Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, 11., Havličtovo nám. 32. acti 8795. Πα attie 797 Poftfchedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Eulchaltungen Vreisnachfab. 4. Jahrgang. Suzialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Durchgepeitscht! Im wahrsten Sinne des Wortes durch gepeitscht! Das ist die Methode, nach der die Staatsangestelltenvorlagen in den zwei letzten Tagen im Abgeordnetenhause zur Annahme gebracht wurden! In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses hatten die Mitglieder der Koalition von vorneherein darauf verzichtet, so zu tun, als wollten sie wenigstens den Anschein einer parlamentarischen Verhandlung, die Anspruch auf Ernst erhebt, eriveden. Sie be. teiligten sich gar nicht an der Debatte, ließen die Redner der Oppositionsparteien allein reden, von Anfang an nur auf ihre Rolle als braves Stimmvieh bedacht. Diese Mehrheit hat jedes Bewußtsein der Ehre und Scham verloren und will gar nicht mehr sein, als die verläßliche Maschine zur Durchführung aller Wünsche ihrer fünf Vorgesetzten. Wenn die Pětka morgen ein Gesetz einbrächte, alle ihre Getreuen müßten sich auch förperlich zu Eunuchen machen lassen, sie würden auch dieses Schicksal zur höheren Ehre der Koalition ohne Murren hinnehmen. Niemand von ihnen hält ce mehr der Mühe wert, den Schein der Demofratie in diesem Parlamente aufrechtzuerhalten. Alle waren sie in Wort und Schrift bisher Freunde der Staatsangestellten vom Scheitel bis zur Sohle, alle aber haben sie gestern für die Vorlagen gestimmt, welche dazu bestimmt sind, die Angestellten mit Skorpionen zu züch tigen und fiber ihnen dauernd die Knute zu Anute zu schwingen. Herr Švehla kommandiert und die Mamelufen parierten, vergaßen auf alle Ber sprechen, die sie den Beamten und Angestellten gegeben haben und taten nach dem Willen der Pětka. Freitag, 19. Dezember 1924. 1 Die Dezimierung der Staatsbediensteten. Das Henterge'ez im Blenum des Abgeordnetenhauses angenommen. Unnachgiebigkeit der Koalition. Internationaler Zusammenschluß der Opposition unter Führung der deutschen Sozialdemokraten. Die Kommuniften gehen„ felbständig" vor. Die Nationalparteiler find nicht da. Prag, 18. Dezember. - -O pente gelangten die Staatsangestelltenvorlagen ins Plenum des Abgeordnetenhauses, nachdem sie in der Nacht die Ausschüsse passiert hatten. Der Budgetausschuß faß bis einviertel sechs Uhr morgens zusammen und man kann sich von der Art der Beratungen einen Begriff macher, wenn man bedenkt, daß viele Abgeordnete Mitglieder einer ganzen Reihe von Ausschüssen sind und daß fie daher von einer Sigung in die andere wandern mußten. Auch im Plenum peitschte man die Vorlagen wieder durch und die Referenten begnügten sich mit einer Verlesung der gedrudten Berichte. Unsere Genossen lämpften in den Ausschüssen zähe und erbittert mit den Mehr. heitsparteien um eine Milderung der schweren Schäden des Gesetzes. Es gelang war, einige fleine Erfolge zu erringen, aber am Inhalt, an den Härten und an der Struktur des Gefeßes tonnte nichts geändert werden. Da die Gefeßesvorschläge jedoch die Lebersintereffen weiter Schichten der Bevölkerung bedrohen, machten unsere Genossen während des Ganges der Verhandlungen im Plenum einen leßten Versuch, eine Aerderung des Gefeßes herbeizuführen. Sie trafen sich in diesem B: rlangen mit dem größten Teil der übrigen Opposition. Die in der deutschen Arbeitsgemeinschaft vereinigten Parteien( Bund der Landwirte, Christlichsoziale, Deutschdemokraten), die deutschen Nationalsozialisten, die slowakische Bollspartei, die ungarischen und die farpathoussischen Oppofitionsparteien schlossen sich dem Schritt unserer Genossen, den diese beim Minifierpräsidenten unternahmen, an. Die mit bem Ministerpräsidenten geführten Perhandlungen, über die mir ant anderer Stelle berichter, endeten erfolglos, und so blieb unserer Fraktion nur der Weg des Protestes gegen die furchtbaren Gese sesvorlagen übrig. Hierbei wurde eine Taktik gewählt, die es ermöglicht, eine gleichzeitige Gefährdung der wenn auch fümmerlichen Remunerationen der Staatsbeamten und der allerdings auch unzulänglichen Pensionisten gefeße auszuschließen. Im Namen der international zusammengeschlossenen Opposition gab Belle Dr. Czech eine Erklärung ab, in der er den Beschluß der Opposition, ſich Genosse an ben weiteren Berhandlungen über das Abbaugeseß nicht zu beteiligen, fundgab und die Berantwortung für die Folgen des Geseßes ablehnete. Die Erflärung machte auf das dicht befeßte Haus großen Eindruck. Sichtlich betroffen fahen die Koalitionsvertreter dem Abzug der Opposition zu. Die Galerie war den ganzen Nachmittag über start besucht. Vor allem fanden sich zahlreiche Staatsbedienstete in Haufe einmittag über start besucht die kom" munisten entgegen ihrer anfänglichen Haltung, der Einheitsfront der Oppofition fernblieben, was auf das Betreiben eines revolu tionären Flügels ihrer Fraktion zurüdzuführen ist. Daran ändert die dema gogische Erklärung nichts, die trei bich ir Verlauf der Sißung abgab, und die auf die gewohnten Verdäd, tigungen und Bes simpfungen unserer Partei hinausläuft. Eberso nahmen die Deutschnationalen an der Atton der oppositionellen Parteien nicht teil. Nachstehend der Situngsbericht: Just in die letzte Woche vor Weihnachten, hat die Regierung die Verhandlung der Geseze verlegt und die Forderung gestellt, daß sie in diesen wenigen Tagen, sowohl im Abgeordnetenhause wie im Senate zur Annahme gelangen. Für diese Eile fehlt jede Rechtfertigung und auch die Ausrede, daß die Angestellten und Pensionisten auf die Durchführung der Geseze lagen wird in einem abgeführt. gebungen unserer vor der Miniſterbant ange fammelten Genoffen begleitet. Als Grünzner von den Remunerationen spricht, ruft Genosse Jofl: Trinkgelder! Bei Besprechung der Durchpeitschung rust Taub: Damit niemand zur Besinnung tommi!. Heeger: Henfersarbeit! Kaufmann: Le chtsinn! Beutel: Ein Raub an den Staatsangestellienrechten. eine Nieberträchtigteit! Als Grünzner vom Abbau spricht, vuft Joll: Die lange Minister bank abbauen! Am Schusse der Rede Grünzners ertönte Der erste Debatteredner ist Genosse Grün- langanhaltender Beifall. ner, dessen Ausführungen unsere Lefer an ante- Nach dem Kommunisten Križ spricht der sio rer Stelle finden. Die Rede des Genoffen watische Volfeparteiler Santo, der eine ErläGrünzner ist wiederholt ven Zustimmungstund- rung der slowakischen Volkspartei verkiest, in der Bezugs Bedingungen: 3 Bei Zustellung ins Haus ods bel Bezug durch die Soft nonatlich.... Kč 16.ierteljährlich albjährig anzjährig. " 48.96.192.Rüdstellung von Manu ripten erfolgt nur bei Ein endung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme Des Montag täglich früh Nr. 296. gefordert wird, daß in der Slovalci vor allem die überflüssigen tsche hischen Beamten endassen werden und durch Slowaken ersetzt werden. Gine Erklärung der Arbeitsge meinschaft, vorgebracht von Luschko, verweist daran, daß vor allem die Staate any eftellten deut fcher Zugehörigkeit und nichtische h fcher Nationali tät Opfer der Sparmaßnahmen seien. Senntnisse und Arbeitstreu: werden erspart werden, damit Auslandspropaganda und Spipelgeist weiter blühen fönnen. Uns beibt umfom hr die Pflicht im Kampfe des deutschen Volkes uni feine Egiftens und seine Rechte anbeugsamen Lebenswillen zu zeigen. Der Klub des Bundes der Landwirte, der deutschen chest ichsoz'alon Vollespartei, der deutsch demokratischen Freiheitsparte und der deutschen G.werte Partei weisen die Zunnitung der Mitverantwortung on der Versflovung der Staatsangestellten mit Entschiedenheit zuriid." Die nächsten Redner sind Horaf( tsch. Sewerbeparte), Papel( deutsch. Nat. Soz.), Kurtat ( autonomer farpathorussischer Landwirt), Borovsky ( magyarischer Sozialdemokrat), Korlath( autono mter Autochtone) und Blažek( Kommunist), worauf die Sigung unterbrochen wird. Nach Wiederaufnahme der Sigung spricht afs erster Spaček( Nat. Dom.). Die Erklärung Der Opposition. Abg. Gerrosse Dr. Czech ergreift sodann das Wort: Im Namen der deutschen und ungarischen sozialdemokratischen Fraktion, sowie auch über Er suchen sämtlicher deutscher, ungarischer, flowvalischer und farpathoruffischer Oppositionsparteien, Ausnahme der deutschen Nationalpartei, die fich ihre abgesonderte Stellungnahme vorbehalten hat, habe ich hier Folgendes zu erklären:. Die Gefeße, durch welche die Koalitionspar teien, die durch die verkehrte Außen und Inner politit, durch die falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik die in Not geratene tschechoslowakische Wirtschaft zu sanieren vermeinen, greifer Zehntausenden von Familien ans nadle Leben. Diese Gefeße werden die Vermehrung der Arbeitslosig feit um viel: Zehntausende von Menschen, die von Personen und statt einer Gesundung der Bergrößerung bes Elends einer fünffachen Zahl Berhältnisse eine Verschärfung der Wirtfchaft& not, aber auch eine Vergiftung des politischen Lebens in diesem Staate zur Folge haben. Wieder werden die Angehörigen der Minderheitsbölfer. wieder die Zugehörigen der oppositionellen Par= teirichtungen die Opfer sein und schon jeßt bangen in quälender Sorge viele Zehntausende von Menschen in der Erwartung des ihnen zugedachten unentrinubaren Sajidsals. Diese Vorlagen, die mit allen erworbenen Rechten der Staatsbediensteten fchonungslos aufräumen, müffen das Rechtsbewußtsein der Bevölkerung aufs Aergsic untergraben. Da sie nicht wie auber wärts im Einvernehmen mit den Betroffenen, sondern im Wege des Diktats geschaffen werden, Die Debatte über die Staatsangestelltenvorwarten, um zu den materiellen Begünstigungen toušet, Navratil, Rypal, Dr. Nofer) begnügten sich Die Berichterstatter( Malit, Cerny, Ma zu gelangen, die ihnen die Geseße gewähren, bant, den gedruckten. Ausschußbericht vorzulesen. ist hinfällig, da die Regierung auf viele Wochen Beim Ersche nen Maliks auf der Nednertribine erhinaus kein Geld besitzt, um das notwendige tönen Abzugrufe. Geld flüssig zu machen. Es wird mindestens Merta: Der Heater der StaatsEnde Jänner werden, ehe die Regierung an angestellten fommt! die Auszahlung der Remunerationen für die Blažek: Das ist die furchtbarste Vorlage, die Angestellten und an die Bezahlung der erhöhten je in diesem Parlament überreicht wurde! Bezüge der Ruheständler gehen kann. Die Not- Zwischen den tschechischen Soz aldemokraten wendigkeit, den Angestellten die Bezüge in und einigen Kommun sten tommt es zu heftiirgend einer Form: aufzubessern, besteht nicht gen Auseinanderschungen, so daß der erst seit den letzten Tagen und auch die Ab- Vorsitzende wiederholt zur Ruhe mahnt, sicht, den Personalstand zu vermindern, reicht Monate zurück. Es ist gut ein halbes Jahr her, seit das erstemal die Nachricht von einer Restrinktion der Staatsangestellten auftauchte, doch damals wurde sie als Versuch der Ver. hezung der Angestellten erklärt und bestritten. Vorlagen schreiten könne, mußte vorgestern der änderungen, zu denen sich die Mehrheitsparteien Die Staatsangestellten und die oppositioAuch die Regierung ließ die amtliche Demen- Budgetausschuß den ganzen Tag, den langen auf Drängen der Opposition und besonders nellen Parteien waren in dem Kampf gegen tierungsspriße auffahren und widerrief ent- Abend und die Nacht hindurch bis halb 5 Uhr unserer Genossen herbeiließ, lassen das Wesen die vor feiner Niedertracht zurückscheuende schieden die Behauptung, daß eine solche Ab- früh tagen. Stann man das noch ein Parlament und den Charakter dieser Knebelungsgeseße un- Mehrheit machtlos. Die Pětka- Diktatoren sicht bestünde. Seit acht Tagen aber ist diese und eine parlamentarische Behandlung nennen? verändert. Bis zum leßten Augenblic haben mögen triumphieren, weil sie ihr Ziel, die von der Regierung bestrittene Absicht ihr Die zahlreichen Beamten- und Angestellten unsere Genossen im Abgeordnetenhause aus Schaffung eines neuen senechtungsgesetzes erbrennendstes Bedürfnis geworden! Es ist außer deputationen, welche in den letzten Tagen das geharrt und alles getan, um das Attentat gegen reichten. Aber Methoden der Gewalt, Methoden, Frage, daß der Fünferausschuß schon lange Haus überfluteten und bei allen Barteien vor die Staatsangestellten zu verhindern, von denen die sich über Recht, Sittlichkeit und Menschvorher sich mit der Frage beschäftigt hat und sprachen, um die schändlichen Vorlegen im sie wohl wissen, daß sie zum großen Teile in lichkeit hinwegseßen, haben sich noch niemals es wäre reichlich Zeit gewesen, sie rechtzeitig letten Augenblick zu verhindern oder sie doch| Verkennung ihrer Klassenlage nicht zu den Be- in der Geschichte als dauernd und heilsam ervor das Plenum des Hauses zu bringen und wenigstens besser zu gestalten, famen zu spät, fennern unserer Partei zählen, für die als An- wiesen. Die Regierungsmethoden der Büffel, dadurch ihre gewissenhafte Vorbereitung und die Beamtenpětka hatte sich bereits geeinigt gehörige der arbeitenden Stände mit aller Kraft die alles niederstampfen, haben noch in keinem Verhandlung zu ermöglichen. Zumindest hätte und die übrigen Abgeordneten der Mehrheit einzutreten, sie aber als ihre selbstverständliche Staate sich bewährt. Auch ein Mujjolini ist fich feststellen lassen, ob wirklich und in welchem waren entschlossen, zu allem, was ihnen vor- Pflicht anjahen. An den Parteien der Koali- gescheitert und sieht seine diftatorische Herrlichtion prallten aber alle Mahnungen wie an feit schwinden. Die Diktatur der Stoalition wird Maße in den einzelnen Stategorien ein leber- gelegt wurde. Ja und Amen zu sagen. fluß an Beamten und Angestellten vorhanden Unsere Partei und auch die übrigen Par- einer Mauer ab und so ist unseren Genossen nicht ewig bestehen. Die Staatsangestellten allein ist und es hätte die Möglichkeit bestanden, das teien der Opposition haben alles aufgeboten, und den Vertretern der meisten übrigen oppo- haben eine Macht, die nicht zu unterschätzen Problem nüchtern und sachlich durchzuarbeiten. um den Schlag, der gegen die Angestellten des fitionellen Parteien nichts übrig geblieben, als ist. Es fragt sich nur, ob sie diese im geeigneten Die Regierung hat aber gewartet, bis ihr wegen Staates geführt werden soll, wenigstens abzu- schließlich in einer feierlichen Erflärung gegen Augenblic gebrauchen werden. Doch auch die der Auslandsanleihe die Sache auf den Nägeln schwächen. Sie haben feierlichen Protest gegen die Gewaltmethoden dieses Systems, gegen die übrige Bevölkerung wird einmal die Gefahren brannte, hat die Vorlage haftig ins Saus ge- die unerhört brutale Weise, mit der die Mehr- schmachvolle, unernſte Art der Verhandlung erkennen, die in dem heutigen System liegen, worfen urd hat sich, wie schon oft, darauf ver heit vorging, erhoben, sie haben gegen diese dieser weittragenden Geseze zu protestieren und das geeignet ist, jeden Reim einer ruhigen lassen, daß die ihrem Willen parierende Mehr Gefeße, die geeignet sind, die ruhige Entwick- durch Nichtteilnahme an den weiteren Be- Entwicklung zu gesunden Verhältnissen zu verheit auch diesmal nicht die Gefolgschaft ver- lung der Verhältnisse im Staate zu gefährden ratungen wie auch an der Abstimmung die Ver- nichten: Troß aller Terror- und Gewaltgefeße weigern werde. Damit gestern das Plenum des und sie zu vergiften, Bedenken, Borstellungen antwortung für die Gesetze der Mehrheit allein die Gößendämmerung der Koalition wird nicht ausbleiben! Abgeordnetenhauses an die Verhandlung der und Mahnungen erhoben. Die wenigen Ver- und im vollen Umfange zuzuschieben. Weite 2. müssen sie die Rechtssicherheit anfe Schwerste er. schüttern. Wir haben noch in letter Stunde an die Mehrheitsparteien die ernste Mahnung gerichtet und nichts unversucht gelassen. Sie zu be stimmen, in dem begonnenen Vernichtungswerke Einhalt zu tun und von der Verwirklichung des furchtbaren Unrechts, das die Vorlagen enthalten, Abstand zu nehmen. Unsere Bemühungen find cr gebnislos geblieben. Die Koalition will ihr trauriges Wert vollenden. I Wir werden an der Verhandlung dieser Ge seße, die in den Kretien der öffentlichen Bedienfteten, Eisenbahner, Staatsarbeiter, Beamten aller Nategorien eine Panik hervorgerufen haben, und deren verhängnisvolle Wirkungen nicht lange auf sich warten lassen werden, nich teilnehmen. Mit der Verantwortung für alle genommen, Vor der gesamten Bevölkerung er heben wir gegen diese Geseße ein. Nachbem no cinge Redner gesprochen hatdringlichsten Protest und lehnen ten, wurde um neun Uhr abends zur Abstimmung jede Berantwortung für diese Tat geschritten. Die Gesetze wurden matür ich an eines verhängnisvollen Systems a b. Igenommen, Das dritte Dezembergeseh. 19. Dezember 1924. Die Berhandlungen der Opposition mit Suzla. Leere Bersprechungen des Ministerpräsidenten. Der Ministerpräsident nahm zu den Tavleungen Stellung und erklärte, daß eine Benachteiligung irgendwelcher beſtimmter Kategorien von Bediensteten nicht beabsichtigt fei und daß er strenge darauf achten werde, daß dieser Absicht auch bei der Hnadhabung des Gesetzes Rechnung getragen wird, fügte jedoch gleichzeitig bei, daß eine Abänderung des Geseyes absolut Das Ergebnis dieses Schrittes der Koalitions parteien ist also eine große Tragödie, die durch bie ganz unzulänglichen Leistungen für die Allerärmsten, die Pension sten, sowie durch die dürftigen Remunerationen an die übrigen Angestellten Aus dem Bestreben heraus, m'chts unversucht sichtspunkten gehandhabt und vor nicht einmal zu einem leinen Bruchteil ausgegli Auswirkungen der Gefeße belasten zu lassen, um noch im letzten Augenblicke das allem nicht gegen die Angestellten chen werden kann, zumal die Art der Bedeckung, wir hiemit die Koalitionsparteien Attentat auf die öffentlichen Angestellten abzuwveh- und Bediensteten der Minderheits. die Erhöhung der indirekten Ansgaben eine nener- allein und überlassen ihnen die Be. fiche Verteuerung der Lebenshaltung der gesamten ratung der Vorlagen, sowie die Beren, hat unser Klub den Beschluß gefaßt, mit den bölfer einseitig angewandt wird. Bevölkerung herbeiführen muß. schlußfassung. Soalitionsparteien in Verhandlung zu treten und der daraufhin durchgeführten Aussprache beteilig von ihnen unter Darlegung der fatastrophalen ten fich alle Mitglieder der Abordnung. Folgen, die das Abbaugesetz nach sich ziehen muß, Nach Abgabe dieser Erklärung verlassen one Abänderung des Gesetzes und gejämtliche deute und ungarische Oppositionspar wiffe Garantien für die sachliche teien, sowie die Ludova strana slovenska den Durchführung desselben zu verlangen. Die Sigungs val. Die deutsche Nationalpartei hat fer Attion haben sich auch sämtliche Oppositions an den Verhandlungen überhaupt nicht teil- parisien mit Ausnahme der Kommunisten und der deutschen Nationalpartei angeschossen. Diese Aussprache hat gestern nachmittags beim Ministerpräsidenten stattgefunden und es haben an ihr außer den Genoffen Dr. ausgeschlossen je i und daß die verlang Czech und Taub auch noch die Vertreter der ten oben erwähnten Garantieu- un möglich eine gesetzliche Festlegung ! 9 ¢? v bürgerlichen Parteien und der Slowaken finden fönnten. teilgenommen. Die Aussprache wurde durch ene Darlegung des Genossen Dr. Czech eingeleitet, Gegen diese Naffassung wendeten sich fämi we'cher unter Hinweis auf die große Erregung, liche Weitglieder der Abordnung und erklärten sich Rebe des Genoſſen Grünzner in der geftrigen Sißung des Akgeordnetenhauses Betroffenent, sendern in der gesamten Bevölkerung auf das schwere Unrecht hintv'efen, das Tau'enden the die Gefeheevorlagen nicht nur im Streife der to nesfalls damit zufrieden zu geben, indem sie Die parlamentarische Verhandlung der Vor- rungen zu erreichen, deren Notwendigkeit ihnen ausgelöst hat, an die Regierung die Frage von deutschen Angestellten bisher widerfuhr. Gelagen, welche heute auf der Tagesordnung stehen, felbft hätte einleuchten müssen. Aber geftellt hat, ob sie bereit sei, dem Verlangen der rade im Hinblick auf diese Erfahrungen fönnen ist von hunderttausenden Menschen seit Monaten wieder hat die Pětka über Vernunft und und Jahren mit Spannung und Sehnsucht erOpposition nach Abänderung des Gesetzes Raum sie sich mit bloßen Zusicherungen nicht zufrieden wartet worden. Als wir anläßlich der Beratung Gerechtigkeit gefiegt. zu geben und überdies legislatorische Gas geben. des Budgets darauf Verzicht leisteten, die Ver- In nervenaufreibenden Tag und Nacht- rantie in der Richtung zu schaffen, daß deutschen sozialdemokratischen Abgewaltigung, welcher dieses vaus als Wahr- figungen innerhalb zweier Tage wurden 4 Gefeß bas Gefeß nur nach sachlichen Ge- geordneten.) zeichen dient, mit dem Einsatz der äußersten entwürfe von solcher Tragweite in zwei Aus Stampfmittel zu beantworten, da hielt uns nur schüssen durchgepeitscht. Es ist richtig, daß hiebei 00000000000000ÛÛÛÛÛÛÛNİ İN*** ÝªØØØØÏÏÏÏÏÏÏÏÑÛÏDOONOROMMNEMOURON AL die eine Erwägung zurück, daß unser Kampf zum einige eine Stonzeffionen gemacht wurden, aber Borwand genommen werden könnte, um den wer das Intriguenspiel, das hier Politif genannt inswahl der Betroffenen wird schrankenloser last die eigentliche Ursache aller finanziellen Staatsangestellten und Pensionisten auch dies- wird, tennt, fann sich des Eindruds nicht erWilltür der Regierung überlassen. Schwierigkeiten des Staates ist. Jnmitten einer wehren, daß diese Kenderungen von vornherein Die Mourente, welche beim zwangsweisen Abbau weltumfassenden Bewegung, die die Sicherung des beabsichtigt waren, um den Koalitionsparteien in Erwägung zu ziehen sind, werben einfach ohne Friedens verlangt, werden billig Rechtfertigungs- und Agitationsmaterial irgendeine Rangordnung. ohne irgendeine Richt Jahr für Jahr Milliarden für den Militarismus in die Sand zu spielen. Diese leinen Einzel- schnur zu geben, aufgezählt und es bleibt dem ausgegeben, unproduktive Investitionen gemacht, berbefferungen ändern nichts an dem Wesen der freien Ermessen der Regierung überlassen, auf Geschütze, Munition und Explosivstoffe in unge. Geseze und sie ändern auch nicht das Mindeste melchen gerade paffenden Vorivand sie sich in heuern Vorräten aufgehäuft, zu Uebungszweden an der Tatsache, daß den Abgeordneten, welche jedent Einzelfall zu berufen beliebt. Wir fennen in die Buft verpulvert und das alles, obwohl jeder nicht zu den Eingeweihten in diesem Staate ge natürlich den Zwed dieser unbestimmten Fassung. besonnene Mensch weiß, daß die Tschechoslowakei hören, vier Vorlagen am Montag mittag an den Es soll den Angestellten an den Stragen gehen, felbständig gar nicht imstande ist, einen Krieg zu Stopf geworfen werden, daß man die von der die oppositioneller Gesinnung verdächtig sind. Es führen, daß sie mit allen diesen Rüstungen nur Opposition in den Ausschuß entsandten Mit fann nach dem, was wir in den fünf Jahren das Werkzeug eine emden Imperalismus ist. glieder Tag und Nacht gequält hat und das alles erlebt haben, natürlich nicht der mindeste Zweifel Sier wäre mit der erung der Staatsfinanzen nur, weil die Koalition mit ihren immer uner- obwalten, daß die Staatsangestellten, die nicht einzusehen und es wae mehr als eine bloße finanträglicher werdenden Methoden erst in allerlegter der herrschenden Nation angehören, daß inszielle Sanierung, es könnte ein erster Schritt wü Minute ihr sogenanntes Gefeßgebungswert zu besondere die deutschen Staatsangestellten, die betrachtet, so muß man auch sagen, daß mal wieder die Befriedigung ihrer berechtigten Ansprüche vorzuenthalten. Unsere Selbstüber windung hat der Koalition die Möglichkeit gegeben, ihre oft wiederholten feierlichen Verspre chungen endlich einzulösen. Wir haben freilich nach allen Erfahrungen in diesem Hause von vornherein auf eine halbwegs befriedigende Regelung dieser brennenden Fragen nicht viel Hoffnung gesetzt. Aber die Gefeßentwürfe, welche uns heute vorliegen, übertreffen die schlimmsten Befürchtungen bei weitem. stellten, Arbeiter und der ganzen Deffentlichkeit. fammenflicken fonnte. Wenn man diese Entwürfe deutschen Eisenbahner, die deutschen Tabakur Anbahnung des äußeren und des Sie sind eine Herausforderung der Staatsange Sie haben die Regelung der Bezüge mit dem Abbau verknüpft. Wir verschließen uns nicht der Notwendigkeit, den staatlichen Verwaltungsapparat zu verkleinern und zu vereinfachen. beispiellos brutalen Methoden ' eine derartige Gefeßesmache wohl in keinem Staat der Welt Aber gerade das arbeiter unter dem Vorwande von Ersparungs- will die Koalition nicht, ja es ist geradezu der maßnahmen aus dem Staatsdienste gedrängt Juhalt der Koalitionspolitik, diesen Frieden werben sollen. unmöglich zu machen. Es soll der Aber mit aller Schärfe müssen wir gegen die und selbst in der Tschechoslowakei bisher nicht staatsapparat noch mehr als bisher zu einem Darum muß an den Staatsangestellten. gedagewesen ist. Vage Redensarten, die jeder Will. für freiesten Spielraum lassen, stehen dort. Ivo bloßen Werkzeug der Koalitionspartelen spart, darum muß die Lebenshaltung verteuert, protestieren, mit welchen dabei vorgegangen gefeßliche Bestimmungen von strittester Brä- werden und um diesen Zwed zu erreichen, geht dem Maße verschärft werden. Das ist die Wiederbarum muß die Arbeitslosigkeit in gefahrdrohenwerden soll. Die Staatsangestellten werden gnanz erforderlich wären. Der erste Teil des man über die Lebensschicksale von tausenden und vogelfrei gemacht, fie müssen täglich und stündlich abbaugesetzes ist nichts, als eine Sammlung von abertausenden Menschen mit falter Gleichgültig. gutmachung des Unrechtes, das durch zwei Devor der Verschickung in die fernsten Gegenden Redensarten und Aufträgen, die sich die Re- feit hinweg. Und was werben die Menschen be- embergefebe begangen wurde. Nicht nur dic des Staates und vor dem Abbau zittern. gierung selber gibt. In dem Geses über die kommen, die man auf die Straße stößt? Abferti. Staatsangestellten und die staatlichen Arbeiter, die Schrankenlose und unkontrollier- Remunerationen erhält die Regierung den Be- gungen, die knapp hinreichen ein paar Monate ganze Bevölkerung wird dieses dritte Dezemberbare willkür entscheidet über unge trag von 385 Millionen einfach zum Austeilen lang das Leben zu fristen. Ti wird der Drud gefe mit den gleichen Flüchen begleiten, mit zählte Menschenschid sale. Wieder wird innerhalb von zwei Jahren. Der vorlegte Para- der Entlassenen den Stonkurrenzlampf um die denen die beiden ersten bedacht worden sind. Das cine Staatsnotwendigkeit zum Instrument poli- graph des Beamten- oder Pensionistengesetzes ist Arbeitsgelegenheit verschärfen, die Wiedererlan- tion an die Staatsangestellten und tischer und nationaler Verfolgung gemacht. Der ein Steuergesetz, das überdies von geheimnis- gung einer Existenz erschweren und wir glauben, staatlichen Arbeiter, daß niemand von Auftakt zur Verwaltungsreform ist die vollstän- bollen Andeutungen wimmeit. Fast in jedem niemand in diesem Saale ist so leichtsinnig, zu ihnen für das nächste Jahr seiner Existenz sicher dige feelische Zerrüttung, die gefährlichste Demo- Paragraph ist die past zu ertennen, in der glauben, daß es unter folchen Umständen den ist, daß also Hunderttausende von Familien unt ralisierung der Staatsangestelltenschaft. Aber, ber ganze Vorlagentomplex zusammengestoppelt aus dem Staatsdienst Gedrängten möglich sein ihre Existenz zittern und bangen müssen. Das ist wo die Regierung den Angestellten und Ruhe- wurde. Der Form. dem legistischen Aufbau, ent wird, sich innerhalb weniger Monate eine ganz das Weihnachtsgeschenk der Koalition an die geständlern etwas gibt, zeigt sie sich keineswegs im spricht der Inhalt der Geseze. Das Abbaugeses neue Eristen; aufzubauen, eine Erwerbsgelegen schöneren Licht. Den Staatsangestellten werden ist die gefeßliche Sanktionierung des schwersten beit zu finden, auf die sie nicht vorbereitet sind. statt der versprochenen Erhöhung ihrer Bezüge Vertragsbruches, den jemals ein Arbeiter began. Das Abbaugese wird also, meine Herren von Remunerationen gegeben, deren Höhe von der gen hat. Jahrzehntelang wohlerworbene Rechte, den Koalitionsparteien von ihnen in dem vollen Willtür der Regierung abhängt und welche für burch Beitragsleistungen erkaufte Ansprüche wer- Bewußtsein beschlossen, daß sie biedurch die großen Massen der Angestellten und Arbeiter ben einfach vernichtet und ausgelöscht. elende Bettelgroschen sein werden. Den eine iſt das Weihnachtsgeschen der koali die Zahl der Arbeitslosen um Tausende vermehren, das Weihnachtsgeschent der Stoalition an die geSamte Arbeiterschaft, daß diese vor einer Verschareiner gewaltigen Vermehrung der Arbeitslosigkeit fung des Kampfes um den Lebensunterhalt, bor zittern und bangen muß. Das ist das Weihnachts geschent der Regierungsparteien an die breiten Maffen, daß sie eine neue Verteuerung der Mermisten der Armen, den Altpensionisten wird Ein solches Beispiel von Vertragstrene gibt der Lebenshaltung zu befürchten haben. Wir gönnen. die Gleichstellung mit den um ein geringes Staat den privaten Arbeitsgebern. und daß sie diese Tausende mit allen ihren ben Staatsangestellten und den Altpensionisten weniger armen Neupensionisten gewährt, aber auch dieses Minimum sozialer Gerechtigkeit wird weit über den Streis der Staatsangestelltenschaft Familienmitgliedern dem Elend preisgeben. Diese von Herzen die bescheidene Verbesserung, die ihnen durch zahlreiche Ausnahmen durchbrochen. Die hinaus muß durch ein solches Vorgehen das Ge- Butunftsaussichten lassen wahrlich der gegen gewährt wird, wir haben wiederholt bedeutend Stosten dieser mehr als bescheidenen Leistungen fühl der völligen Rechtsunsicherheit erzeugt wer- wärtigen Augenblick ais recht geeignet erscheinen, mehr gefordert und durch parlamentarische Attivsollen wiederum zum größten Teile die breiten den. Die Staatsangestellten und Arbeiter selbst die Eisenbahnfahrpreise zu verfeuern, ben Zelenen zu erreichen versucht. Aber sie wollen diese Massen tragen. Zu diefen Vorlagen, beren werden den ärgften feelischen Qualen ausgesetzt. phonverkehr zu verteuern, die Stempelgebühren von Taufenden armen Menschen mit banger Mängel, deren Unerträglichkeit in die Augen Durch ein raffiniertes System von ganzer, halber u erhöhen, was selbstverständlich alles, auch Sehnsucht herbeigewünschte Gabe zum Vorspann springt, hat die Koalition monatelang gebraucht. und dreiviertel Abfertigung wird die Ungewißheit wiederum den Handel und die Industrie belastet für das Abbaugefeß machen. Sie haben, wie es Niemand, nicht die in ihren Lebensintereffen noch bedeutend gesteigert und große Teile der und sich so letzten Endes in einer neuen Er ihre Gewohnheit ist, wieder ein haffensBetroffenen, nicht die parlamentarischen Bar Staatsangestelltenschaft werden unter dem Drud werung der Lebenshaltung für wertes Junttim aufgestellt, sie nehmen auf teien, nicht die nationalen Minderheiten wurden einer Frist von ganzen drei Monaten in ein beie breiten Waffen auswirken muß. Da der einen Seite ein Vielfaches dessen, was sie auf um ihr Gutachten oder auch nur um ihre Hlemmendes Dilemma gepreßt. Wie tüdisch dieses bei werden weitere Attentate auf die Massen der andern Seite geben. Wünsche gefragt. In allerletter Stunde ist die gange System aufgebaut ist, geht aus der Mög- angekündigt, in der geradezu frivolen Bestim Stoalition mit ihren Elaboranten fertig gewor- lichkeit hervor, einem Staatsangestellten den frei- mung, daß andere geeignete Maßnahmen ge den. Was gestern noch für die Stoalition eine willigen Abgang zu verweigern und ihn nach troffen werden sollen, um die Bededung zu höchst umstrittene Sache war, ist heute für das 6 Monaten gezwungenermaßen mit gekürzter Ent- finden. Es ist gar nicht abzusehen, welche Vollmachten damit der Regierung in die Hand geParlament ein schädigung herauszuwerfen. Es gäbe ein einziges geben werden und es ist gar nicht abzusehen, was Mittel nicht etwa um wirkliche Abhilfe gegen für wirtschaftliche Folgen sich daraus ergeben biefe Rechtsunsicherheit zu schaffen, aber doch um Als wir bei der Beratung des Budgets gegen einen schwachen Schusdammt aufzurichten, der werden. Dabei ist die ganze Art, in der die Beden gleichen Vorgang protestierten, haben sie benigstens die ärgste Willtür abwehren tönnte. dedungsfrage geregelt wird, von einer beispiellofen pharifaisch erklärt, daß sie die Freiheit der Stritit Es müßten bei der Durchführung des Staats- Leichtfertigkeit. Die Bebedung für die Beamten remunerationen foll in den Ersparnissen gefunden nicht im mindesten beschränken. Heute stehen angestelltenabbaues die Staatsangestellten selbst vier Gefeße zur Verhandlung, welche alle Pre- durch ihre Vertrauenspersonen zur Mitwirkung werden, welche der Abbau bringt, aber gleichzeitig bleme der staatlichen Verwaltung, der Finanz- herangezogen werden. In Desterreich, welches eine Ahnung hat, ob in absehbarer Zeit überhaupt muß eingestanden werden, daß heute niemand politik und der Volkswirtschaft aufrollen und das den Beamtenabbau unter dem Drud fremd- eine Ersparung zu verzeichnen sein wird. Wieber Schicksal von vielen zehntausenden Menschen ländischen Diktates durchführte, wurde dieser und wieder drängt sich da die Frage auf: Wenn berühren für all bas haben sie wenige Stun- Schukdamm aufgerichtet. In der Tschechoslowakei schon gespart und abgebaut werden soll, warum Stundenti man an solche demokratische Maßnahmen baut man nicht dort ab, wo der Abbau eine wahre den völlige Freiheit der Kritit" gegeben. Wir haben uns tropdem bemüht, in den Ausschüssen natürlich nicht. Erlösung für die ganze Bevölkerung bringen fachlich mitzuarbeiten, durch unverdrossenen Ein- Die Durchführung des Abbaues, die Feftfehung würde? Warum spart man nicht an den Ausfat unserer Sträfte wenigstens jene Verbesse- der Fristen, die Bestimmung des Borganges, bie gaben, deren ins Uebermaß gesteigerte Milliardenunabänderliches Dittat. G Sie geben ein paar Groschen als Trinkgelb und nehmen dafür die Rechtssicherheit. Gegen dieses frivole Spiel erheben wir mit aller Schärfe Proteft und wir werden es nicht zulassen, daß sich die Vernichtung von ZehnBeaufenden von Staatsangeftellfenexistenzen noch freundlichkeit hüllt. Wir flagen die Regierung aub bie sogenannten staatserhaltenden Parteien an, daß sie den Staat und die Bevölkerung in immer schwerere Laften, in immer gefährlichere rechtzeitig einlenten, wenn nicht endlich die onflitte hinein treiben, wenn sie nicht noch Intereffen des imperialistischen und nationalitischen Machtsystems zurüdireten hinter dent Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Staate, wenn nicht endlich einmal der Machtwahn und die Herrschaftsgelüfte der Koalition zurüdtreten hinter den Interessen der gesamten Bevölkerung. 19. Dezember 1924 e t Broteitversammlung Celte 3. der Staatsangestellten in Brünn. Die Sozialdemokraten für die Weimarer Koalition, Enfer neuer Roman. regierung möglich. Berlin, 18. Dezember.( Eigenbericht.)| Verhandlungen bis zum Jänner hinzuziehen, um Heute nachmittag hielt die sozialdemokratische dadurch das Zentrum für die Beteiligung am Reichstagsfraktion ihre erste Sigung ab. Genosse Bürgerblod mürbe zu machen. Es ist nicht zu Hermann Müller berichtete über die politische erwarten, daß dieser Plan gelingen wird. Lage und über die mit dem Reichskanzler geführ ten Verhandlungen über die Nenbildung einer Regierung. Nach einer eingehenden Debatte wurde folgender Beschluß gefaßt: Gestern abends fand in Brünn eine vom Ver- aus Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten. Nur eine Minderheitsband der öffentlichen Angestellten einberufene Versammlung statt, die sich mit den neuen Beamtenvorlagen beschäftigte. Genosse Katschinka besprach die Särten dieser Gesetzentwürfe, ins besondere des Abbaugesetzes. Abgeordneter Genosse Grünzner schilderte eingehend den Leidens weg der Beamten aller Kategorien sowie der Pensionisten, die Jahre lang auf die Regelung ihrer in einem Ronimuniquee, daß die umgehende Bil Die bayerische Volkspartei erklärt jo fargen Bezüge warten mußten und sich jest dung einer arbeitsfähigen Reichsregierung drin abermals in ihren Hoffnungen betrogen feheit. Er wies auf die unglaublichen Formmängel der gend geboten fei. Die Fraktion erachtet die Bil Vorlage und die in unserem Staate nun schon ein faffung, daß aus Gründen der äußern und innern für das einzig gegebene und wird eine solche ReDie sozialdemokratische Fraktion ist der Auf- dung einer bürgerlichen Einheitsfront mal übliche Methode der parlamentarischen Be- Politit eine Regierung des Bürgerblods verhin gierung unterstützen. handlung hin und entfräfte te ausfühol ch die Ar- bert werden müsse. Mit Rüdsicht auf die Haltung gumente, deren sich die Koalitionsabgeordneten zur ber deutschen Volkspartei sieht sie in der Weimarer Berteidigung dieser beamtenfeindlichen Vorlagen Koalition( Bentrum, Demokraten, Sozialdemokra bedienten. Alle Rechte, die sich die Beamten jet ten) die gegebene Lösung. Dent Umsturze erfämpft hatten, werden nun mit einem Federstrich beseitigt. An drastischen Beis Nach den Beschlüssen der deutschen Volkspar- Berlin, 18. Dezember.( Wolff.) Reichelang spielen aus der Nachtsivung des sozialpol tischen tei und des Zentrums besteht zur Zeit nur noch er Mary hat im Laufe des heutigen Tages mit Ausschusses zeigte Genosse Grünzner die schleuder die Möglichkeit zur Bildung von Minder- den Parteiführern die sich bietenden Möglichkeiten hafte Tätigkeit, mit der so einschneidende Gefeße heitsregierungen. Aus dem Beschlusse einer Regerungsbildung besprochen. Die Ver bei uns gemacht werden. Stea itionsabgeordnete, der sozialdemokratischen Fraltion ergibt sich, daß handlungen haben zu feinem positiven Ergebnis ja selbst der Ausschußreferent, haben von dem In diese bereit ist, sich aktiv an einer solchen Regierung ihnen gefaßten Beschlüssen bestanden haben. Der geführt, da sämtliche Fraktionen auf den von halt der Vorlagen, die von den diversen Beifas zu beteiligen. Außerdem liefert der Beschluß Reichsfangler wird dem Reichspräsidenten über ausgearbeitet worden sind, feine Ahnung gehabt. einen neuen Beweis dafür, daß die Reichstags: das Ergebnis seiner Bemühungen morgen vormt Die ganze Bevölkerung gegen die Staatsbeamten fraktion der deutschen sozialdemokratischen Partei das Ergebnis seiner Bemühungen morgen vormt aufzuheben, die Staatsbeamten gegeneinander auf- nach wie vor zur positiven Mitarbeit bereit ist. tag Bericht erstatten. zuhe zen, das ist der Wunsch der Koalition. Mit In der Sißung wurde ferner beschlossen, als dem Rufe nach Zusammenschluß aller stärkste Fraktion des Reichstags Anspruch auf Staatsbeamten ohne Unterschied der Natio- den Präsidentensiß zu erheben; als Kan mal tät, nach der Solidarität aller ardidat wurde Genosse Loebe vorgeschlagen. beitenden Menschen dieses Staates schloß Bergebliche Verhandlungen des Reichstanzlers. Der Staatsgerichtshof in Tätigkeit. Genoſſe Grünzner ſein mehrmals von stürmischem Berschleppungstaktit der Volkspartei. fifchen Partei aus Mecklenburg wegen Hochber Beifall der zahlreich anwesenden Staatsbeamten amterbrochenes Referat. Der Verbandstag der Landund Forstarbeiter. Berlin, 18. Dezember.( Eigenbericht.) Uleber Die Regierungskrise ist zu berichten, daß die deut fche Volkspartei offenbar die Taktik befolgt, die Einigung in Wien. ** Leipzig, 18. Dezember.( Eigenbericht.) Der Staatsgerichtshof zum Schuße der Republik in Leipzig verurte te drei Angehörige der fommunirates zu Zuchthausstrafen von zwei bis drei Jah ren; die Angeklagten follen insbesondere Spreng stoffe gestohlen und Vorbereitungen zum gewaltsamen Umsturze betrieben haben. ** demt parlamentarischen Ausschuß ein Einverneh Am Samstag, den 13. und Sonntag, den 14. men erzielt werden muß. Uebrigens hat es sich Dezember, fand in Teplitz der zweite Verbands Wien, 18. Dezentber.( Eigenbericht.) Die Ver- herausgestellt, daß die Zahl derjenigen, die angetag des obgenannten Verbandes statt. Der Ver Chriftlichsozialen wegen der Zustände in der Ende Dezember abläuft, noch lange nicht voll ist, tag des obgenannten Verbandes statt. Der Verhandlungen zwischen Sozialdemokraten und worben werden sollen, obwohl die Werbefrist schon bandstag hatte die für die we fere Entwicklung Seermacht, die sich solange hingezogen hatten und woraus fich ergibt, daß der Heeresminister feine der Organisation notwendigen Beschlüsse zu faffen. Die Beratungen wurden in überaus ern wiederholt die Arbeitsfähigkeit des Parlamentes Pläne hätte ruhig durchführen können. Dafür hat ster und fachlicher Weise geführt. gefährdeten, wurden heute mittags zu Ende ge- die Sozialdemokratic sich bereit erflärt, ein dreiNad) Eröffnung des Verbandstages hielt Ge- führt. Die Verhandlungen betrafen das Vor- monatliches Budgetprovisorium durchzulassen. nosse Uhl allen in den letzten Jahren verstorbe- gehen bei den Werbungen für das Heer. Der Weiters wird sie die handelspolitischen Geseze, nen Mitgliedern einen tief empfundenen Nachrufwerbungen nen Mitgliedern einen tief empfundenen Nachruf. Heeresminister hatte die Absicht, neben den An- wodurch unter anderem die Handelsver Nach Evedigung der notwendigen Formalitäten werbungen eine größere Anzahl christlichsozialer träge mit der Tschechoslowakei und crhielten die Gäste zu Begrüßungsansprachen das Protektionskinder in das Heer hineinzubringen. Deutschland ermöglicht werden sollen, Wort. Es sprachen: Für die Landarbeiter. Es wurde vereinbart, daß nach der Reihe der An- zur Beratung zulassen. Ferner wurde eine Einiinternationale und den deutschen Landarbeiterver- meldungen die Aufnahmen in das Heer zu erfolgung über eine Reihe anderer sozialpolitischer band Gen. Schmidt- Berlin, für den Zentral- gen haben. Einige Ausnahmen wurden zwar gel- Gefeße erzielt. verband der Kleinbauern und Häusler Genoffe tenb gelaffen, jedoch vereinbart, daß hiebei mit! Schweichhart für den Desterreich schen Berband Gen. Wimmer- 2ing, für die sozialdemofratische Partei Gen. Dr. Heller, für de Zentralgewerkschaftsfommission Gen. Schäfer und für die Kreiegewerbschaftskommission Teplit Gen. Arbeiter. Hierauf erstattete Gen. 15 den Tätigkeits- und Kassabe richt. Er schil derte in ausführlicher Weise die im Laufe der Be richtszeit von der Verbandsleitung und dem Ver Bezirken die Tätigkeit dieser Paritätskommissionen von den Unternehmern verhindert wird. Ties trifft insbesondere auf die Paritätsfommissionen für die Waldwirtschaft zu. Der Verbandstag ver langt deshalb von den zuständigen staatlichen We hörden, daß der Erlaß des Ministeriums für Land wirtschaft vom 6. April 1923 tatsächlich eingehal ten wird. -? i bandsvorstand geleiſtete Arbet. Er konnte felt. Dieſe Reſolution wurde einstimmig angenom stellen, daß nun nach leberwindung der schwersten Beit es wieder aufwärts und vomvärts geht. Für men. Der Vorsitzende Gen. Uhr begrüßte din die Kontrolle berichtete Gen. Langhans. Aus mittlerweile eingetroffenen Gen. Hrobar vom der Mitte der Delegierten wurde ein Antrag ein- tschechischen Landarbeiterverband, der den Vergebracht, der der Verbandsleitung für ihre geleistete bandstag ebenfalls begrüßte. Sodann brachte Arbeit das Vertrauen aussprach. Der An- Gen. Uhl die noch zur Erled gung vorliegenden Retrag wurde einstimmig afzeptiert. solutionen und Anträge zur Kenntnis, die sämtAm zweiten Verhandlungstage erstattete Gen. fiche angenommen wurden. Wir wollen aus dieBrüdner über die Regelung der Beitragsfrage fen Resolutionen das Wesentliche mitteilen: und der Einführung der Arbeitslosenunterstüßung auf Grund des Gesetzes über den Staatsbe trag Bericht. Er verwies auf die Nonvendigkeit der Einführung der Arbeitslosenunterstügung und die dadurch bedingte Neuregelung der Beiträge. Er begründete ausführlich de dem Verbandstage vom Berbandsvorstand darauf Bezug habenden vorge legten Anträge. Nach abgeführter Debatte wur den die vorgelegten Anträge angenommen. Zum 3. Punft der Tagesordnung: 2ohnund Arbeitsverträge, erstattete der Gen. Paul das Referat. Er begründete ausführlich die auf dem Gebiete der Tarifpolitik durchgeführten Maßnahmen und stellte fest, daß es trop aller Schivier gleiten den Agrariern nicht gelang, den Zustand der Vorfriegszeit wieder herzustellen. Es fonate festgestellt werden, daß int letzten Jahre eine Erhöhung der Löhne erreicht worden ist. In der zu diesem Punkte eingebrachten Refolution heißt es u. a.: Der zweite ordentliche Verbandstag bes Berhandes der 2and- und Focstarbeiter nimmt en Bericht über die im Laufe der Berichtszeit durchgeführten Zohnaltionen mit Befriedigung zur Renat nis. Dem Verbandsvorstand und der Verbands. leitung, bie alles getan haber, um die Existenz der Land- und Forstarbeiter zu verbessern, wird für ihre schwere Arbeit in einer ungünstigen Zeit bas volle Vertrauen ausgesprochen. Die Arbeiter haben die Verpflichtung, die Einhol tung ber Verträge zu beachten und dürfen ohne Bustimmung der Vervondsteitung nichts Selbständiges unternehmen, ondern es find olle Aktionen nur im Einbernehmen mit den austan. digen Stellen der Organisationen in die Wege zu leiten.... Das Vorgehen der freien Vereinigun gen der Forstbesiyer Westböhmens und Norbost böhmens, die den Abschluß von Tarttoer. trägen zu verhindern juchen, verurteilt der Verbandstag aufs schärfste.'. Cbwohl in all t Bezirken Paritätstommissionen errichtet wurden, muß festgestellt werden, daß in einigen In einer Resolution werden die fozialpolitischen Forderungen der Landarbeiter folgendermaßen umschrieben: 1. Aushebung der Dienstbotenordnung und Unterstellung unter ein vont sozialen Geiste getragenes Arbeiterreajt. 2. Strenge Durchführung des Achtstundentages. Anpassung der Arbeitszeit der Depu tatiften. 3. Verbot der Kinderarbeit. 4. Einrichtung von Fachkursen weds tea nischer Ausbildung der land- und forstwirtschaftlichen Arbeitskräfte. 5. Beistellung von Wohnungen an bie Yerb und Forstarbeiter, die den menschlichen Anforderungen entsprechen. 6. Die längst fällige Einbeziehung der Landund Forstarbeiter in die Unfallversicherung und die Festsetzung der Renten in einer den wirk lichen Existenzverhältnissen entsprechenden Höhe. 7. Einbeziehung der Land- und Forstarbeiter In die Arbeitslosenbersiderung. Wir beginnen morgen mit dem Abdrud einer großen Erzählung, beren originelle und spannende Handlung bei unseren Lesern zweifellos großes Interesse hervorrufen wird. Der Gletscher Sin neuer Mythos vom ersten Menschen ist das beste Buch des dänischen Schriftstellers Johannes V. Jensen, erfüllt von Schönheit, Kraft und Poesic. Der Urwald des Steinzeitmenschen ist der Ort, an den uns die glühende Phan tasie des Dichters führt. Das ungeheure, umwälzende Erlebnis der Eiszeit rollt vor unseren Blicken ab und hineingeflochten in dieses gigantische Naturgeschehen ist der Mythos von den ersten Menschen, die den Kampf mit der Allbezwingerin Natur aufnahmen und in diesem geradezu übermenschlichen Kampf erst wirklich denkende, bewußt schaffende Menschen wurden. Die Erzählung ist weit mehr als ein der Seele ihres Schöpfers ent jprungenes Märchen, sie ist ein Stüd übergewaltiger Schöpfungsgeschichte, gepaart mit zartester Empfindung, die es dem Dichter gelingen läßt, Seelen- und Gedankenweltber rmenschen und ihre Entwicklung nachzuschaffen. Mit den Menschen der Eiszeit, die als riesenhaftes, unfaßbares Ereignis über bie Streatur hereinbricht, sehen wir in diesem Roman auch Leben und Leid des Urgetiers vor uns entstehen und vergehen. Kühn und groß sind Wesen und Gang dieser Erzählung, atemberaubend Die Gletscherluft, die in ihr weht. Wir hoffen, daß dieser Mythos boni riten Menschen in einer ganz ausgezeich eten lleberjeßung lebhaftes Interesse und einste Freude bei unseren Lesern weden werden. Lages- Neuigkeiten. Bildchen aus dem Barlamente. Im sozialpolitischen Ausschusse. Salb elf Uhr nachts. Das Pensionistengeset tommt zur Verhandlung, der Antrag auf Verschechischen Herren- Klasse und be- tegung wird abgelehnt. Also gehn wir's an!" währte tschechische chauvinistische Agitatoren als fagt unser Taub und hält eine Rede, sachlich, Cigentümer über den Boden eingesetzt. scharf, iedes Wort schlagsicher. Die Mitternach Die nach den Gefeßen zurecht bestehenden Ansicht näher schon", das Militärpensionistengefes wind beraten". Der Herr Berichterstatter meint, prüche der Gemeinden und der ansässigen die Opposition folle feine langen Reden halten, Bevölkerung werden abgewiesen, die nicht tsche- 3 chischen Arbeiter, Angestellte und Beamte in vie- die Pensionisten brauchten d: s Geset. Gen. Grüng ten Fällen um ihren Arbeitsplap gebie" Beratung". Der Referent murmelt einen ner gibt die entsprechende Antwort. Dann kommt bracht und ihre weitere Existenz wird untergra. Baragraph nach dem andern; mechanisch erhebt ben und schwer geschädigt. Alle Bestrebungen, die die Betsina" die Hände, um halb eins ist alles Gesetze zur Geltung, die Rechte der Anspruchs- unter Dach und Fach. Dann wandern die Vorberechtigten zu sichern, den Beschäftigten den Ar- lagen in den Budgetausschuß. Um fünf Uhr früh beitsplatz zu erhalten, waren bis jetzt erfolglos ft's vollbracht. Unsere Genossen sind munter, leb. und find an dem Widerstande des Bodenamtes und haft, die Mehrheit ist„ müde des grausamen der bisherigen Regierungen gescheitert. Spiels". Es ist notwendig, auszusprechen, daß die im Im Hause. Nach Grünzner spricht Křiž. Verbande der Land- und Forstarbeiter organisier- der Kommunist. Noun Personen find ten Arbeiter entschieden eine Renderung forbern. in Saale, der kommunistische Klub ist nicht da. In erster Linie ist zu fordern, daß das kontrolloje nach und noch kommen einige und nehmen ihre Bodenamt so umgebildet wird, daß auch die bis Bläge ein. Stein Zwischenruf, es ist in der Mittagjetzt ausgeschlossenen Minderheitsnationen stunde. und vor allem die Arbeiterschaft eine ihrer Stärke entsprechende Vertretung belommen. Das Bodenamt ist unter die Kontrolle des Parlamentes zu stellen. Ein wichtiger Antrag fordert Verhandlungen wegen Verschmelzung mit dem Berband der Kleinbauern und Häusler. Der dritte Kongreß der internationalen Landarbeiterföderation in Berlin 1924 sprach sich für die Organisierung der Kleinbauern und Häusler im Rahmen der Landarbeiterorganisation aus. Der heutige Verbandstag steht ebenfalls auf Die Galerie nur dünn besetzt. Schon die Schatten vielleicht, die das große Ereignis voraus. wirft. Gin furchtbares Schicksal redt sich auf Entlassung, die Straße, das Elend. Wer darf noch ivagen, feine Meinung zu äußern, offen, freimütig fein zu dürfen? Die Erziehungs methode" der hohen Pětka wirkt bereits. Von den Mehrheitsparteien spricht fein Redner, die Ministerbank ist lang und leer. Gestern nachmittags war um das hohe Haus" viel Polizei zu sehen. Gin herrliches Sinnbild unserer Demokratie! Das Ende eines echten Kommunisten. Als dem Standpunkte, daß eine zusammenfasseinerzeit nach der Spaltung die Kommunisten sung aller Teile des proletarischen überall die sozialdemokratischen Organisationen zu ung aller Teile des proletarischen andvolles in gemeinsam wirkenden und ein heitlichen Organisationen im allgemeinen Interesse gelegen ist. Da in der Tschechoslowakei neben der Land beiterschaft die Schichte der proletarischen Klein banern und Häusler in beträchtlicher Zahl tatsäch y vorhanden; zertrümmern versuchten und bei dieser Zerstörungsarbeit leider oft das Ziel ihrer Bestrebungen errechten, hat sich in unserer Organisationen im Dstrauer Gebiet als einer der Radikalsten besonders der Kommunist vans Raab aus Odrau hervorgetan. Dieser Revolutionär" trägt einen großen Teil der Schild daran, daß die deutsche Arbeiterschaft in dem dortigen Gebete aftions8. Gewährung bon bezahlten Erho lungsurlauben für die gesamte land- und forstwirtschaftliche Arbeiterschaft.( Urlaubsgesetz.) 9. Den bestehenden Gewerbeinspekto aten sind Land- und Forstwirtschaftsinspektorate anzugliedern, die sämtliche in ihrem Sprengel be da weiters die Organisation der Kleinbauern tehenden land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Häusler auf ihrem Verbandstage am 8. und unfähig wurde. Nun hat den„ Revolutionär" fein beaufsichtigen haben. Die Inspektion muß ſi). März 1924 die prinzipielle Geneigtheit für die Schicksal ereilt. Die Stommuunisten, die den so such auf die Wohnstätten der Land- und Forst. Sereinigung mit unserem Verbande ausgesprochen maderen Zerstörer und Spalter seinerzeit freudig arbeiterschaft erstreden. Dem Land- und Forst in ihren Reihen mit an der Spite marschieren inspektor ist ein Hilfsinspektor beizustellen, ber Surch die Organisation der Land- und Forstarbeiter stimmt wird. Eine zweite Resolution befaßt sich mit der Bodenreform. Es heißt darin u. a.: An Stelle der ehemaligen Großgrundbesitzer werden nur Angehörige der zahlungsfähigen hat; beschließt der Verbandstag, den Vorstand zu ließen. haben ihn nun, wie der Vonvärts" aus crmächtigen, in Verhandlungen sipeds einer or Ddrau berichtet, aus der Partei ,, wegen--ganisatorischen Vereinigung mit dem Verbande der dauernd schädigenden Verhaltens" hinausgedeutschen Kleinbauern und Häuslers, Sis Teplis, worfen. Raab wird jetzt von den Kommunisten Und einzutreten und beauftragt ihn weiters, wenn die sogar Denunziation vorgeworfen. Berhandlungen ein für die organisatorische Vereinen solchen Menschen haben die Kommunisten einigung günstiges Ergebnis zeitigen, diese und alle auf den Schild gehoben weil er einer der ersten daraus sich ergebenden statutarischen Aenderungen war, der die Sozialpatrioten" im Ostrauer Gedurchzuführen, biet entlarven" half! Seite 4. Die Amtsstunden der Postämter zu Weihnachten und Neujahr. Am 24. Dezember 1924 dauern die Amtsstunden für den Parteienverfehr im Postdienste bis 17 Uhr. Die Zustellung der Briefpost erfolgt an diesem Tage nur bis 17 Uhr, die der Patete aber wie an Werktagen. Am 25. Dezember 1924 und am 1. Jänner 1925 wird wie an Sonntagen, am 26. Dezember 1924 wie an Feiertagen amtiert. Bezüglich der Telegraphen- und Telephongebühren gelten am 25. De sember 1924 und am 1. Jäner 1925 die Vorschriften wie an Wochentagen. Reichskonferenz der Bergarbeiter. Die Bereinbarungen betreffend die Teuerungszulagen im Bergbau angenommen. rodni Dum" in Smichov die von den koalierten Prag, 18. Dezember. Heute tagte im„ NaVerbänden einberufene Bergarbeiter- Reichskonfe renz, welche über das Ergebnis der Lohnberhandlungen zu entscheiden hatte. Sie war von 45 Ver tretern der toalierten Verbände aller Reviere und 16 Vertretern der Revierräte befchidt. Den Vor fit führten die Gen. Jarolim, Brožit und Pisařovič. Den Bericht über die Lohnbewegung erstatteten die Gen. Brožit und Pohl. Nach einer längeren fachlichen Diskussion, in der sich die Vertreter der verschiedenen Reviere für die Annahme der erzielten Bedingungen aussprachen, einstim wurde nachstehende Resolution cinst i m mig angenommen. Die Reichskonferenz nimmt den Bericht der foalierten Verbände über die Lohnverhandlungen zur Kenntnis. Obzwar das Ergebnis der Verhandlungen den tatsächlichen Erfordernissen und den berechtigten Ansprüchen nicht entspricht, empfiehlt sie mit Südsicht auf die derzeitigen Verhältnisse im Bergbau die Annahme des Verhandlungsergebnisses, wie es in den Verhandlungsprotokollen vom 12. und 16. Dezember 1924 zwischen den foalierten Bergarbeiterverbänden einerseits und dem Verband der Bergbaubesitzer anderseits abgeschlossen wurde, zur Annahme. Die Annahme dieser Protokolle geschieht in der Erwartung, daß der Verband der Bergbaubesiper bei einzelnen seiner Mitglieder( Schwadowitz), wo bisher eine annehmbare Lösung nicht gefunden dort dem Protokolle vom 12. Dezember 1924 ent sprochen wird. Desgleichen halten die foalierten Bergarbeiterverbände ihre Forderungen bei den dem Verbande der Bergbaubefizer nicht angehören den Grubenbesizern für vollauf berechtigt und aufrecht. 19. Dezember 1924. Zaun hinweg, den Stromtleiter eines Straßenbahnwagens und sprang zur Seite. Obwohl er den Hav. as sofort auf die Gefahr aufmertjant madhte, wer es zu spät. Haplas lief direkt unter die Räder der Elektrischen und war at der Stelle tot. Was sich noch alles Milch nennt! Ein Milchpantscher scheint auf dem Preßburger Marktplat einen seltenen Reford erreicht zu haben Es wurden dort 1300 Liter einer Flüssigkeit beschlagnahmt, die als Milch" verkauft wurde, tatsächlich aber aus einem Sechstel Milch und fünf Sechste! Wasser bestand. Beschlüsse der Revierkonferenzen vom 16. November 1924 einesteils durch das Fortführen der Verhand lungen, anderseits durch das mittlerweile erfolgte eigene Borgehen seitens anderer Organisationen als überholt betrachtet werden. Hierbei muß fest gestellt werden, daß dieser Umstand die Unterhand- Bolfsbildnerlehrgang. Der Sonderausschuß des fungen selbst ungünstig beeinflußt hat. Verbandes der deutschen Selbstverwaltungstörper für Die Reichskonferenz will auch nicht verschwei- Volksbildungswesen veranstaltet vom 28. bis 30. ds. gen, daß die organisatorischen Verhältnisse der an der deutschen Universität in Brag einen breitägigen Bergarbeiter mit schuld sind, daß die Verhandlungen Volksbildnerlehrgang für die Amtswalter der deut durch die Unternehmer so lange hinausgezogen wurschen Bezirks- und Stadtbildungsausschüsse. Bon den, und daß deren Ergebnis fein allgemein be hervorragenden Fachreferenten, unter denen sich bie friedigendes genannt werden kann. Sie appelliert Genossen Dr. Hugo Jltis und Dr. Luitpold Stern daher an alle Vergarbeiter, die Macht und den befinden, werden Vorträge über Bolfsbildung, Bolts. Einfluß der foalierten Bergarbeiterverbände zu tum, Büchereiwesen, heimisches Schrifttum, Bolts stärken und dadurch die einzig mögliche Voraus hochschule, Arbeiterbildung, Archivwesen, Gemeindefebung zu schaffen, damit ihre Interessen wirksam gebenkbücher, Museumswesen, Heimatschuh, Lichtbild geschüßt und vertreten werden können. und Film gehalten. Anschließend an diese Vorträge veranstaltet die PragerUrania": Lichtbildervorträge, das Weihnachts- Mysterienspiel, Schubertabend, Radiovortrag und eine Ausstellung und Vorführung nehmer an diesem Lehrgange erhalten freie Untermoderner Lichtbild und Filmapparate. Die Teilfunft im Studentenheime und freien Mittagstisch. Weiter wurde eine Resolution bezüglich der Abzüge der Personaleinkommen ste uer nachstehenden Inhaltes angenommen. Die Reichskonferenz protestiert ganz entschieden gegen die rüdsichtslose Eintreibung der jest auf einmal für mehrere Jahre unter gänzlich geänderten wirtschaftlichen Berhältnissen vorgeschriebenen Einkommensteuer. Wir konstatieren, daß die Steuer- Der ängstliche Diktator. Der Der schwedische behörden in allen Bergbaurevieren auf diese ge- Winisterpräsident Branting. der befanntlich änderten Verhältnisse nicht nur teine Rüdsicht Mitglied des Völkerbundrates ist, konnte infolge nehmen, sondern nicht einmal die vom Finanz seiner Stranfheit an der Sitzung des Völferbund. ministerium erlassenen Richtlinien einhalten. Die rates, die in diesen Tagen in Rom stattfand, foalierten Verbände werden beauftragt, gegen dieses nicht teilnehmen und betraute mit seiner Stell Vorgehen bei den zuständigen Stellen einzuschreiten. vertretung den Minister des Aeußeren Umden. Das materielle Verhandlungsergebnis, wel- Branting beauftragte feinen Ministerkollegen, er des in den Protokollen vom 12. und 16. Dezember möge in seinem Namen an Matteottis Grab festgelegt ist, besteht im Wesen in Gewährung von einen Kranz niederlegen, an dessen Schleife die Teuerungszulagen, welche nach den Revieren und Widmung stand: Matteotti, der für die Frei nach Familienmitgliedern abgestuft sind. beit seines Vaterlandes starb. Branting." Als die Absicht des schwedischen Delegierten in Rom bekant wurde, begann in der fascistischen Presse ein Reffeltreiben gegen Branting. Mussolini ging sogar zum schwedischen Gesandten und warnte ihn davor, Matteottis Grab zu besuchen, denn diese Demonstration könnte von den a schisten Roms als eine Provokation" aufgefaßt werden und zu unliebsamen Weiterungen füh Staatliche Neubauten in Prag. Während die Gebäude des Ministeriumis der sozialen Fürsorge und des Ministeriums für öffentliche Gesundheit und Körperpflege beim Palacky- Denkmal in PragVyšehrad bereits im Bau sind, wurde jest, wie offiziös gemeldet wird, über die Baupläße der übrigen Zentralämter definitiv entschieden. Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten, das Eisenbahn- und das Landwirtschaftsministerium werden auf dem Peterstai errichtet. Das Außenministerium wird die entsprechend adaptierte Černinsche Kaferme auf dem Pohořelec beziehen. Die dort heute sich befindlichen Militärabteilun gen werden in einer neuen Saserne in Ruzyn untergebracht. Das Justizministerium wird auf dem Belvedere- Plateau in der Nähe des dort projektierten Gebäudes der Nationalversammlung gebaut, das in der Achse der Stefanik- Brüde liegen wird. Das Oberste Verwaltungsgericht wird in Smichow bei der Jakobskirche und das Nationalverteidigungsministerium auf dem Belvedere gleichfalls in der Nähe des Parlamentes gebaut. Das Gebäude, in welchem heute das Gesundheitsministerium untergebracht ist, wird nach dessen Umzug in den Neubau beim Palacky- Dent mal von einem Teil der politischen Landesverwal tung bezogen werden. Als Standort für den pro jeftierten Neubau des staatlichen Musikkonserva- wurde, seinen Einfluß geltend macht, damit auch toriums wurde jener bestimmt, auf dem sich heute die alte Aujezder Kaserne erhebt. Die Prager Stadtgemeinde wird diesen Platz wahrscheinlich fostenlos für das Konservatorium widmen. Vom Ministerium für öffentliche Arbeiten wird nun an den Verbauungsplänen gearbeitet, um festzu stellen, in welchen Ausmaß dieses Grundstück ausgenützt werden muß. Das Arbeitsministerium beabsichtigt demnächst eine Sonkurrenz zweds Erwerbung von Bauplänen für dieses Gebäude auszuschreiben. Den Architekten ist damit die Aufgabe gestellt, das Projekt zu einem Gebäude zu entiver- meldet, hat der Abonnent sofort und ohne weitere! nen kurzem unbedingt muß. Ein Großteil des Telegestellt, das Projekt zu einem Gebäude zu entwver- Bemerkungen, Ausstellungen oder Höflichkeitsklauseln phonpersonales kennt zwar die Nummern der Banken, ren! Der schwedische Außenminiſter Umden sah fen, das vom architektonischen Standpunkt den entsprechenden Abschluß der Chotelgasse( in der nur die gewünschte Nummer deutlich anzusagen. An- Aemter und Anstalten auswendig, aber die neuein- fich infolge des drohenden Auftretens MussoliAchse der Brüde der Legionen) am Fuße des dernfalls hält er die Beamtin in der Arbeit auf, oder tretenden Beamten im Jahre 1924 waren es 190 nis veranlaßt, seinen Plan fahren zu lassen, und Laurenzi berges bilden soll. Das Ministerium für irritiert sie durch Vorwürfe, erschwert ihr die Arbeit fönnen sich nicht sofort alle Nummern einprägen verließ Italien mit dem gewiß begründ.ten öffentliche Arbeiten hat die staatliche Regulie- und macht die rasche Bedienung der übrigen Abon- und sind dann Gegenstand ungerechter Vorwürfe der Eindruck, daß in dem faschistischen Italien zwar rungskommission und die Gemeinde Prag um sind ausschließlich bei dem Aufsichtsbeamten vorzu- Station immer mit der Nummer aufzurufen wobet denkens der Märtyrer der Arbeiterklasse nicht ernenten unmöglich. Ausstellungen und Beschwerden Abonnenten und der Presse. Daher ist die gewünschte das Morden erlaubt, jedoch die Ehrung des Anwelchen dieses Grundstück in staatlichen Besitz bringen, und zwar kurz und fachlich ohne jede Stritit, auf richtige Wiederholung der Nummer zu achten ist. laubt ist, es sei denn, daß man es auf einen sonst steht er wieder den übrigen Abonnenten, die Falls die verlangte Station als stromlos" gemeldet diplomatischen Stonfliti ankommen lassen will. überführt werden könne. ſonſt Amtliche Ratschläge. Die Postdirettion in Prag da ihnen dann der Aufsichtsbeamte stets als„ befeßt" gemeiner Befolgung dieser Winke wird die Bedienung 8 Uhr abends ereignete sich bei der Ausfahrt des Tödliches Bahnunglüd in Graz. Gestern nach teilt mit: Die Telephonabonnenten des Prager gemeldet wird. Wenn jemand einen Abonnenten rascher und besser vor sich gehen. Telephonn" es tönnen selbst und zu ihrem eigenen ruft, der mehrere Stationen hat, fanit er, falls die Bruder Personenzuges Nr. 224 aus dem Gra Vorteile den Telephonverkehr verbessern helfen, falls erste und die zweite Nummer beset: ist, höchstens noch Im Eise eingebrochen und ertrunken. Wie aus er Hauptbahnhof ein schweres Unglüd, das fie folgende Winte beachten: Der Anruf der Tele- die dritte angeben. Falls große Banken, Aemter opis gemeldet wird, begab sich ein Volksschüler, zwei Menschenleben als Opfer forderte. phonzentrale ist durch einfa 3 Abheben des Mikro- und Anstalten angerufen werden, prüft die Beamtin, namens Nowa!, auf die noch zu schwache Eisdede Der drittletzte Waggon des Buges entgleifte bei telephones von der Gabel des Tele, napparates zu sobald nur eine Nummer verlangt wurde, selbst alle des an der Brüger Straße gelegenen Teiches, brach einer Weiche des Frachtenbahnhofes, stürzte um bewerkstelligen. Falls sich die Telephonzentrale nicht übrigen Nummern auf das Beseytsein. Der größte ein und kam unter die Eisfläche. Es gelang nicht und begrub zwei Fahrgäste unter seinen Trümjofort met, verhindert ungeduldiges Klopfen auf Unfug im Verkehre der Abonnenten mit der Tele- mehr, das Kind zu retten; nur die Leiche konnte ge- mern. Einige Passagiere wurden leicht verletzt. die Gabel die Meldung der tr- le, da die Beamtin phonzentrale ist die schon eingewurzelte schlechte borgen werden. Die neuen Ausgrabungen in Rom. Während - falls der Abonnent direkt in die Klinke des A-- Gewohnheit, den Abonnenten mit dem Namen anzu. Von der Straßenbahn überfahren. Am Dienstag der leßten Debatte über das Unterrichtswesen in beitsplatzes eingeschaltet ist schmerzhafte Schläge rufen. Dieser Mißbrauch wird mit der Automatisie- vormittags begleitete i Mähr. Ostrau der sieben der italienischen Kammer erklärte Unterrichtsin die ren rhält. Auch macht der in den rung der Telephonzentrale verschwinden, weil dann jährige Schüler Josef Havas seinen Schulkameraden minister Casati in einer Zwischenbemerkung, Wähler eingeschaltete Abonnent die Einschaltung auf jeder Abonnent sich selbst die Nummer des Angerufe Křiž nachhause. Die beiden gingen in einer sehr daß die Regierung nicht nur die Freilegung des freie Arbeitsplät: unmöglia), da er durch Nieder- nen durch Drehen der Nummernscheibe rufen muß. engen, von beiden Seiten hoch umgäunten Straße, Circus Maximus betreibe, sondern auch die 1905 drücken der Gabel jedesmal den Wähle in neue Warum tönnte nicht schon heute jeder die zu rufende in der auch die Hruschauer Straßenbahn fährt. Křiž begonnene Ausgrabung der Ara pacis des Augu Bewegung ersetzt. Sobald sich die Telephonzentrale Nummer aufsuchen und anjagen, wenn er dies bin. bemerkte noch rechtzeitig in einer Biegung über den stus wieder aufnehmen werde. 6 Blinde Passagiere. Bon Jack London. --unter Die Reichskonferenz billigt das Vorgehen der toalierten Bergarbeiterverbände im ganzen Berlaufe dieser Verhandlungen und erklärt, daß die Ueber das detaillierte Ergebnis wird in den am Sonntag, den 21. Dezember 1924. stattfindenden Nevierfonferenzen Bericht erstattet werden. Die Reichslonferenz wurde nach fünfstündiger Dauer geschlossen. mit dem Aufsichtsbeamten sprechen wollen, im Wege. wird, verlange man die Aufsichtsbeamtin. Bei all diploma es sei denn, daß man es auf einen merad! Es hilft ja nichts, daß wir versuchen, dich runterzufriegen." Und dann gehen sie ihres Weges und lassen mich bis zu ihrer Zweigstation in Frieden. was anhängen" heißt. Selbstverständlich habe ich Ich habe hier ein Beispiel davon gegeben, eine Nacht gewählt, in der meine Bemühungen von Glüd gefrönt waren und nichts von den Nächten denen ich Pech hatte und geschmissen wurde. und hrer sind viele gesagt, in was geschah, als wir die Zweigstation auf der Zum Schlusse möchte ich nur noch erzählen, Strede erreichten. Auf den eingleifigen Ueber und folgen dann den Personenzügen. Als ich an landstreden warten die Güterwagen an der Weiche in den Sinn kommen, daß ich es zum drittenmale tue. Ich lehrte also zum selben Wagen zurüd, beschloß aber, mich gegen weitere Ueberraschun gen zu sichern. Nur eine der Seitentüren fonnte Loch neben der vernagelten Tür und legte mich machte mich gleich an den Stohlenhaufen, grub ein geöffnet werden, die andere war vernagelt. Ich hinein. Der Schaffner kletterte herauf und gudte ins Loch. Schen fonnte er mich nicht. Er rief, ich sollte machen, daß ich wegkäme. Ich versuchte, ihn anzuführen, indem ich ganz still liegen blieb; fen, gab ich es auf und wurde zum drittenmale als er aber anfing, Kohlenstüde ins Loch zu wer hinausgeschmissen. Dann teilte er mir in großer mich noch einmal fände. Erregung mit, was geschehen würde, wenn er Ich setze mich nieder und bin sehr stolz. In meiner ganzen Vagabundenzeit ist dies das beste Stüd Arbeit, das ich im Aufspringen auf einen Zug je geleistet habe. Ich weiß, daß man in der In diesem kritischen Augenblick wird mir Nacht auf der letzten Plattform immer sicher ist, tlar, was ich jetzt zu tun habe. Ich will auf die jedenfalls für ein paar Stationen, aber ich wage hinterste Pfattform springen. Ich weiß, daß der mich nicht zu den vorderen Wagen. Als der Zug Zug immer schneller und schneller fährt, aber das erste Mal hält, laufe ich auf der dem Bahn wenn es schief geht, kann ich nur in den Dred ge- steig entgegengesetzten Seite an ihm entlang, an worfen werden und ich bejize den ganzen Opti- den Pullmanwagen vorbei, dude mich und finde mismus der Jugend. Nicht mit einer Miene ver- einen Play unter einem der anderen Wagen. rate ich, was ich im Sinne habe. Mutlos und Beim nächsten Aufenthalt laufe ich wieder bor mit hängenden Schultern stehe ich da und zeige, und finde einen neuen Play. daß ich jede Hoffnung aufgegeben habe. Aber gleichzeitig untersuche ich mit dem Fuß den Sties. fer glauben, daß ich endgültig geschmissen bin. Jetzt bin ich einigermaßen sicher. Die BremEr gibt einen ausgezeichneten Halt. Ich sehe auch Aber der lange Tag und die anstrengende acht die Zweigstation tam, stieg ich ab und fah mich nach dem Bremser, der immer noch den Kopf fangen an, ihre Wirkung auszuüben. Da es auch nach dem Güterzug um, der hinterher fahren anderer genau so denkt, wie man selber, so mu Jezt veränderte ich meine Tattit, wenn ein vorstredt. Jest zieht er ihn zurück. Er ist ganz weber windig noch falt hier unten ist, nide ch follte. Ich fand ihn, stellte mich an einem Re- man abbrechen und eine neue Lattik verfuchen. ſicher, daß der Zug zu schnell fährt, als daß ich ein. Das geht. Auf dem Wagengestell einzuschla- bengeleise auf und wartete. Dann schlüpfte ich Das tat ich. Ich versteckte mich zwischen ein ihn noch erwischen könnte. Und der Rug fährt wirklich schnell schneleine Station tommen, frieche ich daher heraus fen, bedeutet den sicheren Tod und als wir an in einen geschlossenen Güterwagen, der halb voll paar Wagen auf einem anstoßenden Nebengeleife ler als je ein Zug, auf den ich es abgesehen hatte. und gehe zum zweiten„ Blinden". Biar far i Stohlen war, legte mich nieder. Faſt im ſelben und wartete. Gewiß, der Schaffner kam wieder Als der letzte Wagen vorbeifährt, laufe ich in der mich hinlegen und schlafen; und hier schlafe ichDier fann id; Augenblid war ich eingeschlafen. zum Wagen zurüd! Er schloß die Tür auf, flet Fahrtrichtung mit. Er ist ein furzer schneller An- wie lange, weiß ich nicht, bis ich erwach, weil geschoben wurde. Der Tag brach an, talt und macht hatte, ja, er troch ganz auf die Kohlen Ich erwachte dadurch, daß die Tür zurüd- terte hinein, warf Kohlen in das Boch, das ich ge lauf. Ich kann nicht hoffen, dieselbe Geschwindig- mir jemand eine Laterne vors Geficht hält. De trübe und der Güterzug war noch nicht abgefah- hinauf und spähte auf die Kohlen hinunter. Defeit wie der Zug zu erreichen, aber ich fann den beiden Bremser stehen da und starren mich an. ren. Der Schaffner stredte den Kopf zur Tür mit war er befriedigt. Fünf Minuten später fuhr Unterschied zwischen meiner und seiner Schnellig. Ich springe auf, um mich zu verteidig n. mäh- herein. Mad), daß du rauskommst, du verfluch der Güterzug zur Station hinaus und der Schaff feit auf ein Minimum reduzieren und den Stoß, rend ich darüber nachdenke, wer von den beiden ter Schlingel!" brüllte er. wenn ich das Trittbrett erreiche, dadurch weniger mich wohl zuerst angreifen wird. Aber sie denkon ner war nirgend zu sehen. Ich lief neben dem fühlbar machen. In dem flüchtigen Augenblid gar nicht baran. Das tat ich und als ich herauskam, sah ich, Wagen her. riß die Türe auf und fletterte hinein. fann ich bei der Dunkelheit das Geländer der mie der den Zug entlang ging und jeden Wagen Der Schaffner tam nicht wieber u. ich fuhr mit dem hintersten Plattform nicht sehen; ich hatte uach Ich glaubte, ich hätte dich geschmissen," untersuchte. Sobald er außer Schweite war, fohlenivagen genau tausendeiundzwanzig Meis feine Zeit, mich zu orientieren. Ich pade aufs sagte der Bremser, der mich am Kragen gehabt fagte ich mir er würde uie im Leben darauf ver- len. Die meiste Zeit schlief ich; nur an den Geradewohl zu und im selben Augenblick verlie- hatte. fallen, daß ich so frech wäre, wieder in denselben Zweigstationen, wo die Güterzüge stets etwa eine ren meine Füße den Boden. Es ist der reine wärst mit mir geflogen", antwortete ich. Wenn du mich nicht losgelaffen hättest, Wagen zu kriechen, aus dem er mich eben heraus- Stunde halten, stieg ich ab, um mir etwas Eſſen Glüdstreffer. Imchsten Augenblick könnte ich wärst mit mir geflogen", antwortete ich. gejagt hatte. Ich fletterte also ganz ruhig hinein zu erbetteln. Und am Ende der taufendtveiund mit gebrochenen Rippen, rebrochenen Armen oder Wiejo?" fragt er. und legte mich schlafen. 3tvanzig Meilen verlor ich Wagen durch einen zerschmetterter Sirnschale über den Ries rollen. glücklichen Zufall. Ich wurde hereingebeten um etwas zu effen zu bekommen, und ich möchte den Vagabunden sehen, der nicht jeden Bug wegfah ren läßt, wenn er hereingebeten" wird. ( Schluß.) . Ich hätte dich festgehalten, das ist alles", Aber meine Finger umflammern das Geländer, erwidere ich. ein Rud in meinem Arm. ich werde halb berumgeschleudert und meine Füße landen mit einer starten Erschütterung auf dem Trittbrett, dem Ergebnis: Sie beraten sich und zuletzt kommen sie zu folNa, dann wollen wir dich fahren lassen, Ra Nun muß aber der Schaffner genau so überlegt haben wie ich, denn er dachte sich, daß ich es gerbefo, machen würde. Folglich lam er zurüd und schmiß mich wieder hinaus. Na, dachte ich bei mir, es wird ihm doch nie 19. Dezember 1924 Beite 5. Debisenturse. a s wort 100 R Die tschechische Krone notiert in: Wien Ermordung russischer Bauernfournalisten.[ 14. Dezember in Köln ein Heim fürobbachlose] Steflow schreibt in der„ Jsvestija" über den Junggesellen eröffnet, das einen ersten Bersuh Teil einer Räuberbande sind, die in den weitesten Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Räuber eint leberfall und die Ermordung von Arbeiter und darstellt, das Problemt der Obdachlosenfürsorge in den Streifen des Oftrauer Gebietes organisiert ist und Bauern Berichterstattern in Rußland und sagt, Aufgabenfreis der Arbeiterwohlfahrt zu stellen. In die ganze Gegend durch ihre Streifzüge unsicher daß dies der Beweis einer breiten Mobilisierung einem ehemaligen britischen Baradenlager, das mit macht. Es wurden alle Sicherheiteämter in Berich der reichen Bauern ist. Von allen Seiten wird seinen 42 Baraden einen Raum von 4500 Quadratmegung gesetzt, um der Bande habhaft zu werden. Berlin mitgeteilt, daß diese Elemente eine verstärkte metern umfaßt, wurde ein Quartier geschaffen, das Tätigkeit entfalten, die Beherrschung der Bauern- 250 Betten, Badegelegenheit, Desinfektionsanstalt, Sowjets, der Gemeindevollzugsausschüsse, der Ge- alfoholfreien Restaurationsbetrieb, Leseraum usw. be nossenschaften und der Ausschüsse für gegenseitige fizzt. Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten war außer dent Silfe anstreben- furz, sich auf dem Lande feft beteiligten Kreisen der Arbeiterwohlfahrt auch der feben wollen. Auf dem Lande wird die Gruppie Oberbürgermeister von Köln erschienen. Die Leitung rung der fapitalistischen Elemente ein Klaffen des Unternehmens liegt in den Händen eines Sozial unterschied, die Ausbeutung der schwachen burch politikers, dem eine Reibe hauptamtlich und ebrent die starken Bauern wieder aufgenommen. Die amtlich tätiger Kräfte zur Seite stehen.d reichen Bauern kaſſen alles, was diese ihre Tätige Schneeberwehungen in der Sowjet- Ukraine. In feit enthüllt, und darin ist der Grund der Angriffe und Morde an den Berichterstattern zu füdwestlichen Teil der Ukraine haben Schneeber fuchen. Eine große Rolle spiele hier allerdings mehungen in einem ziemlich großen Bezirk der Eifen auch die gegen revolutionäre Propaganda. Die bahnlinien bedeutende Berkehrsbehinberungen het Feinde der Arbeiter- und Bauern Revolution sind vorgerufen. In den letzten Tagen sind in Odessa in die westlichen Teile der Provinz eingedrungen. alle Züge mit großen Verspätungen angelommen. Allein diese Organisation des weißen Terrors . Drahtlose Fingerabdrücke. Bei den Versuchen, wird nur mit einem großen Lärm der revolutio- die drahtlose Telegraphie für die Kriminalistik ans nären Elemente enden. zunußen, ist es dem New Yorker Polizeibureau ge lungen, nicht nur Bilder an die Londoner Poliset an übermitteln, die vollkommen flar und erkenntlich waren, sondern auch Fingerabdrüde so einwandfrei berüberzugeben, daß barnach die Identifizierung einer Persönlichkeit mit voller Sicherheit vorgenom. men werden kann. Gine Räuberbande bei Dlmüş. brachon bisher unbekannte Täter in der Ortschaft Ersch bei Dümüz das Postgebäude. In der In der Nacht vom Sonntag auf Montag er Poſtfanzlei wurde am Montag früh alles gervor fen aufgefunden. Die Täter ennvendeten 2400 K und mehrere Staatsbaulose im Werte von 3000 K. des Ik Prvatgeld des Postnreisters, 600 K Amtsgelder Durch den Ginbruch wurde auch Sachschaden im Werte von 2000 K ongerichtet. Gerichtssaal. Der Haarmannprozek. Der leste Verhandlungslag. 100 Dollar 8.02.25 Schweiz. Frant 15.5875 Mart 126.850.000.000'00 afterr. ronen 2.149'00 Boltswirtschaft. Kommunisti cher Gewerkschaftswirrwarr.( C befindet sich, feitdem sie besteht, in einer schweren Die fommunistische Gewerkschaftsbewegung rise. Erst ging die Politik der Sommuniſten dahin, die Arbeiter aus den dem Internationalen Gewerkschaftsbund angeschlossenen Berbänden ber auszureißen und eigene kommunistische Gework schaften zu gründen. Aber selbst in diesem Bea Streben waren die Kommunisten untereinander nicht einig. Zum Teil schlossen sich die and den Amsterdamer Verbänden ausgetretenen Mitglieder Ein fchredliches Familienbrama in Alagendem Verband der chemischen Arbeiter an, der gu furt. Dienstag abends ereignete sich in Slagen Hannover, 18. Dezember. Gleich nach Eröffband ausgestalte: wurde und in einzelnen einem Internationalen allgewerkschaftlichen Ber furt ein schredliches Familiendrama. Der pen nung der heutigen Berhandlung ergriff der Staats. Seffionen die verschiedenen Industriegruppen ver fionierte Bostbeamte und Hausbesiver Belianwalt das Wort, um die Anklage gegen einte. Einige Verbände aber, wie die Bauarbeiter togna betreibt mit seiner Frau ein Gemischt Grans zu begründen. Grans wird in wet Fälund Holzarbeiter, die zur Gänze zu den kom warengeschäft. Bei dem Ehepaar wohnt auch die len Anstiftung zum Mord vorgeworfen, und nuniften übergetreten varen, blieben selbständig fünfundzwanzigjährige Schwester der Frau, Answar in dem Fall des ermordeten Zimmermanns und schloffen sich dem Internationalen. allgewert gela Sommer. Zwischen den Eheleuten tant es wiederholt zu Streitigkeiten, die dazu führten, Drud hat sich auf das ganze europäische Binnenland Außerdem wird ihm gewerbs. und gewohnheits einiger Zeit die Kommunften wieder eine andere Witterungsübersicht vom 18. Jeber. Höherer annepel und in dem des Haufmammes Wittig schaftlichen Verband nicht an. Dazu kam, daß nadi daß sie sich seit drei Monaten in einem Chefchei ausgedehnt. Bei schwacher südlicher Luftbewegung mäßige Behlerei in mehreren Fällen zur Laſt Varole cusgaben und war die, daß die Kom dungsprozeß befinden. Dienstag abends tam es trat in Böhmen Erwärmung ein. Donnerstag früb gelegt. Die Hehleret hat darin bestanden, daß er munisten in dem Amsterdamer Verbonde verwieder zwischen den drei Personen zu einem hef- war die Temperatur in Brag-0.5 Grad Celsius, Kleiber ber Opfer an sich nahm und verfauste. Der bleiben und bort für die fommunistische Vortei tigen Streit, der sich diesmal in der zu ebener um vier Grad Celsius höher als am Vortage. In Staatsanwalt beschäftigte sich sodann mit der Per Propaganda, machen sollen. Erde gelegenen Küche abspielte. Im Verlauf des schaffener Familie stammend, ein Bild der verwahr ben leßten Kongreß der Roten Gewerkschaftsinter fönlichkeit des Grans, der, aus achtbare und recht. Diese inneren Gegensäge beschäftigten auch Streites ergriff die Frau ein Küchenmesser und stach den Wann in die linke Gesichtshälfte, ohne Losesten Jugend bietet, der int Striege bie notwendige nationale, wo entschieden wurde, d'ß die einzelnen ihn aber schwer zu verletzen. Sofort darauf Erziehung gefehlt hat. Vom 17. Lebensjahr an war fonmumistischer Gewertschaftsverbände sich auf ergriffen beibe Frauen die Flucht in die im er Grans sich selbst überlassen und ist so von Stufe zu lösen und als Sektionen dem Internationalen all ften Stod gelegene Wohnung. Der Mann aber Stufe gesunken, bis er sich selbst aufgab und fich geinertschaftlichen Verband beitveten sollen. Es holte schnell ein Jagbgewehr, das er in einer Männern anbot. Bei seinen Versuchen, an andere wurde sogar eine Frist bestimmt, bis zu der diese Ede stehen hatte. und schoß beiden Frauen nach. Männer heranzukommen, hat er dann Saarmann Bereinigung vollzogen werden follte. Aber selbit Beide stürzten zusammen. Marie VeliTennen gelernt, dessen Freund er schließlich geworden die Befchlüsse von Moskau haben die Funktionäre fegna, die einen Kopfschuß erlitten hatte, war ist. Saarmann muß ihn sehr geliebt haben, benn der fommunistischen Verbände nicht bewogen. jofort tot. Angela Sommer murbe fch wer er hat für den 20jährigen gebettelt und gestohlen. biefe Bereinigung zu vollziehen und so ist ber verlegt in das Krankenhaus gebracht. Dort Diefe Zuneigung hat Grans in sehr sonderbarer Art Gegenia innerhalb ber tommunistischen Gemertift fie Mittwoch bormittag gestorben. Ms bergolten. Er hat Weiber und allerlei männliches fchaftsbetvegung weiter erholten geblieben. Belifogna jah, was er in seinem Jähzorn art. Gesindel in Haarmanns Wohnung gebracht und als Sonntag und Montag fand nun eine Ron gerichtet hatte, eigte er in feine Wohnung und Es wird unseren Lefern noch erinnerlich sein, dieser im Gefängnis war, fogar dessen Wohnung aus. ferens aller fommunistischen Gewerk fötete sich selb ft. Die Polizei, die balb da- daß wir vor eingen Tagen über eine fehr gut or geräumt und die Möbel und die Kleidungsstüde verfchaftssetretäre mit allen Sefretären der nach lam, um ihn festzunehmen, fand ihn in sei- ganisierte Räuberbande berichteten, die feit dem fauft. tommimistischen Partei statt, in der diesem Wirr nem Bimmer auf einer Ottomane sisend, das Umsturze in Schlesien ihr Umvesen trieb, Eisen Im Schlusse feines Plädoyers beantragte der parr ein Gnde gemacht werden solle. Zunächst Jagdgewehr zwischen den Knien. Er hatte sich bahnwaggons ausraubte und auch vor einem Staatsanwalt gegen Grans wegen Anstiftung zum sprach wie das Pravo Lidu" mitzuteilen in durch einen Kopfschuß getötet. Morde nicht zurüdschredte. Obwohl d'ese Bande Morde in den Fällen Sannepel und Wittig die der Bage ist der Obmann des Bauarbeiterber nun bereits hinter Schloß und Riegel jist, ist es Todesstrafe bandes Tetenta, der mit eller Entschiedenheit in Schlesien noch nicht ruhig geworden. Eine an bere Bande macht sich jetzt durch ihre Raubzüge beeine Vereinigung feines Verbandes mit dem Intermerfbar. nationalen allgewerkschaftlichen Berband ablehnte. Ihm entgegneten sais und Bereit, welche bie Bereinigung aller Gewerkschaftsverbände for stehen. der Nordhälfte Böhmens wurden leichte Nieberschläge infolge Nebelreizens verzeichnet. Wahrschein ich es etter von heute: Anbauern des bis, herigen Witterungscharafters. Auftauchen einer neuen Bande in Schlesien. Dus Postgebände in Schlefiſch- Oſtrau während der Amtsstunden von Räubern überfallen.-vei Gendarmen lebensgefährlich verlegt. -M " 1 " Brand in der New- Yor! Fifth Avenue. In New Dort brach im oberen Teil der Fifth- Avenue ( der Straße der reichsten Bevölkerungsschichte) Wegen Nichteinrüdung bei der im Central Barf ein großer Häuserbrand aus. Bisher sind sechs Perfonen getötet und drei burchstreifte diese Band: Schlesisch stran, In der Nacht vom Montag auf Dienstag Mobilisierung im Jahre 1921. sehr schwer verbrannt. Viele Fantilien find ob- mihallow is und Rattinau. Am Dienstag wurden vor dem Divisionsgerichte berten. Der Geverfch: ftssekretär der fommmuni Es war in Olmü gegen 72 Personen Urteile gefällt, die stischen Partei Rohn vertrat die Beschlüsse des dachlos, da mehrere Säuferblods in Flammen Montags turz vor 6 Uhr abends, als in Schiefbei der Wobilisierung am 27. Oftober 1921 nicht ein- Internationalen Gewerkschaftstongresses in Mos Oftrau auf das dortige Bostamt II vo: Männer rüdten. Die Strafen bewegen sich zwischen einer fou. Nadvornit wendete sich in scharfer Weise Eine Zwölffährige mißbraucht. Die zwölfjährige famen die für zwei Kronen Marten verlangten. Woche und drei Monaten. Diese 72 Per- gegen die Geverffchaftstaftit der fommunistischen Tochter eines Wiener Kaufmannes, eine Bürger Die Postureisterin, Fräulein Janeyet, ahne nichts fonen refrutieren sich aus deutschen unb tschechischen Bartei und kritisierte es, daß selbst Mitglieder schülerin, hatte fürzlich in der Schule einen Anstand, Bo es und wollte die Männer bedienen. Als sie Kreisen. Besonders erhielten die Tschechen sehr des Bollzugs: usschusses der kommunsſtiſchen Partei hatte Furcht vor häuslicher Strafe und verschwand aus der Schublade die Marken herausnahm, zog strenge Strafen. Araß ist ein Fall eines Genossen Mitglieder der Amsterdamer Verbände sind. Die aus dem Elternhause, um Vorwürfe zu ersparen. Das der eine von hnen einen Browningrevolver aus aus Sternberg. Der Mann befand sich vom 10. Juni Debatte may so heftig, daß Verčil einzelnen mi Kind wußte nicht, was es anfangen sollte, und trieb der Tasche, dessen Mündung er an den Kopf der 1918 bis 26. Juni 1921 in der ruffischen Gefangen. dem Disziplinarverfahren der fommufich am Abend und in der darauffolgenden Nacht Postmeisterin auseßte und sie dabei aufforderte, schaft und lehrte in dieser Zeit erst zurück. Auch er ristischen Partei drohte. planlos in den Straßen herum. Als die Kleine bann das vorhandene Bargeld herauszugeben. Die Geis wurde von dem Mobilisierungsbefehl betroffen. Zu ingend einem Beschluß ist die Kva aufgegriffen wurde, erzählte sie die sonderbaren ftesgegenwart, die die Postmeisterin trop der be- Nachbent er bei einen Eisenbahnregimente diente, feretty nicht gefommen. Die Anarchie in der Abenteuer, die sie bei ihrem nächtlichen Serumstreifen drehten Lage bewahrte, ermöglichte es ihr fi un bas feinen Standort in Bardubie hatte und er die fommunistischen Gewerkschaftsbewegung wird also gehabt. Auf der Straße hat sie ein eleganter Mann auffällig dem Fenster zu nähern und in den Bar Einberufungsorder als Deutscher nicht lesen fonnte, weiter anhalten. Die Spalter spalten sich selbst. angesprochen und sie eingeladen, mit ihm ins ten hinauszuspringen. Da auch zu geicher Zeit rüdte er nach Pardubis statt nach Olmus ein. Er Hotel zu gehen. Der Mann nahm bas Rinb bie Postbebienerin, die mit dem Aufräumen der wurde zu sechs Wochen Arrest berur Neuer Kollektivvertrag der Buchins Hotel mit, wurde aber von bort weggeiniesen und Ranzleien beschäftigt war, vor Shred laut auf teilt. Charakteristisch ist die Tatsache, daß erst jest bruder. fuchte mit ihm ein zweites Hotel auf. Dort blieb er schrie, und dadurch Leute alarmerte ergriffen die nach drei Jahren diefe Strafen gefällt werden und Die Verhandlungen über den Buchdrucker- Tarit mit ihm, ließ es entfleiben und verging sich an dem Häuber die Flucht. Beim Sprung durch das daß diese Strafen so ruhig hingenommen werden, befür Böhmen, Mähren und Schlesien beendet. Kind. Da sich der Mann in beiden Hotels unter sei- Fenster verrentte sich die Poſtmeisterin das sonders von jenen Leuten, die diesen jungen Men nem richtigen Namen gemeldet, fonnte er alsbalb nödelgelent. Eine Verfolgung der Räuber in schen durch ihre Agitati.n zu diefen Sirafen berbol Dienstag, den 16. Dezember 1. J., sind, wic ausgeforscht werden. Er ist ein in Währing wohn- der dunklen Nacht wäre nuplos gewesen, weshalb fen haben. Den Herren Kommunisten und Deutsch. wir dem Gutenberg" entnehmen, de insgesamt hafter, gegenwärtig stellenloser Ingenieur, 39 Jahre man lediglich die Sicherhetspolizei berständigte nationalen, die uns beschimpften, weil wir die da- 14 Tage währenden Verhandlungen über den Rol alt und verheiratet, bisher nicht beanständet. 3m und die Postmeisterin ins Spital fchaffte. maligen Aftionen nicht mitmachten, schläg: ob ber lettivvertrag der Buchdruder für Böhmen, Mäh ersten Hotel in Währing hatte er sich als Ingenieur In derselben Nacht bemerkte Nachtwächter Folgen ihrer Handlungsweise keine Sefunde das Geren und Schlesien beendet worden. Das Resultat mit Tochter gemeldet. Er hatte das Kind Anna" Bobovsty vom Michaelschachte während seiner wiffen! ber Verhandlungen wird sofort publiziert werden, bis die Redaktion der Aenderungen durchgeführt genannt, obwohl es missi" heißt. Das Stuben- Runde, daß die Stanzle tür, welche noch vor einer ſtunde mädchen, dem die Sache bedenklich vorkam, horchte an Vierte stumbe gefchloffen war offen ſtand. Bei gefein wird. Es fann jedoch im vorhinein lonsta tiert werden, daß die bisherigen Bestim. der Tür und hörte, wie er liebrosend zur Kleinen nauerem Nachschen sah er auch die Tür aus dem nicht ,, Anna", sondern Mizzi" sagte. Daraufhin trat Raume offer stehen, in dem sich die feuerfeste Be Außer der Tötung der Schwestern Weißmayr nungen des Zarifes beibehaltten das Stubenmädchen ins Zimmer und verwies dem triebsfassa befindet. Aus Versicht ging der Nacht- ourde den vor einigen Wochen verurteilten Swit. wurden, namentlich ist in der Frage der FeierMann mit dem Kind das Haus, worauf er ein anbe wächter nicht allein in den Raum. sondern holte tauer Raubmörder noch einige Einbrüche und Dieb. tage und der Lehrlinge teine Aenres Hotel 18. Bezir! aufsuchte. Der Mann sich einen Heizer zur Silfe. Als die beiden in die stäble, von denen einer in Desterreich verübt wurde, berung eingetreten. Soweit Aenderungen be wurde verhaftet und stellte bei feiner polizeilichen Stanglei famen, bemerften sie bei der feuerfesten zur Last gelegt. Gloser und Fried!, die beide züglich der Löhne infolge der Verschiebung cin ter hat 18. Desirf aufsuchte. Der Mann sich' nen Seizer zur Silfe. Als die beiden in die stäble, Einbernahme ein strafbares Verschulden in Abrebe; Sasse vei oder drei Männer, die in die erbrochene nach Desterreich geflüchtet waren, wurden dort ver- einer Drudorte in höhere Tarifflassen und in der er will gegenüber dem Kind bloß aus Mitleid ge Staffe mit einer Laterne hineinleuchteten. Die baftet und auf Grund eines Auslieferungsbegehrens Entschädigung für die verschobene Arbeitszeit ein Hanbelt haben, weil ihmt die kleine in der Winter Räuber saben de beiben in der Tür stehen und in die Tschechoslowakei gebracht, in dem die Ausliefe getreten sind, werden dieselben noch bekannt nacht leid tat. Er wurde dem Landesgericht ein- feuerten gegen sie einige Schiffe ab, die glüdlicher- rung nur wegen des räuberischen Totschlages, be- gegeben werben. geliefert. weise fehlgingen. Der Wächter und der Seizer er- gangen an den Schwestern Weißmaher, verlangt Gleichzeitig mit dem Tarife der Buchbruder zu werden, die wurde, da bei den übrigen Delirten unter anderem ist auch der Tarif für die Lithographen und CheEin Riefenprozeß swischen zwei Kanonenfirmen. griffen aus Furcht, erfhoffen Zwischen Krupp Effen und den viders- erfucht. Die Schüsse alarmierten schlafende Arbei- bei dem Einbruch in die Swittauer Pfarrkirche-migraphen abgeschlossen worden. ter in der nächsten Saserne, aber auch diese fonnten daft der Verhafteren den tschechoslowaki- Nach den beendigten Verhandlungen über ten ſicht ein Riefenprozeß bebor, bei dem es fid) ontver ne vichwanden im Dunkel handlung wegen dieſer Delifte und fen steht ein Riesenprozez bevor, bei dem es sich um Eine Strafver- diese beiden Tarife wurden die Verhandlungen eine Summe von Millionen Pfunden handelt. 1902 bie Verfolgung der bewaffneten Räuberbande nicht fchen Behörden nicht bekannt war. was zwiſchen Krupp und Biders ein Bertrag abges war zwischen Krupp und Viders ein Vertrag abge aufnehmen. Die Räuber verschwanden im Dunkel handlung wegen dieser mit der Schwurgerichtsverhandlung war, ba die Be weitergeführt. Dieselben werden aller Voraussicht schlossen worden, wonach die Biders- Werfe für jeben der Nacht. Aus der Stasse paubten fie 3888 K. Ungefähr gegen 3 1hr früh traf bann eine willigung des österreichischen Bundeskanzleramtes bei nach in den nächsten Tagen beendet werden. Zünder einer bestimmten Granate einen Schilling Genbarutericpatrouille auf der neuen Reichsstraße der Hauptverhandlung noch nicht vorlag, nach interzwei Vence. und für feden Zünder einer anderen wel Bence. und für jeden Zünder einer anderen Die Berschacherung der Petroleumvorkommen Granate einen Schilling fechs Pence an die Strupp gepfropfte Nudfade trugen. De Patrouille hieß Bundeskanzleramt die Verfolgung Glofers und in der Tschechoslowakei. Wir haben bereits die Granate einen Schilling fechs Pence an die Strupp regen Rattinau vei verbächtige Männer, die voll nationalein Recht nicht zulässig. Inzwischen hat bas Werte zu zahlen hatten. Biders lieferte die verein- bie fremden Männer bis auf fünf Schritte heran- Friebls wegen des Kircheneinbruches gestattet, in den Nachricht wiedergegeben, daß die Petroleumvor barte Zahlung bis Kriegsausbruch, stellte sie dann kommen und forderte sie auf. stehen zu bleiben. anderen Fällen jedoch verweigert. Glofer und Friedl kommen in der Tschechoslowakei, insbesondere in de heran- Friebis aber ein. Die Strupp- Werke haben nunmehr eine Die Männer aber zogen Revolver und gaben gegen mußter fich daher Mittwoch vor einem Senat bes ber Slowakei und in Karpathorußland, an eine die Gendarmerie mehrere Schüsse ab. Beide Gen- Brünner Strafgerichtes wegen dieses Deliftes vertet fran ösische Gesellschy: ft verpachtet werden sollen, eingeklagte Summe dürfte die größte sein, die jemals Barmen wurden verivunde; der eine erhielt vier digen. Trop der Bitte der Verteidiger Dr. Emil das heißt, daß dieser Gesellschaft unter gewiffen ein Gericht beschäftigt hat, ba bie Viders- Wette während des Krieges viele Millionen solcher Bünder Schüsse in de Brust. Die erste Bilfe wurde den Czech und Bezirksrichter Adler, den Angeklagten die Bedingungen bas alleinige Schurfrecht auf Petro verwundeten Gendarmen von Dr. Aval aus Sterlerstrafe nicht mehr zu erhöhen, wurden ste zu je leum in gewissen Gebieten des States jufteht. hergestellt haben. ie Rattinau zuteil der die leb rführung der fhwer- fes Monaten schweren Sterler verurteilt, so daß Die Gesellschaft, mit der die Regierung den Pacht Ein Obdachlosenheim ber Arbetterwohlfahrt. Der verfekten Gendarmen ins strankenhaus nach Chofer lest ins Stranfenhaus nach Cofer test schneinhalb Jahre, Friedi vertrag abgefchloffen hat, nämlich die Societe de Ortsausschuß Köln der Arbeiterwohlfahrt hat am Sstrau anordnete. seoseinhalb Jahre abzufisen hat. Petroles et Combustibles, hat in Frankreich bis. Schadenersamme gen Viders eingereicht. Die Nachtlänge zum Redomaprozeb. Gen- Brünner bekannt warummulierung über die Tarife der Buchbinder und Hilfsarbeiter Sette 6, Anmeldung für ein Neujahrsglückwunsch- Inserat im„ Sozialdemokrat“. Preis Kč 10.Name( Firma) d. Bestellers Ort Betrag von Kč 10.- folgt per Alle Genossen und Genoffinnen, sowie fämtliche Körperschaften unserer Bewegung, die ihre Anmeldung noch nicht durchgeführt haben, werden gebeten, die Bestellung mittels des obigen Formulares unverzüglich vorzunehmen! Sorget dafür, daß alle unsere Funffionäre und Körperschaften an dieser Attion teilnehmen! 8127 her sehr unglücklich operiert. Die Schurfarbeiten, die sie im Jahre 1922 in Frankreich vollführte, haben mit einem Fehlbetrag von 1,066.511 Fran. fen geendet. Der Gesellschaft scheint es in Frantreich so gut zu gehen, daß die Generalversamm lung im Jahre 1923 den Antrag auf Auflösung der Gesellschaft abgelehnt hat. So schreibt nämlich das Fachblatt„ Le Courrier des Petroles" in Nr. 153 vom 20. Oftober. Es scheint also, daß die Gesellschaft sich durch den Vertreg mit der tichechoslowakischen Regierung wieder finanziell auf die Beine helfen will. Ob freilich die Tschecho flowalei dazu da ist, um einer verbrachten französischen Gesellschaft zu helfen, das scheinen sich diejenigen, die für den Staat den Bertrag ab geschloffen haben, nicht vor Augen zu führen. Genossenschaftliche Bant für den Tranfitver fehr in Riga. Eine neue interessante genossen schaftliche Einrichtung wurde von den russischen Genossenschaftsorganisationen im November 1923 geschaffen. Die russischen Konsumvereine h: ben in en lezten Jahren einen vegen Export über die baltischen Hafen aufzuweisen gehabt. Zur Unterstützung dieses Exports haben sie im Riga die genossenschaftliche Bank für den Transitverkehr gegründet. Wie das Internation: le Genossen schaftsbulletin" meldet, hat diese Bank schon wäh19. Dezember 1924. rend der ersten Zeit ihres Bestehens außerordent. I manche Genossen es nicht verstanden haben, daß die mern, dann mögen fie reumütig eingestehen: Das, lich erfolgreich gearbeitet, fo daß im September Taltit der Einheitsfront für die K. J. lediglich eine hat mit ihrem Singen usw. ―rl.dieses Jahres, nach faum einjährigem Bestehen, Methode der Agitation und der Mobilisation der| das Betriebskapital auf 100.000 Pfund Sterling Massen ist."( Brawba" vom 24. Juni.) Zusammentreffen der Prager Slavia mit dem Streits bei Schiffahrtsgesellschaften. Bei der Donau- Dampffchiffahrte Gesellschaft in Wien ist ein Streit ausgebrochen, der etiva 1000 Angestellte umf: ft. Es handelt sich um die mittleren und unteven Dienstkategorien, die mit der ihnen zu gefagten Weihnachts utvendung nicht zufrieden find. Auch bei der Süddeutschen Donau DampfSchiffahrts Gesellschaft wird wegen Lohndifferenzen gestreift. Die Angestellten fordern eine 25prozentige Erhöhung ihrer Bezüge. Kunst und Wiſſen. erhöht werden konnte. In den elf Monaten ihres Semard, Frankreich:„ Wir glauben, daß die Budapester MTN. in Elberfeld. Die„ Pr. Pr." melBestandes hat die Dant nicht weniger als Taktik der Einheit ein Mittel iſt, an reformisſtiſche, det:„ Anläßlich ihrer Weihnachts- und Neujahrs1,197.418 Pfund Sterling umgefeßt. Die Grün- von ihren Führern betrogene Massen heranzukom- reifen nach Westdeutschland werben MTR. Budapest und die Prager Slavia am 4. Jänner 1925 im Sta berlebt in Riga fann baber als weiterer Beweis Riena, Stalien: Die Tattit der Einheit dion zu Elberfeld über Einladung der dortigen Sportbung der genossenschaftlichen gereret meters bele für die gefunden Entvidlungsmöglichkeiten der tann als ein Manöver betrachtet werden, das uns vereine ein Exhibitionsspiel austragen. Diese NachGenoffenschaftsbanken gelten. die Möglichkeit gibt, die Initiative des Rampfes richt wird nicht nur in Ungarn und bei uns, sondern gegen die Reformisten zu bewahren."( Prawda".) im ganzen, am Fußballsport interessierten Europa, Eine Entschließung des Kongresses der K. 3. im allgemeine Genugtuung hervorrufen, denn durch die Juni 1924: Die Taktik der Einheitsfront ist nur Verwirklichung dieses Treffens feiert der Gedanke eine Methode der Agitation und der revo- sportlicher Verbrüderung einen neuen Triumph. Auch lutignären Mobilisation der Massen für eine ganze fation ersten Ranges, deren Wert noch dadurch ersportlich wird das Match Slavia- MTK. eine Sen Periode. Alle Versuche, diese Taktik als eine poli- fation ersten Ranges, deren Wert noch dadurch ertische Koalition mit der fonterrevolutionären Sozial- höht wird, daß der erste Wettkampf auf neutralem demokratie auszugelegen, sind ein Opportunismus, Boden und unter Leitung eines neutralen Schieds richters stattfindet. Die Fußballbehörden CAF. der von der K. J. verworfen wird" und MLSz. sind bereits verständigt worden und wer,, Die Einheitsfront war und bleibt die Taktik tes den diesen Abschluß zweifelsohne sanktionieren. Der revolutionär- strategischen Manövers des von allen Seiten von Feinden umzingelten fommunistischen Prager Gauverband hatte ursprünglich einige SlaVortrupps im Kampfe in erster Linie gegen die viespieler für den am 1. Jänner in Dresden stattverräterischen Führer der fonterrevolutionären So findenden Städtekampf Dresden- Prag angefordert, doch ist anzunehmen, daß dieselben mit Rücksicht auf zialdemokatie und feineswegs eine Taktik des Bundes Spielplan des Neuen Theaters. Heute Freitag mit diesen Führeru.“(„ Prawda" vom 23. Juli.) das wichtige Spiel der Slavia gegen MTK. frei,, Rinotönigin"; Samstag Figaros och So sprechen die Führer und eine derartige Un- gegeben werden. Gleichzeitig wird an der Annähe. eit; Sonntag nachmittags halb 3 Uhr Premiere aufrichtigkeit sollen wir uns auf die Dauer bieten rung der beiden Verbände Ungarns und der TscheFrau Solle", abends„ Gräfin Mariza". lassen? Der Widerstand erregte natürlich das Mizhoslowakei gearbeitet und zu Weihnachten soll es in Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Freitag fallen der kommunistischen Macher im Turnverband Preßburg zu einer Aussprache von Vertretern der Bankbeamten- Vorstellung„ Barbier von Se- und muß es daher verwunderlich sein, wenn wieder CAF. und des MLSz. kommen. Kommender Fußball. Sparta und Viktoria Žiž billa"; Samstag Illusionist"; Sonntag Seifert sagte, daß die Kommunisten noch feine Ur Gastspiel Glöckner„ Beide Herren der gnada diese stets auf dem Boden des Klassenkampfes ſpiel aus, welches am Spartaplaße und nicht, wie sache hatten, gegen die Verbandsleitung aufzutreten, fob tragen am fommenden Sonntag ein Revanche arbeitete. Und die wüsten Angriffe in der kommuni- gemeldet, in Žižkov stattfindet. Im Städte Der Spielplan für Weihnachten, Silvester und stischen Presse gegen den Bund? Aber- Taktik, spiel Dresden- Prag, welches am 1. JänNeujahr. Das Repertoire der beiden Bühnen an den Manöver Wetterfahne! ner in Dresden zur Austragung gelangt, wird Prag beiden Weihnachtsfeiertagen, am Silvester und durch die verstärkte Viktoria Zižkov vertreten sein. Neujahrtage ist folgendes: Donnerstag, den 25. MTK. Budapest dürfte am 15. März 1925 in Des., Neues Theater, 3 Uhr, Rindervorstell. Frau Prag gegen den DFC. spielen. Slavia fährt Holle", 7 Uhr abends, Erstaufführung von Shaws am Mittwoch, den 24. d. M. nach Westdeutschland, dramatischer Chromit Die heilige Sohanna; um dort am 26., 28. Dezember, sowie ant 1. und Kleine Bühne: 3 Uhr: Der Barbier von Se Und dieses papierne Gebäude, R. S. J. ge- 4. Jänner vier Gastspiele in Essen, Elberfeld, Bielcvilla", 7 Uhr:„ Clo- Clo"; Freitag, den 26., nannt, versucht unausgesetzt, seinen Willen der nicht- feld usw. zu absolvieren. In Barcelona fand Neues Theater: halb 3 Uhr: Kindervorstellung tommunistisch gesinnten Turnerschaft aufzuottrob am Sonntag ein Probespiel zum Länderkampf gegen Frau Solle", 7 Uhr:" Der Opernball"; ieren! Aber niemand wird sich vor diesem Geßler- Desterreich statt, in welchem überraschend die MögKleine Bühne: 3 Uhr Vera Bioletta"," Die hut beugen. Die Zeiten sind vorbei, wo der Groß- lichen" gegen die Wahrscheinlichen" mit 3: 2 Sieger füßen Grisetten", halb 8 Uhr Der Fluteil der Turnerschaft vor der Zerstörung der Ein- blieben. sionist"; Mittwoch, 81., Neues Theater: beitsfront zitterte, jener Einheitsfront, die nur als halb 7 Uhr: Opernball", 10 Uhr Silvester taftisches Manöver betrachtet wird. Heute fapituliert nachtvorstellung: Erstaufführung der Revue- fein vernünftiger Mensch mehr vor der Moskauer Operetteüsse um Mitternachi" von Ro- frivolen Phraselogie.-- Auch den verbissensten M. bert Ratscher. Kleine Bühne: 7 Uhr: Die deut. 5. J.- Anhängern wird einmal die Erkenntnis däm fchen Aleinstädter, 10 Uhr Silvesternacht vorstellung: Der 3Ilusionist"( mit Nummern im Varietee- Alt); Donnerstag, den 1. Jänner: Neues Theater: halb 3 Uhr„ La Boheme", 7 Uhr Die heilige Johanna"; Kleine Bühne: 3 1hr Das Ramel geht durch das Nadelöhr", 7 Uhr„ Clo- Clo". Kartenvorverkauf für sämtliche Vorstellungen ab morgen Samstag. bigen Frau". Turnen und Sport. weiß, daß die Föde Sturzum, es steht fest, daß die R. S. J. zu einem selbständigen turnerischen Auftreten feine Kraft hat und deshalb unter allen möglichen Barolen eine Beteiligung an der Frankfurter Olympiade zu erzwingen sucht. Die 4 Winterszeit in da. Ber im Sommer burch Wanderun gen und Leibesübungen ben Rörper geliablt und gefault bat, für ben muß lett bie Parole sein, auch den Berstand su Schulen und den Geist met teraubilben. Bu blefem Biele führen scheinbar gar biele Wege, boch gibt es für ben organisierten Arbeiter feinen zweifel, welchen Wag er au geben bat: denn er wird in feinem Bildungs. drang von der Partei geffit; Den Schwarzen Berbummungsbe. trebungen oder teutscher" Aufklärungsarbeit wirb ez nicht auf den Leim friechen. Die langen Abende im Winter verwendet er für lebrreiche und zwischendurch unterbal tenbe Leftüre, die ihm bic Dris Arbeiterbücherei bietet. Das Wichtigste aber ist: R. 5. J. der Geßlerhut. berworrenen Verhältnisse in Rußland selbst, so daß die Angabe der Mitgliederschaft berechtigte Zweifel Das Jahr 1925 bringt bekanntlich die Olym- erregen muß. Auch die Angabe über die tschechische piade der Luzerner Sportinternationale und damit Turnförderation mit einer Mitgliederzahl von 120.000 jür die Gegner dieser. Internationale einen willkom ist gehörig hochgegriffen". Es menen Anlaß zu neuerlichen Anrempelungen. Bereits in Mostau oder Berlin es nicht ja möglich, daß man im heurigen Jahre fonnten wir bemerken, daß die so- ration eine Anzahl von Bezirken liquidieren mußte, genannte Rote Sportinternationale Zeichen ihres Le- weil man alles hatte, nur teine Mitglieder. Es rech bens zu geben versuchte. Allerdings nicht in turntech- net sich natürlich schöner mit solchen Zahlen; immer nischer Hinsicht, sondern aus rein politischen Motiven hin läßt dieses Vorgehen auf den Organisationsappa nurde das Starlsbader Bundesturnfest als Verfuchs rat mancherlei Schlüsse ziehen. tarnikel auserforen. Der Mißerfolg dieser Bemühun. Interessant ist ferner die Angabe Reußners, daß gen, der durch das Verlassen des Festzuges durch die der deutsche Arbeiter- Turn- und Sportberhand 1922. an dessen Spize stehenden R.S.J.- Delegation gekrönt 1923 als mit der R.S.J. sympathisierender Lerband war, fonnte natürlich die kommunistische Presse nicht angegeben wurde. Doch wurde diese Angabe korrigiert davon abbringen, von einer kommunistischen Veran- und 1928/24 bie Fraktionsstärke dieses Vernon Borträgen nicht. staltung zu schreiben. Wie blamabel der Austritt der bandes mit zwei Fünftel des Gesamtmitgliederstan R.S.J. aus dem Festzug war, erhellt die Tatsache, des angegeben. Was werden nun unsere Kommuni daß der Führer Lieste mit den paar delegierten sten wieder sagen, wenn eine ihrer Koryphäen bereits Mannen allein gelassen wurde. Aber Lieste wäre ein von einer Fraktionsstärke spricht? Seifert, Reichen schlechter Stommunist, wenn er in der Verleugnung berg, erklärte lezthin in einer Sizung, daß ihm von 080 seiner Gesinnung,( siehe Byboy" v. 15. Nov.) vor sci- einer Fraktions- oder Zellenbildung in Vereinen des nen eigenen Gesinnungsfreunden halt machen sollte. Turnverbandes nichts bekannt sei! Nein, ihn ficht es gar nicht an, die eigenen Leute wifsentlich sogar zu belügen. So enthält der Proletariersport" Nr. 2( R.S.J. Organ) eine Aufnahme, die den Untertitel trägt,„ Schachlehrstunde in Finnland". Es sind Wassersportler zu schen, die um ein Schachbrett liegen und stehen. Zum Neid müßte das Bild berausfordern, wenn nicht schon im Jahre 1921 Dr. Kranzler in seinem Buche„ Sport und Spick" Noch eine andere Frage hat der 3. Kongreß gelärt. Er betonte ausdrüdlich, daß die Wittel der phyfischen Erziehung bewußt von der Arbeiterklasse benüßt werden müssen, daß sie den Bielen des Proleta riats zu dienen haben und damit die Lüge vom ,, neutralen" und„ politillosen" Sport fallen muß Ferner muß die Befreiung der Sportorganisationen vom redieses Bild mit der Ueberschrift" Taktischer Fußball- auch beim bürgerlichen Fußballverband) Einfluß von formistischen und bürgerlichen( Rude. Hvezda" sind unterricht im Berliner Stadion durch Sportlehrer ben Betrieben, von den Gewerkschaften und innerKnesebec" gebracht hätte. Bürgerliche Literatur dient halb der Organisationen selbst ausgehen. Hier also un'eren Ueberradikalen zur Propaganda und dürfte wohl auch der Wunsch der Vater des Gedanzur Errichtung Potemkinsdyr Dörfer. So werden die tens sein Scommunisten von ihren eigenen Leuten und übrern" betrogen! Um den„ Reformisten" eins auszutvischen wurde eine These aufgestellt und als sehr wichtig bezeichnet, die ausspricht, daß die R.S.J. allen den Klassen. tampf anerkennenden Elementen zugänglich ist. Da mit gesteht die R.S.J. ein, daß sie früher eine kom munistische Internationale war und es trop der Firmentafelrenovierung auch bleiben wird. Die Rote Sportinternationale hielt im Oktober in Moskau ihren 3. Weltkongreß ab; da zeigte es sich, daß sich diese ganze Internationale nur aus papierenen Zahlen zusammensetzt, die in feinem Verhält nis zur tatsächlichen Leistung stehen. So berichtet. Reußner( Rom.) über einen Mitgliederstand 1923/24 von 2,163.000 Mitgliedern, von denen Rußland allein Selbſtverſtändlich befaßte sich dieſer Weltkongreß mit 2,000.000 angegeben wird. Daß natürlich diese auch mit der Luzerner Sportinternationale, die an Rablen angezweifelt werden können, ist logisch, gibt geblich eine wütende Spaltungskampagne treibt. es doch in Rußland trotz der kommunistischen Abstrei- Nun ja, sie machen Fraktionen und wer dagegen tungsversuche auch bürgerliche Organisationen. Hier protestiert, spaltet". Diese an den Haaren herbeigefei nur auf die Vegegnung russischer Fußballer in den zogene Logit, verbunden mit den fortwährenden Ruffandinavischen Ländern verwiesen, ferner auf die fen nach Erhaltung der Einheit fennzeichnet das Weerst unlängst abgefchloffene Wettspielreile der tür sen ber R.S.J. in trefflicher Weise. Was kommuni tischen Meisterelf nach Rußland. Die Russen mußten stische Führer über diese sogenannte Einheit denken, mit Mannschaften spielen, die den bürgerlichen davon gibt uns der Glüd auf" einige Beispiele: Sportverbänden angehören. Daraus erfieht man die Sinowiew: Es hat sich herausgestellt, daß " lernen! Lernen aus qu ten Büchern lernen durch bilbervorträgen und tagsschulen mit einemort: „ Bildungsarbeit"! Herausgeber Dr. Ludwig ze. Berantwortlicher Redakteur: Bilhelm tener. Druck: Deutche Zeitungs-.- G. Brag Für den Druch verantwortlich Vitella MARGARI Delikatess Gebäck wird hergestellt mit Vuello- Delikateß- Margarine. das herrlichste Osram Nitra Das Schaufenster, dessen Licht den Beschauer blendet, verliert an Zugkraft. Versuchen Sie Osram- Nitra, opal. OSRAM NITRA Opal Mis Ceram- 5 Kalla's fischkonserver werden wegen ihrer vorzüglichen Güte und ihrem feinen Geschmacke überall bevorzugt. . 3871 Verlangen Sie daher nur Kalla's Fischkonserven In allen Konsumvereinen erhältlich. CENTRA Akt. Ges. TETSCHEN SH oth 3133 Wo verkehren wir? Café Continental, ¤ Brag- Graben Goldenes Krenzel, Brag- Retazanta. Gastwirtschaft..Lidový dům" der Genossenschaft., Ganymed" Täglich PRAG II., Hybernská Konzert Nr. 7. Café Nizza 99 Kgl. Weinberge, Jungmannstraße 27. Unser Stammlokal. 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