12er sada M Einzelpreis 70 Seller. prat slut Redaktior Prag, I Waftung: one: Tagesredation. Nachtrebattion: 6797. Poftfchedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Enlchaltungen Vreisnachlab. 4. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Weihnachtsglaube. 190110 und die Völler sieht man schreiten, Wie vor alten, alten Zeiten, Voller Andacht und Beschwerden: ind Friede, Frede sei auf Erden. Mar Barthel Mittwoch, 24. Dezember 1924. Bezugs Bedingungen: • Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Ooft: monatlich. Ke 16.oferteljährlich halbjährig janzjährig.. 48.-> •" 98.-> 192.Rüdftellung von Manntripten erfolgt nur bei El fendung der Retourmarten Erscheint mit Ausnahme Des Montag äglich( rüb Nr. 300.00 England gegen die Verlängerung der Besetzung Das neue Evangelium. * Freitag Botschaftertonf.renz. verursacht Von Mar Adler- Wien. Was war das Neue und Weltbewegende, Paris, 23. Dezember.( Savas.) Die die Polizei und die Reichswehr spielen, deren das mit dem Christentum in die Welt getreten Botschafterkonferenz wird Freitag zusammentreten. Effettivstand 100.000 Mann überschreitet und ein war und sich durch die Jahrhunderte fortElitekorps darstellt, das zur Ausbildung der Re. London, 23. Dezember.( Reuter.) Die Tätigkeit des großen Generalstabes hervor. fruten bestimmt ist. Der Bericht. hebt auch die wirkend erweisen sollte? Die frohe Botschaft". Ein uralter Mythus ersteht vor uns, wenn Botschafterkonferenz wird wahrscheinlich darüber der alle Menschen, ob reich oder arm, Herr wir das Wort Weihnachten aussprechen. Er ist erwägen, ob Deutschland ein die Räumung der Engländer froß der Demarche der deutschen Bot Simmel ſeien, vor deſſen Antliß sie alle Der Mtin" fügt noch hinzu, daß die oder Slave, Kinder eines Vaters im beinahe so alt, wie die Sehnsucht leidender Rheinzone betreffender Bericht geschickt werben foll.chafer die Stölner Zone am 10. Jänner 1925 ale ich wären; so daß also alle Menschen Menschen nach Glück und Sonne. In den HerDie britische Regierung wünscht nicht, nicht räumen werden. Sämtliche Blätter ton- Prüder seien, und keiner diese Brüderlichkeit zen der frühesten Völker wurzelt er als Glaube daß die Offupation über den 10. Jänner hinausstatteren in dieser Hinsicht die Einmütigkeit der im anderen, selbst nicht in dem Feind veran die Wiederkehr des Lichtes, der lebenspen- berlängert werde. Verantwortliche Londoner Londoner Alliierten. kennen dürfe, diese Botschaft, vor der denden Sonne. In den verschiedensten Ge- Kreise erklären, daß die Verzögerung in der Auswändern tritt er auf. Höherer Sinn wächſt in arbeitung des Schluftberichtes der mittärischen Standpunkt der Alliierten nicht nur von den in Neue am Christentum. Denn die Nächstenliebe Petit Parisien" schreibt, daß der Menschenwürde und Gleichheit war nicht das ihn hinein. Wie ühling, Sommer, Frucht- Kontrollfommission bloß dadurch barkeit und Wärme jährlich wiederkehren müßwurde, daß ſeit der Ruhroffupation feine ent- London übernommenen Verpflichtungen, sondern lehrten schon die heiligen Bücher der Inder, sen, in scheinbar unwandelbarem Wechsel, so sprechende Kontrolle vorgenommen werden konnte. Such durch den Wortlaut des Versailler Vertrages und den großen Bhilosophen des griechischen Siftiert ist. und römischen Altertums, besonders den müsse auch das Glück der Urzeit, das goldene Deuvre" fonstatiert, daß es bedauerns Stoikern, war der Gedanke von der Freiheit paradiesische Zeitalter wiederkehren. Nach rück- Der Bericht der Kontrolltommiffion. Daß eine Verlängerung der Besetzung der Kölner durchaus nicht fremd. Aber daß dieser Gewert wäre, wenn Deutschland vorspiegeln würde. und Gleichheit aller Menschen nach Naturrecht wärts träumen die Völker und werfen das Bild dessen, was ihrer Väter Glück war, in den Paris, 23. Dezember.( Savas.) Dem Zone einen schäd.ichen Einfluß auf die republikaSpiegel der Zukunft. Es ist sonderbar, wie atin" zufolge macht der Bericht der inter nische Gesinnung in Deutschland hätte. Frank- bante nicht mehr reine Wahrheit blieb, welche der Tats the aufmerksam, daß sich in Deutschland Willens und es ist sein Recht, vom Reiche irgend teilten, daß vielmehr das Wort davon sich gealliierten Stontrollkommission auf die Wichtigkeit reich lieferte Teutschland den Beweis feines guten Sie Philosophen bloß untereinander sich mitnoch Striegsmaterial befindet, und lenkt die Auf welche Zeichen der Würdigung dieses guten rade an die Aermiten und Verachtetſten wendete; merksamkeit der Alliierten auf die Rolle, welche Willens zu erwarten. daß von Gleichheit und Brüderlichkeit gerade zu denen gesprochen wurde, die vollständig von Siesen Gütern ausgeschlossen waren, zu den Eine Sigung des Reichskabinetts. unter Hinweis auf seine Begründung, daß das flaven, das war das Neue, das ReDie Wirtschaftsverhandlungen mit Frankreich. schuldig erklärt hat, aber mit Hilfe spitfindiger male geschah es, daß nicht die Vornehmen Gericht zwar den Angeklagten der Beleidigung für volutionäre am Christentum. Zum ersten Berlin, 23. Dezember.( Wolff.) Das Reichs- Entscheidungen doch behauptet, daß der Reichs- und Gebies, präsident Landesverraf begangen habe. In der und Gebildeten bloß unter sich davon sprachen, tisch und historisch die Dinge aders zu werten feien gleich und frei jeien, sondern daß den Armen Begründung wird ausgeführt, daß moralisch, poli- daß von Natur aus eigentlich" alle Menschen als juristisch, denn juristisch liege Landesverrat vor. und Unwissenden, den Glenden und VerzweifelNur habe der Angeklagte das nicht aussprechen ten verkündet wurde: vor Gott im Himmel jeid dürfen. Die Rechtspresse versucht aus dem ver- ihr nicht schlechter als euere Herren, jeid ihr urteilten völkischen Redakteur einen Märtyrer alle nur die gleichen, schwachen, auf die göttzu machen und behauptet, Ebert sei für alle Zeit liche Liebe gleich angewiesenen Menschenkinder. politisch erledigt. Inzwischen hat sowohl der Das macht das Christentum zu jenem geGeneralstaatsanwalt wie die Vertreter des Reichs- waltigen Stulturereignis, aus dem auch heute präsidenten wegen der Urteilsbegründung Be- noch seine besten Wirkungen hervorgehen, daß Das Urteil im Ehrenbeleidigungsprozeß Ebert- Notharot. rufung eingelegt. dann die Mythen zu einem verschmelzen und die Kulte der fernſten Nationen einander ähn lich werden. Die Sehnsucht wird Fleisch in der Jünglingsgestalt eines Erlösers, eines Gottesjohnes. Im Mitraskult der Perser, im Messiasglauben der Juden, in der germanischen BalSursage und in der Hoffnung der Ägypter auf den Sohn des Ojiris wird der verschwommene Mythos religiöse Gestalt. Tausend tiefe Ursachen bedingen es und fabinett trat heute nachmittag unter dem Vorsine Tausend tiefe Ursachen bedingen es und tausend geheime Zufälle tragen dazu bei, daß sammen. in der Staatssekretär Dr. Trendelendes Vizetanglers Dr. Jarres zu einer Sibung zu der Erlöser in einem verlassenen Sirtennest burg über den Stand der deutsch- französischen Judäas geboren wird, aufwächst in der Lehre Wirtschaftsverhandlungen Bericht erstattete. vom Sohne Davids, vom Messias der Juden, aufwächst unter dem Erlebnis der Unterdrückung einer bettelarmen Klasse von Landproletariern und Fischern durch einen herrschund zanksüchtigen Klerus, durch eine sich im Stult abschließende Besitzerklasse und unter dem Nothardt zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Eindruck der Einordnung beider als unterjoch- Berlin, 23. Dezember.( Eigenbericht.) Im es zum ersten Male die Brüderlichkeit der ter Nation in das römische Weltreich. Aus den Beleidigungsprozeß des Reichspräsidenten gegen Eine Botschaft Macdonalds. Menschen nicht als eine Huld der Mächtigen Philosophien dreier Welten spinnen sich Fäden den Redakteur Rothardt aus Stassurt wurde gegen die Armen darstellt, sondern als eine in das Denkgebäude des Nazareners; ägyp- heute früh das Urteil gefällt; der Angeklagte wurde London. 23. Dezember.( Reuter.) Mac- Forderung der Gedrückten im Namen tische, indo- iranische und griechische Tradition wegen öffentlicher Beleidigung, begangen durch die tonald erklärt in feiner Weihnachts- und Neu- Gottes, das heißt der alle Menschen gleich umstoßen sich hart in engem Raume des alten Behauptung, der jegge Reichspräsident habe durch jahrsbotschaft an die unabhängige Arbeiterpartei, schließenden Liebe. die Beteiligung am Munitionsarbeiterstreit im die geduldige und ehrliche Arbeit für den Jahre 1918 Landesverrat begangen, zu einer Ge- Sozialismus durch die Aenderung der öffentlichen In diesem Sinne, also bloß geistig, hat fängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Meinung und des Fortschrittes in der Nichtung allerdings das Christenium, solange es eine Sefte zunächst unter hundert Das Magdeburger Urteil wurde von der des sozialistischen Staates, welches das Ziel der lebendige Gläubigkeit war, die Sklaverei aufwohnt ihm doch, da es eben von allen etwas Linkspresse als tendenziös bezeichnet, und zwar Partei sei, belohnt werden wird. gehoben. Es hat die Sklaven einer geistigen empfangen hatte, die Straft inne, über den Jiahmen seiner Heimat hinauszuwachsen. Der***************** ❤❤❤TEÏR❤ÄRKENNAEYN❤ÜNKܡˇˇLO UL☺☺☺☺☺☺☺NA222ĢPN☺☺☺! ☺* 28* 92*£# 20TVƶ¤ÄÄÄÄNNÛÛÛÛÜÜA. Fanatiker und Philosoph Paulus tut den gro- ſizenden hatten selbst gezeigt, wie man die gesprochen wurde, und genau sechs Dezennien| christliche Weihnachtsmythe in eine sozialistische Ben Wurf, baut es aus zur Heilslchre aller Welt ändern könne. Große blutige Revolutio- waren es heuer, daß sie Gestalt gewann in der umformen wollen wir, nicht um ein altes Götterbild ein neues Kleid hängen. Aber wir könArmen und Unterdrückten der alten Welt. Die nen hatten neue Formen des Staates und der ersten Internationale der Proletarier. Man hat viel gelächelt über die Versuche, nen mit der ruhigen Gewißheit derer, für die römischen Legionen, die das Reich gegen Ger- Herrschaft gezeugt. Das Bürgertum hatte, um manen und Perser schützen sollen, tragen seinen seinen Thron zu bauen, die Grundlagen aller aus dem Sozialismus eine Religion zu machen, Glaube, Erkenntnis und Erkenntniswillen zur Todeskeim selbst vom Rhein an den Euphrath, Throne erschüttern müssen, es hatte, um sich ihn mit dem Christentum zu verschmelzen, alle Tat wurde, sagen, daß von den Urzeiten die von den Rändern der Sahara bis an die Ge die Erde zu gewinnen, auch den Glauben der großen Erlösungsströmungen aller Zeiten in Sehnsüchte und Leidenschaften ganzer Völkerstade des schwarzen Meeres. Die Germanen Armen an den Himmel untergraben müssen. ihm aufgehen zu lassen. Und es soll nicht be- generationen in unseren Strom münden. Wir nehmen die neue Lehre auf und verschmelzen Wald sang ihnen einer das Lied von denen, die stritten werden, daß von unberufenen und wollen sagen, daß die Millionen, die an einem des zwanzigsten Jahrhunsie mit dem frohen Glauben an Baldur, den nach der Erde verlangten und den Himmel den halbintellektuellen Schwärmern viel Schind- Weihnachtsabend Kanaan. So wird das neue ſtentum.ren ermordeten und auferstandenen Lichtqott. Das Spaßen ließen. Der Ruf hallte wieder von den luder getrieben wurde mit dem„ religiösen So- derts nach der Geburt des großen Nazareners, Fest der Wintersonnenivende, das Fest der Fabriken Englands bis zu den Webstühlen im zialismus". Wem aber die Kraft geschenkt dem nur die Sehnsucht nicht das Wissen gegeWiederkehr Baldurs aus der Unterwelt, im idlefischen Niesengebirge, von den Galeeren war, jei es in jäher Erkenntnis der Gefühls- ben war und gegeben sein fonnte, ihrem Grlöfaften unwirtlichen Norden begreiflicherweise taliers bis zu den Wersten Hamburgs und gemeinschaft mit den Millionen seiner arbei- jerglauben ein Fest bereiten, es größer und das höchste Jest des Jahres wird zum Ge- Amsterdams, von den Faubourgs von Paris tenden Brüder, sei es nach langem geistigen schöner tun können, als Hunderte ihrer Väter burtsfest des neuen Gottes. Aus der Mistel, bis in die Steppen Rußlands und schwoll zum Ningen in blißartigem Aufleuchten des erlö- und Hunderttausende ihrer Mitmenschen. deren Zweig in der Sage den Todespfeil für stürmischen Kampflied: den Lichtgott geliehen hat, wird das Todessymbol des Galiläers, der Weihnachtsbaum mit den Lichtern der Freude: das Kreuz mit der Hoffnung auf Erlösung. Ueber die Jahrhunderte hinweg dauern die christlichen Religionen, Befenntniffe, Seulte und Bräuche. Manche innere Dann rettet uns kein höh'res Wesen, Rein Gott, fein Kaiser, fein Tribun, Uns aus dem Elend u erlösen, Müssen wir es selber tun. jenden Gedankens, die Schranken in seinem Wahre Weihnacht ist darum auch heute nicht Gehirn niederzureißen und über die Schwelle bei denen, die im Ueberfluß der Gaben die der neuen Welt zu treten, der wird wissen, daß Henfermahlzeit einer sterbenden Welt genieder Sozialismus als Wissen von der sen, Weihnacht als Fest des siegreichen, uncigenen Sendung und als Glaube an die überwindlichen Glaubens ist in den Herzen eigene Kraft, Neues zu schaffen, frönender derer, die am bescheidenen Tisch oder frierend Die Vorgeschichte der Mensch- Abschluß aller Erlösermythen der in Höhlen, in Gassen und Gossen der Großund äußere Wandlungen überdauern sie. Achtheit nahte ihrem Ende. Im Dunkel der Menschheit ist. Der Mensch unserer Zeit kann, städte, in Hütten und Fabriken an diesem Tage zehn Jahrhunderte sind sie alt geworden und Jahrtausende leuchtete das Morgenrot der Er- allem Literatengeschwäß von Erlebnissen und aufs neue ihrer eigenen Sache Treue schwören nech ist der einzige Trost der leidenden Men- löjung. Die letzte unterdrückte Klasse der Wandlungen zum Troß, nur noch ein großes und ihrem Glauben die Lichter unauslöschlicher löſen geistiges Erlebnis gaben nur noch ichen der Glaube an das Jenseits. Hatte man Menschheit ging daran, ihre Fesseln zu lösen geistiges Erlebnis haben, das ungeheure Er- Begeisterung entzünden, unwandelbar in und dem Schickjol, das bisherffeln zu einst zur Zeit der Schwärmer und Geißler, Ueberzeugung: der Wiedertäufer und Begharden noch an das schen gestanden hatte als ehernes Geseb, ihre erfaßt. Die leßte große. Religion: der Menschtausendjährige eich geglaubt, das der Ge- Erkenntnis und ihren Willen entgegenzuzeßen. heit vor dem Beginn ihrer eigentlichen Gefreuzigte prophezeit hatte, so blieb ießt die Die Menschheit schickte sich an, den großen schichte; vor dem Beginn jener Zeit, in der Entsagung für diese Welt und die Hoffnung Schritt aus dem Reiche der Notwendigkeit in Menschen die Geschichte, nicht die Geschichte auf den Himmel. Aber die Massen der Ausge- das Reich der Freiheit" zu tun. Fast achtzig die Menschen macht. beuteten waren Legion geworden. Die Be- Jahre sind es, seit die Erkenntnis zuerst ausNicht mit ein paar Phrasen die heidnischHeute aus dem Dunst der Sage, Seling das alte Lied der Hirten Nen auf winterlichem Feld: Volk, du selber bist der Held, Selber endige die Plage, Selbst erlöse die Verirrten! der Seite 2. Auflösung der Radičpartei. Seipe trone Goldkrone. 24. Dezember 1924. nung auf Erden zu Grunde gehen, keine irdische Befreiung bringen. Er fann fie nur lehren, wie iene alten Stlaven, in Retten fret Freiheit teilhaftig gemacht, indem sie sich über] alles irdische Leid erhaben fühlten und bereits im Voraus die Wonnen der himmlischen Freiheit und Seligkeit genossen. Aber darüber hin Belgrad, 28. Dezember. Der Ministerrat| nationale auf Grund des Gesetzes zum Schuße zu sein, das heißt, das irdische Leid zu veraus war es dem Wesen des Urchristentums, beschloß in seiner heute abgehaltenen mehrstindies Startes aufzulösen. Die Verhaftung der achten aber es in Geduld und Gehorsam hinalso gerade der noch reinen Lehre Chrifti, gen Sigung, die kroatische republikanische Bauern. Parteileitung gilt als unmittelbar bevorstehend. zunehmen. Das Christentum fann mit der ganz fremd, an das soziale Institut der partei wegen ihres Beitritts zur dritten Inter ellaverei in feiner. Gestalt fertig werden, weder mit der alten Leibes- noch mit der modernen Sklaverei selbst zu rühren, ia es auch nur im Gedanken zu kritisieren. Dies war die Lohnsklaverei, weil es zwar eine Lehre von große Schrankedes Christentum 8: den komme, das Gerich: habe aber nach dem Ge- tiefstem ethischem Gehalte ist, aber das Merk. die Welt war noch nicht so weit, daß Gleich fete entschieden. Unter großer Aufregung ent- mal seiner Entstehung unverloren beibehalten. heit und Brüderlichkeit auf Erden hätte Stürmische Kundgebungen der Wiener Klein- fernten sich schleß ich die Kleinventner, nachdem hat: daß es einer Zeit tiefster Erniedrigung verwirklicht werden können. Noch waren weder reniner gegen diese Entscheidung. au chPolizei cerufen worden war, um die Ruhe- der Menschen und größter Machtlosigkeit der die Produktivfräfte so weit entwickelt oder die Wien, 23. Dezember.( Gigenbericht.) Heute störer zu entfernen. Gesellschaft entsprungen ist. Deshalb vermochte Arbeit selbst so weit geschult und organisiert, vormittag verkündete der Verwaltungsgerichtshof es die Menschen nicht zu verbinden im Handeln, daß man der Sklavenarbeit hätte entraten das Urteil über die Anfechtung der Verordnung In fönnen. So mußte alle Hoffnung des Christen- des Finanzministers Schumpeter, womit de Jn 100 Kommunisten in Butarelt verhaftet sondern nur im Leiden und Dulben. Und nachdem es ein Mittel der Beherrschung Butaret, 23. Dezember.( D. R.) Die von Massen geworden war, hat es diesen seinen tums auf Beseitigung des sozialen Uebels, das fationefrone der Goldfrone gle digestellt wird. die mit den irdischen Dingen untrennbar verknüpft Der Antrag der Gerichte auf Aufhebung der Ver- Polizei hat heute nachts in verschiedenen Stäbten Charakter sogar zur Tugendlehre des wahren ordnung wurde abgewiesen, weil der Ver ungefähr 400 Kommunisten verhaftet, die Mit- Christen ausgebildet, deren schönster Schmuc erschien, über sie hinausstreben. Sein Reich war nicht von dieser Welt: es ist das Gottes faffungsgerichtshof die Verordnung als gefemäßg alieder einer geheimen terrorist schen Organisation der Gehorsam gegen seine geistlichen und welt. waren, die zu den Sowjets in Beziehung standen. reich, in dem diejenigen, die hier die Ersten Schon während der Urteilsverkündigung fam waren, die Letzten, und die hier niedrig waren, es zu lebhaften Rundgebungen der zahl erhöht werden. Diese Hinweisung alles reichen Sleinrentner, die im Zuschauer Berbesserungsstrebens auf das Jenseits war raume fih aufh'e'ten. Und faum hatte der Schrift sicher eine notwendige Konsequenz der unent- führer die Ver'eung beendet, als die Kleinrenner wickelten jozialen Kräfte, und gewiß hat sie in stürmische Rufe des Protestes ausbrachen: eine große Verinnerlichung der Menschen zur Schämt euch!"„ Unter den n'edristen alba Folge gehabt. Aber indem so gerade die besten nischen Stämmen gibt es keine solchen Scherrerbrecher wie die österrehsche Regierung!" Gine Energien der Menschen für den Messias Frau stürzte bis zum Versiß nden und rief weiglauben des Himmelreiches gebunden wurden, nend: Was soll ich jest mit meiner Stres mußte das Christentum als poli- anche anfangen? Wie können № ch'er so enttisch soziale Emanzipationsbefche den?" strebung fraftloswerden. Aus dieser Vergeblich bemühte sich der Versiherb: die später in Freiheit gesetzt worden sein. An zahl- hunderte vergeblich geseufat hatten, endlich schon jeiner nur dem Gottesreich und dem Seelen- aufgeregten Leute zu beruhigen. Sie lärmten reichen Orten feien bie Sowjetbehörden von auf Erden zu verwirklichen. Nicht bloß im heil zugewendeten Stimmung, ging jene Gleich weiter. worauf der Vorsitzende erklärte, er gebe Troßli- Anhängern besetz. Im Kreml fei eine Leiden vereint, ist das Proletariat vor allem gültigkeit hervor, mit welcher das Urchristentum zu. daß es bedauerfis fei, daß ein großer Teil Militärgarnison mit Geschützen und Maschinen- heute durch seine auf wissenschaftlicher Erkennt. bem Staate und allen seinen Institutionen der Bevölkerung durch d'ese Verordnung zu ha- gewehren. nis der sozialen Gefeßlichkeit gegründete I a ta lichen Oberen war. Die Mühseligen und Beladenen von heute Für und wider Trozki. aber, die Proletarier, find sich freudig bewußt, Paris, 23. Dezember.( Savas.) Daily daß sie in ihre Befreiungslehre, in den Sozialis Wait" meldet aus Riga, daß sich in Rußland, mus, die ganze beglückende Wärme der Brüderinsbesondere in se asan, Nischnis Nowgo- lichkeit des Christentums aufgenommen haben, rod und Leningrad zwischen den Anhän ohne seinen kraftlos machenden Verzicht auf gern Tropeis und Stalins heftige Kon- irdische Verbesserung. Das Proletariat hat troversen abspielen, welche oft feindlichen Stampf- vielmehr aus dieser Lehre des Sozialismus charakter annehmen. Hinter Troyli stehe die Rote feine historische Bestimmung erkannt, die Armee, hinter Stalin die Tscheka. Stalin soll bei Menschen auch ohne Stetten frei zu machen und einem Zusammenstoß, bei dem mehrere Ber- bas Reich Gottes, nach dem so viele Jahrfonen verwundet wurden, verhaftet und erst „ Des gegenüberstand, so insbesonders auch der 00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000er fraft zu einer großen revolutionären Macht Eflaberei. Es genügte ihm, daß die Sklaven irdischen Welt abgefunden hatte, weil das Es ist hier nicht möglich, zu zeigen, wie geworden, die als ein neuer Heiland die Erb. ſich innerlich als Kinder Gottes ihren Herren anfangs jo nahe erwartete Gottesreich nicht an- dieser Geist durch des ganze Mittelalter und sünde der Klassenherrschaft von der Menschheit gleich und dadurch frei fühlten. Ja, als Rechts- brechen wollte, und als es herrschende Mocht bis in die Neuzeit in der Seirche Herrschend zu nehmen entschlossen ist. Sprach schon das inftitut des irdischen Staates haben die Apostel geworden war, änderte sich gleichwohl gar nichts zeblichen ist, wie sie noch bis zum heutigen alte Evangelium den goldenen Saß: die Sklaverei nicht nur ausdrücklich an an dieser seiner prinzipiellen Einstellung zur Lage sich nicht prinzipiell gegen die Stfanerei Menschen Wille iſt ſein Himmelreich!", fo iſt erkannt schon in den Evangelien findet Sklaverei. Im Gegenteil: mit der Entwicklung ausgesprochen hat, dagegen noch in neuerer Zeit das neue Evangelium, der proletarische Sozia sich kein Wort gegen sie sondern sogar die einer herrschenden Kirche, deren Grundbesig bei einem großen Anlasse, nämlich währenb lismus, bereits am Werke, in Millionen von Slaven feierlich ermahnt, in ihrem immer größer wurde, trat ein Ereignis eines Eklevenbefreiunaskrieges in Nordamerika töpfen und Herzen des arbeitenden Volkes Stande zu bleiben und ihren Herren das die ursprüngliche Gleichgültigkeit gegen- auf die Seite der sklavenhaltenden Südstaaten aller Länder, jenen starken Willen zu erzeugen, gehorsam zu sein. Die Kirchenväter setzen diese über der Sklaverei nunmehr in ein Herrschafts-| getreten ist, weil diese dem Ratholizismus an- sein Himmelreich durch eigene Kraft auf Erden Haltung fort, in ihren Verteidigungen der und Besikinteresse weiter veränderte:| gehörten. Noch bis in das 16. Jahrhundert u errichten. Erst dann wird die frohe Botneuen Lehre fehrt immer wieder die entrüftete die Stirche war selbst flaven- traten die Päpste nur gegen den Sklaven schaft„ vom Simmel her", die vor mehr als Zurückweisung des Vorwurfes wieder, daß sie halterin geworden. Das Reich, das handel mit thriftlichen Sklaven auf, und noch 1900 Jahren erklang, wirklich erfüllt, das die Sklaven etwa gegen die Herren aufwiegeln. erst gar nicht von dieser Welt sein wollte, ging im 18. Jahrhundert hielten sie auf ihren Elend und die Schmach der Menschensflaverei Ja, der hl. Chriysostomus gelangt sogar dazu, nun immer mehr auf in dieser Welt. Und so Galeeren Sklaven. Waren dies auch zumeist getilgt sein. Erst dann wird Friede auf Erden die Sklaverei durch Zurückführung auf den ist es kein Wunder, wenn der größte Kirchen- Sträflinge, so war es doch eine bedeutende und den Menschen ein Wohlgefallen möglich Sündenfall zu rechtfertigen. Von da aus vater, der hl. Augustinus, Worte findet für Anerkennung der Sklaverei, daß bie Stirche ein. gelangte dann die spätere Dogmatik dazu, die die Sklaverei, die noch heute zu kennen lehr- fie als Strafe zulässig erklärte. Alles, was sich Sklaverei in einem ganz gewaltigen Umfange reich ist, weil sie uns das Nätsel lösen, warum an der Behandlung der Sklaverei durch die Bolitit und Bauernm ochen. als göttlich gerechtfertiat anzusehen, indem alle die Herrschenden, denen doch selbst recht wenig Stirche geändert hatte, war das Ergebnis der Ein Kongreß mit familiären Hindernissen. Menschen, die nicht Christen geworden waren, an der Religion liegt, immer so bemüht sind, außerhalb ihr vor sich gehenden Humani- Mostau, 23. Dezember.( AR.) Zu dem als noch vom Sündenfall unerlöst, mit Recht daß die Religion dem Volfe erhalten" bleibe. fierung, Kultivierung und sozialen Verbesse- ersten Kongresse der Bauernmädchen, der soeben in Sklaverei gehalten werden konnten. Nicht Also spricht der hl. Auguftinus zu den Sklaven: rung. In ihren eigenen Anschauungen und beendet wurde, konnte sich der größte Teil der einmal innerhalb der Christengemeinden selbst Du hast das Glück gehebt, Christ zu werden, Ideen ist der Standpunkt der Kirche und des Delegierten nur unter sehr großen Schwierig ließ das Christentum die Forderung einer Be- und doch hast du einen Menschen zum Herrn; Christentums noch heute unverändert. feiten einfinden, da von den Eltern mit freiung der Sklaven zu. So hat der hl. Igna- du bist nicht dessen Sklave, sondern der Sklave Und das ist nur begreiflich; denn, ab allen Mitteln versucht wurde, sie an der tius von Antiochien es für notwendig gefunden, desjenigen, der dir befohlen hat, es zu sein. gesehen von aller hoch aufgeschossenen DogDog: Teilnahme zu verhindern. Um an dem den Sklaven einzuschärfen, daß sie nicht über Christus hat nicht Sklaven aus freien Men- matik. ist der Kern des Christentums auch Stongreß teilnehmen zu lönnen, waren viele De mütig werden und nicht verlangen sollen, daß ichen gemacht, sondern aus schlechten heute noch die alte Vertröstung auf den hörigen völlig au brechen. Unter großer legierte gezwungen, mit ihrem Ange sie auf Kosten der Christengemeinde losgekauft Sklaven gute Slaben. Wie sehr Simmel. Denn er ist ein Teil der Herrschafts: Begeisterung beschlossen die Mädchen, nach ihrer würden, damit sie rricht in die Senechtichaft sind die Reichen nicht Christus organisation dieser Welt des Besitzes und des Rüdtehr sich eifrig an dem politischen Leben ihrer Begierden geraten". verpflichtet, der gute Ordnung in Sifaffengegensatzes geworden, und e: fann daher ihres Dorfes zu beteiligen und fooperativ tätig Als das Christentum später sich mit der ihre Häuser bringt!" den Menschen, die unter dieser Gesellschaftsord- zu sein. Der Gletscher. Ein neuer Mythos vom ersten Menschen. ( 4) Von Johannes B. Jensen. Das war das Mammut. Auch ein paar andere und her schleichen, Hirsche, Büffel und wilbe von Norden fam und den Wald vernichtete und Tiere blieben, weil es ihnen besser page; aber Ziegen; sie stehen einen Augenblid still und die Tiere vertrieb, was war das für eine mitleid es erwarteten sie keine guten Tage. sichern gegen den Wind, um sich zu orientieren; lose Macht? War es ein Mann oder war es ein Ueberall im Wald raschelt es feltfam von sie spiben die Ohren, um etwa zu vernehmen, Wosen, das feiner zu sehen vermochte, ein mäch. aufbrechenden zorn gen Tieren. Trapfend vor woher der Böse Wind weht; dann lassen sie den tiger, böfer Geist? Konnte man ihn denn nicht Schlamm steigt das Fluß ferd aus einem See Schwanz hängen und ducken sich, schleichen hin erschlagen, fonnte man ihn nicht zwingen, sich zu ans Land; es ist ihm zu fühl geworden. Dreng und her. Seins kommt dem euer nab: den stellen und den Kampf aufzunehmen? Konnic hört, wie es die Luft aus seinem großen Pauch Geruch kennen sie und wissen, daß das Scheinende, nicht ein Beil zur rechten Zeit seinem Sieges Der Northwind faust mit seiner Tangen, ausstößt und schnobernd durch das we te Unter- was von dort ausgeht, beißt und frißt, schlimmer zug Einhalt gebieten? falten Geißel hinter ihnen her über den Paß; holz zieht, auf der Suche nach wärmeren Wassern. als irger dsonft etwas im Wald. Die Nacht ist lang. Weit in der Ferne heulen Schwärme verschwinden in der Senkung mach Dreng hört mit einem feltfamen Schmerzgefühl, Nur c.nmalum Mitternacht- bemerkt die Wölfe in traurigem Chor, und im hohlen Süden zu, und neue Herden fommen von Norden wie die wen gen Tiere die urückbleiben, sich im Dreng zwei funkelnde grüne Lichter nicht weit im Baum fist der Schuhu und stößt seine unheil her über den Paß. Die Giraffe schwenkt ihren Walde sammeln; fort können sie nicht, aber sie Walde dicht und sieht das Funkeln suveler langer, verfündenden Klagelaute aus. Der eine Bogel langen Hals und fegt mit der gehörnten Stirn sind voller Langen, sie rufen einander mit ver- entblößter Zähne: das ist die Säteflate, die da jammert und der andere spottet, wieber andere das welke Laub von den Zweigen, während sie änderter Stimme, leifer, fiemütiger als sonst. herankriecht, das entfebliche Tier mit den Messern aürnen; das Strokodil heult, den Nachen voller stumm, mit ceisterhaft feuchten Augen, mit den Das Renntier steht eine Weile ganz still unter im Rachen. Aber warum fürchtet es fich nicht Fraß; die Hyäne windes sich vor schadenfrohem. andern Schritt hält. Stle mere Tere folgen dem einem Baum; es versteht den Wald richt mehr vor dem Feuer heut nacht? Weshalb wagt es Lachen und ihr Hinterteil schnurrt ein vor Trupp in rascheinder Eile, das Stachelschwein, und nicht sich selbst; ab und zu wedelt es mit den sich so nah heran? Ein Schauer läuft über die unflätiger Luft; aber nicht eins der Tiere verfällt der Tapir, der Ameisenbär, alles, was da Beine Ohren, schüttelt den Kopf, wefelt die S'ellurg Schäfer, sie fühlen die Bestie im Traum; ein darauf, eine Herausforderung hinauszuheulen hat, drängt südwärts. mit fejem Straden der Fesseln. Der Mojus raar ächzen gequält auf, und Dreng fühlt es gegen den äuber, den Massenmörder, der sie Und hoch über dem Pfad durch die Bäume ochse, so recht als das große Schaf, das er ist, schmerzhaft durch alle Adern flammen beim alle vernichtet; nirgends ein Rachegefchrei ein zieht ein Auswandererzug; die unsteten Affen, ist ganz in Stille verrückt geworden und befindet Näherkommen des furchttaren Feindes. Aber die bewußter Mordplan. Alle Geschöpfe fliehen, ſtill deren Bleibens nicht länger ist in diefen Gegen sich schon auf der Fahrt gradus nach Norden, Säbelkape entfernt sich wieder, einsam blinkt sie jedes für sich; durch den Wald tönt ein einfames den. Wie ein plötzlicher Drang ist es über sie gerade in entgegengesetter Richtung von allen mit den hungrigen Augen und entfernt sich. Der Wimmern von Raubgetier und wildem Viebzeug, gekommen; sie müssen etwas tun; sie müssen über- ändern. Der Bär ist höchst verdrossen; aber ans Regen trieft ihr an den schlaffen, gestreiften das wehrlos der Kälte preisgegeben iſt. legen; wie denn nicht? Steine Gelage von Kokos- Wandern hat er noch nicht gedacht. Er scharrt lanken nieder; ihr ist falt; und vielleicht fühlt Dreng schwor, fie au rächen. nüffen mehr; sie sind zu Ende. Seine lärmenden trockenes Laub zusammen zu feinem Lager; er sie sich in ihrem Tigerherzen von einer Grausam- Es war eine von den Nächten in der Ueber. Volksversammlungen, welcher von ihnen aus ge- ist erfältet und will zu Beit. Er ist gar nicht teit gepackt, die tödlicher ist noch als die ihre. gangszeit, als bas tropisch Klima der Borzeit stoßen werden muß; alle sind sie ausgestoßen; der bei Laune und schnaubt empört über dies Wetter, Dreng hört sie davonschleichen und im Wald Nordeuropas überging in die Eiszeit. Aber die Wald geht dem Verfall entgegen. Sie wandern das gerade jepi tommen muß, wo er mit seinen umherstreifen, ohne Ziel, ohne Blutdurft, un Erinnerung an die Wärme blieb haften in der aus, fie bequemen fich wirklich dazu, obwohl sie Bienen zu tun hat. Dafür wird er jetzt ein schlüffig; und er weiß, auch ihr ist das Urteil Seele ber!.enschheit, auch lang nachdem fie fich verärgert fnurren. Es paßt ihnen gar nicht, mit Nicerchen machen, bis die Sonne ihn wieder gesprochen, auch sie ist ausgestoßen. Das aber von ihrer nordischen Heimat über die Erbe hin den Händen in die nassen Zweige zu greifen; weckt, und wehe dem, der ihn etwa aus Versehen tat Dreng weh und erschreckte ihn. War das verbreitet hatte; die unauslöschliche Sagem mehrere weigern sich auch ganz entschieden, tem- stört! Meister Pet ahnt nicht, daß es ein langer wirklich fo weit gekommen, daß die Säbellage, Garten des Paradieses. Im Norden lebte die men aber doch, nachdem die andern gegangen Schlaf sein wird, dem er entgegengeht. Dachs die große Freundlose, tie bisher dem Daß und Menschheit ihre Kinderzeit, und di Erinnerung find, hinterdrein. Keiner von den Afen sieht sich und gel folgen seinem Beispiel und verkriechen Fluch aller Geschöpfe standgefalten hatte, daß die daran, die tiefe und schmerzliche, die ist das ver auch nur einmal noch um. Nur wenige der aus sich in die Erde in Erwartung befferer Zeiten. zum Feuer gefchlichen fam, nicht um fich einen lorene Ba Selbst die Tiere, die auf ihre eigene wandernden Tiere in day. Aber nicht alle Tiere sind so praft sch. Der Wer schen zur Abendmahlzeit zu holen, sondern blinde, instinktive, gebunden Weise träumen, Eins der großen Elefantent ere drehte sich um ganze Wad st voll Geschöpfen, die weder jagen bloß um ihre Schwermut pre szugeben und wieder bewahren in der Freimütigkeit, mit der sie sin und blickte zurück nach den heimatlichen Wäldern; noch einen Unterschlupf suchen, sondern die bloß zu gehen ohne Fraß! Was denn sollte vor sich gegenseitig auffressen, noch die Erinnerung an da vermochte es nicht weiter zu gehen; es wandte die ganze Nacht ratios umberirren. weil die Kälte gehen in der Welt! was war denn heimlich den entfchwundenen Unschuldszustand, damals, um und suchte den Weg über den Paß zurück. ihnen feine Ruhe läßt. Dreng hört, wie sie hin beschlossen? wer war der Unermeßliche, der da ob die Kälte in die Welt tam.( Foris. folgt.) 1907 19 24. Dezember 1924. Wohnungselend in der Tschechoslowakei. idolit trad Bilder aus der Hauptstadt Prag. Seite 3. Die Staatswirtschaft der Koalition. Der Artikel der Londoner Times", welcher Um leicht begreiflichen Jrrtümern vorzubeu-| sen Waggon auf vier gemauerte Pfeiler, führt durch das jahrelange schreckliche Wohnungselend, die Finanzwirtschaft der Tschechoslowate: scharf gen, die bei flücht ger Betrachtung der nebenstehen- durch ein Loch in der Decke den Kamin eines eiser- das sie alle ohne Ausnahme mitgemacht haben den Bilder wohl jedem Beschauer sich aufdrängen nen Ofens und das neue Heim ist fertig. Stap- und das sie zwang, in überfüllten Löchern zusam dürften, sei es gleich eingangs ausdrücklich gesagt: talskräftigere Leute bauen aus Brettern und Dach- men mit anderen Familien zu hausen, schon so abDie malevischen B.ochhütten auf dem ersten Bild pappe verschiedene Nebenräumlichseiten hinzu, so gestumpft, daß sie fast ehrlich froh sind, nun endstehen keineswegs irgendwo in einem Dorf weit daß sich das Häuschen ganz schmuck repräsentiert, lich einmal ihr eigenes Heim" zu haben. wenn hinten in der Slowakei und die Behausungen, die wie in Bild 3 das Hem eines Eisenbahners in es auch nur aus einem halb verfaulten Waggon auf den übrigen Bildern zu sehen sind, haben mit der Vysočaner Siedlung, das allerdings schon oder einer Barade besteht, die der nächste Sturm der Romantik der wandernden Zigeuner, die auf gegen dreitausend Kronen kostet. Wieder andere wegblasen kann. Umso aufre zender muß diese einem Gemeindeanger ihr Wägelchen zu kurzer verwenden alte Güterwagen, in das man aller Art der Wohnungsfürsorge dafür auf jeden MenRaft aufgestellt haben, absolut nichts zu tun. Un dings erst passende Fenster einsetzen muß. schen wirken, der sich auch nur ein bißchen so sere Bilder sollen vielmehr die rührende WohIn den letzten Wochen scheint die große Nachziales Fühlen bewahrt hat. Die Hauptstadt Prag, nungsfürsorge der Gemeinde Prag im si.benten frage die Pre se der Waggons zu stark in die Höhe deren Bürgermeister zu angeblich unumgänglich Jahre nach Kriegsschluß ins gebührende Licht getrieben zu haben oder hat man mit ihnen zu notwendigen Repräsentationsfahrten ins setzen. schlechte Erfahrungen gemacht, denn man beginnt land sicher Hunderttausende verbraucht. wie zu Dieweil für den Herrn Primator Baya am sich jetzt mehr dem Bane von Blockhütten se nem jüngsten Besuche in Rom, die Hauptstadt Prager Marienplay eine Repräsentationewohnung zuzuwenden, welche den Ansprüchen des Ein- eines Reiches, in dem alljährlich hunderte Milli im Bau ist, schießen an der Peripherie Prags zelnen auch mehr Spielraum lassen. Baumeister, onen für Kasernbauten ausgegeben werden, wagt ⋅ Blockhütten bei Smith owo. Ein Waggon I. Klasse. fritisierte und die Einsetzung einer ausländischen Kontrolle für die Staatsfinanzen dieses Landes verlangte, was nichts anderes bedeuten würde als die Kontrolle der tschechoslowakischen Staatswirtschaft durch das internationale Finanzfapital Finanzwirtschaft des gegenwärtigen Regierungs- hat die allgemeine Aufmerksamkeit auf die systems gelentt. Obwohl wir immer wieder hören daß die Tschechoslowakei wirtschaftlich konsolidiert ist, und daß wir uns auf einer Insel der Seligen befinden, während rings unt uns in Mitteleuropa das graue Elend herrscht, obwohl die Tschecho flowafei tatsächlich über große Reichtümer und Naturschäße, sowie eine fleißige und hochquali Aus- zierte Arbeiterklasse verfügt, ist es bisher den gen die Ausgaben und Einnahmen im Gleichge Finanzmännern dieses Staates noch nicht gelun wicht zu halten. Trotzdem unsere Steuern drückend hoch sind und unsere Volkswirtschaft unter dieser Laſt ächzt und ſtöhnt, ſind unsere Einnahmen noch immer geringer als unsere Ausgaben. Sett dem Bestehen des Staates gab es feinen Staatsvoranschlag, der nicht ohne Defizit abgeschlossen hätte. In einem einzigen Jahr 1921 gab es einen Budgetüberschuß, der sich aber durch einen Nach tragsvoranschlag in ein Defizit verwandelte. Der Abgang in den Jahren 1919 bis 1925 be= trägt nicht weniger als 13.41 Milliarden Kronen. Rechnet man die Investitionen dazu, steigt der Gesamtabgang sogar auf 26.39 Milliarden. sie Die Folge davon ist, daß die Staatsschulden von Jahr zu Jahr anwachsen. Obzwar die Tschechoslowakei erst sechs Jahre besteht und demnach als junger Staat verhältnis mäßig geringe Schulden haben sollte, machen die Zinsen für die Staatsschulden, die wir Jahr für Jahr entrichten müssen, jetzt schon mehr als zwei Milliarden Kronen aus. Auf jeden Menschen in der Tschechoslowakei, ob Säugling, ob Greis, ob Mann oder Weib, entfallen 150 K, die er als jährlichen Tribut an die Gläubiger des Staates entrichten muß. Auf eine Arbeiterfamilie mit zwei Stindern fommt also jährlich eine 3insenlast von 600 ronen. Nimmt man einen durchschnittlichen Zinsfuß von sieben Prozent an, so beträgt die Kapitalsschuld der Tschechoslowafei etwa 23 illiarden Stronen, mit anderen Worten, seit ihrem Bestand hat die Tschechoslowakei jährlich durchschnitt lich vier bis fünf Milliarden Schulden gemacht. Die Tschechoslowakei lebt also start über ihre Verhält ffe, die Schuldenlast wird immer größer, troßdem denkt man nicht daran, die Defizitwirtschaft zu beseitigen. Zu alledem kommt noch, daß ein großer Teil der Schulden der Tschechoslowakei nicht konsolidiert ist. Es handelt sich nicht nur um langfristige Schulden, welche von Generationen abgetragen und amortifiert werden, sondern einen Teil die. ser Schulden bilden die sogenannten& assens sch eine furzfristige Anleihen, die alle im Laufe der nächsten Jahre fällig werden. Da der Staat feine langfristigen Anleihen bekommen fann, borgt er das Geld einfach bei den inländischen Banfen. In einer geregelten Finanzwirtschaft sollten solche furzfristige Anleihen nur dann aufgenom men werden, wenn der Staat augenblidliche Zah lungen zu leisten hat und die zu erhoffenden Einnahmen noch nicht eingelaufen sind. Der Staat müßte sich inzwischen das Geld ausborgen, um es nach wenigen Monaten aus seinen Steuereinnah= men zu bezahlen. In der Tschechoslowakei ist aber die Summe dieser furzfristigen Anleihen heute so groß, daß der Staat niemals daran denfen fann, sie aus feinen regelmäßigen Einnahmen zu be ahlen. Im Staatsvoranschlag für 1925 wird die Summe dieser Kaſſenſcheine mit 8.1 Milliarden angegeben. Dabei hat der Staat die Absicht, find 30 Millionen Stronen an Zinsen für im weitere furzfristige Anleihen einzugehen, denn es Laufe des Jahres 1925 zu erwartende Kreditoperationen vorgesehen. Der Staat will also im nächsten Jahre weitere 500 Millionen Schulden machen, sodaß nach wenigen Monaten die Summe der Kassenscheine 8.6 Milliarden betragen wird. Die Zinsen und Nebenspesen, die der Staat für die Kassenscheine entrichten muß, werden immer höher, am Fälligkeitstermin wird nicht bezahlt. sondern die Kaſſenſcheine prolongiert. Hem eines Eisenbahners bei Vysočan. Güterwagen als Wohnung. solche Blockhütten und Waggonivchnungen w'esoder Zimmermann sind dabei überflüssig; dieses, hunderten armen Familien, nachdem Pize in die Höhe; in einer der letzten Sitzungen Männer haben noch aus see!' gen Kriegszeiten Er- jahrelang auf eine halbwegs menschliche Woh der Prager Stadtvertreter wurde festgestellt, daß fahrungen im Baradenbau, das Material wird nung gewartet, eine derartige Wohnungsfürserge gegen fünfhundert solcher Häuschen das Prager auf einen Handwagen in den Feierstunden her zu beten? Sind diese Bauten vielleicht wenig Stadtbid zu verschönern trachten, und immer beigeschafft und so kann man sich schon um etwa stens billig? Steineswegs. Die Siedler haben noch wachsen neue hinzu. Die Gemeinde, die den tausend Kronen eine Hütte bauen wie die ganz ihr letztes Ged hineingesteckt oder es sich von dringendsten Ansuchen um Wohnungen hlflos links in Bild 1. Hier wohnt ein altes Ghepaar, fremden Leuten ausgeborgt ein Kapital von mehr gegenübersteht, hat nun im Herbst einzelne Grund- das früher notdürft'g bei seinen Kindern unter- als einer Mill on ist, gering gerechnet, in diesen stücke für Barackenbauten zur Verfügung gestellt gebracht war. Da gab es aber allerlei Unfrieden Bauten investert und wird nach einigen Jahren und wenn man sich rechtzeitig beworben hat, so und so haben sie sich mit eigenem und crborgtem verschwunden sein, da die Hütten allen Unbil erhält man gegen cinen Zins von fünfzig Stronen Geld selbständig gemacht und sind froh, im den des Wetters ausgesetzt, ihren Bewohnern jährlich die auf zehn Jahre beschränkte Erlaub Eigenen" zu leben. Die Hütte ist primitivster Art bad über dem Kopf zusammenstürzen müssen. nis, sich auf einem Fleckchen Erde se ne eigene und hat nur einfache, mit Papier verklebte dünne Wird b's dahin endlich einmal die WohnungsHütte bauen zu dürfen. Eine dieser Siedlungen Wände. die gegen stärkere Stälte wohl faum einen frage großzügig gelöst sein? Und kann man eine befindet sich in Smichov beim Friedhof hinter hinreichenden Schutz bieten. Stann man es sich solche Barackenstadt schon aus sanitären Grünber Santosta, cine zve te bei Vysočan, zehn aber leisten, doppe te Wände herzustellen und da- den an der Peripherie einer Großstadt auch nur Minuten hinter der Kolbenfabrik. Die Siedler zwischen Asche oder Schlade als Isolierung zu kurze Zeit stehen lassen, eder ist sich das städtische sind meist Eisenbahner, die schon jahrelang geben, so fann es in einer solchen Hütte wehl| Physilat der schweren Gefahren nicht bewußt, die irgendwo in Aftermiete wohnten und nun endlich ganz gemütlich sein, Allerdings muß man zwe hier drohen? Von einer Kanalisation ist keine einmal ihr eigenes Heim haben wollen. In der bis dreitausend Keronen aufwenden. Spur vorhanden und die primitiven Häuschen, Smichover Siedlung soll sogar ein wirklicher Die Inneneinrichtung bleibt ganz dem Be- welche die Aborte ersetzen sollen, stellen doch Die Stoften eines solchen eigenen Herdes sind lieben der Hausfrau überlassen. Einige Küchen- offenbar den denkbar günstigsten Nährboden für nicht gerade unbedeutend. Auch hier gibt es ver- möbel, e'n efferner Ofen mit einer Platte, die Bet- den Ausbruch einer Epidemie dar. schiedene Wohnungstypen, je nach dem Geschmack ten und höchsters noch ein Schrank und dann ist und dem Geldbeutel des Hausherrn. Verhält der Platz restlos ausgefüllt. Selten wird man um diesen unwürdigen Zuständen so bald als mög- senanweisungen lauft, als die in fit, utg taatsrentenpapfert. nismäßig am einfachsten ist es, sich einen ausran- aber ein Fenster sehen, das nicht einen weißen lich ein Ende zu bereiten. Vielleicht würde man Solange aber der Kurs der Staatsrenten em niegierten, zum Verkauf als Altmaterial best mmten Vorhang aufzuweisen hätte. Ein solcher ist schon im Rathaus bald auf eine zufriedenstellende Lö- driger ist, wird niemand neue Staatsrenten fau fen, der Staat fann also schwer eine langfristige Eisenbahnwaggon zu kaufen, der aller- zum Schuße gegen das neugierige Publikum er ſung kommen, wenn man jedem ausländischen innere Anleihe anbringen. Schließlich Albicht dings mindestens fünfhundert Kronen kostet, und forderlich, das sich wie in einer Ausstellung exoti- Gast, dem man hierzulande Potemkinsche Dör- der Staat durch seine Schuldenwirtschaft der beinahe ebensoviel macht der Transport an Ort scher Wesen zu benchmen pflegt und rücksichtslos fer vorsetzt, einmal eine solche Siedlung zeigte. Volkswirtschaft Geld und ist so der Urheber der und Stelle aus. Sind damit die finanziellen in die Fenster hineinstaret. Dabei wollen die ganz ohne jeden Kommentar. Dann würden die herrschenden Geld- und Kreditknappheit, die der Sträfte erschöpft oder will von den Bekannten Bewohner jener Hütten aber gar nicht bewundert Rathausgewaltigen vielleicht doch eine Lösung die- möglich macht. wodurch also die Ausnügung Industrie jede Erweiterung un niemand mehr etwas herborgen, so stellt man die- und noch weniger bemitleidet werden. Sie sind ses brennenden Problems finden. der gegenwärtigen Wirtschaftskonjunktur ge= Staatsbeamter hausen. Diese Staatsfaffenscheine haben nicht nur die Wirkung, daß sie die ganze Finanzwirtschaft des Strates zerrütten, sondern sie bringen den Staat auch in eine drückende Abhängigkeit von den Banken, weil ja diese die staatliche Finanzverwal eingegangenen Vertungen nachzukommen. tung jeden Augenblick bedrängen fönnen, ihren Diese Art der Schuldenwirtschaft der Tschechoslowakei steigert also die Macht des Fis nanzfapitals, insbesondere die Macht des Führers des inländischen Bankenkonzerns, der Zivnostenska Banta. Ein weiterer Nachteil der Schabanweisungen ist, daß der Kurs der. Staatspapiere gedrückt wird, weil sicy Man muß alle Hebel in Bewegung setzen, jeder lieber die in kürzerer Zeit verlosbaren Kas entzieht Ceffe Fechenbach. Genosse Felix Fechenbach, der durch die Gnade" der bayerischen Regierung das Zuchthaus verlassen durfte, hat sich zu seinen Eltern begeben. Sobald er sich gesundheitlich erholt hat, wird er die Revision seines Prozesses mit aller Energie anstreben. absetzung der Staatsausgaben radikal in die Wege zu leiten. In den Voranschlägen der Jahre 1920 1925 waren die Kosten des Milita rismus mit 15.4 Milliarden veranschlagt, ein Betrag, der mehr als genügt hätte, die Defizite in diesen Jahren, die 8% Milliarden betrugen, abzutragen. Wenn man den Militäretat in diesen fechs Jahren um diese 8% Millarden herabgesetzt hätte, wären noch immer für Rüstungen fast sieben Milliarden Stronen übrig geblieben. Wir hätten dann kein Defizit, viel gerin gere Staatsschulden und hätten froßdem für das Militär sieben Milliarden ausgeben können. was für einen Kleinstaat. wie die Tschechoslowakei, mehr als genug gewesen wäre. Freilich, wenn die Tschechoslowakei ihren Militarismus abbauen wollte, müßte eine Politit der Versöhnung nach innen und außen eingeleitet Erst Beamtenkabinett, dann Neuwahlen. 24. Desember 1924. werden. Man müßte die Existenz des Staates des Margismus" vor, vor dessen Nieder statt auf die Bajonette der Soldaten, auf die freu schrift der Verfasser sich anscheinend einer Opera dige Zustimmung der Bewohner stellen, müßte, tion unterzog, die auf die Entfernung des letzten mit allen Nachbarn ein gutes Verhältnis unter Gehirnrud.mentes, das noch hinter seiner teuhalten. So ist das Problem der Staatswirtschaft| tonischen Stirnwand vegetierte, hinauslief. So ein politisches Problem. Gelingt es der gerüstet fonnte er als Motto feiner Ergüsse geTschechoslowakei nicht, die Bürger aller Nationen lassen das große Wort niederschreiben: frieden zu stellen, dann bleibt ihr fein anderes Mittel, als zu rüsten und immer wieder zu rüsten. Damit aber treibt die Politik der herrschenden Roclition den Staat in schwere Gefahren, deren Größe erst a cemein erkannt werden wird, wenn sich zu den jährlich wachsenden Staatsschulden 1926 die Reparationen gesellen werden, die Minister Benes selbst auf 30 Milliarden geschätzt hat. Das würde allerdings die völlige un terjochung der Tschechoslowakei unter das internationale Finanztapital bedeuten. Es ist eine Jronie der Demokratie", daß die Sozialdemokratic, die das finnloseste Programm und die gewissenlosesten Führer hat, heute noch int Reiche die stärkste Gruppe geworden ist. Mit Bitterfeit muß man das registrieren und man kann es auch feinem ernsten Politiker verargen, wenn er die Wähler" grenzenlos ver achtet. Demotratic vorn und hinten und wenn man näher zu steht, ist es ja doch nur eine Aristokratie und meistens oder leider nicht einmal des Geistes, auch nicht des Titels, sondern des Geldes. Mit Bitterfeit zwar, aber doch gibt er zu, daß die Sozialdemokratie die stärkste Gruppe ist. Es ist nun zur Vernichtung alles bereit. Ueber die damit sie auf dem Pranger stehen als ehrlofe Mehrwertlehre läßt er fich zunächst aus. Er Schurken, denen jeder deutsche Mann, jede weiß zwar nicht was der Mehrwert ist, er hat deutsche Frau scheu erschreckt weit im Bogen aus auch das kritisierte Kapital" nicht gelesen, aber Zu den Blättermeldungen über die bevorweicht, damit sie mit dem verworfenen Getraun welch teutscher Mann sollte sich das an stehende Demission des Rab nettes Švehla und lichter sich nicht berühren. fechten lassen. Wenn man einem Hund diese die Ernennung eines Beamtenkabinetts, die nicht Nachdem der deutsche Manu die ewig un. Stritit eingibt, geht er drauf, aber die Leser des nur von den Prager deutschen Blättern, sondern filgbare Schmich der Tassache" und alles weitere Tag" haben anscheinend einen guten Magen. auch von tschechisch- flerifalen Provingblättern ge- mit semen aufrichtigen blauen Augen u fich gelehnlich wird die Grenznußentheorie erledigt. bracht wird, bemerkt die„ Narodni Demo- nommen( wer feine bleuen Augen hat, muß halt Aber es kommt noch besser. Der Unsinn steigert trace", daß alle Nachrichten über ein Beamten eine blaue Brille auffeßen, wie feiner eit General fich: fabinett Erfindung seien. Auch der„ Večer" Ludendorff). eröffnet ihm Herr Fiev, daß bezeichnet diefe Meldungen als einen voreiligen sich alle diese Liebenswürdigkeiten auf die Sozi l Silvesterscherz. Die staatsbildenden Parteien bemokratie und gegen die gesamte deutsche sozia würden en Beamtenkabinett nicht unterstützen, listische Zermürbungs- Verräterfront" richten, die O weil eine Beamtenregierung nicht die Regierung im Jahr 1918 die deutsche Front heimtückisch Hemmt wird. Bei dieser Gelegenheit sei noch der Demokratie soi. Wenn die Koalition aus„ von hinten" erdolcht haben soll. Serr Fieß entdarauf hingewiesen, daß das Bankamt auch die einander ginge, würde es Newwahlen geben. In rüstet sich darüber, daß noch nicht gegen alle Menge der Umlaufsmittel ständig droffen, diesem Falle würde eine Beamtenregie- jene Sträfte", die das deutsche Heer zermürbt jodaß die Geldknappheit verschlimmert wird. Im rung vielleicht nur zu dem Zwecke haben, die Ankh ge wegen Hochperrates erhoben Jahre 1923 betrug der Umlauf an Banknoten ernannt werden, um die Wahlen worden ist. Doch zittert, ihr roten Dolchstöß: neun bis neuneinhalb Milliarden, 1924 nur acht durchzuführen. Aber die Parlamente mehr bis achteinhalb Milliarden, trotzdem sowohl die he't stünde einer Beamtenregierung niemals zur Einfuhr, als auch die Ausfuhr weit höher waren D'sposition. als im vergangenen Jahre, also mehr Umlaufsmittel notwendig gewesen wären. Die Vellswir schaft braucht mehr Geld und troßdem drosselt der Staat ständig den Banknotenumlauf. Ueberdies entzieht er der Volkswirtschaft Geld durch Kontoforrentvorschüsse bei den Baufen, deren Höhe der Deffentlichkeit nicht befannt sind. Aber über furz oder lang: Das deutsche Fehmgericht tommt! Es tommt der Tag der Vergeltung der Nache!" Unsere Zeit ist noch nicht gekommen aber der Morgen beginnt zu grauen. -Die Statistiken zeigen vielmehr ein Anwachsen der Kleinindustrie und des Kleingewerbes, eine Erscheinung, die nicht zuletzt auf die Elektrifizic rung zurückzuführen ist, die jedem Betriebe die Aufstellung eines Motors gestattet. Zur Zeit Margs brachte die Konzentration der Betriebe, verursacht durch die fortschreitende Herrschaft des Dampfes allerdings Begleiterscheinungen, die im Sapital" richtig geschildert sind. Doch auch hier zeigt sich, daß die Aenderung der materialisti schen Grundlagen alle Voraussagen Lügen straft! Eine Erpropriation der Grpropriateure zu Gunsten einer Vielheit ist eine Unmöglichkeit geworden. Das Rapital ist ein Bestandteil der Produktion. Es kann nicht abgeschafft werden, wie auch die Kommunisten erkennen mußten. Kapital und Geld hängen eben teuf.isch zusammen und schließen sich nicht gegenseitig aus. Wohl aber, und darauf legen wir Gewicht, ist es notwendig und durch nichts begründet, daß das Stapital ewig in Händen der Kapitaliſten bleibt, der Banken und der Eigentümer... Was jezt noch tommt, ist heller Irrsinn. Der ent esse te Schwachlinn oder: Das erdolchte Hirn des Herrn Fich. Greuen! Die acht Millionen deutscher Sozial demokraten, und mit ihnen die Kommunisten, Dieser Schlager ist so alt, daß er einige MeiIn der berühmten Hopfenst dt Saa; er mögen vor dem Blutgericht Fießens ergoterm. Ien gegen den Wind stinkt. Er hat auch seine theint ein sogenanntes„ Kreisblatt" des Bundes Wir sehen ihn schon mit der geletenen Mit Wirtung getan. Wie der folgende teuflifche" Eine solche Finanzwirtschaft ist auf die Dauer der Landwirte, das aber wegen seiner hunderts gabel ausrüden. Dreimal Wehe! Als fünftige Einfall zeigt, hats einen Klaps gegeben, der fich nicht aufrecht zu erhalten. Es ist ausgeschloffen, brozentigen Dummheit selbst im Strofe der Opfer des völlischen Femgerichtes wollen wir uns in dem zweiten der folgenden Säße ausdrückt: daß ein Staat Jahr für Jahr mit Defiziten ar- Bundesmitglieder sehr spärlich gelesen wird. aegen die Anschuldigungen des Saazer agr rischen beitet und fatalistisch zusicht, wie seine Staats- Serausgeber und Schriftleiter dieses politischen Rechbegottes nicht weiter verleidigen, well uner schulden und die jährliche Zinsenfast, die er abtra- Wizblättchens st nämlich ein angeblicher Bauern- verruchtes Leben sowieso schon verwirkt ist. Be gen muß, größer werden. Diese Verhältnisse sind schriftsteller" namens iet. dem effenbar der merkt fei nur, daß sich der Mann bei der Beweis, im Ausland fein Geheimnis, wie eben der Ar- Dunst seines heimatlichen Miſthaufens in den führung in Dolchstoffachen auf die Schrift eines tikel der Times" zeigt und die Folge: davon Stopf gestiegen ist. Von den schriftstellerischen Berliner völkischen Sudelfn- ben bemuft, der mit ist, daß niemand der Tschechoslowakei Geld bor- Leiſtungen dieses grarischen Artikelzüchers fei einem Säuflein armseliger Zitate den Berg von gen will. Eine jede Zuderfabrik bekommt immeren Lefern heute eine toime Kostprobe tor- Tais chen und Zeugnissen zudecken will, die die Arbeiter, hört euch das an und merkt es euch für Auslande Stredit, aber die Tschechoslowakei be- goſetzt, die für die Feiertage einen vorzüglichen Dolchstoßgefchichte als eine alberne Geschichtslüge ben Tag, an dem ein Gelber euch vom Sozialisfommt feinen, mit fe der Verwandten Unterhaltungsstoff bieten dürfte. Herr Fich, als entlarven. Nun. darüber mit dem Herrn ich u mus erzählen wird: fet en Nummern feines Blättchens die Frage: ist ja bekanntlich durch Belehrung nicht zu heilen. der berufene Mann, beantwortet in einer der rechten, steht uns nicht dafür, denn Schwachsinn letzten Wer hat das deutsche Heer im Welt- m übrigen fann ja die Dolchstokerzählung des frieg vernichtet" in folgender aufschluß- Beaternschriftstellers" einen whren Hintergrund reichen Wolfe: haben. Es ist möglich. daß dem Bedauerns verten cinmal ein Geifbod geiteßen hat, und daß ihm des Finanzministers nicht. Will die Tschechoslo wakei ihre Finanzwirtschaft auf sichere Grund lagen stellen, muß sie die Staffenscheine einlösen, was nur mit Hilfe einer ausländischen Anleihe möglich ist. Die ausländische Anleihe ist aber nur zu haben, wenn das Budget ins Gleichgewicht gebracht, die Ausgaben den Einnahmen angepaßt werden. Die Tschechoslowakei muß unbedingt zu einer Her abseßung ihrer Staatsaus gaben kommen, was ein oberflächlicher Vergleich mit anderen Staaten zur Genüge aufzeigt. Während die Tschechoslowakei jeden Staatsbürger mit 1260 K belastet, hat jeder Franzose nur 1030, jeder Italiener nur 82 ieder Schweizer 770 und der bei den großen Patrioten der Tschechoslowakei so sehr verachtete Oesterreicher nur 430 Kronen jährlich zu bezahlen, um die Kosten des Staatshaushaltes zu decken. Es gibt einen sehr einfachen Weg, um die Her Meister Wetterl. Eine Tragödie. Man hat sich von dem Herrn Bäckermeister Liborius Wecker! nie etwas besonderes erzählt. Er erregte allerdings zuweilen dadurch größere Aufnterksamkeit, daß er seinem Zeugl", mit dem er Sonntag seinen gewohnten Ausflug zum Heurigén" unternahm, neue Juder", vorgespannt hatte. Auch daß er nach solchen Stäufen bestrebt war, seine Semmeln in kleinerer Ausgabe erscheinen zu laffen, fiel einigermaßen auf. Außerdem aber sprach man von ihm nur herzlich wenig. Nun aber, seit einer Woche ist er der Held einer Geschichte, die man sich in der engen Gasse mit viel Bergnügen zuraunt. Demnach hat sich mit Herrn Wederl folgendes zu getragen: " Deutscher Mann, nimm und lies! Unheil' are. Wie der Kleine er sich die Bernichtung des Marxismus vorstellt. 3. Der Klassenkampf" als dritter dogmatischer Bunft ist ein Widerspruch in sich! Es gibt feine Scheibung des fozialen Organismus in zwei Teile: hie Rapitalisten, hie Arbeiter. In der menschlichen Gesellschaft ist alles ein Kreis: auf. Schon die genaue Feststellung, wer Rapitalist sei und wer nicht, würde den Margisten schwer fallen. Ist der Herr Austerlis Rapitalist ober Proletarier?" welches Eigentuur stempelt zunt Rapitalisten, welches nicht? Es gibt ein gewisses Schamgefühl, das den Armen im Reiche des Geistes hindert, vor Leuten allzulaut reben zu lassen. Beim Tag" hat man fich auch das abgewöhnt. Dort gibt man foldhe Dinge für ernste Polemit aus. Der akademische Gmoa- Tepp des„ Tag" schließt: Vernimm die ewig untilgbare untilgbare babei tas Sirn erdolcht wurde. Da es sich dabei Schmach der Tatsache, daß Glieder des um einen Defalt landwirafch ftlichen Ursprungs deutschen Volksstammes es gewesen sind, die dem bandelt. empfehlen wir als Govenmittel aus deutschen Heere, vor dem die Welt erzitterte, ver- giebige Padungen mit frischem Kuhmist. räterisch, betrügerisch das Rückgrat gebrochen haben. Die Verantwortlichen bleiben gerichtet für alle Zeiten, wie die Tat des Ephialtes ein ewiges Schandmal bleibt! Define du großes, trezes 1 tikes belb at If in inem großen Leid, in deiner unerhörten Bedrückung und Wenn die heimische Produktion zu verfiegen Versflavung endlich deine aufrichtigen droht, zieht der„ Tag" seinen-e r- Berichterblauen Augen wir reißen den Schleier von statter heran. So setzt er den Lesern als Christdem schrecklichen Bild deiner Judasse hinweg, kindl eine von besagtem-er stammende, ritit, Gleichheit arbeitet, ist leider noch nicht ge jeines zwanzigjährigen, männlichen Sprößlings,„ Um Simmelswill'n!" jammerte er,„ mir| Lehrbuben allein brächten ja auch, wie sich's der sich im übrigen, solange er wuchs, gedich und geht do' a Menge Geld verlor'n, wann über mein blühte, um Aeußerungen seines Erzeugers nur G'schäft wochenlang d'r Rollbalt'n hängt!... blutwenig gefümmert hatte. Doch war auch der Aber i geb net nach!" Sohn des Hauses, Herr Pepi, des wilden Unmuts gegen den Vertrauensmann voll, weil von diesem das Gerücht ging, er hätte einmal über das arbeitsscheue Dasein des jungen Herrn" eine wenig schmeichelhafte Meinung geäußert. Der homo margisticus" aber, der für vie zeige, nichts zuwege. " Buat is' s!" Der Brave warf dann Rod, Gilet und Hemd tragen ab und machte einige Schritte in der Richtung zur Badstube. Vater Wederl tämpfte einen schweren Kampf. Sein Bollmonbgesicht war puterrot und so ber Während einer Beratung im Hause Weckert zweifelt, daß seine Gehilfen, wenn sie ihn so gegeschah es nun, daß der Pepi, mit schienfernden fehen hätten, voll Erbarmen wohl die Arbeit so Beinen auf dem Tische finend, plößlich sagte: fort aufgenommen hätten. Plöblich schob er den wüßt' schon a flane Abhilf! Soll si' Bauch würdevoll vor und indem er die fleischihalt d'r Vatter wieder amol selber zum Badtrigger Finger zwischen die Westenknöpfe zwängte, Dem Vater Weckerl, der sich gerne einen stell'n! Es is wohl schon lang her, daß er nix sagte er: Mann von Tatkraft nennen hörte, schwoll nach mehr arbeit'n tuat, aber alles wird er ja do' no' solchen Zustimmungsfundgebungen Pepis vor net verlernt hab'n! Un vielleicht wenn unsere Stolz der Bauch( die Brust kam nicht in Betracht) G'sell'n seg'n, daß d'r Herr selber zuagreift, fan und er ließ es, gerührt, wie er dann war, ins' dann weniger bodbeinig! Alstern, Vatter, bind' solchen Momenten gerne geschehen, daß der Pepi da die Schürz'n um!" ,, Daß i' das erleben muaß!" stöhnte er auf aus der väterlichen Brieftasche für die nächsten Der Vater Wederĭ sah den Sohn mit gro- und blieb vieber ſtehen. Tage eine Kleinigkeit" entnahm. ßem Schmerze an. Du mißratener Mistbua!" Von Gattin, Sohn und Tochter mit verein Herr Weckerl fand nun, als er wieder ein- fchrie er dann auf." Wia fannst d' denn nur so ten Kräften geschoben, stand er aber boch endlich mal die Anwandlung, einen jungen Gehilsen in was fag'n?" in dem großen Arbeitsraum, wo zwei Lehrlinge Wiederholt hatte er im trautesten Familien- feinen Ansprüchen zu verkürzen, nicht unterdrüf- Er fant so beftia auf einen Sessel hin, daß der Dinge harrten, die da kommen sollten. Mit freise die unwillige Aeußerung getan, daß ihm fen fonnte, die Gelegenheit, sich durch das Mittel die sorgsame Gattin sofort den Tischler bestellen verwunderten Augen sahen sie den Meister an. der Vertrauensmann seiner Gehilfen ein Dorn der Sündigung von dem unbequemen Vertrauens- mußte. Mit vieler Mühe löfte man Wederl von Dann strömten von allen Seiten auf die Befehle im Bäckermeisterfleische sei. Der Herr Wederl mann zu befreien. Die Antwort aber, die ihm den Trümmern des Stuhles und er ging dann nur so ein. Wie sie da waren, schoffen sie alle in hatte nämlich einigemale den Versuch unternom- wurde, war, daß die zwölf Arbeiter Weckerls in mit solcher Wucht im Zimmer hin und her, daß der Badstube wie verrüdt herum. Nur der Herr men, die Löhne zu drücken und da es immer Streif traten und versicherten, ihre Tätigkeit erit man glauben tonnte, ein Motorwagen der Stra- Meister selbst bewegte sich mit jener langsamen dieser ölendige Zeitpunkt", der Vertrauensmann wieder aufnehmen zu wollen, wenn die Sündi- ßenbahn mache zwischen den Möbeln Spazier- utaieftät, bie feine Dide erforderte. Auf seinem gewesen, der die Ausführung dieses Vorhabens gung des Vertrauensmannes rüdgängig gemacht fahrten. Er fluchte die phantasievollsten Flüche. Geficht stanben unzählige Schweißtropfen und der init großer Energie verhindert hatte. Nach sol- fei. Er schleuderte alle beweglicheren Möbelstüde zu erhabene Seelenschmerz desjenigen, der unter Boden und drückte, als er feinen schiveren Beib in einem ungeheurem 3wange etwas tun muß, was einer zornigen Aufwallung herumwarf, die Türe gegen feinen Willen und feine Ueberzeugung ist. „ Soff'n' f streit'n, do Räuberbuab'n! J'eines Rastens ein. Und immer wieder drohte er Herr Wederl arbeitete. fann' s aushalt'n! J' brauch' eh a Erholung! den Pepi, der die ganze Geschichte eine riesige Die Stube widerhallte von seinem Gestöhn. Sperr' i halt zua und rutsch' a bißl nach Abbazia! Sep" hiek. für seinen Rat, der die Würde eines Sätt i nur mein' groß'n Bauch net!" grote Aber bin sicher, die Leut' reiß'n nur' s Maul Bädermeisters und mehrfachen Hausbesikers fo er immer wieder.' fann ja net zum Badtrog auf und nach a paar Tag' tummen f'' froch'n!" sehr mißachtete. daß er ihm riet. zu arbeiten, die auchi!... Meine Arm san viel z furz! Alle Enterbung an. Aber die Gattin und die Tochter Beilig'n, is das a Plag"!" waren auf Pepis Seite. Immer wieder bewie- Als er fich etwas zu heftig bückte, playte ihm sen sie, man müsse es der Sozibagage" zeigen, die Hose. Die Behrjungen flüchteten in die bun daß man auf sie nicht unbedingt anstünde. Die telsten Wintel und stedten dort die Köpfe fast awi chen Zusammenstößen mit dem Vertrauensmann Der bide Wederf war zuerst perplex, dann hatte Herr Wedert immer mit beträchtlichem aber schrie er: Grimm verkündet, daß dieser Mensch nicht mehr lange das Glück haben würde, im Hause Weckert zu arbeiten. Wann er net so a guater Arbeiter wär'. hätt' i' hn ja eh schon lengst auf die Straß'n g'fett!" schrie der Herr Weckerl.„ Aber bei der nächsten Gelegenheit wird er g'liefert!" Wenn der Bäckermeister solche Drohungen ausstieß, fand er stets die lebhafte Zustimmung Es tam indes nicht jo, wie Papa Wederl es erwartet hatte. Die Gehilfen blieben aus, neue Arbeitskräfte fand der Bäckermeister nicht, und er wurde fleinlaut. " - 24. Dezember 1924. boren und die marxistischen Führer sind die letz- 1 te, die ihn beispielgebend repräsentieren! Es wäre schon ein großer Fortschritt, wenn die" Hakenkreuzler endlich das Niveau des homto sapiens" des normalen mit einem Gehirn ausgestatteten Menschen erreichten. Von ihm zum Marristen ist ein fleiner müheloser Schritt. Von dort, wo sie jetzt stehen, ist es zum Sozialismus allerdings soweit, wie von Urwaldbewohner zum denkenden Menschen. Mängel unseres Parlamentarismus. Das allmähliche Leerlaufen der tschechoslowafischen Parlamentsmaschine, die wachsende Dede in beiden Häusern der Gesetzgebung und die sich immer mehr verbreitende Interesselosigkeit, die sich auch auf weite Schichten der tschechischen Bevölkerung übertragen hat, all diese Umstände haben bewirkt, daß auch in tschechischen Kvalitionskreisen die Einsicht geweckt wird, daß es so wie bisher nicht weiter geht. Wir haben in den letzten Tagen Gelegenheit gehabt, einige fritische Erwagungen tichechischer Stoalonspolitifer über unseren Parlamentarismus zu lesen. Die tschechischen Stoalitionsmacher übersehen hiebei aber, daß die Fehler des tschechischen Parlamentarismus nicht allein in seiner ungenügenden wee chanik liegen, sondern im System ihre Ur sachen haben. Ein Naturfreundeheim im Sfernebirne Seite 5. welche aber hoch überragt werden vom mächtigent Riefengebirge; anschließend und nach Nord- West laufend beherrschen wieder die bewaldeten Höhent des fergebirges das Bild, gefennzeichnet durch Siethhübel, Schwarzer Berg. Taubenhaus, Vogeltoppen usw., bis das Reschfengebirge mit dent Reschken, von Nord nach Südwest den Kreis schließt. Aber noch manche Spitze, mancher Berg ist zu sehen. der hier nicht genannt werden soll. Es ist eine Rundsicht so reich und mannigfaltig, daj ruhig behauptet werden kann, daß es fein iconteres Pläychen für ein Naturfreundehus gibt. Das zu errichtende Heim ist nicht nur als Unterkunftshaus gedacht, sondern soll auch als Ferienheim dienen. Hier soll der Arbeiter, dic Arbeiterin ausruhen in den wenigen freien Tagen; sind sie aber wanderlustig, so bietet das fergebirge mit seinen herrlichen Wäldern, fels. gefrönten Bergen, den rauschenden wasserreichen Gebirgsbächen und tief im Waldesdunkel verborgenen Wasserfällen ein Wandergebiet, dessen intime Reise selbst vielen Einheimischen noch unbefannt sind und die auch in vielen Tageswanderungen nicht völlig erfßt werden können. Spät sieht der Frühling in dieses Gebiet cin, dann aber gibt es ein Leben und Weben in den weiten Wäldern, wo die Laubbäume bereits frrießen, während die Wildbäche kaum die Schmelzwasser faffen können, die ihnen das Gebirge in un ähligen Rinnfalen zuführt. Da Das Musterbeispiel einer solchen Erwägung ist der Artikel Stivins in der Was wir es wohl, das vor mehr als 25 Mitgliedes, des verunglückten Hoch spintisten tosen die Wasserfälle und grobes Steingeröll wird Nova Svoboda", einer tschechuchen demo- Jahren den einfachen Sensenschmied Allois Rudolf Tham, wurde auch den Naturfreunden von den ungestümen Wassern zu Tele geführt. demo- Jahren kratischen Zeitschrift. Stivin hält dem Abgeord- Rohraner dazu trieb, sich mit Gleichgesinnten Reichenbergs die Errichtung eines eigenen Schattenreiche Wege bietet das Gebirge im netenhaus vor allem die große Anzahl der zusammenzuschließen, um an Sonn- und Feier Heimes der Verwirklichung näher gebracht. Dem Sommer und wenn in der Herbstsonne die BlauAbgeordnetenklubs vor, die zu einer gen hinaus uziehen in die Wälder und Berge? Sittenbauausschuß war von allem Anfang fiar, beeren reifen und von den Ebereschen die roient Erschwerung der Arbeiten, wie der Regierungs- und was war wohl die Ursache, daß sich um das daß das geplante Heim nur im fergebirge er- Beerenbüschel feuchten, welchent Naturfreunde mehrheit, so auch der Opposition führt. Stivin fleine Säuflein immer mehr Anhänger Scharten, richtet werden kann und von den Bahnstationen wird da eine Wanderung Langeweile bringen. berührt die Frage des Verkehrs der Rebis im Laufe eines Vierteljahrhunderts sich die Reichenberg, Gablon, Josefstal und Haindorf Wenn aber der Winter mit seiner Gefolgschaft gierung mit dem Parlament. Wenn große Kulturorganisation der„ Naturfreunde" noch Samsatg zu erreichen sein muß, wenn es von Schnee und Stälte im fergebirge Einzug Ser Ministerpräsident dem Parlament nicht die bildete, die Hunderttaufende von jener Sel sie den weitesten Streifen der nordböhmischen Arbei hält, da entfaltet sich hier ein ganz anderes Leben. genügende Zeit widmen kann, sollte der Minister umfaßt. auf deren Arbeit das Bestehen der erschaft dienen soll. In Erwägung dieses wurde sind auch die Wälder erstarrt unter Schnee und rat einen Sprech minister ernennen. Die menschlichen Gesellschaft aufgebaut ist, um deren ein Grundstück aus Pviv: tbesitz im Ausmaße Eis, bedeckt auf meterhoch weicher Schnee Weg Gesezesvorlagen gehen dem Parlament spät zu. Wohl und Wehe sich die Gesellschaft nur insoweit von 20,611 Quadratmetern fäuflich erworben, und Sang, so ist doch nicht alles Leben erstorben. Stivin tritt weiter für eine Erneuerung der forgt, als ihre Arbeitstraft in Betracht kommt. und zwar an den sogenannten Stönigswiesen, Tief unterm Schnee zeigt durch leises Gurgeln Klubobmännerkonferenzen ein.( Diese Es war wohl die Sehnsucht nach Licht, Luft welches 10 Minuten vom Turm der Königshöhe der Wildbach sein Weiterleben an, dazwischen läßt Forderung erhebt Genosse Dr. Czech schon seit und Freiheit, die diese Menschen hinaustrieb entfernt ist. ein Vogel sein leises Stimmchen hören, wenn er langem vergeblich. Anm. d. R.) Die Nichtteil aus den dumpfen Sälen der Fabriken, den Worf- Recht einsam mittet das Pläßchen an mit sich cht den gefrorenen Beeren der Ebereschen nahme an den Plenarsizungen nennt Stivin ein ſtätten und Schreibstuben, das Schnen, wenig dem Blick auf die dunklen, weiten Wälder des faütlich getan. Und da kommen sie angeglitter quälendes Theater, das auch darin feinen Grund ſtens einmal nach sechs lärmvollen Wochentagen fergebirges; ſeitwärts murmelt ein flares auf langen Gleithölzern durch den weichen hat, daß die Qualität der Reden nicht voll Haft und Arbeit sich einen Tag als Menfchäfferlein sein leises Lied, übertönt vom Rau- Schnee, um Ruhe und Schönheit zu genießen, auf der Höhe ist. Die Regierungsmitglieder fühlen zu können. Es war euch das Bewußtsein, schen hoher Nadelbäume, welches von Natur- die Menschen, welche auch der Winter aus seinem greifen selten in die Debatte ein, ernste red- daß die raucherfüllte Wirtshausstube nicht der gewalten, von Dasemskampf und zähem Lebens- Reich nicht verscheuchen kann. nerische Wettkämpfe gibt es nicht. Man redet Blay ist, wo der Arbeiter Erholung finden kann. willen erzählt. Wird es aber dem Besucher zu Wenn vor unserem Geist das Haus ersteht, für die Zeitungen. Warum schreiben die lind so zogen sie hinaus, dorthin, wo sie das einsam, so wende er seine Schritte nach der entwie wir es wünschen, so hören wir vom Rasen Abgeordneten nicht gleich ihre Reden in die Zei fanden, was ihnen das Leben voll Arbeit und gegengesetzten Seite und nach drei Minuten wird her den Jubel spielender Kinder, welche sich mit tungen? Das Parlament leider weiter an einer Sorge verweigerte: Ruhe, Erholung, sich seinen staunenden Blicken ein Bild bieten, geröteten Wangen ihrer Freiheit freuen, sehen unregelmäßigen Verteilung der Arbeitszeit. Stivin Schönheit und Freiheit. welches feinesgleichen fucht. Da liegen an die Jugendliche im Spiel und Volfstanz. sehen ältere wendet sich vor allem gegen die Nachtsitzungen. Reich an neuen Eindrücken war das Leben, änge geschmiegt die Häuser von Sänge geschmiegt die Häuser von Johan Leute mit schwieligen Händen und Gesichtern, in Eine lichte Seite des Parlamentarismus bildet welches diese Arbeiter sich schufen, obwohl ver. nesberg, Friedrichwald, Gränzendorf, wo der welche der Lebenstampf feine Spuren zeichnete! die Arbeit in den Ausschüssen. Diese Arbeit kannt und verspottet von der großen gedanken- dichter des ſergebirges Guſtav Lentelt finnend blicken sie auf die Jugend, die Zukunft. geht aber völlig unter, weil die Parlaments for losen Masse, die nicht begreifen konnte, daß sich seinen Roman die Königshäuser spie Beim Durchstreifen des Grundstückes findet respondenz nicht in der Lage ist, von den Arbei- Menschen abseits von den gewöhnlichen Veranit Die dichtbesied. Ortschaften des Gablonzer Gott dem Allmächtigen! Und möge er dereinst len läßt; hinaus ziehen sich man einen granten Steinblock mit den Worten: ten der Ausschüsse zu berichten. Never den aungsstätten wohl fühlen können. Aber kein In Senat fällt Stivin ein vernichtendes Urteil. Spott, wie er auch immer geartet sein mochte, Bezirkes mit Gablon:- davor aber glänzt der die Worte unseres Präsidenten des Genoffen Der Senat führe, so sagt er, nur ein Schein- war imſtande, die Schrittmacher der Natur- alatte Spiegel der Grünwalder Talsperre. Da dasein. Was wir haben, ist weder ein Zwei- freunde von ihrem Wege cbzubringen. Unabläffig hinter erhebt sich im Süden der Schwarzbrunn fammersystem, noch ein Einfammersystem. Stivin warben und werben sie um ihre Arbeitsvrüder, mit seinem Turm, gegen Osten anschließend der tritt dafür ein, daß beide kammern bei Arbeitsschwestern, um auch diesen zu zeigen, wo Muchov und andere Höhen des Jsergebirges, Aufrechterhaltung der Wahlordnung zu einer sie sich Mut zum Stampfe um bessere Lebens- 00000000000000000 Stammer vereinigt werden. bedingungen holen können. Aber nicht nur die Um das Mandat Prasets. Das Präsidium Wege weisen sie ihren Arbeitsgenossen, sondern der republikanischen Agrar und Kleinbauernpar- fie sorgen auch durch große Opfer an Geld und tei hat beschlossen, den Abgeordneten Jaroslaus Arbeit für gastliche Raststätten, wo sich der ArRychtera und den Senator Karl Praset aus beiter unter feinesgleichen wohlfühlen kann, wo der Partei auszuschließen und sie unver- er das Gefühl hat, daß er willkommen ist und züglich vor das Wahlgericht stellen zu lassen, nicht els unliebsamer Eindringling betrachtet damit sie wegen niedriger und unehrfcher Hand wird. So entstanden überall Naturfreundehäuser, lungen der Mandate verlustig erklärt werden, die in Desterreich, wie in der Schweiz, in Deutschsie in die Hände des Votes zurückzugeben sich land, in Amerika und auch die Naturfreunde in weigern, trotzdem sie aufgehört haben, Witglieder der Tschechoslowakei gingen daran, sich Umer der Partei zu sein, auf deren Wahll ste sie fandi funftshäuser zu schaffen. diert wurden. schen die Beine vor heimlicher Seiterfeit. Alle Augenblide rief sie der Meister an: Wia macht ma' denn das?... Herrgott, hab' ja alles schon vergessen!... No ja, es is ja schon fünfazwanz'g Jahr' her, daß itiy g'ar beit't hob'!" Und die Buben lehrten: " Das macht ma' so, Herr Master!... Und bas a so!... Bitt' schön, Sie wiss'n aber schon rein gar nir mehr!" Der Pepi hatte einige Zeit mitgeholfen. Jetzt rädelte er sich auf einem Stübel und zündete sich eine Zigarette nach der andern an. Durch das hochherzige Vermächtnis iyres Durch das hochherzige Vermächtnis iyres Die trente Gattin allein blieb und bespritzte den Meister von Zeit zu Zeit mit faltem Wasser. „ Na, na, i halt' s net aus!" jammerte er immer wieder." I hör auf! Mi trifft d'r Schlag!" Eine grove Täuschung. offert zeigen: Vier atmen wir Lust und trinken wir Freude und holen den Mut uns zum Kampie im Tal!" A. Bouda. in Beziehungen zu den Vertretern der nichtbolschewistischen sozialisti vertschaftsdelegation it dieser Tage von ihrer Mater al über die wirtschaftliche Lage der Dinge Die von Purcell geführte englische Gefchen Parteien treten, die als Oppositionelle Rußlandreise zurückgefehrt. Der rojarote Bericht, vorzulegen imstande sind, oder aber man muß als den Purcell und Genossen über ihren Besuch Privatperson, ohne von der Regierung Rußlands und Georgiens erstatten, gibt der kom kontrolliert zu werden, mit den Massen der munistischen Presse Anlaß zu lautem Jubel, end Arbeiter in täglichen Verkehr trefich glaubt sie, diejenigen gefunden zu haben, die ten können. Weder das eine noch vor der Arbe terschaft der Welt Kronzeugenschaft das andere hat die englische Deledarüber abzulegen geeignet sind, daß in den Sow- gation getan. Sie hat sich einfach der Sov jetrepubliken alles in bester Ordnung und daß das fetführung überantwortet, deren Mitteilungen und bolschewistische Regime beiſpie gebend für alle De Angaben entgegengenommen und darnach ihre Urmokraten und Sozialisten ist. ieile gefällt, deren etliche sie sofort nach ihrer Anfunft in Rußland veröffentlichte. Eine so eine feit ge und beinahe leichtfertige Beurteilung Hot natürlich feinen Anspruch auf Beachtung Blauben. Wir sind leider nicht in der Lage, den Bericht der Gewerkschaftsdelegation als objektive Schilderung und Beurteilung und darum als absolute Wahrheit hinnehmen zu können. Genosse Pur cell mag noch so begeisterte Lobeshyminen über Die Lehrbuben flüchteten, so oft es anging, die Kulturleistungen der Sowjets in Batu und Wir wissen sehr woh., daß die englische Ges in die dunklen Ecken. Weckerl setzte sich unzählige Sterowfa anstimmen, er mag noch so entzückt sein wertschaftsdelegation den löblichen Zweck verfolgt, male nieder, um eine ausgiebige Rast zu tun. über die sowjetrussischen Errungenschaften auf dem der Heße der Konservativen in England gegen Der Meister fand in seiner Verzweiflung doppelte Gebiete der Torfgewinnung und der Elektrizi-| Sowjetrußland einen Damm entgegenzusehen und Gelegenheit, die Lehrlinge zu heßen, bis sie nicht tätswirtschaft uns genügt das doch nicht, um wir begrüßen den Bericht der englischen Gewerkmehr weiter fonnten. Es regnete Püffe und Chr die schler und Verbrechen des bo schewistischen schafter, soweit er den bürgerlichen Ammenmär feigen. Regimes zu vergessen. Und Purcell mag schließlich chen über das kommunistische Schredgespenst entDer Morgen lam und der Meister stand de Glückseligkeit der Bewohner Georgiens gegentritt. Was wir aber nicht billigen, ist die Bfui Teufel!" meinte er." Wann i so was wimmernd vor seinen Werken. Die Dinge, die noch so sehr an der Schilderung einer einmütig Beugung der Wahrheit, mag dies auch noch so allerweil mach'n müaßt' tät' i mi liaber auf- er erzeugt hatte, zeigten die absonderlichsten For- ver aufenen Demonstration der Arbeiter in Tiflis sehr den augenblicklichen Bedürfnissen der enghäng'n!" men. Eine andere Wirkung von Herrn Weckerls darzulegen sich bemühen wir müssen dennoch lischen Gewerkschafter entsprechen. Genosse Purcell Und die schreckliche Luft, die' s da hat!" Badfunt fam später. Einige Leute famen und bedauern, in den Jubelchor der engl schen Dele schre bt Dithyramben über Rußland und ver wimmerte Water Wederl. In d'r Höll kann' s fragten ungestüm, ob der Herr Wederf in seine gierten nicht einstimmen zu fönnen, weil wir schweigt den dort herrschenden politischen Terror, Net, zum Aushalt'n is Waren leister und Emmentalerkäse eingebaden wissen, daß sie von den Leitern der Mos das beispielfoſe Spitzolivesen, die vollkommene bas! Gebt's m'r war trint'n! Waffer! habe. Zehn Leute standen im Laden und schimpf- fauer Internationale und der Sow- Unterdrückung jeder unabhängigen Presse und Bier! Wein! Bringt' s, was schleppen fönnt's! ten. Der unglückliche Bädermeister stand eben iets bewußt und nach allen Regeln jeder freien Meinungsäußerung, die furchtbare ..und helft' s m'r' s Semd ausziag'n und trüben Sinnes und matt zum timfallen vor der bolfchewistischen Kunst getäuscht Arbeitslosigkeit, die Not der Bevölkerung. Mit die Hof'n! Und die Pantoffeln durt gebt's m'r einigen fohlschwarzen Produkten seines Fleißes, wurden. Die Art, wie die Moskauer auslän feinem Wort erwähnt Purcell die Hunderte Opfer her! Die san vom Mischer! Der Sterl fist g'wiß als die Gattin in die Backstube rollte und ihn vor dischen Arbeiterdelegierten, die zu Studienzwecken des Aufstandes in Georgien, dieses Kirchhofs, den g'müatlich z' Haus und lacht, während i fei' Arbeit wurfsvoll von der Evbitterung der Käufer be- in das Pavadies Sewjetrußlands oder Georgiens er den europäischen Arbeitern als ein Musterland mach'n muaß!... Jessas, Frau, wer waß' s, richtete. fommen, die Musterdemokratie, das Dorado der fortschrittlichen, sog'alistischen Lebens Hinstellt! ob mi' net a Krankheit packt auf die Marterei!" Arbeiter vordemonstrieren. ist nicht nen. Man Wir sind nicht der Meinung, daß man die russische weiß die Gäste schon immer schön auf der Licht. Revolution verteidigt, indem man die Auswrseite herumzuführen und versteht es, sie peinlich| fung ihrer Verzerrung verschweigt. Die ctivas Traurige und Verwerf ich: zu sehen wäre. Mit Schewifi in Georgen haben felber und sich brüvor den Kulissen zu beschäft gen, hinter denen das robuster als Purcell veranlagten Führer der BolRecht hält die Auslandedelegation der Sozialdemo- stend eingestanden, daß sie Dußende gefangener fratischen Arbeiterpartei Rußlands in einem offe| Sozialisten, Hunderte georgische Arbeiter ermornen Schre ben an die Labour Party und an den det haben. Die englischen Delegierten aber sind Generalrat der Trade- Unions deni Bericht der begeistert von dem großen Wert der georgischen englischen Gewerkschaftsde'egation folgendes ent- Arbeiter" und der gesamten Union der SSR."! gegen: Um ein Urteil über die russische Frage So begeistert wie lata 3ettin, die Frau abzugeben, muß man die Verhältnisse allseitig und mit dem großen Namen, einstmals Muster progründlich studeren, und dazu muß man entiveder letarischer Tugend, ehrlichen sozialistischen Kamp,, Bolt' s m'r... holt' s m'r..." ,, Da aa no" schrie er mit letter Straft. Dann Er trant wie ein Schwamm. Es fühlte ihn legte er sich hin, ächzend wie eine umgeworfene nicht und wenn er ein Glas Feuchtigkeit in sich Bokomotive. hineinschüttete, hörte man ordentlich ein Zischen, Nach einer Weile entfuhr es stotternd seinen wie wenn Wasser auf einen glühenden Herd ge rät. Er dampfte wie eine Waschküche. Der Lippen: Schweiß rann ihm in zierlichen Bächen über Gesicht, Arme und Bauch und alle diese Wasserrinnen mündeten in den Teig, aus dem die Sem- Frau. mteln geformt wurden. Der Sohn und die Toch-„ Na, na!" hauchte Weckerl.„ Bolt' s meine ter sahen das und sie sagten nach einer Weile, sie G'sell'n!... I'... i bin... mit all'n.. fühlten etwas in ihrem Innern, sie gingen hin- einverstand'n! Hans Pilz. aus und kamen nimmer wieder. " Jessas, do' net an' Doktor?" erschrack die . Seite 6. Devisenfurſe. Dietschechische Krone notiert in: NewMort 100 ste Zürich 100 Berlin Wien Dollar 3.08'25 Schweit. Frant 15.67.50 War: 127.400,000.000.00 diterr. Gronen 2.156'00 Prager Kurse am 23. Dezember. Geld 100 holl. Gulden... 1372.00: 00 1 Billion Mark 100 belg. Franks. 100 jchweiz. Frant 1 Brund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 franz. Frants 100 Dinar 10.000 magyar. Kronen 100 poln. 3loty... 10.000 öiterr. Seronen Ware 1378.0000 8.0% 87% 8.12'87%, 168.75'00 170.25.00 657.6250 660.52.50 15967.50 161.07: 50 145.750 147.25.00 84.20.00 184.25.00 51.37 50 4.74: 00 659.0.00 4.89.75 33.900 182.7500 50.8750 4.54: 00 658.00'00 4.69.75 Tages- Neuigkeiten. Häuser ohne Weihnacht. Nicht von den Geschäftshäusern den Fa brifegebäuden und den Magazinen soll her die Rede sein, wenn von Häusern chne Weihnacht gesprochen wird. Die Stätten, in denen die Ausgebeuteten sich täglich mühen um fargen Lohn, fönnten ja auch niemals davon Zeugnis geben, daß Wohnacht ist auf Erden: zu viel Menschen but und Menschenschweiß dunstet in ihnen und läßt auch dann. wenn in ihnen Arbeitsruhe herrscht, nicht das Gefühl eines Feiertages auf 24. Dezember 14. lismus Anteil nehmen, zu empfehlen, daß sie den ,, Stamps" abonnieren. Er ist unentbehrlich Die der Erlösung harren.. für jeden, ber die Kämpfe der internationalen Ar- Die der Erlösung harren seh't ihr sie, beiterklasse und die Weiterentwicklung des wissen Die zornerbittert für ihr Elend zeugten? schaftlichen Sozialismus laufend verfolgen will. und malte euch die kühnste Phantasie Der lampi" ist durch alle Parteibuchhandlungen So endlos lang den Zug der Schmerzgebengten? zu beziehen. Da am 1. Jänner ein neuer Jahr- hört ihr es brausen wie im wilden Meer, gang beginnt, ist es ratfam, das Abonnement wie ihre Klagen stürmen durch die Lande so bald als möglich anzusagen. Und wie ihr Donnerruf so dumpf und schwe Seran sich wälzt an uns'rer Zeiten Schande? . An unsere Leser und Abonnenten! Christbaumkerzen erhellen eine armſelige, düſtere wiffenfchaftliche Fakultät: 504 ord. 82 Für eure Habgier üppigreich verwendet! Die heutige Nummer unseres Blattes wird als Weihnachtsnummer vier Tage aufliegen. Daß morgen Donnerstag feine Nummer erscheint, hat folgenden Grund: es wäre bei den herrschenden Postverhältnissen nicht möglich, die Blätter, wenn sie em Donnerstag erschienen, noch recht zeitig in die Hände unserer Kolporteure und Leser, insbesondere in den entlegeneren Orten zu bringen, und wir konnten es nicht auf uns nehmen, daß die einen oder anderen Genossen an den Feier tagen, an denen ja Blätter und Post nicht aus getragen werden, ohne Zeitung blieben. Aus diefem Grunde, und weil die Buchdrucker am Seiligen Abend- T: g nur bis fünf Uhr arbeiten, hat sich der Presseansschuß entschlossen, die Weihwachtsnummer schon heute, und dafür in ver ſtärktent Unfenge erscheinen zu laffen. Denners tag und Freitag find tarifmäßige Feiertage der Buchdrucker, die Arbeit wird erst am Samstag wieder aufgenommen, so daß die nächste Nummer em Sonntag erscheint. ΑΛΑ Frequenz an der deutschen Universität im Wintersemester 1924-1925. Bis zum gestrigen Tage waren an der deutschen Universität für das Er dringt voll Wucht durch jedes Kirchentor Wintersemester 1924-25 35 25 Studierende in Und mischt sich hart in weiche Orgelflänge fribiert, die sich in folgender Weise auf die einzel- und kommt dem feisten Pfaffenwort zuvor, nen Fakultäten verteilen: 1. Theologische Das von Erlösung lallt zur stummen Menge Der Wohnhäuser ohne Weihnacht sei Fakultät: 36 ordentliche, 1 außerordentlicher. zu Was soll der tausendjähr'ge Firlejanz, her gedacht. Der Zinsfasernen und Wohn- sammen 37( gegen 29 im Wintersemester 1923-24). Der von Befreiung widerwärtig heuchelt, bavaden, in denen das Elend, die Not und die 2. Juridische Fakultät: 1011 ord., 51 a.- 0., Judes um's gold'ne Kalb ein toller Tanz Winterfälte herrscht und die am Weihnachtsabend zusammen 1062; Frauen 29( 966). 3. Medi- Den Sinn für Menschlichkeit erschlägt und meucheld mit finstern Fensterfronten hinabitarren in das zinische Fakultät: 1122 ord., 40 a.- o.. zusammur schwach erleuchtete Dunkel über dem holpri- men 1162; Frauen 168( 1164). 4. Philo- Die der Erlösung harren, fluchen euch, gen Straßenpf'aster. Kon Fenster ist erleuchtet ophische Fakultät: 424 ord.. 254 a.- 0., 31- Die ihr das Göttliche frivol geschändet, in diesen Häusern, so Kunde davon gebend daß fammen 678; Frauen 173( 571). 5. Natur Die ihr der Barbarei entmenschtes Reichh Wohnstube. Kein frohes, beglüdtes Kinderlachen a. o., zufammen 568; Frauen 74( 520). Jns- Was faselt ihr von Gottes großem Sohn erschallt hier, das Christkind bleibt den Behausun- gesamt 3097 ord.. 428 a.-o. Studierend:( daven Jit er nicht Fremdling euren falschen Seelen! gen des Elends fern. 144 Fauen); Gesamthörerzahl 3525 gegen 3250 Ihr würdet doch, dem Christentum zum Hohn, im vorigen Wintersemester. Diese Frequen; wird Im Stall von Bethlehem ihn frech bestehlen! nur durch die Frequenzziffern des Wintersemefters 1919 20( 3703) und 1921-22( 3539) übertrofDie der Erlösung harren Jahr um Jahr: fen. Die juridische Fakultät verze chnet heuer ein Euch fann nur eigne Kraft die Ketten lösen. Plus an Studierenden; ihre Zahl übersteigt zum Wenn kühne Tat die Freiheit Euch gebar, ersten Mal seit der Teilung der Universität vor Dann werdet Ihr zum Wienschentum genesén. Viele Kinder ficht man an diesem Abend 40 Jahren die Zahl tausend, welche sich noch er Dann leuchtet Euch der Stern von Bethlehem! vor den Auslagen stehen, die sich nicht losreißen höhen wird, wenn die Absolventen der Handels- Nicht dunkler Wunderglaube wird Euch schützen, fönnen von der Pracht und dem Lichte, und die akademien hinzufommen werden. Die Zah! der Der curen Würgern allezeit genchm: feine Gile haben. Sie zicht kein Weihnachts- Ausländer beträgt 235( in Wintersemester Euch kann nur helles Licht, nur Wahrheit nügen! baum nach Sause, sie haben feine Sehnsucht nach 1923 24 168), darunter die meiſten aus Rumäwas chern kommten muß einst wird es sein! den Häusern ohne Weihnacht. nien( 68) und Polen( 50). Nach der Nationalität befennen sich 2814 als Deutsche, 451 als Es wird die Tat das große Werk vollbringen. Macharen, 166 a's Juden, 44 als Tschechen und Aus tausend Feuern ledert heil'ger Schein: der Nest verteilt sich auf Angehörige aller euro- Er wird die Nacht der Lüge niederzwingen! päischen Staaten. wisset nur: nicht dauernd währt der Fluch, Esseien frei, die der Erlösung harreit! Nicht ewig Tyrannei bluidürst'ger Narren! Einit lautet doch des Weltgerichtes Spruch: Eduard Rieger( Wien). In den Hauptverfchrestraßen loden am We hnachteabend die Geschäfte mit strahlendem Lichterglanz. Die letzten Besorgungen werden gemacht, in größter Eile bewegen sich die Mei schen dahin. Alles hastet heim, um Weihnacht zu feiern im Streise der Familie. Und so stehen sie mit verlangenden Augen vor den Geschäften herum, stundenlang. bis die Rollbalfen eine Mauer errichten zwischen ihnen und den Zelen ihrer Sehnsucht. erleuchteten Fenstern hinauf, hinter denen die Am Wege nach Hause starren sie manchmal zu Weihnachtsfreude eingefehrt ist. Wenn ein Wach mann sich nähert, trollen sie sich wieder von dan nen, mit freudlosem Herzen. -ig. Für sie gibt es heute noch fein Christfest. Es + 0000000330600SECCHOCITOOGESUso muß erst der Weg erkämpft werden für den Einzug jes. Sie hat in Georgien drei Arbeiterinnen der Weihnacht in ihre Behausungen! empfangen Witaven nach erschossenen Arbeitern. -die ihr die Ereignisse während des Aufstandes Strafgefeßes vergangen. Am letzten Sonntag war Auf der Kanzel sich gegen den§ 303 des in der Gemeinde Postřefow bo Taus die Stirche mit Gläubigen angefüllt, die auf die Predigt des Pfarrers Jakub Pitner harteien, der über das Thema„ Aus dem Himmel kommt der Bote" sprechen sollte. Die Kirchenbesucher Die wahren Dolchstößer. Heute, wo in famen aber nicht auf ihre Rechnung. Der Pfarrer Deutschland die Hafenkreuzler mit der Dolchstoßerschien zwar auf der Kanzel, begann aber statt der legende wieder hausieren gehen, um die erwachenAls die Brüder zu ihrem Parteitag fuhren. zit lesen und machte ihnen Vorwürfe deshalb, angesagten Bredigt den Gemeinderäten die Leviten den Massen des Volkes neuerlich mit nationalen ſchilderten. Fran Zetein ist laut Bericht der Der jüdböhmische tsche by ſch- nationalsozialiſt ſche daß sie viel verwirtschaftet haben und daß in der Phraſen einzufangen, iſt die Wiedergabe eines Roten Fahne" empört nicht etwa über das Redakteur Votruba schildert folgendermaßen die Gemeinde allzuviel vertanzt und vertrunken wird. Schreibens nicht ohne Intereſſe, das Genosse Schreibens nicht ohne Interesse, das Genosse bolſchewiſtiſche Blutgericht, sondern darüber, daß Reife der Delegierten zum Brünner Parteitag: Darüber waren natürlich die Zuhörer nicht sehr Stampfer im deutschen Reichstag im Juni 1922 die eine der drei Georgierinnen fich als politisch Die Stimmung war, wie wenn man auf Mirch erbaut und erstatte ten sofort nach der Predigt bei sur Verlesung brachte. Dieses Schreiben lautete: geschulte, zielbewußte Menschewist u erwies. Ariweih fährt. Lauter Wipe, Anekdoten und Ge- der Gendarmerie die Anzeige. Der Pfarrers Prefiles übernimmt fie alle Behauptungen der Tsche- lächter. Die meisten freuten sich darüber, daß sie digt wird also vor Gericht geschlossen werden. talente, obwohl ihr selbst aus den Publikationen auf drei Tage ihren Drachen los werden... der Sowjetpresse belannt sein mußte, daß die am( Damit nicht ein Mißverständnis entstehe, betene Der Kirchendiener als Kirchendieb. In Tage nach dem Aufstande erfchoffenen 31 ge or ich, daß ich nicht die lieben Frauen meine.) Die Banska Bystřice in der Slowakei verungischen Sozialisten, zu denen offensicht festliche Stimmung unseres Waggons( das heißt trente der Kirchendiener Johann Lučny. Kirlich auch die beiden erwähnten Arbeiter gehörten, der darin versammelten Delegierten) erreichte eine hengelder in der Höhe von 9000 K und eine nicht auf Grund von Gerichts= von Gerichtsfolche Kirchweihhöhe, daß auf Aufforderung des Unmenge von Kirchen- Wertgegenständen. Eigenbeschlüssen und nicht wegen irgendwelcher größten Krawallmachers Princ ich gezwungen tüm cherweise erwähnen die flerifalen Zeitun nachgewiesener Verbrechen, sondern auf Befehl war. im Waggon einen Vortrag über unsere fulgen nichts von diesem Vorfall. Lučny iſt ſtreng der kommunistischen Zentrale hinge- turelle Sendung zu halten. Er hatte einen bei- chriftlich erzegen worden und hat jetzt jedenfalls vichtet wurden, um die aufſtändischen Arbeiter und spiellosen Erfolg: Man begann gleich Mariage einen Beweis seiner guten Erziehung liefern zu spielen!" wollen. Liebste Exzellen; Friß! Im Begriff, nach Bolen auf meinen Peſten Besien zurückzukehren, danke ich Gott, die Schererei mit den Gütern und der Zivilverwaltung los zu sein. Es ist auf dem Lande jetzt tatsächlich unerträglich mit den täglich wechselnden Verordnungen. I ch bestelle 500 Morgen überhaupt nicht, und so machen es viele. Weil die Unsicher heit der Ernte und der Bestimmungen zu großz ist. Die Sache mit den Startoffeln ist jetzt einigermaßen vernünftig, von den Schweinen wird die Hälfte in der Pökeltonne verfaulen. Die Erbitterung auf dem Lande ist sehr groß und wird sich nach dem Kriege entladen. Dazu tommt, daß das Vertrauen zu der Obersten Heeresleitung in allen Kreisen immer mehr schwindet. Daß das Vertrauen zu der Obersten Zivilisation längst fehlt, weißt Du. Nun aber Schwamm drüber. Bauern durch diesen Massenmord einzuschüchtern. Doch Sara Bettin ist fommunistische Führe Kinder- Erholungsheim Grado. Im sonnigen Abonniert den Kampf"! Die wissenschaft- Adria- Secbad Grado wurde ein Kinder- Erholungsrit, sie mu wohl tanzen, we Sinowjew pfeift, Purcell aber und die anderen englischen Gewerkliche Monatsschrift unserer österreichischen Geheim errichtet, woselbst auch minderbemittelte Stinschaftsführer müssen das nicht. Sie wollten nossen hat nach seinerzeitigen Beschlüssen unserer der der segensreichen Heilwirkung des südlichen Meees jedenfalls auch nicht, aber sie haben sich von Parteitage auch als wissenschaftliches Organ unse resflima teilhaftig werden können. Der gefahrlose, den Sowjetgewaltigen täuschen lassen in einer rer Partei zu gelten und bildet bis heute ein seichte Meeresstrand ist wie geschaffen für die KleiWeise, die die russische Frage verdunkelt und wohl lebendiges geistiges Band zwischen uns und unse- nen und durch seine Heilerfolge bei schwächlichen Stinauch nur wenig instande sein wird, den Kampf rer österreichischen Bruderpartei. Sie hat zu wie- dern berühmt. Die Kosten eines vierwöchigen Aufder englischen Arbeiter gegen die Stonservativen derholtenmalen Auffäße aus der Feder unserer enthaltes einschließlich aller Gebühren, der Hin- und Dieses Schreiben hat der Deutschnationale und deren Abneigung gegen Sowjetrußland zu Genossen gebracht und Fragen der tschechoslowa Rückfahrt( Schnellzug) und ärztlicher Behandlung be- v.. Oldenburg- Janaschau an den Minister unterstützen. Wir wollten, es schaute in Sowjetischen Zunenpolitit ausführlich und gründlich tragen 1000 Stronen für jedes Kind. Auch ein Mit- des Innern v. Loe bell gerichtet. Und zwar rußland nur annähernd so rosig aus, wie Purcell besprochen. Da sie aber auch in allen übrigen telstandserholungsheim für Erwachsene wird am am 12. April 1915, also zur Zeit des furchtbarsten es durch die Sewjetbrille sah. Leider ist es noch Artikeln Probleme behandelt, die über den Rah- 1. Mai 1925 eröffnet werden. Nähere Auskünfte er- Druces der englischen Hungerblockade. Dieselben lange nicht so weit, Daß es besser werde, dafür men der österreichischen Arbeiterbewegung hinaus teilen bereitwilligst die Erholungsheime an der Adria, Herren, die heute immer wieder vom„ Dolchstoß haben wir als Sezialisten und im Interesse des von Interesse sind, ist allen Vertrauensmännern Brag II., Vrchlickypark 1, Brünn Königs von hinten reden, haben demnach, während Tanrussischen Proletar ats zu fämpfen durch Auf unserer Organisationen und allen, die an den feld, Slovinska 10, und Mährisch Ostrau, sende von Deutschen verhungerten, riesige Teile deckung der wahren Zustände. geistigen Strömungen im internationalen Sozia- III. Bezirk. ihrer Felder unbebaut gelassen und so die englische Hungerblockade gefördert. Weihnachtsfreude und Edelschnäpse. Mich haben nicht die Professoren zum Abstinenten gemacht, sondern nur jene Genossen, die mir Stummer gemacht haben und der Partei Schande. Viktor Adler. Das Wort des toten Führers gibt uns zu denfen. Es gab Zeiten, wo ihn Stummer und Sorge um die Partei erfüllte, wenn er jah, wie Vertrauensleute immer mehr und mehr dem Dämon Alkohol zum Opfer fielen. Er hat gegen die Alkoholpest angetämpft. Seine Reden, die er darüber gehalten hat, sollte jeder Parteigenosse nachlesen. Auch heute gift noch das Wort, daß jeder betrunkene Genosse der Partei Schande macht. Das Weihnachtsfest und das Fest der Jahreswende sollen Feste der Freude sein. Freude, die nicht aus tiefstem Innern des menschlichen Gemütes quifft, ist keine Freude. Frende, die durch den Alkoholirunt Hervorgerufen wird, ist Sinnenbetörung und Täuschung. Ueber allen ausgestellten Schnäpsen prangt die Auf Die Zeitungen des Bürgertums enthalten im Inseschrift:„ Passendes Weihnachtsge'chent". Nicht nur ratenteil die Propaganda ir das Alkoholkapital, auch in vielen unserer proletarischen Zeitungen ist die gleiche Reklame enthalten. Nicht nur der bürgerliche Kaufmann stellt seine Schnäpse ins hellerleuchtete Schaufenster, das tut auch die Konsumgenossenschaft der Arbeiter. Gar viele Arbeiter, die das ganze liebe Jahr feinen Schnaps und feinen Wein trinken, fallen auf diese Art von Reklame herein und halten das Alkoholtvinken an den Weihnachtstagen und an der Jahreswende für das Schönste und Höchste im Leben. mehr, wenn sein Denken mit Rauschgetränken vergenuß ergeben sind, bilden feine Gefahr für die BeDer uralte Seelenaberglaube. Die Junsbruder wirrt wird. Arbeiter, die dem regelmäßigen Alkohol- flerifale Neueste Zeitung" erzählt: fisklasse. Sie vergessen im Rausch, was ihnen tags vorher als Unerträglichkeit im Leben erschien. Im Bier-, Wein- und Schnapsglase sieht man nicht das graue Elend von morgen. Sie kommen nicht zu dem Bewußtsein, daß nur wissende, nüchterne, flar dentende Proletarier den Klassenkampf gewinnen werden. Der regelmäßige Alkoholgenuß zerstört in dem Arbeiter die Stampinatur. Und wenn der eine oder der andere wieder einmal im Rausche aufschreit und sich als rauflustig gebärdet, so ist er kein Stlassenfämpfer, sondern nur einer, aus dem der Alkohol spricht und dessen Mut in einem jämmerlichen Kayzenjammer verrinnt. Der„ neidische Pfarrer". So geschehen im Jahre 1924: Ein Pfarrer, der in ein entlegenes Gebirgsdorf versetzt worden war, fonnte sich nicht genug über den riesigen Verbra 11 dh von Weihwasser wundern. Bis er bemerkte, daß seine Schäflein das geweihte Wasser zum Begießen der Gräber verwendeten. Daraushin hielt er eine Predigt gegen diesen abergläubischen Unfug ohne Erfolg. Eines Tages sah er nun ein altes Weiblein mit einem vollen rug in der Friedhofstür verschwinden. Rasch ging er nach, um ihr an Ort und Stelle die Leviten zu lesen. Seine Ermahnungen blieben ihm aber im Halse steden, als er sein Pfarrkind, das eben Wasser in hohem Bogen auf ein Grab „ Sauft's nur, arme Seelen, sauft's nur, goß, folgenden Segenswunsch murmeln hörte: wann's enk der neidige Pfarrer' a' net vergunnt!" Das Weihnachtsfest ist für den Klassenbewußten Arbeiter nicht mehr das kirchliche Fest, sondern es ist ihm zu einem Familiensest geworden. Und weil es Alle jene Genossen und Genofsinnen, die noch so ist, darf sich die Arbeiterfamilie nicht den Quell nicht das Beobachten und Schauen verlernt haben, die echter und wahrer Freude verschütten. Alkohol ist sollen an den Weihnachtstagen, die sollen an den Gift! Dieses Wahrwort ist noch sehr wenig bekannt. Neujahrstagen Umschau in ihrer nächsten Umgebung Und wenn schon die Arbeiterfamilie ein Fest der halten und sie werden mit Schaudern feststellen müsFreude in ihrem engen Streise abhält, dann darf diese sen, wieviele brave und tüchtige Menschen sich an Feier keine Zusammenkunft schnapstrinkender Men- diesen Festtagen vom Alfcholteufel haben einfangen Speisung und Tränkung der Seelen ist uralter VolksDaran ist it nun gar nichts Verwunderliches. Die schen sein. Stinder, die man sonst achsam ferne hält lassen. Sie werden feststellen müssen, daß die laute brauch und entspringt bei Negern wie bei Tirolern Die Weihnachtszeit und die Zeit der Jahres vom Altohol, werden an diesem Tage zum Genuß und lärmende Freude der Festtage entstiegen ist aus dem gleichen Glauben von der Notivendigkeit des wende ist für die Schnapsbrenner und Weinpanischer zugelassen. Die Feste der Arbeiter auch in der Fa- Tausenden von Wei: und Schnapsflaschen. Die Totenfultus. Am allerwenigsten aber hat ein tierieine sehr sehr segensreiche und geldbringende Zeit. milie müssen alkoholfrei sein. Hinweg mit den Rum Erzenger haben damit ein glänzendes Geschäft fales Blatt Ursache, sich über solchen Aberglauben im Ihre Reklame ist außerordentlich groß. Jede Zei- und Schnapsflaschen, hinweg mit den Ede schnäpsen gemacht. tung, jede Plakatsäule kündigt die Erzeugnisse der aus der Familie. Auch zu Weihnachten und zur Jahre 1924 aufzuhalten, wo doch die Pfarrer für Seelenmessen manche hübsche Summe einſtrei. Alkoholindustrie an. In wunderbar ausgeschmidten Jahresfeier muß der Kampf gegen den Alkohol chen im Jahre 1924. Zwischen dem von der Stirche Schaufenstern werden die verschiedensten Alkoholfor- unternommen werden. ten ausgestellt. Da gibt es Edelschnäpse"," Geapprobierten Glauben, daß man für die Seelen beton Solange der Profetarier dem Alkohol zuspricht, und singen müsse, und dem Glauben, daß man die fundheitsliföre", Edelweine", diostereligire" und wird er immer wiede: von seinen Stutturaufgaben anderen mit hochträbenden Worten benannten Fusel. zurückgehalten. Seine Lebensenge fühlt er nicht Seelen mit geweihtem Wasser tränken müsse, ist fein wesentlicher Unterschied zu erblicken. Die Arbeiter Abstinenten rufen daher allen Genoffen und Genoffinnen zu, sie sollen das Gift des Alkohols von ihren Festtischen verschwinden lassen im Interesse ihrer Stinder und im Interesse des kulurellen Aufstiegs der Arbeiterklasse! -OG 24. Dezember 1924. 31 Bergarbeiter getötet. Bei dem Zusammenbruch eines Schachtes einer Goldmine in Südafrika sind ein weißer und dreißig eingeSumor. Die reichen Christen und das ChristDie reichen Christen und das Christ kindlein. Seite 7 Die Abseitsmenschen. Von Joseph Roth- Berlin. Eine Droschfe wartet, im Regen, vor der Diele. Die Diele hat alle ihre Lichter rötlich befünftigt, und aus ihren Fenstern bricht gespenstisch ein Widerschein, wie bei einem Zirkusbrand im Film. Hinter den safrangelben Vorhängen sicht In der Weihnachtszeit fragt Kommerzienrats man die Silhouetten angeschmiegt kreisender Jüngster, als die Familie gerade beim Mittagsmahl Paare. sitzt, ob es wahr sei, daß Jesus in einem Stalle geboren wurde. Ein tadelnder Blick der Frau Kommerzienrat: ,, Karlheinz, sprich jetzt nicht von solchen Dingen, wir sind doch beim Essen!" Die Droschte, die im Regen wartet, besteht aus einem Gefährt, einem Kutscher und einem Pferd. Der Kutscher sitzt auf dem Bock, in einem Kittel, mit einer Kapuze, wie ein Mann ohne Unterleib. Die Beine hat er hochgezogen und der Decke. Oder er hat gar feine. borene Bergarbeiter getötet worden. 3 ist des Innern mit dem Ersuchen wandte, bei ihm eine Selbstmordverfuch bei der Delogierung. erfitt vielleicht auf ihnen. Oder er hält sie unter noch nicht gelungen, die Leichen zu bergen. Mampe- Likör un Deutschnationale. Von der zwei Teelöffel im Magen. Cecil P. D. Baines, Europas hat auf das Wetter in der Republik vor Direktion der Carl Mampe A. G erhält die Frank der nach Verbüßung einer wegen Straßenraubs über läufig keinen Einfluß.- Wahrscheinliches furter Zeitung" folgende Notiz: Die Carl Mampe ihn verhängter Strafe aus dem Gefängnis von Wetter von heute: In den Niederungen nebli M.-G. legt Wert darauf, festgestellt zu sehen, daß sie Liverpool entlassen wurde, mußte sich türzlich ges, sonst anhaltend trockenes Frostwetter. der politischen Ausnußung ihrer Firma zur Bezeich einer Operation unterziehen, um zwei Teelöffel los. nung von Parteien und dergleichen nach links wie zuwerden, die er vor vier Jahren verschluckt hatte nach rechts völlig fernsteht." Dazu meint das demo- und seitdem im Magen trug. Im Jahre 1920 war fratische Blatt: Bekanntlich ist Salb und Halb" oder er wegen Straßenraubs zu einem Jahre schweren „ Die Mampe- Partei" der Rufname, den sich die Kerkers verurteilt worden. Nachdem er drei Monate Deutschnationale Partei am 29. August abgesessen hatte, unternahm er einen Selbstmordverdurch Abkommandierung einer Hälfte der Reichstags such, indem er zwei neun Zoll lange Teelöffel verfraktion zum Ja- Sagen bei der Abstimmung über die schluckte. Als er dem Gefängnisarzt erzählte, was Dawes Geseve erworben hat. Die Kränkung, die daer getan hatte, lachte ihm dieser ins Gesicht, weil er durch der Likörfirma zugefügt wurde, verstehen wir die Sache für unmöglich hielt und annahm, daß der ganz und gar. Mann nur simuliere, um ins Lazarett zu kommen. Als Baines dann später wegen einer anderen Straftat wieder ins Gefängnis fam, hatte er so unerträgliche Schmerzen, daß er sich an das Ministerium Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen vornehmen zut lassen. Auf den Bescheid, daß dies nur auf seine Ein Höhepunkt der furchtbaren Folgen der Der Peitschenstiel schwenft gertenhaft im Der Weihnachtstrubel in den Straßen von New Kosten geschehen könne, erklärte er sich zur NeberWohnungsnot wurde in der Gemeinde Reich- Regen und wedelt mit dem Lederriemen. Der Yort gestaltet sich stets lebensgefährlich. Die Zahl nahme der Kosten bereit. Bei der Durchleuchtung waldau bei Oderberg( Schlesien) erreicht. Es Kutscher niest manchmal und es klingt, als ob der Automobile, die vor den großen Kaushäusern wurden denn auch die beiden Teelöffel festgestellt. te gesetzt. Das Bezirksgericht gibt mit der ten Vorderhuf das Pflaster. wurden dort bereits mehrere Familien auf die er wicherte. Das Pferd streichelt mit dem rech warten, hat eine Höhe erreicht, die nicht mehr itber- Auf Grund der Untersuchung wurde er ins Lazarett Vor der Drehtür der Diele wacht, goldbeirejt troffen werden kann, wenn noch ein Rest von Bewe- gebracht, wo die Operation erfolgte und die beiden gerichtlichen Kündigung die Erlaubnis zur Degungsfreiheit in den fast gänzlich verstopften Stra Löffel, die er vier Jahre in seinem Leks getragen meinde Wohnungen beschaffen muß, wenn die mitten im Gesicht ist ein blonder Draht und läuft logierung der armen Familien, für die die Gesund imposant, ein Portier. Sein Schnurrbart sen bleiben soll. Schon können sich weder Fußgän hatte, entfernt wurden. ger noch Fahrzeuge bewegen, und die Polizei ist Leute nicht auf der Straße in den falten Winter- in zwei feinen, aufwärts geredten Spießhafen aus, außerstande, der Unordnung zu steuern und die Stra Radio- Apparate in Badewarteräumen. Die monaten erfrieren sollen. Wenn die Gemeinde, an denen man, wenn alle Kleiderrechen schon beßen freizumachen. Man hat alles Mögliche versucht, städtischen Bäder sind die billigsten in Wien. Die Reichwaldau sich wenigstens teilweise die Zu- nützt sind, je einen Stadtpelz aufhängen fönnte. Die Drehtür freist ewiglich um ihre Achse um diesem Uebelstand abzuhelfen; aber die Auto- sozialdemokratische Gemeindeverwaltung will, daß friedenheit der Bewohner erwerben will, so muß mobile nehmen derart zu, daß alle Maßnahmen der auch die Arbeiter und Angestellten, die kein Bade- fie mindestens 100 Familienhäuser aufb nen lassen. und aus ihren Fächern fallen Menschen heraus, Verkehrspolizei zur Wirkungslosigkeit verurteilt sind. zimmer zu Hause haben, möglichst oft baden können. Das Bezirksgericht in Oberberg erließ wie Kohlenstücke aus einem Stran. Die einen ten, bis er es wagen kann, den Bürgersteig zu verlich, sondern erweitert auch die bestehenden Bäder logierung des Schachtarbeiters Vojtech) Nie c und Drehtür ist eine philosophische Einrichtung, und manche erblicken in ihr ein Symbol des Lebens. lassen und die andere Seite zu erreichen. Auch die und baut neue hinzu. In Favoriten wird jetzt das dessen Ehegattin aus ihrer Wohnung angeordnet Der Portier greift immer mit der Rechten an Autobesizer klagen lebhaft über die beispiellose leber- größte Warmwasserbad Mitteleuropas gebaut. Der wurde, weil sie diese nicht freiwillig räumen die goldene Kappentresse, wie einer der grüßen füllung der Straßen. Es gibt häufig Zusammen. Andrang zu den städtischen Bädern ist aber auch sehr wollten. Das war ihnen auch gar nicht möglich, will, aber es doch lieber unterläßt. Wenn er stöße, und es wird versichert, daß die häufigen Re- groß und die Badegäste müssen oft warten, bis ein da sie keine Wohnung bekommen fonnten. In Assisten begleitung von Gendarmen er wirklich einmal: Guten Abend! sagt, antwortet paraturkosten schon längst den ganzen Kaufpreis der Bad frei wird. Um nun den Besuchern die WarteAutomobile übersteigen. Einige große Warenhäuser zeit zu vertreiben, hat die Gemeindeverwaltung vor schien am 17. Desember ein Gewichtsbeamte des ihm keiner, als wäre er ein Automat, oder ein der Stadt haben zur Entlastung der Straße beson- läufig in zwei der am meisten besuchten Bäder, im Dderberger Bezirksgerichtes in der Wohnung des Grammophon. Schachtarbeiters, der in dem Hause des Kouf- Der Schußmann entsprießt einer Mauernifche dere Garagen eröffnet, in denen die Kunden ihre Jörgerbad und im Theresienbad, einen Radio- mannes Mr Maimann wohnte, um die De- und wandert gemessen der Diele entgegen. Der Apparat mit Lautsprecher aufgestellt. Diese neue logerung der Eheleute vorzunehmen. Als der Portier hebt mechanisch die Sand an den Treffen nun das Warten auf das Vergnügen des Vades selbst Straße tung, trat der arme Schachtarbeiter an er kein Grammophon iſt, oder daß ſeine Blatte Einrichtung hat großen Anklang gefunden. Es iſt Gerichtsdiener die Wohnungsgegenstände auf die rand und ſpricht. Man kann deutlich hören, daß schon ein Vergnügen geworden. ihn heran und übergab ihm einen Brief mit 200 viel mehr Worte hat, als nur: Guten Abend! Der Kutscher vernimmt durch den Halbschlaf Der Kampf gegen das Sumpffieber in Italien. Stronen Inhalt. Den Briefe war ein Schreiben Die Bekämpfung des Sumpffiebers, das in Italien beigelegt, in welchem Nice verf: nate, daß dieses verwehte Laute und schwenkt seine Beine vom eine schwere Gefährdung der Bevölkerung darstellte, Geld zu seinem und seiner Frau Begräbniskosten Bod, wie ein Paar hohler Hosen. Dann steht er hat große Erfolge gezeitigt, wie die Mitteilungen von verwendet werden möchte. Aus dem Inhalte des unten und beweist, daß ein deutscher einen UnterFünf Matrofen ertrunken. In der Nähe von schaften beweisen. Die Sanierungsarbeiten und die daß die Eheleute etwas vorhaben, weshalb er Léon Bernard in der Pariser Akademie der Wissen Briefes stellte der Gendarmeriewachtmeister fest, leib hat und nicht ein Bestandteil der Droschte ist. Der Dienstmann hoct auf einem Schemel an Haugesund stießen zwei deutſche Fischdampfer wirksamere Art der Behandlung, besonders die An eine strenge Ueberwachung anordnete. die Wand gedrückt, eine rot und dunkel ange bei regnerischem Wetter zuſammen, wobei der eine, wendung des Chinins, haben gut gewirkt. Während sammelten sie sich um die auf der Straße fiehen- einer Pfeife im Mund. Plöglich bläſt er eine Als die Kinder aus der Schule gingen, ver- strichene Verzierung; eine verkleidete Freske mit „ Heinrich Huch" aus Hamburg, sofort sank. Hier. 1887 nur fünf italienische Provinzen vom Sumpf den Möbel und das Geschirr und begannen es Rauchwolfe als Lebensbeweis in die Luft und bei kamen fünf Mann der Besayung, der zweite Steuermann, der Maſchinist, der Koch und zwei Ma- Die Sterblichkeitsziffer an Sumpffieber ist von sieben fümmerte fich die Gendarmerie mehr um die Droſchte und flatſcht auf den Rüden des Pferdes. fieber frei waren, sind es 1923 bereits 17 Provinzen auseinander zu tragen. Mit Rücksicht drauf bröckelt von der Mauer ab. Er schlürft zur trojen um. Die übrigen wurden von dem anderen pro 1000.im Jahre 1887. auf vier pro 1000 im Jahre Möbel und die Seinder als um das unglückliche Dieser Laut gibt ihm den fehlenden Rest des nachdem ven gerettet, 1914 zurückgegangen. Die Gesamtsterblichkeit ist von Bremen aus Ghepar. Diesen unbeobachteten Augenblick be- Minies und er schleicht sich in die Gruppe des 23 auf 19 pro 1000 von 1887 bis 1923 zurückgegan- nüßten die Eheleute und tranfen eine reichliche Portiers, des Schutzmanns und des Kutschers. gen, und die Zahl der Bevölkerung hat sich in dieser Menge von Essigsäure aus. Sie wurden mit Zeit verdreifacht. Alle drei merken den Standesunterschied und schweren inneren Verlegungen ins Spital ge- bestätigen ihn durch Schweigen. schafft. Der Cellist tritt aus der Diele, um sich ab= Diese Tat ist eine schreiende Anklage gegen zufühlen. Er ist ein schwarzhaariger Mensch und die jetzigen herrschenden sozialen Verhältnisse und feine Augen sind flein und glänzend, wie ein gegen die Wohnungsnot. 85 Prozent der Reich gefeßte Glühwürmchen. die 85 beter. The rule ficher, als wären die einzelnen Saare an den Sein Scheitel ist glatt Gemeinde hat eine sehr fleine Steuerf: fie. Nach Enden künstlich wieder in die Kopfhaut eingefügt. den herrschenden Verhältnissen brauchte die Ge- Der Scheitel verbreitet Sicherheit und erweckt das meinde mindestens eine halbe Million Stronen, Bewußtsein, daß über ihm die fürchterlichsten um Abhilfe zu schaffen. Sie hat jedoch nur eine Stürme fruchtlos verbrausen. Einnahme von 100.000 Stronen jährlich. Die Der Cellist trägt einen Frad, aus der Weste Industriebarone fümmern sich überhaupt nicht um schießt die Hemdbrust weiße Strahlenbündel in Arbeiterwohnungen. das Dunkel. Der Schußmann grüßt und der Ein Fußgänger muß mindestens drei Minuten war- Sie hält daher nicht nur die Preise so tief als mög- dieser Tage eine Aufforderung, mit der die Dendere Autos einstellen können. 39 Tage auf hoher See verschlagen. 15 Fächer trafen in Madras ein, nachdem sie in steuerlojem und anferlosem Herumtreiben 39 Tage auf dem Meere verbracht hatten. Acht Tage verbrachten sie ohne Nahrungsmittel und Wasser. Bei ihrem Herumirren auf dem Meere legten sie eine Strede von 1000 Meilen zurüd. zugebracht hatten. Wasser Zwei tödliche Straßenunfälle täglich in London. Die Zahl der Straßenunfälle ist nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Ländern beunruhigeno groß. Nach einer Statistik, die in der Deutschen Medizini schen Wochenschrift" mitgeteilt wird, ereigneten sich in London vom Juli bis September 1924 22.351 Unfälle, darunter 223 tödliche, also durchschnittlich über zwei Todesfälle täglich. Im einzelnen entfielen von den Unfällen auf Omnibusse 2238, darunter 41 tos liche, auf Privatautos 5974, darunter 55 tödliche, auf Motorräder 1997, davon 26 tödliche, auf Han delsführwerke 442, davon 65 tödliche, auf Straßer bahnen 1132, auf Drofchten 1063. Aus Natur und Technit. Witterungsübersicht vom 23. Dezember. In den letzten 24 Stunden hat es sich in den Niederungen der Republit, die unter einer niedrigen wolkendede lagen, weiter abgekühlt, die Nachtfröste find allge mein; die tiefsten Minima hatten in der Nacht auf Dienstag Eger mit 7 Grad, Budweis mit 9 Grad Celsius. Eine tiefe Depression über dem Westen und warmes Wetter. Auf dem Cerkov im Böhmer walde sank die Temperatur nachts nicht unter+6 Grad Celsins. Eine tiefe Depression üebr dem Westen zu augenfällig und die Wirkung so vorzüglich, daß des Publikum ,, nichts merft". Wohlriechende Dahlien. Dem kanadischen BluWunschzettel abgeben. Die drei Stationen erhielten| trägt 600 Fingerbewegungen in der Minute, das sind 263.410 Wunschzettel; die Wünsche verteilten sich pro- zehn Bewegungen in der Sekunde. Mehr noch leistet Wer würde z. B. auf den Gedanken kommen, daß zentual folgendermaßen: 3.6 Proz. großes und fleines der Pianist, den den Minutenwalzer spielt: er muß das Meer", das er auf dem Film bewundert, in Orchester, 25.0 Proz. klassische Musik, 4.2 Tanzmusik in 60 Sefunden mit der rechten Hand 740 Taſten be Schein und Wirtlichkeit im Film. Wirklichkeit eine leine Schieferplatte war, die mit und ähnliches, 18.4 Proz. Jazz, 0.3 Proz. Männer- wegen. Es hat aber schon Pianisten gegeben, die diese Gar häufig zerbricht sich der Stinobesucher den Wasser in einer Tiefe von einen Zentimeter bedeckt solo, 5.7 Proz. Lieder aus alter Zeit, 1.7 Proz. Opern, Leiſtung in 35 und 10 Sekunden zustande brachten. Kopf darüber, wie eine Filmaufnahme entstanden ist; schaft rasende D- Zug tatsächlich eine Kindereisenbahn talmusic, 2.6 Proz. religiöse Musit, 6.0 Proz. Sinjo- Sprechmustein: hier bringt es der redende Mensch wurde? Wer wird glauben, daß der durch die Land 29.0 Proz. volkstümliche Mujif, 2,5 Proz. Instrumen- Erstaunlich sind vor allem die Bewegungen unserer er fragt sich, ob es„ echt ist", wenn Harald Lloyd auf war und durch Dörfer, Waldungen und Wiesen in niekonzerte, 2.1 Proz Vorträge. Interessant ist in auf 1500 Bewegungen in der Minute, also 25 in der den höchsten Wolkenkraper flettert, oder wenn eine Lawine ein Dorf begräbt. Aber daß gar sehr viele einem kleinen Mansardenzimmer fliegt, in dem alles dieser Zusammenstellung auch ein Urteil des bekann- Sekunde. Und doch wird der Mensch noch weit von Bilder, an deren Natürlichkeit ihm nicht der geringste leicht hinters Licht zu führen Er erkennt eine Mode!! Sousa, der befragt worden war, welche Mufifwerke 330 Flügelschläge macht, ein Weltrekord, den nicht nur aufgebaut war? Der Fachmann freilich ist nicht so ten amerikanischen Komponisten und Stapellmeisters der Stubenfliege übertroffen, die in einer Sefunde Zweifel aufsteigt, nicht echt sind, davon hat der Filmbesucher feine Ahnung. Die Verwendung von Model- aufnahme sofort an der mangelnden Luftperspektive vem Publikum am meisten bevorzugt würden. Auf unsere größten Flieger, ſondern auch alle Naturflie len an Stelle der Wirklichkeit ist aber sehr häufig and In der Naturaufnahme kommt nämlich die Undurch Grund seiner Erfahrungen stellte Sousa daraufhin ger, Insekten und Bögel nicht erreichen dürften. bürgert sich immer mehr ein, so daß selbst die größten sichtigkeit der Luft voll zum Ausdruck, während die aus den in aller Welt am meisten beliebten Stonzert- Die Elektrizität der Gewitter. Drop aner FortFirmen aus Gründen einer geschlossenen und künst- Aufnahme nach dem Modell eine allzu große Stlarheit nummern folgendes Programm zusammen. Duverlerischen Aufnahme da zu Aufbauten greifen, wo sie aufweist Man kann aber auch den Fachmann täu- ture zu„ Leonore"( Beethoven),„ Träumerei"( Schu- Schritte der Elektrizitätslehre und der Elektrotechnik ist gerade an der ältesten elektrischen Erscheinung die Natur ohne Schwierigkeiten haben tönnten. Nicht schen, indem man die Modelle durch eine mit einer mann)," Rosamunde( Schubert),„ Batti Batt" aus noch manches dunkel Wie die Elektrizität der Genur das lauschige Wohnzimmer wird aus Papierma- fluoreszierenden Flüssigkeit beſtrichene Glasscheibe" Don Giovanni“( Mozart), Andante( Haydn), Largo chee und Holz in einem Edchen des Filmatelizes auf Bild den Dunst der Ferne Will man lebende Perso- Violinkonzert( Mendelssohn), Aufforderung zum aufnimmt, dann erlangt man auch in dem gestellten( Sändel), Arie( Bach)) ,, Marche militaire"( Schubert), gebaut, oder für eine Straßenaufnahme genügen die gemalten Fassaden von ein paar Häusert, ie dicht nen innerhalb der Modellbauten aufnehmen, io pho- Tanz( Weber). über dem Ladenschild aufhören- auch die Natur tographiert man zunächst den Schauspieler vor einem wird im Atelier fünstlich nachgeahmt. So hat man dunklen Vorhang in sehr großer Entfernung, so daß fürzlich in dem größten Berliner Filmatelier ganze er ganz klein erscheint. Dann wird der Filmstreifen Waldpartien in natürlicher Größe gebant, nicht um bei geschlossenem Objektiv zurückgedreht und eine Ersparnisse zu machen, denn das kostete ja viel mehr, Nachaufnahme des Modells in genau berechneter Ent. s eine Naturaufnahme, sondern weil das biettiv fernung gemacht Nach dieser Methode, die freilich der Stamera nicht die gleichen optischen Voraussesan- einige Nebung erfordert, iſt man in der Lage, jede gen hat wie das menschlie Auge. Die Natur sieht in beliebige Spielszene in dem Rahmen eines Modellder Photographie nicht immer so natürlich" us, wie banes einzufügen. wenn ein fünstliches Gebilde unter genauester BeWas wollen die Rundfunkteilnehmer hören? 3 obachtung aller technischen Einzelheiten festgehalten wird. Außerdem ist der Regisseur durch die Aufbau- diesem Thema liegt das Ergebnis einer neuen Rundten in seinem Atelier von den Witterungsverhältnis- frage vor, die von drei Sendestationen in Chicago fann i que. Fein veranstaltet worden ist Die Stationen verabredeten heiten der Beleuchtung besser zum sich, daß jede zwölf Tage lang dasselbe Programm wie Die Herstellung von Szenenbildern in natürlicher die anderen bringen solle und forderten, zugleich ihre Größe ist aber nur in einem Riesenatelier möglich. Hörer auf, einen Wunschzettel für das Programm diedaher verwendet der Filmfabrikant in sehr vielen fer zwölf Tage abzugeben Der Wunschzettel sollte Fällen das verkleinerte Modell. das meist nicht min außer unterrichtenden Vorträgen ausschließlich mustder wirkungsvoll, aber dafür erheblich billiger und kalische Darbietungen umfassen, und zwar: klassische Die Geschwindigkeit der Muskeln. In dem Werk praktischer ist, als die Aufnahme in der Natur Diese Musif, volkstümliche Musik religiöse Musik, Instru- von Dr. Kahn„ Das Leben des Menschen" finden wir Modelle finden in immer steigendem Maße in der mentalmusik, Tanzmusit, Jazzbandvorführungen, interessante Angaben über die Leistungen unserer Filmfabrikation Verwendung, denn die Vorteile sind Bühnenmusit, Lieder. Jeder Hörer sollte nur einen Muskeln. Die Höchstleistung des Violinspielers beals fen unabhängig und der Operateur menzüchter Thorne, der in Torento eine großangelegte Dahlienkultur betreibt, ist es gelungen, eine Tahlie zu züchten, die zum Unterschied von den anderen Arten buftet. Die wohlriechende Dahlie ist das Ergebnis einer Mischung von zwei duftlosen Blumen. Der Blütenkelch hat vier Zentimeter im Durchmesser, witter zustande kommt, darüber gehen die Ansichten orologen, Sohucke, Gockel, Schmauß u. a. zu der Annoch stark auseinander. Nenerdings sind viele Metesicht gekommen, daß zur Erzeugung von Gewitterelektrizität eine Reibung von Eis und Wasser nötig Entladungen an das Fallen von festen Niederschlägen geknüpft zu sein, positiv oder negativ geladene Hagelkörner, die vielleicht die Erde gar nicht mehr als solche einzutreten und es genügt das Verspritzen des Wasserist. In der Tat scheinen in unseren Breiten elektrische erreichen Vielleicht braucht gar keine rechte Reibung und der weißen Blüte entströmt ein feiner Duft, der tropfens beim Anprall an das Hagellorn, um Elektrials überaus angenehm beschrieben wird Die neue zität zu erzengen. Laboratoriumsversuche haben ge= Art wird auf den Namen Kanada getauft Soviel wir wissen", erklärt der Direktor der Londoner Garzeigt, daß Reibung von Wasser an Wasser und auch von Wasser an Eis bei Null Grad durchaus elektrisch tenbaugesellschaft, ist es das erste Mal, daß eine wohlriechende Dahlienart gezüchtet wird. Es ist wohl feste Körper geblasen, diese troß aller Reibung nicht unwirksam ist. Daß reine Luft, gegen Eis und andere hie und da schon gelungen, eine riechende Dahlie zu mit Elektrizität lädt, hat schon Faraday gewußt. Wohl aber tut das unreine Luft im Laboratorium, züchten, aber dieser Duft war alles andere als angemit nehm." Der Züchter der neuen Art hat in seinem die etwa von früheren Versuchen noch eine Kleinig Garten mehr als 2400 Dahlienpflanzen, unter denen feit Ammoniak oder sonstige Beimengen enthält. Die 700 verschiedene Arten vertreten sind Forschungen über die Reibungselektrizität sind durch die enormen technischen Fortschritte auf dem Gebiete der Elektrizität längere Zeit in den Hintergrund gedrängt worden. Es ist erfreulich, daß man sich jetzt ofenbar diesem Gebiete wieder lebhafter zuwendet. Sette 8. Portier steckt die Sände in die Taschen, um ein follegiales Verhältnis anzudeuten. Eine ferne Glode spuckt zwei erzene Schläge in die Straße. Um sie zu bestätigen, ziehen alle die Taschenuhren.( Nur der Gellift trägt eine Armbanduhr am Lederriemen.) forglos liegen. Der Schußmann nimmt eine solche Gesetzes Der Portier lächelt gönnerhaft und mit Der Bortier lächelt gönnerhaft und mit Kennermiene. Er sagt: Guten Abend! und der Betrunkene antwortet, weil er die Menschen nicht mehr einschäßen kann. übertorkelung nicht zur Kenntnis. es 24. Dezember 1924. Organen mit Zirkularen überschüttet wird, denn sind: Nach den Vereinigten Staaten von Nord| Rebession das ist das furchtbare Erwachen des viele halten sich für berechtigt, derartige Zirkulare amerifa 400( 415), nach Argentinien 190( 113), Rleinbürgers, der, im Kriege zum Krüppel geschos zu versenden!). Die Leute an der Spize jedoch nach Kanada 36( 39), nach Brasilien 3( 6), nach fen, die ganze Brutalität des kapitalistischen Zeitfiven feelenruhig da und kümmern sich nicht sonstigen Ueberscestaaten 3( 5) Personen. alters zu fühlen bekommt. Gemartert, bespien, berdarum, was mit dem Zirkular geschieht, ob es Der Handelsvertrag zwischen Deutschland und folgt, versinkt der medaillengeschmüdte Werkelmann verwirklicht wird oder nicht. Um diese Zeit tritt ein grauhaariger Mann England wurde auf der Grundlage der Meistelend im Lumpenproletariat. Ein ergreifendes Buch Wnn wir festgestellt haben, daß unter dem begünstigung abgeschloffen. Die Einschrän und wahrhaft rebellierendes. aus einer Ecke und sieht geblendet in die tönende neuen Kurs der beste Verband derjenige ist, der fungen, welche seit dem Krieg für Angehörige des Einen ähnlichen Titel, doch, hier, wie uns Helle, deren Widerhall in seine Stille ge- am wenigsten Streits und Konflikte aufweist, so Deutschen Reiches in bezug auf ihre Bewegungsscheint, ein wenig irreführend, trägt die Selbstbiodrungen ist. fönnen wir als Richtlinie für die Organisations freiheit und Geschäftsführung in England be graphic des Schriftstellers Arthur Solitscher. Er läßt Seife, Nagelfeilen, Bürsten, Zündarbeit feststellen, daß derjenige Verband gut ist, ftanden, wurden aufgehoben. Ueber die 26pro- Seine Lebensgeschichte eines Rebel. hölzerpyramiden, die quadratischen Handtücher der am wenigsten Angestellte, am wenigftenentige Reparationsabg be, die bei der Ausfuhr len"( bei S. Fischer, Berlin), schildert den Werde Er fennt einzelne Herren und er fühlt sich Bureaus und am wenigsten Zirkulare aufweist. dentischer Waren immer noch erhoben wird, konnte gang eines, der sich aus den Feffeln des deutsch etwas heimischer in fremdem Glanz, als hätte er welchen Weg die Zirkulare in den Gewerkschaften Diese wurde späteren Verhandlungen vorbehalten. Zwang der Sippe befreit hat und hindurch durch die Wir haben den Versuch gemacht, festzustellen, einstweilen noch keine Einigung erzielt werden. jüdischen Budapester Kleinbürgertums, aus dent in dieser Gesellschaft zahlreiche gute Freunde. Er nehmen und welches Resultat fie unten, im Um die Wichtigkeit des deutsch englischen Waren. Ausbeutungsanstalten kapitalistischer Bankbetriebe in lehnt, wie ein zufriedener Besen an seiner Tür lebendigen Leben er engen. Wir sind zu dem austausches zu ermessen, muß man sich vor Augen ein innerlich unabhängiges Menschentum gerettet und lächelt. Punft gelangt, wo die Aufschrift steht: Einhalten, daß Deutschland vor dem Krieg nach hat. Doch freilich: Holitscher wurde diese Rettung Die Klänge des Jimmy kamen zu ihm immer gegangen, zur Kenntnis genommen leise und, wie in Watte gewickelt; es waren iso- Schluß. Diese Stelle ist das Betriebskomitee. war. Seit dem Krieg ist der Verkehr zwischen schwer wie manchem anderen, denn ihm half stets der Judien der größte Kunde Englands aus der Sklaverei und sein Rebellantentum nicht so lierte Klänge. Von der schmetternden Bracht ihrer Berücksichtigen wir aber, welche Wenge Zirkulare Deutschland und England froß der großen Kohlen- Wonatswechsel des Papas. Das soll aber kein schar Nacktheit ist er nun ein wenig verwirrt. das Betriebsfomitee befommt, so fönnen wir es lieferungen Englands während des passiven Wider fer Tadel sein. Denn entscheidend bleibt, daß Ho Der Herr Direttor wandelt zwischen den nicht beschuldigen. D: s Betriebskomitee muß, tardes sehr zurückgegangen. Deutschland bezog von litscher wirklich inneren Anschluß suchte und fand Tischen umher und umfegelt mit den Frackschößen wenn es die Zirkulare nicht beantworter, jie min. England unter Berücksichtigung der seit dem Strieg an die Triebfräfte einer befferen Gesellschaft. Was die Menschengruppen in der Mitte. Draußen bekommt der Rutscher einen bedestens zur Stenntnis nehmen. Auch das erfordert erfolgten Entwertung des Goldes im Jahre 1922 sein Buch wertvoll macht, sind seine persönlichen Ernatürlich eine Menge Zeit. trunkenen Fahrgast vom gütigen Schicksal zugeein Drittel, in den letzten zwei Jahren ungefähr innerungen an wahrhaft Große, deren Wege er schaufelt. Berücksichtigen wir aber außerdem, daß das die Hälfte der Vorfricaswerte; es ist damit im treuzte: Samsum, Wedekind, Altenberg, Dauthenden Betriebskomitee auch alle möglichen Bescheinigun abre 1924 unter den Kunden Englands an die und manche andere. Manchmal scheint es, als ob gen ausstellt( fo zum Beispiel für den Fall einer fünfte Stelle gerüdt und folgt jetzt ntit nur 4.5 Solitscher, ein Mann mit geachtetem, aber doch nicht nur in äußerst geringem Maße als Verbands- Indien, Australien, den Vereinigten Staaten und fällig im Glanz der Großen, deren Weggefährte er Chefchließung usw.), ſo müſſen wir feststellen, d: Prozent der englischen Gesamtausfuhr nach bedeutendem Schriftstellernamen, fich allzu wohlge. organ angesehen werden kann." Frankreich. Noch weniger ht aber England seit war, spiegelte. Doch sei es ihm verziehen, um des Zu diesem von Tonisti gezeichneten Bilde der dem Waffenstillstand von Deutschland gekauft; 1922 Neuen und Schönen willen, das er uns von ihnen der ruischen Gewertschaften broucht fein Wort der Vorfnicaswerte. Es ist zu hoffen, daß der daß Solitscher in hartem Kampf gegen Umwelt und völligent Bureaukratisierung und Verknöcherung ungefähr ein Viertel, 1923 und 1924 ein Dritte! zu erzählen weiß und um der Tatsache willen, hinzugefügt zu werden. So die RSD. iingit abgefchloffene Handelsvertrag zur Sebung Tradition, wenn auch in seiner Art, zum Sozialisten den ersten Jahren noch der Revolution gegen die wird. Wie wurde von den Moskauer Agenten in bes gegenseitigen Wirtschaftsverkehrs beitragen wurde Gewerkschaf.sbonzen" gewettert! Dabei hatte und Mit einem Novellenband Tiefseefische" Lohntämpfe in England. In einer Anh( bei Oskar Wöhrle, Stonstanz) hat uns Andersen bat feine einzige Gewerkschaftsorganisation eine von Industrien fonnten die Arbeiter, beziehungserö beschenkt. Neben der schon bekannten Meiderart große Anzahl von Beamten wie die komweise einzelne Gruppen derselben- Bauarbeiter, stererzählung von der Puppe" finden sich darin munistischen Gewerkschaften in Rußland. Da die Doctarbeiter, Lokomotivführer usw. im Laufe neue Perlen aus dem nordischen Meer, darunter die wie etwa ihre Stollegen in Westeuropa, Parolen feben, die die großen Lohnherabsetzungen vom ner launige Erinnerungen an Nerös Italienfahrt. Moskouer Gewerkschaftsbon en" nicht einmal. bes Jahres wesentliche Lohnerhöhungen durch dramatische Novelle„ Ein Strandwüster", fer Schmieden und Bandwurmresolusionen abfaffen Jahre 1921 zum Teil ausglichen. Gegenwärtig Stein zweiter versteht es so wie dieser große Prolefönnen, machen sie eben Rundschreiben. fichen vei großze Organisationen für weitgehende tarische Dichter, die Bauern und Schiffer feiner Weiteres Ansteigen der Großhandels- arbeiter, deren Lohnlage anerkannterweise sehr zugleich auch in so durchdringender sozialer Erkennt Lohnerhöhungen im Kampf. Die M schinen Heimat mit so tiefem psychologischen Erfühlen und schlecht ist, fordern ein Pfund( 20 Mt.) Lohn- nis zu schildern. Jeder Genosse sollte diese neue erhöhung pro Woche. In diesem Industriezweig Novellensammlung Nerös als Rostbarkeit seiner Führung eines erfolgreichen Streiks haben. Die Seinrich Mann in einem reizenden Bändchen int gibt es 41 Gewerkschaften, die im Kampfe gemein- Bibliothek einverleiben. Fam vorgehen, jedoch nicht die nötigen Mittel zur Meisterhafte Novellen anderer Art sind von wiedergewinnung der Löhne von 1921 ebenfalls diesen Abrechnungen" sind schon bekannt, alle Große Organisation der Eisenbahner hit für die Berliner Prophyläen- Verlag erschienen. Manche von stellung fann sie auf einen Erfolg rechnen. Für Seelen der bürgerlichen Nachkriegsjugend los, deat einen Lohnfampf angekündigt. Dank ihrer Macht vortrefflich. Mit hartem Griff legt der Dichter die die Bestimmung der Löhne und Gehälter der er die Fäulnis der bourgeoisen Sitte auf, spottet des Eisenbahner besteht ein Nation: les Lohnamt, dessen Ehrenhandels" der Börseaner. Wieder liest man Vergben wird der Tarifvertrag erst nach sieben tes Stunstwert nimmt man die erste der sieben NoEntscheidungen jedoch nicht bindend find. Im erschüttert die Novelle„ Der Bruder", als vollendeMonaten ablaufen; troßdem hat bereits jetzt eine vellen: Der Gläubiger", hin. Die Abrechnun energische Propagandi für die Erhöhung der gen mit dem Leben, die Heinrich Manns Gestalten Löhne und zur Abwehr der Arbeitszeitverlänge vornehmen, sind durchwegs mit Spannung geschrie rung die Unternehmer fordern die Wieder- ben und fast alle von tiefer, verhaltener, darum aber einführung der Achtstundenarbeit statt der gegen- umso wirksamerer Tragit. wärtigen sieben Stunden eingesetzt. Der Dienstmann schlürft zur gegenüber liegenden Ecke und fügt sich wieder in die Mauer ein. Nur der Portier bleibt strahlend und golden, an seinem Play, neben der freisenden Drehtür. Der Schrei. Wie ein Mysterium war es. Meiners wußte mehr, wie lange schon wie in diesem Trichterfeld uns vor dem Tobe duckien. Steiner mehr fühlte, wie Sturde nach Stande. Tag um Tag seines doch nur so einmaligen- Lebens mitleidlos an ihm vorüberglitt ins Gewesere. war alles still. griff dann: Die Front schwieg? preise. Ununterbrochen, wie die Zeit selbst, raste die gewaltige Musik des Words über jede Sefunde unseres verlorenen Seins hin, aber wir hörten sie nicht mehr. Der Judex der Großhandelspreise ist, wie So stumpf waren wir geworden. Blöblich, in einer Nacht, granenhaft plötzlich, melden, zum 1. Dezember 1924 abermals geſtie die Preisberichte des statistischen Staatsantes Schmerzend schraf unser Bewußtsein wach, bever. In einem einzigen Monat beträgt also gen, und zwar auf 1031 von 1020 zum 1. Novem insbesondere das Steigen der Preise der Industriedie Erhöhung 1.2 Prozent. Bemerkenswert ist Während die Lebensmittel im Durch schnitt um 0.6 Brozent gefallen sind, sind die Indu nend ist weiter, daß die inländischen Waren um ſtriewaren um 3.2 Prozent gestiegen. Bezeich 1.1 Prozent gestiegen sind, während die eingeführten waren um 0.9 Prozent in die Höhe gingen. Der Goldindex stieg gleichfalls, und zwar von 147.6 auf 149.4. ein Soldat. Eine Leuchttugel zischte noch, tastete mit gefpen stischer Blässe durch das Dunkel der Nacht. Es stand ein Mensch zwischen den Stellungen, Er hob die Hände empor und schrie:" Mu- iter!" Die Leuchtkugel verlosch zuckend in einem Trich ter und die Front begann wieder ihr gewohntes Wert. Denn brach er zusammen. Mutter! Bruno Voge!. Boltswirtschaft. Die Mostauer Rundschreibemanie. Burcontratismus in den russischen Gewerkschaften. In seinem Beritht auf dem russischen Gewerf fchaftskongreß machte der Führer der russischen Gewerkschaften, Tomski, besonders eingehende Darlegungen über den ungeheuren Bureaukratismus, der in der russischen Roherz Gewerkschaftsbewegung herrscht. Da die Kommu Salkstein nisten in allen Ländern sto's cuf das Beispiel Roheisen Sowjetrußlands hinweisen, wollen wir nachstehend Salbfabrikate die entsprechenden Aeußerungen Tomstis wieder Fertigfabrikate Gugivare. geben. Tomsti führte aus: haben. 278.258 im Meterzentner Literatur. L. G. André Marth:„ In den Gefängnissen Die Konjunktur der Eisenindustrie Am 21. Der eingangs genannte Verlag Die Schmiede" Dezember fand die Generalversammlung der Prabrachte dieser Tage auch die Ueberseßung eines neuen ger Eisenindustriegesellschaft statt. Aus dem B- Produktenbörse.( Off. Bericht vom 23. De französischen Buches„ Der Geheste" von Franricht geht hervor, daß die Gesellschaft im Jahre ember.) Es notierten in Ste: Weizen 220-230 cis Garco heraus, cines feinen friminal psychologi. 1923-24 geradezu glänzend beschäftigt war. Wir Brag, amer. Hard Winter 255 Tetschen, storn schen Romans. Im Mittelpunkt steht ein Bädergeführen nachstehend die Erzeugungsziffern dreier 215-225 Brag, amer. Western 230 Teischen, felle, der in den Qualen ewig gleichförmiger Arbeit aufeinanderfolgender Jahre an: Gerste merkant. 250-260, Ia 260-265 Prag, und in der Hoffnungslosigkeit, seinem Leben Wert 1921-22 1922-23 1923-24 afer 145-158 Prag, Weizenmehl 3.55, Roggen zu geben, zum Mörder wird. Carco schildert den meht 3.35, amer. Batentmch! 3.60 ab Tetschen, Niederbruch des Seelenlebens des Mörders unter 873.930 519.435 5,730.623 Burma Nr. 2 2 95 Tetschen, Arrafan 3.25 Tetschen- gibt sich Gelegenheit, unseren Lesern bald dieses aufungarisches 3.70 Preßburg. Weizengrieß 3.75, Reis der Angst vor der Rache des Gesetzes. Vielleicht er 521.645 614.001 4,340.823 nman 3.65 Tetschen, italienisches 4.- Prag, wühlende Werf zu vermitteln. 868.053 2,878.965 Staffee Rio 27.50, Santos 30.31, Quatemala 426.505 417.448 686.038 686.038 34.39, Tee Souchong 54.-, Orange Pefoe 57.62, 1,061.352 1,189.488 1,917.512 Bari- Mandeln 31.75-34, Rojinen 13-18, bos84.432 65.741 98.631 nische Pflaumen 8. Prag, Erbsen 2-3.50, in„ Ich glaube, daß eine weitere Gefahr, die Thomasmehl 40.861 102.100 567.977 567.977 46.50, weiße Bohnen 2.50, Mohn 7.25, 7.50, unferer Gewerkschaftsbewegung droht, von der Daraus geht harvor, daß beispielsweise die Erzen Kümmel 7.50-8.- 2a Plata- Mais 175.Rundschreibemanie ausgeht. Es genügt, gung von Roherz von 1921-22 auf 1923-24 um Tetschen, jugoslaw. Mais 130.-, Szob. rumän. der französischen Republik." Der Malit darauf hinzuweisen, daß ein Verband im Jahre das ficbenfache, die Erzeugung von Ralfstein um cinquantine 157.- Oderberg. rumänisch. Klein- Verlag, Berlin- Wien. In der Reihe der„ Malik. 1923 nicht weniger als 285 Rundschreiben ver- das achtfache, von Roheisen gar um das eh förnig 155. Oderberg, Eßfartofeln 50-55 ab Bücherei" ist diese Schrift die erschütterndſte und auffandt hat. Ein weiter Verband versandte 197 fache gestiegen ist. Wenn es sich aber darum han- Station, Birse 2.70, Rotffee 14-16, Weißflee wühlendste. Marty war der Führer der französischen Rundschreiben über Organisationsfragen und 85 belt, den Metallarbeitern eine fleine Lohnauf 22-28. schwedischer 7-12, Jufarnat 2.50-2.75, Watrofen, die im Frühjahr 1919 meuterten, als fie über Lohnfragen, insgesamt also 282. Diese befferung zu gewähren, dann jammern die Wundklee 10-11, Ligrus 2.50-3.25, Luzernffee gegen Sowjetrußland kämpfen sollten. Sie haben beden Verbände waren in ihrer 3irfufartätigteit Schwerindustriellen über schlechte Geschäfte. Der heimisch 12-14. französisch 10-15, Wicke der Bourgeoisie den Dienst verweigert die Bourso energisch, daß jeder von ihnen mehr als 280 Bericht der Prager Eisenindustrie zeigt, wie viel 1.50-1.60, Belluschfe 1.50, Bucharafiee 4.50, geoisie rächt sich nun an ihnen und wirft sie in die Rundschreiben an ihre Ortsfilialen versandten. Ein Zirkular ist an sich schon ein schlimmes die Stapitalisten im heurigen Jahre verdient Thimotheusgras 3.50-4.50, Blaue Lupine 1.50, Gefängnisse, überliefert sie faltblütig grausamsten Ding. Wenn man ciber fast 300 Sick im Jahre gelbe 1.75, Engelrothafer 8-9, ital. 7-8, franz. Martern und qualvollstem Tod. Wenn man nicht Auswanderungsbewegung im November 1924. 7.50-8.50, polnischer Hanfsamen 3.- Leinsamen wüßte, daß Marty selbst all das durchgemacht hat, erhält, so fann euch the Geduld eines Engels dabei ein Ende nehmen. Der vernünftigste, püntis Nach den vorläufigen Vormerkungen des Sta- 4 Raps 3.80, Senf 4-5, Buchweizen 1.70, würde man es nicht glauben. Sklaven find diele dabei ein Ende nehmen. Der vernünftigste, pin tistischen Staatsamtes( zu deren Vollständigkeit Buckerrübe 4-5. Futterrübe 9, deutsche 10-11, Häftlinge der Arbeitshäuser. Um einen Schundlohn, lichste und systematischste Mensch kann dadurch taputt gemacht werden, denn es ist ganz unmög- für den November noch Berichte von 20 Bezirken böhm, gepreßtes Hen 65-70 Prag. flowaf. 45-50 den zur Hälfte der Staat einstreicht, müssen sie fich im Gedächtnis festzuhalten, wann dieses oder fehlen) wurden im Monate November Auswan- Prag. Stroh gepreßt 26-30 Prag, böhm. Sleie roboten, fie dürfen sich nicht weigern, den Frondienst lich im Gedächtnis festzuhalten, wann dieses oder dererpässe ausgegeben: in Böhmen für 442 Ber- 115-120. deutsche 120.- Tetschen, amerif. Fett zu leisten, sie können nicht streiken, sich nicht wehren. jenes 3irful anfam, was es vorschrieb usw. Dieses Zirkularsystem ist gegenwärtig der sonen, in Mähren für 161, in Schlesien für 51, in 1525-1535 Tetschen. Völlig hilflose Arbeitstiere sind sic, aus denen herFeind der Gewerkschaftsbewegung, denn die Ge der Slowakei für 606, in Karpathorußland für ausgepreßt wird, was nur möglich ist, die geschunden fahr besteht darin, daß sich em Bureaufratismus 128, in der ganzen Republik für 1391 Personen und mißhandelt werden, wie es der zynischen Roheit breit macht, der die Faulheit, die Ge-( im Oktober 1924 für 2063 Personen). Von diesen cines sadistischen Wärters gerade gefällt. Eine Vision dankenlosigkeit und das Nichtstun haben 1183( 1634) Personen als Reiseziel euro- In der ausgezeichneten Reihe von„ Romanen aus Dantes Hölle scheint diese Schilderung vom rechtfertigt. Sehen wir uns beispielsweise die päische Staaten angegeben, u. zw.: Frankreich des zwanzigsten Jahrhunderts" des Verlags Die Leben armer Menschen, die nichts anderes verbra Tätigkeit eines Bezirkskomitees in der Provinz an, 853( 1127) Personen, Deutschland 82( 94), Ungarn Schmiede" in Berlin sind wiederum zwei starfe, chen, als daß sie nicht mittun wollten im Menschenso müssen wir noch berücksichtigen, deß es außer 75( 178). Desterreich 73( 141), das Königreich S. revolutionäre Bücher erschienen. Das cine:„ Die schlachten. Sie leiben, weil sie nicht morden wollten. dem Rundschreiben des Zentralkomitees noch die. S. 26( 20), Polen 17( 18), die Föderation der Lahmen Götter" von Albert Daudi stel, ist Strasser kann sich der Irrsinn einer Welt der ProfitZirkulare des Gouvernementsgewerkschaftsrates Sozial. Sowjetrepubl fen 16( 27), Rumänien 14 das Erstlingswerk eines Matrosen, der mit Mühsam, gier nicht mehr äußern. Mit wütendem Haß verfolgt und des Allrussischen Zentralrates der Gewert( 10). sonstige europäische Staaten 27( 49) Per- Toller und den anderen in Niederschönenfeld gefan- die Bourgeoisie diese wehrlosen Opfer, in niedrigster schaften bekommt. Faßt man alle diese Zirkulare sonen. Ueberfeeische Staaten haben als Reise- gen saß. In einer packenden Erzählung, klobig und Rachsucht dafür, daß sie nicht Kriege führen wollten zusammen, so gewinnt m'n den Eindruck, daß ziel 206( 352) Personen angegeben, u. zw.: Ar- floßig und doch voll tiefster Empfindung schildert der für den Geldsad. Sie müssen dem Geldsad auf man sich in einem Irrenhause befindet. Was gentinien 97( 163), die Vereinigten Staaten von Dichter- denn das ist der Revolutionär Daudistel andere, furchtbare Weise hörig seines gibt kein bleibt einem untergeordneten Gewerkschaftsfunt- Nordamerika 51( 92) Kanada 39( 76), Brasil en Leben und Leiden auf der Festung In diesem Entrinnen aus der Menschenmühle, in die blühendes tionär denn anderes übrig, als diese Zirkulare 5( 7), sonstige Ueberseestaaten 14( 14) Personen. Buch kündigt sich ein reiches, urwüchsiges Talent an, Leben geworfen wird, um einen gleißenden Goldzu nehmen, sie als Eingang zu buchen, sie Außerdem haben 2( 17) Personen ihr Reiseziel dessen Kraft- und Geistesquellen ihren nie versiegen- strom aus den schmerzgequälten Körpern zu pressen. dann umzuschreiben, an das Betriebskomitee zu nicht angegeben. Die Statistik der nach Ueber den Ursprung im Schoße des aufsteigenden Proleta- Marty hat mit der Annahme, daß eine dumpfe senden und im Ausgang zu buchen. Und auch feestaaten ausgegebenen Auswandererpässe wird er riats haben. Das zweite Buch: Die Rebel- Ahnung ihres Untergangs die Bourgeoisie zu diesen das Betriebskomitee, das dieses Zirkular bekommt, gänzt durch tene der zum Uebericetransport lion" stammt von Josef Roth, dem Verfasser des Wieselcien treibt, gewiß recht. Unsere Aufgabe muß fann natürlich nur hinzuschreiben:„ Zur Kenntnis übernommenen Auswanderer deren Anzahl im jüngst erwähnten Romans Hotel Savoy". Hier wie es sein, den Untergang dieser Klasse blutgieriger genommen"( wobei noch zu berücksichtigen ist, daß November im ganzen 638( m Oftober 578) be- bort ist ein Heimkehrerschicksal in den grellen und Raubtiere nach Möglichkeit zu beschleunigen. das Betriebskomitee auch noch von anderen trug und die nach folgenden Staaten ausgewandert grauen Farben der Wirklichkeit aufgezeichnet. Die Neue Bücher. F. R.( Wien). 24. Dezember 1924. Witteilung aus dem Bublifum. Gewissenhafte Mütter sollen stets auf verläßliche Ernährung, die jedem Kinder für seine Entwicklung erforderlich ist, achten. Appetitlosigkeit und Blutarmuf wird schnell behoben durch Maltyl Gehe"( trocken in Pulverform) oder „ Gehe Malz"( dickflüffig) Es sind dies anerkannt wirksame, natürliche MalzExtrakt- Nähr- und Kräftigungsmittel. Zur Betämpfung und Verhütung von Rachitis und " Maltosellol Gehe" " neues, wohlschmeckendes Lebertranpräparat, welches selbst von empfindlichen Kindern leicht und gern genommen wird und in allen Apotheken vorrätig ist. Gehes Kindermehl Es ist ist anerkannt vorzüglich zur Säuglingsernährung. billiger als ausländische Marten und letzteren nach Gutachten erster Fachleute garantiert gleichwertig! Hafernährmittel ähneln dem Urbild unserer Nahrung,„ der Muttermilch". und sollten in feinem Haushalte fehlen! 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Ankündigungen der Konsum- und wir wollen uns zum Wohle des Sängers mit dievereine. Inferate. ser bloßen Feststellung begnügen. Kunit und Wiſſen. Spielplan des Neuen Theaters. Donnerstag nachmittags 3 Uhr Frau Holle", abends Premiere eilige Johanna"; Freitag nachmittag 3 1hr Konjumvereines Stockholm. Von Dr. Heinrid) Being Arensen vom Grazer Stadttheater gaftterte rau solle", abends" Opernball"; Sams Christ( Stoholm). Die Staatsbehörden und am Montag als 3ohengrin" in Wagners gleich. tag inoförigin"; Sonntag vormittags 11 Gerichte im Dienste der gegen die Konsumgenossen. namiger Oper. Diese Lohengrin"-Aufführung hätte Uhr Stammermusif, nachmittags 2 Uhr„ Gra schaft kämpfenden Kaufleute. Von E. Ch.- an im 3nteresse des tünstlerischen Renommees unseres fin Mariza", abends" Carmen". delskammern im Dienste der Genossenschaftsfeinde deutschen Theaters lieber unterbleiben sollen. Zerfah Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch geschlosBon B- nn. Jubiläum der Soniumgenossen. renere Ensembles, disziplinlosere Chöre und größere fen; Donnerstag nachmittags 3 1hr Barbier schaft Wien. Das neue Kriegsanleihegesey. Von Unordnung im Orchester hat man taum gehört und von Sevilla, abends 7 1hr Clo Clo"; FreiDr. Alfons lein( Prag).- Mec- aren chau in wahrgenommen wie diesmal. Auch das Gastspiel des tag nachmittags halb 3 Uhr Bera Violetta", Böhm. Leipa. Der Genter Internationale Ge- Grazer Tenors erwies sich als völlig überflüssig und Die süßen Grisetten", abends halb 8 Uhr noenssenschaftsfongreß( Fortsetzung). Gec- Konser- berechtigt zur Gewissensfrage an die Opernleitung, Ilusionist"; Samstag Gastspiel Leopold Stravenbetrieb Znaim( mit Illustration).( Bec- Schuh ob sie von den fünstlerischen Fähigkeiten der gastieren- mer kinder der Freude", Sonntag nachmit fabrit in Reichenberg. Ferner die reichhaltigen den Sänger vorher unterrichtet ist. Herr Arensen ist tags 3 1hr Stolportage", abends ,, inder Rubriken: Vom Tage. Bildungsarbeit. weder darstellerisch noch gesangsfünstlerisch geeignet, der Freude". Wo verkehren wir? Café Continental, Prag.Graben Goldenes Krenzel, 2 Brag- Nełazanta. Gastwirtschaft..Lidový dům" der Genossenschaft, Ganymed" R Seite 9. Der heutigen Auflage unseres Blattes liegt eit Prospekt des Bankhauses J. G. Selig bei, auf welchen wir unsere Leser aufmerksam machen. Letter Zog. Anmeldung 1356 für ein Neujahrsglückwunsch- Inserat im ,, Sozialdemokrat". Preis Kč 10.Name( Firma) d. Bestellers Ort Betrag von Kč 10.- folgt per Alle Genoffen und Genoffinnen, sowie jämtliche Körperschaften unserer Bewegung, die ihre Anmeldung noch nicht durchgeführt haben, werden gebeten, die Bestellung mittels des obigen Formulares unverzüglich vorzunehmen! Sorget dafür, daß alle unsere Funktionäre und Körperschaften an dieser Uft.on tellnehmen! 3127 Märchenvorlesung für Kinder. Freitag, den 26. Dezember um halb the nadmittage halb 4 Uhr nachmittags findet im Kaffee ,, Nizza", Weinberge, Fochova, links im Souterrainlokale eine von der deutschen sozialdemokratischen Bezirksorganisation in Prag veranstaltete Märchenvorlesung mit Lichtbildern statt, zu der alle jugendlichen Angehörigen der Parteigenossen und Parteigenoffinnen sowie junge Gäste eingeladen sind. Bortragende: Frau Maria Berger, ches maliges Mitglied des Deutschen Theaters in Prag. Berbreitet die Arbeiterprese. Herausgeber Dr Ludwig Czech. Berantwortliches Rebahteur Wilhelm Richner Druch: Deutiche Zettungs- A.- G. Prag Für den Drudi verantwortlich) olik. GylvefterDelitateffenförbe billigst bei M. Kulik, Hauptgeschäft Prag, Václavské nám. 23. Als Weihnachts- Geschenke! 3000 einzelne Paare, Musterausführung 1310 Nr. 7. Täglich. PRAG., Hybernská Konzert Café Nizza Kgl. Weinberge, Jungmannstraße 27. Unser Stammlokal. RESTAURANT VESELKA PRAG II., RUŽOVA 5. 3041 Menü à Kč 8.50 Erstki Küche. solide Bedienung. 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Ein sternvoller Aberthimmel wölbte fich über der weiBen Gartenstadt, und nur weit hinten am Horizont zog eine dunkelgraue Schneewolfe langjam herauf. ,, Erzähle uns ein Märchen", bat Elfriede. " Ja!" Fritz hing sich an den andern Arm bes Vaters. Chne Märchen ist feine richtige Weihnacht." Der Vater lächelte: Sabt ihr vorh'n nicht erst eine Rede gehört, über die es sich nachzudenten lohnt? Oder gefiel es euch nicht, was der Redner sagte?" ,, Gewiß." Frizz dachte nach.„ Aber was uteinte er mit dem Worte, daß sich am Ende des Weltfrieges die Kraft der Seelen stärker erwiesen habe als alle Gewalt der Kanonen? Un'er Ge fd) chtslehrer fagte uns doch, daß es gerade die Ge walt der Waffen gewesen sei, die auch diesen Krieg beendete und die Unterlegenen in harter Weise be brüdte." Der Vater blidte eine Weile sinnend in die Ferne: Shi hr jenen Stern dort am Rande der Schneewolfe?" ,, Die rote, glühende Stugol?... Ja, ja!" riefen de Kinder. Ist es der Mars?" ,, Nein, der Weihnachtsstern." ,, Der Stern von Bethlehem?" ,, Nein. der neue Weihnachtsstern. Es hat eine besondere Bowandtnis mit ihm,& nder." ,, Erzähle, Vater, erzäh e!" Frit und Elfriede schm egten sich dichter an ihn, und während die drei durch den weißen We hnachtsabend ihrem Heim zuschritten, sprach der Vater: oooooooooooooooooooooo@ Ein Weihnachtslied. Weihnacht ist's. Die Floden wiegen Celse fich im Winterwinde. Wiederum die Kunde fliegen Hör' ich von dem Jejust.nde, Bon dem Freund der elend Armen, Der die Welt gelöst von Süden, Der der Menschenliebe Fidel Allen Brüdern woll' entzünden Und ich hör Posaunen flingen, Höre fromme Liebesworte, Wohlgenährte Bürger dringen Emsig durch der Kirche Pforte, Jhre warm umhällten Lelber Füllt ein andachtsvolles Graufen Doch die Urmen geh'n vorüber, Doch die Armen bleiben draußen. Christe du, du Freund der Urmen, Der die Wechler trieb vom Tempel Deine Lehre vom Erbarmen Trägt jetzt einen andern Stempel! Cine Waffe ist fle worden, Reichen Hab' und Gut zu bürgen, Cine Waffe ist sie worden, Troß'ge Armut zu erwürgen. En flammenbes Herz ist's!" sagte Elfriede eifrig. Scht doch den S.nschnitt am oberen Rande." Der Wolfengipfel hängt drüber." Und doch sind wir jene Armen, Denen du das Hell verkündet, Denen dn der Bruder lebe Heil'ge Fadel hast en'zündet, Jene ble da führen wolltest Sirlengleich zu beff'rem Leben, Denen du im Opfertode Noch dein Bestes hingegeben. Siehe an dein Boll der Armen, Sieh ihr Elend an hienieden, Während jene ohn' Erbarmen Neue Wucherpläne schmieden. Und da follten wir mit jenen Hin zu deinen Domen ziehen? Wo die Bollsbedrider be'en. Mag der Armut Boll nicht inien. Triste du, du eluff Gefreuzer, -O Caß in stolzen Kathedralen Jetzt vor feisten Pharisäern Deine Liebeslehre stralen Wt, die 33 er und die Sidet, Tragen, wie ein 1 dn, Rebelle, Unf'te nene Cleveslehre In die Hütten, in die Ställe. Die grauen Tage. Bon Karel Capel. Karel Capel, der bedeutendste tschechische Dichter der Gegenwart, sendet uns für un sere Weihnachtsnummer folgenden Diiginalbeitrag: ၀၀၀၀၀၀၀၀၀၀” ၀၀၀၀၀၀၀၀၀၀၀Ö၀၀၀၀၀ 1 der Professoren Weisheit saugen, de Fenster seiner ersten Liebe zu schauen, Berfe zu schreiben. 31 träumen, umherzustreifen, zu tanzen, die Schau fenster von zehn Antiquaren zu beguden. wie ein Wilder zu lesen und die Zeit auf schnerle Art totzuschlagen- wie ist es möglich, baß für fov el erregende Dinge ein einziger Tag genügt hat? Ich versuche über dieses Rätsel nazuben fen. Ich denfe, daß ich mich nicht verändert habe aber daß die Zeit irgendwie zu'ammon gefhrumpft ift. Na ajo, schon dämmert es; es ist Zeit, das Abendlämpchen anzuzünden. Der Tag ist wieder weg, weiß der Teufel. woh'n er fo raich geraten ist. Er bra hte nichts Neues, er gab nichts und war überhaupt nicht anhaltend: vielleicht hätte ich das oder jenes unternehmen irgendwo hin gehen, ettvas genießen. irgend etwas fehen fönnen; aber irgendwe veichte bie Zeit nicht dazu. Na also, wieder ist ein Tag vergangen und fäßt mir nichts wie diesen Aufsatz auf dem Tih zurüd. Wieder ft ein Jahr vergangen und hit mir nichts zurüdgelaffen non doch. halt der Tag ist furi, aber du tust doch etwas; dae h ist furz und doch ist es ein Stüd Arbeit. Du febst weniger aber du tust mehr. Und warn 28 auch nicht für vel stände, es wer eine Arbeit und das ist der fürchterlichste Räuber der Lebens- eit. Du glaubst. die Tace zu vergcuben Aber ärger d'ch nicht; molich. daß du sie nicht ver geudest, sondern verschenkst. Stille Nacht heilige Nacht. Ein Kapitel zur bürgerlichen Mysterienvergunzung Von Gustab Herrmann. Am Chriftmorgen ging es bei meinem Onfel Oskar schon frühzeitig leblaft zu. Die Wed uhr f feritiete zu der Stunde, wo Tag gemacet werden sollte. Ein lebt; aftiger fleiner an sprang zu einer Tür heraus, fiähte vorwurfsvoll den Apostel Petrus an( dem dies höchst schnuppe zu fein sch en, wenigstens rührte er fid) n.cht, fonte sich dern hielt frampftat den großen Schlüssel in der Sand fest) und verschwand wieber, rüdwärts, wie beim van schen Hoszeremoniell. stanschen Nachdem Tante von der Saaltür einen Lein,, Der Stern von Bethlehm ging während des großen Weltkriegs. dessen Verlauf euch ja aus der Sdule befannt ist, unter. Es heißt, er sei plöt Ja." Der Vater schaute mit einem Bächeln lidh ev chen und in das Rote Meer gefallen. Vor auf seine Sender. Es kommt ganz auf das inuere Schrecken wohl der vor Trauer. Mehr als neun- Auge an, Friz. Ich glaube, Elfriede hat recht. zehnhundert Jahre stand er als das leuchtende Es ist ein flammendes Hera. Denn es war ja So rasch verrinnt die Zeit zwischen Früh- und Sumool des cwigen Fredens über der Mensch- die Liebe zum feindlichen Menschenbruder, die das Abendlämpchen; faum hat sich der Mensch zur heit und verfündete ihr: Liebe deinen Nächsten! Ge choß aus der Bahn des Verderbens ſentie. Es arbet gefest, ſchon iſt die Stunde ta, die zum Der Dalel ratfie, pruſtete, grunzi, spuďte, Liebe deine Feinde!... Aber die Menschen er- follte Leben verlöschen, nun aber wurde es selbst Abendbrot ruft. Und es kommt die Nacht und du fuhr in die geblämten Babuschen, nahm auch innerten sich nur bei feierl then Gelegenheiten die zu Licht, das segnend über der Menschheit leuchtet. hast nicht einmal Beit, die w.rren Träume festzu- einen großen Schlüssel zur Hand und setzte sich fer Mahnung und folgten im übrigen dem Sah- Derm in dem Augenblick, da dieser Stern aufping, halten; schon zündest du wieder das Worgenampan Stelle des Apostels in Beavegung. Irgend wort: Töte deinen Nähysten! Töte deine Feinde! begann eine neue, hellere Ret. Den Menschen hen an, damit du einen so furzen und grauen wo hielt er dann, nachdem er zuvor die Zeitung ... Es cab eine Moral des Wortes und eine der fiel's wie eine Binde von den Augen. Wir waren Tag beginnst. wie gestern. The du dich's ver- von der Korridorfiinte geholt hatte, eine längere Tat. Das Wort floß über von schönen Sentergen, ja blind, sagten sie und blickten erstaunt einander ficht, muß du dich wieder dann gewöhnen eine Worgenudcht. aber die Tat heuchelte nicht und helt es mit den an. Warum töteten wir uns? Wavum ver- neue Jahreszahl in deinen Bricfen zu schreiben; Mittleiaveile hatte sich auch Tante Malwine Svanonen, Ihr se'd ja schon beide im Museum schwenden wir unsere Kraft im blurgen Kampf, bir ist, als ob du dich erst gestern an den Vierer aus siebzehn Tüchern und Binden geschält. Als gewesen, nicht wehr?" warum geben wir sie im unnüßen Sffen von am Ende der Jahreszahl gewöhnt hättest. So Badfisch) mal e nen Lunger katarrh gelabt habend, " Ja" erwiderte Frib eifrig. Und im groJa" erwiderte Fritz eifrig.„ Und im gros Panzern, Schwertern, Flinten und Kanonen hin? rasch verfliegt die Zeit zwischen dem Morgen- fchylief fic, ein weiblicher Lazarus, seither sters bei Bendythofe, dort, wo alle die scheußlichen Mord. Ist es nicht schöner, friedlich seiner Arbeit zu lämphen am Neujahrstage und dem Abendlämp hermet.sch geschlossenen Fenstern in einem Fla ßen 2chthofe, dort, wo alle die scheußlichen Mord leben. Wohnhäuser und Eisenbahnen zu bauen den zu befter und umgekehrt. instrumente der barbarischen Zeit aufbewahrt und das Leben zu schnrücken, statt es zu vern d nellunterrod, sowie e ner gestridten Wollhose und werden. steht auch ein riesiges Geschüß mit der ten? Warum zertrümmern wir die Säufer Brüt nen füngeren Jahren war der Teg irgendwie län Jch we ß nicht, wie es fommt, aber in mei- Jade. lateinischen Inschrift: Acheronta movebo" Sie begann als gute Hausfrau in der Küche. fen und funstvolle Bauwerke, da es doch viel nüß" So lock ih die Hölle", übersetzte der Vater. licher und herzerfreuender wäre Neues zu errich ger. Ohne Zweifel. Als sie uns im Striege auf Bunächst stöberte sie im Portemonnaie des„ Diaalle möglichen Arten betrogen haben, haben sie chens für alles" nach Schymugrofchen, dann in „ Ein vortreff! cher Wchtspruch! In der Tat haben ten? Und dient ein einziger Pflug, der der Sant uns vielle cht auch irgendwie um die Zeit betro- ihre Postille nach Liebesbriefen und sonstigen sie de sölle gelockt, und sie ist gekommen. Denn ihre fruchtbaren Furchen aufreißt, der Menschheit gen; vielleicht dreht sich die Erde rascher und de corpora dei cti. Da sie nichts vorjand, las sie die Karone, die du fabst, war nur eine unter nicht besser als alle Geschoffe, die die reifen Achren ühren tichen schneller, aber wir wissen nichts schlaftränenden Auges ein Kapitel; es war juü vielen Taufenden, und sie alle schleuderten Erz sanzer Felder in den Schmutz stampfen? Was davon, weil wir abend genau so ermüdet find, we das vom trunkenen Noah und seinen Töchtern. ntasser auf den Feind, zertrümmerten Hunderte taten wir und warum taten wir es? wir es einst gewesen Nur soviel we ß ich mit e las es bis zum Ende. Meine Tante war fehr - es?... So c.en viele Millionen Men Sprachen die Menschen. Und seht, während sie so aller Bestimmtheit, daß der Tag um deles län velig ös, deshalb mußte die jeweilige Berta( sie fchen. Die me ften diefer Geschütze wurden väter in barger, erschreckter race standen, strahlte das eingeschmolzen. Man machte Maschinen Pflüge große flammerde Berz zu ihren Säupten auf und ger gewesen ft und mein Gott in meinen Ana wurden alle Berta gerufen, ob sie nun Fr cda, benjehren war es geradezu endlos. Ein folcher Anna, Thuswelda oder Aurora hießen) neben dem und andere nüßliche Gegenstände daraus." ein feieviches Singen tönte über die gequälte Stindertag war wie ein weiter See mit bisher Dienstbuche auch eine Bibel haben. Menschheit hn: Begrebt alles Bassen! Aber be- unerforschten Ufern; früh fahr man darauf mit ,, Und warum blieb die'e Kanone übrig?" crabt es nicht nur im Wort. Laßt die Liebe zur vollen Segeln hinaus und es war zum Schluß wandsack mit der rot aufgeftidten Inschrift Früh ,, Weil sie den letzten Schuß getan hat." Tat werden, auf daß sie nicht prebine fondern nicht möglich, de Stunden zu zählen, so groß ſtück geholt hatte, entfaltete sie diesem heute beAuch er tötete wohl noch Menschen," fagte helfe und baue. Der Sak tötet die Blüte und läkt und fe er ich war jede von ihnen. Ein folder sonders weihevollen Inhalt. Neben den Dre er Elfriede traurig. den Steim in der Schale erfrieren. Die Lebe ist Nein." Der Vater schüttelte den Kopf, be- Werden und Vollbringen. it Blume und Frucht. Tag war wie eine Mecrfahrt, wie ein fiegreicher femmeln lagen: das Christt.ndchen und Muner Feldzug, wie o'n Leben vell Eindrücken. Aben- Maria, Josef und die Wesen aus dem Morgen trachtete nachdens ich den roten Stern, der h'nter Erkennt sie. die in eurem erzen lebt und was teuern und Unternehmungen: ein solcher Tag lande, auch Ochs und Efelein, und ein großer einem pfel der Schneewolke hervoriaudite, und Gute der ganzen Menschneit will. Want es, ihr war inhaltsreich wie de Ilias, lang we ein Stern war inhaltsreich wie d'e lias, lang w'e ein Stern alles aus Ruchenteig gebaden. Die lec fuhr fert:„ Mit jenem Schuß gefcheh ciwas fehru folgen. Sie alle'n ist Nettertn. Eröferin, Be: Jahr, reich und unerschöpflich wie de Höhle der ren Formen zu unterſt. merkwürdiges. Thr wißt, daß man die Geschütze freterin von allem dunklen Wahn. Ihr Licht iſt vierzig Räuber. Alle Freuden und Leiden ven Der sonst so traufiche Morgenkaffee war durch eine elektrische Vorrichtung zur Entlabung über euch, wenn es in euch ist. Seht, meine dama& fann ich noch begreifen, aber auf teinen ziemlich ungemütlich. Pald flingelte der Fleiſcher brachte. Gerade in dem Augenblick nun, da der lieben Minder. Da fchwanen die Seelen fb aus Fall lann ich begreifen, wo man für sie Zeit und brachte eine lange Giurlande aus lauter Befehl zum Abichuß gegeben war und der Kano dem Staube ter alten Zeit entbar und in ihnen sand. Wenn ich nochmals versuchen wollte mit kleinen Wiener Würstchen, balo kam ein Bursche n'er die Shnur zog, traf die Weifung zur- allen fang und leuchtete es. Und eine Straft er dem Bogen zu schießen weiß ich, daß mit der mit dem Chriſtbeume. Onkel pilegte den auszus stellung der Feindeligkeiten ein. Beides fie auf wuch aus ihnen die war mächtiger, gewaltiger Mittag früher überf.ele, bevor ich noch reht an- suchen und Tante fand ihn immer scheußlich. die Sehnde zufammen, und mun refen sie alle: als alle Waffen der Welt..." gefangen hätte; aber damals habe ich zwischen Beute meinte sie, es se teine Tanne, sondern eine Solt, halt!" Die Granate war schon aus dem R: hr. Aber sie schrien so inbrünstig und m't aller was der Sicdmer fagte." Fritz fante feife: Jetzt verstehe ich, wat.r. Frühstück und Mittagbrot manchmal Zeit gefun- Fichte. Und das sei gottlos. Nichtsdestotrop den, mit dem Pfe 1 eine Fensterscheibe einzuf bla- steckte Ontel dem Jungen hintenherum ein Tr nf Herzenskraft, daß der Strem ihrer ungeheuren Seclenerergie das Geschek erreichte und es oven Und Elfriede flüsterte:: ch, dort ift er wegen, mich an Pflaumen zu übereffen, ein ge Ge- geld zu für den unverdienten Anschnauzer. Tante der, der Stern." Ein scheues Warren war in ihrer Päntel mit feindlichen Stämmen zu führen, in maulte dem Blpableiter wider Wllen noch einige der Baumkrone die gehe mnisvolle In'el" zu Freundlichkeiten nach. Es bestand eine ziemliche Stimme: Wird er nie, nie mehr herabfallen?" lesen, im Schuppen de Friedenspfe fe zu rauchen, Spannung, sie wurde aber bald wieder gelöst irgendwie eine verdiente Ohrfeige zu erhalten, durch die gemeinsamen Ham lienforgen. Das Grillen in Zündholzschachteln e'nzufangen. an heißt, Sinder hatten Tante und Onkel nicht, wohl verbotenem Orte zu baden, über Zäune zu tct- aber eine d'de Terrierhündin( mein zoologieluntern, um alle Nachbarn Handverker zu schar- diger Vetter behauptete immer, fie fei eine Freu wengeln und zu schauen, wie sie es machen und zung zwifchen Mops und Spiegelkarpfen) einen noch eine ganze Reihe anderer Raubzüge. Fer- Papagei( ebenso dünn befiedert wie Ontel felbst, fhuresre fen und mächtiger Wonnen durchzu- ahmte täuscherd Delars Morgentöne nach- lah tosten. Nein, es ist kein Zweifel: damals war aus wie ein Stragengeier, deffen Fragen bei der die Zeit wenigstens zehnmal so lang wie heute. Waschfrau ist), einen alten Stater( Tantes SchoßUnd als dann mit den Jahren meine Tor- Fündchen), einen dekadenten Laubfrosch( er faß heiten und der Umfreis me nes Lebens wuchsen, bei guten Wetteraussichten stets unten), und einen wurden die Möglichkeiten eines einzig n Tages Rasten darstellend die Nuhmestalle zu Mebl unendlich und unerschöpflich. Aus den Brüsten heim, bevölkert mit weißen Mäusen, die jeden Be in den Wolfen festhielt. Und wie sich unten die Spannuna löste. sachen sie daß es ein großer au herber Stern ceworden war, der langsam durch den Raum dahinichvebte." Und Fel nicht n'eder?" fragte Fritz zweifelnd. Aber die Shaverkraft?" Der Vater lächelte:„ Im Reiche der Märchen gibt es feine Schiverkraft, Frip." Ich glaube es nicht." Gin harter Ton tam ' n die Stimme des Vaters:„ Dies aber weiß ich gewiß: er wird nur dann feine ursprüngliche Bahn vollerden, wenn wieder in franken Seelen der Mordivahn erwochen follte. Dann allerdings wird er feinen friedlichen Pouf unterbrechen und wird auf de Schände der Menheit niederftir zeit. Denn es ist Leffer. diefe Wenjoen fallen a 3 die Vielen. Besser. das Unkraut wird ausgerottet " Das ist der neue Weihnachtsstern, Vater?" als die Blüte des Lebens..." rief Fr. Dort die rote, glühende Stugel an der Schneewolte?" Dann schwebt das Geschoß noch?" Elfriede sah forschend zum Sinvmei auf. Ja, es hebt noch." - 11. fucher fogleich in Elfas Brautgemach verfchten: 1 Amest du n cht..." Die Christmarktleichen. W rühriger Hand werden Christgaben zu Eine Weihnachtserzählung von Albert Fallenberg. gedeckt und in die gute Stube, mit den roteu Blüjdyfejjeln, gebracht das Schönste am Fest ist doch für Kinder die Ueberrajdyung! Der Tag verläuft in gewissem Schwanken, Patet um Pafet preßt de Sorge ab: Wird sich Beri auf freuen?"( Magdalena hieß die Röterin. Was wird Maps für Augen machen?"( Der so gelofte, blinde Kater war Napoleon getauft.) Dofentlich verrät Jakob nichts!"( Jalob rujen fich alle freischenden, hackenden Papage mist becher.) Onkel fauft sich vor loneter Aufregung Mut und Wohmut in Lagerbier an( dazu gehören schon ein paar Glas mehr, als die sonst üblichen acht bis zehn Wiaz) und ist bis zur El'udwütigkeit emport, als er mehrfach aus fe nem fabrplanmäßigen Mittagsschlaf durch die blöde Anfrage wadgeflingelt wird, ob hier die Wartburg, von einem blinden Manne in Stort gefchnitt", zu sehen sei, und was de angezeigten, spottbill gen, alten Dreiersachsen" tosteten. Ich habe noch heute mei nen fouft so würdigen Vater im Verdacht, diese Annoncenfchandtat verübt zu haben.) Endlich dunkelt es, der Christbaum ist fertig pepußt, die trotz allen Aufrichtens immer wieder windschiefen Lichter schreien nach einem Zündholz. Während Tante auf& ppliger Leiter, über das Gewadel fortget frierschend, de Illumination beginnt, überprüft Oufel mit weinerlichem Blid ( den Alkoholfuß nennt er Schnupfen") das Banze. Die Geschichte des Glasbläfers Knebel war vom ersten Toge feines Erdenweges einfach und wenn nicht defe verdammte Luſt founenfor am Leben gewesen wäre, die schließlich alles Grü beln und jedes Kopfzerbrechen überwindet, tätten alle Menschen seiner Art die einzelnen Stadien ihres Elends auf ihrem Knotenstod vorferben können, den sie als Stüße auf dem Wege nach der Arbei benützten Aber der geringste Sonnens fchein hieß sie den Groll aus thren Herzen fegen. Es war fast eine Stunde weit bis zu den Schmelzöfen, die wie halb aufgerichtete Ungeheuer mit ihren Glutaugen über e ne niedrige Hügeltette hinweg das Land beherrschten. Sie allein riffen alles Denken der Menschen in den rings um verstreuten Vordörfern der Mittelstadt an sich, die anfing, sich aus der Landstadt zur Prov nzzentrale zu entwickeln. Das Schrillen der Füttenpfeife bedeutete den ganzen Lebensinhalt dieser Leute mit einer starren Unerbittl de durch schnitt sie ihnen die Zeit zu allerkleinsten Schnitz in, fauchte in hre Träume und gellte in den Fe erabend, als wollte sie daran erinnern, daß in Wirklichkeit keine Feierstunde für sie da wave. Glasbläfer Knebel war einer der Unzufriedensten gewesen. Nun hatten sie ihn unter Dach und Fach- der war buchstäblich von den Helfersbelfern Elend und Krankheit totgefchlagen. Man wollte nicht gern böses Blut machen und nahm Der wattebefchyneite, pielgescholtene Paym widerwillig feinen Aelteften, einen Jungen von stedt foinen Fuß in eine Blechhülse, de aus ver- eben fünfzehn Jahren, in de Arbeit. Man fah bächtigem Saften herauswächst: unten schlängelt es dem Bengel mit feinem Grüblerwesen an, der fich über die Zweige die Wienerwurstleite, höher würde schlimmer werden als der Alte- aber, hinauf baumeln, mit einem blauen Schle schen der Buchhalter lachte in sich hinein, lange würde um den Schwanz, cin paar Prima Bücklinge, ver- er's nicht machen, dazu hatte er schon jetzt einen goldete Nüsse und dazwischen, an roten Baum zu engen und zu be feren Atom. vollfäden erhängt. Whutter Maria und das Chriſtland, Josef und die Werfen, Ochs und Efel die Türen auf: Beni- Naps!" Jest tam Weihnachten heran. Acht Tage vor Weihnacht des zwanzigsten Jahrhunderts. Cinft mag es geschehn in heiliger Nacht, wenn wir die Lampen schn über den Städten entfacht, daß aus elektrischen Lichtern ein Stern aufgeht. und in den erloschnen Gesichtern wie eine frohe Botschaft steht. Cint mag es gefchehn in heiliger Nacht, daß wir das Lied der Maschinen verstehn mit junger Macht. Cherner Engelsgefang über dem Land, jauchzender Ueberschwang erdwärts gewandt! Hört ihr die weißen Gefänge, Eifen mit Engelsjungen, brausende Brückenzwänge, fingend aus flählernen Lungen: " Ehre, Ehre der Schöpferhand. die uns lich werden ausgespannt über dem Land und Friede den Menschen auf Erden!" Erzengelhelles Gedränge, nimmer von uns getrennte feftlich entflammfe Gesänge dienender Elemente! Feuer, gewappnet in Eifen, Wasser gerüstet in Stahl, aufsteigt über die leifen Wipfel der große Choral: " Singend über den Firnen, rufend aus berstendem Schacht, neigen wie feurige Stirnen schlafender Menschenmacht! 99000000000000000000000000 Engel der Erde, den Schlünden glühender Arbeit entfliegen, Feuer und Wasser und Wind, entzünden wir Nächte, verkünden die Botschaft, bewachen und wiegen das kommende Menschenkind." Heilige Nacht! Magisch erhellte Fernen! Bogenlampen. enffacht, einen fich ewigen Sternen! Hellige Nacht! Träumend mil kindischen Mienen und ungeformtem Gesicht unter blanken Maschinen and elektrischem Licht schläft noch der Mensch. Schläft in demlichem Staffe, frierend und unbedeckt. bis die donnernde Halle rubles wacher Metalle das Kind der Erde weckt. Heiland der Zeit, was frierft du. dumpf überdacht? Muller im Leid, was erst du Stumpf in die Nacht? Sterne der Zukunft entzünden fich riesig über dem Land, eherne Engel verkünden die Herrschaft deiner Hand. Erwache, Mensch! Heilige Nacht will werden erwache! Und Friede den Menschen auf Erden erwache! Mensch, erwadhe! Ernst Fischer. dem Fest wurde allen Arbeit und Lohn aufgefagt Pausbacken und vorspringender, gelb gepinfelter lachte, daß ihm die Adern in dem seiſten Gesicht ganz oben leuchtet der Stern. Und siehe da es war gut fo! Schleunigst wird die Le'ter bei- die Defen wurden neu eingebaut, was alle Nase, dom Arme gemali waren, als bamelten fie fchwollen und die Fettpolster unterm Rinn leife feite geräumt. Tante öffnet Vogelbauer und bei Jahre aus der Ersparnis on Söhnen be- ihm id; lass am Leibe. Durch ein Streichholz, das schütterten. Aber des Junge Miene bl'eb steinern, Mäuseläfig. Onkel wirft e nen Nicel in das ftritten wurde. Die Familie Senebel faß dichtge- dem Papermann im Rüden beseftigi war, hielt te ne Muskel zucie. Als der Schreiber endlich Daul des ominöfen Baumhalterkastens und stößt drängt um den Noksofen der Stube, de nach Art er sich auf den Beinen, solange die eingeblafene aufhörte mit Lachen. fragte der Hüttenjunge vor Diaul des ominöfen Baumbalterfastens und stößt vieler Bauernstuben eine niedrige Dede hatte. Luft nicht entivich. Aber bald fing fie an, tang- lauter Cifer ungeduldig:„ Kann ich nun den Pat Bellerd, faucherb, picpferd, freischend stürzt Das älteste der Mädchen verfah schmächtige Glie sam auszuströmen-immer mehr, bis Leib und haben oder nicht?" Na. du wirst doch wohl sich jetzt die Meute auf ihren Weihnachtsbaum, derpuppen mit furzen Rödchen und legte sie fer- Beine der Fgur ganz schlaff waren, bor Störper worten gelernt faben", munrte der Schreiber und Der dreht sich nun selbstgefällig um fe ne Achse tig in eine schmale Paprfästen, während die sich nach hinten ne gte, so einen Drud auf das Schlag das Playbuch auf. Ist nichts mehr frei", dug Der und orgelt dazu:„ Stille Nacht- heilige Nacht." Jüngste, en Kind von fünf Jahren, jede einzelne Holzstückchen im Rüden übte und schließlich hins furrte er, ohne zu dem Jungen aufzuschen. Buppe wieder herausnahm und zu spielen anfing, stürzte mit einem Gesicht, das wie eine Toten. Doch Naps zerrt einen Räucherhering am Schranze, bis die Aciteste sie ihr mit energischem Rud weg- maske einschrumpfte und eine wes vorspringende Play. Hat ihn former wollen. Zwischen zwei Säu- hier noch, aber es ist n cht der beste die we zen Mäuse huschen in die Krone-luab bern an Josef Kopf. den Stern macht ihnen i Das im Alter zwischen den be den stehende wachsgelbe Nase zu haben schien. Die Mädchen ferfronten, im Torweg. Wenn dich da nicht der. Jafob ſtre t'g und pfeift dazu:„ Du bist verrüct Mädchen fummte Weihnachtslieder und fiebie machten, furchtbar erstaunte Gesichter und wußten Wind famt de nen Le chen wegbläst na willst mein Kind"( er ist kein Wagnerianer, sonst färge auf ein Pappstüd Figuren auf die d'e Wef: n aus nicht, was sie dazu sagen sollten. Die Wurter la du den oder nicht?"" Ja."" Name und Woh er das Leb an den Abendstern). Leni zerrt an der dem Morgenlande vorstellen sollten. Fau Senebel chelte.„ Junge"! fagte fie baboi und job ihn an nung?"" fermann. Rebel aus Niedenstein." vernähte weißen Schirting mit groben, flüchtigen Der Erinder aber katte blanke, ſtolze Augen, er Wurstg rlande, bis sie ihr Christ.nd" abge St dien zu den Puppenröckchen, Sie füftelte in fab auf niemand als auf die Le che. Die werb der Beamte nach, Chriftinarttle chen" jette er Ber- man Knebel Nieden- stein". schrich Faspelt hat und freud beulend tamit durchs meinem fort. Ta fam aus einer Ede bes 3mmers, ich verlaufen- Christmasti. Das sollt ihr feben in de lepte Rubrik der Seite und fing wieder mer fegt. Dufel weint Tränen der Rührung Tante an, leife in fich hineinzuk djern. Also weil es faltete die Sände auf dem Pouche:„ Dubelbiidum wo eine zinnerne Cellampe spärlides Licht gab, die gehen. So was gbi's bier noch nich. der Junge hervor und stellte sich hinter d'e„ Aber du hast ja noch fein'n Martiplay", so eine wind ge Ede it". tat er tann wohlwollend, Schwestern mit glänzenden Augen und glüherden meinte zaglast From Sinebel. Wer ch schon trieur de välfte Standgold". Er hielt Hermann Rosen auf den schmalen Wangen. Er stand eine gen. Morgen geh' id) auf's Stadthaus- ben die offene and hin. me le und fah zu, dann zudte er geringfd, ägg die müffen sie mir geben. Ich bezable fo gut wie an so Der machte ein verdubtes, ängstliches Gesicht. Achfeln und fante mit zittriger Stimme: Dat's bere." Als er am nädsten Morgen in die Stadt Jeg gleich? Ich dachte, wenn ich verfaust kätte gar n'g, dat lann'n jeder". Die Mutter und die tam und auf's Stadthaus, fuhr ihn der Stadt?" Der Schreiber Jah ihn vervundori anBeruht der Sozialismus auf Irrtum, so beiden eltesten wandten die Köpfe nach ihm her- fchreiber an, was e wollte. En Plas mieten für icht erft betrachtete er aufmerksam das Gesicht des wird er untergehen, beruht er aber auf Wahr- um und fahen fragend an ihm berauf. Als tönnte Christmaift." Was tast du denn zu verkaufen?", Jungen. Der Bengel sah egentlich jämmerlich heit. Das heißt: ist er das naturnotwendige er de Blide nicht ertragen, schlürfte er davon in fragte der Schreiber halb spött ich, halb noch im elend aus. Er nahm das Buch und trug es auf Ergebnis unserer gesellschaftlichen Entwidlung, feine Ede. um gleich darauf zurückzukehren. Aerger über die allzu früte Störung. Chrift eins der an den Wänden stehenden Vücherregale dann wird keine Macht der Erde seine Ber: Dier", fagte er dat's doch was anners". Er marfileichen", sagte der Hüttenjunge. Der Schrei. und sagte, wäheud e deur Kopf ein weng zur er wirklichung zu hindern versuchen, er wird, auf batte eine Mannsfigur aus dopreltem Seiden- ber jab den Jungen mit offenem Munde an. Seite wandre:„ Na, is gut fannste auch bezak len, wirklichung zu hindern versuchen, er wird, auf papier verfertigt, in deren Hinterkopf ein Stück Wa as? fast du welche hier?" die eine oder die andere Weise sich bahnbrechend, chen Sch frohr eingelassen war. Jest blics er in wenn du verlaust haft. Es fommt dann der EinJaber." Und dann führte er wie am zicher". die neue Form der Gesellschaft werden. das Rohr, fo tak das Seidenpapier sich fn sterud Abend zuvor das Werden und Vergeben einer Der Wintersturm trieb den Hüttenjungen August Bebel. blähte. Nun fah man einen aufrechten Mann mit seiner& guren vor. Der Schreiber sprang auf und auf der Straße, die vom Vordorf in die Stadi 1 fit, fft- Dubeld: um- fit--" Man foll nicht mit router fand den zarten Man soll nicht mit router Fand den zarten Schleier bürgerlicher Frömmigkeit von den Din gen gerren! Italien- Erinnerung. Italien! Wie viele haben es schon befungen Geldbeuteln. " -W auch in politischer Hinsicht das Dunkel aus dem Ich sprach mit Kutschern und Schiffern, nicht etwa unangenehme Ueberraschungen erlebe. Sonnenlande weicht, daß ich das Reich Wusso- mit Freundenzuhrern und Eisenbahnern soweit wie weit Signor P. die eintägige Verbannung ben angetroffen habe, als ich erwartet hatte.) wagten, war ihre Antwort auf jede Nennung einer Umgebung Kampfwillen nur noch stärkte, linis zu meiner großen Freude in helleren Far- sie auf den Faszismus nicht offen zu schimpfen einhielt, weiß ich nicht. Aber daß sie feinen und nur mit Sajeu versucht man nich nach den tausend J: alien, mphonien in nenen Tönen Wo immer ich Gelegenheit hatte- zwei seiner oder Wuffolinis Namen eine unbeschreib. davon habe ich mich überzeugt. und doch wie weinigen von uns war oder ist es lonate und seitdem versussen mit Männern ich wegwerfende, verächtliche Handbewegung. Auf der Heimreise machte ich in Rom noch Ich ließ in der Pension bei einem Glas Mi einmal Station. uni Mancotti an jener Stelle vergönnt, das Land der Herrlichkeiten zu sehen, oder Frauen aus dem italienischen Volke zu spre in das seit Jahrhunderten die Anbeter der Natur den, zumal aber in Rom nahm ich wahr, daß neralwasser, das mir das Stubenmädchen brachte, zu ehren, wo das Verbrechen an ihm geschah. und der Stunst und auch manche andere wallen, iussolini und sein diegiment vereinsamen. Ich versuchsweise erst den König, dann Wuffolini Ein römischer Genoffe geleitete mich hin. Unaber fast immer nur solche mu wohlgefullten habe ihn gesehen, den römischen Tiftator und den hochleben. Als Bescheid wurde mir ein a baffo". behelligt legte ich meinen Strauß roter Rellen Und gerade würde ich wunschen, ranz, den er an dem Grabmal feines älteren ein Nieder- duf zuteil, dessen Kraft und Offenheit unter das Streuz am Lungo Tevere, unbehelligt fuhr ich von dannen. Die römischen Genossen daß alle die Lichtlosen und Frierenden, die aller Sollegen Julius Caefar auf dem Forum Roma- mich in Staunen versepte. Sonbeiten Enterblen, wenigstens einntal in um, pajerlich mit weltumspannender Amperato- Ich fuhr in fleiner Gesellschaft bei hellichtem nahmen mit Freude zur Kenntnis, daß an dieſem ihrem Leben gegen Som pilgern tönnten, ein rengefte, niedergelegt hatte. Und ich sah, daß Tage mit einem Boot durch Und ich fah, daß Lage mit einem Boot durch den Golf von Neapel. Blumengruß alle Genossen der deutschen Sozials mal tönnten trunten werden von der Pracht der er gefürchtet, mehr noch gehaßt ift, daß aber Ein anderes Boot, voll von jungen Wäddjen, demokratie in der Tschechoslowakei teilhaben. talienischen Sonne und all dessen, das sie beleuch seine Wlacht nur mehr auf den Saionetten und legte sich dem unfereu an die Seite. Nach etwas Italiens Schäße, sein Himmel, jein Wasser, tet. Wer ein einziges Wial das Glüd hatte, die nippeln gedungener Dunfelgestalten sich stivt. mühseligem Gespräch zu ausgiebiger Unter teme Landschaft, seine Weufchen und die Größe Alpen füdwärts zu überschreiten- es darf nur Es war in Rom beim Begräbnis des fa- baltung reicht mein Italienisch nicht auser und Vielheit seiner Stunft baben mich unendlich nicht während des Krieges gewesen sein der stischen Abgeordneten Casalini, der einige Wo kundigte ich mich unter anderem, ob unsere jüng. regludt. Aber inbegriffen in der Freude met trägt zugleich mit einem unverlierbaren Reich nate nach dem furchtbaren Verbrechen an Wat- ften Bekannten Fascisten wären. Wit Entrü uer reichen Erlebnisse, die mir dadurch umio tum auch die ewig brennende Schnsucht in fei teotti ermortet worden war. Der Leichenzug, an stung gaben sie uns die Frage zurüd, in ihrer wertvoller erschienen, war meine Freude über ner Bruft das gelobte Land Europas und seine dessen Spitze Wiussolini schritt und den ein paar laivität nicht mit Unrecht vermeinend, daß es den starken sozialen und sozialistischen Weist oer Leute wiederzusehen. Tau, end grauenerweckender, bis an die Zähne be- auch deutsche Fascisten gäbe. Mit aller Lungen der italienischen Nation innewohnt und dei ein Italiens veute! Wie liebenswert sind sie waffneter Fafgiften bildete, bewegte sich von der traft verdammten die Wlädchen sodann Wussolini, Mussolini und tein Fascismus zu ertöten ver dach, wie ganz anders warm als die Bewohner Piazza del Popolo durch die ganze Statt. il re" und il fescimo" und mit einer Renei mochte. Denn was ich selber sah und hörte bes Nordens, wie entzückend und selbstlos, au- Stumm, ohne geringstes Zeichen der Anteil sterung, die noch in der Erinnerung Hochgefühle und was inzwischen aus Italien berichtet wird, gefangen von der fleinsten Sefälligteit, die sie nahme, nur aus Schaulust fab bie vielzehntau- in mir wachruft stimmten fie, ein paar Ruder beweist. daß es mit der Herrschaft des Titiators bem anderen reiden. Und wie anziehend drückt endtöpfige Wenge dem Auszug zu. Doch wenn stöße vom Quai entfernt, in mein Doch auf den und seines Systems zu Ende geht. Sie stehen fich die Eleganz, die Heiterkeit, das Temperament irgendwo nur ein einziges lautes Wort aus den Sozialismus ein.- Es waren Näherinnen. auf schwachen Füßen, fchon beginnen fie zumin und die Regfamkeit des Italieners in feine wun. Reihen der stets zur berausforderung geneigten Schöne, lebensfreudige Arbeiterinnen, aus dem dest von Zeit zu Zeit ihr Gewand zu wechseln, dervollen Sprache, in jeder seiner Gesten und Schwarzbehembeten fiel, wenn irgendwo eine noch schöneren Neapel, Rampfgefährtinnen. das Schwarzhemd wird fadenscheinig und tommi Bewegungen aus! teine Berkehrsstorung eintrat sofort stürzten In Capri- ich benerde mich um das Glück au aus der Mode. Wir freuen uns dessen als So Jedoch ich merke, daß ich abseits von mei. die auf den Blägen und Bürgersteigen Ange- dort gewesen zu sein, wo sich die Natur als statisften und im Namen aller jener von uns, de nem Brede schreibe, daß diese Italien- Erinne. ammelten in wildester Banit auseinander, in größte, anbetungswürdige Verschwenderin erweist nen jemals elegenheit werden sollte, das Land rung zu einem ärmlichen Hymnus zu werden Seitengaßchen und Häuser so sehr versicht sich entdeckte ich in meinem Gastwirt einen glü zu betreten. in dem neben den Zitronen nod broht, während ich doch nur ein paar menige, das italienische Roft jederzeit jeder Gewalt der henden Sozialisten, der aller Verfolgung zum ciele andere Dinge blühen. Um wieviel reiner aber besondere Bilder aus dem Italien von heute Faizisten, so fehr geht der Italiener heute sofort Trop unser bleibt. Zwei Tage vor meiner An wird doch die Freude sein ein Italien zu betre hervorholen wollte. ein paar ponische und in abfeits. wenn ein faizistischer Söldling nur die funft hatte er Hausarrest gehabt. Mussolim ten deffen Rolf die Reffeln ganz von sich abstreifte giale. Streiflichter aus dem sonst mit Licht so Dand rührt. Von einer Bereitwilligkeit, die war nach Capri zu Besuch gekommen und die und das in seinem Reich, gefchaffen zur Schönüberreich gefegneten Land.( Ich habe mit Ab. Schlag- und Angriffsluft auf fafgiftischer Seite zu Handvoll Knüppelhelden der start sozialistisch. heit, volle Freiheit genießt. ficht in diefem zufammenhang das Wort Streit unterstützen, sah ich niemals auch nur die leiseste fommunistischen Gemeinde verwehrte dem Signor licht gewählt, um so vorweg anzubeuten. daß Spur, P. den Austritt aus seinem Haus, damit Benito -S 2. Goldschmidt. führte, vor sich her. Wer ihn von we'tem Lomm- Jein an der Krone des Weihnachtsbaums fich dremen fah, mußte glauben, der Junge sei berrunken, so schvanfte er hin und her. Er trug ein drei beiniges Tischchen auf dem Kopf und einen dick bäuchigen Bapplasten unterm Arm. Jürgen Wels, ber in der Arbeit neben ihm stand, begegnete ihm mit Frühbrot vom Bäcker. Er blieb stehen und troch vor Kälte in sich hinein, während Hermann, ohne eigentlich zu wollen, feinen Schritt verlang famte. Na Ich hab'n Stand auf'm Christmarkt", fagte Sermann. Der Wind nahm hm die Worte einzeln aus dem Munde und trug sie wie gebadt an Jürgens Ohr, der eine Weile neben Hermann schritt und auf ihn eindrang: Was handelst du denn?" Christmarktleichen", antwortete Her mann und preßte den Arm enger um seinen Pappkasten, da er ihm zu entschlüpfen drohte. Wa- a- 8 für-?" Hermann verspürte wen'g Lust, keine toft bare Zeit hier zu vertrödeln und beschleunigte je ne Schritte, so daß Jürgen zurückblieb. Er hörte wie aus großer Ferne die Worte: Schöllst of man lewer int warme Bett blewen sin". 1 hendes Musikspiel oder so cnvas Aehnl'ches. Nicht umsonst hatte er die Christbaumherrlichket in den Schaufenstern stundenlang studiert, um fie nachy ahmen zu fönnen. Er wollte nichts von dem Gelde nur etwas schaffen, envas, was nicht jeder fertig brachte, vorzeigen können. Ein Blick in die Gesichter der Umftehenden ihr Erstaunen ihre glänzenden Starraugen: bas wurde dann fein Lohn. Er wurde am schäbigsten entlohnt. War er nicht der ganzen Famile überlegen er, der Erfinder? Aber er schob den Kasten unter den Arm- wenn plößlich Tautvetter e'ns treten möchte!? Man fonnte nicht wissen. Der Mond hatte heute so einen mächtigen Hof. Gestern allerdings auch schon. Aber- unmöglich war nichts. Das erste war am nächsten Morgen. daß er hinaushorchte, ob die Räder ber vorbe z eben den Fuhrwerke auf dem Schnee knirschten. Ver damnit noch drei Tage. Es fonnte also doch immer noch ja, immer noch. Na. es waren nun fommen. m Der Rüdlichtslose. Letenert Muß sich der Mensch denn ausgerechnet hier hinlegen? Man fann jich ja gar nicht die Auslage ansehen!" Proletarierfind und Wei nachten. mer flangen hm die Worte der Eltern aus Ohr und als er am Abend wieder mit seinem Bruder bem Ofen saß, erzähite er ihm allerei schnurrige Geschichen, nur nichts von Christkind, um so die Aufmerdamlet des Kleinen daven abzuienken. der Kleine: Wann ist Weihnachten? Was be Des ließ sich nicht gut nachen denn immer fragte fomme ich vom Christkind?" Als er in den Eortveg trat, fah er ba. wo er gestern noch seinen Tisch gefabt hatte, einen hohen Schneehaufen zusammengefegt. Das Latte Der Sturm schaufelte in großen Bügen durch aber sicherlich nicht der Wind getan fo hoch, die Luft, so daß es hermann war, als würde er das konnte der gar nicht. Und man sah auch noch unter Schnecsand lebendig begraben. Aber er ar- die Spuren der Besenreifer, fie liefen we fe nge. beitete sich durch bis zu seinem Torweg. Dier jogene Strahlen über die Schneedede. Dieses Schnob der Sturm wie im Spiel immer weder Bad- diefe Nerle-, aber sie fonnten nicht wiss in furzen Stößen um die Ede, sich zu überzeugen, fen, wer er war, was wußten die von seiner Er ob auch die aufgewirbelten Gäufchen noch dalägen, fndung. Er lich sich irgendwo ein Schneeholz und dann trieb er alles haushoch, bis die Sp te und arbeitete den Haufen, so gut es gehen der Schneefäule den Dachfirst der Säuser erreichte. wollte, zur Seite. So, nun war alles wieder wie Früher gab er sich nicht zufrieden. Und wenn an den übrigen Tagen. Heute hatte er mehr Glüd feine Straitprobe zu Ende war, dann heulte er vor mit dem Licht. Christmarktleichen das mußte Bergnügen und flatschte in feiner teuflischen weith n leud; ten. Wenn er mal ganz schnell drüFreude Hermann Knebel um de Ohren und ins ben auf die Graße licfe und von dort aus? Gesicht, daß er blinde Augen bekam. Der Junge Aber ne'n natürlich gerade in dem Augenblic hatte Mühe, den wadl gen Tisch aufrechtzuhalten. Täme dann ein Käufer. So blieb er auf dem Wenn nur nicht jeden Augenblick die Flamme Posten und fah, wie de Menschen knäuel sich vor. ausgeweht wäre, die das selbstgefertigte Tranfpa beischoben. Eine Frau mit givei Kindern fragte rent Christmarktleichen" durchleuchtete. Jeht ihn etwas, gerade im felben Auge blid, als ein waren die Stre chhölzer aufgebracht und er stand Windstoß heulerd um de Ede gerast fam, ihm in ta im Dunkel. Dieser verfluchte Schneesturm den Mund fuhr und seinen Atem weging. als er machte alle feine Hoffnungen zunichte. Die Käufer antworten wollte. Gr fonnte nicht anders, als Freude der Kinder wurde immer groper. Zu Die Weihnachtszeit tam immer näher, de lamen bis an den Torweg heran, dann legte der einen bellerden Susten herausstoßen. Als der funftspläne wurden geschmi.det; jedes Stud w. llte Wind seine eisigen Arme wie Klammern um hre Sustenanfall nadlich, war das Licht erlofden. fich cavas vom Christkind bestellen. Alles follte Leiber, daß sie schauderten- und dann waren Hermann Senebel hielt sich mit beiden änden as nach Wunch sein, aber für mandic Eltern war seit rüdte immer näher. Nun wollte Start auch So ging es Tag für Tag und die We hnachts sie auch schon weiter. Und der Hüttenjunge stand dem Tischchen, se ne Gestalt sah aus wie ein dies one große Sorge hauptsächlich bei den Ar- etwas verdienen. Wo er für jemand einen tlainen mit geballten Fäusten in den Taschen und starrte schlotternder Geift. ins Dunkel auf seinen Tisch mit den Papierleiden. beiterfamilien. Jeder wollte seinem Kind: eine weg madyen fonnte, tat er es. Das God, das er Seine Füße waren längst ohne Gefühl. Hin und sich diesen Steud husten aufgefadt tatte Auf dem Nachhausewvege merkte er, daß er Freude bereiten troydem es allen hart aniam Wenn dafur belam, sparte er heimlich zusammen. So aniament mieder schlug er mt den Arir n um sich, um sie leicht nur, damit er naches nicht einfchlafen könnte, bie Sleinen, was sie tansüber in den Schaufen Heilige. Aber da war. biel der Vater abends von der Arbeit tam, erzäh ten hatte er es zu ein paar Stronen gebracht, als der gebrauchsfähig zu erhalten- für den Fall.... um für die beiden letzten Tage des Chriſtmarkts stern gesehen hatten. Da lam mancher Soufzer Sf erlosch auch schon wieder das Licht. Es war auf e nen Ausivog zu finnen. Aber fel cßlich war aus der Bruit der Eltern. So war es auch he neuen Uhr abends, er padte ein, lub ben alles gar nicht mehr nötig, benn am anderen einer Familie, wo sich der kleine, noun Jahre alte auf und humpelte auf den erſtarrten Füßen heim Morgen schüttelte ihn das Fieber, und er schrie Start mit seinem um ein Jahr jüngeren Bruder wärts. Unterwegs tam ihm in seinem Glend der Gedanke, der Teufel felber hätte ihn diese Er- Strum reißt ihn weg!" mit Gewalt mußten sie beim Ofen und erzählten. Wandma hörten duldig dagegen freute sich der großere Stabe im altet den Tisch der auf Weihnachten froute. Beide faßen dann abends findung machen lassen. Die Schwestern waren hn im Bett niederzwingen, denn er hatte unter und Wutter zu. Eines Abends, als sich die Stillen. Die Tür des Zimmers wurde aufgebesser dran als er. Die Aelteste lieferte abends an menschliche Kräfte. Gegen Morgen wurde er be den Senaben zur Ruhe beceben hatten und der maht und die beiden Senaben ſtürmten herein. de Puppenfabrik ab und erhielt, wenn's auch ruhig ganz still. Als sie aufingen, sich von Vater glaubte, fie feien schon eingeschlafen, sagte Beide hatten große Freude. Für den le acn nur Pfennige waren, ihr Geld. Und die zweite ihrem Schreden zu erholen und sich zu freuen er zur Mutter: Was werden wir nur machen, waren ein Pferd und ein Bilderbuch auf dem zog von aus zu Faus mit ihrer erleuchteten über die Besserung, die nun seit einer Stunde wir möchten doch aub etwas kaufen, aber die. " Geburt Chrifti" und fand zu guter Leht immer eingetreten war, fühlten sie, daß der Körper steif beit geht schlecht und mit jedem Celler wird ge- und ein warmes Hemd. Die Eltern standen dabei Tisch. Der größere befam etwas für die Schule eine mitle dige Seele. Nur mit ihm verflucht, und fall wor. rechnet. Es ist wirklich ein rechtes Sercuz! e tun und gedachten ihrer eigenen Jugend. Dann sagte es war der reine Hohn. Miten auf der Landstraße und fall war. horchte er angestrengt in die Ferne. Er hatte eine Am nächsten Tage kam der Standgeldeinnehme leid die zwei Buben. Ja feufzte die Mutter: der Vater: ,, Se nder freut Euch nur wenn es auch heillose Angst, taß ihm gerade in dieser Verfassung mer und murrte darüber, daß das Standgeld noch von Jugend auf müſſen die Kinder schon end hncht viel ist, das Christkind war eben mit feinen Jürgen Wels begegnen möchte. Denn er wußte zucht gezahlt wäre. Um die Mittagszeit pochte ren und so seht es das ganze Leben lang fort. Gaben zu Ende." Jes: trat Start mit leuchtenden genau m voraus, wie jämmerlich der ihn mit Jürgen Wels an die Tür. Er sah verwundert in Wenn es nur wenigstens mehr Arbeit gäbe dann Augen hervor und sagte:„ Vater, bei mir hat das ein raar seiner tämlichen Reden verspotten wür die verweinten Gefichter und sagte, während er pinge es noch. Na, zerbrich Dir nur nicht den Chrifttind auch für Dich und für die Wuter envas de. In seinem Elend noch diesen Spott ertragen, ich scheu an Frau Senebel vorbe drückte:„ Et null Stopf, Vater. Ich verdiene ja auch noch er 3. hinterlegt." Dabei zeg er ein kleines Möllchen ous der so weh tat, ohne daß man sich wehren fonnte man blot na Hermann rin et fall of so'n F- Start hatte noch nicht geschlafen und hörte der Tasche und legte 26 auf den Tisch. Erstaunt - davor hatte er eine größere Furcht als vor gur'n verkopen, ſeggt min Olsch. Nu ward'i ja das Zwiegespräch der Eltern. Am nächsten Wor- sahen des Vater und Mutter. Der Vater öffnete einer Derbe Angreifer, wenn sie in der Frühpause woll wärmer." gen ging er zur Schule, dachte über das Gehörte dann das Bap'er, aus dem einige Gelbstüde roll zwischen den Schlackenhügeln hinter der Hütte Die Tränen erstickten Frau Knebels Stimme. nach und überlegte, wie er ihnen helfen fönnte. ten. Wo hast du denn das Geld her, Nart?" frag Sveg spielten. Aber er vernahm keinen Laut. Er Sie preßte ihr Tuch vor den Mund und starrte In ihm regte sich jetzt der Seim der wahren Senten de Eltern. Auch vom Christkind" erwiderte stellte de Schachtel auf den Loden und zählte mit mit flimmernden Augen durch die halbgeöffnete den iebe, denn das junge Herz sah zum erstenmale der Strabe und erzählte, was er im Bett erauscht den halbsteisen Fingern der freien Sand die Geld- Faustür in de blendende Sonne, die mit matter die Sorgen der Eltern. So grübelte der Knabe hatte. Tränen der Froud: standen den Eltern in sche ne in der Tasd, e. Er hatte gedacht, für den Bunge an einem massigen Schneebenge der Straße den ganzen Tag und das Lernen in der Schule den Augen. Ein einfaches, aber frches We hnachtsWeihnachteabend etwas Besonderes zu bieten- fdyledte. wollte ihm nicht so recht von statten gehen. Im- fest. Heinrich Lutarch- Weiskirchlib. die Bescherung. De Kerzen wurden angezündet Als dann das Abendessen vorüber war, fam und die E.tern legten die wen gen Sachen, die jie laufen tonnien, nyt ſtiller Wehmut unter den Tid). Der fleine Emil wurde jezt schon ge Die bürger und wider den deutschen Nationalcharakter alfa erstenmal finden wir unter zivilifierten Böllern, ter seines Volkes ableiten? Das französische Na. Zu diesem Nibelungenfilm. nur wenige Worte. daß die Frau im hohen Ansehn steht. Die Frauen tionalbewußtsein wurzelt in der Großen Revolu Das Nibelungenlied ist zur Zeit der Hoch- zu schuyen schwori jeder Muter am Tage der tion. Ihre Ideen sind es, die noch heute, oft gee Die Verfilmung des Nibelungenliedes durch blüte des Feudalismus entstanden. Das Ge- Schwertleite. Darum darf Hagen die Beleidigen alle Vernunft, das öffentliche Denten in Thea von Harbou war für die Nationalisten nicht präge der feudalen Gesellschaft um das Jahr 1200 gung seiner Sönigin nicht duiden. Brunhilds vantreich beherrschen. Ihre Tugenden sind wie deutscher Couleur der Anlaß, wieder einmal alle war in Deutschland, England und Frankreich im und Gunthers Schmach fönnen nur mit Blut ge- ihre Laster in jedem Franzosen lebendig. Sie jene Eigenschaften als die Summe des deutschen wesentlichen das gleiche. Es war eine in Lebens- löscht werden. Aber niemals hebt Sagen feine aber hatte ihre Vorbilder in der Antife, in der Nationaldaraiters hinzustellen, die von gewissen anschauung, Glauben, Sitten und Bräuchen wun- Hand gegen die Feindin Kriemhild. Männer römischen Republit gesehen. So bindet den deutschen Streifen as jüdisch oder mindestens ver- dervoll in fich geschloffene Gesellschaft, die damals mordet er und stinder, das Weib verschont er. Franzosen nichts an fein Mittelalter. juver suammengefaßt werden. Las Nibelungen- an der Schwelle ihres unaushaltsamen Nieder- Die Auffassung birgt Grausames, taum Verständ. Auch der Engländer hat den Geist des Feudalis. lied ist schon im Original nicht gerade eine i ganges noch einmal hohe, weithin in die Jahr- liches neben Schönem und Erbabenem. Tiefe mus überwunden. Noch Shakespeare lebt in ihm. storie, deren Verfasser von pazifistischen und hunderte leuchtende Fanale warf. Aus ihrem Tragit wurzelt in ihr ebenso wie groteste Lächer Seine Kunst an der Wende zweier Zeiten noch befaltistischen Neigungen beszelt war. In bei aller fcheinbaren Anarchie wohlgeordnetem lichkeit und Schauder. Aber es sind teine spezie einmal das Riefenerlebnis der versuntenen Ge der Fassung Theas von Harbou( ter( umgefehrt ist der Kapitalismus bei fcheinba- fisch deutschen Laster und Tugenden, die aus die nerationen nachfühlend und zugleich den Sturm reinb chen Scheidung wegen ist es vorteil rer Ordnung zutiefft anarchisch-) System der fer Welt vor uns erstehen, wenn wir die Blätter neuer Geschlechter ahnen lassend, ist zur guten haft, das„ bon" be zubehalten, durch das vielen Bünde und Genossenschaften, der fleinen der Geschichte aufschlagen. Sie find nicht örtlich Hälfte gotisch, ritterlich. Dann kommt das aroke stay die Berfasserin aus der Wienge heben will) Wirtschafts- und Gesellschaftstörper, aus der Ge- gebunden, sondern zeitlich, nicht durch Triebe des efchehen des 17. Fahrhunderts. gewinnt die Wiär noch an Schauderhaftigleit. Daß ellschaft von Gesellschaften", wie Bandauer Blutes, der Rasse oder des Stammes bedingt, lich puritanische Revolution fegt die Stuarts hin man im zweiten Teil die Partie, die schöne Szefie mit Vorliebe nennt, wuchs mit Notwendigkeit sondern durch ökonomische und soziale Gesetze. weg und mit ihnen jeden Rest des alten Eng nen ergeben hätten, wie die im Liede selbst so ein festes Sittlichkeitsideal. Vielleicht hat Europa Die Welt, die das große, unvergängliche Epos lands der Landjunter und Barone, der Schlösser herrlich herausgearbeitete Donaufahrt, aus Bes nie mehr ein fo gleichförmiges Bild in seinen von der Nibelungen Not geboren, ist versunken, und Gärten mit tollen übermütigen Festen, der quemlichkeit oder mit Absicht wegließ, macht ihn morali'chen Anschauungen geboten wie damals, die Ideen, die damals lebendig waren, sind heute Königsmörder und Ningmater", der Königsma fast unverdaulich. Es ist aber selbstverständlich als an den Höfen der englischen Varone. auf den unverständlich und nur versteht die Zeit ihren cher, des Tower und der ewigen Blutgerüfte. Das blühender Unsinn, das Kind mit dem Bade aus Schlöffern der französischen Ritter, in den Burgen Geist, dem der Blid in Vergangenes gegeben ist, neue England entsteht, das meerbeherrschende augießen, das heißt, das deutsche Volf zugleich Deutschlands und des normannischen Unteritali ber geborene oder geschulte Betrachter der Ge- Reich der Pears, die mit Baumwolle, Getreide mit Hagen und Gunther oder mit der blutrün- ens basselbe Beles galt. Treue des Basal- schichte. und Eisen handeln, das England der steptischen stigen Thea„ von" zu verdammen und anzufla- len negen feinen Herrn und Treue des Herrn In Deutschland aber ist die Welt der Nibe Philosophie, der Juniusbriefe, des Parlamenta gen. Die moralischen Gesetze, nach denen die Hel- recen den Vasallen, der sich in seinen Schub( in lungen nicht ganz gestorben. Nicht daß sie leben- rismus, das England Nelsons, Pitts, Gladstones den des Nibelungenliedes handeln. find nicht the die Wunt) beneben hat. sind die schweren Eddig wäre. Sie geht gespenstisch um, fie puft als und Eduards VII. Alles, was in der Welt engpisch deutsch und der Geschmack an blutigen The feiler dieses Systems einer Moral, die nach mo- blutleeres Schemen durch die deutsche Geschichte lisches Wesen bedeutet, der„ Cant" des Gentle men, wie fie im zweiten Teil der Sage vorherrernen Begrifen natürlich feine mehr ist. Die und zeugt wirre Fieberträume. In Frankreich mans, vielgerühmt und vielgehaßt, ist ein Produkt schen, ist ebensowenig auf die Deutschen beschränkt Treue Sagens gegen Gunther geht bis zur Morb. hat fie aufgehört. Suelle des Nationalstolzes zu der bürgerlichen Revolution mit ihren geistigen gewesen. Wenn man eine falsche Argumentation reitschaft, aber auch die Treue Gunthers geht sein. Sein and hat ein so überfeinertes, hoch Nebenströmungen. des Puritanertums, der Kra der anderen entgegenseßen wollte, so fönnte man oweit, daß sie den Mörder bis zum lebten Sauch enim deltes Rittertum gehabt we Franfreih merphilosophie, der Welt- und Geschäftsflugheit. darauf hinweisen, daß die ritterliche Kultur, deren hüßt. Da'u kommt die Heiligkeit des Weibes. Stein Land hat so viele Sänger des Rit- Auch England hat sein Mittelalter vergeffen. Spiegel das Nibelungenlied ist, in Frankreich ihre Zum erstenmai, bat Engels gesagt, bricht in terlichen in der Liebe und im Stampf, se viele Nur in Deutschland lebte das fort, was ben Heimat hat und könnte die Franzosen aller fener er ritterlichen Dichtung des 12. und 13. Jahr- Troubadours und Trouvers gehabt wie Frank innerften Gehalt der Welt der Nibelungen aus Laster zeihen. die soeben den Deutschen vorgehal- hunderts das deal der freien Geschlechterliebe reich. Aber welcher Francf, würbe fich auf iene macht. Nur in Deutschland wurde die Vasallen ten wurden, Zu dieser Auslegung des Epos für sich Babu durch die Bande der Konvention. Bum Beit berufen, würde aus ihr den Nationalcharat- tvene der Ritter zur nationalen Tugend und IV. Das Märchen von den drei er das gerne hat, wenn ion Sorgen quälten, um fit häßl.ch. Gure Mutter." Briefen. Im Auftrage vier, vieler Kinder erzählt bon Mag Winter. Es war einmal in alten Zeiten und in frem den Landen. Es hatte ein schlimmes Jahr gegeben, Hunger gab es mehr als genug und leer waren Speicher und Truhe. Da tam das liebe Kirschenfest heran. Lu, der große Junge, hatte aus den Wald ſchon die Zweige geholt, die an dem großen Tage des Kirschenfestes die Stube ſchmüden follten. Und die Mutter war es zufrieden, ob gleich es ihr ernſten Kummer machte, daß in die fem Jahre auch dieses Fest der Freude, auch dieses Fest der Kinder, an dem sie sonst immer so reich beschenkt wurden, im Zeichen der Not und der Entbehrung stehen sollte. Der Vater hätte om liebsten gepoltert, wie I will Euch fünftig nicht mehr schimpfen. Schimpfen feinem Unmut Luft zu machen. Draußen mußte Da lachte der Vater aus vollem Halfe und er manche Schelte und Brügel einsteden um des fast wollte er de Mutter einen Dummlopi nennen, lieben Brotes willen, dobeim aber, da l'eß er sich aber das Wort blieb ihm in der Kehle steden. manchmal geben, dier war ja er der Herr. Das Be nahe verlegen fragte er nach einer Weile. Mutter. waren dann hummervolle Saunden für die Und der zweite Apfel?" Was werden die Kinder von dem Vater denken, wenn er fo roliert und schimpft, wenn er Häßliche Worte spricht?" Viele fleine Weihnachten. Von Franz Molnar. An einem Weihnachtsabend gehe ich allein durch einen Fichtenvald. Plötzlich läutet es ir gendivo in der Nähe. Ueber den knirschenden " Auf das Blatt, in das dieser gehüllt wird, Schnee flingt rein der Glockenton, und ich muß will ich schreiben: Biebe Kinder! Ich habe Euch lächeln, so lieblich deucht es mir. Ich bl de in d.e schon manchmal geschlagen. Ich tat es, we ich Richtung, aus der das feine Klingen hertönt, und glaubte, als Größerer und Stärterer auch dazu das fehe Tausende von kleinen Glocken, die mir ent Recht zu haben. Heute weiß ich, daß das Ge- gegen tanzen. Manche schwingen. sich allein walt ift und ich will Euch nicht Gewalt geben, ihrem winzigen Silberrödchen, andere springen fondern Liebe. Der Stärkere bat die Pflicht, dem zu weit, die meisten rollen jedoch in Knäucin Schwächeren zu helfen, er hat nicht das Recht, bon Hunderten und lachen fl ngend. Zuweilen ihn zu unterdrüden. Ich aber will Euch helfen! reißt eine fich ungeschickt los, läuft der Menge nach, schüttelt sich und klingt. Unendlich viele sehe Gure Mutter". ich. Alle weiß und glänzend, ein ge von ihnen so to nzig, wie ein Erbsentorn. Sie ziehen eine leuch tende Spur über ihren Weg, und wie ein flingender Strom fl'eßen sie mir entgegen. Ja, manchmal genügte eine fleinste Kleinigfeit, um beim Vater folchen Groll auszulösen, daß er die Kinder fogar fchlug. Am häuf gften geschah dies, wenn der Vater beim Wirte vorge prochen batte. Dort gab es schäumenden Re'swein und der at dem Vater nicht gut, aber schon gar nicht gut den Kindern. Manchmal mußte der ,, Große", der Lu, zum Wirte laufen und einen Er Sie fann hin und her, wie sie doch ihren drei rug voll holen. Jetzt freilich, als es keinen Yen Kindern diesen Tag wenigstens einigermaßen ver- mehr gab am Babltag, gab es wen'g Re's und fchönern, wie sie trotz leerem Speicher und leerer gar keinen Trunk. Wenn der Pater an der Schen- was mir am leichtesten wird: Liebe Sinder! Ich Truhe ihren Kindern doch eine rechte Freude le vorübenging. hielt ihm wohl mancher Trint machen könnte. So war es ja üblich an diefem genoffe aus besseren Zeiten einladend fein Glas Tage. Da plötzlich erhellte sich ihr Antlig, es war, hin, da hat er dann mit einem tiefen Schlud aus als huschte ein Sonnenstrahl der Freude darüber. dem Glase des anderen Bescheid, aber zumeist Dann blidte sie wieder ernst vor sich hin. Sie fah fonnte er sich selber, kom die bunte Solzhütte des in der Fensternische und fah hinaus in das Trei Wirtes in Sicht, nur auf beffere Zeien vertröben der weißen Blütenblätter, die der Wind von sten. Da wollte dann auch er wieder sein GläsJa, auch heute hätte der Vater am liebsten gepoltert, aber die fanfte Art der Mutter feiner Stinder entwaffnete ihn. dieser Blütenschnee so dicht, daß sie nicht einmal recht bis zu dem nahen Wald hinübersehen fonnte. Das Häuschen des Zimmermanns stand ganz am Rande des Markifledens. Sie fann hinaus, als wollte fie ihre Gedanken sammeln. ,, Wir werden fchon hinüberkommen!? Weib, das fagst Du... Aber was soll mit dem Jest werden? Die Kinder....! Plötzlich schrat sie aus ihren Träumen auf. Draußen hörte fie auf der Holzraspel, die vor der Wenn er auch schrie und schimpfte, fie fogar Türe lag, ein Scharren und Stampfen. Der manchmal schlug, lieb hatte er feine Kinder ja Bater war heimgekommen und scharrte und doch. Das sah nun wieder die Mutter. stampfte sich den Staub von den Schuhen und Die Kinder...? Wenn wir wollen, so kön Sohlen, damit er die blendend saubere Stube nicht nen wir ihnen eine große Freude machen und uns beschmuße. Die Mutter ging ihm freundlich ent- felber dazu". Bitteren Nummer... Der Lu hat die Zweige schon aus dem Walde geholt, sie sind schon ein gefrischt, die Bänder habe ich noch vom vorigen Jahr und ein ge Aepfel habe ich noch im Roisstroh verstedt...." gegen, stellte ihm die dampfende Abendsuppe auf Ungläubig fab fie der Mann an. Da fette ben Tisch und ließ ihn gewähren. Er hatte feinen fie fich zu ihm an den Tisch, vor dent sie bisher Gruß. Erst dann, als er ein wenig gesättigt gestanden, und sagte: fchien, fragte sie ihn, ob er gute Botschaft bringe,| ,, Schau Vater, es hat mir schon bitteren ob es vielleicht noch vor dem Feste Arbeit geben Summer gemacht, daß wir unserem lieben Lu, werde. Der Vater war über land gegangen mit dem munteren Bo und unserer Bi teine Freude, Art und Säge auf der Schulter, um vielleicht aber auch nicht die kleinste bereiten tönen". anderswo Arbeit zu finden und durch fie Nahrung| Sie schöpfte tief Atem. für seine Familie und sich. Er war ein geschid ter Zimmermann und baute die leichten luftigen Wohnhütten aus Holz, die in diesem sonst so gefegneten Landstrich als Menschenwohnung aus reichend waren. Es gab meist warnie Tage und nicht übermäßig talte Nächte, so daß es in diesen leichten, luftigen Holzbütten am besten zu wohnen war. Freil ch, wenn die Reisernte schlecht ausge fallen war, da gab es dann auch kein Geld zum Süttenbau und manch einer, der bei guter Ernte feine Holzhütte neu evr diet, oder wen gftens einen Bubau gemacht hätte, befchied sich und war tete auf bessere Zeiten. Da ihn nun die Mutter fragte, ob er gute Botschaft bringe, schüttele er schweigend das Caupt. Nach dem Feste vielleicht! Ringsum brau chen sie fe ne neuen Hütten"." Wieder stockte sie und fah ihren Mann an. Der aber schwieg. Und so fuhr sie dann fort: Wer Diesmal lachte der Vater schon nicht mehr. war ein wenig nachdenklich geworden. ,, Und der britte Apfel?" " Auf der Bülle dieses Apfels will ich lagen, Ich trete unter sic, lache sie an, und wie ich babe es felten getan, daß ich Euch um Reisvein den Waldesrand erreiche, sehe ich, daß der ganze n die Schenke gefchidt habe, aber ich werde es Berg voll von ihnen st. Sie flichen vom Gipfel nicht mehr tun. Ünlängst einmal mußte ich sehen, ins Tal, nicht mehr zu Tausenden, sondern zu daß Lu auf dem Wege von der Schenke nach Hause Millionen. Sie fließen, fie rollen, sie läuten; die von dem Wein kostebe und ich will ihn nicht dazu ganze Luft ist erfüllt von ihren Schwingen. Ihr verle ton. sich an solches gewöhnt, cht erhellt die Nacht. Lauter filbern g.änzende, fch mpft dann leichter und er fchlägt dann leichter lachende, filbern schimmernde Fräuleins. die Sdwäderen, ihm der Wein zu Kopfe steigt und ihm falschen Mut macht. Ich werde gesgipfel laufen unzählige fleine Gloden, wälzen Euch also niemals mehr Reistein, der sich zair Rechten und zur Linfen. Hinter hnen egentlich ein böses Gift ist, in die Schenke kommt eine Million winziger Kerzenflämmchen, lauter le ne gelbe Wachskerzen denkt euch, schicken. Eure Matter." daß auf einer großen Wiefe plötzlich jeder Falm sich entzündet und die Spipe sich als kleine Flamme in Bewegung setzt und so die ganze erhellte Wiese marschiert. Wie gesagt, ch wußte, was es war. Ich höre die Botschaft:„ Es gibt viele kleine Weihnachten! Begrüße fie!" Der Vater schwieg. Er mußte banan denken, was er sich immer vornahm, so oft er jetzt an der Schenke vorbeilam. Er toollte sich schablos halten, fo balb er wieder einige en verdiente. Wortlos stand er auf. Er war nicht gerade rosiger Laune. Er brummte ettvas." Das letzte, was der Mensch hat, soll er auch noch hin geben....!" Dabei riß er heftig seinen weiten faltigen lebemurf auf. Da entgegnete ihm seine Frau: Du mußt es nicht hergeben. Ich werde es gerne entbehren. Aber Du sollst nur eines tun, gleich mir die Kinder nie in Versuchung führen, auch davon zu kosten. Dabei hilf mir, Vater. Schide sie nie niche in de Schenke! Hörst Du? Ich bitte Dich! Nie mehr! Auch die Luft der Schenke tut den Kindern nicht gut. Sie hören dort rauhe Worte." Ich hätte gedacht, eine solche Begegnung müsse das Herz mit andächtigem Schrecken er füllen. Doch ne n, jetzt weiß ich, daß dem nicht so ift. Selle frohe Laune lacht in meine Seele. Ich freue mich und jauchze. Eine Stimme sagt:„ Jetzt, da ich hier gehe, tommt jemand zur Welt. Gestern wurde jemand geboren und morgen wird wieder iemand geboren. Du kannst es n cht wissen, ob nicht der Welt größ er Dichter geboren wird oder bes tiefsten Rätiels Löser nicht gestern zur Welt lam. Jeden Tea ist Weihnachten. Nur ihr wißt es nicht. Jeden Tag fann jemand geboren werden, der best mmt ist, euch alle zu trösten. Ich will es bedenken", sagte der Vater burz. Und er bedachte es in derselbigen Nacht und Jch antwortete nicht, mein Herz flopste vor in der nächsten und in der letzten vor dem Feste. Freude. Mit zur Erde gefd, lagenen Augen ble be Die Mutter hatte in der Sommer schon die Blü ich stehen und lache glücklich. Die St nume spr cht: tengweige mit den Bändern und den drei Aepfeln An dem Tage, an dem Galilei geboren wurde, bereit. Der Vater sprach nichts mehr davon. Dann wußte niemand, daß Weihnachten war. Auch euer fam der große Tag. Es gab gute Suppe und reich großer Dichter Goethe wurde einmal geboren. lich Reis. Die Mutter hatte zu sparen verstanden, Auch das war We hrad, ten. Und auch Raffacts um d'esen Tag freudiger gestalten zu können. Geburt bedeutete Wehnachten. Und wo em Weib Dann trug sie die Zweige herein und stellte sie weint, wo ein Kind geboren wird, dort sollt hr mit dem Brunkstück ihres Besipes, der hohen Vafe, alle in Ehrfurcht das Haupt senken, denn ihr könnt ,, Ein Geschenk mit den Aepfeln? Was für ein auf den Tisch. Da fiel gerade die Sonne durch den cht wissen, ob nicht Weihnachtstag ist. Nich: spä Gefchent?" Diese Acpfel werden wir an die Zweige bin den. Drei Aepfel, töftliche, schöne Früchte! Rot bad g und gefund. Jedem einen und allen Drei mit jedem Apfel ein Geschenk... Das habe ich mir heute schon so ausgedacht." Jept sah der Mann auf. Ein Blatt Papier!" E'n Blatt Paper?" Ja und darauf ein gutes Wort.... Ein Verfprechen, lieber Vater.... Ich wills den Kindern geben und mit meiner Unterschrift bekräftigen... Nenn mich nicht eine Närrin... Wenn Du tannst, so tu mit."" Da war es der Mutter, als müsse sie zufam menfinfen. S'e war aber eine tapfere Frau und wollte es den Mann nicht fühlen lassen, wie hart fie diese Botschaft traf. So stand sie denn auf, legte thre and auf de Schulter ihres Mannes und Was soll das? Was für ein Versprechen?" sprach tröstende Worte und Worte der Hoffnung. Döre! Der erste Apfel wird in ein Blatt ge Also doch vielleicht nach dem Feste! Doch hüllt, auf das ich schreiben will: ,, Liebe Kinder! eine Hoffnung!.... Nicht verzagen, Leber Vater, Ich habe schon manchmal häßliche Worte gegen wir werden schon hinüber kommen." Euch gehabt. Schimpfworte. Berzeihet mir. Ich " Scheiben und leuchtete auf die drei Aepfel, die ter, nicht nach einem langen Märtyrium erst fein fäuberl ch in ihren papierenen Süllen stedten. Sollt ihr euch des heiligen Tages der Geburt ent Die Mutter ermunterte die Stinder zuzugreifen. finnen, denn jeder Tag st Weihnachten, wenn Im nächsten Augenblid las jedes der brei Kinder auch nur ein Fleines." feinen Bref. Dem Lo guckte die Mutter über die Achfel, er fatte den Brief vom Schlagen erwischt. Staum fab sie den Brief, als sie zu brem Manne eilte und ihm freudig um den Sals fiel. Ich danke Dir, Vater, ich danke Dir...." Und sie tat vecht daran. Der wadere Mann hattte heimlich in der dr tten Nacht unter alle drei Briefe neben den Namenszug der Mutter vieben und Euer Vater." Ich stand mitten drin im Meer der Fiam men, die mich vorn und rückwärts, links und rechts umgaben. Die Glöckchen gingen voran. Schon waren sie nicht mehr sichtbar. Nue hr bescheidener, lieblicher Slang schwebt noch auf Windesflügeln leife, faum hörbar. Ich bleb stehen und wartete, bis die Menge der Flämmchen an mir vorbei war. Inimer fle nere Lichtlein famen. Zum Schluß so klein, wie Stecknadelsp pon. Aberauch die gingen noch in rcfonnte sich als deutsche Treue" auf immerwäh- Es lag darum nahe, den Nibelungenfilm zur Fälle sind. Es ist eine Welt aus Dred und gelrechten Rehen, wohl e nen Stilometer lang. rende Zeiten etablieren. Nur in Deutschland Propaganda gegen das Deutschtum zu verwerten Bappe, mit Flitter und Rauschgold bemalt, die und dann kamen noch wing gere, daß ich mich zur zehrt man von dem Schlächterheldentum der Rit- und gegen eine bestimmte Art des Deutschtums hier gebaut wurde; Birfusgeschrei gilt als Män Erde büden mußte um sie zu sehen. Diese waren ter und verpflanzt Sitten in unsere Zeit, über wollen wir es selbst auch fun. Schon in der Ni- nervebe und hohle Blechmusit als Fanfare. Der nicht größer als die abgebrochene Spin: einer die der Westen lachen muß. Nur in Deutschland belungensage deutet fidh etwas von jenem deut- Geist der Gewalt, des Mordes und des Komödi- Nähnadel. Eigentl dh wußte ich gar nicht, wann lebt in den Burschenschaften und ihren Duell- schen Geist an, der später vorgeben fonnte, daß an antentums feiert Triumphe. Man sehe sich die der Aufmarsch zu Ende war, so langsam, so sein fitten das Mittelalter als lächerliche Komödie fort. ihm die Welt genesen werde. An der Gestalt nationalen Heroen an. Bismard ist an ihnen ge- löste er sich auf. Die letzten Flämmlein konnte Die Symbole der alten Zeit wurden zur Maste- Siegfrieds oder Fausts erhärtet wirkt die Phrase, messen, sicher tatsächlich ein Heros, aber auch er man nicht mehr sehen, sondern nur ahnen. Ich rade, die Heldenmanieren zur Rauferei, der Geist die sonst blutiger Hohn scheint, fast ernst und tra- ein Bild von Brutalität. Und aus fünfhundert weiß nicht, wann und wie die Reihen zu Ende erstickte im Suff. Nichts ist echt an diesem Mittel- gisch. Aber der Geist, der schließlich verherrlicht völkischen Führern greife man willkürlich einen gingen. echt aufield ber belt, borin man wiltüründen gingen, wann alter und es kann nichts echt sein. Aber alles wird, der eigentliche Stern des Liedes in der let heraus, man wird an ihm alle Tugenden finden, Dann, wieder allein im finsteren Walde, ist uns irgendwie verhängnisvoll geworden und ten haffung bleibt doch Hagens Schicksal und der die uns als Lafter an den Helden des Nibelun sah ich mich um. Weit, sehr weit waren sie schon läßt die Welt uns hassen oder belachen. Warum gräßliche Untergang. Und Sagens Tuge n. genliedes auffallen, wenn wir sie nicht historisch, weg. Nur noch ihr leuchtender Nebel streifte über sind wir die unglückselige Insel, die solches 3wit- ben sind es, die unheilvoll fortwirken bis auf sondern aktuell betrachten. den Bergrüden wie e'n beller Schleier, der den tertum bergen muß? Auch das ist erflärlich und unsere Tage. Gerade die Nachkriegszeit hat das Thea von Harbou hat sich, als sie den Geist, ganzen grauen Abrang bedeckte, so sehen die vielen die Scheier sind vor den Geheimnissen unserer ganze Mittelalter Deutschlands in se ner Scheuß- dessen ihr von nur ein bescheidener Bruchteil einen Flämmle'n von ferne aus. Ich bi dte ihnen Geschichte längst gefallen. Deutschland hat lichteit wieder entfesselt. Was ist dieser Hitler ist, erwecken wollte, ein Verdienst erworben. Sie nach, bis sie ganz verschwunden waren. dort, wo feine fiegreiche Revolution erlebt. anderes als die stinkende Nachgeburt eines längst hat das deutsche Mittelalter, in feiner fitschigen der Bergrüden endet. Plößlich bemerkte ich, daß Deutschland hinkte in der ökonomischen Entwid- ausgereiften Heldenzeitalters. Im besten Fall Nachahmung zur Diskussion gestellt. Wer be- auf dem benachbarten Bergrücken die Schneed che Lung bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhun- wirken solche Figuren als Narven. Das ist öder fennt sich zu dem, was in dieser Welt edel, rein sich zu erhellen beginnt. Die Flämmchen steigen beris dem übrigen Europa nach. Es zeigte ein Abflatsch der Vergangenheit, nichts von den wah- und lebensberechtigt ist, und wer zu dem zeitlich, den nächsten Berg hinan. foziales Bild, das der ökonomischen Ridschritt ren Geist der Zeit, die man erwecken und nach lichfeit entsprach. Es blieb politisch zurüd. Es ahmen will lebt in ihnen, nur die Laster sind gebrachte nicht die Straft auf, den nationalen Ein- blieben. Da sind Landsknechtsfiguren wie Schla heitsstaat zu schaffen und es fand nicht den Mut geter und Vasallen wie die Hunderte von Mörzur Demokratie. Adel, Pfaffen und Fürsten blies bern, die das traurige Amt auf sich luben, ihre geheuren, aus den Tiefen zur Höhe neuer Kultur lor und endlich in der aufgehenden Sonne zu lichben die Herren im Land. Bis 1919 war Deutsch- entflohenen Fürsten an den Beauftragten des flimmenden Riesen, der da heißt deutsche Ar- tem Dunst vervan.... land ein Asyl des Mittelalters; nicht des schö- Volkes zu rächen In dem Deutschland, das sich beiterklasse"? Und wer bekennt sich zu sagen, nen erhabenen Mittelalters der gotischen Dome vom Schredensregiment der französischen Revo- dem Mörder und Gunther, dem Hehler des Mörund der ritterlichen Epen: die sind einmalige Er- lution mit frommem Schauder wandte, konnten ders, und allen denen, die diese deutsche Treue" find es daher man ihren Tabel zur Selbsterkennt Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde scheinungen gewesen, die nicht wiederkehren, son- Sunderte ermordet werden, ohne daß eine mora. heute in die Tat umseßen; wer steht mit Buden- nis benugen soll als bittere Arznei. bern des gespenstischen, blutlosen Mittelalters der fische Entrüstung unter den besseren" Schichten dorff, Hitler, Ehrhardt, und den Namenlosen, an Winfelfürstentümer, der Grafen und der bon". der Gesellschaft zu merken war. Der Mord aus deren Händen das Blut der gemordeten Teutschen ber wappengeschmidten Taschentücher und Vara Vasallentum, der Mord, wie Hagen ihn geübt, ist und die Tinte völkischer Schreibstuben fleben?! deuniformen, der Burschenschaften und der Be- erlaubt. Das ist nach 700 Jahren noch das rufsmilitariſten. Es ftat auch, wie in jedem Ver- oberste Sittengesev weiter Kreise des deutschen man aus schlechten Bildern und Romanen lernt: gelebt und gegeben ist, unbedingt verwerfen, auch Man tann aus schlechten Filmen lernen, wie bivibualität, fofern fie doch einmal von der Natur Wer unter Menschen zu leben hat, darf keine Ins hängnis, in dieſem Fluch etwas Gutes. Die Volles. Und der Mörder wird versteckt, beſchüßt, Schwerer ist es, aus Filmen zu lernen, die Gutes uit die schlechtelte, erbärmliche oder lächerlichte, Deutschen haben von allen Völkern am leichtesten verteidigt, ehrlos ist, wer ihn verrät oder auslieden Weg zu den fulturellen Strömungen des Mit. fert. Regierungen stellen sich in den Dienst die- und Schlechtes vereinen. Thea von Harbou hat Er hat fie vielmehr zu nehmen als etwas unabäntelalters zurüdgefunden. Die Ueberwindung des fer dee"; Fechenbach wanderte in den Kerker, uns ein schweres Lehrmittel geliefert. Wir wol- berliches. das so sein muß. wie es ist und in den flachen geistigen Liberalismus wird vielleicht aber hr barbt wird beschüßt. Und daß dem en uns bemühen, trotzdem aus ihm zu lernen. argen Fällen soll er benken:„ es muß auch solche leichter gelingen, weil Deutschland schon die Ro- Heldentum die Sänger nicht fehlen, marschieren Dieser Nibelungenfüm fönnte ein Lesebuch des Rauze geben". Dält er es anders. Jo tut er" ngedit mantil erleben fonnte. Aber das wiegt nichts ge entschen Volkes werden. gen die schlimmen Folgen unserer Mittelalterlich eit, ganze Regimenter völlischer Stünstler auf, unter benen Adolf Bartels und Dinter nicht einmal die trasfesten, sondern nur die bekanntesten epochal Gebundenen. Wer bekennt sich zu Sieg- So fchritten fie in der kalten internacht fried und weiter zu Dürer, zu Rembrandt, zu über die Berge, von einem zum anderen, vorne Leffing, zu Goethe, zu Schiller, Sant, Lassalle und das Glöckchen, rückwärts die flammende Mese. Vevel, zu Liebknecht, Rathenau und zu den un- Bis ihr Glanz in' mmer weiteren Fernen sich ver Emil Franzel nicht und fordert die andern heraus zum Kriege auf Tod und Leben. Schopenhauer.