Nr. 238. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband. für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonei zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Bersammlungs- Anzeigen, fomte Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Rernsprecher: Amt I, Br. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 11. Oktober 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Er be= Aeußerung eines Sergeanten an der Spike eines Militär- fich borerst die Rechtsverhältnisse der literarischen und Der Arbeiterausstand in Paris. postens: Sie mögen kommen, die Streikenden. Mit meinen musikalischen Produktion handle und daß erst nach deren Neu- Ordzehn Mann kann ich ein Hundert dieser Lumpenterle nieder- nung der Schutz der Werke der bildenden Kunst und der PhotoDie Streitbewegung in Paris hat einen riesigen Umfang ftreden... ." Manche Unternehmer bewirthen die Soldaten graphienschutz einer Revision unterzogen werden solle. angenommen. Die Betite Republique" schäßt die Zahl der mit Wein fonte, daß die gegenwärtigen Verhandlungen bei der Mannig Streifenden auf 50 000 und glaubt, daß in einigen Tagen faltigkeit der in betracht kommenden Interessen feine abschließenden Die Ueberschwemmung der Hauptstadt mit Soldaten hat fein tönnten, daß weitere Verhandlungen mit einzelnen Interessentenmindestens die doppelte Zahl ausständig sein wird. Paris den Unternehmern ihren ganzen Hochmuth wiedergegeben. treifen in Ansicht genommen seien und daß der demnächst aufmacht den Eindruck einer Stadt im Belagerungszustand. Das Die Erdarbeiter- Ausbeuter schränken ihre Zugeständnisse auf zustellende Gefeßentwurf voraussichtlich auch der öffentlichen Kritik Militär hat alle Arbeitsstätten auf dem Marsfelde die minder vortheilhaften Arbeiten ein. Die Bauunternehmer werde zugänglich gemacht werden, um alle betheiligten Kreise rechtbesetzt, durch die Straßen ziehen Patrouillen. Ins. veröffentlichten in einem Blakat einen Aufruf, worin sie sich mit zeitig zu Worte tommen zu lassen. An den Verhandlungen nehmen gesammt sollen 40 000 Soldaten in Paris zusammen- dem ihnen gewordenen Militärschutz brüsten und die Streitführer außer den Vertretern der betheiligten Verwaltungrefforts, 9 Sachgezogen fei. Der offiziöse Telegraph sucht dieses außer verdächtigen als„ internationale Rädelsführer, die das Mißverständige aus verschiedenen Gebieten der literarischen und musiordentliche Aufgebot der Militärmacht als harmlos hinzustellen, lingen der Weltausstellung bezwecken". Diese Verleumdung literarischen und musikalischen Verlages theil. talischen Produktion und 9 Sachverständige aus dem Bereich des Die Verhandlungen es handle sich nur darum, der Polizei die Aufgabe zu er wird von der Generalstabs- Presse eifrig verbreitet, haben wegen ihres lediglich informatorischen Zwecks einen vertrauleichtern. Die Streifenden ihrerseits beklagen sich aber über um die Gemüther zu einer- patriotischen Megelei lichen Charakter. das brutale Vorgehen der Polizei, bas geeignet fei, vorzubereiten. Von betheiligter Seite wird hierzu geschrieben: Katastrophen herbeizuführen. Das Streiffomitee der Maler Dabei stehen an der Spike der Truppen die gegen die Die Fragen, die in der heutigen Vorbesprechung über das richtete an den Ministerpräsidenten Brisson ein Schreiben, Regierung rebellirenden Generäle Zurlinden und de Bellieux, neue Urheberrecht im Reichs- Juſtizamt angeregt werden, in welchem es gegen das provokatorische Verhalten der die auf die erste Gelegenheit lauern, um die beschädigte follen zur eingehenden Begutachtung größeren Sonderausschüssen Polizei protestirt und den Minister auffordert, Abhilfe zu„ Armee- Ehre" im Bürgerblut oder noch besser- im Arbeiter überwiesen werden. Auf grund einer vom Vorſtande des Vereins schaffen, andernfalls die Verantwortung für die Ereignisse ihn blut reinzuwaschen... Berliner Presse" eingereichten Vorschlagsliste werden, wie wir von zuständiger Seite hören, vom Staatssekretär Dr. Nieberding treffen würde. Unter diesen Umständen hat der Pariser Gemeinde 10-12 weitere Sachverständige aus der deutschen Presse und Von verschiedenen Seiten wird der Streit auch als will rath den energischen Beschluß gefaßt, den Unternehmern Literatur zu diesen Ausschußberathungen herangezogen werden. kommener Anlaß benutzt, um gegen die fremden Arbeiter zu sämmtlicher kommunalen Arbeiten δας Ultimatum Gemäß dieser Vorschlagsliste werden auch die süddeutsche Presse, die. Hezen. Derer seien, wie der" Gaulois" wissen will, biele zu stellen: binnen vierundzwanzig Stunden die Arbeiten illustrirten Zeitschriften, die Musikschriften, sowie die Fachpresse verunter den Führern des Ausstandes. Die Regierung sei ent- wieder aufzunehmen, oder aber der Gemeinderath wird vom treten sein, so daß allen Wünschen Rechnung getragen iſt.+ schlossen, alle Fremden, deren Umtriebe die Ordnung stören 10. Oftober ab die Arbeiten in Regie übernehmen, ungeachtet Der Justizminister sendet uns das folgende Schreiben: In würden, auszuweisen". der Submissionsverträge. In beiden Fällen ist natürlich die einem Artikel des„ Vorwärts" vom 5. Oktober ds. Js. ist behauptet, Am Sonntag haben eine große Anzahl Versammlungen Bewilligung der Forderungen der Streifenden vorausgesetzt. daß durch Verfügung des Justizministers den Direktionen der Strafvon Bauarbeitern getagt, welche zu dem„ Generalstreik" Der Präfekt hat auf Anweisung der Regierung dem Ultimatum gefängnisse seit einiger Zeit die Befugniß ertheilt worden sei, GeStellung nahmen. Außer den Malern, Maurern und Schlossern, zugestimmt. fangene, um an ihnen Disziplinarstrafen zu vollstrecken, über die die schon vorher den Streik beschlossen hatten, hielten die Klempner, Dauer der eigentlichen Strafzeit hinaus in der Anstalt festzuhalten. Die Folgen davon bleiben abzuwarten. Denn erstens ist Diese Behauptung ist unrichtig; eine solche Verfügung ist vom Parkettbodenleger und Bautischler Versammlungen ab und be- der Gemeinderath den privaten Unternehmern gegenüber ohn Justizminister nicht erlassen. schlossen den Ausstand. Auch die Transportarbeiter und mächtig, und dann ist es zweifelhaft, ob die kommunalen Die Redaktion des„ Vorwärts" ersuche ich, nach Maßgabe des Droschkentutscher wollen in den Ausstand treten. Dagegen Arbeiter ihre mitstreifenden Kameraden von der Privatindustrie§ 11 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 die vorstehende sollen die Bahnbediensteten, die Bahnarbeiter und die im Stiche lassen werden, falls diese ihre Forderungen nicht Berichtigung in die nächste Nunimer des„ Vorwärts" aufzunehmen. Omnibustutscher den Anschluß an den Generalstreik abgelehnt zugleich durchsetzen. haben. " Trotzdem die Forderungen der Erdarbeiter bewilligt sind, indem die Stadt die Arbeiten nun in eigene Regie übernehmen wird, ist unter den Ausständigen doch noch Stimmung vorhanden für die Fortsetzung des Streits, bis auch die übrigen " 1 Politische Uebersicht. Berlin, den 10. Oftober. " Der Parteitag der deutschen Sozialdemokratie wird an den Ausstellungsarbeiten beschäftigten Bauarbeiter ihre in der gesammten Presse lebhaft erörtert. Eine große AnForderungen durchgesetzt haben werden. Die Kommunalverzahl namentlich der linksstehenden bürgerlichen Blätter glauben waltung, welche die ungefäumte Fortführung der Ausstellungs- einen Sieg des rechten Flügels über den linken" konstatiren arbeiten wünscht, sucht auch zwischen den Bauarbeitern und den zu sollen und warnen die Regierung, diesen MauserungsUnternehmern möglichst schnell eine Einigung herbeizuführen. So prozeß" durch neue Unterdrückungsgeseze wiederum zu stören. hat der Munizipalrath bereits am Sonnabend mit 55 gegen 1 So urtheilen Bossische Zeitung"," Berliner Tageblatt", Stimme den Beschluß gefaßt, den Präfetten des Seine- De- Frankfurter Zeitung". partements zu ersuchen, er möge die Unternehmer auffordern, die Derartige Urtheile der liberalen Presse sind nach allen städtischen Arbeiten binnen 24 Stunden wieder aufzunehmen, und im Beigerungsfalle diese Arbeiten auf Rechnung und Ge fahr der Unternehmer in eigener Regie ausführen lassen. Unser Pariser Korrespondent schildert die Situation am 9. Oktober folgendermaßen; Schönstedt." Den Inhalt der von Herrn Schönstedt berichtigten Notiz, die in die gesammte Berliner Presse übergegangen ist, haben wir von Anfang an für eine juristische Unmöglichkeit gehalten. Vertraulich. Unter dieser Spigmarke schreiben die M. N. N.": Bei Verfügungen der Regierung wird dem Vernehmen nach schon seit längerer Zeit, seitdem mit überflüssigen Kurialien aufgeräumt wird, auch von dem Aftenvermerk, Vertraulich" nur noch der nothwendigste Gebrauch gemacht. So lag auch für die Verfügung über den Waffengebrauch der Polizei bei Aufläufen kein Grund vor, eine Geheimhaltung derselben vor der Oeffentlichkeit durch den Vermerk„ Vertraulich" zu kennzeichnen. Konflikt mit dem Vatikan. Der preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhle, Herr v. Bülow, welcher sich zur Zeit auf Urlaub in Deutschland befindet, soll nicht auf seinen Bosten zurückkehren. unseren Parteitagen geäußert worden. Und diesmal haben Diese Abberufung des Herrn v. Bülow bildet die Antwort der die Liberalen besondere Gründe, eine angebliche Rechts- preußischen Regierung auf die letzte Rede des Papstes, in der das französische Protektorat über die Christen des Orients von neuem entwickelung der Sozialdemokratie zu betonen. Sie vermeinen, scharf betont wurde. Herr v. Bülow foll durch eine jüngere Straft durch eine derartige Charakterisirung der sozialdemokratischen ersetzt werden, damit den französischen Einflüssen beim Vatikan Partei den reaktionären Plänen der Regierung und des Junker- fchärfer entgegengetreten werden kann. Das Zusammenfallen des Massenstreits mit der thums, durch welche auch das liberale Bürgerthum schwergetroffen ohnehin gespannten politischen Situation erregt die Gemüther werden würde, Abbruch bereiten zu können. Auch hoffen sie Gefeß den Handwerkern anheimgestellt ist, wird, wie bereits mehr Die Bildung von Zwangsinnungen, die nach dem neuen im höchsten Grade. Dank der günstigen Lage des Arbeits durch diese Methode der Darstellung ihr Verlangen nach Unter- fach bemerkt, von der Mehrzahl der Handwerker gar nicht für segensmarktes schien es den Streifenden verhältnißmäßig leicht stüßung aus der Arbeiterklasse, welches ihnen von der kon reich gehalten. Im östlichen Deutschland soll die Zahl der Anträge sein zu sollen, ihre bescheidenen Forderungen durchzu- servativen Seite als schweres Verbrechen angerechnet wird, auf Bildung freier Innungen die der Anträge auf Segen, für welche fie sich zudem auf gefeßliche, rechtfertigen zu können. Bildung bont 3 wangsinnungen um das vierfache gemeinderäthliche oder gewerberäthliche Bestimmungen berufen Thatsächlich ist an dem Gerede der liberalen Presse nichts übertreffen. Sehr bemerkenswerth ist dagegen, in wie unver fönnen. Die ruhige Haltung der Streifenden hat ihnen die Wahres. Die prinzipiellen und tattischen Anschauungen, welche hüllter Weise die Regierung die Gründung von Zwangsinnungen Sympathien der großen Oeffentlichkeit gesichert. Der sozial in Stuttgart zu tage traten, sind dieselben, welche die Partei rungsrath Dr. Bauer von der Regierung in Frankfurt a. O. nach forcirt. Die„ Zentral- Fleischer- Zeitung" berichtet, daß der Regiepolitisch- radikale Gemeinderath mit dem sozialistischen Vor- stets geleitet haben. Landsberg a. W. gekommen, und daß dieser Regierungsvertreter in einer am vergangenen Montag im Stadtverordneten- Sizungsfaal abgehaltenen Sonferenz, an der der Bürgermeister und sämmtliche Innungsvorstände theilnahmen, fich u. a. folgendermaßen ausgesprochen habe: figenden Navarre hat mit lobenswerther Energie von seinen Daher ist es denn auch kein Wunder, daß die konserBefugnissen Gebrauch gemacht, um um eine günstige Bei- vative Presse davor warnt, die Sozialdemokratie jetzt für legung des Konflikts herbeizuführen. Die Erdarbeiter eine andere zu halten als sie stets gewesen. Die Kreuz. Unternehmer sahen sich also genöthigt, ihre Sub Beitung" z. B. erklärt, sie habe die„ Revolution in Schlafrock missions Verträge aufzugeben. Damit war zugleich und Pantoffeln" immer für die gefährlichste Form des ein Schritt zur erfolgreichen Lösung des Bauarbeiter Umsturzes" gehalten, und sie ruft deshalb mit unvermindertem Streits gethan. In den letzten Tagen aber ber Eifer nach Ausnahmegesetzen. schlimmerte sich plötzlich die Situation. Das hat die angst- Mögen die Gegner über uns schreiben, was ihnen beliebt. gepeitschte Regierung verschuldet. Auf Verlangen der Mögen sie von Mauserungen schwägen, mögen sie nach AusUnternehmer zieht sie seit zwei Tagen Truppen- nahmegesezen rufen. Tiefe wirthschaftliche und politische massen aller Gattungen nach Paris zufammen. Nothwendigkeiten sind es, welche das Wort des Präsidenten Es wiederholt sich nun auf großer Stufenleiter des Parteitages zu einem Wahrwort machen: Die Sozialdas in der Bourgeoisrepublic bei größeren Streits demokratie ist, was sie war, und sie wird bleiben, was übliche Schauspiel: die Streifenden werden mit Gewalt sie ist! an der Ausübung des Koalitionsrechtes gehindert, indem ihnen Der Faschoda Konflikt. Die englische Regierung hat nunmehr der Verkehr mit den noch arbeitenden Kameraden zwecks in einem Blaubuch den Schriftwechsel veröffentlicht, den sie mit der Unterhandlungen verwehrt wird. Die Verwaltung der Welt- französischen Regierung über die Frage des Oberen Nil geführt hat. ausstellungsarbeiten ist außerdem auf den Sniff verfallen, die ,, Ar- Daraus geht hervor, daß England schon im Dezember 1897 erklärt beitswilligen" von der Außenwelt ganz zuisoliren. Zu diesem Zweck hat, es werde nicht zugeben, daß eine andere europäische Macht das wurden einige hundert Bettstellen nach dem Maschinengebäude Recht habe, irgend einen Theil des Nilthales zu besetzen. Von des Marsfeldes geschafft. Während die Arbeitsstätten in französischer Seite sei dagegen geltend gemacht worden, Egypten Nachtlager umgewandelt werden, verwandeln sich Mairie- hätte den Sudan verloren gehabt und Frankreich habe die britische gebäude in Kasernen für die aus der Provinz zusammen- Einflußsphäre am Oberen Nil niemals anerkannt. Die Londoner Blätter begrüßen die feste Haltung Lord Salisgezogenen Truppen. Die städtischen Viertel, wo die Erd- und bury's in der Faschoda- Frage mit Beifall und sagen, er habe hierbei Bauarbeiten konzentrirt sind, befinden sich thatsächlich im Be- die einmüthige Unterstützung der ganzen Nation. England könne lagerungszustand. Ueberall Militärposten und Militärpatrouillen jegt nicht von seinen Forderungen zurücktreten. zu Fuß und zu Pferde. Die friedlichste Streifdelegation wird in herausfordernder Weise zu Paaren getrieben. Der radikale * Deutsches Reich. Bariser Abgeordnete, Charles Bos war Augenzeuge eines Jm Reichs- Juftizamt sind heute die wegen Revision bes Bajonetten- Angriffs auf einen friedlichen Streifposten, begleitet urheberrechts eingeladenen Sachverständigen zur Berathung von einem Umzingelungsmanöver der Kavallerie! Der zufammengetreten. Der Staatssekretär eröffnete die Verhandsozialistische Abgeordnete Fournière berichtet über folgende llungen mit einer Ansprache, in welcher er hervorhob, daß es er= des " Die Thatsache, daß sich die Handwerker in Landsberg meist für freie Innungen entschieden haben, veranlasse die Regierung nach den Gründen hierfür zu forschen. Regierungsvertreter betonte, daß es immer noch Zeit sei, die Beschlüsse und Anträge auf Bildung freier Innungen umzustoßen, Die Regierung fäme darin entgegen, denn es läge ihr ganz besonders daran, 3 wangsinnungen zu halten, damit größere Verbände durch Zusammenlegen weiterer Bezirke entständen entständen und die Neugestaltung Inmungswesens auch die Schaffung eines tüchtigen Handwerkerstandes bedeute, dessen Organisation im stande ist, dem einzelnen die Existenz zu sichern, Der Minister habe sich vorbehalten, seine Zustimmung zu dem Zustandekommen der Zwangsinnung zu geben. Bei Zwangsinnungs- Bezirken ist die Zersplitterung keine so große. Gegenwärtig sind unter den 7000 Jnnungen Deutschlands nur rund 2000, die über 20 Mitglieder zählten. Solche fleinen Innungen erhalten die Genehmigung der Regierung nicht mehr, sondern es wird unter Berücksichtigung der fich immer mehr und mehr ausbildenden Verkehrswege darauf gesehen, daß größere Innungen entstehen. Vor der Bildung von Zwangsinnungen solle man nicht derartige Scheu haben, die Regierung wolle weitestgehende Hilfe dem Handwerkerstand bringen." Wir wissen nicht, welchem Interesse die Regierung haben kann, mit derartigen Pressionen auf die Handwerker einzuwirken. Wir bezweifeln sogar start die Berechtigung hierzu. Zur Fleischnoth schreibt wahrscheinlich offiziös die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung": Vor der Hand darf an die Oeffnung aller Grenzen für die Einfuhr lebenden Viehes nicht gedacht werden. Es hat schwere Opfer gekostet, die Grundlage für die durch das Ausland verursachte Entfeuchung unserer Viehbestände herzustellen, und es ist gelungen, halten? Desterreich. für die Gesundheit derselben wieder einen beffern Stand zu er Die 33 Kapitel der ersten zwei Bände haben die folgenden| Majestät dem Kaiser geschrieben worden sei. Das Gericht ging reichen. Eine Aufhebung der Schutzwehr gegen Einschleppung neuer Ueberschriften: 1. Kapitel. Bis zum ersten Vereinigten Landtag. aber auf die Absichten des Staatsanwalts nicht ein und sprach Krankheitsfeime in gegenwärtiger Zeit würde das deutsche Volk sehr 2. Kapitel. Das Jahr 1848. 3. Kapitel. Erfurt, Olmük, Dresden. Weißmann frei. schnell um das glücklich Erreichte bringen und dann wohl die Fleisch- 4. Kapitel. Diplomat. 5. Kapitel. Krimkrieg, Wochenblattspartei. Ans Essen a. Nh. schreibt man unter dem gleichen Datum: Die noth, von der heute in unbegründeter Weise so viel geredet wird, 6. Kapitel. Sanssouci und Koblenz. 7. Kapitel. Unterwegs hiesige Straffanmer verurtheilte den Bergmann Nikolaus Savant in Wahrheit herbeiführen." zwischen Frankfurt und Berlin. 8. Kapitel. Besuch in Paris. aus Raternberg wegen Majestätsbeleidigung in drei Fällen Ohne auf die höchst ungeschichte, das Gegentheil deffen, was sie 9. Kapitel. Reisen, Regentschaft. 10. Kapitel. St. Petersburg. zu zivei Monaten 14 Tagen Gefängniß. Die Verhandlung fand ausdrücken will befagende Fassung der Notiz einzugehen, wollen wir nur 11. Kapitel. Zwischenzustand. 12. Kapitel. Rückblick auf die preußische unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. bemerken: Warum aber nicht wenigstens die Grenzen öffnen für Vich, Politit. 18. Kapitel. Dynastien und Stämme. 14. Kapitel. Konfliktsdas in verschlossenen Eisenbahnwagen direkt auf die Bichhöfe gefahren ministeriums. 15. Kapitel. Die Alvensleben'sche Konvention. und dort nach ärztlicher Untersuchung geschlachtet wird, ohne mit 16. Kapitel. Danziger Episode. 17. Kapitel. Der Frankfurter FürstenWien, 10. Oktober. Der Montagsrevue" zufolge tritt der einheimischem Bich in irgend welche Berührung gekommen zu sein? tongreß. 18. Kapitel. König Ludwig II. von Bayern. 19. Kapitel. Deutsch geftunte und sozialpolitisch erfahrene Eisenbahn- Miniſter In Schleften hat sich dies System für russische Schweine doch sehr Schleswig- Holstein. 20. Stapitel. Ritolsburg. 21. Kapitel. Der Wittet, ein Fachmann von allseitig anerkannter hoher Begabung, gut bewährt! Oder kommt es der Regierung vor allem nur darauf Norddeutsche Vurb. 22. Kapitel. Die Emser Depesche. 23. Kapitel. zurück, und ist die Erſegung desselben durch einen General bevoran, den Agrariern die ausländische Fleischkonkurrenz vom Halse zu Versailles. 24. Kapitel. Kulturfanipf. 25. Kapital. Bruch mit den stehend. Konservativen. 26. Kapitel. Intriguen. 27. Kapitel. Die Ressorts. Eine fozialdemokratische Interpellation. Am 4. Mai 1894 Die durch die Grenzsperre veranlaßte Fleischnoth nimmt einen 28. Kapitel. Berliner Kontgreß. 29. Kapitel. Der Dreibund. wurden in Faltenau in Böhmen streitende Bergimmer größeren Umfang an. Die„ Nat. 8tg." schreibt: 30. Kapitel. Buffinftige Politit Rußlands. 31. Kapitel. Der Staats- arbeiter, die von einer Versammlung singend nach Hause gingen, In Beuthen und Gleiwig in Oberschlesien mußten in der vorigen rath. 32. Kapitel. Kaiser Wilhelm I. 33. Kapitel. Kaiser Friedrich von Gendarmen niedergeschossen. Jegt, nach vier Woche die Viehmärkte, wie das schon öfters in letzter Zeit geschehen Der Preis der ersten zwei Bände von ca. 720 Seiten soll 20 M. Jahren, haben ihnen ihre Arbeitsgenoffen einen Grabstein geist, mangels jeglichen Auftriebes ausfallen. In welchem Umfange feßt. Am 6. d. M. erschien auf dem Fallenauer Friedhof eine Gedort die Bevölkerung unter dem Fleischmangel zu leiden hat, kann richtskommission im Auftrage der Rathskammer des Egerer Kreisman daraus entnehmen, daß sich bereits Unternehmer gefunden haben, die Bertreter der deutschen Berlagsfirma, welche das Recht der Ver- gerichts und ließ den Grabstein gewaltsam entfernen. Wegen dieser gegen ein geringes Entgelt Fuhren nach der öffentlichung der Memoiren Bismard's besitzt, sind dieser Tage in London Maßnahmen hat der sozialdemokratische Reichsraths- Abgeordnete Grenze für diejenige Bevölkerung, die sich zollfreie gewesen, um das englische Berlagsrecht zu verkaufen. Wie der Dr. Verkauf im Parlament an den Justizminister folgende InterStüdchen Fleisch herüberholen will, stellen und sich eines Daily Chronicle" berichtet, verlangt die deutsche Firma 20 000 2ftr. pellation gerichtet: sehr zahlreichen Zuspruches erfreuen. Nach dem Bolltarif( 400 000 m.) dafür. Die Memoiren sollen deutsch in vier Bänden„ Die sozialdemokratische Arbeiterschaft von Faltenau an der geje fönnen bekanntlich im Grenzgebiet zwei Kilogramm erscheinen, von denen zwei bereits fertig sind und Gremplare davon Eger hat den Beschluß gefaßt, für die im Jahre 1894 anläßlich bes Fleisch zollfrei eingeführt werden, was der freikonservative Ab- den faufluftigen englischen Verlegern zur Ansicht vorgelegt wurden. bekannten Streits in muthwilliger und verbrecherischer Weise ergeordnete Gamp im Abgeordnetenhause als„ Unfug" bezeichnet hat. Das englische Verlagsrecht soll auch das amerikanische einschließen. schossenen Bergarbeiter Josef Spizl, Chriſtian Heinz und Anton Göyl Die Petitionen gegen die Grenzsperre mehren sich von Tag zu Tag. Das genannte Blatt fagt, daß verschiedene Verleger sehr begierig fowie für den im Jahre 1898 verstorbenen Arbeiter Johann Anton So hat jezt auch der Vorstand des oftpreußischen Bezirksvereins seien, das Recht zu erwerben, doch das höchste Angebot belief sich Jobst Grabdenkmäler zu errichten. im deutschen Fleischer Verbande eine Petition um Oeffnung der bis jetzt erst auf 15 000 2ftr.( 800 000 m.). Die Memoiren feien Grenzen zur Einfuhr von lebendem Schlachtvich an den Reichskanzler einzig und allein das Wert des Fürsten Bismarck. selbst, der abgesandt. Ferner beabsichtigen die der Städte Ordnung unter- sie zum theil mit eigener Hand geschrieben und zum theil stehenden badischen Städte, eine Petition an die Stegierung zu richten selbst diktirt habe. Sie würden jedenfalls von großem historischen zwecks Erleichterung der Schweine- Einfuhr aus Holland und Frank- Werthe sein und nicht solch fades Geschwätz enthalten, wie das reich. Busch'sche Buch." werden." betragen. " Die Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Nun, fades Geschwät sind sicherlich die Judiskretionen Busch's, mur intereffant ist z. B., aus den Busch'schen Veröffentlichungen zu erfahren, wie Fürst Bismarck die offiziöse Breffe en canaille behandelte. Hierfür ein Beleg, gleichzeitig ein Urtheil von ihm über die Pariser Kommune: " denten in Potsdam den Bauplan für diese Linie bor: Aus dem Februar 1879 stamnit die folgende Erinnerung: " Auf dem Friedhof von Falkenau sind in der That zwei schlichte Grabsteine aufgestellt worden. Der eine trägt folgende Inschrift: " Jeder Tropfen von vergoff'nem Blut, Dringt tief in unsere Herzen ein, Wir wollen nicht rasten und nicht ruh'n, Bis sich die Bergarbeiter von ihrem Joch befrei'n. Glück auf!" Senat zur Sprache bringen. Zur Einkommenftener Veranlagung. Die„ Berliner Polit. Nachrichten" schreiben: Wegen dieser wenigen, gewiß den Rahmen des Gesetzes nicht Demnächst wird seitens der Bezirksregierungen in Preußen der überschreitenden Sätze hat nun die t. t. Staatsanwaltschaft in Eger Termin für die Personenstands- Aufnahme zum Zwecke der Eindie Einleitung der Untersuchung gegen den Verfasser beantragt. kommensteuer- Veranlagung auf das Jahr 1899/1900 festgesetzt werden Ueberdies hat sie das Unerhörte gewagt, die Konfistation des Grabmüffen. Nach der Ausführungsanweisung zum Einkommensteuer-" Im Frühling 1871 beschäftigte Bismard vor allem der Auf- steines durchzuführen und dadurch die gesammte Arbeiterschaft, ja den Gesetz ist hierfür die Zeit vom 27. Oktober bis 18. November be- stand der Kommune in Paris, von dem er einen Rückschlag auf andere größten Theil der Bevölkerung auf das tiefste in ihren Gefühlen stimmt, indessen ist als Norm für den Beginn der Personenstands- Länder fürchtete. In einer Depesche an Brassier de Saint- Simon verlegt. Aufnahme der 12. November anzunehmen. Wenn nach den örtlichen schrieb er:„ Wie verschieden auch die letzten Ziele der revolutionären Dieser Vorgang ist geeignet, ungeheure Aufregung unter den Verhältnissen die Feststellung eines früheren Termins unvermeidlich Elemente in den verschiedenen Ländern sein mögen, ihr unmittel- arbeitenden Massen hervorzurufen, wenn die brutale ungefeglichkeit ist, so muß derselbe doch dem 12. November so nahe als thunlich barer Zweck ist überall der gleiche, nämlich der, die bestehende sich schon wo es sich um Proletarier handelt- bis zur Gräbergelegt und keinenfalls auf einen Tag vor dem 27. Oktober bestimmt Staatsordnung umzustoßen. Daraus folgt, daß alle Regierungen schändung bersteigt. das gemeinsame Interesse haben, ihnen entgegenzutreten. Wir sehen uns deshalb zu der Anfrage veranlaßt: Unterliegt der Staat in irgend einem Lande der revolutio- Hält der Herr Justizminister das geschilderte Borgehen der Die Vorbereitungen für den Rhein- Elbe- Kanal find, wie nären Bewegung, wie es in Paris durch zwei Monate der ft. Staatsanwaltschft in Eger für gerechtfertigt? Ist er bereit, daoffiziös geschrieben wird, soweit vorgeschritten, daß auf eine ent- Fall war, dann wird seine Macht in allen anderen Ländern für Sorge zu tragen, daß die neuerliche Aufstellung des Grabsteines sprechende Vorlage für die nächste Landtagsfeffion gerechnet werden herabgedrückt und im Verhältniß wächst jene seiner Gegner." von der Staatsanwaltschaft gestattet wird?" taun. Die Pläne für die gewöhnlich als Mittelland- Kanal be- Bismarck traute auch der Versailler Regierung nicht ganz und führte zeichnete Theilstrecke dieser Wasserverbindung stehen fest; die von manchmal eine scharfe Sprache gegen sie, war aber trotzdem äußerst Frankreich. Der Staatsregierung geforderten Interessenbeiträge sind bis auf einen ungehalten über die offiziöse" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" und Ministerpräsidenten Brisson ein Schreiben, in welchem er ihn Paris, 9. Oftober. Der Senator Trarieur richtete an den kleinen Reſt, deſſen Aufbringung keine Schwierigkeiten verursachen wird, deren Chefredakteur Braß, weil dieser die Versailler Regierung an- Ministerpräsidenten Brisson ein Schreiben, in welchem er ihn auffordert, dem engeren Gewahrsam, in welchem sich Picquart von den Betheiligten bewilligt. Für die andere, noch auszuführende griff.„ Das ist gegen die Instruktion," schrieb der Reichskanzler an auffordert, dem engeren Gewahrsam, in welchem sich Picquart Theilstrecke Dortmund Rhein mußte, nachdem der Ausbau den Rand eines Artikels,„ man muß dem Minister des Innern befinde und den er, Trarieur, für gefezwidrig halte, ein Ende zu der 1894 in Aussicht genommenen Südem'scher Linie wegen der in- schreiben, er möge den Redaktionsstab verwarnen oder dem Blatte machen. Sollte diese haft nicht aufgehoben werden, dann werde zwischen vorgenommenen Veränderungen über und unter der Erde alle Begünstigungen entziehen. Strenge tägliche Ueberwachung ist Trarieur beim Zusammentritt der Kammern die Angelegenheit im unwirthschaftlich geworden war, eine neue Linie gewählt werden. nothwendig." Der Kanal wird jetzt das Thal der Emischer selbst verfolgen; die Dann noch einige Urtheile über Mitglieder des Königlichen vernehmen mit dem Kriegsminister Chanoine bei dem Disziplinar Es verlautet, der Justizminister Sarrien werde im EinVorzüge dieses Planes gegenüber den noch in Frage stehenden Kanal Hauses. Ueber den König findet sich noch die folgende Bemerkung: rath der Ehrenlegion die Streichung Esterhazy's aus der linien von Dortmund nach dem Rhein sind so groß, daß sie auch bei Es wäre für mich sicher keine gleichgiltige Sache, wenn gedruckt den Interessenten durchschlagend gewirkt und anderweite Pläne in und veröffentlicht, wenn allgemein bekannt würde, was ich über Ordensliste beantragen. den Hintergrund gedrängt zu haben scheinen. Die Emscherthallinie den König und andere hohe Persönlichkeiten sagte, wenn ich aufSpanien. darf daher als ganz feststehend angefehen werden. Die auf dieser geregt und entrüstet, sehr entrüstet war. Aber der König Madrid, 10. Oftober. Einem Telegramm des Marschalls Grundlage mit den Betheiligten gepflogenen Verhandlungen über weiß, daß ich schon viel schlimmere Dinge über ihn gesagt Blanco zufolge seien vier Monate erforderlich, um die Truppen von ihre Vorbereitungen find zwar noch nicht ganz abgeschlossen, ver- habe. Uebrigens stehe ich, seit ich auf den Vorsitz im Ministerrathe Kuba nach Spanien zurückzubringen. Andere Meldungen aus Madrid sprechen aber ein durchaus befriedigendes Ergebniß. Darf hierach verzichtet habe, auf einem viel besseren Fuße mit ihm. Er denkt, besagen dagegen: Die Räumung von Portorico wird in der mit voller Bestimmtheit auf die Vorlegung des Rhein- Elbe- Kanal- daß ich ihm mun nicht länger im Wege sein und ihn nicht verhindern nächsten Woche, diejenige von Kuba im November beendet sein. Planes für die nächste Landtagstagung gerechnet werden, so haben kann, seine Wünsche herabzusetzen, wenn er irgend eine unpraktische Präsident Mac Kinley forderte Spanien auf, Portorico spätestens bis auch die Vorbereitungen für den Großschifffahrts- Weg von Stettin Idee in seinem Kopfe hat, oder wenn er aus Vorurtheil der zum 18. d. M., Kuba spätestens bis zum 1. Dezember zu räumen. nach Berlin einen Schritt vorwäts gemacht. Die Interessenten Sanktion irgend einer nothwendigen Maßregel widerstrebt. Aber Die Kosten des Feldzuges auf Kuba und den Philippinen überder Ostlinie haben dem mit der technischen und finanziellen mein Einfluß auf die übrigen Minister ist durch die Veränderung schreiten 3 Milliarden Besetas. In Madrider Regierungskreisen war Vorbereitung des Unternehmens betrauten Regierungspräfis nur gewachsen." mander Hoffnung, daß die Vereinigten Staaten wenigstens die tubanische Schuld auf sich nehmen würden, die Amerikaner lehnten dies aber gelegt, sodaß die Prüfung derselben in technischer, finanzieller" Dann lenkte Busch das Gespräch auf den Kaiser und den ab, wodurch die Unzufriedenheit noch größer geworden ist. Auch und wirthschaftlicher Hinsicht vorgenommen und eine geeignete Grund- Kronprinzen. Von ersterem meinte Bismard, Energie und die Arbeiten des Friedensausschusses in Paris scheinen dadurch lage für den Vergleich zwischen der Westlinie, über welche bekanntlich geistige Sträfte hätten nachgelassen, und er wäre daher ungefährdet. bereits mit den Betheiligten, vor Allem mit den Vertretungen von gehörigen Einflüssen zugänglicher als früher. Sehr freundlich Rußland. Berlin und Stettin, verhandelt worden ist und der Ostlinie gewonnen äußerte sich Bismarck damals über den Kronprinzen. Er ist so= Der Kriegsminister das Berliner Tageblatt" hält es flir werden kann. Daß die Vorbereitungen für die Linie weit genug zusagen menschlicher, aufrichtiger und bescheidener. Sein Charakter erforderlich zu betonen: der russische, nicht der preußische hat über gefördert werden, um dem Landtage schon in der nächsten Session gleicht dem seines Großvaters und Friedrich Wilhelm's I. Er sagt den Gebrauch der Waffen einen Erlaß veröffentlicht, durch eine Vorlage zu machen, ist zwar nicht ausgeschlossen aber auch nicht:„ Ich habe die Schlacht gewonnen; ich habe den Feldzug ge- den den Truppen eingeschärft wird, daß der durch äußerste, im ebensowenig sicher. Teitet", sondern: Ich weiß, daß ich nicht fähig hin, es zu thun. Gefeß vorgesehene Umstände hervorgerufene Gebrauch Industrialisirung Oftelbiens. Der Oberpräsident Der Chef meines Generalstabes hat es gethan, und darum verdient der Waffen in Friedenszeiten der Militärwürde und dem von Westpreußen, Staatsminister Dr. v. Goßler, beabsichtigt, kann keine volle unwahrheit sagen, aber er will den Schein, als daran denken muß, daß jede unnütze, durch keine Nothwendigkeit er seine Belohnung." Der Allergnädigste denkt ganz anders; er Soldatenruhm entsprechen muß, bei deren Beschützung jeder Soldat sich eine Reihe von Tagen in der Rheinprovinz und Westfalen auf- ob er alles selbst gethan hätte; er liebt im Vordergrund zu hervorgerufene und gefezwidrige Anwendung der Gewalt in bezug zuhalten, um dort eine Anzahl industrieller Etablisse auf friedliche Bürger sich als dunkler Fleck auf die Armee setzt und ments zu besichtigen. Der Zweck des Besuches des stehen." Herrn v. Goßler in der Rheinprovinz und Westfalen ist insbesondere Von einer gewiffen Aktualität ist die folgende Bemerkung über strenge Verantwortlichkeit vor dem Gericht nach sich zieht. der, Fühlung mit der westdeutschen Industrie und deren Vertretern Italien: Türkei. zu gewinnen und dieselbe für den Osten zu interessiren, dessen Bündnisse stellen würde, gab Bismarck die böse Antwort: Auf die Frage, wie sich Italien zu dem deutsch- österreichischen Der Ränmung Kreta's sucht der Sultan Schwierigkeiten in gewerbliche Förderung der Staatsregierung ganz besonders am Die den Weg zu legen. Wie der Minister des Aeußern den vier BotHerzen liegt. Es gilt, durch westdeutschen Unternehnungsgeist, west- Italiener find wie die Ansträhen auf dem Schlachtfelde, die andere schaftern mitgetheilt hat, will der Sultan die Zurückziehung der deutsche Industrie und westdeutsches Kapital im deutschen Osten ein für ihr Futter sorgen lassen. Sie bereiteten sich 1870 vor, mit den türkischen Truppen aus Kreta genehmigen, beansprucht dagegen, wahrhaft patriotisches Werk zu fördern, die Befestigung des Deutsch- versprochen hätte. Damals fagte ein russischer Diplomat: Was. nicht zu verlegen, als Kennzeichen seiner Souveränität in einem anderen über uns herzufallen, wenn man ihnen ein Stück Tirol gestützt auf die Versicherung der vier Mächte, seine Souveränität thums in den deutschen Ostmarken. fie verlangen schon wieder etwas, obwohl sie noch keine Schlacht ver- Orte auf Kreta eine kleine Garnison. Die Botschafter versprachen Bismarck- Memoiren. Wie die„ Allgemeine Zeitung" mittheilt, loren haben?" Wenn sie lieber ihre Lage im Junern zu stärken ihren Regierungen zu berichten; die Antwort ist noch nicht einführen die Memoiren des Fürsten Bismard den Titel„ Gedanken und suchten, wo fein Ministerium länger als wenige Monate dauert und getroffen. Türkischerseits hat man hierdurch eine Hinausschiebung Erinnerungen". Die Anregung zu dem Werke ging von der Cotta'schen das Volf von Steuern und Schulden erdrückt wird. Das ist die erreicht und hofft auf diese Weise und durch eine weitere Diskussion Buchhandlung aus, welche schon im Januar 1889 an den Fürsten Bis- wahre Italia irredenta. Da sollten sie Hand anlegen, statt an eine günstige Lösung zu erlangen. mard die Frage richten ließ, ob er Aufzeichnungen befize. Fürst Bismard Eroberungen zu denken. Aber eines Tages werden sie sich in derließ erwidern, daß er keine Aufzeichnungen habe und, so lange er im Amte felben Lage befinden wie Spanien unter Isabella, und der Kirchensei, auch keine machen könne. Nach dem Rücktritt des Fürsten wieder- staat und Neapel werden noch einmal wiederhergestellt werden." holte namens des Cotta'schen Verlages Adolf Kröner die Anfrage und wurde im Juli 1890 in Friedrichsruh empfangen. Damals Sonntag in Staffel eröffnet worden. Herr 3immermann be Der Parteitag der deutsch- sozialen Reformpartei ist am fam ein Abkommen zu stande, durch welches der Cotta'schen Buch- tonte in seiner Eröffnungsrede, daß die Partei national, kaiser- und weigern sich, die gefangenen spanischen Priester freizugeben, wenn Aus Manila meldet der„ New York Herald", die Insurgenten Handlung der Verlag übertragen wurde. Den Titel Gedanken fönigstreu sei, sie wolle dabei aber auch die Rechte der einzelnen Spanien nicht ein Lösegeld von 100 000 Dollars bezahlt. und Erinnerungen" gab Fürst Bismarc dem Werte nach längerem Schwanken, nachdem die Bezeichnungen Memoiren" Bundesstaaten" gewahrt wissen. Einen Seitenhieb ertheilte er den Ueber die letzten Vorkommuiffe in Peking veröffentlicht die oder„ Denkwürdigkeiten" verworfen waren. Fürst Bismard National- Sozialen", die mit den Worten„ national" und sozial" diktirte meist in den Vormittagsstunden freisprechend Lothar Bucher folgte nun der Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit der Reichs- standen dort während des letzten Mondfestes Unruhen, wobei die nur bloßes Spiel treiben und Irreführung beabsichtigen." Es Petersburger Nowoje Wremja" nachstehende Mittheilung: Es entdas Werk. Genaue Daten, welche momentan fehlten, hatte Bucher tags- Fraktion und die Parteileitung, den Lieberma i n beizuschaffen bezw. nachzutragen. Chinesen gleichzeitig mehrere Ueberfälle auf Ausländer ausführten, Bandes waren schon die Wintermonate 1890/91 sehr ergiebig; nach der Parteileitung wird über die Disziplinlosigkeit der ehemaligen treter Für die Herstellung des ersten von Sonnenberg in ausführlichster Breite gab. Im Bericht denen gegenüber sich die chinesischen Behörden vollständig indifferent verhielten. Dieser Umstand veranlaßte die europäischen VerBuchers Tod war Dr. Chrysander dem Fürsten bei dem int China, darunter den russischen Geschäftsträger Niederschreiben des Werkes behilflich. Hugo Jakobi und Bro- Fraktionsmitglieder Dr. Förster und Lieber geklagt. in Pefing, von den Kommandanten ihrer Geschwader fessor Horst Kohl machten sich durch theilweise Richtigstellung Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Aus Halle a. S. Stillen Ozean die Hereinsendung von Landungstruppen zu verlangen. des Tertes der eingestreuten Textstücke und der Daten, schreibt man uns unter dem 8. Ottober: Freigesprochen von der An- Diesen Aufforderungen wurde sofort entsprochen, wobei Admiral orientirende Fußnoten und der Einleitung um das Wert flage der Majestätsbeleidigung wurde in heutiger Straffammer- Dubassow das Kanonenboot„ Gremjatchij" mit 30 berittenen Kosaken verdient, Professor Horst Kohl wird die Herausgabe des Werkes fizung der Redakteur des" Bolkblatts", Genosse Anton Weißmann, an Bord nach Tatu sandte." Da später aus Beling beruhigende besorgen, wobei an dem Manuskript der Schrift selbst der gegenwärtig eine längere Freiheitsstrafe wegen Preßvergehens Nachrichten eintrafen, aus welchen zu ersehen war, daß die chinesische nichts geändert und nichts gestrichen ist. Von dem Wert werden im zu verbüßen hat. Weißmann hatte am 27. Mai unter der Regierung Maßnahmen zur Herstellung der Ordnung getroffen, so November d. J. zwei Bände zur Ausgabe gelangen. Die Allgem. Spizmarke: Wegen Kaiserbeleidigung" eine Gerichtsnotiz ist Grund vorhanden, anzunehmen, daß die eingetroffenen europäis 8tg.", welche in Stürze die Ueberschriften der 33 Kapitel angiebt, über den Schuhmacher Dombrowsky in Berlin, der zu fechs fchen Landungstruppen baldigst wieder zurückberufen werden. schließt: Wer dabei sensationelle Enthüllungen zu erhalten hofft, Monaten Gefängniß verurtheilt worden, veröffentlicht und Vorläufig verlautet aber, daß denmächst auch französische, wird enttäuscht werden; wohl glänzen mitunter helle Lichter des dabei mitgetheilt, welche Handlungen D. mit dem Kaiser- italienische und japanische Truppen zum Schuße ihrer Gesandtschaften Humors oder, wo es sich um die Gegner handelt, der Satire aus den bilde vorgenommen hatte. Der Staatsanwalt beantragte gegen nach Beling gehen sollen. Gegen die übermäßige Stärke des russiDarstellungen hervor. In der Hauptsache aber find es ernste Ge- unseren Genossen 6 Monate Gefängniß und folgerte die schen Detachementes hat nach einer Reuter- Meldung das Tsung- Lidanken und Erinnerungen, welche der gewaltige Schöpfer der deutschen Absicht der Beleidigung aus der Tendenz der Veröffentlichung von Damen Einspruch erhoben. Einigkeit noch bei seinem Scheiden seinem Bolte als legtes Ver- Berichten über Majestätsbeleidigungs- Prozesse, in denen wiederholt Bemerkenswerth ist eine Mittheilung der„ Times" aus Shanghai, mächtniß hinterläßt." nur furziveg vom Kaiser oder Wilhelm II. und nicht von Seiner wonach der Vertreter Japans, Marquis Ito, mit Lord Charles Afien. Kalfutta, 10. Oftober. Kaltutta ist amtlich für pestfrei erklärt worden; in den letzten zehn Tagen ist kein neuer Fall von Erkrankung an der Best vorgekommen. -im Beresford mehrfache Besprechungen gehabt habe. Es scheint sich um eine weitere Berbesserung der Beziehungen zwischen England und Japan zu handeln. Amerika. Memphis( Tennessee), 8. Oktober. Das gelbe Fieber nimmt im Staate Mississippi eine immer gefährlichere Ausdehnung an, das Infektionsgebiet umfaßt thatsächlich den ganzen Staat. Zwei tausend Flüchtlinge wandten fich nordwärts, um den Eintritt der falten Witterung abzuwarten. " Lokal- oder Zentral- Organ? stimmen hat. Die Rechte der 4000 auswärtigen Abonnenten find also In Magdeburg find am Tage der Reichstagswahl vielfach wie man sieht, in den allerbesten Sänben der Welt, die Rechte fleine rothe Bettel, die die Aufschrift trugen:„ ä hit Pfannkuch!" der 48 000 Berliner dagegen sind streng begrenzte und beschränken ohne polizeiliche Erlaubniß angeklebt worden. Neben anderen Personen sich auf die Vorstellungen, welche man dem Parteivorstande erhielt auch der Kolporteur Bernstein, dessen minderjähriger machen tann. Wüßte ich für meine Person nicht die Genossen Sohn solche Bettel angeklebt haben soll, ein Strafmandat. Das Singer und Pfannkuch, welche stets den Berlinern Rechnung tragen, Schöffengericht sprach ihn auf grund des§ 29 des Preßgefeßes frei. in der Parteileitung, so hätten weitere Anträge, die Rechte der Preß- Dieser Paragraph lautet: Bur Entscheidung über die durch die Bresse kommission besser zu gestalten, schon diesmal auf der Tages- begangenen Hebertretungen sind die Gerichte auch in denjenigen Bundes ordnung des Parteitages erscheinen müssen. Anstatt des bisherigen schritt- staaten ausschließlich zuständig, wo zur Zeit noch deren Aburtheilung den weisen Vorgehens wird es nun an der Zeit sein, die Tattit zu Verwaltungsbehörden untersteht." Gegen das Urtheil des Schöffenändern und auf gleiche Rechte mit dem Vorstande hinzudrängen. gerichts legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Das Landgericht Soll der Vorwärts" als Zentral- und zugleich als Lokalorgan Hob das Urtheil auf und erkannte wegen Verlegung eines anderen erhalten bleiben, und das muß er, wenn weiter das finanzielle Er- Paragraphen des Preßgefeges und wegen 8uwiderhandlung gegen Auf dem diesjährigen Parteitag ist die Frage, ob der gebniß erzielt werden soll, so sind die Rechte der Berliner bie Straßenpolizei- Ordnung auf 50 M. Geldstrafe. Der StaatsVorwärts" seiner Aufgabe, ein Agitationsblatt für Berlin zu Parteigenoffen noch ganz anders auszubauen als bisher. Bu anwalt hatte nur eine Strafe von 20 M. beantragt. Das Landsein, auch entspräche, wiederum angeschnitten worden. Wie schon solchem Ausbau gehört aber auch vor allen Dingen, daß die gericht begründete das höhere Strafmaß damit, daß gegen den früher, wurden lebhafte Klagen laut und merkwürdigerweise von Berliner Genossen sich eins mit ihrem Blatte fühlen. Die Breß- Unfug des unerlaubten Zettelanklebens sehr streng eingeschritten solchen, die es in der Hand haben sollten, selbst Wandel zu tommiffion vertrat stets den Standpunkt, daß jeder Genosse zur verden müsse. schaffen, vorausgesetzt, daß die Klagen und Beschwerden be- Mitthätigkeit verpflichtet ist. Diejenigen, welche in irgend welcher- Die Parteigenoffen UIIenbaum aus Elberfeld und rechtigte sind. Art unzufrieden, mögen die Preßfommission mit ihren Beschwerden Eberle aus Barmen hatten bei einem Begräbniß am Grabe einige Es ist ein müßiges Gerede, behaupten zu wollen, die Partei befassen und nicht das Herumpauten in öffentlichen Versammlungen Worte zu den Leidtragenden gesprochen, ohne Erlaubniß dazu einkönne neben dem Vorwärts" noch ein Zentralorgan unterhalten. zum Hauptzwecke ihrer Parteithätigkeit machen. Dem ist leider geholt zu haben. Sie erhielten deshalb ein Strafmandat über je Die Wirklichkeit hat mit nackten verlustreichen Ziffern den Beweis erbracht, nicht stets und ständig entsprochen worden. 15 M., wogegen sie richterliche Entscheidung anriefen. Obwohl die daß dies unmöglich ist. Der selige( Berliner), Gozaldemokrat" wurde Die Redakteure, welche in den Breßkommissions Sigungen zur Grabreden" nur aus ein paar Worten bestanden hatten, die bisher mit großem Defizit zu Grabe getragen, und die Partei ist darauf Stelle waren, sind stets bemüht gewesen, unseren Wünschen Rechnung bei Begräbnissen gesprochen werden durften, erkannte das Schöffenangewiesen, das Berliner Blatt als Zentral- Organ herauszugeben.- zu tragen, und wenn nicht alles so erledigt wurde, wie es Berlin gericht doch auf Berurtheilung, weil je de Aeußerung, gleich viel Will sie das nicht, wäre der Vorstand der Partei anderer Meinung wünscht, so trifft die Redakteure des„ Vorwärts" wahrlich welcher Art, die am Grabe zu anderen Personen gesprochen über die Nothwendigkeit, zu den deutschen Genossen selbst zu sprechen, teine Schuld; einzig das unglückselige System, Lokal und werde, als eine Grabrede anzusehen sei. Die Strafe selbst wurde so könnte er wohl ein Korrespondenzblättchen nach Art des Zentralblatt" zu sein, ist es, welches gewisse Gegensäge in sich selbst auf 5 M. Herabgesetzt. Blattes der Generalfommission für die Gewerkschaften er- birgt. scheinen lassen, der moralische Eindruck, der ihm aber durch den Vorwärts" und seinen großen Berliner Leserkreis zu gebote steht, er ginge völlig verloren. Weil wir aber in Berlin wünschen müssen, daß die Spitze der sozialdemokratischen Partei von einem möglichst großen Forum gehört werde, müssen wir auch als Realpolitiker uns mit den Thatsachen abfinden und in den fauren Apfel beißen, daß auf die knapp 4000 auswärtigen Abonnenten mitunter mehr Rücksicht genommen wird, als auf die 48 000 Berlins und der Vororte. " " W " In der bayerischen Stadt Kempten erhielten vier ParteiLeider ist es aus finanziellen Gründen unmöglich, den Vor- genossen Strafmandate wegen groben Unfugs, ber darin bestehen wärts" zum Lokalblatte zu machen. Die Ueberschüsse, welche jetzt sollte, daß sie im Vereinslokal ein hoch auf die Sozialdemokratie zur Verfügung des Parteivorstandes stehen, würden vorerst, ehe ausgebracht und die Marseillaise gesungen hatten. Das Die Verhältnisse sich tonsolidirt, verschwinden und die Schöffengericht sprach sie frei, da Singen und Hochrufen im VereinsAgitation in Deutschland darunter schwer leiden. lofal fein grober Unfug fei. Es gilt also, mit den gegebenen Verhältnissen zu rechnen. Ich resumire meine rein persönliche Ansicht dahin: der Vorwärts" muß im allseitigen Interesse Zentralorgan bleiben, die Gründung eines Lokalblattes ist aber nur dann hintenan zu halten, Die Berliner Genossen bringen in der That ein ungeheures wenn der Berliner Preßkommission viel weitergehende Befugnisse Opfer, wenn sie im Interesse der Partei darauf verzichten, ein Lofal- in taktischer und prinzipieller Beziehung eingeräumt werden und auch blatt herauszugeben. Gewiß hat der Vorwärts" während der ihr Einfluß auf die finanzielle Entwicklung viel wirksamer ges Reichstags- Wahlkampagne auf der Höhe der Situation gestanden, staltet wird. und es wäre unbillig, ihm das gebührende Lob entziehen zu wollen; Anstatt des bescheidenen Antrages 28 werden die Genossen jetzt der Ansicht aber kann sich doch fein Parteimann verschließen, wenn erwägen missen, wie sie den Berliner Bedürfnissen innerhalb Berlin ein Blatt aus einem Guß hätte, welches die Ideen und Redaktion, Expedition und Verwaltung allein bestimmende EinAnsichten der Berliner Genossen ausschließlich widerspiegelt, wirkung zu verschaffen haben. daß dann mit einem von uns allein erwählten und ausschließlich informirten Redaktionsstabe ganz unbedingt für Agitation und Vers trieb größeres geleistet werden könnte und müßte, als mit dem, jezt durch vielerlei Rücksichten in seinem Auftreten gehemmten Bentralorgan. Die Partei ist aber auf Berlin angewiesen und so werden wir wohl auf den Traum eines derartigen Lofalblattes verzichten müssen. Es frägt sich nun, welche Gegenleistung bietet die Partei den Berlinern für die großen Opfer am Intellekt und auch am Gelde, die von denselben gebracht werden? Da ist denn die Antwort eine sehr, sehr dürftige. " Der Leitartikel des Vorwärts" behauptet zwar, auf dem Hamburger Parteitage sei den Wünschen der Berliner in weit gehendster Weise Rechnung getragen worden; wer aber die Verhältnisse genau kennt, wird sich da eines Lächelns nicht erwehren tönnen. Leopold Liepmann. Kampf um das Koalitionsrecht! Generalversammlung des Bundes der Industriellen. Berlin, 10. Oftober. Im Hotel zu den vier Jahreszeiten" begann heute die Generalversammlung des Bundes der Industriellen. Mehrere Regierungsvertreter find anwesend. Der Borsigende Kommerzienrath Birth= Berlin begrüßt die Versammlung und theilt mit, daß der Bund bereits über 1000 Mitglieder zähle, und gab eine Uebersicht über die Thätigkeit des Vorstandes. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildet:„ Der wirthschaftliche Ausschuß und die Bundesstelle zur Vorbereitung neuer Handelsverträge." Der Berichterstatter Fabrikbefizer Dr. v. Dreyse- Sommerda spricht sich für Handelsverträge mit möglichst langer Dauer und für Berlin hält einen Zollfrieg mit Amerika für unausbleiblich. Sodann einen Zoll auf ausländische Fahrräder aus. Dr. Wendlandtspricht Dr. Schumacher, Hilfsarbeiter im Reichsamt des Innern, über die Errichtung eines deutschen Handelsmuseums. Hierzu wird folgende Resolution angenommen: vor= Die Rathlosigkeit der Staatsstüten bezüglich der angekündigten Streifvorlage wird immer größer. Die Regierung wird bestürmt, die Vorlage doch zu veröffentlichen, um der Sozialdemokratie diesen willkommenen Agitationsstoff zu entziehen. Wo nichts ist, läßt sich aber nichts veröffentlichen, denn das scheint ganz ficher: Die Regierung weiß selbst noch nicht, was sie ,, Die ordentliche Generalversammlung des Bundes, der Inwill. Das mußte dieser Tage, wie wir schon mittheilten, selbst die dustriellen erkennt die Nothwendigkeit der Schaffung einer " Nordd. Allgem. 8tg." zugeben. Ueber den refignirten Ton der Sammelstelle für alle auf den Außenhandel bezüglichen Muster, Nordd. Allgem. 8tg." jammern denn die Münch. Neuft. Nachr.": Nachrichten und Veröffentlichungen an. Sie nimmt Kenntniß „ Diese allgemeinen Redensarten der„ Norddeutschen" laffen einen davon, daß bereits seitens ihres Arbeitsausschusses sehr weiten Raum für die Abstufungen der zum Schuße Arbeitsbereitende Schritte hierzu geschehen sind und Fühlung mit williger zu treffenden Maßnahmen und für Strafbestimmungen gegen größeren Körperschaften genommen wurde. Sie beschließt die EinEine Berliner Breßlommission wurde 1891 in Erfurt eingesetzt; gewaltthätige Streifende. Ob durch die bekannte Oeynhauser Rede jetzung eines gemischten Ausschusses, der in engster Fühlung mit dieselbe hatte sich laut Barteitagsbeschluß auf die Kontrolle des der Grundriß der geplanten Streifvorlage eine Aenderung erfahren der Regierung und namhaften industriellen und anderen einlokalen Theiles zu beschränken und über das Unnoncenwesen zu mußte, entzieht sich natürlich unserer Kenntniß, aber wir sind schlägigen Verbänden diese Angelegenheit fördert und hierzu eine wachen, sonst aber weiter nichts zu sagen. Mit der Zeit der Ansicht, daß dem scharfen kaiserlichen Wort nicht die Absicht unter- allgemeine öffentliche Versammlung einzuberufen hat." warb dieser begrenzte Wirkungsfreis den Berliner Freunden gelegt werden darf, dem geplanten Gesetz genau diefelbe Form und Bemerkenswerth für die Arbeiterschaft sind die folgenden Berdoch ein wenig zu eng, fie nahmen sich schon früher heraus, denselben Inhalt zu geben, wie die Oeynhauser Rede etwa andeutete. Handlungen über auch nicht zur Kompetenz gehörende Dinge in den Kreis Damit aber lettere nicht als ein der Sozialdemokratie willkommener nachweises. Generalsekretär Dr. Martens Hamburg beOrganisation des Arbeitsihrer Berathungen zu ziehen. Im Jahre 1897 wurde ohne vor neuer und wirksamer Agitationsstoff ausgebeutet würde, wäre es ein tonte die Nothwendigkeit der Errichtung von Arbeitsnachweisen. herige Besprechung mit dem Vorstande der Antrag in die Berliner Gebot fluger Taktik gewesen, schon jetzt, selbst wenn auch Bayern Diese können aber nur dann einen Zweck haben, wenn Parteiversammlungen lancirt, die Rechte der Berliner Abonnenten und Württemberg noch rückständig mit ihrer Antwort sein sollten, der Arbeitsnachweis obligatorisch werde. Wenn die Arbeiter auszudehnen und statutarisch festzustellen. Erst als dieser Antrag mit dem beabsichtigten Entwurf hervorzutreten. Wie immer er ge- erst wissen werden, daß sie nur durch die Arbeitsin nahezu allen Berliner Parteiversammlungen angenommen worden staltet wäre, eine leidenschaftlichere Agitation, als jetzt bei Er- nachweise der Arbeitgeber Arbeit erhalten können, und auch die Vororte sich dafür entschieden, entschloß sich der Vor- wähnung dieser Vorlage auf dem sozialdemokratischen Parteitage zu dam werden die stand mit einem heiteren und einem nassen Auge, dem Antrage gewisser- tage trat, hätte dadurch auf keinen Fall entfesselt werden können. Nur dadurch könne dem Terrorismus der Sozialdemo Arbeitsnachweise an Achtung gewinnen. maßen die Sanktion zu ertheilen. Der Klügste Stopf innerhalb der deutschen Allerdings werden auch gar manchem, der bisher an Wauferung traten gesteuert werden. Die Arbeiter sollten nicht vergessen, daß Sozialdemokratie, der Genosse Auer, modelte den Antrag in Ham- der Sozialdemokratie" glaubte, bei der Lektüre der Rede des Genossen ihre besten Freunde die Arbeitgeber seien, in deren Intereffe es burg um und von der beabsichtigten Ausdehnung der Rechte Berlins, Fischer die Augen aufgehen." vertreten durch seine Breßkommission, blieb nicht allzuviel übrig. liege, sich einen kräftigen und Teistungsfähigen ArbeiterProteftversammlungen. stand zu erhalten. Lautet doch der Schlußpassus des§ 17a nur, daß von Anstellungen Fabrikbesizer Dr. Kunath- Leipzig Der In Hezbach, einer Vorstadt Stuttgarts, sprach Frau 8ie schloß sich diesen Ausführungen an. Terrorismus und Entlassungen der Preßkommission Mittheilung zu machen aus Hamburg in einer öffentlichen Frauenversammlung der sozialdemokratischen Hezer sei derartig, daß ein und deren Ansicht vorher einzuholen sei. Das war eigentlich das bescheidenste, was man den Berlinern mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In Ilmenau i. Th. erhob hierfür bilden die von Sozialdemokraten besetzten gewerblichen gegen die Zuchthausvorlage. Die Ausführungen der Rednerin wurden Arbeitgeberschus dringend geboten sei. Den besten Beweis zubilligen konnte- ob das weitgehende Befugnisse sind, kann eine Arbeiterversammlung gegen die angekündigte Gesetzesvorlage beiter, wenn sie jetzt auch noch in den Arbeitsnachweisen Sitz jeder Genosse selbst beurtheilen. Arbeiter- Schiedsgerichte. Es sei eine Anmaßung der ArIn finanzieller Beziehung bleibt alles beim alten, das Be= einstimmig Protest. stimmungsrecht auf die erheblichen Ueberschüsse des„ Vorwärts" Delegirten des Stuttgarter Parteitages hielten unter dem in Leipzig beschlossenen Erklärung: einen Arbeitsnachweise- Verband Die gewerkschaftlich thätigen Parteigenossen unter den und Stimme verlangen. Er ersuche, der von den Großindustriellen ist uns nach wie vor entzogen, das Geld geht eo ipso," ganz von Vorsiz des Reichstags- Abgeordneten Segi eine Konferenz ab, wo lediglich aus Arbeitgebern bestehend, zu errichten, zuzustimmen. allein" an die Partei. Genosse Thiele aus Halle wußte ja aller- man sich über eine organisirte Attion gegen die Zuchthausvorlage dings genau, die Berliner Preßkommission sei fein Deut" mehr, als Diefen brutal- proßigen Unternehmerauslassungen tritt Fabrikdie aller anderen Blätter. Beileibe nicht, wir maßen uns hier gewiß einigte. befizer Weigert entgegen: nichts Apartes an; wenn man aber unsere Existenz von das Organisationsstatut eingeführt hat, wenn Parteiwegen in man dabei die Nechte Berlins aus finanziellen Gründen " die Preßkommission einführen. N Partei- Nachrichten. und setzen den Der Antrag, die Arbeiter von den Arbeitsnachweisen auszuschließen, sei im höchsten Grade ungerecht. Dies trage keineswegs dazu bei, den sozialen Frieden zu fördern. Die von beschneiden mußte und uns weiter die Bestimmung über den Ge- versuchen einzelne Lokalbehörden der sozialdemokratischen Agitation ständig von dem Willen ihrer Arbeitgeber ab Aus Amerika wird uns geschrieben: In Massachusetts Dr. Kunath vorgeschlagenen Arbeitgebernachweise seien lediglich winn des Blattes, welchen wir doch allein aufbringen, entzieht, Hindernisse ähnlicher Art in den Weg zu legen, wie sie in Deutsch- hängig zu machen. Dies entspreche aber nicht dem Geiſte Kampfvereine, die dazu dienen sollen, die Arbeiter boII. wenn man den Vorwärts" mur da als Zentralorgan betrachtet, wo land gang und gäbe sind. Sie stören nämlich die Versammlungen von dem willen ihrer Arbeitgeber ab. es einem in den Kram paßt, so trete man auch nicht dagegen auf auf freien Bläßen, obwohl diese Plätze zum selben Zwecke von den unserer Gesetzgebung. Wenn die Arbeiter über ihr Wohl und Wehe wenn wir uns auch selbst einmal als Zentralorgan fühlen und auf übrigen Parteien und der Heilsarmee stets unbeanstandet benutzt mitsprechen wollen, dann könne man das doch nicht als Anmaßung beden Parteitag gehen wollen, um uns eventuell vertheidigen zu worden find, nnd stützen sich hierbei darauf, daß die Benutzung er babe aber niemals eine llngehörigkeit von den Arbeiterbeisigenden, fönnen. zeichnen. Er sei auch Mitglied eines gewerblichen Schiedsgerichts, Freilich führte Genosse Auer aus, es seien ohnehin unter Um- diefer Plätze von einer ihrerseits zu ertheilenden Erlaubniß abhängig wäre die sämmtlich der sozialdemokratischen Partei angehören, wahrgeUm-- bie sie unserer Partei indessen verweigern. Da sowohl die Bundes- Berständen 40-50 Berliner da.- Hier kommt die, auch schon von Zubeil bemerkte Animosität gegen die Berliner zu sehr geschicktem fassung wie die Verfassung des Staates Massachusetts das Versammlungs- nommen. Er habe den sogenannten Kühnemann'schen Verein, Zubeil bemerkte Animofität gegen die Berliner zu ſehr geschicktem recht unter freiem Himmel gewährleistet, so bestreiten die Genoffen sofort aus diesem Verein wieder ausgeschieden, nachdem er gesehen Ausdruck- Berlin könnte nach der Auer'schen Deduktion 6 × 3= 18 De den Verein der Metallindustriellen mitgründen helfen, er sei aber legirte schicken( Deutschland hat beiläufig 397 Wahlkreise und könnte den Lokalbehörden das Recht, die Abhaltung solcher Versammlungen habe, daß derselbe lediglich die Unterdrückung der Ar= 1191 Menschen entfenden). Nun rechnet der flügfte aller Parteis von ihrer Erlaubniß abhängig zu machen, Nun rechnet der flügste aller Partei- vokal Behörden passiven Widerstand entgegen, genossen noch hinzu, was sonst an Parteibeamten und Angestellten sie weichen nur der Anwendung von Gewalt, um Anklagen der Schwarzkopffichen Fabrit habe 1890 einen Kranz für die Märzdas heißt beiter bezwecke. Dieser Verein bezwecke, unliebsame Arbeiter zeitweise oder dauern von jeder Arbeit auszuschließen. Ein Arbeiter das Recht hat, auf dem Parteitage anwesend zu sein und konstatirt dann: Seht Ihr, so sind die Berliner, ste könnten 40-50 Mann Stedner unserer Partei anhängig; dieselben appellirten gegen die in gefallenen im Friedrichshain niedergelegt. zu provoziren. Es find jetzt dieserhalb zwei Prozesse gegen Dieser Arbeiter stark hier vertreten sein, haben aber daran noch lange nicht genug. erster Instanz wegen„ Störung des Straßenverkehrs" erfolgten Ver- jei deshalb sofort entlassen worden, und daß er in Berlin keine diese unbescheidenen Kerle wollen wieder einen Extramenschen für urtheilungen und werden die Streitfrage, wenn nöthig, bis vor die Arbeit mehr bekam, dafür hatte der Verband der Metall- Industriellen Eine gefchidte, auf die Provinz- Delegirten gut berechnete Logit. höchste Instanz, das Ober- Bundesgericht, bringen. Inzwischen wird gesorgt. Der Mann sei deshalb genöthigt gewesen, Berlin zu ber Eine geschickte, auf die Provinz- Delegirten gut berechnete Logit. in der Veranstaltung von Versammlungen auf freien Plägen fortgefahren, laffen. Als er nach sieben Jahren bei dem Arbeitsnachweis der Nach meinem Grachten ist der Parteitag zur Kontrolle des gewas den Erfolg hat, daß sich zu denselben immer größere Massen Metall- Industriellen wieder um Arbeit nachsuchte, wurde ihm jammten Parteilebens da, als vollwichtige Delegirte betrachte ich einfinden. Zugleich wird dafür gesorgt, daß für die verhafteten gesagt: Sie sind gesperrt, Sie können nicht eher Arbeit ereben nur die, welche von den Genossen dazu erwählt find. Redner Bürgen zur Stelle sind, damit jene sofort„ losgeeift" werden halten, bis Sie von Ihrem Arbeitgeber die Bescheinigung nicht diejenigen, welche per Zufall in Berlin wohnen. Das Auer'sche können; andererseits wird für ein geeignetes großes Lokal in der bringen, daß er Ihnen verziehen habe. Register hat hier ein gar bedenkliches Loch. er Fabrik wurde ihm gesagt: Ich wollte an dieser Abschweifung nur beweisen, daß die Nähe gesorgt, um die gestörte Versammlung dort abhalten zu können. wieder eingestellt werden, wenn er den Nachweis erbringe, daß er weitgehenden Rechte" der Berliner nicht allzu weit her Vergewaltigung einer Minderheit durch die herrschende Partei gleich nicht Mitglied eines sozialdemokratischen Fachvereins sei. Er( Redner) wo gedankenlose der sind, daß mag dieje weitgehenden Rechte nur dann ausgestaltet werden gebe zu, daß Fälle eintreten fönnen, in denen der zeitweise ober können, wenn sich die Berliner ihrer eigenen Machtbefugnisse selbst giltig zuschaute oder gar Beifall spendete, recht kräftig annehmen, aber ja nicht wieder darauf warten, bis der Sauernde Ausschluß von Arbeitern nothwendig sei; eine solche Maßregel aber wegen der politischen Gesinnung der Arbeiter zu treffen, Parteivorstand ihre Anträge zu den seinen macht. Singer und -Am Sonntag, den 9. Oktober, hat der Reichstags- Abgeordnete sei nicht zu rechtfertigen. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß der Pfannkuch hatte gegen den Antrag 28, einen eigenen Delegirten auf Bueb nach 10amonatiger Haft das Bezirksgefängniß zu Mül- Bund der Industriellen dazu nicht die Hand bieten werde. Er er= den Parteitag zu schicken, absolut nichts einzuwenden, die Berliner hausen i. E. verlassen. Während der Verbüßung dieser Freiheits- fuche folgender Erklärung zuzustimmen: Preßkommission nahm bei voller Betheiligung ihrer Mitglieder den strafe, die er sich im Dienste der Arbeiter zuzog, haben ihm die Antrag mit 13 gegen 3 Stimmen an und doch ging derselbe nicht wähler des Kreises, ohne daß er eine Hand zu rühren brauchte, sein nach ihrem Gutdünten zu vergeben, das gleichwerthige Recht der Arbeiter " In Erwägung, daß dem Rechte der Unternehmer, ihre Arbeit, durch. Der erste Vorstoß, die Rechte Berlins wieder etwas zu er- Reichstagsmandat mit bedeutend erhöhter Stimmenzahl erneuert. gegenüber steht, die Verkaufsbedingungen für ihre Waare, die weitern, fiel, Dank unserem Genossen Auer, ins Wasser. Derlei Dinge Wenn etwas die Kluft, die zwischen dem Volke und der heutigen Arbeitsleistung, zu bestimmen, wird Verwahrung dagegegen eingelegt, find allerdings ganz geeignet, den Gedanken eines eigenen Lokal- Rechtsprechung besteht, augenfällig macht, so ist es gewiß diese That- daß Arbeitsnachweise geschaffen werden, die, wie die von den Referenten blattes nicht zur Ruhe kommen zu lassen. sache. Wir begrüßen unseren tapferen Mitstreiter bei seiner Rück- empfohlenen, ausschließlich den wirthschaftlichen Sonderinteressen Die Partei selbst hat sich einen ganz anderen, viel bedeut- fehr in die Freiheit" des reichsländischen Diktaturregimentes und von Unternehmern dienstbar gemacht würden. In anbetracht, daß fameren Einfluß auf den Vorwärts" reservirt; sie ist die wirkhoffen, daß er ohne Schaden an seiner Gesundheit die lange Haft Arbeitsnachweise ein modernes Verkehrsmittel darstellen, dessen Nothliche Eigenthümerin des Blattes. welche rechtlich allein zu be- überstanden hat. wendigkeit allgemein anerkannt wird, und daß ein solches Verkehrs Polizeiliches, Gerichtliches 2c. topff'schen In der Schwarzkönne nur dann " Gerichts- Beitung. " mittel feinen 3wed nicht erfüllen kann, wenn es im einseitigen! Angeklagte habe nicht wissen können, daß sein Gegner ihm auf der Interesse der Unternehmer als Kampfmittel gegen die Arbeiter aus Leiter entgegenkommen werde, zumal Angeklagter einen ſeitgebildet wird, fieht der Bund der Industriellen es als seine Aufgabe Die bevorstehende Verhandlung der gegen den Herausgeber lichen Aufstieg, nicht den sonst benutten, gewählt hatte. Der an, dahin zu wirken, daß bei der Organisation von Arbeitsnachweisen der Zukunft", Herrn Maximilian Harden, gerichteten An- Stoß mit dem Werkzeugbündel sei ganz unbeabsichtigt gemur schlimmstenfalls liege eine einfache Körper volle und absolute Sicherheit dagegen gegeben wird, daß der flage wegen Majestätsbeleidigung wird recht umfangreich werden. wesen, Arbeitsnachweis mißbräuchlich von der einen oder anderen Partei Es handelt sich, wie berichtigt werden möge, nicht um vier ver- verlegung bor, die mit einer geringen Geldstrafe hinseiner eigenen bedeutungsvollen eigentlichen Aufgabe zuwider zur ſchiedene Strafsachen, sondern um eine Anklage wegen angeblicher reichend gefühnt sei. Die Beleidigung sei ebenfalls eine sehr harm Schädigung der wirthschaftlichen Gegner benutzt wird. Er beschließt, mur Majestätsbeleidigungen, die in den vier Artifeln Budel- Majestät", lose, denn Schlamassel" sei hebräisch und heiße zu deutsch die Errichtung solcher Arbeitsnachweise zu unterſtüßen, an deren Leitung An den Kaiser"," Der Wahrheit Nache" und" Großvaters Uhr"" Unglüdsmensch". Der Staatsanwalt malte das Malheur, welches sowohl Arbeitgeber als Arbeiter mit gleichen Rechten und Pflichten enthalten sein sollen. Durch den Artikel„ An den Kaiser" hätte entstehen können, wenn Schubert sich nicht festgehalten, sondern mitwirken, wodurch die Förderung einseitiger Interessen der fühlen sich außerdem der Ober- Staatsanwalt Drescher und der die drei Etagen herabgestürzt wäre, in den grellsten Farben aus und Der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer, insbesondere eine Verrufserklärung Amtsgerichtsrath v. Podewils beleidigt. Mit Ausnahme des beantragte dafür eine bedeutende Erhöhung der Strafe. zu gunsten einer Klasse von seiten der Organisation, ausgeschlossen ist." von einem andern verfaßten Artikels„ Der Wahrheit Rache" ist der Gerichtshof verwarf zunächst die Berufung der Staatsanwaltschaft. Kommerzienrath Donath Schmölln: Er sei der Meinung, Angeklagte der Verfasser der inkriminirten Artikel. Der Staats- Bezüglich der Berufung des Angeklagten wurde entschieden, daß die daß die Referenten es so schlimm, wie der Vorredner es hingestellt, anwalt hat etwa breißig ältere, bis ins Jahr 1891 Störperverlegung und die Beleidigung als eine einheitliche Handlung nicht gemeint haben. Im Interesse des Friedens beantrage er, zurüdreichende Artikel des Angeklagten zur Illustrirung anzusehen sei und die Strafe wegen der Beleidigung daher wegzu folgender Erklärung zuzustimmen: seiner Tendenzen Tendenzen herangezogen. Da in der Verhandlung fallen habe. Die Körperverlegung sei aber auch seitens der Strafsich die Nothwendigkeit herausstellen wird, ein Buch von fammer als eine schwere, weil mit einer das Leben gefährdenden Laboulaye und etwa 33 Artikel zur Verlesung zu bringen, so wird Behandlung verbunden, angesehen worden. Das dafür vom ersten die erste Straffammer eine schwierige Aufgabe zu bewältigen haben. Richter gewählte Strafmaß müsse als angemessen erachtet werden. Die Bertheidigung des Angeklagten wird Justizrath Mundel Es behalte daher bei den drei Monaten Gefängniß sein Bewenden. führen. Andere Anklagen schweben gegen Herrn Harden nicht, mit Ausnahme der Widerklage des Herrn Professor Delbrüd, den Herr Harden verklagt hat. " Die Generalversammlung erkennt die Nothwendigkeit der Errichtung von Arbeitsnachweisen an und beauftragt den Vorstand mit der Ernennung eines Ausschusses zur weiteren Förderung der Angelegenheit." Nachdem dann noch einige Redner gesprochen haben, wird der Antrag Donath fast einstimmig angenommen und die Berathungen auf Dienstag vertagt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Rabizputer! Bei der Firma Karl Schulz, Charlottenburg, haben die Rabizpußer bis auf zwei Mann die Arbeit eingestellt, weil die Firma trop wiederholter Vereinbarung den Tarif nicht zahlt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Der Bevoll mächtigte des Zentralverbandes der Maurer. Deutsches Reich. Die Lohnbewegung der Bergleute im Ruhrgebiet ist am Sonntag durch Abhaltung mehrerer überaus zahlreich besuchter Versammlungen eingeleitet. Dem„ Berl. Tageblatt" wird darüber gemeldet: Einer jener bedauernswerthen Krüppel, die man in den belebten Straßen Berlins mit Streichhölzern oder ähnlichem Stram handelnd antrifft, stand am Montag in der Person des blinden Händlers Lischewsky vor dem Schöffengericht. Der Angeklagte pflegt seine Waare in der Leipzigerstraße feilzubieten. Zwei Schußleute haben im August bemerkt, daß in vier Fällen Straßenpassanten dem Lischewsky Geld gaben, ohne dafür Waare zu entnehmen. Zwar hat der blinde Mann niemanden um Almosen angesprochen, aber die Schuyleute sind der Ansicht, daß er durch seine Aufstellung in einer belebten Straße das Mitleid der Vorübergehenden zu erregen sucht und also gebettelt habe. Das Gericht machte sich die Auffassung der Schußleute zu eigen und verurtheilte den armen Blinden, dem mitleidige Seelen ohne feine Bitte ein paar Pfennige schenkten, wegen Bettelns in vier Fällen zu vier Tagen Haft! Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung standen gestern die Maurer Saul, Müller und Breitenfelb vor dem hiesigen Schöffengericht. Sie sollten, als im Juli beim Bau im Krankenhause Friedrichshain ein Streit ausgebrochen war, den arbeitswilligen Maurer Hofmann von der Arbeit abzuhalten versucht haben. Hofmann belastete nur den Maurer Müller, ohne recht sagen zu föunen, ob derselbe außer der Ueberredung auch Zwang angewendet habe. Der Staatsanwalt hielt nicht für erwiesen, daß die Angeklagten Breitenfeld und Kaul sich an dem Vergehen betheiligt hätten und beantragte deshalb in betreff dieser die Freisprechung, gegen den Angeklagten Müller dagegen 14 Tage Gefängniß. Als der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld die halblaut gesprochene Bemerkung fallen ließ, Mehr nicht?", wurde er vom Vorsitzenden, Assessor Wegener, gefragt, worauf sich diese Aeußerung beziehen sollte. Der Vertheidiger erwiderte:" Es war nur eine mir entschlüpfte Bemerkung, ich habe keine Veranlassung, darüber Auskunft zu geben." Der Staatsanwalt, dem die Bemerkung entgangen. Zur Charakteristik der arbeiterfeindlichen Strömung von war, bat den Vorsigenden, ihn in Schutz zu nehmen, wenn die " In Bochum, Effen und Oberhausen fanden heute, Sonntag, eute fann folgender Vorfall dienen: Um einen jogenannten„ Streit Aeußerung sich auf seinen Antrag beziehen sollte. Der Gerichtshof große Bergarbeiter- Versammlungen mit folgender gleichlautender Tagesordnung statt: 1. Gehören die organisirten Bergleute ins Posten" drehte sich eine Verhandlung, welche gestern vor dem Schöffen- zog sich zur Berathung zurüd. Der Vorsigende verkündete als ErZuchthaus? 2. Sollen wir zehn Prozent Lohnerhöhung fordern? gericht am Amtsgericht II stattfand. Der Maurer Krüger hatte gebnis der Berathung, daß die erwähnte Zwischenbemerkung als u nvom Amtsvorstande in Deutsch- Wilmersdorf ein polizeiliches Straf- gebühr aufgefaßt und der Vertheidiger deshalb in eine Geld3. Woher die vielen Massenunglücke? Die Bochumer Versammlung mandat erhalten, weil er durch sogen. Streitpostenstehen groben trafe von 50 M. genommen worden sei. In seinem war von mehreren Tausenden Bergleute besucht, die einstimmig Unfug verübt haben sollte! Der Beschuldigte hatte Einspruch er- Plaidoyer beantragte der Vertheidiger Rechtsanwalt Herzfeld folgende Resolution zum Beschluß erhoben: Zum ersten Punkt der hoben und richterliche Entscheidung beantragt. Als Vertheidiger sodann, die dem Angeklagten Kaul entstandenen VerTagesordnung: Die scheußliche That des Mörders Luccheni wird stand ihm Rechtsanwalt Herzfeld zur Seite. Angeklagter gab theidigungskosten der Staatstaffe aufzulegen, δα dessen frivol ausgenüßt von den deutschen Großindustriellen, um die Regierung geneigt zu machen für eine gesetzliche Abschaffung der an, daß er am 4. Juli ds. Js., nachmittags 3 Uhr, in der Nähe Unschuld fich herausgestellt und er sich vier Wochen in UntersuchungsDer Vertheidiger des Angeklagten Müller, Arbeiterfreiheiten, deren kümmerliche Bestandtheile den Unter- war, gestanden habe. Da seien fünf Zehlendorfer Maurer auf den Rechtsanwalt Kab, führte aus, daß in den Worten:" Warte nur, nehmern schon längst ein Dorn im Auge find. Sollte die Regierung Bau gegangen, um wegen Arbeit anzufragen. Als die Leute wir werden Dich schon kriegen!" weder eine Drohung noch eine in irgend einer Weise auf die Wünsche der Unternehmer bezüg- wieder zurückkamen, seien sie an ihm vorübergegangen. Da habe Beleidigung und somit keine Ueberschreitung des den Arbeitern lich Beschränkung oder Abschaffung des Vereinigungsrechts für er sie gefragt:„ Na, was fagte denn der Polier!" Die Gefragten gewährleisteten Koalitionsrechtes zu erbliden sei und daher auch dieser die Arbeiter eingehen, dann wird gerade dies eine Quelle hätten erwidert, der Polier habe gesagt, fie könnten anfangen, aber Angeklagte freigesprochen werden müsse. ständiger sozialer Gefahr sein. Die unterdrückten Volksklassen nicht auf diesem Neubau, der gesperrt sei, sie sollten vielmehr vor- Der Gerichtshof hielt die Sache noch nicht für genügend aufwürden in ihrer Empörung sich leicht den wahnsinnigen Theorien Täufig Scharwerkerarbeiten machen. In diesem Augenblice fei ein geklärt und beschloß, die Beamten, welche die Zeugen zuerst zu der Propaganda der That zuwenden. Jede Beschränkung der Polizeidiener herangetreten und habe ihn und die anderen Protokoll vernommen, zum nächsten Termin zu laden. Arbeiterfreiheiten läuft auf eine Züchtung der verzweifelten An- aufgefordert, mit zur Wache zu gehen. Auf dem Amtsbureau Eine neue Tagung des Schwurgerichts des Landgerichts I archisten hinaus. Wir fordern von den gesetzgebenden Körperschaften hätten die anderen auch bestätigt, daß er sie nur gefragt habe, begann gestern unter dem Vorsige des Landgerichts- Direktors Felisch volle Vereinsfreiheit, Wegfall der Fesseln, die uns heute noch an was der Polier gesagt hätte. Trotzdem habe er ein Strafmandat mit der Verhandlung gegen den Zivil- Supernumerar May Buchder Erfüllung unserer das Gemeinwohl fördernden Bestrebungen bekommen. Der als Zeuge vernommene Bolizeidiener Kracht be- wald, welcher der Unterschlagung in Ante beschuldigt und geständig hindern; nicht Unterdrückung, sondern Reformen." Die auf fundete, er wisse nicht, was der Angeklagte zu den anderen ge- war. Der 19jährige Angeklagte war im Mai d. J. auf dem Lehrter die Lohnbewegung bezügliche Resolution lautet:„ Die Versammlung fagt habe. Er fei nur aufgefordert worden, den Bahnhofe als Fahrkartenverkäufer angestellt. Außer dem leicht zu beauftragt den Borstand des Bergarbeiter- Verbandes, an Krüger zu sistiren, weil derselbe Streifpoften tontrollirenden Bestand der Fahrkarten, welche in den Fächern liegen, die Verwaltung der Ruhrzechen folgende Forderungen zu steh stellen: 1. Eine Lohnerhöhung von zehn Prozent ist allen Arbeitern te he. Der Amitsvorsteher von Deutsch- Wilmersdorf habe die Verord- befindet sich in jedem Schalterraum noch ein Behälter, in welchem nung erlassen, daß jeder Streitposten festgehalten werden der Reservebestand aufbewahrt wird. Die Karten find zu je zu gewähren; 2. zur Regelung der sich bei den Gedingabmachungen solle, der Arbeitswillige von der Arbeit abhalte oder abzuhalten 100 Stüd mit einer Schmir umwidelt, an deren Ende sich ein ergebenden Ungleichheiten in der Behandlung der Arbeiter seitens fuche. Maurerpolier Runowsti betundete, er habe von seinem Amtssiegel befindet. Der Angeklagte hat nun in drei Fällen der Beamten sowie zur schnellen und befriedigenden Beilegung der Meister den Auftrag erhalten, einen Polizeidiener zu die Schmur durchschnitten, das Siegel abgetrennt und dann aus dem Grubenbetriebe und der Verwaltung der Unterstüßungs- rufen, um den Streitposten zu sistiren. Der Amts- mehrere Fahrkarten herausgenommen. Dann hat er ein neues kassen, dem Straffyſtem, der Lohnauszahlung und dem Sanitätsanwalt erklärte hierauf, daß sich nach Lage der Sache eine Frei Badet gebildet und die Schnur wieder mit demselben Siegel verwesen entstehenden Differenzen zwischen Belegschaft und Betriebsprechung nicht vermeiden lasse. Es sei absolut nichts sehen, das er vorher abgelöst hatte. Er wählte Fahrkarten für leitung sind Arbeiterausschüsse auf allen Gruben zu berufen. Die erwiesen, daß der Angeklagte andere Arbeiter von der Arbeit abzu weitere Streden, die er dann bei Verlangen für eigene RechAusschußmitglieder gehen aus freien, von den Belegschaften halten versucht habe. In dem bloßen Streitpostenstehen könne ein nung verkaufte. Der Eisenbahnfiskus ist um etiva 150 M. gethätigten Wahlen hervor. Je nachdem sich die Werksbefizer grober Unfug nicht gefunden werden. In Wilmersdorf bestehe eine geschädigt worden. Als die Unterschlagung entdeckt wurde, gegenüber unseren gewiß nicht unbescheidenen Wünschen stellen, Verordnung, daß Gruppen auf dem Bürgersteige nicht stehen bleiben lentte sich der Verdacht zunächst auf einen Stollegen des Angeklagten, hat der Vorstand des Bergarbeiter- Verbandes weitere Schritte zum dürfen. besten der Bergarbeiterschaft zu thun." Die dritte Resolution er Anwendung gebracht Würde diese Verordnung im vorliegenden Falle zur da der letztere bei seinen Vorgesezten in dem Rufe eines besonders worden sein, dann hätte man hebt angesichts des neuen graufigen Unglüds auf Reche General einer Verurtheilung gelangen können, zu harmlosen, bedürfnißlosen und gewissenhaften Menschen stand. so aber beantrage Später zeigte sich aber, daß dieser Ruf ein unverdienter Blumenthal" erneut die alte Forderung: Anstellung von praktischen er die Freisprechung. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Herzfeld war. Der Angeklagte führte als Milderungsgrund an, daß Bergleuten als Hilfskontrolleure. Jede Berzögerung dieser von den wies darauf hin, daß er in ganz gleichartigen Fällen schon er nur ein Gehalt von monatlich 30 M. bezog, welches er an Bergleuten aller Richtungen gewünschten Reform der Grubenkontrolle mehrfach Freisprechungen erzielt habe, die auch rechtskräftig ge- feine Eltern abführen mußte. Er habe auch Antheil an den Vermache die Verzögerer mitverantwortlich für das vergossene Arbeiter worden seien. Hier liege nicht nur kein grober Unfug vor, sondern gnügungen der Großstadt haben wollen und sei dadurch auf die blut im Bergbau. Diese Resolution wird den gesetzgebenden Körper eine Freiheitsberaubung, deren Opfer der Angeklagte gefchiefe Ebene gerathen. schaften zur dringenden Berücksichtigung übersandt." worden sei. Deshalb beantrage er auch, die Kosten der Verthei- Die Geschworenen billigten dem Angeklagten mildernde Umstände digung und die sonstigen baaren Auslagen des Angeklagten aus der zu, worauf der Gerichtshof auf eine Gefängnißstrafe von Staatsfaffe zu erstatten. Lekterer Antrag wurde zwar abgelehnt, 1 Jahr 3 Monaten erkannte, wovon 3 Monate durch die im übrigen erkannte aber der Gerichtshof mit der Motivirung auf erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Freisprechung, daß das bloße Stehen von Streifpoften fein grober Ein gefährlicher Kinderfreund stand gestern in dem Beamten Unfug sei. Das Gesetz verlange hier eine Belästigung von Ber: Ludwig Fröhlich aus Halensee vor der zweiten Straffammer am sonen durch Störung der öffentlichen Ordnung und diese liege nicht Landgericht II. Der Angeklagte, der in einer nicht näher bezeichneten vor. Der Amtsanwalt gab dem Amtsdiener noch den Auftrag, Stellung bei der tönigl. Bibliothek beschäftigt zu sein angab, wurde seinen Amtsvorsteher von dem Ausgang der er überführt, in drei Fällen an Kindern unter 14 Jahren schwere Ver= handlung zu unterrichten, damit derartige Pro- brechen begangen zu haben. Er wurde deshalb zu zwei Jahren zesse in Zukunft vermieden würden. sechs Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verDer Streik der Wiener Buchbinder umfaßt jezt 1010 AusDer scharfe Wind, der gegenwärtig in den Gerichtsfälen urtheilt. ständige. Die österreichische Gewerkschaftskommission fordert in einem weht, sobald es sich um fleine Reibereien unter Arbeitern, namentAufruf zur Unterstützung der Streifenden auf. Für die Arbeiter ist lich unter Bauarbeitern handelt, machte sich auch in einer Ver- friedensbruchs wurden zwei der Angeklagten freigesprochen, In dem zu Ulm verhandelten Prozeß wegen 2anddie Geschäftstonjunktur eine sehr günstige und steht zu erwarten, handlung fühlbar, welche gestern vor der dritten Straffammer am während 14 Personen zu Strafen von 2-11 Monaten Gefängniß daß sie den Kampf siegreich beenden. Hauptsächlich sträuben sich die Landgericht II stattfand. Angeklagt war der Maurer Wilhelm verurtheilt wurden. Unternehmer gegen die Einführung der neunstündigen Arbeitszeit, wist h of aus Charlottenburg, welcher vom dortigen Schöffengericht auf die aber die Arbeiter nicht verzichten wollen. theilnehmen wollten. In Dortmund wurde die Versammlung verboten, trotzdem hatten sich 4000 Personen eingefunden, die an der Versaninilung Achtung, Steinarbeiter! Wie uns berichtet wird, befindet sich von der Firma Heinig in Rostod ein Polier auf Reisen, um Arbeitskräfte heranzuholen. Als Feld feiner Thätigkeit hat er sich besonders Bayern ausersehen. Da die Arbeiter bei der Firma Heinig seit Wochen streiken, so wird dringend von Zuzug abgerathen. der Affordarbeit. Ausland. Boziales. Arbeiter: Risiko. Auf dem Eisenhüttenwerk Schönheider Hammer in Sachsen ergoß sich durch Herausfallen des Bodens eines Schmelztiegels das im Ziegel befindliche gli hende Eisen auf den nassen Boden und verbreitete sich mit großer Schnelligkeit, wobei sieben Personen verletzt wurden. Der 15jährige Gießer Lehrling Lent aus Schönheide zog sich hierbei lebensgefährliche Brandwunden zu. Bern, 10. Oftober.( W. T. B.) Der Bundesrath hat auf einen. Bericht des Bundesanwaltes hin neuerdings sechs Anarchisten italienischer Herkunft aus der Schweiz ausgewiesen. wegen öffentlicher Beleidigung und wegen Körperverlegung mittels In Budapest befinden sich die Zimmerer in der Lohnbewegung. einer das Leben gefährdenden Behandlung zu drei Monaten Lehte Nachrichten und Depeschen. Sie verlangen 9½stündige Arbeitszeit, Minimallohn und Abschaffung Gegen dieses Urtheil war von zwei Seiten Berufung eingelegt worden; und zwei Wochen Gefängniß verurtheilt worden war. Köln, 10. Oftober.( B. H.) Der Vorsitzende der Sektion Köln der Staatsanwaltschaft erschien die Strafe viel zu niedrig, dem des Verbandes deutscher Kriegsveteranen( Siz in Leipzig) ist unter Die Bergarbeiter der Anglobankwerke in Boden bei Angeklagten viel zu hoch. Es handelte sich um folgenden That dem Verdachte der Unterschlagung und Urkundenfälschung verhaftet Faltenau sind durch das brutale Verhalten eines Schichtmeisters bestand: Am 18. April d. J. wurden auf dem Neubau Augsburger worden. Die hier abgehaltene Versammlung jenes Verbandes nahm in den Ausstand getrieben. Die Wertdirektion hat hierauf die Auf- ftraße 55/56 zwei Maurer entlassen, nach der Ansicht ihrer Kollegen einen derart stürmischen Verlauf, daß Schußmannschaft geholt werden forderung erlaffen, daß sämmtliche Ausständige ihre Werkwohnungen zu unrecht. In der Arbeitspause traten sämmtliche Maurer in Be- mußte. binnen 48 Stunden zu räumen haben. Das sind die für die Unter- rathung, ob die Arbeit eingestellt und die Sperre über den Bau Budapest, 10. Oftober.( B.$.) Großes Aufsehen erregt hier nehmer nüßlichen Wohlfahrtseinrichtungen. verhängt werden solle. Es kam eine völlige Einigung nicht zu stande. die Nachricht, der Patriarch Brankovic habe den Werschezzer Bischof Die eine Hälfte war dafür, die andere dagegen. Diejenigen Apacsic in listiger Weise in eine Wiener Jrrenanstalt bringen lassen, Maurer, welche sich mit den beiden entlassenen Kollegen um die Vermögensverwaltung des Bisthums in die Hand zu be solidarisch fühlten, legten die Arbeit nieder, die anderen tommen. Es sind bereits Schritte zur Befreiung des Bischofs einZu den ersteren gehörte der Angeklagte geleitet. arbeiteten weiter. Wüsthof. Als dieser sich am andern Tage aus der dritten Etage fein Werkzeug Holte, und eben die Leiter betreten wollte, um herab zu steigen, kam der Maurer Schubert herauf geklettert, der Paris, 10. Oktober.( W. T. B.) In den Bureaus des zu den Weiterarbeitenden gehörte. Nun soll Wüsthof zu demfelben gesagt haben:" Du bist auch so ein Schlamassel!" und dabei soll er Munizipal- und des Provinzial- Raths wurde dem Streiffomitee ben Schubert mit seinem Werkzeug vor die Brust gestoßen und an versprochen, die Wünsche der Ausständigen bei den Ministern für In der Germania- 8iegelei auf dem Gute worden- einem Ohrläppchen leicht verlegt haben. Obwohl Schubert selbst den Handel und für die öffentlichen Arbeiten zu unterstützen, falls bed bei Velbert in der Rheinprovinz gerieth der daselbst beschäf- ausgesagt hat, daß er sich an der Leiter fest hielt und deshalb sie für die Arbeiten bei den Ausstellungsbauten und für den tigte Bruder des Zieglermeisters mit dem Kopfe in das Walzwert der feinen Augenblick ins Wanten gerathen sei, nahm das Schöffen- Eisenbahnbau dieselben Zugeständnisse verlangen würden, wie sie gericht doch an, daß der Verletzte unter dem Drucke des solche für die städtischen Arbeiten erlangt hätten. sogenannten Mühle und wurde vollständig zermalmt. Stoßes das Gleichgewicht verlieren und alle alle drei Etagen Madrid, 10. Oktober.( B. H.) Gegen die Errichtung von Das Kegelaufsetzen durch Schulkinder ist vom Chemnißer herabstürzen konnte. In dieser Möglichkeit wurde eine das Festungswerken in der Nähe von Gibraltar wurde neuerdings von Schulausschuß in der Weise beschränkt worden, daß mur Knaben, die eben gefährdende Behandlung gefunden, die mit drei England Einspruch erhoben. mindestens 12 Jahre alt sind, sich eines fräftigen Körpers erfreuen Monaten geahndet wurde, während wegen der Beleidigung auf drei Madrid, 10. Oftober.( B. H.) Der Sultan von Maroffo ist und ihre häuslichen Schularbeiten tadellos anfertigen, mit Genehmi Wochen erkannt wurde. Diese beiden Strafen wurden auf drei von neuem schwer erkrankt. Die marokkanische Frage flößt hier große gung des Schuldirektors zum Stegelauffeßen an nicht mehr als zwei Monate und zwei Wochen zusammengezogen. Vor der Berufungs- Besorgniß ein. Tagen in der Woche verwendet werden dürfen. Wenn sich die Knaben instanz behauptete der Angeklagte, daß er nicht absichtlich, sondern Saffari, 10. Oftober.( W. T. B.) Durch Gewitterregen find später infolge dieser Thätigkeit ermüdet zeigen oder ihre Schularbeiten nur aus Versehen gestoßen habe. Schubert habe ihn zuerst ge- Felder und Häuser in den Ortschaften Jttiri, Bonorva, Bosa, Borore, leichtfertig behandeln, so ist die Genehmigung zum Stegelaufsetzen schimpft und er habe nur erividert. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Nuraminis und an anderen Punkten der Insel Sardinien unter zurückzuziehen. Serzfeld, plädirte mit Wärme für eine andere Auffassung des Wasser gesetzt worden. Eine Anzahl Personen wurde durch BlitzGerichtshofes. Es liege mir eine zufällige Begegnung vor. Der schläge getödtet. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: 2b. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Ir. 238. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Aussperrung der Vergolder. " Was meine Person in der Angelegenheit des Streits der Verfilberer bei der Firma August Wertmeister betrifft, so sei folgendes bemerkt: Ich selbst bin nur zu diesem Prozeß für das Gewerbegericht Dienstag, 11. Oktober 1898. Dieser Vorgang hatte natürlich eine große Menschenmenge angelockt, die schließlich auf das Aurathen zweier Schutzleute auseinander ging. Die Es handelt sich bei diesem Streit nicht um einen Kontrakt- Der beleidigte Bettelvertheiler will, wie wir hören, den Die Aussperrung von 600 Vergoldern in Berlin, die von den bruch betreffs„ Kündigung". Dieselbe ist durch Unterschrift der Fabrikanten Dopp wegen des Falles vor Gericht belangen; über Unternehmern geplant ist, giebt Herrn Weigert, dem Vorfizenden Arbeiter für beide Theile, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aus den Verlauf der in Aussicht stehenden Beleidigungsflage der Arbeitgeber des Gewerbegerichts, Anlaß, in einer längeren Dar- geschlossen. Es soll sich, wie Herr August Werkmeister in der wird seinerzeit von uns berichtet werden. Die zum Besuch der Verlegung die Ursachen des Streiks zu kritisiren. Die Volfs- Beitung" ersten Gewerbegerichts- Verhandlung erklärte, um Erfüllung des fammlung aufgeforderten Arbeiter werden aber gewiß nicht verhat dieser Zuschrift folgendes entnommen: Arbeitsvertrags betreffs Fertigstellung der angefangenen Afford- fäumen, am Mittwoch zahlreich und pünktlich zur Stelle Was den uns zugestellten Artikel betrifft, so glauben wir, der arbeiten handeln. Die Arbeiter sind darüber noch im Unflaren. Be- zu sein. Sache am besten zu dienen, wenn wir unter Weglaffung seiner zeichnend ist die Klageschrift des Herrn Werkmeister, die wie folgt Der Oberpräsident von Brandenburg hat die von der Stadtaggressiven Bestandtheile lediglich den Sachverhalt wiedergeben, wie lautet:„ Ich bitte das Gewerbegericht höflichst, die aufgeführten verordneten- Bersammlung getroffene Wahl des Rechtsanwalts und er darin dargestellt wird: Arbeiter zu veranlassen, die angefangene Arbeit sofort aufzunehmen Notars Kaufmann zum Stadtrath von Berlin nunmehr endlich be= Im August 1895 brach in allen Betrieben der Goldleisten und fertig zu stellen..." Der Vorsitzende des Gewerbegerichts stätigt. Eine Bestätigung betreffend die Wahl des Herrn Kirschfabrikanten Berlins ein Streit aus, der in erbitterter Weise auf mußte den Kläger Herrn August Wertmeister im Termin darauf ner zum Oberbürgermeister von Berlin ist dagegen bisher immer bei den Seiten geführt wurde. Die Arbeiter verlangten 333 pet. hinweisen, daß das Gewerbegericht nicht befugt und ermächtigt sei, noch nicht erfolgt. Lohnerhöhung, Abschaffung der Affordarbeit, Einführung eines die Arbeiter zur Arbeit zurückzuführen. Minimal- Arbeitslohnes. Eine mäßige Lohnerhöhung wollten die In dem Wöchnerinnenheim am Urban ist jetzt wieder Plaz Fabrikanten bewilligen, die anderen Forderungen lehnten sie ab. als Prozeßbevollmächtigter von den Versilberern ersucht worden, für eine größere Anzahl von Wöchnerinnen, nachdem die Räume geEnde September 1895 wurde das Einigungsamt des Berliner nachdem sie selber ohne mein guthun und in meiner mäß den Beschlüssen des Vorstandes entsprechend erweitert und auf Gewerbegerichts angerufen, die Arbeiter lehnten indessen den Abwesenheit einen Beschluß gefaßt hatten, den Gerichtsweg zu be- bemittelte Wöchnerinnen aufgenommen, in erster Reihe solche, die die Zahl von 30 Betten gebracht worden sind. Es werden nur unborgeschlagenen Vergleich ab. Anfang Oktober 1895 nahmen die schreiten, um in dieser Angelegenheit einen für die Arbeiter bemittelte Wöchnerinnen aufgenommen, in erster Reihe solche, die Arbeiter zu den alten Bedingungen die Arbeit wieder auf. Ab- bindenden Gerichtsentscheid zu erhalten. Aehnlich verhält es sich durch den zuständigen Vorsteher der Armenkommission, durch den gesehen von dem großen Schaden, den die Fabrikanten erlitten, ver- mit der Ablehnung des Einigungsamtes von seiten der Ver- Armenarzt oder eine Gemeindeschwester empfohlen werden. loren die Arbeiter 5-7 Wochen Lohn, nicht mitgerechnet die Verluste silberer. Ich selbst war auch bei dieser Beschlußfassung Pflege dauert je nach dem Zustande der Wöchnerin so lange, bis sie derjenigen, die zum theil erst später wieder Arbeit erhielten, zum nicht anwesend und nicht tonangebend, weil die sich vollständig erholt hat und mit dem Kinde als gesund zu ihrer Die Anmeldung zur Aufnahme theil garnicht wieder aufgenommen wurden. Die Organisation der betreffenden Arbeiter, selbständig in ihrem Handeln, allein Familie entlassen werden kann. Arbeiter war zerstört, die Kassen waren geleert. Ende September cr. ihre Beschlüsse faßten. Ich selbst habe als Vertreter der Arbeiter findet täglich in dem Wöchnerinnenheim selbst, Urbanstraße 38, nachstellten die Bersilberer, Kantenmacher und Firnisser der Firma Herrn Wertmeister einen Bergleich angeboten, der ein Unterhandeln mittags zwischen 3 und 4 Uhr statt; die erwähnten Atteste sind zu der Anmeldung mitzubringen. August Werkmeister junior das Ersuchen um Lohnerhöhung. Der auf grund der Forderungen der Versilberer möglich machte. In Chef der Firma war nicht abgeneigt, eine solche eintreten zu lassen, diesem Fall würden die Arbeiter sofort ihre angefangene Arbeit Zu den letzten Vorgängen im Rabatt- Sparverein Norden ersuchte jedoch die Arbeiter, sich zu gedulden, bis er die ihm ver- wieder aufnehmen. Herr Werkmeister lehnte diesen meinen Vor- wird uns von einem Mitgliede dieses Vereins geschrieben, daß enttragsmäßig auferlegte Pflicht, die verlangte Erhöhung den Verbands- schlag ab und beantragte einen neuen Termin. Diese schroffe Ab- gegen dem von uns am Sonntag gebrachten Berichte in der Vermitgliedern der Goldleisten- Fabrikanten zur Beschlußfaffung zu unter- lehnung des Herrn Wertmeister hat die Arbeiter nicht blos stußig fammlung vom 7. Oktober keine Vorstandswahl erfolgt sei. Der breiten, erfüllt habe. Als Antwort hierauf legten die sämmtlichen gemacht, sondern auch veranlaßt, das nach dem obigen Gerichtstermin Tumult sei so groß gewesen, daß von der Feststellung eines Resultats Versilberer, Kantenmacher und Firnisser, 18 an der Zahl, der beantragte Einigungsamt abzulehnen. feine Rede gewesen wäre. Wir registriren diese Mittheilung, ohne genannten Firma am 29. September cr. die Arbeit nieder. Herr Rudolf Millarg. daß wir in der Lage find, für deren Richtigkeit irgend welche Gewähr Wertmeister hat Klage wegen Kontrattbruchs erhoben, die noch beim übernehmen zu können. Gewerbegericht schwebt. Inzwischen hatte das Gewerbegericht Herrn Werkmeister seine Vermittelung als Einigungsamt angeboten, die von Herrn Wertmeister angenommen wurde. Die Arbeiter wurden hiervon benachrichtigt und aufgefordert, das Gewerbegericht gleichfalls anzurufen, was sie jedoch mit dem Bemerken ablehnten, daß Herr Werkmeister Zeit genug gehabt habe, die Löhne zu erhöhen. General- Versammlung des Wahlvereins aufmerksam geAus den Lohnbüchern der Werkmeister'schen Fabrik ergiebt sich für die drittlegte und vorletzte Woche bei 1. 50 Vergoldern ein Gesammtverdienst von 1355,50 resp. 1283,50 M. was einen Durchschnittsverdienst von 2. 16 Barockvergoldern lein Gesammt- Verdienst von was einen Durchschnittsverdienst von 3. 18 Versilberern, Kantenmachern und Firnissern ein Gesammtverdienst von 27,11 25,67 " " 413,76 25,86 " 443,76 27,73 " " " 406, 23,15 " " 416, 23,70 " was einen Durchschnittsverdienst von. entspricht. Die wegen Kontraktbruchs angeklagten 18 Versilberer 2c. haben demnach einen durchschnittlichen Wochenverdienst von 23,15 resp. 23,70 M. bezogen. In der von Herrn Werkmeister erhobenen Selage, die noch vor dem Gewerbegericht schwebt, ist der Sekretär der Gewerkschaft Herr Millarg Bertreter der Arbeiter und unter seinem Vorsize ist am Freitag von den Arbeitern beschlossen worden, nicht das Einigungsamt anzurufen." Aus betheiligten Streifen erhalten wir hierzu folgende Entgegnung: In der Sonntagnummer der Bolts- Zeitung" wird unter der Rubrik Arbeiterbewegung" die Aussperrung von 600 Berliner Vergoldern besprochen. Daß dieselbe keine leere Drohung iſt, beweisen die jetzt heranziehenden Schaaren von Ausgesperrten. Beun die Ausgesperrten Herrn Weigert jezt als spiritus rector bermuthen, wird uns das gewiß niemand übel deuten. Zu dem im Artikel aufgestellten Behauptungen des Herrn Weigert ist folgendes zu bemerten: Tokales. Fachschule für Maurer und Zimmerer in Berlin. Der Unterricht für das Winter Halbjahr beginnt am Sonntag, den 24. Oktober, vormittags 9 Uhr, und findet für Abtheilung A im Die Parteigenossen des zweiten Kreises werden auf die Gemeindeschulhause Stallschreiberstr. 54a, für Abtheilung B im heute Abend in Habel's Brauerei Ausschant stattfindende Gemeindeschulhause Thurmstr. 86 an 20 Sonntagen vormittags von 9-1 Uhr statt und dauert bis zum 19. März 1899. Das Schulgeld beträgt für jeden halbjährlichen Unterrichtskursus( 20 Sonntage) 5 M. und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Anmeldungen von Gesellen und Lehrlingen nehmen von jetzt ab an jedem Sonntag Vormittag von 8-12 Uhr für Abtheilung A Herr Rektor Horst, Stallschreiberstr. 54a, für Abtheilung B Herr Rektor Bielecke, Thurmstraße 86, entgegen. = M macht. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes refp. des Kassirers, Neuwahl des Vorstandes, sonstige Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Arbeiter Bildungsschule.„ Luisenhof", Buckowerstr. 9( Ecke Dresdenerstraße), 2 Treppen. Heute, Dienstag, den 11. Oktober: Kulturgeschichte( drei Jahrhunderte wirthschaftlicher, sozialer Ein großer Umzug ist jetzt im Zentrum der Stadt vor sich und politischer Kämpfe); Vortragender: Schriftsteller Paul gegangen. In der Spandauerstr sind sämmtliche Häuser der WestKampffmeyer. Donnerstag, den 13. Oktober: Gefeßes feite zwischen der Probststraße und der Eiergasse zum Abbruch gefunde( Zivilprozeß, Handelsrecht, insbesondere das neue Recht der räumt worden. Es handelt sich um acht oder neun Grundstücke mit Handlungsgehilfen, Strafrecht, Strafprozeß, event. Gewerberecht); älteren Bauten, die wenigen großen Kaufhäusern Platz machen Vortragender: Rechtsanwalt Roth. Freitag, den 14. Ottober: sollen. Der Auszug aus dem Stück Alt- Berlin wurde gestern, Montag, Nationalökonomie( Grundzüge der Wirthschafts- und Finanz- zu Ende geführt, nur zwei Parteien sind noch wohnen geblieben. An politik, Gewerbe- Ordnung, Handelspolitik, Steuerfragen); Vor- der Ecke der Probststraße bleibt vorläufig noch Simon's Apotheke, tragender: Schriftsteller May Schippel. Beginn der Vorlesungen die hier 123 Jahre bestanden hat. Die Apotheke wird pünktlich um 9 Uhr abends bis 11 Uhr. Bibliothek 8-9 Uhr nach dem gegenüber liegenden Edhause Nr. 32 verlegt werden. Hier Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Bf.; Unterrichtsgeld per Fach und müssen aber erst die Räume einer Reſtauration für den neuen Zwed Kursus( 10 Abende) 1 M. Wir bitten, sich recht zahlreich an diesen um- und ausgebaut werden. An der Ecke der Nikolaikirchgasse ist Kursen zu betheiligen. Der Vorstand. auf unbestimmte Zeit noch eine Destillation bestehen geblieben. Der Mann, der sie hat, hofft während der Abbruchsarbeiten noch ein Geschäft zu machen. Die Gesellschaft, die das Gelände erworben hat, giebt einen Streifen zur Verbreiterung der Spandauerstraße, die in fener Gegend sehr nothwendig ist, ab. iener Gegend sehr nothwendig ist, ab. konnte. " Das Herbstfest der Freien Volksbühne, welches am Sonnabend im großen Saale der Brauerei Friedrichshain abgehalten wurde, verlief nach jeder Nichtung hin harmonisch und würdevol Ein Kinderraub beschäftigt augenblicklich hiesige und ausWenn die Freie Volksbühne etwas besonderes veranstaltet, so ist es selbstverständlich, daß nur wenige Mitglieder sich den außergewöhnwärtige Behörden. Er hat eine Vorgeschichte, die vor drei Jahren lichen Kunstgenuß entgehen lassen. Daher mußte am Sonnabend in Rigdorf das größte Aufsehen erregte. Ueber die Affäre wird Die Aussperrung von 600 Vergoldern wegen 18 angeblich kontrakt- mancher Nachzügler froh sein, wenn er in dem bis auf den letzten berichtet: In der Hermannstraße in Rigdorf hatte der Gastwirth Paulĭ brüchiger Arbeiter wird jeder, selbst Herr Weigert, als einen bar- Stuhl besetzten Saale noch einen Stehplay an der Wand erhaschen barischen Willkürakt ansehen müssen. Hilpert, einer der Führer der Brauergesellen im Bierboykott, Um die brutale Maßnahme der Fabrikanten zu verdecken, wird Aber auch diese minder glücklichen Leute kamen zu ihrem Rechte, eine Gastwirthschaft. Hilpert machte während des Boykotts und in dem Artikel, der recht viele Unrichtigkeiten enthält, auch der Streit denn die vorzügliche Akustik des Saales ließ selbst das feinste Piano auch nachher noch recht gute Geschäfte, wurde aber durch seine Frau Die Frau, von 1895 herangezogen. Die Arbeiter verlangten damals in höf- bis in den äußersten Winkel hinein vernehmbar werden, und wer um den ganzen Ertrag seiner Arbeit betrogen. licher Form eine Verbesserung ihrer schlechten Arbeits- wirklich so banaufisch war, sich an dem bis gegen 12 Uhr währenden Mutter von vier Kindern, ließ sich mit dem Klempnermeister der Ziethenstraße in ein Liebesverhältniß bedingungen und zwar 33/3 pet. Lohnerhöhung eventuell Konzerte zu langweilen, den hieß immerhin die Aussicht auf ein 3a tobiz aus ein, obwohl fie wußte, daß er verheirathet und Vater von Abschaffung der Affordarbeit und Gewährung eines Minimallohnes. Tänzchen tapfer bis nach Mitternacht verharren. war. Jakobit war in Rigdorf Es wurde von den Arbeitern alles versucht, eine Einigung herbei- Das Programm war sorgfältig und mit Geschmack ausgewählt vier unmündigen Kindern zuführen. Aber von den Fabrikanten wurde nicht eine einzige Zu- worden. Den orchestralen Theil brachte das Neue Berliner Sinfonie- als" Pascha" bekannt. Außer mit Frau Hilpert unterhielt er zulet schrift beantwortet. Orchester unter Leitung des Herrn von Blon vorzüglich zu Gehör; auch noch ein Verhältniß mit der Frau eines Kaufmanns, der in Darauf wurde von den Arbeitern das Einigungsamt des Ge- die Gefänge hingegen wurden von dem rühmlich bekannten einer Privatklinik in der Brückenstraße frant lag. Er brauchte für werbegerichts angerufen. Hier erfolgte eine Abweisung der Arbeiter Berliner Männer Quartett" Harmonie" musterhaft vorgetragen. feine Liebschaften soviel Geld, daß der Ertrag feines gut gehenden hinsichtlich des Minimallohnes. Daß die Arbeiter einen Vergleich Besonderen Beifall erwarb sich der Vortrag des herrlichen Geschäfts nicht ausreichte. Er fälschte Wechsel und mußte das Weite ablehnten, ist uns unbekannt. Auch nahmen sie die Arbeit nicht wiegenliedes von Brahms und der Serenade von Handwerg; das suchen. Das Geld, das er dazu brauchte, mußten ihm seine Gezu den alten Bedingungen auf, sondern aus jeder Fabrik wurden Orchester zeichnete sich in der Ouverture zum Sommernachtstraum, liebten verschaffen. Er setzte ihnen eines Tages seine Lage auseinige Arbeiter delegirt, um mit den Fabrikanten über die schlechtest in Volkmann's Serenade, in der Herr Anöpfe das Cello spielte, einander. Beide waren entschlossen, ehn zu begleiten und bezahlten Leisten zu unterhandeln, wobei ein Aufschlag bis zu sowie vor allem in Bach- Gounod's Präludium aus, das durch die fanden sich auch zu dem verabredeten Buge auf dem Bahnhofe Hier gab es natürlich zunächst 25 pet. erzielt wurde. Unter diesen Bedingungen wurde die Orgelbegleitung des Herrn Kurz zu prächtiger Wirkung kam. Erst Boologischer Garten ein. " Frau Hilpert Arbeit nach fiebenwöchentlichem Kampf aufgenommen. Daß zu sehr später Stunde trennten sich die Mitglieder in der Erwartung, einen Auftritt zwischen den beiden Damen. hatte aber die beste kasse." Jakobiz merkte sehr bald, man nach diesen Vorkommnissen in den Kreisen der Vergolder nicht daß dem Herbstfest ein Winterfest nachfolgen wird. daß er mit Fru Hilpert am besten fahren werde und allzu sehr erbaut ist von der Thätigkeit des Einigungsamtes, Eine Gesellschaft zur Fürsorge für die einwandernde wußte die Kauf annsfrau zu bewegen, zu bewegen, nach Hause zurüdist sehr erklärlich und mag jetzt dazu geführt haben, daß unter, den männliche Jugend erläßt im Stöcker'schen„ Bolt" einen Aufruf zukehren, unter elchen Vorspiegelungen, weiß man nicht. Frau Streifenden teine große Sympathie für dasselbe besteht. Unwahr der sehr bewegt die petuniären Nöthe schildert, in der sich diese Silpert also reiste mit ihrem Geliebten ab; ein auf den Tod krankes ist, daß ein Theil der Streikenden später resp. garnicht wieder ein- Sozietät befindet." Kroz der Opferfreudigkeit einiger Berliner Kind ließ sie im Stich. Jakobis aber lag weniger an ihr als an gestellt wurde, im Gegentheil, haben die Fabrikanten in ihrer Ver- Vereine und Kirchengemeinden", so heißt es, mußten wir mit einem ihrem Gelde. Sobald man im Zuge saß, übernahm er die Kaffe. einigung beschlossen, die vor dem Streit bei ihnen beschäftigt ge- hohen Fehlbetrage unser erstes Geschäftsjahr am 1. Juli abschließen. Von Hamburg aus sollte die Reise über das große Wasser gehen. wesenen Arbeiter alle wieder einzustellen. Dabei glauben wir auch zur Fortführung der Arbeit fehlen uns bis jetzt noch alle Man war schon an Bord des Schiffes, das die Fahrgäste elbabwärts feineswegs, daß dies aus Menschenfreundlichkeit geschah, sondern Mittel, sodaß die Gefahr vorhanden ist, daß das segensreiche Wert nach dem Ozeandampfer bringen sollte, da fiel es dem Klempnerweil die günstige Geschäftskonjunktur es nothwendig machte. Unsere in seiner Entwickelung gehemmt wird". meister ein, daß er an Land noch etwas vergessen hatte. Frau Hilpert Organisation hätten die Unternehmer schon gern zerstört, aber es Viel nüßen wird dieser Aufruf wohl kaum, da man auch in ließ ihn ahnungslos gehen und sah ihn nicht wieder. Mit ihm war blieb ein frommer Wunsch der Fabrikanten. bourgeoisen Kreisen weiß, daß die frommen Leute selbst bei Ein- aber auch ihre Kasse verschwunden. Mit dem Rest ihrer Baarschaft Nun zu dem jezigen Ausstand der Versilberer. Die Fabrikanten wanderuden sehr schwer an Seredit eingebüßt haben. Im übrigen fuhr nun die versetzte Geliebte allein nach Amerita. Jakobis hat haben 1895 zugeben müssen, daß eine Aufbefferung der Löhne der sollten die Frommen die Fürsorge für die einwandernde männliche man bis heute noch nicht wiedergesehen. Hilpert verkaufte fein Bersilberer nothwendig sei. Die Forderungen der Versilberer sind Jugend ruhig der modernen Arbeiterbewegung über Geschäft in Rigdorf und machte eine Gastwirthschaft auf dem Gesundihnen seit Wochen bekannt, man hat die Arbeiter von Tag zu Tag laffen, die sich mit dem besten Eifer um die geistige und materielle brunnen in der Badstraße auf. Im Dezember v. J. gab er sie vertröstet, ohne ihnen eine bestimmte Zusage zu machen. Eine Ver- Sebung der in betracht kommenden Personen bemüht, die In- wieder auf, um die Vertretung einiger Brauereien zu übernehmen. sammlung beschloß nunmehr, einen Termin festzusetzen, an dem die differenten politisch und gewerkschaftlich organisirt und sie namentlich mit seinen Kindern miethete er sich in der Müllerstr. 35 a bei einer Arbeit bei Ablehnung der Forderungen niederzulegen sei. Darauf abhält, eine der schwersten Sünden, die ein Arbeiter heutigen Tages Familie N. ein. Von seiner Frau ließ er sich scheiden. In der ist nicht nur bei August Werkmeister, sondern auch bei anderen auf sein Gewissen laden kann, die der Streitbrecherei, zu letzten Zeit hörte man nun unter den Verwandten davon, Berliner Firmen der Ausstand eingetreten. Das Einigungsamt ist von begehen.. daß Frau Hilpert im September dieses Jahres wieder nach den Arbeitern nicht schroff zurückgewiesen worden; man hat neben oben Ein größerer Auflauf wurde gestern durch den Maschinen- Deutschland zurüdfommen wolle. Hilpert wurde auch zugeredet, angeführten Gründen auch deshalb auf dasselbe verzichtet, weil werkmeister bedingungslos die Arbeit aufgenommen wissen wollte. fabrikanten opp aus der Eichendorffstraße 20 verursacht. er möge sie wieder aufnehmen und sich mit ihr versöhnen. Das Unter diesen Umständen werden die Fabrikanten sicherlich nicht die Vor der Fabrik dieses Herrn kam ein Arbeiter seiner Organisations- wies indessen der Mann entschieden zurück. Nun wurde von VerSympathie der Berliner Bevölkerung erwerben können, wenn sie pflicht dadurch nach, daß er Handzettel vertheilte, in denen auf wandten der Frau verbreitet, sie werde doch nicht zurückkehren, 600 Unschuldige wegen angeblich 18 kontraktbrüchiger Arbeiter aus eine am Mittwoch Abend bei Hensel, Invalidenstraße 1a, statt- son dern drüben bleiben. Das scheint einen besonderen Zweck gehabt findende Versammlung aufmerksam gemacht wurde, in welcher zu haben. Hilpert's 10jährige Tochter Else und sein 9jähriger Die veröffentlichten Löhne der Versilberer, Kantenmacher und die Metallarbeiter darüber berathen wollen, wie sie der Sohn Friz spielten oft mit den anderen Kindern auf dem freien fortschreitenden Verschlechterung der Lohn- und Ar- Feld an der Müllerstraße. Am Donnerstag voriger Woche erschien Firniffer sehen sich für Unbetheiligte sehr günstig an, für uns kommen beitsverhältnisse entgegen wirten können. Die lobenswerthe nun in der Abwesenheit Hilpert's in dessen Wohnung eine Dame, jedoch nur Versilberer in betracht; denn nur diese sind in eine Lohn- und nützliche Thätigkeit des betreffenden Arbeiters, die bis dahin in aller die schwarz gekleidet und tief verschleiert war und sich flir bewegung eingetreten. Die Kantenmacher sowohl wie Firnisser haben Sie fragte auch nach den Kindern. einen etwas höheren Verdienst. Was die Bemerkung über unseren Ruhe vor sich gegangen war, wurde plötzlich dadurch unterbrochen, daß der seine Kousine ausgab. Fabrikant Dopp mit einigen Buchhaltern auf die Straße geschritten Als man ihr sagte, daß sie draußen auf dem Felde Vertreter Millarg anbetrifft, so genießt er nach wie vor das Vor- tam, den bei ihm beschäftigten Arbeitern die empfangenen und für spielten, bat fie Frau St., fie möge fie nur grüßen, trauen der Gewerkschaft. Von den Arbeitern wird nichts unterlassen sie besonders beachtenswerthen Handzettel abnahm es sei ihr zu weit, ſelbſt hinauszugehen. Sie ging dann weg und werden, was geeignet wäre, eine Einigung herbeizuführen. und dann ein Geschelte auf den Bettelvertheiler begann, den er einen schlug einen entgegengesetzten Weg ein. Außer Sicht gekommen aber, Anarchisten, Aufheßer und verfl..... Sozialdemokraten nannte. ging fie, wie sich später herausstellte, auf Umwegen doch nach dem Ehe er seine" Arbeiter durch Sozialdemokraten aufhezen lasse, wolle Felbe. Hier begrüßte fie die Kinder und füßte fie und entfernte er lieber seine Fabrik schließen. sich dann wieder. Die alte Frau dachte sich nichts dabei, zumal da sperren. W. Snorre, Vorsitzender des Verbandes der Vergolder. In der gleichen Angelegenheit wird uns vom Sekretär der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Zuschrift übermittelt: Temut, sehr zurückhaltend ist. 11m " Die Prinzessin Trubetkoi, deren Verhaftung wir am Sonntag meldeten, hat sich in der vorgestrigen Nacht im Polizeigefängniß erhängt. Die Prinzessin war der Fälschung einer öffentlichen Urkunde bezichtigt worden und sollte wegen dieses Vergehens nach Italien ausgeliefert werden. Versammlungen. Die bei der Müllabfuhr beschäftigten Arbeiter hielten am bie Tante die Kinder auch noch mit Chokolade, Bonbons und Aepfeln eine Rettung der einmal vom Feuer erfaßten Dachstühle war natürlich! beschenkte. Am Freitag Morgen stand Frizz schon um 6) Uhr auf, nicht zu denken. Man mußte sich darauf beschränken, die Nachbarund auch( Elſe, die sonst gern lange schlief, war bereits grundstücke zu schüßen. Die Wafferwagen waren unausgesetzt mit der um 7 Uhr munter. ühr ihrer gewöhnlichen Kleidung, der Junge ohne Kopfbededung, Hydranten das erforderliche Quantum nicht lieferten. Die schnelle um zu der neuen Polizeiverordnung die Müllabfuhr betreffend und Uhr gingen Beide in herbeischaffung von Wasser beschäftigt, da die in der Nähe befindlichen Sonntag in den Arminhallen eine start besuchte Versammlung ab, wieder zum Spielen nach dem Felde. Kinder verschwunden, und man hat noch keine Spur von geschrieben, daß im Dachboden des Hauses 22 sich Chemikalien der nehmen. Nach den Ausführungen des Referenten, Genossen Rein, Seitdem sind beide Verbreitung des Feuers wird zu einem Theile dem Umstande zu- den gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnissen Stellung zu ihnen gefunden. Festgestellt ist nur, daß die verschleierte Dame am Drogenhandlung von Harnisch befanden. Nach 1%, stündiger Lösch der eingangs darauf hinwies, daß vom hygienischen Standpunkt Freitag Vormittag bald nach 9 Uhr wieder in jener Gegend gewefen arbeit tomte weitere Gefahr als beseitigt betrachtet werden. ist. Es war ohne Zweifel Frau Hilpert, von der man annimmt, daß aus gegen die Polizeiverordnung, die am 1. Oktober in traft ge= fie fich mit den Kindern auf dem Rückwege nach Amerika befindet. wehr im Laufe des Sonntags abzulöschen. Früh 2 Uhr erging die Berufe durch die jetzigen Einrichtungen in ihrem Einkommen ges Zwei größere und mehrere Kleine Brände hatte die Feuer- treten ist, nichts einzuwenden wäre, sind die Arbeiter in diesem Das geht schon aus dem Verhalten der Kinder hervor, namentlich Meldung„ Mittelfeuer“ von Stallschreiberstraße 47 aus. schädigt worden. Die erheblichen Nebeneinnahmen, die in der kleinen Elſe, die Personen gegenüber, die sie nicht ganz genau Die Firma J. Ble use betreibt hier in den Keller- und Parterre- früheren Jahren erzielt wurden, haben sich durch das räumen des Quergebäudes eine Getreiderösterei und hat daher einen neue System bedeutend verringert oder sind gänzlich in In einer umfangreichen Spieleraffäre finden gegenwärtig größeren Körnervorrath am Plaze, der in einem dem Quergebäude Fortfall gekommen. Obwohl die vereinigten Unternehmer den feitens der Kriminalpolizei Vernehmungen statt. Es handelt sich vorlagernden einstöckigen Holzschuppen untergebracht war. Unmittel- Abfuhrpreis um 40 pCt. erhöht haben, wurde den Arbeitern nur von hiesigen Blättern zufolge in diesem Falle um eine Spielhölle in der bar an letzteren schloß sich ein Pferdestall, der ebenfalls als reiner einigen Fuhrherrn eine Lohnerhöhung bewilligt, die aber auch noch Gegend des Winterfeld- Platzes, die schon seit längerer Zeit der Holzbau aufgebaut war und in seinem Dachraume Stroh und Futter- nicht in entferntesten den berechtigten Ansprüchen der Arbeiter gePolizei viel zu schaffen macht. Die Untersuchung, welche der vorräthe barg. Kurz nach 2 Uhr früh wurden Schuppen und Pferde- nügt. In vielen Fällen wird ein Wochenlohn von 20 M. für Kutſcher tage gefördert. Die Bekundungen der Zeugen, unter denen so ziem Pferdebestand konnte nur mit großer Mühe dem Feuer entrissen außerordentlich gesundheitsschädlich und die Arbeitszeit eine änßerst lich alle bourgeoisen Gesellschaftsschichten vertreten find: Aerzte, werden. Eine Ziege, die man in der Verwirrung übersehen hatte lange und um so anstrengender, als regelrechte Pausen nicht gewährt Lehrer, Rentner, Kaufleute, Schlächter 2c., haben manches interessante und später für verloren gab, wurde bei Tagesanbruch in der Wasch- werden. Die Arbeitszeit beginnt zwischen 4 und 5 Uhr morgens und Moment ergeben. Unter den Gerupften" befinden sich mehrere füche unversehrt vorgefunden, wohin sie sich durch einen Sprung dauert fast immer bis 10 Uhr, oft sogar bis 12 Uhr nachts, so daß eine fleine Geschäftsleute, die um ihr ganzes Hab und Gut gekommen durchs Fenster gerettet hatte. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren 18- bis 20 stündige Arbeitszeit vorherrschend ist. Von dem geringen Lohn find. Die Bankhalter waren bekannte gewerbsmäßige Spieler von die beiden Holzbauten nicht mehr zu retten, und die Flammen müssen die Arbeiter, wegen des Mangels an geregelten Pauſen, ſich dunkler Herkunft; die Haupthelden find nur unter ihren Spitznamen hatten, an den Fensterkreuzen emporzüngelnd, bereits den Dachstuhl fast ausschließlich in Wirthschaften beköstigen. Hinzu kommt, daß die wie Rittmeister"," Major"," Franz" u. f. w. bekannt. Es liegt der erfaßt und bedrohten auch das Dach des Nachbargrundstücks Kutscher von dem Lohn auch noch die unter den obwaltenden UmBehörde nunmehr ob, die Identität dieser Personen festzustellen. Branddirektor Giersberg ließ von verschiedenen Seiten mit ständen nicht seltenen Polizeistrafen bezahlen müssen. Eine außer Arbeit 7 Rohren angreifen, wodurch das Feuer nach zweistündiger ordentlich rigorose Arbeitsordnung hat die Wirthschaftsgenossenschaft schwebten in Lebensgefahr. Stehen gebracht wurde. Verschiedene Miether der Berliner Grundbesitzer für die Arbeiter eingeführt. Nach der Eine im ersten Stock wohnende felben werden ganz geringfügige Vorkommnisse mit einer Mark und Gardine auf ihr Frau erwachte in dem Augenblicke, als eine brennende zwei Mark Strafe belegt, die von dem geringen Lohn in Abzug geBett fiel und Sieſes in Brano ſtedte, bracht werden. Außerdem ist bei dieſer Firma das Brämienſyſtem steckte. Der verursachte Schaden ist erheblich, da auch die im Keller auf eingeführt und erhalten diejenigen eine sog. Prämie von 10 M. am Schluß Durch Mikhandlung ihrer Stiefmutter will die 12 Jahre gestellten Maschinen der Rösterei vernichtet sind. Schuppen, Pferde- des Monats, welche sich keines Bersehens schuldig machten. Infolge dessen alte Tochter Anna des Buyers B. aus Charlottenburg veranlaßt stall und ein großer Theil des Dachstuhles wurden eingeäfchert. sind die Strafbestimmungen in dieser Arbeitsordnung desto härtere, worden sein, den Tod zu suchen. Das Kind stürzte sich am Sonn- Die Wohnungen der vier Etagen haben ebenfalls sehr stark gelitten. veil außer der festgesezten Strafe auch noch die 10 M. Prämie, die abend Abend vom Schiffbauerdamm in die Spree, wurde aber ge- Ein nicht versicherter Miether ist durch den Brand ruinirt, da ihm als ein Theil des Arbeitslohnes bettachtet werden müssen, den Arbeitern rettet. In der Charitee, wohin man die Kleine brachte, hat sie die 100 Kanarienvögel, die fein Vermögen ausmachten, erstickt sind. Wie verloren gehen. Ueber die Verwendung der Strafgelder giebt die furchtbare Anklage gegen ihre Stiefmutter erhoben und erklärt, daß das Feuer entstanden ist, konnte nicht ermittelt werden. Ein zweiter Arbeitsordnung keine Auskunft. In der Diskussion, an der sich eine auch ihre jüngere Schwester Jda, die im März d. J. durch einen bisher Dachstuhl brand mußte. furz darauf Linienstraße 8 große Anzahl der Berufsangehörigen betheiligten, wurden die Ausunaufgeklärten Sturz aus der Wohnung auf die Straße den Tod gefunden abgelöscht werden; Bodenverschläge mit Inhalt und ein Theil der führungen des Referenten, die mit stürmischem Beifall aufgenommen hat, wegen der Mißhandlung selbst den Tod gesucht habe. Ob diese Dachkonstruktion wurden hier eingeäschert. wurden, auch vollauf bestätigt. Außerdem bemängelten mehrere Redner, furchtbaren Anklagen begründet sind, steht noch nicht fest, da die Fennstraße 61 entstand durch Petroleum ein Küchenbrand. daß vielfach der Lohn erst Sonntags mittags ausbezahlt wird und eine Nachbarn nie etwas von Mißhandlungen der Kinder gemerkt haben. Su Imstraße 7/8 hatten Möbel und Gardinen Feuer gefangen, wirkliche Sonntagsruhe in den meisten Fällen nicht vorhanden ist. Auch Bei dem Vater haben sich die Kinder nie über solche beklagt. Als Gin brennender Wagen auf dem Hofe verursachte Alarm nach dort, wo Monatslöhne eingeführt sind, werden diese unregelmäßig er geſtern Anna, die in der ersten Klasse der Gemeindeschale fist und Lüneburgerstr. 17. Wrangelstr. 93 hatte der Fußboden und manchmal erst einige Tage nach dem fälligen Termin ausstets die besten Zeugniffe bekommen hat, fragte, warum sie ihm denn in der Küche Feuer gefangen, wobei auch das Haus erheb- bezahlt. Trotz der schon so langen Arbeitszeit müssen die Arbeiter nicht früher etwas mitgetheilt habe, antwortete das Kind, er würde lich beschädigt wurde. Wegen eines Dachstuhlbrandes wurde oft noch sogenannte Stallwachen machen und müssen in diesen Fällen es ja doch nicht geglaubt haben, denn in seiner Gegenwart fei ja die die Wehr nach Rügenerstraße 10 gerufen. Ein großer die 5 bis 6 Stunden Ruhezeit im Stall verbringen und wie das Mutter stets gut zu ihnen gewesen, und dann habe sie gefürchtet, in Theil der Dachkonstruktion des Borderhauses und Seitenflügels Vieh am Boden kampiren. Sehr stark kritisirt wurden die Zustände seiner Abwesenheit nur um so mehr mißhandelt zu werden. Die wurde eingeäschert, trotzdem vier Rohre in Thätigkeit traten. auf den städtischen Abladeplätzen und eine Reihe von Mißſtänden Kleine bat auch ihren Vater auf das dringendste, die Mutter nicht Surfürstenstraße 44 brannten Körbe, Kisten und der Fußboden angeführt, die dringend der Abhilfe bedürfen. Die Einrichtungen zu ihr zu lasseit. und erlitt dabei das Haus wesentlichen Schaden. Breßkohlen hatten wurden in jeder Beziehung als unzulänglich. bezeichnet. Nachdem Im Kaffeehause vom Tode ereilt wurde gestern Nachmittag ich Pallisadenstraße 44 entzündet, und Landsberger noch mehrere Redner zum Anschluß an die Organisation aufgefordert der 53 Jahre alte Juwelenhändler Simon Eisenstädt aus der Weber- traße 92 war ein Schadenfeuer in einer Tapezieriverkstatt zu be- hatten, gelangte einstimmig eine Resolution zur Annahme, in der Straße Nr. 38. Er war gestern Nachmittag zwischen 2 und 3 1hr feitigen, bei dem Werg und Polster in Flammen aufgingen. unter ausführlicher Begründung ein Durchschnitts- Wochenlohn von als Gast im Café Groß in der Klosterstr. 77/78, wurde plöglich von 30 M. gefordert wird und die Versammlung die Erwartung aushat ihn ein Herzschlag getroffen; er war schon seit zwei Jahren aus dem Bureau und Referenten, gewählt, die wenn nothwendig einem Unwohlfein befallen und starb nach kurzer Zeit. Wahrscheinlich spricht, daß die Fuhrunternehmer hierzu Stellung nehmen und die Forderung bewilligen. Ferner wurde eine Kommission, bestehend Herzleidend. mit den Unternehmern verhandelt und die weiteren Maßregeln zu treffen hat. Alle Anfragen und Mittheilungen sind an das Verbandsbureau, Kommandantenstr. 25 I, zu richten. Eine große Anzahl der Versammlungsbesucher hat der Aufforderung Folge geleistet und ist der Organisation beigetreten. aus Straßensperrung. Die Neue Schönhauserstraße von der Straßenbahngeleise vom 10. d. M. ab bis auf weiteres für FuhrRosenthaler bis zur Weinmeisterstraße wird behufs Verlegung der werke und Reiter gesperrt; desgleichen die Elbingerstraße zwischen Durch einen in Brand gerathenen Akkumulatoren- Wagen Greifswalderstraße und Verlorenen Weg vom 13. 3. M. ab. der Berlin- Charlottenburger Straßenbahn wurde gestern Nachmittag Theater. Die Aufführung von„ Wallenstein's Lager" und" Die auf der Linie Kupfergraben- Charlottenburg eine Betriebsstörung Piccolomini", die im Schiller Theater Mittwoch, den 12. Of verursacht. Als der Wagen Nr. 213 den Play am Brandenburger fober, zur Erinnerung an die hundertste Wiederkehr der ersten AufThor passirte, drang plöglich zwischen den Rädern dichter Rauch führung von Wallenstein's Lager" auf der Weimarer Hof- Bithne hervor. Da sich die Ursache dieser Erscheinung nicht ermitteln ließ, veranstaltet wird, soll sich ganz so abspielen, wie vor hundert Jahren. etwa 30 Personen besuchte öffentliche Versammlung ab. Aus dem Die Buchdrucker- Gewerkschaft hielt am Sonntag eine von führte man den Wagen vorsichtig nach dem Kupfergraben, um ihn Es soll der bekannte Prolog gesprochen werden, den Schiller zur erstatteten Situationsbericht geht hervor, daß die Gewerkschaft gegendort außer Betrieb zu stellen. Auf dem Wege dahin schlugen aber Wiedereröffnung des umgebauten Weimarer Theaterhauses gedichtet wärtig 360 Mitglieder hat. In anbetracht der Bestrebungen, welche bereits helle Flammen aus dem Boden des Wagens, sodaß das Ge- hat, es soll aber auch, ganz wie damals, das Eröffnungslied, das die Gewerkschaft verfolgt, sei die Zunahme der Mitglieder seit Ostern, fährt nur mühsam vorwärts gebracht werden konnte, und der Verkehr Goethe, der Leiter des Weimarer Theaters, zu Beginn der Hand- wo die Zahl etwa 200 betrug, keine befriedigende. Die finanziellen auf längere Zeit unterbrochen wurde. Die Entstehung des Unfalls lung eingelegt hat, und eine Strophe des Reiterliedes gesungen Verhältnisse der werden, die später in den Drucken des Wallenstein's" fortgefallen ist. dem Kassenbericht hervorgeht, während der ersten 7 Monate Berliner Mitgliedschaft waren, wie ließ sich vorläufig nicht feststellen. Auf diese Weise wird die Aufführung von Wallenstein's Lager" bieses Jahres zufriedenstellende, vollständig der Weimarer vor hundert Jahren gleichen. in den letzten legten Monaten dagegen haben sie sich ungünstiger gestaltet. Für die gesammten deutschen Mitglieder betrachtet, seien die Kassenverhältnisse befriedigend. Ueber das Verhältniß des Verbandes zur Gewerkschaft referirte Arendse e. Er besprach die Entstehungsgeschichte der Gegenfüßler des Verbandes feien, auf besserem Fuße, wie mit den MitGewerkschaft und führte dann aus, der Verband stehe jetzt mit Nichtverbandsmitgliedern, ja sogar mit Gutenbergbündlern, die doch die gliedern der Gewerkschaft, die vom Verband geradezu verfolgt würden. geschlossen und diese dadurch zur Gründung der Gewerkschaft veranlaßt Nicht genug damit, daß die Verbandsleitung die Opponenten aus hat: jetzt würden sogar die Mitglieder der Gewerkschaft auf Betreiben der Verbandsleiter aus ihren Stellungen verdrängt und brotlos zu machen gesucht. Um den Verbandsmitgliedern die Handlungsweise des Gaus vorstandes zur Kenntniß zu bringen, sei eine öffentliche Besprechung dieser Angelegenheit nothwendig. In gleichem Sinne äußerten sich folgung der Gewerkschaftsmitglieder durch den Verband am 23. Oknoch andere Redner; dann wurde beschlossen, die angebliche Vertober in einer öffentlichen Versammlung zu behandeln. werden. Aus den Nachbarorten. Das Polizeipräsidium theilt mit: Am 22. Juli d. J. ist in einem Hause der Kurfürstenstraße ein goldenes PanzerkettenArmband, mit Schloß versehen, gefunden worden, welches anscheinend aus einem Diebstahl herrührt. Die Eigenthümerin war bisher nicht zu ermitteln. Das Armband kann an den Wochentagen in der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags im Zimmer 244 zwei Treppen im Polizeipräsidial- Gebäude befichtigt den 11. Oftober, abends 8%, Uhr, in Gröpler's Salon, Bergstr. 147: Rigdorf, Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts". Dienstag, Die Frau eines hiesigen Kaufmanns hat am 9. d. M. Generalversammlung. Tagesordnung: Rechmungslegung des Kassirers. im Grunewald eine goldene Damenuhr mit Brillanten und eine 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 3. Wahl des Brillantschleife im Werthe von 1000 bis 1200 M. berloren. Für Borstandes, der Beifizer, Revisoren und des Bibliothekars. 4. Vortrag Wiederherbeischaffung der Uhr hat der betreffende Kaufmann 200 m. des Genossen Dr. Silberstein über:„ Kommunistische BeBelohnung versprochen.- Einem Kollidieb sind verschiedene strebungen im Mittelalter." Wäschestücke, darunter eine große Zahl Servietten, Tischtücher, heiten und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegen Handtücher abgenommen worden, die sämmtlich F. M. ge- werden aufgenommen. Um zahlreichen Besuch bittet Mitglieder zeichnet sind. Nachdem er zuerst angegeben hatte, er hätte sie vom Lager einer großen Speditionsfirma aus einer Nachlaßgut enthaltenden Kiste gestohlen, widerruft er jetzt dieses Geständniß. Etwaige Geschädigte wollen sich in den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr auf Zimmer 36 des Polizei- Dienstgebäudes am Alexanderplatz melden. D Frau Dr. Frik Friedmann als- Luft- Parforcereiterin. Die Ehefrau des ehemaligen Berliner Rechtsanwalts Dr. Frizz Friedmann, der sich jetzt in New- York befindet, produzirt sich seit einigen Tagen im Victoria Theater zu Breslau in Verbindung mit Miß Kate Dare vom Zirkus Renz zu Pferde in einem Luft ParforcePotpourri". Wie noch erinnerlich sein dürfte, war Frau Anna Friedmann infolge der bekannten Affäre ihres Gatten schon vor einigen Jahren zur Spezialitätenbühne übergetreten. V M tischen Garten, Alexanderstr. 27c: Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Schneider und Schneiderinnen! Heute, abends 812 Uhr, im EngMitglieder der Orts- Krankenkasse. Tages- Ordnung: 1. Der Stand unserer Beschwerden gegen den Vorstand. 2. Freie Arztwahl. 71 Der Vorstand. bataillon war eine zusammengestellte Kompagnie, die in der Nacht Gewaltthätigkeit cines Soldaten. Vom Garde Pionier zum Sonntag nach Berlin zurüdkehrte, acht Tage lang unter dem Befehle des Hauptmanns Köllner in Heinersdorf bei Fürstenwalde. Sie baute hier eine Brücke, die von der Landstraße über ein Moor hinweg ins Dorf führt. Die Leute schliefen nachts bei verschiedenen Bauern in den Scheunen. An einem der letzten Abende erhielten zehn Mann von der ersten Kom- Es ist Pflicht jedes Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen, pagnie, die in einer Scheune in der Nähe der Brücke und da es gilt, die Rechte zu wahren. Gäste haben Zutritt. des Arbeitsmaterials lagen und deshalb einen Busten ausstellen Die Dreizehner Kommission. mußten, zum Abendbrot je eine Flasche Bier. Eine davon ver Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender: Adol, schwand. Man wollte gesehen haben, daß der Gefreite Haase sie an Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen in Vereinskalender find zu fich genommen und eingesteckt habe. Haase bestritt das. Als er eine richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, vorn II. Dienstag, abends Der Alibibeweis des Guttmann, der des Mordes an der halbe Stunde später auf Posten stand, ging der Pionier Biermann 9-11: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder:„ Steineiche", KlapSinger verdächtig ist, ist bis jetzt, wie ein Berichterstatter meldet, zu ihm hinaus und sagte ihm ins Gesicht:" Du hast die Flasche Gerechtigkeit"( Westen), Werner, Bülowſtr. 59. schuß, Manteuffelstr. 91. Senefelder". Schiller, Rosenthalerstr. 57. " Olympia", Streit, nach allen Richtungen hin gänzlich mißglückt. Auch seine letzte Be- doch gemopst!" Der Gefreite gerieth darüber so in Wuth, daß er Naunynftr. 86. Hand in Hand I", Richter, Mariannenstr. 41. Kreuz rufung auf seinen Arbeitgeber in Frankfurt a. D. hat sich als nicht Biermann durch einen Kolbenschlag auf den Kopf niederstreckte. Der berg", Eckhardt, Solmsstr. 5. Edelweiß", Stehmann, Melchiorstr. 15. stichhaltig erwiesen. Wie erinnerlich sein wird, stellte der Ver- Pionier mußte schwerverlet fofort ins Lazareth gebracht werden. Echo II", Mündner, Linienſtr. 19. Wiederhall", Schnieber, Admiralhaftete zum Beweise seiner Unschuld folgende Behauptungen auf: Der Gefreite wurde nach der Rückkehr der Kompagnie in Untersuchungs- straße 21. Freiheit II", Herrguth, Adlershof, Oppenstraße. Myrthen 1. er sei an dem fraglichen Mordtage( Sonnabend) noch spät abends haft gesetzt. blätter", Blume, Prenzlauer Allee 14. Unverzagt II", Beusselstr. 9. zivecs Abrechnung bei seinen Arbeitgebern gewesen; 2. dasselbe Menterei im Gefängniß in Potsdam. Zwei äußerst gefähr effe I", Obft, Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Freies Lied", Friedrichsberg, Schuhmann, Frankfurter Allee 181.„ Rothe fei auch Sonntag früh der Fall gewesen, weil die Abrechlichen Einbrechern, dem Schuhmacher Ludwig Papte aus Starlshorst Ruppinerstr. 42. Rothe Nelte II", Rofin, Borwärts IV", Engel, Rathenow, Jägerstr. 25. mung am Sonnabend nicht beendet ſci. Es wäre daher und dem Arbeiter Ernst Eichelbaum aus Niedergörsdorf, ist es vor Alpenglode", Gold, Große Frankfurterstr. 133. Eichenkranz", Jean seine Anwesenheit in Berlin zur Zeit des Mordes schlechterdings un- gestern Abend gelungen, aus dem Gerichtsgefängniß in der Linden- Boillon, Prenzlau, Schnelleſtr. 67.- Weddinger Harmonie", Milbrodt, Müllermöglich gewesen. Demgegenüber haben nun die polizeilichen straße zu Potsdam zu entkommen. Nachdem sie auf noch nicht fest- ftraße 7a." Vorwärts VIII", Schurbaum, Marwitz in der Mark.„ Freie Recherchen ergeben, daß Guttmann an jenem Sonnabend Nachmittag gestellte Weise die innere Thür der Belle geöffnet hatten, wurde der Sänger III", Seegermühle bei Eberswalde." Frohsinn I", Mertens, sehr früh mit seinem Arbeitgeber abrechnete und von da an bis Nachtaufseher durch Erregung von Lärm veranlaßt, die äußere Meßner, Oranienſtr. 184.- Sangesluft II", Bergmann, Bajewalkerstr. 3. Rummelsburg, Goethe: und Kantstraßen- Ecke. Atazie"( gemischter Chor), Montag früh in Frankfurt a. D. nicht gesehen wurde. Mehrere Zellenthür aufzuschließen. Nun wurde er von den genannten Weiße Rose", Malchin, Reinickendorf, Residenzstr. 101a. einwandfreie Zeugen haben befundet, daß der Verdächtigte Montag und zivei weiteren Belleninfassen zu Boden geschlagen, gestemte, Nowawes, Wallstraße. Arbeiter- Maibund", " Vorwärts VII", Breves, Rummelsburg, mit der Bahn aus der Richtung Berlin antam und ihnen erklärte, bunden, geluebelt und seiner Schlüssel beraubt. Mittels der Kant und Goethestraüen: Ecke." Bündholz", Abendroth, Badstr. 42. er fei gang matsch, er sei in Berlin gewefen. Tegteren gelang es den vier Zelleninfassen, aus dem Gefängniß zu Alliance"( Maler), Restaurant, Staiser Franz Grenadierplas 7. Esmeralda", entkommen. Von den vier Meuterern fehrte nach kurzer Zeit einer Glasarbeiter", Zeidler, Stöpenid, Müggelheimstraße 29. Ein mächtiger Dachstuhlbrand, der den Himmel weithin zu dem gefesselten Aufseher zurück und befreite ihn von den Baaz, Cotheniusstraße 3. röthete, lockte am Montag Abend eine große Menschenmasse nach der Fesseln. Ein anderer wurde noch im Laufe des Abends von seinen Bappel- Allee 114.- Nord- Ost", Göbel, Landsberger Allee 156. Kreuzberger Harmonie", Möhring, Admiralstraße 18 c. Sangesblüthen", Böttcher, Krautstr. 6. Melodia II", Potsdamerstraße. Aus noch nicht aufgeklärter Ursache war „ Alpenim Dachboden des Hauses 22a, an der Potsdamer Brücke, ein Brand hier wohnenden Eltern wieder in das Gefängniß eingeliefert. Papke glühen", Klopsch, Faldenſteinſtr. 38. und Eichelbaum sind entkommen. Da beide als Fußbekleidung nur ligerstr. 51/52. " Freie Feldblume", Vatterroth, Sta: ausgebrochen, der sich mit rasender Schnelligkeit verbreitete Grüne Eiche", Babenschneider, Rirdorf, Hermannstr. 197. und bei Ankunft der Wehr nicht nur den Dachstuhl dieses Bantinen und als Kopfbedeckung nur die dem Aufseher geraubte Freiheitsklänge I", Sommer, Grünftr. 20. Harmonie III", Banjelow, Hauses in seiner gauzen Ausdehnung erfaßt hatte, sondern Dienstige haben, dürften ſie zunächst versucht haben, sich Fuß- Mirborf, Kirchhofstr. 29. Einig", Scheere, Blumenſtr. 38.„ Morgen roth"( gent. Chor), Rummelsburg, Thiele, Türrschmidt- und Mozartstraßenauch auf denjenigen des rechten Seitenflügels, sowie auf das bekleidung und Kopfbedeckung zu verschaffen. Ecke. Einigkeit II", Gold, Frankfurterstr. 133. Cäcilia"( gem. Chor), Haus Nr. 22 übergesprungen war. Da die Hintergebäude dieser In welchem Grade die Binnenschifffahrt auf Elbe, Havel Brandenburg a./., Vettermann, Wilhelmsdorferstr. 111. Grundstücke mit anderen aus der Biftoriastraße zusammenstoßen, und Spree unter dem ungewöhnlich niedrigen Wasserstand leidet, be- Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Dienstag: Gesangverein Tag die Gefahr vor, daß das Feuer auch nach der Vittoria- weist u. a. die Thatsache, daß infolge Hervortretens einer Sand Fester Wille", Alexandrinenstr. 32, Dietrich. Arbeiter Bitherv. ,, Einigkeit", straße überspringe. Branddirektor Giersberg ließ daher den bank in der Elbe bei Boizenburg 52 Dampfer mit je 5 oder 6 Last- Reichenbergerstr. 19, Lehmann. Musikv.„ Osiris". Wrangelstr. 11, Burm. Angriff von beiden Straßen aus vornehmen. lleber Flugtaubenv.„ Vorwärts- Nord", Acerftr. 17, Reuter. eine tähnen im Schlepptan ihre Fahrt einstellen mußten. Der Fluß war Vergnügungsv. mechanische Leiter und über die Dächer der Nachbar- bei Boizenburg auf eine Strede. von 20 Kilometern mit Schiffsfahr- münderstraße 51, Renter. " Fortuna", Blumenstr. 36, Weiß. Musikv. Norddeutsche Klänge", SwineMusikv.„ Tusch", Nebelin, Langeſtr. 108.. grundstücke hinweg wurden ein Dugend Rohre zeugen bedeckt. Nach den dann ausgeführten Baggerungen haben Einigkeit", Grünthalerstr. 3, Seminerling.-Quartettv.„ Wedding", Chauffeegeleitet, die von 3 Dampf- und 2 Drudspritzen gespeist wurden. An einige Schleppzüge die Stelle inzwischen paffiren können. Straße 72, Meißner. Theaterv.„ Concordia", Elisabethstr. 30, Scholz.etiva " Musilv. wünsch'scher gem. Chor", Rosenthalerstr. 57, Schiller.- Gefelliger Klub Don Juan", Lindenstr. 106, Bubeil.- Vergnügungsv., Feldblume", Manteuffelstr. 9, Nowad. Gesangv., Schildhorn", Usedomstr. 33, Olböter.- Turnb.„ Osten", Lehrl.- Abth. abds. 812 Uhr, Blumenstr. 63 a. Theaterv. Aschenbröbel II, Ackerstr. 144, Borst. Kasino. Musitv.„ Thalia", Stalizerstr. 95, Jechow. Touristentl. Ruf", Reichenbergerstr. 24, Rieburg. Gesangv.„ EndlichVereint"( gem. Chor), Schulze, Reinickendorferstr. 2a. Gesangv.„ Maiglöckchen Nord", Ramlow, Schönhauser Allee 135. Arbeiter- Theaterverein Charlottenburger Bühnenklub", Bayer, Charlottenburg, Wallstr. 96. Ihn'scher Gesangb." Humor", Mann, Strausbergerstr. 3. Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. Dienstag: Schwimmklub„ Borwärts". Uebungsstunde abends 7 Uhr, Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. Arbeiter Turnerbund. Dienstag: Turnb. Fichte", Berlin, abds. 8-10 Uhr: 2. Männerabth.: Stalizerstr. 55/56; 4. Männerabth.: Stephan: straße 3; 5. Männerabth.: Ackerstr. 67; 6. Männerabth.: Stallschreiberstr. 54; 1. Lehrlingsabth.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabth.: Boechstr. 21; 1. Damen abtheilung: Mariannenufer 1a. Männer- Turnv.„ Eiche", Köpenid, Klein's Hotel( Wilhelmsplatz), abbs. 8-10 Uhr: Uebungsst." Freie Turnerschaft Rixdorf- Bris", Wirsing, Knesebeckstr. 113, 6-8 Uhr: 1. Schülerabtheilg., 812-102 Uhr: 1. Männer und Lehrlingsabtheilg." Turnerschaft d. V. Nereus", Männerabth., Reichenbergerstr. 131/132, abds. 8-10 Uhr. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 11. Oktober. Opernhaus. Hänsel und Gretet. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Wallenstein's Lager. Die Biccolomini. Anfang 7½½r Deutsches. Das Vermächtniß. Anfang 72 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 712 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 71/2 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Schiller. Bartel Turaser. Anfang 8 Uhr. Westen. Engen Onegin. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Urania Tanbenstr. 48/49. Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Experim. u. Projekt.- Vorträge Kunst- Schaubühne in der Urania, Invalidenstrasse No. 57, Mittwoch, abends 8 Uhr: A. Böcklin mit farbigen Bildern. Parkett 1, Stehplatz 0,50. Lefe. und Diskutirklubs. Dienstag:" Süben", Ewald, Schönleinftraße 6. Arbeiter: Stenographenvereine.„ Stolze"( Einigungsfyftem), Boutsen städtisches Klubhaus, Annenstr. 16, abends 812 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Rigdorf. 1. Uns leiber nicht möglich. 2. Stein. C. B., Swinemünderstraße. Ihre Zuschrift tann leider nicht vers öffentlicht werden, da die Thatsachen, über welche sie berichtet, unseren Leferr schon längst aus dem Vorwärts" bekannt sind. Witterungsübersicht vom 10. Oktober 1898, morgens 8 thr. Stationen Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C.= 4º R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter 9Haparanda 762 Still wolfent 1heiter 3wolfig Temp. n. G. 5° 6.= 4°. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. und Freitag abends von 7 bis 8½ Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag. Donnerstag E. 2. Wenden Sie sich deswegen an Janiszewski u. Quitt, Dresdener: Swinemde. 767 WNW 1wolfig straße 38. Hamburg 767 1wolfent Berlin 767 SO 1wolfent Leo S. Im Handwörterbuch der Staatswissenschaften, im Handwörter: buch der Volkswirthschaft, im Staatslexikon der Goerre's- Gesellschaft, in Wiesbaden 765 Still woltig 767 23 Meyer's Emanzipationskampf des vierten Standes, in einigen Auffäßen München 1wolfig 767 Still- wolfent] Oldenburg's, in Schmoller's Jahrbuch, im Korrespondenzblatt der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands werden Sie noch Materialien Wetter- Prognose für Dienstag, den 11. Oftober 1898. finden. Organisationen geistiger Arbeiter, die auf dem Boden der Sozial- Ziemlich fühl bei schwacher Luftbewegung und zunehmender Bewölkung; demokratie stehen, existiren in Deutschland nicht. I teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Wien 7Petersburg 6 Cort 766 N 8Aberdeen 765 9Paris 764 N 1Rebel Central Theater W. Noack's Theater Flora- Säle Brunet Direttion: José Ferenczy. Die Geisha Brunnenstr. 16. Heute, Dienstag, den 11. Oftober: Bernh. Nieft, 17. Weberstr. 17. 1000 Perf. fassend. Vollst. neu einger. 31022 Blumenhandlung P. Abromeit, Berlin sw., Sonnabende 29. Oktober, 26. Nov., Kränze, Blücherstr. 14. Bouquets, TopfBilligste( Markthallen) Preise ober: Eine japanische Theehaus Fin Berliner Wunderer Sonnabende 10. u. 17. Dezbr. frei! gewächse, Guirlanden etc. Geschichte. Operette in 3 Aften von Owen Hall. fit on Sidney Jones. Deutsch Der von C. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesezt von J. Ferenczy. Dirig. Sr. Kapellmſtr. C. loan. Staffenöffn. 1/27 Uhr. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Apollo- Theater. Friedrichstr. 118. Direktion: E. Waldmann. Consuela Tortajada. Prinzessin Pocahuntas. Familie Agoust. Central. Die Geisha. Anf. 7 Uhr. Passage- Panopticum. Jean Chermont. Montroses. Thalia. Unser lustiges Berlin. An fang 7 Uhr. Luijen. Jocko's Streiche. 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Tages Ordnung: Verein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Als Verlobte empfehlen sich: Wiedereröffnung der Bibliothek am Mittwoch, den 12. Oktober 1898, abends 8 Uhr. welche benutzen haben Typographia. Ernst Schmid.[ 14806 Die Beerdigung unseres Mitgliedes Kranzbinderei u. Blumen- Oskar Liebert handlung von 6150* findet nicht auf dem Emmaus- Kirchhof, sondern auf dem Neuen Jakobi: sich durch Quittungsbuch zu legitimiren. Ohne Vorzeigung des Robert Meyer, Kirchhof, Rirdorf, Germannfrafie, Quittungsbuches werden keine Bücher verabfolgt. Die Bibliotheks- Kommission. 1. Bericht des Vorstandes und des Kassirers. 2. Wahl des Vorstandes 1454b und der Revisoren. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreichem Besuch sieht entgegen 238/19 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Often). Dienstag, den 11. Oftober 1898, abends 8½ Uhr: General- Derlammlung Große Frankfurterstr. 117( Königsbank). Tagesordnung: 1. Thätigkeitsbericht des Borstandes. 2. Kassenbericht. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Wahl der Revisoren. 5. Vortrag des Genossen P. Jahn: Die politischen und wirthschaftlichen Kämpfe der Gegenwart. 6. Diskussion. Die Versammlung wird präzise eröffnet, das Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. 243/9 Der Vorstand. Achtung, Stockarbeiter! Dienstag, den 11. Oftober; Achtung! Achtung! Maurer Berlins u. Umgeg. Mittwoch, den 12. Oktober, abends 8 Uhr, Grenadierstraße 33: Baudeputirten- Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: und 1. Die Entstehungen und Ürsachen der Bausperren der letzten Zeit was lehren uns dieselben? 2. Gewerkschaftliches. Kollegen! Zu dieser Versammlung habt Ihr dafür zu sorgen, mindestens von jedem Bau ein Kollege als Vertreter anwesend ist. 263/20 Die Lohnkommission. J. A.: H. Metzke. Abrechnung daß Der Vorstand. No. 2. Mariannenstr. No. 2. heute Dienstag, den 11. Oftober, uni 5 Uhr nachmittags, statt. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert Zentral- Kranken- u.SterbeKasse d. deutschen Wagenbauer( Berlin III). Hiermit zur Nachricht, daß unser Gr. Möbelverkauf, Gustav Amelungse am Sonnabend, den 8. Oktober verstorben ist. passende Gelegenheit für Brautleute, Mitglied Gneisenauftr. 15, Möbel- Ausstattungsmagazin, sollen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu sehr mäßigen Preisen verkauft werden. Durch große Ge legenheits- Einfäufe zu billigen Preisen ist es mir möglich, schon Einrichtungen für 100 bis 300 Mart zu liefern, ferner Herrschaftliche Einrichtungen von 500 bis 3000 Mart. Theilzahlung gestattet. ohne Die Beerdigung findet am Dienstag, den 11. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Sellerstr. 11, nach deni Dankestirchhof statt. 1484b Die Ortsverwaltung. über die Reichstagswahl 1898 vom 6. Berliner Wahlkreis. Batenie an Herrschaften turze Meyer's, Brockhaus' Einnahme: Versammlung des Verbandes der Stockarbeiter Durch Sammellisten bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: Welche Stellung nehmen wir den Kontrattmachern bei No a gegenüber ein? Werkstatt- Angelegenheiten.- Verschiedenes. -OW Infolge dieser wichtigen Angelegenheit erscheine ein jeder. 175/14 Der Vorstand. Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- und Kravatten- Branche. Mt. Pf 550 55 Zeit verliehen gewesenen und zurück Mr. Bf gefeßten Möbel, Kleiderspind 20, Küchen spind, Kommoden 15, Bettstelle mit Matraze 20, nußbaumfournirte Kleider: spinden und Wäschespinden 36 Mart, Muschelspinden und Vertikow 36, mit französische Muschelbettstellen Matrazen 40, Säulen- Kleiderspinden, Sa. 13803 155 Trumeaux, Plüschgarnitur 60 Mart. Buffets, Kouliffentische, Paneelsofas, Damen, Herrenschreibtische. Gekaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate aufbewahrt, durch eigene Gespanne transportirt. 51962* Durch Tellersammlung Ausgabe: 8109 79 An Drucksachen( Flug 1127 58 blätter, Plakate 2c.) und Inseraten Unfosten am Tage der Wahl. 3253 9 Ga. 9237 137 Bilanz: Einnahme Ausgabe . · 9 • • • 9237,37 Mt. 3803,55 Ueberschuß 5433,82 f. " Das fozialdemokratische Wahlkomitee für den 6. Berl. Wahlkreis. W. Pahr Dienstag, den 11. Oktober 1898, abend3 8 Uhr, bei Buske, Achtung, Friedrichsberg- Lichtenberg. Arbeitsanzüge Benner. I Grenadierstraße Nr. 33: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Redakteurs Hugo Pötzsch: Die Zuchthausvorlage." 251/4 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Verschiedenes. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest. Einen zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Mittwoch, den 12. Oktober, abends 8 1hr: Donnerstag, den 13. Oktober, abends 8 1hr, im Lokal des Herrn Höflich( Schwarzer Adler), Frankfurter Chauffee 120: Oeffentliche I Sozialdemokr. Parteiversammlung. Tages Ordnung: Arbeitsanzüge Brunnen.2. 3 Mark Für 3 Reste sehr groß, zu Knabenanzügen, Refte zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot auch Kammgarnreste, Paletof- und 1. Vortrag. Referent: Genoffe Karl Koblenzer. 2. Diskussion. 3. Ab- Sofenreste so lange der Vorrath reicht 3. Bericht der Lokalfommission und Neuwahl derselben. Um zahlreichen Besuch ersucht rechnung des Vertrauensmanns und Neuwahl desselben und der Revisoren. im Riefenftofflager 124/15 Der Vertrauensmann. Gr.öffentl. Holzarbeiterversammlung Achtung! Posamentiere. Achtung! im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tagesordnung: Der Streit bei der Firma Fort, Kretschmar u. Comp., Barnimstr. 13, Lager Jannowigbrücke. 108/4 Jeder Kollege wird ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 12. Oktober 1898, abends 8 Uhr: Sonnabend, den 15. Oktober 1898: 15. Stiftungs- Fest im Louisenstädt. Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37. Billets bei den Kassirern und im Arbeitsnachweis. Dienstag, den 18. d. M., abends 8½ 1hr, Nene Noßstraße 3: Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht vom 3. Quartal. 2. Unser Ar beitsnachweis. 3. Verschiedenes. Um regen Besuch an beiden Tagen bittet Tapezirer. 153/4 Der Vorstand. Groke Versammlut it g Oeffentl. Versammlung für Charlottenburg u. Umg. im Lokale von Hensel, Jnvalidenstraße 1a. Tages Ordnung: = Was müssen wir thun, um einen aussichtsvollen Kampf gegen die fortschreitende Verschlechterung der Arbeits- und Lohnverhält: niffe der Metallarbeiter führen zu können? Referent: Otto Naether. Zu dieser Versammlung sind ganz besonders eingeladen die Kollegen der Firmen: C. Hoppe, Mehlich, Hugo Hartung, Roeffemann u. Kühne: manu, Keyling u. Thomas, F. F. A. Schulze, Dopp, von der Haide, Gaebert, A. Schneider, Ziehlke, Conrad. Mittwoch, den 12. Oktober 1898, abends 8 Uhr: Bezirksversammlung für Wedding im Wedding- Park", Müllerstraße 178. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn A. Hoffmann über: Das Arbeiterelend und bie zukünftigen Zuchthäusler. 113/20 Die Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. Mittwoch, den 12. Oktober, abends punkt 9 1hr: Kombinirte Mitglieder- Versammlung im Englischen Garten", Alexanderstr. 27 c. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Vergnügungskomitee's. 2. Stellungnahme zu den Borschlägen der Vorstände betreffend Umformung der Berliner Organisation. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bitten Achtung! Töpfer. 272/8 Mittwoch, den 12. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. H. Müller, Ede Schlüter: n Pestalozzitrake. 3. Lokalfrage. 4. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. Lexifon, auch einzelne Bände, und andere Bücher beleiht und kauft Antiquariat Kochstr. 56, 1 Tr. Fernsprecher IV, 895. Brizzerstr. 36, II., Schlafstelle f. H. Ritterstr. 110, 1 Tr. bei Burdak, Schlafstelle für 2 Herren.[ 1491b Eine möbl. Schlafstelle für 2 Herren bei Kühn, Köpenickerstr. 159, 3 Tr. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Fork, Kretschmar Bei der Firma u. Co. Barnimstr. 13, ( Magazin Jannowizbrücke) haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Ebenfalls bei der Firma Robert Keller, Königsbergerstrasse 4. 14. Kransenstr. 14, 1 Tr., 108 Kein Laden. [ 6059L* Fahrräder. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. Möbelpolirer! Stets großes Lager erstklass. Fabri Bei Glogowski& Comp., 6165* Chauffeestraße 2e, haben sämmtliche Kollegen wegen Lohndifferenzen die fate auf Theilzahlung Arbeit niedergelegt. ohne Breiserhöhung zu den kontantesten Zahlungsbedingungen. Herren- u. Damen- Räder v. 150 M. an. Adomeit& Landau. Lothringerstraße 48 I, dicht am Rosenthaler Thor. Wichtig für Brantleute! 14906 Möbel, Spiegel, Bolster waaren verkaufe B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts wegen Gribarri ber Cabernet e uje. sozialistischer Führer, deutend billiger. Eig. Werkstelle i. Hause. Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Tischlermeister, Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerivaare u. Repar.( Man verl. Preisfurant.) Invaliden- Straße 13. Bukow, Achtung, Maurer! 147/8 Zuzug ist fernzuhalten! Der Vorstand des Verbandes. Papier- Zuschneider sucht bei hohem Lohn und dauernder Arbeit M. Wolff, Kartonfabrik. Tüchtige Arbeiterinnen für Nacht: jaden, Wäsche und Schürzen verlangt Firma Alfred Joseph, Kommandantenstraße Nr. 59, II Selbständige Schneiderin fürs Haus wird verlangt [ 1488b Kommandantenftr. 59, II. Eine tüchtige Zuschneiderin für Wäsche und Schürzen verlangt Firma Alfred Joseph, 1489b] Rommandantenstr. 59, II. Für die Trockenstube suche einen gewandten Arbeiter bei lohnender 1483b] Mittwoch, den 12. Oktober, abends 8 Uhr, in der ,, Tonhalle", Friedrichstraße 112: b bauernder Beschäftigung Gr. Mitglieder- Derlammlung Mühlenstr. 69.Junger Mann sucht für halbe Tage Stellung. Zu erfragen bei Wesemann, Bernauerstr. 20. [ 1485b des Zentral- Verbandes deutscher Maurer( Zahlstelle Berlins und Umgegend). Ein taubſtummer Buchbinder sucht Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Situationsbericht. Zahlreichen Besuch erwartet En gros. 263/19 Die Lohukommission. Versand. Konkurrenzlos billig, reellste Fabrikate! Für die Reellität der Fabrikate sprechen zahlreiche Anerkennungen! → 水 Unstreitig vortheilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Die Bevollmächtigten. Achtung! No. 5. Donnerstag, den 13. Oktober, abends 6 Uhr: Sigung der Vertrauensmänner bei Schiller, Rosenthalerstraße 57. Wie stellen sich die Kollegen zum Eintritt in die Bewegung zwecks Durchführung der Fensterfrage und Einführung des ausgearbeiteten Tarifs? Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß jeder Bau 193/12 vertreten ist. H. David, Vertrauensmann der Töpfer Berlins und Umgegend. Achtung! Manrer. Achtung! Donnerstag, den 13. Oktober, abends 8, Uhr: Zwei Versammlungen des Vereins zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins und Umgegend. 1. Jm ,, Viktoria- Garten", Badstraße 12. Tages Ordnung: 1. Vortrag:„ Der Bernstein im Aberglauben der Völker". Referent: Genoffe P. M. Grempe. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 2. Ju Rummelsburg, Nene Prinz Albertstr. 70/71. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Hilfstafsirers. 4. Vereins: angelegenheiten. 129/18 Alle Maurer haben Zutritt. Der Vorstand. Charlottenburg. Donnerstag, den 13. Oftober, abends 8 Uhr, in ,, Bismarckshöhe": 206/14 Partei- Dersammlung. Tagesordnung: Bericht der Vertrauensleute und Neuwahl derselben. Neuwahl der Lokalkommission. Bericht des Zeitungs Spediteurs und Neuwahl der Beitungstommission. Bericht vom Parteitag. Distuffion. Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. Gut Heil. Aequatoria Mk.2,50 Mk. 3,75. Mk. 4.25. Ferner empfehlen folgende Marken aus geschmackvoll zusammengestellten Hochfeinen Gewächsen in normalen, modernsten Formen: Sumatra. | Havana und Mexiko. St. Felix- Brasil. Commercio Violero • n " 3,50 St. Felix in Original- Kisten, Mexicanos n ກ 3,75 250 Stüd enthaltend, 12,50 Walküre . " " 99 4,50 Marke Bahia- Import( HandLa Liga 5, " 99 arbeit, Meßsche Presse), Orig. Milena. " " 6,- Risten, 250 St. enthalt. franto 15,-Tullia " Marina Elvira Odaliska Senta. 100 St. Mk. 3,-St. Felix Brasil 100 St. Mk. 4,60 Perla Mejicana 100 St. Mk. 5, ˚ 5,50 ˚" 90 " 6,50 · " " " 7,75 " 11 " 节 " 99 8, " 99 99 9, Versand und Verkauf nicht unter 100 Stück von einer Marke. angebrochen, auf unsere Kosten gegen Rückerstattung des gezahlten Betrages zurück; daher keinerlei Risiko für den Besteller. Im Falle der Rücksendung dürfen aus jeder Stifte 4 Stück probeweise unent geltlich geraucht sein. Bei Entnahme von 500 Stück gewähren 3 pet., bei 1000 Stück 6 pt. Rabatt, wenn sich Besteller auf diese Zeitung bezieht. Bedingungen: 300 Stüd portofret unter Nachnahme. Nichtkonvenirendes erbitten, auch BigarrenCzollek& Geballe, Berlin C., Spandauer Brücke 9, Spezial Haus, Haus bom Hackeschen Markt. Beschäftigung jeder Art. 1492b E. Klopte, Birkenstr. 55. Näherinnen und Languettirerinnen verlangt [ 1496b Christburgerstr. 3, II. r. Für eine Fabrit von HartgummiImitation- Fabrikation wird ein tüch tiger und durchaus erfahrener Vorarbeiter gesucht, welcher mit Mischwalzen und hydraulischen Pressen durchaus be: wandert ist. Offerten unter K. 6 an die Exped. d.„ Vorwärts".[ 1495b , Hülfe", 99 [ 104/ 10* Krantentaffe für Deutschland, sucht in Berlin und außerhalb fleißige Bertreter gegen gute Bezüge. Meldungen Subdirektion, Halleschestr. 9, I. Einen Barbierlehrling verlangt Schlaffke, Nixdorf, Bergstr. 18. 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In der Pianofabrit von Laurinat, Wasserthorstraße 9, haben sämmtliche Bodenmacher infolge Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt, es ist somit Ehrenpflicht jedes Kollegen, den Zuzug nach genannter Fabrit streng fern zuhalten. 143/1 Die Agitations- Kommission des Fachvereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins und Umgegend. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.