Nr. 236. o Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. do 2014 gaming at isd gray Vorwärts daddaq Berliner Dolksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Kolonel setle ober deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Serufprecher: But I, r. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Lokalblatt oder Zentralorgan? Einer der Vertreter des vierten Berliner ReichstagsWahlkreises auf dem Parteitage schnitt auch die in Berliner Parteitreisen seit einiger Zeit ventilirte Frage an, ob es nicht eine Rechtstürzung der Berliner Parteigenossen sei, daß sie nicht über ein eigenes Organ allein verfügen können; ja, er hat angedeutet, daß eine der Ursachen des nicht befriedi genden Ausganges der Reichstagswahlen in Berlin auf die Doppelstellung des Vorwärts" zurückzuführen sei. Sonnabend, den 8. Oktober 1898. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Die Berufung der Genossen Gerstenhauer und Brunke gegen die Entscheidung der Parteikontrolleure wird vom Parteitage zurückgewiesen. Das Verhalten der Mitglieder des Parteivorstandes, Genossen Gerisch und Auer, war pflichtgemäß und vom Partei- Interesse vorgeschrieben, den Grundsäzen des Rechts und der Billigkeit entsprechend. Die Berufung der öffentlichen Parteiversammlung vom 22. Juli dieses Jahres in Braunschweig durch den Landes- Vertrauensmann ist nicht als gegen unsere Partei- Organisation verstoßend anzusehen und sind daher auch die Beschlüsse dieser Vers sammlung als giltige zu betrachten. Auch fachlich erscheinen dem Parteitage diese Beschlüsse gerechtfertigt und zur Ausgleichung der bedauerlichen Differenzen geeignet. Entsprechend diesen Feststellungen ist es Pflicht des Genossen Gerstenhauer von dem Posten eines Bertrauensmannes zurückzutreten und das Geld, das sich noch in seinen Händen befindet, seinen Nachfolger Genossen Dhlendorf auszuliefern. Dagegen erachtet der Parteitag die Gründung und Aufrechterhaltung einer sozialdemokratischen Sonderorganisation in Braunschweig als eine die Interessen der Partei schädigende Handlung. Der Parteitag spricht sein Bedauern darüber aus, daß alt= bewährte Parteigenossen sich zu einer derartigen Maßnahme verstehen könnte, die auch durch den Umstand nicht entschuldigt werden famn, daß einzelne Vorkommnisse in der Partei) in Braunschweig ihnen grund zur berechtigten Unzufriedenheit gegeben haben. Der Parteitag appellirt an das Pflichtgefühl der in dem neuen Verein organisirten Genossen, das denselben gebietet, in die Reihen der übrigen Genossen zurückzukehren und sich beiderseits zu bestreben, die Differenzen ist soustiger Weise und nach demokratischen Gepflogenheiten auszugleichen." an seinem Redaktionsstuhle fleben wollen, wenn die Genossen Parteiversammlungen bezw. Voltsversammlungen bezüglich der Wahl Berlins mit seiner Haltung nicht einverstanden sind. Ein von Vertrauensleuten und einer Preßkommission u. s. w. nicht statteinziger Fall ist uns nur erinnerlich, wo eine erhebliche Diffe- gegeben habe. Die Kommission kam nach eingehender Prüfung des renz zwischen den Redakteuren und der Mehrheit der Berliner umfangreichen Materials zu dem einstimmigen Beschluß. Parteigenossen vorlag, wo die Redaktion sich auf ihre Pflichten dem Parteitag folgende Resolution vorzulegen: berief, die dem Vorwärts" als Zentralorgan auferlegt sind. Dieser einzige Fall betraf die Frage der preußischen Landtagswahlen. In dieser Frage war aber die gesammte Partei gespalten, der Parteivorstand und auch die Berliner Parteigenossen. Die Stellung der Genossen im ersten Wahlkreise wich sehr Wir können dies nur als die Meinung eines fleinen Theiles von der der Genossen im dritten ab. Und hier wieder nahmi der Berliner Parteigenossen ansehen, ist uns doch von man einen anderen Standpunkt ein als im sechsten Wahlder Berliner Preßkommission mehrfach gesagt worden, daß es freise. Auch zeitlich änderte sich die Auffassung der Geblos eine Stimme in Berlin giebt, daß der Vorwärts" bei nossen; so war die Mehrheit der Genossen im fünften Wahlden Wahlen den Genossen die größten Dienste geleistet und freise früher für die Wahlbetheiligung, nachher gegen den Wahlkampf mit aller Wucht und allem Geschick unterstützt dieselbe. Wir waren da in einer sehr schwierigen Situation, habe. Einen Prügelfnaben für die Mängel in der Organi- unser Standpunkt beruhte auf dem für uns bindenden sation oder für Verhältnisse, die mächtiger waren als wir, zu Beschluß des Hamburger Parteitages, wir bewiesen aber suchen, ist bequem. Und was ist da einfacher, als dem durch unsere ganze Haltung, daß wir den Wünschen der " Vorwärts" die Schuld zuzuschieben für die Verluste des 2. Berliner Genossen nach Möglichkeit Rechnung tragen wollten. und 5. Wahlkreises, für das den Erwartungen nicht ent Die Genossen, denen wir Einsendungen, die für die Wahlsprechende Ergebniß im 4. und 6. Wahlkreise. Seit Abschluß betheiligung sich aussprachen, ablehnten, wissen davon zu erzählen. der Wahlbewegung hat es wahrlich nicht an Zeit und Muße Wir sagen nicht zu viel, wenn wir erklären, daß wir den gefehlt, sich über die Fehler und Mängel klar zu werden, die der Zwiespalt, in den wir kamen, schmerzhaft empfunden haben. ,, Vorwärts" während der Wahlbewegung sich soll zu schulden Aber bei anderen Parteiblättern, die nicht Zentralorgan sind, haben kommen lassen. Niemand ist es aber eingefallen, kommen ähnliche Situationen vor. Die Redaktion der„ Münch. Diese Fehler festzustellen, uns die Beschwerden vorzulegen. Boft" z. B. kann doch auch, wenn sie den Standpunkt der Es ist dies weder seitens der Preßkommission, noch in den Münchener Genossen vertritt, mit den Genossen von RegensParteiversammlungen geschehen. Auch in dem Verkehr mit burg und Augsburg in Differenzen kommen. Den einzelnen den Parteigenossen hat niemand diese Vorwürfe substantiirt. Fall zu verallgemeinern und deshalb die Zerreißung des Der Berliner Delegirte hat bemerkt, daß der Vorwärts"" Vorwärts" zu fordern, scheint uns etwas übereilt. Die Thatnicht genügend auf die Indifferenten einwirke. Er hat damit sache, daß der Vorwärts" Zentral- und Lokalblatt zugleich einen Punkt berührt, der weit beachtenswerther ist, als der an- ist, hat für die Berliner Genossen nicht blos mehr oder minder Namens der Kontrolleure nimmt Meister das Wort, um die gebliche Zwiespalt zwischen Zentralorgan und Lokalblatt, der eingebildete Nachtheile, sondern auch zu tage liegende Vortheile. in der Broschüre des Braunschweiger Sondervereins gegen die unferer Ueberzeugung nach fast gar nicht existirt. Jedes Partei Der Einfluß des„ Vorwärts", die Bedeutung, die ihm in der Kontrolleure erhobenen Angriffe zu widerlegen. Der Geist der Broblatt, das in einem Orte oder einer Gegend mit einer alten sozial Partei und von den Gegnern zugemessen wird, die Beschüre berrathe Färber als Verfasser. Es wurden von der Kontrolldemokratischen Bewegung erscheint, nicht blos der Vorwärts", ziehungen, die er im Lande wie in den auswärtigen Staaten fommission Dinge behauptet, die nicht der Wahrheit entsprechen, die hat die doppelte Aufgabe: Organ für die geschulten Partei unterhält, würde das bestgeleitete Organ der Berliner Partei behauptet, er habe die unwahrheit gesagt. Nun, wenn Auer jemals Kontrolleure feien durchaus unparteiisch verfahren. Von Auer wird genossen zu sein und zu werben unter den Indifferenten. genossen nicht haben. Sein Einfluß wäre dann kaum be- die Wahrheit gesprochen hat, so in dem Briefe, wo er Färber reif Diese Doppelaufgabe zu erfüllen, ist außerordentlich schwierig; frächtlich größer, wie der der besseren Provinzblätter, die fürs Tollhaus erklärte.( Seiterfeit.) Das uns überwiesene Material sie ist doppelt schwierig, wenn das Parteiorgan seine Leser bei allem Fleiße und Geschicke, mit dem sie redigirt werden, war so reichlich, daß wir Stunden dazu gebraucht haben, es nur fast ausschließlich in den Kreisen der geschulten Partei über die Grenzen ihres Verbreitungsbezirks fast einflußlos vorzulesen. Ich habe alles Material unparteiisch den Kongenossen hat und in die anderen Kreise aus Gründen, sind. Der Vorwärts" wird in der bürgerlichen Presse trolleuren vorgelegt und es ist reiflich geprüft worden. Wenn die nicht in ihm liegen, nicht eindringen kann. außerhalb Berlins weit mehr beachtet, als die am Orte er Färber noch Extramaterial hatte, warum hat er es uns denn nicht Die Indifferenten lesen in Berlin den„ Lokal- Anzeiger", scheinenden Parteizeitungen. geschickt? Er war doch davon unterrichtet, wann die Sigung der Auf dem Hamburger Parteitage ist den Wünschen der Broschüre gesagt wird:" Wie haben sich nun die Kontrolleure ihrer Kontrolleure stattfand. Es ist eine direkte Uniyahrheit, wenn in der das Deutsche Blatt", die Berliner Morgen- Zeitung", die„ Morgenpost" und ähnliche Blätter. Was würde es viel Berliner Genossen bezüglich ihres Einflusses auf den Vor Aufgabe erledigt? Sind sie den Beschwerdeführern gerecht geworden? nügen, wenn der Vorwärts" für die Indifferenten schriebe? wärts" in weitgehendster Weise Rechnung getragen worden. Nicht im geringsten! Ohne das Anklagematerial der BeschwerdeDiese würden den Vorwärts" ja doch nicht zu Gesicht be- Die Redaktion ist bestrebt gewesen, den neuen Verhältnissen führer einzufordern, haben sie nach dem, was ihnen Auer vorzulegen kommen, und für die eigentlichen Leser würden wir nur sie nachzuleben, und so dürfte es wohl zu überlegen sein, ob die Er- für gut befunden hat und von dem die Ankläger keine Kenntniß erlangweilende olle Kamellen bringen. Dann würde mit dem Ge- haltung des bestehenden Zustandes nicht das beste sei für die hielten, einen Urtheilsspruch gefällt. Ganz à la Prozeß Dreyfus. nossen Zubeil, der behauptet, daß der ,, Vorwärts" für die Genossen Gesammtpartei und für die Berliner Parteigenossen. Nur daß dort der Angeklagte ohne Vorlegung des Anklage= noch lange nicht hoch genug ist, die große Masse unserer Wir bedauern, daß der Parteitag zur Haltung des Vor- materials verurtheilt, hier die Ankläger abgewiesen wurden, bevor Aus diesem Dilemma kommt wärts" nicht Stellung genommen und sich begnügt hat, einige die Produktion aller von innen selbst bestellten Briefe, über welche sie ihr Anklagematerial vorlegen fonnten, während den Angeklagten Leser völlig übereinstimmen! ein sozialdemokratisches Blatt, das mit einer Jahrzehnte Reden anzuhören; wir sind überzeugt, daß bei einer Abstim sich zu äußern den Anklägern ummöglich war, da ihnen deren alten, gefunden Bewegung zu thun hat, nicht heraus. Hier mung über die Haltung des Vorwärts" ein anderer Eindruck Kenntnißnahme vorenthalten wurde, als Rechtfertigung für ihr wird eine Doppelaufgabe gestellt, die nicht zu lösen ist und hervorgerufen wäre, als durch die Reden, die unserem Blatte gewaltthätiges Vorgehen gestattet wurde." Auch das ist eine direkte die von keinem Parteiblatte bisher gelöst wurde. Die gewidmet wurden. Parteigenossen lesen den Vorwärts"; sie müssen in der Und ebenso find wir überzeugt, daß, wenn die Berliner mündlichen Agitation in Fabrik und Werkstatt, nach Feier Parteigenossen wirklich einmal vor die Frage gestellt würden, abend und am Sonntag, das, was sie aus dent Vorwärts" ob der bisherige Zustand erhalten werden, oder ob ein gelernt und erfahren haben, in Kost für die Indifferenten um besonderes Lokalorgan gegründet werden solle, sie sich für die wandeln! Nicht deshalb, weil wir ein Zentralorgan find, Erhaltung des bisherigen Zustandes entscheiden würden. fönnen wir dieser Aufgabe nicht entsprechen, es würde dies cin Berliner Lokalblatt ebensowenig vermögen. Hat etwa die„ Berliner Volts- Tribüne" jemals diesen Aufgaben entsprochen? Wäre das möglich, was der Genosse will, wir wären die ersten, die mit Begeisterung dieser Aufgabe sich widmen würden; aber unmögliches zu verlangen, wenn seine Erfüllung noch so nüglich wäre, ist nicht gut. " " 17 " " Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. ( Schluß aus der 2. Beilage.) Die Resolution der Neuner- Kommission lautet: Inwahrheit. Die betreffenden haben mir nicht eine einzige Zeile in dieser Angelegenheit geschrieben, wir haben nur von Gerstenhauer und den ihm nahestehenden Personen Material bekommen. Wenn es in der Broschüre weiter heißt: So soll namentlich ein Brief des jetzigen Geschäftsführers Stegmann, den der„ listenreiche" Auer sich schreiben ließ und in dem der Vorstand aufgefordert wurde, jemand nach Braunschweig zu delegiren, weil die Breßkommission und die interimistische Redaktion die Herausgabe eines Konkurrenzblattes beabsichtigen, als Entschuldigung für das Vorgehen der Angeklagten gedient haben." so ist auch das eine Unwahrheit. Ob Auer einen solchen Brief betommen hat, wissen wir nicht. Jedenfalls hat ein solcher Brief uns nicht borgelegen, er konnte also auch für unser Votum nicht maßgebend fein. Ferner steht in der Broschüre:„ Und auf solch' albernen Schwindel fallen die Kontrolleure hinein!" In diesem Falle aber ist Der Streitfall uiter den Parteigenoffen der Stadt Braun- in Wahrheit Färber der Hineingefallene, ich weiß nicht, von wem er Man wirft uns vor, wir wären in der verflossenen schweig. Von der eine Seite der Streitenden wird verlangt, der sich die Ente aufbinden ließ. Dann wird weiter die Frage aufWahlbewegung zu siegesgewiß gewesen. Umgekehrt wird ein Parteitag folle den dortfelbft neugegründeten Sozialdemokratischen geworfen, ob die Kontrolleure ihre Schuldigkeit gethan haben, ob sie Schuh daraus. Die Parteigenossen waren zu siegesgewiß, Verein außerhalb der Partei stehend betrachten, wie es des überhaupt ihre Schuldigkeit thun können. Und es wird gesagt: in während das Parteiblatt unausgesetzt, Tag für Tag die näheren unter Antra 83) ausgeführt wird; der andere Theil der ihrer gegenwärtigen Organisation, wonach die Kontrolleure an Parteigenoffen anfeuerte, jeden Augenblick zur Agitation aus- Parteigenoffen führt Beschwerde über den Vorstand und die Kontroll- sechs verschiedenen durch große Entfernungen Entfernungen von einander zunuzen, während wir unablässig erinnerten, daß es auf jede fommission, weil sie ihrem Protest gegen die Beschlüsse öffentlicher getrennten Orten wohnen, ist das Justitut der Kontrolleure nur das Feigenblatt des Auer'schen Absolutismus.( Heitereinzelne Stimme im Wahlkampfe ankäme. Wir waren es, die 83. Die Parteigenossen in Braunschweig: In bezug auf teit.) Das ist wieder einmal eine Behauptung, die Färber's würdig stets auf die unterirdische Arbeit der Gegner hinwiesen, wir den Braunschweiger Streitfall tritt der Parteitag folgender Ent- ist, der ja mir gegenüber durch seine ganze Qualifikation völlig waren es, die vor der Hauptwahl fast täglich darauf scheidung der Braunschweiger Parteigenossen bei: entschuldigt ist.( Heiterkeit.) Geradezu nichtsnukige Motive werden hinwiesen, daß in den Stichwahlen die Gegner aller" In Erwägung, daß der neue sozialdemokratische Verein ge- den Kontrolleuren unterschoben, indem gesagt wird, ihre Funktion ist Schattirungen, von der freisinnigen Volkspartei bis zur reaf- gründet worden ist, um die Durchführung der in fraft getretenen eine rein dekorative. Jedes Vierteljahr kommen sie auf höchstens tionärsten Regierungspartei, geschlossen gegen uns stimmen Parteibeschlüsse zu erschweren und zu hintertreiben, 2-3 Tage nach Berlin und da sollen sie neben Erledigung einer würden. Kein Tag während des Wahlkampfes, an dem wir in Erwägung, daß der Verein sich berechtigt glaubte, durch Ver- Reihe von Parteiangelegenheiten die Parteikasse, den Vorwärtsverlag, unsere warnende Stimme nicht erhoben hätten. Wir lehnen anstaltung einer besonderen Lassallefeier eine Spaltung unter den die Buchhandlung des Vorwärts und die anderen Parteigeschäfte rees deshalb mit Entschiedenheit ab, uns für das Wahlergebniß Parteigenossen hervorzurufen und die von Parteigenoffen auf- vidiren. Höchstens die falfulatorische Richtigkeit ist in diesem furzen gebrachten Gelder anderen Stellen als der Parteitasse zuzuführen, Zeitraum zu prüfen, ob aber die Einnahmen und Ausgaben richtig verantwortlich machen zu lassen. in Erwägung, daß die Versammlungen des Vereins nur dem eingestellt, ob überhaupt die Bilanz richtig ist, dazu ist bei dem Wenn auf die angeblich für Berlin so nachtheilige Doppel- 3wed dienen, persönliche Streitigkeiten unter den Genossen an- Umfang der Parteigeschäfte allmonatlich eine mehrtägige fachstellung des Vorwärts" als Zentral- und Lokalorgan hin- zustiften und die leitenden Genossen zu beschimpfen, fundige Revision erforderlich. Wenn das, was hier den gewiesen wird, so ist dem doch die Frage entgegenzustellen, in Erwägung, daß die Mitglieder des Vereins verschiedentlich Kontrolleuren unterschoben wird, wahr wäre, dann wären die Konwo sich denn Nachtheile für die Berliner Genossen gezeigt haben? gegen die Ausbreitung des Partei- Organs, des„ Volksfreunds", ge- trolleure werth, aus der Partei ausgeschlossen zu werden.( Sehr Bei der engen Fühlung zwischen den Berliner Genossen, dem arbeitet haben, richtig!) Denn eine solche Handlung, wie sie hier uns vorgeworfen Parteivorstande und der Redaktion hätte sich, doch im beschließt die Versammlung, der neue sozialdemokratische Verein wird, würde mit Zuchthaus bestraft. In der Broschüre wird die Laufe der Jahre mehr herausstellen müssen, als eine ſteht außerhalb der Partei und hat nicht das Recht, Handlungen und Anstellung eines gutbesoldeten ökonomisch unabhängigen fachkundigen Aeußerungen im Namen der sozialdemokratischen Partei zu voll- Revisors empfohlen. Nun, wenn ich ironisch sein wollte, so würde in ihrer Allgemeinheit nichts beweisende Behauptung ziehen. Mitglieder dieses Vereins können daher nicht zugleich Mit- ich Ihnen empfehlen, den Genossen Färber für diesen Posten zu Die Redakteure des" Vorwärts" werden im Einverständniß glieder der Partei- Organisation, des sozialdemokratischen Arbeiter wählen.( Heiterfeit.) mit einer offiziellen Vertretung der Berliner Partei vereins, sein und sind, wenn sie ihre dortige Mitgliedschaft nicht genossen angestellt, und kein Redakteur unseres Blattes wird aufgeben, nicht mehr als Parteigenoffen zu betrachten." Bloß: Wir erklären uns mit dem Bericht einverstanden und ziehen deshalb den Antrag 83 zurück. Ich will nur auf den einen Punkt zuriidkommen, der von der Anstellung Färber's spricht. Das weiter zu tratehlen. Der Hergang bei unserer Zitirung nach Braun- schließlich 65 und der Antrag 100. Der Antrag 46( betreffend die muz ich mich allerdings schuldig bekennen, aber Sie werden es ver- fchweig ist folgender: Von Ohlendorf erhielt ich ein Telegramm: Verlegung der„ Gleichheit" nach Berlin) ist zurlidgezogen. Die ftehen, daß, nachdem ich von Tag zu Tag auf einen tüchtigen Ge- Heute Abend unbedingt selbst tommen, sonst zwei Blätter un- Anträge 47, 48, 56, 57, 58, 60, 63 und 64 finden nicht die genügende werkschaftsführer gewartet habe, es mir ähnlich gehen konnte, wie vermeidlich." Diese Drohung, ein neues Blatt zu gründen, Unterstützung. dem Mädchen, das auf die Straße ging und aus Aerger den ersten ging also bon der Richtung Riede Günther aus. Einige Den Antrag 45 begründet Voigt- Berlin: Bezüglich unserer besten Menschen heirathete.( Heiterfeit.) Es ist zur stehenden Tage vorher erhielt ich einen Brief von der Richtung Brunte, Preffe werden wir Berliner als Stiefkinder der Partei behandelt. Redensart geworden, daß Braunschweig ein zweites Solingen darin war davon die Rede, daß, wenn die Verhältnisse in Braun- Ich weise nur auf die Haltung des Vorwärts" in der Frage der sein wird( Ruf: Noch nicht!) Nein, es wird nicht dahin schweig noch schlimmer würden als in Solingen, ich mich bei meinem Landtagswahlen hin, aber auch bei allen lokalen Angelegenheiten, fommen, wir sind auf dem Wege der Besserung.( Große Freund Günther und Hehmann dafür bedanken tönne. Die Braun- bei fommunalen Wahlen, bei Gewerbegerichtswahlen sind wir im Heiterkeit.) Halten Sie mich etwa für einen zweiten schweiger würden sich aber nicht so absägen lassen wie die Solinger. Nachtheil. Hier läßt uns die Presse im Stich. Nicht etwa, daß sie Schumacher? Ich betrachte bas Reichstagsmandat nicht Diese Mittheilungen von beiden Richtungen mußten uns bestimmen, ihre Aufgabe nicht erfüllt, aber ihr Preis ist so hoch, daß sie nicht als der Güter höchstes und werde mit Freuden darauf verzichten, so einzugreifen, wie wir es gethan haben. Es ist kein Vergnügen, recht in Arbeiterkreise eindringt. Die Arbeiter lefen billigere, unpolitische wenn es das Interesse der Partei erheischt. Da das aber vorläufig fich in folche Bänkereien zu mischen. Im übrigen bin ich aber über- Blätter. Auch für den fleinen Geschäftsmann, der einen Handelsnoch nicht nöthig ist, so thue ich es nicht. Noch eine Bemerkung: zeugt, daß die Verhältnisie in Braunschweig nicht so weit gedeihen theil haben muß, genilgt unsere Presse nicht. Könnten wir in Der Berichterstatter hat sich bei der Angabe der Abonnentenzahl des werden, wie in Solingen. Abgesehen von ein paar Leuten, denen diese Kreise eindringen, so würden wir nicht nur mehr Abonnenten Blattes um etwa 1000 geirrt. Ferner ist die von Meister gerügte der Strafehl ihr Element und einzige Bethätigung ihrer partei- haben, sondern mehr Annoncen bekommen und allmälig den Preis Bemerkung im Braunschweiger Volksfreund" nicht von mir aus- genössischen Gesinnung ist, ist in Braunschweig alles in bester reduziren. Wir müssen doch damit rechnen, daß die Kreise, die wir gegangen, sondern sie ist in Braunschweig selbst eingefügt. Ich bitte, Ordnung. gewinnen wollen, noch keine überzeugten Sozialdemokraten sind, die nehmen Sie den Antrag der Kommission an. Die Diskussion wird geschlossen. ein theureres Parteiblatt bezahlen, wenn sie billigere andere Blätter Bérard Hamburg erklärt persönlich, daß er die Berechnung haben. So war z. B. bei den legten Gewerbegerichtswahlen die bak et des Druckpreises nicht übertrieben gefunden habe, und weist die An- Einzeichnung der Arbeitnehmer in die Listen sehr gering, woran griffe der Broschüre gegen ihr zurüd. Die Resolution der ebenfalls die Presse mit Schuld ist. Man darf nicht nur darauf Neuner- Kommission wird angen 17. Parteitage besser vermieden werden. Dazu erörterung auf dem dringend bitten, daß die Braunschweiger Genoebhafter That Stimmen Sie deshalb unserem Antrag zu. Nunmehr werden die zum Punft Presse" vorliegenden Anträge zur Verhandlung gestellt. Es sind dies die Anträge 45*) bis ein *) 45. Die Parteigenoffen des 4. Berliner Kreises:„ Der Vorwärts" wird in Zukunft in seiner Ausstattung so erweitert, daß derselbe den örtlichen Berliner Verhältnissen mehr Rechnung trägt, damit für eine bessere Verbreitung deffelben Sorge getragen werden faun. Ferner werden jährlich zwei vollinhaltliche Agitationsnummern in Massenauflage herausgegeben". " 4 49. Die Parteigenossen des 4. sächsischen Kreises:„ Das sozialpolitische Handbuch von Dr. Lug in verbesserter Form neu herauszugeben." 50. Die Parteigenoffen des 5. fächsischen Kreises:„ Das sozialpolitische Handbuch von Dr. Lig in verbesserter, der Zeit ents sprechender Ausgabe erscheinen zu lassen und zu möglichst billigem Preis in Verkauf zu bringen". " " " Singer: Es liegt eine Wortmeldung des Genossen Brunke bor. Derselbe ist nicht Delegirter, ich habe aber keinen Zweifel, daß der Parteitag alles versuchen wird, den Frieden in Braunschweig wieder herzustellen, und daß er deshalb nichts dagegen hat, wenn ich Brunke nachher das Wort ertheile.( Zustimmung.) Singer: Damit wäre die Braunschweiger Angelegenheit für müssen wir neue Anhänger gewinnen und deshalb verlangen wir Agster Pforzheim: Ich will mur dem allgemeinen Empfinden diesen Parteitag erledigt.( Große Heiterfeit.) Ich möchte aber per Jahr zwei vollständige Agitationsnummern in Massen- Auflage. daß Dinge und in der Beifall), müssen, wenn nöthig, mit diesem einen Mal genügend sein laffen Stadthagen: Dem Grundgedanken des Antrages schließe auch Mittel gefunden werden. Vielleicht hat der Vorstand bei diesem und ich wende mich dabei nicht an die neue, sondern an die alte ich mich im allgemeinen an. Ich glaube allerdings nicht, daß jezt Streit sich zuerst zu refervirt verhalten. In der Broschüre ist der Organisation mit der dringenden Bitte, entsprechend dem eben gefchon eine Verbilligung des Vorwärts" möglich ist, sondern es fann Pajus charakteristisch, daß das Blatt früher bei 3000 Abonnenten faßten Beschluß es den bisher in einer besonderen Organisation sich vorläufig nur barium handeln, den Inhalt des Vorwärts" so ungeheure lleberschiffe erzielt haben müsse. Wer Breßverhältnisse vereinigten Genossen, denen wir den Nath geben, zurückzukehren, zu gestalten, daß dadurch recht viele Abonnenten gewonnen werden. feunt, fann über eine solche Behauptung mur den Kopf schütteln. diese Rückkehr nicht zu erschweren und das ihrige zu thun, die Aber im übrigen ist der Antrag dringend erforderlich. Wir haben Sehr zweifelhaft erscheint es mir, daß der Streit durch die Annahme Schwierigkeiten zu beseitigen.( Lebhafter Beifall.) in Berlin, Teltow- Beeskow und Niederbarnim rund 250 000 sozialder Resolution beendet wird. demokratische Wähler, aber etwas weniger als 50.000 Borwärts" Brunte Braunschweig: Seit Jahren haben sich die VerAbonnenten. Das entspricht nicht der Stellung, die das Organ der hältnisse in Braunschweig so zugespitzt, daß es schließlich zu den Hauptstadt haben müßte, wenn agitatorisch gewirkt werden foll. Was jetzigen Verhältnissen kam, doch waren wir zum Verhandeln bereit an den Berliner Arbeitern liegt, zur Verbreitung des Vorwärts" beizuund wir werden einen schweren Stand bei unseren Genossen in tragen, ist in überreichem Maße geschehen. Der Juhalt des„ Vorwärts" Braunschweig haben, weil wir vor der Kommiffion alle unsere hindert seine Verbreitung. Daran, daß der„ Vorwärts" besser wird, muß Forderungen bis auf die eine haben fallen lassen, den Redakteur auch den auswärtigen Genossen gelegen sein. Wenn Sie aus dem Heymann seines Postens zu entheben. Aber auch darauf ist man Vorwärts" die Berliner Arbeiter beurtheilen wollen, so müssen Sie nicht eingegangen. Redner geht mun auf die Person des Druckers fast annehmen, daß die Berliner kaum vernünftige Menschen sind Günther des näheren ein und wirft ihm vor, jahrelang die Partei 47. Die Barteigenojien des Kreises Teltow Beestow 2c.:( Heiterkeit), geschweige denn Parteigenossen. Das ist ein derartiges über's Ohr gehauen zu haben durch zu hohe Druckpreise und Den Vorwärts" als Morgen- und Abendansgabe erscheinen zu verfehrtes, verzerrtes Spiegelbild, daß ich durchaus verstehe, wenn dadurch, daß er sich sein angebliches Defizit vom Partei- laffen und zu erwägen, ob der lokale Theil vergrößert werden kann, Genossen, die nicht die Zurückhaltung befizen, die ich mir auferlegen vorstand beim Uebergang des Blattes in den Parteibefiz um für die Vororte mehr Raum zu gewinnen muß, empört darüber find, in welcher Weise Versammlungsberichte auszahlen ließ. Die Angriffe gegen die Kontrolleure in der 48. Die Parteigenossen des 1. Berliner Kreises: Der gemacht werden. Das Sachliche wird fortgelassen und der persönliche Broschüre nimmt Redner zurück und giebt die Form der Angriffe Parteitag beauftragt den Parteivorstand, eine Konumiffion von be- Ruatsch breitgetreten. Das ist nicht die Art und Weise, wie man darin als nicht gerade schön preis. Auer sei in Braunschweig theiligten Faktoren und Sachverständigen zu berufen, die über nach- belehrend, agitatorisch, aufklärend wirkt, sondern die Art, wie diftatorisch aufgetreten und habe in einer Versammlung gesagt: Was folgenden Antrag berathet und Stellung nimmt: In Erwägung, vielleicht ein Registrator verfährt, der feiner Aufgabe nicht Ihr vorgebracht habt, ist Quatsch und das beste ist, man räumt mit daß die Haltung und Sprache des„ Vorwärts" als Zentralorgan gewachsen ist. leber sehr wichtige Versammlungen, die von Vorwärts" fein Wort Euch auf. Seinen Freunden sei nicht der dumme Gedanke ge- wohl dem Verständniß der Genossen entspricht, jedoch anderseits die Tausenden besucht sind, ist oft im fommen, ein neues Blatt in Braunschweig herausgeben zu wollen. Ueberbrückung zu der weniger eingeweihten Bevölkerungsschicht fehlt, zu finden. Ich weise nur auf die von 4000 Personen besuchte Dem Redakteur Hehmann sei eigentlich von Anfang an gefündigt ist neben der Bortvärts"-Ausgabe eine Abendzeitung mit besonderem Frauenversammlung hin, welche Stellung zum Bürgerlichen Gesetzbuch gewefen, man habe ihn gleich für nicht geeignet gehalten und ge- Abonnentenstand herauszugeben, worin die neuesten Ereignisse ge- einnehmen sollte, die bürgerlichen Zeitungen berichteten darüber ausmeint, daß man für das riesige Ealair eine geeignetere Kraft haben bracht und die politischen Tagesfragen in gemeinverständlicher führlich, der Vorwärts" hatte nur die Resolution und bat mich, der könne. Weil der Redakteur Heymann num wußte, daß er nach der Weise behandelt werden, im übrigen die lokale Arbeiterbewegung ich referirt hatte, den Bericht zu machen. Ich lehnte das natürlich Wahl fort müsse, brachte er die ganzen alten Geschichten in der und die allgemeinen lokalen Begebenheiten mehr Berücksichtigung ab, da ich bis in die Nacht hinein und den ganzen nächsten Tag für Volksversammlung vor, un der Richtung Günther zum Siege zu finden, zum Preise von?( 50-60 Pf.) monatlich als Extra- die Partei thätig sein mußte und weil man es doch keinem einen Bericht verfaßt, verhelfen. organ oder auch als Abendausgabe betrachtet mit dem Bortvärts" Menschen zumuthen kann, daß er weil der„ Vorwärts" feinen Berichterstatter hinschickt. Gerisch: Genoffe Agfter meint, solche Dinge blieben auf dem zusammen zum Preise von?( 1,40 M.) bezogen werden kann. Zur bloß weil der Parteitage beffer unerörtert. Ja, Genossen, dieselbe Empfindung Realisirung dieses Vorschlages ist der Annonzenaufnahme ein weiterer Infolge dessen ist die ganze Frauenagitation, die von uns haben wir alle. Wir müssen uus ja Jahr aus Jahr ein mit solchen Rahmen zu ziehen." ausgehen sollte, von den bürgerlichen Frauen aufgenommen worden. intangenehmen Dingen beschäftigen. So lange Sie nicht den ParteiDa ist es denn kein Wunder, daß die Arbeiterschaft allmälig die vorstand mit größerer Machtvollkommenheit ausstatten und auch Berichte garnicht mehr liest. Ich kann das an einem bestimmten Fall gleichzeitig ein Instrument fonstruiren, durch das er die berufs nachweisen. Durch Zufall war während der Wahlbewegung ein Bermäßigen Krafehler vernünftigen Einwirkungen zugänglich machen sammlungsbericht in den Vorwärts" hineingekommen, der ganz zu fam, so lange werden solche Streitigkeiten nicht aufhören. Der Parteis Unrecht die Sozialgemokraten des sechsten Streifes als Rowdies hinvorstand kann nichts weiter, als mit Vernunftsgründen auf die Geftellte. Es war ein Ausschnitt aus einer bürgerlichen Zeitung, der nossen einwirken. Wenn diese sich hartnäckig verschließen, so können versehentlich abgedruckt wurde. Aber kein Genosse hat sich darüber wir auch nichts weiter machen mid der Parteitag tann auch nichts 51. Die Parteigenossen in Flensburg: Alljährlich, nach beschwert, woraus Sie ersehen können, daß die Genossen, selbst machen, wenn die Leute frafehlen wollen. Auch in Braunschweig Schluß der Reichstags- Session, zum Handbuch für Wähler ein Erwährend der Wahlbewegung feine Berichte mehr lesen, weil sie wissen, haben wir unsere Pflicht nicht verletzt. Wir sind schon vor Jahren gänzungsheft herauszugeben, enthaltend die neueren sozialpolitischen daß doch nichts darin steht. Sie können auch nicht sagen, man eingeschritten, als die Streitigkeiten im Entstehen waren. Aber wie statistischen Zahlen, sowie einen parlamentarischen Bericht, haupt soll sich mit seinen Beschwerden an die Berliner Preßkommission wir mit unseren Rathschlägen angekommen sind und was man uns fächlich der namentlichen Abstimmungen." wenden. Gewiß die Kommission wird thun, was sie thun kann, aber Sie geantwortet, ich kann es hier nicht wiederholen, die Neunerkommission 52. Die Parteigenossen in Höch st: Alljährlich ist eine müssen ihr auch die Möglichkeit geben und sie in ihrem Bestreben ist davon unterrichtet. Es ist leicht gesagt, wir hätten früher ein- Broschüre über die Thätigkeit des Reichstags nach Schluß jeder unterstüßen, aus dem Vorwärts" ein agitatorisch wirksames Blatt schreiten sollen, aber solange die Menschen eben unvernünftig sein Session herauszugeben und dieselbe den Vertrauenspersonen und zu machen. Es wird immer auf den Zusammenhang zwischen Lokalwollen, fann man gar nichts machen. In der Broschüre wird uns Agitationsfommissionen auf Verlangen gratis zu überblatt und Zentralorgan hingewiesen. Dafür ein Beispiel: Im diftatorisches Benehmen und absolutistisches Regiment vorgeworfen lassen." gestrigen Vorwärts" übt die Redaktion unter Parteinachrichten bei den Druckverträgen. Als die Verträge abgeschlossen waren, hat 53. Die Parteigenossen des Kreises Teltow Beestow 2c.: In eigener Sache", wozu sie zweifellos berechtigt ist, Kritik man fie uns erst mitgetheilt; aber so, daß die zwischen Günther Die im Parteiverlage erscheinenden Broschüren billiger abzus an den Angriffen, die hier auf dem Parteitage gegen den und dem Verleger Blos vereinbarten Preise Wucherpreise geben, wenn dieselben den agitatorischen Zweck erfüllen sollen."" Vorwärts" erfolgt sind. Sie find Ohrenzeugen gewesen, wie ich waren, liegt die Sache nicht. Aber als wir sahen, wohin die Sache 54. Dieselben sowie die Genossen des 6. Berliner unter anderem davon sprach, daß die Frage des Koalitionsrechts fteuerte, haben wir eine Herabsetzung des Druckpreises um 4500 M. Kreises:" Der Parteivorstand wird ersucht, alle speziell für längst vor dem Erlaß des Grafen Posadowsły im Vorwärts" hätte durchgesezt. Günther war eben formell, juristisch und logisch im die Landbevölkerung wichtigen Reichstags Verhandlungen in erörtert werden müssen. Was thut der Vorwärts? Er sagt, wir Recht, wenn er eine rückwirkende Kraft für die abgelaufene Zeit ab- Broschürenform zwecks Agitation zur unentgeltlichen Verbreitung zu haben so und soviel Artikel losgelassen, er theilt seinen Lesern aber lehute und sich auf seinen Vertrag berief. Aber auch Billigkeits- bringen." nicht mit, daß schon vor dem Erlaß ein energisches Einschreiten gründe bestimmten uns, für die abgelaufene Zeit den höheren Betrag 55. Die Parteigenoffen in Straßburg i. E.: Die nöthig gewesen wäre. Wenn ich nun selbst demgegenüber hilflos bin, was soll dann ein armer Berliner Genosse thun, zu zahlen, um den Bautapfel zu beseitigen, denn Günther berief sich Bebel'sche Broschüre: Nicht stehendes Heer, sondern Volkswehr!" darauf. daß er sich bei seinen Raltulationen auf den höheren Preis eventuell in ergänzender Ueberarbeitung in Massenauflage der nicht einmal die gewisse Nücksichtslosigkeit unter Umständen beeinger chtet habe. Die Richtung Riecke- Günther- Heymann telegraphirte herstellen und den Parteigenossen im Reiche unentgeltlich zur Agitation fitzt, die ich dann, wenn es mir auf die Sache ankommt, stets zit nach Berlin, wenn wir nicht hinkommen und der Sache ein Ende zu überlassen." haben glaube? Ferner theilt der Vorwärts" in einem Artikel mit, machen, ist die Gründung eines zweiten Blattes nicht zu vermeiden. 56. Die Parteigenossen des 7. sächsischen Kreises: daß er sich nicht erinnern fönne, welche Worte von mir in einem Weil die uns angerufen hatten und wir Hals über Kopf hin mußten,„ Der Parteivorstand erhält den Auftrag, einen Genossen zu be- Artikel gestrichen feien, da er in meinen Artikeln überhaupt viel telegraphirten wir an die Richtung Riede, wir fämen und wurden auftragen, die Preßstimmen und Aussprüche einflußreicher Partei- ftreichen müsse. Das schreibt der Vorwärts" an demselben Tage, von Heymann und Günther empfangen. Eine Tasse Kaffee, die führer, die auf Verschlechterung des Reichstags- Wahlrechts gerichtet wo ich von einem derjenigen Redakteure, die nicht an einem dieser wir mit ihnen tranfen, solle schon genügt haben, uns zu sind, in einer Broschüre zusammenzufassen und diese baldigst heraus- Artikel schuld sind, ersucht wurde, für eine bestimmte Gerichtsbestechen! Falsche Informationen sollen wir uns haben ertheilen zugeben." verhandlung Hilfe zu leisten, obwohl ich eben erst aus der Verhandlaffen. Ich wünschte dem Genossen Brunke, er wäre geuge 57. Die Genossen Grempe und Maaß Berlin: Alle gewesen der außerordentlichen Schmeicheleien, mit denen Auer in parteigenössischem Verlage erscheinenden und erschienenen Schriften schriften sind möglichst zum Selbstkostenpreise abzugeben, damit je damals den Heymann bedacht hat. Wir haben uns in der Ver: find zu volksthümlichen Preisen abzugeben und damit der Massen nach der Bevölkerung und dem Bedürfniß die einzelnen Wahlkreise sammlung über die Verhältnisse informirt. Heymann wurde ge- verbreitung die Wege zu ebuen." diese Flugschriften in Massen zur Agitation beziehen können. fündigt, weil er in die Versammlung gegangen war und die An- 58. Die Parteigenossen des 5. Berliner Kreises:„ Der 62. Die Parteigenossen in Düsseldorf:„ Die Parteigelegenheit flar gestellt hatte. Dadurch fei er angeblich, fo entschied Parteitag beschließt, den Parteivorstand aufzufordern, unverzüglich Schriftsteller find gehalten, bei Fremd- und anderen Wörtern, die in Die Preßkommission, seinen Vorgesezten ungehorsam gewesen. Die eine Agitationsbroschüre herauszugeben, in welcher die Geschichte Schrift und Aussprache verschieden sind, die deutsche Aussprache in gewaltige Mehrheit der Braunschweiger Genossen hat, davon haben und Entwickelung des bestehenden Koalitionsrechts, seine Anwendung Slammern oder Randnote hinzuzusetzen." vir uns überzeugt, sich auf die Seite von Günther gestellt. Das in der Rechtsprechung, seine Verschlechterung durch Polizei und 63. Die Parteigenoffen in Halberstadt: alle darauf bezüglichen Dinge schönste ist, daß als nachher auch der Arbeiterverein sich auf die Verwaltungsmaßregeln, sowie 1. Es ist in unserem Zentralorgan Vorwärts" eine Rubrik Seite der Partei versammlung stellte, auch der Arbeiterverein für und Vorgänge eingehend geschildert werden. Die Broschüre foll Sprechfaal" einzurichten. Jeder organisirte Parteigenosse soll das Brunte nichts mehr taugte. Es ist endlich Zeit, diefem Bank ein aber nicht nur in sachlich referirender Weise gehalten sein, sie soll Necht der freien Meinungsäußerung durch Benutzung dieser Rubrik Ende zu machen. auch die Behandlung, welche den Arbeitern gegenüber seitens der genießen. Jeder für den Sprechsaal" des„ Borivärts" eingesandte Ohlendorf Braunschweig empfiehlt dringend die Annahme gefeßgebenden Körperschaften, der Gerichte, der Verwaltungs- und Artitel muß aufgenommen werden, wenn er folgenden Vorausder Resolution der Renner Komission. Die große Mehrheit der Polizeibehörden beliebt wird, gebührend kennzeichnen und gegenüber- fegungen entspricht. Thema: Jede Partei umd politische Frage; Braunschweiger Genossen steht auf dieser Seite. stelleit, in welcher Weise die Unternehmer von den maßgebenden Umfang: Nicht über eine Spalte. Der Artikel darf keine persön Singer theilt mit, daß die Vorschlagstifte für die Wahl der Justanzen beschützt und gefördert werden nach dem Grundsaße des lichen Beleidigungen enthalten und die Redaktion nicht der Gefahr Parteileitung geschlossen ist. Herrn von Bötticher: Wir arbeiten ja nur für Sie." Alles das einer strafrechtlichen Verfolgung aussetzen. 2. Es ist auf Kosten der Partei ein Preßbureau für außerAuer: Gegen die in der Broschüre und der Diskussion gegen soll mit dem überreichlich vorhandenen Thatsachenmaterial statistisch deutsche Angelegenheiten zu errichten, durch welches die deutschmich gerichteten Angriffe werde ich mich nicht vertheidigen; wer mich belegt werden. Der Preis soll 10 Bf. nicht übersteigen." fennt, weiß, was er von ihnen zu halten hat. Nur die eine Be- 59. Die Parteigenossen in Braunschweig: Der Partei- sprachlichen sozialdemokratischen Zeitungen mit selbständigen un merling will ich machen, daß es falsch ist, daß ich Heymann für vorstand wird beauftragt, ein Flugblatt herauszugeben, welches den parteiischen Berichten vom Auslande und lebersetzungen aus ameritaBraunschweig empfohlen habe. Ich habe auf Befragen von Blos Standpunkt der sozialdemokratischen Partei der kaiserlichen Rede in nischen, englischen und französischen Zeitungen unentgeltlich den Heymann nur als stellungslos erwähnt, aber ausdrücklich gesagt, Oeynhausen gegenüber veriritt. Dieses Flugblatt soll in ganz versorgt werden, um unsere Parteipreffe dadurch von der deutschen Daß ich in der Braun- Deutschland verbreitet werden." gegnerischen Bresse auch in Beziehung auf ausländische Nachrichten feine Fähigkeiten fenne ich nicht. Schweiger Versammlung diktorisch aufgetreten sei, und alles für 60. Die Parteigenossen in Aachen: Um dem Bolte die und außerdeutschen Angelegenheiten völlig unabhängig zu ge Quatsch erflärt hätte, ist eine Phantasie von Brunte. Ich habe mur Inzulänglichkeit des preußischen Wahlgesetzes faranlegen, ferner stalten." Genoffe Be Bold- Breslau:„ Allen Agitationsam Schluffe erklärt, ich mische mich in den Streit nicht ein, aber unter Berücksichtigung auf die im Bolke herrschende Unwissenheit 64. wenn in Braunschweig nicht in Bälde eine Verständigung erzielt über den Zweck und die Ausübung des preußischen Landtags- Wahl- Tomitees, Vertrauensleuten u. s. w. wird empfohlen, bei Heraus würde, wenn der Streit und Zant, von dem ich in der Versamm gefeßes" ist es unumgänglich nothwendig, daß die Parteileitung gabe von Flugblättern gleichzeitig mit unseren Ideen die Texte Tung eine Probe hatte, weiter geführt werde, feien wir, die Vor- durch ganz Preußen ein Flugblatt verbreiten läßt, wodurch dem unferer Kampfeslieder auf dem Agitationsmaterial zu veröffent lichen." stands- Mitglieder, nicht im stande, es weiter zu verantworten, daß Volfe die ihm nöthige Aufklärung gegeben wird." aus Parteimitteln das Defizit des„ Volsfreundes" weiter gededt 61. Die Parteigenossen des 1. Hamburger Kreises: werde. Ich habe also gewissermaßen eine Höherhängung des Brot- Der Parteivorstand wird beauftragt, eine Reihe von Flug forbes ihnen angekündigt und, habe gedacht, daß sie das zur fchriften herauszugeben, die an der Hand des Programms die Einsicht bringen würde. Ich habe mich aber der nieder- Stellung der Partei zu den verschiedenen Fragen beleuchten, u. a. sächsischen Hartnädigfeit gegenüber gründlich geirrt.( Heiter Wie stellt sich die Partei zum Militarismus, zur Religion, zur feit.) Sie haben nachher mit ungeschwächten Kräften den Krakehl Schule, zur Rechtspflege, zur Steuergesetzgebung, zur Arbeiterschutzfortgesetzt( Heiterkeit) und sind auch entschloffen, ruhig in der Weise Gesetzgebung, zu den Versicherungsgesetzen u. 1. f." Diese Flug- etwa strafbare Wendungen entsprechend ändern." MM = " " " " 65. Genosse holz Dresden:„ Die Parteipreffe hat jedem Parteigenossen auf Verlangen zur Aeußerung seiner Ans fichten offen zu stehen und sind Einsendungen, welche der Einsender mit seinem Namen zeichnet, möglichst wortgetreu, zum mindesten jedoch finngetreu aufzunehmen. Die Redaktionen find nicht zu einer Beusur solcher Artikel berechtigt und dürfen in solchem Falle nur lung lomme. Ich bin dem Wunsche nachgekommen. Sie können das in der Proving Brandenburg den Versuch gemacht, und die Verbreitung schlag unterbreiten, daß die betreffende Regierung ihre Zustimmung raus ersehen, daß es nur einer kleinen Rücksprache mit mir bedarf, einer einzigen Reichstags- Verhandlung hat uns 3510 M. Ausgaben zu dem Zusammentritt einer internationalen Konferenz ertheile, um Mißverständnisse sofort klarzustellen. Also obwohl ich gebeten verursacht; also wenn wir die zehn bis zwanzig wichtigen Ver- welche im Interesse der sozialen Vertheidigung die Herbeiführung werde, redaktionell Hilfe zu leisten, werden doch diese inhaltlosen, handlungen, die im Jahre vorkommen, in Broschürenform einer wirksamen dauernden Entente zwischen den europäischen Mächten persönlich verletzenden Angriffe gegen mich veröffentlicht! Ich habe verbreiten würden, so würde das für die Provinz Branden bezwecken soll, welche dazu bestimmt ist, die Vereinigungen der mich allmälig auf den Standpunkt gestellt, daß ich nur dann für burg allein einen Kostenaufwand bon zirka 60 000 Mark ver- Anarchisten und ihrer Anhänger erfolgreich zu bekämpfen. Ich den Vorwärts" schreibe, wenn ich eigens dazu aufgefordert ursachen. Meine siebenjährigen Erfahrungen in der Agitationsbitte Sie, mir sobald als möglich die Entscheidung mitzutheilen, werde. Und in welcher Weise werden die Streichungen in meinen kommission für die Provinz Brandenburg haben mich die Land- welche hinsichtlich unseres Vorschlages getroffen werden wird. Artikeln vorgenommen. Dafür ein Beispiel: Ich zitirte in einem arbeiter und Kleinbauern tennen gelernt, fie haben Sommer gez. Canevaro. Artikel das Wort des hannöverischen Königs Damen von einer und Winter Hindurch so viel zu thun, die Wohnungen sind so Wir haben das, was über dieses Rundschreiben zu sagen ist, gewissen Leistungsfähigkeit und Professoren sind für Geld immer zu schlecht, die Beleuchtung so traurig, daß es unmöglich für sie ist, schon voriveg genommen, bevor dasselbe in die Welt geschickt wurde. haben." Am folgenden Tage lefe ich dafür das Wort„ Huren". Sie Broschüren zu lesen. Der Zwed würde viel besser erreicht, wenn am Ein internationaler Preßkongreß hat dieser Tage in sehen daraus, mit welchen Schwierigkeiten derjenige zu kämpfen hat, Schlusse der Reichstags- Session von den einzelnen Agitationskomitee's Lissabon stattgefunden. Es war eine recht bunte Gesellschaft, die der selbst aufgefordert wird, für den„ Vorwärts" zu arbeiten. Ich ein Auszug aus den wichtigsten Verhandlungen für die Land- da zusammengekommen war. Um fie zu fennzeichnen, genügt der bringe diese Beschwerde hier vor, weil die beiden geistig be- bevölkerung veröffentlicht würde. Das ist der einzige Weg, um der Hinweis auf die Thatsache, daß eine Resolution zu gunsten der eindeutendsten Redakteure des„ Vorwärts", Liebknecht und Gradnauer, ländlichen Bevölkerung flar zu machen, daß die sozialdemokratische geferferten italienischen und portugiesischen Journaliſten a limine hier zugegen sind. Partei ihre Interessen versicht. abgewiesen wurde. Die aus romanischen Ländern ziemlich zahlreich erschienenen sozialistischen Journalisten haben denn auch sofort begriffen, in welche Gesellschaft sie gerathen. Innerhalb des Kongresses sowohl als auch in Volksversammlungen haben sie in energischer Weise gegen die schmähliche Haltung dieser Gesellschaft protestirt. Gradnauer: " " Kiesel Berlin empfiehlt den Antrag warm. Wer jemals er fahren hat, welche Angriffe gerade auf dem platten Lande damit begründet werden, daß unsere Genossen allerlei Schandthaten im Reichstage ausgeübt haben, wovon natürlich gar keine Rede ist, der wird die Wichtigkeit dieses Antrages einsehen. Er bietet die Mittel, die Landbevölkerung von der Thätigkeit unserer Fraktion zu unterrichten. Antrag 54 wird abgelehnt. Der Antrag wird abgelehnt. Die weiteren Verhandlungen werden abgebrochen. Schluß 7 Uhr. Politische Uebersicht. Berlin, den 7. Oftober. " * Deutsches Reich. leber weitere Aufgaben des Landtages außer den in unserer letzten Nummer schon mitgetheilten machen die offiziösen Berl. Pol. Nachr." Mittheilung. Es sollen noch erledigt werden die Vorlagen über die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten und über die Polizeiverwaltung in den Vororten von Berlin. Erklären Sie sich durch den Antrag damit einverstanden, daß das Blatt nicht Privateigenthum irgend eines unbekannten Redakteurs ist, forgen Sie dafür, daß der„ Vorwärts" agitatorisch und aufklärend wirkt nicht nur für Berlin, sondern auch für außerhalb. Und weil nach dieser Richtung hin der Antrag gestellt ist, bitte ich Sie, denselben anzunehmen. Unterstüßen Sie das Streben der Preßkommission, der der anti- agitatorischen Kraft des Vorwärts" entgegenzuwirken. Köster Teltow: Auf die Dauer ist der jetzige Zustand mit Kronrath. Heute Vormittag 10 Uhr fand unter dem Vorsitz dem„ Vorwärts" unhaltbar. Schöneberg und die anderen Vororte Den Antrag 55 begründet Böhle- Straßburg damit, daß des Kaisers im Marmorpalais bei Potsdam eine Sigung des Kron raths statt. Es wird angenommen, daß vor der Orientreise des werden immer größer, aber der Vorwärts" hat keinen Raum für Bebel seine Broschüre in kleinerem Umfange schreiben könne. uns, auch nicht für die Gemeinderaths- Sitzungen, daher die Interesse= Bebel: Ich hatte anfangs den Antrag so verstanden, als Kaisers die gesammte politische Lage erörtert und der Termin der. losigkeit der Wähler. Auch Liebknecht sagte, daß das Verhältniß un- handele es sich darin um eine Ergänzung meiner Broschüre. Diese Reichstagseröffnung, die Grundzüge der Thronrede, sowie die Bor-. haltbar sei. Leider machte er nicht den geringsten Vorschlag. Die will ich sowieso eintreten lassen, einmal wegen der Erörterungen, lagen für den Reichstag festgesetzt werden. Vororte werden eben wie Stiefkinder behandelt, das kann so nicht die sich an das Manifest des Kaisers von Rußland geschlossen haben weiter gehen. und andererseits wegen der Angriffe, die meine Broschüre aus Es ist von den Vorrednern nicht nur militärischen Kreisen seitens des Generals v. Boguslawski erfahren über den Antrag gesprochen, sondern auch zu Anträgen, die nicht hat. Ich beabsichtige also nicht eine Verkleinerung, sondern eine unterstützt sind. Köster hat eigentlich für den Antrag 47 gesprochen. Erweiterung meiner Broschüre. Eine Verkleinerung würde ihr Er wünscht, daß die Vororte im Vorwärts" mehr berücksichtigt ihren Werth nehmen. Was Böhle nicht will, kann besser durch ein werden. Die Vororte werden heute bereits berücksichtigt, aber es ist Flugblatt erreicht werden. Von einer unentgeltlichen Verbreitung der vollständig unmöglich, in einem Berliner Blatte die Vororte so zu Broschüre fann feine Rede sein, weil sie der Parteitasse gewaltige berücksichtigen, wie es die bürgerlichen Konkurrenzblätter thun. Es Ausgaben auferlegen würde. ist ganz ausgeschlossen, daß im Vorwärts" die Gemeinderathsfizungen und alle lokalen Angelegenheiten der Vororte ausführlich behandelt werden. Dazu müßten müßten sich die Genoffen eigene Blätter gründen und daß das unmöglich ist, das hat das Organ für Teltow- Beeskow erwiesen. Wir sind gern bereit, die Vororte nach Möglichkeit zu berücksichtigen, aber in vollem Maße ist das unmöglich. Stadthagen hat heute wieder eine Anzahl von Vorwürfen gegen den„ Vorwärts" erhoben, die Mit den Anarchisten- Ausweisungen kommen die Mächte in aber genau so unbegründet sind, wie die vom Dienstag. Er führt eine recht arge Zwickmühle. Aus der Schweiz waren unter anderen das Mißverhältniß zwischen der Zahl der Abonnenten und der die Anarchisten Boffino und Sonvico ausgewiesen worden; Wähler auf den Vorwärts" zurück, bedenkt aber nicht, daß dies Mißverhältniß auch in anderen Orten besteht, daß es auf andere Sie wurden in Mülhausen i. E., wohin sie gegangen, verhaftet und Gründe zurückzuführen ist, nicht aber auf die Schreibweise des wieder nach der Schweiz abgeschoben. Was soll der Bundesrath ,, Vorwärts". Dann ist er wieder auf lauter Einzelheiten ein- mit diesen zwei Leuten mun anfangen? Ueberschreiten sie die östergegangen. Ich muß mich im höchsten Maße wundern, daß er den reichische Grenze, hätten sie das gleiche Schicksal zu erwarten. Und Parteitag damit behelligt; er weiß ja doch, daß wir nicht im stande nach Frankreich? Von dort sind gerade in den letzten Tagen etwa find, sofort Rechenschaft zu geben, weil wir die Thatsachen 50 Ausgewiesene nach der Schweiz gekommen. nicht kontrolliren können. Aber selbst wenn er recht hätte, so wäre Bleibt die italienische Grenze. Aber nach Italien, ihrer Heimath, doch kein Grund vorhanden zu so allgemeinen Angriffen. Warum hat von wo aus sie ja nicht mehr weggewiesen werden könnten, wollen er sich nicht an die Preẞkommiffion gewandt? Der Parteitag ist doch nicht die betreffenden ohne Zweifel nicht gehen und sie können dahin nach dazu da, sich mit solchen Kleinigkeiten zu beschäftigen. Weiter hat Genosse Boigt die Frage bezüglich des Landtags angeschnitten und Ausführungen den bestehenden Gesetzen auch nicht ausgeliefert werden. gemacht, die darauf schließen lassen, daß die Berliner ein Lokalblatt wünschen. Das ist ja das, was Liebknecht neulich ausgeführt hat. Aber die Berhältnisse sind zu schwierig. Wenn es so einfach wäre, Nach einer Meldung der Agenzia Stefani" hat die deutsche ein Lokalblatt zu begründen, so wäre das längst geschehen. Für die Regierung fofort ihre Bereitwilligkeit, auf den Konferenzvorschlag nächste Zukunft ist aber gar nicht daran zu denken. Noch ein Wort Italiens einzugehen, erklärt. zu dem Schlußsage des Antrags. Ich warne vor einem derartigen Der österreichisch ungarische Minister des Aeußeren Graf Beschlusse, wir haben mehrfach Massenauflagen zur Agitation in Goluchowski hat, wie die„ Agenzia Stefani" meldet, dem italienischen Berlin Herstellen lassen, aber diese Agitation hat nicht das geringste Botschafter in Wien Grafen Nigra in einer Note mitgetheilt, Osterreich genügt. Ich weiß, daß auch aus anderen Städten ähnliche Massen- Ungarn begrüße die Initiative Italiens beifällig und werde sich auflagen hinausgeworfen sind, ohne daß ein Erfolg erzielt wurde. auf der Konferenz zur Berathung von Maßnahmen gegen die ( Sehr richtig!) Diese Agitationsmethode ist nicht die richtige. Ich Anarchisten vertreten lassen. Auch der französische Ministerrath hat bitte Sie, ben Antrag nicht anzunehmen, sondern in Erwägung des fich der„ Agenzia Stefani" zufolge für die Theilnahme Frankreichs Der Nath am Raſſationshof Bard, der f. 3. als Berichterstatter über Zur Dreyfus- Angelegenheit wird aus Paris gemeldet: s. Umstandes, daß hierbei eine Fülle von technischen Fragen mitspielen, an der genannten Konferenz ausgesprochen. ihn dem Parteivorstand und der Berliner Preßkommission zur wei Die Agenzia Stefani" veröffentlicht den Wortlaut der Note, die die Beschiverden Picquart's scharf die Einstellung des Strafverfahrens teren Erörterung zu überweisen. der Minister des Auswärtigen Canevaro an die diplomatischen Vertreter gegen du Path de Clam fritisirt hatte, ist zum Berichterstatter in Singer theilt mit, daß Stadthagen beantragt hat, den Italiens bei den Mächten gerichtet hat in der Angelegenheit des der Angelegenheit des Dreyfus- Prozesses ernannt worden. Der Antrag zur Berücksichtigung zu überweisen. Zusammentritts einer internationalen Konferenz zur Feststellung von Advokat Labori ersuchte den Generalstaatsanwalt und den KriegsMaßregeln gegen die Anarchisten. Die Note lautet: minister unter Berufung auf die lex Constans, Picquart besuchen zu dürfen, da er ihm eine dringende geheime Mittheilung machen müsse. " Hierauf wird die Debatte geschlossen. Gradnauer zieht seinen Antrag zu gunsten des Antrages Stadthagen zurück. Der Antrag wird hierauf dem Parteivor stand und der Berliner Breßtommission zur Berüc fichtigung überwiesen. Die Anträge 49 und 50 begründet Stelzner- Dresden: Es handelt sich bei der Neuauflage des Lug'schen Handbuches in verbesserter Form um ein allgemeines Bedürfniß. Bebel bittet den Antrag abzulehnen, eher empfiehlt es sich, den Antrag 51 anzunehmen. Wir wissen gar nicht, ob Dr. Luy in der Lage ist, fernerhin für die Partei literarisch thätig zu sein. Die beiden Anträge werden abgelehnt. Antrag 51, der von Mahlke Flensburg begründet wird, findet Annahme. = Bu Antrag 52 begründet Thiele Halle den Zusaz, daß der Jahresbericht der Parteileitung und der Bericht über die Thätigkeit der Reichstagsfraktion den Parteiblättern auf Verlangen als Beilage im Vorwärts"-Format zum Selbstkostenpreise überlassen wird. Da Brühne- Höchst den Antrag 52 zurückzieht, gelangt das Thiele'sche Amendement selbständig zur Abstimmung und Annahme. Antrag 53 wird von 8ubeil begründet. Wir brauchen auf dem flachen Lande 30 000 Broschüren. Diese Broschüren find gegen wärtig zu theuer, jede Agitationstour fostet uns 1000 Mart. Infolge dessen können wir nur zwei Agitationstouren im Jahre unternehmen. Soll das flache Land erobert werden, dann muß der Vorstand dafür sorgen, daß wir das Material billiger erhalten. Kolb Karlsruhe: Schon jetzt werden Broschüren, die sich zum Massenvertrieb eignen, billig oder zum Selbstkostenpreise abgegeben, aber alle Broschüren können natürlich nicht zum Selbstkostenpreise abgegeben werden; der Antrag ist zu weitgehend. Bater Hamburg: So nett es ist, wenn der Vorstand danach trachtet, soviel Geld zusammenzubringen, als er nur fann, so muß doch dafür gesorgt werden, daß die Broschüren den Vertrauensleuten auf dem Lande so billig als möglich abgegeben werden; dadurch erleichtern wir diesen die Existenz. Antrag 53 wird dem Parteivorstand auf Antrag Baler zur Berüdsichtigung überwiesen. IS 8ubeil begründet den Antrag 54. Die Klagen, daß auf dem Lande zu wenig geschehen kann, sind durchaus begründet. Bon den Bauern wird uns, wenn wir hinausgehen, die Frage gestellt: Wir bekommen bon Euch ja fünf Jahre lang nichts zu hören? Was thut Ihr denn eigentlich im Reichstage? Die bürgerliche Preffe, die Landrathspresse verschweigt jedes Wort, das von den Sozialdemokraten im Reichstag gesprochen wird. Es müßten die wichtigen Verhandlungen, wie wir sie ja im Reichstage wieder haben werden, für unsere Agitation auf dem Lande, uns zur Verfügung gestellt werden; wenn es nicht ganz unentgeltlich geschehen kann, so werden wir schon zufrieden sein müssen, wenn wir fte zum Selbstkostenpreise zur Verbreitung erhalten. = Augustin Berlin: Der Antrag bezieht sich nicht auf alle wichtigen Reichstags- Verhandlungen, sondern nur auf die für die Landbevölkerung wichtigen. Die Landberölkerung muß in der That von unserer Stellung eine ganz faliche Anschauung befommen, wenn ihr, wie das geschehen ist, gefagt wird, daß wir für die Beibehaltung der Gesinde- Ordnung gestimmt haben; daß gerade das Gegentheil der Fall ist, davon erfährt sie nichts. Darum ersuche ich Sie um Annahme des Antrags. Antric bittet um Ablehnung des Antrags wegen der Unmöglichkeit der Durchführung. Die finanziellen Mittel, die hierzu erforderlich wären, stehen nicht zu unserer Verfügung. Wir haben Diese„ Lücke" soll jedenfalls durch die internationale Konferenz beseitigt werden. " Militäranwärter im Postdienst. Hinsichtlich der Bewerbung von Militäranwärtern um Anstellung im Reichs- Postdienst hat das Reichs Bostamt folgende neue Bestimmung erlassen:" Die OberPostdirektionen haben bei Meldungen solcher Militäranwärter aus entfernt gelegenen Bezirken, die bereits bei anderen Ober- Postdirektionen vorgemerkt sind, die Vermögensverhältnisse besonders eingehend zu prüfen und diejenigen Bewerber von der Aufnahme in die Anwärterliste auszuschließen, hinsichtlich deren in anbetracht ihrer gesammten wirthschaftlichen Lage, der Größe ihrer Familie, der Theuerungsverhältnisse des Bezirks u. s. w. die begründete Befürchtung aufkommen muß, daß sie bei einer Einberufung in Noth gerathen würden. Die Bewerber aus entlegenen Bezirken, deren Bormerkung unbedenklich ist, sind darauf aufmerksam zu machen, daß sie nach erfolgter Anstellung auf Versegung in andere Bezirke um so weniger zu rechnen hätten, als dadurch die für nur einen Bezirk vorgemerkten Anwärter geschädigt werden könnten." Die Reichspost scheint danach nicht in der Lage zu sein, ihre unterbeamten ausreichend zu bezahlen. Die Unterbeamten scheinen auf eigenes Vermögen angewiesen zu sein und bei theuren Lebensverhältnissen oder großer Familie nicht von dem leben zu können, was ihnen die Post zahlt. Das Gehalt aus dem Postdienst scheint demnach nur als ein Nebenverdienst betrachtet zu werden, trotzdem die Arbeitskraft der Unterbeamten, so weit es sich mur irgend thun läßt, in Anspruch genommen wird. einiger Zeit der Kaiser in Altona war, waren die Schulkinder Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Als bor zum Spalierbilden kommandirt. Beim Ankleiden ihrer zwei Töchter zu diesem Zwecke soll sich die Ehefrau J. einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben, indem sie eine wegwerfende Bemerkung über den Kaiser machte. Eine gute Nachbarin war dabei und demmzirte, als sie hinterbrein mit der Frau J. in Streit gerathen war, diese bei der Staatsanwaltschaft. Frau J. wurde infolge dessen wegen Majestätsbeleidigung vom Altonaer Landgericht zu einer Gefängnißstrafe von 2 Monaten verurtheilt. Frankreich. Die Regierungen finden sich seit mehreren Jahren bei der Ausführung der ihnen obliegenden Aufgabe, für die Sicherheit des Staates und der Bürger zu sorgen, einer Thatsache gegenüber, deren Ernst ein ganz besonderer ist und die ihre Aufmerkjamfeit und Sorge im höchsten Grade in Anspruch nimmt. In des Dreyfus- Prozesses fordern. allen Ländern machen die Behörden aufmerksam auf das Der Matin" stellt unter Hinweis auf die einfchlägige GesetzVorhandensein einer mehr oder weniger zahlreichen Klasse von gebung fest, daß die formelle Abficht des Gesetzgebers gewesen sei, Menschen mit entarteten Grundsätzen, deren Bestrebungen und den verdächtigen Charakter eines in einem Kriminalprozesse vorderen Verbrechen, wie offen zugegeben wird, das gebrachten Zeugnisses als einen neuen Thatbestand begründend Ziel haben, die Grundlagen, auf denen die anzusehen, der den Weg zum Kaffationshof eröffnet, auch wenn der gegen wärtige Gesellschaftsordnung ruht, zu untergraben und diese verdächtige Zeuge nicht mehr abgeurtheilt werden kann. Einige Ordnung vollständig umzustürzen. Diese überspannten Menschen, Blätter machen, wie der„ Vossischen Zeitung" berichtet wird, geden Brief eines Korpsdie vor feinem Attentat, und sei es noch so scheußlich heimnißvolle Mittheilungen über Gestern haben im Stadtviertel La Vilette mehrere Versammlungen stattgefunden, in denen sozialdemokratische Redner das Wort nahmen und Resolutionen zur Annahme gelangten, die eine Revision aus, nur und wahnwißig, zurückschrecken, sprechen öffentlich Prinzipien befehlshabers an einen andern, der in die Hände der Regierung die sie selbst anarchistische Prinzipien nennen und gefallen fei und von ihr als Beweis betrachtet werde, daß die sie auf ihren Wanderungen durch ganz Europa verbreiten. eine militärische Verschwörung zum Zwede eines Staatsstreichs Sie werden bei dieser Propaganda von einer geheimen Presse bestehe. Brisson wolle die geftelung vor der Kammer aufdecken. unterstützt, welche unaufhörlich zu jeder Gewaltthat auffordert und In Toulouse, wo gestern Sebastian Faure einen Bortrag über welche die abscheulichsten Verbrechen rühmt und preist als die Dreyfus und Picquart hielt, versuchten die Antisemiten die Berwirlsamsten Mittel, den der ganzen Gesellschaft erklärten Krieg sammlung zu fprengen; fie waren indeß die Schwächeren und bis zum Aeußerstent fortzuführen. Die Regierungen haben sich wurden mit blutigen Köpfen heimgeschickt; die Ruheftörung dauerte bisher bemüht, durch genaue Anwendung der bestehenden Geseze und von 10 Uhr abends bis 2 Uhr morgens, die Polizei scheint sich mit in einigen Fällen durch Ausnahmemaßregeln der Verbreitung dieser unparteiischem Zuschauen begnügt zu haben. verbrecherischen Theorien soviel als möglich Einhalt zu thun. Es hat Spanien. sich indessen gezeigt, daß diese Bemühungen, da sie nur vereinzelt Madrid, 7. Oktober. Man versichert, daß unter den Mitgeblieben, nicht wirksam genug gewesen sind, das Uebel zu begliedern der Pariser Friedenskommission Meinungsverschiedenheiten zwingen und Herr der Schliche zu werden, mit denen die bezüglich der Frist für die Räumung Kuba's bestehen. Die spanischen Anarchisten aller Länder sich zu verständigen, sich beizustehen und Delegirten sollen die von den Amerikanern gestellte Frist von 45 Tagen sich zu organisiren suchen, was ihnen zuweilen auch gelingt. Es für unzulänglich halten. Ebenso sollen Differenzen hinsichtlich des scheint sich demnach für die Regierungen, welche sich angesichts Kriegsmaterials Herrschen. der gemeinsamen Gefahr solidarisch fühlen, die Nothwendigkeit zu Madrid, 7. Ottober. Eine zahlreich besuchte Versammlung ergeben, sich gegenseitig ständige Unterstützung zu gewähren auf Handeltreibender beschloß, die Regierung um Herabseßung des Ausder Grundlage eines Systems der gemeinsamen Vertheidigung, gabebudgets, sowie um verschiedene finanzielle Reformen zu er welches in allen feinen Einzelheiten genau erwogen ist. Die Re- suchen. Namentlich wünscht man, daß die Rentensteuer der Grundgierung Sr. Majestät hat sich ihrerseits schon lange mit solchen steuer mindestens gleichgestellt werde, daß die Zahlung der Zinsen Gedanken getragen und sich darin mehr und mehr bestärkt gesehen. der Staatsschuld in Pesetas auch für die Gläubiger im Auslande Angesichts der langen Reihe von anarchistischen Verbrechen, die, gelte und daß der Notenumlauf der Bank von Spanien eingeschränkt wie namentlich die Ermordung des Präsidenten Carnot werde. und der zweimalige Mordversuch gegen unsern König, Türkei. das der Entsetzen ganzen Welt erregt haben, alt= Auf Kreta ist englische Infanterie und Artillerie ausgeschifft gesichts der schrecklichen Frevelthat, die jetzt in Genf be- worden. Wie der„ Temps" meldet, soll die Zahl der französischen gangen wurde und die einen Maßstab dafür bietet, wessen Truppen auf Streta unverweilt von 1800 auf 2600 Mann erhöht Diese Elenden ohne Glauben und ohne Vaterland allein fähig sind, werden. Außerdem wird sich, wie„ Esercito" meldet, in turzem Asien. hat die tönigliche Regierung beschlossen, die Initiative für einen eine große Anzahl italienischer Carabinieri nach Kreta begeben, da vorläufigen Meinungsaustausch zu ergreifen, welcher auf den Ab in betreff der Neubildung der internationalen Gendarmerie be schluß internationaler Abmachungen in dem von mir angegebenen schlossen worden ist, daß diefelbe zur Hälfte aus Karabinieri bestehen Sinne hinauslaufen soll. Die Aufnahme, welche dieser Schritt bis- foll, die in dieser Gendarmerie schon früher gute Dienste geleistet her gefunden hat, ist eine Bestätigung dafür, daß die Anschauung haben, der fgl. Regierung im Prinzip getheilt wird und daß als das am meisten angezeigte Mittel zur Erreichung dieses Zweckes der baldige Busammentritt einer internationalen Konferenz erscheint, auf ein früherer Gefährte Aguinaldo's, jei auf Befehl der InsurgentenAus Manila wird dem New- York Herald" gemeldet, Artachio, welcher die europäischen Mächte nicht nur durch diplomatische Vertreter sondern auch durch technische Delegirte der betreffenden regierung in Malolos erschossen worden; die Spaltung in der Partei Verwaltungen der Justiz und des Junern vertreten sein würden, nehme schnell zu, Aguinaldo sei nur noch eine Puppe in den Händen ein modus procedendi, welcher durchaus den Ansichten der Regierung der Aufständischen. -O des Königs entsprechen würde. Ich bitte Sie, das Vorstehende Yokohama, 7. Oktober. Japan entsendet zwei Kreuzer in die zur Kenntniß des Ministers des Aeußeren derjenigen Regierung chinesischen Gewässer zum Schuße seiner Staatsangehörigen. zu bringen, bei der Sie akkreditirt sind, und ihm eine Abschrift Peking, 7. Ottober. Dreißig Kosaten und 36 russische See Siefer Depesche zu geben, indem Sie ihm zugleich formell den Vor- soldaten mit zwei Feldgeschützen, 25 britische Seesoldaten, sowie 30 Mann der deutschen Marine- Infanterie trafen heute hier ein und rückten in die Stadt ein. Große Menschenmassen hatten sich angejammelt; es ereignete sich jedoch kein Zwischenfall. Die Chinesen erschienen eingeschüchtert. Den Zu Langenbielau soll sich, der bürgerlichen Preise zufolge, der Brinzipale, welche Störungen in ihrem eigenen Betriebe verhüten Parteigenosse August ihn eine ziemlich umfangreiche Villa" und damit den Frieden im Gewerbe fördern helfen wollen, ersuchen haben erbauen lassen, weshalb ein Theil seiner früheren Wähler ihn, wir dringend, den Tarif einzuführen und anzuerkennen und hierBillenproletarier", bei der letzten Reichstagswahl nicht unter- von dem zuständigen Kreisvertreter oder dem Tarifamte der Deutschen stüßt hätte. Die Villa ist aber, wie der„ Proletarier aus dem Eulen- Buchdrucker in München, Schmellerstraße 22, baldigst Mittheilung zu gebirge" mittheilt, eine ganz gewöhnliche Miethskaserne, die Kühn, machen. Der Verleger dieses Blattes, unter Aufnahme einer Last Schulden erbauen lassen mußte, am für die Druckerei, die sonst infolge der Schikanen der Gegner obdachlos geworden wäre, ein sicheres Unterkommen zu schaffen. Ausland. Gebrauch bon zu Das neue japanische Kabinet ist von argen Demokraten und sogar„ Verschwörern" durchsetzt. Neben vier adeligen Mitgliedern, die schon mehrfach Minister gewesen sind, hat es fiinf bürgerliche. „ Ost- Asien", die in Berlin von dem Japaner Kisak Tamai herausZum Streik der Pariser Erdarbeiter. Der Telegraph bes gegebene Monatsschrift berichtet, daß diese fünf alle ein sehr bewegtes richtet von einer Menge Ausschreitungen, welche in den letzten Leben hinter sich haben. So habe Massami Oishi, der LandTagen von den Ausständigen begangen worden sein sollen. wie wirthschaftsminister vor 15 Jahren in Tokyo eine so feurige Danach sind die Streikenden und dazu gehören, Rede( Blusenrede) gehalten, daß man ihn in Verdacht hatte, er wolle Gewerkschaftliches. wir gestern bereits mittheilten, jetzt auch Bauarbeiter aller Dynamit anlaufen. Er wurde auch deswegen verhaftet, aber freiKategorien Berlin und Umgegend. zu den Bauplägen gezogen und haben die Weiter gesprochen. Als späterer Minister- Resident für Korea hatte er sich Achtung, Buchbinder! Kollegen und Kolleginnen! In arbeitenden bedrängt. Auch in den Vorstädten soll es zu Reibereien dem König gegenüber unehrerbietig benommen, so daß er abgerufen wien befinden sich seit Montag 1300 Kollegen und Kolleginnen gekommen sein. Zwischen der Polizei, die aber den Befehl hatte, werden mußte. Der neue Finanzminister Masahisa Masuda im Ausstande. Sämmtliche Forderungen, die nur als zu be- teinen der Waffe zu machen, ist wegen seiner scharfen Sprache, die er als Redakteur einer libe- rechtigte bezeichnet werden müssen, sind von den Unternehmern und den Streikenden ist es an verschiedenen Stellen Wie viel an diesen Nachrichten ralen Zeitung führte, einige Zeit im Gefängniß gewesen. Der schlimmste schroff abgelehnt. Es blieb unseren Kollegen somit nichts weiter Buſammenstößen gekommen. „ Revoluzer" scheint der Verkehrsminister Juzo Hayashi übrig, als den Kampf aufzunehmen. Der Ausstand ist ein vo II richtig, wie viel übertrieben ist, läßt sich zunächst nicht festzu sein. Er plante mit dem Grafen Mutsu, späteren Minister ständiger. Wenn die Wiener Kollegen nur furze Zeit fest stellen, daß sie mit einiger Vorsicht aufzunehmen sind, geht wohl des Auswärtigen, sich mit Gewalt der Person des Kaisers zusammenhalten, und wenn diese moralisch sowie materiell von allen am besten aus der nachstehenden Depesche hervor, welche der„ Frff. zu bemächtigen, um ihn so zu zwingen, eine konstitutionelle Ver- Kollegen des Auslandes unterstützt werden, ist ihnen der Sieg 8tg." zuging: Die fritische Situation, die die stetige Ausfaffung einzuführen. Die Verschwörung wurde entdeckt, die beiden gewiß. Wie bei der Aussperrung in Christiania, so suchen dehnung des Streits der Bauarbeiter geschaffen hat, zeitigt wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt, nach zehn auch die Wiener Unternehmer die dringenden Arbeiten in allerlei Gerüchte über den Ursprung der Mittel der StreiJahren aber begnadigt. Eine So erzählt man ähnliche Vergangenheit haben Deutschland fertigstellen zu lassen. Speziell Leipzig und kenden. ,, Courrier du sich nach dem die andern Minister hinter sich. Von dem neuen Unter- Berlin sind dazu ausersehen. Die Streifarbeit, die schon unter- Soir" auch, die Streikenden hätten von militärischer Seite zivei richtsminister wird erwähnt, daß er daß er den Geschichtsunterricht wegs sein soll, heißt ,, Wiener Mode". Millionen erhalten, um den Streik solange fortzusetzen, bis das mit der Gegenwart beginnen und rückwärts die Vergangenheit auf- Kollegen und Kolleginnen! Wenn Euch in den nächsten Tagen Militär Veranlassung habe, zur Herstellung der Ordnung einrollen lassen will, wie es ähnlich auch Wilhelm II. gewünscht habe. diese Arbeit vorgelegt wird, so weist sie mit Entrüstung zurück. Alle zuschreiten."- Der sozialistische Deputirte Coutant hat dent Also ehemalige Verschwörer und Zuchthäusler als Minister. Ob Wertstuben- Vertrauenspersonen wollen ungesäumt Mittheilung nach Minister angekündigt, daß er bei Zusammentritt der Kammer die dieselben auch versucht haben, Bauernaufstände zu organisiren, unserem Bureau gelangen lassen, falls ihnen Streifarbeit zu Gesicht Regierung interpelliren werde über ihre Haltung zum Streit. Es darüber giebt das genannte Blatt uns keine Auskunft. kommt. Kollegen und Kolleginnen! Sorgt ferner dafür, daß habe sich der Streit zu einer Kalamität ausgewachsen und die ReBuzug nach Wien streng ferngehalten wird. Thut Eure Schuldig- gierung habe daher die Pflicht, sich mit der Angelegenheit zu Kolleginnen als Sieger aus dem Kampfe hervorgehen. feit und helft dazu beitragen, daß unsere Wiener Kollegen und befassen. Geldsendungen werden in unserem Bureau entgegengenommen.- Der Afrika. -O Kairo, 6. Oftober. Die Zahl der im Hospital in Kairo befind lichen franken Soldaten beträgt 700, das sind noch nicht 6 pct. der gesammten 12 000 Mann betragenden Besatzung. Amerika. New- York, 6. Oktober. Den legten Nachrichten aus Walker zufolge ziehen die Indianer große Verstärkungen heran und haben sich allgemein erhoben. Zu ihrer Bekämpfung sind sicher 1000 Mann erforderlich.Verband der Buchbinder. Die Vergolder Berlins werden ersucht, während des Streits an den Sammlungen sich zahlreicher zu betheiligen. Sanimellisten find zu haben bei der Kommission, Zeughofstr. 22, Restaurant Lange. Die Kommission. In der Rahmenfabrik von Sonnet, Greifswalderstraße 13, Boston, 6. Oktober. Die republikanische Staatskonvention be- haben die Farbigmacher wegen Lohndifferenzen die Arbeit niederFerner machen stätigte heute die in der Platform von St. Louis vom Jahre 1896 gelegt. Es wird vor Zuzug nach dort gewarnt. enthaltene Erklärung über die Währungsfrage und fügte hinzu, da wird nochmals auf den Lohnlampf in Dänemark aufmerksam. die Bestrebungen, welche ein internationales Abkommen bezweckten, Rigdorf. Die Bauarbeiter nahmen in einer Versammlung am gescheitert seien, müsse das gesammte Münzsystem der Ver- 2. d. M. die Abrechnung des Vertrauensmannes entgegen. Danach einigten Staateu auf der einfachen Goldbetrug die Einnahme 34,75 M. und die Ausgabe 25,80 M. Der währung beruhen. Ueberschuß wurde der Lohnkommission überwiesen. Zum Delegirten für das Gewerkschaftskartell wurde Heidemann gewählt. Deutsches Reich. Kampf um das Koalitionsrecht! Die ,, Kölnische Zeitung" 0 Die Mittlerweile hat, wie der Telegraph meldet, der Unternehmerverband beschlossen, darin einzuwilligen, daß die Erdarbeiten durch die Stadt Baris unmittelbar den Schachtmeistern übergeben werden. Syndikatskammer der Maurermeister richtete an den Minister des Innern einen Protest wegen der Gewaltthätigkeiten der Streifenden gegen ihre Arbeiter und verlangte Sicherheit der Baupläge und Schutz der Arbeiter. Im walisischen Kohlenrevier( England) ist am ersten Montag im Monat, dem" Mabon" oder„ Spieltag", wieder eine fast allgemeine Arbeitsruhe eingetreten. Bekanntlich haben die Grubenbesizer bei Beendigung des legten Streits besonders an der Forderung festgehalten, daß der Feiertag, den sich die Arbeiter jeden Monat nach alter Sitte der Bergarbeiter dieser Distrikte nehmen, abgefchafft wird. Dem Verlangen wurde schließlich bei den Vereinbarungen von seiten der Arbeiter stattgegeben, aber jetzt zeigt sich, mit welcher Zähigkeit die Bergleute an diesem Feiertag festhalten. In Südwales standen am Montag eine ganze Menge Zechen still und in Rockstingstone waren 8000 Bergleute zu einem Entrüstungsmeeting über Abschaffung des monatlichen Feiertages versammelt. Es machte sich dabei eine starke Erregung gegen die getroffenen Vereinbarungen geltend. Boziales. Nach der Katastrophe auf Zeche„ General Blumenthal, wobei 17 Bergleute das Leben verloren, hat die Redaktion der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" in Bochum einen erfahrenen Fachmann nach dem Schauplag des Unglüds geſchidt, damit sich dieser durch Umfrage bei der Belegschaft und aus eigenem Anschein über die Ursachen des Unglüds unterrichte. Auf grund der Ermittelungen dieses Fachmannes stellt nun das genannte Bergarbeiter- Organ folgendes fest: " General Blumenthal" wird von den Bergleuten gern Todesthat" genannt, denn schon viermal im Laufe weniger Jahre wurde die Zeche von Massen unglüden heimgesucht. Es geht auch ohne Zuchthausgesek. Ein Schreiner, der beim Das Zuchthausgesek und die badische Regierung. Frankenthaler Schuhmacherstreit einem Streifbrecher zu nahe getreten Wie berichtet wird, hat sich die badische Regierung über die Grund- war, wurde in Ludwigshafen zu 8 Tagen Gefängniß verurtheilt, züge zu einem Gefeßentwurf betreffend den Schuß der Arbeits- nachdem der Amtsanwalt selbst nur 3 Tage beantragt hatte. willigen bereits geäußert. Sie empfiehlt eine Novelle zur Ge- Während eines Maurerstreits in Görlig hatte, wie wir schon werbe- Ordnung, wünscht jedoch nur gewaltthätige Handlungen und mittheilten, der Maurer Tang in der Nähe des Bahnhofes einen Drohungen gegen Arbeitswillige, nicht aber die bloße Annenangefommenen Maurer mit den Worten angeredet: Kollege, ich reizung zum Streit mit höheren Strafen bedroht zu mache Sie darauf aufmerksam, daß die Maurer hier streiken". Er sehen. erhielt dafür ein Strafmandat über 15 M. Taur erhob Wider Das Koalitionsrecht und das Zentrum. spruch und vor dem Schöffengericht in Görlig ergab sich, daß er Die Kölnische Volkszeitung" schreibt bezüglich der Fischer'schen ruhig nur diese Worte gesagt. Der Amtsanwalt beantragte schuldig, der Rede über die Bedeutung des Koalitionsrechts: Angeklagte habe mit diesen Worten den Zugereisten zum Streit aufKein Zweifel, daß bezüglich des Schußes der Koalitionsfreiheit reizen vollen, was ohne jede Frage grober Unfug( 1) sei. Nach die gesammte deutsche Arbeiterschaft eines Sinnes ist. Wo katholische furzer Berathung verkündete der Vorsitzende das Schuldig. Der Arbeiter mit der Deynhausener Kaiserrede sich beschäftigt haben, strafe event. 10 Tage haft erkannt, weil der Angeklagte in durch Gerichtshof habe auf das Doppelte des Antrages, auf 30 M. Geldhat die Ablehnung an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig getriebener Weise Einspruch"(!) erhoben habe. Er, der Vorsitzende, laffen, wenn auch selbstverständlich die Form eine andere war, Auf Blumenthal" herrscht eine nte erhörte, fieberhafte Förderals auf dem sozialdemokratischen Parteitage. Die Verdächtigung hoffe, daß man in aller Kürze derartige ungehörig feiten ganz anders bestrafen können werde! thätigkeit. Die Arbeiter müssen jede Woche einmal überarbeiten des Zentrums hätte sich der Parteisekretär Fischer daher nur ruhig Interessant ist, was die" Tägliche Rundschau", ein Blatt, das so wenigstens fassen es die Bergleute auf und wer jeden Tag sparen können. Das Zentrum hat in der bestimmtesten Weise ertlärt, es werde an dem Koalitionsrecht der Ar- gewiß nicht in den Verdacht der Arbeiterfreundlichkeit kommen kann, überarbeiten will, kann dies thun. Die Menschenförderung wird, wie auf anderen Bechen, beiter nicht rütteln lassen, und dabei wird es bleiben. hierzu bemerkt. Das Blatt schreibt: Wir hoffen, daß es sich hier um eine unrichtige, einseitige Darso auch auf Blumenthal" außerordentlich beschleunigt! Möglich, daß das Zentrum einmal nicht umfällt, wenn die stellung handelt. Sonst müßte man sich diesen Fall merken, um bei„ Man schmeißt uns hinein," sagen die Bergleute. ,, Raum meint gänzliche Beseitigung des Koalitionsrechts verlangt wird. werden sich wahrscheinlich selbst die geduldigen Zentrumswähler nicht Berathung eines etwaigen Streitgefeßes darauf hinzuweisen, was man, der Storb sezze sich in Bewegung, da stößt er schon unten auf." bieten lassen. heutzutage unter„ Mißbrauch der Koalitionsfreiheit" verstanden wird. Besteht denn keine Vorschrift über das langsame Tempo der LeuteEs wird heutzutage immer beschwichtigend davon geredet, die Koalitions- förderung? freiheit wolle kein Mensch antasten. Gewiß! Der Kaiser hat das wohl Auf Blumenthal" soll der Maschinenwärter Bofing der Schuldige fchreibt: Wie groß die Hungersnoth, der Mangel an Agitationsstoff, nicht gemeint und die verantwortlichen Männer der gegenwärtigen sein. Wer verlangte aber von dem Mann, daß er jo rasend förderte? im sozialdemokratischen Lager ist, das zeigt am besten die abstoßende Regierung werden wissentlich erst recht nicht die Hand dazu bieten. Er selbst hat kein Interesse daran, da er in Tagelohn steht. Gier und die Verlogenheit, mit der man sich auf die Entgleisung in Aber hier sieht man, was für Auffassungen über die Rechte der Nach immer mehr Kohlen schreit der Steiger, in rasender Eile der Deynhausener Rede stürzt. Jeder einzelne Sozialdemokrat weiß Arbeiter sogar an Gerichtsstelle bestehen! Dabei wollen wir noch geht die Förderung; die riesigen Fördermaschinen machen nur ein ganz genau, daß kein Mensch in Deutschland daran denkt, den garnicht einmal von dem Schandfleck der deutschen Rechtspflege, deni paar Umdrehungen und der Korb hat hunderte von Metern durchAusstand oder das Werben für den Ausstand zu verbieten, Groben Unfug- Paragraphen reden, der hier auch eine beschämende eilt. Die Haare stehen sogar alten ergrauten Knappen zu Berge daß es sich vielmehr lediglich darum handelt, muß Leute, die Rolle spielt. Schon das ist bezeichnend für die Rechtsanschauung, bei diesen Höllenfahrten. Es kann nicht anders sein, es arbeiten wollen, gegen Bedrohungen und Mißhandlungen zu schüßen. daß in dem Umstand, daß der Mann sein Recht sucht, straffchärfende Sch a cht lnglüde geben bei diesem wahnsinnigen Jagen nach Dennoch erheben sich in Stuttgart schlechte Komödianten, die mit Durchtriebenheit gesehen wird!" Mehrgewinn. der Behauptung Grausen zu erregen suchen, man wolle den Streif Im niederrheinisch- westfälischen Kohlenrevier waren nach Wir haben uns überzeugt, daß der erst 3 Monate in Betrieb gemit dem Tode, das Anreizen zum Streit mit Zuchthaus bestrafen. den legten Feststellungen im Mai d. J. 189 000 Bergleute benommene Schacht in recht gutem Zustand ist. Aber wie steht es Wir meinen, die Partei sorgte in ihrem eigenen, wohlverstandenen schäftigt. Außerdem wohnten in Bochum 16 000 Berginvaliden. Am mit den„ modernsten Sicherheitsvorrichtungen"? Wenn der Korb oben Interesse dafür, daß Leute, die sich nicht entblöden, solchen Wahnwig 6. Oktober betrug die Gesammtzahl der Bergleute 210 000. anschlägt, dann soll das Seil aushaken und der Korb bleibt auf den aufzutischen, in aller Stille in einem gut geleiteten Irrenhause unter Ju Saargemünd( Lothringen) haben sämmtliche Arbeiter des knapp unter ihm befindlichen Nothtapps stehen, wie sich neulich noch gebracht würden.... Man überlasse doch diese Gesellschaft sich selbst Kasernenbaues wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Der auf" Karolinenglück" zeigte. Der Korb fann nicht in die Tiefe und der Wirkung der Zeit, die die schönsten Heyphrasen schäbig Arbeitslohn von 32 Tagen ist den Leuten noch nicht ausbezahlt sausen, wenn die Nothtapps angebracht sind und funktioniren! werden läßt; man werfe ihr nicht immer wieder in blindem Eifer einen worden. Die Arbeiten, die zu 340 000 m. veranschlagt waren, Wir erfuhren das Vorhandensein der Nothkapps auf„ Blumenthal". Knochen hin, an dem sie nagen kann, und man räume endlich gründ- wurden dem Bauunternehmer Johann Göz in Straßburg, als dem aber wie war es möglich, daß sie zerrissen? lich mit der Vorstellung auf, daß diese Herren eines Tages auf die Mindestbietenden, für 270 000 M. übertragen. Von diesem wurden Warum die Nothkapps zerrissen sind, ist uns schon erklärt. So Straße hinabsteigen und in die Geldschränke einbrechen würden. Die Maurerarbeiten an einen italienischen Unternehmer gegen Liefe- unglaublich es flingt, wahr ist es doch: Man hatte nicht Wenn an dem Erlaß über den Waffengebrauch etwas zu beklagen rung der Materialien übergeben. Die bisherigen Kosten belaufen apps vom besten Stahlguß, fondern von Holz im ist, so ist es dies, daß er vielleicht auf derartige Wahnvorstellungen sich auf 36 000 M. Der Unternehmer hat schon 40 000 m. an den Schacht angebracht!!! Und diese hingen an Schräubchen zurückzuführen ist, die von einer vollständigen Unfähigkeit des Maurermeister ausbezahlt. Weitere 20 000 m., die er auf den von höchstens 20 Millimetern Stärte! Diese„ modernste politischen Beobachtens und Denkens zeugen würden." 1. b. M. verlangte, erhielt er nicht mehr. Trotzdem nun die Arbeiter Sicherheitsvorrichtung" mußte von dem niederstürzenden vier feiern, werden immer noch neue Materialien angefahren. Zwei Etagen hohen Korb zerschlagen Gendarmen bewachen den Platz. Die Streifenden, meist Italiener, uns liegt ein Span von einem der gerissenen Kapps, es ist amerikabringt die folgende Zukunftsdebatte aus dem neuen Reichstag: nisches Holz. Eine Reihe von Praktikern, denen wir dies mitSozialistischer Abgeordneter: llnd welche Nechte bleiben uns stehen gruppenweise in den Straßen der Stadt. noch so frage ich entrüstet wenn dem Wolfe die Koalitions- Vom Tarifausschuß der Deutschen Buchdrucker wenden sich theilten, geriethen in die größte Erregung über diesen Bergmannshätte nicht solche Sicherheits- Vorrichtungen" in freiheit auch noch verkürzt werden soll und wenn das legale Mittel die Prinzipals Mitglieder an die Buchdrudereibefizer mit schutz und erklärten: Ein praktischer Arbeiter von Erfahrung des Streifes gemeine Buchthausstrafe für die im Gefolge haben soll, folgendem Aufruf: die dazu rathen?" Seit dem zweijährigen Bestehen des Deutschen Buchdruckertarifs dem Schacht angebracht. Was sagt das Ober- Bergamt dazu?" Konservativer Abgeordneter:„ Verwirren Sie die Menge nicht haben die unterzeichneten Brinzipals- Vertreter im Tarifamt und und täuschen Sie das Volt nicht über die wohlwollenden Absichten Ausschuß keine Mühe gescheut, diejenigen Firmeninhaber, die einer einer weisen Regierung! Ihnen bleiben alle durch die Verfassung Einführung und Anerkennung des Tarifs bisher aus dem Wege Tekte Nachrichten und Depeschen. gewährleisteten Nechte: das Recht der direkten und indirekten Steuer- gingen, in follegialer Weise darauf aufmerksam zu machen, daß es zahlung, das Recht bei welcher Profession auch immer dauernd oder ihre Pflicht sei, den für alle Buchdruckereien Deutschlands giltigen auch nur vorübergehend arbeitsunfähig zu werden, das Recht in Lohntarif einzuführen. Alle Einwendungen, die unseren Vorstellungen Kirchen oder Kapellen dem Schöpfer auf Ihren Knien dafür zu gegenüber erhoben wurden, müssen wir als unzutreffend bezeichnen, danken, daß er Sie in einem geordneten Staatswesen leben läßt, denn der Tarif ist bei einigermaßen gutem Willen in jeder Druckerei das Recht ein Weib zu nehmen und Söhne zu erzeugen, die dereinst, zur Durchführung zu bringen, zumal derselbe in den§§ 31 und 33 wenn sie erwachsen sein werden, auch ihrerseits das Recht haben den Verhältnissen der Prinzipale in kleinen Städten vollauf Rechsollen, mit der Waffe in der Hand die höchsten Güter der Nation nung trägt. gegen alle äußeren und inneren Feinde heldenmüthig zu verDer Tarifausschuß der Deutschen Buchdrucker hat auch für diesen L. S. Herbst eine Agitation zur weiteren Tarifeinführung beschlossen; dort, theidigen." wo unsere kollegialen Bemühungen auf Anerkennung des Tarifes feinen Boden fanden, werden die Gehilfen in den nächsten Wochen bestrebt sein, event. mit ordnungsgemäßer Lösung des Ar Berichtigung. Genosse Gerisch sendet uns in bezug auf die beitsverhältnisses die Tarifeinführung zu er reichen. Unsere Arbeitsnachweise werden in solchen Fällen den Wiedergabe seines Rechenschaftsberichts folgende Berichtigung: betreffenden Druckereien Arbeitskräfte nicht überweisen, wohl aber So muß es unter Provinz Sachsen heißen:[ Die Stadt Magde- diejenigen Gehilfen, welche eine Druckerei wegen Tarifeinführung burg brachte für Wahlzivecke 6362 M. auf, wovon 3340 m. veraus- verlassen, gemäß§ 48 des Tarifes in erster Reihe anderweit unterDer Pariser Stadtrath nahm mit 31 gegen 12 Stimmen eine gabt wurden. Die Provinz Schleswig- Holstein erhielt, soweit sie bringen. Wir rechnen hierbei auf die Unterstüßung aller tariftreuen Tagesordnung an, welche die Abberufung des Seine- Präfekten verNeumünster unterstellt war, nicht 9500 m. sondern 5500 M. Herzog Firmen, in deren Interesse es liegen muß, daß auch die Konkurrenz langt, weil seine Amtsführung den Interessen der Stadt Paris nachthum Altenburg brachte für die Reichs- und Landtagswahlen nicht auf dem Arbeitsmarkte sich nach den für das ganze Deutsche Reich theilig sei. Es handelt sich um angebliche Unregelmäßigkeiten bei 10 836 M., sondern 3898 M. auf. giltigen Lohn- und Arbeitsbedingungen richtet. Alle diejenigen den Berdingungen für die Arbeiten zum Bau der Stadtbahn. Hierzu 2 Beilagen. Verantwortlicher Redakteur: Anauft Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin Der Simpliciffimus Partei- Nachrichten. " werden! Vor Köln, 7. Oftober.( B. H.) Bei einem heute früh von hier abgelassenen Güterzug riß in der Nähe der Station Wahn beim Baffiren einer Weiche die Kuppelung eines Wagens, und 33 Wagen schnellten zurück. Acht davon entgleisten und gingen vollständig in Der Materialschaden ist bedeutend. Die den Zug beTrümmer. gleitenden Beamten konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Bern, 7. Oktober.( B. H.) Beim Besteigen des ScheibenstollBerges stürzte der Student der Medizin Albert Torrer ab und war sofort todt. Paris, 7. Oftober.( W. T. B.) Die ausständigen Erdarbeiter weisen die ihnen seitens der Arbeitgeber gemachten Zugeständnisse zurück. Heute Nachmittag versuchte ein starker Haufe Ausständiger ein Aufhören der Arbeiter auf einem Bauplatz in der Nähe der Börse zu erzwingen. Die anwesende Polizei war zu schwach und rief eine Abtheilung Militär zu Hilfe, welche die Menge zum Auseinandergehen aufforderte. Daraufhin zerstreuten sich die Ausständigen. Dem Vernehmen nach wurden heute mehr als 150 Verhaftungen vorgenommen. r. 236. 15. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Oktober 1898. Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Stuttgart, 7. Oftober 1898, Vormittags- Sinung. ( Privatdepeschen des Vorwärts".) " -ganze Volt damit zöllnerisch. Heute dagegen finden wir das merkwürdige, daß In- dem Meuchelmorde gleichkommt, die auch ich mit dem Zuchthaus dustrie und Landwirthschaft gleich schußzöllnerisch sind. Was bedeutet belegt wissen möchte( Sehr gut!), des Systems der schwarzen Listen. das? Der Schutzzoll in der Industrie belastet die Land-( Lebhafter Beifall.) Unter diesem System haben die amerikanischen wirthschaft, der Schutzzoll in der Landwirthschaft belastet Arbeiter trog weitester Stoalitionsrechte und größter politischer die Industrie; belasten wir gleichzeitig Industrie und Land- Freiheit sich gezwungen gesehen, sich geheim zu organisiren. Wir wirthschaft, so heißt das, was wir mit der einen Hand geben, in Deutschland haben weder die politische noch die Koalitionsnehmen wir mit der anderen Hand, fein Theil hat einen Vortheil. freiheit Amerika's, und wir sollen dafür sorgen, daß die Beide gewinnen anscheinend nichts dabei, sondern sie verlieren. Das deutschen Unternehmer durch den Zollschutz zusammengeschweißt erscheint eigentlich als Wahnsinn, aber in dem Wahnsinn liegt werden. Genossen, das wäre Selbstmord!( Sehr richtig!) Die Vormittags- Sigung wird um 91/2 Uhr eröffnet. Den Vorsiz Methode. Die erste Ursache des methodischen Wahnsinns ist zu Ich habe unlängst im„ Daily Chronicle" den Bericht eines ameriführt Singer. suchen in dem Vordringen des Proletariats. Wenn die deutschen lanischen Fachmanns gelesen, der sich über die Arbeiterverhältnisse Das Korreferat über die deutsche Bott- und Agrarier Schutzölle verlangten in dem Moment, wo die deutsche in der amerikanischen und in der englischen Eiſenindustrie äußerte. Handelspolitit hat Kautsky: Ich befinde mich als Landwirthschaft aufhörte zu exportiren, wo im Gegentheil auswärtige Daraus geht hervor, daß, trozdem die Lebenshaltung der Arbeiter Storreferent in einer etwas eigenthümlichen Situation. Schippel Lebensmittel nach Deutschland hineinkommen, so war das von ihrem im allgemeinen in Amerika höher ist als in England und trotzdem sagte gestern, er hätte gegen die von mir eingebrachte Resolution Standpunkt aus gerechtfertigt. Warum trat nun aber die Industrie die amerikanische Eisenindustrie unter dem Schuß des Zolles empor theoretisch nichts einzuwenden. Ich befinde mich in derselben Lage; nicht in Gegnerschaft zu den Agrariern? Die entscheidende Ursache geblüht ist, doch die Arbeiter in der amerikanischen Eiſenindustrie auch ich habe theoretisch gegen die Resolution Schippel nichts einzu- dafür sehe ich in dem Vordringen des Proletariats. Die industriellen viel tiefer stehen in bezug auf Höhe des Lohns. Arbeitszeit und wenden. Dennoch muß ich Sie bitten, für unsere Resolution zu stimmen Kapitalisten konnten mit dem Großgrundbesitz nicht fertig werden Sicherheit der Arbeit als im freihändlerischen England. Ermessen und nicht für die Resolution Schippel, und zwar weil jeder für die Neso- ohne Buhilfenahme des Proletariats. Das Proletariat war eben wir das alles, dann haben wir durchaus keine Ursache, uns für den lution Schippel stimmen kann. Ueber die Resolution Schippel sind wir bereits Ende der siebziger Jahre zu weit entwickelt, als daß die Schutzoll zu begeistern und zu sagen, wir wollen uns nicht festlegen. alle einig, in der Partei bestehen aber große Meinungsverschiedenheiten deutsche Bourgeoisie noch gewagt hätte, diesen Acheron zu bewegen Wir wissen noch nicht, ob die deutsche Industrie heute schon so weit über die Zoll- und Handelspolitik. Wenn wir die Resolution Schippel gegen die Junker, sie fürchteten sich vor dem Proletariat und zogen ist, daß sie des Schutzzolles entbehren kann. annehmen, dann bleibt die Sache genau so, wie sie vorher war, es vor, einen faulen Frieden mit den Junkern zu machen. Das ist Auf die politische Seite des Schutzzolls brauche ich nicht eindann war es absolut nicht nöthig, die Sache hier zu verhandeln. Es die erste Ursache, warum wir gleichzeitig auf Schuß zugehen, denn wir wissen ja, welche Stolle die indirekten Steuern ist aber von großer Wichtigkeit für uns, für unsere Agitation im zölle für Lebensmittel und Industrieprodukte kommen. Es spielen. Wir wollen nicht, daß das arbeitende Volt nicht weiß, Lande, daß man weiß, was Partei- Ansicht ist, was Ansicht mußte ein Kompromiß geschlossen werden, aber die Ron- wieviel es zu zahlen hat, wir wollen, daß der Arbeiter weiß, wieviel einzelner Genossen. leber furz oder lang wird eine Agitation für sequenz dieser Einführung der Lebensmittelzölle mußte wetter dem Staate zahlt. Wir wollen nicht, daß den Konsumenten die die Schutzzollpolitik im Lande beginnen und da müssen wir ein- gemacht werden, die Arbeiter mußten daran verhindert werden, Hauptlast auferlegt wird, sondern wir wollen eine gerechte Vergreifen, ob wir wollen oder nicht, wir werden dazu gezwungen. Lohnsteigerungen als Kompensation für die Vertheuerung der Lebens- theilung der Lasten. Und deshalb sind wir gegen indirekte Steuern. Da ist es aber vor allem nöthig, daß wir einig sind, damit teine haltung durchzusetzen. Und so begann denn mit dem System der Endlich wollen wir auch, daß die Volksvertretung die Macht hat, der Konfusion entsteht. Nun begreife ich ja Schippel ganz gut, wenn er Lebensmittelzölle gleichzeitig die Verschärfung des Verhältnisses Regierung nur die Mittel zu bewilligen, die das Land bedarf, und fagt, wir wollen uns nicht festlegen, das wäre voreilig, denn wir zwischen Arbeitgebern und Arbeitern. Gleichzeitig mit der Schutzzoll- darum müssen wir die Volksvertretung von der Regierung in diefer wissen nicht, was die Zukunft bringt. Nun, Genossen, unsere Reso- Alexa begann die Aera des Sozialistengesezes.( Sehr wahr!) Diesen Beziehung unabhängig machen. Es ist in den legten 20 Jahren lution legt die Fraktion in feiner Weise fest. nothwendigen Zusammenhang darf man nicht verkennen.( Sehr allmälig eine solche Vermehrung der indirekten Steuern eingetreten, Vollständig einig sind wir in unserer Verwahr!) Wer das eine nicht bekämpft, wird auch nie die Kraft haben, sie sind zu einer solchen Höhe gelangt, daß, wenn diese Summen werfung der Lebensmittelzölle, und doch hat uns dem anderen zu Leibe zu rücken. Mit welcher Verachtung damals durch direkte Steuern aufgebracht würden, das das nicht gehindert, den Handelsverträgen zuzustimmen, die einen die Arbeiter dieses System des Schußes der nationalen Arbeit be- gegen die Regierung aufgebracht sein würde. Da sagt man nun, wenn Getreidezoll von 3,50 Mart auf 12 Jahre festlegten. Sie sehen, trachteten, beweist am besten das Wort, das Auer im Parlament wir der Industrie jetzt, wo der Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkte daß die grundsätzliche Festlegung die Fraktion nicht hindert, fich, brauchte, wo er dieses System einen Beutezug nannte auf die Taschen so schwer ist, ihr den Bollschutz entziehen, muß das die gesammte wenn sie zwischen zwei llebeln zu wählen hat, für das fleinere zu des arbeitenden Volkes( Sehr gut!), ein Wort, das traf, denn der Industrie aufs höchste schädigen, eine Krisis muß hereinbrechen. Ja, erklären. Schippel meint, der Parteitag fönnte sich nicht festlegen, Präsident quittirte mit einem Ordnungsruf. das ist ein sehr ernsthafter Einwand. Darauf könnten wir uns allerweil gar nicht feststehe, daß die deutsche Industrie des Zollschutzes Aber nicht nur 8ollschutz und Arbeitertrug sind mit einander vereint, dings nicht festlegen, daß wir von heute zu morgen zum Freihandel bereits entbehren könne. auch Lebensmittelzölle und Industriezölle. Heute bildet der In- übergehen. In dem Artikel von Engels, aus dem Schippel verlesen hatNun, Genossen, was heißt das denn eigentlich, daß die deutsche dustriezoll nur das Korrelat zum Kornzoll. Wollten wir heute die ich wünschte nur, er hätte mehr daraus verlesen heißt es, daß der Industrie des Zollschutzes entbehren kann? Nichts anderes, als daß Lebensmittelzölle aufheben und die Industriezölle bestehen lassen, so Schutzzoll sehr leicht einzuführen, aber sehr schwer wieder abzudie deutsche Industrie auf dem Weltmarkte fonkurrenzfähig geworden würden wir die Landwirthschaft schwer belasten und unsere Stellung schaffen ist. Das ist gerade das Bedenklichste am Schutzzoll. Er ist. Daß das richtig ist wir können unsere Resolutionen nicht im auf dem Lande verschlechtern.( Sehr richtig!) Wer ist der Schwächere schafft eine Menge von Mißbräuchen, aber er schafft auch Positionen, ahgemeinen, nicht mit Bezugnahme auf einzelne Industrieen fassen in Deutschland: die Industrie oder die Landwirthschaft? Täuschen die es erschweren, ihn mit einem Male wieder abzuschaffen. Aber daß das im allgemeinen richtig ist, das steht, glaube ich, für uns alle wir uns nicht, die Landwirthschaft ist in einer sehr bedrängten Lage. über den Weg, wie wir den Schutzzoll wieder abschaffen wollen, steht feft, wovon hängt denn die Konkurrenz der Industrie auf dem Weltmarkt( Sehr richtig!) Die Erzählungen der Freihändler von den Cham- fein Wort in der Resolution, da lassen wir der Fraktion vollkommen ab? Sie hängt ab von der Quantität und Qualität der Arbeit, von den pagner trinkenden Landwirthen haben denselben Werth, wie die von freie Hand, da legen wir sie gar nicht fest, der Weg muß Maschinen, von der Menge des Kapitals und endlich von den Roh- Champagner trinkenden Maurern.( Sehr richtig!) Es besteht eine sich nach den Umständen richten. Wann uns eine Wand in materialien. In jeder dieser Beziehungen steht die deutsche Noth der Landwirthschaft, die tiefe, innere Urfachen hat, den Weg kommt, dann gehen wir nicht mit dem Kopf Industrie auf der Höhe, und sie hat den Vortheil, ein Proletariat zu und die in der heutigen Gesellschaft nicht gehoben werden durch die Wand, sondern wir gehen um die Wand herum. befizen, das mit einer Bedürfnißlosigkeit, wie das Proletariat feines fant. Darüber sollten wir die Landwirthe nicht in Zweifel Aber erstreben wir deshalb, weil uns eine Wand in den Weg kommt, anderen Landes, eine Schulbildung verbindet, wie sie dank der laffen. Aber es fann nicht unsere unjere Aufgabe sein, die kein Ziel?( Sehr richtig!) Das Ziel müssen wir feststellen und das leberlegenheit unseres Voltsschulwesens bis in die siebziger Jahre Noth willkürlich zu steigern. Das würden wir thun, wenn wir geschicht in unserer Resolution. Die Resolution Schippel aber läßt hinein außerhalb Deutschlands nirgends zu finden ist. Auch die Fach- die Industriezölle ließen.( Sehr richtig.) Es wäre ungeheuerlich, uns dieses Ziel gänzlich im unklaren. Die Gefahr, daß der heute bildung in Deutschland steht auf der Höhe. Deutschland hat tüchtige daß der Landwirthschaft der Zollschutz genommen und der deutschen Schußzzoll von morgen aufgehoben und Zu Ingenieure, die Maschinen sind vorzüglich und es fehlt nicht an Industrie, die mit der englischen fonfurriren kann, der 8ollschutz die Industrie schwer geschädigt würde, borist nicht Die industrielle Bourgeoiste hat aufgehört, frei Kapital. Wenn die deutsche Industrie früher auf niedriger Stufenleiter gewährt werden sollte.( Sehr richtig.) Wenn wir heute noch nicht handen. produziren mußte, so hat sich dieser Zustand längst geändert. so weit sein sollen, au wissen, ob die deutsche Industrie des Zoll- händlerisch zu sein. Ich glaube nicht, daß jemals eine Zeit Das deutsche Kapital findet bereits nicht mehr genug Anlagemöglich- schußes entbehren fann, so weiß ich nicht, wann wir wissen sollen, fommen wird, wo wir wieder vollkommenen Freihandel haben werden. feit in der deutschen Industrie, es fucht bereits Anlagefapital im daß die deutsche Landwirthschaft des Bollschutzes nicht bedarf. Wenn Denn, wie ich schon gesagt habe, in der Krists, die 1873 erfolgte, Auslande, auch an Rohmaterial fehlt es der deutschen Industrie wir der Landwirthschaft den Zollschuß verweigern, dürfen wir ihn ist das System der freien Konkurrenz zu Grabe getragen worden. nicht, sie hat Eisen, sie hat Kohlen, und wo sie das Rohmaterial der Industrie nicht gewähren.( Sehr richtig.) Das System der freien Konkurrenz wird für die Industrie immer aus dem eigenen Lande nicht zur Verfügung hat, da sorgt der Welt- Die Entwickelung vom Freihandel zum Schuzzoll ist nicht will- unerträglicher. Sie treibt nach dem Monopol; selbst in dem freiverkehr dafür. Kurz und gut, unsere Industrie steht durchaus auf der türlich. Darauf hat Schippel mit recht aufmerksam gemacht. Wenn aber händlerischen England sind die Kapitalisten durchaus alle nicht mehr Höhe. Auch die Praxis zeigt überall die Konkurrenzfähigkeit der dabei auf Bismard hingewiesen wird, braucht er sich nicht zu entrüsten. Freihändler, vielfach wird von ihnen der Schutzzoll gefordert; und deutschen Industrie auf dem Weltmarkte; die Engländer erheben ein Wer war es denn, der Bismard das Verdienst zugeschrieben, das wenn wir heute dort noch keinen Schutzzoll haben, so ist das kein Wehgeschrei nach dem anderen, und Sie tennen ja die Geschichte des System des Schutzes der nationalen Arbeit geschaffen zu haben? Verdienst der englischen Kapitalisten, sondern der Arbeiter. Die Bortes made in Germany( verfertigt in Deutschland). Die Be- Nicht seine Gegner, sondern seine Anhänger, seine Lobhudler; also englischen Arbeiter wollen sich in ihrer Lebenshaltung nicht herabfürchtungen der Engläuder find ja freilich übertrieben, aber daß die ihnen wollen wir unsere Entrüstung zuwenden. Es giebt aber noch drücken lassen und dulden keine Lebensmittelzölle, und aus diefem deutsche Industrie der englischen ebenbürtig ist, das steht fest. Sie eine andere Ursache, die möglicherweise noch wichtiger ist für die Grunde überhaupt keinen Schutzzoll. fann deshalb des Schußzolles entbehren. Schippel hat freilich gemeint, Einfuhr des Schutzzoll- Systems. In den siebziger Jahren bereitete wenn dem so wäre, müßten die deutschen Industriellen die ersten sein, sich ein vollständiger Umschwung in der kapitalistischen Wirthschaftsdie diese Forderung erheben. Es ist doch aber stets der Ruhm der ordnung vor, das System der freien Konkurrenz wurde über Bord deutschen Sozialdemokratie gewesen, an der Spize zu marschiren. geworfen, man strebte dem System des privaten Monopols zu. Das Wir haben mit der Forderung der Abrüstung nicht gewartet, bis der bedeutet aber nichts als die Kartellirung der privaten Industrieen, Bar an der Newa sie erhob. Wir brauchen mit der Forderung des und die vollzieht sich am besten auf dem Boden des SchutzzollFreihandels nicht zu warten, bis der Bar an der Saar das Signal Systems. Wie der Schutzzoll früher ein Mittel war, die Industrie zu dazu giebt. entwickeln, ist er heute ein Mittel, das Monopol, die Kartellirung Aber auch historisch kann man den Beweis dafür führen, daß zu entwickeln. Das flaffische Land der Schutzölle und der die deutsche Industrie heute des Bollschutes entbehren tann, wir Sartelle Amerika, zeigt uns das am deutlichsten. Das Land des Freifinden bis in die siebziger Jahre hinein, daß diejenigen Zweige handels, England, zeigt uns das Gegentheil. Hier gelingt es nicht, unserer Produzenten, die exportiren, freihändlerisch find, während Kartelle zu schaffen, nicht einmal in der großen mächtigen Kohlendiejenigen, die auf den inneren Martt angewiesen sind, Anhänger industrie. Es ist aber nicht gleichgiltig für das Proletariat, ob es des Schutzzolls find. Der Gegensatz zwischen Freihandel und Schutzzoll einer fartellirten Industrie gegenübersteht oder nicht. Wir kommen spaltete bis in die siebziger Jahre hinein die produzirenden Klassen wahrscheinlich auch unter dem Freihandel zu Kartellen, wenigstens in zwei Theile, namentlich die Industrie und Landwirthschaft. für die bedeutendsten Industrien, aber das Tempo ist ein anderes. Die exportirenden Klassen wußten damals ganz gut, daß der Frei-( Sehr wahr!) Es ist nicht gleichgiltig für das Proletariat, ob es Nehmen wir eine andere Frage; wir fordern die progressive Einhandel im eigenen Lande das beste Mittel ist, um den Freihandel einer großen tartellirten Unternehmertlasse gegenübesteht oder nicht, fommensteuer; diese Forderung wird vor dem Siege des Proleauch in anderen Ländern zu erzeugen, und sie brauchten diesen, um ob die Unternehmer einen mächtigen Zusammenschluß voll tariats auch nie verwirklicht werden.( Sehr gut.) Ist aber das ihre Waaren in den anderen Ländern los zu werden; andererseits zogen haben, che das Proletariat in gewerkschaftlicher und Proletariat zum Siege gelangt, dann geht mit Naturnothwendigkeit haben die anderen produzirenden Klassen fein Interesse am Schutz- politischer Organisation zu voller Macht gelangt ist.( Sehr richtig!) aus dem Gange der Dinge hervor, daß wir dann gesellschaftliche zoll, die Landwirthschaft kein Interesse an Textil- oder Eisen- Wenn einmal die Gewerkschaften voll entwickelt sind, wenn sie ein- Bustände haben, in denen die Bedürfnisse des Gemeinwesens in zöllen, denn ste vertheuert ihre Bedürfnisse; und die gelebt und ein fester Bestandtheil im Voltsbewußtsein geworden sind, anderer Weise gedeckt werden als durch die Aufbringung von Steuern. Industrie hatte fein Interesse an landwirthschaftlichen Schutz- bann wird es selbst einem fartellirenden Unternehmerthum schwer Deswegen müssen wir doch diese Forderung erheben, weil wir fie zöllen, denn sie erhöhen die Preise ihrer Rohmaterialien, fein, sie zu zerschmettern. Wo sie sich aber erst mühsam entwickeln, für eine sehr praktische und eine durchaus im Interesse des Volkes Wolle, Leder, Holz. Auf der anderen Seite führten sie eine wird es für die Arbeiter ungemein schwer, gegen die vereinigten liegende halten. Denn dieses Ziel giebt die Richtung an, in der Lohnsteigerung herbei durch Bertheuerung der Lebensmittel, oder wo Unternehmer aufzukommen. Der Kampf muß ein ganz anderer wir kämpfen. Ohne Ziel fönnen wir nicht fämpfen.( Beifall.) die Arbeiter nicht in der Lage sind, die Vertheuerung der Lebensmittel sein, wenn uns eine kartellirte Industrie gegenübersteht, als wenn Und wer auf das Ziel verzichtet, verzichtet damit auf den durch Lohnsteigerungen wett zu machen, führen diese Schutzölle zu wir es mit zerstreuten Unternehmern zu thun haben. Aber auch Kampf. Ohne Ziel sind wir nichts als eine Studienkommission, aber nichts einer Verschlechterung der Lebenshaltung und damit zu einer für die Art ihrer Entwickelung, ob sie es mit einem Kartell zu thun die sehr schätzbare Resultate erzielen kann, Herabsetzung der Lebenshaltung. Das sehen wir in Deutschland hat oder nicht, ist für sie von ausschlaggebender Bedeutung. Das Praktisches erreicht.( Beifall.) Wir brauchen ein Ziel im 111 was ein Kartell versucht, ist, die Preise und in England. Die exportirenden Agrarier waren bis in die erste, die großen, wir brauchen ein Ziel auch im kleinen. Und darum, Mitte der 70er Jahre Freihändler, und das verdient fest- Höhe zu treiben, und dadurch verlieren die Arbeiter als Genossen, müssen wir uns ein Ziel setzen auch in der genagelt zu werden. Damals, als unsere Industrie noch des Konsumenten. Es ist allerdings nicht nöthig, daß ein Frage des Freihandels und Schutzzolles, und wenn wir uns Bollschutes bedurfte, haben sie alles aufgeboten, ihn ihr vor- Kartell die Preise in die Höhe treibt, fie tönten auch dies Ziel nicht setzen, werden uns die Verhältnisse dazu zuenthalten. Die deutsche Industrie hat sich also ohne vorübergehend heruntergehen, aber im allgemeinen werden sie in drängen. Denn die Frage des Schutzzolles ist eine, die heute Schutzzoll entwidelt, zwar langfamer, als sonst, aber sie hat die Höhe getrieben. Naturgemäß wird die Produktion verringert, alle Klaffen bewegt, die immer größere Konflikte hervorruft sich entwickelt und sie ist zu einer Macht angewachsen; gerade da, wo das Kartell fucht das Angebot zu verringern. Dadurch schädigt es zwischen einzelnen Klassen der Bevölkerung. In dieser Frage können fie exportfähig geworden war, da wo sie den Kampf auf dem Welt die Arbeiter als Produzenten. Allerdings ist das nicht nothwendiger wir nicht zusehen und sagen, wir wollen noch weitere Erhebungen markte mit jeder Industrie aufnehmen konnte, gerade da sahen wir, weise der Fall, denn auf der anderen Seite kann das Kartell auch abwarten und bis dahin die Hände in die Tasche stecken.( Sehr daß Deutschland aus einem Freihandelsstaat ein Schutzzollstaat ge- als Antrieb zu einer Vermehrung der Produktion wirken, denn es richtig.) Das Proletariat ist heute so stark, sein Einfluß so mächtig, worden ist. Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, die nicht dadurch wirkt als Exportprämie. Indem es seinen Mitgliedern erlaubt, den daß es zu jeder großen Frage, die das Volt bewegt, Stellung erklärt werden kann, daß man sagt, der Schuzzoll ist dazu bestimmt, inländischen Konsumenten höhere Preise zu berechnen, giebt es ihm nehmen und eintreten muß in den Kampf, sonst geht es zurück, sonst zurückgebliebene Industrien zu heben. Heute hat der Schutzzoll die Möglichkeit, im Auslande mit um so niedrigeren Preisen in verliert es seine Führung im Kampfe und seinen Einfluß auf die in den industriell vorschrittenen Staaten eine ganz andere Aufgabe. Konkurrenz zu treten. Die deutschen Konsumenten müssen also zum Voltsmassen. Und weil wir das wissen, weil wir vorwärts dringen leber fie uns flar zu werden, ist von äußerster Wichtigkeit( Sehr Beispiel einen Theil des Preises deutscher Produkte, die im müssen und nicht zurückbleiben dürfen, darum bitte ich Sie, nehmen In Deutschland ist das Sie unsere Resolution an. Sie ist flar und entschieden.( Lebhafter richtig), und gerade das habe ich in dem sehr werthvollen historischen Auslande konsumirt werden, zahlen. in anderen Ländern. Beifall und Händeklatschen.) Erfurs vermißt, den Schippel gab. Was er uns erzählt hat, war noch nicht so zu tage getreten, wie sehr interessant, aber er hätte uns sagen müssen, wie die Dinge Die französische Industrie geht zurück unter dem Schutzzoll, in Gottschalt Königsberg beantragt, in der Resolution 103 den jett liegen.( Sehr richtig!) Da werden wir finden, daß der Oesterreich die Eisenindustrie in hohem Maße. Professor Philippovich Punkt 8 zu streichen. Schutzzoll in einem modernen, industriell entwidelten Staat einen hat das schlagend nachgewiesen. Wir sehen also, daß die Industrie Singer: Jch fann dies geschäftsordnungsmäßig nicht als einen ganz andern Charakter zeigt. Wir müssen unterscheiden zwischen dem selbst kein Jnteresse an dem Schutzzoll hat. Wie aber der Schutzzoll Antrag betrachten, werde aber dem Wunsche insofern gerecht werden modernen großindustriellen Schutzzoll und dem primitiven Schutzzoll. mit dem Kartell auf die Arbeitsverhältnisse wirkt, zeigt das Land als ich über die einzelnen Punkte der Resolution 103 nachher getrennt Früher ging die schutzöllnerische Bewegung hauptsächlich aus von des Schußzolls und der Kartelle, Amerika, am besten; Amerika ist abstimmen lasse. wo die Arbeiterioalitionen den schwersten Stand der Industrie, heute wird der Anstoß gegeben von der Landwirth- das Land, Herbert Stettin: Die Frage des Bollsystems ist eine dera wo sie am leichtesten zerstört werden. schaft. Früher finden wir, daß der Schußzzoll auf der einen Seite haben, Amerika ist jenigen, in welcher die bisher üblichen parteigenössischen Vorstellungen gelobte Land jener Prattit, Arbeitswillige an irgend einer Revision bedürfen. Ich bin im Interesse der Arbeiter aufgewogen wurde durch den Freihandel, auf der anderen Seite auch das finden wir, daß eine Partei freihändlerisch war, die andere schutz- der Arbeit zu hindern, jener Praktik, die meines Erachtens gegen jeden Schuzzoll. Das Bolt ist die Amme, welche der groß Ich habe den Zusammenhang vorher dargelegt. Mit der frei händlerischen Bourgeoisie ist es daffelbe, wie mit der bürgerlichen Demokratie. Es sind Wesen ohne Saft und Kraft.( Sehr gut!) Nur das Proletariat ist heute im stande, dem Freihandel zum Durchbruch zu verhelfen. Wenn aber das Proletariat zum Siege gelangt, dann wird es wohl gesellschaftliche Einrichtungen treffen, in denen die Frage: Freihandel oder Schutzzoll nicht mehr existirt, jedenfalls nicht mehr in der Form existirt, wie heute.( Sehr richtig.) Da aber der Freihandel nur durch ein siegreiches Proletariat durchzuführen ist, er dann aber wohl nicht mehr in Frage kommen wird, so ist es sehr leicht möglich, daß die Tage des vollkommenen Freihandels für immer gezählt sind. Aber deswegen ist die Frage, um die es sich hier handelt, doch keine Doktorfrage, ist es hier feine rein akademifche Diskussion und deswegen auch keine rein akademische Resolution, wenn wir uns hier für den Freihandel und gegen den Schutzzoll aussprechen. meinte, er wäre " gepäppelten Industrie die Nahrung geben muß. Die Behauptung, daß uns das Wahlrecht nehmen wollen, das sind zugleich die Inter-| Elm am Schluß Ausdrud gegeben hat, so wäre die ganze Debatte das Ausland die Zölle bezahlt, ist bei den Getreidezöllen schlagend essenten der Schutzzoll- Politik, die die große Masse bis zum Weiß nicht nöthig. Ich bin aber der Meinung, wir haben die Debatte widerlegt worden. Unsere Getreidepreise sind mit geringen bluten ausnutzen, die zu Schleuderpreisen mit ihren Produkten den veranlaßt, um uns klar über den Weg zu werden, den wir nächstens, Schwankungen Weltmarktpreis plus Zoll. Sind wir für Industrie- Weltmarkt überschwemmen und darauf ausgehen, die Lebenshaltung wenn die hier erörterte Frage an uns herantritt, einzuschlagen haben. zölle, müssen wir auch für landwirthschaftliche Zölle sein. Denn des arbeitenden Volkes zu verschlechtern.( Lebhafter Beifall.) Darum tommen wir nicht herum. Es ist von verschiedenen Seiten, was der Industrie recht ist, ist der Landwirtschaft billig. Aber da Auer: Ich weiß nicht, ob Schußzöllner unter uns sind. Ich so von Schippel und Auer bemerkt worden, daß sie sich mit der heißt der Spruch von unserem Maren: Ja, Bauer, das sind lauter habe unter den hervorragenden Genossen nur zwei tennen gelernt, Resolution Kautsky hauptsächlich deshalb nicht einverstanden Faren. Der agrarische Hund beißt die industrielle Kuh! Wie sollen das waren Fr. Wilh. Frische, der heute in Amerika lebt, und der erklären fönnen, weil der Bunkt 3 mit apodiktischer wir denn Landagitation betreiben, wenn wir sagen sollen, wir sind leider zu früh verstorbene Kayser. Ich weiß nicht, ob der Schutz- Sicherheit etwas ausspricht, wovon wir nicht überzeugt sein zwar für Industriezölle, aber euch armen Teufeln von Bauern wollen zöllner unter uns eine erhebliche Anzahl vorhanden sind, darum können. Ich muß bekennen, daß auch ich gestern, als Kautsky mir wir nichts geben. Im Interesse der Landagitation müssen wir gegen haben die Ausführungen Schoenlant's auf mich den Eindruck ge- die Resolution zu unterschrift vorlegte, gegen Punkt 3 Bedenken Industriezölle sein. Was für Jubel herrschte vor 20 Jahren in den macht, als ob sie unter Benügung eines bei uns ganz populären hatte; nachdem nun Kautsky im Eingang seiner heutigen Rede einen Kreisen der Industriebarone, als die Bollschutz- Aera eingeleitet wurde. Materials die Absicht hatten, angenehme Stimmung zu erwecken. Gedanken ausgesprochen hat, der genau das ausdrückt, was ich ihm Aber die Lage der Arbeiter hat sich nicht verbessert. Der Hinweis( Heiterkeit und Beifall.) Ich bin ja gestern von Schippel auch zitirt gegenüber gestern für nöthig erklärte, habe ich mit ihm nochmals auf Australien ist gar nicht am Blaze. Dort haben die Arbeiter worden. Nun, ich mache heute, wo ich glaube mehr zu wissen als Rücksprache genommen, und wir haben uns dahin verständigt, daß volle Koalitionsfreiheit und können sich einen höheren Vortheil früher, noch viel weniger daranf Anspruch, in diesen Fragen für eine wir in Bunft 3 sagen, daß im allgemeinen die deutsche Induſtrie am Gewinn erkämpfen. Bei uns wird Buchthaus für Autorität zu gelten. Ich höre sehr gerne darüber reden, nichts weit genug entwickelt ist, um den Zollschutz entbehren zu können. jeden angedroht, der zum Streit anreizt. Genosse Schippel liegt mir ferner, als selbst ein entscheidendes Urtheil fällen zu wollen. Wir glauben damit einen Weg gefunden zu haben, der die ver für Schutzzoll aus internationaler Soli- Aber ich halte mich für einen, bis zu einem gewissen Grade schiedenen Richtungen zu einem gemeinsamen Beschluß veranlaßt. Mit darität mit den Arbeitern in unentwickelten Ländern: Danach wenigstens, praktischen Menschen und als solcher habe ich die Er der Einfügung des Wortes im allgemeinen" ist meiner Ansicht nach wäre die Redensart„ Schutz der nationalen Arbeit" gleichbedeutend fahrung gemacht, daß in der Frage, die uns heute beschäftigt, eine alles geschehen, was geschehen konnte und was geschehen muß. Denn mit Schutz des internationalen Kapitals! Bracke hat vor zwanzig einseitige Stellungnahme von der Partei immer desavouirt wurde. auch ich, der ich auf dem Standpunkt der Kautsky'schen Resolution Jahren Hypothesen aufgestellt, unter welchen wir für Schußzzoll seien.( Sehr richtig.) Wir haben immer uns freie Hand für die gegebenen stehe, sage, es tönnen auch im gegenwärtigen Stande der Industrie Es ist nun interessant, festzustellen, daß die Fraktion niemals in die Verhältnisse gehalten, so haben wir 1877 in Gotha resolvirt, so hat Deutschlands noch Industriezweige vorhanden sein, denen man Lage gekommen ist, für Schuzzoll stimmen zu müssen. Auf den ver- Bracke seinerzeit die Erklärung im Reichstage abgegeben, die selbst als unbedingter Freihändler einen gewissen Schutz storbenen Genossen Max Kayser kann sich Schippel doch nicht be- Schippel uns gestern vorgelesen hat, und sie war keineswegs das angedeihen lassen muß. So schroff sich auch die Standpunkte von rufen. Kayser war auch für Silberwährung, während wir Produkt etwa der der Brace'schen Einfälle gewesen, sondern Schippel und Kautsky gegenüberstehen, so ist doch das eine flar, doch einmüthig für die Goldwährung eintreten. ift eines reiflich überlegten Fraktionsbeschlusses. In ganz gleicher daß wir alle der Ueberzeugung sind, die in klassischer richtig, daß die Landwirthschaft früher für Freihandel Weise habe ich damals gestüßt auf die Aeußerungen in der Form Engels 1888 in der Neuen Zeit" ausgesprochen hat, war. Das war in jener Zeit, als noch Getreide er- Fraktion, meine Ausführungen in St. Gallen gemacht. Aus daß es in der That ein Stadium der wirthschaftlichen Entportirt wurde. Die Stellungnahme wurde sofort eine andere, diesen Erwägungen heraus haben wir bis jetzt immer, wenn diese wickelung für jedes Land giebt, wo ein Schutzzoll nöthig ist. als der Export aufhörte und ein starker Import erfolgt. Wer ist Frage im Reichstag an uns herantam, unsere Stellung eingenommen. Niemand, weder Kautsky, noch ich, noch sonst wer, wird heute zum denn heute für Schutzzoll? Die Kaniz, Mirbach, Stumm, Kardorff und ich muß es gestehen, daß ich es auch heute für das richtigere Beispiel fagen tönnen, daß, wenn Rußland in die Lage kommt, die 11. f. w. Die Nennung dieser Namen beweist, daß wir nicht auf halte, wenn wir uns nicht einseitig festlegen. Eine Festlegung finde ungeheueren Bedürfnisse seiner jetzt schon zahlreichen Bevölkerung jener Seite stehen dürfen. Hand in Hand mit der Schußzzollpartei ich aber in der Kautsky'schen Resolution ausgedrückt in Nr. 3. Ich und noch gewaltigeren Länderkomplexe durch eine eigene große geht die Reaktion. Durch das Schutzzollsystem ist der Militarismus gestehe ganz offen, daß mir die Schipper'sche Resolution Industrie zu befriedigen, es diese entwickeln können würde, ohne und Marinismus zu dem geworden, was er heute ist. Mit der auch nicht genügt, sie enthält nichts, wofür wir nicht stimmen daß es einen Schußzzoll einführt. Ueber die Höhe kann man im Schutzollfrage hängt die Kulifrage zusammen. Auch ich will teine tönnten, sie macht auf mich aber den Eindruck, als hätte sie in einzelnen Falle streiten; es liegt in der Natur der Dinge, daß die Kulis zulassen. Es ist aber etwas anderes, wenn man einer Volksversammlung der Schriftführer niedergeschrieben, Interessenten unter allen Umständen versuchen werden, den Schutzzoll Kulis importirt oder deren Waaren. Heute schon erhalten während der Referent redete.( Heiterkeit.) Wir haben aber eine so hoch wie möglich zu bekommen. Ich glaube also, wir von Kulis gefertigte Waaren, ohne uns darüber aufzuregen. Entscheidung zu treffen, wie die Partei denkt. Ich würde durch- daß wir mit diesem Einschalten der Worte eine Verständigung Warten wir doch erst ab, ob die Kulis so geschickt und so aus für die Stautsky'sche Resolution mich aussprechen und stimmen, gefunden haben. Man hat mir von einigen Seiten eingewendet, gebildet werden können, um die Waaren so herzustellen wie unsere wenn die Biffer 3 wegfallen würde. Darin wird ge- daß dann eigentlich Thür und Thor geöffnet sein würde für dieeinheimischen Arbeiter. Uebrigens hieß es vor wenigen Wochen, daß ſagt, daß die deutsche Industrie weit genug entwickelt jenigen, die auf einem schutzöllnerischen Standpunkte stehen. Aber die japanischen Industriearbeiter bereits höhere Löhne verlangen. ist, um jeden Zollschutzes entrathen zu können. Das mag über das Maß des Schutzzolles, der ja nun doch, wie die Dinge in Ich betrachte den Freihandel als das Jdeal der Zukunft, für welches vielleicht richtig sein; ich bin nicht Theoretiker genug, um Deutschland stehen, unter allen Umständen bis zu einem gewissen. schließlich nur noch die Arbeiter kämpfen. Bei der Subvention für das entscheiden zu können, aber ich weiß, daß unsere Parteigenossen Grade aufrecht erhalten bleiben wird, werden wir uns auch in den Norddeutschen Aloyd" in Bremen hat die manchesterlichste Partei in der praktischen Agitation mit derartigem Auftreten positiv recht unserer Fraktion, wenn die Berathung der Handelsverträge an uns des Reichstages, die Freifinnige Bereinigung, bereits vom schlechte Erfahrungen gemacht haben, und sie haben sich auch noch herantreten wird, zu entscheiden haben. Das ist auch kein Fehler Protettionismus genascht. Wenn für die Bourgeoisie etwas zu holen nie in der praktischen Agitation so einseitig festgelegt.( Sehr richtig.) und hat mit unserem Standpunkte nichts zu thun. Ich halte es aber ist, wird sie für das protektionistische System sein. Nur eine hohe Der Schluß der Kautsky'schen Rede ging ja auch von dieser ganz für nothwendig, durch die Resolution unseren grundsätzlichen StandSäule ist schließlich noch für Freihandel, das ist die Sozial- allgemein mathematischen Form wieder ab und erklärte, daß wir je punkt in dieser Frage auszusprechen, ohne daß wir der Fraktion demokratie. Weg mit der bisherigen Halbheit und Zwitter- nach den gegebenen Verhältnissen Stellung zu nehmen haben. Was die Möglichkeit nehmen, nach Maßgabe der Umstände im gegebenen stellung! Schaffen wir Klarheit! Wir werden deshalb hilft mir aber eine in die Luft gestellte Form, die mich in der Falle Stellung zu nehmen. Nun hat Auer eine Privatäußerung noch nicht zu Breistämpfern für den Freihandel. Wir werden in Pragis nachher verläßt? Ganz richtig hat Bebel gestern zu mir gesagt, von mir angeführt. Zuerst entfann ich mich derselben garder nächsten Zeit genug zu thun haben, Bollerhöhungen abzuwehren, es handle sich um eine grundsätzliche Stellungnahme, ohne uns nicht und fragte mich, wo hast du das eigentlich gesagt. Hier oder welche Industrie- und Krautbarone anstreben. Wir müssen jene für die Praxis zu binden. Na( Heiterkeit) das ist, glaube ich, in Degerloch?( Große Heiterfeit.) Auer sagte mir, hier in diesem Elemente bekämpfen. Deshalb bitte ich Sie, die Kautsky'sche nicht die richtige Stellimgnahme. Daß wir den freien Verkehr er- Saale, und nachher fiel es mir auch ein. Aber ich glaube, er hat Resolution mit möglichst großer Mehrheit anzunehmen.( Beifall.) streben, daß wir Gegner sind der Schutzöllner, die in so ab- dieser meiner Bemerkung doch einen zu scharfen Ausdruck gegeben. Schoenlank: Ich glaube, es ist nöthig, darauf hinzuweisen, schreckenden Farben geschildert worden sind, darüber ist ja nicht zu Ich habe gesagt: Im letzten Sake ist uns vollständig freie Hand daß man mit dem Zitiren recht vorsichtig sein muß, und daß es überreden. Aber wozu soll ich so einseitig denken. Streichen Sie gegeben, wie wir bei der Berathung im Reichstag im einzelnen Falle haupt beffer wäre, statt aus dem Zusammenhang geriffene Bitate Bunft 3, so verliert die Kautsky'sche Resolution garnichts. Wir entscheiden wollen und müssen und wir müssen doch die anzuführen, die für ganz andere ökonomische Verhältnisse zutreffen, lassen dem Gewissen derer, die Freihändler find, vollständig Gerechtigkeit Aufhebung der Agrarzölle unterstützen. Die Richtung, in der wir auf die Gegenwart hinzuweisen. Für die Schutzzollpolitik in den widerfahren, aber es nügt uns in der Praxis.( Beifall.) unsere Maßnahmen treffen wollen, ist in den acht Punkten niedervierziger Jahren in Deutschland waren ganz andere Motive maß- Gottschalt Königsberg: Ich bin nicht in der Lage, der gelegt. Ich hoffe, daß, wenn wir diese Einschaltung vorgenommen gebend, als für die Bismarck'sche Zollpolitit. Damals galt es den Resolution Schippel zustimmen zu können, während ich der Resolution haben werden, Schippel seine Resolution zurückziehen wird. Schutzoll einzuführen als einen sogenannten Erziehungszoll, um die Kautsky bis auf Puntt 8 beipflichten kann. Ich halte es für falsch, Er hat gestern ausgeführt, daß es eine durchaus irrige Aufdeutsche Industriekonkurrenz fähig zu machen für den Weltmarkt, daß die Schutzölle der internationalen Solidarität des Proletariats fassung sei, daß Bismard die Schutzzollära inaugurirt habe. Das also als eine Vorbereitungsstufe für den Freihandel. Aber wurde entgegenwirken. Worauf baut sich denn die internationale Soli- ist bis zu einem gewissen Grade wahr. Keine Regierung, nicht etwa im Laufe der Zeit eine Hochschutzzollpolitik eingeführt? darität des Proletariats auf? Auf den Juteressengegensatz einmal die russische, wäre im stande, ein Zollsystem, wie es 1878 Bewahre. Die Industrie hat sich in Deutschland entwickelt zwischen Kapital und Arbeit und den sich daraus er in Deutschland eingeführt wurde, aus eigener Straft einohne Hochschutzzölle. Man weiß ja, daß die Agrarier, gebenden gemeinsamen Kampfesforderungen, also darauf, daß die zuführen, wenn wenn nicht gewaltige und maßgebende Interso lange fie exportirten, Freunde des Freihandels waren, aber in Staatsgewalt angewendet wird zur Unterdrückung der Koalirungs- efsen hinter dem dem Bestreben der Regierung stehen. Und den fiebziger Jahren waren für die Schutzölle ganz andere Gründe bestrebungen des Proletariats, sodann darauf, daß die Arbeiter das war 1878 in hohem Grade thatsächlich der Fall. Es ist maßgebend. In dieser Zeit brauchte die deutsche Industrie nicht aller Länder für Schußbestimmungen für die Arbeiter in bezug auf Ge- heute bereits des längeren auf verschiedene Ursachen hingewiesen mehr den Schutzzoll als Erziehungszoll. Bedenken Sie doch, daß sundheit und Leben, Arbeitszeit und Arbeitslohn, endlich für die Ab- worden, die damals den vollständigen Umschwung herbeigeführt nach 1873, nach dem folossalen Aufschwung der Milliardäre, nach schaffung der Lohnarbeit überhaupt eintreten. Eine positive Stellung haben: einmal der industrielle Zusammenbruch, der der Industrie der Gründer- und Schwindlerperiode, ein Panama hereinbrach, das zum Schutzzoll aber kann die internationale Solidarität nicht er die Empfindung brachte, daß jedes Pfund ausländischer Waare, das sich wohl messen kann mit dem Panama in Frankreich. Die schüttern. Im Gegentheil, sie würde eher erschüttert werden können, unter dem damaligen niedrigen Bolle eingeführt wurde, ihr eine Schuldigen waren die liberalen kapitalistischen Bourgeois und die wenn man die besonderen Verhältnisse nicht genügend berücksichtigt. schwere Schädigung zufügte; und das zweite Moment ist, daß damals Agrarier. Ich brauche nur die Namen Hammacher und Kardorff Wir würden damit unter Umständen sogar den kapitalistischen eine gewaltige Einfuhr von Lebensmitteln aus Amerika stattfand, Es kam der Zusammenbruch und es folgte ein Gegnern eine Waffe in die Hand geben, als ob wir daß, während bisher unser Junkerthum in der Lage war, Getreide Massenelend des Proletariats, wie es in dieser Schärfe noch die berechtigten nationalen Sonderinteressen fremder Industrien ausführen zu können, es jetzt auf einmal selbst in seiner Produktion nie zu tage getreten war. Man wollte die Schuld abwälzen und unter dent Vorgeben internationaler Solidarität zu gunsten bedrängt wurde; eine dritte sehr wichtige Thatsache aber ist es, daß fand plößlich, daß der Freihandel die Ursache alles Unglücks sei. der einheimischen Industrie vergewaltigen. Die Resolution Kautsky Bismarck damals erklärte: wir kommen auf die Dauer nicht aus, Mit dieser heuchlerischen Phrase, für die sich auch die akademischen erklärt ja selbst weiterhin die Schutzzollpolitik nur bei Staatswesen ohne die Einnahmen des Reiches zu erhöhen. Und das ging nach Agenten fanden, z. B. Herr Profeffor Wagner, mit Hilfe dieser mit entwickelter Großindustrie als unvereinbar mit den Interessen seiner Meinung nicht anders als durch ein System von SchutzPhrase wollte man das deutsche Volt möglichst weißbluten, die aus- des Proletariats, besagt damit also, daß für Staaten mit rück- zöllen, die auch als Finanzzölle wirken. Dieser Gedanke ist im ländische Konkurrenz aussperren, um auf dem inländischen Markte ständiger Industrie jene Politik mit diesen Interessen unvereinbar Laufe der nächsten Jahre immer weiter gesponnen worden und die höhere Preise diktiren zu können und zu gleicher Zeit die aus- fei. Wir haben im Gegentheil alle Veranlassung, dafür Sorge zu Agitation, die sich dann immer weiterer Kreise der bürgerlichen ländische Konkurrenz im Auslande zu schlagen. Dadurch, daß man tragen, daß in den ökonomisch rückständigen Staaten die Industrie Klassen bemächtigte, war die Ursache, daß wir 1877 zu der erwähnten die deutschen Produkte zu Schleuderpreisen dort auf Kosten der Ar- fich höher entwickele, und sei es selbst unter der Vermittelung Gothaer Resolution kamen. Nun hat Schippel diese Resolution für beiter auf den Markt wirft, wurde der Kompromiß zwischen Frei- von Schutzöllen. Denn eine Hochentwickelte Industrie ist die Vor- sehr vernünftig erklärt. Das war sie garnicht!( Heiterkeit.) Sie, handel und Schutzzoll geschlossen, und da war allerdings Bismard, bedingung für die Durchdringung des Proletariats mitklassenbewußtsein. Genosse Volmar, haben doch am allerwenigsten Ursache zu sagen, der ein großes Verdienst um die Einführung der Schutzzoll- Aera hat, und sozialistischem Geiste, also gerade für die Kräftigung der inter- Sie hätten keine Fehler gemacht( Heiterkeit). Wir haben alle Urder richtige Mann, um diesen Kompromiß durchzusetzen, er, der den nationalen Solidarität. Die Einwendungen des Genossen Auer fache, es einzugestehen; es wäre ja traurig, wenn wir nicht flüger Junker und den Großindustriellen in einer Person vereint. Aber um das theile ich im gewissen Sinne. Die Fassung dieses Punttes ist keine würden. Je mehr wir in der Gesetzgebung aus der Praxis des Lebens gezu ermöglichen und das ist charakteristisch für das angeblich jo glückliche. Es ist sehr wahrscheinlich, daß einige, wenn auch nicht be- lernt haben, desto mehr ist auch unsere Einsicht gestiegen und das Resultat Revolutionäre der Schutzzoll- Politit mußte die einzig wirklich deutende Zweige der deutschen Industrie des Bollschutzes ohne dieser Einsicht liegt ja in der Resolution Kautsky vor. Also demokratische Voltsbewegung, die Sozialdemokratie, durch ein Aus- Schädigung nicht entrathen können und ohne denselben vielleicht in Bismarck war der einsichtige Staatsmann, der diese vorhandene nahmegesetz mundtodt gemacht, ihr ein Maulkorb angelegt werden. ihrer Eristenz gefährdet sind. Trotzdem müssen wir auch gegen der Strömung ausmußte, und daß er dabei in der That eine hervor Das Sozialistengesetz ist nur so zu verstehen! Sozialistengesetz und artige Schutzölle sein, da sie zu Repressivmaßregeln führen würden, ragende Rolle spielte, das giebt ja Schippel selbst zu, indem er in Schutzzoll- System bedingen sich eins durch das andere. So welche die proletarischen Interessen schädigten. Prüfstein für unsere der Einleitung seiner Resolution von der nach dem Sturze des revolutionär waren diese Schutzzöllner! Zum Dank für die Knebelung Entscheidungen in dieser Frage dürfen nicht allgemeine Schlagworte Fürsten Bismarck eingeleiteten Handelsvertragspolitik spricht. der Arbeiterklasse wurde das Hochschutz- System bewilligt, das im sein, sondern die Ueberlegung, ob unsere Stellungnahme die Interessen Nun könnte ich eine ganze Reihe von Ausführungen noch machen Laufe eines Jahrzehntes zu einer solchen Höhe sich auswuchs, daß der Arbeiter als Konsumenten und als Produzenten fördere, und über das, was gesagt ist. Ich will aber, da ich annehme, wir haben es der Industrie selbst unerträglich wurde, so daß die Regierung zwar sind die proletarischen Produzenten- Interessen nicht die gleichen den Boden einer Verständigung gefunden, mich dessen enthalten. Nur durch die Reaktion gegen dies Prohibitivsystem gezwungen wurde, wie die der industriellen Kapitalisten, sondern beziehen sich nur auf noch zwei Bemerkungen: Wie richtig es ist, daß unsere Induſtrie im es wieder herabzuseßen. Die deutsche Industrie, die groß und start die Lohnquote, auf den Lohnantheil am Produktionsergebniß, der allgemeinen heute sehr wohl jedes Schutzzolles entbehren kann, beweist geworden ist lange vor den siebziger Jahren ohne Schutz nicht nothwendig von der Zollhöhe abhängig sei. die Entsendung einer Studien- Deputation nach Deutschland seitens der zoll, die so gefährlich geworden ist, daß man in England b. Elm: Ich bin weder Schutzöllner noch Freihändler, englischen Industriellen. Weiter aber die Thatsache, daß auf dem mit großer Besorgniß darauf hinweist, die soll mit einem mal so wünsche deshalb nicht, daß der Parteitag sich auf eine internationalen Kongreß für Zollgesetzgebung in Antwerpen ein Mitschwach geworden sein, daß sie ohne Schutzzoll nicht auskommt! Im Resolution festlegt, durch die er sich bindet. Man muß die be glied des Cobdenklubs erklärte:" Wenn die Dinge so weiter gehen Zusammenhang mit der kapitalistischen Entwickelung hat die deutsche sonderen Verhältnisse der Industrien berücksichtigen. Im großen und würden, wenn alle großen Industriestaaten ihr SchutzTechnik eine geradezu schwindelhafte Höhe erreicht. In den Berg- ganzen läßt sich nur das eine sagen, daß Amerika ein sehr zollsystem aufrecht gar verschärfen würden, werken sind die großartigsten Anlagen vorhanden zur Erzielung schlechtes Beispiel gegen den Schutzzoll ist. Denn im allgemeinen dann sei es auch England auf die Dauer unmöglich gemacht, eines möglichst großen Profites, aber das Kapital verwendet die sind die Arbeiterverhältnisse in Amerika besser als in allen anderen das Freihandels- System aufrecht zu erhalten. Es ist eben damit moderne Technik nicht zum Arbeiterschutz( sehr wahr). Wenn je eine Ländern. Die Arbeiter haben dort höhere Löhne, kürzere Arbeits- ebenso wie mit den schönen Redensarten von Freiheit, Gleichheit Industrie blühend gewesen ist und start und dabei so zäh sich gegen zeit, sie geben mehr für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse und Brüderlichkeit. Ebenso wenig wie die politischen halten auch die jedes Zugeständniß auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes weigert, aus und können sich doch noch etwas zurücklegen; ja, selbst das wirthschaftlichen Ideale der Bourgeoisie nicht Stand vor den mawie die deutsche, dann haben wir keinen Anlaß, diesem Industrie- Lumpenproletariat ist dort besser gestellt. Bei den allerschlechtest teriellen Interessen. Das ist für uns anßerordentlich lehrreich feudalismus neue Machtmittel in die Hand zu drücken. Die gestellten Arbeitern betrug die Arbeitszeit nur zehn Stunden, wir und wir als Partei müssen nothwendig eine grundsätzliche Politik dieser einseitigsten Interessenwirthschaft nöthigt uns, den Ver- dürfen uns schon deshalb nicht festlegen, weil wir nicht wissen, wie Stellung nehmen, aber auch unsere Wünsche bezüglich der tretern der breiten Masse, wahrlich keine Sympathie ab. Wir stehen sich die Verhältnisse später bei uns gestalten werden. Ich bin über- praktischen Bethätigung unserer Stellung im Reichstage in der mit Hilfe der Miquel'schen Sammlung vor der Gefahr einer Hoch- zeugt, wenn bei uns die Einfuhr von Kulis zunimmt, werden sich Resolution zum Ausdruck bringen. Nicht gerne habe ich von Schippel 30lpolitik und im Zusammenhang damit steht das Geschrei nach unsere Arbeiter genau so dagegen wehren, wie die amerikanischen sich das Zitat aus der„ Laterne" gehört. Diese persönliche Polemik neuen Ausnahmegeſetzen. Wer hat denn sofort nach dem Attentat gegen die Zufuhr der Chinesen gewehrt haben. So lange die Kulihatte mit feinen, von seinem Standpunkt ja vortrefflichen Ausauf die österreichische Kaiserin an den Kaiser telegraphirt? Die Ginfuhr nur gering ist, hat das keine Bedeutung, es besteht aber die führungen nichts zu thun. Ich hoffe, daß, nachdem ich numnehr Industriebarone, die Schußzöllner waren es. Politisch stehen wir Gefahr, daß uns hierdurch einmal eine große Konkurrenz droht. Wir ein Amendement gestellt habe, wir auch in dieser Frage in voller zu den schutzöllnerischen Barteien im schärfsten Gegensay, sie wollen wissen nicht, was im Schooße der Zukunft ruht und können uns Einigkeit und Friedfertigkeit auseinander gehen werden.( Lebhafter den Arbeitertruz, sie wollen die Beseitigung des Koalitionsrechtes, des deshalb nicht festlegen, sondern müssen abwarten, bis die Dinge an Beifall.) zu nennen. -Wahlrechts, sie schwärmen für Ausnahmegeseze. Schon aus diesen uns Herantreten. Der Begriff der internationalen Solidarität kann Buck Niederbarnim: Freihandel hätte mur dann Sinn, wenn politischen Erwägungen heraus ist unsere Stellung gegeben. Es flingt doch nicht der sein, daß die Position, die wir erreicht haben, uns alle Länder freihändlerisch wären, das ist aber keineswegs der Fall. nicht gerade schön, wenn man heute sagt, was fommt es auf etwas durch Kuli- Arbeit wieder genommen wird.( Sehr gut!) Deshalb So wird die Frage des Schutzzolles auch bei uns immer eine höhere Preise an, wo die Fleischnoth selbst schon die Philisterrabiat macht, fönnen wir für Punkt 8 der Kautsky'schen Resolution nicht stimmen. Interessenfrage sein. Die englischen Glasarbeiter sind aus praktischen ( Sehr richtig!) Wenn man der Arbeiterbewegung einen Fallstrick Legen wir uns weder für Schutzzoll, noch für Freihandel fest. Gründen Freihändler. Die Frage ist für uns noch nicht spruchreif. Tegen will, dann trete man nur für einen starken Schutzzoll ein.( Beifall.) Aus Gründen der internationalen Solidarität können wir uns den Die Parteien, die im Innern das Koalitionsrecht zerstören, die Bebel: Sollte die Anschauung maßgebend werden, der von Import von Kuliarbeit nicht gefallen lassen. David Mainz: Ich glaube nicht, daß das Amendement Bebel die Rückständigkeit der Verhältnisse in fremden Ländern.( Sehr| Gegenleistung Lebensmittelzölle zu verschaffen? Das ist eine That zu Punkt 3 geeignet ist, uns mit der Resolution Kautsky zu ver- richtig!) Schwere Bedenken habe ich auch gegen die Punkte 4 und 5. sache, aber was geht uns das an? Das bindet uns doch nicht, Söhnen. Die Einschiebung der Wörter im Allgemeinen" läßt Kautsky hat mit recht darauf hingewiesen, daß wir die Kartellbildung falls wir irgend einem Industriezweige einen Schutzzoll belaſſen Unflarheiten зи 2nd bedeutet eine Verwischung. Ich nicht fördern wollen. Aber stellen Sie einmal die Frage so, wenn wollen, nun auch unsererseits für Lebensmittelzölle einzutreten? Meint glaube, daß daß sogar die gesammte deutsche Industrie in wir ein Gesetz gegen Kartellirung und Trustbildung vor uns man etwa, das Eintreten für irgend welche industriellen Schutzölle die Lage kommen kann, des Schuzzolles zu bedürfen und zwar der haben, würden Sie einem solchen Gesetze zustimmen? Eine solche bringe uns beim Bolte in den Verdacht, auch Getreidezölle Kuliproduktion gegenüber. Der Schutzzoll kann nach zwei Richtungen Zustimmung stände im Widerspruch zu dem prinzipiellen Theile bewilligen zu wollen, so haben wir es in der Hand, durch die That hin wirken. Einmal kann eine werdende Industrie gegen die Kon- unseres Programms, der die höhere zentralisirtere Produktionsform zu zeigen, daß für uns Industriezölle nicht mit Lebensmittelzöller kurrenz von Ländern mit überlegenen Produktionsformen geschützt als Erscheinung der kapitalistischen Entwickelung betrachtet. Die zusammenfallen. Ich halte deshalb den ganzen Punkt 2 für un werden, zweitens fann eine hochstehende Industrie gegen die Kon- Möglichkeit, daß uns eine Konkurrenz mit Kuli- Arbeit bevorsteht, nöthig. Im übrigen kann ich dem Schlusse, zu dem die kurrenz von Ländern mit rückständigen Produktionsformen geschüßt sollte uns vor allem abhalten, uns festzulegen. Es drängt auch Kautsky'sche Resolution kommt, auch beistimmen, aber ich werden.( Sehr richtig.) Sehen wir nach Amerika. Da trägt gar nicht so mit der Entscheidung, wie Bebel annimmt. Vor der würde es auch für das beste halten, gar keine Resolution zu fassen. der Schutzzoll durchaus den letzteren Charakter. Die Ameri- Entscheidung über die neuen Handelsverträge werden wir noch Die Debatte hat die größte denkbare Einigkeit ergeben, sie hat faner leiden nicht alt- rückständiger Produktionsweise, am einige Parteitage haben. Die Diskussion hier ist nicht so eingehend viel zur Klärung beigetragen, alle sind wir einig, daß Zollfriege perMangel an Maschinen oder Kapital. Sie wollen sich aber schützen gewesen, in der Parteipresse hat noch keine allgemeine Diskussion mieden werden sollen, daß wir keine Lebensmittelzölle wollen, von gegen die Konkurrenz der Länder mit niedrigen Arbeitslöhnen. über diese Frage stattgefunden, lassen Sie ruhig erst noch die Theo- allen Seiten ist die Möglichkeit zugegeben worden, daß wir die Die Amerikaner sind nicht, weil sie nicht weit genug sind, Schutz- retiker sich auseinandersetzen. Aus den angegebenen Gründen fann Schutzölle einmal brauchen können, um unser Proletariat vor einer Zöllner, sondern weil sie schon zu weit sind. Auch bei uns kann es ich mich weder für die Schipper'sche noch für die Kautsky'sche Reso- Unterbietung durch unredliche Konkurrenz zu schützen, und daß wir in gar nicht so weiter Zukunft so kommen. Die hunterte Millionen lution entscheiden. Für unsere praktische Haltung würde es genügen, unseren Export auch vor der Aussperrung durch die Zölle anderer Kuli fönnen thatsächlich in Konkurrenz mit den deutschen Arbeitern wenn wir den letzten Satz der Kautsky'schen Resolution annehmen. Länder schützen müſſen. Ueber die Begründung aber gehen die treten. Schon wird China durch den Eisenbahnbau erschlossen. Heine Berlin: Für mich ist die Kautsky'sche Resolution nicht Meinungen auseinander. Wozu also die Resolutionen, die durch ihre Wenn das europäische Kapital sich dorthin wirft, vor allem auf nur in Nr. 3 unannehmbar, aus den von Auer entwickelten Gründen, Weitschweifigkeit eine Uneinigkeit erscheinen lassen, wo im ganzen Produktionszweige mit geringem konstanten und hohem variablen und auch nicht nur in Nr. 8 wegen der etwas phrasenhaften Einigkeit herrscht. Ich bin überhaupt kein Freund dieser bandwurmKapital, dann muß diese Konkurrenz unsere Industrie in eine Noth- Allgemeinheit der Fassung, worüber ich v. Elm beistimme, artigen Resolutionen, von denen wir auf diesem Parteitage schon lage bringen, dann müssen sie Schutzölle fordern, um sich zu sondern ich habe auch Bedenken gegen Nr. 2. ( Heiterkeit.) drei oder vier zur Welt gebracht haben.( Heiterkeit.) Und den Vorschützen gegen die Kapitalisten, die nach China gehen Dort wird gesagt, daß bei den heutigen Machtverhältnissen zwischen lagen nach noch drei oder vier gebären sollen. Wozu das? Wir und Kulis anwenden. Deshalb war durchaus berechtigt, was den herrschenden tapitalistischen Interessen im Deutschen Reiche die reden über die Sache, um unsere Ansichten und die der Genossen im die Genossen Gottschalk, Elm und mein Vorredner gegen Absatz 8 Industriezölle nothwendigerweise mit Lebensmittelzöllen zusammen Lande zu flären. Das ist erreicht, zu beschließen brauchen wir da der Resolution eingewendet haben. Unsere internationale Solidarität fallen. Was soll damit gesagt sein? Doch wohl mur, daß gewisse nicht. Beschlüsse faßt man vor der That, nicht früher.( Beifall.) geht nicht soweit, daß wir unsere Fortschritte hemmen lassen durch Kreise von industriellen Schutzöllnern bereit sind, den Agrariern als Freie Volksbühne. Heute, Sonnabend, abends 8 Uhr, in der„, Brauerei Friedrichshain": Herbst- Fest. Nur Mitglieder haben Zutritt. Marken à 50 Pf. sind in allen Zahlstellen und heut Abend ( soweit Raum vorhanden) im Festlokal zu haben. Garderobe 15 Pf. Tanz frei! Mitwirkende: Neues Berliner Sinfonie- Orchester, Dirigent v. Blon Knöpke Orgel Herr Kurz- Doppelquartett„ Harmonie". Cello, Herr nachmittags 234 Uhr: Sonntag II Abtheilung( blaueKarten) im Friedrich Wilhelmstädt. Theater, Des Meeres und der Liebe Wellen. Die Zahlstelle No. 28 befindet sich jetzt bei Frau Reddemann, Bendelstr. 15, Hof I, No. 2 bei Mehnert, Wörtherstr. 31, No 3 bei Charlet, Ackerstr, 154. Der Vorstand. Achtung! Kartonbranche. Achtung! Achtung! Sonntag, den 9. 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Nr. 236. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Oktober 1898. Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) aufbauen können. Wir wissen ja, wie man mit unseren Aussprüchen nationalen Solidarität spricht. So gleichgiltig möchte ich diese frebsen geht, wir wissen ja, was die Gegner aus dem Wort Bebel's bom Hamburger Parteitag gemacht haben:" Vom Profit raucht der Schornstein!"( Bebel: Was fann ich dafür?) Worte nicht nehmen, und gerade deshalb, weil hier gegen Arbeiter anderer Länder Worte gefallen sind, die eine gewisse Feindseligkeit zeigen, gegen Arbeiter, die niedriger stehen als wir, weil hier Worte Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen. gefallen sind, die mit der internationalen Solidarität nichts zu thun Baker- Harburg erklärt, er habe sich gegen die Bemerkung der haben, bitte ich Sie, diesen Punkt anzunehmen.( Beifall.) Es giebt Genoffin Zieg wenden wollen, daß die Löhne seit dem Zollanschluß zwei Wege, sich mit diesen wirthschaftlichen Gegensägen abzufinden: in Hamburg gestiegen seien, das sei unrichtig. Die kapitalistische Methode ist die der Abschließung, die, daß man wir Ich konnte zur Sache selbst. Den Punkt 2 möchte Heine ge- schließen? Nein, denn dann würden sie in ihr Land zurückstrichen haben. Ich bin nicht ganz flar, aus welchem Grunde. tehren und dort die Löhne weiter herabdrücken helfen und Oder glaubt er wirklich, daß wir heute die Lebensmittel- die Schmukkonkurrenz berniehren, nein, wir wenden uns zölle los werden und die Industriezölle behalten können? Wenn er an sie, die in Deutschland sind, suchen sie aufzuklären, zu das glaubt, so beneide ich ihn nicht um diesen Glauben.( Heiterkeit bilden, zu heben, weil wir wissen, daß, wenn sie zurückkehren und lebhafte Zustimmung.) Bebel hat beantragt zu sagen:" Die in ihr Land, sie da den Sauerteig bilden, der die Genossen dort deutsche Industrie im allgemeinen". Mit dieser Einschaltung bin ich ebenfalls hebt, auch in unserem Interesse. Und das werden wir vollständig einverstanden; sie ändert nichts, sondern drückt im Gegen vielleicht auch einmal thun müssen, wenn wir mit japanischen Artheil etwas Selbstverständliches aus, das diejenigen beruhigen jolt, beitern zu thun haben, was ich nicht weiß, was heute eine Doktordie über die Selbstverständlichkeit sich noch nicht klar geworden sind. frage ist. In Japan ist auch eine Arbeiterfrage vorhanden, eine ( Bebel: Nanu!) Es ist ganz klar, daß wir nicht für jeden einzelnen sozialistische Bewegung ist im Entstehen begriffen, sollen wir uns Industriezweig eine Zollpolitik einrichten können. Wir können da feindlich gegenüberstellen? Nein, wir müssen sie als unsere nur von der Industrie und von der Landwirthschaft im Freunde, unsere Brüder betrachten, denen wir helfen wollen, um allgemeinen sprechen. Wenn wir darauf warten wollten, bis sie zu heben. Etwas anderes ist es natürlich, wenn wir mit alle Industriezweige in derselben Weise lebensfähig sind, dann solchen Arbeitern zu thun haben, die so tief stehen, daß tommen wir überhaupt nicht zu einer Entscheidung in der Zoll- und sie überhaupt nicht zu heben sind, die gar keine Arbeiterbewegung Handelsfrage, dann müssen wir bis auf den Sankt- Nimmerleinstag haben, für die die internationale Solidarität auf keinen Fall existirt. warten. Das ist nicht unsere Aufgabe. Es ist von der Kulifrage Für die können wir uns allerdings nicht begeistern, und unter Umgesprochen worden, die später eine neue Resolution nöthig machen ständen kann es kommen, daß, sowie einmal die Kuligefahr bedrohlich würde. Sind wir heute dazu da, die Kulifrage zu lösen? Das kommt wird, wir uns gegen die chinesischen Arbeiter absperren. Ebenso vielleicht nach 20 Jahren. Die Resolution gilt nur so lange, als die fann es uns vielleicht mit den ostindischen Kulis oder füdafrikaniVerhältnisse gelten, unter denen sie entstanden.( Sehr richtig!) fchen Kaffern so gehen. Das sind ganz andere Dinge! Aber daß Wenn also nach 20 Jahren eine Kulifrage auftaucht, dann machen wir wir dieses Verhalten gegen Arbeiter einschlagen, die zu heben sind, eine neue Resolution.( Bebel: Meinetwegen schon nach 10 Jahren!) Was das ist ausgeschlossen. Nein! Wir müssen uns mit den Proletariern aber jetzt kommt, das sind die Handelsverträge. Und wenn wir mit des Auslandes verbünden. Das ist die proletarische internationale unserer Stellung zu den Handelsverträgen warten wollten, bis die Solidarität.( Lebhafter Beifall.) Sulifrage gelöst ist, dann kommen wir zu spät. 11 Vollmar: Ich stehe auf demselben Standpunkt wie Auer und werde gerade so wie er auf die theoretischen Auseinandersegungen nicht eingehen. Das ist ja mehr als hinreichend schon von Das Schlußwort hat zunächst der Korreferent Kautsky: den Ausländer als Feind betrachtet, ihm das Leben so sauer wie den beiden Referenten geschehen und ich will blos ein paar Be- Meine Resolution ist grausam zerpflückt worden, am grausamsten möglich macht, seine Industrie niederdrückt, seine Arbeiter brotlos merkungen, die sich mir nothwendig aufgedrängt haben, ihnen mit- von Bollmar, der den Bandwurm selbst ins Leben gerufen hat. macht. Was bedeutet denn der Schutzzoll? Eine Exportprämie, die theilen. Ich hätte eigentlich gewünscht, daß wir zu den zwei Re-( Heiterkeit.) Er hat dabei die zoologische Entdeckung gemacht, daß es dem deutschen Fabrikanten ermöglicht, auf dem Weltmarkte ferenten noch einen dritten bekommen hätten.( Heiterfeit.) Denn der der Bandwurm einen Giftzahn hat.( Große Heiterkeit.) Als tapferer Schmugkonkurrenz zu machen.( Sehr wahr!) Wenn die deutschen eine hat sich mit der Vergangenheit, der andere mit der Zukunft be- Ritter Georg( Große Heiterkeit) hat er den Muth gehabt, dem Arbeiter an dieser Schußzzollpolitik theilnehmen, sich zu Mitschäftigt, aber für die Gegenwart ist recht wenig Fruchtbares heraus- Bandwurm diesen Giftzahn auszuziehen( Heiterkeit), er hat das Wort schuldigen ant dieser Schmugkonkurrenz machen wollen, so gekommen. Das beste an Kautsky ich meine nicht etwa, daß nicht Freihandel durch das Wort Verkehrsfreiheit ersetzt. Mir als Akademiker machen sie sich die anderen Arbeiter zu Feinden; alles gut war aber das, was mir am liebsten war, das war, daß ist der Unterschied nicht flar geworden, höchstens daß Freihandel wissen, alle diese schutzzöllnerischen Bestrebungen vertiefen er einem Mißverständniß ein Ende gemacht hat, das eine Aeußerung früher mit Manchesterthum zusammengeworfen wurde, also die Mißlichkeiten zwischen den einzelnen Nationen. Nehmen von Schippel hervorzurufen geeignet war, nämlich die Meinung, als vielleicht ein traditionelles Vorurtheil besteht. Wenn also wir daran theil, so erzürnen wir nicht nur die ausländischen ob zivar bei den Industriezöllen die Arbeiter sich keineswegs als Vollmar glaubt, hierin einen Giftzahn erwischt zu haben, hat Kapitalisten, sondern auch die Arbeiter gegen das deutsche Volt. Die reine Konsumenten betrachten dürften, sondern auch als Produzenten, er daneben gegriffen. Dies ist übrigens erst die ziveite proletarische Methode, der internationalen Konkurrenz, der Konkurrenz daß dagegen die Sache mit bezug auf die Landwirthschaft ganz Resolution, die ich auf einem Barteitage eingebracht habe. Ich habe ber tiefer stehenden Wölfer entgegenzuwirken ist eine andere; sie will anderes sei. Das konnte so aufgefaßt werden, als ob uns die Land- also an dieser Resolutionsproduktion gar keinen Antheil.( Voll- den Arbeitern anderer Länder, die tiefer stehen als wir, die nicht wirthschaft absolut gleichgiltig sei, ja als ob die Arbeiter noch eigens mar: Ich habe nicht von Dir geredet!) Weiter aber soll diese Re- dasselbe leisten fönnen, die sich mehr gefallen lassen aufgefordert werden sollten, sich gegenüber der Landwirthschaft aus- solution viel zu lang sein. Zu welchem Zwede fassen wir denn müssen als wir, helfen, auf eine höhere Stufe zu gelangen, schließlich egoistisch als Konsumenten zu fühlen. Und als ob es ein Resolutionen und stimmen darüber ab? Um uns darüber klar zu weil dann jene Schmugkonkurrenz aufhört, die sie uns heute Zeichen des Fortschrittes wäre, wenn die Landwirthschaft möglichst werden, worüber wir einig sind, und um auch die Außenivelt nicht machen. Nicht die Herabdrückung der Arbeiter, fondern ihre schnell völlig verschwände. Nach meiner Ansicht ist die Situation darüber im Unklaren zu lassen. Wenn das in kürzerer Form nicht er- Hebung ist es, die auch in unserem eigenen wohlverstandenen Interetwas verschoben worden. Wie ist denn eigentlich die ganze reichbar ist, muß man einen längeren Weg wählen. Wenn Vollmar effe liegt. Das ist die proletarische internationale Solidarität. Debatte entstanden? Schippel hat im vorigen Jahre in einem Referat diese Resolution zu lang ist, hätte er eine türzere einbringen sollen.( Lebhafter Beifall.) Wir zählen in Deutschland unter den Arbeitern erklärt, daß die Internationalität für ihn nicht so weit gehen könne, so lange das nicht geschicht, muß ich darauf bestehen, daß die lange so viele Italiener, Bolen, Dänen u. s. w. Haben wir denn verdaß er als Sozialdemokrat beim Abschluß von Handelsverträgen sich angenommen wird. langt, daß diese hinausgeworfen werden, wollen wir uns abauf den Standpunkt des absoluten Freihandels stellen könnte gegen über von Ländern, die rücksichtslos Schutzölle gegen uns haben. Ich stehe ganz auf demselben Standpunkt. So weit kann die Sache nicht gehen, daß wir lediglich aus Prinzipienreiterei, ohne uns irgendwie um die näheren Verhältnisse des deutschen Boltes zu kümmern, einfach ein für allemal erklären: Mögen Rußland und Amerika thun, was sie wollen, mögen sie Prohibitivzölle schaffen, wir sind einmal Freihändler und damit gut. So ist das nicht. Nun ist gesagt worden, wir wollen uns prinzipiell festlegen. Ich bin fein großer Freund von diesen Festlegereien; wir sind doch auch Politiker, und ein Politiker sollte sich ohne Noth nicht festlegen, weil er die Verhältnisse nicht alle voraussehen kann. Deshalb ist es beffer, einfach abzuwarten, um zu sehen, was in Zukunft geschieht, und danach Stellung zu nehmen. Nichts hat uns zu einer der artigen Stellungnahme gezwungen, und ich glaube, es ist doch eigentlich mehr ein Bedürfniß der sehr verehrten Herren Akademiker, das auch hier wieder mitspricht. Der alte Börne hat einmal gesagt, wenn der Deutsche einen Flecken im Rock hat, dann studirt er erst Chemie, bevor er ihn herauspuht.( Heiterkeit.) Alles in der Welt muß in Deutschland im allgemeinen und in der deutschen Sozial demokratie im besonderen wissenschaftlich geprüft werden. Alles muß zur Weltanschauung werden. Natürlich, Parteigenossen, da die Verhältnisse uns nicht den Gefallen thun werden, allental den von uns gegebenen Gesetzen zu folgen, so sind wir schließlich genöthigt, hinter her bei einer anderen Gelegenheit eine andere wissenschaftliche Vertiefung zu machen.( Heiterkeit.) Bebel hat zuerst gemeint, mit der Gothaer Resolution sei er so wenig einverstanden, daß er sie heute für unvernünftig Das Schlußwort als Referent hat Schippel: Auch in dieser hält. Ich habe darauf ganz privatim gelächelt, er hat es gesehen oder Elm hat mir vorgeworfen, ich hätte die amerikanischen Ver- Frage wird es weder Sieger noch Besiegte geben. Der Hauptstein gehört( Heiterkeit) und da hat er mir zugerufen, ich werde hältnisse unrichtig dargestellt, diese sprächen gerade für den Schutzzoll. des Anstoßes war für mich Punkt 3 der Kautsky'schen Resolution. doch auch nicht alles, was ich gelesen habe, heute für Rut leugne ich durchaus nicht, daß die amerikanischen Arbeiter eine Nachdem aber Kautsky selbst ausdrücklich erklärt hat, daß die Fraktion nicht richtig halten. Gewiß, aber im Resolutionsfabriziren bin ich höhere Lebenshaltung haben als die deutschen. Wir wissen auch alle, unbedingt für den Freihandel gebunden werden soll und nach Bebel's nie ein großer Sünder gewesen.( Große Heiterkeit.) Diese Re- daß die achtstündige Arbeitszeit dort verbreiteter ist, die Arbeiter- Amendement, daß nur im allgemeinen" die deutsche Industrie weit genug solutionen und diese Vertiefungen haben nämlich den großen organisationen weiter entwickelt find als bei uns, das habe entwickelt ist, um des Bollschußes entrathen zu können, bin ich bereit, Nachtheil, daß man alleweil die Vernünftigkeit erst hintennach ein- ich nicht bestritten. Ich habe nur auf einige Erscheinungsformen meine Resolution zurückzuziehen und ich thue das hiermit.( Bravo!) fieht.( Heiterkeit.) Was uns aber natürlich niemals hindert, sofort aufmerksam gemacht, die dort ganz besonders start in die Erscheinung Ich bin eigentlich mit Befürchtungen nach dem Parteitag gekommen, eine neue an die Stelle zu setzen ,, die dann als der Weisheit letzter treten und mit den Kartellen im Zusammenhang stehen, die auf denn ich habe doch immerhin dafür plädirt, daß wir Schutzölle nicht Schluß gilt, wenn sie auch nur auf ein paar Jahre zutrifft.( Heiterfeit.) den Schutzzoll zurück zu führen sind. Woher kommt aber die so schroff abweisen sollen wie bisher. Nun wir wissen ja alle, Je mehr derartige bandwurmartige Resolutionen gemacht werden, höhere Lebenshaltung der amerikanischen Arbeiter, von Schutzzoll? daß die Stimmung der Arbeiter gegen die Schutzölle von desto stärker wird die Gefahr, daß wir genöthigt sind, fortwährend Nein, fie kommt durch Verhältnisse, die Amerika eigenthümlich find politischen und wirthschaftlichen Verhältnissen abhängt. einander widersprechende Parteitagsbeschlüsse zu fassen. Wir sind ja als und die wir nicht haben. Das liegt an den Grund- und Boden- Schutzölle sind geschaffen unter der Schreckensherrschaft des Sozialdemokraten für den Großbetrieb. Aber in der Resolutions- Verhältnissen, die es herbeiführten, daß in Amerika ein Lumpen- Sozialistengesezes, nachdem man die Arbeiter vorher geknebelt fabrikation wäre es mir lieber, wir würden bei dem etwas rückt proletariat wie bei uns in Deutschland sich nicht bilden konnte. Das hatte. Und seit dieser Zeit werden Schußzölle immer angesehen ständigen kleinfabrikmäßigen Betrieb bleiben.( Heiterkeit.) Ohne Noth liegt daran, daß Amerika von jeher ein freies, selbstbewußtes demo- als ein Raubzug gegen das arbeitende Bolt. Meine Befürchtungen follen wir nichts beschließen. Es ist schon darauf hingewiesen, daß fratisches Staatswesen hatte; das liegt daran, daß dort in Amerika sind nicht eingetroffen. nicht eingetroffen. Zweifellos hat auch auch der gestrige Buntt 3 der Kautsky'schen Resolution nicht so bleiben kann und er die Landwirthschaft noch immer exportirt, billiger produzirt als bei freie Nachmittag wesentlich zur zur Beruhigung der Gemüther ist ja auch modifizirt worden. Auch Puntt 8 ist nach der Ansicht uns, auf dem Weltmarkte konkurrenzfähig ist und daß durch den beigetragen.( Heiterkeit.) Nun hat Vollmar gemeint, die beiden verschiedener Redner nicht haltbar. Nach den eigenen Auseinander Schutzzoll die Arbeiter als Konsumenten nicht geschädigt werden. Referenten hätten zu wenig über die Gegenwart gesagt: So habe fegungen Kautsky's und anderer ist darüber gar tein Zweifel, daß Das ist ja alles bekannt. Diesen Verhältnissen entspringt die höhere ich meine Aufgabe nicht aufgefaßt. Wollte ich über die Gegenwart wir es nicht so hinstellen tönnen, daß die Schutzölle der internatio- Lebenshaltung der Arbeiter. Aber was Elm durchaus nicht wider- reden, so hätte ich eine Industrie nach der anderen hernehmen und nalen Solidarität des Proletariats entgegenwirken. legt hat, das ist, trotzdem die Lebenshaltung der Arbeiter in Amerika den Weltmarkt schildern müssen. Das Tag aber nicht in Zuletzt sind dann noch einige andere Punkte bemängelt worden. eine so hohe ist, sie gerade in den Industriezweigen, die vom Schuß meiner Absicht. Ich habe nur Stimmung machen und den Genossen Ich will ihnen nun gar feinen besonderen Vorschlag machen, aber zoll am meisten profitiren, eine niedrigere ist als in England. zurufen wollen: Jungens, lauft nicht so fig in den Freihandel, ich muß gestehen, daß ich die Streichung jedes dieser Punkte für Hieraus sehen wir mit Deutlichkeit, daß der Schutzzoll bereits an- damit ein besonnener Mensch auch mitkommen kann!"( Heiterkeit.) einen Gewinn halten würde, schon wegen der Kürze, weil dann das gefangen hat, die Arbeiter zu degradiren, statt ein Mittel zu sein, Diese Absicht habe ich erreicht und damit bin ich vollkommen zudoch vielleicht ein wenig mehr gelesen wird als sonst.( Heiterkeit.) sie zu heben. frieden. Kautsky hat in seinem Referat gesagt, unsere heutigen SchutzAm allerliebsten wäre es mir allerdings, wenn die Resolution gar Dann hat David gesagt, wir müßten die Kartelle fund daher zölle sind anders entstanden als die früheren. Heute sei es vor nicht eingereicht wäre. Vielleicht werden einige sagen: Ja, warum auch die Schutzölle fördern; denn die Kartelle sind eine höhere allen Dingen die Furcht vor den Arbeitern, die die Bourgeoisie redet denn der( Heiterkeit), der hat ja selbst seinen Namen Form der Produktion, die höchstmögliche in der heutigen Gesellschaft, veranlaßt hat, dies System einzuführen; die Furcht vor den darunter gesetzt. Ja, Parteigenossen, ich fönnte ja sehr und wir haben die ökonomische Entwickelung zu fördern. Die Kar- Arbeitern habe die Bourgeoisie den Agrariern in die Arme getrieben Teicht denselben Entschuldigungsgrund anführen wie Bebel, daß ich telle sind allerdings eine nothwendige Erscheinungsform der kapita- und daher komme es, daß wir nicht nur Industries sondern auch sie nicht so genau gelesen habe, aber ich habe hauptsächlich meinen listischen Produktionsweise, und sie werden ohnedies kommen, Agrarzölle haben. Genossen! Ueberschäßen wir doch nicht Namen darunter gesetzt, weil ich dadurch das Recht gewinnen wollte, wenigstens in den leitenden Juduſtrien, aber daß das Kartell gerade unijere Macht noch dazu in jener Zeit! Die Vertreter der Industrie dem Resolutions Ungethüm den schlimmsten Giftzahn auszuziehen. ein Mittel ist, die industrielle Entwicklung zu fördern, bestreite ich. hätten zusammen mit den wenigen Vertretern der Arbeiter niemals In der Resolution hat nämlich urjprünglich das Wort Freihandel Das Kartell ist nichts, als ein privates Monopol. Das wichtigste Schutzölle bekommen. Dazu war die Industrie, dazu waren in einer anderen Verbindung gestanden, so daß es scheinen Mittel aber, die Technik zu entwickeln, das ist die Konkurrenz; wir zu schwach! Malen wir uns doch nicht immer so rosig, was fonnte, als ob wir uns zur puren Freihandelspolitik erklären; wo der Stachel der Konkurrenz fehlt, da erschlafft auch wir Arbeiter bereits für eine Rolle spielen und gespielt haben! das wollte ich hintertreiben und es ist mir gelungen, das Wort zu die technische Entwickelung, da bleibt fie zurück. Da, wo Nein, die Industriellen konnten den großen inneren Markt nicht streichen und durch ein minder anstößiges zu ersetzen. Indessen die die Kartelle so weit gekommen sind, daß sie mit gar feiner Kon- verlieren, sie konnten die Landwirthschaft nicht einfach zu grunde Resolution ist mal da und es liegt schließlich auch nicht viel daran, turrenz mehr zu thun haben, entwickelt sich die Technik nicht weiter, gehen laffen, und darum waren sie gezwungen, auch Getreidezölle wenn sie angenommen wird. Es giebt ja viele Leute, die sich be- und die allgemeine Entwickelung der Kartelle würde zu einer zu bewilligen. Und um so viel theurer ist das Brot doch auch ruhigt fühlen, wenn sie etwas schwarz auf weiß mit nach Hause Stagnation der Industrie führen, also zu einem Zustande, den wir gar nicht geworden, die Getreidepreise auf dem Weltmarkte sind so nehmen können.( Heiterkeit.) Aber wenn auch alle Grivägungen ge- nicht herbeizuführen haben. Nun hat David weiter behauptet, und heruntergegangen, daß wir heute noch eben so billige Getreidepreise strichen werden und nur der Schlußsaz übrig bleibt, oder wenn der damit komme ich zu dem Punft 8, der die meiste Anfechtung findet, im Durchschnitt haben wie damals. Aus demselben Grunde haben auch noch fiele, so würden wir doch genau so praktisch handeln. den aber ich auf das lebhafteste empfehlen und wenigstens nicht wir nicht blos in Deutschland, sondern in Ländern mit ähnlicher als wenn wir garnicht resolvirt hätten.( Lebhafter Beifall.) ohne Kampf preisgeben möchte( Heiterkeit). David hat gesagt, die Entwicklung Agrarzölle neben den Industriezöllen. Bollmar bedauerte, Frau 8ie- Hamburg: Was mir an der Resolution gefällt, ist amerikanische Industrie bedarf des Schutzzolles, eben weil die amerika- daß ich gesagt habe, gegen die Lebensmittelzölle werden wir inner gerade das, was Bollmar nicht gefällt, nämlich der flare prinzipielle nischen Arbeiter höher gestellt sind, weil sie höhere Löhne, kürzere fämpfen, dieser Vorwurf könnte so flingen, als ob ich gemeint habe, was Standpunkt. Das ist ein großer Vortheil! Wir haben bei diesen Arbeitszeit haben, könne die amerikanische Industrie mit der deutschen aus der Landwirthschaft wird, ist uns gleichgiltig, Nein, so fann das wichtigen Fragen mit zu entscheiden und müssen eine flare, be- nicht konturriren. Ich freue mich des Zugeständnisses, daß die gar nicht gemeint sein, want werden wir denn die Lebensmittelzölle stimmte Stellung nehmen, und zwar für den Freihandel gegen jede deutsche Industrie der amerikanischen überlegen ist und so eines los werden? Etwa wenn die agrarische Krisis so weiter geht? Nein! Schutzzölle, die wir bei der Höhe unserer technischen und industriellen Schuzzolles gegenüber Amerika nicht bedarf, sondern gerade um- Ueberschäßen wir doch nicht die Macht der Industrie! Wir werden Entwidelung nicht brauchen. Da wir aber, wie Kautsky richtig gekehrt. Ich möchte aber dieses Zugeständniß nicht zu ernst nehmen, die Kornzölle erst los werden, wenn wir lange Jahre hohe Gefagte, nicht mit dem Kopfe durch die Wand können und die denn die amerikanische Industrie ist thatsächlich gegenüber der treidepreise gehabt haben und wenn dann die Zölle fallen, anderen Länder nicht Einführung des Freihandels deutschen konkurrenzfähig. Wenn das richtig wäre, was David dann ist die Landwirthschaft nicht verloren, denn dann werden andere zwingen können, bitte ich Sie, einen diesbezüglichen Bassus gesagt hat, dann packen wir unsere nächsten Biele nur in die Tasche. Konkurrenzverhältnisse für Getreide auf dem Weltmark sein. in die Nesolution einzuschieben. Schippel sagte, eine Preiserhöhung( Bebel: Sehr richtig!) Dann können wir nicht für den Acht- So waren meine Worte gemeint, und ich will das hiermit führt auch zu einer Lohnerhöhung. Gewiß, den Versuch werden sie stundentag, nicht für höhere Löhne kämpfen, denn dann schneiden wir ausdrücklich feststellen, damit nicht etwa behauptet wird, ich hätte machen und auch mit Erfolg, aber doch nur bis zu einem gewissen der Industrie den Lebensfaden ab. Aber wir wissen, daß die best- gesagt, mag aus der Landwirthschaft werden was will, wir haben kein Grade. Es ist viel leichter, für die Arbeiter eine Lohnerhöhung, die bezahlte Arbeit auch die billigste, die schlechtestbezahlte Arbeit die Interesse daran. Auch die Genossin Ziez befindet sich im Irrthim, fie einmal durchgesezt haben, zu vertheidigen, als eine weitere zu theuerste ist, die fürzeste Arbeit die leistungsunfähigsten Arbeiter schafft. wenn sie meint, ich hätte gesagt, wenn die Preise steigen, Nein, soviel weiß ich auch; ich erringen. In Hamburg sind seit dem Zollanschlnß die Löhne ge-( Beifall.) Daß das die Industrie nicht leistungsfähig macht, das be- steigen auch die Löhne. stiegen, aber nicht in gleichem Schritt mit der Bertheuerung der weist am besten das Beispiel Englands, das doch nicht auf dem habe nur gesagt, wenn die Preise der Industrie durch Schutzölle Lebenshaltung. Ich ersuche Sie also, der Kautsky'schen Resolution Weltmarkt konkurrenzunfähig geworden ist. Daß die amerikanische steigen und wenn die Produktion im Innern sich mächtig austveitet zuzustimmen, aber einen Bassus einzuschieben, der unsere Industrie des Schutzzolles bedürfe, weil ihre Arbeiter gut bezahlt durch das Schutzzoll- System, dann werden auch die Arbeiter mehr Abgeordneten ermächtigt, ermächtigt, gegebenenfalls gegebenenfalls unbeschadet unserer und gut genährt sind, das weise ich auf das allerentschiedenste zurüid. beschäftigt sein und dann wird auch eine Preiserhöhung sich in eine prinzipiellen Stellung, auch für Schutzzölle zu stimmen.( Beifall.) Nun ist gesagt worden, für den Punkt 8 tönnen wir uns geringe Lohnerhöhung umsehen. Aber daß in solchen Fällen, to Genosse Bebel schüttelt den Kopf. er scheint sagen zu wollen, nicht begeistern, denn das Hemd liegt uns näher als der Rock. eine ehemals freie Stadt in ein Zollgebiet einverleibt wurde, die daß das schon in der Resolution drin steht. Ja, wir müssen Die nationalen Interessen stehen uns höher als die internationalen. Verhältnisse andere sind, ist ganz selbstverständlich und ich selbst habe aber klipp und klar aussprechen, was wir wollen. Die Leute Zunächst muß die Industrie des eigenen Landes gesichert werden, oft genug gesagt, daß der Zolanschluß von Hamburg dem Hamburger draußen sollen sehen, daß wir nicht nur niederreißen, sondern auch wir können also für den Satz nicht eintreten, der von der inter- Arbeiter nur geschadet hat. Nun ist gesagt worden, die Industriellen zur Die Was ferner die große Höhe betrifft, auf der die deutsche Industrie stehen soll, so fürchte ich, daß wir über die deutsche Industrie zu chauvinistisch denken. Ich warne davor, zu glauben, daß wir heute an der Spize aller Nationen und auf der gleichen Höhe stehen wie die höchst entwickelten Länder. Deshalb habe ich Sie gewarnt, Taufen Sie nicht so fix in den Freihandel hinein, wir sind noch nicht so weit. Nachdem die Resolution Kautsky jezt eine Aenderung erfahren hat, bitte ich Sie, dieselbe anzunehmen.( Lebhafter Beifall.) Singer: Wir kommen nun zur Beschlußfassung. Die Resolution Schippel ist zurückgezogen, es bleibt also nur die Resolution Kautsky. Zu Punkt 3 liegt das Amendement Bebel vor; über den Wunsch der Frau Bieg kan teine Abstimmung erfolgen, da, formell kein Antrag gestellt ist. Ueber die einzelnen Punkte der Resolution Kautsky wird getrennt abgestimmt. Die Abstimmung er giebt die Annahme der Kautsky'schen Resolution in allen Buntten mit dem Amendement Bebel mit fehr großer Majorität. Ein halbes Dugend und mehr Zeugen befundeten unter ihrem Eide, daß fie gesehen hätten, wie der angeblich von Stadthagen, beleidigte Gendarm dem Zeugen Weißbach mit dem Revolver ins Geficht geschlagen habe. Und dennoch behauptete Herr Eger, daß für die Behauptungen Stadthagen's höchstens ein Schein von Wahrscheinlichkeit vorhanden sei. Ja, was gelten denn dem Herrn Staatsanwalt die Zeugenaussagen un bescholtener Personen? Gelten sie etwa weniger als die Aussage des Gendormen, der der Beschuldigte gewesen ist! Glücklicherweise hat der Gerichtshof sich dem Gedankengange des Staatsanwalts nicht angeschlossen, sondern er hat auch im Falle Klötzsch auf Freisprechung erkannt. So blieb von der ganzen Anklage nichts übrig, als die Beleidigung des Herrn v. Windheim. Herr Stadthagen wird die Strafe, die hierffir gegen ihn erkannt worden ist, tragen, ob aber auch der Polizeis präsident das Urtheil tragen wird, das bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein, was Herr v. d. Rede und was das Abgeordnetenhaus zu dieser Affäre sagen wird, mit der sich ja jedenfalls bei der Erörterung der vom Herrn Minister für die Bolizei erlaffenen Schießvorschrift sehr eingehend zu beschäftigen Gelegenheit finden wird." Die Volts 8tg." schreibt: " = Durch die unter dem Eide abgegebenen Aussagen zahlreicher Zeugen ist in Verhältnisse und Zustände hineingeleuchtet worden, die eine Schmach für unsere sonst so hochgepriesene Kultur find! Die Schamröthe steigt jedem ins Gesicht, der von den Mißhandlungen hört, die nachzuweisen dem Angeklagten in überwältigender Weise gelungen ist. Wir setzen voraus, daß dieselben Empfindungen auch der Herr Polizeipräsident hegen wird, wenn er von den rohen Ausschreitungen der Schutzleute liest, die am Mittwoch in der Verhandlung Gegenstand der Zeugenaussagen gewesen find. Denn daß Herr v. Windheim die scheußlichen Brutalitäten, von denen darin die Rede war, und die auch sein Gerechtigkeitsgefühl aufs äußerste empören müssen, aufs schärfste mißbilligt, daran zu zweifeln wäre eine schwere Beleidigung dieses Beamten. Die öffentliche Meinung wird dem Angeklagten Dank wissen, daß er dazu bei getragen hat, die Erkenntniß von der dringend nothwendigen gründlichen Reform des Sicherheitswesens wieder einmal auf ein eflatantes Material zu stützen, dessen Gewicht sich auch der Chef des Berliner Polizeiwesens nicht entziehen wird." hätten den Schutzzoll nur gemacht, um die Profitrate zu steigern.| Uebergabe des Blattes heftig sträubte. Obwohl das Blatt mit seinen Das war mir auch nichts Neues, aber wir dürfen doch nicht ver- 2300 Abonnenten wirklich feine Ueberschüsse liefern konnte, stärkte gessen, daß eine Steigerung der Profitrate nicht nach Belieben sein Verhalten die Ansicht derer, die Günther in dem Befit einer möglich ist. Goldgrube wähnten. Der Privatbesitz an einem Parteiorgan ist in Die Konkurrenz wird durch das Schutzollsystem nach außen unserer Partei ein Nonsens, da die Parteigenossen es ja in der Hand aufgehoben, aber im inneren besteht sie fort und da kann die haben, den Besitz in nichts zu verwandeln; das begriff Günther nicht. Brofitrate nicht nach Belieben gesteigert werden. Hätten wir eine Allzu lange hat es gedauert, bevor er auf das Drängen des Parteihöhere Profitrate als in England, so würde das englische Kapital vorstandes und der Kontrolleure seinen Besitz abtrat. Mit Hilfe des in Masse zu uns hereinströmen, bei Industriezöllen ist es durchaus Vorstandes wurde das Blatt in Parteibesig übergeführt und in dem nicht nöthig, daß die Zölle sich unbedingt in Preiserhöhung umjeßen. Genossen Blos ein Verleger gefunden. Nun fonnte man meinen, Stautsty hat richtig darauf hingewiesen, wenn die Zölle Kartelle ermög- daß der alte Streit beendet sei, da er keine materielle Grundlage lichen und wenn diese Kartelle wirkliche Monopole sind, dann kommt mehr habe. Allerdings schienen die verschiedenen Befugnisse zwischen die große Belastung der Konsumenten. Das größte Kartell, das wir haben, Verleger und Preßkommission nicht genau abgegrenzt worden zu ist aber das Kohlensyndikat, und wir haben keinen Kohlenzoll. Da sind sein. Jedenfalls ist es für jeden, der Blos tennt, flar, daß er mur eben ganz andere Verhältnisse ausschlaggebend, da kommen die der Noth gehorchend nicht dem eigenen Triebe den Verlag übernahm. großen staatlichen Lieferungen in betracht. Ich bestreite, daß der Alle Welt glaubte jedenfalls, daß er, als Abgeordneter über den Schutzoll das eigentliche Mittel gewesen ist, um die Kartelle zu er- Parteien stehend, Einigkeit erzielen würde. Das ist nun nicht der möglichen. Achnlich liegen die Dinge beim englischen Kohlen- Fall gewefen. Bios that einen unglücklichen Griff, indem er als syndikat. Dann ist es auch eine Uebertreibung, zu sagen, wenn Geschäftsführer den Herrn Färber engagirte, der mehr den Beruf in sich die Schutzölle nicht wären, hätten wir das Militär nicht. England, fühlte, sich in die Redaktion zu mischen, als Geschäftsführer zu sein. ein Land mit Freihandel, hat doch auch große Militärlasten, die sich Aus dieser Neigung entstand ein bitterer Streit zwischen Färber und bout 1870 bis 1897 von 450 auf 800 Mill. gesteigert haben. Hätten dem Redakteur Heymann. Das Bild zeigte sich ungefähr so, die wir keinen Schutzzoll, so hätten wir unser Militär auch, aber vielleicht Parteikaffe hat das Geld hergegeben, Blos den Namen, und die noch viel schlechtere Steuern. Preßkommission regierte. Das ist kein richtiger Zustand. Wie ein rother Faden zieht sich durch die Broschüre der Vorwurf, der Parteivorstand habe das materielle Interesse des Druckers Günther ge fördert. Günther hatte einen außerordentlich hohen Druckpreis ver einbart, der Verleger konnte dabei in gutem Glauben sein und Günther hatte vorher, als er das Blatt besaß, teine Seide gesponnen, sondern Verluste gehabt; es ist also menschlich, daß er versuchte, jetzt einen anständigen Preis zu erzielen, weil er glaubte, im Parteibesiz würde das Blatt gleich einen Aufschwung auf 10 000 Abonnenten nehmen. Heute sind es aber nicht mehr als 3400. Dem Parteivorstand ist es gelungen, eine Ermäßigung des Druckpreises um 15 Mart täglich zu erzielen. Trotzdem wurde fortgesezt darauf hingearbeitet, Günther den Druck zu entziehen. Diese Forderung ist auch der Kontrollkommission und auch uns zugestellt, später dann zurückgezogen worden. Der Streit setzte sich fort. Es kam dazu, daß der Redakteur Heymann allerdings in unpraktischer Weise Borgänge bei und nach der Wahl zu einer unrichtigen Zeit in die öffentliche Diskussion brachte. Die Preßtommission nahm daraus Veranlassung, allerdings sehr unverständigerweise, Heymann seines Amtes zu entfeßen. Es wurde allerdings auch behauptet, er sei für den Posten nicht fähig. Nun muß aber Wie ist es möglich, daß, nach Aussage des Herrn v. Windberücksichtigt werden, daß Heymann der einzige Redakteur an dem heim, der von der Stadtverordneten- Bersammlung vor Monaten täglich erscheinenden Blatte war. Das Vorgebrachte rechtfertigte nicht, gefaßte Beschluß, der Magistrat möge im Anschluß an den Fall ihm sein Brot zu nehmen. Eine große Anzahl von Parteigenossen Koeppen mit dem Polizeipräsidium in kommissarische VerhandUm 34 Uhr eröffnet Singer die Nachmittagssigung. hatte den Streit endlich satt. Gerstenhauer wurde beauftragt, eine lungen über polizeiliche Fragen eintreten, nicht ausgeführt Singer: Der Generalrath der französischen Arbeiterpartei hat Barteiversammlung einzuberufen, sagte es auch zu, aber that es worden ist? Jetzt hat nicht mehr Herr Stadthagen, noch Herr unsern Freund Jules Guesde hierher gesandt. Er ist in Bes dann nicht, unter Berufung auf einen früheren Beschluß, nach welchem b. Windheim, jetzt hat der Magistrat das Wort." gleitung des Genoffen Matthieu hier erschienen. Ich heiße sie Preßangelegenheiten nur in Versammlungen des sozialdemokratischen Die staatserhaltende Presse hüllt sich in Schweigen. Das Herzlich hier im Namen des Parteitages willkommen.( Bravo) Arbeitervereins ihre Regelung finden sollen. Aber eine öffentliche ist zwar nicht sehr ehrenvoll von den Kämpen für die Ordnung, ReBiele von den Delegirten haben diesen tapfern und muthigen Bor- Parteiversammlung muß die höchste Instanz sein, wenn solche Miß- ligion und Sitte des Polizeistaats, aber jedenfalls das Klügste, was kämpfer auf den internationalen Kongressen und auch auf unserem helligkeiten bestehen, die die ganze Partei berühren. Die Versamm fich angesichts einer so fatalen Situation thun läßt. Parteitag in Halle zu sehen und kennen zu lernen Gelegenheit ge- lung wurde durch den Stellvertreter von Gerstenhauer einberufen, habt. Genoffe Guesde wird wenigstens einem Theil unserer aber wegen Illegalität aufgehoben. Am 22. Juli fand dann eine Verhandlungen hier beiwohnen. Er wird sicherlich die lleberzeugung dritte Bersammlung, einberufen vom Landes Vertrauensmann mit heim nehmen, daß unser brüderliches Verhältniß zu der statt, deren Rechtmäßigkeit bestritten, von uns aber alt= französischen Sazialdemokratie daffelbe geblieben ist und daß wir erkannt Aus der Magistratssitzung am Freitag. An der Pariser, wurde. Sic beschloß die Wiedereinsetzung des Ausstellung 1900 foll nach Beschluß des Magistratskollegii fich stolz darauf sind, auch mit ihr gemeinschaftlich für die Befreiung des Redakteurs, die Absetzung des Vertrauensmanns Gerstenhauer, die Stadtgemeinde Berlin durch die Ausstellung von Modellen der Proletariats fämpfen zu können!( Bravo!) die Bildung einer neuen Preßkommission. Die Feinde von Günther Kanalisations- Anlagen und der städtischen Wasserwerks- Anlagen am und Heymann hätten in dieser Versammlung den Boden einer Ver- Müggelsee mit den Anschlußleitungen nach Lichtenberg und von dort ständigung finden tönnen. Sie haben es aber nicht gethan, sondern nach der Frankfurter Allee betheiligen. Die Ausgaben hierfür find sich in den Schmollwinkel zurückgezogen, Da fie sahen, daß sie in auf die runde Summe von 30 400 M. berechnet, zu deren Bewilli der Versammlung nicht die Mehrheit haben würden, thaten sie den gung der Stadtverordneten- Versammlung eine diesbezügliche Vorlage wunderbar demokratischen Streich und beschlossen, daß, so lange die zugehen wird. Preßverhältnisse nicht geregelt seien, in dem Arbeiterverein eine Auf- Die beantragte Verbreiterung der Mühlenstraße auf nahme von Mitgliedern nicht mehr stattfinden könne. So wurde 13 Meter ist vom Kollegium abgelehnt worden. Wegen anderweiter eine Dummheit nach der anderen gemacht. Endlich wäre es u. a. Ausschmückung der Potsdamer Brücke hat bekanntlich auch an der Zeit, die auf dem Gothaer Parteitag endgiltig erledigten die Stadtverordneten- Versammlung beschlossen, den Magistrat zu Angriffe gegen Kießling wegen angeblicher Bestechung beim Bier ersuchen, mit ihr in gemischer Deputation zu berathen. Das brauerstreit zu unterlassen. Wir sind der Meinung, daß man in jener Magistratskollegium hat beschlossen, diesem Antrage nachzukommen. Versammlung vom 22. Juli fich hätte verständigen müssen. 2ohin Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat September soll es fommen, wenn in jedem Ort, wo Differenzen über Geschäfts- 1898 53 360 Schweine- gegen 55 442 im Mount September 1897fragen bestehen, aus pureni Haß, Neid, Unverträglichkeit zwei oder gar auf Trichinen untersucht worden. Davon find 6 Stück wegen Trichinen drei Organisationen sind. Wenn die Mitglieder des Arbeitervereins der und 30 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet Meinung sind, daß sie im Recht sind, dann sollen sie mitarbeiten und ihren zurückgewiesen worden. Einfluß geltend zu machen suchen. Wir wollen aber den alten ber Auf Antrag der städtischen Markthallen- Deputation hat das währten Genossen den llebertritt aus dem Verein in die andere Magistratskollegium beschlossen, neben der Einfuhr der Zentral. Organisation nicht unmöglich machen und haben versucht, ihnen in Markthalle zwei Zugänge zu schaffen. unserer Resolution eine goldene Brücke zu bauen. Die Mittagspause tritt ein. Nachmittagsfihung. ( Privatdepeschen des Vorwärts") Hierauf hält Guesde, mit lebhaftem Beifall empfangen, folgende von Liebknecht übersetzte Ansprache: Ich komme nicht als Neuling hierher, denn ich habe schon 1890 als Abgesandter des französischen Proletariats an Ihren Berathungen in Halle theil genommen und Ihnen damals die Grüße und Versicherungen der Solidarität des französischen Proletariats überbracht. Damals war in Deutschland der eiserne Ring des Sozialistengesetzes gebrochen, und die Bourgeoisie hoffte ganz allgemein darauf, daß die Sozialdemokratie nun, wo fie auf dem Boden des gemeinen Rechts stände, ihre revolutionäre Kraft verlieren und in fich selbst zusammenfallen würde. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt, die deutsche Sozialdemokratie hat zwar gestritten über diese und jene Frage, aber sie hat sich nicht entzweit; sie ist sowohl auf theoretischem Gebiet als auch auf dem Gebiet der Organisation dauernd fortgeschritten, und sie ist heute start genug, um den Angriffen aller ihrer vereinten Gegner siegreich widerstehen zu können. Aber nicht allein in Deutschland hat die Sozialdemokratie Fortschritte gemacht. Auch in Frankreich ist seit 1890 ein Wachsthum der Bewegung zu bemerken. Die Sozialdemokratie hat in der französischen Nationalversammlung weiteren Boden gewonnen, fie hat einiger der wichtigsten und stärksten Gemeinden Frankreichs sich bemächtigt. Und wenn auch die französischen Genossen noch nicht so weit sind, wie die deutschen, wenn sie auch noch nicht so geeinigt bastehen, daß höchstens ganz unbedeutende Zwiftigkeiten vorkommen können, so find doch die dortigen Spaltungen bei weitem nicht so schlimm als es den Anschein hat. Das Gefühl der persönlichen Gehässigkeit unter den verschiedenen Fraktionen hat sich fast vollständig verloren und es wird unzweifelhaft dahin kommen, daß eine einheitliche Organisation geschaffen wird. Und davon können Sie überzeugt sein, wenn die Einigung auch nicht heute oder morgen erzielt wird, daß ein Gegeneinanderhetzen der verschiedenen Fraktionen nicht möglich ist. Die französischen Genossen fühlen sich völlig eins mit den Sozialdemokraten anderer Länder; das Wort„ Proletarier aller Länder, vereinigt Euch" ist dem französischen Proletariat in Fleisch und Blut übergegangen. Namens der französischen Sozialisten reiche ich Euch die Hand, ich freue mich, daß die deutsche Sozialdemokratie auch auf diesem Kongreß wieder das Klassenbewußtsein befont hat und geeint dafteht gegenüber denjenigen, welche sich angemaßt haben, die sozialistische Bewegung zu hemmen. Hoffentlich werden bald diejenigen Hindernisse, die heute noch die verschiedenen Nationen trennen, überwunden werden. Hoffentlich wird der Zeitpunkt nicht mehr fern sein, wo die internationale Sozialdemokratie die gesammte Menschheit umfaßt.( Lebhafter Beifall und Händellatschen.) Hierauf wird der Bericht der Instizkommission zur Verhandlung gestellt. = Berichterstatter Hug Bant: Es lagen der Kommission drei Fälle vor, die sie zu prüfen hatte, und zwar Beschwerden gegen den Borstand bezw. die Kontrolleure. Die erste Beschwerde stammt von dem Genossen Rohrlad gegen Auer wegen seines Verhaltens bei der Stichwahl in Wittenberg- Schweinig. Die Kommission empfiehlt, über diese Beschwerde zur Tagesordnung überzugehen.( Beifall.) Chue Debatte beschließt der Parteitag mit allen gegen 5 Stimmen in diesem Simne. " Die Volts 8tg." schließt den Artikel mit der verwunderten Frage an den Magiftrat: " Kommunales. Lokales. Heute ist eine Beschwerde eingegangen, daß in dem Bericht des Braunschweiger Volksfreundes" stehe, es sei eine der bekannten Brunte'schen Lügen, daß Brunte in einer Versammlung von über 100 Genoffen gewählt sei. Wir müssen auf das entschiedenste eine nur Weitgliedern Zutritt gestattet ist, wird heut Abend in den Freie Volksbühne. Das Herbstfest des Vereins, zu welchem solche Handlungsweise, die nicht dazu angethan ist, dent Bank ein Gesammträumen des Etablissements der Brauerei Friedrichshain einr Mitgliedern Zutritt gestattet ist, wird heut Abend in den Ende zu machen, verurtheilen.( Lebhafter Beifall.) abgehalten. Anfang 8 Uhr. Entree inklusive Tanz 50 Pf.( Siche heutiges Inserat.) ( Schluß im Hauptblatt.) Preßstimmen über den Prozeß Stadthagen. Die Abscheulichkeiten prügelnder Polizeibeamter, deren Aufdeckung und gebührende Brandmarkung die Regierung und Bevölkerung Preußens unserem Parteigenossen Stadthagen zu danken hat, bilden auch in einigen freisinnigen Blättern den Gegenstand eingehender Betrachtungen. Die, Voff. 8tg." meint: Das Berliner Tagebl" beschäftigt sich mit der befremdlichen Unwissenheit, die der Polizeipräsident vorgestern als Zeuge über Dinge befundet hat, die ihn in seiner amtlichen Eigenschaft doch in erster Linie angehen. Das Blatt bemerkt hierzu: Achtung, dritter Wahlkreis! Die Parteigenossen und deren Familien werden auf die am Sonntag Abend 6 Uhr im Lokal des Herrn Cohn, Beuthstraße 20( Aufgang vom Thorweg aus) stattfindende öffentliche Versammlung aufmerksam gemacht. Thema des Vortrages und Referent werden in der Versammlung befannt gegeben. Nach der Versammlung geselliges Beiſammensein und Tanzfränzchen, wozu ergebenst einladet Der Vertrauensmann. Neue Gemeindeschulen. Zu Beginn des Wintersemesters werden wieder einmal zwei neue Gemeindeschulen eröffnet. Aus der bisherigen Filiale der 208. Schule wird eine neue 224. und aus der „ Wir glauben, daß die 300 M. Geldstrafe, die ein Sozial- bisherigen Filiale der 147. eine neue 225. gebildet. Die 208. Schule demokrat bezahlen muß, dem Staate viel weniger müßen, als die wurde im April 1895 in den Miethsräumen Stettinerstr. 27 eröffnet. Ergebnisse der zweitägigen Verhandlung den Bestrebungen der In diesen hatte bereits seit 1891 zunächst eine Filiale der in der Sozialdemokratie. Nügen kann der Prozeß dem Staate Briezenerstraße belegenen, damals start überfüllten 78. Schule gehaust; nur und zwar in hohem Maße, wenn die Lehren, hinterher famt die neu eröffnete 194. Schule und dann, nachdem diese die fich aus der Beweisaufnahme ergeben, gründlich rasch gewachsene Schule( sie hatte schon ein Jahr nach ihrer Gröffnung beherzigt werden. Die Staatsregierung wird fich der 21 Klassen) in ihr eigenes neues Schulhaus Prinzenallee 8 gezogen war, Erfenntniß nicht entziehen können, daß das Ansehen der Polizei mehrere als Filiale zurückgelassene Klassen der 194. Schule. Ihre und die Autorität des Staates unter Mißgriffen, Ausschreitungen, Nachfolgerin, die 208. Schule, siedelte im Schuljahre 1897/98 aus Mißhandlungen, deren sich einzelne Polizeibeamte und Gendarmen der Stettinerstraße nach dem städtischen Grundstück Prinzen Allee 62-64 schuldig machen, viel schwerer leiden als unter einem über. Dort hatte sie bis zum Sommersemester 1898 ein solches Mangel an Schneidigteit, wie ihn der Minister des Wachsthum, daß sie zuletzt aus 29 Klaffen mit über 1500 Kindern Innern bei dem Waffengebrauch der Polizeibeamten bemerkt bestand. Die Hälfte davon wurde als Filiale abgezweigt und unter haben, will." einen besonderen Filialrektor gestellt, blieb jedoch auf demselben Grundstüd. Auch die neue 224. Schule, die jetzt aus dieser Filiale gebildet wird, bleibt zunächst noch an derselben Stelle. Die 225. Schule, die aus der Filiale der 147. hervor, gehen soll, wird gleichfalls bis auf weiteres in den alten Räumen „ Er weiß nichts von Beschwerden, die während seiner Amts- bleiben, die die Filiale bisher innegehabt hat. Es ist das Miethsführung über Mißhandlungen aus früherer Zeit eingegangen haus Bankstr. 3c. Hier hatte sich vorher, von April 1894 an, die find. Er weiß aber auch nichts von Beschwerden über mißbräuch damals neu eröffnete, jest nach der Ravenéstraße in ihr eigenes liche Amtsüberschreitungen seitens der untergeordneten Polizei- Haus übergefiedelte 202. Schule befunden. Als Schulhaus war aber organe während seiner eigenen Amtsführung. Ja, er weiß das Haus Pantstr. 3c schon lange vor 1894 benugt worden. Es hatte Der Parteitag tritt debattelos dem Beschluß der Kommission bei. nicht einmal, daß in der Stadtverordneten Versammein Jahrzehnt hindurch die 39. Schule beherbergen müssen, die erst im Hug: Die dritte Angelegenheit betrifft den Streit unter den Iung von Berlin in öffentlicher Sigung über diese Mißbräuche auf Schuljahre 1893/94 ihr eigenes Haus Müllerstr. 158/159 betam. Das Parteigenossen in Braunschweig, womit sich schon der vorige Berliner Polizeivachen verhandelt wurde! Er weiß endlich nicht, Grundstück Bankstr. 3 c wurde dann dem Besizer zurückgegeben, aber Parteitag beschäftigen mußte. Es bestehen zur Zeit zwei Partei- daß die Berliner Stadtverordneten beschlossen haben, in tommiffa- nur auf furze Zeit. Schon zu Beginn des Schuljahres 1894,95 Organisationen in Braunschweig. Die eine, errichtet auf grund des rische Verhandlungen über polizeiliche Fragen mit dem mußte es von neuem in Benugung genommen werden, um dann, Organisationsstatuts, die andere der sozialdemokratische Arbeiter- Polizeipräsidium einzutreten! Ja, was weiß denn eigent- wie oben bemerkt, nach einander der neuen 202. Schule, der Filiale verein. Diese letzteren sind bereit, wenn gewisse Forderungen lich der Berliner Polizeipräsident von Berliner der 147. Schule und jetzt der neuen 225. Schule als Obdach zu erfüllt find, ihre Sonderorganisation aufzugeben. Es ist über diese Zuständen im allgemeinen und von Berliner Polizeiverhältnissen dienen. Diesen fleinen Beitrag zur Entwickelungsgeschichte Sache hier eine Broschüre verbreitet worden, die geradezu ein im besonderen?" des Gemeindeschulwesens auf dem Gesundbrunnen und dem Meisterstück einseitiger Darstellung ist und verdiente Parteigenossen Das liberale Blatt äußert schließlich die seltsame Meinmg, daß Wedding haben wir zusammengestellt, zu zeigen, wie angreift. Der Streit dreht sich hauptsächlich um den Besitz und die Mißstände in unserem Bolizeiwesen aufhören werden, wenn die lange man fich auch hier mit Miethsräumen behilft. den Einfluß auf das dortige Partei Organ. Früher ging der erforderliche Aenderung in der Berichterstattung eintrete! Die Ausrede, daß bei der Plöglichkeit, mit der oft das Streit hauptsächlich um Sie Ueberführung des Besizes des Die Berl. 8tg." schreibt, das Urtheil sei für die Polizei- Bedürfniß neuer Schulen in einem Stadttheile auftritt, die Blattes aus den Händen des jetzigen Druders, damaligen behörde geradezu niederschmetternd". Das linksfreifinnige rechtzeitige Beschaffung eigener Schulgebäude nicht möglich fei, ist Eigenthümers Günther, in das Eigenthum der Partei. Ein Organ tommt dann auf die Deduktionen des Staatsanwalts zu für den Gesundbrunnen und den Wedding einfach lächerlich. Daß thörichter Streich Günther's war es, daß er sich gegen die sprechen und meint: diese Stadttheile noch auf lange hinaus einen ununterbrochenen und Hug: Die zweite Beschwerde ist die des früheren Redakteurs der Thüringer Tribüne", Hille. Sie richtet sich gegen den Parteiborstand und die Kontrolleure und bezieht sich auf seine Nichtanstellung in Braunschweig. Die Kommission ist zu der leberzeugung gekommen, daß der Vorstand das Interesse der gesammten Partei wahrgenommen hat, und bittet den Parteitag, auch über diese Beschwerde zur Tagesordnung überzugehen. = bedeutenden Bevölkerungszuwachs haben würden, konnte niemandem eine Miniatur- Ausgabe des Abreßbuches und des Reichs- Kursbuches,| Statuts und der Mitgliederliste aufgefordert wurde. Der polizet zweifelhaft sein. ist für Einheimische und für Fremde, die Berlin besuchen, von hohem lichen Aufforderung wurde keine Folge geleistet, sondern bei der vorgesetzten Behörde sowohl als auch bei der Regierung zu Schleswig Theater. Das Schiller Theater bringt heute die erfte Auf( Köller) Beschwerde erhoben, jedoch ohne Erfolg. Inzwischen erhielt führung von„ Bartel Turafer", Drama in 3 Atten von Philipp Langmann. der Vorstand ein Strafmandat in Höhe von 20 M., wogegen auf Die Hauptrollen find wie folgt befezt: Bartholomäus Turaser Mar Bategg, richterliche Entscheidung angetragen wurde. Das Schöffengericht zu Marie Belber Helene Rosner, Kleppl Leopold Thurner, Albine Turaser schöffengerichtliche Urtheil wurde beim Landgericht Kiel Berufung Abolf Julius Eyben, Meirner Gustav Olmar, Naaswetter August Weigert, Breet bestätigte das polizeiliche Strafmandat. Gegen dieses Therese Leithner, Adolfin Louisabeth Rödel, Anna Belber Grete Meyer, Dr. Schwarzweiß May Laurence. Heute tommt Wildenbruch's Schauspiel eingelegt, doch auch dieses hielt die Strafe aufrecht. Die Masken Die Haubenlerche" zur Wiederholung. In der Kunst: Schaubühne hätten eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezweckt, und ( Direktion: Dr. Köppen und Dr. Stödtner), die Mittwochs und Sonntags der Einwand des Angeklagten, daß nicht der Verein, sondern Einzelwird heute Nachmittag' in neuer Ausstattung mit farbigen Wandelbildern hätten, sei hinfällig. Wir glauben, daß dieses Urtheil der Record in im alten Urania Theater, Invalidenstr. 57, ihre Vorstellungen veranstaltet, personen den angeblichen Verstoß gegen das Vereinsgesetz begangen zum ersten Male:„ Eine Wanderung durch Pompeji" von Dr. Alfred Köppen moderner Auslegung des reaktionären Vereinsgefezes ist. gegeben. werden patriotische Vereine sich nunmehr in acht nehmen, auf ihren Aus den Nachbarorten. Mastenfesten öffentlich bekannte Persönlichkeiten darzustellen! Unter Theilnahme großer Menschenmengen ist gestern, Werthe. Freitag, nachmittags, die ermordete Rofina Kaiser auf dem alten Sophien- Friedhof an der Bergstraße zur letzten Ruhe bestattet worden. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Restaurateurs und Brauereibesizers Rudolf Sterneder, das lange Zeit gedauert hat, ist jetzt endlich bis zur Schlußvertheilung gediehen. Zu dieser find 143 421 M. vorhanden, während die nicht bevorzugten Forderungen sich auf 711 254 M. belaufen. Sternecker, der frühere Wirth der„ Neuen Welt" in der Hasenhaide und der Schloßbraurei zu Weißensee, wird seit Jahren stedbrieflich verfolgt. Der Vorstand. Wie Unfall oder Selbstmord? Der 55 Jahre alte Kaufmann Albert Buckow hatte an der Ecke der Blumen- und Wallnertheaterstraße ein großes Material- und Delikateßivaaren- Geschäft, das Lichterfelde. Der Gesangverein Eintracht II hält heute Abend sehr gut ging. Der Mann war seit einem Vierteljahr sehr zer- in Richter's Lokal, verl. Wilhelmstraße, fein Stiftungsfest ab. Es behandeln. Wegen Beihilfe zum Vergehen mehrerer un= Wie deutsche Richter das Koalitionsrecht der Arbeiter streut und tiefsinnig, aber niemand konnte erfahren, was der wird darauf aufmerksam gemacht, daß das erwähnte Lokal zu bekannter Personen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung ist der Grund dieser Veränderung in seinem Wesen war. Am Mitt- Arbeiter- Versammlungen nicht zu haben ist. Vorsitzende der Zahlstelle Hamburg des Verbandes der Maurer, woch bergangener Woche verabschiedete er sich abends um 8 Uhr Johannisthal Nieder- Schöneweide. von seiner Frau, mit der er in glücklicher Ehe lebte, mit Arbeiter- Bildungsvereins werden ersucht, in der heute Abend bei niß verurtheilt worden. Das Vergehen soll darin liegen, daß er ein Die Mitglieder des H. Kober, durch amtsrichterlichen Strafbefehl zu 1 Woche Gefäng dem Bemerken, daß er eine Sigung des faufmännischen Vereins be suchen wolle. Von diesem Ausgange kehrte Buckow nicht zurück. Es Bastian stattfindenden Generalversammlung recht zahlreich zu erscheinen. anläßlich des Magdeburger Bauarbeiter- Streits vom Zentralverband stellte sich aber heraus, daß eine Sigung des genannten Vereins an der Maurer herausgegebenes Flugblatt in italienischer Sprache als jenem Abend gar nicht stattgefunden hat. Wohin der Mann gegangen In der letzten Sigung der Rigdorfer Gemeinde- Vertretung verantwortlicher Verleger gezeichnet hat. Das Verfahren gegen war, ließ sich jedoch nicht ermitteln. Er blieb verschwunden, bis man theilte Gemeindevorsteher Boddin zunächst mit, daß die Direktion Kober ist veranlaßt durch die Magdeburger Staatsanwaltschaft, die Donnerstag Abend um 9 Uhr in Charlottenburg seine Leiche aus dem der Charlottenburger Wasserwerke es abgelehnt habe, die Wasser- gleich den dortigen Polizeibehörden und Gerichten durch ihr VorWasser landete. Ob er in der Berstreutheit verunglückt oder in einem meffermiethe aufzuheben. Begründet wird die Ablehnung damit, gehen gegen die Arbeiterschaft ja seit langem recht oft genannt Anfalle von Tieffinn freiwillig ins Wasser gegangen ist, läßt sich daß das Charlottenburger Wasser trotz der Wassermessermiethe werden. nicht feststellen. immer noch billiger sei, als in Berlin. Ferner werde Prozeß Stöcker- Stumm. Aus Köln wird vom 7. Oktober die Anlage einer zweiten Förderstation und Bau einer berichtet: In dem Beleidigungsprozesse Stöcker- Stumm hat das weiteren birekten Zuleitung nach Rigdorf geplant, direkten Zuleitung nach Rigdorf geplant, um in hiesige Oberlandesgericht heute die Revision des Freiherrn v. Stumm Zukunft jedem Wassermangel vorzubeugen. Die Kosten dieser An- gegen das Urtheil des Saarbrücker Schöffengerichts vom 4. Juli d. J., lagen seien aber so hohe, daß eine Aufhebung der Wassermesser durch welches der letztere wegen Beleidigung des Hofpredigers a. D. miethen nicht möglich sei. Zur Müllablagerung schlägt die nieder- Stöder zu 300 M. Geldstrafe und Tragung der Kosten verurtheilt gesetzte Kommission den Ankauf eines ca. 8 Morgen großen Wiesen worden war, verworfen. Freiherr v. Stumm wurde auch zur terrains, in den Köllnischen Wiesen an den projektirten Wegen 55 Tragung der Kosten der Revision verurtheilt. und 62 hinter der„ Rothen Brücke" belegen, vor. Der Kaufpreis des Grundstücks beträgt 60 000 m., während die Herrichtung des Blazes 2c. wurde auf der Durchreise durch Stratau in Wien wegen Be Der Prinz Alexander Radziwill, der in Bosen begütert ist, 10 000 m. tosten wird. Die Gemeindevertretung beschließt den Kauf schimpfung des dienstthuenden Bahnbeamten im und die Herstellung des Grundstückes als Müllabladeplatz und ist Bahnhof vom Krakauer Bezirksgericht zu 14 Tagen Arrest verdamit einverstanden, daß für die Benutzung des Blazes eine ents urtheilt. sprechende Gebühr erhoben wird. Die Höhe derselben soll in nächster Bersammlung beschlossen worden. Ueber einen schweren Baunnfall meldet der Polizeibericht: Gtern Vormittag stürzten auf dem Neubau Königstr. 1/6 beim Legen der Ballen im ersten Stockwerke drei Arbeiter in den Keller hinab und erlitten schwere Verletzungen. Die Verletzten wurden in ciu Krankenhaus gebracht. Zwei Knaben, Brüder im Alter von ca. 2 und 3 Jahren, die sich von Berlin aus verlaufen hatten, wurden vor einigen Tagen in Weißensee aufgegriffen und da es nicht gelang, ihre Personalien festzustellen, in Pflege gegeben. Die hiesige Bolizeibehörde, die vom Weißenseer Amt von der Auffindung der Kinder verständigt wurde, stellte fest, daß die beiden kleinen Wanderer Söhne eines in der Grenadierstraße wohnenden Instrumentenmachers feien, die seit mehreren Tagen als vermißt gemeldet und zuletzt im Friedrichshain gesehen worden waren. Die sofort von der Auffindung der Kinder verständigten Eltern konnten ihre beiden Sprößlinge alsbald in Empfang nehmen. Die Fleischnoth wird in Berlin von Woche zu Woche bedentJ welche in mann". Vermischtes vom Tage. In Rigdorf soll am 1. April 1899 eine Realschule eröffnet werden. Gerhart Hauptmann's kürzlich vollendetes Werk Der Magiftrat von Charlottenburg übersendet uns folgende Es ist ein fünfattiges modernes Drama und spielt in einem gelangt demnächst am Deutschen Theater zur Aufführung. licher. Ein Zeichen dafür ist neben dem Schließen vieler Schlächtereien Mittheilung: Die Eröffnung des städtischen Arbeits nachtleinstätischen Badeort Schlesiens. Sein Titel ist:„ Der Fuhrdie Thatsache, daß in zahlreichen kleineren Wirths- und Speise- weises in Charlottenburg scheint in den betheiligten häusern die Preise für Mahlzeiten vom 1. Oftober ab um 10 Bf., Kreisen noch nicht genügend bekannt zu sein. Die Arbeitsvermitte häusern die Preise für Mahlzeiten vom 1. Oftober ab um 10 flung Eine ganze Familie, Mann, Frau und zwei Knaben, 5. H. um ein Fünftel bis ein Viertel der bisher gezahlten Summe lung ist vollständig to stenlos, schnell und fachgemäß. So ist in Serten( Westfalen) nach dem Genuß von giftigen erhöht wurde, oder aber es wurde den Gästen angekündigt, daß sie wohl im Interesse der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer liegt es von jetzt ab zu den alten Preisen mur Kleinere Fleischportionen ausgiebigen Gebrauch zu machen. Die Arbeitsvermittelung erfolgt Fuhrwerts scheu und durchrasten die Straßen. Ueberfahren wurden Bilzen gestorben. daher, von dieser zu ihrem Bortheil getroffenen Einrichtung recht In Mayen unweit Köln wurden die Pferde eines beladenen erhalten könnten. Vortheile von dieser Sachlage erzielen die Begetarier, deren Speisehäuser jetzt gute Geschäfte machen, sodann allerdings nur für ungelernte Arbeiter und Arbeite- babei eine Anzahl spielender Kinder, darunter allein brei Kinder rinnen mit Ausschluß des Gesindes die sogenannten Hanimelkopf- Keller, in denen es für 25 bis 30 Bf. Charlottenburg wohnen, immerhin steht zu ihrer großen einer Familie. Zwei Kinder waren sofort todt, andere würden eine Portion Stopffleisch mit Bratkartoffeln giebt, und besonders die Zahl die bisherige Nachfrage in feinem Verhältniß. Dies dürfte tödtlich verletzt.Speiseanstalten, die Pferdefleisch verarbeiten. Herrliche Kulturhauptsächlich darauf zurückzuführen sein, daß man in den betheiligten Oberschwabens ein vier Sekunden andauerndes, von West nach Am Donnerstag früh wurde in zahlreichen Ortschaften fortschritte! Kreisen über den Begriff: ungelernte Arbeiter" noch im Unklaren Dit verlaufendes Erdbeben verspürt. In vielen Häusern wurden Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die ist, namentlich bei den weiblichen Personen. Bei diesen Leiche des 30 Jahre alten früheren Etuifabrikanten Paul Habermann find es in erster Linie die zahlreichen Aufwärterinnen, freistehende Gegenstände umgeworfen, ein erheblicher Schaden ist aus der Stallschreiberstr. 37. Habermann überließ vor vier Wochen Wäscherinnen, Blätterinnen, Wäsche Ausbesserinnen, Nähe jedoch nicht angerichtet worden. feinem Sozius die Fabrit allein, weil er das Haus Stallschreiber rinnen, sodann die Fabritarbeiterinnen, Packerinnen, MetallVom 19. November bis zum Schluß dieses Jahres wird straße 37 geerbt hatte und nun selbst verwalten wollte. Ende dieses arbeiterinnen, Luxuspapier- Arbeiterinnen, Buchbinderinnen, An- eine I. Internationale photographische Kunstvon dem Münchener Verein bildender Künstler Sezession" Monats wollte er sich mit einer Wittwe aus dem Hause verheirathen. legerinnen, Bogenfängerinnen, Falzerinnen, Punttirerinnen, FederAm Mittwoch Nachmittag flagte er über seinen Magen, und in der arbeiterinnen, Kontorarbeiterinnen. Bei den männlichen Personen ausstellung veranstaltet. folgenden Nacht mußte er sich zweimal er brechen. Als ihm am nächsten werden als ungelernte Arbeiter alle diejenigen angesehen, welche Tramwaywagen und einem Omnibus. 11 Personen wurden verletzt.-In Wien erfolgte ein Zusammenstoß zwischen einem Morgen um 8 Uhr seine Braut wieder heiße Milch bringen wollte, weder im Handwerk noch in der Fabrit ein bestimmtes Fach erlernt Tramwaywagen und einem Omnibus. 11 Personen wurden verletzt. war er todt. Ein Arzt konnte die Todesursache nicht feststellen. haben und ausüben, also nicht als sogenannte Facharbeiter gelten. 500 herrenlose" eingetriebene üte eingesammelt und Nach den letzten Kravallen hat die Pariser Polizei gegen Neue Brandstiftung aus Moabit. Freitag Nachmittag gegen Zu den ungelernten Arbeitern werden besonders auch die Hausbiener, 8 11hr fam Havelbergerstr. 15 ein Ladenbrand aus, der auf Bortiers, Geschäftskutscher, Lauf- und Arbeitsburschen, Stalleute, 600 zerbrochene Kneifer und Brillen, 200 zerrissene Brandstiftung zurückzuführen ist. Dort hat seit dem 1. Ottober v. J. Bierzapfer 2c. gerechnet. Der städtische Arbeitsnachweis in Char- Ueberzieher, 500 zerbrochene Stöde, zahllose Gläser und Tassen aus der Kaufmann Franz A. Schulze zwei neben einander liegende lottenburg befindet sich Berliner str. 72 und ist wochentäglich vor- den Café's bedeckten außerdem die Wahlstait. Von einem Orkan wurde der Staat Georgia( Nordgroße Läden inne und außerdem nach der Hoffeite noch 2 Wohn- und und nachmittags- Sonn- und Feiertags nur vormittags von 8 bis amerika) am letzten Sonntag heimgesucht. Nach einer Schäßung ein Schlafzimmer. Er betreibt ein Kommissionsgeschäft in Bigarren, 9- geöffnet und hat unter Nr. 1291 direkten Telephon- Anschluß. Papier, Lederwaaren, Champagner 2c. und ist viel auf Reisen. Der eine Für die weibliche Abtheilung ist eine weibliche, für die männliche sollen gegen hundert Menschen ums Leben gekommen fein. Beim llebersetzen über den Indus tamen in der Nähe von Laden ist ebenfalls als Wohnung eingerichtet, während der andere Abtheilung eine männliche Person als Arbeitsvermittler angestellt. Mithankot hundert Menschen um. Die Fähre war auf der als Geschäftsraum dient, in dem die verschiedenen Brobensortimente Eine partielle Wohnungsnoth ist in Charlottenburg ein- einen Seite zu schwer beladen und schlug um. Die starke Strömung aufgespeichert waren. Der Ladeninhaber wurde am Freitag zu Hause getreten. Bei dem letzten Umzug hat sich dort herausgestellt, daß es machte jede Rettung unmöglich. nicht bemerkt. Beide Laden- Jalousien waren herabgelassen. Um an leinen Wohnungen empfindlich mangelt. Einer Anzahl von 10 Uhr früh verließ Frau Schulze, eine geborene Ruffin, in Be- Familien, die auf kleine Wohnungen angewiesen sind, war es nicht gleitung einer älteren Verwandten die Wohnung und fehrte bis gelungen, ein geeignetes Unterkommen zu finden, so daß sie mit ihren Abend nicht zurück. Als das Feuer bezw. der durch die Jalousien und Habseligkeiten ohne Obdach waren. Sie wurden deshalb von der Fenster dringende Rauch bemerkt wurde, drangen Hausbewohner von Polizeidirektion dem Magistrat überwiesen. Auf den Antrag der 27. September eine Versammlung bei Dieke, Ackerstr. 123, ab. Es Die Freie Vereinigung der Zivil: Berufsmufiker hielt am der Hoffeite durch die Fenster ein, wobei sie einen intensiven Betroleum- Armendirektion hat demgemäß der Charlottenburger Magistrat in famm hier zu einer längeren Debatte über die wieder einzuführenden geruch wahrnahmen. Die alarmirte Feuerwehr fand sofort Spuren vor- feiner gestrigen Sigung beschlossen, die obdachlosen Familien im Abonnementskonzerte, die zum Schluß abgelehnt wurden. Alsdann fäglicher Brandstiftung. An mehreren Stellen wurde mit Petroleum städtischen Barackenlazareth am neuen Fürstenbrunner Weg in Westend wurden noch mehrere Vereinsangelegenheiten erledigt. getränktes Badmaterial gefunden. Eine etwa 10 Liter haltende unterzubringen. Das Baradenlazareth, im Volksmund CholeraBetroleumtanne lag entleert am Boden. Merkwürdigerweise war auch Bara den genannt, ist zur Isolirung von Kranken beim Ausbruch im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Bertroy Abwesenheit der finderlosen Schulze'schen Eheleute die von von Epidemien bestimmt, in der Regel aber unbenutzt. der Wohnung nach dem Hausflur führende Ausgangsthür nicht Der Amtsvorsteher in Tegel macht bekannt, daß das Südverschlossen. Auch fehlte die Klinte und ist trotz eifrigſtem Suchen nicht gefunden. Das Feuer zerstörte wegen Reparaturarbeiten für den öffentlichen Verkehr gesperrt von der Innenseite Ufer in Plößensee, zwischen dem Johannis- und Magdalenen- Stift, den größten Theil des Ladeninhalts und wurde mit einem Rohre werden wird. abgelöscht. Die Kriminalpolizei beobachtete die Brandstelle, um die zurüdtehrenden Schulze'schen Eheleute festzunehmen. Bemerkt sei noch, daß der Hausverwalter an eine vorsätzliche Brandstiftung seiner Whether nicht glaubt. Gerichts- Beifung. Versammlungen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Oktober, vormittags 9 Uhr, fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herry Professor Albert Gehrke:„ Ein Gang durch die Kulturgeschichte." Gäſte willkommen. Abend 8 Uhr, Schillingstr. 36: Vortrag. Fachkollegen willkommen, Elektro- technischer Gewerkverein Berlins und Umgegend. Heute Bildungsverein Mehr Licht!" Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Bortrag des Genossen P. Jahn über: „ Die ſittliche Erziehung des Menschen". Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Sonntag, den Wegen Entführung seines eigenen Kindes wurde gestern 9. Oftober, abends 5 Uhr, in Feuerstein's Festsälen( Inhaber M. Herzberg), Das Treiben gewiffer Mädchenkneipen wir durch folgenden der Kaufmann Riese vor der 7. Straffammer des Landgerichts I Alte Jakobstraße 75( oberer Saal): Großes Kaffee Kränzchen vervon der Polizei verfolgten Fall trefflich beleuchtet: In der Wein- zur Verantwortung gezogen. Der Angeklagte lebte mit seiner Frau bunden mit Borträgen. meisterstraße befindet sich ein Lokal mit Damenbedienung, in Ehescheidung, bis zu deren Abschluß das Recht der Erziehung deren Inhaber, Karl Böttcher, in Treptow beschäftigt ist, während ihres zweijährigen Töchterchens der Ehefrau zugesprochen wurde. Briefkasten der Redaktion. seine Frau das Geschäft führt. Letzteres beabsichtigte man zu ver- Die Frau zog mit dem Kinde zu ihrer Mutter nach der Probststraße. Lohnkommission der Maurer. Eingesandts ohne Namen und faufen, und ein Kaufmann G. aus der Lindenstraße unternahm es, Als Leute, die Gelegenheit hatten, das Kind zu sehen, ihm meldeten, Adresse tönnen wir nicht aufnehmen. im Auftrage eines Bekannten für diesen den Geschäftskauf zu ver- daß sich die Mutter so gut wie gar nicht um dasselbe bekümmere, R. B. 7000. Ein Morgen der vierte Theil vom Hektar. Eine mitteln und begab sich zu diesem Zweck eines Mittags nach jenem sondern es immer mehr verwahrlosen lasse, machte sich der Quadratmeile 56,25 Quadratkilometer. Lokal. Dort wurde er sofort von einer Kellnerin mit Beschlag be- Angeklagte eines Tages auf und ließ sich auf dem Nikolai- M. W. 100.. Bis zum 15. fann zum 1. in Ihrem Fall beiderseits legt, deren Neberredungskunst es gelang, den G. von 12 Uhr firchplatze, wo eine Kleine Wärterin mit dem Kinde zu gefündigt werden. 2. A. W. 1. Ja, aber der Adoptirende muß 50 Jahr mittags bis 4 1hr nachmittags in Wein( zwei Flaschen), Gräger weilen pflegte, das Kind zuführen. Die Wärterin gestattete es gegen überschriften haben und der Vertrag muß gerichtlich genehmigt sein. 100. A. Leider und Kognat um 35 Mark zu erleichtern. Dieser war zwar ein Trintgeld von 1 M. Da der Angeklagte sah, daß sich das Kind. B. eine. 1. Ja. 2. Nur für Hannover. ist die Polizei im Recht. 88. Versicherungspflicht liegt vor. ob der Höhe der Rechnung verblüfft, zahlte jedoch und machte wirklich in trauriger Verfassung befand, setzte er sich mit ihm in eine.. 66. 1. Das ist nicht möglich. 2. Nein. 5. N. 30. 1. Nein. Anstalt, sich zu entfernen. Hieran hinderte ihn aber die Droschte und fuhr davon. Am nächsten Morgen brachte er das Kind 2. Nein. 3. Ende 1897. Straßenabonnent A. T. Sie sind zur Klage Wirthin, indem sie eindringlichst auf den Gast einredete, außerhalb Berlins in Sicherheit und ließ sich sofort von einem Arzte berechtigt. Die Klage ist beim Gewerbegericht anzustellen. A. B. Nein. noch zu bleiben und eine zweite Lage zu geben. Da auch bescheinigen, daß das Kind an der Kräge leide. Dies der Thateine zweite Kellnerin fich noch einstellte, G. auch noch Hoffnung bestand. Durch Vergleich ist inzwischen das Kind in die Pflege des hegte, das Kaufgeschäft zum Abschluß zu bringen, blieb er, übergab Angeklagten übergegangen. Der Gerichtshof war mit dem Staatsjedoch der Wirthin einen Hundertmartschein zu wechseln, um die anwalt der Ansicht, daß der Angeklagte allerdings kein Recht zu weiter verlangten Getränke sofort baar bezahlen zu können. Er sah seiner Handlungsweise hatte. Da derselbe aber sicher kein Bewußt von dem blauen Schein keinen Pfennig wieder, und als er um 7 Uhr fein von der Rechtswidrigkeit hatte, sondern die Fürsorge für das abends fich endlich zur Heimkehr anschickte und um Herausgabe des gefährdete Kind für seine moralische Pflicht halten mußte, so erfolgte Wechselgeldes zweds Begleichung der Beche bat, hieß es einfach, er die reisprechung. -O Briefkasten der Expedition. Postabonnent A., Spandau. Wegen der Ueberweisung des Blattes nach Ihrem neuen Wohnort müssen Sie sich an das Postamt in Spandau wenden; wir können dies nicht veranlaffen. Witterungsübersicht vom 7. Oftober 1898, morgens 8 1hr. stand mm Winds richtung Windstärke Wetter habe das Geld bereits empfangen und habe für zehn Flaschen Seft Kann die Abhaltung von Maskeraden eine Einwirkung noch 100 M. zu zahlen. Da er aber weder einen Groschen noch auf öffentliche Angelegenheiten bezwecken? Diese Frage hat Stationen eine Flasche Seft gesehen hatte, drohte er mit der Polizei, wurde das Landgericht Kiel in der Sigung vom 6. Oftober anno 98 bejaht. jedoch am Weggehen mit Gewalt verhindert. Bald entstand ein Der Fall ist furz folgender: Der Vergnügungsverein„ ArbeiterAuflauf vor dem Hause und die Polizei erschien. Es wurde fest bund" zu Preez hatte am 6. und 20. Februar 1898 Masteraden gestellt, daß G. thatsächlich kein Geld mehr hatte, wie andererseits veranstaltet, welche von einem Bolizeibeamten überwacht wurden. Swinemde. 766 NNW 2wolkig die Wirthin auch zugab, den Hundertmarkschein erhalten zu haben. Auf diesen Maskeraden waren u. a. auch Masten gewisser politisch Hamburg 766 SO G. war demnach seine 135 M. Los und hat außerdem nachträglich bekannter Personen aufgeführt, 3. B.„ Bismard und Stumm als Berlin eine Forderungsflage über 100 M. zugestellt erhalten. Schleiffteindreher", der" Transport Hammerstein's"," Eugen Richter München Das Berliner Verkehrs- Lexikon ist soeben in der Winter- und das sozialpolitische Wunderkind", der Wahre Jakob", sowie Ausgabe erschienen.( Verlag von May Schildberger, mit Plan von Darstellungen über die gefnebelte Freiheit, der Achtstundentag u. a. mehr. Berlin 40 Pf.) Dieses treffliche Handbüchlein bietet in engem Rahmen Durch diese Aufführungen soll der Vergnügungsverein eine Einwirkung eine Fülle von Nachweisen über den Verkehr und das öffentliche auf öffentliche und politische Angelegenheiten bezweckt haben, wesheiter Leben in Berlin. Das Berliner Verkehrs- Periton, gewissermaßen halb der Vorstand des Vereins von der Polizei zur Einreichung des 766 NO Wiesbaden 763 NO ien Temp. n. 6. 5°. 4° R. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Wetter 2wolkig Temp. n. G. 5° 6.= 4°. 53883 16 10 13 8Haparanda 763 1 heiter 8Petersburg 762 9 1 bedeckt 3wolfig 8Cort 757 SSO 7Regen 2 bedeckt 12 Aberdeen 757 060 2 bedeckt 7630 1 bedeckt 11 Paris 762 NNO 1 bedeckt 763 2 bedeckt Wetter- Prognose für Sonnabend, den 8. Oftober 1898. Nachts fühler, am Tage ziemlich warm, zeitweise nebelig, vorwiegend und troden, bei mäßigen nordöstlichen Winden. 11 Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 8. Oktober. Opernhaus. Die Stumme von Bortici. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Das Vermächtniß. Anfang 7 Uhr. Berliner. Baza. Anfang 712 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 712 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 712 Uhr. Schiller. Bartel Turaser. Anfang 8 Uhr. Westen. Der Streit der Schmiede. Hierauf: Der Postillon von Lonjumeau. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Anfang 7 Uhr. Luifen. Jocko's Streiche. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Napoleon oder: Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Ostend. Preciosa. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Die Waise aus Lowood. Anfang 8 Uhr. Heinrich Heine. Alexanderplatz. Vorher: Eine Ehrlose. Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10. Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstrasse 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung.. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptifum. Speziali täten Vorstellung. Urania Apollo- Theater Muster franco Taubenstr. 48/49. Täglich: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Friedrichstr. 118. Direktion: E. Waldmann. Consuela Tortajada. Prinzessin Pocahuntas. Sternwarte. Familie Agoust. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Kunst- Schaubühne in der Urania, Invalidenstrasse No. 57. Sonntag, d. 9. Oktober, 5 Uhr: Eine Wanderung durch Pompeji mit farbigen Lichtbildern. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Der berühmte f. t. Fechtmeister. Mr. Sulivian und feine Schülerin Petö Aranka. SeparatVorstellung tägl. Mittags 12 Uhr. Von 6 Uhr ab: Théâtre- Variété ohne Extra- Entrée. Heute 25 Pf. Entree, Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig Schiller Theater begraben!! ( Wallner Theater). Sonnabend zum 1. Male: Bartel Turaser. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Bartel Turaser. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Grisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Aften von Owen Sal. Musik von Sidney Jones. Deutsch bon E. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesetzt von J. Ferenczy. Dirig. Hr, Kapellmstr. E. Goldmann. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Unser luftiges Berlin. Große Gesangsposse in 4 Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Couplets von Alfred Bender. Musik von Curt Goldmann. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, Nachm. 3 Uhr: Volks Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Die Braut von Messina. Metropol- Theater. Behrenstr. 55-57. Direktor: Rich. Schultz. Novität. 3mm 35. Male: Novität. Jean Chermont. Montroses. The Troubadours. Kasseneröffnung 62 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Olympia- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse. Heute u. folgende Tage: Größter Schlager der Saison MENE TEKEL Anfang 7 Uhr. Parquet 2,10 M. inkl. Garderobe Vorverkauf v. 10 Uhr vorm. an. Concerthaus. 48. Leipzigerstrasse 48. Heute, Sonnabend: geschlossen. Morgen, Sonntag: Zum 26. Mal: Der liebe Onkel. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Nichard Winkler. Täglich mit großem Erfolg: Tantalus oder: Hungrige Liebe. Schwant in 1 Att v. Georg Kaiser. Neu! Neu! Nen! Die Stadtrathswahl. Posse mit Gesang und Tanz. Gesammtauftreten des nenengagirten Künstler: und Spezialitäten- Personals. Wochent. 7 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. = Volks Theater im Welt- Restaurant Staffeneröffnung 17 Uhr, Anf. 18 Uhr. Das Paradies der Frauen. Dresdener: Straße 97. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag Nachmittag zu bedeutend erinäßigten Preisen: Der Ober: fteiger. Operette in 3 Atten von Karl Zeller: Im 2. Bilde: Die Modeu des Jahrhunderts. Jm 5. Bilde: Eva's Vermächtniß. Anfang d. Vorst. 28 Uhr, Ende gegen 11 Uhr. Morgen u. folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Oftend- Garl Weiß- Theater. Mähr's Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Erstes Wiederauftreten des Fräulein Martha Weick, unter gütiger Mitwirkung des Lerch'schen Süd- Ost Konservatoriums. Schauspiel in 4 Atten von B. A. Wolf. Preciosa. Musik von Carl Maria v. Weber. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Sonntag Abend 72 Uhr: Robert und Bertram. Nachm. Neue Freie Boltsbühne. Oranienstr. 24. Täglich Vorstellung. Spezialitäten- und Theater Charley's Tante. Burleske. The tree Brothers Wells, Afrobaten an den hängenden Ketten. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 11hr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Luisen- Theater Feen- Palast- P 34. Meichenbergerstraße 34. Abends. 8 Uhr: Jocko's Streiche Burleske nach dem Englischen in 3 Aften von James Carlisle, deutsch von W. Sallis. Jodo: Paul Herbig vom Apollotheater in Nürnberg. Mit fenfationellent Lacherfolge aufgeführt im Volts- Theater in München und im Opollo- Theater in Nürnberg. Sonntag, Nachmittag 3 Uhr: Bolts- Vorstellung zu fleinen Preisen. Gefährliches Glück. Novität! Abends 8 Uhr. Novität! Jocko's Streiche. Mein Schanklokal mit voll. Song. w. ich umstände halb. sof. v. Nixdorf, Prinzhandjeryst.77. Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direftion: Winkler und Fröbel. Großer Lacherfolg. Richard Winkler als Timpel, Wilhelm Fröbel als Nöhlich, Fahrrad- Dienstmann in der allabendl. um 812 Uhr mit stürmischem Beifall zur Aufführung gelangenden Ausstattungs- Gesangs Posse Berlin, wie es liebt und radelt! Dazu das vorzügliche Oftober Riesen Programm. Anfang 712 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Rasseneröffnung eine Stunde vor Anfang. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Novität! Täglich: Novität! Isabella. Komische Oper von Franz von Suppé. Novität! Novität! Novität! Außerdem der reizende Schwant: Neu! Roloffater Sacherfolge Die Unentbehrliche. Gesammtauftreten des durchweg neu engagirten Schauspiel: u. Speziali: täten Personals. Anfang: Bongs& gr. Sonntags 6 Uhr. Bous haben an allen Wochentagen versenden wir von unseren anerkannt guten und unerreicht billigen Herren- u. Damenstoffen an Jedermann ohne Kaufzwang. Für 6,- M. 3 mtr. Mon.- Chev.| Für 3,60 M. 6 mtr. Damentuch 6 5,40 6 Kleiderstoff Damenloden " 9,- 3 Lord- Chev. ก n 39 4,20" 12, 3 Gloria- Chev. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.