Ginzelpreis 70 Seller. Reballion und Verwaltung: Prag, I., človo nám. 32. ' gone: Zager attion: 6795. Nagtrebaftian: 6797. Poftfchedamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif bilight berechnet. Bei öfteren Enschaltungen Ureisnachlab 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Problemlösung mit dem Knüppel. Mittwoch, 17. Dezember 1924. Das Staatsbeamtenabbaugesek. Beginn der Beratungen im Ausschuß: Einseßuna eines Subtomitees. ( Angenommener Antrag Taub.) Prag 16. Dezember. Das Interesse der parlamentarischen Areise konzentrierte sich heute auf die Verhandlungen des so zialpolitischen Ausschusses, der als erste der Staatsbeamtenvorlagen das Gesch über die Ersparungen in der Verwaltung in Bera tung zog. Vor Beginn der Beratungen des Ausschusses hieß es im Hause allgemein, daß die Koalition troß der zahlreichen Proteste, die aus Staatsbeamtenkreisen im Hause einlaufen, nicht bereit sei, an den Vorlagen irgendwelche Aenderungen vorzunehmen. Ob die Koalition wirklich den unsinnigen Willen hat, an den Bestimmungen der Vorlage festzuhalten, läßt sich zur Zeit, da diese Zeilen geschrieben werden, nicht festellen. Um so beachtenswerter ist es unter diesenUmständen, daß im sozialpolitischen Ausschuß ein Antrag des Genossen Taub- dessen Rede einen mächtigen Eindruck hinterlich auf Einseßung eines Subkomitees zur Beratung der Abbauvorlage angenommen wurde. Dieses Subkomitee beschäftigt sich morgen um neun Uhr vormittags mit der Vorlage. Es bleibt abzutvarten, ob die Koalition in diesen Verhandlungen zu Zugeständ niffen bereit sein wird. In die Subkommission wurde Genosse Taub gewählt. ** Bezugs Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus odæ bel Bezug durch die Doft: monatlich... K 16.olerteljährlich 48.98.192halbjährig gangjährig Radftellung von Mannftripten erfolgt nur bei El fendung der Retourmartes. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich frig. Nr. 294. gründung über den zu erwartenden Preisabbau nicht nur nicht zugetroffen, sondern die damals inaugurierte Finanzpolitik vollständig Schiffbruch gelitten hat. Nunmehr versucht es de Regierung und die Koalitionsparteien, die Konsolidierung auf Sosten vieler Zehntausender Eristengen von Staates und öffentlichen Angestellten herbeizufüh ren, um auf d'ese Weise das gefundene Vertrauent des Auslandes gweds Kred tgewährung zu er werben. Redner verweist insbesondere auf S§ 6 und 30, durch die dienstpragmatikalisch erworbene Rechte den Beamten und Angestellteit mit einem Federstrich geraubt werden sollen. Viele 3chn tausende unschuld'ger armer Teufel sollen die Sünden der Regierungen und der Verwaltung des Staates mit ihrer Existenz büßen. Die Staatsbeamtenfrage ist wie für manche andere Staaten auch für die Tschechoslowakei ein ernstes Problem geworden. Wenn auch die Bahl der im Staatsdienste beschäftigten Perfonen nicht genau feststeht, so ist doch gewiß, daß der Berivaltungsapparat, gemessen an den Borkriegsverhältnissen und an der finanziellen Beistungsfähigkeit des Staates ein viel zu kostspieliger ist, als daß er ohne Schaden für die Staatsfinanzen und für die Volkswirtschaft Genosse Hoffmann erklärte, der Monat auf die Dauer ertragen werden könnte. In Dezember sei bereits ein Monat des Shredens dem schon von Rašin entworfenen Finanzfür alle in Staat und in öffentlichen Diensten janierungsplane wurde als eine der ForderunStehenden. Heuer hat ihnen der Dezember vier gen aufgestellt: weniger Beamte, dafür besser Gesetzvorlagen beschert", auf 60 Seiten etwa 80 Paragraphen von schwerwiegender Bedeutung. bezahlte. Darin stedt ein guter Rern, aber wie Im Interesse der Gesundung des Staats" find alles was Rašins Epigonen von seinen Abdie Voragen eingebracht. Diese Behauptung wird sichten, die schon an und für sich oft genug ausgesprochen furz nach dem sechsten Geburts Härten zeigten, plump, roh und stümperhaft In der Debatte, die dem Beschluß auf Ein-| Bresche springen muß. Redner verweist auf die tage der Republik. Die Ursache der Nöte des zur Tat zu machen suchten, so gestalten sie fehung eines Subkomitees voranging, verteidigten zahlreichen legistischen Mängel der Vor: States liegt aber in dem herrschenden Systeme. auch das Problem der Verbilligung und Ber- die Staatsbeomteninteressen von deutscher Se te lage. In den§§ 11 bis 3 3. B. werden allerlei Redner west auf die steigende Schuldenlaft, auf befferung der Verwaltung, wie die Beamten- mann, die die Mängel der Vorlage aufzeigten ftimmungen getroffen. Redner verweist darauf, z. B. die Ausscheidung der in Staatsbetrieben be die Genossen Taub, Grünzner und Hoff- Grundsätze aufgezählt, aber feine gesetzlichen Be- die ungeheuren Militärlasten hin. Zu fordern ist vorlagen zeigen, zur Farce, zur Karikatur und und die Borlage selbst einer vernichtenden Kritik daß in Desterreich die Dienstpragmatik mit den häftigten Angestellten und Arbe ter aus dem Geau einem bösartigen Attentat auf einen großen unterworfen. Vertretern der Staatsangestellten beraten wurde, jebe. Die Tabakregie z. B. ist im Voranschlage Zeil der Bevölkerung, ohne daß die Gewähr Genosse Taub besprach zunächst die Art der während bei uns die Vertreter der Staatsange- mit mehr als einer Milliarde Regiegewinn gegeben wäre, es werde der beabsichtigte Zweck Berhandlungsweise ber Soalition überhaupt. Die stelltenorganisationen nicht gehört werden. Red- angeführt. Ein Prozent diefes Reingewinnes erreicht werden. Staatsbeamtenvorlage wird im letzten Mementner fragt die Koalition, welches Aequivalent sie würd: hier jeden Abbau überflüssig machen. Nur Die Koalition hatte noch ein anderes ins Haus geworfen, und bevor noch die breiteste für die Aufgabe des Definit buns den Angestell 10 Prozent sollen entlassen werden, ins einfache Problem zu lösen, als jenes, das auf die Serab bat, ist sie bereits Gefeß. Redner verweist darauf, diese Vorlage nur geeignet ist, das Vertrauen zum fliegen soll. Diese Maßnahme muß naturgemäß Deffentlichkeit den Inhalt der Vorlage erfaßten zu bieten hat und verweist darauf, daß auch Deutsch übertragen. heißt des, daß jeder Zehnte minderung der Verwaltungskosten des Staates daß sich selbst Koalitionskreise der unwürdigen Staate weiterhin zu untergraben. Wirkungen nicht bloß für den Betroffenen per abzielt, das ist die Regulierung der Staats- Verhandlungsweise bewußt werden, was der Ar Genosse Grünzner bezeichnete die Vorlage fönlich. sondern die ganze Voltetvirtschaft haben. angestelltenbezüge. Das Wort von der Not der tilet Stranofys in den lidove Noviny" bewe it. als einen der furchtbarsten Gefeßentwürfe, de fe- Der Sinive& auf Deutschland und Oesterreich ist Kanzleiproletarier ist keine leere Phrase, es ist Der durchgepeitschte Voranschlag und die Be mals dem Hause unterbreitet wurden. Seit dem verfcht; diese Staaten sind besiegte", Defterreich bittere Wahrheit. Bei der allgemeinen Kürzung amtenvorlagen sollten der Noalition Anlaß bieten, Gefeße Nr. 394 vom 20. Dezember 1922, mit dem steht unter Kontrolle des internationalen Stapider Gehalte der Beamten hat man diesen einen über ihre Regierungs und Parteimethoden ein ein empfindlicher Abbau an den Bezügen der tals. Unsere Republif" aber ist ein Siegerstaat", Teil ihres Einkommens genommen, obwahl ihr wenig nachzudenken. Bezeichnend für das schlechte Staats- und öffentlichen Angestellten vorgenom- it seit lancem„ fonsolidiert". Schließlich macht Lebensstandard auch damals nicht annähernd Gewissen der Koalition ist es, daß keiner von den men wurde, felen die Klagen und Beschwerden Genosse Seffmann auf die Wirkungen der Vor mit dem Vorkriegsniveau verglichen werden Staatsangestelltenvertretern das Referat über die über die zugefügten Schäden nicht verstummt. De lagen für das Schulwefen aufmerksam. fonnte, fie empfingen dafür den Trost, die Vorlage übernehmen wollte und daß, so we bei Regierung und die Stoalitionsparteien haben auf fonnte, fie empfingen dafür den Trost, die den Dezembergeseben vor zwei Jahren, der tsche unsere damaligen Eintvendungen und Warnungen fortschreitende Verbilligungswelle werde bald chische Agrarier Malik, der von Staatsangestell- vor den Wirkungen dieses Gesetzes nicht gehörf, den Ausgleich zwischen den Preisen und ihren tendingen feine Ahnung hat, als Referent in die mußten aber später selbst zugeben, daß de Be reduzierten Bezügen schaffen. Diese Erwartung 0000000 Auslieferungen. Sigung des Abgeordnetenhauses. Prag, 16. Dezember. Die heutige Sigung Eine Desgleichen wurde Schollich ausgeliefert, u. zv., weil er in einer Versammlung in Neutitschein eine Rede hielt. in der er die Anwesenden aufforderte, im Falle eines Krieges gegen Deutschland dem Mobilisierungsbefehl nicht Folge zu Teisten. hat sich nicht erfüllt, denn der rückläufigen 9000000000000000000000000000000ÕÕÕGANOO€ 100000000000 Bewegung der Preise machte bald wieder deren gestellten geschritten. Im nächsten Jahre sollen Beförderung der Angestellten ist während des Abgeordnetenhauses verhandelte über das Gerapides Ansteigen Plaz. Heute ringt der Groß- es zehn Prozent sein, die den Staatsdienst ver- dieser Zeit unzulässig, außer wenn es sich seh über die Verlängerung der Frist über de Beteil der Staatsangestellten ebenso wie die lassen müssen, das heißt, es wird jeder um die notwendige Besetzung eines frei- seichnung elektrische Unternehmungen, die in ge manuelle Arbeiterschaft mit der Sorge um das zehnte Angestellte im nächsten Jahre gewordenen systemisierten Postens handelt und meinnüß ge Unternehmungen umgewandelt wer nadte Leben, ohne daß es ihm trotz aller Ein- um Brot und Gristenz kommen, ohne Bedacht, seit der letzten Beförderung wenigstens drei den, das Gesetz über den Kriegszuschlag zu den schränkungen gelänge, der Not Herr zu werden. was mit ihm und seiner Familie geschieht. Jahre verstrichen sind. Damit zusammen- direkten Steuern für das Jahr 1925 und nahm Wie löst nun die Regierung diese brennen- In nichts wird sich nunmehr das Schicksal dieser hängend werden alle nach dem 1. Jänner 1919 fcdann einige zive'te Lesungen vor. Vor Schluß den Probleme? Wie sorgt sie für die Staats- Festangestellten" von dem etwa des Fabriks herausgegebenen Vorschriften außer Wir der Sitzung wurden noch Immunitätsfälle verhandelt. beamten, auf deren Arbeit und Gewissenheit proletariers unterscheiden, der, wenn sein Ar- fung gefeßt, durch welche der Anspruch auf Der slowakische Volksparteiler Tomik wurde das Wohlergehen des Staates sich gründen soll? beitgeber ihn nicht mehr zur Erzeugung von die Anrechnung einer bestimmten Zeit für die ausgeliefert, weil er sich in einer Versammlung Die Angestellten werden als„ Abschlagszahlung" Mehrwert benötigt, mit fühlem Gleichmut Vorrückung in die höheren Bezüge zuerkannt wie folgt äußerte: r sind hier zu Hause und auf ihre Forderung nach einem menschen aufs Pflaster gesetzt wird. Wieviel ihrer in wird. Die Angestellten verlieren aber lassen uns von eingewanderten, von bartlo'en Gewürdigen Dasein und nach gerechter Ent- den nächsten Jahren sein werden, die das gleiche auch alle Rechte über die Art ihrer fichtern und Dieben nicht befehlen; aus Böhmen Lohmung ihrer Arbeit, für das laufende und Los trifft, weiß niemand, die Regierung behält Beschäftigung, sie können auch in jeder sind lauter Diebe, die den Slowaken das letzte das nächste Jahr einen Betrag empfangen, der sich unbegrenzte Vollmacht vor, mit der Eristenz niederen Dienstgattung beschäftigt und was Stid Brot rauben, eingewandert. Schande den nur als Trinkgeld angesehen werden kann. der Angestellten nach Belieben zu schalten. Das noch ärger ist in jeden beliebigen Gesetzen, Schande der Nepublit". Dafür aber werden den Staatsbeamten alle heißt man das Pferd am Schwanz aufzäumen! Dienstort verseßt werden. Rechte genommen, die sie für ver Anstatt wie es sinngemäß und vernünftig wäre. Weigerung zieht die Entlassung nach sich. brieft und versiegelt hielten, und zuerst die Verwaltungsreform durchzuführen Mit einem Federstrich sollen alle Rechte welche die Grundlage ihrer Eristenz wie ihres und danach die Zahl der erforderlichen Beamten der Angestellten ausgetilgt wer Fortkommens bildeten. Es war nicht gerade zu bemessen, werden zuerst Scharen von Beden. Es ist ein Gesetz, das den Jubel der viel, was der Staatsangestellte hatte, aber das amten entlassen und irgendwann später erst soll herrschenden Kapitalistenklasse wecken wird und hatte er sozusagen sicher, das konnte ihm nicht die Reform des Verwaltungsorganismus in das sie in ihrem Bereiche gegenüber den eigenen strittig gemacht werden. Die Beamtenvorlagen, Angriff genommen werden. Kein einsichtiger Arbeitern nachahmen wird. Es wird das die mit einer Hand den Angestellten einen Mensch kann übersehen, daß der Abbau der Signal zu einem allgemeinen AnBroden reichen, greifen mit der anderen tief Angestellten nur im Zusammenhang mit der griff der Sapitalistenklasse auf in ihre Eristenzgrundlagen hinein, machen sie Vereinfachung und Reorganisierung der Ver- bie durch 2ohnkämpfe errungenen des Budgetausschusses gewährte wiederum vogelfrei und liefern sie der schrankenlosen waltung bewerkstelligt werden kann, wenn die Rechte und Forderungen der Ar, einen Einblick in die Art der Verhandlungsweise Willkür des Schicksals aus, das sich in den Gefahr vermieden werden soll, in die staatliche beiterschaft sein. Was sollen noch Lohn- der Koalition. Auf der Tagesordnung standen Personen der Regierer des Staates verkörpert. Administrative chaotische Zustände zu tragen. verträge gelten, wenn die Regierung sich selbst drei Vorlagen: Alle wurden erst bei Eröffnung Und die Reform der Verwaltung? Sie be- Das Staatsangestelltenproblem wird noch achtlos über die von der Gesetzgebung fest- der Sitzung den Referenten vom Vorsitzenden schränkt sich auf einige theoretische Salbadereien in anderer Weise mit dem Knüppel zu lösen gesetzten Rechte der Staatsangestellten hinweg- Bradač zugewiesen. Die Opposition erhob dadarüber, welche Aufgaben die Staatsverwaltung versucht. Gleichzeitig mit dem Abbau sollen feßt. Die zu schaffenden Gefeße gehören in die gegen Ginspruch, daß Vorlagen sofort verhandelt habe und wie diese Aufgaben gestaltet werden alle Vorschriften bezüglich der definitiven An- Reihe der Gewaltmaßnahmen, mit denen die werden, wenn der Vorsitzende erst knapp vorher sollten. Nicht eine einzige greifbare, tonkrete stellung, Stabilisierung, Berseßung oder Vor- Machtklassen im Staate die arbeitenden Klassen Referenten best momt. Es wurde die Vertagung Bestimmung, keine Reform, nur leeres Gerede rückung in die höheren Kategorien suspenzu fnebeln, rechtlos zu machen suchen. und das vage Versprechen auf eine Neorgani- biert werden und zwar bis zur Neu- Sonsolidierung, die von ihnen erhofft wird, der Sitzung verlangt, damit die Referenten die sierung der Verwaltung, die einmal in ferner regelung der Dienstverhältnisse wird leerer Wahn bleiben. Uebrig bleiben Vorlagen studieren können. Diesem Verlangen wurde nicht stattgegeben Beit durchgeführt werden soll. Dagegen wird der Staatsangestellten, insoweit die wird die giftige Saat des Sasses welche und die Vorlagen debattelos angenommen, da die ohne Ueberlegung und ohne Studium des Voraussetzungen dieses Anspruches nicht späte- und der Verzweiflung, Problems mit größter Rücksichtslosigkeit an die stens an dem Tage erfüllt wurden, an welchem diese Gesezeausstreuen und üppig oppositionellen Abgeordneten an einer solchen BeEntlassung der angeblich überzähligen" An- dieses Gesez Wirksamkeit erlangt. Auch die in die Salme schießen wird. Die ** Wie die Koalition verhandelt. Prag, 16. Dezember. Die heutige Situng Handlung der Gefeße nicht teilnahmen. Seite 2. Das handelspolitische Ermächtigungs-[ bundenen Aufwandes beschafft wird, bestimmt. gelez im Ausschuß angenommen. 2. Dieses Gesez wird von allen Mitgliedern der Regierung durchgeführt. Die Regelung der Altpensionistenbezüge. Brag, 16. Dezember. Der Außenausschuß oes Abgeordnete nhouses verhandelte den Gesetzenitvurf über die provisorische Regelung der Zur Regelung der Altpenstonistenbezüge werden Handelsbeziehungen mit dem Ausland. In der zwei Borlagen eingebracht. Die erstere bezieht sich Debatte sprachen: der Nationaldemokrat ajn, auf die Bivil, Staats- und einige andere ber Agrarier ridet der sich darüber be öffentliche Angestellte und deren Hinterschtverte, daß unsere Handelspolitik, soweit es sich bliebene, die zweite auf penfionierte Militärpersonen An die zweite Etappe, den sogenannten„ großen Plan", der in einem neuen Bezugssystem und einer neuen Dienstpragmatik bestehen wird, wird die Regierung erst dann herantreten tönnen, bis die Wir fungen des Gefeges über Sparmaßnahmen in der öffentlichen Berwaltung sichtbar werden, die eine Reduzierung der Staatsangestellten zur Folge haben werden. Zwei weitere Gelegentwürfe. Nachtragskredit für die Kriegs. beschädigtenfürsorge. 17. Dezember 1924. Kleinbürgerliche Irrgänge. Die Beratungen über die Neuregelung der Staatsbeamtenbezüge haben in der Deffentlichkeit lebhaftes Echo gefunden. Man könnte es beinahe als auffallende Erscheinung werten, daß die Lohn fämpfe der Staatsbeamten und-Angestellten grö geres Auffchen erregen als die selbst der stärksten Gewerkschaften der Industrieproletarier. Unter den Staatsbeamten ist es wieder die verhältnismäßig fleine Schicht der Beamten mit Hochschul bildung, die am lautesten von sich reden macht. Montag fand in der Produktenbörse in Brag eine Protestversammlung dieser um landwirtschaftliche Produkte handelt. eine Po- und ihre Hinterbliebene. Rach der ersteren werden litik der offenen Tür sei, während bei Industrie die Pensionsbezüge der vor dem 1. Jänner 1923 pen. produkten eine Politik der geschlossenen Tür ge- sionierten Zivilstaatsangestellten geregelt auf Grund tricben wird, der Gewerbeparteifer Mlčoch, Dr. der höheren Pensionsgrundlage, die durch das Gesetz Die Regierung legte heute einen Gefeßentwurf Beamtenfategorie statt, in der sich der Groll der Kramat, der sich ebenfalls mit Zollfragen be- vom 20. Dezember 1922, Bahl 894, bestimmt wurde, vor, wodurch für das Jahr 1924 ein Nachtragskredit schlechtbezahlten und von der Regierung ewig faßte, und der tscheh sche Sozialdemokrat kou- wozu noch ein einheitlicher Teuerungszuschlag und in der Höhe von 375,930.000 kronen für die Kriegs- schen Angriffen auf die Regierungskoalition und bella, der in dem Ermächtigungsgesetz eine eine Kinderzulage an Stelle der bisherigen Pen beschädigtenfürsorge angesprochen wird. Dies be einzelne Minister Luft machte. Die Vorgänge in Schwäche unseres Parlamentarismus erblidt. fionszulage und Notaushilfe hinzutritt. Dadurch deutet aber in Wirklichkeit keine neue Ausgabe, da an der Nafe herumgeführten Beamten in stürmiGenosse Sadenberg erflärt, unsere Par- wird der bisherige Unterschieb zwischen es sich ausschließlich um Nachzahlungen nach dem den kleinbürgerlichen Geist und die Verworren Par- wird dieser Versammlung sind aber symptomatisch für tei wird gegen die Vor age stimmen da der§ 64 den sogenannten Alt- und Neupen- Geseb vom 20. Feber 1920 und der Novelle vom den fleinbürgerlichen Geist und die Verworren der Verfassung bestimmt, daß Handelsverträge sionisten beseitigt. Nach demselben Gleich 25. Jänner 1929 handelt, auf welche Bezüge die heit, die leider in den Köpfen der Intellektuellen nur mit Zustimmung der Nat onalversammlung stellungsprinzip wird zugleich den Altpensionisten die Striegsbeschädigten einen gesetzlichen Anspruch hatten, plaggegriffen haben und verdienen, einer ein in Wirksamkeit gesetzt werden können. Die Vor- Bahlung der Einkommensteuer auferlegt. In der die jedoch ans, technischen Gründen" nicht rechtzeitig gehenden Kritik gewürdigt zu werden. lage ist ein Ausdrud der Verlegenheit, weil die Vorlage kommt das Prinzip zum Ausdruck, daß einer ausgezahlt werden konnten. Die erhöhten Ausgaben Realit on nicht imstande ist, sich über die Han und derselben Angestelltenkategorie für die gleiche erschöpfen noch lange nicht die Ersparnisse, die in delsverträge im gegenwärtigen Augenblid zu eini. Dienstzeit eine Pension gebührt, die nach dem gleichen den Jahren 1920 bis 1922 gerade dadurch gemacht gen. Wir sind daran interessiert, daß nicht nur Prezentsatz bemteffen ist. wurden, daß den Kriegsbeschädigten die Renten nicht im Ausschuß über Handelspolitik gesprochen word, fondern auch im Plenum zu jedem einzelnen Hanrechtzeitig angewiesen wurden. belsvertrag Stellung genommen werden kann. Handelspolitisches ErmächtigungsSodann wurde das Gesch angenommen. Nummer erst heute wiedergeben. Das Gesetz betreffend Die zweite Vorlage regelt die Pensionsbezüge der Militärpersonen und ihrer Sinterbiiebenen nach ungefähr denselben Grundsägen. durch Verordnung geregelt. Remunerationen für die staatlich nerden und einige anderen öffentlichen Bed en teten für das Jahr 1924 und 1925 Tautet: Die Nationalversammlung der Tschech: fiowalischen Republik hat folgendes Gesetz beschlossen: § 1. Die Regierung wird ermächtigt, felgenden Personen im aftiven Dienste für das Jahr 1924 Remunerationen im Gesamtbetrage bis zu 170,000.000 Ke 3 gewähren: 1. Den im§ 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 1922 angeführten Bediensteten, 2. den Bediensteten in staatlichen Aemtern, in staatlichen und vom Staate verwalteten Unter nehmungen, Anstalten und Fonden, sowie den auf Grund der für staatliche Lehrer geltenden Normen gewählten Lehrern und den anderen öffentlichen Bediensteten, deren Bezüge ganz über zum Teile aus der Staatskaffe oder aus vom Staate verivalte ten Fonden gebedt werden. § 2. Die Regierung wird ermächtigt, den Im § 1 angeführten Personen für das Jahr 1925 Remunerationen im Gesamtbetrage von 215,000.000 Kronen auszuzahlen. gejek Politische Leichenschänder ale autonomie forderte? Bon Dr. Karl seller. auszuspielen! werden. der nationaldemokratischen Partei stellen, die das Die Beamten, die doch das Hauptkontingent der nationaldemokratischen Partei stellen, die das Regierungssystem dieses Staates, soweit es auf arbeitet, begrüßt und gefördert haben, die als die Tschechisierung der deutschen Gebiete hin Lefer, Abonnenten und Mitarbeiter der chauvini stischen Seppresse für die geistige Verfassung des Beide Gesetze treten am 1. Jänner 1925 in heutigen Tschechentums in hohem Maße verant wortlich sind und die wahrscheinlich auch bei den Kraft. Zur Dedung des dadurch erwachsenen Auf- Durch eine heute überreichte Gesegesvorlage nächsten Wahlen zu neunzig Prozent ihre Stimmen wandes werden, soweit nicht neue Maßnahmen ge- wird die Regierung ermächtigt, mit Zustimmung des für Stramar abgeben werden, spielten in der ge- wird Die Staatsangestelltengefeße. troffen werden, eine 10prozentige Abgabe Präsidenten der Republik die Handelsverträge mit für Stramat abgeben werden, spielten in der Prag, 15. Dezember. eine 20prozentige Abgabe von ben bis 30. Juni 1925 abgeschlossen werben, provisorisch Lukavsky mit Sanbarufen, schimpften den Eisenbahnfahrpreisen und dem Auslande, die in der Zeit vom 1. Beber 1924 Bersammlung die Revolutionäre". Sie begrüß ten den nationaldemokratischen Abgeordneten In der gestrigen Situng des Abgeordneten- Telephongebühren eingeführt. Von der in Kraft zu setzen. hauses hat die Regierung auch folgende Gesetze über- Fahrkartenabgabe sind die Arbeiter und Schüler. über die Betfa und vor allem über die Sozia Die bisherige diesbezügliche Ermächtigung bezog liften in der Stoalition! Im Laufe der his gen reicht, die wir wegen Raummangels in der gestrigen farten ausgenommen. Die Einzelheiten werden sich nur auf die uis 1. Feber 1924 abgeschloffenen Bor Debatten wurde es immer deutlicher, daß sich der träge. Es handelt sich bei der neuen Ermächtigung Die Krankenversicherung der staatlichen um den Zusahvertrag mit Desterreich vom 27. Novem- unwille der Beamten mit Hochschulbildung zum Angestellten wird durch ein besonderes Gesetz gezegelt ber dieses Jahres, ferner um den Bufahtarifvertrag großen Teil gar nicht gegen das Reaktionäre an diesem Staate richtet, sondern gegendiespär zum Handelsvertrag mit Frankreich. lichen demokratischen Errungen0000 aften, die ihn vor dem alten Dester. gewordenen ersten Parlamenterede bie natin. reid auszeichnen. Nicht ihre materiellen nale Autonomie forderte? Vergit Sorgen lassen die Beamten so radital werden, Stivin, wie beweglich er- Stivin- über die ondern eher das Gefühl, als Machthaber im unglüdjelige Bol it" Seligers Blagte? Zu seinen öffentlichen Leben ausgespielt zu haben, Sie Bebzeiten war Seliger Nationalist, nachimpften über die Krantentassen Seit einiger Zeit ft bie tfch: choslowalisch einem Tode ein Schwärmer für die obmänner und Parteisekretäre, die Bublizistit um eine neue Nuance bereichert" che chifce Koalitionspolitik. Beides im Staate„ regierten", beklagten sich über die Sowoh. deutschbürgerliche, als tschechische und ist gleich unwahr und absurd, harte sozialistische Faust" und forder darunter leider vor allen jo; aldemokratische Blätt gleich unwahr und abfurd, tent ganz offen ein- Beamtenregiment! ter versuchen einen Gegensatz zwischen der Politit wenn Gen, Dr. Soutup in einer Rebe behauptratifiert, daß die Beamten feinen Einfluß auf Was sollen wir demgegenüber dazu sagen, Nun ist unsere Verwaltung keineswegs so demoder toten Führer unserer Partei, Seliger, und in jüngster Beit auch Cermat und der derzeiti- tet, die Unterredung mit Seliger unmittelbar nach die Verwaltung ber Aemter hätten. Und so sehr gen Führung insbesonders Gen. Dr. Czech. zu dem Umsturz sei an dessen unmöglichen Forderun wir die Wünsche der Beamten nach finanzieller Lonstru eren. Beide berufen sich auf die en gescheitert? Warum teilt uns Sou Befferstellung begreifen und so warm wir für sie Toten, um sie gegen die Lebenden up diese Forderungen nicht mit? eintreten, fo sehr muß jede sozialistische Bartei Geiger fordert ene Urt Waffenstillstand und dagegen anlämpfen, daß das bißchen armselige Die deutschbürgerliche Presse- in besonders Gottesfrieden bis zur Regelung ber staatsrecht Demokratie, das es in biefem Staate gibt, nicht hervorragender Weise das füngste Prager Mon- lichen Verhältnisse. Und die Erfüllung dieser For noch weiter zu Gunsten eines bürokratischen Herrtageblättchen- stellt Selger und nun auch Cermat derung war unerhört, war unmöglich? Unmög: schaftssystems verfälscht wird. Diese Beamier als die Apostel der nationalen Ein ich dielle che für einen tas in, aber unmöglich schaft, die Montag so laut bemonstrierte, ist gana heitsfront hn. die längst in die deutsche mir nur, daran zu erinnern, daß Minster Dr. bemokratischen Partei oder vielmehr des Stimmfür einen Sozialdemokraten? Ich erlaube in den fleinbürgerlichen Ideologien der national Laube gegangen wären, während wir Lebend n als die Berräter am deutschen Velke dargestellt schluß, also bs zum September 1919, für berech bie in ihren Reihen entsteht, sich gegen die Sozia Benes felbst unser Berhalten bis zum Friedens- viehs dieser Partei befangen, daß jebe Opposition, tigt anerkannte. Und Benes ist kein Sozial- liften wendet und eine Reform bes Demgegenüber behaupten die tsh ch schen tigt anerkannte. Und Benes ist fein Sosial- liften wendet nationale gewesen, wir Lebenden aber seien Blätter, Seliger sei der wahre Inter- demokrat! Staates nur im realtionären Sinne Und was soll man dagu sagen, wenn Gen. für sie vorstellbar ist. Die Pilsner Nationalisten. Dr. Soutup weiterhin sich mit angel NovaDoba" hat in einem Beitartikel ,, Falsche Man braucht diese beiden Ergüsse schöner an Zeit" dafür ausredet, daß man alle grund Tränen" die Sympathie der nationaldemokratischen 1. Die Bediensteten öffentlicher Storporationen Seelen nur einander gegenüberzustellen, um zu legenden Gesetze, darunter die Verfassung, beschloß Bresse für die Beamten ins rechte Licht gefest. und Anstalten, auf welche sich der§ 19 des Gefeyes fehen, was von ihnen zu halten ist. Es will michne die Deutschen überhaupt und die deutschen Sie hat darauf hingewiesen, daß die National S. d. G. n. V. Nr. 394-22 bezieht, tönnen aus den schier bedünden daß sie alle beide st nken. Arbeiters insbesonders heranzuzichen? Es ist demokraten ganz absichtlich die Beamten mit Hoch geltenden Vorschriften oder Dienstordnungen oder den Juwiefern find diese Anwürfe achlich begrün- wahrlich schwer, leine Satire zu freiben. Und 8 schulbildung bevorzugen, um in die Beamtenschaft Beschlüssen der Lompetenten Organe oder den Ber- det? Also Seliger und Cermat schwärmten für ist ungemein fchmerzlich für uns, fonstatieren zu fclbst 3miespalt zu tragen und um in den höheren trägen, welche ihnen die Bezüge und Begünstigungen b'e nationale Einheitsfront! Haben die Herr müffen, daß an all dem Unrecht, an all der G Beamtenschichten einen bürokratischen Geist großder Staatsbediensteten gewährleisten, einen Anspruch" chaften schon völlig die Wahlkämpfe von 1919 und walt. die an uns terübt wurde, die tschechischen zuzüchten. Die Beamten, die den Nationalbemo auf Remunerationen nach Analogie des§ 1 und 1920 verçeffen? Wie Selger und Cermak von Genossen, wenn schon nicht aktiv, so dos paffiv fraten auf den Beim gehen, werden sich ins eigene § 2 dieses Gesezes nicht ableiten. Bersammlung zu Versammlung gingen und den teilnahmen. Fleisch schneiden. Sie werden entweder ben 2. Die im vorhergehenden Absatze angeführten deutschbürgerlichen Se'den die Maste vom Ge Ich habe mich bemüht. die Antwürfe, die ge- ramatleuten wieder ihre Stimme geben und da Norporationen und Anstalten lönnen ihren Bedien- fichte riffen? Mit welcher Entrüstung sie den Geeignet sind, das Andenken unserer verstorbenen durch jene Richtung in der Koalition stärken, die steten und den Bediensteten der von ihnen verwal- banken von sich wiesen, sich auch nur in die ent- Führer zu besuden, fachlich zu entfräften. Aber den Beamten Hungerlöhne zahlen und ihnen als icten Fonde und Anstalten ähnliche Remuneratio ferntefte Geme nshaft mit den geschworenen ein ich halte es für notwendig, auh ettvas über die Entgelt allenfalls einen größeren Einfluß und nen nur mit Zust.mmung der übergeordneten Auf- den der deutschen Arbeiter. ihren natir hen moralische Seite der Sache zu sagen. mehr Ansehen" in den Aemtern einräumen fichtsbehörde gewähren, welche Zustimmung bloß im laffeng anern einzulassen? Seura nach mann in aller Welt war es unter ge möchte, oder sie werden eine eigene Partei grünEinvernehmen mit der staatlichen Finanzbehörde er. Wahlen von 1920 traten die deutschbürger then fitteten Menschen und Parteien u b- ben und auf diesem typisch fleinbürgerlichen Wege teilt werden kann, welche durch Regierungsverord. Parteien zum erstenmale offiziell an uns mit der lich, die Toten gegen die Bebenden nur erreichen, daß Zehntausende von lopsarbeiten nung bestimmt wird. Forderung nach der nationalen Einhe tsf ont auszuspielen? Für mich ist eine solche den Proletariern ihre Stimmen verschleudern, heran, Ich erinnere mich noch sehr lebhaft der Kanupfeciveise ein B. we 3 für den Verfoll politi ohne daß sie irgend einen Einfluß auf die Politit § 4. Geste, mit welcher Seliger d'e Forderung abtat. her Sitten und für die Schwäche fachlicher nehmen fönnen. Von dem einzig richtigen 1. Der Aufwand, welcher aus der Durchführung Seliger starb im Ottober 1920. Wiederholt wurde Arguntente. Wege, dem Eintritt indie sozialdemo der Bestimmungen des§ 1 erwächst, ist aus den seither die Forderung erneuert. Und da war cs Ich glaube heute noch daß die tschechische tratische Partei und der Beeinflussung der Ersparungen zu beden, die im Jahre 1925 mit der nr't uns allen Cermat, der den Gedanken der sozialdemokratische Partei und die für sie verant Politit dieser Bartei durch aktive Mitarbeit in Durchführung des Gesetzes vom....... 192... nationalen Einheitsfront mit aller Entsch'edenheit work chen Genossen diese niedrige Stanupfeeweiße ihren Reihen sind die Beamten weit entfernt. Sie d. G. u. V. Nr.... betreffend die Sparmaß ablehnte. Staum acht Tage vor feinem Tode ciniger Redakteure ebensowenig billigen, wie die haben zwar auch erwähnt, daß man für das Mili nahmen in der öffentlichen Verwaltung, erzielt sprach ich mit ihm zum Ichtenmale. Und sein lep. Führer der deuth bbürgerlichen Barteien den tärbudget zu viel Geld auswirft, fanden es aber ter Gedanke war die Ablehnung dieser unmög chen moralischen Verfall gewisser Schriftleiter. Aber noch viel ungehöriger, daß dem Ministerium für 2. Der Aufwand, welcher aus der Durchführung Idee, die Wasser mit Feuer mengen will. Die es wäre hödyte Zeit, das insbesonders die soziale Fürsorge hundert Willionen über das vor der Bestimmungen des§ 2 erwächst, ist einerseits deutschbürgerlichen Schriftleiter mögen sich gesagt tschechischen Genossen dieser Miß- gesehene Maß sugewiesen wurden. Die Kundaus den Erträgnissen der Stempelgebühren fein lassen, daß dem Gedanken der nationa en bill gung deutlichen Ausdrud gegebung der höheren Beamten trieft vom Saß gegen und der Abgaben aus Amtsfunktionen, Einheitsfront Selger und Cermat ebenso ableh ben. Sie tragen sonst die Mitshuldander das Proletariat und die sozialistischen Parteien ferner der Abgaben für Automobile, nend gegenüberstanden, wie Czech und Hillebrand Vergiftung unseres öffentlichen unb thre Resolutionen und Proteste stroßen vor Spieltarten, Billards u. dg 1., welche durch und mit ihnen die ganze Partei. Bebens, an der Erweiterung der Sluft zwischen Untenntnis der tatsächlichen Kräfteverhältnisse und besondere Gesetze eingeführt werden, anderer Und mun zu den Kava'ieven von der scheden sozialdemokratischen Parteien. bes wahren Wesens ökonomischer und politischer seits burch andere geeignete Maßnahchischen Seite! Also Seliger war' nternational, Alle die Ehrenmänner von be den Seiten mö- Herrschaftsverhältnisse. Es find radikali men zu beden, welche zu diesem Behufe fchwärmte wohl gar für die Koalitionspolitik der gen zur Kenntnis nehmen. daß genau so wie bies ftette leinburger, bie mit ihrem Ge getroffen werden. tschechischen Sozialdemokraten. und Czeh ist Selger und Cermat taten, auch Czem und Hilfe- fchrei offene Türen einrennen und ihrer eigenen nationa! Genosse St vin hat ein sehr furzes Ge- brand, Pehl und ich und wir alle die nationale Sache nur schaden. dächtnis! Er hat insofern recht, wenn er Seligers Einheitsfront mit der g'eichen Entschied nheit ab- Allerdings sollten die tschechischen soziali 1. Dieses Gesep riu hinsichtlich der Bestimmungute und einwandfreie internationale Gesinnung lehnen, wie wir den Tag als den glücklichsten un itischen Parteien nicht so wie etwa das gen des§ 1 gleichzeitig mit dem Tage der Wirt hervorhebt. Aber vergifter ganz wer der feres Lebens ansehen würden, an dem die sozial- Pravo Lidu" es andeutet, über diese Frage zur jamkeit des Gesepes. d. G. u. 2. Nr.... betref Träger der Bewegung für das Selbst demokratischen Parteien des Landes einig und gr Tagesordnung übergehen. Damit, daß man von fend die Sparmaßnahmen in der öffentlichen Wer bestimmungsrecht des deutschen Bol schlossen ihren natürl then Gegnern gegenüber gemeinen Angriffen auf die Republik spricht und waltung, hinsichtlich der Bestimmungen des§ 2 mit tes war? ergißt er, wer mt der ganzen ihm stehen. Bis dahin aber kann nichts uns abhalten o bie Beamten reizi, bet nächster Gelegenheit ihre jenem Tage in Wirksamkeit, den das Besey, womit innewohnend n Energie unser gutes Recht, über das Antenten unserer verstorbenen Vortämpfer patriotische Gesinnung umfo eifriger durch natio im Zusammenhange mit den übrigen gef plichen und un'er Shifal selbst zu bestimmen, versocht? vor Befardelung und politischer Leichenschändung aldemokrat fche Parte gänger zu betätigen, ist es fonftigen Maßnahmen die Bebedung des damit ver- Vergißt er, wie Genosse Seliger in seiner berühmt von wo immer sie kommen möge, zu schügen! nicht getan. Auch die Drohung des Ministers werden. § 3. § 5. " 17. Dezember 1924. Stribrny, man müßte den Beamten das Wahl recht entziehen, ist natürlich nur darnach angetan, die Beamten noch mehr gegen die sozialistischen Parteien in Harnisch zu bringen. Die tschechischen fozialistischen Parteien sollten sich die Erscheinung, daß die Beamtenschaft in ihren wirtschaftlichen Noten ihren Anwalt in den reaktionärsten bürger lichen Parteien fucht, envas gründlicher zu erklären fuchen. Sie würden dann finden, daß sie durch bie bedingungslose Gefolgschaft, die sie den Kapi talisten leisteten, selbst viel zur Verwirrung der Stöpfe beigetragen und das Vertrauen bieler Proletarier zerstört haben. Sie müßten jetzt durch rüdhaltloses Eintreten für die wirtschaftlichen For derungen der Beamten diefen den Weg zu ihren Selaffengenossen zeigen und die durch die jahrelange Koalitionspolitik verwischten Klassengrenzen im tschechischen Volk wieder schärfer betonen. Für die denkenden Beamten könnte die Versammlung in der Produktenbörse und ihr grotesker Verlauf ebenso eine Lehre sein wie für die tschechischen sozialistischen Parteien. Inland. Landesverteidigungsminister und Demokratie. Die Sozialdemokraten bereit, ein Kabinett Marr zu unterstützen. Bartelenemp'ang bei Ebert. Kabinettsbildung durch Stresemann aussichtslos.- Eine zweite Eine zweite Regierung Marr wahrscheinlich. Berlin, 16. Dezember.( Eigenbericht.) Der Reichspräsident empfing heute zuerst den Reichstagspräsidenten und danach den Genossen Hermann Müller, der die Erklärung abgab. daß nach der Auffassung der sozialdemokratischen Partei die Fortführung der Außenpolitik des Rabinettes Marg erforderlich und daß die sozialdemokratische Partei bereit sei, das Kabinett Margzu unterstüßen, weil dadurch die Garantie für die Fortführung ber bisherigen Außenpolitit am besten gewährleistet sei. Hierauf wurde der Bertreter der Deutsch nationalen empfangen, der für seine Fral tion den Anspruch auf die Regierungsbildung anmeldete. Die endgültige Stellungnahme feiner Partei behielt er sich vor. Der Vertreter des Zentrums erflärte, daß seine Fraktion dic aftive Beteiligung an einem Bürgerblock ablehne. Die Demokraten sprachen sich für die große Koalition aus. Morgen dürfte der Reichspräsident den Außenminister Stresemann empfangen; es ist damit zu rechnen, daß ihm der Auftrag zur Regierungsbildung übergeben wird. Es erscheint jedoch ausgeschlossen, daß ihm das gelingen wird, selbst wenn er eine sogenannte überparteiliche Persönlichkeit für die Uebernahme der Regierung fände. Es spricht also alles dafür, daß auf Umwegen die Regierung Marg doch wieder die Geschäfte übernimmt. Lerchenfeld verzichtet... * ** Samuel Gompers, Cetre 3. der fürzlich verstorbene Führer der amerikanischen Gewerkschaften. Tages- Neuigkeiten. begründet, daß es sich um gefeßliche Ansprüche Amnestiedebatte in der französischenort, sondern erflärten, baß es ben Sozial. C. fehlt, da diese boch gar nicht mehr in Schwung der Kriegsinvaliden handelte, die nicht früher Aemter das ungeheure Material erst jest aufarbeiten fonnten. Nach dem bekannten Sprichtvort, die beste Verteidigung ist der Angriff, breht das Bravo Bidu" den Spieß um und wirft dem Landesverteidigungsminister udržal vor, daß er den Beamten des Ministeriums für National verteidigung 19,804.000 Stronen auszahlen ließ, ohne Parlament und Ministerrat zu befragen. Das Pravo Sidu" bemerkt dazu: Kammer. befriedigt werden konnten, weil die bezüglichen Die Amnestic Caillaux und Malbys angenommen. Paris, 16. Dezember. Die Deput ertenfam mer behandelte heute vor und nachmittags das Amnestiege seg. Die Debatte wurde beson ders bei Behandlung des Artikels II, der sich auf den Fall Caillaux und Mailvy bezicht, lebhaft. Schließlich nahm die Kammer in der Nahmittags Sigung den Artikel II über die Amnestie für Caillaug und Malvy mit 347 gegen 196 Stimmen an, und setzte die Behandlung der weiteren Artikel des Amnestiegesetzes fort. Während im Abgeordnetenhause die Staats Prozent durchgesetzt haben, die gerade in diesen Tabeamtenvorlagen beraten werben, ist innerhalb gen in Straft getreten ist. Es werde also schtver Berlin, 16. Dezember.( Eigenebricht.) Aus fein, angesichts der augenblicklichen Wirtschaftslage der Koalition wieder einmal eine Ratbalgerei im München wird von der bayrischen Volkspartei die noch weitere Forderungen durchzusetzen. Als die damit die Partei das erfüllt, was die Arbeiter. Was tut die K. B. C., Gange. Die tschechisch- bürgerlichen Blätter greifen Nachricht verbreitet, daß sie nicht davan denke, kommunistischen Führer der Deputation erklärten, den Minister für soziale Fürsorge Habrman in der Person des Grafen Lerchenfeld, der es gäbe auch außerparlament: rifche Mittel, ber schaft von ihr erwartei? an, weil das Ministerium für soziale Fürsorge ihr Parteimitglied ist, einen Bückenbüßer zu stellen, wiefen sie die sozialdemokratischen Abgeordneten Nach diesem aufregenden Titel, der gestern eine den Kriegsbeschädigten um 370 Millionen Stronen der später von Stresemann beiseite gedrängt darauf, ob sie den Gewerfchaften zumuten würden, Notiz des Rude Pravo" zierte, könnte jeder naive mehr ausbezahlt hat als im Voranschlag borge- würde. zur Erlangung einer Erhöhung der Arbeitslosen- Lefer glauben, daß ihm das kommunistische Zen sehen war. Das Vorgehen des Ministeriums für unterstützung etwa einen Generalstreit zu unter- tralorgan in diesem Staate nun endlich einmal foziale Fürsorge wird vom Pravo Bidu" damit nehmen. Darauf gaben die Kommunisten keine mitteilen wird, woran es eigentlich in der K. P. demokraten an gutem Willen fehle. Sie mußten fontmen will. Und der Beser eben nur der laffen, bak alle Erfolge für die Arbeitslofen nur Aufrufe zu lesen, durch die die K.P.Ŏ. nun ſchon ſeit sich darauf von den Sozialdemokraten belehren naive Leser hofft, diesmal einen der obligatert der Tätigkeit der Sozialdemokratie zu verdanken Jahren saniert werden foll. scien, während die Stommunisten die Arbeitslosen Es ist auch diesmal ivirklich nichts Obligates, stets nur zu deren Nachteil mißbrauchten. Sie das den Stoff abgab für die Notiz mit dem so orflärten den Kommunisten, daß fie feine Ver- aufregenden Titel: die Kommunisten gauben antwortung dafür tragen, wenn die Kommunisten tatsächlich, endlich entdeckt zu haben, woran es den Arbeitslosen irgend etwas vormachen. Die bisher in ihrer Partei gemangelt hat. Und das ist: fommunistischen Vertreter der Deputation waren eine wirkungsvolle Weihnachtsüber diese Wahrheit sehr entrüstet und entfernten nummer des„ Rude Pravo"! Nach den fich schnell. Befehlen der Parte extutive müssen so erfährt man aus der Notiz alle Organisationen und Bellen sofort Plenarversammlungen einberufen, damit die Bestellungen für die Weihnachtsmummier noch bis zum 20. b. M. bei der Administration Wien, 16. Dezember.( AN.) Amtlich wird eingelangt sind. Zum Schlusse werden alle Verin Desterreich abzuschl ehen, hat die Botschafter- daran erinnert", daß die Verbreitung der kommu mitgeteilt: Um die militärische Kontrolltätigteit trauensmänner und Parteimitglieder nochmals konferenz eine Generalinspektion durch das Liqui- nisſt ſchen Presse eines der wichtigen Boraus bationsorgan des interalliierten Seeresübersehungen der Bolschewiſierung der Partei ist, da wachungsausschusses verfügt und hiezu dieses Or- mit diese imstande ist, das zu erfüllen, was das gan um mehrere französische, britische und ita arbeitende Volt von ihr erwartet!" lienische Offiziere verstärkt. Diese Generalinspek tion wird schon in den nächsten Tagen beginnen die Privatindustrie erstreden. und sich sowohl auf das Bundesheer als auch auf Wir anerkennen, daß die Gehälter der Offiziere und Militärgagisten wie auch der Angestellten im Ministerium für nationale Verteidigung unmöglich niedriger sind und unsere Genossen haben schon einigemale darauf hingewiesen. Aber es ist Sorge und Pflicht des Parlaments hiefür die nötigen Mittel zu bewilligen. Daß aber der Herr Minister für nationale Berteidigung sich den Voranschlag auswattieren" läßt und dann aus den Ueberschüssen auf ungesesliche Art die Offiziere entlehnt, damit er in ihren Augen sein Prestige erhöht, ist ein unmögliches Vorgehen und es wird nech davon gesprochen werden müssen." Besserung Herriots. Paris, 16. Dezember. Die Besserung im Gejundheitszustande des Ministerpräsidenten er riot hält weiter an. Trotzdem wird aber der aus Ministerpräsident noch durch einige Tage ans Bett gefesselt sein. Wie man sieht, sind es nette Methoden, die sich die Herren Minister in der Zeit der Koalitionsdiftatur angewöhnt haben. Interalliierte Generalinspektion des österreichischen Bundesheeres. Zusammenarbeit der skandinavischen jozialdemokratischen Parteien. Die Kommunisten verheyen die Ein jeder, der dese erlösende Notiz gelesen Wiener Arbeitslojen. hat, wird es den geistigen Proleten im Reichen Gründliche Abfuhr einer fommunistischen Deputa berger, Bonvärts" nachfühlen, daß sie jest grün werden müssen vor Neid über die Ausnahms tion durch sozialdemokratische Abgeordnete. stellung, die das„ Nude Pravo" mit einem Wien, 16. Dezember.( Eigenbericht.) Heute Schlage bei der Arbeiterschaft einnehmen wird. Die Notwendigkeit der Reform der Staatsist doch der„ Borwärts" nicht inſtande, gleich verwaltung. In einem Leitaufsatz besprechen die bormittag hat in der Voltshalle eine von mehr als 2000 Personen bauchte Arbeitslosenversamm dem ,, Rude Pravo" so geistvolle Feuilletons über " Lidove Novinh" die im Parlament eingebrachten Lung stattgefunden. Nach der Versammlung begab Chriftiania, 16. Dezember.( AR) Die Ver- fommunistische Parteitage zu bringen oder durch Staatsbeamtengeseze. Zunächst wird ausgeführt, daß ein Vergleich der Zahlen der Staatebeamten sich ein Zug zur Arbeiterkammer, wo sie den treter der sozialdemokratischen Parteien Schwe- Notizen, střepiny( Splitter) benannt, die den Un im alten Desterreich und in der Tschechoslolawi- Bertretern der Arbeiterkammer ihre Forderungen dens, Dänemarkts und Novwvegens hielten in terhaltungston in Nachtlokalen und zuhälterlaschen Republik nicht stichhältig sei, weil die Grund mitteilten, die nach 20prozentiger Erhöhung der Christiania Beratungen über politische und ab schemmen so gut wiedergeben, die Bolschewi lagen der bezüglichen Statistit vor dem Kriege Arbeitslofenunterſtüßung und einer Weihnachtsministrat ve Fragen der sozialdemokratischen Be- fierung der Partei zu fördern. Im übrigen weiß andere waren als heute( so find in den bezüglichen Parlament, wo sie eine Deputation in den sosial traten" schreibt, es sei einstimmig beschlossen wor- B. C. bemüht, die in fie gefepten Hoffnungen zu er andere waren als heute( so sind in den bezüglichen remuneration gehen. Hierauf begaben sie sich zum wegung in Standinavien. Der Social Demo jetzt die Arbeiterschaft, wie krampshaft sich die St. Ziffern im alten Desterreich die Staatsar bei fer nicht aufgenommen) und weil die Aufgaben demokratischen Abgeordnetenklub fchickten. Diese den, eine intimere 3usammenarbeit der füllen. Saufe also jeber die Weihnachtsnummer: des Staates nach dem Striege bedeutend größere Deputation war von zwei Kommunisten geführt. sozialdemokratischen Parteien Skandinaviens zu des„ Rude Bravo"- die Weltrevolution, wie Die fozialdemokratischen Abgeordneten emp. inaugurieren, und zwar in der Weise. daß ein jene fie meinen, kann dann nicht ausbleiben! sind als vorher. Zum Schlusse wird dann aus geführt, daß die Hauptsache die Reform der Staats- fingen die Abordnung und erflärten, daß fie ohne jedes der skandinav schen Länder, unter Umständen dies unablässig an der Hilfe für die Arbeitslosen auch Finn'and, je zive; Vertreter nominieren, die verwaltung sei, und das System der überſtürzten Einbringung so wichtiger Geseke scharf tritisiert. tätig feien, und erst jetzt wieder eine Erhöhung einen Ausschuß für skandinavische Länder bilder. Der Unterstützung um durchschnittlich 10 bis 12 würden. Das Blatt fchreibt: 3. ein literarisches Somitee einzuseßen, das diese Arbeiten zu leiten hat; 4. die Ausarbeitung eines Agrarprogramms zu vertogen, bis durch das Einlangen und die VerOffentlichung der Referate die notwendigen Vorarbe ten dafür geleistet sein werden. Der Kluge Bischof und der verrüdte Pfarrer. Der Pfarre von Privighe war unter seinen Amisbrüdern ein weißer Rabe. Er begnügte sich mit den Einnahmen, die ihm der zu seiner Pfarre: gehörige ,, Daß wir unswedmäßig viel Staatsangestellte Grund und Boden brachte. Stirchliche Zeremonien haben, ist nur insofern Wahrheit, als daß wir eine die sozialdemokratische Partei von 36 Sigen 20. Bei zelfragen der Agravpolitif durch fachtundige Ber- und geistlichen Zuspruch leistete der Pfarrer, der unzwed mäßige veraltete Berwalder fonntägigen Wahl erhielten Sozialdemokraten und jonen ausarbeiten zu lassen. Diese Referate sollen guter Sirte zu sein sich bestrebte, seinen Schäflein tung haben. Erst ein Plan ihrer Reform fann Kommunisten zusammen von 30 Mandaten nur 11. die Ansichten innerhalb der Bartei über die ein- umsonst. Mit besorgnis betrachtete dis Episkopat verläßlich darüber Aufschluß geben, wieviel Staats- In Anbetracht der Tatsache, daß erst vor ganz kurzer zeinen Probleme der Agrarpolitik flären, die in von Neutra diese Vorgänge; es mußte sich sagen, wenn angestellt: notwendig sind. Das mechanische Desi- Zeit an die Gründung einer sozialdemokratischen der Landagitation tätigen Genossen mit den not- die Handlungsweise des Privigher Pfarrers bekannt mieren der Staatsangestellten ist Wirklichkeit, Re Lolalorganisation geschritten wurde, kann die Partei wendigen geist- gen Waffen ausrüsten und die Aus- würde, würden die Gläubigen überall darauf brängen, form und Verbesserung der Verwaltung ist auch in mit ihrem Erfolge( 4 Mandate) vollständig zufrieden arbeitung eines Agrarprogramms vorbereiten; daß firchliche Zeremonien umsonst geleistet würden; ben bezüglichen Vorlagen nur eine Rahmentheorie, fein. Die Nationalsozialisten, die mit einem Stim 2. Die Referate, sotveit sie dazu geeignet sein denn wenn der eine Pfarrer von sein Feldern leben also leeres Gerede. Ohne diese Reform kann menzuwachs rechneten, konnten lediglich ihren Besin werden, im Rahmen einer agrario; alistischen kann, warum sollten die anderen es nicht auch fönnen. der Abbau in der Verwaltung Verwüstungen an stand behaupten, die deutsche Nationalpartei konnte Bücherei in Druck legen zu lassen und heraus- Also befahl der Bischof von Neutra dem Pfarrer von richten, zu Schlendrian und Unordnung von ihren 4 Mandaten nur noch zwei mit Ach und zugeben; Privigne, Gebühren einzuheben. Der Pfarrer erflärte führen, mit deren Beseitigung nicht einmal unser Strach retten. Von den tschechischen Mandaten haben nachsichtiger und gebuldiger Ministerpräsident bis die Kommunisten zwei erhalten. aber, von seinen sonstigen Einkünften leben zu können; überdies halte er es für seine Pflicht, von den armen zu seinem berühmten Samstag warten fann... Das heutige Regime wirft dieses Problem auf den Bauern( es leben meist Häusler und Kleinbauern in Brivigye) keine Gebühren einzutreiben. Jedoch der Tisch des Hauses in der letzten Woche des Jahres, Bischof war anderer Meinung; Geschä ist Geschäft in der e das Haus erledigen soll und dies ohne und man wird sich doch von irgend einem bea Borberei ung und nachlässig. Es bleibt Lonsequent listen" nicht das Geschäft verderben lassen. Also wurde - irgendwie war es, irgendwie wird es sein, bei der Pfarrer für verrüdt erklärt. Nachdem der uns gehts im allgemeinen gut oder wenigstens nicht Neuer Wahlsieg der freien Gewerkschaften in Bischof den Pfarrer los war, ging er daran, den schlecht. Es sieht das fast wie ein Rätselraten aus, Der Parteivorstand der österreichischent So Oesterreich. Bei den Wahlen der Vertrauens- Schaden", den der Pfarrer angerichtet hatte, wieder die Antwort darauf ist aber nicht die, daß wir gut gialdemokratie hat gemäß dem auf dem Salzburger männer der österreichischen Gendarmerie hat gutzumachen. Er versuchte die Gebühren, die der regiert werden unsere große staatliche Fähigkeit Barteitag gefaßten Beschluß eine agrarpolitische die freie Gewerkschaft einen großen Pfarrer nicht eingehoben hatte, einzutreiben; aber muß darin liegen, daß wir gut regieren. Bis wir kommission eingesetzt, der die Genossen Deftor Sieg errungen. Von 5225 abgegebenen Stimmen die Gläubigen, die gesehen hatten, daß der Pfarrer unsere Berträglichkeit und Geduld mit scharfer Bauer, Dr. Donath( 2.13), Gag!( Viftring in entfielen auf die Kandidaten der freien Getvert auch ohne Nebengebühren leben tönne, weigerten fich, Stritik verbinden werden, werden unsere Regierun. Kärnten), Gföller( Graz), sareter( Weiden am schaft 4283. Auf die gelbe Berufsvereinigung ent- unter Hinweis darauf, zu zahlen. Aber ein Bischof gen gut regieren. Bis heute aber schade um jedes Wort. Der durchgepeitschte Staatsvoranschlag, See, Burgenland), Mentaſti( Soos), Morawiß, fielen 564 Stimmen. Im vorigen Jahre hatten weiß sich zu helfen; er kennt ja seine braven Slowaken. jedes Wort. Der durchgepeitschte Staatsboranschlag. die durchgepeitschten Beamtenvorlagen sind ein An- Adolf Müller. Pölzer, Dr. Renner, Schärf, die Gelben von 171 Mandaren noch neun erhalten, Er verhängte über die Pfarrgemeinde einfach das laß, ein bißchen nachzudenken über unser Regte- Rudolf Weiß angehören; diese Kommission hat sich der Bahngendarmerie auf die freie Gewerkschaft fatholisches Begrabnis, teine Taufe oder sonstige firchlaß, ein bißchen nachzudenken über unser Regie. Schneeberger, Schneidmad!, Weber und Doktor diesmal von 180 nur sechs. In Wien sind bei Interbilt. In den betreffender Orten darf kein am 13. b. tonstituiert, zu ihrem Obmann wurde 359 Stimmen entfallen, auf die Gelben nur eine liche Beremonie stattfinden. Die bigotten Slowaken Genosse Bauer, zu dessen Stellvertreter Genosse einzige. In den andern Ländern mit Ausnahme werden sicherlich zu Kreuze friechen( im wahren Schneidmad und zum Schriftführer Genosse von Oberösterreich, wo auf die Gelben ein Vierte! Sinne des Wortes) und zahlen. Wenn sie aber verSchärf gewählt. der Stimmen entfiel, und von Tirol, das ungefähr nünftig wären, würden sie nicht zahlen und auf alle bas gleich eErgebnis zeigt, haben die Gelben rund rchlichen Zeremonien, aus denen sich der Bischof 1. Siebzehn Referate über die wichtigsten Ein höchstens zehn Prozent aller Stimmen erhalten. ohnedies nur ein Geschäft macht, verzichten. rungs. unb Parteiensystem. Ueber die Gemeindewahl in Polaun, über die wir gestern bereits berichteten, verdient noch folgendes bermerkt zu werden: Dank der kommunistischen Spaltungsarbeit ist die sozialistische Majorität in Polaun verloren gegangen. Im Jahre 1919 eroberte Ausland. Die österreichische Sozialdemokratic und die Agrarfrage. De Kommission hat beschlossen: Bette 4. Berschacherung des Naphthaschurfrechtes in der Tschechoslowakei an eine Privatgesellschaft? Wie de Tribuna" erfährt, hat der Ministerrat in den letzten Tagen dem Obersten Honoré Bordage, Direktor der Societé de Pétrole et Combustibles" in Paris als Vertreter einer franzö fisch belgisch englischen Finanzgruppe, das aus schließl che Recht verliehen, in bestimmten Gebie ten der Tschechoslowakei, insbesondere in der Slowatei und Karpathorußland, nach Naphtha zu schürfen. Bisher war nach dem Gesetz aus dem Jahre 1920 der Regierung dieses Recht vorbehal ten. Nun wird dieses Recht einer privaten Ge sellschaft verliehen. Die gezwungen ist, mindestens 25 Millionen zu investieren. Statt daß der Staat seine Sand auf den möglicherweise großen Petroleumreichtum der Tschechoslowakei legen sollte, verschachert er den Reichtum des Landes an Rapitalisten. 17. Dezember 1924. führung des definitiven Dienstverhältnisses in cinnungsmäßiger Unterricht ist für die Schü Estland angrenzenden Gouvernement Pstow find Bertragsverhältnis durchführen sollen. ler der betroffenen Anstalten einfach unmög- allein im Streife Porchow im Laufe einer Woche Die Berfammlung spricht dem Kartell der lich. Durch die Verteilung der einzelnen siebzehn Ueberfälle von Wolfsrudein auf Verbände öffentlicher Angestellter Klassen auf die ganze Stadt' aben die Kinder oft Menschen vorgekommen. Aus Archangelst und seinen parlamentarischen Vertretern für das fast unerträglich lange, unbequeme und zum kommt die Meldung, daß der Winter dort in streng bisherige, tatkräftige Wirken und Eintreten für Teil nicht ungefährliche Wege zurückzule- ster Form eingezogen ist. Am nördlichsten Punkt die Forderungen und Interessen der Staats- und gen. Nicht weniger leidet das Fantilienleben und dieses nördlichsten Gouvernements ist das Thermoöffentlichen Angestellten Eisenbahner, Postler und die häusliche Erziehung. da in einer greßen Re he meter bis auf 33 Grab unter Null gefallen. Lehrer, das uneingeschränkte Vertrauen von Fällen Kinder der gleichen Familie zum Teil Besuch tibetanischer Priester in London. In und den Dank aus. am Vormittag. zum Teil am Nachmittag die werden. zu Der Die Versammelten geben gleichzeitig der Schule besuchen, so daß die Eltern höchstens in London sind sieben tibetanische Lamas oder Priester Ueberzeugung Ausdruck, daß sowohl das Kartell den späten Abendstunden sie gemeinsam um fich angekommen, die von ihrem Kloster an den schindelnden Hängen des Mount Everest herabgestiegen der Verbände öffentlicher Angestellter wie auch haben. Die rheinische Bevölkerung würde auf- find, um in Englands Hauptstadt den Everest- Film seine parlamentarischen Vertreter, den Staats- atmen, wenn die Besatzungsbehörden den Weg, und öffentlichen Angestellten. Eisenbahner, Boftler ben fie jest in Mainz mit der Fre gabe der einen mit ihrer seltsamen Muste zu begleiten. und Lehrer, in ihrem harten Existenzkampfe auch von den fünf beschlagnahmten Schulen be chrit- Manchester Guardian" gibt ein interessantes Bib fernerhin beistehen und tatkräftig unterstützen ten haben, weitergehen und wena fulturelles Ge- ihrer fremdländischen, in rote Gewänder und gelbe wissen und Humanität sie veranlassen würden, Schärpen gekleideten, mit seltsamem Schmuck behaup Vom Zuge überfahren. Der Zugsbegleiter Franz auch die anderen Schulen, in Mainz wie sonst in teten Gestalten. Es ist die erste Gruppe aus jener eheimnisvollen Priesterschaft, die den Fuß auf euroIm Zeichen des Gummilnüttels. Wie die Onfrenta wurde in Oberberg auf dem Bahnne den Rheinlanden, ihrer wahren Bestimming au- päischen Boden sept. Ihr europäischer Begleiter, der Tribuna" erfährt, wird an den fompetenten Teise in swerverlettem Zustande aufgefunden. Er rüdzugeben." Sohn des britischen Handelsagenten in Tibet, cr. Stellen wegen Ergänzung der Ausrüstung der mußte sofort ins Krankenhaus überführt werden. An der englischen Küste rast ein Sturm zählt, wie schwer ihnen der abenteuerliche Entschluß Gendarmerie durch Gummitnüttel Wahrscheinlich wollte er auf einen losfahrenden Zug von 40 Meilen Geschwindigkeit, der die Kanal- wurde, ihr Kloster zu verlassen, wie fürchterlich aber verhandelt, Vorläufig wird nur für Karpatho- aufspringen, sprang aber so unglücklich, daß er unter schiffahrt bedeutend erschwert. Das von Bou- erst die Schrecken des Meeres. Unaufhörlich beteten ruzland daran gedacht. Es ist noch nicht die Räder fiel, wobei ihm der linke Fuß abgefahren logne tommende Boot mußte nach Dover um sie zu ihren Göttern, um deren Zorn zu beschwichti ficher, ob der Küttel als Waffe oder bloß als Ver wurde. gelenkt werden, der holländische Dampfer ,, Oranje- gen, bis die Seckrankheit auch dies nicht mehr zuließ. tebigungsmittel angesehen werden wird. Bekannt Nassau" konnte erst auf dem Pier von Follestone 3mmer wollten sie in ihre Bergheimat zurüd. Nun rich muß sich jeder Wachmann oder Gendarm mach richt landen, mußte nach dem Kanal zurücklehren, fangen fie langsam an, die Wunder der Zivilisation der Anwendung der Waffe einer Untersuchung bei dem zweiten Versuch, als die Landungsmanö mit Furcht und Zittern zu genießen. Ihr erstes unterziehen, ob das betvaffnete Eingreifen begrünver von dem schweren Seegang gefährdet ers he- Staunen: die Wunderwagen, in die man sie feyte, det war. Schubmittel fönnten aber benüßt wer nen, fam es zu einer kleinen Rollision mit dem als sie das Schiff verließen die sich von selbst be den, ohne daß eine Untersuchung folgen würde. Pier; 70 Passagiere wurden gelandet. wegen und den Menschen hinbringen, wo er will! Ein eventueller llebergriff würde über Anzeige Man möchte die Weitgereisten hören, wenn sie einst, gleich sieben Ulyſſeſſen, in die Heimat zurückkehren und anfangen zu erzählen. oder Beschwerde eines mit Unrecht Betroffenen untersucht werden. Maffenbersammlungen der öffentlichen Angeſtellten in Karlsbad und Neudel. Vorige Woche fand im Schützenhause in Karlsbad eine Verjammlung aller Kategorien von öffentlichen AnBrüg- Lobosißer Verbindungsbahn. In der am 12. ds. in Prag abgehaltenen außerordentlichen Sauptversammlung dieser Bahn, in welcher 4304 Attien( von 6378 bestehenden) vertreten waren, wurde nach der Erklärung einiger Vertreter von Selbstver waltungskörpern, daß sie keine Kenntnis von dem Verlangen der Regierung auf Uebernahme der Stammaltien ohne Entschädigung hatten und erst Weisungen einholen müßten, der Beschluß gefaßt, eine neuerliche Hauptversammlung am 8. Jänner 1925 in Prag abzuhalten. Nach den Erklärungen der Regierungsvertreter ist an eine Entschädigung der Stammattienbesiger nicht zu denken. Er hat es im Kino gefchen! In Mailand hat sich ein neunjähriger Knabe am Fensterkreuz erhängt. Er wurde im letzten Augenblide entdeckt und in schwerverletztem Zustande ins Spital gebracht. Es scheint, daß er eine Szene, die er im Kino gesehen hatte, nadjahmen wollie. Das Grazer Familiendrama. Der Diamantenreichtum der Welt. Eine Statistit der Belgischen Geographischen Geſellſchaft sucht den gestellten statt, die von über tausend Personen Dampfschiffahrtsverkehr auf der Moldau ist feit wird gemeldet, daß die grauenhafte Tat des Ritts Kilogramm dieser kostbarsten Steine. besucht war. Die Versammelten begleiteten die Ausführungen der Referenten, des Genossen Abg. Grünzner, des Obmannes der Postlergewerkschaft Tychat und des Sekretärs der öffentlichen Angestellten Genossen Dr. Hahn mit stürmischer Zu 3 itimmung. Auch in Neudek bei Karlsbad fand dieser Tage eine Versammlung der öffentlichen Angestellten statt, die gleichfalls einen Massenbefuch aufvies. In beiden Versammlungen wurde eine Resolution angenommen, in der es unter anderem heißt: Einbuße an Bezügen erlitten haben. 8 Gesamtwert aller Diamanten abzu schäßen. Danach gibt es gegenwärtig etwa 38.000 2000 Kilo. 18. Jahrhundert überhaupt alle Diamanten famen. gramm stammen aus Indien, von woher bis zum Brasilien hat im 18. und 19. Jahrhundert ebenfalls 2000 Rilogramm geliefert. Der weitaus größte Teil aller Diamanten aber stammt aus Südafrika, das in den lebten 40 Jahren 3000 Kilogramm förderte. Der Wert aller Diamanten auf der Erbe wird auf etwa 240 Milliarden Ke geschätzt. Die Schiffahrt auf der Moldan eingestellt. Der meisters Dammers größtes Aufsehen erregt. NunSamstag wegen Vereisung der Moldau eingestellt. Unter die Straßenbahnräder geraten. In her mehr geht aus den Briefen, die der Rittmester hinterlassen hat. hervor, daß er die Tat feit länBodöbradgasse in Brag- Zizkov wurde Montag 3 gerer Zeit im Einverständnis mit seiner Frau vor Uhr abends die 78jährige Anna Miller von ber bere tete. Aus den Abschiedsbriefen ist zu schleStraßenbahn zu Boden geschleudert und schwer veren, daß seine Frau wünschte, daß alle drei Kin Tett. der ermordet werden, er jedoch das jüngste, Peter chen, am Leben zu lassen wünschte. was er auch Schulgebäude für Besaßungstruppen. Die tatsächlich tat. Dammers soll sich in finanziellen Die Trauung in Hembsärmeln. Der im Ruhedranks. Ste." schreibt:„ Wir wissen im Augen Schwierigkeiten befunden haben, da sich die Ausstande lebende englische Registrierrichter Hutson er black nicht, wie viele Hunderte von Schulgebäuden zahlung einer hm fängst zuerkannten großen Erb- zählte kürzlich die folgende ergöhliche Geschichte aus bld nicht, wie viele Hunderte von Schulgebäuden Die Versammelten protestieren auf das beschlagnahmt worden sind. Aber sicher edmungsomt verzögerte. Es ist allerdings tra- bereits längere Zeit in der Kirche auf das Eintreffen des besetzten Gebietes von den fremden Truppen schaft von Savanty in England durch das Ab- seiner ſtandesamtlichen Praxis: Die Braut hatte schärfste gegen die absolut ungerechte Behandelt es sich hierbei um eine der härtesten meifung der in Aussicht genomme Maßnahmen, unter denen die theinische Be- gifch, daß gerade am Tage vor der Tat er von bes Bräutigams gewartet. Schließlich verlor man nen Aushilfen, die jenen in erhöhtem Maße völkerung zu leiden hat, und um eine der schver der Eröschaft nunmehr bevorstehe. Wie sich her- sich nach dem Versleib des Mannes zu erkundigen feinem Rechtsanwalt erfuhr, daß die Auszahlung die Geduld und fandte Boten mit dem Auftrag, zukommen sollen, die im Jahre 1923 die geringste sten Sorgen für alle betroffenen Stadtverwaltun ausstellie, hat Frau Dammers bei der Erschiehung und nachzuforschen, was die Ursache seines Fernblei gen. In Main; hat man jetzt die Oberreal der Kinder mitgeholfen, indem sie ebenfalls aus bens sei. Die Abgesandten fanden den Bräutigam Sie erheben den schärfften Protest dagegen, hile wieder fre gegeben, nachdem die Schüler einer Pistole gleidseitig mit ihrem Manne in Hemdsärmeln in ſeinem Garten damit beſchätigt, daß die Ortszulagen um zirka 20 Prozent wieder biefer Anstalt jahrelang in anderen Gebäuden und Schüsse auf beide Kinder abfeuerte; dann erschoß ein Beet umzugraben. Er hatte ganz vergessen, daß um auf der Grundlage der alten Gehaltsstufen er- im Schichtwechsel unterrichtet werden mußten. sie sich selbst. Frau Dammers hat bereits vor sein Hochzeitstag war, und daß er erwartet wurde. höht werden sollen, da diese in Aussicht genom Die Freigabe ist gewiß erfreulich und dankensvert. mene Erhöhung der Mietzinse nicht entspricht. Aber immer noch sind in dieser doch wahrhaftig sve: Jahren Selbstmordabsichten geäußert. nicht großen Stadt vier umfangreiche Schulgebäude Das amerikanische Riesenluftschiff. Admiral von den Besaßungstruppen völlig in Anspruch ge- Wollet, der Chef des amerikan schen Luftschiffnommen: die beiden größten Volksschulgebäude. fahrttvesens, ergänzt seine Mitteilungen über den das neue Haus des Realgymnasiums und das neue beabsichtigten Bau eines Riesenluftschiffes dahin, Gymnasium. Mit acht weiteren, in anderen daß fo gonde Maße in Aussicht genommen feien: Schelhäusern requirerten Räumen sind dort im Länge des Schiffes 785 Fuß, Durchmesser 180 Wetterübersicht vom 16. Dezember. In Böhmen ganzen 138 Schultlassen beschlagnahmt. Fuß. Fassung 6 Millonen Kubitfuß Pferdekräfte und Mähren blieb am Montag die Temperatur bei Wer diese Tatsache sich einmal durchdenkt, der wird 3900, Leistungsdauer 134 Stunden. Sein Aktions- vorwiegend bededtem Himmel den ganzen Tag über entfeßt sein über das schwere Unrecht, das solche radius soll 7150 Seemcilen betragen, ohne daß unter dem Gefrierpunkt. Ein Depressionsausläufer Zustände Tausenden von Kindern einer einzigen das Luftschiff neuen Brennstoff an Bord nehmen erreichte den Nordteil Böhmens mit Schneefällen von Wittelstadt antun, doppelt entsetzt bei der Vorstel- misse. Die Kosten werden mit höchstens sechs 0.5 bis 1 Millimeter Wasserwert. In der Nacht auf lung, daß viele Zehntausende the mischer Kinder Millionen Dollar veranschlagt. Dienstag trat eine Frostverminderung ein, in Mittelvon derselben Not betroffen sind. Wer sich an Riesenwolfsplage in Nordrußland. Zu einer böhmen betrugen die Minima minus 4 Grad Celsius. Ort und Stelle umschaut und umhört, wird seine solchen Wolfsplage wie jest tam es früher nach Wahrscheinliches Wetter von heute: Bewölkungsschlimmsten Befürchtungen durch die Wirklichkeit Moskauer Meldungen in Rußland auch in harten abnahme, vergrößerte Tagesschwankung. der Tem bestätigt finden. Ein regelrechter ord- Wintern nicht. In dem ganz west.ich gelegenen an peratur. Die Versammlung protestiert gegen die Vorlage des Geseßantrages bezüglich der Einschränkung der Bahl ber Staatsangestellten, nachdem zur Beratung über die Grundlagen dieses Anirages die Vertreter der Or genisationen der Angestellten und Beamten seitens der in Betracht kommenden Faltoren nicht gehört Sic protestieren besonders aus dem Grunde, weil dieser Arbeitsfräfteabbau nach Meldung der tschechischen Presse insbesondere zum Zwede der Säuberung des Staats- und öffentlichen Dienstes von deutschen Staatsbürgern erfolgen soll und weil die autonomen Körperschaften gezwungen werden, denselben Vorgang rüdsichtlich ihrer Angestellten und Arbeiter einzuhalten und außerdem, daß sie die Ueber 4 Blinde Passagiere. Von Jack London. Da die Zeit drängte, führte man den Bräutigam, wie er stand und ging, ohne Weste und Rock in aller Eile in die Kirche, wo unbeschadet der unzulänglichen und würdelosen Bekleidung des Bräutigams die Trauung von dem Geistlichen vollzogen wurde. -Zug hält, lasse ich mich zu Boden gleiten. Born ,, nach, aber ich frieche auf Händen und Füßen quer sechsten Plattform von der Lokomotive befinde. zwischen mir und der Lokomotive, sind zwei La- über die Schienen nach der entgegengesetzten Dann spähte ich vorsichtig hinunter. Auf der ternen, die sich vor und rückwärts bewegen. Die Seite und verstede mich in dem schirmenden Plattform steht ein Bremser. Daß er mich beBremser sehen sich auf den Dächern nach mir um. Dunkel. Wieder die alte Situation. Ich bin merft hat, kann ich aus der Art sehen, wie er sich Ich bemerke, daß der Wagen, neben dem ich stehe, wieder vor dem Zuge und der Zug muß an mir in größter Eile in den Wagen schleicht und ich Der Zug fährt immer schneller und ich weiß, vier Räder hat.( Wenn man unten" auf dem vorbeifahren. weiß auch, daß er jetzt hinter der Tür steht und oaß ich sicher bin, bis er das nächste Mal hält, Gestell fahren will, muß man sorgfältig die sechs- Der Zug fährt an. Auf dem ersten Blinden" wartet, über mich herzufallen, wenn ich herunteraber auch nur solange. Ich weiß, daß die Brem- rädrigen Wagen vermeiden- die bringen Unheil.) ist eine Laterne. Ich liege auf dem Boden und lettere. Aber ich tue, als wüßte ich es nicht und ser mich mit Steinen bombardieren werden, wenn Sch dude mich unter den Zug und trieche sehe den Bremser vorbeifahren und nach mir aus- bleibe dort, um ihn in feinem Frrtum zu be ich nach dem Halten des Zuges noch auf dem an den Stangen entlang. Es ist das erstemal, schauen. Aber auf dem zweiten Blinden" ist stärken. Ich sehe ihn nicht, weiß aber gut, daß Dache bin. Ein tüchtiger Bremser tann einen daß ich unter einen Zug der Kanada- Pazififbahn auch eine Laterne. Der Bremser erblickt mich und er hin und wieder die Tür öffnet, um sich zu verziemlich schweren Stein auf das Wagenbed fal- getrochen bin und ich kenne feine innere Einrich- ruft es dem Bremser, der auf dem ersten Wagen gewissern, daß ich immer noch da bin. len lassen" einen Stein von, sagen wir, fünf- tung noch nicht. Ich versuche, oben auf den Rah- vorbeigefahren ist, zu. Beide springen ab. Schön, Der Zug fährt langsamer, wir nähern uns undzwanzig Pfund Gewich. Andererseits werden men, zwischen ihn und den Boden des Wagens dann muß ich eben den dritten, Blinden" nehmen. einer Station. Ich lasse die Beine hinunter die Bremser sehr wahrscheinlich erwarten, daß zu kriechen, aber es ist nicht genügend Play, daß Aber lieber Gott- auf dem dritten Blinden" hängen, um mich vorzustehlen. Der Zug hält. Ich ich an derselben Stelle, wo ich hinaufgetrochen ich mich hineinzwängen könnte. Das habe ich noch ist auch eine Laterne. Das ist der Schaffner. Ich baumle immer noch mit den Beinen. Da höre ich bin, wieder herunterkomme, und ich muß also da- nie erlebt. In den Vereinigten Staaten ist man lasse ihn vorbeifahren. Jedenfalls habe ich jetzt den Bremser vorsichtig die Türe öffnen. Er ist für sorgen, daß ich auf eine andere Plattform gewohnt, auf richtigen Schnellzügen unten" zu das ganze Zugspersonal vor mir. Ich drehe mich zu meinem Empfang gerüstet. Plöblich springe gelange. fahren und ich pflege es so zu machen, daß ich das um und laufe in der dem Zuge entgegengesepten ich auf und laufe über das Dach, gerade über den -In der stille. Hoffnung, daß die erste halbe Geländer fasse, die Füße nach der Bremsstange Richtung. Ueber die Schulter sehe ich zurid. Alle Stopf des Mannes, der da unten auf mich lauert. Meile feir. Tunnel fommt, stehe ich auf und gehe schwinge und von dort auf den Rahmen hinauf- drei Laternen find jetzt auf der Erde und schwan- Der Zua hält; die Nacht ist ruhig und ich fſorge den Zug ein halbes Dugend Wagen hinunter. trieche. Innerhalb des Rahmens lann ich dann ten auf der Suche nach mir umher. Ich nehme dafür, daß meine Füße auf dem eisernen Dach so Man darf nicht ängstlich sein, wenn man eine auf der Streusstange figen. wo folche Reise macht. Die Dächer der Bassagierwa- Indem ich mich in der Dunkelheit immer vorbei und der Zug fährt ziemlich schnell, als ich natürlich nicht, nehme aber an, daß er jetzt hinfolche Reise macht. Die Dächer der Passagierwa- weiter mit den Händen vorfühle, merke ich aufspringe. Ich weiß. daß die beiden Bremser und läuft, um mich zu fassen, wenn ich auf die nächste gen find nicht für nächtliche Spaziergänge einge schließlich, daß zwischen der Bremsstange und der Schaffner in zwei Sefunden wie rasende Wölfe Plattform herunterlomme. Aber ich tomme gar richtet. Und wenn femand glaubt, daß sie es doch der Erde Plaß ist. Mit großer Mühe tann ich über mi chherfallen werden. Ich springe wieder nicht herunter. Als ich die Mitte des Zuges er find, so rate ich ihm, es selbst einmal zu versuchen. mich hineinzwängen. Ich muß mich flac hin- auf die Handbremse, faffe die gewölbten Dach reicht habe, mache ich fehrt und schleiche schnell Ich möchte ihn gern über das Dach eines rum legen und durchwinden. Sobald ich innerhalb des enden und bin im nächsten Augenblick auf Ded", und vorsichtig zu der Plattform zurück, die der pelnden, schleudernden Wagens spazieren sehen. Rahmens bin, seße ich mich auf die Stange und während meine enttäuschten Berfolger sich auf der Bremser und ich eben verlassen haben. Die Bahn ivo es nichts gibt, an das er sich anklammern bente darüber nach), ob der Bremser jest wohl Blattform wie zusammendrängen, lann, als die bundle, leere Luft. Und wenn er heraustriegt, wo ich geblieben bin. Der Bug fett Sunde, die eine Kaße auf einen Baum gejagt Buges hinunter und verstede mich im Dunkel. heulende ist frei. Ich flettere auf der anderen Seite des dann an das gewölbte Dachende kommt, das ich in Bewegung, sie haben es endlich aufgegeben, haben; und da stehen sie nun und fluchen und Steine Seele hat mich gesehen. feucht und glatt von Tau ist, so muß er schnell nach mir zu suchen. machen, daß er auf die nächste Dachwölbung geerzählen mir Unliebenswürdigkeiten über meine Ich steige über die Einfriedung neben dem langt, die auch feucht und glatt ist. Glauben Sie als wir das nächste Mal halten, fehe ich, wie eine Aber was mache ich mir daraus? Einschließ- Bahnlörper, lege mich hin und passe auf. Aha! wir: wenn man das gemacht hat, so weiß man, Laterne unter den Rahmen gehalten wird, der lich Lokomotivführer und seizer sind sie fünf gegen Was ist das? Ich sehe eine Laterne, die fich oben ob das Herz in Ordnung ist, oder ob man zu dem meinen am nächsten ist, aber am Ende des einen und obwohl die Majestät des Gesetzes und auf den Dächern von einem Wagen zum andern Wagens. Sie suchen die Stangen ab, um mich eine große, mächtige Körperschaft hinter ihnen bevegt. Schwindel neigt. Aber haben sie es wirklich aufgegeben? Schon Borfahren. Als der Bug seine Fahrt ermäßigt. trieche zu finden. Ich muß schnell machen, daß ich weg- steht führe ich sie alle an. Ich bin ganz hinten ich auf die Plattform, ein halbes Dußend Wagen komme. Auf dem Bauch trieche ich unter die auf dem Zuge und so laufe ich über die Wagenhinter der, auf die ich gesprungen war. Als der Bremsstange. Sie schen mich und laufen mir dächer vor, bis ich mich über der fünften oder ( Fortlegung folgt.) 17. Dezember 1521 MdUMU'bM. Arbetter-vulütemeljeu. Unsere Bildungsrejeremen in den Lokolorga- nisalionen finden bei der Erstaitung ihrer Vor- fdjläQC über die zu leistende Bildungsarbcit ostuialS sehr wenig Verständnis Ihre Ansichten werden von den irbrgcn Funktionären als etwas Unangenehmes empfunden. Sehr häufig wird der Meinung Aus. druck gegeben daß die Genossen BUdungsrcserentcn undurchführbare Vorschläge machen. Mit dieser Be< Weisführung wird dann zur Tagesordnung in den Versammlungen übergegangen Die« ist nicht der richtige Borgang. Die Parteimitglieder sollen den BildungSreferenten mit seinen Vorschlägen ruhig aichören und dann in einer rein sachlichen Diskussion unter Ausschaltung aller persönlichen Momente daS Für und Wider erwägen und einen entsprechenden Beschluß zur Durchführung fassen. Wenn dem Vil> dnugSreferenten alle seine Vorschläge abgewiesen werden so wird seine Arbeitslust und Arbeitsfreude sehr bald verschwinden Wenn eS ober einen Ge. nassen gibt, der mit Ausdauer und Zähigkeit immer wieder versucht, seine Ansichten durchzudrücken, so wird er als ein Nörgler oder Querulant hingestellt. Alle diese Unannehmlichkeiten können vermieden werden, wenn alle Parteimitglieder mit wachem Interesse den Ausführungen der Bildungsreferenten folgen, auf ihre Vorschlage eingehen und das Zweck» mäßigst« daraus für ihr« Organisation auswählen. Die Zentralstell« für da» BildungSwesen hat vor zwei Jahren die Richtlinien für die Tätigkeit der BildungSreferenten ausgearbeitet Auf Grund dieser Leitsätze haben die BildungSferemen in den meisten Orte« versucht. BildungSveranstaltungen zu organisieren. Da» BortragSwesen ist zu allererst ausgebaut worden. Weniger Augenmerk wurde dem Büchereiwesen geschenkt. Auf dem Gebiete der Festkultnr, wo die Hindernisse am größten find, wurden teilweis« Erfolge gezeitigt. Aus dem Gebiete der Wanderungen und Reisen hoben die BildungSreferenten noch wenig oder gar keinen Erfolg gehabt. Nun haben wir in der Tschechoslowakei«ine Einrichtung geschaffen, mit welcher e» möglich ist, auch aus dem Gebiete de« Reisen» für die Arbeiterschaft erfolgreich tätig zu sein. Diese Einrichtung ist die Organisation für llrlaubSreisen in Bodenbach(Uro). Diese Organisation hat den Zweck, unter der orga- irisierten Arbeiter» und Angestelltenschast den Ge» danken planmäßiger llrlaubSreisen im In» und Auslände zum Zwecke einer vorteilhafte» Verwer» tung des Urlaube» zu verbreiten. Diese llrlaubSreisen werden im Einvernehmen mit den Arbeiterorgani» sationen anderer Länder veranstaltet. Sie sind auf dem Bestreben aufgebaut, internationale Solidarität zu pflegen und sozialistische Kulturarbeit zu leisten. Diese Organisation für UrlaubSreisen hat in diesem Jahre eine Reise nach dem Süden, noch Italien unternommen. Alle Teilnehmer sind von ihr be» friedigt. Die Reise war sehr billig, die Organisation, Unterkunft und Verpflegung war vorzüglich. Für daS Jahr 182b wird zu den Pfingstfeiertagen eine Arberterstudienreise nach Wien veranstaltet. Die Kosten dieser Reise sind sehr gering. Sie können durch Ratenzahlungen aufgebracht werden. Prospekte sind zum Preise von zwei Kronen durch den KreiSbildungSauSschuß und durch alle BezirkSbil- dungSouSschüsse zu bezieh««. An dem jeweiligen BildungSreferenten wird eS nun liegen, ob auch aut seinem Gebiete recht viele Teilnehmer an dieser Arbeiterstudienreise teilnehmen tverden. Die Propaganda hiefür obliegt allen jenen Genossen, deren Ausgabe eS ist, in den Organisatw» ncn die BildungSarbcit zu propagieren und zu orga- nisieren. Bei allen Zusammenkünften wäre auf diese Reise hinzuweisen. ES gibt gar viel« Arbeiter, die ihren Urlaub für diese Zeit verwenden könnten. Viel« unserer Gemeindcvcrtreter werden das Inte» esse haben, die best verwaltete Großstadt Europas kennen zu lernen Alte jene Genossen, die sich für daS Siedlerwesen interessieren, werden Gelegenheit haben, bei dieser Reise die mustergültigen Siedlungen der Wiener Arbeiter kennen zu lernen. Di« Schönbeil der Stadt Wien an und für sich ist schon ein Anreiz, diese Reise mitzumachen. Da» Wiener Proletarial hat Hervorragendes geleistet Seine Einrichtungen, seine Bestrebungen aus nächster Nähe kennen jn lernen, ist der Zweck dieser Arbciterstudienfahrt MS- gen daher diese Zeile» mit beitrogen, daß die©il- dungSreferenten mithelfen recht viele Arbeiter und Angestellte auf diese interessante Reise aufmerksam zu machen. Auskünfte erteilen: der KreiSbildnngS- auSschuß, alle BezirkSbildiingSanSschüsse und die Or» ganisation für UrlaubSreisen in Bodenbach, Post» straße SIS. BollswirMatt. Steigende ttlei»l,andelspreise. Der Indes der Kleinhandelspreise ft eg in der mittleren Woche hcö Monates November 1924 nach Str. 27 der„Prc sberrchw des Statistischen StwatSamteS" bei der Gruppe I(tägliche Bedarfs- artikdl, besonders Nahrungsmittel) von 916 im Bormona« aus 922 und bei der Gruppe II(Tex- trlstoffe, Schuhe und Männerhü«) von 1964 aus 1973. D ofes Steigen beträgt im Durchschnitte für die ganze Republik genommen und Im Per gleich« zu den Preisen vom Bormona« 9.7 Pro- In der Gruppe I verteuer«» sich gegen, über den Preisen vom Vormonat, nachstehende Warengattmigen in folgender Reibenfolge: Korn- lasse» S.S. Brotniebl 4.4. Eier 4.—, Kartoffeln 3.8, Margarine 1.9. Mich 1.-. Erbsen 9.9. Holz 9.85, Weizenmehl 9.8 Bier 9.7, ebenso auch Seife ferner Rindfleisch 0.6 Prozent. Es verbilligten sich: Butt« 3.9, Schöpsenfleisch 2.9, Schlamm» Der Hinauswurs m Deutschland. — Gut ist die Gesellschaft ja nicht, aber mau ist wenigste«» nicht allein! »»»«»«»»U»»»••••■IHM» fle fch iL, Steinkohle 0.9, Braunkohle 0.7 Proz. Ihre Preise behielte» bei oder änderten bloß ge- rrngfügig: Salami, inländisches Schlveinefett, Linsen, Zucker und Petroleum. Text Pen zogen um 1 an, Schuhe um 0.4, und Männerhüte um 9.6 Prozent. Zur Lug« du russischen Landwirtschaft. Bor einiger Zeit schrieb der russische Schriftsteller Mali KuSnezov in einem Artikel der Berliner„Glocke" über daS bolschewistische Rußland daS folgend«: „Die Bertouenmg der Fabriken» a reu auf daS drei» bi« vierfache de» Friedenspreise» empfindet der Bauer um so'chwerer, als bis vor kurzem noch der Getreideprei» weit unter dem des JahreS 1918 stand. DaS komm, nicht etwa daher, daß in Rußland wieder ein großer Ncborschuß cm Getreide herrscht, sondern weil die Zowjetvcg'.erung den Bauern unter solchem Steuerdruck hält, daß er noch der Ernte sofort sein gesaut«« Getreide auf den Markt werfen muß. Die Naturalabgabe war ein weiteres Mittel, die Getradapveiie zum Sinken » bringen. Die Ansprüche an die Ou lität wurden so hoch geschraubt, daß da» bäuerliche Erzeugnis uteist nich, ausreichte. Er war infolgedessen ge» zwangen. tari Getreide um jeden Preis loSzu» I schlagen, um tafür die sogenann« Getreide»' a n l e i h e zu kaufen, mit der die Naturalabgabe, bezahlt werden konnte Die Getroidepreise waren nn Herbst vorigen JahreS durch diese Manipulo» tion auf die Ha lf, e de S Fr i«de n S pre t seS gesunken. Tie Folg« war, daß der Bauer über» h upt nichtSmehr zukaufen imstande war. Ter Bauer griff wieder zum alten hölzernen Hakenpflug, und die Frauen begannen wieder im Winter zu spinnen und°u weben.... Zur Steuerung der Not wurde von der Regierung die Losung ins Boll geworfen„Getreideexport zur Hebung der Ge'lreideptafe". Dieser Schlachtruf war aber ein Bluff. Der Bauer hatte nämlich bereits die Natural'bgabe bezahlt, und die Sowici. rcgiemng hatte damals schon unter der Hand für den Expori zu den niedrigen Preisen daS Getreide aufgekauft. Für jeden, der d« fand- wirtschaftlichen Verhältnisse in Rußland kennt, m r es klar, daß ein Geireidcexport nur auf Kosten der Bevölkerung erfolgen konnte, weil die Getreidevorräte nich einmal groß qenug waren, die Bevölkerung bis zur nächsten Ernte notdürftig zu ernähren."— Inzwischen ss< bekanntlich dieser Erport in der Tat eingestellt worden. Das Agvorproblem ist eben auch in Rußland eine noch ungelöste Frage. Be> der Rückständigkeit der Produktionsweise ist eine baldige Besserung der ganzen Situation schwer möglich, so sehr euch die Regierung sich Mühe gibt, die Landwirtschaft aus die Höhe zu bringen Nach dem SiaotShauS- lnltsplan ffch Rußland für die Fin m«ruiifl der Landwirtschaft etwas über 15 Millionen Rubel auS. dagegen braucht da« Kr regSk omni i f f a r r a t über 65 Millionen, d°s Mar> nc- kommiffariat mehr als 6.5 Millionen und die Hauptverwaltung für die Kriegsindustrie über 17 Millionen Rubel. Sehr er- freulich sind diese Ziffern natürlich nicht. Prager Produftenbörs«.(Off. Ber.) Auf dem Getreid. markte war aus Grund amerikani- scher Notierungen Weizen und Roggen unbedeutend fester. Gerste war geschäfts'oS bei eher schwächerer Tendenz. In Hafer herrichte Unsicherheit Großes Angebot unverhältnismäßig billi- gerer deutscher Ware zwang de Svekulotion zur Reserve. Mehl war ruhig Reis stetiger. In .Kaffee erwartet nian nach der bisherigen Hausse eine Reaktion Für Hülsenfrüchte war wenig In- «reffe. Fett""r unbedeutend fester. Mai« bis- her behauptet. Im Samemnarlt war schwäch res Geschäft bei unveränderten Preisen. Heu und Stroh wurde zu de» bisherigen Pressen gehandelt. ES notierten in LS: Weizen 219—229 ab Prag. Rege«« 205-215 ab Prag. Gerste 250—265. muffiger Haser 145, weißer 155 ab Praa, deutscher 122 ab Grenzstation. Weizenmehl 9 3.40, Rogäln- mchi 0 3.29. amerikanisches Patent Mehl 3.35 ab Telschen, ungarische» Mehl 3.35 db Bratislava, Weizen««ß 3.60 Reis Burma II 2.90 ab Tetschen. Aracan 3.30 ab Tetschen. Mnlman 3.70 ab Tetschen, Kaffee Rio 27.59, SontoS 39—31 Qua- «mala 34—38, Tee Souchong 59—52, Orange Pecco 60—64, Barimandeln W—33.50, Rosinen 13—18, bosnisch« Pflaumen„80" 850—9—, Erbsen 2—3.50. Linsen 4—6.50, weiße Bohnen 2.50, Mohn 7—7.05, Kümmel 7.50, Mai» La gata 172 ab Tetschen, rumänischer 158 ab Oder- ra. jugoslawischer 149 ab Wien. Kartoffel 50 bi« 52, Hirse 2.79, Rotklee 14—16. We'ßkl« 22 bi» 28. schwedischer 7—12 Jnearnat 2-50 biS 2.75, Dundklee 10—11, Sigru» 2L0—3.25, Lu- zernklce heimischer 12—15. französischer 14—15, Wicke ILO—160, Peluschke ILO. Bucharakle« 4 bi» 3. TimothäuSgvaS 3.50—4.50. Luch n« blau 1.50, gelb 1.75, Rothafcr englisch:r 8—9. italieni- scher 7—3, französischer 7,50—850. Hansfamen prilnischer 3, Leinsamen 4. RaPS 3.70, Senf 4—5. Buchweizen 1.70. Zuckerrübe 4—5. Futterrübe 3. deutsche 10—11. böhmisches.Heu gepreßt 65—70 ab Prag, Stroh gepreßt 26—30 ab Prag, böhmische Kleie 115—120, deutsche 115 ab Grenzstation. ungarische 130 franko amerika» sche» Fett 15.25—15.35, alle« per 100 Kilo franko Bev- ladestation. Verichtslaal. Der Aordvrozel» Sa«««». Der Kriminalalsistent Quitta kennt Haar- oiann fch.'.t aus dem Dienste in der Bohnhoikrvoch« im Jahr« lSW. Damals telephonieri- Haarmann vi» aus der Docke und war Zuträger sür die Polizei. Haarmann hat um jene Zeit oiescm Bcamteir einen Hm angeboten. Cr jagte:„Herr Quitta, ich habe einen schönen Hut für Sie, den'ch schon länger gelragen habe." Zeuge Quitta: Ich habe den Hut angenom- mcn von'Haarmann selbst, nicht von einer unbc- kam««» Person, wie im Aktenvermerk irrtümlich steht., Vorl.: Dieser Prozeß ist nicht dazu angetan, in allen Einzelheiten die Schuld oder bat Verhalten der Polizei nachzuprüfen. Der Friseur Heinrich Seidel, zurzeit wegen Hehlerei in Haft, kennt Haarmonn und Gran» vom Bahnhof. Cr hat Haarmann dort beobachtet und gehört, er sei'Polizeispitzel.„Grans ist öfters von Schnpobeomte» im Bahnhoi verhaftet lvordeir. Er war spät abenVS oft sinnlos betrunken Haarmann sprach oft mit jungen Leute», und ich habe ihn auch mit einem jungen Manne sprechen sehen, der aus einer Kiste saß. GranS hat den jungen Mann, der fortgesetzt abwehrte, überredet, da» Gepäck abzugeben, va» der fange Menlch auch tat. Sinterher wurde er von GranS mit Zigaretten und Kaffee bewirtet Der Fall Henje». Bors.: Jetzt müssen Sie uns aber die Wahrheit sagen, Haarmann. Haarmonn: Ich habe den Mord nicht be- gangen. Vors.: Hirr ist da» Lichtbild. Kennen Sie den Iimgen Mann wieder? Haarmann lwinkt ab): Da» Bild kenn« ich. Ich kann mich an den aber nicht mehr erinnern Heinz Mcchr milf, geladen werden Der M-'hr Hai mir einmal im Bahnhof ein Kristantkreuz gezeigt Gleite 5. und gesagt, das wäre von HanL(Grans) Darüber habe ich mich gewundert, well GranS mir soviel schuldet«. Wir sind zusammen zu GranS in die Wohnung gegangen. GranS kam aus ocm Be» und flüsterte mi, Wittkowski. Jetzt sage ich alles. Also GranS flüsterte mit Wittkowski, und ich wurde ärger- lich und sagte: FlNstert Ihr schon wieder zusammen, Sflr Schweinehunde! Vors.: Komme» Sie zur Sock)«! Was vcr- stehen Sic darunter. Sie wollen alles sagen? Haarmann: Da» kommt jetzt. Ich habe GranS gefragt, wie er zu dem*''""itkrenz gekommen ist. Später bat Gran» mir gesagt, Wittkowski und er wollten da« Zimmer geliehen sticken. Haben sie gesagt. Run passe» Sie mal auf, ctr Präsident: AIS ich nachher nach Hause kam, log da in dem Ztm- mer eine Leiche, und die beide» lächelten so eigentümlich. Ich sagte, was soll denn da« heißen? Wo kommt denn der her? Da sagten die beiden: hast d» doch gewußt, daß der hier ist, den host du och gemocht. Vors.: Wilsen Sic denn genau, baß dieser Man- tel an jenem Tage im Zimmer lag, als der Tote dort von Ihnen gefunden wurde?(ES handelt f tch um HenjcS' Mantel.) Haarmann(wird immer verwirrter): Das weiß ich. Den HenjrS kenne ich nicht. Aber der Mantel lag damals da. Vors.: War der Tot« entkleidet? Haarmann: Er hatte ein Hemd an. Aber ich habe ihn untersucht. Er hatte kein« Bißwund« und keine Schnittwunden, nichtt. Er konnte also nicht von mir sein. Bor f.: Hatten denn die Toten, die von Ihnen kamen, Schnittwunden? Haarmann: Rein, das nicht, aber ich habe keine Wunde gesehen und wußte nicht, wie er iimg:» bracht worden ist. Vors.: Wissen Sic das genau, daß Sie thn nicht umgebracht haben? Haarmann: Ich habe ihn nicht... da» weiß ich genau. Frau Engel bestätigt, daß Gran» den Mantel von Haarmann gekauft habe.— Zeuge W i t t k o w- ski erklärt, da» Bild de» Henje» nicht zu erkennen. Er habe auch niemals junge Leute zu Haarmann hinaufgebracht. Er habe sich auch nie Haarmann» Zimmer geliehen, er habe niemand in der Haar- mannfchen Wohnung umgebracht. Ueberhaupt fei er feit drei Jahren nicht in Haarmann» Wohnung g-- wefen. Er fei damals sogar mit Gran» verfeinoet gewesen. Vors.: Nun sagen Sie mal, Haarmann. wenn Sie den beiden Beschuldigten nun Unrecht tun? Haarmann(erregt): Dann sst da« gemein und hat ja auch keinen Zweck. Vors.: Haben Sie jemal» irgrrckwelckc Giit- bei sich gehabt, Opium Morphium? Wittkowski: Rein, niemals. Vors.: GranS, wo« sagen Sie denn z» der Geschichte? GranS: Da» ist alle» von Haarmann gelogen. Da» tut Haarmann nur auS Rache. Vors.:©ofl soll Haarmann denn gegen Witt- kowffi haben? Dr. Lötz«, ber Verleidiger de» GranS, bemerkt dazu: Da» ist der Reib, daß Wittkowski ihm den Freund wegzieht. Sind Sie jetzt kürzlich verhastet. Wittkowski, oder haben Sie sich freiwil"' aestellt? Wittkowski: Ich habe mich freiwillig ge- stellt, obgleich ich die Möglichkeit gehabt hätte, schon vor einem halben Jahr« in» Ausland zu flüchten, wenn ich mich schuldig gefühlt hätte. Falsch» Zeugenaussage»? Jetzt werden noch die vier letzten Fälle behau» delt, die Haarmann zur Last gelegt"•?«. Man hofft, bald iwch mit der Beweisaufnahme fertig zu werden, so daß für Mittwoch die Sachverständigen- Gutachten, die Plädoyers de» Staatsanwalt«» und der Verteidiger zu erwarten sind. In dem honnlwcranifchen kommunistischen Organ wird verschiedenen Zeugen der Vorwurs ge- macht, daß ihre Aussogen falsch gewesen seien. 23 wird behauptet, daß Haarmann im Besitze eine» Polizei-ZsitSwesse? gewesen ist. waß bisher immer öeftritten wurde. Die in dem kommunistischen Blatt genannten Zeugen werden deshalb nochmals vorge- laden und tollen über die Behauptungen vernommen werden. Der Fall«ltzel. ES folgt dann die Erörterung de» gallo» Witzel. Der Bater hat in einem der gefunden«, Schädel, der besondere Merkmale auSwie», die Identität mit seinem Sohn zweifelsfrei festgestellt. Dieser Fund sst deswegen von Wichtigkeit, weil Haarmann immer behauptet hat, keinen Schädel in die Leine geworfen zu haben. Außerdem hat die Mutler de» ermordeten Witzel ber der Vernehmung de» Zeu« gen Haarmann am Polizeipräsidium den Rock, den der Zeuge trug, als den ihres Sohnes erkannt. So wurde e» möglich, die Verbindung zwischer fern Schädelsund und Haarmann herzustellen und die ganze Sache auszurollen. Frau Witzel gibt auch be- kaum daß man zuerst geglaubt hat Ihr Sohn sei mit einem ZirkuS weggereist, der in Hannover Bov- itellungen gegeben hat. Bon Zeuge« hatte man nämlich erfahren, daß der junge Witze! mit eine« angeblichen Kriminalbeamten im Zi-*"» wwesen sst. Dieser Kriminalbeamte war Haarmann. Der»razer?rolNt>iette«»«rtz. Graz. lg. Dezember. Der Ajährigc Schuhmacher I e l«n wurde vom Schwurgericht tvegen eine» Mordes an der Prostituierten Frieda Strohe zu fünfzehn Jahren ichweren Kerker» venrr» teilt. Jelcn verantwortete sich dahin, fi wollte Selbstmord begehen und«in Weib mit sich n> den Tod nehmen, aus Rache gegen daS weid. iche, Ge> cht echt, da» ihm i« Leben arg-mtg-spickt, habe. Bette 17. Dezember 1924. GEC ZICHORIE Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen Hejert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25. KI Bazar. 2975 garantiert echtes, reines Weindestillat, B005 lehlt an keiner leinen Tafel. Das Reptil. Du, Leser der bürgerlichen Bresse. fütterst und nährst das Reptil, das deinen Geist vergiftet, deinen Bld trübt. Kraft die öffentliche Meinung verseucht. " Erwachsenenbildung. much nur das Wissenswerteste über Thema Arbeit. über ist gut billio ausgiebig ERHALTLICH IN ALLEN KONSUMVEREINEN Kunst und Wissen. Die Zwillingsschwefter.( 8 weites 9215 K Gast 2. G. jeweils bloß jener Inhalt werden, dem die Fähig Leipzigs.( Nebenbei gesagt, ist es nicht der Das Beispiel von Wien. Thüringen und feit innewohnt, im Bewußtsein der Hörer ein fleinste Ruhmestitel der Sozialdemokratie, daß Leipzig zeigt, daß die Erwachsenenbildung längst Ganzes und Organisches aufzubauen. Und nur die Volksbildung in Wien, Sachfen und Thürin die Stufe der Versuche und des schüchternen Tasoweit, als es diese konstruktiven Elemente bietet, gen, so lange diese Staaten sozialistisch regiert stens überwunden hat und im Leben des Proletageht ein Wissensgebiet den erwachsenen Hörer an, waren, für ganz Deutschland richtunggebend vor- riates ein Faktor von unübersehbarer Bedeutung Vollständigkeit im Sinne des Forschers fommt anmarschierte.) Angesichts des Berichtes, den der geworden ist; von einer Bedeutung, die die Kräfte nicht in Frage. Selbst die Objektivität" Leiter des Leipziger städtischen Volksbildungs- der Partei übersteigt und die den öffentlichen und Neutralität" der Wissenschaft findet amtes, Hermann Heller, in Gemeinschaft Körperschaften. Staat. Land und Gemeinde, die an der Wesensart der Hörer ihre Schranke. Vom mit vielen Mitarbeitern" vorlegt, weiß man unabweisbare Pflicht auferlegt, im Einvernehmen Stock Brandy Medicinal. Nämpfe der Zeit hineingerissen, stehen sie derung sollen soll: ob der glanzvollen Arbeit chenden großzügigen Bildungsunternehmungen Leben erzogen, vom Leben in die Leidenschaften wirklich nicht, wem man die größte Bewun mit den Vertretern des Proletariats die entspreund einer Darbietung, die ihrer Art, die Welt anzu- opferfroher Männer, die aus tiefgreifenden ins Leben zu rufen. sehen, widerspricht, verständnislos und deshalb massenpsychologischen, soziologischen und er ablehnend gegenüber; ein geschichtlicher Bericht zieherischen Erwägungen heraus ein alles umbeispielsweise, der unter Beiseiteebund der materi-, spannendes Netz von bildnerischen Veranstaltun alistischen und ideologischen Gesichtspunkte gelten gen ins Leben gerufen haben; ob diesem lückenließe, mußte wirkungslos verpuffen. Und schließ- losen Bau selber, der in allen Formen, in Kursen, Produktivität der Lernenden, daß sie auch im schiedensten Schichten des Proletariates, Männer, spiel des Wiener Deutschen Bolks. lich verlangt die geistige Reife und die praktische Arbeits- und Lebensgemeinschaften die berStudium felbst sich irgendwie schöpferisch betäti- Frauen, Jugendliche und Kinder, Voll-, theaters.) Es ist eine alte Geschichte: Ein feitenDu bist mitschuldig, wenn es in ungebrochener gen: Solange fie, lediglich aufnehmend, einen Kurzarbeiter und Arbeitslose erfaßt hat und die sprungbereiter Ehemann, eine schöne, liebenswerte Wirf den Schäding aus deiner Wohnung! Vortrag anhören, fühlen sie ihre Sträfte schlum- Einstellung der Teilnehmer zu Welt und und doch vernachlässigte Gattin, die lug genug ist, Du brauchst bessere geiſt ge Nahrung. Die Ermüdete, mit der Aufmerksamkeit bald nach; bloß schließlich den Hörern, diesen immer wach zur beilung und zugleich die Quelle ergößlicher Si mern und lassen, wie eben von der Tagesarbeit Leben als etwas Heiliges respektiert; oder ob den Schlimmen zu sich zurückzuführen. Das Mittel sozialdemokratische Presse verschafft sie Dir. Des- die Arbeitsgemeinschaft, die Lehrer und fenden Tausenden und Tausenden, die, von des tuationskomit ist in dem guten, immer noch wirt. halb lies: Schüler in gleicher Weise um einen Gegenstand Tages Mühe abgespannt, zermürbt von der samen Verslustspiele Fuldas das Vorhandensein Den Sozialdemokrat"! vereinigt, entspricht dank dem gemeinsamen Enal der Beschäftigungslosigkeit, Wochen und einer Zwillingsschwester der Gattin. Diese gibt sich Suchen und Finden der Wesensart des Erwach- Wochen lang die Kraft aufbringen, ihre Abende als jene aus, der Gatte fällt pünktlich hinein, versenen, nur sie schenkt dem Lernenden seelische und Sonntage zu opfern, um einen wissenden Zu- liebt sich in die eigene Frauder Hausfriede ist Dauergitter und weckt in ihm eine Ahnung von sammenhang zwischen sich und der Gesamtheit wieber hergestellt. Dieses mit viel Humor und Büh Das Problem der Erwachsenenbildung ist im ben beglückenden und erhebenden Werten geistiger herzustellen und sich mit hellem sehenden Auge nenwirksamkeit ausgestattete, liebenswürdige Luft. engsten und eigentlichsten Sinne eine Lebensin das Ganze der Kultur einzuordnen. spiel wurde von den Wiener Künstlern ganz ausgefrage des Proletariats: all der UnzähJe bewußter die Volfsbildunsarbeit auf dem Die Mittel, durch die das städtische Volks zeichnet dargestellt. Das Ehepaar( die Konstantin ligen nämlich, die früh in Arbeit und Beruf hin- ihr von den soziologischen Untersuchungen gewiebildungsamt den von Heller entwidelten und Jakob Feldhammer) fann beffer taum ge austreten müssen und weder Zeit noch Gelegen- fenen Weg vorwärtsgeschritten ist, desto Wertvol- Grundsätzen nach ein Musterbild unparteiischer, spielt werden. Wie sollte auch ihr, der großen Noaustreten müssen und weder Zeit noch Gelegenheit aufbringen, gründlich an der eigenen Weiter- leres hat fie, ob sie nun von der Partei, von alle Trichkräfte der Proletarierfeele gerecht be, mödiantin( im besten Sinne des Wortes) diese Ko bildung fortzuarbeiten. Die einstigen Besucher Bürgerlichen oder von verschiedenen Amtsstellen rüdsichtigender Sachlichkeit und Wissenschaftlich- mödie nicht liegen und gelingen, in der sie alle hoher und höherer Schulen kennen den Weg und unternommen wurde, für das Proletariat gelei teit- fein hohes Ziel zu erreichen fucht, find ihre Register, Temperament, Humor, den unver bie Mittel, deren es bedarf, um in irgend ein ftet. Denn fie mußte dann, mochte sie wollen oder in der Hauptsache folgende: Eine fast durchaus gleichlichen Tonfall ihrer Stimme spielen lassen Wissensgebiet tiefer einzubringen und um die nicht, konform mite deſſen geistig- seelischer Struk- auf dem Prinzip der Arbeitsgemeinschaft aufge- lann? Selbst die lede Nase der Konstantin ist noch eigene Tätigkeit bewußt in den Rahmen eines tur und also auf den Pfaden vorgehen, die über größeren Kulturganzen einzuordnen, der in der kurz oder lang im weiten Lande des Sozialis- baute, im innigen Einvernehmen mit den Gewert hinreißend. Und Herr Feldhammer spricht, zer schaften errichtete Volkshochschule, für brüdt und zerdehnt die Verse ganz im Dienste einer Bolksschule notdürftig unterrichtete und kaum er mus münden müſſen. Neuerdings liegen zwei beren Begründung die Erkenntnis entschied:„ Mit hervorragenden Schauspielkunst. Auch die übrigen jogene Proletarier steht vor lauter Fragen und außerordentlich aufschlußreiche Berichte Rätseln. dem Dasein der ungeheueren, ungeformten pro- Wiener Gäste, vor allem Herr Ziegler und in großzügige Versuche im Erwachsenenunterricht Der Versuch einer Antwort, den die„ Volls- bor: der eine, knapp gefaßt und sich mehr auf letarischen Masse ist das Problem der freien einer föstlichen Episode Fräulein Reller, liefern bor: der eine, knapp gefaßt und sich mehr auf bildner" unternommen haben, ist lange Zeit hin- grundfäßliche Erwägungen beschränkend, stammt Boksbildung weit über den Rahmen einer staats- den Beweis, daß man in Wien nach wie vor treffdurch und aus vielen Gründen recht unbefrie- Zeiligen burch und aus vielen Gründen recht unbefrie- von Albert Stranolb und erörtert die in bürgerlichen oder Wohltätigkeitsveranstaltung einer lich und vorbildlich Romödie zu spielen versteht. Die digend ausgefallen. Man bot den proletarischen Thüringen gemachten Erfahrungen( Von den Vorteils einzelner zu einer Frage des Seins oder führung Beschäftigten trugen ihr redliches Teil dazu Klassenförderung oder einer Frage des persönlichen von der heimischen Künstlerschaft bei der Aufhörern Einzelvorträge, die allerlei In- Bedingungen wirklicher Volksbil- Nichtseins der Stultur aller stlassen hinausgewach bei, sie zu einer der wohlgelungensten der bisherigen teressen anregten, doch keines auch nur halbwegs dung", Jena, Thüringer Verlangsanstalt); im befriedigten, weil die furze Zeitspanne von einer eller und zahlreiche Mitarbeiter die Freie des geistigen Lebens"( Welt. und Lebensanschaubefriedigten, weil die furze Zeitspanne von einer anderen, sehr ausführlichen, schildern Hermann sen." Ihre Lehrgänge gelten den Grundfragen Spielzeit zu gestalten. Spielplan des Neuen Theaters. Heute Mittwoch ober zwei Stunden nicht ausreichen konnte, um Boltsbildungsarbeit" in Leipzig( Leip- ung, Jugendbewegung und Erziehungslehre, Re- Gastspiel Strad„ Fidelio“; Donnerstag„ Opern ligionswissenschaft), den Grundfragen des gefell- ball"; Freitag inotönigin"; Samstag lar und deutlich aus bekannten Voraussetzungen sig, Verlag der Werkgemeinschaft). schaftlichen Lebens"( Völkerkunde, Völkerpsycho Figaros Hochzeit" Sonntag nachmittags halb abzuleiten. Vollends verwirrend wirkte das un- Als wichtigste Lehre aus den in Thüringen ogie, Rechts-, Staats- und Gesellschaftslehre. 3 Uhr Premiere Frau Holle", abends Grö ympathische dieser Einzelvorträge, daß sie näm- gemachten Erfahrungen leitet Kranold die Wirtschaftslehre, Geschichte), der„ Naturerlenntnis" fin Mariza". ich die verschiedensten Gebiete eben nur streiften Notwendigkeit ab, den gesamten Erwachsenen-( Pflanzen-, Tier-, Menschen-, Erd- und Sim ( Pflanzen, Tier, Menschen-," Erd- und Sintand niemals die Möglichkeit gewährten, das Ge- unterricht auf die Verschiedenartigkeit melstunde, Mathematit, Phyfit), der Kunst, Litejörte zur Einheit einer Weltanschauung zusam- der Vorbildung und Seelendispo- tatur und der praktischen Kunstpflege. Die Genenzufaffen. Deshalb bedeutete der Ausbau der fition der Hörer einzustellen. Der Lehrer ist, sam zah. der Hörer stieg zwischen dem Sommer Vorträge zu Kursen einen großen Schritt nach weil er die verschiedenartigsten Leute zu gemein 1922 und dem Winter 1923/24 von 1770 auf 2250, orwärts. Aber nun der ärgste Mißstand be- famer Arbeit zu vereinigten hat, ganz außer hat sich also verdoppelt, an 86 Prozent davon geeitigt war, fonnte doch in diesem weiteren Rah- tande, mit einem vorgefaßten Plane an seine hörten ausgesprochen zum Proletariat. zum Proletariat. Den nen ein Stoff planvoll ausgeschöpft werden, ver- Tätigkeit heranzugehen. Er muß sich zuerst über vereinigenden Ueberbau der einzelneen Lehrgänge angten eine Unzahl anderer Fragen umso mehr Wesen und Art seiner Hörer jeweils orientieren, bildet die Volkshochschulgemeinschaft, ser Lösung. Was sollte man bringen? Die es muß beweglich genug sein, auftauchende Lücken bestimmt, eine Lebensgemeinschaft der Hörer Darbieten? und aus welchen Voraussetzungen, sofort auszufüllen und gleichzeitig den reich und herzustellen, Feste. Feiern und große überparteiDie der Hörer mitbrachte, es ableiten? ben wenig Vorgebildeten etwas zu bieten. Das liche Aussprachen zu veranstalten und am AusEin bis heute noch nicht zu Ende geführter ist nur in der Arbeitsgemeinschaft bau der Lehrpläne mitzuarbeiten. Die lebens Streit, welche Wissensinhalte die wichtigsten und möglich, weil nur sie einen Einblick in die Geistes- gemeinschaftliche Tat ist in den drei Volkshochfruchtbarsten seien, setzte ein, die Methodik des vorgänge der Lernenden gestattet. Sie fordert hulheimen gesezt, intimen Wohnstätten, in Erwachsenenunterrichtes wurde nach allen Seiten vom Lehrer aber auch, daß er sich seinen Mitar- denen rund je zwanzig Arbeiter und Arbeiterinsin erörtert und die Soziologie der beitern wahr und offen gebe, ein Verstedspiel mit nen gemeinsam wirtschaften und in ihrer Freizeit Boltsbildung" durchforscht, das heißt, die Ges.nnungen und Anschauungen vernichtet jeden jialen Struktur der Hörerschaft und den verschiebjektivität", sondern in der fachlichen hängt in erster Linie davon ab, ob für diese ganz Zusammenhänge untersucht, die zwischen der fo- Erfolg. Nicht in solcher Farblosigkeit liegt die unter fachkundiger Leitung sich selbst eine Weltanschauung erarbeiten. Erfolg und Versagen benen Bildungsmöglichkeiten bestehen. Nament- Beweisführung und Auseinandersetzung, die sug- neuen, ebenso schönen wie schweren Aufgaben geich diese soziologischen Studien, als deren Pfad gerierende Gefühlsargumente Pfad- gerierende finder Leopold von Wiese genannt sei, brachten und auch bei den Hörer nicht duldet. Deshalb eignete Lehrer da sind. Sie zu erziehen, ist das vertvolle Erkenntnisse, weil sie dem Irrglauben werden alb wisser, die sich überall gern freies Volksbildungswesen" berufen. von nun ab immer an Eduard Erlacher, Weiskirch der Universität angegliederte Seminar für ein Ende machten, als ob die Bildungsziele und reden hören und auch oft in politischen Versamm- freies Wege von obenher, vom Vortragenden festgelegt I jen mit dem Anspruch, alles zu wissen, das Eine fruchtbare Ausdehnung des von der lip 263 zu richten.( Nicht mehr nach Prag.)- Genosse werden könnten. Wer das unternimmt, schwebt gr Be Wo führen, anfangs in der Arbeitsge- Volkshochschule erfaßten Kreises stellen die Er- Jalob ist übersiedelt und es übernimmt infolgedessen gewissermaßen im luftleeren Raume, festen meinschaft vrillieren, dann traten sie hinter jenen werbslosenbildung, die Schule für mit 1 Jänner 1925 Genosse Löwe die Führung der Boden unter den Füßen erhält er nur, sobald er tieferen fachlichen Naturen zurück, denen echte Wirtschaft und Verwaltung" und die Schule der Sassageschäfte. Seine Adresse: Franz Löwe, TeplitzDie feelisch geistige Beschaffenheit Scham lange den Mund verschließt. Arbeit" dar. Welch bewundernswerter Tätigkeits. Schönau, Theresiengasse 18. Des weiteren bitten ber örerschaft zum Ausgangspunkt seiner Besondere Schwierigkeiten des Erwachsenen drang in den von bürgerlichen Soldschreibern als wir die Vereine um sofortige Bekanntgabe der oolfsbildnerischen Arbeit mracht. unterrichtes liegen nach Stranold in dem Wider- träg" geschmähten Arbeitslosen lebt, mag aus dresse ihres Obmannes. Eine größere Anzahl von Er muß sich vor Augen halten, daß er es spruch, daß die Volksbildung: Massenbilder Tatsache hervorgehen, daß an den 89- von Boſtſtüden liegt als unbestellbar" beim Kreis zumit werftätigen Menschen zu tun hat, die mit bung sein und bleiben muß und doch gewöhn allen Lehrern honorarfre unterrichteten Stur- rüd. Wir bitten dies zur Kenntnis zu nehmen. ten im praktischen Leben stehen, also über einen lich bloß eine Auslese aus dem Riesenbeer des sen aus den Gebieten der Wesen-, Wissens. und Die Kreislettang. gewiffen Schatz von Erfahrungen verfügen; aber Proletariats anzuziehen vermag, und im Zusam- Fachbildung sich zehn Prozent aller Leipziger Arer muß auch wissen, daß diese Erfahrungen, bei menhange damit in dem Mangel an Beit. beitslofen beteiligten, 1660 Unterrichtsstunden der heute üblichen, ins fleinste gehenden Arbeits- Sollen wirklich alle Proletarier erfaßt werden, so waren von 54.000 Hörern besucht! In der teilung oft nur aus einem ungemein engen Tat- tann das derzeit nicht in Lehrwochen gesche Schule für Wirtschaft und Verwal fachentreise geschöpft sind. Der Vereinzelung und hen, die den Arbeitern für eine verhältnismäßig tung" soll der Arbeiter die äußerer politischeelischen Verödung, die aus solcher mechanischen lange Frist aus dem Berufe herausreißen, um wirtschaftlichen Mittel an die Hand bekommen, Spezialisierung droht, hat die Bildungsarbeit ihn in die anregende Vernstimung eines Heimes deren Besitz erst da. Proletariat befähigen kann, entgegenzuwirken, fie hat den Weg aus dem En- zu verpflanzen, sondern es stehen nur die die Formlosigken der Produktion in die Bahnen zen ins Weite zu weisen und den zum Maschinen- bende oder Sonntage zur Verfügung. der Bewußtheit und Planwirtschaft hinüberzubestandteil entwürdigten Arbeiter die Möglichkeit Da aber droht den Schwächeren oder weniger leiten; die Lehrpläne machen das Unternehmen u bieten, wieder etwas Ganzes zu sehen und die Strebsamen das Gespenst der Ermüdung, die zu einer hohen Schule der Wirtschaftspolitik. Die Belt als lebendigen Organismus zu begreifen. soziale Ungerechtigkeit gefährdet auch die not- Schule der Arbeit" hingegen soll dem Es gilt also, zugleich an alles vom Beruf her Be- dürftigsten Erfolge der Voltsbildung. Was diese Schaffenden en Sinn der eigener Tätigkeit er annte, anzufnüpfen und über das einseitige Be- erreicht, das leistet sie im Zeichen des Acht ufsmenschentum hinauszuführen, Stoffauswahl ft unbentages. Dessen Beseitigung, wie die and Unterrichtsweise haben sich vor allem nach reichsdeutschen Unternehmer sie anstreben, wäre siefer Hauptforderung zu richten. Man ficht: einen bestimmten, unverleßlichen Preis von Wissensinhalten, den die Ervachsenenbildung bermitteln müßte, gibt es nicht and kann es nicht geben, fruchtbar wird vielmehr meidet das Grab der deutschen Erwachsenenbildung und damit des allgemeinen deutschen Aufstieges. Wie viel Bildungswillen und-kraft das rolariat intare uten seiner freien Beit aufbringt, lehrt das imposante Beispiel schließen, soll ihn also„ kulturproduktiv ,, statt, pie bisher nur fulturrezeptiv" machen und ihm en Weg zeigen, vom Menschen zum Kulturgut der Zukunft." Das tut sie, indem sie ih ,, die ökono misch- technische Seite des Arbeiterlebens als höchst weser tliches Formelement" der Bildung erfassen lehrt und ihn aus einem lebendigen Werkzeug n einen schöpferisch tätigen Menschen verwandelt. Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Mittwoch Gastspiel Glöckner- Lord" Das Kamel geht durch ein Nadelöhr"; Donnerstag Blauer 3irtus"; Freitag Dankbeamtenvorstellung„ BarSonntag Gastspiel Glödner„ Beide Herren der bier von Sevilla"; Samstag Jusionist" gnädigen Frau". Aus der Partei. Prag. Morgen Donnerstag, 8 Uhr abends, Café Deutsche Sozialdemokratische Bezirksorganisation Nizza", Souterreinlotal, Lichtbildervortrag: Boli tische und soziale Raritaturen" Vortra gender: Redakteur Gen. Goldschmid t. " Turnen und Sport. An alle Vereine im 5. Kreis! Zuschriften sind Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Berantwortlicher Redakteur Wilhelm Riebner. Druck: Deutiche 3ettungs-.-, Brag Für den Druch verantwortlich) Colth Kalla's Fischkonserve werden wegen ihrer vorzüglichen Güt und ihrem feinen Geschmacke überal bevorzugt. 287 Verlangen Sie daher nur Kalla's Fischkonserven In allen Konsumvereinen erhältlich.