Einzelpreis 70 Heller. Redallion und Verwallung: Prag, D., Havličkovo nám. 32. lephone redattio: 6795. redattica: 6797. Postschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Wir und sie. Zentralorgan der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Sozialdemokraten und bürgerliche Parteien im Weltkrieg. Sonntag, 27. Juli 1924. Bezugs Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Poft: monatlich.... Kě 16.olerteljährlich.. 48 halbjährig ganzjährig. " 96.192.Rüdftellung von MannStripten erfolgt nur bei Einsendung der Refourmarfen. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Nr. 176. Stürgth die Berständigung nicht Boffes mit Füßen trat. Systematisch wurde Sie waren in Ernährungsfragen tätig, juchten gewollt hat. Daß er alles aufgewendet das Volk durch eine groß angelegte die Arbeitsverhältnisse der unter Kriegsgejet hat. Sie zu hintertreiben, daß er bewи3: Lügenpropaganda" belogen, blieb gestellten Arbeiter sowie die Pensionen für Miund planmäßig alle Verständigungsvöllig unorientiert, jeder Mensch, der eine Mei- litärinvalide und für die Witwen und Waifen versuche zum Scheitern gebracht hat." nung zu äußern wagte, wurde bespizelt, denun- gefallener Strieger zu verbessern. Als die Locke. Reine einzige der bürgerlichen ziert und verfolgt, Abgeordnete wurden einge- rung des absolutistischen Systems wieder ZuIn nicht mehr seltener Einmütigkeit sehen Parteien hatte gegen die Beiseite ferfert, die Zeitungen unter Borzenjur gestellt, sammenkünfte möglich machte, traten die Berwir, da wir daran gehen, den zehnten Jahres- chichung des Parlaments etwas die nicht ein Wort des Protestes gegen die un- treter der deutschen Sozialdemokratie wiedertag des Ausbruches des Weltkrieges durch große einzuwenden, im Gegenteil, bie deutsch geheirerlichen Verbrechen, die jahrelang gehäuft holt zusammen, um nicht nur eine gründliche Antikriegskundgebungen zu feiern, Kapitalt- bürgerlichen Blätter begrüßten die Auf wurden, schreiben durften. Bis zum Kriegs- Reform der Verwaltung, eine ernsthafte Destendiener und Moskaujünger, Hakenkreuz und richtung des Absolutismus der Re- ende gab es auch nicht eine der deutsch- mokratie in Stadt, Land und Gemeinde, jonSowjetstern, gegen uns aufmarschieren. Beide gierung in freudigen Artikeln. Der Sinn bürgerlichen Parteien, am allerwenig dern vor allemeines, die Herbeifüh Gruppen üben fich in dem törichten Unterfan- dieser planmäßigen Hintertreibung der Versten die Deutsch nationalen, die rung des Friedens zu fordern und gen, der Sozialdemokratie nachzuweisen, daß ständigungsversuche und der Beseitigung des Deutsch gelben und die Christlichsofie verlangten von der Regierung, alles zu auch sie für den Serieg war. beide sind einig in Parlaments zeigte sich, als einige Monate spä zialen, welche versucht hätten, dem Wahn- tun, was geeignet sei, dem Men dem Bestreben, die Wucht der Anklagen der ter nach dem Sarajewoer Attentat die Wiener finnstreiben ein Ende zu sehen und die an der schenschlachten ein rafches Ende zu Sozialdemokratie gegen die Urheber des Series Kriegspartei mit unterstüßung aller österreichischen Bevölkerung geübten Ungerech bereiten. ges durch Entstellungen und verlogene Bitate deutschbürgerlichen Parteien den tigkeiten zu beseitigen. Es waren einzig die Die Dokumente und Tatsachen sprechen! abzuschwächen, beide liefern sich Material Strieg gegen Serbien vorbereitete. Deutschen sozialdemokratischen Sie sind in zu frischer Erinnerung, als daß die und helfen sich wacker aus. Die bürgerlichen Noch am Tage, da die Antwort auf das öster Abgeordneten, die immer wieder Versuche der Schuldigen, ihre Verbrechen zu beParteien und ihre Presse, die Durchhalter reichische Ultimatum von Serbien eintraf, wen- die Einberufung des Parlaments, schönigen, gelingen fönnten. Mit veinem Her und„ Siegfriedler", sie haben allen Grund, die deten fich die deutschen sozialdemokratischen Ab- die Wiederherstellung verfa j- zen und reinen Sänden sind wir aus dem Krieg Erweckung der Erinnerung an ihr Verhalten geordneten mit einem Aufruf an die Par- fungsmäßiger Zustände und die hervorgegangen. Das Proletariat, die Gevor dem Striege wie die Pest zu fürchten, denn teigenossen und traten darin für die Er- Beendigung des Krieges durch schichte, fie werden ihr Urteil fällen, über uns, fie waren es, die den Verbrechern am Wiener haltung des Friedens ein und warn einen Verständigungsfrieden ver die wir in den schwersten Zeiten nicht um HaaBallhausplatz die Mauer machten, die ihre ten vor dem Kriege mit dem Schreden und langten. In zahlreichen Memoranden und resbreite von den Idealen der Menschliteit Kriegsabsichten propagandistisch förderten. Jammer, mit dem Leid und Kummer, die er Vorsprachen brachten sie ihre Beschwerden und und Gerechtigkeit abwichen, und über die an= Ihnen kommt darum die kommunistische Seße im Gefolge hat" und lehnten im Namen Proteste, aber auch Vorschläge zur Erleichte deren, die die Weltkatastrophe verschuldeten und gegen die Sozialdemokratie wie ein Geschent der arbeitenden lassen für den rung des traurigen Loses der Kriegsopfer vor. die in der Lüge ihre einzige Rettung suchen! des Himmels, für das sie sich dadurch erkennt- rieg, wie für alles, was in ihm an „ Dent Dem Boll ist as nicht gegeben, wer Serey and Frieden zu entscheiden. Das Parlament, burch das es wirkt und spricht, ist stumm. Der politischen Freiheit in den Versammlungen sind Fessel ange legt. In dem Bewußtsein der schidfalschweren Stunden soft noch einmat unser Mahnruf laut werden: der Friebe ist das kostbare Gut der Men schen, das höchste Bedürfnis der Vök ter! Wir lehnen jede Verantwortung für diesen Krieg ab; feierlich und entschieden beladen wir mit ihr die jenigen, die ihn, hüben wie drüben, angestiftet haben und entfesseln wollten! Und wir wissen uns darin einig mit den klassenbewußten Arbeitern der ganzen Welt und nicht zum wenig sten mit den Sozialdemokraten Ser bions! Feierlich bekennen wir uns zur Kulturarbeit des internationalen Sozialismus, dem wir ergeben bleiben im Leben und verbunden bis zum Tode." Die Friedenstundgebung in Zeplik. 10.000 Broletarier demonstrieren gegen Krieg und Kriegsgejahr. Teplit- Schönau, 26. Juli. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft des Teplißer Be. zirfes hat heute abends durch einen ernsten und würdigen Demonstrationszug durch eine gewaltige Massenversammlung auf dem Marktplaße ihren Abscheu vor dem Kriege, ihren Friedenswillen und ihre Entschlossenheit, für die Erhaltung des Friedens zn Lämpfen, bekundet. Die Spiße des Zuges bildeten Ordnerreihen, dann folgten viele hunderte Kinder, dann große Gruppen Jugendlicher und endlich die unübersehbare. Schar der Männer und Frauen. Besonders fielen auch die Gruppen der Kriegsverletzten auf; sehr stark war auch die Gruppe der Teplitzer Gemeindearbeiter. Im Zuge wurden viele Standarten mit triegsfeindlichen Aufschriften und viele schwarze und rote Fahnen getragen, die zu Beginn der Versammlung auf der den Marktplatz abschließenden Denkmalsbrüstung aufgestellt wurden. Infere rote Wehr, die zum ersten Mal in Tätigkeit trat, sorgte für die Aufrechterhaltung der Ordnung. Die Versammlung wurde mit dem Liede der Arbeit eröffnet. Dann sprach Abgeordneter Genosse Pohl über Ursache und Wesen des Krieges und über den Kampf des internationalen sozialistischen Proletariates für den Frieden. Abgeordnete Genoffin Kirpal sprach aufwühlende Worte zu den Frauen. Genosse Paul forderte die Jugend zu unermüdlichem Kampf für den Frieden auf und lick zum Schlusse der Versammlung über die Entschließung abstimmen. Viele tausende Hände hoben sich. Das war der Sch tour, den heiligen Krieg gegen den Krieg zu fämpfen. Mit dem Massengesange der Internationale" wurde die würdige, ernste Feier, au der ungefähr 10.000 Arbeiter und Arbeiterinnen teilnahmen, beendet. lich zeigen, daß sie den kommunistischen Ber- furchtbar ernsten Folgen entsprie leumdern Beifall flatschen. Die Stommunisten Ben möge die Verantwortung ab. haben ebenfalls viel zu vertuschen: ihren jäm- In dem Aufruf heißt es: merlichen Riebergang und die mehr als sozialpatriotische" Vergangenheit ihrer Führer, von denen manche bis zum Umsturz noch gar nicht wußten, was Sozialismus ist, während die anderen im Kriege durch Anpassung an den schwarzgelben Hurrapatriotismus sich zu t. u. t. Leutnant und Oberleutnant emporſtocherten. Sie gröhlten über die Sozialdemokraten, damit nicht von ihnen gesprochen werde. Bei dieser", das heißt bei der Antikriegspropaganda, ichnen sie das Zusammengehen mit der Sozialdemokratic ab. Steine Einheitsfront mit den Sozialdemokraten, dafür Einheitsfront mit den Kriegsschuldigen, den Soldatenschindern, den ehemaligen Lateien Habsburgs, den Seriegswucherern, den Börsenjobbern und Volksbedrückern, die alle die Angriffe der Sozialdemokratie zu fürchten haben! Ihnen herfen sie, ihnen stehen sie bei, indem sie ihre Angriffe gegen die Sozialdemokratie richten! Dem goldenen Kalb hängen sie den Sowjetstern Angesichts dieses Manifestes der deutschen um, hinter ihrem Schild suchen sie die Anstis- sozialdemokratischen Abgeordneten, das diejeni ter des Weltmordens zu decken! Es ist gerade die Unerschütterlichkeit der gen mit aller Verantwortung beladet, die den Krieg angestiftet haben, wagen es die bürgerKaders der Sozialdemokratie und die Reinheit lichen Parteien, die wahre Kriegs- und ihrer Grundfäße, welche ihre Feinde von links Freudentänze vor Begeisterung und rechts vor Wut schäumen läßt. Einzelne aufführten, wagen es die Kommunisten, mögen geirrt, mögen in der ersten Zeit das Li- die Wahrheit zu fälschen und die Sozialdemo gengewebe der Kriegstreiber nicht durchschaut fratie der„ Mitschuld" am Kriege zu bezichtihaben, mögen, da der Krieg einmal da war, vor brachte das Lied gen. den Folgen einer Niederlage, insbesondere ge- en allein. Steine einzige der Parteien fand Die Sozialdemokraten stan- Die Antifriegstundgebung in Brüm. Sängerbundes A. B. V. ,, Weltfride" zu eindrucksvollem Vortrag. Mit Brünn, 26. Juli. Jum fünstlerisch geschmüd- dem Biede der Arbeit wurde die große genüber dem zaristischen Rußland, gebangt den Mut, sich in diesen entscheidenden Stunden ten, übervollen Festsaale des Deutschen Hauses Gedentfcier der sozialdemokratischen Arbeiterschaft haben, für den Strieg war niemand von an ihre Seite zu stellen. Alle stimmten in die fand heute abends die Antikriegstundgebung statt. geschlossen. uns, am allerwenigsten die Partei, die auch Kriegsheße ein, veranstalteten lärmende Striegs- Genosse Professor Schweizer eröffnete die nicht einen Tag aufhörte, seinem Kommen ent- demonstrationen, verteidigten den Absolutis- selbe, indem er der Opfer des Weltkrieges gedachte gegenzuwirken, und die, als er dennoch aus- mus der Regierung und halfen mit, die und einen Appell an die Anwesenden, nie wieder brach, gegen die Siegfriedler und für den Frte österreichische Jugend auf die solches Unheil über die Welt kommen zu lassen, der deutschen und magyarischen sozialdemokrati den kämpfte, so weit nur ihre Kräfte reichten. Schlachtbank des Krieges zu trei- richtete. Der Chor des Brünner Typographen- schen Partei in Preßburg veranstalteten heute Schon Monate vor dem Kriege wurden die ben. Der Krieg brach aus, ohne daß die er ter Leitung seines Chormeisters Herrn Professors Bevölkerung eine Manifestation gegen den Strieg Sängerbundes trug in wirkungsvoller Weise un- nachmittag unter großer Beteiligung der ersten Spuren des Planes der österreichischen wählten Bertreter des Volkes ein Wort dazu or any das„ Trom mellie d" von J. Mert auf der zunächst Abg. Dr. Derer, dann für Regierung sichtbar, der inneren Schwierigkeiten jagen durften, während gleichzeitig die Parla- vor. Senator Genosse Nießner gedachte in sei die deutsche sozialdemokratische Partei Gen. Dr. durch einen äußeren Erfolg Herr zu werden. mente Deutschlands, Frankreichs, Englands, ja ner umfassenden Gedenkrede aller durch das Welt- Strauß aus Prag und für die magyarische Graf Stürgth entledigte sich vorerst des Par- selbst die Duma Rußlands, die Stupschtina morden Dahingerafften, der Ursache und der fozdemokratische Partei Ignaz Schulz Anlaments und schickte es am 13. März 1914 nach Serbiens und das Privilegienparlament Un- schrecklichen Auswirkungen des Weltkrieges und sprachen hielten. dem Scheitern des letzten Ausgleichsversuches garns zusammentraten, doch die deutschschloß mit dem Mahnen„ Nie Die tschechischen Sozialisten veranstalteten zwischen Deutschen und Tschechen nachhaure. bürgerlichen Parteien freuten jich rieg!" feine Ausführungen." An die Frauen unter zahlreicher Beteiligung ihre Antikriegsmani Die sozialdemokratischen Abgeordneten erklär über die Ausschaltung von Recht Worte, in denen all das Leid und die Sorgen der mumisten werden ihre Manifestation erst am richtete Genossin Hrabal tief empfundene festation in der Halle des Bürgerbräu. Die Komten darauf in ihrer Rundgebung vom 8. März und Verfassung und über das eingeleitete Frau, der Mutter Ausdruck fanden. Montag nachmittag abhalten. System des Schreckensabsolutismus. UnverEs unterliegt feinem Zweifel, daß es aber gessen und unverziehen wird die Schuld dieser Erheben von den Sigen. So gedachte die soziTrommelwirbel, Senken der Fahnen. uuſchwer gelungen wäre, eine Verständigung ppi schen den tschechischen und den deutschen Parteien Parteien bleiben, die es möglich machten, daß aldemokratische Arbeiterschaft ihrer Gemordeten. fand unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkein Böhmen herbeizuführen. Daß dieser Versuch der Absolutismus durch die ärgste Drosselung Nach einer kurzen Pause wurden von den Stünit- rung eine Trauerfundgebung für die Kriegsopfer in letter Stunde noch mißlungen ist, ist aus der Presse, durch Knebel und Galgen, durch ern Frau Kadle Dybal und Herrn Norting Stel- statt, an der Bertreter aller autonomen und staatschließlich die Schuld der Regierung Einstellung jeder Versammlungstätigkeit und len aus den erschütternden Dramen rete lichen Behörden der Korperationen, Vereine, Stürgth. Wir haben in den Verhandlungen durch die Erlassung hunderter Verordnungen en echte" und Die Zeit wird tom- Regionäre und der Truppen teilnahmen. Die Andie feste Ueberzeugung gewonnen, daß Graf auf Grund des§ 14 wütete und die Rechte des meu" vorgetragen. Der prachtwolle Chor des sprache hielt der Bürgermeister Abg. Pid. 1914: * Breßburg. Preßburg, 26. Juli. Die Erefutivausschüsse Billen. Piljen, 26. Juli. Heute abends, um 20 Uhr, Seite 2. 27. Juli 1924. Den Dolchstoßlü nern ins Stammbuch Warum fie Leutnants wurden.rium intervenieren, weil sich doch diese munistischen Führer beweisen, daß fie während aus der Striegszeit gar manches am Gewiffen er deshalb beim Kriegsministe- 1 Die Erimerungen und Geständnisse der kom find, sondern daß sie, die kommunistischen Führer, Dreierlei konnte in den letzten Tagen den Maßregelung gegen die sozialde des Krieges nicht nur nicht um einen Jota mehr haben, das tvagen zu müssen, chrliche Sozial kommunistischen Arbeitern, soferne sie das polis mokratische Partei richtete." Wan gegen den Krieg zu tun inſtande waren als die- demokraten sich schämen würden. tische Leben aufmerksam verfolgen und gewiffen- sieht, Herr Kreibich war im Jahre 1915 wirklich fenigen, die der Sozialdemokratie treu geblieben! haft Zeitungen lesen, an der kommunistischen ein waderer Sozialdemokrat, der es der Partei Führung auffallen; erstens dag die font nicht antun konnte, daß er nicht Offizier werde. unumistische Partei und ihre Bresse, so wie Da er so viel Verständnis dafür hat, Dinge tun ihr von Moskau aus befohlen wurde, die furcht zu müssen, zu denen man gezivungen wird, könnte baren Erinnerungen an das Jahr 1914 nicht man von ihm wohl auch Einsicht dafür veretwa zu leidenschaftlichem Rampf gegen den langen, daß außer ihm auch noch andere Leute Krieg und die friegsschuldige Bourgeoisie nüßt, während des Serieges zu Dingen gezwungen wasondern gerade dise Zeit zu Angriffen fast ren, und zwar zu weit ärgeren, als auf Be ausschließlich gegen die Sozialde- schwerden bin Offizier zu werden. Dagegen, daß motratie mißbraucht, zweitens, daß diese die Arbeiter schießen lernen sollen, ist nicht das tommunistischen Wortführer, die da die Sozial Geringste einzuwenden, und es wird sicherlich demokraten unausgesetzt und auf das gröblichste gut sein, wenn sie es schon fönnen, wann einmal beschimpfen, selber nicht nur während des die Notwendigkeit dazu in unserem Sinne gegeKrieges der sozialdemokratischen Par- ben sein wird. Daß aber ein Weltkrieg tei angehörten und zum Teil auch für sie eine willkommene Gelegenheit dazu ist, daß die öffentlich wirkten, sondern auch über den Krieg Arbeiter endlich schießen lernen- darin bebau hinaus bei der sozialdemokratichen Partei bisern wir, den Geschmack des Herrn Kreibich nicht zum Jahre 1921 verblieben und dritteris, teilen zu können. Selbst der beste Patriot....." In derselben Rede zitierte Knirsch den Brief eines Gewährsmannes über die Lage der Bergarbeiter: „ Die Ernährungsverhältnisse in Königswart waren im Monate Juli berart schlecht, daß selbst der beste Patriot zur Verzweiflung getrieben werben konnte. Brot wurbe nur zweimal die Woche ausgegeben und da nur sehr wenig. Die erübrigten Brot- und Mehltarten verfielen. Alle Klagen halfen nichts. Bloß einmal erhielten ble Bergarbeiter und ihre Angehörigen pro Kopf 15 Dela Maismehl. Sonst hatten dieselben außer bitterem Kaffee oft tagelang nichts au eifen." Wie es in den letzten Kriegsjahren ausgesehen hat: Hungersnot und Militärterror im Hinterlande. Doppeltes Elend der Frontsoldaten, Korruption der Zivil- und Militärverwaltung, politische und moralische Verlotterung am Hofe Karls des Letten.- H. Knirsch als Kronzeuge gegen die Dolchstoflegende der Nationalsozialisten. Die notorische Geistesarmut der Deutsch tein Stüdchen Brot und tein Stanb. gelben, die sie zwingt, ihr politisches Dasein von chen Mehl zu haben war." geistigen Abfällen zu fristen, hat sie veranlaßt, von dem reichsdeutschen Monarchisten- und Fa 1917 mit unserer Widerstandskraft" aus! Wohlgemerkt, so sah es bereits im Jahre scistengesindel unbesehen die bekannte Dolchstoßdaß jene kommunistischen Redakteure und Sefre Anschließend an die Erklärung Kreibichs er- legende zu übernehmen, die nun als Kampfmittel täre, die heute die Haltung der Sozialdemokraten zählt der Kommunist Leopold Streut, war gegen die Sozialdemokratie verwendet wird. Diese während des Krieges als zu schwächlich bezeich- um er seriegsfreiwilliger wurde. Herr Dolchstoßlegende ist wohl die frechste Genen, zum großen Teile selber den Krieg Kreuz bedauert diefen Schritt heute als Dummm- ichichtsfälschung, die seit dem Bestande der als willige, und freiwillige und überheit, nicht aber etwa als feine eigene, fondern als Welt gewagt wurde. Sie besagt in Kürze, daß die stramme Offiziere und Soldaten mit die der anderen Sozialdemokraten. Uns Armicen der Mittelmächte an allen Fronten machten. Alle diese Momente und vielleicht auch find zwar unter den Führern der sozialistischen siegreich" waren und totsicher die Feinde ,, auf bic der Umstand, daß die gröbste Munitioner Arbeiterschaft außer Herrn Kreuz nicht sonderlich Senie gezwungen" hätten, wenn nicht die verfolglos schon verschossen war, hat den Vor- viele bekannt, die freiwillig einrüdten oder die ruchten Sozialdemokraten mit ihrer Friedensprowärts", als das Hauptsprachrohr der deutschen heimatlichen Quertreiberklubs" verließen, um paganda den„ Geist des Heeres" zerstört, die Kommunisten, gezongen, just jetzt, am Anti- fchießen zu lernen, aber daß andere eben auch Sampffraft der Soldaten zermürbt und so schließ Triegstage, getvissermaßen zum Rückzuge zu bla- Soldaten wurden, ist für Herrn Kreuz ein hin- lich den Zusammenbruch herbeigeführt haben Jen und umständliche Rechtfertis reichender Entschuldigungsgrund, daß er es frei- würden. gungsversuche für die Haltung der Kom- willig wurde. Wenn sich die kommunistischen munisten während des Krieges anzustellen. Diese Fabel haben die deutschen MonarchiArbeiter damit zufrieden geben, kann es uns recht sten, um Wilhelm und Ludendorff erfunden, um Jm Leitartikel des gestrigen Vorwärts" wird sein. fich des langen und breiten ausgeführt, wie schon von dem ungeheuren Verbrechen reinzu vor dem Kriege die bösen Buben" Straßer, Leutnant-r auf, der erzählt, wie unge Volt in den Krieg und in die schreckliche NiederAls Dritter im Bunde marschiert der Meine vaschen, das sie begingen, indem sie das deutsche reibich und Neurath im Gegensatz zur Wiener bener beliebt er als Offizier bei feiner Batterie lage hineinheßten. Sie ist in Deutschland schon Partei gestanden seien und wie sie im Laufe des war, daß er im Felde regelmäßig die Arbeiter- hunderimal an der Hand schlagender Gegenbeweise Krieges diese Gegnerschaft immer mehr verstärt- zeitung" und den dampf" las und die Blätter widerlegt worden und es gehört zweifellos ein ten. Und bei diesen Feststellungen passiert nun an die Mannschaft weitergab. Aus dem Zusam- außerordentliches Maß von politischer Einfalt, dem„ Vorwärts" das Groteske, daß er, der feit menhange ist flar zu erkennen, daß die Solda- morischer Verworfenheit dazu, diese urdumme einigen Wochen täglich zusammenhanglofe Zitate ten burch die sozialdemokratische Lektüre revolu- Fälschung in unser ehemals österreichisches Gebiet aus der Reichenberger sozialdemokratischen sozialdemokratischen tioniert wurden. Darum schimpft er, der-r, zu übertragen, wo fie direkt lächerlich wirkt. Wir ,, Abendpost" brachte, um uns damit zu treffen, der seller, heute auf die Sozialdemokraten. Zur werden heute den Nationalsozialisten beweisen, nun zum Besten gibt, daß die Redaktion Zeit des Generalstreits im Jahre 1918 hat er daß die Dolchstoßlüge das dümmiste und dieser Abendpost" schon seit 1915 die sogenann- bann, so erzählt er, in der Instruktionsstunde an logenste Argument war, mit dem sie jemals die tennertreiber" reibich, Neu- ber Front von den Kriegsurfachen, Friedensmög- Sozialdemokraten bekämpften. rath uhu.„ geiftig und politisch be- lich beiten, von Liebknecht, Adler usw erzählt und herrschten". Jene Reichenberger Arbeiter, wurde deswegen von der Batterie auf einen Be- tung, daß der vierjährige Weltkrieg zu fura ge In der Dolchstoßlegende steckt die Behaup die auf den Vorwärts" schwören, werden dem obachtungsposten abtommandiert. Er will war wefen ist. Sie ist auf der Annahme aufgebaut. nach nun auch wissen, wessen geistiger Führung noch mehr gegen den Krieg getan haben, das daß die Mittelmächte den Strieg noch hätten endfie es zu verdanken haben, wenn das Reichen nähere aber verschweigt er in angeborener Be- los fortführen und dann siegreich beenben tönnen, berger jozialdemokratische Blatt in jenen Jahren scheidenheit. Aber wo wäre dere Sozialdemokrat, wenn eben die verruchten Marxisten nicht die nicht immer ganz ihren Wünschen entsprach. Der behaupten tönnte, auch nur annähernd so Fronten von hinten erbolcht hätten. Wir fragen gende Damit aber nicht genug, gibt der Vorwärts" in viel gegen den Strieg getan zu haben, wie Leut- ben Herrn Knirsch, ob er darauf vergessen hat, derselben Nummer weiter rüdiväris ausführliche Aufschliffe darüber, was bie, uertreiber nant eller in der Batterieschule von 1918! daß er in seinen eigenen Reden die DolchstoßHungersnot in Deutschböhmen. Knirsch sagte in einer Parlamentsrede am Oktober 1917: jo meit sie sich nicht in angedeuteter Weise um Herr Kreibich, um auf ihn wieder zurüd- legende zerstörte, noch che sie erdacht war. And die Tagespost verdient machten, während zukommen, gibt über seine Tätigkeit während des um seinem Gedächtnis etwas nachzuhelfen, werdes Krieges trieben. Die bösen Buben" Krieges überdies in derselben Nummer des den wir daraus die Zeugnisse zitieren, die die Streibich, Kreuz und Heller fühlen sich nämlich zu Borwärts" noch weiter Aufschluß, indent er ein wahren Ursachen am österreichischen und deutschen ie einem Aufsatz veranlaßt, in welchem sie aus Gefecht schildert, das er als Kompagniekomman- Zusammenbruche erkennen laffen. cinandersetzen, warum und wie sie Offiziere tour- dant- Stellvertreter mitmachte. Wie ungeheuer den oder wie sie sich als Leutnants betätigten. stark der Wille Kreibichs damals gegen den Krieg Kreibich wurde, fo fagt er, Solbat, weil war, geht allerdings nur aus einer einzigen Beer ebenso wie alle anderen dazu ge- mertung hervor. Als nämlich ein feiger Ober- 18. zwungen wurde" und weil er stets ber An- Leutnant, der sich während des Gefechtes zur jicht war, daß alle Arbeiter schießen Nachbartompagnie geflüchtet hatte, bei Streibich lernen sollen". Und weil man schließlich anfragen ließ, was bei der Kompagnie los set, ,, wenn man schon beim Militär sein muß, so fuhr es dem bösen Buben Kreibich heraus: Er viel wie möglich an gewissen militari- soll mich im Arsch leden". Herr Streibich meint, schen Dingen lernen foll", ging Streibich daß diese Erlebnisse uns nicht schrecken follen", auch in die Reserveoffiziersschule und als man vielmehr sollen sie uns dereinst ermutigen, auch ihm dann wegen seines Borlebens im Zivil" vor dem Aeußersten nicht zurückzuweichen, wenn den Offiziersgrad" nicht erteilen wollte, es unserer großen Sache gelten wird". " Die fleine Lotte.( 53) Er bedient sich eines alten Buches, das er ihr überlassen will. Er erflärt, den Kopf an die Seitenwand seines Schreibtisches gelehnt, scheint Von Simone Bobove. in die Betrachtung seiner roten Pantoffel vertieft. Beteuert Charlotte, daß sie verstanden hat, reicht Uebersetzt von Dr. Anna Nußbaum, Copyroght by er ihr ein Stüd Kreide, bittet sie, an die Tafel Interritorialer Berlag„ Renaissance". Wien. zu gehen. Dann lacht er, wenn er sieht, daß es falsch ist, steht auf, löscht alles aus, was sie gefchrieben, beginnt von neuem. -Das junge Mädchen bricht in helles Lachen aus. Ihm ist, als töne es von den Wänden des großen Zimmers wider. Lotte vergißt, daß sie Ich bin sehr dumm, gelt?" fragt die Kleine. auf ihr Gleichgewicht in dem wunderlichen Ding," Zum Glück, Fräulein. Sonst bliebe uns ja auf dem fie fist, achthaben muß rutscht nach nichts mehr tun übrig." ju rüdwärtsschreit auf. Gegen vier Uhr bringt ihnen Eulalie Tee „ Sie erschrecken zu Unrecht, Fräulein. Der und Kuchen. Wie sie das offene Fenster erblickt, Stuhl ist im Hinblia auf diese llebung ange- stößt sie einen lauten Schret aus. fertigt. Sie fönnen nicht fallen. Sie lachen mich Fräulein!" aus, glaube ich, aber Sie lachen sehr hübsch, und Seraphine tommt, langsam, hebt die kurzen das macht mir Vergnügen. Ich begann schon zu Arme gen Himmel. fürchten, daß Sie es gar nicht fönnen." ,, Rit, mein Kind, Sie wissen, daß ich verantwortlich bin." Was dem Patrioten noch sonst bevorstand. Anirsch erzählte anschließend, wie die Leute eine Deputation von Vertrauensmännern zur Gemeinde und zum Bezirkshauptmann schidten, um eine Milderung dieses Sungerelendes zu erzielen. Diese Vertrauensmänner nun, welche die Verhält niffe schilderten, wurden später vom Arbeits plag weg verhaftet. Sie wurden, ohne von ihren Familien Abschieb nehmen zu können, nach Bilfen transportiert und faßen dort vom 22. Anguft bis zum 18. September in Haft." noch bis 1925 herum für das Haus Habsburg Wobei ihr Wille gestärkt worden sein dürfte, durchzuhalten" Und lustig war erst das Soldatenleben! Wahrheiten: Amt 4. März 1918 sagte Senirsdh wieder fol" Dabei fällt noch ein Umstand schwer ins Ges wicht, die Leute, die nach monatelanger, mandymal jahrelanger Dienstzeit endlich einmal auf Urlaub nadhhause lommen, finden daheim häufig nights als Not.( Zustimmung). Es ist ja hunberten und taufenden so ergangen, daß sie heims gelommen, am liebsten gleich wieder weggefahren wären, weil die Familie den Heimkehrenden nicht bas geringste bieten konnte und er selber mit leerer Tasche bastand." Die Verhältnisse, die wir in Böhmen heuer im So nebenbei erwähnte Stnirsch auch, daß sich Frühjahr und während der Sommermonate er die Soldaten weder einen Schlud Schnaps", noch lebten, sind die denkbar traurigsten. Es ein Stüd Seife faufen, noch ihre Fuhlappen er ist ja heute allgemein bekannt, daß in den deut- neuern konnten. Wie man sieht, waren angesichts schen Randgebieten im Erzgebirge und im Riesen- ber rührenden Fürsorge der Heeresverwaltung für gebirge Hunger und Epidemien herrschen.( Rufe: die Vaterlandsverteidiger und ihre Angehörigen Hört, Hört! Zwischenrufe.), daß unter den deut- alle Voraussetzungen für eine siegreiche Fortfüh schen Industriegebieten in einzelnen Städten und rung des Krieges gegeben. Leise Zweifel haben Gemeinden oft Tage und Wochenlang var schon damals den Senirsch erfaßt, denn am --anständige oder blödsinnig sentimentale Sachen.| Sie wartet bis ein Biertel nach sieben oben, Gerade zu rechter Zeit erinnert sich Charlotte späht am Fenster. Kommt er nicht, fährt sic eines Liedchens ohne Bedeutung, das sie in der allein mit der Straßenbahn zu ihm. Man ißt erst Schule gelernt hat. Sie bemüht sich, zwitschert nach acht Uhr zu Abend. Inzwischen liest Henri schüchtern. ihr vor. Er sitt auf dem Bänkchen vor ihr, einen ,, Vortrefflich," sagt Henri. Sie haben eine Fuß auf das Gestell des Schaufelstuhles gestützt. gute Stimme, die Musik ist ein angenehmer Zeit- Es macht ihm Spaß, sie zu schauteln. Sanftes vertreib, ich werde Sie unterrichten." Licht fällt durch das Weilchglas des großen Kron Er setzt sich ans Klavier. Kaum sind die leuchters. Charlotte liebt die Betrachtungen Mark ersten Töne ertlungen, erscheinen Seraphine und Aurels, verehrt den Namen Epittets, da er Pascal Eulalie. Die lettere trägt den Lehnstuhl des alten teuer war. Henri findet diese Schriftsteller mit Fräueins Herbei. Henri spielt sehr schön und scheint ihrem fortwährenden Jammern ziemlich uner die Welt um sich zu vergessen. Charlotte, in den träglich. Das Abendessen ist heiter. Henri nect Schaufelstuhl zurückgelehnt, lauscht, bleich vor Seraphine unausgesetzt mit der Religion. Nach Bewegung. Von Zeit zu Zeit wendet Seraphine seiner Ansicht muß man entweder alle oder keine den Kopf nach ihr um, lächelt ihr gütig zu. haben. Dann erhebt er sich, umarmt feine ErWie Henri imnehält. ruft sie ihn zu sich, umzieherin. Charlotte hat das tiefe Bedürfnis, ihren armt ihn: Stopf an den von Henri und Seraphine zu lehnen. Wein guter fleiner Rif, schon so lange Nach der Mahlzeit tommt die Mgebrastunde. Ihr haben Sie nicht gespielt. Es ist lieb von Ihnen, Lehrer meint, daß sie viel Talent dazu zeige. Aber daß Sie's heute tun." sie hat die üble Gewohnheit, zugleich an etwas Ja," erklärt Eulalie, das ist recht so, ich anderes zu denken als an die Sache, mit der hatte schon genug es war zu traurig bei uns." man sich im Augenblick ernstlich beschäftigen sollte. Henri Lethore, ich verlasse sofort dieses Man ißt, Lottens wegen, um sechs Uhr zu Bleibt sie zu lange schweigsam vor der Tafel, jeber eine andere Stunde weist. Indem man die Saus, wenn Sie nicht gewillt sind, sich besser zu Abend. Henri wünscht, daß sie nicht zu spät heim steht Henri auf, wirft sein Buch in eine Ede, Frrtümer der einen und anderen vergleicht, ge- pflegen." fehre. Er padt ihr Bücher ein. Sie muß bericht rosch aus, bereut dann seinen Zornausbruch, Jangt man zu einem Ergebnis, das sich der Wahra Gut, beruhigen Sie sich keine Tragödie, sprechen, sie nicht Nachts zu lesen, sondern nur füßt ihr die Sand, beginnt gebulbiger die Er heit nähert. Alle Unregelmäßigteiten im Gang ber bitte; ich sehe, daß ich zu rascherem Ende lomme, in der Werkstatt, wenn sie teine Arbeit hat, unb flärung von neuem. Fert sich Lotte oft geschieht Uhren, die ja gut fonstruiert sind, kommen von wenn ich mich zum Opfers hergebe." Er schließt Eulalie begleitet sie hinunter bis zum Stell- cs, weil sie zwischen zwei Wünschen schwantt: gern möchte sie nicht zu dumm erscheinen und doch lachen. Wie fie allein sind: Er scheint nicht bös. Er ist fein Uhrmacher, aber er intereffiert sich für die Astronomie, wozu man unbedingt genau die Tageszeit wissen muß. Er zeigt ihr, auf einem Brettchen in einem der Schränke, vier andere Zeitmesser, von denen ein essen Sie mich doch, Seraphine, Sonia würde es auch tun. Ihr Arzt, für meinen Schnup fen bestellt, ist ein Esel." der Erschütterung der Häuser. Wollte man sie das Fenster. Charlotte hat wieder große Lust zu wage dieser Zeit ist Charlotte glüdlich. Das feine Bippen auf ihrer Hand fühlen. Vergeblich bermeiden, müßte man die Uhren in den Keller schaffen. Singen Sie bitte." " Ich" Glüd ist kein Zustand. Es ist die Gesamtheit flüchreibt sie ihre Hände täglich mit Glyzerin ein tiger Freuben, schimmernde Goldsterne auf bunt- ie bleiben braun. Aber sie sind hübsch. Henri Sie sagten mir, daß ihr alle singt, wenn lem Grunde. Abgründe gähnen dazwischen aber scheint es zu merken. Er lacht über eine kleine Sonne in die Werkstatt scheint." Die Lehrstunde wird dann noch sehr lustig. Die Algebra ist wie Henri ein sonderbares, unerwartetes Ding. Das ist von Anbeginn Lottens alles Leben ist nichts als Suche nach ihnen. Affer Härte an der Innenfläche. Das tomm: vom Meinung. Plus mal Minus gibt Minus, und" Ja, aber ich finge nicht." Mut schöpft neue Straft aus der Soffnung auf, Sträufeln. Manchmal aber irrt sie sich ganz zweckMinus mal Minus gibt Plus ebenso wie Plus" Sie wollen damit sagen, daß Sie nicht Mufit der Erinnerung an fie. Charlotte ist glücklich, los. Denn er sagt ihr ruhig: mal Plus. Sie fann nicht umhin, das wunderbar gelernt haben. Aber deshalb müssen Sie doch wenn sie ihren Freund nicht sieht, da sie weiß, ,, Woran denken Sie, Seelchen? Ich nehme au finden. Sie wird nichts wissen, sagt ihr Lehrer, ingen fönnen, ich nehme an, wie ein Bächlein in furzem werde sie ihn sehen. Ist sie mit ihm, an, nicht an das, was Sie tun." biß fie nicht begreift, daß dies alles ganz natür- rauscht. Versuchen Sie, ich schaue Sie nicht an." überläßt sie sich der Lebensempfindung. Er holt lich fei Bei Decoiffer singt man entweder sehr un- fie nicht regelmäßig ab. ( Fortfegung folgt.) 27. Jun 1924. Schlusse der zuletzt zitierten Rede finden wir die aufschlußreichen Andeutungen: „ Ich möchte die Regierung dringendst bitten, fich der Fürsorge für die Mannschaft voll und ganz zuzuwenden; denn, Verehrte, der Geist ist heute noch unter den Truppen ein bewundernswert guter, es gährt schon( sehr richtig!), es gährt.... Um Mißverständnissen vorzubeugen, die Knirsch ale einen treuen Soldatenvater erscheinen Tassen fönnten, der sich nur um das Wohl der Mannschaft gefümmert hat, muß erwähnt werden, daß er anfangs dieser Rede die Heerführer be schworen hatte, den ,, guten Geist" der Truppe u erhalten und zu weden. Diesem hehren Ziel dienten dann die schönen Worte. Wie das Unheil kam. Knirsch hat zwar schon neun Monate vor sem Umsturze gewußt, daß es unter den Sold ten gärt, ohne daß er zugleich eine morgistische Dolch stoßlegende gemerkt hätte. Ja er hat im entschei denden Augenblick den berühmten„ Dolchston" gar nicht bemerkt, denn noch im Jahre 1919 äußerte er eine halbwegs vernünftige Meinung über die Ursachen des Zusammenbruches: Seite 3. Bom Stahlbad der Völker. To „ Das Unheil war nicht mehr abzuwenden. Die zunehmende politische und moralische Verlotterung am Hofe Karls des Legten, die Kor. ruption in Zivil- und Militärverwaltung, die zu einer wahren Geisel für Soldaten und Bürgerliche geworden waren, das immer mehr Ueberband. Sieht man die fühle Gleichgültigkeit der fes. Unsere Gegenwartsarbeit mündet in die denswillen! Dann überwindet in euch selber nehmen jenes Gezichts des Kriegs, der Wucherer nichtsozialistischen Volksschichten angesichts der Zukunft und darum wollen wir schon heute zu die letzten Reste nationalen Dünkels und konfes und schamlosen Kriegsgewinner, mußten schließlich zehnten Wiederkehr des Weltfriegsbeginnes, dann fünftiges Leben sichern. Unser Ruf: Nie wiealle Bande zur Auflösung bringen. Schmählich, ist man wohl versucht, an völliges Vergeffent des wie noch kein Staat der Welt, endete dieses Reich." Frauen und Müller! Wollt ihr, daß eure Väter, Männer und Söhne so verstümmelt werden? der Krieg!" gilt nicht nur für die Gegenwart, er ist kein Angstschrei der Lebenden, er ist Ruf in die Zukunft, denn für immer wollen wir die Befreiung der Menschheit vom Striege. * fioneller oder Rassen- lleberheblichkeit! Dann erzieht eure Kinder zu Menschen mit Menschheitsgesinnung, zu Internationalisten! * Serieges in diesen Streifen zu glauben. Aber es ist kein völliges Vergessen! Es ist nur ein VerAlso sprach Sns Knirsch auf dem national- drängen der Erinnerung an Striegsschrecken und fozialistischen Gesamtparteitage" in Dug( No- Kriegsgreuel durch spätere Erlebnisse, durch die Sier sind die Aufgaben, die der Stampf gegen vember 1919). Und heute heult seine ganze Fülle der Alltagsaufgaben und Alltagssorgen und den Krieg den Eltern und unseren Erziehungs Partei mit den monarchistischen Dolchstoßlügnern durch den Glauben, daß für die Lebenden der Nie wieder Krieg! Ist das auch ein Ruf organisationen stellt. Wie viele, viele Eltern um die Wette. Heute haben die Nationalisten die Strieg ja für immer der Vergangenheit angehört, in die Zukunft, so doch auch Losung unserer Ge- fündigen bloß aus Gedankenlosigkeit gegen den groteste Vermessenheit, die Sozialdemokratie als daß in absehbarer Zeit an feine Wiederkehr nicht genwartsarbeit. Für alle Zukunft den Krieg aus Geist des Friedens und damit gegen ihre Klasse! berräterische Urheberin der militärischen Nieder zu denken ist. Striege fernerer Zukunft, was der Welt bannen wollen, das heißt nicht, den Sie scheuten ihren Buben Säbel und Gewehr, lage hinzustellen. Nach soviel eigenen Beugnissen soll man sich um sie sorgen! Wer denkt wirklich kommenden, den vielleicht näher als wir von Binnen- oder Papiersoldaten als Spielzeug, lauüber den Hunger und die absolute Erschöpfung an die Zukunft ſeiner Kinder und Enkel, an die ihm Bedrohten den Kampf gegen den Strieg über- en ihnen Kriegsbücher als Weihnachts- oder Gedes Volles in den letzten Striegsjahren, nach so- Zukunft der späteren Geschlechter nicht nur der laffen, das ist Ausgabe für uns Ueberlebende burtstagsgeschenke. Sie brauchen sich später einviel anerkannten Beweisen über die forrupte eigenen Familie, sondern vielleicht gar der des Weltkrieges, täglich ,, stündlich, ununterbro mal nicht zu wundern, wenn in ihren Kindern Leichtsinnigkeit der Herrschenden im alten Defter Menschheit? Die Menschen haben noch nicht ge- chen den Kampf gegen die Kriegsgefahr zu füh- friegerischer Geist" lebendig wird.- Wie viele reich, und über die Verderb heit des Sabsburger lernt, ihr Leben planvoll zu gestalten, nicht nur ren. Kampf gegen die Kriegsgefahr das ist Eltern fümmern sich gar nicht um die Entwidgeschlechts, wagen sie von einem sozialdemokr: ti- als Einzelne, sondern als Gemeinschaft, und nicht Stampf gegen die auf dem Privateigentum lung ihrer Kinder, glauben, genug getan und schen„ Dolchstoß" zu fafeln. Zum Glück: Hans nur für die Lebenden, sondern über den Tod hin- ruhende Geſellſchaftsordnung, die immer wieder ihre Elternpflicht erfüllt zu haben, wenn sie für Knirsch hat durch seine eigenen Geständnisse dafür aus für die Zukunft der Menschheit. Würden zum Kampfe um mehr Eigentum, um größere das leibliche Wohl ihrer Kinder gesorgt haben. gesorgt, daß diefer Lügenfeldzug noch schmählicher würden sie sich als Glieder einer in fernste Zei Schritt auf dem Wege zum Sozialismus ist ein Gedankenwelt einzuführen. Wenn die Kinder fie nicht sinnlos leben. nur dem Bente" ergeben, Profite aus dem Eigentum führt. Jeder und tun nichts, um ihre Kinder in ihre eigene zusammenbricht als sein vicigelicbles Alt- Dester ten reichenden, nach aufwärts führenden Gliede Erfolg im Stampje gegen den Strieg. Mobilisie nicht mit den Eltern, sondern neben den Eltern Die Arbeiter, die Ariensopfer aller Schichten rung und damit als für die Zukunft Verantwortung der Besißlosen, der Opfer der Herrschaft aufwachsen, ihnen innerlich fremd, dann ist es aber, mügen bedenken, daß den Herren Dolchſtofür sie nicht verloren, das Erinnern an ihn Stapitalismus iſt Mobilisierung zum Kampje letarischer Eltern nicht deren Stampfeserbe überaber, mögen bedenken, daß den Herren Dolchstoliche fühlen, der Krieg hätte seine Schrecken des Privateigentums, zum Kampfe gegen den fein Wunder, wenn immer wieder Kinder proLügnern der Krieg zu kurz gewesen ist, und daß tönnte durch nichts verdrängt oder verkleinert gegen die Kriegsgefahr. Ueberwindung des Ka- nehmen und der Klasse verloren gehen. Sie gehen fie deshalb die Sozialdemokratie bekämpfen, weil jie nach vier Jahren Weltkrieg eine weitere nuß oder verfälscht werden. Und würde er in näch- pitalismus wird Beseitigung der Kriegsgefahr, ihr schon verloren, wenn sie nur laue Mitläufer lose Hinschlachtung und Aushungerung des Voltester Zeit vor diesen Gegenwartsmenschen sich wird Tod des Krieges sein. Wir wären nur halbe werden, wenn sie nicht leidenschaftliche, opferberhindern half. drohend wieder erheben, o, dann würden fie Kriegsgegner, wenn wir nicht vor allem Gegner bereite Kämpfer werden. plöglich wieder wissen, was der Strieg ist! Aber des Kapitalismus, der großen Ursache der dann wäre es wahrscheinlich wieder zit spät, ihn Striege, wären. abzuwehren... reich. Nie wieder....! Dunkle Zypressen Die Welt ist gar zu lustig; Es wird doch alles vergessen. Theodor Storm. Wird wirklich alles vergessen? Wird auch dieser Krieg vergessen werden? Ist er nicht schon heute vielen, denen er furchtbarstes aller Erlebnisse war, fast aus dem Gedächtnisse geschwunden? Und ist nicht dieses Vergeffen die größte Gefahr für den Frieden, weil in seinem Schuße sich wieder der Krieg in die schimmernde Wehr" vermummen, seine Frazze wieder in der Helden Maste verbergen fann? Bom Zinnsoldaten zum Weltkrieg. Der Anfang ist nur Spielerei, Das Ende ist der Mord!" ( V. Kalinovsky.) Wir Arbeiter aber leben nicht bloß für die Gegenwart. Daß andere Klassen es tun, ist nicht erstaunlich. Es gibt für die Besigtlassen teine Hoffnung, die in die Zukunft weist. Es gibt für sie lein Gesellschaftsideal, das über die heutigen Gesellschaftsformen hinausreicht. Dunfel ahnen auch sie, daß ihre Klassenzukunft das Aufhören ihres Seins als Selasse ist. Darum leben fie bloß der Gegenwart; und der Zukunft nur, soweit sie ihnen als Fortleben der gegenwärtigen Gesellschaftsverhältnisse erscheint. wir aber wiffen unsere Stlassenzukunft verknüpft mit der Menschheitszukunft und erwarten von tommen den Geschlechtern die Vollendung unseres WerDer Lauen und der Halben, der Resigniertent, der Hoffen und Glaubensunfähigen gibt es Kampf gegen den Kapitalismus, das ist gar viele im Proletariat. Sie hören unsere Paunfere Alltagsarbeit und das ist für uns täglicher role: Nie wieder Krieg!" Sie sind ganz mit Sampf. Aber der Kampf gegen Krieg stellt uns ihr einverstanden. In ihnen erwacht, wenn zu besondere Aufgaben. Es genügt nicht, sich dar- ihnen vom Kriege geredet wird, alle Pein der über klar zu sein, daß mit dem Sapitalismus Schyredenszeit, aufgerissen werden die Wunden, auch die Kriegsgefahr bekämpft wird. Nie wie die der Krieg ihren Leibern und ihren Seelen der Krieg? Dann rüstet auch die Herzen ab, schlug. In ihren Herzen grollt Verdammnis gegen zerstört in ihnen die Freude an der Gewalt und den Krieg. Wie ein Gebet steigt in ihnen die die Bewunderung der Gewalt. Dann demobi- Sehnsucht auf: Nie wieder Serieg!" Aber zu lisiert auch die Geister, dann vertreibt aus den schwach fühlen sie sich zum Kampfe gegen den Köpfen die Gewaltgedanken und den Gewalt- Strieg. Gebrochen scheint ihre Straft durch das aberglauben, dann erzieht euch selber und euere Erleben des Strieges. Seine Greuel haben allen Kinder zur Friedensgesinnung und zum Frie- 1 Glauben an die Menschheit in ihnen ausgelöscht. werrohen und sein Geist ein friegerischer werden avird, was nicht angenommen werden kann, wenn es Bausteine aufeinanderschlichtet oder mit der Puppe spielt. wurde bene Erziehung für Militarismus und Krieg hie-| tung und stramm salutierend über die Straße zut genügend präpariert" waren. Unsere gange marschierte. Pädagogit war in erster Linie monarchistisch In diesem militärischen Kinderspielzeug lag fapitalistische Militär- und Seriegspädag gif. nun, so harmlos es aussah, eine große Gefahr Das Gift des Militär- und Kriegsgeistes zieht für den Frieden. Freilich: hätten die Eltern Jene Eltern, die ihren stindern Flinten und sich von der Universität bis in den Kindergarten über die Bedeutung solcher Spielsachen, die sie Säbel, Zinnsoldaten und Tschalos schenkten, leidie wichtigsten Unterrichtsfächer. Für den Schüler ihren Kindern scheuften, nachgedacht, so hätte steten demnach, wenn auch meist unbewußt, Ergab es aus diesem Schlachten und Kriegsgeist ihnen müssen diese Gefahr zum Bewußtsein tom ichungsarbeit für den Militarismus und VorMit Schaudern und Entsessen erinnern wir überhaupt fein Entrinnen, aber auch dem Lehrer men, überhaupt kein Entrinnen, aber auch dem Lehrer men, hätten sie müssen darauf kommen, daß bereitungsarbeit für den Weltkrieg. Mit dem uns an die Schreckenstage des Weltkrieges. An ing es schlecht, wenn er es wagte, im Geiſte der Spielen mit diesen Gegenständen, auch wenn sie Binnsoldaten fing das Kriegsspiel an, seinem zehnten Jahrestage erinnern wir uns Menschlichkeit, der Völkerversöhnung und Bru- harmloses Kinderspielzeug darstellen, im Kinde dann in der nationalistisch- monarchistischen insbesondere an die großen Schlachten an den derliebe zu unterrichten. nur rohe, barbarische, unmenschliche Instinkte er Schule theoretisch, und in der Kaserne praktisch Fronten, an die von Granaten zerriffenen, von hung der Völker im Militärgeist, war es schließlam die Gefahr aber nur selten zum Bewußtsein. anzulangen, E3 mag den Eltern, wie auch den Bei dieser jahrzehntelang betriebenen Erzie- wecken mußte. Den Eltern, auch sozialistischen, fortgesetzt, um dann beim Word am Schlachtfeld Bajonetten durchstochenen, von Basen vergifte- tich kein Wunder, wenn sie sich, von diesem Geist und in den Schaufenstern lockten diese Zinnsol- Lehrern meist nicht zum Bewußtsein gekommen Es ten, von Flammenwerfern 32rbrannten, in burchfeucht, im Jahre 1914 ohne Widerstand auf daten und Trompeten, diese kleinen Säbel und sein, daß fie durch ihre militaristisch nationalistiSümpfen erstickten und noch auf andere Arten ge- die Schlachtbank führen ließen. Ein jeder„ Un- Gewehre, Tschafs, Trommeln usw. so sehr, daß fche Erzehungsarbeit mithalfen, den Weltkrieg militaristisch- nationalistitöteten Millionen unserer Menschenbrüder, die tertan" brachte ja die„ Lust, Soldat zu sein" und es schwer war, dem Ankauf zu widerstehen. Es vorzubereiten, es ist aber eine Tatsache, die kein fern von ihrer Heimat, in Massengräbern ver- die Kriegsstimmung förmlich schon auf die Welt fehlte eben meist an der nötigen Aufklärung. charrt liegen. Wir erinnern uns aber auch an mit. Tatsächlich aber hoben die Vorbereitungen wirklicher Pädagoge bestreiten kann, daß eine die Sorgen, Nöte und Qualen des Hinterlandes, Beim Nachdenken über die Bedeutung des direkte Linie vom Zinnsoldaten zum Weltkrieg an die Tränen der inven und Waifen, der Mils für das frisch- fröhliche Striegsspiel" im zweiten Stinderspieles wären aber die Eltern auch dar läuft lionen Strüppel, die heute in jedem Staate nur Bubel faẞ oft noch in den Windeln, als er von weniger bedeutet, wie für den Erwachsenen die die die Kriegsfadel entzündeten, nicht minder und dritten Lebensjahr schon an. Der kleine auf gekommen, daß das Spiel für das Kind nicht So groß nun die Schuld jener Personen ist, eine Bettelrente erhalten; war erinnern uns fer- einen Eltern auch schon die beliebten Zinnsoldas Arbeit und daß das Kind einem Naturtrieb folgt, groß, weil auf einen langen Zeitraum ausge saß ner an den Raub unserer Menschenrechte und ten zum Spielen befam. Später erhielt er die venn es versucht, mit den Gegenständen, die es dehnt, ist die Schuld aller derjenigen, die die Menschenwürde. Blechtrompete, damit er, wie der Vater lachend in seine Hände bekommt, eine Tätigkeit auszu Kinder und die jungen Generationen der Völker Indem wir uns an all das erinnern, drängt meinte, den„ Radetty- Marsch" blasen lerne und üben. Sie hätten weiter erfahren, daß das Kind im Kriegsspiel erzogen. fich uns unwillkürlich die Frage auf: Wie war das heilige Christkind!" brachte dann gewöhnlich meist auch sehr rasch. den Zweck einer Spielsache das möglich? Wie fonnten sich Millionen Men erst die schönsten Sachen", wie Helme, Tichalos, begreift, daß es z. B. versucht, mit einer Peitsche Wurde die Gefahr des harmlosen Striegsschenbrüder für eine leine Schichte imperiali- Flinte, Säbel, Reitpferdchen, Neitpeitsche( Reit- au schlagen, mit einem Ball zu werfen, in eine spielzeuges der Kinder für den Frieden unterstisch- kapitalistischer Menschen abschlachten und zu liefel), vielleicht auch eine fleine Stanone, eine Trompete hineinzublasen. Daß es aber niemals schäßt, so muß sie heute, vor allem von den proKrüppeln machen lassen? Wie unten die Völ- Trommel und noch anderes Kriegsspielzeug mit dem bloßen Betrachten der Gegenstände zu letarischen Eltern und Erziehern, in ihrer ganker fünf Jahre lang durch ein But- und Trä- Und der Buzel freute sich selbstverständlich dar- frieden ist. gen Tragweite erkannt und bekämpft werden. nenmeer waten und in Verzweiflung schmach über und spielte damit so gerne", daß alles voll Das Spiel bedeutet aber für das Kind nicht Wer also gegen den Krieg und für den Frieden bes 2 bes war. nur eine ernste Arbeit. sondern ist ihm zugleich ist, wer sich an einem neuen Weltkrieg nicht mitEs war dies möglich aus einer ganzen Reihe War der fleine Gernegroß nun tatsächlich auch inneres Erlebnis. Die Eindrücke, die es verantwortlich machen will, der gebe seinen Stinvon Gründen, die ir den sosialistis en Refer hier schon größer, fonnte er schon die Beinchen fort dabei empfängt, sind viel stärker, als wir Er- dern nicht Spielsachen, die ihm den Kriegsgeiſt nicht aufgezählt zu werden brauchen. Es war dies bewegen, so steckte man, ihn entweder in den wachsenen meist ahnen und je nach der Art des erwecken, sondern gebe ihm solche Spielsachen, insbesondere deshalb möglich, weil in Europa„ schönen Matrosenanzug" mit Müße„ S. M. Te- Spieles und der Beschaffenheit der Spielfachen die sie zur Menschenliebe und zum Friedenssinn nicht nur die militärischen und politischen, son-" etthoff" oder in eine mit bunten Schnüren und wird sein Geist und Gemüt in diese oder jene binleiten. bern vor allem die geist gen und psychologischen Senöpfen verzierte Husarenuniform. Welche Richtung gelenkt. Wird das Kind mit MiniaBoraussetzungen für einen Krieg gegeben waren, Freude war es dann für die Eltern, wenn der turwaffen und Miniaturkriegsgeräten spielen, so weil die Völker durch cing jahrzehntelang betrie kleine Kriegsmann" in echt militärischer Hal- ist ganz bestimmt anzunehmen, daß sein Gemüt ten? K. Schmidt. Seite 4 Jür die Beseitigung der banerischen Justizschande. Wiederaufnahme der Volksgerichtsverfahren. 27. Juli 1924. hebung des Verbotes gegen politische Parfeien fordert. Der auf sozialdemokratische Veranlassung hin zustandegekommene Gefeßentivurf, der das Wiederaufnahmeverfahren gegen Volksgericht zuläßt und der vom bayrischen Gesandten und von der bahrifchen Volkspartei energisch bekämpft worden war, wurd in erster und zweiter Lesung ang.nommen. Infolge Einspruchs des Wirtschaftsparteilers Bredt konnte die dritte Lesung heute nicht vorgenommen werden. Der Reichstag vertagte sich hierauf auf unue stimmte Zeit und gab dem Präsidenten die Ermächtigung, ihn jederzeit einzuberufen. Daß so Gräßliches möglich war, das hat alle] Hoffnungen in ihnen erstickt, daß es jemals anders werden könnte, daß je die Wienschen lernen fönn ten, ihr Leben nach den Gesetzen der Vernunft zu regeln, daß sie je wirklich Menschen würden. Sie, diese Müden und Kleingläubigen, diese Der Rechtsausschnß beantragt: Wiederaufnahme der Boltsgerichtsverfahren, Berurteilungen durch das ehemalige bayrische Resignierten und Verzweifelten soll unser Ruf zum Kampfe wider den Serieg aufrütteln. Wir Aufhebung der Bresseverordnung und des Parteiverbotesl wollen ihnen zeigen, was gesammelte Kraft der Schwachen vermag. Wir wollen ihnen sagen, daß Reichstagssigung: Berlin, 25. Juli.( Wolff.) Schluß der neuerlich zum Ausdruck zu bringen, weshalb sie Graf von Reventlow sich der Stimme enthalten werde. Der Antrag alle Kraft bei ihnen ist, wenn sie nur wollen.( Nationalsozialist) verließt eine Protester wird mit 172 gegen 62 Summen bei 79 Stim Wir werden sie aufrichten, daß sie ihre Blide in flärung gegen die Annahme des Da v es menenthaltungen abgelehnt. Ferner werden die Zukunft wenden, wir werden ihnen ihre Ver- gutachtens durch die Regierung, wornach sich die Anträge der Nationalsozialisten und Kommuantwortung für das Geschick ihrer Kinder zeigen, die nationalsozialistische Partei für den Fall der nisten auf Aufhebung des Ausnahms 31 wir werden den Haß gegen den Krieg, der in ihnen Annahme des Gutachtens alles borbestandes abgelehnt, dagegen ein Aus lebt, zu lodernder Flamme entfachen, wir werden halte. Abg. Sunpe( deutschnational) pro fchußantrag angenommen, der die Auf sie zu Rächern am Krieg machen, indem wir fic festiert gleichfalls gegen die Annahme des Dawes einreihen in unsere Stampfarmee gegen den Krieg. gutachtens. Damit ist die erste Lesung des NotDas ist keine Aufgabe, die heute und morgen, etats beendet. an den Tagen unserer Kundgebungen, ganz er füllbar ist. Das ist eine Aufgabe, die an diesen Tagen nur begonnen werden kann und der wir uns auch nach unseren Demonstrationen widmen müssen Tag um Tag. Für heute und für morgen gilt die Losung: Kriegsgegner, Menschheitsfreunde, Feinde des zum Striege drängenden Kapitalismus: her aus zur Demonstration! Herans zur Demonstration! Und wenn Striegsschuldige und Kriegsverlängerer, wenn Frömmlinge und Nationalisten euch höhnen wollen, dann erst recht! Wenn Anbeter des Kreu ges und des Hafenfreuzes sich verbinden im Schmähen eurer Friedensfundgebungen, dann erst recht! Ihr Hohn sucht die Sorge um die Störung ihrer Geschäfte zu übertönen, ihr Spott die Angst vor dem Siege der Menschlichkeit, mit dem ihr schändliches Tun für immer endet, zu be fäuben. Jhr, die ihr in den Tagen, da der Weltkriegsbeginn zum zehnten Male jich jährt, all eures Jammers euch erinnert, des Kriegshungers und der Kriegsfälte, euerer Menschenwürde- Entkleidung durch den Krieg,- ihr, die ihr schmerz lich euerer Toten euch erinnert, eurer gemordeten Väter und Söhne und Brüder.- steht auf wider den Krieg, zeugt gegen den Strieg, werdet Rächer seiner Untaten? Marschieret auf zur Demonstra tion gegen den Strieg! Von den Nationelfosalisten wird ein iDie Einladung Deutschlands wird morgen trauensvotum gegen die Regierung eingebracht. Bei Beginn der Lesung des Notetats wird ein Antrag auf Schluß der Debatte gegen die Rechte und die Kommunisten angenommen. Es wird die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses beschloffen der die Arbeiten des früheren Ausschusses zur Festlegung der Schuldfrage fortfeßen foll. entschieden. Paris, 26. Juli. Die juristischen Experten| Sessionsschluß würde dann durch Dekreterin London haben den Bericht über die Bedin folgen. gungen der Einladung Deutschlands beendet. Staatssekretär Hughes wird nächsten: MonDie Konferenz wird die Frage am Montager- tag abends in Paris eintreffen. ledigen. Die Annahme, daß sich der Konferenz bis Ende nächster Woche oder sogar bis 5. oder 6. August hinausziehen könnten, scheint begründet zu sein. Da Haus tritt sodann um 11% Uhr in die Beratung der Anträge des Rechtsausschusses ein Die deutsche Delegation. auf Berlin, 26 Juli. Der sozialdemokratische Wiederaufnahme der von den bahri, Parlamentsdienst meldet: Die Reichsregierung schen Volksgerigten durch Urteil ab- Im übrigen liegt das Schwergewicht der erwartet am Montag abends beziehungsweise geschlossenen Berfahren, auf Aufhe- Londoner Verhandlungen bei den Vertretern der Dienstag vormittags ihre Einladung zur Londoner bung der lepten Presseverord- englischen, amerikanischen und französischen Fi- onferenz. Sie hat bereits die notwendigen Vornung des Reichspräsidenten und auf Auf- nanzwelt. Die Einzelberatungen in diesen Streifen bereitungen zur Abreise getroffen und die 3u hebung des Berbotes politischer haben auch heute Samstag ihren Fortgang ge- tisch bestimmt. Als Führer der Delegation reisen sammensetzung der Delegation proviso= Parteien. Der Rechtsausschuß beantragte nommen. einen Gesetzentwurf anzunehmen, welcher die der Reichskanzler und Außenminister Stresemann Wiederaufnahme der Berfahren Der Generalsekretär des Ministerpräsidiums nach London. Sie werden von mehreren Spe bayrischen Volksgerichte zulasfc. Israel wurde nach London entfandt, um mit zialisten und von dem notwendigen Hilfspersonal Serriot Rüdsprache zu nehmen, welche begleitet sein. Von der preußischen Regierung wird Härte, die Annahme eines solchen Gesetzes würde Kammern Der bayrische Gesandte von Breger er- Saltung die Regierung den beiden der preußische Ministerpräsident als eine Verfassungsänderung bedeuten. Die bahri- folle. Es handelt sich darum, den Zeitpunkt zu der Delegation beiwohnen. Seine Entsendung er klärte, die Annahme eines solchen Gesetzes würde se ammern gegenüber einnehmen gleichberechtigtes Mitglied den Verhandlungen sche Regierung würde aber auch ein verfassungs- bestimmen, wann der Ministerpräsident von Lon- folgt auf Wunsch der preußischen Regierung mit mäßig zustandegekommenes Gesetz dieser Art als don ablömmlich wäre, um die in Aussicht gestell Rücksicht auf das große Intereffe, welches Preuschweren Eingriff in die bayrische Juſtizhoheit ten Erklärungen vor dem Parlamente abzugehen. ßen an allen Fragen des besetzten Gebietes und ansehen. Die Aufrechterhaltung des Ausnahme- Wenn dieser Beitpunft noch weiter hinausgescho- der Räumung des Ruhrgebietes hat. Auch von Ausschreitungen und wegen des Verhaltens der gung der Stammer auf unbestimmte Zeit. Der rung wird in ein Matter nach London abreisen. zustandes in Bayern sei wegen kommunistischer ben werden müßte, so dentt man eine Vertader bayrischen beziehungsweise badischen Regieder Mit euch marschieren, mit euch erheben ihre Stimmen wider den Serieg die sozialistischen Armit kommunistischen Elementen start durchsetzten beiter aller Nationen. Mit euch flagen den Krieg Rechtsradikalen notwendig(?) an und geloben Stampf gegen den Krieg die Wit Rechtsradikalen notwendig(?) wen und Waisen, die ihrer Söhne beraubten MitNachdem Abgeordnete der Nationalsoziali fer und Väter, die Millionen Seriegskrüppel, die sten und der bahrischen Volkspartei die Anträge Millionen Gemarteier aller Nationen. Und darin, des Rechtsausschusses bekämpft hatten, in dieser Internationalität des Kampfes gegen die Weiterberatung auf Samstag vormittags ver den Krieg, liegt die Gewähr unferes Sieges, dar tagt. auf gründet sich unsere Zuversicht, daß einmal chernes Menschheitsgesch wird. was heute erst Nie wieder Krieg!" > Die Bětla in Karlsbad. wurde # Baris ift optimiſtiju). was comice beschlossen habe, die bisherigen Verhandlungen zur Kenntnis zu neh Paris, 26. Juli. Wie den Blättern zu entnehmen. Dißmann- Stuttgart dankt für die men ist, ist am Montag in London cin Fort internationale Hilfe. Danz- Holland wünscht schritt der Konferenzarbeiten zu erwarten. Der eine Ausgestaltung des Sekretariates, wie es bei tote Punkt wird sicherlich bis dahin überwun- anderen Verbänden schon der Fall ist. SteinBerlin, 26. Juli.( Reichstag.) Nach einer den sein und es besteht die Hoffnung, daß eine be- Wien lenkt die Aufmerksamkeit des Kongresses Wunsch und Sehnsucht unzähliger ist, daß zur längeren Geschäftsordnungsdebatte verlangte zufriedigende Formel gefunden werden wird. auf die Binnenwanderung der Metallarbeiter. Von einzelnen Blättern wird der montägigen Ble Solau Brüssel beantragt namens der KonBeginn der Reichstagssigung der kommunistische narßißung auch deshalb Wichtigkeit beigemessen, weil trolle das Absolutorium. Dies wird einstimmig Abgeordnete Münzenberg, der Sekretär der Internationalen Arbeiterhilfe, daß ein Antrag man eine Entscheidung über die Berufung beschlossen und Ilg neuerdings zum Sekretär der Kommunisten sofort verhandelt werde, der der Deutschen erwartet. Der Quotidien bestellt. Als Sitz des Sekretariats wird Bern verlangt, daß den 800 deutschen Kindern, hält seine Meldung aufrecht, daß eine offiziöse bestimmt. Dann leitet Jlg die Diskussion über die von dieser Organisation der Arbeiterhilfe nach Einladung an Deutschland bereits er die Arbeitszeit und internatonale Silfeleistung Dank der Liebenswürdigkeit eines eingeweihten Feifeerlaubnis erteilt werde. Die„ Narodni Bolitika" weiß zu berichten: Frankreich geschickt werden sollen, die Ausgangen fei, und will auch wissen, daß die deutschen ein, wobei er auf die Kämpfe um den AchtstunNach Delegierten volle Gleichheit mit den übrigen dentag verweist. Der Kongreß wird dann auf Politikers wurde es uns ermöglicht, einige Details dem Sturze Poincarés habe die französische Re Bevollmächtigten genießen werden. Die„ Ere Nou Montag nachmittag vertagi. aus dem mysteriösen Tunkel aufzuschnappen, in gierung die vorher verweigerte Einreifeerlaubnis velle" glaubt zu wissen, Herriot habe eine offi welches wenigstens für die breite Deffentlich erteilt, aber das deutsche Äußenministerium habe iöfe Mitteilung seitens Englands bezüglich ber keit der sogenannte Suraufenthalt der Petka die Ausreise verweigert, weil es sich um Ruhrräumung erhalten. Macdonald werbe in Karlsbad gehüllt ist. Unser Vertrauensmann eine politische Aktion handle. Diese Be- Montag die militärische Räumung der gab uns die Versicherung, daß die politischen Begründung, sagt Münzenberg sei grundfalsch. Der Ruhr fordern. Das Blatt meint, es wäre im viuett beschlossen, daß ein russisch- japaniratungen nicht erst am 20. August, sondern gleich Widerspruch des Abg. Kahl( D, Volfsp.) ver- Intereffe Frankreichs, der Anregung Eng. shes blommen folgende Bedingungen entzu Beginn des Auguſt anheben werden. Ende hindert jedoch die sofortige Verhandlung, wes- lands Folge zu leisten. Dasselbe Blatt glaubt, halten müsse: weslands Mündliche Entschuldigung Auguſt ſoll es zu Beratungen der Fachausschüsse halb die Kommunisten Professor Nahl das Wort daß man vor einer Einigung ſtehe. in Prag tommen, um alles Material der vorkereitenden Finanzvorlagen im Laufe des August" roher Mensch" zurufen und deshalb zur Ord. von den Koalitionsparteien durchsberaten zu laffen nung gerufen werden. Bräfident Coolidge gleichfalls. in Wier. Japan und Sowjetrußland. Tolio, 25. Juli. Wie verlautet, hat das da Rußlands wegen der Massenmorde in Niko Tajcwst, cine langfristige Konzession für Dci, Kohle und die Ausbeutung der Wäl der in Nord- Sachalin durch eine japanische Gesellschaft, wobei die Sowjetregierung am Gewinne bewäre, dagegen eine Stonzessionen auf dem sibirischen Festlande. Eine weitere Bedingung würde die Aufrechterhaltung des Bertrages von Portsmouth sein, der den russisch- japanischen Krieg abschloß, mit einer Ausbehnung der japanischen Fischereirechte in den sibirischen Gewässern. Die Frage der Schulden soll bis nach der Anerkennung der Sowjets vertagt werben. Wenn diese Bedingungen von Rußland angenonumen würden, würde Japan, wie verlautet, bereit sein, a chalin im Ofteber zu räumen. Pressestimmen zur Reichstagsdebatte. Berlin, 26. Juli. Zu der gestrigen Reichstagsdebatte sagt der ,, Vorwärts: Die Deutschnationalen wollten unund es für das Parlament vorzubereiten. Es Sodann wird in die Tagesordnung einge- Washington, 26. Juli.( Savas.) Es wird handelt sich hier hauptsächlich um die Kriegs- gangen, d. i. dritte Lesung des Notetats, wozu gemeldet, daß Präsident Coolidge von der Not- teiligt anleihe, um das Einlegerschhub- und Bank- die Nationalsozialisten ein Mißtrauens- wendigkeit einer Lösung der bei der Londoreservengeses, um die Altkronenforderungen an votu ni gegen die Regierung eingebracht haben. ner Konferenz behandelten Probleme durchbrunDesterreich und um andere kleine Vorlagen. Wei- Es erscheinen der Reichskanzler mit dem gen sei. Er sei auch optimistisch und glaube, daß ein ter soll auch die Novelle verhandelt werden, welche Reichsaußenminister und Reichsverkehrsminister Einvernehmen in London erzielt we r die finanzielle Lage der Penfionisten regeln soll. Deser, der sofor: das Wort ergreift und über den löt it e. Mit dieser Aufgabe foll das Parlament bis Mitte die Finanzlage der Reichsbahn AusSeptember fertig sein, worauf die Sommer- funft gibt. Das Halbjahr vom November bis session für beendet erklärt werden wird. April habe mit einem Ueberschuß von Internationaler Metallarbeiterfongreß Weiters finden in Carlsbad Budgetbera- 40 Millionen Marf abgeschlossen, der zum Teil tungen statt. Für den Herbst plant man auch zu der Einlösung des Notgeldes und für andere eine teilweise Setonitruftion des hen- Schulten verwendet wurde. Der neue Stat ift Wien, 26. Juli.( Eigenbericht.) Heute betigen Kabinetts. Diese foll feineswegs einschnei- mit 20 Millionen Mart für das Ruhrgebiet be- gann in Wien der internationale Metallarbeiterdenden Charakter tragen und wird auf die gegen Tastet, obwohl die Reichsbahn infolge des Be- fongreß. Es find 76 Delegierte aus 20 Ländern wärtigen Machtverhältnisse in der Koalition stehens der Regiebahn aus dem Ruhrgebiet kei- anwesend. Der internationale Sekretär Ig erteinen Einfluß haben, weil die Verände- nerlei Einnahmen habe. Diese Belastung sei öffnete den Kongreß und begrüßte zunächst die rungen von den einzelnen Parteien in den eigenen zum Teil schuld daran. daß vorläufig an eine Genossen, die bereits seit dreißig Jahren der Refforts durchgeführt werden( es geht hier haupt- weitere Tarifermäßigung nicht gedacht werden Metallarbeiterinternationale angehören. In das bedingt noch vor der Abreise der deutschen Delegasächlich um die Portefeuille der Minister Sabr- könne. Die Einnahmen haben sich vom No- Präsidium werden gewählt: Domes- Dester- tion nach London eine außenpolitische Debatte proman und Bechyně). Es ist nicht ausgeschlossen, vember bis zum Mai in ständig steigender Linie reich, Reich I- Deutschland, Solau Belgien, vozieren, weil sie ihren Wählern vorganSolau- Belgien, daß einzelne Koalition varicien die eigenen Resentidelt. Für das kommende Jahr schließe der MacKenna- England und Hansen Dänete In wollten, daß sie gegen die Außenpolitik der forts gegenseitig austauschen. Eine Reichsbahnbaushalt mit einem Defizit von mark. Dann begrüßte Schorsch den Kongreß Reichsregierung Opposition machen. Neubefeßung des Ernährungsministeriums 85 Millionen.- Die anschließende Debatte tommt entschieden nicht in Betracht. Diesem wahr war nicht besonders inhaltsvoll. haft überflüssigen Amte bat die TotenBei der namentlichen Abstimmung über den alode geläutet. Die Gesamtsituation in der Soa- Mißtrauensantrag der Nationalsozialisten, welum mer- Stuttgart beantragte als neuen große außenpolitische Debatte zu entfesseln, nruß als cher lautet:„ Der Reichskanzler und die Reichsminister besitzen nicht das Vertrauen des Reichstags", gab der deutschnationale Abg. SchultzBromberg die Erklärung ab, fcine Fraktion habe nach Ablehnung ihres letzten Mißtrauensvotums feinen Anlaß, ihr Standpunkt zur Regierung Devisenturse. lition wurde uns als völlig günstig bezeich= net. Zu Neuwahlen wird es nicht früher ale im Jahre 1926 fommen. Die Arbeitssofenan in Deutschland wäch. " Lolalanzeiger: Der Versuch, beim Notetat cine gescheitert angesehen werden. „ Vossische Zeitung": Es berührt merüvürdig, im Namen der österreichischen Gewerkschaftkommiffion und Brown im Namen des Internationalen Gewerkschaftsbundes den Kongreß. Summer Punkt auf die Tagesordnung das Thema: Wie stärken wir die Internationale zahlenmäßig und geistig?" zu sehen. Der Kongreß beschließt, diese Frage im Zusammenhang mit dem Berichte des daß die Deutschnationalen bei der Debatte, auf dic Sekretärs zu besprechen. Sodann erstattet Ils sie so großes politisches Gewicht legten, einen Mann anderem dar auf, daß mit den Metallarbeitern schickten. Wo waren die großen Kanonen Bestarp, den Bericht des Sekretariates. Er berweist unter britter Garnitur, den Abg. Berndt, vorNordamerikas, cine Verbindung eingeleitet Sergt und Tirpis? Es ging das Geraune von wurde und daß diese auch eine Resolution gefaßt einem großen Krach in der deutschnatio haben, worin fie ihnen Mitgliedern den Beitritt nalen Frattion. Herr Berndt habe eine Die tschechische Krone notiert in: zur Internationale empfehlen. Aus aus Eng- 1ange, aber teine große Rede gehalten. ... Dollar 2.97.00 land sind Zusagen gekommen, daß sich weitere Schweiz. Frant 16.15.00 Verbände anschließen werden. Jr. der Debatte Mart 124.800,000.000.00 stellt Brownley London eine Anfrage wegen Berlin. 25. Juli,( Wolff.) In der Zeit von 1. bis 15. Juli ist im unbesetzten Deutschland die Zahl der unterstützten Erwerbslosen bon 239.500 auf 276.000, also um 15 Prozent gestiegen. Dabei ist daran zu erinnern, daßwort 100 Kč nach den geltenden Bestimmungen ein Teil der zürich 100 Erwerbslosen Unterstützungen nicht erhalten Berlin fann. Wien • • • • M Rote Fahue": Die Deutschnationalen haben ästerr. Kronen 2.114.00 des Anschlusses des russischen Verbandes. lg tatsächlich auf der ganzen Linie abgeblasen. 27. Juli 1924. Lages- Neuigkeiten. Wie es gemacht wurde! Wird von nun ab dem Militärkommando unterstellt..." Landesverwaltung, an die sich die Aussiger Ge noffen mit einer Berufung gewendet haben, und das Ministerium des Innern für diese standalösen Fälle der Unterdrückung freier Meinungeäußerung interessieren wird. Seite 5. Hauptausschuß des bayrischen Landtages brachte Polen, welche unter dem Vorwande, SpioWer hat die Hiflerbanden ausgehalten? Int[ behörden vorgenommenen Hinrichtung von fünf der sozialdemokratische Abgeordnete Auer zur nage zu betreiben, zum Tode verurteilt Sprache, aus welchen Mitteln seinerzeit die so- worden waren. Sie wurden entkleidet, mit Sta genannte wehrhafte Notpolizei, das heißt die ille- cheldraht zusammengebunden und vor Die Trauerfeier auf dem Wenzelsplay. In galen völfischen Banden, an der thüringischen eine ausgegrabene Grube gebracht. Einer nach Brag wurde statt der gewaltigen Antifriegs Grenze vor dem Hitlerputsch bezahlt worden seien. dem andern wurde niedergeschossen, immer Noch ein zweites Dokument von den Man- demonstrationen von anderwärts eine allnationale Bekanntlich hatte Rahr gleich zu Beginn feines nur durch einen Karabinerschuß, der aber nicht nesmannwerken liegt über die Kriegs- Trauerfeier aller tschechischen Parteien mit Aus Amtsantrittes von der bayrischen Regierung genügte, um sie zu töten. Sie wurden hierauf in geit bor: nahme der Kommunisten auf dem Wenzelsplage eine Million Goldmart für die not in das Grab geworfen und verschüttet, wie Laut unserer wiederholten Bekanntma- abgehalten. Vor dem Wenzelsdenkmal war ein leidende Jugend" angefordert. Bereits damals wohl sie noch Lebenszeichen von sich ga chungen seitens der Arbeiterschaft ist unser auf fechs Säulen ruhender Sarkophag aufgestellt, wurde allgemein behauptet, daß diese eine Million ben. Diese schreckliche Hinrichtung erfolgte in Wert vom L. u. 1. Ministerium als staatlich ge- auf dem die Namen der Schlachtfelder der tsche Goldmark( zur Zeit der Inflation ein ganz be- Anwesenheit hoher Sohojetfunktionäre. schüßtes Unternehmen ernannt worden. chischen Legionen sowie verschiedene Kerker und deutender Betrag für die Ehrhardschen Die Folgen einer Arbeitsver. Interniertenlager verzeichnet waren, in denen illegalen Truppen bestimmt feien. Jetzt fammenarbeit trat am Freitag unter dem Borsige Die Völkerbundkommission für geistige Zuweigerung oder abfichtlichen Verminderung Tschechen während des Weltkrieges eingelertert fragt ber Genosse Auer, ob eine liebenweisung Bergsons( Frankreich) zu einer Bollfißung der Arbeitsleistung oder einer Pflichtberlegung waren. Im Laufe des Tages wurde der denotaph von 400.000 Goldmart, die durch die bayrische zusammen. Sie nahm Kenntnis von dem Berichte usw. haben die Arbeiter bereits aus den in allen mit zahlreichen Blumenkränzen geschmückt. Bei Staatsbank an eine Frankfurter Brivatbant er über die Bildung und die Tätigkeit der nationalen Werkstätten angeschlagenen Kundmachungen der Trauerfeier, die bei Einbruch der Dunkelheit folgt sei, damit zusammenhänge. Der Vertreter Komitees für intellektuelle Zusammenarbeit. Sie ersehen, daß derartige Bergehen mit stren- stattfand und an der sich neben den offiziellen des Finanzministeriums erklärte, daß ihm Ein- prüfte auch die Frage ihrer Beziehungen zu der gem Arrest von sechs Wochen bis zu Bersönlichkeiten auch eine zahlreiche Zuhörer- zelheiten nicht bekannt seien und daß er in der lehthin von der Katholischen Union für internatio cine m Jahre bestraft werden. schaft beteiligte, sprach als Vertreter des Präst nächsten Sißung näheres bekannt geben werde. nale Studien ins Leben gerufenen katholischen denten und der Regierung Minister Udržal, ferner der Präsident Tomašel und Bizepräsi- Neulich waren in gem ficaten deutschen Stadt- wie ihre Beziehungen zu dem internationalen BerWas die Völlischen wieder herbeisehnen. Sommission für internationale Zusammenarbeit jobent& I of a č. Fanfaventlänge leiteten die Feier kleinen ein, während der die Glocken aller Prager Stirchen innerte unsere Partei in diesem Ländchen alle an sion in die Beratung eines Berichts über die Unein, während der die Gløden aller Brager Stirchen chen Anhalt die Landtagswahlen, und da er- bande der Stopfarbeitr. Hierauf tat die Kommisläuteten. Auf dem Kenotaph brannten griechische läuteten. Auf dem Kenotaph brannten griechische die frühere of haltung in diesem Zwerg- tersuchungen betreffend das geistige Leben in den Feuer und große Scheinwerfer beleuchteten wir hungsvoll die große Menschenansammlung. staat. Nach dem Hof- und Staatshandbuch von verschiedenen Ländern ein. 1912" wurden zur Bedienung der Hoheiten in diefem winzigen Ländchen auf Staatstoften un Wer sich weigert, die Arbeit fortzufeßen wird von nan an sofort dem Militärtom mando überstellt. Romotan, den 8. Jänner 1915. 83. Rosbet. Für das schlechte Deutsch und die Erbärmlichkeit ihrer Absichten ist nur die Direktion der Mannesmannwerfe verantwortlich. Nur der halbe Afford. " Der Umstand, daß zu wenig Innenpartien von den Revolver fallen, welches in bielen Fällen auf Trägheit der Revol verdreher zurückzuführen ist, bestimmt mich festzusehen, daß von jedem Pittlerrebobber per Schicht mindestens 450 Mundlochbüchsen zur Ablieferung kommen müssen. Wer im Wochendurchschnitt we niger als 450 Mundlochbüchsen täg lich abliefert, bekommt für jede Boche nur den halben Attord and bezahlt. terhalten: Das neueste aus Mussolinien. Nach gebenktag. Die Regierungspresse meldet: Beim Ein Beitrag der Tschechoslowakei zum KriegsBlatte Sereno" soll einer der in der MatteottiGeneralstab der tschechoslowakischen Armee wurde Affäre Angeschuldigan gestern enßerungen mit 1. April 1924 das Generalsekreta1 Oberhofmarschall, 1 Sofmarschall, 3 Flügel gemacht haben, die binnen furzem das ganze Ber riat des interministeriellen Arbeitskollegiums adjutanten, 1 Oberhofmeister, 1 Oberhofmeisterin, brechen anftlären würden. Wie der„ Avanti Wir haben eine Anordnung der Firma Rilen Berteidigung" errichtet und zum Ge für Angelegenheiten der nationa 2 Hofchefs, 5 Staats, Palast und Hofdamen, meldet, hat der Generalvifar von Nom Pom1 Leibstallmeister, 6 Hoffäger, Hoffuriere, Ober- pili die Erlaubnis zu einer feierlichen Toten hard Herold in Somotau publiziert, wonach neralsekretär dieses Kollegiums der ehemalige büchsenspanner u. Marschalloberinspektor, 6 Haushof. messe für Matteotti versagt, weil sich dieser der volle Afford erst bei einer Tageslieferung von Prager Brigadier General V. V. Klecanda meister, Saus. u. Wagenmeister, Marstallschreiber, immer gegen die Religion gewendet habe. Die 300 Mundlochbüchsen ausbezahlt wurde. Mit der ernannt. Das Generalsekretariat hat unter Zeitung 33 Stammerlataien, Kammerdiener, Sofiafaien, Freitag- Ausgabe des" Avanti" wurde wegen Zeit wurde das der Firma zu wenig und sie teilte des Chefs des Generalstabes das Material für Leibjäger, Lakaien, 11 Palais-, Schloß- und Haus Beleidigung der Staatsbehörden und wegen thren Arbeitern mit: die Beratung des Arbeitskollegiums über die in diener, 18 Kammerfrauen, Kammerjungfrauen, u freizung zum Ungehorsam gegen die Ge den Wirkungskreis desselben gehörenden Angele Garderobieren, Weißzeugverwalterinnen. Haushal leke beschlagnahmt. Auch das kommunistigenheiten, d. h. prinzipielle Angelegenheiten die terinnen, 10 Softöche, Köche, Kellermeister, Tasche Organ Sindacato- Rosso" wurde we Organisation des Bolles für den Strieg betreffend, felbeder, 1 Bureauassistent, 2 Stanglisten, 1 Bote, gen Aufreizung beschlagnahmt. deren Lösung die Teilnahme mehrerer Ministerien 6 Köchinnen, Küchenmädchen, Silberiväscherinnen, Die Dienstpflicht in Polen. Im Gesetzblatt erfordert, vorzubereiten und die Durchführung 18 Schloß und Zimmermädchen, 13 Sofgärtner, für Bolen erschien der Wortlaut des am 23. Mai jener Entscheidungen, die im Sinne der Anträge Obergärtner und Obstbaumwarte, 6 Stastellane beschlossenen Gefeßes über die allgemeine des interministeriellen Arbeitsfollegiums geneh und Staftellaninnen, 42 Leiblutscher, Hoffutscher, Militärdienstpflicht. Laut Artikel 4 dicmigt wurden, ohne Unterschied, ob es sich um Kutscher, Chauffeure, Reitknechte, Marstallgehilfes Gesetzes dauert die Dienstpflicht bei allen Waf Entscheidungen der einzelnen beteiligten Ministe fen, 4 Schloßarbeiter, Heizer und Jagdauficher, fengattungen mit Ausnahme der Stavallerie und rien int direften Einvernehmen oder um Entschei endlich noch 1 Erzieher, 1 Erzieherin, 1 Rinder- Artillerie zwei Jahre, bei diesen dauert fie Dungen der Regierung handelt, zu berfolgen. Der frau, 1 Hofgonbelier. givei Jahre und einen Monat. Der Reserve ge Generalsekretär ist gleichzeitig Berichterstatter des Außerdem waren noch Arbeiter und Hilfs bis zum 50. Lebensjahre an. Laut Artikel 5 behören alle Männer bis zum 40., dem Landsturm Arbeitskollegiums der nationalen Berteidigung, träfte beschäftigt, die das Hof- und Staatshand- ginnt die Militärdienstpflicht mit dem 1. Jänner untersteht unter den gleichen Bedingungen bent buch" nicht besonders aufführt. Das sind im ganz des Jahres, in welchem der Stellungspflichtige Chef des Generalstabes wie fein Vertreter und zen rund 200 Perfonen in einem Lande, das 21. Lebensjahr beendet. Bei Kriegsausbruch ist demselben gleichgestellt. das nach der neuesten Volkszählung insgesamt beginnt die Rekrutierung mit dem 19. Lebenss Foft 150 Millionen im Mai verraucht. Immur 333.920 Einwohner aufweist! Die monar jahre. Monat Mai wurden von den Hauptberlegern für chistische Unterhaltung war also gar nicht billig. Furchtbare Familientragödic. Jn Ober Rauchmaterialien folgende Summen erlegt: JIn Leg Stinnes". Der Berliner Borwärts" burg bei Burgdorf in der Schweiz hat am Frei Böhmen 90,14 Millionen, in Mähren 22,53 mil berichtet, daß die sozialdemokratische Reichstags- tag der 48jährige Fabritsarbeiter Ruch auf feinte Die staatsgefährlichen Antitriegstandgebun- lionen, in Schlesien 9,54 Millionen, in der Slo fraktion einen Geschentwurf zur Abände drei etwas geiste machen Kinder im Alter Jun gen. Die politische Bezirksverivaltungstommiffion wakei 22,50 Millionen und in Karpathorusland rung des Erbschaftssteuergesetzes eingebracht hat, fieben, acht und zehn Jahren mehrere Rein Aussig hat mit Erlaß vom 22. Juli für die 3,06 Millionen. Im ganzen wurde für 148,27 der die Aufhebung der im Jahre 1922 volberschüsse abgegeben. Darauf to tete er sozialdemokratsche Antikriegskundgebung unter Willionen Tabat berraucht. wieder eingeführten Steuerfreiheit des sich selbst durch einen Schuß in den Mund. Die anderem folgende Aufschriften verboten: Für Gymnasialdirektor Wiechowski gestorben. Ehegatten fordert. Das Gesetz soll rück wir- Kinder wurden mit schweren Brust- und Bauchdas Seer 22.999,973.630 Stronen für Schulen Friedrich Wiechowski, der Direktor des deutschen end vom 1. April 1924 in Straft treten. Der schüssen in das Bezirkskrankenhaus gebracht, wo 599,750.451 Stronen", Der tschechoslowvalische Staatsrealgymnasiums in Prag III., ist den Vorwärts" bezeichnet das Gesch als erfie nach furzer Zeit verschieden. Militarismus verschlingt 13 Prozent des Staats- Folgen der Verlegungen, die er Mittwoch nach- Stinnes" und teilt mit, als Stinnes starb, Die Revolution in Brasilien. Nach einer bei haushaltes",„ Rings Wohnungsnot, aber im mittag bei einem Autounfalle in der Chotelgaffe glaubten Naive, das Reich werde mit der Erb- der brasilianischen Botschaft in Washington einJahre 1923 170 Millionen Stronen für Safernen", erlitten hatte, gestorben. fchaftssteuer einen großen Fischzug machen, aber getroffenen Meldung haben die Bundestruppen Soldaten vergeßt nicht, daß ihr Arbeiter im Waf- Das optische Gewerbe foll tonzeffioniert wer- Stinnes hat seine Frau zur alleinigen Erbin ein 100 Gefangene, meist Ausländer, gemacht. Einfenrod feid"," Der Pfarrer hat den Strieg gefegnet, den. Der Zentralverband der tsch. fl. Aerzte be- gesetzt und damit das große Erbe völlig steuerfrei zelheiten enthält die Meldung nicht. -wir wollen von ihm nichts mehr wissen, was schloß, der Regierung ein Memorandum zu über- gemacht. Stinnes hielt noch nach seinem Tode an ist das für ein Vater, der anderer Kinder Väter reichen, damit der Verlauf von optischen Gläsern feinen Lebensprinzip fest: dem Staat nicht erschießt? Verachtet diese falschen Helden". Wir an eine fachliche Ausbildung und an ärztliche einen Pfennig. haben unsere Meinung über diese Vorsorglichkeit Vorschreibungen gefnüpft und das optische Geder diversen Bezirksverwaltungskommission wie- werbe als ein fonzeffioniertes Gewerbe derholt geäußert und hoffen, daß sich die politische erklärt werde. Es ist daher im Interesse eines jeben ein seinen Revolverdrehers gelegen, ein Durch schnittsquantum von 450 Stüd Mundlochbüchsen zu erzielen." Man sieht, für die Lörperliche Ertüchtigung" der Arbeiter wurde in der großen Zeit" genügend geforgt! Ora et labora! ( Bete und arbeite!) " den. -Entschliche Wahrheit oder Stimmungsmache? Der Wanschauer„ Dzien" veröffentlicht schredliche Einzelheiten einer in Min 3f von den SowjetVater erschien mit großen Gefolge, an dessen| Spitze der Majordomus de Samper. Der Provinzial des Jesuitenordens, P. Filograssi, und der Generalpräses der katholischen Arbeitervercine, P. Gori, begaben sich hierauf an die Stufen des päpstlichen Thrones, woselbst P. Filograssi eine Ansprache an den Heiligen Vater hielt. Nach derselben sang der Chor das Oremus pro Bontifice." Sie verstand es, ihre auf leichtgläubige Seelen suggestiv wirkende Gewalt zu nüßen, fie scheute sich nicht, den von der heutigen Gesellschaftsord nung gefnechteten Proletariern als Lohn für ihre Mühen ein nur durch Gebete erheischbares besseInmitten dunkler Urwälder, die die weiten res Jenseits zu bieten. Ora et labora! Gebiete der deutschen Tiefebene und die Hügel So fünden es noch heute wohlgenährte Pfäfflein des deutschen Mittelgebirges bedeckten, brachen der Heilige Bater in Nom, der jederzeit seinen von den Kanzeln der Kirche, so empfiehlt es ja zu Beginn des Mittelalters weithergereiste Monche geräumige Lichtungen, errichteten feite Selo. am meisten geltenden Segen bereitwillig spendet, Aufrichtung eines Thrones, besondere Plätze ster, deren Eingangstore sie mit der Inschrift wenn müde, abgehärmte Pilger durch die Prachi- für Vorstände und Honorationen, neben schmüdten: Ora et labora! Und die Kuttenmän- säle des Vatikans bis zu ihm vorgelassen wer- also jedenfalls hinter der Absperrung ner gingen, wenn sie nicht über ihren Büchern Das flaffenbewußte Proletariat braucht den die Abteilungen mit ihren Bannern vielleicht mit faßen, hinaus in die Täler und zu den Gehöf- Segen und die Sprüche der Pfaffen nicht in sei- Aufschriften: Selig sind die Armen im Geiſte, ten, lehrten die Bauern das Roden und Behauen nem Stampfe. Diese Menschen, die berei willigst nicht?), Heiliger Vater und großes Gefolge, berei.willigst mit dem Kreuze in der Hand, stets die Mahnung Morbwaffen segnen und die Gunst des Himmels Pater- Arbeiterführer, an den Thronstufen Anauf die Bebrüder der Arbeiterschaft herabflehen, sprache und dann ein feierliches Oremus..." fönnten ja den gerechten Kampf des Proletariats nicht anders konnte weiland der Friedens Das Mittelalter überschritt seinen Höhe nur entwürdigen, besudeln. Und so bleibt die- taiser" in Wien Lueger und die Seinen empfanpunkt, versant. Nach ihm die Zeit der Entdecun- sen falschen Jüngern des Weltheilands nur ein gen haben, während draußen die Gendarmerie gen, der ersten Erfindungen. Jede Phase der eines Häuflein von Leuten, die, obwohl Pro- und Militär gegen hungernde, demonstrierende neuen Zeit hatte es eilig, möglichst schnell wieder fetarier, sich ihrer Klaffenlage nicht bewußt find Arbeitermassen, tlassenbewußte Arbeiter, ging. An meine lieben Völker" pflegte Franz der Vergangenheit anzugehören. Nicht stille lö- und lieber beten als denken. Rom weiß sich natürlich diese Beute zu Josef immer zu sagen, der Papst kann es anders fter baute man mehr, sondern lärmende Fabriken, glühende Hochöfen, riesige Werkstätten. Und die schäßen. Hören wir, wie es den latholischen wie die Boltszeitung" sagt, bedeutsam": Menschen, die in diesen Arbeitsräumen schaff- Arbeitervereinen" von Italien beim Bapjt ten, brauchten die Mönche nicht mehr, die ihnen Pius XI. erging. Die Warnsdorfer Volkszei Lebensregeln hätten predigen müffen, sie gin- tung" läßt sich darüber aus Nom berichten: gen selbst daran, ihrem Lebenstampfe Parolen 31 schmieden. Nicht Bete und arbeite!" hieß es mehr, sondern Arbeite und denke!" auf den Livven: Ora et labora! Doch die Macht, die das Evangelium Christi auf den Lippen und die Herrschsucht im Herzen trägt, deren braun- und schwarztuttige Diener vor Jahrhunderten einst sich das ,, Ora et labora" zum Lebensinhalt gemacht und danach zum höhe ren Ruhme Noms gelebt hatten, diese Macht gab den Kampf um die Hirne und Herzen der arbeitenden Menschen nicht so ohneweiteres berloren. " Am 13. d. M. war der weite Damajushof des Vatikans Zeuge eines großartigen Schau spiels Etwas 6000 Mitglieder der latholischen Arbeitervereine Italiens erschienen dort, um dem Statthalter Christi Glaubenstreue zu geloben und ihm zu huldigen. Für den Heiligen Vater war ein Thron errichtet, in dessen Nähe beson. dere Pläge für die Bereinsvorstände und andere Honorationen bereit gehalten wurden. Neben der Absperrung wehten die Banner von 20 verschiedenen Abteilungen der Bereinigung, wäh rend die Vereinsfahne selbst in der Nähe bes päpstlichen Thrones aufgestellt war. Der Geilige Genossen, lejet und verbreitet die Arbeiterpresse. Meister sein, zum göttlichen Arbeiter, der euch mit seinem Lohne, mit der Krone dec Verdienste erwartet, die seine Gnade und sein Segen sind. Wir werden keine Apostel sein, wenn wir nicht zuerst Apostel und Reformatoren unser selbst sind. Ihr seid nicht wenige, ihr seid eine gewaltige Anzahl, und das ist ein großer Trost! Wie ist& möglich, daß die Gemeinschaft des Blutes und des Leibes Jeju sich erneuere, ohne eine Spur zu hinterlassen und ein göttliches Apostolat auszuüben! Für die Pfarrer ist es, wie wir wissen, köse1ch ihre Kirchen anzuschauen, nicht in Abwesenheit, sondern in Gegenwart der Männer, einer Vertretung eines so großen Teiles per Menschheit, Männer, die beten. Schon diese Probe des männlichen Teiles der Pfarrfinder ist ein berodtes Beispiel. Möge sich der Wunsch erfüllen, daß jebe Pfarrei ihre Abteilung der katholischen Arbeitervereinigung erhalte. Möge das göttliche Herz der auserwählten Schar ent gegenleuchten, die mit männlichem Vorsatz und Pflichtgefühl sich unter seinen göttlichen Schuß gestellt bet Also: nicht Achtstundentag, genügend Ar Heiligung der Familien, der Gespräche, beit, hinreichenden Lohn, Teilhabe an allen irdiber Kreise, der Gesellschaften, in denen man lebt, schen Gütern, Anrecht auf die Werke und Werte, zu beharren. Das ist die Frucht des Apostolates, die manuelle und geistige Arbeit schaffen, brau das ihr zu leben euch vornehmt, eines Apostochen die entrechteten Menschen der Welt, nein, lates des Beispiels, emes aus dem Glau- fie sollen beten gehen, für sie genügt als Wahlben gelebten Lebens. So erreicht ihr es, gute spruch: Ora et labora!" Arbeiter und gute Christen zu sein, Vom Ora et labora!" der wälderrodenden vorbildliche Bürger und treue Söhne der Kirche. Mönche bis zum Ora et labora!" Pius XI. Das ist euer Apostolat. Man hat uns gesagt: sind jedoch Jahrhunderte vergangen. Nur der Gestern war es eine fleine Schar, heute ist es Batikan will davon nichts wissen. Aber die ein friebliches Heer, betend und ar- seersäulen des Proletariats sind teine, des pfäfbeitend. Seht den Erfolg, er wird sich ver- fischen Segens bedürftige Weltkriegarmeen. Des vielfältigen; weil das Gute anziehende Sträfte Proletariats Banner sind rot, der Pfaffent ,, Ora hat und mit sich emporführt. Haltet darum aus, et labora!" verhallt immer mehr im Schlachtruf und ihr werdet ein immer eifriger und stets des Sozialismus. -ig. mehr vorwärtseilender Vortrupp zum göttlichen Seite 6. Riesensteuerhintertreibung in Rattolvit. Die 00000 Rattowizer Steuerbehörden haben SteuerHintertreibungen feitens der Stattoßer Filiale Besuchet das„ Haus der Arbeit“. der großen Stohlenfirma E. Wohlheim aufgedeckt. Die Firma hatte für ins Ausland expor tierte Rohle eine niedrigere Faktura ausgestellt, als sie die Kohle wirklich verlaufte und auf diese Weise die Steuerbehörde um den Betrag von 800.000 31oth irregeführt. Die Büros der Firder Firma ist nach Deutschland geflüchtet. Die Verhaftung österreichischer FilmschautAusstellung Aussig 1924. 2000000 Boltswirtschaft. Mitteilungen ans dem Publikum. P Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, KL. Bazar. 1839 hnen 27. Juk 1924. Iber Gemeinbevorsteher. Es tönnen Gemeinben mit geringerer Zahl von Zuchtmüttern anderen Gemeinden zugewiesen werden. Die Haltung der beschaff ten Zuchttiere fann von der Gemeinde mit Bertrag einen Züchter oder einer Organisation übertragen werden. Der Aufwand wird vorschußweise aus Gemeindemitteln gebedt und der Ersah auf die Hal ter der Zuchtmitter aufgeteilt. Dieser Berteilungs entwurf unterliegt öffentlicher Kontrolle. Das Ge fet ermächtigt die Regierung, das Staatsgebiet ge= mäß den Anträgen der Landeskulturräten in Zuchtgebiete für bestimmte Zuchtraffen zu teilen, in welche Gebiete sodann andere Raffen diefer Tiere nur mit Bewilligung des Ministeriums für Landwirtschaft, nach Anhörung des Landeskulturrates, eingebracht werden dürfen. Die Spezialbestimmungen werden im Verordnungswege erlaffen. Weiter enthält das Gesetz die Straßbestimmungen, die Uebergangs- und Schlußbestimmungen. Kunst und Wissen. Hente Schluß der Spielzeit. Sowohl im Neuen Theater wie in der Kleinen Bühne finden heute die letzten Vorstellungen dieser Spielzeit statt. Im Neuen Theater wird„ Der lebige Schwiegersohn" wiederholt, in der Kleinen Bühne beschließt das Ensemble des Wiener Modernen Theaiers sein Gastspiel mit Maison Grünwald". Die Theaterferien beginnen morgen Montag und währen bis inklusive Sonntag, den 31. Auguft. für den 9. als Nachfeier von Goethes Geburtstag Iphigenie auf Tauris". ma wurden behördlich gesperrt. Der Prokurist Die Teplißer Gehilfenwahlen und der Arbeiter. I'm Hochofen Bismard" ist die Duger„ Tag". Hälfte der Arbeiter zur Arbeit zurückgekehrt. An pieler in Paris. Der Pariser Untersuchungs- Wenn der Fuchs nicht zu den Trauben Bann, den Verhandlungen der Industriellen mit der richter hat vier franzöſiſche Artiſtinnen der Mufit dann sagt er, sie sind ihm zu sauer."— An dieses Arbeiterschaft nehmen Vertreter des Arbeitsmihalle verhört und zeigte ihnen die im Gepäck für Sprichwort wird man unwillkürlich erinnert, nisteriums teil. Die Serabsehung der Löhne wird die österreichischen Filmkünstler beschlagnahmien wenn man im Duger Tag" und seinen Stopf bis zum 1. Oktober verschoben werden. Photographicen, die sie in einer etwas zu legeren blättern vom 25. Seuerts den Bericht über die Der Fascismus und die Arbeiterschaft. Der Haltung zeigten. Er erklärte ihnen, daß er sie der vorige Woche in Teplit stattgefundenen Schilfen große fascistische Rat forderte in seiner Schluß Verlegung des öffentlichen Scham gewahlen fühls beschuldige. Die Artistinnen erwiderten, mahlen im Handelsgewerbe liest. Wir finden es fitzung die Industriellen, sowie die Arbeidie Photographien feien gegen Mittag aufgenom- sehr begreiflich, daß der Deutschnationale Handterschaft auf, anzuerkennen, weldje men worden als niemand im Parte anwesend lungsgehilfenverband alle möglichen Gründe ins Vorteile die ruhige Entwicklung des war. Sie fügten hinzu, sie wären ebenso gellei- Treffen führt, um seine Enttäuschung darüber zu Fascismus- siche Mord an Matteotti det gewesen wie in der Musikhalle. Es ist wahr berbergen, daß er nur ein Drittel der abgegebenen verschafft habe, weshalb die Forderungen der fcheinlich, daß die Angelegenheit vor die 3 u ch Stimmen auf seine Liste vereinigen konnte. Trop fascistischen Gewerkschaften berechtigt seien. Der scheinlich, daß die Angelegenheit vor die Zucht dem von seinen 30 Wahlwerbern nicht weniger große Rat erklärt daher seine Sympathien, polizei lommen wird. als 10 bei jüdischen Geschäftsinhabern angestellt nur den Industriellen nicht weh tun! ür die Was geht in Rumänien vor? Die Nachricht sind, fafelt er etwas von einem Terror der jüdi- gegenwärtig unter fascistischer Führung in Lohnüber die Ausdehnung des Belagerung 33n- schen Geschäftsinhaber, die angeblich der Sandi bewegung stehenden Arbeiter und fordert die Fasstandes in Rumänien wird von der rimmani- batur ihrer Angestellten in der D. H. V.- Liste cisten auf, sie zu unterstützen. Der Rat wies jchen Regierung in fategorischer Weise demen- entgegentraten. Nun, die Sache mit diesem angeb ferner den Provinzfekretären der fascistischen Getiert 3 handle sich einzig und allein um eine lichen Terror mögen sich die Kaufleute selbst mit iverkschaften Sitz und Stimme in den lokalen und interpretative Berordnung der Militärbehörden den D. V. V. Leuten ausmachen. Daß der D. H. Provinzparteivertretungen zu. auf dem seit längerer Zeit unter dem Ausnahme-. den Wahlausfall der Beteiligung der wahla Die Donaudampfschiffahrt. Nach Beendigung Die neue Spielzeit wird Montag, den 1. Sepgesch stehenden Gebiete. berechtigten Seutscher, Pader und Hausmeister zu Italien Amerika im Flugzeng. Der italie- fchreibt, wundert uns bei der bekannten Arbeiter der Tagung der europäischen Donautommiftenber mit einer Wiederholung der neueinstudiernische Flieger Locatelli ist Freitag früh von feindlichkeit dieser Herrschaften nicht weiter; eben- ion wurde ein Kommunique veröffentlicht, ien Fall- Operette„ Die geschiedene Frau" Bisa aufgestiegen, um seinen Ozeanflug zu be so nicht, daß er gerade bei den Handelshilfsarbei- in welchent festgestellt wird, daß der technische eröffnet werden. Weiter bringt der Spielplan der ginnen. Zocatelli wird in seinem Hydroplan von tern eine Verbindung zwischen Alkoholgenuß und Ingenieurausschuß einige Abänderungen empfoh ersten Tage n. a. am 5. neueinstbiert Maillarts Pisa nach Marseille, Lausanne, Rotterdam und Wahl herstellt eine Verbindung, die sich doch en hat, betreffend die Details des Arbeiterproper Da 3 Glödchen des Eremiten". Am London und von dort über den Ozean nach New gerade bei den D. H.-Leuten ganz von selbst jettes für die Beseitigung des Sandes aus dem selben Tage gelangt in der Meinen Bühne die NoSanal von Sulina. Der technische Ausschuß er- vität„ Der Sprung in die Ehe" zur ErftYork fliegen. crgibt. Interessant ist, daß der Berichterstatter so Härte, es bestehe kein Zweifel, daß nach Beendi- aufführung. Für den 6. ist im Neuen Theater die Zur Ermordung des amerikanischen Konsuls genaur weiß, daß die ersten 80 Stimmen nur so cung der Arbeiten die Schiffahrt auf dem Kanal Premiere von Georg Raijers nenestem Bühnenin Teheran. Die persische Regierung hat auf staldemokratisch" waren. Der Mann muß ein werde aufrecht erhalten werden können. Um aber werke, olportage" mit Pepi Glödner- Kramer die gemeinsame Note des diplomatischen Korps, fabelhaftes Auge, vielleicht eine Art Röntgen die Mittel zur Erledigung dieser Arbeiten herbei- und Leopold Kramer a. G. angeseht, für den 7. in der wegen der Ermordung des amerikanischen oder Radioange besipen, so daß er durch die Nene khaffen zu fönnen, beschloß die Kommission eine Die Bajadere" mit Louis Juling a. G. und Konfuls Einspruch erhoben wird, eine Antwort und durch die darin liegenden Briefumschläge hin- Erhöhung der Verkehrsgebühren. erbeilt, in der erklärt wird, die Polizei habe nicht durch die Kandidatenlisten so genau erkennen Bolens Handelsverträge. Der polnische Senat Ensemble- Gastspiel des Berliner Intimen Thea auf das Volk schießen können, da sie fürchtete, fonnte. Der D. H. V. mag noch soviel Gründe hat Freitag das finanzielle Ermächtigungsgesetz ters in der Kleinen Bühne. Während der Theaterdieses würde dadurch noch mehr zur Wut gereizt für feine Wahlniederlage fuchen und auch die angenommen und den polnisch dänischen, fo- ferien, und givar bom 1. bis einschließlich 15. August werden. Wegen der Ermordung des Konfuls feien stürmischen Szenen bei Beginn des Wahlattes mit wie den polnisch- isländischen Handels- und wird das Ensemble des Berliner Intimen Theaters 100 Berhaftungen borgenommen worden, ins Treffen führen, die sehr den Gindruck mach- Schiffahrtsvertrag, die polnisch- lettländische in der Kleinen Bühne gastieren. Das erste Reper darunter die eines Priesters, der sich als antibai ten, daß sie bewußt von D. H. V- Leuten herbei- Sanitätskonvention und die Abänderung des Ar- toire vom 1. bis einschließlich 5. bringt die Einalter tischer Agitator betätigte. geführt und geschürt wurden: die Tatsache, daß er tifels 20 des polnisch französischen Han- Der Herr mit der grünen Krawatte", Folgenschwere Kesselexplosion. In der Sos- entgegen seinen hochgeschvellten Hoffnungen und delsvertrages ratifiziert. nowißer Eisenhüte Milovice in Polen er Erwartungen nur ein Drittel der Stimmen- und folgte Freitag eine Seefselexplosion. Ein Mandatezahl des 3. d. A. erreichen konnte, kann Arbeiter wurde getötet, mehrere schwer er damit doch nicht aus der Welt schaffen. Wenn der Bericht sagt, daß der 3. d. A. überall außer halb Teplitz die Führung dem D. H. V. über Die Stellung der Deutſchen in Südwestafetta, laffen mußte, ſo iſt dies dahin richtigzustellen, daß Bei Eröffnung des füdafrikanischen Parlaments der 3. d. A. früher mit Ausnahme des Tepliker gegenwärtig 33 Millionen Zloth. verlas der Generalgouverneur Earl of Athlone die Gehilfenausschusses, den er nach erbitterten Das Gefeß über die Züchtung von Haustieren. Thronrede, in der die Vorlage eines Gesetzes im Kämpfen im Jahre 1906 eroberte, überhaupt fe- Dieses in der Gesetzessammlung tundgemachte GeZusammenhange mit den Bestimmungen über die nen einzigen Gehilfenausschuß im ganzen Be- set ordnet an, daß der Züchter von Pferden, RindStellang deutscher Staatsangehöreiche des jetzigen Organisationsgebietes in Hän- vich, Schweinen und Schafen Zuchtmutter mur von riger in Südwestafrika angekündigt wird. den hatte; fast sämtliche Gehilfenausschüsse waren ausgewählten( lizenzierten) Buchttieren zulassen Bernichtende Hitetvelle in Algier-65 Grad vom D. B. V. befeßt und schliefen allerdings darf. Die Auswahl der Stiere und übrigen Zucht Celsius. Der röntische Observatore" berichtet aus zumeist den Schlaf des Gerechten. Nur unmittel- tiere wird eine eigene vom Gauamte zu bestellende Algier, daß dort 48 Stunden lang eine der- bar nach dem Umsturze kamen die Gehilfenaus- Kommnission vornehmen. Die Pflicht, eine genügende artige Site herrschte, daß die ganze Ernte schüsse in Reichenberg und Saaz in die Hände Anzahl von( öffentlichen) Buchttieren zu beschaffen vernichtet wurde. Das Thermometer des 3. d. A. Durch die neue Einführung des und zu halten obliegt der Gemeinde, die Zahl bezeigte 65 Grad. Nom hatte eine Temperatur Verhältniswahlrechtes ist es dem 3. d. A. gelun- stimmt die Kommission alljährlich nach der Anzahl von 31 Grad. gen überall einzubringen. Nur in Romotau und der Zuchtmitter. Die Konstription dieser besorgt Das erste Opfer der Todesstrahlen: der Er- Starlsbad ergaben sich bei der Neuwahl der bisher finder. Grindell- Matthews, der Ent- ebenfalls in D. H. V.- Händen liegenden Gehilfendeder der sogenannten„ Todesstrahlen", ist fürz- ausschüsse so sonderbare Dinge, daß es zu feiner lich in Amerika eingetroffen und wurde nach der Wahl lam und gegen die merkwürdige Art der Landung von Berichterstattern ausgefragt. Bei Durchführung bei den zuständigen Behörden die diefer Gelegenheit erklärte er, daß er niemals die Beschwerde überreicht wurde, die noch unerAbsicht gehabt habe, seine Erfindung an die Ver- ledigt ist. Schr sonderbar mutet die Behauptung einigten Staaten zu verkaufen. Er wolle sie aber des D. H. V., daß der 3. d. A. ihm überall die vervollkommnen, um die Britischen Inseln un- Führung" überlassen mußte, auch bei dem Umeinnehmbar zu machen. Während der Ueberfahrt stande an, daß die D. H. V. Leute z. B. in Brür, bat der Erfinder an nervöser Uebermüdung ge- wo der Gehilfenausschuß 5 freigewerkschaftliche litten und sehnt sich daher nach vollkommener und 7 D. H. V.- Mandate aufweist, einen VerRuhe. Als die Reporter ihn fragten, was feine treter des 3. d. A. zum Obmann des Gehilfengroße Brille zu bedeuten habe, antwortete er, ausschusses und in Eger den einzigen Vertreter daß er im Verlauf seiner Versuche auf dem des 3. d. A. in den neugewählten Gehilfenanseinen Auge die Schkraft bollständig schuh zum Gehilfenobmannstellvertreter wählten. eingebußt babe und in nächster Zeit wohr- So fieht also die Ueberlassung der Führung" an fcheinlich vollständig erblinden werde. den D. H. V aus! Wir entnehmen dem„ Tag", daß der D. H. V. Das Hochwasser in China. Infolge der sein Ziel in Teplit erreicht habe und damit voll Ueberschwemmung ist die Situation in tommen befriedigt sei. Bei der Verkündung des China sehr ernst. An verschiedenen Stellen ist Wahlergebnisses schrie allerdings ein D. H. V.es zu Katastrophen gekommen. Es ist noch Jünger in den Taal: Was uns noch fehlt, wer nicht sicher, ob die Stadt Tientin vor der den wir uns das nächstemal holen!" Also so ganz Ileberschwemmung wird geschützt werden fön- befriedigt und so ganz am Ziele scheinen sich die Herrschaften ja doch nicht zu fühlen, wie sie es vortäuschen. berwundet. nen. " Besuch im Bett" und Diplomat im die Berliner Gäfte bie pikanten Einafter Der Dedic Dienst". An den weiteren Tagen bringen dann err, der anverwandbar ist",„ Gustav, es blist", Lanf doch nicht immer so nadt herum"," Crep Georgette",„ Der es blist",„ Lanf doch nicht immer so Diwan“ und„ Die Kase im Sad". Beginn Zloth und Polenmark. In der zweiten De fade dieses Monats wurden 49 Billionen polnische Mark gegen Zloth umgetauscht. Der Goldvorrat der Bank Polsti vermehrte sich in der zweiten Delade um neun Millionen Zloth und beträgt PieringSent u. Essig ist der beste! zu haben in allen Konsum- Vereinen 648 Leitfaden zur Religionsgeschichte der Menschheit Bou Gustab Tschirn, Prediger in Wiesbaben ( Bür Jugendunterricht und zu Selbstbelehrungszweden) Breis 4 Kronen roße Auswahl anderer erzie erischer u. erbaulicher Schriften für neues Menfchentum ( Berzelaniiffe fostenlos) Zepli- Gönan Thereflengaffe Nr, 18-20 Witterungsbericht von 26. Juli. Freitag herrschte in der ganzen Republik ungünstiges Wet tex. Böhmen hatte kräftige Regenschauer mit Ge: ohne daß seitens des Verbandes der GenossenDer Streit in Polnisch- Schlesien ist plötzlich, Bolfsbuchhandlung wittern. In Prag fiel Hagel. In der Ostslowakei gab es ausgiebige Niederschläge: Kaschau 59, Neu- chaftsorganisationen ein Beschluß gefaßt worden dorf 32 Millimeter( Slowakei). Der Temperatur- tväre, ausgebrochen. Es streiten 34.000 rüdgang hält an. In der Nacht auf Samstag fühlte es sich unter 10 Grad, in Deutsch- Brod bis auf 5 Grad Celsius ab. Die ungünstige Druckvors teilung hält an. Wahrscheinliches Wetter von heute: Unbeständig, Schauer, fühl. und Verlangen Sie die führenden amerikan. prima Schweine Schmalzmarken schönsten Speckschnitte Apec" und Morrell" 1301 Vertreter für die Cechoslowakei: Robert Stránský, Prag II., Jungmannova 33. Drahtanschrift Rostra. 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Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Noel Cermak Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Rießner Druck: Deutsche Zeitungs- A., Brog Für den Druck verantwortlich: O Holtk. BERSON TRAGET BERSON Wochouder GUMMI ABSATZE UND SOHLEN Kimi Wassen+ angerichmen Pounds appe 1960