Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, D., Havličano m. 32. JES Παρέ ation: 6797. Poftfahedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlas. 4. Jahrgang. Dem Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republik. Samstag, 26. Juli 1924. Gedenten der Opfer des Weltkrieg s. rannt, die Internationale vom Ansturm so wohl der Hezze als auch der falschen Begeisterung in Trümmer gelegt. Bezugs- Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich... 48.halbjährig 96.ganzjährig.. 192.Rüdftellung von MannStripten erfolgt nur bei EinSendung der Refourmarten. Erscheint mit Ausnahme Des Montag täglich früb. Nr. 176. 1920-1924. Herr Kreibich, wann haben sie die Arbeiter zum Narren gehalten? Der unaufhaltsame politische und moralische Verfall der kommunistischen Richtung kommt anläßlich der Antikriegskundgebungen der im Leben Schiffbruch erlitt, dann verbittert in frassester Form zum Ausdruck. Wie einer, in ein müßiges Krafehlertum verfällt und den anderen zur Last wird, beschränken sich die Weltrevolutionäre von Anno dazumal ſeit geraumer Zeit darauf, die Sozialdemokratie anzustänkern, so oft sie zum Kampf gegen die bürgerliche Welt antritt. Unseren Stampfruf, Strieg dem Kriege!" beantworten fie mit der Parole Krieg der Sozialdemofratie"; unserer Sorge:„ Wie verhindern wir fünftige Massen. In tiefstem Schmerze, zitterndes Wch in nebeln, das grauenhafte Ereignis, das sich der Seele, treten wir heute zu den Gräbern doch mit blutigem Griffel in alle Herzen und der Millionen. Zu namenlosem Leiden krampft Hirne gegraben hatte, vergessen zu machen und sich an diesem Tage, da sich der Beginn des Doch nicht gelang es den kapitaliſtiſchfurchtbarsten Mordens zum zehnten Male nationalistischen Mächten, die gelähmte inter unseren eigenen Reihen fanden sich Leicht traurig zu fagen an diesem Tage in jährt, unser Herz zusammen, und ehe wir noch nationale Idee leblos zu machen. Wie auch sinnige und Toren, die die einige Masse zervermögen, Blick und Stimme zu erheben, auf berghoch aufgepeitschtem Meere, wenn Hüfteten und die heute abseits stehen, uns im senten sich unsere Häupter und Fahnen zur Sturm, Wogengang und finstere Nacht Sicht Kampfe gegen die stärkere Macht behindern. Erde und die Träne quillt für die Sefatom- und Rettung zu verhindern drohen, das Licht Das ist, wie gesagt, tieftraurig. Doch über sie ben von Opfern, die dem arbeitenden Wolfe, des Leuchtturms nicht verlöscht und sein Fun wird die Geschichte richten. Wir aber gehen die der Menschheit aus verbrecherischem Wahn ten und Strahlen den Todbedrohten den Weg unseren Weg, den man wohl verzögern, nieabgezwungen wurden. Sie, die da liegen in zeigt, so erhob sich auch vom ersten Tag an, mals aber aufhalten kann, festen Schrittes den Steppen und Sümpfen des Nordens, in da das Chaos entfesselt war, den Lichtjuchen weiter nach vorwärts. Aus Millionen Gehirnen den Gefilden Frankreichs und in den Bergen den der Hoffnungsschimmer des sozialistischen, find Leidenschaft, Empörung und stahlharter und Tälern der Alpen und des Karsts, sie internationalen Gedankens. Und je furcht- Wille gegen das Verbrechen des Völkermords fönnen unsere Klage nicht hören. Aber wir barer die Wellen von Mord und Blut stiegen, nie mehr zu bannen. Die Jungen unter uns, schlächtereien?" stellen sie die Erwägung schwören bei ihren toten, zerrissenen Leibern, daß sie ihren Tod nicht umsonst starben, daß wir ihrer nie, niemals vergessen, und daß wir ihren Opfertod durch unbeirrbaren Kampf fühnen wollen, der den Geschlechtern nach ihnen statt blutigen Mords lichtvolles Leben bringen wird. Mit gesenkten Fahnen, gramvollen Herzens, wenden wir uns auch zu jenen anderen Opfern des Weltkrieges, die er vor der Nacht des Todes zwar verschonte, die er aber auch zu Millionen, in übermenschlichem Leiden zu Märtyrern machte: in Mitleid und Liebe gilt unser Wort den Ungezählten, deren Leib oder Geist Sugeln und Granaten, Krankheit und Siechtum schändeten, den Ungezählten, die im Wüten und Donnern der Kanonen oder in der martervollen Hölle daheim ihre Gesundheit auf dem verhaßten Altar des Kapitalismus und Imperialismus opfern mußten. Erschüttert stehen wir vor der unermeßlichen Qual der Mütter, die Tag für Tag, Nacht für Nacht um ihre Söhne bangten und sie nicht mehr sahen, vor dem Dulden der Frauen, die ihre Männer nicht mehr wiederfanden, dem Unglück der Abermillionen unschuldiger Kinder, die ohne Führer, großer, unerseßlicher Liebe beraubt, vaterlos in den Lebenskampf gesandt wurden. Ihnen allen, den Jammerbeladenen, gilt heute unsere Trauer und unser Mitleid, sie alle, die Blutzeugen, rufen wir heute als Schwurzeugen auf: mit unseren besten Kräften, mit allem Hingabevermögen unseres Geistes und unserer Seele wollen wir dafür streiten, daß niemals mehr solch unbeschreibliches Weltleid über das Proletariat fomme. Damals, als vor zehn Jahren die ruchlosen Allmächtigen: Monarchen, Staatsmänner und Heerführer, mit der grell- drohenden Kriegssackel dastanden, und als die befizenden Stlassen mit ihren politischen Parteien in woll// entgegen: Wie können wir der sozial demokratischen Partei einige Mit= glieder abjagen?" In ihrem Uebereifer bemerken die Kommunisten aber gar nicht, wie sie sich selber bespeien und besudeln, wenn sie uns mit ihrem Berleumdergift zu treffen ver meinen. Man bedenke: Die meisten der heutigen Sommunisten waren bis 1920 Mitglieder und Bekenner der sozialdemokra tischen Partei. Manche ihrer Vertrauens männer haben bei uns an hervorragender Stelle gewirkt, haben die sozialdemokratische Bewegung mit aufbauen helfen, haben sie in schweren Kämpfen gegen ihre Widersacher beschützt. Viele von ihnen sind erst nach 1918 zur Sozialdemokratie gestoßen und haben sich plötz lich für deren Leistungen und Ziele begeistert. Fast alle, die heute Kommunisten sind, haben sich bis 1920 jelbst als ein Teil der Sozialdemokratie betrachtet. Bei den Wahlen im Jahre 1920 haben sie wader mitgefämpft für den Sieg der Sozialdemokratie. Kreibich, der heutige Oberfommunist, war in Nordböhmen sozialdemokratischer Listen führer; Warmbrunn ist in Westböhmen als Soziale demokrat don Sozialdemokraten gewählt worden. Andere Kommunistenführer von heute fandidierten an weniger aussichtsreichen Stellen als jozialdemokratische Wahlwerber. Alle standen sie auf dem Boden des sv zialdemokratischen Wahlaufru= fes, der den Arbeitern in flammenden Worten zurief, fic sollen am Wahltage nicht vergessen: ... Daß die Deutsch nationalen, die Christlich sozialen, die deutschen Agrarier die Stügen jener Dreigra. fenregierung Stürgth- Tisza- Berchtold waren, die den Weltkrieg mit den ungehen. ren Opfern an Menschenleben, Ge. sundheit, Wohlstand und Glück auf dem Gewissen hat. Denket daran, daß dieses fluch würdige Verbrechen niemals möglich gewesen wäre, daß cure Söhne, eure Bäter, eure Gatten, die der Krieg gemordet hat, die elend zugrunde gegangen sind, noch am Leben wären, noch für euch arbeiten und sorgen würden, wenn diese Parteien die Kriegapoli. tit dieser Grafenregierung nicht ge. diesem Verbrechen, das an euch begangen wurde, an dem unermeßlichen Elend, das ihr noch immer erbulben müßt." lustiger Spannung nur auf den Augenblick desto kräftiger strahlte dieser Schein, den Irren- von der Kugel verschont, die den Kameraden warteten, da der erste Funfen ins aufgehäufte den und Verzweifelnden Ziel und Rettung traf, die Mütter, die ihr Liebstes hergaben. Pulver falle damals gab es nur eine weisend. Von allen Seiten bekämpft und ver- die Witwen und die Waisen sie sind eine breite Schichte, nur eine klasse und nur folgt brach sich der Friedensgedanke der So- Armee, die unüberwindlich mit uns streitet. eine Partei, die in allen Landen sich heiß zialdemokratie dennoch Bahn, und als dann Vor zehn Jahren zu schwach, sind wir in diebemühte, den Fackelträgern in den Arm zu das Ringen zusammenbrach, sammelten sich die sem Meer von Blut und Tränen stark und fest fallen, das Unheil aufzuhalten, das mit dröh- Verführten und Verblendeten in gewaltigen, geworden. Nie mehr, jo geloben wir feierlich deckt hätten. Sie sind die Mitschuldigen an nenden Schritten, riesige Schatten vorauswer fast unübersehbaren Scharen allüberall unter an diesem Tage traurigen Gedenkens, werden fend, herannahte: diese Bannerträgerin gegen den Fahnen der Sozialdemokratie. Mächtig wir Aehnliches zulassen und ertragen; wie ein Krieg, Kriegsheße und Kriegsgefahr war die und stark wie nie zuvor, lebte der getretene Riesenblock, den keine Menschenhand von der Partei der Arbeiterschaft, die Sozialdemo- Gedanke des Sozialismus und Internationa Stelle schaffen kann, wollen und werden wir fratic. Dem Gedanken blutiger Austragung lismus in den gepeinigten Massen wieder auf dastehen, an unserem eisernen, unbeugjamen zialdemokratischen Redner( auch die, die heute kapitalistisch- imperialistischer Gegensätze stellte Gar mancher von den allzu Vergeßlichen, Willen sollen und müssen in Zukunft alle Ge- Sommunisten sind) in den Wählerversammlun sie die Idee der internationalen Verständigung ist seitdem wieder von uns abgeirrt. Das Bürlüfte friegswilliger Mächte zerschellen. Besser gen gesprochen, im gleichen Sinne haben dte der Nationen, den Friedensgedanken gegen gertum hat die immerhin erstaunliche Leistung bewehrt als ehedem, redt sich heute gegen sozialdemokratischen Blätter( auch der Reichenüber. Doch ihr heißer Wille wurde durch Lügen zustandegebracht, tausende Köpfe, selbst nach Strieg und Kriegsgedanken die eiserne Faust des berger Vorwärts") an die Wählermassen apund Tücken ohne Zahl, über den Haufen ge- diesem riesenhaften Erleben, wiederum zu um Proletariats. pelliert. Das war eine einzige große Anklage Im Sinne dieses Aufrufes haben alle soWir rufen euch zur Massenbeteiligung an an den Antikriegs- Demonstrationen der Sozialdemokratie! Seite 2.. gegen die bürgerlichen Kriegsheßer, gegen die verblieben, ja sogar von ihr wichtige Ver- Kämpft für die Sozialdemokrafapitalistischen Seriegsverbrecher und ihre Her- trauensposten annahmen und für sie werbend tie!" oder jetzt, da ihre Parole für die Arfer. Das war unser stärkstes Argument en auftraten. Wann haben also Streibich und beiter lautet: Vernichtet die SozialWahlkampfe, daß die Sozialdemkra seine Jünger die Arbeiter betrogen? Bis 1920, demokratie!?" tie als einzige Partei den Frieden als sie ihnen zuriefen:„ Organisiert euch sozial- Die Antwort darauf wird feinem vernünfehrlich gewollt und bis zum Aeußer demokratisch! sten verteidigt hatte. Das war die tiefste Ursache unseres herrlichen Wahlsteges, daß die Maisen der Wähler, weit über die Kreise des Industrieproletariates hinaus in der Sozialdemokratie die Friedenspartei erWählt sozialdemokratisch! tig denkenden Menschen schw fallen. 0000 Das Urteil im Benzinprozeß. kannten, die sie vor einer Wiederholung des Kerterstraßen von vier Monaten bis au vier Jahren. Weltkriegsverbrechens bewahren wird. Das Urteil. ( reigesprochen. 26. Juli 1924. Der fommunistische Block. Wir haben in unserem Blatte vom 19. von Bildung eines sozialistischen Blockes in der Bründer Einladung der Brünner Kommunisten zur ner Gemeindestube erzählt, unsere Antwort an die Stommunisten veröffentlicht, die wir als Soziali ften auf die Rumutung erteilen mußten, mit der bürgerlichen, reaktionären, antifozialistischen Partei der tschechischen Gewerbetreibenden in eine sozialistische" Blocgemeinschaft einzutreten. Wir Bier Angeklagte seigten in unserer Antwort die geringe Lebensfähigkeit des geplanten Blockes auf, und verschwic gen natürlich auch nicht, wie die Kommunisten Und jetzt nehme man den unwahrscheinlichen Fall an, es hätte ein Bürgerlicher die Prag, 25. Juli. Seute vormittags um neun ren Sterters fest. Boubela erhielt die schwerste durch ihr ganzes, gegen die Sozialdemokratie gerichtetes Verhalten, das mit dem Vorwurfe unerhörte Frechheit besessen, dem sozialdemo- Uhr wurde vor dem Divisionsgericht auf dem Straße, da er als selbständiges Kontrollorgan ge- mangelnder Kameradschaft sehr milde gelennkratischen Listenführer Kreibich, dem Sozialde- Gradschin nach fast sechswöchentlicher Dauer der handelt habe, während die anderen nur unterzeichnet wird, die psychologischen Voraussetzunmokraten Warmbrunn, dem Neurath, dem Verhandlungen das Urteil in dem Prozesse gegen geordnete Organe waren. Dazu komme noch als gen gemeinsamen Borgehens planmäßig Wünsch, dem Hirschl und wie sie alle heißen die neun in die Benzinaffäre verwidelten Offiser schwerend sein hartnädiges Leugtörten. Auf unsere fachlichen Feststellungen, auf mögen, die zu den Moskowitern gingen- es ziere verkündigt. Schon lange vor der angesetzten nen. Bei den übrigen Verurteilten gelangte ein unsere, mit guten sozialistischen Gründen geStunde war der Saal überfüllt. Wenige Minuten niedrigerer Straffay in Anwendung, da die von ftügte Ablehnung der fommunistischen Einladung hätte also ein Bürgerlicher die Beriessenheit vor neun Uhr nahmen die Angeklagten ihre Plätze ihnen begangenen Delifte mit Rücksicht auf ihren folgte zunächst am 20. ein Wutausbruch der aufgebracht, den genannten Leuten in einer ein, worauf der Gerichtshof den Saal betrat. Mitengen Wirkungsfreis nicht so schwerwiegend waren Rovno st" und zwei Tage später, int Zusam Versammlung entgegenzutreten und die Sozial- vor Aufregung zitternder, leiser Stimme verlas und außerdem ihr Geständnis einen Milderungs- menhange mit der Veröffentlichung des mit den demokratic so blöd zu beschimpfen und zu be hierauf der Vorsitzende Oberstleutnant Dr. Vrba grund darstelle. sozialistischen Parteien gepflogenen Briefwech fudeln, wie es heute die Kommunisten Strei Hinsichtlich der bedingten Verurteilung jels, ein neuerlicher, von Beschimpfungen und bich, Neurath, Wünsch usw. tun. Nehmen wir Adams ist das Gericht zu der Ueberzeugung ge- Lügen stroßender, Angriff auf unsere Partei. an, es hätte dieser Bürgerliche damals behaup Stabslapitän Milan Boubela wurde langt, daß er nur das Opfer einer fixen Was antwortet die ,, Robnost" fachlich auf tet, die Sozialdemokratie sei am Kriege schuld, wegen des Verbrechens des Mißbrauches der Idee sei, sich einem anderen Berufe zu widmen. unseren Standpunft? Womit rechtfertigt sie die Amisgewalt in allen bis auf zwei Fälle, bei Unkenntnis der Dinge und der Personen habe ihn unerhörte Absicht der Einbeziehung der tschechi die Sozialdemokraten wären Striegsheßer, Sowelchen er wegen Geschenkannahme in Amts zu einem Fehltritt verleitet, doch sei sein Charat schen Gewerbepartei in einen sozialistischen Bled? zialpatrioten, Arbeiterbetrüger und Schönes fachen schuldig gesprochen wurde, zu vier Jah ter eine sichere Bürgschaft für sein fünftiges for Sic stammelt, daß die eingewerbetreibenden en Gewerbepartei in einen ſozialiſtiſchen Blrd? mehr. Da wäre der Sozialdemokrat Kreibich ren schweren Rerters, verschärft durch reftes Verhalten. Wottl wurde die bedingte den Arbeitermassen näher stehen, als die aufge wie ein verwundeter Löwe aufgesprungen und einen Fasttag vierteljährig, Berlust der Offi- Verurteilung wegen seines jugendlichen legt bürgerlichen Parteien. Diese sozialökonomis hätte mit feuriger Beredsamkeit diese Anwürfe zierscharge und des Wahlrechtes verurteilt; Alters zuerkannt, das die Ueberzeugung aufsche und politische Weisheit verrät eine erstaun zurückgewiesen. Die Sozialdemokraten NeuOberst Adam wegen Verleitung zum fommen lasse, er habe nur aus jugendlicherliche Primitivität, einen erstaunlichen Analpharath, Wünsch und Baumheier hätten je nady Mißbrauch der Amtsgewalt, bzw. Witschuld an Naivität und Unerfahrenheit gefehlt; es sei daher betismus des marristischen Dentens, aber sie steht dem Grade ihres Könnens dasselbe getan. Der der Geschenkannahme zu vier Monaten u emvarten, daß er auf den richtigen Weg zu auch im schärfsten Widerspruch zu dem, was die bürgerliche Gegenredner hätte mit Schimpf und schweren Kerkers, Verlust der Offiziers- rückfinden werde." Rovnost", selbst am 28. April 1928 über die Schande beladen, der Lüge und Verleumdung charge und des Wahlrechtes. Die Strafe ift Nachdem der Vorsigende die Urteilsbegrün- tschechische Gewerbepartei geschrieben und woran überführt, abziehen müssen, wenn ihn nicht die durch die Untersuchungshaft zur Gänze ver- dung verlesen hatte, was fast swei Stunden in An- wir in unserem Artikel vom 19. erinnert haben. sozialdemokratischen Arbeiter( auch die, dle bilßt und ebenso wie die Nebenstrafen, bespruch nahm, stellte er an die Verurteilten die Die Robnost" hält es in ihrem Artikel vom 20. dingt mit zweijähriger Bewährungsfrist. Frage, ob sie die Strafen annehmen. heute Kommunisten sind) in ihrer gerechten für überflüssig, die Erinnerung an ihr früheres Urteil über die Gewerbepartei auch nur mit einem Empörung an die Luft gefeßt hätten. Worte zu berühren. Ja, hat sich der Charakter der Gewerbepartei seit dem 28. April 1923 fo geändert, daß die Stommunisten, die die Zerstö Adam die Nichtigkeitsbeschwerde und rung jedweder Gemeinschaft mit sozialdemokra die Berufung gegen das Strafausmaß anmeldet. tischen Parteien zum Hauptinhalt ihrer Spal Kapitän Kart Mottl erhielt wegen des Boubela erklärt, sich hiezu noch nicht äußern zu tungstätigkeit gemacht, sich in Sehnsucht nach der Berbrechens der Geschenkannahme in Amts wollen. Gemeinschaft mit der kleinbürgerlichen- reattiv sachen sechs Monate schweren Kerler, Der Militärprokurator Major Subat mel- nären Partei verzehren, die die Hauptgegnerin verschärft durch Verlust der Offizierscharge, dete hinsichtlich der Freigesprochenen die Nich des Achtstundentages, der sozialen Schußmaßnahfämtlicher Orden und Auszeichnungen sowie tigkeitsbeschwerde, hinsichtlich aller Ver- men für die jugendlichen Arbeiter, die die stärkste des Wahlrechtes, alles bedingt mit dreijäh urteilten die Berufung wegen zu geringen Hasserin aller sozialistischen Politik ist? riger Bewährungsfrist. Außerdem muß er die Strafausmaßes sowie wegen der Zuerkennung der Von den Gewerbetreibenden erhielten die empfangenen Bestechungen im Betrage von Bedingtheit bei Oberst Adam und Kapitän Mott! Kommunisten auf ihre Einladung überhaupt 40.000 Stronen nach Möglichkelt innerhalb der an. Außerdem verharrt er auf der weiteren Haft teine Antwort. Sie veröffentlichen die Antwor Bewährungsfrist an den militärischen Invader Verurteilten. ten ber Nationalsozialisten, der tschechischen So lidenfond zurüderstatten. Die Verteidiger Adams, Kuttelma- gialdemokraten, der deutschen Sozialdemokraten. Stabskapitän Franz Dost al wurde wegens chers, Dostals und Mottis stellten An- Die Antworten der ersten zwei Parteien brudt des Verbrechens des Mißbrauches der Amts- träge auf Saftentlassung, worauf sofort die das Kommunistenblatt ohne Bemerfung ab, wicgewalt zu zwei Jahren schweren Ker- Natskammer zusammentrat, um über die wohl die nationalsozialistische. Seritik einiger Ters verurteilt, verschärft durch einen Fasttag Anträge zu entscheiden. Stabskapitän Bou bela Forderungen der Kommunisten eine unverfeunvierteljährig. Verlust der Offizierscharge sowie hatte als einziger nicht um Haftentlassung angedes Wahlrechtes. sucht. Nach kurzer Beratung wurde den Haft entlassungsanträgen stattgegeben und somit alle Angeklagten bis auf Boubela auf freien Fuß gefeßt. Warum wir diese Möglichkeiten so aus führlich besprechen? Um aufzuzeigen, wie die Kommunisten sich selbst und ihre eigenene Vergangenheit besuddeln mit der Heße, die sie anläßlich des Anttfriegstages gegen die Sozialdemokratie entfesselt haben. Diese Frage möge sich jeder Arbeiter, ob Sozialdemokrat, ob Kommunist, selber beantworten: Wenn das alles wahr ist, was die kommunistischen Führer heute der Sozialdemokratie an ,, Striegsverbrechen" andichten, die zwischen 1914 und 1918 begangen worden jein sollen, warum haben sie es noch jahrelang Kapitän Ludwig Ruttelwasher er. Sapitän Mottl überläßt die Entscheidung hielt wegen Mißbrauches der Amtsgewalt und seinem Verteidiger, der erklärt, die Strafe an zu Gefchenlannahme in Amtsfachen 13 Monate nehmen. Dostal und Kuttelwasher schweren Rerfer, verschärft durch einen bitten sich Bedentzeit aus, während Oberst Fasttag vierteljährig, Verlust der Charge und des Wahlrechtes. bis 1920 in dieser verbrecherischen, ver räterischen Partei ausgehalten? Warum haben sie auch nach dem Kriege noch für diese Partei der Verworfenheit agitiert und kandidiert, die Arbeiter zum Beitritt aufgefordert und die Wähler zur Abgabe des sozialdemokra tischen Stimmzetels? Dafür gibt es nur zwei Die übrigen Angeklagten. und zwar Oberst Erflärungen: Entweder waren die fommuni- leutnant Ing. Josef Miegr. Major Josef Brib, stischen Wortführer von heute bis 1920 allsamt Oberleutnant Johann Pokorny und Major Eduard Dummköpfe, oder sie waren abgefeimte Betrü- Raplan, werden von den ihnen in der Anklageger. Dummtöpfe deshalb, weil sie die Verschrift zur Last gelegten Verbrechen freigebrechen und den Verrat an den sozialistischen fprochen. In der Prinzipien, welchen die Sozialdemokratte zwischen 1914 und 1918 angeblich beging, erst ausführlichen Urteilsbegründung im Jahre 1920 bemerkten oder andernfalls wird n. a. gesagt: Das Militärstrafgesetz setzt für Betrüger, weil sie die Greueltaten der Sozial- das Verbrechen des Mißbrauches der Amtsgewalt demokratie fannten und dennoch in der Partet eine Strafe von einem bis zu fünf Jahren schweDie fleine Lotte. Von Simone Bobève. ( 52) Uebersetzt von Dr. Anna Nusbaum, Copyright by Interritorialer Verlag Menaissance", Wien. bare Berhöhnung der Kommunisten bedeutet, so 3. B., wenn sie deren bescheiden und schwächlich formulierte Forderung nach nationaler Gered, tigkeit mit der Bemerkung versehen, daß sie die ohnehin start reduzierte Position der Deutschen Brünns im Sinne der ,, nationalen Gerechtigkeit" Das Urteil wurde von den Angeklagten und weiter reduziert wissen wollen oder wenn fic von dem Bublifum ruhig aufgenommen. Ein- der Forderung nach Einstimmigkeit der vom Blod zelne Angehörige der Verurteilten weinten un zu fassenden Beschlüsse die Forderung nach Zweiunterbrochen und noch lange, nachdem der Vor- brittelmehrheit entgegenstellen. Auch zur Antsitzende den Schluß des Prozesses verkündet hatte, wort der tschechischen Sozialdemokraten, in der warteten die Zuschauer auf irgend eine Sensation. diese zur Einladung der Kommunisten meritodie aber nicht eintrat. So leerte sich gegen zwölfrisch gar nicht Stellung nehmen, sondern fie Uhr endlich der Saal. ziemlich ironisch und bagatellmäßig behandeln, ihres einstürzenden Hauses untergehen müffen: mit Grobheiten empfingen. Sie ist geduldig, das es ihm übel ergeht, was unvernünftig ist. Sic Es lebe die Revolution! gerade Gegenteil einer Puritanerin. Als er in hatte gar keine Verwandten mehr, ihr Leben geRit hat noch zwei Prüfungen zu machen. Den Moulin Rouge ging, fagte er sich, er würde hörte Sophie Jwanowna, der geliebten Toten, Dann fährt er zu Onkel Peter und Sonia. Er gescholten werden. Jetzt begreift er, daß Sonia und allem, was in Vergangenheit und Gegenwart hat die Absicht, zurückzukommen, um seine Dottor- tief betrübt wäre. Da sie Charlotte nicht fennt, in irgendeinem Zusammenhang mit ihr stand. arbeit vorzulegen. Weiß noch nicht über welchen würde sich ihrer heftige Unruhe bemächtigen. Sie grämt sich auch seit Sonias Abreise, zählt Gegenstand. Will Professor werden, sich wiffen- Doch lastet die Lüge auf ihm, und er ist Lotte die Tage bis zu dem Augenblick, wo sie für einige schaftlich betätigen. Seit Sonias Abreise lang- für ihr Wesen dankbar. Sobald Sonia sie ge- Beit wieder zu ihnen kommt. Sie wird auch Beruhigte sie sich, führte Seraphine sie in ihr weilt er sich. Er liebt Seraphine sehr, aber sie sehen haben wird, kann er sich von der Unwahr wieder nach Rußland zurückkehren; solange Onkel Zimmer, brachte sie wie ein fleines Mädchen zu ist nicht Sonia. Ihre Seelen sind einander fremd. heit befreien. Peter lebt, darf man nicht hoffen, Sonia von Bett. Die wenigen Freunde, die ihnen geblieben sind, So wie sie ist, findet er sie entzückend. Ein dort zu entführen. Henri flagt die beiden Frauen Damals waren sie recht nahe daran, Nihiführen Eigenleben, tadeln ihn seines Reichtums, Sonnenstrahl fällt auf ihre kleine Hand, die auf an, für Schmerz und Opfer eine besondere, volllisten zu werden. Sie taten es nicht, dant Ontel seiner Fröhlichkeit wegen. Rit liebt es, gut zu der Stuhllehne ruht, auf das runde Handgelenk. ständig zwecklose Vorliebe zu haben. Ontel Peter leben. Er ist daran gewöhnt. Er beleuchtet auch ihre Füße. Sie find flein, wäre zweifellos nach Paris gekommen, hätte man Peter, der Sonia anfichte, vernünftig zu bleiben. Er besuchte sie während der Ferien, nahm sie Er spricht wie für sich selbst, Charlotte hört stecken in schwarzen, sorgfältig geputzten, anschei- es ernstlich von ihm verlangt. Aber ste wollen auf Reisen mit. Dant auch dem Settengeist, dem, etwas beschämt, daß sie Martha hat glauben nend sehr alten Schuhen. Sie bemüht sich, sie Rußland retten; das Land wird sich schon eines Radikalismus ihrer Freunde. Das waren alles fönnen. Ihr ist, als hätte ihr Herz einen Riß fest auf den Boden zu setzen. Ist an diese Art Tages selbst retten. Seraphine hofft auf Besehr wertvolle Menschen, aber vor lauter Grund bekommen, durch den lepte, hartnäckige Hofffnung von Stuhl nicht gewöhnt, fürchtet umzutippen. freiung und durch das Evangelium. fäßen war ihnen feine Menschlichkeit mehr geschwindet. Henri ähnelt feiner Schwester. Er fut ,, Es tut mir sehr leid, Sie bei so schönem blieben. So wurde es leer um fie. Sonia war das Gute um nichts, um der Freude willen. Die Wetter hier zu behalten." nun Aerztin. Der einige Lehrer ihres Bruders Güte um ihrer selbst willen ist ihr Seelenlugus. führte sie ihn bis zum Abiturium. Seither besucht Sie brauchen Dankbarkeit gar nicht. Doch er die Vorlesungen an der Sorbonne. Er hat eine Charlotte ist nicht so grobfchlächtig wie Onkel groke Vorliebe für die Mathematit, auch Sonia Peters Bauern, ist sehr dafür begabt. Zu Anfang dieses Jahres Er betrachtet ihr reizendes braunes Stöpfhat Onkel Peter Sonia zu sich berufen. Sie ist chen, das sehr junge, sehr zarte Geficht und beabgereist. Zu Hause, in Rußland, dient fier der dauert nur allzu großen Ernst des Ausdruces. in den Luxemburggarten. Revolution auf ihre Art, langsam, unbesiegbar. Er wirft sich vor, sie durch fortwährende Fragen Henri ist sehr zufrieden. Das junge Mädchen Sie fährt oft mehrere Tage hindurch im Schlitten, fehr gequält zu haben. Selagt das sehr frankhafte hat Seraphine bestimmt gefallen. Die ist christlich von Dorf zu Dorf, pflegt die Kranken, hilft den Bedürfnis an, das er immer gehabt, genaue gesinnt, verehrt Tolstoi( Charlotte muß ihn auch Frauen bei Geburten. Brot und Bücher nimmt Gründe, für alles finden zu wollen. Diese lesen, er wird ihn ihr borgen), eine große Fein fie mit. Ontel Peter begleitet sie; er ist noch sehr Gründe das weiß er, sind oft sehr schwer zu er din der Wissenschaft, welche sie antlagt, alle stöpfe start und rüstig. Er teilt ihre been nicht. fagt, flären. Diese Woche erft, als er au Sonia schrieb, in Verwirrung zu bringen. Seit zivet Jahren Eine große Wanduhr über der Tür Char die Bauerntölpel würden rasch vergeffen. was der er alles sagte, hatte er beschlossen, ihr Char- geht sie nicht mehr aus, Schmerzen machen ihr lotte hat sie gar nicht bemerkt schlägt man für sie tue. würden sie mitleidios eines fottens Geschichte ebenso zu erzählen, wie er es Bewegung schwierig. Sie war noch als junges neunmal. Tages in Flammen aufgehen laffen. Sonia und vor Seraphine getan. Warum nicht die Wahr- Mädchen, wegen eines Liebeskummers, mach Rit glauben es. Die Umviffenheit und das Elend heit? Er zweifelt nicht an der Nachsicht, der hohen Rußland gekommen. Ihr Verlobter, ein junger der Welt find zu groß. Sie sind keine Revolutio- Güte seiner Schwester. Seit ihrem Unglück, von Franzose, verließ sie einen Monat vor der Hochnäre, aber tommt die Revolution einmal, so find startem Tätigkeitsdrang erfaßt. hat sie sich so seit, da fie ihr Vermögen verlor. Sie hatte nicht fie bereit, Ontel Peter mit ihnen, zu rufen zialen Glends angenommen, armselige Wesen ge- aufgehört, ihn zu lieben Seraphine ist wie der und sollten sie darob alle unter den Trümmern pflegt. Er hat sie oft zu Leuten begleitet, die sie Efeu, der stirbt, wo er sich anrantt. Selbst wenn -LO Oh! ich fühle mich so wohl." Wirklich?" Er steht auf, öffnet das Fenster, dreht den Schaukelſtuhl so, daß sie den Luftzug nicht im Rüden habe. Von dem großen Ballou sieht man Eulalie ist seit zehn Jahren im Hause. Sie ist Witwe, haßt neue Gesichter. Aber ihre Nauheit wird schon vor Lottens Sanftmut die Waffen streden. Fast jeden Donnerstag besucht sie ihre Tochter, die mit einem Gärtner von Bourg- laReine verheiratet ist. An diesem Tag ist man schlecht. Seraphine tocht. Rit besorgt die Einläufe und irrt fich immer. " Sie rechnen gerne, haben Sie mir gesagt; wollen Sie ernstlich Algebra lernen?" Ist es schwer?" ,, Reineswegs." ,, Oh! doch." " Henri. Sie hat heute noch nicht geschlagen, ich Drei Uhr, weniger sechzehn Minuten," sagt überwache fie." ( Fortsetzung folgt.) 26. Juli 1924. Seite 8. Der Kampf der Kommunisten gegen den Krieg. In den Jahren 1914 1918: уми winw NIE WIEDER KRIEG Im Jahre 1924: DIE SOZIALDEMOKRATE GEGEN DEN KRIEG 7 Kreibic MANIAR Smeral Gegen Krieg und Militarismus! Sahabta. Plan: 27. Juli, vormittags. Referent: With. Nonsperg: 27. Juli. Referent: Starf. Staab: 27. Juli. Referent: Sans Hettfried. Tachau: 27. Juli, vormittags. Referent: Leibl. Tuschtau: 27. Juli, vormittags. Referent: Franz Breitfelder. Kreisorganisation Sternberg. Mähr. Schönberg: 27. Juli, 1/10 Uhr vormittags. Mähr. Neustadt: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Bělina. Olmüß: 26. Juli, 7 Uhr abends. Referent: Bolach. Bautsch: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Hadenberg. Bärn: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Referent: Hadenberg. Meier. Kreisorganisation Teplit- Saaz. Bilin: 27. Juli, 110 Uhr vormittags. Referent: Papelt. Brig: 27. Juli, 1/10 Uhr vormittags. Dug: 27. Juli, 110 Uhr vormittags. Referent: 11h 1. Kaaden und Brunnersdorf: 27. Juli, 3 Uhr nach mittags. Referent: Berner. Meretit: 26. Juli, 7 Uhr abends. Referent: Perner. Komotan: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Referent: Hofbauer. haben die Kommunisten nichts zu bemerken. Ganz feinem einzigen sozialistischen Kommunalpro- Ziele ihrer Bemühungen machen. Die Mittel, anders ist das Verhalten zur Antwort der deut- graum, auch nicht im revolutionären" Pro- mit denen sie es tun, sind wahrlich nicht besser fchen Sozialdemokraten. Sie veröffentlichen sie gramm der Kommunistischen Weltinternationale. gewählt, als die unserer bürgerlichen Selassen aur Gänze in deutscher Sprache. Das Sie verlangen Unterstügungen für ihre Korpora- gegner. Das Proletariat gegen uns auszuspielen, lettere hat den praktischen Effekt, daß die Kom- tionen, Subventionen für ihre Vereine, die sie wird den Kommunisten immer weniger gelingen, munisten tschechischer Zunge vom Inhalt und als Minimalforderungen bezeichnen, gegen je mehr die Entwicklung der Dinge die Verhält Sinn unserer Antwort teine oder nur eine sehr deren entsprechende Ergänzung fie nichts einzu- nisse flärt, und die kommunistischen Anmaßun beiläufige Vorstellung erhalten, daß sich hingegen wenden haben." Das ist wohl die bewährte ge- gen zurückweist. Die Brünner Kommunisten und bie baran geknüpften Bemerkungen in schlossene Faust", die im Gegensate steht zu ihre Rovnost" werden sich damit abfinden tschechischer Sprache voll und ganz aus unserer offenen Hand", von der sie in der müssen, daß uns von der Festigkeit und Folgewirken. In diesen Bemerkungen behaupten sie, Gemeindewahlagitation geredet, womit sie die richtigkeit unserer sozialistischen Politit, von der daß die deutschen Sozialdemokraten mit den Wahrung unseres Stontrollrechtes bei der Landes- aus ihr sich ergebenden Stellungnahme weder tschechischen eine gemeinsame Versammlung ab- verwaltung und bei Unternehmungen der Ge- ihre unverständigen Kampfmethoden, noch ihre gehalten und sich mit ihnen solidarisch in eine meinde durch Funktionäre unserer Partei in ge- leeren Drohungen abbringen werden. Daß wir Linie gestellt hätten. Diese Behauptung hässiger Weise verleumdeten. bei Beurteilung der kommunistischen Idee des ist eine glatte tommunistische Lüge. Die Rovnost" wiederholt am Schlusse ihrer sozialistischen" Blods nach gutem sozialistischen Aber auf eine Lüge mehr rder weniger tommt es Betrachtungen das dumme Gerede, daß uns der Gewissen gehandelt haben, beweist uns nichts den Herrschaften nicht mehr an. Was sie sonst deutsche Fabrikant und der Deutschnationale deutlicher, als daß die Kommunisten die volle zu den ernsten gut sozialistischen Gründen unserer näher stehen, als der deutsche Kommunist, wofür Schale ihres Zornes und ihrer Wut auf uns aus- Sternberg: 26. Juli, 4 Uhr nachmittags. Refeablehnenden Antwort sagen, zeigt die Stommuni- durch unsere Zurückweisung ihrer patentierten gießen, da wir uns mit ihnen mit Gründen vor renten: Polach, Hajitschek und Anna sten in ihrem wahren Charakter. Es ist die alte Blodidee auch nicht der Schatten eines Beweises der gesamten urteilsfähigen Deffentlichkeit auslügenhafte Beschuldigung der Solidarität mit den erbracht wurde. Die Deutschbürgerlichen sind einandergesetzt haben, während sie die Parteien, Römerstadt: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. NeBürgerlichen. Ist es nicht eine unerhörte Ber- unsere politischen, von uns rücksichtslos bekämpf- die sich ausgeschwiegen haben oder ihnen eine ferent: Jak sch. wegenheit, daß sie uns aus den Gründen ihres ten Gegner. Aber nicht minder sind unsere Geg- geringschätzige Fronie entgegengebracht haben, Parteiegoismus in ihren sozialistischen" Block ner die Kommunisten, die uns beschimpfen, die mit einer, von den Kommunisten selten geübten tommandieren wollen und ob unserer Ablehnung unsere Vernichtung zum offen eingestandenan Milde behandelt werden. eine Entrüstungskomödie just in dem Augenblice aufführen, da die tschechoslowakische Sektion der kommunistischen Internationale auf Mosfaus Befehl darangeht, die Antitriegskundgebung die Sundgebung gegen Militarismus, Nationa lismus und Imperialismus, die Sundgebung gegen die geschworenen Feinde des Proletariats und seines sozialistischen Aufstiegs zur gigantischen Niedertracht einer Demonstration gegen die Sozialdemokratie herabzuwürdigen und zu erniedrigen? Das Verlangen nach einen fommunistischen Vizebürgermeister ist ihnen so wichtig und dringlich, daß um seiner Erfüllung wegen, sozialistische Grundsäge preisgegeben, der Zusammenschluß mit einer reaktionären bürgerlichen Partei gesucht, von uns die Gefolgschaft für ein solches Beginnen verlangt wird. Die proletarische Sundgebung gegen die imperialistischen Gewal ten der Gegenwart, gegen die Schürer des triegserregenden Völferhasses ist anderseits die von den Kommunisten mißbrauchte Gelegenheit, das Verbrechen der Spaltung ins M: Blose zu steigern, den proletarischen Bruderkampf heillos zu vergiften. Welche Dreistheit, mit verlegenen und berlogenen Nebensarten die Blodgemeinschaft mit der reaktionären bürgerlichen Partei zu ber teidigen, dagegen uns, die von solcher Gemeinschaft nichts wiffen wollen und dafer die guten Bensen: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referenten: fozialistischen Gründe anführen, in bewußter Ant. Klinger, Anna Schweich hart. Verlegenheit und üblicher Verleumdungssucht Bodenbach: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Refeder Sympathie für die deutschbürgerlichen Par- rent Sch weichhart, Berthen. teien zeihen deren durch uns erfolgte jahr Böhm. Kamnik: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Rezehntelange Bekämpfung auf der Brünner Statsstube eine der notorischen Tatsachen ist. ferenten: Heininger, Hermine Kaschte. Die Rovnost" macht in ihrem Artikel ein Böhm. Leipa: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Negr ßes Wesen daraus, daß wir die Bedingungen ferenten: Arnberg, Lina Wenzl mitzuteilen unterlassen hätten, unter denen der Halba: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Neferenten: sozialistisch: Block geschaffen werden sollte. Die Bruno Grund, Anna Klemenz. Rovnost" verö entlicht nunmehr diese Bedin- Wegstädtl: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referengungen. Was daran sozialistisch ist, das ist nicht neu, das steht besser und flarer in unserem tommunalpolitischen Programm, das war Gegen. ſtand der kommunalpolitischen Tätigkeit unserer Brünn: 26. Juli, 28 Uhr abends. Referent: Gemeindevertreter. Was die Kommunisten aus With. Nießner. Die Antitriegstundgebungen der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechol owatischen Republit. Heute und morgen marschieren in den beutschen Gebieten dieses Staates die sozialdemokratischen Arbeiter in großen Weanifestationsfundgebungen auf, um am zehnjährigen Gedenktage des" Weltkriegsaus bruches gegen Strieg und Striegsgefahr zu demonstrieren. Sozialdemokratische Stund gebungen finden soweit uns darüber berichtet wurde in nachfolgenden Orten Statt: Kreisorganisation Aussig. Auffig- Stadt und Leitmeriß: 27. Juli 10 Uhr vormittags. Referenten: Beutel, se ir pal, Dr. Unger, Strutajan. Kreisorganisation Bodenbach. ten: Emil Plohs, Fanny Görgner. Kreisorganisation Brünn. cigenen und neu hinzufügen über Denkmals- Mödriß: 27. Juli, 14 Uhr nachmittags. Referent: Lieferungsfragen usw. das steht allerdings in Wilh. Nießner. Iglau: 26. Juli, 8 Uhr abends. Referent: Pipal. Lundenburg: 26. und 27. Juli ,. Mähr. Trübau: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Nefevent: Pohl- Aussig. Bnaim: 26. Juli, 5 Uhr nachmittags. Nilolsburg: 26. Juli, 7 Uhr abends. Zwittau: 27. Juli. 9' Uhr vormittags. Referent: Dr. Ludwig Czech. Kreisorganisation Grulich- Landskron Grulich: 26. Juli, 5 Uhr nachmittags. Landstron: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Franz Suplent. sillbetten: 26. Juli, 8 Uhr abends. Referent: Franz Suplent. Kreisorganisation Karlsbad. Elbogen: 27. Juli, 3 Uhr nachmittags. Faltenau: 27. Juli, 3 Uhr nachmittags. Referent: Dr. Heller. Karlsbad: 27. Juli, 3 Uhr nachmittags. Neudek: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Petschau: beteiligt sich in Karlsbad. Kreisorganisation Krumau. Stapliß: 27. Juli. Referent: Hilpert. Neubistriß: 27. Juli. Referent: Friedrich. Oberleutensdorf: 27. Juli, 12 Uhr nachmittags. Referent: Jarolim. Katharinaberg: 27. Juli, 2 Uhr nachmittags. Re ferent: Svoboda. Poderjam: 27. Juli, 210 Uhr vormittags. ReJechnig: 27. Juli, 110 Uhr, vormittags. Refeferent: Sühnel. rent: Stari Schmidt. Postelberg: 27. Juli, 1/3 Uhr nachmittags. Neferent: Rid I. .Rück 1. Saaz: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Teplitz: 26. Juli, 6 Uhr abends. Referenten: Pohl, Kirpal und Ernst Paul. Kostenblatt: 26. Juli, 6 Uhr abends. Referent: A. Schmidt. Weipert: 27. Juli, 10 Uhr vormittags: Refe rent: Paul. Kreisorganisation Trautenau. Arnau: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Cech. Hohenelbe: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Referenten: Strobel und Erben. Kepelsdorf: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Refe rent: Nacak und Lorenz. Braunau: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Referenten eder und La dig. Winterberg: 27. Juli. Referent: Julius John. Wedelsdorf: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. ReferenWittingau- Erdweis: 27. Juli. Referent: Diet I. Kreisorganisation Mies. Vergreichenstein: Referent: Franz Trem 1. Mics: 27. Juli, vormittags. Referent: Narl Schuster. Neuern: 27. Juli. Referent: Wenzl Tichy. ten: Sawel und Bur. Startstadt: 27. Juli, 2 Uhr nachmittags. Referenten: Heder und Ladig. Trautenau: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referenten: Sie sewetter und Krejči. Schaßlar: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referenten: Haase und Marx. Ceffe& rent Polach. Würbenthal: 27. Juli, 2 Uhr nachmittags. Referent: 2 inf. Bennisch: 27. Juli, 8 Uhr vormittags. Referent: Stefan Tit. Freistadt: 27. Juit, 6 Uhr nachmittags. Erzhnitz: 27. Juli, 5 Uhr nachmittags. 26. Juli 1924, Den Manen Jean Jaures'. lehen zu sagen, was wir in unseren beften Stun- wärts" auf die Ausführungen des„ Sozialdemo Marschendorf I: 27. Jult, 9 Uhr vormittags. Referenten: Gebhart und Elfe Schäfer. den, in unseren schönsten Augenbliden fühlen und frat" vom 23. Juli 1924. Kreisorganisation Troppau Wie war es nun? Es ist in aller Erinnerung, wie der under- denken, glauben und hoffenen. Jaurès sprach und Freiwaldau: 27. Juli, 10 Uhr vormittags. Refe- geßliche Führer der französischen Sozialdemokratie, vor unseren Augen entstand die neue Gesellschaft, Stricgspolitit Schäfers" bei jener Stonferenz, darf Als Hauptredner und Verteidiger der Jägerndorf: 28. Juli, 5 Uhr nachmittags. Re- Jean Jaurès, am ersten Tage des Weltkriegs von der Sozialismus wurde wirklich, die Menschheit ich wohl etwas darüber sagen. Die befagte NonMörderhand niedergestreckt wurde. Jaurès ist hatte ihren schönsten Sieg erfochten. Ein heißer ferenz fand am 6. September 1914 statt und war ermordet worden in dem Augenblick, wo dieses Strom floß von dem Redner zu den Hörern, höher von der damaligen nordböhmischen GewerkschaftsLeben von größter historischer Bedeutung war, wo schlugen die Herzen, fühner wurden die Gedanken, fommission einberufen für die gewertschaftlichent die Augen Europas mehr als je auf ihn, auf den zuversichtlicher blickten die Augen. Organisationen des Stadt- und Landbezirles Reis chenberg. Zur Konferenz wurden auch die Ver unerschrodensten Gegner des Chauvinismus, des Bevor das Fürchterliche über uns herein- trauensmänner der genossenschaftlichen Organi Militarismus, des Krieges, gerichtet waren. brach, fiel dieser Große. Am 1. August 1914 fation und die Vertreter der sozialdemokratischen Jaurès hatte mit beispielloser Kühnheit die Ver- lag Jean Jaurès ermordet auf der Totenbahre. Lokalorganisationen eingeladen. ständigung und Versöhnung mit Deutschland ver- Durch die ganze Welt der Arbeit gingen Grant, langt. Und als in Beantwortung der letzten deut- Zorn, Entsetzen und tiefste Trauer um den unerschen Militärvorlage die französische Regierung setzlichen Verlust, der die Tage des großen Schret. it der Verlängerung der Militärpflicht anwor- lens so entsetzlich einleitete. Sein Name aber ist tete, da wurde Jaurès der Führer im Kampfe um unsterblich, er ble bt eingefchreint in den Herzen die Erhaltung der zweijährigen Dienstzeit und um des Weltproletariats. Die Demokratisierung der Armee. In diesem Rampfe wurde der staunenden Welt erst die ungeheure Energie dieses Mannes flar. Als PubliTroppau: 28. Juli,% 6 Uhr nachmittags. Refe rent: Stefan Tig. Oberberg: 27. Juli, vormittags. Heeger. Referent: Wigftabil: 27. Juli, 8 Uhr vormittags. Referent: Wigſtabil: 27. Juli, 8 Uhr vormittags. Referent: Bagitadt: 26. Juli, 10 Uhr vormittags. Referent: Seidrich. Seller. Kreisorganisation Warnsdorf. Rumburg: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Fischer. Schludenau: 27. Juli, 2 Uhr nachmittags. Referent: Josef Dobiasch. Nigdorf: 26. Juli, 8 Uhr abends. Referent: Josef Dobiasch. Warnsdorf: 27. Juli, 9 Uhr vormittags. Referent: Reyzl. Bezirksorganisation Preßburg. Preßburg: 26. Juli, 16 Uhr nachmittags. Referent: Dr. Strauß- Prag. Die Manifestationsversammlung in Brag. Prag, 25. Jul. Die Bezirksorganisation Prag hielt heute abend im Berein mit den freigewertschaftlichen Organisationen ihre Antifricgsmanifestation im Saale des Mozarteums ab. Der Festsaal des Mozarteums tvar, als die Versamm Lung um 8 Uhr mit einem Choral eröffnet tourde, dicht gefüllt. Nach einigen einleitenden Worten des Genoffen Suplent hielt Genoffe BělinaAufsig die Gedenkrede. Genosse Bělina gedachte zuerst der blutigen Opfer des Völkermordens, der Toten und der Verkrippeiten. Der Mordwain jinn hat Millionen vernichtet, im Striege hat man Pre uns: Eine Antwort an den „ Borwärts“. Genoffe Macoun- Reichenberg Die Tagesordnung der Konferenz war: 1. Die Arbeitslosigkeit und die Hilfeaktios nen im Bezirke Reichenberg. 2. Die Arbeitsvermittlung während der Kriegszeit. Ich hatte zum ersten Punkte der Tagesord nung das Referat zu erstatten, welches die Teilnahme der Gewerkschaften und anderer Arbeiterorganisationen an den öffentlichen Hilfsaftionen und die Schaffung einer eigenen Einrichtung für Arbeitslosenfürsorge während der Kriegszeit umfaßte. Zu diesen Fragen der Fürs Sorgetätigteit der Arbeiterschaft während des Krie ges wurden mehrere sachliche Vorschläge in Fornt schreibt einer Resolution der Konferenz vorgelegt und von dieser angenommen. Ich erwähne, daß sich, wie ,, Die sozialdemokratischen Blätter brachten mein Referat auch die Resolution, ausschließlich ant 23. d. M. auf die bisherigen Kanonaden des mit der durch den Krieg entstandenen wirtschaft„ Vorwärts" über Sozialverrat sozialdemokrati- lichen Gegenwartsfragen beschäftigte. Die prin scher Führer während des Weltkrieges" eine anzipielle Stellung zum Strieg fam darin nicht vor, schauliche Darstellung über Striegsgegnerische fonnte auch nicht Sache dieser Konferenz sein. Leistungen" heutiger fommunistischer Führer wäh Das gleiche war der Fall in den weiteren Ver rend der Striegsjahre. Der Vorwärts" muß sich handlungspunkten dieser Konferenz. Ich berich beeilen, darauf Eine Antwort" zu finden, als tete noch über eine amtliche Enquete, welche in die nun eine in der Vorwärts"-Nummer am Prag wegen der Durchführung von Notstands 24. Juli 1. J. enthaltene Erzählung über eine arbeiten und wegen der Organisierung der Sonferenz im Jahre 1914 gelten soll. Der Tenor Arbeitsvermittlung stattgefunden hatte. Dieser Antwort ist: Genosse Schäfer legte dann einen Antrag Im Jahre 1914 hat in Reichenberg, nach wegen der Beschaffung von Lebensmitteln durch Einstellung des Vorwärts", in der Vereins die Gemeinden und durch die Bezirksvertretung halle" eine Konferenz der gewerkschaftlichen und Reichenberg vor. Auch in diesem Antrage war politischen Vertrauensmänner stattgefunden. ein Wort über die Kriegspolitik Schäfers" nach Hauptredner in dieser Konferenz waren die Ge- den Ausführungen des Vorwärts" enthalten. wertschaftsführer Schäfer und Macoun. Es ist wohl fehr Wort darüber zu verlieren, In dieser Konferenz seien den Vertrauensleuten daß sich damals, insbesondere die Gewerkschaften, Richtlinien über die Organisationsarbeit während auf diese wirtschaftlichen Arbeitszweige einrichten eden, der gegen den Wahnsinn auftreten wollte, sist führte er in der„ Humanité" den Kampf, als des Krieges gegeben worden, danu habe es sich um mußton. Sampel hielt allerdings eine Rede, unschädlich gemacht. Doch das Wüten gegen die Parlamentarier gab er der Opposition in der Stam- die Sicherung der Gewerkschaftsgelder und der die sich in der Nähe jener Dinge bewegte, die der Bernünftigen im Kriege hat keine Erfolge gemer immer wachsende Wucht, als Agitator rief er Bariciunternehmungen gehandelt und schließlich Vorwärts" heute berichtet. Zu den wirtschaft besiegte Völler find in gleichem Maße ungeheuer waren ein glänzender Sieg des Friedensgedan habe ampel geredet, der die Haltung der So freilich nichts zu sagen. Er fagte darüber sinn. bracht. Heute sind alle gleich daran: fiegreiche und die Massen im Lande auf. Die nächsten Wahlen jei auf die patriotische Pflicht der Arbeiter in lichen Fragen, die der Konferenz vorlagen, wußte diesem Völlerringen hingewiesen worden. Darauf Hampel, der damals Gewerkschaftsangestellter war, geschwächt. Nur einige wenige, so ein Stinnes uno eine Zivnobant, haben aus dem Morden kens, ein Plebiszit gegen den Militarismus und zialdemokratie im Kriege kritisierte und den Abg. gemäß mur, daß diese Arbeit svedklos oder eine Ruben gezogen, für sie sind Millionen geopfert an der Spitze von hundert zwei Genossen fehrte Schäfer angriff, varunt er nicht dem Beschluffe bürgerliche" fei, die Hauptsache wäre gewesen, vorden, denen man die Freiheit und die Demo Jaurès in die Kammer zurück. Sein und der der Basler internationalen Stonferenz gegen den den Krieg zu verhindern. fratie versprach. Die Freiheit jedoch, die eines Partei Einfluß war größer als je. Jaurès stand diese Borwürfe nicht gerechtfertigt, dagegen fei heiers, von dem es im Vorwärts".Berichte Strieg Rechnung trage. Schäfer habe sich gegen Aehnlich waren die Ausführungen BaumStampfes wert wäre, war nicht das Endziel bes Ballermordens. auf einem Höhepunkt feines Lebens. Ta bereitelte Macoun als warmer und leidenschaftlicher auch heißt, daß er eine scharfe Kritik an der LeiRedner kommet dann darauf zu sprechen, wie ein Wahnsinnsanfall der systematisch die Völker verheßt wurden. Genosse Konferenz aufgetreten. Andere Teilnehmer, so ici übte. Dazu ist gewiß bemerkenswert, daß Herr Belina schildert zum Schlusse die Gefahren und heißt es dann, haben allerdings zur Sache nicht Baumheier damals Bezirksvertrauensnrann der wahnsinnigen Gräuel eines zukünftigen Strieges. gesprochen mit Ausnahme von Baumheier, sozialdemokratischen Bezirksorganisation ReichenDas Wettrüsten der Welt ist in Anbetracht der Für uns aber war Jaurès immer mehr zum welcher den Standpunkt des Hampel unterstützte berg war. mußte sich denn auch von einem Fortschritte der Technik ein Wahnsinn. Milliar bewunderten und geliebten Repräsentanten des und ebenfalls scharfe Stritit an der Leitung der anderen Debatteredner fagen lassen, daß er infolge en werden nußlos verschwendet, während für internationalen Sozialismus geworden, zu dem Reichenberger sozialdemokratischen Partei übte. feiner Funktion die Möglichkeit hätte, die Partei foziale Bedürfnisse fein oder wenig Geld vorhan- großen Verkünder unserer Hoffnung, unserer Aus dem weiteren Inhalte der Antwort des im Sinne seiner Ausführungen aktiv zu machen. ten ist. Darin unterscheidet sich dieser Staat in Sehnsucht, unseres Glaubens. Was in uns allen Vorwärts" ist noch erwähnenswert, daß dort Baumheier erklärte sich aber schließlich doch mit hervorgehoben wird, daß diese Konferens den den reformatorischen" Beschlüssen der Konferenz Wir dürfen die Welt nicht wieder in einem als das Größte lebt, das Bewußtsein, daß wir Grundstein zum, Quertreiberklub" legte. Boryer einverstanden und trat in das damals gewählte Chaos versinken lassen, in das sie die Chauvinisten Vollstreder einer hohen historischen Mission sind, heißt es schon in einer geheimnisvollen Andeutung, Hilfskomitee der Arbeiterorganisationen des Reiller Länder im Interesse der Bourgeoisie hinein ic Erbauer und Erkämpfer einer neuen Gesell- daß Kreibich und Neurath an dieser Konferenz chenberger Bezirkes in Vertretung der sozialdemotreiben wollen. Der Krieg gegen den Krieg" schaft, die Begründer einer neuen Epoche der nicht teilnahmen, da sie schon wegen ihrer be- tratifden Bezirksorganisation ein. uuß uns deshalb jedes Opfer mert sein. fannten Einstellung gegen den Strieg an demselben Wit Ausnahme dieser beiden Redner hat sich lein anderer hat Nach einem furzen Schlußtvort wurde die Menschheitsentwicklung; Tage anderswch geschickt wurden". So lautet die Debatte in der damaligen Konferen; aus cindradsvolle Sundaebung mit dem Choral der dem begeisterten Ausdruck, unwiderstehlicherem im wesentlichen die nach meiner Ansicht sehr müth- schließlich auf die zur Tagesordnung stehenden ArInternationale" geschossen. Schwung verliehen als Jaurès. Ihm war ver- felig zusammengestoppelte Antwort des Vor- gelegenheiten erstreckt. Erwähnenswert ist noch, 9. Jänner: Sonntag. Zunt Befehl. Parade-| schickt mich ins Brigadefpital. Auch diese Fahrt getvehrgriffe. var tein Vergnügen, doch man hat manches gesehen. auf einem Söhepunkt gefchichte das Werk und Verteidiger der Striegspolitik Schäfers in dieser tung der Reichenberger sozialdemokratischen Parnichts von den übrigen Siegern". Aus dem Kriegstagebnthe eines Arbeiters. Genosse Rargl, Teplig, gibt uns durch nachfolgenden Auffah Einblid in ein paar intereffante Seiten seines Kriegstage buches: der Wahnsinnsanfall eines nationalistischen Fanatikers dieses Leben.... Nunmehr einige Ausschnitte aus meinem] Kriegstagebuche: 10. Jänner: Feldmäßiges Scharfschießen bei Tartakow. Rings unt uns, soweit das Auge schaut, ist alles Friedhof. Die schwarzen Vögel mästen sich. fen Kot. 15. Feber: Bad und Entlausung. 16. Feber: Weiter ins Feldspital Nr. 1. Gebadet, geräuchert und rasiert. Weiter nach Pelcza. Spital in einer Kirche. 17. Feber: Weiter nach Milcza. 18. Feber: Weiter ins Sammelspital in Dubino. Bad, Räucherung, Entlaufung. R 19. Feber: Weiter nach Rudnia ins Spital Nr.. 5/ I. Außer Rauchzeug und Geld wird alles abgenommen. Wannen- und Douchebad, dann schleppen sie uns auf einer Tragbahre zur ärzt lichen Visite. Täglich gibt es fünf Sport. Die Wärterin fchennt mir ein neues Sadtud). Ein fatholischer Geistlicher bringt uns töglich Zei tungen bekannten Inhaltes. 27. Dezentber 1915: 3 Uhr Tagivache, 7 Uhr Abmarsch. Zwei Musiten und Frauen und Stinder von Kameraden begleiten uns. Das Scheiden ist ein schrecklicher Anblid. 28. Dezember: Jaroslau. Ueberall 11. Jänner: Stryniatyn. Große Flä Wüste, Schüßengräben, Friedhöfe, Einzelgräber; chen Kartoffeln ungeerntet. Viel umherliegende schlecht verscharrte Leichen reden ihre Knochen in Munition. die Höhe, Brückenfolosse liegen im Wasser. Nie- 12. Jänner: Vormarsch mit Uebung im tiedergebrannte Wälder; je weiter, desto ärger wird Ein Held war ich sicher nicht, sondern nur die Wüstenei. Zerlumptes Volt läuft herum, 14. Jänner: Halbtot und verhungert in Soein gemarterter Mensch, wie so viele Millionen Stinder bitten uns um Brot, das wir selbst nicht lasyn angekommen. Deckung graben. èrieger. Und unsere offiziellen Helden? Nichts haben. Hier ruhen Deutsche und Russen fried- 18. Jänner: Unbekannter, von den Einwoh enderes waren die meisten als gemeine, feige tich nebeneinander, die Gräber der ersten mit nern verlassener Ort. Ein Haus brennt. Donterle, die vor jeder Maus erschrocken sind. Birtenkreuzen und Helmen geschmückt. Raner der schweren Geschüße. Raner der schweren Geschütze. Hund geschlachtet. Selden nennt man die, die den Tod fürs Va- arusko: Frauen bauen eine Feldbahn. Es friert. erland" gefunden, und jene armen Teufel, die 29. Dezember: Sokal, dann Schwitza- 19. Jänner: Botnima. Viel Train und eute als Strüppel unsere Gassen zieren. Doch wa. Jeder Blick streift Spuren schweren Rin- Autos. Kanonendonner. In den Sumpf ge- 22. Feber: Wir erhalten unsere Sachen zu e alle tönnen nicht dafür, Held in irgendeiner gens. Nichts wie Drahtverhaue, Schüßengräben, fallen. rid. Alles verbrannt und kaputdesinfiziert. Form geworden zu sein, denn sie zogen ja nicht alles ein Stotmeer, aus dem da und dort LeichenWeiter gehts nach Radziwillow und dann am reiwillig aufs Schlachtfeld. Es sind alberne teile herausrageit. 23. Feber nach Lemberg, wo wir von einem Närchen, wenn sich heute noch jemand rühmt, 31. Dezember: Stationswache. Bei Ablösung Spital ins andere geschleppt wurden, schließlich Sies oder jenes vollbracht zu haben. Denn jede in den Bach gefallen, weil total finster. ins Spital III, to uns jedes Haar ant Körper jegenannte Heldentat geschah nur aus Notivehr. rasiert wurde; dann wurden wir splitternadt jur Den Krieg abzuwehren, war damals die Ar30. Jänner: Abmarsch in die Stellung. besseren Augentveide der jungen Wärterinnen, eiterschaft zu schwach, zu ungebildet, zu zerflüfTäglich Nachtdienst vor dem Drahtverhau. Ein die in ganzen Massen dem Arzte zur Hand et. Sagte mir doch ein Stollege, Menschik ist 2. Jänner: Sonntag. Angriffsübung. Ein Sumpf trennt uns von den Russen; wir fönnen waren, dem Arzt vorgestellt. Dann gings ins in Name: Werden Sie sehen, nach dem Kriege Russengrab; der Tote streckt die Hand in die nicht hinüber und sie nicht herüber. Stets leb- Spital für Ohrenleiden, wo der Stabsarzt bewirds besser!" Freilich, er war sicher vor'm Ein- Luft. Daneben ein zweites: Beine abgefressen. haftes Geschütz- und Gewehrfeuer. Stets Hun- schränkte Hörweite feststellte. Alle Nationen was siden. Und was taten die Herren Aerzte? Sie 4. Jänner: Laues Wetter. Kot zum Versinger. Nachts auf Posten, tagsüber in Walde um ren hier vertreten. Behandlung gibi es teine. hidten Krante, Taube, Blinde auf Kommando fen. Gelenksübungen und Defilieren. Lauter Holz und Ruten zum Ausflechten des Grabens; Lauter Settiererei. Doch sind wir Deutschen is gefund" ins Feld. Ich selbst wurde noch Kartoffeln als Nahrung. Fürchterlich viel Ra- die Stellung war dem Herrn Oberstleutnant nie mit den Tschechen in der Mehrheit und behaup in der Garnison durch einen unglücklichen Schuß ben und Krähen. schön genug. Zum Läusesuchen fehlte die Zeit. ten das Feld. Unter uns gibts nur Kriegsgeg cines wenig ausgebildeten Erfahreservisten halb- 6. Jänner: Holz- und Wasserschleppen. Es wimmelt von Läusen. ner. Aber alle müssen wir wieder an die Front, aub gemacht. In Behandlung tam ich zu einen 7. Jänner: Vormittags Gelentsübungen, 15. Feber: Nachts am Posten gabs einen wogegen die Kriegsfreunde hier bleiben. erfoffenen Studenterl, der mich nach drei Ta- dann ärztliche Untersuchung der Geschlechtsteile. Zusammenstoß mit Stabsfeldwebel Balzer, da Nach mehrtägigen, mühseligen Wanderungen en als gesund dem Oberstabsarzt vorstellte, Nachmittags Siegelschupfen und Reinigung ich ihn in der Finsternis nicht fah und seine Ant- lange ich wieder an der Front bei meiner Ab opdem das Leiden nicht im geringsten fich ge- einer zusammengeschossenen Kirche. Hernach strö wort auf meinen Anruf nicht verstand. Auf teilung an. Ich soll nur Tagesdienst leiſtant. Ebert hatte. Und so mußte ich Held" werden, en Weiber in Massen in die Kirche. seinen Befehl ging ich zur Marodenvisite wegen 8. Jänner: Ziegelfchupfen zum Ofenbau. 10. März: Ein Russe sandte mir beim Was meines Ohrenleidens. Der Arzt, ein Student, erholen einen Gruß Tnapp vor die Füße. Heute noch bin ich gegen Aerzte mißtrauisch. 1. Jänner 1916: Kadett Schramel, im Sinterlande ein stierer Beut!", drückt uns niedergeschlagen die Hand. 20. Jänner: Marsch über Felder und Reserbestellung im Walde. Ankunft in Reservestellung und Begrüßung durch Oberstleutnant Stulinfty. Dreimal Hoch. Dann Einzug in die Erblöcher. 26. Juli 1924. daß nach den zum ersten Punkte erstatteten Borschlägen ein Notfond für den Bezirk Reichenberg gebildet wurde, welcher während des Krieges zu unterstützungszwecken in besonders krassent Notfällen für Organisationsmitglieder oder ihre An gehörigen verwendet wurde. In ihrer Berachtung veformist scher Arbeit waren Streibich, Baum heier und noch einige andere ihrer Freunde vom Quertreiberklub" sehr schwer dazu zu bringen, die für Angestellte der Arbeiterinstitute beschlossene 10prozentige Gehaltsabgabe zu leisten. Erst unter dem Drucke der Veröffentlichung dieser Ab gaben ließen sie sich dann auch zum Zahlen herbei. Die Tätigkeit der wenigen gewerkschaftlichen Funktionäre, die während der Kriegszeit im Rei chenberger Gebet dauernd oder zeitweise in ihrem Wirkungskreise verbleiben konnten, waren allerdings ausgefüllt mit der Arbeit zur Linderung der Arbeitslosennot, der Unterstützung unzähliger hilfesuchender Angehöriger von eingerüdten Drganisationsmitgliedern im Stampfe um den Unterhaltsbeitrag und anderen Arbeiten, im Kampfe gegen die tägliche Lebensnot der Arbeiterschaft. Mit dieser Arbeit haben sich Sereibich, Neurath und Konsorten allerdings nicht abgegeben. Mit dem Ausgeführten will ich fennzeichnen, daß in jener Konferenz weder Schäfer mit einer Kriegsrede, noch ich als leidenschaftlicher und warmer Verteid ger der Kriegspolitik Schäfers" auftreten fonnte, Vielleicht bemüht sich der Rebatteur des Vorwärts" in seinem Zettelfasten nachzuschauen, ob nicht doch noch eine andere Kon ferenz zu finden ist, wo diese Reden gehalten wur den. Wenn nichts mehr zu finden ist, dann meine ich, muß er nach einer anderen Antvort suchen. Es fällt mir natürlich nicht ein, mich mit diefen Ausführungen gegen den Vorwärts" zu ver teidigen. Die Darlegung soll nur aufzeigen, zu welchen Leistungen die heutigen Journalisten des fommunistischen Vorwärts" wenige Tage vor ihrem Anti- Kriegstage wegen Stoffmangel greifen müssen, um Leben in der Bude zu erhalten. Ein lieblicher Polizeistaat. Man holt in Brag einen Gerichtszeugen nach einmaliger Borladung bei Tagesanbruch aus dem Bett und stedt ihn in den Bolizeiarrest. Die Prager Justiz und Polizeibehörden haben sich gestern ein Hirschauer Stüdlein ge leistet, dem auch in diesem ereignisreichen" Staate nicht leicht etwas zur Seite gestellt werden kann. Ohne viel Umschweife wollen wir zunächst der Deffentlichkeit das bezügliche Dokitment zur Stenntnis bringen. Parteisekretär, Genosse& uplent, teilte gestern der Redaktion unseres Blattes in einem Briefe vom 25. Juli 1924 folgendes mit: Werte Genossen! Heute früh vor halb 6 Uhr wurde ich in meiner Wohnung in Zizfom, Svatoplutova 10, durch einen Polizisten gewedt und aufgefordert aufs Polizeikommissariat mitzugehen. Die Ursache konnte mir der Wachmann nicht sagen. Als loya ler Staatsbürger" leistete ich Folge, da ich ja bei den vielen Schutzgesetzen nicht wissen konnte, welchen Verbrechens man mich beschuldigt. Der sehr höfliche Polizist führte mich hinter dem Hause ab, damit, wie er meinte, es niemand sehen soll", daß ich von der Polizei geholt worden bin. Kann die Polizei einen 3eugen stundenlang in den Arrest steden? Jm zaristischen Rußland hat man nur politische Verbrecher bei Nacht und Nebel den Gefängnissen zugeführt, während bei uns auch ein harmloser Gerichtszeuge schon eingesperrt wird. Mit Bartcigruß Franz Knplent. Inland. Seite 5. Die staatsgefährlichen Antifriegsfundgebungen. Vielleicht interessiert sich das Ministerium des Innern und die politische Landesverwaltung dafür, in welcher Weise die Bezirksverwaltung in Wittingau das Anfuchen um die Bewilligung einer öffentlichen Volfsversammung in Erdweis mit dem Programm„ Antifriegsfundgebung" erledigt hat. In der Wittingauer Zuschrift heißt es: ,, Meichzeitig bewillige ich einen Umzug( fei nesfalls jedoch Demonstrationen), tvelcher sich um halb 1 Uhr nachmittags am 27. Juli von Sophieuwvald nach Erdweis und von da nach Zuggers und von Zuggers zurück nach Erd. weis ins Gasthaus der Anna Cervenka bewegen wird. Soweit Sie angeben, daß im Umzug Tafeln mit Aufschriften gegen den Krieg getragen werden, fordern wir Sie auf, uus sofort alle Aufschriften, welche beim Untzug ge tragen werden sollen, anzuzeigen, worauf Jonen nachträglich die Bewilligung zur Tragung gegeben werden wird, soweit diese für cin wandfrei befunden werden. Das hier vorgelegte Platat mit der Aufschrift: Die Ueberlebenden", Krieg dem Kriege", wird gemäß§ 23 des Druckgesetzes zur Platatierung nicht bewilligt, nachdem die Darstellung der schredhaften, ausgebungerten Köpfe ohne Augen öffentlichen Anstoß erregen fönnte. Es ist dager, mit Rücksicht auf die öffentliche Rabe und Ordnung, nicht gestattet, die Plakatierung vorzunehmen." dieser Komödie, nämlich, daß sich damit die hochMit der Feststellung des Sinnfälligsten an löblichen Gerichts- und Polizeiherren von Brag Beim Polizeifommissariat gab es unfagbar lächerlich gemacht haben, ist die Sache teine Einvernahme, sondern man fragte feineswegs erledigt. Denn es ist etwas ganz un mich nur, ob ich ein Taschenmesser babe, glaubliches und Ünerhörtes, daß man in dieser und da ich ein solches hatte, nahm man mir das demokratischen Republik einen Gerichtszeugen 7 Zentimeter lange Taschenmesser ab und hieß nach einmaliger Vorladung in aller Serr mich einem Wachmann folgen. Plöglich befanden gottsfrühe durch Polizeigewalt aus dem Bette wir uns im Arrest lokal, der Wachmann vertreibt und wie einen Verbrecher zum Rotter schwand und sperrte hinter mir die Tür ab, führt. Der Richter, der ohne zweite und dritte damit ich ja nicht entweichen könne. Dort jab ich Vorladung, derart„ amishandelt", scheint in nun 1% Stunden, bis mich wieder ein Polizist ins feinem Studium der Rechtspflege im Mittelalter Bezirksgericht Zižlow führte, wo ich beim stehen geblieben zu sein oder aber ostasiatische Rertermeister, einem durchaus nicht höflich Bräuche in das Rechtsleben der Tschechoslowafei der Bezirksverwaltung, aber Demonstrationen" zu nennendem Manne, abgegeben wurde, welcher einführen zu wollen! Außerdem aber scheint es will sie feineswegs bewilligen. Man denke: Defehr ungehalten darüber war, daß ich mich der der gestrenge Herr, der nicht einmal mit den bemonstrationen gegen den Krieg! Daran fönnte deutschen Sprache bediente.( Bisher habe ich stehenden Vorschriften sein Auslangen findet, bei der Neumilitarismus am Ende gar Anstoß neh nicht gewußt, daß ein Häftling der Staatssprache Der Umzug findet noch Gnade in den Augen mächtig sein muß.) Beim Herrn Kerkermeister saß sich selber nicht an allzugroßer Gewissenhaftigkeit men. Auch die im Umzug zu tragenden Tafeln In der Einleitung des Vorwärts" Berichtes ich nun wieder eine Stunde.( Ein Sträfling, leiden. Denn sonst hätte er sich bei dem Amts- mit Aufschriften erregten das größte Bedenken der wird auch die zu Beginn des Krieges erfolgte beder neben mir die Wäsche bügelte, sagte mir ver- organ, das die Vorladung am 1. Juli zustellte, weisen Bezirksverwaltung und sie will nur solche hördliche Einstellung des Vorwärts" erwähnt. traulich, ich solle nur teine Angst haben, erfundigen müssen und hätte erfahren, daß der Aufschriften gestatien, soweit sie fie als„ ein. Darüber etwas im Zusammenhange mit der dabesser gekleidete Menschen bekommen Beuge die Vorladung nicht einmal selber unter- wandfrei" befindet. Vollends unmöglich ermaligen Konferenz zu sagen, ist wohl nicht meine höchstens 24 Stunden Arrest oder zahlen schrieben hatte. Aber nicht nur der Richter, son scheint ihr die Affichierung des Plakates von Sache. Aus meiner persönlichen Erinnerung will 50 K Strafe.) Endlich um 8 Uhr wurde ich in ein bern auch die tüchtige Prager Polizei hat sich State Sollaviz mit der Auschrift Die Heberle ich aber doch feststellen: Der Vorwärts" wurde Gerichtszimmer geführt und dort hörte ich, mit diesem Verfahren ihr Verdienst erworben. benden" und Krieg dem Kriege"." Der befannte damals sofort bei Striegsausbruch infolge eines welchen Verbrechens ich beschuldigt werde. Am Denn auch der Polizei des Herrn Bienerth muß Herr Unleserlich" hat auf dem Bild„ ichref. Artikels eingestellt. In einer Siyung, an der ich 2. Juli wurde mir eine Vorladung zu einer es bekannt sein, daß sie nicht berechtigt ist, einen ten haste, ausgehungerte. Köpie teilnahm, wurde darüber beraten, ob ein Ersatz- ings nie gesehen habe. Naj der unterschrift fab sur Schlafenszeit aus den Federn zu tromunelnichen Anstoß erregen. Ja, bei wem Zeugenaussage zugestellt, melche ich aller Beugen, nach einmaliger vergeblicher Vorladung, ohne Augeu" gesehen. Das tönnie„ öffen is blatt herausgegeben werden soll. Es lonnte nur ein Ersatzblatt mit bedeutender Einschränkung ber ich heute, daß meine Frau in meiner Abwesen und abzuführen. Vollends standalös aber denn? Sind denn die Urheber des Weltkrieges Bewegungsfreiheit in der Schreibweise in Beheit die Vorladung bestätigt hatte. Da meine Frau wird die Sache mit der Inhaftierung des ein vom Staate gegen alle Angriffe zu schützendes tracht kommen. Die Sibung beschloß einstimmig, gerade am 2. Juli zu ihren Eltern abreiste, dürfte Beugen.- Ja was glauben denn diese Büro- Rührminichten? Die öffentliche Ruhe und Drddie Herausgabe dieses Blattes der Reichenberger fie wohl infolge der Reisevorbereitungen vergessen fraten eigentlich, die sich da erdreisten, einen nung fönnte durch Blafate und Aufsäristen geTagespost", welche ebenfalls in den lebten Tagen haben, mir davon mitzuteilen. Ich war die ganze Beugen früh morgens in den Arrest zu stecken, mehrmals Gegenstand der liebevollen Betrachtun Zeit seither ununterbrochen in Prag, gehe früh ins um ihn dort warten zu lassen, bis es dem tört werden, so meint der Herr in Wittingau. cent des Reichenberger Vorwärts" var. EinBüro und Lomme abends nach Hause, fann also Herrn Richter paßt, ausgeschlafen und verhand. Doch nun die öffentliche Ruhe und Ordnung" ſtimmig wurde der Beschluß auf die Herausgabe in der Wohnung, soet wahrend bes Tages in der für und den llebergriffen Tür und Tor, wenn tige Menschen in ſchredenvaſte, ausgehungerie jederzeit entweder abends oder morgens bis 7 Uhr lungsfähig zu ſein? Da öffnen sich ja der Will seney, welche durch ihre Schuld geſunde, kräfoder Kanzlei angetroffen werden. Es wurde mir aber man einen zum Male schuldlos fäumigen Röpie" verwandelt haben! Hoffentlich hat inzwinicht, wie es in der Strafprozeßordnung heißt, eine 3eugen der persönlichen Freiheit berauben schen die politische Landesverwaltung den Herrn zweite Vorladung gesendet, und ich fann. Nach den Schilderungen seiner Mithäft in Wittingan darüber belehrt, daß er sich body wurde auch nicht, wie es das Geses vor linge, fann Genosse Stuplent wohl noch von Glück nicht mehr so aufführen darf, wie er es etwa schreibt, dem Richter vorgeführt, sondern wie ein reden daß er besser gekleidet" war. Sonst hätte im Jahre 1917 getan hat. Verbrecher vor Tags aus dem Bette geholt und in er wohl noch längere Zeit im Arrest verweilen den Arrest gesteckt. Und warum? Weil ich eine lönnen. 3eugenaussage zu leisten habe, in einer Angelegenheit, welche einige Jahre zu brachen nicht dagegen, stimmten nicht dagegen. Sic lehnten also ebenfalls die Sicherung und Erhaltung von Parteiunternehmungen" nicht ab." Das Gespenst Poincaré. Berlin, 25. Juli. Zu den Konferenzverhandungen meldet das Berliner Tageblatt": Die Dinge haben sich so entwickelt, daß die Vollkonferenz fast nur aus Auseinanderseßungen und Vermittlungsversuchen zwischen den Bantiers und den Franzosen besteht. Es hat den Anschein, daß die Bantiers nicht nachgehen werden. Von Herriot verlautet, daß er auf die Frage, ob er den Vermittlungsvorschlag der Banfiers annehmen wird, scantwortet habe: Ja, wenn er den Frieden und cine Regelung brächte. Aber alles, was er bringen wird, ist ein neues Kabinett Poincaré. Später faust ein Schrapnellsplitter knapp über mich in die Mauer"; ein glücklicher Tag. Schwere Arbeit. Zum Postenstehen erhalte ich ein Gewehr ohne Verschlußkolben. rüddatiert. Der Herr Richter, welcher mich um ¼46 Uhr früh aus dem Bette holen und vorführen ließ, war allerdings um halb 9 ihr noch nicht im Amte. Da ich nicht willens war, so lange zu warten, bis der strenge Herr aufgestanden sei, stellte mir der Schrei ber beim Bezirksgericht eine Vorladung für den 29. Juli aus und entlicß mich. Wir fordern das Polizeipräsidium ebenso wie die zuständige Justizbehörde dringend auf, die Angelegenheit sofort und auf das Genaueste zu untersuchen, die schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und zu bestrafen und dem Zeugen die entsprechende Genugtuung zu verschaffen. und weiter fordern wir, daß die betreffenden Herren Präsidenten dafür Sorge tragen, daß sich solch unerhörte Uebergriffe nicht ein zwei Ich frage nun: Kann ein Richter ungestraft tes Mal creignen fönnen! eine derartige ungeseßliche und dem moralischen Empfinden hohnsprechende Anordnung treffen? schleicht sich Korporal John, da ich auf Posten bin, an mich von hinten an und überrumpelt mich. Auch eine Heldentat, weil ja, besonders in der Reserveſtellung, von rückwärts kein Feind 19. März: Ein Schrapnell schlägt knapp fommen fonnte. neben meinem Schwarmtommandanten ein und 11. Mai: Abends besucht mich am Posten wirft ihn zu Boden, ohne ihn zu beschädigen. Korporal Knausch, ein alter Parteigenosse, der Die Kameraden find ungehalten darüber, daß ich selbst in Mißkredit bei den Höheren und Gleich feinen Nachtdienst zu machen brauche. Ich gestellten gekommen ist, und wir tauschen unsere melde mich deshalb freiwillig. Einige Tage Gedanken aus. Ein Rotfehlchen fommt geflogen barnach stoße ich mit dem zweiten Stabsfeld- und setzt sich auf den Stacheldraht. Es fingt. webel, der Losung und Feldruf im Flüsterton Snausch macht mrich darauf aufmerksam. Ich Cofing abgab, zusammen. Da ein Feind nicht kommen sehe, wie sich des Vogels Hals bläht und sein fonnte, ließ ich den Stabsfeldwebel an mich her- Schnäbelchen bewegt; aber ich höre seinen Genkommen. Seine Begrüßung:„ Du blöder sang nicht. Ich muß an mich halten und alle Sterl, wie tannst Du mich heranlassen?", cr- Straft zusammennehmen, um nicht laut aufzu widerte ich mit: Herr Stabsfeldwebel, Sie weinen. wiffen genau, daß ich am Posten stehe, und daß ich Flüsterton nicht verstehe. Nächstesmal werde ich jeden, der nicht laut genug Antwort gibt, niederknallen. Befehl ist Befehl!"( Seitdem hatte ich Ruhe und niemals mehr hatte ich Be uch auf dem Posten.) Fleisch und Brot sind Raritäten; dafür gibts umsomehr Läuse; schade, daß die nicht genießbar sind. www Aus Neutitschein werden wir übrigens verständigt, daß dort die politische Bezirksverwaltung unter anderem das Tragen folgender Aufschriften im Demonstrationszuge verboten hat: Soldaten, bergejset nicht, daß Ihr Arbeiter im Waffenrod jeid", für das Seer 22.999,973.630 Kronen, für Schulen 599,750.451 Seronen", Rings Wohnungsnot, aber im Jahre 1923 170 Millionen Kronen für Kasernen". Auch im Tra gen dieser Aufschriften findet die Neutitscheiner Bezirksverwaltung eine Gefährdung der öffentliden Ruhe und Ordnung! Nicht die Tatsachen gefährden Ruhe und Ordnung, sondern ihre Feft stellung! Wir haben es herrlich weit gebracht! " liegen. Sonderbar, daß wir nicht ersoffen sind.. er( der Kaiser) jiegen? Das ist Wahnsinn!" FreiUnheimliches Artilleriefeuer. Etva um 5 Uhr lich, wir waren ja wie die Stelette, dagegen die Gefechtsbeginn. Die Russen greifen an. Ruffen lauter junge, gutaussehende Sterle. Aber Wir sehen die Erde sich mit" Toten bededen. dort war auch von Not nichts zu spüren. Man Oberleutnant Kunz, der so tief vergraben ist, wechselte uns unser Papiergeld aus und wir ers erhält Kopfschuß; sofort tot. Gegen Mittag Be hielten für 10 österreichische Kronen 3 Rubel. fehl zum Rüdzug. Wir hatten feine Reserven. Für 1 Rubel faufte man 10 Stück„ Pully" Die Russen brachen auf beiden Seiten von uns( Striegel) aus seinstem Weizenmehl, zusammen durch und kamen uns Wüchtenden infolge Um eiwa ½ Meter lang, ¼ Meter breit, eine gehung entgegen. Oblt. Ehrenbrand durch Kopf- Spanne hoch. Für 1 österreichische Metallkrone chuß getötet. Regimentkommandant hat sich gibts ½ Meter Wurst. Man kann kaufen soviel mittels Auto gerettet. Ein fürchterlicher Stugelman will und das Geld reicht. Mein angeschoßregen verfolgt uns. Mein riesenlanger Nachbar fener Kamerad tann nicht mehr weiter. Ich bitte läuft fnapp vor mir. Ein gleichzeitiger Aufschrei einen russischen Soldaten, wo man einen Arzt von uns beiden. Mir hat eine Ruge! nur die sprechen fönnte. Gutmütig werde ich an einen Schulter gestreift, ihm aber ging cine durch die hohen Arzt verwiesen. Auf meine Bitte kommt Brust. Schneit im größten Seugelregen Notver er fofort mit mir, besichtigt den Verwundeten band angelegt, wobei keine Kugel unsere Kör- und sagt mir, er solle sofort mit einem russischen per weiter beschädigte. Die Russen stellen das Soldaten zu ihm ins Spital tommen, es ist die Feuer ein, denn wir sind rettungslos gefangen. höchste Zeit, daß er in Behandlung kommt. Viele Es war Pfingstsonntag mittag. Von den Leute erbarmten sich unser und brachten uns Leiden der Gefangenschaft will ich nicht erzählen. Brot, Spec, Rečta( Buchweizenster;). denn die Erwähnen möchte ich aber, daß es auch unter meisten hatten nur wenig Geld. den Siegern gute und vernünftige Menschen gab. Jeder von uns könnte gewiß ein großes Infolge meiner tschechischen Kenntnisse konnte Buch Kriegserinnerungen schreiben. Ich glaube, 27. März: Reserveſtellung hinter Miatyu 9. Juni: Schon drei Nächte nichts geschla- ich manches aufschnappen und auch interpente daß feiner mehr sich nach solchen Abenteuern bezogen. Merage targ und schlecht. Lauter ge- fen. Dem Reg.- Kommandanten ist der Graben ren. Unter den uns begleitenden Russen war ein fehnt. Und wenn es heute wieder Leute gibt, die ochte Fische und Kraut. Waldarbeit. Von zu nicht schön genug. Umbauen und verschönern. Mann, dem der Ellenbogen zerschossen wurde, von ihren Seldentaten" erzählen, so ist mit Hause Freiheit und von Prager Kollegen an Mittags fällt einer nach dem andern vor Müdig und der wahrscheinlich infolge seines Schmerzes Sicherheit anzunehmen. daß es Aufschneider, Sere Parteiblätter erhalten. Alles greift gierig feit um und schläft ein, manche mit dem Werk- jeden von uns das Bajonett in die Rippen ge- Tachinierer sind, oder Bestien. Menschen, die darnach. Korporal Stunscher:„ Es gehört sich zeng in der Hand. Ich aber muß aus dem Walde rannt hätte, wenn ihn nicht sein Zugsführer da dort Beldentaten vollbrachten, gabs fait feine. nicht, in den Wald Zeitungen mitzunehmen!" Menage für den Schwarm holen. Da Laufgraben von abgehalten, und erklärt hätte, daß wir doch Und wenn einer im Stampfe zu wählen hatte Stamerad Hopfer gefallen. Zufallstreffer. Fas- verschüttet, muß ich auf der Oberfläche laufen. auch nur dasselbe taten wie die Russen, und zwischen dem eigenen Tode oder dem seines Ten: 5 Mann 2 Weden Brot. Fleischration ver- Olt. Sunz trägt mir deshalb eine Watsche" daß wir eigentlich gar keine Feinde sind. Einige Feindes, und es glückte ihm, den Feind zu töten, Mürzten: Erdbeerblätter. Tabaffassung an, die ich mit einem träftigen Fluch quittiere, Tage schleppte man uns durch die Ortschaften. Dann ist es eben ein Mörder, aber kein Held. besteht aus Buchenlaub. Wegen nicht strammer denn er traut sich ja doch aus seinem Erdloch In einer fleinen Stadt kam ein russischer Offi Vicle wurden auf solche Art zu Helden bewußt Baltung am Posten Anbinden zudiffiert. Ober- nicht heraus. Nachts Regen. Um 4 Uhr wache zier zu uns, besichtigte uns, sprach uns deutsch oder unbewußt. Aber nie mehr wollen wir leutnant Ehrenbrand:" Sie Idiot!" Nachts ich auf und bemerke, daß wir alle im Waffer an und rief aus: Und mit solchen Leuten will Mord helden werden! 12. Mai: Auf dem Wege in die Reserve stellung drei Kameraden von einer Granate getroffen. Einer schwer, einer leicht verwundet, der dritte in Feyen zerrissen. 7. Juni: Abends Alarm. Bei stocffinsterer Nacht gehts treuz und qu'er über Aecker und Sümpfe. Etwa um Mitternacht Stommando „ Eingraben!" Kargl. Seite 6. 26. Juli 19245 nehmenden Revision Erhebungen gepflogen wer- dürfe, daß sie Sonn- und Feiertags arbeiten, Iten verkennen jedoch nicht, daß die damalige den. Was die zahlreichen, wenn auch geringfügigen finben wir gleichzeitig folgende Mitteilung: deutsche Regierung ebenso teilweise am Betriebsunfälle betrifft, welche die BezirkskrankenAuf dem Austriaschacht 4 in Soborten wurde Kriegeausbruch schuld war, wie alle tapitalistischen und imperialistischen Rekasse in Racden erheblich belasten, wäre nur zu am Sonntag, den 31. Dezember 1916 gefördert. bemerken, daß mit Rücksicht auf die durch drinZur Nachtschicht sind nicht alle Häuer einge- gierungen. Dann ging Scheidemann dazu gend fertigzustellende Heeresarbeiten Heeresarbeiten bedingte fahren. Sie wurden deshalb vom Kommandanten über, nachzuweisen, daß die Deutschnationalen wieforcierte Arbeit, Benützung von Tag- und Nachtder Landsturm- Arbeiter- Rompagule in Soborten, derholt eine Demonstrationspolitik angeregt haben schichten, Verwendung von zum großen Teile noch Oberleutnant Frizz Gazek, zu je 48 Stunden ver- Scheidemann wandte sich sodann gegen das Treiungeübten weiblicher Hilfsarbeiterinnen trotz der urteilt und haben diese Strafe am Sonntag, den ben der Alldeutschen, besonders Ludendorffs besten Betriebsaufsicht und troß anstandsloser und seiner Freunde. Im weiteren Verlaufe seiner Arbeiterschußeinrichtungen eine Häufung von BeAusführungen betonte er, daß es vor allem d'e triebsunfällen unausbleiblich ist und leider, wie auch in allen übrigen gleichartigen für den Heeresbedarf arbeitenden Fabriken als unausbleibliche Folge des Krieges mit in Rauf genommen werden muß. Der.. Gewerbeoberinspektor: Unterschrift unlcherlich. Einheitsfront Kreibich Křepek- Knirsch. Die gesamte gegnerische Presse von den Gelben und Schwarzen über die Grünen bis zu den Moskowitern bietet in diesen Tagen ein herrliches Bild: so uniform und geschlossen wie diesmal hat man die Herrschaften noch nicht beisammen gesehen. Am Pranger, den wir den Kriegsheßern errich teten, haben sich die Feinde der Sozialdemokratie samt und sonders gefunden und im Verein mit den gebrandmarkten bürgerlichen Parteien erheben die Kommunisten, denen der sieghafte werbende Friedensgedanke der Sozialdemokratie bis in die Seele verhaßt ist, ein ohnmächtiges Wutgeschrei. Und da ergibt sich nun das Bossierliche, daß die Blätter ohne Unterschied der Richtung alle voneinander leben und abschreiben. Die Christlichsozialen schreiben wörtlich die Arqu mente" der Nationalsozialisten ab und diese wieder druden ganze Spalten aus dem fommunistischen Vorwärts" nach die Rommunisten besorgen jo vollkommen das Geschäft der Krieges. daß die Arbeiter und Arbeiterinnen zu Es war also eine unausbleibliche Folge des so Bürgerlichen, daß die agrarische" andpost"; Strüppeln wurden und infolge der Untevernährung im Bewußtsein dessen, daß der Vorwärts" und der„ Tag" in vollendeter Arbeitsteilung benonisch frank waren und daß die Fabrikanten Rampf gegen die Sozialdemokratie führen, es selber gar nicht mehr für notwendig erachtet, aus Eigenem etwas hinzuzutun, sondern sich begnügt, einfach auf den Vor wärt 3" zu verwei sen. Soweit ist es gekommen, daß sich die bür gerlichen Parteien bereits der Mühe enthoben fühlen, selber Argumente gegen die Sozialdemokratie ins Treffen zu führen sie halten es nicht mehr für notwendig: die Kommunisten machen das schon selber am besten. Wir wollen einmal aus der Schule schwatzen und den Herrschaften von Křepet über Knirsch bis zu treibich sagen, daß uns diefer Anblick eine ganz hervorragende Freude verschafft: alle zeigen, daß es nur einen Feind gibt, den sie fürchten müssen und daß ihnen dieser cine Feind, die verhaßte Sozialdemokratie, heute und in Zuhmit gemeinsam ist. Im Kampje gegen die Sozialdemokratic reichen einander Kominunisten, Hafenfreugler, Agrarier und leritale die Hände; eine Tatsache, die unschätzbare Bebeutung für die Aufklärung der Arbeiter und immense Berbekraft für die Sozialdemokratic besitzt. Wie es gemacht wurde! Warum die Arbeiter weniger leisteten. Bekanntlich waren nach den bürgerlichen Zeitungsschreibern auch die Arbeiter im Hinterland schuld daran, daß der Krieg für Desterreich verloren ging, weil sie zu wenig gearbeitet haben. Lassen wir einmal die Dokumente sprechen, worauf die Minderleistung zurückzuführen war: R.. Bezirkshauptmannschaft Raaden, am 30. Juli 1916. Es erscheint Herr Rassenleiter Görgner Franz in Raaden und gibt an: Die Firma Fichtl und Sachs in Tschirnih hat das Benefizium, unter dem Kriegsleistungsgesehe zu stehen. Darauf pocht sie und zahlt den Arbeitern sehr geringe Löhne, die Folge davon ist Unterer. nährung und ein nachweisbar riesig hoher Krankenstand. Diesbezüglich könnte der Rasfenarzt Dr. Schürer in Bürstein Auskunft ertei. len. Die Firma verdient riesig viel, nügt aber die Arbeiter sehr aus. Auch Frauen und unter dem Kriegsleistungsgeseß stehende Jugendiche werden zur Nachtarbeit herangezogen und werden nicht entlassen mit dem Hinweis dar. auf, daß die Firma unter dem Kriegsleistungsge feg steht. Bor mir: 8orn, t.t. Statth. Rons. Franz Görgner. Dieses Schreiben wurde zur Begutachtung an den Distriftsarzt Dr. Schürer in Bürstein geschickt, der es folgendermaßen beantwortete: R. t. Bezirkshauptmannschaft Raaden! In der Zeit vom 1. Jänner 1916 bis 31. Juli 1916 wurden von Arbeitnehmern der Firma Fichtel und Sachswerte zirka 230 Krantenmelde. Scheine bei mir abgegeben. Hievon entfielen auf: Erwachsene 118 Jugl. unter 18 Jahren 42 Männl. Weibl. Erwachsene 48 Jugl. unter 18 Jahren 23 Krankengeld bezogen hievon 181. Die Mehr zahl der Erkrankungen besteht in kleineren Verlegungen, Bellgewebsentzündungen, Rheumatismus, Magen. und Darmerkrankungen. Der Zustand der Unterernährung ift bereits bet einem großen Teile ber Ertrantten su fonstatieren, bei der Knappheit und den Preifen der Lebensmittel die besten Geschäfte machten. Wie sie noch im Frühjahr 1918 mit ben Arbeitern umgingen! Die Betriebsdirektion der Brucher Kohlenwerfe erließ am 1. April 1918 folgendes Rundschreiben: Jene Schächte, welche eine Fehlschichtenzahl von über 17 Prozent bei der Gesamtmannschaft und über 19 Prozent bei den Häuern aufweisen, mögen sogleich e'ne entsprechende militärärztliche Ueberprüfung der vermutlichen Simulanten einletten". Im Frühjahr 1918, wo die Arbeiter ausge mergelt waren, zermürbt vom Hunger, wante mon es noch, fie als Simulanten zu bezeichnen, wenn fie nicht jene Arbeitsleistung aufwiesen, die dem ausbeuterischen Grubenkapital gerade weddienlich erschien! Arreststrafen für versäumte Sonntagsschichten. Während das f. f. Revierbergamt Komotav am 12. August 1916 in einem Erlaß des Militärkommandos Leitmeriß die Weiſung erteilte, daß auf Seriegsgefangene lein Druck ausgeübt werden 21. Jänner 1917 verbüßt. Bestraft wurden die Häner: Papovsky Alois aus Turn, Papovsky Johann Sozialdemokraten im Auslande sind, aus Turn, Soucer Anton aus Turn, Pruska Wen. die fich für Deutschland in der Schuldfrage einsehen. Redner kritisierte dann noch das Treiben zel aus Soborten und Rupprich aus Soborten. des früheren Kaisers und Ludendorffs, wobei Dem Militärkommando behuis Scheidemann von den Deutschvölkischen wieder weiterer Beranlaffung zur Bertigung holt durch Zwischenrufe unterbrochen wurde und führte zum Schlusse aus, er bedauere, daß die französische Reg'erung die ersten Hoffnungen enttäuscht habe, denn man sehe jetzt einen Erfolg des französischen Nationalismus, stellen... Jm April 1918 arbeiteten der Schadowitzer Bergbaugesellschaft ihre Arbeiter zu wenig. Obwar sich die Firma der technischen Mängel des Betrieves wehi bmoußt war und ſie dies fogar öffentlich in einer Rundmachung zugab, erließ sie gleichwohl im Anschluß daran und an die Behauptung daß die e technischen Mängel behoben feien, folgende Kundmachung an die Arbeiter: „ Der Förderungsrüdgang hat jeht lediglich feinen Grund in der Minderle ftung einzelner Grubenarbeiter. Scheidemann wandte sich hierauf gegent die Deutſchnationalen und sagte, daß diese den schärfſten Stompf gegen das zweite Bersailles an gefünd gt haben, es jetzt aber schlucken wollen da der Bürgerblock ihnen eine Messe wert ist. Die Deuthnationalen scheuen einen neuen Appell an das Vor, wir aber sehnen einen Wahlfa mpf herbei. Wir werden ihn führen für das Sachverständigengutachten. für den Achtstundentag, gegen die Brota verteuerung und die Schutzölle. Lages- Neuigkeiten. Krieg im Frieden. Für die Erreichung der derzeitigen geringen Förderung brauchen wir nach den jetzigen Grubenverhältnissen einen Manichaftsstand in der bisheri. gan Höhe nicht, und da infolge schwieriger Materialbeschaffung eine bem jeßigen Mannschaftsstande entsprechend, bedeutend höhere Förderung kaum möglich sein wird, sehen wir uns veranlaßt, den Tödliches Unglüd bei den Uebungen in Milowiß. Betrieb einzuschränken, was in der Weise erfolgen Prag, 24. Juli. Amtlich wird gemeldet: Ge wird, daß wir den Mannschaftsstand entsprechend stern nach 11 Uhr ging bei der Instruktion der reduzieren und in erster Linie jene Arbeiter, Mannschaft des Inf. Regt. Nr. 9 in Milowiß welche ihre vorgeschriebenen Leistun auf bisher unaufgeflärte Weise ein gen nicht erreichen, dem Militärtommanda behufs wetterer Veranlas fung zur Verfügung stellen. 3m gleichen Raße wird der Obertagsbetrieb eingeschränkt und trifft obige Verfügung auch jene obertags beschäf= tigten Arbeiter, welche ihre Arbe't nicht mit dem entsprechenden Fleiße verrichten." Schwabowih, den 17. April 1918. Bergbirektion der Schwadowißer Bergbaugesellschaft: Franz Fiß. Stillstand in London. Montag Bolligung. Keine Pariser Reise Herriots. Paris, 25. Juli.( Eigenbericht.) Die Londoner Konferenz befindet sich immer noch im Zustande der Stagnation. Auch der Freitag hat in der zum Angelpunkt gewordenen Frage der Sanktionen teinerlei Fortschritte gebracht; beide Parteien beharren auf ihrer Position. Mit großer Spannung sicht man dem Ergebnis der Unterredung entgegen, die heute nachmittag zwischen Herriot und dem amerikanischen Staatssekretär Hughes stattgefunden hat, und von der man allgemein eine Annäherung der beiderseitigen Standpunkte erhofft. Die Einlabung der deutschen Regierung ist nunmehr prinzipiell beschlossen; die am Don nerstag durch Vermittlung des englischen Botschafters in Berlin erfolgte Ankündigung hat je doch nur einen offiziösen Charakter. Ueber den Tag, an dem die Verhandlungen mit Deutschland beginnen sollen, und vor allem über die Form, in der sie stattfinden sollen, wird erst in der Plenarsißung der Konferenz, die für Montag angesetzt ist, entschieden werden. Von großer Bedeutung ist, daß die beiden juristischen Sachverständigen, die am Donnerstag ihr Gutachten abgegeben haben zu dem Schluß gelommen sind, daß der Dawesplan Bestimmungen enthalte, die der Zustimmung der deutschen Regierung bedürfen. Von der Pariser Presse wird in großer Aufmachung eine Meldung verbreitet, wonach die deutsche Regierung ihre Zustimmung zu dem Sachverständigenplan von drei Bedingungen abhängig machen werde: 1. Verhandlungen mit ihren Delegierten auf dem Standpunkt der völligen Gleichberechtigung mit den übrigen Delegierten. 2. Militärische Räumung der Ruhr. 3. Räumung des Brüdenkopfes von Köln zu dem im Friedensvertrag festgefeßten Termin vom 10. Jänner 1925. Die Richtigkeit dieser Information voraus gefeßt, soll man in den Konferenzkreisen ents schlossen sein, über die erste und dritte Bedingung als nicht in den Rahmen der Konferenz fallend jede Diskussion abzulehnen; bezüglich des zweiten Punktes will man erst abwarten, wie veit er durch die Erfüllung des Damesplane 3 durch Deutschland tatsächlich gerechtfertig wird. Der Sonderberichterstatter des Matin" i London ist ermächtigt, zu erklären, daß Her= riot nicht beabsichtigt, nach Paris zurückzukehren. Die Kriegsschuldfrage im * Reichstng. Es heißt in der Erklärung weiter: Wir billigen es, daß die Reichsregierung die Kriegsschuld. frage aufgegriffen hat, und sind bereit, sie bei Consequenter Durchführung ihrer Außenpolitik mit allen Kräften zu unterstüßen. blinder Schuß aus einer Tankkanone los. Hiebei wurden der Freiwillige Antonin Soči getötet und der Rottmeister Johann lesta schwer verleßt. Beide standen in der Nähe des Tanks. Es wurde sofort eine Unterjuchung eingeleitet. Die Unbelehrbaren. Der zehnjährige Gedenktag des Kriegsbeginnes soll nicht nur ein Tag des Protestes, sondern auch ein Tag tiefster Trauer sein. Beschämend ist es da, wenn die Ortsgruppe Tet schen des Bundes der Kriegsverletzten just am Antikriegstag nichts besseres zu tun weiß, als ihre - Jahresversammlung abzuhalten. Was aber soll man zu der Art, in der die, a meradschaftsverbände" von Beitmerig den zehnten Jahrestag des Kriegsbeginnes begehen, sagen? In großen Plakaten, die in alle Orte Nordböhmens versendet wurden, fündigen diese Veteraner, die bis heute den Verlust der Hahnenschwanzfedern und des Gott erhalte" noch nicht berwunden haben, einen Gedenk- und Opfertag" an. Dagegen wäre nichts einzuwenden. Sieht man sich aber das Program m an, wird man sofort anderer Meinung sein. Zuerst: Männerchor.( Velleicht: Siegreich wollen wir die Feinde schlagen..."?) Dann kommt die unvermeidliche Feldmesse. Ohne Feldkurat fein richtiges Veteranerfest, ebensowenig wie ein Kameradschaftstag! Und damit auch die Tränen drüsen und die butterwe chen Gemüter nicht vernachlässigt werden, wird nach der Feldmesse das schöne Lied: Ich hatt einen Stameraden gesungen. Ein Kaiserhoch", das Gebet vor der Schlacht" und das Gott erhalte" sind im Progranim nicht vorgesehen. jedoch nicht aus Nachlässigkeit oder Versäumnis, sondern aus unpatrio tischem Respekt vor den republikanischen Gesetzen. Der wichtigste Teil des ganzen sauberen ,, Ge denktages" aber ist für den Nachmittag vorgesehen. Festzug, Voltsfest mit Konzert. Ein Voltsfest als Zeichen des Gedenkens an Millionen Tote, Gemordete, an eine Zeit tiefster Not ungezählter Millionen, des sittlichen und kulturellen Berfalles! Ein Konzert und Belustigungen zum Gedenken an all' die Wunden, die der Krieg schlug! Ein Festzug zum Andenken an d'e endlosen Züge unglücklicher Menschen, die vor zehn Jahren in Berlin, 25. Juli.( Reichstag.) Der Reichsden Tod marschierten! Fürwahr: einer solchen tag beendete zunächst die Aussprache über die ErGefühlsroheit ist nur das deutsche werbslosenfürsorge und nahm die Ausschußanträge Bürgertum und seine kritik- und urteilslosen an. Reichsarbeitsminister Dr. Braun wies auf das Wort, der ausführte: In einent Teil des Sierauf ergriff Reichskanzler Dr Mark Trabanten fäh'g. die Not der Kurzarbeiter hin, die immer Hauses scheint man tatsächlich noch über die Stel- sche Schandrummel wird ein wenig humanitär Der ganze militaristisch- österreichisch- patrotibeunruhigender werde. Der Reichstag trat dann in die erste Be- lung des Reichskabinettes zur Außenpolitik in vevbrämt, indem angeblich der Reinertrag den ratung des Notetats für 1924 ein. Namens des Unkenntnis zu sein. Der Reichsaußenminister hat Seriegsinvaliden, Witiven und Waisen gewidmet Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der in der Sigung des auswärtigen Ausschusses auf wird. Oh, das deutsche Bürgertum iſt human! Demokraten gab Abg. Fehrenbach, eine Er- zahlreiche en ihn gerichtete Fragen, darunter auch Es ist so gerne bereit den Invaliden h`lfreich unter flärung ab, wonach diese Parteien eine politische über die außenpolitische Lage Auskunft erteilt. Die Arme zu greifen, aber es will etwas haben Debatte in gegenwärtigen Augenblick für wenig angesichts derselben und angesichts der Tatsache, dafür mindestens eine Hey""; und sei es auch bei zweckmäßig halten. Sie beschränken sich darauf, daß gegenwärtig über das Ergebnis der Londoner einem Gedenktag an den Ausbruch eines wahndie Politit des Reichskabinettes als deren Ziel Konferenz noch nichts feststeht, hält es die Reichs- finn gen Völkermordens. Aber die Humanität des sie die Regelung der Reparations- regierung für nicht zweckmäßig, iegt in eine ein- Bürgertums darf keine Pflicht sein, fie- muß Almosen, frage auf der Grundlage des Sachverstän- gehende Darlegung ihres Standpunktes einzu- freiwillig geübt werden können. bigengutachtens betrachten, zu unter- treten, namentlich, da ihr Standpunkt ganz der Bettelbroden verpflichten zu Dank und Beide Schreiben wurden sodann dem Gestüßen. Das Gutachten dürfe aber nicht nur in- felbe ist, wie ich ihn in meiner Regierungserklä- dankbare, demütige Menschen sind dem Bürgerwerbeinspektorat in Karlbad zur soferne durchgeführt werden als es Deutschland rung am 24. Juni d. J. eingehend dargelegt habe. tum jederzeit genehmer, als solche, die sich nichts mehandlung überwiesen, das sich dazu wie folgt Lasten auferlegt, sondern es muß auch jenen Be. Ich habe damals auch bezüglich der Schuldlügeschenken lassen, sondern Rechte fordern. Außerte: stimmungen Rechnung getragen werden, die auf eine Stellung eingenommen, die dann noch vont Was, so fragen wir kann mit den paar Kro Deutschlands Lage Rücksicht nehmer.. Dazu ge- Reichsaußenminister in ausgiebiger Weise er- nen, die bei einem solchen Fest als„ Reinertrag" höre baß die beje pten Gebiete wirtschaft- weitert worden ist. Seitdem ist nicht die ge- verbleiben, für die Invaliden geschehen? Muß lich und militärisch geräumt und der vertrags- ringste Veränderung in der außenpoliti- nicht der Gedanke was für ein Rummel do auft. t. Bezirkshauptmannschaft mäßige Zustand wieber hergestellt, die Geschen Stellungnahme der Regierung eingetreten geführt wird die sittlichen Gefühle eines jeden fangenen befreit und e Ausgewiese- Nach ihm sprach der sozialdemokratisdje Abg. Menschen aufs tiefste beleidigen? mird die inliegende Anzeige nach Einsichtnahme nen zurück führt, und ferner, daß Sicher- Scheidemann, der zunächst ausführt, daß die So- Der Gedenktag" der Leitmerißer Veteraner mit der Mitteilung rückgeschlossen, daß hinsichtlich beiten gegen fendliche Eingriffe in die deutzialdemokraten vollständig damit übereinstimmen, und Stameradschaftler ist eine Stulturschande, eine der Entlohnung aller hier in Betracht kommenden sche Souveränität und das Rheinlandabkommen daß das Schuldbekenntnis im Versailler Vertrag Verhöhnung der Kriegsopfer, eine Schändung der Silfsarbeiter anläßlich einer bemnächst hier vorzu- gegeben werden, cine erpreßte Büge ist. Die Sozialdemokra Striegsgefallenen. nicht verwunderlich. Pürstein, am 8. August 1916. Dr Hugo Schürer. Karlsbad, am 28. August 1916. Der Raaden 26. Juli 1924. CXXXXXX Besuchet das ,, Haus der Arbeit". Ausstellung Aussig 1924. Unsere Toten, Donnerstag früh ist in Neubet einer unserer Parteiveteranen, Genosse Heinrich Tobias, im Alter von acht und siebzig Jahren gestorben. Genosse Tobias hat bis zum Jahre 1917, in dem er sich zurückzon, unermüdlich im Dienste des Erzgebirgeproletariats gewirft. Sein ganzes Leben hat der treue, tapfere Genosse, der schon nach dem Hainfelder Parteitag mit ans Werk ging, in den Dienst des Sozialismus gestellt. Er wird in den Herzen der Erzgebirgler und aller, die den unermüdlichen gefannt haben, imvergeßlich bleiben. Prager Legionäre gegen ihr Zentralorgan. Tschechische Blätter veröffentlichen folgendes Kom muniquee: Die Mitglieder der tschechoslowakischen Legionärgemeinde- seftionen 1., 2., und 5.( Brager Seftionem haben in ausgedehnter Debatte die Schreibweise des„ Narodni Osvobozeni" verurteilt und erklären: Wir erblickten die natürliche Aufgabe des Legionärblattes darin, daß es in unse rem öffentlichen Leben die Angriffspunkte suche und den Boden vorbereite, auf dem sich alle staatsbildenden Elemente unserer Nation treffen Fönnten. Mit Schmerz aber bemerten wir, daß das„ Narodni Dobozeni" in der legten Zeit diese Aufgabe nicht erfüllt. Im Rahmen der tiche choslowakischen Legionärgemeinde werden wir uns deshalb mit allen Witteln um Schaffung von Re mebur bemühen und wir sind entschlossen, daraus alle Stonsequenzen zu ziehen." Vor der Haftenlaffung Baerans? Wie die schechische Presse erfährt, erwägt man im Falle Bacrans, dessen Ansuchen um Wiederaufnahme des Prozesses jeßt bekanntlich bout Prager OberJandesgericht abgelehnt wurde, den in der Praxis üblichen Weg der Amnestie zu betreten, wonach allen zum erstenmal Verurteilten bei ordentlichem Benehmen ein Drittel der Strafe bedingt nachge. schen wird. Baeran verbüßt eben das zweite Drittel der Strafe und würde demnach im Herbst bedingt aus der Haft entlassen werden können. Der Niesenbrand in Wallendorf in der Slo wakei hat einen Schaden von 5.665.700 K verupjacht, denen eine Versicherungssumme von nur 700.000 K gegenübersteht. Abgebrannt find 156 Wohnhäuser und 148 landwirtschaftliche Gebäube. 60 Familien mit 500 Mitgliedern find um all ihr Hab und Gut gekommen. Eine SachverständigenTomission hat bereits einen Plan für Neubauten ausgearbeitet. Gurkenausfuhr und Gurkenpreise. Ueber die Gurfenausfuhr teilt das„ Ceffe Slovo" mit, daß erst der heimische Konsum für billigen Preis gedeckt sein müsse und daß das Ernährungsministerium Maßnahmen getroffen habe, daß nur jener Produzent und Kaufmann ausführen könne, der seine Steuern bezahlt hat; nach einem Aus veis der Steuerverwaltung in Brandeis a. E. schulden nämlich zwölf Gemüseexporteure an Steuern 950.000 K. Ein gleicher Ausweis von Steuerschuldnern wurde auch von der Steuerverwaltung in 8naim geliefert. Die heurige Ernte an Gurken in Wschetat und Znaim ist geradezu ungeheuer. Der Regen der leßten Tage wird sie noch erhöhen. Da die Preise für Gurten in der leßten Woche gesunken sind, hat das Ernäh rungsministerium im Einvernehmen mit dem Handelsministerium die Bewilligung zur Ausfuhr von 30 Waggons erteilt; die Produzenten und Kaufleute rufen nach weiterer Ausfuhr. Das Aderbauministerium verlangt eine Freigabe der Ausfuhr überhaupt. Die Folgen hievon haben sich sofort eingestellt. Auf dem gestrigen Markte fliegen nämlich auf das Gerücht von der Freigabe der Gurkenausfuhr die Preise der Gurken um 25 bis 30 Prozent. Unterbrechung des Gesamtverkehres zwischen den Stationen Chotětau und Stranov Krnito auf Kommunisten im Kries. An den Tagen, da die sudetendeutsche Arbeiterschaft in gewaltigen Bersammlungen und Umzügen oer proletarischen Opfer des Weltkrieges gedenkt und ihrem Abscheu gegen die Barbarei und Greuel der kapitalistischen Gesellschaft revolutionären Ausdrud gibt, wird sich die immer mehr in Kleinbür gertum versinkende Sekte der Kommunisten hie und da erdreisten, sich selbst als die Trägerin des Antimilitarismus, die Sozialdemokratie als die Mitschuidige" am Weltkrieg hinzustellen. Die nachfolgen den Tatsachen, die in der Antikriegsschrift unferer Bartei zusammengefaßt wurden, enthüllen das Berbrecherische dieses Versuches; wir zeigen das wahre Antlig der falschen Revolutionäre, wir zeigen die Kommunisten in Krieg. Raisertrener Kommunismus. Smeral, der Komunist von heute, war es, der am 24. Jänner 1917 folgende Loyalitätskund gebung tschechischer Politifer an den Minister gebung tschechischer Politiker an den Minister Cernin mitunterschrieb: „ Wir wollen bei dieser Gelegenheit anses rem Monarchen versichern, daß wir ihm und seinen Nachfolgern tren bleiben werben, bag wit auch stets bas Gebeihen der Habsburger byvastie und tes Reiches anstreben, daß wir tren zum Stönig und zum Staate hinneigen." Dieses entwürdigende Bekenntnis war aber dem famosen„ Lakai der Borgoisie" noch nicht genug. Eine Woche später, am 31. Jänner 1917, versicherte Dr. Smeral dem Grafen Berchtold, daß das tschechische Bolt auch in der Zukunft bloß unter dem habsburgischen 3epter seine Zukunft und die Grundlagen feiner Ent. widlung erblidt." Ariegsbegeisterter Kommunismus. Wieder war es der Heimtrieger und Kommunist Dr. Smeral, der am 8. Juni 1917, gelegentlich einer Isonzoschlacht folgendes Telegramm an den General Boroebic absandte: Mit Stolz begrüßen wir die hentige Meldung, daß aufere Armee in einer großen Schlacht tapfer gekämpft und einen glänzenden Sieg errungen hat. Wir bitten ben Ausbrud unseres Dantes and unserer Bwanderung entgegen zu neh men." Marcell Cachin, eine Leuchte der fran. öfifchen Kommunisten, bereifte im Jahre 1915 talien, um in Bersammlungen Bropaganda für den Eintritt Italiens in den Krieg au entfalten. Während die italienischen Sozialbe motraten, der eble Turati an der Epiße, dem Serieg entgegentraten, war es Cachin, ber bie Entfesselung der Kriegsgelüfte der ungeschulten Mas sen mit vollbringen half. Zwei Jahre später, 1917, reiste Cachin nach Petersburg, um terenski zur Fortseßung des Krieges zu bewegen! Weg von der Eisenbahnbrüde, Seite Chotětau, in| die Station Stranov Renflo und umgekehrt ist zu Fuß zurüdzulegen, und zwar auf dem eingerichieten Fußsteig auf dem Grund des Durchlaffes und ſa damn auf öffentlicher Straße( Uebergangszeit ungefähr 20 Minuten). Die Eisenbahnverwaltung empfiehlt, die Massengüter( Rohle, Kalkstein, Baumaterial u. dgl.) rechtzeitig zu bestellen und die Bestellungen noch vor Unterbrechung des Verkehres zu effettuieren. Es ist selbstverständlich, daß die Verfehrsunterbrechung, die aus Sicherheitsgründen notwendig war, nicht ohne Einfluß auf die Regelmäßigkeit des Verkehres und die Anschlüsse in den Abweigstationen bleibt.( Von der Staatsbahndire? tion in Königgräy.) Raubmorb im Böhmerwalde. Wie aus Bud weis gemeldet wird, wurde in einem Holzschlage bei Glödelberg ein Tourist ermordet und beraubt aufgefunden. Seine Identität fonnte bis. her nicht festgestellt werden. Täglich ein Autounglüd. Dieser Tage ist bei Doubrawit das Bubweiser Bezirks- Lastautomobil infolge Rettenrisses umgestürzt, wobei ein Arbeiter ben Tob fand. Der Chauffeur wurde schwer verlett. Vom Schnellzug geköpft. Der Arbeiter Schenk in Oderfurt wollte auf dem Bahnhofe einer beranrollenden Lokomotive ausweichen und sprang unglüdlicherweise direkt vor einen heranbrausenden Schnellzug, der ihm den Kopf glatt vom Rumpfe trente. Der Unglüdliche hinterläßt eine Witive mit mehreren Kindern. Heute rabital, aber gestern? Seite 7. Brandgranaten, um die Banditen außzuräuchern. Die gegen Terente aufgebotenen Truppen verfis gen über 8.53 Millimeter- Geschüße und 20 Maschinengewehre. Es werden weiter blutige Rämpfe mit den Banditen erwartet, da auch diese mit modernen Waffen versorgt sind. Der Touristenmord bei Berchtesgaden. Ant Mittwoch abend wurde, wie wir bereits gemeldet haben, der des Mordes an dem Berliner Studienrat Dr. Merz verdächtige Gymnasiast Rurt Reßler im Wartesaal des Münchener Hauptbahnhofes von einem Kriminalbeamten era fannt und berhaftet. Nach anfänglichent meldete sich während des Krieges freiwillig gangen zu haben. Er hat den Ermordeten Der Reichenberger Kommunist reubweispapiere gestand Reßler, den Mord beLeugnen und nach Ueberführung durch die Auszum zum Soldatendiest. Ebenso der Herr Eduard furz vor der Tat auf dem Weg zum Luftheimer Brandl, heute kommunistischer Bezirtssekretär Wald fennen gelernt, und da er in Geldverlegen von Gablonz. Der Reichenberger Kommunist Otto heit gewesen sei, den Gedanken gefaßt, ihn zit eller war während des Krieges strebsamer töten und zu berauben. Von Berchtesgaden aus Offizier. Der Reichenberger Kommunist Karl hat der Mörder dann eine abenteuerliche Flucht reibich bemühte sich, mit gutem Erfolg, um burch mehrere bayrische Orte untenommen. Am die Offizierscharge. Herr Stöder war während 22. Juli, also elf Tage nach dem rechtsstehender Blätter, nach dem Kriege fitzt er überfiel dort auf dem Fußweg am Negerſtein des Krieges begeisterter Striegsberichterstatter fehrte er wieder nach Berchtesgaden zurüd, im Vorstand der Kommunistischen Partei die dort zur Aur weilende dreißigjährige Elise Deutschlands. Beier aus Zithau in Sachsen, schleppte fie in ein Gebitsch, verjeßte ihr dort 24 Messerstiche und raubte ihr die Handtasche. An dem Aufkommen der Frau wird gezweifelt. Bei dem Mörder hatte man außer einem Revolver, wie die Münchener Post" mitteilt, eine Legitimation des Bundes Reichsflagge" gefunden. Kommunistische Soldatenschinder. Der südböhmische Kommunistenführer Mar Bierer war während des Krieges Leutnant. Er hat im Stellungskampfe im Majotale die Manschaft beim Stellungsbauen, beim Inspizieren der Feldwachen drangjaliert und geohrfeigt. Zu seiner Mannschaft gehörten Leute mit grauen Haaren. Die Namen der Mißhandelten jind bekannt: Infateriſten Feuerberg und Bleiberg. Der dienstführende Feldwebel fagt von den Schifanierungen Bierers:„ Diese Tatsachen bleiben jedem menschlich fühlenden Manne unvergeßlich." Der fommunistische Streissekretär von Reichenberg, Beuer, hat als t. und f. Leutnant die Mannschaft gehunzt, beschimpft und geschlagen, fie solange ererzieren laffen, daß fie vor Ermüdung den Dienst versagte. Er hat aus echt kleinbürgerlichem Ghraci um eine„ stramme" Rompagnie zu haben, die Arbeiter im Waffenrod brangialiert, Leuten, die darauf Anspruch hatten, den Urlaub verweigert, Mannschaftspersonen beim geringsten Versehen auf dem Exerzierplaß mit der Reitpeitsche über die Hände geschlagen. Die Mannschaft zitterte schon bei seinem Erscheinen Und alle diese Staisertreuen, diese Kriegsbegeisterten, diese Freiwilligen, diese Soldaten. schinder- heute Stommunisten. Raubmod, Unwetterkatastrophen in Sachjen. Wie Leip siger Blätter melden, wurde in der Nacht zum Mittwoch das 3schopau- und Schmatal durch ein starkes Gewitter heimgesucht, das vont wollenbruchartigem Regen und einem Hagelwet ter begleitet war, wie man es seit 1879 im Erzgebirge nicht mehr erlebt hatte. Die Schlosen erreichten zum Teil die Größe von fleinen Süh. nereiern und lagen stellenweise noch am nächsten Morgen 25 Zentimeter hoch. Besonders betroffen wurden Schlettau, Hermannsdorf, Sehma und Crottendorf. In diesen Orien wur den fast sämtliche Fensterscheiben zertrünmert. Auch Dächer von Fabriken wurden durchschlagen. In Schlettau schlug der Blitz in ein Wohngebäude und betäubte fämtliche Bewohner. Die gefantte Getreide-, Kartoffel- und Strauternte wurde bernichtet. Betroffen sind namentlich fleinere Bauern, die vor dem Ruin stehen, wenn nicht sofort umfassende Silfsaktionen eingeleitet werden. Gefängnis für Frauenranb. Die früher bei den Bergarbeitern des Kaukasus übliche Form der Brautbewerbung durch gewaltscamen Raub des betreffenden Mädchens in in Grusinien burch den Sowjet für abgeschafft erklärt und verboten worden. Jeder Frauenraub soll fort nach der Asistenzia Publica gebracht und von die sich schon in Agonie befanden. Sie wurden somit zwei bis fünf Jahen Gefängnis bestraft werden. dort, nach den ersten Rettungsversuchen, in das Hospital Alvear. Es stellte sich heraus, daß die Betreffenden Deutsche sind und Walter Ricin und Jakob Otto heißen. Nach ihren Aussagen sind sie vier Monate im Lande und haben versucht, durch Arsenik ihrem Leben ein Ende zu berei ten, da sie trotz aller Bemühungen feine Anstellung zu erlangen vermochten. Bier Tage hatten die Acumften feine Nahrung mehr zu sich genommen. Jakob, Ejau und Odin im englischen Parlament. Großes Gelächter herrschte im schottischen Unterhaus an einem der letzten Sizungstage, als der schottische Abgeordnete David Kirkwood ein Gefeß einbrachte, dem zufolge der„ Stein des Schidsals", der sich jest in dem Strönungssessel der Westminster Ab tei, befindet, nach Edinbourgh zurüdbefördert werden soll. Der Vertreter Schottlands pries diefen„ Stein bes Schidfals" als ein schottisches Nationalheilig tumt, das vor chiva 630 Jahren von König Edward I. Heute morgens 1 Uhr brachte unser Polizei- widerrechtlich den Schotten geraubt und nach Eng reporter die Nachricht, daß die beiden Unglücklichen im Hospital Aivcar den Folgen ihrer Verzweif Tungstat erlegen sind. Walter Klein war 18 und Jalob Otto 26 Jahre alt. Wie viele Enttäuschungen haben diese zwei noch so jungen Menschen hier erleben müssen, das sie zu dieser letzten Tat griffen. Und kein Tröster hat ihnen in ihrer Not zur Seite gestanden. Ein paar gute Worte hätten sie doch sicher retten können. Aber dieser tieferschütternde Vorfall möge often Auswanderungsfreudigen als Warnung bienen." Abgesehen von der wenig angenehmen. Beder Strede Prag Turnau. Infolge Umbaues der urteilung, die selbstverständlich einer solchen deutEisenbahnbrüde bei Stranov wird zwischen den Staschen Auswanderung im Auslande entgegenge tionen Chotětau- Stranos Krusto der ganze dirette bracht wird, bedeutet es auch für die Auswan Verkehr unterbrochen. Die Unterbrechung beginnt derer selbst das Ende aller Hoffnungen, wenn sie nach den bisfetzigen Dispofitionen um Mitternacht plößlich erkennen müssen, daß sie den Verhält vom 10. auf den 11. August 1. J. und wird ungefähr fünf Wochen dauern. Die Schnellzugs- und nissen, denen sie sich drüben" gegenübergestellt Fleischvergiftung. Donnerstag kam der Schmiede sehen, nicht gewachsen sind, zumal diese ihren bisFernpersonenzugsverbindung von Prag mit den gehilfe Alois Caba aus Prag- Zitov auf die Wachherigen Vorstellungen in feiner Weise entsprechen. nordöstlich von Jungbungiau liegenden Stationen( tube in Ziztov und meldete, baß er in dem Selche Leider geht es dem größte Teil aller deutschen wird ermöglicht durch direkte Sonderzüge von Prag reigeschäft der Frau Cegler in Ziztov einen Schin Auswanderer so. Und das liegt wohl vor allem Wilsonbahnhof entwender über Bořičan- Beleliby- tentnochen gekauft habe; nach dem Gemisse des daran, daß sich die wenigsten Auswanderer vor Jungbunzlau oder über Wysotschan- Lissa a. E.- Schinkens feien seine drei Kinder erkrankt. Der ihrer Ausreise mit den in Betracht kommenden Nimburg- Jungbunzlau und durch direkte Wagen herbeigerufene Arst fonstatierte eine Fleischberamtlichen Austufnftsstellen in Verbindung sehen bei einigen fahrplanmäßigen Zügen in der Strede giftung der Kinder durch gesundheitsge- und es überhaupt unterlassen, sich über das Be Prag Denisbahnhof- Lissa a. E.- imburg- Jung- fährliches Fleisch und ließ sie ins Kranten bunzlau. Die Sonntagsausflugsschnellzitge 185, 186 bonis irberführen. stimmungsland genau zu unterrichten. Prag- Turnau werden nicht verfchren. Für den Lokalpersonenverkehr aus der Strede Prag Wilsonbahnhof- Vectat-- Welnik wird bis auf geringe AusAuswanderertragödien. Wir lesen in der nahmen der jchige Fahrplan beibehalten. Zwischen beutsches A u 3 wandererelend hört, nimmt " Frank. Zeitung":" Obgleich man soviel über Všetat- Chotětau- Eisenbahnbrüde einerseits, und Jungzunzlau Stranov Strufto andererseits werden diese planlose, ungenuigend vorbereitete AuswandeLutalzüge mit beschränkter Plägeanzahl verkehren. rung aus Deutschland eher zu als ab. Immer Der Fahrplan dieser Teilstreden iſt van Votalbeburi- noch verlaufen viele ihr ganzes Besistum, auch nissen angepaßt und find die Verkehrszeiten berari Haus- und Grundbesiß- oft zu jämmerlichen gewählt, um der Schuljugend und den Arbeitern zu Schleuderpreisen in der meist eitlen Hoffnung, entsprechen. Die Reisenden von den Stationen der in ihrer neuen Deimat drüben" alles in furzer Strede Prag- Všetat nach den Stationen der Sta- Beit doppelt und dreifach wieder zu erwerben. Es tionen der Strecke Jungbunzlau Richtung Turnau fann vor solcher unüberlegten Auswanderung und umgekehrt sind von diesem Vokalverkehr aus- nicht oft genug gewarnt werden. Wir finden heute genommen mit Ausnahme der Schulkinder und Ar- im Polizeibericht der Deutschen La Plata Beibeiter nach Jungbunzlau und zurück. Bei diesen tung" vom 20. Juni wieder einmal eine Notiz, Zügen wird in beiden Richtungen umgestiegen und die nur eine von vielen ähnlichen ist: tönnen Reisende mit größerem Handgepäck über die Unterbrechungsstelle nicht befördert werden. Die Gepäcks, Eilgut, Expreßgut- und Postbeförderung über die Unterbrechungsstelle ist ausgeschlossen. Der Buenos Aires, 20. Juni. Ms gestern um 17.20 Uhr berittene Polizei die Gegend des neuen Hafens abstreifte, fand sie im Dod A, in ber Nähe der Quaimauer, givei Männer am Boben liegen, Das Näuberunwesen im Donaudelta. Wir haben unlängst berichtet, daß in Rumänien MiTerente herangezogen werden mußten. Donners litärabteilungen gegen den Räuberhauptmann tag kam es nun zu den ersten Zusammenstößen zwischen den aufgebotenen Verfolgungstruppén und den Abteilungen des Räuberhauptmannes Terente. Der Striegsmonitor„ Ajax" ſichtete in zwei Stilometer Entfernung von der Küfte etwa 20 Barken, die mit Terente- Banditen bemannt waren. Der Monitor eröffnete Feuer, das von Infanteriegeschüßen, die sich im Besiße Terentes befinden, erwidert wurde. Nach einem dreistünbigen Kampf gelang es den Varken im Sumpfgestripp der Stüfte an entkommen. In der Hafen Stadt Braila herrscht ungeheure Erregung. Die Stadt nimmt das Aussehen einer an der Front befindlichen Ortschaft an. Terente selbst hält sich in den Sumfgebieten an der Meeresküste verborgen. Aeroplane belegen das Sumpfgebiet mit land gebracht worden ist. An der Hand mehrerer Bücher, aus denen er einzelne Stellen verlas, wies Stirkwood darauf hin, daß dieser Stein, den er als cinten gewöhnlichen roten schottischen Sandstein an erkennen mußte, nach der Ueberlieferung dem Pas triarchen Jakob zum Stiffen gedient habe, als er vor seinem Bruder Esau, den er des Erstgeburtsrechtes beraubt hatte, fliehen mußte. Jakobs Familie habe diesen Stein sorgfältig bewahrt, ihn nad) Aegypten mitgenommen, und von dort sei er lange Zeit vor Christus nach Schottland gebracht worden. Das erzählen noch immer die bekannten„ ältesten Leute". Puber auch wenn man diese Geschichte ins Reich der Fabel verweisen wolle, to sei und bleibe der Stein bent er widerrechtlich von einem englischen Herrscher das Simmbild der schottischen Nationalität, und nachzurückgegeben werden. Auf diese fulminante Rede erwiderte Lord Apsley in füblerer Form. Dr. Stirkwood irrt sich", sagte er.„ Die Ortsfage weiß. nichts mehr von den Erzvätern Jsraels, sondern nach ihr hat der Gott Odin diesen Stein auf einen seiner Kollegen" geworfen, der ein Auge auf seine Frau gerichtet hatte. Da er ihn nicht traf, so fiel der göttliche Stein zur Erde, und zwar unter die Schot ten ,, die ihn lange Zeit bewahrt haben als Warming für jeden Sterblichen, der sich desselben Verbrechens schuldig machen würde, das der Gott mit dem Stein bestrafen wollte. Wenn sich der Stein heute in England befindet, so ist er von Eduard I., der die Schotten so oft aufs Haupt geschlagen hat, als„ Reparationszahlung" mitgebracht worden." Nach einer stürfein Gesetz einzubringen; für die Durchbringung be mischen Abstimnuing errang Kirkwood das Recht, stehen allerdings keine Aussichten. Große Goldfunde in Australien. Eme reiche Goldaber ist, wie aus Sydney gemeldet wird, in der Nähe des alten Adelong Feldes im südlichen NeuSüdwales entdeckt worden. Man rechnet bei der Ausbeutung mit zehn Unzen Gold auf eine Tonne. Die Sachverständigen sind davon überzeugt, daß hier sehr große Goldmengen zutage gefördert werden. Wetterbericht vom 25. Juli. Die Abkühlung hat sich bereits auf die gefamte Republik ausgebrei tet, so daß sich die Temperaturunterschiede ausgeglichen haben. Am Donnerstag haben sich die Nieberschläge vielfach wiederholt. Wahrschein. liches Wetter von heute: Borwiegend be wölft, Schauer, relativ tühler, winbig. Seite& Mitteilungen aus dem Publikum. BERSON GUMMIABSATZ U- SOHLE 26. Juli 1924. Ein Petroleumwucherkartell in der Tscheche Büßt das Zentrale Amt seine Befugnisse ein, so krachen, da Chef und Chefin wegen eines fleinen slowakei. Einer Meldung der„ Narodni Lifty" werden die Aemter der einzelnen Bezivfe, in denen Seitensprunges des männlichen Teiles sich schei die es auf dem Wege über die Zivnostenska die Unternehmer noch großen Einfluß haben, daß den lassen. Daß die Sache geschäftlich und ehelich banfa" wissen muß wird es wahrscheinlich in letzte Wort zu sprechen haben. Die Schlichtungs- wieder gut gemacht wurde, ist bei der stetigen der nächsten Zeit zweds gemeinsamer Breisbe fomitees, die die Lohnämter erseben sollten, haben Mischung von Jargonwiß und Gefühlsschmalz stimmung zu einer Verbindung aller inländischen bis jetzt in feiner Weise zur Verbesserung des aller dieser Lustspiele selbstverständlich. TroßPetroleumraffinerien kommen. Es wird eine ge- Loses der Landarbeiter beigetragen. dem kann man sich selbst mit derartigen ,, literarimeinsame Verkaufskanzlei errichtet werden. Zu einer konkreten Entscheidung iſt es noch nicht ge Italien. Die Mailänder Metallarbeiter haben Repertoirs gegeben und so ausgezeichnet geEine Lohnbewegung der Metallarbeiter in schen" Produkten einverstanden erklären, wenn sie hie und da ohne Verkürzung des wertvollen tommen. Und was gedenkt die Regierung zu tun? Sem Tombardischen Industriellenverbande ihre spielt werden wie von den Wiener Gästen. will sie ernstlich so lange warten, bis es zu Forderungen nach einer Revision des Kollektiv- Auch in der gestrigen Aufführung war H. Jeneiner„ konkreten Entscheidung" gekommen fein Vertrages und der Arbeitsordnung überreicht. wird, das heißt, bis die Petroleumsektionen der Banken sich geeinigt baben werden über die näch IST UNENTBEHRLICH ften Bucherpreise für das lebenswichtige PetroBollswirtſchaft. Der Berbandstag der österreichischen Metallarbeiter. nehmende Verschärfung der Klassengegenfäße und Teum? Kleine Chronit. sen durch seinen trockenen Humor, der feder Pointe bombensicher ist, die Stüße des Ensembles. Den weiblichen Chef spielte natürlich, resch und H. Jensen fein ergänzend Fr. Sering. Ein Sonderlob möge der gut gesehenen Figur eines S. Schreder und seiner entzückenden Part zufünftigen Millionärs mit dichterischen Allüren nerin Frl. Alice Lach erteilt werden. Auch bei der zweiten Aufführung flappte alles, da ſelbſt die Nebenrollen sehr gut und sorgfältig dargestellt wurden. Dr. K. E. bes Juden Die Tarifvertragskündigung im graphischen Gewerbe. Die gemeinsame Vertretung der Or Die Erblichkeit der Zwillingsgeburten. I ganisation graphischer Arbeiter und verwandter Durchschnitt kommt auf je hundert Geburten eine Berufe stimmte in ihrer fepten Sigung den Vor- Zwillingsgeburt. Es gibt aber Familien, in denen schlägen der Unternehmer zu, daß die Revision des die Zahl der Zwillingsgeburten bis auf 15 Progefündigten Tarifes nur eine teilweise sein sent steigt. Es ist deshalb anzunehmen, daß in foll und nur jene Punkte zu betreffen hat, welche manchen Familien eine besondere Disposition zur revisionsbedürftig sind. Es wurden gleichzeitig in Savillingsgeburt erblich ist. Forschungen haben festdiefer Sigung jene Punkte bezeichnet, welche von gestellt, daß diese Disposition feineswegs nur von Halebys Jüdin", die auf ein beinahe hundert. In fortgesetter Sitzung erstattet der Obmann Seite der Gehilfen zur Revision vorgeschlagen den Eigenschaften der Mutter abhängig ist, wie jähriges Alter zurückblickt, ist noch immer eine der Genosse o mes seinen Vorstandsbericht. Aus ihm ist vor allem hervorzuheben der Plan einer werden sollen. In dem Bericht über die erwähnte man zunächst anchmen möchte. In den Berichten bramatisch wirtsamsten Opern, trondem das Werk in Gründung von Produktionsgruppen durch Zu Sigung wird auch gesagt, daß, sobald der gegen der Gesellschaft für experimentelle Biologie und der Gegensätzlichkeit seiner Musikstüde, die Tänze, ſeitige Austausch der Abänderungsvorschläge er Medizin in New York veröffentlicht Davenport Chöre, Serenade, hochdramatische und gefühlsreichste ſammenfaffen aller Betriebsräte, die den Verband folgt ist, was spätestens Ende August zu geschehen die Ergebnisse der Untersuchung von 355 Zwillings lyrische Nummern in hunterbunter Folge bieten, den bei den bevorstehenden schweren Lohnkämpfen hat, die beiden Elaborate zur Kenntnis der Ochil geburten unter dem Gesichtspunkt der Erblichkeit. typischen gemischten Stil der nur auf äußeren Effekt organisatorisch sowie finanziell in die Lage ver- fenschaft gebracht werden. Die gemeinsame Ver- Er stellte fest, daß 4.5 Prozent der Mütter aus Fa- bedachten großen Oper" repräsentiert. Und je ſchen, schlagkräftig und gerüstet dazustehen. In tretung war bestrebt, die Zahl der Puntie, welche milien ſtammten, in denen Zwillingsgeburten erb- mehr der Darsteller der Hauptrolle, den Anträgen des Vorstandes wird auf die 34 revidiert werden sollen, soweit als möglich zu belich schienen. Das gleiche war bei 4,2 Prozent der Eleazar, nach dem die Oper genannt zu werden mehr die immer stürmischer werdenden Versuche der schränken, sie wird jedoch trotzdem in ihren Vor- Bäter der Fall. Zwillingsgeburten entstehen aus Recht hätte als nach der Titelbelbin Recha, diese Unternehmer verwiesen, die Produktion durchschlag all das aufnehmen, was im Interesse der der gleichartigen Absonderung und Befruchtung prachtvolle Figur von der rein menschlichen Seite Arbeiterschaft liegt. Das Gremium der Buch- von zwei Eiern oder aus der nachträglichen erfaßt und die tragischen Konflikte zwischen persönVerminderung der Lohnfäße zu verbilligen, wo- druckereibesitzer in der Slowafer hat den erst Teilung eines bereits befruchteten Eies. Da lichem Haß, Religionsfanatismus und Nächstenliebe durch die schwierige Lebenshaltung der Arbeiterschaft noch mehr gefährdet und die Gefahr der im Vorjahre neu abgeschlossenen Tarifvertrag zum venport spricht die Vermutung aus, daß das zum Ausdruce bringt, desto erschütterndere WirSpermium von Vätern, in deren Familie die ung fühlt man. Herr Macha, der bei der donschwersten Stämpfe heraufbeschworen wird. Der 31. Dezember I. J. gekündigt. Zwillingsgeburten erblich sind, die Teilung des nerstägigen Neueinstudierung zum erstenmale den Verbandstag möge daher erklären, daß der Lohnkämpfe in der Metallindustrie. In Eics zu beeinflussen vermag. Eleazar fang, ist mehr leidenschaftlich lebhaft als Streit eine notwendige Maßnahme zur Durch einer Anzahl von Orten stehen die tschechischen fanatisch; gesanglich hat er überraschend gut gewirkt, führung der berechtigten Forderungen der Ar- Metallarbeiter im Lohnkampf. Die Arbeiterschaft Millionen Deutsche wehnen in Städten mit über von strahlendem Stimmglange denkt. Frau Wolf Wieviel Häuser gibt es in Deutschland? 25 wenn man auch gerade in dieser Partic an Tenöre beiterschaft sei, daß dieſes Kampfmittel aber nur nachstehender Betriebe steht im Streik: Bei den 20.000 Einwohnern, 26 Millionen in fleineren Ort Ortners Recha war vor allem darstellerisch übermit der größten Vorsicht und bei Einhaltung aller Eisenwerken in Komorau und 2öwit u. fchaften. Da man auf dem Lande und in den fleinen zeugend; hätte ihre Stimme mehr finnlichen Reiz, Gewerkschaftsgefeße einsehen darf. An den Vor- Taussig, Gießerei in Hořewis, Rainberg Städten vornehmlich die einstödigen Wohnbauten fie wäre eine ideale Vertreterin dieser dankbaren standsbericht schloß sich eine lebhafte Debatte, in u. Novat, Maschinenfabrik und Gießerei in vorfindet, ist die Belegschaft eines Hauses dieser Gat- Partie. Den Kardinal sang der wider Willen des der auch die Neuregelung der Beitragsfrage eine Sohenmauth, in der Waggonfabrik Fram" und tung auf etwa neun Röpfe durchschnittlich einzu- Publikums und der Kritik neuengagierte Baffist wesentliche Rolle spielte. der in der Maschinenfabrik Cervin ta in Kolin. schätzen; in den Städten kommen durchschnittlich auf Reiter; schlecht und recht in gefanglicher Hinsicht, Einen breiten Raum der Verhandlungen In diesen Fabriken stehen mehr als 1500 Arbeiter ein Haus 14 Bewohner. In Städten mit über anfängerhaft tm Darstellerischen. Ueber die als nahmen sodann die Punkte Lehrlingsfrage und im Kampf um die Verbesserung ihrer Lohnverhält 20.000 Einwohnern haben wir rund 1,800.000 Häu- neue in studieran angekündigte Aufführung Berufsfürsorge", die Fragen der Arbeitslosigkeit niffe. Einen Abwehrkampf führen die Gießerei- fer, in fleineren Städten und auf dem Lande etwa felbst ist nicht allzuviel Gutes zu berichten. I'm und Arbeitsvermittlung, sowie der Alters- und arbeiter des Betriebes J. Katiba in Pankrat. vier Millionen. Für das ganze Reich ist also eine Chore herrschte Mangel an Disziplin, auf der Szene Invaliditätsversicherung ein. In der bezüglichen Resolution wurde festgestellt, daß die letzte No- für die deutsche Metallarbeiterschaft gesperrt. Selbstverständlich sind alle diese Betriebe auch Zahl von 5,800.000 anzunehmen. Die Zahl ist viel Freiheit, die ich nicht meine, und Gemütlichkeit. velle zum Arbeiterunfallversicherungsgesetz den zu gering, was ein Blick in die Städte zeigt, wo Herr Kapellmeister Stekel wird noch etliche VollBedürfnissen der Arbeiterschaft nicht entspreche. Gewerkschaftskongresse. In der nächsten Zeit Tausende in möblierten Zimmern, Mansarden, und proben abhalten müssen, ehe diese auf den großen Kellerit ihr Dasein fristen. Apparat angewiesene Oper das bietet, was man anderwärts von einer Neueinstudierung erwartet. -ek. Der Verbandsvorstand fei daher aufgefordert, ge- werden zahlreiche Gewerkschaftstongresse stattfinmeinsam mit der Arbeiterkammer, der Gewerk- den. Wir geben nachstehend eine Liste derselben: Aerztemangel in Amerika. Während bei uns ſchaftskommiſſion und dem sozialdemokratischen Gewerkschaften. Belgischer Gewerk- der Aerzteberuf überfüllt ist, leidet Amerika an Abgeordnetenffub alle Hebel in Bewegung zu schaftsbund 2.- 4. August in Brüssel; Engli- einem immer fühlbarer werdenden Mangel an Wiener Freilichtaufführung der„ lida" mit jegen, damit binnen fürzester Zeit ein, den An- cher Gewerkschaftsfongreß 1. September und Aerzten. Die Zahl der medizinischen Fakultäten in Mascagni. Donnerstag hat hier die italienische forderungen entsprechendes neues Unfallversiche- folgende Tage in Hull; Schweizerischer Ge- den Vereinigten Staaten ist in den letzten 20 Jah- Opernstagione, die bis zum 10. August dauern rungsgesetz geschaffen werde. Die sozialdemokra- wertschaftsbund 13.- 15. September in Lausanne. ven von 159 auf 82 zurückgegangen, die der Medizin wird, begonnen. Die erste Aufführung von Verdis tische Fraktion und die Gewerkschaftskommission Berufssekretariate. Metallar- Studierenden von 29.000 auf 17.000. In den Süd-" Aida" auf der Freilichtbühne der Hohen Warte er wurden beauftragt, alle Mittel anzuwenden, da- beiter 26. Juli in Wien, ürschner 28. und Oststaaten sind die Aerzte, durchschnittlich) 50 zielte einen gewaltigen Erfolg. Dirigent Mascagni mit die Alters- und Invaliditätsversorgung im bis 30. Juli in Berlin. Bergarbeiter 4. Jahre alt, und für die, die sterben, findet sich selten und die italienischen Künstler wurden von der ZuParlament Gesetz werde. August und folgende Tage in Prog. Trans- Ersay. Philadelphia zählt 1 Arzt auf 526 Einwoh- schauermenge mit Begeisterung gefeiert. Der von Eine andere Resolution fordert eine Schuß portarbeiter 7. August and folgende Tage ner, Pittsburg 1 auf 447, aber im übrigen Staat 20 bis 24 Uhr dauernden Vorstellung wohnten unbestimmung gegen die sofortige Entlassung von in Hamburg. Textilarbeiter 18.- 23. von Bennsylvanien kommt 1 Arzt auf mehr als 1000 fähr 15.000 Personen bei. Lehrlingen nach ihrer Freisprechung; das Verbot August in Wien. Einwohner, im New Hampashire find 110 Städte Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. der vierjährigen Lehrzeit im Sinne der Gewerbevon 226 chne einen dort ständig wohnenden Arzt. Heute Samstag Rigoletto", Gastspiel Iseo ordnung; die Kontrolle über die Lehrlingsent- Polen. Mittwoch ist in Polnisch Oberschlesien wohner zusammengetan, um einem Arzt eine jähr Schwiegersohn". Streit, Aussperrung und Industriekrise in Jn einzelnen Städten haben sich die sämtlichen Be- lari; Sonntag Schlußvorstellung Der ledige schädigung unter Angleichung an die Kosten der Lebenshaltung und außerdem eine Lehrlings- ein teilweiser Streik in der Hütteninoustrie aus- liche Einnahme von 3000 Dollar zu garantieren, da inspektion genteinsam mit den Organisationen und gebrochen. Alle Zinkhütten und ein Teil der sie nur auf diese Weise einen Arzt zur Niederlassung freiwilligen Helfern; die Errichtung von Lehr- Eisenhütten feiern. Der Streit ist im Zusam- bewegen fönnen. unter ent- menhang mit der Einführung des zehnstündigen lingswerkstätten in Großbetrieben unter sprechendem Einflusse der Betriebsräte, direkte Arbeitstages sowie der Forderung der Indu Sprache und Wanderungen der Zigeuner sind seit Die Wanderungen der Zigeuner. Herkunft, Entlohnung der Lehrlinge und Behebung des Striellen nach einer dreißigprozentigen Lohnreduf- langer Zeit Gegenstand zahlreicher Untersuchungen Uebelstandes, daß die Leistungen des Lehrlings teilweisen Streit damit beantwortet, daß sie alle nicht mehr bestritten sind. Dennoch gibt die Getion ausgebrochen. Die Industriellen haben den gewesen, deren Hauptergebnisse heute im wesentlichen als Teil der Affordarbeit angesehen werden. Betriebe in der Hüttenindustrie gesperrt haben. schichte des eigenartigen Volkes in ihren Einzelheiten Außerdem verlangt die Resolution das restlose Donnerstag haben auf Initiative der Regierung auch heute noch der Wissenschaft manches Rätsel Aus Anlaß des Anti- Striegstages wird die auf den In der Debatte verlangte Schorsch die Verhandlungen zwischen den Industriellen und auf. Vor kurzem hat nun ein englischer Forscher, 26. und 27. Juli, nach Dresden, zum Besuche der Angliederung einer Lehrlingssektion an den Me- erklären, daß sie in ihren Stonzessionen nur so weit rungen der Zigeuner veröffentlicht; danach vollzog und 17. August verschoben. Alle weiteren Verder Arbeiterschaft begonnen. Die Industriellen 3. Sampson, neues Material über die Wande- Tertilausstellung geplante Vereinsreise, auf den 16. Am dritten Verhandlungstag hielt Genosse achen können, daß der Lohnabbau zwanzig Pro fich die von der Wissenschaft auf Grund der Zigeu- öffentlichungen bleiben aufrecht. Anmeldungen bis Otto Bauer ein umfassendes Referat über die sent betragen soll, und für Arbeiter, welche in den nersprache angenommene Trennung des ursprünglich zum 7. August an J. Hummer, Aussig, Humbolo. Wirtschaftskrise im Ausland und in Desterreich. achtstündige Arbeitstag in Geltung bleiben soll. auf ihrem Zuge aus der indischen Heimat vor dem Hütten beim Feuer arbeiten, auch weiterhin der einheitlichen Volkes in Persien, das die 3igeuner traße 30. Als Hauptursache der Wirtschaftskrise führte er Stoalitionsrecht für die Lehrlinge. tallarbeiterverband. Wiener Medernen Theaters heute Samstag ,, B. G.Spielplan der Kleinen Bühne. Gastspiel des B.§ 1312"; Sonntag Maison Grünwald". Bereinsnachrichten. Touristenverein„ Die Naturfreunde", Aussig. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Niefner Druck: Deutsche Zeitungs- A.- B, Prag Für den Druck verantwortlich: Holth. den hohen Zinsfuß an, der die geringe Kontur- staltet sich immer fatastrophaler. Fast in allen Beit geblieben waren. Die eine Gruppe, nach Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl, Cermak, renzfähigkeit der österreichischen Induſtrie zur Bergwerken wird seit längerer Zeit auf Vorrat sprachlichen Gesichtspunkten mit" Ben" bezeichnet, Folge habe. Das Ausland wolle sein Geld in Sesterreich nicht anlegen, weil es noch immer gefördert. Eine Reihe von Bergwerken hat be- wanderte nach Syrien aus; ihre" Nachkommen sind fürchten müsse, es nicht zurückzubekommen. Noch reits Vorbereitungen zur Sperrung der Betriebe die Zigeuner in Palästina, Syrien, im gegenwärti fürchten müsse, es nicht zurückzubekommen. Noch getroffen.- Eine spätere Meldung besagt, daß sen Persien und Transkaukasien sowie in Aegypten; immer bestehe die Furcht vor neuen Krisen oder zumindest neuen Skonflikten. Eine Besserung der Streik in Polnisch- Oberschlesien an Ausdeh- die andere Gruppe, die„ Phen", zog nach einem fönne nur auf Grund einer Klärung der nung gewinnt. Freitag geſellten sich zu dem Aufenthalt in Armenien gegen Westen durch Kurdiinternationalen politischen Lage Streit der Hüttenarbeiter vier große Kohlen- stan und das Byzantinische Reich. Sie kam dann eintreten. Wenn es jetzt gelingt, jagt Bauer, in gruben. Die Bewegung nimmt vorläufig einen nach dem Peloponnes, von wo sie im 15. JahrhunLondon zu einer friedlichen Verständigung zu ruhigen Verlauf. dert Guropa überschwemmte. Kunst und Wissen. Ensemble- Gastspiel des Modernen Theaters in Wien. Wir suchen cinen intelligenten, seit Jahren in der Partei tätigen Genossen mit nachweisbarer journalistischer Pragis, stenographiekundig. als Umbruch- Redakteur ab 1. September 1924. Gefl. Offerte mit Gehaltsansprüchen und genauer Angabe der bisherigen Tätigkeit an die Verwaltung des Blattes. 285 tommen, so wäre hiezu ein wichtiger Schritt ge- Aus der englischen Landarbeiterbewegung. tan. Die zweite Ursache der Krise liegt in dem Kürzlich hat der britische Landesverband der LandUeberschußzollsystem und in der Ab- arbeiter seinen ordentlichen Kongreß abgehalten. sperrung des Auslandes gegenüber Desterreich. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Organi Die Sozialdemokraten erklären offen, daß in den ſation schwere Zeiten durchgemacht, trotzdem aber Argumenten der Unternehmer, ein Bolltarif sei ihre Stellung verbessert hat. Der große Streit in es, der die Industrie stüße, und ein Mittel für Norfolk im Frühling 1923 war die erste derartige die Erlangung günstiger Handelsverträge bilde, Manifestation in der Geschichte der britischen ein Stück Wahrheit enthalten ist. Wir sind bereit, Landarbeiter. Er zeitigte das Resultat, daß in die- ,, Maison Grünwald" von Hans Rottow. erklärte Bauer, einen Zolltarif zu schaffen, der sem Distrikt keine Lohnherabse zungen Der zweite Gastspielabend des modernen Theagemisse Stompensationszölle für die Führung von mehr erfolgten. Viele der Streifenden wurden ters hat das gestrige Urteil voll bestätigt, um so Handelsvertragsverhandlungen enthält. Die So allerdings das Opfer ihres Vorgehens, indem sie mehr als Maison Grünwald" gewiß noch wenizialdemokraten müssen aber darauf bestehen, daß bald entlassen oder überhaupt nicht mehr eingestellt ger literarische Aspirationen hat als das Lustspiel bezüglich der Lebensmittelzölle der sozial- wurden. Die gegenwärtige Agitation zugunsten Hesses. Aber die Wiener Gäste plätscherten demokratische Standpunkt gewahrt werde. Bezüg- eines Lohngesetzes für die Landarbeiter hat auf behaglich in dem Milieu der„ Pottasch und Perllich der praktischen Politit der Gewerkschaften die Organisationstätigkeit des Verbandes einen mutter"," Der Frau Lohengrin", des Dr. Stieg meint Genosse Bauer, daß nur eine allmähliche guten Einfluß. Der Wert des Gesetzentivurses ist lik", so wie das sach- und fachkundige Publikum Befferstellung der Arbeiter auf dem Wege der start durch einen Zusabantrag der Liberalen die unangenehme Situation der Maison GrünGewerkschaftspolitit möglich sei. und Tory herabgeſeht worden, der das Zentrale wald" abzuschäßen wußte, das in höchster Gefahr Teplitz- Schönau Almt seiner Stontrollbefugnisse bevauben würde. war trok der glänzenden Kundschaft zu ver Kuh& Kretsch Erzeugung von alkoholfreien Fruchtperlen 1488