Nr. 20. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatItch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. டு Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 24. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Ausdemirischen Lager. bitten die Ereignisse ihm Recht gegeben. Das gelte zu anbetrifft, dieselben zäbe genug ſeien, jebe Doſis dieser Art viele seiner Parteigenossen anderer Meinung gewesen, so Regierung bestechen ließen, und daß, was die Wahlkreise hätten = Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so geht der Haus- nächst von den Agrargesehen des Jahres 1881, und die Bestechung auszuhalten. streit im irischen Lager seinem Ende entgegen. Nachdem ihnen folgenden Maßregeln gleicher Natur hätten die Die Rede zeigt Herrn Barnell, wie er leibt und lebt. beide Gruppen ihre Kräfte gemessen und sich überzeugt hatten, nationale Sache nicht geschwächt, sondern gefördert. Es Ein Bourgeois vom reinsten Wasser, denn nur ein solcher daß an einen schnellen Sieg der Einen über die Anderen thue ihm leid, erklären zu müssen, daß einige Führer der kann in der Schaffung von recht viel Bauernstellen eine nicht zu denken ist, mußte Beiden ein Kompromiß als das liberalen Partei und dies sei bereits seit Monaten im Lösung" der Landfrage erblicken. Aber ein Bourgeois, der Wünschenswerthefte erscheinen. Ob dieser bereits geschlossen internen Streise ein ernstlicher Grund von Meinungs- weiß, was er will, und der für die Halbheit der englischen oder erst in seinen Umrissen entworfen ist, läßt sich für den verschiedenheiten zwischen ihm und seinen Genossen, daß Radikalen, die gegen das Landmonopol zu Felde ziehen, Außenstehenden noch nicht beurtheilen, soviel läßt sich aber einige Führer der Liberalen und einige irische Abgeordnete noch aber nicht den Muth haben, die Nationalisirung des Grund voraussagen, daß, wenn er zu Stande kommt, er wahr immer die Gefahr zu fürchten schienen, die er bereits 1878 und Bodens zu verlangen, nur das Lächeln der Verachtung hat. scheinlich darin bestehen wird, daß Parnell sich zeitweilig bestritten habe. Sie wollten die Landfrage nicht durch ein Ein Bourgeois, der die politischen Fragen mit demselben zurückzieht, die Partei aber die von ihm in der letzten Zeit Landankaufs- System gelöst wissen, er aber wolle es. Parnell kühlen Geschäftssinn behandelt, wie etwa die Frage, ob es eingeschlagene Politik aufrecht erhält und damit seine Qua- schilderte darauf noch einmal den Gegensatz zwischen seiner rentabler ist, auf einem gegebenen Grundstück eine Schnapslifikation als Parteiführer noch nachträglich anerkennt. Stellung zur Landankaufs- Bill der jetzigen Regierung und brennerei zu errichten oder eine sanfte Milchwirthschaft zu der Stellungnahme der Liberalen zu derselben. Die Libe- betreiben. Ein echter Held unserer Zeit", ohne jede meloDer leitende Gesichtspunkt dieser Politik ist von Parnell ralen hätten darauf bestanden, gegen eine Verweisung der dramatische Ader, der das Irland früher zugefügte Unrecht in dem Manifest an das irische Volk, womit er den offenen Bill an eine Kommission zu stimmen. Er dagegen wollte dadurch rächt, daß er die englischen Parteien wechselseitig Brief Gladstone's an John Morley beantwortete, rücksichts- dieselbe verbessern, nicht sie bekämpfen, und wenn man seinen über den Löffel barbirt. los dargelegt worden. Mit dürren Worten hieß es darin, Rath befolgt hätte, so wäre die Bill materiell verbessert Da die große Mehrzahl der Frländer den wirthschaftdaß Homerule zwar eine sehr schöne Sache sei, daß man worden, bevor der Riß in ihre Partei gekommen. Jezt, lichen Standpunkt Parnell's theilen und von denselben Gees aber, und namentlich in der von den Liberalen nachdem dies alles geschehen, kämen sie jedoch in der elften fühlen wie er den Engländern gegenüber beseelt sind, so präsentirten Form, nicht auf Kosten der wirthschaft Stunde und erklärten durch den Mund von John Morley, fragt es sich für sie nur, ob sein Kalkül auch im gegen lichen Interessen Irlands lies: der irischen daß in dem Regierungsentwurf manches Gute enthalten sei wärtigen Moment richtig ist, um ihm den Beifall derselben Pächter erkaufen dürfe. Sei es für den Augenblick nur und daß man sehen müßte, so viel wie möglich daraus zu zu sichern. Man muß sich nicht einbilden, daß Alle, die bei um diesen Preis zu erlangen, mutheten die englischen machen. Bis 1886 habe Gladstone aufs Heftigste sich gegen der Spaltung mit Parnell gingen, dies um der schönen Liberalen den Irländern zu, um der Homerule Taube jede Revision der( von der Landkommission) gerichtlich fest- Augen desselben thaten. Die große Mehrheit folgte ihm, willen, die sie ihnen verschaffen wollen, auf den fetten Spaß, gesetzten Renten widersetzt, dieselben seien in seinen weil ihnen seine Politik als die gesundeste" erschien. den ihnen die konservative Regierung in der neuen Land- ugen heilig und für alle Zeit unantastbar gewesen, Sie sind mit ihm der Ansicht, daß Homerule warten ankaufs- Bill bietet, zu verzichten, num so müßten eben die 1887 aber hätten sie die Fren die Tory Regierung kann, bis die Landfrage in ihrem Sinne erledigt ist. Und Liberalen und ihre Homerule Taube noch eine Weile gezwungen, dieselben herabzusetzen. Folgt dann noch eine die Erfahrungen mit der Landbill von 1881, der Vorläuferin warten. Erst das wirthschaftliche und dann das nationale Schilderung der internen Differenzen in den Reihen der der jetzt von den Konservativen eingebrachten Landbill, giebt Interesse. englischen Liberalen, ein Ausfall auf die irischen Bischöfe, ihnen nicht Unrecht. Es ist das keine sehr ideale Politik und könnte einen deren Einmischung in die politischen Kämpfe die Sache Vor einigen Wochen ist der Bericht der auf Grund der Inrisch veranlangten Menschen zur Verzweiflung bringen. Homerule's gefährde, weil sie den Feinden derselben den Bill von 1881 eingesetzten irischen Landkommission erschienen, Aber sie hat den Erfolg für sich. In einer, am Sonntag Vorwand liefere, die Freiheit der Protestanten in Irland sowohl was die Festsetzung gerechter" Bachtsäße, als auch in Tralee( Südwest- Frland) gehaltenen Rede hat Parnell bedürfe des Schutzes, und schließlich ein Angriff auf die was die mit ihrer Hilfe bewirkten Landankäufe von Seiten das des Ausführlichen auseinandergesezt. Er begann damit, englischen Radikalen, die Ende vorvorigen Jahres von ihm irischer Pächter anbetrifft. Diese irische Landbill war in fich gegen den Vorwurf zu vertheidigen, daß er nur um verlangt hätten, er solle der Regierungsvorlage für den ihrer Art eine der revolutionärsten gesetzgeberischen Maßseiner persönlichen Angelegenheiten willen 1881 in den Bau von schmalspurigen Eisenbahnen in West- Irland regeln unserer Zeit. An die Stelle der Regelung der PachtVertrag von Kilmainham( der ihm die Freiheit brachte) ge- Opposition machen, als einem Versuch, die Vertreter und die säße durch das heilige Gesetz von Angebot und Nachfrage willigt. Er habe sich damals nicht gescheut, die Ver- Bevölkerung der betreffenden Distrikte zu bestechen. Diesen ließ sie ein Kollegium von Richtern treten, das auf Grund antwortung für diesen Vertrag auf sich zu nehmen, Herren habe er erwidert, er verspüre absolut teine Neigung, genauer Schäßung zu bestimmen hatte, ob und um wieviel und habe dafür gesorgt, daß er den Kleinbauern ihnen zu willfahren. Die Maßregel sei für West- Irland der bisherige Pachtzins zu hoch und daher zu verringern und den ausgetriebenen Pächtern in dem Arrears von gewissem Nußen, das dafür benöthigte Geld sei nur sei. Und außerdem hat das Kollegium das Recht, denAct"( Gesetz über den Erlaß rückständiger Bachten) ein kleiner Theil der ungeheueren Summe, die England jenigen Bächtern, die das Land ankaufen wollen, das dazu Etwas des Annehmens Werthes verschaffte. Er jährlich in Form von Abgaben von Irland beziehe, sie erforderliche Geld aus dem englischen Staatssäckel vorberief sich darauf, gerade in Tralee als Lösung der Land- werde vielen Arbeitern Beschäftigung verschaffen und zuschießen. Vom Standpunkt der bürgerlichen Eigenthumsfrage eine Methode vorhergesagt zu haben, die durch die viele Irländer im Lande halten, die sonst gezwungen theorie ist die erste Maßregel Konfiskation, die Gesetzgebung Schritt für Schritt bekräftigt worden sei und wären, auszuwandern und dadurch die Sache Frlands zu zweite Sozialismus. Und als beides ist denn auch bekämpfte die Ansicht derer, die da meinten, wenn die Land- schwächen. Die Unterstellung aber, habe er hinzugefügt, daß die Landbill von 1881 von den Tories seinerzeit denunzirt frage gelöst würde, so werde dies die nationale Sache die Maßregel im Stande wäre, irische Abgeordnete oder worden. schädigen oder gar ruiniren. Weit entfernt, das National- irische Wahlkreise zu bestechen, müsse er mit Entrüstung gefühl zu schwächen, würde die Versehung der Pächter in eine unabhängige und gesicherte Lage es vielmehr stärken. Diese Ansicht habe er stets energisch vertreten, und wenn V Feuilleton. Machdruck verboten.] cht sind dall Bei Mama. Roman von Arne Garborg. " [ 20 zurückweisen, die Herren würden, wenn die Liberalen ans Ruder kämen, sich überzeugen, daß sich die irischen Abgeord neten weder durch eine Toryregierung, noch durch eine liberale Sehen wir zu, wie sie sich in der Praxis gemacht hat. Bis zum 21. August 1890 hat die Landkommission gerichtliche Renten festgesetzt über 258 764 Grundstücke, die ein Areal von zusammen 7 638 400 Acres Land, beinahe es von ihr gewesen, zu glauben, daß sie sich verloben nach allem, was der Bierhändler Simonsen in Waterland konnten, nun, da sie noch in die Schule gingen; sie war ja drüben erzählte, förmliche Deliriumsanfälle. Die ganze Zeit ebenso verkehrt wie Emilie... Wie hübsch würde es wer- über hatte er immer behauptet, er müsse seinem Leben ein den, so herumzugehen und sich lieben und an einander so Ende machen. Ich will zur Hölle fahren!" hatte er gesagt viele Jahre zu denken, und standhaft und treu zu sein. Und " Um Jesu willen"..Leih' mir ein Messer, Um Jesu Chrifti willen"..." Pfui, " Und dann wirst Du eine große Künstlerin und den Tag verbringen wir miteinander; aber des Abends begleite ich Dich in's Theater. Und dann werden wir reich und reisen in die Welt hinaus und schauen uns um. Jedoch Ach, er hätte sie dennoch vorher einmal küssen Du mußt Treue halten und mich nicht vergessen und ich können!... thue es auch nicht. Denn Du bist das herzigste Mädchen, das ich jemals gesehen und ich will Dich nie vergessen, mein geliebtes Kind. Dein ewig getreuer William." XI. Mama war nun im Ernst Wittwe geworden. An einem nebligen Märzmorgen hatte man Papa, die bösen, hellen Augen weit aufgerissen, vor der Palaisbrygge*) steif und hernach kamen die Freier, der eine stolzer als der andere, Simonsen!" der eine reicher und feiner als der andere; aber ihr Nein pfui! Ratten und Mäuse, Wanzen und Läuse; nun habe ich bekamen sie, Einer nach dem Anderen; die Leute begannen die Welt auf und ab durchsucht, nichts als Dreck, nichts als zu reden von der stolzen Jungfran, die so gute Anträge Dreck; ein Messer her; ein Messer her; bist Du mein zurückwies: jedoch endlich kam es zu Tage- sie war eben Freund, Simonsen?" D, Gott bewahre uns, Gott beihrer ersten, einzigen Liebe treu. wahre uns!" Simonsen hatte ihn die ganze Zeit über nicht aus den Augen gelassen; aber dann war es mit ihm besser geworden. Sein Geld ging zur Neige; er erhielt nicht mehr zu trinken und wurde nüchtern und ordentlich. Ich will trachten, mun nach Hause zu kommen", hatte er gesagt. Doch mit einmal war er dann verschwunden. Um fünf Uhr Ja, das war ein lieber Brief. Es war ungeheuer todt gefunden. Nachmittags hatte man ihn zum letzten Mal gesehen. Gott hübsch von ihm, daß er es so ernst nahm. Sie hatte es ja weiß, wo er sich nachher herumgetrieben; den Morgen immer gewußt, daß er ein braver Bursche sei. Nun wolle Von Elmerud herein meldete man telegraphisch, daß darauf fand man ihn vor der Palaisbrygge todt. Seine sie ihn natürlich noch lieber haben. Denkt Euch, wie nett: Holmsen„ verunglückt" sei. Jedoch Bruder Nils hatte Uhr war auf acht Minuten über eins stehen geblieben. Tag und Nacht wollte er sitzen und arbeiten, um ihretwillen, darüber seine eigenen Gedanken, und er saß bei Mama und Auch Onkel Solum glaubte, daß Papa sich selbst geum mit ihr vereint zu werden... Es dauerte ja schrecklich erzählte von Papas Ende, daß es in Fanny vor Grauen tödtet. Mama weinte. Der arme Mensch!" sagte sie ,,, im lang; sie hatte gemeint, daß sie jetzt schon verlobt seien und tribbelte. Grunde war er ja doch lieb und gut! Wenn er nur nicht daß sie gleich anfangen dürften, Brautleute zu sein. Im Es hatte in letzter Zeit schlimm gestanden um Holmsen. diesen trozigen Sinn gehabt hätte!"- Er war in einem Beginn hätte sie es wohl sehr unangenehm gefunden, reden wir schlechten Heim aufgewachsen", sagte Onkel Solum. Mama - aber wenn er ein muthiger Bursche nicht davon; aber manchmal wurde es ihm wohl zu bunt weinte noch mehr. O Gott, welche Verantwortung hat man gewesen wäre uf, er benahm sich im Grunde wie ein und da zog er nach Kristiania und betäubte sich. Solch einen für seine Kinder!" Onkel Solum schwieg. Sein ruhiges, Mädchen. Warum hatte er sie gestern Abends nicht im Thor: Bechraptus hatte er wohl auch jetzt gehabt. Aber diesmal dickes Antlitz war schrecklich ernst. einen Knaben tussen! -Er hatte bei Jungfer Aaberg gelebt als . weg füssen können, finster wie es dort war... aber pfui; war es mit ihm ungewöhnlich arg bestellt gewesen. Er hatte, es war ja viel anständiger von ihm, daß er es nicht gethan. er war ein edler Junge; er war rifterlch. Gott, wie dumm*) Palaisbrygge der Landungsplatz. Fanny war so entsetzt, daß sie nicht allein zu bleiben wagte. Der todte Mann mit den weit aufgerissenen Augen verfolgte sie überall. Des Nachts träumte sie so schwer, daß die Hälfte des angebauten Bodens von Jrland, umfassen. Jedenfalls hat eines der ant entschiedensten antirisch Die bisherige Rente dafür war 5 252 000 Pfd. Sterl., und gesinnten Londoner Blätter, das unionistische Daily eine recht rasche Annahme des Antrages zu wünschen. Im Interesse des öffentlichen Rechtsbewußtseins wäre sie ist von den Gerichtshöfen auf 4 170 000 Pfd, Sterl., Chronicle", nicht ganz Unrecht, wenn es die Bill ingrimmig als d. h. um rund 20 p Ct., herabgesetzt worden. Da der einen Beweis bezeichnet für die Birksamkeit der irischen Werth des Grundbesitzes in den letzten Jahren überhaupt Politit, eine Regierung nach der anderen durch Lärmen und gefallen ist, so wäre es absurd, wie es englische unionistische systematische Obstruktion mürbe zu machen". Blätter thun, zu sagen, daß diese 20 pCt. den irischen Bächtern, geschenkt" worden seien. Dieselben würden sie vielmehr doch sonst schwerlich, und jedenfalls nicht vollständig bezahlt haben oder auch nur haben zahlen Politische Uebersicht. können. Aber jedenfalls sind ihnen durch die Landtommission viel unangenehme Stämpfe und Weitläufigkeiten erspart worden. Berlin, den 23. Januar. Dem preußischen Herrenhause ging heute ein Gesetzentwurf zu, betreffend die Vereinigung der Insel Helgoland mit der preußischen Monarchie. Die wichtigste Bestimmung des Entwurfs lautet: " Helgoland wird in Bezug auf die staatliche Verwaltung der Provinz Schleswig- Holstein und dem Kreise Süderdith marschen sowie für die Wahlen zum Hause der Abgeordneten dem diesen Kreis umfassenden Wahlbezirke zugetheilt, aber mit dem Kommunalverbande der Provinz und des Kreises nicht ver einigt. Das in der Provinz Schleswig- Holstein geltende Recht Das ,, amerikanische Schwein" beschäftigte auch heute über die Veröffentlichung der Gefeße, Berordnungen und BerWas den Landankauf anbetrifft, so sind seit dem noch den Reichstag fast eine ganze Sigung hindurch. waltungsschriften tritt für Helgoland in Wirksamkeit. Jahre 1885, wo die auf ihn bezügliche Gesetzgebung in Kraft Herr v. Bötticher, der gestern sichtlich unter einem peinlichen Helgoland soll eine Landgemeinde bilden, auf der Insel trat, unlehensgesuche zum Zweck desselben in der Höhe von Mangel an Material gelitten hatte, war über Nacht nicht soll ein Gehilfe des Landrathes Wohnsiz nehmen, für die zuſammen 9 217 400 Bfd. Sterl. an die Kommission gestellt unthätig gewesen, und er nahm, gewappnet mit geistigen Rechtspflege soll sie dem Bezirke des Amtsgerichts Altona worden. 10 000 000 Pfd. Sterl. ist der Betrag, über welchen Waffen", in Gestalt von allerhand Notizen, die ihm einer einverleibt werden. die Kommission insgesammt verfügen kann. Davon hat sie seiner Hilfsarbeiter geliefert, den Kampf wieder auf. Gespannt 7 307 000 fb. Sterl. bereits bewilligt, und von diesen lauschte das Haus den Worten des Herrn Ministers oder Der Reichs- und Staats- Anzeiger" schreibt: 5 758 000 fb. Sterl. bereits thatsächlich ausbezahlt. Der Staatssekretärs- eine Minute lang, bis das Material kam. In einem Artikel, welcher in der„ Saale- Zeitung" vom Kaufpreis der Güter, zu deren Ankauf die Kommission jene Und dann verlängerten sich plötzlich die Gesichter; denn der 20. d. M. zum Abdruck gelangt ist, wird erzählt, daß bei 7 307 000 Pfd. Sterl. bewilligt hat, beträgt 7 440 000 Bfb. unglückliche Hilfsarbeiter hatte schlechtes Material geliefert dem Mittagsmahle des Finanzministers Miquel, welchem Sterl., so daß die Käufer durchschnittlich noch nicht den vermuthlich weil fein anderes zu haben ist. Schlechtes Seine Majestät der Kaiser beigewohnt hat, das Gespräch fünfzigsten Theil des Kaufpreises aus ihrer Tasche zu er- Material, 6. h. solches, das Jedermann, der die Thatsachen auf die Abrüftungsfrage gekommen sei, und werden in ge Legen hatten; den Rest streckte ihnen der Staat auf Roften fennt, fofort widerlegen und zerbrechen kann, wie die sperrtem Druck verschiedene angebliche Aeußerungen des der Gesammtheit der Steuerzahler vor. hatte aufhängen lassen. schlechten Bajonette, welche die englische Heerverwaltung sich Kaisers über diese Frage wiedergegeben. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß in dem ganzen Verlauf des Fest Und die schlechten Bajonette des Herrn Staatssekretärs mahls bei dem Finanzminister die Abrüstungsfrage mit wurden umgebogen und geknickt, daß es eine Luft war, keinem Worte berührt worden und Alles, was darüber in von Bebel, der in diesen guten Werk von dem Frei- dem Artikel gesagt wird, vollständig erfunden ist. Dies sinnigen Barth unterstützt ward. gilt insbesondere von den Sr. Majestät dem Kaiser in den Bebel begnügte sich aber nicht hiermit, sondern er riß Mund gelegten Aeußerungen. Die Abzahlung der zum Zwecke des Anlaufs bewilligten auch das Mäntelchen nationaler Menschenfreundlichkeit, das Das ist deutlich. Und wird allen am Militarismus Darlehen( Amortisation und Verzinsung) ist auf 49 Jahre ver- dem nationalen Krieg gegen das amerikanische Schwein um- Interesse habenden Kreisen, den Banquiers und Junkern theilt. Wenn also, um es an einem Beispiel zu veranschau- gehängt worden ist, in Fehen. lichen, der Pächter eines Grundstückes zum abgeschäßten volle Beruhigung verschaffen. Wie Herr v. Bötticher sich aus der Sache gewickelt hat, Und zu welchen Bedingungen? Dem Kauf wird die gerichtlich abgeschätzte Pachtsumme zu Grunde gelegt. Ursprünglich galt der 18 fache Betrag derselben als Kaufschilling, seitdem ist derselbe auf 17,6( 1887), 17( 1888), 16,4( 1889) der Pachtsumme gefallen und beträgt jetzt 16,7 derselben. Bachtwerth von 100 Pfd. Sterl. dasselbe anzukaufen wünscht, mag im Reichstagsbericht nachgelesen werden. Seine Aus- Die Nothstandsdebatte in der gestrigen Berliner so zahlt er dem Verkäufer 1670 Pfd. Sterl., die ihm die Kom- führungen waren unverständlich zu bemerken war aber, Stadtverordneten- Versammlung hat zu einer mission vorſchießt. Er selbst hat aber diese Summe in Raten daß über dem Kopf des Silfsarbeiters, der ihm das schlechte überraschenden Erklärung des Herrn Ober- Bürgermeisters abzuzahlen, die, Verzinsung und Amortisation eingeschlossen, Material lieferte, sich ein kleines Gewitter zusammenzog. Fordenbed geführt besagter Herr erklärte nämlich, noch bedeutend hinter dem reduzirten Bachtschilling zurückbleiben. Kein Wunder, daß sehr häufig Bauern das unter und nicht stehlen? Freilich, woher besseres oder gar gutes Material nehmen von einem außergewöhnlichen Nothstande könne der Magistrat habe die sorgfältigsten Nachforschungen gemacht diesen Bedingungen angekaufte Land schon nach einer Woche Das amerikanische Schwein ist seinen Feinden nicht die Rede nicht sein und folglich liege auch feine Veranlassung zu mit ansehnlichem Profit wieder weiterverkaufen konnten und seines Gesundheitszustandes wegen ein Dorn im Auge, son- außergewöhnlichen Maßregeln vor. Gleich nachher sprach der daß die Landankaufs- Bill einen guten Klang bei den irischen dern weil es billiger ist als das nationale Schwein, Herr Ober- Bürgermeister von dem„ harten Winter", der Bauern hat. Und daß es nicht zum geringsten Theil die besser- und nicht Rücksicht auf den Gesundheitszustand der deutschen gleich anderen Umständen viel Noth und Sorge hervor fituirten Bächter waren, die von den Wohlthaten der Bill Konsumenten, sondern Rücksicht auf den Gesundheitszustand gerufen habe". Aber liest denn Herr Fordenbed keine Gebrauch machten, geht aus dem Umstande hervor, daß von des Geldbeutels der deutsch- national en Schweinezüchter ist es, Beitungen? Er selbst im warmen behaglichen Belzmantel, den fälligen Abzahlungsbeträgen im Ganzen nicht mehr als was den Kreuzzug gegen das amerikanische Schwein veran mit genügendem Kohlenvorrath zur Herstellung einer sommer 2554 Pfd. Strl. rückständig sind. lichen Temperatur wird ja wohl nichts verspürt haben, allein in jeder Zeitung hätte er doch lesen können, daß der heurige harte Winter" ein außergewöhnlicher" ift daß der Frost außergewöhn ich" hart und andauernd ist, und daß in diesem Jahrhundert höchstens ein Winter gewesen ist, der mit dem heurigen an Strenge und Dauer der Kälte sich messen kann. Und daß ein solch außergewöhnlicher Winter auch einen außergewöhnlichen Nothstand hervorbringen muß, das ist doch ebenso selbstverständlich, als daß Jemand, der einen Schlag empfängt, auch Schmerz empfindet. laßt hat. Die Balfour'sche Landbill will nun das so begonnene Das läßt sich aber nicht sagen. Wert auf erweiterter Basis fortseßen. Die Landlords, die Die Abstimmung war eine namentliche. Und wie es Anfangs über Raub und Mord schrieen, haben nämlich an in diesem Reichstage zu erwarten war, der Geldbeutel Winter dem Landankauf ebenfalls Geschmack gefunden. Statt sich der deutsch- nationalen Schweinezüchter siegte wie vorige mit den Pächtern fernerhin herumärgern zu müssen, kriegen Woche der Geldbeutel der Brotvertheuerer. fie sofort baares Geld, und sobald sie nur davor geschützt 106 Gegnern der Fleischvertheuerung standen 133 Anfind, zu billig verkaufen zu müssen, ist alles andere schön wälte derselben gegenüber. und gut. Dem sieht denn auch wirklich die Balfour'sche Landbill vor. Immerhin, denkt der irische Bauer, wenn nur der Staat mir das Geld um so billiger vorschießt. Die Bill will zwar die lokalen Steuerverträge in Irland zum Theil als Garantiefonds für die pünktliche Abzahlung der Darlehne herangezogen wissen, aber darüber wird sich noch handeln lassen, im Nothfall, wenn der Landankauf selbst erst im Reinen ist. Um so begreiflicher ist der Widerstand der englischen Radikalen gegen die Balfour'sche Landbill. Es ist eine böse Erbschaft, die ihnen da in's Nest gelegt wird. Nicht nur daß sie, wenn ihre Hoffnung sich erfüllt und sie zur Regierung fommen, unter solchen Umständen nicht als Wohlthäter, sondern als Zinseneintreiber den irischen Bauern gegenüberzutreten haben, haben sie von der mit englischem Gelde geschaffenen irischen Gentry" auch den heftigsten Widerstand gegen ihre Single Tag" 2c. Pläne zu erwarten. Aber was fümmern ihre Schmerzen Herrn Parnell? Er st die Landankaufs- Bill und dann Homerule, erklärt er fategorisch, und die obigen Zahlen mögen als Illustration zu der Frage dienen, ob nicht die irischen Bauern wirklich in der Lage sind, mit dem Letzteren noch ein Weilchen warten zu können. Eines Tages tam aus Elmerud ein Packet an Fanny. Bugleich erhielt sie einen Brief; derselbe war von Tom und lautete wie folgt: ,, Liebe Fanny! hat Das deutsche Volt wird sich seine Leute betrachten und hoffentlich recht bald- Musterung halten. folgenden Antrag eingebracht: Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages Der Reichstag wolle beschließen, dem nachstehenden Entwurfe eines Gesezes die verfassungsmäßige Zustimmung zu er theilen: " 27 Es ist wirklich Schade, daß Herr Forckenbeck diesen Winter nicht einmal eine Reise nach Paris und zwar ohne Belzmantel- gemacht und einigen Sigungen des bortigen Stadtverordneten- Kollegiums, genannt Munizipal §1. Zuwiderhandlungen gegen Bestimmungen des Ge- rath beigewohnt hat. Und auch die Mehrzahl der Herren fetzes gegen die gemeingejährlichen Bestrebungen der Sozial Stadtverordneten, die leichten Herzens in wohlgeheiztem demokratie, sowie Zuwiderhandlungen gegen die auf Grund Saal also sicherlich unverfroren über die Petition desselben Gesetzes erlassenen Anordnungen von Behörden sind der frierenden Arbeitslosen zur Tagesordnung übergingen, nicht mehr strafbar. Die wegen derartiger Zuwiderhandlungen sollten einmal nach Paris geschickt werden oder wo schwebenden Strafverfahren sind einzunellen.§ 2. Die auf anders hin. Grund des§ 7 oder des§ 14 des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie beschlagnahmsten In Berlin bestreitet Herr v. Fordenbeck das für jeder Gegenstände( Vereinstafsen, für Zwecke des Vereins bestimate mann offenkundige Elend, während in Köln statistisch eine Gegenstände, Druckschriften, Platten und Formen) sind, soweit diese Gegenstände nicht vernichtet sind, den Personen, aus deren noch nicht dagewesene Noth konstatirt wird. Ein Kölner Besiz oder Gewahrsam diese Gegenstände entnommen sind, Telegramm des Bureau„ Herold" meldet hierüber: oder deren Rechtsnachfolgern auf deren Verlangen zurückzutgeben.§ 3. Die auf Grund der§§ 23 und 24 des Gesezes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemo fratie ausgesprochenen Beschränkungen der Gewerbefreiheit werden aufgehoben.§ 4. Dieses Gesez tritt mit seiner Vertündung in Kraft. Laut Erhebungen bei den Rölner Orts- Krankenkaffen be trägt die Zahl der Beschäftigungslosen in Köln 18 145. Die städtische Kommission stellte fest, daß der Mothstand hierselbst nie vorher so groß gewesen, wie gegenwärtig. Die Stadtverordneten- Versammlung beschloß, sämmtliche Arbeitslosen gegen einen Tagelohn von 1/2 Mart zu beschäftigen. Bursd Mama sie wecken mußte. Ihr dünkte, sie sehe Papa als Mama schnaubte vor Erbitterung. Gerade als ob ich abgenutzt und häßlich, allein es that dennoch gute Wirkung. Leiche; er ging mit steifen Bewegungen in einer niedrigen nicht existirte!" sagte sie, Jungfer Aaberg meint wohl, ich und nun sah es hier wirklich hübsch aus; Mama wünschte Etube herum und fluchte. Oder sie hörte ihn in einem glut- tönne nicht einmal ein Kleid nähen". Allein der Kleider: blos, sie könnte sich jetzt endlich Ruhe gönnen.„ Ich bin alt heißen Backofen fürchterlich stöhnen. stoff war jedenfalls willkommen. genug dazu," sagte sie, und seitdem ich von Fredheim fortDiesen Frühling zogen sie aus; die Dunkelheit ging, habe ich nichts gethan als ausziehen." undd der Speisengeruch in der alten Wohnung waren nicht Es war schlimm, so weit von William fort auszuhalten, fand Mama. gekommen zu sein. Sie, die früher mit ihm unter einem Aber stets mußten sie in einem Vororte leben. Die Dach gewohnt hatte, und nun lag eine ganze HauptDas war eine schreckliche Zeit für uns, kleine neue Wohnung lag ganz oben auf Hägdehougen, gegen stadt zwischen ihnen. Aber Gott sei Dank, jie hatte seine Schwester, da wir auf einmal so rasch unseren theueren, über Uranienborg; es war eigentlich schon auf dem Lande; Briefe. Ach, wie herzig er schrieb! Mein schönes Kind", geliebten Bater verloren, der so gut gegen uns gewesen, Uranienborg mit seinem Kieferwald machte, daß sie Kristiania„ mein blauäugiger Engel", ich bin für ewig Dein",„ nie und nun stehen wir hilflos und verlassen da und haben nicht einmal sahen. kann ich Dein vergessen,"" mein Herz gehört Dir und niemand außer Gott und unsere Mitmenschen, um uns zu Friedlich und hübsch war es hier. Das kleine, ein- niemand außer Dir soll es haben, nein, und wäre es auch stützen. Bapa gedachte auch Deiner in der letzten Zeit; stöckige Holzhaus lag in einem Garten versteckt. der auch während er schrieb Dir ein paar Worte mit Bleistift, die wir aber wohnung, die sie gemiethet hatten; sie brauchten also Nie- der Pausen; plöglich hob er den Kopf über die Planke. jezt nicht finden können, und er wollte Dir auch etwas mand zu geniren. Die wahre Liebe kann übrigens durch Trennung nicht er Geld schicken, für welches wir nun schwarzen Kleiderstoff Sie hatten zwei kleine Zimmer und einen Alfoven. löschen, sondern nur wachsen; das hatte Fanny in ver gekauft haben, den wir Dir senden; Du mußt mit dem Das kleinere Gemach besaß einen Heerd und sollte als schiedenen Büchern gelesen. selben vorsichtig umgehen, liebe Fanny; denn vergiß nicht, Küche dienen, das größere, ein langer Raum mit Fenstern Mama besaß in dieser Gegend viele Kunden oder daß es das letzte ist, was Du von Papa erhältst. Wir auf einer Seite, wurde Wohnstube und zugleich Schlaf, Freundinnen, wie sie sie nannte; sie war ja teine haben den Rock extra abgerissen, damit Du ihn recht groß Speise und Arbeitszimmer. gewöhnliche Näherin. Einzelne dieser Freundinnen waren bekommst; schneide ihn nur auf keinen Fall in Zwickeln Hier wurde das Bett, der Nähtisch und die Kommode sehr fein; die Fran Assessorin konnte Mama sogar mit zu; denn wenn Du ihn dann einmal stürzen willst, so untergebracht. Außerdem die drei Holzstühle. Die Wand eigenem Pferde holen. Fan durfte hie und da in ihrem kannst Du ihn da nicht mehr verwenden. Lege oben ein über der Kommode wurde mit Photographien dekorirt, dar neuen Kleid Mama in die guten Familien begleiten. Da Stück ein, damit der Schoß sich später einmal verlängern unter eine, die bisher versteckt gelegen: Papa und Mama bekam sie auch Freundinnen. Mit Grethe Magnesen wurde läßt. Den Leib mache nur recht groß; Stoff hast Du als Verlobte. Die Kommode selbst wurde durch allerlei Nipp- sie besonders vertraut. Es war ausgemacht, daß auch Grethe genug dazu. Wir wünschen nicht, daß irgend ein be- sachen belebt: Papa's altes Schreibzeug aus Porzellan, ein zum Theater sollte. sonderer Buzz darauf sei, sondern nur zwei hübsche breite schadhaftes Liqueurservice aus der Fredheimer Zeit; ein großer, Bald waren Fanny und Grethe tagtäglich beisammen. Schleifen rückwärts; aber jedenfalls alles recht groß, vergoldeter Gau- de- Cologne- Flacon; Fanny's Puppen- Thee Fanny unterhielt Grethe mit Geschichten aus den Koulissen damit Du rechten Nuzen davon haft. Futter und geschirr; eine Schäferscene in Gips, welche Ontel Solum ge- und Grethe erzählte Fanny von ihren vornehmen Ver Zugehör folgen, sowie 1 M. für Beschuhung. Ich werde schenkt. Diese Sachen wurden um den alten kostbaaren wandten. Sie hatte einen Onkel, der Oberstleutnant war; Dir später mehr von Papa's Tod schreiben; aber jetzt Toilettenspiegel gruppirt und nahmen sich gut aus. Ein paar außerdem hatte sie einen Vetter, der Oberstleutnant werden bin ich so verstört, daß ich es nicht kann. Lea verfiel in tahle Wandflächen wurden mit Hilfe einer Lithographie sollte; vorderhand war er Kadett und machte ihrer Schweſter Krämpfe, als sie davon hörte. Papa soll am 20. d. M. und einer alten Zeitungsmappe zugedeckt. Schließlich war den Hof. Er hieß Horn. „ Er ist übrigens auch gegen mich hier begraben werten. Grüße Mama. Nun muß ich es blos der Fußboden, der etwas leer aussah; die drei ungeheuer liebenswürdig", fügte Grethe bei. für diesmal schließen, mit herzlichen Grüßen von deinem Holzstühle füllten nicht recht. Wenn Du nun mit dem ( Fortsegung folgt.) betrübten Bruder vielleicht ahnte er, daß seine Tage bald um seien. Denn diesem führte eine Treppe außen hinauf in die Dach- sie ihn täglich bei der füße Junge! Und dann sah " Tom Holmsen." Mama wurde der Todesfall telegraphisch gemeldet. Schaute stuhl heranrücktest, den Du Mama einmal schenken wolltest, Fanny!" Jedoch es wurde besser, als Mama sich von Bruder Nils ein altes Sopha auslieh. Es war Die„ Kölnische Zeitung" läßt sich aus Gent( Belgien) Will sich Berlin wirklich von Köln beschämen lassen?| schiveres Grubenunglück durch schlagende Wetter] Das mindeste, was sofort geschehen muß, ist, daß Herr statt. Die Zahl der Todten wird auf 150 ge unterm 19. Januar schreiben: D. Fordenbeck und sein Magistrat eine statistische Erhebung chäzt; bei: Abgang der Depesche waren vornimmt, um zu beweisen, daß er Recht hat. Was die erst 6 Leichen geborgen. Arbeitslosigkeit in Köln anlangt, so ist sie wahrscheinlich größer, als die telegraphisch gemeldete an sich enorme Zahl. Dies geht schon daraus hervor, daß jedenfalls nur unter den den Orts- Krankenkassen angehörenden Arbeitern 13 145 Nothleidende nachgewiesen wurden; dazu kommen noch die anderen Kassen angehörenden und die überhaupt nicht verficherten Nothleidenden. Die schweizer Zeitungen beschäftigen sich nach Meldung des Berliner Tagebl." lebhaft mit dem Fall des Ingenieurs Sangartner, welcher wegen angeblicher Beschimpfung des deutschen Kaisers, die er in Kaiserstuhl auf schweizer Gebiet begangen haben soll, auf deutsches Gebiet gelockt, dort verhaftet und wieder freigelassen wurde. Bisher hat der Bundesrath sich mit dem Fall nicht befaßt, weil von der Herr Zacher, der früher dem hiesigen Polizeipräsidium Seite Hangartners noch keine Beschwerde vorliegt. unterstellt war und im Auftrage seiner Vorgesezten ein sich Nähere Mittheilungen über die Nationalität des durch Phantasie auszeichnendes Buch über die deutsche Ingenieurs fehlen, so daß vorerst ein Urtheil nicht möglich Sozialdemokratie geschrieben hat, ist in das Reichs- Ber- ist. sicherungsamt berufen worden. Hält man die Thätigkeit bei der politischen Bolizei für den richtigen Vorbereitungs- Baumeister und Künstler, ist gestorben. Vom einfachen Dombaumeister Schmidt in Wien, einer der ersten dienst für sozialpolitische Beamtungen?? Steinmeßen am Kölner Dom hat er sich zur ersten Autorität Gine katholische Leuchte, Professor Schroers der gothischen Baukunst heraufgearbeitet. Das wohl größte, in Bonn, ließ neulich sein Licht über die soziale Frage im sicherlich schönste Rathhaus dieses Jahrhunderts hat er in Allgemeinen und die Frauenfrage im Besonderen leuchten. Wien erbaut. Er war auch ein ausgezeichneter Redner und Nachdem er festgestellt, daß das einzige wissenschaftliche" Lehrer. War er auch in seinen politischen Anschauungen Wert der Sozialdemokratie die Frau" von Bebel sei, und konservativ, so gebührt ihm doch auch an dieser Stelle ein daß dieses einzige wissenschaftliche Werf nichts als dummes Wort des Andenkens. Beug enthalte, gab der gelehrte Mann( nach dem Bericht " Die liberalen Studirenden der hiesigen Universität haben an die ganze akademische Jugend des Landes, welche den Grundsätzen der Freiheit und einer gesunden Demokratie huldigt", eine Einladung zu großen internationalen Festlichfeiten ergehen lassen, die am 1. und 2. Februar d. J. hier stattfinden sollen. Der erste Tag soll einem akademischen Kongres gewidmet werden, für welchen folgende Tagesordnung auf gestellt ist: 1. Politische und pädagogische Fragen, und zwar, a) Verbesserung des Wahlsystems; b) Verwahrung gegen die Bestrebungen des Klerikalen Ministeriums hinsichtlich des höhern Unterrichts; c) Errichtung einer Fakultät oder von Lehrstühlen für soziale Wissenschaften. 2. Mittel, die liberale akademische Jugend fefter untereinander zu verbinden und ihre wissenschaftlichen und politischen Bestrebungen zu unterstüßen, und zwar a) Bildung eines liberalen Bundes belgischer Studenten; b) Veranstaltung regelmäßiger Jahresversammlungen der liberalen belgischen Studenten; c) Gründung eines allgemeinen Vereins in jeder Universitätsstadt, der unter den Schutz der Professoren und maßgebender politischer Persönlichkeiten au stellen ist; d) Gründung einer wissenschaftlich akademischen Beitschrift." Hierzu bemerkt das rheinische Blatt: " : Der präsumptive belgische Thronerbe, Prinz Balduin, ist heute Morgen plötzlich gestorben. Der schwedische Reichstag ist am 20. d. Mts. mit einer Thronre de eröffnet worden. In derselben werden Entwürfe für ein Unfallversicherungs- und KrankenkassenGesetz angekündigt. Die Vosfische Zeitung" läßt sich heute aus Krakau telegraphiren: In den Kohlengruben bei Sosnowice( Russisch Polen) stellten 2000 Bergarbeiter die Thätigkeit ein. Dies ist der erste Ausstand in Rußland. Zur Verhütung von Arbeiter unruhen sind einige Sotnien Kosaten aufgeboten worden. Der tägliche Verlust, welchen die Grubenbefizer erleiden, beträgt 14 000 Rubel. Die akademische Jugend Belgiens scheint sich mehr mit Dingen zu befassen, die einem ernsten akademischen Studium fernliegen sollten, als mit dem letztern selbst. Freilich giebt es ja auch in Deutschland Leute, welche der studentischen Jugend einen Vorwurf daraus machen, daß sie nicht mit Hand anlege zur Bekämpfung der umstürzenden Ideen der der Bonner Bolts- Zeitung" vom 20. d.) folgende Weisheit ein Dekvet vorgelegt betreffend die Errichtung eines Der französische Handelsminister hat dem Minifierrath Sozialdemokratie. Unseres Grachtens soll die Studentenschaft in feiner Weise eine parteipolitische Thätigkeit entfalten. zum Besten: Etwas spät kommt die Kölnische Zeitung" zu dieser ragender Weise bemerkbar gemacht; es fei nur an die große toren Jules Simon, Challemel Lacour und Tolain, die Meinung. Früher wußte sie stets ihre Spalten zu füllen " Bei allen Revolutionen hat sich die Frau in hervor höheren Arbeitsrathes, welchem unter Anderen die Sena französische Revolution im vorigen Jahrhundert und an den Deputirten Léon Say, Thevenet und Graf Mun, und als mit den politischen Demonstrationen der deutschen StudentenAufstand der Kommune in Paris im Jahre 1871 erinnert. Vertreter der Arbeiter Delahaye angehören sollen; den Vor- schaft. Als wenn es sich um hervorragende Ereignisse handeln würde, hat das Weltblatt" am Rhein jedes TeleWird die Frau aus ihrer Familie geriffen, so lösen sich die sitz im Arbeitsrath wird der Handelsminister führen. Familienbande und mit der Familie steht und fällt Staat und Das wird ein nettes Institut werden, dem Vertreter gramm deutscher Studenten an Bismarck und Moltke, jeden Gesellschaft. Die soziale Bewegung unserer Tage hat haupt des Baron Rothschildt( Léon Say), des Papstes( Graf Mun), Salamander auf Stöcker registrirt. Nun aber einmal, liberale" fächlich jene Frauenkreise ergriffen, welche sich durch gewerbliche dann Leute wie Jules Simon, Challemel Lacour ze. zc. und Studenten Beschlüsse fassen, die dem„ nationalliberalen" Thätigkeit ihren Unterhalt verschaffen müssen, also die kleinen Sohn ein Wertreter der Arbeiter, aber nicht der Arbeiterpartei Blatte unbequem find, hält sie politische Aeußerungen der arbeiterinnen und die Fabritarbeiterinnen. Die Ursachenfdieser Be( Delahaye) angehören wird. Man sollte doch lieber dieses Studentenschaft für unpassend. Es geht eben nichts über wegung find mannigfacher Art. Obwohl mehr Knaben als Mädchen geboren werden, ist die Zahl der Männer doch geringer als die Inftitut offen Unternehmerrath nennen. Die Arbeiter werden die Konsequenz des Nationalliberalismus. der Frauen; auf 1000 Männer awischen dem 20. bis 30. Lebens: fich ja ohnedies durch derartige Projekte keinen Sand in die jahr tommen in Deutschland 1054 Frauen; in den 30er Jahren Augen streuen lassen. gestaltet sich dies Verhältniß noch ungünstiger für die Männer. Bon 1000 Frauen sind also schon 54 zur Ghelosigkeit verurtheilt. Herr Jules Simon, dem sein Gewissen schlägt, daß Die mannigfachen Gefahren bei der Berufsarbeit, Krieg und er aus einem Mitglied der Internationalen ArbeiterAuswanderung bewirken es, daß die Zahl der erwachsenen Assoziation ein gemeiner Handlanger des Kapitalismus geFrauenspersonen noch bei Weitem gerade die der heirathsfähigen worden ist, veröffentlicht jetzt Memoiren, und dichtet sich Männer übersteigt. Dazu kommt die in erschreckendem Maße allerhand Thaten an, die er nicht gethan hat. So bezunehmende Ghelosigkeit vieler Männer; 10 pet. derfelben hauptet er u. A., er habe 1871 für die gefangenen und vera bleiben unverheirathet, was besonders in den großen Städten der Fall ist; daher das gewaltige Frauenproletariat in den folgten Kommunarden viel gethan, und ihr 2003 auf jede Großstädten. Die zunehmende Chelojigkeit ist ihrerseits zum Weise zu mildern gesucht. In der gestrigen„ Bataille" großen Theil bedingt durch die vielfach verkehrte Erziehung der wird ihm nun nachgewiesen, daß er hier gelogen hat. InsMädchen, besonders aus den mittleren Ständen. Denn nicht besondere wird ihm sein schändliches Benehmen gegen den für die Häuslichkeit, sondern für den Salon werden tapferen und gelehrten Elys e Réclus vorgehalten, der in viele Bürgerstöchter erzogen; fein Wunder, menn ein Breft für seine Mitgefangenen eine Schule mit einer Mann eine solche Puppe nicht heirathet. Das find die kleinen Bibliothek errichtet hatte. Wohlan, auf VerGrundübel der Frauenfrage, an denen wir franken. Durch Ge anlassung des Herrn Simon, der sich neuerdings wieder fete und polizeiliche Maßregeln ist diesem Uebelstande nicht abzuhelfen, wie die Geschichte des heidnischen Rom darthut, als ein großer Apostel des Friedens und der Humanität rvelches hieran hauptsächlich zu Grunde ging. An dieser Stelle aufzuspielen liebt, wurde diese Schule geschlossen und die hat namentlich die Thätigkeit der Kirche einzusehen. Am meisten Bibliothek tonfiszirt. Das genügt. betroffen von diesem Uebel sind die Töchter der fleineren Geschäftsleute und Handwerker. Dieselben können nicht als Dienstboten austreten und werden vielfach ohne gesicherte Existenz in das Leben hinausgestoßen. Darin liegt auch der Grund, weshalb die weiblichen Orden in den letzten Jahrzehnten so gewaltig an Mitgliederzahl wie noch nie vorher zugenommen haben; diefe Ordensgenossenschaften rekrutiren sich gerade aus den angedeuteten Mittelständen. Hier hat die Kirche schon mächtig zur Linderung des sozialen Glends beigetragen. In geradezu großartiger Weise ist einst im Mittelalter die Frauenfrage von der Kirche gelöst worden. Im 12. und 18. JahrRiga, den 9. Januar 1891. Geehrter Herr! hundert hatte Deutschland eine gewaltige soziale Krisis durch Handelsverträge in Europa besitzen. Ob wir aber auch zumachen. Damals bildete sich im Deutschen Reiche ein selbs gleichzeitig einem Umschwunge der Zollpolitik entgegengehen, mit einem aus London datirten Kabeltelegramm, das folgenderSoeben erhalte ich aus New- York einen Zeitungsausschnitt ständiger Handwerkerstand, was von schiveren Kämpfen und wird erst in einiger Zeit flar werden. Ginzelne Staaten, maßen lautet: tiefen wirthschaftlichen Umwälzungen begleitet war. Auch in so z. B. Frankreich, wollen noch immer nicht von der Hoch- Biebknecht behauptet, daß der frühere New- Yorker sozialistische jener Zeit der größten sozialen Krisis, die Deutschland bisher Schutzzollpolitik ablaffen. Jedenfalls kann über die Gestalt Redakteur und Agitator Sergius G. Schewitsch, nur ein Spizel zu überstehen gehabt hat, trat sofort die Frauenfrage in den der fünftigen Zollpolitik der europäischen Staaten nicht der russischen Regierung gewesen sei und gegenwärtig in Riga in Bordergrund. Die Kirche verstand es, hier mit einem Schlage früher klar geurtheilt werden, bevor uns mindestens der geheimen Diensten des Baren steht." Wandel zu schaffen. Sie rief große VersorgungsEntweder haben Sie nun die obige Aeußerung nicht Anstalten für die unverheiratheten Arbeite- deutsch- österreichische Zollvertrags- Entwurf vorliegt. gethan und dann werden Sie ja zweifelsohne die Sache aus sinnen ins Leben: die sogenannten Beguinenhäuser Der Liberalismus, welcher in England ebenso be eigenem Antriebe richtig gestellt haben, oder Sie haben die stalten, in denen weltliche Arbeiterinnen Wohnung, Licht und scheiden ist, wie in anderen Ländern, jubelt über den Ausfall obige Anklage gegen mich die infamite, die es geben tannHeizung fanden und an deren Spige eine selbstgewählte Meisterin einer Ersazwahl, und erhofft davon, wie seit der Wahl wirklich in die Welt geschleudert, und dann darf ich wohl von steherin war ein Geistlicher zur Seite gestellt. Die Frauen waren lichen Meinung." Inzwischen arbeitet der brave Parnell mir die Gründe- oder doch wenigstens die Schatten solcher fand, also Genossenschaften von Fabritarbeiterinnen. Der Vor dieses Parlaments alltäglich, einen Umschwung der öffent einem Manne, der, wie Sie, eine verantwortliche Stellung in der größten Bewegung unserer Zeit einnimmt, erwarten, daß er auc frei in ihrer Arbeit, hatten blos für ihren Lebensunterhalt mit wahrhaft fieberhafter Thätigkeit für die Tories. Um Gründe angebe, die ihn zu einer solch schwerwiegenden Aeuße zu sorgen, waren den Regeln der Anstalt unterworfen, fonnten die Sache Jrlands nach Möglichkeit zu diskreditiren rung getrieben haben mögen. Daß ein Wilhelm Liebknecht eine aber jederzeit austreten. Diese Einrichtung hat in der sozialen und dem armen Gladstone die Parteiführerschaft derartige bodenlose Verleumdung gegen irgend einen seiner GeBewegung des Mittelalters eine große Rolle gespielt. In Köln gab es z. B. 131 solcher Anstalten, in Frankfurt a. M. 57, in vollends zu verleiden, trägt er jetzt den irischen Bant sinnungsgenossen leichtsinnig aus der Luft greifen könnte, tann, immer vorausgesetzt, Sraßburg 60, alle standen unter der Hut und Aussicht der in das Unterhaus und die, früher so festgeschlossene will ich nicht glauben. In diesem Falle, allerdings an Stärke daß Sie den obigen, für Jeden, der mich persönlich fennt, Kirche. Am meisten entwickelte sich das Institut der Beguinen- irische Brigade ist nun in zwei häuser in Belgien, dem Hauptindustriestaat damaliger Zeit. nicht gleiche Hälften getheilt, welche zum Gaudium des geradezu lächerlichen Bericht ausgeschickt haben, muß ich glauben, daß Sie irgend einer, vielleicht plausibel klingenden Gindie soziale Bewegung in unseren Zagen konservativen Ministeriums und aller Feinde des irischen Hüfterung einer meiner Feinde, deren ich mir im Laufe meiner die gleichen Ursachen hat wie damals, würde Volkes den berühmten Kampf der beiden Kilkenny- Ragen 12jährigen Thätigkeit in Amerika genug erworben habe, ein mur dasselbe Heilmittel, heute angewandt, feine aufführen. zu williges Ohr geliehen und selbst irre geleitet worden sind. In wirtung wohl nicht verfehlen. Man hat ja bereits So sehr wir dies im Interesse der schönen und unglück diesem Glauben ersuche ich Sie dringend und bestimmt, mir mit der Gründung von Arbeiterinnen- Hospizen den Anfang gemacht; sie sind nicht das, was die Beguinenhäuser des Mittel- lichen„ Smaragd- Insel" beklagen müssen, so können wir doch offen und ohne Umschweife, umgehend mittheilen zu Zugleich will alters waren; sie sind nicht korporativ organisirt. Wie alles, nicht umhin, den Frländern selbst die Hauptschuld beizumessen, wollen, wie sich's um die Sache verhält. so müssen sich auch die Arbeiterinnen heutzutage genossenschaft daß es so lommen konnte. Ohne den leidigen Personenfultus, der ich Ihnen im Nachfolgenden in möglichster Kürze Giniges über lich organisiren. An der Lösung der sozialen Frage müssen aus Parnell einen Halbgott machte, hätte dieser ebenso talent meine Person, wie auch über die Verhältnisse, die meine Abreise von Amerika veranlaßten, mittheilen, um Ihnen einen flaren Teneben der Kirche alle gaien mitwirken, das ist prattische Sozial- volle als gewissenlose Intrigant niemals den Einfluß ge- Einblick in die Sache zu gewähren. politit. Nur dann wird die gewaltige Bewegung in friedlichen winnen tönnen, welchen er jetzt zum Ruin der Sache, für Ich muß vorausschicken, daß die gegen mich geschleuderte Bahnen bleiben und zur allseitigen Befriedigung ihre Erledi- deren Hauptvertreter er galt, mit heroftratischer Bosheit Verleumdung um so infamer ist, als mir unter gegenwärtigen gung finden." mißbraucht. Jeder Parteiführer", der nicht einfacher Verhältnissen die Möglichkeit einer offenen und freien GrDies der Bericht. dev Partei soldat ist und nicht jeden Augenblick bereit, sich flärung ich sage Grilärung, nicht Bertheidigung, denn Wir stellen fest, daß ein deutscher Professor zu behaupten der Mehrheit seiner Genossen zu fügen, muß als Feind feiner einer solchen bedarf ich nicht, fast gänzlich genommen ist. wagt, die heutige soziale Bewegung habe die gleichen Ur- Partei betrachtet, und, je früher desto besser, bei Seite geschafft mein Name in Rußland, namentlich in Petersburg, so auch jetzt Nun zur Sache. Ich will zunächst bemerken, daß, so weit sachen, wie die soziale Bewegung des Mittelalters, als der werden. Geschieht es nicht, so sind Folgen wie die, unter mein Name in Rußland, namentlich in Petersburg, so auch jetzt hier, in Riga, bekannt ist, das gegen mich ausgestreute AmmenSandwerkerstand sich herausbildete". welchen jetzt die Sache der Irländer zu leiden hat, unvermärchen nicht anders als mit homerischem Gelächter aufgenommen in Riga, bekannt ist, das gegen mich ausgestreute Ammenwerden dürste. Die Familie, der ich angehöre, ist nicht von dem Holze geschnigt, verehrter Herr Liebknecht, aus dem man Spione macht! Allerdings ist in einer solchen Familie auch ein Sozialist etwas Ungewöhnliches und ich habe deshalb auch manche Unbill erbulden müssen, daß ich aber zu guter Legt deswegen von einem Vertreter des Sozialismus ein Spion" geschimpft werde, das ist denn doch eine Fronie des Schicksals, die tomisch wäre, wäre sie nicht so traurig. Als ich im Jahre 1877 Rußland verließ, war es feine Flucht, denn es lag gegen mich nichts greifbares Politifches" vor, sondern ich that diesen Schritt aus privaten und Familienrücksichten, deren näbere Grörterung nicht hierher gehört. Die Nachricht beweist, daß die gleichen Ursachen überall die gleichen Wirkungen erzeugen und dies unter allen Regierungsformen, unter der Republik ebenso, wie in der parlamentarischen und absoluten Monarchie. Uebrigens irri Tante Boß gewaltig, wenn sie diesen Ausstand den ersten Die französische Regierung hat mit der Kündigung in Rußland nennt. In Lodz( russisch Polen) und in Großder Handelsverträge begonnen, gleichzeitig hat sie der rußland 2c. kamen schon früher troß der auf Arbeitsein Schweiz und Belgien und wohl auch den anderen Vertrags- stellung gesetzten barbarischen Strafen große Streits vor. staaten die Verträge auf den 1. Februar 1892 gekündigt. Die Schweiz und Belgien müssen jetzt auch ihre übrigen Von Herrn Schewitsch ist dem Chefredakteur des Berträge fündigen, da wegen der fast allen Handelsverträgen Vorwärts" eine Zuſchrift zugegangen, die wir mit den angefügten Meistbegünstigungsklausel man nur so freie Hand von ihm selber gewünschten Auslassungen hier zum Abdruck beim Abschlusse neuer Verträge bekommen kann. Allem An- bringen: scheine nach dürften wir vom Jahre 1892 ganz neue oder Konvente. Es waren das keine Orden, sondern AnUnd wir stellen des weiteren fest, daß dieser nämliche meidlich. deutsche Professor, welcher sich berufen glaubt, der Sozial Num auch der Parnellskandal wird verwunden demokratie Vorlesungen über die soziale Frage zu halten, in werden, und der Troft bleibt uns, daß die Irländer für das der Stiftung von Versorgungshäusern, nach Art Lehrgelb, welches sie jetzt bezahlen, auch etwas lernen, und der alten Beguinenhäuser, die Lösung der sozialen Frage, daß aus der alten Homerule- Bewegung, die nicht mehr zu wenigstens für die Frauen, erblickt. Herr Prof. Schroers retten, eine neue und lebensträftige Bewegung hervorgilt aber, wie gesagt, unter den Katholiken für einen Stern wachsen wird. der Wissenschaft und sogar für einen Stern erster Größe. da kann man sich ungefähr vorstellen, welche Angst wir vor Die Frankfurter Zeitung" meldet nach einer Depesche den geistigen Waffen" haben, mit denen das Zentrum gegen der„ Poſt" aus Brüffel: Frère Orban sprach sich auf der uns Frattionsfigung seiner Partei für ein Zusammengehen mit „ Schußtruppen" in Afrifa empfinden, wenn irgend ein en ber Regierung behuss Durchführung einer mañvollen Reder Kultur nicht belecter Negerstamum mit Knüppeln Kinderbogen angerückt fommt. und Meine Thätigkeit in Amerika dürfte auch Ihnen, theilweise aus eigener Anschauung, bekannt fein. Wie lächerlich vision der Verfassung aus. In politischen Kreiſen er es wäre, dieser Thätigkeit auch nur einen Schatten, jener regt diese Stellungnahme Aufsehen. Bei uns gar nicht, Merkmale anzudichten, welche die Methoden eines Spions wir meinen, daß Liberale und Ultramontane immer einig tennzeichnen, dürfte, ganz abgesehen von meiner Person, Jedent Misind, wenn es sich um die Rechtloserhaltung der Arbeiter einleuchten. Ich will von dem allgemeinen Charakter meines Auftretens nicht sprechen, wie auch von der Frage absehen, wozu In Gelsenkirchen sand nach einer um 6 Uhr 35 nuten Nachmittags an uns abgesandten Privatdepesche ein handelt. in aller Welt die russische Regierung in Anerita(!) Geld für hängigen Agitators oft ist. Diese Erwägungen, wie auch namentlich die einen Spitzel ausgeben sollte, der ja in diesem Falle ein agent Rücksicht auf das Glück und die Gesundheit meiner Frau, die fairness( Gerechtigkeit und Unbefangenheit) in dieser Sache Durch Abdruck des Vorstehenden haben wir unsere provocateur hätte sein müssen. Ich gebe Ihnen nur Folgendes unter der Unsicherheit und den Aufregungen der letzten Jahre auf's Unzweideutigste bewiesen. zu bedenken: einer der Hauptvorwürfe, denen ich in New- York viel zu leiden hatte, bewogen mich, wenigstens den Versuch zu von Freund und Feind ausgesezt war, bestand in wagen, das mir Zukommende wieder zu erringen und mir eine Daß die Kabelnachricht, auf welche Herr Schewitsch meinen aristokratischen Neigungen", darin, daß ich unabhängige Stellung zu sichern. Ich ging nach Europa, aber Bezug nimmt, falsch war, das wissen die Leser des fast mit Niemand unter den Gesinnungsgenossen persönlich bevor ich ging, fegte ich in der New- Yorker Presse in vielen Vorwärts", und ist von dem ehemaligen Organ des Herrn verfehrte und mich auf die Redaktionsarbeit und Halten von Interviews den 3wved meiner Reise wahrheitsgetreu Schewitsch, der New- Yorker Volkszeitung", bereits aus Agitationsreden beschränkte. Ebenso bekam ich von meinen auseinander. Keinem Menschen ist es damals eingefallen, gesprochen worden. russischen Freunden in New- York fortwährend Klagen darüber zu daran irgend etwas Auffallendes oder Verdächtiges zu enthören, daß ich mich gar nicht um ihre Agitation fümmerte, was decken. auch richtig war, da ich mich ganz der amerikanischen Arbeiterzu beobachten. Zur Sache selbst haben wir zu bemerken, daß die An bewegung hingegeben hatte, unter den Russen kaum 3-4 Menschen wo er mit seiner Familie weilte, zuſammen. Er sagte mir, es sei mir die sind; daß wir diesen Anklagen erst Ausdruck gaben, Ich traf mit meinem Bruder vorigen Sommer in Trouville, Flagen gegen Herrn Schewitsch nicht von uns erhoben persönlich kannte und auch wenn ich Vorträge bei ihnen hielt, Ginfahrt nach Buglene Grledigung unserer geschäftlichen nachdem er sie Monatelang unbeachtet gelassen, und ferner: itets amerikanische Themata behandelte und die Nothwendigkeit Angelegenheiten gestattet, unter der Bedingung, daß ich unter daß unseres Erachtens das endgiltige Urtheil in betonte, an der amerikanischen Bewegung thätig mitzuwirken. Strengster polizeilicher Aufsicht bleiben sollte. Er schlug mir als dieser Sache den Landsleuten des Herrn Schewitsch Wenn das Alles so war, und daß es so war, weiß jeder Ge- Aufenthaltsort Riga vor, das für mich weniger gefährlich wäre, auſteht, die auch Gelegenheit haben, denselben in Rußland sinnungsgenosse in New- York, welch' eselsdummer Spigel hätte ich als Petersburg. sein müssen! Ist es nicht im Gegentheil die Pflicht solcher Herren, sich möglichst bei allen zu beobachtenden Elementen beliebt So bin ich denn hier, wo ich im Bureau eines Rechtsanwalts zu machen und in jeder Weise mit ihnen persönlich zu verkehren?( Dr. Heinrich Gürgens) arbeite und alle nöthigen Schritte thue, zurückzukehren, mußte er sich sagen, daß es für einen Mann, Als Herr Schewitsch den Entschluß faßte, nach Rußland Wahrlich, die Sache ist zu dumm, um ernstli ch behandelt zu um die Freigebung meines Vermögens zu erreichen. Die Beder eine solche Rolle vor der Deffentlichkeit gespielt hat, hauptung, ich stünde auch hier in geheimen Diensten des Baren", Nun komme ich auf die Ereignisse zu sprechen, die meine entbehrt nicht eines gewissen grimmigen Humors, da gerade das nicht möglich ist, einfach französischen Abschied zu nehmen, Abreise aus New- York herbeiführten. Ende des Jahres 1882 Umgekehrte die Wahrheit ist und ich unter strengster Aufsicht mich und in der Stille zu verschwinden. Nicht einem oder dem starb meine Mutter und hinterließ mir ein Vermögen von bei- befinde. andern Interviewer, sondern öffentlich in der läufig 300 000 M. Ehe ich jedoch in den Erbschaftsrechten be stätigt werden konnte, erging ein„ Allerhöchster Befehl" an den Rußland überhaupt gestattet wurde, so erklärt sich derselbe, wie er gehört hatte, mußte er seinen Entschluß erklären Was nun den Umstand anbetrifft, daß mir die Einfahrt nach Presse oder in Versammlungen der Partei, zu der Senat, laut welchem meine Erbschaft, ja, mein ganzes Hab und ich ebenfalls vor meiner Abreise aus New- York öffentlich konsta- und die Beweggründe darlegen. Hätte er das gethan, dann Gut in Rußland, wegen unerlaubter Abwesenheit im Auslande" tirt habe, erſtens daraus, daß gegen mich in Rußland nichts würde er wenigstens den schlimmsten Verdacht von fich ab mit Beschlag belegt wurde. Dieser Befehl ist in den Aften des Positives vorlag, und zweitens aus dem Einfluß und der Aus gewandt haben. Ist ihm dieser nicht erspart worden, s Senats in Petersburg unter dem 29. April 1883 sub Nr. 965, zu nahmestellung meiner Familie. finden und kann ich Ihnen, wenn nöthig, eine beglaubigte Ueberhat er das nur allein sich zuzuschreiben. setzung desselben zukommen lassen. werden! Dies der einfache Sachverhalt. Jeder Punkt desselben ist Monate und Monate wartete die sozialdemokratis Von diesem Tage an begannen die Bemühungen meines wahr und kann bewiesen werden. Auf welcher Grundlage Partei auf eine authentische Erklärung heftiger u älteren Bruders um Aufhebung jener Maßregel, die auch ihn in ruht mun Ihre ehrabſchneiderische Aeußerung, natürlich immer heftiger wurden die Angriffe nicht blos amerikanis geschäftliche Ungelegenheiten versetzte, da ihm ebenfalls ein Theil vorausgefeßt, Sie haben dieselbe wirklich gethan? Ich ahne, aus Bourgeoisblätter und persönliche Gegner des Herrn Schewit aus der mütterlichen Erbschaft zugefallen war. Jahrelang waren feine ist eine Duelle, die schon früher allerhand Unflath griffen ihn an, auch Blätter wie das„ St. Louis Tageblatt welcher Quelle Sie indirekt geschöpft haben mögen. Es Ort und Stelle war nichts zu erreichen und an die Erlaubniß, Ben gegen mich zu versprizen versucht hat, aber unter das mit den persönlichen Gegnern des Herrn Schewitf nach Rußland zurückzukehren, wurden Bedingungen geknüpft, auf den New- Yorker Parteigenossen nur Sohngelächter erntete. Da nichts gemein hat, erhoben die schwersten Anklagen gegen ihn die ich nie und nimmer hätte eingehen können. So verzichtete ich denn mals sollte ich mich an irgend eine amerikanische Bourgeoispartei Da konnte der„ Vorwärts" die Sache nicht länger toot während 7 Jahre auf mein Vermögen mit Ausnahme einiger geringer verkauft haben. Nun, da dies nicht mehr zieht", muß die Gurumen, die es meinem Bruder hin und wieder gelang, zur Abs russische Regierung herhalten. Pfui Teufel! Herr Liebknecht, ist schweigen. zahlung von Schulden aus der Vormundschaftsbehörde in denn wirklich kein Mensch mit einem Funken Ghrgefühl im Leibe vor Wir müssen vorerst die Aften über den Fall Schewitsc Petersburg heraus zuquetschen. Im vorigen Frühjahr schrieb er solchem Dreck ſicher? Noch glaube ich faft, daß ich nicht ver- als geschlossen betrachten. Sollten russische Parteigenoffet mir endlich, es sei ihm gelungen, bedings lof en Zutritt nach geblich an Ihr Ehrgefühl appellire, daß Sie sich überzeugen sich über denselben äußern, so werden wir nicht unterlassen, Rußland für mich zu erlangen, ich solle wenigstens nach Europa werden, welch schweres Unrecht das schwerste, das ein Mensch unseren Lesern davon Mittheilung zu machen. Tommen, um mich mit ihm mündlich zu besprechen. Lange über Sie mir zugefügt haben und daß legte ich mir die Entscheidung. Zwölf Jahre Mitarbeiterschaft Sie bereit sein werden, es so weit als möglich wieder gut zu an der Arbeiterpresse hatten mich durch bittere Erfahrung ge lehrt, wie beengend, die besten Kräfte lähmend, die Sache selbst Nochmals um umgehende Antwort bittend, grüßt Sie schädigend die Stellung eines von den Groschen jener Presse abs S. E. Schewitsch. Theater. Sonnabend, den 24. Januar. Opernhaus. Garmen. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Venedig. Leffing- Theater. Der Kuß. Berliner Theater. Rean. Deutsches Theater. Die Kinder der Erzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Stern Die Gondoliere. Wallner- Theater. schnuppe. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Die Nach barinnen. Ostend- Theater. Mann. dem anderen thun kann, machen. Circus Renz. Circus Schumann. Karlstraße. Heute, Sonnabend, den 24. Januar, Abends 7 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Die lustigen Heidelberger oder: Ein Studenten- Ausflug mit Hindernissen. Große Driginal- Pantomime, neu ar rangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. Außerdem: 4 hohe Schulen zu gleicher Zeit geritten von den Damen Frls. Clotilde Hager, Helga Hager, Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Gr. Gala- Vorstellung. Unter Anderem: Auftreten der musi falischen Klowns Gebrüder Permané. Corneville- Quadrille, geritten v. sechs Damen und 6 Herren. Dreijache Springfahrschule, geritten von Herrn Ernst. Familie Braun auf Reisen, tomisches Intermezzo. Das Schulpferd Albert, geritten von Fräulein Adele Schumann. Zum Schluß der Vorstellung: a Oceana Renz( Entelin) und Bidal Circus unter Wasser. Hippolog. Potpourri mit 42 Freiheitsfür Kalakaua, König der Sandwichsinsel- Gruppe im Stillen Ozean, ist gestern gestorben. Die Vereinigten Staaten werden wohl jetzt zur Annektirung der für die Schifffahrt nicht unwichtigen Inseln schreiten. Deffentliche Versammlung Frauen n. Männer des Leseklubs ,, Karl Marx" am Sonntag, den 25. Januar, im Saale der Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Peu3 über Moralpredigt und Aufklärung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Die Versammlung findet pünktlich 5/2 Punich 5 Uhr statt. Nach dem geselliges Beisammensein mit Tant. 179 J Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Sonntag, den 25. Januar, Abends 6 Uhr, Gin berühmter pferden, dressirt und vorgeführt von Eine ländl. Hochzeit. in Schmiedel's Fettsälen Früher Orpheum), Alte Jakobstraße 32. Unsere Manöver, geritten von 12 Herrn. Sensationelle Wallerpantomime. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Herrn Franz Renz. Ein Merikaner 3 Athleten zu Pferde von den Gebr. 31/2 und Abends 71/2 Uhr. In beiden Sonntag, 2 Borstellungen, Nachm. Thomas Theater. Drei Paar Briatore. Mr. J. F. Clarke, phänomeVorstellungen naler Reitkünstler. Mr. Rodgers an apparat. Auftr. der Reitfünstlerinnen Schuhe. Kaufmann's Variété. Große Spe- feinem von ihm selbst erfundenen Luft- Circus unter Wasser. zialitäten- Vorstellung. Spezialitäten- Vorst ellung. Theater der Reichs hallen. Große Miß Lillie Meers und Frl. Gierach und des Voltigeur Mr. B. Fillis. Concordia. Große Spezialitäten- Romische Entrees und Intermezzos Borstellung. von sämmtlichen Klowns. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Borstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangsfomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Ercentric. Gebr. Willmo, musikalische Glowns. Anfang Wochentage 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Gtablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilige Bierhallen Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 8 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Bersammlungen. 703 F. Sodtke. Morgen Sonntag 2 Vorstellungen. Um 4 Uhr( 1 Kind frei) auf vielseitiges Verlangen" Mazeppa"; Abends 7/2 Uhr Heidelberger". E. Renz, Direktor. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. Spezialitäten Vorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu Alles Nähere Blakate. Kaiser Panorama. Paffage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Tagesordnung: bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Vortrag( Vortragsthema und Referent wird in der Versammlung 1 Geselliges Beisammensein. Bur Beachtung! Da wir dem vielfach geäußerten Wunsche nach einem größeren Versammlungslokal diesmal entgegengekommen, laden wir die Genossen und Genossinnen zu recht zahlreichem Besuch ein. 153 Die Beauftragten. Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Vereinigung deutscher Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsgenossen Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 1. Reise durch Oesterreich, Prag, Salzburg 2c. 1. Cycl. Baden, Heidelberg, Constanz 2c. Reise um die Erde. 1. Eycl. Pariser Welt- r ausstellung. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mr. F. Stenzel's Elegante Masken- Garderobe, 118 Dresdener- Strasse 118, empfiehlt sich den Lefern des„ Vorwärts" zu billigsten Preisen. Empfehle allen Freunden und Genoen mein Berlins und Umgegend Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116 Tagesordnung: 1. Wahl des Vereinsvorsitzenden. 2. Unsere Statistit. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch bittet, Der Vorstand. 180 J Oeffentliche Versammlung der Stereotypenre und Galvanoplastiker Berlins n. Umgegend am Sonntag, den 25. Januar, Vormittags 11 Uhr, 56 L im Saale des Herrn Bachmann( Dresdener Garten), Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: d Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, 1. Vortrag über: Die Nothwendigkeit einer zeitgemäßen Organisation. Frühstück, Mittag und Abendtisch. 2. Diskussion. 3. Bericht der am 31. August 1890 gewählten Kommission Arbeiterblätter liegen aus. Billard 4. Verschiedenes. steht zur Verfügung. C. Boll, Wienerstraße Nr. 1-6. Martin Klein, 43 L Uhrmacher, Weihnachts 25 Neue Hochstr. 25 Ausstellung. Damen- Bapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. empfiehlt sein Lager aller Arten 168 J Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Krankenkasse der Hutmachergesellen zu Berlin ( Eingeschriebene Hilfstasse Nr. 67). Sonntag, den 25. Januar 1891, Vormittags 1/212 Uhr, im Res staurant des Herrn Feindt, Weinstraße 11: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Statutenänderung. 3. Wahl des Borstandes. 4. Wahl der Revisoren und Kontrolleure. 5. Verschiedenes. Wand- und Taschen- Uhren. Reparaturen zu soliden Preisen. 172 Das gr. Lager Berling Kinderwagen. Andreasstr.23, H.p, A. Goldschmidt, Rohtabat Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Es wird dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: Otto Tschoppe. Fachverein der Tischler( Norden). Montag, den 26. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Lehmann, Schwedterstraße Nr. 23: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Otto Thierbach: Die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und ihre Organisation. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- und Bereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der wichtigen Tagesordnung halber sind die Modelltischler und alle Kollegen des Nordens zu dieser Ver Der Bevollmächtigte.[ 312 fammlung hierdurch eingeladen. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. m EF.C te ໄມ້ et 1. g 五 e re 432 he ch es 113 35 Itª nt, :: in RE b I, t, 1, 2 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 20. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Staatssekretär v. Malzahn erklärt, daß die Gemeinde Mittelberg mit dem Vertrage einverstanden sei. Die Höhe der Zollverwaltungs- Kosten sind durch besondere Ermittelungen festgestellt worden, deren Grundlagen abgegeben werden könnten, wenn es gewünscht wird. Der Vertrag wird darauf in zweiter Lesung in allen einzelnen Theilen genehmigt. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Reichshaushaltsetats für 1891-92 und zwar des Spezialetats des Reichsamtes des Innern. Sonnabend, den 24. Januar 1891. 8. Jahrg. fenders gestellt ist, ob er die Waare untersuchen lassen will oder dem Reichstag vorzulegen. Der Mißinuth über die hohen Preise nicht.( Sehr richtig! rechts.) Eine Gewähr ist nur dann ge- der Lebensmittel ist jetzt allgemein in der Bevölkerung. Wenn geben, wenn die Sache obligatorisch gemacht wird.( Erneute Zu- selbst der Abgeordnete Windthorst, der alle Zollmaßregeln gebilligt stimmung rechts.) Die Amerikaner selbst haben das schon ein- hat, jetzt erklärt, daß auch seine Partei für eine Erleichterung der 50. Sigung vom 23. Januar, 1 Uhr. gesehen. Denn es ist dem Kongreß eine Bill vorgelegt worden, Ernährung des Volkes eintreten wolle, so ist das ein deutlicher Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von die wenigstens das Schlachtvieh vor und nach der Schlachtung unter- Beweis für die Stimmung der Massen. Eine solche Aeußerung Malzahn, von Stephan. sucht wissen will. Ob diese Bill zu Stande kommt und ob sie aus- wie die neuliche des Reichskanzlers, daß auch die Regierung beAuf der Tagesordnung sieht die erste Berathung des Ver- reichend ist, werden wir abzuwarten und weiter zu prüfen haben, wie müht sei, die Ernährung des Volkes zu erleichtern, haben wir Die bisherige hier in zehn Jahren nicht gehört.( Sehr richtig! links.) Jetzt, wo trages betr. den Anschluß der österreichischen Gemeinde Mittel- sich die Sache praktisch in Amerika gestaltet. berg an das Zollsystem des Deutschen Reiches. praltische Gestaltung ist unzulänglich. Ich bitte Sie, wie ist eine geradezu eine allgemeine Empörung im Volfe herrscht, fommen Abg. Brömel( dfr.) begrüßt den Vertrag als ein Zeichen sorgfältige Untersuchung bei einer für den Versandt verpackten die Herren mit solchen Erklärungen. Gestern wurde namentlich des guten Einvernehmens zwischen Desterreich und dem Reiche, Waare möglich?( Lachen rechts.) Es ist schon jetzt bei den Ein- auf die bergmännische Bevölkerung hingewiesen, aber auch für das hoffentlich in dem zu Stande kommenden Handelsvertrag gangshäfen absolut unmöglich, größere Mengen von Fleisch, die unsere ganze Industriebevölkerung, namentlich die hausindustrielle, einen noch stärkeren Ausdruck finden wird. Es ist Aufgabe der zur Verladung kommen, sorgfältig zu prüfen, um die Trichinen- war das amerikanische Schweinefleisch ein wesentliches Nahrungsösterreichischen Regierung gewesen, die urtheilsfähigen Glieder der gefahr abzuwenden. Jezt aber soll die Untersuchung vor mittel, sogar das einzige Fleisch, welches sich die Leute nach betreffenden Gemeinde zu erfragen, ob sie mit diesem Anschluß genommen werden, wenn die Waare sorgfältig verpadt ist; und Maßgabe ihres Verdienstes anschaffen konnten. Durch das Verwurde der der Fleischkonsum dieser Bevölkerung auf an das deutsche Zollsystem zufrieden sind; das Reich hat auch wieviel Fleischbeschauer hat man dort angestellt? Sage, schreibe bot Im Meißner Tageblatt", welches ein Interesse daran, daß die Gemeinde mit diesem Anschluß zu- und sprich: an drei Plägen, nämlich in New- York, Chicago und ein Minimum reduzirt. agrarischen Tendenzen Tendenzen huldigt, wird ein= friede ist. Vielleicht kann von Seiten des Bundesraths darüber Kansas- City. Aus den übrigen Versandtplätzen kann das Fleisch entschieden daß vom Spätherbst 1889 bis dahin 1890 Auskunft gegeben werden. Auskunft ist auch nöthig über die rubig ausgeführt werden ohne Untersuchung. Das wollen wir gestanden, um Rindfleisch 12 bis 20, das Schweinefleisch verhindern. Nun noch Eins. Die Herren sind so außerordent- das außerordentliche Höhe der Zollverwaltungs- Rosten. 25 Pf. im Preise gestiegen ist. Sanitäts- und lich dafür, daß Deutschland layere Vorschriften einführen möge. sogar um Und was thut Amerika? In den Artikeln 7, 8 und 10 der veterinärpolizeiliche Gründe sollen für das Verboi maßgebend inspection act wird äußerst meat streng Folgendes sein. Warum haben sich denn aber in der Bevölkerung, bei der vorgeschrieben: Die Einfuhr muß erfolgen über ge- fortgesetzt dieses bei uns verbotene Fleischprodukt Eingang findet, wisse Quarantänestationen, als welche die Häfen Boston, New- die Folgen eines solchen Zustandes desselben nicht gezeigt? Bu York und Baltimore u. A. bezeichnet werden, alles importirte nächst hätte doch in Amerika selbst die Trichinose massenhaft aufVieh mit Ausnahme des aus Nord-, Zentral- und Südamerika treten müssen. Graf Kanig behauptet, die Manipulationen in eingeführten muß versehen sein mit einer Bescheinigung der Lokal den großen Schlachthäusern der Vereinigten Staaten seien so, daß behörde des Bezirks, in welcher dasselbe ein Jahr vor der Ver- das wirklich kranke und gesundheitsschädliche Vieh nach dem Ausschiffung sich beiuuden hat.( Hört, hört! rechts.) Wir verlangen lande geschickt wird, das gesunde in Amerika bleibt. Damit ist Die Debatte wird fortgesetzt über das Kapitel Reichsgesund- in diesem Betracht nur drei Monate. Es ist ferner zu be- doch ausgesprochen, daß die amerikanischen Beamten sich eine heitsamt und den dazu vorliegenden Antrag Barth wegen Auf- fcheinigen, daß in dem Bezirk im letzten Jahre keine ansteckende gewissenlose Pflichtverlegung zu Schulden kommen lassen, wenn hebung des Verbotes der Einfuhr amerikanischen Fleisches und Lungen-, Maul- oder Klauenseuche oder Rinderpest vorgekommen fie folchen Manipulationen Vorschub leisten. Ich wundere so weiter. ist. Das zur Einfuhr gelangende Vieh, sofern dasselbe nicht aus mich, wie Herr v. Bötticher hier Berichte vortragen konnte, Abg. Windthorft: Der Reichstag hat bisher, wenigstens Nord, Zentral- oder Südamerika stammt, unterliegt dann noch aus denen hervorging, daß die Beamten der Vereinigten stillschweigend, dem Einfuhrverbot zugestimmt, in der Voraus- einer 90tägigen Quarantäne, bei Schafen zc. und Schweinen be Staaten ihre Pflicht vernachlässigen, um trantes Fleisch Wollen Sie behaupten, daß die sehung, daß das aus Amerika eingeführte Schweinefleisch wirklich trägt sie 15 Tage. Nun vergleichen Sie damit, was wir thun! exportiren zu lassen. gesundheitsgefährlich ist. Von diesem Standpunkt allein kann ich Wir sind keine prinzipiellen Gegner der Einfuhr. Wir sind auch Magen von belgischen, englischen, holländischen Arbeitern, und auch jetzt nur die Sache behandeln. Sollte dieses Verbot irgend warme Freunde der durch die Einfuhr hervorgerufenen Er selbst von Deutschen, die das verbotene Produkt unter falscher eine andere Tendenz haben, so würde ich ganz bestimmt für leichterung unserer Volfsernährung. Aber bevor wir nicht die Flagge doch genossen haben, den Trichinen weniger zugänglich den Antrag Barth stimmen. Ich fann mich aber auf die gestrigen Gewähr haben, daß man uns nur gesundes Vieh schickt, lassen seien, als die übrigen deutschen Magen? In Bochum habe ich beruhigenden Aeußerungen des Staatssekretärs berufen, und ich wir die franken Produkte nicht herein. Nehmen Sie sich Amerika bei der Wahl gehört, daß dort seit Jahren ein Mangel an hoffe, daß er nicht versäumen wird, dies noch einmal zum Beispiel!( Beifall rechts.) amerikanischem Speck nicht zu beobachten sei; jeden Tag fämen zu thun, daß hier lediglich sanitäre Rücksichten ent- Abg. v. Marquardsen( natl.): Es hätte der Versicherung bedeutende Quantitäten über die Grenze, mit dem Stempel verscheidend sind und in Zukunft bleiben werden. Ich des Staatssekretärs nicht bedurft, daß er nur vom saniären sehen, daß die Waare holländischen Ursprungs sei, während Jeder würde dies nicht sagen, wenn nicht Graf Kanit die Standpunkte aus den Antrag ablehnt. Ich stimme aber mit dem weiß, daß es amerikanisches Fleisch ist. Das ist der schärfste Maßregel als eine schutzöllnerische behandelt hätte.( Sehr Abg. Windthorst darin überein, daß dem Staatssekretär die Beweis, daß die Einwände der Regierung absolut gegenstandslos richtig! links.) Wir haben bereits im Bolltaris das gethan, was Bundesgenossenschaft des Grajen Kanit nicht angenehm sein sind. Bei einem für die Ernährung des Volkes so wichtigen zum Echuß der inländischen Viehproduktion nothwendig ist. konnte. Ich möchte nun aber die Frage nicht vom sanitären, Produkt hätte die Regierung schon längst durch unsere Beamten Hätte man annehmen können, daß der Zoll turch eine derartige sondern vom volkswirthschaftlichen Standpunkte beurtheilt wissen, in Amerika die dortigen Zustände untersuchen lassen müssen. Maßregel ergänzt werden sollte, so würde man zu einem andern es handelt sich um ein Nahrungsmittel, das von den weniger Unsere Konsulate in New- York und Chicago kosten uns Resultat gekommen sein. Die Maßregel im Kanit'schen Sinne bemittelten Kreifen vorzugsweise verwendet wird. Namentlich Hunderttausende. Wozu sind die Konsularbeamte da, wenn würde der Anfang der Kontinentalsperre sein und dagegen müßte für den deutschen Westen und die Seeküste, und für die Pro- nicht, um über so wichtige Fragen Auskunft zu geben? ich mich ganz entschieden verwahren. Graf Kanit hat der Sache, viantirung unserer Schiffe und unsere Bergwerfs- Arbeiter hat das Daß es nicht geschehen ist beweist, daß es sich vielmehr der er dienen wollte, feinen guten Dienst erwiesen.( Hört, hört! amerikanische Schweinefleisch eine hervorragende Bedeutung. Alzu um eine agrarische Schutzmaßregel, als um eine sanitäre handelt. links. Abg. Bebel: Sehr richtig!) Wir können die Sache scharf macht schartig. Man soll das Kind mit dem Bade auch Die Einrichtungen zur Ueberwachung des exportirten Fleisches in nur vom fanitären Standpunkte prüfen und behandeln. Der nach der sanitären Seite nicht ausschütten. Es ist uns nachgewiesen Amerika sollen ungenügend sein. Das betreffende Gesetz erStaatssekretär hat die Frage, ob wirklich sanitäre Rücksichten worden, daß in England eine massenhaste Verwendung dieser mächtigt aber den amerikanischen Ackerbauminister ausdrücklich, vorhanden sind, in amtlicher Eigenschaft und auf Grund amt- amerikanischen Fleischprodukte stattfindet. Ich habe aber nicht genaue Untersuchungen des auszuführenden Fleisches eintreten zu lichen Materials bejaht und die entgegenstehenden Ausführungen zu erkennen vermocht, ob dort häufig Fälle von Trichinose lassen und festzustellen, ob das Fleisch gut und zur menschlichen Brömel's haben ihn nicht widerlegt. Wenn wir zwar jeder Zeit vorkommen. Es ist auch nicht richtig, daß die Engländer nur Nahrung geeignet sei. Auch das bereits verpackte Fleisch wird geneigt sein werden, die Boltsernährung zu erleichtern, so haben durchgekochtes Fleisch essen. Jeder hat seinen eigenen Geschmack, genau untersucht und abgestempelt. Gerade das zu exportirende wir andererseits auch die Pflicht zu sorgen, daß dem Volke keine und insofern kann ich der fulinarischen Einwendung des Staats- Fleisch untersucht man sehr scharf, während man in Bezug auf Nahrung geboten wird, welche die Gesundheit untergräbt.( Sehr sekretärs nicht den vollen Einfluß einräumen. Auch in Holland die Untersuchung des in Amerika bleibenden Fleisches sehr lag ist. richtig! rechts.) Ich hätte allerdings gewünscht, daß der Staats- wird gerade dieses Produkt in großem Umfange genossen. Wir Anstatt die Einfuhr ganz zu verbieten, hätten Sie einfach vorsekretär noch ausführlichere Mittheilungen gemacht hätte, nament- haben zahlreiche Schmuggelprozesse gehabt. Ich möchte noch die schreiben können: Amerikanisches Fleisch kann unter den üblichen lich auch in Bezug auf die amerikanischen Schußvorrichtungen. Regierung fragen, ob sie irgend welchen Nachweis dafür erbringen Bedingungen eingeführt werden, wenn der Empfänger sich Vielleicht ließe sich durch einen diplomatischen Agenten ein Einfluß kann, daß dieser großartige Konsum von amerikanischem Speck der von deutschen Behörden anzustellenden Untersuchung dahin geltend machen, daß auch in Amerika die erforderlichen nachtheilige Folgen gehabt hat. Deshalb glaube ich, daß diese unterwirft. Das verpackte Fleisch kann leicht mittelst Schutzmaßregeln getroffen werden, welche die Ausfuhr franken Maßregel endlich aufgehoben werden muß, wenn sie auch juristisch eines besonders konstruirten Bohrers, der in alle Theile Viehes nach Deutschland verhindern. Aus diesen Gründen kann nicht anfechtbar ist. Ich kann Ihnen deshalb den Antrag Barth eindringt, untersucht werden. Ueber das Verfahren beim ich mit meinen Freunden für den Antrag Barth zur Zeit nicht im Namen meiner Freunde nur empfehlen, und zwar in dem Schlachten in Amerika sollte man nicht entrüstet thun. Unser stimmen; aber wir halten die Aufhebung des Ginjuhrverbots für Sinne, daß die Regierung diesen Gegenstand noch einmal un- deutschnationales Schweinefleisch hat sich auch so trichinös erdringend wünschenswerth, denn die Fleischpreise haben eine Höhe befangen rom sanitären und volkswirthschaftlichen Standpunkte wiesen, daß es zur Einführung der obligatorischen Fleischschau erreicht, welche für die Ernährung der Masse des Volkes uner- aus untersucht. Wir verlangen gar nicht, daß die Regierung geführt hat. Der allergrößte Theil der deutschen Seeleute lebt träglich ist.( Abg. Bebel: Hört, hört!) Es muß auch der Ver- den Antrag annehme. Wir wollen ihr nur Gelegenheit auf den langen Fahrten von amerikanischem Pökelfleisch, ohne daat, als ob eine solche Maßregel zur Ergänzung des Schußzolls geben, sich noch einmal die ganze Frage zu überlegen.( Beifall frant zu werden. Ein Sachverständiger spricht in der Weserdienen soll, ausgeschlossen sein.( Beifall mi Zentrum und rechts.) links.) Zeitung" seine Verwunderung darüber aus, daß, während die Staatssekretär v. Bötticher: Um der Aufforderung des Staatssekretär v. Marschall: Der Abg. Windthorst hat Flotten aller Länder das amerikanische Pökelfleisch jedem anderen Vorreoners zu entsprechen und da aller guten Dinge drei sind, den Wunsch ausgesprochen, es möchten unsere Vertreter in den vorziehen, die deutsche Marine sich weigert, dasselbe zu verwenden, will ich jetzt zum dritten Male erklären, daß der Standpunkt, Vereinigten Staaten beauftragt werden, genaue Erhebungen über obwohl es en gros mit 20 Pf. pro Pfund zu haben sei. Für die verb nteten Regierungen gegenüber Regierungen gegenüber der Frage den gegenwärtigen Gesundheitszustand des Viehes dort zu ver- das Verbot amerikanischen Schweinefleisches fann man die Zudes Einfuhrverbotes einnehmen, lediglich bestimmt wird anſtalten. Ich kann daraufhin erklären, daß dieser Wunsch bestände in Rußland nicht geltend machen. Wenn hier wirklich durch gesundheitliche und veterinäre Rücksichten. Ich bleibe bei reits erfüllt ist.( Hört, hört! rechts.) Obgleich die Regierung die Verhältnisse so liegen, wie Herr v. Bötticher sie schilderte, der Behauptung stehen, daß der Gesundheitszustand des Schlacht von der Anschauung ausgeht, daß das vorhandene Material ge- fo würde Niemand der Regierung einen Vorwurf aus viehs in Amerita noch nicht in dem Grade gebeffert ist, daß wir nügt, um die sanitären Gründe fortbestehen zu lassen, welche dem Verbot machen. Nur für das amerikanische Fleisch Der Zuversicht leben könnten, es werde uns von dort nur ge- allein die fraglichen Verbote veranlaßten, so habe ich trotzdem beweist das nichts. Was Sie aber bestimmt, das Verbot aufrecht fundes Fleisch zugeführt, und daß die Einrichtungen der Ameri- schon vor Monaten sämmtliche konsularische Agenten in den Ber- erhalten zu wollen, ist etwas ganz anderes, ist das schutzfaner rücksichtlich der Fleischbeschauer und der Verhinderung der einigten Staaten beauftragt, die allersorgfältigsten Erhebungen zöllnerische Interesse, nicht das sanitäre. Allerdings könnte die Zufuhr tranter Thiere nicht so ausgebildet find, daß wir daraus sowohl über die Gesundheitszustände des Viehs, insbesondere der deutsche Landwirthschaft Alles an Getreide und Wich hervordie Gewähr schöpfen können, nur gesundes Fleisch zu erhalten. Schweine, so wie auch darüber zu veranstalten, welche Wirksam bringen, was Deutschland braucht. Aber dazu gehörte, daß sie Ich bin diesmal zufrieden, daß die Diskussion gestern nicht zu feit die neu eingeführten Kontrollen ausüben. Dieser Bericht sich alle wissenschaftlichen und technischen Fortschritte aneignete. Ende geführt worden ist, denn ich habe über Nacht Gelegenheit erstattung darf ich in der nächsten Zeit entgegensehen, und Das können aber unsere Landwirthe nicht, denn einmal sind sie zu gehabt, mich noch genauer zu orientiren und be eres Material ich glaube, daß auch für den Herrn Vorredner arm dazu, zum zweiten würde auch ihr Grundbesitz in den beizubringen.( Buruf links: Das war auch nöthig!) Nach den nach der Begründung, die er uns eben gegeben meisten Fällen den Ankauf großer Maschinen und all der anderen inzwischen gewonnenen Informationen müssen wir doppelt vor hat, ein Anlaß zur Annahme des vorliegenden Antrags technischen Hilfsmittel nicht lohnend machen. Es sind unsere sichtig sein, und wir haben leider mit dem Versuche, die nicht vorliegt( sehr gut! rechts), weil eben alle die privatkapitalistischen Verhältnisse überhaupt, die das hindern; russische Grenze an einigen Stellen der Einfuhr von Erhebungen, die er mit Annahme des Antrages provoziren will, nur durch den Uebergang zu einer anderen Wirthschaftsform Schweinen zu öffnen, sehr traurige Erfahrungen gemacht. bereits in die Wege geleitet und im Gange sind.( Beifall rechts.) könnte der gesammte deutsche Konsum auch in Deutschland pro( Lebha ter Beijall rechts.) Nach den uns vorliegenden Abg. Bebel( Soz.): Diese Erklärung beweist, wie noth- duzirt werden, in agrarischer wie in industrieller Beziehung. Wie Berichten ist bis jetzt kein unverseuchter Transport über die russische wendig es war, daß wir noch an einem zweiten Tege über die theuer soll denn Fleisch und Brot werden, bis Sie mit eigenen Grenze gekommen( hört, hört! rechts), und leider nehmen die Sache berathen, sowie mit welcher Aufmerksamkeit man am Re- Produkten den deutschen Markt versorgen können? Die ZuckerRussen die Schweine nicht zurück, sondern überlassen es uns, die gierungstische so wichtige Sachen beachtet, denn diese Erklärung prämien halten Sie für nothwendig, um so den besten Boden Schweine zu konsumiren. Sie werden begreiflich finden, daß die wäre bereits gestern am Plaze gewesen. Es wirft ein eigen für Rübenbau verwenden zu können; mit den Branntweinprämien Regierung sich nicht der Verpflichtung überhoben sieht, recht forg- thümliches Licht auf die Stellung der Regierung zu dieser Frage, verhindern Sie wiederum die bessere Ausnugung des Bodens. fältig zu prüfen, wie es mit dem Gesundheitszustand der Schlacht daß es erst einer Nacht bedurfte, um den Herrn Staatssekretär Was haben Sie bis jest nun mit Ihren Getreidezöllen erreicht thiere steht, die vom Ausland entweder persönlich oder in Gestalt v. Bötticher in den Stand zu sehen, das Materiel vorzubringen, in Betreff einer weiteren Ausnutzung des Bodens? Nach den der Produkte bei uns eingeführt werden. Die Verordnung, welche das für die Begründung der Stellungnahme der Regierung noth- Tabellen von Neumann- Spallart ergiebt sich, daß auch nach Eindie amerikanische Regierung in Bezug auf die meat inspection wendig ist.( Sehr gut! links.) Dieses Material konnte mich aber führung der Getreidezölle fast kein Hektar mehr zum Getreidebau act erlassen hat, ist nach unseren Begriffen nicht ausreichend, um nicht zu anderer Meinung bringen. Der Abgeordnete v. Frege verwendet worden ist. So wenig nun die Getreidezölle dem die Gewähr, welche wir erstreben, zu leisten. Nach dieser Ver- wunderte sich, daß man hierbei allgemein die Agrarzölle fleinen Mann zu Gute tommen, eine so geringe Rolle ordnung soll die Untersuchung des Fleisches auf Antrag bespreche. Ich bin verwundert, wie sich Herr Frege dar- spielt das Schwein für den kleinen Landwirth. Graf des Exporteurs stattfinden, falls im Bestimmungslande über wundern konnte. Wir haben immer eine Untersuchung die Vorbedingung der Zulassung den Verdacht Kanit hat gestern auf die gestiegenen Löhne der Bergarbeiter der gehabt, daß bei diesem Verbote mehr agrarische Interessen als hingewiesen und damit das Verbot zu rechtfertigen versucht. Einführung bildet. Beamte soll Der untersuchende sich die Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung maßgebend ge- Wenn die Löhne in der That höher geworden sind, was dann überzeugen, daß Die Waare gesund und zum mensch wesen sei. Das beſtätigt deutlich die Anschauung des Gra en ich bestreite, ist daran die Schutzzollpolitik am allerwenigsten lichen Genuß geeignet ist. Die Untersuchung findet an der fertig Kaniß, der erklärte, daß für ihn wesentlich die agrarischen Ge- schuld. Daß die allgemeine günstige Konjunktur die Ursache ist verpackten Waare statt.( Seiterkeit rechts.) Außerdem sind einige ſichtspunkte in Betracht kämen.( Abg. Graf Kanty: Neben der höheren Löhne, zeigt der Umstand, daß auch die freihändleriVorschriften darüber erlaßen, wie die waare bezeichnet werden sächlich!) Ich habe verstanden wesentlich". Jedenfalls beweisen schen Länder höhere Löhne aufweisen. In England trat der müſſe, und wie das Ergebniß der Untersuchung fenntlich zu die Worte der Herren Grafen Kaniz und v. Frege, daß sie sich umschwung früher ein und hielt auch länger an, als bei uns. machen ist. Nun hat Hr. Broemel zwar gestern gemeint, daß es der Bedeutung dieser Frage sehr wohl bewußt sind. Herr Virchow, Die Berichte der Fabrikinspektoren beweisen auch nicht, daß höhere sehr weise von der amerikanischen Regierung sei, daß sie diese der doch in dieser Beziehung Autorität ist, hat schon ber Erlaß Löhne gezahlt werden, sondern sie sagen nur, daß die Arbeiter Untersuchung nur fakultativ, D. h. auf Antrag des Exporteurs des Verbots erklärt, daß nicht nachgewiesen fei, daß die damals gegenwärtig etwas länger beschäftigt werden und daß dadurch vornehmen lasse. Allein ich schlage diese Weisheit doch nicht in Deutschland vorgekommenen Fälle von Trichinoſe durch den ihr Einkommen etwas erhöht sei. Wenn auf Hamburg erempliſehr hoch an; denn gegenüber bem europäischen Importlande Genuß amerikanischen Schweinefleiſches herbeigeführt seien. Es fizirt worden ist, so beweist doch der Ausfall der letzten Reichsgiebt es gar keine Gewähr, wenn es in bas Belieben des Ab- wäre Pflicht der Regierung gewesen, das thatsächliche Material tagswahlen, daß die Hamburger Arbeiter feineswegs zufrieden den Damit schließt die Debatte. Aufsicht ist thatsächlich durchaus unzureichend, da sie neben ihren sonstigen Geschäften einfach dazu teine Zeit übrig behalten. Der bewußtsein der Richter kann doch nicht unter der Ausführung Antrag Boie würde feine erhebliche Abhilfe schaffen. Das Selbſteines ordnungsmäßig erlassenen Gesetzes leiden; aber praktisch wäre es vielleicht richtig, dem aufsichtführenden Richter auch einen höheren Nang zu verleihen. bemerkt Geb. Nath Eichholy, daß prinzipiell die Justiz Auf eine Anfrage des Ober- Bürgermeisters Zweigert( Essen) verwaltung Werth darauf lege, die Aufsicht widerruflich zu übertragen, wenn auch von diesem Recht kein erheblicher Ge find, da in sämmtlichen drei Hamburger Wahlkreisen Sozial-| bleibt doch bei seinem Entschluß stehen, gegen den Antrag zu demokraten gewählt sind. So mußten wir in Hamburg eigentlich stimmen. die Regierung in die Hand bekommen. In der That soll nach dem Zollanschluß das Brot in Hamburg um 35 pGt., das Pfund deutschen Bauern auf diese Weise geholfen werden müsse; die Abg. Wiffer( wild- lib.) erhebt Protest dagegen, daß den Salz um 8 pet. theurer geworden sein. hat unser Bestreben für die Aufhebung des Schweine trag stimmen. Herr von Frege Bauern werden sich selbst helfen. Deshalb werde er für den AnEinfuhrverbotes zu diskreditiven versucht durch die Behauptung, daß wir das amerikanische Großkapital unterstützten. Allerdings In namentlicher Abstimmung wird der Antrag ist es uns ganz egal, auf welche Art wir einen Vortheil für die Barth mit 133 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Für den deutschen Arbeiter erringen. In der gegenwärtig herausziehenden selben stimmen die Sozialdemokraten, die Bolkspartei, Sie FreiKrisis wird der Arbeiter es sehr schwer empfinden, wenn er bei sinnigen, die Nationalliberalen und die Abgg. Johannsen, Thomgeringem Einkommen die höchsten Lebensmittelpreise zahlen muß. fen, Wisser, Roesicle; gegen den Antrag stimmen die beiden brauch gemacht worden wäre. Wir follen ferner dem Volte die Religion rauben. Wir wissen aber, fonservativen Gruppen und das Zentrum, sowie die Antisemiten. die Religion daß bei einem großen Theil der herrschenden Klassen nur Die Ausgaben für das Reichsgesundheitsamt werden genehzur Unterdrückung und Ausbeutung des Volkes benutzt wird. migt und darauf die weitere Berathung des Etats bis SonnDas fönnen Sie schon aus den Schriften des Aristoteles und abend 1 Uhr vertagt. Außerdem dritte Lesung des Antrages Macchiavelli entnehmen. Sie wissen ebenso gut wie wir, daß, wegen der Gemeinde Mittelberg. je mehr das Volk den Glauben an das Jenseits, den Sie uns doch nicht beweisen können, fahren läßt, Schluß 4/4 Uhr. es desto mehr in dem Diesseits ein ein besseres Dasein verlangt. Die Massen wollen eben schon auf Erden ihren verdienten Lohn erhalten. Da es also mit den angeblichen Gründen des Herrn v. Bötticher nichts ist, muß das Verbot fallen. ( Beifall links.) Herrenhaus. 6. Sigung vom 23. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische: v. Schelling und Kommissarien. der Insel Helgoland in die preußische Monarchie. Gingegangen ist der Gefeßentwurf betr. die Einverleibung Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Boie wird abgelehnt, der Kommissionsvorschlag angenommen. Schluß 21/2 Uhr. Nächste Sigung: Sonnabend 11 Uhr.( Wahl des ersten Vizepräsidenten; kleinere Vorlagen.) Parlamentarisches. Der Bundesrath ertheilte in der am 22. d. M. unter dem Vorsitz des königlich bayrischen Gesandten, Grafen von Lerchenfeld- Köfering, abgehaltenen Plenarsizung dem Antrage Bromberg der dortige erste Bürgermeister Braeside. Neu berufen ist auf Grund der Präsentation der Stadt Sachfens, betreffend die Einziehung und den Aufruf der Noten der Chemnizer Stadtbank, dem Entwurf einer Verordnung wegen Auf der Tagesordnung steht zunächst der Bericht der Justiz- Abänderung der Verordnung über Gewährung von Tagegeldern kommission über den Gesetzentwurf betr. die Emeritirungs- u. f. w. an die Beamten der Militär- und Marineverwaltung, ordnung für die evangelisch- lutherische Kirche der Provinz dem Antrage Preußens, betreffend die Behandlung von Natu Schleswig- Holstein. ralisations- Gesuchen, dem Entwurf einer Verordnung wegen des Verbots von Maschinen zur Herstellung künstlicher Kaffeebohnen, endlich den Gefeßentwürfen für Elsaß Lothringen über die Fischerei, Wasserbenutzung und Wasserschutz und die Kosten in Grundbuchfachen die Zustimmung. Ferner wurde der zu Wien am 2. Dezember vorigen Jahres unterzeichnete Vertrag zwischen dem Reich und Desterreich- Ungarn über den Anschluß der österreichischen Gemeinde Mittelberg an das deutsche Zollgebiet genehmigt. Mit dem Beitritt Belgiens, Serbiens und Nach der Vorlage soll die allgemeine Dienstaufsicht, welche Griechenlands zu den auf der Berner Konferenz vom 15. Mai bisher an den mit mehreren Richtern besetzten Amtsgerichten den 1886 zwischen dem Deutschen Reich, Frankreich, Italien, Defter Landgerichts- Präsidenten zusteht, an diesen Gerichten durch den reich- Ungarn und der Schweiz getroffenen Vereinbarungen über Justizminister einem der Richter übertragen werden können. Diese die zollsichere Einrichtung der Eisenbahnwagen im internationalen allgemeine Dienstaufsicht soll sich auch auf die richterlichen Be- Verkehr erklärte sich die Versammlung einverstanden. Einer Einamten erstrecken. Es soll vorbehalten bleiben, diesen Richtern gabe wegen Zollbefreiung des zum Schälen und Poliren untaug höhere Stelienzulagen zu gewähren. Die Kommission hat die lichen Reis und einer Eingabe wegen Rückerstattung von ReichsBeschränkung auf Amtsgerichte mit mindestens 10 Richtern fallen Stempelabgaben beschloß diefelbe eine Folge nicht zu geben. Von und will allgemein die neue Vorschrift für die mit mehreren der vorgelegten Nachweisung der den einzelnen Bundesstaaten Richtern besezte Amtsgerichte einführen. bis Ende Dezember 1890 überwiesenen Beträge von Reichs Silber, Nickel- und Kupfermünzen nahm der Bundesrath Kenntniß. Zu der Vorlage ist folgende Resolution Dernburg und Genossen eingegangen: Die Regierung zu ersuchen: Korrespondensen und Parteinachrichten. Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner hat am Eingange seiner Rede die Situation der verbündeten Regierungen dadurch kennzeichnen wollen, daß er den Umstand hervorhebt, daß der Staatssekretär des Auswärtigen Amts heute eine Mittheilung gemacht hat über einen Auftrag an die Konsularagenten in Amerita zur Berichterstattung über den Gesundheitszustand des amerikanischen Wiehes, und daß ich gestern von diesem Auftrage nichts gewußt habe. Da verkennt er doch unsere Ressortverhältnisse vollständig. Allerdings wird das Reichsamt des Innern, angenommen. Ohne Debatte wird die Vorlage im Einzelnen und im Ganzen sobald das Material von den Konsularagenten eingegangen ist, zur weiteren Beurtheilung desselben hinzugezogen. Das aber wußte in Kirn wird ohne Diskussion genehmigt. Der Gesetzentwurf betr. die Errichtung eines Amtsgerichts ich nicht und fonnte ich nicht wissen, daß bereits ein solcher leber die Vorlage betr. die Abänderung des§ 79 des Auftrag ertheilt sei. Ich glaube auch, daß meine gestrige Ausführungsgesetzes vom 24. April 1878 zum deutschen Gerichts Information ohnedies vollständig zureichend war, und halte verfassungs- Gesez berichtet Namens der Justizkommission Herr deshalb fest, daß die Dinge in Amerika noch nicht so liegen, daß Eggeling. wir mit voller Sicherheit die Sperre aufheben könnten. Der Vorredner thut uns auch Unrecht, wenn er glaubt, daß wir erst infolge des Unwillens der Bevölkerung uns mit der vorliegenden Frage beschäftigt hätten. Unsere Aften, die ich ihm zur Einsicht zur Verfügung stelle, bekunden, daß wir stets die Dinge in Amerifa verfolgt haben, und daß wir schon seit längerer Zeit den Entschluß haben, eine Aenderung eintreten zu lassen, wenn es an der Zeit sein wird. Der Vorredner hatte auch keine Veranlassung, meine Gründe als solche zu bezeichnen, die ich nur, angeblich" vorbrachte. Wenn ich diese Gründe angebe, so ist es meine Pflicht und mein Wille, zutreffende und richtige an zugeben, wie sie eben für unsere Maßnahmen bestimmend sind. Der Ausdruck angebliche Gründe" ist nicht üblich gegenüber der Regierung, und da ich dem Vorredner feinen Grund zur Un- 1. in Berlin und seinen Vororten, sowie in den an höflichkeit gegeben habe, hätte er wohl seine Unterscheidung deren größeren Städten der Monarchie Amtsbezirke für je unserer Gründe fortfallen lassen können. Schädliche Folgen 30 000 Gerichtseingesessene mit dem Sitze des Amtsgerichts durch den Genuß amerikanischen Schweinefleisches sind in an innerhalb des Gerichtsbezirks im Wege der Gesetzgebung einzuderen Ländern und speziell in Amerita selbst nicht eingetreten, richten; weil die Art des Genusses eine von der unserigen verschiedene ist. 2. durch Maßnahmen der Verwaltung und durch die GesetzDer Amerikaner ist fein rohes Schweinefleisch, wohl aber die gebung darauf hinzuwirken, daß sich die Amtsgerichte bei der Blattes. Dieselbe enthält zwei Leitartikel:" Glend!" und„ Das ,, Gazeta Robotnicza". Soeben erschien Nr. 4 dieses Deutschen, und deshalb muß die Regierung Vorsichtsmaßregeln Verwaltung der freiwilligen Gerichtsbarkeit nicht auf eine bloß beste Mittel gegen die soziale Noth", ferner einen Aufruf zur treffen. Uebrigens traue ich den Amerikanern zu, daß sie so klug formelle Thätigkeit beschränken, sondern innerhalb ihrer Bu- beſte Mittel gegen die soziale Noth", ferner einen Aufruf zur sind, das Beste für sich zu behalten. Ich habe auch keine Beständigkeit den Gerichtseingesessenen unterstützend und fördernd Beschickung des Schlesisch- Posener Parteitages der Sozialdemo schuldigung gegen die amerikanischen Beamten wegen mangelnder zur Seite stehen. fratie. Die Rubrik" Wie geht es den Arbeitern?" enthält Notizen Kontrolle ausgesprochen. Diese beruht in der Organisation Justizminister v. Schelling: Die Vorlage erbittet eine aus Poſen. Die Rubrit Politische Uebersicht" enthält den und in der geringen Zahl der Beamten. Es genügt uns eben Fakultät für den Justizminister und nicht, daß nur an drei Orten für den Export eine Fleischbeschau Fakultät auf das Nothwendigste beschränkt. Die Erweiterung und Inserate. Das Feuilleton enthält„ Einen Brief an den wir haben diese Reichstagsbericht und ein Gingesandt" über den Ausschluß der Die Erweiterung Sozialdemokraten aus polnischen Bereinen in Berlin. Briefkasten eingeführt ist. Die meat inspection act enthält nur die Er der Vorlage durch die Kommission können wir nur dankbarst Redakteur". Bei der Verfolgung, welcher unser polnisches Parteimächtigung für den Ackerbauminister, Fleischbeschauungen einzu- begrüßen und bitten Sie, der Vorlage in der Lesung organ ausgesetzt ist, ist es Pflicht jedes Genossen, für dieses Blatt führen, besagt aber, daß die Fleischbeschau eingeführt ist. Auch der Kommission zuzustimmen. der Schmuggel mit amerikanischem Spect wird von Oberbürgermeister Boie ist mit der Erweiterung der Vor- eifrigst zu agitiren. uns wachsam verfolgt. Es sind in neuerer Zeit im Be- lage auch seinerseits einverstanden. Er befürwortet außerdem zirt Köln Trichinenfälle vorgekommen, die auf den Ge einen Antrag, der darauf hinausläuft, die vielleicht mit dieser nuß amerikanischen geschmuggelten Fleisches zurückgeführt Neuerung in ihrem Selbstbewußtsein verlegten Richter mit der werden. Ueber das Resultat unserer Nachforschungen werde ich selben zu verföhnen, daß dem aufsichtsführenden Richter seinen dem Abg. Bebel in einigen Wochen Auskunft geben können. Kollegen gegenüber eine Befugniß zu disziplinarischen Rügen und Abg. v. Kardorff( Rp.): Wenn die Gefahr, welche die Gin- dergleichen nicht zustehen soll, während der zur Ertheilung von fuhr amerikanischen Schweinefleisches mit fich bringt, so gering Rügen und zur Verhängung von Ordnungsstrafen bis zu 100 M. ist, dann müßten wir auch bei uns die obligatorische Fleischschau den nicht richterlichen Beamten gegenüber befugt sein würde. aufgeben. Wenn dieses Einfuhrverbot aufgehoben wird, dann von Kleist- Rezzoiv: Wenn man eine aufsichtführende Inwerden die Amerikaner ihren guten Willen, den sie jetzt bei der stanz für nothwendig hält, tann man nicht der Theorie folgen: Einführung von Sanitätsmaßregeln bethätigen, bald wieder fallen Wasch' mir den Belz, aber aber mach' ihn mir nicht naß. lassen. Wie hat man die amerikanische Regierung beurtheilt oder Dhne wirkliche Aussicht und ohne die Befugniß, dieser vielmehr verurtheilt, als es sich um die Silberfrage handelte. Und Aufsicht Nachdruck zu geben, ist eine Besserung nicht zu erjezt wird sie bis in den Himmel gehoben. Die Preise des Schweine- warten. fleisches unterliegen überhaupt immer sehr erheblichen Schwankungen; Dr. Dernburg: Ich kann der Vorlage nicht zustimmen, daß ist bei dieser Frage auch nicht außer Acht zu lassen. Durch weil sie nach meiner Meinung nicht geeignet ist, die Schäden zu die Schutzölle haben wir jetzt höhere Löhne( Widerspruch links), heilen, welche ich auch anerkenne. Schon 1877 hat die Justiz während in den Freihandelsländern Noth herrscht. Aus Irland fommission des Herrenhauses den heutigen Zustand geschaffen. Sie find die Leute ausgewandert, wir aber wollen unsern Bauern hatte im Auge nicht die Befreiung der Amtsrichter von aller stand erhalten, deshalb bitte ich Sie, gegen den Antrag zu stim- Aufsicht, sie wollte sie aber anders gestaltet haben. Jene Männer men.( Beifall rechts.) erfennen tönnen. " verhandlung wurden wegen Meineid verurtheilt: Schröder zu Konstanz, 21. Januar. In der heutigen Schwurgerichts 10 Monaten Gefängniß, Geffers zu 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus, verhandlung wurden wegen Meineid verurtheilt: Schröder zu Armbruster zu 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus, Hausmann zu 10 Monaten Gefängniß, Geffers zu 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus, Zuchthaus, Schönberg zu 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus, Drude 1 Jahr 2 Monaten Zuchthaus, Schmidt zu 1 Jahr 2 Monaten wurde freigesprochen. Kommunales. der Stadtverordneten Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Das öffentliche Anschlagswesen ist durch Vertrag der Firma Nauck und Hartmann gegen einen Pachtzins von jährlich 50 000 zur Ausnuzung von der Stadt überlassen. Der Vertrag lief mit dem 1. Juli 1890 ab. Daraufhin bot Nauck und Hartmann ſelbſt statt 50 000: 100000 m. Pacht. Der Firma, die ihren Unternehmer gewinn selbst höher als der Magistrat und die Majorität der Stadt hatten recht. Die Aufsicht durch die Landgerichts- Präsidenten verordneten- Versammlung veranschlagte, wollte Magiftrat und Abg. Barth( dfr.): Wenn man die Gefahr für so groß hält, sollte nach ihrer Meinung eine materielle sein; sie hielt es auch Stadtverordneten- Majorität freudig zustimmen. Aber die bösen daß vielleicht in einzelnen amerikanischen Schinken oder Speck damals schon für zulässig, daß der Präsident durch Delegirte, also Sozialdemokraten vertraten so energisch die Ansicht, daß die Stadt seiten Trichinen vorhanden sind, dann kann man ja eine Unter- auch durch Amtsrichter die Aussicht führen ließe. Nachdem die das Anschlagswesen auf eigene Rechnung zu übernehmen und suchung einführen, wie ja auch amerikanisches Petroleum bei uns damaligen Beschlüsse der Kommission sich eingelebt haben, hat sich ein bessere Löhne zu zahlen habe, eventuell aber eine allgemeine testirt werden muß. Ich glaube, daß kein Grund vorliegt, daß gewisses Standesbewußtsein der Richter herausgebildet, das vielleicht Ausschreibung veranlaßt werden müsse, das die Versammlung die anderen Parteien sich von der Zustimmung zu dem Antrag Zuständen zu führen. Denn die Erfahrungen, die wir mit der Berathung sahen nun auch die Mitglieder der Majorita zu weitgehend, aber das allein geeignet ist, uns wieder zu befferen mit geringer Majorität Kommissionsberathung beschloß. Bei der fern halten; wir werden das bei der namentlichen Abstimmung Justizpflege machen, find heute keine günstigen.( Sehr richtig!) der Bersammlung Versammlung ein, daß wenigstens ein öffentliches Das Ehrgefühl, die Bravheit der Richter ist das Einzige, was Ausschreiben veranstaltet werden müsse. Die Angelegenheit Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): Der Antrag uns wieder weiter bringen kann. Würden Sie auch einen Lieutenant trat dann in die verschiedenartigsten Phasen der Berathung. Aus ist nur ein Mittel für die Agitation, ein Ausfluß der freisinnigen unter die Aufsicht eines andern Lieutenants stellen wollen? Das den Kommissionsberathungen entfernte zwar die liberale Ma Schweinepolitik. Während die Freifinnigen und Sozialdemokraten würde doch zu sehr bedenklichen Konsequenzen führen. Es soll jorität" der Stadtväter schleunigst die Mitglieder der sozial sich sonst immer in den Haaren haben, gehen sie zusammen, wenn doch materiell das Wohl der Bevölkerung gefördert werden. Gin demokratischen Fraktion. Die Sozialdemokraten legten fortgefest es darauf ankommt, gegen die Bauern zu heben.( Präsident von solcher Auftrag, widerruflich ertheilt, mit Titel und Gehalts- ihren Standpunkt im Plenum dar. Die Majorität nahm gwar Levezom: Es giebt im Hause Niemand, der gegen die zulagen für den Betreffenden, das wird im Abgeordnetenhause ihre bekannte unparlamentarische Haltung den Sozialdemokraten Bauern heßt.[ Heiterfeit.]) Aber außerhalb des Hauses, und das nicht angenommen werden. Die Richter selbst stehen der Sache gegenüber habe ich nur gemeint.( Heiterkeit.) Die Sozialdemokraten wollen wenig freundlich gegenüber. die Börse gleicht während der Börsenzeit der ja überhaupt den ganzen Bauernstand vernichten, das beweisen unruhigen Haltung der Majorität v. Holleben( Präsident des Oberlandesgerichts Königsberg): gegenüber einem Kirchhof im Plenum ein, gelangte die Aeußerungen der sozialistischen Presse, besonders die Aus- 213 after Praktiker muß ich dem verehrten Rechtslehrer, der even aber schließlich wenigstens zu der Ginsicht, daß mindestens laffung des Herrn Engels. Das Einfuhrverbot sollte zunächst die gesprochen hat, entgegentreten. Eine Aussicht der Amtsrichter 200 000 Mark werden Bacht verlangt gesundheitsschädlichen Produkte fernhalten, daneben aber auch die Durch einen Kollegen, mag er nun Direktor oder sonstwie heißen, müssen. Die Stadtverordneten Vogtherr und Singer konnten deutsche Landwirthschaft schützen.( Aha!) Die Herren links ist durchaus nothwendig. Die Hauptsache für die Einführung deshalb heute der Majorität wegen ihres beginnenden Verständ haben keine Neigung, Unzufriedenheit zu beseitigen, sondern nur einer solchen Aufsicht liegt in dem erziehlichen Moment, namentnisses ein gutes Zeugniß ausstellen und sie aufmuntern, all Unzufriedenheit zu erregen. Die fonservativen Parteien sollten fich für die jungen Juristen, welche soeben erst an die Gerichte mählich bis zu der Einsicht vorzubringen, daß Berlin auf diesem sich nach Herrn Bamberger verschworen haben, dem Wolfe das kommen. Fell über die Ohren zu ziehen; ebenso könnte man sagen, die Vorstand ist, der keine Autorität hat, dann ist es keine Selten- fommen muß. 200 000 M. Minimalpacht und allgemeines AusWenn diese Gerichte einen Vorstand haben, der kein Gebiete zu einem Stückchen gefunden Kommunalsozialismus Parteien lints haben sich verschworen, den Bauernstand an den heit, daß die Aintsrichter schon verlottert vom Amtsgericht zum schreiben wurden hierauf beschlossen. Bettelstab zu bringen, natürlich außerhalb des Hauses. Landgericht kommen, und hat man seine Mühe, den Herrn Die Petition der Arbeitslosen, die um Be ( Heiterkeit.) Wenn Herr Virchow Die Trichinengefahr für wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe einen mir aus schäftigung einer größeren Anzahl Arbeiter bei der Straßen, nicht so groß erklärt hat, so weiß ich nicht, in welchem Auf- einer anderen Proving importirten Richter nach vierzehn reinigung, unverzügliche Inangriffnahme der städtischen Bauten trage er das gethan hat. Jedenfalls sind die Untersuchungen Tagen wegen fortwährender Trunkenheit dispenfiren fortwährender Trunkenheit dispensiren und sobald es die Witterung gestattet, und Verabreichung warmer einer freisinnigen Autorität neben den Mittheilungen der Re- entlassen müssen. Einem anderen passirte das gierung nicht maßgebend. Freilich, Ihre Hauptschußbefohle..en find sechs Wochen. nach Speisen an die Kinder in den Volksschulen bitten, veranlaßte ja durch ihre Speisegefeße vor der Trichinengefahr geschüßt. Herren früher eingeschritten, wo sie noch heilbar sind, dann maligen Regierungsrath Haß, Bende und Juſtizrath Frenzel ( Hört! hört!) Würde gegen diese ebe ( Stürmische Heiterkeit.) Die Sozialdemokraten verstoßeu hier würden sie auch geheut sein. Der Landesgerichts- Präsident würde und Namslau die Geschäftsordnung dahin zu interpretiren, e gegen die Lebensintereffen des Bauern gerade in dem Augenblicke, vielleicht alle drei oder vier Jahre einmal in die Lage kommen, der Gegenstand nicht zur Berathung gelangen tannwo sie auf das Land gehen wollen. Wenn die Apostel der über den einzelnen Amtsrichter eine wirkliche Aufsicht auszuüben. arbeitslosent Petenten nicht zunächst den Magiftrat angegangen Sozialdemokratie mit leuchtenden Augen" kommen werden, so werben sie doch nicht mit leuchtenden Geh. Rath Eichholz: Die Bedürfnißfrage ist in der Kom- hätten! Meyer I beantragte sofortige Berichterstattung. Wieder ( Heiterkeit.) Sie spielen ein gefährliches Spiel, meine Herren! nicht alle Schäden geheilt werden, so ist das kein Grund, hier barkeit der Anschauung dar, daß bis zur Beschlußfassung über höchstens mit Augen, aus denen der Spiritus Alkohol leuchtet. Dernburg, anerkannt worden. Wenn mit diesem Gesezentwurf protestiren. Singer, Friedmann und Meyer II legten die UnhaltDer Bauer ist kein Spielzeug, da sei uns Gott davor!( Beifall uns die Möglichkeit zu rauben, in einem Punte abzuhelfen. In einen Nothstand Tage vergehen müßten. Um die Herren festzuKammergerichts- Präsident Drenkmann: Die von Herrn antragte die sozialdemokratische Fraktion namentliche Abstimmung. nageln, die Nothstandsbeschlüsse nicht für dringlich hielten, be rechts. Lachen links und vereinzeltes ironisches Bravo!) Abg. Graf Kanis erklärt, daß ihm auch in erster Linie die fanitäre Rücksicht ſtehe, daneben ist aber der Schuß der deutschen v. Schweine auch von Bedeutung. die Beurtheilung der Sachlage im Ganzen ausschlaggebend fein gegen hielten sich der Abstimmung tönnen und weil die 2( Virchow und Schwalbe) entwurde darauf beschlossen, sofort in Abg. Windthorst hält die Erörterungen für ganz gut. aber tönnen. Aber die durch die Landgerichts- Präsidenten geführte die Berathung einzutreten. Reichnow berichtete über die Petition, die ( Beztrt Berlin I.) Mitgliederversammlung am Sonntag, den 2. Januar, die rechte Seite der Stadtväter, vor allem Dr. Bergemann, Gr faßt sich trotzdem ein Herz und wagt sich herein. Gine uniMetallschrauben- und Facondreher Berlins und Umgegend. Gco mit Gelächter begrüßte. Neichnow hält einen Mothstand formirte Gestalt, eine Art Oberaufseher oder dergleichen, giebt öffentliche Bersammlung am Dienstag, den 27. Januar, Abends 8 Uhr, in Detgmüller's Salon, Atie Jatobfir. 48a. Tagesordnung: 1. Berichterstattung nicht für vorliegend, wohl aber das Vorhandensein einer größeren die unwirsche Auskunft:" Ja, da hätten Sie früher kommen von Wietallarbeiter Delegtrientag der Provinzen Brandenburg und Bommern. Arbeitslosigkeit wie sonst, wegen der Strenge des Winters. Er müssen, gestern früh. Jetzt brauchen wir keine mehr, jetzt 2. Disfuffion. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Bericht der Delegirten von der Berliner Streit- Kontrolliommission. 5. Disfuffion. 6. Verschiedenes. ist der Ansicht, daß die Petition in ihren beiden ersten Punkten dem wird ja vald Thaurbetter." Schließlich läßt er sich doch noch im recht sabireiches und pünktliches Erscheinen wird bei der wichtigkeit der Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen, daß aber der dritte herab zu sagen: Na, gehen Sie mal nach dem Alexanderplay Tagesordnung gebeten. Punkt abzulehnen sei.. Genosse Tu tauer verlangte Ueberweisung oder nach der Oderbergerstraße." Also zurück nach dem Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer der Petition in allen ihren Bunften an den Magistrat zur Alexanderplatz! Wieder werden ein halbes Dußend Thüren sormittags 10 ubr, in Sägers Sofat, Grüner Weg 29. Tagesordnung: Berücksichtigung. Gr geißelte zunächst den ganz einzig angeflinft. Endlich ertheilt ein Beamter der Rathswaage die 1. Abrechnung des oterten Quartals 1890. 2. Kaffenangelegenheiten. 3. Berdastehenden Wunsch der Versammlung, dem der Bericht Auskunft:„ Die Aufseher sind nur des Morgens hier". Nach der schiedenes. Morgen, Sonntag, den 25. Januar, Abends 7 Uhr, Versammlung für erstatter stattgab, den Wortlaut der Petition, die sonst nie Oderbergerstraße! Gine verschlossene Thür, Beamte find nicht Männer und Frauen im Zotal des Herrn Krüger, Gr. Frankfurtersiraße 99, verlesen werden, zur Verlesung zu bringen, um aus dem Tone zu finden. Morgen früh um Sechs müssen Sie kommen, wenn Bortrag des Herrn Dr. Bütgenau über:„ Aus Mecklenburg". Nachher ge derfelben Stimmung gegen die Nothleidenden zu machen. Tubauer die Arbeiter Tosziehen", sagt ein Feuerwehrmann, der vor dem feltges Betsammensein und Tanz. Freunde und Genossen herzlich will legte dann in glänzender eindrucksvoller Weise den ungeheuren Hause steht. Wenn der von Pontius zu Bilatus geschickte BeNothstand, der herrscht, klar. Er bat, doch endlich die Vogel- werber am anderen Morgen wirklich Arbeit bekommen hat, dann Strauß- Politik zu unterlassen: der Magistratsvertreter hat er doch jebenfalls einen Tag lang herumlaufen und Hungern hatte in der Kommission gebeten, sich zu hüten, müssen. Der Mann hat die Sache ja nun allerdings etwas unge den Nothstand vor Deutschland zu offenbaren. schiaft angefangen, aber hundert andere werden es wahr In detaillirter Weise legte er dann dar, wie geholfen werden scheinlich ebenso gemacht haben, und mancher ist dadurch tönnte. Justiz rath Frengel beantragt: Uebergang zur vielleicht so entmuthigt worden, daß er ganz und gar differentismus nur der Ausbeutung und Profitwuth des Kapitals gedient Tagesordnung und motivirt diesen Antrag damit, daß, soweit verzichtet hat. leber die Liebenswürdigkeit", mit der Arbeitslosigkeit vorliege, die Arbeitslosen selbst theilweise schuld solch ein Bewerber behandelt wird, wollen wir uns kein hieran seien! Der Ton der Betition sei nicht der von Bettlern, Urtheil erlauben, aber daß sie die Zuversichtlichkeit der Stimmung und Schwestern? An Guch, zur Arbeiterinnen, fet dieser Mahnruf gerichtet! sondern von Sozialdemokraten, und sie müsse deshalb abgelehnt zu erhöhen und zu weiteren Nachfragen anzuspornen im Stande Der Oberbürgermeister Fordenbed will ist, möchten wir nicht behaupten. werden! Teinen " tommen. Achtung, Schäftebrandje. Sonnabend, den 21. Januar, Abends 9 Uhr, Vortrag, Dis Bereins Versammlung bei Beyer, Neue Grünstraße 14. fuffion ze. Aufruf an alle in der Kartonfabrikation befchäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter! Kollegen! Kolleginnen! 3hr habt die Macht in Sänden, wenn Ihr nur einig feid!" Dieser Mahnruf, welcher der Arbeiterschaft schon so oft entgegenballte, wir müffen ihn auch an Euch wieder richten, die Ihr bisher jeder Organisation fern geblieben seid, und durch Euren Inhabt. Seht Guch die Schaar der Arbeitslosen an, wie sie von Werkstube zir Wertstube geben, und, durch die Noth gezwungen, Euch zu Lohnbrückern und Konturrenten werden. Wolt Ihr nicht eintreten für Gure arbeitslosen Brüder Bom frühen Morgen bis zum späten Abend in oft schlecht ventilirten Räumen, bei ungenügender Nahrung und überangestrengter Arbeit opfert Jbr Sure Sträfte, und was sind die Früchte Eurer Arbeit? Was für einen Zohit bietet man Guch? Wollt Ihr nicht endlich dieser Ausbeutung des Kapitais entgegentreten wollt Ihr Euch nicht endlich ein menschenwürdiges Dasein im Stande, dem Unternehmerthum ein Salt zu gebieten und für uns beffere Stolleginnen, rafft Guch auf! Heicht Guch als Arbeiter die Hände, tretet ein in die Rethen des um sein gutes Recht fämpfenden Broletariats! Erscheint Alle in der öffentlichen Versammlung aller in Sartonfabriten beschäftigten Arbetter und Arbeiterinnen am Mittwoch, den 28. Januar, Abends 83 Uhr, in Joels Salon, Andreasstr. 21. Nationale H. Bureau Seibelfir. 40. Montag, den 36. Januar Ct., Abends& ihr, im Bittoria- Restaurant, Münzfir. 11: Borstands- Sizung. Aufnahme neuer MitLebensbedingungen zu fordern und zu erreichen. Darum, Kollegen und Nothstand anerkennen. Durch Schluß der Dea Wenn es dem Magistrat wirklich darum zu thun wäre, stets batte wird den Genossen Singer und Zubeil das Wort eine hinreichende Anzahl von Schneeschippern zu haben, so giebt abgeschnitten. Stadthagen fonstatirt als Mitglied der es ja ein sehr einfaches Mittel, auf das man ohne besonderen verschaffen Der Ginzelne fann es nicht nur eine feft organisirte Masse ist Armendirektion, daß Hunderte vom Asyl für Obdachlose an einem Scharfinn verfallen fann. Er lasse an den Säulen bekannt Lage haben wegen Raummangels abgewiesen werden müssen, machen: Schneeschipper werden gesucht. Zu melden u. f. w." trozdem lehnt die Mehrheit der Versammlung die Petition ab. Wenn auf diese Weise Zeit und Ort allen bekannt gegeben wird, Das ist die„ liberale Majorität"! Die übrigen Gegenstände sette dann werden sich noch sehr viele melden, die jetzt rathlos umherdieselbe Majorität von der Tagesordnung ab mit Ausnahme des laufen. Aber daran liegt dem Magistrat gar nichts. Den Antrages Gerold auf Errichtung von Wärmeſtuben, der einem Arbeitslosen will er nicht helfen, und der Schnee mag liegen Ausschuß zur Vorberathung überwiesen wurde. bleiben, bis Thauwetter eintritt. Das ist bequemer, und oben drein kostet's nichts. Lokales. tis Zum Kampf mit geistigen Waffen. Der Gestellungspflichtige Arbeiter Paul Winkelmann, Invalidenstraße 180 wohnhaft, begab sich vorgestern Abend auf das Polizeibureau in der Tieckiraße, um seine Aufnahme in die Stammrolle zu bewirken. Gin Polizeibeamter nahm sein Nationale auf, und die Sache ging auch ganz glatt, bis man an die Rubrik, Religion" fam. Herr Winkelmann ist bereits im vorigen Jahre aus der Landeskirche ausgetreten und gab daher sein Religionsbekenntniß als Dissident an. Darob Verwundern des Polizeibeamten. Mit der stummen Verwunderung ließ er es sich aber nicht genügen, sondern er ging als berufener Staatsretter auch zu Worten über. Sie haben sich gewiß von den verfluchten Sozialdemokraten verführen lassen", begann er seine Kapuzinerpredigt, und von so einem jungen Menschen kann man ja auch nicht mehr verlangen", fuhr er fort. Ein neben ihm fizender Beamter sekundirte ihm, und verwies nicht undeutlich auf die ewigen Strafen des Himmels u. f. w. Schließlich half alles Parlamentiren nichts, Herr Winkelmann wurde als Dissident eingetragen und die Schuyleute werden in Zukunft besser thun, sich um Sachen zu kümmern, die ihnen näher liegen als das Gaubensbekenntniß der steuerzahlenden Staatsbürger. V- fa " glieder. Achtung, Filldjuh- Arbeiter. Montag, den 20. d. M., Abends 8 Uhr, findet eine öffentliche Bersammlung sämmtlicher in der Filzschuhbranche be fchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bei Bemter, Münzstr. 11, statt. Tages ordnung: 1. Bortrag des Herrn Türk. 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Bur Deckung der Untoften findet Tellersammlung statt. Oeffentliche Ristenmacher- Versammlung mit Frauen Sonntag, den 25. Januar, Abends 5 Uhr, im Totale Dresdener- Garien, Dresdenerstraße 45. Tagesordning: Bortrag des Herrn 3. Türt über Frauenbefreiung. 2. Disfuffion. Sierauf: Geselliges Betsammensein mit Zanz. Zur Deckung der Untoften findet eine Tellersammlung statt. straße ss. sermannstr.- Ecke bei Beiler. Grüne Gtche", Nixdorf, Senesebeck und Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Besangverein der stunde um 9 Uhr. Gäste willkommen. Musikverein, Vorwärts", Abends 8%-10% Uhr, Annenftr. 14, part. Sitherflub„ Waldrose", Abends 9 Uhr bei Offenbacher„ Sängerirang", Deutſcher Hof, Ludauerſtr. Nr. 15, uebungsleemann, Laufigerstr. 41. Berliner Turngenossenschaft. 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 thr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Behrlingsabtheilung turni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gym naftum, Elisabethstraße 67-58. Stattlub Rams ch", gegründet 1. Oktober 1990. Abends 9 Uhr, Sigung Stattlub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Privat in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genoffen find freundlich fr eingelaben. Theater Gesellschaft Schneeglödchen" im straße 9 bet Wettin. Die Petition um Verabreichung warmer Speisen an die Kinder in den Volksschulen ist von der Stadtverordneten- Verfammlung zurückgewiesen worden. Im Laufe der Debatte wurde von einem„ freijinnigen" Redner behauptet, daß von anderer Seite hinreichend für die Speisung armer Schulkinder gesorgt werde. Wahrscheinlich meinte man den Verein zur Speifung armer Kinder und Nothleidender". Betrachten wir also die segensreiche" Wirksamkeit dieses Vereins etwas näher. Seit 1888 findet eine Frühstücksvertheilung in den Gemeinde sammlung bei Ceefeldt, Grenadierstr. 33, Vortrag des Herrn Peus über: Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 25. d. M., Abends 6 Uhr, Berschulen statt. Im Jahr 1890 ist das nach dem neuesten Jahresbericht Gin Rückblick aus dent Jahre 2000". Sterauf: Gesellige Unterhaltung und des Vereins, in 140 von im ganzen 186 Schulen der Fall gewesen. ang. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. Ausgegeben wurden dafür 3240 Mart, also für jede der Berlin, Bestri 4. Bersammlung Sonntag, den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, Sentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, 140 Schulen durchschnittlich 23,14 Mark pro Jahr. Das Jahr bet Mannete, Waldemarstr. 12. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartat hat etwa 250 Schultage, macht pro Tag und Schule noch nicht 1890. Wahl eines Vergnügungs- Komitees. 3. Innere Kaffen- Angelegenheiten und Verschiedenes. 10 Pfennig! Gine Schule faßt durchschnittlich 930-940 Kinder, Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend, in Lokale des Herrn Schröder, macht pro Jahr und Kind noch nicht 25 Pf., also pro Tag und Reichenbergerstr. 24.- Seine, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Bechlin, Kind noch nicht 1/10 Pf.!! Nun wird diese Unterstützung" aller- Hornstr. 11. ,, Mehr Licht", Abends 8% Uhr, bet@nadt, Brunnendings nur den armen Kindern und nur in der Zeit der Arbeits- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends losigkeit gewährt; aber ob der auf jedes gespeiste" Kind ent- sube: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freundfallende Betrag dadurch bis zu einer angemessenen Höhe steigt, fchaft", Friebenstr. 48 bet Tollfühn. Gesangverein, Sanges Echo," bezweifeln wir. Seit dem 1. Mai 1890 wird auch an diejenigen ftraße 31 bei Musehold. Staltgerfiraße 142 bei Greifer.- Gesangverein 8yranta", Landsberger Böglinge der städtischen Blindenanstalt und der Volkskindergärten in der Gräfe- und Gartenstraße, welche den ganzen Tag über in der Anstalt bleiben, Mittagessen verabreicht. Ausgegeben wurden dafür in 8 Monaten oder 35 Wochen 534 M., also, nach Abzug Schneeschipper werden gesucht! Die Petition der von zusammen 5 Wochen Ferien, für jeden der 180 Unterrichts Arbeitslosen Berlins um Beschleunigung der Schneeabfuhr und tage beinahe 3 M. pro Schule. Die städtische Blindenanstalt Ginstellung einer größeren Anzahl von Hilfskräften bei der hatte am 1. Juni 1890 44 Schulkinder. Ueber den Besuch der Straßenreinigung ist also glüdlich von unserer Stadtverordneten Volkstindergärten sind wir im Augenblick nicht ganz genau Versammlung, nachdem der Herr Oberbürgermeister im ent- unterrichtet, doch dürfen wir die Zahl der Kinder, nach dem scheidenden Augenblick eingesprungen war und den unterschiedlichen Jahresbericht des Berliner Fröbelvereins" für 1888 auf durch Wohlfahrtseinrichtungen" der Stadt Berlin ein begeistertes Lob- schnittlich 50 annehmen. Dann beläuft sich die Zahl der Kinder lied gesungen hatte, durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt" in den 3 Anstalten zusammen auf etwa 150, sodaß die„ Unterworden. Für die freisinnige" Majorität, die sich unter den ftügung" pro Tag und Kind 2 Pfennig beträgt! Es ist mögHänden des diesmal anerkennenswerth unparteiischen Vorstehers lich, daß diese Summe", falls auch hier die Speisung nur wie ein Wurm gewunden hatte, um die Berathung der unbequemen wenigen und nur zeitweise gewährt wird, zu einem Betrage an Petition hinauszuschieben und womöglich ganz zu vereiteln, wächst, für den sich ein Mittagswahl, wie es Proletarierkinder Toat es eine wahre Erlösung, als das Stadtober gewöhnt sind, herrichten läßt. An ganze Familien, zusammen haupt feierlich verkündete: Vorläufig besteht noch fein 800, hat der Verein für 5698 Mart warme Speisen, Lebensaußergewöhnlicher Nothstand, und ein folcher mittel u. f. w. gegeben, macht pro Familie und Jahr etwas eintreten sollte, dann wird geschehen, was in unseren Kräften über 7 Mark! Wer dabei nicht satt geworden ist, wird's nie fieht."-und muß geradezu an unheilbarer Gefräßigkeit leiden. Nun war aber vorher zugegeben worden, daß die durch die Mit Bezug auf unseren Artikel Von der weiblichen bürgerlichen Zeitungen verbreitete Nachricht, es sei der Direktion Reserve. Armee" wird uns von dem Inhaber der Firma der städtischen Straßenreinigung unmöglich, bei größeren Schnee. Wertheim, Rosenthalerstr. 29, mitgetheilt, daß die für das fällen die nöthigen Hilfskräfte zu beschaffen, unwahr ist; daß Weihnachtsgeschäft engagirten Verkäuferinnen unter der aus vielmehr in diesem Jahre ein außergewöhnlich großer Andrang brücklichen Bedingung eingestellt werden, daß das Engagement von Schneeschippern stattfindet und daß viele abgewiesen werden nur bis zum 1. Januar dauert. Solche Engagements sind für müssen. Ist das noch kein Beweis für einen außergewöhn- die Geschäftsleute nöthig, da viele Artikel nur während der lichen Nothstand"? Aber die Arbeitslosen Berlins warten och Weihnachtszeit gefragt werden. In dem Artike! wird von Ge iminer darauf, daß die Stadtverwaltung thut, was in ihren hältern in Höhe von 40 bis 50 Mart gesprochen. Selbst AnKräften steht". Wieviel Perfonen täglich abgewiesen worden sind, fängerinnen verden in dem hier in Rede stehenden Geschäft nicht ist nicht gesagt worden. Wir sind aber überzeugt, die Zahl wird unter 45 M. angestellt. nicht gering gewesen sein. Und die Zahl der Bewerber würde Polizeibericht. Am 22. d. Mts. Abends wurde ein Mann geplanten Tunnelbaues zwischen Dover und Galais ersuchen nunzweifellos noch viel größer sein, wenn der Magiftrat, falls er überhaupt die Absicht hätte, den Schnee möglichst schnell an der Ecfe der Großen Frankfurter und Waßmannstraße von mehr das Barlament um die Konzession. Das Stammkapital foll zu beseitigen, die geeigneten Schritte thun würde, um sich Silfs einer Kutsche überfahren und erlitt eine Quetschung beider Ober- auf 200 Mill. Mark firirt werden, außerdem sollen 6 666 600 fräfte zu verschaffen. Wer schon öfter das einträgliche" Amt schenkel. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain Hypothekarbonds zur Ausgabe gelangen. Die Bauzeit soll auf eines Schneeschippers übernommen hat, wird ja wiffen, we, gebracht. Am 22. d. Mts. Abends und am darauffolgenden 10 Jahre festgesetzt werden. wann und wie er sich zu melden hat, wenn Schneefall eintritt. Morgen fanden vier kleinere Brände statt. Aber wer zum ersten Male zu diefem traurigen Ausweg greift, und das wird in diesem Winter bei vielen der Fall sein, der weiß zunächst gar nicht, wie er es anzufangen hat, um eine Stellung zu bekommen. nach " wenn " Versammlungen. Als Beispiel diene die folgende Frrfahrt eines Bewerbers. Möbelpolirer des Nordens. Montag, den 26. Januar, große außer Derselbe ging in feiner Rathlosigkeit zunächst zur Polizei, die ja ordentliche Bersammlung im Saale des Herr Nürnberg, Schönhauser bei vielen für allwissend gilt. Dort wurde er nach dem Mathee 28, Tagesordnung: 1. Bortrag. Referent wird in der Versammlung hause geschickt. Der Portier des Rathhauses schickte ihn betannt gemacht. 2. Distusfion. 3. Berschiebens. Bahlreiches Erscheinen iss nothwendig. dem Straßen Reinigungsdepot am Aleranderplay. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Die nebungsstunde Nachdem er hier zwei Stockwerke durchsucht und ohne fämtlicher sur te ich in eer Brauerei Friedrichshain( früher Tips) eine Menschenseele zu treffen, ein halbes Dugend Thüren angefondern bei Joel( früher Steller), Andreasstr. 21, statt. Um pünktliches Grtlinkt hatte, erwischte er endlich auf der Straße einen Straßen- fcheinen und Mitbringen der Noten wird erfucht. feger, der ihn nach dem Bureau der städtischen Straßenreinigung, Der gesellige Klub Proletariat veranstaltet Sonntag, den 25. Jan., stleine Frankfurterſtraße 6, wies. Dort angekommen, findet unser Unterhaltung, verbunden mit bunortfiſchen Vorträgen und Zans, most Bewerber ein Plakat:" Arbeiter werden nicht angenommen". Freunde und Genossen willkommen sind. Trinken Sie findet Umstände halber Mampes wozu 9 Uhr, Sigung. Brüberfir. 26. Lokal BeteranenTheater- Berein Giaconda", Abends Berein 2ustige Brüber" Abends 9 Uhr, Bergnügungs- Verein Suftige 13", Abende s½ Uhr, bei Roller'scher Stenographerlebzett, Wrangelfir. so. Gaste moturom. Verein Süd- West Berlin". Abends 8% Uhr, im Restaurant Körner, Barutherstraße 1, Unterricht und utebung. -ap " d-Depeldren.iedA Beünn, 28. Januar.( Telegr. des Herold"). Hier herrscht große Kohlennoth. Mehrere Fabriken haben den Betrieb eingestellt, sogar einzelne Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Paris, 23. Januar.( Telegr. d. Serold".) Gine Ansamm lung von Arbeitslofen fand heute auf dem Opernplatz stati. Gs erfolgten gegen hundert Verhaftungen. Reine bemerkenswerthe Ruheſtörung. London, 23. Januar.( Tel. d. Herold.) In Chicago nimmt die Zahl der Arbeitslosen in erschreckendem Maße zu. Zur Zeit zählt man dort 20 000 unbeschäftigte Personen, die sich meist durch die Aussichten auf Arbeit bei der bevorstehenden Weltausstellung dorthin haben verlocken laffen. London, 23. Jan.( Teleg. d. ,, Herold"). Die Unternehmer des ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bremen, den 28. Januar. Wie aus zuverlässigfier Quelle verlautet, ist die Nachricht von der Herabsetzung des Passagepreises des Norddeutschen Lloyd nur insofern richtig, als der Norddeutsche Lloyd, um der Hamburgifchen Konkurrenz begegnen zu können, den Passagepreis für Zwischendeck passagiere um 20 Mr. ermäßigt hat. Briefkasten der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Brieflick, Halle a. S. Leider ist unser Vereinsgefeß berart, daß die beabsichtigte Unterlassung der Anmeldung nicht rathsam erscheint. grauten dürfen wohl Boltsversammlungen, nicht aber den von Ihnen genannten beiwohnen. Getreide- Kümmel. Alle Uhren werden sauber und sorgfältig repariet unter Garantie des Gutgehens für Vorräthig in allen Colonial- u.Delicatessen- Handlungen 1,50 Mark( außer Bruch) bei à Flasche Mark. Steinbildhauer- Verein Berlin. Jede Uhr& Am Montag, den 26. Januar 1891, Abeads 8½ Uhr: im Versammlung Vereinslokal, Johannisstraße Nr. 20. Die Kollegen werden dringend ersucht, in dieser Versammlung zu er scheinen, da die Fragebogen zur Statistit zur Ausgabe gelangen. 283 Der Vorstand. Eine gefr. Dogge zu verkaufen b. 3wei Vereinstimmer mit Pianinos| Don 20-60 Personen sind zu vergeben. Krüger, Linbowerstr. 20. 72 L J. Jezierski. Zimmerstr. 37. zu repariren 881 W. Winkler, Berlin N., Heinickendorferstr. 2 g. gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L Lager aller Arten Uhren, Uhrketten. unter Garantie Arbeiterfrau verlor Donnerstag ihren toftet bei mir Trauring, gezeichnet C. K. 25./12. 65. Allen West sa len und Freunden 1,50 Mk. Binder wird gebeten, diesen gegen Belohnung abzugeben Friedrichsberger der rothen Grde empfehle Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Straße 10. Kornmeter. 175 J Gepök. Kleinfleisch à Pid. 35-40 Pf. Uhren, Gold- u. Silberwaaren ( außer Bruch) Naunynftr. 38, n. d. Die Reſtauration ,, Zur alten Linde" C. Wunsch, Danienplag am Kottbuserplay it fof. wegen Ueber- und nahme eines Grundstücks zu verkaufen. zu 1 M Näheres daselbst. Sopha, Spiegel zu vert. Reinidendorferstraße 20 b, Seitenfl. 3 Tr. L. Ein geübter Silberpreffer verlangt bei Franz Mosgau, Markusstraße 50. Das Rechts- Bureau[ 52 J eines Königl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobtraße 102, II, ertheilt Rath u. Hilfe in allen Angelegenheiten. Für Unbemitt. unentgeltlich. el- Sheinerippchen 45 Pf. and Eisbein andere Fleisch- und Wurstwaaren den billigsten Preisen. 2107 Zum Fest empfehle Backbutter à Pfund von 70 Pf. an. Westfälische Fleischwaaren- Fabrik and Niederlage. 43 Linden Strasse 43, vis- à- vis der Zimmerstraße Achtung! Unferem lieben Pistolen- Sepp'l Verein d. Parquetbodenleger Berlins. Fachverein der Metallarbeiter ger to Versammlung in Gas-, Wasser- und Dampf- Armaturen. am Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, bei Weigt, Marggrafenstrasse 87. Sonntag Vormittag 10 bei Jemter, Münzstraße 11: Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitglieder- Versammlung. 170 J Josef Hilger zu seinem Geburts tage die besten Glückwünsche. Det sieht aber! Rrraus! Rrraus! Rrraus! Seine Kollegen. Unserem Freunde und Genossen Den Freunden und Genossen zur Nachricht, daß unser diesjähriger Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn 2ütgenau über Sozialismus Julius Zopf zu seinem heutigen Maskenball am Sonnabend, den 7. Februar, in den Bürger- und Materialismus. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Billets zu dem am Wiegenfefte ein dreimal donnerndes fälen, Dresdenerstraße 96, stattfindet. Billets à 75 Pf. find vorher 7. März in Buß' Ballsalon, Große Frankfurterstraße 87, stattfindenden Hoch! Nur recht ruhig." zu haben bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und beim Vergnügungskomitee. Maskenball. 4. Verschiedenes und Fragetaften. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 250 227 Gäste willkommen. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Die Stammgäste von H. Eimecke. Gesang- Verein ,, Lorbeerkranz" Achtung, Kürschner. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Sonnabend, den 24. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, Grosser Wiener Masken- Ball Die Hebungsstunde sämmtlicher zum Bunde gehörenden Vereine am Sonntag, den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, findet Umstände halber nicht in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips), sondern bei Joël( früher Keller), Andreasstraße 21, statt. Úm pünktliches Erscheinen und Mit- 156 bringen der Noten bittet Der Vorkand. Mitglieder, welche noch nicht im Besitz von Noten sind, mögen sich an den Kassirer A. Kaiser, Ackerstraße 34, Hof 3 Tr., wenden. 105 Verband der Vergolder, Goldleisten- Arbeiter u. Berufsgenossen. Erstes Stiftungsfest, verbunden mit Vorstellung und Ball, am Sonntag, den 25. Januar, in Joël's Gesellschaftssälen", Andreasstraße 21. Feftrede, gehalten vom Kollegen Ewald- Brandenburg. Alle Freunde und Gönner des Verbandes sind herzlich eingeladen. Billets à 50 Pf. für Herren inkl. Tanz, Damen 30 Pf., find bei W. Sprenger, Friedrichsfelderstr. 30, 4 Tr.; M. Jung, Dragonerstr. 24, Hof 1 Tr.; K. Nolte, Rüdersdorferstr. 23, 4 Tr., und in den Zahlstellen zu haben. Das Komitee. 141 Fagverein der Metallschleifer und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend. General- Versammlung am Montag, den 26. Januar 1891, Abends 8 Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung des Vorstandes sowie Abrechnung. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Berschiedenes. 6. Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. Kollegen, welche sich aufnehmen lassen wollen, haben Zutritt. Die Mitglieder werden auf§6 des Statuts aufmerksam gemacht. Der Vorstand.[ 236 Bereinig. der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltungen Berlins). Sonntag, den 25. Januar, Vormittags 9 Uhr, Besichtigung der Genossenschafts- Gutfabrik, Pappel- Allee 3-4. Treffpunkt für den Osten und Südosten Morgens 71/2 Uhr Langestraße 70 bei Heindorf; für den Norden 81/2 Uhr bei Scholz, Kastanien- Allee 35. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Gleichzeitig bringe ich nochmals unsere Bibliothek in Erinnerung, und fordere die Kollegen um rege Betheiligung bei Entnahme der Bücher auf; die Ausgabe findet jeden Dienstag und Freitag Abends von 8-9 Uhr beim Kollegen Trolle, Grüner Weg 19, v. 1 Tr., statt. Carl Dost, Gtalizerstr. 7. 136 Arbeiter Bildungs- Verein für Rixdorf und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 26. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, im Deutschen Wirthshaus( Barta), Bergstrasse No. 120. Tages Ordnung: 1. Vortrag über„ Die Koch'sche Heilmethode". Referent Dr. Christeller. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 107 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. im ,, Elysium", Landsberger Allee 39-41. Freunde und Gönner ladet hierzu ergebenst ein Der Vorstand. 173 Am Mittwoch, den 23. d. M. ver starb unser Kollege und Mitglied des Verbandes deutscher Kürschner Edmund Rother im Krankenhause Moabit. Die Bes erdigung wird in der Sonntagnummer bekannt gemacht. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen und bei G. Lebenow, Oderbergerstr. 15, v. 2 Tr.; H. Sünder, Rückerstr. 5, Hof part.189 G. Rühlicke, Petriftr. 8/9, vorn part.; F. Hupple, Gr. Frankfurterstr. 63, Hof 2 Tr.; K. Otto, Mariannen- User 2, Hof 2 Tr., zu haben. Heute wurde ausgegeben: Die Nene Beit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. DE Heft 17. Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten zeige ich hierdurch an, daß mein Mann 176 J E. Tews am 21. d. m. verstorben ist. Die Be erdigung findet am Sonntag, den 25 d. M., Nachm. 2 Uhr, von der Leichen halle der Sophien- Gemeinde aus statt. Frau Tews, Hochmeisterstraße 17. Lohngefezes. V. Von Eduard Rohrleger! Helfer! Lite Inhalt: Zur Frage des ehernen Lohngesetzes. V. Von Eduard Bernstein. Die Kaufmannsbewegung in Deutschland.- Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten. II. Von F. A. Sorge. rarische Rundschau. Notizen.- Feuilleton: Töchter unserer Zeit. Roman aus dem modernen Gesellschaftsleben von F. v. Ost a.( Fortsetzung.) Pro Quartal( 18 Hefte) 2,50 M., pro Heft 20 Pf. E Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. G G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste En gros Uhren- Fabrik Berlin S., Export Oranienstr. 152, Ecke Morigplatz, besteht seit 1860. Anerk. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren. v. 20 M. an do. 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Arbeiterinnen zu Nixdorf im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstraße 133. Tagesordnung: 1. Die wirthschaftliche Nothlage. Referent: Stadtverordneter D. Klein Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tellersammlung findet nicht statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Einberufer. 109 Charlottenburg. Große öffentliche Tischler- Versammlung am Montag, den 26. Januar, Abends 8 Uhr, auf ,, Bismarckshöhe". Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Tischler- Kongreß. 2. Diskussion. 3. Abcechnung der zur Deckung der Unkosten der Delegirten aufgebrachten Gelder. 4. Berfchiedenes.- Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 174 J Fachverein der Tischler( Weissensee). Versammlung am Montag, den 26. Januar ds. Js., Abends 82 Uhr, in Klebs Lokal, Röhlke- u. Charlottenburgerstr.- Ecke. Tagesordnung: 1. Die wirthschaftlichen Krisen und die Verkürzung der Arbeitszeit. für Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen. Vereinszimmer. Billiger Mittagstisch. Franz Norbert. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt, Berlin SW., Benthstraße 3. Im Verlage von J. H. W. Dieh in Stuttgart erscheint nächster Tage und ist von unserer Expedition zu beziehen: Die Frau und der Sozialismus. able Von August Bebel. Neunte gänzlich umgearbeitete Auflage von des Verfassers Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." Preis broschirt 2 M., gebunden 2,50 M. Der beispiellose Erfolg, den der Verfasser mit den früheren Auflagen feines Werkes erzielte, obgleich dasselbe, durch das Sozialistengeset verboten, den großen Volfskreisen nur schwer zugängig war, ist dieser neuen Auflage, nachdem dies Hinderniß gefallen, in erhöhtem Maße sicher. Alle Gesellschaftsklassen bringen dem Buche das lebendigste Interesse entgegen und so sei dasselbe zunächst den Parteigenossen zur weitesten Verbreitung empfohlen. SF Vorausbestellungen werden sofort nach Eintreffen portofrei ausgeführt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. E Versammlung am Sonntag, den 25. Januar, Bor mittags 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 256 1. Vortrag über Arbeiterschuh. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes u. Fragen. Untertükungsverein der Bürstenund Pinselmacher Deutschlands ( Filiale Berlin). Sonntag, den 25. Januar, Vormittags pünktlich 10 Uhr, Bergstraße Nr. 12: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Entrichtung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Kaffens bericht des Filialtassirers. 3. Neurahl des Filialkassirers. 4. Wahl der Re visoren. 5. Bericht der Kommission in Betreff des Arbeits- Nachweises resp. Gründung desselben. 6. Wann be ginnen wir in Zukunft mit unserer Versammlung? 7. Verschiedenes. NB.: Die Mitglieder werden drins gend ersucht, zahlreich und pünktlich zu 71L erscheinen. Der Filial- Vorstand. J. Auftr.: Robert Michaelis, Bevoll mächtigter. G. Stereot.- Presse u. e. galv. Referent Herr Apelt. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheit, Vereinsauge Brehm, Lexica, Bibliotheken Badj. b.3.vk. Näh. i. d. Exp. d. Bl. 63L legenheit, Verschiedenes. Um rege Betheiligung bittet Der Bevollmächtigte. Weltgesch., Bücher,| fauft A. Hannemann, Rochstr. 56. Telephon- Amt 1, 4027. 120 Polirte Rohrstühle fauft man 50 bis 100 pt. billiger aus erster Hand, als in den Möbelgeschäften am Plaze. Ich offerire: Einfache Rohrstühle a Stück 3,-M. Bessere Sorten 31/2 " " " Runde Wiener Stühle" 41/2" Gefehlte 5, W. Rohr- Lehnstühle " " " " 6, " 7, " " " Tafelstühle Sämmtliche Stühle sind solid und dauerhaft gearbeitet. Versandt nur gegen Nachnahme. Verpackung wird nicht berechnet. Illustrirte Preisver 13 J zeichnisse franko. Reinhard Rossleben, Poliermeister, Hilmsdorf bei Geringswalde i. G. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen ( außer Bruch) kostet bei mir unter Garantie des Gutgehens 1,50 Mark. Lager aller Arten Uhren und Gold waaren zu den billigsten Preisen. 1786 Rosenthalerstr. 10. Gust. Blenk,( a. 5. Auguſtſtr.). Ich erlaube mir ganz ergebenst, an zuzeigen, daß ich von Friedrichshagen nach Berlin Lothringerstr. 59 ein Geschäft eröffnet habe, und bitte alle Bekannten und Freunde, mich recht oft besuchen zu wollen, auch ist ein Vereinszimmer einige Tage in der Woche noch frei. Ergebenst Emil May FACHVEREIN 25 onats 20 AURER 169 J Marken z. quittiren von 51 L ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik Don Conrad Müller, Schkeudih- Leiprig Preisliste gratis und franto. E PC 171 Nur 1 Mark. Klagen, Eingaben, Rath in Prozeffen, Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11, Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. 111 dl. Schlafft. Mittenwalderstr. 2a 1 Tr.r. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 20. Versammlungen. Freie Volksbühne. Laut Bericht des Kassirers in der außerordentlichen Generalversammlung zählt der Verein Freie Volksbühne" jetzt zweitausend Mitglieder. Troy der furzen Zeit feines Wirkens ist es also dem Verein gelungen, eine beträchtliche Mitgliederzahl zu erwerben, ein lebhafter Beweis des Bildungstriebs, der dem Berliner Arbeitern innewohnt. Um die Zahl der Mitglieder noch zu vermehren, um anch die II. Abtheilung vollständig zu füllen, beschloß die General versammlung das Einschreibegeld auf den Betrag von 50 Pig. zu ermäßigen. In den letzten drei Monaten gelangt zunächst zur Aufführung Kabale und Liebe", ein bürgerliches Trauerspiel von Schiller; eine Reihe erster künstlerischer Kräfte haben ihre Mitwirkung zugesagt. Sodann findet eine Vorstellung," Die Ehre" von Sudermann, im Lessingtheater statt und schließlich wird das in Deutschland noch unbekannte Drama des russischen Dichters Pißemsky,„ der „ der Leibeigene", gegeben werden. Am Freitag, den 21." Januar ds. Js., Abends 81/2 Uhr, findet im Saale des Herrn Joel, Andreasstr. 21, eine öffentliche Versammlung für Damen und Herren statt, in der Herr Dr. Otto Brahm einen Vortrag über„ Kabale und Liebe" halten wird. In dieser Versammlung werden Beitrittserklärungen angenommen. Am Sonntag, den 25. Januar, findet im Ostend Theater um 22 Uhr die Aufführung von Kabale und Liebe statt für die erste Abtheilung( rothe Karten); am Sonntag, den 1. Februar Die Wiederholung für die zweite Abtheilung( grüne Karten). Die Zahlstellen des Vereins sind: Albert Auerbach, Schuhwaarengeschäft, Rottbuser Damm 7. Gottfried Schulz, Zigarrenhandlung, Admiralstr. 40a. Ernst Arndt, Zigarrenhandlung, Staligerstr. 107. Wilhelm Börner, Zigarrenfabrit, Ritterstr. 108. Adolf Lange, Restaurateur, Fürbringerstr. 22. Otto Antrid, Bigarrenfabrit, Steinmeßstr. 60. Friz Weber, Restaurateur, Frobenstr. 35. Friz Voß, Zigarrenhandlung, Birkenstr. 59( Moabit). August Hinze, Zigarrenhandlung, Pantstr. 14a. Albert Tiez, Zigarrenhandlung, Invalidenstr. 124, Wittwe Hafenelever, Bigarrenhandlung, Brunnensir. 122. Karl Lehmann, Zigarrenhandlung, Brunnenſtr. 88. Adolph Kehr, Hutshbrikant, Köpnickerstr. 126. Hermann Grashold, Materialwaaren- Geschäft, Pallisaden straße 59. Franz Niemeyer, Zigarrenhandlung, Webersir. 19. Conrad Engel, Buchbinderei, Chorinerstr. 9. Raginsti, Buchhandlung, Dresdenerstr. 52/32( Passage). Alex. A. Och 3, Lindenstr. 59. H. Mehnert, Zigarrenhandlung, Diedenhofenerstr. 3. G. Vogtherr, Eisenwaaren- Geschäft, Landsbergerstr. 64. Sonnabend, den 24. Januar 1891. 8. Jahrg. jedoch noch vollzogen und nachdem aus derselben die Herren lieben 254 M., bleibt ein Bestand von 0,55 M. Da die Revis Haberland, Stenz und Heß hervorgingen, erfolgte Schluß der foren Alles in Richtigkeit gefunden hatten, wurde den Kassenverwaltern Wendt, Frohmann und Webe Decharge ertheilt. NachVersammlung. dem noch Kollege Franke den Bericht des Arbeitsnachweises era Bildhauer! Am Sonntag, den 18. Januar, Abends 1/28 Uhr, stattet hatte, wurde zur Wahl der Vergnügungskommission fand eine öffentliche Versammlung der Bildhauer mit ihren An- geschritten. Gewählt wurden in dieselbe die Kollegen gehörigen unter Vorjih des Kollegen Marten statt, welche von Gräber, Buck, Robert Müller, Bansen und Hennig, girta 350 Personen besucht war. Herr Türk hielt einen Vor- unter Verschiedenem weist Kollege Franke auf den Beschluß der trag über Frauenbefreiung". In demselben Sinn Versammlung vom 8. Dezember hin, unsere arbeitslosen Kollegen sprachen in" der Diskussion die Kollegen Seidel, Schmiedel und zu unterstützen. Dieser Beschluß habe aber nicht das erwartete. Dupont. Schmiedel kritisirte die bisherige Lektüre der Frauen, Resultat gehabt. Es sind im Ganzen nur 63 M. eingekommen, und fordert sie auf, ebenfalls die Arbeiterblätter oder Werke wie hierzu aus dem Generalfonds 17 M. Der Fachkommission stehen Bebel's Frau zu lesen. Kollege Dupont beleuchtet den Noth also nur 80 M. zur Verfügung, die aber bei der großen Zahl schrei des evangelischen Kirchenanzeigers" betreffs der Sonntags- Arbeitsloser gar nicht erst in Betracht kommen. Redner wünscht versammlung der Arbeiter und ihrer Angehörigen und äußert sich mit dem Auszahlen der Unterstützungen bis Sonntag warten zu des Weiteren über die Schwierigkeiten, mit welchen die Arbeiter können, weil am Sonnabend noch Gelder aus den Zahlstellen infolge ihrer wirthschaftlichen Nothlage selbst in ihren Familien eingehen werden, und fragt weiter, welche Kollegen zu unterzu kämpfen haben, wenn es heißt, die Angehörigen geistig frei stüßen sind, ob hier nur die Mitglieder, die die statutenzu machen. Trotzdem müsse man nicht verzagen, sondern un- mäßigen Rechte erlangt, oder auch solche, die gar nicht oder nur verzagt weiter bahnbrechend wirken für die Ziele des Proletariats. furze Beit Mitglied geworden sind, zu unterstützen feien. Hierüber Ginstimmig gelangt folgende Resolution zur Annahme: entspinnt sich eine längere Debatte, welche durch Annahme eines Die heutige öffentliche Bildhauer- Versammlung mit Antrages des Kollegen Schönicke Grledigung fand; derselbe beanihren Angehörigen erklärt sich mit den Ausführungen des tragte, alle Diejenigen, die am 8. Dezember Mitglied des VerReferenten einverstanden und verpflichten sich die An- bandes waren, als der Beschluß gefaßt wurde, und jetzt arbeitswesenden, für möglichste Verbreitung der zum Ausdruck los sind, zu unterstützen und die Regelung der Fachkommission gekommenen Ideen Sorge zu tragen. zu überlassen. Des Weiteren wurde noch über den Streittassirer, Im dritten Punkt, Verschiedenes, fordert Kollege Meyer die Kollegen Lindner, gesprochen. Derselbe hat, nachdem die Streik Anwesenden auf, für gewissenhafte Ausfüllung der statistischen Abrechnung schon längst erfolgt ist, doch noch nicht alles Material Bogen zur Feststellung der Verhältnisse in unserem Gewerbe, die an die Fachkommission abgeliefert und soll aufgefordert werden, in diesen Tagen zirkuliren, zu sorgen. Die Kollegen Winkler und dieses unverzüglich im Beisein der Revisoren zu thun. Weiter fam Dumansky ersuchen die anwesenden Frauen, von der Arbeiter- noch eine Beschwerde über die Fabrit von Müller, Schönhauser Bildungsschule Kenntniß zu nehmen, damit dieses Unternehmen Allee, zur Sprache. Daselbst war nach dem Streit die 9 stündige eine zahlreiche Unterstützung nicht nur von den Männern, sondern Arbeitszeit und 27 m. Lohn bewilligt worden. Diese Ordnung auch von den Frauen finde. In seinem Schlußwort legt Herr wurde jedoch bei Beginn dieses Jahres abgeschafft, die AffordTürk den Anwesenden ans Herz, auch dem Verein Freie Volts: arbeit und die 10 stündige Arbeitszeit wieder eingeführt. Es hat bühne“ bei dem jetzt ermäßigten Eintrittsgeld( 50 P.) möglichst sich aber nun durch diese Neueinführung der Lohn von 27 M. zahlreich beizutreten. Einige Stunden blieben die Anwesenden auf 22,50 M. bis höchstens 24 M. erniedrigt. Ein Beschluß noch zu einem gemüthlichen Tänzchen beisammen, bei welchem wurde der ungünstigen Geschäftszeit wegen nicht gefaßt. Bur gelaunige und ernste Vorträge abwechselten. eigneten Zeit soll Abhilfe geschafft werden. Zum Schluß wurde Vorwürfe gemacht, daß sie in ihren Forderungen zu weit ge Berlin. griffen hätten. Man habe dabei den Standpunkt vertreten, daß die mann und Scheel an. im " 1 Zur Eine öffentliche Maurerversammlung fand am Dienstag, dem Vorsitzenden, Kollegen Fähse, in einer Rechtsstreitfache Rechtsden 13. d. M., unter Vorsitz des Kollegen Freidant statt. Kollege schuß gewährt. Die nächste Versammlung findet Montag, den Wernau sprach über das Thema: Welche Form der Organisation 26. Januar, Abends 8 Uhr, bei Nürnberg, Schönhauser ist für uns die beste, die zentrale oder lokale? Er fam in feinen Allee 28, statt. Ausführungen zu folgendem Schluß: In der Gewerkschafts- BeDie Gas, Waffer- und Seizungs Rohrleger und Gewegung mache ich jetzt eine Strömung für die Zentralorganisation hilfen Berlins und Umgegend hielten am 20. 5. Mts. unter bemerkbar. Da wir im Prinzip alle für Zentralorganisation find, müßten wir zu der Frage Stellung nehmen, ob im Gewerbe Zeitung des Herrn Skalsty eine öffentliche Versammlung ab, der Maurer die Zentralisation angebracht sei. Redner war der Dieselbe nahm in erster Linie den Bericht des Herrn Reck ner Meinung, es sei nicht rathsam Politit, welche in der Zentral- Dr-( Delegirten) über den Provinzial Metallarbeitertag entgegen. ganisation gemieden werden muß, die schärfste Waffe des Pro- Derselbe machte die Versammlung mit den hauptsächlichsten BeEine öffentliche Tischlerversammlung letariats, aus der Hand zu geben. Die Kollegenschaft würde, schlüssen des Brovinzial Metallarbeitertages, über welchen f. 3. ,, Berl. Volksblatt" ein detaillirter Bericht gebracht worden ist, wenn nur rein gewerkschaftliche Themata besprochen würden, erfand am Dienstag Abend statt, um den Bericht der Delegirten müden, da die Würge, der politit fehlen würde. Much würde unter entsprechender Motivirung derselben bekannt und legte der vom deutschen Tischlerkongreß in Hannover entgegen zu nehmen. Der Behörde Gelegenheit gegeben sein, mit einem Schlage felben die von dem Provinzial- Metallarbeitertage gefaßten Reso Borsigender war Julius Apelt. Das einleitende Referat hielt die gesammte Bewegung zu vernichten. In dieser Frage habe er utionen zur Begutachtung vor. Die Versammlung erklärte sich Koblenzer. Er gab ein Bild von den Arbeiten des Kongresses,( Redner) bas Urtheil eines achtungswerthen Genossen erbeten. einstimmig mit den gedachten Refolutionen einverstanden. Namens wie es in unserem Berichte über den Kongreß im Großen und Derselbe meinte: Um die Form der Organisation zu streiten sei der Versammlung ſtattete der Vorsitzende den Delegirten für ihre Ganzen geschildert ist. Was die Streiffrage anbetrifft, so hob tindisch, ba beiden Formen bas eine Prinzip zu Grunde liegt. Thätigkeit auf dem Metallarbeitertage Dank ab. Somit war der Der Referent unter Anderem hervor, man habe den Berlinern Troybem empfiehlt Redner die Lokalorganisation als die beste für erste Bunft der Tagesordnung erledigt und die Versammlung Diesen Ausführungen schlossen sich die Kollegen Groth- trat in den zweiten Punkt der Tagesordnung ein, welcher lautete: Wie stellen sich die Rohrleger und Gehilfen Die Kollegen Macijewski, Silberschmidt Kollegen, die noch immer, besonders in den östlichen Provinzen, 18 bis und Heinze waren jedoch anderer Ansicht; das Urtheil des Ge- der im vorigen Jahre gewählten Streit14 Stunden arbeiten müßten, erst aufzuklären seien, und erst dann nossen betreffs der Form der Organisation erkannten sie voll- ommission betreffs der Abrechnung." tönne man, wenn die gesammten Verhältnisse günstiger liegen würden, mit einer Forderung auf achtstündige Arbeitszeit hervor ständig an. Jedoch sei die Möglichkeit vorhanden, daß der nächste allgemeinen Orientirung brachte Herr Albert Becker nochtreten. Die Verhandlungen hätten ergeben, daß in Ost- und West wohl angebracht, darüber Klarheit zu verschaffen. Alles sei zu listen haben verrechnet werden können. Diese Abrechnung schloß deutsche Maurerfongreß Zentralorganisation beschließt. So ist es mals die Abrechnung der Kommission zur Verlesung, soweit diese hat fertig gestellt werden können, da noch nicht alle Sammelpreußen und besonders in Posen von Morgens 5 bis Abends vermeiden, was die Maurer zur Uneinigkeit oder zur Spaltung mit einem Bestande von 209 M. ab. Dazu kamen nach deni 9 Uhr gearbeitet würde, daß aber deshalb der Wochenlohn doch führen könnte. Eine Spaltung wird eintreten, wenn Berlin sich 21. Oktober v. J. 9,90 M. als Einnahme, während 58,24 M. nur 7 bis höchstens 12 M. betrage. Allseitig sei anerkannt worden, isolirt und den Kongreßbeschlüssen in diesem Jahre nicht voll daß dort die Organisation erst in das Stadium versetzt werden und ganz Rechnung trägt. In Berlin selbst wird dann bei den als Ausgabe in Abzug tamen, so daß ein Bestand 3. 3. von müsse, welches nothwendig sei, um eine Durchsehung der aufge Maurern derselbe Fall eintreten, wie bei den Berliner Zimmerern. merksam, daß außer den noch ausstehenden Beträgen der Sammel161,66 m. verbleibt. Herr Starpentier machte darauf aufstellten Forderungen zu erzielen. Glode erilärt, er sei für ſirafie Organisation. Im Trotzdem wir hier hochwissenschaftliche Politik treiben, laborirt listen auch verschiedene Miethsvorschüsse, welche von der Kommiſſion Im Außerdem habe die Zentralorganisation vieles Gute für sich. merksam, daß außer den noch ausstehenden Beträgen der SammelUebrigen überlasse auch er die Form den Verhältnissen, trotzdem unsere Organisation doch. Man möge der Masse erst etwas geleistet worden sind, noch nicht zurückgezahlt worden seien. er im Prinzip für die Zentralisation sei; zu diesem Zweck bitte Greifbares bieten. Auch sei zu beachten, daß dort, wo unsere Durch alle diese Umstände sei die Kommission außer Stande, Karger bemerkt, die Parquetbodenleger würden ihre bilden, es einer Zentral- Organisation ein leichtes ist, Fuß 3n legern, als auch den Gewerkschaften, welche dieſelben im Streit Brüder nicht im Stande sind, sich Organisationen selbständig zu eine endgiltige Abrechnung zu liefern, wie sie es sowohl den Rohr Organisation zu Gunsten der Zentralisation auflösen. fassen. Im Uebrigen drängen uns alle Erfahrungen, welche wir unterstügt haben, schuldig sei. Die Tagesordnung sei mit Absicht Wiedemann bespricht einzelne Vorgänge des Kongresses; burch die vielen Prozesse empfangen haben, zur Zentral- Organi- fo wie geschehen gewählt worden, um eine Aussprache er sei für eine örtliche Zentralisation aller Branchen. veranlassen und den geheimen Verdächtigungen der sation. Im Schlußwort führt Kollege Wernau an, alles ExperiMeyer( Klavierarbeiter) befürwortet die Lotalorganisation; mentiren an der Arbeiterbewegung sei stets von schlechtem Erfolge diese Angelegenheit fand denn auch statt und wurden auf Wunsch Kommission den Boden zu entziehen. Eine Aussprache über biese sei die Vorschule zur politischen. auch wurden auf Wunsch Die Ansichten der noch folgenden Redner Elsner, Klebn, begleitet gewefen. Sie fei nicht dazu da, daß an ihr Versuche der Versammlung die 24 Kollegen, welche noch im Besitze von Bogasch, Millarg, Schmiß und Robert Schmidt sind getheilt; angestellt würden. Die Berliner Maurer würden nicht gegen Sammellisten sich befinden, namhaft gemacht. Um endlich Schluß demokratische Prinzip verstoßen, wenn sie an der in dieser Angelegenheit zu erhalten, beantragte Herr Redner, die einen sprechen für Zentralisation, die anderen für Lokal Lokal Organisation festhalten. Von jeglichem Beschluß eine Revisionstommission zu wählen, welche die Abrechnung der organisation. Das Ergebniß der Diskussion ist die Annahme wurde abgesehen. Im Verschiedenen wurde folgender folgender zwei Resolutionen: Die heutige Antrag angenommen: Die Dreimänner Kommission wird Kommission zu prüfen und das Resultat der Revision einer dem nächstigen öffentlichen Versammlung vorzulegen hat. Diesem Antion, teine Versammlung mehr einzuberufen, bis die Vorlage der nommen werden, in erster Linie Diejenigen unterstützt Tagesordnung zum Kongreß vorliegt. Eine scharfe Debatte er kommission die Herren Gutschte, Linke und Skaisty. Unter werden, die eine Verkürzung der Arbeitszeit unter 11 und ,, Verschiedenes" machte der Delegirte zur Berliner Streif- Kontroll10 Stunden anstreben; gleichzeitig ist aber die heutige Ver- regte die Mittheilung einer beleidigenden Aeußerung des Töpfers fommission, Herr Karpentiel, Mittheilungen über diese und sammlung der Ansicht, daß in denjenigen Städten, in beiden Kollegen. werden diesen Herrn vor die Schranken des regelte die Versammlung die Diätenfrage für die Delegirten zum er, Vertrauensmänner zu wählen. " Angriffsstreifs, welche von den deutschen Kollegen unter- beauftragt, in der Frage, betreffs der Frage der Organisa trage stimmte die Versammlung zu und wählte in die Revisions in unserem Gewerbe unbedingt eine Verkürzung der Arbeits. Gerichts fordern, wo derselbe seine Angaben beweisen, oder im zu diesem Zwecke Sammellisten zirkuliren zu lassen, welche der zeit unter 9 Stunden bedingt, das Vorgehen der Kollegen achtet, eine Kommission von 15 Kollegen zu wählen, welche die nach den örtlichen und Organisationsverhältnissen, sowie Streitigkeiten unter den Führern der Maurer Berlins flären und der derzeitigen Geschäftskonjunktur beurtheilt werden muß." etwaige nnlautere Glemente beseitigen soll. Der Antrag wurde Die zweite Resolution( gegen eine kleine Minorität ange jedoch in Anbetracht der so schwach besuchten Versammlung bis zur nächsten Versammlung vertagt. " In Erwägung, daß die heutige privatkapitalistische nommen) lautet: Kompetenz der gewählten Revisionskommission unterstehen sollen. Nachdem noch sonstige gewerkschaftliche Angelegenheiten erörtert waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Mahnung an die Kollegenschaft, sich dem Fachverein auzufchließen und den gefaßten Kongreßbeschlüssen entsprechend zu handeln. Produktionsweise das Kapital in immer weniger Hände Der Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend In einer öffentlichen Schuhmacher- Versammlung, anhäuft und somit die wirthschaftliche Machtstellung dieser hielt am Montag, den 19. Januar, seine erste diesjährige General welche Montag Abend unter der Leitung des Herrn Niederauer Wenigen in ungeheurem Maßstabe vergrößert, gegenüber versammlung ab. Der Vorsitzende erstattete den Jahresbericht. tagte, hielt an Stelle des am Erscheinen verhinderten Genossen denen der einzelne Arbeiter sowohl als auch fleinere und Abgehalten wurden im verfloffenen Jahre 26 Versammlungen, Alwin Gerisch der Genosse Feldmann unter lebhaftem Beifall Branchenorganisationen nicht in der Lage sind, die darunter 4 Generalversammlungen, 12 ordentliche Mitgliedervereinen Vortrag über die Gewinnbetheiligung der Arbeiter, über Existenzbedingungen ihrer Mitglieder auf eine menschen- fammlungen und 18 außerordentliche, 1 wurde polizeilich aufgeben wir bei anderer Gelegenheit bereits berichtet haben. würdige Höhe zu bringen, ist die Versammlung der Löst; in diesen Versammlungen wurden theils gewerkschaftliche, An der dem Vortrag folgenden Diskussion betheiligte sich Meinung, daß die zentrale Organisation der Gewerts- theils wissenschaftliche Vorträge gehalten. Außerdem fanden eine Reihe von Rednern. Unter ihnen bemerkt Bent, die follegen über ganz Deutschland nothwendig ist. In An- 2 Versammlungen mit Damen statt, in denen ein medizinisch- Gewinnbetheiligung der Arbeiter solle dem Kapitalisten ein Hilfsbetracht aber, daß durch die verschiedenartigsten reaktio- wissenschaftlicher und ein sozialpolitischer Vortrag gehalten wurde. mittel zur weiteren Unterdrückung sein, nachdem man eingesehen nären Auslegungen der vereinsgesetzlichen Bestimmungen An zahlenden Mitgliedern hatte der Verband am 1. Januar 1890 habe, daß es mit dem Kampf mit geistigen Waffen" nichts sei. die im Augenblick bestehenden Zentralorganisationen immer 209 und am 31. Dezember 314. Während der Streitbewegung Klinger meint, daß man es der Kapitalistentlasse nicht ver und immer wieder besonderen Angriffen seitens der Be zählte der Verband allerdings 481 Mitglieder; ein großer Theil argen fönne, wenn sie bestrebt sei, durch Ausgleichung der hörden ausgesetzt sind, giebt die heutige Versammlung ihrer hatte sich jedoch nur deshalb angeschlossen, um eventuell der Klaffengegensäge so lange, wie es irgend angehe, sich von der Meinung dahin Ausdruck, daß wohl überall, wo angängig, Unterstützung nicht verlustig zu gehen. Die jetzige Mitgliederzahl Arbeit Anderer ein Leben zu schaffen. Nur dürften sich die Arfonstante und bildet den Stamm die Zentralorganisation über ganz Deutschland angestrebt ist eine des Ver- beiter nicht verblenden lassen, ihr Verdienst würde sich auch werden muß, jedoch in Städten, die ganz besonders unter bandes. Hierauf erstattete der Kassirer den Jahreskassen- unter der Gewinnbetheiligung nach dem Angebot und der Nach den Bedrückungen der Behörden zu leiden haben, kein Bericht: An Beiträgen und Einschreibegeldern wurden verein- frage richten und der Kapitalist würde ihnen nicht mehr bewilligen, 3wang auferlegt werden soll, sondern daß in denselben nahmt: 804,75 m., hierzu der Bestand von 219,72 M., mithin als er nothgedrungen geben müsse.( Lebhafter Beifall.) An der starke Lokalorganisationen mit Hinzuziehung aller Branchen eine Gesammteinnahme von 1024,47 M. Der Generalfonds hatte weiteren Diskussion betheiligten sich Kördel, Menzel, Krause, des Gewerks zu gründen sind." eine Einnahme von 321,88 M. und einen Bestand von 71,30 M., Niederauer, deren Ausführungen ebenfalls im Sinne des Referats Die so in die Länge, daß mithin zusammen 392,68 M. Die Gesammteinnahme des Ver- waren. man beschloß, die noch vorzunehmende Wahl der Vertrauens bandes betrug somit 1417,15 M. gegen 982,02 M. im Vorjahre. männer sowie die Berichterstattung der Delegirten der Berliner Die Ausgaben beider gesondert verwalteten Rassen betrugen ins Annahme: Streit- Kontrollkommission in einer nächsten Bersammlung zu er gesammt 1271,26 M., demnach bleibt ein Bestand am 31. Dezember ledigen. Die Wahl der Reviſoren für die Streitkommission wird 1890 von 145,89 W. Aus dem Darlehnsfonds wurden ausge Es gelangt hierauf folgende Resolution zur einstimmigen Die heutige öffentliche Schuhmacher Versammlung er klärt sich mit dem Referenten einverstanden, erkennt, daß J L e K 11 von der heutigen Kapitalistengesellschaft der Arbeiter nichts| misston geschritten, für deren Einsetzung sich die Versammlung| selben Lokal hat; außerdem veranstaltet derselbe Verein am zu erhoffen habe, und verpflichtet sich deshalb, mit aller schon vorher entschieden hatte. Gewählt wurden die Töpfer: Sonnabend, den 7. März, bei Buß, Große Frankfurterstraße 87, Macht dafür zu wirken, daß sich jeder Kollege einer Organi- Thieme, Fetfenhauer, die Stuckateure: Markert, Braum, und die einen Wiener Maskenball. Hierauf wurde die Versammlung mit sation anschließt, welche dazu angethan ist, den Arbeiter Maler: Kube, Minkley. einem dreifachen Hoch auf die Metallarbeiter- Bewegung vom über seine traurige Lage aufzuklären und ihn zu einem Vorsitzenden geschlossen. zielbewußten Kämpfer unserer gerechten Sache zu machen." Gas-, Wasser- und Dampfarmaturen tagte am Donnerstag, Eine öffentliche Versammlung der Metallarbeiter in Unter„ Verschiedenem" weist Genosse Menzel darauf hin, daß bond. Der Verein der Kurbelstepperinnent, Stepper 2c. hielt die ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt noch immer im Kampfe den 15. d. M., behufs Entgegennahme des Berichts vom Dele- am Sonnabend, den 10. Januar, eine Mitgliederversammlung liegen. Sie hätten es zwar versucht zu unterhandeln, wären girtentage der Metallarbeiter der Provinzen Brandenburg und ab. Herr Peus hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über aber schnöde vom Prozenthum abgewiesen worden. Mit Wollust Ben Bericht, der ja in seinen Hauptzügen mit den Resolutionen war, fand ein geselliges Beiſammenſein mit Tanz statt, welches Pommern und Wahl eines Vertrauensmannes der Branche. freie Liebe. Nach der Versammlung, welche sehr zahlreich besucht weiden sich die Unternehmer in Erfurt an dem Elend der Arbeiter, hon in Borwärts" und der„ Metallarbeiter- Zeitung" bekannt die Theilnehmer bis spät in die Nacht zuſammenhielt. Der Borg obgleich sie erst vor wenigen Wochen, Weihnachten, von den Kanzeln herab predigen ließen, Friede auf Erden und den Men- gegeben, trug Kollege Werwig vor. Kollege Eckert ergänzte seine stand des Vereins ist bemüht, durch lehrreiche Vorträge das schen ein Wohlgefallen. Es gilt einen Damm zu bilden, an Ausführungen, und die vom Delegirtentage vorgeschlagenen Reso- Interesse der Mitglieder wach zu erhalten und durch Veranstaltung dem sich das Prozenthum seinen Schädel einrennen möge, deshalblutionen wurden der Versammlung unterbreitet und von derselben geselliger Abende die Kollegialität zu fördern. Es werden des müssen unsere Kollegen in Erfurt mit allen Kräften unterstützt einstimmig angenommen. Zuin Vertrauensmann der Branche halb alle diejenigen Kolleginnen und Kollegen, welche dem Verein werden in ihrem muthigen Vorkampfe. Redner ersucht alle An- wurde Kollege Gimermacher einstimmig gewählt. noch nicht angehören, ersucht, sich baldmöglichst denselben anzu wesenden, überall Beiträge zu sammeln und beantragt, die TellerBei Verschiedenem" sprachen mehrere Kollegen den Wunsch schließen. In allernächster Zeit wird ein Arbeitsnachweisbureau sammlung nach Schluß der Versammlung fortzusehen und den aus, daß der Vertrauensmann dahin wirken möge, daß der zu errichtet werden, welches auch von Nichtmitgliedern benutt Ueberschuß den nothleidenden Erfurtern zu übermitteln.( Lebhafter ſammenschluß sämmtlicher Metallarbeiter recht bald vor sich werden kann. Beifall.) gehen möge. Kollege Werwiß macht noch bekannt, daß der Fachverein der Metallarbeiter in Gas-, Wasser- und Dampfarmaturen nuar, Bormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn W. Bölsche über:„ Das Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstaße 38. Sonntag, den 25. Jas eine nächste Versammlung am Sonntag, den 25. d. Mts., im Paradies." Gäſte ſehr willkommen. Nachdem der Antrag von mehreren Seiten befürwortet war, wurde er einstimmig angenommen. Versammlung der Maler, Töpfer und Stuckateure. In einer start besuchten, der Leitung des Herrn W. Schweizer unterstehenden öffentlichen Versammlung von Malern, Töpfern und Stuckateuren sprach Dienstag Abend der Regierungs- Baumeister Reßler über: Die ungesunden Arbeitsräume auf den Bauten und deren Abhilfe in unserem Gewerbe. Aus seinem mit großem Beifall aufgenommenen, längeren Vortrage nehmen wir als wesentlichste Punkte heraus: " 4. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotteric. Biebung vom 23. Januar 1891, Formittags. Nur die Gewinne über 210 Mark sind den betreffenden Numinern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewäbr.) 51 132 78 92 95 416 572 90 643 726 828 38 974 1085 88 102 64 202 307 434 575 87 668 736 13000] 806 91 920 2112 48 201 9 93 359 486 552 837 86 998 3005 77 204 404 44[ 500 74 581 615 810 22 56 [ 1500] 939 4211 29 54 81 83 307 501 17 95 680 730 44 97 902 5117 13001 25 48 236 311 72 98 449 509 31 6171 130001 311( 300) 42 503 15 787 15001 926 94 7129 43 225-98 406 28( 15001 647 829 62 900 3 52 8076 100 13001 19 S1 412 26 49 826 937 9010 44 171 215 352 427 563 663 758 857 991 10005 19 318 73[ 300] 526[ 30001 42 52 94 614 84 712 856 11032 94 255 57 359 63 533 618 892 12017 90 137 314 29 570 73 698[ 5001 843 918 33 13019 88 90 130001 232 34 49 380 873 901 44 98 14130 205 52 302 614 871 920 13001 15067 13000 130 286 314 422 88 706 24 914 47 71 16084 115001 117 320 29 482 547 76 617 845 17099 662 709 94 923 27 18262 261 87 459 93 675 827 19086 99 137 46 291 547[ 1500] 78 616 769 85 53 840 941 93126 88 228 313 50 421 514 64 633 787 845 94118 20 64 83 234 64 391 445 542 89 774[ 500] 805 59 95091[ 3000) 182 209 33 97092 198 366 709 942 78 96210 319 59 444 64 667 811 56 97 950 13001 494 500 35 39 655 848 98003 1.001 70 159 97 278 80 328 36 630 44 93 850 99140 261 345 467 77 752 1 960 80 100093 154 505 14 29 60 661 70 729 76 86 954 58[ 300] 101081 122 97( 5001 222 461 72 527[ 1500] 625 7 9 94 847 81 92 967 80[ 3000) 102147 63 291( 3001 345 498 6:30 73 892 958 103023 225 45 396 472 767 891 918 73 104002 160 458 788 939 105044 81 142 59 251 371 419 58 79 509 18 92 896 923 106086 170 84 416 529 657 708 60 927 68 107048 287 421 55 79( 300) 523 650 701 40 87 872 99 958 88 108027 74 97 143 337 571 751 61 959 109193 15000) 216 484 514 55 623 91 822 40 995 110251[ 5001 68 369 81 493[ 3000] 555 859 913 59 111069 259 433 43 62 892[ 3000] 112032 80 186 207 62 322 87 496 562[ 1500] 707 12 79 876.[ 300] 984 113279 558[ 300] 780 114021 120 21 231 55 58 130001 88 420 15001 510 99 653 97 776 68 872 81 82 130001 924 47 56 115416( 500) 41 56[ 3000) 559 776 84 130001 886 999 116311 55 88 495 535 52 627 739 117012 86 168 257 317 23 519 33 603 23 98 745 54 59 118023 44 84 202 13001 16 95 305 438 502 73 98 611 44 53 656 80 984 119044 59 72 82 93 94 200 438 77 762 848 2 In unserer heutigen Wirthschaftsweise ist der Rapitalprofit tonangebend, ohne jede Rücksichtnahme ordnet er Alles seinem Vortheil unter. Wir sehen, daß in vielen Gewerben unter un gefunden Verhältnissen gearbeitet wird, ja, wir treffen vielfach Einrichtungen an, welche geeignet sind, den Arbeiter geradezu hinzumorden oder seine Gesundheit langsam zu untergraben, und das Alles nur, weil dem Kapitalisten ein kleiner Vortheil daraus erwächst, der eine Arbeit so etwa schneller herstellen zu können wähnt. Werden irgend einmal Sicherheitsvorschriften gemacht, so weiß Der Kapitalist es so zu drehen und wenden, daß sie meistens nur auf dem Papier stehen. Besonders auf dem Bau wird mit der Gesundheit des Arbeiters ein schnödes Spiel getrieben, vielfach geschieht es, weil der Bauspekulant möglichst früh sein Kapital zinsbar machen will. Als die Baupolizei vor wenigen Jahren einige Vorschriften machte, welche so natürlich und gerecht waren, bei denen höchstens zu bedauern war, daß sie so spät tamen, 30-40 Jahre zu spät, da erhoben die Bauunternehmer natürlich das größte Geschrei; es ging gegen ihr Interesse, folglich wurde kein Mittel unversucht gelassen, die Bestimmungen der Baupolizei zu Falle zu bringen. us das nicht durchgeführt werden konnte, suchte man wenigstens 40034 112 33 59 212 336 18001 63 85[ 3000] 423 73 572 646 760 67 840 139024 31 66 334 33 55 60[ 3000] 65 74 440 55 568 690 802 973 sich den Verordnungen auf jede Weise zu entziehen, was auch häufig genug gelang. Alle nur denkbaren Mittel wurden ins Bert gesezt, um eine Einführung der Verordnungen zu ver hindern, selbst die Arbeiter versuchte man, reilich mit wenig Glück, damals dafür damals dafür zu gewinnen zu gewinnen, daß sie zu Gunsten der Leute, welche auf sie den äußersten Druck aus übten, Petitionen loslassen sollten. Hierbei handelte es sich schließlich sogar noch um ein allgemeines Interesse, die besitzenden Klaffen waren dabei mindestens ebenso stark geschützt worden, wie die Arbeiter. Nun kommen aber bei der Herstellung der Bauten auch ganz andere Mißstände in Betracht, welche lediglich die Arbeiter betreffen und hiergegen sind bisher noch keine Maßnahmen getroffen worden. Auf den Baustellen herrscht zunächst der Uebelstand vor, daß es in der Regel an passenden Räumen fehlt, in denen die Arteiter sich während ihrer Ruhepausen auf halten und wo sie Schutz vor dem Wetter finden können. Der andere Fall aber, welcher hauptsächlich die Maler, Töpfer und Stuckateure bewegt, ist der, daß sie in zugigen Häumen, allen Unbilden der Witterung ausgefeßt, sich während der Arbeit aufhalten müssen. Um Abhilfe für diesen Uebelstand zu erhalten, verlangen die Arbeiter nichts weiter, als ein Verglasen der Fenster, eine so gerechte und billige Forderung, welche dem Unternehmer nur ganz geringe Kosten verursachen dürfte. Jedoch selbst hiergegen wird der stärkste Widerstand geleistet, man zwingt die Arbeiter ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit in zugigen und feuchten Räumen zu arbeiten. " Man kann es dem Unternehmer kaum verargen, wenn er möglichst schnell den Bau fertig stellen will, wozu die Austrocknung mittelst der offenen Roatsförbe sehr geeignet ist. Geschieht es, ohne daß dabei die Gesundheit eines anderen Menschen geschädigt wird, so ist dagegen garnichts einzuwenden. Unerhört ist es aber, wenn man die Arbeiter zwingt, in den durch die offenen Roatstaften von giftigen Gasen geschwängerten und mit Rauch und Qualm angefüllten Räumen den ganzen Tag über zu ar beiten. Redner schildert eingehend, welche ungesunde Wirkungen die Kohlenoryd- und anderen giftigen Gase auf Lunge und Gesundheit des Arbeiters ausüben, und er ist der Meinung, daß die davei interessirten Gewerkschaften mit größter Entschiedenheit für Beseitigung solcher Uebelstände auftreten müßten, daß sie eine rege Agitation hierzu ins Wert setzen müßten. Dem einzelnen Arbeiter kann man feine Schuld beimessen, wenn er, in vergifteter Luft arbeitend, seine Gesundheit aufs Spiel segt, die Noth und der Hunger zwingen den freien" Arbeiter, einen„ freien" Arbeitsver..ag einzugehen, wie Herr Dr. Hirsch es nennt. Deshalb müssen sich eben die Arbeiter fest zusammenschließen, damit die ganzen Gewerkschaften gegen vorhandene Mißstände Front machen können. Die heutige Wirthschaftsordnung wird dem Arbeiter von selbst nichts in den Schooß werfen, alles, was derselbe erreichen will, wird er sich erst erkämpfen müssen. Die gerechtesten Forderungen der Arbeiter wird man anfänglich verlachen, unsere Stadtvertretung thut es mit dem Hinweis darauf, daß mit denselben möglicher Weise den sozialistischen Bestrebungen Vorschub geleistet werden tönnte. Man dürfte demzufolge auch sehr leicht von unver schämten Forderungen der Arbeiter sprechen, wenn diese auf Beseitigung der besprochenen Mißstände dringen werden. Erfreulich ist es, daß sich mehrere Gewerkschaften zum gemeinsamen Borgehen vereinigt haben, nicht durch Bitten und durch Vorstellungen kann eine Besserung herbeigeführt werden, sondern nur allein durch einen Zwang, und Zwang auszuüben gestattet uns das Koalitionsrecht, es sei denn, daß man die Arbeiter durch die beabsichtigte Beschränkung desselben außerhalb des Gesetzes ftellen sollte.( Lebhafter Beifall.) An der Diskussion über den Vortrag betheiligten sich eine ganze Reihe von Rednern, welche die Ausführungen des Referenten erörterten und die vorhandenen Mißstände näher beleuchteten. In seinem Schlußwort sprach Keßler seinen Beifall zu einem Antrage aus, eine Kommission von 6 Personen zu wählen, in welcher jede der drei Gewerkschaften durch zwei Männer vertreten sein soll und welche die geeigneten weiteren Schritte in dieser Angelegenheit zu unternehmen hat. Es gelangte hierauf folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: Die heute tagende Versammlung der Maler, Töpfer und Stuckateure Berlins erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verspricht mit ganzer Kraft für Beseitigung der ihrer Gesundheit so schädlichen Koatsförbe, sowie für Verglasung der Fenster auf den Bauten einzutreten, damit dem Arbeiter nicht das einzige Gut, welches er fein Eigen nennt: Seine Gesundheit und Arbeitsfraft, frühzeitig verkümmert wird. Die drei Gewerkschaften versprechen, sich in ihren Bestrebungen zur Verbesserung ihrer Lage zu unterſtüßen, sowie auch gemeinsam das Reichs- Gesundheitsamt und die Sonstigen Behörden auf die für die Gesundheit der Arbeiter schäd lichen Zustände aufmerksam zu machen und um deren Beseitigung zu ersuchen. Sodann wurde zur Wahl der sechs Personen für die Kom20004 188 248 72 431 567 610 20 707[ 500] 884 927 40 21106 [ 500] 51[ 10 0001 387 484 13000] 516 87 722 836 919 47 22012 142 76 203 31 600 8 90 802 969 28139 262 668[ 30001 861 923[ 30001 24079 107 24 55 395 522[ 10 000) 93 638 89 11500) 712 35 47[ 30001 64 872 82 956 88[ 3000] 25072 190 268 300 13 6S 579 912 18 47 26085 155 737 815 27000 72 182 6 202 24 38 442 509 18 6-2 28056 162 383 433 44 575 753 843 900 29414 63 66 85 610 813 72 934 30084 346 84 547 750 52 81 31040 325 93 436[ 500] 790 S01 61 67 904 12 40 32011 55 208 83 366 576 631 57 780 826 57 73 980 33019 354 71 83 466 506 43 644 743[ 300] 811 978 34015 77 172 261 334 590 655 65 83 787 926 53 97 35010 90 143 96 201 327 444 97 734 836 36086 183 86 240 41 464 79 546 606 786 805 37026 39 71 371 544 51 92 677[ 1500] 863 951 95 38103 330 666 73 933 39026 91 171 225 74 306 77 570 814 50[ 3000]. 926 69 41002 25 93 140 236 551 755 60 875 92 999 42178 303 55 401 38 45 61 76 508 705 28 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731 57 60 896 183047 73[ 300] 180 92 311 64 647 74 774 817 23 71 184024 80 13001 99 217 86 377 84 468 720 811 927 185105 85 296 384 514 44 59 641 89 876 998 186239 60 91 446 572 83 84 736 73 976 187282 87 604 51 64 779 95 833 49 188035 246 398 500 46 601 814 981 88 189198 245 305 432 519[ 1500] 31[ 1500] 621 98 812 31 47 816 31 4. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 201 474 85 98 508 17 798 963 Ziehung vom 23. Januar 1891. Nachmittags. Nur die Gewinne uber 210 War: find den betr.ffenden Nummern in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 98014 57 116 203 579 625 802 940 76 99014 92 179 90[ 300] 392 46 879 905 100056 194 344 540 64 628 52 784 867 101080 217 422 513 76 102030 173 336 40 44 658 80 752 956 103066 94 66 179 287 387[ 500] 526 617 54 762 821 917 75 104144 266 70 307 8 65 584 105031 223 532 760 62 74 916 59 83 115001 104344 50 444 82 13001 85 527 796 36 43 63 334 48 403 504 621 23 827 62 83 945 62 1131 229 87 526 842 916[ 300] 107003 8 162 96 374 423 75 638[ 3001 725 956 115001 40 611 42 94 87 702 030 63 169 13000] 12 17 76 300 93 542 86 89 92108000 37 65[ 300] 155 494 593 638 49 71 960 109027[ 3000] 85 126 646 775 818( 500) 77 9.35[ 500) 3109 64 313 470 511 677 948 4060 388 551 84 645 93 703 67 81+65 933 156[ 500] 506 44 727 78 813 81 5018 50 79 96 177 251 68 84 381 431 702 115001 6085[ 300] 275 412 716 992 7095 116 32 2-1 517 754 880 916 38 88 8084 123 87 293 320 523 81 789 920 44 9203 6 59 76 315 429 573 639 74 739 76 10038 135 115001 286 349 74 438[ 500] 541 836 924 11062 76 91 438 649 737 844 902 12052 153 58 249[ 10000] 73 322 607 13069 102 26 36 47 78 316 674 821 36 961 14001 17 162 334 512 618 32 850 1500] 82 902 15080 241 85 304[ 1500] 419 554 762 16008 17 23 97 163 452 62 534 644 85 88 785 97 1702 238 93 304 409 541 42 83 623 72 747 92 846 907 66 1025 43 82 204 14 439 775 905 1500] 62 19189 200 82 89 330 482 569 728 68 852 20280 317 73 98 427 63 530 15000] 40[ 300] 817 939 1277 80 377 461 556 82( 5001 962 87 94 22041 78 155 366 411 13 655 80 785 835 23063 247 340 65 569 92 1500] 675 922 45 24351 56 695 80 702 822 54 97 25141 257 69 13001 355 419 61 505 601 115001 24 847 910 11 26022 45 121 203 37 390 402 517 78 150 60% 26 40 709 27058 95 149 70 588 615 17 11500) 73 1300) 741 840 904 54 28021 48 278 358 72 532 666 786 902 13 29184 200 99 343 539 659 729 1500] 826 924 84 30029 125 203 304 11 4 × 7 637 49 770 824 31003 101 224 38 4 320 69 563 668 812 950 32024 89 187 99 355 84 644 89 846 47 927 ( 500) 33015 204 19 365 427 83 525 46 712 874 917 34042 68 92 1 2 471 871 81 35120 286 302 26 89 400 624 57 825 36005 50 111 60 15000] 81 302 16 60 601 37036 153 265 405 6 738 893 38085 160 220 94 663 77 95 747 863 98 39303 92 410 73 84 732 39 80s 982 40005 201 13 387 449 72 529 601 1300] 72 748 863 93 945 87 41305 62 421 68 92 532 62[ 15001 689 731 855 13001 908 40[ 500] 42206 468 616 760 838 80 984 43051 347 432 532 630 40 760 77 809 984 44107 79 263 355 719 96 895 45031 191 215 17 69 91 588 604 45 753 46098 232 80 13001 322 411 25 522 78 604 17 952 47087 184 325 40 79 507 28 38 84 721 75 888 48007 133 40 519 808 40043 382 402 63 743 814 30 86 923 50102 34 71 208 21 425 31 544 81 636 67 76 70651058 289 338 446 90[ 1500] 538 626 30 80 93 52018 137 41 312 538 97 717 985 53043 96 79 98 119 279 440 47 545 734 44 54 898 902 30 115001 71 541 3 18 1500; 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 188023 33 96 137 89 499[ 1500] u f11 m t fc it R m eg di fo of D m ta DO ta B R зе 28 at ft di I I K ท K นา be 111 W CHOOSE REA3210THOTEE