Nr. 231. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tauftrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- BettungsBreislifte für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. and Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels seile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Parteitag Sonntag, den 2. Oftober 1898. land Orgien. Zugleich entwickelte der Kapitalismus sich mit staunenswerther Schnelligkeit der Uebergang aus der der deutschen Sozialdemokratie, welcher morgen, am 3. Oktober bürgerlichen Kleinproduktion in die kapitalistische Großin Stuttgart zusammentritt, ist der neunte feit dem produktion vollzog sich, weil beschleunigt durch die WeltmarktFall des Sozialistengesezes. Es ist nicht das erste Mal, Konkurrenz des wirthschaftlich früher entwickelten Auslands daß das jährliche Parlament der deutschen Sozialdemo- so rasch wie vorher in feinem anderen Lande, nicht einmal in tratie in Stuttgart tagt. Schon 1870 fand in der England. Die wirthschaftliche Revolution, welche Hauptstadt des schönen Schwabenlandes Kongreß der Kapitalismus in Deutschland vollzog, schuf die Grunddeutscher Sozialdemokraten statt. Aber es war da- lage für die sozialistische Bewegung und führte der mals nur ein Rumpfparlament wenn auch in internationalen Sozialdemokratie in einem Tag mehr anderem Sinne als die Trümmer des Frankfurter Parlaments, Kräfte zu, als die Organe des kapitalistischen Klassenstaates die 1849 nach dem Scheitern der deutschen bürgerlichen Einheits- in einem Jahrzehnt vernichten konnten. Je und Verfassungs- Bewegung sich in Stuttgart zum Spielen einer größer die Anstrengung, unsere Partei zu erdrosseln, desto tläglichen Revolutions- Harlekinade gesammelt hatten und größer das Wachsthum unserer Partei. " von den Schergen der Gewalt durch die bloße Androhung der Jezt wieder hat die Reaktion einen neuen Anlauf zum Gewalt auseinandergesprengt wurden. Das Rumpfparlament hoffnungslosen Sysiphuswert genommen. Nach der Ander Arbeiter war nicht darum unvollständig, weil ein fündigung des deutschen Kaisers wird ein Gesetz ausgearbeitet, Theil der Delegirten desertirt gewesen wäre, wie bei jenem das jeden, der zum Streit anreizt, mit Zuchthaus bürgerlichen Parlament, sondern weil ein Theil der Arbeiter bedroht. Da der Streik die letzte Waffe des Koalitionssich noch abseits hielt und der Gedanke der Einigung in den rechtes ist, und da ein Streit ohne Anreizung" deutschen Arbeitern noch nicht zu unbestrittener Herrschaft gelangt zum Streit nicht denkbar, so wäre ein solches war. Bis dahin sollten noch 5 Jahre verstreichen. Jedenfalls vertrat Gesetz das Verbot der Ausübung des Koalitionsrechts das Stuttgarter Rumpfparlament des Jahres 1870 die auf bei Zuchthausstrafe. Das Parlament der deutschen Arbeit, steigende Macht der Arbeiterklasse, während das Stutt das morgen zusammentritt, wird auf dieses vom kapitalistigarter Rumpfparlament des Jahres 1849 die nieder- schen Schlotjunkerthum geplante Attentat die gebührende gehende Macht des Bürgerthums vertreten hatte. Hier Antwort geben; und die deutsche Arbeiterschaft wird dafür Vergangenheit, Verfall dort Zukunft, lebendig schöpferische sorgen, daß, was der Stuttgarter Parteitag beschließt, auch Straft. That werde. Diesmal ist es tein Rumpfparlament, das in Stuttgart Auch sonst noch wird der heurige Parteitag dem Ernst fich versammeln wird. Seit dem Einigungskongreß von Gotha, der politischen Lage Rechnung zu tragen haben. Und die der 1875 die zwei verschiedenen Strömungen der deutschen Taktik der Partei, wenn auch nicht ausdrücklich auf Sozialdemokratie in ein gemeinsames Strombett leitete die Tagesordnung gesetzt, wird gewiß eingehende Besprechung also seit nun 23 Jahren giebt es in Deutschland nur finden mit bezug einerseits auf die vergangenen Reichsdie eine untheilbare Sozialdemokratie, die, tagswahlen, anderentheils auf die kommenden Landtagsunaufhaltsam borandrängend, alle Hindernisse überwindet und wahlen in Preußen und die bevorstehenden Reichstagsverhandbeseitigt, welche Verblendung, böser Wille und heuchlerische lungen über die Handelsverträge u.s.w. Gehen in manchen Selbstfucht aufthürmen, um den Strom aufzuhalten oder aus dieser Fragen die Ansichten weit auseinander, so wird die seinem natürlichen Bett herauszuwerfen. Morgen ist es das Achtung vor dem Parteiprogramm und die gesammte klassenbewußte, zum Klassenkampf für seine Eman- Unterordnung der Person unter das Parteizipation organisirte Proletariat Deutschlands, das in der wohl den Weg gemeinsamer Aktion zeigen. Person seiner Vertreter sich zu Stuttgart versammelt- das Die inneren Angelegenheiten und die Geschäftsorganisirte Proletariat, das, fest in sich geschlossen, in seiner verhältnisse der Partei werden im vollsten Lichte der DeffentGeschlossenheit unbesiegbar, seit einem Drittel Jahrhundert lichkeit verhandelt werden. Wir Sozialdemokraten können stolz feinen Tag gehabt hat, der nicht ein Tag des Kampfes war- von uns sagen: wir sind die einzige Partei, die das in dem Drittel- Jahrhundert seiner Kampfgeschichte Opfer das kann. Jedes Vertuschen ist vom Uebel und nur ohne Zahl auf dem Schlachtfelde gelassen, aber nie eine ernsthafte der frische Luftzug, nur das helle Sonnenlicht unbeschränktester Niederlage erlitten hat das Sieger gewesen ist über Myriaden Oeffentlichkeit und Freiheit der Diskussion und Stritit kann von Polizei- Chikanen, Sieger im Leipziger Hochverrathsprozeß, innere Gesundheit schaffen und sichern, Fäulniß und VerSieger über Bismarck, den Blut- und Eisendiktator des fumpfung abwenden. Kapitalismus. Der Stuttgarter Parteitag hat eine reiche Tagesordnung Noch an eins erinnert uns das sozialdemokratische Rumpf- und er wird hart arbeiten müssen, um sie zu erledigen, allein parlament. Es ist Juni 1870. Der politische Himmel un- er wird sie erledigeu und sich würdig anreihen den bisherigen getrübt kein Wölkchen, das ein Gewitter, einen Sturm Parteitagen. ankündigte. Von der spanischen Thronkandidatur eines Hohen- In dieser Zuversicht rufen wir den Abgesandten der zollern Prinzen hatte man gehört, gehört, daß sie in deutschen Sozialdemokratie, die morgen in der für die SozialFrankreich am Hofe Napoleon's des Dritten und Kleinen miß- demokratie nach fünfundzwanzigjährigen Kämpfen siegreich erfallen habe, daß der Gedanke jedoch auch wieder aufgegeben oberten Hauptstadt Schwabens zusammentreten, ein herzliches jei. Als der Parteifongreß sich trennte am 7. Juni, Glückauf! zu: dachte niemand an Krieg. Fünf Wochen später wurde die Emser Depesche von Bismard gefälscht und der in eine Falle gelockte Napoleon, obgleich gänzlich unvorbereitet, wir zum Krieg gezwungen. Niemals hat Ehrgeiz, Herrschgier und gewissenlose Machtpolitik ein größeres Verbrechen begangen als diesen Krieg, der, über die Köpfe der zwei Hauptkulturvölker des europäischen Festlandes hinweg, von unverantwortlichen Gewalthabern entzündet ward, der Hunderttausenden den Tod, Millionen das Elend gebracht hat und Glück auf zum guten Werk! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Ich nehme daher Anlaß, in Erinnerung zu bringen, daß die Polizeibeamten, sobald sie nach Maßgabe der bestehenden allgemeinen Bestimmungen(§ 28 der Dienstinstruktion für die Gendarmerie vom 30. Dezember 1820 G.-S. 1821 S. 10§ 18 der Verordnung vom 23. Mai 1867 G.-S. G. 777 Allerhöchste Ordre vom 4. Februar 1854 Minist.- BI. f. d. i. Vertv. S. 69 und ihrer besonderen Dienstinstruktionen genöthigt sind, gegenüber einer auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plägen versammelten Menschenmenge mit bewaffneter Hand einzuschreiten, von der Waffe sofort wirksamen Gebrauch zu machen haben, nachdem die herkömmliche dreimalige Aufforderung sich zu entfernen, teinen Erfolg gehabt hat( vgl.§ 116 des Strafgesetzbuches). Was insbesondere den Gebrauch der Schußwaffe bei solchen Gelegenheiten betrifft, so hat anläßlich von im Jahre 1890 vorgekommenen Straßen- Tumulten der§ 10 des seinerzeit Ihnen zugegangenen Ordre- und Instruktionsbuches für die Landgendarmerie vom 10. August 1886 hinter Zeile 1 der Seite 14 folgenden Zusatz erhalten: Muß von der Schußwaffe Gebrauch gemacht werden, so hat dieses auch in vollem Maße einzutreten, und sind vor allem die sogenannten Schredschüsse über die Köpfe der Volksmenge hinweg zu unterlassen." Diese Anordnung, welche, wie ich annehme, durch GendarmerieBrigade zu Ihrer Kenntniß gebracht sein wird, hat auch für die Polizeibeamten zur Richtschnur zu dienen. In gleicher Weise haben, wie die Gendarmen, so auch die Polizeibeamten, falls sie bei Straßentumulten und VolksAnsammlungen mit bewaffneter Hand einzuschreiten genöthigt sind, bei der Anvendung der Hiebwaffe nicht mit flacher, sondern mit scharfer Klinge einzuhauen. Im übrigen behält es bei der mit dem Einverständnisse meines Herrn Amtsvorgängers von dem Chef der Landgendarmerie getroffenen Bestimmung, wonach, wenn eine größere Anzahl von Gendarmen zu geschlossenen Abtheilungen unter einem Vorgesezten als Führer vereinigt werden, für den Waffengebrauch derfelben neben dem§ 28 der allgemeinen Dienstinstruktion vom 30. Dezember 1820, und dem§ 18 der Allerhöchsten Verordnung vom 23. Mai 1867, die auf dem Geseze vom 20. März 1837 beruhende Instruktion über den Waffengebrauch des Militärs vom 4. Juli 1863 Nr. II 2, 4 und 5 zur Richtschnur zu dienen hat, sein Bewenden. Indem ich noch bemerke, daß die Instruktion vom 4. Juli 1863 im Buchhandel, und zwar bei der Königlichen Hofbuchhandlung von E. S. Mittler und Sohn, Berlin, käuflich zu haben ist, ersuche ich Sie, hiernach die nachgeordneten Polizeibehörden, soweit erforderlich, in geeigneter Weise verständigen zu lassen. An den Herrn Regierungspräsidenten zu Erfurt. gez. von der Recke. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß diese Verfügung so ziemlich alle Schichten der Bevölkerung lebhaft erregen wird. Denn man muß wissen, daß dank der merkwürdigen Anschauungen, die man die Polizei dem Publikum gegenüber bisher schon oft in einer Weise in behördlichen Kreisen von der Wahrung der Staatsautorität hegt, ihres Amtes gewaltet hat, die alles andere eher denn beruhigend war und selbst solche Leute, die im allgemeinen bei Aufläufen nicht auf die Straße steigen, mit triftigem Mißtrauen gegen zahlreiche Vertreter der Ordnung erfüllen mußte. Wir brauchen ja mir auf die Erfurter Vorgänge, die dem Minister zu dieser Verfügung veranlaßt haben, zurückzugreifen. Da bekundet der in der Verhandlung vom 30. Juni d. J. als Zeuge verVerdachte der Umstürzlerei frei ist, feierlich unter seinem Zeugeneide, daß er über das Verhalten der Polizeibeamten bei dem Auflauf geradezu empört war: In der Andreasstraße ritten die Polizeibeamten und Gendarmen auf dem Trottoir und schlugen mit blankem Säbel auf alle, die ihnen in den Weg tamen. Harmlose Leute, die an ihrer Hausthür standen, mußten sich vor den Schußleuten und Gendarmen flüchten. In einem Hausflur der Andreasstraße standen zwei anständige Arbeiter in Die Schutzleite ritten direkt auf die Thür zu und schlugen mit den Degen auf die beiden Leute los. Einer von den Geschlagenen rief: Was wollen Sie denn, ich wohne ja hier." In der Andreasstraße pfiffen und johlten wohl zwei Jungens im Alter von 12 bis 13 Jahren, das übrige Publikum Die Arbeiterklasse Deutschlands steht hinter Euch! Und nommene Pastor Köhler, also ein Mann, der ganz gewiß vom sind stark genug, all unsere Feinde zu schlagen. Drum vorwärts! Und immer vorwärts! Nieder mit den Feinden des Volkes und der Arbeit! Hoch die Sozialdemokratie! unter dessen verderblichen Folgen wir heute noch leiden. Die Herr v. d. Recke und die Achtung vor ruhigſter Weise. dem Menschenleben. Sozialdemokratie allein war es, die jene Folgen voraussah, und durch das Braunschweiger Manifest und durch Reden im Reichstag vor ihnen warnte. Sie allein sah und sagte voraus, Als vor acht Tagen die bedauerlichen Unruhen in Liegnitz vor daß dieser unheilvolle, von rohen Völferverhezern heilig" bem dortigen Schwurgericht zur Aburtheilung tamen, war der bestand aber aus durchaus anständigen, harmlosen Leuten, gesprochene Krieg für die Völker nur neue Stetten und neue amtirende Staatsanwalt so freundlich, eines Ministerial- Erlasses zu die zufällig ihr Weg über den Friedrich Wilhelmsplatz und Lasten bedeute und das Halbbarbarische Rußland zum Schieds- erwähnen, der den Sicherheitsbeamten bei etwa vorkommenden Un- die angrenzenden Straßen führte, und sich vollständig ruhig verrichter Europa's machen werde. Wie der brudermörderische ruhen sofort und zwar beim ersten Steinwurf die Anwendung der hielten. Der Präsident fragt: Haben Sie nicht Steine werfen Strieg gegen den lauten Protest der Arbeiter Deutschlands und huwaffe zur Pflicht macht". Wir sind in der Lage, dies fehen?- Beuge: Durchaus nicht. Die Polizeibeamten Krieg gegen den lauten der Frankreichs begonnen worden war, so wurde er auch von der Altenstid im vollen Wortlaut der Deffentlichkeit zu übergeben. Eschlugen rücksichtslos auf durchaus harmlose deutschen Regierung, nach der Zerschmetterung des französischen Kaisers und seines Kaiserthums gegen den Protest der deutschen Arbeiter fortgesett- unter dem Jubel des kapitalistischen Bürgerthums, das sein politisches Rechts- und Freiheitsdeal längst in den Wind geschlagen hatte und das in dem reaktionären und brutalen Junker Bismarck das beste Werkzeug zur Förderung der Ausbeuterinteressen und zur Niederhaltung des um sein Recht ringenden Proletariats erblickte. Mit einer Grausamkeit, die in der modernen Geschichte kein Seitenstück hat, wurde die von den Arbeitern aller Länder freudig begrüßte Kommune Erhebung des französischen Proletariats unterdrüdt, der Gedanke der internationalen Solidarität war aber den Arbeitern aller Länder schon in Fleisch und Blut übergegangen, und im Blutbad der Kommune wurde die internationale Sozialdemokratie nicht, wie die internationale Reaktion gehofft hatte, ertränkt, sondern, dem jungen Held Siegfried gleich, zur Unüberwindlichkeit gekräftigt. Was die Sozialdemokratie vorausgesagt hatte, traf ein. Der Militarismus und das Polizeiregiment feierten in DeutschDer Minister des Innern. II 8952 I Aug. Vertraulich. M Leute, die ruhig nach ihrer Wohnung gingen und denen man auf den ersten Blick ansehen mußte, daß sie teine Tumultuanten waren. Meine Empörung wurde bon mehreren meiner Gemeinde Kirchenrathsmitglieder getheilt. Man Berlin, den 22. Juni 1898. mußte nach diesem Vorgehen der Polizei annehmen, daß Aus den Berichten über die kürzlich in dortiger Stadt statt- etwas im Werke sei. Das Vorgehen der Polizei hat gehabten Straßenaufläufe ist zu ersehen, daß die Polizeibeamten, das Gegentheil von dem bewirkt, was beabsichtigt war. nachdem sie unter den gegebenen Voraussetzungen zum Einschreiten Ich war wiederholt genöthigt, Leute vor den Säbelhieben der Polizei mit bewaffneter Hand genöthigt waren, von der Waffe nicht zu schützen. Einen Mann, der vor meinem Haufe einen Schlag mit sofort wirksamen Gebrauch gemacht haben. Wesentlich hier dem Säbel auf den Kopf erhielt, nahm ich in meine Wohnung, um ihn zu verbinden." auf ist es zurückzuführen, daß es nicht gelungen ist, die Tumulte gleich in ihrem Entstehen zu unterdrücken, daß es vielmehr zu weiteren Ausschreitungen gekommen ist, welche bei energischem Eingreifen zu rechter Zeit hätten vermieden werden können. = So der Zeuge Pastor Köhler. Und auch ein anderer Zeuge aus bürgerlichen Kreisen, der Gemeinde Aelteste Kramm, bekundete vor Gericht, daß zu der Schärfe, mit der die Polizei vorgegangen sei, nach seiner Derartige bedauerliche Vorgänge sind geeignet, die Ueberzeugung jedenfalls kein Anlaß vorgelegen habe, und daß an jenem Abend vollständig Autorität des Staates und seiner Behörden zu gefährden. das Vorgehen der Beamten Unter feinen Umständen darf in solchen Fällen ein ungerechtfertigt, ja rüdiichtslos gewesen sei. Man sollte denken, daß derartige polizeiliche Großthaten wenigstens Zweifel darüber gelassen werden, daß die Polizeibehörden in der in einem Kulturlande nicht mehr gut zu überbieten seien. Jedenfalls Lage und gewillt sind, zum Schuße der öffentlichen Ruhe, hätten sie die Minister in Ländern mit einer minder geduldigen Ordnung und Sicherheit von den gesetzlichen Machtmitteln mit Bevölkerung als der deutschen zu einer eingehenden Grörterung der voller Entschiedenheit Gebrauch zu machen. Frage veranlaßt, ob es der Gipfel der Staatsweisheit sei, auch, die Herzen der ruhigsten und ordnungsliebendsten Staatsbürger mit einer Empörung zu erfüllen, der sie selbst wochenlang nach den beflagten Vorgängen an feierlicher Gerichtsstelle noch den denkbar schärfsten Ausdruck geben. Ganz anders gebietet die preußische Ministerialweisheit zu Handeln. Noch hat nicht einmal eine Gerichtsverhandlung über die Erfurter Vorgänge Aufklärung verschafft und schon weiß der Minister des Innern genau, was er zu thun hat. Erivägen, ob etwa verständiges und begütigendes Zureden in einer sonst doch gerade nicht zu Ausschreitungen neigenden Stadt mehr zur Auflösung einer Boltsanfammlung beitragen könnte, als Schreckschüsse und Hiebe mit flacher Klinge, Mittel, die zu einer Zeit in Preußen angeordnet wurden, als man schwere Verbrecher noch öffentlich durch das Rad vom Leben zum Tode beförderte? Ei, das wäre! Die Anfammlungen vom 24. Mai haben sich am 25. und 26. Mai wiederholt? Da wollen wir der Kanaille doch einmal zeigen, was eine Harke ist! Nun gerade schneidig darauf los! Den Säbel raus und nicht flach, sondern scharf dreingehauen; die Flinte her, aber nicht in die Luft geschossen, sondern fofort schneidig die Menge aufs Korn genommen, damit Blut fließe. Die Blut- und Eisenpolitik" des großen Kanzlers" in zweiter Auflage. Aber welche Wendung durch Recke's Fügung hat sich in einem Menschenalter vollzogen! Damals galt es dem äußeren Feind" gegenüber das Bündnadelgewehr zu erproben. Heute aber? Ja, gilt es gegen den inneren Feind, gegen die Sozialdemokratie scharf zu machen? Das hätte, went es auch die verderblichste Politit von der Welt ist, wenigstens nach der Scharfmacherlogit einer Art von Sinn. Aber wer find die Massen, auf die nach Recke'scher Anordnung sofort scharf geschossen werden auf die nach Recke'scher Anordnung sofort scharf geschossen werden muß, wenn ein dummer Junge einen Stein zum Werfen aufhebt oder wenn, was noch viel leichter denkbar, ein Lochspigel, ein Acht groschenjunge, in einer Menschenmenge die Zeit seines Wirkens für gekommen erachtet und zu einer seiner Ansicht nach staatsrettenden Infamie ausholt? die sozialdemokratisch gesinnten Arbeitermassen halten sich hätten! thuenden und erfreulichen Untergrund einer glüdlichen Die Friedensfreunde haben wahrlich weit weniger Anlaß Finanzlage des Reiches aufbauen. Freilich stellen sich zu jubeln, als die Aktionäre von Geschützgießereien und Geangesichts dieses vortheilhaften Finanzabschlusses auch von wehr- und Panzerfabriken! seiten der einzelnen Refforts gesteigerte Ansprüche und weitergebenbe Wünsche in ein, welche welche die T * Deutsches Reich. Mehreinnahmen zu verschlingen drohen. Den Forderungen für unser Heerwesen, in erster Linie für die Artillerie, Im Reichs- Gesundheitsamt sind die Besprechungen über den und den beträchtlichen Ausgaben für Durchführung der Verkehr mit Arzneimitteln jest weit vorgeschritten, ein Reform der Alters- und Invaliden Versicherung fann sich jedoch Gutachten der verschiedenen Bundesstaaten ist im Laufe der nächsten weder der Neichs- Schatzsekretär noch der Reichstag entziehen. Monate zu erwarten. Die„ Germania" erfährt, daß sich die preußische Einen ziemlich breiten Raum sowohl im Etat wie in den Reichstags- sowie die sächsische Regierung für die Anerkennung der Wünsche der Debatten dürften diesmal unsere Kolonien in Anspruch nehmen. Droguisten, d. h. eine Erweiterung des Verkaufsrechts von ArzneiEnde Oktober soll eine Broschüre Die letzte Seffion glitt auffällig ruhig über unsere Kolonial- mitteln, ausgesprochen hätten. politit hinweg; eine Anzahl persönlicher und fachlicher Fragen über die Verhandlungen im Reichs- Gesundheitsamte und die Stellung wird den neuen Reichstag indeß längere Zeit bei ber der verschiedenen Bundesstaaten erscheinen. Berathung des Kolonialetats fesseln. Die Ueberzeugung, daß mit Reform der Eisenbahntarife. Im Monat Dezember findet unserem bescheidenen Eisenbahnbau in den Kolonien wenigstens der Magdeburger Beitung" zufolge im Reichs- Eisenbahnamte energisch vorgegangen werden muß, dringt auch über den eine Generalfonferenz deutscher Eisenbahnverwaltungen statt, in engeren Kreis der Kolonialfreunde hinaus. Abgesehen von der der über die Reform der Personentarife Beschluß gefaßt Weiterführung der Bahn in Südwestafrita wird eine Kleine Bahn werden soll. im Togogebiet zwischen Klein- Popo und Lome und die endliche Sanirung und weitere Fortführung der unglücklichen Ujambara Bahn als unerläßiiche Bedingung der Existenz der betreffenden " Die Errichtung von Eisenbahn- Unfallämtern, seitens deren bei vorkommenden Eisenbahnumfällen die etwaige Schuld= frage der dabei betheiligten Bahnbeamten erst sa chverständig bei geprüft werden soll, bevor die Sache eventuell an die StaatsWahrlich, ein duftiges Bouquet, das da dem neuen anwaltschaft gelangt, wird bekanntlich in neuerer Zeit von EisenbahnReichstag unter die Nase gehalten werden soll. beamten angestrebt. Auch der Verband deutscher und öfterDie Finanzlage ist glücklich. Gewiß, wie schon in den reichischer Beamtenvereine", welcher am 18. d. M. in Stutt „ Glück" sich auf?! Insonderheit auf der gehäuften Masse den Beschluß gefaßt, dem Justiz minister für die Einführung von letzten Jahren. Aber auf welchem Fundament baut dies gart getagt hat, ist nun der Frage näher getreten und hat der indirekten Steuern, die von dem hart arbeitenden, armen Eisenbahn- Unfallämtern einen vollständigen Gesezentwurf zu unterbreiten. Derselbe ist von dem Amtsrichter Dr. Böthle Volfe zusammengescheffelt wurden und von Jahr zu Jahr zu ausgearbeitet, dem Verbande vorgelegt, von diesem einstimmig mächtigeren Haufen zusammengetragen werden müssen. sitorf Anstatt nun bei der„ glücklichen Finanzlage" dem arbeiten- angenommen worden und enthält u. a. folgende Bestimmungen: § 1. Für jeden größeren Eisenbahn- Verwaltungsbezirk wird Wer die Berichte über die paar Krawallprozesse verfolgt hat, die den Volfe Erleichterungen zu geben, anstatt eine oder die ein Eisenbahn- Unfallamt gebildet. Die Abgrenzung der Bezirke steht neuerdings die Gerichte beschäftigten, mußte zu dem Urtheil kommen, andere der drückenden Steuern auf die nothwendigsten Lebens- dem Reichs- Eisenbahnamt zu. daß die Betheiligten an den vorgekommenen Gesezwidrigkeiten mittel aufzuheben oder doch die Einnahmen des Reichssäckels§ 2. Das Unfallamt hat jeden in seinem Bezirke vor zum theil halbe Kinder und zum theil erwachsene Leute ohne jede politisch staatsgefährliche Bedeutung waren, Ber- auf fulturelle Zwecke zu verwenden statt dessen melden kommenden durch den Betrieb veranlaßten Unfall zu prüfen und sonen von der Art, wie sie bei Wachtparaden, fürstlichen pünktlich und unersättlich jene unholden Mächte neue, vermehrte ein begründetes Gutachten abzugeben darüber: a) Welches Besuchen, Illuminationen ze. und eben auch bei Radanszenen die Ansprüche an, welche überlange und übergenug am Marke der Hergang bei dem Unfalle war, b) welche mangelhaften Einrichtungen bei Gelegenheit des Unfalles hervorgetreten sind, und mehr oder weniger thätige Statisterie bilden, Menschen, die bei des deutschen Volkes gezehrt haben: Militärmoloch und wie Besserung zu erzielen ist, c) durch weissen Fahrpatriotischen Gelegenheiten höchst wahrscheinlich das hurrahschreiende Solonialmoloch. Lässigkeit der Unfall verschuldet ist, und ob der Schuldige strafBolt" darstellen. Diese Bevölkerungsfategorie wird wie bei allen Neue Summen für das Heereswesen will die Regierung gerichtlich oder disziplinarisch verfolgt werden soll, d) ob der Aufammlungen so auch bei Exzessen passiv assistirt von harmlofen fordern zur selben Zeit, wo eine Konferenz der Mächte zur Schuldige nach seinen Lebensverhältnissen und nach Lage des Falles Neugierigen beiderlei Geschlechts, die nur zusammenlaufen, weil sie Durchführung der famosen zarischen Friedensverkündigung zu- ichadenersaspflichtig gemacht werden soll, e) welchen Pergehört haben, daß was besonderes los ist. Das von der sammentreten foll. sonen für ihre Thätigkeit bei Anwendung der Unfallsgefahr eine Scharfmacherfippe so heiß bor den Schuß ersehnte Wild, Erhöhungen des Kolonialetats werden angekündigt. Noch ha finfallamt entscheidet in der Besetzung von 5 MitBelohnung gewährt werden soll. fern von Ansammlungen, die entstehen, wenn, wvie in nicht genug Steuergroschen der deutschen Arbeiter sind Erfurt, die Polizei mit einem Birkusdirektor hadert, oder wie in den Wörmännern und Hammachern geopfert worden, die in gliedern. Den Vorsiz führt ein Richter. Beifizer find zwei höhere Eisenbahntechniker und zwei im Eisenbahnbetrieb unmittelbar Liegnig ein Stadtverordneter sein Dienstmädchen mit ungebührlichen Afrika und sonstigen Kolonialländern auf Kosten der Gethätige Beamte. Wird ein Eisenbahnbeamter beschuldigt, den Schimpfworten belegt. Noch soll trotz aller Reden der Staats- sammtheit ihre Profite einheimſen. Unfall verursacht zu haben, so kann er verlangen, daß vor Erstattung anwälte der erste derartige Landfriedensbruchs- Prozeß, wo Arbeiter, Nichts aber hören wir angekündigt von Ausgaben, des Gutachtens ein sechstes von ihm auszuwählendes Mitglied mit die als Sozialdemokraten bekannt waren, eine aktive Rolle gespielt die der sozialen Wohlfahrt der Massen dienen berathender Stimme hinzutritt. Der Beschuldigte muß gehört Wer allerdings das bisherige Wirken des Freiherrn von würden. Denn die Reform des Alters- und Invaliditäts- werden. § 4. Die Beisitzer sollen, so weit es möglich ist, nicht der der Recke verfolgt hat, tann über den Erlaß nicht be- gesetzes wird nach der bekannten bisherigen Stellungnahme Verwaltung angehören, für die das Amt errichtet ist. sonders staunen. Man muß sich nur daran erinnern, wie es mit der Regierung zu dieser Frage nichts weniger sein, als eine Wenn dies nicht durchführbar ist, sollen für die einzelnen Fälle dem Verhältniß dieses Ministers zu seiner Polizei bestellt ist. Es Reform des überaus reformbedürftigen Gesetzes, sie wird wenigstens nicht so I che Mitglieder berufen werden, die dem ist bekannt, welche Summe von Unwillen sich vor Jahresfrist an- vielmehr in der Hauptsache eine neue Liebesgabe an das betheiligten fleineren Verwaltungsbezirke läßlich zahlreicher Uebergriffe preußischer Polizeibeamten in der Be- Junkerthum bedeuten. ad gehören. völkerung angehäuft hatte. Endlich kamen, gelegentlich des Falles Ebenso wenig wie an sozialer Wohlfahrtsfürsorge § 6. Sämmtliche Behörden sind verpflichtet, mit größter Kiefer, die zahlreichen Ausschreitungen der Polizisten in der ebenso viel soll an Niederdrückungs- Gesez- Beschleunigung zu verfahren. Es ist auf möglichste EinfachSigung des Abgeordnetenhauses vom 17. Februar d. J. zur Sprache. Mit Ausnahme des in dieser Beziehung einzigen Freiherrn v. Jedlig gebung gegen die arbeitenden Klassen vom Reichstage ge- heit der Formen des Verfahrens Bedacht zu nehmen. § 8. Die Staatsanwaltschaft und das Gericht find ergehen sich alle Nebner in lebhaften Klagen über die Kulturividrig fordert werden. Statt Brot und Freiheit das an das Gutachten nicht gebunden. Die Eisenbahnfeit unferer Polizeizustände. Was thut Herr v. d. Rede? Er wendet Schwert der Gewalt und das Zuchthaus! Verwaltung darf nicht entgegen dem Gutachten ein Ver sich gegen die- Breffe, die einzig schuld daran sei, daß das Mi BWenn die Herrschenden es so wollen, wenn sie die fahren gegen einen Beamten einleiten oder die eingeleitete trauen gegen die Polizei ins Volt getragen werde. Unsere Politif des Militarismus und Kolonialismus, der Reform- untersuchung fortsetzen. Polizeimannschaften, so schließt der Minister seine mit feindlichkeit und der Ausnahmegcseze fortzuführen gewillt sind§ 10. Die Kosten der einzelnen Untersuchungen trägt die Vers Heiterfeit aufgenommene Rede, gehören zu den tüchtigsten, die nun wohlan, auch die deutsche Arbeiterklasse steht waltung, in deren Bezirk der Unfall vorgekommen ist. Die allwir auf dem Kontinent haben. Aus solchen Anschauungen heraus bereit, um jene Politik zu bekämpfen, um das geplante gemeinen Kosten tragen die betheiligten Verwaltungen anist der nach Erfurt gerichtete Erlaß allerdings einigermaßen ver- Attentat gegen die Aufwärtsbewegung des Proletariats ab- theilsweise. ständlich, und die Einwohnerschaft Preußens wird nicht umhin fönnen, sich mit der Zeit ein wenig an den Anblick von Blut zu ge- 3uwehren, um eine ernsthafte soziale Gesetzgebung zu erwöhnen. Aus solchen Anschauungen heraus ist aber auch die ge- trogen. legentliche politische Fruttifizirung" des Erlasses nicht allzuschwer vorauszuschen! alt= Die Diätenprozesse, die Bismard zur Zeit des Sozialistens gefeges gegen sozialdemokratische und fortschrittliche Abgeordnete anAuf dem Parteitage in Stuttgart wird die Sozial- strengen ließ, sind noch nicht dem Gedächtnisse entschwunden. Desdemokratie ihre Reihen von neuem zusammenschließen und halb ist eine Reminiszenz, die sich in jüngst veröffentlichten Briefen den Feldzugsplan auch für die künftige Reichstagstagung entar v. Fordenbed's findet, von Intereſſe. Es heißt da: worfen. Es ist bemerkenswerth, daß hinsichtlich der Diäten Bismard nach einem Brief Fordenbeck's vom 18. April 1867 zugab, daß zwar Beamte, wenn sie Diäten von anderen Korporationen oder Personen annehmen, disziplinirbar seien, Privaten dagegen diese Annahme freistehe. Diese Mittheilung stimmt mit der Aeußerung, die Bismard im Reichstag that, überein, daß die Regierung denen, welchen fie nichts zu erlauben habe, auch nichts verbieten könne. Arbeit wirken". Zum Glück für die Zukunft unserer Kultur bricht sich selbst in bürgerlichen Kreisen immer mehr die Erkenntniß Bahu, daß eine Regierung, die mit derartigen Mitteln ihre Autorität aufrecht er halten will, am Ende ihres Lateins angelangt ist. Wie die Die Friedensbetheuerungen der Regierungen anSchneidigkeit im allgemeinen, so ist auch insbesondere die läßlich des Manifestes des Zaren stehen in schneidendem Schneidigkeit der schießenden Flinte ein Reichen von Schwäche, Widerspruche zu allen sonstigen Erscheinungen, die Deutungen Angst und Hilflosigkeit, ein Ausfluß des Gefühls, daß man das über die Erhaltung des Friedens zulassen. Die Situation in China Vertrauen weiter Schichten des Woltes für immer verscherzt hat. fann zu einem Zusammenstoß der Mächte führen. Ueberall wird mit Schon vor einigen Tagen haben wir bei unserer Berichterstattung fieberhafter Gile gerüstet, werden neue Militär- und Marineüber die Liegniger Vorfälle auf den Umstand hingewiesen, daß, aller Konsequenz war eben nicht die stärkste Seite Bismard's. dings ohne wesentliches Zuthun der Regierung sich das Bildungs- vorlagen ausgearbeitet. Jn Toulon, dem wichtigsten französischen Bitterer Hohn findet sich in der Adresse des Zentralverbandes niveau des Boltes fortwährend gehoben hat und daß die Neigung Kriegshafen im Mittelmeer, erklärte Admiral Humann, der Ein Aquarell in derselben zu Ausschreitungen wenigstens in den sogenannten unteren Be- Kommandeur des Mittelmeer Geschwaders. nach Beendigung deutscher Industrieller an Herrn Bued. bölferungsschichten in weit geringerem Maße vorhanden ist als der Manöver, der Widerstreit der internatio- stellt die dealgestalt der deutschen Industrie dar, die dem Arbeiter zur Zeit des Absolutismus, wo die Regierung mit relativ ungefähr nalen Interessen trete scharf hervor, die Möglichkeiten, den verdienten Lorbeer reicht. In den Tagen der Zuchthausvorlage!!! licher Anwendung der Waffe auszukommen vermeinte. Wenn trop welche binnen kurzem eintreten fönnten und welche jeder alledem jetzt die Polizeibeamten zur Anwendung von Gewaltmitteln Soldat im Auge haben müsse, ohne sie zu wünschen, Großmuternehmern gewordenen Ehrungen so lange er noch Kraft Herr Bueck versprach in der Antwort auf die ihm von den in einer Weise verpflichtet werden, die denselben eine geradezu erstaun machten es für die Truppen zur Pflicht, auf der in sich fühle, werde er für die deutsche Industrie, für die deutsche lich geringe Achtung vor dem Menschenleben zumuthet, so zeugt dies davon, daß es mit dem fagenhaften Vertrauen auf die Liebe des Hut zu sein. freien Manns", der den Herrscherthron schüßen soll, wie Fels im Sehr merkwürdig ist auch das Verhalten Schwedens In dem Berichte fehlen wohl zwischen den Worten, für bie" Meer" in einem Maße vorbei ist, wie wir es selbst taum für gegenüber dem Abrüstungsvorschlage des Baren. Eine offizielle und deutsche Arbeit" die wichtigsten: è chtlos machung" 2c. möglich gehalten hätten und daß fortan das Eulenburg'sche Rezept Antwort der Stockholmer Regierung ist noch nicht erfolgt, aber Aber die Auguren unter sich haben sich wohl verstanden. Herr bom„ hauenden Säbel" und" der schießenden Flinte" der Regierungs- das offiziöse Blatt ,, Nija Dagligt Allehanda" äußerte kürzlich, Bueck wird nach wie vor für die Interessen der Millionäre und für weisheit letzter Schluß bildet. Wie weit das Trifolium Regierung, man müsse in Schweden an der Aufrichtigkeit des die Entrechtung derer wirken, die diese Millionäre im Schweiße Junker und Fabrilbaron mit solcher Politik kommen wird, ist eine russischen Vorschlages zweifeln, weil die von der Peters- ihres Angesichts schaffen! Frage, die die Intereffenten der heutigen Ordnung weit mehr angeht burger Regierung beschlossene Reorganisation der finn Die mehrfache schnöde Behandlung politischer Gefangener in Eine Neu- Ordnung der Gefangenentransporte in Sachsen. als uns. Wollen sie allein auf weiter Flur stehen und auch folche Iändischen Armee den Zweck zu verfolgen fächsischen Städten hatte in der Deffentlichkeit sehr unliebſames AufStreise sich abwendig machen, die heute noch nicht zu unserer Partei, ja nicht einmal zur bürgerlichen Oppofition zählen mun, wir fcheine, an an der schwedischen Grenze eine sehen erregt. Besonders der Fall unseres Parteigenossen Steiger und wollen und können sie nicht daran hindern. große Armee zu konzentriren, was eine große Schulze hatte außerordentliches Mißfallen hervorgerufen, so daß Was tönnten wir dagegen haben, wenn fich mehr noch als Gefahr für Skandinavien wäre. Seine Theil auch der Verein Leipziger Presse eine Eingabe dagegen an das heute die Anschauung Bahn bricht, daß die grundsägliche Bekämpfung n ahme an der Abrüstungstonferenz müsse Ministerium richtete. Das Ministerium hatte den besonderen Fall früher bes heutigen Regierungssystems eigentlich schon mehr eine ethische Schweden von der Bedingung der Bedingung abhängig bereits mißbilligt und erläßt jetzt eine Neu- Ordnung der betreffenden Beals eine politische Pflicht ist? machen, daß Rußland die geplante Ver- stimmungen. Danach sollen nur unter besonderen Umständen" gefesselt mehrung seiner seiner Truppen an der schwe- werden dürfen zu Freiheitsstrafe Verurtheilte, die sich freiwillig oder auf dischen Entschließung über Fesselung oder Nichtfesselung eines zu trans Grenze aufgebe und die konstitu- einfache Ladung zur Strafverbüßung gestellt haben." Auch soll die tionellen Rechte Finnlands respektire. Diese portirenden Gefangenen dem richterlichen oder staatsanwaltlichen Auslassung hat natürlich in Rußland heftige Erbitterung gegen Beamten überlassen bleiben, der den Transportbefehl erläßt. Schweden hervorgerufen. Die Moskowskija Wjedomosti" Aus Bayern, 29. Sept. Die„ Augsb. Abendatg." stellt den warnen Schweden davor, die Geschäfte der finnländischen Erlaß des Justizministeriums in Abrede, wonach nur solche Richter Separatisten zu besorgen, wodurch es nur sich selbst großen noch als Landgerichtspräsidenten in betracht kommen sollen, die das " Harte Zumuthungen, wenigstens hinsichtlich der Menge der Schaden zufügen könne. 60. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Anlaß dazu follten zu berathenden Vorlagen, werden diesmal den gesetzgebenden Einen eigenthümlichen Beitrag zum Abrüftungs Vor bekanntlich die größeren Geschäftsaufgaben der Landgerichte infolge Faktoren nicht gemacht, da die Regierungen fich eine weise schlage liefert die aus Rom gemeldete Erklärung des der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches gegeben haben. Wir Burüdhaltung auferlegen wollen und nur das dringlichste an den Reichstag zu bringen wünschen. Es italienischen Marineministers Palumbo, daß für werden ja ſehen, bemerkt dazu die Frautf. 8tg.", wie sich das Justizscheint indeß sehr fraglich, ob dies Nothwendige- es den Ausbau der Flotte der Betrag von 540 Millionen ministerium in der Pragis verhält! Chronik der Majestätsbeleidigungs.Prozesse. Der Berghandelt sich hier um die durchgreifende Reform bes erforderlich sei, welche Summe auf zehn Jahre vertheilt Alters und Invaliditätsgefeges und um den werden soll, so daß die jährlichen Ausgaben sich auf 54 Mill. arbeiter Meckert aus Holstrig war wegen Kaiserbeleidigung angetlagt. Das Landgericht Raumburg erkannte jedoch am Mittwoch auf FreiSchutz der Arbeitswilligen gegen gewaltthätige Arbeits- belaufen würden. hinderung durch Ausständige bereits in einigen Wochen die in Auch in den Vereinigten Staaten steht eine be- fprechung, da die Beweise nicht genügten. Schweiz. feste Paragraphen gefügte Form erlangt hat, um dem Bundesrath deutende Flotten vermehrung bebor. Nachdem erst als erster Berathungsstoff dienen zu können. Im Reichsamt des Zürich, 80. September. Der Züricher ( Eig. Ver.) bor wenigen Tagen die Lieferungskontrakte für drei Kantonsrath wird sich nächstens mit der Vorlage betr. ein neues Innern ist man noch immer für die Ausarbeitung dieser sozial fiefeingreifenden Entwürfe in emfigster Thätigkeit begriffen. neue große Schlachtschiffe abgeschlossen wurden, soll in den Gewerbe- und Arbeiterschutz- Gesez zu befassen haben. Eine dankbare Aufgabe fällt diesmal dem Reichs- Schagsekretär zu: nächsten Wochen die öffentliche Ausschreibung für 36 neue Nach der Vorlage soll das Gesetz Anwendung finden auf alle handwertsmäßigen und industriellen Betriebe fowie er tann sein Finanzerposé wie im vorigen Jahre auf dem wohl große und kleinere Schiffe erfolgen. Politische Mebersicht. Berlin, den 1. Oktober. Reichstage Arbeiten. Die Münch. N. Nachr." wissen über die Arbeiten, welche dem Reichstage in seiner ersten Tagung vorgelegt werden sollen, folgendes mitzutheilen: # S die auf das Handelsgewerbe, soweit sie nicht bereits unter dem eibgenössischen Fabritgefeß oder dem kantonalen ArbeiterinnenschutzAften. Jarbeiten Fristberlängerung zu gewähren und von Gesez stehen. Die 83 Paragraphen des Entwurfes betreffen die Gesandter in Washington gewesen war und als Spezialgesandter tralität in den Kämpfen zwischen Kapital und Arbeit endgiltig auf Peking, 1. Oftober. Tschang- Yin- Huan, der früher chinesischer Konventionalstrafen abzufehen. Bedingungen, unter denen ein Betrieb errichtet respektive fort- China's zu dem Regierungsjubiläum der Königin Viktoria in London Das heißt mit anderen Worten, die Regierung giebt ihre Neugeführt werden kann, die Sicherheits- und Schußvorrichtungen, geweilt hatte, ist aller seiner Memter entfezt und nach und stellt sich auf seiten der Unternehmer selbst zum Schaden der die Beschaffenheit der Arbeitsräume( auch in denen gewerbliche Arbeiten verrichtet werden und berohnräume, seul dscha verbannt worden. Das Dekret, das die Verbannung Steuerzahler und der Bedürfnisse der Verwaltung. Ein solches Verhalten der Regierung kann die Unternehmer ververordnet, spricht ihn von der Anklage frei, Mitschuldiger Kang- Yu weber zum Schlafen noch zum Kochen benutzt werden dürfen), die Wei's zu sein, wirft ihm vielmehr in allgemeinen Wendungen ver- anlaffen, Streits zu provoziren! tägliche Arbeitszeit, die auf elf, an Sonnabenden schmigtes und betrügerisches Verhalten vor. Der wahre Grund der auf zehn Stunden festgesezt ist, die Arbeitsruhe an Berbannung ist, daß Tschang- Yin- Huan eine mächtige Stüge der die Karborff- Donnersmard'schen Berl. N. N.", daß es ber Zucht An das Zentrum appelliren Sonn- und Festtagen, die Lohnzahlung, welche auf grund von Partei des Kaisers war. Bahlungszetteln stattzufinden hat und wobei für Miethe, Reinigung, englischen Einflusses. Sein Sturz gilt als Schädigung des haus- Vorlage zur Annahme verhelfe. Sehr ehrend und schmeichelBeleuchtung 2c. feinerlei Abzüge gemacht werden dürfen. Für die haft für die Klerikalen ist die Art freilich nicht, in der diese Hofftaufmännischen Bureaus beträgt die wöchentliche Amerika. Arbeitszeit 60 nung ausgesprochen wird. Schließt doch die Werbung um die 60 Stunden, die Arbeit an Sonn und Festtagen Washington, 30. September. Die Kosten- Voranschläge, welche Bentrumshilfe mit dem folgenden Sage: Festtagen ist für die Angestellten und Lehrlinge vom Hauptbureau der Marine veröffentlicht wurden, beziffern sich untersagt. Kaufmännische Lehrlinge müssen beim Antritt der für das kommende Jahr auf 47 065 485 Dollars( ca. 200 Mill. Mark), Lehre das 15., gewerbliche das 14. Altersjahr zurückgelegt von denen zum Zwecke der Umwandlung der Marine- Akademie in haben. Der Besuch öffentlicher Fortbildungsschulen ist für sie oblie Annapolis 2 120 000 Dollars bei feite gelegt werden sollen. Die gatorisch und unentgeltlich; den Lehrlingen fönnen Stipendien für Ausgaben des laufenden Jahres beziffern fich einschließlich der für die Berufslehre wie für den Schulbesuch, den Arbeitern und Unter den Krieg bewilligten Erhöhung auf 123 000 000 Dollars( über eine nehmern zum Besuche auswärtiger Ausstellungen und gewerb halbe Milliarde Mark). licher Bildungsanstalten vom Staate gewährt werden. Vorlage enthält auch Bestimmungen über das staatliche Washington, 30. September. Die Einnahmen des Schabamtes Submissionswesen und den unlauteren Wettbewerb. Sie sieht 54 416 000 Dollars. im September beliefen sich auf 39 778 070 Dollars, die Ausgaben auf ferner zur Mitwirkung bei der Ausführung des Gesetzes Das bedeutet ein Defizit für den Monat zwei kantonale Kommissionen vor, eine für das Handels- und September von ca. 60 Millionen Mark, das wohl durch nachträgliche eine für das Gewerbewesen von 6 resp. 10 Mitgliedern, welche Kosten und Zahlungen infolge des Krieges mit Spanien zu er auf Vorschlag der Arbeiter und Unternehmerorganisationen vom flären ist. Ressortminister gewählt werden, der auch in beiden Kommissionen Washington, 30. September. John Hah, der bisherige Botden Vorsitz führt. Beide Interessengruppen enthalten die gleiche schafter in London und Befürworter der englisch- amerikanischen Bertreterzahl. Allianz, ist heute als Staatssekretär vereidigt worden und nahm an dem gewöhnlichen Ministerrathe theil. Die Gegenüber dem ersten regierungsräthlichen Entwurfe bedeutet diese Vorlage der tantonsräthlichen Kommission für die Arbeiter eine erhebliche Verschlechterung, gegenüber dem bestehenden Zustande aber immer noch einen schäzenswerthen Fortschritt. um D Frankreich. 1960 Trotzdem wagen wir die Behauptung, daß das Zentrum das fragliche Gesetz, wenn es in die richtige Fassung gebracht wird, nicht scheitern lassen wird. Im letzten Winter stand man bor den Wahlen; jezt liegen sie hinter uns. An der eigenen Ehrlosigkeit messen die Konservativen die Gefinnung anderer Parteien. Die ,, Poft" ärgert sich, daß wir versprochen haben, an der Oeynhauser Kaiserrede, nicht zu drehen und zu deuteln und deshalb, solange die Regierungsvorlage nicht amtlich publizirt ist, den Kampf gegen die Zuchthausvorlage mit aller Energie zu führen. Wenn sie sich wegen dieser ihren Hintermännern, wie es scheint, höchst unbequemen Agitation gegen uns wendet, so ist das auf einen bei der Post" nicht mehr erstaunlichen Denkfehler zurückzuführen. Max Lorenz. " Ueber das Verhältniß der Getverkschaften zur Sozialdemokratie giebt Herr Mag Lorenz in den Preußischen Jahrbüchern" eine sehr folgende Meldung über die nordamerikanischen Streitfchließen einander aus, stehen im prinzipiellen Gegensatz zu einander, Aus New- York liegt der„ Int. Corr." unterm 29. September chiefe Darstellung. Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbewegung träfte in Ostasien vor. In den dem Präsidenten nahestehen- ja die Sozialdemokratie treibt nur Mißbrauch mit der Gewerkschaftsden Kreisen wird versichert, daß die neue Entfendung von bewegung, so erklärt der nationalsoziale Stämpe. Wer die Dinge Paris, 30. September.( Eig. Ber.) Kriegsschiffen und Truppen nach den Philippinen feines- gerade in letzter Zeit mur einigermaßen objektiv beobachtet hat, wird Die streifenden wegs mit der Abficht, die ganze Jufelgruppe zu besetzen, zusammen- finden, daß keine Partei mit dem Eifer gegen die angedrohte BeErdarbeiter gegen Rochefort. Könnte Rochefort noch hänge, sondern mehr mit etivas von seinem„ arbeiterfreundlichen" Ansehen verlieren, so würde China. der tritifchen Lage in schränkung des Koalitionsrechtes sowie auch gegen die Verschlechte-' das geschehen wegen seines Gebahrens gegenüber den streifenden ihren Einfluß Die Vereinigten Staaten feien jekt genöthigt, rung des Vereinsgesetzes auftrat, als die Sozialdemokratie. Schon int allen Theilen Ostafiens geltend zuin fofern steht die Partei in enger Beziehung zur GewerkschaftsErdarbeitern. Wie bereits mitgetheilt, haben diese die auf der machen; und sobald die jetzt abgegangenen Verstärkungen an der bewegung, ganz abgesehen davon, daß zahlreiche Anhänger nationaliſtiſch- antisemitisch- orleanistischen Bersammlung gesammelten Westküste des Stillen Ozeans angelangt seien, werde die dort der Partei innerhalb der Gewerkschaften leitend und führend 250 Franks berweigert, trog der wiederholten Ein- versammelte nordamerikanische Flotte an Stärke nur noch der wirken. Unrichtig ist nur, schmuggelungs Versuche seitens Rochefort's Blattes. was gerade in der bürgerfort hatte aber an dieser Ohrfeige nicht genug. Roche- britischen und die Fußtruppen der Union nur noch den russischen lichen Preise mit Vorliebe behauptet wird, daß die sozial8hnischer nachstehen! Verächter des kämpfenden Proletariats, wie es der demagogische" Oregon" und" Jova" sind zwei große Kohlendampfer voran heiten der gewerkschaftlichen Organisationen bestimmend einzuwirken Bur Unterstügung der beiden großen Schlachtschiffe demokratische Partei als solche auf Lohnfämpfe oder innere AngelegenMarquis von jeher war, versuchte er die mitstreifenden Nieder- gefandt, und zwei solche folgen nach. Außerdem werden die versuche. In dem freien Entschließen über diese Dinge ift den einreißungs- Arbeiter und Karrenzieher durch zwei Tausend- Banknoten Kriegsschiffe von dem Refrigerator- Vorrathsschiff„ Celtic" und zelnen Gewerkschaften von jeher die Verantwortung selbst überlassen. zu bestehen, um so die Erdarbeiter zu bestrafen. Die beiden Arbeiter dem Destillirschiff„ Iris" begleitet. Kategorien erklärten sich aber natürlich mit den Erdarbeitern solidarisch Ausrüstung einer Marine Expedition ist nach den Versicherungen faum jemals aber den Streit empfohlen. Der Vorwurf, die Partei Eine derartige fürsorgliche Bom Streifen hat die Sozialdemokratie wohl mehrfach abgerathen, und brandmarkten in ihrer gestrigen Versammlung„ das Manöver des Marine- Amtes noch nicht erlebt worden, weshalb man wäre nicht von aufrichtigen Sympathien für die Gewerkschaftseiner Zeitung, welche versucht, das Gewissen der Arbeiter bestimmt darauf rechnen könne, daß die Expedition bimen 60 Tagen bewegung geleitet, ihre Antheilnahme für dieselbe beeine Tausend Banknote zu kaufen und die Streifen die weite Fahrt um Südamerika bis Manila zurücklegen werde. funde den zu spalten" gar nicht ihre wahren Absichten, ist höchst albern. Aber Rochefort hält sich noch Von den Philippinen scheint die Regierung noch die kleine Insel Wenn Herr Lorenz denkt, immer nicht für diskreditirt genug. die Gewerkschaftsbewegung ließe In seinem heutigen, Bala wa u besetzen zu wollen, da diese die Durchfahrt zwischen sich von ihm gegen die Sozialdemokratie für nationalsoziale Zwede der üblichen Gewissenlosigkeit strogenden Leitartikel stellt dem Archipel und der chinesischen Küste beherrsche, und da die Ge- verwenden, so überschäßt er in dem seit seinem Austritte aus unserer er den Streifenden das Ultimatum, er werde das vom fahr noch nicht beseitigt sei, daß eine andere Macht die Insel Partei bei ihm bedenklich zu tage getretenen Größenwahne seinen Intransigeant" gesammelte Geld mur direkt unter die sich meldenden von Spanien in irgend einer Form erwerben könne. Einfluß und noch mehr seine Beweisführung. Denn feine Ent einzelnen Streifenden vertheilen lassen, da er den ttt Streifausschuß deckung, daß die Sozialdemokratie in der Gewerkschaftsbewegung nicht für vertrauenswürdig halte! Eine desto schoflere Spekulation Ottawa, 29. September.( Int. Korr.) Branntwein nicht ihren Endzweck, sondern nur ein Mittel zum Zwed erblickt, auf die niedrigen Instinkte etwaiger unsicherer Kantonisten, als Verbot in Kanada. Die gestrige Voltsabstimmung über ein fommt zu spät. Diese Erkenntniß ist doch sehr alt und nicht Rochefort verspricht, den gesammten täglichen Ertrag seiner Geld zu erlassendes Gesez, durch welches der öffentliche Verkauf von umstritten. Nur einem Mann von so oberflächlichem Wissen sammlung jeweils unter die gerade sich bei ihm meldenden Branntwein in ganz Kanada verboten werden soll, ergab eine starke in dieser Materie, der aber dafür das Fehlende durch Streifenden zu vertheilen. Bei der großen Maffe der Arbeiter wird Temperenzler- Mehrheit in allen Staaten mit Ausnahme Quebec und breiftes jedenfalls der neue Kniff dem verkrachten Demagogen neue Ver- Kolumbia, also der beiden östlichen und westlichen Seefahrts- scheinen, als ob er eine neue Niedertracht der Sozialdemokratie felbstbewußtes Auftreten erfett, fonnte es achtung einbringen. Staaten. Die Zahl der branntweinfeindlichen Stimmen dürfte auf entdeckt hat. Die Wirkung, die der fleine Sozialistentödter zu erzielen Die würdige Haltung der Streifenden gegenüber dem„ stinkenden" 800 000 angewachsen sein, während die Gegner etwa die Hälfte glaubt, ist verfehlt. Fast scheint es, als ob dieser Artikel und seine Gelde der Nationalisten( diesen Ausdrud gebrauchte Allemane in Stimmen aufgebracht haben werden. einer Streifverfammlung) hat die Sympathien auch des nichtsoziaWarnung an die Freifinnigen in der Hilfe", nur keine sozialdemoAus Philadelphia melden die„ Times": Der Umstand, daß fratische Stimme bei der Landtagswahl anzunehmen, ihm als gute listischen Publikums für sie verstärkt. Die verweigerten 250 Frants die New- Yorter Demokraten in ihrem Programm die Empfehlung bei den Konservativen dienen soll. Seine Spekulation wurden ihnen auch von bürgerlich- republikanischer Seite mehrfach ver- Silberforderung fallen ließen, gilt als Anzeichen auf die National- Sozialen war verfehlt. Und von den Nationalgütet. dafür, daß die demokratischen Organisationen in allen Sozialen zu den Konservativen ist der Weg fürzer und ebener als Beiläufig, die Substriptionslisten für die Streifenden in der gegen den Atlantischen Ozean zu liegenden Staaten Petite Republique" und der„ Aurore" geben interessante Auskunft gleiche Politik annehmen die von der Sozialdemokratie zu einer folonial und marinebegeisterten werden. Die Demokraten Bourgeoispartei. über die Stimmung des großen Publikums bezüglich der Dreyfus- im Westen und Süden Süden verfolgen allgemein Affäre. Bahlreiche Spender fetzten an stelle ihres Namens ein die entgegengesette Politit. Eine Spaltung wurden ferner abgehalten in 2ollar bei Gießen, Hadersleben, Protestversammlungen gegen die Zuchthausvorlage drastisches Dreyfus freundliches Motto. Da liest man: Neum zwischen den demokratischen Organisationen der Nordhausen, Dortmund. Dreyfusards, die einst Rochefortiften waren, aber diesen Charlatan Einzelstaaten ist unvermeidlich, da die Anhänger durchschaut haben; ein ehemaliger Leser des Paters Drumont, des Bryan's die Mehrzahl der Staaten für sich haben werden und daJesuiten; zu Ehren Picquart's- vier schmutzige Dreyfusards"; her darauf bestehen werden, den beherrschenden Einfluß auszuüben. ein Wähler, der den( rochefortistischen) Abg. Giron an Dreyfus' Stelle Jedenfalls kann man aber jetzt schon behaupten, daß die Mehrbon " und Partei- Nachrichten. sehen möchte; neun revolutionäre Sozialisten, Reisegelb, um die alte Ruine zahl der amerikanischen Bürger die bimetalliſtiſchen Hirngespinnste ver- Montag ihre Freiheit wieber. Es sind dies die Bergleute Imberg, Drei Opfer des Essener Meineidsprozesses erlangen morgen von Boubon( Rochefort's Schimpfname) an Dreyfus' Stelle nach der werfen. Teufelsinsel zu schicken; Brüder, denkt alt den verfolgten Picquart; achtungsvolle Bewunderung für den Helden Picquart und unter den dortigen Mestizen ausgebrochen sein sollen, sollen unrichtig werden erst ein halbes Jahr später entlaffen. Einige von ihnen, Kingston, 30. September. Die Meldungen über Unruhen, die Bedmann und Wilfing, die 3 Jahre hinter Zuchthausmauern den Muth von Jaurès( 50 Fr.); um das Geld der Pfaffen von der sein. Die Wahrheit sei mur, daß 100 Mestizen zu Charlestown in Sarunter Meyer, sind in der langen Haft fiech und elend geworden. schmachten nutßten. Die lekten Opfer, Meyer und Gräff, Dérouléde- Versammlung zu ersehen ein alter republikanischer Besigthümer eingedrungen feien, welche sie für sich in Anspruch wollen wir hoffen, daß ihnen allen die Freiheit die verlorene körperund voltairianischer Bourgeois( 250 Fr.); eine patriotische Familie: nahmen, daß sie aber versprochen hätten, von ihrem Unternehmen wollen wir hoffen, daß ihnen allen die Freiheit die verlorene körperHoch Picquart, Zola und Jaurès; für die Gerechtigkeit gegen die abzulassen, als fie auf die Ungesetzlichkeit deffelben hingewiesen liche Rüftigkeit und geistige Spannkraft wiedergeben möge! Jesuiten; eine Französin im Auslande, die sich ihrer Nationalität worden seien. Eine Gewaltthätigkeit sei nicht vorgekommen. schämen wird, so lange Picquart eingekerfert bleibt. U. s. w. u. s. tv. Spanien. Kampf um das Koalitionsrecht! Das altenburgische Partet Organ, der Wähler", ist am 1. Oktober in ein Tageblatt verwandelt worden, das den Titel führt: Altenburger Voltszeitung, Organ für die Interessen des wertthätigen Volkes im Herzogthum Altenburg." Madrid, 80. September. Die Regierung hat bei den Amerikanern Der„ Wähler" erschien seit April 1889, wurde Schritte gethan, um zu erreichen, daß die Armee von Manila nach Ueber den Stand der Vorbereitungen der Zuchthausvorlage die Altenburger Boltszeitung" in der Druckerei des Leipziger wie auch jezt noch den Visayas- Inseln sich begeben könne, um der Ausdehnung des liegen recht widersprechende Meldungen vor. Gestern erwähnten wir, Partei- Organs unter Benußung des Textes desselben hergestellt und dortigen Aufstandes entgegenzutreten; infolge davon sei es, wie was die Allgem. 8tg." anscheinend offiziös meldete, heute liegt die hat unter der geschickten Leitung des Parteigenossen Vogeniz Sagasta erklärt, unzutreffend, daß von Spanien aus Bataillone ents hiervon start abweichende Ansicht des häufig wohl informirten Ber- nicht nur in agitatorischer, sondern auch in finanzieller Beziehung fandt werden sollen. liner Korrespondenten der Frantf. 8tg." vor. Derselbe schreibt der Sozialdemokratie Altenburgs außerordentlich genügt. Möge seinem Blatte: das altenburgische Partei- Organ auch ferner so kräftig gedeihen wie bisher! Madrid, 30. September. Gegen General Toral fand heute die erste Verhandlung vor dem Obersten Kriegsgericht statt. General Toral, der nur wenige Stunden in Santiago de Cuba den Oberbefehl führte, hat die Konvention mit den amerikanischen Generälen unterzeichnet, auf grund welcher die Uebergabe Santiago's und eines großen Gebietes Kuba's erfolgte. Rußland. Politische Verfolgungen. In der letzten Zeit find in Petersburg verurtheilt worden: Zur Verbannung nach dem östlichen Sibirien auf 5 Jahre Nikolai Freilich( Rechtsanwalt), auf 4 Jahre Aluschkewitsch( Zeichner aus Nowgorod), Boris Goldmann( Stud.), Rachil Abramowitsch, Wassili Talalajew, Smejew( Arbeiter), au viermonatiger Einzelhaft und darauffolgender Verbannung auf drei Jahre nach dem östlichen Sibirien Jefim Glubko( Arbeiter), auf 4 Jahre nach dem Gouvernement Wjatke Wladimir Arkadjew( Somptoirist), Alexander Neustrojet( Stub.), Leonid Popow( Student), Porfiri Andrejew( Maler). Jljin( Arbeiter), Jatschin( Arbeiter). Anastasja Iljaschowa, Andrei Medow( Arbeiter), Juna Swedowitsch, auf drei Jahre nach dem Gouvernement Wjatta Alexander Solowjow, Sergei Schamarin und Alexander Jatschmenaikow ( alle drei Arbeiter), zu viermonatlicher Einzelhaft und Ausweisung auf 2 Jahre Wassili Dawydow( stud. med.), zur Ausweisung auf 8 Jahre Arkadjew( Komptoirift). Afrika. " Zuverlässige Mittheilungen von verschiedenen Seiten ergeben, daß die für die nächste Reichstagssession angekündigte Vorlage, die sich gegen die Streiks richten soll und die man sich als eine Abänderung des§ 153 der G.-O. denkt, noch nicht feste Gestalt angenommen hat. Das Erstaunen gewisser Stellen über die bekannte Rede bes Kaisers, in der Zuchthausstrafe in Aussicht gestellt war, ist echt gewesen und ist begreiflich; es scheint selbst an den Stellen getheilt worden zu sein, denen man einen besonderen Eifer in der Ausführung der sozialpolitischen Ideen des Kaisers zutraut. Es weiß zur Beit wahrscheinlich noch niemand, in welcher Form dieser Gesezentwurf an den Reichstag gelangen wird." früher die inzwischen eingegangene" Freie Presse" druckte, eine In Apolda bietet der Buchdruckereibesizer Berger, der Forderung von mehreren hundert Mart, die er an die ehemalige Breßkommission des genannten Blattes haben will, im Wege des Flugblattes öffentlich zum Kaufe aus. Die bürgerliche Presse anderer Orte hat diese Sache begierig aufgegriffen und sucht sie gegen die Sozialdemokratie auszunuzen. Dem gegenüber sei mitgetheilt, daß in den beiden Blättern Apolda's vor dem Anlauf der Berger'schen Forderung" gewarnt wird, weil gerichtlich festgestellt ist, daß diefelbe nicht zu Recht besteht. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Dagegen wird der Köln. Volksztg." aus Berlin geschrieben: " So viel scheint festzustehen, daß an besondere Ausnahmebeftimmungen gegen Ausständige nicht gedacht wird, vielmehr eine Nach wehen vom Wahlkampfe. Aus WaldenVerschärfung des Strafgesetzbuches zum Schuße der persönlichen burg in Sachsen wird uns geschrieben: Der Abgeordnete Auer Freiheit" überhaupt vorgesehen werden soll. Danach würde alfo follte am 12. Juni in einer Wählerversammlung in Callenberg von einer Aenderung der Gewerbe- Ordnung ganz abgesehen groben Unfug begangen haben durch die Aeußerung:„ Bismard sei werden. Man beruft sich in gewissen Regierungskreisen darauf, verrückter als verrückt geworden und habe schließlich die Verrücktheit daß im Reichstage sich bei Berathung des Arbeiterschutz- begangen, einen Getreidezoll von 3 M. einzuführen." Die erste geGesezes Bereitwilligteit gezeigt habe, über den jezigen§ 153 der richtliche Verhandlung am 5. Auguft brachte fein Urtheil, weil ber Gewerbe Ordnung hinauszugehen, aber nicht im Rahmen dieser, Richter annahm, der Einspruch Auer's gegen den Strafbefehl, der sondern im Rahmen des allgemeinen Strafgesetzbuches, und, wie es scheint, soll der Reichstag nun vor diese Frage gestellt werden. Mit dem Betreten dieses Weges hofft man offenbar ani besten der Auffaffung zu begegnen, als ob eine Beschränkung des Koalitionsrechts der Arbeiter geplant sei. Eine solche Absicht wird auf das entschiedenste bestritten." auf 14 Tage Saft lautete, fei nicht an die zuständige Behörde ge= richtet gewesen. Die Ferien- Straftammer in Zwickau hob diese Entscheidung auf. Am 80. September verhandelte nun das hiesige Schöffengericht über die Angelegenheit. Auer, der sich selbst vertheidigte, wies die Anschuldigung, die form- und geschmacklose Aeußerung Neue englische Erwerbungen. Wie das„ Reuter'sche Bureau" gethan zu haben, auf das entschiedenste zurück, die Zeugen widererfährt, wurde infolge der Zambesifonferenz zwischen Lewanika und sprachen sich. Das Gericht erkannte auf kostenlose Freiden britischen Vertretern einer Veränderung der schon im Besitz der An der Untergrabung des Koalitionsrechtes sprechung. Es könne dahingestellt bleiben, wie die Aeußerung Stompagnie in Barotseland befindlichen Konzessionen zugestimmt und wird von der badischen Regierung schon vor Erledigung der Zucht- gelautet habe; grober Unfug liege auf keinen Fall vor, da von die Bereitwilligkeit erklärt, derselben gewisse Vorrechte und hausvorlage träftig mitgewirkt. Nach einer Karlsruher Meldung einer Beunruhigung des Publikums in seiner Allgemeinheit keine administrative Machtbefugnisse über das ganze Barotseland zuzu- des„ Berl. Tagebl." haben sämmtliche badische Ministerien dem Rede sein könne, es aber auch nicht angehe, für jede Aeußerung, die gestehen. Infolge dessen erweitern sich die Grenzen der Chartered Bentralvorstand des badischen Handwerker Verbandes ihre Bereit: man sonst nicht fassen kann, den§ 360 als Lückenbüßer zu bea Company am Nordwest Bambeft bis zu den Grenzen des Kongo- willigkeit ausgesprochen, vorbehaltlich der Prüfung des einzelnen nützen. Auer, der seit 18 Jahren unseren Wahlkreis vertritt und freistants und den deutschen und portugiesischen Befizungen im süd- Falles aus Gründen der Billigkeit bei Ausbruch von in dieser Zeit 5 Wahltämpfe durchgemacht hat, stand zum ersten Lichen Westafrika. Ausständen oder Geschäftssperren bei den Staats- Male bei uns unter Anklage. Aber der Liebe Müh war umsonst. wird einen " Der verantwortliche Redakteur der Breslauer Bolts- 1Damerom verlangt 2 Knechte zur Brennerei- Arbeit bei 150 M. 1300 M. Geldstrafe und Tragung der Koften verurtheilt worden war to a cht, Genosse 3 a hn, sollte durch den Bericht über eine Gerichts- Lohn und freier Station; Freiherr von der Golz auf und gegen dieses Urtheil Revision eingelegt hatte. Der Vertreter verhandlung in Beuthen, in welcher sich der Parteigenosse Tuster Rogzow wünscht 6 Pferdefnechte, denen er außer voller Beköftigung Stumm's begründete den Revisionsantrag damit, daß die Saarbrüder wegen Unterhaltung einer unangemeldeten Zeitungsfiliale zu ver- den fürstlichen Jahreslohn von je 150 Mart zahlen will, Straffammer den vom Angeklagten geltend gemachten Standpunkt antworten hatte, den Amtsanwalt Bohl in Beuthen beleidigt haben. 9 Knechte, die ebenfalls daselbst eintreten können, sollen denselben Wahrung berechtigter Interessen" verlegt habe, während der VerDie infriminirte Stelle des Berichts der„ Volkswacht"" lautete: Lohn erhalten. Rittergutsbesitzer Schröder auf Rügow bei treter Stöder's, Rechtsanwalt Gummersbach, Abweisung mit der BeObwohl die Voruntersuchung wie die Beweisaufnahme für die Degow zahlt einem Stellmacher, der eigenes Handwertszeug mit gründung beantragte, daß Stumm die Beleidigung nicht zum Zwede Aufrechterhaltung der Anklage nicht den geringsten Anhalt boten, bringt und seine Tüchtigkeit durch Zeugnisse nachweist, außer freier Wahrnehmung berechtigter Interessen, sondern bei Gelegenheit auswagte es doch der Staatsanwalt, die Eristenz einer solchen Filiale Station 250 M. Wer Lust und Liebe zum Vieh" hat, gesprochen habe. Das Gericht beschloß, die Entscheidung auf 8 Tage als festgestellt zu betrachten und gegen Tuster 30 M. Strafe zu bean- früher Kuhfütterer oder Schäfer war, tann auf dem auszusetzen. tragen. Eigentlich sei, meinte er, der Reichstags- Abgeordnete und Gute Barlin als Kuhfütterer eintreten; er Verleger der genannten Blätter, Möller, anzuflagen, aber da diesem Jahreslohn von 180 M. erhalten, bei Verkauf eines Stückes Vieh wegen seines Reichstags- Mandates schwer beizukommen sei, müsse eine Mark und für jedes gefund geborene Kalb 25 Pf. Eine Wittwe man sich an Tusker halten." In dieser Stelle sollte der Vorwurf Peglow auf I. an einer anderen Stelle tann ein Zentner Die Beweisaufnahme vor dem Kartoffeln ausgepflanzt werden; der Lohn beträgt hier 150 Mart. Breslauer Landgericht, das gegen Zahn verhandelte, ergab aber, daß Diese Proben dürften genügeu. Man sieht, die Direktion der thatsächlich kein Grund vorgelegen hat, die Bestrafung Tusker's zu Artillerie- Werkstätte weiß die Fürsorge für die Arbeiter mit der für beantragen. Betreffs des zweiten Sazes der inkriminirten Stelle die Agrarier zu verbinden. erklärte Amtsanwalt Bohl als Zeuge, daß er sich des Wortlautes seiner Aeußerungen in der Verhandlung gegen Zuster nicht mehr entfinnen tönne. Nach dem Ergebniß der Beweisaufnahme ließ der Staatsanwalt die Anklage gegen Zahn fallen und beantragte selbst Freisprechung. Das Landgericht beschloß demgemäß. enthalten sein, der Amtsanwalt Pohl habe Tusker wider besseres Kleidungsstücke geh Streik will außer 150 M. Lohn Kleine BeGewerkschaftliches. Gerichts- Beitung. 1 rung gebraucht habe. Auf Befragen des angeklagten Redakteurs des Proletarier", Genossen Feldmann, erklärt der Maurermeister, daß er auf das Polizei- Amt in Neurode geladen worden sei, dort sei ihm der Artikel des Proletarier" gezeigt worden mit der Bemerkung: Das werben Sie sich doch nicht gefallen lassen". Dauraufhin habe er Strafantrag gestellt, sonst hätte er keine Kenntniß von dem Artikel erhalten. Wie Beleidigungsprozesse entstehen, lehrte wieder einmal eine Verhandlung, die sich am Donnerstag vor der Strafkammer des Landgerichts in Schweidnitz abspielte. über einen Maurermeister Adam in Neurode( Schlesien) berichtet, Der Proletarier aus dem Eulengebirge" hatte daß dieser ein Gesuch um Lohnerhöhung mit den Worten abgelehnt habe, daß die ganze Hocke sich zum Teufel scheeren könne; er be= käme soviel Leute, daß er Schweine damit fett machen könne. Der Man wird sich vorstellen können, mit welchen Gefühlen die Proletarier" bemerkte hierzu, daß diefe Aeußerung die Arbeiter besonders veranlassen müsse, sozialdemokratisch zu wählen. Arbeiter die Liste der angebotenen Stellen durchsehen. Es Durch diesen Artikel fühlte sich Adam beleidigt, weshalb er gehört aber auch schon etwas dazu, gelernten Arbeitern, die an eine großstädtische Lebenshaltung gewöhnt sind, zuzumuthen, mit Weib Strafantrag stellte und der Staatsanwalt verfolgte die Sache natürund Kind in die Kathe eines Rittergutes als Pferdeknecht, oder, falls lich im öffentlichen Intereſſe. In der Gerichtsverhandlung wurde der Inhalt des Artikels zwar Die Magdeburger Boltsstimme" schreibt: Bis vor die verlangte„ Lust und Liebe zum Bieh" vorhanden ist, als Kuhfütterer nicht erwiesen, doch bekundete ein Zeuge unter seinem Eide, daß wenigen Wochen hatte unsere Polizei wegen Preßvergehens Straf- mit einem Jahresverdienst von 120, 150 oder 180 m. einziehen. befehle erlassen. Höheren Orts ist ihr aber flar gemacht, daß dies Mit dem Aushang der Stellenliste des Belgarder Bezirks- der Maurermeister vor fünf Jahren die oben angeführte Aeuße In bezug auf den vorliegenden Verfahren unzulässig ist und wegen Preßvergehen nur die Gerichte kommandos hat die Direktion feinen guten Griff gethan. Von den einzuschreiten haben. Der letzte gegen die" Boltsstimme" gerichtete Arbeitern der Danziger Staatsbetriebe haben bisher viele noch nicht fall wurde festgestellt, daß der Maurermeister die Lohnerhöhung Strafbefehl wurde erlassen, weil diese ein Inserat Glandulen" zur Sozialdemokratie gehört; die Chancen unserer Partei sind jetzt in abgelehnt habe mit den Worten:" Zuzahlen könne er nicht, und wenn sie alle davonlaufen". aufgenommen, worin ein Verstoß gegen§ 20 des Preßgefeßes erfreulicher Weise gestiegen." in Verbindung mit der Polizeiverordnung vom 21. Mai 1896 erblickt wurde. Aehnlich lautende Inserate sind von hundert anderen Zeitungen aufgenommen worden, ohne daß bisher Strafantrag gestellt wurde. Nachdem in der Berufungsinstanz festgestellt, Der Ausgang der Schwurgerichts Verhandlung gegen daß die Polizei nicht berechtigt ist, Strafbefehle in Breßfachen zu Bied und Genossen, die mit dem schon furz gemeldeten Freispruch erlassen, ist die Berufung des mit dem Strafbefehl beglüdten sämmtlicher Angeklagten endete, hat niemand mehr überrascht, als Redakteurs der Volksstimme" anerkannt. Die Frage, ob durch einerseits die völlig geständige" Angeklagte Pied und andererseits Der Staatsanwalt beantragte in Rücksicht auf die vielen VorAufnahme fraglichen Inserats gegen Gesetz und Polizei- Verordnung den pensionirten Steuererheber Drinkmann, der nun wohl in strafen des Angeklagten 6 Monate Gefängniß. verstoßen sei, blieb damals unentschieden. Nunmehr ist der tönig- das Zuchthaus zu Brandenburg, aus welchem er beurlaubt worden Genosse Feldmann beantragte seine Freisprechung auf grund lichen Staatsanwaltschaft aufgegeben worden, sich der Sache zu ist, wird zurückkehren müssen. Er hat von der ihm auferlegten zwei- des§ 193 des Strafgesetzbuchs. Nach einem Reichsgerichts- Erkenntniß bemächtigen. Das ist auch geschehen, worüber ein uns vorliegender jährigen Zuchthausstrafe erst 13 Monate verbüßt. Die Verhandlung im 29. Bande soll eine Beleidigung straflos bleiben, nicht blos, Strafbefehl Aufschluß giebt. Es sind angesezt 10 M. Geldstrafe, zog sich auch am zweiten Tage bis in die zehnte Abendstunde wenn sie zur Ausführung und Vertheidigung von Rechten verübt wird, 1,90 M. Kosten. Gerichtliche Entscheidung wird beantragt. hin, da immer weitere Zeugen, die über den Leumund der Ange- sondern auch wenn der Thäter für eine ihn selbst angehende Sache flagten und der Belaftungszeugen Auskunft geben sollten, gehört tämpfe. Dies treffe ohne Zweifel hier zu, denn ihm als Sozialdemokraten, wurden. Von hohem psychologischen Interesse war das Verhalten als Staatsbürger tönne es nicht gleichgiltig sein, ob der Wahlkreis der Angeklagten Bied, die zwar immer wieder versicherte, daß sie Reichenbach- Neurode konservativ- ultramontan oder sozialdemokratisch früher falsch geschworen und nur infolge von Gewissensbissen ihr vertreten sei. Bezweckt habe der Artikel zu einer sozialdemokratischen Geständniß abgelegt habe, dessen ungeachtet aber keine Spur von Vertretung des Kreises beizutragen. Daß auch die Angehörigen der Erregung sehen ließ. Ihr Gesicht blieb während der ganzen zwei einzelnen Parteien in Wahrung berechtigter Interessen handeln, wenn tägigen Verhandlung völlig unbeweglich. Selbst als ihr der Land- sie ihre Partei- Interessen vertreten, habe das Reichsgericht entgerichts- Präsident Rösler die furchtbare Schwere des Ver- schieden. Sollte das Gericht diesen Standpunkt nicht theilen, so sei gewiß brechens, dessen sie sich selbst bezichtigte, vorhielt, zudte fie mit keiner Wimper. Aller Augen wandten sich nach ihr, man sah, eine geringe Geldstrafe eine ausreichende Sühne für den Artikel. wie die Geschworenen sie aufmerksam betrachteten, als wollten sie Da der„ Proletarier" besonders scharf überwacht werde, so dürfe das seltsame Räthsel durch einen Blick in die Seele der man ihm( dem Angeklagten) die Vorstrafen nicht sehr anrechnen, jei Angeklagten lösen. Je weiter die Verhandlung vorschritt, je er doch schon bestraft wegen Aufnahme von Artikeln, die in anderen Eine Gewerkschaftsversammlung, an der etwa 200 Personen mehr rückte dieses Wort für Wort aufrecht erhaltene Ge- Blättern straflos geblieben seien. theilnahmen, tagte am vorigen Sonntag in St. Johann, dem Herr ständniß in den Mittelpunkt derselben und als Staatsanwalt Das Gericht erkannte auf vier Wochen Gefängniß. Wahrung schaftsgebiet des Herrn Stumm. Das Referat hielt Reichstags- Dr. Cornel mit den Worten begann, daß der Gegenstand berechtigter Interessen liege nicht vor. Gegen das Urtheil wird Abgeordneter Hoch aus Hanau, der bei seiner trefflichen Kritik der der Verhandlung zwar viel Elend und viel Niederträchtigkeit auf- Revision eingelegt werden. heutigen Produktionsweise und der Schilderung der Gefahren, die gedeckt habe, das offene und flare Geständniß der Pieck aber einen dem Koalitionsrecht der Arbeiter drohen, lebhafte Zustimmung fand. Lichtblick bilde, sah man, wie ein freudiger Zug über das Geficht Ein für Mecklenburg wichtiges Erkenntnis hat die StrafDie Versammlung beschloß sodann die Gründung eines Gewerkschafts- der Bied huschte. Der Staatsanwalt, der übrigens selbst das Nicht- lammer des Landgerichts Schwerin gefällt. Es handelte sich um fartells. Wir begrüßen freudig den Versuch, der Arbeiterbewegung schuldig auf die Auflage wegen Anstiftung zum Meineide be- die Frage, ob der§ 17 des Reichstags- Wahlgesetzes, betreffend hier Eingang zu verschaffen. antragte, erklärte offen, Drinkmann sei zu unrecht schwer verurtheilt; Wählerversammlungen, durch das medlenburgische Sonntagsgeset er sei einem von der eigenen Ehefrau angestellten Stomplott der Anbeschränkt werden darf. In Steinmannshagen bei Gadebusch hatte Aus London wird uns geschrieben: Der befürchtete große geklagten Hohmann und Pied zum Opfer gefallen. Der Staats- am Sonntag, 5. Juni, nachmittags 4 Uhr, in der dortigen GastBergarbeiter Ausstand unterbleibt. Yorkshire hat anwalt beantragte demgemäß das Schuldig gegen sämmtliche Angeklagte. wirthschaft eine sozialdemokratische Wählerversammlung stattgefunden. im Gegensatz zu Lancashire sich für Annahme des Angebots der Ein wahres Stabinetsstück für Psychologie bildete während der Nede Das großherzogliche Amt erblidte hierin einen Verstoß gegen das Unternehmer entschieden, und damit die Waage der Annehnienden tief des Staatsanwalts das Minenspiel der angeklagten Ehefrau Drink- Sonntagsgesetz; es schickte verschiedenen Theilnehmern der Versammlung zum Sinten gebracht. Auf der am Mittwoch im Westminster Palace mann und ihres gegen sie auftretenden Ehemannes. Es zeigte sich Strafbefehle; diese wurden vom Schöffengericht zu Gadebusch aufrecht er= Hotel abgehaltenen Generalversammlung der Bergarbeiter- Föderation da ein Seelenzwist, wie ihn die glühendste Phantasie eines Roman halten. Dagegen hat jetzt das Landgericht jenes amtsgerichtliche ward festgestellt, daß die übergroße Mehrheit der Abstimmen- schriftstellers faum ausdenken kann. Doch dies dauerte nicht lange. Urtheil aufgehoben und die Strafbefehle für nichtig erklärt. Rechtsden sich für den Kompromiß entschieden habe und darauf Schon bei den ersten Worten des Justizraths Haenschke, der trok anwalt Dr. Herzfeld- Berlin führte die Vertheidigung und legte mit 104 000 gegen 29 000 Stimmen dieser für angenommen erklärt. feines hohen Alters mit jugendlichem Eifer dafür plaidirte, auf grund der Reichstagsatten erschöpfend dar, daß der Absicht Danach begnügen sich die Arbeiter mit einer Lohnerhöhung von daß von dem Geständniß seiner Klientin tein Wort zu des Gesetzgebers nach das mecklenburgische Sonntagsgesetz auf 2/ pet. gegen die zuletzt gezahlten Lohnfäge oder 322 pet. über glauben sei, da es sich lediglich um ein Manöver zu gunsten des Wählerversammlungen unanwendbar sein sollte. Das Gericht trat die Lohnfäße von 1888 und verzichten fie bis 1. Januar 1901 Drinkmann handle, bei dem allerlei unkontrollirbare Einflüsse ob- dieser Auffassung bei und entschied demgemäß. darauf, mehr als 45 pet. über jenen Normalfaz zu verlangen, gewaltet, begann sich die Stimmung zu ändern, namentlich auch Angeklagten der Ersatz ihrer nothwendigen Auslagen in beiden Inwogegen ihnen die Unternehmer bis zu jenem Termin einen beim Publikum, das Kopf an Kopf gedrängt ausharrte. Der Schluß- stanzen aus der Staatskasse zuerkannt. Mindestlohn von 30 pet. über den Satz von 1888 zusichern. antrag des Vertheidigers, die Angeklagte troß ihres umfassenden GeBerlin und Umgegend. Die Vergolder halten am Montag Abend in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine Versammlung ab, in der über den Streit der Versilberer Bericht erstattet wird. Deutsches Reich. Die Bergarbeiter Zeitung„ Glück auf", Fachorgan für die sächsischen Bergleute, wird Ende dieses Jahres ihr Erscheinen einstellen. An stelle dessen wird die„ Deutsche Berg- und HüttenarbeiterBeitung" eingeführt werden. Ausland. Auch wurde den Meinungsverschiedenheiten über Lohnansprüche innerhalb jener ständnisses freizusprechen, da dies nicht glaubwürdig ſei und ſie ſeinerzeit Tchte Nachrichten und Depelthen. Mindest- und Höchstgrenze werden bon einem zu bildenden offenbar die Wahrheit beschworen habe, lang etwas befremdlich, der Einigungsamt schiedsrichterlich entschieden. Der Vertrag tritt vom Ausgang des Prozesses zeigte aber, daß die glühenden Worte des 1. Oktober d. J. ab in kraft. alten Herrn ihre Wirkung auf die Geschworenen nicht verfehlten. war. Dirschau, 1. Oktober.( W. T. B.) Wie die„ Dirschauer 8tg." meldet, Die Annahme der Vorschläge der Unternehmer in der Urabstim- Auf das Urtheil derselben war wohl auch die Art und Weise nicht erfolgte heute Vormittag auf dem hiesigen Rangirbahnhof ein Zumung ist ein Sieg der Richtung Pickard, Woods, Cowey, Haslam ohne Einfluß, in welcher die Angeklagte von den unter falscher ſammenstoß zweier Güterzüge. Vier Wagen sind beschädigt, der eine über die junge, sozialistische Richtung im Bergarbeiter- Verband. Die Flagge segelnden Angestellten des Detektivinstituts zum„ Geständniß“ Zugführer wurde getödtet. Wien, 1. Oktober.( W. T. B.) Wie die„ Wiener Zeitung" im Vertreter der letzteren waren der Ansicht, daß die Geschäftslage eine gebracht worden Die Rechtsanwälte Dr. Löwen halbamtlichen Theile meldet, hat das Eisenbahn- Ministerium sich auf sofortige Lohnerhöhung um 10 pet. rechtfertige und ein Ausstand zu stein, Dr. Jaenide und Küster widmeten dem Kapitel eine Bitte des Vereins für Sozialpolitik zu Berlin bereit erklärt, die ihren Gunsten die besten Aussichten habe. Die alten Führer aber der Detektivs eingehende Betrachtungen und gingen dieser von diesem Verein geplanten Erhebungen über die Arbeits- und hielten einen mageren Vergleich für besser wie einen fetten Prozeß modernen Errungenschaft dem Gebiete der Spionage und empfahlen den Arbeitern in einem Rundschreiben, in diesem mit scharfen Worten zu Leibe. Rechtsanwalt Dr. Werthauer Lohnverhältnisse der bei Verkehrsanstalten beschäftigten Beamten Sinne abzustimmen. Daß Yorkshire der Empfehlung mit so großem wies schließlich nochmals auf alle fachlich vorhandenen Un- und Arbeiter durch Sammlung und Überweisung geeigneten Madie sich Mehr folgte, zeigt, wie stark der Einfluß Pickard's dort noch ist, möglichkeiten des„ Geständnisses hin, die während umgekehrt die neulich gemeldete Abstimmung Lancashires von wachsendem Einfluß der jüngeren Richtung in dieser Grafschaft zeugt. Boziales. M auf aber terilas zu unterstützen. auch Wien, 1. Ottober.( W. Z. B.) Das Fremdenblatt" erklärt aus dem ganzen Verhalten der Pied während der Verhandlung er gäben; folche„ Gewissensbisse" ohne eine einzige Thräne gebe es entschieden, die auf der Börse verbreiteten Gerüchte von einer Kabinetskrisis für unbegründet. bei einem 20jährigen Mädchen nicht. Die Geschworenen beParis, 1. Oktober.( W. T. B.) Frau Carnot, Wittwe des erriethen nur eine Stunde. Als dann der Freispruch für mordeten Präsidenten der Republit, ist gestern Abend auf Schloß alle Angeklagten verkündet wurde, zeigte die Freude auf der Mißmuth auf der anderen Prestes gestorben. unbeweglich Paris, 1. Oftober.( W. T. B.) Der Generalprokurator des Ueber die kgl. Artillerie Werkstatt in Danzig wird uns den Gesichtern der einen, Seite die Parteistellung der Anwesenden geschrieben: Eine Notiz, die der Vortvärts" vor einiger Zeit über die blieb nur der Gesichtsausdrud der Auguſte Pied, die es gar nicht beendet und dasselbe heute Nachmittag dem Vorsitzenden der Kriminal recht zu verstehen schien, daß sie Arbeiterentlassungen und Kürzungen der Affordlöhne brachte, die in dieser Werkstatt vorgenommen worden sind, ist an maßgebender gesprochen worden und sich noch genauer nach der Tragweite des fammer Loew zugestellt. Dieser wird ebenfalls eine Prüfung der Stelle nicht unbeachtet geblieben. Am 19. September wurde plöglich der Berathung der Geschworenen abgeführt wurde, ihre feste lleber- stimmen, der mit der Berichterstattung beauftragt werden wird. Stelle nicht unbeachtet geblieben. Am 19. September wurde plötzlich Urtheils erkundigte. Sie hatte noch kurz zuvor, als sie während aften vornehmen und im Laufe der nächsten Woche den Nath beParis, 1. Oktober.( W. T. B.). Der Eigenthümer des der Arbeiter ausschuß zusammengerufen und demselben mitgetheilt, daß das Kriegsministerium der Direktion von dem geugung dahin ausgesprochen, daß fie in wenigen Tagen wohl im Bagram- Saales hat es abgelehnt, diesen für die von Pressensé auf Zuchthause wohnen werde". morgen zu gunsten der Revision des Dreyfus- Prozesses einberufene Vorwärts"-Artikel Mittheilung gemacht habe. Der Direktor gab seinem lebhaften. Bedauern Ausdruck, daß ein solches" Blatt tammter des Landgerichts I in längerer Verhandlung. Eine Umzugsgeschichte beschäftigte gestern die zweite Straf- Versammlung herzugeben, weil er Ruhestörungen befürchtet. London, 1. Oftober.( W. T. B.) Wie das„ Reuter'sche derartige Nachrichten bringen könne. Er erklärte darauf den Der Hauserstaunten Ausschuß- Mitgliedern, daß nicht die Direktion, sondern die verwalter Otto Borowski war der Urkundenvernichtung, Beleidi- Bureau" erfährt, erhielt das Auswärtige Amt ein Telegramm des Meister an den Lohnfürzungen Schuld seien; in Zukunft solle vor gung und Körperverlegung angeklagt. Borowski ist Verwalter eines Gesandten in Beling, Sir Macdonald, welcher meldet: Ein Mitglied Am 26. März hatten die Tischler der Gesandtschaft, Mortimore, wurde, als er mit seiner Gemahlin jeder beabsichtigten Lohnreduktion der Arbeiter Ausschuß Hauses in der Pallasstraße. gehört werden. Von einer Erhöhung der Löhne auf den früheren Schimmelpfennig'schen Eheleute bei ihm eine Wohnung gemiethet nach Hause zurückkehrte, von Chinesen angegriffen, beleidigt und des Tages unter der Bedingung, daß dieselbe erst einer gründlichen Aus- mit Steinen beworfen. Im weiteren Verlaufe Stand war aber keine Rede. Bei den Befugnissen, die den Arbeiter- Ausschüssen in den staat- befferung unterworfen werde. Die Arbeiten konnten nicht mehr recht wurden ameritanische Missionare und der chinesische Sekretär lichen Betrieben zugestanden werden, ist für die Arbeiter faum ein zeitig ausgeführt werden und dem Verwalter fing es an zu gereuen, der amerikanischen Gesandtschaft in ähnlicher Weise angegriffen, wesentlicher Vortheil darin zu erblicken, wenn in Zukunft bei Lohn- daß er auf die Bedingungen eingegangen war. Es lag ihm daran, wobei der letztere einen Rippenbruch erlitt. In Peking herrscht eine reduktionen der Ausschuß gehört wird. Ernstliche Opposition darf wieder in den Besitz des Miethsvertrages zu kommen, und da soll er gefährliche Stimmung. Der Gesandte meldet weiter, er habe wegen derselbe nicht machen, er fann höchstens als Sündenbod dienen; zur Erreichung dieses Zweckes zu einer List gegriffen haben. Er ließ sich, dieser Beschimpfungen sehr energische Vorstellungen bei der chineDirektion und Meister sind dann eher vor Vorwürfen gesichert, da wie die Beugin Schimmelpfennig bekundete, den Vertrag zeigen unter der fischen Regierung erhoben. jede Lohnkürzung als im Einverständniß mit den Vertretern der Angabe, daß er sich noch über einen Bunkt unterrichten wolle. Als er das Papier in Händen hatte, zerriß er es. Auf die Vorstellungen der Arbeiter vorgenommen bezeichnet werden kann. Alls vor einiger Zeit mitgetheilt wurde, daß Arbeiterentlassungen Frau Schimmelpfennig habe der Angeklagte erwidert:" Ich weiß in der Artillerie- Werkstatt bevorständen, wurde das mit aller Ent- fchon, was Sie für eine find, ich nehme Sie nicht auf!" Der Ehe schiedenheit dementirt. Jest sollen aber doch Entlassungen vorgemann Schimmelpfennig begab sich zum Angeklagten, um ihn wegen nommen werden. Die Leitung des Betriebes ist nun zwar bemüht, feines Verhaltens zur Rede zu stellen. Bei dieser Gelegenheit ließ den Arbeitern anderswo Beschäftigung nachzuweisen, sie ist in der sich der Angeklagte, wie durch die Beweisaufnahme festgestellt wurde, hinreißen, den Besucher zu mißhandeln. Der Gerichtshof hielt alle Wahl der Arbeitsgelegenheit aber nicht gerade glücklich. In mehreren Bertabtheilungen wurde eine Liste der im Bereiche drei Straftaten für erwiesen und erkannte wegen der Urkunden des Bezirkskommandos Belgard auf Rittergütern frei werdenden vernichtung auf zwei Wochen Gefängniß, wegen der Beleidigung auf 10 und wegen der Körperverlegung auf 30 M. Geldstrafe. Kanea, 1. Oktober.( W. T. B.) Die Admirale forderten den Bom Prozeß Stöcker- Stumm. Vor dem Kölner Ober- Landes- Gouverneur auf, die Waffen, welche zu Beginn des Jahres 1897 Da sucht ein Rittergutsbesitzer Rletiner auf Glögin bei Gr. Rambin einen Kutscher und drei Pferdeknechte zu je 120 M. gericht wurde am Freitag die Beleidigungsklage gegen Stumm ver- von den Behörden unter die Bevölkerung vertheilt worden waren, Administrator 3iemer auf handelt, nachdem Herr Stumm von der Saarbrüder Straffammer zu wieder zurückgenommen. Jahreslohn und freier Station. Verantwortlicher Nedakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Stellen angeschlagen. Konstantinopel, 1. Oftober.( W. T. B.) Jm Distrikt Melaskerd ( Vilajet Wan) fand ein Zusammenstoß zwischen einer angeblich von Stautasien gekommenen armenischen Bande mit türkischen Truppen statt, wobei die Armenier einen Verlust von 49 Todten und 3 Verwundeten hatten. Kaudia, 1. Ottober.( W. T. B.) Hier wurden weitere 1200 englische Matrosen an Land gefeßt. Die Admirale auf Kreta be schlossen, die Unruhestifter von Kandia friegsgerichtlich abzuurtheilen und die Urtheile vollstrecken zu lassen. Sieben Unruhestifter wurden neuerdings den Engländern ausgeliefert. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 231. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Oktober 1898. Kommunales. Die Nicht- Ehrung der März- Gefallenen. Die offiziösen B... Pol. Nachr." schreiben am 1. Oktober, dem Tage, an dem Herr Kirschner eigentlich die Nachfolge des Herrn Belle antreten sollte. Anläßlich der Verhandlungen der Berliner StadtverordnetenVersammlung über die beantragte Bauerlaubniß für die Umwehrung und das Thor des Friedhofes im Friedrichshain mag es am Blaze sein, über die auf den Fall bezüglichen rechtlichen Bestimmungen zu Die Klage im Verwaltungsstreit- Verfahren, von welcher in der Verhandlung gesprochen wurde, ist allerdings gegen die Verfagung einer Bauerlaubniß gegeben, aber erst dann, wenn die die Verfagung enthaltende polizeiliche Verfügung vorliegt. Bevor eine folche Verfügung ergangen, kann der Verwaltungs- Rechtsweg nicht beschritten werden. orientiren. ma che n." der Ferienzeit erwarten, daß auch im Wintersemester das für die berge bewirkt, sondern auch im Verein mit dem zeitigen Berliner Arbeiter so außerordentlich nügliche Institut fich eines regen Vormund derselben, Herrn Rechtsanwalt Dr. Nemling, hier, Zuspruchs erfreut. Der Vorstand. die Anfechtungsklage hinsichtlich des Frau Rothenburg entden diesjährigen Winterkursus in der Zentrale„ Arminhallen", Kom- mußte bezüglich der stattgehabten achtjährigen ungerechtfertigten Der Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen beginnt erbenden Rechner'schen Testaments eingeleitet. Nothwendigerweise mandantenstraße 20, am 10. Oktober und in der Filiale bei Neu- Internirung und sonstigen Vorkommnisse nach der Freilaffung der Herrn Dr. Friedeberg:„ leber Zived und Ziele des Samariterkursus werden, welche die Angelegenheit zur Prüfung der Staatsanwaltmann, Brunnenstraße 150, am 17. Oftober mit einem Vortrage des Frau R. Anzeige an die zuständige Oberstaatsanwaltschaft erstattet und Anatomie und Physiologic( Bau und Lebensthätigkeit) des mensch- schaft I, hier, überwies. Die Anzeige erfolgte im Februar d. J. seitens lichen Körpers." Der Besuch einer Versammlung steht jedermann, der Frau Baumeister Rothenburg durch den von ihr bevollmächtigten als Gaft, ohne irgend welche Verpflichtung, frei. Der Zied des Samariter Referendar St. in ordnungsgemäßer Weise. Seitdem hörte man zu unterrichten durch Vorträge und praktische Uebungen a) in der nunmehr auf Untersuchung der Sache gedrungen wurde, da diefurfus ist nach§ 1 des Statuts:„ Die Arbeiter und Arbeiterinnen nichts mehr von dieser Angelegenheit und ihrer Erledigung. Als ersten Hilfe bei Ungffidsfällen, b) in der ersten Hilfeleistung bei felbe sonst verjährte, trat die Staatsanwaltschaft I damit auf, plöglichen und gefahrdrohenden Erkrankungsfällen, c) in den Grund- wie wir bereits mitgetheilt anstatt einer Untersuchung der Sache zügen der Krankenpflege." Das Eintrittsgeld zum Samariterkursus plöglich einen Antrag auf Entmündigung des Referendars Rothen beträgt 25 Pf., der monatliche Beitrag 25 f. burg bei dem hiesigen Amtsgericht I zu stellen. Merkwürdigerweise ist der Antrag der Staatsanwaltschaft damit begründet, der Referendar N. sei erblich belastet und verfolge ihm nicht zustehende Rechte, er habe sich bereits in einer Frrenanſtalt befunden und leide wahrscheinlich an Querulantenwahn. Seitens des Gerichts aber wurde dem Referendar N. jedwede Einsicht der Atten verweigert. Die Ausstellung vom Rothen Kreuz ist gestern im LandesAusstellungspark eröffnet worden. Außerdem bringen wir die vom Samariterkursus errichtete Samariterkolonne in Erinnerung, welche sich auf Wunsch bei Arbeiter festen zur Verfügung stellt. Weldungen sind zu richten an den Obmann der Kolomne Otto Korn, Schönhauser Allee 70a. Für die Prüfung der Bauerlaubniß find auch nicht, wie an genommen zu werden schien, allein bautechnische Gesichtspunkte maß gebend. Nach dem geltenden Baurechte( Tit. 8 Th. I A. 2. N.) ist die Polizeibehörde vielmehr so berechtigt, wie verpflichtet, auch weitergehenden Rücksichten des Die Parteigenoffen und hauptsächlich die im Handel und Gemeinwohls bei der Prüfung eines Bau- Borgemacht, Transportgewerbe beschäftigten Personen werden darauf aufmerksam habens Rechnung zu tragen und von ihrer Wahrung gemacht, daß heute bei Cohn, Beuthstr. 19, ein Konzert stattfindet, die Ertheilung der Bauerlaubniß abhängig 8u fammte Ueberschuß dem durch lange Krankheit schwer leidenden Ge- Anfang genommen. Vorgestern Abend und gestern entwickelte sich welches vom Gesangverein„ Süd- West" veranstaltet ist. Da der geDer Oktoberumzug hat am Freitag Abend seinen offiziellen Was damit gefagt sein soll, ist doch jedermann flar. nossen Kamp überwiesen werden soll, der seine Kräfte stets den in den Straßen fast sämmtlicher Stadttheile ein Treiben, wie es Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur um recht zahlreichen Besuch. Der Vertrauensmann. Genossen und Kollegen zur Verfügung gestellt hat, so bitten wir selbst die Reichshauptstadt seit vielen Jahren nicht erlebt hat. Es Borberathung des Antrages des Stadtverordneten Justizraths Meyer scheint, als ob halb Berlin umzieht, dabei ist zu bedenken, daß es wegen Ehrung des Oberbürgermeisters Belle hat unter sich in der Hauptsache nur um den Umzug der Miether fleiner Wohnungen, Borsiz des Stadtverordneten- Borstehers Dr. Langerhans beschlossen, Arbeiterfreundlichkeit in einem königlichen Inftitut. Eine der bereits am 1. Oktober beendet sein muß, handelt. Vierspännige den Antrag der Versammlung zur Annahme zu empfehlen schlimme leberraschung wurde vor kurzem den bei der König- Rollwagen, Hundekarren, Kohlen- und Milchwagen, ja jogar Dreiund eine Stiftung mit einem Kapital von 300 000 Mart Lichen Theater- Garderoben- Verwaltung beschäftigten räder und zum ersten Male Motorwagen wurden zur Fortschaffung zu begründen, welche den Namen des Oberbürgermeisters Schneidern und Schneiderinnen zu theil. Die Verwaltung, der Sachen herangezogen. In der Staligerstraße bemerkte man Belle tragen soll, sowie ein Bildniß desselben von einem hervor welche früher die Garderoben im Theater selber anfertigen ließ, hat zwei Efelsfuhrwerke und in der Elsasserstraße ließ ein Bruder Studio ragenden Künstler auf Kosten der Stadt malen zu lassen, welches ihre Arbeiten jetzt dem Masken- Garderoben- Geschäft von Hugo seine gesammte Habe durch einen von zwei Biegenböcken gezogenen in einem Saale des Nathhauses seinen dauernden Plaz finden soll. Baruch übertragen. Aus diesem Grunde ist 16 Schneidern und Kinderwagen zur neuen Bude" bringen. In der Dresdenerstraße Dieser Beschluß unterscheidet sich von dem Antrage dadurch, daß 6 Schneiderinnen, welche zum theil bis zu 10 Jahren im Theater brach ein Rad eines größeren Transportwagens, wodurch ein großer ein Preis für die Anfertigung des Gemäldes überhaupt nicht fest beschäftigt waren, am 5. September gefündigt worden. Den Theil der Möbelladung aufs Pflaster fiel. In der Manteuffelstraße gesetzt werden soll, während der Antrag Meher einen Betrag bis zu langjährigen Arbeitern, die bisher schon mit dem recht niedrigen verunglückten gleichfalls mehrere Gefährte, deren Ladung schlecht 5000 M. zu diesem Zwede vorsteht. Tagelohn bon 3,50 M. vorlieb nehmen mußten, wurde verstaut war; aus vielen Stadttheilen werden ähnliche Fälle geDer Ausschuß der Stadtverordneten- Bersammlung zur Vorgefagt, daß fie weiter arbeiten fönnten, wenn meldet. Das schlimmste aber, was die Umziehenden auszustehen berathung der Magistratsvorlage, betreffend den Abschluß eines neuen fie fich mit täglich täglich 2,40 M. zufrieden gäben, doch hatten, war der am Freitag Nachmittag beginnende Regen, der Vertrages mit den Berliner Elektrizitätswerten hat gestern unter Vorsitz ist auf diesen wenig noblen Vorschlag mur ein geringer Theil der gestern glücklicher Weise nachließ. des Stadtverordneten- Vorsteher- Stellvertreter Michel et und in An- Gemaßregelten eingegangen. Unter den Betroffenen sind manche Straßensperrung. Die Viktoriastraße von der Margarethenwesenheit der Magistrats- Kommissare: Bürgermeister Kirschner, Stadt- schon sehr bejahrte Arbeiter und ein großer Theil ist verheirathet; straße bis zum Fußpunkt der Rampe der Potsdamer Brücke wird berath Zabel und Stadtelektriker Dr. Kallmann nach mehrstündiger Debatte einer der Armen war im ganzen sogar fast 30 Jahre theils im hufs Asphaltirung vom 4. Oktober ab bis auf weiteres für Fuhrden Entwurf des Vertrages mit den Werken in zweiter Chor, theils in der Garderobe des Theaters beschäftigt. Diesen werke und Reiter gesperrt. Lesung nebst dem angehängten Zarif und dem Vertrage zwischen Unglücklichen trifft die Kündigung um so härter, als er fräntlich ist den Werken und den Allgemeinen Elektrizitätswerken ohne wesentliche und daher fast kaum Aussicht hat, anderswo in Stellung zu kommen. Aenderungen im Sinne der ersten Lesung, die wir bereits als die Leute gestern Abend endgiltig das königliche Institut mitgetheilt haben, zu Ende berathen und sodann den Gesammt- berließen, machten sie sich eigene Gedanken über die oben beliebte vertrag bei der Schlußabstimmung mit 9 gegen 4 Stimmen an- nunmehr mancher zu der Einsicht, daß auf die Treue nach oben hin Arbeiterfreundlichkeit. Hoffentlich kommt unter den Entlassenen Bum Berichterstatter wurde der Stadtverordneten- Vorsteher- Stell- wenig zu geben ist, und daß es für jeden Arbeiter das erste und bertreter Michelet gewählt. legte sein muß, gegen seines gleichen in der Gewerk schaftsorganisation Treue und Solidarität zu üben. In der Angelegenheit der Nichtbestätigung des Stadtverordneten Singer als Mitglied der städtischen Schuldeputation Abonnements Einladungen, daß er seine Abonnenten gegen Tod Der Berliner Herold" verkündet regelmäßig in seinen hat der Magistrat jetzt der Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage zugehen laffen, in welcher dieselbe um Vornahme einer ander- oder Ganzinvalidität infolge von Unfall mit 1000 Mt. versichert habe, weitigen Wahl ersucht wird. Gleichzeitig hat der Magistrat der und er fügt hinzu, daß diese Einrichtung schon in vielen Fällen eine Versammlung eine Abschrift eines Erlasses des Kultusministers vom fegensreiche Wirkung hervorgebracht hätte. Obgleich es doch dem 29. Auguſt cr. und die Verfügung des kgl. Provinzial- Schul- Reklamebedürfniß des Blattes gute Dienste leisten müßte, wenn von kollegiums von gleichem Datum in bezug auf die Nichtbestätigung bei- ihm diese angeblichen Fälle segensreicher Wirkung" angeführt würden, Aus dem Zellengefängniß in Moabit an der Ecke der Lehrtergefitgt. Derselbe weist tifteľnd sodann darauf hin, daß die Schul- wird auch nicht ein einziger Fall, in dem die Versicherungssumme straße ist in der Nacht zum Sonnabend der am 17. April 1870 zu Seputation nicht nur eine städtische Verwaltungsdeputation, sondern voll zur Auszahlung gelangt ist, bekannt gegeben. Diese weiſe Ralfberge Nüdersdorf geborene Schiffer Nichard Erpel ausgleichzeitig eine staatliche Schulaufsichts- Behörde ist, und er das Be- Borsicht hat ihren guten Grund. Uns ist mehr als ein Fall namhaft gebrochen und entkommen. Erpel war Mitglied einer gestätigungsrecht hinsichtlich der in dieselbe gewählten Mitglieder nicht gemacht worden, wo die Versicherungsgesellschaft, bei welcher fährlichen Räuber- und Einbrecherbande, die vor drei Jahren viel auf grund der städtischen Verfassung, sondern auf grund des ihm der Herold" der Herold" seine Abonnenten eingekauft hat, die Aus- von sich reden machte. Er war zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verdurch die Berordnung vom 20. Juni 1829 seitens der Staatsbehörde zahlung der Versicherungssumme an die Hinterbliebenen verurtheilt. Ueber die Art und Weise des Ausbruches ist näheres nicht Die berweigerte, ertheilten Auftrages auszuüben habe( Instruktion vom 20. Juni 1853 unglüdter betreffenden bekannt. Man nahm bei einem Rundgange wahr, daß er das Weite haben zur Ausführung der Städte- Ordnung vom 30. Mai 1853 XIII, die Gesellschaft verklagt; erscheint aber nicht gesucht und gefunden hat, wahrscheinlich nur mit einer Nachtjacke und 2. Absatz vom 11. März 1872, betreffend die Beaufsichtigung des ausgeschlossen, daß dieſe irgend einen juristischen Kniff herausfinden Unterhosen bekleidet. Erpel war in der Werkstätte für Schneider beUnterrichts- und Erziehungswesens) und er könne hiernach die am Boraussetzung, daß die in den Anpreisungen des Herold" gemachten als Tischler beschäftigt wurde. Dieser machte vor einiger Zeit einen wird, um Ansprüche der Wittwen abzuweisen. Wer also in der schäftigt, während sein Bruder Robert in derselben Anstalt 17. Juni cr. erfolgte Wahl des Stadtverordneten Singer zum Zusicherungen ohne weiteres erfüllt werden, auf das Blättchen Fluchtversuch durch den Schornstein. Man hielt den Ausreißer jedoch Mitgliede der städtischen Schuldeputation nicht bestätigen. Die Anordnung, welche die„ Rechte" des Magistrats so ausgezeichnet abonnirt hat, der dürfte sich durch die angeführten Thatsachen doch noch rechtzeitig feft; nach Verbüßung seiner Disziplinarſtrafe wurde forrigirt, mag alles andere im Gefolge haben, nur nicht das, daß enttäuscht sehen. er nach dem Zuchthause in Brandenburg gebracht. Richard Erpel die Sozialdemokratie ihren wohlthätigen Einfluß auf die Jugend Birlſamleit treten. Der Berbrennungsofen, welcher zur Probe in Er erzählte oft, daß er der Verführte fei, und behauptete, fein Ein Müllverbrennungsofen soll nun bestimmt in Berlin in hatte sich bisher in der Anstalt nichts zu schulden kommen lassen. einbüßt. der Gitschinerstraße errichtet worden war, wird jezt vollständig Antheil an der That wäre nur ein ganz geringfügiger gewesen. regulirt und für den praktischen Gebrauch hergerichtet, um bereits am Freitag Abend ließ er sich, wie gewohnt, in seine Belle einschließen; 1. Januar 1899 in Gebrauch genommen zu werden. Die Be- gestern Morgen wurde bei der Visitation entdeckt, daß er entflohen theiligten haben sich zu einer Müllverbrennungs- Gesellschaft" mit fei. Fußspuren oder sonst verdächtige Merkmale der Flucht wurden schiedenen anderen Städten in Verbindung wegen Errichtung von dem Sitz in Berlin zusammengeschlossen. Diese hat sich mit ver- nicht wahrgenommen. Müllverbrennungsöfen bezw. Verkaufs des Patentes gesezt. Schon möglich. In der„ Breslauer Zeitung" findet sich folgende Berliner Mittheilung: genommen. Lokales. Achtung, Parteigenossen Berlins! Am Mittwoch, den 19. Oftober cr., abends 812 Uhr, finden die Bersammlungen zur Berichterstattung über den Stuttgarter Parteitag statt. Die Parteigenoffen und Leiter von Wahlvereinen und Gewerkschaften werden ersucht, auf diesen Tag teine Versammlungen ein zuberufen. Die Vertrauenspersonen. " Die Freie Volksbühne bringt heute Nachmittag Grillparzer's Trauerspiel Des Meeres und der Liebe Wellen" für die erste Abtheilung zur Aufführung. Die Vorstellungen finden im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater statt. Die Vorstellungen finden heute am 9., 16., 23. und 30. Oftober statt. Die Mitglieber werden gebeten, rechtzeitig ihren OktoberBeitrag zu entrichten. = Abonnenten es Ein gefährlicher Zeuge. Eine unangenehme Erfahrung mit einem Zeugen machte die in der Friedrichstraße wohnende Gigenthümerin Fräulein B. Derselben wurde vor einigen Tagen durch zwei Hundefänger ein Hund fortgefangen; die Fangbeamten sollten Lothringerstr. 26, unforrett gehandelt haben. nach der Aussage eines Zeugen, des angeblichen Robert Balfe, Herr B. erbot sich nicht nur, als Zeuge bei Gericht zu fungiren, sondern auch der Eigenthümerin behufs Wiedererlangung des Hundes behilflich zu sein. Er begab sich in die Wohnung des Fräulein B., um sofort Hier benutzte er dann die Gelegenheit, um sich eine werthvolle einen Brief an den Thierschutzverein abzufassen und fortzusenden. Taschenuhr anzueignen; an der Ausführung weiterer Diebstähle wurde er durch die Rückkehr des Fräulein B. gehindert. Wie sich dann später herausstellte, waren die Personalangaben des Gauners völlig erlogen. Schwer verunglückt ist gestern Vormittag um 9½ Uhr der 22 Jahre alte Maschinenbauer Frizz Anders aus der Hollmannstraße 8 in der Bügenstein'schen Buchdruckerei. Beim Auseinander. nehmen einer Maschine stolperte er und fiel. Seine beiden Mitarbeiter konnten einen schweren Eisentheil nicht halten und so fiel Anders auf den rechten Unterschenkel und zerschmetterte sich diesen. Als der Verunglückte sich erheben wollte, drangen ihm die KnochenAm Donnerstag Nachmittag gegen 2 Uhr verstarb ein aus Herzschlag, furz nachdem er eine Droschke verlassen hatte. Der Gleiwit hierhergekommener Herr im Westibül des Zentralhotels am jenige Droschlenkutscher, welcher den Herrn fuhr, wird gebeten, sich bei Siegfried Frey, Ritterstr. 83, zu melden. Die Bestätigung Kirschner's als Oberbürgermeister von Berlin sei davon abhängig gemacht worden, daß er politisches Wohlverhalten gelobe und besonders, daß er sich verpflichte, gegen jede Ehrung der Märzgefallenen aufzutreten." Diese Nachricht, deren Richtigkeit von splitter aus der Haut heraus. einem linksfreisinnigen Blatt bezweifelt wird, flingt uns durchaus auf dem Wege zum Oberbürgermeister- Posten nicht über einen einzigen wahrscheinlich und ebenso wahrscheinlich ist es, daß Herr Kirschner zu Ehren der Märzgefallenen aufgemauerten Stein stolpern wird. Die Vorstellung der 5. Abtheilung„ Galeotto" im Leffing- Theater schulen von ganz besonders feudalem Kaliber glaubten sich höheren Die Leiter und Leiterinnen einiger höheren Mädchen findet ebenfalls heute Nachmittag statt. Nachzügler können günstigsten Orts dadurch beliebt zu machen, daß sie jüdische Schülerinnen mann Richard Neumeher aus der Lankwigstraße 4. Neumeher hatte Mit Strychuin vergiftet hat sich gestern Nachmittag der Kauf falls einen Stehplas erhalten. In der heutigen Vorstellung der 1. Abtheilung sind an der Kasse Fest marten fategorisch zurückwiesen. Der Stadtverordnete, Justizrath Dr. Friede- früher ein großes Spielsaarengeschäft in der Dresdenerstraße und à 50 f. zu haben. Die Mitglieder werden gebeten, das mann, in Gemeinschaft mit noch 19 Mitgliedern der neuen Fraktion war seit 15 Jahren verheirathet. Vor vier Jahren trennte sich das Inserat in heutiger Nummer zu beachten. der Linken, haben aus diesen Gründen folgenden Antrag in der Ehepaar und das Geschäft wurde aufgelöst. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Da in einem großen Theile der Privat- Töchterschulen des Westens die Aufnahme der alte Tischler Gustav Hoppe vor dem Hause Fruchtstr. 36a infolge. Unfälle im Straßenverkehr. Am 30. v. M. fiel der 58 Jahre Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr Vortrag Schülerinnen von tonfeffionellen Rüdsichten abhängig gemacht wird, eines Fehltritts hin und zog sich eine schwere Berlegung am rechten des Schriftstellers Richard Calwer über Lebensgenuß ersucht die Stadtverordneten- Versammlung den Magistrat, eine eines fehltritts hin und zog sich eine schwere Verlegung am rechten und Genußleben" im Königstädtischen Kasino, Holzmarkt zweite höhere städtische Mädchenschule im Westen zu errichten." Knie zu. Vor dem Hause Yorkstr. 40 wurde die Schauspielerin straße 72. Die Mitglieder und Gäste werden hierdurch höflichst einMargarethe Münnich durch einen Geschäftswagen überfahren und am geladen. Eröffnung des Wintersemesters Mitte Oktober im beim Bolizeipräsidium und bei der städtischen Verkehrsdeputation nach Aussage der Zeugen die Schuld treffen soll, entzog sich feiner Verkehrsnachrichten. Die Große Berliner Straßenbahn hat rechten Unterschenkel schwer verletzt. Der Führer des Wagens, den 2 Treppen gelegenen Saale des" uisenhof", Budowerstraße 9. die Genehmigung zur Verlängerung der Linie Wedding Feststellung durch die Flucht. Vor dem Brandenburger Thor ge Montag, den 10. Oftober, Rede- lebung; Vortragender: Blak- Leipziger Plaz durch die Potsdamerstraße nach der rieth die 18 jährige Dienstmagd Anna Pfeiffer unter die Räder Schriftsteller Richard Calwer. Dienstag, den 11. Oktober, Großgörschenstraße nachgesucht, welche mit Beginn des am 24. Oftobar cr. einer Droschte und erlitt erhebliche Quetschungen an der Brust. Geschichte; Vortragender: Schriftsteller Baul Kampffin traft tretenden Winterfahrplans in Betrieb gesetzt werden soll. Vorgestern Abend wurde der 37jährige Arbeiter Delz, welcher an der meyer. Donnerstag, den 13. Oftober, Gesetzeskunde; Der Fahrpreis für die ganze Strede beträgt 20 Bf. und für Theil- Herkulesbrüde zwischen zwei unmittelbar hintereinander fahrenden Vortragender: Rechtsanwalt Dr. Hugo Heinemann. Freitag, ftreden 15 und 10 Bf. 8 Minuten- Verkehr. den 14. Oktober, Nationalötonomie; Vortragender: Schrift Ausbau der Strecke in der Bellealliancestraße zwischen der Fidicin- Droschte erfaßt, umgestoßen und überfahren, trug aber nur leichte Bum zweigeleifigen Droschten hindurchlaufen wollte, von dem Scheerbaum der zweiten Mar Schippel.( Siehe Lehrplan im Inseratentheil.) Beginn der Vorlesungen pünktlich um 9 Uhr abends bis 1/211 hr. Straße und der Weichbildgrenze iſt der Großen Berliner Straßenbahn Verlegungen am linten Knie und Oberschenkel und am Ellenbogen Bibliothek 8 bis 9 Uhr. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Bf., vom Polizeipräsidium die Genehmigung ertheilt worden. davon. Durch einen Schlächterwagen, dessen Führer sich den Unterrichtsgeld per Fach und Kursus( 10 Abende) 1 M. Die Straßenbahnlinie Moltenmarkt Zoologischer Garten Folgen seiner Handlungsweise durch schleunige Flucht entzog, wurde Wir bitten, sich recht zahlreich an diesen Surfen zu betheiligen ist gestern bis zum Amtsgericht Charlottenburg ver- gestern in der Siegesallee ein Handwagen von hinten angefahren und machen die Gewerbegerichts- Beisiger noch besonders längert worden. und der Führer desselben, der 50 jährige Bäckermeister Lohse, dadurch auf den Kursus in Gefeßestunde aufmerksam. Nach der Der Fall Rothenburg scheint sich wiederum zuzuspißen. zu Fall gebracht. 2. erlitt mehrfache Verlegungen, namentlich im ermüdenden Tagesarbeit kann sich der vorwärtsstrebende Arbeiter während von den petuniär intereffirten Angehörigen vornehmlich Gesicht, und wurde zunächst nach der Charitee- Klinik gebracht, von mit geringen materiellen Opfern einige erhebende, der Belehrung gegen Frau Baumeister Rothenburg borgegangen wurde, wo er nach Anlegung von Verbänden nach seiner Wohnung entlassen und Aufklärung geweihte Stunden verschaffen. Thatsächlich lassen scheint sich jetzt ein Fall Rothenburg Sohn" zu entwickeln. wurde. die in der Arbeiterschaft mehr und mehr hervortretenden Bildungs- Der Sohn der Frau Baumeister Rothenburg, der Referendar An dem Fontane Abend, den das Schiller Theater heute, bedürfnisse, der gute Besuch der einzelnen Kurse in den letzten Rothenburg, hatte bekanntlich nicht nur die endliche Sonntag, Abend im Bürgersaale des Rathhauses veranstaltet, wirken Quartalen und die starke Inanspruchnahme der Bibliothek während Freilassung seiner Mutter aus der städtischen Anstalt Herz- die Damen Therese Leithner und Alwine Wiecke und die Herren Von einem beabsichtigten Revolverattentat auf den die Kneipe genommen habe, so falle ihm eine doppelte Fahrlässigkeit. Sanitätsrath Dr. Edel in Charlottenburg weiß eine Korrespondenz zur Last, wobei gleichgiltig sei, daß sein zufälliger Begleiter nicht zu berichten. Ein Rentner Eichler aus Friedenau soll den be- in den Diensten der Firma stand. Lediglich aus Billigkeitsgründen fannten Frrenarzt aufgelauert und einen versteckt gehaltenen habe man zu einem Bergleich gerathen. Revolver gegen ihn erhoben haben. Zum Schießen sei es aber nicht Gegen die Lohnentschädigungsklage eines Portiers machte gekommen, da Sem Manne die Waffe aus der Hand geschlagen der Cafétier Scholze geltend, er habe die Kündigungsfrist ausworden sei. Erst ließ die herbeigerufene Polizei den„ Attentäter" geschlossen, indem er zum Kläger gesagt habe, es sei für jeden Tag wieder laufen, als er sich aber dann wieder vor die Edel'sche und gebe für jeden Tag Geld." Die Kammer VI. des GewerbeAnstalt hinstellte, verhaftete man ihn und führte ihn dem Amtsgerichts verurtheilte aber den Beklagten nach dem Klageantrage. Gewerberichter Schmieder, der den Vorsiz hatte, führte begründend Ewald Bach und Willy Froböse mit. Den Gesang hat Herr Hjalmar Arlberg übernommen, den einleitenden Vortrag hält Dr. Raphael Löwenfeld. 148 B 518/98- 8. In der Privatklagesache des Verlegers Sedlazek u. Gen., Privatkläger, gegen den Redakteur Jacobeh, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das königliche Schöffengericht I zu Berlin am 29. August 1898 für Recht erkannt: Der Angeklagte ist der öffentlichen Beleidigung schuldig und wird deshalb mit 50 fünfzig- Mart Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle mit 5 fünf -Tagen Gefängniß bestraft. Den Privatklägern wird die Befugniß gericht zu. zugesprochen, den verfügenden Theil des Urtheils binnen 4 Wochen nach Zustellung des rechtskräftigen Urtheils durch den„ Deutschen folgte 19jährige Arbeiter Emil Borchert aus Nauen. B. hatte die geschlossen werden, daß eine Kündigung nicht stattfinden sollte. Es Verhaftet wurde der wegen Nanbmordverfuchs ver- aus, es könne nicht aus der vom Beklagten behaupteten Aeußerung General- Anzeiger" und durch den„ Vorwärts" bekannt zu machen. 71jährige Frau Grell in ihrer Wohnung durch Hanımerschläge er- lasse sich nicht daraus ersehen, wie sich Scholze zum§ 122 der GeDie Bekanntmachung im„ Vorwärts" soll in demselben Theil und morden wollen. Als die Greisin bewußtlos geworden, glaubte er, werbe- Ordnung stellen wollte.§ 122 fordere für den Fall, daß die mit derselben Schrift geschehen, wie der Abdruck des Auffages: daß sie todt sei, eignete sich deren Werthsachen an und entfloh. Der gesetzliche Kündigungsfrist ausgeschlossen werden solle, eine aus" Das neueſte vom jüdiſchen Denunziantenverein" in der Nunumer Mordbube wurde in der Nähe von Rathenow durch einen Gen- drückliche Abrede. Als eine solche Abrede könne aber das, was Bevom 10. April 1898. Die Kosten des Verfahrens werden dem An- darmen ergriffen. Als B. den Beamten auf der Chaussee sah, ent- klagter gesagt habe, unmöglich angenommen werden. getlagten auferlegt. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel floh er über die Felder; der Gendarm, welcher die Flucht des Der Landwirth Schittkowsky datte 5 Prozent Unfallrente wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Menschen bemerkte, jagte mit seinem Pferde hinterher und fand B. erhalten auf grund einer rechtskräftigen Entscheidung. Plötzlich fiel Berlin, den 17. September 1898. Biele, Gerichtsschreiber des König- in einem auf dem Felde stehenden Haufen Heu verstedt. es dem Vorstande der verpflichteten ostpreußischen landwirthschaftlichen Amtsgerichts I. Borchert leugnet natürlich die That auf das entschiedenste; da ihn lichen Berufsgenossenschaft ein, daß das Reichs- Versicherungsamt Frau Grell aber bestimmt als den Thäter bezeichnet hat, so Renten von 5 Prozent für unzulässig erklärt hat, weil eine gilt er schon als überführt. Mit dem rechten Oberarm am Sattel- Schädigung um 5 Prozent im wirthschaftlichen Leben nicht nopf des Pferdes befestigt, wurde B. von dem Gendarmen nach dem meßbar sei. Schnell wurde dem Verletzten die Rente entzogen. nächsten Dorf gebracht, von wo aus er durch zwei Transporteure Das Schiedsgericht wies die Berufung des Geschädigten zurück. gefesselt nach Nauen überführt und in das dortige Gerichtsgefängniß Sch. legte nunmehr Retnrs ein. Nach einem dem Nekursgericht eingeliefert wurde. vorgelegten ärztlichen Attest ist er wegen der Verlegung eines Fingers fee, in der Nähe der dortigen Rennbahn, hat der frühere Artillerie- beschränkt. Das Neichs- Versicherungsamt hob die Entscheidung des Explosion in einem Feneriverkslaboratorium. In Weißen- der linken Hand um mindestens 5 pct. in seiner Erwerbsfähigkeit Anzahl Leute mit der Herstellung von Patronen für Feuerwerks- Kläger die 5 pCt. Rente weiter zu zahlen. Allerdings sollten so Offizier Albert ein Feuerwerkslaboratorium errichtet, in welchem eine Schiedsgerichts auf und verurtheilte die Berufsgenossenschaft, dem förper beschäftigt find. Als sich gestern Mittag der Feuerwerker niedrige Renten nicht bewilligt werden, feien sie aber einmal rechtsSchulenburg aus Berlin, Lichtenbergerstraße 3 wohnhaft, in träftig geworden, dann könnten sie nur wieder entzogen werden, einem Schuppen befand, in welchem feuergefährliche Chemi- wenn eine wesentliche Besserung feststehe. falien lagerten, entstand dort plötzlich aus bisher nicht aufgeklärten Ursachen eine Explosion, durch welche der Schuppen gänzlich zerstört wurde. Schulenburg wurde schiver verletzt aus den Trümmern hervorgezogen und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. noch nicht feststellen. Wie weit ihn die Schuld an dem Unglück trifft, ließ sich Aus den Nachbarorten. Nixdorf. Die Parteigenossen werden ersucht, zur Flugblattbertheilung Montag Abend 7 Uhr auf den bekannten Stellen bertheilung Montag Abend 7 Uhr auf den bekannten Stellen pünktlich zu erscheinen. Die Genossen, die noch nicht mitgeholfen haben, mögen sich in folgenden Lokalen einfinden: Wegert, Herthastraße 1; Weinzer( früher Thomas), Bergstraße 162; E. Klein, Münzer Kaiser Friedrichstr. 236. Der Vertrauensmann. Schöneberg. Am Montag Abend 8 Uhr findet bei Obst, Grunewaldstraße Nr. 110, die Generalversammlung des Arbeiter Bildungsvereins statt, in welcher der Vorstandsbericht für das verflossene Vereinsjahr gegeben werden und die Neuwahl der aus scheidenden Vorstandsmitglieder erfolgen wird. Auch kommt die Broschüre„ Die 99 Hauptfragen über das Unfallversicherungs- Gesetz" gratis zur Vertheilung an die Mitglieder. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das Erscheinen jedes Mitgliedes nöthig. Richterfelde. Montag Abend 8 1hr findet im Restaurant Bagel, Chausseestraße, eine öffentliche Versammlung statt, die sich mit den Bestrebungen der Koalitionsrechts Gegner befassen wird. Da noch andere Punkte von Bedeutung zur Verhandlung kommen, ist zahlreiches Erscheinen dringend zu wünschen. sei. = V い Theater. " " Ji Berliner Kranken- Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen. Gegr. 1892. Heute nachmittags 5 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vorstandssigung. Daselbst werden auch neue Mitglieder aufgenommen. Verein für Körper und Naturheilkunde. Montag Abend 8 Uhr, in der Geschäftsstelle, Alexanderstr. 8, Hof I.: Vortrag des praktischen Natur: heilkundigen Grundmann. Im Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. Im Nord: Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: Nur für Invaliditätsversicherung: M. Stephan, Turhafenerstr. 2. und Altersversicherung: R. Rehbein, Rostockerstr. 43. Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: E. öffler, Wadzechstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder straße 8, II links. Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung A. Sattler, Kl. Hamburgerstr. 2. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Briefkaften der Expedition. R. Zeissig, Chemnit. 3,20 Mart für Inserat erhalten. Witterungsübersicht vom 1. Oktober 1898, morgens 8 Uhr. Berliner Arbeitervertreter: Verein tagt jeden Dienstag nach dem Mariendorf Tempelhof. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß Dienstag, den 4. 5. M., abends 81/2 Uhr, tag:" Figaros Hochzeit". Montag:„ Der Ring des Nibelungen". Bierter geltlicher Rath wird ertheilt: Wochen- Spielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus. Sonn- ersten im Monat bei Buske, Grenadierstr. 33, abends 82 Uhr. Ünentim Lokale des Herrn Gerth, Tempelhof, Dorfstr. 18, eine Verfamm- Abend: Götterdämmerung".( Brünhilde: Frau Ellen Grulbranson a. Gast.) Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und AltersTung des Arbeiter- Bildungsvereins für Mariendorf und Umgegend Anfang 7 Uhr. Dienstag: Die beiden Schützen".( Jungfer Lieblich: versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerstr. 36, v. 3 Tr. mit einem Vortrage des Genossen Dr. Joël stattfindet. Mitglieder Frau Schumann- Heint, Barsch: Herr Emil Thomas, als Gäste.)." Die R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, und Gäste sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Der Jahreszeiten". Mittwoch:„ Die Zauberflöte" Donnerstag:" Bar und Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanow sti, Gartenstr. 78, Portal 2, Vorstand. Zimmermann".( Letztes Auftreten des Herrn Theodor Schmidt vor seinem 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. Abgange bon der königl. Bühne.) Freitag: Rienzi, der letzte R. Tam mt, Hussitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, WiesenDie Parteigenossen von Pankow Nieder Schönhausen der Tribunen". Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Die Stumme von straße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. P. Reiwerden zum Besuch der am Dienstag Abend bei Nöll, Ecke Portici". Sonntag: Tannhäuser". Anfang 7 Uhr. Montag:" Don mann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstr. 13, 2. Ging. part. Nur Spandauer- und Kreuzstraße in Pankow stattfindenden Bolts- Juan". Schauspielhaus. Sonntag:„ König Lear". Montag: für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Strelizerstr. 58. versammlung aufgefordert. Tagesordnung: Die Zuchthausvorlage. Wilhelm Tell". Dienstag:„ König Richard II.". Mittwoch:„ Die Quizzows". F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Ühr abends. W. Mohs, SwineDer Leseabend fällt aus. Donnerstag: Das Käthchen von Heilbronn". Freitag:" Faust". Anfang münderstr. 64, vorn linker Aufgang. 7 Uhr. Sonnabend: Zum 1. Male:" Auf der Sonnenseite".( Heinrich Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Die Sozialdemokratie und der Spandauer Oberbürger- Wulfow: Herr Emil Thomas a. G.)" Sonntag:" Auf der Sonnenseite". E. Bader, Gr. Frankfurterſtr. 34, v. 4 Tr. Für Unfall, Invaliditätsmeifter. In der Stadtverordneten- Versammlung am leßten Herr Emil Thomas a. G.) Montag:" Auf der Sonnenseite".( Herr Emit und Altersversicherung: A. Schütz, Holzmarktstr. 60 I. Donnerstag in Spandau kam es bei einem Punkte zu einer recht Thomas a. G.) Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Neues tönigl. Opern Theater. Sonntag: ,, Der Nur für Invaliditäts- und Altersheftigen, für sozialdemokratische Steuerzahler belehrenden Debatte. Präsident".( Walter: Herr Emil Thomas a. G.)„ Die Dienstboten".( Busch Sch althoff, Michaeltirchstr. 18. Bekanntlich wurde vor einigen Monaten das alarmirende Gerücht mann: Herr Emil Thomas a. G.) zum 1. Male: 1733 Thaler 22 Silber versicherung: W. Kühne, Pfuelſtr. 1. berbreitet, Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: die in Spandau mit großen Opfern fast fertig Das Deutsche Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan versicherung: P. Keller, Rirdorf, Pannierstr. 58, Hof part. C. Guse, groschen".( Kälbchen: Herr Emil Thomas a. G.) Sonntag. 9. Oftbr.: 1812".. F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Juvaliditäts- und Altersgestellte Kanalisation zeige an den Röhren viele Risse, die Seute, Sonntag, Abend: Cyrano von Bergerac", morgen, Montag: unter dem Druck der auf sie lastenden Erde entstanden Johannes", Dienstag und Mittwoch:" Cyrano von Bergerac", Donnerstag: Camphausenstr. 4. feien; auch seien die Röhren höchst porös, das heißt durch-" Johannes", Freitag:" Cyrano von Bergerac", am Sonnabend geht das lässig, furz, das Röhrenmaterial sei außerordentlich schlecht. Sofort nene dreiaftige Schauspiel dreiaftige Schauspiel Das Vermächtniß" von Arthur angestellte eingehende Untersuchungen bestätigten die Hiobspost voll- Schnipler zum ersten Male in Szene und wird am nächst kommen. Die Firma Hüser, welche die Lieferung der Röhren ver- folgenden Sonntag Abend wiederholt. Nachmittags- Vorstellungen: Heute: " Die versunkene Glocke", nächstfolgenden Sonntag: Die Weber". traglich übernommen hatte, erhob nunmehr den Einwand, daß die Undichtigkeit der Röhren von selbst verschwinde, Im Lessing Theater wird am Sonntag und am Mittwoch Mar sobald die Dreyer's Schwant„ Großmama" aufgeführt. Am Montag und Freitag geht Kanalisation erst in Betrieb gesetzt sei, denn durch den das Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg Im weißen flüssigen Schlamm würden die Poren in den Röhren Rößl" in Szene. In der nächsten am Dienstag stattfindenden Neu- Auffühwieder verstopft. In der vorletzten Stadtverordneten- Sitzung wurde rung des Bessing- Theaters, in P a mé I a", wird sich Herr Franz Schönfeld, daraufhin der Beschluß gefaßt, zunächst das Gutachten einer Autorität der beliebte Bonvivant des Theaters, zum ersten Mal als Regisseur zu auf dem Gebiete darüber einzuholen. Ungeachtet dessen hatte jedoch aus dem Gefängniß des Temple sich die neue historische Komödie bewähren haben. Den zehnjährigen Dauphin, um dessen Befreiung der Magistrat, ohne vorher die Stadtverordneten- Versammlung Sardou's dreht, wird Fräulein Elvira Clemens, die ehemalige hierüber befragt zu haben, eine Deputation, bestehend aus erste Naive des Residenz Theaters in Hannover, spielen. drei Magistratsmitgliedern und zwei Stadtverordneten, zwecks Berliner Theater finden allabendlich Aufführungen von Baza" Die juristische Sprechstunde findet während der Parteitags. Einziehung von Erfundigungen an Ort und Stelle nach ver- ftatt, mit Ausnahme von Freitag, an dem„ Ein Wintermärchen" woche am Dienstag, den 4., Donnerstag, den 6., und Freitag, den schiedenen Städten entsandt und verlangte jetzt, nach vollendeter als 7. Abonnementsvorstellung gegeben wird. Neues Theater 7. Oftober, abends von 72 bis 8 1hr statt. Thatsache, von der Stadtverordneten- Versammlung hierzu Bewilligung( Direktion Nuscha Buzze). An allen Abenden dieser Woche finden Wieder- M. 500. Wenn das Mitglied nicht zugleich mit seinem Uebertritt eines Kredits in Höhe von 1500 M. Hiergegen wandten sich mit holungen von Thilo v. Trotha's Hofgunst" statt. Als Nachmittags: aller Entschiedenheit unsere Genossen Pieper und Ducksch; Galotti" bei voltsthümlichen Preisen in Szene. Borstellungen gehen morgen Tartuffe" und nächsten Sonntag Emilia gegen die alte Organisation agitirt, dürfte seinem weiteren Bleiben im Letzterer führte aus, daß schon oft derartige Nachbewilligungen Theater wird Sonntag Nachmittag Wildenbruch's Schauspiel Die Im Schiller: Verband kein Hinderniß entgegenstehen. H. K. Rathenowerstr. 1. von der Stadtverordneten- Versammlung verlangt worden seien, da- Haubenlerche" gegeben. Abends geht das Blumenthal Kadelburg'sche gegen müsse aber energisch Front gemacht werden, keineswegs Lustspiel Mauerblümchen" in Szene und wird bis inklusive Donnerstag dürfe die Versammlung ihr Geldbewilligungsrecht aus der wiederholt. Freitag fommt„ Die Haubenlerche" zur Aufführung und SonnHand geben. Der Magistrat hätte in diesem Falle abend zum ersten Male Bartel Turaser". Drama in drei Akten von ganz eigenmächtig gehandelt, wie dies schon oft geschehen nächste Woche für Donnerstag den„ Waffenschmied" von Lorging an und Philipp Langmann. Das Theater des Westens zeigt für die So habe die Gasdeputation zur Beschichung des Gas- bringt am Sonnabend die erste Opernanfführung zu halben Preisen, von fachmännertages in Nürnberg auch ihn, Ducksch, in Vorschlag ge- denen im Laufe der Saison eine allerdings nur beschränkte Anzahl statt bracht; statt seiner habe der Magistrat jedoch ein Magistrats findet. Gegeben wird an diesem Tage:" Der Streit der Schmiede" und mitglied, das nicht zu den Gasfachleuten gehöre, nach Nürnberg Der Postillon von Lonjumeau". Montag, Freitag und nächsten entsandt. Die vom Genossen Duds ch so abgeschossenen scharfen Sonntag finden Wiederholungen bon„ Eugen Quégin" statt. Stationen Pfeile verfehlten denn auch nicht ihre Wirkung, denn plöz- Sonntag Nachmittag: Die Haubenlerche". Die Sonntag- Nachmittag- Vor lich erschien auch der Oberbürgermeister Költe im Saale. Stellung„ Streit der Schmiede" und" Frauenkampf" beginnt wieder um 3 Uhr. Das Repertoir des Residenz- Theaters wird auch in der Er griff sofort eine Aeußerung des Stadtrathes Müller nächsten Woche von Bisson's Lustspiel„ Eifersucht" und Alfred Halm's Gin Swinemde. 764 NNO 4 bedeckt auf, wonach Herr Ducksch lediglich wegen seiner after Frühlingswende" beherrscht. As Sonntag- Nachmittagsvorstellung am Hamburg Stellung im öffentlichen Leben nicht nach Nürn- 2. Oftober geht zu halben Preisen„ Trilby", am 9. Oftober Jugend" in Berlin berg entfandt worden sei, und führte aus, es sei voll- Szene. Jm Belle Alliance Theater bleibt der Grabbe'sche Wiesbaden 763 N kommen richtig, daß der Magistrat die Entsendung des Herrn Ducksch Napoleon" mit Gustav Kober in der Titelrolle auf dem Spielplan der München 761 als Deputirten der Stadt Spandau zum Gasfachmännertage in ganzen Woche. Als Nachmittagsvorstellungen sind„ Minna von Barnhelm" Wien Nürnberg abgelehnt habe und zwar mit Einstimmigkeit; der für diesen Sonntag und das Lustspiel" Die zärtlichen Verwandten" für Grund sei der, daß der Magistrat unsere Stadt nicht durch Sonntag Abend die Gesangspoffe Unser lustiges Berlin" zum zwölften Mal Sonntag, den 9. Oftober, festgesetzt. Jm Thalia Theater geht am eine Persönlichkeit vertreten lassen wollte, die eine solche in Szene. Die Boltsvorstellung am Sonntag Nachmittag bringt bekanntlich Stellung in der Oeffentlichkeit einnehme wie Herr Ducksch, die, Braut von Messina". Die Jfabella spielt Frau v. Adami, Don was auch der Stimmung der Mehrheit widersprochen haben würde. Manuel Herr Berditsch, Don Cesar. Herr Wagner, Beatrice Fräul. Was würde man wohl in Nürnberg gesagt haben, wenn Herr Walden. Im Zentral- Theater feiert am Sonnabend Abend die Ducksch. dort solche Reden geführt hätte, wie hier in der Verunverwüstliche Geisha" das Jubiläum der 175. Aufführung, wovon fammlung? Wenn er, Redner, einen Leitartikel im Vorwärts" 125 Aufführungen auf das Lessing- Theater und 50 auf das neueröffnete lese, so sei es ihm ganz, als wenn er Herrn Ducksch reden hörte. Fledermaus" in erster Besekung in Szene. Zentral- Theater entfallen. Sonntag Nachmittag 3 Uhr geht, wie gemeldet,„ Die Im Luisen: Theater Der Magistrat habe das Recht, Deputirte zu ernennen, und so lange wird Sonntag Nachmittag unter Ludwig Maffon's Regie Maria Stuart" er die Ehre habe, dem Magistrat vorzustehen, werde dies Recht mit Marie Kellermann in der Titelrolle, Felicia Scifert als Elisabeth und Richard Laube, als Mortimer in Szene gehen. wahrgenommen werden. Im Ostend Carl In der Erwiderung hierauf drückte Genosse Ducksch seine Freude Weiß- Theater spielt Sonntag Nachmittag im„ Kean" Robert Wach darüber aus, daß der Oberbürgermeister einmal mit herzerfrischender die Titelrolle. Offenheit zu erkennen gebe, daß heute nicht mehr das Wort gelte, alle Bürger feien vor dem Gesetz gleich", sondern daß man dieselben in Bürger erster und zweiter Klasse sondere." Warum," so fährt er fort, sagen Sie nicht gleich: ich bin deshalb nicht deputirt worden, 50 Mark Kaution und Lohn beanspruchte der Rollkutscher weil ich Sozialdemokrat bin."( Zwischenbemerkung des Herrn Ober- M. von der Speditionsgesellschaft Jakobshof. Der Vertreter der bürgermeisters:„ Wenn Sie es so auslegen wollen, ja".) Glücklicher Gesellschaft wandte vor dem Gewerbegericht gegen diese Forderung weise sei die Mehrheit der Spandauer Versammlung nicht der ein, es sei ein Sack mit Tombakblech im Werthe von etwa 71 M. Ansicht des Stadtoberhaupts, denn es sei nicht jeder in derselben vom Rollwagen abhanden gekommen, während der Kläger und sein Reservelieutenant und konservativ. Die krasse Stellungnahme Begleiter sich in einer Kneipe aufgehalten hätten. Der hierdurch 13456 Hauboldstr. 2. des Magistrats gegenüber der sozialdemokratischen Mehrheit städtischer der Gesellschaft entstandene Schaden werde gegen die Forderung des Steuerzahler und vor allem seine Absicht, die Stadtverordneten zu Klägers aufgerechnet werden. Auf Zureden des Vorsitzenden Dr. Meier Schneider bloßen Bewilligungsmaschinen zu degradiren, ging denn schließlich verglichen sich die Parteien auf 20 M. Der Vorsitzende publizirte auf Röde, Baletots u. Jaquets finden doch auch den biederen Freisinnsmännern wider den Strich, mit dann die Meinung des Gerichtshofes: Juristisch liege die Sache Arbeit vorlegen. M. B. Rosenthal u. Co. dauernde Beschäftigung. Probe: Sachs, Rene Königstr. 60. großer Majorität wurde die Vorlage abgelehnt. flar. Es handele sich hier nicht um einen der Fälle, wo der Kutscher 54/ 12* inen ordentlichen Jungen zum An Blutvergiftung ist dieser Tage der Malermeister Hahn in gezwungen sei, während der Ausführung von Geschäftsaufträgen Gängelaufen verlangt Friedenau gestorben. Die Vergiftung war durch Eindringen von mangels eines Begleiters den Wagen und die noch darauf Kartonarbeiterinnen Wilhelm Guttsmann, Malerfarbe in einen kaum merkbaren kleinen Riß an der linken Hand befindlichen Frachtstücke allein zu lassen. Es liege nicht im im und außerm Hause verl. Gustav Dresdenerstr. 75. entstanden und so rapig vorgeschritten, daß die beim Anschwellen der Auftrage des Kutschers, sein Frühstück in Kneipen zu verzehren. Der Fräntel, Kastanien- Allee 79.[ 13516 Preßvergolder= Lehrling Hand sofort in einem Berliner Strankenhause gewährte ärztliche Hilfe Kläger wäre deshalb- juristisch genommen auch dann für den Junge Mädchen lernen Neuplätten berl. A. Frydrychowicz, Grünftr. 4. den Bedauernswerthen, der überdies eine zahlreiche Familie hinter Schaden haftbar gewesen, wenn er einen Begleiter gehabt hätte umsonst in der Dampf- Waschanstalt Buchbinder Lehrling läßt, nicht mehr zu retten vermochte. und in die Kneipe gegangen wäre. Da er seinen Begleiter mit in Köpnickerstraße 33 a. 1268b verl. A. Frydrychowicz, Grünstr. 4. " Soziale Rechtspflege. Barometers stand mm Windrichtung 766 NNW Windstärke Wetter 3bedeckt Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke Wetter 2bedect Temp. n. G. Hot Dog 7 770 NA 766 SW 764 N 1 Nebel 2 bedeckt 14 12 3 woltent 13 Haparanda 769 SM 9Petersburg 763 NNO 3 Regen 12 Cort 3 bedeckt 11 Aberdeen 1 Nebel 9Paris 757 26 4 bedeckt 13 Wetter- Prognose für Sonntag, den 2. Oftober 1898. nördlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Beitweise auftlarend, vorwiegend noch trüfe mit etwas Regen, schwachen Berliner Wetterbureau. Arbeitsmarkt. Redakteur gesucht! Lüchtige Rahmenmacher finden dauernde Beschäftig. bei hoh. Lohn. Goldleisten u. Rahmenfabrik Alexandrinenstr. 25. 13596 Einen Korbmachergesellen auf 13586 Rohrkiepen verlangt W. Holze, Oranienstr. 3. Tapezirer Lehrling verl. Heinr. Kahlen, Stallschreiberstr. 43.[ 13626 Bilder. Für den in nächster Zeit wöchentlich sechsmal erscheinenden Beobachter", Organ d. Parteigenoffen d. 16. sächs. Gelegenheitsfauf, fabelhaft billig, [ 34/14 Reichstags- Wahlkreises, wird ein tücht. Landwehrſtr. 27, Loewinski. Ein Holzbildhauer- Lehrling verĭ. erster Redakteur gesucht. herigen Thätigkeit und GehaltsOfferten unter Angabe der bis: Roch, Brummenstr. 102. 13686 ansprüche sind zu richten an Eduard Zeissig, Chemnitz, Kaiser Wilhelmstr. 48. unger verheiratheter Mann sucht Stellung als Arbeiter, womöglich in einer Fabrik. Geft. Adressen an Otto Schacht, Beusselstr. 32.[ 13646 Steppdecken- Näherinnen finden dauernde Beschäftigung 13336 Freie Kranken- u. BegräbnißBerliner Arbeitervertreter- Verein. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" kafe der Schuhmacher Dienstag. den 4. Oktober, abends 82 Uhr, Dersammlung bei Buske, Grenadierstrasse No. 33. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über die Besichtigung des Sanatoriums Gütergot. Berichterstatter: Herr Dr. Friedeberg. 2. Bericht aus den amtlichen Nachrichten.( Rundschreiben.) 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um pünktl. u. zahlr. Erscheinen ersucht Achtung! Der Vorstand. Achtung! 53/10 Montag, den 3. Oktober 1898, abends 8 1hr: Mitglieder- Versammlung ( nur für Konsumenten) im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse 4a. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über:„ Konsum- Genossenschaften". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Gravenre. Ciselenre! Arbeiter- Bildungs- Schule Berband der Budbinder Dienstag, den 4. Oktober, abends 82 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Graveure, Ciseleure und verw. Berufsgenossen UnterBerlins und Umgegend im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genossen Paul Litfin über:„ Das Koalitionsrecht und die bevorstehende Gesetzesvorlage". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 15326 Die Filialversammlung am 4. Oktober fällt aus, dafür findet die öffentliche Versammlung statt. Kassirer der Filiale anwesend. Ein vollzähliges Erscheinen der Koll. erwartet Der Vertrauensmann. Verbandsversammlung der Schneider u. Schneiderinnen am Dienstag, den 4. Oktober, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Berichterstattung vom Verbandstage. 2. Dis fuffion. 3. Wahl einer Agitations- Kommission. Uni zahlreichen Besuch seitens der Mitglieder ersucht 162/12 Der Bevollmächtigte. Verband der Zapezirer. Filiale Nord. ,, Luisenhof", Buckowerstr. 9, II. Lehrplan für das IV. Quartal 1898. richtsfach Behandelter Lehrstoff UnterLehrer richtsAbend RedeUebung. Referate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Schriftsteller Leben. Geschichte. kunde. Drei Jahrhunderte politischer Kämpfe. Calwer Mitgliedern hiermit richt, daß unsere Kollegin. Emilie Fehlau und Berufsgenossen Berlins. ( E. H. Nr. 27.) Montag, den 10. Oftober 1898, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Lange, Dragonerstr. 15: Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Vortrag des Herrn N. Gerling über: Das Naturheilverfahren". 3. Innere Kaffenangelegenheit( Vor2. schläge um Aufnahme von Aerzten in Nach am Mittwoch, den 28. September, verstorben ist. 25/8 Wir werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Die Ortsverwaltung. Dr. Lehrich, Richard Montag Spezialarzt f. Haut: u. Harnld., Beingeschwüre und Lupus. An der Stadtbahn 24, ( am Bahnhof Alexanderplatz.) Sprechst.: 9-12 und 3-6. Freitags teine. Schriftsteller wirthschaftlicher, sozialer und P. KampfDienstag. meyer. Gesetz über Gewerbe- Ordnung. die Gewerbegerichte. Der Arbeitsvertrag. insbesondere auch im Bürgerlichen Gesetzbuch. StrafGesetzes- recht, unter Berücksichtigung der strafrechtlichen Nebengesetze, insbesondere des§ 153 der GewerbeOrdnung. Strafvollzug. Strafprozess. Bürgerl. Recht. Stellung der Handlungsgehilfen im neuen Handelsgesetzbuch. Montag, 3. Oktober, abds. 9 1hr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: National Grundzüge der Wirthschafts- und Versammlung. Tagesordnung: Vortrag. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Filiale Süd. Dienstag, 4. Oktober, abends 9 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Hoffmann: Das Arbeiter: elend und die zukünftig en Zuchthäuser. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. 178/5 Die Ortsverwaltungen. Oekonomie. Finanzpolitik, Gewerbe- Ordnung, Handelspolitik, Steuerfragen. Rechtsanwalt Dr. Hugo Heinemann. Schriftsteller Max Schippel. Donnerstag. Donnerstag, 61250* } 9-10% Poliklinik: Montag, Dr. med. Schaper, prakt. Homöopath. Arzt u. Spezialarzt f. Haut, Haru, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8 Schöneberger Ufer 25. das Aerzteverzeichniß). 268/4 Die Beiträge werden an diesem Montag nur in dem oben genannten Lofal entgegengenommen. Das Kaffenlokal befindet sich nach wie bor Breitestr. 24. Meldungen um Aufnahme in die Kaffe werden zu Roitftr. 12, entgegengenommen. jeder Zeit beim Vorsitzenden Ege, NB. Das 27. Stiftungsfest findet Sonnabend, 12. November, Holzmarktstr. 72, im Königstadts Kasino" statt. Es ladet Freunde und Bekannte hierzu ein Der Vorstand. Habe mich Thaerstraße 13( aut Baltenplatze) niedergelassen. 34/13 Dr. med. J. Hirschfeld, praft. Arzt, Wundarzt u. Geburtshelfer. Sprechst. 8-10 u. 5-7 Uhr. Amt 7, 3174. Von der Reise zurück. Dr. Jutrosinski, Elsafferstr. 1. Homöopath, Poliklinik: PATENTE Montag, Mittwoch, Sonnab. 26. 7-8. Großze Hamburgerstr. 20, I. Moritzplatz, Dr. Simmel Gebrauchsmuster in all en Staaten erwirkt und verwerthet, Waarenzeichen besorgt Haus v.Aschinger Allgemeines Patent-Bureau 2 Treppen rechts. Freitag Spezialarst f. Haut n.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Der Unterricht beginnt in Rede- Uebung Montag, den 10. Oktober; Geschichte Dienstag, den 11. Oktober; Gesetzeskunde Donnerstag, den 13. Oktober; National- Oekonomie Freitag, den 14. Oktober." Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 1211 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt Monat 25 Pf.; das Unterrichtsam zweiten Abend zu zahlen. Verein deutscher Schuhmacher. geld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens Versammlungen am Montag, den 3. Oktober, abends 8½½ Uhr. Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahlstelle III bei Cohn, Beuthstr. 20. Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21. Bahlstelle Friedrichsberg bei Waklawiak, Frankfurter 272/7 Allce 150. $ 1Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Weissensee b. Pfeifenmüller, König- Chauffee 38. Zahlstelle Charlottenburg bei Bayer, Wallstr. 96. In sämmtlichen Berliner Versammlungen Diskussion über die Vorschläge des Borstandes zur Umgestaltung der Berliner Organisation. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Achtung! Müller. Achtung! Sonntag, den 2. Oktober, nachmittags 4 Uhr, Köpnickerstraße 68: Oeffentl. Versammlung. Zahlreichem Erscheinen sieht entgegen Der Einberufer. Achtung, Stockarbeiter! Der erste Abend jedes Kurses steht Jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Ausserdem finden in kurzen Zwischenräumen SonntagsVersammlungen statt. am Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt besten bei Beginn jedes Kurses im Schullokal Buckowerstrasse 9 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, strasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7a. Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, RosenthalerAlle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hugo Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden. Warschawski, Berlin C., Steinstr. 11, Geldsendungen an den 5/7 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 2. Oktober, abends 7 Uhr, im KönigstadtKasino, Holzmarktstr. 72, 1 Tr.: Vortrag des Schriftstellers Richard Calwer über: ,, Lebensgenuss und Genussleben." Nach dem Vortrag: Gemüthl. Beisammensein und Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Mitglieder werden aufgenommen. Zu zahlreichem Besuch ladet Mitglieder und Gäste Der Vorstand. Montag, 3. Oktober, abends 8½ 1hr, bei Joël, Andreasstr. 21: höflichst ein Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Täterow: Wie hat die Arbeiterschaft das Koalitionsrecht auszunüßen und zu gestalten? 2. Disfussion. 3. Der Vorfall ber Noa'schen Kollegen. 4. Bericht über den Leipziger Streit. 5. Werkstatt: Angelegenheiten. 6. Verschiedenes. 175/12 Kollegen! In anbetracht der wichtigen Tagesordnung erscheine ein jeder. F Am Sonntag, den 9. Oftober: Ausflug nach Grünan, ver bunden mit Tanzkränzchen in Lindenhayn's Lokal, zum besten eines bereits 40 Wochen franken Kollegen. Die Agitationskommission der Stockarbeiter. Achtung, Maurer! Dienstag, den 4. Oktober, abends 8 Uhr: Zwei Mitglieder- Versammlungen der Filiale II d. Zentralverbandes deutscher Maurer für Südost: Waldemarstr. 75. für Süden: Schönleinstr. 6. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Gewerkschaftliches. Um guten Besuch ersucht 136/18 Die lokale Verwaltung. Produktiv- u.Einkaufs- Genossenschaft für Radfahrer. [ 5/8] Samariter Kursus + für Arbeiter und Arbeiterinnen. Anfang des Winterkursus am Montag, den 10. Oktober, abends 8½ Uhr, in der Centrale, " Arminhallen", Kommandantenstr. 20, und am Montag, den 17. Oft., in der Filiale bei Neumann, Brunnenstr. 150, mit einem Vortrag über: 3wek u. Biele des Samariter- Kursus" u. Anatomie u. Physiologie( Bau u. Lebensthätigkeit) des menschl. Körpers. Das Eintrittsgeld zum Samariter- Kursus beträgt 25 Pf., der monatliche Beitrag 25 Pf. Der Besuch einer Ver: fammlung steht jedermann als Gast frei. 153/9 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin I). Am Montag, den 3. Oktober 1898, abends 8 Uhr, Montag, den 3. Oktober, abends 8 Uhr, im„ Englischen Garten, Mitglieder13616 Alexanderstraße 27 c: Ordentliche Monatsversammlung. Lokal, 26: Specialärztl. Institut Berlin W., Jägerstrasse 69 Auskunft, Rath, Prospekte gratis. Unfallfachen, Slagellingaben Putzger, Stegliterstr. 65. eventuell Dr. B. Lasker Zähne v. Mt. 2 azal. 42 Alexanderstr. 42 ( am Alexanderplatz). Spec. operationsloses Heil- Verfahren ohne Berufsstörung für Beinleiden. Erprobte Methoden bei Flechten, Lupus und anderen Hantleiden. Tägl. 9-12, 3-6. Freitag und Sonntag 9-12. Asthma. wein ist erprobt bei Rungenleiden, Die Heilkraft des Pohl's BrombeerBronchialfatarrh. 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Referentin: Genoffin Emina Ihrer. Diskussion. Verschiedenes. 224/14 Der Vertrauensmann. Schöneberg! Der Vorstand. 3 Meter schweren carrirten Blusenstoff, nur neue Muster. 6 Meter wollenen Hanskleiderstoff 6 Meter ganz schweren Velour Flanell zum Morgenrock Montag, den 3. Oftober, abends 8½ Uhr, im Viktoriapark, Gneisenaustr. 67 und Blücherstr. 31: 6 Wieter schweres glattes Damentuch in Großer Lichtbilder- Vortrag vom Naturarzt E. Lindenan( staatlich nicht approbirt) über: Knochen: brüche, Wunden, Geschwüre, Unfälle jeder Art, deren schnelle und sichere Heilung durch das Naturheilverfahren. 1330b Arbeiter und Gewerbetreibende! Ihre gesunden Glieder sind Ihr einziges Kapital, wie oft raubt eine unglückliche Behandlung Ihnen diese. Die Naturheilmethode heilt und erhält auch in den schwersten Fällen. Damen und Herren haben Zutritt. Arbeiter- Bildungsverein. Oeffentl. Volksversammlung Montag, den 3. Oftober er., abends 8 1hr, bei Obst, Grunewaldstrasse 110: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes für das Jahr 1897/98. 2. Kassenbericht für das III. Quartal 1898. 3. Bericht der Bibliothekare. 4. Neuwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 5. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. 15/13 Mitgliedsbuch legitimirt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. am Montag, den 3. Oktober cr., abends 8½ Uhr: 13576 Arminhallen", Kommandantenstr. 20. ,, Der national- soziale Parteitag und die Berliner Arbeits Ref.: Lithograph Tischendörfer, Redakteur Damaschke. Freie Aussprache. Jedermann ist eingeladen. allen Farben für 1 Mr. für 1 Mt. 50 Pf. für 1 Mt. 74 Pf. für 2 Mt. 50 Pf. 6 Meter buntflockig. Kleiderft. z. Herbftrobe für 2 Mt. 70 Pf. 6 Meter schwarzen reinwoll. Kleiderstoff für 3 Mt. 30 f. 6 Meter allerschwerste Tuch- Loden z. Sport: oder Straßenkleid .. für 3 Mt. 90 Pf. Ganz schwere waschechte Gennen Flamelle Meter 25 Pf. Tüll- Gardinen in weiß und crême. Bunte Möbel- Kattune, waschecht. Läuferstoffe Meter 25 Pf. 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M Sonntag, 2. Oktober 1898. Spionage enthüllt habe. Die Deutschen seien über das Gebiet, in über Deutschland aus französischer Quelle stammen, womit übrigens London, 29. September. das sie einrückten, vorher bis auf jeden Weg und jedes vereinzelte noch nicht gefagt ist, daß sie absolut unrichtig seien. Es ist wahr Farmhaus unterrichtet gewesen. Das habe die Franzosen 1872 be- scheinlich Wahrheit mit Phantasie durchmischt. Aber daß der Die„ Daily News" bringen heute das zweite Stück der vorgestern wogen, einen ähnlichen Spionagedienst zu organisiren, wobei ihnen Schreiber unterrichtet ist, untersteht nach der ganzen Art, eröffneten Ilustrationen zum Dreyfus Skandal. das Unglüd passirte, daß die Frau eines der ersten Vorsteher des wie die„ Daily News" seine Artikel eingeführt haben, kaum einem Das erste Stück die Erzählung, wie um die Jahresivende 1894/95 Bureaus, die seinerzeit vielgenannte Marie v. Jung- Kaulla, selbst deutsche Zweifel. Auch werden seine Angaben von den anderen, zweimal der Depeschenkoffer der deutschen Gesandtschaft von Spionen Spionin gewesen sei. Dieselbe Person, die damals die Verhaftung unterrichteten Leuten bestätigt. So u. a. in einem Artikel der des französischen Nachrichtenbureaus erbrochen und sein Inhalt der Frau von Kaulla veranlaßte, sei es mum auch, die im Dreyfus Oktober- Nummer der„ National- Review", wo von einem zweimaligen photographirt wurde, und wie dieser Bruch des Territorialrechts der Prozeß die Hauptrolle gespielt habe. Wer damit gemeint ist, wird Einbruch bei der deutschen Gesandtschaft in Paris" gesprochen wird, Gesandtschaften den darüber entrüsteten Casimir Perier zum Rück nicht heraus gesagt, sondern es wird eine weitere Enthüllung ver- und gesagt wird, daß man beim zweiten Mal die Diebe abgefaßt tritt von der Präsidentschaft bewogen habe wird der Telegraph sprochen über die Rolle, welche dieses Individuum im Verlauf der und ihr Geständniß hochstehende Personen in die Sache gezogen längst übermittelt haben. So ausgeschmückt zweifelsohne die letzten zwanzig Jahre mit dem französischen Generalstab gespielt habe, zu deren gewöhnlichem Beruf Einbrecherei nicht gehört". Ein Einzelheiten der Erzählung, so unzweifelhaft richtig scheint der hat, von dessen Machinationen er der Mittelpunkt gewesen ist". Kern zu sein. Einsender in die„ Daily News" bezeichnet offen Dupuy und General Daß Cafimir Perier's Rücktritt mit dem Dreyfus oder besser Generalstabsstandal in Verbindung Schnäbele- Affaire spielte, und wo es da Frankreich bereit" war Strieges habe Perier refignirt, sondern weil er mit diesen Leuten, Im übrigen wird erzählt, wie im Mai 1887, zur Beit, wo die Mercier als die Mitwisser bei der Affäre. Nicht wegen eines möglichen stand, ist keine neue Mittheilung, und ebenso wenig ist es neu, bei Haaresbreite zum Strieg zwischen Deutschland und Frankreich die ihn amtlich belügen und betrügen, nicht mehr habe verkehren daß sich das Nachrichten- Bureau des französischen General- gekommen wäre, der französische Kriegsminister eines Tages eine fönnen. Es ist in der offiziellen diplomatischen Welt allbekannt". stabes zu jener Beit in den Besitz von Briefschaften des deutschen Ge- telegraphische Ordre, die der deutsche Generalstab den Regiments- fährt der Einsender fort, daß diese Einbrechereien, Diebereien und fandten gesezt hat, die es nur durch Verstoß gegen kommandanten des 15. u. 16. Armeekorps zugehen ließ, schon ain Abend offenen Verlegungen der Rechte der Gesandtschaften in Paris in die ihm voltsrechtlich gewährleistete Exterritorialität erlangen 10 Uhr ebenfalls in Händen hatte, so daß er schnell Gegen einer hmoltrechtlich 10 the in hatte, daß er fchen Gegen einer fonnte. Weise ausgeübt ausgeübt wurden, die, Gift Gift ausgenommen, Daily News" heute mittheilen, war es fein maßregeln gegen die dort gegebenen Anweisungen treffen konnte. an Rom im im sechzehnten und Venedig im fiebzehnten anderer als Rochefort, der schon am 13. Dezember 1897 in Jn( Es handelte sich angeblich darum, daß deutscherseits beim Ausbruch Jahrhundert erinnern." Wenn aber transigeant" diese Thatsache erwähnte, wenn auch in einer etwas der Feindseligkeiten vom eben erst eingeführten Magazingewehr ein gewußt haben und doch nicht Strieg anfingen, so sei es auch undie Regierungen das anders gefärbten Lesart. Er ließ die Szene, die nach den„ Daily solcher Gebrauch gemacht werden sollte, daß die Franzosen in wahrscheinlich, daß das Bekanntwerden der Wahrheit im vorliegenden News" zwischen Casimir Berier und Graf Münster spielte, zwischen den Glauben versezt würden, die ganze deutsche Armee sei bereits Falle den Krieg zur Folge haben werde. Diese Drohung werde vom Minister Dupuh und Graf Münster spielen, und sprach von Briefen im Besiz der neuen Waffe). Weiter giebt der Verfasser Generalstab und seinen Handlangern in der Presse blos ausgegeben, an den deutschen Gesandten( darunter einer vo mi deutschen Kaiser), eine Stizze von der Organisirung der Militärkundschafterei auf weil sie ihnen das Geschäft erleichtere. während nach den„ Daily News" es Briefe des Gesandten an den deutscher Seite. Das Departement derselben beschäftige dreißig Kaiser waren, in deren Besiz sich das Nachrichtenbureau durch Er- Leute in vier Sektionen, deren erste England und Frankreich aus Konsequenz aus den Enthüllungen, wenn sie den heutigen Militarismus Daily News" selbst aber ziehen in ihrem Leitartikel die richtige brechen von Siegeln der Gesandtschaft gebracht hatte. Nochefort's zuhundschaften habe. Ihre Zentralleitung sitze in Brüssel, von wo für all den Schmus verantwortlich macht, den diese Dreyfus- Affäre Indiskretion, heißt es in den„ Daily News", habe den Bived gehabt, aus sie ihre Fäden über die genannten Länder spinne mit Hilfe von ans Licht gebracht hat. Wenn der Zar in seinem Manifest sagt, der den Effekt der Enthüllungen vorweg abzustumpfen, die man im deutschen Reserveoffizieren, die als Hauptspione dienen, und von Militarismus leere die Taschen der Nationen, so antworte ihm Generalstab damals deutscherseits befürchtete. Rochefort gab der Er- Unteroffizieren des Ingenieurkorps, denen andere Unteragenten, Frankreich über den und Kontinent hinweg: Sache eine solche Färbung, daß der Leser den Eindruck bekam, der meist Belgier und Schweizer, zur Seite stehen." Die zweite Sektion ihre Seelen". Kein Zweifel sei mehr daran, daß die erwähnte Brief des deutschen Kaisers beweise die Schuld des habe die Länder des Dreibundes, die dritte Rußland, Schweden und Militärspionage ein Netwerk jeder Art von Gemeinheit und Dreyfus. die Türkei, und die vierte das übrige Europa, die Vereinigten Verrätherei" erheische. So werden die Enthüllungen nothwendig das Der heutige Artikel der„ Daily News" behandelt das militärische Staaten und Japan unter sich. Spionagesystem im allgemeinen, und Deutschland kommt da durch Gewissen der Menschheit auf denselben Weg richten wie das Barenaus nicht besser fort wie Frankreich. Der Ton des Artikels deutet überhaupt auf eine französische Quelle. So wird darin erzählt, daß der 1870er Krieg den Franzosen ein bisher unerhörtes" System militärischer " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantivortung. Theater. Sonntag, 2. Oktober. Freie Volksbühne.( Lessing: Theater.) Galeotto. 5. Ab: " " er tödtet Ich gebe diese Mittheilungen ohne nähere Kritik, obwohl es Manifest. Dieses befasse sich mit dem ökonomischen Fluch des offenbar ist, daß sie deren bedürfen. Es ist nicht wahrscheinlich, daß Militarismus. Aber wie wahr ist auch, was Gladstone geschrieben, ihr Urheber die Dinge in beiden Ländern aus erster Hand femt, vielmehr daß der Militarismus der Todfeind der Freiheit ist." deutet, wie schon gesagt, alles darauf hin, daß er seine Informationen So das Hauptblatt des englischen Liberalismus. Schiller- Theater end- Garl Weiß- Theater. ( Wallner Theater). Sonntag nachmittags 3 Uhr: Die Haubenlerche. Sonntag abends 8 Uhr: Manerblümchen. Montag: theilung( gelbe) Karten). Anfang Manerblümchen. nachm. 23 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtis sches Theater: Des Meeres und der Liebe Wellen. 1. Ab: Dienstag: Manerblümchen. theilung. Anfang nachmittags Central Theater 23 Uhr. Opernhaus. Figaro's Hochzeit. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Götterdämmerung. Schauspielhaus. König Lear. 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Bach- Gounod: Präludium( mit Orgel). " Entrée 50 Pf., nur für Mitglieder. Garderobe 15 Pf. Tanz frei! Achtung! An der Kasse des Lessing- Theaters können heute die Festmarken erhoben werden. Sonntag, d. 2. Oktober: Lessing- Theater( b. Abtheilung) ,, Galeotto: Sonntag, d. 2. Oktober: Friedrich Wilhelmstädt. Theater( 1. Abtheilung) Des Meeres und der Liebe Wellen Nachmittags 234 Uhr. 99 Achtung! Die folgenden Zahlstellen befinden sich vom 1. Okt. ab: Zahlstelle No. 2: bei H. Mehnert, Wörtherstr. 81. n 3: bei Charlet, Ackerstr. 123. " 28: bei Frau Reddemann, Bandelstr. 28, Hof 1 Tr. Die Abtheilungen sind sämmtlich geschlossen. 230/12 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. früher Brauerei Friedrichshain() Sonnabend, den 15. Oktober 1898: Lipps. Großes Konzert, veranstaltet von den Vereinen Gerechtigkeit, Freiheit und Frühlingsluft ( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Schönberger und unter Mitwirkung des Konzert und Oratoriensängers Herrn A. Heinemann, des Opernsängers Herrn Leo Gollanin, des Pianisten Herrn H. Berger, und des Violin- Virtuosen Herrn Walter P. Smith. Programm: I. Theil. Uthmann. 1. a) Festgefang b) Gaat und Ernte. Simmel. Die Vereine. 2. Air variè Herr Smith. Vieurtemps. 3. a) Bied aus d. Postillon Adam. II. Theil. „ Columbus"! Für Männerchor, Soli n. Pianoforte: begleitung von Brambach. b) Zauberlied.. Meyer- Hellmund. Männerchor.. Die Vereine. Herr L. Gollanin. 4. a) Romanze b) Spanischer Tanz. Rehfeldt. Herr Smith. 5. a) Drei Wanderer Dirigent Columbus. Wilhelmt. Der Führer. Klavier. Hermann. b) Stelldichein..... Schumacher. Herr A. Heinemann. Heinemann. • Herr Schönberger. " Gollani. " " Berger. Nach dem Konzert: BALL. Einlakkarte 30 Pfennig. Es ladet ergebenst ein [ 66/4] Tanz 50 Pfennig. Das Komitee. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL HAGENBECK'S INDIEN. Sonntag, den 2. 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Verantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. Ir. 231. 15. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Oktober 1898. ihnen Dersammlungen. traten, los zu werden. Da die Firma ihren Absatz vorwiegend in Arbeitszeit zu bewilligen, wurde in den letzten 14 Tagen in sechs Eine öffentliche Tapezirer- Versammlung, die am Donners- Arbeiterkreisen suche, so müsse man auch verlangen, daß sie ihre Werkstellen der Neunstundentag ohne Streit eingeführt. Von der Arbeiter anständig behandle. tag in den Arminhallen tagte, beschäftigte sich mit der Entlassung Berliner Arbeiterschaft mit den Zuständen im Wertheim'schen Ge- 1. Dezember d. J. in allen Werkstätten die neunstündige Arbeitszeit Es wäre an der Zeit, daß sich die Unternehmervereinigung wurde inzwischen die Zusicherung, daß am resp. Arbeitseinstellung der Wertheim'schen Tapeziergehilfen. Die Firma hat von den sechs in ihrer eigenen Werkstatt beschäftigten schäft befaffe. Die Versammlung nahm eine im Sinne der vor- eingeführt werden soll, zurückgezogen, dafür aber eine zweite Tapezirern in der vorigen Woche zwei entlassen. Diese beiden stehenden Ausführungen gehaltene Resolution an. schwarze Liste" herausgegeben und den ausständigen Arbeitern an hatten kurz zuvor im Auftrage ihrer Kollegen die Firma ersucht, Die Täschner, Rofferarbeiter und Sattler hielten am Bedroht, daß sie in dieser Saison überhaupt in teiner Werkstätte mehr be an stelle der in hygienischer Hinsicht mangelhaften Freitag eine öffentliche Versammlung ab, um zu dem Streit bei der nicht von Bedeutung ist, weil die Arbeiter von vornherein und mit recht an häftigt werden. Wenn auch die Zurücknahme des gegebenen Versprechens Werkstatt einen geeigneteren Arbeitsraum anzuweisen. Mit Firma Fischer u. Richter Stellung zu nehmen. Einleitend hielt der Ausführung desselben zweifelten und infolge dessen auch auf das Rüdsicht auf diesen Umstand betrachteten die Wertheim'schen Br. Borsch einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag, freiwillige Geschenk" verzichteten und unbeirrt ihre Forderungen ver Tapezirer die Entlassung ihrer beiden Kollegen als eine Maßregelung in welchem er die Ursachen des Streiks schilderte und die Vortheile traten, so ist das Vorgehen der Unternehmer gegen die Ausund legten, als die Wiedereinstellung abgelehnt wurde, die Arbeit des Neunstundentags und die Verkürzung der Arbeitszeit überhaupt ständigen doch recht charakteristisch. Wie verlautet, sollen es nieder. Die Firma Wertheim behauptet dagegen, es handele sich sowie die Nothwendigkeit einer träftigen Gewerkschafts- Organisation teineswegs um eine Maßregelung, sie halte die Werkstatträume behandelte. Den Ausführungen des Referenten und denen der Dis- nämlich dieselben Unternehmer sein, die jetzt das System der ebenfalls für ungeeignet, die Entlassung sei nur deshalb erfolgt, fuffionsredner war zu entnehmen, daß eine wesentliche Kenderung Streitenden drohen, die früher die Arbeiter zu der Einführung der schwarzen Listen gutheißen und mit der dauernden Aussperrung der weil die Firma die Werkstatt auflösen wolle. Von einer Maß in dem Stand des Streiks, der seit dem 12. September dauert, nicht neunstündigen Arbeitszeit und zur Beseitigung der Schmutzregelung könne keine Rede sein, da die Gehilfen auf Vorschlag des zu verzeichnen ist. Es haben sich allerdings einige Arbeitswillige", konkurrenz geradezu aufgereizt haben. Nach Schluß der Diskussion Vorarbeiters entlassen sind. Mehrere der betheiligten Tape- barunter drei von den Ausständigen, die sich der Firma zur zirer führten in der Versammlung aus, daß sie die Ent- Verfügung stellten, gefunden, die aber, wie ausgeführt wurde, nicht gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Trotzdem lassung ihrer beiden Kollegen nach wie vor für eine Maßregelung in der Lage sind, einen erheblichen Einfluß auszuüben und die 22 ich. Streitbrecher gefunden haben, die aber doch den Ausstand nicht halten, und daß ihrer Ansicht nach die Auflösung der Werkstatt nur Ausständigen zu ersetzen. Während diese Firma, unterstützt von der beeinträchtigen können, erklärt die Versammlung, den Streit weiter hoch ein Vorwand sei, um die Gehilfen, welche für ihre Forderungen ein Unternehmervereinigung, fich hartnäckig weigert, die neunstündige zu halten und für die nothwendige Unterstützung Sorge zu tragen." Selten günstige Kaufgelegenheit! 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