Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltungs Prag, II., Havličan Tele Eag stel Ar 3795. Nachtret LE 2: 6797. Postichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif bigft berechnet. Bei öfteren Enshaltungen Preisnachlas. 4. Jahrgang. Die verbotenen Sozialdemokrat k Zentralorgan r Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Antikriegs- Platate. Die große Künstlerin Käthe Kollwitz, deren ergreifende und padende Bilder aus dem Proletarierleben bei allen Stulturnationen bewundernde Anerkennung finden, hat für die große Antifriegskundgebung der sozialdemo fratischen Partei ein erschütternd wirkendes Plakat gezeichnet. Im Vordergrunde steht eine abgehärmie Proletariermutter, an die sich eine Gruppe bleicher, hohlwangiger Arbeiterkinder anschmiegt. Aus dem dunkeln Hintergrunde leuchten visionär die Köpfe einiger Striegsverlegter auf. Säthe Kollwitz hat damit ein Kunstwerf geschaffen, das eine wuchtige Anklage gegen die Anstifter des Krieges bedeutet. In allen Orten haben unsere Genossen in diejen Tagen um die Bewilligung zur Affichierung dieses Plakates augesucht, denn auch in der neuen demokratischen Republik gilt noch immer das alte österreichische reaktionäre Gesetz, welches jede Plakatierung von der Zustimmung der zuständigen Behörde abhängig macht. Man hätte meinen können, daß dieses Plakat. das dem Kriege Krieg fündet, gerade in diesem Staate bei den Behörden keine Anfeindung finden wird, denn seine Lenter rühmen sich doch, daß sie jahrelang im Auslande gegen die öſterreichischen Machthaker, die die unmittel baren Kriegsschuldigen waren, die Revolution organisiert haben. Man wird es daher kaum für möglich halten, daß sich Behörden dieses neuen Staates finden, welche den Versuch unternehmen, die Plakatierung dieser Zeichnung zu verbieien. Hier der Beweis, daß das schier undenkbare doch zum Ereignis werden konnte: Politische Bezirksverwaltung in Am 23. Juli 1924. An die Raaden. Zahl 19.974. in Raaden. 8. der tschechoslowakischen Republit. Freitag, 25. Juli 1924. Unter dem Drude Ameritas. Nächste Woche Konferenzteilnahme Deutschlands. Günstiger Stand Der Anleihefrage. London, 24. Juli.( Eigenbericht.) Die Kommiffionen der Londoner Konferenz, mit Aus nahme der ersten Kommission, setzten heute vormitteg, beziehungsweise nachmittag, ihre Arbeiten fort. Auch die Hauptdelegierten hielten unter dem Vorfit Macdonalds eine Besprechung ab, die hauptsächlich der Sicherung der Anleihe und der Regelung der Sanktionsscage galt. Die Einladung Deutschlands wird auf Grund der Bildung einer juristischen Kommission durch die Vollkonferenz bereits als gesichert betrachtet. Die Reichsregierung foll durch den englischen Vertreter in Berlin in diesem Sinne schon instruiert sein. Offiziell wird die Einladung erst erfolgen, wenn die Zweierlommission an die Vollkonferenz ihren Bericht erstattet hat. Diese Sigung dürfte kaum noch diese Woche stattfinden. Eine Einladung Deutschlands kommt also erft für Donnerstag oder Freitag nächster Woche in Frage. Aus dieser Tatsache ergibt sich, daß die Beratungen der Londoner Konferenz insgesamt no ch bierzehn Tage in Anspruch nehmen werden. In London rechnet man damit, daß die Verhandlungen mit Deutschland innerhalb drei Tagen beendet werden könnten. Die Ausschüsse treten morgen wiederum zusammen. Die nächste Plenarjigung wird wahrscheinlich in der näch ften Woche stattfinden. Am Samstag werden die Delegierten wahrscheinlich an der Flottenschau teilnehmen. Im Verlaufe der Besprechungen, die der amerikanische Staatssekretär Hughes mit englischen Bantiers führte, hat er, wie durchaus zuverlässig verlautet, sich geäußert, daß Ameris. ta an den europäischen Schulden und an der Festigung der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse Europos start interessiert sei und deshalb sein Möglichstes zur Regelung dieser Fragen tun werde. Ferner soll er zum Ausdrud gebracht haben, daß eine günstige Regelung der französischen Schulder an Amerila zu erwarten sei, wenn Frankreich der Ansicht der amerikanischen Banfiers Rechaung hinge. Der belgische Ministerpräsident hat diese Erklärung heute zum Anlaß einer eingehenden Besprechung über die Sanktionsfrage mit Herriot genommen. Es verlautet, daß ein Abkommen über die Anleihe für Deutschland fast nur noch eine Frage von Stunden sei. Aus New York wird berichtet, daß die Londoner und New Yorker Banfiers die Auslegung der Anleihe innerhalb zweier Monate nach Abschluß des Abkommens ins Auge fassen. Dieser Ausschub sei zur Erledigung der technischen Einzelheiten nothwendig. Bezugs Bedingungen: Bel Juftellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich 48.halbjährig ganzjährig 98.192." Rüdftellung von Mannffripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früb. Nr. 174. faitismus“ von amtswegen als Verbrechen ver folgt wurde und wo die Bezirkshauptleute darüber zu wachen hatten, daß keine Kriegsmüdigfeit in der Bevölkerung sich verbreite. Wenn damals die Behörden alle Aeußerungen der Friedenssehnsucht unterdrückten, hatten sie immerhin noch die Ausrede, daß sie die Schwächung der Widerstandskraft zu verhindern bestrebt sein müßten, doch was soll man zu Amisorganen jagen, die auch heute, zehn Jahre nach Beginn des Weltfrieges, eine„ frasse, tendenziöse" Darstellung der Folgen des furchtbaren Strieges für staatsgefährlich halten! Recht fonderbare Auffassungen über die politische Meinungsfreiheit der tschechoslowatischen Staatsbürger hat auch der Leiter der politischen Bezirksverwaltung in Kamenik a. d. Linde, im Bezirke Budweis. Dort wollten die tschechischen Kommunisten am 27. Juli eine Antikriegsfundgebung veranstalten und erhiel ten auf ihr Anjuchen um Bewilligung der Verjammlung folgenden Bescheid: Politische Bezirksverwaltung ir Kameniz a. d. Linde. Nr. 25.410. Herrn Den 19. Juli 1924. Karl Vorače!. Kamenizz a. d. Linde, Nr. 162. Ihrem Ansuchen vom 19. Juli 1924 um Bewilligung des Meetings, das am 27. Juli, um 10 1hr Pride auf Dormittags, in Stamenity a. d. Linde auf dem Brotoppiaße cbgehalten weiden soll, und zwar mit dem Programm:„ Der zehnte Jahrestag des Ausbruchs des Welttrieges" und„ Gegen weitere Rüstungen" hat die politische Bezirksverwaltung in Ramenit a. d. Linde einerseits aus Gründen der Sicherheit, andererseits aus Rüdsicht auf die öffentliche Sommunika tion, da gerade an diesem Tage in Kamenig a. d. Linde eine der größten Wall. fahrten abgehalten wird, nicht ente sprochen. Gleichzeitig verwirft die politische Bezirksverwaltung auf Grund des§ 23 des Pregesetzes Ihr Ansuchen um Bewilligung zur Affichierung( Verbreitung) der Plakate, deren Muster hieramts vorgelegt wurde, und dies mit Rücksicht auf die öffentliche Ruhe und Ordnung, da die Aushängung der erwähn ten Plakate geeignet wäre, öffent liches Aergernis zu erregen. Zusammentritt der beiden Kammern.[ sich in den Spelunken von Hannover herumtreibe. Ein solcher Präsident dürfe feinen Tag länger im Paris, 24. Juli. Nächsten Dienstag tritt Amte bleiben. Diese Beschimpfungen wurden sowohl die Kammer als auch der Senat zusammen. von den Kommunisten mit Beifall aufgenommen. Bezirksorganisation Staaden der deutschen sozial- Auch der Außenausschuß des Senates wurde an- Präsident Wallraff betonte, daß dieser Antrag demokratischen Arbeiterpartei statt für Mittwoch schon für Dienstag einberufen, nur dann sofort verhandelt werden könnte, wenn um, vie es heißt, eine eventuelle Mitteilung der niemand aus dem Hause dagegen Widerspruch erzu Handen des Bezirksvertrauensmannes Herrn Regierung entgegenzunehmen. Der Intran hebt. Darauf erhob sich Abg. Müller- Fran Intran- hebt. Alexander Schneider sigeant" schreibt hiezu: Da es wenig wahrschein ten( Sozialdemokrat), um diesem Antrag ent lich sei, daß Herrigt bis Dienstag oder Mittwoch gegenzutreten, was von den Kommunistent mit ous London zurüd sein fönnte, wird die Kammer großem Lärm quittiert wurde. zwei oder 3 Sigungen den Nachtragskrediten wid men. Vielleicht könnte sie eine Sondervorlage zur Das Haus beschäftigte sich hierauf mehrere Amnestic, wie sie vom Senate geplant sei und Stunden mit den sozialpolitischen Anträ falls sie herablangt, durch beraten. Der Senat gen, über die gestern die Debatte begonnen hatte. sei nämlich nicht geneigt, den von der Kam- Auf Grund der schwierigen Finanzlage des Rei mer angenommenen Text der Amnestievorlage ches lehnte die Mehrheit alle über die Ausschuß glatt zu bewalligen, er wolle vielmehr vorschläge gehenden Anträge der SozialdemoDagegen bin ich nicht in der Lage, glatt zu bewilligen, er wolle vielmehr traten und Kommunisten ab. die gleichzeitig ongesuchte ierung öffentlichen Angestellten zum Gegen dieser Bersammlung nach dem Muster des vor stande ciner Sondervorlage machen, durch welche beschädigten sprach u. a, auch der nationalistische gelegten Exemplares mit Rücksicht auf der Regierung das Recht der Begnadigung über- Abgeordnete avemann. Als er eine 2 obfahrt abgehalten werden soll, dürfen nach der Die fraise tendenziöse Ausfüh- tragen wird. rung zu bewilligen. Ihre Anzeige von der Abhaltung öffentlicher Versammlungen am 26. und 27. Juli 1924 in den Orten Brunnersdorf, Duppau und Meretik b. Sel. mit der Tagesordnung ,, Antikriegskundgebung" wird zur Kenntnis genommen. Eine bewegte Reichstngsung. Für die Aufrechterhaltung der Ruhe und der Ordnung wird die Leitung der Versammlung persönlich verantwortlich gemacht und Berlin, 24. Juli.( Reichstag.) Zu Beginn find alle gesetzwidrigen oder der öffentlichen der heutigen Sibung kam es wieder, zu erreg Ruhe widersprechenden Vorgänge zu ver- ten Szenen, als der Kommunist Sa ½ die meiden. fofortige Verhandlung des kommunistischen AnIn der Tebatte über die Bezüge der Kriegs rede auf Ludendorff anstimmte, erhob sich bei den Stommunisten und Sozialdemokraten neuer dings stürmischer Protest. Gegen dieses Erfenntnis steht Ihnen die Berufung an die politische Landesvertretung in Prag während acht Tagen offen, die bei der politischen Bezirksverwaltung in Stamenit a. d. Linde zu überreichen ist. Der amtierende Bezirksfommissär: ( Unterschrift unleserlich.) Weil gleichzeitig in Rameniz cine 28 a 11fahrt abgehalten werden soll, dürfen nach der Auffassung des Herrn Unleserlich die Arbeiter den Gedenktag des Kriegsausbruches nicht feiern! Dieses Erfenninis ist wahrhaftig ein historisches Dokument dafür, welcher Geist fünf Jahre nach dem Umsturz im Staate sein Wesen Regierungstrije in Norwegen. treiben darf. Das Auge der Wallfahrer könnte durch den Anblick der gegen den Krieg demonChristiania, 23. Juli. Das Storthing hat strierenden Arbeiter beleidigt werden, doch zum Auch das Tragen von aufreizen- trages auf Aufhebung des Verbotes des fommu- mit 22 gegen 16 Stimmen den Regierungsvor Glück wacht der Herr Bezirkskommissär darden Aufschriften ist verboten. nistischen Blattes in Hannover forderte. In der schlag, betreffend die Aufhebung des Branntwein über, daß ein solches Mißfallen bei den FromGegen diesen Bescheid kann die Berufung Begründung seines Antrages beschimpfte Staß den verbotes abgelehnt. men vermieden werde. Es bedarf nur noch der an die politische Landesverwaltung binnen 14 sozialdemokratischen Oberpräsidenten von San- Der Ministerpräsident hat heute Vormittag Tagen hierants eingebracht werden. never, Noske, der dieses Verbot erlassen hatte, dem Storthing mitgeteilt, daß die Regierung Erwähnung der Tatsache, daß der Minister Rada pol. spravy: Franz Grohmann. den er einen Mitschuldigen an den Mor- zurücktritt. Die neue Regierung wird am 2. Au für die Slowakei für die ganze Slo. den Haarmanus bezeichnete, Ferner nannte er gut ernannt werden. Sie wird wahrscheinlich wakei das Verbot der Affichierung Der Leiter der politischen Bezirksverwal Noste einen Streich und Verbrecher, der folgendermaßen zusammengesetzt sein: der Antikriegsplakate und sogar der rung in Saaden findet, daß die Plakate eine fleinen Flugblätter, die kommunisti= sche Versammlungen und Demonstrationen ankrasse, tendenziöse" Ausführung zeigen. Wie meint er, soll denn eine wirklich große Künst- Saadener Bezirksverwaltung, daß es Aufgabe bis heute überlegt die Polizeidirektion noch fündigen, erlassen hat, um zu ersehen, wohin lerin die Schrecken des Krieges darstellen? Soll einer tschechoslowakischen Behörde ist, die Ur- immer, ob sie der Plakatierung zustimmen soll mir unter der Herrschaft der allnationalen fie etwa den Krieg verklären, das Morden be- heber des Krieges vor solchen„ krassen" An- oder nicht. In allen diesen Fällen ist unser Zen- Koalition geraten sind. Wenn die Regierung schönigen, soll sie das Grauen und die Schrefflagen zu schüßen? Der Herr Franz Grohmann tralparteisekretariat bei der politischen Landes- auf ihren demokratischen Ruf etwas geben fen, die er über die Menschheit brachte, ver- aus Kaaden steht übrigens nicht allein da. verwaltung eingeschritten und fand wenigstens würde, so hätte sie schon längst ihre Organe hüllen und den Krieg so darstellen, daß die Auch die politische Landesverwaltung von dort so viel Einsicht, daß die Landesverwaltung darüber energisch belehren müssen, daß die alten Menschen Lust bekommen, sich wieder einer Witting au hat für die deutsche Gemeinde die Verfügungen der ihr untergeordneten Be- Polizeimanieren in der Republit nicht betätigt neuen Satastrophe in die Arme treiben lassen? Erdweis die Affichierung des sozialdemokrati zirksverwaltungen aufhob. Das ändert aber werden dürfen. Aber wir sind im RückwärtsBom Striege wahrheitsgemäß sprechen und ihn. schen Antikriegsplakates verboten, und in Prag nichts an der Tatsache, daß das Denken mancher marschieren so weit gekommen, daß schon die fei es auch nur im kleinen Ausschnitt, zeich- hat unsere Bezirksorganisation bei der Polizei- Leiter der politischen Behörden noch immer so Brandmarkung der Weltkriegsverbrecher bei den nerisch darstellen, ist allerdings fraß" und direktion am Samstag den 19. Juli die Plasfalt- österreichisch eingestellt ist, als wenn wir Behörden Nervosität hervorruft und sie darin tendenziös", aber meint der Herr Leiter der fatierung für den 23. und 24. angesucht, doch mitten im Kriege leben würden, wo der De- eine staatsgefährliche Kundgebung erblicken! RENTCONTISTICOsse 20000000 " Seite 2 Eine Friedensaufgabe en lernt, der Arbeiter. Diplomaten ihre Geschäfte umkleiden, durch schäftigung mit diesen Problemen führt. Um I schauen lernt, sie ist auch notwendig für so größer unsere Aufgabe! Die Arbeiterbeweden proletarischen Befreiungskampf überhaupt. gung hat schon Großes geleistet, indem sie die. Ein Proletariat, für das nicht jenseits der landschaftlichen Scheidungen überwand und die Grenzpfähle eine dunkle Fremde beginnt, ein Arbeiter dieses Landes zu einer wirklichen EinIn der Inauguraladresse hat Mary die Proletariat, das geistig heimisch geworden ist heit verschmolz. Sie hat noch Größeres zu tun: arbeiter aufgefordert, selber die Mysterien der in der Welt, wird die soziale Revolution als dieses deutsche Proletariat so zu schulen, daß internationalen Staatskunst zu bemeistern, die gewaltigen geschichtlichen Entwicklungsprozeß es auch seine Mission in diesem Staate begreift diplomatischen Streiche ihrer Regierungen zu verstehen und nicht in findlicher Einfalt glau- und nicht nur zu einer innenpolitisch, sondern überwachen". Viele Jahrzehnte sind vergangen, ben, man könne die soziale Revolution etwa auch außenpolitisch aktiven Klasse wird. Verseit Marr den Arbeitern diese Aufgabe stellte. als einmaligen gewaltigen Expropriationsaft trauensmännerschulen und Kurse müssen in die Sie blieb unerfüllt; die Massen der Arbeiter nach Belieben zu jeder Zeit durchführen", Außenpolitik einführen, die sozialdemokratische fümmerten sich bis 1914 viel zu wenig, ja wenn man nur entschlossen genug ist. Alle pro- Presse muß mehr als bisher die„ Mysterien fast gar nicht um die Außenpolitik. So konnte letarische Politik muß schließlich bewußt in so- der internationalen Staatskunft" entschleiern es geschehen, daß sie in den Krieg geworfen zialistische Weltpolitik münden, Arbeiter und zeigen, wie Innen- und Außenpolitik einwurden, ohne recht zu wissen, wie. So fonnte politik, die sich bewußt nur auf Innenpolitik ander bestimmen und durchdringen. Wir können es geschehen, daß sie geistig faſt wehrlos waren ohne Rücksicht auf sozialistisches Weltgeschehen als die Arbeiterklasse einer Wenderheitsnation gegen die amtlichen Striegslügen, die von den beschränken wollte, das wäre keine proletarische noch nicht selber versuchen, die Staatskunst zu Julitagen des Jahres 1914 an durch mehr als Politif. meistern, wohl aber können und müssen wir vier Jahre ihnen Tag für Tag als Ergänzung Das deutsche Proletariat dieses Staates die Streiche der Regierungen" überwachen, und als Erjazz für die immer unzulänglicher lebt ferne den Brennpunkten politischen Ge- soll nicht das Proletariat, wenn es gleichgültig werdende Körper- Nahrung geboten wurden. schehens, den großen Städten, in Kleinstädten bleibt, eines Tages wieder schrecklich aus dieser Viel anders ist es auch heute noch nicht. und hunderten von Arbeiterdörfern. Darin Gleichgültigkeit geweckt werden. Auch jetzt noch ist, trop der eindringlichen Lehre liegt die Gefahr der Blickverengung, und das Es ist eine der großen Friedensaufgaben des Strieges, die Außenpolitik ein Gebiet, auf macht es hierzulande schwieriger als ander- der sozialdemokratischen Parteien, eine ihrer dem sich die meisten Arbeiter fremd und unwärts, in den Arbeitern Interesse für welt- wichtigsten Aufgaben im Dienste des Friedens, sicher fühlen, ja mehr noch: das sie oft ganz politisches Geschehen zu wecken, wirkliches die Massen der Arbeiter zu immer größerem gleichgültig läßt. Wie wenige Arbeiter ver- Interesse, das zu ständiger gedanklicher Be- Verständnis der Außenpolitik zu führen. mögen die in der Weltpolitik wirkenden Kräfte auch nur einigermaßen richtig einzuschätzen! Wie verhältnismäßig wenige Arbeiter nur fennen das Europa der Nachkriegszeit! Es ist ihnen ein unbekannter Erdteil und sollte doch ihre Heimat jein! So viel auch von den Verträgen von Versailles, St. Germain, Trianon und Neuilly geredet und geschrieben wird, -wer kennt diese Verträge, die, so viel auch gegen sie einzuwenden ist, doch die Grundlagen des europäischen Staatenlebens noch für geraume Zeit bilden werden? Es ist keine Entschuldigung, daß auch das Bürgertum von all dem nur wenig weiß. Wir müssen fähig werden, mehr zu wissen als das Bürgertum, wir müssen die weltpolitischen Verhältnisse besser fennen als das Bürgertum, sollen wir eine bessere Außenpolitif machen können. Der Branger für die Kriegshezer. feres Erkennen zum Gemeingut aller machen. Ein Krieg von nur einigen Monaten würde diesbezüglich nur wenig Wandel schaffen." wenn der Krieg ein rasches Ende genommen hätte; Sie wären also gar nicht zufrieden gewesen, lang, recht lang mußte er sein, so wollten es dic Leritalen aller Orten. Die ,, Kölni. sche Volkszeitung" schrieb am 29. Novem ber 1915: " Christlichsoziale, Deutschnationale und Nationalsozialisten als Kriegsverlängerer und Siegfriedler Arm in Arm.- Wic Kardinal- Fürsterzbischof Pifft von Wien das Morden gut. hicht. Ein Feldpostbrics, aus dem Himmel".- Für Annegionen, gegen die Friedenswinselei" der Sozialdemokraten. Noch vieles und viele fehlen an dem Pranger, 1 den wir den Striegshebern errichtet haben. Da es aber nicht möglich ist, alle die Aufschürer und sprüchen ans Licht zu zerren, müssen wir uns im Aufpeitscher mit all' ihren unvergeßlichen Ausmer wieder mit knappen Auslesen begnügen. Für heute ein paar Streiflichter über die blutige Wenn auch die judetendeutschen Arbeiter deutschradikal- christlichsozial nationalsozialistische nicht so wie manche ihrer Bruderparteien, da- Durchhaltezeit von 1915 bis 1917. Durch has mit zu rechnen haben, in absehbarer Zeit vielten mußten die anderen, gepredigt haben es die leicht selber an Verwaltung und Regierung des Schwarzröde sowie die Los von Rom- Schreier Staates und damit auch an der Gestaltung an der Gestaltung und wie die Deutschgelben. An die Spitze der Liste der heutigen Anzuseiner Außenpolitik teilnehmen zu müssen, prangernden gehört dem Rang und der Würde sie dürfen sich nicht fatalistisch darein ergeben, nach Sardinal- Fürsterzbischof Pifft daß für immer ohne sie, ohne Rücksicht auf sie von Wien, der den frommen Lesern der und damit gegen gegen sie Außenpolitit gemacht, Reichspost" am 15. Juni 1915 zurief: wird. Wie aber soll es zu einer bestimmten, auf die Außenpolitik gerichteten Willensbildung des Proletariats fommen, wenn es nicht lernt. sich sehr eingehend mit außenpolitischen Fragen zu beschäftigen? Es genügt nicht, daß die führenden Vertrauensmänner es tun, die ganze Arbeiterschaft muß es gemeinsam mit ihnen tun oder es kommt der Tag, da die Masse die Politik ihrer Führer nicht mehr versteht, ihr nicht mehr zu folgen vermag und vielleicht wieder die Beute einer klassenfeindlichen Ideologie wird. Kenntnis der die Weltpolitik bestimmenden Kräfte, der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in anderen Ländern ist nicht nur notwendig, damit das Proletariat die mystischen Schleier, mit denen auch jetzt wieder die Die feine Rotte.( 51) Von Simone Bodède. Uebersetzt von Dr. Anna Nußbaum, Cophryght by Juterritorialer Verlag„ Renaissance", Wien. Die Stimme Gottes spricht zu uns im Donner der Kanonen... Meine Lieben, er( der Krieg) war notwendig... auch nach dem Ratschlusse Gottes..." Beim Papst hatte es angefangen, die ,, Sirten" fetzten die Mordheße fort, indem sie die Verbrechen der Dynastie und Diplomaten zu einem„ Ratschluß Gottes" umbeteten, und die Führer der Herde wünschten vollends den Segen des„ Allmächtigen" auf die blutigen Schwerter herab. So schrieb beispielsweise am 24. September 1915 die flerikale ,, Salzburger Chronik": Wir haben gesehen, daß je länger der Krieg dauert, desto besser unsere Aussich ten... Darum nochmals: nur teinen vor zeitigen Frieden!“ 25. Juli 1924. " Ihr Menschen auf der Erde könnt Euch überhaupt keinen Begriff machen von der Pracht und dem Glanz, der den Thron unserer Schlachtenkönigin umgibt, und von den Wonnen, die sie ihren braven Soldatenkindern bereit hält. Ihr hattet gewünscht, ich möchte vom Krieg heimkehren und das Siegesfest mitfeiern und euch dann wieder helfen wie früher. Ich sage euch aber, was der Heiland seinen Jüngern vor der Himmelfahrt gesagt hat:„ Es ist gut für Euch, daß ich gegangenbin." Im Him. meltann ich euch viel mehr nüßen als auf der Welt. Und warum soll ich dort unten Siegesfeste feiern? Ich habe den wahren Sieg gewonnen für die ganze Eivigkeit. Jeden Tag banke ich der lieben Mutter Got tes auf den Knien, daß sie die tödli che Kugel nicht hat abgehalten von meinem Herzen." Hiezu halten wir jedes Wort für überflüssig. Nun zu den deutschnationalen Siegfriedlern: In deutschradikalen Blät tern( fiche fcher Zeitung" vom 7. April und 11. September 1917) fordert Dr. Franz Perto die Fortführung des Krieges bis zum bollen Siege", auf Eroberungen zu verzich ten, sei blödsinnig. Es wäre eine Verfündigung ge auszunüßen. Die Auffassung, daß der Friede auch gen die Natur, den Sieg nicht nach Möglichkeit für die Feinde ehrenvoll sein müsse, bezeichnet er als Unsinn. Darum: Aushalten und Durchhalten, bis England am Boden liegt". Die Ostdeuts sche Rundschau" verkündete am 3. Mai 1917, daß der Sieg totsicher ist und daß selbst der Eintritt Amerifas an der Sache nichts mehr än bern kann..." Und am 4. Juni 1917 schrieb dieses Blatt: ,, Belgien bleibt fest in deutscher Hand. Dic Erzgruben von Longwy und Briey gehören nun zum Deutschen Reich c. An diesen Tats sachen ist nicht mehr zu rütteln. Wir haben diese Gebiete mit dem Schwert erobert und werden sie nie mehr herausgeben..." und in einer Versammlung in Tetschen erklärte der deutschradikale Abg. Heine am 20. Jänner 1917: ,, Unsere Antwort an die Feinde kann daher nur sein: Rampf bis zum Aeußersten und Durchhalten... Wir verwahren uns als treugesinnte Staatsbürger gegen das feige Programm, welches teine Sieger und teine Besiegten kennen und alle opferreichen Erfolge dieses Krieges dem unterlegenen Angreifer preisgeben will. Die ziel. betwußte rüdsichtslose Fortführung des Krieges, bis England, der Kriegsanstifter und Kriegstreiber, in die Knie gezwungen sein wird." Zu der Hetze der Ostdeutschen Rundschau" Diese empörende Hetze trieben die Pfaffen des St. S. Wolf und zu der blutigen Rücksichts Tag um Tag. Noch im dritten Kriegswinter donosigkeit" des Galgenbaurats Heine ge= nerien die Bischöfe Desterreichs in ihrem Neu- sellte sich selbstverständlich auch der wüste Schreier jahrshirtenbrief 1917: Teufel, der im Oftober 1918 veranlaßte, daß zahlreiche Gemeinden in förmlichen Majestäts. gefuchen den Kaiser um die Fortsetzung des Kries ges anflehten. ,, Darum törichtes Gerede: Gott soll dem Krieg ein Ende machen. Wie denn? Soll er den feindlichen Führern und Soldaten den freien Willen nehmen und sie zu Marionetten machen? Oder soll er Legionen von Engeln auf die Welt senden? Nicht vor dem frechsten Schwindel schreckten die gesalbten Diener des Herrn und des Imperialismus zurück, wenn es galt, die Verzweifelten immer wieder zur Schlachtbank treiben zu helfen. " Feldpostbrief aus dem Himmel" ,, Es ist kein Zweifel, der gegenwärtige Strieg Ein ist im Plane der göttlichen Borsehung gelegen und durch die lange Dauer desselben will Gott seine bestimmten zeigt drastischer als alles die kleritale Infamic. Er Zwede erreichen... Nur ein langer war enthalten in der Aprilnummer 1916 des, BoKrieg mit allen seinen Schreden wird bes- nifaziusblattes" und lautet: In dem hurrapatriotischen Machwerk, das dem Staiser zugeschickt wurde, hieß es unter anderem: „ Jede Schwäche muß von uns weichen, stahlhart müssen unsere Herzen werden, zu einem Guß muß sich die Front und das Hinterland verschmelzen und nur ein Gedanke, ein Wille muß alles beseelen und alles lenken: Durchhalten und siegen! Wer und was sich dem entgegenseßt, muß mit aller Kraft niedergehalten und beseitigt werden!" Die Deutsch gelben suchten dieses Ge schrei der Deutschradikalen womöglich noch zu übertönen. Noch im Feber 1917 verherrlichte der chen. Eulalie stellt die Platte mit den Kaffee| brachte sie zu Onkel Peter, dem Bruder ihres| Jacques Seradsky war nicht eigentlich Nis ihm zur Seite auf einen der Tische. Großvaters von mütterlicher Seite. Onkel Peter hilist, aber er zählte unter ihnen viele Freunde. Werden Sie uns jetzt in Frieden lassen?" war" Witwer, alle seine Kinder waren in zar- Ginés Nachts wurde er gefangengenommen, ohne " Ich werde versuchen. Beginnen Sie damit, testem Alter gestorben. Er besaß große Güter in daß man je erfahren konnte warum, und nach Eulalie, und gehen Sie." Sie ist schlechter Laune, der Umgebung von Se.... War sehr freigebig. fünfzehn Monaten Haft in russischen Gefängniſſen weil man sie am Ausgehen gehindert, unter dem Nahm die Erzieherin, das junge Mädchen und zur Zwangsarbeit in den Bergwerken verurteilt. Vorwand, daß er frank sei. Was ja wirklich den Kleinen gastlich bei sich auf. Onkel Peter und Sonia hatten vergeblich alles Fräulein de Boves grüßt Charlotte mit an lächerlich ist. Charlotte streckt die Hand nach dem Rik wurde von seiner Schwester erzogen, mögliche versucht, um ihn während dieser fünfmutigem Stopfnicken. Henri öffnet eine Tür, bittet uder aus und aufblickend bemerkt sie ein hüb- die mütterlich für ihn sorgte, ihn sehr verwöhnte. zehn Monate zu sehen. Sonia wollte ihm durchsches Aquarell, das en der Wand über dem Tische Sie lehrte ihn gehen, sprechen, Selavierspielen. aus nachreisen und nahm Seraphine mit, die die das junge Mädchen einzutreten. „ Sie werden noch dahinkommen, Seraphine, hängt. Ein Jung- Mädchenkopf, weiß und rosig, Sonia war wie ihre Mutter, musikalisch. Sie Tochter ihrer armen Sophie Jwanowna nicht verjedermann kommt dahin." im Heiligenschein blonder, duftiger Haare. Große, wurde die hübsche blonde Fee, die Seraphine laffen mochte, auch Rif, der die Aufgabe hatte, " Ich? Nein, nein, Nik- nein zählen lachende Augen, eine schelmische Miene. Er scheint gemalt hat; mit zwanzig Jahren Jacques Se- die Schwester vor gänzlicher Verzweiflung zu be Sie nicht darauf, niemals..." Fräulein de sich einem entgegenzuneigen; der Hals hebt sich radsky anverlobt, dem Sohn eines Rechtsanwalts wahren. Er war damals ein ganz kleiner Junge, Boves tut als jittere sie vor Entrüstung. Dann weiß aus der hellen, etwas ausgeschnittenen Bluse. aus Petersburg, der sich vorübergehend in St. sehr traurig, sein Mütterchen weinen zu sehen, setzt sie sich in einen Lehnstuhl am Fenster vor ,, Meine Schwester Sonia, als sie zwanzig aufhielt. Sie hatten einander bei gemeinsamen sehr stolz, ihm nützlich sein zu können. Er ereinen Stickrahmen und ein Körbchen voll bunter Jahre alt war." Henri Lethore, Rits Vater, war Freunden kennen gelernt. Jacques malte, er war innerte sich noch der Züge, die nicht gingen, endWolffnäuel. Sie bemerkt, daß sie ihre Brille, der ein sehr armer Mensch, Lehrer der Mathematit. erst zwanzig Jahre alt und zeigte schon beden- losen Aufenthaltes an Bahnhöfen, wo es unmög sie sich nur zur Arbeit bedient, hat fallen lassen. Er fristete sein Leben in Paris und ging dann tendes Talent. Der kleine Junge war nicht sehr lich war, Essen aufzutreiben. Rit war sehr Henri sucht sie auf allen vieren unter dem Tisch. nach Rußland, wo er schon zwei Schwestern zufrieden. Wollte nicht teilen. Folgte Sonia über- hungrig. Und des Wartens in den Büros, um Charlotte, auf der Schwelle des Studier- hatte, eine in Lodz verheiratet, die andere Er- allhin, weinte wenn Seraphine ihn bei sich be- schließlich zu hören, daß die Gefangenen schon simmers allein gelaffen, blickt durch den Raum. icherin in Moskau. Diese lettere findet eine halten wollte, stürzte sich auf Jacques, versetzte abgereist seien. Er denkt auch noch der letzten Er ist groß, von drei Fenstern erhellt. Die Vor- Stellung für ihn bei einer jungen Russin, der ihm Faustschläge, gelang es ihm, die jungen Fahrt, wie sie dann antamen, wie Sonia gehänge sind denen im Sveisezimmer ähnlich. Tapete sie Zeichenstunden gibt. Der junge Mensch ver- Leute zu finden. Jacques war sanft. liebkoste schrien hat, als sie erfuhr, daß Jacques, schon frank aus dem Gefängnis entlassen, auf der Reise in Altgold. Auf dem Sims des weißen Marmar- liebt sich in seiner Schülerin, Sophie Iwanowna. ihn. Sonia sagte: Sichst du, du schlägst ihn und mir tust du gestorben sei. Stundenlang war sie wie wahn famins, in dem auch ein Feuer brennt, eine Sie ist sehr reich, hat nur mehr ihren Vater, Marmor- Diana, nadt. Ihr Bild wird von einemt der von der Heirat nichts wissen will. Der Lehrer ich dich liebe und umarmt dich." faffettierten Spiegel zurückgeworfen. In einer entführt seine Schülerin. hohen Stristallvase eine vollerblühte Rose. Zwi Die Flüchtlinge lassen sich in Wien nieder Jacques nahm sie dann beide in die Arme, Seraphine brachte fie nach S. zurüd. Aber schen Stamin und Fenster ein großer Flügel. Auf mit Fräulein de Boves, der französischen Erziehe- versprach, sie immer so beisammenzuhalten. Am Sonia genas nicht von ihrem großen Beid: Jac ihm eine japanische Seidendecke. Zwei große Arrin von Sophie. Sie liebt die junge Frau wie Abend spielte der kleine Rite Klavier, Ontel ques war tot, er hatte nach ihr gerufen, sie war beitstische aus Ebenhol; an der anderen Wand. ihr eigenes Kind. So lebten sie schlecht und recht, Peter begleitete ihn auf der Geige. damit die nicht gekommen. Alles in Rußland war ihr Zwischen ihnen ein Sofa mit einem Tigerfell cher schlecht als recht, Lethore gab Mathematit- Verlobten tanzen können. Aber am nächsten Grauen geworden, und Onkel Peter schichte sie bedeckt. Au der Mauer, dem Fenster gegenüber, funden, Sophie unterrichtete Klavier. Fräulein Morgen übertam Nit wieder seine Schlechtigteit, alle drei nach Frankreich. Er liebte Frankreich. zwischen zwei Glaskästen voll Büchern, eine de Boves beschäftigte sich mit dem Haushalt, wenn er von Seraphine erfuhr, Jacques habe Immer noch war es ihm Vaterland von Voltaire Flügeltür. Der junge Mann schließt sie eben. In betreute das kleine Mädchen, das zur Welt ge- Sonia fchon zu einem Spaziergang geholt. und Fontenelle. Das war jetzt gerade zehn der Mitte des Zimmers eine Tafel auf einem tommen war, Sonia. Vierzehn Jahre später Armer Jacques! Seither hat Rit es oft be- Jahre her. Sie richteten sich in dieser Wohnung Gestell. Haufen von Büchern da und dort, auf wurde Rit geboren, fostete seiner Mutter das dauert, ihm so sein Glüd streitig gemacht zu ein. Sonia studierte Medizin. Die ersten Jahre der Erde, auf zwei Stühlen, in einem Schutel Leben, der Vater starb sechs Monate später. Sera haben. Glück ist etwas Heiliges, das man immer waren sehr hart. Oft ließ sie ihr Buch, warf sich ſtuhl. Er macht ihn frei, bietet ihn seiner Schüphine verkaufte alles was sie besaßen, kehrte mit achten follte, selbst wenn man's nicht versteht, schluchzend aufs Sofa. Dann mußte Rit ans lerin an. Seht sich ihr gegenüber auf ein Bänt den beiden Waisen nach Rußland zurück und wie Leben selbst. Klavier gehen, ihr wie ehedem Walzer spielen. ( Fortfcgung folgt.) damit weh. Er liebt mich besser. Er weiß, daß finnig. Verzweifelt schreiend klammerte er sich an fie. 25. Juli 1924. Dr. Alexander Schilling also den Krieg in einem Artikel in der deutschen„ Arbeiterpresse": " Ist der menschliche Fortschritt nicht gerade angewiesen auf den Rrieg?.... Soll der Mensch empfänglich bleiben für die Seg nungen des Friedens, dann braucht er alsẞflugschar den Krieg. Der Frieden erschlafft... Der Krieg ist mit unserer menschlichen Natur we sentlich verbunden... Wer vom ewigen Frieden träumt, ist ein Rarr." Konfequenter Weise wurden, die„ Narren", die den Frieden herbeisehnten und den Siegfrie densschwindel der bürgerlichen Parteien aufs Schärfste bekämpften, nämlich die sozialdemo kratischen Arbeiter verhöhnt und be geifert. Der Landesparteitag der deutschen Arbeiterpartei Böhmensfaẞzte ant 25. November 1917 eine Entschließung, in der es heißt: den zuständigen Truppenkörpern zu übergeben, bort sind diese Leute sofort der Ausbildung zu unter ziehen und beim nächsten Marsch batailIon einzuteilen. Ist der betreffende einrillfend gemachte Arbeiter nur zum Bewachungsdienste geeignet Hlassifiziert, so ist Vorsorge zu treffen, daß derselbe nach erfolgter Ausbildung zu einem Wachttörper eingeteilt wird, der im Armeebereiche oder nahe demselben gelegen ist. Von diesen Verfügungen werden alle in Betracht tommenden unterstehenden Dienststellen, dann die milit. Leiter der in militär. Kommandobereiche befindlichen industriellen Etablissements in Kenntnis gesetzt und legt das K. M. Wert darauf, daß diese Maßnahmen durch entsprechende Publikation auch in der Oeffentlicheit bekannt werden. Gez. Scheuer, F. M. L. Leitmeris, am 18. Juni 1915. Augenblid für sehr ungünstig ge.1 halten, um den Krieg zu begin nen. Ich befürchtete Englands Intervention, aber Prinz Heinrich und andere Mits glieder meiner Familie waren an derer Meinung." Der Kronprinz sprach sich bitter über die Tätigkeit des großen Gene ralstabes aus, der die Ursache vieler Fehl schläge, so zum Beispiel der großen diesjähri gen Märzoffensive gewesen sei.„ Luden dorff", sagte der Kronprinz, war die große treibende Kraft für Deutsch land im Kriege. Hindenburg war nur dem Namen nach Führer. Ludendorff und sein Stab unterschäßten forts während die feindlichen Streit fräfte, auch die der Amerikaner." Der Kronbring nannte sich einen Bewunt= derer Wilsons, der so. wie er itets erwar tet habe, einen gerechten Frieden für Deutsch land zustande bringen werde. lutionär. 00000000 Seite 8. Eine Abrüstungstonferenz 1925? ,, Die heute zahlreich bersammelten Vertreter und Vertreterinnen der deutschböhmischen Ar- Man betrachte das Raffinement, mit dem beiter und Arbeiterinnen protestieren diese ganze Kundmachung abgefaßt ist! Als beson- Aus diesen Aeußerungen des gavefenen entschiedenst gegen die lediglich verlän- ders strafverschärfend wird mitgeteilt, daß der deutschen Kronprinzen geht flipp und flar hervor, gernde Friedensschwindelei der berei verurteilte, Rädelsführer" oder auch der Arbeiter, was auch wir immer behauptet haben. daß das Ernst Toller, nigten Börsenblätter und der Sozialdemoder gegen den Betriebsleiter oder den Meister ,, un Schidia! Deutschlands schon 1914 besiegelt war der vor einigen Tagen aus der Festungshaft in Iratie... Ein größeres Deutsches botmäßig" oder„ frech" war, während der Haft und daß es eines Dolchstokes gar nicht bedurite. Niederschönenfeld entlaffene Dichter und RevoReich und ein den Baltan und die süd keinen Lohn bezieht, daß somit seine Familie dem Weiters aber auch die grenzenlofe verbrecherische östlichen Staaten wirtschaftlich beherrs Hunger überliefert ist. Doch nicht einmal daran Peichtfertigkeit, mit der Münchner Bürgerbrau chenbes Desterreich- Ungarn find hatte die Striegsbestie und der Kapitalismus ge- feffer Revolutionär Ludendorff den rica verForderungen, die aus der Krieglage unserer nug, die Rädelsführer", das heißt die aufrechten längerte, immer wieder neue Armeen zur Schlecht überlegenen Waffen gerechtfertigt sind." Arbeiter, die sich bemühten, ihre Sollegen zufam bank trieb und so im mahriten Sinne des WorGanz ebenso wurde in den Versam m- menzunehmen, um gemeinsam eine Besserung tes zum Totengräber Deutschlands wurde lungen der deutschen Arbeiterpar- ihrer Lage zu erzielen, sie wurden eingesperrt und tei, die am 6. und 7. Dezember 1917 in Mähr. dann an die Front geschickt. Da aber vielleicht Ostrau, Wittowiß und Ederfurt abgehalten wur- Einzelne dabei waren, die sogar bei der Kriegsden eine Resolution beschlossen, in der es heißt: musterung nur zum Wachtdienste tauglich flassifiWir erheben den schärfsten Wider- ziert waren, mußte Vorsorge getroffen werden, spruch gegen das unwürdige, ledig daß das indirekte Todesurteil doch zum lich den Krieg verlängernbe GeVollzug kam und es war angeordnet, daß sie un schrei nach einem Berzichtfrieben mittelbar zu Wachtdiensten im Armeebereiche tomseitens der vereinigten Börsenblätter und der mandiert wurden. Schöne Zeiten waren das, wirk Sozialdemokratic, berlangen hingegen lich, aber leider nicht für die Arbeiter, sondern für die nun viel leichter mögliche Durchseßung bic, die oben saßen und mit den Arbeitern wie unserer Belange von Südost und mit Hunden ungehen konnten. Südwest und treues Standhalten an der Seite des Deutschen Reiches... bis zur Durch führung auch seiner berechtigten Forderungen". Der Krieg war schon Anjang Anjang Ottover 1914 verloren....! -• Telegramme. Verschiebung der außenpolitischen Debatte. Marg und Stresemann auf der Londoner Konferenz. Berlin, 24. Juli.( Eigenbericht.) Im Gegensatz zu den bisherigen Absichten am Freitag eine politische Debatte mit einer Aussprache über die Verhandlungen in London ſtattfinden zu lassen, worauf besonders die Deutschnationalen wenigstens zum Schein gedrängt haben, wird der Reichstag morgen die Beratung der sozialpoliti schen Anträge fortsetzen, die vielleicht bis Samstag währen wird, so daß möglicher Weise eine politische Aussprache im deutschen Reichstag in dieser Woche überhaupt nicht stattfinden würde. Der Hauptgrund für diese Veränderung der Dispositionen des Reichstages ist der Druck der Regierung und der Regierungsparteien, die unter allen Umständen eine außenpolitische Auseinan dersetzung während der Londoner Verhandlungen verhindern wollen. Ist es nicht furchtbar, daß dieselben, die sich also mitschuldig nicht nur an der Entfesselung, sondern auch an der Verlängerung des Mordens Ein Beitrag zur Dolchstoßlüge. Was der gemacht haben, die zu einer Zeit, da schon a wet ehemalige deutsche Kronpring sage. Millionen Soldaten Oesterreichs und Deutschlands gefallen waren, die Massenmenschen- Troß aller Memoiren der ehemaligen Stützen schlächterei weiter gutheißen, zu Eroberungen an des wilhelminischen Deutschlands und trotz der spornten und uns, die Friedenswinfler" verspot- Beröffentlichung der wichtigsten Dokumente durch teten und beschimpften ist es nicht furchtbar, die deutschen Regieungsstellen will das Geschrei daß diese selben Kriegsheber und Striegsverlän- vom Dolchstoß" nicht verstummen. Zwar glaugerer weiter im Stande sind, das Volk zu betören ben weder die Münchner Bräuhaus revolutionäre, und zu führen"? Wie graufam untvissend und samt ihren Tuxer Anhängseln, noch die Deutschwie unheimlich vergeßlich sind doch die Menschen, nationalen bei uns und im Reiche an die von die sich zu Krüppeln zusammenschießen ließen, um ihnen ausgestreute Mär, nichtsdestoweniger aber dann den Schuldigen, den Wordbereitern, wie- sprechen sie ständig vom Dolchstoß" und erst in As Delegierte der deutschen Regierung zur derum Gefolgschaft zu leisten! Konferenz werden in Regierungsfreifen der Nummer vom Mittwoch, den 23. Juli, tn Londoner Russierte der deutschen Regierung zur der Nummer vom Mittwoch, den 23. Juli, verKriegsteilnehmer! Invalide! fündet die„ Sudetendeutsche Tageszeitung" in der Reichskanzler Dr. Mary und der Reichsgentimetergroßen Lettern Das Eingeständnis des außenminister Dr. Stresemann genannt. Genossen! Ruft Eure Freunde und Kameraden zusam Dolchstoßes. Den Beweis für den Dolchstoß" men, belebet ihr Gedächtnis, damit sie sich all' des find die Herrschaffen aber beharrlich schuldig ge Schaudervollen wieder erinnern! Reißt ihnen die blieben. Sie handeln eben nach dem. Grundsay: Augen auf, damit sie den Pranger sehen und jene, nur immer fleißig gelogen, etwas bleibt schon die an ihm stehen. Führet sie mit Euch zu den hängen." Demonstrationen gegen Krieg und Militarismus, gegen die gefalbten und ungesalbten Mordheter. In Wassen manifestiert euren Willen, den Volksbetrügern feine zweites Mal mehr Gehör zu schenken. Krieg dem Kriege und den Kriegsheßern! Die Verschacherung der Reichsbahnen, London, 24. Juli.( Eigenbericht.) Der ameris fanische Staatssekretär Hughes hatte mit Ma c donald einen Gedankenaustausch über die Eins berufung einer Abrüstungstonferenz. Ueber die Notwendigkeit einer derartigen Kon ferenz sind beide einer Meinung. Hughes soll nach seiner Rückkehr mit Coolidge mehrere Ver einbarungen über diese Fragen treffen. Da er grundsäßlich mit Coolidge bereits einer Meinung ist, wird erwartet, daß die praktischen Vorberei tungen zu einer Abrüstungskonferen: bald bea ginnen, so daß ihr Zusammentritt spätestens zu Beginn des neuen Jahres erfolgen kann. Devisenturie. Prager Kurse am 24. Juli. 100 holl. Gulden.. 1 Billion Mart. 100 belg. Frants. 100 schweiz. Frant 1 Pfund Sterling 100 Lire.. 1 Dollar 100 franz. Franks 100 Dinar 10.000 magyar. Kronen 100 boln. Bioth. 10.000 österr. Stronen Geld 13.04.00 8.04.00 155.62.50 619.50.00 149.3000 146.8750 83.95.00 174 50.00 40.07: 00 4.01: 00 6.49: 50 4.71.50 Ware 18.100.00 824: 00.00 157.12 50.00 622.5000.00 150.70'00.00 148'37.50.00 34.250.00 176.00.00.00 40.55/ 00.00 4.51: 00 00 6.55: 50.00 4.91.50.00 Lages- Neuigkeiten. Bor zehn Jahren. Der Glode" entnehmen wir die folgenden Notizen, die beweisen, wie die Bevölkerung vom Kriegsrausch erfaßt war. Heute erscheint es fast undenkbar und doch war es so! Berlin, 24. Juli. Die„ Rote Fahne" hatte das Statut für die geplante ReichsbahnattienDer Antikriegstag, der am 27. d. M. statt gesellschaft veröffentlicht, woraufhin vom OberTöchterlein, Mobile". findet und von dem sie fürchten, daß an ihm ihre reichsanwalt gegen die für die Veröffentlichung Verbrechen rückhaltlos dem Volfe in Erinnerung verantwortlichen Personen ein Verfahren eingelei Heldburg. Das am ersten Mobilgebracht werden, hat es ihnen vollends angeian tet wurde. Die Boffische Zeitung" wendet sich machungstag geborene Töchterchen des ins Feld und deshalb das vermehrte Geschrei vom Dolch gegen die Einschränkung der Breßfreigezogenen Reserve- Unteroffiziers Streisstraßenstoß", ohne welchen der Sieg unbedingt sicherheit. Die Rote Fahne" erklärt, sie habe das wärters Appis im benachbarten Lindenan hat auf gewesen wäre." Statut veröffentlicht im Interesse der auf den dessen Wunsch und mit Genehmigung der Behörde. Wie es um den Sieg" bestellt war, darüber Reichsbahnen beschäftigten Beamten und Arbei- den Namen„ Mobile" erhalten." Schweinfurnter den Verdacht, jüdisch oder„ marristisch verseucht" fes. Das Statut der Reichsbahngesellschaft ist aus ben Verhandlungen in Paris und London hervor 31 fein, erhaben ist. Das Abendblatt des Berliner Tage- gegangen. Die Banfiere, Generäle und Regieblatt" vom 5. Dezember 1918 brachte folgendes Telegramm: Wie es gemacht wurde! faffen wir einen Zeugen ſprechen, der über je: ter und im Intereffe des gesamten deutſchen Vol- Tagblatt", 22. Auguſt. Die Rädelsführer sind behufs Einrückung zu den zuständigen Truppen körpern zu übergeben... Das Militärkommando Leitmerit erließ unter Nr. 26.471 und der Bezeichnung „ Strasverschärfungen gegen Arbeiter" am 18. Juni 1915 folgende Kundmachung: " Dem Kriegsministerium wurde zur Kenntnis ge bracht, daß das Verhalten der Arbeiter bei zahlrei then industriellen Betrieben, welche auf Grund des Kriegsdienstleistungsgesetzes in Anspruch genommen find, in disziplinärer und moralischer Beziehung ungünstig ist. Unbotmäßigkeiten, Frechheiten Auflchnung gegen die Betriebsleiter und Meister, passive Resistenz, mutwil lige Beschädigung von Arbeitsmaschinen, eigenmächtiges Berlassen der Ars beitsstätten usto sind Delikte, gegen welche sich auch die Anwendung des Disziplinarstrafverfahrens in vielen Fällen als wirkungslos eriveift. Unterredung mit dem ehemaligen deutschen Kronprinzen. Deutschlands Lage schon nach der Marneschlacht hoffnungslos. -„ Ich habe nie den Krieg gewünscht." ( Telegramm unseres Korrespondenten.) Rotterdam, 5. Dezember. Falsche Brieflastenpropheten. rungsvertreter der Entente kennen das Statut. Frau W. in N. Frage: Jeder ist jetzt KrieDer Reichstag folle hastig das Ma ch werk geger. nehmigen. Die Volksvertreter, vor allem die ger. Mein Mann ist 35 Jahre, ist seldd'enstDeutschnationalen, wollen nicht, daß bei den Be- unfähig, weil er Krampfadern hat. Habe ich amten bekannt wird, was sie für das Geschenk Hoffnung, daß er noch eingezogen wird?- Aniwort: Wir können zwar der Militärbehörde nicht der Brotzölle unterschreiben. vorgreifen, glauben aber faum, daß Sie hoffent dürfen, Ihren Mann eingezogen zu sehen.„ Elbinger Zeitung", 27, Septentber 1914. Die Berhandlung des Zolltariss in Desterreich. Wien, 24, Juli.( Eigenbericht.) Heute nach mittag hat eine Besprechung der Parteien mit der Der staatsfeindliche Schnurrbart, In letzter Zeit wird so sehr viel über franDer hiesige Korrespondent der„ Associated Breß hatte eine Unterredung mit dem ehema ligen deutschen Kronprinzen auf der Regierung über die Erledigung des Zolltarifes zösische Mode in Damenbekleidung geschimpft Insel Wieringen. Er gab dem Journalisten stattgefunden. Der Vizetanzler Frank richtete und mit Recht, aber da möchte ich bemerken, die Erklärung: Ich habe von keinem Posten an die Parteien einen Appell, eine rasche Er- daß auch die Herren eine Mode fallen lassen dürfabgebankt, und fein einziges Dokument unter- ledigung des Zolltarifes zu ermöglichen. Im ten, und zwar den gestußten englischen" Schnurr zeichnet. Sollte aber die deutsche Regierung den Namen der Sozialdemokraten gab Genosse Eldersch bart. Ich bin der Ansicht, daß der Schnurrbart Beschluß faffen, eine Republit zu bilden ähn- die Erklärung ab, daß die Sozialdemokraten mit als Zierde des Mannes wachsen darf, ohne daß er lich der amerikanischen oder franzöfifchen, so Rücksicht auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse bis auf drei Härchen unter den Nasenlöchern entwerde ich damit zufrieden sein, als einfacher grundsätzlich bereit seien, an einer schnellen Ver- fernt wird." Westfälisches Volksblatt"( PaderBürger nach Deutschland zurückkehren zu lön- abschiedung des Zolltarifes mitzuwirken, dazu born), 14. September 1914. nen und bereit sein, alles zu tun, um meinem jedoch nur dann in der Lage wären, wenn insbe Lande zu helfen." Der ehemalige Kronprinz fondere über die Lebensmittelzölle, eine " Ich Es iſt Grund erklärte ferner: h bin der entschiede Verständigung erzielt würde. Es ist auf Grund nen Meinung, daß wir schon Ander sozialdemokratischen Erklärung und nament fang Ottober 1914 ben Krieg verlich mit Rücksicht darauf, daß in diesen Tagen die Nach der Marne- Brotpreise erhöht wurden, schon so ziem schlacht hielt ich unsere Lage für lich sicher, daß die Regierung auf eine Herabhoffnungslos. Ich versuchte den sezung der Lebensmittelzölle eingehen wird. deutschen Generalstab zu bewegen, schon damals Frieden zu schließen, fogar einen Frieden mit großen fogar einen Frieden mit großen Aenderung der japanischen RußlandOpfern, bei dem auch Elsaß Lothringen preißgegeben werden follte, aber man sagte mir, ich solle mich um Das Kriegsministerium ficht sich daher zu der Verfügung veranlaßt, daß in solchen Fällen unbe dingt die gerichtliche Ahndung in Anwendung zu bringen ist. Die diesfalls vorgesehenen Strafen find empfindlich und fönnen durch entsprechende Verschärfung noch empfindlicher gestaltet werden, auch bezieht der Verurteilte wäh rend der Haft teinen Lohn, so daß die gerichtliche Verurteilung gerade in solchen Fällen ein höchst wirksames Abschredungs- unb Besserungsmittel sein dürfte. Jene triegsdienstpflichtigen Arbeiter, welche bet gerichtlich zu ahnenden Ausschreitungen als Rädelsführer ausgeforscht werden, sind nach der gerichtlichen Austragung der Angelegenheit und nach erfolgter Abbüßung der Strafe nicht mehr in den Betrieb einzustellen, sondern seitens der militärischen Leiter der betreffenden Unternehmung dem nächsten Erg. Bez.-do. bchufs Einrüdung zu loren hatten. Politit. Der staatsfeindliche Schnurrbart Nr. 2. Odessa, 13. September. Auf dem Boulehard zwang das Publikum einen Herrn, der einen Schnurrbart a la Kaiser Wilhelm trug, die Schnurrbartspitzen herabzulassen.„ Weser Zeitung", 23. September 1914. Deutscher Gummischlauch. Rosenheim, 11. September. Ein Schneis dermeister erläßt folgende Erklärung:„ TuchTotio, 24. Juli.( Reuter.) Tas japanische reisenden, die es wagen, mir englische Waren anmeine eigenen Angelegenheiten fümmern und Kabinett hat in einer außerordentlichen Sisung zubieten, ist der Zutritt in mein Geschäftstokal mich mit der Führung meiner Armee begnügen. beschlossen, Rußland gegenüber eine neue Politik untersagt. Bei Zuwiderhandlung tritt ein fräfTroß allen gegenteiligen Berichten habe ich zu verfolgen. Die Regierung sei bereit, die Sow- tiger deutscher Gummischlauch in Straft." Hofer nie ben Krieg gewünscht und diesen jetregierung anzuerkennen. Anzeiger", 16. September 1914. Befte 4. Kapitel mit der Ueberschrift: Gott und falt Eisen": D., 25. Juli 1924. Sie erreicht mitunter 60 Grad Celsius. Am unruhen ausgebrochen, die zu Maffenberhaf rat an Auslandsmehl und Getreide in der Re „ Das walt' Gott und falt' Eisen". Vor iurzer Zeit brachten Berliner Blätter schlimmsten ist das von Deutschen stark besiedelte mungen geführt haben. Die Zentralregierung hat publik mit 15.000 bis 16.000 Waggons be. Wolgagebiet betroffen. Die Roggenanbaufläche dieser Gefahr gegenüber den Befehlt erteilt, die rechnet werden kann, was für die Ernährung der die Meldung, daß in der Hochmeisterkirche in ist dort zu 75 Prozent versengt, das vierte Sunger- la a cht der Bauern cus ihren Dörfern mit Gesamtbevölkerung in einer Zeit von vier bis Wilmersdorf der Pfarrer Schettler am militärischen Machtmitteln zu ver- sechs Wochen hinreichen würde. Die Tätigkeit des Obersten Gerichtes in 29. Juni in einer Predigt gesagt habe: Am 28. jahr kündigt sich an. Obwohl auf Anordnung der zentralen statisti- hindern. Brünn. Im Jahre 1923 wurden beim Obersten Juni waren es fünf Jahre, daß deutsche MänGerichtshof in Brünn 4589 Revisionen und ner ehr- und pflichtvergessen den Schandvertrag schen Verwaltung die Lokalbehörden aller zehn Aus Baku tvaf in Moskau die Meldung Rekurse eingereicht und durchgeführt. Hievou von Versailles unterzeichnet haben." Zur näheren Tage Berichte über den Saatenstand einzuliefern Charakteristik dieses Herpfaffen stellt nun der haben, ist plötzlich nach den ersten Warmberi.h ten in der Sowjetpreffe eine starke Zurückhaltung ein, daß in der Mugan- Steppe am afpi- waren 1332 flowakische Fälle. Im ersten Borwärts" jest: in dieser Frage zu beobachten. Es wird sogar verfchen Weer ungeheute Schwärme von eu- albjahr 1924 hat die Zahl der eingebrachten „ Es wird die Leser interessieren, daß der Herr fucht, die öffentliche Meinung in trügeri- ichreden aufgetreten sind. Einſiveilen sind die Revisionen und Returfe bereits die stattliche Höhe Bfarrer Dr. Schettler, Divisionspfarrer a. Dichen Hoffnungen einzuiullen. Der Baumwoll- Plantagen dieser Gegend noch nicht von 3176( 933 aus der Slowakei) erreicht. In ein alter Bekannter aus der wüste sten der wüste sten Presse ist verboten worden, in Zukunft andere überfallen worden, doch herrscht große Besorg Straffällen wurden 1923 2378 Verhandlun Kriegszeit ist. In der Königlich Sächsischen als die von der zentralen statistischen Verwaltung nis. Die Beuschrecken liegen in dichten Wollen, gen durchgeführt, hievon 905 aus der Slowakei. Fm heurigen ersten Halbjahr betrug die Zahl der Hofbuchhandlung Berlin, erschien 1915 von ihm Straffälle schon 1399( hievon 577 aus der Slos eine fleine Schrift( 48 Seiten) unter dem Titel: ausgegebenen offiziellen Berichte zu brin- die eine Länge von mehreren Kilometern haben. watei). An Todesurteilen wurden im vera In Gottes Namen durch! Für die deut gen. Alle Nachrichten und Telegramme über Zur Siedlerbewegung. Die Frage der gangenen Jahre nur 35 bestätigt, der Präs schen Streiter in Heer und Flotte". I'm Jahre Ernteanssichten in Zeitungen müssen vor der VerSchaffung einer fich auf das ganze Land erstrecken- fident der Republik hat in 33 Fällen Gnade walten 1915 waren davven bereits 23.000 an die öffentlichung dieser Behörde eingereicht werden. Zu gleicher Zeit verbreitet die Russische Te den Siedlerorganisation, deren Träger sämtliche lassen, nur zwei Mörder wurden hinge Kämpfenden verteilt. Wir wollen mir auf zwei Stellen aus dem für einen Pfarrer kennzeich legraphen- Agentur eine offiziöse Meldung, die 200 Zweige der Arbeiterbewegung und deren juristische richtet: Novak in Tabor und der eine Stolinsty nende Buch zitieren. Seite 18 lesen wir in einem Millionen Bud Getreide für die Ausfuhr würden Repräsentanz nach dem Vorschlag des Genossen in Brag. Die kürzeste Verhandlung beim Obersten Das walt unter allen Umständen bereitgestellt werden, da Karau die Genossenschaft für Voltsbauten und Gericht war im vorjährigen Herbst kaum zchn im Lande genug Vorräte aufgespeichert feien, um Werffultur„ Grundstein" bilden, befinden sich der Minuten, die längste( im Juli 1924) dauerte zweis Deutsch seid ihr, deutsch bleibt ihr, das dem Hunger entgegenzutreten. Zur fchleunigen zeit noch immer im Stadium der Vorberatung. einhalb Tage. Das Aftenstück wog 120 Stilo walt' Gott und fall' Eisen", so hat unser Kaiser Verteilung dieser Vorräte soll eine Regierungs- Gegenwärtig befassen sich alle an der Organisation gramm. Erster Präsident des Obersten Gerichts. einmal zu den Lothringern gesprochen. Dem fommission unter dem Vorsitz von Nykow und der Siedlerbevegung interessierten Körperschaften hofes ist bekanntlich der gewesene Justizminister Soldaten ist das kalte Eisen in die Faust gegeben unter Teilnahme von Kraffin und anderen füh mit diesem Gegenstand, worauf dann in gemein- Dr. August Popelta. Zweiter Präfident ist und er soll es führen ohne Schwächlichkeit und renden Sowjetlenten ernannt worden sein. famer Beratung aller in Betracht kommenden Dr. Josef Prauza. Als Senatspräsidenten Weichlichkeit. Der Soldat soll totschießen, soll Außerdem läßt die Sowjetregierung in die Welt Stellen die Entscheidung gefällt werden wird. Die fungieren: Sablit, Bily, Dr. F. Bazny, dem Jelud das Bajonett in die Nippen bohren, posaunen, daß sie dank der gefestigten Finanzlage, Genossenschaft Grundstein" besteht heute noch J. Schüß meister, Dr. J. Ruzitschta und soll die sausende linge auf den Gegner schmet- der erstarkten Volkswirtschaft und des befrie- nicht. Etwaige Anfragen zu diesem Gegenstand Butats chet. Zum Obersten Gericht gehören iden, das ich seine hellige Bilisht, ja, daß ist sekn digenden Zustandes der Verkehrsmittel einer fönnen an die Zentralstelle für das Bildungs- noch 22 Räte und sechs Tabularrichter. Als Gottesdienst. Denn der ihn auf seiner Hungersgefahr leicht Herr werden würde. Der wesen gerichtet werden. Diese Mitteilungen bil- Generalprofurator fungiert gegenwärtig Blog gestellt hat, daß er dem Guten und dem Zweck dieser Meldungen liegt auf der Hand. den eine Ergänzung und Aufklärung zu dem in Dr. Gustav Hut batschek, demt sechs General Rechte zum Siege verhelfe, das ist Gott. Ihr Inhalt trifft indessen nicht unserem Blatt vom 23. Juli erschienenen Artikel advokaten zur Seite stehen. As Staatsanwalt Wer nicht schießt, wenn er schießen sollte, ut. Die Getreidevorräte sind nach den Hunger- Bürgerliche oder proletarische Siedlung". fungiert Leo Grund. handelt als ein Schurke." jahren 1921, 22 und 23 ganz besonders erschöpft, Enzehmg der Ein- and Zwei- Heller- Stüde Berhaftung Homosexueller in Jägerndorf. Das Kapitel schließt auf Seite 20, 21 mit den das Wirtschaftsleben stodt mehr denn je: Fabri reddüjder und ungarischer Prägung. Die Post- Es wird uns gemeldet: Dieser Tage wurden in fen werden geschlossen, der Absatz verringert sich miter sowie auch andere Staats- und öffentliche Jägerndorf zwei Männer verhaftet, " Furcht und Schreden muß vor zusehends, die Arbeitslosigkeit wächst. Anderer- Rassen haben mit der Einziehung dieser Münzen die zu jungen Burschen Beziehungen pflegten und ench hergehen. Was uns an Zahl fehlt feits mehren sich von Tag zu Tag die finanziellen begonnen. Sie nehmen sie an Zahlungsstatt an sich an diesen vergangen haben. Es sind dies der gegenüber der Uebermacht unserer Feinde, bas Schwierigkeiten und die Verkehrsmittel liegen noch oder tauschen ste gegen Münzen tschechoslowakischer 30jährige Kaufman Oskar Hersel und Erich müssen wir wettmachen durch rücksichtsloſe ſehr darnieder. Die amtliche Versicherung, daß Währung um, geben sie aber nicht mehr aus, jon. Spizer, die schon seit langem ihr Unwesen Schneid. Es ist gewiß furchtbar, daß Menschen, die Mizernte dieses Jahres nur ein Fünftel der dern senden sie dem Bankannt ein. Der Termin, trieben. Die beiden Todten 14 bis 16jährige Sie sich persönlich nicht kennen und sich nichts zu- Anbaufläche im Vergleich zu der im Jahre 1921 an dem sie ihre Gültig sit verlieren, wir später Burschen in ihre Wohnungen, traktierten fie mit Teide getan haben, einander das Leben nehmen. betroffen habe, nämlich fünf Millionen Desjatinen festgestellt werden. Schnaps und anderen Getränken. Herzel und Das ist der Krieg. Gott hat es zugelass Spitzer wurden verhaftet und dem Gericht einsen, daß diese Prüfung die Menschheit trifft. mit einer Bevölkerungszahl von fünf Millionen Der Mörder des Stadtarztes von Türmih geliefert. Später wurde festgestellt, daß der Urfür irrfinnig erklärt. Wie noch erinnerlich sein heber dieser Orgien Herzel ist, welcher junge Burhr habt sie nicht zu verantworten. Menschen, ist auch nur als BeruhigungsIhr habt nur, ein scher an seine Stelle, eure pulver zu werten. Vorläufige Schätzungen be- wird, wurde am 11. März d. I. in seinem Ordi- schen, welche bei ihm Stampiglien bestellten, in Bassen mit allem Nachdruck zu gebrauchen. Ihr rechtigen vielmehr zu der Annahme, daß die nationszimmer in Türmit der Stadt- und Klassen- seine Wohnung lockte und sich dort an ihnen in diesjährige Mißernte der vom arzt Dr. Anton Quoita, ein geborener Leitme-| der schändlichsten Weise verging. Bei den Ver= ihr englischen Stanaillen, da habt ihr, was euch Jahre 1921 ungefähr gleich kommen riger, ermordet aufgefunden. As Täter wurde hafteten wurden Exemplare der Zeitschrift„ Der wird. Die Sowjetregierung, die durch ihre Schön- der Bergmann Josef Krüger festgestellt, ver- Sellfehboote", deren Zwed angeblich die Förde Und nun vergleiche man mit diesem„ Gefärberei die Panitſtimmung der Bevölkerung vor- haftet und dem Leitmeriter Kreisgerichte cingerung anormaler Triebe ist, beschlagnahmt. Unter 60" das Gestimmel der Warnsdorfer„ Bolts- zubeugen sucht, gibt ſich ſelbſt nur zu gut Rechen liefert. Da sich an feiner geistigen zurechnungs- diesen Exemplaren befindet sich eines, in welchem schaft über die wirkliche Ausdehnung der Sungers- fähigkeit Zweifel geltend machten, wurde er zur sich ein Antrag an den deutschen Reichstag zweds zeitung" in der Donnerstagnummer: Worten: Mussen, ihr Franzosen, ihr Belgier und vor allem zukommt: alt' Eisen." Die Chriſtlichsozialen Siegfriedler, Kriegs- gefahr. In vielen der von der Mikernte betrof Untersuchung des Geiſteszustandes einer Frren- Aufhebung des§ 175 befindet. Die Wohnung des verlängerer! De christlichsoziale Partei ist in fenen Gebieten hat sie die Ausfuhr des Getreides anstalt itberliefert. Dort wurde nun festerel soll ein wahres Männerbordell gewesen ihrer großen Friedenstundgebung am 7. Oftober bereits verboten, und die„ Prawda" wird von Angestellt, daß Krüger geistig unzure ch sein. Die Orgien wurden in Jägeritdorf, Trondgu, 1917 im Festsaale des Rathauses, in der Abg. fragen bestürmt, ob es nicht richtiger sei, die nungsfähig ist, weshalb die Untersuchung Freudenthal und Bleischwiz abgehalten. Leopold Stunschaf sprach, für den Verständigungs- Ausfuhr russischen Getreides voll gegen ihn eingestellt wurde. Krüger wurde frieden, für den Frieden ohne Eroberungen ein- ständig zu sperren. Die Sowjetregierung in einer Frrenanstalt interniert. trifft auch scho Maßregeln, um den sich anfün Bereitschaft. Wie verlautet, feiert die Brüngetreten. Reihe von Verhaftungen stehen noch bevor. Dos christlichsoziale Organ„ das Volt" schiebt die Schuld an diesen perversen Vorkommnissen den Vorträgen der freisinnigen Gelehrten Reizen Menschheit, die Gott zugelassen hat", haben die und der topflosen Flucht aus den Hungergebieten. Stration auf ganz eigenartige Weise. Sie hält Blättchen täte besser daran, die genannten Willen Aber bis zum Ende der Prüfung der denden Unruhen unter den Bauern vorzubeugen ner Garnison anläßlich der Antikriegsdemonit ein und Stadthagen( Dresden) zu. Das Pfaffen gesegnet, damit Furcht und Schreden einhergehe" vor denen, die man auf die Schlacht felder und in den Tod getrieben! 7 Der drohende Hunger in Rusland. Von einem Kenner der russischen Verhältnisse wird dem„ Sozialdemokratischen Parlamentsdienst" geschrieben: In Rußland steht die Ernte vor der Türe. Nach wie vor herrscht eine sengende Glut, wie sie Rußland seit 35 Jahren nicht gefannt hat, Streiflise durch das„ Haus Der Arbeit“. V. Die Entwicklungsgeschichte eines Arbeiters. Wer die Abteilung der Kulturorganisationen durchschreitet, wird ein unansehnlches Buch an der Wand aufgestellt finden. Es trägt den Titel Wirtschaftsbuch eines Arbeiters" und enthält in schlichter, anspruchloser Weise nichts anderes als die monatlichen Einnahmen und Ausgaben eines Eisenbahners, des heutigen Redakteurs des „ Eisenbahner", Genossen Baul. Seit dem Jahre 1899 führte Genosse Paul dieses Wirtschaftsbuch und es sagt dem aufmerksamen Beschauer mehr als manche dickbäuchige Biographic. Denn es erzählt einfach, ohne Beschönigung, ohne Phantasie entgegenzutreten. Kommunistische Agitatoren, die stration auf ganz eigenartige Weise. nämlich Bereitschaft.- Kommentar überflüssig. fchaftler nicht mit diesen traurigen Vorkommnissen mit den Verhältnissen einigermaßen vertraut sind, wurden bereits in die Hungergebiete abgesandt, Amtliche Schäßung der inländischen Ge- in Verbindung mt bringen. um den Verfall der kommunistischen Parteiorgani treidevorräte. Amtlich wurde, wie das offiziöse fation zu verhüten und den drohenden Unruhen Prager Abendblatt" meldet, sichergestellt, daß Eine peinliche Statistik. Eine socben erentgegenzuwirken. Das wirtschaftliche Zentral- sich auf dem Gebiete der Republif in Mocasiven schienene Statistik der Kriminalitä in organ der Sowjetregierung muß zugeben, daß in und auf Lastschiffen im ganzen 5100 Waggons Deutschland weist nach, daß strafrechtliche sehr vielen Orten eine äußerst gespannte fremdes Mehl und Getreide und nicht, wie be- Vergehen und Verbrechen in der„ rdBage herrscht und die Lokalbehörden da und dort hauptet wurde, 50.000 Waggons befinden. Dazu nungszelle Bayern" trotz Hitler, trop Militärabteilungen zur Bewachung der Brotlager müssen Vorräte in etwa doppelter Höhe gerechnet Kahr und der edlen tiefen Frömmigkeit des beyeanfordern. In einigen Gouvernements, darunter werden, die sich in fleineren Magazinen und rischen Voltes" um 64 Prozent mehr for Astrachan und Zarysin, sind bereits Bauern- Mühlen befinden, so daß der Gesamtvor- gekommen sind als im ,, knallroten Sowjetsachsei". natlich seinen Anteil in der Höhe von 5 Kronen, Werk angekauft, dazwischen andere Bücher klei- s stehung 1.20 K, Tolstoj, Arbeitendes Volt, 60 h. Aldringen, Sohn des unvergeßlichen Fürsten Cris neren Umfangs. Als Genossenschafter zahlt er mo-( Gesamtausgaben 128.90 K.) d. Clary und Albringen." Das sind willkürlich herausgegriffene Beiwird Anteilhaber des Flugrad" und zahlt auch spiele, die sich beliebig vermehren ließen. Dieser lichen und städtischen Würdenträger mit atest Dann folgt noch die Aufzählung der krchda monatlich 5 Kronen ein. Besucht einen Hoch Arbeiter hat seine Zeit genügt, seinen geistigen bren Titeln. Daß die Maurerzunst von der g schulfurs, bildet sich in der Rechtschreibung aus, Ausstied erfämpft. Was sind gegen solche Helden schichtlichen Bedeutung des Staiserhauses und dr arbeitet unentwegt, rastlos an seiner Weiterbildes Alltags jene kapitalistischen Unten, die im Ar- übrigen Herrschaften allzu überzeugt gewefat dung. Einige Beispiele mögen sich die bürgerlichen beiter den Paria, den Verachtenswerten sehen! Er wäre, tann man nicht gerade behaupten, dent Proßen unter die Nase halten, besonders jener ist ein Symbol, dieser Eisenbahner Paul, das sonst fände sich wohl nicht der Passus darin, ß Fabritant aus der Gräfl. Czerninfchen Borzel- Symbol der geistig aufsteigenden Klasse des Pro- man deshalb alle diese Namen darin verewle, lanfabrik Gießhübel", der im Jahre 1909 eine Forderung auf Verkürzung der Arbeitszeit mit der flassischen Begründung ablehnte: letariats! Von der Zukunft der Getverkschaft. VI. damit man nach mehreren Jahren" weiß, ver damals regiert hat. Interessant ist indesser doch diese Regung des geschichtlichen Bewußeins, ,, Den Ratschlag, verkürzte Arbeitszeit in meiner wenn es auch aus Servilismus erfolgt und fines Fabrik einzuführen, muß ich prinzipiell mit der wegs die Geschichte der eigenen, sondern jen der Begründung ablehnen, daß der dann resultie Unter den vom Bauarbeiterverband aus- Herrschenden der Zukunft übermitteln will rende geringere Verdienst möglicher gestellten. Dokumenten findet sich auch eines, das weise zu agitatorischen Zweden be- ob seiner Originalität ganz besondere Beachtung ähnliche laifertreue Anwandlungen, wenn jir die Noch in den Neunzigerjahren finder wir verdient. Es ist eine„ Ürkunde" aus dem Jahre Ausstellung des Eisenbahnerverbandes betschten. bietes die feierliche Einweihung ihrer Fahne be- vereinres über einen Kongreß, an dem als rstes 1842, in der die Maurerzunft des Tepliyer Ge- Da ist ein altes Protokoll des Lokomotivihrer nügt werdc." Die neue Fahne der Maurerzunft wurde im schlossen wurde. Das Verbot der Eisenbahneriga Jahre 1842 ant 20. Mai zum Fronleichnamsfeste nisation im Jahre 1894 hat dann die weter eingeweiht und beim feierlichen Umzuge das erste etwas rebellisch gemacht und seit dieser Zeit d mal getragen. Auf Veranstaltung des Bunftinspektiert der Aufstieg der Organisation der Eisentors Franz Sarl Laube fowie der Bormeister Franz bahner. Die Agitation unter den Arbeitern haben die Die geistige Entwvidlung eines Arbeiters. Die schlechten Verhältnisse ohnehin bewirkt, die Verscheinigt. Das Dokument hat folgenden Wortlaut: Geschäft eine Suldigungsadresse an den Kaif beganze Familiengeschichte äßt sich daraus verfol- fürzung der Arbeitszeit konnte aber eine ungegen, wie die Stinder auf die Welt kommen, das heuere geistige Bereicherung der ganzen Nation, sorgsam auf den einzelnen treuzer balancierte des ganzen Staates werden. Im März 1903 hatte Budget umiverfen, zu Darlehen zwingen, die dann Paul Ausgaben in der Höhe von 91.55 pünktlich wieder zurückgezahlt werden.( Hoffentlich Kronen, darunter finden wir 7.50 Kronen ist Genosse Paul nicht so vecanlagt wie der Herr Pensionsbeitrag, 1.20 K Strantentassa, 2.93 K Eckelt vom Auffiger Tagslat" und fiagt uns Flugrad, 2.60 K Kondukteurverein, 3.50 K Orga nicht auf Ehrenbeleidigung, weil wir hier aus nisationslegitimation für die Frau, 2.80 K Be jeiner Vergangenheit so shauderöse Sachen er zug Weltall und Menschheit", 90 h Zeitung, Tazählen! D. Verf.) fchengeld 1.78 K. Jm August 1903 tauft er ein Dann sett die Kulturarbeit ein. Paul orga- Deutschböhmisches Wörterbuch, im September ein nisiert sich, beginnt Bücher zu kaufen. Monatlich solches über Rechtschreibung. Im März 1904 finden wir getreulich die Organisationsbeiträge, gibt er 103.15 K aus, darunter 7.40 K Pendas Geld für die Zeitung verrechnet. Zunächst ionsfond, 1.20 K Krantentaffa, 2.93 K Flugrad, nur in der gewerkschaftlichen Organisation ,. tritt 60 h Hochschulfurs, 1.10 K Mappe, 90 h Zeitung, er auch der politischen bei, organisiert seine Frau, 2.40 K Marg, Dekonomische Lehren, 90 h Parwird Geneffenschafter. In Ratenzahlungen auf: lamentarismus, 2.88 Bezug Weltall und Menscher fich Bücher, allmonatlich finden wir den Be- heit", int September 1904: Pensionsfond 2.40 K, trag von 2.88 Stronen. als Teilzahlung für das Strautentaffa 1.20 K, Flugrad 2.93 K, Zeitung große Wert Weltall und Menschheit" verrechnet. 90 h, Anteil Flugrad 5.- K, Stonjum 5.- K, Raum ist das bezahlt, wird ein neues großes Weltall und Menschheit" 1.44 K, Tolstoj, Aufer"" Wenzel Wertig, Andreas Wertig und der übrigen Neben diesen heute altertümlich anmutenda Mitmeister... wurde dieselbe angeschafft zur Ber- und dabei verhältnismäßig gar nicht so alten herrlichung Gottes, damit man selbe bei allen tumenten sehen wir die Uebergangsstadien, per großen Feierlichkeiten tragen und in unserer De- die gesondert zu reden sein wird, die behördlijen canalkirche aufbewahren wolle. Einmischungen in die Kämpfe der Arbeiter die Die Maurerzunft besteht in Teplit schon seit in den Neunzigerjahren und später geschlofenten dem Jahre 1712, wie es die Zunftbücher ausweisen. Arbeitsverträge und dann das Bild der mo Damit man aber in Zukunft nach mehreren Jah- dernen Gewerkschaft. Es ist ein ſtolzes Stüd Arren weiß, welcher Monarch regiert hat, so seyen beit, das hier die proletarische Bewegung geristet wir selbes bei und verwahren alles in den Knopf hat. Es wird zu leicht vergessen, wieviel beit der Fahne und zwar der Landesherr war zu dieser überzeugter Genossen dazu nötig war, die heugen Zeit Kaiser Ferdinand der Erste von Oesterreich, Verhältnisse zu erfämpfen und und es wird nur Sönig von Böhmen, Obristburggraf und Landes- müßlich sein, in den folgenden Auffäßen üb die chef war S. Erzellenz Herr Carl Graf von Choter, Periode der heldenhaften Stämpfe der Generf Fürst und Grundherr war Edmund v. Clary und schaften zu sprechen. 25. Juli 1924, Achtstundentag und Rückgang des Altoholge von starkent Hagelschlag begleitet waren. In der auffes. Das französische Arbeitsmi Gegend von We inch weiler( Südpfalz) ficht nisterium hat eine Untersuchung angestellt die Landschaft einer öden Wüste gleich. Der über die Art und Weise, mit welcher der franzö- ziemlich tiefliegende Bahnkörper und der lange sische Arbeiter seine vermehrte freie Zeit benutzt. Tunnel waren nach einigen Minuten durch ange An Stelle der sonstündigen Arbeitszeit zu Anfang schwemmten Schutt und Geröll vollständig bedeckt, des Jahres 1904 trat die a chtstündige im so daß die fälligen Züge stundenlange VerspätunApril 1919. Es zeigt sich ein merklicher gen erlitten. In Marzalban find die FeldRidgang des Alkoholgenusses bei der früchte vom Bagel vollkommen in den Boden geArbeiterbevölkerung und besonders seit Striegs- schlagen. Zwei Drittel der Getreideernte ist dort ende. Als Ursachen werden bezeichnet: der stark vernichtet. Ebenso schlimm sieht es in der gesteigerte Preis, die einschränkenden Striegsgesche, Grün stadter Gegend aus und in der UmDie in Schule und in Arbeitertreijen gebung von Sirchheimbolanden. betriebene Propaganda und endlich verschiedene mehr indirette Faktoren: Verschiebung Blätter melden, wird vor dem Budapester Ein Anarchistenprozeß in Budapest. Wie die gegen die Vororte, Entwicklung der Gare Strafgerichtshofe demnächst ein Prozeß gegen ten städte, der Sport- und Musikver- vier Häftlinge verhandelt werden, die im Gefan eine, stärkerer Besuch der Fachkurse, genenhause eine anarchistische Verschwö der öffentlichen Bibliotheken usv. Die rung anzettelten. Die Häftlinge, ein Privatbeampezielle Enquete bei den Arbeitern befaßte sich be- ter Rutisch, ein Fleischhauergehilfe, ein Hanfonders mit den Arbeitsversäumnissen am Mondelsgehilfe und ein technischer Zeichner, die sich tag und den Unregelmäßigkeiten und Anständen alle wegen Diebstahles im Gefängnis' befinden, wegent Trunkenheit während der Arbeit, und da wollten einen weißroten anarchistischen Klub orzeigte sich besonders in Paris eine wesent- ganisieren, der sich die Herstellung des europäischen fiche Besserung; die alten anfechtbaren Su Gleichgewichtes zum Ziele stedte, u. zw. in der stände zeigten sich nur noch bei den Arbeitern Weise, daß er die führenden Politiker, die diesem über 40 Jahren. Im Sommer sind alkohol- Ziele im Wege stehen, nämlich Poincaré, Beneš, freie Gtränke bevorzugt. Nach vollendeter Ar- Horthy u. a. aus dem Wege schaffen wollte. beit halten sich die Arbeiter nicht mehr in den dent Kriege durchschnittlich auf die Bewohner 4,77 Liter puren Alkohols famen, sant der Konsum nach dem Striege auf 3.2 Liter. Für den Wein betrug der Durchschnitt 225 Liter gegen 173, für den Meftet wurden. 4. gegen 4.3 und für das Bier 27.1 gegen 25.8 Liter, das bedeutet eine Abnahme um 20 Prozent, 23 Prozent, 10 Prozent und 5 Prozent für Paris. Die Berichte aus den industriellen Zentren des übrigen Landes lauten ähnlich; in einzelnen Orten wird mit einer Abnahme von 50 Pro sent gerechnet. Der Alkoholfonsum fant von Burchschnittlich 4.17 Liter auf 2.20( 45 Prozent). Volkswirtschaft. Eine wichtige Entscheidung. Das Bergbauschiedsgericht in Brür hat am 15. Juli über eine Urlaubsflage eine wichtige Entscheidung gefällt, die im nachstehenden wörtlich wiedergegeben sei: Beschluß. Hrj. 307/24/2. Das Bergbauschiedsgericht in Brür hat in der Rechtssache der flagenden Partei: Wenzel Kučera, Bergmann in Haan Nr. 78, wider die beklagte Partei: Betriebsleitung des Bihlschachtes in Haan wegen: Nachzahlung der Urlaubsgebühr für zwei Urlaubstage den folgenden Beschluß gefaßt: Die beklagte Partei Seite 5. in Wesübersicht vom 24. Juli. Von Westen her I lassen. Eines tann heute schon hervorgehoben breitet sich eine Abkühlung nach Mitteleuropa aus. werden: die im deutschnationalen Handlungss Böhmen hatte Mittwoch nur 20 Grad Celsius, wäh gehilfenverband( D. H. V.) organisierten Bes rend es in der Slowakei noch heiß war( Saschau amten, die sogenannten besseren Leute, 32 Grad Celsius). Die Wiederschläge haben sich solche, die es fein wollen, haben nicht nur auüber die ganze Republit ausgebreitet. In Böh fangs versagt und sich abseits gestellt, sie lassen men und Mähren hatten sie den Charakter von auch den von ihnen gewählten Obmann des BeSchauern, in der Slowakei pon Gewittern. Die triebsausschusses nicht nur glatt im Stich, son größte Regenmenge meldete Neudorf mit 22, Trop dern einzelne verhöhnen noch die Meister! Wahrpau und Nachod 13 Millimeter. Wahrlich eine ehrenwerte Gesellschaft! Das Vorgehen scheinliches Wetter von heute: Unbeständer Firma Regenhart aber zeigt, was sich die dig, Echauer, wenig geänderte Temperatur. Unternehmer heute schon wieder gegen Arbeits nehmer erlauben. Interessant ist es auch, daß die Chefs der Firma Regenhart zu den führenden Männern des Deutschtums Freiwaldau gehören, daß einer von ihnen das ,, deutsche Sudetenland" aufrichten half, Ob mann des Deutsch nationalen Volkss vereines in Freiwaldau ist, der nicht genug pathetische Worte für die Rettung des Deutsch uns finden kann, der nun deutsche Meister davonjagt, die sich erfrechten, gegen die Heiligkeit des Unte ternehmertums aufzutreten. Dabei wird dieser sfandalöse Vorgang mun um so aufreizender wir ken, als die Entlassungen nicht einmal mit dem entschuldigt werden können, daß es galt, den Terror der„ Roten" zu brechen, da die Betroffenen gute Deutsche und Christlichsoziale find. Nun erfahren auch diese es, daß das reicht und das Christentum nur dann gilt, wenn es nichts kostet. men. Mitte Juli haben in Prag zwischen dem Lohnbewegung in der Brauindustrie in Böh Schutzverbande der Brauereien in Böhmen und den Vertretern der Arbeiteroganisationen in Prag Verhandlungen stattgefunden, die zum Gegenstande eine 15prozentige Lohnforderung von seiten der Arbeiterschaft hatten. Der freigewerkschaftliche Zentralverband der Lebensmittelarbeiter war bei diesen Verhandlungen nu indirekt beteiligt. Da dieser seinerzeit den geschaffenen Lohnvertrag nicht afzeptierte und außerdem in verschiedenen Gebieten und Orten besondere Vereinbarungen hatte. Die Unternehmer lehnten eine 15prozentige Lohnerhöhung kategorisch ab und bewilligten nur eine außerordentliche Teuerungszulage von 1.25 Wochenlohn an Verheiratete und einen Wochenlohn an ledige Arbeiter. Die Vereinbarung ist nun am Mituvoch, den 16. Juli 1924 von den in Be tradht fommenden Drganisationen gefertigt wor den. Kneipen auf, sondern beeilen sich nach Hause, in wird telegraphiert, daß in einem dortigen Bio- ist schuldig, dem Kläger die Urlaubsgebühr für Deutschtum solcher Leute mur bis zur Tasche 20 Rinber niebergetreten. Aus Veracrus graphen bei einer nach einer Explosion zwei Urlaubstage binnen 14 Tagen bei Erefution des Film entstandenen Panit 20 Kinder nie- zu bezahlen. Gründe: Unbestritten ist, daß der der getreten und jerner 17 Kinder ver 1. Mai 1924 seinen 12tägigen Erholungsurlaub verläger auf dem Bihlschachte beschäftigt ist, am antrat, den Ersatz des Lohnes während des UrEin Ehepaar wegen 51 Morden angeklagt. laubes jedoch nur für 10 Tage erhielt. Der KläVor dem Warschauer Gericht wird in den ger nächsten Tagen eine sensationelle Gerichtsverhand- er jührt weiter aus, daß gemäß dem Gesetz vom lung gegen das Ehepaar 3boinsti stattfinden, 1. Juli 1921, Nr. 262 Slg., der Lohnersatz für welches angeklagt ist, 51 Personen ermordet jeden Tag des Erholungsurlaubes gebühre id be zu haben. Der Mörder 3boinsfi befannte fich antragt daher die Verurteilung der beklagten Bars zu allen Verbrechen und erklärte, daß die Initia tei zur Nachzahlung desselben für die zwei UrInitia- laubstage. tive zu diesen Verbrechen von seiner Frau laubstage. Die beklagte Partei beantragt die Abausgegangen fei. weisung der Klage mit der Begründung, daß an zwei Tagen während des Erholungsurlaubes des Klägers am Werf nicht gefördert wurde und für diese Tage der Lohnersatz dem Arbeiter nicht zu sicht. Gemäß§ 1 des Gesetzes vom 1. Juli 1921, Nr. 262 Elg., betreffend den bezahlten Erholungs urlaub beim Bergbau werden die in den Erholungsurlaub fallenden Sonn- und Feiertage in den Erholungsurlaub eingerechnet und bezahlt. Ges mäß§ 6 des gleichen Gesezes gebührt für jeden Urlaubstag dem Arbeiter außer allen üblichen Zulagen der Ersatz des Lohnes. Er ist natürlich unschuldig! Wie aus Berlin gemeldet wird, hat der ehemalige General der In fanterie Freiherr von der Golß, der in dem Prozesse gegen den Geschäftsführer des Luftfahrer dants Auffahrt genannt wurde, und den der Vorwärts" als Sch urte bezeichnete, weil er 32.000 Mark Tantiemen erhalten hat, gegen den derantwortlichen Redakteur des„ Borwäris" den Strafantrag gestellt. Freiherr von Golg will den Beweis antreten, daß er mit den Verfehlungen Auffahrts nichts zu tun habe. Das Munitionslager in der Privatwahnung. Die Polizei hat in einer Privatwohnung ein gros ßes Munitionslager sowie Magazine mit Explosivstoffen entdeckt. Das Material ſtammt von Diebstählen aus militärischen Magazinen. Ez wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Ein Tobesurteil in Paris. Der Räuber Mas rei, welcher einen amerikanischen Banfier in New York beraubt und ihn und seine Frau mit der Waffe bedroht hat, wurde vom Pariser Ein Bater, der die eigenen Kinder miß- Schwurgerichte zum Tode verurteilt. Die GejdyvoEin Vater, der die eigenen Kinder mißrenen haben erklärt, daß sie ein Gnadengesuch braucht und anstedt. In 3aim wurde ein befürworten werden. 44jähriger Mann verhaftet, weil er mit seinen Bom Bliß getötet. In Hangelsberg, einem vier Töchtern im Alter von 20, 17 16 und neun Berliner Ausflugsort an der Spree, schlug der Jahren geschlechtlich verkehrt und sie angesteckt Bliz in eine Gruppe von Badenden. Zwei hatte. Die vier Mädchen wurden ins Krankenhaus gebracht. Auch ein zweiter Fall wurde Frauen und zwei Mädchen wurden vom Blitz aufgedeckt. Ein Bater mißbrauchte fein sieben getroffen. Ein zwölffähriges Mädchen war sofort jähriges sind, das er gleichfalls austedte. Die tot, die drei anderen erlitten schwere Verlegungen. In Polizei ist weiteren Verbrechen dieser Art auf der Nähe wurden zwei weitere Kinder vom Blipschlag getroffen und ins Krankenhaus geder Spur. bracht. tausende Unsere Ausfuhr im ersten Halbjahre 1924. Nach den Ermittlungen des Statistischen StaatsEs ist daher nach Ansicht des Gerichtes ent- amtes erreichte die Ausfuhr im Juni den Wert scheidend, ob in einem bestimmten Falle die Feier- von 1327 gegen 1600 Millionen Kronen im Mai schichten in das nach§ 1 bes Urlaubsgefeßes bed. J. und gegen 1010 Millionen Kronen im Juni itiminte Ausmaß der Urlaubstage eingerechnet 1923. Im ersten Halbjahr des heurigen Jahres wurden oder nicht. Da in vorliegendem Falle haben wir waren im Werte von 7831 Millionen unbestritten ist, daß in den Erholungsurlaub deз tronen ausgeführt gegen 5612 Millionen Kronen Klägers zwei Feierschichten gefallen sind, gebührt im ersten Semester 1923, so daß heuer um rund demfelben gemäß§ 6 des erwähnten Gefeßes auch 2220 Millionen Kronen Waren mehr erportiert für diese der Ersaß des Lohnes. Der Klage war wurden als im Vorjahr. Im Monatsdurchschnitt wurden in den ersten sechs Monaten d. J. Waren aus diesem Grunde stattzugeben. im Werte von 1300 Millionen Kronen exportiert gegen rund 935 Millionen Stronen im Vorjahr. An der gesamten Ausfuhr im Juni im Werte von 1327 Millionen Kronen( 1192 Millionen Kilogramm und 500.000 Stück) partizipierte der Exparatur) mit 116 Millionen Kronen. Von der port aus dem freien Verkehr mit 1211 und der Export im Bormerkverkehr( Beredelung und ReParatur) mit 116 Millionen Kronen. Von der lionen Kilogramm und 3: 3 Millionen Stüd im gesamten Ausfuhr im ersten Halbjahr( 6208 MilWerte von 7831 Millionen Stronen) entfielen auf die Ausfuhr aus dem freien Verkehr 7308 und auf den Export im Vormerwerkehr 523 Millionen Kronen. Streit der Tongrubenarbeiter in Tscheskonip. Siedlungsunternehmen Neu- Karlsruhe. Wir Die luge Hausfran". In einem Stodhol Mittwoch, den 23. Juli find die Tongrubenarbeihaben seinerzeit von dem Debacle des badischen mer Blatt sind jetzt ein ganzes Jahr hindurchter der Tongrube„ Hohe Guck" in Ticheskonis in Siedlungsunternehmens Neu- Karlsruhe berichtet, Auffäße über Haushalts- und Erziehungsfragen er den Streif getreten. Seit 5 Jahren fämpfen diese auswandern lassen wollte, ohne für den Sied haltenden Form das Entzücken der Leserinnen des nis, welches von den Tongubenbesißern in Eger von Süddeutschen nach Uruguay schienen, die wegen ihrer Sachkundschaft und unter- Tongrubenarbeiter um ein vertragliches Verhält lungsplan reelle Grundlagen zu befißen. Nur ge- Blattes bildeten. Die Auffäße waren unterzeichnet immer abgelehnt wurde, angeblich wegen„ Unrenringen Teilen dieser Auswanderer die bedenken- mrit Ann- Mari Lundberg, und Frau tabilität" dieser Grube. Die Unrentabilität halos nach Südamerika geschickt wurden, ist es ge- Lundberg wurde bald mit Briefen von Frauen und ben die Tongrubenbesitzer immer vorgeschüßt, aber at bin die der glückt, drüben festen Fuß zu fassen. So ist eine Fräuleins überhäuft, die mit diesem Stolz ihres die hohen Gewinste haben sie Jahr für Jahr see dieser glücklichen Auswanderergruppen auf den Geschlechts, dieser flügten aller Frauen, persönlich lenvergnügt eingeheimst. Durch fünf Jahre wurLändereien der Liebiggesellschaft in der Provinz zusammentreffen wollten. Die Redaktion hatte den diese Grubensflaven, die vierzig Meter unter Corrientes, Argentinien, eingetroffen, um dort ihren guten Grund, dass Inkognito von Frau der Erde Ton graben mußten, ausgebeutet. Ihr auf genossenschaftlicher Grundlage ihren Sied Lundberg nicht zu lüften: bald schrieb sie, daß die Leben und ihre Gesundheit mußten diese Arbeiter lungsplan durchzuführen. Die Liebiggesellschaft Verfasserit im Ausland weile, bald, sie wolle wicht auss Spiel seßen, um die Taschen dieser Tonſtellt einen kapitalkräftigen Konzern dar, der zur in die Oeffentlichkeit treten. Aber je unzugang grubenbesißer füllen zu helfen. Bei zwanzig ArUeberwindung der ersten Schwierigkeiten die tichete Frau Lundberg war, desto eifriger wurden beitern wurden drei Aufseher angestellt, die Depositenbank wurde der Beschluß gefaßt, sämt Hand bietet. Diese Gesellschaft besitzt in den ihre Leserinnen, und als sie schließlich gar aufgebefißt aufgedie Provinzen Corrientes und Misiones größere fordert wurde, einen öffentlichen Vortrag zu hal- die Arbeiter antreiben mußten. Diese Verhältliche Angestellte unter Einhaltung der gesetzlichen, Ländereien, von denen sie einen Teil für die Ausiedlung der Badener Gruppe zu einem günstigen Preis zur Verfügung stellt. Das Kapital zum Anlauf des Landes liefert die Nationale Hypothekenbank, die erst auf den Schäßungswert zu 80 Prozent verleiht, sowie die Liebiggesellschaft selbst, da den Ansiedlern Lebensmittel und Gerätten, gab sie das Spiel verloren, gab sich ihren Le ferinnen zu erkennen und entpuppte sich als ein Mann. Der Verfasser, der so gut in allen weib. lichen Kunsten Bescheid wußte, war der Journalin Sten Granlund, der in der literarischen Welt auch als Lyriker geschäyt ist. Ein' männerloses Hotel. In New York ist Da ihre neuerliche Forderung, ein vertragliches nisse konnten die Arbeiter nicht länger ertragen. Verhältnis abzuschließen, wieder abgelehnt wurde traten sie in den Streif. Solange der Streit dauert, ist zuzug auf der Tongrube in Tschestoniy strenge fernzuhalten. Die Barteiblätter werden um Abdruck nebeten. Die Folgen des Zusammenbruchs der Depofitenbank. In einer Mittwoch abgehaltenen Sizung des Verwaltungsrates der allgemeinen Aufrechterhaltung der Abfertigungsansprüche bzw. vertraglichen Kündigungsfrist und unter vorsichtshalber zu fündigen, um den Termin nicht zu verabfäumen. Das Verlangen des Be triebsrates, bei Fortbestand des Institutes, abgesehen von Personen in führender Stellung, alle bisherigen Angestellten weiter zu beschäftigen, schaften für die nächste Zeit zur Verfügung ge- vor kurzem das erste, für alleinstehende Dennen be- deutschnationale Fabrikanten im Kampie stehen. det anerkannt und eine Einigung darüber erzielt, Wenn deutschnationale Angestellte gegen wurde von der Verwaltung als durchaus begrünstellt werden müssen. Als Wohnung dienen vor: stimmte Hotel eröffnet worden, das den Bewohne- Am 15. Juli 1. J. traten die im Werkmeister daß eine paritätische Entscheidung über die läufig bis zum Bau eigener Wohnhäuser zwei rinnen das Höchstmaß von Sicherheit verbürgen Eisenbahnwagen sowie Zelte, die gegen soll. Satzungsgemäß ist den Männern das Betre- verein Reichenberg organisierten Meister und im Dienste zu belassenden Angestellten gefällt geringes Entgelt von der Bahngesellschaft gestellt ten der Etagen untersagt, und ebensowenig Vorarbeiter in Westschlesien und Nordmähren werden wird. werden. Die Bahngesellschaft hat sich bereit er- dürfen sie sich in den Gesellschafts- und Versamm in den Ausstand, um den Abschluß eines Kollet- Die Industriekrise in Polen. Die polnische tlärt, auf alles Wiaterial für die neue Kolonic lungsräumen aufhalten; nur wenn ein Herr von tivvertrages zu erreichen. Die Verhandlungen Induſtriekrise tritt augenblicklich scharf im Becine Frachtvergünstigung von 50 Prozent zu ge- einer Dame eingeladen wird, darf er die Räume wurden in Mähr.- Schönberg geführt, doch gelang 3rk Bialystok in Erscheinung. Mehrere Textil währen, die andere Hälfte bezahlt die Regierung, bes Hotelrestaurants betreten, während alle ande- es den einzelnen Induſtriellen, Streikbrecher auf- fabriten in der Umgegend von Bialystok, die bisso daß den Kolonisten aus dem Transport ihrer ren Besucher in der Hotelhalle warten dürfen, wo zutreiben, so daß der Streit zusammenbrach; her Militäraufträge hatten, werden schließen müßBedarfsartikel auf mehrere Jahre hinaus keine fie unter der strengen Aufsicht des Direktors blei auch in Freiwaldau, wo die Meister der bekann sen, falls diese Bestellungen nicht erneuert werUnkosten erwachsen sollen. Der Anfauf der Ge- ben. Durchreisende Fremde und Neugierige, die ten Scharfmacherfirma Regenhart im Streife den. Die Exportaussichten sind wegen der italienirätschaften wird nach Feststellung der Bedürfnisse das eigenartige Etablissement besichtigen wollen, ſtanden. Als diese nämlich erfuhren, daß in schen und tschechoslowakischen Konturrenz gering, an Ort und Stelle durch Vermittlung eines Stu- müssen sich mit einem Einblick durch die Glasfen- Schönberg, Liebau und Hohenstadt gearbeitet zumal die früheren, namentlich die russische ratoriums besorgt. Das Land wird je nach ster des Parterres begnügen, wo sie nichts weiter werde, suchten sie die Wiederaufnahme der Ar- Märkte zurzeit ausgeschaltet sind. Infolge der Qualität in Losen von 40 und 100 hektaren ver- fchen als eine Reihe von bequemen Klubfesseln, beit zu erreichen. Allein die Firma Regenhart, Geldknappheit sehen sich die Fabriken dauernd zu teilt und den einzelnen Familien zur Bearbeitung für die Wartenden bestimmt, die eine der im Hotel die in Mähr.- Schönberg versprochen hatte, den bedeutenden Reduktionen der Preise gezwungen. üvergeben. Der Rest wird neuen Einwanderern wohnende Damen besuchen. Das starle Geschlecht Eintritt so zu ermöglichen, daß kein Stachel zu- Die Arbeiter werden teilweise in Waren entlohnt. vorbehalten und zunächst gemeinschaftlich bear- wird ausschließlich von dem Direktor und dem rückbleibe", verlangte in Ausnügung der Für Polnisch- Oberschlesien hat das Arbeitsminibeitet. Falls ein stolonist das Land nach einiger Staffierer vertreten; das gesamte übrige Personal Situation bedingungslose Bitte umſterium 1.750.000 Zloty zur Verfügung gestellt, Zeit aufzugeben wünscht, werden ihm die Ver- setzt sich aus Frauen zusammen, angefangen von Aufnahme in die Arbeit. Als auch dies die zur Entspannung der Lage aber nicht ausreibesserungen vergütet und das Land fällt an die ber Stikfelpuhenin, bis zur Leiterin des Restau- unter dem Drucke geschehen war, wurden die chen. Die Woiwodschaften stellen aus ihrem BudGenossenschaft zurück, so daß Bodenfpekulation ver- raints. Haupträdelsführer und diejenigen, die man als get Strebite zur Verfügung, um Straßen, Wege mieden wird. Der Vorteil der Gesellschaft wird solche ansah, gekündigt. Darunter der Ob- und kleinere Arbeitshäuser von den Arbeitslosen und Beamten und die Vertrauensmänner der Aussperrung in der dänischen Eisenindustric. einzelnen Abteilungen. So steht die Angelegen heit heute und die organisierten Meister und Der Arbeitgeberverband der Eisenindustrie hat Vorarbeiter fönnten, wenn sie wollen, noch dar- die Arbeiter als Antwort auf die gestellten Lohnüber entscheiden, ob sie sich die Maßregelung forderungen ausgesperrt. Die Aussperrung titt am ihrer Vertrauensleute widerspruchslos gefallen Montag abend in Kraft und trifft 11.000 Arbeiter. in der Valorisierung der Nachbarländereien be- Humor. incingefallen.) Junger Ehemann des Betriebsausschusses der Angestellten bauen zu lassen. stehen, die sich von selbst einstellt, sobald die neue( mann:„ Leb wchl, mein Schat! Und sollte ich deutsche Kolonic Erfolg hat. heut' abend verhindert sein, pünktlich zu fommen, so schicke ich dir einen Brief..." Gattin: Lie ber Mann, das ist gar nicht nötig, den habe ich mir cuets fix und fertig aus deiner Rodtasche genommen." Schwere Unwetterschäden in der Pfalz. Die Ichter Tage über die Pfalz niedergegangenen Gewitter haben in manchen Gegenden großen Schaden angerichtet, vor allem, da die Gewitter Seite 6. Mitteilungen aus dem Bublikum. ALLE TRAGEN Berle GUMMIABSATZE! 25. Juli 1924. Dr. K. E. Spielplan der Alchnen Bühne. Gastspiel des Wiener Medernen Theaters heute und Sonntag maison Grünewald"; Samstag„ B. G. B. 1312" $ drängte nach dem Neuen, aber der Geist lag soll den Frühling feiern und den Sommer, aus gut verwendbar waren, uns verlassen, läßt toch, im Banne der alten Vorurteile und es wurde den Herbst und den Winter, er soll sie drau- sich ermessen, wie schwierig es sein wird, die gäh den verbrecherischen Machthabern nicht schover, Ben in der geliebten Natur feiern, die grausamt sich nenden Lüden in unserem Ensemble vollivertig mit Hilfe dieser überlebten Vorurteile, der zeigt nur der Unvernunft, aber bunt und milde auszufüllen. Die Direktion hätte wenigstens in Ideale" des Nationalismus und der Neligion, dem Menschen, der durch Vernunft sie meistert. einzelnen Fällen den Versuch machen müssen, diese Die gewaltige Armee der Geknechteten und Be- Und vielleicht einmal noch wagen wir es fcheidenden Künstler; an Brag i fesseln. trogenen zu entzweien und zu zersplittern. Und nicht zu hoffen wenn die Gegensätze in den doch, die Scharen, die unserer Idee treugeblieben Reihen des Proletariats überwunden sein wer Spielplan des Rein Deutschen Theaters. find, die Kerntruppen des Sozialismus, sie sind den, werden wir jenen Tag der Versöhnung und heute Die blaue Mja us" mit Richard Rotroy alledem stark genug, viel mächtiger als vor Vereinigung feiern, der die feindlichen Brüder manowsky; Samstag Rigoletto", Gastspiel dent Kriege und, wenn wir die feindliche Festung wieder in eine machtvolle Phalang zusammenseo Jlari; Sonntag Schlußvorstellung„ Der se. auch nicht überrumpeln konnten, ihre endliche schweißt, vor deren Ansturm es feinen Widerstand dige Schwiegerjohn". mehr geben wird. Jetzt aber kommen wir zu Eroberung scheint uns gewiß! Eines aber sehn wir heute, nach jenem er- den schwierigen, zu den praktischen Fragen. ſten großen Gefecht der Bann der alten Vor- Wann sollen wir die Feste begehen, wie sollen urteile, in denen die Massen leben, muß gebro- wir sie feiern? Solange wir noch die Partei der chen werden, wenn wir siegen wollen. Wir ha- Rechtlosen sind, solange unsere Macht zu flein ist, ben die Macht der Kirche unterschäßt, die in die Privilegien der Kirche zu zertrümmern, so= Die Einmache oder Einsiedezeit ist da. Obst- jenem gewaltigen Ringen wie stets vorher, als lange werden wohl unsere Feste an Sonntagen Aus der Partei. und Beeren Früchte werden von der Hausfrau für getreuer Helfer an die Seite der Mächtigen trat. gefeiert werden müssen, da uns die Gewalt der den Winterbedarf eingekocht. Da wird der Viel Durch tausend Kanäle wissen ihre Diener die bürgerlichen Ordnung am Wochentage zum Ver= Prebsrg. Samstag, den 26. Juli 1924, abends beschäftigten gerade zur rechten Zeit ein Präparat einschläfernden Gifte der Ueberlieferung und der dienen zwingt. Aber unser Ziel muß es sein, un- halb 6 Uhr, findet unter freiem Himmel auf dent geboten, weldes das einfachste, billigste und troßdem Gewohnheit in die Gehirne zu leiten und den re- fere Feſte an die Stelle der firchlichen Feiertage Plage vor dem Primatialpalais eine Bersammlung ausgezeichnetste Verfahren zum Saltbarmachen er- volutionären Glan der Geister zu betäuben. Wir zu setzen, die ihren Sinn für den Menschen der der Preßburger Arbeiterschaft gegen den Militaris. möglicht, nämlich Detters Einsiedehilfe( Eingetrage- alle, die wir uns Sozialisten nennen, denken Neuzeit längst verloren haben. Wie heute schon mus und gegen den Krieg statt. Referent: Dr. 1 Bädchen à 60 Heller verhütet vielleicht revolutionär, aber wir leben in der erste Mai, werden einst unsere Feste Feiertage Strauß aus Prag. nes Wortzeichen). das Verderben von 5 Kilogramm eingemachten Traditionen. Nach dem Gebot der Kirche der ganzen Menschheit sein, bunte Kränze auf dent Früchten, Gelees, Marmeladen, Fruchtsäften, Gurfen feiern wir den Sonntag, Weihnachten, Ostern. Haupte des jungen Menschheitstörpers.- Wie und dergl. und verhindert jegliche Schimmelbildung. Und haben doch unsere eigene Religion, die sollen wir unsere Feste feiern? Nicht roh und Wer von den Leserinnen dieser Zeitung fich dafür mur nüchtern nennt, wer sie nicht fennt, ein lärmend, nicht durch Rausch und Rauch, sondern interessiert, erhält von Dr. A. Detter, Brünn, eine leuchtendes, herrliches Ideal, wenn es auch er- durch edle Sinnenfreude und durch Naturgenus. Anzahl ausprobierter Rezepte zum Einsieden gra- reichbar ist und von dieser Welt. Unfern durch begeisterte Singebung an die Schönheit der tis und franko zugesandt. Glauben daran, daß die Erde zu einem Garten Kunst und die Gewalt der Wissenschaft. Wenn werden kann, der allen reichlich spendet, wenn wir auch die Religion bekämpfen, die Bege is vernünftig gewirtschaftet und gerecht verteilt ft erung brauchen wir, um eine Welt zu zerstöwird. Daß Krankheit und Krieg, Not und Glend, ren und eine neue aufzubauen. Unsere Führer diese feindlichen Gewalten, von der sozialistischen in der Internationale aber, auf deren Wort das Gesellschaft gebannt und in Fesseln geschlagen Proletar at der ganzen Welt lauscht, bitten wir, werden fönnen. Daß der Kampf aller gegen alle die Frage zu erwägen, ob es nicht möglich wäre, ersetzt werden kann durch die allgemeine gegen durch gemeinsame Feste das internationale Band seitige Hilfe. ebenso zu festigen wie durch gemeinsame Stämpfe. ( 2809) Und der Sozialismus, der dieses herrliche Ideal im Herzen trägt, der auf eine ruhmvolle, fiegreiche Geschichte zurückblickt, der Sozialismus follte uns nicht unsere eigenen Feste geben können? Eines hat er uns schon ge schenkt, den Tag, an dem unsere Macht alle Rä der still stehen ließ, an dem die ganze Welt sich vor der Arbeit neigt, unsern herrlichen, ju # bebuden ersten Mai! Und wieder wird zum Hugo Jltis. Kunst und Wiſſen. Turnen und Sport. Turner- Samariterkolonne 2/ V. Samstag, den 26. Juli, um halb 6 Uhr abends, haben alle Sama. riter und Samariterinnen der Kolonne in voller Marschabjustierung mit Ausrüstung in der Stapellengajse in Teplit gestellt zu sein, zweds Einteilung des Dienstes bei der Kundgebung gegen den Strieg. Begirls- Samaxktorkonferenz. Sonntag, den 27. Juli vormittags 9 Uhr im Gasthaus Hermannss Jeder Verein yof" in Teplit, Grünzingpajje. muß vertreten sein. Die Obmänner sind hiefür verantwortlich. Turner- Samariterkolonne V.( 5. Kreis). Zur Meine Chronit. Desinfektionsmittel. voiledende Krankheiten werden durch sehr Kleine Lebowejen( Mikroorganismen) hervorgebracht, die größtenteils zum Panzenreich gehören Werbesdefatte zum Bundestuenfest am 3. Auguft. und die oft einen Durchmesser von noch weniger Die Samariter der Vereine des 2. Bezirkes habent als einem Tausendstel Millimeter haben. Nicht folgenden Dienst: Soboch leben je ein Mann alle Mikroorganismen sind schädlich, mandye sind Russisches Monument Priesten, Schuie Sobochleben, jogar für das Bestchen des Menschen notwendig Blauer Stern, Sobochleben und Eisenbahnbrüde; Die als Krankheitserreger wirkenden Mikroorga= wen:„ Bürge 3: 8 Gefeß§ 1312" von D. E. Marschen beim Bruch Modlan einen Mann; Ensembastspiel des Modernen Theaters in Hohenstein bei Doblhoffschacht ein Wann; nismen nehmen stets ihren Ausgang von franten cije. Teine Bühne.) Wir saben wieder Soborten beim Antonichof und in Neuhof je Menschen oder franken Tieren. Die Verbreitung von Krankheitserregern fann noch erfolgen, wenn einmal gutes Theater" im wahren Sinne des einen Mann; Turn je einen Mann bei Mauthber Stranke bereits wieder genesen ist. Menschen sich in wenigen Tagen das Proletariat der gan: und Tiere fönnen als Bazillenträger wirken, indem zen Welt zu einer Feier rüsten, zu feiner jubeln Wortes, d. h. nicht etwa fünstlerisch hohe Werte häuschen Hauptstraße, katholische Kirche, Brauhaus, fie Aranfheitsfeime aufnehmen und sie, ohne selbst den freilich, zu einer düstern, schweren Toten- bieter, aber eine sauber gespielte Satire auf Restaurant Union; Teplit je einen Mann Ede fie Aranfheitsfeime aufnehmen und sie, ohne ſelbſt lage- sunt zehntenmal jährt sich der Tag, an moral". Dabei hat das Hessesche Stück seinen Jägerzeile Alleegaffe; reinaugezd je einen unsere Seit, auf alte Moral" und„ neue Un Bahnhofstraße- Graupnergasse, Marktplay, Ede zu erkranten, auf andere Menschen übertragen. Tie Zuspoke der Desinfektion ist es, die dem der Imperialismus das schrecklichste Ber- erfen Krankheitserreger rajch und sicher zu vernichten, brechen an der Menschheit begangen, an dem das erste geistigen Urheber nicht diesseits des Rheins, Manu: Bezirkskrankenhaus, Drisplay, Settens, aber auch der Schuß französischer Pifanterie hat Sportplay Setten;; Hundorf je einen Mann ohne einen sonstigen Schaden anzurichten. Zur große Morden begonnen hat. Ein internatio dom nicht unwißigen Dialog, der seine besten zwischen Settenger Sportplay und Kaiserhöhe. Dieje raschen Vernichtung der Strankheitserreger ist naler Welttrauertag soll der 27. Inli Feinheiten aus dem Gegensaße deutscher Gelehr- Einteilung muß von allen Vereinen eingehalten dje regelmäßige Desinfektion im Strankenzimmer für das Proletariat sein und bleiben und als tenwisser schaftlichkeit und underblümter fosmopo- werden. Die Samariter müssen pünktlich zur Stelle notwendig, um die Verbreitung der Reime mög solcher solange und jedes Jahr gefeiert werden, litischer atürlichkeit zicht, nicht geschadet. Den fein. Alle Unfälle müssen sofort dem Hilfsplableiter, & lidſt zu verhindern. Neben den allgemeinen fani bis einst in der neuen fozialistischen Gesellschaft Stoff des satirischen Lustspieles, in dem allerdings welcher die Stafette per Auto begleitet, gemelbet tären Maßnahmen bedienen wir uns zur sicheren der Weltfriede verbürgt und aus dem Kriegs die Satire den Humor start verdrängt, zicht Heffe werden. Also Meldung sofort beim Bajsieren des Vernichtung der Krankheitskeme hauptsächlich gedenktag der Weltfriedenstag ge- wie seine französischen Vorbilder aus einem Läufers schreiben und den Zettel zur Abgabe bercit chemischer Mittel. Diese chemischen Mittel müssen worden ist. Ausgerüttelt follen am 27. Juli alle Paragraphen des B.-G.B., der besont, daß man halten. sich der Lebens- und Widerstandsfähigkeit der mi jener werden, die den Weitfrieg erlebten, erschüt die Fran, anit der man die Ehe gebrochen hat, Froorganismen anpassen. Die durch die einzelnen tert sollen die Jungen, an denen seine Lerden falls das Faktum als Scheidungspund angeführt Bundesstafette am Sonntag den 3. Auguft haben Progrganiemen anpassen, Dorben mitcin- flið, Desinfektionsmittel angewandten Vernichtungs- vorübergingen, in den heiligen Schwur mitein wird, nicht heiraten kann. Aus diesem Grunde die Bezirks- Sameriterkolonnen wie folgt die Mannmethoden sind verschieden. Die alt milch, stimmen: Nie wieder Krieg!- Aber un- ist der gute Professor Gotthilf Pergamenter, um schaft zu stellen: Kolonne 6/ V( 6. Bezirk) von eines der besten und billigsten Desinfektionsmittel, sere Internationale, die den 27. Juli zum Welt- aus seiner Egehölle zu entrinnen und in einen Straußnitz bis Rongstod, Kolonne 1/ V( 1. Bewirkt tötend auf die Bakterien, indem sie deren trauertag machen kann, hat es in der Hand, neuen Ehehimanel mit einer so professorenhaft zirt) von Rongstock bis Priesten, Kolonne 2/ V Beiber mit einer Struſte ſeinster Stalltörnchen um- dem Proletariat der Welt auch seine Freuden heimlich geliebten jungen Aerztin zu gelangen, ge-( 2. Bezirk) von Prieſten bis Setten;( Kaiserhöhe) ſhe ſchließlich ersticht. Sublimat verwandelt den tage zu schenken. Die Idee der Kinder zwingen, den Ehebruch mit einer dritten zu bekolonne 7/ V( 7. Bezirk) von Settenz( StaiserEiweißgehalt, auch der lebenden Bakterien, in eine freunde wirbt in der Welt für sich. Ein chen, die sich ihm in seiner modernst denkenden höhe) bis Franzschacht bei Langugeit, sotonne unfösliche Verbindung von Quecksilber und Ei Festtag der Proletarierkinder im Benfionärin wider Erwarten schnell- selbst 4/ V( 4. Bezirk) von Franzschacht bis Tschauschweiß und vernichtet dadurch die Krankheitserreger. Jahr, ein internationaler Freund bietet. Daß diese dritte so gar feine weiteren Triebschit, Kolonne 8/ V( 8. Bezirt) von TriebDie wichtigste Gruppe der Desinfektionsmittel fchaftstag", an dem die Kinder der Armen Anschderungen an alle Beteiligten stellt, löst das schis bis Stadtgrenze Görkau, Kolonne 3/ V( 3. bezeichnet man ais Batteriengifte. Sie wirken, von den Reichen beneidet werden sollen, ein ju- juristisch- dramatische Rechenexempel glatt und Bezirk) von Görlau bis Tschiruit. Dort übernimmt auch in kleinster Menge, abtötend auf die Bakte- belnder Sonnentag im Juni oder Juli, der die schmerzlos. Durch den kurz frizzierten Stoff der 6. Kreis den Dienst. Alle Bezirks- Sanitätsrien, ohne daß bisher exakt erforscht ist, wie diese Proletarierfinder aller Länder vereinigt, damit wäre die obige Gesamtkritik:„ Gutes Theater" nur leiter haben am Sonntag, den 27. Juli Bezirks. Wirkung eintritt. Als Bakteriengifte werden in sie die siegende Kraft der Idee anfeuernd spüren, zum kleineren Teil begründet; den größeren Teil samariterkonferenzen einzuberufen mit der Tageserster Linie Teerdestillate, die Phenole und Stre- der sie einmal hre Seräfte widmen wollen. Und am Erfolge hat das sorgfältige, bis ins Kleinste ordnung: Bundesstafette, Bundessest Karlsbad, Sasole, angewendet. Das Pheno!, die Karbolsäure, dann der internationale Festtag der ausgefekte Zusammenspiel des„ Modernen Thoa- mariterangelegenheiten. Auf diesen Konferenzen ist hat in der modernen Desinfektion nicht mehr die Jugend weihe, der sozialistischen Firmung. ters", die durchwegs gelungene Besetzung jeder der Samariterdienst der betreffenden Bezirke derfrühere Vedeunang. Es wurde verdrängt durch die der Festtag des Gelübdes, wie würde er die her- Holle, das Aufgehen des einzelnen in der Gesamt- art genau einzuteilen, daß unbedingt keine Lüde Stresole, die ebenfalls ein Produkt des Steinkohlen- anwachsenden Kinder, die an diesem Tage zum wirkung. Einigermaßen ungünstig war nur die entsteht.- Alle Bezirke haben sofort an den Kreis. teers darstellen. Die Strejole find wirkjanter erstenmal den Ehrentitel„ Genosse" empfangen mastierung der beiden Professoren, der Herren Samariterleites namentlich alle Samariter und gegenüber den Valterien, dabei wenig giftig und würden, Legeistern fönnen, wenn sie wüßten. daß Jensen und Schreder, die wir uns doch Samariterinnen zu melden, welche am Bundesturn. billiger als Karbolsäure. Das erste in den Han am gleichen Tage in der ganzen Welt, überall gerblicher vorgestellt hätten. Herr Jensen gefiel fest Dienst verschen. del gebrachte Kreiplpräparat war das Strcolin, das wo Menschen wohnen, Tausende und Abertau- durch seine tredene, fonsequent festgehaltene Chainzwischen überheit ist durch das noch wirksamere sende junger Kämpfer in das große Heer, in die' rakteriſtik des nach Freiheit lechzenden Professors; Enfol. Die belawateſten Lysolpräparate sind: Sa Armec des Sozialismus eingereiht werden. Und Frl. Alice La ch gab die fleine, das Deutsche rade. prol, Eresolsaponat und Stresolin. Diese Desin- später dann, wenn unser Parteibildungswesen brechende„ Unmoralische“ entzückend natürlich; ſie fektionsmittel sind alfe von sehr großer Wirkung, ausgebaut sein wird, wenn jedes Jahr aus den ist eine wertvolle schauspielerische Individualität. verbreiten indeffen lange Zeit einen durchdrin- Parteischulen die jungen Funktionäre, unsere Die andern Darsteller: die Damen Sering, genden, unangenehmen Geruch, der ihre Anwen kommenden Führer, ausgemustert werden auch Fischer und Hirth, die Herren Schreder Dung erschwert. Das Streben nach Beseitigung dann würde ein gemeinsamer Festtag, der Tag und Bchal mögen sich mit einer Gesamtanerken dieses Nachteiles führte zur Entdeckung einer fast der Führerwe i he, wie ein mächtiger Puls- nung bescheiden Dr. K. E. geruchlosen Verbindung der Stresole mit Chlor, die schlag den Körper der internationalen Partei beSchende räfte unseres Schauspieles. Der die Grundlage zu einem Teil der besten modernen leben und in den Herzen der kommenden Pric- Schluß der heurigen Spielsaison bringt leider Desinfektionsmittel bildet. Grote, Phobrol and ster unserer Idee die helle Begeisterung auslösen durchgreifende Veränderungen in dem Ensemble Bagrotan beruhen auf dieser Verbindung, die unserer deutschen Sprechbühnen mit sich; es schei einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den frühe- Wenn wir Sozialisten keinen Bersonen Stüßen des Schau- und Lustspieles gehört haben den darunter Sträfte von uns, die zu den besten Café Continental, prag- Graben uitus treiben, so heißt das nicht, daß wir der und nicht leicht von der Direktion werden durch Goldenes Kreuzel, Brag- Netazanta. Dankbarkeit vergessen. Wir wollen einen Festtag feiern, an dem wir un- caster Stelle steht hier Richard Romanowsky, cine gleichwertige Kraft ersetzt werden können. An Bon sozialistischen Feiertagen. ferer großen Toten gedenken, aber ber an die Wiener stammerspiele engagiert ist. Gastwirtschaft Deutsches Vereinshans ren Desinfektionsmitteln darstellt. fönnen, Zusammenbruch", dem„ Umschung" dem Tage gemeinſam unſerer großen Führer getrich, Gestalten von bezwingender Komik gefa -auch der zahllosen Kämpfer, die ruhmlos am Wege Er hat in seinem nicht allzugroßen Fache der bes Wir glaubien dem Ziele nah zu sein und sterben, der unbekannten Soldaten" der Revo- trogenen Ehemänner, der ältlichen Bonvivants, der sehn uns heute weit davon. Damals, nach dem lution. In der ganzen Welt wollen wir an diesem unbegehrten Junggesellen neit einem JohannisSieg"- oder wie immer die Perspettive ge denken, an jedem Drte aber derjenigen, die fen, die ihm einen bedeutenden Ruf und wirkliche wesen sein mag, aus der die Völker das erschüt im Dienste der Partei der Heimat gefämpft Beliebtheit in allen Streifen der Prager Theaterternde Geschehen und Erwachen erlebten da- und gelitten haben. Ein jeder Genosse soll wissen, besucher auch für die Zukunft sichern. Eben so mals fühlten es die Millionen urgewaltig, daß daß seine Arbeit, wenn sie sich auch im kleinen sehr ist der Abgang unserer jugendlichen Heldin die verbrecherische Gesellschaftsordnung beseitigt Streise auswirkte, unvergessen bleiben und daß Frl. Sonit Rainer, die an das Berliner Staatswerden müsse, die so viel Elend herbeigeführt hat, sein Name an unserm Totenfest tag, an un- theater abgeht, zu bedauern. Die von ihr hier zum damals strömten sie zu uns, die Gläubigen, die serm sozialistischen Allerseelentag noch lang nach erstenmal gespielten Frauengestalten( Möll, Apodas große Wunder von uns erwarteten. Aber seinem Tode rühmend bewahrt werden wird.- stelspiel; Tagore, Amal; Werfel, Schweiger; Ibsen, the Glauben war nicht stark genug und die Gin- Wir wollen unfere internationale März Solveigh) bleiben in dauernder Erinnerung. icht fehlte ihnen, wie groß die uns gestellte Auf- feier begehen, den Tag der Freiheit und der Wenn wir ferner erwähnen, daß auch Herr Wenzel gabe war, wie gewaltig die Schivierigkeiten, Boffnung. Und der Sozialismus, der eine Re- Hoffmann und Herr Hans Helmuth Soch, die wie lang der Weg. Der Wilte der Wassen ligion der Freude und der Lebensbejahung ist, sowohl sin klassischen, wie modernen Dramen überHerausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm tehner. Druck: Deutsche Zeitungs- A.- G, Prag Für den Druck verantwortlich: D Bolik. Bo verkehren wir? Prag, Smečky 22( Urania). Gastwirtschaft Täglich. 1000 „ Lidový dům“ PRAG II., Hybernská der Genossenschaft„ Ganymed" Konzert Nr. 1. Café Nizza 99 Kgl. Weinberge, Jungmannstraße 27. Unser Stammlokal.