3 ; 20 Einzelpreis 70 Heller. Redaktion Prag, Verwaltung: Tagest Παφίτεύα Postscheckamt: 57544. Inserate werden faut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorga --Deutschnationale und Kommuniten. then ſozialdemokratischen Arbeiterpartei chechoslowatischen Republit. Sonntag, 24. August 1924. Regierungserklärungen im Reichstag. Bezugs- Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich vierteljährlich Kč 16." halbjährig 48.96.ganzjährig 192.Rückstellung von Manutripten erfolgt nur bei Einfendung der Refourmarken. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich früb, Nr. 200. [ der Micumverträge nicht mehr tra gen können. Mit einem völligen wirtschaftlichen und sozialen zusam= menbruch im Ruhrgebiete drohe aber die größte Gefahr für ganz Deutschland. Troß alier Bedenken zwinge der Gesamtzustand der deutschen Wirtschaft zur Annahme der Londoner Abmachungen. Beifall aufgenommenen Siede Luthers wendete Nach der von der Mehrheit mit lebhaftem Der Minister schilderte jodann, von nationalsozi feinen Anstand nehme." Drei Ministerreben.- Günstiger Ginbrud.- Ruhiger Sigungsverlauf. Sie haben sich wieder nicht zum erstenmale gefunden. Als die Deutschnatonolenj Wiebesaufnahme der Berhandlungen mit den Deutschnationalen. auf dem Höhepunkt ihrer Macht stonden, von Berlin, 23, August 1924.( Eigenbericht.) wieder ein Geist der Verständigung dem sie jo rasch wieder hinuntergegfitten find. Die Befürchtungen, den die heutige Reichstage- und der ernsthafte Wille zur friedli da haben die Kommunisten den Versuch gehung den gleichen tumultosen Verlauf nehmen then Räumung der traurigen Kriegs- sich der die gegenrevolutionären Offiziere erbe, vie die gestrige, haben sie nicht er hinterlassenschaft lebendig war. Deutschlands für sich einzufangen und Radek füttt. Der leidistanzler fonnte heute seine geverherrlichte Schlageter als den„ heldenmütistern verhinderte Regierungserklärung abgeben nerkennung des Der Reichskanzler erläuterte dann unter Außenminister Dr. Stresemann gen Soldaten der Stonterrevolution." Nun, da und sie trotz der steilenweise lauten Unterbretes Herriots die Bedeutung der Zugeständ- darauf hin, daß gerade sie immer behauptet habe, Anerkennung des chrlichen Wilgegen die äußerste Rechte und wies der Menschheit endlich riebe winkt, da alles, chungen von den Bänken der Kommunisten und uiffe hinsichtlich der militärischen Räumung des die Franzosen dächten gar nicht daran, dor Ruhrwas auf der Welt Versöhnung und Verständi Denischvöllischen zu Ende führen. Zu Beginnsluhrgebietes und wies auf das von Herriot ge gebiet zu räumen. Herriot, der sich verpflichtet gung statt krieg und Haß will, aufatmet, da der Sigung wurde das Schreiben des vos wat gebene Bersprechen hin, daß die Räumung hatte, über die Räumungsfrage nicht zu verhan zwan durch das Sachverständigengutachten das Reig Sisungen ausgeschloffenen communistischen biel schneller durchgeführt werden Seln, habe dies doch schließlich mit 3uft imparationsproblem gelöst werden soll, treffen geordneten Dr. Schio era verlesen, der gegen solle, wenn die Berständigung zwischen Deutschmung seines Ministerrates getan. Siese Verfügung des Präsidenten schärfsten Einsich Deutschnationale und Scommunisten darin, sprach erhees, Nachdem Präsident Waliras with und Frankreich weiter fortgeschritten fei. Er Der Verlauf der Londoner Verhandlungen bes daß sie den europäischen Frieden nicht wollen, geteilt hat, daß er die Besprechung dieser Zuschrift eile mit, daß durch die nach der Unterzeichnung weise, daß; Deutschland nicht einfach die Ruhrränmöchten fie die Ergebnisse der Sconferenz von nach der Entgegennahme der Erlärungen der bes Londoner Vertrages sofort erfolgende Räumung erreichen konnte, wenn er sie nur verlangte, des mung der Zone Dortmund und anderer rheiniLondon am liebsten beseitigen, um in einem Reichsleitung durchführen faffen wolle, erhält icher außerhalb des Ruhrgebietes liegender Gebiete alistischen Zwischenrufen unterbrochen, den Vers chaotischen Europa ihre Ideale von Vergel90,000 Deutsche von fremder Besetzung in fürzetungsfrieg und„ Weltrevolution" verwirkli Reichskanzler Dr. Marg fler Frist frei werden, und setzte hinzu, daß die auf der Verhandlungen über die Ruhrräumung. Daß über die fünftige Regelung der hans chen, was für die vielgeprüfte deutsche Arbeidas Wort. Er wird von den Kommunisten wie heute Regierung es jetzt als ihre ernsteste Aufterklasse den Sturz in völliges Glend, in Not terum mit dem Rufe: kmnekie. Herr nabe betrachten werde, die in Aussicht gestellte delspolitischen Beziehungen irgendwelche geheime Amnestic, und Verzweiflung bedeuten würde. Manzler!" empfangen. Die Rufe veritummen ineffere Mäumung des Ruhrgebietes und der Abmachungen zwischen der französischen und der deutschen Regierung bestehen, jei absolut unDiesem Treiben der Kommunisten und nach wenigen Minnien, Der Rangler gibt deren Sanktionsgebicie zu erreichen. richtig. Deutschland trete absolut frei und völlig Nach einem ausdrücklichen Hinweis auf den ungebunden in diese Berhandlungen ein. Daß Nationalisten nicht nur in Deutschland, jon- cine Regierungserklärung ab, die im Wesentlichen dern auch in Frankreich, wo die Boincaristen eine Würdigung des Ergebnisses des Londonen weitestem Maße in London zur Geltung ge die deutsche Delegation schlichlich die unbe Commenen Schiebsgerichtsgebauten, richtete der dingte Zusage der sofortigen Näuzusammen mit den französischen Gesinnungs- Konferenz enthält. Heichsfangler schlichtio on alle Parteien die mung von Offenburg, Appenweiler, Staviss genossen der Sinowiew, Ruth Fischer und Die deutsche Delegation, so führte er aus, Smeral die Regierung Herriot liever heute als rühme fich feines Gefolges, ben fie in Zonbon crite Mehnung, sich ihrer Verantwortung beruhe, Mannheim, Wesel, Emmerich, Johwinkel, Königswinter und vieler anderer Bezirke ermorgen stürzen möchten, wird die Sozialde- rungen hätte; die Aufgabe der Delegation have a feln. mokratie den stärksten Widerstand entgegen darin bestanden, Wilberungen zu erftreben eine Ablehnung des Londoner Ver- hielt, sei ein starter Erfolg. Ich weiß fezen. Die französischen und den und Bedingungen zu schaffen, um die Durchfühtrages bedeute die zerstörung zahlattor ist, auf den wir uns für lange Zeit einnicht, intvieweit Herriot ein politischer Wacht schen Sozialdemokraten mar- rung des Gutachtens in ciner für die Lebensnots reicher Hoffnungen im deutschen richten fönnen, aber sein Charatter jchieren auf ein und derselben Liwendigteken und die nationale Würde des dents reicher Hoffnungen im deutschen richten fönnen, ichen Beites erträglichen Weise zu gewährs 23offe und insbesondere im beseßten zeigt, daß er uns seinen guten Witten nie, während die Kommunisten beiderseits teisten Er glaube, feisteffen zu fönnen, ba die Gebiete. Außerdem würden Indu- durch die Räumung von Offenburg and Appendes Rheines sich die Bundesgenossenschaft der deutsche Delegation in mancher Sinficht eine rie und Landwirtschaft noch mehr weiler finnfällig bewies, was anzuerkennen ich ärgsten Reaktionäre ausgesucht haben. Da- Berbesserung erreicht habe. Der ReichsNach einem Hinweis auf die Frage der Mis durch, daß die Sozialdemokratie Deutschlands tanzier velout, daß die deutschen Gegenvorschläge unter der Kreditast leiden, wähtitärtontrolle hob Stresemann deren im Falle der Ablehnung der Dawesgejete im in gleichberechtigten Verhandlungen in London rend der Fortbestand der deutschen Reichstag mit aller Energie Boltsenijscheid und besprochen wurden und daß ihre zum Teil ties Währung in Frage gestellt würde. entscheidende Bedeutung für das Verhältnis Reichstagsauflösung fordert, mag die ganze einschneidenden Eintoendungen in vielen Fällen Die Kanzlerrebe wurde von den Kommiuni- zwischen Deutschland und den anderen Mächten Welt ertennen, wie die vor kurzem von ihren von den Alliierten angenommen wurden. Er Feinden totgefagte Partei sich start fühlt. Vor pricht in diesem Zusammenhange der objettiven ten, Rationalsozialisten und einigen Deutschnati hervor und stellte fest, daß der 15. August räumung ist. Aus dem Brief MacDonalds der chernen Latsache des Erfolges der London unparteiischen Leitung der Konferenz durch ouaien wiederholt durch Gelächter und Zwischen 1925 der Leste, überhaupt in Betracht den englischen Ministerpräsidenten rufe unterbrochen. In dem stürmischen Beifall ommende Termin für die Ruhran Herrict über die militärische Stäumung gehe ner Sonferenz zerstieben alle Bhrajen, mit de- seine volle Mnericnuung aus. Wenn der Mehrheit am Schlusse der Rede mischten sich hervor, daß der Kampf um die schleunige Wenen man den Menschen nach dem Kriege die die Bondoner Beschiffe eine schwere Belastung einige lommunistische Pui!" Rufe. freiung des Ruhrgebicies nicht mit London beens Sinne benebeln wollte. Giner Generation Deutschlands feien, so stellten sie dennoch det wurde, sondern jetzt erst beginne. die im striege aufgewachsen ist, die ihre entinen Fortschritt bar und dienten Pflicht jeder Reichsregierung und aller Parteien scheidenden politischen und jeefischen Einber Wiederer startung der deutschen sei, dasie zu sorgen, daß im Zusammenhang mit drücke in dem ungeheueren Völfergemtegel emp dem Gutachten nach der Befreiung Dortmunds fangen hat, fonnte man für einige Zeit einre Wirtschaft und der Wiederherstel den, daß die Gewalt die einzige politische! ung der deutschen Freiheit Beijall.) Das sei die große moralische In seinen Ausführungen gibt er ein Bild Bug um Zug weiter geräumt würde.( Lebhafter straft im Leben der Vöiter ist. Nun, da cinienbesonders in den besetzten Gebieten. Se habe, ber schweren Strife der gesamten deutschen Wirt- Grundlage, die Deutschland gewonnen hat. paar Jahre nach dem Striege verflossen sind, fogie der Reichelangier, burchgefeßt, daß in Lonfchaft. Or wies auf die steigende Erwerbs- such die britische Regierung irete für und die Menschen an den neuen politischen bon über die militärische Räumung der belegten to figleit und auf die starke Unterbilanz der eine sofortige Räumung ein. Die Lage der Reparationsfommission, jo Tatsachen fernen und sich orientieren konnten, Gebiete verhandelt urte. Nicht gelungen ist es ersten Sälfie 1924 hin, nach der in dieser Zeit da die seelischen Eindrücke des Strieges zu ver- uns, die fofortige militärische Räumung der nach je 1,6 Milliarden Mart mehr eingeführt wurde, werde lünftig blassen beginnen, erfennt die Menschheit, daß unserer Uebc.zeugung vertragswidrig befepten ate ausgeführt. Er wies nach, daß das Reich fuhr der Außenminister fort, jei jetzt völlig vernicht der Haß und der sampf der Nationen. Gebiete zu erreichen, cine Rechtsanjjajjung, die feit der Stabilisierung der Mart keineswegs al- ändert und die Sanktionsfrage fondern ihre Berständigung allein der Welt nach wie vor von der englismen Mcfein von laufenden Einnahmen lebe, sondern er ganz anders tehandelt werden. Die an Deutsch gierung geteilt werbe. Wenn ich jo, hebliche einmalige Einnahmen hatte, die bis auf lands Wirtschaft interessierten Mächte werden eine giüdliche Zukunft bereiten fönnen. schte er hinzu, schlichtich die deutsche Delegation einen einen Rest hente verbraucht sind. Außer nicht zulassen, daß durch irgendwelche SanktionsDie Zeit, da die eriremen Bar- mit geringeren Zugeständnissen abgefunden habe, sem habe die Stenertätigkeit mit der wachsenden maßnahmen gegenüber Deutschland ihr eigenes teien von rechts and links die so sei es both feine chrliche Ueberzeu tot der Wirtschaft offensichtlich abgenommen. and unterwertet werde. Vor allem aber herrsche Wassen in ihren Bann gezogen gung, daß auf der Londoner Sonferenz zum Sex Minister schilderte bann die Lage der Wirtiest über den ganzen Fragenkompler ein anderer land nun auch als Ganzes Reparationsproving haben, ist vorbei. Ueberall fracht es im erstenmale seit dem Kriegsende ichaft in den befesten Gebieten, die die Lasten Geist als in der Aera des Diftates. Wenn DeutschGebält: sowohl bei den Kommunisten als auch| SNOONMOOKSZENNY geworden sei, so bedeute der Erfaß des Spezialbei den Nationalisten. In den Ländern ( außer Rußland), wo die Kommunisten nicht unb Sommunisten haben die ma g- fdie Berirrung eines Teiles des Proletariats, pandes durch ein Generalpfand die Erfüllung der Miniſter ſchloß:„ Von Versailles bis Seften, sondern noch Parteien sind, durchleben netische Anziehungskraft, die sie das guigläubig den blutrünstigen Phrajen der eines sittlichen Pfandes( Stürmischer Beifall). sie überall schwere Strijen: in Deutschland ge auf die Massen nach dem Kriege Stommunisten geglaubt und sie als eine radi London war ein weiter Weg voller DemütigunBedrohungen. stehen sie selbst ein, daß ihre Partei auf die ausgeübt haben, verloren, hinter tale Spielart der Sozialdemokraten angesehen Arbeiterschaft feine Anziehungskraft mehr aus den revolutionären und patriotischen oftü- hat. Wit unerbittlicher Notwen- Schinßpunkt. Er fann der Ausong sein zu der übt, in der Tschechoslowakei haben sie den men wird nun da sie verschlissen sindigkeit vollzieht sich in ganz Entwicklung, die ein Zusammenwirken der ReSpaltungspitz, den sie in die sozialdemokrati- das schlotternde Gebein ihrer Träger sichtbar Europa die Enthüllung der som giczungen hafft. Geben Sie Deutschland die schen Parteien getragen haben, nun selbst im und der Theaterdonner der Phrajeure erivedi muni ftischen Politif als einer Möglichkeit, damit wir es auf dieser Grundlage Leib. Ebenso schlecht geht es ihren Verbünde- nichts anderes mehr als unchierbietiges Ge- chrittmacherin der Reaktion. zu einer gefunden Zukunft führen können."( StürDie wahren Revolutionäre, diejenigen, die mischer Beifall, Bischen bei den Kommunisten fen: der nationalen Realtion. Poincaré ist inflächter. Vor Schluß der Situng lehnte der ReichsFrankreich in hoffnungsloser Minderheit, Nichts kann die Arbeiterschaft mehr über der arbeitenden Menschheit eine bessere Zu- und auf der äußersten Rechten). Mussolini graut es vor der Zutunst, in Spa- die historische Rolle, die die stommunisten in funft zu bereiten willens und fähig sind, sind neten Schwarz, seinen gestern vom Vorsitzenden nien und Bulgarien erwarten die Diftatoren Westeuropa spielen, mehr aufklären, als ihr wir Sozialdemokraten. Die Wahrheit von tag den Antrag des kommunistischen Abgeord mit Bangen ihr Ende, in Süditamien hat Ba- Bujammengehen mit der nationalistischen Re unserer revolutionären Sendung und von der ausgesprochenen Ausschluß zurückzuziehen, desie ausgespielt und sogar in der Tschechoslowa aktion, die nur darauf lauert, Europa wieder Schwächung der Arbeiterschaft durch die kom- battelos ab fei wird wenn auch vorläufig nur in den in ein neues Blutbad zu fauchen. Besser als munistischen Parteien Westeuropas ist auf Zeitungen über einen Ausgleich mit den alle kommunistischen Programme, Aufrufe, dem Marsche und nichts wird sie ersten und zweiten Lesung des Gutachtens zuDeutschen diskutiert. Nationalisten Parolen und Versammlungsreden zeigt es uns aufhalten! Sodann ergreift, von den Kommunisten mit färmenden Sundgebungen empfangen, Finanzminister Dr. Luther bas Wort. Montag Mittag tritt der Reichstag zur sammen. Seite II. Mit Li: in Untergang R'em» lu-vfrirUHinö die ifliunuvi ans Europa, nickt ober die Zweitei linig der OiofcCTfrljiaft in Ausbeuter und Anoric beutete, in-her reu und.V neckte. ISiiiiuicfluiuie Grandezza. Tie i.'rühmten Olitieinliftttcn de» stosckichtlid) betrachtet, erwies sie sich se'gar ats! Frauen, Herren>i»d Gol.:»d:ei:ste» fovmlon forlschriitsördernd, weil nur Arbeitsteiliina die!>'»r böchsl i:.:t d.e Je..: ihre» Bekenner», der riefe!« orntögtichtz-, zc-g nn» d>i» R iltertu»i. tvon selcher Berpstichinng frei, an die Stelle deü Diese.leinen, selbst diei'.t'i baren Herren waren•■■v i fünlirtvu H'ar d.i» Sachverlniltni» getreten, uviwit der Virmut n»d Tiirsiigkeit ilnv» um I Gleicht»»!)! fühlte sich der Unlcrnehincr vom irrielle» Da'ein» alle» in allein rede Geselle».: rbeuer sa weil abhängig, das; die Zahl der der- ilir Bedürfiii», enva» vorznllellen und steh iider sügbaren Hände der Ane-drhnnng de» Betriebe» den Hörigen«t erhoben, dokninentierle sich inj und der Eibölmitg de» Betriebe» gewisse Grenzen einem änßei. cken F tnie der Hesücbk.il und mg. Diese Schranken jii durchbrechen, war die .... lnng Ansbtldnng iede» eiiizelne» lckeb'.eies-der Land von Gewerbe, Technik, Wissensckasl Wirtschaft, uind Kunst ermöglicht. Ein Man», der alle» leisten und könne» seil, macht alle» schlecht und kann die Arbeitsmethoden nicht ansgestakien. Das ist, ans dich.Kulinr angewendet, da» große Gesetz der.T i j f e rc n z i e r n n g. da» in der' von Natur die Entwicklung von der'Ei ,eile zn nii-| Ui.1i leren höchstkoniplizierteii Craanisnien deivirki hat. V'.' Tie Füviii der Slitedciiim'a im AI! itteI aller>var die H ö r i g k e i i:?:.> Bauern-, schaff, die sich an» der durch Bereicherung der Führer hcrabgetritckten einstigen ÖVine:::-.v an» Gesa»gelten und der unterworfene!! Sie, um, bcvölkentng de» Lande» zusammenietzw. war e- die Scholle gednuden und zu Fronatckc tat a J- dem Herre? hos verpslichtet. Da» Mm:er se.n daIe n Fronhofe ivarcit die a:ran: üre:. „Villen" iLandgüicr) oder Latisund eu gerne.: a:.' Anlagen der„g c s ch I o s sc n e n E e.. r.!'. dukt i on". Solch ein Herrensix c,, d. seine Hörigen alle», Iva» Ben?, r d'.!..' tauen bvattchken, hier gab c» Wexr. Schröter s Schneider, Tischler, Hörigen waren, wi Teile der Famne. s nicht zur„Trat, aber die.»trcuzvw-e. kennen lern.'et: und :cit.Hau de: und■ lictt und Traukre u schonn»,r. ee. Von I» Vit dienn war elme tiefere ZNgüch, UM» albernen'lle beire,.:i i orter. form bewu.u: ans dem Stand: die an» d. S:. Slädle t.h d fnltur gl« cbfafr kotrservanvxr Sa« Wandel, der vor Zunftzwang geregelt nur»och da», Iva» diese d Ein besondere» In» den Hergedrar:- Inhalt der 1 ligsle die 3i:;::ct iingesorm:: Znnftbürger.. schwnng ni d Er: vereinte Handwerk ren himmelwe e Sehnsiichl und Menschen ausdrück ciiiiicii F.-'i-stern. arbeiten spricht n. ,1 2i.t;:? und deuts en Leben»- nn und war »er» Romantik utnsvonncne Minne und blieb svattzöfifche Jinvoriivare Berwiitrelni.g:::.d veturng sich vor für feine innere Hohlheit zeugt, mit i, Ehebruch. S;iü. Raufereien und v::::v;; e::. L:ee.' teil wie Boa Ii der oder üü von Eschen Allgemeingültig- I....- u e::t.ud. Da» Leben Hu ,1.uida!b.-.re:: spiegelt sich im Aide u. Ter'.»des von Worin» einem großen seronbos ntit viel Vasallen e.. 7: aer.- imieeii Hallen, die .•.••••de: V:. und- T ilriliere, von de.» r ed ernr.:, geben im» eine»nge He:.- ron de-: blcwohnheilen und -.-ede d.» Mittelalters erscheint .'ich! ich bnnl und ivechs'lvoll. Aber man naher zuschaut, ist bloß da» etwas Neue», die Elemente gehen , n zurück: de» Ehristchwin ban.i ans , d,,. Hör: lei. und Nilierinm ans , aueernianis» eu Vora»»sel.mngen Tee e ue: liier bat eben wie keine neuen "en. so auch leine neuen Kultnrele- -..:•• n.->» verstand bloß, da» Uebrrlie u e-eer neu und eigenartige» Ei»Vt ,zti' uuu'.'in.ie». deren kasteuniäßige Ved ngl .''ei!.-, w'e loir gesehen habe», im^elo» •en•» suchen ist. •* Ter mit den wachsenden Luxiisbedürfiiissen, rie-•: die»Irnizznge erzeugt halten, zunehmende Handel weckte den Wunsch nach Rctchtum. ^edrr Vesivcnde trollte an» seinem Eigetttum !!.!,: mehr bloß de» Leben» Ltotdursl, sondern -wieder Reichtum heraneschlagen, und diese» Strc den verwandelte die Hörigkeit in Vlutsangerei. "a nach»tiitelalterlichen tliechtsbegriffen„Staet taufender, ii»?. Aiw die dank: <>»dal.,: schwuna. 1 iiiigen b. zöge und den, sie t die reich Ixnfc^CtTfc: li»ral ank: .feübalien am :: e du üane Fornt, der , da» Wich» ■f.: T: im einzelnen noch e.ae Masse dieser -• Vedünni» nach Auf» ' u: der Religion. Ta» ,.• die gotischen Tome, de- Turme die himniclwgisei.de '.nein des mitlclallcrlichcn Ans der Sintkaiur, den u Bildern und Bildhauer- beule die liebevolle Hingabe • ü S. Ummer, laut und rührend zu der v rr«»klaffe gab die Kirche, i:: ugen börundbesih der größte alters war, tLeist und Auf- ö>• H, Aufchanungen und Borstel- tett— man denke an die Kreuz- »en Marienknll— das öffentliche Le- oreeu:>i der Tichlung immer wieder, •": an kirchlichen Lieder» und ihre de- Sage an da» christliche Symbol de» üll:! asilicheu Forme», welche die Hö- - mtcki'»ft srci machte", jlohc» die Bauern, um sich dem'• L'"vackitc i>e ca».ct'.it»tir.üin|t uiu .::••.• nannten, furchtbaren Tr«ick zn entziehen, in die St.iole Kiiml zum^eben.hallen,.Frankreich i»o.. "•• a-nr" ae->>»d betätigten sich Hier in jenen Handwerke», die U' in' u', u nache.nander, so wie c»-n•. i Hii i-;...' fln'.in? h..»r.M.bnFai. n,i,v„. Knii«. frhr dclewe" mit ncl> brachten, dl? Ps'eeen'ltcn die sie' ans den Fronbösen gelernt hallen. Wie sehr sich auch die Zünfte wehrten, wurde durch da» Uebcrangcbvt die Lebenshaltung der Handwerker hinabgedrii.lt, immcr weniger dieser Kl-einge- tocrblcr waren imstande, sich auch nur da» Hand Ivcrkszeng und die notwendigen Rohst, sse;» ver- schasfeu. Kapitalstärkere Händler, die„B c r l e- g e r", statteten die so Herabgekontmene» mit allem notwendigen Handwerl, zeug an» und faß Jen ihre Erzeugnisse zur Erportlvare zusammen: Der freie Handwcrkrr bei>vnudelte sich zu m Lohnarbeiter, der nicht» mehr besaß al» seine Arbeite krast. Erfolgte die Znsam- meiifassiiiig in besonderen Wcrkstälien, so enl- stand stall der H e i m arbeit die Keimferm unserer»todernen Fabriken, die„Manufaktur", doch ist das erst ein späterer Entwicklung»-- Prozeß. Der Lohnarbeiter gehörte dem Unlerneh mer nicht mehr mit Leib und Freiheit, sondern- Ausgabe der Technik, die-hrhl der toten Mc- itnuicnun und Maschinen schien nnbegrenzbar An» diese» Iiöchsten realen Gründen traten di A a l ii r w> sse n s ch aste n aller Arteir mehr und mehr in den Vordergrund de».Interesse«, die b'.sber hochmütig loeltfreuide» und wenig beach- teten Gelehrte» wurden„Praktisch". Wohin man blickt ficht man rastlosen Eifer, ob nun die Geo ..raphen neuen Ha»det»wegen nach dem Wunder land Fndien nacbgriibelten, ob Kompaß mid Blieb,brnckerkiinst fremde Länder und fremdes Wissen erschlossen, ob der Alchimist die bermeinl liche Duelle de» Reichtum», da» Gold, direkt her- zustellen trachtete oder die Philosophen da» Welt bild mit den neuen Errungenschaften in Einklang zn bringen suchten. Jede Erfindung beschleunigte da» Tempo der Entwicklung und mit dem cni schiedenett Einsetzen der Technik, namentlich mit den Konstruktionen de» mechanische» Webstuhles, von Dampfmaschine und Eisenbahn begann jene» rasende Hinaussetzen über sich selbst, das uns nicht zu Atem kommen läßt und da» in der Tendenz der Technik gipfelt, alles zn mechanisieren, alles in einen Kreis zn ziehen. Di: Erfindung der Dampfnia'chine bildet innerhalb der kapitalisti sehen Epoche geradezu einen Markstein. Bis dahin halle der„Frnhtapitalismus" mit Handelskapital und Berlegcrtnm geberrscbi, nunmehr setzte der „Hochkapitalicinus" des Maschiuenzeitalter» ein. und wenn nicht alles trügt, stehen mir gegenwärtig in einem neuen Zeitabschnitt, der durch das große Finanzkapital und durch die zniiehntende Organisation von Produzenten und Koiisnmen ton charakterisiert ist n»d de» man als„Spätka pitalismuS" bezeichnen kann. Jeder dieser Epochen entspricht eine charal- ieristischc Kultur. Die großen Pfadfinder' der Entwicklung fühlten sich als Fürsten oder Halbgötter. Sie glaubte», die Welt, durch die ihre Karawanen zogen, in der ihre Schiffe krenpen, gehöre ihnen, ihre Schöpferfrende und ihr Her- renstol; kamnrii keine Grenze».^e»l>i>b über schäumte jene Zeil der lllenaissanee von Kraft und Größe, war sie gewaltig im Guten und machte sie da» Lebe» zur Kunst»nd die Hol- Ha»• . ieses neue» Menschheitlhpns und Renien glänzten auf. die bi» honte ihren hell?» Klang bewahrt haben: »i.iii d'iike an die Medieeer und Blichet An'e'm an Rembrandt, ShakeGeare mild Dürer, an die Go''al!-v's:!'k:r Beaehiovoll' und Walle»i!e!'.. wc'ck' fehlerer nicht n-ur Fe'b-herr. sondern auch ein aroßer Nn'e'mckbmer gewekm in. an d'e furcht- Haren Berkörvernv'-» alle» Bä'cn im Men'ch.'n. E'sar> und Lncreti.i Bor-i.n E'n Al^lain j'iier -ew'-i'aen,.'."»'starke» Se't lebt n-'D kür im» in dm D'chlnugeii Konrad Jerd'vai'd Meyer'-»nd «Y-biiieans oder in den Mei'lcrschÜderaiiigeii Takrb Bin lfmd!«. Je weiter nt'l der Bcrbrcitermia der b-nben- den S°>'ich'a» d"' nene Denk'rt nm si-b cr'i" desto mehr schliff sie sick' ab. ward fie maßvoller und bürgerlicher. Mer di? Blühenden d-'-ckte eneb der G danke'mm-er härter, daß»• d'e Trä 24. August 1024. man entdeckte da» Zaucbevivort von der„P er» sönö ich keil". Die großen Bewegungen des siebzehnten»nd achlzehnte» Jahrhundert»: P ie» I i»»i u», A n s k! ä r n n g»nd K l a s s i k, und die stolze Reihe Milte», Rousseau, Voltaire, Lessing, Herder, Kani, Goethe, Schiller erzählen nn» von-den K'iiIlNvwerlelk, lvriche die bürgerliche Wirtschaftsform hervorbrachte^ in ihnen allen setzte sich das Bürgertum„mit nngohonerer Energie de» Denikrn» und der Phantasie über die engen Schrcinkrn der Wirklichkeit hinweg- bannte es' i» der„Idee eine gewaltige, geschlossene Welt" (Kalveran). Lessina» Toleranz, Kant»„reine Verminst",(.Welche» Wellbürgertum, Schlier« Hiniuniilät und die Brandfackel der französi- sch e n R e v o l n t i o lt sind die ewigen Tenlmaie de» Kampfe» zwischen Hofadel und Wirtschast»- träger»»nd Zeugen dafür, was eine r'ngende Klasse an Kuliiirivertc» zu schassen vermag. Wie sich der H och ka p i taDi o m n s inst den 3,'aiu»Wissenschaften zur Hebung der Technik verband, so auch die geisainle Kultur. Dem Sieges- zng von Taings. Elektrizität und Chemie gehen Darwins Eiilwicklnngslehre-und Biarren» srzielo- g sihe Erleinitn-isss parallel, die ganze Kunst steht im Zeich:» der Wirkiichkeii-lrcne. Schon Kleist und Grillparzer. die an-der Wiege der neuen Epoche sleheig verso-igen die kraniha-sten Bern sie- n-ngen de» Seclenlckdens, der Enlartnng de? „Bourgeoisie", die ans de» tleine»„Atel ers" der französische» Feinindnslri? erwuchs, war Balzac ei.» unbarmherziger Schildern- und die Moral des deutschen Bürgertum» wog Friedrich Hebbel al» strenger Richter, nm sie in„Maria Mazda:»a" als zn leicht zn befinde». Indem sich dieser Realismus noch inn'oer mit den Rainrwissen schasten verband und ihnen die Methoden des Beobachten» und Experniteiilierens en-i-l-sti-nio, ivandelie er sich ziim„Ral-uras-isimns" der Gm- eonrk, Flaiibert»nd Zola, eines Ibsen und Ger hart Ha-nptman». Dem Orgaiiisationsbedürsitis des SpätkapitaliS in n s wieder en!'."rechen die überindividnelleu(llemc'»s ihaftsge sich le. als deren Beistünde»- w'r de» reifen Haiiplmanii, Ra- marn Rolland, Werse! und Toller kennen. Wie kurz dieser lieberblick sei», w'e eist- verkaufte ihm bloß seine'(rbeilskrast öies? selbst ii'iii'dc zur„Ware", je billiger, desto besser. Halle der Grundherr immerhin noch für„seine" Bauer» und ihr leibliches Wohl zur Vier gesorgt, weil Bauernsterben ihm selbst Verminderung seines Vermögens bedeutete, suhlte sich der„Verleger" "er der in'derne» Welt.>itt S'"«c nichts-» kwen hallen, sondern l'nt-'r beut Adel weit zu rückst'»- a m. Es beoaiin jene Revolte f n der I des, -•'- d.is n>--^>n-ch. d'i- Bi'„'-'er aran-i-"'ord.-n war. '.^erstand und G--mvk l-' d'v-kck-'fiiich betont-'»nd cs den Rechten der Geburt stolz gegenllb-rstell'e hältnisse, die Art und- Mittel. r Brednöstm, den Anstoß zu jeder Entwicklung gegeben haben. So rst rin neuer Faktor der Produktion hinzutrat, durch den sich bisher Einfaches disserei z orte und so verfeinerte, trat auch ein Fort'chriit der KnI- tnr ein. Das g. wältige Rene der Gegenwart liegt darin, daß-wir uns d'escs Gesetzes bewußt gewer- den sind. Tamil sind w'r nicht mehr blind dein Zufall, dem„Schicks"." a-nogeliefert, sonder» kennen plan-voll ans neue„Disferenzier-lt'.'gcn" neue Berscinernngen. n-neu Fortschritt hinarbc:it. Tie Richtung ist uns bekaiint. sie bestimmt das ganze-Handeln und Streben der scz aldomolr.tischen Partei. War b-ichcr des wirtschaftlichen Forlschrilles, der unsystematischen D'lserenzinnng wegen die S-.'hcidiing zwischen A»cib:n!:rn und Ansgebcntol-.'n»-wendig, so ist sie es n»un, wo w'r da» Eiilwicklnngegesetz der Knlt-nr kennen, nicht inchr. T e r A r b c i t c r! st r e i f g c tv o r- den, s e l b st d i e D i f f c r c n;: c r u n g z n wollen, er bedarf dazu nicht mehr des klassen- mäßig von ihm geschiedenen Wirl'ck'aflsführcrs. W o h l a b e r b r a n ch t c r d c n B c s i tz der g«uze n g e g c ii w ä rt: g c» K n l t n r in ihre r B reite u n d T i« f?, denn n-ur ans der vollen Beherrschung des Heute wird das Morgen geboren. Hören wir diese Mahnung, welche die Geschichte ans jeder Seile an uns richtet! Er- f ii lleu in i v»„» ga n; mit K ulk» r, seien - I-r WAche W-rch. Roman von Frank Heller. Erpyrigt by G. Müller, München. „Doch!" la»> es wie ein Brüllen von dem -Ranne mit dem Sliernacken.„Die Tür war ver- sperrt, niemand lonnle zu ihm hinein— aber die .Kuppel ist essen, und er ist fort! Was soll ich lim?" Es entstand eine lange Pause. Dann sagte die andere Stimme: „Wie konnte das geschehen?" „Ich weiß es nicht. Ich begreife es nicht!— Ich fasse es nicht.-- Ich habe den Schlüssel zur Tür. ztiieiiiand kannte z» ihm hinein!" Der Mann mit dem Sliernacken sprach nicht mehr, er heulte. Eine neue Pause entstand. „Und der Schlüssel zn„den Eisenbahnen? Wie ist es damit?" Der Alan» mit dem Slicrgcsicht wollte eine Versicherung in das Telephon rnfe», aber hielt inne und fuhr mit der Hand in die Rocktasche. Er fand nicht, was er suchte. Er suchte mit der rech- icn Hand und hielt den Televhonhörer mit der linken. Er suchte, bis der S'bweiß von seiner Stirn perlte. Endlich sank sein Kopf, und er flüsterte in das aednld'a lauschende Telephon: „Der— der der ist gestohlen." Die Stimme am andere» Ende der Leitung sagte ruhig: Es ist gut! Warten Sie da, wo Sie sind. Ich komme gleich. A' r Sie begreifen doch, was das für mich bedeutet und für Sie?" Viertes Kapitel. U e b c r den T z c an de>. All i ß'. e t st« n d- n i i j c« setzt sich da» Gespräch fort. Gerdt Lymans bärtiger Gast sah seinen Wirt mit einem Ausdruck wi. kl ich er Znneiguna a» und sagte: ,,Ncin, wie schade cS doch gewesen wäre, lveiiii ich Sie in der Ansregmig erwürgt hätte! Ich. war sehr ansgcregt, al» ich.zum Fenster her- einsp'-ang. Haben Tie da» nicht bemerkt?" „Was?" sagte ltzerdi Lymaii. Seine Gcdan- ieii waren rcchi zerstreut. „Daß ich„aufgeregt war." „Aber nein," sagte Gerdt Lhman mit einer Siimnie, dir er so stetig als möglich zn machen versuche. Warum waren doch nicht-lle Häuser Giebelhäuser-? Warum, Warum? „Sagen Sic mir eines," snhr der gei- sirslranle Gast so'.l,„und sagen Sie es mir ans- richtig, was haben Sie eigentlich ro» mir gedacht, als ich»v zum Fenst'r hereinl-im? Sah es nicht eigentümlich ans? Was_ dachten Sie? Sie glaiibleii wohl, ich'sei närrisch?" „Aber nein," rief Lhma»,„warum sollte ich das glauben?" Allan braucht kein Pwchialer'.zu sein, um zn wissen, daß, wenn-kwas einen Narren über alle tl!eschreibilna reizt, r? ist, wenn man glanbl, daß er nicht vollkommen ilng ist. Warum war er mir je in diese» ve.jliichie Land gereist? „Ach. es wäre ja denkbar, und ich fürchtete schon, daß Sie r» halten glauben können," sagte Gerdt LymaiiS Gast sichtlich beruhigt.„Allein Austrete» war ja recht erregt, und ei» Mensch ohne Urteil hätte cs mißdeuten und als ein Symptom von Geisteskpanlhcit auslasse» können Ich bin überzeugt, ein Irrenarzt hätte es getan Wenn es ein Geschlecht gibt, das ich hasse und verachte, so sind eS die Irrenärzte. Sic kämmen und sra- gen: Wann war die Schlacht bei Waterloo? Mit wem ist de: jüngste Sehn des Kaisers verheirate!? Wieviel ist elsmal süns.'.chli? Kann man nicht antworten, so hu man— wie heißt es doch?— ein ilntel.ieoroiieicc Vorsiellungsleben. Wenn man Lust auf Tinge hat, ans die nicht auch alle ande- reu Lust haben dann ist das Gefühlsleben gestört. Tas ist noch schlimmer. Ich will Ihnen eines sagen: Willi man es ganz genau nimmt, dann gib! keinen Rtenschen, der vollkommen klug ist." „Sa- ii Sie das vichl!" mnrmelie Gerdt Lyma».: n'ichlet Seine eigene Lieblingsiheorie! Ein Geisteskranker hatte sie zu der ieiiien ge- macht! Warum ivar er»ichl in Zoppoi geblic- den? Tansendm-.il, ach, tausendmal besser alles zu verspiele» „Saaon Sie mir eines," snhr der Bärtige mit wachsender 51 rast sorl.„Sic sind doch ii'rlst :>» Ende Irrenarzt?" „Wie können Sie das glauben?"»tnrmelte Gerdt Lymaii. Ja. lausend- und aberlansendmal besser da» ganze Darlehen in Zoppol zn veispic- le». als diesem Onadratnarren in die Hände zn tat „Ich glaube ja nicht mehr, daß Sie einer sind," sagte der Bärtige srnindlich.„Nur ansaiigs schien ro mir so. Sie hallen etwas an sich, das— ich svgr Ihne», ich habe den Instinkt, ich mittete sie wie die Heren das Elzristeiibim! Kein Irrenarzt wird mich hinters Licht führen!(Gerdt Lyman '-baudertr.i Der erste, der mir»nierkomml, iviid inner meinen-Hände» sterben! Nein, Sic sind zn witzig»nd zu mutig, mit einer zn sei». Sie lagen da. und er vi blten mir gerade insGesichl die tollste» Räiibci'geschichle». ohne auch mir mit der Wim- k'i'r zn zucken! Ah hahah.iha! Von vier Jahren Weltkrieg und lnmmniiisiischeii Zaren und weiß Gickt was! Kennen Sie Professo: Freudenthal?" „Nicht persönlich!" schwor Gerdt Lyman. „Nur dem Namen nach!" „Ter!" sagte sein bärtiger Gast mil einem vielsaaenden Tonsall.„Das wird der erste seilt, den ich erpedie e, wenn ich an ihn heran ka-m! Weil er nie den Fuß über Tanzig hinausgesetzt hat, während ich immerzu um die Erde reise, reise, reise, erklärte er, daß ich ve:rückt bin, daß ich interniert werde» muß! Habe» Sic schon so etwas gehört? Ich frage Sie: haben Sie schon so etwas gehört?" „ES ist empörend," schiie Gerdt Lyman mit lauter Stimme, denn die Augen des Gastes brannten gefährlich,»nd er zeigte Neigung, die Behandlung, die er Professor Freudciuhal zu- dachte, an seinem Gastgeber zu demoiistrieicit. Wenn Gerdt Lyman selbst je im Leben Professor „rendeiithal traf, dann hatte er dem guten Pro- lessor für seine eigene Rechnung ein paai Worte zu sagen. Daß er diesen Liiiadratnarren ein- sperrte, war ja liar»nd selbstverständlich. Das wai seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit. Aber daß er ihn so elend schlampig einsperrte, daß der.Kerl ausbrach und mitten in der Nacht durchs Fenster zn jüngeren Kollegen des Pioscs- so»« Hereinkam, das war»>».'er.zcihlich, das sah beinahe nach illoyaler Konkurrenz aus. Uebri- ge»S:ies es eine flüchtige Verwunderung in ihm hervor, daß seine, des Narre»„nd deS Proscs- iors Lebenslinien sich hier in Danzig kreuzten. „Einen Menschen einzusperren, weil er zu- viel icisl," snhr Gerdt Lymans Gast sorl,„wenn das nickst Wahnwitz ist, dann weiß ich nicht, was Wahnwitz ist! Es ist, als wollte man zn einem Fisch sagen: es ist vollkommen abnorm, so viel im Wasser zu sein, wie du. Jetzt mußt du dich mal aufraffen und ans dem Laude leben! Bor hundert Jahre» heilten die Doktoren die Melau- cholie in der Weise, daß sie den Leuten die Krätze einimpften. (Fortsetzung folgt.) ff August 1024. mir hungrig»ach Bildung, nicht\l»t gre i-f t P ,» i n c a r c h e stig a». Ein Trost für.verriet sei, das; wahrend seiner Lands ner Berhandlungeu im Elysoepalcns nicht in.hr sciter(Nüst war, der der! zur-seit der Konferenz von Cannes gewesen ist. Als Blut» bemerkte, daß in London selbst Tbenuis nicht'immer die Wicht' Politik aiiilerffiitu habe, ruft Le Trocguer dem Nkinisterepräsideuicu zu, er solle die Loyalatät der. belgischen Pieiitiartiiiiiist.rs se-erttch darln». Her- riot erfüllt den Wunsch Le Trocguers. Blum ivirst Poincarö vor, daß cr dem Taives-Plau-zugestimmt habe, ohne Vorbehalt' sür eine Mempousa tion i» der Frage dar alliierte» schulden. Ter Tawcs Plan habe eine bedtuioude Reduzierung der deutschen Schulden gebracht. Blum schobt die Kapitatsratc in Annuitäten von zweiciitcha,'b Mi!» liarden Goldmark zu acht Prozent ans höchstens litt Milliarden Gesamter^vbiiie. Blum kriiisieni am Tawcs Plan, daß er den deutschen Z-ahleru indirekte Laste,n anstatt direkte Lasten auferlegt. Nelditcr meint, das; dar. Abkommen, das Sonor Law seinerzeit Frankreich vorgeschlagen habe, größere Vorteile gebracht und den militärischen Beistand En.'/oiids gesichert hätte. Pvincorö habe daS Anerbieten Boitar Lows nur ob-'clchnt. damit er in die Ruhr gehen könne. Turcl) die Ableh uniig habe Frankreich bei etwa nur der-välsie der Oicparatioitszahlnngcn alle Pensionen»nd schulden zu tragen. Blum erklärt, daß die Repara- lionskommission ut ihrem Recht geschmälert Mar den sc!, in dem Augenblicke, als der Dawes-PIan angenommen wurde, schließlich anerkennt^Red- »er die Berd'»sie verrola in London. H c r r i o t habe i ii E h r e n den frieden e i n g e- bracht»nd die Bevölkenina Hab? ihm ihre Ansicht hierüber bei w'itcv Rückkehr bezeugt. Blums Red: hatte starken Erfolg. Als der sozialistische Redner die Tribüne verlieb, er hob sich minutew'anser Beifall. All?'Abg?ordne lcn der Linken etzhoben sich und brachten Blum wahre Ovationen. Tic Pariser Morgenpresse besprach anssühr lich. Tos„Oncvre" hält sich für ein Meisterstück eines wirklichen stau-nianncs. sie zöge,"'kl chen Anteil die sonelislen an der Leitung der siaalege'chicke. haben lönne». ohne selbst an der Rogl'criing beteilig! tu sei». Tie„Erc Nonvelle" schreibt, daß Löoit B l» m sich o.>'S g r o sz c r Jv ii h> r c rdc s L i n k s l' r' e l l S c» hüllt habe.„Echo de Paris" meint, d'e Red: Blums mute an, tvie wenn er der w'rtt'ch-e E.lief der Regier«ng wäre. Tem„drimiu v: bvc" zufolge tr'rd Poin carä dem Sozialisteuführer antworten. Bon dsr prsZsi'arWen sue Asusrn- »evolusisö?. Bor k»r,:in hat der Eintritt Rades in die Moskauer Baneon-iiiteruatioiiale einiges Eritauneu hevoorgernsen, zumal die freut ist,: Bauernpartei Oiiif dem gleiche» Moiigvcß, ruf dem sie die Abmachungen ihre« Sichrer« mit Moskau bestätigte, b.jchlvsz, der ncucn serbischen- Rcgieviina, die zwar ans der(ruheien Oppo-fitwit besteht, ober irotz- .ein eine bürgerliche Regierung ist, keine Schmie rtofettcu zu machen. Wer das Vorgehen der Moskauer Zeiitmlstellen i» der lebten.-Zeit ge- itatter verfolgt,-wird die Erklärung für die still ichiveigende Ziistimmiing Moskaus zu der oppor Uiwstisci-eu Politik der sndslow scheu.Filiale eher ftitdeii. Tie Lignidieruiig der kommunistischen ck xperimcnte, die ja fr. t Jahren nicht mehr recht ■vii|t gemeint mar:n, schreitet in Rußland rasch vorwärts. Nicht mir die Bert rare mit Tentisch land und vor ollem mit England zeige», daß man genullt ist. die neue ökonomische Politik konsequent Miic()}Ufiif)voit, son^ l'n curf) Ms die die Sowselrcgier-iing im Fun-arn trifft, b-.stäti gen die Wahriiehmuno, das; Rußland die meiere E.nrichtnng der kapitalistischen Wirtschastssorm »in Eifer betreibt. Besonders bezeichnend für die Auffassung, zu der man sich in der Tritten ,Internationale jebt dnrchgevnitgcit hat, ist ein Artikel sinowjews. den die kommunistisch' Presse vor kurzem veröffentlichte itttb der sich mit der angeblichen M-szernte in Rußland und den daraus für ixi-s rit|'j"ifche Boll und die Volkswirt- schist erwachsenden Gefahren beschäftigt. Was s-inowjew über die Tatsache der'Mißernte selbst und über die Titneiisioncii der zu etivartenden Hungersnot-sagt, erscheint-uns weniger wichtig als jener Tal der Ausfuhr,»»ge», die die grundsätzliche Einstellung der sc-wjetregiernng zur Agrarpolitik und zu den Fragen des flachen Landes deutlich wieder-spicgclt.-s-ine-ivsow erscheint— obwohl cr die C-iefahr einer Hungersnot kaum für geg-ebeu hält die Netwendigl.'. t gcgebe». die gesamte Wirtschafte und innere Pokitit auf die Be diivfnissc der Ba»er»klaffe einnchelleu. Er gitu zu, daß sie die eigentliche M lasse d e r R ev 0 ln 1 i 0 n ist und bisher bei weitem nicht jene Beachtung erfahre» hat. die ihr bei dem Aufbau der gefa-»»rnfiikchen Oekonomie aus der Landivirtfchaft zu gebühren scheint. Er fordert ausreichende Maßnahmen zum schuhe der landwirtschaftlichen Produktion und auch in kntureller und politischer H„ficht will cr der Banemklasse größere Beachtung geschenkt wissen, seit langcm finden wir iu-sinoivjc-tvs'Aussah zum erstenmal.' das Geständnis, daß-die kommunistische Partei i n R-it ß I o u d bisher eine städte Partei geblieben ist, das heißt also, daß sie bei dom Uebevtviegen der dörfischen und ländlichen Siedlung eine Parle! darstellt, die nur■» einem kleinen Teil des Bettes Wurzel geschlagen hat. Tie rege Aiislaiidstätigkcit der komiitniiistt- scheu Internakionaie scheint cbcnsallv daraus b- u zuweisen, daß man in Moskau eine Umstellitng Von der städtisch-proletarischen zur länellch bäuer lichcu Politik Vorzunehmen gewillt ist. Man dürste sich.in den Mreisen der Mein intern wahrscheinlich nach den letzten Erfahrungen in Mitteleuropa darüber klar gotvorde» sein, daß die revolutionäre Tätigkeit der Emissäre hier z» keinem Ziel führen kau». Hat doch auch Trotzkij eine Aera des demokratischen und pazifistischen Aufstiegs vorausgesagt. Nichts täuscht darüber hin-weg, daß -man in Äioskan mit Nesignatio» sich zur Erkennt- nis durchgerungen hat. daß die Methoden, mit denen die r 11 s s i s ch c Revoknti o n ge macht wntbe, in Europa zu keine in Z i e l c führe». Tie Anslandspropagaird.1 der Memtnn- nisten hat sich mit fieberhafieui Eiser ans ie»' Staaten gowvrfcn, in denen d'e Bauernllasse sie entscheidend.' Roll.' spielt. Taher rührt wohl die Tät-gkcit im Balkaugebiete, die vielleicht in nächster Zeit schon Folgen zeitigen wird. Tie »»geordnete» Zustände Riiiiiänicns. das fascistifch.' Regime in Bulgarien und die nationalen stre tigkoiteit, die 11111 Maiedonien ständig im Gang sind, bieten einen günslge» Boden sür eine Bancrnrcvolntion ans dem Balkan. Tamit ist srwjelrnßka»d zu seinem anszenpoletischen Pro gramm zurückkehrt, dis vom.zaristischen Rußland verfochten ivnrde. Tie Expansiv n R n s> k a n d« tu de» s k a tv i s ch c n S ii doste 11 Euro poch gefordert durch de ähnlichen Besitz- und Produktionsverhältnisse in diesen vorwiegend agrarischen Gehuten, wird.zum Ziel der Moskauer Politik. Selbstverständlich bedeutet dieser Mure-, wenn d'e Momintern an ihm festhält, einen tveileren Schritt vom s 0; i a l t st i s ch e 11 P r 0 g r a m m zu dem b 0 l s ch e w i st i s ch e», von der proletarische» Revolution zur B a 11 c r ii rev 0 luli 0 n. Eine andere Frage ist es, ob die S- cvietd ttatore» im Laufe der Eni -Wicklung, falls ihre jetzige Tätigkeit im Fnnern Rußlands und in der Außenpolitik Erfolge zeitigen sollte, auch bere, t sind, die weiteren' Monse gnenzen zu ziehe». Wir meinen damit die Ligni d'.critiw des Mampfes gegen die Sozialdemokratie, das offen? Geständnis, daß methodisch und prall- sch die s 0 z i a l'd e 111 0 k r a t i c überall dort Recht behalten- hat, wo es sich nicht um die Ü!e vokutioniernng großer Baiicritklassen und um endgültige Beseitigung des Feudalismus, sondern»1» die Ueberführnng der kapatalistiscizen i-n die so- z.'alistische Wirtschaft und um den Ausstieg des Proletariats zur politischen Macht handelte. Zu -diesem Schritt, der das offene Bekenntnis zur Einheitsfront der revolutionären Kräfte Europas wäre, dürfte r« allerdings noch recht weit sein. Außer aller sicht hegt aber auch er nicht, wenn der Niedergang der kommunistischen Part ien Mitteleuropas in dem Maße wie in den letzten Monaten fortschreitet, sollte London zur Tat »verde», dann ist auch diese Vorausfetztntg wahr fchein'-ch und unsere Schlüsse fallen dann in den Bereich nicht allzu fern liegender Möglichkeit"». TsegesMUe. Ewstimmig Iiis Mc Annahme. Möln, J3. August. Der Vorstand des Wirt schasisanSschnsseS für die besetzten Gebiete erklärte in einem Telegramm an sämtliche Fraktionen des Reichstages, daß er sich angesichts der UnHalt- barkeit der gegenwärtige» Verhältnisse im besetz- teu Gebiete trotz schwerer Bedenke» ein st im- m ig und ohne Unterschied der Partei- ,z» gehÖr! gkeit für die Annahme der Londoner Abmachungen ausgesprochen hat. Keine zeheime Zande1sad:smmcn. Berlin, August.(Wulff.) Fnt Auswar tigeu Ausschuß des Reichstages, der heute die Ansprache über das Londoner Protokoll fort- setzte, erklärte Reichssinanzminister Dr. Luther uns eine lommunistische Anfrage, ob in London mit Meitittnis der ReichSrcgiernng geheime Ab maciningen zwischen Deutschen und ausländischen Fndnstriegriippen getroffen worden seien, daß in kein e r Weise gehe! in e A b m a ch u n- gen getroffen tvorden seien. Ein Lebenszeichen der Separaiisten. Berlin, 23. August. Aus Möln wird ge meldet, daß der Separatistenführer Matth es die bisherige separatistische Organisation in eine föderalistische Bereinigung umgewandelt hat, deren Programm die Errichtung eines a n t 0 n 0 in e n B n n d c s st a a t e s auf v e r f a s s 1111 g s»t ä ß i g c m Wege sein soll. Dieses Ziel wird als vorläufige Etappe für die Bestrebungen der rheinischen Separatisten bezeichnet. Wm Cinheitskront gegen die verhake Arbeiterpariei. Llindon, 22. Anglist, Churchill, der all! 25. seplember i» Edinburgh.zusammen mit sir Robert Hörne in einer Bersammlniig sprechen wird, erklärt in einem Fulervieiv. der Zweck per Bersaininliing sei, dabei mitziihelse», die großt- möglichsten Mrästc des Landes, die in Reichs,»nd Test« 3. ähnlichen Fragen einig seien,.zu sammeln, n in d c 111 g r 0 ß c 11 Sk»griff der s 0 i al i st j. I(t) e 11 P>1 v t e i, der bei dr nächsten Wohl in naher Ziifiinft sicher folgen werde, Widerstand Mt leisten, seines Erachtens sei die Znsainmenavbeit zwischen Konservative» und Liberalen in weitem Maße möglich. iSiüüwimkch an Macdonald. London, 22. August.(AR.) Der australische Ministerpräsident hat im tlicmie» der Staatsregie riing an Macdonatd ein Mabcltelcgramm folgen- den.Fnhalts gerichtet. Empfangen Sie die herz, liehen Glückwünsche zu der erfolgreichen Beendigung der langen und ausdauernden Bemülnui- gen der Staatsmänner Englands und des Rci- ches, welche der Losung der verwickelten Repara. tionsfrage gewidmet waren. Wir glauben und sind fest davon überzeugt, daß dies den A>1- b r u ch ei n c r» e n e» A er» in E u r 0 p 0 und de» Beginn einer besseren Bcrstän d i g n n g der Ratio n e n de r W e k t unter- ciuander bedeutet. Ein Erzdergec-Mörder in ettannt. Budapest, 23. August. jMTF.) Die Ober- Itadthmiplinaiinschas, veröffentlichte Heine mittags > Uhr folgendes Koinmimignee: Ter inner dem Verdacht dcr Teilnahme an der Ermordung des deutsche» ReichSniinisters E r z b e r g c r aus der Tberstadthanpunaiinschast befindliche.Heinrich F ö r st e r wurde heule mit zwei deutschen Kriminalbeamte» konfrontiert, die diesem Zweck nach Budapest gekommen waren. Tie Kriminal- heanilen glaube», in ihm den des Rlordes ver» dächlige» 3k jährige» Heinrich Schulze aus Saaljcld z» erkenne 11. Förster leugnet jedoch mit schnlze identisch z» sein. Förster wurde am heutigen Tage behufs weitere» BeisahrcnS der Budapester königlichen staaisauivaltichaft über geben. >>! Budapest, 2l. August.(Eigenbericht.» Nach der Fdeiuifizieruiig des Erzbergermorders Heinrich Schulze iveudet sich da« Interesse den beiden anderen deutscheu Gästen aus dem Gut? des Gm»bös zu. von welche» der angebliche Heinrich Schneider mit einer Schwester des (tzöiitbös verlob! ist, während der andere, Conrad M aher, sich flüchten konnte. Nach der Personen beschütz bnttg und der Schriftprobe wolle» die Mriniiualbeaniten in Player den zivei- teu Rlorder, T i l l e ssc u, erkenne». Blaher Tillessc» ist wohl im Besitze eine« rumänischen Passes, es ist jedoch wahrscheinlich, das; er Ungarn noch nicht verlassen hat und sich bei einem„Erwachenden", verimttlich in der Umgebung von Meeskemet, versteckt hält. ^ Aach dem Ergebnis der Konfrontierung Förster Schutzes mit den deutsche» Mri»ii»albeai». te» begaben sich diese zum deutsche» Gesandten, der hierauf im Ministerium des Aeußerii vorsprach und um die Auslieferung des Mörders ersuchte. Minister Daruvarh erwiderte, daß er dem Gesandten in den nächsten Tagen den Standpunkt Ungarns mitteilen werde. Die dänische Aedeitcrregierung rüstet ad. .Kopenhagen, 23.'August.(AR.) Die Regierung soll in ihrer gestrigen Sitzung Abrüstung«, vorschlage angenommen haben, welche der'Mini« ster für nationale Verteidigung R a ß in usen dem kommenden Rigsdag vorlegen will. Die hauptsächlichen Bestimmungen der Vorlage sind: Ter Grenzschutz wird statt der Armee einer besonderen Grenzpolizei anvertraut und auch die .Küste wird anstatt durch.Kriegsschiffe durch eine Flotte von Fischereiinspektionsschissen und Kit- stentvachen bewacht werden. Außerdem tvird auch eine kleinere Luftverteidigung organisiert werden. schmatzen Drosseln, die im Garten hüpften, cr- lullte sich das Herz der reizenden»Kabrielle mit schönen Gefühlen. Zärtlich drückte sie die Hand ihres Verlobten und flüsterte: „Plein Geliebter, tvie schon isfs doch z« leben!" Tie Gefangenen erblickten die Treffen de? Hauptmannes mit Schrecken. Schon hatte man viele, einen nach dem andern, zum Erschießen weggeholt, und wieder glaubte jeder, das; seine lctzie Stund-.' gelontmen zei. Doch Fraucois d'Emogiiaut kümmerte sich nicht um die Gesang?» nett, er suchte den kleinen.Kommunarden. Als er den schlafenden.Knaben sah, erweckte er ihm mit einem leichten Fußtritt. Ter Junge erwachte und fing au zu weinen..Kaum erblickte er aber das lächelnde Gesicht Gabr'telle, das so gar nicht den bedrückten Gesichtern der anderen Frauen glich, als er seine Pfeife in den Mund nahm, lächelte und sagte: „Ich bin et» echter.Kommunard." (Kabriellc nickte befriedigt„Wirtlich so ei» Kleiner. Zeh glaube, sie werden als Mörder gebo- reu. Plan muß sie alle ausrotte», sogar die Neugeborenen." „Fetzt hast du ihn gesehen, nun kann er ad« getan werden", sagte Fraucois lind rief einen Soldaten. G.brielle bat, noch ein wenig zu warten. Sie wollt? den Nei; dieses leichten und sorglosen Tages noch verlängern. Auf eiitnt Fahrmarkt im Boulogner Wald hatte sie in einer Bude verschie- beue Tonpfeifen gesehen, die sich In einer Schnur im Kreise drehten und junge Burschen hatten auf diese Pfeifen geschossen. Gabrielle liebte Volks- feste, obwohl sie aus einet» vornehmen Adelsgc- schlecht statt- nie. Dieses Jährmarktvcrgnngen Von F. E h r c» b 111 g. (ii-.::- dem Russischen übersetzt von Hersku.) Mit zwei noch»»verwundet gebliebenen Blusenntimneni feuerte Louis Ronx aus die Soldaten. Da lies; Fraucois d'Entognaiit die weiße Flagge aufziehen, und Louis Ronx, der einmal gehört Holls, daß die weiße Fahne W-'ssensiill- stand bedenk', Höne auf zu schießen. Er dachte, daß die Soldaten Mitleid mit der schönsten aller Städte hätten und Frieden mit der Pariser.Kommune schließe» wollten. Lächelnd, ihre Pfeifen rauchend, werteten die drei Männer ans die Soldaten. Ter kleine-Paul, der keine Seife zu Sei- fciiblaseii mehr hatte, hielt die Pfeife im Mund und lächelte auch. Als die Soldaten dicht an das Fort herangekommen worden waren, des' hl Fraucois d'Emogilant dreien seiner besten Schützen au« den Swoher Berge», die drei Aufruhrer zu erschießen. Ten kleinen Kommunarde» wollte er lebendig fangen und ihm seiner Braut zeigen. Tie Savoyarden m.'rcn gute Schützen— beim Einzug in das Fort sahen die Soldaten drei Männer mit Pfeife» nicht weit von dcr Kanone liegen. Tie Soldaten' hatten schon viele Tote gesehen und z-'-igien kein Erstan-teii. Nur eis sie den kleine».Knaben mit der Pfeife e»f der Kanone erblickten, wurden sie doch verwirrt, bekreuzigten sich und riefen Gott und den Teufel an. „Du ekelhafte Wanze, woher kommst denn du?" „Fch bin ein echter.Kommunard", antwortete lächelnd Paul Ronx. Sic wollten ihn mit den Bajonetten crüe- chett, der Korvoral verhinderte es nach dem Befehl des Hauptmannes Fraucois d'Emognant und ließ den kleinen.Kommunarde» nach einem der elf Sammellager, darin die gesengettett Moni. Milliarden zusammengepfercht waren, bringen. „Wieviele von uns er wohl erschossen haben mag— dieser kleine Engel" bniittitttcu die Soldaten und stieße» den.Knaben mit dem Kolben. Ter kleine Paul, dcr nie jeni'nd getötet, sondern nur bunte Seifenkugeln aus seiner Tonpfeife geblasen hatte, verstand nicht, ivarnm diese Leute ihn w kränkten»nd mißhandelten. Tie Soldaten der Nationalarmee führten den gefangenen Aufruhrer Paul Ronx, der vier Fahre alt war. in das eroberte Paris. Noch kämpften die Bliiseitinänner in den nördlichen Bororlen, doch die Bewohner der Elyseiischeu Felder des Boulevards der Oper, des siebettstrahli- gen Sterneitplcihes feierten schon Freudenfeste. Es war im schöne» Monat Blei, die.Kastanien- bäume in den breiten Boulevards blühten, an de» Marmortische» der Eafüs saßen die Stutzer und irankcn rubinrote Liköre und die Frauen lächelten sorglos. Als der zivcrghafte Komm»- nard vorbcigeführt wurde, verlangten sie seine Auslieferung. Doch der Korporal dacht: an den Befehl des Hauptmannes und beschützte Paul. Dafür lieferte man ihnen andere Gefangene niS — Frauen und Männer, die sie bespieen, mit den eleganten Stecken schlugen und die Ermattcien mit den Bajonetten der Soldaten stachen. Paul Rour wurde in den Luxembnrger Garten gebracht. Bor dem Palaste hatte mau ein großes Stück umzäunt. Dorthin hatte man die gefangenen Fusnrgenten gejagt. Paul ging mit ernster Miene, seine Pfeife im Milnd, zwischen ihnen. Er wollte einige weinende Frauen trösten »!iö sagte: „Fch tan» bunte Seifenblasen machen. Plein Bater Louis Ronx rauchte seine Pfeife und schoß aus dcr M iione. Fch bin ein echter Kommunard." Tie Frauen dachten an ihre verlassenen.Min dcr dort in der Borstadt St. Antonie, die wohl auch gerne Seifenblasen machten und weinten bei Pauls Worten nur noch bitterlicher. Paul setzte sich ins Gras, dachte an die Sei. fenblase», wie schön sie gewesen waren— bleut, rosa»nd lila. Doch der Weg von Fort St. Biu- eennes»ach dem Luxemburger Garten war lang und schwer. Paul schlief bald ein, ohne die Pfeife ans seinen Händen» lasse». Während er schlief, fuhr ein Landauer von zwei Pferden gezogen die Persailler Chaussee entlang. Fit dem Wagen saß FraneoiS b'Euiognaut, der seine Braut, Gabrielle de Bonnivette, in das schöne Paris zurückbrachte. Niemals hatte Gabrielle so reizend ausgesehen, tvie au diesem Tag. Das feine Oval ihres Gesichtes erinnerte au die Gemälde der alten italienischen Meister. Sic -trug ei» zitrvnenfarbigcs Kleid mit Spitzen, die im Kloster zu Melcheriuncs gearbeitet waren. Ein kleiner Sonnenschirm beschützte ihr zartes Gesicht vor de» senkrecht fallenden Strahlen der Maisoune. Fiirtvahr, sie war die schönste Frau in Paris, und weil sie das wußte, lächelte sie sorglos. In der Stadt erkundigte sich Franews d'Einoguaut bei einen ihm entgegenkommenden Soldaten, wohin mau den Gefangenen aus Fort St. Binccitiic« gebracht habe. Die Verlobten sichren nach dem Luxemburger Garten. Bei dem Anblick der blühenden Kastanien, des Esens auf der Fontäne Mediei, der Leite i. 24. August 1924. o» zur Dies alles ivird dem Befehle des„'Slaatsmini- sters" uiiterstellt werde». Tie Gcsamtkoslcn des neuen Planes für nationale Verteidigung werden auf elf Millionen dänische Krone» geschätzt nebe» Ausgaben für Wartegebübren und<'«ehälter der entlassenen Mannschaften der Arinee und Flotte. Di? S?053feren.i der intetwifilfmtenfßri rtjcn Union. Bern, 23. August. Tie Konferenz der terparlaiiienlarischen Union ging gestern Generaldebatte über, lue Ich? mit dein Berichte des'Amerikaners P.irlon eröffnet ivnrdv Er hebt insbesondere die Institution dee Zchieds aerichte beruor. Ter erste Redner in der Ans spräche war Senator Tr. Prabcc. In der bentigen Nachmittagssitznng sprach Senator Ledebur als Vertreter der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei die Meinnna ans, das; für dee D.kiission der Minderbeittsrage der Bölterbuiid zuständig sei. Er beantragt der Konserenz eine Resolution zur Annai,nie, welche anregt, der Völkerbund wöge ncnerdings ersucht werden, sich mit den Minder- heitsfvagcn;n befassen und innerhalb Jahresfrist durch'Sachverständige den Entwurf eines inter- nationalen Minderheitsrcchtes ausarbeiten zu lassen. Ter Präsident der|w»$5fiscfo« Gruppe Senator M crlin ersucht alle Parlanientaricr, ibr möglichstes zu tun, das; die Pernrteilnng des Krieges und die Per.. rli.lmitg des Friedens nicht schöne Worte bleiben, sondern. Nif; sie per- 1 wirklicht werden. Namens der deutschen Minderheit in der Tschechin! o!>ea bei sprach ferner Senator Tr. Heuer, der feststellte, das; nicht»nr Resolutionen und Beschlüsse über die Minderheiten gefaßt, so» dorn a u ch»ach ihnen gehandelt w e r- den müsse. Tic Lage der deutsche» Minder- heil bat sielt in letzter Zeit clxr verschcchien, Die deutschen Tschcchcslowaken 1 verde» weiterhin zu ihren Forderungen stehen und vor allein werden sie ihr Deutschtum nie ansacbcn. Sodann ergreift der ehemalige Reichskanzler Tr. Wirth das Wort. Er stellt unter cindruck« voller Stille der Versammlung seit, das; die Rede des Senators Merlin eine äußerst friedliche Ge- unmiiig znin Atisdnicl brachte tlitd daß es Pflicht der deutschen Telegation sei. i» denisclben Tone ihre Meinung zu äußern. So sehr wir auch in letzter Zeit schmerzliche Entt ä u f ch n n- gen erlebt haben, so sei es doch Pflicht, den Gc- danken der Verständigting zwischen Frankreiich und Deutschland nnnier wieder cmfs neue hoch zu tzaltcn. Senator Tr. Heller versicherte in seiner langen Rede auch noch die Versammlung der Loyalität seiner Partei zn»i tschechoslowakischen Staate und erklärte, daß er die gestrige Rede des Senators Brabcc mit Tank akzeptiere. Heller sprach die Hoffnung aus, daß er ü b e r S I a h r i» W ashi>tqton werde erklären könne», das; es zwischen den nationalen Minderheiten in der Tschechosloivakei zur P c r st ä n d i g» n g g c- k o m ni e n sei. Der Mars-AyMmel. sagt, eS sei außerhalb der Möglichkeitsgrenze, das; die Marsbewohner schon unter uns weilen kön» le». Er sagt:„Ter Mars ist ein weit älterer Planet als die Erde»nd die geographischen und atmosphärischen Lebensbedingungen sind von den unserigen so verschiede», das; sie zur Entstehung Mir. anderer Type» von Wesen führen müssen. Vielleicht existieren Marsbewohner, soweit wir es voraussetzen können, in der Form des Gedankens, der d e ni»i c n s ch l i ch c»'l n g e« i ch t w a h r nehmbar^ist. Vielleicht, daß sie mittels eines Teiles des Spektrums sehen. Wir wisse» nicht, ob die Marsbewohner nicht schon ans dieser Erde sind, ob sie uns nicht vielleicht züchten wie wir Pferde»nd Kühe züchten würden. Unsere Augen sind mir geeignet, Tinge von gewisser Sichte und eines bestimmten Unifanges zn sehen. Sic Per- suche, mit dem Mars zn sprechen und die Existenz vernünftiger Wesen ans ihm- zu beweisen, müssen aber regelmäßig unternommen werden, auch wenn die Erg e b» i s s e o f f c n k u n d>i g h o f f n n» g s l o s w ä r c». * Hmubm'lm Beohßchiun^en. Hamburg, 23.'August.(Wolfs.) Bei der Beobachtung des Mars-auf der Hamburger Stern warte konnle Prof. Grafs das Vorhandensein verschiedener Kanäle, die seinerzeit von dem Astronomen Schiapa relli entdeck! worden sind und mehrere Kandstrirhe, die ein Beweis für das Vorhandensein von Festland ans dein Mars betrachtet werden könne», feststelle». Weiter entdeckte Prof. Grafs schwarze Gebilde, die wohl als Mars meere zu deuten sind und intensiv gelbe Flecke, deren Ursprung noch völlig rätselhaft ist. Echei^nisoollL Signale in Kanada. London, 23.'August. Englische Sachvcrstäu dige inid Aniateure der drahtlosen Telegraphie nebnien mit Begeisterung an den in der ganzen Welt vorgenommenen Versuchen, betreffend die Verbindung mit dem Mars, teil. Heute morgen ist ans Kanada die Nachricht eingetroffen» daß d:e Operateure der drahtlosen Telegraphie in der Station„Point Grey geheimnisvolle Signale gehört hätten, eine eigentümliche Gruppe von Tönen, die in keinem drahtlosen Eode einhalten sind. Bekannte englische Öclelnte äußer» aber w e»ig G l a u b e» a n d i c A! ö g- IicbkeiI v o» g» I e n E v gebnisse n. Tic Astronomen verlor'en daraus, Nrß es schioer möglich sein wird, den Mars in England zu de vbachtc», da sich der Planet jetzt tief am südlichen Himmel befindet»nd obzwar er klar sichtbar ist, «verde man ihn doch nur durch eine sehr starke atmosphärische Schickt beobachten müssen. See erkläre» weiter, daß iie niemals einen Be- iv eis das ü r g c f n» d c» habe n. das; a» s d e in M a r s intelligente W e s cn l e b e n. Sie».erlassen die Nachforschungen in dieser Nich- long re gständig den Sachverständigen der draht- lesen Telegraphie.'Andere Gelehrte, wie z. B. Sir C livcr L o d g e und Professor L o w erklären, daß. ivenn auch der Verkehr mit dem Mars möglich wäre, wir dort eine ganz andere Lebens- f o r ni vorfinden würden, was natürlich eine Be- anlwortnna der irdischen Versuche»in Annäherung g ä n z l i ck n n m ögli ch machen würde. Professor Low, der alle Nächte bemüht ist, Signale aufzufangen, die die Erde während der größten'Annäherung des Mars erreichen könnten, Die Wziersmeutelei in ErieHenZimd. Athen, 23. August.(Ag. d'Alhcnes.) Wie bereits gemeldet, hat der Kapitän des Panzerschiffes „Aiveroff", K o l i a l c s i s, an die Regierung ein Telegramin gerichtet, in welclxm die Wideren snng der Entlassungen der 21 Qssiziere, welche die Hauptsaktoren in der Juni Agitation waren, ge- fordert wird. Infolge dieses Telegraninics, durch welches die Disziplin verletzt wurde, erhielt die gesamte Flotte den Befehl, heilte vormittags in das Marinearscnal abzudampfen, wo sie en t- w a f f n c t werden wird ivar ilir in Erinnerung geblieben und sie bat ihren'Bräutigam: ^„Ich will schießen lernen. Tie Frau eines FeldoffizierS der Nationalarme.' niiiß verstehen, ein Gewehr j» den Händen zn halten. Erlaube mir, auf die Pfeife dieses kleinen Henkers n ziele»."^ FrancoiS d'Eiilognanl hat seiner Braut nie einen Wunsch verweigert. Erst neulich hatte er ihr ein tastbares Perlenhalsband geschenkt. Sollte er ihr dieses harmlose Vergnüge» nicht gönnen? — Er»ahm das Gewehr eines Told.ten und gab eS seiner Vraut. Sie Gefangenen sehen mit Grausen das Gewehr in der Hand des Mädchens und flüchten in den hintersten Winkel. Nur Paul, die Pfeife im Mund, blieb ruhig stehen und lä- chelle. Gabricllc wollte die sich bewegende Ton- pfeife treffen, zielte»nd'rief dem Knaben zn: „Leus schnell, ich werde schießen!" Paul blieb ruhig auf dem Platze stehen Er kalte schon so os> gesehen, wie Leute ans du, Ge- Mehren schössen. Ungeduldig werdend feuerte Gabrielle. Sic schoß zum erstenmal. Man kann 'hr den Fehlschuß verzeihen. „Meine Liebe", sagte Francois d'Emogn.'nt, . Sic durchbohren viel besser die Herzen mit PK'!- k'n als die Tonpfeifen mit Kugeln Sehen Tie, Sic haben des kleine Reptil getötet doch die Pfeife ist heil geblieben." Gabricllc de Bonnivctte gab keine Antwort. Sic schaute ans den kleinen roten Fleck, atmete ' escr und sich au Frncois lehnend, schlug sie vor, "ach Hause zn fahren. Sic fühlte, daß sie d-e Licbkc-'nngen ihres Bräutigams nötig hatte. Paul Ronr. der a»f Erde» vier Fahre lebte, dessen größte Freude eS war. Teifenbl'sen ans der Tonpfeife zu pusten, lag leblos am Boden. TiWJ-MmMwn. Sans Kceds. Friedrich Schwer und der deutsche Aar. Die Tage von Weimar sind nun vorüber, lieber ihren politischen Inhalt tvagt der Dnxer „Tag" begreiflicherweise nicht zu schreiben, also verfaßte Hans Krebs einen schwungvollen Festartikel oder Nekrolog, der de» Vorzug hat, die Trauer schwinden und die Lachlust in ihre Rechte treten zn lasse». Krebs ist unerschöpflich an Phrasen über den völkischen Geist und die internationale Gemeinheit. Als gelehriger Schüler Ludculdorffs bekennt er sich zum uneingeschränkten Führerrecht und verdonnert die Demokratie, das Recht der Mehrheit, in Grund und Boden. Als Gewährsmann für die eigenen Dillalurgedanlen siliert Schriftsteller Krebs seinen.Kollegen Friedrich Schiller, der in seinem TomctriuS „streng gerufen" hat:„Mehrheit ist Unsinn— Verstand ist stets bei iven'gcn nur gewesen Möglich, das; Schiller, als er den zweite» Satz prägte, die Erscheinungen: Hitler, Lndendorff»nd Krebs vorausgeahnt hat. Sicher aber ist, daß von einem gewissen Schiller auch das Wort stammt:„S l inline n in e h r h c i t ist des Rechtes Probe". Ties aber l>at Schiller jedenfalls nicht mit der genügenden Strenge gc rufen, weslzalb die Völkischen, die nur an strenge Kommandos gewöhnt sind, diesem Schiller nicht Reverenz erweisen. Herr Krebs Hai in Weimar„50.0011 in Reih und Glied marschierende Ternsche" gesehen.!.. Andere sahen nur 5000. Aber ans eine Rull kommt es dem Herrn Krebs nicht an, der unseren Schiller so gut kennt. Wir erinnern uns an eine Stelle ans dem Lied„An die Freude", die da lautet:„Dom Verdienste seine Kronen(hier scheinen Tschechokronen gemeint zn sein, d. Red.), Untergang der L ü g e n b r u!". in Ung Zum Schlüsse hatten Krebs und die andere» Weimar ei» ivunderbarcs Erlebnis. Ter c Hans erzählt darüber: „Als Lubendorff am Nationalthcater sei» unerschütterliches Bekenntnis zur nationalsozialisti scheu Bewegung aussprach, geschah es wie ein herrliches Wunder: Ei» Riese»aar flog in i I stol;cin Fl ü ge lsch l a g ho ch über de» Häuptern der weihevoll Versammelte». Und es ivar als ob Teutschlands stolzes W n V peilt i c r, der wehrhafte Geist unseres Belkes, der Weist Hitlers segnend über ihnen geschwebt hätte." TaS Wort„Aar" steht an Stelle des jüdisch klingenden„Adler".-Herrgott, muß das herrlich gewesen sein! Selbstverständlich ist's auch wahr. Tic andere», die bisher über Weimar berichten, sahen das Tier allerdings nicht; sie waren jeden- falls zu sehr in die Weihe und in den Anblick Lildeildvrffs verlieft. Aber der Hans Inn den Aar gesehen und ein Krebs hackt einen» Adler fei» Auge heraus. Wir nehmen also an, das; dieses aarische Erlebnis auf Wahrheit beruht. Und seine liefere Bedeutung? Darüber mögen die„evangelische» und katholischen Deutschen", ans deren Anwesenheit in Weimar der Krebs so stolz ist, im Evangelium Matth, nachlese», wo geschrieben steht:„Wo ein Aas ist, Nr sammeln sich die Adler". Die VerssnalemkommeMuer ger Arbeiter. Neulich traf ich in Brüssel den alte» Korn v, Iii der gegenwärtigen Zeit treiben die Steuer äniter die Einlommenstener fi'iv die vergangenen Jahre, wo die Steuer nicht vorgeschrieben wurde, ein. Tie Arbeiter sind aber zumeist in dcr jetzigen Zeit bei den niedrigen Löhnen der Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nicht in dcr Lage zn zahlen, lieber Anregung der sozialdemokratischen Abgeordneten hat ml» die Regierung verordnet, daß die Rull- stände an Personaleintommensteuer für das Jahr 1918»nd die früheren Jahre gestrichen werde». Dagegen wurde für die Steuerrückstönde seit dem niunarden Pierre Lotregne. Ich gewann sizjne^ Jahre 1919 angeordnet: Freundschaft nnp der einsame Alle schenkte mir^ genannten Steuern sind in der Regel sein einziges Gn;— die Tonpfeife, womit der; nicht auf dem Ereknlionswcge einzntreibc», so»- kleine Paul Ro»x vor fünfzig Jahren die Seife,i-' di'rn an' Grund des im K 237a des Gesetzes über blesen gemacht hatte. Pierre Lotreque war<>n je-' die Perfonalslencr tß 3, Absatz 5, des Gesetzes vom nein Maieittag, als der kleine Anfrührer von!>2. August 1921, Zahl 330) vorgesehenen Per- Gabrielle de Bonnivette getötet wurde, unter den fahren.' Soweit dieses Verfahren nicht angewendet Gefangenen in der Hürde des Luxemburger Gar- wird, ist vorläufig nicht zur Exekution der Motz!- lcns. Fast alle, die mit ihm dort waren, wurden Neu, bzw. Immobilien zu schreiten, sonder» in von den Vers.iillern erschossen. Pierre Lotreque erster Linie die Exekution de? Lohnes zn wähle». blieb am Leben, weil einige Stutzer d'ran dach ich. daß jemand doch arbeiten müsse, und das schöne Paris, das nock schöner werden wollte, Manier Zimmerlcutc und Schmiede brauchen werde. Pierre Lotrcg»? wurde ans fünf Jahre verbannt. Er floh aus Cayenne nach Belgien»nd durch alle seine Irrfahrten hat er die Tonpfeife, d:> er bei der Leiche des kleinen Paul Ronx fand, gercüei. Er gab sie mir und erählte, was ich hier aufgezeichnet habe. Ich berühre sie oft mit meinen Lippen, die trocken sind vor Empörung, ich spüre die Spuren des letzten'Atemzuges des kleinen, unschuldigen Knaben und vielleicht euch die Spuren der Seifenblasen, d'e längst schon zer- platzt sind Tiefes Spielzeug des kleinen Paul Ronx. den die schönste aller Frauen der schönsten aller Städte erschossen hat, lehrt mich: den großen Haß. Wenn ick mich zn ihr niederbeuge, du» gelob ich feierlich: niemals beim Anblick einer iveißen Flagge die Flinte wegzuwerfen, wie d:r arme Louis Ronx. und niemals gegen alle Freu- den des Lebens, ein Fort Tl. Vincenncs zu über Hat der Schuldner außer seinem Lohn und einer eventuellen Wohnung im eigenen Hanse keine anderen Einnahmen und keine Angehörigen im eigenen Hanshalt mit eigenem Einkommen, so sind ; die einzelnen Abzüge vom ausgezahlten Lohn nur mit 5 Prozent dieses Lohnes zu bemessen. 3. Während der Dauer der Arbeitslosigkeit ist von der Exekution gegen Arbeiter abzusehen, außer sie hätten mit den'Angehörigen ihres Haushaltes zusammen ans anderen Quellen ein 3000 Kronen jährlich übersteigendes Einkommen. Die Arbeits- losennnterstüvnng wird nicht zu diesen Einnahms- quellen gezählt. <1. Gesuche von Arbeitern um Abschreibungen von Stcucrrückständen, die aus Gründe» der be» drohten Existenz eingebracht werden, sind wohl- wollend z» erledigen. Die Zinsen für die Ttenerrüclstände sind nicht cinzuhebcn. Aach diesen Richtlinien mögen alle Arbeiter, e Eiiitoinmensteuer-Zahlnugsanfträgc erhalten, geben, Ivenn dort noch drei Blnsenmänner kämp-! baicdeln. Wer eine Porschreibnng zur Steuer sc» und ei» kleines Kind Seifenblasen macht. zahlnng erhall, möge eine Eingabe um Mschrei- bnng der Stenern einreichen. Diese Eingabe hat folgendermaßen auszusehen: Ansuchen nm Abschreibung dcr Personalem« koiiiiilcnstcncr. ... Beilage»..... am 192-1. A» Slcnerainl in Mit Emichcid vom... Zahl... wurde mir für das Jahr... eine Personalei»ko»»»r»ste»er von K.... vorgeschrieben. Mit Hinweis ans die Verordnung des Finanzministeriums, Z. 121.709— 115.909 23 III 9a stelle ich das höfliche Er- suchen, cs walle»>>r das Jteneraini in diese Steuer als nneinbringlich abschreiben. Ich begründe mein Ansuchen mit folgenden: Wie aus dcr Beilage 1 ersichtlich ist, war ich in der Zeit vom... bis.... arbeitslos, eben- so ivar mein Sehn arbeitslos vom... bis... «Beilage 2)»nd meine Tochter... vom bis... «Beilage 3) arbeitslos. Tie Folgen dieser Arbeits- losigkeit lasten heute noch so schwer auf meiner Familie, daß ich mit Rücksicht auf meinen derzeitigen geringen Lohn(Beilage-Ii außerstande bin. die mir vorgeschriebene Steuer entweder im ganzen oder in Form von Lohnabzügen zahlen zu können. Unterschrift«volle Adresse). In derselbe» Form können Kurzarbeit, Ärantheits-, Sterbe- und Unglücksfälle in der Familie als Gründe angeführt werden. Tie Bei» lagen müssen vom Llrbeitslosenamt, dem Arbeit- gebcr, der Krankenkasse, dem Ar.il oder vom Gemeindeamt bestätigt werden. Tic Beilage» sind zu numerieren. Alle Genossen mögen, sobald ihnen die Einkommenflener vorgeschriebe» wird, eine nach obigem'Muster verfaßte Eingabe au daS Steueren»!»in Abschreibung der 3teuer einreichen. Keine Audienz bei Mastnyt. Tas Preßbüro teilt am 22. August mit:„Einige Blätter brach- tcn in der letzten Zeil Nachricht.'», daß der Präsident der Republik Harry Gray in Audienz vi» Pisa»gen habe.'Nach Informa- lionen aus authentischer Quelle konstatieren wir, daß diese'Nachrichten nicht auf Wahrheit beruhen, da der Präsitdent der Republik Harry Gray niemals in'Audienz empfangen hat."— Wir finden, Naß man sich zn der Richtigstellung einer Behauptung, die seit vierzehn Tagen in der Presse immer wiederkehrt,»»gebührtich lange Zeil gelassen hat.'Allerdings noch befrenid.'»der erscheint es, daß bis heule weder die Minister H o d /. a und St k ibr nu,.noch der Senator Kransky und Polizeipräsident Bienert, deren'Namen in den Prager und anslandischeit Blätter» im Zusammenhang»nl de» Lumpereien des Gray genannt wurden, die'Notwendigkeit einer deutlichen und erschöpfenden Klarstellung erkennen... Tödliches Autounglück in Karlsbad. Ter Direktor der Eisen« ndustriegesellschasl^Tr. Kaüpar und seine Frau, die Schauspielerin Sc'Man et, sind ans einer Autofahrt einige Kilometer vor Karlsbad verunglückt. ES verlautet, daß der Chauffeur t o t. die Schauspiv'.erin s chw e r v e r- l c tz t I c i n soll. Warnung von Preisausschreiben! Tie Finanz- landeSdircttion vcrtambart: In letzter Zeit wurden in einigen Tageszeitungen Inserate verösfcittliäit, in denen verschiedene Firmen Preise für die Auslösung ganz einfacher Rätsel ausschreiben und den Löscrn verschiedene bedeutende Prämien als Belohnung vcr- sprechen. Unter den Bedingungen zn>- Erlangung der Prämien wird n. a. die Forderung erhoben, die Welt- bewerbe? mögen eine» bestimmten Geldbetrag(z. B. 10 oder 20 K) einsenden, wofür ihnen eine Waren- sendung außer dem möglichen Gewinst versprechen wird. Da die betreffenden Firmen zur Ausschreibung einer Lotterie keinerlei behördliche Bewilligung be- sitzen, machen sie sich dcr tleberiren»ig nach Paragraph 138 Ar. 2 des Strafgesetze- schuldig und setzen sich und in gewissen Fällen auch die Teilnehmer der strasgesetzlichcn Verfolgung aus. Auch wer durch Trnck die Ausschreibung einer solchen Lotterie der Lcssenttichteil vermittelt oder sonstige Nachrichten über Ziehung oder Preise»nd dcrgt. bekannt gibt, macht sich einer schwere» Gesällsüberlretung schuldig. Einjähriger LchrkurS nn der Knabenbiirger» sch'ile in Teuisch-Gabel. Ilm den'Absolventen der Bürgerschule eine'Möglichkeit zur Ergänzung der Bildung z» bieten, wodurch ihnen einerseits dcr Ueberiritt in höhere Fachschulen tStaatsgelvcrbe» schulen, Handelsakademien, Lehrerbildungsanstalten usw.) erleichtert, andererseits eine gründlichere Vorbc- reitnng«tir den Eintritt ins praktische Lebe» geboten wird, hat der Orlsschntral in Deutsch Gabel be- schlössen, einen einjährigen Lehrkurs für Knabe»»nd Mädchen zu errichte». Tas Statut und der Lehrplan für diese» Kurs wurden bereits vom LandcSschnlrale in Prag genehmigt und der Kurs wird mit Beginn des Schuljahres 1921—'25 cröjfiiel Ter Lchrplan schließt sich int wesentlichen an dein Norinailehrplan für einjährige Lehrknrse vom 13. Juni 1921 an. Ten Besuchern bietet sich Gelegenheit zur Erlernung der tschechischen Sprache, des Maschinenschreibens»nd der Stenographie, dem'Mädchen ist Gelegenheit ge- boten, in wöchentlich vier Stunde», sich in den weiblichen Handarbeiten praktisch auszubilden. Aufge- iivmmcn werden Schüler und Schülerinnen, welche das EntlasjungSzeilgiiiS der 3. Klasse Bürgerschule erworben habe», oder die sich einer Prüfung unter- zogen habe», die sich ans die Lehrgegenstände im Ilm- fange dcr drciklassige» Bürgerschule erstreckt. An- Meldungen werde» schon jetzt von der Direktion der^ Knabenbürgcrschule entgegengenommen und ist diese jederzeit bereit, diesbezügliche Auskünfte zu erteilen. Für Auswärtige sind auch in der Stadt billige Kost- orte zu haben. Wegen Betruges verhaftet. Ter Sparkassen» beamte Ernst Hosmann in Asch wurde Donners« tag wegen Betruges verhaftet und dem Gerichte ein- geliefert. Die Sparkasse hat keine materielle» Schä- den erlitten. 24. August 11)24. Braud in der Kaserne von Kcsleleh. bester» früh sind die Siallungc» der Kaserne i» K osleIctz a. b. Elbe j» Brand geraten. Tic umliegenden Ge- bände sch euen bedroht zn sein. Tic Präger Feuer- wehr tvnrdo erst>»>» nenn Uhr verständigt nnd sandle tvcnige Minuten daraus eine große Tampsspritze zur Hilselcistnng nach Kasteiet!. Tie Prager Feuerwehr kam indessen zn f|n'it; b.n<(llebände war bereits nie- dergebrannt. Menschenleben ist keines zu beklagen; auch Pferde gingen in den Flainnien nicht zugrunde. Ein Licbeödrama. Iahann P o r n b a in Jubki bei Wall. Meseritsch unterhielt nach seiner Heiin kehr ans dein Felde vier Jahre hindurch mit Franziska Zuber ein Liebesverhältnis und traf auch schon Vorbereitungen zur Ehe. Kürzlich nachts wollte er seiner Geliebte» eine» Besuch ab statten. Er klopfte an das Fenster und als ihn seine Geliebte' erblickte, nahm sie wahr, dag er berauscht ist, weshalb sie ihn nicht einließ. Da- durch geriet er in Zorn und tvarf eine Handgranate durch das Fenster in das Wohnzimmer, Sie krepierte wohl, ohne der Zuber einen schaden zu zufügen. In der Meinung, daß sie tot sei, rief er:„Franzi, bist du tot?" Er erhielt keine Aul- wort und lief in den Waid, wo er eine zweite Granate in selbstmörderischer Absicht an einen Baumstamm schlenderte, die explodierte und ihn tötete. Aen^erimgcn im Pcrsonenzugsvcrkehr. Tic MaatSbahndlreklion Koniggrän teilt uns mit: Ab t. September d. I. treten folgende Aendernngen im Fahrplan der personcnführenden Züge ein: Strecke:!>! eichcnbcrg— Gablon z a. N. St. Bhf. Zug 5813 Egoismus nnd Größenwahn" bezeichnet, als schlimmster •Boitze und Lügner, der sich in die Gesell» schafl von Leute» begebe, die sechzehn»«»! vorbestraft seien, zuletzt im Fahre 101-1 mit I V-. Fahren wegen schweren Einbrnchdiabftahls. Von Wiescnb-achcr wird erzählt, daß er ein falsches Ehrenwort gegeben habe, als er seine wegen elssachen Bandendiebstahls erhaltene zweijährige Gefängnisstrafe verschwiegen habe.'Auch ehe- lichc Irrungen werden Herrn Streicher zur Last gelegt. In einer anderen Mitteilung wird über eine Zusa.minenkn.nst berichtet, die ein ehemaliger Kriegsfreiwilliger nrit Hermann Esser im Jahre 1018 gelabt habe. Dabei habe Esser dem Kriegsfreiwilligen Namen, wie„R i n d- Vieh" und ähnliche, gegebe». Er, Esser, gehe nicht ins Feld, er kenne den Schwindel. Er, der Kriegsfreiwillige, solle sich genau so drücken, wie er selbst. Der Kricgssreiwilltge habe ihn daraus ein S ch w e l n genannt und jede Beziehung mit Esser abgebrochen. Der„Bayerische Kurier" beeilt sich ferner mitzuteilen, daß Land- tagsabgeordncter Strasser, das Mitglied der völkischen NeichSführcrschaft, zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, weil er den Bayer!« schen-Bolksparlci-Abgeordiieien S ch a c f f e r einen Schuft genannt habe. „Kaiserin" Hermine in Baden-Baden. Die Baden-Badener Freindenliste meldete vorige Woche: Eingetroffen: K a i s e r i u H c r i» i» e a u S D o o r n in i t G e s o l g e. Es handelt sich nm die Prilizession Hermine Neiifj, die zweite Frau des ehemaligen Kaisers Wilhelm II. Sie ist natürlich keine Kaiserin, aber der Titel klingt gut.„Alehr scheinen als sein", war ja immer die Parole Wilhelms II. Tie Blätter melden weiter: „Was die Pri»Zession braucht, ist Ruhe nnd abermals Nahe." Das kann man sich vorstellen, Tag für Tag die Reden des exkiai serlichen<*4e mahis über sich ergehen lassen zn müsse», ist für den stärksten Menschen geistig zu viel. Tie Gegner La Folcttcs. Nach dem aini- lichen Bericht über die amerikanischen Einkom» menstenern im Jahre 1022 zu urteilen, versiigien im Jahre 1022, dem letzten Jahr, für das nähere Angaben vorliegen, vier Amerikaner über ein I ahrcse i n k o m m e n Dollar nnd darüber und entkommen von einer mehr. Auch einer, der früher den Berus verfehlt 5tat. Der abgesetzte König Georg von Griechen- and hat mit der Königin die Reise von Bukarest nach Frankreich angetreten nnd ist aus der Suche nach einem Heim nnd»ach einer Stellung, die ihm gestaltet, ein„standesgemäßes" Lebe» zu fuhren, in Paris eingetroffen. Wie der Pariser Korrespondent des„Daily Ervrcß" zn melde» weih, ist es die Absicht des Exkönige, mit Film k i r in e n in Verbindung z» trete», um sich durch Schreib e» und F n s z e n i e r u n g von F i I i m st ii ck en eine Stellung zn schaffen. Tas ist kür den dreißigjährige» Exkönia e'ne zwingende biotwendigkcit geworden, da ihn das vom griechi scheu Parlament angenommene Enloignnngsalletz seiner Einkünfte beraubt hat. Wodurch sich die Griechen allerdings als weit demokratischer er- wiesen als die Spießer in Deutschland, die ihre früheren Majestäten»nd deren Kreaturen zum Schade» des Staates und Volles weiter aus- füttern. von f ü n j Millionen (13 über ein Iahrcg- Millio» Dollar und Aus dem frommen Tirol. Ei» furchtbares Verbreche» erregt in Südtirol großes Anstel,:». >>» dem Dorfe Frag-sbnrg bemerkten einige Per foncil imter dem SchMcinefutter in der Ecke eines Hoscs Flei schstücke, die ihnen verdächtig vorkamen, -sie erstatteten die Anzeige und die Polizei nnter- suchte de» Fall. Es stellte sich heraus, daß eine jnnge Kellnerin ihr kleines Kind ans Veranlassung der Ttenstgeberi» de» Schiocineu borge io o x f" c n habe. Die Kellnerin nnd die Dicnstge- bcriii behanplelen, das Kind fei bei der Geburt ich gewesen, aber alle Anzeichen sprechen dafür, daß das Kind schon einige Tage lebte, bevor das Verbrechen begangen werden war. Die beiden Frauen wurden verhaftet. Blutiger Zusammenstoß an der russisch- polnischen Grenze. Im Li o!v o g r o d c r Grenzgebiet an der Ostgrcnze Polens kam es gestern zwischen polnischen Polizeiabteilnugeii und einer ans das 2 ochse che biet flüchtenden Ban- ditcngrnppe zu einem Fenergefccht. B i e r Banditen wurden ge t ö t e t, sieben gefangen genom- nie». In dem Kampfe sind zwei polnische Polizeisoldaten gefallen, mehrere ver- wunde.'. Probefahrt des AnkerikazeppelinS. Einer Meldung aus Bafel zufolge wird- der»en-sie ZeP Pin-Kreuzer Ende August eine Probefahrt in' die fchwe'Z untcriichmen. nachdem der Bundesrat jnnc C>uftttitii!uiiji) iuh llobcvflicf,:« fdjiucucri- Icheit Gebietes bereits erteilt hat. Tie Fahrt soll über Zürich, Äuzerii. Bern, und zurück über'Masel und wif i&afcftfjcit fitf;rcn. Typhusepidemie i„ Frankfurt a O. Nach Blatteriiioiduiigcn ans Frankfurt a. O. sind dort etwa 21) Personen an Typhus erlrault. Mehrere Personen schweben.» Lebencgefahr. Es !>»d alle Vorkehrungen gtroffcn worden, nm ein weiteres Ilmsichgreisen der Kraniheit zn verhüten. 'Anschlag auf den Expreßzng tf jcritoict(j Bukarest. Dieser Tage ivurde zwischen Ezcrnvwitz»nd der bukowinischcn Station BoltSgaricn ein'Anschlag aus den Bukarcster Expreßzug verübt. Unweit der Station Bollsgarten stieß die Lokomotive des Ex preßznges auf dem Geleise ans Widerstand. Ter Lokomotivsührcr begann sofort die Maschine zn drein- seil, aber es war zu spät. 300 Schritte weiter ent gleiste die Lolomotivc mit der vordere» Achse. Es war ei» großes Glück, daß der Lokomotivführer so geistesgegenwärtig war, sofort die Bremse anzu- ziehen, sonst wäre wohl der ganze Zug entgleist und den Abhang heruntergestürzt. Tas Unglück ivärc dann nick» abzusehen gewesen. ZngSbeamtc begänne» mit der Untersuchung der Ursache des Unglücks und konstatierten, daß eine Schiene .»er über das Geleise gelegt worden war. Tie Lokomotive war mit den Räder» ans die Schiene aufgesahrcn und hatte sie 300 Schrille vorgeschoben, ehe sie entgleiste. Sofort wurde die Bahnbelriebsleilung von dem Unfall verständigt und da es sich offenbar um ein Verbrechen handelt, wurde auch die Siguranza und Polizei avisiert. Bald daraus ersticke» eine Uiitersuchimgskommissio» an _Crl nnd Stelle und stellte fest, daß bei dem Unfall ein Verbrechen im Spiel ist. Ter Aufstandsherd i» Südafgbanislan breitet sich aus.„Tally Telegraph" meldet ans Allahabad, daß sich der von fanatischen Pric- stern geleitete'Aufstand im Süden von Afghanistan ausbreitet. Tie Verluste der Aufstau- bischen und der Regierungslruppen sollen schwer sein. Stach drei Fohre» rmo dem Gletschercio geborgen. In den letzten Tage» wurde auf der Moräne des ZlletschglctjcherS im Kanton Wallis die Leiche eines jungen ManneS gesunden, der vor drei Fahren in eine Spalte gestürzt und seither verschwunden war. Die Leiche, in Eis gepackt, war noch völlig inwersehrt. Vater nnd Bruder des Verunglückten waren just an dem Tage der Aufsindimg ans einer Tour von Fiesch gegen das nahe Eggishorn zu, dessen Nordflanke vom Aletschglclscher bestrichen wird und halben Weges ereilte sie die Nachricht, daß das Eis den Vermißten herausgegeben»nd damit lang kolportierte Raubmordgei lichte zerstört Halle. Drahtloses Telephon London-Neuyork. Tein nächst soll nach den Mitteilungen amerikanischer Regierungsstellen zwischen London und Stein,ork eine sländigc Radio Tclephonverbindung eingerichtet wer de». Eine amerikanische Gesellschaft läßt auge» blickiick, im Verein mit einer englischen praktische Versuche anstelle». Ter regelmäßige Dienst wird aufgenommen werden, sobald die große Empfangs- statio», die zurzeit in England gebaut wird, vollendet sein wird. Die Ingenieure sind des Gelingens vollkommen sicher. Aberglaube« im Orient. M o n d e S s i n sl c r n isse, ncke wir kürzlich eine erlebte», haben primitiven Menschen stets großen Schrecken eingejagt. In der Türkei ist noch Heine die Ansicht verbreitet, daß eine Mondessinsternis Unglück bedeutet, und man sucht sich gegen die bösen Täuione», die dann Macht gewinnen, dadurch zu schützen, daß man in de» Mond schießt. Wie and»1 o n jl a« t i n opel berichtet wird, sind bei der letzten M.'udesjinsternis verschiedene Personen in de» Straßen durch Revol verschlisse getötet worden, die von abergläubischen Türken»nd Griechen abgefeuert wurden. Ei» echter Hinterwäldler. Ein Mann, der »och nie eine» Eisenbahnzug, ei» Auw oder eine Straßenbahn gesehen hat und noch nie in einem Kino gewesen ist, ist in Fleet wo od angelangt. Es ist der Briefträger von S> Kilda, einer kleinen Insel im Westen der Hodride». Zum ersten Male in seinem Leben hat er Urlaub genom- »icn und seine Hciinatinscl verlasse». Beim An blick der erste» Straßenbahn wollte er voller Schrek- kcn flüchten, aber ei» Auto, das ihm entgegenkam, erschreckte ihn so, daß er an allen Gliedern zitterte. Ter gute Mann durchlebte nacheinander Schrecken, Erstannen, Freude und Furcht. Tie erste Kino Vor- st-llung, der er'beiwohnte, war für Ihn recht auf« regend, denn mir laugsam begriff er, daß die Flin te», die sich von der Leinwand aus ihn richteten, nicht ihm galten. Eine blanblütige Tiebin. Vor einigen Wochen bemerkte man i» einem Hotel in Nizza, daß dort Bettücher in großem'Maßstabe verschwanden. Nach- dem alle Nachforschungen zn keinem Resultate ge !ühr! halten, versteckte sich die Besitzerin des Hotels selbst im Zimmer neben der Wäschekammer mehrere Nächte hindurch. Nach Mitternacht wurde die Tür lcisc geöffnet und in die Wäschekammer huschte die Gräfin Toulouse Lautrec. Es stellte sich heraus, daß die Gräsin seit langem von Hotel d i c b sl ä'!) 1 c n lebt. Allerdings halle sie früher in anderen Hotels nur Kleinigkeiten entwendet. Ta durch, daß sich niemals der Verdacht ans sie gelenkt hatte, war sie kühner geworden und haue die Dieb stähle„großzügiger" betrieben. Der Rekord eines Schauspielers. In M> l waukee in den Bereinigten Staate» starb im Alter von 58 Jahren der Bühnenschrislstellcr und Schauspieler, der mit dem Theaterstück„Lightning" einen der sensationellsten Erfolge der ameritanischen Bühne erzielt hat. Das Stück wurde zum ersten» mal im September 1018 in Ncuyork ausgesührt und blieb seither viele Abende ans dem Spielplan. Außerdem wurde es die ganzen Jahre hindurch noch an drei Vormittagen der Woche gespielt. Das erfolgreiche Stück, in dem der Autor die Hauptrolle spielte, brachte Einnahmen von mehr als I Millio »en Tollar. Ter Verfasser hat die Nolle zweitausend mal gespielt. Bei der zweitanscndsteit Ausführung fragte ihn ein Freund, ob er nicht verrückt zu weiden fürchte und ob er nicht vorziehen würde, der Ruhe zu pflegen. Ter Schauspieler antwortete:„In keinem Fall! Ich bin das Opfer meines Erfolges, und ich wäre»»dankbar, wenn ich angesichts eines solche» Erfolges das Stück, dem ich alles verdanke, im Stiche lassen wollie. Ich werde nicht eher von der Bühne abtreten, als bis das Publikum meines Stückes müde ist." Gepanzert« Tranöportwagen aus de» amerikü- nische» Pahucii. Als S i ch e r u» g gegen Zugs Überfall c, welche die amerikanische Postverwal« lu»g jährlich 1,250.000 Tollar kosten, sind 300 neue gepanzerte Wagen, die schnß- und gasdicht sind, in de» Dienst der Poswerwaltung eingestellt worden. Wolle» von Schmclterlingen. Durch Schmet lerlingszüge, vic durch den Wind herbeigetrieben wurde», nnd in kurzer Zeit die ganze Landschaft bedeckten, ist in der italienischen Provinz U in ürien der ganze Perkehr aus den Chausseen nnd den Eisenbahnen aufgehalten worden. Bei Assisi mußten die Züge stundenlang ans der Strecke liegen bleiben, da die Schmetterlinge nicht mir die Schienen bedeckten, sonder» auch so dicht über den Signalen lagen, daß der gesamte Verkehr eingestellt werden mußte. Erst ein mehrstündiger Gewüterregni, der die Tiere jörntlich wegspülte, beseitigte das Per lchrshindernis.— Tiefe Meldung klingt allerdings etwas sehr übertrieben und muß jedenfalls mit größter Vorsicht aufgenommen werden. Witlerungsübcrsichl vom 23. August. Während des Freilag war es wieder etwas wärmer, Außer in Westböhmen stieg die Temperatur meist über 20 Grad Celsius. Auch die letzte Nacht war milder, jeooch trüb: in den ersten Morgenstunden des Samstag trat Regen ein. Größte Regenmengen: Klattau und Aussig 8, Nachod bei Gewitter 13 Millimeter; einzelne Orte im Weste» der Republik blieben Freitag niederschlagsfrei und die Lnstdrnckverteilnng ist»'cht wesentlich verändert.— Wahrscheinliches Wetter heut c: Veränderlich, Temperatur wenig geändert, Westwind. Seite 5. b c r it, d ii jj ibt c K ronc zu ei n e in 3 p cFit• la t i o n s v b j e k t werde. Tie Krone sei nn« längst stark gefallen, mehr als erwartet wurde. Da« ma, s fürchtete man ein weiteres Fallen, heute aber fürchtet man ein weiteres Steigen. Tiefe Furcht müsse aufhören. Man dürfe aber nicht vergesse», daß der K ro ne n k u rS von de» a n S l n n- b i s ch e n E r c ii a n i s s e n ab h ä n g e. Hin sichln ch der Arbeits lcksrgkeit strebe die Regiernng danach, die stillstchc-ndcn Fabriken in Betrieb zu setzen. Nur die Slowakei mache Besorgnisse. Tie ungünstigen Verhältnisse in der Slowakei seien ans die höheren Frachten zurückzuführen. Außen handelspolitisch sei der Verkehr mir Frankreich sreundschastichst geregelt, mit Be-'aien besiehe kein Vertrag, doch sei Hoffnung, die Differenzen zu be festigen.'Vorbereitet werden Verträge mit Spa nie», Griechenland, Türkei, China.'Messen en gros haben sich heule in Europa überlebt. Eine Entwicklung sei nur im Falle einer Nmorientic« rung möglich. In der Tschechoslowakei dürfte die Prager Meist als Haupiinch'e bestehen bl-ekben. die Bri'nlner Messt P.ndanl zur Präger industrielle» lauditvirtschaftz iche» Ausstellung werden. Londoner Konlerenz nnd ilottmllM Tos„Cieffe Slovo" setzt seine Kampagne gegen das Pankamt und die Zivne-bouk fori. In seinem gestrigen Leitartikel betont die Notwendigkeit, angesichts der durch die Londoner Konferenz eintretend.'» Möglichkeit einer Er schwerung des tschechoslowakischen Exportes die Währungspolitik zu ändern. Tas Bleiit schreibt: „Unsere F-inonzpoliiik— das bedeutet Bankamt und Zivnobanka— orientiert sich nicht gemäß den neuen Verhältnissen nm nnd ner bleibt weiter bei ihren Dogmen. Dadurch treibt Tic tschcrizosiolvalisi-sic Ausfuhr it» Juli. Die gesamte Ansfnhr aus der Tschechoslo» irakischen Republik im Monate Juli 1021 betrug 1.013,137.995 Kg. nnd 807.327 Stück Waren im Werte von 1.311,880.207 Li. Die gesamte Ausfuhr aus der Tschechoslowakischen Republik in der Periode Jänner bis Juli 1024 belies sich ans 7.230,887.748 Kg. und 4,072.230 Stück Waren im Werte von 0.118, näl.435 1\. Tie Hauptsächlichsten Ausfuhrländer, nach welche» die ausgeführte» Waren im Juli d. F. verkauft wurden, waren dem Warenwerte nach die folgenden: Oesterreich 284.833.230 L, Deutschland 230,300.027, Großbritannien mit Irland 133,183.321 L,'Piagyarieu 03,430.130 L, S.H. S. 74,570.831 L, Per. Staaten von Aine« rika>10,318.027 L, Oliimänie»»7,084.173 L» Polen 10,007.787 K, Italien 38,339.323 K. -chluci; 37,828.775 K, Frankreich 25,151.038 Kronen, Niederlande 20,800.037 K. Belgien 10,387.130 K, sonstige Staaten 183,345.083 I n Prozente n: Oesterreich 2>.<1, 'k'enlscl'land 13.02, Großbritannien mit Irland 10.38.'Magyarien 7.35, S.H.S. 5.68, Per. Staaten von%liucvi(o«V.U, Muuianicn Palen 3.08, Italien 2.02, Schwei; 2.88. F-ranl reich 1.02, Niederlande 1.58, Belgien».70. so», stige Staaten 13.08(13.10). Die dem Warenwerte nach wichtigst-»»" SpezialHandel auSgcfiihrlen Waren im Rionate Juli 192-1 und in der Periode Jänner bis ,sult 1024 tvaren die folgenden: Holz, Kohlen 202.081.423 K.«aiuuWo Ic, Garne nnd Waren daraus 107,>'-4.517 l>„ Wolle, -rachlengarne, Wollenwaren 154,8l83c.> L, Zucker 117,110.337 L, Glas und Glaswaren 107,888.343 K, Eist»»nd Eisenwaren 88 ,580.,,,» Kronen. Maschinen. Apparate usw. 47,8124172 L, Konfektion-:waren 40,080.411 L. Tie Eiitfnhrzisfcr» sür den'Monat ,i»li sind noch nicht bekaniugecstben. Tas Zusatzübereinkommen zum Handelsver« Iraa mit Frankreich. Tic BerhandlMtgen»Oer de« Abschluß des Zusatzübereinlonnnens zum Handelsverträge mit Frankreich»ahnten, wie die „Präger Presse"»icidel. längere Zeil in Anspruch nnd ihr Abschluß war da« Ergebnis eines Korn« promisses zwischen dem tichechoslowakizchen System, das auf dem Grundsatze der Meist- bcgiinstiguug basiert, und dem sraiizosischeu Systeme, welches in den Handelsverträgen der Nachkriege,zeit die Basis der Meistbegünstigung allgemein nicht gewährt. Um den Schwierig« keilen, welche unter diese» Verhältnissen im Wirt- schasUverkelir ans Grund der handelspolilischeit oder allgemein wirtschaftliche» Entwicklung entstehen können, zn steuern, wurde in den Artikel 20 des Handelsvertrages eine Klausel ausgenommen, nach welcher eine Revision des Vertrages nach acht Monaten möglich ist. Bon dieser'Möglichkeit wurde nun durch den Abschluß des Zufatznber- einkominens zum Handelsverträge Anwendung gemacht. Tie Möglichkeit einer neuen, kurz- triftige« Adaption des Vertrages durch eine ivcitere Revision ist auch in Hinkunft noch offen. ieser Umstand ist sehr wichtig, weil einerseits die handelspolitischen Verhandlungen Frankreichs es uns in eine wirtschaftliche Katastrophe. Wenn mit Teutschland, zu denen es im Herbst' dieses Jahres kommen wird, nach einer kürzlich>n der französischen Tagespreise veröffentlichten Erklärung des französischen Handel.-Ministers R a y« naldy eilten bedeutenden Einfluß auf die Ent- wicklnng der französischen Handelspolitik ausüben -öniien, andererseits, weil auch ischechosloiva- kischerseiis der Abschluß neuer Zolltarifverträge das Zollregime ans der Zeit des Abschlusses des Handelsvertrages mit Frankreich wesentlich ändert. Tas kürzlich abgeschlossene Znsatznber- einkommen zum Handelsvertrage mit Frankreich bringt der ischechoslowalischen Wirtschaft eine Reihe von Erleichterungen ans zolltarifarischem Gebiete. Es sind dies insbesondere erhöhte Kon- tingente im Minimaltarifi namentlich für iand wirtschaftliche Maschinen, Werkzeugmaschinen, Zentrifugen, Porzella», Gablonzer Ware», ferner eine Reihe von zolltarifarischen Begünstigungen sür vcr'chiedene Glas-, Kautsthnk nnd Tasthner» waren, Bleistifte, für einige Produkte der trocke- neu Holzdestillation, wie Methylalkohol, Photo- graphische Papiere usw. Tie Bestimmungen des neu abgeschlossenen Zusatznbereinkoniinens zum Handelsvertrag mit Frankreich werden nach ihrer Genehmigung durch die Nationalversammlung in Gültigkeit treten. der Staat ständig Umlaufsinillel einzieht nnd die Kreditinöglichkeitttn verschlechtert, dann wer den wir der Katastrophe nicht ausweichen.. Dann wird sich auch die Krone nicht halten und wir werden erleben, was die anderen schon hinter sich haben. Unter den heutigen Verhält nissen braucht der Ttaatsvoranschlag mehr Um laufsnnltel als wir haben... lind trotzdem schränkt das Bankamt ständig die Umlaufs mittel ein. So kam unser Wirtschaftsleben zum Stillstand, was vielleicht in einem Agrarstaate möglich ist. aber für einen Exportstaat Nobel und größte t^efahr bedeutet." Wir wiederholen, was wir zu dem Fel-dzug des„Eefle Slovo" gegen das Bankamt schon einmal gesagt haben, daß die Nationalsozialisten schon die Macht haben, eine Aenbernng der ihrer Ansicht nach verderblichen Währnngspvl'tik zu bewirken. Der Hande?smi»ister Wer bk Krone. HandclSminister 21 oval hielt be,'. Erössnnng der Preßburger Messe eine Rede, in der er sagte, die Negicrnng und das Bankamt tvird Verl) i»- Seite 6. Aussperrung bei der Firma Franz Neumann fift. In den Sommermonaten wurden 6 größere in Neustadt a, d. T. Bei der Firma Franz Neu- Naturwanderungen durchgeführt. mann, Metallwarenfabrik in Neustadt, wurden In der zweiten Septemberwoche findet für die Arbeiter infolge von Vertragsdifferenzen aus die Bezirke Grulich und Landstron ein von Gegesperrt. Zuzug nach dort ist fernzuhalten. noffen Stern geleiteter Arbeiterbildnerfurs statt. Gerichtsfaal. Nach dem Schußgefek verurteilt. Eine Sommerschule. Bom.25. bis einschließlich 30. August veran staltet die linion der Textilarbeiter für das Gaugebiet Oftböhmens in Johannisbad in Inters natsform eine gewerkschaftliche Sommerschule. Als Lehrkraft wurde durch Vermittlung der Bile Dungszentrale Genoffe Vifter Stein aus Wien gewonnen, der im Rahmen des Ferialkurses der Fertilarbeiter über folgende Themen vortvägt: Die Troppanter Tschechen hielten im Juli eine Versammlung ab, in der für die Auflösung des Troppauer Magistrats demonstriert wurde. In die ser Versammlung wurde eine Deputation gewählt,„ Die Krise der Weltwirtschaft und ihre WirLandespräsidenten Schramek entfendet fung auf die Gewerkschaften. Gewerkschaft und wurde. Als die Deputation zum Bräsidenten ging, Wirtschaft.- Lohnpolitik der Gewerkschaften. Wirtschaftliche und prinzipielle Grundlage der hatte davon Franz Wiltavsky aus Köhlersdorf Gewerkschaft. Was nennt man Sozialpolitik? Kenntnis erhalten. Beim Eintritt in das Gasthaus Die prinzipielle Stellung der Partei und der Zur Bost" machte er seinem Merger über die fort- Gewerffchaft zite Sozialpolitif.- Der Aufgabenwährende Heze von Seite seiner Nationsangehörigen freis der modernen Sozialpolitik." Es wird sohin Luft und rief:„ Eine Zeit lang war Rube, jest fan- in 16 Stunden über Gewerkschaftstunde, in acht Stunden über Gewerkschaftspolitik vorgetragen. gen aber die Tschechen wieder an zu frawailifieren. Granaten und Bomben soll man hineinwerfen. Wenn we Bombe fomnit, laufen sie alle davon." Mit In wenigen Wochen wird der Abbruch des dieser Aeußerung hatte sich der angeheiterte Bauses der Arbeit" vollzogen werden müssen. Wiltavsky, ein alter Herr, der Nebertretung| Wertvolle, in dieser Zusammenstellung noch nic vereinigte Dofumente, sur Sozialgeschichte der des Schungeseves schuldig gemacht und außerdem ichechoslowakei werden wieder ihren Sammiern den öffentlichen Frieden gestört. Der Angeklagte und Befihern zu übergeben sein. Es sind Bemüs erwiderte auf die Frage des Vorfiyenden zu welcher Nation er sich bekennt: Ich bin international!" Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Monaten Kerter unbedingt! Blutige Schlägerei nach einer Zanzunterhaltung. Bom Haus der Arbeit. hungen im Gange, einige der wertvollsten Dokumente als Grundlage eines wissenschaftlichen Archives zur Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus auf dem Boden der Tschechoslowakei vereinigt zu erhalten. Mitteilungen aus dem Publifum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, K. Bazar. 1832 Konfiszieri für die Herbstofferte der Firma Deb, ras, ANON 27 ( Großer Bager), une K. St. Zurnen und Spert. Ber altet? 24. August 1924. [ verbanden. Wer aber glaubt, daß es den Kommunisteen darum geht. eine sportl. Veranstaltung at treffen, der irrt sich. Die Einladungen zu dem Roten Sporttag", die an sichere" Sommunisten verschickt wurden, haben einen Zettel beiliegen, der deutlich die wahren Absichten der Komnium sten enthüllt. Der Zettel enthielt folgende Mitteilung: „ Genossen! Der Internationale Rote Sporttag, der am 31. August in Podersam abgehalten werden wird, soll mit Eurer fraftvollen Unterstützung eine große und machtvolle Kundgebung des internationalen Proletariats in unseren Gebiete werden. Er soll ein Beweis unserer Internationalität sein, er muß u. soll als ihr Ausdruck zur Geltung fommen. Unser Roter Sporttag richtet sich gegen die sozialdemokratischen Machthaver im deutschen Arbeiler- Turn- und Sportverband, ist eine Demonstration für die Einheit des Verbandes(!) und für einen internationalen Verband aller Arbeiter- Turn- und Sportvereine der Welt. Der Rote Sporttag soll aber auch eine mächtige Sundgebung gegen die bei uns täglich zunehmende Bewegung der deutschen Faszisten( Hatenkreuzler) werden. Beweiset Eure Solidarität und Internationalität durch einen Massenoufmarsch am 31. August in Bodersam. Mit proletarischem Gruße: Der Festausschuß. Die Einladung liegt bei." Wer also das gute Ginvernehmen im Arbei ter Turnerbund zerstört, geht Har aus obigem Schreiben hervor. Die Nommunisten wollen, getreu ihren Woskaster Anupeifungen, angeblich für die Einheit des Verbandes demonstrieren und gleichzeitig gegen die Sozialdemokraten in diesen Verbande. Da aber die Sozialdemokra ten die überwiegende Mehrheit des Verbandes sind, ist es unmöglich, gleichzeitig gegen die Cozialdemokraten und für die Einheit des Verbandes 34 demonstrieren. Weitere Bemerkungen crüb Schlesischer Arbeiterbildnerkurs. Wie haben die Kommunisten, die das Karlsrigen sich wohl, da jeder Arbeiterturner das lügDie schlesischen Genossen bereiten für den 6. bader Bundestuvafest mit aller Gewalt zu einer nerische Ganfelspiel der Kommunisten durchschauten und 7. September im Troppauer Volfsheim einen fommunistischen Veranstaltung stempeln wollten, wird. Wir wollen lediglich das wiederholen, was Arbeiterbildnerfurs vor, in dem Genoffe Luitpold aufgeschrien, als wir feststellten, daß die verschwinder Reichenberger Vorwärts" am 13. August in Am 21. April fand in Tschechisch Pittarn Stern über„ Stlassenkampf und Waffenschulung", bende kommunistische Winderheit im Arbeiter feinem Leitartikel schrieb: Da massen sich doch eine Tanzunterhaltung statt, zu welcher sich auch Genosse Sans. Joll„ Zur Praris des schle Turn- und Sportverein das Werk der Arbeiter auch die sozialdemokratischen Turner einige junge Burschen aus Preußisch Kunzendorf ein- fischen Arbeiterbildungswesens" vortragen wird. turner zerstören und die Turner selbst terrorific fragen, ob sie ein derartiges verbre fanden. Vor Mitternacht entstand eine Balgerei, in Außer den politischen Organisationen und ven wollte! Wir fogten damals den Genossen cherisches Beginnen mitmachen wokberen Verlauf sich der 28 Jahre alte Rari Mayner Frauenfektionen, der Gewerkschaftskommission Turnern offen, es gelte man, dafür zu sorgen, daß Ten." aus Zattig äußerte:„ Heute werden wir die KunBildungsausschuß der Genossen nicht Serzen und Hirne der Turner zendorfer verprügeln." Tatsächlich wurde auch schaften sind die Jugendorganisationen und zum Schaden der freien Turnbewegung vergi Josef Siegel aus Kunzendorf, als er usn die profetarischen Stulturorganisationen,( Lehrer, fet werden. Die Kommunisten glaubten damit halb 12 Uhr nachts mit zwei Mädchen und noch Freidenfer, Sänger, Sportler, Kinderfreunde, nen gitationeftoff gefunden zu haben, um ihren cinom Kunzendorfer nach Sause gehen wollte, von Naturfreunde), geladen. Einfluß auf den Turnerbund zu vermehren. Sie vier jungen Burschen, von denen jeder mit einer schrien daher bei jeder Gelegenheit, die Segialde Latte bewaffnet war, überfallen und derart gemofraten wollten den Turnerbund spalten!" Nun ſchlagen, daß er bewußtlos zusammen In den nächsten Tagen weilen 30 reichst var erwiesen, daß die Kommunisten bereits vor brach, eine schwere Gehirnerschütterung deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen als Gäste dem Marlsbader Turnfest eine wüste sebe gegeit erlitt und vier Tage lang ohne Bewußtsein war unserer Arbeiterbildungsausschüsse Bodenbach, die im gleichen Verbande stehenden sozialdemoDie Miffetäter waren der oben erwähnte Wasner, Auffig und Prag auf ischechoslowakischen Beden, fratischen Turner entfalteten, darum fei hier ein der unter 20 Jahre alte Rudolf Jauernig aus um sich durch eigenen Augenschein Einblick in die neuer Beweiß dafür erbracht, daß die Se beauch Zattig, der 20 Jahre alte Otto Rudolf aus Wirtschaftsverhältnisse und Strassentämpfe in un- heute noch andauert. Seitendorf und der 19 Jahre alte Rudolf Heidrich ferer Republik zu verschaffen. Die Genossen Am 31. August findet in Bodersam das 20aus Zattig, die sich die Latten von einem Baun weilen fast eine Woche auf unserem Boden und jährige Gründungsfest des Arbeiterturnvereines cigens zur Rauferei herunterrissen, wodurch sie sich fahren dann nach wien weiter, wo sie als Gäste reiheit" in Podersam statt, das die KomUeber die Grenzen. Berbreitet den„ Bollsfreund!“ Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Kari Cermak. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Nichner. Druck: Deutsche Zeitungs- A.- G. Prag Für den Druck verantwortlich: Solth. Verlangen Sie die führenden amerikan. prima Schweine- Schmalzmarkan und schönsten Speckschnitte „ Apcc“ und„ Morrell" 1801 Vertreter für dio Cechoslowakei noch der Uebertretung der Beschädigung frenden der österreichischen Arbeiterbildungszentrale immunisten unter dem folſchen Titel„ Vereinigte Robert Stránský, Prag II., Jungmannova 33. Eigentums schuldig gemacht hatten. Rudolf Jauer Schloß Schönbrunn Herberge finden. Die ganze Arbeiterschaft" nig und Otto Rudolf wurden je zu einem Reise wurde von unserer Zentralfielle für das Mona schweren Merker und Karl Masner zu Bildungswesen organisiert. Unsere Bildungsen drei Wochen, alle bedingt auf drei Jahre vertrale erhielt eben vom Berliner Reichsausschuß urteilt. Heidrich wurde nur wegen Uebertretung für sozialistische Bildungsarbeit einen Dank für des Waffenpatentes, da er einen Boger bei sich diese ihre Bemühungen, der in die Worte aushatte, zu vier Tagen strengen Arrest verurteilt. ffingt: Zu Gegendiensten sind wir jederzeit gern Außerdem sind die brei Gisteren verpflichtet dem bereit." Beschädigten 1054 K zur geteilten Hand zu erseven. Bildungsarbeit. Es ist ein erfreuliches Zeichen des immer vorwärtsschreitenden Erstartens der judetendent schen Arbeiterbildungsbelegung, daß auch die Sommermonate zu wissenschaftlicher und fünstlerischer Schulung der Wassen genutzt wurden. Von den Kinderfreunden. Die Bildungsinternationale. Vom 15. bis 17. August fand in Rustin College zu Oxford( England) eine Internati-) onale Arbeiterbildungskonferenz statt, die die Vorarbeiten zur Gründung einer Internati onale der Arbeiterbildung zustande brachte. Es waren 26 Nationen aus allen fünf Erdteilen vertreten, darunter das kanadische, japanische, australische Proletariat. Eine Ausstel lung, die mit dem Kongreß verbunden war, zeigte auch die Leistungen des judetendeutschen Brole tariates auf dem Gebiete der Arbeiterbildung. Der Vertreter unserer Bildungszentrale, Genoffe I'm Auguſt machte Genosse Professor Stern, griff weimal in die Debatte ein. Der Schweitzer Britnn, begleitet von Jugendge Austausch von Arbeiterstudenten und Arbeiterlehnossen Matuschta- Britun, eine Propagandarcife durch die Bezirke Starlsbad, Somviau, Teplis, rern, sowie die Gründung einer internationalen Aujjig, Warnsdorf, Reichenberg und Trautenau. Arbeiterhochschule werden vorbereitet. Die beiden Genossen veranstalteten Elternversammlungen und Kinderspieltage on 15 Orten. Es gelang, bestehende Ortsgruppen zu fräftigen und neuen Anregungen zuzuführen. Es gelang, neue Ortsgruppen ins Leben zu rufen. Die Arbeiterfänger. வ Aus der Partei. Bezirksorganisation Prag. Dienstag, den 26. August treffen um 20 40 Min. auf dem Masarykbahnhof in Prag 29 Ber Das Preisausschreiben für Chöre ist nun finer Genossen ein, die eine Studienreise durch die mehr abgeschlossen. 93 Stompofitionen wurden Tschechoslowakei machen. An demselben Abend noch überreicht. Preise wurden dem„ Lied der Schaf- finder im Rosensaale des Volkshauses in der Syberfenden" von Eduard Kelbe, Wien, dem„ Sturm- nergasse ein Lichtbildervortrag über Brag statt. Mitt lied von Otto Weichert, Teplitz- Schönau und woch vormittags wird die innere Stadt, nachmittags dem Chor„ Wenn eine Blume still verblüht" von der Hradschin besichtigt, Donnerstag vormittags MuSugo Mitsch, Liebenau bei Graz, zugesprochen. jeen, nachmittags findet ein Spaziergang in dest Der Verband unserer Arbeit the angereine, ev: Baumgarten ſtatt, abends wire für die reichsdent im Oktober 1919 2279 Mitglieder zählte, war schen Genossen ebenfalls im Rosensaale ein Vortrag am 1. Jänner 1921 auf 3726 Witglieder, am 1. Jänner 1922 auf 5136 und am 1. Jänner 1923 auf 6590 Mitglieder angewachsen. Heute über steigt die Mitgliederzahl bereits 8000. Der Bezirk Landskron. über die tschechoslowatische Arbeiterbewegung abgehalten. Am Freitag um sieben Uhr morgens erfolgt die Weiterfahrt der reichsdeutschen Genossen nach Wien. Die Mitglieder der deutschen sozialdemokratischen Bezirksorganisation in Prag werden ersucht, sich Dem Tätigkeitsbericht des Bezirksbildungs- Berfügung zu stellen und möglichst zahlreich bei der weds Führung der reichsdenischen Genossen zur ausschusses für das erste Halbjahr 1924 entuch- Autunit der genannten Genossen in Prag, sowie auch men wir, daß 12 Bildungsabende mit politischen, sonst anwesend zu sein und die Abende in Gesellschaft naturwissenschaftlichen und hygienischen Thement, unserer Gäste im Lidovy Dum, Rosenjaal, zu versowie 8 Lichtbildervorträge, guten Besuch aufbringen. wiesen, 8 Theateraufführungen und 2 Kammermusikabende( Haydn und Schubert) bewiesen, Die Exekutive der Bezirksorganisation Prag der daß der Wert proletarischer Festkultur erkannt deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Piering - mit einem„ Roten Sporttag" Drahtanschrift Rostra" Seni u. Essig ist der beste! zu haben In allen Konsum- Vereinen Lachen Lints! Das neue deutsche Wir blatt erscheintwöchentlid). Jed: Nummer No 1.10. Zu beziehen durch die Beitsbuchhandlung Kremser& Co. Teplitz- Schönau, Theresiennaise 18-20. Genossen! Nehret nur bei jenen Wirten ein, welche ben „ Sozialdemokrat" abonniert und in ihren. Vokalen aufliegen haben. LEIPZIGER MESSE HERBST 1924 31. AUG. BIS 6. SEPT. Telefon 6687 Allocmcinc Mustermesse mid Technischer Messe und Banmesse Grössie und älteste Internationale Messe der Welt Sonderzug: Banho 120 Zoirevision im Zug Entgegen1/3. Fahrpreisermäßigung ab Prag, 30./8. Masaryknahme von Anmeldungen u. Auskünften durch: Emil Wäller Prag II, Senovážná 2, Telefon 8254 VI. Kochendes 2867. 6876 ausgezeichnete Rindsuppe Traser+ kimi- Proshoppe 1859