Nr. 229. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Rmt I, Nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ueber die Arbeitsnachweis- Konferenz in München, Freitag, den 30. September 1898. nachweise dazu beitragen, der Landwirthschaft Arbeitskräfte zu er Es wurde nämlich die Frage berathen: Was können die Arbeitshalten und zuzuführen?" Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 133 die nur 5 750 000 Fr., aber auch diese Summe muß als eine 172 500 000 Fr. Das Kriegsbudget Dänemarks beträgt zwar Was in aller Welt hat dieses agrarische Thema mit dem Zwed fleineren europäischen Staaten verbrauchen für die Erhaltung ungeheure Last für das kleine Land betrachtet werden. Die über die wir an anderer Stelle der heutigen Nummer einen und der Einrichtung eines kommunalen Arbeitsnachweises zu thun? zusammenfassenden Bericht bringen, wird uns von einer auf dem Aufgabe der Arbeitsvermittelung ist es auf der einen Seite, die ihrer Armeen 614 500 000 Fr. Fügt man diese Ziffer zu den Gebiete des Arbeitsnachweises wohl informirten Seite geschrieben: Nachfrage nach Arbeitskräften und das Angebot von Arbeitskräften Ausgaben der oben erwähnten europäischen Mächte hinzu, fo Die Bestrebungen, den Arbeitsnachweis zu einer ständigen Ein- evident zu erhalten, dann aber sowohl den Unternehmern wie den ergiebt sich ungeheure Summe von ca. 5 Milliarden Franks. richtung der kommunalen Verwaltung zu machen, haben im Arbeitern die Möglichkeit zu verschaffen, auf rascheste Weise auf dem Das sind die jährlichen Ausgaben Europa's für die Aufrechtletzten Jahre solche Fortschritte gemacht, daß es allmälig höchste Beit Arbeitsmarkte den günstigsten Handel( Kauf oder Verkauf) ab- erhaltung des Friedens( ohne die Marine Ausgaben). Jede für die Arbeiter wird, dem Arbeitsnachweis innerhalb der gewerkschaft zuschließen. Ob num dabei ein Gewerbe oder ein Produktionszweig Sefunde verbraucht Europa für das Kriegswesen 137 Fr. lichen Bewegung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Ohne Zweifel liegt und seine einzelnen Interessenten zu kurz kommen oder nicht, das 50 Cent. auch für die Arbeiter der Nutzen einer unparteiischen Arbeitsvermittelung geht den Arbeitsnachweis als solchen garnichts Das russische Regierungsblatt glaubt auf grund an. Gerade dieser Daten die auf der Hand, und prinzipiell kann nichts dagegen eingewandt so unerträgliche Last sowie wenig, wie es die Börse angeht, ob dort die werden, daß der Arbeitsnachweis als solcher den sozialen Tages- Großbanten bessere Geschäfte machen als der Kleine Mit- völlige Unproduktivität dieser Anstrengungen kämpfen dauernd entzogen wird. Weder die Arbeiter noch die läufer. Die Arbeitsnachweis- Konferenz war ja so flug, auf die bewiesen zu haben und setzt die besten Hoffnungen auf die Unternehmer würden dadurch in ihrer gegenseitigen Position an Vorschläge des ersten Referenten, Dr. Naumann aus Hamburg, der Ergebnisse der vom Minister Murawjew einberufenen FriedensMacht oder Einfluß verlieren. In diesem Sinne hat sich denn auch den gesammten Arbeitsnachweis für agrarische Interessen dienstbar konferenz. Die stehenden Armeen werden im Regierungsauf der ersten Verbandsversammlung und Arbeitsnachweis- Konferenz machen wollte, nicht einzugehen. Die Theilnehmer der Konferenz organe als eine eine Erbschaft der barbarischen des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise, die am letzten Dienstag werden daraus ersehen, daß sie mit der Erörterung solcher Themata 3eiten bezeichnet. Eine Abrüstung sei nothwendig. in München stattgefunden hat, der Vorsitzende Dr. jur. Freund in ein politisches, jedenfalls aber parteiisches Fahrwasser gelangen Die besten Menschengeister haben es schon längst Berlin in seiner Begrüßungsrede ausgesprochen. Es ist er mußten. freulich, daß die Bestrebungen der Unternehmer, den Arbeits- Nach alledem hat die Konferenz, die wesentlich aus Verwaltungs- und Kanonen empfiehlt das Statt der grausamen Macht der Bajonette nachweis in ihre Gewalt zu bekommen, unter der Zustimmung männern zusammengesetzt war, weder für die Sache der kommunalen Blatt die Errichtung eines der gesammten Konferenz, an der als Gäste die Vertreter ver Arbeitsnachweise, noch auch für die Arbeiter ein erfreuliches Schiedsgerichts zur Entscheidung über die vorkommenden schiedener Regierungen anwesend waren, verurtheilt wurden: Resultat gebracht. Die Arbeiter wurden mit starkem Mißtrauen Streitfragen zwischen den einzelnen Ländern. Die Theorie Der Verband der Arbeitsnachweise betrachte als seine Haupt- erfüllt, das auch durch die einleitende Begrüßungsrede Dr. Freund's des Krieges sei eine falsche und beklagenswerthe aufgabe die Wahrung des unparteiischen Charakters des Arbeits- nicht beseitigt wird, sie dürften sich darum veranlaßt sehen, mehr als Theorie, welche die Zivilisation mit den vervollkommnetsten nachweises. Der Arbeitsnachweis dürfe nicht ein Machtmittel im bisher den Ausbau und die Errichtung gewerkschaftlicher Arbeits- Verfahren der Menschenvernichtung identifizirt. Lohnkampfe sein, seine Leitungen müßten gemeinschaftlich von Unter- nachweise zu betreiben. Das liegt nun aber wieder nicht im nehmern und Arbeitern beeinflußt werden. Diese Grundanschauung Interesse der kommunalen Nachweise, deren Aufgabe es doch sein des Verbandes sei gänzlich unvereinbar mit der kürzlich vom Arbeit sollte, unter Ueberwindung der einseitigen parteiischen Nachweise, die kann, je sicherer die völlige Ergebnißlosigkeit der Konferenz Daß Rußland desto besser seine Uebermacht weiter stärken geber- Verbande in Leipzig kundgegebenen Ansicht, wonach der Arbeits- Arbeitsvermittelung außerhalb des sozialen Kampffeldes zu stellen. fann, je sicherer die völlige Ergebnißlosigkeit der Konferenz zu nachweis am besten in den Händen der Arbeitgeber allein ruhe. Gerade das Gegentheil sehen wir nult fommen. Die Be sein wird, haben wir schon des öfteren auseinandergesetzt. So lange der Arbeitsnachweis- Verband diesen Grundsatz in der strebungen der Leipziger Unternehmer- Konferenz werden durch Bragis durchführen wird, so lange wird man seinen Bestrebungen die Haltung des Münchener Verbandstages in ihrer VerDeutsches Reich. vom Standpunkt der Arbeiter nicht feindlich entgegentreten. wirklichung in feiner Weise verhindert, die Arbeiter Ueber das Grubenunglück auf Zeche„ General Blumen müssen ihrem eigenen Interesse darum ihrerseits den that" wird aus Essen telegraphirt, daß nach Angabe der ZechenArbeitsnachweis gleichfalls einseitig erobern und die kommunalen Nachweise verlieren so, wenn nicht bald noch ein Ausweg gefunden verwaltung 17 Arbeiter getödtet, 3 schwer und 6 leicht verlegt wird, Stück für Stück des Arbeitsmarktes, furz nachdem sie eine so aussichtsreiche und von den Arbeitern mit recht begrüßte Thätigkeit zu entfalten begonnen haben. Eine andere Frage ist, ob die Arbeiter bei den notorischen Versuchen der Unternehmer, den Arbeitsnachweis als ein Machtmittel im sozialen Kampfe zu organisiren, in der Lage sein werden, ohne weiteres und bedingungslos für die unparteiischen Nachweise einzu treten. fiinnnern. verzichten würden. Politische Webersicht. Berlin, den 29. Septentber. anerkannt. Soweit das russische Regierungsorgan. worden sind. * Es ist bezeichnend, daß an demselben Tage, wo diese Hiobsbotschaft eintrifft, die" Post" einer Betheiligun von Arbeitervertretern an der Grubeninspektion aufs schroffste entgegentritt. Auch die blutigsten Opfer, welche die Arbeiterklasse auf dem Altar des Kapitalprofits bringen muß, können des Unternehmerthums Brutalität nicht mildern. Man nehme z. B. die Verhältnisse in der Metallindustrie. Dort bestehen schon längere Zeit die einseitigen Unternehmer- Nachweise und beherrschen bis zu einem hohen Grade die gesammte Arbeitsvermittelung. Die Arbeiter sind dem vereinigten Unternehmerthum gegenüber auf dem Arbeitsmarkte völlig machtlos. Das Bestehen unparteiischer Arbeitsnachweise nützt daher in der Metallindustrie den Arbeitern in keiner Weise, da die Unternehmer sich gar das Amtsblatt der russischen Regierung, bringt interessante in Stuttgart theilt mit: Am gestrigen Tage wurden der J. G. CottaGegen den Militarismus! Der„ Regierungsbote", Bismarck Memoiren. Die J. G. Cotta'sche Buchhandlung nicht um die zentralisirten Nachweise der einzelnen Kommunen Daten über die militärische Spannung der europäischen schen Buchhandlung die letzten Nachträge des Fürsten Bismarck zu So wie die Dinge heute in der Metallindustrie liegen, sollen Länder. Nach der Größe der bestehenden Armee steht seinen den Titel„ Gedanken und Erinnerungen" führenden nach der Leipziger Konferenz auch die Arbeitsvermittelungs- Verhält- Rußland an der Spitze der europäischen Staaten. Ju sogenannten Memoiren übergeben. Das vom verstorbenen Fürsten In hältnisse in anderen Industriezweigen eingerichtet werden. Das Friedenszeiten zählt Rußland über eine Million Soldaten. eigenhändig durchkorrigirte Diktat ist von Prof. Dr. Horst Kohl ist der offen ausgesprochene Grundsatz der Leipziger Unternehmer- Jährlich würden 280 000 Mann zur Wehrpflicht ein mit einer Einleitung und furzen orientirenden Noten versehen und fonferenz gewesen. heute auf ihre berufen. Im Mobilisationsfalle vermag Rußland 28 Millionen wird im übrigen, abgesehen von kleinen Korrekturen irriger Daten, gewerkschaftlichen Nachweise verzichteten, wenn sie sich entschließen Mann aufzustellen, wozu noch 6947000 Mann aus der Namen 2c., unverändert und ungekürzt erscheinen. Die Ausgabe des wollten, dem System der unparteiischen Nachweise, wie sie von den Reserve und der Landwehr hinzuzufügen sind. Somit kann Werkes wird im November d. J. beginnen. Verwaltungsmännern errichtet werden, sich rücksichtslos anzuschließen, so Rußland im Nothfalle mehr als 9 Millionen Mann auf die Samb. Nachr." aufs eifrigste beflissen. Sie schreiben heute: Busch'chens Sammlung von Indiskretionen zudiskreditiren, find könnte, ja so dürfte aller Voraussicht nach gar bald der Fall eintreten, daß die Arbeiter als die gutmüthigen Michel die Betrogenen wären. Das Schlachtfeld bringen. Die zweite Stelle nimmt Frank- Von einigen Blättern wird nach scharfer Verurtheilung der Denn während diese sich mit dem kommunalen Nachweis zufrieden reich mit einer beständigen Armee von 589 000 Mann Busch'schen Veröffentlichungen die Frage aufgeworfen, wie Fürst gäben, würden die Unternehmer Zeit gewinnen, eigene Nachweise zu ein, welche im Mobilisationsfalle bis 2 500 000 ver Bismarck mit einem solchen indiskreten und subalternen Mann habe errichten, ihre Position zu stärken. Die Arbeiter würden dann die mehrt werden kann. Mit der Reserve zusammen beträgt in Beziehung stehen können. Wir bemerken dazu, daß Herr Busch unangenehme Erfahrung machen, daß die Unternehmer sich unter die Größe der französischen Armee im Falle eines Krieges diese Beziehungen lediglich Lothar Bucher verdankte, dem Fürst der Hand zu Herren der Arbeitsvermittelung gemacht hätten. 4 370 000 Mann; alljährlich wird diese Ziffer um 16 000 ver Bismard jederzeit unbedingtes Vertrauen schenkte und der sich seinerDas ist die große Gefahr, die vorhanden ist, sobald die Arbeiter mehrt. Deutschland verfügt in Friedenszeit über eine Armee feits in Herrn Busch, trotz mehrfacher Warnungen täuschte. Busch war auf die Errichtung eigener Nachweise zu gunsten der kommunalen von 585 000 Mann; in zehn Tagen kann diese Armee mit Lothar Bucher, soviel wir wissen, in früheren Jahren außerhalb Deutschlands bekannt geworden, und nach unseren Informationen war Damit foll feineswegs eine Unterstützung der kommunalen Nach- mobiliſirt werden, wobei ihre Größe bis 2230 000 Mann feine Berufung 1870 ins Hauptquartier als publizistischer Mitweise für ausgeschlossen erklärt werden, aber das eine muß gesagt gesteigert werden kann; mit Hinzufügung der Reserve kann arbeiter des mobilen Auswärtigen Amtes durch Bucher veranlaßt werden: Gelingt es den kommunalen Nachweisen nicht, innerhalb der Bestand der deutschen Armee bis auf 4 300 000 Mann worden. Ebenso verhielt sich die Sache nach der Entlassung des ihres Geltungsbereiches die Unternehmer- Nachweise zum Anschluß an gebracht werden. Die beständige Armee Oesterreich- Ungarns Fürsten. Lothar Bucher war damals mit dem Ordnen der Papiere das kommunale Institut zu gewinnen, so wird es mit einer erfolg zählt 365 000 Mann; im Kriegsfalle steigt sie bis auf 2500 000 betraut, und da er diese Arbeit, namentlich wegen seines gichtischen reichen Wirksamkeit des gemeinsamen Arbeitsnachweises überhaupt Mann und mit Einberufung der Reserve bis 4000000. Italien Leidens in den Fingern, nicht allein bewältigen konnte und eines sehr rasch zu Ende sein. Aus diesem Grunde allerdings konnte erwartet werden, daß auf so daß jetzt ihre Stärke nicht 174 000 übertrifft. Im Striegsverlässigkeit und Diskretion ausgesprochen wurden. Bucher wollte diese mußte, infolge der häufigen Finanzkrisen, seine Arinee vermindern, Gehilfen bedurfte, wählte er Herrn Busch dazu aus, obwohl ihm von Mitgliedern der fürstlichen Familie ernste Zweifel an dessen Zuder Münchener Konferenz den Bestrebungen der deutschen Unternehmer falle vermag auch Italien seine Armee bis auf 1473 000 3weifel nicht gelten laffen, behauptete vielmehr, daß sie auf Wißgunst schärfer zu Leibe gegangen worden wäre. Ein einfacher Protest kann nicht genügen; es handelte sich darum, über Mittel und Wege zu be- Mann zu bringen, außerdem noch 727 000 aus der Reserve, beruhten und daß Busch vollkommen treu und zuverlässig sei. Wenn rathen, wie den Unternehmern ihre einseitigen Herrschaftsgelüfte zusammen 2200 000 Mann. Ueber die kleinste Armee in Enropa Lothar Bucher die jetzigen Publikationen feines vormaligen Schüßhätten genommen oder doch vereitelt werden können. Das ist nicht verfügt Großbritannien, welches nur 220 000 Mann im Striegsfalle lings erlebt hätte, so würde er bei seinem ausgeprägten Sinn für geschehen und darum haben die Vertreter der deutschen Arbeits- aufstellen kann; bei Hinzufügung der Reserve, der Miliz und der Reblichkeit, Diskretion und Anstand, sowie bei seiner treuen Vernachweise ihrer eigenen Institution Schwierigkeiten bereitet, die die Volontäre beträgt die britische Armee nicht über 720 000 Mann. chrung für den Fürsten zweifellos nicht einen Augenblick zögern, ste Arbeitsnachweise in hohem Grade gefährden. Den Arbeitern bleibt dienste, im Falle eines Weltkrieges können 44 250 000 Mann getäuscht habe." junge, aber bisher kräftige Entwickelung der gemeinschaftlichen Auf der ganzen Erde befinden sich 5 250 000 Mann im Militär- aufs schärffte zu verurtheilen und zu bekennen, daß er sich in Busch bei dieser Sachlage nichts anderes übrig, als den nämlichen Weg auf das Schlachtfeld gebracht werden. Hätte diese ungeheure halten, so daß die Ausreden auf den todten Lothar Bucher einfach Bismarck hat zu Busch durch drei Dezennien Beziehungen unterzu beschreiten, den das Unternehmerthum in Leipzig ein= geschlagen hat. Hieß es dort, der Arbeitsnachweis gehört Armee den Auftrag erhalten, die ganze Bevölkerung der Erde lächerlich find. Alles spricht für die Echtheit der Busch'schen Inden Unternehmern," so wird als Kampfparole von den Arzu vernichten, so entfielen auf jeden Soldaten 32 Mann. distretionen. Freilich mag manches Wort aufgezeichnet und ver beitern nunmehr der Ruf ausgegeben werden müssen: Schafft Euch Nach einigen blutigen Schlachten könnte das ganze Menschen öffentlicht sein, das im Werger und in der Aufregung gesprochen ist, eigene Arbeitsnachweise, denn der Arbeitsnachweis gehört erst recht geschlecht vernichtet werden. Die Erhaltungskosten dieser Armeen und nicht für die Veröffentlichung bestimmt war. Aber gerade diejenigen, den Verkäufern der Arbeitskraft, den Arbeitern. find in jedem Staate der Stärke proportional. So muß die mit Bismarc's Namen eine Gößenverehrung getrieben haben Trotzdem mögen die Arbeiter es nicht versäumen, wenigstens so Rußland 772 500 000 Franks jährlich verausgaben, Deutschland und treiben, dürfen sich nicht beklagen, wenn einer der Ihrigen alles weit es sich mit ihren Interessen verträgt, in enger Fühlung mit den 675 Mill., Frankreich 650 Mill., Oesterreich 432 500 000, von Bismarck Gesagte für so heilig hält, daß er es ungeprüft und fommunalen Arbeitsnachweisen zu bleiben. Weiter aber dürfen nunmehr die Arbeiter nicht gehen. Unter den heutigen Umständen fann Italien 267 250 000, Großbritannien 450 000; alle fecha ungefäubert in die Deffentlichkeit bringt. Uebrigens läßt sich so manche von Busch wiedergegebene und ihnen nicht gerathen werden, zu gunsten der kommunalen Nachweise Großmächte zusammen 4 Milliarden 230 Millionen Franks. von der Bismarck- Klique unangenehm empfundene Indiskretion die vorhandenen gewerkschaftlichen aufzugeben oder sie mit den Die russischen Militärausgaben stellen sich verhältnißmäßig am durch andere Aeußerungen des verstorbenen Reichskanzlers belegen, fommunalen Nachweisen zu verschmelzen. tönnte sich billigsten: jeder russische Soldat kostet jährlich 772 Fr. 50 Cts., so z. B. die merkwürdige Bemerkung über feine ursprünglich) bitter rächen, da die Arbeiter gar keine Garantie haben, daß die der deutsche Soldat beansprucht eine jährliche Ausgabe von 1162 Fr. republikanische Gesinnung. Im lesten Bande des von Heinrich Unternehmer nicht auch in den Gewerben, wo sie heute noch den 50 Cts., der österreichische 1175 Fr., der italienische 1535 Fr., v. Poschinger herausgebenen Bismarck- Portefeuille findet sich z. B. tommunalen Arbeitsnachweis benutzen, über furz oder lang durch der französische 1633 Fr., der englische 2045 Fr. Auf die folgende Reminiscenz: eigene Nachweise die Herrschaft der Arbeitsvermittelung an sich reißen jeden Einwohner Rußlands entfallen 6 Fr. Kriegsausgaben, Sheridan am 18. August über das Schlachtfeld von Gravelotte fuhr, Als er( Bismarck) mit dem amerikanischen General Philipp Vorsicht gegenüber den kommunalen Nachweisen ist um so ge- 10, in Italien 9, in Frankreich 18 Fr. 25 Cts., in England feine Neigungen ganz republikanische gewesen seien, doch hätten in Deutschland beträgt diese Ziffer 13 Fr., in Desterreich sagte er zu diesem unter anderem:„ daß in seinen jungen Jahren rechtfertigter, als auf dem Verbandstage in München auch eine Frage angeschnitten wurde, die im Interesse dieser Arbeitsnachweise 12 Fr. Die übrigen europäischen Länder find weniger mit Militär Familienverhältnisse dieselben unterdrückt"; auch deutete er an, wie selbst viel besser garnicht auf die Tagesordnung gesetzt worden wäre. ausgaben belastet. So betragen die Armeekosten in der Türkei er in seiner politischen Laufbahn zu der Ueberzeugung gelangt sei, werden. " werden nunmehr Desterreich. " 1 Dänemark. Unser Kopenhagen, 29. September. Die Königin Luise ist heute Morgen 51/2 Uhr verstorben. Sie war am 7. September 1817 geboren, eine Prinzessin von Hessen- Kassel. In der Stadt wehen zum Beichen der Trauer die Fahnen auf Halbmaft. Italien. Rußland. Von diesen 116 Personen befinden sich daß Deutschland noch nicht genügend vorangeschritten für den Re- Ueber einen militärischen Exzeß wird aus Gleiwit be- sich immer des Volkes in seinem Kampf gegen die aufstrebente publikanismus fei." richtet: Sonntag Nacht zogen auf dem Hüttendamm einige Soldaten Bourgeoisie bedient hat, daß aber Oranien auch immer das Bold Fleißige Bismarckforscher könnten derartige Belegstellen in Hülle unter dem Gejohle:" Wir sind Reservisten, uns kann niemand mehr im Stiche gelassen hat, wenn es auf Erfüllung der im Kampfe abund Fülle beibringen. was authun!" vom Leder, und hieben mit ihren Ballaschen auf die gegebenen Versprechungen antam. Jm 19. Jahrhundert waren die Könige Von der Umfrage über die Fleischnoth, die die„ Allgemeine friedlich ihres Weges gehenden Zivilisten ein. Mehrere der die öffentlichen Verbündeten des Bürgerthums. Nichtsdestoweniger Fleischer- Zeitung" bei den Jumungen und Schlachthof Direktionen letzteren wurden verwundet, darunter der Malermeister Noczet war Hoch Oranien!"( Oranje boven) immer das Losungswort für das veranstaltet hat, haben wir bereits wiederholt Semitniß genommen. fo fchwer, daß er ins Krankenhaus übergeführt Bolt in seiner Hoffnung auf Verbesserung feiner Lage. " Allgemeine Fleischer- Zeitung" bringt jetzt den Schluß werden mußte. Redner meinte, daß die Aufklärung des Volkes dieses Losungswort ihres Berichtes über die Ergebnisse der Umfrage. Nachdem Reaktionäre Blätter pflegen jede Ausschreitung von Arbeitern durch das„ Hoch die Sozialdemokratie!" ersetzen solle. in den voraufgegangenen Artikeln die verderblichen Wirkungen der Arbeiterbewegung anzuterben. Wollen sie nun den Militarismus Ein liberaler und ein radikaler„ Arbeiter" bezeugten darauf der Grenzsperren und Einfuhrbeschränkungen auf die Fleisch für die Gleiwizer Borkommnisse verantwortlich machen?- ihre Königstreue, was stürmische Bravos in der Kammer hervorrief. versorgung, das Fleischergewerbe und die verbrauchende Be- Ein Erlaß des bayerischen Justizministers, der in Juristen- Der Ministerpräsident, Finanzminister Pierson, bedauerte, daß der völkerung, die Passiva des Grenzschlusses, behandelt waren, freisen berechtigtes Aufsehen macht, bestimmt, daß in Zukunft mit fozialistische Abgeordnete eine Mißstimmung in die allgemeine Bedie von den Agrariern in Rechnung ge- Rücksicht auf die durch die Einführung des neuen Bürgerlichen Gesetz- geisterung gebracht hätte. Auf eine Widerlegung der geübten Kritik ftellten vermeintlichen Aktiva, der Schuß und die Hebung der heimischen buches und anderer neuer Justizgeseze den Kollegialgerichten, ins- ließ man sich jedoch wohlweislich nicht ein. Viehzucht und die Bekämpfung der Wiehseuchen einer Prüfung unter besondere aber den Landgerichten erwachsenden Geschäftsaufgaben Die Adresse an die Königin wurde gegen die sozialistische zogen. Dabei ergiebt sich, daß, wenigstens was die Schweine betrifft, nur jene Richter für die Stelle von Landgerichtspräsidenten in be- Stimme gutgeheißen. die deutsche Landwirthschaft weder gegenwärtig, noch in absehbarer Zeit tracht tommen sollen, die das 60. Lebensjahr noch nicht überschritten im stande ist, den Bedarf der deutschen Bevölkerung allein ohne Zufuhr haben. vom Ausland zu liefern. Schon der Fleischmangel während der Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. SchmiedeSperrzeit beweise die Unfähigkeit der deutschen Landwirthschaft, dies meister Genosse Mertinat, Welnabalis, Kirchspiel Rautenberg, ist am zu leisten. Es fehlen ihr auch die thatsächlichen Boransfeßungen für Mittwoch, den 2. September, von der Straffammer in Tiljit wegen die Uebernahme und Ausführung einer solchen Aufgabe, das Vich- Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Die material, das Futter, die Viehzucht und Mast im großen, aus Majestätsbeleidigung soll er begangen haben, indem er in Gegengedehnte Weideplätze u. a.; außerdem sei der gute Wille dazu bei wart des Besizers Simoneit das auf einer Zigarrentiste befindliche Den deutschen Landwirthen nicht vorhanden, weil die Pflege Bild Wilhelms II. nichtachtend behandeltrinat zu Majestäts- November einberufen werden. Rom, 29. September. Die Konferenz zur Berathung gemein anderer landwirthschaftlicher Erzeugnisse mußbringender sei, und bei der, nebenbei gefagt, ben Genossen Mlt habe. Dieſer Herr Simoneit, samer Abwehrmaßregeln gegen die Anarchisten soll zu Anfang erst vermehrter inländischer Viehproduktion die Viehpreise zum Sinten beleidigung angereizt haben soll, hatte dann nichts Eiligeres zu thun, kämen. Wenn die Agrarier auf eine ferne Zukunft verwiesen, in der als den Denunzianten zu spielen. Er war auch bei der Verhandlung die deutsche Landwirthschaft allen Ansprüchen zu genügen im stande der einzige Belastungszeuge sein würde, so sei dies unter allen Umständen ein schwacher Trost Aus Petersburg ist uns ein Verzeichniß der gegenwärtig in für die jetzt darbenden und hungernden Magen der deutschen Bediefer Stadt aus politischen Gründen in Untersuchungshaft befind= völkerung. Wien, 28. September. Die„ Neue Freie Presse" meldet: Der lichen Personen zugestellt worden. Im Untersuchungsgefängniß beDie Gefahr der Einschleppung von Viehseuchen berfassungstreue Grundbesitz meldete heute bei dem Präsidenten des finden sich laut diesem Verzeichniß unter Anklage, politische Bergehen 1 Maler, 1 Bedurch das ausländische Vich wird als ein Schein und Trugbild ent- Abgeordnetenhauses einen Dringlichkeitsantrag an, in welchem die begangen zu haben, 86 Männer( darumter amter, hüllt. Die Viehseuchen hätten in großen Theilen Deutschlands seit Regierung aufgefordert wird, die mit der ungarischen Regierung ge4 Aerzte, 1 Chemiker, 1 Statistiker, 2 Ingenieure, troffenen Vereinbarungen über den Ausgleich dem Abgeordneten- 9 Studenten, 49 Arbeiter und 18 unbekannter Lebensstellung) der Grenzsperre nicht abgenommen, sondern stellenweise sogar hause bekannt zu geben. Zugleich wird der Antrag gestellt, die Aus- und 30 Frauen( darunter 1 Lehrerin, 1 Frau eines Arztes, in verstärktem Maße gewüthet, obgleich die veterinär polizeilichen Anordnungen zur Verhütung und Einengung der gleichsvorlagen mögen sofort und vor allen übrigen Dringlichkeits- 2 Waffenrinnen, 5 Arbeiterinnen, 7 Studentinnen und 14 unanträgen in Berathung gezogen werden und das Haus möge sofort bekannter Lebensstellung). Seuchen im Juland in den letzten Jahren, also während der in die erste Lesung des Ausgleichs eintreten. Dieser Dringlichkeits. in Untersuchungshaft seit Dezember 1896 1, seit der ersten Hälfte Sperrzeit, verschärft ſeien und, was wichtiger sei, ihre Befolgung antrag ist der erste angemeldete und kommt morgen als erster An- des Jahres 1897 15, feit der zweiten Hälfte 1897 6. feit Januar viel sorgfältiger überwacht werde; in den oberschlesischen Einfuhr- trag zur Verhandlung. Schlachthöfen dagegen sei der Gesundheitszustand der eingeführten 1898 10, März 16, April 4, Mai 20, August 37( die Zeit der Thiere ein guter und bessere sich mit jedem Jahre, weil vom AusWien, 29. September. Abgeordnetenhaus. Unter den Festung befinden sich gegenwärtig 15 Männer Verhaftung der übrigen ist unbekannt). In der Peter- Paulsund zwar: Tande selbst eine strenge Kontrolle geübt werde. Das sei ein Beweis Vorlagen befinden sich die Ausgleichsvorlagen, darunter das Gesetz eit März 1897 Nikolai Baumann, seit Januar dafür, daß die Seuchenteime im heimathlichen Boden liegen und betreffend die Einlösung der Staatsnoten, das Gejezz, wodurch die Jakob Andrejew( Arbeiter) Januar 1898 nicht vom Auslande hereingebracht würden. Im übrigen sei hier die Regierung zum Abschluß eines Zoll- und Handels- Bündnisses mit Nikolai Bulitsch, Peter Gussew, Wladimir Wosneffenski und seit März Teßler( aus Kiew), verkehrte Welt, die Beweislast ganz und gar verschoben. Man ver- Ungarn ermächtigt wird, die Verordnung betreffend die Aufhebung Melnikow( alle vier Statistiker), Andrei Suchanow, seit Mai Jewsejew lange den Nachweis, daß das ausländische Vieh nicht schuld an der Geschworenen- Gerichte in Galizien sowie die auf grund von( Arbeiter der Kolpin'schen Fabrit), seit Juli 1898 Andrei Evow( der unseren Seuchen sei, während doch der Regierung, wenn sie die§ 14 erlassenen Verordnungen. Der Finanzminister bringt neuer im März verhaftete Redakteur der Zeitung Sibirien"), seit August vertragsmäßig freie Grenze schließe, die Pflicht obläge, die Noth- dings den Staatsvoranschlag für 1898 ein. die fünf bereits im Vorwärts"( Nr. 227) genannten Personen. wendigkeit dieser Maßregel durch greifbare und eklatante Thatsachen zu Es werden weitere Dringlichkeitsanträge eingebracht, welche Außerdem befinden sich in dem Krankenhause des heiligen Nikolaus gründen. Aber ihr genüge einfach die Feststellung einer Seuche im sich auf den Ausgleich mit Ungarn und die sofortige Aufhebung( einer Anstalt für Geisteskranke) seit Juni 1898 Ilja Frolow( TechAuslande, um dauernd die Sperre zu verhängen. Mit recht wird des§ 14 des Staatsgrundgesezes beziehen. Der Dringlichkeitsnologe, in Haft feit Februar 1898); seit Juli Wassili Krasnoumow von der Allgemeinen Fleischer- Zeitung" betont, daß, wenn in antrag Lueger, Geßmann, Liechtenstein bezeichnet den Aus=( Arbeiter der Kolpin'schen Fabrik, verhaftet im Mai 1898), Feodor gleicher Weise innerhalb Deutschlands beim Ausbruch einer Seuche gleich als absolut unamnehmbar und fordert die Regierung Sejatkow( Arbeiter, verhaftet im August 1897), Georg Charisomenow fofort der Sperrbalken niedersausen und dauernd niederbleiben sollte, zu neuen Verhandlungen mit der ungarischen Regierung auf.( Stud., verhaftet im Mai 1898), Schivezzow, seit unbekannter Zeit schon längst aller Viehverkehr bei uns hätte aufhören müssen. Bareuther, Hohenburger und Genossen, ferner Sylvester und Bareuther Rappoport. Von allen für die Grenzsperre ins Feld geführten Gründen be- verlangen dringlich die Aufhebung der Sprachenvervrdnungen. Eine stehe also vor genauer Prüfung allein der flingende Grund der große Anzahl in voriger Session eingebrachter Anträge wird aberAgrarier, die Rücksicht auf die agrarische Geldkaze. Unter diesen mals eingebracht, darunter die Versetzung Badeni's in den AnklageUmständen muß es für ebenso unverantwortlich wie für zustand wegen der Vorgänge am 29. November vergangenen Jahres uuklug von feiten der Regierung gelten, die Dinge und wegen der Angelegenheit der Reichswehr". Kaiser, Hoffmann ihren Verderben bringenden Gang weiter gehen zu lassen. und Genossen beantragen die Versetzung des Grafen Thun und der Das wünschenswerthefte wäre natürlich, daß die Grenzen, so lang wie Regierung in den Anklagezustand wegen Erlassung von Verordnungen zu beantragen. fie find, selbstverständlich unter strengster Kontrolle des einzuführenden an stelle von Gesezen, wegen Aufrechterhaltung dieser Verordnungen Von Kreta. Aus Kanea wird der Intern. Corresp." ge= Viehs, für die Einfuhr freigegeben werden, und dafür erklärt sich tro mangelnder Zustimmung des Reichsrathes, wegen Mißbrauches meldet: Bezüglich der Ermordung des britischen Bizeauch in der That der größte Theil der Antworten. Ein anderer des§ 14 zur Beseitigung der Rechte des Reichsrathes sowie wegen onsuls Kalotaerino ist festgestellt, daß diese That auf Theil hält die plötzliche uneingeschränkte Oeffnung der Grenzen beabsichtigter Durchführung des Ausgleichs tros der darin ent- unmittelbare Veranlassung eines einflußreichen Muhamedaners, für zur Zeit nicht durchsetzbar und auch nicht einmal empfehlens- haltenen dauernden Belastung Desterreichs auf grund des§ 14 und Ismael Bey, verübt wurde. Ein Diener des letzteren hatte werth, weil sie wegen der Möglichkeit einer dann vielleicht ein- wegen der sich daraus ergebenden Verfassungsverletzung. sich durch ein seitliches Fenster in das Haus eingeschlichen, tretenden Ueberschwemmung Deutschlands mit ausländischem Vich Wicu, 29. September. In der heute Nachmittag stattgehabten und von Innen die Hausthür geöffnet, durch welche fünf und eines jähen Sturzes der Viehpreise die Gefahr einer erneuten Konferenz der Obmänner der Linken sprach sich der größte Theil bewaffnete Muhamedaner, unter diesen der Bey selbst, Sperre in fich berge und verlangt, daß die Grenzen zunächst für die der Obmänner dafür aus, auf die erste Lesung der Ausgleichsvorlage eindrangen. Ein Diener des Konsuls, welcher Widerstand zu leisten Einfuhr von lebendem Vieh, insbesondere von Schweinen, zur so- einzugehen. versuchte, wurde niedergestochen, worauf das übrige Gesinde entfloh fortigen Abschlachtung in den Schlachthöfen geöffnet werden. Dieser Die Regierung hat heute dem Abgeordnetenhaus sämmtliche und den Konsul, der unverheirathet war, allein ließ. Die bescheidenen Forderung werde sich hoffentlich auch die Regierung Ausgleichsvorlagen auf grund der zu§ 14 erlassenen feiserlichen Muhamedaner stürzten sich dann auf Kalokaerino los und verauf die Dauer nicht widerseßen. Verordnung, sowie das Budgetprovisorium unterbreitet. Die tümmelten denselben in gräßlicher Weise. Dies wurde nach zwei heutige Sigung verlief trotz der überall bemerkbaren Erregung Tagen festgestellt, als man die Leiche unter den Trümmern ruhig. des in Brand gesteckten Hauses hervorsuchte und daran erdaraus alle Werthfachen geraubt, sowie gegen 25 000 Franks baares fannte, daß dem Konsul die Hände und ein Bein abgeschnitten worden waren. Die Mörder hatten, ehe sie das Haus anzündeten, Geld. Wie die Dienerschaft des Konsuls mit großer Bestimmtheit anzugeben weiß, hatte Kalofaerino furz vorher größere Summen Muhamedaner bestimmt waren. Charakteristisch ist nun, daß halten, die teilweise sogar zur Bertheilung an nothleidende Ismael Bey trotz der unwiderleglichsten Schuldbeweise noch immer nicht den englischen Admiral ausgeliefert wurde; auch von dem geraubten Gelde konnte angeblicherweise bisher noch nichts gefunden Afrika. Die Hoffmung, welche die Allg. Fleischer- 8tg." ausspricht, dürfte so leicht nicht erfüllt werden. Die Berl. Pol. Nachr." fündigen bereits an, die neueren Beobachtungen hätten zu dem Ergebniß geführt, daß zur Zeit eine Verminderung der Schußzwehren gegen die Einschleppung von Viehseuchen aus dem Auslande nicht angängig ist, sofern man nicht aufs neue Seuchengefahren über den Vieh bestand der deutschen Landwirthe heraufbeschwören will." Ungarn. In den Kreisen der Rechten des Abgeordneteshauses wird die Nach Wien, 29. September. Das„ Neue Wiener Abendblatt" meldet: richt verbreitet, daß Handelsminister Dr. Bärnreither heute offiziell seine Demisfion überreicht habe. Der Schritt des Handelsministers stche mit der Haltung des Kabinets gegenüber dem Antrage des Eine Organisation des ländlichen Arbeitsnachweises in verfassungstreuen Großgrundbefizes in Zusammenhang. Offiziell der Provinz Oftpreußen ist vom Vorstand der Landwirthschafts- wird die Nachricht nicht bestätigt. tammer beschlossen worden. Es soll ein besonderer Ausschuß eingesetzt werden, dem folgende Aufgaben obliegen: A. Beschaffung von 1. Landwirthschaftsbeamten, Meierinnen, Budapest, 29. September. Heute begann die Schlußverhandlung Wirthschafterinnen 2c.; 2. Schweizern, Vorarbeitern 2c.; gegen die Tagelöhner Muzsik, Hartmann und Kovacs wegen an3. landwirthschaftlichen Arbeitern, Instleuten 2c., sowohl geblicher Verschwörung gegen das Leben des Kaisers inländischen als ausländischen. In Verbindung mit einer in Franz Josef. Im Laufe der Verhandlung ergab sich, daß die Königsberg zu errichtenden Zentral- Nachweisstelle find den Angelegenheit in nichts zusammenschrumpft. Die An Bedürfnissen entsprechend Filialen in anderen Theilen der geklagten erklärten, sie hätten wohl davon gesprochen, aber nie im Provinz ins Auge zu fassen. Ernst an die Ausführung der That gedacht, hierzu feien sie viel zu B. Der Ausschuß hat sich ferner mit allen Fragen betreffend feige. Sie hätten niemals in der Nähe der Margarethen- Brücke Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in der eine Dynamitmine gelegt und könnten überhaupt mit Dynamit gar Provinz zu beschäftigen, ebenso mit Bekämpfung des Kontrakt- nicht umgehen. bruches und mit anderen Fragen des Rechtsschutzes. C. Bearbeitung aller die Arbeiterversicherung betreffenden Fragen. D. Gesundung des Gefindevermittelungswesens. E. Förderung von Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen. F. Anerkennung treuer ländlicher Arbeiter durch Verleihung von Prämien. Die Konservative Korrespondenz" begrüßt die Initiative des Vorstandes der ostpreußischen Landwirthschaftskammer mit heller Freude und wünscht, daß sie in den übrigen Provinzen, die gemeinfam noch erfolgreicher vorgehen könnten, alsbaldige Nachahmung" finden mögen. Während sich so jene Attentatsnachricht endgiltig als Humbug erweist, wird bereits eine neue ausgesprengt, die sich jedenfalls als ebenso windig herausstellen wird. Es wird nämlich berichtet: In Orsova wurde ein Mann verhaftet, gegen welchen mehrere Anzeichen vorliegen, daß er ein Attentat auf den König Karl von Rumänien unternehmen wollte. Derselbe war im Besize eines auf den Namen Milos Demetrovics lautenden, vermuthlich falschen Passes. Bei dem Verhafteten, der schon früher der Orsovaer Polizei signalisirt war, wurden ein Fläschchen mit Gift, ferner ein Dolch und verschiedene andere Waffen gesunden. Frankreich. Türkei. H Konstantinopel, 29. September. Wie verlautet, soll der Sultan geneigt jein, die angeregte Konferenz gegen die Anarchisten zu beschicken und die Anwendung der zu beschließenden Maßregeln auch gegen das jungtürkische und gegen das armenische Komitee werden. Zur Endanfrage. Aus London wird berichtet:„ Times", Standard" und andere Blätter protestiren gegen die Absicht der französischen Regierung, Marchand's Depeschen abzuwarten, bevor fie Schritte in der Faschodafrage thue, weil diese Depeschen unmöglich den Thatbestand des Falles berühren könnten. Die Blätter verweisen daher abermals auf Grey's Erklärung vom Jahre 1895. Nach einer Meldung des„ Daily Telegraph" aus Kairo nahm General Hunter jenseits Senaar drei Kanonenboote. Kitchener kehrt um die Mitte Oftober nach England zurück. Dasselbe Blatt schreibt, in offiziellen Kreisen werde erklärt, der Schat des Khalifen, welcher in der Wüste verborgen war, sei gefunden und nach Kairo befördert worden, er betrage 10 Millionen. „ Daily Chronicle" meint, wenn Marchand Faschoda verlassen haben werde, dürfte die englische Regierung wahrscheinlich die Neutralität des ganzen Nils zugestehen. Dasselbe Blatt berichtet aus Kairo, das Grab des Mahdi sei geöffnet, fein Körper in den Nilg ge= worfen und sein Haupt nach Kairo gesandt worden, um Pilgerzüge nach dem Grabe zu verhindernt. Aften. Ueber die Lage in Peking liegen folgende Nachrichten vor: Gesandte Macdonald vor den Tsung- li- Yamen berufen worden Morning Post" meldet aus Shanghai, daß der britische und befragt sei, wozu die englische Flotte im Golf von Pefing konzentrirt sei. Der englische Gesandte erklärte, es geschehe dies zur Wahrung der englischen Interessen. Die englische Flotte liegt der russischen gerade gegenüber. Eine Berbesserung der ländlichen Arbeitsnachweis- Verhältnisse ist gewiß sehr dringend. Das private Vermittelungswesen verursachte mit einem Rathe des Rajiations hofes, welcher die An Paris, 29.'September. Der„ Matin" veröffentlicht ein Interview bisher beiden Theilen, Unternehmern und Arbeitern, vielerlei Ungelegen ficht äußerte, daß die Kriminalfammer des Kajsationshofes sich heiten und unnöthige Kosten. Jedoch wird die Organisation des Arbeits- nicht für die Revision werde aussprechen können, da sie in Wie den„ Times" aus Peling gemeldet wird, fordert ein kaiser nachweises durch die Landwirthschaftskammern, die Interessenvertretungen des Junkerthums, die Landarbeiter nur vom Regen in den Dreifus- Akten nicht die erforderlichen Elemente finden dürfte. liches Edift, in welchem die zunehmende Unpäßlichfeit die Traufe bringen. Ja, es ist zu befürchten, daß es sich dabei in Biel einfacher wäre es gewefen, wenn die Annullirung des des Kaisers beklagt wird, die Gouverneure der Provinzen auf, der Praxis hauptsächlich um eine auf großem Maßstabe einzurichtende urtheils verlangt worden wäre. Es würde dann die Feststellung die besten Aerzte nach Peking zu senden. Herbeiführung billiger ausländischer Arbeitsträfte mittelt worden seien. Aber man wollte offenbar das vermeiden und genügen, daß dem Kriegsgericht geheime Attenstücke überHandeln wird." diejenigen schonen, welche diese Ungeseglichkeit begingen. Etwas aus dem Reiche Köller's. Aus Kiel wird uns geschrieben: Welche Maßnahmen die Kieler Polizei unter der Belgien. Direktion des Herrn v. Puttkamer anvendet, um die Gewerk Brüffel, 29. September.( Magdeb. Zeitung".) Die" Indépen schaften zur Einreichung von Mitgliederlisten zu ver- dance belge" erklärt die internationale 8udertonferenz anlassen, lehrt folgender Vorfall. Der Verband aller im Handels- für end giltig gescheitert, da Frankreich und Rußland jedes verkehr und Transportgewerbe beschäftigten Arbeiter beabsichtigte Bugeständniß verweigern. ein Stiftungsfest abzuhalten und wurde dieses bei der Polizeibehörde wie üblich, angezeigt. Eines guten Tages erhielt nun der Borsigende Sonntag Die Brüffeler Sozialdemokraten veranstalten am nächsten eine Demonstration gegen des Verbandes von dem Polizeipräsidenten v. Buttkamer die über politischen und gewerkschaftlichen Vereinigungen der Hauptstadt und den Militarismus. Die raschende Mittheilung, daß das Vergnügen nur dann abgehalten Bororte werden sich in großer Anzahl daran betheiligen. werden dürfe, wenn die Mitgliederliste des Verbandes eingereicht sei. Bekanntlich haben fast sämmtliche Gewerks Niederlande. Diese lettere Nachricht widerspricht der gestrigen, welche besagte, daß die englische Flotte bereits wieder nach Weihaiwei abgedampft sei. Amerika. ordnete an, daß die Kriegsschiffe" Oregon"," Jowa" und" Buffalo" Ans New- York meldet die Frankfurter 3tg.": Der Präsident binnen 60 Tagen vor Manila sein müssen. Aufstand in Jamaica, der werthvollsten englischen Kolonie in Westindien. Nach einer Depesche des„ New York Herald" aus Kingston auf Jani aica haben sich die Mestizen in dem Küstengebiete empört und sich der Grundstücke der Engländer bemächtigt, welche in die Stadt fliehen. Die Regierung trifft Maßregeln, um die Unruhen schaften Kiels die Anforderung der Polizei, Mitgliederlisten Amfterdam, 27. September.( Eig. Ber.) Bei der Berathung einzureichen, abgelehnt. Durch diesen neuen Koup will man offenbar der Adresse zur Beantwortung der Thronrede hat der sozialistische die Gewerkschaften zur Einreichung der Mitgliederlisten zwingen. Abgeordnete Troelstra scharfe Kritik geübt an dem Passus, worin Man tann wohl sagen: Die Findigkeit der Polizei im Reiche Köller gefagt würde, daß Oranien das Symbol der nationalen Einheit ist. wird immer döller". Er führte aus. daß das Haus Oranien in früheren Jahrhunderten zu unterdrücken. Partei- Nachrichten. Erste Konferenz des Verbandes deutscher Arbeitsnachweiſe. werde man die Arbeiter nicht vom Zuge nach der Stadt abhalten wollten aber feinen orbentlichen Lohn zahlen. Mit Belehrung An die Vertrauensmänner des Kreises Teltow Beeskow: München, 27. September 1898. Stokow- Charlottenburg. Der Unterzeichnete ersucht die Parteifönnen, denn sage man ihnen die Wahrheit, so müsse man ihnen Der Verband deutscher Arbeitsnachweise hielt heute hier seine sagen, daß es in der Stadt für sie besser ist. Auch von den genossen, die Versammlungen für die Berichterstattung vom Partei- erste Konferenz ab, hatte aber nicht nur seine Mitglieder dazu ein- Instruktionsstunden beim Militär verspreche er sich nichts, denn es tage, sowie die Wahl der Vertrauensmänner bis Sonntag, den 23. Oktober, geladen, sondern den weiten Kreis von den Personen und Körper- tönne vorkommen, daß ein Lieutenant sehr wenig von den länd= zu vollziehen. Während der Dauer des Parteitages sind dies- schaften, die sich für die Institution der gemeinnützigen, von den Ge- lichen Verhältnissen verstehe, selbst wenn er der Sohn eines Gutsbezügliche Anfragen an Quitt in Rigdorf, Pannierstraße 62, zu meinden ins Leben gerufenen Arbeitsnachweise interessiren. So war befizers ist. Schildere aber ein Unteroffizier den Leuten die Verrichten. W. Eberhardt, Kreisvertrauensmaun. denn der Saal des alten Münchener Nathhauses heute früh bei hältnisse auf dem Lande als rosig, so werde der Soldat sagen: Aus Kopenhagen wird uns geschrieben: Der Parteigenosse Eröffnung des Kongresses dicht gefüllt. Zu den Erschienenen zählten Herr Unteroffizier, warum sind Sie denn beim Militär geblieben Peter Holm ist, wie telegraphisch mitgetheilt wird, im Gefängniß auch eine Anzahl von Parteigenossen; so hatten die Gewerkschaften und nicht auf das Land zurückgekehrt? Und der Unteroffizier werde gestorben. Holm war 1848 als Sohn eines Instmanns geboren, er Münchens mehrere Vertreter, unter ihnen den Arbeitersekretär sagen müssen: Weil es mir als Unteroffizier besser gefällt, wie als lernte das Schneiderhandwerk und kam 1871 als Gefelle nach Kopen- Johannes Timm entsandt; auch aus Frankfurt a. M. war ein Ochsenknecht.( Heiterkeit.) Er meine, die Arbeitsnachweise könnten in hagen. Er war einer der Ersten und Begeistertsten, die sich der von sozialdemokratischer Delegirter in der Person des Mitgliedes der der beregten Frage sehr wenig thun und den Landwirthen nur Pio hervorgerufenen sozialistischen Bewegung anschlossen. Nach Aufsichtskommission des Arbeitsnachweises Ernst Dominé an fagen: Bezahlt, dann werdet ihr auch Arbeiter bekommen! Bio's Verhaftung 1872 und der Aufhebung der Internationale" wesend. Von den sonstigen Gästen seien Professor Lujo Grendte, Vertreter der brandenburgischen Landwirthschaftswar er besonders thätig für Begründung von Fachvereinen. Als 1876 Brentano und der ehemalige Handelsminister Freiherr von tammer, empfahl, die Arbeiter durch Gewährung eines kleinen Eigeneine neue sozialdemokratische Partei gegründet wurde, war er unter Berlepsch genannt. thums an die Scholle zu fesseln, ihnen auch ein bischen Selbstden ersten Leitern derselben. 1879 ließ er sich als Schneidermeister nieder, Den Vorsitz führte der Vorsitzende des Berliner Zentral- Arbeits- verwaltung einzuräumen. um sich die nöthige selbständige Stellung zu schaffen. Seit dem Jahre nachweises Dr. jur. Richard Freund. Er betonte die Nüglichkeit Schirmer, Vertreter der katholischen Arbeiter Münchens, 1884 vertrat er den fünften Wahlkreis Kopenhagens im Parlament. des unparteiischen Charakters der Arbeitsnachweise, der unbedingt forderte höhere Löhne und bessere Behandlung für die Landarbeiter. Er war ein ausgezeichneter Redner und Agitator. Agitator. Tiefe gewahrt bleiben müsse, sowohl den Unternehmern wie den Arbeitern Mit der Bevorzugung der einheimischen Arbeiter bei der ArbeitsTrauer rief es unter den Parteigenossen hervor, als er durch sein gegenüber, und schloß seine Ausführungen mit einem ausdrücklichen vermittelung sei er einverstanden. zweideutiges Verhältniß zu den Geschäften der Kopenhagener Protest gegen den neulichen Beschluß der von dem Hamburger Raith aus München, Delegirter des Gewerkschaftsvereins, Kommunalverwaltung zum ersten Male ihr Vertrauen getäuscht hatte. Arbeitgeberverband angeregten Arbeitsnachweis- Konferenz in Leipzig, sprach sich gegen diese Bevorzugung aus, denn was ſei„ einheimisch?" Nun aber, nachdem er im Gefängniß gestorben ist, ehe noch das Gericht wonach der Arbeitsnachweis allein in den Händen der Unternehmer Gar viele Arbeiter könnten das Heimathsrecht in den Städten nach seinen Spruch gefällt hat und es ist mehr als zweifelhaft, ob er über- ruhen soll. 20jähriger Anwesenheit nicht erwerben, weil es zu theuer sei. Er haupt verurtheilt werden könnte! nun wird die Partei, für die er Der erste Punkt der Tagesordnung: Geschäftliche Mittheilungen, verlange volle Koalitionsfreiheit für die ländlichen Arbeiter, dann so viele Jahre gearbeitet und gekämpft hat, ihm ein würdiges Be- wurde einer am folgenden Tage zusammentretenden Versammlung, würden sie aus sich heraus schon zu besseren Lohnbedingungen gräbniß bereiten. Sein Leichnam, der am Dienstag Abend von der an der nur Verbandsmitglieder theilnehmen, vorbehalten. tommen. Der landwirthschaftliche Großbetrieb habe sich sozusagen Gefängnißverwaltung ausgeliefert wurde, wird Sonntag, den 2. Ot- Bum zweiten Punkt der Tagesordnung:" Was können schon zum industriellen Betriebe entwickelt. Den neuen Berhälttober, bestattet werden. Es find große Vorbereitungen zu einer die Arbeitsnachweise dazu beitragen, der Land- nissen müsse Rechnung getragen werden. Der Arbeiter habe aber Trauerdemonstration getroffen. wirthschaft Arbeitskräfte zu erhalten und zuzu kein Koalitionsrecht, dafür besize der Arbeitgeber sogar noch das führen?" sprachen zunächst drei Referenten. Züchtigungsrecht. So lange solche Zustände herrschten, dürfe man fich nicht wundern, wenn der Arbeiter nach der Stadt gehe, wo er sich als freier Mensch fühle. Damit war dieser Punkt erledigt. Holm ist im Gefängniß einer Lungenentzündung erlegen. Die gesammte dänische Presse ohne Unterschied der Parteistellung tadelt Der erste Referent, Rath Dr. Neumann aus Hamburg, hielt die Justizbehörden, daß sie ihn ins Gefängniß warfen, obwohl es, ein Referat, das unsere Junker jedenfalls mit Begeisterung angehört wie schon gesagt, mehr als zweifelhaft war, ob die Art feines Ver- hätten. Er stellte es sozusagen als die Hauptaufgabe der städtischen gebens in das Gebiet des Strafrechts falle. Das Blatt„ Sjöben- Arbeitsnachweise hin, die Noth an landwirthschaftlichen Arbeitern Des weiteren unterhielt man sich über Arbeitsnachweis havn" schreibt in seinem Nekrolog:" Das Ergebniß der langen Haft beseitigen zu helfen. Er bestritt eigentlich, daß es den Arbeitern statist it. Referenten waren Dr. Bleicher aus Frankfurt a. M. ist für uns der schlagendste Beweis für die Thatsache, daß unsere auf dem Lande schlechter gehe als in den Städten, meinte, die und Jastrow aus Berlin. Beide hoben die hohe Bedeutung einer Rechtspflege in einer standalösen Verfassung sich befindet." Wohnungen auf dem Lande seien im Gegentheil besser als die guten Statistik des Arbeitsmarktes für alle Interessenten hervor und Der deutschen Sozialdemokratie hat Peter Holm im Jahre 1888 Schlafstellen in der Stadt. Als Hauptursache des Abzugs der ersuchten um Erleichterung der statistischen Aufnahmen durch die einen sehr wichtigen Dienst geleistet, indem er zum Zustandekommen Arbeiter vom Lande nach der Stadt führte er den Aufschwung der Arbeitsnachweise bei der Geschäftsführung. und Gelingen des Kopenhagener Parteitages hervorragend mit bei- Industrie und den Niedergang der Landwirthschaft an. Ginge es Stadtrath Berghauß aus Köln nahm in der Diskussion Getrug. Wie die dänische Bruderpartei, so begleitet auch die Sozial- der Landwirthschaft besser, so werde sie ihren Arbeitern auch mehr legenheit, noch einmal gegen die Aeußerung des Arbeitgeber- Ver= demokratie Deutschlands das tragische Ende des hochbegabten Mannes bieten. Es müßten also politische Maßnahmen getroffen bandes zu gunsten der Arbeitgebernachweise zu protestiren. Die mit aufrichtigem Bedauern. werden, welche der Landwirthschaft einen Aufschwung zu Herren, die da in Leipzig zusammengekommen, seien Vertreter der verleihen geeignet sind. Er berief sich dabei auf den Großindustriellen gewefen. Trotzdem hätten sie auch im Namen der Fürsten Bismarck, herren gesagt habe, sie sollten stets bedenken, daß Handel und ſizender er, Redner, sei, stünden aber nicht auf ihrem Standpunkt. einmal den Hamburger Handels- des Kleingewerbes gesprochen. Die Gewerbevereine, deren VorIndustrie ohne eine gesunde Landwirthschaft nicht zur Blüthe ge- Er bedauere, daß die Herren Großindustriellen den gefunden Auflangen können. Seine Ansichten legte er in folgenden Thesen wuchs der gemeinnüßigen Arbeitsnachweise gehemmt und gefährdet hätten. Die Hinzuziehung der Arbeiter habe sich überall trefflich Es empfiehlt sich: bewährt. Er möchte in Köln von den neun Arbeitern in der Werwaltung des Arbeitsnachweises keinen einzigen missen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. nieder: Zu der überaus harten Verurtheilung des polnischen Kolporteurs Dylong aus Königshütte durch das Landgericht in Beuthen wird uns geschrieben: Dylong war angeklagt wegen Vergehens gegen § 131 Str.-G.-B., begangen durch die Verbreitung eines an das polnische Volt gerichteten Wahlflugblattes, desselben Flugblattes, weswegen Morawski in Posen zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt wurde. Gegen Dylong wurde unter Ausschluß der 1. Die Vermittelung von Arbeitskräften für die Landwirthschaft Oeffentlichkeit verhandelt, das Urtheil lautete auf, wie schon dies schon geschehen ist, weiter auszugestalten. Für landwirthschaft- bei der Arbeitsvermittelung. Der Referent Geh. Oberin den Geschäftskreie der Arbeitsnachweise aufzunehmen und soweit Der nächste Punkt betraf die Frage der Gebührenfreiheit mitgetheilt, anderthalb Jahr Gefängniß! In der mündmitgetheilt, anderthalb Jahr Gefängniß! In der mündliche Arbeiten sind vorzugsweise vom Lande zugezogene, gelernte finanzrath Fuchs aus Karlsruhe trat warm für die Gebührenlichen Urtheilsbegründung wurde hervorgehoben, daß durch das Flugblatt das Parlament, die Minister und die Steuerbehörden beleidigt landwirthschaftliche Arbeiter auszuwählen. Zu vorübergehender freiheit ein und auch in der Diskussion wurde dieselbe befürwortet, seien; dem Parlament sei vorgeworfen, daß es nur für die Wohl- Thätigkeit auf dem Lande können unter besonderen Verhältnissen ausgeschlossen sei die Erhebung von Gebühren jedenfalls für die Arbeiter. habenden arbeite, den Ministern und den Steuerbehörden, daß sie auch städtische, ungelernte Arbeiter verwandt werden. Da die Zeit des Festessens gekommen war, fielen die weiteren ihre Pflicht nicht erfüllten. Dylong's Handlungsweise sei gemeinPunkte der Tagesordnung unter den Tisch. gefährlich, seine Heßereien würden zu Szenen führen, wie sie jüngst in Genf erlebt worden seien. Wegen Fluchtverdachts wurde Dylong sofort verhaftet. Boziales. 2. Bei der Vergebung von Arbeit in den Städten die Einheimischen vor zuziehenden grundsäglich zu bevorzugen. gebung die Ueberfüllung des Arbeitsmarktes in einzelnen Gewerben 3. Der Presse, insbesondere den Lokalblättern der näheren Umrechtzeitig mitzutheilen, um übermäßigen Zuzug einzuschränken. 4. Zur Ausgestaltung der landwirthschaftlichen Vermittelung eine Verbindung mit den Behörden, landwirthschaftlichen Vereinen und Arbeitsnachweisstellen der näheren Umgegend anzustreben." Sturm aus München bedauerte das im Namen sämmtlicher etwas mehr und dem Vergnügen etwas weniger Zeit widmen. Mitglieder der Gewerkschaften. Man möge in Zukunft den Arbeiten Der Vorsitzende versprach, dieser Anregung im nächsten Jahre. zu folgen, und schloß mit den üblichen Dankesworten den Kongreß. Kampf um das Koalitionsrecht! Protestversammlungen.. Der zweite Referent Bürgermeister Thoma aus Freiburg im Breisgau stellte als Grund für den Arbeitermangel auf dem Lande die Thatsache fest, daß in der Stadt bessere Löhne gezahlt werden. So lange der Bauer seine eigenen Söhne und Töchter Massenversammlung verboten worden war, fünf Versammlungen in Die Arbeiter Leipzigs hielten, nachdem die Stötteriter in der Stadt dauernde Arbeit suchen laffe und sich während verschiedenen Stadttheilen ab, die insgesammt von etwa 8000 Perder Saison mit ein paar Arbeitern, die er auf Beit engagire, sonen besucht waren. In allen Versammlungen wurde einstimmig behelfe, weil er materiell besser dabei fährt, so lange folgende Resolution angenommen; werde dieser Arbeitermangel bestehen. Die Arbeitsnachweise könnten wenig dagegen thun, denn beanspruche ein ländlicher Arbeiter die schluß der Millionen von Landarbeitern, ist nur ein fümmerliches " Das heutige Koalitionsrecht, schon eingeengt durch den AusVermittelung des Nachweises, so tönne er nicht abgewiesen werden. Bugeständniß an die wohlbegründeten Ansprüche der Arbeiterklasse Höchstens von gewissenhafter Aufklärung und Belehrung verspreche auf gesegliche Gleichberechtigung. er sich einen wenn auch kleinen Nutzen. M • Die Steigerung der Bergarbeiterföhne seit 1895 ist eine Thatsache, die von der Sozialdemokratie schon lange konstatirt wurde, bebor die Berliner Politischen Nachrichten" des Herrn Schweinburg darauf aufmerksam machten. Es ist richtig, daß die gesammte Lohnsumme für den Oberbergamtsbezirk Dortmund, in dessen Kohlenzechen rund 171 000 Mann beschäftigt werden, im Jahre 1897 annähernd 193 Millionen Mark betragen hat. Aus dieser Thatsache schließt die genannte Zeitungskorrespondenz, daß die Arbeiter an der guten Konjunktur reichen Antheil genommen haben, daß sie also an Sem Fortbestand einer guten Konjunktur genau so interessirt seien wie die Arbeitgeber. Es bestehe fein Interessengegensatz zwischen Unternehmern und Arbeitern, vielmehr die vollständigste Harmonie der Interessen. Nun ist es ebenfalls eine alte Sache, die uns Herr Schweinburg Der dritte Referent war der Vertreter der Landwirthschaftsnicht zu lehren braucht, daß in Zeiten guter Konjunktur die Arbeits- fammer für die Provinz Sachsen, Assessor Dr. Treuter Halle. Töhne steigen müssen. Wer die Bewegungen des Arbeitsmarktes im Dieser versprach sich nur von Arbeitsnachweisen unter fachmännischer Dortmunder Kohlenrevier im vorigen Jahre verfolgt hat, der weiß, Leitung Nußen für die Landwirthschaft. Sollten also die städtischen daß die Nachfrage derartig stark war, daß nur durch ein erhebliches Nachweise ersprießlich für das Land arbeiten, so müßte in ihnen ein Anziehen der Löhne die nothwendige Arbeiterzahl herbeigezogen landwirthschaftlicher Sachverständiger sizen. Die Landwirthschaftswerden konnte. Der Gegensas zwischen Arbeitern und unter fammern hätten eigene Arbeitsnachweise errichtet, mit denen nehmern liegt vielmehr darin, daß die Arbeiter mit sie ganz zufrieden seien, die aber nur von Arbeitgebern geleitet der Art und Weise, wie die Geschäftserträgnisse zwischen würden. Immerhin wolle er eine Verbindung dieser landwirthKapitalisten und Arbeitern vertheilt werden, nicht zufrieden schaftlichen mit den städtischen Arbeitsnachweisen nicht von der fein können. Ohne hier auf längere Auseinandersetzungen einzu- Hand weisen. gehen, behaupten wir, daß gerade im Kohlenbergbau die Arbeiter Die Freunde des Herrn Naumann wollen mun dessen Thesen noch lange nicht in dem Grade an dem Steigen der Konjunktur in Form einer Resolution von dem Kongreß zum Beschluß erhoben betheiligt waren, wie es wirthschaftlich und selbst ohne Schädigung wissen. Auf Wunsch des Vorsitzenden und des Herrn v. Berlepsch, der Interessen der Kapitalisten möglich gewesen wäre. Gerade über der auf die Zufälligkeit der Zusammensetzung des Kongresses hinden Vertheilungsmodus des Geschäftsertrages wird immer ein be- ties, unterblieb aber eine Abstimmung. Der Ausschuß des Verrechtigter Anlaß zu Meinungsverschiedenheiten gegeben sein, bei bandes der Arbeitsnachweise wird die Thesen als Anregungen bedenen ernste Konflikte und soziale Kämpfe nicht ausgeschlossen find. trachten und sie bei Gelegenheit prüfen. Wenn im übrigen die B. P. N." wieder einmal davon reden, daß die sogenannten Führer der Arbeiter diese in wirthschaftliche Kämpfe hineinheßten", so möchten wir doch im vorliegenden Falle die Frage beantwortet wissert, wo und von wem die Bergarbeiter in den letzten drei Jahren zu einem Ausstand angereizt worden sind? Gerade der Umstand, daß die Bergarbeiterlöhne in einer für die Arbeiter verhältnißmäßig annehmbaren Progression gestiegen sind, hat dazu mitgewirkt, daß ein Streif nicht nöthig wurde. # Die Diskussion gestaltete sich recht lebhaft. Beigeordneter Dr. Kayser aus Worms verwarf jedes Mittel, das über die Natur der Arbeitsnachweise hinausgehe. wieder aufs Land zurückzugehen, vertrage sich nicht mit der Natur Schon des Zureden, eines Arbeitsnachweises. Die Bevorzugung Einheimischer werde an dem Widerstand des Unternehmerthums scheitern, das einen möglichst großen Arbeitsmarkt haben wolle. Mit der In den Lohnkampf greifen jetzt schon die mit großen Vollmachten ausgerüsteten Verwaltungsbehörden ein, und die Rechtsprechung in dem Kampfe zwischen Kapital und Arbeit verschärft sich von Jahr zu Jahr. Interesse des sozialen Fortschritts. Ein wirkliches, freies Koalitionsrecht ist eine Nothwendigkeit im werden, daß die ungeheuerlichsten Pläne zur Verschlechterung des jetzigen Um so thatfräftigerer Einspruch muß darum dagegen erhoben so färglichen Koalitionsrechtes angekündigt werden. Diese Pläne bezwecken die Entrechtung des werkthätigen Volkes, die Errichtung einer industriellen Hörigkeit, die das werkthätige Bolt wehrlos den Feudalherren der Industrie ausliefert. Sie bedeuten die Zerstörung der Gewerkschaften, dieser Pioniere der Gesittung, der Aufklärung, der materiellen Hebung der Arbeiterschaft. die zum Streit anreizen", d. h. die bürgerliche Ehrlosigkeit, die Zur Entrechtung tritt die Aechtung, die Zuchthausstrafe für die, Schmach und der Ruin für den Kampf um Besserung des Arbeiterloses, um höhere Löhne, um kürzere Arbeitszeit, um gute Arbeitsbedingungen. Großkapitalismus das werkthätige Volf gemacht werden. Der EhrenEhrlos, rechtlos, machtlos soll zum Nutzen des selbstherrlichen mann, der für seine Kameraden wirft, soll ins Zuchthaus wandern. hebt die Versammlung den schärfsten Protest. Gegen diesen Anschlag auf ein höchstes Gut des Proletariats erwirkliches Koalitionsrecht, das, frei von lästigen Einschränkungen, den Sie fordert ein Arbeitervereinigungen das gleiche Recht giebt wie heute schon den Arbeitgeberverbänden, ungestört für ihre Interessen zu wirken, und das auch die Landarbeiter mitumfaßt. Preußische Landtagswahlen. Dr. Mar Hirsch aus Berlin trat für Beibehaltung der von Endlich aber wäre es besser, wenn die B. P. N." den Mund nicht den Arbeitern gegründeten Arbeitsnachweise ein, namentlich für geso voll nähmen. Sie fabuliren da von 52 Millionen Mark, die im lernte Arbeiter seien diese unentbehrlich, sein Jdeal wären solche Jahre 1897 an die Arbeiter mehr gezahlt worden sind als im Arbeitsnachweise, die von Unternehmern und Arbeitern gemeinsam brutalen Unternehmerschutz bringt, verpflichtet sich die Versammlung, Gegen die Zuchthaus- Vorlage, die den Arbeitertrug, den nadten; Jahre 1895. Was macht aber diese Summe auf die 170 000 Ar- geleitet werden. Nur die in Deutschland obwaltenden beiter? Im Jahre genau ganze 160 M. Das ist ja nun schon hältnisse hätten das Ver- mit allen Witteln und aller Energie anzufämpfen, die große Bedürfniß nach den städtischen Ar- Masse der Arbeiter vor für Arbeiterverhältnisse der drohenden Gefahr zu warnen eine sehr nennenswerthe Bulage, beitsvermittelungs- Aemtern wachgerufen. Bedingung für aber sie kann sich noch lange nicht messen mit den Wertherhöhungen Beseitigung die und die Arbeiterorganisationen durch Masseneintritt zu stügen und des Abzuges der der Arbeiter bom Lande nach zu stärken. und Dividendenerträgnissen, die die Kapitalisten im Berg der Stadt sei, daß auf auf dem Lande Löhne bau die letzten paar Jahre profitirt haben. Um nur ein leitendes würden, mit denen der Arbeiter egistiren könne. gezahlt Hoch das Koalitionsrecht, nieder die Zuchthaus- Vorlage!" Papier für viele anzuführen, so stiegen die Aftien von Kontordia- Erhöhung des Lohnes steige die Arbeitsleistung, es sei also garnicht am Main, Erlangen, Worms, Bayreuth, Karlsruhe, Weiter wurden Protestversammlungen abgehalten in Höchst Bergbau von 136 im Jahre 1895 auf jett 254, d. H. der Werth der wahr, daß die Landwirthe nicht höhere Löhne zahlen können. Der Düsseldorf. einzelnen Aktien ist um fast das doppelte gewachsen und die Dividende Staat tönne vielleicht insofern etwas thun, als er die Arbeiter aus hat sich sogar annähernd verdreifacht. Sie stieg von 71/2 im absterbenden Gewerben, wie der Handweberei, wo ein Lohn von Jahre 1895 auf 13 im Jahre 1896 und auf 19 im Jahre 1897. Hat nur 6 M. die Regel sei, der Landwirthschaft zuführe. der Lohn der Arbeiter seit 1895 etwa um 10-15 pet. zugenommen, Freiherr v. Cetto, Vertreter der bayerischen Landwirthschafts. so hat der Gewinn der Kapitalisten um 100 und 150 pCt. zn fammer, vertrat die Ansicht, daß die Zustände auf dem Lande gar des Abgeordnetenhauses hat nunmehr ebenfalls einen WahlDie konservative Parteileitung genommen. Das ist ein kleiner Unterschied, der zeigt, wie heutzutage nicht schlechter seien, als in den Städten. Auf dem Lande gäbe es aufruf veröffentlicht. Derselbe weist den üblichen patriotischen " getheilt" wird. Und eben gegen diesen unbilligen Vertheilungs teinen Arbeiter, der friere und hungere. Aber der Geist der" Unbot Phrasenschwulst auf und stellt im übrigen hauptsächlich folgende Gefichtsmodus richtet sich die Gegnerschaft der Arbeiter. mäßigkeit" sei unter die Leute gefahren. Die Vergnügungssucht" punkte auf: Kräftigerer handelspolitischer Schuß der nationalen Arbeit Es darf auch nicht vergessen werden, daß seit 1895 die Lebens- sei zu groß. Hier erwachse dem Klerus eine dankbare Aufgabe, den( d. h. neue größere und kleinere Liebesgaben für das konservative mittet sich in einer Weise vertheuert haben, die den Lohnzuwachs ländlichen Arbeiter vor den Lockungen der Sünde in den großen Junkerthum); Beschränkung der Großbazare zu gunsten des Kleinbis zu einem hohen Grade absorbiren. Es wuchs nach Essener Städten zu bewahren. Notirung der Weizenpreis pro 100 kilo von 14,87 m. auf 19,87 M., gewerbes( aber nicht Beschränkung der Latifundien zu gunsten der Profeffor Böscher, Vertreter der Sachsen- Stiftung, ging von Landarbeiter); Sparsamteit in der Eisenbahn Verwaltung, Norder Roggenpreis von 12,37 M. auf 14,81 m. Es stiegen ferner die dem gewiß richtigen Gesichtspunkte aus, daß der Militarismus mirung von Personen- und Gütertarifen nicht ohne haushälterische Kartoffelpreise, die Preise für Nind-, Hammel- und hauptsächlich für nicht nur vorübergehend, sondern dauernd der Landwirth, Berücksichtigung der Staatseinnahmen( d. h. hohe Eisenbahn- Fahrt Schweinefleisch. Nach alledem ergiebt sich, daß die Lohnerhöhung schaft die besten der Arbeitskräfte entziehe. Er preise sollen die Landproletarier hindern, dem junkerlichen Paradies für den einzelnen Arbeiter keine derartige gewesen ist, daß er seine verlangte aber, wie es folgerichtig gewesen wäre, nicht die Abrüstung, den Rücken zu drehen). In bezug auf die arbeitenden Klassen sagt. Lebenshaltung wesentlich verbessern oder gar Ersparnisse machen sondern glaubte, daß schon viel geholfen wäre, wenn Lieutenants der Aufruf nur folgendes: Tonnte, wie ihm von bürgerlicher Seite etwa zugemuthet wird. Die und Unteroffiziere in der Instruktionsstunde den Mannschaften die 52 Millionen Mark können also wenig imponiren, wenn man sie Segnungen des Landlebens vor Augen führten. ihres progigen Gewandes, das ihnen Herr Schweinburg umgeworfen, Dominé aus Frankfurt führte aus: Bescheidenheit sei hat, entfleidet teine Eigenschaft unserer Landwirthe. Sie klagten über Leutenoth, = Auch im Landtage wird die konservative Partei das Wohl der arbeitenden Klassen im Rahmen der bestehenden Staatsordnung und unter der gebotenen Berücksichtigung der Interessen der Arbeits geber fördern." Dieser föstliche Ausspruch bedarf feines Kommentars. Noch föst- der Stadt würdige nicht bezeichnet werden; der Handel zwischen sowie auch sein Benehmen in den Versammlungen den Anlaß, diesen licher aber ist der Artikel, mit dem die Konservative Korrespondenz" Magistrat und Provinzialschulkollegium um eine handvoll Mark für Entschluß zu fassen. Die Rheinische Zeitung" berichtet darüber: die Veröffentlichung des Wahlaufrufs begleitet. Die fonfervative Lehrerbesoldungen ist alles andere eher als eine erwünschte Form Vor etwa vier Wochen bot der alte Verband dem Gewerkverein Partei, so heißt es da, habe keinen Anlaß besorgt zu sein. Unsere des Abschlusses der Angelegenheit. Nach dem Sprichwort:" Der in der Frage der Aeltestenwahlen wiederum ein gemeinsames VorZiele sind so klar und harmoniren so entschieden mit der Stimmung Starke weicht muthig zurück!" hat der Magistrat wie immer so auch gehen an. Brust willigte ein, und damit war die Niederlage der der Bevölkerungsmehrheit, daß uns der Sieg werden muß, wenn hier der Regierung in den meisten Punkten nachgegeben; wenn er sogenannten gemäßigten Aeltesten entschieden. Plötzlich sattelte Brust jeder Wähler seine Schuldigkeit thut." das gethan hat, um sich dem langwierigen Beschlußverfahren nicht wieder um, erklärte, der Gewerkverein hätte mit dem alten Verbande Die tonservativen Ziele sind allerdings flar. Von allem Wort- auszusetzen," wie es in der Vorlage heißt, so ist wohl mehr nichts zu schaffen, er würde auch bei der Aeltestenwahl allein margeflingel befreit kann man sie sehr kurz kennzeichnen: Ausbeutung nach und nach auch bei ihm die Ueberzeugung durchgedrungen, daß schiren. Die Mitglieder des Gewerkvereins, die ganz genau wissen, aller arbeitenden Volkskreise zu gunsten des Junkerthums und der er dabei nicht recht bekommen würde. Nothgedrungen tritt der daß diese Haltung gleichbedeutend ist mit einer Niederlage der hohen Bureaukratie und gewaltthätige Unterdrückung jeder Be- Magistrat jezt auf den Standpunkt, den wir von vornherein ein Arbeiter, opponirten gegen die Frontveränderung Brust's. In den wegung, die jener Ausbeutung in den Weg tritt. genommen haben; wir können natürlich nur bedauern, daß es so Versammlungen kam es zu heftigen Auftritten, die besonders am Bewundernswerth aber ist die Frechheit, mit der das offiziöse langer Verhandlungen dazu bedurft hat. Die Genugthuung 4. September in Altenessen ihren Höhepunkt erreichten. Ein vorher Blatt der konservativen Partei von der entschiedenen Harmonie darüber, daß nun immer noch Sparsamkeit geübt wird, in einer gemeinsamen Versammlung der Mitglieder beider Verbände unserer Ziele mit der Stimmung der Bevölkerungsmehrheit" spricht. indem doch ein paar hundert Lehrer die niedrigere Mieths als Aeltester aufgestellter Berginvalide, der sich allgemeinen Ansehens erMit herzhafter Dummdreistigkeit möchte die Konf. Korr." das Er- entschädigung bekommen, nämlich die provisorisch angestellten freut, wurde von Brust als Lump bezeichnet. Bruſt war betrunken gebniß der Dreiklassenwahl zum Ausdruck der politischen Meinungen der und die noch nicht vier Jahre im Schuldienst befindlichen, vermag und so kam es in der Versammlung zu widerlichen Auftritten. Als Bevölkerung umfälschen. Während das„ elendeste aller Wahlsysteme" ich nicht zu theilen. Auch die Rechtsfrage ist für mich nicht die Rede auf die Gehaltsfrage tam, erklärte Brust:„ Wenn ich nicht die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes zu politischer Ohnmacht ganz zweifellos, ob nicht ein solcher Lehrer trotz alle- mehr bekomme, pfeife ich auf die Bergleute; der Vorsitzende des verdammt und dem Mammon Weniger die Herrschaft giebt, sollen dem durch seine Familien Verhältnisse in der Lage ist, Buchdrucker- Verbandes bekommt 2500 M., und ich muß mehr leisten diese Erwählten des Geldsackes mit einem Male die Bevölkerungs- dieselben Ausgaben wie ein verheiratheter machen zu müssen. Auch wie dieser." Und so ging es fart. Es war eine ähnliche Versamimmehrheit repräsentiren. in der Normirung der Miethsentschädigung für die Lehrerinnen lung wie die 1896 in Baukau, mit dem bekannten Meineidsprozeß An dieser einen Lüge sieht auch der einfachste Mann des Volfes, giebt der Magistrat nach. Unerledigt bleibt blos die Mieths im Gefolge. Bruft, der wohl diese Empfindung hatte, rief plöglich wie schmählich verlogen das ganze Thun und Treiben der konserva- entschädigungsfrage für die technischen Lehrerinnen; sehr ganz unmotivirt:" Für mich braucht teiner Meineide zu tiven Parteien ist. bedauerlicherweise scheinen diese das das Tauschobjekt zwischen schwören!" Der Bund der Landwirthe hat nun auch feine Forderungen anläßlich der Landtagswahlen in zwölf Bunkten zusammengestellt. Ganz kurz zusammengefaßt fordert er Maßregeln aller Art zur Vertheuerung der unentbehrlichen Lebensmittel. Alles übrige, wie die Verbeugung vor der Mittelstandspolitit, ist nur unwesentliches Beiwerk. Kommunales. 0 Regierung und Magistrat geworden zu sein, sie haben die Alles dies hätte Brust aber vielleicht nicht den Hals gebrochen: Zeche zu bezahlen, sie sind das Opfer der Magistratspolitik, er konnte immer noch mit dem„ Kampf gegen den sozialdemokratiwelche die Mehrheit der Versammlung mitgemacht hat. Der Minister schen Verband" operiren. Da kam am Sonntag, den 11. September scheint die Forderung von 400 statt 300 m. fallen zu lassen, und die Versammlung in Gladbeck, wo Brust mit dem Redakteur der somit bleiben schließlich diese technischen Lehrerinnen fleben, denn in Gladbecker Zeitung" in Konflikt gerieth. Brust, der anscheinend diesem Punkte wird der Magistrat, der Zustimmung der Regierung wieder zu viel Schnaps getrunken, gebrauchte hier Redewendungen, Zum Schluß wird der Zusammenschluß der Agrarier des Ab- sicher, wohl fest bleiben. Ich bitte dringend, die technischen Lehrerinnen jetzt die ihm auch den Rest seines Ansehens rauben mußten. geordnetenhauses auf grund dieses Programmes in einer wirth- endlich aus ihrer peinigenden Ungewißheit, ob sie angestellt werden oder Die Bergarbeiter- Zeitung" theilte in ihrer letzten Nummer denn schaftlichen Vereinigung, wie sie im Reichstage schon besteht, ge- nicht, zu befreien. Die Anstellung von 30 von ihnen ist längst auch mit, daß bereits eine ganze Reihe von Zuſchriften aus den fordert. beschlossen und blos deshalb nicht erfolgt, weil der Magistrat Reihen der Gewerkvereins- Mitglieder vorlägen, die das Ultimatum damit auf die Regierung einen Druck ausüben wollte bezüg- enthalten: entweder Brust geht, oder wir! Die Essener ultramonlich der Zustimmung zu zu den anderen Punkten. Da aber tane Presse, die sonst sehr entschieden für Brust eintrat, schweigt sich die Verständigung sicher ist, kann der Magistrat in aller selbst über die letzten Vorkommnisse aus, was zweifellos mit einer Ruhe schon am 1. Oftober die Damen mit der Vokation Verurtheilung Brust's gleichbedeutend ist." erfreuen. Es darf schließlich nicht vergessen werden, daß der Minister Die Lohnbewegung der Stuckateure in Elberfeld ist noch in seinem ersten Erlasse an den Magiftrat ausgeführt hat, daß er die zu keinem Abschluß gelangt. Die Meister haben in ihrer legten VerBesoldungs- Ordnung, auch wenn sie nach seinen Beanstandungen sammlung beschlossen, gegen einen Lohn von 6 bis 7 M. von ausverbessert wäre, doch als eine Berlins würdige nicht bezeichnen fönne. wärts. Arbeitskräfte heranzuziehen. Hoffentlich lassen sich die Stadtv. Dr. Preuß ist auch der Meinung, daß es zu diesen Festsetzungen längst gekommen wäre, wenn nicht der Magistrat so Stuckateure durch diese Lockmittel nicht verleiten, ihren Kollegen in den Rücken zu fallen. lange auf einem Standpunkt bestanden hätte, den er jetzt doch nicht festhalten konnte. Wohl oder übel habe der Magistrat sich zu Die Hamburger Schuhmacher haben eine dreizehngliedrige einer Mehrbewilligung von 115 000 2. entschließen müssen. Ein Kommission gewählt, welche Vorbereitungen zu einer Lohnbewegung befriedigender Abschluß der ganzen Besoldungsfrage sei auch jetzt im nächsten Frühjahr treffen soll. Es soll eine Erhöhung des Mindeſt= nicht erreicht, die Regelung der Alterszulagen sei durchaus um- lohnes und eine Arbeitszeit von 9 Stunden in Fabrikbetrieben und zulänglich. Im Moment müsse man sich jedoch zufrieden geben, 10 Stunden in Werkstätten 2c. gefordert werden. man fönne nicht mit dem Kopfe durch die Wand. Die so erreichte Verständigung sei nur eine äußerliche, provisorische; hoffentlich ver- Streit durch eine Vereinbarung vor dem Einigungsamt beigelegt. In der Möbelfabrik von Wehmann in Bremen ist der ständige man sich auch bald noch über die übrig gebliebenen Streitpunkte, um den viel größeren Kampf, den die Kommune auf dem Die Arbeiter erzielten im allgemeinen die Anerkennung ihrer Schulgebiete zu führen habe, einig durchzuführen. Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Helmstedt wurden die Kandidaten der Gewerkschaften gewählt. Stadtverordneten Versammlung. 24. Sizung vom Donnerstag, den 29. September, nachmittags 5 Uhr. Die Versammlung ehrt in der üblichen Weise das Andenken des borgestern verstorbenen Mitgliedes Justizrath Frenzel. In den Ausschuß für die Vorlage betr. Die Zuwendung des Vermächtnisses des verstorbenen Mitgliedes Professor Leo ist u. a. Stadtv. Bruns delegirt. In das Kuratorium der Stiftung der Gewerbe- Ausstellung von 1879 wird in engerer Wahl Bürgerdeputirter Silbermann gegen Baumeister Felisch gewählt; als Bürgerdeputirten wählt die Bersammlung in die Steuerdeputation den Rentier Hu hin, Wartenburgstr. 25. Zur Veranstaltung einer Gedächtnißfeier für Theodor Fontane wird der Festsaal des Rathhauses für den 2. Oktober zur Verfügung gestellt; auf grund dringlichen Antrages beschließt die Versammlung, sich bei der Feier durch fünf Mitglieder offiziell vertreten zu lassen. An der Spitze der Verhandlungsgegenstände steht die Berathung des Antrages Rosenow und Genossen( neue Fraktion der Linken): den Magistrat um Auskunft darüber zu ersuchen, weshalb der Versammlungsbeschluß vom 29. Dezember 1897 wegen Errichtung einer Umwährungs mauer und eines Eingangsthores a m Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain immer worden: noch nicht ausgeführt ist. Antragsteller Stadtv. Rosenow: Der Beschluß, von dem unser Antrag spricht, ist vor genau dreiviertel Jahren fast einstimmig gefaßt worden. Ohne Zweifel hat der Magistrat. seine Schuldigkeit gethan, indem er ohne Verzug um die Bauerlaubniß bei der Polizei antrug. 3. Aber auch feitdem ist schon soviel Zeit verstrichen, daß man in der Bürgerschaft immer dringender nach Aufschluß über die Verzögerung der Inangriffnahme der Bauten verlangt. Es ist angezeigt, hierbei auf den Umstand hinzuweisen, daß schon 1848 ein Gemeindebeschluß wegen würdiger Gestaltung des Friedhofes gefaßt ist, der aber durch ein dunkles Verhängniß in Vergessenheit gerathen sein muß. GeStadtv. Casse I schließt sich bezüglich der technischen Lehrerinnen dem Wunsche Singer's an, gegen den er jedoch im übrigen den Magistrat in Schuß nimmt. Forderungen. Ausland. Die Vorlage wird darauf einstimmig angenommen. Im französischen Kohlengebiet um Besançon ist wegen Von sämmtlichen Fraktionen mit Ausnahme der Sozialdemo- Lohndifferenzen zu einer Arbeitseinstellung von erg traten ist am 22. d. M. folgender Antrag Meyer eingebrachte uten gekommen; an derselben sind über 1500 Mann betheiligt. 1. In anbetracht der hohen Verdienste des Ober- Den streifenden Erdarbeitern von Paris waren, wie wir bürgermeisters Robert Belle um das Gemeinwesen bereits mitgetheilt, vom Pariser Gemeinderath 20 000 Frants beBerlins, bei seinem Ausscheiden aus seinem Amte zur willigt worden. Das Ministerium hat diesen Beschluß gebilligt. bleibenden Erinnerung an denselben: a) eine feinen Namen Der Generalrath des Seine- Departements hat für die Familien der tragende Stiftung mit einem Kapital von Streifenden die Summe von 10.000 Frants überwiesen. Das 300 000 Mark zu begründen, welche dieselben Zwecke französische Partei- Organ La Petite Republique" und mehrere radiverfolgt, wie die zu Ehren des Oberbürgermeisters fale Blätter haben Sammlungen für die Ausständigen eröffnet. Die Dr. v. Fordenbeck zur Unterstützung bedürftiger Arbeiter hatten sich an den Friedensrichter, die in Frankreich die städtischer Beamten, Angestellten und Vermittelungen anzubahnen haben, gewandt; die Unternehmer haben Hilfsarbeiter, sowie der Hinterbliebenen im Jahre sich dessen Versuchen gegenüber ablehnend verhalten. Der Streit 1891 begründete Stiftung, b) ein Bildniß desselben von dauert somit unverändert fort. einem hervorragenden Künstler auf Kosten der Der Streit der Kopenhagener Pferdebahn: und Damibus: Stadt malen zu lassen, welches in einem Saale Angestellten wird wahrscheinlich durch Vermittelung des Vorsitzenden des Rathhauses seinen dauernden Platz finden soll. Die der Bürgerrepräsentation, Hermann Trier, vermieden werden. Versammlung stellt für die Herstellung des Bildes den Betrag Die Attiengesellschaft unterhandelt mit der Organisation; schon bis zu 5000 M. zur Verfügung. 2. Die Versammlung damit ist der wesentliche Zweck erreicht, und man wird aller Wahrersucht den Magistrat, ihrem vorstehenden Beschlusse bei- fcheinlichkeit nach über die Löhnungswillküren übereinkommen. zutreten. Namens der Antragsteller verweist Stadtv. Meyer auf die großen Verdienste Zelle's um die Stadt und beantragt, den Ausschuß, an den der Antrag ja doch gehen müsse, schon heute zu wählen, Lehte Nachrichten und Depelthen. damit die Sache vor Belle's Rückkehr erledigt sei. Stadtv. Sanitätsrath Neumann giebt mit Freuden seine Stadtrath Na mslan: Der letzte Beschluß in dieser Angelegenheit ist am 10. Februar cr. gefaßt worden, und unmittelbar darauf wurde vom Magistrat der Auftrag zur Ausführung an die Baudeputation ertheilt. Diese hat ihre Projekte ausgearbeitet und am 24. Mai sind letztere all das Polizei präsidium refp. dessen zuständige dessen zuständige Abtheilung III. zur nehmigung eingereicht worden. Seit dem Mai ruhen sie im Präsidium, und unserer wiederholten Erinnerungen un geachtet( hört! hört!) ist es uns nicht gelungen, die Bauerlaubniß bisher zu bekommen.( Heiterfeit.) Sie ist nicht versagt, sondern die Genehmigung ist eben noch nicht ertheilt. Der Magistrat wird mit Ein großer Dachstuhlbrand in Moabit beschäftigte Donnerstag feinen Erinnerungen fortfahren und im Falle der Erfolglosigkeit der Zustimmung. Für ihn habe die Ehrung die Bedeutung, daß Abend einen großen Theil der Berliner Feuerwehr mehrere Stunden. selben nicht verfehlen, die ihm durch das Gesetz gegebenen Wege fie vor aller Welt befunden solle, daß auch die Gegner Bald nach 8 ühr brach das Feuer im Dachstuhle des großen fünfeinzuschlagen, um die Erledigung des Gesuches herbeizuführen. Thurm und Wilhelmshafener Belle's in dem int jüngster Zeit aufgetretenen Gegen- ftöckigen Eckhauses Stadtv. Rosenow: Wir sehen also jetzt wenigstens flar. satz der beiden kommunalen Körperschaften in einer Hochstraße aus zwar mit solcher Heftigkeit, daß der ( Rufe: Na, na! Heiterkeit.) Etwas früher hätte aber doch wohl wichtigen Frage ihm gegenüber keinen Augenblick an seiner Löschzug der Thurmstraße bei seiner Ankunft vorgegangen werden können, denn schon am 25. Januar hat uns der Ueberzeugungsfreue gezweifelt haben. ausgedehnten Brandherd vorfand, und die Meldung„ MittelMagistrat mitgetheilt, daß er zwar unserem weitergehenden BeObgleich bald 6 Züge, darunter 2 DampfStadtv. Singer: Der Antrag wird mit den großen Ver- feuer" erließ. schlusse nicht zugestimmt, im übrigen aber bei seiner Vor- diensten begründet, welche Zelle sich um die Stadt er sprigen, von mehreren Seiten gegen den Brandherd vorgingen, fonnte lage stehen bleibt. Wie lange soll denn aber nun weiter worben habe. Auch ich kann freudig und gerit alt= das Feuer lange Zeit nicht zum Stehen gebracht werden, da die gewartet werden? In vier Monaten kann doch ein so einfaches erkennen, daß subjettiv diese Auffassung durchaus zahlreichen Dachkammern mit ihrem reichen Inhalte immer neue Baugesuch ohne jede Komplikation erledigt werden. Es liegt auf berechtigt ist und daß Zelle stets den Nutzen und das Beste der Ge- Nahrung boten. Zudem war der Dachstuhl an beiden Fronten der Hand, daß irgendwo die Absicht besteht, unseren Beschluß meinde gewollt hat. Das kann aber nicht hindern, daß meine Auf- mit mehreren Holzthürmchen geziert, die ebenfalls zur Verbereiteln. Der Magistrat hätte nach meiner Auffassung objektiv nicht mit der im Antrage zum Ausdruck kommenden breitung des Feuers beitragen. Man ist geneigt, Brandstiftung anfaffung die Verpflichtung, die einmüthig gefaßten Beschlüsse übereinstimmt. Objektiv fann ich nicht anerkennen, daß Zelle sich zunehmen, da das Feuer im Eckthurme zuerst bemerkt wurde, dabei der Gemeindeversammlung zu vertreten und nicht die Hand hohe Verdienste um die Entwickelung der Gemeinde erworben aber in ungewöhnlich kurzer Zeit auch den Dachstuhl in beiden dazu zu bieten, zu dulden, daß die Baupolizeiverwaltung sich dazu hat. Im Gegentheil ist nach meiner Auffassung unter der Leitung Fronten bis ans Ende erfaßt hatte. Die Dachkonstruktion wurde vollhergiebt, unsere Beschlüsse zu hintertreiben, nachdem ähnliche Vor- des Oberbürgermeisters Zelle auf zahlreichen Gebieten der Verwal- ständig eingeäfchert. zu gänge durch Einspruch des Oberpräsidenten und durch Gerichts- tung eine Stagnation, jedenfalls keine Weiterentwicklung eingetreten. und aus erklären, einen erkenntniß zu unseren ungunsten entschieden sind. Kommt Auf dem Gebiete des Schulwesens ist nicht alles jo, Wien, 29. September.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Der es zur Klage, so könnten wir ja vielleicht wieder Unwie wir es wünschten und in der höchst bedeutsamen Ein- Präsident schlägt für die nächste Sigung die Tagesordnung" Wahl recht bekommen, aber dann haben wir klaren Tisch und gemeindungsfrage ist leider nicht von den großen Gesichts- der Quoten- Deputation sowie erste Lesung der Ausgleichsvorlage mit wissen, woran wir sind. Wir dürfen den Beschluß nicht verpunkten aus zu Werke gegangen worden, die die Sache verdient, Ungarn" vor. Schwegel erklärt, der verfassungsmäßige Großgrundsumpfen lassen wie den ersten, der vor fünfzig Jahren gefaßt sondern einseitig von kommunalfiskalischen Nücksichten aus. befis lege auf den Fortbestand des Zoll- und Handelsbündnisses den wurde. Wir sind es uns schuldig, unseren Beschlüssen eine Bei aller Reserve muß ich ferner doch aussprechen, daß größten Werth, deshalb wünsche er, daß über die Ausgleichsvorlage gewisse Achtung auch nach oben hin zu verschaffen. Die die Auffaffung von der Wahrnehmung der Selbst unverzüglich verhandelt werde, und daß der hierauf bezügliche Selbstverwaltung hat in der letzten Zeit nicht sehr rühmlich ab- ständigkeit der Gemeindeverwaltung gegenüber den Dringlichkeitsantrag in der morgigen Sigung sofort von allen angeschnitten. Die Schulverwaltung ist ein lebendiges Zeugniß dafür. Aufsichtsbehörden, der Regierung und noch höheren Stellen, wie sie deren Gegenständen verhandelt werde. Darüber entſpinut sich eine Mit weiteren Anträgen werde ich noch kurze Zeit warten. Wir sind der Magistrat unter Führung Zelle's bewiesen, mich nicht bestimmen längere Debatte. Daszynsky( Soz.), Dipauli( fath. Bolfsp.), den Märzgefallenen die beschlossene Ehrung schuldig und keine kann, auf diesem Gebiete das Vorhandensein hoher Verdienste anzu- Groß( deutschfortschr.), v. Jaworski( Pole), Lueger( chriftl.- soz.) und untergeordnete Verwaltungsbehörde soll unsere Beschlüsse durch erkennen. Auf dem sozialpolitischen Gebieteder Gemeindeverwaltung Engel( Jungczeche) ihre Parteien hielten die freuzen.( Beifall.) endlich sind nicht die geringsten Erwartungen erfüllt. Von fleinen parlamentarische Erörterung des Ausgleichs für absolut nothDer Antrag wird durch die ertheilte Auskunft für erledigt Städten haben wir uns in der sozialen Fürsorge für die Anwendig. Die Mehrzahl der Redner betont, nur dadurch könnten die gestellten beschämen lassen müssen. Werfe ich noch einen Blick auf für Desterreich ungünstigen Bestimmungen des Ausgleichs beDem Antauf des Grundstückes Stralauer str. 57 für 530 000 die Disharmonien, welche sich zwischen Magistrat und Versammlung feitigt werden. Steinwender( deutsch- national) sagt, der Regierung Mart hat der eingesezte Ausschuß mit 6 gegen 2 Stimmen zu gebildet haben, so würde ich es für mich und meine Freunde als sei es eigentlich um die parlamentarische Behandlung nicht zu gestimmt. einen Att der tonventionellen Heuchele i bezeichnen thun, man wolle nur die Deutschen reizen, um oben sagen Die Versammlung schließt sich der Ausschußmehrheit an. müssen( Oho! und große Unruhe), wenn wir zu besonderen Ehrungen zu können, mit den Deutschen gehe es nicht. Wolf( Schönerianer) Zur neuen Besoldungs- Ordnung für die Lehr aus öffentlichen Mitteln unsere Stimme gäben. sagt, das Volk verlange die Aufhebung der Sprachenverordnungen; perfonen an den Gemeindeschulen hat der Magistrat eine AbNachdem der Stadtv. Schwalbe hat die Empfindung gehabt, als habe seine Partei werde unbedingt Obstruktion üben. änderung dahin beantragt, daß nur den noch nicht 4 Jahre im öffent- auch der Vorredner ganz subjektiv gesprochen; derfelbe habe auch Präsident erklärt hat, daß es, da kein Gegenantrag vorliege, bei lichen Schuldienst thätigen Lehrern die niedrigere Miethsentschädigung die Magistratsbeschlüsse und Belle's Stellungnahme verwechselt. Zelle seinem Antrage verbleibe, wird die Sigung geschlossen. von 432( statt 648) M. gezahlt, diejenige für die Lehrerimen von 400 fei stets für die Selbstverwaltung eingetreten.( Beifall.) auf 432 M. erhöht werden soll. Der Antrag Meyer wird darauf an einen Ausschuß verwiesen, Schluß 7/4 Uhr. erklärt. Gewerkschaftliches. Paris, 29. September.( W. T. B.) Frau Paulmier, welche unlängst den Redakteur der„ Lanterne", Olivier, durch Revolverschüsse schwer verwundete, ist vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden. Mailand, 29. September.( B. H.) Die große Getreidefirma Guiseppe Dalmati ist insolvent geworden. Die Passiven sollen mehrere Millionen betragen. Stadtv. Singer: Wir werden der Vorlage ohne Ausschuß- den der Vorstand sofort ernennt. berathung zustimmen, müssen aber wiederholt darauf hinweisen, wie bedauerlich es ist, daß sich der Magistrat in einer so wichtigen Frage des Schulwesens von der reaktionären preußischen Regierung so weit überholen ließ, und wie es noch viel bedauerCorunna, 29. September.( W. T. B.) Das französische Backetlicher ist, daß die Versammlung sich auch ihrerseits auf einen Standpunkt stellte, der sie ins Unrecht setzen mußte, den Lehrern Der Rücktritt des Herrn Brust aus dem Gewerkverein boot Lafayette" ist hier mit von Santiago de Cuba zurückkehrenden weniger geben zu wollen als die Regierung. Auch die Art, in christlicher Bergleute soll durchaus tein freiwilliger gewesen sein, spanischen Soldaten an Bord eingetroffen. Ein Offizier des„ Lafayette" welcher diese Sache mumehr behandelt werden mußte, tann als eine l vielmehr gab das Verhalten des Herrn Brust zu einigen Fragen, starb während der Ueberfahrt am gelben Fieber. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin Deutsches Reich. Druckt und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 229. 15. Jahrgang. Tohales. = Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 30. September 1898. blutete so stark, daß das Blut an der Mauer des Hauses herablief. eine kleine Oeffnung lein Lichtstrahl, etwa von einer elektrischen Die Pförtnerfrau Gloede, die das Geschrei hörte, rief der Frau Lampe fällt. Von dem Spiegel wird er auf einen Leinwandschirm Die Unzulänglichkeit der Armenunterstützung tritt in dem zu, sie solle ihr die Thür der Küche öffnen, die nach dem Flur des geworfen, auf welchem daher ein helles Bild der kleinen Oeffnung Quergebäudes führt. Die Frau schleppte sich dann auch dorthin und entsteht. Wird nun die Stimmgabel in Schwingungen versetzt, jo Fall Winkler, über den in der Donnerstags- Nummer berichtet wurde, wurde an der Thür von Frau Gloede und deren Mann in Empfang rückt dieses Bild schnell auf dem Schirme hin und her, so daß es wieder einmal recht drastisch zu tage. Der 77jährige, arbeitsunfähige Mann bekam genommen und in die Pförtnerwohnung hinabgeführt. Als Sarrach dem Auge als einzige helle, ruhig stehende Linie erscheint. Läßt vermuthlich neben seiner Rente monatah, daß andere Leute seiner Frau zu Hilfe tamen, entfloh er durch man den Lichtstrahl, bevor er auf den Schirm fällt, auf einen zweiten lich 15 Mark Armenunterſtüßung für ſich und ſeine 66 jährige, in den anderen Ausgang des Geschäfts. Aerzte von der nächsten Unfall- Spiegel fallen, so wird auch dessen Bewegung sich in einer beder letzten Zeit ebenfalls fast arbeitsunfähig gewordene Frau. Darf station nahmen die schwerverletzte Frau in der Pförtnerwohnung in stimmten Lichtlinie verrathen, die sich mit der ersten je nach der man sich da wundern, daß der Bedauernswerthe durch Nahrungs- Behandlung und verbanden sie. Gestern brachte man sie auf ihren Art der Bewegungen beider Spiegel zusammensetzt. Der zweite forgen schließlich in den Tod getrieben wurde? Man sieht, wie Wunsch zu ihrer in Rigdorf wohnenden Schwester. Die Polizei Spiegel fann ebenfalls ant einer Stimmgabel befestigt sein, nöthig es ist, daß bei der städtischen Armenverwaltung die Ansichten schloß die Wirthschaft. die zum Beispiel im rechten Winkel gegen die erste steht. Damn über das sogenannte„ Existenzminimum" endlich eine gründ Gestern Nachmittag traf in der Wohnung in der Gontardstraße würde die erste allein einen vertikalen, die zweite allein einen liche Wandlung erfahren. Aus den Protokollen der Bezirks für Frau Sarrach ein Brief ein, den ihr Mann gestern Morgen in horizontalen Strich geben, und bei gleichzeitigem Schwingen beider bersammlungen der städtischen Armenämter ist ersichtlich, daß Nixdorf auf die Post gegeben hatte. Die Pförtnerfrau nahm ihn in Gabeln setzen sich diese beiden Linien bald zu einer schräg liegenden es in Berlin zahlreichen auf Armen Unterstützung an: Empfang und brachte ihn der Kriminalpolizei. Sarrach schreibt seiner Linie, bald zu Kreisen und Ellipsen, bald zu noch anderen seltsamen gewiesenen Familien nicht besser geht als dem Winkler'schen Frau, er habe die Absicht gehabt, sie zu ermorden, da ihm das aber Figuren zusammen, die sich je nach der Bewegung der Stimmgabeln Ehepaar. Da erhält ein 73jähriger Arbeiter mit seiner 63jährigen allem Anschein nach nicht gelungen sei, so vermache er ihr eine Erb- schneller oder langsamer verändern. Natürlich können diese Figuren Frau neben 13,65 M. Rente eine Armenunterstützung von 15 M., so schaft von 18 000 M., die ihm in Frankfurt a. O. zugefallen sei, und ihre Veränderungen, die nur von den Schwingungen der Gabeln daß ihm nach Abzug von 11,25 M. Miethe noch 17,40 m. bleiben. die Möbel der Wohnung und die Wirthschaftseinrichtung. Man möge abhängen, sogar von tauben Menschen wahrgenommen und studirt Ein 60jähriger Arbeiter mit einer 38jährigen Frau und vier Kindern sich nur nicht anstrengen, ihn zu suchen. Denn wenn sie den Brief werden, und in ihnen verrathen sich Abweichungen in den bekommt neben 11,95 M. Rente 10 M. Armenunterſtüßung, bleiben erhalte, werde er sich bereits das Leben genommen haben. Bis Schwingungen beider Gabeln, die selbst Joachim und Rubinstein bei 15 M. Miethe noch 6,95 M. Ein 42jähriger Arbeiter mit Frau gestern Abend hatte man Sarrach weder todt noch lebend gefunden. mit dem Ohre nicht empfinden würden. und fünf Kindern, von denen das jüngste drei Monate alt, erhält Bur Kennzeichnung seiner Rohheit sei noch hinzugefügt, daß er vor Noch durch zahlreiche andere Experimente wurde die Art der neben 11,30 M. Rente 15 M. Armenunterſtüßung. Von der 12 M. furzem auch seine betagte in Lebus ansässige Mutter mißhandelte Schallschwingungen und ihre Untersuchung vorgeführt. Wir wollen betragenden Miethe werden 10 M. durch Schlafburschen aufgebracht; und zum Hause hinauswarf, als sie ihn in Berlin besuchte. Sarrach von diesen nur noch die Flammen erwähnen, welche außerordentlich außerdem verdient die Frau. In dieser Weise geht es weiter hat in Küstrin seiner Militärdienstpflicht genügt. empfindlich gegen die Luftschwingungen sind. Eine zwei Fuß hohe ein Fall immer trauriger als der andere. Wir stüzen uns bei unseren Angaben auf das amtliche Protokoll einer Versammlung auf der Landsberger Chaussee großes Aufsehen. Der Inhalt des räusch, bei dem Ticken einer Taschenuhr, in heftige Zuckungen. Zieht Ein brennender Möbelwagen verursachte gestern Nachmittag ruhig brennende Gasflamme z. B. geräth bei dem leisesten Gedes Armenamtes XII( Moabit). In jener Versammlung wurde auch anerkannt, daß das„ Existenzminimum", d. H. der monatliche Geld- geschlossenen Kastenwagens, der sich nach Berlin zu bewegte, war man das Flammenbild in einem bewegten Spiegel zur Linie aus, bedarf zur Beschaffung des zum Lebensunterhalt Unentbehrlichen, durch unbekannte Umstände in Brand gerathen und das Feuer hatte, so kann man die Art der Zuckungen, die natürlich von der Art der thatsächlich höher zu bemeffen fei; aber gezahlt wurde trotzdem nicht als es entdeckt wurde, bereits solche Ausdehnung angenommen, daß Schallschwingungen abhängen, bequem studiren. Beobachtungen mit dem Fernrohr, die leider bei der zumehr. Selbst die sauer verdienten Alters- und Invaliditätsrenten, an ein Retten des Mobiliars nicht mehr zu denken war. Der Kutscher Benfionen u. f. w. werden theilweise auf das„ Eristenzminimum" wollte nun schnell die Pferde ausspannen, doch wurden die Thiere nehmenden Bewölkung bald abgebrochen werden mußten, schlossen angerechnet. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, schen und raften, die brennende Last hinter sich her schleifend, davon. den interessanten Abend. Das Luifen Theater versucht es jetzt mit einer Affenkomödie. wie solch ein in Mühe und Arbeit grau gewordenes Ehepaar, eine zu dieser Zeit war die Chaussee außerordentlich belebt durch Bauerndurch Unfall oder Krankheit und Erwerbsunfähigkeit des Vaters in fuhrwerke, die von Berlin zurückkehrten und die durch das brennende Jocko's Streiche" heißt die englische Burleske allerderbster Art, als Der Führer eines deren Verfasser sich die Herren Carlisle und Sallis bekennen. Der Noth gerathene Familie bei so geringen Unterstützungen lebt, mit Gefährt auf das äußerste bedroht wurden. welcher Ernährung sie sich begnügen, in was für Wohnungen sie Dungwagens sprang den wüthenden Thieren schließlich entgegen und Mensch muß so manches in Theater über sich ergehen lassen, warum in dem ein leibhaftiger Schimpanse hausen müssen, in welchem Umfange selbst die schulpflichtigen Kinder es gelang ihm auch, dieselben von ihrer Richtung abzuleiten, so daß nicht auch ein Stück, Man konnte gestern um so williger auf mitthätig sein und mitverdienen müssen, um heranzuschaffen, was die sie gegen einen Baunt jagten und dort zum Stehen tamen, wobei als Held auftritt? solchen Scherz eingehen, der Wagen allerdings in Trümmer ging. als neben dem Bestreben, den Armenverwaltung an dem„ Existenzminimum" fehlen läßt. Ein sehr aufregender Vorgang spielte sich auf der Polizei- Zuschauer durch Zirkusspäße zu ergößen, auch die schalkhafte Tendenz ber Wilsnaderstraße hatte wegen Diebstahls drei Wochen Gefängniß sollten in so einem Falle der Regisseur und die zur Mitwirkung wache des 75. Reviers ab. Die 16jährige Näherin Martha W. aus vorlag, das Gigerlthum einmal ganz gehörig zu verhöhnen. Nur abzubüßen und wurde am Mittwoch, da sie sich nicht stellte, von der verurtheilten Künstler sich ein wenig um die Mache eines derartigen Polizei des 75. Neviers abgeholt. Auf der Wache bat sie, einen Stückes fümmern. In England findet sich wohl selbst der an eine Augenblick austreten zu dürfen, und benutzte die Gelegenheit, aus so drastische Art von Komit nicht gewöhnte Deutsche mit dem dem Fenster auf den Hof hinabzuspringen. Sie erlitt einen Fraßenhaften ab, wenn er das fabelhaft flotte Spiel der Schauspieler Bruch des linken Oberarmes und eine starke Quetschung des linken sieht, das den Zuschauer gar nicht erst zur Besinnung kommen läßt. Oberschenkels und wurde als Polizeigefangene nach der Charitee Im Louisen- Theater spielt man behäbig, wie in einer auf märkischem Sande gediehenen Bosse, und drängte so auch minder fritische Leute zu der Frage, wie denn blos eine TheaterDirektion so unsinniges Zeug auf die Bühne bringen könne. Für die Rolle des Schimpansen war eigens aus Nürnberg ein in dieſem Fache wohlerfahrener Künstler verschrieben worden. Herr Paul Herbig gab sich alle Mühe, möglichst naturgetreu zu spielen; er würde als Zirkusflown gewiß seinen Platz ausfüllen. Den übrigen Mitwirkenden mangelte solche Firigkeit. Immer langsam voran!" dachte Herr Kirschner, bisher Antwort: zweiter Bürgermeister und Vorsitzender der Schuldeputation, da schichte er dem Berliner Rektorenverein, der ihn aus Anlaß seiner Wahl zum Ober- Bürgermeister beglückwünſcht hatte, folgende Judem ich dem Verein für seinen Glückwunsch danke, darf ich versichern, daß ich die Förderung des Volksschulwesens unserer Stadt für meme wichtigste Aufgabe halte, weil durch sie für die Zukunft der Lösung jeder anderen Aufgabe unseres Gemeinwesens wirksam und segensreich vorgearbeitet wird. Wir können unseren Nachkommen gebracht. nichts Besseres hinterlassen, als eine sittlich, geistig und förperlich Ein gräßliches Unglück ereignete sich gestern abermals auf bis in die ärmsten Boltsschichten möglichst hochentwickelte und gebildete dem Dombau. Nachmittags 3%, Uhr sollten große Mauerbogen über Einn gnerschaft. Wenn bei dem Streben nach diesem Ziele über die die in schwindelnder Höhe befindlichen Laufbrücken gewälzt werden. Weg und Mittel nicht selten Meinungsverschiedenheiten entstehen Bei dieser Verrichtung verlor der Maurer Siebusch das Gleichgewicht und häufig eine schnellere als die eingeschlagene Gangart gewünscht und stürzte in die Tiefe, wo er mit zerschmettertem Stopfe auf einem wird, so wird es Ihrem Verein als einem Verein erfahrener, mitten Schienenstrang todt liegen blieb. Der Berunglückte hinterläßt eine im praktischen Leben stehender Schulmänner nicht entgehen, daß Frau und acht unmündige Kinder. Wen die Schuld an dem UnglücksTheater. In Arthur Schnißler's neuem Schauspiel Das Ver namentlich bei einer so umfangreichen Verwaltung wit der Berliner fall trifft, ist noch nicht aufgeklärt worden. mächtniß", welches im Deutschen Theater" am Sonnabend, den Gemeindeschulen- Verwaltung nur mit der größten Sorgfalt und Von den Dieben, die den Grafen Eulenburg und den Gast- 8. Oftober, zum ersten Male in Szene geht, sind in den Hauptrollen die Vorsicht vorgegangen werden kann und einem gefunden Fortschritt wirth Thieme heimsuchten, hat man nachträglich noch einige Spuren Damen Dumont, Elfinger, Lehmann, Lux, v. Boellnitz, Sarrow und die nichts nachtheiliger ist als Versuche, welche, zu eilig vorgenommen, gefunden. Große Wachszünder lagen auf der Halle bei dem Dach- Herren Reicher, Reinhardt, Rittner, Sauer, v. Winterstein beschäftigt. wieder rückgängig gemacht werden müssen. Es ist nach meiner An- fenster, durch das die Spizbuben in das Kurhallen- Restaurant ein- Morgen, Sonnabend, den 1. Oktober, beginnen die wissenschaftlichen BorTaubenstr. 48/49, mit einer ficht die Aufgabe unserer Schulverwaltung, nie zu ruhen, aber stiegen, und auf dem Wege zum Zaun des Schloßparks und der träge im Hörsaale der Urania", Experimentalvorführung des Herrn Dr. P. Spies über den„ Elektrischen auch nie zu hasten." Wohnung des Grafen Eulenburg. Eine Flasche mit Eierkognat iſt Spannungszustand". Am Montag, den 3. Oktober, findet ein Vortrag des Die Gangart", in der sich die Entwickelung des Berliner den Dieben zwischen dem Dach und der Gartenmauer entfallen und Herrn Aftronomen G. Witt über Planetenentdeckungen" statt, ein Thema, Volksschulwesens in neuerer Zeit bewegt, hat sich allmälig so sehr in Scherben gegangen. Dem Gastwirth Thieme haben sie auch einen welches wegen der bekannten Erfolge des genannten Herrn ein besonderes dem Schneckentempo genähert, daß Berlin auf diesem Gebiete schon Kautschukstempel gestohlen. Die Räume des Buffetiers, die Interesse finden dürfte. längst von anderen Städten überholt ist. Das von Herrn Kirschner auch Getränke und Bigarren enthielten, haben sie 1111= Zur Gedenkfeier für Fontane am nächsten Sonntag find die in seiner Antwort an den Rektorenverein aufgestellte Schulprogramum berührt gelassen; auch im Schlafzimmer des Grafen Eintrittskarten sämmtlich vergriffen. Den Orgelvortrag, der den berechtigt leider zu der Befürchtung, daß es damit so bald nicht Gulenburg haben sie auf dem Nachttische die goldene Uhr Schlußgefang des Philharmonischen Chors begleiten wird, hat Herr besser werden wird. Wir glauben aber, daß gerade die erfahrenen, und Kette des Grafen liegen lassen. Die Diebe haben wohl ge- Professor Dr. Heinrich Reimann übernommen. Der Festsaal des mitten im praktischen Leben stehenden Schulmänner" nicht einsehen fürchtet, daß das schwere Gehänge ein verrätherisches Geräusch machen Nathhauses wird von der Kunstgärtnerei H. Fasbender auswerden, wieso es dem„ gesunden Fortschritt" nachtheilig sein soll, tönnte. geschmückt. wenn schwere Mißstände im Berliner Volksschulivesen, die allseitig Druckfehler- Berichtigung. In der Notiz Bei der und seit langem als solche erkannt sind, ohne Zaudern beseitigt städtischen Sparkasse"( Nr. 228, Beilage, Lokales) ist zu lesen: llebrigens fehlt( statt: steht) im diesjährigen Bericht die Gruppirung der Einzahlungen u. s. w. werden. " Aus den Nachbarorten. 〃 Ein neues Polizeirevier, das die Nr. 102 führen und seinen Sitz Weidenweg 43 haben wird, tritt mit dem 1. Oktober in Wirksamkeit. Dasselbe ist gebildet worden durch anderweite AbAls eine schwere Benachtheiligung wird von den auf grenzung der Polizeireviere 24, 45, 51, 66, 95 und Arbeiter Wochenkarten fahrenden Passagieren der Stadt- 96 und ist der 3. Polizei- Hauptmannschaft zugetheilt. Außerund Ringbahn die Genauigkeit empfunden, mit der die Beamten dem sind bezw. werden vom 1. Oktober d. Js. ab verlegt: 1. Das darauf achten, daß kein Inhaber solcher Karte einen nach 8 Uhr früh Bureau der V. Polizei- Hauptmannschaft von Charlottenstraße 86 fahrenden Zug benutzt. Ist an sich schon die Verordnung sehr lästig, nach Wilhelmstr. 10, 2. Bureau und Wache des 36. Polizeireviers Schöneberg. Zu der am Donnerstag, den 6. Oktober, stattdaß die Giltigkeit der Arbeiter- Wochenkarten auf bestimmte Tages- von Charlottenstr. 5 nach Wilhelmstr. 29, 3. Bureau und Wache des findenden Stadtverordneten Wahl für den 12. Bezirk soll stunden beschränkt bleibt, so fällt die Strenge, mit der auf Ein- 54. Polizeireviers von Manteuffelstr. 66 nach Kottbuser Ufer 44, am Sonntag ein Flugblatt an die Wähler des betreffenden haltung dieser Bestimmung geachtet wird, besonders in folchen 4. Bureau und Wache des 92. Polizeireviers von Büschingstr. 15 nach Bezirks vertheilt werden. Die Genossen von Schöneberg werden Fällen auf, wo dem Arbeiter kurz vor acht Uhr eine Büschingstr. 20. dringend ersucht, am Sonntag früh 8 Uhr pünktlich im Lokal des Wochenkarte nicht allein verkauft, sondern auch foupirt wurde. Unfälle im Straßenverkehr. Vor dem Hause Unter den Genossen Schulz, Bahnstr. 35, zu erscheinen, so daß die VerDer Fahrgast jetzt sich, nichts Böses ahnend, in den vielleicht wenige Linden 72 fiel der Kutscher Paul Leiter von seinem Arbeitswagen breitung trotz der Schwierigkeiten bei dem jetzt stattfindenden Umzug Minuten nach acht Uhr abfahrenden Zug, und ist bei der Ankunft herab, gerieth unter die Näder und erlitt außer einer Quetschung prompt vor sich gehen kann. Das Wahlkomitee. J. A.: auf der Endstation nicht wenig erschrocken, wenn er angehalten wird, der Hand einen Bruch des rechten Oberarms. Als vor Ernst Obst. um ein Strafbillet" nachzulösen! Die Stadtbahn- Direktion thäte gestern Abend in der Brunnenstraße der Führer eines Arbeiter- Risiko. Auf dem Neubau der Firma Below u. Lange gut, die Arbeiter- Wochenkarten für alle Züge freizugeben, statt auf Schlächterwagens sich zwischen einem Möbelwagen und einem in der Kaiser- Allee zu Wilmersdorf stürzte am Dienstag Abend die geschilderte, wenig einwandfreie Weise dem Arbeiter eine doppelte Wagen der elektrischen Straßenbahn hindurchzwängen wollte, 6 Uhr der Arbeiter J. Markusat aus Schöneberg von der 4. Etage Bezahlung für die zurückgelegte Fahrt zuzumuthen. wurde sein Fuhrwerk von dem Möbelwagen erfaßt und gegen herab. Der Verunglückte wurde mit schweren inneren Verlegungen Die Berliner Rekruten, die zu den Kavallerie- Regimentern den Straßenbahnwagen geschleuert. Der Schlächterwagen wurde nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. in der Provinz eingezogen werden, haben sich am 1. und 3. Oktober hierbei vollständig zertrümmert, Personen sind nicht verlegt.- Beim Das Landrathsamt des Nieder- Barnimer Kreises ist von bei den Bezirkskommandos in der General Bapestraße zu gestellen, Ueberschreiten des Fahrdammes der Neuen Friedrichstraße wurde am der Kochstraße 24 nach dem neuerbauten Hause der Nieder- Barnimer um ihren Truppentheilen zugeführt zu werden, die Freiwilligen am Nachmittag die Arbeiterwittwe Klug von der Deichsel eines mit Streiskorporation am Friedrich Karl- Ufer 5 verlegt worden. Dort sind ersten, die Gezogenen am zweiten Tage. Die Infanterie folgt Möbeln beladenen Handwagens, dessen Führer blind darauf los fuhr, jetzt die Geschäftsstuben des Landrathsamtes, des Kreisausschusses, in den Tagen vom 12. bis zum 15. Oftober, ebenso die Spezial- umgestoßen. Infolge des Ruckes tippte der Wagen um, zumal da der Kreisfassen, der Kreis- Feuer- Sozietäts- Direktion, der Kreisauch die Möbel nicht ordnungsgemäß verpackt waren, und fiel der Kommunal- sowie der Kreis- Spar- und der Kreis- Feuer- SozietätsAdressbuch 1899. Die Hauslisten für den kommenden Jahr- Frau auf den Leib. Sie erlitt Verlegungen am Kreuzbein und zwei kasse, sowie der Kreis- Ersatz- Kommission vereint. gang des Adreßbuchs für Berlin und Vororte( Verlag von August Wunden am linken Daumen. Die Große Berliner Kunstausstellung wird vom 1. Oktober Scherl) sind nunmehr den Hauseigenthümern oder deren Verwaltern zur Weitergabe an die Herren Haushaltungsvorstände zugegangen. dieses Jahres ab bis auf weiteres täglich abends um 7 Uhr geDie Abholung der Listen erfolgt am Montag, den 8. Oktober. Im schlossen. Auch die vom 1. bis 16. Oktober im Landesausstellungseigenen Interesse der Einwohner Berlins erscheint es geboten, die Parke stattfindende Ausstellung vom Rothen Kreuz, welche den Listen genau und rechtzeitig auszufüllen, damit unrichtigkeiten und Besuchern der Kunstausstellung ohne Extra- Entree zugänglich ist, Verspätungen möglichst vermieden werden. Das weitere ersehen unsere wird nur bis 7 Uhr abends geöffnet sein, während der Park wie Leser aus dem bezüglichen Inserat in der heutigen Nummer. bisher erst später geschlossen wird. truppen. Fund machte gestern Morgen ein Streckenwärter der Nordbahn bei Selbstmord wegen Stellungslosigkeit. Einen schrecklichen dem Abgehen der Geleise in der Nähe der Station Stolpe. Er fand auf dem Bahnkörper die schrecklich verstümmelte Leiche eines etwa 25jährigen Mannes, der von einem Vorortszuge überfahren und von dessen Rädern buchstäblich zerrissen worden war. Aus Papieren, die bei der Leiche vorgefunden wurden, ging hervor, daß der Todte ein in Berlin wohnhaft gewesener, seit furzem stellungsloser HandlungsEin Mordversuch ist in der Nacht zum Donnerstag in dem Auf der Treptow- Sternwarte hielt am Mittwoch Abend der gehilfe Namens L. sei. Wie der Unglückliche ferner durch SchriftHause Gontardstraße 4, zwischen der Königstraße und der Beutral- bekannte Experimental- Physiker Herr Amberg einen Vortrag über ftüde mittheilte, wolle er, da es ihm bisher nicht gelungen sei, eine markthalle, verübt worden. Der 23 jährige Schankwirth Otto den Schall. Daß unsere Schallempfindung durch Schwingungen neue Stellung zu erlangen, feinen Eltern nicht zur Last liegen und Sarrach hat versucht, seine 18 Jahre alte Ehefrau Margarethe verursacht wird, daß jeder tönende Körper Schwingungen vollführt, hat aus diesem Grunde den Selbstmord zur Ausführung gebracht. durch Hammerschläge auf den Kopf zu tödten. Die schwer die sich der Luft mittheilen, daß sie sich in dieser wellenartig fortverwundete Frau lebt noch, der Thäter ist entflohen. Sarrach pflanzen, bis sie das Trommelfell in unserem Ohre treffen, dürfte war früher Schlächter und faufte am 16. Juni von dem Besitzer wohl allgemein bekannt sein. Dagegen sind die Methoden, durch welche Schindler die Wirthschaft in der Gontardstraße für 3000 Mark. die Schwingungen näher untersucht und ihre Beziehungen zu einander Seit einem Jahre verheirathet, führte er nach wie vor ein sehr und zu den durch sie hervorgebrachten Tönen ermittelt werden, weit Ein sehr verwickelter Meineidsprozeß, von dessen Ausgang lockeres Leben und mißhandelte seine Frau. Vorgestern war Sarrach weniger bekannt. Um nur eins zu erwähnen, so glaubt man das Schicksal eines fangeblich unschuldig zu Zuchthausstrafe ver den ganzen Tag nicht zu Hause. Als er gegen 12 Uhr heimkam, gewöhnlich, daß ein besonders feines musikalisches Gehör zu urtheilten Mannes abhängt, gelangte gestern vor dem Schwurgericht ergriff er, ohne daß ein Wortwechsel vorausgegangen wäre, einen akustischen Untersuchungen nothwendig ist, damit man die Unter- des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichts- Direktors Rösler Hammer und schlug damit seiner im Bette liegenden Frau wieder schiede der einzelnen Schwingungen wahrnehmen kann. Und doch zur Verhandlung. Die auf wiederholten Meineid beziv. Anstiftung holt auf den Kopf, bis der Hammerstiel abbrach. Dann zerrte er ist es möglich, Unterschiede, die selbst das geübteste Ohr nicht mehr zum Meineide lautende Anklage richtet sich gegen vier Frauen: die die Frau aus dem Bette und lief mit den Worten: Wenn Du heraushört, auch dem ganz Unmusikalischsten zur deutlichsten An- unverehelichte Auguste Pieck, die verehelichte Näherin Henriette As noch nicht genug haft, werde ich etwas anderes holen," in die schauung zu bringen. Hohmann, die verehelichte Antonie Drinkmann und die Gerichts- Beifung. Küche, um sich mit einem andern Mordwerkzeuge zu versehen. Unter- Bon den mannigfachen, hierauf gerichteten Methoden führte Herr verehelichte Minna Träder. Die Anklage ist eine Etappe dessen schleppte sich die Frau an das nach dem Hofe hinaus gelegene Amberg die vom französischen Physiker Lissajous angegebenen vor. in einem mit erschrecklichen Mitteln geführten Kampf der Fenster des Schlafzimmers, öffnete es und rief um Hilfe. Sie| An einer Stimmgabel ist ein kleiner Spiegel befestigt, auf den durch| Frau Drinkmann gegen ihren Ehemann und umgekehrt. Versammlungen. so H der des Gewerkschaftskartells, in der Genosse A. Hoffmann einen Steglit. Hier tagte am 25. September eine Versammlung beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Bei Besprechung gewerk schaftlicher Angelegenheiten wurde von Kutscher und Fritsch darauf hingewiesen, daß am Orte einige Berufe ohne jede Organisation wären. Es wäre zu wünschen, daß dem abgeholfen werde und das tell in seinen Bestrebungen hinreichende Unterstützung erfahre. Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7 Uhr, Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Humanistische Gemeinde. Sonntag, den 2. Oktober, vormittags 10 Uhr, im oberen Konzertsaal des Industrie- Gebäudes, Kommandantenstraße 77. Herr Eugen Wolfsdorf: Der Kampf um die höchsten Güter der Menschheit. Arbeiter- Samariter- Kolonne. Freitag: keine Sigung wegen Umzugs nach den„ Arminhallen". Briefkasten der Redaktion. Der pensionirte Steuererheber Drinkmann hat mit feiner Jezt Ein Mann, der ohne Ursache eine Brandstiftung be-|. Albrecht als Revisoren gewählt. Hierauf referirte das Lohnkom angeklagten Ehefrau vor etwa fünf Jahren das Fest seiner dreißig gangen hat, wurde gestern dem Schwurgericht des Landgerichts I in missions- Mitglied Dietrich über die in den Wanderversammlungen jährigen Hochzeit gefeiert. Seine Ehe war bis dahin recht glücklich der Person des 28jährigen Arbeiters Ernst Lange vorgeführt. zum Ausdruck gebrachten Ansichten bezüglich der event. Lohnbewegung gewesen, bekam dann aber einen tiefen Riß, der zu voller, grimmiger Der Angeklagte ist der Sohn des Fuhrherrn Lange, welcher in der und über die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse im PußerFeindschaft zwischen den Eheleuten und schließlich zu freiwilliger Biesenthalerstraße ein eigenes Grundstück besitzt und ein ziemlich um- gewerbe. Nach einer langen Diskussion, an der sich König, Trennung der beiden führte. Der Ehemann Drinkmann wurde im fangreiches Geschäft betreibt. Drei seiner Söhne fahren Droschken, Stichter, Lempfuhl, Budha, Schmidt, Vogel u. a. be Jahre 1896 von seiner Frau denunzirt, daß er versucht habe, die der vierte, der Angeklagte, hat sich stets als höchst unzuverlässig ge- theiligten, wurde der Antrag, den Abschlag- Tagelohn von 7 M. auf jetzige Angeklagte Hohmann zu einem Meineide zu bestimmen, mit zeigt und konnte schließlich nur in der Weise Verwendung finden, 7,50 M. zu erhöhen nnd die im Jahre 1896 festgesetzten Afforddessen Hilfe er die Ehefrau ins Zuchthaus zu bringen daß er seinen Brüdern beim An- und Ausspannen der Pferde preise wieder gedacht habe. zur Geltung zu bringen, angesichts Frau Drinkmann und die Angeklagte Träder half. insbesondere Er erhielt im väterlichen Geschäft freie Station und jezigen Verhältnisse und find seinerzeit in einem Zivilprozeß vernommen worden, in Rücksicht auf die in täglich 30 bis 60 Pfennige Taschengeld. Am Abend des Juteresselosigkeit, die bei einem Theile der Puzzer zur welchem es sich darum handelte, daß ein Anverwandter der Träder 27. März vorigen Jahres brach in einem Stalle, welcher zum Zeit vorherrscht, abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde ein eine Schiebung mit Hausmiethen gemacht haben soll. Frau Drink Lange'schen Grundstück gehörte, ein Feuer aus, welches auch die Antrag, nach welchem der wöchentliche Beitrag von 50 auf 25 Pf. mann hatte damals beschworen, daß es sich keineswegs um eine Nachbarhäuser in Gefahr brachte. Es entstand ein Schaden von herabgesetzt werden soll und eine Aenderung des Sammelwesens Schiebung gehandelt, sie vielmehr selbst dem betreffenden An- etwa 1200 M. Der Angeklagte, welcher sich in einer benachbarten und der Taktik Plaz zu greifen hätte. Zur Annahme gelangte berwandten einen Betrag von 1000 Mart geliehen habe. Ihr Ehe- Destillation befand, als der Brand ausbrach, betheiligte sich lebhaft schließlich folgende von der Lohnkommission gestellte Resolution: mann behauptet, eidliche Aussage unwahr ge- an den Löschungsarbeiten. Es war klar, daß Brandstiftung vorlag," Die Versammlung beschließt folgendes: Die Sammlungen zum wesen, da seine Ehefrau eine solche Geldsumme garnicht zur Ver- aber niemand schöpfte Verdacht gegen den Angeklagten. Dieser allgemeinen Streiffonds in seiner jezigen Fassung, sowie die Baufügung gehabt habe. Die gegen ihn erstattete Strafanzeige be- verließ nach einigen Tagen heimlich das väterliche Haus, kontrolle hören mit dem 12. November d. I. auf. In der Zeit vom hauptete, daß Drinkmann eines Tages die jetzige Angeklagte Hoh- da dies aber wiederholt vorgekommen war, wurde 14.- 30. Nov. wird an den berechtigten Kollegen der Schlußstempel ertheilt mann besucht und auf sie eingeredet habe, eine falsche Aussage gegen fein Gewicht darauf gelegt. Bald darauf wurde seinen und die Kassenabrechnung vorgenommen. Nach Erledigung der Kassenfeine Ehefrau zu machen. Die bei Frau Hohmann damals wohnende Angehörigen die überraschende Nachricht, daß sich der Sohn und abrechnung erfolgt der Schluß des Bureaus am 30. November d. J. Angeklagte Bied, die zur Zeit jenes Besuches in der Küche im Bruder im Polizei- Gewahrsam befinde. Er habe sich selbst gestellt Der Vertrauensmann wird beauftragt, in der letzten Woche im Bette gelegen, sollte gehört haben, wie Drinkmann beim Verlassen und angezeigt, daß er das väterliche Gehöft in Brand gesteckt habe. November eine Versammlung der Pußer einzuberufen, welche über der Wohnung zu der Hohmann gesagt habe:„ Sie wissen nun Be- Dies Geständniß wiederholte der Angeklagte vor dem Schwurgericht. einen etwa nothwendig erscheinenden Zahlungsmodus zum Streitscheid, fagen Sie nur so aus, dann bekommt sie einige Jahre als an dem betreffenden Abende seine Brüder mit den Nacht- fonds Beschluß fassen wird. Die jetzige Lohnkommission bleibt beBuchthaus und ich bin das alte A.. los!" Drinkmann wurde broschten vom Gehöft gefahren waren, sei er auf den Boden ge- stehen und leitet die etwa nothwendig werdende Veränderung der infolge dieser Anzeige wegen Verleitung zum Meineide stiegen, habe das Heu mittels eines Zündholzes in Brand gesteckt Taftit in die Wege. Desgleichen überwacht sie die im Gewerbe unter Anklage gestellt und am 19. November 1896 und sich dann schnell in die Schankwirthschaft des Nebenhauses begeben. bestehenden Mißstände und ist befugt, sofort einzuschreiten." zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil der Gerichtshof Warum er Feuer angelegt, fönne er nicht angeben, er habe keinen den belastenden Aussagen der als Zeuginnen vernommenen Frau Streit mit seinen Angehörigen gehabt und sei auch nicht an Hohmann und namentlich der Pieck vollen Glauben schenkte. Drink getrunken gewesen. Er habe einer augenblicklichen Eingebung folgen mann legte Revision gegen das Urtheil ein, diese wurde aber ver- müssen. worfen, und er mußte seine Strafe im Zuchthause zu Brandenburg Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Schneider, erklärte, daß er vor antreten. Es gelang ihm aber, das Wiederaufnahme- Verfahren einem psychologischen Räthsel stehe. Wie er von dem Vater des durchzusehen, welches darauf bafirte, daß die von der Pieck und der Angeklagten gehört habe, habe der letztere vor etwa zehn Jahren Hohmann geleisteten Eide falsch gewesen und die letzteren durch Frau an Krämpfen gelitten, es bleibe muur die Annahme übrig, daß der Drinkmann zum Meineide angestiftet worden seien. Bis zum end selbe an zeitweise auftretender Geistesstörung leide. Er müsse giltigen Austrage der Sache ist der alte Drinkmann aus dem Zuchthause beantragen, ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. beurlaubt worden. Seine Sache ist durch ein Privatdetektiv- Bureau Der Gerichtshof folgte dem Antrage und vertagte die Verhandlung. gefördert worden, an welches sich ein Schwiegersohn des Drinkmann nach dessen Verurtheilung gewandt hatte. Ein Angestellter des Bureaus füpfte ein Verhältniß mit der Angeklagten Bied an und fand Gelegenheit, mit ihr ein Gespräch über die Sünde und die Strafbarkeit eines Meineides zu führen. Da soll denn dem Die Töpfer hielten am Mittwoch im„ Englischen Garten" eine Mädchen das Gewissen geschlagen und sie soll dem Detektiv gut besuchte öffentliche Versammlung ab. Den Bericht über die eingestanden haben, daß sie in der Drinkmann'schen Sache gegenwärtige Situation im Töpfergewerbe erstattete der Vertrauenseinen Meineid geleistet habe: sie habe thatsächlich nicht die an- mann David. Nach seinen Ausführungen sei zwar die augenblickgebliche Aeußerung Drinkmann's gehört. Weitere Andeutungen des liche Konjunktur weder für Versammlungen noch für die Organisation Mädchens ließen die Folgerung zu, daß Frau Hohmann, in deren als befriedigend aufzufassen; immerhin aber sei ein Fortschritt Banne das Mädchen stand, weil es bei dieser Wochen abhalten gegenüber den flauen Verhältnissen im Frühjahr zu konstatiren. wollte und gänzlich mittellos war, sich der Anstiftung zum Mein- Was die Kasse beträfe, so sei eine Einnahme von 2250,15 M. und eide schuldig gemacht habe. Die weiteren Ermittelungen haben eine Ausgabe von 117,70 M. zu verzeichnen, sodaß ein Bestand von dann zu der jetzigen Anklage geführt. Die drei angeklagten 2132,45 W. verbliebe. Kronfeld erklärt hierauf im Namen der Revisoren Frauen bestritten wie in einer früheren Verhandlung die Abrechnung für richtig. Die nun folgende Diskussion dreht sich aus jedtvede Schuld und blieben dabei, daß sie in den ihnen schließlich um die Fensterstreiffrage. Es ergreifen das Wort: zur Last gelegten Fällen nur die Wahrheit gesagt und die An- Kronfeld, Nugget, Manthe, Hagen, David und geflagte Bied nach keiner Nichtung hin beeinflußt haben. Die An- Guth. Sämmtliche Redner halten sowohl die augenblickliche Lage, geflagte Bied hielt ihr dem Detektiv- Beamten abgelegtes Geständniß wie auch die Lauheit in der Organisation für nicht geeignet, Fordeaufrecht und versicherte, daß lezteres ein durchaus freiwilliges und rungen zu stellen. Schließlich wird ein Antrag Hagen angenommen, durch keinerlei Geschenke, Versprechungen oder dergleichen beeinflußtes am Mittwoch vor dem 15. Oktober eine Vertrauensmännerfizung Lesen Sie vielmehr„ Le Socialiste", der wöchentlich erscheint. Das Blatt gewesen sei. Sie erzählte, daß der Herr, der sich schließlich einzuberufen, welche endgiltig entscheiden soll, welche Stellung man fostet vierteljährlich 1 M. 60 Pfg. Die Adresse ist René Chauvin. Paris, als Detektiv entpuppte, wiederholt mit ihr zusammengetroffen zu der Fensterstreitfrage nehmen sollte. Die Vorgänge in 5 Rue Rodier. sei und sie eines Tages in ein Restaurant geführt habe, Königsberg beleuchtete Hülscher hierauf in ausführlicher Weise. Adebar. Das Gesez vom 24./4. 1854 ist nicht geändert. Es lebt bis 1Wo er einen Bekannten getroffen. Das Gespräch sei dann Er giebt im großen und ganzen ein Bild von dem bereits im suut 31./12. 1899. Besten Gruß. 2. 7. Die Anbringung des Schildes C. R. 18. Ihre Forderung ist noch auf Meineide gekommen und die Herrent hätten von Fachorgan„ Der Töpfer" geschilderten Vorfällen, woraus ersichtlich mit vollem Rumen ist erforderlich. Fy. 23. Das Mädchen bedarf der väterlichen einem Fall erzählt, in welchem jemand, der einen Meineid vird, in welcher gehässigen Weise die nach Königsberg zugereiften nicht berjäh Einwillignng bis zum vollendeten vierundzwanzigsten Lebensjahre: erst geleistet hatte, schließlich so ehrlich gewesen wäre, sich selbst der sieben Kollegen, welche dem Zentralverbande angehörten, von den vom 1./1. 1900 ab bedürfen großjährige( b. i. über 21 Jahre alte) Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Da habe sie es nicht über das Herz dortigen Lokalorganisirten angegriffen worden sind. Es entspinnt Kinder der väterlichen Einwilligung nicht mehr. Es können bis 1900 bringen können, mit dem Bewußtsein, einen Meineid geleistet zu sich nun eine ganz außerordentlich lebhafte und erregte Debatte, in großjährige, ehelnſtige, von ihrem Vater an der Eingehung behinderte junge haben, länger umherzugehen, sie habe ihr Gewissen durch ihr Ge- welcher Hülscher, Thieme, Glas, Guth, Hagen, Leute nur auf Ergänzung der väterlichen Einwilligung beim Landgericht ständniß entlastet und sei damit einverstanden gewesen, daß der Genesty, Kronfeld, Probst, Lothar und Manthe flagen. Solche klage pflegt aber mindestens 6 Monate Lebensdauer zu Glas, Thieme und Probst auf haben. Hr. 12. Leider hat der böse Musiknachbar Necht. Viele Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet würde. Die weiteren Bekundungen das Wort ergreifen. dieser Zeugin sind weder für die Angeklagte Hohmann, noch für die der einen Seite suchen die Königsberger Vorgänge in einem helfen sich in solchen Fällen durch ein Antiphon( Kugel zum Schalldämpfen). Angeklagte Drinkmann belastend. Nach ihrer eigenen Darstellung für die Lokalorganisirten günstigen Lichte darzustellen, während hat Frau Hohmann annehmen können, daß sie( die Pieck) thatsächlich von den anderen Rednern dem widersprochen wurde; es kommt die von ihr beschworene Aeußerung des alten Drinkmann gehört zu den persönlichsten Bemerkungen, welchen erst nach Schluß der habe, es scheint auch so, als habe Frau Hohmann nicht auf sie Nednerliste und Annahme der folgenden Resolution ein Ende gesetzt wird: eingewirkt, Falsches zu beschwören. Aus den weiteren Vernehmungen Die heutige Töpferversammlung erklärt, daß das Verhalten der der Angeklagten geht hervor, daß die Angeklagte Hohmann fieben Kollegen, welche vom Arbeitsnachweis nach Königsberg geschickt inzwischen auf Betreiben Drinkmann's wegen eines in einer worden waren und dort Arbeit genommen haben als organisirte anderen Sache geleisteten fahrlässigen Meineides zu neun Kollegen, angemessen ist; sie erklärt sich deshalb mit ihnen vollMonaten Gefängniß verurtheilt worden ist und daß auch ständig einverstanden." Im Gewerkschaftlichen wird Günther Swinemde. 759 Frau Träder schon eine Gefängnißstrafe wegen Abgabe einer zum neuen Revisor des Vertrauensmannes, auf einen diesbezüglichen Hamburg falschen eidesstattlichen Versicherung erlitten hat. Zur Aufklärung Antrag Kronfeld's hin, gewählt. Zum Schluß forderte dam Berlin der sehr verwickelten Verhältnisse ist eine große Anzahl von Be- und der Vorsitzende die Anwesenden auf, sich recht zahlreich der OrganiEntlastungszeugen geladen worden, so daß die Verhandlung min- fation anzuschließen. destens zwei Sigungstage in Anspruch nehmen wird. Die Anklage Die Puter hielten am Mittivoch eine öffentliche Versammlung vertritt Assessor Dr Cornel, die Bertheidigung führen Justizrath bei Cohn, Beuthstraße, ab, um über die in den drei vorher: Hänschte, sowie die Rechtsanwälte Dr. Löwenstein, Dr. gegangenen Wanderversammlungen diskutirten Anträge Beschluß zu Jänicke und Dr. Werthauer. faffen. Zunächst wurden H. Schmidt, H. Nichter und Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Dentschlands An die Vertrauensmänner des Zahlstelle Berlin I. Die juristische Sprechstunde findet während der Parteitagswoche am Dienstag, den 4., Donnerstag, den 6., und Freitag, den 7. Oktober, abends von 7 bis 8½½ Uhr statt. M. 100. 1. Im allgemeinen nein. 2. Das Schriftstück ist ungiltig. 3. Etwa 30 M. 2. G. 50. Sie sind zur Zahlung nicht verbunden. .. Schöneberg. Sie würden im Klagefall verurtheilt werden. 25. 1 und 2: Ja. G. M. 67. 1. Wenn es sich um eine Wohnung von mehr als 2 Stuben handelt: ia. 2. Sie müssen sich an die Polizei wenden. W. M. St. Gegen Einsendung von 85 Pf. sendet die Buchhandlung Vorwärts ein solches Buch. S. R. 100. Fragen Sie an in der„ Metallarbeiter- Zeitung", Nürn berg, Weizenſtr. 12. J. K. Eine monatlich erscheinende Revue ist nicht zu empfehlen. Witterungsübersicht vom 29. September 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter ONO 1Regen 761 NW 759 NW Wiesbaden 764 N München 763 23 Wien 4 bedeckt 2 Regen Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke 11 Haparanda 767 N 11 Petersburg 761 NM 10 Cort 10 Aberdeen 9Paris 14 Wetter 2wolfent Temp. n. 6. 5° 6.= 4° R. 68694 751 SSW 7572 765 S 2 bedeckt Regen 2 heiter 1wolfent 15 1 Geiter 4 Regen 759 23 1 bedeckt Wetter- Prognose für Freitag, den 30. September 1898. Ein wenig wärmer, zunächst aufflarend bei mäßigen südwestlichen Winden; nachher neue Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. 32/20 Hente, Freitag, abends 8 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 20-21: Kreises Teltow- Beeskow- Storkow- onntag, den 2. Oktober, vormittags 10% libr, bet Feuerstein Charlottenburg! Der Unterzeichnete ersucht die Parteigenossen, die Versammlungen für die Berichterstattung vom Parteitage bis Sonntag, den 23. Oktober abzuhalten, sowie die Wahl der Vertrauenspersonen bis zu demselben Tage zu vollziehen. Während der Dauer des Parteitages find Briefe, Anfragen u. f. w. an Genossen Quitt, Nixdorf, Paunierstraße 62, zu senden. 206/12 W. Eberhardt, Kreis- Vertrauensmann. Tischler- Verein. Sonnabend, den 1. Oktober, abends 8½ Uhr, Melchiorstraße 15: IS Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung der Urania Vorstellung. 2. Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest am 22. Oftober. 199/3 Der Vorstand. ( oberer Saal), Alte Jakobstraße 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal 1898. 2. Verbandsangelegenheiten. Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung! Vnter. Achtung! Folgende Kollegen find nach mehrmaliger Aufforderung ihrer Berpflichtung Zentralverband deutscher Maurer und verw. Berufsgenossen gegen den Streitfonds nicht nachgekommen: Franz Wähler 20 M., Wilhelm Gärtner 4,50 M., Rudolf Gröger 6,55 M., Gustav Bart 3 W., August Am Sonntag, den 2. Oktober, vormittags punkt 11 Uhr, in den Schulz 2,10 M., May Nocht 3 M., Fr. Pfeiffer 1 M., August Wolff 2 M., Wilhelm Lehmann 3,50 M. Wir ersuchen alle Kollegen, sofern sie mit ( Zahlstelle Berlin I. Puter). Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Befagten zusammenkommen, dieselben an ihre Pflicht zu erinnern. Gegen Mitglieder- Versammlung. diejenigen, welche bis Sonntag nicht gezahlt haben, wird gerichtlich vorgegangen werben. Die Ortsverwaltung. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) Sonntag, den 16. Oftober 1898, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Aleganderstraße 27e: Verein der Bauanschläger Berlins u. Umgegend. Außerord. General- Versammlung. Sonntag, den 2. Oktober, vormittags 11 thr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstrake 33. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vercinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Beiträge werden nur in der Zeit von 10 bis 11 Uhr entgegen genommen. Die Kollegen werden ersucht, der wichtigen Tagesordnung halber, recht zahlreich zu erscheinen. 34/3 Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Abrechnung bes Kassirers vom 3. Quartal 1898 sowie Revisionsbericht. 2. Die Vorlage des Vorstandes und Ausschusses: Abänderung des§ 8, betr. die Erniedrigung des Eintrittsgeldes und der Beiträge, und § 11, betr. die Festsetzung der Dauer der Unterstützung und Abzug der laufenden Beiträge von den zu gewährenden Kranten- Kur- und Verpflegungskosten. 3. Innere Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Bühne über: Unfall". 2. Bericht über die Kollegen von den Bauten Friedelstraße- Rigdorf und Bayreutherstraße. 3. Bereinsangelegenheiten. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 135/10 Die örtliche Verwaltung. Achtung! Schöneberg! Achtung! Das seit 14 Jahren bestehende Geschäft von Adolf Ertz, Inhaber: H. Behrend verlege ich nach Hauptstrasse No. 129 und führe Anzüge für Herren und Knaben sowie Arbeiter: Garderobe in bewußter prima Qualität weiter. 6153L Oranien- Hallen Am Moritzplatz. Oranienstr. 51. Am Moritzplatz. Inhaber: Hermann Scholze 56562* 38/9 empfiehlt feine Säle den Vereinen zu Versammlungen und Festlichkeiten. Im unteren Saal täglich: Frei- Konzert. Elektromonteur- Kursus. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: H. Metzke, 1. Vorsitzender. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Berlins und Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß die Versammlungen von jetzt an Montags stattfinden und zwar ist die nächste am Montag, den 10. Oktober, Oranien- Straße 51. Sonntag, den 9. Oktober, vormittags 10% Uhr: General- Derlammlung im Lokale des Herrn Wernau, Schwedterstraße 24. Tages Ordnung: Der Arbeitsnachweis steht den Kollegen nach wie vor zur Verfügung an den Wochentagen von 8-91/ 2 Uhr abends, Sonntags von 10-11 Uhr 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal 1898. vormittags, im Lokale des Herrn Heinrich, Naunyn Straße 78. 4. Abstimmung über den Antrag Krüger. 5. Vereinsangelegenheiten und 142/18 Der Vorstand, Verschiedenes. [ 31/11] Der Vorstand. Praktische und technische Ausbildung. Montag, Mittwoch und Freitag, abends 8-10 Uhr, Seydelstrasse 30 a. Fraget bei Eurem Droguisten nach ,, Karola" [ 1312b Lieblingsseife, die den Teint jugendfrisch und schön erhält. retsed siled T 0183.3 Adrehbuch für Berlin und Vororte 1899. V 2260 Die Hauslisten für das Adreßbuch, Jahrgang 1899, sind nunmehr den Herren Hauseigenthümern bezw. Verwaltern zur Weitergabe an die verehrlichen Haushaltungs- Vorstände zugegangen. Die letzteren werden hiermit gebeten, die erforderlichen Angaben recht genau und deutlich in die Hauslisten einzutragen und diese schnell weiter zu geben. Da die Abholung der Hauslisten Montag, den 3. October, beginnt, so richte ich an diejenigen Haushaltungs- Vorstände in Berlin, denen die Hauslisten bisher noch nicht vorgelegt wurden, das Ersuchen, bei ihren Herren Hauseigenthümern oder Verwaltern wegen der Liste Nachfrage zu halten und für die schleunigste Eintragung der erforderlichen Angaben Sorge zu tragen oder mir diese Angaben unverzüglich direct zugehen zu lassen. Im Hinblick darauf, daß die Bewohner der Reichshauptstadt das größte Interesse an einem vollkommenen und zuverlässigen Adreßbuche haben, darf ich wohl erwarten, daß alle Einwohner durch recht genaue Ausfüllung der Hauslisten und durch deren schleunige Weitergabe die mühevolle und kostspielige Zusammenstellung des Adreßbuchs unterstützen werden. Berlin, den 29. September 1898. SW. Zimmerstraße 39/41. August Scherl. 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Anfang 7 Passage- Panopticum. Westen. Der Streit der Schmiede. Der Postillon von Lonjumeau. Anfang 72 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Schiller. Mauerblümchen. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Auf. 72 Uhr. Belle Alliance. Napoleon oder: Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Oftend. Schlung sel. Wwe. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Anfang 8 Uhr. beiden Waisen. Meganderplatz. Eine Ehrlose. Anfang 8 1hr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Anfang 7 Uhr. Luisen. Jocko's Streiche. Anfang 8 11hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speziali täten Vorstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitag zum 1. Male: Manerblümchen. Sonnabend: Manerblümchen. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Die Haubenlerche. Sonntag abends 8 Uhr: Manerblümchen. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus Geschichte. Operette in 3 Affen von Owen Hall. Mufit Denſit von Sidney Jones. Deutsch von E. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesetzt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapelluftr. E. Goldmann. Kaffeneröffnung 17 Uhr, Anf. 28 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntag Nachmittag zu bedeutend ermäßigten Preisen: Die Fleder: mans. Operette in 3 Atten von Johann Strauß. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Neues SeptemberProgramm. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Apollo- Theater. Friedrichstr. 118. Direktion: E. Waldmann. Letzte Woche: Otto Reutter. Consuela Tortajada. Les Minstrels Parisiens. Ducreux- Giralduc u. s. w. Sonnabend, 1. Oktober 1898: Vollständig neues Programm. 14 Debuts. Kasseneröffnung 6%, Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Ohr. Circus Busch. Freitag, 30. September 1898, abends 7/2 Uhr: Humoristische Vorstellung. Auftr. d. Hrn. Franz Gebhardt, Ritter p. p., bisheriger Chef der f. f. spanischen Hofreitſchule in Wien. Auf zug sämmtlicher Reitertypen in prunthaftester Ausstattung. Zusammen funft der Blumen, großes Ballet: Divertissement. Außerdem zum ersten Male; Gigerl- lown Daniels als Kraft: mensch. Zum 1. Male: August Mr. Belling ,,, Famille Schulz", höchft to: Metropol- Theater.misch Bum 1. Male: Klown BogaP Behrenstr. 55-57. Direktor: Rich. Schultz. Novität. Zum 28. Male: Novität. Das Paradies der Frauen. Jut 2. Bilde: Die Moden des Jahrhunderts. Jm 5. Bilde: Eva's Vermächtniß. Anfang d. Borst. 4/28 Uhr, Ende gegen 11 Uhr. Morgen u. folgende Tage: Das Paradies der Franen. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Jocko's Streiche Englische Burleste in 3 Aften von W. Sallis. Jodo: Paul Herbig vom Stadttheater in Nürnberg ( als Gast. Mit grösstem Lacherfolge aufgeführt am Bolts- Theater in München und Apollo Theater in Nürnberg. Jocko's Streiche hat dort selbst den Riesenerfolg von ,, Charley's Tante" bei weitem übertroffen. Billetverkauf für die ganze Woche an der Theaterkaffe. Alle folgenden Abende 8 Uhr: Jocko's Streiche nowski als Menageriebefizer. Tie neuen Dreffuren des Direktors. Auftreten aller neuen Reitkünstler und Reitfünstlerinnen, die berühmtesten der Gegenwart in ihrem Genre. Morgen, Sonnabend, 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Thalia- Theater. Sonntag, den 2. Oktober 1898, nachmittags 3 Uhr: Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Zum ersten Male: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich Schiller, Eintrittskarten à 60 Pf. sind in den bekannten Geschäften zu haben. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL HAGENBECK'S INDIEN. Sonntag, den 2. Oktober: Unwiderruflich letzte Vorstellung Drei grosse Gala- Abschieds- Schaustellungen der Indier in d. gedeckten Riesenarena: 3, 5, 7 Uhr; als Schluss der letzteren: Grosser Revanche- Ringkampf zwischen habool Khan und Theodor Heidtke, Siegespreis 100 Mark. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Gentral- Festsäle Central- Theater. Ansprechero. Alte Jakobstr. 32. ensprecher70. Amt IV No. Vergröss. Festsäle mit neuer Bühne und elektrischem Licht. Säle für Gesellschaften, Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen von 100 bis 1000 Personen. Einige Sonnabende und Sonntage noch frei. Gefl. Bestellungen erbitte in meiner Stehbierhalle. 6097L* Franz Müller. Parkrestaurant, Kastanien- Allee 1, Westend, Charlottenburg, de Spandauer Berg, find Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten zu vergeben fowie zivet verdeckte Kegel bahnen. [ 6061L*] F. Karl und H. Heinrich. Olympia- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse. Heute u. folgende Tage: MENE TEKEL Gr. 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Das verschleierte Ballet! Operetten Burleste von Stix. Musik von Roth. In Szene gesezt von Otto Wendt. Neu! Vorher: Neu! Schach und Matt. Schwank in 1 Aft von Carlos Duchow. Gesammtauftreten des durchweg neuengagirten Künstler: und Spezialitäten Personals. Anfang: Wochent. 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Max Kliem's Theater. Preise der Plätze: Balkon 50 Bi. Hafenhaide Nr. 14-15. II. Parquet 1 M. I. Parquet 1,50. Barq. Faut. 2,-. Orch. Faut. 2,50. Parq.- Loge 2,50. Orch.- Loge 3 M. Täglich im Theater- Saal: Vorstellung. Ostend Carl Weiß- Theater. Anfang 7½ uhr, Sonntags 5% Uhr. Gr. Frankfurterstr. 132. Fest- Ouverture. Humoristischer Prolog, berfaßt und gesprochen vont Direktor Carl Weiss. Bum 25. Male: Schluntz sel. Wwe. Gesangs burleske in 3 Atten bon D. Haneld, bearbeitet v. J. Dill. Musit von G. Steffens. Anfang 8 Uhr. Jeder Besucher der heutigen Bor Stellung erhält den Prolog nebst Protokoll gratis als Souvenir. 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ATENTE 6526 Gebrauchsmuster in allen Staaten erwirkt und verwerthet, Waarenzeichen besorgt jüdischen Kirchhofs Weißenfee statt. Um rege Theilnahme ersuchen 217/10 Die Vertrauensleute. Am Mittwoch, den 28. September. starb nach langemt, schweren Leiden unser Freund und Kollege Julius Lissauer im noch nicht vollendeten 29. Lebens: jahre. 90/4 Die Freie Vereinigung der Kaus leute verliert in dem Dahingeschiedenen einen trenen Freund und braven Mit fämpfer, der stets den Platz ausfüllte, auf welchen ihn die Kollegen stellten, und der allzeit mit Opfermuth und mit Begeisterung für die Interessen der Gehilfenschaft eintrat. Die Freie Vereinigung der Kauf leute wird ihm ein immerwährendes Angedenken bewahren. Freie Vereinigung der Kaufleute. Der Vorstand. Die Beerdigung findet am Freitag, den 30. September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des jüdischen Friedhofes in Weißensee aus statt. Todes- Anzeige. Am 27. d. Mts., morgens 52 Uhr, 142/7 verstarb unser Kollege Fritz Meess, Klaviatur- Arbeiter. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 312 Uhr, vom Krankenhaus am Urban aus statt. Der Vorstand des Fachvereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Ant 28. d. M. verstarb nach längerem Leiden plötzlich unser Kamerad, Herr Julius Grothe. Sein langjähriges, treues Wirken int Interesse der Allgemeinheit sichert ihm unser Andenken. 13196 Allgemeines Patent- Bureau uhr, von der Reichenhalle des Neuen Berlin W., Jägerstrasse 69 Auskunft, Rath, Prospekte gratis. ftatt. Garn., Ruhes., Divan, Panelsopha, leiderip, Wäschefp., Die Beerdigung findet am Sonn abend, den 1. Oktober, nachmittags St. Johannis- Kirchhofes in Blögensee Der Vorstand. Todes Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß Bücherfp., Schreibt., Buff., Speiset., mein Bruder, der Töpfer Emil Bettst, Spiegel, Teppich, Bilder, bill., Weidle am 28. September ver verkauft Landsbergerstraße 77 storben ist. Die Beerdigung findet ( Möbelspeicher). 9276 am Sonntag, den 2. Oftober, nach: mittags 3 Uhr, von der Charitee nach dem Charitee- Kirchhof statt. 13176 Wilhelm Weidle. Feen- Palast- Sophaſtoffe Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Heute Freitag: Letztes Auftreten des ersten deutschen Original- Blizz- VerwandlungsSchauspielers Edlawi genannte Fregoli deutsche mit seiner Sensationskomödie Eine Minute zu spät. Leztes Auftreten Nuscha Melitta, Carola Carla, Barsikow- Truppe, Welser Trio, Carré und Banola. Anfang 71/2 Uhr, Entree 50 Pf. Sonnabend: Neue Spezialitäten. Neu! Zum ersten Male: Berlin, wie es liebt und radelt! Ausstattungsposse mit Gesang in 2 Aften. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute, Freitag, den 30. September: Die Tochter des Herrn Fabricius. Schauspiel in 4 Aften von Wilbrandt. Morgen, Sonnabend: Die beiden Waisen. Phantasie, Gobelin Achtung! in Nips, Damajt, Crepe, Freie Bereinigung der BauPlüsch spottbillig!( 4971 Anschläger Berlins n. Umg. 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