Nr. 242. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beltungs Preisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonels seile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Snferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die Parteigenossen! Nachdem der Parteitag in Stuttgart die Unterzeichneten wieder mit der Führung der Parteigeschäfte betraut hat, wurden bei der Konstituirung der Parteileitung folgende Beschlüsse gefaßt: Die Adresse des Parteibureaus ist wie bisher: J. Auer, Berlin S.W., Razzbachstr. 9. Sämmtliche für den Parteivorstand bestimmten Briefe und sonstigen Zusendungen sind an die vorstehende Adresse zu richten; alle Geldsendungen sind dagegen an den Parteikassirer Albin Gerisch, Berlin SW., Raybach str. 9, zu adressiren. Beschwerden über den Parteivorstand, dessen Geschäftsführung und Entscheidungen nimmt H. Meister, Hannover, Langestr. 1, entgegen. Die Geschäfte unserer Partei werden in den einzelnen Orten bon Vertrauenspersonen besorgt. Dieselben sind nach den Bestimmungen des§ 4 unseres Organisationsstatuts alle Jahre im Anschluß an den Parteitag neu zu wählen und ist die erfolgte Wahl sofort, unter genauer Angabe der Adresse, dem Vorstand anzuzeigen. Wir richten deshalb an die Parteigenossen die Aufforderung, die nothwendigen Neuwahlen so rasch wie möglich vorzunehmen und von dem Ergebniß uns Kenntniß zu geben. Auch die Vertrauenspersonen jener Orte, die im neuen Jahre die Parteigeschäfte weiter führen, sind verpflichtet, dem ParteiVorstande davon Kenntniß zu geben. Besonders von Wichtigkeit ist es, jeden Adressenwechsel an uns mitzutheilen, damit keine störenden Unterbrechungen bei brieflichen Mittheilungen oder sonstigen Zusendungen eintreten. Die vielfach in den Reihen der Parteigenossen verbreitete Ansicht, daß es genüge, wenn die Adresse der Vertrauensperson im ParteiOrgan bekannt gegeben werde, ist falsch. Bei der Größe der Partei und dem Umfange der Parteipresse ist es ausgeschlossen, daß der Parteivorstand in den einzelnen Blättern jede Notiz verfolgt, in der eine Neuwahl der Vertrauensperson angezeigt wird. Sonnabend, den 15. Oktober 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. verwaltung bezeichnet, der um so energischer zurückgewiesen schaft der Knute schwärmt, start angeregt worden. werden muß, als sich gegenwärtig auf dem Gebiete des Jedoch der Gedanke Gedanke sei sein eigener, und Minister Volksschulwesens der Staat die Förderung reaktionär Murawiew sei im August gleich vor eine vollendete Thatsache Pfäffischer Einflüsse angelegen sein läßt und durch Ausnahme gestellt worden. bestimmungen für die Sozialdemokratie in bezug auf das Schulwesen den immer so hoch gepriesenen Verfassungsgrundsay Jeder Preuße ist vor dem Gesetze gleich" voll ständig ignorirt. " Ob das wahr ist oder nicht, können wir nicht feststellen. Für die Beurtheilung des Abrüstungsvorschlages ist es auch ganz gleichgiltig. Mag es dem Zaren noch so ernst mit dem Vorschlag gewesen sein, in Wirklichkeit war und bleibt dieser doch eine Farce. Der Minister für Geistesfreiheit", wie Herr Bosse sich Genau so, wie seinerzeit, das heißt vor jezt 83 Jahren, die selbstverspottend nennt, hat mit seinem Restript ausgesprochen, Heilige Allianz" eine Farce war. Und die neueste Farce ist daß alles, was nicht auf Thron, Altar und Geldsack schwört, im Grunde genommen nur eine neue Auflage jener alten von jedem Einfluß auf die Volksschule ferngehalten werden Farce. Die Aehnlichkeit ist frappant. Heute der Mucker soll und daß der Sozialdemokratie gegenüber erlaubt ist, was von Bioch. Damals die Muckerin von Krüdener. Heute anderen Parteien gegenüber ausgeübt als eine flagrante wie damals das Ideal des ewigen Friedens als blendender. Rechtsverletzung anzusehen wäre. Wir sind an diese Behandlung Deckmantel für die Zwecke und Ziele des internationalen gewöhnt, das zweierlei Maß überrascht uns nicht, und wir würden Absolutismus. diesen neuen Schlag ins Wasser gegen die Sozialdemokratie Die Farce wird sich bald zur diplomatischen Komödie feines Wortes weiter würdigen, wenn nicht das Resfript des einer Friedenskonferenz erweitern, die in Petersburg zuHerrn Bosse bei einem Theil der Gemeinde Organe auf frucht- fammentreten soll. Aus Wien wird heute telegraphirt: baren Boden gefallen wäre. Die Stadtverordneten- Versanımı lung hat dem Standpunkt entsprechend, den sie im Jahre 1866 auf grund eines von dem damals noch nicht nationalliberalen Professor Gneist erstatteten Gutachtens eingenommen hat, durch ihre Redner erklären lassen, daß die Schuldeputation ein Organ der Stadtverwaltung sei und daß sie sich die Freiheit, die Deputation soweit Stadtverordneten in Frage kommen nach ihrem Gutdünken zu besetzen, von dem Minister nicht einschränken zu lassen gewillt ist. Die Rechtslage mag nicht ganz klar liegen, jedenfalls ist die für den Fall Singer ausgegrabene Ministerial- Verordnung vom Jahre 1829 durch die Städte- Ordnung von 1853 überholt und ein Fundamentalsah dieses Gesetzes, welches durch Ministerial- Erlasse weder aufgehoben noch eingeschränkt werden kann, sichert jedem Bürger das Recht zu, an der Gemeindeverwaltung betheiligt werden zu dürfen. „ Im Abgeordnetenhause erklärte Ministerpräsident Graf Thun, in Beantwortung einer Interpellation über die Stellung, welche das Auswärtige Amt zu der vom Kaiser Nikolaus vorgeschlagenen Friedenskonferenz einnehme: Unser Auswärtiges Amt, welches diesem hochherzigen, eminent humanitären Gedanken sympathisch gegenübersteht, hat das Petersburger Kabinet verständigt, daß die österreichisch- ungarische Regierung, weit entfernt, einem solchen Plan irgendwelche Hindernisse in den Weg zu legen, gern bereit ist, denselben nach Thunlichkeit zu fördern. Wie ich wohl kaum besonders hervorzuheben brauche, besteht zwischen unserem Auswärtigen Amte und mir vollste Uebereinstimmung hinsichtlich dieser Auffassung. Die russische Regierung hat sich übrigens, wie dieses auch aus den Tagesblättern bekannt ist, bei allen Regierungen mit ihrem Vorschlage einer sympathischen Aufnahme zu erfreuen gehabt; und wenn ich auch die Schwierigkeiten nicht verkenne, die sich der Verwirklichung dieser großen Idee entgegenstellen, so möchte ich doch meine Ausführungen mit wärmsten Wünschen für deren Gelingen schließen." schickt, den von Muckern, Junkern und sonstigem reaktionären sich vertreten zu lassen während sie allesammt ihre Armeen Während die Stadtverordneten- Versammlung sich an- Also alle Mächte sind bereit, auf der„ Friedenskonferenz" Die Wahl der Vertrauenspersonen muß, um vereinsgefeglichen Gelichter inszenirten Angriffen auf die Selbstverwaltung und Flotten in fieberhafter Haft vermehren. Man sollte Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, in öffentlichen Ver- des Gemeindeschulwesens kräftigen Widerstand entgegenzusetzen, denken, das Gefühl der Lächerlichkeit könne die Bereitschaft ſammlungen vorgenommen werden, zu denen jedermann Zutritt hat, das ist der zweite Gesichtspunkt in dieser Sache, über den in der Die Lächerlichkeit tödtet! ist längst außer Kurs gefällt ihr der„ auchfreisinnige Magistrat" in den Rücken, und nicht zur That reifen lassen. Indeß, das Sprichwort: der sich zu den Grundsäßen unserer Partei bekennt. Wo es den Parteigenossen nicht möglich ist, sei es aus Lokal- Stadtverordneten Versammlung allseitiges Einverständniß fommen. Kommt aber was faum mehr zu bezweifeln mangel oder anderen Gründen, öffentliche Versammlungen abzuhalten, herrscht. Der Bürgermeister Kirschner und mit ihm der Magistrat die Friedenskonferenz zu stande, so wäre es empfehlenswerth, genügt es, wenn die Genossen sich privatim verständigen und einen haben das Prinzip der Selbstverwaltung preisgegeben. Demüthig das Nügliche mit dem Angenehmen zu verbinden und die aus ihrer Mitte als Vertrauensperson in Vorschlag bringen. hat sich der Magistrat geduckt vor dem hochmögenden Minister. internationale Friedenskonferenz mit der internationalen Parteigenossen! Der Parteitag in Stuttgart ist glänzend ver- Kein Wort der Vertheidigung, kein Wort des Widerspruchs, nicht Polizeikonferenz zur Bekämpfung des„ Anarchismus“ 2c. laufen; mit gehobenem Bewußtsein kehrten die Delegirten in ihre ein Wort der Abwehr haben die Herren mit der goldenen Kette zu vereinigen. Der Friede der internationalen Reaktion Heimath zurück, nachdem die Verhandlungen ergeben hatten, daß die gefunden, als sie der Minister anwies, den Eintritt Singer's ist doch nur der Friede der Polizeiwachtstube und des ZuchtBartei so geschlossen und einig wie nur je dasteht, start und in die Schuldeputation zu verhindern. Ja noch mehr das hauses ganz wie zu den Zeiten der alten Heiligen bereit, den Kampf für unsere großen Ziele überall auf- naive Eingeständniß des Bürgermeisters ist köstlich.. als die Allianz". zunehmen, nvo es nothwendig ist. Haben die Gegner Wahl Singer's erfolgt war, da wurde dem Magistrat klar, Die Situation in Frankreich ist noch immer im höchsten ihre Hoffnung auf Spaltungen und Zwietracht in unseren daß diese Wahl höheren Orts wohl nicht angenehm Reihen gesezt, so haben sie auch dieses Mal, wie schon so oft, die empfunden werden möchte und da setzte sich Magistratus Grade beunruhigend, sowohl infolge der Streifbewegung Man berieth als auch durch die Anschläge der Generalstabsklique Rechnung ohne den Wirth gemacht. So sicher wir aber des Sieges hin um zu überlegen, was zu thun sei. In den radikalen der Sache des arbeitenden Volkes sind, so herrschte auf dem Parteitag und überlegte wochen und monatelang, bis der Minister er gegen die bürgerliche Regierung. in Stuttgart doch auch darüber nur eine Meinung, daß die barmungsvoll dem Magistrat ein Schreiben schickte, welches Morgenblättern vom Freitag wird nächsten Monate schon die schwersten Kämpfe für unsere Partei denselben von seiner Qual erlöste. Aus Dankbarkeit hierfür militärischen bringen werden. Die rüdsichtslosesten Vertreter des Groß- akzeptirte den Magistrat die Rechtsauffassung des Ministers, sollte die Zusammenziehung kapitalismus üben einen maßgebenden Einfluß auf die Reichs- wonach die Stadt zwar die Kosten für die Schulen dazu benutzt werden, regierung aus und diese ist zu Maßregeln gegen die arbeitende tragen, aber in echt preußischer Tradition im übrigen Gewalt zu stürzen. Klasse entschlossen, wie sie nur die schwärzeste, rücksichtsloseste Realtion den Befehlen von oben folgen und den Mund halten müsse. hervorragende Stellung einnehme, soll Telegramme geschrieben Der Beschluß des Magistrats sowie die Ausführungen des und empfangen haben, welche derart seien, daß über seine erfinnen kann. er -" die Absicht einer Verschwörung bloßgestellt. Es der Truppen in Paris 11111 die Regierung mit Ein General, welcher eine Die konservative Partei hat seinerzeit auf das Sozialistengesetz Bürgermeisters Kirschner zeugen von einer Selbstverstümmelung Absichten kein Zweifel obwalten könne. Die Regierung, von verzichtet, weil sie hoffte, in der freieren Bewegung die Arbeiter auf des Selbstverwaltungsprinzips, die man nicht für möglich einigen bewährten Republikanern gewarnt, sei nicht allzusehr die Barrikaden locken zu können und dann die sozialdemo- halten sollte. Indem der Magistrat sich, ohne auch nur den überrascht gewesen, da sie Informationen erhalten habe, daß kratische Bewegung in einem Blutbade zu ersticken. Nach- Versuch einer Gegenwehr zu machen, dem Utas des Herrn ein Anschlag am Sonnabend früh hätte ausgeführt werden dem dieser teuflische Plan an der zielbewußten Haltung der Boffe beugte und denselben durch Befolgung sanktionirte, sollen, an welchem Tage der Kriegsminister abreisen sollte. Arbeiter gescheitert ist, will man zu den drakonischen Hilfsmitteln hat den elementarsten Grundsatz bürgerlichen Auch der Matin" verzeichnet das Gerücht von einem Komplott von Ausnahmegesetzen gegen die Arbeiter zurückkehren. Diese Ver- Liberalismus:" Gleiches Recht für alle", schmählich ver- gegen die Regierung. Das Ministerium sollte gestürzt, jedoch suche brutaler Unterdrückung gilt es abzutvehren! Und auch aus leugnet. Herr Kirschner jedoch, das demnächstige Oberhaupt an der Präsidentschaft der Republik nicht gerührt werden. diesen neuen Kämpfen wie aus ähnlichen früheren wird Berlins, kämpft Schulter an Schulter mit der ärgsten Reaktion, Politische Persönlichkeiten hätten dem Ministerpräsidenten unsere Partei siegreich hervorgehen, wenn die Parteigenossen indem er städtische Ausnahmegeseze für die sozialdemokratischen Brisson gestern von Umtrieben zweier militärischen Chefs Kenntniß gegeben, welche sich kürzlich mit dem Prinzen Viktor überall auf dem Posten sind und ihre Pflicht thun. Daß dies Wähler und Steuerzahler gutheißt. überall geschieht, das erwartet der unterzeichnete Vorstand, der Nicht die Feinde der Selbstverwaltung müssen wir in Napoleon eingelassen hätten. Diese Personen sollten Brisson seinerseits den Genossen die Zusicherung giebt, wie bisher so auch diesem Falle anklagen, nein der berufene Wächter, der Schriftstücke übergeben haben, darunter eine chiffrirte in der Zukunft die Fahne der Partei unentivegt und treu hoch- liberale Magistrat ist es, der in demüthiger Schwäche und Depesche, über deren Wichtigkeit und Werth nichts bekannt ist. zuhalten. stummer Unterwürfigkeit die kommunale Selbstverivaltung Nach einer anderen Erzählung soll es sich einfach um Undem reaktionären Ansturm geopfert hat. Der johlende vorsichtigkeiten einiger Generale handeln, welche, aufgebracht Beifall, mit dem die gesammite Scharfmacherpresse bereits durch die in der Dreyfus Angelegenheit gegen sie gerichteten heute den Bürgermeister Kirschner für seinen Gehorsam" Angriffe, in zwischen ihnen gewechselten Privatbriefen ihre feiert, ist der beste Beweis dafür, welch' tiefe Wunde Unzufriedenheit in wenig maßvoller Weise zum Abdruck Herr Kirschner durch sein Verhalten in der letzten Stadt gebracht und lebhaft den Wunsch ausgesprochen hätten, verordneten Versammlung dem von der Reaktion schon so daß einer derartigen Lage ein Ende gemacht werde. vielfach und schwer bedrohten Selbstverwaltungsrecht Berlins Ministerpräsident Brisson, gewarnt, erklärte, er werde das beigebracht hat. Bei dieser Art Liberalismus ist es wahrlich Nöthige thun. Der Kriegsminister Chanoine, der am kein Wunder, daß die Reaktion immer weitere Fortschritte Sonnabend Paris verlassen wollte, sei deshalb in Paris geVorwärts zum Siege! Hoch die internationale Sozialdemokratie! Für die Parteileitung: August Bebel, Paul Singer. Vorsitzende. J. Auer, W. Pfannkuch, Schriftführer. Albin Gerisch, Kassirer. Bosse contra Sozialdemokratie. Die Berliner Stadtverordneten Versammlung hat in ihrer letzten Sitzung den Fall Singer einem Ausschuß von 15 Mitgliedern überwiesen, sie muß sich nach erfolgter Berichterstattung weiter mit der Angelegenheit beschäftigen. Die Dismacht. Politische Neberlicht. " Berlin, den 14. Oftober. blieben. H Das Gerücht von der Verhaftung des Generals Burlinden und einiger anderer Offiziere wird von der Agence Havas" als jeder Begründung entbehrend hingestellt. Ebenso werden, wie das Berl. Tagebl." meldet, vom Zum russischen Abrüftungsschwindel lassen die Ministerium des Innern die Staatsstreichsgerüchte überhaupt Münchener Neuesten Nachrichten" sich schreiben, daß der für unbegründet erklärt. fussion ergab völlige Uebereinstimmung innerhalb der Ver- Gedanke ausschließlich dem Zaren Nikolaus angehöre". Der Aber selbst wenn die Nachrichten über die geheimen Pläne sammlung nach zwei Richtungen. Von allen Rednern wurde junge Zar sei allerdings durch eine phantastisch vermuckerte der Generäle übertrieben gewesen sein sollten, bleibt die die Nichtbestätigung Singer's zum Mitglied der Schuldeputation Schrift des Hofftribenten und Geheimen Staatsrath v. Bioch, Situation in der französischen Kapitale doch eine äußerst geals ein durch nichts berechtigter Eingriff in die Selbst- der biel bom ewigen Frieden unter der Herr- fährliche. Die Generalstäbler, die in den letzten Jahren S " In Vers Gesetzesverlegungen der gröblichsten Art sich zu schulden haben und Praktiker wie Professor Conrad und Minister Buchen! wurden erblickt in einzelnen Aeußerungen, die er in zwei Volts. tommen lassen, sind entschlossen, selbst vor der Gewalt nicht berger nicht auf. Dagegen verschlägt auch die That- versammlungen am 25. und 26. Mai v. J. in Magdeburg gethan zurückzuschrecken, um zu verhindern, daß ihr verbrecherisches fache nicht, daß in Ländern ohne Getreidezoll der Getreidepreis jich hat. Dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe foll er den Vors Treiben ans Tageslicht komme. annähernd um den Betrag des Zolles niedriger hält. Wir sind viel wurf der Wortbrüchigkeit und der Lüge gemacht, die Minister mit Die Schwierigkeiten der Situation find wesentlich vermehrt so tief herunterſteigen tann, daß es annimmt, durch die Aufhebung aller bindung hiermit ſteht die vom Landgerichte angenommene Beleidi und Tagelöhnern verglichen haben. mehr schon sehr überrascht, daß ein Organ der Agrarier überhaupt Handlangern worden durch den Beschluß des Ausschusses des Syndikats der Bölle erhalte der Verbraucher die Waare wenigstens um einen Pfennig gung des Kaisers. Die Revision des Angeklagten tam am Bahnarbeiter, sich dem Generalstreit anzuschließen. billiger. Indessen dieses Zugeständniß macht die„ Deutsche Tages 13. d. M. vor dem Reichsgerichte zur Verhandlung. Gerügt wurde Syndikat hat den Beschluß der Bevölkerung durch Plakate und Politik auszuholen, indem est wörtlich schreibt:„ Aber selbst, und der Minister angenommen worden sind, da doch offenbar ein bekannt gegeben. Es heißt darin: Wir sind zum Ausstand wenn das( eine Verbilligung) zugestanden werden müßte, einheitlicher Entschluß vorhanden gewesen sei. Das Reichsgericht gezwungen; wenn jedoch das Vaterland in Gefahr geriethe, fo darf doch eine gesunde Volkswirthschaft niemals Rüderkannte auf Verwerfung der Revision. würden wir sofort die Arbeit wieder aufnehmen".. ficht nehmen auf die wenigen Nur Verbraucher, Desterreich. sondern muß immer Die Regierung hat darauf beim Sekretär des Eisenbahn- fchaffenben Stände ins Auge faffen" was fou präsident Graf Thun gab in Beantwortung der Interpellation Werth die Bedürfnisse der Wien, 14. Oktober. Abgeordnetenhaus. Ministers arbeiter Syndikats alle Papiere beschlagnahmen lassen. Be- man zu einer solchen Ausgeburt agrarischer Weisheit sagen? Glaubt Gambini's über die Ausschreitungen in Parenzo eine Darstellung gründet wird diese Maßnahme mit der Behauptung, der denn die Tageszeitung", nur die Landwirthe seien Werth schaffende der Vorfälle, welche weder auf politische noch auf nationale Motive Ausschuß habe das Gesez von 1884, betr. die Fachsyndikate, Stände und die Nur- Verbraucher bildeten eine kleine, kaum der Rede zurückzuführen seien. Was die Interpellationen bezüglich der An= übertreten. Der Ausschuß habe geheim beschlossen, ein werthe Gemeinde im stattlichen Chor der Agrarier? Arbeiter, Sandel, griffe auf italienische Unterthanen angehe, so werde Rundschreiben an die Mitglieder des Syndikats zu versenden, Industrie, Gewerbe, Handwerk und Verkehr liefern die wenigen Nurer diese Interpellationen nach Sammlung der erforderlichen Daten Nugriffe nach welchem gestern um Mitternacht der Ausstand beginnen Verbraucher, sie alle schaffen keine Werthe, das allein ist der Landwirthschaft beantworten. Bei den Ausschreitungen in Triest, wo die ersten besollte. Guimbert, der Präsident der allgemeinen Vereinigung der vorbehalten! Na, weiter kann eine Partei die Exklusivität nicht mehr bauerlichen Vorfälle stattfanden, dürfe der Umstand nicht außer Acht c'est Maschinisten und Heizer Frankreichs, richtet ein Rundschreiben treiben. L'état c'est moi. Der Staat ist der Landwirth. Durch gelassen werden, daß, während ganz Oesterreich wegen des entsetzdiese profunde Weisheit hat die„ Tageszeitung" die Lebensan die Eisenbahn- Maschinisten und Heizer, in welchem er gegen mittel. Bertheuerungs, Politit als das zugegeben, was festlichen Ereignisses in Genf in die tiefste Trauer verſest war, in Triest den vom Eisenbahnarbeiter Syndikat beschlossenen Streit als gemeinſchädlich für die wenigen Nur- Verbraucher",. i die große und der Anhänglichkeit an das Herrscherhaus auf das tiefste verlobt Beluftigungen stattfanden, durch welche das Gefühl der Loyalität ein Verbrechen am Vaterlande proteſtirt und die Maschinisten Masse des deutschen Bolles, d. Volkes. wurde. Er könne schließlich nicht unerwähnt lassen, daß der Neund Heizer auffordert, auf ihren Maschinen zu bleiben, vertrauend Zur Noth der Landwirthschaft. Auf einer Kreisversamm gierung daran gelegen sein muß, die freundschaftlichen Beziehungen, auf die Kraft der Gesetze und stark im Gefühl der Pflicht. lung des landwirthschaftlichen Vereins der Pfalz in Alsens hob, wie welche die Monarchie mit Italien verbinden, ungetrübt zu erHeute früh haben einige Versammlungen auf der Arbeits- die Münchener Allg. 3tg." betont, Regierungspräfident Freiherr halten. Die Regierung werde daher speziell von diesem Standpunkte börse stattgefunden, aber die Betheiligung verringert sich mehr v. Welser, der erste Borfizende des landwirthschaftlichen Vereins, in aus sicherlich bemüht sein, alles hintanzuhalten, was Störungen und mehr. Bei Mitgliedern des Eisenbahnarbeiter- Syndikats feiner Rede herhor, daß die Landwirthe nicht blos bei uns in der dieser freundschaftlichen Beziehungen zur Folge haben könnte. Er, sind heute früh Haussuchungen vorgenommen und einige Pfalz mit den Ergebnissen ihrer Arbeit zufrieden sein können. der Ministerpräsident, werde daher in erster Linie alle Maßregeln Papiere beschlagnahmt worden. Was jagen dazu die Bauernbündler diesseits und jenseits des treffen, durch welche eine Wiederholung der Ausschreitungen gegen italienische Staatsangehörige auf österreichischem Gebiete wirksam verhütet werden könne. In zweiter Linie werde sie gegen alle, welche sich solcher Angriffe gegen Italien schuldig machen, mit der vollsten Strenge des Gesetzes einſchreiten, um den Angegriffenen rasch vollkommene Genugthuung zu geben. Nach der Beantwortung der Interpellationen durch den Grafen Thun ging das Haus zur Tagesordnung über und setzte die Debatte betreffend die kaiserlichen Ver ordnungen über das Budgetprovisorium fort. Zuvor erklärte Fro ( Schönerianer), seine Partei habe die Obstruktion nicht aufgegeben, fie tönne diefelbe aber nicht allein wirksam führen und dies sei die Schuld der anderen deutschen Parteien. Ueber das Budgetprovisorium Sprachen D'Elvert und Grabmayr. Ueber den Schluß der Sigung die Depeschen. England. Weitere Meldungen aus den Provinzen berichten, daß auf allen Bahnhöfen und Bahnneßen Ruhe herrscht. Mains? Hohenlohe und die Dreyfus- Affäre. Wie der Münchener Allg. 3tg." berichtet wird, hat sich der Reichskanzler Fürst HohenDie Truppen, die anläßlich der Streitbewegung in Paris lobe politischen Persönlichkeiten gegenüber geäußert, er habe Herrn zusammengezogen waren, haben noch weitere Verstärkungen v. Lenbach gegenüber nichts anderes gesagt, als was öffentlich beerhalten. Die Regierung hat alle Bahnhöfe der größeren fannt sei, daß Dreyfus mit der deutschen Regierung nicht in VerStädte besegen lassen. In Rouen ist der Ost- Bahnhof von bindung gestanden habe. 120 Mann des Genie- Korps besetzt, die dazu bestimmt sind, zum Nachfolger v. Bülow's in Nom soll der jetzige Gedie etwa in den Ausstand tretenden Beamten zu erjeßen. fandte in Bern Herr v. Noten han in Aussicht genommen sein. Die Nord- und Westbahn- Gesellschaften erklären, sie fürchteten wie aus Rom gemeldet wird, soll Kardinal Staatssekretär keine Arbeitseinstellungen, träfen jedoch Maßregeln zur tampolla dem derzeitigen Geschäftsträger der preußischen GeSicherstellung des Dienstes. Die Pariser Bahnhöfe find sandtschaft beim Vatikan versöhnliche Erklärungen abgegeben militärisch besetzt. Auch die Bahnhöfe von Arras und haben. Bethune sind militärisch besetzt, in Grenoble sind die Truppen Bostatg." hier wiedergegeben, die vielleicht auf die Nuntiatur in Schließlich sei noch folgende Mittheilung der flerifalen„ Augsb. gleichfalls in den Kasernen tonsignirt. Auch die Bahnhöfe von München zurückzuführen sein dürfte: Lens und Amiens find militärisch besetzt. du er liſchen Bresse in bezug auf irgend einen Buntt so große UeberLondon, 13. Oktober.( Eig. Ber.) Selten hat in der engs Wir find in die Lage gesetzt, folgendes zu erklären: Der heilige einstimmung geherrscht, wie hinsichtlich der Faschoba- Frage. In Lyon find alle Truppen der Garnison in den Kasernen Stuhl erkennt das 1892 zwischen dem Sultan und dem Deutschen Die entschiedene Sprache Lord Salisbury's, wie sie aus der fonfignirt. Reich abgeschloffene Protektorat de facto an. Es sind deshalb gestern vom Auswärtigen Amt veröffentlichten Korrespondenz. Am Donnerstag Nachmittag wurde die Pariser Arbeiter- Weisungen des H. Stubles an die deutschen Missionshäuser im Orient, zwischen dem Amt und dem englischen Geschäftsträger in Paris bevölkerung in große Erregung versezt durch das Gerücht, der sich dem französischen Protektorat zu unterwerfen, nicht ergangen heraustönt, stößt selbst in den raditalsten Blättern auf rüdhaltPolizeipräfett wolle die Arbeitsbörse schließen lassen. und werden auch, wie wir bestimmt versichern können, nicht ergehen." lose Zustimmung. Daß die Radikalen noch vor erst acht bis zehn Es sammelten sich große Massen in den Straßen nahe der An Gerüchten anläglich der Raiserreise fehlt es Jahren laut die baldigste Räumung Egyptens verlangten, scheint ganz Zentral- Arbeitsbörse an und es kam zu einigen Zusammen- nicht, so schreibt ein hiesiges Lokalblatt:„ Unter den vielen politischen bergeffen; heut ist man nur noch stolz darauf, daß es ein radikaler Staatssekretär war( Sir Edward Grey), der im Frühjahr 1895 im Kombinationen, zu denen die Orientreise des Kaisers Beranlassung stößen mit der Polizei. daß Frankreichs in das Nilthal als einen„ unfreundlichen Akt" bezeichnen. Die Pariser sozialistischen Abgeordneten veröffent- gegeben, hat sich diejenige am hartnädigsten erhalten, das Hauſe der Gemeinen erklärt hatte, England würde jedes Bordringen Sultan dem deutschen Kaiser ein Territorium in lichten am Donnerstag eine Tagesordnung, in welcher fie slein- Afien abtreten würde. Jegt taucht dieses Gerlicht wiederum Die einzige Gefahr der Situation iſt, ſchrieb gestern ein radikales Einspruch erheben gegen den Belagerungszustand, auf, und zwar in der bestimmten Form, daß es sich um ein Gebiet Abendblatt, daß nicht Rosebery oder Kimberley im Auswärtigen Umt dem Paris unterworfen ist, und die Haltung der Regierung, im Vilajet Stonia handle, deffen Hauptstadt ein Kreuzungspunkten, sondern Lord Salisbury, von dem die Franzosen wissen, daß er bei starkem Druck nachgiebt, und danach handeln. Indeß daran die sich in den Dienst der Unternehmer stelle, scharf tadelten. wichtiger Handelsstraßen und ein Hauptstapelplatz für die inländischen sei nun nichts zu ändern, wenn aber Salisbury sich diesmal fest Produkte Kleinasiens ist. Wir lassen es dahingestellt, ob der Nachsich wieder recht deutlich in der Beurtheilung des Stuttgarter als früher. Bermuthlich wird eine offizielle Erklärung hierüber nicht humbug. Die radikalen Whigs würden nicht minder vor einem Die Internationalität der kapitalistischen Reaktion zeigt richt in ihrer jetzigen Version mehr Wahrscheinlichkeit beizumessen ist zeige, werde er die ganze Nation hinter sich haben. Natürlich ist das mit Rosebery und Kimberley reiner ParteiParteitage 3. Was die französische Bourgeoispresse schreibt, ausbleiben." stimmt genau mit dem überein, was die deutsche Bourgeoispresse Krieg mit Frankreich zurückschrecken wie der Toryminister, und die schreibt. Der Inhalt der" Temps"- Artikel ist bis aufs Haar Beit, so schreibt die„ Berliner Korresp.", wird seitens der be- was zur Stunde der Affäre einen wirklich bedenklichen Anstrich verAusfuhrprämien und Mittelstandspolitik. Seit einiger Franzosen ihnen gegenüber genau so auftreten, wie gegenüber diesem. gleich dem Inhalt der Leitartikel, welche die Tante Bob heiligten Streise darüber lage geführt, daß diejenigen Mühlen, leiht, find die inneren Parteiwirren Frankreichs. Es müßte mit ganz ihren Lesern bietet nur daß die Form etwas feiner ist. Die deutsche Sozialdemokratie ist gar keine Sozialdemokratie ist. Die deutsche Sozialdemokratie ist gar keine Sozialdemokratie welchen eine 3ollerleichterung bei der Ausfuhr von wunderbaren Dingen zugehen, wenn die dortige Militärpartei nicht mehr, fie hat die revolutionären Locken sich abgeschoren und damit Mühlenfabrikaten gewährt ist, oder welche sonst Mehl versuchen sollte, die Faichoda- Frage gegen das ohnehin nicht fehr mehr, sie hat die revolutionären Locken sich abgeschoren und damit unter Inanspruchnahme von Einfuhrscheinen ausführen, haupt feste Ministerium Brisson auszuspielen. Ernsthafte englische Blätter ihre Simsonstraft. Natürlich sind die französischen Herren Bourgeois fächlich minderwerthige Mehlsorten in das Ausland versenden, die fragen fich denn auch schon, was man eigentlich thun könne, um es nicht so dumm zu glauben, was sie fagen; allein es macht ihnen Vergnügen, besseren Mehle dagegen zum Absatz im Inlande verwenden; die der französischen Regierung möglich zu machen, mit Ehren von der sich selbst zu täuschen und sie hoffen auch, durch den Vergleich mit Mühlen erhielten für ihre geringeren Mehle eine unverhältnißmäßig Leiter herabzustürzen, auf der sie durch die von ihren Vorgängern uns die französchen Sozialisten in der öffentlichen Meinung zu schädigen. Um diese Wirkung noch zu erhöhen, wird uns deutschen hohe Zollvergütung und seien hierdurch in den Stand geſetzt, die In- angeſtiftete Marchand- Expedition plazirt jei. Sozialdemokraten das Zeugniß des waschechtesten Patriotismus, ja an der Ausfuhr betheiligten, meist mittleren und fleineren Mühlen nicht bieten werden, durch Aufbauschung der Fafchoda- Angelegenheit die landpreise für die besseren Mehle derartig herabzudrücken, daß die nicht Es liegt in der That nahe, daß die Generalstäbler alles aufChauvinismus ausgestellt. Auch in dieser Beziehung spielt die mehr zu gleichen Preisen liefern könnten und immer mehr von dem Revision des Dreyfus- Prozesses zu hintertreiben. Auf ein paar Tage, französische Bourgeoisie den Sozialisten des eigenen Landes inländischen Markt verdrängt würden. Der Finanzminister hat Er- Lärm in Paris wird man sich schon gefaßt machen können, während gegenüber bekanntlich genau die nämliche Rolle wie die deutsche mittelungen darüber angeordnet, inwieweit diese Thatsachen zu die englische Regierung nach dem Brinzip„ bereit sein ist alles" Bourgeoisie uns gegenüber. Der französische Sozialist ist treffen. in Deutschland ein Ausbund von Patriotismus er ist nicht handelt. Die plötzlich erfolgte Ordre an das Kanalgeschwader, seine Sind die angeführten Thatsachen richtig, so trügen also die Re- auf Kreuzungsfahrten ausgehenden Schiffe mit Proviant auf sechs vaterlandslos", wie der böse deutsche Sozialist. So kommt es denn, daß der deutsche Sozialist in Deutschland ein vaterlandsloser bazu bei, daß der Mittelstand, den man sonst zu schüßen vorgiebt, Offiziere des Kreuzers Terrible" werden allgemein in dieſem denn, daß der deutsche Sozialist in Deutschland ein vaterlandsloser gierung durch Gewährung von allerhand Liebesgaben an die Großen Monate zu versehen, und die ebenso plögliche Einberufung der Gefelle, in Frankreich aber ein guter Patriot ist gerade wie der franzöfifche Sozialist in Frankreich ein vaterlandsloser Geselle und mehr und mehr dem Nuin entgegengeht. Sinne gedeutet. Offenbar haben die Maßregeln den Zwed, den in Deutschland ein Musterpatriot ist. Nun- das ist doch ein Trost. Von der starken Entwickelung unseres Verkehrs giebt die Franzosen zu zeigen, wie sehr es den Engländern mit dem VerThatsache ein treffendes Bild, daß der gesammte Verkehr auf den langen der Abberufung Marchand's ernst ist. Aus Blackburn( Lancashire) kommt die Nachricht, daß die Deutsches Reich. deutschen Bahnen, welcher in dem zehnjährigen Zeitraume von 1884 Der Bundesrath hat folgenden weiteren Ausschußanträgen bem breijährigen Zeitraum bis 1897 weiter bis auf rund 217,5 mill. Beschränkung der Kinderarbeit entschlossen haben, allerbis 1894 von rund 107 auf rund 174 Millionen Tonnen stieg, in dortigen Weber sich endlich zu einem Schritt in der Richtung zur beztv. Ausschußberichten die Zustimmung ertheilt: Zu dem Entwurf Zonnen zugenommen hat. Betrug die Zunahme in der ersten Periode dings nur zu einem sehr fleinen Schritt. Sie haben sich mit Mehrvon Bestimmungen, betreffend die gemeinschaftlichen Einnahmen 62,5 pet. oder im Jahre 6,25 pct., so stellte sie fich in der zweiten beit dafür erklärt, daß erstens tein Halbzeitler vor der Frühſtüdszeit an Zöllen und Verbrauchssteuern, sowie die in Unrechnung auf 25 pet. oder im Jahre 8,3 pct. Der Verkehr ist daher in den mit der Arbeit beginnen soll und zweitens, daß kein halbzu bringenden Verwaltungsausgaben für 1894/95; betreffend den Bollverwaltungskosten Etat für Bremen; betreffend den Zoll- und erheblich stärker als vorher gestiegen. In dem ganzen 18jährigen foll. Die Frage der Beschränkung der Kinderarbeit liegt heute in letzten Jahren nicht nur abfolut, ſondern auch relativ nicht un- eitler länger als vier Stunden an einem Tage arbeiten Salzsteuer Verwaltungskosten Etat für das Großherzogthum Etat für das Großherzogthum Baden; betreffend die Feststellung des Gesammtkontingents an Beitraume wuchs der Verkehr um 103 pet., hat sich also mehr Lancashire lediglich bei den Arbeitern. Würden sie sich nicht selbst as bus gegen Herauffeßung des Halbzeitalters fträuben, so würde das Gesez Zucker für das Betriebsjahr 1899/1900; betr. den Ansageverkehr auf Vom Parteitag der deutsch- sozialen Reformpartei ist noch viel radikaler als die vorerwähnten sind die Beschlüsse, die eine hier längst stärker eingegriffen haben. Der Weichsel zwischen Schilno und Thorn; betr. die Abänderung des Bollregulative flir Reismühlen; betr. den Salz- Steuerverwaltungs- zu berichten: Die Einnahme betrug im Jahre 1896 nur 1211 m., Stoftenetat für das Herzogthum Sachsen Meiningen; betr. die Gr 1898: 3726 M. Ueber die preußischen Landtagswahlen am 2. Oftober in Birmingham abgehaltene Konferenz des mächtigung des Hauptsteueramts Kottbus zur Abfertigung von berichtet Herr Werner. Nach kurzer Debatte wurde ein Nationalen Verbandes der Schulbesuchs- Inspettoren und des National- Verbandes der Lehrer in der betr. Wollgarn 2c.; ben Parteigenossen die Ermächtigung des Hauptsteueramts Antrag angenommen, Mannheim zur unbeschränkten Abfertigung von Zuder und pfohlen wird, bei den bei den preußischen Landtagswahlen überall, Frage der Kinderarbeit einstimmig gefaßt haben. Dort wird verlangt: nicht eigene zur Abfertigung von Wollgarn; betr. die Verwendung der wo oder Barteikandidaten aufgestellt sind, 1. Verantwortlichkeit beider Eltern für den Schulbesuch der Kinder, Brennsteuer Erträge; endlich betr. Aenderungen des Vertrages für die Unterſtüßung entsprechende Kompensationen gewährt zwischen dem Reich und dem Norddeutschen Lloyd für die werden und auch die Bürgschaft vorhanden ist, daß die Abmachungen und daß in Fällen wiederholter Vernachlässigung die volle Geldbuße Fahrten nach Ostasien 2c. Der Antrag auf Ueberweisung eines von der anderen Seite auch gehalten werden, streng stens Wahl- auferlegt werde; Arbeitsplatzes bei der zoologischen Station in Rovigno wurde ge- enthaltung zu üben. Bezüglich der Wahltaktit wurde Annäherung 2. daß das Alter für theilweise Dispensation vom Schulbefuch nehmigt. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen die Vor- an die chriftlich- soziale Partei empfohlen. Der Wunsch, daß die Fraktion zunächst auf das zwölfte Jahr erhöht werbe, mit der Bestimmung, Tage, betreffend die Erweiterung der Unternehmererlaubniß eines Gefeßesentwürfe, wie sie nach der Deynhausener Kaiserrede zu er- daß in weiteren drei Jahren dreizehn Jahre die unterste Grenze Auswandererunternehmers in Bremen, und der Antrag, betreffend warten feien, auf das schrofffte ablehnen werde, fand lebhafte Budie Entlastung der Rechnung der Kaffe des Rechnungshofes für ſtimmung. Der Antrag, aus dem Titel der Partei das Wort fozial" 1896/97. Schließlich wurde über die dem Kaiser zu machenden zu entfernen, wurde wieder einmal dem nächsten Parteitag überVorschläge für Viel Groll ist gegen die Konservativen zu tage gedie Besetzung erledigter Stellen bei den wiesen. Disziplinarkammern und über eine Reihe von Eingaben Beschluß treten, weil diese die Antisemiten als minderwerthig" beDem handelten, Dieser Hochmuth" müsse gebrochen werden. Bunde der Landwirthe wurde vorgeworfen, daß er bei den Reichstagswahlen vielfach„ unehrlich“ vorgegangen sei. gefaßt. * * Die Novelle zum Invaliditäts- und AltersversicherungsGesetz ist, wie der„ Südd. Reichskorrespondenz" mitgetheilt wird, fertiggestellt und soll in allernächster Beit dem Bundesrath zugehen. als verdoppelt. in welchem em fein sollte; 3. daß fein Bringipal ein Kind ohne amtliches Attest über seine Dispensirung vom Schulbesuch beschäftigen dürfe; V 4. daß die( gewerbliche) Beschäftigung von Kindern, welcher Art sie auch sei, den Fabritund Werkstätten Inspektoren unterstellt werde. Diese Bestimmungen halten die Lehrer und die SchulbesuchsAufseher für unerläßlich. Italien. Typhus in der Kaserne zu Brieg. Nach Meldung der Blätter ,, Kgl. italienische Attentäter." Mit dieser Ueberschrift giebt aus Brieg find dort von Donnerstag bis Freitag früh etwa 40 an die" Pfälzer Zeitung" eine merkwürdige Erinnerung zum besten. Fleischschau: Gesetz. Wie die„ Südd. Reichstorrefp." hört, ist Typhus erkrankte und drei typhusverdächtige Soldaten des Infanterie- Die italienische Regierung hat bekanntlich die Anregung zu einer innerhalb der Reichsrefforts und der preußischen Refforts im Regiments Nr. 156 in das Garnison- Lazareth eingeliefert worden. Konferenz für Maßregeln gegen die Anarchisten gegeben. In dem allgemeinen Uebereinstimmung über die Fassung des Fleischschau- Vier Soldaten find bisher gestorben. Maßregeln zur Bekämpfung Rundschreiben an die italienischen Gesandten heißt es:„ Die Regierung Regiobaten Gejeges erzielt. Die Vorlage wird num bald ihre endgiltige Re- der Epidemie sind getroffen. Sr. Majestät bat sich schon lange mit solchen Gedanken getragen und daktion behufs Einbringung im Bundesrath erhalten. Karlsruhe, 14. Oftober. Die badischen Ober- Bürgermeister fich darin mehr und mehr bestärkt gesehen angesichts der langen Reihe Mit der Deutschen Tageszeitung" streiten wir nicht über werden am 20. Oktober über die Milderung der Bieh- von anarchistischen Verbrechen, die, namentlich das auf den Präsidenten die Wirkung der Bölle auf den Getreidepreis. Gegenüber den Aus- Grenzfperre berathen. asd brandblup stands Carnot und die zweimaligen Mordversuche gegen unsern König, das führungen des Prinzen Ludwig von Bayern behauptet sie schlechtweg: Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der Genosse Entsegen der ganzen Welt erregt haben. Angesichts der gräßlichen Es ist nachgewiesen, daß weder die Einführung der Zölle ver- Vogtherr war vom Magdeburger Landgericht wegen Be- Frevelthat, die jetzt in Genf begangen wurde, und die einen Maßstab theuernd, noch ihre Abschaffung verbilligend gewirkt hat." Bunttum! leidigung des Reichskanzlers, der Minister und des Kaisers zu dafür bietet, wessen diese Elenden fähig find, hat die tgl. Regierung Das ist agrarische Wissenschaft. Dagegen kommen Theoretiker 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die Strafthaten beschlossen, 2c." So 1898. Anders 1860. Am 8. Dezember 1856 hatte der Soldat Aqesilao Milauo gegen feinen Sönig Ferdinand II. von Neapel während einer Parade einen Mordversuch verübt. Nachdem Garibaldi, vom König Viktor Emaimel mit Geld unterstützt und von englischen Kriegsschiffen gedeckt, den Umstnrz im Königreich Neapel ausgeführt und im Namen des Königs Viktor Emanuel die Dii- latur, die unumschränkte Verwaltung des geraubten Königreichs übernommen hatte, erließ er unter dem 24. Oktober 1860 folgendes Dekret:„ Z u Ehren des für das Vaterland heiligen Andenkens Agesilao Milano's, welcher mit einem H e l d e n m u t h sondergleichen auf dem Altare des Vaterlandes sich geopfert hat, um es von dem Tyrannen, der es knechtete, zu be- freien, verordnen wir: 1. Magdalena Russo, die Mutter Milano's, erhält vom nächsten 1. Oktober au eine lebenslängliche Pension von 30 Dukaten monatlich. 2. Die beiden Schwestern Milano�s erhalten eine Aussteuer von je 2000 Dukaten. Der Betrag wird in Staatsobligationen an- gelegt und im Laufe des nächsten Oktobers an die Schwestern aus- bezahlt. 3. Der Finanzminister wird mit der Ausführung des Dekretes beauftragt. Neapel. 24. Oktober 1860. Garibaldi. Der Geueral-Sekretär A. Vertani." Treffend bemerkt hierzu die„Kölnische Volkszeiwng": Dieses merkwürdige Dekret ist von der Negierung König Vietor Emanuels förmlich anerkannt worden. Wir haben also hier einen aktenmäßig und offiziell belobten, belohnten und preisgekrönten kgl. italienischen Attentäter.— Nuftland. Nnösnhrpriinnen. Der in Odessa tagende Kongreß der Mühlenbesitzer beschloß wegen des merklichen Niederganges der Aus- fuhr von Mehl und Getreide die Regierung zu ersuchen, nach dem Beispiele Frankreichs. Deutschlands und Amerikas Ausfuhrprämien für Mehl einzuführen.— Türkei. Tic Räumung Kreta's. Das„Renter'sche Bureau meldet aus Rom, die vier Mächte hätten beschlossen, die in der Antwort der Pforte auf das ihr gestellte Ultimatum betreffend Kreta gemachten Vorbehalte abzulehnew Sie würden dem Sultan eine in diesem Sinne gehaltene Note übersenden, in welcher sie neuerdings erklärten, daß alle türkischen Soldaten Kreta binnen einer bestimmten Frist verlassen müßten.— Aus K a n e a wird berichtet: Die italienischen Panzerschiffe „Castelfidardo" und„Affondatore" sind heute früh vor Suda ein- getroffen. Die türkischen Truppen beginnen ihr Kriegsmaterial und die Bagage nach Suda zu bringen, wo die Ankunft der türkischen Transportschiffe der Mahsuse-Gesellschaft, die von Konstantinopel be- reits unterwegs sind, erwartet wird.— In anbetracht des Um- ftandes, daß keine rückhaltlose amtliche Antwort von der Pforte ein- gelaufen ist, haben die internationalen Truppen bei der Möglichkeit eines Bombardements ihr Material nach dem Dorfe Halepa ge- bracht. Nur ein einziges kleines Wirthshaus ist in der von dein (nnwohnern verlassenen Stadt noch offen. Eine große Anzahl Muselmanen hat sich auf einem österreichischen Llohddampfer eingeschifft.— Nach einer weiteren Meldung aus Kanea hat die Verhandlung gegen die Unruhestifter von Kandia vor einem englischen Kriegs- gerichte begonnen. Die Verhandlungen vor dem internationalen Kriegsgericht werden in der nächsten Woche beginnen. Asien. Die Situation in Peking wird in den Nachrichten, die über England kommen, genau entgegengesetzt geschildert als in den- jenigen, die aus Petersburg eintreffen. Die„Times" melden unterm 13. d. M. aus Peking: Das Tsuiig-li-Iamen hat dem diplomatischen Corps die Uebernahme der Negierung durch die Kaiserin-Wittwe bisher nicht amtlich zur Kennt n iß gebracht. Die Regentschaft der Kaiserin nimmt täglich mehr den Charakter einer Gewaltherrschaft an mit völliger Nichtbeachtung des Kaisers. Gewisse Anzeichen weisen darauf hin, daß das Ableben deS Kaisers in Kürze zu erwarten steht. Aus Petersburg wird berichtet: Die von der russischen Bot- schaft in Peking eingehenden Berichte stellen die dortige Lage als eine durchaus zufrieden st eilende dar und treten nach- drücklich der Auffassung entgegen, als suche die Kaiserin-Mutter eine vollständige Reaktion einzuführen. Besonders das erneute Edikt, welches alle nichtamtlichen chinesischen Zeitungen unterdrücke, sei nichts weniger als eine reaktionäre Matzregel, da ja sämmtliche chinesische Blätter, so weit sie nicht in den von Europäern besetzten Hafenplätzen erscheinen und unter europäischem Einfluß stehen, in ihren Spalten nichts anderes als Fremdenhetze bringen. Alle diese Blättchen, die überhaupt nicht den Namen von Zeitungen verdienen, seien von den geheimen Gesellschaften herausgegeben worden und eine ständige Gefahr für die Europäer und die Missionen ge- Wesen. Diefe r u s s i s ch e Auffassung bedarf wohl zum mindesten einer Ueberprüfung.— Amerika. New-Hork, 13. Oktober. Einem Telegramm aus Havana zu- folge soll M a x i m o G o m e z zum Präsidenten der Republik Kuba erwählt worden sein. Maxuno Gomez ist seit langen Jahren der hervorragendste Führer der kubanischen Aufstandsbewegung. Er befindet sich jetzt im 64. Lebensjahre.— Kampf uni das Koalitiousrecht! Gegen die offiziösen Vertuschungsversnche mmmt auch die„Köln. Volksztg." das Wort. Sie führt sehr zu- treffend aus: Zu dem angekündigten Streikaesetze wird offiziös ge- schrieben:„Das Koalitionsrecht soll und wird den Arbeitern völlig und unversehrt erhalten bleiben, aber jeder einzelne Arbeiter soll auch selbst bestimmen können, ob er zu den alten Bedingungen weiter arbeiten will oder nicht." Heißt das überhaupt etwas? Jedenfalls kann man sich nicht viel dabei deuken. Auch jetzt schon hat jeder Arbeiter das Recht selbst zu bestimmen, ob er weiter arbeiten oder streiken will. Wer ihm mit Gewalt oder Drohung— nach neuerer Gerichtspraxis ist nicht einmal Drohung erforderlich— dies Recht streitig machen oder beschränken will, der wird bestrast. WaS bringt also das Gesetz Neues? Wir finden auch keine Aufklärung in der Bemerkung, es müsse verhindert werden, daß eine Agilationspartei sich anmaße, behufs Beschränkung der persönlichen Freiheit des einzelnen Staatsbürgers ungesetzliche und widerrechtliche Zwangsbefugnisse auszuüben. Wo wird denn bei uns bisher ungesetzlicher und widerrechtlicher Zwang gestattet? Es scheint sich also doch wirklich um die Be st rasung der„Anreizung" zum Streik und die Verhinderung der Verabredung eines Streiks zu handeln, und das nennt man dann unversehrte Erhaltung des Koalitionsrechts! Jeder einzelne soll, darauf wird die dunkle Auslassung des Offiziosus wohl hinauskommen, streiken dürfen, aber er darf es nicht mit seinem Nebenmann ausmachen. Will man beruhigen und der sozialdemokratischen Ausnutzung der Oeynhausener Rede entgegentreten, so muß man nicht mit unklaren oder nichtssagenden Redensarten kommen, sondern den Entwurf selb st veröffentlichen. Vielleicht ist er aber, falls er über- Haupt schon existirt, am wenigsten geeignet, zu be- ruhigen. Protest gegen die Zuchthausvorlage erhoben ferner Arbeiter- Versammlungen in R e u t l i n g e n in Württemberg, Striegau in Schlesien, Offenburg in Baden, Lüneburg in Hannover. Pavfti'Matfiuitfiftn. Tie Parteigenossen in Biebrich in der Provinz Hessen-Naffau beschlossen, sich an der Land tags wähl dUrch Aufstellung eigener Wahlmänner zu betheiligen. Todtcnliste der Partei. Im Gefängniß gestorben ist der kiö Jahre alte Parteigenosse Weser in Meißen, der anläßlich des Streiks in der Thonwaarenfabrik„Saxonia" in Gemeinschaft mit zwei Kollegen zu einer fünfmonattgen Freiheitsstrafe verurtheilt war.- Nach der unter seinen Benifsgenossen herrschenden Meinung ist seine Verurtheilung sowie die der übrigen betheiligten Töpfer nicht gerechtfertigt, es gelang aber leider nicht, die Wiederaufnahme des Verfahrens durchzusetzen, und so mußten die Verurtheilten am 1. September ihre Strafe antreten. Weser ist wohl schon leidend gewesen, als er das Gefängniß bezog. Die Parteigenossen Meißens werden sein Andenken dauernd in Ehren halten! Polizeiliches. Gerichtliches:e. — Sozialdemokratische Blätter sind daran gewöhnt, daß Klagen gegen sie im„öffentlichen Interesse" verfolgt werden, selbst wenn der Laie sozusagen mit dem Mikroskop kein öffentliches Interesse eNt- decken kann. Nichts Seltenes ist es ferner, daß die Staatsanwälte Private dirett auffordern, Strasantrag gegen sozialdemokratische Preßübelthäter zu stellen; ja man bestellt sogar Leute zur Polizei, legt ihnen sozialdemokratische Zeitungen vor, durch die sie angeblich beleidigt worden sind und ersucht sie dann, Strafantrag zu stellen. Das alles ist nichts Neues mehr, aber neu dürfte es sein, daß jemand gegen ein Blatt Strafantrag stellt wegen eines Artikels, der in dem Blatte garnicht enthalten war. Dies ist unserem in Langenbielau erscheinenden Partei-Organ„Proletarier aus dem Eulengebirge" passirt. Em Pfarrer hat gegen das Blatt Strafantrag gestellt, aber weder der Staatsanwalt noch die Polizei konnte eine Nummer des„Proletariers" finden, die den angeblich für den Pfarrer beleidigenden Artikel enthielte. Was nicht vorhanden ist, kann man natürlich auch nicht finden. Aber verlangen könnte man doch von der Staatsanwaltschaft, daß sie, ehe sie die Vernehmung eines Redakteurs veranlaßt, und also einen Strafantrag im„öffentlichen Interesse" verfolgt— prüft, ob überhaupt etwas vorliegt. — Gegen den Redakteur des„Volksblatts für die Herzogthümer Koburg und Gotha", Genossen Ivos in Gotha, hatte der Superintendent D e w e s aus Gräfenroda wegen Beleidigung Straf- antrag gestellt. Es handelte sich um eine Korrespondenz aus Grüsen- roda, die an einem Tage eingegangen ist, wo Joos durch Krankheit verhindert war, auf die Redaktion zu kommen, und die deshalb der Expedient des„Volksblatts" sofort m Satz gegeben hat. Da Joos an der Veröffentlichung demnach ein thatsächliches Verschulden nicht trqf, erkannte das Landgericht auf kostenlose Freisprechung, mit dem Hinzufügen, der Vorwurf der Leichtfertigkeit sei dem Angeklagten nicht zu ersparen, da er trotz seiner Krankheit doch nicht hätte versäumen dürfen, einen stellvertretende» Redakteur zu er- nennen und diesen die Nummer zeichnen zu lassen. Die Bersilberer zur Fertigstellung der / Arbeit verurtheilt. ' Der Rechtsstreit, den die Firma August Werkmeister wegen Kontraktbruchs gegen 18 streikende Versilberer angestrengt hatte, wurde gestern vor der Kammer IV des Gewerbe g'erichts durch ein Urtheil erledigt, das zu den bedeutsamsten dieses Gerichts gehört. Herr Werkmeister und sein Schwiegersohn, der den Unternehmer vertrat, blieben bei dem Anttage, die Beklagten zu verurtheilen, die liegen gelassene Akkordarbeit fertig zu stellen. M i l l a r g und Schnorre vertraten wieder die beklagten Arbeiter. Millarg, vom Vorsitzenden Dr. G erth zurAeußerung auf- gefordert, führte folgendes aus: Die Beklagten hätten sich durch ihre Unterschrift mit dem Ausschluß der Kündigungsfrist einverstanden erklärt, sie hätten also die Arbeit plötzlich verlassen können. Wenn nun in der vorgelegten Arbeitsordmmg stehe, jeder Arbeiter habe die übernommene Akkordarbeit ordnungsmäßig herzustellen und abzuliefern und werde auch dann erst entlassen. so könne diese Bestimmung nicht in betracht kommen, weil die Arbeitsordnung den Leuten unbekannt gewesen sei. Sie seien nicht darauf hingewiesen worden und man habe ihnen auch nicht, wie es die Gewerbe-Ordnung vorschreibe, ein Exemplar ausgehändigt. Auch sei der Antrag des Klägers überhaupt unzulässig, da die Arbeiter nicht der Gesinde-Ordnung, sondern der Gewerbe- Ordnung unterständen und nicht ge- zwungen werden könnten, die Arbeit wieder aufzunehmen. Im übrigen sei man zu folgendem Vergleich bereit: Die streikenden Versilberer der Firma gehen von der Forderung einer 22 prozeutigen Lohnerhöhung ab, treten die Arbeit wieder' an und machen die unferttge Arbeit fertig, wenn vorher eine Einigung auf gruud der am Tage vor der Arbeitsniederlegung vorgelegten Preisliste erzielt wird. — Herr Werkmeister und fein Vertreter brachten wesentlich Neues nicht vor. Sie bestanden, wie im vorigen Termin, auf ihre Forderung: erst ein Urtheil, dann eventuell die Einigung. Schnorre als Ver- treter der Arbeiter hob demgegenüber hervor, daß ein Urtheil den Kriegszustand nur verschärfen könnte; auch behauptete er, die Arbeitsordnung im Fabrikraum sei vollständig verstaubt und meist durch Leisten verdeckt gewesen.— Nach einer kleinen Pause, die der Anbahnung eines Vergleiches dienen sollte, erklärten Herr Werkmeister und sein Vertreter, nun erst recht ein Urtheil verlangen zu wollen. Als Grund hierfür gaben sie an, daß Millarg einige ihrer streikenden und beklagten Versilberer, die anfänglich zugegen waren, fortgeschickt habe. Schnorre und Millarg konstatirten, daß sie gemeinsam vor Beginn des Gerichts- termins mit Zustimmung der Versilberer dieselben veranlaßt hätten, nicht an der Verhandlung theilzunehmen. Sie hätten dies aber nicht gethan, um sich zwischen Herrn W. und seine Arbeiter zu drängen; vielmehr habe sie hierbei lediglich die Erwartung ge- leitet, um so eher einen Vergleich zu erzielen. Gerade durch die Anwesenheit seiner ausständigen Versilberer sei Herr Werkmeister im vorigen Termin wiederholt in eine hochgradige, einem Vergleich durchaus schädliche Erregung versetzt worden.— Obwohl die Vertreter der Arbeiter nun nochmals den schon vorher angesttebten Vergleich vorschlugen, forderte der Kläger ein Urtheil, das denn auch dahin erging: „Die Beklagten werden verurtheilt, die Arbeit auf- zunehmen und die in derKlagenäherbezeichneten Akkorde, die sie übernommen hatten, fertig- z u st e l l e n." Das Gericht ging von folgenden Erwägungen aus: ß 122 der Gewerbe- Ordnung gewährleiste allerdings den Arbeitern die Koalittonsfreiheit. Die Beklagten waren aber verpflichtet, die über- nommene Akkordarbeit zu dem alten Preise fertigzustellen,� und sie durften sich nicht über einen einmal abgeschlossenen Zivilrecht- lichen Vertrag hinwegsetzen. Neue Bedingungen dürsten sie erst bei der Uebernahme neuer Arbeit stellen. Nach 8 124b der Gewerbe-Ordnung kann nun der Arbeitgeber wegen Kontraktbruches vom Arbeiter eine Buße im Höchstbettage des ortsüblichen Tage- lohns für sechs Tage fordern, ohne einen Schaden nachweisen zu brauchen. Für diesen Fall schließt 8 124b einen weiteren Schadens- ersatz oder die Erfüllung der Verpflichtung aus. Eine Buße oder ein Schadensersatz wird hier nicht verlangt, der Kläger konnte somit die Erfüllung der Akkordverträge verlangen, und zwar auf grund der noch in Geltung be st ehe»den Bestimmungen des Allgemeinen Landrechts. Auch ist die Arbeitsordnung des Klägers für die Beklagten ver- kindlich. Sie wird in Fabrikbettieben bindend schon durch den Aushang; eines Hinweises darauf und. der Aushändigung eines Exemplares bedarf eS dazu nicht. Der Aushang ist aber nicht be- stritten. Herr Werkmeister erklärte, nun auf grund der erwähnten Preisliste mit den Versilberern eventuell verhandeln zu wollen. Zu dem Urtheil an sich haben wir zu bemerken, daß es in der gewerbegerichtlichen Rechtsprechung als ein Novum zu betrachten ist, das unter Umständen für ausständige Arbeiter von folgenschwerer Bedeutung sein kann. Was ist alles unter der Fertigstellung eines Akkordes zu verstehen? Ein Unternehmer braucht in, Fällen, wo er einen Ausstand in seiner Fabrik vermuthet, die Arbeit nur so zu vertheilen. daß verschiedene Gruppen seiner Arbeiter zu völlig verschiedener Zeit ,hre Akkorde be- enden, und er hat dann das Kunststück fertig gebracht, daß trotz alles Ausschließens der Kündigungsfrist und, was ebenfalls als nicht geringfügig erwähnt werden mutz, trotz Mangel? eines Zucht- Hausgesetzes eine einheitliche Bewegung der Arbeiter zur Herbeiführung eines Ansstandes völlig gehemmt werden kann. Das Urtheil,-über dessen Wirkung im vorhandenen Einzelfall wir uns heute nicht weiter äußern wollen, steht unseres Erachtens weder mit der bisher geübten Rechtsprechung, noch mit dem Geiste der heutigen Koalitionsgesetz- gebung im Einklang und überliefert den Arbeiter in Ausstandsfüllen völlig der Willkür des Unternehmers. GeioevkMÄfkliches» Berlin und Umgegend. Achtung, Buchbinder! Kollegen und Kolleginnen k In Wien befinden sich über 1100 in Buchbindereien beschäftigte Personen im Ausstande. Einige Firmen haben zwar schon bewilligt, aber noch steht die Mehrzahl der Arbeiter im Kampfe mit den Unternehmern. Kollossale Geldmittel sind zur Unterstützung der Streikenden erforderlich. Noch halten die Wiener fest zusammen, und der Sieg ist ihnen gewiß/ wenn die Unterstützung nicht ausgeht. Wir richten deshalb an die Kollegenschaft Berlins den dringenden Mahnruf:„Sammelt heute Abend in Euren Werk st üben"! Doppelt giebt, wer schnell giebt. Die Verttauenspersonen in Berlin. NB. Geldsammlungen sind in unserem Bureau zur Weiter- beförderung abzuliefern. Die Stellmacher haben ihr Verkehrslokal von der Elsasserstr. 9 nach der Rosenthalerstt. 27 bei Schiller verlegt. Deutsches Reich. Der Vorstand des deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Verbandes wendet sich in einem Aufruf an die Bergarbeiter, in dem es im Anschluß an die Lohnforderung heißt: „Ruhr- Bergleute! Wir müssen uns nun betrachten als den Vollstrecker Eures Willens. Indem wir genau dieselbe Fordernng zu vertteten haben, die im vorigen Jahre auch von den Kameraden im Gewerkverein gestellt wurde, sind wir auch der Zustimmung der Bergleute im Gewerkvcrein zu unserem Vorgehen sicher. Wie schon am Sonntag bekannt, kennen wir keine Unterschiede in der Kamerad- schaft— wir sind alle Arbeitsbrüder— und in diesem Sinne wird gehandelt. Nun die Würfel gefallen, ist es die heiligste Pflicht der Kameraden, rastlos die Reihen der Organisation zu stärken. In Masse hinein in den Verband, dann ist der Erfolg unser! Einen schwerwiegenden Beschluß haben die Kameraden gefaßt. Wir haben nach langer reiflicher Vorberathung, nicht nur im engeren Vorstandskreise, sondern wie dieRuhrbergleute wissen, gemeinschaftlich mit allen Vertrauensleuten unser Vorgehen eingehend überlegt. Kein tolles Hasten, wohlbedachtes Handeln! Kameraden I Der Unterzeichnete hat die volle Verantwortung für die kommende Lohnbewegung übernommen und wird sie nicht von sich weisen. Aber wir sind verloren, wenn unsere organisirten Freunde, die alte Garde uns nicht stützt. Wie sollen wir bei kommenden Massenbewegungen die Masse im Feuer standhaft, besonnen, nüchtern und durchaus ruhig halten, wenn uns unsere organisirte Kerntruppe nicht zur Seite steht!? Nun wir die Leitung der Bewegung in die Hand nehmen, dazu beauftragt durch unsere Kameraden, wird es auch unsere Aufgabe sein, jede Einmischung von irgend einer nicht- bergmännischen Seite scharf zurückzuweisen. Wir sind alt genüge und brauchen keine Vormünder. In unseren reinen Berufsfragen haben keine anderen als wir zu entscheiden. Kameraden I Fest zusammengeschlossen, dann sind wir unwider- stehlich. Unausgesetzt neue Truppen anwerben, die Gleichgiltigen im Schacht aufklären, sie für unsere Forderungen interessiren. das ist nun Eure Aufgabe. Unbedingtes Vertrauen zu der selbstgewählten Leitung, Ruhe nach außen, und der Sieg ist unser!" Wer verschuldet das Unglück auf der Zeche Zollern? Der Versuch, diese Frage zu beantworten, hat den Redakteur der „Bergarbeiter-Zeitung", F. Pokorny, auf die Anklagebank gebracht. Er hatte in einem Artikel der Zeitung behauptet, daß der Gebrauch einer sogenannten Fakellampe, die äußerst brandgcfährlich sei, das Unglück verschuldet habe. Daß eine Fackellampe an der Unglücksstelle. gebraucht ivurde, trifft nun nicht zu, wohl aber war aus. dem Gut- achten des Bergraths zu entnehmen, daß eine Lampe Ver- Wendung fand, die die Gefahr einer Entzündung nahe legen konnte. Pokorny wurde zu 20 M. Strafe verurtheilt. Wie noch- mals bemerkt sei, ist die Unrichtigkeit seiner Angabe verhältnißmäßig geringsügiger Art und bleibt immerhin die Außerachtlassung ge- nügender Vorsicht für die Grubenverwaltuug bestehen. In der Gummiband- Fabrik von Wolff in Barmen- R i t t e r s h a u s e n ist den Arbeitern ein Lohnabzug angekündigt. Da die Löhne in dieser Fabrik ohnedies schon niedrige sind, gingen die Arbeiter darauf nicht ein und legten von 17 Arbeitern 10 sofort die Arbeit nieder. Ausland. Ein langwieriger Lohnkonflikt der Kopenhagen e r Roggenbrot-Fabrikanten mit den Bäckergesellen hat zu einem Streik der' Bäckergesellen geführt. Es sind 22 Fabriken in Mitleidenschast gezogen._ Sozwles. Arbeiter-Risiko. Auf dem Neubau des Blindenashls in Düren in der Rheinprovinz waren Klempner mit der Anbringung von Zinkfenstern beschäfttgt, wobei sie sich eines sogenannten Lauf- gerüstes bedienten. Ein Zimmermann, der in der Nähe der Klempner arbeitete, beging die große Unvorsichtigkeit, das Gerüst im Laufschritt zu passiren. Durch die Wucht der Schritte hat sich wahrscheinlich ein Brett des Gerüstes aus seiner Befestigung gelöst, der gimmennann gerieth ins Schwanken, wollte sich dabei an einem der Klempner halten, verlor mit diesem nun allen Halt und beide stürzten von der bedeutenden Höhe in die Tiefe. Beide waren sofort todt. So be- richtet die„Roer-Zeitung". Sind denn in Düren Gerüste, die nicht einnial den schnellen Schritt eines Menschen aushalten können, polizeilich zulässig? Im Johann-Schachte bei Dur wurde ein 21 Jahre alter Oberhäuer durch einen herabstürzenden Kohlenblock zermalmt. Kapital und Arbeit. Einen Reingewinn von 118 469,14 M. erzielte im Geschäftsjahr 1897/93 die„ K a r l s h ü t t e", Aktiengesellschaft für Eisengießerei und Maschinenbau in Altwasser in Schlesien. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 8'/- pCt. Der Durchschnittslohn der Arbeiter in der„Karlshütte" beträgt 871,27 M. im Jahr, da aber die hohen Bezüge der Werkmeister u. s. w. ein- begriffen sind, so sind die Löhne der eigentlichen Arbeiter noch geringer. Die Böllberger Mühle in Halle a. S. hat, wie das „Volksblatt" mittheilt, im vergangenen Jahre bei einem Aktien- kapitale von 2 Mill. Mark einen Bruttogewinn von 722 277,78 M. erzielt, das sind über 36 pCt. des Aktienkapitals. Im vorigen Jahre betrug der Bruttogewinn 632 232,28 M., er ist also in diesem Jahre um über 90 000 M. höher. Nach Abschreibungen aller Art bleiben 374 726,78 M. als Neingewinn übrig, im vorigen Jahre waren es„nur" 282 147,22 M. Die„Theiler" geben davon den Aktionären 12>/2 pCt. Dividende, den Direktoren und Anfsichtsräthen 31 738,82 M. Tantiemen und außerdem 6000 M. Gratifikationen, und den Arbeitern— nichts. Die Böllberger Mühle ist weiteren Kreisen durch den Boykott bekannt geworden, der wegen der dort herrschenden übermäßigen Sonntagsarbeiten seinerzeit von den Ar- beitern ausgesprochen wurde, aber das erstrebte Ziel leider nicht erreicht hat. Erwerböarbeit schulpflichtiger Kinder in Breslau. Zu den ersten Orten, die Ermittelungen über die Erwerbsthätigkeit der Schnlkinder anstellten, gehört Breslau. Schon bei der Schulkinder- Zählung vom 30. November 1892 wurde m den städtischen Volks schulen nach der Erwerbsarbeit gefragt. Bei 1683 von 43 230 Kindern, also bei 3,9 pCt., wurde damals eine mit Erwerb ver- bundene Nebenbeschäftigung festgestellt. Ein wesentlich anderes Er- gebniß hatte die neuerliche Ennittelung, die infolge des bekannten MinistertalerlasseS vom 81. Januar 1893 am 28. Februar er. vor- genommen worden ist. Diesmal wurden, wie die„Päd. Ztg." jetzt " Bur Kreisfonferenz werden drei Delegirte nach erfolgter Bearbeitung des Materials mittheilt, 4939 von in ganz bestimmter Form zum Ausdrud gekommen wäre. In der Gründung eines geplanten, selbständigen Frauenvereins Abstand zu 46 462 Kindern, also 10,6 pct., als erwerbsthätig gezählt; davon Sache selbst erkannte der Gerichtshof auf Freisprechung der An- nehmen und sich lieber den Berufsvereinen anzuschließen und diewaren täglich mehr als drei Stunden beschäftigt: 703 an 6 Tagen geflagten, da nicht nachgewiesen sei, daß dieselben das Zeugniß selben zu stärken. der Woche und 242 jogar an allen 7 Tagen. Die bedeutende Ab- wider besseres Wissen ausgestellt haben. Haben sie aber in gutem gewählt. weichung des diesjährigen Ergebnisses von dem früheren erklärt sich Glauben gehandelt, so stehe ihnen der Schuz des§ 193 zur Seite. nicht nur aus der Wahl eines anderen Termins, sondern namentlich auch aus der Fragestellung. Durch die frühere Zählung wurde Das Hamburger Landgericht verurtheilte gestern den Bureau übrigens der zahlenmäßige Beweis geliefert, daß über sieben Zehntel gehilfen Hundt aus Berlin, welcher am 28. September d. J. angeb Zehntellich aller Kinder, die als erwerbsthätig ermittelt wurden, der Arbeiter ich im Auftrage der Berliner Geschäftsstelle der Breslauer Distonto tlasse angehörten. Die Eltern oder Pflegeeltern der erwerbs- bant mittels Telephons mehrere Hamburger Bankhäuser um Summen thätigen Kinder waren nämlich: bei 48,9 pet. Kindern Dienstboten on 20 000 bis 70 000 m. zu beschwindeln versuchte, zu anderthalb oder Arbeiter, bei 22,8 pet. Kindern Handwerksgehilfen, ferner bei lähriger Gefängnißstrafe und zweijährigem Ehrverlust. 10,3 pet. Kindern selbständige Handwerker; der Rest gehörte verschiedenen anderen Berufen an. Soziale Rechtspflege.' Lehte Nachrichten und Depeschen. und gc= Köln, 14. Oktober.( W. T. B.) Die„ Kölnische 8tg." veröffent licht unter Vorbehalt folgende Mittheilungen über die militärische Verschwörung in Paris, welche ihr von einer Seite, die unterrichtet sein tann, zugegangen sind: Die Regierung erhielt schon vor einigen Tagen Anzeichen und Beweise für staatsgefährliche Umtriebe Wegen Beleidigung des Besizers der Proviantamts des Generals Boisdeffre. Regierungsagenten benachrichtigten den mühle zu Hannover hatte sich vorgestern der Redakteur unseres Ministerpräsidenten Brisson davon, daß Boisdeffre in Versailles mit dortigen Partei- Organs, Genosse Thielhorn vor der Straftammer dem befannten Jesuitenoberen Dulac geheime Zusammenfünfte zu verantworten. Der, Volts wille" brachte im Januar d. J. habe, an denen auch General Burlinden theilnehme. Als Ergebniß Artikel, in denen dargelegt war, daß der Mühlenbesizer Tödheide der Zusammenfünfte wurden zahlreiche Briefe nach Paris befördert, Die Vorfreude auf das Zuchthausgesen. Der Fahrrad- dadurch, daß er von den Mahlgängen eine beffere Qualität Mehl von denen einige der Regierung in die Hände fielen. Es erschien Fabrikant Goert war gestern sehr aufgeregt, weil sein ehe- zurückbehielt, als zulässig war, sich unrechtmäßige Vortheile ver- ferner als feststehend, daß in lezter Zeit eine Anzahl von für maliger Wertmeister gegen ihn beim Gewerbegericht flagte. schafft und den Soldaten ungebührlich schlechtes Mehl geliefert Royalisten geltenden Offizieren nach Paris und zahlreiche als ReIn der Verhandlung vor der Kammer V des Gerichts suchte er habe. Aus den Zeugenaussagen ging hervor, daß das Proviantamt publikaner befannte Offiziere in die Provinz versetzt wurden. So in heftigem Tone das Vorgehen des Klägers als ungerechtfertigt hinzu- von dem praktischen Verfahren, wie es in der Mühle Jahre hindurch erlangte die Regierung Beweise dafür, daß ein militärischer Gewalt stellen, sodaß ihn der Vorsitzende Schal horn mehrfach auffordern gehandhabt ist, nichts gewußt hat. Erst durch die Veröffentlichung streich im Werke sei, welcher am Sonnabend früh, zu welcher Zeit mußte, seine Sache etwas ruhiger zu vertreten. Der Beklagte äußerte im„ Volkswillen" hat man davon Kenntniß erhalten. Es hat dann der Kriegsminister General Chanoine anläßlich einer Denkmalsschließlich, indem er einen Stoßfeufzer der Erleichterung von sich gab: plöglich eine„ Revision" stattgefunden und die Sache ist jest ge- enthüllung abwesend sein würde, ausgeführt werden sollte. An Stelle Es ist nur gut, daß bald das vom Kaiser zugefagte Geseändert. Tödheide darf jetzt nichts mehr behalten. Er behauptet Chanoine's hätte der Boisdeffre völlig ergebene GeneralstabsHerauskommt, wonach die Arbeiter mit Bucht allerdings, er sei nur deshalb darauf eingegangen, alles abzuliefern, Chef Benouart das Kriegsministerium übernommen haus bestraft werden können; sie werden dann weil ihm das Proviantamt in Aussicht gestellt habe, daß der im meinsam mit General Zurlinden die Ausführung des Putsches die Fabrikanten nicht mehr unnüz nach dem Ge- Jahre 1901 ablaufende zwölfjährige Kontrakt dann auf weitere geleitet, zu dessen Gelingen auf die Pariser Garnison und werbegericht zitiren." Herr Görke scheint sich die Zuchthaus 12 Jahre erneuert werden solle. die zur Verstärkung derselben nach Paris gezogenen 20 000 ann vorlage ahnungsvoll als eine Knebelmaschine für alle vorkommenden Das Gericht nahm an, daß Tödheide in dem Artifel beleidigt aus den Departements gerechnet wurde. Es feien agents provoFälle" vorzustellen. Ein Arbeitgeberbeifizer machte den hoffnungs- sei und verurtheilte den Angeklagten zu 100 Mart Geld- cateurs gedungen worden, um die Truppen durch aufrührerische freudigen Unternehmer darauf aufmerksam, daß er politische Gegen- ftra fe. Das Gericht habe nur auf eine geringe" Geldstrafe er- Rufe zum Einschreiten zu veranlassen, Unruhen hervorzurufen und, stände besser nicht in die Verhandlung hineinziehen solle. tannt, weil in dem Geschäftsbetriebe Tödheide's doch nicht alles scheinbar zur Unterdrückung der Unruhen, die Truppen zu Herren Görke stieß darauf heftig und mit erhobener Stimme in Ordnung gewesen sei und weil das Gericht angenommen habe, der Lage zu machen. Im Zusammenhang damit sei die Verhaftung die Worte hervor: Na, dann weiß ich ja gar nicht, was ich daß Tödheide nicht befugt gewesen sei, sich das bessere von 30 der einflußreichsten politischen Gegner vorgesehen gewesen. sprechen soll, dann muß man es mir verbieten! Der Ge- Mehl anzueigne n. Die Liste mit den Namen sei in die Hände der Regierung gefallen. richtshof erblickte in dem gesammten Verhalten des Beklagten eine Die Kölnische Zeitung" erfährt aus derselben Quelle, daß Ungebühr vor Gericht und verurtheilte ihn zu einer Geldstrafe bereits die Auffenen erregenden Mittheilungen Clemenceau's in der von 30 M. In dem Beschlußprotokoll wurde die Aeußerung über das „ Aurore" über die Haltung Boisdeffre's im Falle Esterhazy nicht Zuchthausgesetz besonders erwähnt. Herr Görle lehnte jezt den Vorsitzen ohne Kenntniß der Regierung erfolgten. den Schalhorn wegen Befangenheit ab. Gewerberichter v. Schulz übernahm vorübergehend den Vorsiz und der Gerichtshof verwarf dann den Ablehnungsantrag des Beklagten als unbegründet. G. beruhigte sich nicht dabei, sondern erklärte, daß er noch das Rechtsmittel der Beschwerde an das Kammergericht ergreifen wolle. Die weitere Verhandlung der Klage mußte deshalb auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Gerichts- Beifung. " Ein Mitangeklagter Müller, der unter dem unbegründeten Verdacht stand, dem„ Bolfswillen" das Material überliefert zu haben, wurde freigesprochen. Versammlungen. Wien, 14. Oktober.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Schluß.) Bei der Fortsetzung der Debatte betreffend die kaiserlichen Berordnungen über das Budgetprovisorium sprachen die Abgeordneten D'Elvert( deutsch- fortschr.). Grabmayr( verfassungstreifer Großgrundbesig) und Rieger( Sozialdemokrat). Grabmayr erklärte, der verfassungstreue Großgrundbesitz werde für die Zuweisung der Verordnungen an den Budgetausschuß stimmen, doch sei das kein Beweis des Vertrauens zur Regierung; die Gesundung des staatlichen Organismus sei ohne Beseitigung der Sprachenverordnungen unmöglich. Der von der Regierung eingeschlagene Weg müsse zum Sonflitt mit der Verfassung führen. Der verfassungstreue Großgrundbesitz bringe der Regierung kein Vertrauen entgegen, er werde dieser Gesinnung dadurch Ausdruck geben, daß er alle Akte dieser Regierung einer besonders eingehenden, das Staatsinteresse nie vergeffenden Kritik unterziehen werde. werden. " Betreffs des Streiks der Versilberer faßte eine gestern abgehaltene Versammlung folgenden Beschluß:" In Erwägung, daß Herr Aug. Werkmeister heute die Erklärung abgegeben hat, daß er bereit sei, nachdem seine 18 Versilberer die Arbeit wieder auf genommen haben, wegen Erhöhung der Preise mit denselben in Unterhandlung zu treten, beschließt die Versammlung: den 18 Werk meister'schen Bersilberern die Wiederaufnahme der Arbeit zu empfehlen; Als ein für ehrliche Arbeiter höchft gefährlicher Mensch jedoch in der sicheren Erwartung, daß nunmehr auch die anderen seigte sich der Schneidermeister Andreas Rustenbach, Weißen- Fabrikanten ihren Versilberern die gestellten Forderungen bewilligen. burgerstr. 35, welcher gestern der 7. Straffammer des Landgerichts I Sollten die Fabrikanten ihr nach dieser Richtung gegebenes Versprechen unter der Anklage der schweren Hehlerei vorführt wurde. Rustenbach, nicht halten, dann haben sie die Verantwortung dafür zu tragen, der vielfach darunter mehrfach mit Zuchthaus- vorbestraft ist, kam wenn abermals eine allgemeine Arbeitsniederlegung stattfindet. in diesem Frühjahre nach Berlin. Er begann für Konfettionsgeschäfte In der Versammlung wurde festgestellt, daß bereits mehrere Wien, 14. Oft.( W T. B.) Wie die„ Politische Korrespondenz" zu arbeiten und kam dadurch auch mit den Defateuren in Be- Fabrikanten die bündige Busage gemacht haben, den erhöhten Tarif aus Rom meldet, beabsichtigen die österreichische und die ungarische rührung. Am 11. August besuchte der Angeklagte eine wirthschaft zu bewilligen. in der Mohrenstraße, in der viele Delateure zu verkehren pflegen. Arbeitervertreter Verein. In der am 6. 5. Mts. tagenden Regierung zu der demnächst in Rom zusammentretenden AnarchistenEr traf dort auch zwei Arbeiter, die in einer hiesigen größeren Versammlung erstattete Dr. Friedeberg den Bericht über ben onferenz je einen Delegirten ihres Ministeriums des Junern Dekatur- Anstalt beschäftigt waren. Rustenbach machte sich mit ihnen Besuch des Sanatoriums Gütergot. Redner bemerkte, daß die An- zu entfenden, welche als Beiräthe für Fragen, die ihre Ressorts bebekannt und nachdem er mehrfach Getränke zum besten ſtalt auf ihn einen ganz anderen Eindruck gemacht habe, als andere treffen, dem diplomatischen Vertreter der Monarchie beigegeben gegeben, rückte er mit der Frage heraus, ob sie ihm nicht einige ähnlicher Art. Die schöne Lage des Schlosses, wo die Patienten weilen, Paris, 14. Oftober.( W. T. B.) Die„ Liberté" will wissen, Stüde Estimo verschaffen könnten. Die Arbeiter gingen zum Schein mache einen guten Eindruck, ebenso die zwanglose Bewegung der es feien an mehrere Generäle in der Provinz jüngst aus Paris fajt darauf ein. Um sie noch mehr anzuspornen, meinte Rustenbach: selben. Daß vom ärztlichen Standpunkte sowie vom ökonomischen gleichlautende Depeschen abgesandt worden, in denen von der KrankIhr habt nichts zu befürchten, der lange Emil hat mir schon in dieser Anstalt nicht viel zu moniren sei, ist dem Umstande heit von Verwandten die Nede war. Die Regierung fand es ver28 Ballen gebracht und bekommt von mir wöchentlich 20 M., das ist ein zu verdanken, daß die Arbeiter hier ein Bort mitzusprechen dächtig, daß die Verwandten von verschiedenen Generälen gleichein tüchtiger Mensch." Die beiden Arbeiter blieben fest, sie hatten haben und die Anstalt auch alle sechs Wochen kontrollirt wird. Was zeitig erkrankt sein sollten. Der Jour" behauptet, ein geheimer aber die Absicht, den Verführer zu entlarven und verabredeten die Räume anbetrifft, so find dieselben nicht überfüllt und ist die deshalb eine neue Zusammenkunft zum folgenden Morgen. höchste Zahl sechs Personen in einem Raum, welche pro Person Agent habe dem Ministerium des Innern einen angeblichen Brief des Generals Boisdeffre ant General Burlinden überbracht, Am Nachmittage desselben Tages ging einer von den Ar- einen Luftraum von 40 kubikmetern haben, genügend, da die in welchem es heißt:" Halten wir uns für Samstag bereit". beitern zum Polizeibureau, um fich zu erkundigen, wie Batienten sich größtentheils den ganzen Tag außerhalb bewegen. Der Brief sei, wie das Blatt hinzufügt, eine Fälschung. er sich im vorliegenden Falle zu verhalten habe. Zu seinem Die Bibliothek laffe zwar noch etwas zu wünschen übrig. die„ Patrie" giebt vor, die Polizei habe von einer geheimen VerErstaunen erfuhr er, daß Rustenbach ihm zuvorgekommen sei. Er jedoch sei dieselbe bedeutend besser, als in allen bisher besichtigten sammlung ven Royalisten erfahren, an welcher Prinz Heinrich von hatte Verdacht geschöpft und war deshalb zum Polizeibureau ge- Instituten. Es wurden auch einige Klagen laut, so z. B., daß drei Orleans theilnahm und in der eine Liste der Offiziere und Beamten gangen, um anzuzeigen, daß die beiden Arbeiter ihm Stoffe an- Wärter zu wenig seien. Die Wärter könnten sich nicht genug darum geboten hätten. Diese Bezichtigung hätte den Arbeitern doch schwere fümmern, wenn an den medomechanischen Apparaten geübt wird. zusammengestellt wurde, auf die der Herzog von Orleans rechnen fönne. Der Temps" erklärt, die Telegramme, welche die KomplotVerlegenheiten bereiten können, wenn nicht zur Kenntniß der Behörde Ebenso seien beim Maffiren die Beamten zu sehr in Anspruch ge- gerüchte veranlaßten, bezögen fich auf die wegen des Streiks angekommen wäre, daß Rustenbach in den Tagen zuvor auch anderen nommen. Arbeitern gegenüber als Verführer aufgetreten war. So war er Im großen und ganzen sei das Essen gut und sind es meistens geordneten Truppenbewegungen und feien offenbar mißdentet worden. Die„ Agence Nationale" veröffentlicht folgende Note des Kriegsbeispielsweise in eine Defatur- Werkstatt gekommen, als dort gerade die Magenkranken, welche glauben Grund zu Beschwerden zu haben. ministeriums: Wir sind ermächtigt, die Blättermeldung betreffs eines nur ein Arbeiter beschäftigt war. Rustenherg ließ zunächst Bier und Dies bringt aber der Zustand so mit, da erfahrungsgemäß derartige angezettelten Militärkomplots zur Ausführung eines Staatsstreichs Schnaps holen. Dann schob er dem Arbeiter 15 M. auf dem Tische hin. Patienten auch sehr schlechten Appetit haben. Zum Schluß betont formell zu dementiren. Der Kriegsminister habe keineswegs abreisen Was soll das?" fragte der Arbeiter. Estimo" flüsterte der An- der Referent, sowie die nachfolgenden Redner, über Gütergoz könne geklagte und machte dabei die Bewegung mit der Hand, als wenn nur ein günstiges Urtheil abgegeben werden und wird der Vorstand wollen, er werde morgen dem Ministerrathe beiwohnen. Paris, 14. Oftober.( W. T. B.) Der Ausschuß des Syndifat jemand etwas unter den Rock steckt. So was giebt's bei uns nicht," ersucht, die vorgebrachten Beschwerden in nächster Zeit zu berüc Guérard"( Eisenbahnarbeiter- Gewerkschaft) hat beschlossen, an die erwiderte der Brave und schob das Geld zurück. Auch bei einem dritten sichtigen. Arbeiter war der Angeklagte vergeblich als Verführer aufgetreten. Sierauf theilt der Vorsitzende Simanowali mit, daß die Eisenbahn- Gesellschaften das Verlangen zu stellen, daß die FordeIn einem Falle gelang der Nachweis, daß Rustenbach von einem Invaliditätsanstalt Berlins im letzten Jahre für 1635 Personen das rungen der Arbeiter einem Schiedsgerichte unterworfen werden. Unbekannten, der nicht hat ermittelt werden können, einen Ballen Heilverfahren übernommen habe, bei einem Koſtenaufwand von öffentlichen Arbeiterversammlungen als Redner aufgetreten sind und Heute Nachmittag wurden bei verschiedenen Personen, welche in den Stoff für 30 m. kaufte, den er sofort wieder veräußerte. In 555 565 M. nebst 6728 M. Reisekosten und Familienunterstüßung. bei Anarchisten Haussuchungen vorgenommen worden. diesem Falle räumte er die Hehlerei ein, in in den übrigen Dr. Friedberg verliest einen Brief eines Insassen der LungenParis, 14. Oktober.( W. T. B.) Die„ Liberté" behauptet, Fällen wollte er fich nur das nöthige Material verschaffen, heilanstalt zu Görbersdorf, der einen ausführlichen Bericht giebt. infolge der Konferenz des Ministerpräsidenten Brisson mit dem um den unehrlichen Arbeitern das Handwerk zu legen. Redner wünscht, daß man öfter solche objektive Berichte erhalten Unterrichtsminister Bourgeois sei das Gerücht verbreitet, Brisson Der Gerichtshof schenkte dieser Ausrede die verdiente Würdi- möchte. Hierauf wurde ein Rundschreiben mitgetheilt, in welchem vom beabsichtige die Meldung zu veröffentlichen, die Regierung habe gung; unter Ausschluß von mildernden Umständen wurde der An- Reichs- Versicherungsamt sämmtliche Versicherungsanstalten darauf von einer geheimen Korrespondenz Kenntniß erhalten, welche zwischen geklagte zu drei Jahren Zuchthaus, 5 jährigem Ehrverlust aufmerksam gemacht werden, daß es unzulässig sei, wenn Personen, dem Prinzen Viktor Napoleon und dem General Boisdeffre geund Stellung unter Polizei- Aufsicht verurtheilt. für welche nach§ 12 ein Heilverfahren eingeleitet werden soll, diese wechselt worden sei; auch General Burlinden sollte kompromitirt Zur Charakteristik der Gesindesklaverei dient eine Privat- zu einer Verzichterklärung über etwaige Rentenbezüge aufgefordert werden, doch habe Briffon hierfür nicht die Mithilfe des KriegsKlage, welche das Dienstmädchen Heide gestern vor dem hiesigen werden und im Weigerungsfalle mit Ablehnung jeder Heilbehandlung minister erlangen können. Anknüpfend hieran entspann sich eine lebhafte Schöffengericht gegen ihre ehemalige Dienstherrschaft, das Kaufmann gedroht werden. Verviers, 14. Oft.( W. T. B.) Auf der Linie Brüssel- Verviers Junkersdorf'sche Ehepaar, durchfocht. Das Dienstmädchen fühlt sich Diskussion, in der verschiedene interessante Fälle besprochen wurden. lösten sich infolge Bruches der Kuppelung einige Wagen von einem durch ein Zeugniß beleidigt, welches ihr die Angeklagte unter Billi Die Freie Vereinigung der Kaufleute beschloß nach einer Personenzuge los. Der Lokomotivführer ließ die Maschine zurüc gung ihres Ehemannes in das Dienstbuch geschrieben hat; daffelbe eingehenden Debatte, sich aufzulösen. Von allen Rednern wurde die gehen, um die losgelösten Wagen wieder festzumachen. Hierbei er lautete: Wegen Trägheit, geringer Wahrheitsliebe Nothwendigkeit betont, sich der zentralen Gewerkschaft anzuschließen. folgte ein heftiger Zusammenstoß. Der Zugführer und 11 Passagiere und Führung eines unsittlichen Lebenswandels Schöneberg. Eine sehr gut besuchte Parteiversammlung fand wurden leicht verlegt. entlassen." Die Klägerin behauptet, daß dieses Zeugniß ein wissentlich am Donnerstag im Klubhause statt. Zuerst erstattete der Vertrauens Bukarest, 14. Oktober.( W. T. B.) Das Amtsblatt veröffent falsches sei, während die Angeklagten versicherten, daß es den That mann Fischer seinen Bericht, nach welchem die Einnahmen im licht die infolge schwerer Krankheit erfolgte Demission des bisherigen fachen durchaus entsprochen habe. Rechtsanwalt Silberstein letzten Jahre 2325,02 m. und die Ausgaben 2075,19 M. betrugen, Finanzministers Kantacuzino und dessen Ersetzung durch den Justiz beantragte die Einstellung des Verfahrens. Er wies darauf hin, so daß ein Bestand von 249,83 W. verbleibt. Ferner haben im minister Parrani. Das Portefeuille der Justiz übernimmt der frühere daß die Gesinde- Ordnung von 1810, das Gesetz, betreffend die Ein- Laufe des verflossenen Jahres 28 Versammlungen, darunter 3 Frauen- Minister Stoicescu. führung von Gesindebüchern 2c. durch die Reichsgesetzgebung nicht versammlungen, stattgefunden und gelangten 140 000 Flugblätter Kairo, 14. Oktober.( W. T. B.) Zwei Jtaliener, welche zu einer außer fraft gefeßt seien, sondern heute noch Geltung haben. In zur Verbreitung. Von seiten der Revisoren wird hierauf diese Ab- Gruppe von Anarchisten in Alexandria gehören, sind verhaftet den§§ 171 u. ff. der Gesinde Ordnung werden aber genau die rechnung für richtig erklärt, so daß dem Vertrauensmann Decharge worden. Es wurden zwei Bomben(?) bei ihnen gefunden. Mittel und Wege angegeben, welche das Gesinde einzuschlagen ertheilt werden fann. Als neuer Vertrauensmann für das Peking, 14. Oktober.( Meldung des Reuter'schen Bureaus".) habe, wenn es von einem nach seiner Ansicht unzutreffenden Zeug- laufende Geschäftsjahr wird 1111 Nagel, und als Der französische Gesandte forderte nachdrücklich die sofortige Freis nisse der Dienstherrschaft befreit sein wolle. Es sei dort bestimmt, Stellvertreter des Vertrauensmannes Fischer gewählt. laffung der Franzosen, welche fich in den Händen der Aufständischen daß das Gesinde mit Hilfe der Polizei das angefochtene Zeugniß zu Revisoren des Vertrauensmannes wurden Obst, Masuch und in der Provinz Sz- Tschwan befinden, und drohte strenge Maßvernichten lassen könne wie es hier thatsächlich geschehen sei Bredereck ernannt. Den Bericht der Lokalkommission erstattet nahmen sowie die Entsendung französischer Truppe it und daß die Polizei in der Lage sein soll, die Dienstherrschaft vor ither. An einigen Beispielen demonstrirt er die Halsstarrigfeit in chinesisches Gebiet an, falls die Franzosen nicht in Freifernerer Ausstellung unzutreffender Zeugnisse zu warnen. Diese der Wirthe, die ihre Säle nicht zu Versammlungen hergeben wollen, heit gefeßt würden. Die Kaiferin erläßt mumebr alle Ver Bestimmung sei erlassen worden, gerade um die Herrschaft obwohl die Arbeiter in ihren Lokalen ihre Bergnügungen abhielten. ordmungen; auch der letzte Echein der Macht des Kaisers ist gevor der unangenehmen Situation zu bewahren, Dagegen müßte energisch agitirt werden, und derartige Säle dürften schwunden. von ihrem Gesinde wegen eines ausgestellten Zeugnisses vor überhaupt nicht von Arbeitern betreten werden. Zur Verfügung Manila, 14. Offober.( Meldung des Renter'schen Bureaus.) Gericht zitirt zu werden() und sich gewissermaßen ein Beugniß ständen der Schöneberger Arbeiterschaft nur die Säle: bei Obst, im Hier verlautet, der Anführer der Aufständischen in den 5 nördlichen über Wohlverhalten oder Schlechtverhalten von dem Gesinde aus- Klubhaus und in der Schloßbrauerei. Peterson, gleichfalls Mit- Provinzen, Macatulos, habe sich gegen Aguinaldo aufgelehnt. Gin stellen zu lassen. Rechtsanwalt Dr. Schöps widersprach dieser glied der Lokalfommission, weist dann noch darauf hin, daß scharfer Kampf zwischen den beiden Gruppen der Aufständischen sei Rechtsauffassung, die, wenn sie richtig wäre, dahin führen würde, die Arbeiter auch dafür sorgen müßten, daß in allen Lokalen, im Gang. daß jedes Dienstmädchen im Vergleich mit anderen Personen rechtlos in denen sie verkehren, der Vorwärts" ausliege. Als neue Mit- New- York, 14. Oftober.( W. T. B.) Nach einem Telegramm wäre. Wohin sollte es denn führen, wenn sich die Dienstmädchen jede glieder der Lokalkommission werden hierauf Watschtowsty, aus Santiago de Cuba ist die Meldung, Magimo Gomez fei zum Die Ehrenkränkung, die eine boshafte Herrin in das Gesindebuch schreibt, och und Hübner gewählt. Den Bericht über die Partei- Präsidenten der Republik Kuba" gewählt worden, falsch. ruhig gefallen lassen müßte, ohne das Recht zu haben, die Privat spedition erstattet Bäumler. Für das dritte Quartal ergiebt sich Nationalversammlung soll zur Wahl des Präsidenten erst am flage deswegen anzustrengen? Die Bestimmungen der§§ 171 u. f. hiernach ein Ueberschuß von 105,88 m. Im Namen der Zeitungs- 20. d. M. zusammentreten. V der Gesinde- Ordnung haben mit der strafrechtlichen Seite gar Kommission wird die Abrechnung für richtig erklärt. Reichstags- Valparaiso, 13. Oktober. Jm Arsenal sind Unterschleife, die nichts zu thun. Der Gerichtshof war gleichfalls der Ansicht, daß Abgeordneter Friß 8ubeil giebt munmehr seinen Bericht über sich auf Millionen Dollars belaufen, aufgededt worden. Ricardo die Bestimmungen der§§ 171 u. f. die Beschreitung des Privatflage- den Stuttgarter Parteitag. Am Schluß seines Referates wendet er Navarro, der oberste Nechnungsbeamte im Kriegs- und MarineWeges nicht ausschließen sollen, da im anderen Falle dies zweifellos sich besonders an die Frauen und fordert dieselben auf, von der Departement, hat Selbstmord begangen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. " Nr. 242. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 15. Oktober 1898. Literarische Rundschau. " Franz Mehring, Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. I kämpfe von 1848 schuf auch den Boden, von dem aus eine gerechte macht hatte, die in einer geheimen Propagandagesellschaft vereinigt 2 Bände oder 36 Hefte à 20 Pf. Stuttgart 1897-98, J. Würdigung Lassalle's, seiner Bedeutung und seines Wirkens möglich war und sich am Vorabend einer Revolution rüstete, unter den W. Diez Nachfolger.*) war. Lassalle erscheint in der Mehring'schen Darstellung größer gährenden Massen der europäischen Welt für den Kommunismus zu Ein schwieriges und ein kühnes Unternehmen war es, die Ge- und bedeutender, als man zumal früher in der Partei da und werben. Dagegen sprach Lassalle zu der Arbeiterklasse eines schichte einer Partei zu schreiben, die im vollen Kampfe steht und dort hören konnte. Nicht auf Kosten von Mary- Engels, im Gegen- ökonomisch und politisch noch sehr rückständigen Landes, zu einer deren Entwickelung noch lange nicht abgeschlossen ist. Und die theil, in der treffenden und tiefen Charakterisirung, die Mehring uns Klasse, die noch längst nicht den Alp einer brückenden Schwierigkeit der Aufgabe wurde erhöht durch den Umstand, daß von ihnen giebt, in der Gegenüberstellung Lassalle's zu Marg, Reaktion abgeschüttelt hatte und in absehbarer Zeit nicht heute noch eine ganze Anzahl von Männern in der Partei stehen dieser beiden thurmhoch über ihre Beitgenossen hervorragenden Männer, auf die schnelle Entwicklung rechnen durfte, welche die und kämpfen und nicht die bedeutungs- und einflußlosesten, zeigt er uns auch seine Fehler, seine Schwächen, seine Irrthümer, Feuertaufe der Revolution dem proletarischen Klassenbewußtsein welche die Entwickelung dieser Partei aus den kleinsten und sekten- aber er erklärt sie aus seinem Naturell, seinem Milieu, seinem zu geben pflegt, zu einer Klasse, die als Massenpartei auf dem Boden haften Anfängen zur heutigen Größe nicht nur mitgemacht, sondern Werdeprozeß: Im Unterschied von Marr und auch von Engels der modernen Gesellschaft tämpfen sollte, von deren Wesen doch in den Gang dieser Entwicklung bestimmend eingegriffen haben, wuchs Lossalle aus persönlicher Bedrängniß zum Revolutionär selbst ihre vorgeschrittensten Mitglieder kaum erst eine Ahnung Männer, auf die nicht blos der Sonnenschein des Erfolgs, der ge- empor.... Von jener Selbstverständigung über die Kämpfe und hatten.... schichtlichen Belohnung für ihre unsäglich mühevolle und opferreiche Wünsche der Zeit", die Marg und Engels in ihren Anfängen un- Wie früher die politischen Streitschriften, so zergliedert und Thätigkeit fällt, sondern die auch ihr Stüd Verantwortung tragen ablässig fuchten, stand in Lassalle's Leriton nichts geschrieben. So- resumirt Mehring Heft für Heft auch die Lassalle'schen Agitations müssen für die Irrthümer und Fehler der deutschen Sozialdemokratie, bald sein Selbstbewußtsein erwachte, war für ihn auch entschieden, broschüren, geht dann, nachdem er die Entwickelung der deutschen Andie in zahlreichen Fällen auch ihre eigenen waren. Die Gefahr was er zu thun und zu lassen habe. Er suchte nicht in den Dingen gelegenheiten bis zum Jahre 1863 dargelegt hat, über zu der viellag nahe, daß die historische Wahrheit unter dieser persönlichen Rücksicht nach ihren Zwecken, sondern stellte die Dinge in den Dienst seines bestrittenen taktischen Wendung Lassalle's. Auch hier müssen wir die nahme nicht voll zur Geltung gelangen würde. Heute liegt die Zweckes. Er flüchtete von der Konkurrenz und den Waaren-| Leser auf das Buch selbst verweisen. Geschichte der deutschen Sozialdemokratie" ab- preisen in die allgemeine Freiheitsidee. während Mary und Engels Nach dem Tode Lassalle's begannen die Kämpfe innerhalb der geschlossen vor als ein vortreffliches Buch. Nicht nur vortrefflich in die allgemeine Freiheitsidee preisgaben, weil sie aus der Konkurrenz sozialdemokratischen Bewegung; einmal innerhalb des Allgemeinen dem Sinn, daß es blos eiue glänzende Apologie der deutschen und den Waarenpreisen ihre Nebelhaftigkeit erkannten.... In Deutschen Arbeiter- Vereins felber und ferner zwischen dem Allgemeinen Sozialdemokratie wäre, die einseitig die Ruhmesblätter der Partei aller Geistesgeschichte findet sich kein zweites Beispiel, daß eine Deutschen Arbeiter- Verein und den später sogenannten Eisenachern. zusammenbindet, sondern ein Buch, das mit fühlem Blid die Ent- geniale Natur mit 15 Jahren noch so unreif und mit 20 Jahren schon! Die Darlegung der ersteren wird kaum einem Widerspruch begegnen, wicklung der Partei kritisch verfolgt. Und vielleicht hat den Blick des fo reif gewesen ist. Je weniger aus dieser Lebenszeit bekannt ist, mehr die lettere. Mehring schreibt darüber in den Anmerkungen: Autors sogar der Umstand geschärft, daß er lange Zeit der Partei, um so weniger darf man den Einfluß unterschätzen, den diese Jahre Meine Darstellung beruht in erster Reihe auf den damaligen deren Geschichte er jezt geschrieben, als leidenschaftlicher Gegner der Selbstbefreiung auf seinen Charakter gehabt haben müssen...." Zeitungen der Partei, der weitaus wichtigsten, wenn auch nicht gegenüber gestanden hat. Freilich wurde Lassalle niemals ein Schüler von Mary in dem erschöpfenden Quelle: Nordstern", Hamburg 1863-1865, Einzelabschnitte aus dieser Geschichte, z. B. der Lassalle'schen Sinne, daß er unbesehen auf die Worte des Meisters schwor, nicht!" Sozialdemokrat"," Berlin 1864-1871," Demokratisches Periode, find da und dort von parteigenössischer Seite schon be- einmal in dem Sinne, daß die Auffassungen von Werg feiner Wochenblatt", Leipzig 1868 und 1869, Voltsstaat", handelt worden; sie haben sich mehr oder minder mit der historischen geistigen Entwickelung eine neue Richtung gegeben hätten. Für eine Leipzig 1869-1876, Neuer Sozialdemokrat", Berlin Aufzählung der äußeren Erscheinungsformen begnügt hier werden folche Einwirkung war Lassalle schon viel zu abgeschlossen und 1871-1876, Vorwärts", Leipzig 1876-1878. Ich habe diefe, Schritt für Schritt die inneren Gründe der deutschen Arbeiter- fertig Marg umspannte geistig ein ungleich größeres Ge- paar Dutzend Zeitungsbände zu wiederholten Malen Blatt bewegung, ihr Zusammenhang mit und ihre Abhängigkeit von der biet als Lassalle. Unermüdlich betrat er ein Feld der Wissenschaft für Blatt durchforscht und mich redlich bemüht, das Ergebniß; Entwickelung der Bourgeoisie dargelegt, die wieder nur die politische nach dem andern, sobald ihm seine Studien neue Fernsichten er der überaus mühsamen und weitläufigen Arbeit objektiv wieder: Wiederspiegelung der Entwickelung der ökonomischen Verhältnisse öffneten. Wie viel haben, um nur eines zu erwähnen, zugeben; wenn ich mit einem Vorurtheil an die Arbeit gegangen Deutschlands war. So erhalten wir ein Bild von den wirthschaft- Marx und auch Engels auf dem Gebiete der Natur- bin, so war es jedenfalls kein Vorurtheil zu gunsten Schweizer's, lichen Zuständen, das uns bisher in dieser Zusammenfassung und in wissenschaften gearbeitet, an dem Lassalle höchstens einmal den ich nie gekannt und den ich nach der herkömmlichen Ueberliefe diesem Zusammenhange gefehlt hat und das mit einem Fleiße ge- flüchtig vorbeistreifte! Nicht allein der Umstand, daß rung für einen sehr bedenklichen Politiker gehalten habe, bis ich eben arbeitet ist, wie er in unserer flüchtigen, schnellproduzirenden Zeit so Mary in seinem englischen Eril auf der höchsten Warte der selten ist. europäischen Gesellschaft stand und Lassalle gewissermaßen in ihrem Der erste Abschnitt des Werkes, der den modernen wissenschaft verlorensten Winkel, in dem Preußen Manteuffel's, trug die Schuld lichen Sozialismus" behandelt, ist im„ Vorwärts" bereits besprochen daran oder trug nur insofern die Schuld daran, als die Wehl dieses worden( Nr. 140, 1897). Aufenthaltsortes Lassalle's freiester Bille war. Er beschränkte sich vielmehr auf einen engeren Horizont, meil dieser Horizont eben die Welt umschloß, welche er umzuwälzen gedachte." Und in solchen Parallelen erschließt Mehring an Dußenden von Stellen das Verständniß für Bedeutung und Unterschied der Beiden. bon V " " " " den Dingen selbst näher trat." " Diese Kämpfe sind in erster Linie an den Namen Schweizer geknüpft; sie waren grundsätzlicher Art bezüglich der Frage: wie stellt sich die sozialdemokratische Arbeiterschaft gegenüber der in der Politit Bismard's vertretenen sogenannten historischen Mission Preußens Der zweite Abschnitt behandelt Die Märzrevolution und bis zum Jahre 1866 und wie gegenüber dem seit 1866 geschaffenen ihre Folgen". In seinen dem Werke angefügten Anmerkungen", in Rumpf- Deutschland; und sie waren persönlicher Art in dem- heute denen Mehring die Quellen anführt und im Vorübergehen gleich mit müßig erscheinenden Streite um die Frage: war Schweizer ein furzen Worten nach ihrem Werthe charakterisirt, aus welchen er das Agent Bismarck's, bez. suchte er die Arbeiterbewegung in der Thatsachenmaterial gesucht hat, schreibt er zwar: Eine noch so Auf derselben Höhe der Auffassung steht Mehring's Urtheil und Regierung dienende Wege zu leiten. Mehring verneint die fummarische Geschichte der Revolutionszeit konnte natürlich nicht Darlegung über die einzelnen Phasen der Lassalle'schen Agitation Frage rundweg. Diese Frage löst sich in die beiden anderen gegeben werden", aber gleichwohl glauben wir sagen zu dürfen, und endlich über sein Ende, den körperlichen Zusammenbruch Fragen auf: Hat Schweißer eine konfequente und wohldurchdachte daß dieser Abschnitt das Lichtvollste und Beste ist, was bisher über und die seelische Enttäuschung über die so überaus langsame Politik getrieben, die bei aller Anfechtbarkeit im einzelnen sich im die 48 er Bewegung bez. den Antheil der Arbeiterbewegung an ihr Entwickelung des A. D. A.-V., die in seinen Augen das Fiasko waren, ganzen nur aus den Interessen der Arbeiterklasse, nicht aber aus den und die Fragen, die damals zur Lösung drängten, geschrieben worden über welches ihn seine Heerschau am Rhein nur vorübergehend! Interessen der Regierung erklären ließe? Und konnte eine mächtig ist. Zum ersten Male ist unter dem Gesichtspunkt der sozialistischen hinwegtäuschte. Gleichwohl wollte er nicht weichen, so lange noch anschwellende, von den kräftigsten und vorgeschrittensten Schichten des Entwicklung jene Periode untersucht worden, Inapp und irgend ein Hoffnungsflämmchen am Horizonte blinkte. Er rechnete Proletariats getragene Bewegung lange Jahre hindurch von einem furz, aber mit jener durchsichtigen Klarheit, wie man sie noch immer darauf, der Regierung das allgemeine Wahlrecht ent- Bolizei- Agenten genasführt werden? Die Antwort auf diese Fragen dem Verfasser der Lessing Legende erwarten fonnte reißen zu können, und dieser Gedanke wurde mehr und mehr die geben die historischen Thatsachen." und wie sie bisher nur Kautsky in seinen„ Klassengegenfäßen von treibende Kraft dessen, was er in den letzten Monaten seines Lebens Auch in der grundsäglichen Streitfrage stellt sich Wehring auf die 1789" erreicht hat, nachdem Mary in seinem glänzenden 18. Brumaire" gedacht und gesprochen hat. Da er einem Jrrlichte nachjagte, so Seite Schweizer's. Dieser ging von der Ansicht aus:„ Sollte die Arbeiterden Weg hierzu gezeigt hat. Wir erhalten ein anschauliches Bild von gerieth er immer weiter vom richtigen Wege ab, obgleich nie so weit, bewegung ein politisches Gewicht in die Wagschale werfen, so mußte der ökonomischen Rückständigkeit und der durch sie bedingten geistigen daß ihm die Rückkehr nicht in jedem Augenblicke freigestanden hätte. sie vor allen Dingen erstarten, so mußte sie einen gefeßlich anund politischen Zurückgebliebenheit, die das damalige Bürgerthum Die Kundgebungen dieser Zeit tragen die Spuren geistiger und erkannten Boden schaffen, auf dem sie sich bewegen komite, und und mit Ausnahme der paar rheinischen Industriebezirke auch die körperlicher Abspannung in allzureichem Maße, niemals aber verlor das war, so lange die bürgerliche Opposition versagte, deutsche Arbeiterschaft charakterisirte. Es ist heute eine Binsenwahr- Lassalle in ihnen sich selbst, und seiner Sache ist er mit keinem nach Schweiger's Ansicht nur dadurch möglich, daß sie heit, daß die deutsche Bourgeoisie aus Angst vor der Arbeiterklasse Hauche untreu geworden. Sein Prinzip blieb immer dasselbe, so prinzipiell sich ihre volle Unabhängigkeit wahrte und taktisch den fich 1848 der junterlich- feudalen Reaktion unterworfen hat; warum eigenthümliche Sprünge auch mitunter seine Tattit machte." Er Kampf zwischen der Bourgeoisie und dem Junterthum ausnutzte, sie nun trotzdem die aufsteigende Klasse blieb, und wie gerade das war ein kranker und sterbender Mann, als er in der Schweiz ein dennoch unbetimmert um das Gerede der Fortschrittspartei, daß sie der Kleinbürgerthum damals feine Niederlage fich holte, von der es bis vorzeitiges Ende fand. Die Kugel des wallachischen Junkers schien Reaktion diene, und unbekümmert um das Gerede der Reaktion, daß heute sich nicht mehr erholte und die es sogar heute noch nicht so sinnlos ein großes Leben zu schließen, doch sie tödtete nur, was sie sich von der Fortschrittspartei nasführen lasse." erkannt, geschweige denn anerkannt hat- all' das legt noch sterblich war an dem Denker und Kämpfer Lassalle. So wie Für diese Politit suchte und erhielt er die Mitwirkung Marg' Mehring uns am Gange der sozialpolitischen Entwice- die Dinge damals lagen und so wie nun Lassalle einmal war, hatte und Engels' und Liebknecht trat sogar in die Redaktion des" Sozial lung dar. In England und Frankreich, im englischen Chartismus er feine historische Mission vollbracht; seine glühende Seele hatte demokrat" ein. Nicht lange die auch in den beiden Naturen ge und in der französischen Sozialdemokratie, hatten sich die ausgeathmet, und der Rest war allzu menschliche Leidenschaft..." legenen Gegenfäße machten sich nur zu rasch geltend. fräftigsten Elemente des Kleinbürgerthums mit dem Broletariat gegen Zum Verständniß der Lassalle'schen Agitation ist, wie die Kenntniß Offen fam es zum Bruch durch die sogen. Bismarck- Artikel die Bourgeoisie verbündet. Nicht zum Heile des Proletariats, deffen der 48er Klassentämpfe, auch die des preußischen Verfassungsstreites, Schweizer's zu Anfang 1865. Mit Recht sagt Mehring:" Liest man Entwicklung als Klasse dadurch sehr verzögert wurde, aber zum Nußen der Konfliktszeit, unerläßlich. Seine Broschüren, sein Stampf gegen heute die Artikel, so erscheinen sie in gewissem Sinne als sehr trivial, des Kleinbürgerthums, das aus diesem Bündniß revolutionäre Triebe die Fortschrittspartei entsprangen daraus, knüpften daran an. Die in dem Sinne nämlich, daß die Ereignisse längst bestätigt haben, sog. Der deutsche Kleinbürger hat sich nie zu dem Gedanken eines historische Darlegung dieses Kampfes bis zur Abdantung der Bour- was Schweizer zu einer Zeit voraussah, wo nur sehr wenige solchen Bündnisses aufzuschwingen vermocht, er glaubte immer schon geoisie wird am Schlusse des ersten Bandes mit derselben meister Stöpfe in Deutschland sich zu einer gleich eindringenden ein Großes zu thun mit der lächerlichen Zumuthung an die Arbeiter haften Kürze der Darstellung und Schärfe der Auffassung gegeben, Auffassung der politischen Lage emporschwingen fonnten." tlaffe, fich seiner Führung blindlings anzuvertrauen. Diese klein- die in der Darlegung der Entwickelung des deutschen Kapitalismus Nach Erscheinen des ersten Artikels, den Marg eine bürgerliche Beschränktheit hat das deutsche Proletariat außerordentlich in den 50er Jahren besonders in die Augen fällt. Die europäische servile Lobhudelei" nante, sandte er zwar noch seinen Proudhon gefördert, sie steht mit in erster Reihe unter den Ursachen, die der Krisis 1859, die verschiedene Auffassung Marr', Engels' und Lassalle's Artikel, aber bereits am 15. Februar veröffentlichten Mary und politischen Organisation des Proletariats in Deutschland einen um über die Stellungnahme Preußens zur holstein'schen Frage, zum Engels ihre bekannte Absage. Und von da an ging der Streit so träftigeren Anstoß gegeben hat als in England und Frankreich. italienischen Kriege, die im Grunde sich doch gegenseitig ergänzten, weiter bis zum Abgang Schweizer's, bezw. bis zu den Vorarbeiten Umgekehrt wurde es für das deutsche Kleinbürgerthum verhängniß schildert und erklärt uns Mehring an Hand ihrer Broschüren und des Einigungskongresses. Heute sind die Dinge natürlich ruhiger voll, daß es nie, auch nicht nach den bittersten Erfahrungen, ein widerlegt treffend das nationalliberale Märchen, als ob Lassalle und leichter zu beurtheilen. Kein Zweifel, der Klassencharakter der Verständniß für den proletarischen Klassentampf gewinnen fonnte." gleichsam der Schwurzeuge für die sog. deutsche Politik Bismard's Bewegung war im Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein viel flarer Troz aller Rückständigkeit war die Arbeiterbewegung 1848 bereits geworden sei. Auch über den Gegensatz zwischen Mary und Lassalle, ausgedrückt und wurde vom„ Sozialdemokrat" viel schärfer betont, über den Handwerker- Kommunismus der 40er Jahre hinaus ihre grundverschiedene Auffassung der von Lassalle ins Leben ge- als im Demokratischen Wochenblatt". Der Standpunkt Liebknecht's geschritten Weitling z. B. blieb in Berlin absolut einflußlos rufenen Arbeiteragitation flärt uns Mehring auf. Man müßte ganze und Bebel's, der ja erst später mit der Bewegung der Arbeiter und in den vorgeschrittenen Handels- und Industriezentren durchweg Seiten zitiren, wollte man davon ein erschöpfendes Bild geben. Bildungsvereine( an deren Entwickelung er den lebhaftesten und auf der Höhe der damaligen französischen Sozialdemokratie; Fragen Nicht wie Mehring uns alle die Gegenfäße und Zusammenhänge einflußreichsten Antheil nahm) zur Sozialdemokratie tam, war lange wie Recht auf Arbeit, Organisation der Arbeit u. dergl. erschöpften in den einzelnen Entwickelungsstadien der deutschen Sozialdemokratie vorwiegend der der radikalen demokratischen Opposition gegen die ihren Gedankenkreis. Das Kommunistische Manifest war für die erklärt, sondern daß sie in seinem Buche ihre Schilderung und Kritik Politik Bismarck's, in deren Sieg sie den Untergang der HoffArbeitermassen eine fremde, unverstandene Sprache: die Proletari- finden, haben wir hier zu betonen und beizufügen, daß diese Er- mung einer demokratischen Gestaltung der Reichseinheit erblidten. sirung war eben erst in ihren Anfängen begriffen, das politische flärungen nicht blos fubjektive, apodiktische Behauptungen sind, Aber Mehring schätzt heute die Gefahren zu gering, welche die Leben erst erwacht, nur einzelne wenige Köpfe waren soweit sondern aus der Entwickelung schöpfen, mit Thatsachen belegt sind. Politik Schweizer's damals im Schooße trug. Sogar der fleine revolutionirt zu begreifen, was z. B. Stephan Born schrieb:„ Wir Der zweite Band beginnt mit der Geschichte der jungen Prozentsatz der deutschen Arbeiterklasse, der im Allgemeinen Deutschen haben die Organisation der Arbeiter immer über die Jahre der Sozialdemokratie", und zum Verständniß schickt Mehring Arbeitervereine organisirt war, war keine gefchulte, in politischen Organisation der Arbeit gestellt." Aus seinen Niederlagen mußte eine Schilderung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiterklasse im Tagestampf erfahrene Kämpferschaar; die Taktik Schweizer's auch der deutsche Arbeiter erst lernen: Die deutsche Arbeiterklasse Jahre 1863 voraus, die damals auf 3/2 Millionen selbstthätiger war von Zweideutigkeiten keineswegs frei, fie fonnte Verwirrung hatte freilich weder weder eine Junischlacht noch eine Chartisten- Personen in Preußen taum 3/4 solcher in der Fabrikindustrie zählte. erzeugen und entsprang mehr, als Mehring annimmt, dem Lassalle bewegung aufzuweisen, aber im Verhältniß zu ihrer embryonenhaften und diese befand sich in einen troftlosen Zustande. Aus dem schen Gedanken, mit dem preußischen Junkerregiment zu spielen, es Entwickelung hatte sie in den Revolutionstämpfen ebensoviel geleistet Leben, das die englischen Arbeiter in den großindustriellen Sturm- zu benüßen im Kampfe gegen den vorläufig stärksten Gegner, die und gelitten, wie die englische und französische Arbeiterklasse, und sie und Drangjahren führten, ist keine Thatsache überliefert, die nicht ihr fortschrittliche Bourgeoisie und dann die Front zu wechseln. Aber bedurfte einer Zeit der Erfrischung und Erholung, um sich klar zu Gegenbild in der rheinischen Industrie der 60er Jahre gefunden hätte. dieses Spiel konnte auch anders ausgehen. Und eine Reihe Umwerden über die bitteren Lehren der Revolution und die süßen Die Aachener Handelskammer, die offizielle Vertretung der Fabri- stände hatten mehr, als Mehring zugeben will, nicht blos den Schein Lockungen des industriellen Aufschivungs." tanten, nannte die Lage der Arbeiter im Aachener Bezirk einfach trostlos. gegen Schweizer und rechtfertigten den Verdacht und das MißMehring geht von der Auffassung aus, daß ohne Kenntniß der Ein hoher Staatsbeamter bezeugt, daß in Elberfelder Spinnereien, frauen der Eisenacher: Wie grundsäßlich falsch und wie taktisch ges 48 er Bewegung und ihrer Triebkräfte ein Verständniß Laffalle's und in engen, ungelüfteten, von einem wahren Höllenlärme durchtobten fährlich zumal für eine so junge Bewegung, die zum ersten Male seiner Agitation nicht möglich ist. Dieses Eingehen auf die Klassen Räumen den graubleichen, muskellosen Arbeitern bei 15ftündiger ins Feuer geht war die von Schweiger 1867 ausgegebene Arbeitszeit nicht einmal die kleinste Pause zur Einnahme von Stichwahl- Taktit: für den bürgerlichen Kandidaten zu stimmen, *) Wir bringen diese Besprechung des Mehring'schen Buches, Nahrung gelassen, sondern eine Blechvorrichtung um den Hals ge- dessen Partei in der Hauptwahl am wenigsten über die ohne uns mit den Standpunkt des Rezensenten allenthalben zu bunden wurde, woraus sie während der paar Sekunden, wo ein Arbeiter geschimpft hätte! Selbst heute, wo die Partei in 30jährigem identifiziren. Das Buch behandelt eine Geschichtsperiode, über welche Faden riß, einige Bissen herunterlöffeln tonnten. Frauen- und Stampfe tattisch geschult ist, brächte eine solche Taftit die größte Ver ein übereinstimmendes Urtheil aller Parteitreise schon deshalb nicht Kinderarbeit nahm in riesigem Umfange zu." wirrung und böte die Handhabe zu allen möglichen forrupten möglich ist, weil eine ganze Reihe von Persönlichkeiten noch heute Mit diesen Arbeiterelementen mußte Lassalle in seinem Praktiken. Und sie war schließlich der Boden, auf dem 1870 der im Vordergrunde des Parteilebens wirken, die an den behandelten Schlachtplan rechnen. Verschiedenere Zeiten als die Tage des brudermörderische Beschluß erwachsen konnte, bei der Stichwahl für Ereignissen einen persönlichen Antheil hatten. Und namentlich in fommunistischen Manifestes und die Tage des Offenen Antwortschreibens den Bourgeoisliberalen gegen den Eisenacher Sozialdemokraten zu bezug auf die Ausführungen des Mehring'schen Buches über die lassen sich kaum denken. Marr und Engels sprachen zu einer kleinen stimmen. Auch die Nebersiedelung Schweizer's nach Berlin durfte Kämpfe der„ Eisenacher" und des von Schweißer geleiteten Allge- Elite des internationalen Proletariats, die seit Jahren und selbst damals Bedenten erregen wie wurden die Buchdrucker beurtheilt, meiren deutschen Arbeitervereins" dürfte das Urtheil vieler Partei- seit Jahrzehnten in den Hauptzentren des europäischen Verkehrs als sie unter dem Sozialistengeiez sich zwingen ließen, königlich genessen weit schärfer sein, als das des Nezenfenten. gelebt und sich mit den schwierigsten Problemen der deutschen preußischer Gewerkverein" zu werden? Und dann wieder die allen Red. d.„ V." Philosophie wie des englisch- französischen Sozialismus vertraut ge- preußischen Gepflogenheiten widersprechende Haftentlassung Schweizer's. " " - " Die Wirkung dieser und ähnlicher Dinge unterschäßt heute Meh- holte er von Mary Nath ein, den dieser ihm loyal ertheilte des Werkes stehen, Urtheile, die man im Tagestampfe verstehen kann, ring und dadurch erscheint sein Urtheil über Schweißer viel in dem Sinne, wie die Eisenacher von Anfang an zur Frage der die man aber in einem solchen Buche lieber missen möchte. Dahin milder und das über seine Gegner ungerechter, als er es vielleicht Gewerkschaften sich stellten und wie heute noch die Partei zu den gehört z. B. die ständige Bitirung Sonnemann's als" Löb" Sonemann, beabsichtigt. Schließlich ist auch sein Urtheil, daß 1867 durch die Gewerkschaften steht. Und als es später zur Einigung der beiden die Benennung Eugen Richter's als junger Zeilenreißer" und nun gar Niederlage Schweiger's die letzte Aussicht auf eine Vertretung Fraktionen fam, gab es über die Gewerkschaften keinen Streit mehr. die Abschlachtung Stephany's. Wer ist Stephany? Ein so unbedeutender fam, ist des klassenbewußten Proletariats im ersten norddeutschen Reichstag Die Kämpfe und Verfolgungen der beiden Fraktionen( und als Publizist, von so absoluter Einflußlosigkeit auf dem Gebiete der geschwunden" sei, nur formal richtig. Bebel war als Mitglied deren Ergebniß natürlich dann die Einigung in der Sozialistischen Politik, daß die bloße Erwähnung eigentlich schon zu viel Ehre ist. der Sächsischen Volkspartei gewählt- aber das Chemnizer Programm Arbeiterpartei) können nicht geschrieben werden, ohne zugleich dem Und was soll es heißen, den todten Mende noch als„ gewißten Zechkonnte doch wahrhaftig den Vergleich aushalten mit dem von Leser ein Bild des Schlachtfeldes und der Gegner zu preller" zu brandmarten? Schweißer auf der Erfurter Generalversammlung durchgedrückten liefern. So wird diese Geschichte der deutschen Sozial- Bei unserer Besprechung des Buches, kam es uns vor allem darauf " Wahlprogramm". demokratie" zugleich auch zu einer Geschichte des Deutschen an, die Parteigenossen auf seine Bedeutung aufmerksam zu machen, Die Kämpfe der Lassalleaner und Eisenacher nehmen begreiflicher- Reiches und seiner Politik unter sozialdemokratischem Gesichtspunkt. sie zum Studium anzuregen; über den wissenschaftlichen Werth tweise einen breiten Raum ein- der Geschichtsforscher muß uns Der Gründungsschwindel, der Kulturkampf, die demagogischen Frr- des Buches und seine Forschungsmethode mag an anderer Stelle doch Ursachen und Zusammenhänge geben, er kann sich nicht mit ein lichtereien des Agrar- und des Katheder- Sozialismus bis zur christlich geurtheilt werden. Den reichen Inhalt des Buches konnten wir paar gutachtlichen Nedensarten begnügen, die wir auf Treu und Glauben sozialen Agitation, den Attentaten und der Entrechtung der Arbeiter- aber nicht andeutungsweise stizziren, es behandelt ja auch die hinnehmen müssen. Ungemein ausführlich und instruktiv sind die klasse durch das Sozialistengeset, dessen Geschichte in der Mehring- geistigen Strömungen und Streitfragen innerhalb der ArbeiterDarlegungen über Schweizer's Stellung zur Internationale und der schen knappen Darstellung sich wie das hohe Lied des sozialistischen bewegung bis in die Gegenwart herein. Daher ist es auch keine auf ihren Kongressen behandelten Fragen. Auch die heute wieder Triumphes liest kurz alle Phasen der Entwickelung auf politischem bloße Redeflostel, wenn wir zum Schlusse sagen, das Buch sollte in brennende Frage des Koalitionsrechtes und der Gewie wirthschaftlichem Gebiete bis in die jüngste Gegenwart( den keines Genossen Bibliothek fehlen; und der ungemein billige Preis werkschaften spielte gleich nach Erwachen der Arbeiterbewegung Erfurter Kongreß) find in ihrem Zusammenhang, in ihrer Ein- und und die bequeme Bezugsweise des vornehm ausgestatteten Werkes in eine gewaltige Rolle. Mit dem Erstarken der Industrie drängten Rüdwirkung auf die Arbeiterklasse und Arbeiterklassen- Bewegung kritisch 36 Wochenheften zu 20 Bf. ermöglicht die Anschaffung fast jedem. Lohntämpfe und Streits, und trotz aller theoretischen Erklärungen, geschildert und das Buch schließt mit einem vorzüglich geschriebenen Für Vereine und Gewerkschaften aber zumal in daß die Streitbewegung naturnothwendig unter der Herrschaft des Rück- und Vorblick", der also endet:„ Der Emanzipationskampf der kleineren Orten, wo es an rednerisch gewandten und geistig ges ehernen ökonomischen Lohngesezes erfolglos fein müsse, ent- modernen Arbeiterklasse ist der glorreichste und größte Befreiungs- bildeten Genossen fehlt dürfte es sich empfehlen, in ihren Sigungen standen neben dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein die kampf, den die Weltgeschichte kennt, und Jahrhunderte deutscher lieber ein Kapitel aus diesem Buche vorzulesen und dessen Inhalt zu Fachbereinigungen, zuerst die der Tabatarbeiter, Schneider und Schmach löscht die Thatsache aus, daß die deutsche Sozialdemokratie diskutiren, als Redner und Hörer mit Vorträgen zu quälen, die oft Rimmerleute unter Leitung von Vereinsmitgliedern. Schweizer diesen Kampf in der Vorhut führt". pri beiden zur Last und für die Sache ohne Agitationswerth sind. Wer wollte die Gewerkschaften niemals als gleichberechtigt und gleichberechtigt und Bei all' dem Lobe, das wir dem Buche zu zollen haben, das die Vergangenheit der Partei tennt, steht den Streitfragen der selbständig neben der politischen Bewegung der politischen Bewegung anerkennen; auch in prächtiger Sprache und glänzendem Stile geschrieben ist, Gegenwart mit mehr Verständniß und Objektivität entgegen als der, er sah sie stets mur als Ererzierfeld für die Nekruten, was wir bei ernsten wissenschaftlichen Werken leider so selten gewöhnt dem jeder neue Gesichtspunkt deshalb, weil er ihm neu ist, als funkelals Hilfstruppe zur Verstärkung der politischen Bewegung sind, müssen wir doch auch bedauern, daß Urtheile über Personen nagelneue Wahrheit für die Gesammtpartei erscheint, während ihm die Als die gewerkschaftliche Strömung immer stärker wurde, unterlaufen, die nicht auf gleicher Höhe mit dem allgemeinen Werthe Parteigeschichte lehrte, wie oft schon alles dagewesen". -dUnserer rein privaten Anschauung hat, ohne daß wir weiteres Polizeipräsidium ein in der Nähe des Königsthors wohnender dazu thaten, auch das hiesige Amtsgericht I offiziell Barbier vernommen, bei welchem am 5. Oktober, also am Tage beigepflichtet. Denn es fand sich in der uns gestern von amtswegen nach dem Morde, ein Mann gewesen, der eine erhebliche Verlegung zugestellten Kostenrechnung über diesen Privatklagefall folgender am Mittelfinger der linken Hand aufwies. In der ihm vorgelegten Photographie des Wegener erkannte der Barbier den bei ihm gewesenen Vermerk des amtirenden Richters: Abgesezt: 4,20 M. Fahrgelder des Privatklägers( zum Patienten wieder, der jedoch einen Sommerüberzieher nicht Schiedsmann und zurück), weil gefeßlich nicht begründet, 24,50 M. tr u g. Die Wunde am Finger, die vielleicht einen Tag alt und vermuthInsertionskosten, da für die Einrückung nur die gewöhnlich durch einen Stich mit einem stumpfen Instrument herbeigeführt war, lichen Säße, nicht die für sogenannte et la mezeilen in wurde von dem Barbier nicht verbunden. Der Patient zeigte sich Ansatz gebracht werden können, mithin nur 35x0,30 M. 10,50 M. der Abweisung wegen schroff und ungehalten und nahm noch an zuzubilligen ist. it demselben Vormittag die Hilfe eines Heilgehilfen in Anspruch, der Der Fall ist ja an sich gewiß nicht besonders belangvoll, aber ebenfalls in der ihm vorgelegten Photographie des W. den Unzur Charakteristik des Geschäftssinnes, den man in gewissen antisemi- tannten zu erkennen glaubt. Die Verlegung dürfte übrigens schon tischen Kreisen hegt, kann er doch dienen. ausgeheilt, jedoch noch nicht bernarbt sein. Den mitgenommenen ant. Lokales. Diejenigen Parteigenossen, welche noch im Besitz von Material, Bons, Listen 2c. sind, werden ersucht, bis spätestens Sonntag, den 16. Oktober beim Vertrauensmann ab= zurechnen. Andernfalls werden die Namen der Restanten gelegentlich der Abrechnung der Vertrauensmänner in der Versammlung am 19. Oktober bekannt gegeben. Die Vertrauenspersonen. Den Parteigenossinnen und Genossen die Mittheilung, daß am Montag Abend 8 Uhr bei Wernau, Schwedterstr. 23, eine Volts versammlung stattfindet, in der die Delegirtinnen vom Stuttgarter Parteitag Bericht erstatten werden. Ferner steht auf der Tagesordnung: Diskussion sowie Berichterstattung und Neuwahl der Vertrauensperson. Zahlreiches Erscheinen ist erwünscht. Die Vertrauensperson. die Amtlich wird gemeldet: Zur Ausbildung von Turn- Ueberzieher des Roller scheint Wegener danach nicht zu tragen, wahrlehrerinnen wird auch im Jahre 1899 ein etwa drei Monate scheinlich, weil er befürchtet, sich durch die Benutzung desselben zu währender Kursus in der königlichen Turnlehrer- Bildungsanstalt in verrathen. Man muthmaßt, daß sich W. gegenwärtig in Hamburg Berlin abgehalten werden. Die Eröffnung desselben ist auf aufhält, wo er auch in Verbrechertreisen zahlreiche Bekannte befitt, Donnerstag, 6. April t. J. anberaumt worden. Meldungen der in bei denen er sich verbergen könnte. Seit neun Tagen sind Maßeinem Lehramt stehenden Bewerberinnen sind bei der vorgesezten nahmen getroffen, um ein Ueberschreiten der Grenzen durch Wegener Die ,, Saison" tommt nach und nach wieder in's Geleise. Und Dienstbehörde spätestens bis zum 15. Januar t. J., Meldungen anderer zu verhindern. Von anderer Seite wird noch geschrieben: In der Rosine die furchtbaren Anstrengungen unserer höheren Gesellschaft wachsen Bewerberinnen bei derjenigen töniglichen Regierung, in deren Bezirk wieder, je weiter wir dem Winter entgegenkommen. Kaum haben die betreffende wohnt, ebenfalls bis zum 15. Januar t. J. an- Kaiser'schen Mordsache werden auch noch andere als die bereits ersich die Herrschaften im Bade und der Sommerfrische erholt, geht's zubringen. Die in Berlin wohnenden, in feinem Lehramte stehenden wähnten Spuren verfolgt, da die etwaige Mitthäterschaft noch nicht schon wieder los mit der schrecklichen, zerstörenden Thätigkeit, die Bewerberinnen haben ihre Meldungen bei dem königlichen Polizei- genügend geklärt ist. Donnerstag Abend spät wurde noch eine von einem Mitgliede der Gesellschaft verlangt wird. präsidium in Berlin ebeufalls bis zum 15. Januar t. 3. anzubringen. Handelsfrau Eliſe Vogt aus der Invalidenstr. 9 nach dem PolizeiBuerst lommen die Theater. Die Stüde, die wirklich erregend Den Meldungen find die im§ 3 der Aufnahmebestimmungen vom präsidium zur Vernehmung geladen. Bei Frau Bogt hat früher ein wirken, sind recht spärlich auf den Spielplänen zu finden. Man sehe 15. Mai 1894 bezeichneten Schriftsticke geheftet beizufügen, die Schneider Boddin gewohnt, der in Verbrecher- und Zuhälterkreisen fich einmal acht oder vierzehn Tage lang die Anschlagfäulen an. Meldung selbst ist aber mit diesen Schriftstücken nicht zusammen unter dem Spitznamen„ Otto" bekannt ist. Dieser hat vor acht Wochen bei seiner Wirthin und an einer anderen Stelle einen Lange halten sich Stücke wie z. B. Bartel Turaser" nicht auf dem zuheften. Repertoir. Sie sind nichts für das Publikum, das ins Theater Ein neuer Rurfus für Gefeteskunde wird an der 9. städtischen Einbruch verübt und wird außerdem wegen Wechſelfälschung gehen kann. Sie fallen diesen Menschen auf die Nerven. Denn Fortbildungsschule für Jünglinge und Erwachsene am Mittwoch, den und Berausgabung falschen Geldes verfolgt. Boddin handelte eine wenn sie nicht an ihr Gemüth rütteln, so liegt es eben daran, 19. Oktober, abends 7 Uhr, eröffnet. Juſtizanwärter, Bureau- Zeit lang mit Spieluhren und ist dabei mehrfach auch in das Haus daß viele Theaterbesucher keins haben, daß sie gar nicht in beamte, Arbeitgeber und Arbeitnehmer der verschiedensten Gewerbe ionskirchstraße 16/17 gekommen. Frau Vogt dachte zunächst an ihn als den Hauptthäter, weil sie den bei Soller zurüdgelassenen Tiefen der Verhältnisse und Leidenschaften hinein- finden hier unentgeltlich Gelegenheit, unter Leitung eines Juristen Ueberzieher als den zu erkennen glaubte, den sie einmal für Boddin sehen können. Wie darf sich auch ein Stüinstler erlauben, sich die für die verschiedensten Lebensverhältnisse wünschenswerthen Dinge darzustellen, die unsere Gesellschaftsordnung geißeln? juristischen Kenntnisse anzueignen und über spezielle Lebensvorfälle gekauft hatte. Darin hat sie sich jedoch geirrt. Bemerkenswerth Er ist doch nur zum Amüfiren da. Ergriffen wollen die meisten Aufklärung zu verschaffen. Anmeldungen, auch für die verschiedensten dem er vorher geäußert hatte, er werde noch einen größeren Coup aber bleibt, daß Boddin seit dem Mordtage verschwunden ist, nach Theaterbesucher nicht sein. anderen Lehrfächer, wie Zeichnen, Fachzeichnen, Buchführung, Rechnen, Berlin musizirt wird. Man müßte glauben, unsere Gesellschaft habe Schreibmaschine und Gesang nimmt der Herr Dirigent Pagel täglich sei gleichgiltig. Die Spuren Boddin's führen nach Altona.m Und dann die Konzerte. Es ist unheimlich, wie viel jetzt in Deutsch, Französisch und Englisch, Phyfit und Chemie, Stenographie, machen. Auf einen Mord komme es ihm dabei auch nicht an, seine Mutter habe seinen Vater vergiftet, ein Mord mehr oder weniger eine Musikivuth, ähnlich der Tanzwuth bekommen, für die zwischen 7 und 9 Uhr abends im Amtszimmer, Fruchtstraße 88, II, fei gleichgiltig. Die Spuren Bobbin's führen nach Altona. Sänger und Virtuosen sei die goldene Zeit angebrochen. Weit entgegen. Tödtlich verunglückt ist Freitag Abend um 81/2 Uhr ein Argefehlt! Unter den Konzertbesuchern sind meist ungeheuer viel An den Fahrkartenschaltern erwachsen dem Publikum dadurch beiter der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, der in der MaschinenFreiberger. Und nicht etwa folche, die keine Billets bezahlen unbequemlichkeiten, daß in denjenigen Fällen, wo bei Bezahlung des abtheilung in der Brunnenstraße beschäftigt war, in der Zentrale fönnen. Selbstverständlich sind auch die großen Stonzerte gut be- Fahrpreises Geld gewechselt werden muß, die herausgegebenen der Gesellschaft in der Königin Augustastraße 36. Hier sollte ein fucht, deren Eintrittspreise nur für bestimmte Streise berechnet sind. Münzen auf den glatten Schaltern sich schwer anfassen lassen. Da- Anker einer Dynamomaschine von einem Rollwagen abgeladen Aber man muß den dabei entfalteten Bomp sehen, die recht oft nicht durch wird auch bei starkem Andrange die schnelle Abfertigung der werden. Das schwere Stüd wurde hochgewunden, während auf vorhandene Andacht beobachten, un zu erkennen, wie wenig Reisenden erschwert. Die hiesige Eisenbahn- Direktion hat nun an- der Straße drei Arbeiter standen, um es auf ein BalkenEmpfindung für Kunst dort vorhanden ist, wo die ganze Erziehung geordnet, daß behufs Beseitigung der hieraus entstehenden Unzuträg- gerüft zu leiten. Das Gerüst brach oder kippte zunächst um auf die Erzielung der höchsten Kultur berechnet ist. Verständniß ist lichkeiten in Zukunft an den Fahrkartenschaltern runde Gummi genau ließ sich das nicht feststellen und der Anter fiel herab, ja nicht von allen zu erwarten. Aber daß sogar das Empfinden Zahlplatten verwendet werden, auf die das herauszugebende Geld traf einen Arbeiter an der Schulter, warf ihn um und zerschmetterte fehlt den Reisenden aufzuzählen ist. ihm beide Beine. Man rief die Feuerwehr zu Hilfe, um den UnUnd num fangen auch die Gesellschaften, Bälle und Soireen an. Das ist wahrlich der anstrengendste Theil der gesellschaftlichen jetzt endlich fertig geworden, fodaß der Fahrdamm jest in allen Grundstück befindet, und Arbeiter der Zentrale ihn darunter hervor Die Asphaltirung und Regulirung des Potsdamer Plazes ist glücklichen von der schweren Laft zu befreien. Als sie antam, hatten Pflichten. Der männliche Sprößling der Geld- und Geburts- ezt endlich fertig geworden, sodaß der Fahrdamm jetzt in allen aber bereits Schutzmänner der 33. Revierwache, die sich auf dem seinen Theilen von Wagen befahren werden kann. Nur nach dem aristokratie muß sogar meift dazu befohlen werden die jungen Botsdamer Bahnhof zu, gegenüber dem füblichen Thorgebäude, ist gezogen. Der Berunglückte starb nach einer halben Stunde auf der Offiziere bataillonsweise zu den offiziellen Veranstaltungen. Denn noch ein fleines rechtediges Stüd mit Pflaster bedeckten Fahrdammes nächsten Unfallstation. Es soll ein Arbeiter Albrecht aus der Stalizeres wird noch immer gellagt, daß die jungen Herrlein nicht tanz übrig geblieben, da an dieser Stelle der dritte Inselperron errichtet straße sein; mit unzweifelhafter Bestimmtheit ließ sich das jedoch luftig und gesellschaftslustig sind. Das ist nun allerdings eine hoch- werden soll, wichtige, welterschütternde Thatsache, die sogar in einem hiesigen Polizeilich verboten wurde jedes Musiziren in den Lokalblatt oft zu tiefsinnigen Bemerkungen benutzt wird. Im übrigen Versicherungsgesellschaft Prometheus. Die amtliche Berl. Cafés in der Zeit nach 11 Uhr abends. Hauptsächlich davon beKorr." meldet: Wie bereits früher mitgetheilt worden ist, hatte sich troffen sind neben den„ ungarischen Kapellen" die Bitherspieler, deren ist diese Thatsache nicht sehr schmeichelhaft für die Gesellschaft. Aber während die männliche Jugend oft so bockbeinig ist, kann die die Vermögenslage der auf Gegenseitigkeit gegründeten Lebens, In- fast ausschließliche Einnahmequelle die musikalische Produktion in den weibliche nicht genug von der anstrengenden Thätigkeit bekommen. validitäts- und Unfall- Versicherungsgesellschaft Prometheus" in Nachtcafés bildete. Mit dem Zitherspieler,„ Cafétiroler" genannt, Man muß sie nur vor den Schaufenstern der Modebazare oder in den Berlin als eine so ungünstige herausgestellt, daß ein finanzieller zu verschwindet eine charakteristische Erscheinung aus dem Berliner großen Kaufhäusern beobachten, wie eifrig fie in den Vorbereitungen sammenbruch besorgt werden mußte. Infolge dessen hatte die Auf- Nachtleben. An ihre Stelle haben die meisten Cafés Musikautomaten sind, wie sie ihr armes Hirnchen zermartern. sichtsbehörde, nachdem die Versuche, eine Sanirung der Gesellschaft auf Ja, so ein Dasein ist schwer. Die Poetin eines neuen Wochen- anderem Wege herbeizuführen, gescheitert waren, die General- angeschafft, die nicht unter das polizeiliche Verbot fallen, das offenbar blattes meinte sogar, es fei cin vergoldeter Stäfig. Die Arbeiterin versammlung zur Beschlußfaffung über die Liquidirung veranlaßt. auf die häufigen Klagen wegen nächtlicher Ruhestörung in gewissen folle die Frau aus der Gesellschaft nicht beneiden; der ginge es auch dieser Schritt ist ergebnißlos geblieben, da die General- Lokalen zurückzuführen ist. Ein Bannnfall ereignete sich Freitag Abend auf dem Grundwahrlich schlechter als der Arbeiterin. Man muß aber doch sagen, versammlung sich gegen die Liquidation ausgesprochen hat. Unter Der 38 Jahre alte Maurer Böttcher aus daß die Damen es sich im Käfig recht amüsant machen und sich ganz diesen Umständen ist, um weiteren Schädigungen der Versicherten stück Hessischestr. 1-4. wohl darin zu fühlen scheinen. Fragt nur eine, ob sie mit der vorzubeugen, nur übrig geblieben, gegen die Gesellschaft Prome- der Wilsnackerstr. 55 stürzte kurz vor Feierabend aus dem dritten Arbeiterin tauschen möchte. Sie würde schön lachen! theus" mit der Konzessions entziehung vorzugehen. Die Stock eines Neubaues herab und zog sich schwere äußerliche und Wie man in der antisemitischen Presse zu einer Reklame hierauf gerichtete Klage ist vor kurzem dem Bezirksausschuß in wahrscheinlich auch innerliche Verlegungen zu. Der Verunglückte Berlin eingereicht worden. wurde mit einem Wagen der nächsten Unfallstation nach der Charitee kommen kann. Unser Kollege August Jacobey ist, wie noch Der kürzlich aus dem Zuchthause in Moabit entsprungene gebracht. erinnerlich sein wird, am 29. August wegen Beleidigung des antiEin schwerer Unfall hat sich vorgestern Nachmittag auf dem semitischen Redakteurs Sedlakek zu fünfzig Mark Geldstrafe Schiffer Richard Erpel scheint dieser Tage in der christlichen verurtheilt worden; Ursache der Bestrafung war, daß der„ Vorwärts" Herberge in Stettin logirt zu haben. Vorgestern Morgen fand Neubau des königl. Marstalls zugetragen. Der Lichthof die Ueberschrift eines Artikels in dem von S. redigirten„ Antisemi- nämlich der„ Ostseeztg." zufolge die Polizei unter den von der erhält hier einen eisernen Aufbau. Für diesen kam vorgestern Nachtischen Gener.- Anz.", die in den bezeichnenden Worten austlang: Herberge aus bei ihr angemeldeten Personen den Namen eines mittag mit einem Rollwagen ein schwerer eiserner Bogen an, der mit " Ostern naht, die Juden brauchen Christenblut" als blödsinnig be- Schiffers Richard Engler. Der Name fiel der Polizei auf und einem Flaschenzug abgeladen werden sollte. Für den Flaschenzug zeichnet hatte. Außer der Geldstrafe war noch in dem Urtheil die es wurden sofort in der Herberge Erkundigungen eingezogen, stellte man einen Dreibock auf. Da es geregnet hatte, so stand dieser wobei sich ergab, daß die Beschreibung, die man dort von dem in- auf dem schlüpfrigen und aufgeweichten Boden nicht feft und gab übliche Publikationsbefugniß ausgesprochen worden. " " nicht mehr feststellen. Bor furzem erhielten wir vom Verlag des„ General- Anzeigers" zwischen weiter gezogenen fremden Gaste gab, genau auf den ge- nach. Der Montenr Paul Edert aus der Gerichtstraße sprang bei eine auf 35 Mart lautende Rechnung und außerdem als suchten Erpel paßte. Die Nachforschungen nach seinem Verbleib einer Drehung zu, um ihn aufzufangen und zu stüßen, der Dreibod Belegeremplar die Nr. 90 des genannten Blättchens zugestellt, in blieben jedoch erfolglos. Die Annahme, daß der Gesuchte mit dem aber fiel um und warf auch den Monteur zu Boden. Der Flaschenwelcher an der Spike der Tenor des gegen Jacobeh ergangenen entsprungenen Erpel identisch ist, wurde am Abend noch durch den zug, eine Laft von etwa zehn Zentnern, stürzte um und fiel Eckert Urtheils auf Kosten des Verurtheilten abgedruckt stand. Die 35 M. Hausvater der Herberge bestätigt, der erklärte, der Fremde habe ihm auf das Genic. Der Verunglüdte erhielt von der Unfallstation V. famen uns, wie der Berliner sagt, ein bischen haarig vor; und als eine Legitimation vorgelegt, in der der ursprüngliche Name Erpel in der Brüderstraße die erste Hilfe und sollte dann nach dem wir daher der Ursache eines so theueren Annoncirens auf den Grund ausgestrichen und an dessen Stelle der Name Engler gesetzt worden St. Hedwigs- Krantenhause gebracht werden; er starb aber schon gingen, fanden wir, daß die Herren vom„ General- Anzeiger" für die sei. Er habe dabei an den entsprungenen Erpel allerdings nicht ge- auf dem Wege dorthin und wurde mun als Leiche dem Schauhauſe Bublitation nicht die gewöhnliche Anzeigengebühr von 30 Bf. dacht. Die Spur des Flüchtlings foll übrigens von Berlin über zugeführt. Eckert war unverheirathet und der Ernährer seiner bepro Zeile angefeßt, sondern die 35 Zeilen, welche der Urtheils- Stettin noch Wollin, Swinemünde und zurück nach Stettin verfolgt tagten Mutter, einer Wittive. tenor umfaßte, als eine Reklame für den Vorwärts" worden sein. Erpel müßte, so meinen wir, sehr dumm sein, wenn angesehen und mit eiserner Stonsequenz auch den für Reklamen in er feinen eigenen Namen ins Herbergsbuch eintrüge. dem antisemitischen Blatte üblichen Preissag von einer Mart Der muthmaßliche Mörder Albert Wegener hat sich allem Anschein nach auch noch am Tage nach dem Morde in Berlin aufpro Zeile in Rechnung gebracht hatten. Wir lachten herzlich ob solches antisemitischen Geschäftsfinnes; gehalten. Aus den Blutspuren, die an Wänden, Thüren 2c. der da wir aber grundsägliche Feinde jeglicher Reklame sind, fonnten Roller'schen Wohnung entdeckt wurden, glaubte die Kriminalpolizei wir in unserer Verlegenheit auch die Liebenswürdigkeit der Herren zu entnehmen, daß der Mörder sich selbst an der Hand verletzt habe. Antisemiten nicht so recht afzeptiren. Wir täuschten die Hoffnung Die in Berlin angestellten Nachforschungen scheinen auch diese Annahme bestätigt zu haben. Donnerstag Vormittag wurde auf dem der Braven, indem wir die Zahlung verweigerten Ju aller Stille ist gestern Nachmittag um 3 Uhr die Fürstin Troutbettoy, die sich bekanntlich im hiesigen Untersuchungsgefängniß getödtet hat, auf dem Friedhofe der russischen Gemeinde bei Tegel beerdigt worden. Die Ermittelungen hatten ergeben, daß die Fürstin eine russische Staatsangehörige war, und so sorgte denn das hiesige Generalkonsulat für die Bestattung. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die Leiche des 40 Jahre alten Maurerpoliers Alexander Stanafoleti, der Freitag Morgen unter sonderbaren Umständen gestorben ist. St. fam Verein Vorwärts, Johannisburg( Transvaal). Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street." vor acht Tagen beim Einrichten einer Weinstube am Wedding zu I Unser Genosse, der Buchdruckereibesiter Mag Schrinner, London. Der einzige hiesige fozialdemokr. Verein Londons, der alte, Falle und wurde auf seinen Wunsch in seine Wohnung gebracht. der in weiten Kreisen bekannt war, starb Donnerstag Abend gegen von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische Dem Anscheine nach beschränkten sich die Verletzungen auf den Bruch 9 Uhr an einem Herzleiden, an dem er schon seit langem litt. Die Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, einiger Zehen. Als der Mann gestern Morgen aufstand, um zur Beerdigung findet Sonntag Nachmittag um 3 Uhr vom Trauerhause Tottenham Court Rd., W. London. Toilette zu gehen, brach er auf dem Korridor mit einem Aufschrei Brunnenstr. 164 aus statt. zusammen und starb nach wenigen Minuten, nachdem seine Frau und Hausgenossinnen ihn ins Bett getragen hatten. Die behördliche Untersuchung wird festzustellen haben, ob der Tod mit dem Unfalle zusammenhängt und ob jemand dafür verantwortlich ist. Die Leiche wurde von der Wohnung in der Markgrafenstr. 99 nach dem Schauhause gebracht. Beim Radfahren schwer verunglückt ist am Freitag Abend um 7 Uhr eine junge russische Dame, Fräulein Purang, die in der Karlstraße 17 wohnt. Die junge Dame fuhr mit einer anderen durch die Berlinerstraße in Charlottenburg. Dicht hinter ihnen kam ein Wagen der Flaschengroßhandlung von Jaenkel u. Ko. aus Berlin. Dieser fuhr nach Aussage der Zeugen sehr schnell, rannte vor dem Hause Berlinerstraße 117 Fräulein Burang um und ging über fie hinweg. Die Verunglückte, die u. a. einen Bruch des linken Armes und eine schwere Verlegung am linken Auge erlitt, erhielt von dem Arzte Dr. Martens einen Nothverband und wurde dann nach Berlin in die königliche Klinik gebracht. Die Urania hat in ihren Räumen in der Taubenstraße eine werthvolle Ausstellung verschiedener Gegenstände veranstaltet, die am The Aus den Nachbarorten. 10 Weißensee. Den Parteigenossen wird bekannt gegeben, daß die öffentliche Parteiversammlung am Montag nicht im Albrechtshof, sondern im Prälaten, Ede der Lederstraße und Bericht des Vertrauensmannes, Bericht der Lokalkommission. NeuKönig- Chauffee, stattfindet. Tagesordnung: Bericht vom Parteitag, wahlen. Jeder Genosse hat in der Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Vereinslokal Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 3. Sonntag, den 16. Oftober, vormittags 10 Uhr, im Restaurant Liewald, Manteuffelstr. 47: Mitglieder Bersammlung. Filiale Berlin 4. Heute Abend 8½ Uhr bei Fris Wilke, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tischler Verein. Heute Abend 82 Uhr, Melchiorstr. 15: Generalim großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: BerVersammlung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 16. Oktober, vormittags 9 Uhr, fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Wilhelm Bölsche:„ Der Jugendunterricht im Freien." Gäste willkommen. Montag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, ebendaselbst: Beschließende Versammlung. Stiftungsfest im Totale Fürstenhof, Köpnickerftr. 137. Anfang 8 Uhr. Elektro- technischer Gewerkverein Berlins und Umgegend. Heute Verein der Langenbielauer zu Berlin. Sizung heute Abend 9 Uhr, Wirthshaus Langenbielau", Oberbaumstr. 5. Die Sigungen finden 14 tägig und zwar regelmäßig des Sonnabends statt. Achtung, Groß- Lichterfelde! Der sozialdemokratische Agitationsberein veranstaltet am Sonntag den 16. d. M. einen Ausflug mit Familien nach Marienfelde, Lokal Teutschbein. Treffpunkt: Wilhelmsplaz( neben der Kirche) mittags 2 Uhr. Aus Groß- Lichterfelde wird berichtet, daß dort zum Frühjahr mit dem Bau eines Amtsgerichts begonnen werden soll. Die Kosten stellen sich auf 300 000 m. Neuer Naturheilverein Kube. Sonntag, den 16. Oktober, nachm. 4 Uhr, im Cösliner- Hof, Cöslinerstr. 8: Vortrag des Frl. Kube über nedsgde is notast 19ds Rheumatismus und Gicht. Entstehung und Heilung nach der Naturheil tunde. Nach dem Vortrag Tanzkränzchen. ebe bergangenen Donnerſtag zum ersten Wale besichtigt wurde. Zur Verlammlungen. Menschheit giebt. Auf die Modelle der ältesten Thiere folgen die Ueber zu überlassen sei. Eine Beweg hielt man zur Zeit nicht für rathsam.| hoch entwickelten Menschen voraussetzen. Die verschiedenen Perioden der Steinzeit prägen fich deutlich in dem Fortschritt von den nur anfangs roh behauenen Gegenständen zu den späteren ab, die ihre Form durch Schleifen erhalten haben. Sehr interessant ist die Nachbildung eines Bohrers, mit dessen Hilfe die ältesten zivilisirten Menschen, deren Spuren auf uns gekommen sind, Löcher in die harten Steine bohrten. Weiter sieht man die Neste der Bronzezeit, auf die noch später die Eisenzeit folgte. Es ist auch der Versuch gemacht, diese verschiedenen Perioden in einigen Hauptzügen, die sich z. B. in der Art der Todten bestattung darstellen, zur Anschauung zu bringen. Bei der Kleinheit der ganzen Sammlung hält sich die Wirkung allerdings in bescheidenen Grenzen; aber sie erreicht doch den gwed, einen ungefähren Ueberblick zu geben, und wenn durch einen Lehrer 16 evil Briefkasten der Redaktion.s Die Kammmacher und Berufsgenossen werden auf die am Montag, ist ein Saal mit Modellen von vorgeschichtEine Vertrauensmänner: Sihung der Töpfer, die am den 17. Oktober, abends 8 Uhr, bei Gold, Gr. Frankfurterstr. 133, statt lichen Thieren, sowie mit Waffen, Werkzeugen, Schmuck Donnerstag stattfand, kam nach eingehender Prüfung der Verhältnisse findende Versammlung, in welcher Genoffe Güth über Innungen sprechen sachen und anderen Gegenständen aus vorgeschichtlichen und auf den einzelnen Bauten zu der Ansicht, daß die Stimmung der wird, aufmerksam gemacht. Näheres durch Inserat in der Sonntag- Nummer den ältesten geschichtlichen Perioden gefüllt. Viele dieser Mehrzahl der Berliner Töpfer einem etwaigen Streit wegen der des Vorwärts". Die Werkstatt- Kontrollkommission der Kammmacher und Berufsgenossen. Stücke sind Originale, die von Ausgrabungen Herstammen. Fensterfrage nicht günstig sei. Man war darin einig, daß an der Die fleine Sammlung, welche von Herrn Dr. Göße zusammengestellt prinzipiellen Forderung, nach dem 15. Oftober nur auf Bauten mit wurde, ist in übersichtlicher Weise geordnet, daß sie in fleinem Rahmen verglasten Fenstern zu arbeiten, festgehalten werden müsse, die Durch einen interessanten Ueberblick über die wichtigsten Kulturperioden der führung dieser Forderung aber den Kollegen der einzelnen Bauten Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerstag für die Anerkennung des von den und Freitag abends von 7 bis 8½ Uhr statt. refte Töpfern Alt- Glienecke. Wir hätten den Artikel schon heute gebracht, wenn Eine am nächsten Dienstag abzuhaltende öffentliche Versammlung derselbe von der Lokalkommission oder vom Vertrauensmann abgestempelt soll über die von der Vertrauensmänner- Sigung behandelten An- worden wäre. Da das Manuskript keine Adresse enthält, konnten wir es Ihnen zum Zweck der Abstempelung auch nicht wieder zusenden. Wir ergelegenheiten endgiltig Beschluß faffen. warten eine Mittheilung von Ihnen. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Naue. Fragen Sie an in der Märkischen Volksstimme", Forst i 2., ie an in de d. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Bereinskalender find Frankfurterstraße 11. zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Sonnabend, A. 2. 92. Antwort auf 2. und 3. würde zu umfangreich ausfallen. Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156. abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lesen Sie darüber nach in dem Buch von Specht, Statistik der Reichstags: Sanges- Echo", Scholz, wahlen. Nr. 1, juristisch, wird an anderer Stelle beantwortet werden. Naunynstr. 6. Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13. Glid 5. N. 33. Zunächst kam darauf die Hauptwahl von 1893, woran sich zu", Lorisch, Pantstr. 32d. hand in hand II", Friedrichsberg, Heinecke, eine ganze Reihe von Nachwahlen schlossen. Friedrich Karlstr. 11. Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, WartenSchubert. Auf der Redaktion des Vorwärts" von 5 bis 8 Uhr bergstr. 69. Sorrer, Straßburgerstr. 56. nachmittags. „ Gintracht 3"," Keltow, Derg, Behlenboulet, So Sängerluft", LuckenTh. Rostockerstr. Nur wenn die Maschine zum Erwerb nothwendig Arbeiter- GefangBecelizerſtr. 34. 51, Ginigtett 2", Lange, Weberſtr. 42. ist, nicht wenn sie es war, ist sie unpfändbar. Verkauf bei drohender den Schülern beim Besuch erklärende Erläuterungen gegeben werden," Septime", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. ( gem. Chor), Luckenwalde, Bäder, Bussestr. 20. Zwangsvollstreckung kann als Schiebung bestraft werden. G. N. 44. Uns nicht bekannt. 148 D. Unverständlich. so fann sie in geeigneter Weise zur Ergänzung des Geschichts20. M. 43. Die Aus: Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen ficht solcher Klage, die beim Amtsgericht zu stellen wäre, ist zweifelhaft. unterrichts benutzt werden. Freilich dürfte dieser dann nicht von im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Schulte. Im allgemeinen in 10 Jahren. Köhler 1000. Sie müßten den Heldenthaten des Hohenzollernhauses Handeln, sondern von der Straße 80, 2. Hof. Sonnabend:" Angler I", Ruppert, Bimmerftr. 59. Ihre Forderung einflagen und dann Pfändung in die einbehaltenen Sachen Havana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstraße. Entwickelung der Menschheit. Glück Auf", vornehmen lassen. Zur Veräußerung find Sie nicht berechtigt. Petersen Vornehmlich dem Anschauungsunterricht sollen auch die Gegen- Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinisstr. 19." Kuba", Pönig, Brandenburg: 100. Das entbindet nicht vom Vertrag. stände dienen, die in dem darüber befindlichen Saale von der Straße 54.- Pappel", Dahmke, Buchholzerstr. 5.100. 3. 3. Ein Patent " Frisch gewagt", Häusler, darauf giebt es nicht. Memelerstr. 61. R. P. 100. Die Klage hat taum Aussicht auf beach. 1. Arbeiterfreunde", Dietrich, Rathenowerstr. 43. Blaue Münchener Verlagsanstalt Photocol ausgestellt sind. Besonders er- Schleife", Lange, Reichenbergerstr. 83. Erfolg. Havana I", Nixdorf, Philipp, finden. 2. Solcher Brief ist nicht angekommen. W. W. S. Unbekannt. wähnenswerth find hier eine große Reihe Präparate von größeren Juliusstr. 59. Emil W., A. Nagel. Ja. R. N. 5. 1. und 2. Nein. Burg und fleineren Thieren und Pflanzen, die in eine Flüssigkeit, wohl Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnb. Fichte", Berlin. E. 99. Das Wohnen ist durchaus gestattet, aber es darf tein intimer Glycerin, eingebettet, sich zwischen zwei Gläsern befinden. Es abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37, 3. Männer- Abth. Verkehr stattfinden. Sonst tönnen die Eltern wegen Ruppelei mit Zuchthaus 8. Männer Abth. Höchftestr. 36/37. 2. Lehrlings Abth. bestraft werden. handelt sich dabei nicht um fleine Decgläser, die das Präparat Benderit. b G. H. Wenn der Sohn Reisender der Firma war oder wesentlich mir von einer Seite anzubliden gestatten, sondern auf Stalizerſtr. 55-56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstr. 3. Freie Turner: Bollmacht zum Einkassiren hatte, war er zur Geldannahme berechtigt. War einer ebenen Glasplatte ist eine linfenförmig gewölbte aufgefittet, Nereus", Lehrlings: Abth. 8-10 Uhr abds. Reichenbergerstr. 131-132. schaft Johannisthat" abds. 9-10 Uhr Senftleben. Turnerschaft d. V. dies nicht der Fall, so muß der Sohn das Geld zurückzahlen und kann und zwischen beiden befindet sich das Präparat, das beliebig herum- Arb.- Turno." in Adlershof, Herrguth, Oppenstraße 8-10 Uhr abds. wegen Betruges angezeigt werden. H. 5. 21. Der Miether ist zahlungs: gereicht und nach allen Seiten gewendet und betrachtet werden Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. verpflichtet. Ihm hat derjenige, durch dessen Schuld die Scheibe eingestoßen werden. " = " ist, Ersatz zu leisten. werden. -AWA Witterungsübersicht vom 14. Oftober 1898, morgens 8 Uhr. Theaterv. Normania" jeden letzten Spind abgeholt. tann. Selbst größere Thiere, wie Eidechsen, Schlangen, Schild- Bohemia", Schulz, Veteranenstr. 18. M. 88. Sie müssen sofort zahlen, sonst wird das Schiedsmann. Zur Widerflage ist Sühneattest nicht fröten u. a. sind in dieser Weise präparirt viel bequemer zu be- Sonnabend im Monat, Leichnis, Fruchtstr. 36a. Vergnügungsv. Helgo: trachten und daher näher kennen zu lernen als wenn fie land II", jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, Lehmann, Lübbenerstr. 9. erforderlich. Dieselbe muß aber spätestens im Termin erster Instanz erhoben Broose. Klagen Sie beim Gewerbegericht. Die Frage, in Spiritus in einem zylinderförmigen größeren Gefäße aufbewahrt Stattlub Fortuna", Stragat, Suttenstr. 1.- Rauchflub„ Dornröschen", e ob dem Bauarbeiter eine verschließbare Bude zur Verfügung zu Krüger, Fennstr. 3. Theaterv. Nordstern", Schulz, Dunderstr. 90. stellen ist, ist streitig, nach zutreffender Ansicht aber zu bejahen. Theaterv. Alpenrose", Babstr. 35-36." Vereinigung der Turnfreunde", 81/-10%/ 2" Uhr abds. Demminerft. 56-57. Tummy. Often", Turnhalle Blumenftr. 63a, 8-10 Uhr abbs. Männer Abth. Bitherflub Grifa" Müller, Hessische und Hannoverscheftr.- Ecke. Theaterv.„ Othello 1", Nowack, Manteuffelstr. 9. Statflub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr. 23. Theatery. Thalia", jeden Sonnabend nach dem 1. u. 15. im Monat, Regelflub Salte Neune", Holzmarktstr. 72. Lindede, Andreasstr. 33. Humorist.- V.„ Einigkeit", Werner, Huffitenstr. 31. Schauspielklub„ Goethe", Bildungsverein Mehr Licht," Bibliothekstunde 9-10 Uhr abbs., Gärtner, Moltenstr. 12. Dansk Forening Freja, har Módeaften hver Lòrdag Kl. 9. Restaurant Tettenborn", Wallstr. 91. Böhmisch- flavischer Bildungsv.„ Hawlischek", Restaur. Zur neuen Post, Beuthstr. 21. Noch eine Treppe höher befindet sich eine Ausstellung von Ivesschen Chromoskopen, den Apparaten, die den neuesten und zwar einen sehr wesentlichen Fortschritt auf dem Gebiete der farbigen Photographie darstellen. Ueber diese vor einigen Tagen auch auf der Treptow Sternwarte vorgeführte Erfindung haben wir schon am Donnerstag turz berichtet. Wir möchten noch nachtragen, daß die Chromostope nicht nur zur Darstellung auf der Projektionswand dienen, sondern daß die Bilder auch direkt in fleinen Apparaten betrachtet werden können, wobei die Wirkung eine noch vollkommenere iſt. Feuerbericht. Freitag brannte Kochstraße 55 der Fußboden. Aus gleichem Anlaß wurde die Wehr nach Mohren straße 19 gerufen. Hier wurde auch die Balfenlage start be= schädigt. Verschiedene andere Alarmirungen waren auf geringfügige Ursachen zurückzuführen. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß am Donnerstag, den 13. Oftober, abends 9 Uhr, mein lieber Mann, unser guter Bater, Sohn, Schwager und Onkel, der Buchdruckereibefizer MaxSchrinner nach langen, schweren Leiden verstorben ist. [ 15496 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Brunnenstrasse 164, aus statt. Um stilles Beileid bittet Im Namen der Hinterbliebenen Die tranerude Wittwe. Sozialdemokratischer Stoppenstr. 65. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Café du Lion de Belfort, Rue St. Honoré 314. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. Goldschmiede Gewerbe Achtung! Buchbinder Achtung! zu Berlin. Am Sonntag, d. 23. Oftober 98, findet im Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45, eine Versammlung sämmtlicher Arbeitgeber, welche Beiträge aus eigenen Mittteln zur Staffe leisten, und sämmtlicher großjährigen Kaffenmitglieder statt(§ 53, II. Nachtrag) und zwar: für die Arbeitgeber um 92 Uhr vormittags, mit der Tagesordnung: Wahl von 45 Delegirten(§ 50), und für die Kaffenmitglieder um 102 Uhr vormittags, mit der Tagesordnung: 1. Wahl von 90 Delegirten(§ 50). 2. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 72/15 Der Vorstand. E. Davidshäuser, Borf., Elisabethstr. 45 b. und verwandte Berufsgenossen. Dienstag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, im großen Saale des Herrn Keller, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in Buchbindereien, Kontobuch, Leder- Galanterie: waaren, Luzuspapier, Album- u. Kartonfabriken beschäftigten Arbetter und Arbeiterinnen. datasetages Ordnung: ola 1. Der Austurm der herrschenden Klasse auf die höchsten Rechte des arbeitenden Volkes. Referent Neichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 2. Wie ftellt sich die Kollegenschaft Berlins zur Ein führung des Leipziger Minimaltarifs. Referent Kollege Bitomsky. 3. Der Streik unserer Kollegen und Kolleginnen in Wien. 25/12 Wir richten an alle Arbeiter und Arbeiterinnen sämmtlicher Branchen das dringende Erfuchen, vollzählig in dieser hochwichtigen Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauenspersonen. Wahlverein f. den 6. Berliner Sentral- Stranter. Sterbe Metallarbeiter! Reichstags- Wahlkreis. fasse d. deutschen Wagenbauer Den Genossen zur Nachricht, daß unser Genoffe, der Buchdruckerei befizer 247/16 Berlin III. 1556b Mitglieder- Versammlung Max Schrinner, am Sonntag, 16. Oftober, vorm. 10 Uhr, bei Bergmann, Basewalkerstr. 3. Am Montag, den 17. Oktober, abends 8 Ubr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärte Wetter Swolfig Swinemde. 766 SSO 3eiter Hamburg 764 Berlin Temp. n. G. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 6° C. 4°. wollent 3516.beb. 12 3Haparanda 769 Still 2Petersburg 747 NNA 7Aberdeen 760 SO 7bedeckt 2Paris 756 35lb.beb. O Cort wolfent 3Nebel bebeckt 8 764 DSO 4wolfent Wiesbaden 764 Still 760 761 Still München Wien 1208 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 15. Oftober 1898. Kühl, trocken und vorwiegend heiter, zeitweise wolkig bei frischen öftlichen Berliner Wetterbureau. Winden. Achtung Töpfer. Autung. Dienstag, den 18. Oktober, abends 6 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c: GOeffentl. Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend. ebitnica Tagesordnung: Die Einführung der verglasten Fenster auf den Bauten u. die Tarifvorlage. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. H. David, Vertrauensmann der Töpfer Berlins u. Umgegend. Schmiede! www Sonntag, den 16. Oktober cr., vormittags 9 Uhr, bei A. Hahn, Stralauerstrasse 48: Versammlung der Bahlstelle Berlin Oft aller in der Schmiederei beschäftigten Arbeiter Deutschlands. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal. 4. Ber schiedenes. Gäste willkommen. 176/6 Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Versammlung u. nach langen und schweren Leiden ver Luisenstädt. Clubhaus jämmtlicher Arbeiter der Firma Siemens& Halske, storben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause Brunnenstr. 16 nach dem St. Elisabeth- Kirchhof, Prinzen Allee, ftatt. Ehre seinem Andenken! Bahlreiches Gefolge erwartet Annenstrasse 16. Säle u. Vereinszimmer. Vollständig neu renovirt. 15546 Sonnabende 19. u. 26. nov., 3., 10. u. 17. Dez., 7., 14. u. 28. Jan., Der Vorstand. 4. Febr. noch frei. Verband der in Buchbindereien, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Tagesordnung: Die derzeitigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Betrieb der Firma Siemens& Halske, Charlottenburger Wert. Referent: Paul Litfin. 116/4 Kollegen! Die neuerlichen Vorkommnisse erfordern eine gründ liche Aussprache. Wir erwarten daher das Erscheinen aller Kollegen. Die Direktion sowie sämmtliche Meister werden hierdurch gleichfalls eingeladen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie Otto Nüther, N. Anflamerſtr. 44. beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ( Zahlstelle Berlin.) Berlins und Umgegend. Unsere ordentliche Generalversammlung findet am Dienstag, ben 25. Oktober, abends 82 Uhr, in Feuerstein's Saal, Am 18. Oktober 1898, vorm. 11 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Alte Jakob str. 75, statt. 25/15 Tagesordnung siehe nächste Sonnabendnummer d. Bt. Der Bevollmächtigte. Morgen Sonntag, den 16. d. M., vormittags 9 Uhr: Besuch der ,, Urania", Taubenstr. 48/49. Bortrag: Die Urzeit des Menschen. Billets à 70 Pf. intl. Garderobe sind bis heute abend 9 Uhr im Büreau, Annenstr. 50, zu haben. Versammlung. Verein der Maschiniften, Heizer Berufsgenossen Berlins u. Umg. Sonntag, den 16. Oftober, nachm. 5 Uhr, in ,, Cohn's Fest- Sälen", Beuthstraße Nr. 19/20: Versammlung. Tagesordnung: 1. Experimentalvortrag des Herrn Adolf Morgenstern über:„ Die Herstellung und Verwendung des kompromittirten Sauerstoffes". 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 241/3 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Montag, den 17. Oktober cr., abends 82 Uhr, Andreasstrasse 26: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Schriftstellers Knaak über: Die Arbeit ein Opfer des Mammons". 2. Bericht über die Lohndifferenz bei Glogowski, Chauffeeftr. 2e. Die Möbelpolirer J. Ahmann, E. Böttge, F. Günther, Pehm zc. und der Tischlergefelle Scheffer, welche daselbst arbeiten, sind hiermit eingeladen. 147/10 50/15 Die Generalversammlung findet am 31. Oftober, bei Keller, Roppenftr. 29, ftatt. Der Vorstand. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Besprechung über den Aufruf Hoch. 3. a) Wahl des ersten Vorsitzenden, b) Kaffenbericht für das dritte Quartal, e) Bericht und Neuwahl des Arbeitsnachweis: Vorstehers. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedstarte und Buch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Gegründet 1867. Feste Preise! D. Perleberg Feste Prcise! Eingang Liesenstrasse 57 Chausseestr. 57 Eingang Liesenstrasse Durch besondere günstige Abschlüsse veranlasst, habe ich die Preise für Herren- und Knaben- Garderobe um 115% ermässigt. Für die bevorstehende Wintersaison kann ich deshalb meiner geehrten Kundschaft gute und reelle Waaren eigener Confection zu den billigsten aber festen Preisen abgeben. Für die Maass- Abtheilung besondere Räumlichkeiten im eigenen Hause unter Leitung vorzüglicher Kräfte. Dresdenerstr. 72/73. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Voltsvorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 16. Oktober, nachm. 3 Uhr: Zum ersten Male: Mutter und Sohn. Schauspiel in 2 Abtheilungen und 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Eintrittskarten in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Arbeiter- Bildungsverein Grünau. Sonnabend, den 15. Oktober 1898, im Lokal von G. Lindenhayn, Friedrich- u. Wilhelmstr.- Ecke: V. Stiftungs- Fest. Konzert, Gesangsvorträge des Gesangvereins Schneeglöckchen, Rixdorf. Anfang 8 Uhr. Freunde und Bekannte find gütigst eingeladen.[ 268/11 Charlottenburg! Die hiesige Zahlstelle des Deutschen Holzarbeiter Verbandes ver: anstaltet am Sonntag, den 16. ds. Mts., im Park Restaurant ,, Westend"( früher Klubhaus) ein Familienfest. Freunde und Kollegen sind hiermit eingeladen. Entree und Tanz frei. Die Ortsverwaltung. 1553b Ecke der New! Charlottenburg. Neu! Die Wittheilung, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 64, antitr., ein Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft eröffnet habe; von den einfachsten bis zu den elegantesten, speziell Arbeitersachen jeder Art. Streng reelle Bedienung! Allerbilligste, jedoch feste Preise! J. Rosenthal, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 64. Muster franco versenden wir von unseren anerkannt guten und unerreicht billigen Herren- u. Damenstoffen an Jedermann ohne Kaufzwang. Für 6,- M. 3 mtr. Mon.- Chev.| Für 3,60 M. 6 mtr. Damentuch Lord- Chev. " 9, 3 " " 91 " " 12,- 3 Gloria- Chev. " 5,10 3 Zwirnbucksk. " 99 91 15,- 3 " " » Salonkammg. 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Auch ein Rauch- und Kautabat- Trust hat sich dieser Eine große Papierfabrik in Iserlohn ist völlig Tage in den Vereinigten Staaten gebildet; er führt den Namen niedergebrannt. Der Ziegelring, welchen die Ziegeleien Berlins und seiner" Continental- Tobacco- Compagnie" und besitzt Eigenthum im Werthe Ber ven nie" und befit Gigenthum im Wertben& aurensberg bei Machen feuerte ein 23 its ever Umgebung geschlossen haben, hat sich in der kurzen Zeit seines von 25 Millionen Dollars. Einen großen Theil der Aftien des auf den ihn verfolgenden Gendarm einen Schrotschuß ab Bestehens wesentlich gefestigt. Zur Zeit gehören etwa" Trusts" soll die Standard- Dil- Co. an sich gebracht haben.- und traf den Beamten in die Brust. 75 pt. aller Ziegeleien dem Ringe an. Diesem ist von 25 M. zu halten, wofür man früher 18 M. und weniger be. 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So hat die Bauleitung der neuen Kinder eines Schäfers( im Alter von 6 und 8 Jahren) von ihrer gebungen. Die Darsteller des Kapitäns Dreyfus und seiner Charitee einen Theil ihres enormen Bedarfs bereits ge- Großmutter eine Schachtel Streichhölzer geben, indem sie vorgaben, Gemahlin wurden vom Publikum lebhaft begrüßt, während der Dardeckt und in dem zu diesem Zweck abgeschlossenen Theile der ein Mann wolle sich eine Pfeife anzünden. Vorher hatten sie eine ſteller du Bath de Clam's kaum zu Worte gelangen konnte und Schumannstraße aufgeftapelt. Der Bauleitung ist es bis jetzt Grube gegraben. Sie veranlaßten nun zwei Kinder im Alter von öffentlich beschimpft wurde. Er wurde nach der Vorstellung von gelungen, ihren Bedarf ausschließlich von Ziegeleien, die außerhalb 21/2 und 4 Jahren, in die Grube zu steigen, bedeckten sie mit Stroh einer großen Menschenmenge vor dem Theater erwartet, die ihn des Ringes stehen, zu entnehmen. amo slindeten plejes an. Die beiden Kinder in der Grube ber? mißhandeln wollte. Ein gigantischer Müllerei- Trust" soll am kommenden brannten. - Ein Artilleriehauptmann erfchoß in Warschau 1. Januar in den Vereinigten Staaten gegründet werden. Das y. Auf dem Wege von Gruna nach Dresden wurden drei auf offener Straße einen Fabrikverwalter. Dieser hatte ihn bei Betriebskapital der neuen Gesellschaft soll aus 40 Millionen Dollars radfahrende Arbeiter von einem führerlos daherjagenden Gespann einem Renkontre in einem Restaurant ge o hrfeigt. in Aktien und Bonds bestehen. Es liegt im Plan, daß durch die angerannt. Zwei von ihnen starben an den erhaltenen Verlegungen, c. e. 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