Nr. 227. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576 Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. T Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolone zetle oder deren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Unsere Postabonnenten wollen umgehend das Abonnement erneuern, damit in der Zustellung feine Unterbrechung eintritt. Zum 30jährigen Jubiläum der Hirsch- Duncker' schen Gewerkvereine. Mittwoch, den 28. September 1898. die Interessen der Arbeiter. Die weitere Entwickelung der GewerkExpedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ( Schluß folgt.) Politische Webersicht. Wenn die Gewerkvereine wären, was sie angeblich sein wollen, Arbeitslosen- Unterstüßung wurden eingeführt. Durch dieses Unterunpolitische wirthschaftliche Vereinigungen zum Zwecke der Vers stügungs- System und zum theil wiederum durch die Beihilfe von befferung der Lebenshaltung der Arbeiter, wie könnten sie dann die Arbeitgebern und Werkmeistern gelang es Herrn Dr. Mar Hirsch, Anhänger einer über 2 Millionen starken politischen Partei von der nach und nach wieder einen größeren Theil Arbeiter für seine Mitgliedschaft zurückiveisen? Wer die wirthschaftlichen Interessen Gewerkvereine einzufangen. der Arbeiter fördern will, muß dahin streben, die Arbeitermassen zu organisiren, wer wegen partei- politischer Fragen die Anhänger irgend einer Partei von der Mitgliedschaft zu einer wirthschaftlichen Arbeitervereinigung ausschließt, treibt Sonderbündelei und schädigt dadurch Berlin, den 27. September. vereine liefert hierfür hinreichende Beweise. Podbielski'scher Beamtenfang. Wir hatten fürzlich " Harmonie zwischen Kapital und Arbeit!", unter dieser Devise den Vervehmungsukas des Staatssekretärs des Reichswurden am 28. September 1868 die von Dr. May Hirsch entworfenen Poſtamts gegen den Deutschen Postboten", das Organ Grundzüge zur Konstituirung von Gewerkvereinen" angenommen zur Vertretung der beruflichen Interessen der Post- Unterund später ein sogenanntes Musterſtatut für Gewerkvereine ge- beamten, mitgetheilt. Wir wiesen auch bereits darauf schaffen. Im Jahre 1869 sollen sich nach den Angaben von Dr. Mar Hirsch bereits 12 Gewerkvereine mit 30 000 Mitgliedern hin, daß unter dem Titel„ Neue Post" ein Konkurrenz- Unterorganisirt haben. nehmen gegen den" Postboten" gegründet werden solle. Wie nun die Postbehörden dieses neue Blatt den Post- Unterbeamten aufzudrängen versuchen, das zeigt folgender neuer Erlaß, der uns aus einer benachbarten Stadt zugesandt wird und an alle Verkehrsanstalten des betreffenden Ober- Postdirektionsbezirkes gerichtet ist. Der Erlaß lautet: " Wie wurden diese Mitglieder gewonnen? Das Jahr 1868 ist für die Arbeiterklasse von hoher Bedeutung; die Aufhebung der gesetzlichen Stoalitionsverbote stand bevor. Wie erklärlich, erwarteten von der Verleihung des Koalitionsrechts die verschiedenen politischen Parteien einen Aufschwung der Arbeiter bewegung. Mit recht erwartete man, daß die Arbeiter die Koalitionsfreiheit zur Gründung von Vereinigungen auf wirthschaftlichem Gebiete benutzen würden. Die Arbeiter hatten sich bisher zum größten Theil im Schlepptau der Fortschrittspartei befunden; der Einfluß derselben In seiner Schrift:„ Die Arbeiterfrage und die Deutschen begann nach und nach infolge der sozialdemokratischen Agitation Gewerkvereine" erzählt uns Dr. May Hirsch, daß seine Harmonie immer geringer zu werden. Da galt es für die bürgerlichen Parteien bestrebungen so viel Anklang fanden, daß nicht selten große und auf dem Posten zu sein, um die Führung der Arbeitermassen nicht fleine Arbeitgeber und Unternehmer, darunter hervorragende Werkvöllig zu verlieren. Man plante die Gründung von Gewerkvereinen befizer, öffentlich und warm für die Bestrebungen der Deutschen nach dem Muster der englischen Trade Unions. Dr. Mar Hirsch Gewerkvereine eintraten, ja, daß sie denselben sogar selbst als zahlende wurde nach England gesandt, um dort Studien über jene mächtigen Mitglieder beitraten. Die völlige Ungefährlichkeit der Gewerkvereine Arbeiterorganisationen zu machen. Seine Berichte, voll Lob und gegenüber dem Kapital wird dadurch von Dr. May Hirsch selbst aufs Anerkennung, erschienen in der Berliner Volks- Zeitung". treffendste gekennzeichnet, gleichzeitig aber auch erklärt, wie theilweise die freiwilligen Anhänger und Gesinnungsgenossen" des Herrn Dr. Mar Hirsch geworben werden. " " Dr. Rudolf Meyer schildert uns später im Jahre 1873, wie für die Gewerkvereine agitirt wurde, mit folgenden Worten:„ Endlich muß man nicht vergessen, daß Hirsch von vielen, ja jezt fast von meint, er werde die Arbeiter dauernd födern und vor dem Einfluß der Sozialdemokratie schützen. Viele Fabrikanten kommandiren ihre Arbeiter förmlich in die Hirsch- Duncker'schen„ konservativen" Vereine. Vorneweg müssen die Faktoren, Werkführer, Aufseher und die, welche man auf der Schule" Theefüchse" nemnt, in jene Vereine eintreten und die ziehen damn andere nach." Während Dr. Mar Hirsch aber noch in England weilte, begannen in Deutschland von sozialdemokratischer Seite schon die Vorbereitungen zur Einberufung eines allgemeinen Arbeiter- Kongresses zivecs Gründung von Gewerkschaften. Auf der Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins" stellte Frische, Präsident des 1865 gegründeten Deutschen Tabatarbeiter- Vereins", der ganzen Fabrikantenwelt protektionirt wird, die thörichterweise einen diesbezüglichen Antrag. Derselbe wurde zwar abgelehnt, Dr. v. Schweizer und Frische jedoch das Recht zugestanden, als Privatpersonen einen solchen Kongreß zu berufen. Der von beiden erlassene Aufruf zur Beschickung eines Kongresses wurde von den Arbeitern äußerst sympathisch aufgenommen. Als der Kongreß am 26. September 1868 in Berlin unter dem Vorsiz v. Schweißer's zusammentrat, übertraf er alle Erwartungen. Anwesend waren 206 Delegirte aus den verschiedensten Theilen Deutschlands. Dieselben bertraten 142 008 Arbeiter in 110 Orten. Dr. Max Hirsch war inzwischen aus England zurückgekehrt. In der Erkenntniß, daß die Fortschrittspartei den richtigen Zeitpunkt zur Organisirung der Arbeiter auf wirthschaftlichem Gebiete verpaßt hatte, versuchte er und seine Freunde, den Kongreß zu stören. Wie die Vertreter der Arbeiter Herrn Dr. Mar Hirsch und seinen Anhang beurtheilten, beweist die Annahme folgender Resolution des Kongresses: " In Erwägung, daß die Versammlung zweifellos erkannt hat, daß die betreffenden Herren lediglich erschienen sind, um im Interesse der Kapitalisten Unfrieden und Störung unter den Arbeitern zu verursachen, ersucht die Versammlung die betreffenden Herren, fich zu entfernen." Als dieselben trotz der Aufforderung des Vorsitzenden dem Beschluß nicht nachkamen, wurde ihnen gegenüber von dem Hausrecht Gebrauch gemacht, und die Resolution mit Gewalt verwirklicht. Bornentbrannt berief Dr. Mar Hirsch seine Getreuen auf den 28. September zu einer Versammlung mit der Parole: Wieder Herstellung des von Schweizer vollständig verzerrten Systems der englischen Berufsorganisation in seiner Reinheit, Ersatz der auf ,, cäsaristischer" Grundlage in der ausschließlichen Absicht der Eriveckung und Schürung des Klassenkampfes errichteten Schweiger'schen Gewerk schaften durch„ Gewerkvereine", welche die Harmonie der Interessen des Kapitals und der Arbeit in den Vordergrund stellen und zu allmäliger friedlicher Verbesserung der Lebenshaltung der Arbeiter führen sollen." " " Die Arbeiter von der Sozialdemokratie abzuhalten und dieselben als Heeresgefolge den Freifinnigen zu erhalten, ist noch heute der Hauptzweck der Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereine. Aber nicht überall wurden Hirsch's Harmonievereine so günstig aufgenommen. Dr. Mar Hirsch erzählte den Arbeitern in seinen Vorträgen von den Erfolgen der englischen Trades Unions. Die großen Kapitalisten aber wußten, daß die Erfolge derfelben nicht durch Harmoniephrasen- Drescherei, sondern durch erbitterte, gewaltige Kämpfe errungen waren, sie trauten deshalb den Harmoniereden nicht recht. Am 11. Juli 1869 sprach Dr. May Hirsch vor den Bergleuten im Kohlengrubenbezirk Waldenburg in Schlesien und gründete dort einen Ortsverein. Der Beitritt zu demselben war start. Schon im September 1869, also kaum ein Vierteljahr nachher, überreichte der Generalrath des neuen Gewerkvereins den Arbeitgebern eine Dentschrift, in der er Lohnerhöhung und Herabsetzung der Arbeitszeit forderte. Die Arbeitgeber verweigerten es, in Unterhandlungen einzutreten, kündigten den Arbeitern die Arbeit und die Wohnung und verlangten den Austritt aus dem Gewerkverein, ehe sie die Kündigung zurücnähmen. Ende November beschlossen die Bergarbeiter den Streit, am 1. Dezember wurde die Arbeit fast im ganzen Waldenburger Becken niedergelegt. Wohl oder übel mußte Dr. Mar Hirsch den Streik zur Verbandssache machen; er hatte den Arbeitern so viel von dem Kraftzuwachs und dem Vortheil der Vereinigung vorgeredet, daß er schließlich nicht mehr zurück fonnte. Mittel zur Führung des Kampfes waren aber nicht vorhanden. In seiner Noth wandte sich Dr. Mag Hirsch an die Fortschrittspartei, welche dann auch zirka 26 000 Thaler zur Unterstügung des Streits aufbrachte. 17. September 1898. In C. Hehmann's Verlag in Berlin wird vom 1. Oktober ab eine neue Postunterbeamten- Zeitung unter dem Namen„ Neue Post". erscheinen. Eine Probenummer wird inzwischen an sämmtliche Verfehrsanstalten bei dem dortigen Amte bez. den zugehörigen PostAgenturen eingegangen sein. Es erscheint zweckmäßig und liegt vor allem im eigensten Interesse der Unterbeamten, daß ihnen seitens des Herren Anitsborstehers mündlich an der Hand des Inhalts der Probenuminier die neue Zeitschrift empfohlen werde. Dies braucht jedoch nicht etwa geheim zu geschehen, sondern kann vor aller Augen erfolgen. Die Zeitung soll außer der Befriedigung des Lefebedürfnisses im wesentlichen einer thatkräftigen Vertretung der Interessen der Unterbeamten in geeigneter und würdiger Weise dienen. Mit Rücksicht hierauf darf erwartet werden, daß der Herr Vorsteher es sich recht angelegen sein lassen werde, auch für die Verbreitung der Neuen Post" zu sorgen. Zur Förderung der Sache und zur Unterstützung des Herausgebers, einer der Verwaltung nicht angehörigen Person, ist jedoch die Zuwendung von Leitartikeln, Vereinsnachrichten, Dienstnachrichten aus den einzelnen Städten, über Einrichtungen, welche die Unterbeamten interessiren oder zu ihrem Besten dienen u. f. w. seitens des Unterbeamten Personals sowohl als auch seitens des Herrn Vorstehers bezw. eines sonstigen geeigneten Beamten dringend erwünscht. Derartige Nachrichten, die in freier und offener, selbstverständlich aber vorurtheilsfreier Sprache abgefaßt werden. können, würden unmittelbar an die Redaktion der„ Neuen Post" zu senden sein. Insbesondere sind Vereinsnachrichten in hohem Maße willkommen. Solche Zuwendungen werden sich, da die Vereine, dem jüngsten Erlaß des Herrn Staatssekretär zufolge, vor der Unterstützung des Postboten" gewarnt worden sind, unschwer erreichen lassen. Die Ober Postdirektion vertraut, daß der Herr Amtsvorsteher zu dem guten Zweck feine Mitwirkung nicht versagen und zur Erhaltung des Geistes, der Pflichttreue und eines der Dienstzucht entsprechenden guten Einvernehmens zwischen Untergebenen und Vorgesetzten nach Kräften und in verständnißvoller Weise beitragen werde. Bezüglich der zugetheilten Postagenturen wolle der Herr Amtsvorsteher das Erforderliche in geeignet erscheinender Weise ebenfalls alsbald wahrnehmen. gez. Machtmitteln und großer Schläue ausgeführtes Resseltreiben Also ein regelrechtes, klug ausgetüffteltes, mit allen gegen die den Postgewaltigen mißliebig gewordene Fachzeitschrift. " " nicht Der Ausschuß der sozialdemokratischen Partei zu Braunschweig erließ damals einen Aufruf, worin es hieß:" Wir fragen nicht danach, ob Ihr die Grundsätze unserer Partei erkannt Die Versammlung tagte unter dem Vorsitz des Reichstags- oder begriffen habt, wir fragen nicht danach, ob auch in Eure Seele Abgeordneten Franz Dunder, der später in einer Wahlrede im schon die Begeisterung hineingehaucht ist für die ewig wahren, für Oftober 1873 offen erklärte, daß die Gründung der Gewerkvereine die heiligen Prinzipien der Demokratie und des Sozialismus! Ihr Von der neu zu gründenden Zeitung wird vorweg verunter Zustimmung und Mitwirkung der Fortschrittspartei geschah, seid Arbeiter, die mit den Feinden der Arbeit im Kampfe liegen, fprochen, sie solle einer thatkräftigen Vertretung der Interum der Schweizer'schen Demagogie, der damals seine Bataillone Ihr seid unsere Brüder: Das ist genug! Hier unsere Hand zur essen der Unterbeamten" dienen. Aber hat denn diese Auforganisiren wollte, entgegenzutreten". Hilfe!" gabe nicht auch der Postbote" besorgt? Freilich, es wird Politische Motive waren es, die zur Gründung der Gewerk- Lag Herrn Dr. Mary Hirsch das Wohl der Arbeiter wirklich am vereine führten; wiederholt hat später der Gewerkverein", das Herzen, so mußte er die Hilfe annehmen, von wem immer hinzugefügt:" in geeigneter und würdiger Weise". Da sie hat wohl der Postbote" gesündigt!' Er ist zwar Organ der Hirsch- Dunckerianer, zur Unterstüßung der Fortschritts- geboten wurde. Die„ unpolitischen" Gewerkvereine lehnten diese partei aufgefordert; und so ist es geblieben bis auf den Silfe ab, der Streit ging infolge mangelnder Mittel verloren; tro aber dennoch wird er nicht geeignet und würdig" befunden. staatstreu, königstreu, patriotisch, antifozialdemokratisch, heutigen Tag. allen Bittens und Flehens des Herrn Dr. Mar Hirsch blieben die Als Schreiber dieses vor der letzten Wahl in eine von einem Kapitalisten unerbittlich.„ Ende Januar 1870", schreibt Dr. May Er hatte eben das ist seine einzige Sünde sich der Ortsverein der Gewerkvereine einberufene Versammlung ging, um Hirsch, war alles vorbei". Interessen der Postbeamten angenommen, ohne sich einen Vortrag von dem Redakteur des Gewerkvereins über die Nach dem Muster der englischen Trades Unions wollte Dr. Mar zuvor mit den oberen Kreisen der Postverwaltung Leistungen der Gewerkvereine mit anzuhören, bekam er statt dessen Hirsch die deutschen Arbeiter organisiren. Nun wohl! Die englischen ins Einvernehmen zu setzen, ohne sich von dort eine Wahlrede für die freisimmige Voltspartei zu hören. Arbeiter haben auch Niederlagen zu verzeichnen gehabt, weil sie an- Winke geben zu lassen, wo die Grenze zwischen fänglich Streits ohne genügende Mittel begannen. Aber im Krieg dem ,, geeigneten und und würdigen" dent lernten sie den Krieg! Die verlorenen Kämpfe waren für fie eine geeigneten und nicht würdigen zu ziehen sei. Er ist ein Lehre, daß sie sich zum abermaligen Angriff besser rüsten müßten. Bei der am 10. September in der„ Konkordia" in Berlin ab- Und das war die Ursache ihrer späteren Erfolge! selbständiges Organ, er ist das unmittelbare Sprachgehaltenen Jubelfest" der Gewerkvereine trat dies in den von den Was lernten Dr. Mar Hirsch und seine Freunde aus der Walden- rohr der vielfach beschwerten und leidenden Postproletarier. Ehrengästen,( zum größten Theil freifinnige Reichstags- und Landtags- burger Niederlage? Diese erste Schlappe war ihnen so in die Darum soll er erdrosselt werden und ein Blatt soll ihn Abgeordnete und Stadtverordnete) gehaltenen Reden sehr deutlich hervor. Glieder gefahren, daß sie für alle Zeiten auf einen ernstlichen Kampf ersehen, das trotz aller süß schmeichelnden Worte des Reichs- und Landtags- Abgeordneter, Stadtverordneten- Vorsteher Dr. mit den Kapitalisten Verzicht leisteten. Infolge dessen fielen die obigen Ufases- nichts weiter sein kann, als ein Reptil Paul Langerhans meinte hätte das Bürgerthun die Gewerk- Arbeiter in Schaaren ab, die Mitgliederzahl der Gewerkvereine sant unter dem sorgsamen Schutz der Postdirektionen, die auf vereine nur früher verstanden und ihre Bestrebungen unterſtügt, so hätten rapid, von 30 000 auf 10 000. die Gewerkvereine die Sozialdemokratie längst völlig zurückgedrängt." Um bei den Fabrikanten wieder zu Gnaden aufgenommen zu diese Weise eine rückenstarte, eigenartige, selbständige Bewegung Reichstags- Abgeordneter Otto Fisch bed erflärte, wie das werden, gab Dr. Mar Hirsch in einem Erlaß vom 23. April 1871 der Unterbeamten beseitigen und eine fritiflose Gefolgschaft Programm der Gewerkvereine sich in wesentöffentlich und feierlich die Erklärung ab:„ daß die deutschen Gewert an die Stelle frei denfender und männlich handelnder Berufslichen Punkten mit dem wirthschaftlichen Theil vereine, weit entfernt, Arbeitseinstellungen zu provoziren, die kollegen sehen möchten. des Programms seiner Partei( der freisinnigen felben vielmehr auf alle Weise zu erschweren und Zu diesen edlen Zielen bewähren die Arrangeure eine Wolfspartei) decke. zu verhütent suchen werden." Geschäftsmache, die ihrem Chef, dem ehemaligen Leiter des Die parteipolitische Tendenz' der Gewerkvereine geht im Mit dieser Erklärung war das Schicksal der Gewerkvereine als Offizier- Waarenhauses, wahrlich alle Ehre macht. übrigen auch klar daraus hervor, daß der Verbandstag der Gewert- Organisationen zur Hebung der Lage der Arbeiterklasse besiegelt; Und dennoch werden die Methoden des Herrn v. Podvereine im Oktober 1876 zu Breslau die Einführung eines Reverses un seine Gewerkvereine am Leben zu erhalten, wandelte Dr. May bielski feinen Erfolg haben. Die unteren Postbeamten, die beschloß, durch dessen Unterzeichnung jeder Beitretende zu erklären Hirsch dieselben immer mehr in Unterstützungsvereine um. Nationale hat, weder Mitglied, noch Anhänger der Sozial- Stranten- und Begräbnißkassen wurden gegründet und später nach ihrer Dienstpflicht aufopferungsvoll nachkommen, werden sich demokratie zu sein. Die Abschaffung dieses Reverses wurde Jukrafttreten des Hilfskaffen- Gesetzes in eingeschriebene Gewert- nimmer unter die ihnen zugedachte Bevornundung zwingen auf dem legten Verbandstag in Magdeburg anfangs Juni d. Js. vereins- Hilfskaffen ingewandelt. Rechtsschutz, Reise- und Ueber- lassen. Sie werden, je früher man sie drücken möchte, um mit allen gegen 3 Stimmen abermals abgelehnt. fiedelungs Beihilfe, fakultative, in neuerer Zeit obligatorische so stolzer sich aufrichten! 營 * Deutsches Reich. Der Kolonialrath ist zum 24. Oktober d. J., 11 Uhr vor mittags, zu feiner neuen Legislaturperiode einberufen worden. Die Stats für die Schutzgebiete werden dem Kolonialrath vorgelegt werden. cin = " Serbien. das, auch Ein Wahlerfolg der Sozialdemokratie. Bei den beschäftigte kroatische Maurer verjagten gestern ihre italienischen! Jwan Sommer( Statistiker), Aron Lurje( Ingenieur- Technologe), Landtagswahlen in Reuß j. 2. tommt es im ersten und Genossen und verfolgten die Fliehenden bis nach Zabot, wo die saak Eisenberg, Swetlow( diese fünf befinden sich zur Zeit in der zweiten Streise zu Stichwahlen zwischen Freisimmigen und selben blutüberströmt eintrafen. Mehrere Italiener sind schwer, Peter- Pauls- Festung, sämmtliche weiter genannten in dem PetersSozialdemokraten. Im dritten und vierten Kreise wurden einige leicht verwundet. Die Behörden trafen Sicherheitsmaßregeln.burger Untersuchungsgefängniß), Belostoksky, Jaak Gutowsky, die Sozialdemokraten Levin und Vetterlein gewählt. Ein Konstantin Jefimow( Arbeiter der Kolpin'schen Fabrik), Jwan Schweiz. Mandat hat somit unsere Partei gewonnen.= Bern, 26. September.( Eig. Ber.) In der gestrigen Volks- Kolosow, Kresnow( Arbeiter), Kronberg( Arbeiter), Komarow( Arbeiter), abstimmung wurde leider der städtische Minimallohn mit Michael und Artemi Lomeschow( Arbeiter), Wassili Leonowitsch, 2983 gegen 2041 Stimmen abgelehnt. Das ist sehr zu be- Feodor Petrow( Arbeiter), Prokofjew( Arbeiter der Fabrit König), Ostar Neiter( Arbeiter), Iwan Semenow, dauern und die Neinsager haben ba teine schöne That vollbracht. Die bon Meister, Kaufleute, Bejizenden aller Art, welche mit nein stimmten, Ivan Tokarew( Arbeiter), Trifonow( Arbeiter), Eugen Feodorow bekunden durch ihre Stimmabgabe eine schlechte Gesinnung, eine( Arzt), Feoktistow( Hafenarbeiter), Wassili Chanow( Arbeiter, brutale Nüdsichtslosigkeit gegenüber ihren armen, fleißigen Mit welcher die Universität absolvirt hat), Sehatewitsch( Arzt), Joseph Schillinger( Ingenieur- Technologe), Schflarewitsch( Stud.), bürgern, die städtische Arbeiter sind. Der dritte national soziale Parteitag wurde am Montag Jakob Jankelewitsch( Ingenieur- Technologe), und die folgenden Frankreich. in Darmstadt eröffnet. 15 Frauen: Bobkowa( Arbeiterin), Anastasja Begitschewa, Klawdja 130 Delegirte waren erschienen. Pfarrer a. D. Wend- Leipzig erstattete den Geschäftsbericht. Er begrüßen den Beschluß des gestrigen Ministerrathes als eine wahr- Anastasja Aljaschowa, Kirilowa( Arbeiterinnen in der Fabrik von Paris, 27. September. Die meisten republikanischen Blätter Grjasnowa, Olga Schelichows, Olga Swjagina( stud. med.), erwähnte, daß nach der Rede des Kaisers in Oeynhausen mehrere haft befreiende That. Der„ Siècle" erklärt, die Entscheidung König), Nadeschda Korsat( Masseuse), Lubow und Sofja Notowitsch, Arbeiter aus dem Verein ausgetreten seien, weil sie nicht mehr ehre die Regierung und werde gerade von der Armee mit größter Eugenie Kutschkowskaja, Marie Rostowzetva, Olga Stalowa( Lehrerin), eine zugleich nationale und soziale Politit verfolgen fönnten. Hier Freude aufgenommen werden." Aurore" fagt, eine Regierung der Darja Solz, Domna Trofimowa( Arbeiterin). auf wurde beschlossen, daß neben dem bisherigen Vorstand Wahrheit beginne, Frankreich habe wieder den Weg hochherziger von sieben Mitgliedern, dessen Sitz nach Berlin verlegt wird, Gerechtigkeit betreten. Jaurès schreibt in der Betite République", weiterer Ausschuß von fünf Mitgliedern, die nicht die Schlacht werde erst dann gewonnen sein, wenn die Belgrad, 24. September.( Eig. Ber.) Der„ große" Milan und in Berlin zu wohnen brauchen, eingesetzt wird. Pfarrer Naumann gesammten Aften der Affäre Dreyfus und die Akten der„ tapfere" Nitita führen einen heftigen Krieg mit Pamphleten.. erstattete sodann den politischen Jahresbericht, in dem er u. A. er- der Missethaten des Generalstabes vor Frankreich aus- Ganze Regimenter Broschüren erscheinen in Serbien gegen den klärte, daß die Partei mit den 26 500 Stimmen, die sie bei den gebreitet würden. Die Generalstabsorgane greifen montenegrischen Fürsten, in Montenegro gegen den serbischen König. Reichstagswahlen erhalten habe, unter den obwaltenden Verhältnissen Brisson maßlos heftig an und nennen die Revision ver- Beiderseits begnügte man sich, den Gegner als den größten Dieb zufrieden sein könne. Der Redner vertheidigt sodamn die Haltung der brecherisch, ungefeglich und widerfinnig. Dem Figaro" zufolge an dem nationalen Vermögen darzustellen und- beiden gelingt Partei bei der Reichstagswahl, besonders auch gegenüber der Sozial- habe Briffon, als Sarrien Bedenken äußerte, sich bereit erklärt, selbst dies so ziemlich. Ju einer Broschüre, die Milan als Urheber haben demokratie, und betonte die Nothwendigkeit eines starten Heeres. das Justizportefeuille zu übernehmen und Sarrien das des Innern zu soll, wird gefragt, woher denn die 12 Millionen Franks stammen, Die folgende Debatte beschäftigte sich besonders mit der türkenfreund überlassen. Dem" Journal" zufolge werde der Kaffationshof seine die Nitita in einer Londoner Bank deponirt hat, da er doch von lichen Politik der Reichsregierung. Alsdann wurde beschlossen, eine Entscheidung vor dem Zusammentritt der Kammer ſeinen Eltern nichts geerbt und während den dreißig Jahren Kommission zur Ausarbeitung eines Kommunalprogrammsfällen.feiner Regierung nur über 60 000 Franks jährliche Einnahmen einzusetzen. berfügt Italien. hat. Statt darauf zu antworten, läßt Nikita Gegen Volksfestlichkeiten. Die in Rheinland seit einiger Zeit Nom, 26. September. Die„ Italie" veröffentlicht den Wortlaut ein heftiges Pamphlet gegen Milan erscheinen, bielbesprochene Frage betreffend die Einschränkung der ber Antwort Italiens auf den Vorschlag des ins Franzöfifche überfekt, den Titel trägt:„ Wer hat Serbien dit bon Rußland zur Begrenzung Da wird mit vielen Ziffern operirt der in Schulden gestürzt?" weiteres Stadium getreten, indem der Regierungspräsident von Rüstungen. Wir theilen aus derselben das folgende mit: Das und man kommt zum Schlusse, daß Milan außer seiner Zivilliste Köln die Gewerbe- Inspektionen des Regierungsbezirkes mit Er- Problem, welches der Kaiser dem Aeropag der Mächte unterbreitet, noch um mehr als 100 Millionen Franks Serbien bestohlen hat, und hebungen darüber beauftragt hat, ob es sich empfiehlt, durch ist sicherlich nicht ohne Schwierigkeiten. Abgesehen zwar: un 48 Millionen bei dem Bau der Eisenbahnen, um Polizei Verordnung die Festlichkeiten einzuschränken. von der Frage der Rüstungen, kann man sich noch mehr 30 Millionen gelegentlich verschiedener Anleihen, aus den allBurg auf Fehmarn, 26. September. Ein heute angestellter solcher Fragen vorstellen, über welche die verschiedenen gemeinen Kosten", um 23 Millionen bei den Lieferungen für den Versuch zur Hebung des Torpedobootes„ S 85" ist gelungen. Das Auffassungen nicht genügend zusammenfallen Staat. Er soll von einer bekannten deutschen Kanonenfabrik Torpedoboot liegt leergepumpt unter dem Schutze der Hebepontons würden und die, zur Erörterung gestellt, im Schooße bei einer Bestellung von 10 Millionen 1 500 000 Fr. Kommission" vor der Burgstaakener Hafeneinfahrt und wird morgen in diesen der vorgeschlagenen Konferenz selbst einen Meinungsstreit erhalten haben; diese Kommission, wie viele andere, hat natürlich Der Autor macht auch eine Erkursion Hafen geschleppt werden. Hier wird das Torpedoboot vor seiner schärfer zum Ausdruck bringen könnten, dessen das serbische Volk bezahlt. Rückfahrt nach Kiel noch eine sorgfältigere Abdichtung erfahren. mögliche Folgen uns nicht ohne beständige Sorge in die Geschichte der ganzen Dynastie Obrenovitsch und bringt BeMünchen, 27. September. Das hiesige Oberlandesgericht lassen würden. Aber diese Schwierigkeiten haben in unseren Augen weise, daß der Großvater Milans, Milosch, und sein Onkel berwarf heute die von dem Schriftsteller Maximilian Harden durchaus nichts unentwirrbares; es genügt, daß man aus dem Plan Michel auf ähnliche Weise gewirthschaftet haben. in Berlin gegen das Urtheil der Straffammer eingelegte te vision. der Zusammenkunft alles das eliminirt, was nicht nothwendig zu haben Serbien langsam so erschöpft, daß es sich heute vor einem Die Straffammer hatte das schöffengerichtliche Urtheil bestätigt, dem Friedenswerk gehört, das wir verfolgen, oder was den sicheren Bankrott befindet. Es ist schon mit 400 Millionen Franks welches Harden wegen groben Unfugs, begangen in einem Erfolg desselben beeinträchtigen könnte, es genügt, daß man verschuldet und hat 24 Millionen jährlich an Zinsen und AmortiArtikel seiner Zeitschrift" Die Zukunft" über König Otto von als Erforderniß des Augenblics aufdrängen, aus den vielfachen verwickelten Fragen, welche sich nicht fation zu entrichten; seine Einnahmen aber aus den direkten Steuern Bayern zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilte. die einfache erheben sich nur auf 16 Millionen. So muß es sich das Defizit Diese endgiltige Verurtheilung Harden's kann nur dazu bei- flare Idee herausnehme, für welche der mächtige Herrscher sich be- für die Amortisation und 40 Millionen fite die Staats- Administration tragen, daß die Nothwendigkeit eines Einschreitens der Reichs- Gesez geisterte und hinsichtlich deren zwischen den Kabinetten Ueber- aus indirekten Steuern verschaffen, was natürlich für die Entwickegebung gegen die unglaublichen Auslegungen des§ 360, 11 des einstimmung sicherlich im Bereiche der Möglichkeit liegt, sobald diese lung des jungen Königreichs sehr nachtheilig ist. Strafgesetzbuches in immer weiteren Streisen erkannt wird. In Montenegro ebenso wie in Serbien werden alle diese ihre Entscheidung aus dem Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit selbst schöpfen. Es genügt mit einem Worte, daß ein Broschüren durch besondere Agenten vertheilt und so hat dieser Kampf Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Die zweite Programm, einsichtsvoll entworfen, flar abgefaßt, die Erörterungen zwischen den Monarchen für das Volk der beiden Länder den einen Straffammer des hiesigen Landgerichts I verurtheilte den Tischler auf dem Gebiete der Versöhnung und wechselseitigen Beschwichtigung Nutzen, daß überall bald Klarheit herrschen wird, daß die Obrenowitsch Bohnke, gegen den der Staatsanwalt 9 Monate beantragt hatte, erhalte. Es gebührt natürlich der kaiserlichen Kanzlei, dieses nicht besser als die Petrovitsch sind, daß diese wie jene wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Gefängniß. Die Programm zu formuliren. Strafanzeige, die dahinging, daß sich der Angeklagte beim Anblick Bertrauen, daß es ein solches sein wird, wie wir es wünschen, und Dynastien Wir haben schon jetzt das volle ihre Unterthanen bestehlen eines Kaiserbildes schwerer Beleidigungen gegen die Person des wir haben nicht nöthig, es abzuwarten und gegenüber dem Vor- also bei einem Wechsel nicht zu gewinnen hat. Die Dynaſtien komKaisers schuldig gemacht habe, war von Verwandten erstattet schlage, mit dem wir befaßt sind, einen formellen Beschluß zu fassen. promittiren sich gegenseitig und so werden sehr bald auch in diesen worden, mit denen der Angeflagte in Feindschaft gerathen war. Ich bitte Sie deshalb heute, dem Grafen Murawiew mitzutheilen, zwei Ländern die dynastischen Kämpfe einem rationellen Kampf für Ein Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung ist gegen die daß die Regierung des Königs es annimmt, an der Konferenz theil- die politische Entwicklung Plazz machen. Es wäre freilich schon Frau des Tilsiter Genossen Toltsdorf eingeleitet. Die Verhandlung zunehmen, zu welcher uns die Regierung des Kaisers einladet, und höchste Zeit dazu. soll nächstens vor der Straffammer stattfinden. Grund zur Anklage wir sind bereit, mit allen unseren Kräften zu einem glücklichen Ende gab eine Denunziation von Nachbarn, mit denen Frau Tolksdorf sich des Unternehmens beizutragen. nicht gut stand. Defterreich. Wien, 27. September. Das Herrenhaus nahm die Wahl der Quotendeputation vor. Spanien. Sie alle und daß feine bon beiden etwas für das Volk thun wird, daß es Türkei. Konstantinopel, 27. September. Die vier betheiligten Kabinette beschlossen, die Pforte aufzufordern, die Truppen von Kreta zurückzuziehen, während die Mächte sich verpflichten wollen, die auf Kreta lebenden Mohamedaner zu schützen. Eine bezügliche Note an die Pforte wird vorbereitet. Afrika. Madrid, 27. September. Die Regierung wies den Marschall Blanco an, unverzüglich sämmtliche Freiwillige zu entlassen. Der Der sozialdemokratische Verband des österreichischen Ab- rückständige Sold soll ihnen ausgezahlt werden. geordnetenhauses wird folgenden Dringlichkeitsantrag einbringen: Madrid, 27. September. Nach einer Meldung der Blätter Im Fafchoda. Aus London wird ferner zu dieser Streitfrage Die Regierung wird aufgefordert, das Ergebniß ihrer August- hätte der Minister des Auswärtigen Herzog von Almodovar die gemeldet: In Besprechungen der Faschoda- Angelegenheit weisen verhandlungen mit der ungarischen Regierung über den Ausgleich Vertreter Spaniens bei dem Friedenskongresse in Paris angewiesen, Morgenblätter aller Barteirichtungen auf die Erklärung des früheren dem Hause ungesäumt bekannt zu geben. Das Abgeordnetenhaus die Ansicht zu vertreten, die Vereinigten Staaten hätten nicht das Parlaments Untersekretärs Sir Edward Grey hin, daß eine spricht die Ueberzeugung aus, daß die Durchführung des Ausgleichs Recht, die Philippinen zu behalten; wenn sie Manila behielten, so französische Intervention am oberen Nil einen unfreundauf grund des§ 14 ein schwerer Verfassungsbruch und der Abschluß sei dies nur als Unterpfand anzusehen. lichen Att darstellen würde. Die Blätter betonen, die Besetzung. des Ausgleichs unter den bisherigen oder noch verschlechterten BeFashoda's französischerseits dürfe nicht zur Basis irgend welchen. dingungen eine Preisgebung der wirthschaftlichen Interessen der Aus Petersburg ist uns mit der Bitte um Veröffentlichung Handelsgeschäfts gemacht werden; die Verhandlungen müßten un österreichischen Völker wäre." das folgende Verzeichniß der im Laufe der letzten 11/2 Monate aus bedingt auf einen Gegenstand beschränkt werden, nämlich auf die politischen Gründen verhafteten Personen zugesandt worden. Es 3 urudziehung fämmtlicher französischen Streitwurden verhaftet die folgenden 28 Männer: Ilja Romm( Arzt), träfte aus egyptischem Gebiet. Ausschreitungen gegen Italiener. Aus Agram wird vom 27. September gemeldet: Bei einem Bau im Dorfe Bedekovcina Friedrich Albert Lange, " " Rußland. W wird er im Verein mit seinen Kameraden zu einer scher Schriftsteller, als Professor nach Zürich berufen und zwar zum Macht im Staate; und je entschiedener diese Macht Ersatz für den Verfasser des fritischen Lebens Jesu", D. J. Strauß, auftritt, desto eher wird sich da ein Entgegenkommen zeigen, wo der bekanntlich infolge des Züricher Putsches" vor Antritt seiner bisher nur talte Zurückweisung und höhnische Geringschätzung ob- Professur pensionirt worden twar. In der vergleichsweise geboren am 28. September 1828, gestorben am 23. November 1875. waltet." So Lange in der„ Arbeiterfrage", diefem föstlichen Büchlein, freien schweizer Luft erwuchs also der Knabe zum Jüngling, diesem deutlichen Wegweiser für ernstliche fachliche Orientirung. ficherlich ein für seine Entwickelung überaus günstiger Umstand! Friedrich Albert Lange ist am 28. September 1828 als zweites Die Bourgeoisie weiß es ja beffer, sie weiß( oder ligt in ihren In dem Sturmjahre 1848 bezog er, nachdem er schon ein Jahr in Kind des Pfarrers J. P. Lange in Wald bei Solingen geboren. Hals?) daß die Arbeiter dem Sozialismus nichts verdanten als leere Zürich studirt, die Universität Bonn, wo er 1851 mit einer Arbeit Er stand also im Lebensalter zwischen Liebknecht und Miquel, die Taschen. Aber merkwürdig stimmen die obigen Worte mit dem über lateinische Metrit promovirte, d. h. in der zu Bonn noch recht heute noch in feindlichen Lagern führende Stellungen einnehmen. Wie überein, was Fürst Bismard am 26. November 1884 erflärte: feierlichen Weise( nach lateinischer Disputation) Doktor wurde und fehr wäre auch Lange zu einer solchen Stellung befähigt gewesen Wenn es keine Sozialdemokratie gäbe und wenn nicht eine Menge fein Oberlehrereramen bestand. Dann finden wir ihn in Köln als und wie sehr ist es zu bedauern, daß er schon vor 23 Jahren im sich vor ihr fürchtete, würden die mäßigen Fortschritte, die wir über- Soldaten und zwar als einen in jeder Hinsicht„ musterhaften", wie gleichen Lebensalter wie sein Lieblingsdichter Schiller tückischer haupt in der Sozialreform bisher gemacht haben, auch noch nicht er sich denn in allen förperlichen Uebungen auszeichnete. Nach er sich verStrankheit erlag, ohne je im öffentlichen Leben Deutschlands den existiren." Also das ist das eine Gewisse, daß Lange eine starte einigen Jahren Hilfslehrerthums in Köln, wo ihm gebührenden Platz erlangt zu haben! Bittre Klage wurde denn Arbeiterpartei für ein Bedürfniß hielt. Das andere ist dies, daß mählte, fehrte er als Privatdozent der Philosophie nach Bonn auch an seinem frühen Grabe laut. Der ausgezeichnete Historiker ihm die bisherigen mäßigen Fortschritte in der Sozialreform" nicht zurüd, trat aber 1858 wieder in den Schuldienst als Oberlehrer Nissen äußerte in der Leichenrede:" Drei Jahre hat Albert Lange entfernt genügen würden. Aeußert doch ein so gemäßigter Mann am Duisburger Gymnasium, dessen Schüler er einst gewesen. Alle der Universität Marburg angehört; er kam trant in unsere Mitte, wie Lange's Viograph, Biograph, O. A. Elliffen( S. 235 der 1891 Urtheile stimmen darin überein, daß Lange ein vorzüglicher Lehrer den schleichenden Tod im Herzen. Und was hat er in dieser furzen erschienenen Biographie) sich wie folgt: Ins ist sehr zweifelhaft, ob gewesen. Aber er blieb nicht lange in diesem Amt, für das er ge= Spanne Beit nicht gewirkt! Er hat das Studium der Philosophie Lange das, was heute auf diesem Gebiete geschieht, als Erfüllung schaffen schien. Im Herbst 1862 veranlaßte ihn ein Konflikt mit dem an unserer Schule neu geadelt..... Jeder fühlte es: an diesem seiner Wünsche ansehen würde; ja wir meinen, daß er vielleicht die Provinzial Schultollegium, welches ihm wegen seiner Theilnahme Mangel an gereiftem Urtheil und Charakter flebt nichts Niedriges, nichts Gemeines." soziale Gesetzgebung unserer Tage, mag fie auch in guter Absicht am politischen Leben об es einen Beitgenossen Wenige Monate vorher hatte der berühmte englische Physiker begonnen sein, als von einem geradezu perversen Geiste geleidenschaftsloser Besonnenheit" an Besonnenber Lange an gereiftem Urtheil und John Tyndall an Lange geschrieben: Sie sind einer der tragen ansehen würde; uns wenigstens erscheint sie, wie sie aus- gab, der Lange wenigen, deren Straft zum Guten in der Welt schlecht entbehrt geführt wird, noch nicht als ein wahres, freundliches Entgegenheit übertraf?! vorwarf, aus dem Schuldienst auszutreten. werden könnte und deren Schwächung durch Krankheit ich als fommen, nicht als ein Friedensschluß, sondern als ein Deckung Er blieb jedoch in Duisburg und zwar in der Doppelstellung eines ein öffentliches Unglück beklagen würde." Und Schäffle äußerte suchen, als eine Defensivmaßregel, welche ermöglichen soll, Sekretärs der Handelskammer und eines Mitredakteurs der„ RheinSeine schon seit einiger Zeit betriebenen fich nach Lange's Tode sogar dahin, er kenne feinen Zeitgenossen, in der Hauptsache alles beim Alten zu laffen. Das und Ruhrzeitung". dessen früher Tod für das geistige Leben der Nation nach wird aber nicht möglich sein, und sie selbst wird dazu beitragen, statistischen und volkswirthschaftlichen Studien befähigten ihn dazu Charakter und Intellekt einen größeren Verluft bedeutete. daß es nicht möglich bleibt. Dem, was in den Sternen geschrieben in vorzüglicher Weise. Auch zu der Süddeutschen Zeitung", der Nun wohl von diesem Manne darf die deutsche Arbeiterpartei steht, fann man nicht durch ausgeflügelte Erdenmittelchen entgehen; heutigen Frankfurter" stand Lange in Beziehung und E. Bernstein mit Stolz fagen: Er war unser! solche dienen nur der Schicksalserfüllung." hat nachgewiefen, daß der Artikel über die Arbeiterbeweging in Ob er, wenn er lebte, heute offiziell der sozialdemokratischen Ellissen's Buch stützt sich nach der Weise der in England üblichen Rheinpreußen"( in der Nummer vom 25. September 1863) ant die Partei angehören würde und dadurch etwa zu einer lex F. A. Lange life and letters( Leben und Briefe) wesentlich auf Lange's Kor- welchen Lassalle vollständig in seiner„ Ansprache Berlins" mittheilt, jedenfalls bont Lange bers Veranlassung geben, wie es jetzt eine lex Arons giebt, wer ver- respondenz, aus welcher auch eine Menge interessanter Stücke voll- Arbeiter Ein besonders merkwürdiger Brief faßt ist. So ist denn einer von dessen unzähligen Zeitungsmöchte das zu sagen? Anzunehmen ist es bei dem Manne, dem, ständig mitgetheilt werden. wie Bebel von ihm sagt, die Ehrlichkeit, Gradheit und Offenheit an Kambli vom 15. November 1867 über das Anklagemonopol artifeln uns in Lassalle's Werfen aufbewahrt wie ein Käfer im Bernauf der Stirn geschrieben stand". Zweierlei können wir wohl mit der Staatsanwaltschaft und andere Punkte ist seinerzeit in mehreren stein. Inzwischen entwickelten seine politischen und sozialen Ansichten Gewißheit behaupten. Niemand hätte mit größerer Genugthuung| Blättern, auch im Vorwärts" abgedruckt. Pernerstorfer rechnet ihn fich mehr und mehr in radikaler Richtung; denn nicht alle den gewaltigen politischen Aufschwung der Arbeiterklasse beobachtet mit recht zu dem besten, was in deutscher Sprache über politische Menschen werden mit den Jahren konservativer, und die mit Jakob Grimm sagen fönnen: je älter ich werde, desto demokratischer gefinnt als er. Vor 33 Jahren wies Lange mit feiner Fronie das alberne Dinge geschrieben sei. Gerede zurück, daß der Arbeiter nicht reif sei, Politik zu treiben und Wir geben mun kurz an der Hand dieser Biographie die wichtigsten bin ich", sind nicht eben die schlechtesten. So zerfiel er mit den Duis schrieb die folgenden Zeilen:„ Wenn der Arbeiter erst ernsthaft Daten aus Lange's bewegtem Leben. Wenige Wochen nach Albert's burger Fortschrittlern, schied aus Handelskammer und Redaktion und darauf denkt, wie er die imposante Wucht seines Standes dazu ver- Geburt wurde der Vater, der sich, aus einer Bauern- und Fuhrmann- gründete ein eigenes Blättchen, den Boten vom Niederrhein." Die wenden könnte, sich und seinen Nachkommen solche Güter( wie un- familie stammend, zum Theologie Professor und Ober Konsisto wenigen Proben, die Ellissen daraus mittheilt, lassen dringend den parteiische Gesetzgebung, ordentlichen Schulunterricht u. s. w.) zu rialrath heraufgearbeitet und seinen Sohn um fast ein Jahr Wunsch rege werden, es möge aus diesem für die Geschichte der überlebt hat, verschaffen, dann ist er auf dem wahren Weg der Selbsthilfe; dann zehnt als Pfarrer nach Langenberg, nach Arbeiterbewegung höchst interessanten Blatte einmal mehr aus. braucht er sich nicht mehr durch Abc- Studien für die Theilnahme an einigen Jahren nach Duisburg berufen, wo der Knabe zuerst die gegraben und ans Licht gezogen werden. Die Bewegung für den der Politik zu befähigen, denn von Stund an ist er schon Polititer; Volksschule, dann das Gymnasium besuchte. Im Jahre 1841 aber achtstündigen Arbeitstag nennt Lange die größte praktische Aufgabe, mit dem Augenblick, wo er seinem Geiste diese Richtung giebt, wurde der Pfarrer Lange, ein außerordentlich fruchtbarer theologi- welche sich die Menschheit bis jetzt gestellt habe." = " ernannt worden. -O Amerika. " Der Artikel fordert ferner zu lebhaftestem Kampfe gegen die Pläne unserer Gegner bezüglich des Koalitionsrechts sowie zu energischer Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen- unter Aufhebung des Amendements Mittag und Wiederaufnahme der Bebel'schen Resolution auf. General Kitchener, der Sieger von Omdurman, ist zum Bair entfallenden Stimmensummen von solchen Elementen erfolgt, die I In der Gleichheit" spricht Genoffin 8ettin in einem unter dem Eindruck der besonders traurigen politischen Zustände des sehr temperamentvollen Artikel die Erwartung aus:„ daß die SozialAsien. Landes bisher dem Kandidaten der zum bestehenden Dittaturregiment demokratie in ihrer Auffassung, ihren Beschlüssen scharf wie je als Beting, 27. September. Heute wurde ein Edift erlaffen, durch in die schärfste Opposition tretenden Partei ihre Stimme gaben, ohne die Partei des revolutionären proletarischen Klassentampfes aufwelches die lehten Reformmaßnahmen des Kaisers that- indeß auf dem Boden des sozialistischen Programms zu stehen. Dazu tritt und nicht als die ausgemauserte Partei zahmer sozialer Resächlich aufgehoben werden. komme, daß die sogenannten Ordnungsparteien, Klerikale wie Liberale formlerei; daß sie scharf wie je ihr Endziel betont: die Eroberung Die Meldung vom Tode des Kaifers von China, welche und Demokraten, im verflossenen Wahlkampf in ganz anderer Weise der politischen Macht durch die Arbeiterklasse zum Zwecke der in der vorigen Woche verbreitet, aber balb dementirt wurde, taucht gegen die aufstrebende Sozialdemokratie gearbeitet haben, als Expropriation der Expropriateure"( Enteignung der Enteigner), de jetzt wieder auf. Nach einer Pariser Drahtnachricht der„ Magd. Ztg." dies noch im Jahre 1893 der Fall war, wo sie mit ihr noch als Beseitigung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und damit ihr soll der französische Gesandte in Peking depeschirt haben, der Kaiser mit einer bedeutungslosen Partei rechnen zu dürfen glaubten. Es unversöhnliche Gegnerschaft gegen den Kapitalistenstaat, statt ein sei am Mittwoch an einer Vergiftung gestorben. bestehe für uns deshalb die Aussicht, bei der nächsten Wahlschlacht staatsmännelnden Geneigtheit zur Kompromisselei mit diesem Staai, Manila, 27. September. Die Amerikaner haben den Befehl, Seiten hin flareren Gefechtsfeld ins Treffen rücken zu können. Nicht mit zuverlässigeren und geschulteren Truppen auf einem nach allen mit dieser Gesellschaftsordnung." fich alle Schiffe der Rebellen anzueignen, da die Flagge der Auf- zum mindesten set aber auch der großen wirthschaftlichen Abhängig- lichere Erfolge gesehen und glaubt, es habe hier und da an der Auch Genossin Bettin hätte bei der letzten Wahl gern noch reichständischen von keiner Großmacht anerkannt ist, und jede dieser feit der Arbeitermassen( besonders in dem mit großfapitalistischen alten glaubensstarken Kampfesfreude" gemangelt. Sie polemifirt Mächte die Aufständischen als Piraten behandeln kann. furgenten plündern augenblicklich die Insel Luzon. Die In Riesenbetrieben reich gesegneten" Lothringen, deren Inhaber zum gegen gemauserte Anschauungen über unsere Grundsätze und unsere theil streng religiös gesinnt seien und die klerikale Propaganda Taktit". Diese sollen Pessimis mus und Skeptizismus erzeugt haben. mit allen Mitteln unterstützen) ein wesentlicher Antheil an Die Verfasserin hätte darum eine zusammenfassende Erörterung über Buenos- Ayres, 27. Sept.(„ Times".) Chile und Argentinien dem theilweisen Wißerfolg unserer Wahlagitation zuzuschreiben. unsere Tattik den bei verschiedenen Punkten der Tagesordnung einberhandeln über ein Abkommen betreffend Puna und das Atacama Die politische Rückständigkeit der lothringischen Arbeiterbevölkerung setzenden Erörterungen vorgezogen. Gebiet und über eine endgiltige Regelung der Grenzfrage, um und die Strupellosigkeit der dortigen Industriemagnaten in der Wahl ein Schiedsgericht zu vermeiden. Die Verhandlungen nähmen einen ihrer Mittel zur Beeinflussung der von ihnen abhängigen Wähler günstigen Fortgang. gingen so weit, daß in einzelnen Kreisen die Wahl durch Spendirung großer Mengen von Freibier und Auszahlung baarer Geldunter stügungen an die Wähler entschieden worden sei. Den großkapitalistischen Wahlmachern, die sich sonst selbst der geringsten Lohn- Hinsichtlich der Taftiffrage möchten wir ohne näher auf sie erhöhung ihrer Arbeiter hartnäckig widersetzten, sei es dabei auf einzugehen, da sich der Parteitag ausgiebig mit ihr beschäftigen zehntausende von Mark nicht angekommen. In einzelnen dürfte, wenigstens einer Auffassung der Genossin Zettin von Gegenden feien auch umfangreiche Entlassungen agitatorisch vornherein entgegentreten. Sie will Bessinismus und Skeptithätiger Genossen vorgenommen worden. Jetzt, nachdem durch die zismus" bei den letzten Reichstagswahlen bemerkt haben. Wir Einführung des neuen Preßgesetzes hinsichtlich der Verbreitung von haben derartiges nicht gefunden; wir sind der Meinung, daß bei Druchschriften einige Erleichterungen plag gegriffen hätten, müsse eine der letzten Wahl mit derselben Begeisterung gefämpft auf die Vertiefung der sozialistischen Ueberzeugung unserer Anhänger worden ist als bei früheren Wahlen. Die Ursachen theoretischen Inhaltes in die Wege geleitet werden. gegenüber die einzige erfolgreiche gewesen doch nicht in demselben Allgemein wurde anerkannt, daß die durch die bestehenden Ge- prozentualen Verhältniß gewachsen ist wie bei den vorhergehenden fetze des Landes allerdings sehr erschwerte Organisation Wahlen, sind unseres Grachtens in erster Linie in den be= unserer reichsländischen Partei selbst den bescheidensten Ansprüchen noch fonderen politischen Verhältnissen zu suchen, unter feineswegs zu genügen vermöge, und daß der straffere Ausbau derselben denen die letzte Wahl stattfand. Wenn Genossin Bettin aber auch einen Zusammenhang zwischen deshalb eine der vornehmsten Pflichten unserer Genossen in ElsaßLothringen sein müsse. In dieser Hinsicht wurde ein vom Landes- jenem angeblichen Bessimismus und Steptizismus" und den befomitee gestellter Antrag, wonach fannten Auslassungen Bernstein's, Heine's 2c. tonstruirt, so müssen ,, die Vertrauenspersonen der einzelnen Orte verpflichtet sein wir gestehen, daß wir diese Konstruktion für sehr phantasievoll sollten, alljährlich vor dem Zusammentritt der Landeskonferenz halten. Man mag über die Auslassungen jener Genossen denken einen Bericht über die Kassen- und sonstigen Parteiverhältnisse wie man will, darüber ist für uns kein Zweifel, daß in Wahlkreisen, ohne Widerspruch angenommen, während der von derselben Seite geistert und genau so erfolgreich agitirt worden ist, wie in solchen ihrer Orte an das Landeskomitee einzureichen", wo staatsmännelnde" Anschauungen vorhanden sind, genau so begestellte Antrag: Wahlkreisen, wo das Wort„ revolutionär" eine reichlichere Anwendung Wie dem" Reuter'schen Bureau" aus Paris gemeldet wird, verYantet aus guter Quelle, daß Chile und Argentinien sofort die schiedsrichterliche Entscheidung über den südlichen Grenztheil einleiten werden, welcher in dem dieser Tage in Santiago abgeschlossenen llebereinkommen bezeichnet ist. Der nördliche Grenztheil soll als besondere Frage behandelt werden. Santiago de Chile, 26. September. Die Kammer nahm die erste Lesung des Abkommens mit Beru an betreffend die Wiederabtretung von Tacna und Arica. Landes- Konferenz der Sozialdemokratie Elsaß- Lothringens. Singtelende intensivere Agitation durch Flugschriften prinzipiell dafür, daß unsere Partei – wenn sie auch allen übrigen Parteien Straßburg, 26. September. Mit Rücksicht auf die unsere reichsländischen Parteigenossen gegenwärtig beschäftigende Breßfrage, zu der man vor dem Zusammentritt des Stuttgarter Parteitages noch Stellung nehmen zu müssen glaubte, war die diesjährige Landes- Konferenz der elsaß lothringenschen Sozialdemokratie einige Wochen vor dem sonst üblichen Termine einberufen worden und fand gestern in Straßburg statt. Die Präsenzliste wies die Anwesenheit von 35 Delegirten aus 16 Orten aller Theile des Landes nach; besonders gut waren die Industriepläge Mülhausen, Gebweiler, Bühl und Markirch vertreten. Zur Zeitung der Verhandlungen wurde Emme I- Saargemünd berufen. nunt Nach dem Kassenbericht des Landeskomitees belief sich die Einnahme im Geschäftsjahr 1897/98 auf 13 305 M., die Ausgabe auf 12 348 M., so daß am 24. d. M. ein Bestand von 957 M. vorhanden war, dem Verpflichtungen in Höhe von 490 M. gegenüberstehen. Die Gesammteinnahmen des Reichstags- Zentralwahlfomitee's erreichten die Höhe von 10 699 M., wovon in den einzelnen Kreiſen 3047 M. aufgebracht worden sind; die Ausgabe betrug hier 11 129 Mark, so daß noch 570 M. zu decken bleiben. einen einen ueberjuus u verzeichnen. bon " Die Genossen der einzelnen Wahlkreise haben, wenn thun- fand. lich, sofort die Aufstellung des Reichstagskandidaten vorzunehmen, damit diesem Gelegenheit gegeben ist, unterſtüßt durch das Landeskomitee, jetzt schon mit der Agitation in seinem Kreise zu beginnen", mit nur geringer Mehrheit zur Annahme gelangte. Ein weiterhin beantragter Zusatz, dem Landeskomitee ein Bestätigungsrecht der Kandidaturen einzuräumen, wurde abgelehnt. Partei- Nachrichten. der beiden aus Sachsen ausgewiesenen Parteigenossen infolge eines In der geftrigen Mittheilung aus Dresden sind die Namen Irrthums des Segers unrichtig wiedergegeben. der ber Es verdient hervorgehoben zu werden, daß die Arbeiterschaft weisung wurden betroffen Dr. Helphant, der den Parteigenossen ber in ihrer politischen Aufklärung fortgeschrittenen größeren Städte, daß der Abonnentenstand feit der letzten Aenderung in den reichs- Arbeiter- Zeitung", und Der Bericht über den Stand der Parteipresse stellte fest, unter dem Namen Parvus bekannte leitende Redakteur der Sächsischen wie Mülhausen, Straßburg, die anstoßenden ländlichen Streise mit ländischen Breßzverhältnissen sich nicht verändert hat. Dadurch, daß Dr. Marchlewsky. An ſtelle Dr. Helphant's wird Genoſſin sozialdemokratische Schriftsteller Erfolg in den Bereich ihrer Agitationsthätigkeit mit einbezogen die Redaktion der elsaß- lothringischen Ausgabe der Mannheimer Dr. Rosa Luxemburg in die Redaktion des Dresdener Parteihaben, und daß besonders auch die Genossen der benachbarten preußischen Industriestadt Saarbrücken ihren Kameraden in der Volksstimme" in Straßburg, der Druck in Mannheim besorgt Organs eintreten. froß gewaltiger Ausbreitung der Großindustrie in politischer eine unhaltbare Verschleppung sämmtlicher Korrespondenzen. Der ein neues Reis in den Lorbeer ihrer reaktionären Politik geflochten. wird, entstehe, zumal bei dem dreimaligen Erscheinen des Blattes. Durch die beiden Ausweisungen hat sich die fächsische Regierung Hinsicht weit zurückgebliebenen Gegend von Saargemünd und Forbach bei der Wahlarbeit hilfreich beigesprungen sind. Daß der politische Theil ermangele der Aktuellität, und jeder Einfluß des Nüßen wird ihr aber gerade diese Maßnahme nicht das mindeste. Wahlkampf in der Mehrzahl der lokalen Kassen theilweise erhebliche völlig ausgeschlossen. Von Straßburg sei deshalb die Anregung zur das geschriebene Wort giebt es keine Landesgrenzen. Nicht chinesische Staffen Partei- Organs auf die großen Massen sei unter solchen Umständen Was verschlägt es Schriftstellern, wo sie ihre Artikel schreiben? Für Defizits zurüdgelaffen, ist leicht erklärlich; nur die beiden größten Gründung eines eigenen, im Lande erscheinenden elsa- lothringischen Mauern noch deutsche Schlagbäume können es aufhalten. Städte Straßburg und Mülhausen, die zudem beide keinen Zuschuß feitens der Bentraltasse in Anspruch zu nehmen brauchten, find in Parteiblattes ausgegangen. Das Landeskomitee habe dem Gedanken Zur Agitation unter der ländlichen Bevölkerung haben dieser Hinsicht etwas glimpflicher davongekommen; ersteres hat sogar eine Zustimmung ertheilt und es sei eine mehrgliedrige Kommission die Parteigenossen von Harburg und Wilhelmsburg ein 28 och enzur Erledigung der Vorarbeiten niedergesetzt worden, die der Kon- blatt, den„ Landboten für Nordost- Hannover", gegründet. Nach dem Bericht des Zentral- Wahlkomitees be- ferenz mun bereits einen fertigen Plan vorlegen könne, nachdem die lief fich die am 15. Juni dieses Jahres auf die Kandidaten der größeren Partei- Orte des Landes von der Angelegenheit vor Polizeiliches, Gerichtliches 2e. Sozialdemokratie abgegebene Stimmenzahl im Lande einigen Wochen in Kenntniß gesetzt worden seien. Danach Die, Schleswig- Holstein'sche Volkszeitung" auf 51 853 gegen 46 186 im Jahre 1893, demnach betrug der solle das neue Parteiorgan in einer pachtweise übernommenen in Si el hatte in einem Artikel Uebelstände ans Licht gezogen, die Zuwachs 5667 Stimmen. Die Entwickelung der einzelnen mal erscheinen. Druckerei in Straßburg hergestellt werden und wöchentlich sechs- in dem Armenhaus zu Neumünster herrschten. Wegen Bezirke ist dabei sehr verschieden. In 8 von den 14 mit sozialistischen sich die Straßburger Genossen nach Rüdsprache mit dem Partei- die Thätigkeit des Arztes Dr. Kästner bezogen, wurde auf Ver Ueber die Finanzirung des Unternehmens waren einiger Angaben, die sich auf die Kost der Armenhaus- Insassen und Kandidaten besetzten Kreisen haben wir gegenüber der Wahl von 1893 einen zahlenmäßigen Rückgang von zusammen etwa 6400 vorstande in Berlin und nach Einholung der Gutachten einiger Sach- anlassung der Armen- Deputation gegen den Redakteur A. Lütjens Stimmen zu verzeichnen, dem in den übrigen Kreisen ein Gewinn verständigen bereits klar und suchten nunmehr die Zustimmung der Anklage erhoben. In der Verhandlung vor dem Landgericht bon start 12 000 Stimmen gegenübersteht. Die Ursache der Landeskonferenz zu ihrem Vorgehen und den bisher gethanen erkannte Staatsanwalt an, daß durch den Artikel Schritten nach. stellenweise recht beträchtlichen Stimmenverluste wurde der Schleswig- Holstein'schen Volkszeitung" der Finger auf eine ben Delegirten der verschiedenen Landestheile vor allem der Gründung eines eigenen Breßorgans einverstanden und beschloß. zweifellosen Erfolg, daß Besserung in den gerügten nachgewiesenen Die Konferenz erklärte sich im Prinzip mit dem Gedanken der große und schwere Wunde gelegt worden, und zwar mit dem ebenso fortschreitenden Klärung der Parteiverhältnisse in Elsaß Lothringen zugeschrieben, infolge deren sich der Aufmarsch der Parteien im sich mit den Vorarbeiten und Beschlüssen der Straßburger Breß- Uebelständen erzielt werden wird"; während der Verfasser bei seinen Reichslande immer mehr nach dem Muster Altdeutschlands vollzieht fommission einverstanden zu erklären. Meinungsverschiedenheiten er- Ausführungen sonst die größte Sorgfalt beobachtet habe, hätte er und eine zunehmende Säuberung der auf die sozialistischen Kandidaten gaben sich nur hinsichtlich der Erscheinungsweise des neuen Blattes. hinsichtlich des intriminirten Bassus aber die nöthige Vorsicht bei und eine zunehmende Säuberung der auf die sozialistischen Kandidaten während besonders die Straßburger und auch ein Theil der übrigen feite gelassen, wahrscheinlich in dem Glauben, daß, wo so vieles fich Delegirten unbedingt an dem täglichen Erscheinen festzuhalten zu als richtig herausgestellt habe, auch diese Angaben der Wahrheit entBom Oktober 1865 datirt das Vorwort zu Lange's Hauptwert, müssen erklärten, wiesen einige mit praktischen Erfahrungen in Partei- sprächen. Durch die inkriminirten Stellen des Artikels sei die Armender„ Geschichte des Materialismus", an welcher er neun Jahre ge- preßgründungen erfahrene Genossen, die als Gäste aus dem benach- Deputation und der Arzt Dr. Kästner beleidigt. Der Staatsanwalt arbeitet hatte. Das Buch, auf welches näher einzugehen hier un- barten Baden zur Konferenz geladen waren, auf die dieser beantragte, da der Artikel zum Segen der Allgemeinheit sehr vieles möglich, läuft in herrliche sozial- ethische Betrachtungen aus, die Erscheinungsart entgegenstehenden Schwierigkeiten hin und empfahlen, ans Tageslicht gezogen habe und nicht im geringsten eine böse gerechtfertigt erscheinen lassen, was Tyndall davon sagt: nur ein sich vorerst mit dem wöchentlich dreimaligen Erscheinen zu be- Tendenz enthalte, ferner weil mur in zwei Punkten fahrlässig geMann von edlem Geiste konnte es schreiben. Der„ Bote vom Niederrhein" ist noch nicht ein Jahr lang er igen leichtes, un inglichen Erscheinen überzugehen. folche von 100 Mr. Der Gerichtshof beschloß demgemäß. Im Falle Prosperirens der neuen Unternehmung handelt sei, eine Geldstrafe gegen den Redakteur, und zwar eine es dann ein zum schienen. Lange siedelte im November 1866 nach der Schweiz und Die Konferenz sprach sich jedoch im Prinzip für das 10- Die Magdeburger Voltsstimme" soll in ihrer zwar nach Winterthur über, wo er sich mit einem alten fortige tägliche Erscheinen des neu zu gründenden Blattes aus. Numuner vom 28. Juli, die am Donnerstag beschlagnahmt wurde, Schulfreunde, dem fernigen Erpfarrer Bleuler, der eine Buch- Die weiter auf der Tagesordnung vorgemerkten Punkte: eine Majestätsbeleidigung und eine Beleidigung eines Mitgliedes des handlung und einen Zeitungsverlag inne hatte, affociirte agitation und Neuwahl des Landestomitees und regierenden Hauses" begangen haben. Der für die Nummer vers und Mitredakteur des Landboken" von Winterthur wurde. In des Vororte s, wurden bis zur nächsten, unmittelbar nach Gründung antwortliche Redakteur, Genosse Müller, hatte am Sonnabend den nun folgenden bewegten Verfassungskämpfen des Kantons des neuen Partei- Organs einzuberufenden Konferenz verschoben und Vernehmung vor dem Amtsgericht. Zürich entfaltete er eine enorme und aufreibende Thätigkeit, in deren die Verhandlungen dann geschlossen. Folge der eiserne Mann im Herbst 1870 zum ersten Male schwer Die Polizeibehörde, die sich im vorigen Jahre bei dem Versuche, erkrankte. Gerade in dieser Zeit wurde ihm eine Professur für in die Tagung der Landeskonferenz durch gefeßwidriges Eindringen in duktive Philosophie in Zürich übertragen, von wo er im Herbst 1873 das Berathungslokal unmöglich zu machen, eine empfindliche Schlappe von dem Minister Falk an die Universität Marburg berufen wurde. geholt hatte, glaubte auch dieses Mal wieder, sich von der gesez Ob eine solche Berufung heute denkbar wäre? Hier in Marburg ist lichen Form unserer Versamnilung überzeugen zu müssen. Der da er am 21. November 1875 nach furchtbaren, standhaft ertragenen durch hervorgerufene Zwischenfall war jedoch in längstens fünf Leiden dem Darmkrebs erlegen. Im Oftober 1878 hatte er an Minuten zu unserer und der Behörde Bufriedenheit erledigt. Kambli geschrieben:" Unter meinen ferneren Plänen, deren Ausführung freilich sehr ungewiß ist, stehen im Vordergrunde ein scharf einschneidendes Werk über Logik, ein Lehrbuch der Psychologie, die längst versprochene Ausgabe der philosophischen Gedichte Schiller's mit Einleitung und Kommentar und endlich eine Theorie der demokratischen Republik. Letzteres Wert sollte die Hauptarbeit meines Lebens sein." Leider scheint von dieser beabsichtigten Hauptarbeit nichts aufgezeichnet zu sein. " Logische Studien" aber hat Professor Cohen aus Lange's Nachlaß Herausgegeben, und den interessanten, leider Fragment gebliebenen Kommentar zu Schiller's Gedichten hat ganz kürzlich erft Ellissen herausgegeben. Im Vorwort dazu erwähnt dieser auch ein schönes Gedicht Lange's an Schiller, das allegorisch sein, des Philosophen Verhält niß zum gabenspendenden Dichter behandelt, das aber dann vom Ideal weltvervollkonummende Kraft fordert und mit den herrlichen Worten schließt: Leicht fliehn wir in des Jdeales Reich, Gerettet auf der Dichtung Flammenflügeln; Doch zeugen laßt uns auch mit treuem Mund Von dem, was mir geschaut. Des Sehers Spiegel Zeigt dämmernd uns das kommende Jahrhundert; Dem bleiben wir geweiht und leise knüpft Ein ahnungsvolles Band die Gegenwart Durch uns an ihr unendlich Ziel. Als ein Führer in das kommende Jahrhundert wirkt " Zum Stuttgarter Parteitage. " Kampf um das Koalitionsrecht! Ueber die Vorarbeiten zur Zuchthausvorlage schreibt der„ Hann. Courier":" Es ist weder von einem Widerspruche dieser oder jener Bundesregierung, noch von einer Meinungsverschiedenheit in der Reichsregierung oder im preußischen Staatsministerium die Rede. Ueber die Nothwendigkeit schärferer Repressivmittel herrscht allgemeines Einverständniß, über eine konkrete Vora lage aber fönnen Meinungsverschiedenheiten schon deshalb nicht bestehen, weil eine solche aus dem Reichsamt des Innern überhaupt noch nicht hervorgegangen ist." Protestversammlungen Bereits erscheinen einige Begrüßungsartikel für den bevor- Ob diese Darstellung richtig ist, wissen wir nicht, jedenfalls steht stehenden Parteitag. Genoffe Bebel wirft in der Neuen Zeit" fie im Widerspruch mit, der durch die Rede des Kaisers gegebenen, einen Rückblick auf die Situation der deutschen Sozialdemokratie, als der von einem der Vollendung entgegengehenden Entwurfe sprach. im Jahre 1870 schon einmal ein Parteitag in der schwäbischen Hauptstabt zusammentrat. Er behandelt dann die Tagesordnung, zunächst die aktuellen Gegenstände desselben, das Koalitionsrecht und die gegen die sogenannte Buchthausvorlage wurden ferner abgehalten in Zoll- und Handelspolitit". Ferner, so führt Genoffe Bebel aus, Gaarden in Holstein, Wiesbaden, Köln, Wolfens verde bermuthlich der Ausfall der letzten Reichstagswahlen, die büttel, Mannheim, Naumburg, Frankfurt a. M. keineswegs überall Befriedigung in der Partei hervorgerufen hat, In den sächsischen Orten Hartha, Göppersdorf und zu Erörterungen über die Ursachen führen, die das vielfach un- Frankenberg wurden die Protestversammlungen verboten. befriedigende Resultat verschuldeten". Auch werde die Frage der Landtagswahlbetheiligung noch lebhafte Auseinandersetzungen hervorrufen. Sollte der Parteitag dazu die Frage der Lattik der Partei behandeln wollen, so würde auch diese Debatte an Lebendigkeit nichts zu wünschen übrigen lassen. Bebel befürwortet weiter, daß sich der Parteitag mit dem Bergarbeiterschutz befassen und Resolutionen gegenüber dem zarischen " Friedensmanifest" und den Fruttifizirungsbestrebungen unserer Gegner anläßlich des Genfer Meuchelmordes beschließen solle. Bebel ist überzeugt, der Parteitag werde wie groß auch die Meinungsverschiedenheiten in einzelnen taktischen Fragen sein mögen zeigen, daß die Partei gegenüber den Angriffen ihrer Feinde denn Friedrich Albert Lange auch heute noch und wird weiter eine festgeschlossene Phalang bildet, die keine gegnerische Macht durchwirken, so lange das deutsche Volt das Andenken seiner besten brechen kann und jeder neue Angriff nur fester schmiedet". Männer ehrt. F. N. Preußische Landtagswahlen. Zur geschäftlichen Behandlung der Landtagswahlfrage auf dem Stuttgarter Parteitag. Bon mehreren Parteiorten wird beantragt und von zahlreichen Parteigenossen befürwortet, die Frage unserer Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen auf dem Stuttgarter Parteitag noch einmal zu erörtern. Es gilt daher allerfeits als wahrscheinlich, daß der Parteitag diesem Verlangen Folge leisten wird. Bei der bunten Menge schon jetzt hierzu vorliegender Anträge, Beschlüsse und Meinungen, welche recht verschiedenartige Punkte ins Auge fassen und sich in vielerlei Richtungen bewegen und durchkreuzen, und bei der beschränkten Zeit, welche der Parteitag der Berathung dieses Gegenstandes und den einzelnen Rednern nur einzuräumen vermag, liegt die Befürchtung nahe, daß auch in diesem Jahre bei der herkömmlichen geschäftlichen Behandlung diese Angelegenheit zu feinem befriedigenden Abschluß kommen werde. Es liegt infolge dessen der Gedanke nahe, für den Fall, daß der Parteitag in die nochmalige Besprechung unserer Stellung zu diesen Landtagswahlen einzutreten beschließt, mit der orberathung dieser Frage eine Kommission zu betrauen, welche dann auch den Referenten für das Plenum zu bestimmen hätte. verstanden erklären und der Verbandsausschuß habe ihn, fertigen würde; die Ausschreitungen find so minimaler Natur und Redner, beauftragt, diese Erklärung abzugeben. tommen höchstens bei unorganisirten Arbeitern vor, die auch erst Bürgermeister v. Borscht begrüßte dann die Versammlung von dem Unternehmerthum dazu aufgereizt wurden. Aber wie durch im Namen der Stadt München. Sodann wurde in die eigentliche das Sozialistengesez die Ausübung des Koalitionsrechts verhindert Verhandlung eingetreten, deren erstes Thema lautete: Was tönnen worden war, so soll auch jetzt den Arbeitern die Ausübung ihrer die Arbeitsnachweise dazu beitragen, der Landwirthschaft Arbeits- natürlichen Rechte unmöglich gemacht werden; das ist der Zwed, träfte zu erhalten und zuzuführen?" den, das Unternehmerthum mit allen Mitteln verfolgt. Mit einem 3 Nach längerer Diskussion nahm die Versammlung davon Abstand warmen Appell an die Versammelten, durch festen Zusammenschluß, bezüglich der Frage, inwiefern ein Arbeitsnachweis dazu beitragen durch den Masseneintritt in die Organisation energischen Protest Eine wesentliche Abkürzung der Parteitags- Debatten bei An- tönne, der Landwirthschaft Arbeitskräfte zuzuführen, bestimmte Be- zu erheben, damit die Machenschaften des Unternehmer nahme dieses Vorschlages ist freilich nicht in Aussicht zu stellen. schlüsse zu fassen, indem Dr. Freund- Berlin betonte. die Fülle thums an dem gefunden Sinn der deutschen Arbeiter Wohl aber ist ein befriedigenderes Schlußergebniß der Verhandlungen der Anregungen, welche die heutige Debatte geboten habe, würde scheitern, schloß der Referent seine mit lebhaftem Beifall zu erwarten, weil dieselben sich auf einer gesicherten und flar über- von dem Verbands- Ausschusse im Auge behalten und des näheren aufgenommenen Ausführungen. Nachdem noch 3 echlin in längerer fichtlichen Grundbahn bewegen werden, welche nach eingehender und erörtert werden. Weiter wurde in der heutigen Sigung verhandelt und sehr treffender Rede die schon gegenwärtig übliche Beschränkung objektiver Prüfung aller in betracht kommenden Momente gewonnen über die Nachweisstatistik und über die Frage, ob sich die Gebühren- des Koalitionsrechts der Arbeiter, den ausgiebigen Schutz der jetzt ist. Auf diesem Wege dürften auch am ehesten die ob- freiheit bei Arbeitsvermittelung empfehle, eine Frage, welche von fo verehrten Arbeitswilligen" erörtert hatte und für den Anschluß waltenden Mißstände beseitigt, der Thatbestand der Thatbestand geklärt und dem Referenten Geh. Finanzrath Fuchs- Karlsruhe unbedingt an die Gewerkschaft und an die sozialdemokratische Partei, als die die weit auseinander strebenden Gegensäge zur Versöhnung geführt bejaht wurde. einzige Vertreterin der Arbeiterinteressen plädirt hatte, gelangte werden können, wie derart auch die Gefahr gemindert wird, daß die die von den Berliner Gewerkschafts- Versammlungen angenommene leidenschaftliche Erregtheit, welche bei der bisherigen Diskussion in allen Lagern zu tage getreten ist, der besonnenen Erwägung Abbruch Resolution einstimmig zur Annahme. thue und dahin wirke, daß die von der Parteitags Majorität gefaßten Beschlüsse wiederum lückenhaft und vieldeutig ausfallen. Aus allen angeführten Gründen möchte ich bitten, diese Anregung in wohlwollende Erwägung zu ziehen. Gottschalt, Königsberg i. Pr. Die sozialdemokratischen Vertrauensmänner des Stadt: und Landkreises Hanau stellten den Parteigenossen Philipp Stein aus Hochstadt als Kandidaten für den Landtag auf. In der Stadt Wiesbaden In Linden und Limmer bei Hannover Wahlkreis Otterndorf: Neuhaus In Krefeld Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. trauensmannes. Versammlungen. Wenn = = Hierauf erstattete das Mitglied der Lohnkommission, Mette, Die Schneider und Schneiderinnen hielten am Montag in den Situationsbericht. Danach haben seit der letzten Versammlung der Johannisstraße 20 eine öffentliche Versammlung ab, die nur 8 Arbeitsniederlegungen stattgefunden, theils wegen Maßregelungen, schwach besucht war. Unter den zahlreichen Einzelfällen, die der theils um den Stundenlohn von 60 Pf. zu erringen, in 2 Fällen um die Vertrauensmann Stubbe zur Kennzeichnung der Verhältnisse in Forderungen der Träger zu unterstützen, und auf dem Bau des der Maßbranche anführte, erregten die folgenden besondere Miß- Lokal- Anzeiger" in der Zimmerstraße wiederum der Baubude wegen. billigung: Die im Hause der Firma Vortrefflich be- Ein Bau ging für die Ausständigen verloren, weil derselbe wieder schäftigten Schneider werden während der Arbeitszeit in der von den berüchtigten Affordmaurern besetzt wurde. Mehrfach sind Werkstatt eingeschlossen. sie während der Mittags- es, wie Mette anführt, gerade die Poliere, welche durch ihr pause hinaus wollen, müssen sie pfeifen, alsdann wird brutales Vorgehen die Arbeiter zum Ausstand zwingen und dann ihnen geöffnet. Ein Schneider, der bei der Firma Roh die Unternehmer über die Ursachen der Arbeitsniederlegung falsch brecht arbeitete, führte beim Gewerbegericht einen Rechtsstreit berichten. In vielen Fällen find Maßregelungen vorgekommen und beschlossen die Parteigenoffen in einer Versammlung am 23. September, gegen die Firma, in dem die lettere unterlag. Bald darauf wurde die Gemaßregelten wurden unterstützt, um eine allgemeine Arbeitsfich an der Wahl zu betheiligen. ein Gewerbegerichts- Beisiger, der neun Jahre bei Rohbrecht be- niederlegung auf dem Bau zu vermeiden. Nach den Ausführungen schäftigt war, entlassen. Wahrscheinlich, weil Rohbrecht annahm, daß des Redners vergeht fast feine Woche, in der sich nicht die Lohnder Beisiger seinen Kollegen über den einzuschlagenden Rechtsweg fommission mit Mißständen auf dem Bau des Lokal- Anzeiger" zu beschloffen die Parteigenossen, sich an der Landtagswahl durch Auf- unterrichtet hat. Als besonders ungünstig wurden auch die Arbeits- beschäftigen hätte, so daß gerade dieser Bau fortwährend zu stellung eigener Wahlmänner und eines eigenen Kandidaten zu be- verhältnisse bei H. Hoffmann und Rohmann geschildert. Die Versammlung Differenzen Veranlassung gebe. Auf einem Bau in der Kronenstraße theiligen. beauftragte den Vertrauensmann, mit diesen beiden Firmen wegen Durch wird, wie angegeben wurde, gegenwärtig bis 10 Uhr abends gearbeitet Von mehreren Die Parteifonferenz für den haunöverschen Reichstags: führung der von den Schneidern gestellten Forderungen in Verhandlung und soll hiergegen Stellung genommen werden. zu treten. Weiter wurde beschlossen, daß die Ortsverwaltung im Rednern wurde wieder über das Verhalten der Polizeibeamten den präzisirte ihre Stellung zur Landtagswahl wie folgt:„ Die Partei- Verein mit dem Vertrauensmann zwecks Vorbereitung einer inten- Arbeitern gegenüber Klage geführt und behauptet, daß die Eingriffe konferenz stellt sich auf den Boden des Hamburger Beschlusses, siven Agitation regelmäßige Sigungen der Werkstatt- Delegirten ein- der Beamten bei Bausperren in der legten Zeit noch stärker hervordaß die Genossen überall dort, wo es möglich ist, sich an der berufen soll. Die Versammlung erklärte sich mit Rücksicht auf die getreten sind. Von einem Redner wird sodann mitgetheilt, daß am Montag preußischen Landtagswahl zu betheiligen haben. Sie erklärt, daß Beschlüsse des Mannheimer Kongresses für Einsetzung einer KomDie auf dem Gefängnißbau in Tegel ein Mauereinsturz diese Möglichkeit vorliegt für den bis jetzt von Herrn Sche I m ver- mission, welche die agitatorischen Arbeiten zu betreiben hat. tretenen Kreis und überläßt den Genossen in Lehe und Geestemünde, Wahl der Kommission bleibt dem Verband überlassen. Ferner ent- erfolgt ist, wobei drei Maurer verunglückt sind und schwer den Parteitagsbeschluß zur Ausführung zu bringen und die erforder- schied sich die Versammlung für Beibehaltung des Verliner Ver verletzt von der Arbeitsstelle geschafft werden mußten. Diese Arbeiter haben um an diesem Lage bereits 5 Uhr zu lichen Vorarbeiten unverzüglich in die Wege zu leiten." arbeiten anfangen müssen. Es sollte ein Theil einer In einer gutbesuchten Verbands Versammlung der abgetragen resp. Schneider und Schneiderinnen behandelte Kollege Stubbe die Mauer, die zu hoch und verbaut war, Nach den lehnten unsere Parteigenossen die Betheiligung ab, weil beide in Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Firma Gerson resp. des umgebaut werden, wobei dieses Unglück vorkam. betracht kommenden Parteien gleich reaktionär seien. Beschlossen Zwischenmeisters Lüdke. Redner führte aus, daß das Waarenhaus gemachten Ausführungen werden auf diesem Bau nicht nur lle ber= wurde noch, beim Stuttgarter Parteitage die Streichung des Mittag'- Gerson stunden, sondern auch des Sonntags gearbeitet. durch seinen bedeutenden Umsatz einen großen Es wird ferner behauptet, daß die Rüstungen vielfach nicht vorschen Amendements und die Wiederherstellung der Bebel'schen Re- Einfluß auf die wirthschaftliche Lage der Schneider und solution zu beantragen. Schneiderinnen ausübe. Von der allerfeinsten Maßarbeit bis herabſchriftsmäßig waren und schon wiederholt Unglüdsfälle auf diesem Bau vorgekommen sind. zur niederen Konfektion werden Bestellungen in der Herren- und Nachdem noch verschiedene Mißstände auf den Bauten besprochen Damenbekleidung ausgeführt. Dem Glanz nach außen entsprechen worden waren, wurde einstimmig beschlossen, der Geschäftskommission die Arbeitsräume und die Entlohnung der Arbeiter in keiner Weise. der Vertrauensmänner- Zentralisation 2000 m., welche dieselbe zur Letztere liegen vollständig in den Händen der Zwischenmeister. sich die Versilberer im Ausstand. Die Kollegen, welche in den Werkstätten, in denen einige hundert Personen beschäftigt find. Achtung, Vergolder! Laut Beschluß vom 26. d. M. befinden Für die Herstellung der besseren Damenkostüme hat die Firma eigene Unterstützung der Braunschweiger Maurer verauslagt hat, aus den öffentlichen Fonds zu überweisen. Streit treten, werden nun ersucht, sich unverzüglich bei der Kommission, Aber auch hier sind Zwischenmeister angestellt, welche für ein Kostüm welche sich von morgens 9 Uhr ab Beughofstr. 22 bei Lange be- eine bestimmte Summe erhalten, von der sie ihren Arbeiterinnen findet, zu melden. Die Agitationstommission. oft nur ein Drittel bezahlen. So auch Herr Lüdke. Bei diesem Tekte Nachrichten und Depeschen. Zu dem Ausstand der Tapezirer bei der Firma Wertheim Herrn fommt es bei der Auszahlung fortwährend zu StreitigEffen a. d. Ruhr, 27. September.( W. T. B.) Amtlich wird wird uns von der Firma berichtet, daß sie keineswegs die Absicht feiten, trotzdem er einen wöchentlichen Reinverdienst bon bekannt gemacht: Der gestern Abend 9 Uhr 40 Min. von Effenhatte, die Arbeiter zu maßregeln. Die Entlassung machte sich noth- zirka 250 Mark zu verzeichnen hat. In der Werkstatt, in Hauptbahnhof kommende Personenzug 278 ist bei der Einfahrt in wendig, weil das Gebäude, in dem die Tapezirerwerkstatt unter welcher der Bügelofen steht, wird genäht, gesteppt, zugeschnitten Altendorf- Kronenberg auf eine auf dem Einfahrtsgeleis stehende gebracht war, abgebrochen werden soll und die Absicht bestand, die und gebügelt; außerdem ist eine schlechte Beleuchtung vorhanden. Lokomotive gestoßen, wodurch der Bostwagen mit allen drei Achsen Werkstatt gänzlich aufzugeben. Die Annahme, daß eine Maßregelung und in einem solchen Raum mangelt es an Ventilation, so daß oft aus dem Geleis gehoben und nebst den beiden Lokomotiven und stattfand, ist auch insofern irrig, als bei der nothwendigen Ent- eine Luft zum Erstiden herrscht. Der Abort wird von den Arbeitern einem Personenwagen unerheblich beschädigt wurde. Personen wurden lassung zweier Arbeiter dem Tapezirer Biester die Auswahl und Arbeiterinnen gemeinschaftlich benutzt. Merkwürdig, daß diese nicht verletzt. gelassen wurde. Biester hatte eine Vorarbeiterstelle inne Thatsachen von den Beamten bei ihrer Kontrolle übersehen worden Budapest, 27. September.( B. H.) In einem Graner Rohlenund er werde wohl nicht in dem Verdacht stehen können, daß er zur sind. Der beste Schutz gegen derartige Mißstände sei die Organi bergwerk der ungarischen Kohlenbergbau- Gesellschaft fand ein WasserMaßregelung seiner Mitarbeiter die Hand biete. Außerdem erfolge fation, der sich alle Kollegen und Kolleginnen anschließen müssen. Den einbruch statt. Ueber den Umfang und die Tragweite des Unglücks die Entlassung jetzt, weil die Firma der Ansicht war, daß es den Ausführungen des Referenten folgte eine rege Diskussion, in der fehlen nähere Mittheilungen noch. Entlassenen gegenivärtig leichter werden würde, Arbeit zu finden. die Angaben von früher dort beschäftigten Schneidern bestätigt und hinParis, 27. September.( W. T. B.) Auch in einer gemeinsamen Die Werkstatt für die sechs beschäftigten Tapezirer bezeichnet auch zugefügt wurde, daß ähnliche Verhältnisse auch bei anderen Meistern Bersammlung der Mitglieder der Rechten und der Nationalisten die Firma als ungenügend. Die Räume befanden sich im Parterre, der Firma bestehen. Gebauer meinte, man könne für Entlassungen wurde eine Tagesordnung angenommen, welche besagt, das es wären aber bereits andere Räume angewiesen, die leider nicht in von Arbeiterinnen durch Meister Lüdke nicht die Firma Gerson ver- Ministerium Brisson habe die von ihm übernommenen Vers Benutzung genommen wurden. antwortlich machen. Redner stellt den Antrag, die Ortsverwaltung pflichtungen verletzt; es habe die Dreyfus- Angelegenheit aus einer Deutsches Reich. zu beauftragen, der Firma die angeführten Mißstände zu gerichtlichen in eine politische umgewandelt. Der Präsident werde unterbreiten und an sie das Ersuchen zu richten, die Arbeiten daher von den Mitgliedern der Versammlung um Einberufung des Ein eigene Regie zu übernehmen. bei Herrn Lüdke Parlaments ersucht. Diese Tagesordnung sollte von einer Abordnung beschäftigter Arbeiter gab biele Mängel zu, bestritt aber einige dem Präsidenten Faure überbracht werden; der Präsident lehnte es Punkte, die übertrieben seien. Hinze widerlegte diese Ausführungen, aber ab, die Abordnung zu empfangen. Hierauf wurde der Antrag Gebauer angenommen und die Bericht- Paris, 27. Sept.( W. T. B.) Die Gegner der Revision in erstattung vom Verbandstag der vorgerückten Zeit wegen bis zur den Kammern veranstalteten heute zwei Versammlungen. Die eine, nächsten Versammlung verschoben. bestehend aus Senatoren und Deputirten der Rechten, war von Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Montag in de Ramel, die andere aus nationalistischen Deputirten bestehend, der Tonhalle eine öffentliche Versammlung ab; in der Genosse von Berry einberufen. Jede der beiden Versammlungen war von Kepler über die Gefährdung des Koalitionsrechts referirte. Der einigen 20 Mitgliedern besucht. Die Vereinigung der Senatoren beiter erinnerte, die sich in der Zeit der Bünfte abspielten, be- unpatriotische und ungefeßliche Vorgehen der Minister proteſtirt, die EinRedner, der eingangs seiner Ausführungen an die Kämpfe der Ar- und der Rechten nahm eine Tagesordnung an, in welcher gegen das leuchtete sodann die gegenwärtigen wirthschaftlichen Zustände; er berufung der Kammern verlangt und Einspruch gegen die weitere Aus verwies hierbei auf die ökonomische Uebermacht der Unternehmer übung der Gewalt ohne parlamentarische Kontrolle erhoben wird. Diese gegenüber der Arbeiterschaft und betonte die Nothendigkeit eines Tagesordnung wurde der im Palais Bourbon abgehaltenen Versammlung freiheitlichen Koalitionsrechts, wozu auch das Recht des Streits ge- der Nationalisten unterbreitet, welche in ihrer Tagesordnung der hört, der, obwohl eine zweischneidige Waffe, doch eins der wichtigsten Regierung ihr Mißfallen darüber aussprach, daß sie die Affäre Mittel zur Erfämpfung besserer Lebensbedingungen darstellt. Der Dreyfus vom juristischen auf das politische Gebiet hinübergespielt Redner erinnert sodann an die kaiserlichen Erlasse vom 4. Februar habe und gleichfalls die Einberufung der Kammern forderte. Diese 1890, die, wenn sie wirklich in der versprochenen Form Tagesordnung wird durch Millevoye, Drumont, Deroulède und zur Ausführung gebracht worden wären, einen Theil von den Berry dem Ministerpräsidenten Brisson mitgetheilt werden. Wünschen der Arbeiterschaft befriedigt hätten. Aber das Unter- Paris, 27. September.( W. T. B.) In seinem Rundschreiben nehmerthum, voran die progigen Schlotbarone, erhoben gewaltigen an die General Staatsanwälte sagt Justizminister Sarrien, infolge Protest gegen derartige Sozialreformen und machten allen ihren der jüngsten Ereignisse sei eine wahre Kampagne von BeleidiEinfluß geltend, um die Durchführung der Erlasse zu verhindern, gungen und Schmähungen gegen die Führer der Armee zu tage was ihnen auch in großem Maße gelungen ist. Inzwischen hat sich getreten; diese Angriffe zeigten einen Charakter von ausdas Unternehmerthum foalirt, es hat große Verbände gegründet, die nahmsweiser Schwere und seien geeignet, die Disziplin zu vernichten, den Hauptzwed haben, den Arbeitern ihre winzigen geseglichen Rechte das Vertrauen der Soldaten auf ihre Führer zu erschüttern nud in illusorisch zu machen und die nach besseren Lohn- und Arbeits- die Nation den Samen der Desorganisation auszustreuen. Diese bedingungen ringenden Arbeiter niederzuhalten. Denselben Zweck Angriffe seien fünftighin umsoweniger entschuldbar, als die Dreyfusverfolgt auch nur der Unternehmer Verband im Baugewerbe, der Affäre jetzt in die richterliche Phase getreten sei und weil demzufolge allerdings nicht so sehr zu fürchten sei, weil ein großer Theil die Führer der Armee den gegen sie geschleuderten Verleumdungen Der Verband deutscher Arbeitsnachweise trat am Dienstag der Bauunternehmer, die vielen Bauschwindler, organisations- nur Schweigen entgegensezen fönnten. Infolge davon bittet Sarrien Der Referent wendet sich im in München zu seiner ersten Arbeitsnachweis Ron- unfähig ist. weiteren die Staatsanwälte, gegen alle in der Presse und in Neden gegen die gegen die ferenz zusammen. Eine Wolff'sche Depesche meldet darüber: daß die Arbeiter unberechtigte Armee begangenen Bergehen nachdrücklich vorzugehen. Behauptungen, Rom, 27. September.( W. T. B.) Jn betreff der vom Londoner Zu der Versammlung, die namens der bayerischen Regierung Forderungen stellen, frivole Streits inszeniren, Terrorismus üben, der Minister des Junern Freiherr von Feiligsch begrüßte, waren wie die Unternehmer und deren Presse beständig faseln. Er verweist Observer" veröffentlichen Enthüllungen Esterhazy's, in welchen be= Vertreter der bayerischen, preußischen und badischen Regierung, der sodann auf das Verhalten der Behörde, die unbesehen, wer Recht hauptet war, um Dreyfus auf die Probe zu stellen, sei ihm ein erStadt München, des deutschen und des bayerischen Landwirthschafts- hat, bei allen Lohnbewegungen die Partei der Unternehmer ergreift fundener Plan für die Truppen- Zusammenziehungen an der italienischen Rathes, zahlreicher preußischer Landwirthschafts Kammern, des und gegen die Arbeiter, die sich in der Ausübung ihrer gefeßlichen Grenze diktirt worden, und furze Zeit darauf hätten franzöfifche Spione österreichischen Handelsministeriums sowie vieler deutscher und Rechte befinden, hindernd vorgeht. Statt der Durchführung der von entsprechenden Veränderungen erfahren, welche bei den österreichischer Städte, darunter auch Wien, erschienen. Der Vorsitzende erwähnten Erlasse, die außerordentliche Bedrückung der Arbeiterschaft italienischen Befestigungen vorgenommen werden sollten, schreibt der Dr. Freund Berlin betonte in seiner Eröffnungsrede die Möglich von allen Seiten. Der Redner beleuchtete hierauf die Konsequenzen, Esercito": Wir verstehen sehr wohl, daß diese Behauptung dazu teit gesetzgeberischer Maßnahmen gegen Auswüchse der gewerbs- die sich aus einem Gesetz, wie es in der Oeynhausener Rede in dienen kann, die These, die man aufrecht erhalten will, zu kräftigen, mäßigen Arbeitsvermittelung und bezeichnete als Hauptaufgabe des Aussicht gestellt ist, ergeben würden. Die Vorberathungen zu einer indessen ist es gut, daß man wisse und wir sind in der Lage, eine Verbandes die Wahrung des unparteiischen Charakters Lohnbewegung, die doch unbedingt nothwendig sind, wenn die formelle Erklärung dahin abgegeben daß der italienische Generaldes Nachweise 3. Der Arbeitsnachweis dürfe nicht ein Macht- Bewegung einen Sinn haben soll, sowie alle darauf be- stab niemals Gelegenheit gehabt hat, unsere Befestigungen Vermittel im Lohntampfe sein. Seine Leitung müsse gemeinschaft züglichen Besprechungen und Handlungen, könnten nach einem änderungen zu unterwerfen, welche mit wahren oder erfundenen als Geset lich von Arbeitgebern und Arbeitnehmern beeinflußt sein. Diese derartigen Aureizung zum Streit ausgelegt Plänen von Truppen- Zusammenziehungen in Verbindung ständen. bor betheiligten Personen, Grundanschauung des Verbandes sei gänzlich unvereinbar mit der werden Toronto, 27. September.( W. T. B.) Ein furchtbarer Wirbeldie Lohnkommissionen, sturm wüthete gestern Nachmittag in einem Theile des Niagaratürzlich vom Arbeitgeber Verband fundgegebenen Ansicht, Vertrauensmänner der Arbeiterschaft, wonach der Arbeitsnachweis am besten in den Händen der Arbeit- Vorstände 2c. demnach mit Zuchthaus bestraft werden. Bisher, so distrikts; in der Stadt St. Chatherines und dem anliegenden Dorfe geber allein ruhen soll. Mit dieser Anschauung fönne sich der führt der Referent mit dem Hinweis auf die vorgenommenen Statistiken Merritton sind fämmtliche Gebäude zerstört worden; 5 Personen, Verband deutscher Arbeitsnachweise in feiner Weise ein lan, ist absolut nichts vorgekommen, was ein derartiges Gesetz recht- find getödtet und 20 verletzt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Die Generalkommission der Gewerkschaften hat von dem Sekretär der Bourse du Travail in Paris einen Aufruf zur Unterstüßung der streifenden Erdarbeiter erhalten, in dem die Ursache des Streifs, an dem jest 20 000 Arbeiter betheiligt sind, dargelegt wird. Zum Schluß heißt es: Genossen! Ihr werdet Eure profetarischen Brüder nicht Hungers sterben lassen, Ihr werdet sie unterſtügen, damit sie siegreich aus dem Kampfe hervorgehen, den sie führen, um von der Arbeit leben zu können." Adresse ist: Citoyen Baumé, Bourse du Travail, 3 rue du Château d'Eau. Paris. Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Landshut wurden die Kandidaten der Gewerkschaften gegen die Ultramontanen mit großer Majorität gewählt. In der deutschen Schuhfabrik in Ilversgehofen bei Erfurt find Lohndifferenzen ausgebrochen. Es handelt sich um Lohnabzüge von 15-20 pCt." Der Ausstand der Steinarbeiter bei einig in Rost o d dauert fort. Die drei Arbeitswilligen, die sich eingefunden haben, arbeiten während des ganzen Sonntags. Das ist um so sonderbarer, als bei der strengen Sonntagsruhe in Mecklenburg besonders den Arrangements von Versammlungen gegenüber, die Behörde den Arbeitscifer den die Firma Heinig auf dem Marktplatz entwickelte, nicht bemerkte. Ausland. Vom Streik der Pariser Erdarbeiter ist heute nur so viel zu berichten, daß der Pariser Gemeinderath zur Unterstüßung der Familien der Ausständigen 20 000 Fr. bewilligt hat. Der Vorsitzende hat sich selbst zum Ministerpräsidenten begeben, um die dazu nöthige Genehmigung des Ministeriums nachzusuchen. 9 Soziales. in eigene und die = allem die " 4 Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 227. 15. Jahrgang. Kommunales. = Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 28. September 1898. geeignete Revisoren abgenommen und während der Benukung periodisch vorletzten Nacht verschlimmert hat, so daß sie noch nicht ver geprüft werden. Die Abtheilung hat die hierzu geeigneten Bersönlich nehmungsfähig ist. Die der That dringend verdächtige Frau Dor Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung zur die Anstellung von Revisoren auf Kosten der Gesellschaften sich ablehnend Dormann, nicht verhaftet war, sondern nur zu einer Bernehmung feiten in Vorschlag gebracht, nachdem die Versicherungsgesellschaften gegen mann befindet sich in Haft, während ihr Gatte, der Straßenarbeiter Norberathung der Vorlage betreffend den zur Begründung ausgesprochen hatten. Abgesehen von diesen geplanten Maßnahmen auf der Polizei erscheinen mußte. eines vegetarischen Kinderheims bestimmten Nachlaß des Professors Julius Baron hat heute Abend bleibt bis dahin die Bestimmung in kraft, daß die Theater u. s. w., Eine goldene 1hr gratis!" versprach ein Zigarrenfabrikant unter Vorsitz des Stadtverordneten Dr. Horwitz und in Anwesenheit alljährlich eine Revisionsbescheinigung beizubringen haben. Auch den Gastwirthen und anderer Massenfundschaft in seinen Offerten. der Stadträthe Marggraff und Bail mit 8 gegen 7 Stimmen be- sämmtliche Saalbesitzer sind aufgefordert worden, durch Sach- Tausend Stück Zigarren bot der Mann für den Preis von 38 M. an schlossen, die Ablehnung des Baron'schen Vermächtnisses zu em- soweit die Zeitungsdrähte durch Holz geführt sind oder an Balken Remontoiruhr mit Sprungdeckel zu. Diejenigen, welche auf dies verständige eine Untersuchung der elektrischen Leitungen, insbesondere und sicherte jedem Abnehmer dieses Quantums eine goldene Herrenentlang liegen, vornehmen zu lassen. pfehlen. Tokales. Der Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags: Walkreis hält heute Abend 8 Uhr im„ Märkischen Hof", Admiralstr. 18c, eine Versammlung ab, zu der Reichstags- Abgeord: neter Fri 8ubeil ein Referat über„ Die Sozialdemo tratie, ihre Leiden, Kämpfe und Erfolge" übernommen hat. Gäste haben freien Eintritt; neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Der Vorstand, Die Gesellschaft für den Bau von Untergrundbahnen hat jetzt der städtischen Verkehrs- Deputation die Zeichnungen des Oberbaues und der Oberleitungsmafte zu der von der Gesellschaft herzustellenden elektrischen Bahn vom Schlesischen Bahnhofe durch den Spreekanal nach Treptow zur Prüfung eingereicht. Lockmittel hereinfielen, merkten bald, daß sie getäuscht worden waren. Die geschenkte Uhr enthielt nicht eine Spur von Gold, nicht einmal von einer Goldlegirung. Das ganze Gehäuse bestand vielmehr aus polirtem Messing, das Werk war ebenfalls minderwerthig und die ganze Uhr 4-6 m. werth, um welchen Preis natürlich auch die Bigarren zu theuer bezahlt waren. Verschiedene Kunden" sollen Stiftungsfonds für Weber und Stuhlarbeiter. Aus der gegen den Bigarrenfabrikanten Strafanzeigen erstattet haben.- Aufunter Verwaltung der städtischen Stiftungs- Deputation stehenden fallend genug ist es, daß es hier noch Leute giebt, die auf einen derStiftung eines Üngenannten" sollen einmalige Unterſtügungen im artigen Schwindel anbeißen. Betrage von wenigstens 30 M. an solche Weber und Stuhlarbeiter Mit einer 15 Zentimeter langen Schnittwunde im Halse ( d. h. Weber, Wirter, Raschmacher, Zeugmacher, Tuchmacher, Strumpf- wurde vorgestern Abend der Bauarbeiter Körner in das KrankenDas Kuratorium der städtischen Sparkasse hat in seiner und Seidenwirker), Meister und Gesellen, vergeben werden, welche haus Friedrichshain geschafft. Als N. am Abend etwas zeitiger als Tetzten unter Vorsitz des Stadtraths Mamroth stattgehabten Sizung fich in Geldverlegenheit, namentlich was die Zahlung der Wohnungs- Wohnung an der Seite seiner Frau einen fremden Mann, der seinen zwar der öffentlichen Armenpflege nicht anheimgefallen sind, aber üblich von seiner Arbeitsstelle nach Hause kam, fand er in der Publikums eine neue XII. Bahlstelle einzurichten. Bei der- miethe betrifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens rechten Arm um die Taille der K. geschlungen hatte, und beide speisten selben sollen versuchsweise ausschließlich neue Sparkassen- zwei Jahren in Berlin niedergelassen haben; hauptsächlich sollen die- zusammen Abendbrot. Der durch diese Entdeckung erklärlicherweise bücher ausgefertigt werden, was begreiflicherweise mehr Zeit in fenigen berücksichtigt werden, welche mehr als vier Kinder unter auf das höchste empörte Bauarbeiter ergriff in seiner Wuth ein auf Anspruch nimmt, als andere Buchungen. Nächstdem soll die Errich- 14 Jahren haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des Auf- dem Tische liegendes Brotmesser und suchte sich die Kehle zu durchtung einer Filiale der Sparkasse in dem Potsdamer enthalts der Bewerber in Berlin und über die Zahl ihrer am Leben schneiden. Er brachte sich jedoch nur eine ungefährliche Verlegung Viertel( etwa in der Gegend des Magdeburger Plages) in befindlichen Kinder unter 14 Jahren sind bis Ende September bei und konnte sich allein nach dem Polizeibureau begeben, welches ihn nach dem Krankenhause Friedrichshain bringen ließ. Als mehrere Aussicht genommen worden. Endlich soll die Schließung der an die städtische Stiftungs- Deputation, Boststr. 16, Ir zu richten. Sparkasse an den beiden legten Geschäftstagen Der Deutsche Thierschuh- Verein( Bureau Lindenstraße 74, 1) Beamte die K.'sche Wohnung aufsuchten, um den Thatbestand festzudes Monats aufhören und die monatlichen Abschlüsse außer- ersucht uns um Aufnahme folgender Mittheilung: Nach§ 5 der stellen, war Frau K. gerade im Begriff, mit ihrem Geliebten zuhalb der Dienſtſtunden gefertigt werden. Man hofft dadurch dem Straßenpolizei- Verordnung vom 3. Oftober 1890 muß sich in der sammen die Wohnung zu verlassen. großen Andrang an den ersten Monats- und Quartalstagen, welcher Beit vom 1. Oktober bis zum 1. April auf jedem Hundewagen eine Durch Nahrungssorgen ist die Wittwe Emilie Hentschel mit zum großen Theil darauf zurückzuführen ist, daß der Verkehr Unterlage und eine Decke für den Hund befinden. Wie schon seit im Hause Blumenstr. 63B in den Tod getrieben worden. Die etwa von drei Geschäftstagen auf den Anfang des Monats sich konzentrirt, vielen Jahren liefert der Deutsche Thierschutz- Verein den Besitzern 60 jährige Frau betrieb im Keller des Hauses einen kleinen Kohlenzu beseitigen. Je nach Bedarf, und zwar an den verkehrsreichsten von Zughunden diese Decken unentgeltlich. Zu dem Zweck bittet er handel, der wegen ihrer Armuth und der herrschenden Konkurrenz Tagen, soll die Oeffnung der Sparkasse bereits um alle diejenigen, welche Teppiche und Decken auszurangiren beabsich- halber mehr und mehr zurückgegangen war. Zuletzt war es schon 8 Uhr morgens erfolgen und ausnahmsweise auch ein Nach- tigen, diese dem Depot des Deutschen Thierschutz- Vereins( Stadt- so weit gekommen, daß sich die Frau von anderen Kohlenhändlern mittagsdienst, allerdings nur zuAuszahlungszwecken, eingerichtet werden. bahnbogen 80) zu überweisen, damit die armen Zughunde gegen die kleine Quanten Waare bringen ließ, die sie alsdann verhöferte, Soweit durch vorstehende Beschlüsse eine Aenderung der bestehenden Unbilden der Witterung geschützt sind. Die Abholung der Decken weil es ihr an Geld mangelte, um beim Grossisten einzukaufen. Bestimmungen bedingt ist, soll eine Statutenänderung angestrebt erfolgt durch den Verein." Schon am 1. September sah sie sich außer stande, die Miethe zu werden. Das Kuratorium verhehlt sich hierbei nicht, daß alle seine Der Vorstand des Berliner Männerbundes zur Be- bezahlen und schon stand der Monats- Erste wieder Bemühungen nur geringen Erfolg haben werden, wenn es nicht vom Kämpfung der Unfittlichkeit“ hat sich mit der Bitte an den der Thüre. Das mag wohl die arme Frau zur Verzweiflung getrieben Publikum unterstützt wird. Die über die ganze Stadt ver- Magistrat gewendet, eine größere Anzahl Bedürfnißanstalten haben. Am Montag früh wurde der Keller nicht geöffnet. Als dies breiteten Annahmestellen gegen 100 an der Zahl bieten jedem im Osten Berlins herzustellen. Es ist erfreulich, daß der Männer- auch bis zum Abend noch nicht geschehen war, drückten Hausbewohner Gelegenheit, imterhalb weniger Minuten abgefertigt zu werden. Es bund" fich den realen Dingen dieser sehr verbesserungsbedürftigen eine Fensterscheibe ein und sahen nach, ob der Frau ein Unglüď zuwird daher wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Erde zuwendet. Der Verein kann der Sympathien aller sittlich gestoßen sei. Man fand die Frau als Leiche vor, sie hatte zum Stadtgemeinde für die bei diesen Annahmestellen denkenden Menschen sicher sein, wenn er endlich den nuglosen Kampf Strict gegriffen. Der Selbstmord muß schon am Sonntag ausgeleisteten Einzahlungen vollständige Garantie gegen die Nadtheit des olympischen Göttergelichters aufgiebt und geführt worden sein. Die Frau hatte umfassende Borbereitungen leistet. Der Einzahler hat nur darauf zu achten, daß die hier hinfort seine Agitation ausschließlich auf die Vermehrung der Be- dafür getroffen. Zunächst hatte sie reine Wäsche angelegt und dann auf einem Spartassenformular ertheilte Quittung mit dem Amts- dürfnißanstalten konzentrirt. ihr schwarzseidenes Kleid der letzte Zeuge besserer Tage stempel der betreffenden Annahmestelle versehen ist. Weihnachtsfendungen nach Kiantschon. Der Norddeutsche gezogen. So hing sie in einem Winkel unter der Treppe. Die Schularztfrage ist vorläufig erledigt. Das Endresultat Lloyd hat sich gegenüber dem Kommando der ersten Abtheilung der Erschossen hat sich in der Nacht zum Dienstag in einer Drosc der Verhandlungen des von der Stadtverordneten- Versammlung resp. zweiten Matrosendivision bereit erklärt, mit dem am 2. November an der Ecke der Friedrich- und Taubenstraße der Regierungdem Magistrat eingesetzten Ausschusses ist, daß die Gemeindeschulen dieses Jahres von Bremerhaven abgehenden Reichs- Postdampfer affessor und Spezialkommissar, Premierlieutenant der LandwehrBerlins in zehn Bezirke eingetheilt sind und die zehn Nerven bezw." Prinz Heinrich" über Shanghai bis Kiautschou, welcher dort unKinderärzte, welche für die schwachsinnigen Kinder durch den Ausschuß mittelbar vor den Weihnachtstagen eintreffen wird, Weihnachtsvorgeschlagen worden sind, von dem Magistrat nunmehr anerkannt und sendungen in Packeten für die Angehörigen der Besazung der Schiffe je einem Bezirk zugetheilt werden. Es sind dies die Herren Dr. Theyffen, in Ostafien und von Kiautschon zu ermäßigten Frachtsäßen mitSchwechten, Münster, Cassel, Bertram, Ehrhaus, P. Meyer, Erich Müller, zunehmen. Dieselben sind zunächst an in Kiel und Wilhelmshaven Haagen und A. Cohn. Nach der Haltung, welche der Vorsitzende des be- vorgesehene Sammelstellen zu richten, von wo ihre weitere Befördezeichneten Ausschusses eingenommen hat, ist nicht anzunehmen, daß in rung veranlaßt wird. Dieser Angelegenheit weiter gearbeitet werden wird. Als sicher kann jedenfalls bezeichnet werden, daß dem Wunsche verschiedener Interessenten, nicht nur für geistesschwache Kinder, sondern auch für Kinder, die infolge irgend welcher Krankheiten geistig zurückgeblieben find, in allen Gemeindeschulen besondere Klassen einzurichten, nicht entsprochen wird. " bor an jäger A. Diederichs aus Laasphe. Er feuerte einen Schuß gegen die rechte Schläfe, der ihn sofort tödtete. Die Leiche wurde nach der Unfallstation 13 in der Kronenstraße gebracht, wo nur der eingetretene Tod konstatirt werden konnte. In den Taschen des Verstorbenen fanden sich 78 M., ein Trauring und mehrere zum Absenden fertiggestellte Briefe. Das geraubte Zweirad des Berliner Radfahrers Töpfer, von lich durch den seitdem flüchtigen Handelsmann Puhlmann aus Treuen dem dieser vor einigen Wochen in der Nähe von Beelitz wahrscheinbrießen herabgeschossen wurde, ist am Sonntag in der Nähe von Michendorf in dem Kunersdorfer Forst durch den Forstauffeher Hermann aufgefunden worden. Hiernach ist anzunehmen, daß der Räuber, vielleicht gewarnt durch die Artikel in den Tageszeitungen, es nicht gewagt hat, das genau beschriebene Rad zu benutzen. = Berlin eine neue Verwendung finden. Von diesem Tage an werden Das Dreirad wird vom 1. k. M. an im Betriebe der Post in frantirte Eilpacketsendungen( Gilbote bezahlt) fleineren Umfanges, die in den Kästen des Dreirades Platz finden können, sofort nach Einlauf der Züge von den bei den Bahnhöfen befindlichen Bostämtern mittels Dreirades direkt an die Adressaten übermittelt werden, ohne Die beiden streitenden Vorstände im Rabatt- Sparverein wie bisher an das Postpacketamt zu gehen. Infolge dessen dürften Norden" haben sich gestern zu folgendem vor der 16. Ziviltammer sie bereits etwa eine Stunde nach ihrem Einlaufen in Berlin in den Theater. Das Schiller Theater nimmt auch in diesem Jahre am Landgericht I geschlossenen Vergleich geeinigt: 1. Die Provokanten Händen des Adressaten sein. In der Zeit von 11 Uhr nachts bis feine Dichter und Tondichter Abende wieder auf. Der erste Abend soll sowohl wie die Provokaten legen das Amt als Vorstand des 5 Uhr früh wird diese Bestellung ruhen. Theodor Fontane gewidmet sein. Er findet am 2. Ottober im BürgerRabatt- Sparvereins„ Norden“ nieder. Der Ausschluß der Provofanten gilt als nicht erfolgt. 2. Bis zum 12. Oktober 1898 berufen eines angeblichen Reserveoffiziers in Hotel zum Stadtwappen in hat. Aufsehen erregte am Dienstag Morgen der Selbstmordversuch freundlich für die Dichter- und Tondichter Abende zur Verfügung gestellt saale des Rathhauses statt, den der Magistrat auch in diesem Jahre die Herren Eisfeld und Scheffler eine außerordentliche General der Koppenstr. 96 beim Schlesischen Bahnhofe. Hier wohnte seit straße 57, findet heute Abend 8 Uhr die Eröffnungs Vorstellung mit dem In der Kunst: Schaubühne, Altes Urania- Theater, Invalide Versammlung des genannten Vereins zum Zwecke der fünf Wochen ein junger Mann, der sich Neugebauer nannte und neuen, szenisch ausgestatteten Projektionsstück:„ Im alten Wunderlande der Neuwahl eines Vorstandes, zu der je drei Mitglieder angab, Reserveoffizier in einem Trainbataillon zu sein. Der angebliche Pyramiden" von Dr. Alfred Köppen statt. 100 farbige Wandbilder dienen des alten und des neuen Vorstandes in Vorschlag gebracht Neugebauer war stets sehr elegant gekleidet und lebte auf großem heute im Buisen- heater in folgender Besetzung zur ersten AufJocko's Streiche", eine englische Burleske gelangt werden sollen. 3. Die Versammlung findet im Lokale des Herrn Fuße, kaufte Brillantringe und ließ sich nichts abgehen. Ob die Ringe, führung: Die Titelrolle spielt Paul Herbig, der Gast des Nürnberger Hübner, Swinemünderstr. 42, abends 812 Uhr statt. Die Parteien die der Käufer später versezte, bezahlt sind, weiß man nicht. Der Apollo- Theaters, die beiden Profefforen Taylor" und" Jeffries" die Herren haben sich jeder Agitation in den Zeitungen zu enthalten. Inhaber des Hotels, Gastwirth Meyer, stundete sowohl die Miethe Winckler und Conrad, die„ Edith" Fräul. Reinert, Die Einladung zu der Generalversammlung findet durch Aushang als auch die Zehrkosten, die Schuld belief sich zuletzt schon auf etwa Süftel, Mr. Spencer", Herr Kiedaisch, Annie" Fri. Kriete. Miß Webster" Fräul. in den Geschäftslokalen der Vereinslieferanten und einmalige Be- 400 M. Vorgestern erinnerten die Wirthsleute ihren Gast noch eintanntmachung im„ Lokal- Anzeiger" und Vorwärts" mal an seine Rechnung. Der Herr bat um Stundung bis zum Feuerbericht. Lausigerstr. 23 und Prenzlauerstr. 11a statt. Die Kosten des Rechtsstreits übernimmt der Verein und sind nächsten Tage. Sein Vater werde nach Berlin kommen und Behren str. 22 ein Zimmerbrand beseitigt werden, der Möbel und waren Küchenbrände abzulöschen. Montag Abend 11 Uhr mußte von dem Herrn Schaller zu erfordern. die Rechnung begleichen. Gestern Morgen um 8 Uhr ging er Hinsichtlich der Benutzung der Sitzbänke in den Eisenbahn- aus, Gardinen einäscherte. 9 Uhr fehrte um Kurz vorher brannten Saarbrückerstr. 33 in aber schon wieder zurück, ging einem Wohnzimmer Möbel, Kleider und Dielen. wagen IV. Klasse hat die Eisenbahndirektion alle auf sein Zimmer, vernichtete sämmtliche Papiere und jagte sich dann dorferstr. 52 hatte ein fleiner Schuppen auf dem Hofe Feuer Reinicken ( Anhalter Bahn) vor kurzem eine neue Verfügung erlassen, welche aus einem Militärrevolver eine Kugel in die Brust. Die Wirthsfür die Fahrgäste dieser Wagenklasse von besonderer Bedeutung ist. leute und ihre Angestellten fanden die Thür des Fremden, den sie gefangen, das aber gelöscht werden konnte, bevor erheblicher Schaden In der Verfügung heißt es 1. a.: Wiederholt sind zwischen den schwer stöhnen hörten, nicht verschlossen. Der junge Man Tag auf geschah. Außerdem verursachte ein kleiner Kellerbrand noch einen u. Reisenden der IV. Wagenklasse Streitigkeiten darüber entstanden, dem Fußboden und blutete start. Man ließ ihn mit einem Lüd- Alarm nach Bergmannstr. 2. " er daß einzelne Passagiere berechtigt zu sein glaubten, einen beschen Rettungswagen sofort in das Krankenhaus am Friedrichshain stimmten Sitzplatz für die ganze Dauer der Reise für sich allein bringen, wo er schwer darniederliegt. Es ist dies binnen kurzer Zeit in Anspruch nehmen zu können. Das Zugpersonal wird angewiesen, der zweite Fall eines Selbstmordversuches in jenem Hotel. zur Illustration. Aus den Nachbarorten. bei eintretenden Differenzen das Publikum darauf aufmerksam zu Ein Leichenfund in dem Hause Weidenweg 65 gab zu dem Die Schöneberger Stadtverordneten beschäftigten sich in machen, daß ein Anspruch auf dauernde Besetzung eines Sigplages Gerücht Anlaß, daß ein Mord vorliege. Die unverehelichte ihrer Sigung vom 26. September mit der Errichtung eines der vierten Wagenklasse nicht besteht, auch ein Belegen der Pläge Marie Antonie Becker, die in ihrer Wohnung mit durch städtischen Arbeitsnachweises. Nach lebhafter Debatte unstatthaft ist. Die Sigpläge sind lediglich da, um allen Reisenden schnittenen Bulsadern todt aufgefunden wurde, war seit wurde ein Antrag angenommen:„ den Magistrat zu ersuchen, ähn ohne Unterschied Gelegenheit zu geben, sich zeitweise auszuruhen, acht Jahren als Fleischbeschauerin auf dem städtischen Biehlich anderen Städten auf Errichtung eines unentgeltlichen Arbeitswobei eine weitgehende Fahrt in feiner Weise einen begünstigten und Schlachthofe thätig und lebte in guten Verhältnissen. nachweises bedacht zu nehmen und der Stadtverordneten- Versammlung Vorzug für den Reisenden in sich schließt." Soweit hat es die Seit längerer Zeit unterhielt sie ein Liebesverhältniß mit dem jedenfalls zum nächsten Etatsjahre eine entsprechende Vorlage zu preußische Eisenbahnkultur bekanntlich noch nicht gebracht, daß 60 Jahre alten früheren Barbier und Bandagisten Voigt aus der machen". Die Errichtung eines Krantenhauses, welche in sämmtliche Fahrgäste vierter Klasse ein wenig besser als das Vieh Gr. Frankfurterstr. 148, der sich jezt mit der Wasserheilkunst beschäftigt. der Sigung vom 20. Juni d. J. beschlossen wurde, würde etwa befördert werden. Da man Voigt, der einen Schlüssel zu der Wohnung der Becker be- zwei Jahre in Anspruch nehmen. Der Magistrat ersucht, die Her Zu großen Widerwärtigkeiten giebt immer noch die Ver- saß, zuletzt in dem Hauſe Weidenweg 65 gesehen hatte, brachte man ihn stellung der vorhandenen Baracken zu einem provisorischen Krankenfebrskalamität auf den Frühzügen des Nordrings Anlaß. Recht oft zunächst mit dem Todesfall in Zusammenhang. Er war es auch, der hause zu genehmigen, sowie eine Deputation zu ernennen, entsteht namentlich auf der Station Wedding ein lebensgefährliches die Leiche zuerst auffand und der Polizei Mittheilung davon machte. deren Aufgabe es sein soll: 1. die Baraden neu einzurichten, Gedränge unter den zahlreichen Arbeitern, die pünktlich befördert Er wurde vorläufig festgenommen und wäre wohl auf längere Zeit 2. demnächst die Verwaltung der provisorischen Anstalt zu führen, sein müssen, wenn sie nicht für das Zuspätkommen auf ihrer Arbeits- in eine höchst unangenehme Lage gerathen, wenn nicht von einer 3. die Anlage eines definitiven Krankenhauses vorzubereiten. Dieser stätte schwere Nachtheile erleiden wollen. Es kommt hinzu, daß die Seite Aufklärung gekommen wäre, von der man es nicht mehr er- Antrag fand einstimmige Annahme. Ein vom Konsortium der füdEisenbahn- Verwaltung in solchen Fällen, wo die Arbeiter noth- wartet hatte. Man wußte wohl, daß Fräulein Becker öfter Selbstlichen Vorortbahn beim Magistrat gestellter Antrag, die ihr durch gedrungen Koupees zweiter Klaffe benußen, außerordentlich rigoros mordgedanken geäußert hatte; das konnte aber den Verdacht nach Bertrag vom 17. März 1896 genehmigte Ringbahnlinie nicht durch verfährt. Wie uns berichtet wird, soll sich vor einiger Zeit der Fall anderen Richtungen nicht beseitigen. Gestern Morgen jedoch gingen die Feurig und Herbertstraße, sondern unter Benutzung ereignet haben, daß eine Anzahl solcher Arbeiter auf einer der an Voigt und zu gleicher Zeit an eine Freundin der Verstorbenen der Geleise der Großen Berliner Straßenbahn durch die Hauptnächsten Stationen von Schußleuten in Empfang genommen wurden. Briefe ein, in denen diese selbst Aufklärung gab. Sie theilte mit, straße führen zu dürfen", fand nicht die Zustimmung der StadtBu häufigem Kopfschütteln führt noch folgendes Fahrpreisfuriofum: daß sie sich das Leben genommen habe, weil es nicht anders mehr verordneten, trotzdem der Magistrat den Antrag befürwortete und Ein Billet Wedding- Hoppegarten fostet, wenn man die Station vom gehe; ihr Leben sei verfehlt. Voigt bat fie um Verzeihung. besonders die geringe Breite der Feurigstraße und die scharfe Kurve, Aufgang Reinickendorferstraße beschreitet, 45 Pfennige; fauft man Diese Briefe Briefe wurden der Polizei übergeben, und hier die bei der Einmündung der Herbert in die Colonnenstraße auzudagegen sein Billet am Aufgang Müllerstraße, so braucht man nur mit war die aufregende Angelegenheit erledigt. Als die legen ist, als Ursache der Verlegung ins Feld führte. 40 Pfennige zu zahlen. Seltsam ist es auch, daß Retourbillets für Gerichtskommission eintraf, war die Sache schon aufgeklärt und Voigt Den Beginn der Urwahlen zum Landtag hat der Charlotten diese Strecke mur in Hoppegarten, aber nicht auf Station Wedding schon wieder auf freiem Fuße. Fräulein Becker hat sich, wie eine burger Magistrat, wie berichtet, auf 10 Uhr vormittags festgesezt. nochmalige genaue Untersuchung ergab, auf dem Schlafsopha liegend Gegen diesen Beschluß sollen von liberaler Seite Vorstellungen an Regelmäßige Untersuchung der elektrischen Anlagen. Auf die Pulsadern geöffnet und sich verbluten laffen. Sie hat an zuständiger Stelle gemacht und die Gründe für die Verlegung der Anregung der Abtheilung für Sicherheitseinrichtungen ist das Berliner Magenträmpfen gelitten. Ob sie aus diesem Anlaß Selbstmord Wahl auf den Abend zur Geltung gebracht werden. Man hofft, Polizeipräsidium mit dem Magistrate und dem Verbande der berübt hat, muß dahingestellt bleiben. eine Zurücknahme des Beschlusses und die Festsetzung des Beginns deutschen Feuerversicherungs- Gesellschaften darüber in Verhandlungen Zu der Blutthat in der Fürbringerstraße wird gemeldet, der Wahlhandlung auf dieselbe Stunde wie in Berlin, nämlich 5 Uhr getreten, daß sämmtliche elektrischen Anlagen vor Benutzung durch daß der Zustand der verletzten Frau Heitmann sich während der nachmittags, zu erreichen. verkauft werden. 0 Die Bierftener in Britz ist von der Regierung nicht genehmigt flagten in Verbindung. Sie machten denselben flar, daß, wenn sie der Der Reichs Militär Magistrat auf 25 700 Mark. worden, wenigstens nicht in der von der Gemeindevertretung be- jeder einzeln ein niedriges Gebot abgeben würden, der Preis nicht fistus verklagte darauf den Magistrat beim Bezirksausschuß schlossenen Weise. Um die erforderliche Genehmigung zu erlangen, in die Höhe kommen könne. Franke, der die beiden Anstalten bisher und verlangte, daß er von der Grundsteuer freigestellt werde, soweit find die Bestimmungen nunmehr dahin abgeändert worden, daß die gefegt hatte, solle dieselben behalten. Dazu sei es aber nöthig, daß die Wohnung des Kriegsministers in Frage komme. Die be Ausfuhrvergütung für Bier anstatt bei 25 Litern bereits bei nicht fie alle in ihren Geboten an die höchste Grenze der Tage gingen, treffenden Räume seien nicht mit der Steuer zu belasten, da es sich weniger als 10 Litern eintreten soll. Am 1. Januar 1899 soll die während Frante etwas zurückbleiben solle; damit würde er der um die Dienstwohnung eines Offiziers handele, die ihm überBiersteuer nach den Plänen der Gemeindeverwaltung zur Einführung Mindestfordernde werden und als solcher den Zuschlag erhalten. wiesen sei, iveil die ordnungsmäßige Erfüllung seiner gelangen. Brock und Liebig sollten dafür entschädigt werden, wenn die dienstlichen Aufgaben seine stete Anwesenheit im DienstGerichts- Beifung. Nein. Briefkasten der Redaktion. Die militärfiskalische Arbeiterkolonie Haselhorst bei Kasernen ihre Submission ausschreiben würden, so daß ein gebäude erfordere. Der Magistrat entgegnete, daß der KriegsSpandau erfährt eine bedeutende Vergrößerung durch eine Anzahl jeder von ihnen auf Zuweisung von mindestens 1000 Mark Arbeit minister als Kriegsminister nicht Offizier, sondern Beamter Familien- Wohnhäuser, deren Bau noch in diesem Herbst in Angriff würde rechnen können. Die jungen Meister gingen darauf sei und daß§ 24 des Kommunal Abgabengesetzes die Dienst genommen wird. Die Militärverwaltung ist indeß von dem ursprüng- ein, Franke erhielt den Zuschlag, die ersteren warten aber wohnungen der Beamten der Gemeindesteuer vom Grundbests unterlichen System der Zweifamilienhäuser abgewichen und läßt jezt noch heute auf die Erfüllung der ihnen gemachten verfe. Der Bezirksausschuß wies die Klage des Militärfiskus ab, regelrechte Miethsfasernen für je zehn Arbeiterfamilien bauen. Versprechungen. Im Jahre 1897 gelangte mun dieser Vor- indem er annahm, daß die Dienstwohnung des Kriegsministers Ein großes Schadenfener entstand gestern Mittag in der gang von dritter Seite zur Anzeige. Der§ 153 der Gewerbe- nicht als Dienstwohnung eines Offiziers anzusehen sei. Als fönigRüdersdorfer Portland- Zement- Fabrit." Es brannte das große Ordnung war hier nicht anwendbar, auch der§ 240 des Strafgeset lich preußischer Staatsminister sei der Kriegsminister Kohleulager der Fabrit; diese selbst erschien sehr gefährdet. Die buchs, welcher von der Nöthigung handelt, versagte, denn beide Beamter und er habe als solcher die Wohnung überwiesen erFeuerwehren aus Erkner, Friedrichshagen, Köpenid 2c. sind auf Paragraphen nehmen auf das Versprechen von Vortheilen nicht, das halten. Es sei gleichgiltig, daß er zugleich aktiver Öffizier sei. telegraphische Requisition zur Stelle, können aber nur wenig aus gegen mir auf Drohungen, Gewaltthätigkeiten, Verrufserklärungen 2c. richten. Die Berliner Feuerwehr, die ebenfalls um Hilfe ersucht Rücksicht. Die Staatsanwaltschaft sah sich daher veranlaßt, auf den wurde, entsandte den sechsten Dampfsprigenzug aus der Köpnider denjenigen mit Strafe bedroht, welcher bei öffentlichen Bersteigerungen, § 270 des alten preußischen Strafgesetzbuchs zurückzugreifen, welcher straße vierspännig zur Hilfeleistung. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Submissionen 2c. andere Personen durch Versprechen oder Gewähren Donnerstag von 6 bis 7 Uhr abends statt. von Vortheilen vom Mitbieten abhält. Dieser Paragraph steht zwar A. G. 14. Die erbrechtlichen Bestimmungen sind in den verschiedenen Sprechen Sie zur Klarlegung Ihres nicht im Deutschen Reichs- Strafgesetzbuch, doch besteht er nach einer Theilen Preußens sehr verschieden. Entscheidung des Reichsgerichts für Preußen als ein Partikulargeſetz Falles in der Sprechstunde vor, oder legen Sie dar, wo der Erbfall sich er B. Stargarder. Ja, es ergeht dann Verfäumnißurtheil. Der Staatsanwalt und das Vereinsrecht der Arbeiter. noch immer zu Recht. Das Spandauer Schöffengericht war aber eignet hat. F.. 54. Sie müssen am 1. Oktober räumen. N. B. 51. Wenn Der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter der Ansicht, daß es sich hier nur um eine Verabredung zur Er- Ihre österreichische Staatsangehörigkeit nicht ausdrücklich aufgehoben ist, Sie und Arbeiterinnen befizt in Linden bei Hannover langung besserer Lohnbedingungen handle und die Angeklagten frei- also aus dem österreichischen Staatsverband nicht ausdrücklich entlassen sind, eine 3 ahrstelle, die selbständig Bersammlungen abhält. Wegen zusprechen seien, da§ 152 der Gewerbe- Ordnung alle Straf- find Sie auch Oesterreicher geblieben und haben dort Ihre Militärpflicht zu mehrerer in den Versammlungen dieser Zahlstelle gehaltenen Vorträge bestimmungen und Verbote gegen Gewerbetreibende, gewerbliche erfüllen. Triftstr. 40, 2. Sie sind berechtigt, die Herausgabe zu ver erklärte die Polizei die Zahlstelle für einen politischen Verein und Gehilfen und Fabrikarbeiter wegen Verabredungen dieser langen. A. B. g. 1. Sie müssen schleunigst auf Freigabe des Sophas verlangte den Ausschluß der weiblichen Mitglieder. Die Zahlstelle wurde Art aufhebe. Der Staatsanwalt legte Berufung ein und als Bett Ihres Kindes beim Amtsgericht klagen. 2. Er fann zur Weiter: Metallarbeiter Charl. Strafanzeige borläufig geschlossen und die Bevollmächtigten ihrer Mitglieder, Bruns beantragte je 300 Mark Geldstrafe. Der Gerichshof war zahlung gezwungen werden. erstatten kann jeder. Ob in dem zur Nachtzeit vorgenommenen Einschlagen und Genossen, erhielten eine Anklage wegen Vergehens gegen die§§ 8 u. 16 überzeugt, daß hier ein Abhalten vom Bieten unter Versprechen oder von Spiegelhafen ruhestörender Lärm erblickt werden kann, hängt von der des Vereinsgesetzes, weil sie als Vorsteher eines politischen Vereins Gewähren von Vortheilen vorliege. Wenn auch die abgehaltenen Sachlage des Einzelfalles ab. Die Frage ist im allgemeinen zu bejahen. in diesen Frauen als Mitglieder aufgenommen und solche darin ge- Bieter Gebote abgegeben hätten, so waren dies doch nur Schein- G. N., Nixdorf. Besucht Sie jemand, dem Sie nichts schulden, duldet hätten. Die Staatsanwaltschaft berief sich darauf, daß drei gebote, abgegeben in dem Bewußtsein, daß Franke doch die Arbeit mit der Aufforderung, zu zahlen, so steht Ihnen frei, ihm die Thüre der in der Zahlstelle gehaltenen Vorträge politischer Natur gewesen bekomunen werde.§ 153 der Gewerbe- Ordnung komme zu weisen und die Klage wegen der angeblichen Forderung abzuwarten. H. B. F. 15. Aus Ihrer Anfrage erhellt nicht, welche Beschäftigung feien. Die betreffenden Redner hätten sich dem Sinne nach dahin hier garnicht in betracht. Die Angeklagten konnten sich ausgesprochen, daß Aegir. 1. Verjährung liegt nicht vor. 2. Gemeinschaftlich. C. 2. daß ihn hierbei die Rapitalismus bie Arbeiter aussauge und verabreden, so viel sie wollten, um höhere Löhne zu erzielen, aber Sie in dem Geschäft haben. Legen Sie das in ber Sprechstunde dar. Regierung unterstütze. Weitere Gründe sie durften nicht zu Mitteln greifen, welche strafbar seien. Da aber P., Friedrichshagen. Die für Berlin erlassene Polizei- Verord: für den behaupteten politischen Charakter des Vereins vermochte der Fall sehr milde liege, so sei jeder Angeklagte nur zu 20 M. nung, betreffend Räumung von Wohnräumen, gilt nur für Berlin. erfahren Sie bei Welche Räumungsbestimmungen dert gelten, die Staatsanwaltschaft nicht beizubringen. Nach dem Statut verfolgt Geldstrafe verurtheilt worden. der Polizeibehörde; eine der Verband nur den Zweck, seine Mitglieder wirthschaftlich besser zu erlassenen Sammlung der diesbezüglich Ein für Theaterkreise sehr interessanter Rechtsstreit beschäftigte Bolizei Verordnungen besteht leider' nicht. E. E. Ja. stellen. Schöffengericht und Landgericht sprachen den Angeklagten in den legten Tagen die 14. Zivilkammer des hiesigen Landgerichts I. Streitende. 1. Ja, das Gegentheil wäre zu starker Tabat. 2. Darum frei. Die Straffammer nahm an, daß allerdings in drei Vor- Direktor Neumann- Hofer hatte gegen die Schauspielerin Louise hat sich die Postdirektion gar nicht zu kümmern. 2. K. 99. Falls vier: trägen das Gebiet der Politik gestreift worden sei; jie erklärte jedoch Dumont mit dem Antrage geflagt, ihr zu verbieten, daß sie vor zehntägige Kündigung vereinbart ist, ist die Kündigung rechtzeitig erfolgt. ein zufälliges und gelegentliches Hinüberschweifen der Redner in die dem 30. April 1899 an einem anderen Berliner Theater als dem Fit solche Vereinbarung nicht getroffent, so mußte spätestens am 15. August Politik für nicht ausreichend, den Verein zu einem politischen Verein Lessing- Theater auftrete. Dr. Neumann- Hofer( vertreten durch die gekündigt sein. – H. S. V., B. Z., Schöneberg. Nein. E. H. 65. G. J. im Sinne des Vereinsgefezes zu stempeln. Die Staatsanwaltschaft Rechtsanwälte Kempner und Binner) stützte seinen Anspruch auf den Ein Hinderniß für die Heirath besteht nach Ihrer Darlegung nicht. Leiste 22. legte darauf Revision ein und betonte, die§§ 8 und 16 des Schlußsazz des zwischen Fel. Dumont und Dr. Oskar Blumenthal ge- Bis am 15. fann zum ersten eine möblirte Stube gekündigt werden, nicht Den ganzen Tag hindurch kann die Kündigung erflärt werden. Vereinsgefeges feien durch die Vorinstanzen verlegt worden. Richtig schlossenen Vertrages, in welchem es heißt:" Der Bertrag behält auch dann umgekehrt, bis am ersten zum 15. 23. 5. 50, 2. 58. Nein. sei, daß der Verein vorwiegend wirthschaftliche Zwecke verfolgt habe. feine volle Giltigkeit, wenn der unterzeichnete Direttor einen oder G. 2. 10a, Moabit. Warten Sie ruhig die Klage ab. May N. Sie Daneben seien aber auch politische Gegenstände erörtert worden, mehrere Sozien nimmt, oder seine Direktion einem Dritten über- müßten den Termin wahrnehmen oder wahrnehmen lassen. Schriftliche und das genüge, die Zahlstelle ais Verein im Sinne der§§ 8 und trägt, der in alle Rechte und Pflichten aus diesem Vertrage tritt." Darlegungen gelten nicht. D. N., Rigdorf. 1. Leider in erster Linie 16 des Vereinsgeseyes anzusehen und zu behandeln. Das Der Kläger behauptete, daß dieser Fall eingetreten sei, da der Arbeitnehmer. 2. Darüber bestehen keine allgemeinen Vorschriften. Rammergericht verwarf indessen die Revision der Staats- Dr. Blunienthal ihm seine Direktion übertragen habe und er in alle anwaltschaft mit der Begründung, daß der Vorderrichter einen Rechte und Pflichten Blumenthal's gegenüber der Beklagten einRechtsirrthum nicht begangen habe. getreten sei. In dem Vertrage mit Blumenthal habe die Beklagte Wie unsere bürgerlichen Nichter gegen Arbeiter urtheilen! fich verpflichtet, vor dem 30. April 1899 auf feiner anderen Berliner Gine harte Strafe für ungefeßliche Beeinflussung eines arbeits- Bühne aufzutreten, als am Lessing- Theater, für welches sie noch Stationen willigen Arbeiters verhängte gestern die 4. Straffanumer des Land- auf die Zeit vom 1. Januar bis 30. April 1899 engagirt sei. gerichts I über den Maurer Ludwig Franz Hoppe. Im April d. J. Fräulein Louise Dumont( vertreten durch Rechtsanwalt Paul Jonas) war auf einem Neubau des Grundstücks Schiffbauerdamm 22 ein hielt den Anspruch des Klägers für unbegründet. Sie bestritt, daß Maurerfireit ausgebrochen. Als am 21. April, morgens 51/2 Uhr, Dr. Blumenthal im Sinne des Vertrages feine Direttion" an Swinembe. der Maurer Töpper, uneingedent seiner Solidaritätspflicht, sich nach Dr. Neumann- Hofer übertragen habe. Letzterer sei der Pächter des Berlin diesem Neubau begeben wollte, wurde er von mehreren Maurern Hauses und Dr. Blumenthal habe mit dem ganzen Unternehmen Wiesbaden mit der Frage angehalten, ob er eine Streiffarte habe und wohin nichts weiter zu thun, als daß er der Eigenthümer des Grundstücks München er gehen wolle. Er erklärte, daß er auf dem Neubau arbeiten wolle sei, der für seine auf dem Leffing- Theater aufgeführten Stücke, wie Wien und mu suchte ihn der Angeklagte von dem Streifbruch ab- jeder fremde Autor, Tantièmen beziehe. Die Vertragsbestimmung Wetter- Prognose für Mittwoch, den 28. September 1898. zuhalten. Er soll ihn mit erhobenem Schirm bedroht, vor habe aber nicht die Bedeutung, daß Dr. Blumenthal willkürlich Ziemlich fühl bei mäßigen östlichen Winden und zunehmender Be die Brust gestoßen und schließlich auf den Damm gedrängt haben. Durch den lärmenden Wortwechsel war ein Schuhmann auf merksam geworden, bei dessen Annäherung der Angeklagte sich entfernte. Er ist aber erkannt worden und hatte sich mun wegen Röthigung zu verantworten. Er bestritt, der Thäter gewesen zu sein, der GeWitterungsübersicht vom 27. September 1898, morgens 8 1hr. Hamburg Barometerstand mm Wind2 richtung 764 S 763 DSO 765 SO 761 Still Windstärte Wetter 1hlb. bed. 3hvolfent 1volfent voltent 762 SO 764 SO 2beiter 1wolfent Temp. n. C. 885° C= 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstarte 8Haparanda 761 MO 8Petersburg 6 Cort 7Aberdeen 4Paris Wetter Temp. 1. 6. 16° G.= 4° R. 753 NN 757 758 NNO 4 bedeckt 5olfig 1 wolfig 4 13 10 2hlb. bed. irgend einen Dritten in seine Rechte und Pflichten einsetzen und wölkung; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. sich von seinen Pflichten befreien könnte, sondern sie ziele nur auf diejenigen Fälle, in welchen Dr. Blumenthal einen Dritten mit seiner" Direktion betrante, während das Unternehmen doch das feinige geblieben wäre. Außerdem hielt sich Frl. Dumont zum RückSozialdemokratischer Wahlverein Mittwoch, den 28. Sept., abends 8½ Uhr, 2215 richtshof erachtete ihn aber durch die Beweisaufnahme für überführt. tritt von Vertrage um deswillen befugt, weil Dr. Neumann- Hofer für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Wie der Vorsitzende in der Urtheilsbegründung hervorhob, ist der sowohl in der Presse als auch bei anderen Gelegenheiten sich so Gerichtshof der heute ja sehr zeitgemäßen Ansicht gewesen, daß die fällig über die fünstlerischen Eigenschaften des Frl. Dumont geäußert Leute, die in so terroristischer Weise den freien Willen( 1) anderer habe, daß derselben eine Thätigkeit unter feiner Direktion zur im Lokale des Herrn Bickel, Hasenhaide 52/53: beugen wollen, mit harten Strafen belegt werden müssen. Da der lnmöglichkeit gemacht sei.- Das Landgericht hat durch Urtheil vom Angeklagte schon vor Jahren eine Borstrafe aus gleichem Anlaß er 27. September die Klage des Dr. Neumann Hofer abgewiesen und Titten, so erkannte das Gericht diesmal auf neun Monate Geihm die Kosten des Rechtsstreits auferlegt. fängniß. : Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bestrebungen der Sozialdemokratie und die jüngsten politischen Ereignisse. Referent: Genosse Dr. Weyl. 2. Diskussion. 3. Vereins238/17 angelegenheiten. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Prügelnder Polizist. Aus Halle a. S. wird uns vom 26. SepNahe an das Zuchthaus streifte das Strafmaß, welches die tember berichtet: Der 48jährige Polizeisergeant Bernhard 1. Straflammer am Landgericht II in gestriger Sitzung über einen eind wurde in heutiger Straffammerfizung wegen vorsäglicher Arbeiter verhängte, welcher, arbeitswillige Arbeiter" zu Körperverlegung, begangen im Amte, zu 30 M. Geldstrafe event. verhindern versucht hat, ihre Arbeit fortzuseßen. Der Bigarren drei Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte hatte den arbeiter Friedrich Fengler hatte bei dem Zigarrenfabrikanten Tagezirer Schores, der ihm von dem Wachtmeister Meyer zur Arretur Schwarz in Neu- Weißensee in Arbeit gestanden. Am 24. Mai d. J. übergeben worden, mit einer Knebeltette über den Kopf geſchlagen für wurde er wegen Lohndifferenzen entlassen. Er drang dann wider- und den Schores außerdem geohrfeigt. Als Entschuldigung für die rechtlich in die Behausung seines Arbeitgebers ein, wurde That führte der Beamte aus, daß Schores ihm entsprungen sei und hinausgeworfen, kam aber wieder, aber wieder, beschimpfte den Meister er, der Beamte, am genannten Tage eine ununterbrochene im und schlug die Zigarrenarbeiterin Johanna Hardt Hardt mit 24 stündige Dienstzeit zu bestehen gehabt habe, wodurch er der Faust ins Gesicht, wobei er die Worte äußerte:" Dich sehr abgespannt gewesen sei. Sozialdemokratischer Wahlverein den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 28. Sept., abends 8 1hr, Märkischen Hof", Admiralstraße Nr. 18c: Versammlung. Tages Ordnung: Achtung! Töpfer. Achtung! Mittwoch, den 28. September, abends 6 Uhr, Englischen Garten( oberer Saal), Alexanderstraße 27c: Aas schlag' ich todt, wenn Du hier weiter arbeitest!" Er wurde Wegen Beleidigung der Gattin eines Polizeilieutenants deshalb wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung und Nöthigung in hatte sich gestern der Arbeiter Wilhelm Daeneit vor der 130. Ab1. Die Sozialdemokratie, ihre Leiden, Kämpfe und ihre Erfolge. idealer Konkurrenz mit einem Bergehen gegen§ 153 der Gewerbe- theilung des Schöffengerichts zu verantworten. Der Angeklagte war Referent: Reichstags: Abg. Fritz Zubeil. 2. Disfussion. 3. VereinsOrdnung angeklagt. Der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor eines Tages mit einem Dienstmädchen in der Badstraße in Streit angelegenheiten. Gäste haben Zutritt.- Aufnahme neuer Mitglieder. Meresheim erklärte:„ Es soll den Arbeitern das Koalitionsrecht gerathen. Es wurde gegenseitig die Sistirung verlangt und beide Regen Besuch erwartet Der Vorstand. 240/20 erhalten werden(?), aber gegen den Terrorismus, arbeitswillige Ar- Parteien begaben sich in Begleitung von Zeugen nach der Wache. Als beiter durch Gewalt oder Bedrohung an der Fortsetzung der Arbeit der Angeklagte vernommen war und sich entfernen wollte, traf er zu hindern, muß mit den strengsten Strafen vorgegangen werden! auf dem Flur die Ehefrau des Polizeilieutenants, welche auf ihren Es wurde daher wegen Nöthigung allein auf neun Mann wartete. Er redete sie mit den Worten an:" Fräulein, im Monate Gefängniß erkannt. Wegen der übrigen Delifte fommen Sie mit", und machte sich dadurch einer zweiten Beleidigung wurde noch besonders auf drei Monate Gefängniß, in Sunme also schuldig. Jm Termine hielt der Staatsanwalt die Schuld des Anauf ein Jahr Gefängniß erkannt. Wegen der Höhe der geklagten für erwiesen und besonders die legtere Beleidigung für der Strafe wurde die sofortige Berhaftung des Verurtheilten angeordnet, trafbar. Er beantragte eine Gefängnißstrafe von je sechs Monaten, Wenn Arbeitgeber ihre Berufsgenossen nöthigen, an Verda die Beleidigungen von Frauen, welche jetzt an der Tagesordnung gänge abredungen zum Zwecke der Erlangung besserer Lohn- und Arbeits- zu sein scheinen, endlich aufhören müßten. Der Gerichtshof hielt die bedingungen theil zu nehmen, so fönnen sie dabei ungleich beffer erste Beleidigung nicht für aufgeklärt und erkannte dieserhalb auf fortkommen, als wie die Arbeiter, denen stets der§ 153 der Gewerbe- Freisprechung, wegen der zweiten Beleidigung wurde der Angeklagte Ordnung droht. Nach dieser Nichtung hin war eine Verhandlung zu einer Geldstrafe von 200 m. verurtheilt. Oeffentliche Versammlung Töpfer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Die Situation in unserem Gewerbe. 2. Die Vor193/11 Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist nothwendig. Der Vertrauensmann: H. David. in Königsberg. 3. Gewerkschaftliches. Achtung! Tapezirer. Achtung! Kommandantenstr. 20: Donnerstag, 29. September, abends 8½ Uhr, in den Arminhallen Oeffentliche Versammlung. V Tages Ordnung: 1. Die Maßregelung unserer Kollegen und die sonstigen Zustände Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Agitationskommission. recht lehrreich, welche vor der dritten Straffammer am Landgericht II Ein Sommer Ueberzieher ist kein der Pfändung entzogenes stattfand. Angeklagt waren die Schornsteinfegermeister August unentbehrliches Kleidungsstück. Also hat die 9. Ziviltammer des Mazky, Karl Wonnenberg und Friz Franke. Die hiesigen Landgerichts fürzlich entschieden. In dem Urtheil heißt es: drei Angeklagten üben in Spandau ihr Gewerbe aus. Dort find" Der Schuldner hat die Freigabe des bei ihm gepfändeten Sommerinsgesammt sechs Schornsteinfegermeister konzessionirt, von denen die Ueberziehers beantragt. Der Antrag ist durch den angefochtenen Angeklagten die ältesten und wohlhabendsten sind. Die Zahl der Kehr- Beschluß zurückgewiesen worden. Die dagegen eingelegte Beschwerde bezirke bestimmt die Behörde, doch stehen die Meister unter sich in Kon- ist nicht begründet. Der Vorderrichter nimmt mit recht an, daß furrenz. Um diese zu beseitigen, schließen sich die Meister in ihren Innungen ein Sommer- lleberzieher an sich als ein unentbehrliches Kleidungs- bet der Firma A. Wertheim. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. und lokalen Vereinigungen eng zusammen. Die Schornsteinfeger- stück nicht anzusehen ist. Es ist deshalb auch unerheblich, ob der meister haben ihre bestimmte Tare, die von der königl. Regierung Schuldner sich an dieses Kleidungsstück gewöhnt hat, und es kommt genehmigt wird. Diese Tage dürfen sie nicht überschreiten, darunter bei der Prüfung der Entbehrlichkeit eines Kleidungsstückes auch nicht können sie gehen, so weit sie wollen. Von 1894 zu 1895 war es darauf an, welchem der Stände der Schuldner an Tage durchzudrücken. Nun sollte auch der Preis des Kehrens im an ständige Kleidung haben nur die im§ 715 Nr. 6 der allgemeinen höher geschraubt werden. Die Gelegenheit, den ersten Bivilprozeß- Ordnung bezeichneten Personen( Offiziere, Beamte, GeistVersuch zu machen, bot die von der Verwaltung der Pulverfabrik liche, Lehrer, Notare, Rechtsanwälte, Aerzte), zu welchen der Schuldner und des Feuerwerks Laboratoriums ausgeschriebene nicht gehört. engere Submission für das Fegen der Schornsteine in den Die Frage, ob die Wohnung des Kriegsministers grund. genannten Anstalten. Zu dieser engeren Submission hatte steuerpflichtig sei, beschäftigte den Berliner Bezirts ausschuß. Sie Direktion außer den drei Angeklagten auch die Meister Der Magistrat von Berlin hatte den Reichs- Militärfistus zur Ge- girten zu senden. Brock und Liebig zugelassen. Ea waren dies junge meinde- Grundsteuer herangezogen und dabei auch die Dienstwohnung vor in der Naunynstr. 78 bei Herrn Heinrich befindet und die Adresse Anfänger, von denen am ehesten niedrige Gebote zu erwarten waren, des Kriegsministers im Gebäude des Kriegsministeriums der Ausgabe abends von 8 bis 10 Uhr, Sonntags von 10 bis 11% um erst Kundschaft zu erhalten. Mit diesen segten sich die Ange Steuer unterworfen; den Nutzungswerth der Wohnung schätzte stattfindet. mun den Spandauer Schornsteinfegermeistern gelungen, eine höhere gehört oder welchen Beruf er ausübt. Anspruch auf Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Mittwoch, 28. September, abends 82 Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51: Delegirten- Versammlung. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstelle einen Dele 142/1 Den Kollegen zur Nachricht, daß der Arbeitsnachweis sich nach wi Der Vorstande Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, 28. September: Opernhaus. Die Walküre. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Johannes. Anf. 7%, Uhr. Lessing. Großmama. Anf. 71/2 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 71/2 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Weiten. Eugen Onegin. Anfang Passage- Panopticum. 712 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der Geizige. Anf. 8 Uhr. Central. Die Geisha. Auf. 72 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Anfang 72 Uhr. = Belle Alliance. Napoleon oder: Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Oflend. Schluntz fel. Wwe. Anfang 8 11hr. = Friedrich Wilhelmstädtisches. Die beiden Waisen. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Anfang 8 Uhr. Demi Monde. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Luisen. Jocko's Streiche. Anfang 8 11hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speziali täten- Vorstellung. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Neues SeptemberProgramm. Heute 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Schiller Theater Kunst- Schaubühne ( Wallner Theater). Mittwoch: Der Geizige. Donnerstag: Die Haubenlerche. Freitag zum 1. Male: in der„ Urania", Invalidenstr. 57. Im Wunderlande der 8 Uhr. Pyramiden. Parquet 1,-. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Bum 23. Male: Manerblümchen. Schluntz sel. Wwe. Sonnabend: Manerblümchen. Gesangsburleske in 3 Aften von D. Haneld, bearbeitet v. J. Dill. Musik von G. Steffens. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Metropol- Theater. Im Tunnel: Konzert. Anf. 7 Uhr. Behrenstr. 55-57. Direktor: Rich. Schultz. Novität. Zum 26. Male: Novität. Das Paradies der Frauen. Si 2. Bilde: Die Moden des Jahrhunderts. Jm 5. Bilde: Eva's Vermächtniß. Anfang d. Vorst. 28 Uhr, Ende gegen 11 Uhr. Morgen u. folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha ober: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Aften von Owen Hall. Mittwoch bis Freitag: Schlunt fel. Wwe. Sonnabend: Die Geier: Wally. Sonntag Nachmittag: Kean. Olympia Theater ( Circus Renz) Karlstrasse. Heute u. folgende Tage: Mene Tekel Sylvester- Phantasie m. Gefang u. gr. Ballets in 3 Att.( 11 Bild.) Anfang 8 Uhr. Künstlerhaus" Berlin W., Bellevuestr. 3 ( Verein Berliner Künstler) Permanente Kunstausstellung. Eröffnung am 15. Oktober d. J. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Neu! Neu! Fred Edlawi. Erster deutscher Original- Bliz Verwandlungs- Schauspieler mit seiner Sensationskomödie Eine Minute zu spät. Sechs Personen dargestellt von Edlawi. Neu! Nuscha Melitta, Neu! Sport Soubrette in ihrem eleganten Ponny- Gespann. Neu! Balleni, Kaleidoskoptänzerin. Ferner: Carola Carla, Prima Ballerina. Helene Voss. Max u. Ernst Wardini. Barsikow Truppe. Welser Trio. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pfg. 71 = Molly Verch. Carré und Banola. Volks Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Strake 97. Novität! Täglich: Novität! Isabella. Komische Oper von Franz von Suppé. Novität! Novität! Novität! Außerdem der reizende Schwant: Neu! Die Unentbehrliche. Kolossaler Lacherfolg! Gesammtauftreten des durchweg neu engagirten Schauspiel- u. Speziali: täten- Personals. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 ühr. Bons haben alt allen Wochentagen Giltigkeit. Direktion: A. Kolig. Artistischer Leiter: A. Runge. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Novität! Täglich: Novität! Das verschleierte Ballet! Operetten- Burleske von Stir. Musik von Roth. In Szene gesetzt von Otto Wendt. Nen! Vorher: New! Schach und Matt. Schwank in 1 Aft von Carlos Duchow. Gesammitauftreten des durchweg neuengagirten Künstler: und Spezialitäten Personals. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Max Kliem's Theater. Hafenhaide Nr. 14-15. Täglich im Theater- Saal: Vorstellung. 2011,&. 92. Röhr und Julius& Mähr's Theater anfang 7 ur, Sonntags 5% Uhr. von Deutsch M. Freund. In Szene gefezt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kaffeneröffnung 1/27 Uhr, Anf. 1/28 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntag Nachmittag zu bedeutend ermäßigten Preiſen: Die Fleder: maus. Operette in 3 Atten von Johann Strauß. Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten- und TheaterVorstellung. Charley's Tante. Burleske. Taubenfönigin. The Onras, Gymnafiiter. Miss Allcé, Luisen- Theater Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. 34. Reichenbergerstraße 34. Heute, Mittwoch, zum 1. Male: Jocko's Streiche Englische Burleste in 3 Atten von W. Sallis. Jodo: Paul Herbig bom Stadttheater in Nürnberg als Gaft. Mit grösstem Lacherfolge aufgeführt am Volks- Theater in München und Apollo Theater in Nürnberg. Jocko's Streiche hat dort selbst den Riesenerfolg von ,, Charley's Tante" bei weitem übertroffen. Billetverkauf für die ganze Woche an der Theaterkaffe. Alle folgenden Abende 8 1hr: Jocko's Streiche Apollo- Theater. Friedrichstr. 118. Henry Taylor. Emellne Ethardo. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48 Täglich: Uhr, Circus Busch Mittwoch, 28. September 1898, Reiter- Gala- Vorstellung abends 7/2 Uhr: Frauen und Mädchen Schönebergs.] Donnerstag, den 29. September, abends 8 Uhr, im Saale des Klubhauses, Hauptstraße Nr. 5-6 Volks- Versammlung für Frauen und Männer. Tagesordnung: 1. Bortrag des Fräulein Ida Altmann über: Leben oder Traum? Wissen oder Wahn? 2. Disfussion. 4. Stellungnahme zur Gründung eines Frauen- und Mädchen- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend. 206/11 Die Vertrauensperson. Bekanntmachung. Gemäß§ 14 Absatz 4 des diesseitigen Statuts wird hierdurch nach: stehendes Berzeichniß der auf grund der am 20. Dezember 1897 und 22. Juni 1898 stattgehabten Nachwahlen für die Zeit bis zum 31. Dezember 1898 bestellten Vertrauensmänner und Ersagmänner der unterzeichneten Anstalt zur allgemeinen Kenntniß gebracht. I. Arbeitgeber. Vertrauensmänner: Erfaßmänner: 1) Berlin, Alt- Kölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt. 19116d(@ tadt- Bez. 1-14.) Hasado 2) Friedrichstadt.( Stadt- Bez. 15-30.) c 2. Spengemann, E., Uhrmacher, Dorotheenstraße Nr. 80. 2. Stod, Paul, Kaufmann, Jäger: straße Nr. 12. 3) Untere Friedrichstadt, Schöneberger Borstadt.( Stadt- Bez. 31-49.) 2. Karge, Richard, Gaftw., Pots: 2. Lucas, Ferd., Tischlermeister, damerstr. 128. Lützow- Ufer 11. Steinmetzstr. 72. 3. Lindner, Richard, Schankwirth, 3. Bergs, Gustav, Tischlermeister, Yorkstr. 39. 1) Obere Friedrichstadt, Tempelhofer Vorstadt.( Stadt- Bez. 50-78.) 2. Fürstenberg, Karl, Weinhol., 2. Schert, Ignaz, Zeitungsverleg., Blücherplaz 2. 3. Bading, Max, Buchdruckereibefizer, Waterloo- Ufer 13, I. Lindenser. 12.08.0 Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker. sollte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen.. Allein- Berkauf für Berlin. Dieselbe ist in schönen praktischen dunkelgrauen und braunen Streifen echtfarbig gea druckt. Eine außerordentlich starke Waare, sehr feste stappnähte, haltbare Nähmaterialien, breite, tiefe LederPilot- Taschen, ein hohes bequemes Gefäß, richtig weit gearbeitete Schenkeltheile verleihen der Hose die größten Vorzüge. Der Hosenbund ist hinten und vorn aus einem Stück gefertigt, ein Reißen der angenähten Bund theile ist daher ausgeschlossen. Die Knöpfe sind fest angenietet, nicht angenäht, so daß dieselben nicht so leicht abfallen können. Trotz all' dieser ganz erheblichen Vortheile kostet die Hose nur den billigen Preis von Bei Entnahme von 4 mt. 50 6 Stück 26 Mr. Versandt nach auswärts von 20 Mt. an franto. Bei Bestellungen ge nügt die Angabe der Bundweite und inneren Schrittlänge. Baer Sohn 5) Luisenstadt, jenseits des Kanals, westlich; diefelbe, fenfeits des Chausseestr. 24a. Brückenstr. 11. Kanals, östlich.( Stadt Wez. 79-113.) 6) Luisenstadt, diesseits des Kanals, 08 anulls 7) Stralauer Viertel. ted on 192 2. Riedhoff, R., Malermeister, Engelufer 2 c. 5. Tolksdorf, Ludwig, Destillat., Görlitzerstr. 58. Men- Kölln.( Stadtbez. 114-144.) Hans, Buchhändler, Dresdenerstr. 52/53, part. 2. Baate, ( Stadt Bez. 145-181.) 3. Vogel, L., Defonom, Friedrichstraße 172. Gr. Frankfurterstr. 16. Orts- Krankenkasse der Friedrich, Gastwirth, Hutmacher, Hutfournituren-, 4. Wilte, Friedrich, Andreasstr. 26. 8) Königs- Viertel.( Stadt- Bez. 182-201.) 3. Hülsenbed, D., Tischlermeister. Memelerstr. 48a, II. 9) Spandauer Viertel. 2. Richter, Adolf, Bäckermeister, Prenzlauer Allee 81. 3. Feind, A., Gastwirth, Weinstr. 11. ( Stadt- Bez. 202-217.) und Filzwaaren- Verfertiger zu Berlin. Bom 1. Oktober 1898 befindet sich das Kassenlokal 1. Jacoby, Heinrich, Kaufmann, Mendelssohnstr. 13, Heiligegeiststr. 21. 2. Teppich, Bernhard, Kaufmann, Spandauerstr. 58. 10) Rosenthaler Vorstadt.( Stadt: Bez. 218-254.) 11) Oranienburger Vorstadt. 2. Gentzen, Carl, Kaufm., Loth: ringerstr. 53. 3. Berliner, Erich, Brauereibes., Brunnenstr. 16. 4. Gründel, W., Gaftw., Brunnen5. 2. straße 188. Köhler, G., Rentier, HuffttenStraße 73. ( Stadt Bez. 255-278.) Braunert, Karl, Malermeister, Chauffeestr. 10/11. 3. Schwerner, V., Ingenieur, 3. Gutremand, Rob. H., Kupfer: Chausseestr. 2e. waarenfabritant, Chausseestr. 96. 12) Friedrich Wilhelmstadt, Thiergarten, Moabit. ( Stadt- Bez. 279-304.) 1. John, Franz, Kaufmann, Sigis myndstr. 3. II. Versicherte. Vertrauensmänner: Ersatzmänner: 1) Berlin, Alt- Kölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt. ( Stadt- Bez. 1-14.) 1. Künzel, Reinhold, Alexanderstr. 11. Arbeiter, 3) Untere Friedrichstadt, Schöneberger Vorstadt.( Stadtbez. 31-49.) 2. Tischler, Franz, Gürtler, Eichhornstr. 11. 5) Luisenstadt, jenseits des Kanals westlich; dieselbe, jenseits des Kanals östlich.( Stadt- Bez. 79-113.) 3. Schwarz, Karl, Tischler, Stalizer Straße 69. 6) Luisenstadt, dieffeits des Kanals, Neu- Kölln.( Stadtbez. 114-144.) Auftreten des Herrn Franz Gebhardt, Chef der t. t. spanischen Hofreitschule Ritter p. p., bisheriger langjähriger 4. in Wien. Aufzug sämmtlicher Reitertypen in prunthaftester Ausstattung. Zusammenkunft der Blumen, Hoffmann's Quartett- gr. Ballet Divertissement( 150 Damen). Humoristen und Zum 1. Male: Großes ReiterinnenPotpourri ausgef. von 8 besten Reit[ 12596 Hof hochpart. Des Umzuges wegen bleibt das Lokal den 30. September geschlossen. Der Vorstand,( gez.) C. Summert. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, 1922 Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 f., Num. Balkon 75 Pf., Logen 1 bis 2 M. Tagesfasse 11-1 Uhr. 1. Rauten haus, Seinrich, Ladier, W. Noack's Theater Moritstr. 22, I 3. No ac, Heinrich, Holzbildhauer, Musfauerstr. 48, II. 8) Königs- Viertel.( Stadt- Bez. 182-201.) 1. 10) Rosenthaler Vorstadt. Stuhlmann, M., Steinbruder, 4. Oderbergerstr. 37, III. 11) Oranienburger Vorstadt. Brunnenstr. 16. Heute, Mittwoch, den 28. September: Bachmann, Wilhelm, Möbel Die Tochter des Herrn transport- Arb., Schillingftr. 17/18. ( Stadt- Bez. 218-254.) Stabrie, Emil, Hutmacher, Vinetaplag 9. ( Stadt- Bez. 255-278.) 1. Meyer, Paul, Maschinenbauer, Schlegelstr. 3, Quergeb. IV. 2. Kleemann, Theodor, Arbeiter, Neue Hochstr. 19. Berlin, ben 15. September 1898. Schauspiel- Ensemble inſiſerinnen der Geſellſchaft. Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin. Zum Schluß: Der liebe Onkel. Lustspiel in 4 Aften von Rudolph Kneifel. 1. Mal: Flying Gruppeu- Aft von Alfred Leon. Zum 1. Male: Direktor Busch mit seinen 12 Fuchshengsten. Zum 1. Male: Gigerl- Klown Alfred Daniels als Sirkus- Direktor. Morgen, Donnerstag, 7 Uhr: Elite- Abend. Beim Quartalswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: Der Vorstand, AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Letzte Woche! CARL HAGENBECK'S INDIEN. Schaustellungen in der gedeckten Arena: 5 und 7 Uhr nachmittags. Vorstellungen im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Avis! Schulkinder, wenn klassenweise, zahlen an Wochentagen in Begleitung der Lehrer nur 10 Pf., wofür 5 Uhr- Schaustellung in der Arena frei! Lehrer haben völlig freien Zutritt. Sonntag, den 2. Oktober: Abschieds- Schaustellung. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Festfälen, Müllerstraße 7: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, FruchtStraße 30, Hof II. SO.: Frik Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Preise der Plätze: Balfon 50 Bf. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedeler II. Parquet 1 M. I. Parquet 1,50. Straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger Barq. Faut. 2,-. Orch. Faut. 2,50. Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. GesundBarq.- Loge 2,50. Orch.- Loge 3 M. brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65. Rosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Rarl Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volts- Zeitung" zu Donnerstag, den 29. September, abends 8 Uhr, in Milbrodt's Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. erhalten.) Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, 8Bigarrengeschäft. Annahme The Missouris. Hersleb u. Cordelly. stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannisthal: Senftleben, Restaurateur. Jean Clermont. Friedenau- Steglitz: H. Berusee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmten entgegen in Les Minstrels Parisiens. Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhaſe, Ahornstraße 15a. Baumschulenweg: Gode I, Baumschulstr. 32 b. III. Comtesse Ferrucci. The Cardownies. Außerdem ist sämmtliche Parteiliteratur, sowie alle wissenschaftlichen Otto Reutter Werte dort zu haben. Auch werden Inserate für den„ Vorwärts" Ducreux- Giralduc u. s. w. Um genaue Angabe der Adresse wird Kasseneröffnung 6½ Uhr, Anfang dringend gebeten. Consuelo Tortajada der Vorstellung 7 Uhr. entgegen genommen. Fabricius. Schauspiel in 4 Aften von Wilbrandt. Morgen, Donnerstag: Goldener Boden. Original- Posse mit esang und Tanz in 4 Aften von ely und Weret. Musik von F. Brandt. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Achtung![ 60452* Vereine. Die Sonntage der Winter: Saison find an Vereine zu ver geben. Frik Nagel. Flora- Säle 1000 Perf. faff. Elektr. Beleuchtung. Besizer: Bernh. Nieft, Weberstr. 17. Septemb. bis Dezember [* Sonnabende gratis zu vergeben.[ Achtung, Vereine. Oftober und November noch Sonnabende frei im Saal zu 300 Personen, AlexanderEngl. Garten, strasse 27c. Vereinszimmer frei, geräumig, mit Piano. Simeonstr. 23, Flick. Großer Lichtbilder- Vortrag Berliner Ressource, des Naturarztes E. Lindenau, staatlich nicht approbirt, über Schwangerschaft u. s. w. Tel.: Amt IV 9675, Kommandantenstr. 57, Fest- Säle Sonnabend, 15. Oktober er., frei geworden. 12536 Klagen, Eingaben Naturgemäße Behandlung und Verhütung.- Wie erzielt man" Putzger, Steglitserier. 65. eine leichte Geburt? Nur Damen haben Zutritt. Unwissenheit ist der größte Feind des Menschen. Porzellan, Glas: und Seifen. Geschäft krankheitshalber zu bera 12676 taufen. Wienerstr. 28. 12386 Mittwoch, Donnerstag, Freitag Mk. Portièren 1,75, 2.25, 3.25, 6 MK. Steppdecken 5.50, 7, 8.25 M Gardinenhalter 13, 25,40 P. Tischdecken 2.40,3.25,5,6 M Plättdecken 90 Pf. und 1.05 Mk. Kokos- Matten mit rotem 55 P. Rande Kokos- Läufer Meter 1.25 Mk. mit roter Bordüre, ca. 90 cm brelt Gardinen weiss und crême Fenster 3, 4, 5.80 7.75 M Mk. Meter 42, 58, 75, 95 P. Holzwaren 125 cm imitiert Nussbaum mit polierten Kanten Länge ca. 80 100 2.30 3.25 4.50 Mk. Paneele, Rauchtische, imitiert Nussbaum 2.60 Mk. Zeitungs- Mappen 2.10 Mk. Garderobenleisten mit 4 vernick. Haken 80 P Handtuchhalter 1.50 MK. 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