Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag I., Havličkovo nám. 32. Thone: : 6795. :: 5797. Poftihedamt: 57544. Inserate werden laut Tarif billight berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 4. November 1924. Bezugs- Bebingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Vost: monatlich.. Kö 16.• oierteljährlich halbjährig janzjährig. 8 48.-> 90. 192.Rüdstellung von Mann fripten erfolgt nur bei Ein fendung der Refourmarten Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich fel. Nr. 258. Abschied von Karl Čermaf erstatten, hielt Besprechungen ab und suchte vom Strankenbette aus, is nachgerade zum Sterbebette geworden war, durch Anregungen und Ratschläge zu wirken. Gestern haben wir unseren Karl Čermak stellbar und diese Zuversicht ließ ihm zum rissen wurde, ist auch uns wie ein mitten im| In Vertretung des Präsidiums des zu Grabe getragen. Unser geliebter Freund ist Glück den Gedanken an ein mögliches Ende Satz verstummtes Wort, wie ein plößlich ab- Abgeordnetenhauses war Genosse Tonicht mehr! Dieses Bewußtsein schlägt wie ein trotz der sichtbar fortschreitenden Verschlimme- gerissener Akkord. maset, als Vertreter der Regierung MiniHammerschlag auf uns nieder. Ist das Un- rung seines Leidens nicht nahe kommen. Bis faßliche wirklich schredliches Ereignis? Die in seine letzten Augenblicke hinein nahm er er reißt eine schier unausfüllbare Lücke auf. ordneten und Senatoren die Genossen Win Der Tod Karl Čermaks trifft uns hart, ster Habrman, für den Slub der tschechischen sosialdemokratischen AbgeTränen fließen um ihn, den teueren Toten, nicht nur an allen politischen Vorgängen im Das Unheil drohte seit langem, dennoch trifftter, Soukup, Meißner, Nemeč, Hampl und wir schämen uns dieser Tränen nicht. Inlande und Auslande, sondern auch am uns sein Verlust mit ungeminderter Wucht. Mit und Tayer le erschienen. Die kommuniWen gäbe es unter den sozialistischen Ar- inneren Getriebe der Partei innigen Anteil, Sorgen und Bangen haben wir monatelang stische Partei entsandte die Abgeordneten Leitern der Sudetenländer, der nicht bewun- las aufmerksam die Zeitungen, ließ sich Bericht nach seiner Krankenstube hingehorcht, nicht nur Warmbrunn und Toužil. Die tschechi dernd und vertrauend zu ihm aufgeblickt hätte! weil wir uns um seine unerseßliche Straft, schen Nationalsozialisten vertraten die Die sozialdemokratische Partei treibt mit ihren sondern auch um ein liebes, wertvolles FreunAbgeordneten Buřival und Zeminova. Vertrauensmännern, die sie an ihre Spige gedesleben ängstigten. Der Tod hat allem Hoffen Abgeordneten Spina, Böhr, Kafta, Die deutschen Parteien waren durch die stellt hat, keinen Personenkultus, aber die ein Ende gemacht. Karl Čermaks müdes, frankes 2odgman, Knirsch und Payel vertreten. demokratische Selbstzucht, die wir üben müssen, Und dieser Mann, dieser geliebie Freund, Herz hat zu schlagen aufgehört. Sein Geiſt Der Verband der deutschen Selbstverwalhindert nicht, Hingebung, Größe und Opfermut ist nicht mehr! Wir können die Größe seines aber wird unter uns weiter leben! Das ist fein tungskörper hatte die Abgeordneten Lodg dankbar anzuerkennen und in Liebe jenen zu- Verlustes noch kaum ermessen und erfassen. leeres Wort. Und wir werden am schön man und Böhr sowie Genossen Bö131 mit getan zu sein, die ihr Leben, ihr Denken und Nosa Luxemburg schrieb einmal auf den Tod sten Cermats Vermächtnis hoch seiner Vertretung betraut.) Fühlen der Sache des Proletariats gewidmet eines lieben Freundes:„ Es ist mir wie ein halten, wenn wir jeder einzelne Seit Freitag abends war Karl Cermats haben. Das war bei Cermat wie sonst nur bei mitten im Satz verstummtes Wort, wie ein in seinem Geiste, wie er, mit allen Leiche in der Halle des Wolfchaner Friedhofes wenigen der Fall. Er gehörte der Partei nicht plöglich abgerissener Afford, den ich immer se räften für die Partei, für den aufgebahrt. Um hab zei Whr nachmittags hat nur mit jedem Herzschlag. seines Wesens an, er war auch ein Stück ihrer möglich? Wie eine abgerissene und zertretene en werden! Lasset uns an feinem schaften der Republit servie die Vertreter der etcher er noch höre.... Ich begreife es nicht: iſt das Sozialismus kämpfen und wir- fen sich die Bertreter der deutſchen Arbeiter und selbst. Bluine...." Daß Karl Cermak in der Voll- Grabe, das die frische Erde deckt. tschechischen Bruderpartei an der Bahre eingefunkraft seines Schaffens aus unserer Mitte ge- dies Gelöbnis tur! Wir haben bittere Jahre durchlebt, die Bartei hat in den Jahren nach dem Kriege, die seit drei Jahrzehnten schwerste Krise durchgemacht, da alles schwankte, alles erschüttert schien. In dieser Zeit war es Čermak, der nicht einen Augenblick versagte, der seine Zuversicht daran, daß die Arbeiterschaft aus der durch den Bolschewismus und die Reaktion bewirkten WirrČermats letzter Weg. Der Tod hält in unseven Reihen reiche Erute. Doch nicht vernaubt ist die Wunde, die uns Seligers Tod schlug und nun wird sie von neuem aufgeriffen. Nun senkt sich wieder tiefe Tranter in unsere Brust, da wir von Karl Cermat Abschied nehmen müssen. den. Ein aus den Delegierten der ArbeiterGesangvereine zusammengesetzter Chor sang zunächst vor der Ausbahrungshalle, in der an Čer mats Sarg bereits eine große Zahl von Kränzen niedergelegt worden war. Zahlreiche Organisationen und die Angestellten verschiedener proletarischer Institutionen hatten rotbebänderte Prag, am 3. November 1924. Wir haben| Atemzug, so wollen wir seinem Andenken die Kränze niedergelegt. Die reichsdeutsche und die nis doch wieder herausfinden werde, nicht ver- Abschied genommen. Noch einmal sind wir mit Treue halten, indem wir sein Werf fortseßen! österreich ſche Sozialdemokratie und das Abgeord lor und an dessem Glauben wir uns aufrichte- Starl Čermak gegangen. Ein kurzer und schmerznetenhaus der Nationalversammlung hatten eben Starl Čermat, toter Freund und Führer! falls Stränze gewidmet. Turner tvugen den Sarg fen. Manche, wollten fleinmütig werden, woll- licher Weg war es. Sonst war er der Führer. Wir haben heute dein heißes Kämpferherz, von der Halle zum Grab. Zu Häupten des offe fen verzagen, Genosse Cermat blieb einer der der Bannerträger und wir folgten. Heute ging dein starkes rotes Proletarierherz in die fühle nen Grabes standen die Bannerträger der Arersten unter den Wenigen, die unerschüttert ein stiller Mann mit uns. Zum erstenmal haben Erde gejenkt. Aus ihm werde die Flammen beiterturnvercine, Kränze und rote Bänder beblieben. In der Partei lagen die Wurzeln wir in geführt, den letzten traurigen Weg zum schlagen, wenn wieder die Stunde des Kampfes deckten den Sarg. Als Vertreter sämtlicher Or ſeiner Straſt, ihr galt ſeine Liebe, feine Arbeit. Grabe.- Alle waren gekommen, deren Kämpfe naht. Das Feuer der Begeisterung und des ganisationen der deutschen Arbeiterklasse der ReMit ihr litt er ebenso, wie er jeden ihrer er mitgekämpft, deren Sorgen er geteilt, deren Opfermutes wird sich entzünden an der wilden public und der vielen Genossen, die Karl Cermat Fortschritte und Erfolge wie ein persönliches Mut er belebt, deren straft er organisiert hatte Slut deines großen Herzens, das kein Grab auch persönlich nahegeſtanden hatten, sprach Glüd empfand. Er fannte sie wie fein zweiter zum zielsicheren Stoß. Aus den Industrie erstickt. In diesem Sinn empfange unsere nächſt Genosse Dr. Czech Worte der Würdi bis in ihre äußersten Verzweigungen und Ver- dörfern Nordwestböhmens, den Fabrifen, üftelungen und es gab kein Gebiet der Arbeiter Schächten und Hütten, aus den kleinen Böhmer: rüße, wenn wir Abschied nehmen von deinem gung und des Abschieds. Er führte aus: Effen Grabe! Und es ist, als ob du uns Ant. bewegung, dem er nicht seine volle Aufmerk- walddörfern und aus dem Riesengebirge sandten famkeit zugewendet hätte. Er war ein Organi- die Proletarier Deutschböhmens ihre Boten. wort ricfest und letzte Mahnung: fator großen Stiles nach len seinen Wesens- damit sie dem toten Führer die rote Nelle ais eigenschaften, von ihm liefen Fäden zu allen Symbol des Abschiedsgrußes ins Grab würfen. Organisationen und Vertrauensmännern, deren Umffort waren die roten Fahnen, die Starl Nach Josef Seliger Starl Černiat! Ju Eifer er durch Anregungen und durch Zuspruch Cermak so oft zum Siege geführt, und grau diesen wenigen Worten drückt sich die ganze Tragil in nimmermüder Weise zu beleben und anzu- umsfort vom leisen Regen des Allerseelentages Den Massen der Arbeiter avar es nicht ge- unseres Ungemachs aus, in ihnen veranschaulicht feuern wußte. Er war der Mann an der fein- waren Grab und Trauerzug. Leßte Abschieds- gönnt, dent toten Führer das letzte Geleite zu sich die Größe des Loids, das unſtillbar in unserer negliederten Maschinerie der Partei, der jeden worte der Freunde, letzter Gruß der Arbeiter geben. Fern von den Stätten, die das eigentliche Seele brennt, in ihnen versinnbildlicht sich die Hebel kannte und der ihr immer neuen Antrieb sänger und auf starl Cermats Sarg sentten sich Gebiet seiner Arbeit waren, ist Starl Cermat zu Tiefe des Schmerzes, der quälend an unseren Her zu geben verstand. grüßend die Fahnen der Revolution. Nichts Grabe getragen worden. Aber aus allen Teilen gen veißt, in ihnen offenbart sich die Schwere des Oder denken wir an ihn als Redner! Nie kann das Leben eines Menschen schöner und Deutschböhmens hatten sich Vertreter der proleta Schicksalsschlages, der uns ef bis ins Innere sprach er, ohne daß er wirklich Gediegenes und würdiger frönen als der Dank derer, denen rischen Organisationen eingefunden, um von dem aufwühlt. Ein blühendes Leben ist ausgelöscht. Treffendes zu sagen wußte. Seine Reden wirk- jein Wirken galt. Die am offenen Grabe auf- toten Genossen Abschied zu nehmen. Sämtliche ten durch ihre Klugheit, ihren Aufbau, ihre flammende Liebe der Arbeiter zu ihrem Führer Sereisorganisationen und fast alle Be- unserer größten Hoffnungen ist unbarmherzig erinnerliche Durcharbeitung. Sein Thema, über besiegelte sein Leben und schließt sein Gedächt. sirksorganisationen unserer Partei hat tötet. Ein wuchtiges Schwert ist gebrochen. Ein ten Delegierte entsendet. Die Gewerbschaf- hervliches Stück aus unserem stolzen Gebäude gedas er rach, das er nicht durchdacht, in seiner nis ein in die Geschichte der Auferstehung der ten waren sowohl als Einzelverbände waltsam herausgeriffen, eine weithin sichtbar klafTiefe nicht erfaßt hätte. Nie als haftete er an Menschheit im revolutionären Befreiungskampf wie auch durch Abordnungen der Zentral- fende Lücke in unsere Reihen geschlagen. Schon der Oberfläche der Erscheinungen, niemals des Proletariats. Wenn aber das Leben des gewertschaftskommission und der beim bloßen Gedanken bäumt sich alles in uns geizte er nach billigen rethorischen oder gar Führers im fräftigsten Schaffen unterbrochen reis Gewerkschaftstommissionen auf und man nröchte sich am liebsten dem tückischen demagogischen Effekten, er suchte durch leber- wird, wenn er sein Werk unvollendet zurüä- vertreten. Der Verband deutscher Wirt- Schicksal entgegenwerfen, so rebelliert alles in uns die Großdagegen, daß wir ihn hingeben sollen. redung und leberzeugung die Zuhörer zu ge- läßt, dann bohrt sich der Stachel des ohnschaftsgenossenschaften, Wohl ist der Tod als Erlöser an sein Stranmächtigen Schmerzes in unsere Brust. Starl eintaufsgesellschaft für Stonsumvercine, winnen. Die Fahnen hoch! Und die Köpfe hoch! Es war ein rastloser, scharfer und bohren- Cermat hatte noch viel zu schaffen. Sein Leben die Se onsumgenossenschaften, der Ver- fenlager getreten, wohl hat er als Freund und Be der Geist in ihm. Unsägliches mag er gelitten erlojd), als es erst die größten Früchte tragen band der Strankenkassen, im besonderen die freier seine fühle Hand auf das franke Herz gehaben, als die tüdische Strankheit ihn erfaßte, sollte. Deshalb war in allen, die heute mit ihm Bezirkskrankenkasse Tepliß- Schönau, der Arbeiter legt, das jahrzehntelang in hellen Flammen für ihn von der Parteiarbeit, der er bis dahin gingen, nichts als der große, verzweifelte Turn- und Sportverband, der Ardie leidende Menschheit loderte, wohl hat er ihn beiterradfahrerbund, der sozialistische troß monatelangen schyveren Leidens als einen restlos feine Sträfte gewidmet hatte, gransom Schmerz der Verlassenen. Wenn etwas diesen Jugendverband, der Arbeiterverein in- Ahnungslosen sanft entschlummern lassen- wie lesriß und zur Untätigkeit verdammte. Sein Schmerz besänftigen fann, dann ist es nur die berfreunde, der Arbeitertouristenverein Na- Wenigen ist solches Glück beschieden!, doch was körperliches Leiden ertrug er mit stoischer Ge- Soffnung, daß es uns gegönnt sein werde, das turfreunde, die Arbeitergesangber- bedeutet diese kleine Tröstung, gemessen an der duld, das Losqerissensein von seiner Arbeit war erk des toten Führers zu vollenden. Die eine, der Freidenkerbund, der Abst i großen Trauer, die unsere Herzen ganz erfüllt, ihm unerträglich. Daß er von em geliebten roten Nelfen, die wir ihm ins Grab nach- nentenbund und selbstverständlich die in die mit jedem Augenblid größer wird, da es zur Wirken in der Partei für immer Abschied warfen, sie waren auch Symbol eines Gelöb- Prag befindlichen Institutionen der Partei waren Wirklichkeit geworden ist, daß soir ihn verlieren müssen. nehmen müsse, das war ihm schlechthin unvor- nisses. Wie er uns treu war bis zum leßten durch Delegierte am Grabe Cermats vertreten. Scite 2. 4. November 1924. hältnisse, die allein ihre fünftige Gestaltung, ihre das Wesen der Arbeiterklasse in so hohem Waße somehr fühlen wir jetzt den unermeßliches fant vielen persönlichen Freunde und der Eine Trauerligung des Barteivorstandes. Es ist richtig, die Arbeiterbewegung ist nicht den Füßen verlieren Leß. seinem diplomatischen waren wir in Tepliß beim Grabe Denes Mit den Ausdruck aufrichtiger Teilnahme an deine a das Werk einzelner Wenschen, sie ist nicht auf den Geschick, die Menschen zu lenten, seiner Froh- arbeiters und waren so unendlich ergriffen, als liebwerten Angehörigen und an deine werten enEinzelnen gestellt. Ihre tre bende Kraft liegt in natur und seinem verbindlichen Wesen, vor allem wir aus den herzzerreißenden Worten Ludwig geren Parteifreunde. Ruhe fanft!" den gesellschaftlichen Zuständen, in der ökonomi aber seiner Begeisterung für die Ideale der Ar- Czechs der Evokation des unvergeßlichen unsterb Nach der Rede des Abgeordneten Böhr schen Gestaltung der kapitalistischen Gesellschaft, in beiterfiasse, seiner grenzenlosen Aufopferung für licheit Andenkens Josef Seligers folgen. stimmten die Arbeiterfänger den Chor:„ Ein der vorwärtsstirmenden geschichtlichen Entwid ihre Sache seiner schvärmerischen Liebe für den Wer hätte geahnt, wir gehen om Grabe Sohn des Volkes will ich sein" an und hung. Für sie arbeiten de wirtschaftlichen Ver- Sozialismus. So wurde er, in dessen Person sich Josef Seligers zum Grabe Karl Certs? Um die roten Fahnen sentten sich über bem Grabe. zu letzten ergreifenden Szenen, zum I Bedeutung und ihre Größe entscheiden. Trotz- widerspiegelte, in deffen ungeahntem Aufstieg sich fast der deutschen sozialdemokratischen Bruder- bschied der vielen persönlichen Freunde und der dem vermag die Arbeiterbewegung, wie jede ander gewaltige Aufstieg der Arbeiterbewegung so partei. nächsten Angehörigen Karl Čermaks. dere Massenbewegung, der großen Impulse fühe typisch vertörperte, in dessen Leben die iubet.n Ein Mann in der vollsten Blite feiner jun- roten Nelken verschwand der Sarg. render Geister, der schöpferischen Straft leitender deutsche Arbeiterschaft das ihrige wedererkannte, gen Jahre, ein großes edles Herz, ein unvergleich Nun ruht was sterblich an unserem treuen Köpfe, der Einwirkung und ständigen Beein- in dem die deutschen Arbeiter dieses Landes einen licher lieber Freund, ein klarer Stopf europäischer Freunde gewesen, in fühler Erbe. flaffung hingebungsvoller Männer nicht zu ent- ber ihrigen und noch dazu einen der Besten sahen, Bildung und tiefster margistischer, sozialist sch behren. Sie bedarf ihrer, um die Keime der Be- zu einem ihrer ersten Führer und Vorfämpfer. wissenschaftlicher Schulung, ein Arbeiter wegung zu erkennen und zur Entfaltung zu brin- So wurde er aber auch dank seinem einzigartigen Rast und Rub, ein glänzender Journalist, ein gen, um die freiliegenden Sträfte zuſammenzufaffen organisatorischen Talente noch mehr als dies, er feuriger Tribun, ein Stolz, eine Soffnung, ein und in die richtige Bahn zu lenten, um die hun- wurde zum organisatorischen und geistigen Mittelstämpfer, ein Wegweiser, ein Führer seiner dertfältigen Schwierigkeiten hinwegzuräumen. um punfte der Partei. Um halb 12 Uhr vormittags versammelte sich Klaffe, der er entspressen ist und der er in der ibre geistige Befruchtung und sittliche Einstellung So wurzelte Kari Cermat mit allen Hafern furnbewegten und so ungemein verantwortungs- tarier der Parteivorstand mit den Abgeordneten in den Räumen des Klubs unserer Parlamen zu sichern. Diese Männer sind die motorische feines Herzens in unserer Bewegung, an deren voller Zeit fein ganzes Leben geopfert hat. Seraft der Bewegung, sie sind ihr Erweder, ihr Aufbau er jo hervorragenden Anteil hatte, so war Schöpfer, ihre Führer. Tausende solcher Männer er mit ihr untrennbar verwachsen, so war sein ist auch unser Verlust. Das eiserne Schicksal hat Worten die hingebungsvolle Tätigteit Stari CerDer Verlust der deutschen Sozialdemokratie und Senatoren zu einer Trauerfizung. Genosse Dr. Czech würdigte in knappen hat es in der Arbeiterbewegung gegeben. Sie Schicksal mit dem der sudetendeutscher Arbeiter uns aneinandergebunden, die geschichtliche Sen baben für sie ihr Leben eingesetzt, fie haben ihr schaft auf Gedeih und Verders verwoven. Es bung Karl Cermals war nach dem Üunsturz an- maks, der Seele und pulsierendes Leben des Parihre besten Sträfte geliehen, sie haben sich ihr mit war aber auch mit dem des internationalen Pro- gebrochen. Stolz wie ein Adler und start wie ein leivorstandes gewesen ist. Er schloß nit einent Beib und Seele geweiht, sich ihr völlig hingegeben. letariats, dem sein Denken und Fühlen gleiche ist er seinen Aufgaben nachgegangen. seinen Aufgaben nachgegangen. Appell nach Zusammenfassung aller Kräfe, ut Und doch leben nur wenige von ihnen mehr als falls gehörte, auf das Annigste verbunden. Darum Ueberall hochgeschäst, in Arbeiterfreifen belebt, den Dahingegangenen zu erfeßen. ein Wienschenalter in der Erinnerung fort und erscheint es uns ganz unfaßbar, daß wir ibn fortab war er vorausgesehen, an der tonstruktiven ten Pflichterfüllung gingen unsere Genoffent in it dem Gelöbnis der Trente und unbeding war hie und da klingt ihr Namen zu uns aus der in unseren Re hen missen, feine Mitarbeit und sozialistischen Rekreation, an der ten Pflichterfüllung gingen unsere Genossent in Bergangenheit empor. Nur Wen ge sind es, die feinen Rat entbehren sollen, daß wir nun das von elenomischen Demokratie, an der Völkerverbrite tiefer Rührung und Ergriffenheit auseinander. berufen sind, in die Geschichte, in die Zukunft ihm begonitene Werk, das zu vollenden, ihm nicht derung an der neuen Ordnung der befreiten Ar überzugehen und über das Grab hinaus in der beschieden svar, ganz allein fortführen müffen, beit, an der Grsepung des Stapitalismus durch den Gin Nachruf auf der Tepliker Bewegung fortzuwirken. Nur Wonige sind es, denn Karl Cermat starb mitten in den großen internationalen demokratischen Sozialismus auf Sireistonferens. deren Namen als heilige Ueberlieferung durch Ge- Ausgaben, die er sich schon seit langem gestellt und das erfolgreichste mitzuarbeiten und mitzufämpfen. nerationen fortwirft, wenige, denen man, wenn auch während seiner Krautheit betreut batte und Wie viel haben wir alle jept verloren, divi- Auf der am Samstag und Sonntag abgehal man in der Geschichte zurückblättert, wenn man in die einen weiteren Aufstieg unserer Bewegung leicht nicht als wir ahnen. Das tschechoslo tenen Streistonferenz des Streifes Teplin Saaz der Entwicklung Rüschau hält, immer und herbeiführen sollten. Nun werden wir diese watische sozialdemokratische Pro- hielt der Kreisvertrauensmann Genoffe Abgeord immer wieder begegnet und die so zu Symbolen Aufgaben ohne ihn vollenden müssen. Aber auf fetariat steht mit gesenkten Fahnen neter Hirsch vor Eingang in die Tagesordnung der Arbeiterbewegung, zu Herolden einer neuen Schritt und Tritt werden jie uns an ihn gomah vor diesem Sarge. Ein großer Kämpfer dem verstorbenen Genossen Termat folgenden Zeit werden. nen und bei jedem Spatenstich, der auf dem Wege ist gefallent, das gemeinsame Streben ist geblic- Nachruf: zum Aufstiege liegt, an den Pionier der sudeten ben. Das große Vermächtnis des Sterbenden Parteigenoffen! Ein schweres Unglüd hat uns Seutschen Arbeiterbewegung, Karl Cermat, er ist das Auferstehen aller Unterjochten, die neue alle betroffen. Es sind erst wenige Stunden her, da innern. So wird denn sein Wert auch über seinen geit der Arbeit, die neue Kultur, die neue geschah das Furchtbare, daß uns Gen. Karl Ger Tod hinaus in unseren Rehen lebendig bleiben wenstheit, der weltumspannende brüderliche mal gestorben ist. Es ist natürlich, daß unter und so audy fein Andenken, das von unserer Ming affer Böffer und Raffen der Erde. dem Eindruck der Tatsache, die man uns eben erst Liebe und Dankbarkeit umbütet sein wird, für alle zur Kenntnis brachte, das Herz jedes Einzelnen Zukunft glänzen. Und wenn wir heute, da wir auf das tiefste bewegt ist. ihn in biefes fühle Grab betten, den unensetzlichen Verlust auf das Tiefste beklagen, wenn wir ob der Was Cermal uns gewesen ist, läßt sich; im Tragis dieses Veenschenschidfals aufs schwerste Rahnten eines Nachrufes, läßt sich in der Stunde erschüttert find, so erhebt uns das stolze Gefühl, des Abschiednehmens, da unsere Nerven noch in daß er der Unsrige gewesen ist, so richtet uns die hellem Aufruhr sind, da die Sammlung der Gewißheit auf, daß mit dem seörper, der min ser Sinne ganz unmöglich erscheint, nicht erzählen. fällt, nicht auch sein Geist mit entschwindet, daß Nur eines läßt sich beute sagen: daß b'er troy aller dieser Geist uns nicht verläßt, sondern uns auch Stürze ein überroides, fruchtbares und schönes in der Zukunft voranleuchten und unsere schwere Leben einen Abschluß gefunden hat. Wohl hatte Arbeit, unsere harten Nämpfe umschweben wird. Cermat eine harte profetarische Jugend hinter Das Werf, das er mit feiner Hand gezimmert, sich, viele schuvere Jahre voller Entbehrungen, nrit seinem Geiste erfüllt, mit feiner Liebe- umwohl ein Wanne salter voller Unrast and wechsel ponnen hat, steht fester denn je. Unser Schiff vollen Glücks, voll harter Stämpfe und voller fährt auch wenn es von Sturmeswogen um Bitterniffe, wohl ein unsägs ches Martyrium am brandet ist ruhig und sicher ans Ziel, denn auch Strantenlager, wohl trop aller Ahnungslosigkeit weiter avird unser Start sein Steuermann bleiben. ein schweres Sterben. Dafür war aber fein Leben Darum wollen wir unsere Tränen trodnen, un ausgefüllt von großen Erfolgen und vielen feren großen Schmerz niederzwingen, unfere tiefe Triumphen, dafür warf sein schweres und uner Trauer eindämmen, uns fefter denn je zusammüdliches Schaffen reiche Früchte ab und gemenschließen. und uns erhebenen Hauptes wieder währte so am Rande des Lebens einen guten ins Kampfgewühl stürzen. Ausbl nach vorwärts, nach aufwärts. Aus dem Samen, den er rastlos in die Jurchen der Beve gung streute, spricht heute reiche Saat, die den heftigsten Gewitterſtürmen und Unbilden troben vermag. Zu diesen Wenigen zählt vor allem unser vergeßlicher Josef Seliger, deffen Gestalt in den schweren Stunden unserer, Bewegung immer und immer wieder in auferer Grinnerung auf taucht, deffen Geist auch in dieser Stunde, an diesem Grabe spreder lebendig wird. Ru ihnen gehört mun auch sein bester Schüler, fein ein figer Schildknappe, sein treuester Kampfgefährte und Weggenoffe Sari Cermat. Auch hier erfüllt sich wieder das Wort: Der Mann geht, Aber das Werk bleibt. Lieber guter Freund, wie schever ist der sched von Dir. Genosse Sarl Cermak, es ist so grausam, hier zu fühlen, wie teuer Du uns allen warst. Geist von unserem Geifte und Blut von unserem Plute! Mit den tschechischen Worten Empfange un feren letzten Gruß- Dein unvergeßliches Anden fen avird uns immer stärken, zu neuer Arbeit, zu neuen Stämpfen, für neue edle Generationen der wenschheit!" warf Genosse Soukup eine rote Nelke ins Grab Sarl Cermats. In Vertretung der deutschbürgerlichen Varteien sprach dann Abgeordneter Böhr: Genossen! Was Cermat für uns war, das werde ich wohl nicht ganz in Worte fleiden kön nen. Sehren wir einen Augenblick in die Bergangenheit zurüd.- Es war im Jahre 1907, da kam zu uns ein Genosse, der außerhalb der Genossen, die in der Angestelltenbewegung tätig waren, un bekannt war. Sturz darauf- es war im Jahre 1908- wurde er zum Funktionär des Streises, zum Kreisvertrauensmann, gewählt. Kurz darauf vielleicht erinnern sich manche Genoffert daran fand eine deutschnationale Versammlung in Teplis statt, in welcher sich ein Mann namens Starl Cermal zum Worte meldete. Bescheiden und Ein treues deutsches Herz hat zu schlagen in der Gelassenheit, die ihm eigen war, begann aufgehört, ähnlich wie jest im Herbst noch man er seine Rede. Sofort errang er die Aufmerksamches grine, unverfärbte Blatt vorzeitig als Opfer feit aller in der Versammlung anwesenden cines jähen Frostes zur Erbe niederfällt. Der Freunde und Feinde. Von diesem Augenblic an sterblichen Hülle Karl Cermats ist ein hochvagen war die Freundschaft dieses Genoffen mit einem der, hochbegabter Geist entflchen. Deine engeren weiteren Kreise ber Bertrauensmänner hergestellt, Parteifreunde haben von dir Abschied genommen. die ihn bis dahin noch nicht gelannt hatten. GeIch bin beauftragt, das Gleiche zu tun für alle noffe Cermat famt zu uns als Redakteur unserer übrigen deutschen Sollegen und Parteien des Wb Freiheit" und es gelang ihm binnen furzem das geordnetenhauses. Die Erinnerung an dein Werk Vertrauen aller zu erringen. Unter der Führung läßt uns den tiefen Schymers aller derer empfindes leider viel zu früh verstorbenen Genossen Se den, die mit dir durch Arbeit verbunden und so liger begann er zu arbeiten. Kurze Zeit darauf in der Lage waren, dich in deinem vielseitigen wurde Cermal auch zu einer Function in unserer Wirken als Mensch und als Volksvertreter fennen Genossenschaftsbelegung berufen. Von dort aus zu lernen. Du wurdest in den Bordergrund des gelang sein schneller Aufstieg innerhalb de: Parpolitischen Geschehens in einer hochwogenden Zeit ici und es gibt fast feinen Zweig der modernen die sich ihm in den Weg stellten und fam sehr bald Soukup das Wort. gestellt. Die Anerkennung für deine Arbeit ist Arbeiterbewegung, in dem er nicht Funktionen, in die vordersten Reihen der Bewegung, an deren nicht auf die Streise deiner Partei allein beschränkt, befleidet hat. Aber er bekleidete diese Funktionen Spipe er schon als junger Deann marschierte. Das dic Trauer über deinen seingang erfaßt alle nicht nur schlechthin als solche, sondern brachte verdankte er feiner leuchtenden Intelligenz. der begann seinen Nachruf in tschechischer Sprach deine Kollegen, alle Streise des deutschen Volkes. auch tiefes Verständnis für alle Fragen auf. Das Frische und Lebendigkeit feines Geistes, der und feste deutsch fort:„ Wir sind, lieber guter Wöge dein Herz, das für die Erringung eines 3ufamenfassen der verschiedenen Zweige der ArSchmiegsamkeit und Beweglichkeit seines Wesens, Freund, gekommen, um von Dir den legten Abschöneren Lebens für die Menschheit schlug, aus- beiterbewegung lag thm besonders amt bergen. So joner großen rednerischen und journalistischen sched zu nehmen. Tief gebeugt stehen ruben von langen, qualvollem Kampfe. Wir war er auch auf gewerkschaftlichem Gebiete tätig. Gewandtheit, seinem Scharfblick in der Erfassung vir da und mit uns das gesamte grüßen dich an deinem Grabe und werden dein Jnnig verknüpft war Cermat schon in Wien mit und Auswüßung von Situationen, seinem prattich e doslowakische sozialdemokraAndenken in Ehren balten und mit bem Ab der Angestelltenbewegung und auch im hiesigen tischen Sinn, der ihn niemals den Boden unter tische Proletariat. Vor einigen Tagen schedsgruße an Dich, Karl Cermak, verbinden wir Gebiete gelang es ihm, fefte Verbindungen zwiRasch wuchs far! Cermat, förmlich direkt aus haft der Elternstube, in die Bewegung hatein. Mit ciferner Energie überwand er alle Hindernisse, Der Freund. Ein Blatt des Gedenkens für Karl Čermat. Denn die Arbeiterklasse bleibt. So wird sein Andenden für alle Zeiten fieg So wird sein Andenten für alle Zeiten fieg, werden und sein großes Werf überstrahlen! Nach dem Genossen Dr. Czech ergriff Genosse Genosse Dr. Soukup oft geholfen auf fast unmerkliche Art, ihn geführt, Zeitungsauffaß mußten wir mit der Sand schreis| lieber und Steirer und Stärntnerlieder. Den Geohne daß der Geführte es recht merkte. Es gibt ben. Wir hatten keine Hilfskräfte und feine Silfs- fang hat Cermat sehr geliebt, den Gesang und das viele, die dem Genossen Cermak zu Tant ver- mittel. So arm waren wir damals. Und doch Theater. Er war in feinen Wiener Lehrjahren ein pflichtet sind. Ich habe ihm für mehr zu danken, wurde Cermak mit jeder Arbeit fertig. Er konnte eifriger Theaterbesucher, ein häufiger Gaft des als für Hilfe, für Rat und Förderung. Ich habe so viel leisten, weil er ungemein methodisch ar Stehparterres im Deutschen Volkstheater und der ihm zu danken für vierzehnjährige selbstlose, beitete, ruhig und fachlich. Und weil er, wenn es Galerie im Burgtheater. Keiner der vielen Genossen, die in engster immer gebende, wundervolle Freundschaft. Barteiarbeit gab, keine Schonung kannte. So Freilich, in Cermats Wienertum lagen auch Gemeinschaft mit Start Cermat unsere Organi Start Cermat war ein paar Jahre lang mein lange Arbeit da war, wurde eben gearbeitet. seine Schwächen. Es wäre töricht, zu leugnen, sationen bauten und Seite an Seite mit ihm Vorgesetter". Aber ich habe ihn nie als Chef" Aber wenn er mit seiner Arbeit fertig war, daß er Fehler und Schwächen hatte. Es fehlte fämpften, wird in der Erinnerung den Politiker kennen gelernt, nur als den erfahrenen, geschul- dann fonnte er den politiker ganz ablegen. Dann ihm Straffheit der Lebensführung. Er wirtschaftete und Parteiführer Cermak vom Freunde Start teren Stameraden. Ich habe ihn nie zornig ge- war er ein fröhlicher, geselliger Mensch. Dann viel zu sorglos mit seinem Leben. Er hat mit trennen können. Start Cermat war gewiß fein sehen, wenn dem Nedaktionslehrling eine Arbeit war er ein lustiger Wiener. seiner Straft nicht hausgehalten. Seiner Schwäche brüchigem Charakter nicht nahe kommen aber mißglückte. Er zeigte einfach, wie es besser zu Wenn wir in engem Streise beisammensaßen, war sich Cermat selber wohl bewußt und er hat wer lange Zeit mit ihm gemeinsam in der Partei machen war. Er war Lehrer durch sein Beispiel. wie fonnte er da lustig sein! Er brauchte sich oft in feiner Art Humorvoll über sie gefpottet. arbeitete, der mußte sich auch als Mensch be- Ich habe staunend gesehen, welche gewaltige Arnicht zwingen, heiler zu sein. Er brauchte teine Aber selbst in feinen Mängeln wurzelten manche währt haben und dem öffnete Cermat auch gerne bei Cermat zu bewältigen vermochte. Wir waren Anregung, keinen Anrei, um in Stimmung" seiner Vorzüge. Denn weil er sie an sich selber sein Herz, dem schloß er sich bald in chrlicher ja nicht viele Redakteure bei der Freiheit": u kommen. Seine Fröhlichkeit quoll aus einem fannte, verstand er menschliche Schwächen und Allerweltsfreund", er ließ sich Menschen mit Seliger, der sich oft wochenians nicht um die frohen, kindlich- guten Herzen. Das Wort vom Fehler auch anderer, wußte er in andern den Freundschaft an. Zeitung fümmern tonnte, Cermat und ich. Den goldenen Wienerherz", wie ist es doch so ab. Wenschen zu finden und fanden die anderen den Das war ein Stüd seines Wienertums, diese Großteil der Zeitungsarbeit leistete Cermak. Aber gegriffen, fo verbraucht! Wie viel Lüge, wie viel verstehenden und helfenden wenschen in ihm. Offenheit, dieses Bedürfnis, als Mensch sum er fonnte nie Redakteur allein fein. Täglich falsche Sentimentalität, wie viel Flachheit und Alle Schwäche, alle Sorglosigkeit, aller fröb Menschen in engere Beziehungen zu treten. Das tamen, zu allen Stunden des Tages, Arbeiter, die Faulheit muß dieses Wort verdecken oder doch entliche Leichtmut schwand bei der Arbeit. Da hielt war für mich so ungemein wertvoll, als ich vor Auskünfte, Rat, Hilfe beischten. Für jeden hatte schuldigen. Aber wenn das Wort bom goldenen er die Zügel stranum. Viel zu stramm! Denn vierzehn Jahren in ein mir fremdes Land fam, Cermat Zeit! Steiner wurde mit ein paar die Bienerherzen" ohne jenen fatalen Beitlang, im er war bis vor wenigen Jahren nicht zu bewegen, zu Menschen, deren Art mir ungewohnt war, in densarten abgespeist. Ein paar fluge, geschickte allerschönsten und allerreinsten Sinne zum Lobe sich Urlaub zu nehmen, er hielt jeden Sonntag politische Verhältnisse, die ich vorher kaum fannte Fragen Cermals und er wußte alles Tatsächliche, eines wahrhaft guten Wenschen angewendet wer- für verloren, an dem er nicht in Versammlungen - daß ich damals im Genoffen Cermat, der gleich gab knapp und flar Auskunft und setzte sich Sann den foll, ich wüßte feinen, den ich dieses sprechen konnte. So hat er, alle Warnungen mir ein Wiener war, einen verstehenden Führer wieder zu seinem Schreibtisch. Preises für würdiger hielte als meinen lieben seiner Freunde überhörend, über seine Herzund Berater fand, der ntir bald, fehr bald zum Dieser Schreibtisch sab ganz anders aus als Freund! beschwerden spöttelnd, in harter Uebevarbeit sein guten Freunde witrde und es blieb bis zit fei die meisten Redaktionstische. Er war immer leer! Die Geselligkeit, die er so sehr liebte und für frankes Herz noch mehr geschwächt. neni Tode. Cermat ließ nie Briefe und Aften zu Bergen sich die er doch so selten ein paar Stunden übrig hatte, Seit ich ihn fenne, litt er unter ernsten Herz Bieler jüngerer Genossen hat sich Start Certürmten. Er ließ teine Arbeit unvollendet, feinen war durchaus harmlos. Nie fant fie in die Tiefe. beschwerden. Wie oft, wenn ich ihn begleitete, mat liebevoll angenommen nicht meiner allein. Aft unerledigt. Und wie schiver fatten wir es da auch in übermütigster Laune war Cermat geist mußte ich ihn füßen, mußten wir wartend stehen Er hat jeden jungen Arbeiter, der fernen und in mais noch mit unserer Arbeit! Wir hatten nicht voll und Gentleman. Und wenn er fich am bleiben, bis start etwas Kraft gefammelt hatte. der Partei arbeiten wollte, gefördert. Er hat ihm einmal eine Schreibmaschine. Jeden Brief, jeden allerwohlsten fühlte, dann fangen wir Wiener- Wiit einem Scherzwort half er sich über die 4. November 1924. Beffe 5. Infolge Parteitages leider verhindert, dem Gefühle tiefster Trauer ob des Todes unseres unvergeßlichen Freundes und Kampfgenossen Karl Cermat durch einen Delegierten unserer Partei beim Begräbnis Ausdruck zu verleihen, bitten wir, daß der Sprecher Eurer Partei auch in unserem Namen ein letztes Lebewohl jagt. Wir bitten auch in unserem Namen, cinen Krans am Grabe niederzulegen. Seiß, Danneberg. Genosse Friedrich Adler hat gleichfalls vom österreichischen Barteitage aus folgendes Beileidstelegramm gefchickt: schen den verschiedenen Zweigen der Arbeiterbe rubent. Die Nächte verbrachte er im Zug, die weiß, wird voll ermessen können, warum wir Widerstandsfähigkeit überschäßt und wurde, da er wegung herbeizuführen. Das Schicksal wollte es, Tage in Arbeiterversammlungen und in Organi- Cermaks Namen neben dem unseres Seliger fidh feinerlei Schonung auferlegte, fchon vor zwei daß er bald zum Landesparteisekretär berufen ſations- und Klubberatungen. Er war cifrig be- nennen. Denn, war Seliger der Rufer im Streite, Jahren von einem schweren Bergleiben befallen, wurde und andere wichtige Posten in der Arbei- müht, die tschechische Sprache zu erlernen, tämpfte der geniale Führer in Wort und Schrift, der von dem er sich allerdings wieder erholte. Leider terbewegung zu beffeiden hatte. Als im Laufe der aber mit Zeitmangel und physischer Ermudung große Politiker, der die deutschböhmischen Arbeiter war die Genesung mur eine scheinbare. Die Enüvidlung unserer Partei und des Zerfalles der Er war bestrebt, die Sprachenhindernisse zu über- in den Kampf führte und ihre Gegner nieder- tüdische Krankheit fomplizierte sich, so daß in den alten Monarchie wir in diesem Laude selbständie winden, welche ihn vom direkten Verkehr mit dem zwang, der jede Lage meisterte und in feiner ver- lezten Wochen jede Hoffnung auf Gefundung wurden, wurde Cermat in eine unserer höchsten tschechoslowakischen politischen Leben trennten. fagte, fo ging Cermak neben ihm als der nicht schwand. Nun ist der Arbeitertänipe im blühenFunktionen berufen: er wurde Parteisekretär und Sein lebendiger Sinn für die Realpolitik führte minder nötige und nicht minder verdienstreiche den Mannesalter von 43 Jahren von dem Allauch Abgeordneter. ihn dazu, keine Spur von nationaler Voreinge Festiger der Organisation, als jener. der die bewinger Tod niedergerungen worden und in den Genossen, lassen wir nur einen Augenblic nommenheit war in ihm. Er verstand den Massen zusammenfaßte, den ganzen Organisa- ewigen Frieden eingegangen. Wer immer ihn ge ein Bild an unserem geistigen Auge verüberziehen, Sinn für die Realität, die die Stel- tioneapparat aufbaute und leitete, alle Nebun tannt hat, ob Parteianhänger oder Gegner, wird damit wir sehen, was dieser Mann unserem fung der deutschen Arbeiterklasse gen beseitigte und dabei doch nicht stehen blieb bei das Hinscheiden Cermals mit tiefem Bedauern Kreise war. Ich fann wohl mit Gewiß in diesem Staate bildet, zu werten der Aufrichtung und Erhaltung der Form einer vernehmen. Denn in unserer an charaktervollen heit sagen, daß er feinen Feind hatte. Der Waun und er verstand auch zu werten, wie Waffenorganisation, wie unsere Partei sie dar- Individualitäten so cemen Zeit ist das Verschwin mit dem guten Herzen konnte auch keine Feinde piel Gutes für die Arbeiterschaft stellt, sondern in unermüdlicher Arbeit diese Or- den einer so wertvollen Persönlichkeit auf jeden haben. Kürzlich blickten wir noch in das Auge, das die tschechoslowakische Sozialdemo- ganisation lebendig, in allen ihren Gliederungen Fall ein Verlust für alle. Und Cermat war eine fich nun für immer gefchloffen hat. Es war heiter, fratic getan hat... Die deutsche Sozial- wirksam hielt. Wehl, auch als Vortragender, als solche Persönlichkeit. flar und chrlich! Alle seine Kräfte standen in demokratie hat einen schweren, fast unersezbaren Redner und Journalist, als Abgeordneter in der Dienste der Partei bis zum letzten Augenblid und Verlust erlitten. Unser Parlament hat einen Nationalversammlung. als Funktionär im Ver. Weitere Beileibstundgebungen bis zum letzten Atemzug. der wertvollsten Männer aus den bande der Selbstverwaltungé förper grub Karl Nun ficht sein Auge nicht mehr das Elend Reihen der Opposition verloren... So Cermat feinen Namen fest in das Buch ein, das sind im Laufe der letzten savei Tage sowohl beim der Schwachen, fein Ohr hört nicht mehr das Leid jung ist er von uns gegangen! Gerade er, der jene verze chuet, denen die Arbeiterschaft eine Sekretariat als auch im Abgeordnetenfiub unserer der Armen, die immer, wenn sie sich an ihn soviel für die Annäherung der deutschen und tsche- Dantesschuld zu sollen hat; sein größtes Verdienst Partei eingelangt, von denen wir nachstehende wandien, ein williges Ohr fanden. Nun spricht chischen Arbeiterschaft hätte tun können und der auch sein Mund, der so beredt war, nicht mehr innerhalb seiner Partei für diese große Sache viel aber ist es, daß allen den furd karen Hindernissen wörtlich wiedergeben: zu Troß, die sich gerade in diesem Laude dent Das Präsidium des soebent in Salzburg stateund es dauert nur noch einige Stunden, wo wir geleistet hat." Wirken deutscher Sozialdemokraten entgegen- findenden österreichischen Parteitages drahtete: seinen Leib versenken in die fühle Erde. Die Arbeiterzeitung" schreibt u. a.: stellen, unsere Parteiorganisation das geworden Genossen, wir verlieren in Cermat eine ganz Bon Karl Cermat darf man jagen, daß er ist, als das wir sie hette haben: Eine unterschitbesondere Persönlichkeit und es ist ein doppelt die deutsche Partei in der Tschechoslowakei in terte und durch nichts mehr zu erschütternde Feste, schwerer Schlag für uns, da wir erst vor wenigen wahrstem Sinne des Wortes betreut hat. Er eine Gemeinsamkeit von Menschen, die nicht nur Jahren Josef Seliger verloren haben. Zive war schon im alten Oesterreich eine Stüße der durch ein äußerliches Band zusammengehalten ist, schwere Schläge haben uns getroffen. Aber zum Bewegung in Deutschböhmen, in allem Organi sondern von einem großen Wollen erfüllt, auch Glüd, Genossen, fönnen wir auch in diesem Au- satorischen wohlerfahren, aber als, durch den Zufähig ist. jederzeit diesem Wolfen, ob es sich nun genblick sagen, daß noch andere mit Freude und sammenbruch des alten Reiches, die Deutschen in unt den Kampf in Gemeinden oder im Reiche Hingabe mit uns arbeiten im Intereffe des Pro der Tschechoslowakei auf eigene Füße gestellt wur- handelt, dienstbar zu sein. Nationalienus, phanletariats. Trotz der Lücke, die wir durch den Tod den, als es gait, die Partei selbständig aufzu- tastischer Radikalismus, taftische und rein perdes Genossen Cermat zu verzeichnen haben, wer bauen, da wuchs Cermat mit seinen größeren fönliche Meinungsverschiedenheiten, den wird dennoch nicht ruhen, sondern weiterar Sweden. Obwohl er auch in der Gesamtpolitik itsche Zellenbildung das alles hat an dem veiten. Wir müssen weiterschreiten trotz alle der Republit wirkte und als Abgeordneter in der Bauc unserer Organisation zu rüttein versucht. dem! Und ich glaube nicht anders meine kurze De Nationalversammlung mit an erster Stelle stand, Mitten in der Zeit politischer und wirtschaftlicher trachtung schließen zu fönnen als mit dem aufrich so lag seine eigentliche Bedeutung doch immer im Not galt es, systematische Bildungsarbeit zu leitigen Wunsch: Rüden wir einander na Jnnern der Partei, deren Bedürfnisse er wie sten, das organisatorische Getricbe zusammen her, fühlen wir uns eng verknüpft, wenige tannte, deren Notwendigkeiten er sorgsam zuhalten, geistig und organisatorisch fünftige fühlen wir uns als Brüder und überwachte, deren durch das Fehlen eines über Siege vorzubereiten. Hier zeigte sich die große Schwestern, damit es uns ermöglicht wird, ragenden Mittelpunktes bedingter Aufbau ihm Begabung, hier wirkte der nimmermüde Avbeitsdiesen schweren Schlag, der uns getroffen hat, zu wie wenigen geläufig war. Wohl in jedem der eifer, hier griff die ordnende Hand ein unseres verwinden. In den Geiste und in dem Pflichtge so vielen Industricorte in Deutschböhmen, in Start Cermaf; unvergeßlich und unschätzbar ist des dieser fühl aus Verstorbenen wollen wir im Intereffe Deutſchmähren hat Cermat gesprochen, die Ergn- das Verbienſt, das nicht treue, tiichtige, fleißige, bei internationalen Beratungen kennen und schätunferer Partei wirfen. Dann wird es vielleicht nisation belebt, den Eifer angespornt. Daß die wahre proletarische Vertrauensmann Karl Cermöglich sein, diefe furchtbare Tatsache, soweit als deutsche sozialdemokratische Partei in der Tschecho- mat sich damit erworben." möglich und so gut es uns Menschen gelingen flowakei dem wilden fommunistischen Sturm Die Troppauer Voltspreise" schreibt: fann, zu verschmerzen. standgehalten hat, daß sie nun, nach den unver Ein ruhiger, stets fachlicher Redner, cin guter Ergriffen hörten die Vertrauenmänner die meidlichen Rückschlägen dieser Periode, wieder Journalist, ein gewiegler Debatter, vor allem aber Gedenfworte des Genossen Hirsch an. im erfreulichen Aufsteigen begriffen ist, das ist zu ein trefflicher Taftifer und scharfsinniger Berater cinem sehr beträchtlichen Teil der Ausdauer, der der Partei ist stets Karl Cermat dem Proletariat Beharrlichfeit Cermats zu danken, dessen immer gewesen. Tieftrauernd steht das daubbare deutsche auf das große Ziel gerichteter Blick sich nicht ent- Broletriat an der Bahre dieses großen und unmutigen ließ, deffen Wefen schon Zuversicht aus- cvjeßlichen Menschen. Cermats Leben und Wirstrahlte und die Sträfte wedte, die Arbeit für die ken wird dem deutschen Proletariat unvergeßlich Partei, wenn es nottat, immer von neuem zu fein!" beginnen. Die Leistung, die Cermal vollbracht hat und die nun der grausame Tod vorschnell unterbricht, fällt vielleicht nicht so ins Auge, weil sie im Innern bleibt, sich nicht in einzelnen Taten erschöpft, vielmehr ein stetes Einsetzen allerfagt unter anderem: Man mag sich zu der Partei Der Tepliß- Schönauer Anzeiger" Kräfte zur Vorausseßung hat; aber für Partei wie die Sozialdemokratie, die ein Ruhen des Dahingeschiedenen stellen wie man will, eines tennen darf, ist sie vielleicht die wichtigste. Wo lann und darf auch der politische Gegner ihm deutsche sozialdemokratische Arbeiter in der Tsche- feine reine Gesinnung und seine Opferwilligkeit nicht absprechen: seinen untadeligen Charakter, choslowakei leben, überall wird ihnen Sarl Cer- für die von ihm mit großem Geschick und feltener seine reine Gesinnung und seine Opferwilligkeit mat fehlen, der ihr treuer Wardein rar und von dem sie wußten, daß sie sich auf ihn, in Nöten Hingabe verfochtene Sache. In Teplis- Schönau Právo Lidu", das Zentralorgan der und Sorgen, verlassen fönnen. Zuverlässigkeit als seinem Wohnsitze war Abg. Čermak naturtschechischen Sozialdemokratic, schreibt an leitender des Charakters, unerschütterlichkeit der Ueberzeu beliebte Persönlichkeit, da er bei aller Energic in gemäß eine außerordentlich bekannte, allgemein gung, unermüdlichkeit des Wirtens, Wilde und Liebenswürdigkeit der Sitten: so war Starl Cer Bertretung seiner Parteipflichten sich immer streng mats Wesen, so steht es vor dem Betrachter, und an die Sache hielt und die Person von der Sache Behmut ergreift uns, daß diefes treue Herz zu trennen verstand.... Die Gemeindevertretung schlagen aufgehört hat. In den düsteren Fabriten verliert in ihm einen fachkundigen, fleißigen Wit Deutschböhmens wird um Karl Cermat ſchmerz niemals etwas vergab. Seine Tätigkeit als Ab arbeiter, der catch im heftigsten Wortkampfe sich lich geklagt werden. geordneier faßte er, wie jede ihm übertragene Aufgabe, als ernſtefte Pflicht auf; sie war getragen von hohem Verantwortlichkeitsgefühl. Der nim mermüde Wann hatte jedoch seine förperliche Im Verlaufe der Verhandlungen beschloß die Streistonferenz einstimmig, dem Parteivorstand folgende Beileidsfundgebung zu übermitteln:" Die Kreistonferenz des Kreises Tepliß- Saaz spricht dem Parteivorstande zu dem durch das Ableben des Genossen Cermat erlittenen schweren Berluste ihr innigstes Beileid aus und erklärt ein mütig, mit ihrer ganzen Kraft hinter dem Partei verstand zu stehen und für die weitere Ausgestal tung der Partei zu wirken. Für die Kreiskonferenz: Hirsch." Nachrufe der Bruderpresse. Stelle unter anderem: zu Start Eine bürgerliche Stimme. Der schwere Verlust, den die Arbeiterbeme gung der Tschechoslowakei durch das Sinfcheiden Čermats erlitten hat, wird in der gangen Internationale, die diesen pflichttreuen Genossen auch sen gelernt hat, schmerzlichste Teilnahme hervorrufen. Friedrich Adler. Von der Auslandsdelegation der ukrainischen Sozialdemokratic ist aus Poděbrad folgende BeiTidskundgebung eingelangt: Tief erschüttert über das vorzeitige Hinschei den des unvergeßlichen Rämpfers des deutscher Proletariats Genossen Cermat sprechen wir Ihrer Partei unser tiefstes Beileib aus. Ferner hat der Klub der tommunistischen Abgeordneten an den Kelab unserer Abgeordneten folgendes Schreiben gerichtet: Werte Genossen! Im Namen des Klubs der kommunistischen Abgeordneten sprechen wir Euch aniäßlich des schweren Verlustes, den Ihr und Eure Partei durch das Ableben Eures stellvertretenden Vorsitzenden und hervorragenden Mitarbeiters Karl Cermat erlitten habet, unser herzlichstes Beileid aus. Sollte an der Leichenfeier von unserem Surb niemand teilnehmen fönen, jo bitten wir Guch, das mit dem Stattfinden unseres Parteitages zu entschuldigen. Mit proletarischem, sozialistischem Gruß für den Klub der kommunistischen Abgeordneten Obmann: Schriftführer: Kreibich m. p. Josef Saken m. p. Weiterhin haben Beileidsfundgebungen übermittelt: Der Verband der Eisenbahner, der Glasarbeiterverband Tannvald, der Internationale ,, Nach dem tragischen Tode Seligers vor vier Jahren wurde start Cermat der Träger der Fahne Seligers. Er übernahm nicht mir seine Ideen und fein großes tattisajes Talent, er erbte auch die Liebe und das Vertrauen der nordböh mischen deutschen Arbeiterschaft. Uno noch etwas: Er ging in seinen Spuren, auch was Opferwillig- Der Starlsbader Bolts wille" sagt: feit und Fleiß in der Arbeit für die Partei aube- Der Organisator der Partei ist langt. Er fannte weder Ermüdung noch Aus- tot. Und nur, wer von diesem seinem Wirken quälende Situation hinweg. Und stand vald dar- gemeinsamen Arbeit, in der ich der Lernende, er der Versammlung, so teilnahmsvoll in vertrautem Wietallarbeiterverband, die Union der Textilarbeiauf wieder scheinbar frisch auf der Redner- der Gebende und Führende war. Als Journalist Gespräch, so luftig in fröhlicher Stunde zu uns ter Reichenberg, der Freidenkerbund, der Verband tribüne. Aber wir, seine Freunde, bangten immer fonnte man ungemein viel von ihm lernen. Er sprach, nie, nie mehr uns sein Wert schenken der Bekleidungsarbeiter Reichenberg, der Kerammehr um ihn. Und wußten, daß wir nicht helfen war als Schriftsteller nicht so groß wie Seliger, vird, fonnten, weil er zu sparsamerem Gebrauch seiner seine vielen Aufsätze hatten nicht so sehr das Ge- Straft der Sprache, die imstande wäre zu sagen, fcher Akademiker in Prag, das Bezirksgewertnun finde ich, sein Schüler, nicht jene arbeiterverband, die Freie Vereinigung sozialistiSträfte nicht zu bewegen war. präge einer ganz besonderen Eigenart, wie die was Karl mir war, was er allen seinen Freun- schaftsfartell Eger, der Konsumverein in Chowiß, Nur zu willig ließen wir uns auch wieder Seligers. Seine besondere Fähigkeit lag im Ge- den und was er der Partei war. Ich weiß, daß die Deutsche Hauptstelle für Wohnungs- und Sirdtäuschen, wenn in mancher Abendstunde über- stalten des ganzen Blattes, in der Stunft, alle Teile alle seine Freunde so fühlen wie ich, daß keiner lungsfürsorge, der stredni svaz čestych nemocens schäumende Fröhlichkeit aus ihm hervorbrach, der Zeitung miteinander in Einklang zu bringen. von uns in Worten sagen kann, wie wir Cermat tych pokladen( Zentralverband der tschechischen wenn er stundenlang scherzte und plauderte. O, er Steine Abteilung der Zeitung, der er nicht die geliebt haben. Ein Sturm hat unsere Seelen ge- Strankenkassen), der Einheitsverband der Privatverstand zu plaudern! Wie schön war das, wenn gleiche Aufmerksamkeit zugewendet hätte. Gerade packt und sie bis in die tiefsten Tiefen aufgewühlt, und öffentlichen Angestellten( Svas), der deutsche er von der Wiener Arbeiterbewegung erzählte, biefer seiner Umsicht und lebersicht hatte ich als aber wir können nicht sagen, wie wir leiden. Bauarbeiterverband Reichenberg. wenn er etwa Bonmots des alten Vittor Adler werdender Journalist ungemein viel zu kann ich denn tc. Such nicht ganz den Freund Ferner: die Bezirksorganisation Braunau, wiedergab, wenn er voll schwärmerischer Begei- Start sah nicht nur auf den Inhalt, sondern schildern, der Start Cermat war, nicht ein voll- die Bezirksorganisation Warnsdorf, die Bezirksa sterung von den großen Demonstrationen der auch auf die Form. Als Schreibender und als tommenes Bild des lieben Menschen zeichnen, als organisation Marienbad, die Bezirks- und LokalWiener Arbeiter sprach oder liebevoll- zärtlich Redner. Alle seine Reden waren elegant, sprach den ich ihn in vierzehnjähriger inniger Freund- organisation Dobrzan, die Parteiorganisation seines alten Vaters gedachte. Ich habe als Lehrlich vollendet. Er war unablässig bemüht, die schaft fennen lernte. Aber das Bild des Freundes Dux, die Bezirksorganisation Görkan, die Bezirkeling und junger Arbeiter an manchen dieser herr- gleiche Achtung vor der Sprache und die gleiche wird jeder der Weggefährten Starts liebevoll er- organisation Tachau, die Kreis- und Bezirkslichen Stundgebungen des Wiener Proletariats Liebe zu ihr, die seinen Reden so funkelnden gänzen, wenn er des Toten gedenkt und seiner organisation Mies, die Bezirksorganisation Pilsen, teilgenommen und dabei Staris Vater kennen ge- Glanz gaben, sie zu ästhetischen Genüffen erhoben, gedenken werden wir immer und immer wieder, die Wahlkreisleitung des lernt, den unermüdlichen Stolporteur, den vor auch in den anderen Genossen zu erwecken. In fo lang wir leben. Wahlkreises XII zwanzig Jahren fast alle Wiener Genoffen, die den Rednerschulen, die er im Bezirke Teplit schuf, ( Olmüß), der Lokalausschuß Presburg, die Lokal. alten und die jungen, gelaunt haben. So haben hat er in vielen Vertrauensmännern Verständnis halten von all dem, was wir jest Rühmendes von girlsorganisation Mähr.- Ostrau, die Kreisver Ach, lieber Starl, könntest du noch Stunde er organisation Eger, die Bezirksleitung Arnau, Bewir beide, Karl und ich, gemeinsam an seines für das Wesen der Sprache, Ehrfurcht vor dem Dir fagen, ich weiß, Du würdest spöttisch tretung Karlsbad, die Redaktion des Starlsbader Baters trener Arbeit uns gefreut und gemeinsam Beiste der Sprache erivedt. Der Proletariersohn lachen, würdest alle Lobesworte mit einem Wi Volkswille", die Bezirksorganisation Jägerndorf, von unserem lieben Wien und seiner stolzen Ar- berauschte sich am Wohllaut der Sprache, der n erstiden. Aber nun, da Du meinen Dant nicht die Kreisvertretung Eger, die Kreiskonferens beiterbewegung geschwärmt. Und im Plaudern ternationalist war in leidenschaftlicher Liebe der mehr abwehren kannst, nun darf ich Dir, zum Troppan, in Freudenthal, die Lokalorganisation find wir darauf gekommen, daß wir einander schon Sprache seines Volkes sugetan. Ueber eine ersten und lehtenmal, wohl sagen, daß ich dich Tepliß, die Bezirksorganisation Stratau und von Wien her kannten, aus der Zeit, da start bei Schwäche ber Wiener: nicht von der Mundart geliebt habe, wie wenig andere Wienschen, nun Grottau, die Bezirksorganisation Aſch, die Beden Jugendlichen Vorträge hielt und ich voll loszukommen, hatte sich Cermat souverän erhoben. darf ich Dir heißen Dant sagen für Deine treue, zirksorganisation Ronsberg, die Bezirksorganisaſcheuer Bewunderung zu dem jungen Mann em- So gut er auch den Dialekt beherrschte, feine opfervolle Freundschaft, Dir danken für die Liebe, tion Staab, die Bezirksorganisation Mähr.- Schön porblidte, der so schön sprechen fonnte. Unsere Freundschaft begundete sich natürlich Sprache in öffentlicher Rede war stets vollendetes Tage Deines Begräbnisses, zu sagen, das ist organisation Trautenau, die Lokalorganisation Umgangssprache war meist gewähltes, seine die Du mir geschenkt hast. Sarl, es heute, am berg. die Bezirksorganisation Znaim, die Kreisnicht bloß auf gemeinsame Erinnerungen, an die Deutsch.-Baterstadt, auf geselligem Beisantmensein in fardie schmerzlichste Pflicht meines Lebens! Und nun, da der feine, spöttische Mund Karls, gen Feierstunden. Das wär cine arme Freund der so schöne Worte formte, verstummt ist für Warnsdorf und die Redaktionen der Warnsdorfer Volksstimme" und des Trautenauer Echo". schaft gewesen! Unsere Zuneigung wuchs in der immer und der Mann, der so leidenschaftlich in Außerdem noch eine ganze Reihe von Korporationen und Ginzelpersoner. Josef Hofbauer. " Seite 4. Tages- Neuigkeiten. Ein Sohn des Bolles will ich sein und bleiben!" Groue Wollen- und Nebelfezen verdüftern den Himmel. Die Bäume und Sträucher find schon entlaubt, ihre tablen efte und Zweige zittern im Riefelvegen, der langsam zu fallen beginnt. Spätherbst, Allerseelentag. Chryfantemen sträuße und Reifigkränze. Duft von Kerzen und Celflammen im Herben Geruch der sich aufweichen den, mit kraftlos gelbent Gras bededten Grab bügel- das find die äußeren Merkmale des Friedhofes an diesem Tage. Und Ueber allen Wipfeln ist Rub'...." Die Majestät des Todes gebietet jedem Schweigen. von einem Tofen, wenn das Grab noch gierig Nur dann, wenn es Abschied nehmen heißt, gömt nach seiner Beute, dann dürfen Menschen stimmen in der Ruhe des Friedhofes laut werden, bat Majestät Tod nichts dagegen. Der Siener, dem man nichts mehr anhaben kann, höhnt die Wenschen nur mit dieser seiner Wohltat, die feine Erfolge bringen, murr den Schmerz bertiefen kann. Dichtgedrängt ſteht eine vielbundertlöpfige Menge um ein offenes Grab. Die Stimme des Redners, der im Namen von Zehntausenden jetzt nicht die Stimane, die so oft in Versammlungen Abſchied von einem teuren Toten nimmt, ist heute unb bei Sonferenzen mächtig erfcholl. Ihr zittern des Weh padt jedoch heute mehr denn je bie Sergen der Anwesenden: denn sie Nagt mit den Söhnen des Voltes um einen großen, dahingeraff= ten Führer. Der Reden Worte verstammen. Das Lied, der Abschiedsgejang, erfüllt die Friedhofsluft. Da reigt der Abschiedsschmerz auch die Herzen der standhaft- rubig Gebliebenen auf, da glänzen die Tränen auch in den Augen derjenigen, die im herten Alltag das Weinen verlernt haben. Em Sohn des Volkes will ich sein und bleiben. Das gesungene Wort wird zum Treuschwur, die roten Banner senken sich über dent Sargaltar, der den toten Leib des Führers bing. Sie alle, die an diesem Sarge weinen, wollen Söhne und Töchter des Volkes fein und bleiben, gleich ihm, dem das Abschiedslied gilt: dem toten Führer und dampfgenoffen Kar! Cermat! auszusprechen. -ig. A November 1924. promiffes beiber Richtungen. Es wurden eine für das ungültige Darlehen in den Gemeindevor Macdonalds Rüdtritt. Reihe von Mitgliedern des alten Vollzugsaus- anfchlaa cinzustellen. schusses wieder gewählt. Hierunter Smeral, Enquete über das Journalistengeseß. Das London, 3. November. Das Arbeiterorgan * Muna, Sapotocly, Stalat und Gaten. Ministerium für soziale Fürsorge sebt die vor„ Daily Herald" m- ld: t. Macdonald habe beInteressant ist es, daß Streibid, der sich befanntlich gegen Sinowview stellte, sein Mandat bereitenden, mit der Herausgabe des Gesetzes über" Daily Herald" m- ldet. Macdonald habe be im Vollzugsausschuß verlor. An seiner Stelle die Dienstverhältnisse der Journalisten zusammen- schloffen, den Rücktritt des Rabinettes morgen wurde der bekannte Führer der Linken Neuhängenden Arbeiten fort. Minister Sabrman läßt dem Könige mitzuteilen. Die Untersuchung der rath, Redakteur des Reichenberger„ Vorwärts", in dieser Angelegenheit für den 15. November Sinowview- Angelegenheit werde nicht weiter gewählt. Das Moskauer Rabio meldet eine Enquete einberufen, zu der neben den Ver- fortgeführt werden, als dies Macdonald und seiüber den Stongreß der tschechoslowakischen fommu- tretern der Journalisten auch die Vertreter des nistischen Partei: In der Metropole der Tsche- Berlegerverbandes der Tagesblätter eingeladen nen Kollegen in der noch vor ihrem Rücktritt choslowakei in Prag hat der Stongreß der tschecho- werden. Die Vertreter der Herausgeber sollen ihren verfügbaren Zeit möglich ist. flowvalifchen kommunistischen Partei begonnen. das Gesetz über die soziale Stellung der Jour Standpunkt zu den Entwurf darlegen, weil durch Der Vorsitzende des Zentralausschusses Muna vernalisten in vieler Hinsicht die Verhältnisse eine wies auf die Notwendigkeit einer Wassenorgani Die Labour Party marschiert fation der Roten Hilfe" gegen den weißen Terror acfeßliche Grundlage erhalten werden, die bisher weiter! und erklärte, der Kongreß werde alle Entschlie überhaupt nicht gefeßlich geregelt waren oder London, 3. November. Bei den am Sams und die tschechoslowakische kommunistische Partei Journalisten lauteten. An den Vorbereitungen tag vorgenommenen Gemeindewahlen in kungen der III. Internationale annehmen(!) deren bisherigen Bestimmungen am Nachteil der werde sie hartnädig(!) durchführen." des Gesetzentwurfes über die Journalistenkammer England( mit Ausnahme Londons) gewannen die wird ebenfi Ils fuf effive gearbeitet. Die Jour- Konservativen 50 Siße und verloren 42, die Lis Ein bürgerliches Urteil über den Galgen- nalistenorganisationen haben zu diesem Zwecke beralen geivannen 18 und verloren 42, die Ar Schollich. Was der übrigens auch mit den Stim- cin besonderes Stomitee fonstituiert. men der Oftrauer Juden zum Abgeordneten gebeiterpartei gewann 51 und verlor wählte Herr Schollich für ein Volksver- in Prag. Der diplomatische Vertreter des Ver- gewannen 14 und verloren 18. Schon wieder ein Diner des Sowjetgesandten 31( Gewinn 20 Mandate) und die Unabhängigen treter" ist, erkennen allmählich auch schon die Deutschbürgerlichen. Die„ Deutsche Presse", bandes der Sowjetrepubliken Antonov- Ov= das Brünner Bhatt der Deutschen Gewerbepartei, Lejento veranstaltete gemeinsam mit dem London, 1. November.( vas.) Nach der schreibt über Schollichs Breßerzeugnis, den Handelsvertreter Lomovsky Samstag den Bekanntgabe von drei weiteren Wahlergebnissen Methoden bald Weltruf erlangen dürfte: Volksrus", der dant feiner polemischen" 31. Oftober im Repräsentationshaus ein feier ist der Stand der einzelnen Parteien folgender: liches Diner zu Ehren der Vertreter der Stonservative 410 Mandate, Arbeiterpartei tschechoslowakischen Industrie, San 152, Liberale 41, Unabhängige 5. Fünf Wahldels und des Genossenschaftsvesens, als Dank ergebnisse sind noch aus ständig. für das ihnen zu Ehren von den Vertretern der Industrie- und Handelsbetriebe in der Tschechoslowakei am 16. Oktober veranstaltete Diner. Seitens der Industrie- Vertreter wurde fonstatiert, tak the Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit Rußland sich bessern, und daß allmählich auch das Vertrauen in die geschäftliche Loyalität Rußlands im Wachsen begriffen fei.( 11. Schollich glaubt wohl, daß nur er und fein Mättchen bas alleinige Privilegium zum Schimpfen erworben haben. Wir meinen, diese Gesellschaft sollte die legte sein, die fich über eine noch so scharfe Schreibweise anderer Blätter aufregen sollte. Man braucht nur einige Säße aus der Erividerung des Vollsruf", zu zitieren, um zu sehen, in welchem Tone dieses von Akademikern geschriebene Blatt gehalten ist; da heißt es: ob ein normaler Mensch im nüch. K.") ternen Zustande",„ pöpelhaftes Wettschimpfen", Nicht auf fahrende Züge ausspringen! Ein „ Schnapsbudifenpolitiker" und in dieser Art geht schwerer Unglüdsfall ereignete fich in der Station es in jeder Folge, so daß diese Schreibweise gesaschis. Als sich der von Pilsen gegen Dug radezu herausfordert, diesem Presseer verfehrende Personenzug bereits in Bewegung eugnis entweder einmal gründ lich übers Maul zu fahren oder aber die niedrigen Angriffe des Blattes zu ignorieren. Ob die Bürgerlichen ihren Galgen- Schollich bei der nächsten Wahl wieder als gemeinsamen Spitzenkandidaten aufstellen werden? gesetzt hatte, eilte im legten Augenblide ein Mann auf ihn zu und versuchte aufzuspringen. Er glitt jedoch aus und geriet unter die Räder des Waggons. wobei ihm beide Beine glatt abgeschnitten wurden. Man brachte den Verunglückten in das Strankenhaus nad Saaz, wo er gestorben ist. Aus bei dent Manne vorgefundenen Papieren wurde fichergestellt, tak es sich um den 44 Jahre alten Butter- und Sier Händler Anton Schmied! aus Bürstein handelt. Er hinterläßt außer der sie noch zwei unversorgte Kinder. Bahnhof dem diensttuenden Gendarmen an, der Macoun unverzüglich einem Verhör unterzog und in wenigen Minuten feststellte, daß es sich um einen der berüchtigten Mädchenhändler handle. Er wurde verhaftet und die Mädchen, die ins Ausland verfchachert werden sollten, wurden ihren Eltern zuge führt. Weise beging in Eger eine verheiratete Frau, die Eine raffinierte Betrügerin. Auf cigenartige bereits wegen verschiedener Gesebesübertretungen vorstraft ist, Betrügereien. Sobald sie sich von ihrem Gatten schwanger fühlte, lockte sie Männer, meist verheiratete, an. Nun begannen dann die Erpresjungen an den Betreffenden. Auf diese Weise hatte das Kind stets mehrere Väter, die fleißig bezahlten, ohne daß der Geschröpfte wußte, daß noch mehrere Väter zu dem Kinde vorhanden waren. Der Schwindel kam erst auf, als mehrere der angeblichen Väter vor den fortwährenden Erpressungen Schutz bei der Behörde suchten. Die raffinierte Betrügerin wurde Behörde suchten. Die raffinierte Betrügerin wurde verhaftet. Die Wiener Angehörigen des verstorbenen Genossen Karl Cermat ersuchen uns, allen den- Arnold Bobok gestorben. Der Führer der jenigen, welche an den Leidenbegängnis teilge. Slowakischen Volkspartei Arnold Bobot, Mitglied nommen haben, insbesondere dem Parteivorstand der Nationalversammlung, ist in der Nacht von und dem Klub der Abgeordneten und ganz te- Samstag auf Sonntag gestorten. Großbrand in Brandeis a. E. Die erst fürzlich Die Gefährlichkeit des clektrischen Starkstroms. sonders dem Genossen Dr. Czech für seinen tief empfundenen Nachruf ihren tiefgefühlten Dank Die Gemeinde Eulenberg in währen hatte bei mittags cinent Schadenfeuer zum Opfer gefallen, das ner Wirtschaft eine Sichtleitung und verwendete bas Ungültige Darlehensgeschäfte von Gemeinden. nen errichtete Trocknerei der Brandeiser Zichorien Der Hausbesiyer und Gastwirt„ Zur Quelle", Anton Mähren hatte bei fabrik ist offenbar infolge Ueberheizung Sonntag nach Schmuper in Böhm.- Kamnik, legte in seider Deutschen Agrarbant in Prag Striegsanleihe da Gemeindewahlen in Eisgrub. Am Sonntag gegen Verpfändung von Kommunalschuldverschrei- das Gebäude in Asche legte. Der Schade beträgt zu alte, in der Isolierung beschädigte Drähte und cine ganz unverwendbare Lampenfassung. Beim fanden in Eisgrub( Südmähren) Gemeindewahlen bungen wo der Kriegsanleihetitres gezeichnet. An etwa eine Million Stronen. statt, die folgendes Ergebnis zeitigten: Deutsche der Beschlußfeffung über die Darlehensaufnahme Ein slowalischer Mädchenhändler verhaftet. Wie Einschrauben der Glühlampe mußte er die außen fozialdemokratische Arbeiterparim Gemeindeausschuffe hatten fich aus einem aus Breßburg gemeldet wird, gelang es der Ben stromführende Fassung in die Hand nehmen, wo. tei 232 Stimmen und sechs Mandate( im Jahre Wahlkörper fämtliche Gemeindeausschußmitglieder darmerie endlich, einen der Mädchenhändler, die feit durch er im jelben Momente zu Boden geschleudert 1920 291 Stimmen und acht Mandate), Deutsche und außerdem einige Erfaßmänner beteiligt. Ueber längerer Zeit in der Slowakei ihr Unwesen trieben, wurde. Die von zwei Aerzten an dem Verunglück Gewerbepartei 105 Stinemen und drei Mandate Anvaten des Verbandes der deutschen Selbstver zu verhaften. In den letzten Monaten verschwanden ten angestellten Wiederbelebungsversuche blieben ( 103 und drei), Wahlgruppe der deutschen Land waltungskörper brachte die Gemeinde gegen die fehr viele junge Mädchen, so daß es auffallend war, ohne Erfolg.- Der Schulknabe Georg Gabriel wirtschaft 279 Stiminen und acht Mandate( 360 Bant die Stlage auf Feststellung des Nichtbestandes aber die Behörden konnten den Tätern nicht auf die in Prag Zižkov wurde am Samstag durch Berüh und zehn), tschechische Parteien 181 Stimmen und der Bombardschurid ein. Nunmehr hat das Prager Spur fommen. In Trenchin- Teplitz sollten zehn cung eines abgerissenen Drahtes betäubt und mußte fünf Mandate( 148 und vier). Handelsgericht der lage stattgegeben und junge Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren, sämit- in das Prager Kinderspital überführt werden. Der kommunistische Parteitag. Der Verlauf damit ausgesprochen, daß das Darlehensgeschäft lich von ungewöhnlicher Schönheit, in Begleitung Das Los der Arbeitslosen. In Ossegg beging der Debatte war in den letzten Tagen auf dem ungültig ist. Sobald das Urteil in Rechtstraft eines gewiffen Leopold Macoun aus Budweis in der im 44. Lebensjahre stehende Tischler Karl Flei tommunistischen Parteitag sehr lebhaft. Es ge- erwachsen sein wird, wird die Bank die verpfän- den Zug treten. Als der Lehtgenannte zur Bahn- scher eine schreckliche Tat, indem er sich ein langes langten im Laufe der Debatte zahlreiche Dele- deten Kommunalschuldverschreibungen herausgeben fassa sich entfernte, beschwerten sich einige Mädchen Messer mit solcher Wucht in die Brust stieß, daß gierte aus den Landbezirken zu Worte; die Mehr- müssen, während die Gemeinde ihr die mit Kerodit seiner Umgebung, daß sie fürchten, ob ihnen ihr Be- schon nach wenigen Augenblicken der Tod eintrat. heit der Linken ist hiebei offensichtlich zu Tage ge- gezeichneten Striegsanleihetitres überlassen muß. gleiter tatsächlich eine anständige Beschäftigung ver- Die Ursache zu dieser unseligen Tat bildete langtreten. Die Wahlen in den Zentralvollzugsaus Kennzeichnend ist, daß der mährische Landesaus- schaffen werde, da sein Auftreten ihnen verdächtig andauernde Krankheit und Arbeitslosigkeit. Er hinschuß der Partei erfolgten auf Grund eines Stem- chuß die Gemeinde zwingen wollte, die Zinsen, scheine. Die Bahnangestellten zeigten den Fall am terläßt eine Witwe und zwei Kinder 9 Schredliche Rache. Von Nitolaj Wassilewitsch Gogol. mes sind mit ihnen; man schreit, man schlägt Es wird wohl schon so sein: irgendwo in der Nähe und leine dieser Wunden ist völlig ausgeheilt. Und das wilde Spiel erbrauste auf den Berwartet der Tod auf mich." Wieviel Gold wir damals erbeuteten! Die Stofaten gen, das Zechgelage begann: die Säbel schwirren, ,, Ach mein herzliebster Mann, neige deinen schöpften die Edelsteine wie Wasser mit ihren die Kugeln sausen, die Pferde wichern und Kopf zu mir her. Warum hegst du so schwarze Mützen. Und die Pferde, wenn du wüßtest, was trampeln. Die Köpfe werden trunken von Gedanken?" dachte Pani Katerina, wagte aber für Pferde wir damals zusammentrieben, State- Schreien. Der Raud) blendet die Augen. Alies Aus dem Russischen übersetzt von Bruno Gö. nicht zu sprechen. Es fiel derSchuldbewußten rina! Ach, niemals mehr wird es mir beschie- wirbelt durcheinander; doch der Kosak spürt, wo bitter schwer, die Liebkosungen ihres Gatten zu den sein, in einen solchen Strieg zu ziehn! Ich bin Freund, wo Feind ist. Eine Stugel pfeift- und Auch ein Pfaffe ist mit den Polen ange ertragen. ja nicht alt, mein Leib ist noch fräftig, doch das ein fühner Reiter fliegt vom Sattel; ein Säbel tommen, aber ein Pfaffe von ihrer Art, der wicht Söre, Fran!" sagte Danilo, verlaß nicht Stofalenschwert entsinkt meiner Hand tatenlos faust und ein Stopf rollt, zusammenkanglose einmal von außen einem christlichen Popen meinen Sohn, wenn ich nicht mehr fein werde. lebe ich dahin und weiß nicht mehr, wofür ich Reden lallend, am Boden hin gleicht: er frißt und säuft mit ihnen und führt mit Gott wird dir fein Glüd schenken, weder in dieser, lebe. Keine Ordnung ist in der Ufraina: die Mitten im Haufen ist aber er die rote unreiner Zunge zuchtlose Reden. Auch der Tron noch in jener Welt, wenn du ihn verlässest. Mei- Obersten und Jeffauls beißen sich herum, wie Stosakenmüße Pan Danilos zu sehn, funkelnd steht ihnen nicht nach, sie haben die Aermel ihrer nen Knochen würde es schver fein, in der feuchten Hunde: niemand ist da, der ihr Haupt wäre. blitt der goldene Gürtel seines blauen Schupans, abgeriffenen Schupans zurüdgestreift und stolzie Erde zu faulen, und noch schwerer würde es unser Adel hat alles auf polnische Art geändert, wie ein Wirbelwind flattert die Mähne feines ren umber, als ob sie was Rechtes wären. Sie meiner Seele sein." ist tüdisch geworden, hat seine Seele verkauft und Rappen. Wie ein Vogel ist er bald hier, bad spielen Karten und schlagen einander mit den ,, Was sprichst du, Lieber Mann? Bist du es die Union mit dem Papst angenommen. Die dort, schreit laut auf und fuchtelt mit feirer Das Harten auf die Nasen. Auch fremde Frauenzim nicht gewesen, ber sich über uns schwache Weiber Juden unterdrüden das arme Volf. Zeiten! maszenerklinge und schlägt nach rechts und links sich!... Die polnischen Herren werden immer luftig gemacht hat? Und jezt redest du ſelbſt wie Zeiten! Vergangene Zeiten! Wohin seid ihr um sich. Hau zu, Nosat! Sause hin, Rosat. Ertoller und treiben Schindluder mit den Leuten; ein schwaches Weib. Du hast noch lange zu entschwunden, alle meine Jahre? Beh in den freu dein wildes Herz, aber laß dich nicht verloden Seller. Bursche, bring mir einen Krug Wet. Auf vom Anblick der goldenen Geschirre und Schus fie paden einen Juden am Bart und pinseln ihm leben!" ein Kreuz auf die unwürdige Stirn, schießen mit Nein, Katerina, meine Seele spürt den unser altes Leben will ich trinken, auf die ent- pans Tritt Gold und Edelsteine mit Füßen! Stich zu. Sofat! Sause hin, Rosak! Doch schau blindgeladenen Gewehren auf die Weiber und nahen Tod. Es wird traurig auf der Erde; hundenen Jahre!" Womit follen wir unsere Gäste empfangen, dich um: schon seßen die polnischen Frevler die tanzen mit ihrem unzüchtigen Pfaffen Stralowiat. schlimme Zeiten kommen herauf. Ach, ich gedenke Nicht einmal durch Tataven hatte das russische und gedente der entschwundenen Jahre: die fehren Ban? Von der Wiese her lommen die Polen!" Sütte in Brand und treiben das rerängstetich fort. Wie ein Wirbelwind macht Pan Tanilo Land solch ein Aergernis erfahren: Gott hat nie wieder. Er war noch am Leben, die Ehre rief Steato, der eilig ins Rimmer stilrzte. Ich weiß, wozu sie kommen!" sprach Da- lehrt. seine rote Müße taucht schon bei den Sitihm wohl bestimmt, um seiner Sünden willen, und der Ruhm unseres Heeres, der alte Konafolche Schmach zu leiden. Und mitten in diesem fchelvitsch. Wie mit diesen meinen Augen fche nilo und erhob sich. Sattelt die Pferde. getreue ten auf und der Sau Sodom hört man sie von Pan Danilos Landgut ich die Kosakenregimenter vorüberziehen. Das war Diener! Zu den Waffen! Die Säbel heraus! einander. Nicht eme, nicht wei Stund: n chlagen fich und seiner schönen Frau reden... Die Bande, eine goldene Zeit Katerina! Der alte Hetman Bergeßt auch die bleiernen Bohnen nicht: die Polen und Kosaken: auf beiden Seiten werden die sich hier versammelt hat, sinnt sicherlich auf faß auf einem rabenfchwarzen Pferde; in feiner äfte müffen mit Ehren empfangen werden" nichts Gutes. Band funkelte der Hetmansstab: um ihn heruni Staum hatten die Kosaken aufsitzen und ihre sie immer weniger: doch Pan Danile ermattct standen die Anführer, und zu den Seiten wogte Wusteten laden fönnen da war auch schon der nicht: mit feiner langen Lange stürzt er die Reiter das rote Meer der Saporoger. Der Setman be- gange Berg mit Polen gleichwie mit welfem aus dem Sattel, mit feinem mutigen Refse zergann zu sprechen und alles stand still, wie in Herbstlaub befät. Stampf er das Fußvolt. Schon ist der Hof g: Ban Danilo fipt in seiner Stube am Tisch. die Der Greis weinte, als er Erde ei Bei, das gibi ein fröhliches Treffen!" rief fäubert schon beginnen die Polen zu fliehen, schon bat den Kopf in die sand gestüßt und grübelt. uns die alten Taben und Gefechte ins Gedächtnis Danilo, als er die diden Pans erblickte, die auf reißen die Sofaten den Erschlagenen die golderen Auf der Ofenbank Pani Katerina und singt ein rief. Ach, wenn du gewußt hättest, Katerina, wie ihren goldgeschirrten Roffen würdevoll schautelten. Schupans vem Leibe und bemächtigen fich des wir uns damals mit den Türken herumgeschlagen So ift es uns also doch noch einmal beschieden fastbaren Geschirrs; schon macht sich Pan Danilo Mir ist nicht froh zumute, Frau," sagte Ban baben! Auf meinem Stopfe ist heute noch die zum Ruhmesreigen anzutreten! Fren dich, zur Verfolgung auf und schaut sich um, die Seinen da schäumt er auf vor Wut: cr Danilo. Der Stopf schmerzt, und auch das Herz Narbe zu sehn. Bier Kugeln sind an vier ver- Stofalenseele, fren dich zum legten Male! Los, ju fammeln line auch das Narbe ( Forif. folgt.) Bied. 9 tut mir weh, Es liegt wie eine Laft auf mir schiebenen Stellen durch mich hindurchgegangen, ihr Burschen! Unser Festtag bricht an!" hat Katerinas Vater erblidt. v 4. Rovember 1924. Scite 5. Saarbrüden, 3. November.( Wolff.) SaarGin Gaunerstückchen hat sich dieser Tage in Ma- beim Statspiel so geschickt gearbeitet, daß niemand| Wohnung Wache hielt, meldete sich in Nürnberg Starle Regengüe, Hochwasser. rienbad zugetragen. Dort lernte ein junger Mann etwas merkte. beim Telephon ein gewisser Hradecky, der sich vor dem Wohnhause die nötigen Şantierungen an Weshalb man nicht zum Mars funken tann. An aber im Laufe des Gespräches als Erner verriet. Frankfurt a. M., 3. November.( Wolff.) Ju cinem angetauften Motorrade. Vater und Mutter den Tagen der großen Marsnähe wurde häufig die Er verlangte zu wissen, was in Prag Neues sei folge starter Regengisse herrscht im Taunuss fahen ihm zu. Ein Frember, elegant gekleidet und Möglichkeit besprochen, auf den Wars funtentelegra- und teilte dent Detektiv, den er natürlich für und Wain- Gebiete Hochwasser. Verschicvertrauenerwedend, gefellte sich dazu und erklärte dem phisch Nachrichten zu senden und, falls auf dem Mars feinen Helfer Hejna bielt, mit, er habe bereits bene Orte sind vom Verkehr abgeschlossen. Der jungen Mann verschiedene Handhabungen am Motor. erdenähnliche Menschen leben mit funkentelegraphi- cine Villa in Marseille gekauft. Die Polizei- Schaden ist beträchtlich. In Frankfurt hat heute Gine Einladung zum Mittagessen war die Anerken scheu Einrichtungen, mit diesen einen Gedankenaus direktion ersuchte hierauf sofort die Nürnberger Vormittag avischen 9 und 10 Uhr der Main die nung für die Bemühungen des Fremden. Dabei tausch herbeizuführen. Wie icht aber er norwegi- Sicherheitsbehörde, Erner zu verhaften, was auch Ufermauer überschritten. Der Wasserstand ist in wurde für den Nachmittag die Fortseßung des Unter. fche Physiker 2. Vegard zur Beruhigung der Ge- geschah. Bei Erner wurden 37.000 Stronen getöln 6.98. Der Main steigt 8 bis 10 Zentimeter richtes auf freier Landstraße beschlossen. Der müter berichtet, ist das Senden von funtentelegra funden. in der Stunde. Der Wasserstand der Saar ist Fremde und der jung: Mann fuhren auf die Land- phischen Nachrichten auf den Mars eine glatte Un habe dem Juwelier Jakobowicz am Graben Ferner stellte die Prager Polizei fest, Exner auf 8.68 zurüdgegangen. fraße hinaus, die Eltern wollten nachkommen, um möglichkeit. Seine Forschungen haben ergeben, daß Juwelen im Werte von 58.000 K verkauft. Die Die Fortschritte ihres Sohnes an Ort und Stelle zu sich in den oberen Schichten der Atmosphäre etuvelen stammen von einem gewissen Johann brüden ist von einer Bodywasserfatastroph: heims bewundern. Auf der Landstraße stellte dann der Hülle aus Teilchen feſten Stickstoffes befinder. Diese Bastera, der seinerzeit den Schmud aus dem gesucht worden, wie sie seit dem Jahre Frembe fest, daß Benzinmangel einzutreten drohe. Hülle hat eine starke Reflexion der auf sie von ule Nachoder Schloß entwendet und dafür zu vei 1882 nicht mehr zu verzeichnen war. Der Schaunse- Bastera, Or machte sich erbötig, mit dem Rade zu den Eltern ren Radiostationen aus auftreffenden Welt zur Jahren Kerkers verurteilt worden war. Zastera den wird auf mehrere Millionen Fran bes jungen Mannes zum Benginnechfüllen zu fahren, Folge und verhindert deren Verlust in den Welten hat vor seiner Berhaftung die damalige Beute ver ten geschäßt. Der Sechwasserspiegel, der nor während der fimge Mann inzwischen auf der Land. straße warten sollte Der junge Mann erklärte fich Erde zurückgeworfen, zwischen deren Oberfläge und entlassen worden war, hat er bie quwelen wieder mal 3,10 Wieter beträgt, iſt auf ungefähr 7.20 graben und als er bedingt aus der Strafanstalt einverstanden, doch Motorrad und Fahrer fat er der Stickstoff- Staubhülle festgehalten, wurdert ausgegraben und verkauft. Einen Teil erwarb Dieter gestiegen. Die Safenanlagen sind vollkom dic drahtlose Ueberseetelegraphic ermöglicht wird. damals Exner, der die Juwelen dann gemeinsammen überschwemmt und die Schiffahrt unterBrand im Stationsgebäude Teplig- Walbtor. Am mit Hejna dent Juwelier Jakobowicz weiterver brochen. 1. November brach im Stationsgebäude der Station Wetterübersicht vom 3. November. Die Ergiebig. faufte. Der verhaftete Hejna behauptet, JakoboTeplit- Waldtor ein Kellerbrand zum Ausbruch. Das Charleroi, 3. November.( Savas.) Gauze, Feuer ist vermutlich durch Hineinwerfen von glü feit der Regenfälle war am Montag am größten im wicz habe gewußt, daß es sich um gestohlene henden Zigarrenresten in ein offenstehendes Keller Norden und Osten von Böhmen( Aufsig a. E. 20, Brillanten handle, was diefer allerdings bestreitet. Stadtviertel und einige Ortschaften Toch zum Ausbruch gekommen. Im Reller befanden Wildenschwert 23, Prag 10 Millimeter Wasserwert) Die Brillanten seien umgeschliffen und dann nach in der Umgebung wurden von Ueberschwemmun sich verschiebene leicht brennbare Sachen. Der durch und am Nordrande der Slowakei. In den südlichen Antwerpen verkauft worden. Auf Grund dieser gen heimgesucht. In Laminoire wurden de den Brand entstandene Schaden ist erheblich. Das Teilen Böhmens war es niederschlagsfrei und trocken. Aussage wurde auch der Juwelier Jakobo Büttenverfe und in Scinant das Elektrizitäts= Feuer wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Teplitz Sier erreichten die Temperaturmagima 19 bis 20 icz berhaftet und gestern gemeinsam mit werf überschwemmt. In Marfinelle muß Schönau, welche mit der Autospribe am Brandplay Grad Celsius. In Prag war das Tagesmittel der eina und Frau Erner dem Strafgericht einge die Bevölkerung mittels Booten mit Lebensmit erschien, gelöscht. Das in der Restauration beschäf- Temperatur um achteinhalb Grad Celsius übernor- liefert. Wegen der Auslieferung Erners wird mitteln versorgt werden. Die Schäden sind überaff der bayerischen Behörde verhandelt. tigte Dienstmädchen, welches ihre in der Bodenkammal. Wahrscheinliches Wetter von mer verwahrten Habseligkeiten in Sicherheit bringen heute: Wechselnd bis vorwiegend bewölkt, Neigung wollte, fonnte infolge der starken Rauchentwidlung zu Schauern, allmähliche Abkühlung, Nordwestwind. den Rückweg über die Stiege nicht mehr benüßen und niemals mehr wieder. raum hinaus. Sie werden also immer wieder zur mußte von der Feuerwehr mit einer Leiter durch ein Der Landesvoranschlag für Böhmen. Fenster herabgeholt werden. Prag, 3. November. In der außerordenterheblich. Der österreichische Parteitag beendet. Ein schwerer Zusammenstoß. Bei einem am Sonntag nachts auf der Prager Legionenbride er- lichen Sibung des Landesverwaltungsausschusses ritorischen Verhandlungen des sozialdemokratischen feien, zur Kenntnis der Versammlung. In den Wien, 2. November. Im Laufe der merito- delegationen in das Parteigefüge einzugliedern folgten Zusammenstoße einer Autodroschte mit dem vom 29. Oktober wurde das Budget für 1925 ge- Parteitages erstattete zunächst Parteisekretär Abg. Parteivorstand wurden gewählt: Dr. Friedrich Fiater des Josef Mates aus Nusle wurder: die nehmigt. Der Gesamtbedarf beträgt 566,682.644 Genosse taret einen Bericht über die Entwiddler, Austerlitz, Otto Bauer, David, Bferbe des letteren berart schwer verletzt, daß er sie Stronen, dem nur eine Bedeckung von 435,128.812 lung der Partei. Sie hat im letzten Jahre um Dr. Ellenbogen, Dr. Renner, Popp, jofort töten lassen mußte. Das Auto juhe, durch den Kronen gegenübersteht. Es verbleibt also ein De- 55.000 Mitglieder dazugenommen und Reumann und Tomschid Zusammenstoß aus der Richtung geschleuder:, auf fizit von 131,553.382 K. Die einzelnen Abteilun- zählt gegenwärtig 566.000 Mitglieder, habe sich den Harrachplatz und nahm erheblichen Schaden, so gen weisen folgende Endziffern aus: Zentralver- femit feit dem Jahre 1913 versiebenfacht. heute mit einer entschiedenen Stundgebung gezen Der sezialdemokratische Parteitag wurde daß es zur Weiterfahrt untauglich wurde. valtung 33,801.425 K( Bebedung: 11,800.816 K), Gentoffe Dr. Friedrich Adler erstattete einen zwei- jede Verzögerung in der Durchführung der AlFeld und Gartenbewirtschaftung 1,834.288 K stündigen Bericht über die Geschichte und Ent ters und Invaliditätsversicherung sowie gegen ( 396.881 K), Aderbau 49.929. 406 K( 8,052.883), vidlung der Arbeiterräte. Ihre hauptsächlichste den Plan zwischen ihr und der Selbständigen- VerAttentatsversuch gegen einen deutschen D- Zug. Gewerbe, Handel und Industrie 14,419.691 K Funktion habe darin bestanden, die kommunistische sicherung ein Junktim herzustellen, endlich gegen Auf den Zug der Sonntag abends von Fürsten( 454.270 K), Gesundheitswesen, soziale Fürsorge Partei, welche die Einheit der österreichischen Arden etwaigen Ausschluß der land- und Forstwirt berg in Mecklenburg in der Richtung auf Berlin 172,429.796 K( 28,604.586 K), öffentliches Si beiterklasse bedroht habe, zat vernichten. Nachdem schaftlichen Arbeiter aus der Versicherung geabgegangen ist, wurde in der Nähe der Station cherheitswesen und Militär 12,135.573 K deren Spaltungsversuche zunichte geworden feien, schlossen. Der Parteitag nahm ferner einen ReDrögen ein Attentat verübt. Es wurde nämlich( 2,441.946 K), Unterricht 93,148.741 K, Runſt ſei bic Mission der Arbeiterräte er folutionéantrag an, worin die Parteimitglieder eine drei Meter lange Eisenbahnschiene, die als und Bildungswesen 4,122.978 K( 3048 K), füllt. Redner brachte sodann den Beschluß des aufgefordert werden, ihre Mitarbeit an der soWarnungstafel neben den Eisenbahngeleisen ver- Runst 24,696.478 K( 11,585.240), öffentliche Reichsarbeiterrates, der darin geht, daß die Argenannten Arbeiterhilfe als einer wendet worden ist, von unbekannten Tätern quer Bauten und Eisenbahnen 54,100.431 K( 155.914), beiterräte aufzulösen und in Form von Betriebs Communistischen Wache oufzugeben. über die Schienen gelegt. Die Schiene wurde von allgemeines Pensionsetat 12,837.020 K( 280.000), dem Zug in fünf Stücke geteilt und es gelang, Landesschulden 30,718.617 K( 68,437.268), Lannoch rechtzeitig zu bremsen, bevor die letzten dessteuern( nur Einnahmen: 301,473.360 K), JWagen entgleisten. Man nimmt an, daß der An- vestitionen für Grund- und Wasserbauten und für Vor einem Wittelsbacher- Operetten schlag auf den D- Bug Stopenhagen- Warnemünde Elektrifizierung 62,508.200 K( 1,492.600). Ueber Rostoc beabsichtigt war, der wenige Minuten die Bedeckung des Defizites ist bisher noch nicht vorher durchgefahren ist. Dieser Zug scheint aber entschieden. Berlin, 3. November. Der ,, Montagmorgen" über die Schiene hinübergefahren zu sein. Das Schulbudget weist einen Bedarf von läßt sich aus München berichten: Seit einigen letten Sonntag haben in Berlin zehnt Per- von 145,562.018 K gegenüberstehen. Es verbleibt diesmal die Wiedererrichtung der Monarchie zum Zehn Selbstmorde an einem Sonntag. Ant 712,566.611 K aus, dem Einnahmen in der Höhe Tagen läuft hier das Gerücht um, daß auch der November 1924 einen Putsch bringen werde, der fonen ihrem Leben durch Selbstmord ein Ende domnach ein Abgang von 566,994.593 K. Dieses Ziele habe. Der Süddeutsche Zeitungsdienst sicht gemacht; drei durch Gas, zwei durch Morphium, Defizit wird aus dem Anteil des Landes aus dem sich schon veranlaßt, in einem großen Auffaße vor bauminister und Führer der Partei der kleinen zwei durch Erschießen, einer durch Erhängen und Ertrage der Umsatzsteuer und der Zugussteuer ge- der großen Illusion zu warnen, daß ein bayeri- Landwirte Stefan Szabo- Nagyatad ist sches Königreich im Rahmen der deutschen Repu- heute nachmittag infolge eines Herzschlages. blit ohne Schädigung Deutschlands möglich wäre. gestorben. Eine Illusion sei es auch, daß ein Marsch nach Berlin unter dem Banner Wittelsbachs weniger unglücklich enden werde, als unter dem Banner Hitler- Ludendorff. zwei durch Ertränken. bedt werden. Sonderbare Juwelen- Geſchäfte. putsch? Um den fächsischen Landtag. Schutzhaft genommen. Nach der Auflösung des. Zuges tam es noch am Hafenplatz in Spandau zwischen einzelment fleineren Gruppen des Banners Schwarz- Rot- Gold und dem Jungsturm" zu Reibereien, die aber im Reime erstickt wurden. Szabo- Nagyatad gestorben. Budapest, 1. November. Der gewesene Aders Blutige Allerheiligen in Agram. Im Gerichtsgefängniß von Halbau wurde kürzlich der Justizwachtmeister, seine Frau und Tochter ermordet und das Gerichtsgebäude in Brand gestedt. Die Berliner Blätter berichten nun, daß der einzige Prag, 3. November. Vor einigen Tagen beUeber die näheren Umstände des Ablebens Gefangene der Anstalt auf Grund eines Indizien richteten wir über den Betrug des ehemaligen Szabo- Nagyatad wird gemeldei: Szabo- Nagyatad beweises der Täterschaft überführt wurde. Der Ge- Buchhalters Exner, dem der Prager Goldwar auf die beiden Feiertage aus Budapest nach fangene, der demnächst entlassen werden sollte, hatte, händler Tvrdit, Wenzelsplay 35, aufgesessen Es gibt verblendete Leute genug in Bayern, die suche seiner Familie gekommen. Samstag früh Die Allgemeine Zeitung" schreibt ebenfalls: seiner kleinen Besitzung in Erdocsokonya zum Beum sich Barmittel zu verschaffen, die Familie des ist. Erner lockte den Juwelier nach Nachod auch vor törichten Streichen nicht zurüdschrecken, wollte er auf die Jagd gehen. Seine Jagdgefähr Justizwachtmeisters ermordet und die Wohnung unter der Vorspiegelung, die dortige Schloßherrin die sich einbilden, mit einer fertigen Tatsache die ten famen um 9 Uhr früh zu ihm. Er ging mit ausgeraubt, worauf er Feuer legte. Um den habe Juwelen im Werte von 250.000 Kit ber Dinge durchreißen zu können. Seit einigen Ta- der Gesellschaft in den Hof hinaus, wo er plöblich Berdacht von sich abzuwälzen, schloß er sich in seiner laufen. Tvrdit folgte der Einladung und nahm gen betreiben mehrere Wehrverbände organisato- um Entschuldigung bittend in fein immer zurüd Zelle ein, indem er die Tür aus den Angeln hob, die 239.000 K mit, die ihm Exner veruntreute. Ueber rische Vorbereitungen mit großer Ele, in erster tehrte. Da er lange ausblieb ging man in sein Riegel von außen vorschob und dann die Tür von die Angelegenheit berichtet die Polizei: innen wieder einsette. Erner, der sich Tvrdit als Schloßverivalter Linie der Verband Bayern und Reich". Zimmer, wo er im bewußtlosen Zustande gesunBluttat eines litauischen Fanatikers. Der Ober- vorgestellt hat, hat ihn vom Josefstädter Bahnhof den wurde. Ein sofort herbeigerufener Arzt fonwachtmeister der Landespolizei für das Wemelgebiet abgeholt und zum Nachoder Schloß geführt. Dort statierte Gehirnblutang. Sz: bo- Nanyatad fam Heidemann aus Memel war im Auftrage der übergab der Juwelier dem vermeintlichen Schloßnicht mehr zu Bewußtsein und gab gegen halb Staatsanwaltschaft zu einer Haussuchung nach Waf- berwalter die mitgenommen 239.000 K und überfen bei dem Führer der litauischen Schüßenvereini- nahm dafür eine Handtasche, in der sich die Parteivorstand der sozialdemokratischen Partei Berlin, 3. November.( Eigenbericht.) Der 12 Uhr feinen Geiſt auf. gung, Landwirt Betere it in Aglonen, ablomman. Juwelen befinden sollten, die aber nicht geöffnet hat heute Vertreter der westlichen Bezirksvordiert worden. Während der Verhandlung mit dem wurde. Trydick begab sich hierauf mit dem Bestände und der Minderheit der sächsischen Landgroßlitauischen Fanatiker Betereit zog dieser plöglich trüger wieder nach Josefstadt und sie fuhren ge- tagsfraktion zu einer Besprechung nach Berlin becinen Revolver und schoß den Oberwachtmeister meinsam nach Prag, um den Sauf endgültig abrufen. Auf dem sächsischen Landesparteitag, in meldet wird, tam es hier am Allerheiligentage zu nieder. Es gelang Petereit mit einem Rabe zu ent- zuschließen. Als sich der Zug in Bewegung feste, Leipzig war beschlossen worden, daß die sozial argen Ausschreitungen. Die Kommunisten versuch kommen. Der Beanite ist inzwischen gestorben. entfernte sich der vermeintliche Schloßverwalter demokratische Landtagsfraktion einen Antrag auf argen Ausschreitungen. Die Nommuniſten verſuchEin Biermänner- Stat mit Klebigen. Einen gesucht. Als Erner aber lange nicht zurüdfehrte, schluß wurde einstimmig gefaßt, weil zuvor in Grabe des Attentäters Aliagie zu veranstalten, und der Juwelier dachte, er habe das Cloſett auf- Auflösung des Landtages stellen sollte. Der Be- ten, am Zentralfriedhof eine Manifestation am recht teuren Stat spielten drei Reisende, zwei Her- faßte er Verdacht und öffnete die Sandtasche, in ren und eine Frau im D- Zug Berlin- Köln. Schon der sich nur Steine befanden. Der Betrüger war einer Besprechung in Dresden eine Vereinbarung wurden aber durch die Polizei daran gehindert. in Berlin ſtiegen zwei junge Herren zu ihnen in das indessen von dem fahrenden Zuge abgesprungen über die Ausschaltung von Streitigkeiten bei der Der Zuſammenstoß zwiſchen Kommunisten und Abteil zweiter Stlaſſe, die Geschäftsreisende zu sein und verschwunden. Der Juwelier erstattete sofort Aufstellung der Landtagskandidaten zustande ge- Polizisten hatte unter den zahlreichen Friedhofsschienen, denn sie zeigten auch ein paar Stuntsfelle die Anzeige und die Polizei stellte fest, daß der einbarungen hatten sich aber Meinungsverschie- besuchern eine förmliche Panit hervorgerufen. In ſprachen die Herren von einem Stat, den sie gespielt früheren Fabrikanten Allois Egner identisch sei, benheiten ergeben. Es wurde nach eingehender den Abendſtunden überfiel eine Gruppe kroatischer and beuten dadurch Branche häcider fehle ihnen der dritte Mann. Als der schon drei Jahre schweren sterkers verbüßt Verhandlung heute beschlossen, der fächsischen Nationaliſten das Lokal der nationalistischen Orhätten. sich einer der Mitreifenden dazu anbot, stellten sie hat. Die Nachforschungen ergaben, Egner sei nach Landtagsfraktion zu empfehlen, den Antrag aufganisationen„ Orjuna" und zertrümmerten die eiligst einen Handkoffer zwischen die beiden Bänke der Tat zu seiner Frau nach Briley bet Beraun Auflösung des Landtages erst zu stellen, nachdem end alsbald war das Spiel im Gange. Es wurde gereift, bet er 4500 K übergeben haben die Dresdner Beveinbarungen auf den einzelnen Einrichtung. Hiebei wurden auch Bilder des di Dauersfat daraus, der auch nach und nach einige Erners Wohnung wurde der übrmacher Jarus Bezirkskonferenzen durchgeführt sind und dadurch Königs Alexander und des Königs Peter zerrissen. Michige anlockte. In Löhne mußten die beiden Ge- laus eina aus Böhm.- Stalis angetroffen und die Sicherheit für einen einheitlichen und ge- Die Nachricht über die Vorgänge rief in Belgrad schäftsreisenden" abbrechen; sie wollten, wie sie sag- verhaftet, mit dem Exner in der Pankrater Straf- schlossenen Landtagswahlkampf gegeben ist. " Jungdeutscher Rabauorden. Belgrad, 3. November. Wie aus Agram ge große Erregung hervor. ten, nach Bielefeld weiterfahren und umsteigen und anstalt bekannt geworden war. Hejna ist ein beverabschiedeten sich sehr höflich. Bald darauf wollte fannter Geldfälscher, der ebenfalls drei Jahr geeiner der Mitspieler es war ein Biermännerflat feffen ist. Bei ihm wurden 12.000 K gefunden, daraus geworden Brimo de Rivera am Ende bes den Speisewagen aufsuchen, die er nach seiner Angabe von Erner bekommen Berlin, 2. November.( Wolff.) Heute nachfaßte nach seiner Brieftasche und entbedte, daß habe, um dessen Gattin über Deutschland nach mittags fam es bei einem Umzuge der ReichsLateins sie verschwunden war. Der zweite Mitspieler Frankreich zu bringen, wo sich Egner niederlassen bannervereinigung Schwarz- Rot- Gold in Spanmacht gleich darauf dieselbe Entdedung, und eine wollte. Madrid, 3. November. Das Blatt ,, A. B. Frau, die geliebigt hatte, stellte fest, daß ihr das dau zwischen Mitgliedern der Mannschaft Span- C." erklärt, alle Generäle des Divettoriums hätAm 31. Oktober wurde der verhaftete Sejna dau des Zuges und drei Studenten des jungdent- ten nunmehr erklärt, daß die augenblickliche DrBortemonnaie mit Inhalt aus der Handtasche ge- in seiner Prager Wohnung aus Nürnberg tele- fchen Ordens zu einer Schlägerei. Die Strei- ganisation durch ein Kabinett ersetzt werden müsse, tele- schen stohlen war. Die beiden„ Geschäftsreisenden" hatten phonisch angerufen. Dem Detektiv, der in der tenden wurden getrennt und die Studenten in das sich aus Zivilpersonen zusammensetzt. Gelte 6. Die Lage in der Textilindustrie. Tuchindustrie Baumwollhosenstoffen blich am Jägerndorfer Platz auch im September der Erzeugung von flau, in Neutitschein und Fulnet anhaltend günstig. Am Reichenberger Play war gegenüber dem Vormonat fein weiterer Rüdgang in der Beschäftigung zu verzeichnen. Es scheint, als bestände für die kommenden Monate Hoffnung auf eine stärkere Belebung der Pro duktion. in den Baumwollindustric auch bis zu einen gewissen Grade die Veredelungsindustric sinth End es hib of Bio4. November 1924. wo zwei Streifbrecher unter Bodedung von zwei| Bauarbeiterkampf in Jägerndorf. Die Orts. Gendarmen den Auftrag hatten, von einem Heim- gruppe des Deutschen Bauarbeiterverbandes in arbeiter die in Arbeit befindliche und durch den Jägerndorf forderte für die Maurer, Zimmerer, Streit stehengelassente Avbeit abzuholen. Als nun Hoffnung auf stärtere Belebung der Produktion. Bor harten Lohntämpfen. ber betreffende Arbeiter abwesend war, wurde Biegel- und Sägewerksarbeiter, Dialer, Ladierer, Innerhalb des Tätigkeitsgebietes der„ Union hingeben war die Krawattenstoffetseu beit ohne Beisein desselben zusammengepackt und Arbeiterinnen eine 20prozentige Teuerungszulage. ganz einfach die in der Werkstätte stehende Ar- Anstreicher, und für die Bauhilfsarbeiter und der Textilarbeiter" war die Situation in den gung noch immer flott beschäftigt. Dasselbe mit der erwähnten Eskorte zum Raffineur ge- Die Unternehmer lehnten jede Zulage rundweg einzelnen Branchen der Textilindustrie im Monat wurde auch aus Sternberg berichtet, nur die September folgende:. Die Beschäftigung in der Seidenbandwaren und broschierten schafft. Alle diese Fälle werden seitens der ab und erklärten, daß die Arbeiter und ArbeiteStreifleitung einer genauen Festlegung unter- rinnen mit den niedrigen Hungerlöhnen zufrie fleine Befferung war im Warnsdorfer Gebiet in bereit, gegen derartige Terroratte und Gesetzes den find. Am 30. Oktober 1. J. fand im Aringet und hoffentlich sind die Behörden auch verletzungen den nötigen Schutz zu bieten und ihre beiterheim eine Versammlung statt, in der der Organe zu belehren, daß sie sich weniger als arbeiterfeindliche Standpunkt der Unternehmer zu konstatieren. Allerdings stehen noch immer alleinige Schüßer des Kapitals betätigen. Daß mit Entrüstung zurückgewiesen und einstimmig wei Betriebe mit men annähernd 500 Arcs den Kämpfenden aber auch nicht an Humor beitern still. Dabei ist interessant, daß, froßdem fehlt, beweist der Umstand, daß man an den beschlossen wurde, den Kampf um die Tenerungsin Warnsdorf die Arbeitsvermittlung die Nach- Telegraphenstangen der verschiedenen Orte plakate zulage aufzunehmen. Es kommen 800 Personen frage nach Webern am dortigen Plaße nicht be- angeklebt sieht, auf welchen in lünstlerischer Form in Betracht. Zuzug nach Jägerndorf ist daher Die Schafwollwaren- Erzeugung friedigen fann und man sich an die Arbeitsver- einige Szenen dargestellt sind, wo Streifbrecher strengstens fernzuhalten! mittlung nach Schluckenau und Zwidau wenden mit Hilfe der Gendarmerie fleine Handwägelchen wies im Ascher Gebiet( Erzeugung von Ram mmuß, um Weber zu bekommen. Bezeichnend iſt abgeliefert wird. Die Stimmung der teljahre 1924. Die soeben erschienene Doppelnum schieben, auf welchen fertige Streitbrecherarbeit Auswanderungsbewegung im zweiten Biergarn, Herren- und Damenstoffen) im auch, daß gerade jene Warnedorfer Unternehmer, Streitenden ist nach wie vor eine mer 90/91 der Mitteilungen des Statistischen September die vormonatlichen günstigen Produk welche Weber suchen, die schlechtesten Löhne zah tionsanlagen auf. Im Neustädter Gebiet war len, wie denn überhaupt konstatiert werden muß, gute. Staatsamtes" veröffentlicht detaillierte Daten sie minder gut, ebenso auch im Reichenberger daß im Warnsdorfer Gebiet die Vertragslöhne über die Auswanderung im zweiten Vierteljahre Gebiet. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist aber nicht eingehalten werden. Diese Tatsache hat ihre Genossenschaftliche Tagung. 1924 und zwar einerseits über die in dieser Zeit eine Wiederbelebung der Produktion in Urfache in dem bebauerlichen Anwachsen der Zahl den einzelnen Gebieten für die kommenden Monate der indifferenten Arbeiter, eine Folge der Sigung des Genossenschaftsrates des wanderer. In der ganzen Republik wurden für Am 31. Ofteber 1. J. fand in Prag cine die zum Ueberfeetransport übernommenen Ansausgegebenen Auswandererpässe, anderseits über zu gewärtigen. Hinsichtlich der Beschäftigung tommunistischen Zerstörungsarbeit, Berbandes deutscher Wirtschaftsgenossenschaften 5969 Personen Pässe nach den europäischen Staa die auf gewerkschaftlichem Gebiete unter der dor- statt, an welcher 33 Delegierte von den Vor- ten und für 3644 Personen nach den überjectschen Kammgarn- und Abfallspinnereien tigen Arbeiterschaft in den letzten Jahren beständen der Kreisverbände teilnahmen. trieben wurde. Vor Engehung in die Tagesordnung hielt den jedoch nur 1536 Personen übernommen, denn Staaten ausgegeben. Zum Ueberseetransport wur ist zu sagen, daß die Kammgarnerzeugung im Die Situation in der Stickerei und der Vorsitzende Senator Lorenz einen tiefge- die Beschränkungsmaßnahmen der Vereinigten allgemeinen in den einzelnen Gebieten die gleich Spisenerzeugung wies gegenüber dem fühlten Nachruf dem nachts zuvor plößlich ver- Staaten von Nordamerika bewirken, daß nur ein gute Beschäftigung wie im Auguft aufivies. In Vormonat feine Aenderung auf. Ju einzelnen storbenen Abg. Cermat und würdigte insbe- Teil der mit Auswanderungspässen versehenen vielen Rammgarnspinnereien war der Beschäf Orten der in Betracht kommenden Gaugebiete fondere feine Tätigetit als Genossenschafter, der Personen im gleichen Jahre nach den Vereinigten tigungsgrad geradezu glänzend und dürfte war die Beschäftigung gut besonders in der seit vielen Jahren an den genossenschaftlichen Be- Staaten von Nordamerika wirklich auswandern auch weiterhin so anhalten. Die Gefahr eines Seimindustrie in anderen Orten war auch ratungen teilgenommen hat und ein eifriger För tann. Nehmen wir an, daß alle Personen, die sich Streifes in der Neudefer Kammgarnspinnerei im September keine Besserung wahrzunehmen. derer der Genossenschaftebewegung gewesen war. Auswandererpässe nach den europäischen Staaten A. G., von den etwa 3.600 Arbeiter betroffen Anhaltend flott war die Beschäftigung in der Nicht nur die fozialdemokratische Partei und die beschafft haben, dorthin auch tatsächlich ausgewan worden wären, konnte im Wege von Verhand- Samt- und in der Bandwarenerzeugung, in politische Arbeiterbewegung überhaupt, sondern dert sind, fann die Gesamtanzahl der Auswanlungen beseitigt werden. Die welch letzterer Branche auch viel Ueberstunden auch die Genossenschaftsbewegung verliert in dem derer aus der Tschechoslowakischen Republik im gemacht wurden. Die Teppich- und Möbelstoff- Dahingefchiedenen eine unerfeßliche Straft. Der zweiten Vierteljahre 1924 mit 7505 Personen( im wies in einzelnen Gaugebieten noch immer einen fchäftigt und man rechnet mit einem längeren hörten, wurde über einstimmigen Beschluß dem werden. Singegen sind nach den vorläufigen Daten erzeugung war im Vormonat gleich gut be Nachruf, welchen die Anwesenden stehend an- ersten Vierteljahre mit 5530 Personen) festgestellt flauen Geschäftsgang auf, doch machen sich An- Anhalten der Konjunktur. Eine Periode der Protokolle einverleibt. zeichen einer Befferung hic und da bemerkbar. Hochkonjunktur hat die Posamentenindustrie im 2284 Personen im zweiten Vierteljahre 1924 Der Hauptgegenstand der Tagung war die In den Spinnereien war die Beschäftigung beffer Reichenberger Gebiet aufzuweisen, wo reichlich sonstituie rung des neuen G( 1873 im ersten Vierteljahre) in unſeren Staat einals in den Webereien, jedoch nicht überall. Eng Ueberstunden gemacht werden und beabsichtigt ist, Genossenschaftsverbandes für Ston- gewandert, wobei jedoch die von Frankreich zurückmit der Situation in der Baumwollinduſtric iſt eine zweite Schicht einzuführen, während in sum und Sparvereine in Prag, registrierte Ge- gekehrten oder von dort Eingewanderten nicht ein Mähr.- Neustadt die Dinge ungünstiger ſtanden nossenschaft mit beschränkter Haftung, welcher die gerechnet sind. Der gesamte Wanderungsverlust beund es zur Einstellung eines Betriebes und Ent- Verschmelzung des Verbandes deutscher Wirt- nähernd 5000 Personen( im ersten Vierteljahre bei trägt daher im zweiten Vierteljahre 1924 anlassung der Arbeiter( 50) kam. Die Wachstuch, schaftsgenossenschaften und der Großzeinkaufsgeläufig 3500 Personen). Von den europäischen Filz- und Kraßenerzeugung hielt sich gegenüber sellschaft aus betriebsökonomischen und gesetzes- Staaten nahm im zweiten Vierteljahre 1924 am dem Bormonat auf gleicher Höhe. Noch immer techniſchen Gründen bezweckt. Der Vorstand der meisten Auswanderer aus der Tschechoslowakei ungünstig ward ie Lage in der Zwirn- und Häkel- neuen Genossenschaft, welcher auch mit allen Frankreich auf. Es wurden dorthin Auswanderergarnerzeugung im Rumburger und Kreibiter durchzuführenden Maßnahmen, insbesondere mit pässe für 4166 Personen ausgefolgt; von diesen Gebiete und es ist auch für die nächste Zukunft der handelsgerichtlichen Registrierung betraut ist, ftammten 3065 aus der Slowakei, 874 ans Böh noch feine Aussicht auf Besserung. besteht aus den Genossen: Senator Wenzel 20ist im Jägerndorfer Gebiet in den FlachsspinDas Gesamtbild in den Hauptbrauchen der renz( Karlsbad), Abg. Anton Diet( Brag), sectransport übernommenen Auswanderern sind ( Prag), en und 206 aus Mähren. Von den zum Ueber nereien eine Stodung eingetreten, die wohl in Textilinduſtrie hat sich innerhalb des Verbands. Rudolf Kreisty( Prag), Wenzel Sad 1091 Personen nach Ranada ausgewandert; in die Mangel an Rohwaren ihre Ursache haben dürfte. bereiches der Union gegenüber dem Berichts-( Böhm. Kamnik), Karl Bankrac( Tepliz- Bereinigten Staaten von Nordamerika 203 PerDie Leinenwebereien, die Hanfbetriebe und die monat August nicht wesentlich geändert. Wenn Schönau) und Guſtav Schalet( Stomotau). sonen, nach Argentinien 195, nach sonstigen überJuteindustrie wiesen dort einen guten Beschäf- auch einzelne Gebiete in manchen Branchen nicht in den Aufsichtsrat wurden gewählt: für Streis I seeischen Staaten 47 Personen. Von ihnen stammtigungsgrad auf, der auch noch weiter hinaus eine volle Beschäftigung aufzuweisen haben, sobahn( Chodau), für Kreis II Knobloch( Boten 1050 aus der Slowakei, 236 aus Mähren, anhalten dürfte. Weniger günstig war die Sita- fällt das doch nicht derart in die Wagschale, daß denbach), für Streis III Abg. Fischer Teich- 163 aus Karpathorußland, 72 aus Böhmen und tion im Mähr. Schönberger Gebiet. Die Leinen- Schlechtweg von einer ungünſtigen Situation im ſtadt), für Streis IV Ringel( Proschwitz), für 15 aus Schlefien. Tschechoslowakischer Nationalität industrie fonnte mit Ausnahme der Erzeugung Gesamtausmaße gesprochen werden kann. Es Streis v Maher( Oberpfan), für Streis VI parent 1255 Uebersee- Auswanderer und bloß 66 bon Exportware- sich nicht erholen, doch waren besteht auch keine Ursache zur Befürchtung we- Morfes( 3wittau), für Streis VII Pugte deutscher, 87 russischer und 109 magyarischer Nadie Hausweber noch voll beschäftigt. Out be- gen einer Verschlechterung der Produktionslage,( Oderberg), für den polnischen Verband Sy- tionalität. Von den mit Auswandererpässen nach schäftigt war auch die Jute im Neustädter und obwohl der Inlandskonsum unter der immer fora( Lazy) und für den Verband der Eisenbah- europäischen Staaten beteilten Personen waren Teplißer Gebiet. weiter steigenden Teuerung leiden muß, weil die ner( Fieber( Teplitz Schönau). Der Aufsichts- 4799 tschechoslowakischer Nationalität, 989 deutGehechelte Flächse dürften bis zur neuen Ernte breiten Schichten der Lohnarbeiter bei den ge- rat wählte zu seinem Obmann Fischer( Teich- scher, 113 magyarischer, 46 russischer, 17 polniauslangen, sodaß eine Stockung in der Produktion genvärtigen Löhnen kaum die Ausgaben für die stadt), zum Stellvertreter Hahn( Chodau) und scher und 5 anderer Nationalität. Ziehen wir den nicht eintreten dürfte. Es wäre denn, daß die Nahrung zu bestreiten in der Lage sind und da- zum Schriftführer Knobloch( Bodenbach). Beruf der Personen in Betracht, welchen Auswan Unternehmer dann mit dem Einkauf von Roh her troß der angebrochenen kalten Jahreszeit Ueberdies wurden die gesetzlich geforderten For dererpässe ausgefolgt wurden, gehörten von ihnen material aus neuer Ernte zurückhalten, um die feine Anschaffungen für Wäsche und Bekleidung malitäten, wie z. B. Verlesung und Annahme der 3463 der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei Preise, die sich gegenwärtig auf 11 bis 16 K machen fönnen. der Statuten usw. erfüllt. pro Kg. stellen, zu drücken. Minder gut stand Diese Teuerung zwingt daher auch die Ar- Hierauf berichtete der Verbandssekretär an, 2324 der Industrie und dem Gewerbe, 192 dem es auch dort in der Leinenindustrie, wo man in beiterschaft, mit Forderungen um Erhöhung der Die kl über das neue Gesetz betreffend die Ver- Handel und Verkehr, 157 dem öffentlichen Dienste und freien Berufe, 3499 den übrigen Berufen. Zur den Webereien zu Arbeiterentlassungen schritt. Es Teuerungszulagen oder Lohnzulagen auf den gütung von Nachkriegsschäden, ferner Zeit der Vaßausfolgung waren 4399 Auswanfehlt an Abf für grobe Futterstoffe, die im Plan zu treten und es ist die Lohnbewegung über das systematische essetreiben der derer beschäftigungslos. Als Ursache der Auswan dortigen Gebiete teilweise erzeugt werden. Die auch schon in vollem Gange. In vielen Wer privaten Kaufleute und ihrer Organi derung haben die Inhaber der Auswandererpässe Leinengarubleichen, desgleichen die Jutebetriebe, tragsgebieten sind die Lohnverträge bereits ge- fationen gegen die Konsumvereine. Der Ge-( es gab ihrer 8523) am häufigsten die Suche nach waren gut beschäftigt. Die flotte Beschäftigung fündigt worden und weitere Sündigungen werden schäftsführer der GEC, Streifty erstattete ein Unterhalt( 3926) oder den Antritt einer Stellung erfolgen. Die Arbeiterschaft ist gar nicht in der Referat über die wirtschaftliche Situa Lage und nicht gesonnen, auf Stosten ihrer an tion und warnte davor, sich auf die bestehende( 8256) Personen angegeben. und für sich miserablen Lebenshaltung die Fol- Preishausse zu verlassen, weil ihr, zum großen gen dieser Teuerung zu tragen. In den kom- Teile sicherlich spekulativen Ursachen, plößlich zu Mehleinfuhrmonopol. I'm Wahlmanifest der ArDie englische Arbeiterpartei für Getreides und menden Wochen werden daher auch in der Textil wirken aufhören könnten, weswegen sich die Kon- beiterpartei ist die Stabilisierung der Lebensmittelwenn das Unternehmertum für die Notlage der Warenlagern vor den Wechselfällen der Monjunt Die Ausschaltung der großen Preisschwankunoen industrie harte Lohnkämpfe entbrennen, sumverezne durch Haltung von nur ganz kleinen beiterpartei ist die Stabilisierung der Lebensmittelpreise als wichtige Forderung aufgestellt gewesen. In der Seidenindustrie trat in der Tüchel- Arbeiter fein Verständnis an den Tag legt und nur schüßen sollen. Er berichtete ferner ausführ soll neben Verhütung der Wirtschaftskrise auch dent und Stoffweberei im Mähr. Schönberger Gebiet ihren Forderungen gegenüber sich zu feinem lich über die Eigenproduktion der GET, Zwed dienen, dem Landwirt ein entsprechendes ein weiterer Rückgang in der Produktion ein, Entgegenkommen bereit findet. welche fich wieder neue Betriebe geschaffen hat, Einkommen zu sichern, den Verbraucher aber vor so die Schuhfabrit in Reichenberg, den Gurken Ausbeutung zu schützen. Das Mittel zur Stabili betrieb in Znaim, woran sich schon in nächster ferung der Lebensmittelpreise bildet das Ein Beit noch andere neue Eigenproduktionen schließen fuhr monopol des Staates für Getreide und follen. Von großem Interesse war auch die Wit meht. Einfuhren auf private Rechnungen dürfen teilung Steriſtis über den internaionalen nicht erlaubt sein. Der Staat könnte größere VorUeberbau der Konsumgenossen- räte fammeln und bei der Festsetzung der Preise Schaftsverbände in der Tschechoslowakei große Unterschiede nach oben over unten chaftsverbände in der Tschechoslovakei, längere Perioden ausgleichen. welcher in der Form einer zentralen, alle Nonfumvereins- Verbände umfassenden Genossenschaft schon in turzer eit ins Leben treten wird. Nach Besprechung verschiedener genossenschaftlicher Ac gelegenheiten wurde die kurze, aber inhaltsreiche Tagung geschlossen. verknüpft, die dort, wo die Baumwollindustrie beffer beschäftigt ist, ebenfalls einen besseren Beſchäftigungsgrad aufwies wie dort, wo die Situafion in der Baumwollindustrie minder günstig war. In der in der Flachs, Jute und Leinenindustric Wirf- und Stricwarenindustrict hielt auch im September an und dürfte dieser Zustand auch weiter einige Zeit anhalten. Seidenindustrie. Der Glasarbeiterstreit. Inung des Kollektivvertrages und der 15prozentigen Lohnzulage abgeschlossen haben, ist auf 42 gefticHaida, 3. November.( Eigenbericht.) Der gen. Nun beginnt gegen diese Firmen von den Streit der Glasarbeiter im Haida- anderen Unternehmern ein Steffeltreiben, in dem Steinschönauer Gebiet geht in un- versucht wird, daß die abschließenden Firmen von veränderter Form diese Woche den Glashütten tein Robglas bekommen und es weiter. Das Zentralstreiffomitee hatte sich ist dem Streiffomitee bereits ein Fall gemeldet in den letzten Tagen bemüht, im Interesse der worden, wo die Belieferung mit Robglas vergesamten hiesigen Industrie, wobei es sich um weigert wurde, allerdings mit der Begründung, die Effettuierung vieler Weihnachtsaufträge daß man so viel zu tun hat, daß diese Beliefehandelte, die Unternehmer umzustimmen und rung nicht möglich ist. Nain steht diese BeVerhandlungen anzubahnen, worauf der Ver- gründung im Widerspruch mit der Tatsache, daß band der nordböhntischen Glasindustriellen" ge- die Unternehmer der Rohglashütten ihren Arbeiantwortet hat, daß er nach wie vor an seinem tern mitgeteilt haben, daß infolge des ausgebro- Die Arbeitslosigkeit Ende August. prinzipielle Standpunkt, feinerle: Lohnerhöhun chenen Streifs Auftragsmangel eingetreten sei und Nach Mitteilung des Statistischen Staatsgen zu gewähren, festhalten und überhaupt jede infolgedessen nur viertägig gearbeitet werden Verhandlung ablehnen muß, sofern nicht vorher tann. Es handelt sich also hier offensichtlich um amies betrug die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Die Arbeit aufgenommen wird. Diese scharfmache einen Solidaritatsaft der organisierten Unterneh- der Tschechoslowakischen Republik Ende August rische Antwort hatunter den Stämpfenden die größte mer und es ist wichtig, zu erfahren, welche Stel- 78.774 Personen( Ende Juli 79.036), direkt uns Empörung ausgelöſt und mit dazu beigetragen, lung hier die politischen Behörden einnehmen terstützt vom Staate wurden 8.491( Ende Juli daß die versöhnliche Stimmung verflogen ist und werden, die in das Streifgebiet zum Schuß der der Streit in der schärfsten Weise geführt wird. 1.ernehmer und Streitbrecher Gendarmerie be- 10.506) und durch die Unternehmungen 17.714 Die Zahl derjenigen Firmen, welche mit den ordert haben. Ein weiterer trasser Fall der( Ende Juli 14.767) Personen. Die Zahl der Gewerkschaften Vereinbarungen unter Anerken- Rechtsverlegung wird aus Sonneberg gemeldet, freien Stellen betrug 18.076. auf Der Baumivollverbrauch der Welt. Die halb jährliche Baumwollstatistik für die erste Hälfte 1924 ist vom Internationalen Baumwvollverband vor turzem veröffentlicht worden. Im ganzen Verbrauchsjahr 1923-24 war der Verbrauch unt beinahe zwei Millionen Ballen geringer als ein Jahr zuvor; er betrug 20.25 millionen. Der Ver nt letten Halbjahr entfiel aber der Rudgang brauchsrüdgang beträgt also zirka ein Zehntel. nicht auf Europa, sondern auf die überseeischen Länder. Die Vereinigten Staaten verbrauchten eine halbe Million Ballen weniger als im ersten Halbjahr. Auch ist der Verbrauch Indiens wesent lich zurückgegangen. Dentgegenüber ist der europäische Verbrauch in der zweiten Hälfte des Verbrauchsjahre der gleiche gebl ben wie in der ersten. Innerhalb der einzelnen europäischen 4. November 1924. General- Versammlung des Konsum- Vereines industrie in England, Spanien, Bolen, Holland, der letzten mähr. schlesischen Landeskonferenz die Borwärts" in Altrohlan. Sonntag, den 26. St- Finnland und Dänemark. Zurüdgegangen ist sie selbständige Organisation des Landes Schlesien be schlossen wurde, die mit 1. tober 1. J., tagte in Altrohlau im Arbeiterheim" in der Tschechoslowakei, Belgien und Schwedenrichtet wurde. Jänner 1904 auch tat gu Aus der Partei. Kreistonferenz Teplit- Saaz. . Gerichtsiaal. Seite 7 Bom Mordverfuch freigesprochen. Eger, 31. Oftober. Abermals beschäftigt das Schwurgericht eine Anklage wegen versuchten Mordes. Dieses Verbrechens angeklagt ist der Heger Franz The ml in Sebastiansberg, geboren am 19. Novem ber 1895. die ganzjährige General- Versammlung des Kon- Die internationale Statistit enthält keine Angaben fächlich errichtet wurde. Wenige Wochen später erschien die erste Nummer des schlesischen Parteiblat fum und Sparvereines Vorwärts". Die über Deutschland. tes Schlesische Volkspresse". Und zwei Genossen. Versammlung war von 103 männlichen und 44 Scharnowell und Trenta, die damals im Präsidium weiblichen Delegierten beschickt, und außerdem waren, wurden auch diesesmal mit der Leitung der nahmen eine Reihe Angestellter und Mitglieder Verhandlungen betraut. als Gäste teil. Den Bericht über den abgeDie Kreisfonferenz wurde vont Kreisvertrauens laufene 24. Geschäftsjahr erstattete der Obmann mann Abg. Gen. Joti eröffnet, dessen erste Worte Mit der Schwiegermutter des Angeklagten lebt der Genossenschaft, Genoffe Lorenz, an Hand dem ungeheuren Schmerz über den unerseylichen Rart Lorenz in einer Einschichte, den sogenannten von reichem Ziffernmaterial, vielen Tabellen und Berlust infolge des Todes Karl Čermats galten. Schachthäusern. Die Schlafstelle des Lorens befand Statistiken in eingehender Weise. Aus den AusSamstag und Sonntag fand in der„ titterburg" in Die tief zu Herzen gehenden Worte wurden stehend sich bei einent gegen den Wald gerichteten Fenster. führungen entnehmen wir: Der Konsum- Verein Vorwärts" in Altrohlan zählt gegenwärtig Turn die ordentliche Streiskonferenz des Kreises Tep. angehört und es wurde beschlossen, die Genossen Joll, Am 2. August 1. J. gegen bab 11 lbr nachts erKon- Seeger, 12.707 Mitglieder, befis 72 Verlaufsstellen und lip- Saaz statt. Arbeiterfänger eröffneten die Kon Seeger, Linke und Trenta zum Begräbnis zu entwathie Lorenz durch das Zerbrechen einer Fensterhatte im lepten Geschäftsjahr einen Jahres- ferenz mit einem Chor, worauf der Kreisvertrauens- senden. Ebenso beschloß die Kreiskonferenz, dem scheibe seiner Wohnung. Im selben Augenblide umjas von 28.6 millionen Stronen mann Genosse Sirsch dem verstorbenen Genossen Parteivorstand telegraphisch das herzlichste Beileid öffnete ein Wann das Fenster, sprang in die Stube auf das Bett des Lorenz zu und schlug mit einem zu verzeichnen Das Betriebskapital der Genos- Cermat einen tiefempfundenen Nachruf hielt, den wir auszusprechen. an anderer Stelle bringen. Den Bericht des Streis Gen. Joff würdigte sodann in seiner Erstumpfen Gegenstande den im Bette liegenben Karl fenschaft beträgt insgesamt 8364.787 K; Betriebswerten( Fahrpart, Maschinen, Inventar, sekretariates erstattete Genosse Rüd, den des öffnungsrede die Entwicklung und den Aufstieg des Lorenz auf den Kopf und die Schultern. Der AnRealitäten) besitzt die Genossenschaft 4.380.120 K. Frauenfreiskomitees Genoffin Liewald, für die schlesischen Proletariates und seiner Organisatio greifer rief hiebei:„ Vereden mußt Du, Hund elenber!" Lorenz wehrte sich, so gut es ging, erwischte Sie hat 18 Säufer, ferner die Magazinsräume Jugendlichen berichtete Genoise Kern, für die nen in den 20 Jahren selbständiger Organisation. Nach Erledigung geschäftlicher Formalitäten hiebei einen runden Stiel, den er festhielt, worauf in Altrohlau. Beschäftigt find in der Genossen- Volfsbuchhandlung sowie die Drud. und Verlags. frhaft gegenwärtig 215 Personen. Die nächste anstalt Genosse Kremser, für die Arbeiterväderei purde in die Tagesordnung eingegangen. Den Täder Angreifer rief Baß los" und seine Drohung Aufgabe der Genossenschaft wird die Errichtung Genosse Pankrac, worauf Genosse Start namens tigkeitsbericht der Kreisvertretung erstatteic Aba. wiederholte. Er entwand dem Lorenz den Stiel und Lorenz erwischte einer genossenschaftlichen Schlächterei, Selcherei der Stontrolle die Entlastung aller Funktionäre be- Gen. Jokt, der auf die Steigerung des Martensching neuerlich auf Lorenz los. und Wurstwaren- Erzeugung sein. Die General antragte. Aus der regen Debatte ist vor allem die absages und der Abnehmerzahl bei der Presse hin dann den Arm des Angreifers, bekam dann aber versammlung hat dem Antrage des Vorstandes Erklärung des Genossen Erlacher hervorzuheben, wies. Den Kaffabericht erstattete Gen. Tis, einen muchtigen Schlag auf den Arm, worauf er das auf Errichtung dieses neuen Sweiges genoffen die besagt, daß die Turnvereine des Kreisgebietes( Druderei Gen. Görner, Kontrolle Gen. Scharno Bewußtsein verior. Als Lorenz wieder in fich fam, schaftlicher Eigenproduktion einstimmig suge- nun wieder treu zur Partei stehen. Sonst drehte fich well, der die Erteilung des Absolutoriums bean- war der Angreifer verschwunden. Die Verlegun ftimmt. Gleichzeitig wurde eine Reihe von An die Debatte hauptsächlich um die Bildungs tragte. An die Berichte schloß sich eine längere, gen, die Lorenz am Stepse erlitten hatte, find alle trägen beschlossen, die im Laufe des nächsten steuer, wozu ein Antrag der Kreisvertretung ant streng sachliche Debatte. Abg. Genoffin Blatny leichte, nur ein zweintaliger Bruch des linken OberGefchäftsjahres zur Durchführung zu gelangen genommen wurde, der besagt, daß die Kreiskonferens erstattete sodann ein mit großer Aufmerksamkeit an armes ist eine schwere Verlegung. Die Margarete haben, und zwar soll ein ilfsfond zur Un- der Einführung der Bildungssteuer grundsäglich zu gehörtes Referat über die Notwendigkeit der intent Stunzmann war durch den Lärm erwacht und tief terstützung jener Mitglieder, welche, sei es durch stimmt, jedoch den 1. Jänner 1925 als ein für die fivierten Agitations- und Organisations Nachbarn herbei, holte u. a. auch den Angeklagien, wirtschaftliche Rämpfe oder durch Elementar- Er Durchführung der Bildungssteuer nicht geeignetes arbeit unter den Frauen, worauf Abg. Gen. ber auch fatfächlich mitging. Lorenz wurde natür eignisse in Not geraten find, geschaffen werden. Datum hält. Die Kreistonferenz ersucht den Seeger in einem tiefdurchdachten Referat ein lith von den Nachbarn gefragt, auf wen er den Ver Ferner sind die notwendigen Maßnahmen Reichsausschuß der Partei, den Parteivorstand zu übersichtliches Bild über die gesamte poli- dacht der Täterschaft habe, worauf dieser antwortete, treffen, damit alle Witglieder ihren Geschäftsbeauftragen, die Bildungssteuer an dem ihm geeignet tische Situation und unsere nächsten er wisse schon, wer es getan hat, er habe ihn an auteil voll einzahlen. Zu diesem Zivede ist das scheinenden Augenblick einzuführen." Sierauf hielt ufgaben gab. An der gemeinsamen über beide ber Stimme erfannt und erwähnte hiebei einen ge Sparmarten- System neu zu organisieren. Bezüg- Genosse Pohl ein beifällig aufgenommenes inftrut Referate abgeführten Debatte beteiligten sich zahl wiffen Klingharter. Später nannie Lorenz als lich Aufklärung und Gewinnung neuer Mitglieder tives Referat über die politische Lage. Darant reiche Genossen, die zu diesen Punkten verschiedene Täter den heutigen Angeklagten gegenüber den Gen soft im Monat November eine Werbeaktion schloß sich eine eingehende Debatte, in der die Ge Anträge stellten, so einen auf Errichtung eines darmen und dem Arzte und begründete seine rite in allen Ortschaften durchgeführt werden. Gleich- offen Dr. Strauß Prag, Gschwendner Saaz, Frauenireissekretariates. Bei der Wahl der Kreis Angabe eines anderen Täters damit, daß er wegen zeitig foll die lebernahme des Arbeiterheims in Schmidt- Teplit, Stadtfer Komotan, Mittler- Zu vertretung wurde einstimmig Abg. Gen. Jo! I gumber Gegenwart des Angeklagten bei der ersten BeMtrohlan durch die Genossenschaft durchgeführt mantel, Worbach Teplip, Dr. Heller- Teplis, Müdi Streisbertrauensmann gewählt. Unter Allgemei fragung durch die Nachbarn diefen nicht nemen werden. Alle diese Anträge wurden einstimmig Teplis, Babelt Turn, Wenzel Brür, Paul Teplis nes" wurden eine Anzahl organisatorische Fragen wollte. Die Anklage sucht dann auch noch durch Zabigutgeheißen, und nachdem noch die Erfagwahlen sprachen, worauf Genosse Pohl das Schlußwort hielt. behandelt und Anträge angenommen. In einem durchgeführt und eine Reihe interner Angelegen Sodann berichtete Genosse Stremser über die Antrag nahm die Kreiskonferens auch zur geplanten die Täterschaft des leugnenden Angeklagten gu heiten beraten wurden, konnte die General- Ver- Presse. Auch daran schloß sich eine rege Tebatte. ten obligatorischen Einführung der Bildungssteuer beweisen und führt u. a. aus: In der Kammer sammlung nach dreieinhalbstündiger Dauer ge= Bei den hierauf folgenden Neuwahlen wurde Stellung. Theml Hammer mit abgebrochenem Ben Scharnowell schloß dann, da die Tages- ben, der offenbar bei bent teberfalle vers schlossen werden. zum Kreisvertrauensmann Genosse Abg. Hirsch, zu dessen Stellvertretern Kremser und Genoffin ordnung erschöpft war, in später Abendstunde nach wendet wurde. Der Ueberfall konnte nur von einer Die Belämpfung des Preiswuchers in Frank Liewald, zum Kreiskaffier Genosse Löwe, zum Absingen des Liedes der Arbeit die eindrucksvolle Person mit genauen Lolalkenntniffen verübt wor reich. Die franzöfifche Regierung hat zur Bestreissekretär Genosse Rüdl gewählt und gleichfalls Konferenz. den sein. Der von dem Ueberfallenen erst als Täter fämpfung der Teuerung folgende Waßnahmen an die Wahlen in die kontrolle, das Frauenfreistomi Die Konferenz war von 72 Delegierten besucht. bezeichnete Klingharter( Karl Forstner) lann sein geordnet. Für das Wicht werden bezirksweise tee, ben Ausschuß für Gemeinde- Angelegenheiten, den Das Frauenreichskomitee und der Parteivorstand Alibi nachweisen. Die zwei unde, die sich mit im Maximalpreise festgefeßt. Die Getreidepreise wer- Kreisbildungsausschuß sowie den Presse- Ausschuß für waren durch die Abg. Genoffin Blatny vertreten. Zimmer des Lorenz befanden, schlugen nicht den den, besonders mit Rücksicht auf den Einfuhrbedarf die„ Volkszeitung" vorgenommen. Für die Man- Im Anschluß an diese Tagung fand die Frauen geringsten Bärm, ein Zeichen, daß sie den Täter des Landes, nicht geregelt, und so erstreckt sich die batsprüfungskommission berichtete Genosse& we, treisfonferenz statt, die sich vorwiegend mit futer genau von früher her fannten. Theml äußerte sich, Kontrolle nur auf die Gewinne der Mühlen und woraus hervorging, daß 245 Konferenzteilnehmer annen Angelegenheiten beschäftigte. Der Genoffin daß ihm die zwei alten Leute zu lange leben. Lorenz der Bäder. Die Bäcker müssen ihre Läden einen wesend waren. Schließlich wurde ein Antrag ange of wurde das Vertrauen ausgesprochen und erwähnte die auffallende Schwäche des von ihm ge Tag in der Woche schließen, damit der Verby- uch nommen, in welchem die Kreiskonferens allen Sena gleichzeitig bedauert, daß diese Genoffin der Gegen faßten Armes. Der Angeklagte ist Kriegsinvalide frischen Brotes eingeschränkt wird. Die Fleisch- toren und Abgeordneten Dank und das unerschütterte stand unbegründeter Angriffe gewesen ist. Genoffin und hat infolge einer Schußverlegung der rechten preise werden bei den Wetzgern start fontrolliert Bertrauen ausspricht. Sierauf schloß Genosse Strich Joll wurde wieder einstimmig zur Streisvertrauens Arm schwächer, in diesem auch feine besondere Kraft. und die Regierung beabsichtio. große Wiengen mit einem feurigen Schlußwort die arbeitsreiche person gewählt. Sätte ein anderer Mann zugeschlagen, wäre Lorenz Gefrierfleisch auf eigene Rechnung einzuführen. Tagung. wohl schwerer verlegt worden Die Einfuhrzölle cuf Räse, Schinten, Sped, tondensierte Milch, Butter, Obst, Gemüse, Safermehl wurden stark herabgefest, die Weizenzölle auf die Sälfte vermindert. Die Großhandelspreise der Lebensmittel sind in der legten Zeit gesunken und Samstag, den 1. d. W., fanb in Troppau die lag in der Zeit von halb 8 bis 9 Uhr abends int Die Geschworenen verneinten nach durch die Waßnahmen verfolgen auch den Zweck, die diesjährige Kreisfonferens statt. Sie tagte in Freu- Verein deutscher Arbeiter, Brag II., Smečfagajie 27. geführter Verhandlung die Frage auf Mordversuch, Greissenfung auch im Kleinhandel durchzusehen. dental und war eine Jubiläumskonferens. Bis zum Der erste Abend dieses Mähkurses findet Dienstag, morauf das Gericht den Freispruch des AmgeLänder sind aber Veränderungen eingetreten. Gr- Jahre 1903 war Schlesien mit Mähren organisato- den 4. viovember, abends von halb 8 bis 9 Uhr, in flagten Frans Then von der Anklage des Mord höht hat sich die Kurzarbeit in der Baumwoll- risch verbunden. In Frendental war es, wo auf Verein deutscher Arbeiter statt. versuches verbündete. immer so. ntußten, Regen. Bon H. Nitid) mant it. Kreistonferenz Troppau. Frauenjektion der Bezirksorganisation Prag. Tie Organisation veranstaltet, wie schon berichtet Der Angeklagte leugnet, mit dem Ueberfalle wurde, einen Bandarbeiten und Nähkurs in irgend einer Verbindung zu stehen und will wäh siweimal wöchentlich, und zwar Dienstag und Frei- rend dieser Zeit zu Hause gewesen fein. Regen einfeyte. Anfangs schenkten wir dieser 9tatur.| noch halten fonnten, so waren doch den Meisten( kroch mit einer Wurstigkeit, die bereits mit dem erfcheinung feine Beachtung, hatten wir doch gute die Streichhölzer naß geworden. Es schmedte Leben abgeschlossen hatte, unter meine najfe Mäntel au. Aber der Regen fing doch an etivas fein Essen und das fleine Quantum schwarzen Wagenplache. Bor Müdigkeit schlief ich selbst ein, dicker zu fallen und bereits nach dem ersten halben Raffees fonnte die naffen Glieder nicht erwärmen. troß meiner schweren, am Leibe fiebenden Klei Tage war der Wlantel durchnäßt. Wir ertrugen Im Finstern hieß es auffißen. Es regnet und der. Es war noch grau, als ich erwachte. Ich Neben den vielen Erinnerungen an die Zeit diefe Prüfung mit gesundem Sumor, war es doch regnete. Bei Diorgengranten waren unsere Stici- stieß meine Plache mit Gewalt empor; doch was vor zehn Jahren lann euch das harmlos nicht die erste gründliche Taufe während des drei- der aufs Neue vollgesoffen. Die Müge saß schwer war das? Sic frachte und rührte sich nicht. Auch scheinende Wörtchen an der Spine dieses Auf: monatigen Feldzuges. Wir fütterten mittags wie ein naffer Schwamm bereits auf Nase und ich schien angenagelt. Als ich meine Beine einzie fakes etwas dazu beitragen, die Striegsluſt bei unsre Pferde, faßen wieder auf und fuhren Ohren. Ueber die Gefichter liefen schmutzige hen und mich aufrichten wollte, frachten auch einigen, auch heute noch unbelehrbaren Bier- weiter. Aber schon diesen ersten Nachmittag wurde Streifen Waffer. Die Hände waren blau und meine Kleider. Und nun merkte ich erst, daß der Philistern zu dämpfen. Gewöhnlich nimmt man die Sache etwas ungemütlicher. Vont Bocke lief aus dem umgeschlagenen Aermel des Mantels Stegen aufgehört hatte, daß Sterne am Simmel an, daß im Striege ein Mann gegen etwas uns das Wasser bereits durch die Hosen in die rannte Stunde um Stunde das Wasser. Die Zü- standen und daß meine Blache weiß gereift und Wasser immun sei und schließlich hat er doch Stiefeln, was bei der vorgerüdten Jahreszeit gel spürte man nicht mehr in den steifen Fingern. teif gefroren war Meine Beine fonnte ich let als Ausrüstung Wantel und Zeliblatt mit, die fein angenehmes Gefühl war. Wir fuhren und leber die Stnie lief Waffer in die Stiefel Wir ber nicht bewegen, denn auch meine Hoſen und bimmerhin zur Not ſchüßen. Dem ist nicht führen und es regnete und regnete. Schon amt fahren ununterbrochen bis Mittag. Der Regen Stiefel waren fefi gefroren. Troydent uns in Abend war unser Sumor gründlich beim Teufel. troff eintönig und zum Verzweifeln regelmäßig diefem Frost in nassen Kleibern nicht ganz wohl Es war im November 1914, als wir zumal fam, daß wir bis in die Nacht hinein mar- weiter. Nach der kurzen Raft, die zum Füttern, war, hätte ich vor Freude über das Aufhören des zeitennale aus Ruffiſch- Polen Reißaus nehmen schierten, in ständiger Lebensgefahr, von den jeden der Pferde nötig war, hieß es wieder auffigen. ewigen Regens jauchzen mögen. Als ich mic der Schlacht von Juvangorod. Augenblid stürzenden Wagen erschlagen zu wer- Wir hatten die Suppe von der Feldküche geholt endlich herausgerappelt und einige Bewegungen Diesmal wurde es ein Rückzug bis in den Aus- ben. Endlich hieß es bei einem Dorfe halten und und an Ort und Stelle ausgetrunken, weil wir gemacht hatte, fühlte ich mich wieder zu mir kom gangspunkt unserer Operationen. bis in die füttern. Steif und blau fielen wir von den Wagen. einen Löffel nicht halten konnten. Es machte men, die Lebensgeiſter tamen wieder in BeweFestung Stralau hinein. Ich hatte mich zum Die Pferde durften nicht ausgespannt werden und Wühe mit den gefühllosen Händen die Schale gung, nicht lange nachher praffelte ein Feuer, Regimentstrain zurückgezogen, um meine altenstanden, ebenfalls steif und feierend, vor dem zer- junt Wunde zu führen. Wir marschierten den um das wir uns ständig drehten, denn wenn die Knochen etwas zu schonen. Plöblich kam in weichten Futter. Die marschierend: Infanterie vetten Tag bis abends, dann mußten wir neu- naffen Knie zu rauchen begannen, war es Zeit, fren ständigen Vormarsch der unverständliche hatte bereits von jedem Loche im Dorfe Bejiv erdings im Freien nächtigen. Es regnete auch den rückwärtigen Teil dem Feuer auszusehen, Befehl, sofort umzukehren und denselben weg ergriffen und wo man nur unter irgend ein Dach die Nacht durch ununterbrochen. Erft haben wir weil man dort unterbeffen die stälte deito empfindzurück zuf hren. Die vuffifchen Wege, die bekannt- fam, stieß man auf Leiber, die wie in einer Sägeflucht und als wir unausgeschlafen vor Müdig- licher verspürte. lich jeglichen steinernen Untergrundes entbehren, ringstonne zusammengepfercht am Boden lagen. feit am Wagen dämmernd nickten wurden wir Wenn ich heute in der Stadt bei einem herwaren durch den Vormarsch der taufende Fuhr. Für uns Nachzügler war barum unter Dach kein langsam apathisch. Die in unaufhörlicher Folge einbrechenden Regen sehe, wie alles rennt, wie werke und Beschüße nicht beffer geworden. Die Blay mehr. Wir legten uns daber teils unter rieselnden Tropfen ließen uns den Begriff der eilig die Regenschirme und Mäntel hervorgeholt infanterie befaß noch die alten hochrädrigen die Wägen in den skot oder, wo ein Glücklicher Zeit vergessen. Ein Tag in diesem fortwährenden werden und wie rasch alles in die Haustore Kommißwägen der Friedenszeit und so thronte ein Stück Blache am Wagen hatte, darunter. Zu Regenstrom mit keinem trodenen Faden am schlüpft, muß ich stets an diesen Regen denken, auch ich auf dem nurmhohen Bode des Proviant- diesen Glüdlichen gehörte auch ich. Ich versuchte Leibe, ohne Schlaf und hungrig. läßt einem die wo der Mann angefesselt an den Dienst fich Tage wagens der ersten Kompagnie. Angetan waren den Mantel auszuziehen und über mich zu del Stunde als Ewigkeit erscheinen. und Nächte lang nicht rühren durfte und ihm in wir mit derselben Plusrüstung wie die anderen ten. Es tropfte durch die Blache, der Wantel Wir wußten daher kaum, daß wir schon drei dem steten Tropfen der Wahnsinn zu überkommen marschierenden Infanteristen, nur daß wir statt legte sich schwer und falt auf meine durchnäßten age ununterbrochen in diesem Regen führen. drohte. des Gewehres einen etwas fürzeren Rarabiner Beine, so daß ich nach kaum sweistündigem Lie- Den britten Tag mußten wir wohl schon mit unden britten Tag mußten wir wohl schon mit unGewiß haben wir später noch einmal folche über den Rüden geschnallt trugen, der feine An- gen aufstehen und Bewegung machen mußte, um fern halbtoten Pferden einen befammernswerten weſenbelt bei jebem Rud des Wagens in den aus- nicht zu erfrieren. Dabei nachte ich die Entdet. Eindruck gemacht haben, denn es wurde eine län Strapazen mitgemacht, aber keine haftet so feft gefahrenen Löchern des Wenes unangenehm fund- tung, daß es ein Winter mit 20 Grab Stälte im gere Raft angeordnet und man fonnte Feuer in der Erinnerung, wie diefer erste Einbrud bon tat, da fedesmal der Knauf des Verschlußstückes Vergleich mit Näffe sehr angenehm sein müßte. itachen. Es mangelte jedoch an Brennmaterial, der Wehrlosigkeit des Menschen gegenüber der Elemente und dem Kriege. irgend einen blauen Fleck hinterließ. Wir hatten Um brei Uhr früh regte es sich auch unter den fo daß fich fein Einziger wärmen konnte. auf diesem zweiten Rückzug fchon einige lebung anderen Wägen. Man fütterte die Pferde, um Uebernachten mußten wir wieder im Frei- Es würde für manchen Hofenkreuzler völlin im Retirieren, so daß wir recht phlegmatisch hinter nur etivas Bewegung zu machen. Einer ober der en. Die Pferde ließ ich ungededt stehen, denn genügen, ihn drei Tage und Mächte dem strömen den marschierendent Kolonnen einherfuhren. Wir andere versuchte die Pfeife in Brand zu steden. unter den naffen Decent, die man faum erheben den Regen auszusehen, um ihn von seiner Striegs. fuhren bereits zwei Tage, als cint feiner falter Wenn auch die verstarrten Finger das Streichholz fonnte, hätten sie noch nicht gefroren. Ich selbst j luft zu heilen. Geite 8. Aufgehobenes Tendenzurteil. ( Oberstes Gericht.) Der Brünner Kommunistenführer und Advokat Dr. Gottlob Ečer wurde am 31. März dieses Jahres von einem Senat des Brünner Landesgerichtes wegen Aufhebung gegen die Behörden zu drei Ta gen schweren Kerters, nicht bedingt, verurteilt. Dr. Ečer hatte am 1. Mai 1923 in Boschowitz eine Rede gehalten, in der er sich unter Aufzeigung von Tatsachen mit dem in der Republik herrschenden Korruptionssystem besaßte und zum Schluß Auflösung des Parlamentes und Ausschreibung von Neuwahlen verlangte. Hinter einem Fen ster verborgen hatten zwei Gendarmen Ečers Rede mitgeschrieben. Auf Grund der Aussagen der beiden Gendarmen wurde gegen Dr. Ečer ein Strafverfahren auf Grund des Schutzgesetzes eingeleitet. Da Dr. Ečer aber dieses Gesetz nicht übertreten hatte, wurde er nach§§ 309 und 401 des Strafgesetzbuches wegen Aushegung gegen die Staatsgewalt in dem oben genannten Strajausmaß verurteilt. Gegen dieses Urteil wurde die Nichtigkeitsbeschwerde eingebracht, da nicht der Senat, sondern nur das Geschworenengericht das Recht hat, eine Uebertretung des § 300 zu bestrafen. Vom Obersten Gerichtshof wurde nun das Urteil als ungeseßlich aufgehoben und der Fall ans Landesgericht zurückverwiesen. Mitteilungen aus dem Publikum. Kaffee Julius Meinl 956 Literatur. 4. November 1924. Slovan gegen Wader 1: 0, Wiener Sportklub gegen FAC. 3: 1; Admira gegen Vienna 1: 0, Rapid gegen Vienna 2: 1, Admira gegen WAC. 1: 1. Tätigkeit und Bestrebungen des Internationalen 11ngarischer Fußball: Städtekampf BudaGewerkschaftsbundes in Amsterdam in den Jahren pest gegen Agram 3: 1( 2: 0), 16.000 Zuschauer, schö 1922 bis 1924. Berlag des Internationalen Gewert- nes Spiel, die Tore fielen durch Orth in der 25., schaftsbundes in Amsterdam. Kommissionsvertrieb Opata in der 41. und Kohut in der 75. Minute, für die Tschechoslowakei: Ustredni Delnicky knihkup Agram erzielt den Ehrentreffer in der 64. Minute cetvi, Hybernska 7, Praha II. 392 Seiten, vier Gold durch Winek; Törekves gegen BTC. 3: 1( 1: 0).— mart. Das foeben erschienene Buch enthält zunächst rafau: Meteor Prag VIII gegen Hakoah 6: 0, den Tätigkeitsbericht des Internationalen Gewert gegen Cracowia 1: 0. Schweiz: St. Gallen schaftsbundes über die Jahre 1922 bis 1924, mit aus- gegen Young Fellows 1: 0, Blue Star gegen Luführlicher dokumentarischer Darstellung der Ber- gano 3: 2, Nordstern gegen Old Boys 5: 0, Aargau handlungen über die Einheitsfront" zwischen Am gegen Concordia 1: 0, Grashoppers gegen Basel 4: 0. sterdam und Moskau und der Versuche der inter.- Paris: Städtespiel Paris gegen London 3: 1!! nationalen Gewerkschaftsbewegung, den wirtschaft. Leipzig: VfB. gegen Pfeil 3: 1, Fortuna geg. lichen Wiederaufbau Europas herbeizuführen; ferner Wader 6: 0. Hamburg: HSV. gegen Viktoria die offiziellen Berichte über die Internationale Ge- 3: 1, Union gegen St. Pauli 5: 3. wertschaftliche Arbeiterinnenkonferenz, die Konfe Landhockey. Prag: DESG. gegen Sagibor 4: 4 renz des Vorstandes des Internationalen Gewerk-( 4: 0). Schönes Spiel der DEHG. vor Halbzeit, die schaftsbundes mit den Internationalen Berufs- jedoch nach Seitenwechsel dem vorgeschlagenen Tempo sekretariaten, den dritten ordentlichen Internationa- selbst zum Opfer fällt. Schiedsrichter Řežak. Schar len Gewerkschaftskongreß. alle drei in der Zeit vom fes Spiel. 31. Mai bis 6. Juni 1924 in Wien abgehalten. Die Schwimmen. Der Weltmeister im Brustauf dem Gewerkschaftstongreß erstatteten schriftlichen schwimmen geschlagen! Der Amerikaner Referate" ber organisatorische Beziehungen zwischen Stelton, der bei der diesjährigen Pariser Olympiade Publikum mitgerissen auch den anwesenden Autor dem JOB. und den Berufssekretariaten von J. Dude- die Weltmeisterschaft im Brustschwimmen gewann, einigemal neben seinem vortrefflichen Interpreten geeft; die internationale Sozialgesetzgebung von 3. wurde in New York bei der Austragung der amerivor die Szene rief, was einen doch einigermaßen un- Dudegeeft; die Stellung des JGB. in der internatio- tanischen Hallenmeisterschaft von N. Patterson, Chirichtigen Eindrud über den Wert des Lustspieles nalen Arbeiterbewegung von Th. Leipart; die Ur- cago, geschlagen. Die Zeit des Siegers über 440 hätte hervorrufen können. Pallenbergs Rede bei der beiteraktion gegen Arieg und Militarismus von L. Darbs betrug 7: 03.2. Verlobungsfeier seiner Tochter ist ein Lustspiel für Jouhaug; der Achtstundentag von C. Mertens find fich, in dem er durch seine Sprachverdrehungskünste, vollständig abgedruckt, ebenso die neuen Satzungen Ausgebeutete! durch einen Satzbau, der sich wie eine Schlange in des internationalen Gewertschaftsbundes, das Attions. Eingesendet. sich selbst verflicht, durch dessen Gegensatz von Form programm und die vom Rongreß angenommenen Reund Inhalt tosenden Beifall erntete. Begreif- folutionen. Dem Buche sind ebenfalls eine Anzahl In der am 5. September I. J. unter dem Vor. Die bürgerliche Breffe licherweise traten gegenüber Ballenberg die an- Photographien beigefügt. Das Buch, das wie kein fit des Bürgermeisters Herrn Gustav Michel ab. fteht im Solde Eurer beren Mitspielenden in den Hintergrund. Herr zweites über die internationale Gewerkschafts- gehaltenen öffentlichen Sigung der Rumburger Olden verdient aber als humorvoller, bei Ballen bewegung unterrichtet, ift für alle Arbeitgeber- und Stadtvertretung fiel bei der Beratung des Verhand In die Hand des Arbeiters das Arbeiterblatt. Kunst und Willen.. mende Erwähnung. Turnen und Sport. Gleichstellung der Arbeitersportler mit den bürgerlichen Sportlern. Sportplates von dem bekannten und( man merke treter!!! gewählten Stadtvertretungsmitgliede Herrn Fabritsdirektor Johann Friedrich der bezeidy nende Ausspruch: Das Bauamt muß wieder einmal besoffen gewesen sein, als er die Errichtung und Einplantung des Sportplayes mit 33.000.- Kronen berechnete." Ausbeuter bergs Extempores schlagfertiger Partner eine rüh- Arbeitnehmerorganisationen, für Bibliotheken, Volks- lungspunktes über die Errichtung eines Spiel- und Dr. K. E. wirtschaftler usw. von großer Bedeutung. Der wirkKammermusil- Konzert.( Neues Deutsches Thea- lich billige Preis von vier Goldmark erlaubt jedem wohl) aus der Gruppe der Angestelltenver ter, 2. November 1924.) Der Prager deutsche Kam- Interessenten die Anschaffung. mermusikverein hatte für sein erstes Konzert in der heurigen Herbstsaison das deutsche Busch Quar tett zur Mitwirkung gewonnen, jene ausgezeichnete Quartettvereinigung, die heute neben dem Wiener Rose Quartett unbestritten die beste ist und bereits in einem der letzten Kammermusikkonzerte vor den Kennzeichnend ist nun, daß die richtigste AntSommerferien begeisterte Anerkennung gefunden wort, der Ordnungsruf von Seite des Herrn Bür„ Tristan und Isolde", Richard Wagners Herren Busch, Andreasson, Doktor und hatte. Auch diesmal zwangen die Künstler( die germeisters Gustav Michel dem Sprecher gegenüber Die Wintersporttreibenden genießen auf den unterblieb. Der Fall machte selbstverständlich die hohes Lied der Liebe und sein innerlich- musikdrama- rümmer) durch die klassisch cole und dabei in- tschechoslowakischen Staatsbahnen erhebliche Be- Ruude durch die Zeitungen des nördlichsten Böhmens sisch stärkstes Werk, fand bei der freitägigen Auf- brünstig leidenschaftliche Art ihres Musizierens das günstigungen. Während bei den großen Touristen- und mußte auf der anderen Seite, bei den Beamten jithrung im Neuen Deutschen Theater troy G- llhr- ungemein zahlreich erschienene Bublifum ganz in vereinen eine 33prozentige Fahrpreisermäßigung des Bauamtes, die schärffte Opposition auslösen. Beginnes an einem Wochentage ein nahezu ausver ihren Bann. Die wunderbare, berückend weiche dann gewährt wird, wenn die zurückzulegende Strede So kam es nun, daß sich mit dieser Blütenleje des tauftes Haus. Die Aufführung ſtand ganz im Schönheit ihres Bianos und die vollkommene, jedes 30 Stilometer beträgt und wenn die Fahrt von einer Herrn Friedrich mehrere fommissionelle nicht öffent Zeichen Alexander Semiinskys und unserer selistische Bordrängen einzelner Stimmen vermei- geschlossenen Gesellschaft von wenigstens zohn Per- liche Sigungen beschäftigten, in denen die Halilojig Primadonna Wolf Ortner. Ersterer als dende Ausgeglichenheit ihres Spieles ist unüber- jonen zuritdgelegt wird, habon Wintersportler die feit und die jeder Grundlage entbehrende Aeußerung musikalischer Leiter des Abends gab eine Interpre- trefflich, die blühende Farbe im Zusammenklange Begünstigung schon für Streden von 20 Kilometern des Genannten festgestellt wurde. Herr Friedrich tierung des Werkes, die an mitsprtreißender Beihrer Inſtrumente einzigartig. Das Programm und darunter und ohne Beschränkung auf eine gab nun seinem Bedauern hierüber Ausdrud, ver. geisterung und glutvoller Elstose ein nicht zu über dieser erlesenen Kunstvereinigung bestand aus Mindestpersonenzahl. Die ermäßigten Karten für weigerte jedoch eben diese Erklärung in der nächsten bietendes Beispiel genialer nachschaffender Tonkunst Musterwerken der klassischen Musikliteratur: Beetho- Wintersportler werden aber nicht an den Personen- öffentlichen Sibung der Stadtvertretung Rumburg bot. Frau Wolf- Ortner hinwiederum, die die bens Cis- Moll- Quartett( Wert 131), Schuberts fassen, sondern durch die Wintersportorganisationen abzugeben. Isolde zu ihren allerbesten Rollen zählen darf, war Streichquartett in B- Dur( Wert 168) und ein selbst ausgegeben und es war bisher ſo, daß, wer ( Hatte er wirklich nicht den Wut dazu?) So von schlechthin illusionsvollkommener Großartigkeit Quartett von S. Haydn. Anspruch auf diese Ermäßigung erheben wollte, Mit- mußte nun in Wahrung der Interessen seiner Mitin bildlicher, gesanglicher und vor allem darstellerischer. Hinsicht. Neben ihrer, Herz und Gentüt Operettenabend in der Kleinen Bühne. Zwei glied einer Organiſation ſein mußte, die einem der glieder der Verband der öffentlichen Angestellten. großen bürgerlichen Sportverbände angeschlossen war.( Ortsgruppe Rumburg) einschreiten und es gelang aufs tiefste erschütternden Leistung mußte alles Operetten zur Verherrlichung des Grifettentums So belamen die Mitglieder irgend eines winzigen anscheinend den Vertretern derselben in einer Inter andere mehr oder weniger verblassen. So insbe- hielten am Samstag ihren Einzug in der kleinen sondere der Gast- Tristan ihres Partners, des Herrn Bühne, die eine, Vera Violetta" von Eys- Slubs die Fahrpreisbegünstigung, während die An- vention mit Herrn Bürgermeister Guſt. Michel, die Jant- Hoffmann aus Dresden. Darstellerisch ler, als immerhin gelungenes Reflamestüd für eine gehörigen des großen Arbeiter Touristenvereines„ Die Angelegenheit in ein beide Teile befriedigendes Gleis blieb dieser den Pragern schon von früheren Gast- Parfümmarle, die andere, Reinhardts„ Die Naturfreunde" entweder darauf verzichten mußten zu bringen, dahingehend, daß Herr Bürgermeister oder gezwungen waren, sich einem bürgerlichen den Vertretern gegenüber das Versprechen gab, nach spielen her bekannte Sänger in der Schablone ſteten Grisetten", als Gipfelpunkt stumpf- Sportverein anzuschließen. Darin ist nun erfreu- Anhörung des Stadtrates bei der nächsten öffent ten, gejanglich hinderte ihn die hrische und weiche sinniger Possenreißerei und alberner Darstellung licher Weise eine Aenderung eingetveten. Nach lichen Sibung selbst eine kurze Erklärung respektive Art feiner Stimme am erfolgreichen Bestehen gegen des Ehebruches. Eyslers Werkchen gibt sich wenig vielen Interventionen ist es dem Touristenverein Richtigstellung abzugeben. über dem vollen Wagnerorchester; anerkannt sei stens musikalisch liebenswürdig, während Reinhardis Hätte das Versprechen der Herr Bürgermeister seine mustergültige Dellamation und die Schönheit zweifelhaftes Opus auch musikalisch durchaus min-" Die Naturfreunde" unter der Mithilfe des Abgeseines Gesanges in den lyrischen Pianostellen. Auch derwertig ist. Ueber die musikalische und inhaltliche ordneten Genossen Grünzner gelungen, die erwähnte nicht gegeben, wäre der Verband schon längst an die neue Brangäne der Frau Ada Schwar; er wohlheit der lettgenounten Operette vermochte auch Ermäßigung auch für diese Organisation die Deffentlichkeit getreten. Freitag, den 24. Oktober 1. J. war nun die allgemein zugängliche Stadtver zu erwirten. Damit ist der unhaltbare Zuwies sich als stiminlich nicht ganz zureichend; freiere ihre vorzügliche Wiedergabe nicht hinwegzuhelfen, stand beseitigt, daß freiheitlich denkende Arbeiter tretungsjigung und nun fragen wir an, Herr Bür Zongebung und schärfere Artifulation werden not- an der die Damen Silloin. Jenny und Weirmo blieb die versprochene Erklärung? endig sein, der schönen Stimme diefer Sängerin ner sowie die Herren Kober, Gabel und finanziell Verbände unterstützen müssen, in denen germeister, zur richtigen Geltung zu verhelfen. Die übrigen Fleischmann gleichen Anteil hatten. Auch die Hakenkreuzler immer mehr und mehr Oberwas- Hatten Sie darauf vergessen? oder glaubten Sie ser erlangen. An den wintersporttreibenden Arbei- nach der allgemeinen These es wächst ja über so Neubesetzungen der Oper( Herr Dr. Fellner als Eyslers Vera Violetta" erfreute sich bei der gegen- tern und Angestellten wird es nun liegen, von dieser Vieles Gras, die Sache als erledigt?? Sänger der Stimme des jungen Seemanns, Herr wärtig ausgezeichneten Zusammensetzung unseres Begünstigung regen Gebrauch zu machen. Reiter als König Marte und Herr Czubof als Operettenensembles einer vortrefflichen und aniDiclot) boten zu besonderen Bemerkungen feinen urierten Aufführung. Insbesondere Frl. Ferry Anlaß. -el. -el. -el. zu berichten. Das Lustspiel erhielt in der deutschen dank der Kunst Pallenbergs die Reise durch ganz unter Mitwirkung der Böhm. Philharmonic, DiriDeutschland gemacht, um schließlich auch im deutschen Theater in Prag zu erscheinen. Wie wollen es sent V. Talich. Nocian wird u. a. Tančjevs Suite Op. 28 und Mendelssohns Konzert Op. 64 spielen. gleich fagen: der Wert des Lustspiels, rein künstlerisch p. 28 und Mendelssohns Konzert Op. 64 spielen. - Die berühmte französische Sängerin, Wime. genommen, ist kein besonders hoher. Die menschMalmory Marseillac, veranstaltet heute im liche Dampfmaschine", nach der er den Namen hat, # ger; die Reserven gegen Studentsky SK. 1: 1. derselben und Erledigung in geschlichen wie mensch 3038 ist ein Haustyrann, der wie ein unglos bis zum Ber- Lucernasaale ein Konzert unter Mitwirkung des olin: Union Zizkov gegen AFK. Kolin 4: 0 Serr Friedrich, wir wissen bestimmt, daß Ihnen diese Entgleisung mehr als unangenehm ist und mer ten Sie sich, ein erbärmlicher deutscher Wicht jeder, begeisterte wieder durch die bezwingende Notürlichder eine grundlose Beleidigung ruhig hinnimmt! Fußballspiele der Feiertage. Pra g: DFC. gegan feit und temperamentvolle Art ihres Spieles. Aber Sollte die Annahme bestehen, daß sich die An Pallenberg- Gastspiel.( Erstausführung von Fr. auch die Damen Jenny und Longauer und die Amateure Wien 1: 1( 1: 1) abgebrochen, Slavia Svobodas Dampfmaschine".) Wir hatten Herren Sober, Gabel und Fleischmann gegen Amateure Wien 1: 1( 1: 1) abgebrochen, gestellten der Stadt Rumburg, weil sie öffentliche vor einigen Monaten Gelegenheit, an dieser Stelle CAFC. gegen Slavoj Žižtov 1: 0( 1: 0) abgebrochen, Angestellte sind, jedem noch so ungerechtfertigten über den Erfolg einiger tschechischer Lustspiele in boten in flottem Zusammenspiele prächtige Leiſtun- Bittoria Nusie gegen Nuselsky 1: 0( 1: 0), Bršovice Dittat einzelner Herrschernaturen unterwerfen müsWien und Deutschland, darunter über den des Evo- die mutalische Leitung hatte Herr Stapellmeister Smichov 2: 2 abgebrochen, Slavoj VIII eten wird nun auch weiterhin die Interessen ihrer gen. Regiffeur des Abends war Herr Stadler, gegen Praha VII 1: 0( 1: 0), Smichov gegen Čechie sen, jo sei an dieser Stelle ein für allemal gewarnt. Die Ortsgruppe Rumburg der öffentl' hen Angeftell. bodaschen Lustspiels„ Der letzte Mann", dessen UrFeinsinger, dessen rhythmische Exaltheit noch Sportbrüder 8: 2( 4: 2), Pražske sportovi sdruženi Mitglieder rücksichtslos vertreten und auf die Ber aufführung im Weinberger Stadttheater stattfand, deinsinger, dessen rhythmische Exaltheit noch Bearbeitung den Titel die„ Dampfmaschine“ und hat 13. November im Smetanasaale sein erstes Konzert Aussig: SK. Lysa gegen TF. Aufsig 2: 1( 1: 0). hinnehmen, sondern wenn eine baldige Behandlung Konzerte: Jar. Socian veranstaltet ant gegen Cesty Brod 3: 0( 1: 0), schöner Sieg der Pra- schleppung aller schwebenden Fragen nicht mehr ruhig Ruttenberg: S. Sutna Hora gegen via lichen Sinste nicht erfolgt, alle emerfidhaftlichen Stutua Hora 4: 2( 1: 2).- Bilsen: Olympia Mittel zur Anwendung bringen. Königgräß: Cechoslovan Košike gegen SN. Sradec Kralove 4: 1 gegen Vittoria 4: 3( 4: 2). Olympia gegen AFK. Chrudim 6: 2( 4: 1). Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak, springen überheizter Dampftessel andere untergeord- Professorin der Scola Cantorum in Paris und eine 4: 2( 2: 1); die Teplißer wurden unverdient geschla Komponisten Jean Maiseillac. Mme. Malmory ist Teplių: Viktoria Zižkov gegen TFK. nete Maschinen, die unglüdlichen, gefnechteten und der besten französischen Sängerinnen. gequälten Familienmitglieder, in rasende, aber meist gen.- Karlsbad: Vittoria Zižkov gegen Karlsganz unnüße Bewegung setzt, freilich in dem Bewußt- Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Heute bader Ft. 1: 0( 0: 0), Sparta gegen Flieger- Regi fein, gute, nüßliche Arbeit zu leisten und das Ideal Dienstag Weib im Purpur"; Mittwoch„ Sta- ment Eger 0: 9. Budweis DFC. Prag Reeines richtigen„ lepten Mannes" darzustellen. Zum mel geht durch das Nadelöhr"; Donners- serve gegen DFK. Budweis 3: 8.- Brünn: Zid: Glüd findet sich in dem kühnen ewerber um die tag Rheingold" mit Strad; Freitag Wal- nice gegen Sparta Prag 2: 5, Dvokače! 4, Priboj Hand der jüngeren Tochter ein Ingenieur, der mit küre"; Samstag Gräfin Mariza"; Sonntag ein Tor; Rada, der beste Mann am Playe, wird Dampfmaschinen umzugehen versteht, sich in das Ver- nachmittags Arbeitervorstellung„ Glaube durch Laštovička schner verlegt. Blue Star trauen des Haustyrannen einzuschleichen weiß und und Heimat". abends Figaros Hochzeit". gegen WAF. Wien 0: 0, Moravska Slavia gegen ihn überredet, den Triunth zu genießen, sich als an Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Dienstag SR. Libeň 4: 8. 4: 3. mährisch- Oſt rau: geblich verkleidete Puppe, zum erstenmal von der Die beiden Herren der gnädigen Sparta Prag gegen Moravska Ostrava 4: 2. Wahrheit der Gesinnungen seiner Familienmitglieder Frau"; Mittwoch Shße Grisetten", Bera Breßburg: Brünner Sportklub gegen CSR. zu überzeugen eine bittere Lektion, die aber für Bioletta"; Donnerstag„ Extemporale"; Bratislava 3: 1. Donnerstag Extemporale"; Bratislava 3: 1. Wiener Fußball: Rapid alle heilsam ist. Aus diesen schlichten Lustspiel Freitag Gastspiel Claire Wallentin Werwolf"; gegen Rudolfshügel 4: 2, Hatoah gegen Simmering macht Pallenberg eine fünstlerische Leitung ersten Sonntag Die beiden Herren der gnädi 1: 1; Rundspiel in Mödling Slovan gegen FloridsRanges bon so überwältigender Romil, daß das gen Frau". dorf 4: 3, Wader gegen Wiener Sportklub 4: 2, -" ( 4: 0). -Berantwortlicher Redakteur: Wilhelm Rießner. Druck: Deutsche Zeitungs-.-, Prag Für den Druck verantwortlich: O olik Kalla's Fischkonserven werden wegen ihrer vorzüglichen Güte. und ihrem feinen Geschmacke überall bevorzugt. 2871 Verlangen Sie daher nur Kalla's Fischkonserven In allen Konsumvereinen erhältlich.