Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltungs Prag, I., Havličkovo náin. 32. Telephone: Tagesredattion: 6795. Nachtrebattion: 6797. Poftichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Samstag, 1. November 1924. Karl Čermak gestorben. Bezugs Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus ode bel Bezug durch die Gost: monatlich.. Kö 16.olerteljährlich 48.96.192.halbjährig ganzjährig " Radftellung von Manntripten erfolgt nur bel Cl fenbung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früb. Mr. 257. Ein neuer schwerer Schicksalsschlag hat( und Höhensehnsucht weckte. So stieg denn, ge- erschienen wäre, es gab keine ihm gestellte säße in der Arbeiterschaft gerungen. Wenn unsere Partei getroffen. Einer unserer besten führt vom Sozialismus, Karl Cermat auf- Aufgabe, die er unerfüllt gelassen hätte. So heute der größte Teil der deutschen Arbeiter. Vertrauensmänner, einer unserer bedeutendsten wärts, aber nicht allein, sondern, es führend wurde er ein Meister der Organisation. schaft dieses Staates die Vergiftung durch den Führer, Genosse Karl Čermat, ist in der Nacht im Kampfe, mit dem Proletariat. Aber so wichtig ihm allzeit die Organi- Bolschewismus überwunden hat, so ist das zum Freitag gestorben. Sarl Cermat war kein Sohn der sudeten- sation war, er ging doch nicht auf in der nicht zum geringsten das Verdienst Cermats. deutschen Arbeiterklasse. Erst in seinen Mannes- Organisationsarbeit, denn die Organisation Seine besondere Sorge galt der Inter. jahren fam er nach Böhmen. Aber er gab der war ihm, wie uns allen, ja nichts anderes als nationale. Nicht mer der Weltinternatio fudetendeutschen Arbeiterbewegung seine ganze Kampfmittel und so war nichts selbstverständ- nale, die er, soweit die Kräfte unserer Kleinen Straft. Er hat sich ganz ihr geschenkt! Genosse licher, als daß Genosse Cermat auch Poli- Partei in Betracht famen, mitaufbauen half, Cermat fannte fein Ruhen und Rasten. Für titer wurde. Dieselben Eigenschaften, die ihn sondern auch der Internationale in der TscheNicht so unerwartet, nicht so unheimlich plößlich ereilte uns die Trauerbotschaft, wie vor vier Jahren die Kunde von Seligers Tod. Schon seit Monaten bangten und zitterten wir um unseren Freund Cermat, seit Monaten schon wußten wir, daß dieser uns so teure, so überaus kostbare Leben, ernstlich gefährdet war, aber verzweiflungsvoll flammerten wir uns an jede kleinste Hoffnung, die uns die Aerzte zu geben vermochten, so unfaßbar schien uns der Gedanke, daß wir nach Josef Seliger nun auch diesen treuen, lieben Freund, diesen braven Kampfgefährten für immer verlieren sollten, daß wir ihn weit von uns wiesen, daß wir nicht glauben wollten, was jeder Tag des Fortschrittes der zerstörenden Krankheit uns jagte und alle Bangigkeit des Herzens suchten wir zurückzudrängen durch die Zuversicht, daß Start Čermats Lebensfreude und Lebensmut noch einmal siegen werde. So trifft uns denn, da wir an unserem Freunde mit dem Egoismus der Freundschaft hingen, an unjeren Führer mit der Liebe langjähriger, innigster Kampfft uns riger, fühlten, da wir ihn aller sein Leben bedrohenden Gefahr zum Troße, nicht missen wollten, die Todesnachricht überwältigend schover. In ohnmächtigem Zorn stehen wir der Tücke des Schicksals gegenüber, dessen Fauft uns so schwer traf. Üns die Freunde Karl Cermats, die Partei, das ganze sudetendeutsche Proletariat. Wie hat es uns arm gemacht! Schwer, unendlich schwer schon, empfanden wir während der langen Krankheit Karl Čermaks sein Fehlen in der Organisation, auf unseren Tagungen, im Barlamente. Aber wir konnten doch seinen Itat einholen, denn auch auf dem Krankenlager noch nahm er innigsten Anteil am Leben der Partei und an allen politischen Ereignissen. Und nun müssen wir sein Wort, seine Ideen, seine Tat entbehren, müssen wir, die wir uns Arbeit und Kampf ohne ihn nicht vorzustellen vermochten, leben ohne ihn, ohne den Freund, der so lange unser Weggefährte war! choslowakei. Tief durchdrungen von der Ueberzeugung, daß die Ziele der Arbeiterbewegung mur erreicht werden können im gemeinsamen Klassenkampf deutscher und tschechischer Proletarier, war Genosse Čermat unablässig bemüht, die Gegensäße zwischen der deutschen und der tschechischen Sozialdemokratie zu mildern, fann er un ermüdlich nach über Möglichkeiten der Verständigung. Bis in die letzten Tage, ja Stunden seines Lebens beschäftigte ihn das deutsch- tschechische Problem, die Schicksals frage der Arbeiterbewegung dieses Landes. Wie wird uns seine Kenntnis dieser Frage. jein Nat, sein hohes taktisches Geschick fehlen. wenn dieses Problem reis zur Lösung geworden sein wird! Ach, wie wird er uns allen täglich, ständlich fehlen, der Organisator, der Führer, der Berater, der Freund! Denn er war unser aller Freund! Gibt es einen Vertrauensmann unserer Partei, dem er nicht Freund war? Gibt es einen Gegner unserer Partei, der Čermaks persönlicher Gegner gewesen wäre? Alle, die den Genoffen Cermat näher fennen lernten, die mit ihm in engere Beziehungen traten, mußten ihn lieb gewinnen, diesen frohen. lebensfreudigen, geselligen, taftvollen Menschen mit den gewinnenden Umgangsformen. Die aber, die mit ihm in der Partei arbeite ten, wurden ihm in Wahrheit gute, treue Freunde, Freunde für immer. Und wie lohnte er diese Freundschaft! Für jede Sorge der Freunde hatte er ein hilf bereites Herz, für jedes Leid wußte er Worte des Trostes zu finden, in jeder Not verstand er zu helfen. So, lieber Genosse Cermat, als Führer, als Organisator unserer Partei, als Anivalt der leidenden Arbeiterklasse, und als teurer. heißgeliebter Freund, wirst du in unserem Erinnern fortleben! Du hast nie nach Rushm gegiert, du hast, in allzugroßer Bescheiden heit, alles Lob, alle Ehrungen abgewehrt. Aber du hast doch gewußt, was du der Partei, der zuerst deine Liebe gehörte, mas du den Arbeitern, was du deinen Freunden marst. Es ist ein Lichtstrahl des Trostes im Düfter unseres Schmerzes, daß du, ohne je damit zu prunken, ohne je auch nur im geringsten eitel zu werden, dich unserer Freundschaft, unserer Liebe, und der Freund Da wir, umfangen von tiefstem Schmerze, dem Leben und Schaffen Starl Cermaks nachsinnen, diesem an Arbeit, Kampf und Erfolgen so überreichen Leben, vor Me bittere Pflicht gestellt, abschiedneh mend ihm im Namen der Arbeiter, der Partei, der Freunde zu danken für alles das, was er uns gegeben, fällt es schwer, seiner gang gerecht zu werden, die ganze Fülle seiner vielen Fähigkeiten zu würdigen. Denn Starl Cermat war groß als Organisator, als Redner, als Taktiker der Partei. Es ihn gab es keinen freien Sonntag, er fannte zu einem so einzigartigen Reiter unseres Dr- fchaft und Liebe der ganzen sozialiſtiſchen gibt kein Gebiet des vielgestaltigen proleta- bis in die allerletzten Jahre keinen Urlaub. ganisationsapparates machten, befähigten ihn Arbeiterschaft freuen fonnteſt.. rischen Lebens, auf dem er nicht tätig gewesen Scur arbeiten! Jeder Tag ein verlorener, der auch zu wertvollster politischer Arbeit: seine Lieber Genosse Čermak! Lieber, lieber wäre, und es gibt feinen Organisationszweig, nicht ausgefüllt war von Arbeit. So hat er, Sachlichkeit, seine ruhige Ueberlegung, sein Freund! Du gabst uns einst das Beispiel, wie es gibt kein sozialistisches Arbeitsgebiet, wo immer auch schriftstellerisch und rednerisch tätig, Verantwortlichkeitsbewußtsein, seine Bedacht- Sozialisten einem toten Freunde die Treue am sein Rat und seine Hilfe nicht vermißt würden. gemeinsam mit Seliger unsere Organisation nahme auf das Schicksal der Arbeiter. Für ihn besten wahren. Als Josef Seliger gestorben Gleich seinem Freunde Josef Seliger, mit gebaut. gab es kein Abenteuer in der Politik. So war, da sprachst du, selber schier zusammendem ihn so treue Kameradschaft, so enge Genosse Čermat war mehr als ein Organi- ivenig er dem Kampfe auswich, so bereit er brechend unter dem Uebermaß des Schmerzes, Arbeitsgemeinschaft, so tiefes gegenseitiges fationstechniker, er war ein Organisations- war, die ganze Kraft der Partei einzusehen, zu des Verstorbenen nächsten Freunden und Verstehen verbunden hatte, war auch Genosse fünstler. Es gibt kein Organisationsgebiet, dem wenn ihm eine Aktion erfolgversprechend schien, Sampfgenossen:" Wir wollen Seligers Erbe Cermak ein Arbeiterkind. War auch seine Schul- er nicht seine liebevolle Aufmerksamkeit zuge- so abhold war er allem unbedachten Drauf- verwalten, wir wollen in treuer Gemeinschaft bildung etwas besser als die Seligers, so war wendet hätte. Er war Förderer der Frauen- gängertum, so energisch widersetzte er sich jeder weiterbauen, was er begonnen!" Du warst sie doch nicht reicher als die jedes Wiener bewegung, verständnisvoller Anwalt der vermeidbaren Gefährdung der Arbeiter ein quter Wahrer seines Erbes! Karl Čermat, Proletarierkindes und so wie Seliger ver- Jugendorganisation, er hat immer neue An- egiſtenzen und der proletarischen Organisa- du hast mehr, viel mehr getan, als deine dankte auch Čermak sein Wissen, sein tausend- regungen für die Bildungsarbeit gegeben und tionen. Ein so zielflarer und überlegender licht, wenn du auch höchste Kraftansvanmal bewährtes Können eigenem Wollen, einener neben der Partei nie der beiden anderen Politiker mußte dem Kommunismus von allem nung, völlige Singabe an die Partei noch Straft, die sich freilich stüßen konnten auf herr- großen Kampforganisationen des Proletariats, Anfange an tiefinnerlich widerstreben und an in mer nur als deine Pflicht ansahst. Du hast liche, natürliche Begabung. Auch Čermak war vergessen, der Gewerkschaften und der Genossen- der Seite Seligers und später an der Seite in den wenigen Jahren, die dir nach Seligers einer der vielen Proletarier, in denen der schaften. Mit wahrhaft bewunderungswürdiger des Genossen Dr. Czech hat denn auch Genossen zu arbeiten gegönnt war, dafür gesorgt, Sozialismus Quellen verborgener Kräfte ins Gewissenhaftigkeit arbeitete er; es gab keine Cermat zäh und beharrlich um die Erhaltung daß Seligers Erbe nun allzufrüh auch das Leben rief, lodernde Begeisterung entzündete Organisationsangelegenheit, die ihm zu gering der Reinheit der sozialdemokratischen Grund- eine geworden nicht verringert würde. Und Seite 2. Als Redakteur der Freiheit" 1. Robember 1924. n. lieber Freund, da wir für immer von durch die Reife und dampfbereitschaft der Maffent, As auf dem Parteitag in Sarlsbad, 1920, dir Abschied nehmen, nun können wir nicht deven Beauftragte fie find. Die Organisierung der der schwere Gegensatz zwischen Kommunisten und besser dir danken, nicht würdiger dich ehren, bedeutete das Jahr 1907. Damals brachte der feruntnis ist daher der einzige Weg, su siegen im totivante Seliger für die Sache der SozialdentoDen Wendepunkt in Cermaks Leben Massen und ihre Erfüllung mit fozialistischer Er- Sozialdemokraten ausgefochten wurde und der als indem wir an deiner Bahre geloben, eben- mpf um das allgemeine, gleiche und direkte Barlament und außerhalb des Parlamentes." fratie mit aller Leidenschaft in die Schenken so treu zu sein wie du, so sorgjam wie du wahlrecht ins Parlament einen bedeutsamen Auf- Durch das Vertrauen der Partei wurde er im tvat, arbeitete Cermat in der Sommission, aus inst Süter des Erbes Seligers warst, nun schwung für die fozialdemokratische Arbeiterbewve- ahre 1911, eben mit erreichtent breißigften welcher die Karlsbader Defloration hervorging. dein und Seligers gemeinsames Erbe zu gung. Jm Tepliser Bezirke kandidierte Seliger Lebensjahr, als Standidat bei den Wahlen ins hervorragend mit und hat durch feine Stlugheit wahren. und die Wahlagitation machte es notwendig. in Abgeordnetenthaus in Wahlfreife Momotan und und durch seine Stunst, in der schwierigsten Situa Wir wollen in diejen furchtbaren, qual. der Redaktion der Freiheit" eine füngere Seraft in Teplitz Stadt aufgestellt. Sn Komotau blieb tion stets einen Ausweg zu finden, fo manches sollen Stunden des Abschiedes von dir, nicht anzustellen. Die Wahl Seligers fiel auf den da er nur mit wenigen Stimmen hinter dem Deutsch dazu beigetragen, daß das historische Dokument den Tränen wehren, die namenlosem Schmerze die Gelegenheit ergriff, feine Kraft in den Dienst mals 26jährigen Start Cermat, der mit Freuden radikalen Vacher zurüd. ustande gekommen ist. Es ist felbstverständlich. entquellen. Wir wollen nicht verfehlen, wie der deutschböhmischen Arbeiterschaft zu stellen. Als Landessekretär Deutschböhmens. daß nach dem Tode Seligers, am 18. Oktober 1920, schwer es uns fällt, von dir zu scheiden, wie von da an gehörte er der deutschböhmischen Arnate Tätigkeit noch bedeutungsvoller wurde. sahver, wie unevseßlich der Verlust ist, den beiterschaft und wurde bald einer ihver ersten Zusammen mit dem Parteivorsißenden Genoffent dein früher Tod der Partei bereitet. Aber Vertrauensmänner. Gleich in den ersten Jahren als er int September 1911 mit der Leitung des Beit geführt, die wir seither mitgemacht habent. Einen großen Wirkungsfreis erhielt Cermat, Dr. Cech, hat er die Perbei durch die schwere dann, lieber Freund, wenn wir heimkehren seiner Tätigkeit in Deutschböhmen offenbarte fich eben errichteten Landessekretariats der Auf den Parteitagen, die feither stattfanden, hat von deinem Grabe, dann wollen wir aufs feine staunenswerte Vielseitigkeit. Er leitete nicht Sozialdemokratie Deutschböhmens betraut wurde. er eine wichtige Rolle gespielt. Sowohl in neue der Arbeit uns dem Kampfe uns wid nur jahrelana neben Seliger die Tepliger Frei- Es war nicht leicht, aus der deutschböhmischen Teischen, 1921, als auch in Auffin, 1923, bat er . Der Sozialismus war der Inhalt deines heit" und hatte dort von 1907 bis 1911, da er Landesorganisation einen lebendigen Störper zu den Bericht für den Parteivorstand erstattet. In Lebens, er hat es reich und schön gemacht. Der Redakteur der freiheit" gewesen ist, die rebat machen. Jahrelang hatte es gebauert, bevor es etichen hat er auch über den Wiederaufbau der Fortschritt der Arbeiterbewegung das war tionelle Hauptarbeit zu leiſten, weil ja Seliger zur Schaffung einer Landesorganisation über Internationale referiert. Aus feinem Referat möge das Glück deines Lebens. Wie fönnte es für infolge feiner Funktion als Abgeordneter vom haupt gekommen war, denn Deutschböhmen ist das, was er über die Demokratie sagte, wieder Redaktionstisch oft abwesend war. Schon in dent uns, die wir deine Freunde sind, und die wir Sozialisten sind, nun noch einen anderen Ge- wundervollen Zusammenarbeit vischen Josef rum, so daß die sozialdemokratische Arbeiter danken geben als den, die Arbeit fortzusetzen, Seliger und Karl Cermat, welche für die Partei- bewegung sich in jedem Kreis um eine bestimmteboden für den Sozialismus. Die Kommunisten die du nicht vollenden fonniest, den Kampf bewegung so reiche Früchte getragen hat. Aber gesondertes Beben. Als aber der Kampf um das gesondertes Leben. Als aber der Kampf um das weiterzuführen, in dem du so lange in der Cermat war nicht nur Redakteur. Die Tepliyer allgemeine Landtagswahlrecht stärkere gemeinersten Reihe uns voranschrittest! Und bei dieser Genoffen erlauben bald feine organisatorische fame Interessen aller dieser Streise schuf, wurde fame Interessen aller dieser Kreise schuf, wurde Arbeit und in diesem Kampfe wird uns, Kraft Begabung und seine hervorragende Eignung als die Notwendigkeit einer festgefügten Landesorga führenden Vertrauensmann und wählten ihn, und Zuversicht uns spendend, die Erinnerung kaum an dich begleiten, lieber Freund, lieber, lieber um sin Jahr nach seiner Ülebersiedlung nach nisation immer mehr eingesehen. So envies fich an dich begleiten, lieber Freund, lieber, lieber Teplit, zum Sevoisvertrauensmann. Als solcher tariates der Landesorganisation als dringend er 1911 die Errichtung eines besonderen SetreGenoffe Cermat! hat Cermat bis 312 feiner Uebersiedlung nach forderlich und es war gar keine Frge, daß es Brag im Jahre 1922 gewirkt und sich Verdienste nur Cermat war, der den Posten eines Setreum die Arbeiterbewegung des Tepliber Kreises färs bekleiden konnte. In dieser Eigenschaft ist erworben, die alle Vertrauensmänner des dortigen er in ganz Deutschböhmen herumgefommen und Gebietes zu würdigen wissen. Aber nicht nur in es wird wohl feinen Bezirk geben, in dem Cer den politischen Organisationen der Teplitzer Ar- mal nicht als Rebner aufgetreten ist. So wurde beiterschaft, auch in der Tepliper Strankent: ffe, er in seiner Eigenschaft als Landessekretär neben beren Obmannstellvertreter er bis zum Tode Seliger der der Arbeiterschaft in Deutschböhmen Seligers und deren Obutann er feither gewesen bekannteste Vertraueneman. iit, im Konsumveroin, wo er lange Jahre die Stelle eines Obmannstellvertreters bekleidet hat, gleichfalls neben Seliger, der Obmann gewesen it, hat er Bedeutendes geleistet. Čermats Lebenslauf. ersten Jahren seiner Wirksamkeit fan es zu jener geographisch zerrissen und verfügt über fein Zena gegeben werden: ,, Wir halten die Demokratie für einen RampfAuf Parteitagen. Jm Kriege mußte Cermat erst einrüden, wurde aber wegen seines Herzleibens, das er feit Jugend auf hatte, bald vom Militärdienst entlaffen und mit der Geschäftsführung des im Striege errichteten Ernährungsverbandes mit dem Size in Aussig betraut. Nach dem Kriege. haben sie ein Exerzierfeld genannt. Es ist ja nur ein Wort. Wir kennen aber auch die Grenzen der Demokratie. Wir wissen, daß es verjehlt ist, von der Arbeiterklasse, die den ökonomischen Rumpf t die Befreiung führen muß, wenn sie in diesem Stamps etwa an die Schranken ter Verfassung stoßen würde, wenn die Arbeiter in them großen Kämpfen, vor denen sie noch immer stehen, sich einzutengen bereit wären, wenn sie ihn in frgandeiner demokratischen Ordnung irgendein Ziel segen wollten. Wir werden die Demokratte benissen, wir werden auf dem Boden der Dentolratic für den Sozialismus kämpfen, für die Erstarkung der Arbeiterklasse alle Kräfte zusammenfchen. wir werben und besonders in einer Uebergangs periode, uns durchaus leine grauen Haare wachie Tassen, wenn wir vielleicht durch eine Periode der Getvalt oder durch eine Beriode einer nichtdes fratischen Verfassung hindurch müffent." Fit Auffia, 1928, at ec in feinem Bericht die Schwierigkeiten gekennzeichnet, die für die Bartei durch die Abspaltung der Kommunisten und die katastrophale Wirtschaftsbrise geschaffen wurden, aber ungebrochenen Mutes gefagt: ,, Wir werden weiter tapfer vorwärts schreiten, wir werden die Bahn frei machen für die EntwvidIung zum Sozialismus, uns reif und fähig mochen durch Arbeit in der Partei für die kommende Periode des großen Rampfes zwischen Arbeit und Stapitalismus. Dann werden wir wieder die Angreifer gegen die herrschen den wächte sein und in dieser Periode werden wir die Führer des revolu tionären Proletariats im Rifest. tampfe zur Erreichung des Sosiali mns( cin." Jugend und Anfänge. Stari Ceumat war ein Wiener Kind. Am Start Ceunat war ein Wiener Kind. Am 26. Dai 1881 hat er, einer proletarischen einer proletarischen Familie entspringend, das Licht der Welt erblidt. Herkunft und Erziehung waren ganz darnach an getan, aus ihm den späteren Führer der Arbeiter Bewegung zu machen. Schon im Vaterhaus wurde er mit der fosialistischen Bewegung vertraut. Sein Vater war Schuhmacher und vor allem cin opferbereiter Stolporteur der sozialistischen Literatur. Ms in den achtziger Jahren die De- Das Hauptgebiet feiner Tätigkeit blieb aber wegung verfolgt wurde, hat in der Familie Cer- naturgemäß die Bolitik. In demselben Jahre, mat so manche Hausdurchsuchung ftattgefunden da er nach Teplitz kam, war er schon auf dem und oft wurde der alte Cermat als Opfer seiner Parteitag in Wien als Vertreter der Landesorga- Aber erst nach dem Kriege lernten wir leberzeugung eingesperrt. In den Versammlungen nisation Deutschböhmens anwesend. Von da an Cermats Vielseitigkeit und seine Begabung zum in Wien in den neunziger Jahren war der alte fehlte er bei feinem Parteitag und insbesondere Parteiführer fennen. Nach dem Umsturs, als die Cermat, der durch sein langes Haar und feinen auf denjenigen Parteitagen, wo es um die Lösung deutsche Sozialdemokratie Böhmens den Kampf langen Bart auffiel, eine ständige Erscheinung, fieriger organisatiorischer Fragen ging, trat un bas Selbstbestimmungsrecht aufnahm und an er war ein Stüd Alt- Wiener sozialistischer Be ermat als Sprecher hervor. So hat er bei der der deutschböhmischen Landesregierung in Rochenwegung. Auch Cermaks Mutter hatte volles Ver- Beratung des neuen Drgnisationsstatuts der berg teilnahm, wurde Cermat in der bescheidenen ständnis für die Arbeiterbewegung, sie stand in Partei auf dem Parteitag in Reichenberg( 1909) Stellung eines Leiters des Preßbüros der ständige trüben und guten Tagen ihrem Gatten zur Seite nicht weniger als viermal das Wort ergriffen und Berater Seligers. Als danu Seliger als Landesund sie war es eigentlich, die Karl Cermat er wurde immer gerne angehört, weil die Genossen huptmannstellvertreter außer Landes gehen sogen hat. Unser verstorbener Freund wurde schon aus dem ganzen Reiche seine organisatorischen mußte und nur hie und da einige Tage in in frühester Jugend vom Vater in die Versamm Erfhrungen und seine Begabung zu schäßen Teplitz verteilen konnte, nachdem er sich heimlich Auf diesent Parteitag hat er auch über fein lungen mitgenommen und lernte so schon von wußten. Auf dem Parteitage zu Wien im Jahre über die Grenze geschlichen hatte, wurde Cermat leßtes großes Wort, das er geschaffen, die BerKindesbeinen an die Bewegung fennen. Nachdem 1913 griff er mit einer wirkungsvollen Nebe dieser Zeit der leitende Wann der Bewegung einigung fozialdemokratischer Breffe" referiert, er die Volks- und Bürgerschule in Wien besucht über die Obstruktion in die Debatte ein. In in Deutschböhmen, und als wir uns cuf dem welche die Weiter- und Aufwärtsentvidlung un hatte, kam er in die Lehre und wurde Handlungs diefer Zeit war tiefe Niedergeschlagenheit in den Barbeitag in Teplig im Jahre 1919 zur deutschen ferer Parteipreffe möglich gemacht hat. Gerade schilfe. Kurz nach der Auslehre ging er nach Reihen der organisierten Arbeiterschaft, weil foialdemokratischen Arbeiterpartei in der sche in diesen schweren Zeiten hat fich Cermals guter Mlagenfurt und dort schon bemühte er sich, unter das Parlament arbeitsunfähig war und der Aus- toflowakischen Republit tonstituierten, war es dat bewährt, hat er die Grundlagen für den feinen Berufskollegen Anhänger für den Zentralbau jeder fozialpolitischen gefeßaeberischen Arbeit ebenso selbstverständlich, wie daß Josef Seliger Aufstieg der Bewegung in fünftigen Zeiten ge verein der Angestellten und den Sozialismus zu ins Stoden geriet. Damals hat Cermat hervor- Vorsipende der Partei, Star! Cermat ihrhaffen, die er nicht mehr erlebt hat. werben. Dort lernten ihn auch die Vertrauens gehoben, daß man von irgend einer besonders Sekretär wurde. Auf dem Parteitag in Teplit Watch in der Internationale trat Sarl männer der Organisation als einen begabten finstvollen parlementarischen Taktik teine grund erstattete Cermat das Referat über das neue Or Cermat nach Seligers Tode als einer der führenOrganisator und guten Redner kennen und be- stürzenden Aenderungen der politischen Verhält- ganisationsstatut der Partei und wurde zum Vor- den Männer der Partei hervor. So war er bei wogen ihn dazu, nach Wien zu übersiedeln, wo niffe erwarten fann. Es bleibt uns kein anderer fissendenstellvertreter der Partei gewählt. Von da der Vorkonferenz der Internationalen Arbeitser eine weit größere und erfolgreichere Wirksam Weg," sagte er, als in äher, unermüdlicher an hat er an der Seite Seligers eine umfassende gemeinschaft sosialistischer Parteien in Bern 1922 feit entfalten fonnte. Die Organisation verhalf Arbeit der schwierigen Situation Herr zu werden." Tätigkeit entfaltet, die sich noch durch seine wirt- und bei ihrer gründenden Konferenz in Wien im ihm zu einem Handlungsgehilfenposten in Wien, Cermak war es auch, der die Resolution beamteit im Parlament vervielfältigte, in das er Frühjahr 1922 antvesend und wurde auch in das feine Stollegen wählten ihn in den Zentralvor antragte, die vom Parteig angenommen wurde, bei den ersten Wahlen am 20. April 1920 für internationale Exekutivlomitee gewählt. Auf der stand feiner Geverfschaft, wo er bald die Stelle in der es unter anderem heißt: Die Obstruktion d Wahlkreis Böhmisch- Leipa gewählt worden letzten Konferenz der Arbeitsgemeinschaft in Ham eines Obmannstellvertreters( neben Start Pid als it nur unter besonderen Umständen, nur als war. Schon ein Jahr vorher war er zum burg 1923 furz vor der Gründung der sozialisti Obmann) belleidate. Er war damals in der Ver- äußerstes Mittel parlamentarischer Abwehr an tgliebe der Teplißer Gemeindevertretung ge- schen Arbeiterinternationale bat er die Sache unte haltung der Arbeiterzeitung angestellt und kam wendbar.... Der Parteitag warnt vor der wühlt worden. Als Stommunalpolitiker war er in ferer Partet geführt. Auch in der Internationale später in das Sekretariat des Zentralvereines der Ueberschäzung der Möglichkeit, burch Stunstgriffe hervorragender Weise im Verband der deutschen war er neben dent Genossen Dr. Czech als Führer faufmännischen Angestellten. Viele Wiener Hand- der parlamentarischen Taktit Erfolge a erreichen. Selbstverivaltungskörper tätig, dessen zweiter Vor- der Partei anerkannt. Yungsgehilfen kennen ihn von jener Zeit her als Die Macht unserer Abgeordneten ist immer nur figender er bis vor wenigen Wochen blieb, da Zu vielfältig waren Cermats Funktionen in einen wirkungsvollen Redner. bestimmt durch die Zahl, durch die Geschloffenheit. hn die tüdische Strankheit niedergeworfen hatte. der Partei, zu zahlreich die verschiedenen Gebiete Karl Čermat, der Mensch. hätte, ohne Verständnis, Mitgefühl und Beistand( langmonatigen Krankheit den leidenden Freund ein Feind aller harten Worte in Rede und Schrift zu finden. Wahrlich: nichts Menschliches war besuchten, bernahm Murren oder Klagen aus auch gegen den gehässigsten Gegner. So war er ihm fremd. Cermak war jedes einzelnen, der feinem Wunde. Mochten sie aud) alle wissen oder Vorbild und Beweis für die gewaltige ethische Man mag in diesen Tagen und wohl auch seiner bedurfte, aufrichtigster Freund; für jeden ahnen, daß jede Woche. jeber Tag geschenkt sei- Seraft, die dem aufwärtsstrebenden Proletariat noch oft in späterer Zeit noch so gründlich all die fand er die rechten Worte, er besaß die herrliche, über Cermats Lippen fam fein verzweifelndes innewohnt. Sein flarer Kopf forderte voit sich Werke und Taten Karl Cermats Revue passieren seltene Gabe, mit allen Menschen so sprechen zu Wert. Mit der eisernen Straft, die ihm eigen war, höchste Disziplin in den Methoden, in Form und laffen, man mag feine außerordentlichen geistigen fönnen, wie es ihr Wesen und der Augenblick er- dachte er auch, sich wieder aufraffen zu können, Ausdrud. Jedes Wort, das er schrieb oder sprach, Fähigkeiten, seine Energie und Ausdauer, seinen forderten. Sein Blick, seine Stimme, der sanfte gab dem Würger, der ihn immer fester um- wägte er peinlich auf seine Wahrhaftigkeit und Fleiß und seine Gründlichkeit, sein Pflichtbewußt- Selang seiner wohlüberlegten, von Gemüt und flammerte, kaum Schritt um Schritt nach, arbeitete so erzog er auch alle, die feiner Führung untersein und sein fast übertriebenes Verantwortlich- Vernunft gleichermaßen bittierten Worte strahlten unabhängig, wenn es der augenblidliche Zustand stauden, zur Reinheit und Klarheit. Diese absolute teitsgefühl, sein gewaltiges Organisationstalent, eine Ruhe aus, die die bewegtesten Gemüter nur irgendwie zulich. Nicht eine Sekunde hat Ehrlichkeit im Denken und Handeln erwarb ihm seine Rednergabe, seine politische und journalis glättete, Stachel läste, versöhnte und einte. dieser edle, der proletarischen Sache restlos hin- das Vertrauen der Arbeiterschaft, die Herzen der stische Erfahrung und Selugheit noch so getreu Und in diesem heilen Auge, das so freundlich gegebene Mensch an anderes mehr als an den Tausende, die heute um ihn weinen. Seine gewiderzuspiegeln versuchen- man wird troy alle- den Geist seines Besibers widerstrahlte, lebte stampf gedacht. Begann die Folter der Schmer- winnende Herzlichkeit, sein psychologisches Verdem nicht imstande sein, auch nur einen schwachen noch etwas, das die Menschen anzog und ihnen zen, so biß er die Zähne zusammen, formte ein ständnis, sein echter, warmer Ton machte ihn zunt Begriff von der Persönlichkeit dieses Mannes zu soviel Sympathie für Cermat einflößte: ein föst- erlösendes Wort für sich und seine Umgebung und verehrten Berater der proletarischen Frauen, sein geben, wenn man nicht bemüht und imstande ist. licher, befreiender Humor, philofophische Seiter machte alle start durch seine Stärke. Optimismus, fein unbeugfames Kämpfertum zumt in die tiefsten Tiefen dieser Seele hinabzutau- feit, gepaart mit dem clementaren Drange, lustig Sein Beispiel hat ungezählte junge Prole- lendhtenden Beispiel der jugendlichen Arbeiterschaft. chen, die gestern ihren letten Hauch tat, wenn zu sein, gute Laune zu verbreiten, sich und den tarter zur Arbeit und zum Stampf erzogen. Nun schlägt diefes Herz nicht mehr. Mitten man nicht vermag, das überreiche wenscht um anderen Schweres durch Scherz und Frokfinn Mustergültig, ja pedantisch gegen sich selbst in der im Schaffen, im blühenden Mannesalter, zerStari Cermaks zu erfassen und zu sagen, welch leichter zu machen. Vielleicht kennzeichnet man Erfüllung seiner Pflichten, forderte er von seinen brach es die stärkste Gewalt. Die Tränen müffen wahrhaft großes Her; hier zu schlagen aufgehört diefen für Cermat wesentlichen Charakterzug am Mitarbeitern strengste Gewissenhaftigkeit. Wo fie fließen, das Leid will austoben. Dann aber, Gehat, welch herrliche Liebe und Güte dieses Herz besten damit, daß man ihn als den finnfälligsten fehlte, half er unermüdlich in Güte und mit noffen, Kopf in die Höhe wie Karl Cermat. In in sich schloß. Ausdruckt seines Wienertums bezeichnet. Darin, sanften Worten nach. Troy feines schweren Herz- Schmerz und Trauer nicht vergessen, den Kopf Start Cermat mit welcher Wehmut spre- in der Luft zum Fabulieren, in der Aufgeräumt leidens fand man ihn fast niemals nur etwas nach vorn und aufwärts zu halten. Wollen wir chen wir jetzt diefen Namen aus- hatte ein heit, die ihm in härtester Situation noch seinen laut erregt, alles förderte, alles schlichtete er durch das Leben meistern wie er, wollen wir auf dem goldenes Herz wie es unter Zehntausenden kaum fämpferischen Optimismus wahren half darin die Straft der Ueberzeugung und der Argumente, harten Boden, den er nun nicht mehr mit uns ciner in der Brust trägt. Ein Herz, nicht etwa war Cermat Wiener bis zu seinem letzten Atem- getragen stets von der Sache allein, und so wirkte pflügen kann, vorwärtskommen, dann erobern nur weich und gutmütig, sondern überfließend von zug. Mit diesem Optinusmus rang er um fein er immer nach vorwärts, geliebt, weil er Meister und wahren wir uns seinen Optimismus, feine der Fülle echter, tiefer Liebe und Güte wärmster Leben, er gab ihm zu seinem Glück noch in den der schweren Seunst war, allzeit das Einigende zu unverzüdbare Zukunftsgläubigleit. Bukunftsgläubigleit. Und feien Menschlichkeit. In dem weiten Bereiche von Men- lezten Tagen die trügerische Hoffnung, daß es finden und niemanden weh zu tun. wir, bamit wir stets start in der Einigkeit bleiben, schen, mit denen ihn sein Lebenswert zusammen mit ihm wieder aufwärts gehen werde. Diese innere, erhabene Vornehmheit seines gut wie er. Wesens ivirkte bis in die kleinsten Dinge. Er war 77-00 jührte, gab es keinen, der sich an ihn gewendet| Steiner von all den vielen, die während der 1. November 1924. Sette 3. feiner Betätigung, als daß sie in diesem kurzen ist in unserem Blatte vom 9. Oftober 1924 er- die beste fachmännische Leitung, so ergänzten diese| Uhr früh sprach Genosse Cermat mit seiner Frau Lebensabriß geschildert werden könnten. Das schienen. Es ist dies der Leitartikel in dieser Folge die Genossen Cermat und Seliger durch ihr theo- und schlief dann ein. Als seine Frau um ungeletztemal haben ihn größere Massen von Arbeitern mit der Ueberschrift Unser Parteiprogr: mm". retisches und tattisches Wissen. Nachdem sich unser fähr fünf Uhr früh erwachte, war Genosse Cera auf dem im August 1924 stattgefundenen Bundes- Cermak geht in dem Artikel davon aus, daß der Freund Cermak die Sporen in der Genossenschafts- mat bereits tot. Der Tod muß ungefähr zwischen turnfest in Karlsbad gesehen. Er war schon da Teplißer Parteitag von 1919 den Parteivorstand bewegung als Mitglied des Aufsichtsrates verdient drei und fünf Uhr früh eingetreten sein. Im mals ein schwerkranter Mann. Aber bis n seine mit der Ausarbeitung des Entwurfes eines neuen hatte, wurde er in den Vorstand gewählt. Als Schlafe hat also ein Herzschlag seinem Leben ein letzten Tage hat ihn sein Optimismus nicht ver- Parteiprogramms beauftragt hat und begründet, Handelsangestellter von Beruf, war es ihm auch Ende gesetzt. laffen, er hatte den Kopf voller Pläne und frute warum der Parteivorstand diesem Auftrag bisher hier möglich, sehr bald einflußreich zu wirken. fich, bis es ihm wieder vergönnt sein würde, an nicht Folge leisten konnte. Er schildert zunächst Im Vorstand wurde er ebenfalls mit dem Amte von seiner Arbeit und von seiner Partei, die er schen Verhältnisse: werden, daß unter Leitung der Genossen Čermak über alles liebte und der sein Leben geweiht war, für immer getrennt. feine Arbeit zurückzukehren. Nun hat ihn der Ted die durch den Weltkrieg völlig veränderten politi- des Schriftführers betraut. Es muß feſtgeſtellt Der Eindruck der TodesKarl Čermat und unsere Brelle. Breſſe. Würdigung, Dank, und letzter Gruß In dem Augenblicke, da die gesamte deutsche sozialdemokratische Arbeiterschaft dieses Landes schmerzvolle Totenfeier hält, tommen auch wir, die Redakteure und Angestellten des„ Sozialdemolvat" und der Vereinigung sozialdemokra tische Presse", um im Abschied von dem teuren Toten noch ein Wort der Würdigung und des Dantes für ihn und sein Werk zu sprechen. Denn an einem großen Stücke dieses seines Werkes fahen wir unmittelbar ihn selber schaffen. Karl Čermak in erster Linie gebührt das Verdienst an der Schaffung des Sozialdemokrat". Seinem Weinblick, seiner Energie, seiner Slugheit und Bähigkeit ist es vor allem zu danden, daß der im Schoße der Partei lang gehegte Plan der Schaffung eines Zentralorgans in der Hauptstadt der Republik Wirklichkeit wurde. Damals, vor drei Jahren, saben wir ihm, allen Schwierigkeiten und Hindernissen troßend, an der mühevollen Arbeit, der Partei, die im Rahmen des neuen Staates eigenes Leben erhielt, ein Sprachrohr zu schaffen, das der Größe und Bedeutung der Partei würdig war. Sar! Čermak hat diese schevere Aufgabe voll bracht und er hatte wohl Ursache stolz zu sein, daß ihm das, was schier unüberwindlich schien, zu meistern gelang. Von dem Tage an, da der Sozialdemokrat" ins Leben trat, galt diesem Organ Cermaks unermüdlicher Eifer, seine vom peinlichsten Verantwortungsgefühl getragene Sorge, feine Liebe. Ohne Unterlaß, man fann wohl sagen Tag und Nacht, war er heiß bemüht um die Ausgestaltung und Entwicklung dieses Blattes, dessen Herausgeber er ja auch war. In allen wichtigen Verwaltungs und redaktionellen Angelegenheiten war er der stets maßgebendste, stets befragte Leiter und Führer, der auch zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Hand war. Immer nur das Gedeihen und den Aufstieg der Arbeiterbewegung und aller ihver Organe und Zweige im Auge, ging Starl Čermat im dritten Jahre des Bestandes des, Sozialdemo frat" daran, einen Großteil der übrigen Parteipresse durch die Errichtung einer mit dem ,, Sozial demokrat" gemeinsamen Zentralredaktion und verwaltung zu vervollkommnen. Auch hier war Sarl Cermat Vater der schöpferischen Jdee, Vollbringer der fouchbringenden Tat. Der Weltkrieg hat nun, bildlich und wörtlich, und Seliger der Teplitzer Konsumverein in den nachricht im Parlament. alles über den Hausen geworfen In seinem Ende Händen der vertrauenswürdigsten Männer gebrachte er die gewaltigsten politischen Revciutionen legen war. Čermak schied als Funktionär aus dem Am frühen Morgen schon wurde die furcht aller Zeren, den Zusammenbruch des russischen Verein aus, als er nach Prag übersiedelte, wäh- bar Trauerbotschaft im Klub unserer Abgeord Zarenreiches, den Zerfall Defterreth- Ungarus und rend er dessen Mitglied bis zu seinem Tode ge- neten und Senatoren und im ganzen Hause be Ungestaltung des faiserlichen Deutschland. blieben war. Die praktischen Erfahrungen, die lannt. Der Eindruck, den die Nachricht auf die die Die Friedensverträge ohne Rußland vom Čermak während seiner Betätigung im Konsumwahnsinnigsten Imperialismus der Siegerstacten verein Teplitz- Schönau erworben hat, führten ihn nofsinnen unserer Parlamentsfraktionen machte, ur Haussitzung versammelten Genossen und Gediktiert, wollten auch ökonomisch ein solches dauern- bis zu seinem Lebensende in hervorragender Weise war der maßloser Bestürzung, tiefsten Wehe und des Slavenjoch für Deutschland aufrichter, das zu fener Einschätzung, die die Genossenschaftsgrößter Trauer. einen Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft organisation in der Arbeiterbewegung verdient. auch nach den alten fapitalistischen Gesetzen un Immer und überall zeigte sich Cermat als jener Die Trauerfundgebung des Klubs Methoden einfach unmöglich gemacht hätte. Dazu angenehme Charakter, der sich für das Wohl und unserer Abgeordneten und Senatoren. Rußland aus der Weltwirtschah ausgeschaltet, das Wehe der Konsumgenossenschaft interessierte und gab in den letzten fünf Jahren ein Chaos ohne mit ihr fühlte. Er erkundigte sich bei Begegnun Die Mitglieder des Vollzugsausschusses unserer geschichtliches Beispiel. In dicier Zeit und in solcher gen mit Genossenschaftsfunktionären stets über die Partei traten um 9 Uhr zu einer kurzen BespreSituation den tätsächlichen Zustand der ökonomi- age des Konsumvereines und da ihn deren Funk chung zusammen, dann sprach Genoffe Dr. Czech schen Verhältnisse, die der Weltkapitalismus ge- tionäre als ihren Freund und Förderer der Ge- in einer Sibung des Rhebs die ersten Worte des schaffen hat, auch nur zutreffend zu beschreiben, war nossenschaften kannten, hörten fie feine Ratschläge, Gedenkens für den Toten. Mit bränenerstickter eine blanke Unmöglichkeit, die Entwidlungstenden- die, getragen von seinem Scharfsinn, stets mit Stimme, anfämpfend gegen den Schmerz, faßte er zen im kapitalistischen Wiederaufbau zu zeigen, Borliebe befolgt wurden. Cermat war wie die Bedeutung des ungeheuren Schlages, der uns blieb für jeden Nationalölenomen, selbstverständ- selten einer überzeugt davon, daß die Sache der getroffen, und die Größe des Verlustes, ben wir blieb für jeden Nationaiötenomen, selbstverständ lich auch für jeden sozialistischen Theoretiker eine Arbeiter nicht unberührt bleibt von dem Gedeihen erleiden, in wenigen, herzzerreißenden Worten zuunlösbare Aufgabe. Die gewaltigen politischen oder dem Verderb der Konsumgenossenschaft. Für sammen. Bitterstes Web spiegelte sich in den Hü Umwälzungen und Gärungen, die Massen unter ihn galt es daher, der Konsumvereine Ratgeber gen der gewählten Vertrauensmänner, die stehend schyverer Seriegspsychose leidend, der wahnsinnige und Beschüßer zu sein. Diese Aufgabe hat er in in stummem Schmerze den Nachycauf des Genossen Glaube an die Gewalt allgemein verbreitet; das der glänzendſten Weise erfüllt. Der Konsum Dr. Czech für Karl Cermat anhörten. Die Klub find wahrlich keine Vorbedingungen, um die ge- berein Teplit- Schönau betrauert versammlung beschloß ihr Einverständnis damit, schichtliche Aufgabe einer Programmschöpfung mit daber mit der übrigen Arbeiter daß Genosse Cermat in Prag bestattet werde. wissenschaftlicher Fundierung als Ziel und Weihres besten Gönners und Führers schaft das allzu frühe sinscheiden weiser für sozialdemokratische Parteien erfüllen in tiefster Weise! zu können. Der Artikel schließt mit folgenden Worten: Wenn in der nächsten Zeit unsere große Mutterpartei in Deutschland, oder unser großer Bruder Die Krankheit. Um zehn Uhr begann die Sigung des Hauses, von dem die schwarze Fahne weht. Der Si des Dahingeschiedenen ist schwarz umflort und mit roten Blumen geschmückt.( Auch der Sitz des Geunjeren Toten. Bräsident Tomaset fagte bei Eröffnung. ber Sitzung: in Deſterreich an die Ausarbeitung von Program" einen schweren Herzklappenfehler mit sich herum; trägt diesen Flor.) Jim Hauſe hatte die Todes Karl Cermat trug schon seit seiner Jugend noffen Cermat am Tisch des Klubpräsidiums men schreiten werden, dürfte es sich zeigen, daß er war die Folge einer Herzfleischentzündung, die nachricht tiefsten Eindruck he worgerufen, die Partrot Weltkrieg und Friedensvertrag nach marxistier im Anschlusse an einen Gelentsrheumatismus lamentarier der anderen Parteien drückten dem ſcher Erkenntnis und nach den marzistischen Me- durchgemacht hatte. Jahrzehnte lang vermochte Vizepräsidenten des Hauses und Klubvorsitzenthoden, die die Jünger des großen Meisters gerade sein äußerst träftiger Organismus diesen Defelt den Dr. Czech sowie den anderen Genossen ihr in Desterreich und Deutschland souverän beherr- ohne Spuren und Beschwerden zu ertragen und Mitgefühl persönlich aus. schen, die Wirtschaftsbeschreibung und die Aufzei zu überwinden; das Herz war fräftig genug, um Da Präsident Tomašek seinen Platz betritt, gung der ökonomischen und historischen Entwid- ben Blutkreislauf tros der ungenügenden Slap- erhebt sich das Haus und hört ergriffen den Nach lung der kapitalistischen Produktionsweise sich von penfunktion aufrecht zu erhalten. Die außerordent- ruf an, den Tomašek dem Verſtomerſen widmet: unseren Erkenntnissen in der Vorkriegszeit wenig lichen Anforderungen aber, die der Beruf des unterscheiden. Dasselbe gilt für die Bieljepung. Politikers an den Organismus stellt, die getalDer Nachruf des Bräsidenten für Neu wird sein, weniger die Theorie des Sozialistigen förperlichen und seelischen Anstrengungen, mus, sondern die Fülle von Lehren für die foziaii- die der unermüdliche, nie raftende, an feine geistische Taktik und Praxis. Was in früheren Programmen über den Weg zum Endziel über die ſtigen und leiblichen Fähigkeiten die höchsten Anforderungen stellende Parteimann sich zumutete, Anwendung der Mittel des Klassenkampfes zu begannen vor etwa zwei Jahren den Gleich Ich eröffne die heutige 296. Sigung des Ab. Eroberung der politischen und ökonomischen Macht gewichtszustand zu erschüttern. Es zeigten sich die geordnetenhauses unter dem Eindrud der traurigen des Proletariats zur Ueberwindung des Kapitais ersten Anzeichen beginnender Herzinsuffizienz mit Nachricht, daß heute nachts aus unseren Reihen mus nur in sehr allgemein gehaltenen, großen Li- allen ihren sich stets steigernden Erscheinungen auf Nimmerwiederkehr der Herr Abgeordnete Karl nien gesagt werden konnte, daß werden die neuen ber Atemnot, des Versagens bei größeren An- Cermat abgegangen ist. Programme fonkretisieren, verdeutlichen. Seit 1914 strengungen, der Herzbeschwerden; durch die Fran- Es ist dies der zweite schmerzliche Verlust, habe ich über den Weg zur Macht soviel gelernt und zensbader Stur gelang es, den fortschreitenden Pro- der in den Zeiten unferes Parlaments die deutsche erfahren, das in einem Parteiprogramm verzeß zum Stillstand zu bringen. Es wäre vielleicht fozialdemokratische Arbeiterpartei nach dem Hinarbeitet werden muß, daß auf diesem Gebiete das noch durch längere Zeit gelungen, Čermaks Ar- gang ihres hervorragenden Führers Josef Seliger, eigentlich Neue in Erscheinung treten wird. Doch beitsfähigkeit zu erhalten, wenn nicht im Früh der gerade vor vier Jahren entschlafen ist, getrofdiese Riesenleistung werden die Großen im soziali jahre dieses Jahres eine Erkrankung an Grippe, fen hat. Im vollen Mannesalter von 43 Jahren stschen Reiche zuerst vollbringen. Wir, eine fleine ein Rückfall des Gelentsrheumatismus und damit hat das unerbittliche Schicksal den tapferen Nach Partei, die unter so ganz außergewöhnlichen Ber- verbunden eine neuerliche Herzentzündung dazwi- folger auf der Bahn Seligers gemäht. Čermak hältnissen unvergleichlich schwerere politische Tages- fchen gekommen wären; die dadurch verursachte, war als Bizevorfißender des Klubs der Abgeorb. arbeit zu leisten haben, als unsere Nachbarn, wir rasch fortschreitende und unaufhaltsame Entartung neten der deutschen sozialdemokratischen Partei, als werden über unser Pragramm doch wohl erst be- des Herzmuskels, der von Woche zu Woche weni Sekretär und Stellvertreter des Vorfißenden des schließen, bis die hervorragendsten Theoretiker des ger leistungsfähig wurde, ließen schon vor Mona- Bollzugsausschusses der deutschen sozialdemokratiMargismus und die erfahrensten Praktiker in den ten das Heranrüden der Katastrophe erkennen. schen Arbeiterpartei ein nicht weniger cifriger Mit proletarischen Kämpfen der letzten Jahre mit ihrer Franzensbad hatte nur mehr vorübergehende und arbeiter als sein Vorgänger. geschichtlichen Aufgabe der Programmschöpfung ungenügende Wirkung. Schon im August stellten Karl Cermat war der Sohn proletarischer Fa fertig sind. sich die ersten Zeichen dafür ein, daß auch die milic, er empfand tiefes Gefühl für die Arbeiter. Nieren ihre Funktion nicht mehr zu leisten ver- bewegung schon in seinen jüngsten Jahren, was mögen. Stauungen, mit all ihren traurigen fich in den Ideen des Sozialismus fundgab. Der Symptomen, wie Leberanschwellung, Wassersucht Verstorbene hat als Jüngling die journalistische traten hervor, das Herz versagte immer mehr und Laufbahn angetreten und wurde rasch durch seine Bersonenfults, in aller Offenheit und mit bitter die die Sonsumgenossenschaften als ein besonders auch die stärksten Mittel versagten. Die außer österreichischen sozialdemokratischen Bewegung. ſter Wehmut im Herzen sagen, wie lieb wir ihn wichtiges Glied der Arbeiterbewegung betrachten. ordentlich gewissenhafte und fachkundige Behand- Bor 17 Jahren kam er nach Nordböhmen, nahm hatten, wie sehr wir ihn nicht nur den geistigen Seitdent er, von Wien kommend, in Teplitz seinen lung durch Herrn Dr. Eisner, demt der Dahin- die Stelle eines Redakteurs in der Zeitung FreiLeiter und Führer, sondern auch den prachtvollen, geistigen Menschen schäßten und verehrten. Er Wohnsiz genommen hat, gehörte er dem Stonfum- gegangene das größte Vertrauen entgegenbrachte heit" an und stand bald in den ersten Reihen der war uns teuer und er bleibt uns teuer über das verein von Teplit- Schönau als Mitglied au. Ob- und der Rat des wiederholt zum Konsilium zu- Arbeitervertrauensmänner des Teplißer Organi Grab hinaus, ewig ist sein Andenken in unseren wohl es ihm die Zeit nicht erlaubte, sich zunächst gezogenen Prof. Friedl Pick vermochten nicht zu fationsbezirkes und ganz Böhmens. Zu Zeiten Herzen eingefreint. Ihmt nachzufstreben sei un- betätigen, so erfüllte er seine genossenschaftliche schwer kranke, durchaus erschöpfte Herz zusammen- Sekretär der deutschen ſozialdemokratischen Landesin der Genossenschaftsbewegung hervorragend zu berhüten, daß das seit Jahren überangestrengte, Desterreichs war er Mitglied des Vorstandes und ser Ziel- dies unser Gelöbnis in Liebe und pflicht in anerkennender Weise mit dem Waren- brach. In all den letzten Monaten schaverer Krantheit, die ihn uns nahm, ab in Prag oder fern von hier, weilten die Gedanken des nun toten Genoffen und Führers, ununterbrochen, jeden Tag und jede Stunde, so wie bei allen Unternehmungen und Körperschaften der Bewegung so auch bei unserer Presse, der er sich mit all' der großen Liebe und Hingebung, deren er fähig war, annahm. Bis in die allerleßten Tage seines Lebens, bis ihn die großen Schmerzen niederwarfen, stand er mit den Redakteuren des Zentralorgans in engster Verbindung, noch in dieser Woche, da wir ihn verloven, erreichten uns seine Ratschläge und Anregungen. Nun ist er dahin. Sein Werk steht und wir wollen es fortführen in seinem Geiste und nach seinem Beispiel. Und nun noch ein Wort an Karl Čermat als unseren ersten Kollegen, an den lieben guten Menschen, neben dem zu arbeiten wir nun nicht mehr das Glück haben. Jezzt, da er von uns geTrene. Čermat als Genossenschafter. Der leider so früh verschiedene Freund und Genosse Cermat gehörte zu jenen einlauf im Verein. Allmählich wurde es ihm möglich, dem Konsumverein ein erhöhtes Augenlegenheit griff er in bezug auf die Förderung der Letzte journalistische Arbeit. mert zu schenken. Bei allen sich ergebenden Gepartei Böhmens; nach dem Umsturz wurde er Vizeborsißender des Bollzugsausschusses der Partei in Die legten Stunden. der Tschechoslowakei und im Jahre 1920 tourbe er in die Nationalversammlung gewählt. Donnerstag abend befand sich der Strante Meine Damen und Herren! Rnn der reichen Fülle von Arbeitsgebieten, Genossenschaftsbewegung einflußnehmend cin. noch in bester Stimmung und niemand aus sei- Durch Erheben von den Sitzen haben Sie das auf denen Cermat tätig war, sei auch erwähnt, Sobald Cermat beobachtete, daß dem Stonsum- ner Umgebung ahnte, obgwar seine Freunde und Andenken des Verstorbenen geehrt, der eine reiche daß unser verstorbener Freund ein tätiger Jour- verein Schwierigkeiten zu entstehen drohten, war Angehörigen sich der kritischen Lage seines Zu- Tätigkeit entfaltete, nicht nur in diesem Hause be nalist gewesen ist. Als Redakteur der Teplitzer er- wie in seinem übrigen Arbeitsgebiet- auch standes bewußt waren, die unmittelbar bebor fonders als Vertreter des deutschen Schulwefens, Freiheit" fant er 1907 nach Böhmen und war hier helfend zur Seite. Immer verstand er es, stehende Statastrophe. Hatte doch der Spezialist, als Kenner sozialer und Gemeindefragen, sondern als solcher bis zu seiner Bestellung als Landes- mit seinem hervorragenden Wissen Wege zu fin- der ihn Donnerstag mittags noch untersucht hatte, auch im Stadtrate von Tepliß- Schönau und im parteifefretär 1911 tätig gewesen. Er hatte immer den, die bestimmt waren, gegangen zu werden. baum die Hoffnung gelassen, daß unserem Genos- Verbande deutscher Selbstverwaltungslörper. WieInteresse für die Journalistik und hat die Be Durch die zunehmende Betätigung, der er sich im sen Cermat noch ein paar Tage oder Wochen zu viel Vertrauen in seinen gewissenhaften Fleiß die deutung der Presse für die Parteibewegung voll Konsumverein widmete, lernten ihn die Teplißer leben vergönnt sein werden. In den Abendstun- Partei, der er angehörte, zu ihm hegte, geht am zu würdigen gewußt. Eine seiner größten Leistun- Arbeiter als ihren besten Berater in genossen- den schlief dann der Kranke ein und dam um besten aus der Tatsache hervor, daß Abgeordneter gen, die er für die Partei nach dem Kriege voll- schaftlichen Fragen kennen. Sehr bald wurde er halb zwölf unter fürchterlichen Atembeschwerden Cermat in den ständigen Ausschuß, in den Ausbracht hat, auf dem Gebiete der Parteipresse: in den Aufsichtsrat und in diesen als dessen auf. Er tte Herzkrämpfe und rang nach Atem, schuß zur Ueberprüfung der Tätigkeit des ständigen die Schaffung des Zentralorgans der Partei im Schriftführer gewählt. Während der Genosse Se die Schmerzen waren furchtbar, er lagte und Ausschusses, in den berfassungsrechtlichen AusJahre 1921 und die Schaffung der Vereinigung liger, der der Arbeiterschaft ebenfalls so früh iammerte, stöhnte und hielt sich, un den Schmerz schuß, in den Außenausschuß, in den Initiati Sozialdemokratischer Preffe" im heurigen Jahre. Dahingeschiedene, im Vorstand wirkte, arbeitete niederzutämpfen, tranpfhaft am Bettrande an. ausschuß, in den Ernährungsausschuß, in den Cermaf ist in erster Linie der Schöpfer dieser Cermat im Aufsichtsrate Es fann ohne Ueber- Außer seiner Frau stand ih Abg. Gen. Unterausschuß und in den Sozialisierungsaus beiden Institutionen der Partei gewesen und er treibung gesagt werden, daß während dieser Zeit, scher bei, der bei ihm wohnte. Der herbeigeru schuß delegiert wurde. In diesen Ausschüssen hat hat nicht nur die materiellen und finanziellen in der die fähigsten Männer der deutschböhmischen fene Arzt gab um den Schmerz des Kranken zu Cermat feinen Weitblick in allen Gebieten zur GelGrundlagen der Parteipresse schaffen helfen, er Arbeiterschaft im Konsumverein Teplitz- Schönau lindern, diefem eine Injektion, worauf natürlich tung gebracht. hat auch in der Redaktion durch vielfache An- tätig waren, der Verein die höchste Stufe feines die Schymerzen nachließen. Nach einer Viertel- Sein Interesse für die Politit das halte ich regungen gewirkt und oft felbst zur Feder ge- geistigen Aufstieges erreichte. Sorgten auf der stunde beruhigte sich der Kranke und Genosse Fi- für nötig zu betonen hat nicht einmal während griffen. Sein letzter Beitrag für die Parteipresse einen Seite die Geschäftsführer des Vereines für fcher schickte dann den Arzt weg. Noch um halb drei feiner schleichenden Krankheit nachgelassen. Ob = Beite 4. wohl er schwer frant war, hat er den Gang ber Ereignisse ständig verfolgt und ließ sich über alles informieren, was im Parlamente vorging. Der Abgang eines politischen Arbeiters solcher Qualitäten ist ein Berlust nicht nur für bie deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei, jontern für die ganze gefeßgebende Körperschaft, die im Entschlafenen einen lieben Genossen verliert, der für seine tonziliante Handlungsweise persönliche Feinde nicht einmal im Lager der politischen Gegner hatte. Dafür werden wie ihm alle ewiges und ehrendes Gedenken bewahren! Durch Erheben von den Sizen haben Sie gleichzeitig die Zustimmung erteilt, daß diese Rundgebung in das Protokoll der heutigen Sigung aufgenommen wird." Die Bestattung. Der Leichnam Sarl Čermaks wurde gestern nachmittags auf dem Wolschaner Friedhof in Brag aufgebahrt. Die Bestattung findet von der Auf bahrungshalle aus Montag, den 3. November um halb zwei 1hr statt. Beileibstundgebungen. Jure Laufe des gestrigen Tages sind an das Parteisekretariat sowie an den Klub unserer Abgeordneten und Senatoren eine ganze Reihe von Beileidsfundgebungen eingelangt, von denen wir nachstehende wiedergeben: 1. November 1924. Von der Auslandsvertretung der sozial- sheute die nationale und soziale Frage, das Stre- für ihren sfetatischen Zweig eine weit größere demokratischen Partei Rußlande ben nach einer gerechten gesellschaftlichen und fitte Bedeutung hat als der 30. Oftober. Die Tschechen langte folgendes Telegramm ein: lichen wirtschaftlichen Ordnung steht im Vorder- haben einen Löwenanteil an der Befreiung der bauert die Abstriche im ärmlichen Budget darMit aufrichtigem Echmerz betrauern wir mit grunde. Wir sind nicht der Auffassung, daß der Tschechoslowakei. Unter den Legionären, die die Ihnen den frühzeitigen Tod des Genoffen Germat. Weg, den der Minister des Aeußern geht, zum Slowvalet befreiten, waven 500 Slowaten, alles Das Anbenken dieses aufrechten, schlichten und mu- nationalen und sozialen Frieden führen wird. andere Tschechen. Herr Juriga babe versprotigen Führers des deutscher Proletariats der Tsche. Das größte Sindernis, das sich der Friedensent- chen, am 30. Oktober eine Weffe in Presburg zu choslowakei, mit dem wir in treuer Gemeinschaft für wichung entgegenstellt, sind die Friedensverträge, Téfent, at Stelle dessen feierte er den Tag im Buf die Wiederherstellung einer wirklichen Internatio- welche aufgebaut sind auf der schändlichsten aller fet des Parlamentes. Hrušovsky polemistert weinale tämpfen, wird auch in unseren Reihen in dau- Lügen unserer Zeit auf der Striegsschulb Deutsch- ter gegen die Politie der slowakischen Volkspartei ernder Erinnerung bleiben. Abramowitsch. lands. Die Friedensdiftate erweisen sich als Fort- überhaupt. segung des Krieges. Der magyarische autochtone Autonomist Rors Beileidsfundgebungen find ferner eingetroffen der Tschechisch lerifale Myslivec ein größeres niffen. Von tschechischer Seite fammelte wie immer lath befaßt sich mit tarpathorussischen Verhält vom Ministerpräsidenten der tschechoslo- Auditorium um sich. Gegen die Deutschen, die wafischen Regierung; von den Klubs der Abgeord Der tschechische Sozialdemokrat Nečas neten und Senatoren; der tschechischen sozialbemo guten Willens find, würden die Tschechen ne fratischen Arbeiterpartei; der deutschdemokratischen Friedensbestrebungen des Papstes Benedikt XV., mals Gewalt anvenden. Redner erinnert an die pathorußlands. Nach dem magyarischen Landwirt Szentivany Freiheitspartei, des Bundes der Landwirte, der die er mit den Friedensbestrebungen des böhmi spricht der Nationaldemokrat Dr. Hajn, der an die tschechelewatischen nationaldemokratischen Partei, fchen Königs Wenzel vergleicht. Er bespricht die Beschlüsse des letzten kommunistischen Stongresses der tschechischen Nationalsozialisten, der tschechirage des Verhältnisses zu Rußland und sagt, in Wosiau erinnert, die einen feindlichen Charak schen Agrarpartei, der deutschen Gewerbepartei, daß. je später vir mit der Anerkennung Rußlands ter gegen die Republik tragen und sich daher geder deutschen christlichsozialen Volkspartei, des kommen werden, desto besser es für uns fein würde. gen die Anerkennung Rußlands ausspricht. Vollzugsausschusses der Reichsparteileitung dieser Der Gewerbeparteiler Mlčoch ist mit der Der tschechische Nationalsozialiſt Savičer Parfci, der tschechischen Gewerbepartei; ferner von Außenpolitit Benes's einverstanden. sagt, daß der Optimismus Dr. Bene's nicht der Union der Bergarbeiter in Turn, dem Abgeord neten Genossen leband- Karlsbad, von der Streis- spricht sich gegen Dr. Fariga aus, der in markt- Nation gelegen ist. Der tschechische Nationalsozialist Hrušovoth ufällig sei, sondern in der Secke der gangen organisation Brünn, von der Kreisorganisation fchreierischer Weise die Feier des 80. Oftober for Nach dem noch einigen Interpellationen die für Sibböhmen, von der Bezirksorganisation bert. Er spricht offen aus, daß der 28. Oktober Dringlichkeit nicht zuerkannt wurde, wurde die Falkenaat, von der Bezirksorganisation Bands für die ganze tschechoslowakische Nation, also auch Sigung geschlossen. fron, von der Bezirksorganisation Ober leutensdorf, von der Besirtefrankenkassa Komotau, leutensdorf, vom Bezirksgewerkschaftskartell Ober- 00000000000000000000000000000000000ONAGOL VAHJUO¯¯¤Øª¤¯¯ ● CHOBAOÛT von der Streisorganisation Komotau der Jugendlichen, vom Abgeordneten Genossen KoudelkaKolin, vom Genossen Dr. Ehlemann. :: Parteivorstandssitung. Berlin, 31. Oktober. Guer überaus schwerer Berluft wird von der ganzen Internationale mit empfunden. Wir beklagen den Berlust Germaks als Montag, den 3. November, findet um halb den eines hochgeschäßten Freundes und unermid- 12 Uhr vormittags eine Sigung des Parteivor lichen Bortämpfers des Gozialismus. standes im Nikzimmer des Abgeordnetenhauses Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. statt. sschechoslowakische soziale bemokratische Arbeiterpartei fandte uns folgende Beileidskundgebung: Der Berliner„ Vorwärts" zum Zode Čermats. Die Labour Party hat eine Million Stimmen gewonnen. London, 31. Oktober.( Reuter.) Die genaue Zusammenseßung der verschiedenen Abstimmungsergebnisse wird jeßt bekannt und ergibt für die Konservativen 7,598.000, für die Arbeiterpartei 5,502.000( im Jahre 1928: 4,508.504), für die Liberalen 3,105.000 und für die Kommunisten 56.000 Stimmen. ** London, 31. Oftober.( Eigenbericht.) Das kann und sie wird dann wahrscheinlich ihre DeBerlin, 31. Oktober.( Eigenbericht.) Zum Arbeitslabinett hat gestern eine Signng abgehal. mission geben. Die Entscheidung darliber wird Zief bewegt erhielten wir die schicksalsschwere Tode des Genoffen Cermals schreibt der„ Borten und beschlossen, die Geschäfte noch einige Lage vom Ministerrat am Dienstag gefällt werden. Der Botschaft, daß die Reihen der deutschen Bruderpar. wärts“:„ Die deutschböhmische Arbeiterbewegung weiterzuführen. Der Grund zu diesem Entschluß König tehrt am Montag zurite und wird wahr. tei beraubt sind um eines der besten Mitglieder. hat mit ihm die Seele ihres organisatorischen Le Bir begreifen, was für Euch der Tod des Ab- bens verloren. In letter Zeit hatte sich fein Ge- liegt darin, daß die Regierung mehr Licht in die scheinlich em Ende der nächsten Woche Gelegenheit geordneten Genoſſen Karl Cermat bedeutet. Unſere ſundheitszustand gebessert; umso schmerzlicher trifft Angelegenheit des Sinowfew briefes brin- haben, eine konservative Regierung zu Partei versteht es, Gueren Berluft zu wirdigen, da die Nachricht von seinem Tode alle diejenigen, die gen will. Die Regierung hofft, daß die Unter- berufen. fie felbft in turzer Zeit fühlbar durch den Tod thret an dem Ramble der deutschen Sozialdemokraten in hung bis nächste Woche abgeschlossen werden| führenden Genoffen betroffen wurde. Empfanget daher, geehrte Genossen, den Mais- ber Tschechoslowakei Anteil nahmen. Der Berluft brud unferer innigsten Anteilnahme an Eurem trifft die Partei umso schwerer, als auch der zweite Schmerze mit der Versicherung, daß dem Verstorbe. Borstand- Stellvertreter der Partei, Genosse Hillenen in den Reihen umferer Partei ein ewiges Ge brand- Karlsbad, seit längerer Zeit durch Krank denten gewahrt wird. heit dem Parlamente und der Partet entzogen ist. Mit Parteigruß für die Gefkoslovenska social. Cermaks Tod bedeutet nicht nur einen Berluft ne- demokraticka strana dělnicka für die deutschböhmische Sozialdemokratie, sondern 3. Marek m. p. A. Němec m. p. M. Fangl m. p. auch für den gesamten Sozialismus und bie Internationale." ........ Außenpolitische Debatte in der geftrigen Sigung des Abgeordnetenhauses. Der Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie. Wien, 31. Oktober.( Eigenbericht.) Heute trat und Zerreißung der Arbeiterbewegung. Der leidenin Salzburg der Parteitag der österreichischenschaftliche Kampf ber Areiter untereinander, der in der Preffe, in Versammlungen geführt wurde, Sozialdemokraten zusammen. Er ist von 396 Dele der sich auch in jede Werkstatt, in jede brit gierten und 42 Gästen besucht. Aus dem Ausland verpflanzte, war das bitterste Leidenstapitel. Denfind Genosse ilferding als Vertreter noch trf ich Ihnen sagen: die deutsche SozialDeutschlands, sowie Vertreter der belgischen, russi- demokratie ift it rent Stern, in ihren Kadres, in ihrer Geschlossenheit unberührt geblieben und schen und ungarischen Genossen erschienen. fie hat die schwerste Zeit hinter sich. Die fogiaPrag, 31. Ofteber. Das Abgeordnetenhaus| perialismus aus dem internationalen Gefchen Genosse Nichner überbrachte die Grüße liftische Schulung, welche die deutschen Arbeiter bersammelte sich unter dem Eindruck der Nachricht beseitigen und fitzt in Prag in einem Nabinett, der deutschen Sozialdemokraten aus der Tschecho- bei uns als frühere Angehörige der österreichischen bem Ableben des Genossen Cermat Den Be- beffen Regierungemagimen nichts anderes fin: als flowatet. Er führte aus: Partei empfangen haben, hat sich schon beipährt, richt über den Beginn der Shung finden unsere Gewalt und wieder Gewalt. Dr. Beneš spricht Ich bin beauftragt, Ihnen von der deutschen unsere alten Genoffen und Organisationen haben Leser an anderer Stelle. die Sprache des Friedens, aber wichtiger sind die sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der sche- eusgeharrt, haben den ärgsten Sturm überdauert. Das Haus nahm die Erklärung des Außen- Gedanken des Friedens und wichtiger, als Se- choslowakei die herzlichsten Griiße zu überbringen! geht, Genoffen, auch bei uns wieder vorwärts! ministers Benes mit den den Stimmen der danken des Friedens find die Taten bes Friedens. Seitdem die politische Nengestaltung uns aus Nicht stürmisch wie bei Ihnen, wir müssen um Stoalitionsparteien zur Kenntnis und beendigte die Unb folange wir sie nicht überall sehen, fönnen wir einandergeriffen hat, fönnen wir nur als Gäste an die Seele jebes Arbeiters, ber uns abrrünnig außenpolitische Aussprache. den Erklärungen des Außenministers nichts an- Ihren Tagungen teiln nen, aber wir fühlen wurde, unt foden Roll breit Boden hart vingen. Bon deutsch bürgerlicher Seite ge- deres entgegenbringen, als jene scharfe Ablehnung, uns noch immer zu Ihnen gehörig und im Gelfte Aber wir sehen wieder ein Stück blouen Himmels. langten vier Redner zu Worte, Sprecher der Ar- die wir der gesamten Politik der Regierung entwie im Herzen führen wir Ihre Stämpfe mit. Weit Wir hoffen zuversichtlich, Ihnen in absehbarer beits" und der Stampf"-Gemeinschaft, welche gegenor ngen, deren mitverantwortliches witglied größter Freude haben wir den stoisen Aufstieg eit auch von uns einen Aufstieg des sozialistischen sämtlich gegen die Ausführungen Benes's polemi- Dr. Benes ist. verfolgt, den die Arbeiterbewegung in diesem Gebankens melden zu können. Ihren Beratungent fierten. Der Christlichoziale Dr. Feierfeil erklärt, daß Laube genommen hat. Wir haben Jahre schwer wünsche ich vollen Erfolg! Der Deutschdemokrat Dr. Maffa bedauerte, die Deutschen der Außenpolitik des Ministers Dr. ster Stampfe hinter uns, die zugleich Jahre des Genoffe Starlett eröffnete den Parteitag daß manche wichtige außenpolitische Fragen in Benes nur mit dem größten Weißtrauen entgegen Stillstandes gewesen sind. Troß aller Arbeit, Auf- und gedachte zunächst der Toten unserer Bewedem Exposee zu furz gekommen sind. So wäre es treten fönnen, zumal es Tatsache sei, daß die offi opferung, Babigkeit und Tapferkeit, die, wie Sie wünschenswert gewesen, wenn wir erfahren hät sielle Außeravelt auf Grund der durch unser glauben dürfen, auch bei uns aufgewendet wurde, gung, vor allem des Genossen Karl Cermal, ten, welche Stellung die Tschechoslowakische Repu Außenministerium erteilten Informationen den blieb uns in diefen Jahren nicht viel anderes dessen Ableben wenige Stunden vorher bekannt blit zu jenem Memoire einn mmt, das die deutsche Deutschen gegenüber von großen Irrtümern befau. übrig, als uns an den Erfolgen der Bruderpar- geivorden fet. Genosse Seit knitpfte dann an den Regierung an die Völkerbundstaaten gerichtet hat. gen ist. 2s schnverstes level müffe die starre Fest- teien des Auslandes zu freuen, an den Fort- Salzburger Parteitag vor 20 Jahren an, der in Wir begrüßen die Erkenntnis des Außenministers, haltung an den Friedenéverträgen, welche feine schritten des Sozialismus anderswo zu erheben. eine schwere Krise der Partei siel. Jezt sei die daß die Außenpolitik eines Staates in erster Linie Aenderung zuläßt, bezeichnet werden. Man tönne Eine Erklärung dafür werden Sie finden, wenn Wirtschaftspolitik fein muß. So wichtig der Ab aber feineswegs davon sprechen, daß die Außen- ich Ihnen fage, bas bas Land, aus dem ich komme, Partet allfeits im Aufstieg begriffen und werden schluß von Handelsverträgen aber ist, so kann diese politif des Ministers Dr. Benes durchsvegs von am, elfrighten und erfolgreichsten das Wort zur nun nach den wirtschaftlichen Kämpfen der Jahre Art in der gegenwärtigen Zeit nicht als genügend Erfolg begleitet wäre. Dies beweist schon das Er- Wahrheit zu machen bestrebt ist: Desterreich wird auch daran gehen, ihre politischen Forderungen empfunden verden. Der allgemeinen Wirtschafts- gebnis der letzten Belgrader Konferens, deren ewig bestehen! Als verderblichste Erbschaft haben wieder entschiedener zu verfechten. Deshalb soll trife, der besonderen mitteleuropäischen und der Aufgang den geplanten eisernen Ring unt Deutsch wir den nationalen Streit fibernommen, der für der Parteitag zu Seipels Kampfrede gegen die gang speziellen der Sutzessionsstaaten, fann man land vollständig zerschlagen hat. Auch das Ge- die Entwicklung ber Arbeiterbewegung nicht ba nicht beikommen mit dem bisher üblich gewefenen füge der Sleinen Entente scheint immer loderer zu burch ein geringeres Hemmnis geworden ist, daß freie Schule und zur Verfaffungsfrage Stellung System, sondern diese kritischen Verhältnisse lassen verden. die nationale Vorherrschaft an andere Machthaber nehmen. Als Bertreter der Internationale war fich nur beheben, wenn man die Spannung des Der Deutschnationale Dr. Lobgman gebenft übergegangen ist und die Parteien der deutschen Genosse Fritz Adler erschienen, der in seiner wirtschaftlichen Souveränitätsbegriffes befe tigt. der leberfliegung des Ozeans durch das Luftschiff Bourgeoisie in die Opposition gegangen find. Ein Ansprache auf die englischen Wahlen zu sprechen Jan Exposee ist ein Bekenntnis zu dieser Linie z. B. 111" und darafferifiert die Grundrichtung weiteres schweres Hindernis unserer Entwicklung lam und den großen Erfolg der Arbei bermissen, wie überhaupt das Aufzeigen einer der fchechoftewatischen Außenpolitik mit dem Aus war, daß wir zur tschechischen Sozialdemokratie, neuen handelspolitischen Stonzeption. Aus bent brude status quo, an den Friedeneverträgen barf die an der Regierungstoalition feilnimmt, interpartei unb der Regierung WacDonalds Expofce wird weiters auch flar, daß eine de jure- nicht gemittelt werden." Die Friedenspolitit des politischen und oft leiber auch in grund'äßlichem feierte. Es sei falfch, von einer Niederlage 312 Anerkennung, Sowjetrußlands durch die Tschecho- Außenministers ist nur der Ausband der Angst Gegenfase standen. Die ungelöste und scharf zureben. Die Labour Party habe ein gefährliches flowakei auch in der nahen funft nicht zu er vor Nenderungen. Die Welt kommt nicht zur gefpiste nationale Frage, die politischen Differen- Experiment überaus glücklich beendet und werbe warten ist. Ich glaube aber. das hier eine wirt Ruhe. Redner bedauert, daß der Winister nichts zen mit den tschechischen Sozialdemokraten und die bei den nächsten Wahlen ihre Macht wieder herschaftlich lebentliche Berzögerung vorliegt. Dr. über die Donauföderation gejagt hat, trobem in schwere Wirtschaftskrise, die wir durchlebt haben, Bench widmet leider der Minoritätenfrage nicht der legten Beit dieser Gebante wieder aufgetaucht haben uns Schaden gefügt, haben den Stlaffen- stellen. Wichtig sei, daß das zweiparteiensystem die nötige Aufmerksamkeit. Er bemüht sich in ist. Wenister Dr. Denes betreibt eine wahre fampf gehindert, haben bei vielen Proletariern woteder hergestellt set. Genoffe Fritz Adler gedachte Genf um die Sicherheit des Staates und gefährdet Stenspromißpolitik, cine Politit der Mitte zwifcheit das delaffenbewußtseint abgeschwächt unb fie ab- dann noch der Anzeichen des Wiederaufstieges der fie in Prag, er bekennt sich als Anhänger der inter- zwei großen Rivalen, Frankreich und England und irren laffen. Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung in nationalen Demokratie und duldet, daß in se ner feine Woral hat einen doppelten Boden. Merger aber hat noch ein anderes, das Ihnen Heimmat die Gedanken dieser Demotratie in den Der Nationalsozialist Knirsch führt aus: Die sum Glid erspart geblieben ist, geivirft: das ben übrigen Ländern und stellte fest, daß es überall ift Stand getreten werden, er will die Politik bes Im- bevegenden politischen Sträfte in Europa sind die von den Kommunisten betriebene Aushöhlung vorwärts gehe. Jabrg. 1 Nr. 18 Am 1. Nov. 1924 Die proletarische Frau Ohne Hoffnung. Die Lampe steht zwischen ihnen. Und das eigen. Nur die Uhr tadt. Rein Wort nichts ewigkeitenlang. Das Schweigen im Raume ift gräßlich. Deutlich fühlen fie es. Er sieht von seinem Buche auf und begegnet ihren Augen, ben wartenden, fragenden: Inglitlich, wie ich wie lange natole lange ned?" Er erwibert nichts auf ihre stumme Brage. Drauf spricht fies laut aus: Die lange erträgit bus no?" Solange, als ich mit achtzig Rronen onverbien heimgehe." Sie fchtveigt, tweiß ihm nichts entgegen zu halten. Er hat Recht. Daheimbleiben aus der Arbeit mitte the. Daheimbletben bei ihrem Glüd!? Und hungern müßten fie, berhungern vielleicht alle drei: Riemand fann zwei Herren dienen. Aber er wird an den Samstagen nie mehr heimbringen, nie nieRiemals genug für bas i eines Rimbes. Denn er tirb alt. Alt werben fie beide, alt und einsam. Nichts regt sich in ihrer Stube; nur bie Uhr tadt, baß es ihm im birne schmerzt. In die Bandflächen gräbt er bie gingernägel. Und fie ftahat: Deilige Maria Gottesmutter-" Und das Bild ber Gottesmutter läeft, lächelt herab auf die Menschen, benen lein Menschensohn werben barf. Bans on heifer. Erscheint an jedem stveiten Samstag reigt, auf das Meritorische dieser Zeilen einzu-[ sie wird sie dafür zur Gesellschaft führen;[ Wittel fehlen. So führt sie dann der Weg direkt gehen und den Widerspruch zwischen der gedanken und statt der engbegrenzten He mat, die ihnen in in die Arme der Prostitution. Damit ist ihr Tofen Entrüstung des Bürgertums und seinen Wirklichkeit nie eine Heimat war, wird sie ihnen selbst schon praktizierten Erziehungsmethoden auf die Welt geben! zuzeigen. Weffen Töchter sind es, denen in den Pensio maten der französischen Schweiz, fern von der Fa L. G. milie, der oberflächliche Schliff für ein ebenso ober. Wovon die Frau nichts weiß. Beschlechtskrankheiten zu Grunde Schicksal besiegelt. Mit dreißig Jahren ist sie eine Ruine, wenn sie dieses Alter erlebt, denn die Prostituierten gohen in ungeheuerer Zahl an der Truntfucht sie suchen ihre Kundschaft zumeist in den Schänken an der Tuberkulose oder an Grunde... flächliches Familienleben beigebracht wird? WesJede Frau wünscht sich schöne und gesunde Mister Hohenthal aus Washington erzählte Seinder. Wie fann sie die aber zur Welt bringen, fen Söhne, die in Kadettenschulen für den Mili mir folgende Anekdote:„ Ein Bekannter, ein lang wenn die Kinder schott bei der Zeugung den Keim barisnnus, in Priesterseminaren zu Sendboten der jähriger Abstinent, bemerkte während eines Ge- zu den verschiedensten Strankheiten empfangen? hoarzen Internationale erzogen werden? Es spräches über die Folgen der Prohibition( Alko- Der Alkohol bowirkt, daß Kinder, die im berauschfind die Söhne und Töchter des Bürgertums, des holverbot) in America: Herr Hohenthal, das All- ten oder angeheiterten Zustande gezeugt werden, beutschen ebenso gut wie die bes tschechischen und toholverbot testet mich 100 Dollars." Sie haben entarten, das heißt, es entstehen fräntliche, schvache jubifchen. Unb bie böllischen Schülerfieblungen, wohl das Prohibit onsgesetz übertreten?"" Das eder geistig zurüdgebliebene Kinder, oder sie zeiin denen von der Familie entfernt, die Jugend nicht, wie Sie wissen wäre das ja bei mir un- gen mehrere oder alle Formen der Entartung. berantwächst, find sie keine Verführung der deutchen Jugend"? Reine, sittliche Bermürbung" des fent." Das verstehe ich noch weniger. Ja was beobachtet sehr häufig, daß das erste Kind, das in möglich. Ich mußte mir eine Waschmaschine fau- Das ist durchaus nicht zu schwarz gemalt. Man Boltes? hat denn die Waschmaschine mit der Prohibition der Hochzeitsnacht, nach einem feuchtfröhlichen" Man darf den Blick nicht durch völlisch par- zu tun?"" Sehr einfach, Herr Hohenthal, meine Hochzeitstage gezeugt wurde, entartet ist, während teilichen Nebel getrübt haben, wenn man über Wäscherin hat mir gekündigt. Sie hat nicht mehr die folgenden Kinder völlig normal sind. die eigene Nafe hinausfchen will. Jedem Kelar nötig, waschen zu gehen, der Verdienst ihres Man schauenben brängt sich eine immer mehr um sich nes reicht jetzt für beide, da er ihn nicht mehr unter dem Einflusse des Aufchols verliert der Eine jede Hausfrau muß noch das bedenken: greifenbe Wandlung im Gesellschaftsleben der Ge- vertrinken kann, deshalb habe ich mir eine Wasch Mann die ruhige Ueberlegung, sein Verantwor gentvart ins Bewußtsein: das Eindringen maschine kaufen müssen, die mich 100 Dollars getungsgefühl schwindet und er betrügt feine Gattin ber Gesellschaft in die Familie, die fostet hat, und schuld daran ist die Prohibition." bei der erstbesten Gelegenheit in sträflicher Fahr immer stärker in Erscheinung tretende UeberSpricht das nicht Bände? Das Lebensniveau lässigteit mit einer Straßendirne. Die Folgen nahme bes Aufgabenkreises der Familie durch die des Arbeiters ist ja ohnedies sehr niedrig und er trägt auch die Gattin: Entfremdung des Mannes Allgemeinheit. Der Mutter- und Säuglingefchut, brüdt es noch durch unnöt ge Ausgaben und bie Mütterfieblungen, Stillkrippen, Kindergärten, wofür?- für berauschende Gifte. und Uebertragung von Krankheiten auf die Frau. Rinbertolonien, Schulspeisungen alle diese un Was hast du, proletarische Frau und proleIch selbst will im Anschlusse daran eine per tarisches Mädchen, min zu tun? Du mukt deinent feren Zeitgenossen wohlbekannten Einrichtungen erfüllen Aufgaben, die bisher ber Familie aufie- fönliche Beobachtung schildern. Ich habe die Fe- Gatten und Freund ein Beispiel sein, du mußt Rutter werben heißt, ber Rapitalsfron exten. Es ist die langsame Auflösung der rien in der Pilsener Gegend verbracht, eine Ge- eine Vorkämpferin des Abstinenzgedankens wer den, denn nicht die Mäßigkeit führt zum Ziel, die Miehen müfen alten Familie, ihre zunehmende Unfähig gend, in der es viele„ trinkfeste Männer" gibt. Beit, ihren Aarfgaben der nächsten Generation ge- i Die eine, ich vergleiche zwei Arbeiterfami- ist oft mur der erste Schritt zur Truntfucht. Nur, genüber gerecht zu werden, die diese Wandlungen lien der Familienvater ist Wbstinent, lebt völlige Enthaltsamkeit fam bas Alfo in durchaus geordneten Verhältnissen. Die Frau, holelend aus der Welt schaffen! idpoft. In der bürgerlichen Familienerziehung Mutter zweier Sinder, ist jugendfrisch und sieht Julius Lövh, Prag. triumphiert der durch das Mäntelchen elterlicher burchaus nicht so abgearbeitet aus, wie die mei Zu große Hoffnungen und Vertvandschaftsliebe schön verhüllte Egois- sten Arbeiterfrauen. Die zweite Arbeiterfamilic mus der Erzeher. Sie lieben in dem Kinde ihre ist kinderlos, nichtsdestoweniger muß die Frau im erweckt Genosse J. Löwy, indem er die in vereigenen Hoffningen, ihr eigenes Schicksal, ihre Taglohn arbeiten, wiewohl ihr Gatte ungefähr hältnismäßig guten, geordneten Zuständen lebende cigene Butunft. Ellbogentüchtigkeit, Titel und 30 Stronen wöchentlich mehr verdient als der Wurben sind die heiß ersehnten Ziele hrer Erzie- obenangeführte abſtinente Arbeiter. Der zweite Familie des abſtinenten Arbeietrs der immer tiehung, beren beal durch die Idee der Autori- Arbeiter vertrinkt eben einen großen Teil seines fcres Elend versinkenden Familie des Trinkers tät bestimmt toitd. I'm groben Mißverstehen Verdienstes. Die Folge davon ist, daß seine Frau gegenüberstellt. Zu große und darum unerfüllber jugendlichen Psyche brechen fo die ,, liebenben" im Vergleiche zu der Frau des abstinenten Arbei- bare Hoffnungen envedt er mit dem gar nicht zu Eltern bie Charafter ihrer Kinder, brängen fie ers mide, abgeradert und wie eine Greifin austretenden Argument, daß die Frau des abstinen bohren eigenen Wegen in die Wege der Familie sieht, obwohl sie nur vier Jahre älter iſt als jene. ten Arbeiters es nicht notwendig hat, berufliche Arbeit zu leisten und sich ganz dem Haushalte, ab und pressen fie in ihre Formen. Wo es ihnen Die Gattin des abſtinenten Arbeiters nuß nicht der Familie widmen kann. Ob ihr das möglich nicht restlos gelingt, bort sind bitterste Konflikte, dem Verdienste nachgehen, da der Lohn ihres der Familie widmen kann. Ob ihr das möglich beigeſte Stämpfe vifchen junger und alter Gene- Mannes für die ganze Familie ausreicht. Sie ist, das hängt nur zum Teile davon ab, ob der nation an der Tagesordnung. Werfels Sohn" lann sich daher ganz ihrer Hauswirtschaft, der Wann Abstinent oder Trinker ist, sondern doch wohl davon, welchen Beruf und welches Einfomund Bronnens Vatermorb sind ber erschüt Erziehung ihrer Kinder und dem Gatten widmen. men ihr Mann hat, wie groß die Zahl ihrer Sin termbe Ausbrud solcher Rämpfe. Was ist es an- Im Gegensate dazu steht das Familienleben der ist, wie ihre sonstigen Lebensverhältnisse sind. bers, als die seelische Einsamkeit, die die Jugend des Trinkers, dessen Frau ihr Hausvesen vernach- Wir wollen lieber nicht mit jenen nur scheinbar in ber Familie umveht, die sie zur Selbsthilfe lässigen muß und in schwerer Arbeit ihre förper- wahren, in Wirklichkeit ganz unzutreffenden Artreibt und sie den Wandervogel, die große Ju- lichen Vorzüge und damit die Zuneigung ihres gumenten von den Ersparnissen" und dem sorggendbewegung, allenthalben schaffen ließ? Gatten eingebüßt hat. Ein wahres Glück ist es, lofen Leben des abstinenten Arbeiters gegen den Familie und Gesellschaft. cartstanden Helfer in verstehenden Menschen, die daß sie keine Kinder hat! Wie würde da erst das Alkoholismus lämpfen, denn wir lehnen ja die Not des einfanten Ringens der neuen Jugend Bauswesen aussehen, wie müßten die unschuldigen auch mit aller Entschiedenheit die Behauptung ab, Die Gegner unserer Betvegung entristen sich begriffen, und Gemeinschaftsschulen und Jugend- tinder verwahrlosen! das Glend der Arbeiter rühre vom Saufen der gelegentlich auch über die Bestrebungen, bie toit folonien touchsen überall aus dem Boden. FreiDiese Tatsachen sollten schon genügen, um Arbeiter her. Nein, die Ursache des Massenelends zur Erreichung unserer Erziehungsionale propa- fich barf nicht übersehen werden, daß diese Ge- die Frauen zum Gegner der berauschenden Ge- des Proletariats ist das Privateigentum an Pro gieren und fördern, und zeigen dabei eine fost be- meinschaften oft der bort und die Brutstätte ziel tränke zu nadjen. Aber es gibt noch eine Reihe ductionsmitteln und von dieser Ursache wird auch dauevnstverte Bescheidenheit in ihren Ansprüchen betouter nationalistischer Erziehung sind. anderer Gründe, die die Frau und besonders die der abstinente Arbeiter nicht unabhängig und dar an eine ernste Behandlung des Erziehungspro Die Erziehungsmöglichkeiten in der prole- Proletarierin zur Feindin der berauschenden Ge- um entrinnt auch er nicht dauernd der Not. Wohl blems. Daß es Erzieher felbst find, bie in tarischen Familie find durch ihre wirtschaft- tränke machen muß, die alle als gemeinsames Gift aber verschärft der Alkoholismus das Elend fleinbürgerlich fonfervativer Sehnsucht nach ihe Lage start begrenzt. Millionen Arbeiterkin- den Alkohol enthalten, und unter den verschieden- der Arbeiter, kann Alkoholenthaltsamkeit es linVergangenem und in blindem Parteihaß die Augen ber halben das Glück und die Wärme eines guten sten Namen in den Handel gebracht werden: Bier, dern. Schon deshalb allein bin ich hänger der vor den Tatsachen verschließen, trobem ihnen Familienlebens nie kennen gelernt. Frühzeitig sich Wein, Schnaps, Liköre, Sognat, Rum, Arrat, Ab Alkoholenthaltsamteit. Vor allem aber deshalb, felbst weil der Altchel den Arbeiter gedankenträge, feig, und der Zerrüttung der Familie zu benten geben om den Lebensunterhalt erwerben, oft selbst mit finth, Whisky und viele andere mehr. müßte, botveist deutlich, daß selbst Lehrer sehr gut eingespannt in das Joch trostloser Fronarbeit, an Ich habe schon oft von Frauen gehört: Ja, dumm- zufrieden und widerstandsunfähig zum ein wenig mehr Schulung in foziologischen Fra- chronischer körperlicher und geistiger Unterernäh die Männer sollen das Trinken nur laffen, aber Stampfe gegen sein Elend macht. Der Trinker sieht gon bertrügen. Die Freie Deutsche Schule", ein wir Frauen trinken ja nicht viel und das fann sein Glend vergoldet, der abſtinente Arbeiter böltisches Schul- und Erziehungsblatt", das in ung leidend, der Straße und ihren Einflüssen, uns nicht schaden." Es ist längst nachgewiesen, ficht es in seiner ganzen brutalen Wirklichkeit. der Bertahrlosung schußlos preisgegeben fo Teplih erscheinende Organ des Reichsverbandes, ieht bas canidial des proletarischen Rindes viel. daß auch der mäßige Alkoholgenuß schädlich wirkt, Aus diesem Grunde, weil der abſtinente Arbeiter deutschöllischer Lehrer, schreibt in feiner letten fach aus. Die sentimentalen Schtvärnter für die so daß dieser Einwand an und für sich falsch ist ein besserer Klassenkämpfer iſt, wünsche ich die BeNummer, nachdem es die fozialdemokratischen Familienerziehung sind selbst am eifrigſten an der Aber nicht nur das ist hiebei in Emvägung zu zie- freiung der Arbeiter vom Alkohol. Natürlich auch deshalb, weil der Alkoholis Amtskollegen sehr nebel und follegial als„ tote Berstörung und Berrüttung der Familie tätig, ben. Eine ehrliche Frau muß sich doch fragen: Brüder" apostrophiert, folgendes: peil fie bie zuverlässigsten und festesten Stüßen Wir lann ich von meinem Gatten oder Brauti nus millionenfaches Glenb verschuldet, besonders . Freilich lehnen wir beutschvölkischen Leh- bes Kapitalismus sind. gam verlanger er nicht trinkt, wenn ich selbst Frauenelend, weil unzähligen Frauen ihr ganzes Leben verdorben wird durch den Alfoholisrer auch die Ziele der sozialistischen Erziehung mus. Und weil das Trinken etivas so scheußlich Das organisierte Proletariat hat richtig er- trinke?" glattweg ab, wie fie der Genosse" Frantooshy, tannt, baß es dem einzelnen Arbeiter nicht oder Und darauf zielt das ganze Trinkerproblem. Kleinbürgerliches ist, weil es so lange feine fogia befondere Freund des Nationalrates und Bizet außerordentlich schaver möglich ist, feinem Wenn ihr Frauen und Mädchen wollt, daß euer ſiſtiſche Lebensgestaltung gibt, so lange gefoffen präsidenten des Wiener Stadtschulamtes, Otto Rinde eine sonnige Jugend zu bereiten und es für Gatte oder Bräutigam nicht tvinkt, dann müßt ihr wird, weil nur Befreiung vom Alkohol als Glödl, in einem Auffas„ Was ist die Aufgabe der das Leben mit feinen weitverzweigten Anforde- ihm das Beispiel der völligen Enthaltsamkeit von wichtigste Voraussetzung der" Kampffähigkeit der Sinderfreunde?" niedergelegt hat und da u. a. Arbeiter in ihrem Ringen wider den Kapitalis schreibt: Lesten Endes ist diese Aufgabe, die Erungen tauglich zu machen. So ist es davan ge- allen berauschenden Getränken geben. Von einem Mädchen hörte ich einmal den mus erscheint. Um diesen Kampf und um den gangen, die lassensolidarität auch auf ziehung der proletarischen Jugend in körperlicher bie Erziehung seines Nachwuchses auszudeh Sap:„ Ein Mann der nicht trinkt, ist kein Wann." Sieg in diesem Stampfe ist es mir zu tun und und sittlicher Beziehung, die bisher in den Händen tent Die Arbeiterschaft ist sich bewußt, daß die Ich weiß, das Mädchen würde noch einmal an- davunt will ich, nvüffent alle Genoffinnen und alle der Familie war, zu übernehmen. Denn das ideale neue Ordnung ber Dinge, die sie erstrebt, neue derer Meinung werden, wenn ihr Mann schøver Genossen, die wahrhafte Revolutionierung des Ziel des Vereines der Kinderfreunde ist, nicht bloß Menschen erfordert. Der folidarische, der sozia- betrunken nachhause täme. Proletariats wollen, den Alkoholismus betriegen. Unterstübungsanstalt oder Fürsorgeverein zu sein. tfche Mensch mit tüchtigem Wissen und Aber das proletarische Mädchen muß auch um der Revolution und nicht um der Zufrieden fondern die Kinder gänzlich von der Familie weg Rönnen und gesellschaftlicher Verantwortlichkeit wissen, daß eine der Ursachen davon, daß Arbei heit willen! Josef Hofbauer. zunehmen". Die Rinder gänglich von der Faift bas fojialistische Erziehungideal. Dieser Er- terinnen zu Prostituierten werden, der Altohol milie loszulösen und dem Deutschen die Freude an neuerung der Menschheit sind aber in der nur ist. Zwar sind die Ursachen der Prostitution tief der Heimat zu nehmen, die Heimat hinzustellen als auf die Familie begrenzten Erziehung große ve vantert in den wirtschaftlichen Verhältnissen den Begriff einer niederträchtigen Brutstätte der Hemmnisse entgegengesept. Deshalb muß die Er unserer gottgewollten" Gesellschaftsordnung Vorteile der Bürgerschaft and einer Stätte der siehung ber neuen Generation eine Angelegenheit die Zahl der Prostituierten steigt in Seiten der Unterdrückung der Rechte des Proletariats- das ber ganzen Klaffe fein. In den gelästerten ein- Avbertslosigkeit ins Ungemessene, wie das die find somit nach ihren eigenen Aussprüchen die ge- berfreunden" hat sich die Arbeiterschaft bereits Jahre 1921 und 1922 gezeigt haben aber es ſtedten Ziele der roten Internationale. Die gans einen Anfang geschaffen. Gemeinsames Arbeiten, ist bekannt, daß die Prostitution jederzeit Zuund gar den Ausfluß eines jüdischen Nomaden- Lernen und Erleben wird zur gesellschaftlichen, schub aus den Reihen der Alkoholopfer bekommt. tums darstellen, nur aber die Frage offen laffen, einander helfenben, sich gegenseitig ergänzenden lanches Mädchen gibt sich einem, ihm sonst ob das Judentum auch jemne eigenen legitimen Arbeit erziehen und durch den Gemeinschaftsge- gleichgültigen Manne hin, nachdem er ihr mit Kinder von der Familie loslöfen will. Eine solche banten in den eigenen Reihen wird die Jugend einem Gläschen Rum oder etwas Bier Liebe" Richtung ist eine Verführung der deutschen Jugend, am leichtesten zur Gemeinschaft im Welt eingeflößt hat Wenn der Mann nun gewissenlos eine fittliche Bermürbung des deutschen Bolles. ganzen hinfinden. Erst dann wird die Brü- das Mädchen verläßt, das ihm nur ein ZeitverEs wäre Zeitverfchapenbung, sich mit der blin- berlichteit teine Phrase, sondern selbstverständliche, treib für ein Stündchen ,, war, murß sie die Fol den Gehässigkeit diefer Notis auseinanderzusehen, beglüdende Wirklichkeit sein. Ja, die Arbeiter- gen tragen. Das Kind tommt, in Pflege fann und wahrscheinlich auch hoffnungslos. Aber es fchaft wird die Kinder von der Familie loslösen: es die junge Mutter oft nicht geben, weil dazu die 4 Ausgebeutete! Die bürgerliche Breffe febt im Solde Curer Ausbeuter In die Hand des Arbeiters das Arbeiterblatt. Seite 6. Nach der Wahlschlacht. Der Sieg der fonservativen Partei bei den englischen Wahlen hat sich zu einem Maße aus gewachsen, das alle Erwartungen des konservatio ven Lagers selost weit übertrifft. Seit hundert Inges- Neuigkeiten. Čermat und Teplitz. 1. November 1924. Ein neues Wunderwerk der Technik. Wie aus Der Sternenhimmel im Monate Movember. in der Lage, die Beweggründe dieser Tat zu nen- und dem Beobachter Leutnant Bražda bei der nen. Vichera, der noch jetzt im Krankenhause mit Ortschaft Rožnau infolge dichten Nebels im Walde dem Tode ringt, war früher Stationsvorstand in abgestürzt und in den Bäumen hängen geblieben Plesives( Slowakei). Alls ein Beamter auf die war Die Offiziere: hatten feinen Schaden er fem Bahnhofe 18.000 Stronen unterschlug, wurde litten, das Flugzeug aber war zertrümmert worVichera dafür ver navortlich gemacht und suspen- den. In der Nähe wurde auch das dritte Flugzeug Im Jahre 1907 fam ein junger Mann von diert. Einige Monate hindurch wurde ihm ein zerschellt aufgefunden. Kapitän Vladimir Braun Jahren haben die Tories keinen so durchschlagen Wien nach Teplitz in die Redaktion der Freiheit". Teil des Gehaltes zurückgehalten und seine Fa- und Oberleutnant Wed. Streisowsk waren den Wahlerfolg errungen. Das Charakteristischeste an diesem Wallansgang aber ist, daß er nicht Niemand kannte ihn außer den Angestellten, in mifienzulagen eingestellt. Da er angeblich während to t. gleichzeitig eine eigentliche Niederlage der bis deren Organisation er seit Jahren wirkte. Kurze der Suspendierung als„ unverheirateter Beamter" Bom täglichen Schlachtfeld der Arbeit. Bei herigen Regierungspartei und des Hauptgegners Beit verging und alle Genossen im Streife kannten geführt werde. Dabei hat Vichera eine Frau und Sprengungsarbeiten am Neukenrother Wehr bei der Konservativen brachte. Ist schon der Berlust den„ Start". Wie kam es, daß er sich den„ Start". Wie kam es, daß er sich neben drei heranwachsende Sender. Als sich dann die Kronach sind durch einen vorzeitig losgehenden von 42 Wandalen, den die Arbeiterpartei zu be- einem Seliger in wenigen Monaten zur Geltung vollständige Unschuld Vicheras herausstellte, Schuß drei Arbeiter aus Neukenroth so schtver flagen hat, keinesfalls übermäßig groß, so ist das zu bringen wußte? We kam es, daß alle das Ge- versetzte man ihn nach Prag- Sm chow. Von dem verletzt worden, daß sie bald nach ihrer EinbrinAnwachsen der für sie abgegebenen St im fühl des Vertrauens, der herzlichen Zuneigung zu zurückgehaltenen Gehalte zahlte man ihm nur gung im Krankenhause starben. men tas. Zeichen eines unbestreitbaren diesem kaum 26jährigen Manne erfüllte? Es einen Teil aus. Der andere Teil verfiel(!!) als Wahlerfolges. Während die Arbeiterpartei fonnte fein Dußendmensch sein, der in kurzer Zeit Entschädigung(?). Am. 1. Oktober d. J. wurde New York berichtet wird, ist der Tunnel unter bei den Wahlen im Herbst 1923 nur 120.000 das vollbrachte. Vor allem gewann er die Herzen, Vichera Knall und Fall pensioniert. Der ver- dem Hudson, der New York mit New Jersey verStimmen dazugewann, gewann sie bei diesem denn aus him sprach der ehrliche Wille, die chrzweifelte Mann, dem man bei der Beschwerde ge- bindet und der größte Unterwassertunnes der Welt Wahlgang weit über eine Million an liche Ueberzeugung, er fand rasch und sicher den fagt hatte, daß er machen soll, was er will, legte sein soll, fürzlich fertiggestellt worden. Präsident Stimmen. Sie gibt dem Stimmengewinn der Kontakt mit den Genoffen. Er kannte keine Ueber dann Hand an sich selbst. Nach der Tat Hümmerte Coolidge hat Mittwoch abends durch elektriſche Konservativen night viel nach, wie es überhaupt hebung, keinen falschen Stolz, in ihm sahen die sich, so schreibt das„ Rude Bravo" weiter, nie- Fernzündung den letzten Sprengschuß abgefeuert. bezeichnend, daß die Konservativen mit sechs Avbeiter sofort die Verkörperung ihrer besten mand um das Schicksal der Familie. Das Eisen8. R. 3" erster Flug in Amerika. Das„ Berliner einhalb willionen Stimmen über 400 Mandate Gigenschaften. Wir wollen ihn nicht idealisieren; benministerium habe sich auch bisher nicht dafür erlangten, während die Labour Party mit weit das entspräche nicht seinem ruhigen, überlegten intereffiert, ob Vichera überhaupt noch am Leben Tageblatt" meldet aus Washington, daß das Luftschiff über fünf Millionen Stimmen nicht einmal die Wesen. Er war viel mehr als ein Ideal, er war fei. Bichera stand 18 volle Nehre im Dienste der 20s Angelos( früher 8. R. 3") feinen ersten Probe flug über amerikanisches Gebiet voraussichtlich Mitte Hälfte der Maudatzahl der Konservativen erreicht ein Mensch. Ein ganzer Mensch! Menschlich Staatsbahnen. November. nud zwar entlang der atlantischen Rüste, bat. So bedenten diese Wahlen einen großen Er- verstand er menschliche Schwächen, menschlich b Aus dem Verwaltungsdienste. Die politi- unternehmen werde. Man rechnet damit, daß bis folg des sozialistischen Gedankens und eine Ber- handelte er die Wenschen, wußte aus ihnen ihre sche Bezirksverwaltung Sta a den geht daran, dahin genügend Heliungas zur Füllung des Lufttraucusfundgebung für die Arbei Borzüge herauszulocken, ebnete Schwierigkeiten, sich durch ihre Entscheidungen einen Ruhm zu fchiffes zur Verfügung stehe. terpartei von feiten aller jener, die ihr vor versöhnte Streitende, und wußte immer und unter schaffen, der bisher keiner politischen Bezirksver. einem Jahre ihre Stimme geliehen hatten. Daß allen Umständen das Interesse der Partei zu waltung befchieden war. Ginen Erlaß zur Be Wie verlautet, haben die fürzlich auf die Suche des im Auf der Suche nach dem versunkenen Goldschiff. die Arbeiterpartei sich nicht den Beifall der Bour- wahren. flaggung am 28. Oktober, der an den Bürgermei geoisie verdienen konnte, fann man ihr keineswegs zum Vorwurf machen. Würde England auf feine oft rührende Güte; er eroberte auch die Hirne Bl. Nr. 10 aus dem Jahre 1873. Kein Rechts- Dampfers Merida ausgesandten Fischerboote die Er eroberte aber nicht nur die Herzen durch ster erging, stützte sie auf eine Verordnung R. G. Jahre 1911 an der Küste des Staates Virginia mit Gold im Werte von Millionen Dollar gesunkenen Grund des Verhältniswahlrechtes wählen, so wäre der Menschen. Sein großes Wissen, das auf einer kundiger konnte sich erinnern, was in dieser Ver- Lage des Schiffes festgestellt. Mit der Ber. das Bild dem nach den letzten österreichischen unerschütterlichen marxistischen Erkenntnis be- ordnung stehe. So wurde in den Gesetzesblättern Wahlen sehr ähnlich. So wie in Desterreich trop ruhte, befähigte ihn, die Menschen zu überzeugen, nachgesehen und das Staunen der Stadtverval- gung werde in kurzem begonnen werden. einer gewaltigen Stimmenzunahme der Christ die Arbeiter zur Erkenntnis ihrer Selassenlage zu tung war nicht gering, als sie fand, daß diese Auftauchen von Wölfen in Estland. In mehreren lichſozialen die Oppoſitionspartei, die Sozialdemo- bringen, sie für den Sozialismus zu gewinnen. Er Verordnung die Belegung der Landes ſt u- reisen des östlichen Estlands find Wölfe aufgetreten kratie ihrerseits einen großen Stimmenzuwachs wurde ihrer aller Freund! Jede Sorge vertrauten durch Staatshengste betraf! In einer und haben bereits in einigen Bauerngemeinden durch erzielte, und die Großdeutschen als Opfer der Er- ten sie ihm an und wußten, daß sie guten Rat und zweiten Entscheidung, betreffend den Ersatz der Bichraub größeren Schaden angerichtet. Die Treibfolge auf der Linken und Rechten zerrieben wur- Silfe finden. Niemals verletzte er sie; wo immmer Vertretungskosten für den beurlaubten Stadtarzt, iagden, die organiſtert wurden, sind bisher erfolglos den, so zahlen in England die Liberalen den er dem oder jenem unrecht geben mußte, es gestützte sich die politische Bezirksverwaltung Saaden geblieben. In Jägerkreisen herrscht großes Interesse, Wahlfieg der Stonservativen und das Wachstum schah immer auf eine Weise, die ihn überzeugte auf Nr. 24 der Slg. der Gesetze aus dem Jahre weil Wölfe in Estland vor der Arbeiterpartei. Für den weiteren Gang der und neuer Arbeit gewann. So wurde er der 1922. Dieses Gesetz handelt nicht von der Sa- vorkamen. englischen Politit iſt es ziemlich belanglos, daß große Bechtvater der Arbeiter des Tepißer Strei- nitätspolizei, sondern von der Mündelsicher- Wollenbruch auf der Insel Sardinien. Ueber die Arbeiterpartei Mandate verloren hat. An eine fes, der große Aufrichter in ihrer Not. So fette er heit der Tei schuldverschreibungen der 5prezen einen Teil der Provinz Cagliari auf Sardinien ging Fortdauer der Regierung MacDonald war ange- das Wert seines Meisters Seliger fort, der da- tigen böhm. Landeselektrifizierungsanleihe. In ein schwerer Wolkenbruch nieder. Bisher werden sichts der bürgerlichen Koalition nicht zu denken mals schon über die Grenzen des Streises hinaus dem erſterwähnten Falle hat allerdings die pol. drei Tote gemeldet. In manchen Dörfern stand und in der Opposition kann die Arbeiterpartei mit zum Lehrmeister und Erzieher der deutschböhmi Bezirksve rivaltung am nächsten Tage die Richtig das Wasser einen halben Meter hoch. In einem ibren 154 Mandaten immer noch Beträchtliches her Avbeiterschaft hinausgewachsen war. stellung vorgenommen. Dorfe wurden alle Häuser zerstört. Viel Vich, ins. leisten. Die Liberalen sind in einer schlimmeren Lage als die Arbeiterpartei. Leisten sie der konbesondere Schafe, sind der Ueberschwemmung zum Seliger und Čermat! Wie gut ergänzten sie Bergarbeitertod. Wittwoch ereignete sich am Opfer gefallen. servativen Regierung Gefolgschaft, so verlieren sie einander. Wie gut paßte das überschäumende Zentrum Schachte bei Brür ein Unglück, dem leiin den Augen ihrer Wähler jede Daseinsberechti- Temperament des einen zur überlegenden Ruh: der auch ein Menschenleben zum Opfer fiel. Beim gung, in der Opposition dagegen werden sie immer des anderen; der großze Organisator, der große Abschießen cines Pfeilers wurden die Bergarbeials Anhängsel der Arbeiterpartei erscheinen. Redner, der große Journalist Seliger konnte ter Franz Naath und Josef Vele durch niederIm übrigen wird auch die konservative Re- ruhig sein großes Wert der Aufklärung der deutsch- gehende Kohle verschüttet. Naath, dem ein größeUm die Mitte des Monats, gegen 8 Uhr abend, gierung feinen leichten Stand haben. Außen- böhmischen Arbeiterschaft fortseßen; er wußte, daß rer Stohlenblock auf das Bein fiel, erfitt einen fontpolitisch hat die Arbeiterregierung in Teplitz der ihm in vielfacher Hinsicht fongeniale plizierten Beinbruch. Es gelang ihm jedoch, sich schen wir im Westen die Sternbilder Herkules, England nach verschiedenen Seiten start fe ft Cermat in seinem Sinne, in seinem Geiste arbeitet. freizumachen; mit vieler Mühe konnte er aus dem eyer, Cepheus, Schwan, gelegt. Die neue Regierung muß entweder mit Und nun sind sie Beide tot! Sie Beide, die Plane kriechen. Er wurde gerettet und in das Delphin. Infolge der Präzession der Tag- und allem, was MacDonald in dem halben Jahr sei- aus anderen Gebieten nach Topliz gekommen Brüyer Strankenhaus gebracht. Die Retter gingen Nachtgleichen wird Wega, der hellste Stern im ner Regierungstätigkeit begonnen hat, aufs ent- waren und nach kurzem so sehr mit der Arbeiter sofort daran, dem zweiten Verunglückten, der sich Sternbilde der Leyer in ungefähr 12.000 Jahren dem schiedenste brechen und damit England in eine schaft des Teplißer Streises veuvudsen, als wären von der auf ihm ruhenden Kohlenlast nicht selbst nördlichen Himmelspol sehr nahe stehen, also Polarschwere Strife stürzen oder sie muß auf dem Wege, sie seit je und je ihr Teil gewesen. befreien konnte, auszugraven und man vernahm stern sein. Das Sternbild des Schwan bildet ein den die Arbeiterpartei eingeschlagen hat, fortschrei noch bis 1 Uhr Zeichen des im Plane einge- großes, jest aufrecht stehendes Kreuz. Gegen Süden fchloffenen Arbeiters. Die Rettungsarbeiten ge- ist das Sternbild des Pegasus, an ſelbes an= ten. In der inneren Politik besteht keine Aussicht stalteten sich jedoch ungeheuer schwierig, weil der schließend Andromeda, Casssiopeia und dafür, daß die Konservativen das einhalten, was sie den Wählern versprochen haben. Sie haben vorhanden war; erst gegen 3 1hr fonnte man den prachtvolle Sternhaufen, die auch in einem Feld. Plan unruhig und die Gefahr weiterer Einstürze Perseus. Im Perseus befinden sich zwei der Arbeiterregierung vorgeworfen, daß sie nichts zialismus! gegen die Arbeitslosigkeit getan haben. Tatsächlich Berunglückten bergen. Die Hilfe tam zu stecher einen herrlichen Anblick gewähren. Zu diesem ist die Zahl der Arbeitslosen unter der Regierung nur förperlich tot seid! Euer Geist foll in uns leßungen erlegen: Neben anderen Verletzungen Stern Algol, dessen Helligkeitsschwankungen schon mit Wir geloben Euch das, Seff und Karl, die ihr spät. Vele war bereits seinen schweren Ver- Sternbild: gehört auch der interessante veränderliche MacDonald gefunken und nur die Zahl der Un- weiterleben! terstützten ist gestiegen. Es ist kaum zweifelhaft, hatte er einen Wirbelbruch erlitten. Die freiem Auge zu beobachten sind. daß die neue Regierung der Arbeitslosenfrage Verunglückten sind aus Niederge orgenthal. Beide Gegen Osten finden wir das Sternbild des viel hilfloser gegenüberstehen wird, als die Arfind fedig. Eine Untersuchung über die näheren Widders, anschließend daran die Plejaden, beiterregierung, die wenn auch langsam, so doch sprache der Abordnung der Stadt Eger beim Prägeleitet. Die Schuldrosselung in Eger. Ueber Vor- Umstände und Ursachen des Unglüces wurde ein- dann den rötlichen Aldebaran, den hellsten Ctern enischieden an der Sanierung der englischen Wirt- sidenten des Landesschulrates Dr. Bolliger bewilim Sternbilde des Stieres. An den Stier schaft arbeitete. Die Arbeiterregierung hat weiter ligte dieser statt der angeordneten Zusammenschließen sich im Osten die Zwillinge an. Tief Das Prager Varictee wird verlauft. Seit wirklichen. Die Stonservativen müssen entweder klassen die Zusammenziehung der in den einzelnen der Vertreter eines Berliner Bankhauses in Prag, und den Drachen. Zwischen Stier und großem begonnen, ihr großes Wohnbauprogramm zu verzichung der ersten mit den zweiten Volksschul- einigen Tagen weilt ein Mailänder Advokat und im Osten erhebt sich der nördliche Teil des Orion. Gegen Norden finden wir die beiden Bären das Programm ihrer Gegner durchführen oder Schulhäusern bestehenden zwei ersten Klassen in um über den Anlauf des in Brag- Starolinental ſie müssen alle diejenigen enttäuschen, die auf die eine erste Klasse und der zwei zweiten Stlassen in gelegenen Varietees zu verhandeln. Die beiden Bären ist das Sternbild des Fuhrmanns mit dem Wohnbaupolitik angewiesen sind. Schwierig wird eine zweite Klasse gegen nachträgliches schriftliches vertreten eine italienische Gesellschaft mit deutscher sich auch das Verhältnis Englands zu den Solo- Ansuchen hierum für das laufende Schuljahr Da Sapitalbeteil gung. Für das Varietee wird von Deklination beträgt am 1. bis 14 Grad 25', am 30. nien gestalten. Die Arbeiterregierung hat es durch ist wen gjiens erreicht, daß die Kinder im den Besitzern ein Verlaufspreis von 10 Millionen ausgezeichnet verstanden, die unter der letzten Re- Unterrichte nicht Schaden leiden. Stronen gefordert. Nach Abschluß der Verhand bis 21. Grad 29. Die Tageslänge nimmt weiter ab, gierung Baldwin schon stark auseinanderstrebenlungen foll noch in der heurgen Saison eine itaden Dominions mit dem Mutterlande unter einen Der zweite ordentliche Parteitag der Commu- lien sche Stagnione absolviert werden, worauf und um 3 Uhr 57 Minuten unter. Sut zu bringen. Wenn man sich erinnert, daß nistischen Partei wurde gestern um halb 10 Uhr dann wieder Varieteevorführungen veranstaltet Mondphasen: Erstes Viertel am 3., VollKanada nach dem Weltfriege große Luft zeigte, sich vormittags in der Domovina" in Prag Hollescho- werden sollen. Durch diese Verkaufsverhandlun- mond am 11., leztes Viertel am 19., Neumond am 26. den Vereinigten Staaten anzuschließen, daß Süd- wig in Anavesenheit von 200 gewählten Delegier- gen werde jedenfalls alle Nachrichten illusorisch, afrifa eine stoalitionsregierung von Arbeiterparten eröffnet. In den Vorsitz des Parteitages wur- die von der Verlegung der Ständetheaterbühne teilern und nationalen Buren hat und daß Austra- den Burian, Taussig und Frau Strnad ins Varietee wissen wollen. Es bleibt abzuwarlien seit dem Weltkrieg sehr oft eigene Wege ge- gewählt. Vorsitzender Burian gedachte in seiner ten, ob die neuen Besitzer des Varietees es ver Ende des Monats gegen halb 1 Uhr nachts unter, des Schwierigkeiten eme konservative Regie- den Referaten über„ Siebenter Jahrestag der Prager für Varieteevorstellungen zu wecken. Falls rung zu lämpfen haben wird. Wenn die neue russischen Revolution" und" Die Verhältnisse in sie erträgliche Eintrittspreise festseßen und stets Jupiter geht Mitte des Monats gegen 6 Uhr Regierung wahrschentlich wird Baldwin der Slowakei und Starpathorußland" erstattete ein gutes Programm bringen, so kann ihnen das abends unter, er verschwindet im Laufe des Monats wieder Premier werden noch dazu versuchen 3a potocky den Bericht über die Tätig auch gelingen. in ber in der Abenddämmerung sollte, die ägyptische und die Mossulfrage mit Ge- keit der Partei. Die Beratungen des ParteiSaturn erscheint in der Mitte des Monats walt zu lösen, so wird sie sehr bald in Sonflikt tages wurden hierauf auf heute vertagt. Der Chirura Gersund gestorben. Gestern wieder in der Morgendämmerung. Er tritt jest in mit den nationalen Bewegungen der früh ist in Wien der weltbekannte Chirurg Prof. das Sternbild der Wage. Die Frage der Gast- und Kaffeehauspreise Dr. Robert Gersuny, der am 15. Jänner Orientvölker fommen. Türken, Araber und Aegypter stellen an sich schon einen ernsten Gegner wurde bei der gestrigen Sonsumentenenquete einer 1844 in Teplitz geboren wurde, in Prag studierte Minuten Benus; 24. abends 11 Uhr 29 Minuten für das britische Imperium dar Nun sind die engeren Kommiſſion zur Behandlung zugewiesen. und 1866 in Wien das Doktordiplom erhielt, nach Saturn; 28. frih 3 Uhr 32 Minuten Jupiter. Die Restaurateure und Cafétiers waren der langem Leiden gestorben. Er war der Sohn eines Am 5 November findet eine Bedeckung des Mars nationalen Bewegungen bei diesen Völkern von den Moskauern geleitet und bei der feind- Sibung ferngeblieben, so daß sich bezüglich des Teplißer Arztes und ein Lieblingsschüler des be- durch den Mond statt, in Bodenbach erfolgt der Einlichen Einstellung der Sonservativen gegen Ruß vickeln konnte. Die angestrebte Preishera b- Direktor des Rudolfinerhauses, einer Schöpfung abends. Standpunktes der Konsumenten keine Debatte ent- rühmten Chirurgen Billroth. Zuletzt war er tritt um 9 Uhr 4.9 Min.. der Austritt um 10 Uhr land fann ein Orientkonflikt sehr leicht einen se ung in den Gasthäusern wurde von Mini- Billroths. Gersuny st besonders durch seine großen Aufstand im nahen und vielleicht sterialrat Sasek damit begründet. daß in den Gesichtsplastik berühmt geworden, indem er Ge- Sternenschnuppenfällen. Besonders zahlreich treten fie Der Monat November ist überaus reich an auch fernen Osten nach sich ziehen. Die Auspizien, Hašek unter denen Baldwin zur Regierung gelangt, sind meisten Gasthäusern vielfach Gefrierfleisch verkocht sichtsdefekte mit weichem Parafin behandelte. in der Zeit vom 11. bis 14. auf. Die größte Häufigfeineswegs freundlich. Das englische Bürgertum Tödlicher Unfall bei der Fliegerstafette am teit der Sternschnuppen tritt gegen 3 Uhr früh ein. tritt noch einmal an die Aufgabe heran, den oon Ein Opfer bürokratischer Herzlosigkeit. Die 28. Oktober. Infolge des nebligen, unsichtigen Nachdem diese Sternschnuppen vom Sternbilde des ihm geschaffenen Niesenbau des britischen Welt- Prager Polizeiforrespondenz meldete am 17. d. Wetters verunglückten am 28. ds. von den drei in Löwen auszugeheen scheinen, heißen sie auch Lconireiches zu lenten und durch die Stürme, die ihm M. ganz kurz, daß der pensionierte Bahnoberrevi- Sschau aufgest egenen Militärflugzeugen zwei; den. Am 23 aus dem Sternbilde der Andromeda von allen Seiten drohen, in eine gesicherte Bu- dent A. Vichera durch einen Revolverschuß in das dritte erreichte den Bestimmungsort Neutra. Kommende Sternschnuppen sind Auflösungsprodukte funft hinüberzuretten. Wenn nicht alle Anzeichen die rechte Brustseite Selbstmord verüben wollte. Ueber das Schicksal der verunglückten Apparate des Rometen Biela, welchen der österreichische Haupttrügen, so wird das Beginnen der englischen Bour- Der Beweggrund des Selbstmordversuches sei erfuhr man Dienstag nachmittag, daß das cine mann v. Biela am 28. Feber 1826 in Josefstadt geoisie trotz der Zweidrittelmehrheit scheitern. unbekannt. Das Rubé Právo" ist nun wieder Flugzeug mit dem Piloten Kapitän Držala entdeckte. Wir Teplitzer stehen verwaist da! Unsere Sache ist es, ihr Erbe zu verwalten, den Teplitzer Kreis als das zu erhalten, wozu sie ihn machten zum festen, unerschütterlichen Bollwerk des Sowerde. hellsten Sterne Capella Die Sonne wandert weiter südwärts. Ihre am 30. geht die Sonne um 7 Uhr 39 Minuten auf Merkur ist unsichtbar. Venus ist Morgenstern, die Dauer ihrer Sichtbarkeit nimmt ab. Mars geht Anfang des Monats gegen 1 Uhr, seine Helligkeit nimmt nun rasch ab. Mondvorübergänge: 24. früh 2 Uhr 84 Rakowitz( V. A. K.) 1. November 1924. Arbeiter Wochenfahrkarten am „ Staatsieiertag" ungültig! Eine unerhörte arbeiterfeindliche Verfügung des Eisenbahn- Minifteriums. Am 28. Oktober d. 3.( Staatsfeiertag) hat sich der demokratische tschechoslowakische Staat gegenüber der Arbeiterschaft wieder einmal im arbeiterfeindlich. jten Lichte gezeigt. Da dieser Tag nicht allgemein die biese tausende von Arbeitern, die vollständig] suchten Mord, befanten dagegen die Fragen auf verschuldios sind, richtete sich die Maßnahme des suchte schwere Störperverlegung und Uebertretung des Eisenbahn- Ministeriums und wurde diesen Arbeitern Waffenpatentes, worauf das Gericht den Angeklagein beträchtlicher Teil ihres Lohnes durch diese Maßten zu acht Wonaten schwerent sterker mit mo nahme abgenommen. natlich einer Faste bedingt mit einer PrüfungsIch ersuche Sie deshalb, sehr geehrter Herr zeit von drei Jahren verurteilte. Minister, sofort die nötigen Verfügungen zu treffen, daß diese Maßnahme des Eisenbahn- Ministeriums rüd gängig gemacht wird, die sich ausschließ lich gegen die Arbeiter und nicht gegen die Unternehmer richtet und zu veranlassen, daß den Arbei- Eger, 29. Oktober. Wegen Verbrechens der verNotzucht. Beite 7 Aus der Partei. An alle Kreis- und Bezirtsorganisationen! Werte Genossen! Genosse Karl Cernal ist nicht mehr! Siach beitsruhe terit, denen man den vollen Fahrpreis samt Straf- juchten Notzucht hatte sich heute nachmittags vor dem langer schwerer Krankheit erlag er hente, Freitag, Beherrscher Staates dafür an der schaft gerächt. Diese Rache richtete sich gegen jenen Teil der Arbeiter, der ohnehin schon infolge der großen Entfernung von ihren Beschäftigungsort ge zwungen ist, einen Teil seines Verbienstes für die tägliche Benüßung der Bahn zu opfern und zu die fent Swede wöchentlich eine Arbeiterfahrkarte faufen muß. Am 28. Oktober nun mußte diese Arbeiterschaft zu ihrer lleberraschung erleben, daß die Wo chenfahrkarten für den 28. Oktober feine Gültigkeit haben. Man verlangte von diesen Arbeitern, die ganz in Unkenntnis der plötzlich getroffenen Verfügung der Eisenbahnverwaltung wie alltäglich auf ihre Karte von ihrem Wohnort zu ihrem Beschäfti gungsorte gefahren waren, bei ihrer Ankunft die Entrichtung des bollen Fahrpreises nebst Strafzuschlag, weil nach einer der Arbeiter schaft aber ganz unbekannt gebliebenen Werord nung an diesem Tage die Arbeiter- Wochenfahrkarte feine Geltung hatte. Dieses sonderbare Vorgehen der Behörden gegenüber der Arbeiterschaft mußte begreiflicher Weise unter den Arbeitern eine ungeheuere Erbitterung hervorrufen, die noch gesteigert wurde durch das Vorgehen des Bahnpersonals und der staatlichen Aufsichtsorgane, die, um von den Arbeitern die Bezahlung des Fahrpreises zu ergvingen, ihnen die Legitimationen abnahmen. Es ist unerhört, daß der Staat sich an den Arbeitern rächen will dafür, daß von einem Teil der Dieses Vorgehen Eisenbahnverwaltung hat be sonders auf dem Reichenberger Bahnhofe bet der mit den Arbeiterzügen ankommenden Arbetter. schaft eine ungeheuere iufregung hervorgerufen und es fam zu ſehr erregten Szenen. Abgeordneter( Benosse Roscher hat gegen dieses arbeiterfeindliche Borgehen der Eisenbahnverwaltung an das Elfen Eisenbahn- Ministerium eine Beschwerde gerichtet, in der es heißt: erstattet wird und daß jenen Arbeitern, denen man die Arbeiter- Legitimation und die Wochenjahr larie abgenommen hat, die Sachen wieder zurück gestellt werden. suschlag abgenommen hat, dieser Betrag rüd- Schwurgerichte ber 17 Jahre alte Maurerfehrling ben 81. Oktober 1924 um 4 Uhr früh feinem Adolf H. aus Halbgebän zu verantworten. Er schloß Leiden. Seine unschätzbaren Verdienste um unsich ant 24. Juli 1. J. auf der Straße von Liebenſtem fere Bewegung glauben wir nicht hervorheben zu nach Halbgebäu einem noch nicht ganz 14 Jahre müssen, die Genossen in allen Orten werden selbst alten Mädchen an und versuchte es zu vergewalti gen. Dem Mädchen gelang es jedoch, fich des Anwissen, was wir alle durch seinen Abgang vers greifers zu erwehren und zu entfliehen. lieren. Gemäß der Fragenbeantwortung durch die Ge- Darum halten wir es für eine selbstverständ schworenen wurde der Angeklagte wegen Verbrechens liche Pflicht, allen Organisationen, denen er seine. der Notzucht zu einem Jahre schweren sterker, Lebensarbeit widmete, in wirdiger Weise die lepie vierteljährig mit einer Faste, verurteilt. Die Strafe ist eine bebingte mit einer Prüfungszeit von einem Chrung zu erweisen und für eine möglichst starke Jahre. Beteiligung der Parteitorporationen und Bortei mitgliedschaft beim Leichenbegängnis zu sorgen. Devisenturse. Prager Nurse am 31. Oftober. 1 Billion Mavi. Geld Ware 100 holl. Guiden... 1840.5000 1946.5000 8.22.50 164.75.00 056.500 134.70 0) 148.75.00 8.0250 100 belg. Franis. 100 jpeg. Frant 168.2500 653.10'00 158 1000 147.2300 83.9300 84.23.00 177.75.00 179.25.00 48.94.00 40.44: 00 1 Bfund Sterling 100 ire.. 1 Dollar. 100 frans. Brants 100 Dinar 10.000 maghar. Sonen 100 poln. 3loth. 10.000 öfterr. Seronen 4.21.25 658.62.50 4.69.50 Gerichtssaal. 4.71.25 659.62.50 4.80'50 Volkswirtschaft. Wir bitten Sie, mit allen in Jhr Gebiet fallenben Unterstellen Werbindung zu suchen und für eine starte Beteiligung derselben bei der Das Begräbnis findet am Montag, den ben Aufstellung über die Mitgliederzahlen der bris 3. November um 2 Uhr nachmittags in Prag tischen Gewerkschaften in den Jahren 1913, 1922 am Wolfchaner Friedhof statt. Die Genoffen und 1928 entnehmen wir folgende Einzelheiten: Der Witgliederstand in den britischen Ges Leichenfeierlichkeiten zu sorgen. werkschaften im Jahre 1928. Einer vergleichenPrag, den 31. Oftober 1924. Sekretariat der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Dr. Budwig Czech. Die entsprechenden Rahlen stellten sich für die mögen sich im Lidový dům", Prag II. HybernLandarbeiter auf 20.0000, 91.000 und 79.000; fá 7, rechtzeitig sammeln, von wo sie durch OrbBergleute 921.000, 843.000 und 915.000; Metallner zum Friedhof begleitet werden. arbeiter, Maschinenbau und Schiffelbaut 545.000, Wir bitten Sie, unserem Ersuchen in mög Wieber ein Halentreugler verurteilt. 886.000 und 703.000; Textilarbeiter 263.000, lichst umfassender Weise zu entsprechen, zumal wie Unternehmer der Staatsfeiertag" nicht respektiert 280.000 und 169.000; Bekleidungsarbeiter 82.000, gerade in Prag großen Wert darauf legen, den Mittwoch fand vor dem Brüger Kreisgerichte 95.000 und 93.000; Solzarbeiter und Tischler wird und sie wie an anderen Tagen arbeiten lassen. Der Staat trifft völlig Unschuldige und es ist schänd- die Berufungsverhandlung in einer Ehrenbeletoi 60.000, 87.000 und 85.000; Bauarbeiter 236.000. Dank der deutschböhmischen Arbeiterschaft an lich, wenn man auf diese Weise versucht, die vollstän- gungsklage des Genossen se infch negen den beut. 387.000 und 305.000; Transportarbeiter, Eisen ihrem Vorfämpfer in machtvoller Weise zum dige Arbeitsruhe an diesem Tage dadurch zu ergivin fchen nationalsozialistischen Brüger Stadtrat Du bahner 327.000, 442.000 und 441.000: Sandels Pinebrud zu bringen. gen, daß man den Arbeitern von ihrem doch so schon wiska statt. Der stlage lag folgender Borfall zu und Büroangestellte 110.000, 187.000 und 179.000: erbärmlichen Lohne noch den vollen Fahrpreis für grunde: Am 12. Feber d. I. fand in der Brüger Oeffentliche Dienste 213.000, 231.000 und 290.000. Deutschen Turnhalle eine nationalfoglaltftliche 3-2. Die Gesamtzahlen der fre gewerkschaftlich organis S- 2- ffentliche Dienste 213.000, 231.000 und 290.000, die Fahrt erpreßt. Versammlung statt, um die gefchloffene ewerkschaft fierten Arbeiter in den drei Jahren sind folgende: liche Organisation in Brüger Elektrigitätsiverfe 3,703.000, 1,742.000 und 4,590.000. Die Zahl Berstören. is Hedner war der Nationalsozialiſt der Graverzschaften, denen diese Weiglieder im Jugt aus Oberdorf bei Stomotou erschienen. Im Jahre 1923 angehörten, stellt sich auf 1135. Gese000000000000 eriniderte ber zufällig antvesende Genoffe Stadtg bt z. B. nicht weniger als 251 Gewerkschaften Ier aus Stonrotau, während dessen Rede die gaten mit Arbeitern öffentlicher Betriebe, 167 für Ar- lejung war im ersten Teile überflüssiger biographi reugler babouliefen. Genoffe& inf, der einen beiter in der Baumwollindustrie und 114 für scher Natur, im zweiten Reklame Plädoyer für vie Kollegen suchte, wurde auf & Zukunft des Bayreuther Wagner Theaters und im Sollegen jnchte, wurde auf der Stiege vont national Berg- und Steinarbeiter. fozialistischen Stadtrat Duwtyka Spion" genannt. festen Stioptifon Bilderbuch. Wagners Kunst an Die Arbeitslosigkeit in den Bereinigten Staa- fid) bedarf heute teines Fürsprechers und Erklärers Wegen dieser Aeußerung brachte Genosse& insch Als am 28. Oftober die Arbeiter mit der Bahn ble Ehrenbefelbigungsflage ein, die beim Brüger Beten. Die„ Raiffel Sage Foundation for Research" uchr, zur Propaganda für die Bayreuther Festspiele zu ihrem Arbeitsplay fuhren, wurde ihnen von dem girlsgericht mit der Verurteilung bea na bat foceben eine Erhebung über die Arbeitslosigkeit ist der Vortragesaal kaum der richtige Ort und die diensthabenden Bahnpersonal erklärt, daß ihre Duin den Vereinigten Staaten in den letzten fünf Bilder aus Bayreuth hat Richard Wagners Sohnt ttonalsozialischen Stadtrates Du Arbeiter- Wochenkarten an diesem Tage keine Gültig, witta su 200 K bebingi für den Armen Jahren abgeschlossen. Bei den Berechnungen Siegfried den Bragern im vorigen Jahre selbst gezeigt. feit befiten und daß sie außer dem vollen Fahrpreis fonds und zur Tragung der Gerichtsto. wurden 70 Städte uno 31 Staaten sowie die fa- Das Intereffanteste wußte Pellegrini im weiten die dazu festgesetzte Strafe zu zahlen habent. üld- ften endete. Der Berurteilte brachte ble Bernnabischen Provingest bericht htigt. Die Endre Telle feines Vortrages zu sagen, der teilweise eine sichtslos wurde von den Arbeitern der belle fung ein, die aber nun vom Kreisgerichte in der sultate zeigen, daß alles in allem genommen in der Art Uebersichtskritik über die diesjährigen WayrenFahrpreis sowie der Strafzuschlag abberant 29. Oktober stattgefundenen Verhandlung ab. Berichtsperiode dauernd durchschnittlich 10 bis ther Festspiele darstellte, die aber, wie jede Stritif, langt, vielen Arbeitern wurde die Arbeiter- Legitima- gewiesen wurde. Hoffentlich wird dieser neuter- 12 Prezent aller Arbeiter der Vereinigten Staaten start persönlich gefärbt war. Lehrreich an diesen kri tion mit der Wochenkarte abgenommen, wieder liche Fall( erft fürzlich erging es dem Brilzer na- arbe telos waren. Der Bericht fagt in diesem tischen Betrachtungen war vor allem die Feststellung andere Arbeiter, die nicht genügend Geib bei fich tionalsozialistischen Stadtvertreter Fiebler wegen Zusammenhang u. a.:„ Ueberall herrscht groke der gesangssolistischen Unvollkommenheit der wiederhatten, wurden polizeilid festgestellt und einer Beleidigung des Genoffen ofron ähnlich) Arbeitslosigkeit und es seigen sich die ernsten erneuerten Bayreuther Festspiele, an der ble Tefflöste dieses Vorgehen von Seite des Bahnperionals ble Valenfrenzler zu der Erkenntnis bringen, daß fie wirtschaftlichen, sozialen, psychologischen und mo- nahmslosigkeit der großen deutschen Gesangsfünftier und der Bolizei unter der Arbeiterschaft, die ſich mit Berleumbungen der Sozialdemokraten ihr Zielschenfolgen biefer Berhältniffe. Es treten die Schuld trägt, die heute lieber uur Geld als der mählich bewußt werden und die eine Folge der ehrenden Aufgabe willen ihre Stunft üben.-ek. ständigen unsicheren Arbeitsverhältnisse sind. Spielplan bes Neuen deutschen Theaters. Heute Nicht nur die bestehende Arbeitslosigtet, sondern und Sonntag Dampfmaschine" mit Ballenauch die Furcht vor noch größerer Arbeitslosigkeit berg; wontag"„ Rofengärtlein"; Dienstag find für die bestehende gespannte Atmosphäre unter Weibim Burp it r"; Witwod) ,, St a nt el geht ben Industriearbeitern verantwortlich zu machen". durch das Nadelöhr"; Donnerstag„ heinDer Bericht we ft audy auf die Ausbeutung der gold" milt Strad: Freitag Walküre": Sams ungelernten, haltgelernten und Gelegenheitsarian Gräfin Waris a"; Sonntag nachmittags beller durch private Stellenvermittlungs- Agentur bettervorstellung Glaube und Hei ren hin. ma 1", abends Figaros Sochzeit". Teiner Schuld bewußt war, große Empöring und nicht erreichen können. Erbitterung aus. Geradezu empörende Vorfälle waren am Reichenberger Hauptbahnhof zu ver zeichnen. Bis jeht haben die Arbeiter an alertagen, wenn in ihren Betrieben gearbeitet wurde s standsivs auf ihre Arbeiter- Wochenfahrkarte fahren können, ohne daß von irgendeiner Seite diese Arbeiter ve: anständet wurden, weil diefe Felertage als Arbeits tage betradet wurden. Jest muß ich den Wirt niedermachen!" Eger, 80. Oftober. Der 35jährige Bergmann Jofef Derner in Neufattet stand heute vor dem Schwurgerichte unter der Anklage bes Verbrechens des versuchten wordes und der Uebertretung des Waffenpatentes. 3. Die Arbeiterschaft wurde auch nicht titformiert. Josef Werner war am 21. Jult nachts gegen Spielplan der feinen Bühne. Heute nachmit daß am 28. Oktober ihre Arbeiter- Fahrkarten feine 1 Uhr in dem Gasthause bes Rudolf Albert in NeuGültigkeit haben und daß sie an diesem Tage den fattet mit einem Waste in Streit geraten und wurde gestrigen Börse war normal und das Geschäft be abends„ Die füßen Grisetten"," Bera Prager Produktenbörse. Ter Besuch an der tage Pariser geben", abends und Sonntag „ Vera vollen Fahrpreis entrichten müsse. Soweit ich nich schließlich vom wirte, da er nicht Ruhe gab, gewaltinformiert habe, hat man Montag bei den Stalla fam aus dem Lokale entfernt. Als der Gastwirt nach engen Grengen. Der Geire bemarcht vergeichnete Montag er weinium Judenad?"; Diens vegte sich bei uneinheitlicher Tendenz in ziemlich Violetta"; Sonntag nachm. Die Flamme"; schaltern diese Bekanntmachung angeschlagen. Die 2er etwa einer Viertelstunde auf den Hof hintaltsging, Arbeiter lösen ihre Wochenfahrkarte bereits Montag früh bei der Abfahrt von ihrem Wohnort und in jah er dort einen Mann stehen und hörte etwas auf amerikanische Nachrichten eine fchwächere Tent tag Die beiden berren ber gnabigen tnaden. Der Wirt ging auf den Mann zu, erfaunte benz in eigen besonders auch in Roggen. Die tau"; Mittwoch Site Grifetten", era Weizen,„ Bera Nadyfvige für Gerste war sehr schwuch und die Violetta"; Donnerstag„ Ggtemporale"; diefem Zeitpunkt war diese Bekanntmachung noch in ihm den Angeklagten und fab, wie diefer gegen nominellen Preise hielten fich im Dienstägigen Freitag Gaitspiel El. Wallentin„ erio1"; nicht angeschlagen. Der Anschlag dieser Bekanntmachung fann erst Montag über den Tag erfolgt in eine waffe gerichtet hatte, fortwährend liveast. Verhältnismäßig fest war safer. weh! Sonntag Die beiden Herren der gnädi. sein, als die Arbeiter bereits thre Wochettfahrkarte brückte, die Waffe jedoch versagte Der Gastwirt getauft hatten und fle beint chaiter biefe Bekannts fuchte bem Werner die Waffe zu entreißen, wobei sie in Verbindung mit Getreide hat gleichfalls etwas gen Frau". fte nachgelassen. Reis, Staffee und Hülsenfrüchte Die philharmonischen Konzerte der neuen Spielmachung nicht mehr lefen konnten. Auch hat man fit Bobent fiel. Als der Gastwirt sich nach der Waffe waren unverändert, Fett bil ger. Es notierten in zeit weisen folgendes Programim auf: 1. Stonzert am die Arbeiter, als sie ihre Fahrkarte Montag frith Auf die Rufe des Wirtes waren Gäfte herbeigecilt 265-275, Safer 158-162, Weizenmeh! 0 3.40, 3phigente in Aulis", Cl. Debussy: 1. Sthapfobie büdte, stieß sie der Angeklagte mit dem Fuße fort. Kö: Weizen 200-210, leggen 200-205, Gerste 20. November: 1. Chr. 2. Glud: Ouvertüre zu gekauft haben, von Seite des Bahnpersonals nicht uno Werner wurde in die Gaststube gebracht. Dort Steggenmehl 0 3.15-3.20. Weizengrich 3.60 Mais fir selarinette und Orchester,. Arn. Schönberg: aufmerksam gemacht, daß die Arbeiter Wochenfahr erlitt er einen Ohnmachtsanfall, wurde nach ärst La Blata 175 ab Tetschen, jugojl. 162 ab Brati Berflärte Diachi" für Streichoichester, 4. 2. v. Beetfarte am 28 Oktober feine Geltung hat. Die Arbeiter waren vollständig uninformiert bracht, dort aber schon nach zwei Stunden ben en ble 55 ab Station, Sen gepreßt 60-70, lofes 10 1025: 1. Gustav Wahler: 2. Symphonie für großes licher Untersuchung ins Strankenhaus Eibogen geflava, rumän. 168 ab Oberberg, Sartoffel In 50 boven: 5 Symphonie. 2. Stonzert at 9. Jäitner fiber die durch das Eisenbahn Ministerium an die darmen übergeben, da er nur einige kleinere un Beller billiger, flowvaf. Seut halbfiß gepreßt 46, Orchester, Chor und Alt Solo. Bahnverwaltungen ergangenen Weisungen, sie waren 3. Stonzert ant den aufivics. fich feiner Schmid bewußt, etwas getan zu haben, alles franto Prag. Stroh gepreßt 28-30 ungar. was mit den Vorschriften der Eisenbahn im Wider- Josef Werner gibt in wesentlichen obengeschille 110 ab Wien, deutsche Stleie 105 ab Greng spruch steht und es ist begreiflich, daß dieses rück derten Sachverhalt zu, bestreitete jedoch jede Tötungsstation, heimische 115, amerit. Fett 15.75-16.25 ridderten siofe absicht. Er sei von Albert mishandelt worden und Vorgehen des Bahnperfonals und Empörung auslösen mußte. Den Arbeitern dadurch in Aufregung geraten. Er ging nach Hause wurde an diesem Tage durch die Zahlung des vollen und holte sich den Revolver. Was weiter gefcbab, Fahrpreises und der Strafzuschläge der größte Tell fei ihm infolge der Aufregung nicht erinnerlidh. ihres Taglohnes durch die Bahnverwaltung abge- Zeugen bestätigen, daß Werner in seiner Wohnommen, während meit einen anderen Teil der Arbeiter durch Wegnahme der Arbeiter Legitimation und der Wochenfahrkarte gestraft hat. Kunit und Willen. Vlacht 18. Feber: 1. 2. v. Beethoven: 2. Symphonie", 2. Igor Strawinsky: Le sacre du printemps( erste Aufführung in Prag).-- 4 Konzert am 18. März: 1. Viktor Ullmann: Symphonische Phantasie"( Uraufführung, Manuskript). Dirigent der Komponist; 2. Hans Schimmerling: Stirschblüten", eine Dich tung für Orchester und eine Bariton- Stimme( Uraufführung, Manuskript), Dirigent der Komponist; nung den Revolver aus dem Stoffer nahm mit den Bayreuths Grbe einst und jezi", wohl richtiger 3. Erwin Schulhoff: Variationen für Orchester( UrWorten: Jeb: muß ich den Wirt Albert nicher Wagners Erbe in Wayreuth einft und jest" var der aufführung. Wianuskript), Dirigent der Komponist: machen, weil er mich hinausgeschmissen und gewürgt Titel eines Vortrages, den der aus Brag gebür 4. 2. v. Beethoven: 7. Symphonie.5. Konzert ant Diese Wiaßnahme von Seite des Eisenbahn hat." Dem herbeigehoiten Hausherrit' erflärte der tige Dresdener Biolinpädagoge Pellegrini am 15. April: 1. Bela Bartof: Vier Orchesterlieder( erste Winifteriums wird in den Augen der Arbeiter direkt Angeklagte? Laß mich in Ruhe und rege mich nicht Donnerstag vor 50 Personen int proßen leta". Aufführung in Prag), 2. Dans Strafa: Zwei Orcheals arbeiterfeindlich betrachtet, weil sie sich auf, sonst werde ich Dich auch erschießen." Dem Saale hielt. War der Urania"-tung Wesen und sterstüce( neu, Mannstipt). 3. Alban Berg: Dret nur gegen die Arbeiter richtet, die gezwungen sind. Gendarmen und dem Arste im Strantenhause gegen- halt blefes Vortrages bekannt oder gewann sie den Stücke aus Wozzet( erste Aufführung in Prag), die Bahn zu benügen und gegen Lohn zu arbeiten. über gab Werner an, daß, wenn der Revolver nicht Wau zu dieser Veranstaltung aus anderen Bons 4. L. v. Beethoven: 8. Symphonie.- 6. Stonzert am Int engeren Reichenberger Gndustriegebiet gibi co versagt hätte, er den Albert und dann sich erschhoffen feyungen? Bätten die 50 pörer diefes Vortrages vos 20. Mai: Seftor Berlioz: Fausts Verdammung, dramai: Sektor Berlioz: Fausts Verdammung, braausgewußt, was thuen geboten wird ,, wären fie eben- matische Legende für Soli, Chor und großes Orfalls nicht erschienen. Pellegrinis dreiteilige Vor- chester. fanferde von Arbeitern, tie burth Dentisteberfagi h.... c. Vahn ihren Arbeitsplay aufsuchen müssen und gegen Die Geschworenen verneinten ble Frage auf ver Seite 8. Mitteilungen aus dem Publitum. Das Beste für ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, KL Bazar 1832 Amerikanische Dauerbrandofen AMERICAN HEATING und Kamine AME A.G. PRAG TEL 3428, NARODNITR. 33. 2975 Serien- Verkauf von Orignal Pariser und Wiener Modellen: Ia Seidenkleider, Original Pariser und iener Modelle.. von Kč 350-690Ia Stoffkleider, Original Pariser u. Wiener Modelle..... von K 390-500Ia Velour- und Tuchm intel mit und ohne Fell. Original Pariser und Wiener Modelle..... von Kč 300-650Ia Velour- u. Tuchkostüme, mit u ohne Fell. Original Pariser und Wiener Modelle..... von Kč 350-559Ia Seiden- lusen, Original Pariser und Wiener Modelle.. von Kč 150-250In Etamin- Blusen, Original Pariser und Wiener Modelle.. von Kč 80-100Modellhaus MAX KANTOR, Prag I, Můstek 6, im Hofe. Telephon 30916. Über Mittag geöffnet. Vereinsunshrichten. Urania. Wochenprogramm. Heute, halb 11 Uhr: Urania Filmvorführung: „ Eine Fuchsjagd auf Schneeschuhen durchs Engadin" und" estzug anläßlich des Bundesfestes in Reichenberg". Starten 3-7, Mitgl. 2-6 K. Heute, halb 3 Uhr:„ Emilia Galotti". Zweite Urania Klassikervorstellung im Neuen deutschen Theater. Karten ab 2 Uhr: Theaterkasse. Heute, 3 Uhr: Wanderbund ,, Kosmos", Gruppe D. Treffpunkt 3 Uhr nachmittags Remise Baumgarten, Höhenweg, Troja, Selz, Podhor, Prag. Sonntag, den 2. Nov.: Wanderbund ,, Kosmos", Gruppe W. 9.30 Uhr, Masarykbahnhof. Wanderung nach Okoř. Gruppe D: 2.30 Uhr, Endstation der 12er- Linie, Smichow, Prokopykirchlein. Sonntag, halb 11 Uhr: Urania Filmvorführung: „ Eine Fuchsjagd auf Schneeschuhen durchs Engadin" Fest zug anläßlich des Bundesfestes in Reichenberg". Sonntag, 4 Uhr:„ Bilder aus London und der Britischen Reichsausstellung" mit Lichtb., Univ.- Prof. Dr. Otto Funke. Montag, 8 Uhr: Urania Filmvorfüh ring. Dienstag, 8 Uhr: Bollessang im autentlang", Elsa Laura Wolzogen. Mittwoch, 8 Uhr:„ Radio.Bund":„ Einführung in das Wesen des Radio", Ing. M. A. Klimsch. Frei für Mitglieder des RadioBundes"( Jahresfarte 15 K). " Donnerstag, 8 Uhr: Moderne Alchymic" mit Experimenten, Doz. Dr. Fürth. Freitag, 8 Uhr: Probleme des Lebens", Hugo Bettauer- Wien.( Das gesprochene Feuilleton. Novellen aus der Zeit geboren.) Samstag, 3 Uhr: Urania Filmvorfüh rung. Telephon 30916. Turnen und Sport. An alle Bereine im 5. Kreis! Die Wettspiele der Feiertage. Heute in Prag: Amateure Wien gegen DFC. am Slaviaplay, Meteor VIII gegen Hagibor, Viktoria Nusle gegen Malostransky, Nuselsky S. gegen Praha XV. Sonntag: Meisterschaft 1. Kl.: Praha VII gegen AFR. Vršovice. Freundschaftsspiele: Amateure Wien geg. Slavia, CAFC. gegen Slavoj Žižkov, Nuselsky SN. 1. November 1924. der Provinz: Sparta in Brünn gegen Zidenice und in Mähr.- Ostrau gegen SK. Mor Ostrava, Viktoria in Teplitz gegen den TFK. und in Sarlsbad gegen den KFK. S gegen Bittoria Rusle, Čechie Smichov gegen S. Berbreitet den„ Sozialdemokrat... und Bittoria Zizkov spielen heute und Sonntag inÿÿÿÿÿÿÿÿ Smichov, Slavoj VIII gegen S. Rusj. Sparta 38 Jahre KALOPONE Piering Sent u. Essig ist der beste zu haben in allen Konsum Vereinen. Genosse čer mat ist gestern verschieden. Mit ihm ist einer jener Parteigenossen aus der Mitte der Arbeiterschaft dahingegangen, der auch für ore Turnbewegung viel Ersprießliches geleistet hat. Das Reichenbegängnis findet Montag nachmittags in Pras Der statt und es ist unsere Pflicht, saran teilzunehmen. Wir ersuchen alle Genossen und Genoffinnen, denen es Zeit und Mittel erlauben, sich am Leichenbegäng nis in Turnadjustierung( Bluse, ihwarze Hose) zu beteiligen. Wo es tunlich ist, soll auch die Fahne mitgenommen werden. Nähere Ausknüfte erteilt Gen. Erlacher in der Kreiskonferenz der Partei in Turn, Ritterburg". Die reisleitung. Mancher Genosse schäft über die Verbrechen des Kapitalismus und ist für die Abwehr. - dann geht er ruhig zum gegnerischen Händler, läßt auch seine Frau dort die Einkäufe besorgen und fühlt fich dabei als Freiheitskämpfer. Beber Arbeiter bedt bie BeSurfniffe feines Haushaltes im Laben des Arbeiter- KonfumVereines! Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cerman. Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm tehner. Druck: Deutsche Zeitungs- A.- G, Prag Für den Druch verantwortlich Solth 645 Mensch und Die Sonne. Bade deinen Körper im Sonnen fchön! Von Hans Surén. Über 100 heerliche Naturaufnahmen licht! ache thu gesund und männlicher u. weiblicher Störper im Spiel der Sonne u. 24 Licht bildertafeln auf seinem Stunft drud. 7 Bogen Tert. Wichr farbige umflaggeichnung von Prof. Ludw. Hohlives. Preis: Broschtert Ste 26-40 Feft gebunden A 33.-Bolfsbuchhandlung Kremser& Co.. Teplitz- Schönau, Thereftengaffe 18-20: Bibliotheken für Organisationen, Vereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen usw. werden gwedent sprechend zusammenge stellt, sowie ergänzt, von der Bolfsbuchhandlung Ernst Sattler, Karlsbad. 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Nov., halb 3 Uhr nachmittags, Neues Deutsches Theater. Besonders ermäßigte Preise: Logen 52-24, Sitzplätze 12-3 K. Urania Biokasse, ab 2 Uhr an der Theaterkasse. ,, Der Raub der Helena." Großer Monumentalfilm im ,, Wran- Urania- ino". Der Film verdankt seinen Weltruhm der pompösen, fabelhaften Aufmachung. Die Wirkung der Homerschen Dichtung ist packend und erschütternd. Der Untergang einer sagenhaften, riesendimensionalen Welt wird mit ciner wunderbaren Kraft und Eindringlichkeit veran= schaulicht. Heute Samstag und morgen Sonntag drei Vorstellung: 3, halb 6 und 8 Uhr. 3036 Pelze PALAIS KORUNA Raglans werber wollen ihre Gesuche unter Angabe des für ihn, ohne daß er große Lebenslaufes und der Gehaltsansprüche bis zum 15. November 1924 bei der Direktion der gefertigten Wichtigste Sparkasse einbringen. Dienstantritt 15. Dezember 1924. 3029 Spartasse der Stadt Poftelberg. Auslagen hat, und das Erfolg hat sie immer! Verbandstoff- Werke Telefon NT. 851/ IV. 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Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Prag. 8000 Die Ortsgruppe#rag bes Sentralverbandes ber Mugenenten in Induksie, Sandel und Verkehr in Zeplip- Gonan gibt tieferschüttert Nachricht von dem Ableben ihres 2itgliedes und teueren Freundes Abg. Karl Čermat Aus den Reihen der sozialistischen Angestellten hervorgegangen und zu einem der ersten Führer des deutschen Proletariates emporgewachsen war er uns ein leuchtendes Vorbild eines sozialistischen Kämpfers und aufrechten Menschen. Unvergängliches Gedenken unserem dahingegangenen Freunde! Die Beisetzung findet am Montag, den 3. November um 1 Uhr nachmittags von der Aufbahrungshalle des Olšaner Friedhofes aus statt und werden alle kolleginnen und Kollegen ersucht, sich am Leichenbegängnis zu beteiligen. Prag, den 31. Oftober 1924. 2081 In tiefstem Herzen getroffen, geben die Angefteliten ber 3entralrebattion u. 3entralverwaltung Ser Vereinigung fozialbemokratischer Breffe, der Rebattion und Bertoaltung des Gozialbemotrat, des fozialdemokratischen Parteifekretariats uns der Bilbungszentrale belannt, daß ihr verehrter und unvergeßliche Kollege und Führer Abg. Genosse Karl Cermat durch den unerbittlichen Tod aus ihren Reihen geriffen wurde. In dieser Stunde tieffter Trauer geloben wir an der Bahre des Dahingegangenen, daß wir an dem Werke, bei dem er uns führte, mit allen Sträften weiter arbeiten werden, immer das hehre Beispiel vor Augen, das er uns an Begeisterung, Opferfreudigkeit und Pflichtbewußtsein gab. Ewiges Andenken ihm und seinem unvergeßlichen Wirken! 2039 Tief erschüttert geben wir Nachricht, daß unser Borstandsmitglied Herr Abg. Kari Čermak am 31. Oktober nach längerem Leiden, für uns alle unerwartet, verschieden ist. Durch seine Tätigkeit auch in unserer Körperschaft hat sich der Berblichene ein dauerndes Gedenken gesichert. Der Borstand des Reichsverbandes deutscher Krankenkaffen. 3035 3034 Seite 10. Die Deutsche fozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechofiowakischen Republik erfüllt die traurige Pflicht, Nachricht zu geben von dem Tode ihres Mitgliedes Karl Čermat Abgeordneter und Vorsitzenderstellvertreter der Deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Er verschied Freitag, den 31. Oktober 1924 morgens im 44. Lebensjahre. Mit Karl Čermak verliert die deutsche Sozialdemokratie einen ihrer ersten Führer und Vorfämpfer. Seinen unersetzlichen Verlust betrauert die gesamte Arbeiterklasse dieses Staates. Seit seinen frühesten Tagen in den Reihen des kämpfenden Proletariates stehend, hat er seine besten Kräfte in rastloser Arbeit für die Bewegung eingesetzt, der er in unerschütterlicher Treue anhing. Ihr diente seine Arbeit, für sie fämpfte er, ihr gehörte seine heiße Liebe. Ueber das Grab hinaus wird auch seinem Andenken die Liebe der Arbeiterklasse gelten. Die tiefe Trauer, mit der sein Hingang das kämpfende Proletariat erfüllt, wird ihn zugleich als Vorbild in den Herzen der vielen Tausende, denen er Führer und Freund war, weiterleben lassen. Die Beisetzung findet am Montag, den 3. November um 1½ Uhr nachmittags von der Aufbahrungshalle des Olšaner Friedhofes aus statt. Prag, am 31. Oftober 1924. Parteivorſtand der Deutschen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik. Klub der Abgeordneten und Senatoren der Deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoflow. Republik. Bezirkskrankenkaſſe in Tepliß- Schönau. Von einem schweren Schicksalschlage wurde die Bezirkskrankenkasse in Teplitz- Schönau betroffen. In der Nacht zum 31. Oktober 1924 ist unser Obmann, Herr Abgeordneter Karl Čermak Borfiyender- Stellvertreter des Parteivorstandes der Deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatifchen Republik im besten Mannesalter gestorben. Die Bezirkskrankenkasse erleidet einen unersetzlichen Verlust. Der uns leider so früh durch den Tod Entrissene war durch mehr als 15 Jahre im Vorstande der Bezirkskrantentasse als Obmannstellvertreter und in den letzten 4 Jahren als Obmann zum Wohle des Institutes tätig und hat durch sein umfassendes Wissen auch auf dem Gebiete der Krankenversicherung und seine große Umsicht, dem Instikut unter den schwersten Verhältnissen unvergeßliche Dienste geleistet. Die Beisetzung findet am Montag, den 3. November um 1 Uhr nachmittags von der Aufbahrungshalle des Olšaner Friedhofes aus statt. Die Bezirkskrantenkasse wird dem ihr teueren Toten, der in seiner Schaffenstraft allen ein leuchtendes Beispiel war, stets ein ehrendes Gedenken bewahren. Teplitz- Schönau, am 31, Ottober 1924. Für die Kasseleitung: Iohann Frömet Dirigent. 1729 Für den Vorstand der Bezirkskrantentasse: Moritz Büschel Obmannstellvertreter. 1. November 1924.