Nr. 246. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Demokratische Besteuerung. Mittwoch, den 21. Oktober 1891. Expedition: Benth- Straße 3. Banknoten- Ausgabe 174 679 Frks. Man sieht, die Politische Weberlicht. " " Berlin, den 20. Dktober. Dieser Artikel ruft Herren Bankiers werden nicht allzusehr gedrückt. Die Bekanntlich haben sich verschiedene Großkapitalisten, Hundesteuer brachte 98 000 Frts.; sie mag zu einem die sich im Kanton Zürich niedergelassen hatten, über guten Theil auf die reichen Besitzer von Luxushunden Die Vorgänge in Eisleben am 31. Mai d. J. erdie hohe Einkommensteuer in diesem Kanton fallen und das ist ganz in Ordnung. Das Alkohol- halten eine eigenartige Beleuchtung durch eine„ Die Oberheftig beschwert und haben damit ein lautes Echo in der monopol brachte 655 000 Frts. ein, wovon auf Berg- und Hüttendirektion. Lenschner" unterzeichnete kapitalistischen Presse erweckt. Man nahm hieraus Anlaß, das Schnäpschen des armen Mannes Buschrift. In der„ Politischen Uebersicht" des„ Vorwärts" zu behaupten, daß eine starke direkte Besteuerung zu wieder der Hauptantheil entfällt. Nun die Haupt- vom 6. Oktober war mit den einleitenden Worten:„ Justitia fuudamentum regnorum- Gerechtigkeit ist die GrundUnzuträglichkeiten" führen müsse und einige reiche Müßig- steuern. lage die einzige fichere Grundlage der Staaten" eine gänger drohten sogar, den Kanton Zürich wegen seiner Die Aktiv- Bürgerstener ergab 93 700 Frts., wobei Barallele gezogen zwischen dem schnellen und scharfen VorEinkommensteuer niemals mit ihrer dauernden Anwesen- wieder der Reiche leichter trägt, als der gleichbesteuerte gehen gegen Sozialdemokraten und dem Verfahren gegen die heit zu beehren, ja, dort schon anwesende Millionäre drohten Arme; die Erbschaftssteuer betrug 414 507 Urheber der Vorgänge in Eisleben und Spenge, die sich die Gegend zu verlassen, um der„ demokratischen Franks, die viel angegriffene Vermögens- und gegen die Sozialdemokraten richteten. Tyrannei" zu entgehen. Der Bestand des Kantons Einkommensteuer im Ganzen etwas über die Entrüftung des Herrn Leuschner im höchsten Maße herwird schwerlich gefährdet sein, wenn auch alle diese drei und eine halbe Million Franken, vor, und diese Entrüstung macht ihn so blind, daß er fast Drohungen ausgeführt werden. nämlich 3 586 705 Frks. Also diese Steuer beträgt etwas den Behörden vorwirft, sie seien gradezu parteilich zu Gunsten Der Kanton Zürich ist allerdings das am meisten über ein Viertel der gesammten Staatseinnahmen im der Sozialdemokraten und schroff und schneidig, wo Jemand der Sozialdemokratie nur ein schiefes Gesicht macht. demokratisch organisirte Gemeinwesen Europas. Um aber Kanton Zürich. An dieser Summe haben auch arme Herr Leuschner oder vielmehr die Ober- Berg- und zu sehen, was es mit der„ demokratischen Tyrannei" auf Leute mitzuzahlen und wegen dieser Summe ist von den Hüttendirektion" läßt es keinem Zweifel unterliegen, daß sich hat, wird man einfach das Einnahmebudget des Kapitalisten das bekannte ungeheure Geschrei erhoben die Bergleute von den Sozialdemokraten angegriffen find Kantons durchgehen müssen, und es wird sich dann worden. und speziell, daß der Sattler und sozialdemokratische herausstellen, inwieweit es wahr ist, daß in diesem Kanton Es erhellt aus dem geschilderten Bestenerungssystem, Agitator Franke aus Eisleben, ohne thätlich angegriffen zu die Reichen Alles bezahlen müssen". daß man auch im Kanton Zürich noch lange nicht dahin- sein, mit dem Revolver auf die Bergleute geschossen und 3war wäre es nur gerecht, wenn die öffentlichen Lasten gekommen ist, den Armen so zu entlasten, wie sich ge- drei derselben thätlich verletzt hat." im Haupttheil von den kleinen Einkommen auf die großen bührte. Die indirekte Besteuerung besteht noch in sehr abgewälzt würden aber unsere„ oberen Zehntausend" umfangreichen und drückenden Formen. Man kann dar stimmen jedes Mal ein Jammergeschrei an, wenn der aus die Engherzigkeit und den Egoismus der Millionäre Armen einmal irgendwo Gerechtigkeit werden soll. ermessen, die sich in allen Tonarten darüber beschwert Die Einnahmen des Kantons Zürich beliefen sich im haben, daß sie in dem Kanton Zürich etwas stärker zur Rechnungsjahr 1890 auf 12 056 870 Frts., die Ausgaben Besteuerung herangezogen worden sind, als anderwärts. auf 11 348 225 Frts. Wir wollen nun im Einzelnen Wenn man sich von dieser Seite auch über die Rücksichtsnachweisen, worin diese Einnahmen bestehen: losigkeit" der schweizerischen Steuerbehörden beschwert hat, Aus dem Salzregal tamen 153 000 Frks., von denen so hat das lediglich zu bedeuten, daß in Zürich, wie es ficherlich die armen Leute den größten Theil gezahlt scheint, die Praktiken von Bochum nicht wohl möghaben; das Bergwerk trug 21 398 Frts., eine Summe, lich sind. die von armen Leuten erarbeitet und als Mehrwerth" -Sollen wir resumiren, was sich aus dem Gesagten Dom Unternehmer Staat eingezogen worden ist; die ergiebt, so müssen wir betonen, daß die in Zürich übliche Wasserrechts- Zinsen trugen 54 000 Frks. ein; die Jäger Besteuerung keineswegs dem entspricht, was man im bezahlten für 14 500 Frks. Patente, für welche Leistung Interesse der armen und arbeitenden Klassen vom heutigen die Jäger auch das Vergnügen und den Ertrag der Staate zu fordern hätte. Das große Kapital ist noch Jagd haben. Der Staatswald brachte 148 900 Frts. lange nicht genug herangezogen; die Masse ist. viel zu ein, auch ein Ertrag der Arbeit der Wald- und Forst- schwer belastet. Wenn man darüber auch ein Geschrei arbeiter. Die Wirthschaftsabgabe brachte etwa erheben sollte, so wird uns das nur beweisen, daß sich ein. Sie wirkt natürlich als die oberen Behntausend" zu sehr an die Abwälzung der indirekte Steuer, denn die Konsumenten öffentlichen Lasten auf die Unbemittelten gewöhnt haben, resp. Gäste müssen sie in letzter Linie bezahlen und um die darin liegende Ungerechtigkeit zu erkennen. fällt die Hauptlast wieder auf die ärmere Bevölkerung. 420 000 Frants Die Stempelabgabe betrug 58 700 Frts., die Gebühr für Feuilleton. Nachbruc verboten.) Er kehrt zurückk! Driginalroman von Jean Meroz. [ 47 Er brachte eine handvoll blanker Goldstücke hervor und was ich seit einem Monat erspart habe, es ist nicht viel, reichte sie seiner Freundin mit den Worten:„ Da haben Sie, Schüchtern streckte er die Hand aus. Larirette sah und ihr Herz fing an heftig zu pochen. Mijoulet an, ihre Augen waren von Thränen verschleiert Sie dachte einen Augenblick nach, dann fiel sie ihm mit einer raschen Bewegung um den Hals und umarmte ihn, indem fie ausrief: welche in grober Weise viel forderten. Sie war ja ihre alte Knndin. Dieses als außer 3 weifel stehend vorangeschickt, fragt Herr Leuschner: ist nun die Folge dieser Vorgänge gewesen? Der Sattler Franke wurde sofort verhaftet, blieb einige Wochen in Haft, wurde dann aber wieder freigelassen. Die Bergleute Wunderlich und Liebau, welche von dem pp. Franke Revolverschüsse erhalten haben, infolge dessen eine Zeit lang erwerbsunfähig waren und die Kugein noch jetzt in ihrem Leibe herumtragen, sind dagegen am 25. September d. J. also 4 Monate nach den Vorgängen im Preußischen Hof-verhaftet worden und befinden sich noch jest in Haft! Ihre Beschwerde gegen die Verhaftung und die von der Mansfelder Gewerkschaft angebotene Raution von 5000 M. ist vom kgl. Landgericht zu Halle durch Beschluß vom 4. Oktober d. J. zurückgewiesen. Wunderlich und Liebau sind durchaus sehr ordentliche zuverlässige Arbeiter, ersterer bekleidet sogar das Amt eines Förderungsaufsehers." Es folgen sodann Angriffe gegen den sogenannten" Arbeiter- Bildungsverein, dessen Mitglieder theils junge überspannte Leute, theils Faullenzer seien, gegen den Zeiter Volksboten, gegen den Redakteur desselben, Adolf Hoffmann, und gegen die Sozialdemokraten überhaupt. Die Bergleute hätten sich in der Nothwehr befunden und die Sozialdemokraten wären die eigentlichen Angreifer gewesen. Die Zuschrift schließt mit den Worten: , Es wäre in der That tief zu beklagen und es würde das Rechtsbewußtsein des ordentlichen Arbeiters auf das Schwerste erschüttern, wenn auf Grund unrichtiger Denunziationen von ersten Kunden um diese Morgenstunde waren Arbeiter, welche nach Paris hereinkamen und ihre Schneider- und KonfektionsWerkstätten aufsuchten, fleine Beamten, die sich nicht sonderlich auf ihrem Wege beeilten, ihren Platz ini Komtoir und ihren Sessel im Bureau, welchem Luft und Licht fast gänzlich mangelte, einzunehmen. Zwei Stunden später waren die Budiker und Bewohner des Viktoriaplazes ganz erstaunt, die Krambude offen zu sehen, und hinter dem Ladentisch den Umriß der fleinen Blumenhändlerin zu bemerken, welche lebhafter als je war. Niemand hatte sich ihr plötzliches Verschwinden Das war sicherlich nicht die Kundschaft, welche ihr den ertären können. Die erste Sorge Larirette's war die ge- größten Verdienst brachte, aber es war dafür diejenige, wesen, zwei große Veilchensträuße zu binden und dem welche sie am liebsten bediente. Welch' reizendes Lächeln Lehrling zu geben, sobald er mit der inneren Einrichtung zeigte sich auf ihren rosigen, vollen Lippen, die halb geder Bude fertig geworden war. Dabei sagte sie zu ihm: öffnet waren, wie eine aufgeschnittene reife Granate, während Gehe schnell und trage das eine dieser Bouquets die frischen Wangen zwei schelmische Grübchen zierten. zu Herrn Philibert und sage ihm, es komme von Das unter dem Einfluß der reinen Morgenluft und des Larirette und sei für seine kleine gute Freundin bestimmt; berauschenden Blumendustes rascher pulsirende Blut röthete das andere gieb' Charlotten, frage sie, wie es ihrem Vater dieselben jedesmal, wenn sie mit einer zierlichen Bewegung geht und theile ihr mit, daß ich sie heute Abend besuchen ein Veilchensträußchen für zwei Sous einem hübschen Jungen oder einer niedlichen Nähmamsell mit munterem oder niederwerde, sobald ich meinen Keram geschlossen habe. Geh', mach, daß Du fortkommst; wenn Du zurückgeschlagenem Gesichtchen gab. Welche allerliebste, ein wenig spöttische Miene wußte kommst, werden die Bouquets fertig sein, die Blumen auf ihn strafen, er soll mein Geschäftstheilhaber sein." " Sieh da, der böse Mensch, beraubt sich selbst, er hat ihrem Plage liegen, und Du wirst auf einen Augenblick den sie aufzusehen, wenn ein Angestellter allein, oft mit verfich vielleicht' Entbehrungen auferlegt. Nun gut, ich will Zaven bewachen müssen. Ich will nämlich in meinem legenem Gefichte, eine Rose oder ein Bouquet von Levkoyen Stübchen ein wenig Ordnung machen. Das wird sehr oder Springauf nahm. Hier ist Etwas für Ihre Geliebte, mein Herr! Mijoulet hatte, außer sich vor Entzücken, ihr jeden Kuß nöthig sein. zurückgegeben, während im Hintergrunde des Saales, unter schon fort, getrieben von dem dabei schlossen sich ihre Augenlider entweder fast, oder ihre ihrer Verlangen, den Auftrag, welchen sie ihm eben er Augen glänzten wie Perlen und schienen spöttisch und gemerfen ließ, welchen sie beim Anblick der feurigen Um- Larirette zu sein. erschienen war, die mürrischer als je, den lebhaften Unwillen theilt hatte, auszuführen und vor allem schnell wieder bei rührt zu gleicher Zeit zu blicken. armung der beiden jungen Liebesleute empfand. Kurz, sie war so lieb, so lustig, so neckisch und nett, Das Blumenmädchen war allein und machte hastig einige daß alle Leute, welche ein Blümchen oder bescheidenes Sträußchen wünschten, an ihrer Bude stillstanden und selbst Sträuße fertig, welche sie in einem Korbe ordnete. Die Geschäftszeit kam heran, Larirette befand sich in zuweilen einen Umweg machten, um über den Viktoria- Platz einiger Unruhe bei dem Gedanken, daß irgend eine zu gehen. Sie war in der That eine Blume unter Blumen. Aber Den folgenden Morgen befanden sich Mijoulet und Larirette mit zwei sehr großen Körben rechtzeitig auf dem Innocents. Larirette hatte die fäufe besorgt und um die Pfennige gefeilscht, den Konkurrentin vom Boulevard oder Palais Royal die ziem hatte die EinMarkte des sie sang auch schön. Der ganze kleine, um diese Stunde burch ihr anmuthiges Lächeln mit den Gärtnern fertig, früher erfreut hatte, an sich gezogen haben könnte. Ihre still daliegende Blayz hallte von ihrer hellen Stimme wieber, noch fozialdemokratischer Seite, wo es bekanntlich unter Umständen Zirkular, welches Rathschläge zur Beobachtung der Kohlenverbraucher ganz besonders im Unklaren gehalten auch auf einen Meineid nicht ankommt( siehe Blum„ Die Vereinsgeseze enthält. Die Organisation selbst ist öffentlich, werden über die Ziele und Kampfmethode des Kohlen- Ver Lügen der Sozialdemokratie", pag. 385/390), sobald man daunter polizeilicher Ueberwachung, im Beisein hochgestellter Kaufsvereins gegenüber den Konsumenten. Das Syndikat mit nur dem Intereffe der Partei nügt, im vorliegenden Fall Polizeibeamten berathen und beschlossen. Alle Schwierig hat bekanntlich vor Kurzem unsere Nachricht dementirt, daß Schuldige und Unschuldige verwechselt werden sollten. Wer würde dann noch Lust haben, den sozialdemokratischen Un- keiten, welche die Vereinsgesetze der verschiedenen deutschen eine Produktionseinschränkung von 10 pCt. für Koaks für Staaten bieten, kamen dort zur Sprache, und die Mittel das letzte Quartal des Jahres geplant sei. Wir wiesen verschämtheiten entgegenzutreten!" Der Stil dieses Schriftstückes zeigt uns den Mann. und Wege wurden offen erörtert, nicht wie man die alsbald darauf hin, daß das Dementi in dieser Fassung Herr Leuschner ist aus dem Reichstage her bekannt, wo Vereinsgeseze umgehen, sondern wie man die Organisation völlig werthlos fei, da sich Gerüchte erhielten, wonach ver seine Reden würdig sind eines Hänschen Blum, der für ihn unter Beobachtung der Geseze gestalten könne. Von der suchsweise vorerst für den Monat Oftober nur die Eins auch ein Gewährsmann ist. Gerade das Schreiben des Instruktion für die sozialdemokratischen Vertrauensmänner schränkung von 10 pCt. in der Förderung beschlossen Herrn Leuschner zeigt jenen Bourgeoishaß, der die Arbeiter behauptet das sächsische Regierungsblatt, indem es dieselbe sei. Dieser Darstellung der Dinge hat das Koatssyndikat erbittert, der es gar nicht fassen kann, daß nicht jede Be- abdruckt, daß mit ihr Geheimnißkrämerei getrieben nicht widersprochen. Heute nun finden wir im Wochen hörde, nicht jeder Richter gleich blind jeden Sozialdemo- sei; eine merkwürdige Geheimnißkrämerei, die in vielen bericht der Kölnischen Volkszeitung" ganz unverblümt den fraten verdammt. Herr Leuschner hat doch die Vorgänge tausenden Exemplaren verbreitet wird! vom 31. Mai nicht blos aus sozialdemokratischen Blättern erfahren, sondern wohl auch aus denen seiner eigenen Gesinnungsgenossen, die unmittelbar nach den Vorgängen nicht laut genug triumphiren konnten. " " Sat: Das heißt, die 10 prozentige Förderungs- Einschränkung wäre schon in Kraft. Das würde vollständig übereinstimmen mit den Ge rüchten, welche seit einigen Tagen an der Berliner Börse zirkuliren und dort zu der Verflauung der Kurse von Kohlenaktien geführt haben. Die 5 proz. und spätere 10 proz. Einschränkung Eine Probe sozialdemokratischer Verdrehungs- der Koaks- Erzeugung von Seiten des Syndikats, die allein funft" sieht die" Bossische Zeitung" in unserer Besprechung eine Abnahme von 1000 bezw. 2000 Tonnen arbeitstäglich ihres Artikels, in welchem sie, bevor noch Richter und Staats- bedeutet, im Verein mit der Betriebsverringerung, theil anwälte gezwungen sind, das anzuerkennen, was nach der weise sogar gänzlichen Kaltstellung von Kokereien auf den Doch wir haben es hier nicht mit Leuschner persönlich Bossischen Zeitung" selbst unzweifelhaftes Ver- Hütten u. j. w." zu thun, sondern mit einem amtlichen Schriftstück, fassungsrecht ist, über diese Anerkennung hinweg dendenn es ist unterzeichnet: Die Ober- Berg- und selben eine Brücke bauen will durch eine Abänderung der Hütten Direktion". Es liegt die Vermuthung nicht verfassungsmäßigen Bestimmung über die Immunität der fern, daß dieses Schreiben bestimmt ist, einen Einfluß auf Reichstags- Abgeordneten. Nicht ihre Wahrhaftig das Gericht zu üben. Das Schriftstück bestätigt gerade, was keit, auf welche die„ Vossische Zeitung" sich beruft, bebestritten werden soll, daß noch viel fehle, bis das gleiche weist sie, sondern nur ihren Mangel an Mannhaftigkeit. Recht für Alle auch zur thatsächlichen Geltung gelange. Ob die Mansfelder Gewerkschaft auch so bereit ge5000 Mark Kaution anzubieten, wesen wäre, wenn die Verhafteten Sozialdemokraten gewesen wären? Auch die Art der Polemik ziemt einem amtlichen Schriftstück durchaus nicht und würde eine Rüge von der oberen Behörde gewiß erfordern. Der Ton, den die Direktion an schlägt, ist gewiß nicht geeignet, den sozialen Frieden zu fördern und am wenigstens wird er dazu beitragen, den Glauben zu wecken, daß die Gerechtigkeit, das gleiche Recht für Alle, auch bei uns die Grundlage des Staates sei. # 1 = Korrespondenzen und Parteinachrichten. Ueber die Haltung der Opposition auf dem Parteitage schreibt der Braunschweiger Vollsfreund": schwiel Schmähr möglich, sie das Denn gethan, zu habe ihnen a Den westfälischen Grubenbesitzern und Berg- Der Nothstand in Deutschland ist noch lange nicht behörden stellt die National- Beitung" ein schönes Beugniß so groß als der Nothstand in Rußland, das ist der Trumpf aus, indem sie sich aus Westfalen schreiben läßt, daß die den agrarische Blätter gegenüber der Nowoje Wremja" Autorität der Bergbehörden sich bisher nicht als ausreichend ausspielen, welche von den Beschlüssen der zahlreichen Volks erwiesen habe, um auf die Besizer der Privatgruben versammlungen, Stadtverordneten Versammlungen und einen erfolgreichen Einfluß bezüglich der thatsächlichen Be- Magistrate gegen die deutschen Kornzölle Kenntniß nimmt. handlungen der Arbeiterfrage herbeizuführen". Die west- Das ist ein netter Trost! fälischen Grubenherren sind fast ausschließlich Gesinnungsgenossen der National Zeitung" und haben alles aufgeboten, die Arbeiterschutz- Gesetzgebung zu verschlechtern und Sie billigsten Forderungen der Arbeiter zu hintertreiben. Profeffor Dr. v. Helmholt ist vom Kaiser zum Die„ maßlose Begehrlichkeit" und" Unersättlichkeit" der ArWirklichen Geheimen Rath mit dem Prädikat Exzellenz er beiter konnte nicht genug hervorgehoben werden, um diese nannt worden. In dem kaiserlichen Schreiben, welches diese ins Unrecht zu sehen, und jetzt bekundet Einer aus den Ernennung mittheilt, heißt es:" Ihr stets den reinsten und„ bergbautreibenden Kreisen" in der nationalliberalen Zeitung, höchsten Jdealen nachstrebender Geist ließ in seinem hohen daß die Bergbehörden viel energischer hätten einschreiten Fluge alles Getriebe der Politik und der damit ver- müssen, um die Grubenherren zu ihrer Pflicht zu zwingen. bundenen Parteiungen weit hinter sich zurück." In Ein schönes Kartell haben die Bourgeoisparteien Elberseinem Antwortschreiben sagt Helmholtz, dem die Politik nicht den Charakter verdorben: Wenn es mir vergönnt felds für die Wahlen zur Stadtverordneten- Versammlung auf war, etwas, soweit meine Kräfte reichten, zum großen Bau die Dauer von 6 Jahren abgeschlossen. Es soll danach die der Wissenschaft beizutragen, so geschah dies, gefördert Stadtverordneten- Versammlung, die aus 36 Mitgliedern bedurch den hohen Schutz, den diese und ich mit ihr durch steht, zusammengesetzt sein aus 11 Freikonservativen, vorstandes. Auf welcher Thatsache beruht dieser empörende Vor drei Generationen unseres hohen Herrscherhauses erfahren 10 Nationalliberalen, 10 Deutschfreifinnigen und 5 Zentrumsmännern. Die größte Partei, welche in Elberfeld über haben." Daß man in dem Schreiben des Kaisers eine Pointe mehr Reichstagswähler gebietet, als jene 4 Parteien zu sammen, bleibt ganz ohne Vertretung. Das ist das findet, die sich gegen Virchow kehrt, ist sehr erklärlich. Resultat der Zensuswahlen; sie gestalten die ganze Gemeindevertretung zu einer einfachen Kliquenvertretung. " Die Opposition, welche soviel von sich reden machte und die gleich zu Beginn des Parteitages sich noch mit großer Wichtigthuerei hervorthat, welche mit schweren Anschuldigungen den Parteivorstand monatelang angegriffen, verfolgt und gehezt hatte was wußten ihre Wortführer vorzubringen? Ift auch Man sprach von Günstlings wirthschaft des Partei nur eine Beschuldigung gerechtfertigt? wurf? Ein Darlehen ist einem Abgeordneten, der 9 Monate lang im Gefängniß gewesen war, dessen Frau, während er faß, der Schlag rührte, der vier Kinder im Hause hatte und dessen Geschäft zurückging, nach gründlicher Untersuchung gegen Sichers heit und Bürgschaft gegeben worden. Bebel bemerkte aus diesem Anlaß:" Ist das Parteiverrath, so will ich noch zwanzig ähn liche Parteiverräthereien gern auf mich nehmen." man ma diefes to Es den, der deutung er den S wenig b haben. fonnten, die Ra lohnende fich aber Umrisse werden rebe ftel Die, zu und Ge: Prinzip weilen t schen B des Erf den Sch zeugung des Kap allergrö durch be stehende thum fe wie fie Di ftehende Klaffe Fürst Bismarck kann es noch immer nicht vertragen, daß er kalt gestellt ist. Wer ist Schuld daran, daß der In welchem Lichte stehen die Opponenten vor dem Partei Der neue König von Württemberg scheint auch Raiser einen so wichtigen Schritt gethan und Deutschland um seinen großen Kanzler gebracht hat? So etwas fonnte eine neue und zwar erhöhte Zivilliste zu erfordern. Stim tag, vor allen Genossen, vor der ganzen Deffentlichkeit ba in Erfurt? der Kaiser nur unter Gegenzeichnung eines verantwortlichen mung wird für dieselbe bereits gemacht. Die gegenwärtige der Beleuchtung ihres Treibens durch die Verhandlungen in Wohlverstanden, wir sprechen hier nicht von der Frage Kanzlers thun. Herr v. Caprivi ist es gewesen, der die Zivilliste von 1800 000 M. soll nicht ausreichen, zumal bei der Tattit, in deren verschiedener Auffassung noch kein Verantwortlichkeit übernommen, dem Deutschen Reiche die den theuren Brotpreisen. Grund zu einer Ausschließung liegt, so lange der Diffentirende tiefe Wunde zu schlagen, daß er ihm seinen Bismarck nahm. Gegen die Vertheuerungsgelüfte oer Kohlen den Beschlüffen des Parteitages fügt- wir sprechen von Dafür soll er Rechenschaft geben! So läßt sich jetzt Bismard in seinem Organ vernehmen. Des Pudels Kern ist, gruben- Besitzer wendet sich die Bielefelder Handelskammer den rein persönlichen Gehäffigteiten, mit welchen daß der„ treue Diener seines Herrn" dem Kaiser gern was in einer Eingabe an den Eisenbahnminister. Sie verlangt einzelne Junge" den Parteivorstand, die ganze Partei beschmust ans Zeug flicken möchte. Es ist thöricht genug, daß so die Aufhebung aller jener Ausnahmetarife, welche für den haben. Jest sollten sie ihre Aussagen beweisen. Aber wie Kinder viele Blätter noch auf das tindische Gebelfe des Er- Transport von Kohlen aus den rheinisch- westfälischen Zechen und Klatschweiber schiebt einer die Schuld auf den andern. fanzlers eingehen. Im deutschen Volle giebt es wohl nur nach den Seehäfen und dem Auslande beſtehen. Jene Tarif- Reiner will den Topf so zerbrochen haben! Handeln so Männer? Wenige, die sich dafür interessiren, was in den letzten begünstigungen würden benutzt, sich in den deutschen Küsten- Sandeln so Genossen? und können wir solchen Genossen gegen Tagen vor der offiziellen Entlassung im Ministerrath oder plätzen für die Versorgung der Schiffe sowie im Auslande über ein Auge zudrücken? Ginge nicht das alte Spiel von auf Hintertreppen sich im Einzelnen abgespielt hat, aber fast ein aufnahmefähiges Absatzgebiet zu suchen, um dadurch Neuem los? einstimmig im ganzen Volke ist die Erkenntniß, daß der das Angebot im Julande künstlich zu ver Sturz Bismarc's jedenfalls eine Wohlthat für das Reich mindern und einen Preisdruck durch vermehrte Konkurrenz war. Und wer das noch nicht erkennen will, dem zeigt es zu verhüten. Speziell die rheinisch- westfälische Textil und Bismarck von Tag zu Tag mehr durch sein greisenhaft- Eiſenindustrie leiden darunter, daß die Konkurrenz des Auslandes mit billigerem Brennmaterial arbeite. Der be tindisches, aller Würde bares Wesen. vorstehende Winter mache die Kohlenvertheuerung auch den breiten Massen des Volkes fühlbar. Als eine hübsche kleine Anleitung zur Umgehung der Vereinsgesetze denunzirt die amtliche fonservative Leipziger Zeitung" das von der sozialdemokratischen Partei- Das westfälische Koakssyndikat hält darauf, daß leitung unmittelbar nach dem Parteitag zu Halle erlassene seine Beschlüsse ganz geheim gehalten werden und daß die Was werden die Gegner nicht alles aus den Verhandlungen herauslesen! Die werden nicht nur Gras, sondern ganze Wälder wachsen hören. Sie haben ja augenblicklich in der hohen Politik nicht viel zu vermuthen und zu phantasiren." * In gleicher Sache schreibt das Hamburger„ Echo":„ Noch niemals ist uns eine Opposition begegnet, die draußen in den Volksversammlungen den Mund so vol nahm mit Anschuldigungen und Verleumdungen und die, zur Verantwortung gezogen, auf der Armenfünderbank fizend, mit so kläglichen Ausflüchten und Draußen vertraten sie die Ableugnungen sich vertheidigte. DE Rüchler, feine S vom 16 Gran fozialde folgende erinnert Kreisam den Dr verboter Aber die Dame war offenbar nicht allein. Nachdem welche bald laut, bald gedämpft ein Liebesliedchen Beranger's ich an nichts denke. Wozu habe ich soviel angefertigt, da oder ein melancholisches Hirtenlied Pierre Duponts er- ich doch nur auf meine kleine Morgenkundschaft rechnen sie ausgestiegen war und selbst den Schlag wieder geschlossen flingen ließ. konnte. Aber es kommt Niemand vorüber. Ist das nicht hatte, sprach sie einige Sekunden lang mit einer Persönlich Man hatte wohl hier und da versucht, ihr ein bischen erstaunlich? Hat mir Mijoulet nicht gesagt, daß es feine feit, welche im Wagen geblieben war und ohne daß man den Hof zu machen, aber sie nahm alle Liebeserklärungen Arbeit mehr gäbe, daß fast Jedermann seit der Revolution den Kopf sehen konnte, mit der Hand auf eine Stelle des Plates wies, und zwar in der Richtung nach der lächer mit so herzlichen Lachen oder einer solchen Würde auf, daß feiere? selbst die Kecksten und Hartnäckigsten den Muth verloren. Arme Larirette! Heut Abend werden die vielen Blumen lichen und auffälligen Bildsäule Ludwig XIV., in deren Nähe die Bude der Blumenhändlerin stand. Man kannte sie jetzt, sie wurde von ihren Morgenkunden übrig bleiben. Halt, sagte Larirette lächelnd, der Bronceherr ist Aber fort mit dem Kummer. Wenn man diese noch nicht mehr behelligt, die arm waren wie sie, und dieses muthige Kind, das mit Tagesanbruch sich erhob, wie die wenigstens essen könnte; meine Kundschaft von schönen Herrn es, den sie sehen will. Sie will wahrscheinlich seine Vögel, das arbeitsam und stets von peinlicher Sauberkeit und Damen wird mich aufsuchen. Aber was liegt jenen Waden bewundern. Entschieden geht sie nicht in die daran, ob es Arbeit giebt oder nicht. Solche Leute brauchen Kirche. war, achteten. Während sie ihre Bouquets band und auf ihre Kundschaft wartete, fang fie mit lauter Stimme ein bekanntes Lied Béranger's und trug die einzelnen Strophen klar und richtig vor. Nur zuweilen unterbrach sie den Gesang, um in muthwilliger oder sentimentaler Laune zu sagen: schied t nicht darauf zu warten, daß in ihrem Beutel einmal die Aber, was zum Kukuk tann sie hier machen wollen, glänzenden Goldstücke klingen und springen. Sie haben sie kommt sicher nicht zu einem zärtlichen Stelldichein, zu immer Vorrath davon. Nur Geduld und nicht gleich die dieser Stunde, auf diesem Platze; außerdem würde sie in Hoffnung und den Muth verlieren! diesem Falle keine Begleitung haben, sie wäre allein ges fommen. Ei demok Abän gesetz „ D im Col auf die § 134 Kautsch neue F nur den Lo hält Arbeiter auf die verhind Die Ve wenigft nicht ge geforder dafür reich ve tlaffe jebige S Die heu Ramm gesetzbu auf g taffe borst Weiter Versam äußerun und M unterbr Ne beiter t mal gea unter nehmen attiv a englifdy Sänger Barteije Herkun auf me Di mit, w Uebrige zu Tac Lieb fa fand. effe ba Si Blattes beitern Sprechen verdrief wenigft etwas freilich nichts t werden, währen? verhält wird. Arbeit Zu ein Kap In den Arbeite nehmer, Hier, gnädige Frau, ist ein ganz frisches Veilchen bouquet; schöne duftende Rosen.. Aber die Frau antwortete nicht. Larirette sah fic überrascht an und fragte sich, mit wem sie wohl zu thun haben fönnte; vielleicht war die Dame, welche da vor ihr stand, stumm. Aber es ist doch merkwürdig, wie lange Mijoulet D, ja, in zwanzig Jahren ist man glücklich in wegbleibt; ganz gewiß verschwaßt er die Zeit bei Herrn Während dieses kurzen Selbstgespräches, welches mit einer Kammer. Ich, die ich kaum achtzehn Jahre alt bin, Philibert oder dem Bürger Marche- Seul. Ich will ihn einer gleichgiltigen Handbewegung endete, hatte die ver finde, daß man sehr glücklich ist. Im Winter erfriert man tüchtig ausschelten, wenn er zurück sein wird! schleierte Dame das Trottoir verlassen, den Platz betreten Sie hatte soeben, wenn auch lächelnd, mit troziger und kam zum großen Erstaunen Larirettes, deren vornehme barin, im Sommer wird man gebraten; mein Zimmer ist so klein, daß kaum für ein Hündchen Raum Miene eine drohende Handbewegung gemacht, als das Kundschaft sich niemals zu so früher Stunde zeigte, auf Sie blieb jetzt unschlüssig vor derselben genug ist, und doch muß ich alle drei Monate die theuere Rollen eines Wagens auf der Straße der Fosses Montmartre die Bude zu. vernehmbar wurde. Unwillkürlich beugte sie sich vor und Miethe bezahlen. stehen. Ich bin fest überzeugt, daß man sich beffer in einem sah neugierig diesen Wagen an, der ein höchst elegantes guten und schönen Zimmer im Erdgeschoß oder im ersten Koupee war, auf dessen Siz sich würdevoll unbeweglich ein Stock befinden würde. Aber das ist nur für die Reichen. Rutscher in Livree befand. Was arm ist, das muß in die Höhe klettern, damit es dem Daß ein solches Roupee zu so früher Stunde durch die Himmel näher sei, und darf nicht verlernen die Beine zu Straßen von Paris fuhr, setzte sie einigermaßen in Verregen. Sie wollte eben eine Strophe des Liedes beginnen, wunderung. Dieselbe verwandelte sich in starres Erstaunen als sie ausrief: Aber wo bleiben denn die Kunden? Ich über die Person, die jetzt aus demselben heraussprang. Eine Dame habe diesen Morgen nicht ein einziges Bouquet verkauft. von ziemlich hohem Wuchse, distinguirtem Wesen, in geEs ist weder Sonntag heut, noch irgend ein schmackvoll gewählter, dunkler Kleidung. Ihr Gesicht barg Festtag, kein Mensch kommt vorbei und die Straßen, sich hinter einem dichten, schwarzen Schleier, der fast bis die soust um diese Zeit so belebt sind, liegen auf den Gürtel herabfiel. einsam und still da. Einen Augenblick dachte sie Ei, so zeitig! Eine vornehme Dame, die früh aufsteht! nach und betrachtete traurig ihren noch vollen Korb, dann Um 7 Uhr Morgens! Sie will ohne Zweifel in der Kirche warf sie den Strauß, welchen sie in den Händen hielt, hin Notre Dame des Victoires die Messe hören. Die kann es nicht nöthig haben, sich ihr Brot mühsam ihre Augen trübe. und schlug sich vor die Stirn. daß zu verdienen, da sie so ihre Zeit verliert. Wie thöricht bin ich doch, rief sie aus, Als sie dann bemerkte, daß die Dame schwarz gekleidet war, sagte sie sich, daß es eine arme Trauernde sein könne welche Blumen hole, um das Grab irgend eines theuren Wesens damit zu schmücken, das den Schauplatz der Erde verlassen hatte, vielleicht ihres Gatten oder ihres Kindes Bei dieser Betrachtung floh das Lächeln von ihren Lippen sie wurde wieder ernst, ihr Gesicht wurde düster, und ( Fortsetzung folgt.) jüdische erwähnt Orten d nehmer in weite Inaben falls 311 Judenfo Don 7 9 eit er's at ß ir en ng er en at 11 ent ng in ch il en tg Be cfe ht and it. age and Ber gen est uch teis or's ate aß, Ten gers em hns tei in in ge Tein nde Don hen ugt ber ern. er? gen von gen Der Titit Roch ben gen auf und Die Dem ffen Lich atan des her ren " schwielige Faust" und ergingen fich ergingen sich in den gröbsten die Wahlen rücken heran! hielten sich passiv.- In dem nicht| Preßgesetzes verging, 20 M. Strafe und die Kosten des Verfahrens Schmähungen; vor dem Parteitage sprachen sie, soweit ihnen weit davon entfernten Bridgeton wäre es zu gleichen Szenen ge- zu zahlen. möglich, in gewählten Salon- Ausdrücken. Es war, als hätten fommen, wenn der Verwalter der betreffenden dortigen Glas- Von der Anklage, die preußische Armee- Verwaltung beleidigt fie das Lofungswort ausgegeben: Rette sich, wer tann!" werte nicht nachgegeben und die engagirten nur vier zu haben, wurde der Parteigenosse W. Gewehr in Elber= denn Jeder erklärte, daß er für das, was ein Anderer Judenknaben nicht entlaffen hätte. In einem andern Glas- fe lb von der dortigen Straffammer freigesprochen. Er sollte in gethan, nicht einstehen könne. Sie schienen es darauf abgesehen werke bei Bridgeton sind die Arbeiter im Streit wegen geplanter einer Rede über die Alters- und Invalidenversicherung nach der zu haben, die Herzen der Delegirten zu rühren und es mag Lohnreduzirung und Anstellung von Nicht- Unionleuten, während Angabe des überwachenden Beamten gesagt haben:„ Die Staatsihnen auch bei Manchem gelungen sein. Denn wirklich mußte die Fensterglas- Arbeiter in Pittsburg, welche für eine Lohn- werkstellen schicken ihre Arbeiter, sobald sie das 40. Lebensjahr man manchmal vom tiefsten Mitleid erfüllt werden, wenn man erhöhung streiften, auf die Drohung der Fabrikanten hin, Ar- erreicht haben, fort und gehen somit den Privatunternehmern mit diefes klägliche Drehen und Winden sah. beiter von Europa zu importiren, an die Arbeit zurückgekehrt bösem Beispiel voran." Gewehr bestritt, sich so ausgedrückt zu Es wird vielfach behauptet und wird noch behauptet wer- find. Es scheint sich in diesem Industriezweige jetzt derselbe haben; er hätte gesagt, was allgemein bekannt sei, daß die den, der Parteitag habe diesen Erscheinungen eine zu große Be- Prozeß zu vollziehen, der sich in den meisten übrigen Zweigen Staatswerkstellen Arbeiter über 40 Jahre nicht mehr annehmen. deutung beigelegt. Ist das richtig? Ja und nein. Vielleicht hat schon vollzogen hat. Die Unternehmer, welche nicht durch Ver- Vertheidiger Hechtsanwalt Landé beantragte, daß die von Zeugen er den Personen eine öffentliche Aufmerksamkeit verschafft, die so vollkommnung des Maschinenwesens den Produktionsprozeß ver- in jener Versammlung gemachten Notizen, wonach der Bericht wenig befähigte und so wenig sympathische Leute nicht verdient billigen können, haben ihr ganzes Augenmerk auf die Ber- ausgearbeitet sei, zur Berlesung gelangen sollten, was letzteren haben. Daß ihre Personen aus dem Dunkel emportauchenwendung billigerer Arbeitskräfte gerichtet. Und sie werden ihren fofort veranlaßte, zu erklären, daß er über die Art seiner Befonnten, verdanken sie nur der Berliner Reporterthätigkeit, denn Zweck über furz oder lang selbstverständlich erreichen, gleichwie richterstattung die Aussage verweigern müsse. Auch die Radauversammlungen sind den Berliner Reportern ein er von den Unternehmern in anderen Industrien erreicht worden der Gerichtshof lehnte, nachdem er Einsicht in die Notizen genommen, lohnendes Feld für ihre Zeilenreißerei. Ganz anders verhält es ist. Es vollzieht sich damit eine Art Ausgleichungs- die Verlesung derselben ab. Der zweite Zeuge, ein Polizeisergeant, sich aber mit der Sache. Wir erblicken in der Opposition die prozeß, der aber auch bezügl. der Arbeiter anderer verwickelte sich in Widersprüche und die Entlastungszeugen sagten Umriffe einer fünftigen anarchistischen Partei. Das Industriezweige, welche infolge besonderer Umstände noch eine das Gegentheil der Anklage aus, bezw. erklärte der eine derselben, nichts werden die Herren von der Oppofition natürlich in Ab- Ausnahmestellung einnehmen, fast nothwendig scheint, um die gehört zu haben. Trotz allem beantragte der Staatsanwalt zwei rede stellen, denn die erste Vorschrift der anarchistischen Tattit ist Arbeiter der betreffenden Industrien für die Ideen der modernen Monate Gefängniß: das Gericht erkannte aber, wie erwähnt, auf die, zu leugnen, daß man Anarchist sei. Die Herren Wildberger Arbeiterbewegung empfänglich zu machen! Freisprechung. und Genoffen sind noch weit davon entfernt, die Anarchie zum Prinzip der Gesellschaft machen zu können. Aber sie wollen einſt weilen die Anarchie, das Durcheinander in der sozialdemokratischen Partei einführen, und das zu verhindern, mußte die Pflicht des Erfurter Kongresses sein. Die Sozialdemokratie wird aus den Schriften von ihrem großen Denker Karl Mary die Ueberzeugung geschöpft haben, daß sie den Anarchismus, diesen Bastard des Kapitalismus, bekämpfen muß, wo sie ihn findet. Mit dem allergrößten Nachdruck hat Karl Mary sein ganzes Leben hindurch betont, daß es die Pflicht der auf wissenschaftlichem Boden stehenden Sozialisten sei, fich von all dem findischen Verschwörer thum fernzuhalten. Und das wird die Sozialdemokratie thun, wie sie es als Partei immer gethan hat." Die Sozialdemokraten Bielefelds haben zu den bevor stehenden Stadtverordneten Wahlen für die dritte Klasse vier eigene Kandidaten aufgestellt. - Es geht mit schnellen Schritten zu den Wahlen, welche in einer Anzahl Staaten stattzufinden haben, und da hört man denn allerlei überraschende Neuigkeiten, durch die konstatirt wird, daß die Arbeiter noch unentwegt als„ Resonanzboden" der beiden fapitalistischen Parteien zu dienen gewillt sind und damit ihren Führern Gelegenheit geben, ihr d. h. der Führer- Interesse in ausreichendem Maße zu wahren. Bei verschiedenen Gelegenheiten erwähnte ich des Umstandes, daß die Erekutive des Ordens der„ Knights of Labor", nachdem das einzige republikanische" Mitglied derselben schon kurz nach der letzten Generalversammlung des Ordens hinausgedrängelt worden war, für die demokratische Partei„ arbeite"; es war dies wiederholt so klar zu Tage ge treten, daß kein Zweifel darüber herrschen konnte, auch ohne den Umstand in Betracht zu ziehen, daß Powderly den gutdotirten- Posten eines Weltausstellungs- Kommissars für Pennfylvanien, der ihm von den Republikanern angeboten worden, abgelehnt hatte. Auf der kürzlich stattgehabten Staatskonvention des Ordens in Pennsylvanien nun wurde sowohl gegen Powderly Der Provinzialdirektor von Rheinhessen, Geheimrath wie zwei andere Mitglieder der Exekutive die Beschuldigung ers Rüchler, ist auf sein Nachsuchen pensionirt worden. An hoben, daß sie sich von den Republikanern hätten gewinnen feine Stelle tritt der Ministerialrath Karl Rothe mit Wirkung lassen". Und zwar müssen die Delegaten auf jener Konvention vom 16. November. Gleichfalls wurde der Regierungsrath von dafür derartiges Beweismaterial in Händen gehabt haben, daß Grancy als Kreisrath nach Heppenheim versetzt. Das alle Weißwaschungsversuche der Beschuldigten nichts halfen und fozialdemokratische Offenbacher Abendblatt" widmet beiden in verschiedenen Punkten, die von Jenen in Anregung gebracht folgenden Nachruf:" Wer sich an die rigorose Art und Weise worden waren, die Entscheidung gegen sie ausfiel. Spezielles ist erinnert, wie unter den betreffenden Beamten das hiesige Großh. Streisamt während des Sozialistengesetzes mit jeder sich nur regenben Organisation umgesprungen ist und fast alle Versammlungen berboten hat, der wird den betreffenden Beamten bei ihrem Abschied keine Thränen nachweinen." Das Reichsgericht hat das gegen May Baginski, den Redakteur des in Langenbielau erscheinenden, Proletarier" ergangene Schweidniger Urtheil zum Theil aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhandlung an die erste Instanz zurückverwiesen. Jm Orte Rieder, meldet die Halberstädter SonntagsBeitung", hat der Herr Gendarm jenes Blatt, ferner den Wahren Jakob" und den Neuen Welt- Kalender" tonfiszirt. Jedenfalls wird sich der Gendarm an diesem einen Male genügen laffen, denn seine vorgesetzte Behörde dürfte ihn wohl instruiren, daß jene That nicht seines Amtes war. Eine für Nachts angemeldete Versammlung hat die Ham burger Polizei verboten, bezw. nicht genehmigt. Dieselbe wollten Bedienstete der Pferdebahnen und sonstiger Fuhra werks- Betriebe abhalten, welche bei Tage und meist auch spät Abends noch keine Zeit haben, Bersammlungen zu besuchen. Beschwerde gegen das merkwürdige Verbot ist eingereicht. Kommunales. Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten. Versammlung am Donnerstag, den 22. Oktober d. J., freilich über die ganze Affäre nicht bekannt geworden, da die Nachmittags 5 Uhr. Vorlage, betr. die Aufnahme von sieben Berhandlungen in den Versammlungen des Ordens stets geheim Bersonen in das Nikolaus Bürger- Hospital. Vorlage, betr. die sind und der Presse nur das mitgetheilt wird, was für die Bewilligung einer Beihilfe für die Stubbe- Stiftung. Desgl. Deffentlichkeit bestimmt ist. Es ist diesmal aber genügend mit betr. die Beschaffung des Waffers für die in der Doppel- Badegetheilt worden, um daraus den berechtigten Schluß zu ziehen, anstalt hinter dem Schulgrundstücke Mühlenftr. 50 einzurichtenden daß die Chancen", welche dem Orden d. h. wiederum den Brausebäder. Desgl., betr. die Anfrage von Mitgliedern der Eine große Versammlung der Münchener Sozial. Führern" deffelben von den Republikanern in der legten Zeit Versammlung wegen Errichtung eines Gewerbegerichts in Berlin. Demokratie nahm in Sachen des Gesetzentwurfs, betreffend die geboten wurden, günstigere sind, als die durch die Demokraten in Desgl., betr. die Einfeßung einer gemeinschaftlichen Kommission Abänderung des bayerischen Polizei- Straf- Aussicht gestellten. Dies hebt indessen nicht auf, daß für die zur Berathung über die Festsetzung einer neuen Baufluchtlinie gefehbuches, folgende Resolution einstimmig an: Ordensführer im Staate Pennsylvanien die Arbeit" für die für die Rosenstraße. Desgl., betr. den Austausch eines städtischen Die heutige von 1000 Personen besuchte Bolksversammlung demokratische Partei profitabler ist, da lettere in dem start Grundstücks an der Rummelsburg- Köpenicker Chauffee gegen ein an im Colosseum erklärt, daß sie nach ihren Erfahrungen in Bezug republikanischen Staate schon etwas leisten muß, um auf die der Spree zwischen Treptow und dem Gierhause belegenes Privatauf die Gefeßesauslegung der bayerischen Behörden den neuen Beine zu kommen. Ich theile diese Affäre, die für die Arbeiter- grundstück. Desgl., betr.den Ankauf des Grundstücks Prinzen- Allee62 $ 134 des Polizei- Strafgesetzbuches für einen bedenklichen bewegung im Allgemeinen weiter feine Bedeutung hat, als bis 68, fowie die Gröffnung einer höheren Bürgerschule in den Räumen Kautschukparagraphen hält, welcher die Arbeiterbewegung in Charakteristikum der Art mit, an denen man den Stand der dieses Grundstücks.-- Desgl., betreffend die Verlängerung des neue Feffeln schlagen könnte. Die Versammlung erkennt an, daß Dinge am besten beurtheilen kann. Miethsvertrages über die Räume der 8. höheren Bürgerschule in nur das entschiedene Vorgehen der Münchener Post" Jm Staate New York find Seitens der sozia dem Hause Gr. Hamburgerstr. 18/19. Desgl., betr. die von den Landtag zu seiner Haltung gezwungen hat. Sie listischen Partei alle Vorbereitungen getroffen, um energisch dem Herrn Oberpräsidenten erfolgte Genehmigung der Gehaltshält es Desgl., Arbeiterschaft, die aber für eine Halbheit, daß der Wunsch der in den Wahlkampf einzutreten. Prof. De Leon befindet sich schon festsetzung für die Stelle des zweiten Bürgermeisters. Nichtanwendbarkeit dieses Paragraphen feit 14 Tagen auf einer Agitationstour durch den Staat; seine betr. die Projekte für mehrere Koloniegebäude, die Kapelle und auf die Arbeiterorganisationen nicht in einer jeden Mißbrauch Versammlungen finden nicht, wie dies sonst nothgedrungen der Fall das Leichenhaus, sowie zu einem Wirthschaftsgebäude auf dem verhindernden Desgl., betr. das Weise im Gesetze gum Ausdruck kam. war, in den Wirthschaftsfälen der deutschen Viertel statt, sondern in Grundstücke für Epileptische bei Biesdorf. Die Versammlung hätte gewünscht, daß der bayerische Landtag den City- Halls( Rathhäusern) und sonstigen öffentlichen Lokalen Projekt zum Bau eines Frauenwohnhauses nebst Treibhaus, fo= wenigstens in dieser Sache konsequent handle; da er das aber so weit dieselben hergegeben werden. In den Orten, welche De wie des Leichenhauses auf dem Grundstücke der Frrenanstalt zu Fünf Rechnungen.- Berichterstattung des mit nicht gethan hat, hat er die bayerische Bevölkerung selbst auf Leon bisher besucht, war infolge dessen die Theilnahme der Lichtenberg. gefordert, bei den nächsten Landtags- Wahlen Mann für Mann englisch sprechenden Arbeiter eine erfreuliche; auch legten die- der Vorbereitung der Wahl des zweiten Bürgermeisters bedafür einzutreten, daß die Sozialdemokratie im Landtage zahl- felben großes Intereffe für die Ausführungen des Nebners an auftragten Ausschusses. Desgl., betr. den Ablauf der WahlVorlage, betr. eine reich vertreten werde, damit sie selbst die Intereffen der Arbeiter ben Tag. Damit ist freilich immer noch nicht gesagt, daß sie seit von zwei Rathsmaurermeistern. laffe wahre, welche im Landtage nur Gegner hat, weil der diesmal von der alten Gewohnheit ablassen, für die demokratische Stiftung. Zwei Unterſtüßungsfachen. Vorlage, betr. die jebige Landtag lediglich eine kapitalistische klaffenvertretung ist. oder republikanische Partei zu stimmen, gleichwie sie auf den Berleihung eines Ehrenbürgerrechts. Außerdem findet in dieser Sigung um 6 Uhr die Wahl eines Die heutige Bersammlung beschließt ferner: Die Reich 3raih 3- Pferderennen auf das eine oder andere Pferd wetten" wie Rammer wolle das Geses betreffend§ 134 des Polizei- Straf- fich neulich der amerikanische Sozialist Wilshire ausdrückte, unbefoldeten Stadtraths statt. gesetzbuches dahiu erweitern, daß ausdrücklich ausgesprochen werde, indessen ist schon sehr viel( für die Zukunft) damit gewonnen, auf gewerbliche Krantentassen, Gewerkschaft 3- wenn man nur an die Leute heran kann, die sonst während der tassen und Genossenschaftsverbände findet Wahlperioden von den politischen Drahtziehern vor allen borstehender Paragraph keine Anwendung.„ fremden" Einflüssen bewahrt werden. Es wird die Hoffnung Weiter beschließt die heutige Versammlung: Das Bureau der ausgesprochen, daß diesmal mindestens die Stimmenzahl erreicht Soziale Uebersicht. Bersammlung wird beauftragt, bie Bedenken und Willens- wird, welche die Disierenz in der Stärke ber beiben großen" Die Bäckereien Kölns haben infolge einer neuen mit dem außerung der Arbeiterschaft in geeigneter Weise zur Kenntniß Parteien ausmacht, 20 000( gegen 14 000 bei der vorigen Wahl). nächsten Jahre in Kraft tretenden Polizei- Verordnung am und Würdigung den gefeßgebenden Körperschaften Bayerns zu Es ist aber eine Ueberschwänglichkeit, wenn die„ Bolts- Zeitung" ersten Feiertage der höchsten Feste( Weihnachten, fchreibt:„ Unsere Stimmen sollen und werden die schläfrigen Ostern und Pfingsten) jeglicher Arbeit sich zu Proletarier Millionen Amerikas aufrütteln zum Lichte der ErNew- York, 2. Oktober. Die sozialistischen deutschen Ar- tenntniß ihrer Klasseninteressen" u. 1. w. Das Resultat wird enthalten. Den Gehilfen ist ebenfalls jegliche Arbeit an diesen Anscheinend wird die neue Verordnung mal gezeigt, daß sie an der Ausbreitung der sozialistischen Ideen bann mag der äußere Anlaß zu einem Unſchwung in der Dent schon am bevorstehenden Weihnachtsfeste von vielen Bäckereien befolgt werden. Bekanntlich ist das Bäckergewerbe das einzige unter der englisch sprechenden Bevölkerung ein reges Interesse weise der amerikanischen Arbeiter durch einen hervorragenden aller Gewerbe, in welchem selbst an Sonn- und Feiertagen, trob nehmen, wenn auch nur ein fleiner Bruchtheil von ihnen sich Wahlerfolg der Sozialisten gegeben werden. der meist zwölfstündigen Nachtarbeit, keine bestimmte Ruhezeit attiv an der Bewegung betheiligt. Der Besuch auf dem für das englische sozialistische Wochenblatt" The People" veranstaltete Polizeiliches, Gerichtliches ze. Ein Artikel, in welchem feſtgeſetzt war. Sängerfest war nämlich ein so zahlreicher, wie bei keiner anderen mitgetheilt war, daß 2uther durch Selbstmord geendet Barteifeftlichkeit feit der großen Empfangsfeier gelegentlich der habe, führte den Redakteur des Thüringer Boltsblatts", Herkunft des Genoffen Liebknecht. Es wirften 29 Gesangvereine Hofmann in Saalfeld, zum dritten Male vor die Richter. mit, welche 550-600 Sänger stellten, und die Besucher wurden Das Urtheil fiel wie früher aus: 150 M. Geldstrafe eventuell auf mehr als 10 000 geschäßt. 6 Wochen Haft. Der genannte Redakteur ist fest davon über- Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Dieses für die englische Propaganda arrangirte Fest war im zeugt, daß ein höherer Gerichtshof anders über den Tod Luthers abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Uebrigen ein„ rein deutsches"; dies trat am deutlichsten dadurch denken wird, als das Saalfelder Schöffengericht, welches jenes Intereſſes zur Verfügung; fie verwahrt fich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Tage, daß der einzige Berein, welcher ein englisches Urtheil fällte. Auf den Sprechsaal- Artikel des Vereins Berliner KolportageLied sang, im Festberichte nicht einmal besondere Erwähnung Der Redakteur Gustav Stengele von der Nordfand. deutschen Volts- 3eitung"( Ottensen) hatte eine Korre- Buchhändler" vom 4. d. M. haben wir zu erwidern, daß wir effe das Fest stattfand. Es fehlten eben die englischen Arbeiter, in deren Inter- spondenz aus Neumünster veröffentlicht, in welcher es hieß, daß von unserem Aufruf nichts zurückzunehmen haben. Wir betonen in der dortigen Fabrik von Mehrens und Sohn Watte polizeilich nochmals, daß unser Bestreben absolut nicht dahin geht, ParteiSie fehlen leider auch noch Blattes, noch als Abonnenten des beschlagnahmt worden wäre, welche mit Blut und Eiter beschmutzt genossen ihre Kundschaft zu entziehen, sondern wir nur dem Wunsche Ausdruck verliehen haben, die Parteigenossen möchten ihre welches zu neun Zehnteln von deutschen Ar- gewesen sei und zur Herstellung von Waaren, Bekleidungsgegen beitern gehalten wird, um es in den Kreisen der englisch ständen, vienen sollte. Diese rühre wahrscheinlich von sagen Leidensgefährten, die meistens im Klaſſenkampf zu Boden geSprechenden Kollegen zu verbreiten. Und das Opfer häusern her. Auch fertige Waaren, Decken für Auswanderer, schleudert wurden, nach Kräften unterstützen. Machinationen, werdrießt sie auch nicht, wenn sie nur sehen, daß das Blatt Trifotagen u. bgl, feien beschlagnahmt, die vermuthlich aus welche uns von den Herren untergeschoben werden, weisen wir entbigstens von den Leuten gelesen wird; daß sie daraus folcher Watte hergestellt gewesen. Die Mittheilung dieser That ſchieden zurück. Wir überlassen es überhaupt den Parteigenossen etwas lernen, ist bann immerhin zu hoffen. Damit sieht es fachen wurde von einem Rajonnement begleitet, be solde felbst, die beiderseitigen Rundgebungen zu vergleichen und zu bea freilich noch nicht sehr ermuthigend aus, wenigstens merkt man Vorkommnisse in schärfster Weise rügt, sie als einen Ausfluß der Jm Auftrage nichts davon. Doch muß andererseits auch in Rechnung gezogen Profitwuth hinstellt und am Schluß war die Erwartung werden, daß manches Samenforn auf guten Boden fallen mag, ausgesprochen, der Freien Vereinigung selbständiger Kolporteure Berlins: daß Der Staatsanwalt die Schuldigen Der Vorstand. während das Aufteimen durch die ungünstigen Witterungs- ermitteln und das Gericht fie das Gericht sie streng bestrafen würde. Mehrens, welcher nachher in dieser Angelegen wird. Dies in Betracht genommen fann man sich sagen, daß die heit freigesprochen worden war, wegen Beleidigung. Das Gerich Arbeit der unverdrossenen Propaganda keine vergebliche ist. sprach jedoch den Redakteur Stengele frei und legte dem Privateine die Men, It ge mit vers eten hme auf ben hen fic chun thr eidet nne tren Froe des ppen und von 7 Dollars pro Tag machte * 4 # * urtheilen. Sprechlaal. Antwort wird nicht ertheilt. Bu ben Judenverfolgungen" ist jetzt auch von hier tläger alle Rosten, einschließlich der dem Berklagten erwachsenen Briefhaffen der Redaktion. ein Stapitel zu liefern, und zwar aus dem Staate New- Jersei. Auslagen, auf. Das Urtheil wurde damit begründet, daß die in vet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich In den Glaswerken bei Millville, in denen 2500 erwachsene der fraglichen Notiz enthaltenen Thatsachen wahr und erwiesen Arbeiter und 1000 Knaben beschäftigt sind, hatten die Unter- feien. nehmer, angeblich wegen Mangels an letteren, eine Anzahl Wegen Anstiftung bez. Bornahme von unerlaubten Geld ſammlungen waren die Parteigenossen Franz Hofmann in erwähnten„ Ackerbau- Kolonien", theilweise in den kleinen Chemnitz und Emil Müller in Hohenstein vom Orten des betreffenden Countys wohnen. Jener Versuch der Unter- Amtsgericht zu Hohenstein zu 30 M. Geldstrafe event. 6 Tagen nehmer führte zunächst zu einem Streit der übrigen Knaben und Haft und zu den Kosten verurtheilt worden. Das Landgericht zu in weiterer Folge, da Jene nicht in die Entlassung der Juden Zwickau, an welches sie appellirten, erkannte jedoch auf Frei- Ein Zigarren- Etui, in welchem eine Sammelliste naben willigen wollten und die erwachsenen Arbeiter eben- sprechung und legte die Kosten der Staatskasse zur Last. Nr. 2749 sowie für 6,15 M. abgestempelte Bons für den Wittenzum Feiern gezwungen waren was für sie einen Verlust Redakteur Fr. Bender vom Offenbacher Abendberg- Schweiniger Kreis enthalten waren, ist am 4. Oktober verzur blatt" hat wegen Beröffentlichung des Inhalts zweier Strafloren gegangen. Abzugeben bei Greffe, Solmsstraße 5, Hof I, Judenfamilien in Millville und Umgebung. Die Behörden - befehle, wodurch er sich nach Ansicht des Gerichts gegen§ 17 des bei Luft. falls " A. Jänicke. Bericht erst Dienstag früh erhalten. Bitten fünftig immer nur auf einer Seite des Papiers zu schreiben. Berichtigung. Im Versammlungsbericht der WittenbergTorgauer Parteigenossen( Nr. 244 des„ Borwärts") ist Zeile 15 Frigge anstatt" Fregge", ferner Zeile 19 anstatt Große Frigge", endlich Beile 25 Grefse anstatt„ Große" zu lesen. Theater. Mittwoch, den 21. Ottober. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Vorher: Prometheus. Schauspielhans. Maria Stuart. Deutsches Theater. Göz von Berlichingen. Berliner Theater. Ein Tropfen Gift. Lessing- Theater. Eine Geldheirath. Residenz- Theater. Von Dreien der Glücklichste.- Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Walluer- Theater. Sportgeschichten. Hierauf: Gewagte Mittel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Thomas- Theater. Herr und Frau Doktor. Der Präsident. Oftend Theater. Die Grille. Bellealliance- Theater. Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Jung Der große Prophet. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenCircus Renz. Karlstraße. Mittwoch, den 21. Oktober, Abends 71/4 Uhr: ,, Auf Helgoland", oder: Ebbe und Fluth, große hydrol." Ausstattungs- Pantomime in 2 Abth. mit Nationaltänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunstschwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, in einer Höhe von mehr Denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: 4 hohe Schulen, ger. von den Damen Frls. Clot. Hager, Oceana Renz, Vidal und der jungen Helga Hager. Agat, Feuerpferd, dress. u. vorgef. v. Herrn Franz Renz. Schulpferd Emperor, ger. Unserm Freund und Genoffen Max Brödel zu feinem heut. Geburtstage bie besten Glückwünsche. Mehrere von K. Unserm Genossen, dem Pantoffelfischer Albert Wiese, zu seinem heut. Wiegenf. ein donn. Hoch. Na, Albert, merkst Du nichts? Die versumpften rothen Brüder. Gen. H. Zechert 3. fein. heut. Wiegenf.. Ein donn. Hoch unserm Freunde u. Seina, mertschte nischt v. w. d. Skatecke? Lempert zu Steglitz zu seinem heutigen Unserm Freund u. Genossen Robert Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. Buchdrucker Berlins! Donnerstag, den 22. Oktober, Abends 8 Uhr: 1. Allgem. Buchdrucker- I Versammlung 3. W. B. Sch.( 2192 im großen Saale der„ Bock- Brauerei" Unserm Genossen H. Quest ein donnerndes Hoch zu seinem heut. Wiegenfeste. Die rothe 3. I. Berlin.[ 2187b v. Herrn Gaberel. 4 Gebr. Briatore, Freie Vereinigung. weltberühmte Akrobaten. Sisters Lawrence am fl. Trapez. Auftreten der Reitkünstlerin Mlle. Marie Chiarini, ( Tempelhofer Berg). Tages Ordnung: 1. Bericht über die gegenwärtige Allen in der Papierindustrie beschäf- Situation. 2. Verschiedenes. Kollegen! Da in dieser Versammlung event. Masssowie der Reitkünstler Herren P. Chiarini Nachricht, daß unser Mitglied Gerr- nahmen getroffen werden sollen, die für jeden Einzelnen u. Alex. Briatore 2c. Komische Inter- mann Sonntag, den 18. Okt., an der mezzos von sämmtl. Klowns. Proletarierkrankheit gestorben ist. Die von weittragendster Bedeutung sind, so hoffe ich, daß tigten Arbeitern und Arbeiterinnen zur Täglich: ,, Auf Helgoland." Beerdigung findet Mittwoch, Nach Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. mittags 4 Uhr, von der Zeichenhalle die Kollegen vollzählig erscheinen werden. 99 Giskeller. Theater und Spezialitäten Circus G. Schumann. m, ſchwerem reiben unser ehem. Vorstellung. 4 Uhr( ein Kind frei); Auf vielseitiges des St. Markuskirchhofes in WilhelmsVerlangen: Die lustigen Heidelberg aus statt. Um rege Betheiligung berger." Abends 71/2 Uhr: Auf bittet Der Vorstand.[ 254/9 Konkordia- Palast- Theater. Spe- Helgoland." zialitäten- Vorstellung. E. Renz, Direktor. Todesnachricht. Am Sonnabend, den 17. d., Ab. 73/4 Uhr, verschied nach Meister Herm. Krenz Friedrich- Karl- Ufer, Ede Karlstr. im 31. Lebensjahre. Ehre seinem AnHeute Abend 71/2 Uhr: Gr. Extra- denken! Die Beerdigung findet MittVorstellung mit neuem Programm. woch, den 21., Nachm. 2 Uhr, von der Besond. hervorzuheben: Altdeutsche Zeichenhalle des Neuen Thomaskirch6 Quadrille, von 5 Damen u. 6 Herren hofes aus statt. Die Kollegen der geritten. Mr. Loyal, Jockey. Pas de Firma C. Hauschild, Stralau.[ 2191b deux gracieuse von Ms. Adele u. Mr. Joe Hodgini. Martinelli, Equilibrist. 12 Rapphengste, in Freiheit vorgeführt. Reitkünstlerin Miss O'Meers. Saltomortal- Reiter Alexander. Abd- el- Kader u. f. w. heater d. Reichshallen Großer Erfolg! Brüder Beiso und das Wunderthier. 6 Londoner Backfische. Maria la Bonita. Chas Haydn. Avolo Boys. u. s. w. Anfang 7/2 Uhr i. d. Kampagneschule ger. v. Fräul. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder . Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Kegelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. 1169L Adele Schumann. Achtung! Mit kollegialischem Gruß H. Besteck, Bossenerstraße Nr. 29, 2 Tr. Deutscher Tischler- Verband. General- Versammlung I am Donnerstag, den 22. Oktober d. J., Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakob- Strasse No. 75. Zagesordnung: Wahl der Ortsverwaltung Zahlstelle Berlin. Aufnahme von Mitgliedern von 71/2 Uhr ab in der Versammlung, so wie Sonnabends Abends von 8-10 Uhr auf folgenden Stellen: Hente, Blumenstraße 38; Zubeil, Naunynstraße 86; Scheuer, Gneisenaustraße 35; Riging, Bülowstraße 52; Gnadt, Brunnenstraße 38. Daselbst kann die neueste Der Bevollmächtigte. Stuckateure! Nummer der Zeitung in Empfang genommen werden. 2. DisRomische Entrees Große öffentliche Versammlung der Klowns Little Pred, Tanti, Baptiste, Gebr. Chianchi, Nipp u. Tripp 2c. 3um sämmtlicher Stuckateure und Berufs19. Male: Eine Nacht in Venedig. genossen Berlins und Umgegend am Neueste Original- Wasser- Pantomime in Donnerstag, den 22. d. M., Abends zwei Abtheilungen, mit sensationellen 1/28 Uhr, bei Seefeldt, GrenadierLicht- und Wassereffekten, als: groß- ftraße 33. Tagesordnung: 1. Berichtartiger, mit elektrischer u. bengalischer erstattung der Kommission zur UeberBeleuchtung versehener Original- wachung der Fensterfrage. Wasserfall. Gin mit zirfa 300 fuffion. Die Kollegen werden ersucht, Wasserstrahlen und ebenso vielen in dieser Versammlung Mann für Mann zu erscheinen. Glühlampen versehener Kranz um die Manege. Die Vertrauensmänner. Grossartiger Effekt einer grossen Fontaine( v. d. 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Seit der„ Sozialdemokrat" sein Erscheinen einstellte, blätter zur Abnahme der Berichte gegen eine entsprechende Bergetretenen Mitglieder der Opposition heute eine Zer- hat die bittere Klage, daß kein Ersatz geschaffen, gerade im Aus- gütung verpflichten." sammlung über den Parteitag anberaumen liefen. lande nicht aufgehört. Der Vorwärts" ist zu theuer; manchen Dreesbach übernimmt die Begründung. Die bürgerlichen Sämmtliche Berliner Delegirten pio- Zentralwochenblattes, der Mangel an genügender Kenntniß und gehoben haben wollen. im Auslande fehlt die Zeit, ihn zu lesen. Der Mangel eines Berichterstatter heben nicht dasjenige hervor, was wir hervortestiren dagegen, daß vor Schluß des Beobachtung über die Fortschritte und die Entwicklung der deut- Frohme: Soll der Bericht ein längerer sein, so ist er für Parteitages unter Parteigenoffen über Ein die meisten Leser unbrauchbar. Die Berichte der großen bürgerschen Bewegung fördere die Anarchistelei im Ausland. Parteitag verhandelt wird. Gegengewicht gegen die anarchistischen Organe ist geboten. Aber lichen Blätter find nicht gerade derart von Objektivität auch für das Inland ist ein prinzipiell gehaltenes Wochenblatt entfernt, daß man sie nicht bei der Ausarbeitung benutzen Erfurt, 20. Oktober 1891. eine Nothwendigkeit. Es darf freilich nicht der Abklatsch könnte. Die Kosten des Bureaus würden das Resultat weit eines anderen Blattes oder ein Auszug aus ihm sein. Ein übersteigen. besondere Redaktion müßte für das Blatt eingerichtet werden. Gerade jetzt ist es mehr denn je nothwendig, prinzipielles Verständniß für unsere Ziele in die weitesten Kreise zu tragen. Ich bin überzeugt: Wenn ein solches Blatt bereits bestände, würden die Angriffe von rechts und links in der Partei, wie sie uns in den letzten Tagen beschäftigt haben, nicht möglich gewesen sein. Ich glaube auch nicht, daß den lokalen Blättern der Partei ein Nachtheil erwachsen würde. Die Parteigenossen werden nach wie vor an ihren Blättern festhalten. Das Blatt fann naturgemäß die Lokal Blätter nicht ersetzen. Wir wollen das Blatt" Sozialdemokrat" nennen in Anknüpfung an den vorsozialistengesetzlichen„ Sozialdemokrat". La indessen erwägenswerthe Bedenken hier laut geworden find, so schlage ich vor, den Antrag dem neuen Parteivorstand zur Erwägung zu überweisen. Beyer Rottbus erklärt seine Zustimmung zu diesen Ausführungen. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Erfurt, den 20. Oftober. Sechster Verhandlungstag. loß eröffnet die Sizung um 94 Uhr mit der Mittheilung einer langen Reihe von Begrüßungsschreiben und Telegrammen, da runter eines von den Landproletariern Friedbergs. Die Gerossen Lüdenscheid's theilen gleichzeitig mit, daß sie bei den Wahlen zum Gewerbegericht Sieger se blieben seien. V Von der Redaktion der Berliner Volts Tribüne" ist ein Schreiben eingelaufen, welches sich unter Beibringung zahlreicher Belegſtellen gegen die Behauptungen Vollmar's über die Stellung nahme dieses Blattes zum nächsten Kriege wendet. Es wird in die Tagesordnung: Berathung der An= träge eingetreten. nette = Dem Borstande tann der Antrag nicht zur Erwägung überJöst Mainz: Der Parteitag ist souverän. zu entscheiden. wiesen werden. Redner bekämpft die Gründung eines ZentralWochenblattes. Grillenberger tritt warm dafür ein. In Berlin müsse das Zentral- Wochenblatt erscheinen, dort, wo das politische Leben am stärksten pulsire. Schmidt Burgstädt bekämpft ihn. liche Minorität ab. Der Parteitag lehnt den Antrag Schulze gegen eine erhebAntrag Auerbach und Genossen: Zunächst werden Anträge über die Presse verhandelt. Die Genossen in Breslau und Dortmund beantragen: Da die Sozialdemokratie eine ihrer edelsten Aufgaben damit erfüllt, durch gute, den Volksklassen zuzuführende Lektüre die Menschheit für eine bessere Zukunft zu erziehen, möge der Rongreß beschließen, den befähigten Mitgliedern der Partei es zur " Der Parteitag beauftragt die Parteileitung, in denjenigen Pflicht zu machen, ein Augenmert mehr wie bisher darauf zu Landestheilen, in denen eine Lokalprejse, gleichviel ob täglich oder richten, daß eine Jugendliteratur zu Stande kommt, welche in in längeren Zwischenräumen erscheinend, zur Nothwendigkeit für Unterhaltender Weise, dem Wesen der Kindheit entsprechend, den die Verbreitung unserer Grundsäße geworden ist, und wo die Geist und das Fühlen der Jugend zu Gunsten des Sozialismus Mittel zur Unterhaftung, der presse von den Genossen dieser wedt und bildet. Wir beantragen, dieses Unternehmen dadurch zu organisiren, daß eine Kommission ernannt wird, Landestheile nicht aufgebracht werden können, die Gründung welcher die Pflicht obliegt, dafür zu sorgen, daß nach Möglichkeit und Erhaltung derartiger Organe aus den Partei- Einnahmen zu unterſtüßen." Literatur in diesem Sinne geschaffen, resp. daß solche in anderer Sprache erscheinende Werte in unfere Landessprache über- Auerbach aus der Partei ausgeschieden, wenn er nicht von Der Antrag könnte nicht zur Verhandlung kommen, da setzt werden und diese Literatur agitatorisch der Jugend zu Mielenz- Johannisthal aufgenommen würde. gänglich gemacht wird." Der Antrag wird, nachdem ihn Genosse Winkler, Breslau, begründet, angenommen. Gustav Semmler in 2unzenau beantragt:„ Der Parteitag foll den Parteivorstand beauftragen, einen„ Literarischen Wegweifer" herauszugeben." Mielenz begründet den Antrag. Scherm beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Hierfür erklärt sich die Majorität. Die Genoffen des III. Berliner Wahlkreises und Oskar Ramenz in Berlin beantragen: Singer hält den gutgemeinten Antrag für aussichtslos. Den Parteitag dazu aufzufordern, einen der Partei ent Seine Konsequenz wäre, daß die Parteigenossen nur Bücher lesen, sprechenben Partei- gliationsfonds anzulegen. Derfelbe soll aus die unter hoher obrigkeitlicher Approbation des Vorstandes erschließlich dazu geschaffen werden, um faßliche und rein soziascheinen. Ein Wegweiser für die sozialpolitische Literatur sind liftische Broschüren an die ländlichen Arbeiten gratis vertheilen die durch die Partei- Buchhandlungen in hunderttausenden von zu fönnen; nur allein badurch ist es möglich, das ländliche Gxemplaren verbreiteten Zusammenstellungen von Parteischriften. Proletariat zum Sozialismus zu bringen." Sie ermöglichen jedem Parteigenossen zu wissen, was er sich Herbert Stettin beantragt: taufen soll. Auf vielen Gebieten der Literatur seien zudem nur Zur Förderung der Agitation auf dem Lande sollen kleine, Bücher vorhanden, die vom Geist der Gegnerschaft gegen unsere den Berhältnissen in den verschiedenen Theilen des Landes anBestrebungen erfüllt sind. Redner erinnert an die Geschichts- gepaßte Broschüren gratis vertheilt werden. Den Inhalt haben literatur. Reine Parteileitung würde die Verantwortung für die Genossen in der Provinz, welche die Verhältnisse genau solche Zusammenstellung übernehmen können. Der fennen müssen, zu liefern. Die Kosten der Herstellung und VerAntrag ist entweder ein Schlag ins Wasser oder, wenn theilung hat der Parteivorstand zu bewilligen." er durchgeführt wird, wirkt er schädlich und verderblich. Redner Ueber beide Anträge wird zusammen verhandelt. ersucht, den Antrag abzulehnen. Wolle man die Ablehnung deshalb nicht, weil ein guter Kern in ihm vorhanden, so wolle man ihn dem Vorstande zur Erwägung überweisen. der Parteileitung zur Erwägung zu überweisen. Nach kurzer weiterer Debatte wird beschlossen, den Antrag eine der Agitationsfonds werden, als Buchwald Altenburg beantragt, eine gleichlautende Parlaments- Beilage für die gesammte Parteipresse herzustellen. Singer: Soll dies der Bericht des Vorwärts" oder ein besonders anzufertigender Bericht sein? Jedenfalls käme die Beilage zu spät an die Leser. Der Vorwärts" hat den großen Oldenbergischen Bericht, den anerkannt objektivsten unter den vorhandenen. Für die kleineren Blätter ist er viel zu lang. Auch laufen die Interessen unserer einzelnen Blätter auseinander. Naturgemäß will jedes Blatt die Nede des Abgeordneten, in dessen Wahlkreis es erscheint, am Ausführlichsten bringen. Manchem Blatte macht der Reichstags- Abgeordnete den Bericht. Bielleicht läßt es sich ermöglichen, daß der„ Vorwärts" allen Parteiblättern Abzüge seines Berichtes schickt. Verlangen Sie doch nicht zu viel von der Parteileitung; es sind ja nur fünf Menschen.( Heiterkeit.) Es fehlt auch an Personen für ein solches Bureau. Es steht durchaus nicht so, wie mancher meint, daß man nur Sozialdemokrat zu sein braucht, um alles machen zu können.( Heiterkeit.) Jo eft tritt für den Antrag Dreesbach ein, den er so verwünscht. Der Vorwärts" tomme ebenso rasch an, wie etwaige Bürstenabzüge von seinen Reichstags- Berichten. steht, daß er für die Parteipreffe furze vorläufige Berichte Dreesbach zieht den Antrag zurück, hofft aber, daß der Parteivorstand die vorgetragenen Wünsche in Erwägung ziehen wird. Der Antrag Buchwald wird abgelehnt. Damit sind die Anträge zur Presse erledigt. Es folgen die Anträge zur Agitation. Trilse Leipzig beantragt: V " In Anbetracht dessen, daß es dem Parteivorstand infolge mancher zu Tage tretenden bedeutenden Schwierigkeiten und Hindernisse eine absolute Unmöglichkeit iſt, die mündliche Agitation in der nach den verschiedenen örtlichen Verhältnissen geeigneten Weise in jeder den Wünschen und Forderungen der Parteigenossen gerecht werdenden und entsprechenden Hinsicht entfalten zu können, in fernerer Erwägung aber, daß leider unter industriellen und gewerblichen Berufen noch eine große Zahl solcher existiren, in denen die Arbeiterschaft bis jetzt noch nicht einmal mit den Prinzipien der Arbeiterbewegung vertraut, geschweige denn organisirt ist, z. B. der Handelsstand, das Kellnergewerbe, die im Verkehrsgewerbe u. s. w., die Organisirung derselben aber eine unbedingte Nothwendigkeit und an der Zeit sein muß, beauftragt der Parteitag die gewählten Vertrauensmänner, sowie die in den verschiedenen Bezirken existirenden Agitationskomitees, ihre Thätigkeit nicht nur auf die engeren Partei- Angelegenheiten zu beschränken, sondern auch hauptsächlich für die Organisation und Agitation der oben erwähnten Berufe, sofern sich innerhalb derselben keine agitatorischen Kräfte befinden, genügend Sorge zu tragen." Singer ist gegen den Antrag, der Partei- Organisation und Gewerkschafts- Organisation miteinander verquicken würde. Der Antrag würde eine Verbindung herstellen, die bei den bestehenden Vereinsgefeßen mit Nothwendigkeit zur Auflösung der Parteiorganisation und der Gewerkschaftsorganisation führen müßte. Redner beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Der Parteitag geht über den Antrag Trilse zur TagesBörner Berlin hält den ersteren Antrag für wenig richtig, ordnung über. ganze Partei- Agitationsfonds sei ja dazu da. Mit großer Heiterfeit nimmt ein Theil der Versammlung Singer stimmt Letzterem zu. wir ja, und der würde um gerade soviel geschwin fonds haben folgenden Antrag des Dr. Rüdt auf: " In Erwägung, daß die unserer Partei zur Verfügung der Separatfonds einnehmen würde. Ferner ist das nur allein" stehenden Rednerfcäfte lange nicht den vorhandenen Bedürfnissen Antrag Schulze Königsberg und Genossen: total falsch, das gesprochene Wort ist wichtiger. Betreffs der genügen, wie dies von der Parteileitung selbst zugegeben und " Da sich herausgestellt, daß der Vorwärts" von den Wünsche Herbert's geschieht das Mögliche schon. Die Hauptsache von den Genossen fast überall empfunden wird, stellen wir den meisten Genossen nicht gehalten werden kann, die übrigen ist, die Broschüre zu schreiben.( Beifall.) Ich habe zwar das Antrag: Parteiblätter in Deutschland aber einen mehr oder weniger Material nicht bei mir, aber die Parteibuchhandlung ist in sehr daher eine allgemein be- zahlreichen Fällen angewiesen worden, unfere Literaturerzeugnisse friedigende Uebersicht der Parteiverhältnisse nicht geben fönnen, gratis zu versenden. Lehnen Sie die Anträge ab! beantragen die Königsberger Genossen:„ Die Beschaffung Frohme: Es sei ein Irrthum, daß für die Agitation im eines ländlichen Proletariate die Literatur das Wichtigste sei. Ans dem Vorwärts" in gedrängter Kürze eine Uebersicht über alle dem Kreise der ländlichen Arbeiter selbst müssen die agitatorisch politischen und wirthschaftlichen Fragen des In- und Auslandes, befähigten Personen gewählt werden. Lehnen Sie den Anſowie über die Arbeiterbewegung aller Kulturstaaten berichtet, trag ab! unter Berücksichtigung statistischen Materials." Die Anträge wurden durch Uebergang zur Tagesordnung Die Rönigsberger Genossen: Carl Schulze- Königsberg. erledigt. ,, Antrag zur Errichtung eines statistischen Bureaus. N. Greiner. Louis Fichtmann. Karl Wendt. H. Drachholz. A. Leopoldt. A. Trautwein. Pilz. Ph. Müller Darmstadt. Friz Schmidt- Friedberg. Ferdinand Ewald- Brandenburg. Unterstützt durch: Bilh. Boerner. St. Friß. Stengele. F. Storch. Rob. Wenzel. W. Weidner. Emil Busch. Franz Trützschler. Aug. Jakobey- Berlin. Emil Schade. Otto Jochem. H. Wassermann. Robert Heine. E. Michaelis. Fr. Riesop. Schulze- Rönigsberg begründet den Antrag. Die„ BoltsTribune" befriedige vie Genossen nicht mehr. Gin geistiges Bindeglied unter den Genossen im In- und Auslande, wie es der Sozialdemokrat" war, müsse geschaffen werden. Redner beZentral- Wochenblatt erwachsen würde. Er gehe von einer der Sch a de- Stendal tritt für den Antrag ein. Frohme Altona hat schwere Bedenken gegen den Antrag. irrigen Voraussetzung aus, nämlich, daß die Lokalblätter keine so gute allgemeine das Wochenblatt ruinirt werden. Blätter, für die große Geldopser geleistet werden, würden durch Wendz- Kamenz ist mit dem„ Vorwärts" zufrieden, hält Redner wünscht aber " In Anbetracht, daß das Bedürfniß nach einer Statistik der Arbeiterverhältnisse ein tief und überall gefühltes ist; in fernerem Anbetracht, daß den bis nun von den Gewerkfchaften und anderen Korporationen in Angriff genommenen Statistiken Einheitlichkeit, Uebersichtlichkeit und Vergleichbarkeit häufig abgeht, dies aber Eigenschaften sind, welche die Statistit erst werthvoll machen; in endlichem Anbetracht, daß oft die Personen fehlen, welche beschließt der Parteitag, daß auf Kosten der Partei ein Der Parteitag möge beschließen, daß in Berlin unter der Leitung und Aufsicht des Parteivorstandes auf Parteikosten eine Rednerschule zum Zwecke der Heranbildung von Agitatoren ge= schaffen und unterhalten werde. Die auszubildenden Agitatoren follen mit Rücksicht auf die Haupt- Dialekte aus Nord, Süd- und Mitteldeutschland herangezogen werden." Dr Rüdt begründet seinen Antrag in längerer Rede und wünscht den Antrag wenigstens dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. Peus Berlin beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Der Parteitag geht zur Tagesordnung über. Kerrl Bremen beantragt: V " Der Parteitag beschließt: In den ländlichen Bezirken Distrikts- Organisatoren oder Vertrauensleute zu ernennen, welche, wenn es die Umstände erbeiſchen, in einer von der Parteileitung zu bestimmenden Höhe entschädigt werden. Die Ernannten haben die Verpflichtung, der Parteileitung mindestens allmonatlich einen Bericht über ihre Thätigkeit einzusenden." Der Parteitag geht zur Tagesordnung über, weil die HauptStatut bereits enthalten ist. Wesch Crefeld beantragt: Der Parteitag wolle beschließen: Aus der Parteikasse werden die Mittel vorgeschossen zur Anschaffung eines Beltes, in welchem die Parteiversammlungen in den niederrheinischen Weberdörfern abgehalten werden können."( Große Heiterkeit.) Der Antragsteller führt folgende Gründe für seinen Antrag an: die Beit und Fähigkeit haben, zweddienlich die Statistik vorzu- fache von dem, was der Antrag wünscht, in dem Organisationsbereiten und die umlaufenden Fragebogen zu verarbeiten, statistisches Bureau errichtet werde, welches in die von den Arbeitern unternommenen statistischen Erhebungen Einheitlichkeit und Gleichmäßigkeit bringe. Eduard Schmid. Josef Ürban. Georg Wambßgans. Roncad Knieriem. Georg von Vollmar. Georg Birk." Verschiedene Redner treten für den Antrag ein. Gerisch weist auf die großen Schwierigkeiten hin, die der" In der Umgegend von Krefeld liegen im Umkreise von fünf Durchführung eines solchen Antrages gegenüberstehen. Die Per Stunden 12-14 Dörfer und 2 Städte, in welchen wir keine Lokale sonenfrage müsse erst gelöst, das Partei- Archiv mit dem haben können. In den Orten wohnt vorwiegend eine industrielle Redner schlägt vor, den Antrag| Bevölkerung, die, obgleich sie noch dem Zentrum anhängt, uns Bureau verbunden werden. der Parteileitung zur Berücksichtigung zu überweisen. dennoch sympathisch gegenübersteht. Es würde durch die AbhalTrilse Leipzig wünscht die Sache der Gewerkschafts- tung von Versammlungen in jener Gegend uns möglich sein, jene Hauptstüßen des Zentrums von der Wichtigkeit des Sozialis Schmid- München erklärt sich Namens der Antragsteller mus zu überzeugen." mit der Erledigung des Antrages durch den Parteivorstand einDer Parteitag beschließt, dem Parteivorstande den Antrag Erwägung zu überweisen. Dreesbach und Genossen beantragen: aber die Gründung eines Wochenblattes für nothwendig. Blos Stuttgart stellt sich auf den Standpunkt Frohme's. Der scharfe Konkurrenzkampf zwischen den jetzigen Wochenblättern Rommiffion überwiesen. werde durch das Zentral- Wochenblatt nur erhöht werden. doch den Gedanken nicht ohne Weiteres von der Hand gewiesen, nur seine Ausführung so lange verstanden. vertagt, bis die Lokalpresse aus dem gegenwärtigen Zustand Singer: Geit Monaten hat sich der Parteivorstand mit der Frage der Gründung eines Zentral Wochenblattes befaßt.| heraus ist. zur " Der Parteitag möge die Parteileitung veranlassen, während Singer: Vom Erhabenen bis zum Komischen ist nur ein Schritt, das bewahrheitet sich hier. Die gemeine und niederträchtige Potalabtreibung durch die Gegner hat den Antrag veranlaßt, und ich brauche nicht erst zu versichern, daß wir alle die Entrüstung des Genossen Wesch über die Machinationen des Zentrums theilen. Anderwärts zwingen die Genossen die Wirthe durch den Boykott, politischen Zweck leitung selbst einen ähnlichen Antrag gestellt. Ein Grund, der Personen zu bilden, das unseren Provinzial- Parteiblättern mög- muß von uns noch weiter als Kampfmittel ausgebildet werden. mit nur Antrages, den Grund und Boden her, auf dem das Belt auf- 1 gerichtet werden soll. Der Grund und Boden gehört ja denselben Leuten, die uns die Säle abtreiben. Wenn die Zeltträger in ein Dorf kommen, verweigert ihm der Schulze den Platz, wo sie es errichten können. Das würde den Spott der Gegner herausfordern.( Beifall.) Der Antrag Wesch wird abgelehnt. Die beiden letzten Anträge zur Agitation lauten: " Die Genossen in Karlsruhe beantragen:„ Alle Wahlfreise, in denen die Lage der arbeitenden Bevölkerung eine zu schlechte ist, um die Wahl- und Agitationskosten selbst aufbringen zu können, sind materiell von der Partei zu unterstützen. Außer dem sollen vom Parteivorstand gewandte Redner der Reichstags- Fraktion zu größeren Agitationstouren in das Land geschickt werden, und zwar mit besonderer Berücksichtigung von Süddeutschland." Die Genossen in Bromberg: ,, a) Der Parteitag möge beschließen, den Genossen von Bromberg zur Erleichterung der schon ohnehin schweren Agitation jährlich eine materielle Unterstügung zu gewähren. Die Höhe derselben wird durch den Vorstand der Partei, sowie durch den eventuellen Wunsch der Genossen des Wahlkreises bestimmt. b) Für eine unbeſtimmte Zeitdauer wird eine regelrechte mündliche Agitation vorgenommen, und zwar durch einen Agitator, welcher womöglich der polnischen Sprache mächtig ist." Beide Anträge werden dem Parteivorstande zur Erledigung überwiesen. Auf eine Nachtsihung wird verzichtet. Der Parteitag wird seine Geschäfte vermuthlich morgen Mittag beendigen können. Schluß der Vormittags- Sitzung. Nachmittags- Sihung. Kloß eröffnet die Sigung um 34 Uhr. Weitere Begrüßungstelegramme sind eingelaufen. Nach langerer Diskussion wird der Antrag abgelehnt, weil| Oposition in der Partei. Wenn die Opposition immer so ges juristisch unhaltbar sei. spuchen hätte, wie Auerbach heut, so wäre garnichts gegen sie Verschiedene Genossen( Metzner, Täterow, tabernack 2c.) be- zu agen. Das ist nicht geschehen und das ist eben der Unterantragen: Abgeordnete, welche ohne Mandat quf dem Parteitag schid. anwesend sind, erhalten aus der Parteifasse Diäten." er Nach längerer Debatte wird der Antrag mit einem Amendement, wonach auch mandatslosen Vorstandsmitgliedern und Kontrolleuren Diäten gewährt werden sollen, angenommen. Es wird beantragt: Der Parteitag drückt den Wunsch aus, daß die Parteileitung für die Folge die Einberufung des Parteitags wie seither auf den Sonntag verlegen möge und zwar mit Rücksicht darauf, daß durch eine Tagung wie die diesjährige für eine große Anzahl der Delegirten zwei Arbeitswochen verloren gehen, wodurch entweder fie selbst oder ihre Auftraggeber empfindlich belastet werden. Ehrhart- Ludwigshafen. Dreesbach. Hänsler. Kalnbach." Der Antrag wird angenommen. Es wird beantragt: Was hätte Bebel wendet sich dann gegen die einzelnen Anklagen der Oposition: Wildberger, der der Fraktion Diktatur über die Partei vowarf, habe sich auf lauter Thatsachen aus den letzten 20 Jahren beggen, die schon längst durch die Beschlüsse der Parteitage erledgt worden, anstatt sich auf die Thatsachen aus dem letzten Jare zu beschränken. Den Vorwurf Wildberger's, daß die Patei fleinbürgerliche Interessen vertrete, weist Bebel nochmals zuück: Genosse Friz- Berlin hat drastisch nachgewiesen, wie gende Wildberger selbst in den von ihm unterzeichneten Wahlflugblättern auf das Kleinbürgerthum Rücksicht genommen und an dasselbe appellirt hat. Niederauer fragt nun: mai gefagt, wenn Wildberger sich von den Flugblättern Losjefagt hätte. Das ist in der That eine sehr unglückliche Ver thebigung. Wenn die Flugblätter Wildberger's Ueberzeugung wilersprachen, so mußte er sich von ihnen lossagen. An der aid von Werner'schen und Wildberger'schen Wahlreden weist Belel nach, daß die jetzige Berliner Opposition zur Zeit der die Verbreitung von Bildnissen lebender Parteigenossen in 180er Wahlen genau auf demselben Boden gestanden, wie die jeder Form dadurch einzuschränken, daß in Zukunft Gegenstände Frcktion. Der Meinungswechsel Werner's und Wildberger's ist mit solchen Abbildungen durch Parteigenossen nicht mehr her- nur dadurch hervorgerufen, daß sie bei den Wahlen durchgefallen gestellt oder in Vertrieb genommen werden; an deren Stelle fint( Heiterfeit. Beifall.) Das ist aber wahrlich nicht Schuld follen allegorische( finnbildliche) Darstellungen, welche auf die der Partet! Bestrebungen des Proletariats Bezug haben, oder höchstens die Bildnisse verstorbener Vorkämpfer des Proletariats treten. " In Erwägung, daß es die Würde und das Interesse der Partei gebieten, dem Personenkultus entgegenzutreten, erklärt es der Parteitag für nothwendig, Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Anträge fieht.( Seiterkeit.) Auch haben ich und zahlreiche Freunde regel über die parlamentarische Thätigkeit berathen. Harm Elberfeld und Meist beantragen: Der Parteitag wolle beschließen: " Um die an verschiedenen Orten( Kamen, Eisleben und Spenge) vorgekommenen Gewaltthätigkeiten gegen Parteigenoffen für die Bukunft zu verhindern, die Fraktion zu beauftragen, diese Angelegenheit in geeigneter Weise im Reichstage zur Sprache zu bringen." Wilh. Schmidt- Frankfurt. 2. Emmel." Einige Redner vertheidigen den Antrag. Bebel stimmt dem Antrage in der Tendenz zu. Er habe alle Veranlassung, den Klagen über den Unfug der Abbildungen auch aus rein ästhetischen Gründen beizustimmen. Es kann Einem oft vor sich selbst grauen, wenn man sich in manchen Bildern mäßig die Erlaubniß zur Vervielfältigung von Bildern von uns entschieden abgelehnt. Das hat den Unfug leider nicht verhindert; Medaillen, Gypsabgüsse seien hergestellt, sogar Hüte nach Abgeordneten benannt worden. Das Lehtere geschah, während ich im Gefängnisse saß und ich schrieb sofort sehr energisch an Denjenigen, der meinen Namen gemißbraucht hatte und die Benennung von Hutformen nach einzelnen Abgeordneten hörte auf. Die Parteigenossen in den einzelnen Orten sollten aber Manns genug sein, dem Unfug entgegenzutreten. Die Hauptsache ist aber, nicht blos zu verbieten, sondern auch zu verhindern, daß solche Bildnisse gekauft werden. Und das ist nicht so leicht. Bei den Frankfurter Vorgängen, die erwähnt wurden, war die Sachlage eine durchaus verschiedene. Damals standen wir unter dem Sozialistengeset. Trotzdem aber traten damals die Frankfurter offen auf. Die Berliner Opposition handelt anders. Die Differenzen mit ihr werden übrigens voraussichtlich durch diesen Parteitag noch nicht für immer erledigt werden. Wenn Auerbach der Fraktion Vorwürfe zu machen hat, dann wäre der berechtigte und natürliche Weg der gewesen, zu sagen: Die Fraktion hat im letzten Jahre die und die Anträge eingebracht, wir sind damit nicht einverstanden und verlangen, daß der Parteitag seine Meinung darüber abgiebt. Was den Vorwurf betrifft, daß durch die Verstaatlichung der Apotheken die Machtmittel des heutigen Staates verstärkt würden, so ist dieser Vorwurf dadurch widerlegt, daß wir abgesehen von sonstiger Beurtheilung verlangt hatten, daß die Arzeneien zum Selbstfostenpreise abgegeben würden. Dadurch ist natürlich jeder Ueberschuß ausgeschlossen. Ebenso verhält es sich mit allen anderen kleinlichen Ans schuldigungen der Opposition. Nun zu Vollmar! Harm begründet den Antrag. Singer: Was der Antrag will, ist selbstverständlich. Jene Parteien, die uns vorwerfen, was sie thun, die den Kampf mit geistigen Waffen in Gestalt des Drein- Man darf deshalb das Kind nicht mit dem Bade ausschütten Vollmar hat heute wesentlich anders gesprochen als am schlagens mit dem Knüppel führen, werden wir nur Sonnabend. Er sagt aber, man habe ihn bisher mißverstauden. im und Beschlüsse fassen, die nicht die nicht gehalten werden, ( Buftimmung.) Wir dürfen Er will nicht nach einzelnen Sätzen beurtheilt sein. Er beklagte im Reichstage zu kennzeichnen Gelegenheit nehmen müssen. Das ein Schlag ins Wasser sind. ist einfach selbstverständlich. Nehmen wir deshalb statt des Au- nicht so weit gehen, all' und jede Abbildung eines lebenden sich darüber, daß ihm Absichten unterstellt worden, die er durch trages eine Resolution an, welche die Mißbilligung und Ent- Parteigenossen zu verbieten. Ist es jedem von Euch nicht eine aus nicht gehabt habe. rüstung über dieses Treiben ausspricht, das an einem Drte unter Freude gewesen, unfern Engels im Bildniß fennen zu lernen, das der thätigen Mitwirkung eines evangelischen Geistlichen statt Bild eines Guesde zu besitzen? Der Antrag untersagt ja beinahe gefunden hat. Um die Partei im Reichstage stände es schlimm, jedem, eine Photographie seines Freundes zu besitzen. Ich gebe wenn sie erst ausdrücklich dazu aufgefordert werden müßte, die anheim, dem Antrag eine verbesserte Gestalt zu geben; in der Rechte der Parteigenossen zu wahren, die in der Nothwehr ihre vorgeschlagenen Form ist er unannehmbar.( Beifall.) Haut schützen. Wollen die Gegner aber in der That den Kampf auf dieses Gebiet hinüberspielen, so bin ich überzeugt, daß die Parteigenossen auch in diesem Kampfe nicht den Kürzeren ziehen.( Lebhafter Beifall.) Harm entspricht dem Wunsche Singers und zieht den Antrag zu Gunsten folgender Resolution zurück: " gewaltigende, brutale Vorgehen gegnerischer Elemente gegen Der Parteitag spricht feine Entrüstung aus über das verunsere Parteigenossen, wie sich dasselbe in Spenge, Eisleben, Kamen u. s. w. gezeigt hat. Ferner erklärt der Parteitag das Verhalten der gegnerischen Presse in dieser Angelegenheit als ein unerhört frivoles und tendenziöses, darauf berechnet, die indifferente Wlasse gegen unsere Partei aufzuheben und zu Gewaltthätigkeiten zu provoziren. Geyer. Frohme. Singer." Die Resolution wird später, sie wird gedruckt vorgelegt, ein ftimmig angenommen. V 9 Ueber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen. Kunert und Genossen beantragen: " Hierdurch beantragen die Unterzeichneten, daß der Beschluß des St. Gallener Parteitages vom Jahre 1887 mit dem Wortlaut Der Parteitag spricht seine entschiedene Mißbilligung Ich meinerseits habe die Neden von Anfang an sehr ob jettiv betrachtet; ich habe kein einziges Urtheil über diefelben in gegnerischen Blättern gelesen, bin bei meinem Urtheil also ganz selbständig. Bei vielen Parteigenossen allerdings mögen die Ur theile der gegnerischen Presse nicht ohne Einfluß gewesen sein. Die erste Münchener Rede Vollmar's ist ein wohlgegliedertes Ganzes, die Rede ist auch nicht nus dem Stegreif gehalten, Alles ist wohl abgewogen, Alles bringt ruhig überlegte Ansichten zum Ausdruck. Sie ist ein Muster an Logit, fie ist ganz aus einem Guß, durch jede Seite der Rede aber zieht sich der Gedanke: " Nur immer langsam und bedächtig, und maßvoll." Selten hat Jemand seinen Standpunkt so vollständig geändert, der an sie ergangenen Aufforderung zur Unterzeichnung der Ein wie Vollmar. Selbst die Gegner gaben ihrem Erstaunen darüber Aus das Verhalten der Genossen aus, welche ohne triftige Gründe berufung des Parteitages nicht nachgekommen sind; ferner spricht druck, daß ein Mann, der bisher so weit links gestanden, ja, der auf der Parteitag die sichere Erwartung aus, daß die Genossen diesen demhallischen Parteitag als der Schirmherr der Opposition galt, Persönlichkeiten eine Vertrauensstellung innerhalb der Partei plöglich eine so vollständige Frontveränderung vornehmen, so nicht mehr übertragen werden soweit derselbe auf die Person des Parteigenoffen Br. Geiser Anwendung findet, außer Kraft gesetzt werde, weil in Anbetracht des feitherigen Verhaltens des genannten Genossen fein Grund vorliegt, biefen Beschluß in Bezug auf seine Person ferner gelten zu lassen." Antrag der Delegirten aus Elsaß- Lothringen:„ Der Parteitag Folgen eine Anzahl Unterschriften. beauftragt die Frattion, im Reichstage die Abschaffung des in Elsaß- Kunert. Breslau motivirt seinen Antrag: Er giebt eine Lothringen existirenden Diktatur Paragraphen und der Preß-, Darlegung der damaligen Verhältnisse Geiser's, die feine VerVereins und Bersammlungs Gesetze zu beantragen. Carl weigerung der Unterschrift einigermaßen entschuldigt. Er habe Neweczerza l- Mülhausen i. G. Anton Schleicher- Meß. im Laufe von vier Jahren schwer dafür büßen müssen. Ueber Bernhard Böhle- Straßburg( Stadt)". den Fall Geiser sei bereits dreimal feitdem wieder in Breslau in der Deffentlichkeit verhandelt worden, und alle drei Mal habe man sich zu seinem Gunsten ausgesprochen. Als Agitator und Schriftsteller habe Geiser sehr Anerkennenswerthes geleistet und stets seine Pflicht gethan. Neweczerzal begründet den Antrag und schildert unter dem Beifall der Versammlung die geradezu haarsträubenden Verhältnisse, wie sie in Bezug auf die Preß-, Vereinsund Versammlungsfreiheit in Elsaß- Lothringen bestehen. Unter abwechselnder Heiterkeit und Entrüftungsrufen nimmt der Parteitag die Schilderungen der theilweise unglaublichen gefeßlichen" Bestimmungen und der rigorosen Uebergriffe dortiger Beamten auf diesem Gebiete entgegen. Redner wünscht, daß diese bis jetzt noch sehr unbekannten Zustände des Reichslandes in weiteste Kreise bringen und endlich einmal seitens der sozialdemokratischen Fraktion etwas zur Abstellung dieser unwürdigen Verhältnisse gethan werde.( Beifall.) Singer sett auseinander, daß die Fraktion in den behandelten Fragen nichts versäumt hat, daß es aber doch zweifelhaft sei, ob die Aufhebung der Ausnahmegefeße für ElsaßLothringen allein, oder nicht vielmehr die aller Ausnahmegefehe überhaupt zu verlangen sei, mögen sie treffen, wen sie wollen. ( Beifall.) Vielleicht sieht sich die Fraktion aber doch veranlaßt, in Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse Elsaß- Lothringens die Abschaffung des Diftatur- Paragraphens zu beantragen. Der Antrag wird angenommen. Der II. Pfälzische Parteitag beantragt:„ Der Parteitag wolle unsere Fraktion beauftragen, im Reichstag die Verstaatlichung des Getreidehandels zu beantragen." vollständig mit der Taktik der Partei und mit seinem eigenen früheren Standpunkt brechen konnte; kein Genoffe ift jemals so rasch von so radikalem zu so opportunistischem Standpunkt gekommen, wi Vollmar, und das ist um so erstaunlicher bei einem Manne vot solcher Intelligenz und solcher Bildung. Die isolirte, gesellschaft liche Stellung Vollmars und seine angenehmen Privatverhältniffe geben ja einigermaßen eine Erklärung für seinen Standpunkt. Wenn Jemand die Fühlung mit der Maffe verliert, so ist solche Sinnesänderung leicht möglich, und wenn Jemand in angenehmen wirthschaftlichen Verhältnissen lebt, so ist er wohl dem Gedanken gänglich:" Langfam, es eilt nicht." Der Satte hat eben Zeit. ( Lebhafter Beifall.) Dr. Lur Magdeburg erklärt sich gegen den Antrag Kunert. Geiser habe sich nach dem St. Gallener Parteitag durchaus nicht als guter Parteigenosse gezeigt; am meisten anstößig sei fein Verhalten in dem 1887 er Breslauer Geheimbunds- Prozesse. Er habe da, um sich zu falviren, in einer Vertheidigungsschrift an den Staatsanwalt behauptet, er sei nur nach Kopenhagen gegangen, um die Partei aus dem revolutionären in das sozialreformatorische Fahrwasser zu bringen. Das seien flägliche Rinkerlitzchen gewesen. Der St. Galler Beschluß müsse aufrecht erhalten werden. Vollmar nennt meine Tattit einen Appell an die Ungeduld der Massen. Jawohl, die Massen sind ungeduldig.( Stürmischer Beifall.) Die Ansichten über das Tempo tönnen ja differiren. Aber unter allen Umständen müssen wir stets das Endziel im Auge behalten und stets in der Richtung des Ziels marschiren! Es ist absolut nothwendig, das Prinzip des Klassenkampfe scharf zu betonen und alle unsere Erfolge nur als den herrschen den Klaffen abgetroßt aufzufassen, und das kommt in Vollmar's Rede nicht zum Ausdruck. wenn Ma ihn glei Sonnab er hat Arbeiter nicht Vollma ich net Parteige getreten De Bollma werden. Seite d einer Vollma Rede v der Ge feit od zwar m und ich mit Vol Ich bestreite entschieden Vollmar's Worte, er habe feine neue Taftit empfehlen wollen; wäre das nicht der Fall gewesen dann hätte er seine Reden gar nicht zu halten brauchen. In der einen Rede heißt es, die Verhältnisse hätten sich wesentlich ge Wilkens Breslau ist ebenfalls gegen den Antrag. Geiser ändert, die Stellung der Regierung zu uns habe sich geändert, habe tn Breslau den sozialdemokratischen Schlesischen Nach es gebe eine Menge Leute mit gutem Herzen, die wir, richten" gegenüber als Konkurrenzblatt ein demokratisch- sozia- wir ihnen unsere Lehren in der richtigen Weise vorführten, für listisches Wochenblatt, die Wahrheit", gegründet, in welcher auch uns gewinnen würden. Es ist ganz richtig, was im Laufe der Kunert, dessen Meinungsumwandlung wunderbar sei, sehr scharf Debatte gesagt worden ist: Wollten wir die Taktik afzeptiren, angegriffen wurde. wie sie in Vollmar's Münchener Reden empfohlen wird, dann Agster- Stuttgart hält es für einen großen taktischen müßten wir mit Nothwendigkeit dazu kommen, zu vergessen, daß Fehler, daß dieser Parteitag mit der Angelegenheit befaßt worden wir eine sozialdemokratische Partei sind und auf dem Boden des sei. Die Annahme des Antrages würde der Opposition nur Klassenkampfes stehen. Ich hatte die Konzentration unserer Wasser auf die Mühle liefern. Kräfte auf die Punkte, die Vollmar aufzählt, eine Rückwärts Konzentration genannt; ich möchte sie eine Verzettelung der Kräfte nennen.( Stürmischer Beifall.) Bebe! rechtfertigt in längeren Ausführungen den Ehrhardt Ludwigshafen übernimmt die Begründung des Antrages. Seine Ausführungen erregen wachsende Unruhe, St. Gallener Beschluß, der nach Kunert's Darstellung als eine weil sie an schutzölnerische Argumentation en zu streifen scheinen. Uebereilung und Ungerechtigkeit erscheinen könnte. Frohme findet den Antrag begreifli ch, da sich dessen Ent- Der Antrag Kunert wird abgelehnt. Niederauer und Gump el stellen die Anfrage, ob die ftehung einerseits aus der gegenwärtigen, durch die Getreidezölle mitverschuldeten Nothlage, andererseits aus der ähnlichen Bewegung, Streitfache Frohme- Keßler erledigt sei. Der Parteitag erklärt auf Befragen durch Singer, daß er welche in der Schweiz im Fluß ist und vielleicht nach Süddeutschland hinüberschlägt, erklären läßt. Aber mit der Annahme würde eine Erörterung dieser Frage nicht will. Da bis auf die Arbeiten der beiden Kommissionen und die ein Schritt in der Richtung zum Staatssozialismus hinüber geschehen. Der Staat gewinne eine neue Macht, ohne daß er Wahl des Parteivorstandes, die erst nach dem Urtheil der Neuner jeine Grundlage, feine Tendenz irgendwie veränderte.( Biel- Kommission vorgenommen werden soll, alle Gegenstände der jeitige Zustimmung.) Ich ersuche über den Antrag zur Tages Tagesordnung erledigt sind, so muß die Sigung abgebrochen ordnung überzugehen. Dies geschieht mit großer Mehrheit. Genosse Drewes in Ottensen beantragt:„ Der Kongreß wolle die Reichstags- Abgeordneten ersuchen, bei erster Gelegenheit im Reichstag die Erbauung von Asylen für Obdachlose in jeder größeren Stadt zu beantragen." werden. Morgen beginnt die Sigung um 8 Uhr. Die Programm- Komission hat ice Arbeiten bis auf die formelle Redaktion erledigt und den Entwurf der„ Neuen Zeit" zur Grundlage genommen. Ueber diesen Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen. Der Klub„ Süd- Ost", Berlin, beantragt: a) Die Sprache des Programms mehr gemeinverständlich und weniger fathedermäßig zu gestalten. b) Um die Genossen vor Mißbrauch des Mandats zu schützen, den Abgeordneten ein gebundenes Mandat zu ertheilen. c) Ueberall danach hinzustreben, daß den Beschlüssen der Parlamente resp. der Landtags- und Gemeindevertretungen Bollmar's. auch volle Geltung verschafft werde und so das wirkliche parlamentarische Recht zur Geltung fommt." Ueber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen, nachdem Singer im Einzelnen nachgewiesen, wie unklar dessen Forderungen find. Fleischmann beantragt: Der Parteitag wolle beschließen: Die sozialdemokratische Fratiion im Reichstage zu beauftragen, dahin zu wirken, daß Bücher und Alles, was unter dem Sozialistengesetz von der Polizei beschlagnahmt worden, wieber freigegeben wird." Ift verstänt Der St gend w in nam Ihr Vo Wähler Heiterfe Je darin I ihm ein fönliche damit t Bu befaf Busah Laufe t untersti Ba verübel Diesen Schade schränk hältniff durch fumpfun zuwirke Soziali willig a führen Ei welche Berechin zu Sch genann geschlag Die Be den th tigam überras nicht S bie wit unfere oder zu der bekannt wir ver Wir fin trages mal au auf dem macht. einer K Bo Berwir bürgerl aufmerk Europa Vollma wirklic Erfahr begann Sieg g Jahre lichen man te Die Ve V auch ri Don W Prophe nations Sprüche M ganz f nächste Maffer laffen und Bufan fagte, Junge N Politi Vollmar erklärt sich gegen meine Prophezeiungen, dabei ver fällt er eigentlich in denselben Fehler. Vollmar mag mir Opti mismus, meinetivegen rosafarbenen vorwerfen, so sage ich, er der schwärzeste Pessimist. Er ist ein Optimist mit Bezug auf seine Grwartungen auf die heutige Regierung, aber ein Peffimit mit Bezug auf die letzten Ziele. Er nimmt damit der Partei, die Begeisterung.( Lebhafter Bei was sie vor allem brauchtfall.) Was Bollmar will, das hieße, nationalliberale Tattit in die Partei bringen. Vollmar sagt: An der Vorsicht ist noch feine Partei zu Grunde gegangen. Jawohl, die nationalliberale Partei ist gerade daran zu Grunde gegangen.( Beifall.) Begeisterung ist unserer Partei unbedingt nothwendig, und glaub allein Begeisterung erwecken zu können? man denn etwa, durch die Forderung des Normal- Arbeitstage Die in In Vollmar's Reden liegt nicht der geringste Widerspruch Berichtigung. In dem Telegramm über den Schluß der Als ich die zweite Münchener Rede las, war ich erstaunt, Montagssigung befindet sich ein Irrthum. Dertel zog fein derfelben alles Bedenkliche aus der ersten Rede noch deutlicher Amendement unter der Bedingung zurück, daß Vollmar erklärte, ausgedrückt zu sehen. Es ist unzweifelhaft: Vollmar wollte m ohne Hintergedanken tie Resolution Ehrhart( nicht die Res seinen Reden in der That eine neue Taftit inauguriren, un folution Bebel, denn das hatte Vollmar bereits erklärt) an- wenn er die Möglichkeit des Erfolgs gesehen hätte, dann würd zunehmen. Diese Erklärung erfolgte dann auch von Seiten er auch alles Mögliche gethan haben, um dies durchzusehen. ( Zustimmung.) Vollmar's Erklärung, die er heute hier abgegeben, ist voll ständig forrett; er hat erflärt, er stehe durchaus auf dem Boden meiner Resolution; wenn er die Erklärung in feiner erfte Rede hier am Sonnabend abgegeben hätte, dann der Antrag Dertel überhaupt unmöglich gewefen; ich habe der Resolution versucht, ihm eine goldene Brücke für einen Rüd sug zu bauen; am Sonnabend hat er zwar meine Resolution gebilligt, aber hinzugefügt, er tomme dazu aus ganz andere Motiven als ich, heute dagegen hat er sich ganz in demselben Sinne ausgesprochen wie ich. Ferner ist dem gestrigen Telegramm nachzutragen, daß die Austrittserklärung der Opposition auch Werner Berlin unter zeichnete. Bebel's Schlußrede zur Frage der Taktik. ( Ausführlicher Bericht.) Bebel: Ich muß mich nach beiden Seiten hin wenden, obgleich sich die Opposition außerhalb des Saales befindet. Das ist allerdings nicht unsere Schuld. Auerbach betonte so sehr, es sei ihm nur um die Sache zu thun; er vertritt die allergetreueste wäre mit Der g und ic wir einzige fagt, nistisch ja auc zu Nu Die geg J in der daß ic Preis hafter gut D wurder nicht t da eir aller F auf la J ehrlich bei de verlan Ausfü ich eri ausge fönlid ( Stürm ng er ift er Die ift ent To ar bir Die 3. ch nn n: ht, Cei Der gen en Lich Ins am en. gte ch ob: in ng ur tes Mes um em fe: ert, us auf salt, enen afch wi von Daft miffe unft. wlche men nten Beit. buld ſcher iren. I im iren! apfes chens Star's neue Defen ber ge bert, venn für e der tiren, dann daß des ferer arts der ver Opti auf er ift fimift Bartei, Bei tit in noch berale die e C= er ei BEE. ie 3 ie d te Lokales. röder'schen Angelegenheiten neue Mittheilungen und Erörterungen enthalten wird. In der Lutherstraße zu Charlottenburg kam es am Man hat mir nun gesagt: Du hast mit Schuld; Du hättest ihn gleich derber schütteln sollen.( Beifall und Heiterkeit.) Am Sonnabend brauchte er nur die ihm gebaute Brücke zu betreten; er hat mir schlecht gedankt. Wenn er mein Eintreten für die Die Erhöhung der Hundesteuer tann als beschlossene Bon der Königl. Charitee- Direktion erhalten wir folgen Arbeiterschutz- Gesetzgebung Heuchelei nennt, so ist das wahrlich Sache gelten, wennschon in der legten Sigung der Stadt des Schreiben: In der ersten Beilage der Nr. 243 des„ Bornicht gerecht. Die Gegner werden diesen Ausspruch verordneten- Versammlung die Vorlage nochmals an einen Aus- wärts" vom Sonnabend, den 17. d. M., befindet sich unter Vollmars gegen uns ausbeuten. Und ich muß fagen: fchuß zurückverwiesen worden ist. Die freisinnige" Mehrheit„ Lokales" ein Artikel mit den Anfangsworten:„ Wenn die ich nehme es Bollmar durchaus sehr übel, daß er als der Stadtväter hat gegen die Erhöhung Nichts einzuwenden, die Berliner Krankenhäuser", in welchem die vermeintliche LieblofigParteigenosse und Freund in dieser Weise gegen mich auf- Burückverweisung erfolgte nur, weil man sich über die Erfüllung feit einer Wärterin getadelt wird. getreten ist. gewiffer Formalitäten noch nicht zu einigen vermochte. Mit der Der betreffende Vorgang ist durchaus entstellt mitgetheilt. Der Wiederholung einer solchen Schwenkung, wie bei Thatsache, daß vom 1. April 1892 ab für jeden Hund 20 M. Nach unseren Ermittelungen trifft die Wärterin fein Vorwurf. Bollmar, muß für spätere ähnliche Fälle ein Riegel vorgeschoben Steuern zu entrichten sind, muß schon heute jeder Hundebesitzer Die Aerzte hatten die Verabreichung von Milch an das in werden. Mit Vollmar's heutiger Erklärung ist die persönliche rechnen. Giner der vorzüglichsten Gründe, welche die Freunde Salse operirte Kind streng verboten und deshalb war es Seite der Sache erledigt, aber nicht die objektive. Die Annahme der Steuererhöhung für die lettere anführen, ist der, daß dem Pflicht der Wärterin, die von der Mutter mitgebrachte Milch, einer solchen Resolution ist nothwendig, weil ich weiß, daß Ueberhandnehmen der vielen großen Hunde in Berlin gesteuert für deren Beschaffenheit überdies hier feine Verantwortung überVollmar's Standpunkt, wie er ihn in München und in seiner werden solle. Die Zukunft wird zeigen, daß die Erhöhung der nommen werden konnte, zurückzuweisen. Das Kind ist gerade Rede vom Sonnabend dargelegt hat, bei einem großen Theile Steuer eine Verminderung der großen Köter nicht nach sich ziehen in besonders sorgfältiger Weise gepflegt worden; es bekam als der Genoffen Beifall gefunden hat, sei es nun aus Bequemlich wird. Die Leute, welche sich zu ihrem Bergnügen einen großen Gytradiät täglich 2 Gier, eine Portion Schabefleisch, eine Portion keit oder aus Mangel an Einsicht, fogar hier im Saale, und Hund halten, sind sammt und sonders in der glücklichen Lage, Sherry, eine fleine Flasche Samoswein und Haferschleim mit zwar nicht der Form, sondern des Inhalts der Reden wegen, es gar nicht zu empfinden, ob sie für den und neun oder Kognat. gez. Spinola. und ich wünsche zu wissen, wie groß die Bahl Derjenigen ist, die zwanzig Mark pro Jahr zahlen müssen. Die Veranstaltung einer mit Vollmar einverstanden sind. Statistik würde sicher das Resultat ergeben, daß die„ diplomatischen" Ist es die Majorität, dann betrachte ich es auch als selbst- und„ militärischen" Hunde das größte Kontingent zu den großen Sonntag Nachmittag zu einer größeren Ausschreitung. Nach einem verständlich, daß sie die Leitung der Geschäfte übernehmen muß. Sötern stellen, welche so oft die Straßen Berlins unsicher machen. Bericht hatte der Bauwächter Boß von dem Kaspareil'schen NeuDer Standpunkt der Partei muß festgestellt werden. Es iſt drin- Die„ Renommirhunde" der Herren Studenten werden nach wie vor bau aus der Wormser Straße seinen Hund, eine biffige Dogge, ohne Maulforb auf die Straße genommen. Das Thier fiel nun gend wünschenswerth, daß jeder Delegirte als selbständiger Mann existiren trotz der Steuererhöhung. jeden Vorübergehenden an, worüber sich Voß, der ein wenig anin namentlicher Abstimmung offene Stellung nimmt. Stimmtet Unbemittelte Leute gestatten sich in der Regel nur den getrunken war, zu freuen schien. Als er von einem Herrn, welcher Ihr Vollmar bei, was Ihr nicht könnt, so würden morgen Eure Luxus kleiner Hunde, die Niemand belästigen und Niemand auch von dem Hunde angefallen worden war, hicrüber zur Rede Wähler rebelliren, ich zuerst, das sage ich Euch!( Beifall und stören. Heiterkeit.) Sehr oft bildet das Halten eines Hündchens nicht gestellt wurde, drohte er mit Schlägen. Dem so Bedrängten kam einmal einen Lurus", sondern der Hund muß seinem Besitzer der Handwerksmeister S. zu Hilfe. Es entstand ein Streit, in Ich vermag nicht einzusehen, was für Vollmar Verlegendes durch seine Wachsamkeit u. s. w. Dienste leisten, die unentbehrlich welchem schließlich Boß mit seinem Hunde die Beiden darin liegen könnte, wenn der Parteitag erklärt, er fei nicht mit find. Wie in fast allen Fällen, so wird auch bei der Erhöhung verfolgte. Sie flohen in das Kolonialwaaren Geschäft ihm einverstanden; das ist kein Mißtrauensvotum und keine per- der Hundesteuer der„ kleine Mann" wieder am empfindlichsten von Franz, Lutherstr. 15. Franz hielt, vereint init sönliche Spize; es soll damit nur Klarheit geschaffen werden, getroffen, gerade für ihn wird es schwer werden, die verlangten den beiden anderen, die Ladenthür zu. Voß, der in großer damit der Parteitag sich später nicht wieder mit solchen Debatten 11 M. mehr aufzubringen. Jeder Thierfreund wird es nicht Wuth war, schlug die Ladenthürscheibe entzwei, so daß die herumzu befassen braucht. Ich muß also meine durch den Dertel'schen billigen, daß die Stadtväter die Borlage so in Bausch und Bogen fliegenden Glassplitter den Franz derart im Geficht verletzten, Zusak abgeänderte Resolution aufrecht erhalten und den im behandelten und daß nicht nach einem Ausweg gesucht wurde, daß er infolge des erlittenen Blutverluftes die Besinnung Laufe der Debatte gestellten Antrag auf namentliche Abstimmung um den Zweck, den die Steuer angeblich erreichen soll, auch wirk verlor. Voß hatte mit seinem Hunde mittlerweile den Laden be= unterstützen. lich zu erreichen. Wenn man jetzt die Hundebefizer ohne Aus- treten und durch die Hezzjagd, die er nun nach den beiden Bollmar hat mir meine am Sonnabend gethane Aeußerungnahme in der Steuer höher schraubt, so bedeutet das eben einfach Flüchtigen, welche den Hinterausgang benützten, um sich so vor verübelt, daß sein Standpunkt zur Bersumpfung der Partei führe. ein weiteres Anziehen der Steuerschraube ohne allen Grund. Boß zu schützen, unternahm, erlitt Franz außerdem noch pekuniären Diesen Vorwurf muß ich aufrecht erhalten. Das ist ja der große Die Zeit wird es lehren, daß nach dem 1. April noch Schaden. Durch den großen Lärm hatten sich viele Menschen Schaden, den das Sozialistengesetz angerichtet hat: Die Be- genau so viel große Röter sich in den Straßen umber angefunden, doch drohte Voß, jeden, der ihm zu nahe komme, schränkung des Gedankenkreises innerhalb der gegenwärtigen Vertreiben und daß in den Zeitungen die Rubrik„ Unfälle, her- niederzustechen, sowie mit der Hehung seines biffigen Hundes. hältnisse; es ist ein Glück, daß es uns damals gelungen ist, vorgerufen durch große Hunde" genau mit derselben Regel Zum Glück war einer unter der Menge, der den Hund kannte; burch unsere im Auslande weiterbestehende Presse dieser Ver- mäßigkeit erscheinen wird, wie bisher. Die Besteuerung der Hunde er rief ihn und das Thier folgte. Nun stürzte alles über Boß fumpfung, die das Sozialistengesetz gerade beabsichtigte, entgegen- ift so wie so nur eine Besteuerung des Mitleides, das die her, ihn derartig zurichtend, daß das Blut in Strömen floß. zuwirken. Und was damals die Gegner gegen uns durch das Menschen mit den Thieren haben und man sollte die Zahl der Woß, welcher durch die Lynchjustiz, die man an ihm vorgenommen Sozialistengesetz zu erreichen suchten, das sollen wir uns nun frei- jenigen, welche dieses Mitleid ausüben nicht gewalsam reduziren. hatte, von Blut triefte, wurde unter Aſſiſtenz der Schußleute auf willig auferlegen. Das würde zur Korrumpirung der Partei Je mehr das geschieht, desto mehr wird die Zahl der Leute zu den Hof genommen, wo man ihn von seinem Blute reinigte und nehmen, deren Rohheit vor Nichts zurückschreckt. Ein drastisches verband. Jetzt widsetzte er ersich der Verhaftung, indem er mit Gine Partei mit Zielen, wie sie die sozialdemokratische hat, Beispiel, wozu solche Leute schließlich fähig find, lieferte der einem Messer nach einem der Beamten stach. Dieser schlug welche die Massen in Bewegung setzen will, fann nicht mit falter Gohn des Pallisaden- Start" in dem viel besprochenen Prozeß ihm jedoch das Wiesser aus der Hand, worauf seine zwangsBerechnung von oben herab geleitet werden; jetzt so wenig wie einze. Als Frau Heinze für die Gefühlsrohheit dieses Menschen weise Verhaftung erfolgte. Der Kaufmann Franz ist schwer zu Schweizer's Zeiten. Man hat Vollmar einen zweiten Laffalle die Thatsache anführte, daß derselbe im Stande sei, ohne jede verletzt. genannt, er ist es aber nicht. Hätte Lafsalle dieselbe Taktik ein- Veranlassung einen Hund bei den Beinen zu faffen und ihn an geschlagen, wie sie Vollmar im Auge hat, wer weiß, wie weit der nächsten besten Straßenlaterne todtzuschlagen, erwiderte dieses die Partei gekommen wäre. Die Anhänger Vollmars find Prachtexemplar der Berliner Gauner cynisch lachend:" Det dhu ich..." oder P Ueber die Gründe, welche den aus New York hier eins gebrachten ungetreuen Bantbeamten Bock nach seiner Aussage zur Flucht veranlaßt haben, schreibt ein Berichterstatter: Es ist nicht etwa, wie man vermuthen sollte, die Furcht vor der Entdeckung feiner Unterschlagungen gewesen, als vielmehr das Drängen auf Zahlung des Bankhanses, bei welchem er mit Mißerfolgen spekulirte und infolge der daraus entstandenen Diffe auch, warum Bock seine sämmtlichen Mobilien der Kaiser renzen Schulden auf Schulden häufte. Hiernach erklärt es fich Wilhelm- Brauerei in der Köpnickerstraße verkaufte und später durch seine Frau auf Leibkontrakt wieder entnehmen ließ. Er wollte auf diese Weise verhüten, daß das Bankhaus eine Pfän dung bei ihm mit Erfolg vornehmen lassen konnte. den thörichten Jungfrauen zu vergleichen, die, als ihr Bräu tigam tam, nicht genug Del auf der Lampe hatten. Sie werden überrascht von den Ereignissen und dann sind sie der Dinge nicht Herr.( Lebhafter Beifall.) Die Ermäßigung der Preise für Zeitkarten im Berliner Wir dürfen keinen Zweifel darüber laffen, daß die Taktik, Borortverkehr bezeichnet„ Der Allionär" als verfrüht und die wir seit 25 Jahren verfolgt und der wir im Wesentlichen führt aus: unsere Erfolge verdanken, Teine andere geworden ist Die einfchlägigen Erwägungen fönnen nicht zwischen heute werden soll. Wir sind schon deshalb genöthigt, und morgen abgeschlossen werden, denn die Einführung der Zeit zu der von Bollmar empfohlenen Taktik Stellung zu nehmen, da tarten ist nicht eine auf den Berliner Vorortverkehr beschränkte bekanntlich heute Auerbach im Namen der Opposition erklärte: Maßregel, sondern eine für das ganze Gebiet der preußischen wir verfolgen in Wirklichkeit die von Bollmar empfohlene Taftit. Staatsbahnen getroffene Einrichtung. Es kommt deshalb bei Wir sind. auch im weiteren zu der Annahme des Dertel'schen An- den Untersuchungen auch nicht lediglich die Anwendung des neuen trages genöthigt, damit die Angriffe der Opposition endlich ein Berliner Bororttarifs auf die Beltfarten in Betracht, fondern Auf der Potsdamer Bahn bei Schöneberg ist am Dienstag mal aufhören, damit nicht etwa, wie Auerbach prophezeit hat, eine Umgestaltung des Tarifwesens für den gesammten Lokalver um 1/23 Uhr Nachmittags ein Güterzug entgleist, infolge auf dem nächsten Parteitage Schulze, Müller oder Gohn Opposition kehr der preußischen Staatsbahnen. Die Ungeduld wird sich also dessen die Passagiere des um 2 Uhr 40 Minuten hier abgehenden macht.( Heiterkeit.) noch einige Reit bescheiden müssen. Uebrigens kann bei beson- Personenzuges, sowie auch andere Büge nicht abfahren konnten. Bollmar sagt: es ist ein Phantom, wenn behauptet wird, die nenem Urtheile die Entscheidung auch nicht dringlich erscheinen. Bei dem Unglück find einige Wagen des Güterzuges zertrümmert Berwirklichung unserer Endziele liege nicht mehr so sern. Nun, die Auch gegenüber den neuen Vororttarifen und selbst abgesehen und vom Bedienungspersonal einige Personen verwundet wor bürgerlichen Klassen find selbst der Meinung, daß wir immer mehr von den Nebenkarten, die nur den halben Preis der Stamm den. Der Zugführer ist von der Lokomotive herabgesprungen. einer Ratastrophe entgegensteuern. Ich bin Optimist, aber infolge farten haben, stellt sich der Preis der Zeitkarten zu ganz Der Zug war auf ein falsches Geleise gerathen, aufmerksamen Studirens der Entwicklung der Lage der Dinge in beliebiger Benutzung Tag für Tag bei allen Zügen noch jetzt Guropa seit 1870/71, ganz besonders aber seit dem letzten Jahre. so überaus niedrig, daß eine weitere Ermäßigung wohl Bollmar spricht von nebelgrauer Ferne, wenn er von der Ver- faum in Frage gekommen sein dürfte, wenn nicht eben die Tarifwirklichung unserer allgemeinen Ziele redet; giebt nicht auch die ermäßigung im gewöhnlichen Vorortverkehr die Anregung dazu polnische Auswanderer auf dem Stettiner Bahnhof von einer Erfahrung aus der Geschichte gegentheilige Lehren?- Wann gegeben hätte. Ebenso wenig wie die Ermäßigung des Breifes Frau im Alter von 30-35 Jahren angesprochen, die sich ihnen begann denn z. B. in Frankreich, wo 1789 das Bürgerthum zum Der Stammzeitkarten steht selbstredenn die Aufhebung der Nebens als Mitglied des hiesigen jüdischen Untersuchungsausschusses vorSieg gelangte, die bürgerliche Bewegung? 1749, erst vierzig zeitkarten seft. Jahre nur vor ihrem endlichen Siege. Wenn wir uns die bürgerIn der Nacht zum 16. d. M. wurden fünf jüdischs stellte und das Vertrauen der Auswanderer gewann, so daß ste fich von ihr nach dem Lehrter Bahnhof führen ließen. Dort gaben die Auswanderer der Fremden, die einen schwarzen Mantel mit großen Knöpfen und einen schwarzen Hut mit weißen Federn trug, 42 M. zur Beschaffung von Fahrkarten. Mit diesem Betrag verschwand die Person und die Auswanderer warten noch heute auf die versprochenen Fahrkarten. lichen Revolutionen ins Gedächtniß zurückrufen, dann braucht Die Reichsdruckerei hat bekanntlich den in ihrer Druckerei man kein Schäfer Thomas zu sein, wenn man die Ansicht ausspricht: beschäftigten Segern eine Lohnerhöhung aus freien Stücken zu Die Verwirklichung unserer Ziele liegt vielleicht nicht mehr fern. gestanden. Man war zu der Annahme berechtigt, daß die ErVollmar hat das Prophetenthum verhöhnt. Nun wir haben höhung sich für alle Seher ohne Ausnahme verstehen sollte. Das auch bo richtig prophezeit. Redner erinnert an die Prophezeihungen war aber nicht der Fall, denn als die sohnerhöhung verkündet Don Mary und Engels im fummunistischen Manifest, an die wurde, fehlten die Namen von fünf Setzern, welche ihrem Lohn Der 14 jährige Tischlerlehrling Richard Kretschmar Prophezeihungen in der Adresse des Generalrathes der Interfaße nach ebenfalls Anspruch auf Bulage gehabt hätten. Zwei nationalen nach dem Fall der Kommune, an Liebknecht'sche Aus- berselben wurde auf Befragen erklärt, sie seien deshalb von der wurde gestern Nachmittag in der Friedenstraße von einem jähen sprüche, die buchstäblich in Erfüllung gegangen. Lohnerhöhung ausgeschloffen worden, weil sie dem Gotte Bacchus Tode ereilt. Er hatte sich auf ein leeres Faß gesezt, das zwischen Wie zahlreiche, selbst konservative, Schriftsteller sagen jetzt zu große Opfer brachten! Nun ist es aber bekannt, daß gerade den Borderrädern und den Hinterrädern eines Bierwagens aufganz sicher das Bevorstehen einer großen Katastrophe für die in der Reichsdruckerei nach dieser Seite hin große Mäßigkeit sehängt war, stürzte zu Boden und wurde von den Hinterrädern nächste Zeit voraus! Da wollen wir denn doch lieber die herrscht und daß die Leistungen der zwei von der Zohnerhöhung überfahren. Dabei trug er so schwere Verletzungen davon, daß Massen ein wenig ungeduldig machen und desto eifriger arbeiten Ausgeschlossenen in feiner Weise zurückstanden hinter benen ihrer fein Tod nach wenigen Minuten eintrat. laffen, als ihnen den Ungeduldsnerv aus dem Leibe schneiden Kollegen. Die anderen drei Seher zweiter Stlaffe" hatten Mit dem Eintritt des herbstlichen Wetters haben und sie zu fühlen Verstandsmenschen machen. Als Engels den folgende Miffethat auf dem Kerbholz: Bor einigen Monaten Susammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft für 1898 voraus- feierte der Direktor der Deichsdruckerei sein 25jähriges Jubiläum. Baletotmarder in größerem Umfang ihre Thätigkeit wieder auffagte, schrieb ich ihm:" Du und ich, wir sind doch die einzigen Aus Anlaß desselben wurde dem Jubilar von seinen Unter- genommen. Zahlreiche Beschwerden sind in den letzten Tagen Jungen in der Partei.""( Stürmische Heiterkeit.) gebenen eine Adresse überreicht, welche von diesen unterschrieben der Kriminalpolizei von Personen zugegangen, denen in vielNun komme ich noch zu unserer Stellung zur auswärtigen war. Jene drei Setzer nun fühlten sich aus irgend einem besuchten Cafés und Restaurationslokalen ihre Ueberzieher ge= Politit! Für uns ist es jetzt Nothwendigkeit geworden, uns mit Grunde veranlaßt, die Adresse nicht zu unterschreiben. Als die stohlen worden sind. der großen Politik zu beschäftigen. Bollmar weiß, daß Liebknecht felben sich nach der Ursache erkundigten, welche maßgebend. und ich alljährlich bei Gelegenheit der Budgetberathung als der gewesen sei für die Nicht- Berücksichtigung bei der Lohnerhöhung, Der Maler Otto Roepfe, der am 4. Oktober einen einzigen Gelegenheit, die auswärtige Politik zu berühren, daß wurde ihnen von ihrem direkten Vorgesetzten erklärt, daß die Revolverschuß auf den Sattler Scheller gefeuert hat, darauf wir dabei unsere Stellung zu derfelben präzifiren. Vollmar Nicht- Berücksichtigung erfolgt sei, weil sie f. 8. die Adresse nicht flüchtig geworden ist und steckbrieflich verfolgt wurde, ist gestern fagt, meine neulich gethane Aeußerung über das Verhalten unterzeichnet hätten. Die Sadje fönne sich aber möglicherweise verhaftet worden. Er wurde in der Wohnung seiner Mutter zu Rußland streife haarscharf das, was die französischen chauvi- noch ändern, wenn die Herren erklärten, daß ihnen ihr damaliges gefunden, die ihn auf dem Boden verborgen hatte. Roepke benistischen Blätter darüber sagen. Nun, die fremde Presse hat sich Verhalten leid thue! Dies war aber nicht nach dem Geschmack hauptet, daß er nicht beabsichtigt habe, auf Scheller zu schießen ja auch gerade Vollmar's Nede bemächtigt; mir ist es egal, was der drei Gemaßregelten, fie gingen direkt vor die richtige Schmiede und daß der Schuß sich entladen habe, als er versuchte seinen gegnerische Presse über mich sagt. und trugen die Sache dem Direktor der Reichsdruckerei vor. Revolver aus den Händen Schellers zu entwinden. Diesen NusIch nehme absolut feine chauvinistische Stellung ein. Noch Dieser erklärte, von der Geschichte kein Sterbensivort zu wissen, fagen widerspricht die Versicherung Schellers, daß Noepke mit in der Sanssoucier Versammlung habe ich ausdrücklich betont, dieselbe aber fireng zu untersuchen. Dies ist denn auch gefchehen, Worjah den Schuß auf ihn abgegeben habe. Gegen diese Andaß ich nach wie vor in der Aussöhnung mit Frankreich um jeden denn obwohl die Seger nicht wissen, welches Resultat die Unter- nahme spricht jedoch die Thatsache, daß sich kein Beweggrund Preis auch zur heutigen Stunde noch das Heil erblicke.( Leb- suchung ergeben hat, wurde ihnen doch die Zulage noch nach finden läßt, der den Roepke veranlaßt haben könnte, Scheller hafter Beifall.) Was Rußland betrifft, so sagte ich: Die Arbeiter sind ebenso träglich beiwilligt. Bei den beiden„ Trinfern", die beide Familien nach dem Leben zu trachten. Die Mittheilungen einer Lokalforrespondenz, denen zu Folge es sich in diesem Falle um einen gut Klassen und versuchten Raubmord handelt, entbehren der Begründung. wurden, im Falle eines Angriffskrieges seitens Rußlands,| it Deutsche, wie die Mitglieder der herrschenden Kaen väter sind, ist es aber beim Alten geblieben. Das kann ja heiter werden! Die Berliner Schutzmannschaft nicht die letzten sein, die in diesem Kriege ihre Pflicht thun würden, da ein Sieg Rußland's über Deutschland die Vernichtung zu Fuß wird nunmehr mit Karabinern, Modell 1871, ausgerüstet werden. Die sogenannte Reserve Abtheilung, welche die Wache aller Kultur und ein Zurückwerfen der sozialistischen Bewegung des Bolizei- Präsidialgebäudes bezicht, verschiedene Straßenposten auf lange Zeit hinaus herbeiführen würde. Ich bin am Ende meiner Rede, so schoß Bebel, und ersuche besetzt, Feuerkommandos bei Groß- und Mittelfener nach allen bei der Abstimmung über den Antrag Dertel, entweder mit einem Richtungen der Stadt schickt und manche Theater besetzt, ist bereits in dieser Weise bewaffnet worden. ehrlichen Ja oder mit einem ehrlichen Nein zu antworten. Ich perlange das umsomehr, da Sie am vergangenen Sonnabend den Der Verband der Möbelpolirer feierte am Sonnabend Rektor Ahlwardt hat, wie die Staatsbürger- 3tg." mitAusführungen Bollmars einen größeren Beifall gezollt haben, als ich erwartet hatte. Ich bedauere, daß Vollmar eine Drohung theilt, gegen den Gerichtspräsidenten Martins und den Staats- der vorvergangenen Woche in Joel's Festfälen, Andreasstr. 21, ausgesprochen hat, ich erkläre aber wiederholt, irgend eine per- anwalt Hoppe wegen ihrer Behauptung, es sei fonstatirt, daß sein fechstes Stiftungsfeft. Gingeleitet wurde das zahlreich befönliche Spitze gegen ihn liegt in dem Dertelschen Antrage nicht. Ahlwardt durch Wieyer von dem Thomas'schen Gelde 2000 M. fuchte Fest durch Konzert, Vorträge u. f. w. Während der Staffee= ( Stürmischer Beifall.) erhalten habe, den amtlichen Beschwerdeweg betreten. Endlich pause hielt Kollege Karl Kurth die Festrede, welche eine begeisterte wird vom Reftor Ahlwardi am nächsten Mittwoch ein Druckheft Ausnahme fand. Der Redner schloß mit einem dreifachen Hoch i ausgegeben, welches über den Fall Manché und die Bleich- lauf das fernere Gedeihen des Verbandes und auf die inters Die Blaubt Stages pruch nt, in tlicher te mit , und würde feßen voll Boden erften wäre be mit Rüd olution anderen felben Zu dem Artikel in unserer gestrigen Nummer„ Die zweite Blutthat", welche am Sonntag Morgen in dem Lokal zum Propheten stattgehabt haben foll, wird uns von dem Besizer des Lotals mitgetheilt, daß sich die geschilderte Szene„ in der Neuen Königsstraße" abgespielt hatte, nachdem das Lokal bereits geschlossen war. Theaters I Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegends Mittwoch: Bergnügungsverein„ Broletariat", bei Srehmann, Melchior straße 15. Verein Fridolin", 9% Uhr, bei Wolff, Brunnenfir. 35a. Theaterverein, Blumen lefe", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60. und Vergnügungsverein Bultania", 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. Geselliger Vergnügungsverein Damen und Herren als Gäste willkommen. „ Nord". Abends 9 Uhr Sigung bei Schipke, Schul- und Reinickendorfer straßen- Ecke. Gesang-, Turn- 1 und gesellige Vereine. Gesangverein" Pause Männer nationale Sozialdemokratie. Der Verband ist an Mitgliederzahl| werden. Der§ 4 Abs. 2 des Statuts wurde insofern geändert, stetig gewachsen und jedes einzelne Mitglied ist bestrebt, die Ideen als er folgenden Busah erhielt:„ Ferner bei Arbeitslosigkeit, der Sozialdemokratie in immer weitere Kreise zu tragen. Ein ge- welche länger als 4 Wochen andauert; doch muß diese sofort dem müthlicher Tanz hielt die Kollegen und die anwesenden Gäste bis Arbeitsnachweis angemeldet werden." Der letzte Punkt war in die frühen Morgenstunden zusammen. Schlußabrechnung vom Sommerfest. Danach stellten sich die Einnahmen auf 917 M. 75 Pf., die Ausgaben auf 516 M. 10 Pf., bleibt ein Ueberschuß von 401 M. 65 Pf. Dem Kassirer wurde beutel", Abends 9 Uhr bei Poppe, Lindenstraße 106. Sinne nicht ganz mächtiger Mann Namens Krause den Vorstand straße 26. Decharge ertheilt. Beim Schluß überhäufte ein wohl seiner gesangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bei Luther, Brüder Gesangverein ,, Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, Gesangverein Alpenglühen", mit Verleumdungen und Beleidigungen, weil sich das Lokal zu Alexanderstr. 37, Ede Kaiserstr., 1 Tr. willkommen. Bitherklub„ Alpenveilchen", Abends 8% Uhr, Uebungs weit außerhalb des Zentrums befände. Er wird seine Aeuße- 8 Uhr, bei Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäſte, durch Mitglieder eingeführtDie Versammlung war gut stunde Alexanderstraße 30. Gäste willkommen. Tambourverein Echo" rungen zu verantworten haben. ( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bet Hüttrich, Gollnowstr. 9. Tambourverein, Vorwärts", Uebungsstunde 9 Uhr Langestr. 65. Gäste Tambourverein ,, Ginigteit", Ritterstr. 21. bei Juhdisch, willtommen. Männergesang Mitwoch und Sonnabend, Abends 8% Uhr, Uebungsstunde. verein" Edelweiß", Abends 8% Uhr, bet Schneider, Belforterstr. 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Polizeibericht. In der Nacht zum 18. d. m. versuchte ein Mädchen vor dem Hause Große Frankfurterstraße 79 sich mittelst Zuckerfäure zu vergiften. Es wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 18. d. M. Abends fiel der Geheime Kanzleidiener Hellwig im Hause Alt- Moabit 119 von der Treppe und verstarb auf der Stelle infolge eines Schädelbruchs. Am 19. d. Vormittags gerieth ein 86jähriger Arbeiter an der Ecke der Alten Jakob- und Oranienstraße unter die Räder eines Kohlenwagens und rlitt bedeutende Verlegungen an der Schulter, am Arm und am Unterschenkel. Vor dem Hause Friedenstr. 91 wurde Nachmittags ein Tischlerlehrling von einem Bierwagen überfahren und so schwer verletzt, daß er im Krankenhause am Friedrichshain bald darauf verstarb. Zu derselben Zeit wurde ein 11jähriger Knabe vor dem Hause Möckernstr. 115 mit einer schweren Verlegung aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Seiner Angabe zufolge ist er beim Einsammeln von Kohlen, welche von einem vorüberfahrenden Wagen fielen, von einem Knaben gestoßen worden und unter die Räder gerathen. Abends und in der darauffolgenden Nacht fanden drei kleine Brände statt. Versammlungen. Zn der von den ehemaligen Sozialdemokraten Wildberger, Werner 2c. für Dienstag nach der Ressource einberufenen Versammlung hatten sich etwa 6-700 Personen eingefunden. Nach der Bureauwahl, welche Tischler Grundmann als Vorfizenden ergab, meldete sich Genosse 3ubeil zum Wort, um die Depesche der Berliner Delegirten zu verleseu, welche an der Spitze der 1. Beilage der heutigen Nummer des Vorwärts" veröffentlicht ist. Er forderte im Anschluß hieran alle Diejenigen, welche auf dem Boden der Parteileitung und der Fraktion ständen, auf, mit ihm den Saal zu verlassen, worauf ein großer Theil der anwesenden Parteigenossen den Saal verließ. " besucht. " Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis 10 Uhr im Turnfaale des„ Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57–58. Berliner Turngenossenschaft, 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; zurnlokal Mariannen- Ufer 1a. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Turnverein ,, Osten", Männer 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49-50. Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Kraft- Turn- Verein Berolina" Mittwoch Abends 8 Uhr Neichenbergerstr. 73a bet Faustmann, Gäfte willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. fommen. " Berein Theaterverein Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends mit Damen, Stall schreiberstr. 60. Theater- u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge neigt sind, dem Verein beizutreten, tönnen sich daselbst melden Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, Hof 1 Treppe. oder beim Pollack- Klub Bustige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaurant siewald, Dresdenerstr. 38. Verein Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 bei G. Rien. Gäste willkommen. Vergnügungs- Verein Proletariat, Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorftr. 15, Hof part. Gäste will Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, Koppenstr. 40 e. Bergnügungsverein" Pon um", Abends 8% Uhr bei Schröder, Stegliter ftraße 18. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Damen bei Doberstein, Mariannen Kreuzfidel", Sizung mit ftraße 31.- Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchflub Nord Rauchtlub ,, Vultan", Abends 9 Uhr bei Ahmer, stern" in Friedrichsberg. Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Hart Gräfeftr. 82.Rauchtlub Ohn e mann, Manteuffelſtr. 71. Gäste wiltommen.- Rauchklub„ Frisch gewagt", bends von 9-11 Uhr, Pofenerstr. 5 bet Rockendorf. wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28.- Rauchtlub, Grüne ua ste", Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstraße 10. Gäste will ommen. Rauchklub Bruderbund". Vorsitzender: H. Pfuhl. Sigung jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Köpnickerstr. 127a bet küfter. Gäſte willkommen, Rauchklub Sumatra", Südost, Reichens Aufnahme neuer Mitglieder. Jeden Mittwoch von 8 Uhr ab bergerstr. 83, Restaurant Trucks. Nauchklub Victoria," Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Schüßenstraße 40-41, bei Stallbaum( Reſtaur.) Rauchklub ,, Gutges Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchflub, Lassalle". finnte Freunde." Jeden Mittwoch Höchstestraße 28 bei Neumann. Gäfte geben Mittwoch, Abends 9 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bei M. Lod. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. straße 42. Gäste durch Mitglieder eingeführt wilkommen.- Statflub ,, Treff", lub. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sitzung bei Niemann, Görliger abends 8% Uhr, Frantfurter Allee Nr. 90 bet Dtto Babel. Gäste wiltommen. Pfeifentlubaftania". Zagt jest jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Briger Regelflub Vorwärts". Jeden Mittwoch straße 22. Gäste willkommen. Beughofstraße 8, Restaurant Biester. Stattlub, Revolution". Jeden " Humoristischer Rauch Der Verein zur Wahrung der geistigen und materiellen Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend, welcher im Jahre 1886 nach angeblicher Uebertretung des Vereinsgesetzes polizeilich geschlossen wurde, hielt am 15. d. Mts. wieder seine erste Mitgliederversammlung ab. Schon der Besuch der Verfammlung zeigte, daß der Geist unter den alten Kollegen noch vorhanden ist, und wurde schon vor Eröffnung der Versammlung manch' freudiges Wort des Wiedersehens gewechselt. Um 83/4 Uhr eröffnete der Vorsitzende Grothmann die Versammlung mit einer kurzen Ansprache und berief dann, da der zweite Vorsitzende und der Schriftführer nicht anwesend waren, die Kollegen C. Behrend und 2. Kliemann ins Bureau. Kollege Grothmann wies nun auf die Vergangenheit sowie die Geschicke des Vereins hin und bemerkte, daß der Verein nach langjährigem Prozeß frei gegeben sei, hiermit also seine frühere Thätigkeit wieder beginnen fönne; darüber zu bestimmen, solle jedoch heute Abend Aufgabe der Mitglieder sein und er hoffe, daß dies in sachlicher Diskussion erledigt werde. Es wurde somit in die Tagesordnung eingetreten. Zunächst erhielt der Kassirer Kaufmann zur Abrechnung das Wort. Die Abrechnung ergab pro März 1886 einen Kaffenbestand von 1366,10 M. Hierzu die Einnahmen vom April gerechnet, stellte fich der Kassenbestand auf 1575,75 M., wobei noch die Einnahmen und Ausgaben pro Mai und Juni in Berücksichtigung zu kommen haben, so daß nach Abzug aller Unkosten bei Schließung des Vereins ein Vermögen von ca. 1066,59 M. vorhanden war. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde von den Revisoren Kerstan und Kliemann für richtig erklärt und darauf dem Kaffirer Decharge ertheilt. Nachdem noch einige Fragen in dieser AnDie Filiale 5( Norden) der Maler 2c. hielt am 14. Oft. gelegenheit erledigt waren, wurde zur Abrechnung der Wanderihre Generalversammlung ab. Nachdem die vom Koll. Stöpel unterstügung geschritten; diese Angelegenheit konnte jedoch nicht vorgelesene Abrechnung vom legten Vierteljahr von der Ver- erledigt werden, da Herr Scheel, welcher zur Auszahlung der sammlung für richtig befunden und angenommen, ferner gegen Unterſtüßung gewählt war, die Bücher nicht zur Stelle hatte; es die neu aufgenommenen Mitglieder kein Einspruch erhoben entspann sich über diese Frage eine längere Debatte, infolge worden war, ertheilte die Versammlung dem Kassirer Decharge. deffen auf Antrag Behrend eine Revisionskommission von drei Die Neuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebniß: Personen zur Prüfung der Angelegenheit gewählt wurde, welche Raschte, 1. Vors.; Stöpel, Kassirer; Sarrmann, Schriftführer; der nächsten Versammlung Bericht erstatten soll. Zum 2. Punkt der Tagesordnung, Stellungnahme zum Verein Hilfskassirer: Bagels, Eggert und Burow; Beisiger: Bünger und Heidemann; Bibliothekare: Reiner und Hain; Revisoren: Noack und dessen Vermögen nahm zunächst Kollege Blaurock das und Rupets. Der Punkt„ Statutenberathung 2c." wurde wegen Wort. Derfelbe trat in längeren Ausführungen für das Fortvorgerückter Beit vertagt und hierzu der Beschluß gefaßt, am bestehen des Vereins ein, unter Anderem darauf verweisend, daß Mittwoch, den 21. Ottbr., eine Extra- Mitglieder der Verein immer noch mit den großen Streits von 1885 und versammlung mit der Tagesordnung: Statutenberathung" 1889 als Vorbild vor Augen schwebe; er habe sogar erfahren, abzuhalten. Die Mitglieder der Filiale 5( Nord) sind ebenso daß sich viele alte Kollegen, welche jeßt der Bewegung ferndem Zentralverband höflich wie dringend gebeten, in dieser Versammlung, also stehen, und auch solche, die Noth macht erfinderisch! In Uralst hat ein Rofalens heute, den 21. Oktober, Abends 82 Uhr, bei Gnadt, gehören, sich dem alten Verein sofort wieder anschließen würden, daher empfehle er das Fortbestehen des Vereins. Diesen offizier einen Ersatz für den Ernte- Ausfall an die Hand gegeben Brunnenstr. 38, recht zahlreich zu erscheinen. Ausführungen schlossen sich Wilke, Grothmann und Behrend voll durch seine Erfindung, aus dem Fleische verschiedener Arten von Man falzt, In der Versammlung des Allgemeinen Ar- und ganz an; letterer hob hervor, daß der Verein schon insofern Schwarzfischen ein Fisch mehr herzustellen. beiterinnen Vereins sämmtlicher Berufszweige fortzubestehen verdiene, als sich Polizei und Staatsanwaltschaft trocknet und mahlt die Fische klar; das Mehl hält sich ziemlich Berlins und Umgegend( Moabit) am 14. d. M. hielt alle Mühe gegeben hätten, ihm das Lebenslicht auszublasen, trog- lange und wird dann als Brei und Suppe servirt. Auch als Herr Henning einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über dem sei es nicht gelungen, ihn zu vernichten; den Kollegen Viehfutter eignet sich das neue Nahrungsmittel, wie der und den Gegnern die Entstehung der Erde und die Entwickelung des Menschen. zum Schuh zum Truz solle man Erfinder auch erprobt hat. Zu legterem wird sich's wahrschein Eine Diskussion fand über den interessanten Vortrag nicht statt. ihn auch weiter bestehen lassen. Nachdem dann noch lich besser eignen, als zur Nahrung für Menschen. hatten, Aus Kohlfurt wird zu der Eisenbahntatastrophe Unter Verschiedenem machte Frau Fahrenwaldt bekannt, daß am einige Kollegen dafür und dagegen gesprochen Sonntag, den 25. d. M., wieder eine Versammlung mit nach wurde über die von Wilke, Blaurock, Gallon, Gericke, Raasch, weiter gemeldet: Der Lokomotivführer Tennert und der folgendem gemüthlichem Beisammensein und Tanz in der Aktien- Däumichen und Jänisch gestellte Resolution zur Abstimmung ge- Seizer Tippel sind ihren Wunden erlegen. Der amtliche Brauerei Ahrens, Thurmstraße, stattfindet, und bat die An- schritten und dieselbe gegen 10-13 Stimmen angenommen. Sie Bericht schiebt dem ersteren die Schuld an der Katastrophe zu. wesenden, sich recht zahlreich daran zu betheiligen. Gleichzeitig lautet: Barmen, 20. Oktober. Bei der Einfahrt in den Bahnhof ermahnte die genannte Dame die Mitglieder, sich in der am" Die heutige Mitgliederversammlung des Vereins zur Wah- Barmen- Rittershausen entgleisten sieben Wagen eines 9. November, bei Säger, Grüner Weg 29, stattfindenden General- rung der Intereffen der Berliner Maurer beschließt: Personenzuges. Zwei Reisende sind leicht verletzt; der Versammlung zahlreich einzufinden und von ihrem Stimmrecht 1. In Erwägung, daß der genannte Verein seine Aufgabe, Materialschaden ist gering. Gebrauch zu machen, da die Neuwahl des Vorstandes vorzunehmen die Interessen der Berliner Maurer zu wahren, bis zu seiner ift. Zur Kassirerin wurde Frau Quappe gewählt. vorläufigen Schließung voll und ganz erfüllt hat; 2. in Erwägung, daß der Verein aus dem ihm seitens der Die Der Verein der Kurbelstepperinnen, Stepper etc. hielt zum Truz." an= Mittwoch und Sonnabend bet Insinger, Krautſtr. 48. " Vermischtes. P 2. Mr. Gi Ausga gerichts handelt Verhan Rofent er den fünfzig Gefelle eines E Angekle Worts ging Auf ein stand, belegte ins Ha Als F ihm un gegen mann's ging B Stunde fuchte Laube fich in mit Gh und n wieder daß es so wein fich in wieder Charal perfekt und ei trümm mit dis Den u eilten Bant Zeit m Bant in den laffen. Beit vermo n dem T den K den T war G mine, verdre Fosgeld gewiffe der A den C überein wäre, fein. der ich ihm di dem g mehrfa mal Der E 31 Tod d Aussch 2 gegen beantr T Jahre 11 tamme Geleg fich fe lich al die zustan ein I hatte als e In Braunschweig ist, nach einer Mittheilung des Volts freunds", der Unterleib3- Typhus epidemisch aufgetreten. Die Aerzte vermuthen den Krankheitserreger im Grundwasser. am 14. d. M. eine Generalversammlung ab. Auf der Tages- Polizei und Staatsanwaltschaft aufgezwungenen vierjährigen Der Volksfreund" verlangt, daß angesichts der traurigen denselben und ging daraus die stetige Zunahme des erst vor genannten Berein wieder ins Leben zu rufen und verpflichten die umfassendsten Maßnahmen treffen, damit der weiteren Auseinem Jahre gegründeten Vereins hervor. Es folgte hierauf die ich sämmtliche bisherige Mitglieder, welche es mit der Bewegung dehnung der Seuche vorgebeugt werde. Abrechnung über die beiden legten Vergnügen. Sodann wuroe der Berliner Maurer ehrlich meinen, nicht nur dem Verein zur Effen. Der wegen wissentlichen Meineids angeklagte fon Wahrung der Interessen der Berliner Maurer wieder beizutreten, zur Wahl des Gesammtvorstandes geschritten; dieselbe ergab sondern mit aller Kraft dafür einzutreten, daß der alte fervative Redakteur A. Ohly aus Duisburg ist vom folgendes: Paul Böhm, erster Vorsitzender; Fräulein Prenzlow, Berein seine frühere Stärke bald wieder erlangt, den Maurern Schwurgericht freigesprochen worden. zweite Vorsitzende; an Stelle des freiwillig ausscheidenden Stelle des freiwillig ausscheidenden Berlins zum Schutze und den Ausbeutern unserer Arbeitskraft Gera( Reuß). Der Lederfabrikant Heinrich Knoch ist Kassirers Prillviß wurde Herr Breitter gewählt; ferner zum wegen Ver untreuung von 530 000. der Kommandite ersten Schriftführer Herr Rob. Burisch, zum zweiten Frl. Menz; Hierauf erklärte der Vorsitzende, daß der Verein vom heu- Knoch und Komp. zu zwei Jahren Gefängniß und zu Ersaßpersonen Frl. Anders und Frl. Mac; zu Revisoren tigen Tage seine Thätigkeit im vollen Umfange, wie er es früher 2000 M. Geldstrafe, event. weiteren 5 Monaten Gefängniß Die Herren Prillwitz, Brasch und Ad. Burisch. wurde der Wahl der Arheitsvermittler nächsten Ber: gethan, wieder aufnehme. Nachdem sich noch eine weitere verurtheilt worden. Debatte über das Vermögen des des Vereins entsponnen Mirow( Mecklenburg- Strelitz). Am Sonnabend gegen Mittag eine Auf faminlung überlassen. aus der Anfrage aus hatte, stellte Kollege G. Heinze den Antrag, dasselbe war in Mirow dorf der Bauer Augustin, ein sehr jäh Versammlung, was der Vorstand zu thun gedenke, um Ausdrücke, der politischen Partei zu überweisen; dieser Antrag zorniger Mann, wegen einer geringfügigen Ursache mit seiner welche in eine Versammlung von Damen und Herren nicht ge- wurde jedoch allseitig bekämpft und nach' furzer Debatte ab- zwanzigjährigen Tochter in Streit gerathen, in dessen Verlauf hören, und wie sie Fräulein Wabniß in der letzten Versammlung gelehnt. Nachdem somit die Tagesordnung erledigt war, wurde ein er in solche Wuth gerieth, daß er das Mädchen beim Kopf e gebraucht hat( Fräulein Wabnik besprach die Ülfe der Studenten gegenüber den Kellnerinnen), zu verhindern, erwiderten der Vor- Antrag verlesen, welcher besagt, daß der Vorstand in nächster griff und unter der Drohung, er werde sie todttchlagen, auf sie fizende und die ihm folgenden Redner, man wolle zwar die Beit wieder eine Versammlung einberufen möge, in welcher einhieb und ihr die Haare ausraufte. Auf den Lärm und daz fritische Besprechung solcher Dinge nicht verhindern, verwahre dann die Neuwahl des Vorstandes sowie die Regelung der übrigen angstvolle Hilfegefchrei der Gemarierten eilten die Einwohner des sich aber dagegen, daß dieselben vor Versammlungen mit Damen Angelegenheiten des Vereins vorgenommen werden sollen; zu dieser Dorfes herbei. Als man den Rasenden von weiteren Mißhand und Herren bis in die kleinsten Details ausgemalt werden. Es Bersammlung haben jedoch nur die Mitglieder Zutritt und können lungen abzuhalten suchte, lief er mit einem Wuthschrei in die lief auch eine Resolution ein, welche hierüber Fräulein Wabniß diejenigen, welche nicht mehr im Besitz ihrer Mitglied starte find, neben dem Wohnhause befindliche, mit Getreide angefüllte Scheune, die Unzufriedenheit der Versammlung ausgedrückt wiffen wollte, dieselbe vom Kassirer Kaufmann, Bernauerstraße 114, die einen Moment darauf in hellen Flammen stand. Das Feuer dieselbe wurde aber abgelehnt, da Fräulein Wabnig nicht zugegen unentgeltlich in Empfang nehmen. Mit einem begeisterten Hoch ergriff im Nu noch eine benachbarte Scheune, sowie das Wohndieselbe wurde aber abgelehnt, da Fräulein Wabniß nicht zugegen auf die Verbrüderung der Arbeiter aller Länder sowie das gute haus und legte das ganze Gehöst in Afche. Unter den Brand war. Nach Schluß der Versammlung blieben die Anwesenden bei trümmern fand man die gänzlich verkohlte Leiche des Augustin. gemüthlicher Unterhaltung und Tanz noch mehrere Stunden bei- Gedeihen des Erfurter Parteitages schloß die Versammlung. Petersburg, 20. Oktober. In der Stadt Lida( Gous fammen. vernement Wilna) wurden am Sonntag durch eine Feuers brunst 400 Häuser, darunter zahlreiche staatliche Gebäude, eins geäschert. 20, 59 bet Müller. Bentral- Kranken- und Sterbe- Kaffe der Maler und verwandten Berufsgenossen Deutschlands( Filiale 6. Eingeschriebene Silfstaffe 71). Der Verband aller in der Metallindustrie beußerordentliche Mitglieder- Versammlung heute Abend 8 Uhr im Restaurant schäftigten Arbeiter Berlins undumgegend hielt Sermerschmidt, Berlebergerstr. 28. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutir- Klub Vereinte Kraft" am 12. Oktober seine regelmäßige General- Versammlung ab. Mittwoch, den 21. Ottober, Schönleinstr. 6, bei klein, Sigung. Gäste durch St. Petersburg, 20. Oktober. Bei der Staatsbant Umterm 1. Punkt gab der Rendant den Kaffenbericht bis Ende Mitglieder eingeführt haben Butritt. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs- wurden Betrügereien entdeckt, die bis auf einen fünf' September. Nach diesem beliefen sich die Einnahmen auf 4470 M. Stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein„ iedes- jährigen Beitraum zurückreichen. 62 Pf. und die Ausgaben auf 2627 M. 24 Pf., demnach war am freiheit", Blumenstraße 38, bei Sente. Gesangverein Gesangverein 1. Oftober einen Bestand von 1843 M. 38 Pf. vorhanden. Nach-( Gem. Chor), Alte Schönhauserstraße, Bögow's Braueret. Wien. Bis Ende Oktober werden aus der Waffens " Silaritas", Hochstraße 32 a, bei Wilfe. dem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatten, ich e", Blumenstraße 46, bet' ent. Gefangverein Deutsche fabrit zu Steyr 4000 Arbeiter entlassen werden. ,, Vorwärts" 2, Schönhauser Beim 2. Punkt, Vor- Allee 28, bei Kuhlmey. wurde dem Rendanten Decharge ertheilt. Gesangverein„ E ch o" 1, Pantow, Schulzestr. 28 Viele davon wurden bereits für russische Gewehrfabriken engagirt. Gesangverein erche", Pappel- Allee Nr. 3 und 4, bei Kruse standswahl, wurde Kollege Siegerist zum zweiten Vorsitzenden geNew- York, 20. Oftober. Es besteht hier die Absicht, eine jeden Mittwoch 9 Uhr. Gesangverein ber Steinmeßen"; wählt; ferner wurden die Kollegen Heinrich für den Süden und Johannisstraße Gesangverein" Freiheit unterirdische elettrische Bahn von 30 englichen Schneider für den Westen zu Kassirern, endlich Walter und Näther Bülowstraße bet Hämmerle. Gefangverein der" kür schner, Meilen Länge zu bauen, deren Züge mit einer Geschwindigkeit bei Röllig. Gesangverein„ Südost" 2, von 40 engl. Meilen die Stunde kursiren sollen. zu Schriftführern gewählt. Rollege Kirmiß wurde als Beisitzer Neue Friedrichstraße 44, Aus Potts bet Bienter. Gesangverein Alpenrose( Gem, der Schloffer zum Vorstand gewählt, weiter bestätigte man die Guornftraße 16, Chor), Jüdenftr. 55, bei Trischmann. Gefangverein Crescendo" ville( Pennsylvanien) wird gemeldet: Eine Maschine der Koll. Heine und Hütter als Mitglieder der Fachkommission. Aus dem Wrangelfiraße 141 bet Schmidt. Offenbacher Sängertrans", Readingbahn explodirte hier gestern. Vier Personen wurden bei Göße. Gesangverein Fretes Lieb" 1, Frant Bericht des Arbeitsnachweises ist folgendes zu erwähnen: Es Orantenstr. 153, Der ehemalige Präsident der Republik Nicaragua bet Weis. haben sich in den 6 Monaten seines Bestehens 1903 Kollegen fraße 72, bet Casper.- Gesangverein, anges luft", Bülowstr. 69, bei Fernandez Guzman, ist gestern in Managua( Nicaragua) Gefangverein Gleichheit", Bernauer: getödtet. einschreiben lassen; von diesen waren 1337 organisirt. Arbeit Gründer. Brandenburger Männergesangverein", Branden gestorben. erhielten 534 Kollegen. Die Ausgabe der zu befehenden Stellen burg a. S., bet Mengert. bei Hahn. Gesangverein Morgenroth" 3, Admiralstraße 38, bet soll in Zukunft zu noch festzusehenden bestimmten Stunden ge- Bülow. Gesangverein Steinnelfe", Gerichtstr. 10, im Restaurant. schehen. Auch wurde scharf getadelt, daß die Herren Gründel Steinfeger- Sängerchor", Schwedterstr. 17, bei Wolter. Gefang Verein ,, Euphonia' und Stramm den Arbeitsnachweis der Schlosser und Klempner verein, 2yra" 1, Raupachstr. 6, im Restaurant. Abends 9-11 Uhr, Reßner, Annenstraße Nr. 16. Gesangverein annonziren, während dieser sich Wallstr. 7/8 befindet, und erstere Hand in Hand 1", Mariannenstr. 31 und 32, Industriehaus. Gesang beiden Nachweise aufgehoben sind. verein, Schneeglöd chen 1," Kottbuser Damm 40 bei Jacob. Gesang ( Depeschen des Bureau Herold.) " Potsdam, Brandenburger Kommunfation 16 Der Bericht der Rechtsschutz Kommission ergab folgendes: Emmerich, 20. Oftober. Die Steuerbehörde beschlagnahmte 23 Mitglieder verlangten Rechtsschutz, 15 Kollegen wurde solcher Gesangverein eine von London nach Berlin bestimmte Sendung anarchiſtiſcher Gesangverein ,, un gewährt. Von diesen war der Ausgang der Prozesse: 1 verlief der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Flöter'scher Gesangverein, Schriften. Diefelbe wog 19 Kilo und war als Briefpapier zu Ungunsten, 3 im Werthe von 135 M. wurden gewonnen und 2 verdrossen", Fennstr. 5, bei Krüger. Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Gesangverein Rütli", Friedenau deklarirt. zurückgezogen, 9 blieben 3. 3. unentschieden. Die Berichte der übrigen im Kurhaus. Gefangverein, Borwärts 5", Friedrichshagen, Rundtheil, Kommissionen mußten infolge der vorgerückten Zeit zurückgestellt bei Lerche. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. furterstr. " Gesangverein 3ufriedenheit", Nostizstr. 29 verein, Schneeglödchen 2, bet Glafer. Arbeiter Gesangverein Morgenroth 4," Röpenick, uebung in Adlerhof bei Wiedemann" u. Manowsti. " Depeschen. er, t Silfe Zage mehr fast ta ftch Hono sonder 66,66 Meist Dageg meifte macht fei un Mond ferner feine Anfic verur den c eine daß pertro stehen er befuck fonde in di Besuc an de befud dies laffem nomm Weig Schleck ein 3 diese chtor ater 162. eretn orfer # fe= ner Fiber Uhr, en", ührt angs ho" Bäfte Disch, ang Neue 8 bis 3. Uhr; bis tner erein cann, Stall Uhr, e ge elben eppe. trant tr. 5 at", will e. Ciger erein nen Ie", Ord mer, Bart gt", Ohne üne will Bung men, chen ia, ab aur.) tge Bäfte Ile". Bäfte, uch Tiger eff", men. rizers twoch Jeben Don 2. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Mr. 246. Mittwoch, den 21. Oktober 1891. wurden, waren ihm nicht 8. Jahrg. 5. Oktober v. J. wurde an der Ecke der Jüden- und Stralauer- außer den schon gemeldeten, fündigen die Prinzipale aus gleicher Gerichts- Beitung. straße ein Mann von mehreren Männern in böswilliger Absicht Ursache flott weiter. Dadurch begeben sich die Prinzipale Eine Auklage wegen Körperverlegung mit tödtlichem angerannt und bei dem darüber entstehenden Wortwechsel durch selbst des Rechts und des Vortheils, die Tarifgemeinschaft Eine Anklage wegen Körperverlegung mit tödtlichem Messerstiche arg zugerichtet. Als die Messerstecher wurden ein bis 31. Dezember forterhalten und versehen zu sehen, Ausgange wurde gestern vor dem Schwurgerichte des Land- gewisser Brandt, ein Mann Namens Krüger und ein die Gehilfen in die günstige Lage, in den Kampf für gerichts II gegen den Schuhmachermeister Gustav Frehe ver- Korbmacher Weſt pha h I ermittelt, welche am 31. Januar d. J. den Neunstundentag eintreten zu können wann sie wollen, ohne handelt. Es war ein Bild entfeßlicher Rohheit, welches in der von der zweiten Straffammer wegen dieser rohen Messerstecherei daß man ihnen Vertragsbruch vorwerfen kann. Der VertragsRosenthal bei Nieder- Schönhausen. Im Juli d. I. beschäftigte at harten Strafen verurtheilt wurden. Brandt erhielt ein bruch ist auf Seiten der Buchdruckereibefizer zu suchen. Da wir Jahr, Krüger und Westphal, welche als die in einem Rechtsstaate" leben sollen, so ist der Hinweis auf die er den Schuhmachergesellen Christoph, einen Mann von neunundfünfzig Jahren. Am Morgen des 27. Juli batten Meister und Hauptattentäter erachtet wurden, je 1/2 Jahre Gefängniß durch die Illegalität der Handlungen des Prinzipalsthums geWestphal hatte bis Tehten Augenblick feine Schuld gebene Legalität einer unter Umständen sofortigen Attion der Gefelle dem Schnaps reichlich zugesprochen. Sie geriethen wegen bestritten, die Aussagen der Mitangeklagten und einiger Zengen Gehilsenschaft jedenfalls am Plaze. Die Gehilfen Berns eines Lohnunterschiedes in Streit, der damit dete, daß der waren ihm günstig, der Gerichtshof gewann aber die Ueberzeu- verlangen die Einführung des neunstündigen Arbeitstages Angeklagte den viel älteren Gegner im u..., ren Sinne des gung von seiner Schuld namentlich durch einen Zeugen Namens an Stelle des zehnſtündigen von Neujahr an und entsprechende Worts vor die Thüre warf. Am Nachmittage gegen brei Uhr Gärtner, welcher mit aller Bestimmtheit bekundete, daß er( 10prozentige) Preiserhöhung für Affordarbeit. Die meisten dem Dittmann'schen Gasthose. gesehen habe, wie auch Westphal mit einem Messer gestochen. Buchdruckereibesizer stimmen zu. Es steht daher eine friedliche Auf einer Bank, die vor einem an der Dorfstraße belegenen Hause Westphal beruhigte sich bei diesem Erkenntniß nicht, er setzte Verständigung in Aussicht. Die Buchdruckerei Stampfli, Zack und stand, faß Christoph, der den Angeklagten mit Schimpfworten vielmehr durch den Rechtsanwalt Blume eine Wiederaufnahme Scheint, welche auch den Schweizerischen Sozialdemokrat" druckt, belegte und wiederum seine 20 Pf. verlangte. Sie kamen wiederum des Verfahrens durch und das Ergebniß der erneuten Verhand- hat den Neunstundentag bereits eingeführt. ins Handgemenge und balgten sich auf der Dorfstraße herum. lung war für ihn ein günstiges. Seine ehemaligen MitAls Frehe den Christoph zu Boden geworfen hatte, fuiete er auf Der Verein der Londoner Buchdrucker, der im Jahre angeklagten, welche Diesmal als Zeugen vernommen ihm und trat ihm wiederholt mit dem schwerbestiefelten Fuß 1793 gegründet ist, hat nach den Mittheilungen, welche sein gegen den Unterleib. Dann ging der Angeklagte nach dem Ditterfulpirten ihn wiederum, einige andere Zeugen Delegirter zum Brüsseler internationalen Arbeiterkongreß, Mac und ungünstig schließlich mann'schen Schanklokal, wo er Bier und Schnaps genoß. Er mochte der Hauptbelastungszeuge seine ganz bestimmt ab- Donald, im Reveille tipographique"( dem Organ der organis ging bald wieder nach Hause, fehrte aber nach etwa zwei gegebene Beschuldigung nicht mehr so sicher aufrecht zu erhalten, Mitgliederzahl von 9250 und ein Vermögen von 680 000 Mt. firten franzöfifchen Buchdrucker) veröffentlichte, gegenwärtig eine Stunden wieder nach dem Schanklokale zurück. Hier suchte er zunächst den Garten er wurde vielmehr schwankend und gab die Möglichkeit eines auf, Jim Jahre 1881 zählte der Verein erst 5200 Mitglieder und WD er ist einer Laube Irrthums zu. Unter diesen Umständen erkannte der Gerichtshof 200 000 m. Vermögen. Bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von Play nahm. Nach furzer Zeit begab er diesmal auf Freisprechung. Der weitergehende Antrag des fich ins Schantzimmer und traf hier unglücklicher Weise wieder Bertheidigers, auch die Kosten der Bertheidigung der Staatsfasse 54 Stunden verdient ein Gehilfe, der an Zeitungen arbeitet, bis mit Christoph zusammen. Frehe erging fich sofort in Hohnreden wie nach kurzem Wortwechſel ſtanden, sich bie beiden Gegner zur Laſt zu legen, wurde mit der Begründung abgelehnt, daß die zu 52 M. die Woche, andere bringen es immerhin auf 40 m. wieder kampfbereit gegenüber. Der Wirth verhinderte indessen, erscheine, der Gerichtshof vielmehr nur zu einem Non liquet gevolle Unschuld des Angeklagten feineswegs tlar nachgewiesen Die Gewerkschaft ist der sozialdemokratischen Föderation beigetreten. daß es zu Thätlichkeiten kam und beruhigte die Parteien sogar tommen sei. Die Londoner Buchbinder sind in die Achtstundenso weit, daß sie zusammen an einem Tische Platz nahmen und Bewegung eingetreten. 30 Firmen haben bis jetzt die Forderung sich in friedlicher Weise aussprachen. Das Gespräch drehte fich Ungeheure Heiterkeit herrschte gestern im Zimmer 12 des bewilligt und den diesbezüglichen Kontrakt unterschrieben. wieder um die 20 Pfennige und nahm bald einen heftigen Kriminalgerichts- Gebäudes zu Moabit, wo über die UeberCharakter an. Frehe ging von Neuem zu Thätlichkeiten über, er tretungen abgeurtheilt wird, und diese Heiterfeit erregte ein Londoner Arbeiterfrauen suchen die Frage: Wie können versette dem Chriftoph einen Stoß, daß dieser gegen den Tisch flog fleiner Bertreter des Hundégeschlechts, welcher mit überaus Frauen dazu beitragen, die Löhne ihrer Männer, beziehentlich ihre und ein auf demselben stehendes Weißbierglas herunterfiel und zerschlauer Miene unter Zeitung seines Herrn in den Gerichtssaal eigenen zu erhöhen schon praktisch zu lösen. Sie fordern alle trümmerte. Der Angeklagte hob den Fuß des Glases auf und führte hineinspazierie und behende auf die Anklagebank sprang. Der Frauen auf, der Women Cooperative Guild( Genoffenschaft der mit dieſem ſchweren Gegenstande mehrere wuchtige Siebe gegen fleine Bierfüßler hatte eine wichtige Rolle: er sollte als Zeuge Frauen, Konsumverein) beizutreten, welche in allen Stadttheilen den unbedeckten Kopf Christoph's. Dieser sank zu Boden, es figuriren in einer Antlageſache wegen Thierquälerei, 2saarenniederlagen gegründet hat, in denen nur solche Waaren gilten mehrere Personen hinzu, die ihn aufhoben und auf eine welche gegen seinen Herrn, einen gewissen G., schwebte und er verkauft werden, für deren Herstellung nachweisbar a ustömma Bant fetten. Frehe ging in den Garten hinaus. Nach kurzer hat sich dieser Aufgabe mit mehr Humor als würde entledigt. liche Arbeitslöhne gezahlt wurden. Man will damit haupts Zeit merkte der Wirth, daß sich das Aussehen des still auf der Berr 3. erfreut die Menschenherzen mit den musikalischen sächlich dem sogenannten Schwibsystem entgegenarbeiten. Bank fizenden Christoph auffallend veränderte. Er führte ihn Tönen, welche er einer Harmonika auf den Höfen der Häuser In Bezug auf das Kontrollmarken- System faßte die in den Garten hinaus, um die frische Luft auf ihn einwirken zu entlockt. Das Studium der Harmonie füllte seine Muße Bahlstelle Altona des Vereins deutscher Schuhlaffen. Der Geschlagene sant schwer auf eine Bank nieder und stunden nicht ganz aus und so legte er sich nebenbei noch ma cher folgenden Beschluß:„ Die Versammlung erkennt die vermochte den Kopf nicht mehr aufrecht zu halten. Nach kurzer darauf, die Intelligenz seines Hundes durch eine wohlüberlegte Kontrollmarke bei von Arbeitern gegründeten Genossenschaften Zeit wurde Frehe des Christoph ansichtig, der mit dem Kopf auf Dressur zu verschärfen. Es gelang ihm vorzüglich, und als diese nicht nur an, sondern als Schuhmarke der Waare für dringend dem Tische lag. Er ging zu ihm und ein Beuge fah, daß Frehe 3ierde des Hundegeschlechts es in der Gefahrtheit ausnehmend nothwendig, nicht aber als Onittung, daß den Arbeitern gerechter den Kopf des Christoph in die Höhe hob und so derb wieder auf weit gebracht hatte, da begleitete er seinen Herrn auf die Konzert- Lohn wird. Letzteres erachtet die Versammlung bei von Arden Tisch niederstauchte,„ daß es knallte". Nach wenigen Minuten Tournée und gab auch seine Künste zum Besten. Zu letteren ge beitern gegründeten Genossenschaften für selbstverständlich. Die war Christoph eine Leiche. Frehe behauptete dagegen im Ter- hörte auch die besondere Nummer, daß er sich auf Geheiß todt Bersammlung hält die Einführung der Kontrollmarke bei der mine, daß er sich so erschrocken habe, weil Christoph ihn mit so stellte und nur ein schmerzliches Seufzen ertönen ließ, wenn sein hier vorhandenen Lieferungsarbeit und Arbeitsweise, als verdrehten Augen angesehen habe, er hätte den Kopf plöglich Herr anscheinend mit grimmiger Geberde mit gezüchtem Meffer Garantiemittel, daß den Arbeitern gerechter Lohn wird, losgelassen und durch dessen eigene Schwere sei derselbe mit einer auf ihn losging. Eine gefühlvolle Dame, welche Mitglied des nicht für geboten. Go gut es jetzt, ohne Kontrollgewissen Wucht auf den Tisch geschlagen. Im Uebrigen schützte Thierschutzvereins ist, hatte dieses Seufzen einft gehört, ihr Herz marke, Kollegen giebt, welche es uns verschweigen, daß der Angeklagte finnlose Trunkenheit vor, von dem Schlage mit blutete beim Anblick der anscheinend großen Leiden des armen ihnen gerechter Lohn nicht wird, würden sie sich ben Glafe wisse er nichts. Die Zeugen bekunbeten dagegen Bhylax und sie veranlaßte gegen den Herrn deffelben eine bei Borhandensein der Kontrollmarle auch Lohnabzüge ge übereinstimmend, daß der Angeklagte zwar angetrunken gewesen Anzeige wegen Thierquälerei. கு. fand diese Auf- fallen lassen. Somit würden nicht nur wir, sondern auch die wäre, aber von einer Sinnlosigkeit tönne nicht die Rede fassung seiner Weiterbildung des Hundeverstandes für so unerhört, Konsumenten von Schuhwaaren mit Kontrollmarken hintergangen. sein. Nach der ersten Schlägerei auf der Dorfstraße hatte daß er auf richterliche Entscheidung antrug und kurz entschlossen Ferner ist die Versammlung der Ansicht, daß Waare mit Kontrollder Angeklagte einer Zeugin geäußert: Wenn dem Gerichtshofe einige Proben von der Intelligenz seines Hundes marke, die der Arbeiterschaft empfohlen wird, nur gute Waare ich mein Messer bei mir gehabt hätte, hätte ich vorführte. Phylax schien sich des großen Momentes vollkommen sein muß, indem es eine Gewerkschaft, welche auf demokratischem ihm die Kaldaunen herausgeholt." Als erschwerend fiel außer bewußt zu sein; er warf von der Anklagebank einen Blick der Standpunkte steht, nicht verantworten kann, Schundwaare" dem gegen den Angeklagten ins Gewicht, daß derselbe bereits Berachtung auf die im Zuhörerraum anwesenden Personen, als zum Kauf zu empfehlen. Weil die Garantie nicht vorhanden ist, mehrfach wegen Gewaltthätigkeiten vorbestraft ist, darunter ein aber sein Herr das Losungswort gesprochen, da spiste er die daß sämmtliche hiesige Lieferungsarbeit in nur guter Waare bemal zu drei Monaten Gefängniß wegen schwerer Körperverlegung. Dhren, sprang mit einem Satz in den Saal und exerzirte dort steht, würden die Konsumenten derselben thatsächlich betrogen Der Sachverständige Professor Dr. Fall begutachtete, daß der auf zwei Beinen so sicher, als hätte er im Drill eines preußischen werden. Da aber dieses unsere Absicht nicht sein kann, hält die Tod des Christoph infolge Schädelbruchs verursacht sei. Unteroffiziers gestanden. Dann sprang er seinem Herrn auf Versammlung die Einführung der Kontrollmarke für Altona für Die Geschworenen sprachen den Angeklagten schuldig unter die Schulter, balanzirte auf dessen Kopf herum, gefiel sich unzweckmäßig." Ausschluß von mildernden Umständen, worauf der Staatsanwalt in den tollsten Kapriolen und produzirte schließlich auch gegen denselben eine Gefängnisstrafe von drei Jahren die große Sterbeszene, die erſt endete, als die Parole: Ans Geislingen wird der„ Schwäb. Tagwacht" Folgendes Schinder kommt!" dem seufzenden Phylang wieder auf die Beine mitgetheilt: Das Urtheil lautete auf vier Jahre Zuchthaus und vier und in einem Tühnen Sage wieder auf die Anffagebant gebracht Die durch ihre sogenannten„ Wohlfahrts- Einrichtungen" Jahre Ehrverlust. hatte. Von dort sah er mit philosophischer Ruhe auf die lachen für ihre Arbeiter bekannte Württembergische Metallwaaren- Fabrik Ueber die Pflichten eines Hausarztes hat die 17. Zivil- den Gesichter, welche sich rings herum im Saale zeigten. Die hat fürzlich einen Arbeiter( Familienvater) entlassen, lammer des hiesigen Landgerichts 1. fich fürzlich zu äußern Vorstellung war glänzend gelungen; der Gerichtshof war über der nicht weniger als 20 Jahre im Dienste diefer Gelegenheit gehabt. Ein hiesiger Hof- Schlächtermeister erfreut zeugt worden, daß es sich nicht um eine Thierquälerei, sondern Firma gestanden hat, aber zu denjenigen zielbewußten Urfich seit 10 Jahren der Hilfe eines Hausarztes, welcher gewöhn, um die gute Dreffur eines intelligenten Hundes handelte und es beitern gehört, welche leider am biesigen Drie noch nicht bie lich alle Woche einmal, mindestens aber alle zwei Wochen in erfolgte deshalb die Freisprechung. Mit derselben Grandezza Mehrzahl bilden. Der betreffende Arbeiter fand nun allerdings die Wohnung des Beklagten kam und sich nach dem Gefundheits- wie sein Herr verließ auch der gelehrige köter den Gerichtssaal. bei einer anderen Firma Stellung; als er aber dort eintreten zustand der Familienglieder erkundigte. Der Arzt bekam dafür afens geben falzt, mlich als Der heinphe der tliche 84. nhof eines der Bolts reten. affer. gen Orden Aus Ton vom 5 ift andite und gniß Rittag jäh einer erlauf of er if fie O bas er des hand n die eune, Feuer Bohn rand uftin. Gous ers , ein Sant inf fens erden. agirt. eine Digfeit Tichen Botts e der urden ragua agua) ahmte tifcher papier beantraete. สิน Soziale Leberlicht. ein Jahreshonorar von 100 M. Im August vorigen Jahres hatte er bei dem Schlächtermeister mehrere Nachtbesuche zu machen, als er aber einmal wieder zur Nacht gerufen wurde, erklärte er, daß er selbst unwohl sei und rieth, für dieses Mal die Hilfe der Sanitätswache in Anspruch zu nehmen. Von dem Lage an hat sich der Hausarzt bei dem Schlächtermeister nicht Die von der am 19. Oktober bei Seefeldt, Grenadier mehr blicken lassen, obwohl er wußte, daß derselbe frank war und Straße 33, stattgehabten Versammlung der Studateure und fajt täglich ärztlicher Hilfe bedurfte. Der Schlächtermeister hielt Berufsgenossen Berlins und Umgegend gewählte fich bei diesem Sachverhalt zur Zahlung des antheiligen Streit kontroll- Kommission macht hiermit bekannt: 1. daß dieselbe von Morgens 8-6 Uhr Nachmittags in oben sondern zahlte nur bis Ende August die Antheilsumme von genanntem Bokale tagt; 2. daß diejenigen Stollegen, welche, durch die Umstände geMeiſter in Höhe von 33,33 9. und das Amtsgericht wies den zwungen, ihre Arbeit niederlegen müfent, verpflichtet sind, Dagegen erhobenen Ginspruch zurück. Nunmehr legte der Schlachter- obengenannter Zeit sich bei der Kommission zu melden behuss meister die Berufung ein. Sein Vertreter, Nechtsanwalt Leop. Meyer Entgegennahme der Streit Karten. Kollegen, welche sich nicht machte geltend, daß der Arzt selbst vom Vertrage zurückgetreten melden, sind ihrer Ansprüche auf Unterstützung verlustig; 3. diejenigen Kollegen, welchen gestattet ist, nach der an sei und deshalb das antheilige Honorar für die letzten vier Monate nicht fordern könne. Nach ortsüblichem Gebrauch sei genommenen Resolution zu avceiten, sind verpflichtet, in der ferner ein Hausarzt verpflichtet, ab und zu auch unaufgefordert obengenannten Zeit, sowie Sonntag Vormittag von 8-10 Uhr tine Besuche zu machen. Die Zivilkammer hat sich dieser ihre Streit Beitragstarte in Empfang zu nehmen, Ansicht angeschlossen und den Arzt zur Herausgabe der 33,33. den ortsüblichen Anschauungen eine nothwendige Pflicht eines Hausarztes; es liegt im Begriffe eines solchen, er Wir ermahnen die Kollegen dringend, sich lebhaft daran zu nach betheiligen, dann ist der Sieg unserer gerechten Foroerung ficher. J. A. der Streit- Kontroll- Ronimission F. Kühling, Vorsitzender. " wollte, überbrachte ein Bote dem Fabrikanten einen Brief von der Württembergischen Metallwaaren- Fabrit, worauf der Arbeiter sofort entlassen wurde mit dem Ausdruck des Bedauerns. Der betreffende Fabrikant meinte, er wolle sich mit der Württem bergischen Metallwaaren- Fabrit nicht verfeinden. Daß der Arbeiter nun schließlich noch die Stadt wird verlassen müssen, das ist der 2obn für eine zwanzigjährigemühevolle hätigkeit! Der Streit der Baumwollpflücker in den Südstaaten Amerikas ist, wie wir amerikanischen Arbeiterblättern entnehmen, nunmehr beendet, d. h. gewaltsam unterdrückt worden. Die Weißen sind gegen die Neger denn Schwarze sind es fast mit brutalster Gewalt vorgegangen. Man machte offen, ohne ausschließlich, welche in den Baumwollplantagen beschäftigt find auch nur den Schein der Gerechtigkeit zu wahren. Jagd auf die streifenden Neger, erfchoß sie auf der Flucht, lynchte die Gefangenen. Unter legteren befindet sich auch Ben Patterson, der Rädelsführer", welcher die Ausstandsbewegung, die auf einigen Plantagen infolge einer Lohnreduktion um 25-50 pet. ausbrach, leitete. Els mit Patterson gefangen genommene Neger, die laut telegraphischer Nachricht aus Memphis- und es ist zu beachten, daß der Nachrichtendienst in den Händen der Weißen, der Grundherren ist mit den vorgekommenen Ruheſtörungen absolut nichts zu thun hatten, sind einfach gehenkt worden. Warum auch nicht! Die Hände" tosten ja heute nichts mehr. daß er Die Ahnen jener weißen Schurken, die Sklavenbesitzer, würden er über den Gesundheitszustand der ihm anDer Streik der Leipzig Lindenauer Spihenweber mit Menschenfleisch nicht so verschwenderisch umgegangen sein. vertrauten Familie wachen und eventuell auch dem Ent dauert fort. Zuzug ist deshalb nach wie vor Damals hätte man die Nigger gepeitscht, heute erschießt man sie. stehen von Krankheiten vorbeugen soll, eine Plicht, der amilie streng fernzuhalten. Unterstübung ist dringend. Das ist der Vortheil, den der kulturelle Fortschritt von der nur dadurch, daß er unaufgefordert die absoluten, Leiblichen Sklaverei zur Lohna besucht, um fich nach ihrem Befinden zu erkundigen, völlig, be- nöthig. sonders in der letzten Beziehung, genügen fann. Es wäre oaher Betreffs des Versammlungsberichts des Fach- Laverei für die Grundherren des amerikanischen in diesem Falle Pflicht des Arztes gewesen, seine wöchentlichen vereins der Tischler von Rigdorf diene allen Mit Südens in sich birgt. In dem auf die fragliche Nacht folgenden Tage ihn unaufgefordert das Recht haben, Mitglieder zu Vertrauensposten zu wählen; besuchen müſſen, da er ja wußte, daß derselbe frank sei. Da er es steht dies nur den Generalversammlungen zu. Die in den bies nicht gethan, sondern sich überhaupt nicht mehr hat blicken Bericht genannten Personen gelten braniach nicht als gewählt, lassen, so ist darin eine Weigerung, seine kontrattmäßig über- sondern nur als vorgeschlagen zur Bestätigung. nommenen Pflichten weiter zu erfüllen, zu erblicken. Eine solche| Weigerung berechtigt aber bei Verträgen über Handlungen schlechthin den andern Theil zum Rücktritt. Der Vorstand des Fachvereins der Tischler. J. A.: J. Conrad, Schriftführer. . " genden Situationsbericht weit beendet angesehen werden, daß nur noch ein Mann als AnsDie Generalfommission Deutschlands veröffentlicht folDer Ausstand der Schuhmacher in Barmstedt kann als fo= stehender zu unterstügen ist. Die Uebrigen haben anderweitig Arbeit gefunden. Da jedoch die Innungsmeister nach wie vor auf der schriftlichen Anerkennung ihres Arbeitsnachweises bestehen, Ju 27 Hamburger Buchdruckereien sind am Sonnabend trotz des überaus starken Zuzuges aber noch nicht genügend mit Im Wege des Wiederaufnahme- Verfahrens ist gestern 170 Gehilfen gekündigt worden, weil sie sich weigerten, einen Arbeitskräften versehen sind, so ist nach wie vor der Zuzug fern ein zu 11/2 Jahren Gefängniß verurtheilt gewesener Angeklagter Revers zu unterschreiben, in dem sie sich von der Bewegung für zu halten, weil dadurch die Arbeitgeber doch schließlich gezwungen biese harte Strafe wieder los geworden. In der Nacht des den Neunstundentag lossagen sollten. Auch in anderen Städten, werden, ihre Forderung fallen zu lassen. In Berlin( Weißgerber) sind immer noch 54 Verheirathete,| Cobersti hat in der Friedenstraße die Arbeit niedergelgt. Kollege| wurde an Stelle des Kollegen Pflug der Kollege Rob. Blum ge 16 Ledige und 96 Kinder zu unterstüßen. Die Arbeitgeber zeigen Mönnig arbeitet weiter. Ferner ließ der Kollege Steinberg der wählt. Ueber den Stand des Streits bei Pietschmann berichtete fich nicht geneigt, von der Lohnreduzirung Abstand zu nehmen. Versammlung sagen, daß er mit noch fünf Kollegen die Arbeit der Vorsitzende, man vermuthe, daß von Seiten dieser Firma Wesentlich hängt dieser Ausstand auch von dem der Handschuh- nicht niederlegen würde( Bau Wollinerstraße). Die Kollegen Ernst wahrscheinlich schwarze Listen nach außerhalb versendet worden macher ab. In dem letzteren ist gleichfalls keinerlei Nenderung und Weidener in der Taubenstraße arbeiten ebenfalls weiter. seien. Die hiesigen Konkurrenten der Firma haben indessen von Neue Mitglieder eingetreten, wenigstens sind Berichte hierüber nicht eingegangen. Ebenso find mehrere Bauten, auf denen die Töpfer und den Listen noch keine Verwendung gemacht. Nachdem die Verhandlungen der Tariskommission der Buch- Stuckateure arbeiten, oder aber die Töpfer die Arbeit nieder wurden 12 aufgenommen. Hierbei fam es zu einer erregten brucker resultatlos verlaufen sind, beginnen die Prinzipale die gelegt haben und die Stuckateure weiter arbeiten Debatte über die Aufnahme eines Streitbrechers von May und Mitglieder des Unterstüßungsvereins zu maßregeln. oder umgekehrt. Ueberall, wo dies geschehen, ist unsere Komp. Derselbe hatte sich zur Zeit des Streits gegen die In der Leipzig- Lindenauer Spißenfabrik stellten am 12. Sep- aufgestellte Forderung noch nicht erfüllt. Jedenfalls werden streifenden Kollegen, sowie auch gegen die Kommission in tadelrstember sämmtliche( 33) Spitzenweber die Arbeit ein, weil ihnen aber diese Kollegen ebenso wie die betr. Töpfer das Unsinnige werthester Weise vergangen, und auch noch die Behörden veranlaßt, ein Lohnabzug von 15 bis 20 pet. gemacht werden sollte. Be- ihrer Handlungsweise bald einsehen und doch noch für die gute gegen die Streifenden einzuschreiten. Die Aufnahme wurde ihm merkenswerth ist, daß der Lohn dieser Arbeiter innerhalb der Sache eintreten. Was in der Diskussion weiter von Fällen ähn- deshalb verweigert. legten 3 Jahre um 50 pCt. zurückgegangen ist. licher Art zur Mittheilung gelangte, wurde durch folgende vom Eine öffentliche Versammlung der zentralisirten Ge Auch die Former in Köln a. Rh., Firma Beißel u. Co., er- Kollegen H. Grüneberg unterzeichnete Resolution, welche dies werkschaften der Gerber, Handschuhmacher, Hut: suchen um Unterstützung und Fernhalten des Zuzuges. Der Aus- alles in sich faßt, erledigt: macher, Kürschner, Näherinnen, Plätterinnen, stand dauert nunmehr 9 Wochen. Die heutige Versammlung der Berliner Stuckateure verpflichtet sich, nur auf solchen Bauten zu arbeiten, 1, wo die Sattler, Schneider und Schneiderinnen, Schuh Fenster verglast sind; 2. wo nur noch Läden, Flure oder ein ma cher und Tapezirer fand am 14. Oktober statt. Sassenbach referirte über den Organisationsentwurf der Theil der Fassade zu fertigen ist; 3. wo feine Fenster angebracht Generalfommission. Redner erklärte, persönlich stehe er zwar werden, die Töpfer aber indifferent sind und trotz aller Grmah- der Idee sympathisch gegenüber, er könne sich aber unter den nungen seitens der Stuckateure sich uns nicht anschließen wollen. heutigen Verhältnissen nicht besonders dafür erwärmen. Beſons Diese drei Punkte aufrecht zu erhalten, hält jeder ehrliche Kollege für seine Pflicht." Hierzu kommt noch eine Nachtrags- ders sei der Entwurf viel zu komplizirt und laffe daher berech tigte 3weifel an seiner Durchführbarkeit aufkommen. Vor Eintritt in die Debatte wird die Absendung eines Be Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß aus einzelnen Städten oder von Kommissionen keine Gelder mehr an die Generalfommission gesandt werden sollen. Falls hier oder da durch freiwillige Sammlungen Geldmittel aufgebracht werden, so find dieselben dem Vorstande des jeweiligen Vereins zur Verfügung zu stellen. Die Einnahme der Generalkommission soll sich bis zum Gewerkschaftskongreß nur aus den Beiträgen der einzelnen mit ihr Verbindung haltenden Gewerkschaften zusammenfeßen. Dagegen sind alle Gelder, welche für den Maifonds gesammelt find, an die Generalfommission abzuführen. Der Abschluß mit der Einnahme für den Maifonds soll am 31. Oktober gemacht werden. Gelder für Maimarken, welche bis zu diesem Datum nicht eingesandt sind, können nicht mehr für den Maifonds sondern müssen für den Generalfonds gebucht werden. Ferner ersuchen wir nochmals um schleunige Bestellung der zur Ausgabe gelangenden Broschüre über die Organisationsfrage. Die Generalfommission. G. Legien, Hamburg- St. Georg, An der Koppel 79, I. Quittung über bei der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 1. bis 14. Oftbr. eingegangene Gelder: Lese- und Diskutirklub„ Neue Zeit", Berlin 10,-. Gerberei Arbeiter, Gr.- Borstel 20,-." Verband deutscher Kürschner, Hamburg 8,50. Tabafarbeiter, Breslau 12,95. Fabrik- und Handarbeiterinnen, Altona, durch N. 30,-. Ungenannt A. B. C., Hamburg 140,15. Verband der Schneider und Schneiderinnen, Wandsbeck 20, Bon den Katzenköpfen der D.'schen Werkstatt, Altona 10,-. Durch A. Kurt, Haynau i. Schl. 5,90. Für den Maifonds sind noch folgende Beträge eingegangen: Resolution: Auch solche Fassadenarbeiten dürfen gefertigt werden, wo in Zimmern fein Stuck zu fertigen ist, auch fein Töpfer ohne grüßungs- Telegramms an den Parteitag zu Erfurt beschlossen. eingesetzte verglaste Fenster arbeitet, aber nur solche." Berlin, von den Böttchern, 2. Rate 49,-. Arnstadt, Rumberg( Reft)-, 50. Hamburg, Goldarbeiter 15,50. Wurzen, Arbeiterschaft 22,25. Lugau, Arbeiterschaft 223,-. Kirchhain, Weißgerber( Reft)-, 10. im Lokale Die nächste Versammlung findet jedenfalls am Donnerstag oder Freitag dieser Woche statt. Nr. Erscheins Abonner Viertelja lich 1,10 frei in's 5 Pfg. bem ,, S Post- Abs Quartal Deutschla 2 Mart, 3 Mart p in der für Reda D einer m ebenso S die Gr schlechts preußisc aber di Beamter ftarre S Und am der Ma anders genannt Raum. und Bi waren t 4. M. ben Sympath vorherrs haben, morgen verdamm fonnte Schneider Timm bemerkte zunächst, daß der Entwurf keinen Diese Resolutionen wurden gegen sieben Stimmen von der Fortschritt bedeute, und zwar schon deshalb nicht, weil der Ausschluß der Arbeiterinnen fast unvermeidlich erscheine. Das Ver Versammlung angenommen, desgleichen ein Antrag auf Wahl werfen kaum geschaffener Organisationsformen sei übrigens der einer Neuner- Kommission. Gewählt wurden in dieselbe die Kol- Hauptfehler der deutschen Gewerkschaften. Redner kritisirte dann legen: C. Hoffmann, Montag, Kühling, Winterlich, Wolfert, Böhr, ebenfalls das Komplizirte an dem neuen Entwurf, der ein eigenes Schall. Kost und Weichbrodt. Ein Antrag von H. Grüneberg: juristisches Institut" nothwendig mache. Weiter sprachen noch Die arbeitenden Kollegen mögen von ihrem Berdienst 10 pCt. to cke( Schneider), Wedemeier( Kürschner) und Koop. zur allgemeinen Unterstützung abwerfen", fand einstimmige Annahme. mann( Wäschebranche) in demselben Sinne, während Tobsen Die sich nun entspinnende Diskussion über die event. Besoldung die im Lauf der Debatte angegriffenen Hamburger vertheidigte. der Kommission, sowie über die allgemeine Unterſtügung der Freiwald( Tapezirer) trat für lokale Zentralisation ein Ausstehenden wurde durch einen Beschluß, diese Angelegenheit und ging dann auf die Verwendung des Maisonds durch die Ein Hamburger Genossen scharf fritifirend ein. Es sei wenigstens bis zur nächsten Versammlung zu vertagen, beendet. Vorschlag des Vorsitzenden, alle am Sonnabend gesammelten Pflicht der Hamburger gewesen, die Gewerkschaften über die Ver Gelder noch am selben Abend des Herrn Zwei Drittel des Maifords seien für die Hamburger, das Marzahn, Weinmeisterstr, 19, Ecke Rosenthalerstraße, an die Verwendung zu befragen. trauensleute abzuführen, wurde akzeptirt. Nachdem noch der eine Drittel für das übrige Deutschland verwendet worden. In Versammlung bekannt gegeben war, daß die Kommission täglich diesem Sinne wurde die Diskussion noch lange Zeit fortgesetzt. im Lokale des Herrn Seefeld, Grenadierstr. 33 anwesend ist und& betheiligten sich daran noch August in( Hutmacher), daselbst alle Berichte der Kollegen entgegennimmt, schloß der Die zu diesem Punkt eingelaufene Resolution wurde zurüc Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial- enselmann( Buchbinder), Schulze( Sattler). demokratie. Die Kollegen sind aus eigenem Interesse verpflichtet, gezogen und erklärte die Versammlung ohne jeden Widerspruch die Kommission in jeder Weise zu unterstützen. den Versuch der Gründung von Unionen für verfrüht. Freiwald brachte hierauf eine zweite Resolution ein, welche die lokale Zentralisation empfahl. Diese Resolution wurde Musikinstrumenten- Arbeiter! Im Fachverein, welcher am abgelehnt. Jedoch erklärte die Versammlung ausdrücklich, daß fie 12. Oktober eine Generalversammlung abhielt, gab der 1. Kassirer, es für selbstverständlich hält, daß auch die Gewerkschaften Kollege Westermann, die Quartalsabrechnung. Bilanz: Einnahme unbedingt Vertretung auf der Gewerkschaftskonferenz haben. 1160,70 M., Ausgabe 2204,12 M., Mehrausgabe 1043,42 R., Der Fachverein der Firmenschilder Branche hielt am Bestand vom 2. Quartal 1498,58 M., bleibt ein Bestand von 13. Oktober seine monatliche Vereinsversammlung ab. In der 455,16 M.; dazu der Unterstützungsfonds 589,58 M., ergiebt ein felben sprach Kollege Simpson über Gewerbe- Schiedsgerichte. Gesammtvermögen von 1044,74 m., davon befinden sich auf der Diskussion fand nicht statt. Es erfolgte hierauf der Bericht bes Bant 250,70 M. Die große Mehrausgabe ist dadurch entstanden, Vergnügungskomitees. Nach demselben würde sich der vorläufige daß der Streit der Bälgemacher und Stimmer der Harmonika- Ueberschuß vom letzten Bergnügen auf ungefähr noch zwei Kollegen haben fabrik von Pietschmann die Kasse sehr in Anspruch nahm. Es stellen; zwei nicht abgerechnet. wurde bekannt daß Sonnabend, gemacht, daß wurde bis zum 1. Oktober an 19 Streifende die Summe von Dann 1583,50 m. ausgezahlt. Die Einnahme ist im 3. Quartal 31. Oktober, im Feuerstein'schen oberen Saal( Juh. C. Bolz), höhere gewesen, als überhaupt bisher. Alte Jakobstraße 75, ein Tanzkränzchen stattfindet. Unter Ver Die Stuckateure Berlins und Umgegend hielten am eine bedeutend neu beigetretenen Mitglieder fchiedenem" machte der Vorsitzende, Kollege Nagel, bekannt, 19. Oktober, Vormittags 9 Uhr eine öffentliche Versammlung ab Auch ist die Zahl der nennen; dieselbe zeigt ein erfreuliches daß sich der Arbeitsnachweis bei Wernau, Rosen- und Neue mit der Tagesordnung: Entgegennahme der Berichte von Seiten eine große zu der Kollegen betr. das Berglasen der Fenster auf den Bauten. Gedeihen des Fachvereins, welcher jetzt nicht nur Klavierarbeiter, Friedrichstraßen- Ecke, befindet. Die Kollegen werden ersucht, Der Vorsitzende Braun präzisirte der zahlreich besuchten Ver- sondern Kollegen der verschiedensten Musikinstrumentenbau- Branchen davon Gebrauch zu machen. Zu bemerken ist noch, daß die fammlung die Sachlage mit dem Hinweis darauf, daß die Töpfer in fich vereinigt. Die Revisoren berichteten, daß sie bei der Ab- nächste Vereinsversammlung auf den 8. Novembec bei Reyer, beschloffen haben, mit ganzer Schärfe für die Verglasung der rechnung alles in bester Ordnung gefunden bätten und beantragten Alte Jakobstraße, festgesetzt ist. Dem Kollegen wird ans Herz ger Die Versammlung legt, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Fenster auf den Neubauten einzutreten; Redner wünscht, daß deshalb dem Raffirer Decharge zu ertheilen. die Berliner Stuckateure dieselbe Energie entfalten mögen, wie tam dem nach. Kollege Fr. Moes rechnete hierauf über das fie uns die Töpfer schon vor Jahren in dieser Frage gezeigt Sommerfest in der„ Neuen Welt" ab. Bilanz: Einnahme 836 M. haben. Es werden nun die Berichte der einzelnen Kollegen ent- 50 Pf., Ausgabe 950 M. 95 Pf., bleibt ein Defizit von 114 M. gegengenommen, welche im wesentlichen dahingehen, daß die Bau- 45 Pf. Dem am Festtag herrschenden Unwetter und der Verherrn zwar im großen Ganzen überall versprachen, dafür zu legung des Festes auf einen für den Arbeiter ungünstigeren Tag forgen, daß die Fenster verglast werden, aber bis dato nur ist wohl nur zuzuschreiben, daß ein Defizit entstanden ist. Das wenige ihr Versprechen gehalten haben. Im großen Ganzen ist Defizit trägt auf Antrag des Kollegen Niendorf der Untereben über die ganze Situation noch nichts zu sagen, indem noch stüßungsfonds. Die Revisoren hatten auch hier die Abrechnung tein Ueberblick vorhanden ist, welchen erst die nächsten Tage für richtig befunden und ertheilte die Versammlung demzufolge Papieren an die Direktion der Anstalt. bringen werden. Zu erwähnen ist folgendes: Der Kollege dem Kassirer Decharge. In die Werkstatt Kontrollkommission A. Dammann, Kassirer, Hamburg, 3ollvereins- Niederlage Wilhelmstr. 18, 1. Et. Versammlungen. 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