Nr. 239. Abonnements- Bedingungen: % Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsBreislifte für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für dte fechsgefpaltene Rolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns: und Versammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Emt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Gewerkschaftskartelle und Streifversicherung in England. London, den 6. Oktober. Mittwoch, den 12. Oftober 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Das Koalitionsrecht soll und wird den Arbeitern völlig und unversehrt erhalten bleiben, aber jeder einzelne Arbeiter soll auch selbst bestimmen können, ob er zu den alten Bedingungen weiter arbeiten will oder nicht." Den letzten Absatz druckt die offiziöse Korrespondenz in es denkbar beztv. Kartellirungsplan ausgearbeitet hatte. Danach sollten für jedes Mitglied der dem Kartellverband beigetretenen Gewerkschaft dem Verband jährlich rund 2 Schillinge zugeführt werden, wofür demselben im Streitfalle vom Verband 5 Schillinge pro Woche gezahlt werden sollten, als Ergänzung der ihm bon feiner Wenn die spezifischen Aufgaben der Gewerkschaften, d. H. die Gewerkschaft direkt zukommenden Streifunterstügung. Das war fetten Lettern. fenigen Aufgaben, die ihnen aus ihrer Eigenschaft als gewerbliche als auf der einen Seite zu zahm und auf der anderen Glaubt man jemand mit diesem Beschwichtigungsversuch Schußverbände der Arbeiter unmittelbar erwachsen, in allen Ländern auch finanztechnisch undurchführbar hingestellt worden, der moderner Erwicklung prinzipiell die gleichen sind, so sind die Pro- Beitrag sei für die versprochene Leistung viel zu niedrig. In Ant- irreführen zu können! Ja, wenn ein Streit ohne Agitation, bleme der Bewegung in den einzelnen Ländern doch noch immer wort hierauf zeigt mun Wilkie an der Hand von 18 der bekanntesten ohne Darlegung der Ursachen, die die Arbeiter zum Streif recht von einander verschieden. Die Unterschiede in der Natur und englischen Gewerkschaften und das ist in der That bemerkens- beranlassen müssen, möglich wäre, wenn Geschichte der Gesetzgebungs- und Verwaltungseinrichtungen dieser werth, daß in den letzten 15 Jahren bei zwei Drittel von ihnen wäre, gemeinsame Aktionen ohne Presse, Versammlungen und Länder ebenso wie die Unterschiede in der Natur und Geschichte auf jede 5 Schillinge, die sie in Streiffällen wöchentlich an ihre Mit sonstige Agitation zu stande zu bringen, dann haben die ihrer Gewerkschaftsbewegung haben es mit sich gebracht, daß glieder gezahlt haben, durchschnittlich ein Jahresbeitrag pro Mitglied Offiziösen recht; da dies aber nicht der Fall ist, so versuchen bestimmte Fragen der Bewegung in dem einen Lande früher oder von noch unter 1 Schilling entfällt( in seiner eigenen Gewerkschaft die Offiziösen die öffentliche Meinung in gewohnter frivoler schneller entschieden wurden, als in dem anderen, und bewirken noch war der Betrag nur 33/4 Bence), während nur bei einer Geivert Weise irrezuführen. Bei der Verachtung, deren sich ihre Heute, daß fich gewisse Fragen in dem einen Lande in einem anderen schaft eine Tagelöhner- Union- die Steuer proportionell Lichte präsentiren als anderwärts. 2 Schilling überſtieg. Aber diese Gewerkschaft ist jung, und die Leistungen bei allen anständiger Leuten erfreuen, dürfte niemand dieser neuesten Rundgebung irgend welche Bedeutung Wenn z. B. jüngst auf dem Kongresse des sogenannten Marristi- Streifunterstützung sei praktisch Arbeitslosen- Unterstügung. schen Flügels der französischen Gewerkschaften eigentliche Gewerk- Indeß ist bei jedem Kartellverband die finanztechnische Solidität schenken. fchaftsfragen fast gar nicht verhandelt wurden, wohl aber alle mög- abhängig von der Verwaltungstechnik. Treffend führt Wiltie aus, daß Was das geplante Gesetz soll, weiß jeder, es soll, sei es lichen Gesetzesvorschläge, darunter die Forderung von Zwangsgewert- die Hauptschwierigkeit darin liege, die Selbstbestimmung der einzelnen durch Zuchthausstrafen oder sonstwie, Streits fünftig unmöglich schaften, so ist das nicht nur, wie einige Berichterstatter mit Recht Glieder mit den Voltsmassen in Einklang zu bringen, die dem Zentral- machen, es soll ein großer Schritt zur Durchführung der hervorhoben, eine Folge der noch geringen Ausdehnung und Kraft verband zustehen müssen, wenn er irgendwie leistungsfähig sein soll. sozialen Utopie der Herren v. Stumm und Genossen sein. der französischen Gewerkschaftsbewegung, sondern überhaupt ihrer Solle die Zentraltasse den einzelnen Organisationen das jein, was Es soll einen Zustand vorbereiten, in dem die Arbeiter wehrgeschichtlichen Entwickelung. An ihrer Wiege stand die politische diese ihren Mitgliedern sind, so müßten sie ihr auch änliche Rechte und machtlos sein sollen, in dem die Unternehmer über das Partei, die Mehrheit der französischen Gewerkschaften sind einräumen, wie sie sie gegenüber jenen beanspruchen. Aber gewöhnKinder der politischen Bewegung. Zu einer Beit entstanden lich seien die Organisationen sehr schnell dabei, aus einem Verband Arbeitsverhältniß ganz allein, ohne jede Furcht des mindesten wo die demokratischen Rechte in bezug auf Gemeinde-, Bezirks- und auszuscheiden, sobald derselbe ihrem Willen nicht Folge leiste. Es Widerspruches zu bestimmen haben, in dem man mit der Nationalvertretung schon erfämpft waren, find sie von Hause aus empfehle sich daher, auf der Linie des geringsten Widerstandes vor- Waare Arbeitskraft genau so verfahren kann, wie mit einem daran gewöhnt worden, Förderung und Begünstigung ihrer Klienten zugehen. Borerst müsse das Institut mehr als Vermittler zwischen Ballen Baumwolle oder einer Schiffsladung Guano. von Staat und Gemeinde zn verlangen und gelegentlich auch zu er- den verschiedenen Organisationen auftreten und seine finanziellen Daß die deutsche Arbeiterklasse mit allen ihr zu Gebote langen, mehr, ihnen Vortheile zu verschaffen, als zu leisten. Verpflichtungen müßten mindestens in der ersten Zeit, bis es größere stehenden Mitteln bemüht sein wird, diese Absichten zu durchDarin aber haben sie ständige Konkurrenten in den Berufspolitikern Erfahrungen gesammelt, beschränkt bleiben. und den politischen Vereinen, und so üben sie als Berufsvereine nur So der Führer einer der solidesten englischen Gewerkschaften. freuzen, ist für sie nicht nur Recht und Pflicht, ihre Selbstgeringe, und vor allem wenig dauernde Anziehungskraft auf die Bu ziemlich geringem Resultat ist eine Kommission gekommen, die erhaltung zwingt sie dazu. Diesen Kampf zu organisiren, ihn wuchtig zu gestalten, Arbeiter aus. Die Reaktion gegen diese Vernachlässigung der der Londoner Gewerkschaftsrath mit der Erörterung der Föderationseigentlich gewerkschaftlichen zu gunsten der politischen Thätigkeit sind frage betraut hatte, und die vor einigen Tagen ihren Bericht publizirt ihn siegreich auszufechten, ist Pflicht jedes Arbeiters, jedes die mit dem Kultus des Generalstreits" ins andere Extrem ver- hat. Sie verwirft alle bis jetzt vorgeschlagenen Pläne als viel zu Deutschen, der in der Verwirklichung der Ideen der Stumm fallenden sog. allemanistischen Syndikate. fomplizirt; alle laufen sie nach ihr auf den Ruin hinaus, weil sie und Konsorten das größte Verhängniß für das deutsche Volk vollkommen zu sein wünschen". Hauptbedingung eines lebensfähigen erkennt. Planes sei: 1. er müsse auf den ersten Blick jedem Gewerkschaftler verständlich sein und 2. müsse er darauf gerichtet sein, die Vollkommenheit im Wachsthum zu erlangen. Gleich mit der Bildung Der Konflikt mit dem Vatikan. In einem offiziösen Artikel einer Kriegskasse zu beginnen, sei verfehlt, erst solle man die Or- bespricht die„ Kölnische Zeitung" die Abberufung des preußischen ganiſation schaffen: einen Föderativrath, der von den nach Industrien Gesandten Herrn v. Bülow am Vatikan. Dieselbe bedeute zwar gruppirten Gewerkschaften zu wählen wäre und das Recht erhielte, feinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen, wohl aber sei eine gegebenenfalls Extraſtenern für Unterſtügungszwecke auszuschreiben. Trübung der bisher freundlichen Beziehungen zum päpstlichen Stuhr Im allgemeinen aber solle er vorläufig als Schlichtamt für Zwiste eingetreten. Ueber die Ursachen der Trübung sagt die„ Köln. Ztg." zwischen den Gewerkschaften und Berufen und als Agitationskomitee fungiren, wofür ihm die föderirten Organisationen pro Mitglied einen Farthing( 21/2 Pfennige) pro Woche zu zahlen hätten. Die Kommission schlägt vor, in London einen Versuch mit einer solchen Organisation zu machen. Die ganz andere Natur der englischen Gewerkschaftsbewegung fennzeichnet sich am besten dadurch, daß, während auf dem erwähnten französischen Kongreß furzweg verlangt wurde, daß Staat und Gemeinden bei Verdingung von Arbeiten die Zahlung solcher Mindestlöhne vorschreiben sollen wie sie die Gewerkvereine der betreffenden Distritte bestimmen, die englischen Gewerkschaftler die Vorschrift der Bahlung„ gerechter Löhne" so auffassen, daß Zahlung der von den Gewerkschaften mindestens bei einem Theil der Unternehmer schon erkämpften Lohnsätze ausbedungen wird. Staat und Gemeinde sollen die Gewerkschaftsthätigkeit ergänzen, nicht ersetzen. Nur für die auf der untersten Sprosse der Leiter stehenden ungelernten" Arbeiter wird behördliche Festsetzung bestimmter Minimallöhne verlangt. folgendes: * Deutsches Reich. und Recht friedlich, zeitweise sich sogar bis zu einer gewissen Wärme In dieser Auffassung spiegelt sich ein gutes Stück der Geschichte gestaltend, hat sich dieses Verhältniß zwischen Deutschland und dem Vatikan entwickelt, bis kürzlich französische Treibereien der englischen Gewerkschaftsbewegung wieder. Sie ist auf die erste Störung hervorbrachten. Die Politik der Kurie, gewachsen und erstarkt nach dem Fehlschlage einer großen Der deutsche Leser wird in letzterem Vorschlag leicht einen alten politisch radikalen Arbeiterbewegung sie hat sozusagen in ihrer Bekannten wieder erkennen und sich wundern, daß so etwas in der die der atheistischen, religionslosen, französischen Republik immer die Jugend jene zu Grabe tragen sehen, und sie ist eine Macht Heimath des Gewerkschaftswesens neu sein soll. Aber der Plan Weise, indem sie durch den Brief an den Kardinal Langénieur den geworden, ehe noch die Arbeiter in Staats- und Gemeinde- Angelegen- lokaler Gewerkschaftskartelle ist hier so wenig neu, wie anderwärts. Franzosen viel Entgegenkommen bezüglich des Schutzrechtes heiten politisch mitzubestimmen hatten. Er hat nur das bekannte Schicksal erlebt, von Zeit zu Zeit aufzuber die Christen im Orient bewies, welches von DeutschUm so merkwürdiger, und doch wieder erklärlich ist es, daß die tauchen, versucht zu werden, nach Verlauf etlicher Jahre wieder auf land bekanntlich nicht anerkannt wird. Die Art der Stellung englischen Gewerkschaften wohl für politische Zwecke eine Zentral- gegeben und dann vergessen zu werden, bis sich eines Tages wieder nahme konnte als minder freundlich betrachtet werden behörde haben, nicht aber für gewerkschaftliche Aufgaben. Das Stimmung für ihn einstellt. Auf dem kürzlich abgehaltenen Jahres es war mur erklärlich, daß der deutsche Geschäftsträger bein parlamentarische Gewerkschaftskomitee ist, wie schon sein Titel sagt, fongreß des nun seit acht Jahren bestehenden großen Maschinenin erster Reihe dazu da, die Interessen und Forderungen der und Schiffbau- Industrie- Verbandes, der den Gedanken der Gewerk- Batifan in freundschaftlicher Weise um Aufklärungen bat, die ohne weiteres in entgegenkommender, befriedigender Weise Gewerkschaften dem Parlament gegenüber wahrzunehmen, und das schafts- Föderation wenigstens für die Industrie, nach der er sich neben werden ihm von den Gewerkschaftskongressen gelegentlich nennt, in hohem Grade verwirklicht hat, ward natürlich auch der gegeben wurden. Nach ihnen konnte man in Berlin annehmen, daß bestimmte Geschäfte übertragen oder wird seine Hilfe in Ausnahme- Plan der allgemeinen nationalen Föderation erörtert. Da ward man in Rom leineswegs beabsichtige, für französische Ansprüche sich fällen für die Veranstaltung von Geldsammlungen und dergleichen von einer ganzen Reihe lokaler Gewerkschaftskartelle erzählt und ernstlich ins Zeug zu legen, Frankreich vielmehr überlassen werde, verfechten. Deutscherseits in Anspruch genommen. Aber weder verfügt es( von den Kosten festgestellt, daß nicht eines sich als dauernder Erfolg erwiesen habe. feine angeblichen Rechte selbst zu für seine Geschäftsleitung abgesehen) über eigene Fonds, noch kann alle feien an der Unmöglichkeit gescheitert, die gegenseitige finanzielle glaubte man diesen Erflärungen volles Vertrauen entgegenbringen zu können und nahm als selbstverständlich an, daß der Heilige es aus eigener Bollmacht Steuern ausschreiben. Unter diesen Um- Saftbarkeit mit der Selbstbestimmung zu vereinigen. Der Kongreß Stuhl, ebenso wie er auf jeden Protest gegen die deutsche Auffassung ständen kommt seine Hilfe denn auch gewöhnlich zu spät. nahm bemgemäß einen Antrag an, der fich für die Föderation ver- verzichtete, boch alles unterlassen werde, was geeignet erscheinen Die Bestrebungen, in dieser Hinsicht Abhilfe zu schaffen, find wandter Gewerbe ausspricht, bei der aber jede Organisation fönnte, die französischen Forderungen, sei es auch nur moralisch, zu den Lesern des„ Borwärts" bekannt. Blos Seit Jahren wird auf die ihre finanziellen Verpflichtungen selbst zu besorgen habe. unterstützen. Nun hat sich leider herausgestellt, daß es der französischen Schaffung eines großen allgemeinen Gewerkschafts- Verbandes oder solle daneben für außergewöhnliche Zwecke ein Zentralfonds Partei im Vatikan gelungen ist, die Politik der Kurie in eine Bahn Kartells hingearbeitet, das die Aufgaben einer Streit- Versicherungs- gebildet jeder zu dem Verein feiner zu leiten, die diesen Voraussetzungen nicht entspricht. Die vom anstalt, einer Zentral- Widerstandstaffe erfüllen soll. Es wurde seiner Mitgliederzahl proportionellen Beitrag zahle zeit an dieser Stelle von der im Frühjahr in Manchester abgehaltenen Schilling im Jahr, was für diesen Verband allein jährlich 20 000 Prinzen Croy in Gegenwart des Papstes gehaltene, ihrer ganzen Form nach hochoffizielle Ansprache an die französischen Konferenz berichtet, die sich im Prinzip für das von einigen Redat Pfund Sterling bedeuten würde. teuren des sozialistischen Wochenblattes Clarion" ausgearbeitete Nach alledem ist es nicht wahrscheinlich, daß die Januarkonferenz Bilger enthält zwar keinen direkten Protest gegen die deutsche Versicherungsprojekt aussprach ein Plan, nach dem für jedes Mit Auffassung über das Schutzrecht, wirkt aber unzweifelhaft als glied der betheiligten Gewerkschaften jährlich bis zu 26 Shillinge hätte im Vatikan wissen sollen, daß nach allen vorangegangenen Ermuthigung der französischen Ansprüche. ( 6 Pence pro Woche) an die Zentralfasse abgeführt werden sollte und Verhandlungen eine abermalige lobende Hervorhebung des traditiodiese somit bei der vorausgesetzten starten Betheiligung sehr bald in Besitz nellen Schutzrechts der Franzosen in Deutschland nicht anders denn eines mächtigen Fonds gelangen mußte. Indeß es hat sich herausals unfreundliche Handlung aufgefaßt werden mußte. gestellt, daß die meisten Gewerkschaftsmitglieder und Sekretäre, die Wir glauben, daß unsere leitenden Persönlichkeiten nicht ohne schwere jene Konferenz besuchten, dort nur ihre eigene Meinung, aber nicht Bedenken und mit aufrichtigem Bedauern zu dem Schlusse gekommen die ihrer Organisation vertraten. Auf dem soeben in Bristol ab find, daß eine andere Auslegung ganz unmöglich ist." gehaltenen allgemeinen Gewerkschaftskongreß zeigte sich für das Eine Reichstags- Debatte über die Kaiserreisen will Die S. 8." schöpft schließlich die Hoffnung, der Papst werde Clarion" Projett im ganzen wenig Sympathie. Ebenso wenig mochte sich der Kongreß jedoch für eins der andern ihm unterbreiteten die freifimige Volkspartei veranlassen, dies scheint wenigstens einen Weg finden, um den Riß, der in den Beziehungen zu DeutschProjekte entscheiden, und so hat er sich damit aus der Klemme ge- der Zweck des sonst aussichtslosen Antrages zu sein, den die land eingetreten ist, wieder zu heilen. Uns scheint, daß man die Heilung des Nisses von deutscher holfen, daß er die Veranstaltung eines außerordentlichen Gewerkschafts- Partei Eugen Richter's zur Vervollständigung der Reichs- Seite wenig fördert, wenn man der päpstlichen Kurie Rücksichtnahme tongresses beschloß, der sich ausschließlich mit dieser Frage beschäftigen verfassung plant, wonach bei längeren Reisen des deutschen auf die atheistische, religionslose, franzöfifche Republik" vorund in der einen oder andern Weise Beschluß fassen soll. Dieser Raisers nach dem Auslande die Einsegung einer Regentschaft wirft. Kongreß wird im kommenden Januar stattfinden. vorgesehen und durchgeführt werden soll. " werden, einen etwa einen einem auf den ersten Blid großartig erscheinenden Plan zustimmen wird. Aber bei der Stärte, welche die englische Gewerkschaftsbewegung erlangt hat, würde selbst eine mäßige Zusammenfassung der Sträfte schon ein Schritt von großer Bedeutung sein. Politische Webersicht. Berlin, den 11. Oktober. spricht. Bemerkenswerth ist, daß auch die„ Germania" ihr Bedauern Welches Resultat er voraussichtlich haben wird, läßt sich schwer Die Beschwichtigungs- Hofräthe werden mobil ge- über den Erfolg der französischen Treibereien beim Vatikan ausfagen. Es ist möglich, daß es auf ihm zu feiner Mehrheit für irgend einen bestimmten Vorschlag kommt, und es ist ferner möglich, macht. Heute bringen die„ Berliner politischen Nachrichten" daß irgend ein Vorschlag zwar die Mehrheilt erhält, aber von den folgendes Entrefilet: Gewerkschaften nicht ratifizirt wird. Die Erfahrung hat oft genug gezeigt, daß, was auf dem Papier am leichtesten scheint, in der Praxis den größten Schwierigkeiten begegnet. In der Probe- Nummer des„ Trade- Unionist", eines den Gewerkschafts- Interessen bestimmten neuen Wochenblattes, führt Alexander Willie, der Sekretär der englischen Schiffszimmerer Gewerkschaft, einige sehr interessante Zahlen zur Beurtheilung des RückversicherungsProblems vor. Wilkie war Vorsitzender einer Kommission, die im Auftrage des vorjährigen Gewerkschaftstongresses einen VersicherungsDie sozialdemokratischen und demokratischen Blätter fahren fort, damit zu agitiren, daß die Koalitionsfreiheit der Arbeiter beschränkt werden solle, obgleich sie innerlich unzweifelhaft davon überzeugt sind, daß eine solche Absicht an teiner Stelle besteht. Verhindert muß allerdings werden, daß sich ein Staat im Staate bildet und daß eine Agitationspartei sich anmaßt, behufs Beschränkung der persönlichen Freiheit des einzelnen Staatsbürgers ungefegliche und widerrechtliche Zwangsbefugnisse auszuüben. Wir stehen diesem Streitfall zwischen der preußischen Regierung und dem Vatikan gleichgiltig gegenüber. Er bedeutet nur eine der Folge- Erscheinungen der Verbitterung, welche zwischen den herrschenden Klassen Deutschlands und Frankreichs vorhanden ist und welche eine ruhige Verständigung selbst über geringfügige Angelegenheiten wie über die Frage des Protektorats im Orient ausschließt. Vertraulich! Die Berliner politischen Nachrichten" schreiben heute: „ Bei den Erörterungen über den bekannten Erlaß des Ministers des Innern wegen des Waffengebrauchs der Polizei 11 " Redner. wandte beamten hat die Frage, weshalb der Erlaß als vertraulicher er- vom 8. Oftober der Beantwortung der Frage:„ ob Dunk Zeugen ohne sie gekannt zu haben. Er( Werner) glaube, Köhler gangen und nicht sofort veröffentlicht worden sei, eine große Rolle gegenüber erklärt haben solle, er hätte sich geopfert, um einen ihm nahe- habe die Mappe mit der betreffenden Drucksache heute noch gespielt. Auch von denjenigen Stellen, welche fich mit stehenden Kollegen nicht zu fompromittiren und ob Herr Stephany nicht geöffnet. Auch das viele Schwänzen vieler Kollegen" dem Inhalte des Erlasses durchaus einverstanden erklärt haben, ist diesen Kollegen tenne", aus dem Wege gegangen ist. Unseres Er- im dieser Reichstag rügte Dagegen der Vorwurf erhoben worden, daß der Erlaß nicht hätte geheim achtens mus Herr Stephany auf die Frage sich äußern, falls er sich Herr Dr. Bielhaben. Er sagte, die Erledigung von Berufsgehalten werden sollen. Wir können Freund und Feind des Er- nicht will, daß man dem immer bestimmter auftretenden Gerücht geschäften sei oft sehr viel nüglicher", als die Anwesenheit lasses über diesen Buuft beruhigen. Der Erlaß ist, wie wir in Glauben schenken muß, der Herrn Dung befreundete Kollege, den im Reichstage. Bestätigung der bereits von anderer Stelle gebrachten Nachricht Herr Dunz schonen wollte, sei Stephany selber. Nach einem Referate von Dr. Lindström und einem Rorreferat versichern können, von der Zentralinstanz aus nicht als vertraulich Herr Schoof plaudert aus der Schule. Der Landtags- von Miller über die Mittelstandsfrage" wurden folgende Anträge bezeichnet worden, sodaß der Abdruck des Erlasses im Vorwärts" Abgeordnete Schoof wurde im Juli 1897 aus der nationalliberalen der Fraktion überwiesen: in diesem Punkte unrichtig gewesen ist." Fraktion des Abgeordnetenhaufes verwiesen, weil er entgegen seinem 1. Die Herren Abgeordneten der deutsch- sozialen Reformpartei Uns hat das Altenstück nicht im Original vorgelegen. Aber selbst, früher gegebenen Worte für die lex Rede, wie sie von Herrenhaus wollen sich mehr als bisher mit den Interessen des Kleinkaufmanns wenn die Offiziösen diesmal Glauben verdienen sollten, was man bei zurecht gemacht war, gestimmt hatte. Herr Schoof fucht sich nun gegenüber den Konsumvereinen und Ramſchbazaren beschäftigen; ihren Kundgebungen zu bezweifeln volles Recht hat, so steht vor seinen Wählern wegen seines damaligen Berhaltens zu recht- besgleichen das Interesse der Handlungsgehilfen gegenüber der lohndoch fest, daß der Erlaß des Herrn von der Rece handelt wurde, als ob es sich bei ihm um eine strengst vertrau- weichende Meinung gegenüber der nationalliberalen Parteileitung gehabt. geschäften mehr wahrnehmen und mit allem Nachdruck im hohen be- fertigen. Er meint, er habe schon früher in vielen Fragen eine ab- drückenden Konkurrenz der Frauenarbeit im Komptoir und Ladenliche Staatsschrift handelte. Wenn eine Regierung unter gewissen Bei der Gelegenheit erzählt Herr Schoof ein Geschichtchen, Reichstage vertreten. Umständen Maßregeln von außerordentlicher Schärfe gegen ihre durch das er allerdings die Nationalliberalen weiblich ärgern wird. 2. Die Herren Abgeordneten wollen im hohen Reichstage dahin " Unterthanen" für nöthig, hält, dann hat sie die verfluchte Pflicht Er schreibt: und Schuldigkeit, durch geeignete weiteste Publizität dafür Sorge zu tragen, daß jedermann über die Gefahren und Eventualitäten, denen er unter Umständen bei dem harulofesten Spaziergange aus gesezt ist, genau informirt werde. Ob auf dem Attenstück der Bermerk Vertraulich stand oder nicht, ist völlig nebensächlich. Entscheidend war und bleibt, daß das Altenstück wirklich als ein vertrauliches behandelt wurde, daß das Publikum, das es doch in allererster Linie anging, nichts davon erfuhr. Charakteristisch für den Geist im preußischen Ministerium des Junern ist es übrigens, daß fast zwei Wochen nach Veröffentlichung dieses der schärfsten Krifit ausgefegten Erlaffes des Herrn v. d. Recke nichts weiter vorgebracht werden konnte, als die unbeholfenen Zeilen des p. p. Schweinburg, die wir oben wiedergaben! " " 1 wirken und mit aller Kraft dafür eintreten, daß die Beamten, Als ich dann aber nach der Entlassung des Altreichstanzlers Offizier Stonsumvereine sofort aufgehoben werden und daß sämmtmit Entschiedenheit dafür eintrat, daß unser Reichstagswahl- liche bestehenden Privat- Spar- und Rabattvereine gesetzlich auffreis fein erledigtes Mandat dem Fürsten Bismard angehoben oder mindestens unter strenge gefeßliche Kontrolle gestellt dem an- oder biete und durch die Wahl zum Reichstags- Abgeordneten dem werden. Fürsten unser vollstes Vertrauen ausspräche, hatte ich den Sagen, 7. Oftober. Daß man im Privatgespräche mit gewissen Inwillen der Parteileitung auf mich gezogen, die jede uuter politischen Gegnern vorsichtig sein muß, lernte der praktische Arzt stützung der Wahl verweigerte und sogar zuerst Dr. Bittinghoff aus Schwelm in der Verhandlung gegen ihn vor der vor der Hauptwahl- Barteiredner verhinderte, für Bismarck in Straffammer des hiesigen Landgerichts. Der Angeklagte, der zur Wahlversammlungen zu sprechen. Erst bei der Stichwahl mit freifimigen Voltspartei gehört, hat am 15. Juni in einer Geselleinem Sozialdemokraten wurde dies gestattet." schaft, in der sein Parteigenosse Redakteur Schöler heftig angegriffen nicht mehr an der Macht war, lönnen sich freilich mit der Mehrzahl Begeisterung der Soldaten durch Musik und Spirituosen erregt Die Nationalliberalen, welche ihren Heros" preisgaben, da er wurde, auf die Aeußerung eines Herrn, im Kriege 1870.71 habe die der Konservativen trösten, welchen ebenfalls Aemter und Würden werden müssen, erwidert:„ Und die Offiziere lagen hinter der Hecke". höher standen als die Bewahrung der deutschen Treue" gegenüber Obwohl der Angeklagte sicher nicht alle Offiziere gemeint hatte und ihrem Sälularmenschen. beim Bezirkskommando sowie beim Landrath nachträglich Abbitte Geldstrafe verurtheilt. leistete(!), wurde er wegen Beleidigung des Offizierkorps zu 300 M. Der Strafantrag war vom preußischen, bayerischen und sächsischen Kriegsminister gestellt. Allenstein( Ostpreußen) verurtheilte einen Kaufmann zu 30 Mark Sozialdemokrat als Schimpfwort. Das Schöffengericht zut Geldstrafe, weil er einen Handwerker als Sozialdemokraten bezeichnet 190 V Zum v. d. Recke'schen Scharfschieß Erlaß. Aus Straß burg i. Elf. wird uns geschrieben: Es muß um die sachliche Berechtigung des preußischen Erlasses über den Gebrauch der Schuß wirthschaft. Der Finanzminister hat genehmigt, daß die durch seine Wieder ein kleines Mittel für die nothleidende Landund Hiebwaffen bei der Gendarmerie und Polizei äußerst schwach Verfügung vom 8. Juli d. J. nachgelaffene Mitwirkung der Steuerbestellt sein, wenn man felbst in den Kreisen der aktiven behörden bei dem Verfahren der Gewährung von Kredit seitens der Militärs, denen doch die Schneidigkeit" im Auftreten der be- Spiritusverwerthungs- Genossenschaften an ihre Mitglieder gegen waffneten Macht gegen das zivile Bürgervolt schon mit den ersten lebereignung von Branntiveinstener- Berechtigungsscheinen in gleichem Grerzierbewegungen beigebracht wird, fich veranlaßt fühlt, in der Umfange und unter denselben Bedingungen fortan auch für den entPresse gegen die Art und Weise Front zu machen, wie sich der sprechenden Verkehr zwischen den Branntwein- Reinigungsanstalten preußische Polizeiminister die Rolle der Polizeigewalt im Falle und den Bremnereibefizern gewährt werden kann. Wir können den Richtern versichern, daß weit größer die Zahl öffentlicher Unruhen vorstellt. In der regierungsoffiziösen Straß b. derjenigen ist, die den Namen Sozialdemokrat als einen Ehrennament Boft" unterzieht ein alter Offizier" den v. d. Recke'schen Ans Hadersleben wird uns geschrieben: Die Blamagen, welche begreifen. Vom nördlichen Germaniſationsschauplatz.( Eig. Bericht.) tragen, als die Zahl derer, die den Nichterspruch von Allenstein Geheimerlaß vom Standpunkt des Militärs einer durchaus ab- die preußische Germanisirungspolitik in Nordschleswig bei den letzten fälligen Kritif. Die Organe der Gendarmerie und Polizei," so heißt es dort Reichstagswahlen davongetragen, hindern die Behörden nicht, in die Durchschnittspreise der wichtigsten Lebensmittel scharf zu schießen und scharf einzuhanen, eine Aufforderung und An- Im Gegentheil, man ſcheint nach dem Ausfall der Wahlen am 170) M., Roggen 131( 131) M., Gerste 138( 139) W., Hafer 134 werden also direkt dazu aufgefordert, im eintretenden Falle gleich demselben Stil und nach demselben Schema weiter zu germanisiren. betrugen in der preußischen Monarchie( ausschließlich Trier) im September 1898: für 1000 Kilogramm Weizen 159( im August 1898: weisung, die man niemals nur vom grünen Tisch aus geben grünen Tisch in Schleswig erst recht nervös geworden zu ſein( 148) M., Kocherbsen 225( 226) M., Speisebohnen 258( 259) W., follte, da man in voraus theoretisch nicht alle möglichen Fälle ins und die vielen Ausweisungen, welche gerade in letzter Zeit hier an Linsen 412( 408) W., Eßkartoffeln 46,9( 52,7) M., Richistroh 36,5 Auge fassen kann. Beim Waffengebrauch des Militärs u. f. w. der Tagesordnung, erwecken eher den Anschein von Straf( 37,8) W., Sen 47,2( 46,8) M., Rindfleisch im Großhandel 1068 kommt es aber immer auf die Lage des Falles an, welche nur der berfügungen wegen der oppositionellen Wahlen, als von Ver-( 37,8) W., Seu 47,2( 46,8) M., Rindfleisch im Großhandel 1068 waltungsmaßregeln. mit der Herstellung der Ruhe und Ordnung Beauftragte richtig zu rührerische"" Stuf:„ Vive la france!", bewirft hier oben der handel 136( 136) Pf., vom Bauch 116( 116) Pf., Schweinefleisch 144 Was in Elsaß Lothringen der„ auf-( 1067) W.; für 1 Kilogramm Rindfleisch von der Keule im Kleinbeurtheilen vermag; hierbei ist alles, Bragis und Toast„ For gamle Danemark"( fürs alte Dänemark). ( 143) Pf., Kalbfleisch 133( 131) Pf., Hammelfleisch 130( 131) Pf., jegliche Theorie, ohne Berth. Wenn man woh wieder wurde ein Hofbefizer aus der Gegend von Hadersleben, der Pfennig, inländisches Schweineschmalz 158( 158) Bf., Weizenmehl Wenn man wohl Toast" For gamle Danemark"( fürs alte Dänemark). Erst kürzlich inländischer geräucherter Spec 163( 162) Pf.. Eßbutter 224( 213) einen jungen Offizier bramarbafiren hört: da wird einfach mit einer Gesellschaft einen Ausflug nach der dänischen Insel Fan 33( 34) Pf., Noggenmehl 25( 25) Pf.; für 1 Schock Eier 335( 333) d'runtergeschossen, so wird dies niemand ernst nehmen wollen; denn wenn er wirklich einmal in die Lage lommen sollte, als Wachhabender gemacht und bei einem fich daran anschließenden Festmahl in 83( 34) Pf.. Roggenmehl 25( 25) Pf.; für 1 Schod Eier 335( 333) wenn er wirklich einmal in die Lage kommen sollte, als Wachhabender fich vor die Frage des Waffengebrauchs gestellt zu sehen, wird ihm Stenderup, alfo auf dänischem Boden, das genannte Hoch proponit Pfennig. die Entscheidung darüber keineswegs so einfach vorkommen, wie bei hatte, vom Schöffengericht Hadersleben zu drei Tagen Gefängniß Gera( Reuß j. 2.), 11. Oftober.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) feinem Ausspruch in der Wachstube". Nachdem der alte Offizier verurtheilt. Statt der einen Marseillaise, welche den wieder Bei den heutigen Landtags Stichwahlen siegte im ersten Streise der nochmals auf die äußerst schwere Verantwortung hin- gewonnenen Stammesbrüdern" um Straßburg und Metz schon so Genosse Fiedler gegen den fortschrittlichen Gegenkandidaten, im getviesen hat, die sich ein militärischer Befehlshaber aufbürdet, so manchen Monat Gefängniß eingebracht, haben wir in Nordschleswig zweiten Kreise wurde der fortschrittliche Kalb gegen unseren Kanbald er sich zum Gebrauche der Waffen entschließt, fommt er zu eine ganze Sammlung dänischer Lieder, deren Singen den preußischen didaten gewählt. folgendem für Herrn v. d. Recke wenig schmeichelhaften Schluffe aus Jütland, zur Zeit in Stevning in Dienst, beftraft und ausgewiesen, Staat So wurde vergangene Woche der Knecht Estesen " Wenn man die Gefeßesbestimmungen für das Militär finngemäß weil er ein staatsgefährliches Zied öffentlich zum Vortrag gebracht. arbeiter Gustav Schmeling verkehrte von 1898-1897 in ber Chronik der Majestätsbeleidigung8.Prozesse. Der Stod auf Gendarmen und Polizeimannschaften anvendet, so wird man Vor dem Schöffengericht zu Toftlund wurden gar 34 Dänisch- Familie des Arbeiters Hermann Feitat. 1897 verschwand die Frau ohne weiteres zugeben müssen, daß eine allgemeine Au weisung, in welcher Art und Weise von der Waffe Gebrauch ge- gesinnte zu Geldstrafen von je 30 M. verurtheilt, weil sie bei Feikat und mit ihr der Schmeling. Der Feikat erfuhr, daß dieselben macht werden soll, über das Ziel weit hinaus geht. Und dies einer politischen Versammlung, in der der bekannte Redakteur zusammen in Krefeld lebten. Er richtete darauf eine Anzeige an die geschieht, wenn man vom Geschäftszimmer and anordnet, daß der Jessen redete, ein diesen verherrlichendes Gelegenheitsgedicht, in Staatsanwaltschaft gegen Schmeling wegen Meineids und MajestätsGendarm mit seinem Revolver gleich scharf schießen und der Schnitz welchem der verstorbene Kaiser Wilhelm geschmäht sein soll, gefungen beleidigung. Er beschwor die Thatsachen über den angeblichen Meineid mann mit der blanken Waffe gleich scharf einhauen soll. Zum Glück und die Majestätsbeleidigungen, welche in Familiengesprächen in den find unsere Gendarmen mit dem Schießen nicht so rasch bei der An die schönsten Zeiten des seligen Sozialistengesetzes aber dürfte Jahren 1894 bis 1897 gefallen sein sollen. Nach eidlicher VerHand, und eine Statistit fiber deren Waffengebrauch würde sehr manchen unserer Parteigenossen folgendes Geschichtchen erinnern, nehmung anderer Zeugen wurde das Verfahren wegen Meineids mager ausfallen, ebenso auch bei der Polizei. Und dieses Glück welches Heimdal", das Organ des preußischen Landtags- Abgeordneten gegen Schmeling eingestellt, dagegen wegen Majestatsbeleidigung danken wir dem guten und verständigen Verkehr dieser Organe mit 3. B. Hansen in seiner Nummer vom 1. Oktober erzählt. Vor einiger Zeit Anflage erhoben. Diese wurde gestern vor der Straffammer des der Bürgerschaft, welche wahrlich nirgends im verkaufte der Hofbefizer P. J. Claufen in Toftlund seinen Hof und zog Landgerichts II Berlin( Landgerichtsdirektor Gark, Vorsitzender) ver deutschen Vaterlande die Neigung zu Unruhe. Amtsvorsteher hatte ihm damit gedroht wegen einiger preußen Wilhelm II in der Wohnung des Feikat im Jahre 1895 gefallen aus dem Land, weil er den Ausweisungsbefehl nicht abwarten wolle. Der handelt. Eine Beleidigung sollte in bezug auf ein Bild Unordnung oder Aufruhr in sich verspürt. Aus bereinzelt vorfkommenden Fällen gleich mit allgemeinen feindlicher Nedensarten, die Clausen hatte fallen lassen und die zum sein. Feikat bekundete, daß in seiner Wohustube ein Bild des jetzigen Bestimmungen, wie diesmal geschehen, hervorzutreten, heißt theil über 20 Jahre her datiren. Als Clausen seinen Hof los war, Kaisers, nämlich Staisers Friedrich, dann ein Bild von dessen aber die Sachlage verkennen und mit Kanonen 30g er zu seinem Bruder in Plovstrup jenseits der Grenze und Vater und ein Bild aller drei Kaiser gehangen habe. Die Frage nach glaubte endlich in Frieden und ohne Gefahr leben zu können. dem Namen des jezt regierenden Kaisers, feines auf Spazen schießen, wozu unser Pulver doch noch zu Eines Tages aber, da er aus war zu pflügen, famen zwei Herren Waters und Großvaters fonnte er nicht richtig beschade ist." zu ihm aufs Feld und überreichten ihm ein Schreiben. Als die antworten. Andere Zeugen bekundeten, daß in der Wohnung Bauarbeiterschuh. Der bayerische Minister des Innern holt Herren eine Quittung verlangten, sah sich Clausen sie näher an und fiberhaupt fein Drei- Kaiser- Bild und kein Einzelbild des jezigen Gutachten ein wegen weitergehender polizeilicher Verordnungen zum erkannte in dem einen den Amtsdiener von Toftlund in Zivil. Der Kaisers vorhanden gewesen, und die Aeußerung des S. im Jahre Zweck des Bauarbeiterschutzes. Brief aber enthielt den Ausweisungsbefeht! Als Claufen natürlicher- 1895 gefallen und zwar mit bezug auf ein Bild, das Wilhelm I. und Nach einer Bemerfung des Grafen Posadowsky im Reichstage weife feine Quittung ausstellen wollte, sagte der Amtsdiener:" Das die Fürsten, welche an dem 70 er Krieg theilgenommen, darstellte, zu schließen, dürfte es sich um eine das ganze Reich betreffende ist auch einerlei, hiermit find Sie ausgewiefen!" Wan sieht, die daß sie aber nicht den beleidigenden Wortlaut gehabt, den der Enquete handeln.Germanisirungspraxis tann auch einen Stich ins Idyllische an Ehemann Feikat bekundet habe. Eine andere beleidigende Die ,, Vossische Zeitung" tritt unseren gestrigen Ausführungen nehmen! Aeußerung soll soll nach Angabe des Feikat der Angeklagte über das Gerede der liberalen Presse von fozialdemokratischer Die kaiferliche Werft als Arbeitgeberin. Aus fel wird mit bezug auf die Reisen des Kaisers im Jahre 1894 Mauserung und dergleichen entgegen. Eie behauptet, es sei doch uns geschrieben: Daß in der kaiserlichen Werft leberstunden üblich gethan haben. Ein Zeuge, der dieselben ebenfalls gehört haben etwas Wahres daran und stellt uns die Frage: find, ist nicht neu, neuerdings geschieht es aber auch, daß Arbeit sollte, bekundete, daß es unmöglich sei, jetzt noch mit Bestimmtheit Ob der Vorwärts" wirklich behauptet, baß die Sozialdemokratie mit nach Hause gegeben wird. So haben etwa 12-15 Leute schon eine Acußerung zu bekunden, die gesprächsweise 1894 gefallen noch heute biefelbe fei tote zu der Zeit, als die Herren Most und feit Wochen Material zur Aufertigung von Kohlensäcken mit nach fein foll. Haffelmann in ihr bas große Wort führten?" Hause bekommen, trotzdem in den Werkstätten Platz genug vorhanden Ein anderer Zeuge, von dem festgestellt wurde, daß er sich mit Die Boff. 8tg." sollte wissen, daß Moft und Haffelmann nie- wäre, noch Arbeiter einzustellen. Will die Werftverwaltung durch dem Angeklagten verfeindet und mehrfach erklärt hat, er werde dafür mals in der deutschen Sozialdemokratie tonangebend gewefen find. Buhilfenahme der schädlichen Heimarbeit die Produktionskosten ein- forgen, daß Schmeling hineinfalle, bekundete noch eine Beleidigung, Auch sollte die Boffin die Haltung Most's und Hasselmann's in der schränken oder ist sie überzeugt, daß die von ihr gezahlten Löhne die zur Zeit der Berliner Gewerbe- Ausstellung bei einem Gespräch Zeit nach Erlaß des Sozialistengesetzes, als jene beiden der Sozial- ungenügend sind und darum durch Ueberarbeit aufgebessert werden über die Fahrt des Kaisers zu derselben gefallen sein soll. demokratie nicht mehr angehörten, nicht verwechseln mit ihrer müssen? Haltung zu der Zeit, als fie noch Sozialdemokraten waren. Redakteur that. = hatten. - Festgestellt wurde auch, daß Feikat während des Verfahrens Die eine wie die andere Annahme wirft ein recht bezeichnendes beantragt hatte, den Angeklagten auf seine Soften sofort zu Zum Fall Dunt Stephany bringt die„ Deutsche. Tages- Licht auf die kaiserlich deutsche Sozialreform. verhaften und daß er mehrfach geäußert, er werde nie ruhen, bis zeitung" eine sogenannte Berichtigung des einen der beiden Betheiligten, des Herrn Dung. Danach wird von diesem Herrn hat am Dienstag fast nur umter Ausschluß der Oeffentlichkeit ver- ein Jahr Gefängniß. Zwar sei die Anzeige einige Jahre, Die Generalversammlung des Bundes der Industriellen er denselben hineingelegt habe. Nach dieser Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt felbst zugegeben, daß er nicht in drei Fällen, wie Herr Stephany in hobelt. Es wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt. der Boff. 8tg." erklärt hat, sondern in neun Fällen Privatarbeiten nachdem die Aeußerungen gefallen, aus Eifersucht und Rache, nicht Ein Geiftlicher, der frühere Superintendent in Rochlik, Franz aus verlegtem monarchischen Gefühl heraus gemacht, aber es scheine, und Gutachten angefertigt habe, zwar nicht über Emissionen, aber für solche Banken, über beren Thätigkeit er zu berichten hatte; dabei Johann Theodor Merbach, wurde vom Landgericht in Chemnik daß gewiffe Kreise über den jetzigen Kaiser nur in beleidigender ist es doch wohl gleichgiltig, ob er dies als erster oder als zweiter qu ein Jahr neun Monaten Gefängniß und zwei Form sprechen könnten, und deshalb müsse eine strenge Strafe ausJahren Ehrverlust wegen Betruges und Untreue im Amte gesprochen werden. Herr Duntz behauptet, bei der Banffiuma Friedemann nicht gemein- bedten Unterschleife mit einem Verweis auf dem Disziplinarivege aus, daß bei der Sachlage und der Qualität der Zeugen eine feste verurtheilt. M. wurde Ende Juli dieses Jahres wegen der ent- Der Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld führte eingehend fam, sondern auf seinen Ramen allein fleine Raffageschäfte gemacht zu bestraft, dann aber vom Landestonfiftorium zu Dresden seines thatsächliche Unterlage für einen Schuldigspruch ganz und gar nicht haben. Aber damit ist die Sache auch noch nicht aufgeklärt. Die Amies enthoben. Einer gerichtlichen Berurtheilung glaubte man da- vorhanden sei und beantragte deshalb die Freisprechung. Eventnell Behauptung des Herrn Dung, daß er aus dem von ihm gemeinsam mals noch ausweichen zu lönnen, und als positivere Behauptungen ließe die Thatsache, daß die Worte im intimen Familienverkehr gemit einem Herrn Benda errichteten Auskunftsbureau für Werth in der Presse über die Vergehen des famosen Seelsorgers laut fallen und die Hörer durchaus nicht verlegt oder in ihren monarchischen papiere" feinerlei Gewinn gezogen habe, verbient keinen Glauben, wurden, fanden sich noch Leute, welche ihn vertheidigten. Die Ge- Gefühlen beeinträchtigt haben, die niedrigste Strafe angemessen erDenn sie steht mit seiner eigenen, vor Zengen am 15. September richtsverhandlung hat ergeben, daß M. die tollsten Schwindeleien scheinen. Der Gerichtshof erkannte auf neun Monate Gefängniß abgegebenen Erklärung im Widerspruch. Seltsam erscheinen auch ausgeführt hat. Er unterschlug in verschiedenen Fällen Sparkassen-, und beschloß sodann, ohne daß der Staatsanwalt es beantragt oder der folgende Widersprüche: Herr Dunk behauptet der Deutschen Tagesztg." gegenüber, Stirchen, Mündel und Stollettengelder im Gesammtbetrage von Angeklagte ober sein Wertheidiger gehört wurden, die sofortige Stephany hätte ihm niemals verboten, zu flagen; in einer ca. 6000 W., zum theil auf äußerst raffinirte Weise. Er führte ein Verhaftung des Angeklagten. Die Gründe des StaatsBerjammlung am 15. September wurde von zwei Seiten ausbrücklich großes Haus, und alle Welt, die seine Verhältnisse nicht kannte, anwalts wurden für die Höhe des Strafmaßes als durchgreifend erklärt, daß Herr Dung anfänglich als Weigerungsgrund zu Hlagen hielt ihn für einen reichen Mann. Dabei wußte sich M. in den erachtet. anführte, einmal habe ihm Herr Stephany untersagt, es zum Prozeß Mantel der chriftlichen Liebe und Wohlthätigkeit zu hüllen. tommen zu lassen, und ferner habe er nicht andere Kollegen mit Der Parteitag der deutsch- sozialen Reformpartet. Dem Wien, 11. Oftober.( Magdeb. 3tg.") Der vom„ Neuen Wiener unglüdlich machen wollen. Bericht des Vorstandes und der Fraktion schloß sich eine kurze Dis- Tageblatt") veröffentlichte Erlaß des Justizministers, in dem den Herr Dung erklärt außerdem in seiner Berichtigung", er habe fuffion an. Den Fraktionsmitgliedern, die gegen die Flotten Richtern, die sich an politischen Agitationen betheiligen, unverblümt einen ihm befreundeten Kollegen in den doch erst nachträglich vorlage gestimmt hatten, wurde daraus ein Vorwurf ge angedeutet wird, daß sie bei Besetzungen übergangen und zum Ausentstandenen gehässigen Stampf nicht hineinziehen wollen und macht. Herr Liebermann von Sonnenberg hatte deren scheiden aus dem Richterstand veranlaßt werden sollen, ruft großes halte sich nicht für verpflichtet, den Namen dieses ihm Stellungnahme gewissermaßen damit entschuldigt, daß ihre Aufsehen hervor, weil in jüngster Zeit keinerlei das zulässige Maß befreundeten Kollegen zu nennen. Seltsam ist es, daß Herr Wähler sie dazu genöthigt hätten. Herr Berner widersprach dem. überschreitende Betheiligungen von Richtern an der politischen Stephany in seiner langen Erklärung in Nr. 472 der„ Voss. 8tg." Herr Köhler habe sich beispielsweise schon vorher gebunden, Agitation bekannt geworden sind. Der Erlaß wird, als gegen die Desterreich. Ungarn. Budapest, 11. Oktober.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Das Organ der ungarischen Sozialdemokratie, die„ Boltsstimme", wurde heute tonfiszirt wegen Abdrucks der die Verfolgungen der Sozialdemokraten durch die ungarische Regierung erwähnenden Resolution des Stuttgarter Parteitages. Schweiz. Kampf um das Koalitionsrecht! = Unternehmer: Bedenken. Unabhängigkeit des Nichterstandes gerichtet, im Parlament zur] Amerikanische Eisenbahn- Unternehmungen in China. Aus tragen pro Monat durchschnittlich im Voigtland und im Erzgebirge New York wird geschrieben: Vor einigen Tagen ging von 90 M., in Dresden 100 M., in Leipzig im Kommissionsgeschäft 115 M., Sprache gebracht werden." Die Regierungstaktik in der Ausgleichsfrage. Das„ N. Tgbl." San Franzisko eine aus 30 Personen bestehende Ingenieur- Kommission im Sortiment 120 M. und im Verlag 125 M. Der HandelsangeDas verhältnißmäßig günstig erscheinende meldet, der Finanzminister werde im Ausgleichsausschusse erklären, nach China ab, welche im Auftrage eines fürzlich gebildeten Syndikats stellte" bemerkt dazu: die Regierung verzichte vorerst auf die Erhöhung der Konsum- die technischen Vorarbeiten zum Baue einer Eisenbahnstre de Durchschnittsgehalt Leipzigs ist darauf zurückzuführen, daß nur von steuern; diese Tallit sei darauf berechnet, gewissen Parteien der von Kanton nach Hantau ausführen wird. Das Syndikat 51 Firmen Angaben zu erhalten waren. Diese Zahlen beweisen, wie Rechten zu erleichtern, für die Ausgleichsvorlagen zu stimmen. Die will mit einem Stapital von 200 Millionen Franks 900 englische wenig Grund die Buchhandlungsgehilfen haben, sich besser zu dünken Verzichtleistung bedente nur eine formelle Ausschaltung der Steuer- Meilen Bahnlinie herstellen und soll der nordamerikanische Gesandte als die übrigen Handelsproletarier. Diese Erkenntniß gewinnt auch erhöhungen aus dem Ausgleichswert; in Wirklichkeit verzichte die in Peking die hierfür erforderliche Konzeffion bereits zugefichert immer mehr Raum. Die Versammlung der fächsischen LandesRegierung keineswegs endgiltig auf die Konsumstener Erhöhungen, erhalten haben. Jedenfalls aber hat die Entsendung des nord- vereinigung, in der die Statistik bekannt gegeben wurde, beschäftigte deren Mehrertrag bereits für größere gemeinsame Ausgaben in amerikanischen Geschwaders nach China noch wesentlich den Zweck, fich auch zum ersten Male mit der Regelung der Arbeitszeit Rechnung gezogen sei. der Forderung dieser Eisenbahn- Konzession den nöthigen Nachdruck und faßte dazu folgenden Beschluß:" Die Mitglieder beschließen, zu verleihen. mit allen zu Gebote stehenden erlaubten Mitteln für eine Regelung der Arbeitszeit( d. H. Festsetzung einer Höchstdauer von Reichs wegen) und zur Einführung eines Achtuhr- Ladenschlusses einzutreten." Die Lohnkommission der Hamburger Drechsler hat der Innung folgende Forderungen unterbreitet: 1. Einführung einer Gegen das Zuchthausgefeß macht sich innerhalb der Unternehmer- neunstündigen Arbeitszeit; 2. Zahlung eines Mindestlohnes von freise selbst eine immer lebhaftere Opposition geltend. Daß diese 40 Pf. per Stunde, bei Akkordarbeiten sind diese Stundenlöhne zu gerade aus der Heimath der Scharfmacher hervorgeht, mag für die garantiren; 8. lleberstunden sind mit 25 pet. und Sonntags- und Jende, Stumm und Genossen recht unbequem sein. Und doch Nachtarbeiten mit 50 pCt. Lohnaufschlag in Anrechnung zu bringen. Ein italienischer Spitel. Die Züricher Post" schreibt: Bor find es gerade die Leiter großer Montan- Unternehmungen Von der Drechsler- Jnnung sind folgende Bugeständnisse gemacht allem, meinen wir, sollte die italienische Regierung endlich einmal in die Rheinland Westfalen, befürchten, der daß er worden: 8u 1. eine 91/2 ftündige Arbeitszeit, zu 2. fein Minimal, wegen der Spiel zur Rede gestellt werden, die sie in der Schweiz wähnte Gesezentwurf das Gegentheil dessen, was er anstrebt, herbei- fondern ein Normalstundenlohn von 40 Pf. und zu 3. einen Lohnunterhält. In frischer Erinnerung steht ihr Santoro, den der Bundes- führen dürfte. Obgleich wir den Gedankengang dieser Unternehmer zuschlag von 10 pet. für Ueberstunden- und Sonntagsarbeiten. Die rath als Anarchist auswies. Neuestens ist ein weiterer Spigel entlarbt freise nicht als richtig anzuerkennen vermögen, ist es doch interessant, Lohntommiffion ist beauftragt worden, mit den Innungsmitgliedern worden: Pierre Mantica, der sich für einen Journalisten ausgab und ihn kennen zu lernen und unter dieser Voraussegung geben wir ihn noch einmal mündlich zu konferiren. unter falschem Namen in Genf lebte. Er ist der Nachfolger des Spigels wieder. Die Lohnerhöhungen, die die Montan- Unternehmungen ihren Lohubewegung der Hamburger Schiffezimmerer. Die geTerzaghi, der vor etwas mehr als einem Jahr in Genf gestorben ist. Arbeitern in den letzten Jahren zugestanden haben, sollen aus der forderte Lohnerhöhung von 46 auf 50 Bf. per Stunde ist von den Mantica sandte italienischen Blättern die Abschrift eines Briefes, den Vorstellung herrühren, daß durch Lohnerhöhungen am wirksamsten Werftbefizern abgelehnt worden. Die Verhandlungen mit den Luccheni erhalten hatte und in welchem das Verbrechen, das der für die Industrie nachtheiligen Eventualität einer Streitbewegung Arbeitgebern sollen fortgesetzt werden. dieser begangen, gefeiert wird. Bur Rede gestellt, wie er in den vorgebeugt würde. In der That sei dies Biel auch auf dem Der Ausstand der Lederarbeiter in Elmshorn ist zu Besitz der Abschrift gekommen sei, behauptete Mantica, den Wege der Lohnerhöhung erreicht worden. Während nun vielBrief von einem Angestellten der Untersuchungsbehörde erhalten zu leicht der angekündigte Gesezentwurf betreffs Verhütung der haben. Dieser konnte indessen den Beweis der Falschheit dieser Streits den Eindruck erwecken könnte, daß die Arbeitgeber allgemein Aus dem westfälischen Kohlenrevier läßt sich ein bürgerliches Behauptung leisten, und so kam es an den Tag, daß Mantica dadurch ihre Position gegenüber der Eventualität einer Streitbewegung Blatt schreiben:„ Die hohen Dividenden, die bei einigen industriellen über die Abschrift des Briefes an Luccheni mur verfügen tonnte, verstärkt meinten, fehlt es nicht an Stimmen, daß vorsichtige Arbeit Werken 20-30 pt. betragen, legen es der Arbeiterschaft begreiflicherweil er selber den Brief an Luccheni geschrieben! Entrüstet ver- geber sich durch einen solchen Gesezentwurf gedrängt sehen weise nahe, eine Lohnaufbesserung zu verlangen. Verſtänden die Zechenlangt der„ Genevois", dem wir diese Mittheilung entnehmen, würden, mit ihren Bugeständnissen an die Arbeiter um so gesellschaften die Grundsätze und Forderungen der ausgleichenden christdaß dergleichen Banditen aus der Schweiz gefegt werden. Was soll weiter zu gehen, damit nur ja die Gelegenheit zu einer Streit lichen Gerechtigkeit, so würden sie aus sich eine solche eintreten laffen. meist sehr an der Erkenntniß, welche man, frägt das Blatt, von der italienischen Regierung halten, die bewegung aus dem Wege geschafft werde. Eine solche würde durch Aber leider fehlt es dazu nicht allein im eigenen Lande Anarchisten züchtet, sondern obendrein einen Gesezentwurf von der Schärfe des angekündigten zu einer um sozialen Pflichten solche hohen Gewinne den Zechenbefizern und bei uns Agenten unterhält, die dasselbe Geschäft bei uns besorgen, soviel heftigeren Irritirung der Arbeiter führen, als dies bisher bei Leitern auferlegen." Stimmt! Aber nicht nur im westfälischen damit so Borurtheile gegen unser Land und unser Volk entstehen? solcher Bewegung der Fall war. Unter diesem Gesichtspunkte wird von Kohlenrevier, sondern allerorts scheeren sich die Unternehmer den Frankreich. vielen Unternehmern der angekündigte Gefeßentwurf geradezu als Teufel um soziale Pflichten und ausgleichende christliche Gerechtig industriefeindlich aufgefaßt. Sind auch diese Anschauungen der Unter feit; selbst wo ihnen die Gesetzgebung derartige Pflichten auferlegt, Paris, 11. Oktober. Der heute im Elysee stattgehabte Mi- nehmer durchaus von der Wahrung der eigenen finanziellen Intereffen suchen sie in jeder Weise zu umgehen. Hier kann nur eins nisterrath fette als Termin des wiederzusammenbiltirt, so zeigen doch die daraus resultirenden Befürchtungen, helfen: eine ſtarte, alle zu einem bestimmten Industriezweig getretens der Kammern den 25. Ottober fest. Die Minister daß Graf Bosadowsty mit seinem Schutz für die arbeitswilligen hörigen Arbeiter und Arbeiterinnen umfassende gewerkschaftliche Orbesprachen den Aus stand und die fortschreitende Wiederaufnahme der Arbeit auf verschiedenen Werkplägen. Der Minister des Aeußern Personen nicht einmal auf die Hilfe des gesammten Unter- ganisation. nehmerthums rechnen tann. 200 Schuhmacher haben in Hannover die Arbeit einDie Gleichberechtigung der Delcaffé gab einen Ueberblick über verschiedene aktuelle Fragen der Arbeiter ist eben nicht nur ein einseitiges Postulat der Arbeiter, gestellt. Der Streit wendet sich gegen die schlechten Löhne und die auswärtigen Politik und kündigte die demnächstige Vorlegung mehrerer sondern eine nothwendige juristische Ergänzung der heutigen fapita- lange Arbeitszeit. Mit der Innung konnte bei den Verhandlungen listischen Produktionsweise. Man kann nicht den Arbeiter wieder keine Ginigung erzielt werden, weil man den Arbeitern einen Lohnunfrei machen, ohne zugleich die Leistungsfähigkeit der Industrie in tarif vorlegte, der theilweise unter die jetzige Lohnhöhe herunterihrem innersten Marke zu treffen. Gelbbücher an. Paris, 11. Oktober. Monard, der Anwalt der Frau Dreyfus, hat um die Ermächtigung nachgesucht, die Revisionsatten einzusehen. Paris, 11. Oftober. Ein Gerichtsvollzieher schickte sich heute an, im Auftrage der im Prozeß Zola vernommenen Schreibsachverständigen mit dem Verkauf des Mobiliars Zola's zu beginnen. Frau Zola und Octave Mirbeau, welcher aufs neue vergeblich das Anerbieten machte, die Schuldsummen zu bezahlen, verlangten, daß die Frage dem zuständigen Richter unterbreitet werde. Dieser erflärte, der Verkauf tönne nicht vertagt werden, sondern würde um 1 Uhr nachmittags stattfinden. Bei der Versteigerung wurde der erste ausgebotene Gegenstand, ein Tisch, von dem Berleger Frasquelle für 32 000 Frants erstanden, durch welche die Schuldsumme gedeckt ist. Der Versteigerung wohnten zahlreiche Neugierige bei. Italien. Partei- Nachrichten. Der fozialdemokratische Verein in Raffel beschloß, sich diesmal an der Landtagswahl nicht zu betheiligen. Ungunsten der Arbeiter beendet. ging. Die von den Arbeitern verlangte Werkstattordnung wurde gänzlich von der Innung verworfen. Bewilligt haben bisher 23 Arbeitgeber mit 40 Gesellen. Die Streitenden gehören alle der Organisation an. Aus Dt. Krone wird von einem Streit der an dem Bahnbau Dt. Krone- Virchow beschäftigten Arbeiter berichtet. Die meist von auswärts zusammengezogenen Leute legten am 4. Oktober die Arbeit Eine Versammlung in Breslau beschäftigte sich mit dem nieder. Es wurde wie gewöhnlich eine größere Menge Polizei aufThema der Endziele. Redakteur 3 ahu, der das Referat hatte, geboten, angeblich, weil die Arbeiter Ausschreitungen verübten. führte aus, daß ohne Hinweis auf die Endziele teine wirksame unter dem Borsiz des Bürgermeisters Müller von Dt. Krone fanden Agitation betrieben werben tönne; wie sehr übrigens das Bolt für Berhandlungen zwischen den Arbeitgebern und Beauftragten der Urdie sozialistischen Ideen empfänglich sei, zeige die beispiellos große beiter statt, die zu einer Einigung führten. Schon am nächsten Tage Verbreitung gerade derjenigen unserer Schriften, die sich mit den wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Endzielen beschäftigen. Die Versammlung nahm eine Resolution In der Buch: nnd Steindruckerei Dusch u. Cie. in Straßan, worin ausgedrückt ist, daß bei der Agitation neben der Erörterung praktischer Fragen die Endziele nicht außer acht gelassen werden burg i. Elf. find zwischen den Steindruckern und der Geschäftsleitung Differenzen ausgebrochen, die zur Arbeitseinstellung geführt. dürfen. Ausland. Rom, 9. Oftober.( Eig. Ber.) Die Generalfommiffion, welche die Aufgabe hat, politisch Verdächtige vor ihr Forum zu zitiren und fie zu Zwangswohnsiz zu verurtheilen, arbeitet mit großem Eifer. In Apolda wurden am Dienstag unsere Parteigenoffen haben. Bis jetzt sind von ihr 260 Bürger Anarchisten, Sozialisten und eutert und Petermann mit großer Mehrheit wieder zu Die Situation in Paris ist noch die gleiche, immer neue Republikaner verurtheilt. Die Kommission tagt weiter. Seit Bezirksabgeordneten, d. h. zu Mitgliedern des BegirlsDas dem Costello, der ultra- reaktionäre Bürgermeister von Livorno, ausschusses gewählt, der der Bezirks- Landesverwaltungs- Behörde Kategorien von Arbeitern schließen sich dem Ausstande an. wegen Unterschlagung städtischer Gelder verhaftet worden ist, sind dem Bezirksdirektor beigegeben ist, um bei der Berathung und Komitee der Bauarbeiter- Getvertschaften richtet an die Gewerkschaften noch weitere Fälle von Veruntreuungen durch Beamte bekannt ge- Entscheidung über bestimmte Gegenstände mitzuwirken. Zu Stell- des In- und des Auslandes einen warmen Appell, die Streikenden. worden, so z. B. in Busto Avrizio, Bologna, Cintra, vertretern wurden ebenfalls Barteigenossen gewählt, und zwar die zu unterstützen. Mehr als hunderttausend Eurer Arbeitsbrüder", so heißt Oliveto. Theils sind die betreffenden flüchtig, theils in Haft Genossen Werner und Greifeld. genommen. Alzu viel werden sie nicht zu befürchten haben, naments Ju Mainz wollen Demokraten, Ultramontane, Freifimige und es dort, stehen im Streik und dauert der Kampf auch nur kurze lich nicht, wenn sie die gleiche politische Gesinnung bethätigt Nationalliberale eine gemeinsame Kandidatenliste für die bevor- Beit, werden sie mit ihren Frauen und Kindern in Noth und Elend haben, wie der Bürgermeister von Livorno. Wie glinipflich stehende Stadtverordnetenwahl aufstellen. Um den Preis gerathen. Wir hoffen, daß Euere Solidarität sich auch uns gegenwird diefer Spigbube schon jetzt behandelt. Man hat ihm im Ge- des Zusammengehens sollen auch der Sozialdemokratie einige Sige über bethätigen wird, sodaß wir unsere berechtigten und bescheidenen fängniß ein besseres Zimmer angewiesen, hat ihm Bücher und Tinte 2 von 19 zugestanden werden. Unser dortiges Partei- Organ, Forderungen werden durchsetzen können." Einsendungen sind zu bewilligt, während diese Vergünstigungen den politischen Gefangenen die Mainzer Volkszeitung", spottet über diese Großmuth" und richten an die Bourse Centrale du Travail, Paris. Die Verdächtigung, daß der Generalstreit von ausländischen berweigert werden. erklärt, daß fie auf so ein geradezu lächerliches Anerbieten verzichte. Agitatoren propagirt werde, geht von den Unternehmern aus. DieGroßen Eindruck hat in sozialistischen Kreisen der Stutt In Uzwyl, einem fleinen Orte im schweizerischen Kanton selben haben, wie die Petite Republique" mittheilt, diese vergarter Parteitag gemacht, namentlich hat die Protest- Resolution St. Gallen, gründeten deutsche Parteigenoffen nach einem Vortrage länderische Nachricht in tausenden von Exemplaren an die Mauern Bebel's gegen die Verfolgungswuth der herrschenden Klassen in von O. Martens aus Zürich einen deutschen Arbeiter- Bildungs- von Paris anschlagen laffen. Italien freudigen Wiederhall gefunden. In den Blättern darf diese verein. Derselbe zählt bereits 25 Mitglieder und wird infolge des von Baris anschlagen laffen. Zustimmung gar nicht zum Ausdruck kommen bei Strafe der Kon- Aufschwungs der Industrie in jenem Orte voraussichtlich bald befistation oder gänzlicher Unterdrückung. deutenden Zuwachs erhalten. Spanien. Madrid, 11. Oktober. Die Regierung wird bis zum definitiven Friedensschluß eine starke Truppenmacht in Kuba belassen. Es ver: lautet, bie Regierung werde die Sortes sogleich nach Unterzeichnung der Friedensatte einberufen und denselben Vorlagen zur Neorgani sation der Staatsverwaltung machen. Der Ministerrath erließ neue Instruktionen für die Pariser Friedenskonferenz in betreff der Philippinen. 18. d. M. beendet sein. In einem Telegramm erklärt General Rios den Aufstand den Visayas- Inseln für beendet. Norwegen. Türkei. auf Ein Kongres sozialistischer Gemeinderäthe Frankreiche wird in den Tagen vom 30. Ottober bis 1. November in Funay abgehalten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Dem„ Matin" zufolge erklärten die Vertreter der Erdarbeiter, die Arbeit erst dann aufzunehmen, wenn auch die Forderungen der übrigen Gewerkschaften, mit denen sie sich solidarisch erklärt hatten, erfüllt seien. Die Vertreter beharrten hierbei, obgleich der Präsident des Gemeinderaths ihnen die Gefahren eines Zusammenstoßes mit den Truppen, ja sogar die für den Fall von Unruhen die Republik bedrohenden Gefahren vor Augen hielt. Der„ Figaro" will wissen, die Mehrheit der Eisenbahnarbeiter Die Gea und Bediensteten in der Provinz sei gegen den Streit. noffenschaft der Bahnbediensteten, welche für den Ausstand thätig Achtung, Vergolder! Zu der heute Abend ftattfindenden Ver- ist, betrage faum ein gwanzigstel sämmtlicher Bahnangestellten. Bis zum 15. November sollen 18 000 kranke Soldaten von sammlung werden die Kollegen und Kolleginnen aufgefordert, zahlIn den Bureaus des Munizipals und des Provinzialraths wurde Kuba nach Spanien zurückgeschafft werden. Die Einschiffung der reich zu erscheinen, da eventuell wichtige Abstimmungen vorzunehmen dem Streiffomitee versprochen, die Wünsche der Ausständigen bei spanischen Truppen von Portoriko nach der Heimath wird am sind.( Siche heutige Annonce.) Die Bergolder( Farbigmacher) werden den Ministern für den Handel und für die öffentlichen Arbeiten zu erfucht, bis auf weiteres die Werkstatt von Sonnet zu meiden, da die unterstützen, falls sie für die Arbeiten bei den Ausstellungsbauten Differenzen bis jetzt noch nicht beigelegt sind. Die Kommission. und für den Eisenbahnbau dieselben Zugeständnisse verlangen Die Aussperrung der Vergolder hat bereits begonnen. Bis würden, wie sie solche für die städtischen Arbeiten erlangt hätten. Dienstag Abend waren der Streiffommission 35 Ausgesperrte ge- Das Generalsekretariat der Vereinigten Maschinenbauer Christiania, 11. Oftober. Das Storthing ist heute eröffnet meldet, weitere Opfer dieser frivolen Tattit der Unternehmer werden Englands hat foeben eine umfangreiche, im höchsten Grade werthheute erwartet. Die Einigkeit unter den Fabrikanten scheint teine volle Arbeit vollendet. Es hat ein Buch herausgegeben, in welchem worden; das bisherige Präsidium wurde wiedergewählt. vollkommene zu sein. Während in verschiedenen Fabriken die an eine Geschichte des großen Maschinenbauer Streits enthalten ist. gefangenen Arbeiten thatsächlich aufgearbeitet werden, haben andere Die Ursachen des Konflikts und der Verlauf desselben sind in seinen Konftantinopel, 11. Oktober. Die Pforte verlangt in brei Fabrikanten noch gestern für mehrere Tage Arbeit ausgegeben. Die einzelnen Phafen nur furz mitgetheilt. Der Hauptwerth des Buches befestigten Orten auf Kreta die Belassung kleiner türkischer Garnisonen Bahl der streifenden Versilberer beträgt 88. Das Vorgehen der besteht aber darin, daß alle auf den Streit beziehentlich die Auszur Kennzeichnung ihrer Souveränität. Soviel jedoch in hiesigen Fabrikanten hat bisher auf die Lage des Streits und die Stimmung sperrung bezüglichen Attenstücke darin zusammengestellt sind. Die diplomatischen Streisen verlautet, hat die Pforte diese Forderung un- der Streifenden keinen Einfluß, wenigstens teinen den Unternehmern Briefe, welche zwischen den Sekretären der Unternehmer und der Maschinenbauer, sowie zwischen diesem und den anderen Gewerkschaften abhängig von dem Ultimatum gestellt, über dessen Abänderung die günstigen, ausgeübt. gewechselt worden sind, kommen da zum Abdruck. Die Manifeste der vier Botschaften zu verhandeln entschieden ablehnen. Der diesbezüg Gewerkschaft und der Unternehmer an das Publikum, die Kundgebungen liche Meinungsaustausch der vier Mächte scheint noch nicht beendet Parteigenoffen und Organisationen des englischen Arbeitsamtes, die von den betheiligten Organisationen zu sein, da die hiesigen Botschaften noch keine Instruktionen haben. Der im Ultimatum festgefeßte Termin endet Donnerstag früh. Rudolf Josef Prinz, von Profeſſion Gärtner, geboren 1872 zu und von dritten gemachten Einigungsvorschläge, schließlich die bet Nach Berichten aus Streta sind dort sämmtliche italienische Ber- Bremen, zulegt in Perchtoldsdorf bei Wien„ thätig", nachdrüdden Einigungsverhandlungen von beiden Seiten aufgestellten Res I ich ft gewarnt. folutionen alles das ist in chronologischer Reihenfolge zusammenstärkungen eingetroffen. Derselbe lockte der Gewerkschaftskommission Oesterreichs in Wien gestellt. Beigefügt sind ferner einige hervorragende Artikel, die über Reaktion in China. Wie den„ Times" aus Beting gemeldet Geldbeträge unter dem Vorwande, eine Organisation der Gärtner ben Kampf in englischen und ausländischen Blättern erschienen find. wird, ist eine Verordnung ergangen, durch welche die einheimische in Wien zu gründen, heraus, ohne seinen Berpflichtungen nachzu Auch eine genaue Abrechnung über die Kosten des Streits und ihre Presse unterdrückt wird und die Herausgeber von Preß- fommen. Genannter iſt, indem er sich als Parteigenosse ausgiebt, Deckung durch die obligatorischen Beiträge der Mitglieder und der erzeugnissen zur Bestrafung gezogen werden. Alle Beamte, welche stets darauf bedacht, die Organisationen auszubeuten und hat ins- freiwilligen Zuwendungen von in- und ausländischen Gewerkschaften Denkschriften zu gunsten der Reformen unterzeichnet haben, sind besondere im Organisationsbezirk Mödling Parteigenoffen um und sonstigen Gebern finden wir verzeichnet. Dabei ist zu beachten, aus ihren Aemtern entlassen worden. Das Aderbau- Amt Geld und Bücher geprellt. Man wird überall, wo Prinz auftauchen daß nur die Gelder, welche durch die Kasse der Vereinigten Maschinenbauer gegangen sind, hier verrechnet sind; nicht berücksichtigt find ist abgeschafft worden. Aus Shanghai wird den„ Times" ge- sollte, gut thun, demselben die Thür zu weisen. Johann Schlager, für die Bezirksorganisation Mödling. die Summen, welche durch das Vereinigte Komitee zur Vertheilung. meldet, Huang, welcher fürzlich zum Gesandten iu, Japan ernannt werden sollte, sei wegen Theilnahme an der Reformbewegung ber- udwig Beitelmeider, für die nieder- österreichische Landes- gelangten. In der Kasse der Maschinenbauer liefen für Streifzwecke inshaftet worden. Wie das Blatt weiter meldet, seien die in der letzten 8 620 755,75 M.; davon wurden verausgabt: Erhebungen über die Höhe der Gehälter der Buch gesammt ein: Zeit erlassenen Verordnungen auf Befehl der Kaiserin allein erUeber eine halbe Million Mark, nämlich gangen, deren allgemeine Verfolgung der Fortschrittler ein wahres handlungsgehilfen hat die Landesvereinigung der Buchhandlungs- 3 571 367,50. gehilfen für das Königreich Sachsen veranstaltet. Die Gehälter be 567 987,50 M., gingen vom Ausland ein, gewiß ein schönes Beichen Regiment des Schreckens bilde. Afien. Deutsches Reich. Parteivertretung. werden vor Internationaler Solidarität. Der deutschen Arbeiterschaft gereicht es zur besonderen Ehre, daß fie mit 291510 M. an der Spige steht. Die englische Arbeiterschaft selbst hat die Hilfe aus Deutschland in freudiges Erstaunen gesetzt. Nach Deutschland fommt Australien mit etwas über 100 000 M. und dann folgen die anderen Länder in Tangen Abständen. des umfangreiches Material zur Beurtheilung des Maschinenbauer- Streifs, es wird auch dauernden Werth behalten und späteren Geschichtsschreibern werthvolle Aufschlüsse geben über die Arbeiterbewegung und das Wesen der gewerkschaftlichen Kämpfe am Ende des 19. Jahrhunderts überhaupt. Unternehmer- Verbände. Wie die Unternehmerverbände wirken. Es fostete eine Tonne( à 1000 Kilogr.) ab Werk: Rheinland- Westfalen Schlesien Nassau. 19 • . Buddeleisen: Januar 1886 41 M. 45 40 " Januar 1892 51 M. Rheinland- Westfalen Gießerei- Roheiſen Schlesien 49 M. 53 " 54 " 49 v früheren Kurse tagten 1892 in Immer enger 59 M. " 60 58" 57 9. 58 60 M. » 61 " 59 M. 65 M. Bessemer Roheisen: Rheinland- Westfalen 45 M. Thomas- Gilchrist- Eiſen: Rheinland- Westfalen. 39 M. Rheinland- Westfalen Schlesien Stab- Eisen: 102 M. 100 Harz- Hannover.. 103 • " Rheinland- Westfalen. 110 m. Schlesien Nassau Pfalz Sachsen Sachsen 60 M. 128 M. 128 120 " " 123 M. 48 M. 125 M. 120 120 " " " Quis Walz- Draht: 115 M. 120 M. . 130 130 M. 131 130 M. 140 •. " " Gußeiserne Defent 2c.: 150 M. 150 M. 180 M. 170 W. 184 M. 190 M. Ordinärer Bauguß: Schwerer Maschinenguß: Dampfmaschinen, Kessel, Turbinen: 553 M. 620 M. " 606 M. = Gerichts- Beifung. Aus Waldenburg i. Schl. wird uns mitgetheilt: Unserer geklagten gehört. Im Mai d. J. ließ der Angeklagte einen zweiten Dampf Stadt wird durch die Kohlengruben das beste Trinkwasser fessel für die Futterkocherei nebst einem neuen Kochapparat aufentzogen. Hinzu kommt, daß das Klärbassin, wo das geringere stellen. Die Montage wurde dem Kesselschmied Heinrich Hempel Wasser( Grubenwasser) gereinigt werden soll, durch die Gruben zur Ausführung übertragen. Am 28. Mai wurde die Abnahme schadhaft geworden ist. Wie es heißt, findet sich niemand, der die der neuen Anlage bei der zuständigen Gewerbe- Inspektion be= Reparatur dieses Baffins auf sein Rijito übernehmen möchte, da antragt, aber als der fönigliche Gewerbe- Inspektor a bold die befürchtet wird, man werde bei dieſer Arbeit verunglüden. Die Anlage untersucht hatte, verweigert, weil die Anlage so viele Mängel Einwohnerschaft muß sich nun mit unfiltrirtem Wasser behelfen. aufwies, daß der Betrieb ohne die größte Gefahr undenkbar war. Daß Mangel an gutem Trinkwasser Krankheiten Vorschub leistet, ist Namentlich war der Kochapparat von so dünnem Blech gearbeitet, bekannt. daß er nicht im stande war, auch nur schwachen Dampfdruck ausDer diesjährige praktisch- soziale Kursus des Volksvereine zuhalten. Die Verschlußschrauben waren nicht versichert, 10 für das katholische Deutschland ist in Straßburg i. E. eröffnet dag ste sich selbst lösen konnten. Solcher Mängel gab worden. Derselbe ist der siebente in der Reihe seiner Vorgänger. Die es noch mehr. Der Gewerbe Inspektor ordnete deshalb Neiffe, 1894 in Freiburg i. B., 1895 in back, 1893 in Bamberg und eine ganze Reihe von Verbesserungen und Aenderungen an, erklärte aber 1895 in Dortmund, 1896 in Schwäb. ausdrücklich, daß selbst in dem Falle, daß alle diese Aenderungen Schließen sich die Unternehmer zusammen. Kein noch so unbed utender Gmünd. Von den Theilnehmern an dem heurigen Kursus vorgenommen würden, der Kochapparat doch noch nicht geeignet Zweig der Kohlen, Eisen- und Stahlindustrie ist mehr ohne Unter- find zu nennen Prof. Dr. Size, Abg. Dr. Jäger Speyer, sein würde, daß mit direktem Dampfe in ihm gefocht werde. Es nehmerverband. Die Herren wissen auch, warum sie sich das Joch" Dr. Siben Deidesheim, Abg. Frhr. v. Koth. Oberamtsrichter dürfe auch dann nur mit indirektem Dampfe gefocht werden. Der der Vereinigung auflegen. Sie tömmen so„ unterjocht" die flotte Zeit ie Bler- Mannheim, sowie die elfäffischen Abgeordneten Hauß. Beamte hat auch den Angeklagten, dessen Frau und dessen Mutter trefflich ausnußen. Wie rührig die Hütten- und Fabrikbefizer sind, Delfor, Wetterlé. Bereits am Eröffnungstage lagen etwa 1000 mit ausdrücklich auf die Gefahren aufmerksam gemacht, welche aus der mag folgende Tabelle beweisen. glieder Anmeldungen zum katholischen Volfsverein vor. Die Ab- Inbetriebsezung der fehlerhaften Anlage entstehen könnten. Auf haltung des diesjährigen Kursus in der Hauptstadt Elsaß- Lothringens Veranlassung des Revisionsbeamten setzte auch der Amtsvorstand den Anwird als ein Erfolg derjenigen Strömung innerhalb der flerifalen geklagten schriftlich davon in Kenntniß, daß der Betrieb amtlich geschlossen Januar 1898 Landespartei angesehen, die den engeren Anschluß der Elsässer- fei und im Falle des Zuwiderhandelns die zwangsweise Schließung erGruppe im Reichstag an die deutsche Zentrumspartei anstrebt. folgen würde. Trotz alledem hat der Angeklagte die beanstandete Anlage nach wie vor in Betrieb gesetzt. Als er häufig von Gendarmen fontrollirt wurde, da ließ er des Nachts kochen und zwar bei verhängten Fenstern. Montag, den 13. Juni, nachmittags 3-4 Uhr, Um zwei Gläser Bier willen hat sich der Kriminal- trat plötzlich eine Explosion des Kessels und Kochapparates ein. Der fchumann Franz Hermann hönow, der gestern vor der den Apparat bedienende Arbeiter Diedrich wurde zu Boden geIV. Straffammer des Landgerichts I stand, unglücklich gemacht. Er worfen und erlitt zunächst einen Bruch des rechten Fußes. Die war beschuldigt, gemeinschaftlich mit dem Buchhalter Wilhelm Gottlieb glühende Kochmasse lief dem am Boden liegenden Arbeiter über Buth Urkunden, die ihm in seiner Eigenschaft als Beamter zugänglich den ganzen Körper. Der Kutscher Schulz, der sich in waren, beiseite geschafft und gefälscht zu haben. Er hatte den An- demselben Raume befand, wurde ebenfalls an vielen Stellen geklagten Buth im vorigen Herbst gelegentlich amtlicher Recherchen des Körpers schwer verbrüht, fonnte aber noch die Küche fennen gelernt. Im Frühjahr dieses Jahres war es Buth, der zwei verlassen und auf dem Hofe um Hilfe rufen. HerbeiVorstrafen auf dem Kerbholz hatte, gelungen, Anstellung bei einer geholte Personen holten den Arbeiter Dietrich aus der heißen Versicherungsgesellschaft zu finden, die aber von der Bei Flüssigkeit heraus. Die Haut hing in Feßen vom ganzen Störper bringung eines Führungsattestes abhängig gemacht worden herab. Der Verletzte wurde sofort nach dem Krankenhause im war. In feiner Sorge, daß durch Inanspruchnahme der Friedrichshain gebracht, starb aber daselbst schon am nächsten Tage Polizei feine Vorstrafen bekannt werden müßten, wandte an den Folgen der Verbrennung. Der ebenfalls schwer, aber doch er sich an Hönow und beschwor ihn, ihm doch zu helfen und Mittel retativ weniger verbrühte Arbeiter Schulz mußte ebenfalls nach deni und Wege zu finden, um sein Strafregister verschwinden zu lassen. Krankenhause gebracht werden. Dort hat er drei Wochen und später Hönow erklärte dies zunächst für unmöglich, er ließ sich aber schließ- außerhalb noch sieben Wochen als Refonvaleszent zugebracht, lich doch von den Bitten und Thränen des Buth rühren und ersann ist aber mun gänzlich geheilt. Auf grund aller dieser mun ein ganz verschlagenes Mittel, das darin bestand, die Akten und Vorgänge wurde die Anklage gegen Neuenfeld erhoben. Strafakten des Buth verschwinden zu laffen, von den letzteren aber Staatsanwalt Chrzesoinsti betonte in seinem Plaidoyer, daß Abschriften ohne Strafvermert anzufertigen und diese für die Originale der Angeklagte in frivolster Weise mit Menschenleben gespielt habe, unterzuschieben. In dem 27. Polizeirevier, in welchem Buth wohnte, weshalb er ein Jahr und sechs Monate Gefängniß Unsere Leser sehen, die Unternehmer find eifrig an der Erhöhung ließ sich die Sache nicht machen, weil dort die Strafen des in Antrag bringe. Der Gerichtshof blieb nur eine Minute im Beihrer Löhne. Sie lassen sich auch nicht von anderer Seite hinein- Buth zufällig bekannt sein konnten, selbst wenn das Strafblatt rathungszimmer und verkündete dann, daß der Angeklagte im vollen reden in ihre Geschäfte. Bei den Arbeitern erdreistet sich jeder aus dem Personalfasten entfernt und der Strafvermerk aus dem Umfange der Anklage schuldig sei. Derselbe sei ein Mann, der mit Schmock, ihnen vorzurechnen, wie sie so hohe Löhne verdienten und Revierbuch ausradirt würde. Hönow meldete den Buth deshalb nach dem Leben und der Gesundheit seiner Mitmenschen höchst leichtfertig mun alle Ursache hätten, zufrieden zu sein. Wo ist der zufriedene dem 99. Polizei- Revier an, weil er dort früher stationirt war und umspringt, sofern sein materielles Interesse in betracht kommt. Geſeß Unternehmer? auf dem Revierbureau Bescheid wußte. Er bewirkte, da er in seiner und polizeiliche Anordnungen erscheinen ihm nebensächlich, er glaubt Vereinigte Oberschlesische Walzwerke. Die Haupt- Verwal- Eigenschaft als Kriminalschußmann zur Erledigung von Recherchen alles mit Er hat mit voller Kenntniß tung theilt mit: In der am 10. September in Kattowitz statt- dort Butritt hatte, selbst die Eintragung in das Revierbuch und legte der Gefahr den Betrieb eröffnet, wenn er auch gehofft hat, daß die gehabten Hauptversammlung der Vereinigten Oberschlesischen Walz- die bereits vorher gefertigte Abschrift eines kleinen Register Gefahr nicht eintreten werde. Deshalb sei auf ein Jahr Gefängniß werke wurde festgestellt, daß die in der Zwischenzeit für Verkäufe blattes ohne Strafvermerk in den bestimmten Kasten. Buth erkannt und die sofortige Verhaftung des Angeklagten angeordnet für das vierte Bierteljahr freigegebene Menge mit den um 5 M. wurde auf diese Weise, ohne daß bas 99. Revier etwas worden. Bei dieser Verkündigung ereignete sich eine erregte Szene. für die Tonne erhöhten Preisen glatt und schnell untergebracht von seiner Anmeldung wußte, in das Revierbuch als im Hause Mutter, Frau, Schwiegermutter und andere Verwandte begannen worden ist. Es wurde danach für den ferneren Verkauf eine weitere Buttbuserstraße 46 angeblich wohnhaft eingetragen, während er laut zu schreien und mußten auf Anordnung des Vorsitzenden, LandPreiserhöhung in Aussicht genommen. Der Beschäftigungsstand thatsächlich noch im 27. Revier weiter wohnte. In legterem hatte gerichtsdirektors Garg, aus dem Saale befördert werden. Mit geder Vereinigten Werke ist derartig, daß durchgehends Lieferfristen ihn Hönow wiederum aus dem Revierbuche als nach der Buttbuser- rungenen Händen bat der Angeklagte um seine Entlassung, mit Rüdvon 10 bis 14 Wochen gefordert werden müssen. Gleichzeitig wurde straße verzogen ausgetragen. Das Strafblatt und das Registerblatt sicht auf sein einziges Kind möge der Gerichtshof Mitleid mit ihm in der Versammlung der Grundpreis für Verkäufe nach Rußland hatte er sich angeeignet, ebenso die Personalakten, das Blatt der haben. Kalt und streng erwiderte der Vorsitzende:" Haben Sie um 5 M. die Tonne erhöht, da auch hier die Nachfrage stetig steigend Abtheilung IV und das große Registerblatt aus dem Kasten des Mitleid gehabt mit den Menschen, die Sie an den Keffel und damit ist und die Werke auch dorthin ihren Lieferungsverpflichtungen mur Einwohner Meldeamts. Beide Angeklagten fertigten darauf an den Tod stellten? Und das waren doch auch Menschen! Gerichts schwer nachkommen können. von den Registerblättern u. s. w. Abschriften mit Weglassung des diener, führen Sie den Angeklagten ab!" Rheinisch Westfälisches Kohlen Syndikat. Wie berichtet Strafvermerts, die dann Hönow an stelle der Originale in die Wegen Beilegung eines ,, arztähnlichen Titels" wurde der wird, ersucht der Vorstand des Syndikats die Verbandszechen durch betr. Käften legte. Die Strafakten und die Originalblätter sind in Heilkundige" Harder auf grund des§ 147 Nr. 3 der Gewerbeein besonderes Rundschreiben, die jetzt giltigen Preise für. Einzel- der Buth'schen Wohnung verbrannt worden. Nachdem Buth unter Ordnung verurtheilt, weil er, ohne approbirt zu sein, in das aufträge für die Wintermonate( September bis Februar ein- ingabe der fingirten Wohnung ein Gesuch um Ausstellung eines Scherl'sche Adreßbuch neben seinem Namen die Bezeichnung Speschließlich) um eine Mark für die Tonne Kohlen er- Beugnisses beim Polizeipräsidium gestellt und dasselbe ohne Straf- zialist für Haut- und Geschlechtsleiden" hatte aufnehmen lassen. höhen, solche Bestellungen indeß nur dann zur Ausführung vermerk erhalten hatte, machte hönow wieder in beiden Harder legte beim Kammergericht Revision ein und machte geltend, zu bringen beziehungsweise mur dann zur Ausführung Revieren die Aus- und Eintragungen in den Büchern und versetzte daß der Vorderrichter die in betracht kommende Gesetzes bestimmung entgegennehmen zu wollen, wenn in der betreffenden Kohlen- Buth wieder aus dem 99. Nevier in das 27. Revier. Ein Zufall hat durch falsche Anwendung verlegt habe. In der Bezeichnung forte freie Mengen vorhanden sind. Durchweg ist letzteres be- schließlich zur Entdeckung der beispiellofen Schiebung geführt. Das Spezialist für Haut- und Geschlechtsleiden" sei nicht ein Titel zu kanntlich nicht der Fall, da die Zechen vielfach nicht einmal in der seltsamste ist, daß Hönow außer einigen Gläsern Bier Vortheile für sehen, der den Glauben erwecken könne, sei eine in Deutschland Lage sind, den laufenden Anforderungen ihrer Abnehmer zu entfeine Liebesdienste nicht empfangen hat. Rechtsanwalt Dr. Schwindt approbirte Medizinalperson. Der Straffenat des Kammergerichts. sprechen. Die Anmahnungen der letzteren un verstärkte Lieferungen machte dies besonders als mildernden Umstand für ihn geltend und führte war indessen der Meinung, das Landgericht habe mit recht anwerden vielmehr immer dringender, so daß das Syndikat neue, ihm dem Gerichtshofe vor, daß sich der Angeklagte durch seine unbegreif- genommen, daß jener Titel vom großen Publikum sehr leicht in zugedachte Aufträge einfach ablehnen muß. Die Entgegennahme von liche Handlungsweise um sein ganzes Lebensglück gebracht und das dem vom Angeklagten bestrittenen Sinne ausgelegt werden könne. Einzelaufträgen seitens der Zechen kann sich daher nur auf Aus- durch schon selbst schwer bestraft habe. Rechtsanwalt Arnold Die Revision wurde deshalb als unbegründet zurückgewiesen. nahmen beschränken. Goldstein hatte juristische Bedenken gegen eine Mitthäterschaft" Westfälisches Koaks Syndikat. Der Koalsverfandt der Mit des Angeklagten Buth, der sich nur der Beihilfe schuldig gemacht angenehme Polizeigeschichten tamen in der letzten Aus Halle a. S. wird uns vom 10. Oktober berichtet: Unglieder des Koats- Syndikats bezifferte sich im Monat August d. J. habe. Der Gerichtshof verurtheilte hönow zu sechs Mo auf 555838 To.( gegen 534 330 To. im Juli d. J. und gegen 512447 To. naten, Buth zu neun Monaten Gefängniß. Schwurgerichtssigung dieser Periode zur Sprache. Die früher bei im August 1897). Bon den 555 838 To. entfallen 17 792 To. auf die Freudenmädchen als Aufwärterin thätig gewesene unverehelichte Durchstechereien im Strafgefängnisse zu Plötzensee be: Auguste Hennig von hier wurde wegen Meineids prozeffirt und dabei Privattokereien, 803 To. auf den Landabsatz und der Rest von häftigten wiederum die I. Straffammer des Landgerichts I. Auf befundete der Zeuge Kupferschmied Albert Oehme unter seinem Eide, 537 243 To. auf die Verbandstokereien selbst. Der Stoatsabfatz in der Auflagebaut faßen der ehemalige Gefangenenauffeher August daß er auf grund falscher Aussagen eines früheren PolizeiAugust d. J. war noch um 4,03 pet. größer als im Juli d. J. Neter und dessen Schwiegermutter Wittive Joachim Krüger, stellte sich aber auch der Koaksversandt im August d. I. so hoch, wie eine Verletzung von Amits- und Dienstpflichten enthalten, Geschenke Gefängniß verurtheilt worden ist. Eine Aufwärterin Anna Schwaniz und noch unt 8,47 pet. größer wie im August 1897. Außerdem ersterer unter der Anklage, als Beamter für Handlungen, welche fergeanten, der auch die Hennig zum Meineide überredet haben soll, unschuldig wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu 1 Monat noch in feinem Monat vorher. Insgesammt wurden vom 1. Januar und Vortheile angenommen oder gefordert zu haben, die Krüger bis 31. Auguſt d. J. 4 137 597 To. Stoats( gegen 3 922 150 To. im unter der Beschuldigung der Beihilfe. Der seit dem 21. Mai in erklärte unter dem Eide, daß Schuhleute in Uniform und Zivil öfter gleichen Zeitraume 1897) hergestellt und zur Bersendung gebracht. Untersuchungshaft figende Neter ist seit 1892 als nicht in dem Rappsilber'schen Freudenhause verkehrt und dort Bier gratis Das diesjährige Mehr macht demnach 215 445 To, oder ständiger Hilfsauffeher, dann als ständiger Hilfsaufseher und angenommen haben. Oehme hat seine Strafe, wie durch die heutige schließlich von 1895 ab als etatsmäßiger Aufseher bei dem Beweisaufnahme augenscheinlich festgestellt worden ist, unschuldig Soziales. on and Strafgefängniß zu Plößensee angestellt worden. Er ist geständig, verbüßt und daher wurde die Angelegenheit behufs weiterer Beweiszahlreichen, seiner Aufsicht unterstellten Gefangenen unerlaubte Ver- erhebung vertagt. Hoffentlich kommt der Unschuldige durch die ErDie Statistik der wichtigsten Erzeugnisse der preußischen günstigungen gegen Entgelt und Gewährung anderer Vortheile ge- mittelung der Wahrheit zu seinem Rechte. Wegen Förderung der Völlerei hatte der Bezirksausschus Berg und Hüttenindustrie in den Jahren 1892/97 gewährt ein währt und vermittelt zu haben. Hauptsächlich hat er dies in der anschauliches Bild des Aufblühens dieser Industrie in dem genannten Zeit vom 1. April 1897 bis Ende August 1897, als er den Nacht zu Potsdam dem Restaurateur W. Schmidt in Charlottenburg die Zeitraum. Die Steinkohlen- Produktion ist von 65,7 dienst auf der Station VI hatte, gethan. Er hat insbesondere un- Stonzession zum Schankwirthschafts= Betriebe entzogen. In seinem Millionen Tonnen à 20 Bentiter auf 84,3 Millionen Tonnen oder erlaubte Korrespondenzen zwischen Gefangenen und deren An- Lokal, wo Kellnerinnen bedienten, hatte ein achtzehnjähriger Jüng um nahezu 28 pet. gewachsen. Verhältnißmäßig noch rascher gehörigen vermittelt, bon ling in einem Tage etwa 400 m. verkneipt. Das Portemonnaie für die Gefangenen Sendungen ist die Erzeugung von Braunkohlen gestiegen; sie nahm Lebensmitteln und Geld in Empfang genommen, zum theil mit weiteren 500 M. ist dem jungen Manne hei der Gelegenheit von 17,2 bis zu 24,2 Millionen Tonnen oder um über auch Packete, die für die Gefangenen bestimmt waren, durch seine auf eine noch unaufgeklärte Weise abhanden gekommen. Er hatte 40 pCt. zu. Ziemlich gleichen Schritt hielt mit der Kohlen- Schwiegermutter abholen lassen. Für jeden dieser Liebes- vor dem Gericht behauptet, er sei animirt worden, während die die Salzproduktion. Steinsalz stieg von 246 000 auf 311 000 dienste hat er sich kleinere Geldsummen, die von 1,50 bis zu 3 m. ebenfalls als Zeugin vernommene Kellnerin dies bestritt. Tonnen oder um 60 pCt., andere Kalifalze von 502 000 auf 648 000 gingen, geben lassen, theils hat er von den Angehörigen Gericht zog in betracht, daß dem Zeugen Champagner für 10 und Tonnen, also immerhin noch um 26 pt. Waaren und Darlehen empfangen. Staatsanwalt Chrzescinsti 20 m. die Flasche verkauft worden ist und nahm an, es sei dem Von den Erzen weist allerdings nur das Kupfererz mit einem erachtete so schamloses Treiben für um so straf- Schmidt darum zu thun gewesen, dem unerfahrenen Menschen mögs Mehr von 124 000 Tonnen oder beträchtlich über 20 pCt. eine nennenswürdiger, als dadurch die gleichmäßige Behandlung der lichst viel Geld abzunehmen. Das Ober- Verwaltungsgericht, an das werthe Steigerung auf. Allein die Statistik der Hüttenpro- Strafgefangenen und die Swede des Strafvollzuges völlig fich Sch. noch wandte, bestätigte die Entscheidung des Bezirksduktion zeigt auch, daß keine Stodung, sondern starker Fortschritt illusorisch gemacht würden. Er beantragte gegen Reter ausschusses. die Signatur der Zeit war. In Roheisen wurden 1897 4 892 000 21/2 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Frau 5,49 pet. aus! H = ein " Das Tonnen, in 1892 3 439 000 Tonnen erzeugt, mithin mehr 1 453 000 Strüger 6 Monate Gefängniß. Die lettere brach infolge dieses Tehke Nachrichten und Depelihen. Antrages ohnmächtig zusammen und war längere Zeit verhandlungsTonnen oder über 40 pCt. Auch die übrigen Erzeugnisse der Hüttenindustrie stiegen, wenn unfähig, scdaß die Verhandlung unterbrochen werden mußte. Rechts- Auffig a. E., 11. Oftober.( B. H.) Am 23. d. M. halten hier auch nicht in dem gleichen Maße; so Bint um 11 000 Tonnen oder anwalt Beder II machte eine Reihe von Milderungs- die deutsch- radikalen Vertrauensmänner Nordböhmens eine große etwas über 8 pCt, Blei um 28 000 Tonnen oder 38 pCt., Kupfer gründen für den Angeklagten Neter geltend, die es räthlich Protestversammlung gegen die neue Taktik der deutschen Opposition um 5000 Tonnen oder nahezu 25 pCt., Vitriol um 4000 Tonnen erscheinen ließen, ihn nicht ins Buchthaus zu schicken, im Abgeordnetenhause. ab. oder 333 pt. Von Interesse erscheint auch die Thatsache, daß, während die Silberproduktion einen fleinen Rückgang aufweist, die Gold produktion sich von 116 auf 1087 Kilogramm gehoben, mithin nahezu verzehnfacht hat. sondern mit einer Gefängnißstrafe davon tommen zu Paris, 11. Oktober.( W. T. B.) Auf den großen Baustellen laffen. Das Urtheil lautete gegen den Angeklagten Meter auf 1/2 Jahre Gefängniß unter Anrechnung von 3 Monaten Untersuchungshaft, gegen Frau Krüger auf 1 Woche Gefängniß. arbeiteten heute gegen 3000 Personen, gestern 1200. Die„ Liberté" behauptet, die Metallarbeiter von Paris und in der Provinz hätten sich in betreff des Gesammtausstandes verständigt und hofften auf Ein frivoles Spiel mit Menschenleben hatte der Wiehhändler den Anschluß der Bahubediensteten. Krankenkassenwesen. Der Krankenkasse des Deutschen riedrich Franz Max Neuenfeld getrieben, welcher sich Verschiedene am Ausstande betheiligte Arbeitergenossenschaften, Privatbeamten Vereins( E. H.) zu Magdeburg is gestern vor der I. Straffammer am Landgericht II. wegen verwelche heute Nachmittag in der Arbeitsbörse Versammlungen vervom Reichskanzler von neuem die Bescheinigung ertheilt worden, gehens gegen die Gewerbe- Ordnung, wegen anstaltet hatten, stimmten für Fortsetzung des Ausstandes. daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, dem§ 75 des fahrlässiger Tödtung und fahrlässiger Körper- Rom, 11. Oktober.( B. H.) Der Ministerrath bewilligte die Krankenversicherungs- Gesezes genügt. verlegung zu verantworten hatte. Der Angeklagte betreibt Erhöhung des Budgets für Neubauten von Kriegsschiffen von 19 Die Fleischerei- Berufsgenossenschaft, die vor etwa zwei neben seinem Viehhandel eine Futterkocherei, deren Produkte er theils auf 30 Millionen Lire pro Jahr. Jahren errichtet wurde, hat Unfallverhütungs- Vorverkauft, theils aber selbst verbraucht, da er Schweine in großen Petersburg, 11. Oktober.( B. H.) Die Abrüstungskonferenz fchriften ausgearbeitet und vom Reichs- Versicherungsamt ge- Mengen mästet. Die Anlage befindet sich auf einem Grundstück in wird Anfang Januar nach der Rückkehr des Zaren und Murawiew's nehmigt erhalten. der Berlinerstraße 1 in Weißensee, welches nominell der Mutter des An- in Petersburg stattfinden. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Veilage u. Unterhaltungblatt. Nr. 239. 15. Jahrgang. Kommunales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. mittwoch, 12. Oktober 1898. = Wöchnerinnenheim Aufnahme finden wollen, haben sich rechtzeitig daselbst Urbanstraße 23, zwischen 3 und 4 Uhr bei Herrn Dr. Heide mann zu melden. I Obst Kenntniß nehmen. Sodann fanden einige Magistratsvorlagen die Zustimmung der Versammlung, welche folgende Gegenstände beDie Wahlen und die städtischen Arbeiter. Aus dem Rathtreffen: Herstellung des Anschlusses der Bahn- und StubenHauje wird berichtet: Behufs Herbeiführung eines gleichmäßigen Um eine schleunige Verbreiterung der Cornelinsbrücke zu rauchstraße an die neue Brücke mit einem Kostenanschlag Verfahrens der einzelnen Verwaltungsstellen hinsichtlich der Be- petitioniren hat der Vorstand des Vereins Berliner Droschkentutscher von 8500 m., die provisorische Pflasterung der Saarstraße, die theiligung der städtischen Arbeiter an den Wahlen hat der Magistrat in seiner letzten Sizung beschlossen, und zwar soll eine Eingabe Herstellung des Anschlusses der Rembrandt- und Bederstraße die nachstehenden Grundsäße aufgestellt, nach welchen nunmehr ver- sowohl an die Stadtverordneten- Versammlung als auch an die an die neue Friedenauer Brücke mit einem Kostenvoranschlag fahren werden soll: 1. Die Betriebe find an den Wahltagen zum städtische Verkehrsdeputation gerichtet werden. Die Betenten wollen von 18 940 M., sowie der Erwerb von Straßenland für Straße 55 Reichstage und zum Landtage so einzurichten, daß sämmt darin nachweisen, daß die Corneliusbrücke den heutigen Verkehrs-( zwischen Haupt- und Belzigerstraße) im Betrage von 180 870 M. lichen Arbeitern die Betheiligung an den Wahlen ermöglicht anforderungen durchaus nicht entspricht, weil sie zu schmal angelegt Hierauf kam eine Angelegenheit zur Sprache, die in der Verwird, ohne daß eine Einbuße am 2ohn stattfindet; 2. eine sei und daher im allgemeinen Verkehrsinteresse dringend der Ver- sammlung lebhaftes Schütteln des Kopfes hervorrief. Ein StadtAusnahme hieran ist nur alsdann und nur insoweit statthaft, als breiterung bedürfe. verordneter fragte an, was es mit einer angeblichen Verdies durch die nothwendige Fortsetzung des Betriebes umber= meidlich erforderlich ist; 3. nach diesen Anweisungen soll bereits bei die Kriminalpolizei den Baletot des Mörders der Rosine Kaiser, der sei, den Weg von und nach der Schule auf dem Fahrrade zurückZur Blutthat in der Zionskirchstraße wird mitgetheilt, daß fügung auf sich habe, in welcher einem Gemeindeschullehrer von dem Rektor der betreffenden Schule verboten worden den nächsten Landtagswahlen verfahren werden. Zugleich ist vom in der Wohnung des Herrn Roller, am Rechen hängend, aufgefunden zulegen. Der Magistrat gab auf diese Anfrage die Antwort, daß es Magistrat an die betreffenden Verwaltungsstellen die Weisung er- wurde, nebst dem Brecheisen heute( Mittwoch) und morgen( Donnerstag) mit dem Verbot an und für sich seine Richtigkeit habe, doch sei gangen, sie möchten noch vor den Wahlen alsbald berichten, in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags im Licht welche Einrichtungen zur Durchführung dieser Anordnung er- hofe des Polizei- Präsidiums, der sich zwischen den Eingängen i bie radfeindliche Verfügung nicht vom Rektor, sondern vom Kreisfolgt seien. ( Alexanderstraße, gegenüber der Kaiserstraße) und V( Straße an der Schreiben mir seinem Lehrerkollegium vorgelesen. Das merkwürdige schulinspettor ergangen; der Rektor habe das betreffende In der Angelegenheit des Professor Baron'schen Ver: Stadtbahn) hinzieht, zur Besichtigung öffentlich ausstellen wird. mächtnisses ist von dem Bevollmächtigten des Rentners W. A. Verbot war auch von einer noch viel merkwürdigeren Begründung Recht unangenehme Zustände find es, unter denen die Be- begleitet; es fand sich nämlich darin von dem Kreisschulinspektor die Securius, früher hier wohnhaft, jetzt in Wiesbaden, eines überzeugten wohner am Görliger Ufer seit dem 1. Oktober d. J. zu leiden Behauptung aufgestellt, daß ein Lehrer durch das Radfahren Vegetariers, an den Magistrat die Anfrage gerichtet worden, ob, haben. Unter dem Viadukt, der dort die Görliger Bahn überführt, die Schuldisziplin untergrabe. wenn Herr Securius sein in Schlachtensee belegenes vegetarisches stehen nämlich seit einiger Zeit auch während des Tages zwei nung auch Trifft diese Meis Familienheim der Stadt Berlin zu den Zwecken der Baron'schen Wagen, auf welchen Tonnen mit Fäkalien dicht an einander auf Schulen wahre Brutstätten der Disziplinlosigkeit sein. nur annähernd zu, dann müssen die höheren Dort Stiftung unentgeltlich überlasse, die Annahme des Baron'schen Legats geladen sind. Schon vor einigen Tagen waren durch irgend einen radeln nicht nur Lehrer, sondern auch Schüler; in den Jahreswahrscheinlicher sein würde als jetzt. Falls der Magistrat sich dieser Umstand mehrere dieser Tonnen vom Wagen heruntergeworfen, so berichten einiger dieser Schulen steht zu lesen, daß eigens RadfahrAnsicht zuneigen sollte, so sei Herr Securius bereit, mit demselben daß sie ihren Inhalt auf Fahrdamm und Bürgersteig ausbreiteten. Ständer und Räumlichkeiten zur Unterbringung der Räder hergestellt wegen Ueberlassung des Grundstücs in Verhandlung zu treten. Am Dienstag Morgen bot sich den Passanten dasselbe Schauspiel in worden sind, ja es wird sogar von Ausflügen berichtet, die Lehrer noch erhöhter Schönheit. Man kann sich denken, daß von den dort und Schüler gemeinsam auf dem Rade unternommen haben. Es wohnenden Leuten diese Bescheerung nicht angenehm empfunden hätte in heutiger Zeit noch einigen Sinn gehabt, wenn der wird, und es ist dringend zu wünschen, daß die Polizei auf diese Kreis- Schulinspektor den Lehrern das Radfahren verboten hätte, Dinge ihr Augenmerk richtet, damit dem Unwesen ein Ende gemacht weil dieses geeignet sei, in den meist recht armen Ge= werde. meindeschülern sündhafte Begehrlichkeit nach einem gleichen Behikel zu weden; der Einwand von wegen der Disziplin wird aber hinfällig werden, sobald der Kreis- Schulinspektor aus Erkundigungen bei den Direktionen höherer Schulen die beruhigende Gewißheit geschöpft hat, daß dort in der That trotz vielen Radfahrens noch alle Steine aufeinander stehen. der Stadtverordneten- Sizung meinte man, daß das Verbot bald zurückgenommen würde. Lokales. Strafe muß find. Die Kreuz- 8tg." leitartikelt über die in bürgerlichen Blättern vielerörterte Frage der noch nicht erfolgten Bestätigung des zum Oberbürgermeister von Berlin gewählten Herrn Kirschner. Das reaktionäre Blatt legt sich diese Verzögerung in einer Weise zurecht, die unzweifelhaft unsere Leser aufs höchste amüsiren wird: " An fich ist kein Anlaß vorhanden, in jener Verzögerung etwas auffallendes zu erblicken. Es hat aber den Anschein, als ob unsere Berliner Stadtverordneten durch die Schnelligkeit, mit der der damaligen Wahl Belle's die Bestätigung folgte, und durch die huld vollen Formen, in denen sie von aller höchster Stelle ausgesprochen wurde, einigermaßen verwöhnt worden find. Ohne Ziveifel galt jenes Beichen der tönig lichen Gnade nicht nur der Person des Gewählten, sondern auch seinen Wählern, also den Stadtverordneten der königlichen Haupt- und Residenzstadt. Diese haben sich aber durch jenen Be weis töniglicher Huld nicht abhalten lassen, im Gefolge der Sozialdemokratie und bis zu einem gewissen Grade im Gegenfaze zu Herrn Belle Beschlüsse zu fassen, die, indem sie die Revolutionäre von 1848 verherrlichen sollten, ihre Spitze gegen das Herrscherhaus richteten. Unter diesen Um ständen wäre es durchaus begreiflich, daß diesmal der Bestätigung des ersten Bürgermeisters eine eingehende Prüfung seiner Person vorangeht." Wie mag es den armen und ach so loyalen Bürgermeister Kirschner bei dieser Brüfung heiß und falt überlaufen! Die Reise nach Jerusalem. Neben einer Anzahl geistlicher und weltlicher Würdenträger ist auch der größte Soldat der deutschen Armee, ein Mann, der den Namen Ehmke führt, vom deutschen Kaiser aufgefordert worden, in seinem Gefolge die Reise nach Palästina mitzumachen. Das hiesige beſtunterrichtetste Lotalblatt läßt sich darüber aus Stiel telegraphiren lich von seinem Spezial- Korrespondenten- daß Ehmte 2,08 Meter groß ist, 236 Pfund wiegt, eigentlich schon am 1. Oktober zur Reserve entlassen ist und auf der Reise nach Jerusalem die Uniform der Beibtompagnie tragen wird. natür Auf der Stadtbahn ist vorgestern Nachmittag der 23 Jahre alte Streckenarbeiter Anton Marienfeld verunglückt. Dieser war gegen 6 1hr nachmittags auf dem Bahnkörper zwischen dem Lehrter Bahnhof und der Station Friedrichstraße beschäftigt. Als er einen Zug an sich vorbeiließ, wurde er von einem anderen, der aus der entgegengesezten Richtung tam, gefaßt, zur Seite geschleudert und so schwer verlegt, daß Mitarbeiter ihn mit einem Tragforbe nach der Charitee bringen mußten. Gustav Giese, Bernauerstr. 107, nahm gestern statt einer ihm verTod durch Medizinverwechselung. Der 35 Jahre alte Maler ordneten Arznei, infolge Verwechselung der Flaschen, einen Löffel voll unverdünnter Karbolsäure ein. Der Tod frat bald darauf ein. Stationsassistent Standtke auf dem Bahnsteige des Bahnhofes An einem Herzschlag ist am Montag Abend der 56jährige Friedrichstraße verstorben. Auch in Die Frage des Beginns der Urwahlen zum Landtag bes neten Versammlung hatte bekanntlich den Beginn der Wahlen um schäftigt fortgesetzt die Wähler Charlottenburgs. Die Stadtverord5 Uhr, wie in Berlin, empfohlen, der Magistrat es jedoch bei dem früheren Beschlusse, um 10 Uhr vormittags anzufangen, belaffen. hat nunmehr ein Gesuch an den Magistrat gerichtet, den Beginn der Der gemeinschaftliche Wahlvorstand der beiden liberalen Parteien Úrwahlen, wenn nicht auf 5 Uhr nachmittags so doch auf 9 Uhr vormittags anzusetzen. Welchen Zweck eine solche Aenderung haben soll, ist nicht ersichtlich. Zu einem lebhaften Auftritt kam es gelegentlich einer Hochzeit im Norden der Stadt. Der Zimmermann Schulze hatte sich mit der Tochter eines Droschkenkutschers trauen lassen, obgleich er mit Der Ausschuß der Charlottenburger Stadtverordneteneinem anderen Mädchen vorher ein Verhältniß angeknüpft hatte, das Versammlung zur Vorberathung über die Besetzung der Stelle des nicht ohne Folgen geblieben war. Nicht genug, daß Schulze seine Stadtschulrathes hat gestern Abend beschlossen, die Stelle Geliebte betrogen hatte, es waren während des Alimentations- auszuschreiben. Die Stellung wird mit einem Gehalt von Prozesses aus seinem Munde auch Verdächtigungen laut geworden, 7500 m. verbunden sein. Doch soll der Ausschuß ermächtigt sein, die das Mädchen auf das höchste empören mußten. So beschloß die ein höheres Gehalt in Rücksicht auf die bisherige Stellung oder die Verlassene denn, sich zu rächen. Sie fuhr ihr Kind in bisherigen Bezüge des Bewerbers bis zum Höchstgehalt von 8700 M. einem Kinderwagen vor die Thür des Gasthauses, erwartete zu vereinbaren. den Neuvermählten, und gab diesem dann beim Ein- Auf der neuen Vorortstrecke der Anhalter Vahn sind die treten Der Geprügelte wußte nichts anderes auszuüben, als den Kinder- trächtlich gefördert worden, so daß hier bereits in der nächsten Zei eine fühlbare Lektion mit der Reitgerte zu tosten. Arbeiten zwischen Südende und Groß- Lichterfelde be= wagen umzuiverfen; eine That, die insoweit keinen Erfolg hatte, als das neu gelegte dritte Geleiſe fertiggestellt sein wird. Auch an der das Kind ohne Schaden davon kam. Natürlich hatte der Vorgang Herstellung der neuen Vorortbahnhöfe wird mit großem Eifer ge= für das betrogene Mädchen handgreiflich Partei zu nehmen. eine zahlreiche Menschenmenge herangelockt, die nicht übel Lust zeigte, arbeitet. für das betrogene Mädchen handgreiflich Partei zu nehmen. Ein Jdyll aus Hoppegarten. Eine skandalöse Brügelszene spielte sich Montag bei den Rennen in Hoppegarten zwischen den Jockeys M. und Ch. ab. Die beiden Reiter waren in todtem Rennen eingekommen und Ch. machte M. den Vorwurf, daß er ihn absichtlich behindert habe. Darüber fam es zwischen ihnen zu einem Wortstreit, der bald in eine regelrechte Boreret ausartete. Nur mit Mühe gelang es einigen Herren des Rennkomitees, die wüthend auf Szene ein Ende zu machen. Beide waren über und über mit Blut einander losschlagenden Jockeys zu trennen und so der widerlichen bedeckt. In der Werkstatt des Ostbahnhofes verunglückte gestern Nachmittag gegen 5 Uhr der Nangirer Trappe dadurch, daß er Ruhig Blut! Wie unangenehm es manchen Unternehmern ist, zwischen zwei Wagen gerieth. Die Verlegung war so schwer, daß wenn man die von ihnen ausgenutzten Arbeiter an ihre Organi der Verunglückte auf dem Transport zum Krankenhause verstarb. sationspflicht erinnert, lehrt eine Mittheilung, die uns von An der Volksschule Humboldt Akademie, deren Eröffnungsakte Herrn Friz Dopp sen.( in Firma Gebr. Dopp, Maschinen- und und Vorlesungen am Montag sich einer zahlreichen Betheiligung erfreuten, Wagenfabrit, preußische Staatsmedaille und Ehrendiplom der Berliner Straße 30/31, W., Lüßomftr. 84d und W II., Wilhelmstr. 92/93( Architekten: beginnt heute und folgende Wochentage in den Lehrstätten NW., Georgen Gewerbeausstellung 1896), Eichendorffstraße 20, zugeht. Der Herr haus) noch die Mehrzahl der Vortragszyklen und Unterrichtskurse aus allen schreibt uns in anscheinend etivas erregter Stimmung unter dem Wissensgebieten( großentheils mit Experimenten, Demonstrationen, Ab Datum des 10. Oktober: bildungen 2c.) für Herren und Damen; die Vorträge der ersten Woche sind Ueber ein Eisenbahn- Unglück wird amtlich gemeldet:„ Montag Nachdem dem sozialdemokratischen Agitator Weinberg auch ohne Hörerfarte zugänglich. Alles Nähere enthalten die ausführlichen Abend hat der Schnellzug D 38 in Cliestow bei Trebbin einen auf wiederholt streng verboten war, mein Haus- und Fabrik Programme, welche in bekannten Buchhandlungen, im Invalidendant" dem Chaussee- Uebergang daselbst festgefahrenen Möbelwagen übergrundstück zu betreten und am Haus- und Fabritthor Zettel an das und in den Bureaus. Unter den inden 47, Botsdamerstr. 116 a, Prinzen- fahren, trotzdem die Haltestelle Clieſtow, beziv. der Uebergang nach Personal meiner Fabrik zu vertheilen, hatte derselbe trotzdem straße 54 und Landsbergerstr. 32 erhältlich sind. beiden Richtungen hin durch Signale gesperrt war. Anscheinend muß heut Mittag 12 Uhr wiederum in meinem Hausthorwege Aufstellung ausgabe erschienen. Die Eisenbahn- Fahrpläne find derartig erweitert, leberwege ablenkend, zwischen den Schienen stand und beide Gleife Von Kießling's Berliner Verkehr ist dieser Tage die Winter der Kutscher des Wagens geschlafen haben, da der Wagen, vom genommen und begann hier hegerische Bettel zu vertheilen. Ich erhielt rechtzeitig davon Kenntniß, verwies ihn daß sie nicht nur für Touren in der Mark Brandenburg, sondern versperrte. Den vereinten Bemühungen des Wärters und des vergeblich und nachdem folgedessen ein großer Auflauf entstand, auch für weite Reifen ausreichen; die am 21. Oktober in kraft Rutschers gelang es nicht, den Wagen von dem Bahndamm zu ent ersuchte ich die Polizei um Beseitigung des Auflaufs und Ent- tretenden Fahrpläne der Straßenbahnen und Omnibus weisen auf fernen. Verlegungen von Personen sind nicht vorgekommen. Die fernung des p. Weinberg von meinem Hause und vom Bürger- einer großen Zahl von Linien wesentliche Kurs- und Tarifänderungen Zugmaschine, welche den Zug 38 noch bis Luckenwalde gebracht hat, steige vor demselben bei seiner Zettelvertheilung. Erst als der nach. Das Buch kostet 30 Pf. ist nur gering beschädigt. Die Pferde des Wagens sind unbeschädigt Schußmann vom Polizeibureau in Sicht fam, verließ der p. Weingeblieben. Die Untersuchung ist eingeleitet." berg ben Bürgersteig. Seine Erklärung gegen mich ging dahin, es werde morgen eine entsprechende Notiz über mich in die Zeitung tommen, womit selbstverständlich der Vorwärts" gemeint ist. Daß ich vor den Aufhezern nichtins Mauseloch trieche, dürfte Ihnen längst bekannt fein. Sollten Sie im Vorwärts" meine Person beleidigen, so dürfen Sie versichert sein, daß ich das Erforderliche einleiten werde. Hochachtungsvoll Friz Dopp sen., in Firma Gebr. Dopp. " Die Kunst- Schaubilhue( Direktion Dr. Köppen und Dr. Stödtner) veranstaltet heute Abend 8 Uhr in alten Uraniatheater, Invalidenstr. 57-62, Hermann Meißner zum ersten Mal eine Wiederholung ihres Böcklin- Vortrages von Franz theils farbige Lichtbilder. Bekanntlich dienen zur Erläuterung desselben größtenHerr Hermann Spöndly und Herr Ad. Bolte. Der Eintritt ist frei. 1 Versammlungen. am Mittwoch, den 12. Oftober, mittags 12 Uhr, bringt Mendelssohn's die ungewöhnlich stark besucht war, tagte am Montag in den ArminOrgel- Konzert. Der Dienel'sche Orgelvortrag in der Marienkirche Eine Versammlung der Vergolder und Berufsgenossen, F- moll- Sonate, geistliche Lieder von Bach, die Allmacht“ von Schubert u. a. Hallen und beschäftigte sich mit dem Streit der Versilberer Außer Herrn Musikdirektor Dienel wirken mit die Konzertfängerinnen Fräul und der von den Fabrikanten angedrohten Aussperrung der Martha Ramme und Frau Welda Wunscheid aus Dresden, der Biolinist Vergolder. Zufolge der Ausführung des Verbandsvorsitzenden Zu dieser Zuschrift erlauben wir uns zu bemerken, 1. daß es Die deutsche Plakat- Ausstellung wird am Freitag Mittag tommission hat sich der Streit folgendermaßen entwickelt: Die Schnorre, sowie Späthe's und eines Mitgliedes der Streifuns nicht längst bekannt ist, daß Herr Friz Dopp sen. vor den Auf- 12 Uhr Leipzigerstr. 128 eröffnet. Der Eintrittspreis beträgt am hegern nicht ins Mauseloch kriecht, 2. daß wir nicht im Traum daran Gröffnungstage 2 M., für die Folge 50 Pf. Die Ausstellung wird Versilberer hielten eine Aufbesserung der schlechtest bezahlten denten, Herrn Frig Dopp sen, oder seine Firma zu beleidigen, täglich von 9 bis 9 Uhr geöffnet sein. Positionen des Affordtarifes für nothwendig. Namentlich erstrebten sie 3. daß die Behauptung des Herrn Dopp, der sozialdemokratische sie eine möglichste Gleichmäßigkeit der Afford Im Baffage Panoptikum finden die Tages- Borstellungen des Fecht: preise in allen Fabriken, da bisher für ein und dieselbe Arbeit in Agitator" habe in seinem Thorwege hegerische Bettel ver- meiſters Sulivian und seiner Schülerin Petö Aranka fortan nicht mehr ben verschiedenen Fabriken sehr verschiedene Preise bezahlt wurden. theilt, der Wahrheit nicht entspricht, 4. daß Herr Dopp fein Recht mittags 12 Uhr, sondern um 32 Uhr nachmittags statt. hat, einem Manne zu verbieten, vor seinem Hause Bettel Der Arbeiter Stenographen Verein Stolze( Einigungs- Borstellungen bei den einzelnen Fabrikanten zu erreichen suchen solle. Der Verbandsvorstand war dafür, daß man diese Forderungen durch zu vertheilen, die etwas etwas so Nützliches und Nothwendiges System) zu Berlin( Mitgl. des Verb. d. Arb.- Stenogr.- V. Deutschl.) Die Versilberer haben aber beschlossen, die Lohnaufbesserung in enthalten, wie die einfache Bekanntgabe Verfamm- eröffnet neue Unterrichts- Kurse in der Vereinfachten deutschen Steno- allen Fabriken gleichzeitig zu stellen und bei Nichtbewilligung lungen, in denen berathen werden soll, was zu thun fei, graphie"( Einigungs System Stolze Schrey) am Dienstag, den derselben in einen allgemeinen Streit einzutreten. um gegen die fortschreitende Verschlechterung der Arbeits- und 18. Oftober, im Louisenstädt. Clubhaus, Annenstr. 16( Unterrichts- Bersilberer im allgemeinen kein großes Intereffe für die Lohnverhältnisse der Arbeiter einen aussichtsvollen Kampf führen zu leiter Hubert Kreuer, Melchiorstr. 5), am Donnerstag, den 13. Oktober, Organisation bewiesen hatten, tönnen, und 5. endlich, daß das, was an sich über den unliebfamen im Lokale des Herrn Franz Gleinert, Müllerstr. 7a( Unterrichtsleiter die Aussichten so hielt der Verbandsvorstand Auflauf am Montag berichtet werden mußte, bereits in unserer Otto Mörde, Müllerstr. 24b), am selben Tage im Lokale des Herrn flärte sich gegen einen Ausstand. Streits nicht für günstig und er gestrigen Nummer bekannt gegeben worden ist. Nachdem aber die Versilberer Jahn, Gräfestr. 82( Unterrichtsleiter Otto Spillner, Manteuffelstr. 105) den Streit beschloffen hatten, fühlte sich die Organisation verpflichtet. Die westliche Vorortbahn- Gesellschaft hat jetzt Arbeiter- Bogen- und im Moabiter Klubhaus, Carl Fischer, Beusselstr. 9( Unterrichts- denselben zu unterstützen. Vor mehreren Wochen wurden fast allen farten allgemein eingeführt. Solche bestanden bisher nur auf der einen leiter Hugo Froehlich, Beusselstr. 52). Anfang überall 81/2 Uhr in betracht kommenden Fabrikanten die Forderungen unterbreitet, Strecke Nollendorfplatz- Friedenau; sie werden nunmehr zum Preise abends. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt. Lehrmittel und die Arbeiter warteten wochenlang vergebens auf eine Antwort von 60, 90 120 Pf. für die Theilstreden von 10 bis 25 Pf. auf 75 Pfennig. sämmtlichen Linien der westlichen Vorortbahn ausgegeben. Aus den Nachbarorten. eines Da die der Fabrikanten. Ebenso war es in der Fabrik von August Werkmeister. Auch diesem Fabrikanten sind die Forderungen der Arbeiter seit Wochen bekannt, er hat aber auf mehrfache Anfragen Von der Leitung des Wöchnerinnenheims erhalten wir folgende Mittheilung: Die fältere Jahreszeit naht und da sind im In der vorgeftrigen Stadtverordneten- Situng zu Schöne- stets einen Vorwand gefunden, um seine Antwort hinauszuschieben. Wöchnerinnenheim am Urban wieder sämmtliche Wochensäle mit zu- berg kam es wegen der an den Aufseher Stoll zu gewährenden Den Versilberern wurden möglichst große Posten von Arbeit, an fammen 30 Betten geöffnet. Frauen, deren Wohnung sich schlecht Diäten zu Auseinandersetzungen. Der Magistrat hatte vorgeschlagen, deren Fertigstellung fie längere Zeit zu thun hatten, übertragen. heizen läßt, so daß dem fleinen Weltbürger die Wärme, die ihm in es bei dem bisher an diesen Beamten gezahlten Diätenfas in Höhe Als die Arbeiter merkten, daß es Herrn Werkmeister nur darum zu den ersten Tagen unbedingt nothwendig ist, nicht geboten werden von 1800 M. zu belaffen, ein Antrag, der den lebhaften Widerspruch thun war, die Antwort auf die Forderungen der Versilberer kann, oder denen während des Wochenbettes zu Hause Ruhe und des Stadtverordneten Obst hervorrief. Unser Parteigenosse erklärte, so lange hinauszuschieben, bis er einen größeren Bosten von gute Pflege fehlt, finden alles dieses im Wöchnerinnenheim. Dort daß er bündige Beweise für eine Reihe von Ungehörigkeiten in Arbeit fertig hatte, legten sie hier, ebenso wie in den wird die Mutter auf das sorgsamste gepflegt; erst nach ihrer völligen Händen habe, die von Stoll begangen worden seien. Nach lebhafter anderen Fabriken, die Arbeit nieder. August Werkmeister verGenesung kehrt sie mit dem eingekleideten Säugling nach Hause Debatte beschloß die Versammlung, dem Antrag des Magistrats zu- flagte nun 18 Arbeiter beim Gewerbegericht wegen Kontrattbruchs, zurück, und zwar warm eingehüllt im Wagen. Frauen, welche im zustimmen, doch soll diese Behörde von den Beschwerden des Stadtv. weil sie die angefangene Arbeit nicht fertig gemacht haben. Eine nach dem " Kündigung ist zwischen der Firma und den in Frage kommenden wenn in Berlin und anderen Großstädten für Bauarbeiter und Dach Arbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnb. Fichte", Berlin, abbs. Arbeitern ausdrücklich ausgeschlossen, Herr Wertmeister behauptet deder eine auch nur mäßige Kontrolle erzielt wurde, daß die Unternehmer von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Böckh aber, feine Fabrikordmung schreibe vor, daß das Arbeitsverhältniß sich aber überwiegend gegen die Herstellung einer Schutzvorrichtung ſtraße 21. 8. Männer- Abth. Höchſteſtr. 36/37. 2. Lehrlings- Abth. Stalizernur nach Fertigstellung der angefangenen Arbeiten gelöst werden sträuben. Als er z. B. in einer Provinzstadt ein vorschriftsmäßiges schaft Nixdorf- Brit", straße 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstraße 3." Freie Turner: dürfe. Die Streifenden behaupten dagegen, diese Fabritordnung sei Gerüst verlangte, antwortete ihm der Unternehmer: Sie haben und Lehrlings- Abth. 2. Schüler: Abth. von 612-81/ 2 2. Männer: nicht zu ihrer Kenntniß gelangt. Die Klage ist im Vergleichs- Ihre Arbeit zu machen und damit basta, mir ist es ganz egal, Chauffeestr. 39. von 82-1012 Uhr abds., Bethge in Brig, termine, der vorige Woche am Gewerbegericht stattfand, noch ob Sie das Genic brechen." Aehnliche Schilderungen von 8-10 Uhr abds., Wiersing, Knesebeckstr. 113. Schülerinnen: Abth. von 612-8121 Frauen: Abth. nicht zum Austrag gekommen. " Freie Turnerschaft Die Arbeiter ließen durch machten auch andere Redner. Wie viel Unkenntniß über die Sozial- Johannisthal", abds. 8-10 Uhr, Senftleben.- ,, Arbeiter- Turnv. Adlershof", ihren Prozeßbevollmächtigten Millarg erklären, daß sie bereit gesetzgebung noch herrscht, bewiesen eine Anzahl Fragen über die Art uebungsft. von 8-10 Uhr abds., Herrguth, Oppenſtr. " Turnerschaft wären, sofort zur Arbeit zurückzukehren, die Arbeit auch zu den bisher gezahten Preise fertig zu stellen, fation Aufklärung und Beseitigung der Mißstände anstreben Bereinskalender sind zu richten an Herm. Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Hof. angefangene der Versicherungen. Unter Hinweis darauf, daß nur die Organi- d. V. Nereus", Lehrlings- Abth. von 8-10 Uhr, Reichenbergerstr. 131/132. Arbeiter Raucherbund Berlins und lingegend. Aenderungen in wenn Herr Wertmeister sich verpflichten wolle, für die ferneren Ar- fönne, theilte der Borfizende mit, daß am letzten Sonntag Mittwoch:" Artona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16.-„ Sumatra beiten bie Lohnerhöhung zu bewilligen, welche er vor dem Ausstande dieses Monats in Moabit eine kombinirte Versammlung sämmtlicher Süd- Ost", Manegold, Liegnigerfir. 18. bereits zugesagt habe. Diesen Vergleich lehnte Herr Wertmeister ab. Dachdecker Berlins stattfinden wird. „ Waldesgrün", Kunze, Forster: Er verlangte bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit und betonte, straße 36. Birginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schöne daß er bis jetzt keine Lohnerhöhung versprochen habe.( In dem von Stramm, Ritterstr 123.- Heine", Rirdorf, abends 82 Uhr, Prinz HandLeses und Diskutirklubs. Mittwoch. Gleichheit", abends 81/2 Uhr, berg, Klein, Merseburgerstr. 7." Fidele Raucher", Ruppel, Böchstr. 49. Intelligenz", Schmidt, Kottbuser Damm 101. Granate", Engel, Herrn Weigert der Presse übermittelten Artikel heißt es, Herr Werfferystr. 60. Einigkeit", abends 81/2 Uhr, Beige, Triffstr. 1. Morgen Forsterstr. 58. " Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, Luisenstr. 20. meister habe sich vor dem Ausstand nicht abgeneigt gezeigt, roth" abends 9 Uhr, Diete, Lothringerstr. 67." Sozialdemokr. Agitations: robfinns Heimath", Nowat, Wilhelmshavenerstr. 10.- Deutscher Michel", eine Lohnerhöhung eintreten zu Taffen. Das ift also flub Often", abends 8 Uhr, Jauer, Fruchtstr. 52.- Freigeist Arfona", Bantow, Griffel, Kaiser Friedrichstr. 15.„ Ohlauer", Rirdorf, Elias, wie Millarg in der Versammlung hervorhob „ Abguß I", Gorn, Markusstr. 23. abends 8 Uhr, Wesener, Arfonaplay 3.- Friedrich Engels Norden", 9 Uhr Berlinerstr. 14. " Die Dampfenden", Jeratsch, Reichenbergerstr. 160. vorstehend Angeführten eine unwahrheit.) Nachdem der Vergleichs- abends, Aeißen, Boltaftr. 34. „ Weiße Nelke", Felste, Lausitzerstr. 26. termin refultallos verlaufen war, erschien ein Bote des Gewerbe- Adolf Neuntann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinstalender „ Apfelblüthe", Schmidt, Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsitzender Zufriedenheit", Rixdorf, Rheden, Mühlenstr. 5. Pantstr. 3b. gerichts bei der Streiffommission, theilte derselben mit, daß Aug. sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Mittwoch. Neckel, Ryleſtr. 13. Fliederduft", Schmidt, Friedenstr. 74.- Weichselduft", Görlitz, Stargarderstr. 7. Alter Hussit", Bimmer, Jasmunderstr. 4.- ein Ton", Wertmeister das Einigungsamt angerufen habe, und fragte an, ob ebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. " Nothe Fahne", Sievert, Görligerstr. 50. Korn: die Streifenden nicht dasselbe thun wollten, um Einigungs- Ver- Nebelin, Langestr. 108. " Liedesfreiheit I", blume", Menzel, Gneisenaustr. 71. Beilchenblau", Dimte, Marienburger: „ Norddeutsche Schleife", Lübbfe, Melchiorstr. 15. handlungen zu ermöglichen. Die Kommission nahm darauf mit straße 22. Ginigteit II", Beufert, Köpniderstr. 38. Guter Bug", " Freya I"( Gemischter Chor), Schiffer, Rosenthalerstr. 57.„ Lorbeer: Herrn Weigert Rücksprache. Als sie aber durch Weigert erfuhr, daß franz", Späth, Weinstr. 28. Prell, Oberbergerstraße 36. Kräftiger Bug", Fürstenau, Reichenberger: Liederlust I( 1865)", Roll, Adalbertstr. 21. ftraße 39 b. Alter: Stamm", Lasow, Jahnstr. 2.„ Volldampf", Aug. Bertmeister auch vor dem Einigungsamt auf bedingungsloser Spandau", in Spandau, Rabtle, Neumeiſterſtr. 5. Deutsche Eiche I", Berber a. G., Martin, Kugelweg 58.„ Lebensblüthe", Hoffmann, Kleine Wiederaufnahme der Arbeit bestehen würde, hielt sie etwaige Bimmermann, Grüner Weg 29. Echo I", Bankow, Clemens, Wollanfftr. 122. Einigungsverhandlungen für zwecklos und erklärte, das Einigungs- traße 167. " Treue", Nowac, Manteuffelstr. 9. " Fidelibus", Zimmermann, Petersburgerstr. 56.- BrüderAllegro", Jost, Köpnider: lichfeit", Schilling, Manteuffelstr. 88. Rothe Nelle", Neu- Weißensee, amt unter diesen Umständen nicht anzurufen. Nun haben Freiheit I", Richter, Bülowstraße Nr. 65.„ Freier wie Schulz, Sedanstr. 30. Ohne Furcht", Schmidt. Wienerstr. 44. aus dem Artikel des Herrn Weigert hervorgeht. Männerchor Nord- West", Lautsch, Stephanstr. 31.„ Kupferschmiede", die Fabrikanten Feind, Weinstr. 11. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratte, Gleichheit I", Sirte, Brumenstr. 160.„ Schnee: beschlossen, die bei ihnen beschäftigten 600 Bergolder so lange aus- glöckchen I", Rirdorf, Köpke, Hermain- und Karlsgartenstraßen Gce. Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmverein„ Nord". Uebungsstunde abends zusperren, bis die 18 Wertmeister'schen Arbeiter bedingungslos Hoffnung III", Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferstr. 25. 7 Uhr im Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102. Damen- Abth. abends Arbeiter: 7 Uhr Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. die Arbeit wieder aufgenommen haben. Daß es den Fabrikanten Gesangverein" Brig" in Briz, Dorn, Bürgerstraße 4.„ Seeger'scher mit dieser Drohung ernst ist, geht aus einem bezüglichen in der Männerchor"," Göbel, Landsberger Allee 156. Maiengruß II". Bersammlung bekannt gegebenen Utas hervor, der anscheinend in harlottenburg, Bartsch, Straße 6a, Rr. I. Seimathflänge", Köpenick, allen Fabriken erlassen ist. Herr Weigert sagt in seinem Artikel: wärts' X", Nauen, Hobusch, Marktstr. 16. Meyer, Rosenstr. 101. Wacht auf I", Lambeck, Danzigerstr. 71.„ Bor Wie will die Gewerkschaft es rechtfertigen, wenn wegen 18 kontrakt- Glaser, Brandenb. Kommunit. 16. Sameeglöckchen II", Potsdam, Treu und Feft", Lohmann, Koppenstr. 17, brüchiger Arbeiter 600 Bergolder ausgesperrt werden? Richtiger Bruderbund", Fickinger, Usedomstr. 22. Sängerluft", Werder a./. muß wie in der Versammlung bemerkt wurde die Frage so Kugelweg im Lokal.„ Ost- und Westpreußen", Englischer Garten, gestellt werden: Wie will die Fabrikanten- Vereinigung es recht- Alexanderstr. 27c.- Often", Metallarbeiter, Pippfe, Grüner Weg 13, fertigen, daß sie wegen 18 angeblich kontrattbrüchiger Arbeiter 600 antofalie", Blaen, Königsbergerſtr. 34.- Keramik", Charlottenburg. dem vorliegenden Konflikt ganz unbetheiligte Personen, von denen viele Prestel, Kepplerstraße. Baget nicht", Steglitz, Schwarzer Adler ,, Familienväter sind, ohne Umstände rücksichtslos auf die Straße Liebestuft II", Botsdam, Glaser, Brandenburger Kommunikation 16. " Froh Hoffnung", Faller, Ballasstraße 16. Weltenruf", Schiller, Nosenthalerstr. 57.„ Enterbten", Schmidt, Swinemünder und Ramlerstraßen Gce." Frohe Stunde", Scholz, Naunynstraße 6. Melodia", Rirdorf, Thomas, Bergstraße 162. Treu und Fest II", Schöneberg, Krahayn, Grunewaldstr. 116.- Bufunft II", Nieder- Schönhausen, Settekorn, Lindenstr. 1.„ Borwärts I", Roll, Adalbert weißensee, Flohr, Prenzlauer Alee 78. ftraße 21. Binde", Schebera, Schönhauser Allee 65. Soffnung I", Tren und Einigkeit", Rirdorf, Wuyler, Bergstr. 24. Gichenfranz II", Knoblich, Soldinerstr. 36. 1 jetzt? Nach eingehender Debatte erklärte die Versammlung auf Antrag Litfin's, der im Auftrage des Ausschusses der GewerkschaftsKommission antvesend war, für heute keinen Beschluß zu fassen, sondern erst den Ausgang der Werkmeister'schen Klage, die am Mittwoch verhandelt wird, abzuwarten, und danach die weitere Tattit in der vorliegenden Angelegenheit festzustellen. Albrechtstraße 125. 1 " 1 Markusstr. 9.Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerstag und Freitag abends von 72 bis 8½ 1hr statt. R. F. 77. Sie fragen, ob wir nicht auf den Artikel der Welt am Montag, der betitelt ist Rechtsabmarsch der Sozialdemokratie", eingehen. Wir haben nicht die Absicht dies zu thun. Unsere Meinung über das thörichte Geschwätz von einer angeblichen Frontänderung der Sozialdemo fratte haben wir gegenüber den großen bürgerlichen Blättern, die derartiges lojes Blatt, mit dem wir uns nicht noch zu beschäftigen nöthig habet. Die ausführten, ausgesprochen. Die W. a. M." ist ein politisch ganz bedeutungsBehauptung der Welt am Montag", daß ein Rechtsabmarsch der Sozialdemokratie zu bemerken sei, erklärt sich schon einfach aus dem frampshaften Bemühen einiger national- sozialer Phantasten, ihre fleine Partei, die ihre eigene Entwickelungsunfähigkeit bewiesen hat, dadurch zu heben, daß der Sozialdemokratie unterschoben wird, sie entwickele sich zu den Anschauungen der Naumannianer hinüber. Wir lassen den Herren gern das Vergnügen einer derartigen Illusion und halten es für überflüssig, dies immer wiedertehrende Gerede stets von neuemt zurückzuweisen. O. K. 61. Von Ihrer Zuschrift ist uns nichts bekannt, und wir müssen Sie daher bitten, die Frage noch einmal an uns zu richten. Wir hätten Ihnen weitere Unkosten erspart, wenn Sie uns Ihre Adresse an= gegeben hätten. R. S. Vielleicht veranlassen Sie den Lehrling, einmal zu uns zu Witterungsübersicht vom 11. Oftober 1898, morgens 8 1hr. fommen. Stationen Wetter Die Dachdecker hatten für Sonntag eine gut besuchte öffent- Friedrichshagener Sängerchor", Friedrichshagen, Conrad, Friedrichstr. 138. liche Versammlung einberufen, in der Genosse Jahn über die Gesang, Turn und gesellige Vereine. Mittwoch: Statflub Unfallversicherung der auf Bauten beschäftigten Personen referirte. Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Gesell Verein Hoffnung", Dieseler, Rebner erläuterte hierbei an der Hand eines reichhaltigen Materials Lebuserstr. 14. Artistenv.„ Bereinte Kraft", Beple, Plan- Ufer 92a, Mitt die Entwickelung und das Wesen der Unfallversicherung im Bau- Brunnenstr. 152. woch abends und Sonntag vormittags. Athletenv. Atlas", Dafe, gewerbe und die von Jahr zu Jahr sich steigernden, äußerst zahl- ftraße 93. Gesell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danziger Tamboury. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und reichen Unfälle und Todesfälle im Baugewerbe, das bis heute noch nicht Sonnabends. Schachtl.„ Norden", Mandel, Seestr. 25. Musilvercin der Gewerbe- Aufsicht untersteht. Bezeichnend ist es, daß fast sämmtliche naatsch, Steffens, Stolbergerstr. 2. Pfropfenv.„ Nord- Ost", Jonas, Gewerbe- Inspektoren in ihren Jahresberichten die Steigerung der Elbingerstr. 9. Rauchfl. Schmtoke's Werfe", Segener, Krautstr. 39. Unfälle den mangelhaften Schutzvorrichtungen und der langen Gefangy. Sangestrene", Spreeterrasse an der Janowizbrücke. Gesangv. Arbeitszeit zuschreiben. Leider unterlassen es die Arbeiter vielfach Demminerstr. 56/57, 8-10% Uhr abds. Lerche", G. Gerber, Schönhauser- Allee. ,, Bereinigung der Turnfreunde", selbst, diese erforderlichen Schutzvorrichtungen zu verlangen. Wie es Blumenstr. 63a, 81-10 Uhr abds. Turnv.„ Osten", Männerabth., damit bei dem gefahrvollen Beruf der Dachdecker beschaffen ist, Mittwochs und Sonnabends. Musilv.„ Borwärts", Nebelin, Langeftr. 108. Swinemde. 767 SSD Better Tambourv. Ruf", Dresdenerstr. 58, zeigte sich in den Ausführungen der Diskussionsredner. Gerniz Bitherft. Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11. Theaterv. Proletariat", Hamburg. wies darauf hin, daß die schlechte Beschaffenheit der Taue an den Pritsch, Stalizzerstr. 30. Statfl. Pique Bube", Jost, Adalbertstr. 99. Rüstungen 2c. viel zu wenig kontrollirt werde; man fönne gut Artiſtenfl. Freiheit", Schutz, Dunderstr. 90, Mittwochs und Sonnabends. Wiesbaden 761 Statfl.„ Naturstod", Wittwer, Marfusstr. 31, Mittwochs und Sonnabends. 90 pet. aller dadurch entstandenen Unfälle der Lässigkeit der UnterStatfl. Ramentos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. nehmer zuschreiben. Leider scheuen sich die Arbeiter, polizeiliche Bifle", Märfischer Sof, Admiralftr. 18e. Anglerverein Freundschaft", Theaterv. Freier Meldungen zu erstatten, weil sie durch Nennung ihrer Personalien jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat. Vereinslokal Wilhelm leider zu oft der Gefahr der Entlassung ausgesetzt sind. Barthold straße 27. Statflub„ Oller ehrlicher Seemann", Diele, Ackerstr. 123. hob hervor, daß es bisher nur der Organisation zu verdanken war, Theaterverein Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. Achtung! Achtung! Schöneberg. Berlin 763 OSO 7660 2 bedeckt 2 bedeckt 763 München Wien Stationen Windstärke Wetter Temp. n. 6. XXL 15° C.= 4° N. 75aparanda 759 NNW 2wolkig! 5 6Petersburg 760 N 2Regen 767 M 8₁ 6 Cort 3beiter 11 Aberdeen 766 392 3wvoltig 8 7Paris 763 NW 1wollig 2 Regen 3wolftg 768 Still voltent Wetter Prognose für Mittwoch, den 12. Oftober 1898. 8iemlich trübe und regnerisch bei mäßigen nordwestlichen Winden, wärmerer Nacht und etwas niedrigerer Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. Achtung! Aut Donnerstag, den 13. Oktober, abends 8 1hr, im Klubhause, Hauptstraße 5/6: 14615 247/15 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. ( Often.) Zweites Stiftungs- Fest. Sonntag, den 16. Oktober 1897, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29. Vokal- u. Instrumental- Concert Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Von 6 Uhr an: Tanz. Achtung, Vergolder! Heute, Mittwoch, den 12. Oktober, abends 28 1hr, im Lokale „ Ressource", Kommandantenstr. 57: aller im Große öffentliche Versammlung Bergolder- Gewerbe beschäftigt. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Die Aussperrung der Berliner Vergolder und unsere Stellungnahme bazi. 2. Verschiebenes. 227/9 Die Kommiffion. Partei- Versammlung. Tages Ordnung: Töpfer. Achtung! Donnerstag, den 13. Oktober, abends 6 1hr: Sigung der Vertrauensmänner bei Schiller, Rosenthalerstraße 57. Wie stellen sich die Kollegen zum Eintritt in die Bewegung zweds Abgeordneter Fritz Zubeil. 1. Berichterstattung vom Stuttgarter Parteitag. Referent: Reichstags: Durchführung der Fensterfrage und Einführung des ausgearbeiteten Tarifs? 2. Diskussion. 3. Bericht und Neuwahl des Vertrauensmannes und der Lokalkommission. 4. Bericht der Partei- Spedition vom III. Quartal. Handlungsgehilfen! Handlungsgehilfinnen! Mittwoch, den 12. Oktober, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Handlungsgehilfen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Swede und Biele des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen und Gehunen Deutschlands. Referent: Kollege Wilhelm Swienty. 2. Disfuffion. 3. Vorschläge für den Bevollmächtigten, Redakteur und 1502b Expedienten. 4. Wahl zweier Revisoren. 5. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen, erscheint alle! Albert Kohn, Vertrauensmann der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Berlins. Bauhandwerker- Krankenkasse Achtung, Landsmannschaft Wittenberg- Schweinig. für Berlin und Umgegend. ( Eingeschriebene Silfstaffe Nr. 118.) Sonntag, den 16. Oftober 1898, vormittage 10 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Alleganderstraße 27c: Außerord. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quarial 1898 sowie Revisionsbericht. 2. Die Vorlage des Vorstandes und Ausschusses: Abänderung des§ 8, betr. die Erniedrigung des Eintrittsgelbes und der Beiträge, und § 11, betr. die Festsetzung der Dauer der Unterstützung und Abzug der laufenden Beiträge von den zu gewährenden Kranten- Kur- und Berpflegungskosten. 38/10 3. Junere Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: H. Metzke, 1. Vorsitzender. Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Mittwoch, den 12. Oftober, abends 8 Ihr: Donnerstag, den 13. Oktober 1898, abends 8 Uhr, bei Zubeil. Lindenstraße Nr. 106: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Soeben ist erschienen: 268/9 Der Einberufer. 15146* Berliner Arbeiter Kalender. V. Jahrg. 1899, 88 S. Oftav, reich illustrirt. Preis nur 15 Pf. In allen Buchhandlungen, Papierhandlungen, Beitungs speditionen zu haben, auch beim Berleger Th. Mayhofer Nachf., Berlin N., Weinbergsweg 15b. Täglich von 7 1hr morgens bis 6 Uhr abends: Gr.öffentl. Holzarbeiterversammlung Berkauf frisch gek. ſchw. ver‍f. und finn. Fleiſches. im Lokal des Herrn Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tagesordnung: Der Streit bei der Firma Fork, Kretschmar& Comp., pro Pfd. vou 30 Pf au, " 40 ẞf. [ 6131L Rindfleisch Schweinefleisch Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Barnimstr. 13, Lager Jannowitbrücke, und bei Keller, Könige Versicherungs- Bureau Alhambra, rake 1 7000 Berj bergerstr. 4. Jeber Kollege wird ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 108/4 Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 181. Koulante H.& M. Lewent. ohne Anzahl. Babt. Bes. H.& M. Lewent. Beamten Wallnertheater: ftraße 15 Neue Friedrichstr. 71 II fucht Agenten Jeden Mittwoch: Sot der Hamb. für Krankenkaffen, Feuer, Glas: Sänger. Jeden Donnerstag und Versicherungen. 1276b Sonntag: Großer Elitée- Ball.[ 15016 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß jeder Bau vertreten ist. 193/12 H. David, Bertrauensmann der Töpfer Berlins und Umgegend. Wodurch haben sich meine Durch ihre Unverwüstlichkeit Spezialitäten Brunhilde, Damen- Hauskleiderstoff, Roland- Cheviot, Herren- Anzug und Ueberzieherstoff, ihren Weltruf erworben 2 im Tragen; Durch ihre gar. Farbechtheit; Durch ihr eleg. Aussehen; Durch ihren billigen Preis. Reichhaltige Musterauswahl erfolgt an jedermann franko Weberei Arminius, Gustav Herrmann ( früher Carl H. Klippstein& Co.) Mühlhausen i. Thür. No. 11. Vertreter an allen Orten gesucht. Achtung! Ich habe mich Petersburgerstr. 1 a. b. Frankfurter Allee niedergelassen. Sprechst. 8-10 und 4-6. Arthur Bütow, praft. Arzt. 34/17 Der Bezirk SO. der Maurer lokaler Richtung veranstaltete am 10. Sept. 1898 cinen Sommernachts- Ball und Schloß mit Zabel's Musikerbörse ( 8 Mann à 7,50 M.) ab. 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Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Großer Lacherfolg. Richard Winkler als Timpel, Wilhelm Fröbel als Nöhlich, Fahrrad- Dienstmann in der allabend!. um 8 Uhr mit stürmischem Beifall zur Aufführung gelangenden Ausstattungs Gesangs Posse い Berlin, wie es liebt und radelt! Dazu das vorzügliche Oftober: Riefen Programm. Anfang 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pf. Kasseneröffnung eine Stunde vor Anfang. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Concerthaus. 1.eipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's QuarteltHumoristen und Schauspiel- Ensemble Bum Schluß: Der liebe Oukel. Lustspiel in 4 Aften von Rudolph Kneifel. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Wochentags 8 Uhr. ,, Luisenhof", Buckowerstr. 9, II. Lehrplan für das IV. Quartal 1898. Unterrichtsfach RedeUebung OC Geschichte. Behandelter Lehrstoff Ein breimal donnernbes Hoch dem Bayrischen Krugwirth Florian Festl zum heutigen Wiegenfeste. Von vier ehemaligen Mitgliedern des Vereins der starken Mitteltrinfer. Datar. Marl. Heinrich. Martin. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bek der Beerdigung meines Mannes Paul Geyer sage ich allen Freunden, Bekannten und Kollegen meines Mannes sowie den Chefs der Firma Billig Nachf. den besten Dant. Emilie Geyer. Montag 15106 Lehrer UnterrichtsAbend Referate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Schriftsteller Richard Leben. adsDrei Jahrhunderte Calwer Schriftsteller blot tim P. Kampf- Dienstag. wirthschaftlicher, sozialer und politischer Kämpfe. meyer. Gesetzeskunde. Zivilprozess, Handelsrecht, insbesondere das neue Recht der Handlungsgehilfen, Strafrecht, Strafprozesse, ev. Gewerberecht. Rechtsanwalt Roth. Donnerstag. National Oekonomie. Grundzüge der Wirthschafts- und Finanzpolitik, Gewerbe- Ordnung, Handelspolitik, Steuerfragen.. Schriftsteller Max Schippel. nfallsachen, Klagen, Eingaben Putzger, Stegligerstr. 65. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Bei der Firma Fork, Kretschmar u. Co. Barnimstr. 18, ( Magazin Jannowizbrücke), haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Freitag Ebenfalls bei der Firma Der Unterricht beginnt in Rede Uebung Montag, den 10. Oktober, Geschichte Dienstag, den 11. Oktober; Gesetzeskunde Donnerstag, den 13. Oktober; National- Oekonomie Freitag, den 14. Oktober. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Robert Keller, Königsbergerstrasse 4. 108 Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. Möbelpolirer! Bei Glogowski& Comp., Chauffeestraße 2e, haben sämmtliche Der erste Abend jedes Kurses steht Jedermann zum unent- Stoflegen wegen Lohndifferenzen die geltlichen Besuch frei. Arbeit niedergelegt. Ausserdem finden in kurzen Zwischenräumen Sonntags- Zuzug ist fernzuhalten! Versammlungen statt. am Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Buckowerstrasse 9 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7 a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Tempelhof- Berlin, Berlinerstr. 36, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 80, zu senden. 5/7 Der Vorstand. Möbel 147/8 Der Vorstand des Verbandes. Blätterinnen auf Stehkrg., geschw. mlegetrg. und Manschetten in und außer dem Hause sucht Treppe, Schönhauser Allee 167a, Fabrikgeb. IV.* 14776 Geübte Mamfells auf Damen: Jackets verlangt Holzheimer, Stott: bufer Damm 6, 1 Tr. Hand- Kuopflochnäherinnen werden gegen hohe Löhne in und außer 1459b* Wolff u. Lachmann, Wäschefabrik, Brunnenstr. 192. und Polsterwaaren. 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Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kränter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenübel meist schon im Reime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äßenden Ge sundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen. Sodbrennen, Blähungen, Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magen. leiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung Rolitfchmerzen. Serzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortabersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gebärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entkräftung set bie folge( o led ter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines frankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Abspannung und Gemüthsverftimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaf. lofen Nächten, stechen oft folche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der ge schwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranten Lebenslust. Zahlreiche An= ertennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à 1,25 und 1,75 M. in sämmtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Preußen, ganz Deutschland und im Auslande in ben Apotheken. Auch versendet die Firma Subert Ullrich, Leipzig, Weftstraße 82, 3 und mehr Flaschen Kräuter- Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto- und fiftefrei. Vor Nachahmungen wird gewarnt! Man verlange ausdrücklich Hubert Ullrich'schen Kräuter- Wein Mein Kräuter- Wein ist kein Geheimmittel; seine Bestandtheile sind: Malagamein 440,0, Weinsprit 100,0, Glycerin 100,0, Rothwein 240,0, Ebereschensaft 150,0, Kirschsaft 320,0, Manna 30,0, Fenchel, Anis, Helenenwurzel, amerit. Kraftwurzel, Enzianwurzel, Kalmuswurzel aa 10,0. Diese Bestandtheile mische man. 60188* Mittwoch, Donnerstag, Freitag 6. Porzellan. Milchkannen, klein, farbig oder weiss mit Gold 10 u. 15 Pf Leuchter, bunt Butterdosen 30 Pf 35 Pf. Revended Satztöpfe, 6Stück 1.65,2.60, 3.90 Mk. Tassen mit Goldband 15 Pf. Kaffeebecher 10. 15 Pl. Brotteller, bunt 10 Pf. Kaffee- Services. für 6 Pcrs. für a Person. 1.50, 2.50, 3 Ms. fur 2.50, 2.75, 4, 5 Mk. 9 Teile für 12 Pers. Teile 168 MK. 11 old org * 0 Waschgarnituren. 5 Teile, grosse Form, einfarbig gelb 1.50 Mk. 5 Teile bunt 2.50, 5.50, 7, 9 Mk. Porzellan blau Zwiebelmuster Vorratstonnen 42 Pf.| Kaffeekannen Essigflaschen 42 Pf. Oelflaschen:.42 42 Pf. Butterdosen. 33 Pf. 35, 65 Pf., 1.15 Mk. Kaffeetassen... 18 Pf. Kaffeebecher 8, 10, 13 Pf. Milchtöpfe 20 u. 33 Pf. Salz- und Mehlmesten, 2 Grössen 65 und 95 Pf. Glas. mit Goldrand, geschliffen mit Bierbecher, geaicht 10 u. 1/4 Liter 7 Pf. Bierbecher reich Golden 25 Pf. Biertulpen, geschliff. 22 Pf. Spruch 25 Pf. Bierkannen 45 Pf. 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