Einzelprefs 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, Havličkovo nám. 32. Telephone: Tagesredallion: 6795. Nachtredattion: 6797. Postschecamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 4. Jahrgang. Socialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Die Rache Prašeks. Donnerstag, 29. Mai 1924. Prašef fontra Masaryk. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig Kč 16." " 48.96.192." Rücftellung von Manu( tripten erfolgt nur bei Einfendung der Refourmarten. Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh. Nr. 126. Im Senat war gestern ein Sensationstag Angriffe des gewesenen Senatspräsidenten gegen den Präsidenten der Republik bekannt urwüchsigen Weiſe ſeinen Standpunkt Prag, 28. Mai. In der heutigen Sigung des Senats wurde das Preßgesch ohne Aenderung angenommen. Es ein ſehr schmieg- und biegiames that fich gezeigt, daß das Rückgrat der. Koalitionssenatoren Das Ergebnis des Gezeters der vergangenen Tage bildet die Annahme von drei Refolutionen, die nichtssagend sind und aus denen sich die Regierung auch nicht viel machen wird. Berge freiften und gebaren eine Maus jo läßt sich am besten die Behand lung des Preßgescßes im Senat charakterisieren. Die Debatte tourbe fast ausschließlich von deutschen Rednern bestritten. Gen. Nießner wies in großzügiger Rede auf die fabriksmäßige Herstel-. lung realtionärer Gefeße hin. Einigermaßen to miſch wirkte es, daß der deutschnationale Redner die Gefahr der Reaktion im Munde führte, während ein kommunistischer Redner sein Herz für die Demokratie zu opfern bereit erklärte. So wurde denn das Preßgefeß im Senat angenommen, um als Geburtstagsgeschenk dem Minister des Aeußern Dr. Beneš präsentiert zu werden, der bekanntlich die Worte prägte:„ Die Presse braucht Freiheit, mehr Freiheit und noch mehr Freiheit!" Fortab wird es jetzt heißen:„ Die Redakteure sollen eingesperrt werden, mehr einge. sperrt werden und noch mehr eingesperrt werden!" erster Ordnung. Die Rede eines Senators, der während der Debatte über die Preßnovelle auf die Spiritus affäre zu sprechen fam, bewirkte, daß Herr Karl Prašek in eigener Verson das Wort ergriff. Herr Prašef hat, wie alle Umstände beweisen, schon seit einiger Zeit auf die Gelegenheit gelauert, mit denen, die er an seinem Sturze vom Stuhle des Senatspräsidenten für schuldig hält, Abrechnung zu halten. Er ist nicht von jener sentimentalen Beschaffenheit, daß er sich nach seiner Absägung in den Winkel stellen würde, man fonnte damit rechnen, daß er sich an jenen zu rächen suchen werde, die es im Interesse der Reinheit des öffentlichen Lebens für geboten hielten, ihn nach den üblen Spiritusdüften, die seine Tätigkeit als Vorsitzender der Spiriiusgenossenschaft verbreitete, von seiner repräfentativen Stelle zu entfernen. Dieser Rache versuch ist von ihm gestern unternommen wor den. Etwas ähnliches, was sich gestern Prašek, der Angehörige einer Koalitionspartei, leistete, hat sich weder in diesem noch wohl auch in anderen Parlamenten ereignet. Die Rede Prašeks ließ einen Blick hinter die Kulissen der Koalition tun. Nach außen agieren die Selden des Koalitionsstückes die Einigen, hinter dem Vorhang stehen sie wie Sund und dent Raße zueinander und warten auf den Augen blid, wo sie sich das vergiftete Stilet in den Rüden stoßen können. Die Sensation des Tages bildete aber der Angriff des gewesenen Senatspräsidenten Prašek auf den Präsidenten der Republik. Prašek, der fich in seiner Rede nicht reinwaschen lonnte und mit Phrasen über die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen hinweglam, benüßte die Debatte, um jeinen Standpunkt zu Majarht auseinanderzuseßen. Das Auftreten eines Koalitionspolitikers, der Prašek noch ist, gegen den Präsidenten der Republik ist von hoher politischer Bedeutung, auf die wir an anderer Stelle zu sprechen lommen. Der Eindruck des Auftretens Prašels war auch dem gemäß. Die Agrarier wurden leichenblaß, der nationaldemokratische Fascist Mares nickte Brašek verständnisvoll zu, der tschechischen Sozialdemokraten bemächtigte sich große Erregung, der sie in lauter Weise zum Ausbrud verhalsen. Interessant war die Haltung der Deutschbürgerlichen, die immer wieder in Zwischenrufen darauf hinwiesen, daß nicht Prašek, sondern die anderen schuld seien. Als Prašek in der Polemik mit Majaryf die Worte Demokratie ist Diskussion!" gcbrauchte, flatschten die Deutschbürgerlichen sogar Beifall. Immunitätsgeleg los abgestimmt werden wird. Diese Acußerun gen tragen ihm einen Ordnungsruf ein. Der Kommunist Matuščal jammelt eint größeres Auditorium um sich, da er in seiner präzisiert. In einem Disput mit den tschechis schen Sozialdemokraten jagt der Kommunist: Ihr opfert Euer Herz für eine. Judassache, ich opfere mein Herz für die Demokratie!" Einem andern Zwischenrufer fagt Matuščat: So eine Be mertung macht eine Großmutter auch!" Wie die Immunität der Oppositionssenatoren ausschaut, geht aus der Mitteilung Matuščaks hervor, daß er zweimal verhaftet wurde, obwohl er sich als Senator legitimierte. Nach dem Schlatßwort des Berichterstatters wurde die Vorlage angenommen und das Haus schreitet zur Verhandlung des nächsten Punktes der Tagesordnung, das ist das Preßgejet. Der Berichterstatter Senator Lufes wird von der Opposition mit den Rufen: Das ist der Herr, der alles verteidigt!" empfangen. Der Berichterstatter empfiehlt die Annahme des Gesetzes, weil dadurch eine Gesundung der Ver hältnisse erzielt werde. Genosse Dr. Heller: Was haben die Sach verständigen dazu gejagt?" Lukeš:„ Der Herr Dr. Heller ist aus dem Ausschuß weggegangen...! die Komödie mitmachen sollen?" Dr. Heller: Glauben Sie, ich hätte Um halb 11 Uhr vormittags eröffnete Profi- ten. Es wird einen Mitglied der NationalverDonat die Sigung. jammlung in Zukunft überhaupt unmöglich sein, Ueber das an den bestehendent System Stritif zu üben. Das Widerspruch bei unseren Genossen.) Lukes:„ Es handelte sich um keine Komödie!" Gesetz richtet sich vor allem gegen die oppositio nellen Parteien! Für die Parteien der Mehrheit Dr. Mayer- Harting( Dtsch. Christl.Soz.) Die erste Ueberraschung war, daß Prašek referierten Dr. Prochaz fa und Dr. Sout up. fommt dieses Gejes überhaupt nicht in Frage, führt aus: Sie haben durch Wochen einen Soutup. als- die han des mit affer Kontraredner auftrat, und das nicht die Annahme des Gesezes einen Bruch der Vernitätsausschuß die Gefahr der Auslieferung nicht ſeitigen. Und wie fast jeder Kampf in der Koali Der Deutsamationale Friedrich fagt, daß weil für sie nach der üblichen Praxis im Jannu- Heldenkampf geführt, um den Entwurf zu be Jannseitigen. nur gegen das Preßgesch, sondern auch gegen fassung bedeutet, da der§ 24 der Verfassung um besteht. Wir verwahren uns mit aller Entſchie- tion endet, so hat auch dieser Kampf geender: das Inkompatibilitätsgeseß, das erst am näch- gangen und außer Kraft gesetzt werden wird. denheit gegen dieses Gesetz, weil es eine bedeu- flärt allerdings durch ihre Sachwalter, schon seit sten Freitag zur Verhandlung gelangt. Er, tende Ungleichheit der Bürger des Staates bringt. dem 12. April habe sich die Presse wesentlich geausgerechnet er, trat gegen das Verbot auf, Genosse Hladit: Der Berichterstatter hat versucht, dom gan fam. Dieser wurde mit der Begründung nicht Redner macht auf den Fall Parynka aufmert. daß Abgeordnete und Senatoren als Verwalzen Gefeß einen demokratischen Mantel umzu auégeliefert, daß Barynka erzählt habe, er lebt Preſſe iſt charakteristischerweise ein Wort aus bessert! Aber das Wort vom Mißbrauch der tungsratsmitglieder von Erwerbsgesellschaften, hängen und zwar durch den Hinweis darauf, daß mit den Tschechen in freundschaftlichem Berhält dem abfolutiſtiſchen Sprachschabe. Und wenn die mit dem Staat Geschäfte machen, fungieren! die Ungleichheit beseitigt werden soll, die gegen- nis, seine Tochter habe einen Tsche- wir die Geschichte der Preßgesetzgebung verfolgen, War schon diese Dreistigkeit des Mannes arg, wärtig darin besteht, daß die Mitglieder der che'n geheiratet usw. Ich glaube, wir könn- so werden alle Maßnahmen zur Unterdrückung der eben wegen seiner Beziehungen zu einer Nationalversammlung unter dem Schuß der Im- ten das als einen Fingerzeig hinnehmen, wir der Preffe mit dem Mißbrauch der Breſſe be solchen Erwerbsgesellschaft, der Spiritusgenos munität stehen, während der andere Teil der Befönnen vielleicht unsere Immunität froß dieser gründet. Sie erschlagen mit dem Mißbrauch senschaft, gestürzt wurde, so war dies um so völkerung diesen Schutz nicht genießt. Diese Ar- verschärfien gefeßlichen Bestimmungen am besten der Presse auch die Freiheit der Preſſe. All das mehr der von ihm unternommene Rein diefer Gefeßentivurf beschlossen wird, werden die unsere Kinder, ob sie Töchter oder Söhne find, Sorruption. Anderwärts befämpft man die gegen die waschungsversuch seiner eigenen Person. Was Mitglieder der Nationalversammlung schlechter ihren Lebensgefährten oder ihre Lebensgefährtin Rorruption, daß man parlamentarische Unterer vorbrachte, waren durch nichts geſtützte Be- geſtellt als die anderen Bürger dieses Staates. uns der berrigyemben Nation bieſes Staate mäh uchungstommiſſionen einfekt. Aber andere hauptungen, er habe reine Hände, habe keine Wenn sich ein Mitglied der Nationalversammlung len. 30 erfläre noch einmal, daß wir mit aller Zente, andere Sitten! Bei uns bekämpft Storruption verübt und ebenso unschuldsvoll gegen irgendwelchen Paragraphen des Gesetzes Schärfe gegen dieses Gesez protestieren und seine So bandelt es sich bei diesem Gesetz nicht um Ich man die Bekämpfer der Korruption. als er sich, mit Verzicht auf alle Beweise, vergeht, wird die Verjährung auf alle Fälle Annahme ablehnen.( Lebhafter Beifall.) erklärte, so unschuldig erklärte er auch die Spi- unterbrochen. Wir Sozialdemokraten stehen auf den Schutz des Staates, sondern um den Schut ritusverdiener. Die Behauptungen von seiner dem Standpunkt, daß die Verjährung eine der Koalition. Sittenreinheit stüßte er durch saftige Angriffe Unterbrechung erfahren könnte in jenen Fällen, Landbändler Lutsch beschwert sich darüber, auf die Regierung und insbesondere auf das fucht hervorgehen, Sittlichkeitsvergeben usw. Tyrannei der Wehrheit mit aller Entschiedenheit weun die Bollsvertreter, namentlich jene vom Der Landbündler Snesch erflärt, eine solche daß das Haus gerade erst dann einberufen wird, Ernährungsministerium, dem er die Urheber bandelt. Weit aller Entschiedenheit aber wehren bekämpfen zu müssen und die Stimme einem Ge- Lande, sich ihrem eigentlichen Berufe widmen schaft unsinniger Maßnahmen zuschob, durch wir uns dagegen, daß diese Verjährung auch eine fetz zu verweigern, das so schamlos auf den fellen. Schuld daran sei die krisenhafte Situa welche die Spiritusgenossenschaft zu Schaden Unterbrechung erfahren soll bei politischen Delil- Tisch des Hauses gelegt und über das so cha mtion in der Koalition. kam, weshalb die Genossenschaft sich zur Anlegung eines Fondes gezwungen sah, der zur wo es sich um gemeine Delikte, die aus Gewinnherrschenden * * 0000000 Deckung der entstandenen Verluste bestimmt verständnisvolles Augenzudrücken gehabt hätten. Inahme Masaryks zuzuschreiben habe, indem Die Rede Prašefs rief auf Seite der Kowar. Den Zwischenrufen, warum er auf die Alle der Spiritussfandal ruchbar wurde, hatten er gehässig von der„ Neujahrsgeste" des Prä- alitionsparteien peinliches Aussehen hervor. Beschuldigungen, die Gelder dieses Fonds zu ihn doch die Führer der Regierungsparteien fidenten sprach. Prašek erzählte hiebei auch von Vor Schluß der Sißung gab wohl Senator Bestechungszwecken verwendet zu haben, nicht eingeladen, ihnen Erklärungen zu geben. Pra- anderen Gegensäßen zwischen ihm und dem Suzl namens der tschechischen Agrarier die Ertlagte, wich Herr Prašek beharrlich aus. Ebenso šef behauptete dort, er habe keiner Partei aus Präsidenten. Man erfuhr, daß Prašef in seiner flärung ab, daß Prašef im eigenen, nicht im gab er keine Antwort darauf, als er stürmisch dem Spiritusfonde Geld gegeben und dieje damaligen Eigenschaft als Präsident des Namen der Partei gesprochen habe, aber glangefragt wurde, warum er nicht in die Ein- Erklärung genügte den Koalitionsbrüdern, um Senats am 28. Oktober 1923 bei dem Präfi- ben die Herren wirklich, daß das genügt. Prajebung eines parlamentarischen Untersuchungs- sich zufrieden zu geben, Prašek als unschuldig denten war, um an ihn im Namen des Senats- šef ist noch immer Mitglied einer Regierungsausschusses zur Prüfung der erhobenen Kor- und seine Antläger als Verleumder zu erflären. präsidiums eine Ansprache zu halten, die später partei, und nun stelle man sich vor, es hätte ruptionsanklagen eingewilligt und sich jeder Herr Prašek glaubte, sich darauf in Sicherheit von der Kanzlei des Präsidenten zenjuriert in ähnlicher Weise wie Prašek, ein OppositioUntersuchung widersetzt habe. Das einzige was wiegen zu können, da brach am Neujahrstag würde, so daß man ihren Inhalt nicht erfuhr. neller gesprochen! Brašeks Rede war die Rede er darüber sagte, war, daß er mit Pathos er über seinem Kopfe das Umvetter los. Von der Gestern erzählte Prašek diesen Inhalt, der ein eines, der im Begriff steht, eigene Wege zu flärte, er stehe zu hoch", als daß er sich Kanzlei des Präsidenten war ihm bedeutet offener Angriff gegen den Präsidenten und gehen, Wege, die nicht jene der Regierung und hom Senate einen Untersuchungsausschuß vor- worden, Sie übliche Gratulationskur zu unter- nebenbei auch gegen den Präsidenten des Ab- nicht sene seines Klubs sind. Die Koalition schreiben lassen würde! Das ist für angeklagte lassen und es gingen, damit die Sache nicht geordnetenhauses war. Man erfuhr, er, Start hat gestern eine böse Wunde empfangen. Bleibt Verbrecher ein wertvoller Fingerzeig. Sie so auffällig sei, zwei Vizepräsidenten des Ab- Prašek, habe es unerträglich gefunden, daß bei Herr Prašek Regierungssenator, dann wird brauchen nur zu deklamieren, daß sie zu hoch geordnetenhauses und des Senates gratulieren. allen Empfängen immer nur Tomašek das dies die Festigkeit der Koalition nicht erhöhen, stehen", und brauchen sich nicht weiter zu ver- Als besonders schmerzlich empfand Prašek, wie Wort geführt und seine Ansprachen an Masaryk muß er aber gehen und scheidet ihn seize Partei antworten.er geſtern gestand, daß der Präsident des Ab- immer nur im„ marriſtiſchen" Sinne gehalten aus, dann wird Prašet das tun, was er ſchow. Aber der Clou seiner Rede kam erst; das geordnetenhauses, Tomašek, für den nächsten habe. Am 28. Oftober habe nun er, der Prašef, einige Zeit plant, er wird eine eigene Partei waren die gar nicht mehr versteckten Ausfälle Tag zum Mittagstisch des Präsidenten geladen dem Präsidenten eine andere Meinung vor gründen, die zur Regierung in Opposition gegen den Präsidenten der Republif. Herr wurde und nur dieser, nicht auch er, was es getragen. Dabei ließ Prašek erkennen, daß er steht. Das wäre ein neuer Abbröckelungsprozeß Prašek gibt die Hauptschuld daran, daß er offenfundig machte, daß der Präsident gerade gegen die„ marxistische" und philosophische der Regierungsmehrheit. Die Koalition scheint wegen des Spiritusifandals als räudiges Schaf ihn zu empfangen sich weigere. Gestern nun Einstellung des Präsidenten Stellung genom- nur die Wahl zwischen Regen und Trause zu in die Wüste gejagt wurde, dem Hradschin. fam die ganze giftige Wut Prašeks zum Aus- men habe und auch dagegen, daß Majaryf zu haben. Herr Brašef hat gestern seinen RacheNicht mit Unrecht nimmt er an, daß die druck,- da er sich bewußt ist, daß er seinen weit" links" orientiert sei. Auch gestern verfeldzug begonnen und dieser Feldzug ist noch Stoalitionsparteien allein gegenüber allen Sturz nicht dem Reinlichkeitsgefühl der Koali- langte Prašek von Masaryk, er möge sich end- lange nicht zu Ende.. ihn getroffenen Anklagen mildes Verzeihen und tionsparteien, sondern der offenen Stellung- lich jetzt nach fünf Jahren rechts" orientieren. " Seite 2. 29. Mai 1924. Prašek bespricht dann weiter, wie er ge- 1 Er bedauert das Vorgehen Prašeks aufs tiefste Der Deutschnationale Hartl hält den Gesetz| Vorsitzender der Spiritusgenossenschaft korrekt! entwurf für geeignet, der Reaktion und Korrup war. Hieraus sehen Sie, daß an mir nicht die zwungen wurde, den Posten eines Präsidenten und ruft die Senatoren Prusa und Praset, tion Vorschub zu leisten. geringste Schuld flebt. Ich protestiere ein für des Senates zu verlassen und sagt, er könne nicht welche in einer bisher nicht gewohnten Art die allemal gegen ähnliche Ausfälle und erkläre, daß mit der Perfon des Präsidenten der Republik in die ich mich mit allen Mitteln verteidigen werde. Debatte mischten, zur Ordnung. Niemanden geht es irgend etwas an, wie die wie dies geschehen sei, übereinstimmen. Er Genossenschaft ihr Geld verwaltet, das ist Sache kommt weiter auf den gegen ihn erhobenen Vorder Genossenschaft... wurf des ratušactvi"( Desterreichertum) und Der tschechische Gewerbeparteiler Trela spricht gegen das Gesetz. Dann spricht Gen. Nießner, dessen Rede wir an anderer Stelle bringen. Der Kommunist Průša greift im Zusamt menhang mit der Spiritusaffäre den Senatss präsidenten Donat und den Senator Prašek heftig an. Prasets Neve. Angriffe gegen ihn und den Senaisvorsitzenden unkulturellen Art Eine Erklärung der tschechischen Agrarier. Nachbem noch einige Redner gesprochen Nießner: Nennen Sie die Namen derer, die sagt, daß unsere Beamten, unsere Richter, unfere hatten, besteigt Senator Hual die Rednertribüne das Geld bekommen haben! Heller: Warum haben Sie die Unter- ffiziere und unsere Polizisten auch„ rafušaci" und fagt: Ich habe im Namen des Klubs der agrariDas Geld, das man für die Sozialisten find. fuchungskommission abgelehnt? ausgibt, sollte man lieber für die Armee und schen Senatoren folgende Erklärung abzugeben. nur wünschen, daß der Präsident der Republik Teil seiner Rede sprach er von der GesetzesvorPolizei ausgeben. Unsere besten Leute stammen Kollege Prašek hat zu feiner Verteidigung das aus Desterreich. Redner schließt: Ich würde Wort ergriffen. Das war sein Recht. Im zweiten lauter so ehrliche und staatstreue Prašeks hätte. lage und da konstatiere ich, daß sich feine AusGebe es ihrer boch mehr!( Schallenbe Seiterkeit führungen nicht mit den Ausführungen des Klubs decken. Auch was die anderen Ausführungen Prašek( fortfahrend): Man stellt immer Brašek erklärt, daß er nicht die Absicht hatte, Fonde gekommen sind. Es ist sehr naiv, eine während die phrasenhafte Frage, wohin die a der Debatte das Wort zu ergreifen, aber die folche Frage zu stellen.( Gelächter.) Die erſten Donat nötigen zur Erwiderung. Alls er Senats drei Millionen wurden für den humanitären vorſizender war, war es ihm nicht möglich, diefe mafaryl- Fond beſtimmt und diese Gelder rochen Angriffe abzuwehren. Nun hat er aber feine nicht nach Spiritus, auch nicht nach Storruption. Dr. Heller: Warum haben Sie die DemisUrsache, um ein für allemal auf diese Infimafion überreicht, warum haben Sie die unter suchungskommission abgelehnt? tionen zurückzukommen, welche ihn und den Präsidenten Donat an der Ehre angreifen, fo wie wenn sie sich irgendwie untorrekt benommen hätten. Wer die ganze Künstlich hervorgerufene Spiritusaffäre verfolgte, weiß, daß es sich hier cigentlich um ein Politikum gehandelt habe, und daß politische Faktoren die Spiritusaffäre fünftlich hervorriefen. Er erinnerte an die feinerzeitige Erklärung der„ Desitta", daß es keine Spiritusaffäre überhaupt gebe. Prašet habe alle Erklärungen, so weit sie mit Rücksicht auf das Geschäftsgeheimnis überhaupt möglich waren, abgegeben. Er war Vorsitzender der Genossen schaft der Spiritusbrenner und diese Genossen schaft hatte und hat Fonde. Redner schildert die Spirituswirtschaft und meint bewiesen zu haben, daß es keine Spiritusaffäre gebe. Dr. Heller: Wo sind die Millionen? Prašet fortfahrend: Wenn jemand forrum piert, so würde der, welcher durch ihn korrum piert wird, entwaffnet und müßte schweigen. Mich beschimpft aber jeder. Senator Dr. Heller: Warum haben Sie nicht geklagt. Senator Dr. Hilgenreiner: Sie nicht aber andere. Prasel bespricht dann eingehend die Affäre mit der Neujahrsgratulation. vor als Prašek: Ich stehe viel zu hoch, um mich eine Untersuchungskommission zu begeben. Dr. Heller: Das Parlament steht höher Sie! Friedrich: Stellen Sie nicht den Vorsitzenden höher als das Parlament!' Prašek: Wenn jemand meine Ehre angreift, so ist dies geschehen... Die deutschen Senatoren rufen: Wir nicht! und zeigen nach der rechten Seite des Hauses. Prašek: Es ist mervärdig, daß man nur von Spiritusfonden redet, aber nicht von den Eisen- und Zucerfonden. Start: Die hat man nicht erwischt! Prašek: Sie sehen, daß die ganze Spiritusaffäre wie Rauch verfliegt. Rufe: Durch Phrasen werden Sie sie nicht aus der Welt schaffen. Prašek: Ich bin gezwungen zu meiner Ehre etwas zu sagen, was gesagt werden muß. Die Rede vom 28. Oktober, und Lärm.) Es ist nur nötig, daß die Entwicklung des Prasets anlangt, konstatiere ich, daß er nur für Staates, die immer nach links ging, nunmehr seine eigene Person gesprochen hat. nach rechts geht. Nach dem Schlußwort des Berichterstatters Vizepräsident Soukup ergreift hierauf das wurde zur Abstimmung geschritten. Die VorWort zu einer langen Erklärung, in der er die lage wurde in erster Lesung in der Fassung des Angriffe der Senatoren Průša und Prašek gegen Ausschußberichtes angenommen und der Antrag den Präsidenten zurückweist. Er weist insbeson- der Genossen Nießner und Dr. Heller auf dere die Aeußerung Prašeks zurück, daß der Uebergang zur Tagesordnung abgelehnt. Präsident der Republik durch seine Neujahrs- Sodann ging das Haus in die Behandlung geste die Oppositionspresse bestärkt habe, daß der der Inkompatibilitätsvorlage ein. Präsident eine marristische Rede gehalten habe Die Debatte hierüber wurde nach dem Referat und daß Prašek den Ausdruck des Präsidenten des Berichterstatters auf Freitag vertagt und die von der Entwicklung nach links ironisiert habe. Sitzung geschlossen. Die Unterdrückung der Breßfreiheit. Rede des Genossen Nießner in der gestrigen Senatsligung. Nichts ist bezeichnender für die Verhältnisse im lahmen Resolutionen der Deffentlichkeit das Ge Staate als die Arbeit, die das Parlament, sowohl set in milderem Lichte erscheinen zu lassen, aber Abgeordnetenhaus wie auch Senat, in dieser diefe Resolutionen bedeuten nichts, sie werden Sommersession leistet. Das Programm dieser niemandem tehetun und auch niemandem etwas Sommersession besteht fast in nichts anderem, als in der Auslieferung von Senatoren und Abgeordneten und in der bringen., Sie sind ein leeres Rompliment vor der die ich am Jubiläumstag halten sollte, mußte Preßfreiheit, dem Journalistenstande und vor der ich am 27. Oftober der Kabinettskanzlei vorlegen Bresse überhaupt. Ich weiß daß, wie immer wir und dort wurde der Versuch gemacht, sie zu zen fabriksmäßigen Herstellung reaktionärer Gefeße. unsere Pflicht, indem wir von dieser Stelle hier sprechen, es umsonst ist, wir erfüllen aber doch furieren.( Sört! Hört!) Auf meine Anfrage wurde mir mitgeteilt: Wir werden sie umdiftieren.( Bustimmung.) Das zeigt, wohin wir gekommen zur Bevölkerung hinaus sprechen, sic Dagegen verwahrte ich mich und ließ teine Beile sind und welchen Daseinszwed die Koalition heute auffläven, daß die Koalition im Begriffe steht, den Einige Stunden vor Anbruch des neuen ändern. Das war der Stein des Anstoßes. Bwvei noch besitzt. Die Stoalition ist ein Werkzeug der letzten Rest von Presfreiheit zu zertrampeln und Jahres habe ich die telephonische Nachricht er Jahre lang ging ich mit Tomašek zum Bräsi- Reaktion geworden und sie sucht, solange noch diese daß in diesem Staate die Reaktion, auch ohne daß halten, daß die Neujahrsgratulation beim Präsidenten und hörte die Reden, die hiebei gehalten Soalition besteht, soviel als möglich an reaktio- der Fascismus hier etabliert wäre, marschiert. denten Masaryk die Vizipräsidenten vorbringen wurden, deren Inhalt die Sozialisierung, margi- nären Gefeßen unter Dach und Fach zu bringen. follen. Gleich wußte ich, daß dies nicht verfasstische Theorien und ähnliches waren. Das vorliegende Gesetz ist ein Wechselbalg Es ist Der Senat hätte hier Gelegenheit gehabt, zu zei- ärgster Art. Es ist ein schädliches, ein tüdisches, fungsgemäß ist und daß einzig die Körperschaft, dies von seinem Standpunkt zu würdigen. Aber gen, daß er die oft in einer Fiebertemperatur des ein grausames und ein ungerechtes Gesetz und es deren Vorsitzender ich bin, das Recht hat, fest- ich bin ein Mensch, der nach rechts gehört und Abgeordnetenhauses zustande gekommenen Gefeße ist schließlich ein unmoralisches und unsittliches zusehen, wer die verfassungsmäßige Funktion deshalb werden Sie entschuldigen, wenn ich ein- ablehnt. ausüben soll. Einige Stunden vor dem Neu- mal sagte, wie wir Rechtsler die Dinge an Gefeß. Wer den Betrieb einer Zeitung kennt, der jahr fonnte ich nicht das Präsidium zusammen schauen. Als ich so tat, erhielt ich zahlreiche Zu- Menschen und Parteien in der Roalition und es daß bei größter Gewissenhaftigkeit jede Redaktion, Das begreifen scheinbar auch schon manche weiß ich fehe hier von der Standalpresse abrufen, aber ich stand au fdem Standpunkt, durch stimmungstundgebungen und Vertreter fremder ist als ein Zeichen der Auflehnung gegen das herr- die in der Hochspannung aller Nerven arbeiten diese Angelegenheit nicht den Herrn Präsidenten Mächte stimmten mit mir überein, und sprachen schende, verderbliche System anzusehen, daß in der muß, gelegentlich ein Unrecht verübt. Es kann in irgend eine Situation zu bringen und sagte den Wunsch aus, es möge dies eine Aenderung mehrheit das Verlangen nach einer Wilderung nicht jede Einsendung, jede Buschrift und jede mir daher, soll der Vizepräsident hingehen. Ich des Kurses in der Republik bedeuten. forderte den Kollegen Soukup auf für den und Verbesserung der Vorlage gestellt wurde. Der Notiz genau überprüft werden, die Zeitung muß Der Vorsitzende Dr. Soukup macht den Senat hätte hier Gelegenheit gehabt, zu zeigen, sich auf ihre Informatoren im guten Glauben ver Senat gratulieren zu gehen. Die Sache hätte Redner aufmerksam, er möge nicht in einer solchen daß er die in Fiebertemperatur im Abgeordneten- lassen. Die Presse übt ein öffentliches Richteramt nicht einen solchen Charakter angenommen, wenn Art den Präsidenten der Republik beständig in Hause zustande gekommenen Gefeße nüchtern, ge- aus und den zweiten Tag der Vorsitzende des Abgeord die Debatte ziehen. netenhauses Tomašek beim Präsidenten zum Senator Jiraser springt auf, cilt vor die wissenhaft und verantwortungsvoll rügt. Doch Mittagessen geladen worden wäre. Das war Miniſterbant, haut mit der Faust auf den Tisch die Mehrheit hat diese Gelegenheit wieder vorüber in einem Lande, in dem die Preßfreiheit unter. geradezu ein Affront gegen mich und gegen den und ruft: gehen lassen, denn sie hat sich schließlich dem Ge- drückt ist, müssen Willfür und Korruption blühen. Senat. bot der Stoalitionsmacher gefügt. Das Gesetz wird, In Erfüllung der Pressepflicht, Uebelstände zu nach dem die Opposition innerhalb der Roalitions- rügen und Personen, die sich irgendwie vergehen, parteien zusammengefnicht ist, ohne die geringste zu geißeln, ist es ganz undentbar, daß eine Zeitung Veränderung geschludt werden und nicht gelegentlich in Sonflitt täme mit den Ge feben. Beleidigungen sollen, das wollen aud) wir, nicht straflos bleiben, die berufsmäßigen Verleumder wird niemand in Schuß nehmen, aber Beleidi sein, die feine selbständige Meinung zum Ausdrud gungen in der Presse müssen doch anders gewer bringen darf. Man sucht, mit ein paar lenden- tet werden, als ingendwelche Ehrenbeleidigurgen Die Deutschbürgerlichen rufen: Ganz richtig! Prašet fortfahrend): Unter solchen Vers hältnissen blieb mir nichts anderes übrig als meiner Partei meine Funktion zur Disposition zu stellen. Natürlich habe ich gefordert, daß die Sache untersucht wird und daß eine Sommission eingesetzt wird, welche konstatierte, daß meine Handlungsweise als Senatsvorsitzender und als Die fleine Lotte. ( 6) Roman von Simone Bodève. ( Copyright by Interritorialer Verlag„ Renaissance", Wien.) Mischen Sie den Präsidenten nicht in den Spiritus! Das ist eine unerhörte Rüdsichtslosigkeit! Der Krawall dauert minutenlang an. Prašek: Demokratie ist Diskussion. Ich bin Demokrat und habe das Anrecht auf Disfussion.( Neuerlicher Lärm.) ein Vizepräsident Soukup fordert den Redner auf zur Sache zu sprechen. der Senat wird wieder nur eine reine Abstimder Senat wird wieder nur eine reine Abſtimmungsmaschine .. Mimi fleinen Schwester, daß Murr nicht böse sei, man dürfe sich nur nicht vor ihm zurückziehen. Mimi ist wirklich zu dumm. Eine Zeitlang bleibt Bater zu Hause. Er hat zu viel gebummelt, ist davon frank, lebel." herbei: Die zwei Ferienmonate ziehen sich lang hin. I aus schwarzer Baumwolle, deren Saum fünf stecken, hebt er die Pfote, will spielen Nun hat Lotte feinen anderen Freund als Murr. Zentimeter breit unter ihrem Röckchen hervor- weicht erschrocken zurüd-da hat sie auch schon Nicht einmal mehr das geliebte Geographiebuch. fommt. Aber Lotte gehört noch nicht zu den Ent- den Straßer weg. Vergeblich erklärt Botte der Sie hat es zurückgeben müssen, als Belohnung fagenden und alle wundern sich, daß sie trop ein Stäbchenspiel bekommen, das ihr ein wenig ihrer Bartheit in Gegenwehr so heftig ist. Spaß macht. Ist sie müde, stellt sie sich ans Lotte weiß jederzeit ihre Aufgabe, macht ihre Fenster, schaut den Packern im Hofe zu, oder sie Rechnungen richtig, will nichts von Grammatit Lise hat Lucie Parent Eßbested aus Neu- stiehlt eine Schere, schneidet sich Sch und verstehen, mag nicht leserlich schreiben lernen und silber anvertraut, das noch von Großmutter her- Sühnchen aus Papier. Wenn Wutter das sieht, wird deshalb fortwährend bestraft. Doch hat sie behauptet Mutter. Nun macht er in gutem Bestammt, damit ihre Schwester, die Poliererin, es schreit sie. Denn Lotte könnte sich ja mit der das beste Gedächtnis in der Klasse, und kommt tragen". Er will, daß seine Töchter unterrichtet frisch versilbere. Lucie hat das Esbesteck nicht Schere verwunden. Die Papierschnitzel verun- der Herr Abgeordnete, so ruft die Lehrerin immer feien.„ Unwissenheit," sagt er, ist Ursache aller wiedergebracht. Sie oder ihre Schwestern haben reinigen das Haus. Oft fist das fleine Mädchen sie auf. Wird Lotte gestraft, rächt sie sich, indem es verlauft, gestohlen. Er setzt sich in das Speisezimmer, lehrt om Tisch, den Kopf in die Sände gesnißt, im fie nicht antwortet. Nichts bringt Mademoiselle sie rechnen. Mit Lotte gehts ganz gut, aber mit Lotte ist außer sich. Sie hat immer die Halbschlaf, wie Murr. Er fräufelt die Nase, Collon mehr auf. Sie hat eine dunkle Gesichts- mimi! Wievielmal ist 3 in 3 enthalten?" NieHeinen Bonbonzangen gesammelt, die Lucie ihr scheint weise Beschaulichkeit recht zu finden. Aber farbe, regelmäßige Züge. Mit ihren ſtrengen mals tann Mimi begreifen, warum das 1 iſt, gebracht. Darunter gibt es weld aus Silber" wie langsam schleichen die Stunden, langsam und schwarzen Scheiteln sicht sie aus wie eine byzan- wie Lotte ihr einsagt, obgleich Vater böse Augen and Gold". Sie bringt sie ihrer Mutter, bittet traurig! Mit wahrer Erleichterung sieht das tinische Mutter Gottes, vertrocknet und fromm. rollt. Tater gibt Cotte eine Øhrfeige, Mimi eine, flehentlich, sie zu verkaufen, anderes Eßbesteck an- Kind den Tag. des Schulanfangs herankommen. Sie hält viel mehr auf den guten Ruf ihrer zuschaffen. Beschwört sie, Lucie wieder zu nehmen. Im ersten Schuljahr hat sie sehr gute Fort- Klasse als auf Fortschritte. Aber sie bezwingt sich. baut auf Mimi mit dem Lineal los. Mutter läuft Mutter will nicht. Lotte beginnt zu schluchzen. schritte gemacht, wird für die dritte Klasse würdig Predigt Lotte nur fortwährend über das Laster ,, Nicht auf den Kopf, Unmensch!" Mutter wird schrecklich böse. Lise, die sonst wenig erklärt. Mimi, die jetzt neun Jahre alt und der Eigenliebe. Einmal läßt sie sich hinreißen, aus sich herausgeht, hat manchmal Anfälle leiden wieder in Paris ist, tritt in die erste ein. nennt sie Zigeunerin". Botte antwortet: Bet schaftlicher Eifersucht. Die Liebe ihrer Tochter zu schwester." Seitdem begreift Mademoiselle Coleiner Fremden, einer Diebin, macht ihr den Einlon, daß es unnüß wäre, sich noch länger mit drud eines wirklichen Diebstahls. Es gibt Meneinem Kinde zu befassen, das ganz bestimmt von schen, die so lieben. Ihr Herz ist ein großes Buch, dem Geist des Bösen und der Revolte erfüllt sei. Ist das Frieden? Nein. Hat Mimi mit in dem alles nach Soll" und Saben" eingeteilt Lotte dagegen wird immer häßlicher. Zu Das ist ja gewiß traurig. Gottes Wege sind un- Weinen angefangen, dann sie nicht mehr aufift. Sie ohrfeigt das Kind, rüttelt es an den groß für ihr Alter, mager, dunkle Saare, burz erforschlich. hören. Gin unversiegbarer Quell verbirgt sich Schultern: und gelodt, die ihr immer ins Gesicht fallen, Diese Vernachlässigung tränkt Lotte nicht im in ihren schönen Augen. Undankbare, man bringt sich um, dich auf große, graue Augen in dem blassen Kleinen Ge- geringsten. Sie liebt ihre Lehrerinnen nicht. Das Berrgott, ist das Kind dumm!" schreit zuziehen, und du weinst um so ein Geschöpf, eine sicht. Sie sicht aus wie ein böses Kätzchen. find feine Damen, tadellos und unnahbar. Es Muter. Und flatsch- flatsch die Schläge Nichtswürdige, eine. Und das ist sie wirklich geworden. Die neue fcheint ihr, als lebten sie in einer anderen Welt: fliegen nur fo. Mimi fällt zu Boden- tränenLehrerin sagt von ihr: Am Abend ist es Lottes Aufgabe, Mimi überströmt- von der eigenen Dummheit wie Ein Lämmchen aber ein wütendes!" heimzuführen. Diese, igleichgültig und sanft, benommen. Lotte hebt sie auf. Doch ist Lotte weder laut noch geschwäbig, überläßt es ganz der älteren Schwester, ihre auch nicht wirklich ungezogen. Sie hält sich ab- Sachen in Ordnung zu bringen. Lotte macht Luf feits, liebt die Gespielinnen nicht. Sie sind zufäße und Rechnungen, Mimi, die ziemlich rasch Dupende von Papierhühnchen werden gemeist Töchter wohlhabender Kaufleute, machen gut schreiben lernt, schreibt sie ab. Murr sitt vor macht. Dann spielt man Bäuerin, gibt ihnen sich über sie lustig. Sie verlachen ihre tomischen dem Tintenfaß mit halbgeschlossenen Augen, über zu fressen: Kleider, aus Mutters alten Sachen schlecht zuge- macht die Mädchen mit väterlicher Miene. Stredt schnitten. Besonders lachen sie über ihre Sofen Mimi die Feder aus, um sie in die Tinte zu " Lotte, bleich, mit trockenen Augen, reckt in plößlicher Empörung ihre ganze kleine Gestalt hoch, schreit: Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!" Was ist nicht wahr?" Lotte wüßte nicht, es su fagen. Mutter schleppt sie durchs Zimmer, immer drauflosschlagend, trägt sie in den Neben raum. Das Kind ist ganz steif, brüllt: Lucie! Lucie! Lucie!" Sie ist noch immer weiß und dick, mit blaß blonden Haaren und Vaters schwarzen Augen: Alle Leute stimmen darin überein: Mimi wird ein sehr hübsches Mädchen werden. Vater und Mutter beginnen zu streiten: die abscheulichen Bücher, der abscheuliche Unterricht, die abscheuliche Schule- Sie sind Ursache von allem Unglüd der Welt. tomm, wollen uns Hühnchen schneiden." Fortfehung folgt.) 29. Mai 1924. - Inland. Seite 3. Was ist mit dem Spiritusvertrag? In der Sigung des Budgetausschusses des privater Natur. Bei Pressedeliften liegen doch in führen. Es ist gestern im Abgeordnetenhause ein durch die Wahrheit und fällt nur durch die unte den meisten Fällen ideale Motive vor. Dennoch Abgeordneter ausgeliefert worden, weil er sich terdrückte Wahrheit." bestraft dieses Gesetz solche Delikte, die nicht aus einen meines Erachtens nach geschmacklosen unehrenhaften Motiven entstanden sind, schwerer, Scherz erlaubt hat, eine Spiritusflasche mit einem heit gefährlich. Wenn Sie sagen, die Bevölkerung Es ist also nur die Unterdrückung der Wahrals gemeine Delikte. Wegen des Versäumnisses Fähnchen auf die Miniſterbank zu stellen. Des müsse erst erzogen werden, bevor sie de volle Frei der pflichtgemäßen Objorge wurde bis jetzt meist halb wurde er dem Gerichte ausgeliefert. Aber heit in Anspruch nehmen darf, dann sage ich Abgeordnetenhauses verlangte vor Eingang in die eine geringe Geldstrafe verhängt, jetzt wird diese was tut denn beispielsweise das Blatt der tschechi Ihnen: Ein Zustand der Knechtschaft kann wieder Verhandlungen Genosse Fischer eine Umstel Geldstrafe unbegreiflich schwer verschärft. Nach schen Agrarier, die doch auch geaichte Patrioten nur Knechte schaffen, niemals freie Menschen, freie lung der Tagesordnung. Er erinnert daran, daß § 335 des Strafgesetes wird über jemanden, der find. Irgendwo soll sich ein ausländischer Deut- Gesinnung und unabhängiges Denken( Senator die letzte Sigung des Budgetausschusses dem Aneinem anderen durch Fahrlässigkeit eine schwere scher geäußert haben, de tschechoslowakische Re Seller: Das Gesetz ist ein Geburtstagsgeschent trage unseres Slubs beigetreten ist, auf die Törperliche Beschädigung zugefügt hat, eine Strafe puviit sei eine Insel der Dummlöpfe" und der für den Herrn Minister des Aeußern. Er hat ge- Tagesordnung der nächsten Sigung als ersten von acht Tagen bis sechs Monaten verhängt. Im Benkov", das Hauptorgan der tschechischen Agra- fagt, die Presse braucht Freiheit, mehr Freiheit Gegenstand den Bertrag der FinanzverFalle diese Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen rier stimmt diesem imaginären Deutschen freudig und immer mehr Freiheit") Das hat der Mini- altung mit der Spiritus A.-G. zu zur Folge gehabt hat, kann die Strafe bis zu einem zu und gibt ihm recht. Und warum? Weil die fter Dr. Benes gesagt. Aber vergessen Sie nicht, seven. Diesem einstimmigen Beschlusse iſt nicht Jahre ausgedehnt werden. Auch die Versäumnis tschechoslowakische Republik noch immer nicht die er ist Minister des Aeußern. Der Innen- Rechnung getragen worden, obzwar faft ein Vierder pflichtgemäßen Obforge ist ein Fahrlässigkeits- Getreide zölle eingeführt hat. Solche Dinge, meine min ist er, der spricht ganz anders. De Demo- tel Jahr lang feine Sigung abgehalten wurde, Innen- Rechnung delikt, doch lautet hier die Strafe auf einen bis Herren, geschehen bei Ihnen am grünen Solze und fratie und Fre heit sind für uns Exportartikel und also Beit genug zur Durchführung des Beſchluſſes sechs Monate, im Falle das Verbrechen der Ehren- da feben Sie sich in Poſitur, um das öffentliche gehören in das Ressort des Herrn Außenministers gegeben war. Die Spiritusaffäre, fowie eine ganze beleidigung dieser Fahrlässigkeit zu Grunde legt. Leben zu reinigen. Sie wollen Gejittung predi( Seiterkeit). Es wird her mit verteilten Rollen Reihe weiterer schwerer Korruptionsfälle, beschaf Man wird also nach dem neuen Gesetz bei Fahrgen, müßten aber bei sich selber anfangen. lässigkeit, wenn es sich um eine Ehrenbeleidigung gearbeitet. Der Herr Minister des Aeußern spricht: tigten unausgesetzt die Oeffentlichkeit im weiteftent handelt, genau so, vielleicht sogar schwerer bestraft Gesetz? Wie für alle folche Gesebe, haben Sie auch für die Presse", aber der Herr Innenminister schung schuldig, alle notwendigen Aufklärungen Und nun die Frage: Wozu brauchen Sie das Freiheit, mehr Freiheit und immer mehr Freihei Waße. Der Budgetausschuß ist es seiner S.lbstwerden, als wenn man einem Menschen aus Fahr für dieses ethische Gründe bereit. Um solche erklärt: Täffigkeit eine schwere törperliche Beschädigung bei Gründe sind Sie n'e verlegen. Hier ist es die fitt u erhalten, Redner verlangte deshalb die Durch führung des Beschlusses der letzten Sizung und bringt. Das zeigt, wohin die Verfertiger des Ge- liche Erziehung der Presse, die durch das Gesetz be beantragte demgemäß, als ersten Verhandlungs. fetes im Eiser, die Redakteure einzuschüchtern, ge- wirkt werden soll. Aber wie wollen Sie diese Ergegenstand den Vertrag mit der Spiritusgesell langt sind. Es wird aber weiter noch eine Entziehung herbeiführen? Durch Einsperren der Re-( De terfeit.) Meine Herren, machen Sie uns doch schaft zu feßen. Der Vorsitzende entschuldigt die schädigung der Bele digten in Aussicht gestellt, Safteure! nichts vor und spielen Sie mit uns nicht Komödie. Festsetzung der Tagesordnung mit der Begrün Sie wollen nicht die Breffe erziehen, was Sie wol- dung, daß der Referent über den Spiritusvertrag, len, das ist: Sie wollen Ruhe haben und wenn es Remes, seit längerer Zeit ertranft ist, fagle auch die Ruhe des Friedhof3 ist. Sie wol- aber nach einer furzen Erwiderung des Abgeord len die Aufregung über die im Staate herrschende neten Windirsch und Genossen Fischer zu, Sorruption zum Schweigen bringen.( Senator dem seinerzeitigen Ausschußbeſchluſſe in nächster Petřit: Ta forupce je stara"( Die Storruption ist Siyung Rechnung zu tragen. eine alte) Herr Kollega, stara" oder„ mlada", Storruption bleibt Korrupt on! Es gibt auch an derstvo Storruption, aber sie wird anders als bei uns bekämpft. Bei uns will man sie nicht beseitigen, dafür will man diejen gen einsperren, welche tann und das fann sowohl bei einer nachgewiefe" Einsperren, mehr einsterren und immer mehr einsperren". Nach dem Berichterstatter Aba. Svoboda spricht zu der Regierungsvorlage auf Veräuße rung der Brünner W: ffenfabrik, bezw. deren Umwandlung in eine private Aktiengesellschaft Genosse Foll. Die tschechischen Blätter haben welche eine Söhe bis zu 10.000 Stronen erreichen Sie bedienen sich also des Polizisten, des Staatsnen Ehrenbeleidigung, wie bei der Versäumnis der anwalts und des Gefängniswärters als Erzieher. pflichtgemäßen Objorge geschehen. Und schließlich, Sind Sie sich bewußt, meine Herren daß Sie, inun das Maß voll zu machen, fann einer Zeitung, dem Sie ständig neue Polizeigefee schaffen, de die sich im Laufe eines Jahres in 10 Fällen des Bevölkerung als unmündig erklären, sie so ein Deliftes der Ehrenbeleidigung oder der Vernach schäßen, daß sie nicht imstande ist, die Lüge von läffigung der pflichtgemäßen Obsorge schuldig ge- der Wahrheit zu unterscheiden? Wir als Oppo macht hat, das Postdebit entzogen werden. En fitionelle und Hochverräter" haben von der BePrivater fann 100 Ehrenbeleidigungen innerhalb völkerung und von diesem Staate eine bessere Meieines Jahres begehen, der Staat wird diese von nung als Sie und halten es nicht für notwendig, ihm verübten Delitte niemals zu öffentlichen ständig mit dem Staatsantvalt und dem Gefängnis die Korruption anklagen und beseitigt wissen wol- die Deffentlichkeit seit langer Zeit beeinflußzt, um machen, er wird hm darum nicht das Recht ent- zu drehen. Die beste Erziehung der Bevölkerung len. Seit vielen Jahren wird eine durchgreifende aus dieser Aenderung des Besitzverhältnisses dir ziehen, auf der Eisenbahn zu fahren oder ihm eine zur politischen und ſittlichen Reife ist die volle Preſſereform gefordert. Das Ergebnis ist diese Waffenfabrik ein recht gutes Geschäft für höhere Steuer auferlegen. Schließlich sind auch Freiheit( Zustimmung). Es gibt gewiß Zeitun Vorlage, die ein Monstrum, ein Unding, ein Un- den Zivnokonzern zu machen. Er bedie Bestimmungen des Gesetzes unerhört, daß ein gen, die alles zu skandalieren suchen und es gibt getüm ärgster Art ist. Nicht einmal diejenigen, gründet dann diese Behauptung durch den Hin verantwortlicher Redakteur nach mehrmaliger Ver- Beitungen, die oft der Lüge dienen( Zwischenruf: die das Gesetz am meisten angeht, hat man gehört. Dieser Umwandlung der W: ffenfabrik ufamment weis auf die sonstigen Vorgänge, welche mit urteilung im Sinne des Gesetzes die Eignung zum Das ist gerade die kapitalistische Presse!). Er Solche Ele hat man gehabt, um dieses Presse- hängen. Redner fagt dann:„ Wir sind gegen verantwortlichen Redakteur verliert. ziehung durch Knechtung ist ein schlechtes Wittel. nebelungs- Gesetz durchzubringen. den Regierungsantrag, die Begründung des ReDer französische Geschichtsschreiber Thers sagt in ferenten und der Motivenberich sind ganz obers feiner Geschichte der französischen Revolution über flächlich und unstichhältig;:; wir beantragen des dieses Kapitel: halb den Uebergang zur Tagesordnung." Der Antrag wurde abgelehnt und die Vorl ge angenommen. Die Tendenz des Gesetzes ist offenkundig: Die Bresse soll bedroht werden, sie soll sich ewig unsicher fühlen, unter ständiger Einschüchterung leben. Und zu allem sollen noch die Ehrenbeleidi gungen der Kompetenz der Schwurgerichte entzo gen und sogenannten Schöffengerichten überwiefen werden. Die Geschworenengerichte, Meine Herren von der Koalition, der heutige Tag, an dem Sie dieses Gesetz hier mit Stumpf und Stiel schlucken, ist wahrlich fein Ehrentag für Man muß alles sagen, die Lüge ist nice! Wir fönnen nicht mehr machen, als gegen mals zu fürchten, welche Deffentlichkeit sie auch das Gesetz zu protestieren. Wir tun das mit aller ewerben mag. Sie stumpft sich durch ihre Entschiedenheit vor der ganzen Oeffentlichkeit und eigene Heftigkeit ab. Eine Regierung fällt nur vor dem öffentlichen Gewissen.( Lebhafter Beifall.) Ein neuer Schiedsspruch im Nuhrkampf Die freien Bergarbeiterverbände lehnten ab. Telegramme. Die herzliche Freundichaj." mit Italien perfeit. Rom, 28. Mai.( Stefani.) Heute um 13 Uhr wurde im Palazzo Chigi vom Minister Dr. Benes und Ministerpräsidenten Mussolini der Vertrag über die freundschaftliche. Zusammenarbeit der Tschechoslowakei mit Sta ien unterzeichnet. Musolini droht seinen wametulen wie sie jetzt sind, erscheinen uns als fein Jocal. Sie sind reformbedürftig, aber dieses Problem hätte eine ernſte, fachliche Lösung finden müssen. Die Urteilssprechung der Geschworenen gegenüber Arbeitern war oft genug hart und ungerecht. Aber wir vergessen doch nicht, daß in fast allen RechtsBerlin, 28. Mai.( Eigenbericht.) Heute Während die alten freigewerkschaftlichen deutschen staaten die Presdelikte den Geschworenen unterstellt sind und daß die Schöffen, die bei uns einge- wurde für den Ruhrbergbau vom Reichsarbeits- Dergarbeiterverbände auch diesen Schiedsspruch führt werden, sich durchaus nicht so bewährt ha- ministerium ein neuer Schiedsspruch gefällt, über mit 107 gegen 83 Stimmen a blehnten, nahm ben, wie man hier glauben machen will. Die Lob- dessen Annahme oder Ablehnung sich die Parteien die christliche Bergarbeitergewerkschaft den Schiedsredner des Gesetzes behaupten, daß die Geschwore- bis morgen mittags zu entscheiden haben. Der spruch mit 102 gegen 7 Stimmen a n. nen sehr oft Stimmungseinflüssen unterliegen und Schiedsspruch sieht eine Arbeitszeit von sieben Rom, 28. Mai.( Stefani.) In einer V.rdaß sie nach dem Gefühl und nach ihrer Partei- Stunden unter Tag und eine Stunde Auch die Unternehmer lehnen ab. sammlung der Mehrheitsabgeordneten hob Musgefinnung urteilen. Aber ist es denn wahr, daß mehrarbeit vor, über Tag dagegen acht Berlin. 28. Mai. Nach Mitteilungen der folini hervor, die ganze Welt werde mit leba die Berufsrichter frei von allen Leidenschaften, Stunden und eine Stunde MehrarStimmungen und Klassenvorurteilen sind. Auch beit. Für die Kokereibetriebe ist eine Arbeitszeit Fachgruppe Bergbau des Rechsverbandes der haftem Intereffe das schwierige Experi die Richter fühlen sich als Angehörige einer be bon 62 Stunden im Wochendurchschnitt vor- deutschen Industrie haben die Unternehmer den ment des fascistischen Parlamentes verfolgen, gestern für den Ruhrbergbau gefällten Schieds- das jedoch glückliche Ergebnisse wird haben müffen. stimmten Selaffe, find von ihrem Geiste erfüllt, gesehen. Der Schiedsspruch erhöht auch die Löhne um fpruch abgelehnt mit der Begründung, daß die weifellos wird dies das letzte Barla. thronen doch nicht im luftleeren Raume und bei ihnen bildet nicht zuletzt das Hindernis einer wirt- weitere fünf Prozent gegenüber den Malöhnen. Regelung der Arbeitsfrage bereits in furzem neue ments experiment Italiens sein. Wenn es lich gerechten Rechtsprechung ihre formale juristi- Bu diesem Schiedsspruch nahmen im Laufe des Verhandlungen notwendig mache. Außerdem sei fehlschlagen sollte, würde das Parlament durch sche Einseitigkeit, die sie nach dem starren Buchsta- heutigen Tages die Bergarbeiterverbände des der Ruhrbergbau nicht in der Lage, die vor- andere Einrichtungen ersetzt werden müssen. Nachdem Mussolini das Arbeitsprogramm in Revierkonferengen Stellung. gesehene Lohnerhöhung zu tragen. ben des Gesetzes urteilen läßt. Wir haben vor Ruhrgebietes der Kammer stizziert hatte, trat er für eine fünfjährige Dauer der Kammer ein und erklärte, die tommende Gesetzgebungsperiode werde einen histo Größe führen müffen. uns aber auch ein im höchsten Grade unsittliches Gesetz, denn es enthält eine Reihe von Bestimmungen, die den verantwortlichen Redakteur zur **** Denunziation zu verleiten fuchen. In der ganzen Die Stellung der foalierten Bergarbeiterverbände ichen Zeitabschnitt darstellen und das Boll zur zum Kampf der Bergarbeiter im Ruhrrevier. nommen. Welt gibt es gewiß fein ähnliches Gesetz. Dom Redakteur wird, wenn er sich zur Verletzung Ses Redaktionsgeheimnisses verleiten läßt, eine Wilderung der Strafe, und unter Umständen sogar Die foalierten Bergarbeiterverbände in der Straflosigkeit in Aussicht gestellt. Gewiß wird ihrer feine Zeitung ihren Gewährsmann preisgeben, die Tschechoslowakischen Republik haben in Bestimmungen dieses Gesetzes werden also ein Sibung vom 28. Mai neuerdings zu dem AbLufthieb bleiben, aber verwerflich ist der Geist aus wehrkampf der Ruhrbergarbeiter Stellung gedem heraus diese Denunziationsparagraphen ge Es wurden zunächst die Berichte der über schaffen wurden. Schließlich ist das Gesetz auch schädlich im öffentlichen Interesse, denn es tnebelt Anregung der foalierten Berg rbeiterverbände einberufenen außerordentlichen Sitzung des Eredie Presse und schränkt ihre Bewegungsfreiheit ein. tutivkomitees des internationalen Bergarbeit.rEs macht diejenigen, die die Zeitungen schre ben, verbandes vom 21. Mai in Brüssel und über den in ihrer Tätigkeit unsicher, weil es die Existenz der Stand des Kampfes auf Grund eigener InformaZeitungen bedroht und jene mission. die die Presse tionen im Streitgebiete entgegengenommen. im Interesse der Bevölkerung auszuüben hat, hin- Auf Grund dieser Berichte, in U- bereinstim dert. Jede Zeitung, die ihre Aufgabe ernst nimmt, mung und Ausführung der Beschüsse, der Bergfoll materiell geschädigt werden. Das ist verwerf- arbeiter- Internationale, wurde beschloffen: lich und unsittlich. Am allerwenigsten hat de Presse der Koalitionsparteien An'aß, sich aufs h he Roß zu setzen denn sie hat bisher am meisten jenes sittliche Niveau vermissen lassen. das durch das Gesetz von der anderen Presse gefordert wird. Auch die Parte en der Stoalition, selbst die nationalsten und patriotischesten. beweisen nicht jene Sitten, die sie von anderen verlangen. Gerade die größten Patrioten, die Nationaldemokraten halten es mit ihrem Patr otismus für vereinbar. gegen die höchste Stelle im Staate einen heimtückischen verlogenen und vergifteten Kampf zu führen. Gestern hat im Abgeordnetenhause der Abgeordnete Dyk als Berichterstatter über einen Auslieferungsantrag die Opposition, als sie gegen die Ausliefe= rung in stürmischen Zwischenrufen protest erte, als Divota zvěř"( wilde Tiere) beschimpft. Thre Herren haben sich also selber nicht in der Gewalt, stoßen Beschimpfungen aus, von den anderen aber in dieser Hinsicht beschlossen: verlangen sie, daß sie sich fittsam und artig auf1) Der Beschluß der foalierten Bergarbeiterverbände vom 12. Mai d. J. wird, so Balič tunoigt Neuwa len in SHS an. Belgrad, 28. Mai. In der heute vormittags fenden Bergarbeitern Deutschlands den Betrag von 200.000 Stronen unverzüglich zu über- abgehaltenen Sitzung des radikalen Abgeordne tenflubs erklärte Ministerpräsident Pasic, daß weisen; b) Die Bergarbeiter der Tschechoslowaki- die parlamentarische Serise nur durch Neuschen Republit zu raschen Sammlungen auf- wahlen gelöst werden fönne. Diese Wahlen zufordern. Die Sammlungen werden bei einer müßten von jenen Staatsmännern geleitet wer Zentralstelle einheitlich und gemeinsam durch den, welche die Politik des einheitlichen Staates geführt. Die Vertrauensmänner der foalierten und des einheitlichen Volkes vertreten. Das Volt Bergarbeiterverbände sowie deren Sekretariate habe schon bei den lezten Wahlen seinen Willen und die Betriebsobmänner, erhalten Weisungen dernisse beseitigt werden, die der nationale in dieser Richtung bekundet. Es müssen alle Hinund Erlagscheine sofort zugesendet. Die Berichte über einen angeblichen Be- Feind in jahrhundertelanger Herrschaft zwischen schluß des internationalen Bergarbeiterverbanden einzelnen Teilen des serbischen troatischen und flowenischen Volkes aufgerichtet hatte. Der des über sofortige Einstellung aller Kohlen Ministerpräsident empfahl seinen Parteigenossen, transporte nach Deutschland entsprechen in dieser mit den Kroaten und Slowenen liebevoll" Form nicht den Tatsachen. zu verkehren, um sie von den überlieferter Vorurteilen u befreien. Das internationale Bergarbeiterkomitee wird weit er die Ausfuhr von Kohle und die Ab- in einer Sizung am 1. Juni sich mit der Unterlehnung von Mehrarbeit betrifft bis auf stüßung der Ruhrbergarbeiter neuerdings beweiteres bestätigt. Es wird dabei auf Grund schäftigen. der Berichte des eingerichteten Kontrolldienstes über Kohlenausfuhr festgestellt, daß mit geringAbberufung des japanischen Botschafters fügigen Ausnahmen die Beschlüsse vom 12. Mai Das Einwanderungsverbot für Japaner eingehalten wurden. Zur weiteren Ausfuhreinschränkung von Rohle besteht mit Rüdsicht auf die Streiflage in Deutschland vorläufig kein Anlaß. aus Washington. Ein monarchistischer Betrüger gebrandmarkt Wien, 28. Mai.( Eigenb. rich).) Die ,, ArbeiterZeitung" hat vor kurzem eine Zuſchrift des Obmannes und des Sekretärs des Landesverbandes der Invaliden gebracht, worin der Gründer einer chris sozial- monarchistischen Invalidenorgani Tokio, 28. Mai.( Havas.) Der Ministerrat fation, Gallos, betrügerischer Samm hat heute, beschlossen, gegen das amerikanische Ein- lungen mit Hilfe einer gefälschten wanderungsgesetz, und zwar bezüglich der japani- Stampiglie des Ministers Schmit beschulschen Auswanderung nach den Vereinigten Staa- digt wurde. Seit Montag hat nun vor de: Wiener ten, zu protestieren. Der Ministerrat sieht darin Geschworenen die Verhandlung der Ehrenbele eine Verlegung des amerikanisch- japanischen Ver- digungsklage des Gellos gegen die Verfasser der trages. Weiter hat das Kabinett beschlossen, den Artikel in der Arbeiter- Beitung" stattgefunden. japanischen Botschafter in Washington, Hanihara, Heute haben die Geschworenen die Angeklagten a) aus ihren Verbandsmitteln den tämp- zur Rückkehr nach Japan aufzufordern. mit elf gegen eine Stimme freigesprochen. 2) In Ausführung des Beschlusses der Bergarbeiter- Internationale und auf Grund des Berichtes über die Streillage, ist die unverzügliche Einleitung einer Unterstüßungsaktion dringend notwendig. Die foalierten Bergarbeiterverbände haben Sene 4. 29. Mai 1924. Internationale Zagungen in Wien. Die englisch russische Konferenz. Strebte nichts weniger als die völlige Knebelung der geistigen Freiheit. London, 27. Mai. In der gestrigen Sigung Die standhaften Oesterreicher. erklärte die englische Delegation, sie beabsichtige Die standhaften Oesterreicher. feine unangemessenen Forderungen bezüglich der In einem historischen Rückblick" auf die Sigung der Erefutive der Sozialistischen Gewerkschaftskommission zusammengetreten, um Borkriegsschulden zu stellen und beantragte nicht napoleonischen Striege hieß es: Die Oesterreicher Arbeiterinternationale. den Kongreßz technisch vorzubereiten. Es find an die volle und sofortige Bezahlung dieser Schulden. wichen zurüd." Diesen Satz strich der Zensor und wesend: Die Genossen Fohaur( Frankreich), Nach der Antwort Sowjetrußlands hängt die Be- feßte dafür: Die Franzosen rückten vor." Wo Wien, 28. Mai.( Eigenbericht.) Am Donners Leipart und Sassenbach( Deutschland), zahlung dieser Schulden von dem Erfolge der An- bliebe die Achtung vor dem Militär, wenn zuge ag, den 5. Juni, tritt in Wien die Eretutive der Mertens( Belgien), Dudegeest, und Sozialistischen Arbeiterinternationale zusammen. Brown( England). Donnerstag und Freitag leihe ab, während die übrigen Forderungen hievon geben wurde, daß die österreichische Armee je mais nicht abhängen. Es wurde deshalb russischerseits zurückgewichen sei! Angemelder sind aus England E ramp( der icßige tagt die erweiterte Sibung des Bundesvorstandes, vorgeschlagen, zwei Gruppen zu bilden und zur Montesquieu sagt... Vorsitzende der Labour- Party), Allens( der Samstag und Sonntag die Konferenz aller Be Berhandlung der privaten Eigentumsansprüche Bovfißende der Unabhängigen Arbeiterpartei), rufssekretariate. Der Bundesvorstand und die überzugehen. Die Sowjetdelegierten sprachen ihre sich folgenden Streich: Eine wiſſenſchaftliche Ab Gin anderer österreichischer Zenfor leiffeie Walthead und die Genoffin Bell( die Vor Konferenz der Sekretäre werden die dem Kongreß Befriedigung über den Standpunkt Englands be- sich folgenden Streich: Eine wiſſenſchaftliche Ab ſißende der englischen Frauenorganisation); aus vorgelegten Anträge prüfen. Dem Stongreß liegt züglich der Zahlung der Vorkriegsschulden aus handlung begann mit den Worten:„ Montesquieu jagt..." Das Zitat gefiel dem Zensor aber Belgien Bandervelde und de Broquere, eine umfangreiche Tagesordnung vor, auf der und ersuchte um Bekanntgabe der Schätzung dieser aus Frankreich Bracke und Longuet, die deut neben einer Reihe von Organisationsfragen folteil hin; die Worte Montesquieu sagt" ließ er schen Delegierten, die zahlreich erscheinen werden, gende vier Punkte von Bedeutung sind:„ Die Forderungen. Sodann äußerte sie ihre Ansicht be- nicht, er strich es durch und schrieb das Gegene find noch nicht angemeldet: aus Holland Vlie Stellung des internationalen Ge- züglich des Privateigentums. Diese Ansprüche aber muhig ſtehen. gen( der Vorsitzende der Partei); aus Dänemark werkschaftsbundes in der inter- Geldgruppe und jene des nationalisierten Eigen- Schutz den Kindern! der inter- teilen sich in zwei Gruppen, und zwar in die der Sekretär der Partei Andersen; aus Geor- nationalen Arbeiterbewegung", wogien Tseretelli; aus Rußland von der Sozial rüber eipart sprechen wird, dann„ Die in Vorschlag, der folgendermaßen lautet: Die Re- erzählte von einem Mädchen:„ Es hatte einer tums. Die Sotpjetdelegation stellte einen einzigen Ein Kinderbuch Blüten und Fruchtstücke" demokratischen Partei Abramowitsch, von ternationale sosiale Gesetzgebung", der sozialrevolutionären Partei Suchomlin: Referent Oudegeeft, ferner„ Der inter- gierung setzt eine Gesamtsumme für die Regelung üppigen Haarwuchs." Der Zenfor strich das Bei der genehmigten und gehörig begründeten kleinen wort als zu schlüpfrig; gedruckt durfte nur wer aus der Tschechoslowakei Dr. Czech für die deut nationale kampf gegen Krieg und Forderungen fest und bestimmt eine Maximal den:„ Es hatte einen Haarwuchs." sche Sozialdemokratie, für die tschechische Sozial- militarismus". Berichterstatter Johaur summe, welcher einer jeden einzelnen Kategorie Die beleidigte Schnellpost. demokratie wahrscheinlich Nemec, Meißner und schließlich„ Der internationalemme, und Winter; aus Rumänien Viſtiner; aus Kampf um den Achtstunden tag", zeitig, würde der Art. 10 des Handelsvertrages Ein harmloses belletristisches Blatt in Berlin Armenien Barandian; aus Jugoslawien To worüber Mertens referiert. palovic. Ferner Vertreter der schwedischen, Sozialdemokratic. Dieser Konferenz liegt eine vom Jahre 1921 widerrufen werden und die legte einst den dortigen Zensor eine ebenso un Eigentumsrechte der Sowjetregierung in Eng- schuldige Novelle zum Imprimatur vor, die mit polniſchen, lettiſchen, ſpaniſchen und ungarischen Zagung der internationalen lostali and würden tatsächlich in Geltung treten. Die den Worten begann:„ Die königliche Schnellpost umfassende Tagesordnung vor, die unter anderem tilhen Erziehungsorganisationen und englische Regierung stellte die Frage, ob damit ge- lam am Abend neun Uhr durch die große Frie meint sei, daß nur die kleineren Forderungen bedrichstraße und warf an der Leipziger Straßenfolgende Bunte enthält:„ Die politische Lage, die der Jugendinternationale. rüdjichtigt werden. Die Sowjetdelegation pflich Ede um" usw. Der Zensor strich diefen Eingang Garantieverträge, der Achtstundentag, die Feier Wien, 28. Mai.( Eigenbericht.) des 60jährigen Teges der Begründung der Inter tete dem bei und sching vor, die Grenzen diefer mit der Begründung, das sei eine Beleidigung Diefen nationale( 28. September 1864), Demonstration Sonntag tritt in Schönbrunn die Konferenz Forderungen durch die beiden Regierungen feft- für die Poſtverwaltung. gegen den Krieg und die Beziehungen zu den ander internationalen sozialistischen Erziehungsstellen zu laffen. deren internationalen Verbänden. Der internationale Gewerkschaftstongreß. organisationen zusammen, der folgende Tagesord nung vorliegt: Gewerkschaft und Kind" ( Berichterstatter Staas), Antikriegsarbeit am Kinde"( Berichterstatter Luitpold Stern). Denisenturke. Die tschechische Krone notiert in: NewYork 100 č .. Dollar 2.94.50 Schweiz. Frant 16.70.00 Wien, 28. Mai.( Eigenbericht.) In der kom- Am Montag findet eine Bürofitung der In- Zürich menden Woche wird in Wien der internationale gendinternationale statt, die sich mit der Frage der Gewerkschaftskongres stattfinden, dessen Tagung Antikriegsdemonstration dem Bien voraussichtlich bis zum 7. Juni dauern wird. Die wirtschaftlichen Schuh der Arbeiter engere Kommission des internationalen Gewerk- jugend beschäftigen wird. schaftsbundes ist schon heute im Sigungssaale der Ein Deutschnationaler- Reichstagspräſident. Berlin, 28. Mai.( Reichstag.) Auch heute| Als erster Vizepräsident wurde der Sozialwird der Zutritt zum Reichstegsgebäude außer demofrat Dittmann in einem besonderen ordentlich scharf kontrolliert. Der Sizungssaal Wahlgang gewählt, während die Wahl des zweiweist aber schon arge Lücken auf. Es fehlt heute ten Vizepräsidenten, des Zentrumsfandidaten Ludendorff, auch die Kommunistenbänke sind Be II, durch Zuruf erfolgte. Den Anspruch auf schwächer besetzt. Alterspräsident Bod eröffnete den drine Vizepräsidenten hatten und erhoben die Sizung, auf deren Tagesordnung die Wahl die Kommunisten als viertstärkste Partei. Sic des Präsidenten und der Vizepräsidenten steht. schlugen den Abgeordneten Katz vor, was ungeBor Eingang in die Tagesordnung beantragt heueren Lärm und Gelächter auslöste. Gegenüber Fehrenbach( Zentrum), die Situng zu verder kommunistischen Kandidatur schlug die Deut tagen. Nach seiner Auffassung stehe die Bil- sche Volkspartei den Abgeordneten Dr. Rießer dung des Reichstagspräsidiums in einem Zusam- vor, der auch mit 212 Stimmen gegen 48 Stim menhange mit der Regierungsbildung.( Wider- men, die der Kommunist erhielt, gewählt wurde. spruch rechts und Lärm bei den Kommunisten.) Die Sozialdemokraten gaben weiße Zettel ab, als Die Sozialdemokraten, Stommunisten und die Entgelt dafür, daß die Kommunisten bei der StichDeutschnationalen stellen sich gegen den Ver- wahl des Präsidenten ebenfalls nicht für den tagungsantrag. sozialdemokratischen Standidaten gestimmt hatten. Der Kommunist Kähne erklärt, der Reichs- Im Laufe der weiteren Sitzung brachten die teg fange gut an. Es gelinge ihm nicht die Prä- Kommunistent einen Antrag auf sofortige Saft sidentenwahl, nicht die Kanzlerwahl, nichts, es entlassung sämtlicher verhafteter Kommunisten gelinge ihm nur die Niederknüppelung der Ar- und Völtischen ein. Dieser Antrag wurde schließbeiter und Verhaftung der Abgeordneten. Wir ich nach längerer Geschäftsordnungsdebatte dem kommen auch ohne Präsidium aus, wir verlangen Geschäftsordnungsausschus überwiesen. werden. 100 1 1 Mart 1242.50,000.000.00 . österr. Kronen 2.002.00 Prager Kurie am 28. Mai. 100 holl. Gulden.. 1 Billion Mart 100 belg. Frants. 100 fchweis. Frant 1.Brund Sterling 100 2ire.. 1 Dollar.. 100 irans. Frants 100 Dinar 10.000 magbar. Kronen 1,000.000 poin. Mart. 10.000 österr. Stronen. Ware 1281.50 8.34.00 162.00.00 605.50.00 Geld 1275.50 S.14: 00 160.50'00 602.50'00 147.67.50 158.87.50 149.07.50 154.87.50 33.95.00 185.87.50 42.55.00 84.25.00 187.37.50 13.05.00 3.85.00 6.67.00 4.78.50 4.35.00 6.73.00 4.98.50 Tages- Neuigkeiten. Der Monarchist Tirpis. Geistliche Herren. Jat einem Gedichte, worin die Tannen mit geistlichen Herren verglichen wurden, und in einer folgenden Strophe auf ihnen der Spechte gieri ges Heer" wohnte, änderte der Zensor das geists liche Herren" in- geistreiche Herven um. Shites 3artgefüht. 1831 widmete ein Komponist eine Samm lung von Modetänzen den liebenswürdigen Damen Leipzigs". Der Leipziger Zensor, Hofrat Methusalem Müller, selbst Redafteur der Zei tung für die elegante Welt", strich das Wort ,, liebenswürdigen", weil diejenigen Damen, die nicht liebenswürdig seien, es übel aufnehmen fönnten. Söhepunkt der Naivität. Ein ganz naiver Zensor fragic einst einen Schriftsteller wahrscheinlich Ludolf Wienbarg mit väterlich warmer Anteilnahme:" ,, Mein Lieber, warum wollen Sie denn überhaupt Ihr Werk gedruckt sehen?" Hohe Personen. Einer beigenden Rezension über ein anony mes Werk versagte die Zensur die Druckeriaubnis, aveil der ungenannte Verfasser des getadelten Buches möglicherweise eine hohe Persen sein könnte. Die monarchistische Reaktionäre in Deutsch land haben nunmehr den Großadmiral Tirpitz auf ihren Schild erhoben. Der soll der Mann Von solch einer hohen Person meldete ein fein, der ihnen die Kaiserherrlichkeit wieder zumal ein Zeitungsblatt, daß sie frank sei. Der ridbringt und die Hohenzollern neuerdings auf Zensor fand aber dieses Wort der Würde Seiner den Thron jetzt. Es mag sein, daß der greise Durchlaucht nicht angemessen und verbesserte Tirpit, weil er wohl nicht anders kann und an- ,, unpäßlich". Mögen die Herren," setzte der ders auch keine Rolle spielen fönnte, ein theore- Demokrat Held," als er dies cinmal erzählte, fischer Monarchist ist. Eine Monarchie ist aber troden hinzu, sich frank oder unpäßlich nennen fein bloßer Begriff, sondern es ist ihre Wesen lassen, der Teufel holt sie doch!" heit, durch eine Person durch eine ganz beEine blutige Liebestragödic in Stomotan. stimmte Person verförpert zu werden. In diesem Falle durch Kaiser Wilhelm oder durch einen Dienstag um 10 Uhr abends befand sich die von feinem Stamme, in dessen Adern also wil 19jährige, im Komotauer Armenhause wohnhelminisches Blut und in dessen Gehirnbahnen hafte Bedienerin Elisabeth Grund mit einer eber auch, daß unsere Anträge sofort durchberaien Eine Bürgerblodregierung Mary? wilhelminiſcher Aberwis kreift. Da fragt es fich Freundin auf dem Wege nach Hauſe, als sie in nun: Wie stellt sich der Großadmiral persönlich unmittelbarer Nähe der Hutfabrik ihrem che Fehrenbach ergreift nochmals das Wort Berlin, 28. Mai.( Eigenbericht.) Der Reichs- zu dieser bestimmten Monarchengestalt? Das er- maligen Liebhaber, dem in der Herrengasse wohnzu seinem Antrage, der gegen die Stimmen des präsident hat heute vormittags dem Reichskanz- fährt man am besten, wenn man das Erinne- haften Josef Schust begegnete, welcher ohne Zentrums und der Volkspartei, sowie der der ler Mary den Auftrag zur Bildung der neuen rungs- und Rechtfertigungsbuch nachliest, das viel zu reden, aus einer Entfernung von knapp Demokraten abgelehnt wird. Darauf beantragt Regierung erteilt. Marr hat den Auftrag ange- Herr v. Tirpitz nach dem Striege geschrieben hat. zwei Schritten aus einem 7 Millimeter kalibri Fehrenbach die Vertagung der Sitzung wenigstens nommen und verhandelic im Laufe des Tages Man wird in der ganzen Literatur dieses Jahr- gen Armeerevolver einen Schuß auf das Hinter bis 2 Uhr. Dieser Antrag wird angenommen. verschiedenen bürgerlichen Parteien, zehnts faum etwas finden, was antifaiserlicher haupt des ahnungslosen Mädchens abgab. WähDie drei Regierungsirijen. In der wieder aufgenommenen Sizung gab ohne daß die Regierungsbildung schon merkliche wäre, als die Schmähschriften dieses Paladins rend die Ueberraschte blutüberströmt zu Boden sich der neue Reichstag sein neues Präsidium. Fortschritte erzielt hätte. Allein bei dem Beſtre- der Kaiserherrlichkeit gegen seinen Kaiser. Da fant, Leute von allen Seiten zu Hilfe herbeicilBei der Wahl des Präsidenten wurde, wie vor ben der Deutschnationalen, unter allen Umstän- sprüht alles von Gift und Haß und Verachtung. ten und in ihrer Verwirrung nicht wußten, was ousgesehen, eine Stich wah I notwendig, da im den in die Regierung zu kommen, dürfte es Diese erniedrigenden Charakteristiken Wilhelms zuerst tun, gelang es Schuft gegen die Eidliger ersten Wahlgang feiner der Kandidaten die ab- Mary doch gelingen, eine Bürgerblod des Zweiten, die ihn als einen sich aufblähenden Straße zu flüchten. Wie sichergestellt werden solute Mehrheit erhielt. Von 434 abgegebenen regierung von den Deutschnationalen bis zu Quaffrosch und ebenso eitlen wie boshaften Zwerg konnte, übernachtete er in der Nacht auf MittStimmen erhielten: Wallraf( Deutfcnatio- den Demokraten zustande zu bringen. Eines der erscheinen lassen, sind sogar eine ganz hervor woch in Tschernowitz bei einer bekannten Fa nal) 202, 2oebe( Sozialdemokrat) 107, Feh- Opfer dieser neuen Stoalitionsmehrheit dürfte ragende schriftstellerische Leistung, die man einem milic, wendete sich in aller Frühe nach Sonnen renbach( Zentrum) 36 und Thäelmann voraussichtlich der bisherige Außenminister Dr. vollbärtigen Seebären gar nicht zutrauen möchte. berg und dürfte versuchen, von dort über die ( Nommunist) 47 Stimmen. Bei der hierauf zwi- Stresemann sein, den seine Partei anschei- Jezt aber ist er der auserforene Mann, den Staatsgrenze zu kommen. Er ist 25 Jahre alt, schen Wallraf und Loebe vorgenommen Stichnend zu opfern gewillt ist, um den Deutschnatio- Buatfrosch und Zwerg im Triumph wieder zurüd- 164 Zentimeter groß, start, hat blondes Haar, wahl erhielt Wallraf 227 Stimmen, während nalen die Beteiligung an der Regierung zu erzuführen. So sieht eben der deutsche Monarchis- blaue Augen, ist bartlas und war bei Verübung Loebe mit 151 Stimmen in der Minderleichtern. Doch spielen sich die Verhandlungen so mus aus. Seine Borkämpfer sind sich nicht im der Tat mit schwarzem Anzuge, ebensolchen heit blieb. Wallraf übernahm hierauf sofort das zögernd ab, daß voraussichtlich vor Freitag keine Unflaren darüber, daß sie mit ihrer Kaiserherr- Schnürschuhen, dunklem Selbstbinder und lichter Präsidium. Regierungsbildung zustande kommen wird. lichkeit nicht viel Imponierendes aufsteden wür- Deckelmüße bekleidet. Die schwerverletzte Grund ben. Aber wenn sie nur wieder ihren Kaiser wurde mittelst Rettungsautos ins Krankenhaus haben, und möge es auch die nichtigste Persön- überführt, befindet sich zur Zeit zwar außer nett Macdonald entschlossen ist, in der Ange- lichkeit auf Erden sein, der solche Machtfülle ge- Lebensgefahr, doch ist ihr linker Arm durch legenheit des Geseßantrages über Notwohnungen geben ist, daß sie damit nach Belieben und Laune Durchschlagen eines Nervs mit dem großen Paris, 28. Mai. Der Deuvre" gibt einen die Vertrauensfrage zu stellen und im Falle einer wirtschaften kann! Die Bismarde und Tirpite Projektil gelähmt. Das Motiv der Tat ist unucberblick über die Ereignisse, welche zur deutschen Niederlage die Auflösung des Parlamen können ja dann späterhin wiederum giftige Me- erwiderte Liebe, da sie ein seit längerer Zeit Ministerkrije geführt haben, und sagt: Durch te 3 zu fordern. moiren schreiben, die allerdings dann nicht bei mit Schuft unterhaltenes Liebesverhältnis vor einen merkivürdigen Zufall sind die drei großen Cotta erscheinen würden, sondern in der Schreib- kurzer Zeit gelöst hatte und es auch auf seine Mächte, welche die Reparationsfrage so lange ge trennt hat, und welche nun im Begriffe zu sein Dhrfeigen im Warschauer Parlament. tifchlade verfchloffen blieben, bis- wieder eine wiederholten Bitten nicht wieder aufnahm. Revolution tommt und die Paladine von ihrem Alte Lügen in neuem Kleide. Die Helfer der scheinen, durch ein gemeinsames Uebereinkommen Warschau, 28. Mai. Während der heutigen Herrn befreit. Mörder Nathenaus beriefen sich seinerzeit auf die das technische Programm der Experten zu prüfen Sejmsizung lam es zu stürmischen Szeantisemitische Schrift Die Weisen von und so an die Löſung des Reparationsproblems zu nen während einer Rede des kommunistischen Zensurstreiche in der guten, alten Zeit. 3in", burch die sie verhekt wurden. Nunmehr schreiten, gerade in diesem Augenblick von inneren Abgeordneten Krolikowski, der u. a. die Schaferscheint im Hammerverlage, Leipzig, ein Buch, Serisen erfaßt worden, welche sie vollauf in An- fung von Soldatenräten in der Armee verHouben, der Geschichtsschreiber der Zenfur, betitelt: Die zionistischen Protokolle, spruch nehmen und von einander getrennt halten. langte. Die Rede rief auf den Bänken der übri- gibt in seinem Buche Der gefesselte Biedermeier" das Programm der internationalen GeheimregieDie latente Ministerkrise in Deutschland ist gen Parteien große Entrüstung hervor. In den socben ausgebrochen. Die französische Minister- Wandelgängen des Sejms kam es dann zu weitrife welche von vornherein gelöst schien, wird teren Auseinandersetzungen, wobei ein sozialisti möglichemveise durch eine Präsidententrise scher Abgeordneter den kommunistischen Redner berlängert. Schließlich verlautet, daß das Kabi- ohrfeigte. Verlag H. Haeffel, Leipzig) folgende lustige Pro- rung", das nichts anderes ist als ein Neudruck der ben aus der preußischen und österreichischen Zen- Weisen von Zion". Gegen Gegen den Verleger ist sur des Vormärz. Neben der heiteren Seite dieser Strafanzeige erstattet, damit er vor Gericht Ge3enfurtätigkeit gibt es aber auch eine bitter ernste, legenheit erhält, die in dem Buche aufgestellten denn der Absolutismus der damaligen Zeit er- Behauptungen zu beweisen. 2. Mai 1924, Magistrates.) Hiezu teilt uns die Ortsgruppe Seite 5. Boincare und die Juden. Wir lesen in der Wie wenig aber die starren Doktrinäre einer[ richt zu 14 Jahren Buchthaus und zum Verluste| Entwicklung des Staates schweren Schaden zu Frankfurter Zeitung" folgende Glosse: Mein Justis, für die nur die Kriterien bürgerlicher der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Dietsch gefügt, weil die Industrie fein Geld bekam, was Friseur ist( nach seinem Dialekt zu urteilen) zwar Wohlanständigkeit gelten, gefeit sind gegen Sträfte, hatte der interalliierten Militärkommission Spio in der Zeit der aufsteigenden Konjunktur die tein geborener Münchener, aber, bölt fch" bis auf die willensschwache Menschen in den tiefsten nagedienste geleistet. Entwicklung der Industrie und damit die Ein die Knochen, Nationalsozialist, und als solcher Sumpf hinabziehen können, erweist wieder einsdywer am Deutschlands Zukunft besorgt, Er mal mit fast teuflischer Ironie das Schicksal eines jährigen. Der politische Mord an einem Fünfzehn- schränkung der Arbeitslosigkeit gehemmt hat. Lei vertritt den Standpunkt, daß Deutschland, um Breslauer Richters namens Josefsohn, der Aufklärung des Mordes an dem fünfzhnjäh- im gegenwärtigen Augenblick nicht viel zu er Die polizeilichen Ermittelungen zur der ist von der Herabsetzung des Bantzinsfußes gerettet zu werden, es genou so machen muß wie als Untersuchungsrichter beim Landgericht tätig rigem Schüler Beyer haben ergeben, daß es warten. Das Bantamt strebt in seiner ValutaFrankreich oder genau das Gegenteil, je nach war. Josefsohn, der mit zwei in den nächtlichen sich nicht um einen Fehmenmord von linksradi politik vorläufig dem Ziele zu, den Notenumlauf bem. Freilich gibt es auch Fälle wie den fol- Vergnügungsstäffen der Breslauer befizenden taler Seite bandelt. Die drei unter dem Mord auf sieben Milliarden einzuschränken, so daß auf genden, in denen die Entscheidung schwer ist. Stlassen bediensteten Mädchen Verhältnisse hatte, verdacht Festgenommenen, von denen der eine, dem Kapitalsmarkte eine furchtbare Geldknapp Ich gebe ihm das Wort: Wissen Se, meine Herren, soll die eine davon veranlaßt haben, ihre Neben- namens Liebed, Sitleruniform trug, sollen heit herrscht, die auch durch die Herabsetzung des was fürzlich in Paris passiert ist? Dorthin find buhlerin zu erschießen. Der Mordversuch endete vielmehr rechtsradikalen Organisationen ange- 3insfußes foum in merklicher Weise erleichtert ja, wie se wiffen, die 165.000 Judde, die der mit einer schweren Verletzung des Opfers und hören. werden wird, zumal es sehr zweifelhaft ist, ob Herr v. Kahr aus Bayern ausgewiese hat, aus die Täterin wurde verhaftet, woauf sie ein Gegewandert. No, die Pariser Polizei hat, wie ständnis ablegte und ihren Freund der Anstiftung D: Die Wahlen in den Gehilfezausschuß des Pra- die Banken gleichfalls zu einer Serabseßung des man sich leicht denken kann, an dene Leit keine bezichtigte. Josefsohn, der, wie es scheint, außerger Hedelsgsemiums, welche für den 29. Mai be- 3insfuzes schreiten werden. Wie der Preisindex Freud gehabt und hat sie fürzlich auch ausgewiese. balb seines Berufes das Leben eines Zuhälters stimmt waren, werden nicht stattfinden, da zwischen eigt, bleiben auch die sonstigen Wirkungen der Da have je also ihre Sache gepadt und finn auf führte, scheint von schweren Schulden bedrückt ge datenläste und die Verteilung der Funktionen er naten tritt feine Preisherabfetung ein, man kann den Parteien eine Einigung betreffend die Kandi- Einschränkung des Notenumlaufes aus. Seit Moden Bahnhof. Wie die 165.000 Judde dort sinn, wesen zu sein und auch dem Mädchen, das er höchstens von einer Stabilisierung der Preise wer kommt dazu? Der Herr Bongkarch( Poin- aus dem Wege räumen lassen wollte, große Beit wurde.( Vom Gewerbereferat de Prager reben. So führt die Politik des Bantamtes weder tare meinte er), und der fragt:„ No, was is mit träge geschuldet zu haben. des Zentralverbandes der Angestellten( Sit Teplit- einer Herabsetzung der Preise noch zu einer eich?" Da gete se zur Antwort: Mir sinn ausEine neue Jodquelle in Hall erbohrt. Die gewiefe, weil mer Deitsche sinn."" Was?" fagt feit einiger Beit in Bad Hall betriebenen Bob Schönau) mit, daß sie an der vorerwähnten Kom- Erleichterung der Lage der Induſtrie. Boh- promißliste nicht beteiligt ist. der Bongkarch, ihr seid doch ta Deitsche?"- rungen führten zu Ergebnissen, welche die bis" No, eigentlich nicht," gewwe se zur Antwort, herigen weit hinter sich laffen. Es ist eine sehr Zwanzig Todesopfer bei einem Hotelbrand. Der tschechoslowakische Außenhandel im Jänner bis April 1924. " mir find international, aber mir hatve lang in reiche und ausgiebige Quelle erbohrt worden, In Newark( Neu- Persej) brannte ein großes Deitschland gelebt." So, da könt ihr ruhig deren Wassermenge die der anderen Quellen von Hotel ab. Wie verlautet, seien hiebei zwanzig Aftivum 450 Millionen Kronen. in Paris bleite," fagt der Bongkareh. Und Bad Hall um ein Vielfaches übertrifft. Der Ge- Personen ums Leben gekommen. Wir haben vor einigen Tagen die tschechos davauf sinn se wieder heimgegange und bleive halt der neuerbohrten Quelle an Stochsalz und 10.000 Franken für den Leiter der Mount- slowakischen Ausfuhrziffern für die Periode in Paris. Bromsalz erreicht die höchste 3ahl, die bei Everest- Expedition. Die französische geographische Jänner bis April 1924 veröffentlicht, woraus Das muß ein großer Bahnhof fein, in dem Jodquellen überhaupt bekannt geworden ist. Bei Gesellschaft hat dem General Bruce, der bis hervorging, daß die Ausfuhr in diesen vier 165.000 Juben suh aufstellen können," warf dieser Tiefbohrung, die bis auf mehr als 250 vor furzem Leiter der britischen Mount Everest- Monaten 4.904,474.956 Stronen betrug. Nunmehr einer der Rasiergäste ein, Ja, der Pariser Meter gebracht worden ist, sticß man in 200 Expedition war, den Preis von 10.000 Franken geht uns vom statistischen Staatsamt auch die Bahnhof ist freilich groß," war die Antwort. Meter Tiefe auch auf brennbares Erdgas, suerkannt. General Bruce ist fürzlich erkrankt und Uebersicht über die Einfuhr in demselben Zeit Staatliche Lehrgänge zur Ausbildung von dessen Menge bisher stetig zugenommen hat. Die wird in der Leitung der Expedition durch Oberst raum zu die 4.453652.034 Stronen betrug. Das Buchwarten in Gemeindebüchereien. Die heurigen geologische Neuaufnahme nicht nur die Richtigkeit Bohrung wird weiter fortgefeßt, zumal da eine Norton vertreten. Aftivum unserer Handelsbilanz beträgt also für Bankeinbruch oder Verzweiflungstat? Eine die genannte Zeit 450,822.922 Stronen. Lehrgänge zur fachlichen Ausbildung der Buch der schon von mehreren Geologen gemachten Be- Frau, die ein kleines Kind auf den Arme trug, warte finden in Mies vont 3. bis 29. Juli und obachtungen bestätigt, sondern auch neue Tate drang in Farmington( Nordamerika) in eine hie- Refurje gegen die Vermögensabgabe. Bera in Rumburg vom 4. bis 23. August statt. Der fachen zutege gefördert hat, die wissenschaftlich sige Bank ein und zwvang die Angestellten mit vor- halten der Steuerbehörden. Wehrere Steuergehaltenem Revolver, ihr 1500 Dollar auszu- administrationen in Währen schiden jenen ParLehrplan umfaßt Vorträge zur Einführung in die und praktisch von großer Bedeutung sind. Makenlotteric. Gestern fand die zwölfte te folgen. Hierauf entfloh sie in einem Auto. Theorie des Bücherei und Volksbildungswesens, hung der fünften Selasse der tschechoslowakischen teien, welche Rekurse gegen die Vermögensabgabe Sturmkatastrophen in Amerika. Heftige eingebracht haben, schriftliche Anfragen, in weldie durch eine praktische Ausbildung in den Ar- Kaffenlotterie statt. Als Grundzaffien wurden ge- Stürme haben die Gegend südlich des Mississippi chen sie die Art der erfolgten Bemessung näher beiten der volkstümlichen Bücherei ergänzt wer- 30gen: 66 und 32. Es gewannen: 2000 K die Lose verheert, wobei 37 Personen getötet und 70 ver- erklären und das Urteil abgeben, daß die eingeden und Vorträge zur Literaturkunde. Vortragende Nr. 4866 50.366 65.466 194.166 175.966 115.466 legt wurden. Die Stürme haben auch bedeutende brachte Berufung feinen Erfolg haben werde. 20.966 53.366 133.866 28.766 78.466 179.666 138.166 Sachschäden angerichtet. find in Mies: Direktor Josef Martin und Prof. 46.366; 5000 K die Lose Nr. 68.066 198.266 103.866 Oskar Drehhaufen; in Rumburg Univ.- Prof. Dr. 11.166 116.266 130.766 115.966; 10.000 K das Los Josef Eisenmeier und Dr. Anton Moucha, staat- Nr. 20.766; 2000 K die Lose Nr. 140.532 138.632 licher Büchereiinstruktor. An die Lehrgänge wer- 77.732 11.532 50.432 125.032 42.732 98.232 52.232 den volksbildende Vorträge, Exkursionen und 96.432 45.532; 5000 K die Lose Nr. 108.632 146.332 110.232 131.832 30.732. Das Los Nr. 32.432 geKünstlerische Darbietungen angeschlossen. Als Teil- winnt 2000 K und eine Prämie von 60.000 K. nehmer tommen in erster Linie die Buchwarte in Bevölkerungsabnahme infolge Tuberkulose in Gemeinden bis 10.000 Einwohnern in Betracht, Budapest. Den statistischen Ausweisen der Hauptferner die Distriktsbüchereiaufseher und die stadt Budapest zufolge übersteigt in der jüngsten Büchereireferenten der Bezirksbildungsausschüsse. Beit die Zahl der Todesfälle ständig jene der GeDie Lehrgänge werden durch Staatsprüfungen burten. Im Monate April waren 1496 Geburten heute: Veränderlich, Niederschlagsneigung, und 2218 Todesfälle zu verzeichnen. In der inne ter jedoch Besserung. abgeschlossen. Die Zeugnisse über die abgelegte ren Stadt gab es bloß vier Geburten und 269 Prüfung befähigen zur Führung des Amtes eines Todesfälle. Seit Jahresbeginn wurden in den Buchvartes in Gemeinden bis 10.000 Einwoh- Matrifen von Budapest 5486 Geburten und 7594 nern. Die Teilnehmer an den Lehrgängen haben Todesfälle verzeichnet. Hauptursache der Sterb sich ehestens bei den Bezirksbildungsausschüssen lichkeit ist 2ungentuberkulose, die infolge in Mies( Gym.- Prof. Georg Schmidt) oder in Rumburg( Fachlehrer Rudolf Palme) anzumelden, wo sie Auskünfte über die Unterkunft und Verpflegung, sowie sonstige Begünstigungen erhalten können. ( Und die geschürt und gefördert wird durch das entsetzlich tief gehaltene Lohnniveau, das der un garischen Arbeiterschaft nur zwei Wege offen läßt: an Tuberkulose zugrunde zu gehen oder aus dem Horthy- Lande auszuwandern.) Besonders auffällig ist der Passus, der in solchen Bescheiden sich zu finden pflegt, daß die Aus Wetarilbersicht vom 28. Mai. Nur noch in der scheidung der Striegsanleihe nach den bestehenden östlichen Slowakei ist es warm geblieben. Die Ab- Weisungen vorläufig unzulässig ist. Derartige fühlung hat sich nunmehr auch auf die Westflowakei Anfragen schließen in der Regel mit der Einausgedehnt. Die Niederschläge waren am Dienstag ladung belannizugeben, ob man die Berufung erheblich schwächer, an vielen Stellen Böhmens hat unter diesen Umständen zurückzuziehen bereit sei. es überhaupt nicht gevegnet. Erhebliche Regenmen- Vielfach werden auch die Parteien mündlich vorgen melden nur 3naim und Preßburg. Beide Orte geladen und ihnen das gleiche Ansinnen gestellt. hatten Gewitter. J Ganzen ist der Himmel voll- Es ist nun nicht ausgeschlossen, daß viele ver ständig bedeckt geblieben. griffene Bemessungen dadurch in Rechtstraft ev bon wachsen. Es wird daher empfohlen, die Bea spä- rufung regelmäßig nicht zurüdzuziehen, da die Wahrscheinliches Wetter Boltswirtschaft. Die Herableßung des Bantzinsiußes. Behörde zu entscheiden hat, und wenn ihre Behauptungen richtig sind, die Berufung abweisen fann. Besonders wird hervorgehoben, daß die Frage der Ausscheidung der Striegsanleihe aus der Bemessungsgrundlage bereits durch das Gefes und die Vollzugsvorschrift in eindeutiger Weise gelöst ist, daß die Seriegsanleihe ausgeVor einigen Monaten hat das Bankamt so schieden werden muß. Wenn da andere interne wohl den Lombardzinsfuß( Belchnung von Wert Weisungen berufen werden, so sind diese internen papieren) als auch den Wechseleskompt herauf- Weisungen im Widerspruche mit dem Gesetze. Die gesetzt. Diese Transaktion hatte zur Ursache, die rekurrierenden Parteien werden durch die Zurüdtschechoslowakische Krone vor einem Angriff zu ziehung des Rechtsmittels geschädigt, weil dann schüßen, die Nebertragung von tschechoslowakischen der betreffende Zahlungsauftrag in Rechtstraft Ein Richter als zuhälter und Mordanstifter. München. Die als Teilnehmer eines politischen, fulation durch die Erschwerung der Geldleihe diese Rechtskraft die Zahlung der Abgabe for Sungerstreit der verhafteten Kommunisten in Stronen ins Ausland zu erschweren und der Spe- erwächst und die Behörde unter Berufung auf Die preußischen Richter sind bekanntlich die Träger nicht gestatteten Parteitages in München verhaf- einen Riegel vorzuschieben. Nachdem die Gefahr dern wird, auch wenn sie auf die wertiofe Seriegs Die forr Aner suptonſervativen Weltanschauung, die sie it hoher paig macht, in, ihre Recht- teten Sommuniſten haben gegen die Gefangenhal- für die tschechoslowakische Krone geschwunden, der anleihe entfällt. Ob nun derlei Anfragen mit prechung ſoziale Erwägungen einfließen zu laſſen, tung Beschwerde erhoben. Da die Polizeidirektion allgemeine Angriff auf die europäischen Baluten Vorwiſſen des Finanzminiſteriums ergehen oder fondern auch erbarmungslos gegen Verirrungen die Beschwerde verzögert habe, traten 59 von ſech- abgeſchlagen ist und die Tschechoslowakei foeben aber, wie man füglich annehmen kann, von den menschlicher Schwäche, vorausgesetzt, daß die zig Verhafteten gestern in den Hungerstreik. eine Anleihe in London abgeschlossen hat, welche Steuerbehörden zur Berringerung der Arbeit im Verirrten dem Bodensat" der Gesellschaft an- Ueberall Spionage und Gegenspionage. In ihren Devisenschaß auffüllt, hat das Bantam eigenen Wirkungsfreise erlassen werden, die Bar gehören und nicht etwa" Standespersonen" find, Leipzig wurde der Wachtmeister der Reichswehr nunmehr den Eskomptezinsfuß von 6½ auf teien werden aufmerksam gemacht daß sie durch an deren Handeln nach der sonderbaren konfer- Arthur Dietsch aus Plauen wegen Spionage und 6 Prozent her abgesetzt. Die Serauffeßung eine Zurückziehung der eingebrachten Returſe ſich vativen Logit mildere Maßstäbe zu legen sind. Verrats militärischer Geheimnisse vom Reichsge- l des Bankzinsfußes hat seinerzeit der induſtriellen zumeist unwiderbringlichen Schaden zufügen. Edison für den Vierstundentag. Der be rühmte amerikanische Erfinder Edison bestätigte das arme Wesen zu beseelen: Ob ich zugrunde Du fleine, schöngefärbte, verachtete Wespe, vor kurzem, was andere schon früher gesagt Ban der Liebe am geringen gehe, iſt gleichgültig, wenn nur die Kinder leben! am geringsten Orte hast du mir ein wundervolles haben, daß die induſtrielle Entwicklung eine weit Rotgolden tanzte das Abendlicht durch die im Vorbild gegeben. Heute, wo so viele Menschen gehende Verkürzung der Arbeitszeit möglich macht. Drte. Winde wiegenden Blätter des wilden Weins und ihre Pflichten vergessen, hast du mir durch dein Er sagt unter anderem: Es wird eine Beit warf flackernde Schatten über das auf kleinstem Leben und Sterben aufs eindringlichste gesagt, tommen, da automatische Maschinen in dem Von Sch. Bräm. Raume sich abspielende Lebensdrama; ein letztes daß der tiefste Sinn des Lebens darin liegt, daß Umfange eingeführt sein werden, daß man nicht Der eine meiner Buben hatte eine kleine Bucken ging durch die Wespe, ein letzter Ruck, die wir leben und uns opfern für unsere Mitmen- mehr als vier Stunden pro Tag zu arbeiten Wespenwabe mit dem Muttertier und einigen leyte süße Nahrung wurde an das kleine Larven schen, für unsere Familie, für unsere Klassen- braucht. Viele glauben, daß dies nicht gut wäre. Larven nach Hause gebracht. Auf dem Nachttisch mäulchen gebracht und aus war Lust und genossen. Auf eine Heldin bin ich gestoßen, wo die Der Durchschnittsmensch liebt den Müßiggang im neben seinem Bette wurde die vaterlose Familie Schmerz. umsonst zitterten noch eine Zeitlang weisen Menschen nur ein verabscheuenswertes allgemeinen nicht. Vom Standpunkte der alten in einem offenen Schächtelchen untergebracht. die kleinen Wesen in ihren grauen Mönchszellen Tierchen sehen. Ist es nicht etwas Feierliches um Leute aus wird es jedoch eine gute Sache sein. Tagaus, tagein flog das getreue Tierchen um Nah- nach des Leibes Notdurft, bis auch sie stille wurden, die Offenbarung so großer Liebe am geringen Denn wenn wir einmal so weit sind, brauchen rung für seine allmählich größer und bider wer- eines nach dem andern, da es uns nicht gelingen Orte? Ist nicht alle Menschenliebe aus den nie- alte Leute nicht mehr zu arbeiten. Die jungen denden Baby aus. Wenn zufälligerweise das wollte, sie zu ernähren. deren Stufen der Vergangenheit langsam empor- fönnen arbeiten und sind imstande, die ganze Bimmerfenster einmal des Abends vor ihrer Rück- Bis in die dämmernde Nacht hinein stand ich gewachsen? Wie großartig ist doch die Natur! In Familie zu erhalten." Das Klingt anders als die fehr geschlossen wurde, übernachtete die fleißige sinnend bei der toten kleinen Mutterwespe. Sie Niedrigkeit, in Staub und Schmutz, im Leben jetzt von reaktionärer Seite erhobene Forderung Mutter immer an demselben Orte unter dem hatte gerungen und sich aufgeopfert wie eine gute eines mißachteten und verfolgten Tierchens reicht auf Abschaffung des Achtstundentages. äußeren Gesimserang. Alle hatten wir unsere menschliche Mutter, die. fühlend, wie der Tod sie uns auf den Wanderpfad ein Vorbild, ein rende an dem unermüdlich nur auf das Wohl nach ihrem Herzen krallt, die Zähne zusammen- Symbol, ein Flämmchen, das sich in uns zur wärmenden, segenbringenden Flamme entzünden Rufliches Bauernleben unier Der Zarenherrschaft.") seiner Kinder bedachten Tierchen. Gesund und beißt und bis zur leßten schweren Minute nur den brall wuchsen sie heran. Eines Tags flog die Ihren lebt. Ich dachte an meine eigene Mutter, kann. Mutter nicht wie sonst mit munterem Summen die, mit hartem Schicksale ringend, Tag und Fürwahr, du fleine, tote Wespe, ich schäme aus. Sichtlic; müde ging es nur kleine Etappen Nächte lang nur uns lebte. Ich dachte an die mich des Mitleids um dich nicht. Ich schäme mich weit. Am Mittag fiel fie nach kurzem Anfluge zu vielen tausend Proletariermütter, deren lichtloses der Erinnerung an dich nicht. Möge mich die Nas Boden. Sie war trant. Sorglich verbrachten wir Dasein Arbeit und Kummer für ihre Stinder heißt tur vor dem Schicksal bewahren, je so alt und sie in das Schächtelchen und legten Wasser, Honig, und die allzufrüh der grimme Sensenmann fällt. vertrockneten Wesens zu werden, daß ich ohne Erein Stückchen einer Kirsche und etwas Fleisch hin- Ich dachte an die unzähligen Mütter in den griffenheit den herrlichen Offenbarungen ihrer ein. Nach kurzer Pause begann unser Patientchen Kriegsländern, die in grauenhaftem Entseßen mit wirkenden und schaffenden Kräfte, aus denen die feine mütterliche Tätigkeit wieder. Mit sichtbarlich ansehen müssen, wie nicht nur ihr eigener Leib, Menschheit früher oder später der Himmel auf Erimmer größerer Mühe tränkte und speiste die sondern die Kraft ihrer Kinder von Tag zu Tag den erstehen muß, gegenüberstehen könnte. Wespe die hilflosen Würmchen. Ein Beinchen- schwindet und eines um das andere den Blüten Ohne die Liebe und das Opfer am geringpaar um das andere versagte den Dienst und gleich, die der Frost versehrt. die müden Aeuglein mußte nachgeschleppt werden. Aber keinen Augen- fchließt. Ich dachte an den wüsten Wirbelsturm sten Orte gäbe es nie eine Erfüllung des Sozialisblid gönnte sich die franke Mutter Erholung. Zu- der gegenwärtigen Reaktion, der so viele Kinder mus und würden ewig auf Erden die menschlichen leht schleppte sie sich nur mit Hilfe der vordersten in unserem eigenen Lande mutterlos und so viel Raubtiernaturen herrschen und ausbeuten. Beinchen vorwärts. Aber ein eiserner Wille schien Mütter kinderlos werden läßt, Von Anna Nußbaum. Die Bäuerin Anissia. Tochter des Jwan Semionowitsch, erzählte ihre Geschichte der Schwägerin von Leon Tolstoi, Tetiena Andrejewna Suzmeinstaja. Diese schrieb sie nach Diktat nieder, gab das Manuskript Tolstoi der davon begeistert war. Er sah es durch, verbesserte, fügte ( bestimmt) die Schlußworte hinzu. Die Erzählung wurde zuerst in einer russischen Zeitschrift, später unter dem Titel„ Babia Dolia"( das Schidjal *) Ma Vie, Récit d'une paysanne russe, revu et corrigé par Lévu Tolstoi Grasset, Paris. Seite 6. Mitteilungen aus dem Bublifum. der Bäuerin) in der volkstümlichen Sanmmlung Formalitäten darf sic reisen. Silfreiche Menschen Nach einntal " Posrednik" veröffentlicht. Charles Salomon, schenken Meider und Proviant. der Freund Tolstois, hat sie ins Französische macht sie den furchtbaren Leidensweg. Dann ist übertragen. Literarhistoriker in Frankreich und sie zu Hause. Anfangs bei der Mutter. Später, Rußland streiten über die Möglichkeit eines bis als alte Frau, heiratet sie wieder. Das war her unbekannten Werkes von Tolstoi. Er selbst mein Leben. Nur an das Gefängnis erinnere ich hat nachdrücklich erklärt, das Buch sei nicht von mich gut, an die Zeit, die ich mit Danilo ver ihm. Seine Tochter, Tatjana Lwowa Sukotina, brachte. Schön wars doch, so mit ihn zu sein. bestätigt die Angabe. Im Uebrigen ist es gleich Alles Spätere sehe ich nur wie im Nebel. Es iſt, lität enthält, gewiß sehr interessieren. gültig. Wir lesen in schlichten, ergreifenden Wor- als wäre es nie gewesen." ten eine wahre Geschichte. Das Schidsal jener einfachen, bis zur Trojtlosigkeit ergebenen Wen schen, die gewohnt waren, Hölle des Dafins ohne Deurren zu tragen. Ungewedte, zertretene Seelen die erst jetzt langsam zum Bewußtsein ihres Wertes, ihrer Würde kommen. In fargen Worten ein Schicksal. Das immer wieder lesen, uns im Innersten einprägen müssen. Nur dann werden wir in gerechter Einficht, zur Gänze verstehen können, was soziale Ermedung für diese Menschen bedeutet hat. Schicksal von Millionen. Ein Dokument, das wir Kleine Chronit. Reichsverband der deutschen Ärztevereine 29. Mai 1924. nid und des Biolinisten Schweyda ein dem Inhalte und der Ausführung nach gleich wertvolles Ein löftliches Kaffeemittel ist der altbewährte Konzert. Die Hauptnummern des Programmes was Frand", anerkannt von allen sparsamen Haus- ren Bachs Demoll- Toccata und Fuge für Orgel, Refrauen der ganzen Welt, die auf eine Tasse guten gers farbenreiche und in glänzender Vielſtimmig Raffee Wert legen. Es wird daher alle Haus- leit geschriebene zweite Orgelſonate und eine erst frauen die heutige Beilage mit der Abbildung der im Jahre 1911 entdeckte Kantate von J. E. Bach, neuen Frand- Kistel Backung, welche die feinste Qua- deren Echtheit man aber mit Rücksicht auf den allzu ( 2786) gefühlsreichen und verzierten Stil des Werkes bezweifeln möchte. In einem eigenen Liederabend stellte sich dem Prager Publikum zum erstenmale die amerikanische Mtistin Frieda Klint vor. Diese junge Amerikanerin verfügt nicht matr über selten umfangreiche, ungewöhnlich große und auffallend schöne Stimmittel, sondern auch über ein außeror. dentliches Maß gefangstünstlerischer Intelligenz und Wärme des Vortrages. Schade, daß der fehlige Ton. ansah der Mittellage die im übrigen als Sensation wirkenden Leistungen der Sängerin beeinträchtigte. offentlich wartet uns die Künstlerin bei ihrem nächsten Konzerte auch mit einem gewählteren Bro-ek. Heute Gastspiel Anna Dantes in„ Boheme". in der Tschechoslovakischen Republit. Die diesjährige Hauptversammlung des Reichsverbandes der deutschen Aerztevereine in der Tschecho jlowakischen Republik findet am 1. Juni 1924 in Brünn, Dentsches Hans", statt.( 10 Uhr vorm. Delegiertenversammlung, 3 Uhr nachm. Hauptber. sammlung.) Die Tagesordnung wird der gesamten deutschen Aerzteschaft sowie den hierzu eingeladenen Gästen und Rorporationen direkt zugesendet. Fach- gramme auf. organisationen! Im Jahre 1859, zwei Jahre vor Aufhebung der Leibeigenschaft, ist Anissia siebzehn Jahre alt. Sübsch ist sie, start und fleißig. Sie hat Michailo gern, den wollen ihre Eltern nicht. Das Mäd chen meint, verzichtet, wird dem Nachbarssohne Danilo vermählt. Arm sind sie beide, müssen bei Erlebtes und Angelerntes. Niemand kann mehr den Eltern des Mannes leben. Die junge Frau leiften, als in seinem Vermögen liegt; niemand wird von der bösen Schwiegermutter gepeinigt, mehr mitteilen, als er wirklich erlebt hat. 3um Danilo ist gutmütig, aber schwach, schwankt zwi Erleben gehört auch das Lernen aus Büchern, in- versammlung am 1. Juni, von 7 Uhr früh bis Dic Primadonna Anna Dantes vom Teatro del schen Mutter und Gattin, fügt sich aber letzterer. fofern es wie eigene Erfahrung, eigenes Forschen 10 Uhr vormittags ab, u. zw.: Bahnärzte: Bunkt Werme in Mailand wird heute als Mimi in Buc Sie finden bei einem alten Bauernpaar Seim gewirkt hat. Angelerntes ist füchtig wie ein 7 Uhr früh, Vereinsheim, Adlergasse 7( Bücherei). cinis„ Boheme" ein einmaliges Gastspiel absol. Von Morgen bis Abend schafft Mether aufguß. Mancher glaubt, da oder dort was Krankenkassenärzte: 8 1hr vorm., Deutsches Haus" bieren. Fünftes philharmonisches Konzert: Urauf Anissia für die Brotgeber, den Gutsherrn, für recht Geistreiches sagen zu müssen. Wenn es nicht( Kleine Aneipstube). Gemeinde- und Distriktsärzte: jeden, der es von ihr verlangt. Mitten im Heu zu seinem ganzen geistigen Wesen paßt, wird es ½9 Uhr vorm.," Deutsches Haus"( Sikungszimmer). führung von 3emlinslys thrisher binden fühlt sie erste Wehen, bringt ohne Bei fonrisch wirken; während der einfache Mensch, jo Spezialärzte: 8 Uhr früh, Vereinsheim, Adlergasse 7 Symphonic. Am 4. Juni findet int Rahmen Stand, ohne Silfe, in der Scheune, wohin sie sich weit er sich selber gibt, b. h. feine Erfahrung, sein( Sibungsfaal). Bruderladenärzte: 8 Uhr vormittags, des Prager Internationalen Musikfestes das fünfte Amtsärzte: phharmonische Konzert statt. Hiebei gelangt geschleppt, ihr erstes Kind zur Welt. Am nächsten erarbeitetes Wissen, immer aufmerksam angehört Deutsches Haus"( Gewerbeverein). Tag muß sie wieder an die Arbeit. ,, Damals hab wird, stets eine treffliche Wirkung erzeugt. Ein 8 Uhr früh," Deutsches Haus"( Gewerbeverein, Bemlinskys lyrische Symphonie in sieben Gesängen ich mich für alle Zeit zugrunde gerichtet." Schwe- Buch tann sehr großen Nutzen stiften, wenn es Sitzungszimmer). Schul- und Fürsorgeärzte:% 8 Uhr für eine Sopran, eine Baritonstimme und großes rer wird das Leben. Die alte Bäuerin horcht auf auch fein Kunstwert ist, wenn es nur Eigenes, ver- früh, Deutsches Saus", zwanglose Besprechung. Am Orchester zur Uraufführung. Vorher, ebenfalls als Einflüsterung der Schwiegermutter, ist eifersüch nünftiges und verständiges Eigenes, in eigener Samstag, den 31. Mai, Begrüßungsabend im Grand- Uraufführung, zwei Choralvorspiele von Bach in 2784 instrumentaler Bearbeitung von Arnold Schönberg. tig. Wieder heißt es Obdach suchen. Die Dorfge Sprache sagt. Der Auffahunterricht in unseren hotel. Für den Die Choralvorspiele werden von Arnold Schön meinde versammelt fich, um über das Los der Schulen wandelt auf falschen Wegen, wenn er die Schriftführer u. Geschäftsleiter: Vorsitzender: berg dirigiert, die Syrische Symphonic von Alejungen Leute zu entscheiden. Siebzig Rubel hätte Schüler nötigt, Angelerntes, Uneigenes zu sagen. Da Brim. Dr. Mager m. b. xander Zemlinsky. Die Symphonic wird von ihnen ihre Jahresarbeit bringen sollen. Nach haben wir z. B. die phrasenhaften, lächerlichen Briefe. Tilly de Garmo und Josef Schwarz gesungen. Das Abzug erhaltener Kleidungsstücke blieben acht- Er ist auf dem rechten Wege, wenn er Konzert, daß im Neuen Theater stattfindet, fällt in Rubel zur Gründung einer neuen Existenz. Wie- tur Erlebtes, Erlerntes schreiben fäßt. Auch der das philharmonische Sonder- Abonnement. Kartender tägliche Frohn bis zur völligen Erschöpfung. Erwachsene svinge sich nie zu einer geistigen Arvorverkauf ab heute. Das Kind stirbt infolge Mangel an Pflege. Aber beit, die feinem Wesen zuwider ist. Was sollte mun baben sie endlich so viel beisammen, daß sie daraus werden? Ohne Lust geschrieben, wird sic eine halbverfallene Izba kaufen lönnen. Die niemandem Freude und Gewinn bringen. Bist bauen sie auf, so gut es geht, umzäunen fic. Drei Du ein einfacher Mensch, der nur in einem GeKinder werden geboren. Troß allen Bemühens biete Erfahrung und Wissen besißt, so bewege Dick crraffen sie nicht färgliches Brot. Oft muß nur auf diesem Gebiete und lasse andere liegen! Anissia betteln gehen. Zehn Jahre leben sie fo. Bist Du auf ein paar Gebieten rege gewesen und Da läßt sich Danilo in feiner Berzweiflung ber- bewandert, so wechsele nach Deiner Neigung ab. feiten, stiehlt eine Suh, wird erwischt, ins Ge- das erfrischt und berjüngt! fängnis geworfen. Ein Jahr bleibt er in Unterfuchungshaft. Dann wird er zur Verschidung nach Sibirien verurteilt. ,, Anissia, Liebe, wirst du mich Der Film. K. E. Kinofilms und deren Aufnahme. Dr. Schoeppe m. p. Literatur. Neue Bücher. ,, Aus dem Archiv des grauen Hau ses":„ Der Raubmörder Jaroszynski, die Giftmörderin Bergenyi" und" Johann Georg Grasel"; Ritola- Berlag, Wien. " Dic poltische Theorie Ferdinand Arnold Schönbergs„ Erwartung", tel: ' heure espagnol". Anläßlich des Prager Mujif festes erfolgt am 6. Juni im Neuen Theater die Uraufführung des Monodramas„ Erwartung" von Arnold Schönberg. Die einzige Partie wird von Frau Marie Gutheil- Schoder von der Wiener talische Leitung liegt in den Händen Alepander Zemlinstys, die Inszenierung besorgt Oberregisseur Louis Laber. Auf Schönbergs Erwartung" folgt die deutsche Erstaufführung von Ravels fo beure espagnol"( Eine jpg assalles von Dr. S. Baron. C. 2. Hirsch. Staatsoper treirt. Die Einstudierung und r feld, Leipzig. ,, genin, Vladimir Iljitsch Uljanom", von Ernst Drahn. Berlin, R. 2. Prager. " Bum guten Europäer", von Otto Flake. Berlin, Elena Gottschalt. Ges. Berke von Honoré de Balzac. Berlin, E. Rowohlt. . Es wird gesungen von Maria Hussa und den Herren van dem Bruch, Hagen, Kos ber und Fuchs. Die musikalische Leitung hat Kas „ Mount Everest, der Angriff 1922." Da- pelmeiſter Stevel, die Spielleitung Louis Laber. fet, B. Schwabe u. Co. „ Der 14. Juli", von Romain Rolland. München, Georg Müller. von Dr. Max Reinis; Ritola- Verlag, Wien. Beethoven im Kampfe mit dem Schicksal", von Dr. Max Reinis; Rikola- Verlag, Wien. Kunst und Wiſſen. von dem auch der szenische Entwurf stammt. Spielplan des Neuen Theaters. Heute Don nerstag a Boheme"; Freitag Der am. pelmann"; Samstag„ Die blaue Mous": Sonntag Othello". Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Donners. tag und Freitag Gastspiel Bergner Fräulein Julie", or e"; Samstag Komödic um Rosa"; Sonntag halb 11 Uhr Aesthet.- hyg. Gymnastit, abends„ Die blaue Maus". begleiten? Jm fremden Lande kann man gut vorwärts tommen, sagen die Leute." Die Frau fämpft, ringt sich durch. Verkauft legtes Hab und Gut: Erlös sechzig Rubel. Auf der Polizei wird In einigen vor Wochen in diesem Blatte er fic gemessen, ihre Beschreibung aufgenommen. schienenen Artikeln:„ Das Kinoproblem" wurde der Zehn Tage wartet sie mit den Kindern im Ge- Verfuch unternommen, den starken Besuch der fanguis. Sie werden eingekleidet. Jeder Mann- Kinos zu erklären und deren Kommunalisterung geDant Dir, o Gott, für Deine Güte erhält einen fordert. In den betreffenden Auffäßen wurde ber Sad, zwei Paar Beinkleider, zwei Seinenfetzen vorgehoben, daß das Abenteuerliche stärkste Anzie als Fußbekleidung, einen Mantel mit gelbem hungskraft besitzt und daß sich die meisten Besucher As dem Gefangenenzeichen) auf dem Rüden. teine Gebanken darüber machen, ob die auf der Den Frauen gibt man Mantel und Kopftuch, den Leinwand vorüberhuschenden Bilder den Tatsachen Kindern das Gleiche wie den Erwachsenen. Wo entsprechen fönnen oder nicht. Es werden oft gerug immer auch sich das Gefängnis befindet in Aufnahmen vorgeführt, die das höchste Erstaunen Mosfau, in Nisch überall sind auf engstem hervorrufen, denn der gesunde Menschenverstand Prager internasionales Musikfest( Smetana Raum Tausende zusammengepfercht, so daß sie muß einen bestimmten Vorgang als unwahrschein Konzert). Die erste touzertmäßige Veranstal 3. B. in Moskau fünf Wochen lang bei Wind lich ansehen und doch fehlt jede Erklärung dafür, tutg des Festes gehörte mit Recht Friedrich Eme und Weiter mit den Kindern im Hof schlafen wie es denn aber sonst linematographisch aufgetanas symphonischen Werken. Die Wahl des Symmüssen. In den Korridoren wird Aufenthalt we- nommen sein könnte. Derartige Aufnahmen be- phoniengyllus Mein Vaterland"( Ma blast") für gen der zahlreichen Unratfübeln unmöglich. Am ruhen auf einen bestimmten Trid und spielen sich dieses Sonderkonzert entsprach ganz dem interna nteisten leiden die Kinder. Nur wenige Frauen in der allereinfachsten Weise ab. Da sensationelle tionalen Charakter der Veranstaltung, weil die Die Bariser Olympiade. gibt es, die im Gefängnis nicht ein, zwei Kinder Dramen und Schanerſtüde am liebsten besucht wer- sechs Teile dieses symphonischen Riesemverkes heute Tschechoslowakei Schweiz 1: 1( 1: 0). verlieren. Auch Anissias Tochter, die Kleine den, hat sich der Rinematograph angepaßt und Gemeingut der internationalen Musikvelt sind. In Daschta, stirbt, wird ohne Wissen der Wutter bestellt die furchtbarsten Aufnahmen und Szenen her, Smetanas tondichterischen Schaffen selbst bebentet Bern, 28. Mai. Die Schweizerische Depeschen graben. Alle leiden sie bitteren Sunger. Die die, wie gesagt, oft genug eigentlich ganz einfach dieser symphonische Reigen den Höhepunkt auf dem Strautsuppe ist ungenießbar, das Brot halbroh. find. Gewisse tragische Vorkommnisse, die den Zu Gebiete der Symphoniemusit, so daß auch aus die- agertur meldet aus Paris: Das Resultat des tschechoslowakischen- schweizerischen Fußballmatch ist Wohl hört man von Fleischspenden, Milch für schauer in Schreden versehen, sind verhälmismäßig sem Grunde seiner festmäßigen Aufführung zwindie Kinder, aber das verschwindet irgendwie auf leicht wiederzugeben. Soll zum Beispiel eine Bergende Bedeutung zukommt. Die vereinigten Orche- 1: 1( 1: 0). Das Spiel wurde um eine halbe dem Wege", erreicht die Aermſten niemals. Dein son von einem Auto überfahren werden, to benötigt sterkörper der tschechischen Philharmonie Stunde verlängert, ohne daß ein weiteres Tor geWille, Herr, geschehe. Die Reisen von einem Ge- man dazu zwei einander ähnlich genvachte Berso, und bes tschechischen Staatstonservato- schossen wurde. fängnis zum andern, machen sie in achtzehn ver- nen: einen Mann mit und ohne Beine. Dem riums unter Wenzel Talich 3 befeuernder und die beiden Mannschaften neuerdings zum endgültigitterten Troitas, enger zusammengepreßt als das Strüppel werden hölzerne, umkleidete Scheal I ane rhythmisch wic dynamisch wirtunasvoller Leitung gen Match antreten. Bich. Es geht in tollem Galopp, Stinder fallen gebunden. Scheinbar betrunken legt sich der Ge. hatten sich des Werkes mit sichtlicher Liebe angeheraus, werden ohne anzuhalten, ausgelesen, in sunde mitten auf die Straße. Das Auto rast her- nommen und boten eine im Gesamtstile wie in der irgend einen Wagen geworfen weiter! Die an und hält dicht vor dem Daliegenden. Bei ge- Detailausführung gleich anerkennenswerte Leistung. --" -ek. an dem Kutscher find betrunken, einer der vorderen Waschlossenem Objektiv wird der Gesunde durch den gen, in dem Danilo ist, tippt um wüßes Strüppe ersetzt. Nachdem das Objektiv wieder ge- Ronzertüberfluß. Der Mut der KonzertunterDurcheinander der angefetteten. Danilo wird so öffnet tit, geht das Auto über die Holzschynkel hin- nehmer und Künstler ist bewundernswert, die neben schwer am Kopfe verwundet, daß er ins Spital weg und hält wieder. Man reicht dem Ueberfahre. den zahllosen, das ganze Interesse des Publikums gebracht werden muß. Wie seine Frau endlich nen die Hand zum Aufstehen. Indessen wird oci beanspruchenden Ereignissen des gegenwärtig in ant nächsten Tage zu ihm gelassen wird, liegt er geschlossenem Objektiv der Krüppel durch den Ge- Prag stattfindenden internationalen Musikfestes noch im Sterben. ,, Lazt mich bei ihm!" Nein, das ist funden ersetzt. Der Gesunde steht auf und geht besondere eigene Ronzerte ins Wert feßen. Es ist gegen die Berordnung. Bei Morgengrauen zum Erstaunen des Publikums davon. Wenn darum ihre eigene Schuld, diese Veranstaltungen zu schleicht sie an das Fenster auf einer Bahre ein Omnibus ein Gerüst umstürzen soll, auf dem überflüffigen, wenig oder gar nicht beachteten Nebent wird ihr Gatte fortgetragen. Sie wirft sich gegen Arbeiter beschäftigt sind, so stellt man auf das Ge- tonzerten herabgewürdigt zu sehen. Bedauerlich ist die verschlossene Tür, schreit, flcht. Bergebens. rüst gewandte Clowns oder Afrobaten, die her- dabei mir im Interesse der Tonkunst selbst, daß Darf nicht hinaus. Beim Appell hört sie ihren unterzustürzen verstehen, ohne sich zu verlegen, und so manche wertvolle Runstgabe verloren geht. So bot Namen. Stvortsow läßt dir sagen, du mögest verständigt sich mit dem Kutscher eines Wagens, die deutsche Musikakademie einen der interessantesten leben und lange leben ohne ihm,") Wütter- der langsam das Gerüst anfährt. Nicht weniger Musit- Gedentabende der letzten Jahre, chen", sagt Anissia zur Frau des Schließers, spaßhaft ist, wie gefährliche Borgänge aufgenom- Werte des einstigen sogenannten Prager„ Mufit,, Mütterchen, laß mich mit den Kindern in die men werden. Ein Einbrecher zum Beispiel bringt pabstes" 3. W. Tomaschet(* 1824), des Vaters des Stapelle gehen, daß wir den Vater noch einmal das unglaubliche Stunststüd fertig, an der senkred modernen Violinspieles" J. V. Biotti( † 1824), Anschen." Warte, man wird dich rufen." Sie ten Mauer eines Hauses eniporzulettern, um dann ton Brudners( 1824), des Liszt- Wagner- Apostels wartet. Ein, zwei Tage. Erneuert ihre Bitte. durch das Dachfenster einzusteigen. Das Publikuut Peter Cornelius(* 1824) und schließlich Friedrich Bu spät. Ist schon begraben." ,, Aber ihr ist riesig erstaunt, wie so etwas möglich sei. Die Smietanas(* 1824) zur Aufführung gelangten. Unhabt mir doch versprochen..."„ Jaund Lösung des Rätsels ist sehr einfach. Das Haus ist ter den ausführenden Sunftjüngern der Anstalt fiel was weiter?" auf Leinwand gemalt und liegt auf dem Boden des wieder das ebenso klaviertechnisch bedeutende wie Ateliers. Der Dieb kriecht an dieser Kulisse ent- im einfühlenden Bortrage echteste Hinstlerische Hin lang und wird samt ihr vom Schnürboden aus gabe offenbarende Talent Rudolf Mandees und aufgenommen. Zum Schlusse noch die Schilderung das eble und gefühlsreiche Biolinspiel Frl. Hö eines Eisenbahnunglücks", das die Zuschauer in nels auf. Auch die Pianistinnen utter. imd große Aufregung versetzt und dessen Aufnahmen Säffler, sowie die Sopranistin Ruchinta die findischyem Spiele gleicht. Ein Landschaftsmodell, gaben Jeugnis von der ersten und zielbewußten eine Kinderspieleisenbahn und ein ebensolches Mufitpflege an unserer deutschen Musikhochschule. Automobil bilben die gesamte Ausstattung zu biesem Sensationsfilm. Im Kino erscheint die Aufnahme dann dem Besucher als ein wirkliches Eisenbahnunglüd, das die Nerben gruselig aufregt. 10 Ohne Pfennig ollein in der Fremde. Wo hin sich wenden. Einzige Zuflucht ist das Gefängnis. Noch gibt es mitleidige Menschen Seilige Jungfrau, groß ist Deine Gnade! der Schließer nimmt sie bei sich auf. Arbeiten muß fie bis zum Umfallen, aber fann leben, hat Brot für die Kinder. Erspart sich sogar ein wenig Geld. Heimweh verbrennt sic. Nach monatelangen ) Konfatrierte Formel, um zu sagen: dein Mann ift tot. an Turnen und Sport. Am kommenden Freitag werden Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak, Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Nichnet. Druck: Deutsche Zeitungs- A.- G, Prag Für den Druck verantwortlich: D. Holtk. Druck Tischlergasse 6, 1002 ruck- und Verlagsanstalt Gesellschaft m. b. H. Teplitz- Schönau, empfiehlt sich den P. T. Behörden, Vereinen, Organisationen, Gemeinden und Kaufleuten zur Her stellung von Drucksorten: wie Tabellen, Büchern, Broschüren, Zeitschriften, Zir kula ren, Mitglieds büchern, Einladungen, Plakaten, Flugschriften, Fak taren, Briefpapieren etc. in solider und rascher Aus führung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. PieringSent u. Essig ist der beste! zu haben in allen Konsum- Vereinen 645 Ulle Bücher liefert zasch und billig die Volksbuchhandlung Kremser& Co.. Teplitz- Schönau, Theresiengasse 18-26 Großes Lager in preiswert. Gelegenheitsläufen.. Verzeichniffe senden tvir auf Wunsch fostenlos. In der evangelischen Stirche gab Prof. Nowa Inserieren Sie im tomski, der ausgezeichnete Prager deutsche Orgelmeister, unter der Mitwirkung der stilsicheren und ftimmschönen Dresdener Sopranistin Frau Grase Sozialdemokrat!