Mr. 243. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508, Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Kampf gegen die Tuberkulose. = Sonntag, den 16. Oftober 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hanseatische Versicherungsanstalt mit 616 Kranken Berlin mit • 160 • . 114 5 " " " Agitation, die sie unter der Berliner Arbeiterschaft und Aerzteschaft gleichzeitig entfaltete und in der steten eindringlichen Kritik der zahl= Es sind noch nicht 50 Jahre verflossen, seit ein junger schlesischer reichen schweren Mängel, die heute noch dem Heilstättenwesen anRheinprovinz mit Arzt, Dr. Brehmer, zuerst den Satz aussprach:" Die Schwindhaften. Elsaß- Lothringen nur mit sucht ist heilbar!" und auf seinem Besigthum Görbersdorf an Der umständliche Aufnahmemodus, der dazu führt, daß Kranke betheiligt sind), so kann man ermessen, wieviel noch zu leisten ist; zahlreichen genesenen Kranten den Beweis für die Richtigkeit seiner erst Wochen und Monate nach Eingang des Antrages in die Anstalt ja man fann fast daran zweifeln, ob es gelingen wird, der ungeheuren Lehre erbrachte. Brehmer zeigte, daß der größte Theil der aufgenommen werden, ist einer der Hauptfehler des jetzigen Ver- Aufgabe Herr zu werden. Es ist vielleicht an dieser Stelle überSchwindsüchtigen wiederhergestellt werden können, wenn sie frühzeitig fahrens. Ist es doch vorgekommen, daß Kranke dreiviertel Jahre haupt angebracht, vor allzu weit gehenden Erwartungen zu warnen. aus den Anstrengungen und Sorgen des Berufes herausgerissen, in auf die Aufnahme haben warten müssen; viele Kranke waren längst So viel auch die Heilstätten leisten werden, ganz werden sie die eine gesunde reine Gebirgsluft gebracht und dort gut ernährt verstorben, bevor die Aufnahme bewilligt war. Plazmangel Tuberkulose nie ausrotten können. Es wird stets Fälle geben, die würden. Von da an eigentlich datirt die sogenannte Klimato ist natürlich einer der Hauptgründe der Verschleppung; aber auch so rapide und bösartig verlaufen, daß, so früh auch die Hilfe kommt, therapie, d. h. die systematische Behandlung der Kranken ver- bureaukratischer Schematismus sündigt hierbei viel. fie immer noch zu spät erscheint, Fälle ferner, wo die Leidenden in mittelst leberführung in ein ihren Athmungsorganen zuträglicheres Die Kommission hat ferner eine Schwindsuchtsstatistik in den den Heilstätten zwar erheblich gebessert werden, aber bei der Rückkehr Klima. Man sandte die Lungenleidenden nach Montreug, an die Riviera, Berliner Krankenkassen ongeregt, sehr brauchbare Antrags- in den Beruf immer von neuem erkranken, andere Fälle, bei denen nach Egypten, Madeira, in die geschlossenen Heilanstalten in Görbers formulare für die lleberweisung Kranker in die Heilstätten angegeben die häusliche Misère, der geringe Verdienst, Arbeitslosigkeit und dorf, im Taunus, in der Schweiz; man schidte sie in Höhenluft- und es neuerdings durchgesetzt, daß das Berliner Institut für In- Noth das im Laufe von Monaten mühsam Errungene in kurzer Zeit Kururte, in Tannenwälder, an die Nordsee- und zehntausende von fektionskrankheiten tuberkuloseverdächtigen Auswurf der Berliner wieder zu nichte machen. Stranken wurden ihrer Familie, ihrem Berufe und der Gesellschaft Krankenkassen- Mitglieder, welcher dem Institut seitens des Kassen- Auch mit der Thorheit, dem Unverständniß, dem Vorurtheil, der wiedergegeben. Aber freilich nur die Angehörigen der befizenden arztes zugesandt wird, unentgeltlich auf Tuberkelbazillen untersucht. Trunksucht wird man zu rechnen haben, und doch trotz alledem wird Klassen waren in der Lage, die großen Ausgaben, die ein öfters Jezt tritt nun die Zentralkommission mit einer kleinen Broschüre: ein Erfolg nicht ausbleiben. Vor allem wird man eines erreichen wiederholter monatelanger Aufenthalt im Süden, in einer Heil- Deutschrift der Zentraltommission der Krankenkassen die Erziehung der Kranken zu einer vernünftigen gesundheitsgemäßen anstalt, das Aufgeben des Berufes mit sich brachte, erschwingen zu Berlins und Umgegend, unterbreitet dem Reichs Lebenshaltung. Sie werden durch Beispiel, Gewohnheit und Unterkönnen. Gerade die Bevölkerungsschicht, in der die Tuberkulose Versicherungsamt zu Berlin" an die Oeffentlichkeit. Die richt die Bedeutung der Reinlichkeit und Körperpflege kennen lernen, ihre meisten Opfer fordert, war von vornherein von den Denkschrift führt den Titel" Zur Schwindsuchtsbekämpfung". Die sie werden lernen, mit ihrem Auswurf vorsichtig umzugehen und Segnungen einer frühzeitig beginnenden systematischen Klimato Hauptpunkte, die in dieser Deutschrift erörtert werden, sind dadurch ihre Familie vor der sonst fast unausbleiblichen Ansteckung therapie ausgeschlossen. Nur wer als Kaffenarzt tagtäglich folgende: in der Lage gewesen ist, Arbeiter und Arbeiterinnen, die in den zu schützen. 1. Der§ 12 des Invaliditäts- Gesetzes in seinem heutigen Wortersten Stadien der Lungenschwindsucht standen oder die eben von laut gestattet eine Uebernahme der Behandlung durch die Versicherungs- entfernt find, ein Anfang ist gemacht, und es ist besonders erfreulich, Und wenn wir von allen diesen Zielen heute auch noch weit einer schweren Attade genesen waren, wieder als arbeitsfähig" in Anstalten erst, nachdem der Anspruch der Kranken an die Stasse er- daß gerade die Berliner Krankenkassen mit so gutem Beispiele die Fabrik senden zu müssen zu müssen; denn wovon sollen loschen ist. Dann aber ist es in den meisten Fällen von Tuberkulose vorangegangen sind. sie auf die Dauer leben? Menschen, die vielleicht durch einen schon zu spät; Erfolge, dauernde Erfolge lassen sich nur Für die fernere Entwickelung des Krankenkassenwesens in mehrmonatlichen Landaufenthalt dauernd hätten gerettet werden in den ersten Stadien der Schwindsucht erzielen. Nun nehmen ja Deutschland scheint uns die Gründung und die Thätigkeit der können und die so einem sicheren Untergang entgegengingen, nur manche Anstalten in Umgehung des Wortlauts des Gesetzes schon Berliner Zentralfommission von günstiger Vorbedeutung; deutet sie der kann ermeffen, wie zahlreiche Opfer die fürchterliche Seuche heute Kranke im Anfangsstadium des Leidens, die also noch Ant doch darauf hin, daß das Justitut der Krankenkassen, vom Gesetzgerade unter dem Proletariat fordert und fordern muß. Die Statistit spruch an die Krankenkasse haben, auf aber es bedürfe einer geber einfach als eine Versicherung für den Krankheitsfall gedacht, der verschiedensten Krankenkassen ergiebt, daß über fünfzig geseglichen Aenderung des§ 12, um den Heilstätten eine durch die Logit der Thatsachen dazu gedrängt wird, zu einem Organ Prozent aller Todesfälle auf Tuberkulose, speziell auf dauernde, gesicherte Grundlage zu geben. Lungentuberkulose zurückzuführen sind bei einzelnen Gewerben der öffentlichen Gesundheitspflege zu werden, welches die Krankheitsa 2. Ein Haupthinderniß für die gute Wirkung der Heilstätten beruht verhütung mit in den Bereich seiner Aufgaben einbezieht und Drechslern, 8igarrenmachern, Kürschnern, Buchferner darin, daß die meisten Kranten vor beendeter Kur die Anstalt durch die Verbindung bindern, Bergoldern erreicht die Mortalitätsziffer die verlassen, da die Sorge um die darbende Familie fie vorzeitig mächtiger Faktor nicht nur der öffentlichen Hygiene, sondern der Gewerbe- Jnspektion ungeheuere Höhe von 60, 40 bis 85 pt.! Und wenn man heinitreibt. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, haben auf Vor- der öffentlichen Wohlfahrt überhaupt zu werden bestimmt ift. bedenkt, daß die meisten Krankentassen nur 13 Wochen lang Stranten- fchlag der Zentralfommission die Berliner Krankenkassen sich bereit Das gilt nicht nur für die Tuberkulose, nicht nur für die zahlreichen unterstützung gewähren, viele Schwindsüchtige also, die länger als erklärt, der Familie des Kranken entsprechend der Dauer der Kur Gewerbekrankheiten, für welche dieser Zusammenhang besonders 13 Wochen frank und infolge dessen nicht mehr unterstützungs das Krankengeld zu zahlen. Diese glückliche Lösung der Frage, naheliegt, sondern fast für das ganze Gebiet der Medizin. Haben berechtigt sind, in dieser Statistik fehlen, so muß man gestehen, daß welche in Berlin sehr gute Resultate gezeitigt hat, schlägt nun die wir doch wiederholt an anderen Stellen ausgeführt, daß auch bei hier die Statistik eine geradezu ungeheuerliche Thatsache aufdeckt, Rommission als allgemein giltigen Modus vor: Danach tragen die der Bekämpfung der venerischen Krankheiten die Krankenkassen eine indem sie die Tuberkulose als den Würgeengel erkennen läßt, der Versicherungsanstalten die ganzen Kosten des Heilverfahrens, während ausschlaggebende Rolle zu spielen bestimmt sind und daß ohne ihre den größten Theil der arbeitenden Bevölkerung Mitwirkung eine erfolgreiche Bekämpfung dieser Krankheiten- in erbarmungslos dahinmäht. Deutschland wenigstens kaum durchführbar sein wird. Und diese Der hohen Mortalität( Sterblichkeitsziffer) entspricht natürlich Aufgabe sollten die Arbeiter nicht den Kassenbeamten, die auch eine überaus hohe Morbiditäts-( Erkrankungs-) 3iffer; und es heute schon mit allzu vielen Arbeiten überlastet sind, a Ilein überist klar, daß Krankenkassen und Invaliditätsanstalten materiell gerade lassen; sie sollten sich nicht damit begnügen, allwöchentlich ihre durch die Schwindsüchtigen außerordentlich stark in Anspruch geKaffenbeiträge zu zahlen und im übrigen die Kassenangelegenheiten nommen werden. Ausgaben von 1000 bis 2000 M. für ein einziges 3. Es wird nun aber auch häufig der Fall sein, daß die Kur in völlig au ignoriren. Vielmehr sollten sie die Kassenversamm lungentrantes Mitglied im Laufe von zwei bis drei Jahren sind gar der Heilstätte länger als die Verpflichtung der Krankenkasse zur lungen zu Vereinigungen umgestalten, bei denen die hygienischen feine Seltenheiten hat doch die Berliner Ortskaffe der Gold Unterstützung dauert auch für diese Fälle wird es nöthig sein, Mißstände ihres Gewerbes und einzelner Betriebe besprochen werden, schmiede, die nur 1761 Mitglieder zählt, in wenigen Jahren die Familienangehörigen noch weiter hin zu unterstützen. Wenn die sie sollten hin und wieder hygienische Vorträge ihrer Kaffenärzte 27 000 M. für die Unterstützung lungentranter Mitglieder aufgewendet. Kommission für diese Fälle die Hilfe des Staates anruft und mit anhören und dabei Gelegenheit bekommen, sich über die Elemente Aber gerade hier ließ sich wirksam der Hebel ansetzen: indem darauf hinweist, daß die preußische Regierung nur zum Zwecke der der Gesundheits- und Körperpflege zu belehren. Und ferner sollten man an den Selbsterhaltungstrieb der Krankenkassen appellirte und Germanisirung der östlichen Provinzen 200 millionen sie sich selbst betheiligen an den zahlreichen hygienischen Aufgaben, gleichzeitig die aufgehäuften Millionen der Juvaliditäts- bereit gehabt habe, so scheint dieser Hinweis ganz besonders die dann sicher an die Krankenkassen herantreten würden und an anstalten flüssig machte, müßte es gelingen, den Kampf glücklich. deren Lösung niemand ein so großes Interesse hat als die Arbeiter mit der Tuberkulose aufzunehmen. Daß weder südliches Klima noch 4. Die Kommission macht dann noch eine Reihe von Vorschlägen, selbst. Haben doch s. 3. die Leistungen der Berliner ArbeitersanitätsGebirgsluft unbedingt nothwendig sei zur Erzielung von Heil die eine bessere Organisirung des gesammten Heilstättenvesens und Stommiffion gezeigt, daß es unter der Arbeiterschaft nicht an Elementen erfolgen, hatten zahlreiche Erfahrungen an Kranten gelehrt, die nur die hygienische Erziehung der Kranken bezwecken: So sollen überall fehlt, die Interesse, guten Willen, Geschick und Verständniß für die durch die Versetzung in die staubfreie Atmosphäre eines Dorfes, Kommissionen gebildet werden, die aus Vorstandsmitgliedern der Mitarbeit an hygienischen Fragen besitzen. -" die Krankenkassen die Angehörigen unterstützen. Dieser Vorschlag ist um so bedeutsamer, als man bisher zur Unterstützung der Angehörigen ausschließlich wohlthätige Vereine, Stiftungen 2c. hat heranziehen wollen ganz das gleiche unwürdige und unzureichende Verfahren, wie man es gegenüber den Angehörigen der in Reproferien untergebrachten Leprakranken anwenden will. -mit A. Bl. ein eines Forsthauses, durch Milchkur und Ruhe wieder genesen waren verschiedenen Kassen, ärztlichen Beisitzern und Mitgliedern der Aus- Die Berliner Zentralfommission aber können wir zu ihrem - und die Reſultate, die man in den sogenannten Lungen- schüsse der Versicherungsanstalten zusammengesetzt sein müßten. Es erfolgreichen Debut nur beglückwünschen möge sie auf diesem heilstätten", Anstalten, die schon einfacheren Ansprüchen an sollen seitens der Kassenärzte in den Mitgliederversammlungen der Wege fortfahren, so wird sie noch vieles Gute stiften und eine die Lebenshaltung genügten, erzielt hatte, ermuthigten zu Krankenkassen, seitens der Anstaltsärzte in den Heilstätten selbst auf- wichtige Rolle in der Fortentwickelung der deutschen Arbeiterschaft zu weiterem Vorgehen. Aber es fehlte eben am wichtigsten, am flärende hygienische Vorträge gehalten werden; das Reichs- spielen berufen sein. Gelde. Da zeigte Gebhard, der Direktor der Lübecker Versicherungsamt soll eine populäre Schrift veröffentlichen, die den Invaliditätsanstalt, daß der§ 12 des Juvaliditätsgesetzes, Arbeitern die Gefahren der Tuberkulose, und die Mittel, welcher den Invaliditätsanstalten die Möglichkeit gewährt, sie zu verhüten, darstellt. Ueberall sollen wie in Berlin bei Stranken, welche keinen Anspruch mehr an die Unter die Untersuchungen des Auswurfs in staatlichen Anstalten stützung seitens ihrer Krankenkasse haben, auf eigene Roften ein unentgeltlich ausgeführt werden, die Kaffenärzte zu den AufnahmeHeilverfahren einzuleiten, damit den Anstalten die Mittel zur Be- Untersuchungen zugezogen werden. Vor allem soll eine ständige kämpfung der Tuberkulose in der Form von Lungenheilstätten an organische Verbindung der Kommissionen mit den Gewerbe die Hand giebt. Dieser Hinweis genügte, um allenthalben in Inspektionen herbeigeführt werden, um dadurch einen recht Deutschland eine kräftige Agitation zu gunsten der Gründung von zeitigen Hinweis auf besonders gefährdete Betriebe und Werkstätten Lungenheilstätten anzuregen und die Zahl dieser Anstalten ist in und eine wirksame Prophylare( Krankheitsverhütung) in den Arbeitsallen Theilen des Reiches in erfreulichem Wachsthum begriffen. stätten selbst anzubahnen. = Politische Uebersicht. " 1 Berlin, den 15. Oftober. ,, Anarchistisches". In Alexandrien( Egypten), wohin der deutsche Kaiser auf der Durchreise nach Palästina zu kommen hat, sind neun Anarchisten", die einige Bomben besessen haben sollen, auf Veranlassung des italienischen Konsuls verhaftet worden. Daraus macht die PolizeiPhantasie, verbunden mit geschäftlicher Sensations- Reklame, Besonders ungünstig lagen die Verhältnisse in Berlin mit seinen Das ungefähr sind die Vorschläge, die die Kommission in ihrer ein bereiteltes Attentat auf den deutschen Komplizirten Kaffenverhältnissen. Es ist das Verdienst eines jungen Denkschrift dem Reichs- Versicherungsamt unterbreitet hat und welche Kaiser". Die Nachricht klingt sehr verdächtig. Erstens giebt Arztes, des Dr. R. Friedeberg, die zahlreichen, seit Jahren in be- ihr rühriger ärztlicher Berather vor kurzem mit großem Geschid auf es- und zwar in hohen Streifen, namentlich des Auslandes ständigem Hader miteinander lebenden Krankenkassen der ver- der Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Düsseldorf verschiedene Leute und Parteien, welche die Palästinareise des schiedensten Gattungen zum ersten Male mit starker Hand zu einem sowie auf dem Kongreß der Kassenbeamten, der im September d. J. deutschen Kaisers nicht gern sehen, und, um abzuschrecken, guten Werte geeinigt und zu einer Zentraltommission der in Wismar tagte, vertreten hat. Wie man sieht, ist der Wunsch- allerhand Gefahren an die Wand malen. Sprach man doch Rrantentasjen Berlins" zusammengeschweißt zu haben. In den zettel der Kommission ein recht großer, und die Vorschläge, die sie schon von Aufständen im Orient, ja von einem plötzlich auszwei Jahren ihres Bestehens hat diese Kommission in der Sache der macht, find für eine wirksame Bekämpfung der Tuberkulose von brechenden Krieg, dem der kreuzfahrende Kaiser sammt seinem Tuberkulosebekämpfung vorzügliches geleistet und ist für die ge- weittragender Bedeutung. Die Hauptsache ist und bleibt, daß begleitenden Staatssekretär zum Opfer fallen könne. Da ist fammten Krankenkassen Deutschlands vorbildlich geldorden. Ihren zahlreiche neue gut dotirte Heilstättten gebaut ein„ anarchistisches Attentat" Bemühungen ist es vor allem zu danken, daß die reiche Invaliditäts- werden; wemt man bedenkt, daß im Jahre 1898 in Deutschland anstalt Berlin sich zur Gründung einer großen nenen Heilstätte( in 90 800 Personen im Alter von 15-60 Jahren an Tuberkulose geBelitz) entschloß, welche im nächsten Jahre voraussichtlich eröffnet storben sind und daß im Jahre 1897 im ganzen erst 4432 Perwerden wird. Ihre Hauptverdienste aber liegen in der regen fonen in Heilstätten Aufnahme fanden( wobei die " doch leichter zu haben wir meinen auf dem Papier, das dem Papier, das ja mit den Deutschen die Eigenschaft sprichwörtlicher Geduld theilt. und Anarchisten" brauchen ja nicht echt zu sein. In der Schweiz, wo man mit der Waare am reichlichsten versehen ist, fjnt man entdeckt, daß viel falsche Waare mit unterläuft, und daß die anscheinend echtesten„Anarchisten" Polizeispitzel waren — und zwar italienische. In Italien, das durch die Unfähigkeit seiner Regierung die Hauptpflanzstätte des internationalen„Anarchismus" geworden ist, steht auch der Pelizei- Anarchismus a la Andrieur in üppigster Blüthe. Und� der �Polizet-Anarchismus hantir! bekanntllich stets mtt Auch in Alexandrien sind es„italienische Anarchisten", welche das„Attentat" auf den deutschen Kaiser geplant haben sollen. Das„italienische" klingt hier doppelt verdächtig, well gar kein Grund ersichtlich ist, warum ein Italiener einen besonderen Haß gegen den nach Palästtna pilgernden Monarchen eines fremden Staates haben solle. Freilich auch Luccheni ist ein Italiener und hat eine Kaiserin aus deutschem Geblüte ermordet. Allein kein vernünftiger und ehrlicher Mensch glaubt, daß die Ermordung der österreichischen Kaiserin eine politische That und etwas anderes als eine Wahnsinnsthat tvar. Und— wer kann Wahnsinnsthaten verhüten, wenn man nicht präventtv die eine Hälfte der Menschen ins Narren- und die andere ins Zuchthaus schicken ivill? Noch einmal, die „italienischen Anarchisten" von Alexandrien sind verdächtige Gesellen. Und sie werden um so verdächttger, als Alexandrien. ähnlich wie Kairo. notorisch ein internationales Spitzelnest ist. in welchem nissische, französische, deutsche «nd englische Polizei ihr hexensabbathliches Wesen werbt. Insbesondere hat der bekannte internationale Lockspitzel Melville von London notorisch Beziehungen zu den cgyptischen Polizeispitzel-Nestern. Und wenn wir bedenken, daß die internationale Reaktion Stoss zu Proskripttonsgesetzen braucht, und wenn wir endlich bedenken, daß die sensationellste Notiz über das angebliche„Attentat auf den deutschen Kaiser" in dem Londoner„Standard" steht, das heißt dem Blatte, welches dem internattonalen Spitzel Melville wiederholt zum Organ gedient hat, so erscheinen„die italienischen Anarchisten" von Alexandrien noch mehr als verdächtig. Die »Mache" ist zu offenbar.— Die Lage in Paris. Man ist auch heute nicht im stände, die Bedeutung der Gerüchte über das Militärkomplott, von dem ganz Paris spricht, genau abzuwägen. Freilich spricht weit mehr für ihre Richtigkeit im wesentlichen als für das Gegentheil. Während die radikale und sozialistische Presse fast ausnahmslos ihre Meldungen über das hochverrätherische Komplott des Generalstabs aufrecht erhält, lassen es die Dementis der verschiedenen Ministerien an Entschiedenheit, Uebereinstirnmung und offiziellem Charakter fehlen, zumeist stützen sie sich blos auf Interviews, und entbehren somit des verbindlichen Charakters für die Regierung. Clernenceau's Blatt„Aurore" behauptet, die Regierung habe von zehn verschiedenen Seiten Warnungen betreffend das Komplott erhalten, an denen fünf Generäle, die Patrioten- und die Antisemiten-Liga betheiligt seien. Das Blatt droht, wenn gerichtlich nicht vorgegangen werde, seine Zeugen zu nennen. Die Regierung besitze wiftige Ve- weise und glaubwürdige Zeugenaussagen. Die Zeitung„Petit bleu" erzählt gerüchtweise, gewisse Generale hielten drei Tage vor der Versammlung im Saale Wagram ein Konventtkel ab, sandten Delegirte zum Prinzen Victor Napoleon und wandten sich, als dieser sich schwankend zeigte, nach anderer Seite, wohl an den Prinzen Louis Napoleon, der an der schweizerischen Grenze den Gang der Ereignisse abwartet. Von anderer Seite wird die Sache möglichst harmlos hingestellt und gesagt, daß einige Offiziere des Generalstabes in Privatbriefen und Privatgesprächen wohl ihrer Unzufriedenheit über die Angriffe der radikalen Presse Ausdruck gegeben hätten, an ein Komplott habe aber niemand gedacht. Andere Kreise wiederum wollen glauben machen, das; die Gerüchte von den sozialistischen Blättern verbreitet würden, um die Zurückziehung der Truppen aus Paris herbeizuführen, deren Anwesenheit ein Hinderniß für den allgemeinen Ausstand bildete; man fügt hinzu, die Dreysus-Blätter hätten in der Besorgniß, die in der Affäre kompromitttrten Generale könnten einen verzweifelten Entschluß ausführen, für die Zukunft ein Komplott unmöglich machen wollen, indem sie ein imaginäres Komplott anzeigten. Mag dem sein, wie dem wolle, jedenfalls ist sicher, daß eine ganze Reihe Generalstabs-Offiziere durch die Dreysus- Affäre direkt kompromittirt ist, während ein anderer Theil zu den Dupirten gehört. Es liegt allerdings nahe, daß in jenen Kreisen Staatsstreichsgelüste vorhanden sind. Ein offizielles Dementi seitens der Regierung ist noch nicht erfolgt. Der Streik der Eisenbahn-Arbeiter soll, wie im Ministerrath vom Sonnabend der Ministerpräsident Brisson mittheilte, als beendet zu bettachten sein. Die Versuche, einen allgemeinen Ausstand der Eisenbahn-Arbeiter herbeizuführen, seien gescheitert.— Diese Nachricht hat viel Wahrscheinlichkeit für sich, da das Syndikat der Maschinisten und Heizer sich gegen den Anschluß an den Ausstand ausgesprochen hatte. Zur Affäre Drehfus liegt heute die folgende Meldung vor: Der Ministcrrath beschäftigte sich in seiner heute Vormittag abgehaltenen Sitzung auch mit der Angelegenheit dcS Obersten Picquart, der nock immer in eNger Haft gehalten wird und der den Kompetenzkonflikt zwischen der Zivil- und Militärjustiz erhoben hat. Es existirt keine Gesetzesstelle und keine Präzedcnz für diesen Fall. Der Justizminister Sarrien und der Unterstaatssekrctär im Ministerium des Inneren Vallo werden unter Zuziehung von Direktoren im Justizministerium die Angelegenheit weiter prüfen. Englischer und deutscher Wettbewerb. Heber die Mängel der brittschen Absatzorganisation gegenüber der Konkurrenz besonders Deutschlands und Arnerinüs hat soeben das Londoner Handelsamt eine neue Denkschrift veröffentlicht, die kein geringeres Aufsehen erregt, wie seinerzeit die Zusammenstellung Chamberlain's über die Ge- fahrdlmg des englischen Uebergewichtes in den englischen Kolonien. Nicht weniger wie 116 Konsularvertteter und diplomattsche Beamte haben aus allen Thetlen der Erde Berichte geliefert; fast ohne Ausnahme klagen sie über eine gewisse Rück- ständigkeit und Lässigkeit des englischen Händlers.„Er läßt sich in Ländern verdrängen, in denen er einst ohne Rivalen war; zu neuen Märkten weiß er schwer Eingang zu finden; er leidet im Kampf ums Dasein, nicht weil andere Nattonen ihm an Unternehmungs- geist allmälig gleichkommen, sondern weil sie ständig fort- chreiten, während er stehen bleibt oder gär zurückgeht," So aßt die„Times" die Urtheile zusammen. Vielfach wird die englische Waare auch heute noch als die beffere und dauerhaftere bezeichnet. Aber die Käufer in rückständigeren Wirthschaftsgebieten verlangen oft der Billigkeit wegen die geringere Qualität, sie verlangen ferner längeren Kredit, um die Waare unterdeß im Wiederverkauf selbst erst in Geld umsetzen zu können. Auf alle diese Wünsche läßt sich der, durch sein altes Handels» Monopol verwöhnte Engländer selten ein, während die„ün 6s sisols- Kaufleute" Hamburg, Bremens und Antwerpens den Preis und die Form der Bezahlung der Kaufkraft der fremden Bevölkerung anzupassen verstehen. Der Deutsche nimmt die kleinsten Austräge entgegen, er regelt die Ver- Packung und Ausstattung der Waare nach dem Geschmack des Abnehmers, er berechnet nicht im europäischem Gelde und nach Preisen europäischer Häfen, sondern übernimmt Fracht, Versicherung, Zoll und Ablieferung bis zum Absatzorte und ermöglicht so seinem weniger erfahrenen Kunden eine sichere Preisberechnung in seiner gewohnten Währung. Ein Konsul erklärt,„die wesentlichste Ursache des Erfolges der fremden Konkurrenz sei die größere Rücksicht auf den Beutel, den Ge- schmack und die geschäftliche Bequemlichkeit des Kunden". Das Auffuchen von Bestellungen durch Reiseiche sei seitens Englands viel zu wenig entwickelt; oft verstehe der Reisende die Sprache des fremden Landes nicht. Nach Rußland schicke man z. B. Kataloge in englischer Sprache und mit englischen Preisangaben.„Da gewöhnlich sogar das Gewicht der Waare nicht verzeichnet ist, so kann der etwa Kauflustige nicht einmal den Zoll berechnen, den ihm die Waare noch zu stehen kommen würde... solche Preislisten sind ganz nutzlos". Der Konsul von Neapel schreibt:„Es ist jämmerlich, den britischen Geschäftsreisenden mit einen: Dolmetscher herumlaufen zu sehen, während sein deutscher Nebenbuhler sich fließend unterhält; und man wird noch bedenklicher, wenn seine Mustersammlung mit englischem Gewicht und Preis bezeichnet ist". Wir möchten nicht alle diese immer wiederholten Klagen unbeschens unterschreiben. Auf jeden Fall zeigen sie jedoch, daß Deutschland ebenso wie Amerika sich einen angesehenen Platz auf dem Weltmarkte aller Erdtheile errungen haben.— •» « Deutsches Reich. Die Protektoratsfrage. Auch England stellt sich in dem Konflikt zwischen der preuszischen Regierung und dem Vatikan auf die preußische Seite. Die„Times" schreiben: Es ist vollkommen klar, daß in dem Augenblick, wo irgend ein souveräner Staat es ftir angemessen hält, seine eigenen Katholiken im Orient zu schützen, er dies als etwas Selbstverständliches thun wird. Dieses Reckt kann unmöglich bestritten werden, und Frankreich hat keine Befugmß, dem deutschen Konsul in einer syrischen Stadt zu verbieten, daß er seinen Einfluß zu gunsten eines katholischen demschen Missionars ausübt.— Die agrarischen MittelstaudSrctter sind zwar grimmige Feinde der Arbeiter- Genossenschaften, vor allem der Konsum- vereine; für sich selber behalten sie sich jedoch die Gründung aller möglichen Einkaufs- und Verkaufs- und Produktionsverciingungen vor. Man kann sogar behaupten, daß die Landwirthschaft allmälig zur Hauptträgerin der Genossenschaftscntwickelung in Deutschland geworden ist. Müller, Bäcker, Schlächter, Getreide-, Butter-, Dünge- und Futtermittelhändler haben sich oft genug über die ihnen be- rettete agrarische Konkurrenz beklagt, die noch dazu von Staats- wegen künstlich gefördert und unterstützt wird, wahrend man die Arbeitergründungcn nach Möglichkeit zu ftranguliren sucht. Auf dem deutsch-sozralen Parteitage kam der antisemitisch- kleinbürgerliche Aerger über derartige agrarische Bundes- genossen offen zum Ausdruck. Abg. Dr. Vielhaben soll geäußert haben, die Interessen des Mittelstandes würden namentlich in den Großstädten durch den„Bund der Landwitthe" vielfach verletzt. Ein anderer Delegirter meinte: Der„Bund der Landwirthe" habe für das Handwerk nichts übrig und verletze durch Schlächterei- und Molkerei- Genoffeuschaften dessen Interesse. Die„Deutsche Tageszeitung" ist über diese Kritik der politischen Zweideutigkeit und Unehrlichkeit dos Bundes höchlichst entrüstet: so wie Dr. Vielhabcn könne nur„der Rechtsvertreter der Hamburger Schlächter" sprechen; sie verlange Beweise, daß jemals von agrari- scher Seite die GenossenschaftSkonkurrenz gegenüber den kleinen Ge- werbetreibenden und Händlern gefördert worden sei. Wenige Wochen nach den„Kreuz- Zeitungs"- Artikeln über die Wiicherauffchläge der Bäcker ist diese Ableugnung etwas dreist. Jndetz mag die„Deutsche Tagesztg." dte„Kreuz-Zeitung" auf dem Felde der agrarischen Agitation nicht für ebenbürtig halten. Aber schrieb nicht die„Deutsche Tagesztg." selber im September 1887: „Es wird sich nicht' bestreiten lassen, daß einzelne Gewerbe, und darunter gerade vornehmlich das Bäckergewerbe und zum theil, namentlich auf dem Lande, auch das Müller- g e w e r b e, im stände sind, ihre Kundschaft in hohem Grade willkürlich zu behandeln und zu vergewaltigen. Darum ist es gut, daß das brotverzehrende Volk die Waffe der G c- nossenschaftS bildung st e t s in Bereitschaft habe. Diese Waffe muß. wie der Alte von: Sachsenwalde sagt, stets auf dem Fecktboden liegen." Gegen den Beschluß des landwirthsckastlichen Genossenschafts- Verbandstages: die Errichtung von Bäckerei- und Müllerei- aenossenschastcn„nur zu empfehlen", hat das Bündlerorgan aller- oings einige schüchterne und nichtssagende Worte der Warnung ge- funden. Es wird jedoch nicht bestreiten wollen, daß die Mehrheit, die gegen drei s!) Stimmen die Resolution Bach- Dresden annahm, zu einem guten Theil aus waschechten Bundesbrtidcrn bestand. Ihr Doppelspiel hat die„Deutsche Tagesztg." dann systematisch fort- gesetzt, indem sie die Anpreisungen der Genossensckaften— in dem Sprechsaal pflegte. So fordert ein Herr Ohl, Domäne Nassadel tOberschlesien) die Landwirthe ans, durch kooperative Müllereien und Bäckereien„ihr produzirtes Getreide in Form von Mehl und Brot dem Konsumenten direkt zuzuführen." Ein Herr Block-Goch(Rhein- lande) kämpft ebenfalls„für die Verwirklichung dieser wahrhaft guten Idee", trotz der„nicht zu unterschätzenden Gegen- agitanon, die naturgemäß seitens der Müllerei- und Bäckercigcwerke in Fluß gesetzt wird". Für die„Brotkasse" des großen Agrarier- Häuptlings Ring- Düppel— eine genossenschaftliche Bäckerei und loeiter nichts— tritt daS Bündlerorgan sogar redaktionell ein: während der Bäcker in dortiger Gegend Kst/e Pf. für das Pfund Brot nehme, liefere die Kasse mit 7 st- Pf. Diese Beispiele ließen sich nach Belieben vermehren. Wir führen sie natürlich nicht an, um irgendwie den Landwirthen das Recht zu bestreiten, ihre Produkte so zu verwcrthen und zu verarbeiten und ihre Einkäufe so zu erledigen, wie es ihnen am vorthcil- haftesten sckcint— wir beanspruchen lediglich das gleiche Reckt auch ftir die Arbeiter. Wir haben diese Thatsachcn nur fest- gestellt, um durch sie die skrupellose Demagogie der agrarischen Mittelftandsretter zu kennzeichnen. Man denunzirt öffentlich die Beamten- und Arbeitergenossenschaften und gründet heimlich Unter- nehmungen, welche den Mittelstand mindestens ebenso schwer schädigen, um dessen Stimmen man bei den Wahlen buhlt. Be- 'chweren sich die Kleinbürger über diese Nasführung, so leugnet man ruhig alles ab und erklärt alle„Vorwürfe für ebenso hältlos wie unbegründet". Wie lange wird man dieses Spiel noch treiben können?— Tie Fleischnoth existirt nicht nur in den großen Industrie- städtcn, sondern auch ans dem platten Lande. Ans Seesen a. H. wird uns geschrieben: Die Behauptung der agrarischen Presse, daß eine Fleiscktbcuerung nickt vorhanden, eine so'lcke höchstens künstlich durch Großhändler und Fleischer hervorgerufen sei, trifft für unsere Gegend nicht zu. Trotzdem wir auf dem Lande leben, wo angeblich kein Schweinemangel existiren soll, müssen wir schon statt einiger Zeit solche Preise für Schweinefleisch zahlen, daß sich manche Familie besinnt. Fleisch zu kochen. Seit Anfang dieses Jahres bettägl der Aufschlag 20 bis 30 Pf. pro Pfund. Wir zahlten 40— SOZPs. früher, 60—80 Pf. jetzt. Dabei ist das Fleisch in der Qualität geringer geworden. Wer könnte nun annehmen, der Mangel an Schweinefleisch sei darauf zurückzuführen, daß die Schlächter von Braunschweig alles vor- handene Schlachrvieh auskauften. Demgegenüber mutz jedoch konstatitt werden, daß die Braunschweiger Schlächter nie in unserer Gegend einkaufen. Trotzdem können die paar hiesigen Schlächter nicht das nöthige Schlachtvieh auftreiben. Wurst ist so knapp, daß die Schlächter alsbald ausverkauft sind und die Käufer manches Mal keine frische Wurst bekommen können. Manche Familien haben übrigens für den Winter sich ein Schwein großgefüttert. Aber auch hier ist dieses Jahr im Gegensatz zu ftüher em Rückschlag in der Zahl der Faniilien eingetreten, die sich ein solches leisten können. Nicht nur hier, sondern in der ganzen Umgebung wird über die theuren Fleischprcise Klage geführt. WaS eine solche Vertheuerung des Schweinefleisches für die arbeitende Be- oölkerung ausweist, das geht daraus hervor, daß man in der einzelnen Familie in der Woche nicht wohl mehr als ein- bis höchstens zweimal Fleisch essen kann. Eine Vertheuerung de§ Preises beschränkt den an und für sich schon minimalen Fleischgenuß. Be- merkt sei noch, daß eine Reihe von Familien sich in letzter Zeit eine Kaninchenzucht zugelegt haben, um an stelle des winterlichen Schweinefleisches wenigstens Kaninchenfleisch treten zu lassen. So sieht es bei uns auf dem Lande aus.— Mittelstand Sbewegimg. Der sächsisck e Mühlen- verband hat in seiner kürzlich stattgefundcnen Generalvcrsmnm- lung beschlossen, bei den Regierungen bezw. BundeSrath die Einführung einer staffelsörmigen'Umsatzsteuer für Getreidemühlen unter Aufhebung etwa bestehender Gewerbesteuern anzuregen.— Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Bei den letzten Reichstagswahlen ist es hier vielfach vorgekommen, daß Wahl- Vorsteher, entgegen den: klaren Wortlaut des Gesetzes, nur solche Wähler im Wahlloial dulden wollten, die im Wahlbezirk selbst wohnen. Ein solcher Fall geschah u. a. auch in Schweidnitz. Hier ließ sich aber ein Wähler nicht so ohne weiteres sein Recht streitig machen, derselbe wies vielmehr den Wahlvorsteher auf das Wahlgesetz hin. Doch ohne Erfolg. Der Wahl- Vorsteher ließ Polizei holen mrd so mutzte sich der Wähler wohl oder übel entfernen. Eine Auflage wegen Hautfriedens- bruchs ist bis jetzt aber nicht erfolgt. Um die für die Allgemeinheit aber sehr wichtige Frage dennoch zum AnStrag zu bringen, hat der Wähler gegen den betreffenden Wahlvorsteher, einen Oberst z. D. Otto, Sttafanttag wegen Nöthigung gestellt. Der Staatsanwalt hat die Anzeige aber der Militärbehörde überwiesen, da der p. Otto der Militärgerichtsbarkeit unterstehe.— Man darf recht gespannt sein, wie das Militärgericht das Recht der Reichstags- Wähler wahren wird!— Chronik der MajestiitöbcleidignugS- Prozesse. Durch Urtheil der Sttaßburger Strafkammer vom 3. Oktober 1885 war der ehemalige Pförtner der Landcshauptlaffe, Josef Blechner aus Maursmünster, wegen MajestätSbeleidigung in einer größeren' Anzahl von Fallen zu einer Gefammtgefängiiißsttafe von einem Jahr vcrurtheilt worden. Blechner soll in zahlreichen anonymen Briefen, die nach dem Gutachten der Sachverständigen von seiner Hand herrührten, Beschimpfungen gegen die Deutschen im allgemeinen und gegen den Kaiser im besonderen geschleudert habe. Nachdem Blechner die gegen das erwähnte Urtheil eingelegte Revision wieder zurückgezogen und seine Strafe theilweise verbüßt hatte, stellte er den Antrag auf Wiederausnahme des Verfahrens und hatte damit auch Erfolg. In der erneuten Verhandlung Ivurde der Angeklagte, obwohl einer der geladenen Schrcibsachverständigen, Landgerichtssekretär Altrichter aus Verlin, sein Gutachten dahin abgab, daß die anonymen Briefe mit den mkriminirten Aeußerungen nichl von der Hand B.'s herrührten, wiederum für schuldig erklärt und das Urtheil der ersten Verhandlung bestätigt. Wegen Majestätsbeleidigung in zwei Fällen ver- urtheilte' gestern die B r e s l a u e r Strafkammer den Arbeiter Christian Nanik zu ö Monaten Gcfängniß. Während der Ber- Handlung war die Oeffentlichkeit ausgeschlosjen.— Eine Anklage ivegen MajestätSbeleidigung ist gegen den Partei- genossen Schnell in Lüneburg erhoben, als dem Verfasser und Verleger eines Fingblatts, worin zu der Versammlung eingeladen war, die wegen der Zuchthausvorlage abgehalten wurde. Oesterreich. Prag, IS. Ottober. Die Polizei verhastete hier zwei Anarchisten. darunter den ans der Schweiz geflüchteten Pietro Breve, welche ein Attentat geplant haben sollen.— Der hiesige Anarchistenverein „Aurora" ivnrde polizeilich aufgelöst und alle vorgefundenen Schrift- stücke dem Landgericht eingeliefert.— Lemberg, 15. Oktober. AuS Coffow werben neuerdings antisemitische Unruhen gemeldet. Bauern und Arbeiter haben jüdische Häuser geplündert und mehrere Juden erschlagen.— Ungarn. Budapest, 15. Ottober. Die äußerste Linke infzenirte in der heutigen Abgeordnetcnhails-Sitzung bei der Einbringung des Banffyffchen'Budgetprovisoriums einen derartigen Lärm, daß die Debatte unmöglich und die Sitzung deshalb auf Montag vertagt wurde.— Schweiz. Prozest gegen Luccheni und Genossen. Man schreibt der„Internationalen Korrespondenz" aus Genf: Die Unter- stlchUNg in dem Prozesse gegen den Mörder der Kaiserin von Oesterreich ist beendigt. Wenn nichts dazwischen kommt, wird Donnerstag, 3. November, die öffentliche Gerichtsverhand- lung beginnen. Der Gerichtshof ist bereits bestellt; er be- steht aus dem Vorsitzenden Alfred Burgy und den Beisitzern Racine und Schützte. Die Arbeit, die der Staatsanwalt und der Unter- suchunasrichtcr zu bewälttgen hatten, war fast übermenschlich. Aus allen Theilen der Welt kamen täglich Dutzende von Telegramme», und die internationale Polizei, mit welcher man direkt korrespondirte, überhäufte die UntersuchungSbehörde mit langen Berichten, die brieflich oder telegravhifch beantwortet werden mußten: vor allem nahm die Korrespoiidenz mit Wien einen unglaublichen Umfang an. Luccheni und feine vermeinten oder wirilichen Genosse» wurden jeden Tag vernommen. So kam es, daß die Hauptakten mächtig anwuchsen: sie bestehen aus 400 Seiten (300 französisch und 100 italienisch geschriebenen) und enthalten Be- richte ans Paris, Wien, Budapest, Ncavel, Parma, Lausanne, Zürich u. s. w. Der Untersuchungsrichter Lechet, dem män vorwarf, daß er dem Mörder zu weitgehende Konzessionen machte, verthcidigt sich, indem er erklärt, daß man bei verschlagenen Burschen wie Luccheni durch fteundliche Behandlung mehr erreicht als durch fckarfe Mittel. Jetzt darf Luccheni weder Briefe noch Zeitungen lesen. Briefe, die er schrieb, wurden zuletzt nur abgesckickt, wenn man glaubte. daß sie für den Prozeß von Nutzen sein könnten. Mitangeklagt sind: 1. Martinelli, der den Stiel der Feile anferttate: 2. Silva oder Saldi, der erklärt haben soll, daß er von der Absicht Luccheni's unterricktct war, bevor der Mord geschah; 3. Galducci, ein Freund Lucchcni's, der die Mordthat öffentlich pries, indem er sagte:„Mein Freund Luccheni hat wohl gethan"; 4, Romboli, der in Lugano ber- haftet wurde, nackdem er aus dem Bundesgebiete ausgewiesen war. und 5. Gino. der in Basel verhaftet wurde. Die beiden letzt- genannten kannten Luccheni nicht persönlich, aber sie solle'' öffentlich die That verherrlicht haben. Trotzdem Luccheni den Beistand eines Anwalts ablehnt, wird ihm dieser Tage doch einer beftiinmt werden.— Genf, 15. Oktober. Da Luccheni sich geweigert hat. einen Ver- theidiger zu wählen, so ist der Rechtsanwalt Pierre Mortaud zu seinen: offiziellen Rechtsbeistand bestimmt worden.— England. London, 13. Oftober.( Eigener Bericht.) In Leicester brohte vorige Woche ein Ausstand der Bauarbeiter, der fich gegebenenfalls über die gangen Mittelgrafschaften aus gedehnt hätte. Die dortigen Bauschreiner weigerten sich nämlich, fernerhin Fenster, Thüren 2. einzusetzen, die von Nicht getvertschaftlern angefertigt oder vom Ausland eingeführt feien, worauf die Meister erklärten, das sei gegen einen, vor einiger Zeit mit der Gewerkschaft abgeschlossenen Vertrag, und wenn die Arbeiter ihr Vorhaben ausführten, so würden sie ihrer feits mit einer allgemeinen Sperre antworten. Die Situation war schon sehr gespannt, als die Generalegefutive des Schreinerverbandes eingriff und den Streit an Ort und Stelle untersuchte. Sie hat in der Hauptsache für die Prinzipale entschieden und so die Gefahr des Generalausstandes abgewendet. Der Ausschluß importirter Einfaz stücke würde sich auch kaum haben durchführen lassen. Die Zeitungen hatten die legten Wochen allerhand Einsendungen von Prinzipalen im Baugewerbe, worin den Arbeitern Unzuverlässig teit, Pfuscherei und lebermuth aller Art vorgeworfen wurde. Es find auch Dinge festgestellt worden, die nicht lobenswerth find. Aber für den Fall, baß die deutsche kapitalistische Preise von ihnen Notiz nimmt, sei bemerkt, daß die Gewerkschaft solche Verstöße durchaus nicht unterstützt, und daß eine ganze Anzahl Prinzipale erklärt haben, sie hätten zu Beschwerden durchaus keinen Anlaß. Rändige Schafe giebt es in allen Klaffen und allen Berufen, aber es find fast immer bestimmte Unternehmen, wo sich die Klagen unablässig wiederholen. " Vom 4. bis 7. Oftober tagte in Leeds der Kongreß des Ver bandes britischer Eisenbahn- Angestellter. Diefe Organisation befindet sich in der glücklichen Lage, bont stetem Fort schritt berichten zu können. Ihre Mitgliederzahl ist auf rund 70 000 gestiegen und ihr Vermögen auf 198 000 Pfd. Sterl. angewachsen. Der Jahresbericht fonnte ferner eine stattliche Reihe von Lohnaufbesserungen und Arbeitszeitverkürzungen aufzählen, die durch die Be mühungen des Verbandes erreicht wurden, nicht ohne erhebliche Opfer, denn verschiedene Eisenbahngesellschaften find bei Aufbefferungsbewegungen schnell bei der Hand, bie Organisatoren und Beamten Der Kongreß beſchloß u. a. die Verschmelzung mit der 5000 wit glieder zählenden Union der Eisenbahn- Arbeiter, welche 1889 gegründet wurde, zu einer Zeit, wo der Verband noch ein sehr aristokratischer Gewerkverein alten Stils war. Seitdem hat aber der Verband seine ganze Verfassung demokratifirt und eine immer energischere Politik beobachtet, so daß er heute eine der vor geschrittensten Gewerkschaften darstellt. Die Union" aber ist in derselben Zeit von einer schnell erreichten Höhe stetig zurückgegangen und hat jebe Fähigkeit zu selbständiger Altion eingebüßt. Weiter beschloß der Kongreß, thatfräftig dafür einzutreten, daß kein Eisenbahn Angestellter an Wochentagen mit weniger als 6 Bence pro Stunde entlohnt werde, ferner eine Reduktion der Dienststunden für verschiedene, noch überangefirengte Beamtenkategorien zu er wirken, und schließlich ward der Beschluß erneuert, den Generalfetretär des Verbandes als parlaments Stan bibat aufzustellen, mit dem Mandat, fich feiner der bestehenden politischen Parteien anzuschließen, sondern lediglich als unabhängiger Kandidat die Interessent der Eisenbahnangestellten im besonderen und der Arbeiterklasse im allgemeinen wahrzunehmen. Als Wahlkreis ist der Kreis Rotherham in Yorkshire in Aussicht genommen, der zur Zeit von dem Liberalen Acland vertreten wird. Mr. Acland, der von 1892 bis 1895 1Interrichtsminister war, hat seinen Entschluß fundgegeben, bei der nächsten Wahl nicht wieder zu kandidiren, und es frägt fich mu, ob die dortigen Liberalen auf den Sik freiwillig verzichten werden. Der Gewerkschaftsrath von Motherham hat sich schon verpflichtet, die Kandidatur des Verbandssekretärs der Eisenbahner zu unterstügen. Es ist dies die erste, von Gelbertschaftlern ernsthaft betriebene unabhängige Arbeiterkandidatur, doch haben noch verschiedene größere Gewerkschaften schon im Prinzip die Aufstellung eigener Kandidaten beschlossen. Bei dieser Gelegenheit fei ale bezeichnend für das hiesige Parteiwejen erwähnt, daß, wie die Labour Leader" mittheilt, die jozialistische unabhängige Arbeiterpartei von Leeds beschlossen hat, bei der bevorstehenden Gemeinderathswahl für die Tories zu ftimmen, und zwar zur Strafe, weil die Liberalen es abgelehnt haben, mit ihr einen Wahlpakt einzugehen. Spanien. würde. Holland. einent türkischen Truppen zu dem festgesetzten Zeitpunkt nicht erfolgen sollte.[ und anfeuernden Tagespreffe füllen. Aber noch mehr: begraben Wie verlautet, wird die erste Abtheilung türkischer Soldatent in wir auch sonst das Kriegsbeil wegen der Gradunterschiede in der Stärke von 3000 Mann am nächsten Mittwoch Kreta verlassen. revolutionären Auffassung, die wir haben. Gewiß find sie da, aber Nach Meldungen aus Kreta hat der Präsident des dortigen noch Nach Meldungen aus Kreta hat der Präsident des dortigen noch viel greifbarer und verhängnißvoller ist die Thatsache, Grekutiv- Komitee's heute bei den Regierungen der vier Mächte gegen daß bie internationale Realtion gegenivärtig das Verlangen der Pforte, in Kreta Garnisonen belassen zu dürfen, Schlage gegen die Arbeiterbewegung ausholt, wie sie ihn telegraphisch Verwahrung eingelegt. noch nicht versucht hat. Diesem ungeheuerent Attentat gegeitPforte vom 10. d. M. haben die vier Botschafter der Pforte eine fein Abrüden von einander, keine Dispute, wo es jeden Augenblick Konstantinopel, 15. Oftober. In Antwort auf die Note der über sind wir alle einig, und das bleibt für jetzt und auf längere Zeit hinaus die Hauptsache. Keine Kräfteverschwendung, Kollektivnote überreicht, in welcher fie verlangen, daß die Pforte binnen kurzer Frist die vorbehaltlose Annahme des ultimatums erkläre. heißen kann: energisch handeln. So meinen wir unsere Mahnung, so möge sie allerseits im Großen und im Kleinen Unterstügung finden, und so möge unsere einzige und oberste Parole für absehbare mit, daß der Parteigenosse Hans Künzel, der schwer erkrankt Belt lauten: Haltet fest aufammen, es ist nöthiger, wie jemals!" Die ,, Vogtländische Volkszeitung" in Faltenstein theilt war, wieder die Redaktion übernimmt, obwohl er noch nicht völlig gentesen ist, und daß der bisherige verantwortliche Redakteur Karl Biggen als Geschäftsführer in die in Dortmund erscheinende Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" eintritt. Afrika. fahren haben, Frankreich habe sich wahrscheinlich die Unterstützung Zur Sudanfrage. Die Italie" will aus guter Quelle er Abessyniens in der Faschoda- Angelegenheit gesichert und die Beziehungen Frankreichs zum Regus Menelit feien herzlicher als je zuvor. Kampf um das Koalitionsrecht! Guano." Polizeiliches, Gerichtliches c. die Die in Breslau zweimal wöchentlich erscheinende Parteis ,, Eine dreiste Entstellung der Thatsachen." zeitung Die Wahrheit" hatte dem Bürgermeister des im GleiWir hatten über das angekündigte Buchthausgefe ge- wiger Streise liegenden Ortes Kieferstädtet, einem Herrn Moch= schrieben: mann, Weißbrauch der Anttsgewalt vorgeworfen, weil er den GenWas das geplante Gesez soll, weiß jeder, es soll, sei es darm angewiesen hat, Flugblätter, die zweds Agitation für die durch Zuchthausstrafen oder sonstwie, Streits fünftig unmöglich Reichstagswahl von einigen unserer Parteigenossen in Kiefermachen, es soll ein großer Schritt zur Durchführung der sozialen städtel verbreitet werden sollten, zu beschlagnahmen. Der Utopie der Herren b. Stumm und Genoffen fein. Es soll einen Bürgermeister stellte gegen den verantwortlichen Redakteur Zustand vorbereiten, in dem die Arbeiter wehr- und machtlos fein 3 a hn wegen Beleidigung Strafantrag. In der Verhandlung vor sollen, in dem die Unternehmer über das Arbeitsverhältniß ganz allein, dem Breslauer Landgericht berief sich der Bürgermeister zur Rechtohne jebe Furcht des mindesten Widerspruchs zu bestimmen haben, fertigung feines Verfahrens darauf, daß die Art und Weise der in dem man mit der Waare Arbeitskraft genau so verfahren Flugblattverbreitung die Bevölkerung in Erregung gesetzt hätte. Die fann, wie mit einem Ballen Baumwolle oder einer Schiffsladung Flugblätter feien theils den Leuten in die Hand gedrückt worden, theils habe man sie unter den Thüren hindurch in die Wohnungen hausvorlage durch den deutschen Kaiser nicht bloß von jedem sozial- fammelten Menge fei die Anfrage gestellt worden, ob Das ist das Urtheil, welches seit der Ankündigung der Zucht geschoben oder auch durch die Fenster hineingeworfen. Aus der berbemokratischen, sondern auch dem Wesen nach von jedem halbwegs Sozialdemokraten durchgeprügelt werden dürften. Der freigesinnten bürgerlichen Blatt gefällt worden ist und gefällt wird. Angeklagte machte geltend, daß, wenn die Bevölkerung wirklich und gegen diese unfere Formulirung des Urtheils aller an- beunruhigt worden fein follte, nicht die Art und Weise der ständigen Leute richtet die„ Konservative Korrespondenz" nach- Verbreitung der Flugblätter, sondern deren sozialdemokra stehenden Waschzettel: tischer Charakter die Ursache gewesen ist; sich durch die VerDas die oben gedruckte Notiz ist eine dreiste Ent- breitung gegnerischer Wahlflugblätter beunruhigt zu fühlen, dazu stellung der Thatsachen. Das Recht, Verabredungen und Ver- habe aber niemand ein Recht, denn alle Parteien vertheilten ihre einigungen zum Behufe günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen, Flugblätter unterschiedslos an jedermann. Der Angeflagte wies insbesondere durch Einstellung der Arbeit zu treffen, soll in feiner ferner auf die vielen, bei der letzten Reichstagswahl in Schlesien Weise den Arbeitern verschränkt werden. Dazu würden die Kon- vorgekommenen gesetzwidrigen Beschlagnahmen von sozialdemofervativen teinesfalls die Hand bieten. Es handelt sich befanntlich fratischen Wahlflugblättern hin, die zu besprechen er als Mitglied des gerade darum, dieses Recht gegen den sozialdemo Wahlkomitees und als Redakteur eintes fozialdemokratischen Blattes fratischen Terrorismus zu sichern, wie dies in den berechtigt gewesen sei. übrigen Kulturländern längst durch viel wirk- Das Gericht war dagegen der Ansicht, daß Mochmaim zur Befamere Gefebesmittel als bei uns gefchehen ist. fchlagnahme der Flugblätter berechtigt gewesen sei; er habe dadurch Wenn die sozialdemokratische Presse jetzt die Meinung verbreitet, eine weitere Beunruhigung der Einwohner verhindern wollen. Mochdaß Streits nur durch die Anwendung von Drohungen und mann habe hier kraft der allgemeinen Aufgaben der Gewaltstreichen möglich seien, so leistet sie den Arbeitern einen Polizei gehandelt, wie sie im 17. Titel des II. Theils des schlechten Dienst. So geartete Streits find zwar für den weiteren Landrechts und in dem Gesetz über die Polizeiverwaltung vom Ausbau der sozialdemokratischen Disziplin werthvoll, allein sie 11. März 1850 festgestellt seien.( Im Landrecht heißt es: führen faft niemals zu einem guten Ende für die betheiligten Die nöthigen Anstalten zur Erhalting der öffentlichen Arbeiter. Nicht nur bei uns, sondern auch im gepriesenen Ruhe, Sicherheit und Ordnung, und zur Abwendung der dem England haben Ausstände nur Erfolg, sofern sie fittlich berechtigt Publiko oder einzelnen Mitgliedern desselben bevorstehenden Gefahr find und die Sympathie der Bevölterung finden. Für die Arzu treffen, ist das Amt der Polizei.") beiter ist es also ein Bedürfniß, gegen die fittlich verwerflichen Der Angeklagte wurde daher der Beleidigung des Bürgermeisters Streiftreibereien sozialdemokratischer Klassenverhezzer geschützt zu Mochmann schuldig erklärt und zu 200 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Schutz des§ 193 wurde ihm versagt, weil das Wahliomitee, " werden. " So das Organ für Vorbereitung des Staatsstreichs, Wieder welchem er angehörte, mit der Agitation in Oberschlesien nichts zu einführung der Leibeigenschaft und junkerlichen Großkornwucher. thun hatte. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf vier Monate Ausbrud des fauberen Blattes zu gebrauchen ist uns faum je Run, eine breiftere Entstellung der Thatsachen" um den Gefängniß gelautet. vorgekommen. Das Koalitionsrecht soll den Arbeitern nicht verfich das Breslauer Landgericht beruft, in dent vorliegenden Falle Unserer Ansicht nach sind die beiden preußischen Gesetze, auf die ichrautt werden."- Aber Zuchthaus dem, der zum Gebrauch nicht zutreffend angewandt. Unsere Parteigenossen handelten bei der schränkt werden. fervative Blatt fajelt, des Koalitionsrechtes anreigt". Das was hier das fon- Verbreitung der Flugblätter unzweifelhaft in der Ausübung ihres jervative Blatt fafelt, zynischer Hohn, der mit dem Opfer schön thut und vor dem Erstädtel wollte fie daran durch Gewaltthätigkeiten hindern. ist mehr als Heuchelei das ist staatsbürgerlichen Rechtes. Ein Theil der Bevölkerung in Stieferwürgen es noch zärtlich streichelt. Zu einer Verschränkung des Anstatt nun den Janbagel Kieferstädtels durch Anwendung der polizeiKoalitionsrechts würde die konservative Partei feinesfalls die Hand lichen Zwangsmittel zur Vernunft zu bringen, läßt der BürgerMadrid, 15. Oktober. Die Correspondencia de Esspana" bieten." Aber wo ist ein Recht, ein Wolfsrecht, zu deffen Ver- meister einfach die sozialdentokratischen Flugblätter beschlagnahmen. führt Klage über die Forderungen der Amerikaner, insbesondere beschränkung die konservative Partei nicht schon die Hand geboten wo bleibt denn da die Erhaltung der öffentlichen Ordnung, zu züglich der Philippinen und macht ihnen zum Vorwurf, daß sie hätte? welcher der Schuß einzelner Sozialbemofraten gegenlein Schiedsgericht zulaffen wollen, welches Spanien annehmen geschützt werden." Aber wann und wo hat es denn jozialdemo- gehört? Die Arbeiter sollen nur gegen sozialdemokratischen Terrorismus über einem sozialistenfeindlichen Publikum doch wohl auch heute noch fratischen Terrorismus" gegeben? Wir haben Bismarc'schen- Das Landgericht in Salberstadt sprach den ParteivertrauensMadrid, 15. Oftober. Der Ministerpräsident Sagasta erklärte, Terrorismus gehabt, wir haben Stumm'schen Terrorismus, wir mann Robert Greiner aus Aschersleben von der Anklage frei, Sie Regierung werde nicht den Busammentritt der Stammern ab- haben junterlichen Landraths Terrorismus, wir den frühereit Reichstags- Abgeordneten Major a. D. Pla de Bewarten, um die verfassungsmäßigen Garantien wiederherzustellen, follen jetzt 8uchthaus Terrorismus befommen aber leidigt zu haben. der normale Zustand werde vielmehr sofort nach Unterzeichnung des von sozialdemokratischem Terrorismus fann nur der-Das Schöffengericht in A Itenbittq verirtheilte den BarteiFriedens wiederhergestellt werden. fprechen, welcher entweder nicht weiß, was die Worte bedeuten oder genossen täppler als früheren Redakteur des Wählers" wegen mit Worten freche Falschmünzerei treibt. In den übrigen Kultur- Beleidigung des Rebatteurs der„ Altenburgischen Landeszeitung zu ländern bestehen schon derartige Gesetze, wie das geplante Buchthaus 3 Wochen Gefängniß. geseh." Der Parteivertrauensmanit Paul Müller in Ate in In welchen 2ändern? Sachfen war vom Schöffengericht in Schneeberg zu 100 0. Geldstrafe oder entsprechender Haft verurtheilt worden, weil er am 1. Mai aus seinem Haufe eine große iv eise Fahne, auf der sich eine tothe 8 befand, herausgehängt hat, wodurch er groben Unfug begangen haben soll. Müller's Berufung gegen dieses Urtheil ist jetzt hat sich nach der„ Germania" der Zentrums- Abgeordnete Kart vom Landgericht in Bwvidan zurückgelviesen worden. Es fennzeichnet Bachem in einer Versammlung wie folgt ausgesprochen: Sie den kapitalistischen Charakter des modernten Staats, daß jemand, der erinnern sich, daß der Kaifer jüngst angedeutet hat, eine Gesetzes durch Heraushängen einer Fahne seine Sympathie" für den AchtDem Folkething lag abermals das Landarbeiter vorlage werbe kommen, wonach derjenige, der einen anderen zum stundentag öffentlich fund thut, von den Richtern auf eine Stufe Anfiebelungsgeje que ersten Berathung vor. Im vorigen Streit anreizt, mit Buchthaus bestraft werden soll. Ja, meine geftellt werden kann mit Leuten, die durch rithestörenden Lärm auf zur Herbst brachte die Regierung das Gefes in ber Form ein, in der Herren, demgegenüber ist unser Standpunkt gang flar borgezeichnet. Der Straße öffentliches Aergerniß erregen. es der Follething vorher ausgearbeitet hatte, eine Form, die nicht Was dem einen recht ist, das ift ganz einfach dem- Das ungarische Parteiorgan Nepßava" in Budapest viel werth war, da die Anirage der Sozialdemokratie größtentheils anderen billig. Wenn man für gewisse Bergehen die Arbeiter hatte wegen der Ausweisung von Sozialisten der Polizei den Vorabgelehnt waren, bie aber als Minimum zur Noth afzeptirt werden mit schweren Strafen belegt, dann müssen auch die anderen wurf gemacht, fie verfolge in schurkischer Weise unschuldige Menschen. tomte. Aber der 2 andesthing machte daraus ein Gesetz, das Stände für ähnliche Vergehen mit denselben schweren Strafen büßen. Das Schwurgericht erkannte deshalb den Redaktent Edmund Sen Großgrundbefizern billige Arbeiter beschaffen sollte, aber wenn man sich vor der Konsequenz scheut, wenn man jogar Duellanten Weihaus der Beleidigung schuldig und verurtheilte ihn in nicht den Landarbeitern half. Nun bringt die Regierung ben und Polizisten, die sich schwer an den Bürgern bes Staates vergriffen contumaciam gu sechs Wochen Gefängniß und 50 ft. Geldstrafe Gesetzentwurf in der fantojen Form des Landesthings wiederum ein. haben, schont, dann soll man auch den Arbeiter nicht zu hart an- folvie zu den Koften des Verfahrens. Die Grundstücke sollen nur 3-4 Tonnen Land( 1 Tonne Land fassen, zumal die Staatsgewalt in den bestehenden Gesetzen ge5516 Quadratmeter) umfassen und die Anzahlung 800 Str. benügende Mittel in der Hand hat, um Ausschreitungen gerecht zu tragen. Dabei ist im legten Sommer durch private Initiative be- ftrafen." wiesen, daß man für 800 Str. Anzahlung den Leuten 8-10 Tomten Amsterdam, 12. Oftober.( Eig. Bericht.) Der Amsterdamer Gemeinderath nahm heute den Antrag betreffend Uebernahme der Straßenbahnen in Gemeindebefig an, welche bisher einer privaten Gesellschaft zur Exploitation ausgeliefert waren. Innerhalb vier Wir kennen keins. Nicht einmal Rußland und die Türkei. Nur ein einziges Land neine uns die„ Konservative Korrespondenz". Jahren sind jetzt die vier großen Monopole in Gemeindebesitz übergegangen: die Waffer- und Gaswerte, das Fernsprechivesen und die Straßenbahnen. Der heutige Beschluß wurde nach kurzer Debatte mit 31 gegen 13 Stimmen gefaßt. Dänemart. Ueber die Oeynhausener Kaiserrede Proteftversammlungen. Land beschaffen fann. Außerdem find aber noch die Instmanns gegen die Zuchthausvorlage werden weiter gemeldet aus Wet den Streditvereine als Darleiher von erftem Stapital gestrichen und soll in Hannover, Schwab a ch in Bayern, Ebingen in Württemberg. alles der Staat geben, aber die Gesammtsumme bleibt diefelbe wie im Vorschlag des Landesthing. Danach würde das bewilligte stapital nur für die Errichtung von 400 Ansiedelungen pro Jahr hinreichen auf jede dritte Gemeinde eine).Schweden. Türkei. Partei- Nachrichten. 17 " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. abends 9 1hr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Achinng, Kaufiente! Morgen, Montag, den 17. Oftober, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Gentoffe Ma a fiber das Thema:„ Menschenste iter zur Rettung des Mittelst an de 3" referiren wird. Alle Kanflente, Handlungsgehilfen und Gehilfinnen sind hierzu eingeladen. Saltet zufammen! Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht die Geklärung. Auf die von Herrn Hoffmann in der Nr. 288 fit Boltsstimme" in Frankfurt a. 2. einen zeitgemäßen der 2. Beilage des Vorwärts" vom 5. Oftober d. J. abgegebene Die schwedisch- norwegische Regierung fagte ihre Theilnahme Artikel. Nachdem sie auf die außergewöhnlich schweren politischen Erklärung bezüglich" Abhaltung eines allgemeinen Berufsfongreffes an der Anti- Anarchisten Sonferenz zu. Stämpfe hingewiesen hat, bor denen insbesondere die deutschen der im Handels-, Transport- und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter gegenwärtig stehen, schreibt die Boltsstimme": Arbeiter Deutschlands habe ich nochmals zu erwidern, daß der obenSollen wir in dieser Situation unsere Kräfte und unsere Zeit genannte von den gesammten Stollegen Deutschlands enten dahinKonstantinopel, 15. Oftober. Auf Anregung des Sultans be- darauf verivenden, gerade jest tattische Meinungsgehenden Auftrag, einen allgemeinen Berufsfongres nach Staffel schloß der letzte Ministerrath die Errichtung des Postens eines faijer- verschiedenheiten auszutragen? Wir meinen, in einzuberufen, nicht erhalten hat, mithin die Befchlüffe des lichen Oberkommiffare für Streta gleich dem in Egypten. Ein dies- Stuttgart sei dabei fchon viel zu viel des Guten gethan worden. Stongreffes auch feine bindende Kraft für die gefamiinten bezügliches Verlangen soll an die vier Mächte geftellt werden. In Wohlmeinende Genoffen haben deshalb schon in Stuttgart möglichst alle Stollegen Deutschlands haben fönnen. Es ist ferner unrichtig, wenn betreff der Antwort der Pforte haben die bier Mächte an Differenzpuntte zurüdzustellen gesucht, und in ihrem Namen möchten Herr Hoffmann behauptet, ich sei der Vertreter einer fleinen Minderihre Botschaften eine Zwischenfrage gerichtet, in welcher fie wir jetzt die entschiedene Aufforderung an alle Barteifreunde ergehen heit, im Gegentheil, das umgekehrte ist richtig. Der nächste allAuskünfte über verschiedene unflare Stellen in der Antwort laffen, uns in der Zurüddrängung aller Kontroversen vom praktischen gemeine Berufsfongreß findet also zu Pfingsten 1899 in verlangen. In bezug auf Stärke und Vertheilung der Stampfplage sowie in der Vereinigung aller Kräfte auf die Feftigung tant furt a. M. ftatt. Zutritt haben alle diejenigen Organis Der Pforte für Kreta verlangten Garnisonen, welches und Schulung unserer Cadres, wie sie jest min einmal find, zu fationen, welche auf dem Boden der Halberstädter Kongreßbeschliffe Verlangen, wie man annimmt, nicht unabsichtlich untlar unterstüben. stehen. lautet, haben die vier Mächte Gutachten der Admirale eingeholt. Bezüglich der Polemit über unsere theoretischen AufInzwischen wurden die Admirale neuerdings angewiesen, alle Vor- fassungen schließen wir uns ganz der Ansicht des Vorwärts" an: die bereitungen zu treffen für Zwangsmaßregeln, welche für den Fall mögen doch in unseren wiffeniaaftlichen geitstiften in Aussicht genommen sind, daß die Räumung Streta's feitens der forfgesponnen werden, aber nicht die Spalten unseret tämpfenden bon Karl Alboldt, Vertrauensmann der im Handels, Transport- und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbetter Dentfchlands. Die Arbeiterblätter werden inn Abdruck des Vorstehenden gebeten. Der Streit der Porzellanarbeiter von der Firma Halden- 13wang ausübenden Bostenstellen den Schein eines gesetzlichen Rechtes| Tasche aufbringen, fondern sie sollten diese Beträge nur" garantiren"; wanger u. Ko.( Alfred Bruno Schwarz) in Charlottenburg und verleiht. Mit anderen Worten, das Gesetz soll im Sinne Posadowsky d. h. falls das Einkommen der Hebamme die Höhe des MindestSpandau ist beigelegt. Der Unternehmer hat die Forderungen revidirt werden. Da der„ Kongreß" noch nicht zu Ende, kann man einkommens nicht erreicht, soll der Fehlbetrag aus öffentlichen des Dreherpersonals im wesentlichen bewilligen müssen, dagegen noch die Absendung eines Glückwunsch- Telegrammes nach Berlin Mitteln zugeschossen werden. Und damit die daraus sich ergebenden haben die ungelernten Arbeiter ihre Forderungen wegen der gewärtigen, denn Mr. William Collinson ist durchaus nicht blöde. zahlreichen Streifbrecher leider fallen laffen müssen. Ein Theil der Dreher hat die Arbeit bereits aufgenommen. Der Fabrikant hat sich den Streikenden gegenüber verpflichtet, so lange keine fremden Arbeiter neu einzustellen, bis alle Streifenden wieder ihre alten Posten werden einnehmen können. Ein schweres Schiffsunglück in Lasten nicht zu hohe werden, soll die Niederlassungsfreiheit der Hebammen beseitigt werden durch Rückkehr zum Prinzip der Anstellung fämmtlicher Hebammen als Bezirkshebammen". wäre dann darauf zu achten, daß die Bezirke", welche den ist bei Kap Lizard an der Südwestküste Englands am Freitag Abend einzelnen Hebanımen zugewiesen werden, nicht zu klein begeschehen. Wie aus Falmouth gemeldet wird, ist der Dampfer messen werden". Triumphirend führte Dr. Brennecke Mohegan" von der„ Antlantic Transport- Linie" auf der seinem Referate vor der Aerztekammer aus,„ daß bei solcher Fahrt von London nach New- York mit 200 Passagieren gescheitert. trägnisse der Praxis vollauf genügen werden, um das garantirte Organisation in den weitaus meisten Hebammen- Bezirken die ErBon den auf dem Dampfer befindlich gewesenen Personen find, Minimal-( Mindest-) Einkommen der Hebamme zu sichern." soweit bis jetzt bekannt ist, nur 31 Personen gerettet werden direkte Zuschüsse aus öffentlichen Kassen sich voraussichtlich nur in sehr beschränktem Maße als nothwendig erweisen." Er hätte Das Spandauer Gewerkschaftskartell verhandelte in seiner letzten Sizung über den beendeten Streik der Bauarbeiter und Porzellanarbeiter. Es wurde beschlossen, die noch nicht eingestellten Borzellanarbeiter noch 2 Wochen lang zu unterstüßen. Der Jahresbericht des Kartells soll in einer demnächst einzuberufenden Versammlung erstattet werden. Einem russischen Genossen wurde eine worden. Der Dampfer ist gesunken. Reise- Unterstützung gewährt. Der Obmann Rieger machte zum Schluß bekannt, daß gegen ihn neuerdings auch noch wegen„ unerlaubter Stollette" Anklage erhoben worden sei. Diese Anklage beziehe sich auf die für die legten Streits vorgenommeuen Sammlungen. arbeiter, Schneider, Tabatarbeiter und Töpfer. Deutsches Reich. Es fehlten die Bertreter der Bauarbeiter, MetallDie Fischerei- Arbeiter in Nordenham sind mit den Unternehmern in Lohndifferenzen gerathen, welche wahrscheinlich zum Ausstand führen werden. Die Unternehmer fuchen auch in den Unterweser- Orten Arbeiter anzuwverben, bis jest jedoch vergeblich. Die Gewerkschaften in Ronneburg( Altenburg) haben die Gründung eines Gewerkschaftskartells beschlossen. daran ist die Errichtung eines allgemeinen Arbeitsnachweises erfolgt, Im Anschluß sowie eine Auskunftsstelle eingeführt, die den Arbeitern bei gewerb lichen Streitfällen Auskunft ertheilen soll. " So Eine weitere Meldung aus London besagt: Das Unglück passirte sogar noch mehr zum Lobe seines Werkes sagen können; denn ein an dem Manaclefelsen nahe Falmouth. Vor Jahren schon war eine Sat seines ursprünglichen Entwurfs lautete:" Den Armen ihres Agitation im gange, um gerade an der Stelle des jezigen Unglücks Bezirkes hat die Hebamme unentgeltlich Hilfe zu leiſten." ein Leuchtschiff einzurichten. Die Katastrophe muß bei flarem Wetter Würde die Regierung bei einer etwaigen Reform" diesen Sazz sich eingetreten sein, freilich bei hoher und unruhiger See. Das Schiff zu eigen machen, so könnte auf diese Weise sogar noch ein materieller sant in 20 Minuten; es scheint die Maschine gebrochen zu haben. Theil der Armenlasten auf die Schultern eines einzelnen Standes Gewinn für den Fiskus herausspringen; denn so kann ja dieser Giffrith ertheilte von der Kommandobrücke bis zur letzten Sekunde Der als einer der tüchtigsten Kapitäne der Linie geltende Kapitän gewälzt werden. in vollster Ruhe seine Befehle und hielt größte Ordnung unter der erkannt, was nothwendig ist, um der preußischen Regierung eine Man sieht: die Urheber dieser Vorschläge haben jedenfalls richtig Mannschaft. Reform auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege annehmbar Auf dem Londoner Bureau der Atlantic Transport Line erscheinen zu lassen. Und man wird dem Reformvorschlage das wird erklärt, daß der untergegangene Dampfer„ Mohegan" nur 2ob, daß echt preußischer Geist ihn beherrscht, um so weniger verfind daher in den ersten Berichten start überschäzt. Ein Geretteter, bleiben würde: die Verleihung eines schönen Titels an die Ans 53 Passagiere und 80 Mann Besagung an Bord hatte. Die Verluste fagen können, als auch ein Punkt Berücksichtigung gefunden hat, der unzweifelhaft auch in einer Vorlage der Regierung nicht unbeachtet der 74/2 Stunden im Wasser zugebracht hat, erzählt, der Dampfer sei gehörigen des Standes. Der Name" Hebamme" gefällt nämlich ſcit am Donnerstag von London abgegangen. Gestern um 7 Uhr Abends, einiger Zeit nicht mehr allgemein; einige Vertreterinnen des Berufes Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Hohenstein- Ernst während man beim Essen war, wurde ein lauter Strach gehört. haben sich daher statt dessen den Namen„ Geburtshelferin" zugelegt, thal wurden in der Klasse der Arbeitnehmer die von den organi- Man ging auf Deck und sah nun, daß das Schiff auf einen Felsen sind aber damit bei unserer fürsorglichen Polizei auf Widerfirten Arbeitern vorgeschlagenen Kandidaten gewählt. Die Betheiligung war sehr gut. gestoßen war. Der Abend war hell und klar. Zwei Boote wurden stand gestoßen. Diese Nothlage hat nun offenbar das Mitgefühl Im Streik der Glasarbeiter in Hildburghausen, der niedergelassen und zum größten Theil von Frauen besetzt; ob die der Aerztekammer- Kommission hervorgerufen, und so schlägt dieselbe nun schon 9 Wochen währt, ist immer noch keine Aenderung ein- selben die Küste erreicht haben, ist nicht bekannt. Das Hintertheil vor, an ſtelle des Titels„ Hebamme" in Zukunft die Bezeichnung " Frauenschwester" einzuführen, um damit zum Ausdrud zu bringen, getreten. Wie uns geschrieben wird, geben sich die Unternehmer alle des Schiffes begann bald zu sinken, und in weniger als 20 Minuten daß der Hebammenstand die Stellung und den Adel eines geburtserdentliche Mühe, sogenannte Arbeitswillige heranzuholen, gilt es ging das Schiff unter. doch die um ihr Koalitionsrecht kämpfenden Arbeiter niederzudrücken. 14 Mann der Besatzung lebend auf einem Felsen vor. Das Rettungsboot aus Falmouth fand hilflichen Schwesternstandes" erringen soll". Es ist nur schade, daß Die Streifposten, welche auf dem Bahnhof stehen und auf jeden anman vergessen hat, die Ertheilung von Orden bei längerer, einWie die„ Atlantic Transport Line" ferner mittheilt, sind von wandsfreier Dienstzeit vorzusehen; dann wäre doch die Noth des tommenden Zug achten, werden durch die Gendarmerie vom Bahnhof gewiesen, den Fabrikanten aber, welche ebenfalls bei An- den 53 Passagieren des gesunkenen Dampfers" Mohegan" 49 ge- Standes ganz beseitigt. funft eines jeden Zuges sich auf dem Bahnhof einfinden, ist nicht rettet worden. Die meisten Passagiere waren allein der Aufenthalt auf dem Berron gestattet, sondern es ist ihnen Amerikaner, nur ein deutschklingender Name befindet sich in dem auch erlaubt, die Streitbrecher direkt nach der gegenüber liegenden Passagier- Verzeichniß, nämlich der einer Frau Grumbrecht, welche Fabrik über das Geleise hinweg zu führen. vermißt wird. Boziales. zurückkehrende Ueber diese Noth des Standes giebt im übrigen die Broschüre in erschreckender Weise Aufschluß, und insoweit ist sie recht verdiensteine Reform und als geeignet, die Stellung der Hebammen zu lich. Schon der Umstand, daß die sfizzirten Vorschläge ernsthaft als sichern und zu heben, erörtert werden, läßt ja tief blicken. Trotz alledem ist die Haltung der Streikenden eine musterAber die Zahlen, welche der Kreisphyfitus Dr. Dietrich in seinem giltige. Gelingt es den ausgesandten Agenten der Unternehmer nicht, andere Kräfte heran zu ziehen, mit den bis jetzt gewonnenen Referat anführt, geben doch noch ein deutlicheres Bild von der können sie den schon jetzt 14 Tage in Betrieb gesetzten Ofen nicht das Ministerium des Innern dem Reichsrathe vorgelegt hat, waren Durchschnittseinkommen der Hebammen im Regierungsbezirk Oppeln Unfallversicherung in Desterreich. Nach dem Bericht, den herrschenden Noth; danach beträgt zum Beispiel das jährliche weiter führen. Kollegen, Arbeiter! Sorgt dafür, daß keine Streifbrecher nach im Jahre 1896 in Desterreich 1974 644 Betriebsangehörige gegen 270 M. und in 6 Kreisen dieses Bezirks erreicht das DurchschnittsHildburghausen kommen, und unterstützt uns in diesem schweren Unfälle versichert, 97 450 mehr als im Jahre vorher. Davon kommen einkommen nicht einmal 200 M. Man sieht hieraus, unter welchen Kampfe. rund 1/2 Million auf das Gewerbe und 1/2 Million auf die Land- Verhältnissen dieser Stand, dessen Thätigkeit für das Wohlergehen Sämmtliche Unterstüßungen find an Gustav Schmidt, wirthschaft. Von 1000 versicherten Arbeitern in Handel und Gewerbe der gesammten Frauenwelt von so einschneidender Bedeutung ist, Hildburghausen, Knappengasse 159, zu richten. waren 765 männlichen und 235 weiblichen Geschlechts. Die Zahl lebt und wirkt; und man gewinnt so das Verständniß dafür, daß Unter den Motorwagenführern der elektrischen Straßen der Arbeiterinnen ist in den versicherungspflichtigen Betrieben, deren nicht selten Angehörige dieses Standes, der mehr wie andere Ver Bahl bahn Nürnberg Fürth gährt es schon seit längerer Zeit ab rund 224 000 mit einem Personal von durchschnittlich zehn fuchungen ausgesetzt ist, denselben erliegen. Köpfen beträgt. im Rückgange begriffen. Es erscheint vielleicht überflüssig, die Frage noch zu erörtern, ob Bor furzem stellten die Leute folgende Forderungen auf: Festiezung Die Zahl der angemeldeten Unfälle ist gegenüber dem die Reformvorschläge" geeignet sind, das Ziel zu erreichen, das ihnen des Gehaltes, je nach der Dienstzeit, auf monatlich 95-120 W., für Jahre 1895 von 54 562 auf 64 655, also sehr stark gestiegen. Auf gesteckt ist, d. h. ob die vorgeschlagene materielle Hebung des Standes Ueberstunden je 60 Pf., jeden Monat vier freie Tage. Die Gesell- je 10 000 vollbeschäftigte Arbeiter kommen 503,8 Unfälle. Die größte geeignet erscheint, gebildete" Frauen dem Hebammenberufe zuzuschaft verhielt sich hartnäckig und fängt jest an, die mißliebigen Unfallgefahr weist der Bergwerksbetrieb auf, wo auf 10 000 voll- führen. Schon aus den bisherigen Ausführungen ist wohl zu er Führer zu kündigen( bis jetzt 84) unter dem Vorgeben, es sei über- beschäftigte Arbeiter 1758 Unfälle zu verzeichnen waren. Dann sehen, daß wir eine materielle Aufbesserung, die sich in den oben zähliges Personal vorhanden, gleichzeitig aber würden eine Anzahl kommt die Maschinen- und Werkzeugfabrikation mit 1268 und die gezeichneten Grenzen hält, für ein ungeeignetes Mittel halten. Die Leute eingestellt, die als Führer angelernt werden. Man will also Transportmittelfabrikation mit 1001 Unfälle auf je 10 000 Arbeiter. durch erfolgreiche Absolvirung" einer höheren oder mittleren nur einen„ Reinigungsprozeß" vornehmen. Die Bewegung unter Im Eisenbahnbetriebe beträgt die Unfallziffer 487. Nicht entschädigt Töchterschule erworbene Bildung" ist ja heuzutage, wie„ Bildung“ den Führern wird aber dadurch nicht aus der Welt geschafft. wurden 46 159 Unfälle( gegen 38 167 im Jahre 1895). überhaupt, ein Monopol des„ Besizes". Und daß Bejizende sich in Die Zahl der tödtlichen Unfälle stieg von 835 auf 929 ausreichender Zahl zu einem Berufe entschließen werden, der überaus ( von 6,8 pro 10 000 Arbeiter auf 7,2), die der Unfälle mit anstrengend und materiell so wenig lohnend ist, erscheint uns höchst dauern der Erwerbsunfähigkeit von 4924 auf 5399, während die unwahrscheinlich; dies namentlich in einer Zeit, in welcher Unfälle mit vorübergehender Erwerbsunfähigkeit sich von die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen in ihrem Kampfe Gewerbefreiheit unstreitig Erfolge zu verzeichnen haben. ins den Frauen andere Berufe Die Auszahlungen an Renten und Entschädigungen In dem Maße, als eröffnet werden, wird naturgemäß stiegen von 2259 309 auf 3153 419 Gulden, die Versicherungs- besondere die akademischen beiträge von 6 901 155 auf 7 537 317 Gulden. Die durchschnittliche die Zahl derjenigen gebildeten" Frauen abnehmen, für welche überRente betrug pro Kopf: bei dauernder und gänzlicher Erwerbs- haupt die Wahl des Hebammenberufs in Erwägung kommit. Darum unfähigkeit 225,25 Gulden, bei dauernder und theilweiser Erwerbs- würden wahrscheinlich trotz der Beschränkung der Hebammenzahl die unfähigkeit 83,95, bei Wittwen 77,98, bei Kindern 50,15, bei gebildeten Schichten nicht den nöthigen Ersatz vollständig liefern können; und man würde wiederum auf die Schichten, aus denen sich heute der Stand refrutirt, zurückgreifen müssen. = Ausland. 10 636 auf 12 216 vermehrten. In der Metallwaaren Fabrik von Löblein u. Kraft in Nürnberg haben sämmtliche Arbeiter die Arbeit niedergelegt. weil eine neue Winter- Arbeitszeit unter Abschaffung der Frühstücksund Vesperpause eingeführt werden sollte. Zuzug ist fernzuhalten. Der Streit der Wiener Buchbinderei- Arbeiter dauert fort. Mit zahlreichen Firmen wurden im Laufe des heutigen Tages Verhandlungen angefnüpft, deren Resultat gegenwärtig noch nicht befannt ist. Es ist aber zu erwarten, daß die Vereinbarungen zur Aufnahme der Arbeit bei diesen Firmen führen. Festgestellt ist nun, daß die„ Wiener Mode" in der Zwangsarbeitsanstalt Korneuburg gefalzt wurde. In Tetschen wurden die von Wien gesandten Ascendenten 55,93 Gulden. Arbeiten von den Buchbindern zurückgewiesen und sollen nunmehr Die der Versicherung zu grunde gelegten 2öhne stiegen von die Aufträge nach Regensburg gegangen sein. Die dortigen Buchbinder sind bereits davon in Kenntniß gesezt. Es ist dringend nothwendig, daß der Zuzug von Buchbindern ferngehalten wird. Arbeiterkämpfe in Rußland. Im Februar d. J. brach ein Streit in der Webe- und Spinnfabrik von Netschajew- Malzew im Die finanziellen Ergebnisse der österreichischen Unfallversicherung Dorfe Gußi aus, an welchem sich 3000 Arbeiter betheiligt haben. find fortgesetzt ungünstig. 1894 wurde ein Defizit von 979 801 Gulden Obwohl sich die Arbeiter im Laufe des ganzen Streits vollkommen gemacht, 1895 ein solches von 867 452 und 1896 betrug das Defizit ruhig verhielten und der Fabrikinspektor erklärte, daß die meisten 3362 011 Gulden; das Gesammtdefizit hat nun die Höhe von Forderungen der Arbeiter gesetzlich und die Arbeitsverhältnisse in der 5,9 Mill. Gulden erreicht. betreffenden Fabrik schlimmer als irgendwo sind, wurden doch die Streifenden zur gerichtlichen Verantwortung gezogen, da eine Verabredung zum Ausstand vermuthet wurde, was in Rußland gesetzlich verboten ist. Aus den Zeugenaussagen vor dem Gericht sind manche Uebelstände der Fabrit offenbart worden. So betrug der Durchschnittslohn eines Webers, nach den Angaben des Fabrikinspektors, 437 auf rund 474 Millionen Gulden. Davon kommen auf die Industrie 2c. 470 Mill, auf die Landwirthschaft 3,8 Mill. Der durchschnittliche Tagesverdienst der Arbeiter stieg von 1,21 Gulden auf 1,24 Gulden. Titerarisches. Aerztekammer der Provinz Sachsen. Berlin, Elwin Staude, 1898. 64 S. die " Außer den Maßregeln zur Reform des Hebammenstandes wurde von der vorberathenden Kommission der Aerztekammer auch die Begründung von Frauengenossenschaften mit beschränkter Haftung" behufs Organisation der Wöchnerinnenpflege empfohlen. Unter diesem Titel wurde eine Art staatliche Versicherung( etwa nach Art der Krankenversicherung) der Ehefrauen verstanden, durch welche denfelben im Wochenbett die Hilfe geschulter Pflegerinnen sowie Unter stützung in der Führung des Haushaltes gesichert werden soll. Dieser Vorschlag fann wohl der Erörterung werth bezeichnet werden, doch hat auch er bei der Abneigung der Regierung gegen jeden weiteren Ausbau der sozialen Geseze wenig Aussicht af Verwirklichung, C. F. Beiträge zu einer Reform der geburtshilflichen Ordnung iw preußischen Staate. Herausgegeben von der Kommission der Lehte Nachrichten und Depeschen. 45-46 Stop.( 1 M.) pro Tag. Der Fabrikinspektor hat auch angegeben, Die Frage der Umgestaltung des Hebammenwesens beschäftigt Versammlung von Vertretern wirthschaftlicher Körperschaften Rheinlands daß die Verwaltung der Fabrik seinen Forderungen kein Gehör leistete. Das verhinderte nicht das Gericht, 23 Arbeiter zu verurtheilen, davon 1 zu 8 Monaten, 10 zu je 6 Monaten und die übrigen zu je 3 Monaten Gefängniß. Die Kohlengrubenarbeiter in Süd- Wales und Monnuthshire haben auf eine Anregung des Parlamentsmitgliedes Abraham Mabon beschlossen, einen Gewerkverein zu gründen. Die Gewerkschaft wird dann nach Ablauf der gleitenden Lohnskala, die vier Jahre in kraft bleibt, besser gerüstet dastehen. # Köln, 15. Oktober.( W. T. B.) In einer heute abgehaltenen seit längerer Zeit die ärztlichen Kreise, da zur wirksamen Bekämpfung und Westfalens, sowie des Vereins der Industriellen wurde angesichts des Kindbettfiebers in erster Linie die verständnißvolle Mithilfe der des Ueberhandnehmens öffentlicher Luftbarkeiten im Beschlußantrag Hebammen erforderlich ist, und diese unter den gegenwärtigen Ver- angenommen, nach welchem die Zuſammenlegung möglichst vieler hältnissen nicht hinreichend gewährleistet erscheint. Bon denen, welche Stirchweihfeiern auf einen Zeitpunkt, mindestens aber in möglichst besonders für eine derartige Reform thätig waren, find zwei Aerzte großen Bezirken für unumgänglich nothwendig erachtet wird, um der Provinz Sachsen, Dr. Brennecke Magdeburg und Kreis- den Industriebetrieb vor empfindlichen Störungen physitus Dr. Dietrich- Merseburg, zu nennen; sie veranlaßten und die Arbeitswilligen vor unfreiwilligen auch die Aerztekammer ihrer Provinz zu einer Berathung dieser Feiern zu schüßen und um vergnügungssüchtigen Frage und veröffentlichten dann in der vorliegenden Schrift deren Arbeitern die Gelegenheit zu Vergnügungen au In Manchester tagte am 10. da. Mts. wieder einmal ein wesentliche Ergebnisse. beschränken. Es wurde beschlossen, die zuständigen Behörden Jahreskongreß des Bundes der freien Arbeit". Gegen Die Reformvorschläge, welche die Aerztekammer, im wesentlichen und erforderlichen Falles die gesetzgebenden Körperschaften zu er hundert Delegirte vertreten angeblich eine viertel Million der Ge- dem ursprünglichen Entwurf Brennecke's folgend, macht, zielen dar- suchen, dem Festunwesen nachdrücklich entgegen= werkschaftstyrannei feindlichen Arbeiter. Thatsächlich ist der ganze auf ab, Frauen aus den„ gebildeten" Klassen dem Hebammen- zutreten. Von den in der Versammlung vertretenen 30 Handels" Bund" Schwindel. Nicht, daß es in England feine gewerkschafts- berufe zuzuführen, da von solchen eine forgfamere Befolgung der kammern stimmten 28 für den Beschlußantrag, während 2 sich der feindlichen Arbeiter gäbe, daran kann vielmehr gar kein Zweifel Vorschriften zur Verhütung des Kindbettfiebers 2c., erwartet wird. Stimmabgabe enthielten. sein. Aber das, was sich als ein Bund derselben geberdet, ist ein- Daß zur Erreichung dieses Zieles in erster Linie eine Verbesserung Wien, 15. Oktober.( B. H.) In der Franz Joseph- Kaserne zu fach eine von einem gewissen W. Collinson gegründete Agentur zur der Existenzbedingungen des Standes nothwendig sei, wurde nicht Ungvar hantirte ein dienstthuender Korporal so ungeschickt mit Versorgung der Unternehmer mit Streitbrechern. Diese Agentur hat verkannt. Andererseits scheint auch darüber ein Zweifel nicht bestanden einem geladenen Revolver, daß die Waffe sich entlud und den in in den verschiedenen Städten ihre Unteragenten, die mehr oder zu haben, daß es in Preußen unmöglich sein würde, Staats- oder der Nähe befindlichen Lieutenant v. Baczkai tödtete. weniger phantastische Listen von Arbeitswilligen" führen und diese Gemeindemittel in größerem Umfange für eine derartige KulturUnteragenten sind es zumeist, die auf dem besagten Kongreß Delegirte aufgabe überflüssig zu machen. Darum beschränkte man sich darauf, zu fpielen. Die Kosten zahlen die Gönner des Bundes"; Fabrikanten verlangen, daß den Hebammen ein Mindesteinkommen von und allerhand wohlhabende Leute, die an die Schauergemälde von 900 m. jährlich in den Städten, bon 700 M. jährlich der Gewerkschaftstyrannei glauben und einzelne Ausschreitungen für auf dem platten Lande garantirt werde. So lautete der Vorschlag Paris, 15. Oktober.( W, T. B.) Der russische Minister des die Regel nehmen. So behaupten die Macher des„ Kongresses", der Aerztekammer- Kommission; im Plenum wurde dies bei der ent- Aeußern Graf Murawjew ist heute hier eingetroffen und hatte Nachu. a. auch von dem bekannten Historiker Lecky ein Glückwunsch giltigen Beschlußfassung noch dahin verwässert, daß nur empfohlen mittag im Ministerium des Aeußern eine längere Unterredung mit schreiben erhalten zu haben. Ferner behaupten sie, im Laufe des wurde, die Gewährung eines Mindesteinkommens in Erwägung zu dem Minister des Aeußern Delcassé. Jahres an gesperrte Fabriken 13 000 Arbeitswillige gesendet zu ziehen". Daneben wurde noch gefordert, daß für Alters- und In- Paris, 15. Oktober.( W. T. 8.) Auf der Nordbahnlinie haben, darunter 900 Maschinenbauer, die während des Streits validitätsversorgung der Hebammen in auskömmlicher Weise" zwischen den Bahnhöfen von Courneuve und von Bourget sind, wie Arbeit in Maschinenfabriken fanden. gefeßlich Sorge getragen werde. Zahlen wurden hierbei nicht heute Vormittag endeckt wurde, die Signaldräthe zerschnitten worden. Charakteristisch sind die Beschlüsse des„ Kongresses". Einer genannt, und es ist somit leider nicht zu ersehen, was man als| Die Untersuchung ist eingeleitet. findet das neue Unfallsentschädigungs- Gesez verwerflich, weil es das auskömmliche Invaliditäts- und Altersversorgung" auffaßte, nach- Paris, 15. Oftober.( W. T. B.) Mit Ausnahme der Bahnhöfe Werk der gegenseitigen Unfallsversicherungen beeinträchtigt und die dem man die obengenannten Summen für ausreichend gehalten, um find heute überall die Militärwachen vermindert und vielfach ganz britische Industrie schädige. Ein zweiter verlangt Vertretung der gebildete" Frauen d. h. solche, welche eine höhere oder eingezogen worden. d. h. solche, welche eine höhere oder eingezogen worden. Die Truppen sind nicht mehr in den Kasernen freien" Arbeiter im Arbeitsamt des Gewerbeministeriums, mittlere Töchterschule„ erfolgreich" besucht haben dem konjignirt. Von auswärts, so namentlich aus Ronen eingegangene und ein dritter fordert Aufhebung des Absatz 2 des fiebenten Hebammenberufe zuzuführen. Im übrigen sollten ja nicht Depeschen melden, daß die Bahnhöfe nicht mehr militärisch besetzt Staat oder Gemeinde Paragraphen des Verschwörungsgesetzes, weil dieser Absatz dem etwa diese Riesensummen aus ihrer sind, da keine Unruhen mehr zu befürchten seien. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. " Paris, 15. Oktober.( W. T. B.) Dem„ Temps" zufolge soll der Korrespondent des Mailänder Corriere della Sera", Wazini, ausgewiesen sein, weil er die falsche Nachricht von der Verhaftung zweier Generale telegraphirt hat. r. 243. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zu den Fragen der Taktik. In der Leipziger Volkszeitung" ist unter dem Titel„ Gloffen zum Parteitage" eine Reihe von Leitartikeln erschienen, in denen besonders die taktischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei besprochen wurden. Wir beabsichtigen nicht, auf alle von dem Verfasser der Artikelfolge behandelten Fragen einzugehen. Wir ergreifen das Wort lediglich, um einigen Aeußerungen des Schlußartikels bezüglich des" Vorwärts" sowie der durchaus falschen Auffassung des Artikelschreibers über eine angebliche kleinbürgerliche Richtung in der Partei entgegenzutreten. Der Verfasser der Glossen sagt: Sonntag, 16. Oktober 1898. einigen Parteisonderlingen geäußert worden und konnte nie Anhang Kolonien verloren haben, trägt der Ozean ohne Aufhören Gruppen finden, weil sie allen thatsächlichen Verhältnissen widerspricht. Schon von wandelnden Leichen an unser Gestade, die es gilt, wieder in die einfache Thatsache, daß auf Seiten der praktischen Politifer" Menschen zurückzuverwandeln. Nichts ist dem allgemeinen Wohl so aus großindustriellen Arbeiterschichten hervorgegangene Barteiführer nüglich, als dazu beizutragen, daß diese vielen Tausende von ebenso stehen, wie auf Seiten der„ proletarisch- revolutionären jungen Männern, die ihr friedliches Handwerk mit dem Waffendienst Richtung" Genossen, die Kleinbürgerlicher Herkunft sind, zeigt die vertauschen mußten, bald ihre Kräfte und Rüstigkeit zurüc Irrigkeit der Anschauungen des Kritikers. gewinnen, damit durch ihre Intelligenz und ihre Arbeit Gewiß, es giebt sehr große taktische Meinungsverschiedenheiten sich die Fruchtbarkeit der Felder und die Produktion in innerhalb der Partei. Aber sie sind anderer Art, als der Verfasser den Werkstätten wieder hebt und neuer Schwung und meint. Sie entstehen unseres Erachtens zum größten Theil aus der neues Gedeihen in alle Zweige der gewerblichen Thätigkeit zurückSchwierigkeit, den Entwickelungsgang des tapitalistischen Deutschlands fehrt." und des Kapitalismus überhaupt vorauszusehen, sowie auch aus der Der Ausdruck„ Leichen", den der Erzbischof für die aus Kuba Verschiedenheit der Lebenslage und der materiellen Aussichten der und von den Philippinen zurückkehrenden Soldaten gebraucht, ist ,, Bekanntlich sieht der„ Vorwärts" seine Aufgabe als führendes einzelnen Schichten der arbeitenden Klassen. übrigens durchaus ihrem Zustande angepaßt. Thatsächlich kommen Organ darin, nicht zu führen; ob diese Auffassung richtig oder un-" Zerstörung des Kapitalismus“ und„ Hineinwachsen in den die meisten der Soldaten als zerlumpte, ausgemergelte Jammerrichtig ist, haben wir nicht zu untersuchen; jedenfalls hat sie die Sozialismus" das ist prinzipiell das gleiche. Aber gestalten an und oft spielen sich bei der Ausschiffung zwischen ihnen Wirkung, daß dadurch 250 000 Genossen in Berlin und seinen taktisch werden bedeutende Unterschiede in der Kampfesart ent- und ihren herbeigeeilten Angehörigen herzbrechende Szenen ab. Vororten, der neunte Theil der sozialdemokratischen Wählerschaft, stehen, je nachdem man annimmt, daß auf dem Boden des Ein Viertel der Ausgeschifften ist gewöhnlich schwerkrank von jedem mitbestimmenden Einfluß auf die geistigen Strömungen, Kapitalismus nichts für die Besitzlosen zu erringen sei, daß deshalb und muß sofort in die schon überfüllten Hospitäler auf die innere Entwickelung der Partei so gut wie ausgeschlossen alle Hoffnung und alle Mühe auf das Zerstören des Kapitalismus und Lazarethe gebracht werden, und ein weiteres find. Möglich, daß sie das schwere Opfer um höherer Partei- gejezt werden müsse, oder wenn man annimmt, daß innerhalb des oder Drittel trägt den Keim dauernden Siechthunis in Interessen willen bringen müssen, aber daß die gewaltige Stimme Kapitalismus die Arbeiterklasse höher und höher steigen kann und sich. Der lächerliche Großmachtsdünkel der spanischen Bourgeoisie dieser Kerntruppen, in deren Reihen der proletarisch- revolutionäre daß der Sozialismus nicht nach dem Zusammenbruch des Kapi- wird an der Nation bitter gerächt, und leider find es, Geist mächtig ist, aus dem Parteikonzert verschwindet, ist für talismus plöglich geschaffen werden muß, sondern als reife Frucht wie immer, die unteren Volksschichten, die den weitaus größten Theil die praktischen Politiker" ein Gewinn, an dem sie kein Verdienst, aus ihm emporwächst. des Schadens zu tragen haben. und für uns andere ein Schaden, an dem wir keine Schuld Nicht„ proletarisch revolutionär" und„ Kleinbürgerlich" ist die haben." Frage, sondern: Hier„ Berelendung und Zusammenbruch", dort Es ist richtig, daß dem Vorwärts" von einigen Partei- Mit- Aufstieg und Entwickelung". Die Rechte" und die Linke" der gliedern im Laufe der Jahre wiederholt der Vorwurf gemacht Partei, wenn man einmal diese keineswegs zutreffenden Beworden ist, er sei nicht genug führendes Blatt". alich nennungen aufnehmen will, beide stehen durchaus auf prole aber ist durchaus, was der Verfasser des Artikels fagt:„ Bekanntlich tarischem Boden. Der Gegensatz der übrigens nirgends voll ficht der„ Vorwärts" seine Aufgabe als führendes Organ darin, nicht zu zum Ausdruck kommt, sondern sich in vielen Abstufungen zeigt führen." Es ist vielmehr ausdrücklich von verschiedenen Vertretern hat seinen tiefsten Grund vielmehr darin, daß Arbeiterschichten, welche des Vorwärts", auch auf dem letzten Parteitage, erklärt worden: eine Besserung ihrer Lage in der verflossenen Zeit erzielt haben und der Vorwärts" soll in allen wichtigen Fragen des Parteilebens eine weitere Besserung auch fürderhin trop der Herrschaft des felbständige Stellung nehmen. Der Vorwärts" hat diesen Vorsatz Kapitalismus erhoffen, geneigt sind, die praktische Thätigkeit, sei es auch bei vielen Gelegenheiten durchgeführt und zwar im vollsten gewerkschaftliche sei es politische, höher zu bewerthen, als ArbeiterEinverständniß mit den Berliner Genossen. Wenn es nicht bei allen schichten, welche immer mehr verelenden oder doch nicht aufGelegenheiten geschah, wo diese oder jene Parteigruppe es gewünscht wärts dringen und deshalb an einer Hebung ihrer Lage hat, so lag dies zumeist daran, daß die betreffenden Fragen nicht so unter dem Kapitalismus überhaupt verzweifeln und alles von wichtig erschienen, wie sie von den Betreffenden gehalten wurden, oder dem großen Tage des erlösenden Sozialismus erwarten. Gerade auch deshalb, weil es sich um Probleme handelte, deren Tragweite so eine großindustrielle Arbeiterklasse, welche mit dem Fortschritt des groß und die endgiltig zu lösen so schwierig ist, daß ein Kampfblatt Kapitalismus felbst fortzuschreiten vermag, wird cher zur praktischen sie zu behandeln nicht berufen sein kann. Thätigkeit neigen, als etwa die hausindustriellen Arbeiter, die keine Aussicht auf baldige Linderung ihrer Leiden sehen. stellen, ohne dadurch Schaden in der Partei anzurichten. Allerlei aus Spanien. gr. Daß derartige traurige Erfahrungen nicht zu neuen Waffentänzen begeistern, liegt auf der Hand; aber man beginnt auch sonst einzusehen, daß die Philippinen bisher vornehmlich dazu gedient haben, für das spanische Beamtenthum einträgliche Boſten zu schaffen und daß im übrigen der Handelsnuten zu den Opfern an Blut und Geld, welche die Philippinen bereits Spanien gekostet haben, in gar keinem Verhältniß steht. Beträgt doch die jährliche Ausfuhr spanischer Waaren nach der Kolonie im Durchschnitt der legten 10 Jahre noch nicht ganz 4 Millionen Besos. Seit 1890 stellt sich das Verhältniß folgendermaßen: Ausfuhr von Spanien nach den Philippinen 1890 1891 1892 1893 • · 1 843 742 Besos 2810 689 Einfuhr philippinischer Erzeugnisse in Spanien 4 912 675 Pesos 4 499 491 " " 3 781 977 4 611 988 " 4 537 336 4 159 215 " 1894 5 716 824 3 598 967 " 1895 5 153 978 4.994 138 " 8 261 911 4 595 345 " " " 1896 llebrigens sollen, wie berichtet wird, auch die amerikanischen wenig geneigt sein, unter den jetzt Kommissäre in Paris alt " Allerdings ist die Führung in Parteifragen, die der„ Vorwärts" als seine Aufgabe ansehen muß, durch seine besondere Stellung Um etwaige Mißverständnisse zu vermeiden, müssen wir noch als Zentralorgan beeinflußt. Es kann nicht eine Führung betonen, daß wir unbeschadet jener taktischen Verschiedenheiten, sein, die durch Aufbauschung und lebertreibung einzelner streitiger die sich bei freier Entfaltung des Kapitalismus sowie der Arbeiter in der Kolonie Herrschenden Verhältnissen Luzon und die VisayasFragen die Gegensäge ohne Noth erweitert, die Stimmungen in den lasse ergeben keineswegs meinen, daß auch nur die groß- Gruppe zu übernehmen: ein Umschwung, der durch die Berichte des Parteitreisen erbittert. Ein Lokalorgan in der Provinz fam, um industriellen Arbeiter Deutschlands Veranlassung hätten, in ihrer Generals Merrit, der an Ort und Stelle Einsicht in das Getriebe feine abweichende Meinung gehörig zur Geltung zu bringen, die Kampfesweise weniger scharf, weniger revolutionär aufzutreten als genommen hat, herbeigeführt iſt. Wahrscheinlich werden die VerDifferenzen als möglichst groß und in möglichst scharfer Form dar- fie bisher gethan. Die Schwierigkeiten, welche die preußische Junker- einigten Staaten sich darauf beschränken, die Bai von Manila mit Das reaktion und der deutsche Absolutismus der freien Entwidelung der dem umgebenden Gebiet und eine der größeren Visayas- Inseln zu Zentralorgan muß auch bei streitigen Fragen Maß halten und es Arbeiterklasse bei uns in den Weg legen, genügen, um unter den fordern, für den übrigen Theil Luzons aber die Autonomie unter muß sich hüten, die eine oder die andere Richtung der Partei allzu heutigen Verhältnissen die schärfste Kampfesweise zur Nothwendigkeit jedenfalls. Bei den Gegensägen zwischen den verschiedenen Stämmen sehr zu verlegen. So mußte der„ Vorwärts" beispielsweise in der Dis- zu machen. fuffion über die Landtagswahl in Breußen eine wesentlich vermittelnde Zur Führung dieser Kämpfe ist aber vor allem auch vollste wird in wenigen Jahren den Amerikanern der Besitz der Jufel Haltung einnehmen. Das Zentralorgan hat eine seiner Haupt- Geschlossenheit unserer Reihen unbedingt erforderlich. Wir halten es ohnehin zufallen, während sie ihn jetzt durch große Opfer erkaufen aufgaben darin zu suchen, die Einheitlichkeit der Partei zu erhalten daher im Partei- Jutereffe für nöthig, daß bei den unvermeidlichen müßten. Der„ Liberal" hat in letzter Zeit mehrere hervorragende und zu fördern, die Einheitlichkeit, deren wir in den jezigen Zeit- Diskussionen über taktische Fragen innerhalb der Partei unbegründete läuften doch wahrlich genug bedürfen. Und in dieser Hinsicht hat Anklagen, wie sie der besprochene Artikel der„ Leipziger Volksztg." Deputirte und Politiker interviewen lassen über ihre Ansichten be= der„ Borwärts" unseres Erachtens sehr viel Gutes gestiftet. Er hat gegen den Vorwärts" sowie bezüglich der angeblichen Kleinbürgereizüglich des letzten Krieges und der jetzigen politischen Lage in Spanien, darunter auch Pablo Iglesias, den Führer der sozialistischen aber dabei nicht auf die Führung völlig verzichtet, wie es der Ver- enthält, möglichst vermieden werden. Arbeiterpartei. Iglesias erblickt in Canovas den, der an dem Kriege fasser des Artikels der L. V." darzustellen sucht, sondern er hat die meiste Schuld gehabt habe, damn folge Sagasta; aber diese Aufgabe nur in einer anderen Weise und wie wir glauben in einer für die Partei ersprießlicheren Weise zu lösen sich bemüht als auch die gemäßigten und selbst die raditalen Republikaner' denn unter Pi y Margall hätten Theil der Schuld: es geschehen wäre, wenn er in Fragen der Taktik und der Theorie die Stampfesweise und die Tonart gewiffer Parteitreise angenommen auftatt cine gründliche Agitation für den Frieden im Lande hätte sich der letztere im Nuevo Régimen" hätte, die für eine Parteiopposition angemessen erachtet werden Auf Spanien liegt es seit dem Schluß der Cortes wie ein zu entfalten, hätte sich mögen, die aber ganz gewiß gerade für das Zentralorgan der, Partei Alp. Fast scheint es, als sei alle Impulsivität, alles Interesse auf eine bloße Befürwortung des Friedens beschränkt." We", sagt nicht geziemend wären. an den öffentlichen Vorgängen aus dem Volksgemüth entwichen. Iglesias,„ die Republikaner bei der Zusammenberufung der letzten an den öffentlichen Vorgängen aus dem Volksgemüth entwichen. Damit fällt auch die Meinung des Nerfaffers in sich zusammen, Darunter leiden nicht minder die extremen Parteien, die Cortes nur als ihr Programm die Forderung des Friedens um jeden als ob die Parteigenossen in Berlin und in den Vororten fortschrittlichen Republikaner und die Karlisten, wie die gemäßigten" der Reichen wie der Armen zum Waffendienst, so würden sie vierzig Preis erhoben hätten und als dazu führendes Mittel die Einberufung.. Berlins bei der, jezigen Einrichtung des Vorwärts"„ von jedem Liberalen und Konservativen, ja unter der Anhängerschaft des mitbestimmenden Einfluß auf die geistigen Strömungen, auf die Republikanismus ist vielleicht die Indifferenz am größten. Auch die Sie mehr erlangt haben, und mit einer Opposition von solcher innere Entwickelung der Partei so gut wie ausgeschloffen find". sozialistischen Blätter find in legter Zeit recht matt geworden und Stärke und mit solchem Ziel wäre Sagasta niemals zum Krieg mit Denn thatsächlich haben die Berliner Parteigenossen durch die von begnügen sich meist mit dem Abdruck kritischer Auslaffungen der den Vereinigten Staaten geschritten." Ueber das Verhältniß der spanischen Sozialisten zur Bourgeoisie ihnen gewählte Preßkommission den weitgehendsten Einfluß auf ihr bürgerlichen Presse oder mit furzen theoretischen Artikeln, doch ist Organ. Sind sie doch, besonders seit den Beschlüssen des Ham- in diesem Fall die Ursache weniger die politische Erschlaffung, als äußert sich Iglesias folgendermaßen:„ Die Arbeiter, die Sozialisten, burger Parteitages, befugt, auch die prinzipielle und fachliche Haltung die Furcht vor der Suspension, zu deren Verhängung es, da die betrachten die Regierungsform keineswegs als gleichgiltige Sache. Aber höher als alle diese Formen, unter welchen wir des„ Vorwärts" zu überwachen. Von dieser Befugniß haben sie auch konstitutionellen Garantien aufgehoben sind, kaum einer eigentlichen natürlich am meisten zur Republik neigen, stehen uns unsere persönreichlich und pflichtgemäß Gebrauch gemacht. Die Preßtommission hat Veranlassung bedarf. Leider sind die kleinen sozialistischen Blättchen natürlich am meisten zur Republik neigen, stehen uns unsere persön in zahlreichen Sizungen, gemeinsam mit Barteivorstand und Redaktion, nicht finanziell derartig gestellt, daß sie es auf eine solche Eventualität lichen Rechte, und wir werden immer dem unsere Unterstügung geben, über die verschiedensten Gegenstände berathen und ihre Anschauungen antommen lassen können. Die durch den Krieg hervorgerufene Ar- der sie wiederherzustellen sucht, wenn man sie uns nimmt. zur Geltung zu bringen gewußt. Das sind freilich Dinge, von denen beitslosigkeit und Theuerung hat natürlich auch auf die Abonnenten- Bourgeoisie, welcher Schattirung fie auch sei, muß sich davon überzeugen, daß wir uns nicht gewaltsam der Herrschaft bemächtigen der Kritiker in der„ Leipz. Volksztg." sich Kenntniß zu verschaffen zahl zurückgewirkt, sodaß selbst der" Socialista" in Madrid fich wollen durch dieselben Mittel, die sie einst angewandt hat, durch wiederholt zu der Aufforderung an seine Leser genöthigt gesehen Gewiß sind auch Wünsche seitens der Berliner Parteigenoffen hat, doch unter den bestehenden schwierigen ökonomischen Um- Gewaltthätigkeiten und Blutvergießen, sondern durch gefeßliche Mittel, wie sie der Zivilisation angepaßt sind; vorausgesetzt, daß sie( die geäußert worden, die nicht erfüllt wurden, Wünsche derart, wie sie ständen nicht die Einsendung der Abonnementsgelder verzögern zu wie sie der Zivilisation angepakt sind; vorausgesetzt, daß fie( die Bourgeoisie) uns nicht selbst zu gewaltsamer Lösung der in den bekannten Anträgen zum Parteitag zum Ausdruck kamen, die wollen. aber nichts gemein haben mit den Ausstellungen, die in der Im übrigen herrscht jedoch unter den Sozialisten feineswegs Fragen zwingt. Die Bourgeoisie muß sich auch davon über " Leipziger Boltszeitung" unberechtiger Weise gemacht werden. Entmuthigung, wie sich schon darin zeigt, daß das Nationalkomitee zeugen, daß ihr unsere Organisation nicht im Wege steht. In den Diese Wünsche gingen in der Hauptsache dahin, durch Verbilligung beschlossen hat, baldigst eine allgemeine politische und gewerkschaft- Bereinigten Staaten, in England, in Belgien, in allen Staaten, wo die Bourgeoisie intelligent ist und sich nicht in einer rohen Rüddes Vorwärts" zahlreichere Abonnenten zu gewinnen. Hier liche Agitationskampagne im Lande zu eröffnen, zu welcher ständigkeit befindet, wie bei uns, sehen wir, daß der Ausbau der und da wird natürlich auch geklagt, daß diese oder die Mittel durch freiwillige Beiträge der sozialistischen Vereine und Arbeiterorganisationen sich ohne systematischen Gegendruck vollzieht. jene Angelegenheit hätte anders behandelt werden, daß eine der Fachgenossenschaften aufgebracht werden sollen. Bisher fließen llnd weshalb? Nun, weil eine solche Organisation verhindert, daß Attade gegen die Gegner schärfer hätte ausfallen sollen die Geldmittel noch ziemlich knapp. Die größte Summe, 100 Besetas, das find Klagen, über die man diskutiren kann, deren Berechtigung ftammt von der Typographischen Föderation" in Madrid, andere in unseren Reihen Verzweifelte und Skeptiker entstehen, die an einem gefeßmäßigen Fortschritt verzweifeln. Seht ihr denn in manchen Fällen auch die„ Vorwärts"-Redaktion nicht bestreitet. Vereine beschränken sich auf Beisteuern von 20 bis 30 pesetas, nicht, daß in England und selbst in Deutschland, Ländern mit Das alles aber wir wiederholen es berechtigt in feiner Weise einzelne kleine lokale Verbände haben noch weniger gegeben. Man den Artikelschreiber zu dem Versuch, die Berliner Genossen dadurch darf sich darüber nicht wundern. Wie überall, hat auch in Spanien Attentat vorkommt, und daß diese Verbrechen ein spezielles frantmißgestimmt gegen ihr Organ zu machen, daß er ihnen einreden die sozialistische Partei ihre Anhängerschaft meist in den größeren möchte, sie hätten keinen Einfluß auf dasselbe und dadurch nicht auf Fabrit- und Hafenstädten und gerade diese leiden am meisten unter haftes Erzeugniß jener Staaten mit niedriger Arbeiterorganisation die geistige Entwickelung der Partei. den Nachwirkungen des Krieges. In manchen Vereinen ist ein großer find, wie Italien, Spanien und auch Frankreich?" Noch weit mehr verfehlt ist es, wenn der Glossenartikler Theil der Mitglieder seit langem arbeitslos und die, welche Blätter über den Stuttgarter Parteitag zu verfolgen. Den Bogel weiterhin die angebliche Einflußlosigkeit der Berliner Parteigenossen- arbeiten, gebrauchen ihren färglichen Lohn zur Bestreitung hat der„ Imparcial" abgeschossen. Er läßt sich aus Berlin berichten, schaft als einen Verlust für den proletarisch- revolutionären Geist", der enorm im Preise gestiegenen Lebensmittel. als einen Gewinn für die praktischen Politiker" aufrechnet. Um die Tragweite dieser Unterstellung zu erkennen, muß man wissen, was der Verfasser unter„ praktischen Politikern" versteht. Er sagt: " Die daß Liebknecht demnächstige schreckliche Katastrophen für Italien, Ungarn und Deutschland angekündigt und gesagt hätte:„ Wir wünschen nicht die Revolution herbei, aber wir machen sie uns zu nuge. Kommunales. Bezüglich der Philippinenfrage beginnt sich eine Schwenkung zu vollziehen. Offiziell wird allerdings daran festgehalten, daß Spanien unbedingt die Philippinen verbleiben müssen, und einige groß,, Geht man auf den tiefsten Grund der taktischen Meinungs- taufmännische Verbände haben sich ganz energisch für Aufrechtverschiedenheiten, die in der Partei bestehen, so wird man ihn in erhaltung der spanischen Herrschaft im Archipel ausgesprochen; aber ihrer historischen Entwickelung finden. Ursprünglich eine reine in den einfichtigeren politischen Streisen, die nicht unter dem Einfluß Arbeiterpartei, hat sie durch ihre ehrliche und konsequente Politik der Exporteure stehen, gewinnt immer mehr die Ansicht Raum, daß immer größere Schaaren kräftiger Elemente aus anderen, nament- unter den jezigen Verhältnissen ein Rückfall Luzons an Spanien für Die von den städtischen Behörden beschlossene Aufhebung lich aber aus den kleinbürgerlichen Bevölkerungsschichten an sich dieses nur ein Danaergeschenk sein würde. Man sagt fich, daß die der Kautionen der Bediensteten der Stadt Berlin soll vom 1. April gezogen, hat sie bei dem gänzlichen Verfalle der bürgerlichen Zurückeroberung des Landes von den Aufständischen nicht nur 1899 in fraft treten. Hierdurch ist es nothwendig, anderweit Bes Opposition mehr und mehr alle Aufgaben der bürgerlichen Demo- neue enorme Menschenopfer und Geldmittel erfordern würde, sondern stimmung über die Höhe der den Gelderhebern anzuvertrauenden tratie mit auf ihre Schultern nehmen müssen." daß auch Spanien unter den heutigen finanziellen Umständen nicht Gelder und Quittungen zu treffen. Der Magistrat will daher bei Der Verfasser identifizirt, wie noch eine ganze Anzahl anderer in der Lage sei, der Handelskonkurrenz der Amerikaner in Manila der Stadtverordneten- Versammlung die Genehmigung nachsuchen, Stellen jenes Artikels zeigen,„ praktische Politiker" mit„ tlein- erfolgreich zu begegnen. Deshalb sei es besser, die Philippinen fallen daß denjenigen Gemeindebeamten resp. Bediensteten, welchen nach bürgerlichen Politikern"." Kleinbürgerliche Politit" wäre zu lassen und dafür an die Hebung der inneren Erwerbsverhältnisse den bisherigen Gemeindebeschlüssen und nach den Kautionsbestim es also, die auch im Vorwärts" gemacht sei und gegen die zu denken. Dieser Stimmung giebt auch eine fürzlich durch die mungen vom 30. November 1896 Geld, Geldeswerthe und Quittungen der Verfasser die proletarisch revolutionäre Richtung der groß- Blätter gehende Auslassung des Erzbischofs von Burgos Ausdruck. nur in Höhe eines multiplizirten Betrages ihrer Dienstkaution an industriellen Arbeiterbevölkerung" aufruft. Die Geschichte lehrt", sagt er, daß auf jeden Verlust von Kolonien vertraut werden dürfen, von jest ab bis in Höhe nachstehender Be Bir glauben uns gegen den Vorwurf der praktischen Politik" hier eine Aera relativen Wohlseins gefolgt ist, und was wir an Aus- träge, Gelder, Geldeswerthe und Quittungen gleichzeitig und unferer Besizungen einbüßten, durch eine in diesem Sinne nicht des ausführlichen vertheidigen zu müssen, dehnung desto auf einmal anvertraut werden: 1. den Stadtsergeanten bis zur Da- Höhe von 5000 m., 2. den Steuererhebern bei der Steuerfasse da die ganze Auffassung des Verfassers, daß die taktischen größere Intensität des inneren Lebens ersetzt wurde. zugleich Vollziehungsbeamten für den Geschäftsbereich Meinungsverschiedenheiten in der Partei sich auf einen Gegensatz mit das auch jest wieder geschieht, müssen mit Sorgfalt die und zwischen proletarisch revolutionärer Arbeiterschaft und prat Tausende von Spaniern untergebracht werden, welche ihr heim ge- dieser Kasse bis zur Höhe von 30 000 M.; 3. den Bediensteten des. tischen Kleinbürgern zurückführen lasse, eine gründlich verfehlte ist. sund und munter verlassen haben und nun frank und elend zurück- Vollziehungsamts I( b. h. Vollziehungsbeamte des Magistrats, welche Diese Auffassung ist ja auch nicht neu, sie ist aber immer nur von tehren. Seit dem schrecklichen Schiffsunglüd, in dem wir unsere Gebühren und Beträge exekutivisch einziehen) bis zur Höhe von 3000 m. werden. Lokales. " 15 000 m.; 4. den Rezeptoren der Friedrich Wilhelm- Anstalt und| herbergte 1897/98( beatv. 1896/97): 802 180( 290 795) Männer, 9185| trägt. Jm Sparverein wird das Publikum nicht allein seitens der der von Biederfee- Stiftung bis zur Höhe von 1200 M.; 5. ben( 9950) Frauen, 143( 102) Kinder, zusammen 311 508( 300 847) Perfonen. Lieferanten über das Ohr gehauen, sondern der SparvereinsStadtwachtmeistern bei der städtischen Feuersozietät bis zur Von den Monaten hatte das Minimum der Juni 1897 mit 11 845, Vorstand zieht ihm am Schlusse des Jahres noch eine crhebliche Höhe von 12 000 M.; 6. den Gelderhebern bei den städtischen das Maximum der Januar 1898 mit 51 464 Personen. Die geringste Summe von dem Ersparten ab, unter zur Höhe und 7, war 238, anständige Geſchäftsleute auf sehern, Portiers und Wächtern bei den städtischen Markthallen, denen 2084. Unter den aufgenommenen Männern sollen, dem Verwaltungs- die Dauer nicht mehr mit! Wir fragen das denkende Publikum, die Erhebung des Tages-, Stand- ze. Geldes refp. der Geldtransport bericht zufolge, 147 650( 137 925) Handwerker( einschl. Gehilfen) ob man das fparen nennen kann, wenn eine Hausfrau dafür, daß zur Hauptkasse der städtischen Werke übertragen ist, bis zur Höhe von und 154 596( 152 870) Arbeiter( ohne weitere Bezeichnung) gewesen ihr 30 M. zu Weihnachten ausbezahlt werden, das Jahr über 40, sein. Nach dieser Angabe wären andere Berufe überhaupt nicht ver 50 oder 60 M. theurer einfäuft? Ist das nicht der helle Unsinn? treten gewefen, was befanntlich den Thatsachen nicht entspricht. Die Sparvereine sind nur für die Vorstände ba, welche fich auf Zum ersten Male anwesend waren 6292( 6719) männliche, 262( 196) Kosten derjenigen, welche nicht alle werden, die Taschen füllen." weibliche, wiederholt anwesend 295 954( 284 120) männliche und 9000 Arbeiter Bildungsschule, Luisenhof", Buckowerstr. 9, Ede( 9812) weibliche Personen. Wegen zu häufigen Kommens wurden 3658 Umstände geneigt. Ein offenes Bekenntniß macht inumer zur Zubilligung mildernder Dresdenerstraße 2 Tr. Die Vortragsabende haben in vergangener( 3749) männliche, 56( 116) weibliche dem Amtsanwalt zur Bestrafung Woche begonnen und zwar Montag: Rede Uebung, Dienstag: vorgeführt; wiederholt verwarnt wurden 19 202( 18 099) männliche, gegen die Konkurrenz eines auf dem Wedding, wohnenden Wirthes In Gastwirthskreisen macht sich eine lebhafte Bewegung Gefchichte, Donnerstag: Gesegestunde, Freitag: Nationalökonomie. 390( 418) weibliche. Einem Krankenhause wurden 954( 1068) männ- geltend. Dieser Herr verschänkt z. B. eine große Weiße für 10 Bf., ( Näheres siehe im Lehrplan im Inseratentheil.) In allen Fächern liche, 183( 162) weibliche Personen überwiesen. Unter Jetteren waren eine fleine Weiße für 5 Pf., ebenso einen viertel Liter Bier für 5 Pf. werden in dieser Woche noch Theilnehmer aufgenommen. Interessenten allein 88( 76), die im vorgeschrittensten Stadium der Schwangerschaft Nachdem der erste Versuch mit dem wohlfeilen Getränk anscheinend wollen die fich bietende günstige Gelegenheit zum Besuch der einzelnen das Obdach aufgesucht hatten und wegen Geburtswehen ins Kranten geglückt ist, beabsichtigt der billige Mann in anderen Stadtgegenden Kurje jezt noch benutzen, da in den genannten Fächern nur die baus gebracht werden mußten. Diese eine Zahlenangabe genügt, weitere Ausschantstätten zu errichten. Es ist nun einer türzlich im Einleitungen gegeben sind, welche nicht allein sehr interessant, fefselnd um erkennen zu lassen, welches furchtbare soziale Elend sich hinter Weddingpart abgehaltenen Gastwirthsversammlung gelungen, die und gemeinverständlich vorgetragen wurden, sondern auch den Be- den Mauern des Obdachs verbirgt. weis liefern, daß die folgenden Vortragsabende von dauerndem Brauereien Berlins zu ihrer Unterstützung heranzuziehen und daher hat sich praktischen Werth für die Hörer wie für die Allgemeinheit sein Jahre weit bis in den September hinein zahlreiche Opfer des Wirthes sowohl wie gegen die in Lichterfelde befindliche Brauerei Die Sterblichkeit an akuten Darmkrankheiten hat in diesem eine wie es scheint, umfassende Agitation gegen die Schleuderkonkurrenz" Die Herren Vortragenden gehen mit außerordentlichem gefordert, nachdem die erste Hälfte des diesjährigen Sommers entfaltet, von der dieser Mann seine billigen Bierlieferungen erhält. Fleiß an ihre Aufgaben; es ist uns in legter Stunde noch gelungen, ungewöhnlich wenig Sterbefälle dieser Art gebracht hatte. für Gesezeskunde eine füchtige Kraft, Herrn Rechtsanwalt Roth, zu Berlin starben, nach den bis jetzt veröffentlichten vorläufigen nahm, endigt in den Appell an die Gastwirthe, sie in diesem Stampf In Eine Resolution, welche die Bersammlung in der Angelegenheit angewinnen. Der erste Besuchsabend ist frei und laden wir die Wochenberichten des Berliner Statistischen Amtes, in den vier um die Existenz nach Kräften zu unterſtüßen, dadurch, daß sie ihren Barteigenosjinnen und Genossen nochmals hierdurch ein. Wochen vom 21. Auguft bis 17. September 1898 besonders an Bedarf bei denjenigen Lieferanten deden, die die Betroffenen nicht in Der Vorstand, Magen- Darmkatarrh 69, 76, 51, 57, im ganzen 253, an Diarrhoe 69, dieser Weise schädigen". 81, 87, 82, im ganzen 319, an Brechdurchfall 157, 146, 132, 101, im Die arbeiterfeindliche Haltung, welche die liberale Presse ganzen 536, an diesen 3 Krankheiten zusammen 295, 303, 270, 240, gestern Mittag in der Aula vollzogen. Der scheidende Rektor gab Der Rektoratswechsel an der Berliner Universität wurde bei Lohnbewegungen regelmäßig einzunehmen pflegt, trat bei Ge- überhaupt 1108 Personen, wie immer, fast nur Kinder bis zu einen statistischen Bericht über die Borgänge feines Amtsjahres. Der legenheit des Ausstandes im Vergoldergewerbe wieder einmal recht 2 Jahren.( In den 4 vorhergehenden Wochen vom 24. Juli bis Lehrkörper hat durch Tod vier Mitglieder verloren, die Herren deutlich in die Erscheinung. Als die Goldleiften- Fabrikanten vorige 20. August waren im ganzen an Magen- und Darmkatarrh 147, an v. Cuny, Nasse, Güterbock und Glau. Von Frauen erhielten im Woche beschlossen hatten, durch Aussperrung von 5-600 Vergoldern Diarrhoe 186, an Brechdurchfall 287, zufammen 620 Perfonen ge- Winter 193, im Sommer 169 die Erlaubniß zum Hören von Vor18 ftreifende Berfilberer der Firma Aug. Werkmeister zur Rückkehr storben.) Eine furchtbare Höhe hat die Sterblichkeit an akuten Darm- lesungen. Zum Schluß verkündete Prof. Schmoller die Zusammenauf ihre Arbeitspläge zu zwingen, brachten die„ Vosi. 3tg.", die frankheiten namentlich in den Arbeitervierteln erreicht. Vom fezung des akademischen Senats fürs Jahr 1898/99. Er besteht aus Berl. 8tg." und die Volts- 8tg." einen Artikel des Hrn. Weigert, 21. August bis 17. September starben an den genannten drei dem neuen Rektor Prof. Waldeyer, dem Richter Geh. Rath worin dieser die Maßregel der Fabrikanten dadurch zu rechtfertigen suchte, rankheiten z. B. im östlichen Theil des Stralauer Viertels 88, Dr. Daude, dem munmehrigen Prorektor Prof. Schmoller, den neuen daß er die Arbeitsniederlegung der Versilberer als eine unrecht im östlichen Theil der jenseitigen Louisenstadt 90, in der Defanen Kleinert, Gierke, v. Leyden und Schwarz, sowie aus den mätige hinstellte, zu der gar fein Grund vorläge, da Herr Wert- Oranienburger Vorstadt 108, auf dem Wedding 161, meister fich zur Bewilligung der geforderten Lohnerhöhung bereit der Rosenthaler Vorstadt 235! In den vorwiegend von einer Frobenius. Hierauf leistete der jezige Rektor Waldeyer den vorin Senatoren Diels, Stahl, Olshausen, Kekule von Stradonis und erklärt habe. Auf diese einseitige, lediglich im Interesse der Fabri- wohlhabenden Bevölkerung bewohnten Stadtgegenden, in den geschriebenen lateinischen Gid. Seine Antrittsrede handelte über die fanten erlassene Darstellung des Herrn Weigert sandte der Vor- Standesamts- Bezirken I, II, III, IVa, XIIa( Bentrum, Friedrich- Stellung und über neue Aufgaben der Universitäten seit der Gründung sigende des Verbandes der Vergolder den genannten stadt, Schöneberger Vorstadt, westlicher Theil der Tempelhofer Vor- des Deutschen Reiches. drei liberalen Zeitungen eine Entgegnung, worin er verschiedene un stadt, vorderer Theil von Moabit) starben in vier Wochen zusammen zutreffende Angaben des Weigert'schen Artikels richtig stellte. nur 53 Personen an den genannten Darmfrankheiten, in dem übrigen bember d. J. das Fest ihres 50jährigen Bestehens. Die Korporation Berliner Buchhändler feiert am 1. NoDie Objektivität der liberalen Blätter, die der Aus- Berlin dagegen 1055, d. h. fast 20 mal soviel. Dieser gewaltige Unter- vember d. J. das Fest ihres 50jährigen Bestehens. lassung der Fabrikanten bereitwilligst Raum gewährt hatten, schied läßt sich nicht durch reicheren Kinderfegen allein erflären. Es tamen Zur Lokalliste. Der Gesangverein Freundschaftstreue" feiert ging aber nicht so weit, die Entgegnung der Ar- 3. B. im Jahre 1896 auf das ganze übrige Berlin noch nicht 7mal soviel am 22. Oftober in dem gesperrten Lokal Café Gärtner amHolsteiner beiter auch nur mit einem Worte zu erwähnen. Lebendgeborene wie auf das oben bezeichnete, vorwiegend von Ufer ein Vergnügen, wozu er in Arbeiterkreisen versucht, Billets abDiese einseitige und tendenziöse Stellungnahme zu einer Lohn- Wohlhabenden bewohnte Gebiet. In den Vororten ist di zusetzen. Die Lotalfommission. bewegung übrigens bei der bürgerlichen Breffe eine alltägliche Sterblichkeit an aluten Darmfrankheiten in der zweiten Hälfte des Ein Schiedsgericht für Streitigkeiten wegen SachErscheinung wird aber noch weit übertroffen durch die entstellten August und der ersten des September gleichfalls erheblich höher ge- beschädigungen in Miethsräumen foll jept in Berlin Berichte, welche zwei liberale Blätter über die am Freitag vor dem wesen als in den vorhergehenden Wochen. Nach den vorläufigen errichtet werden, und zwar hat sich zu diesem Zweck im Bunde der Gewerbegericht verhandelte Klage des Herrn Wertmeister gegen seine Wochenberichten des Gesundheitsamtes( die nur die drei größten Berliner Grundbefizer- Vereine unter dem Vorsiz des Geheimen Streifenden Arbeiter bringen. Die„ Berl. 8tg." schreibt:„ Ein Vergleich, Bororte berücksichtigen) wurden für die 4 Wochen vom 21. August Rechnungsrathes im Ministerium des Innern, Dietrich, eine Komder von den Arbeitgebern noch während der Verhandlungen den Arbeitern bis 17. September( bezw. für die 4 vorhergehenden vom 24. Juli mission gebildet, welche die vorbereitenden Arbeiten begonnen hat. angeboten worden war, tam nicht zu stande." In der„ Voff. 3tg." ist zu bis 20. August) aus Charlottenburg 77( 36), aus Rigdorf Das Schiedsgericht soll aus Hausbefizern und Miethern zusammens lesen:„ Ein Vergleich, der von den Arbeitgebern während der Berhand- 131 84), aus Schöneberg 35( 18) Sterbefälle dieser Art ge- gefeßt werden und in denjenigen Fällen entscheiden, in denen eine Yung mit den Verklagten angebahnt worden war, wurde dadurch vereitelt, medet. daß der Bertreter ber Berjilberer, der Gewerkschaftssekretär Millarg, porherige gütliche Einigung zwischen den Betheiligten nicht zu er Der Nähmaschinen- Reisende ist ein Proletarier im Handels- zielen war. Es muß seinen eigenen Haken damit haben, daß die diese plötzlich, als sich die Arbeitgeber zu einer Berathung zurüd gewerbe, dessen Lohn- und Arbeitsverhältnisse mit zu den un- Hauswirthe für Schiedsgerichte zu schwärmen anfangen. gezogen hatten, nach Hause schickte. Der Inhaber der flägerischen günstigsten gehören. Eine der bekanntesten überseeischen Näh- Der Steckbrief hinter dem des Mordes an der Rosine Firma gab hierauf die Erklärung ab, daß er nunmehr jeden Ver- maschinen- Firma beschäftigt in ihren hiesigen größeren Filialen je Kaiser verdächtigen Wegener wird jezt von der Staatsantvalt gleich ablehne." 20-30 Reisende oder„ Verkaufs- Agenten", wie sie diese Leute nennt. fchaft I veröffentlicht. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß auf Diese Berichte fagen gerade das Gegentheil von dem, was sich Der Verkaufs- Agent darf sich seine Kunden nicht etwa suchen, wo es die Ergreifung des Mörders seitens des königlichen Polizeipräsidiums in Wirklichkeit zugetragen hat. Nicht der Arbeitgeber hat einen ihm beliebt, sondern er bekommt vom Geschäftsführer täglich eine Belohnung von 1000 m. ausgesetzt worden ist. Die Beschreibung Vergleich angeboten, sondern die Arbeiter haben sich, wie in eine bestimmte Häuserreihe zugewiesen, deren Bewohner den beiden vorhergegangenen Terminen, so auch in der Verhandlung zu er des Friedrich Wegener lautet: besuchen hat. Damit er diese Arbeit prompt und Statur: fchlant, Größe: 1,693 Meter, Saare: mittelblond, am Freitag, zu einem Vergleich bereit erklärt. Die gewissenhaft erledigt, ist zur Kontrolle ein„ Ober- Verkaufs- Agent" Stirn: gewöhnlich, Augenbrauen: blond, Nafe: breit und mit der dahin gehenden Vorschläge der Arbeiter, welche sowohl der Ge- bestellt. Als Lohn für seine Arbeit erhält der Verkaufs- Agent Frontlinie nach aufwärts gebogen, Zähne: defelt, Gesicht: länglich, richtsvorsitzende, wie auch der Arbeitgeber- Bei- wöchentlich 12 M. Spesen, auf die er jedoch nur in denjenigen Sprache: deutsch, Bart: mittelblonder Schnurrbart, nach längerem figer unterstützten, wurden dagegen von dem flägerischen Wochen Anspruch hat, wo er wenigstens einen Geschäftsabschluß ver- Rafiren im Wachsen begriffen, Augen: blau, Mund: breit, Kinn: Arbeitgeber zurückgewiesen. Er wollte ein Urtheil haben, mitteln konnte. Außerdem stehen ihm 15 pCt. des Preises der oval, Gefichtsfarbe: blaß. Besondere Kennzeichen: 5 Zentimeter in welchem ausdrücklich gesagt wird, daß die Arbeiter, durch ihn verkauften Maschinen zu. indem sie Natürlich kommt es oft unterhalb des rechten Ohrläppchens ein behaarter Leberfled, 3 8entidie angefangene Affordarbeit nicht vollendeten, genug vor, daß es dem Agenten in einer Woche nicht gelingt, meter vom linken Mundwinkel eine Warze. Stontrattbruch begangen haben. Der Bericht der Voss. einen Verkauf abzuschließen. Er ist schon sehr zufrieden, 8tg." stellt die Sache so dar, als habe Millarg die beklagten wenn Ein Magistratssekretär wegen Unterschlagung verhaftet. er im Jahresdurchschnitt pro Woche Woche eine Arbeiter fortgefchickt, um eine in Aussicht stehende Einigung zu abgesetzt hat. eine Maschine Freitag Rachmittag wurde der Magistratssekretär Baul Meißner. Die Provision wird dem Agenten aber nicht voll ber seit längerer Zeit in Bantow in der Nordbahnstr. 9 wohnte, ber hintertreiben. Wer der Verhandlung beigewohnt hat, muß ausbezahlt. Er hat der Firma eine Kaution von 1600 Mt. zu stellen haftet. Meißner, der verheirathet und Vater von drei Kindern ist, wissen, daß Millarg, als sich die Arbeitgeber zu einer Besprechung und da er als armer Teufel natürlich nicht über eine solche Summe lebte flott und machte einen Aufwand, der über seine Verhältnisse zurüdgezogen hatten, gar nicht mit den beflagten Arbeitern in Be- verfügt, so wird diefelbe aus Abzügen von seiner Provision gebildet. hinausging. Um dieſen bestreiten zu können, bergriff er fich rührung tommen konnte, denn diefelben waren überhaupt nicht im Die Firma behält anfangs die Hälfte, dann ein Drittel, und schließlich an den Mitteln einer Stiftung, deren Verwaltung ihm Gerichtsgebäude anwesend. Sie hatten es vielmehr wie Millarg endlich ein Fünftel der Provision ein wie Millarg endlich ein Fünftel der Provision ein, bis die Kautions- unterstellt war, und schädigte auch eine ganze Reihe von Brivatin der Verhandlung erklärte auf den Rath ihrer Vertreter vor fumme voll ist. Aber auch dann erhält er noch nicht die leuten. Alle Rechnungen an die Stiftung mußten durch seine Hände gehen, gezogen, sich schon vor Beginn des Termins zu entfernen, und zwar ganze Provision, sondern ein Fünftel der Summe muß er in jedem und er zahlte auch den Leuten die angewiefenen Beträge aus. Deshalb, damit Herr Wertmeister, der im vorigen Termin durch den Falle stehen lassen, bis die von ihm verkauften Maschinen voll be- Meißner ging nun so vor, daß er auf Rechnungen und Belägen aus Anblick der Streitenden sehr erregt worden war, in diesem Termin zahlt find, so daß der Agent ftatt 15 pet. mur 12 pet. ausgezahlt bem vorhergehenden Jahre die Jahreszahl änderte, den Betrag ruhiges Blut behalte und sich den Einigungsvorschlägen der Arbeiter bekommt, während der Nest in der Regel jahrelang in den Händen noch einmal anweifen ließ und ihn dann in feine eigene Tasche zugänglich erweise. der Firma bleibt. Nicht selten kommt es vor, daß der Käufer einer Ma- stedte. Zuguterlegt nahm er einer Frau, die eine Forderung von Das ist vor dem Gewerbegericht ausführlich erörtert worden. fchine dieselbe wieder zurüdgeben muß, weil er mit den Theilzahlungen 700 M. an die Stiftung hatte, die Quittung ab, entschuldigte sich, Die Vorgänge spielten sich mit solcher Deutlichkeit ab, daß ein ins Stocken gerieth. In diesem Falle hat der Agent feine Provision daß er augenblicklich keine Zeit habe, und bestellte die Frau zum Mißverständniß der Berichterstatter der„ Boff. Btg." und der" Berl. an die Firma zurückzuzahlen. Man kann nach dem Angeführten er nächsten Tage wieder. Unterdessen erhob er das Geld für sich und Beitung" vollständig ausgeschlossen ist. Es bleibt also nur die messen, daß der Verdienst eines solchen Agenten nur recht gering ist. ließ sich am anderen Tage nicht mehr sehen. Mit dieser Angelegen Annahme übrig, daß die genannten Blätter oder deren Berichterstatter Eine etwaige Aufbesserung seines Einkommens ist dem Agenten heit fiel zeitlich der Termin zufammen, an dem Meißner größere die Thatsachen absichtlich in ihr Gegentheil verkehrt haben, um die dadurch abgeschnitten, daß er sich laut Bertrag verpflichten muß. Darlehne zurüdzahlen sollte. Bei Privatpersonen hatte er zunächst Arbeiter und ihren Vertreter zu verunglimpfen, damit das Bild von seine volle Thätigkeit ausschließlich dieser Agentur zu widmen. Er fleinere Anleihen gemacht und pünktlich zurückgezahlt. Nachdem er den friedlichen, nachgiebigen Fabrikanten, und den verheyten, streit darf weder Nähmaschinen noch sonstige Waaren anderer Fabrikanten fich so das Vertrauen der Leute gewonnen und gesichert hatte, luftigen Arbeitern, die auf keinen Fall den Frieden wollen, in den verkaufen. In dem Vertrage fehlt auch nicht die bekannte Klausel, wußte er sich größere Summen zu verschaffen, an deren RückKöpfen der bürgerlichen Beitungslejer ja nicht mehr verwischt werde. auf grund deren der Agent nach Lösung seines Verhält zahlung er nicht dachte. Als er fich nicht mehr " " Das städtische Obdach im Jahre 1897/98, In dem nisses zur Firma während eines Jahres innerhalb Deutsch halten konnte, nahm er bor einiger Zeit einen Urlaub. Familienobba ch ist die Frequenz im letzten Jahre gestiegen. lands weder ein Konkurrenzgeschäft selber betreiben, noch Eine Durchficht der Bücher der Stiftungsverwaltung deckte Ge nahm 1897/98( bezw. 96/97) auf: 1173( 1167) Familien mit 3694 in einem solchen thätig sein darf, widrigenfalls er eine dann bald die Unterschlagungen auf und Meißner wurde vom Amte ( 8649) Röpfen, außerdem 2337( 2200) Einzelpersonen, zufammen 6031 Sonventionalstrafe von 1600 M. zu zahlen hat. Das Vertrags- vorläufig enthoben. Die Unterschlagungen belaufen fich, wie ver( 5840) Obdachloje. Darunter waren 506( 500) Säuglinge und 881 verhältniß kann jederzeit ohne Kündigung gelöst werden. Früher lautet, auf 3000 M.; die Summe, um welche Privatpersonen ge( 887) 1-6 Jahre alte, sowie 820( 879) 6-14 Jahre alte Kinder. wurden die Agenten Reisende genannt. Seit Inkrafttreten des neuen schädigt worden sind, ließ sich bisher noch nicht feststellen, zumal da 5771( 5597) waren aus Preußen, davon 2639( 2604) in Berlin ge- Handelsgesetzbuches, welches bekanntlich für Handelsangestellte eine manche Geschädigten mit ihren Angaben zurüdhalten. Ein Ver boren; der Rest war aus anderen deutschen Staaten oder dem Aus- Kündigungsfrist vorschreibt, hat die Firma ihren Reisenden, an deren wandter des ungetreuen Verwalters erbot sich, die Summe, um die lande. Von den Familien bestanden aus Männern mit Frauen und Bertragsbedingungen im übrigen nichts geändert wurde, die Bebas Stiftungsvermögen gekürzt ist, zu erjezen. Trotzdem wurde Kindern 217( 188), Wittwen mit Kindern 32( 43), Ehefrauen mit zeichnung Verkaufsagent" zugelegt, jedenfalls um fie dadurch als aber Meißner in seiner Wohnung von zwei Gendarmen verhaftet Kindern 414( 494), Wittwen oder geschiedenen Frauen mit Kindern Berfonen zu bezeichnen, die nicht Angestellte der Firma sind und und nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht. 132( 85), Männern mit Frauen ohne Kinder 58( 41), weiblichen deshalb keinen Anspruch auf die gesetzliche Kündigung haben. " Straßensperrung. Die Landsbergerstraße zwischen dem Personen mit unehelichen Seindern 325( 321). Unter den 716( 761) Ob der beabsichtigte Zweck damit erreicht wird, mag dahingestellt Alexanderplatz und der Liezmannstraße wird behufs Berlegung von mit ihren Familien aufgenommenen Männern waren 293( 327) bleiben. Arbeiter ohne weitere Angabe, 369( 357) Handwerker einschl. Ge- Ohne Zweifel ist die Lage der Nähmaschinen- Reisenden eine Straßenbahngeleisen vom 17. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrhilfen, 21( 45) Kaufleute, 9( 6) Beamte, 24( 26) dienende Personen. ebenso gedrückte, wie die Verhältnisse all derjenigen, die gezwungen werte und Reiter gesperrt; desgleichen die Königin Augustastraße. Unter den einzeln aufgenommenen Personen waren 1693( 1615) find, ihre Arbeitskraft dem Unternehmer zu verlaufen. Deshalb gilt zwischen der Potsdamerstraße und der Grenze der Grundstüde Männer, und zwar 531( 680) Arbeiter ohne weitere Angabe, 888( 804) auch für diese Proletarier im Handelsgewerbe der Nath: Wollt ihr Nr. 12 und 18. Der Garde- Pionier Biermann, der während einer Uebung 118( 114) bienende Personen. Von den Familien wurden 939( 886), Weitverbreitet ist die Ansicht, daß der angebliche Nutzen, bei Heinersdorf im Streit um eine Flasche Bier von dem Gefreiten von den Einzelpersonen 1851( 1751) nur einmal in demselben Jahre ben die Rabatt- Sparvereine ihren Mitgliedern gewähren, Haase mit dem Gewehrkolben über den Kopf geschlagen wurde, ist aufgenommen, die übrigen zwei- oder dreimal, manche noch dadurch illusorisch gemacht wird, daß die Gewerbetreibenden das auf aus dem Garnisonlazareth zu Fürstenwalde entlassen worden und öfter. Wirb den aufgenommenen Personen der Bestand Marken kaufende Publitum entsprechend schlechter bedienen. Diese zu feinem Truppentheil zurückgekehrt. Er trägt noch einen Verband aus dem Vorjahre zugezählt, so wurden überhaupt 6217( 5951) Ansicht erhält ihre Bestätigung durch ein Plakat, das viele mit den um den Kopf und wird als Revierkranker behandelt. Haase befindet Obdachlose verpflegt. Im Durchschnitt waren täglich 179( 157) zu Rabatt- Sparvereinen unzufriedene Geschäftsleute des Oftens fich noch in Untersuchungshaft. Vorgestern fand vor dem Kriegsberpflegen. Im ganzen Jahre wurden 65 296( 57 460) Verpflegungs- gestern in ihren Schaufenstern ausgehängt haben. Es heißt darin: gericht durch den Auditeur eine umfangreiche Vernehmung statt. tage geleistet, davon tamen auf Männer 29 213( 27 609), Frauen Weshalb find tausende von Gewerbetreibenden aus den Spar- Das merkwürdige Verschwinden einer Familie verursacht 18 396( 15 956), Schultinder 6214( 5056), Kinder unter 6 Jahren vereinen ausgetreten? Antwort: Erftens: Weil sie es unter ihrer in der Gegend des Schönhauser Thores erklärliches Aufsehen. In 6269( 4508), Säuglinge 5204( 4836). Beihilfe zur ersten Miethe Würde halten, das Publikum fernerhin auf das gröb dem Hause Christinenstraße 4 wohnte der Kaufmann Berein, dessen ( 8-15 M.) erhielten bei der Entlassung 2529( 2487) Personen im lichste zu täuschen und zwar durch Vorspiegelung einer Rabatt- Frau am 11. September mit dem Mittagszuge nach Ludenwalde zu Gesammtbetrage von 22 557( 22 200) M., doch wurde in 399( 78) gabe, welche entweder auf den Preis der Waare aufgeschlagen fahren beabsichtigte. Am Vormittage des 11. September entfernte Fällen direkt an den Vermiether gezahlt, um einer Verwendung der oder an der Qualität beziehungsweise am Gewicht ber- fie fich mit ihrem 4jährigen Kinde aus der Wohnung, um vor ihrer Miethsunterstügung zu anderen Zweden vorzubeugen. felben abgezogen wurde. Zweitens: Weil sie der Ansicht Abfahrt noch einige Besorgungen zu machen, tehrte jedoch nicht Handwerker einscht. Gehilfen, 127( 127) Raufleute, 34( 40) Beamte, Gure Lage verbessern, dann organisirt Guch! Auch die Abtheilung für nächtliche Obdachlose hat im find, daß man vom Sparen nur dann sprechen fann, wenn ehrlich zurück und Mutter und Kind sind seit dieser Zeit verschwunden. Alle Tezten Jahre wieder eine Steigerung der Frequenz gehabt. Sie be- lerworbenes Geld auf einer Sparkasse angelegt wird und dort Zinsen Nachforschungen sowohl von privater wie behördlicher Seite blieben vergeblich, nur soviel konnte festgestellt werden, daß Frau B. in Luckentuntergebracht werden. thal zu 1900 n Der Staatsanwalt Das Radfahren auf dem Kurfürstendamm. Die polizeiliche diese. Es sah das Garderobengeld als ein Eintrittsgeld an und walde nicht eingetroffen und die Fahrt nach dort allem Anschein nach über- Regelung des Radfahrverkehrs auf dem Kurfürstendamm, für dessen hielt sich an eine Bestimmung der Ober- Präsidialverordning baupt nicht angetreten hat. Der Kaufmann blieb nach dem Verschwinden Berliner Theil von der Wichmannstraße an der Polizeipräsident pom 14. Juni 1892, wonach alle Tanzluftbarkeiten auch der Frau noch einige Tage in der Wohnung, verschloß diese sodann soeben das Zweiradfahren verboten hat, wird demnächst eine Er geschlossener Gesellschaften einer Konzession bedürfen, wenn und kehrte ebenfalls nicht wieder zurück. Dem Vernehmen nach soll gänzung erfahren, welche den Verkehr auf dem Auguste- bon den Nichtmitgliedern Eintrittsgeld oder Tanzgeld erhoben fi B. zu feiner hier wohnenden Mutter begeben haben. Nach einiger Victoria Plaz regelt. Der Magistrat von Charlottenburg wird. Gegen dies Urtheil legten die Angeklagten Berufung Zeit beschwerten fich Hausbewohner darüber, daß aus der B.'schen hat einer Polizeiverordnung seine Zustimmung ertheilt, welche den an das Landgericht II ein. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Wolfgang Wohnung ein unangenehmer Geruch dringe, der den Aufenthalt in Fuhrwerken und Radfahrern das Rechtsfahren auf dem Blaze vor eine, begründete diese in der Verhandlung dahin, daß die Oberden Nachbarwohnungen fast unmöglich mache. Der Verwalter ließ schreibt. Die Anordnung bezieht sich jedoch blos auf die östliche und Präsidialverordmmg gerade in dem entscheidenden Punkte nicht infolge dessen die verschloffenen Räume öffnen und fand sie in einem die südliche Seite des Plates an der Gedächtnißlirche. giltig sei. Die Polizei habe kein Recht, in die Veranstaltungen so unbeschreiblichen Zustande, daß er aus sanitären Gründen die Reinigung der Näume vornehmen mußte. Da die Wohnung auch Charlottenburg hatte die dortige Armendirektion, wie berichtet, öffentlichen. Der Vertheidiger wies auch auf mehrere Entscheidungen In Folge des Mangel8 an kleinen Wohnungen in geschlossener Gesellschaften hineinzureden, und durch die Erhebung eines Eintrittsgeldes werde ein nichtöffentlicher Tanz nicht zu einem fernerhin verwaiſt blieb und Miethe von niemandem gezahlt wurde, beim Magistrat beantragt, das Barackenlazareth, die sogenannten des Kammergerichts und auf eine Ministerialverordnung, hin, so strengte der Wirth gegen Frau Berein, der Wohnungsinhaberin, Cholerabaradenam neuen Fürstenbrunner Weg, den Wohnungs- welche schon dasselbe ausgesprochen hätten. die Ermissionstlage an. Als sich aber auch trozdem niemand um das lojen zu überweisen. Die königl. Polizeidirektion hat jetzt zu dem beantragte zwar, die Berufung zu verwerfen, doch schloß sich das Mobiliar bekümmerte, mußte dieses entfernt und in einem Schuppen Blane ihre Zustimmung gegeben. Der Magistrat hat demgemäß Gericht den Ausführungen des Vertheidigers an und sprach die beschlossen, bei der Stadtverordneten- Versammlung die Mittel zum Angeklagten frei. In der Grünenthal'schen Straffache war gemeldet worden, Umbau der Baraden zu Wohnungszveden zu beantragen. Es sollen der ehemalige Oberfaktor hätte auf seinen Geiftesguftand untersucht ganzen etwa zehn Familien auf diese Weise untergebracht werden. Ein kleines Dampferunglück auf der Oberspree gelangte werden sollen, er habe dem aber widersprochen und so sei die Unter fuchung unterblieben. Diese Mittheilung ist nicht richtig. Grünen Aus Spandau wird uns berichtet: In der Stadtverord gestern zur Erörterung vor der II, Straffammer des Landgerichts I. that ist vielmehr thatsächlich auf seinen Geisteszustand neten Versammlung am Donnerstag wurde aufs neue die Am 30. Mai d. J. hatte der Verein der Buchbinder einen Ausflug genau untersucht worden. Einen dahingehenden Antrag hatte ſein Bauausführung der Kanalisationsfanäle einer recht abfälligen stritit nach Friedrichshagen gemacht. Der Dampfer Prinz Joachim" von Bertheidiger gestellt und zwar mit dem Anheimgeben, Grünen- willigung des Kredits für die„ Reisekommission", welche ohne die geführt wurde, legte auf der Rückfahrt bei der Landungsstelle an Der Magistrat verlangte nämlich wiederum Be- der Gesellschaft Anker", der von dem Schiffsführer Willy Becker dem Behufe in eine Irrenanstalt unterzubringen. vorherige Genehmigung der Stadtverordneten eine Reise nach ver- der Waifenbrüde an. Hier stiegen eine Menge Personen aus. Das Das Gericht beschloß denn auch, den Angeklagten zur Beobachtung in eine Anstalt für Geistestrante unterzubringen. Ichiedenen Städten zur Besichtigung von Kanalisationswerten unter Schiff lag etwa anderthalb Meter höher als der Landungssteg, fo Diesem Beschlusse widersprach indeß die Staatsanwaltschaft mit der nommen hatte. Diesmal verlangte der Magistrat jedoch nur Be- daß eine aus vier Stufen bestehende Treppe vom Schiffe auf das Bollwerk gelegt wurde. Der Schiffswilligung von 1250 M., während er in der vorigen Versammlung aus Begründung, daß keine Frrenanstalt existire, welche eine ausreichende 1500 m. forderte. Unser Parteigenoffe Pieper beantragte Abführer und der Steuermann ſtellten sich zu beiden Seiten M. Sicherheit gegen das Entweichen der Internirten böte. Daraufhin lehnung der Vorlage, da ser von der Nothwendigkeit der Reise der geländerlofen Treppe auf, um den Fahrgästen, welche fich in mehr hat das Gericht beschlossen, den Angeklagten im Untersuchungs- noch immer nicht überzeugt fei. gefängniß auf feinen Geisteszustand prüfen zu lassen. In der fechswöchigen Beobachtungszeit hat sich dann nach gerichtsärztlichem so schlecht gelegt seien, daß die Muffen mehrere Finger lassen, als ein zweiter Dampfer sich langsam näherte, der ebenfalls eine Zeitungsnotiz, wonach die Röhren in der Wilhelmstadt hilflich zu sein. Etwa 40 Personen hatten das Schiff bereits verGutachten ergeben, daß der geistige Zustand Grünenthal's ganz breit auseinanderständen, so daß unbedingt eine an derfelben Stelle anlegen wollte. Der Dampfer" Prinz Joachim" Bon anderer Seite wird zu der Affaire Grünenthal noch ge- Berlegung der Röhren stattfinden müsse. Er forderte hatte sich, weil viele Fahrgäste der Treppe zustrebten, nach dieser Seite meldet, daß die zuständige Behörde an das Gericht das Ersuchen dringend Rechenschaft hierfür und meinte, der Unternehmer, der diese etwas geneigt. Durch die Wellenbewegung, welche durch den zweiten gerichtet hat, den Prozeß gegen Grünenthal und Genossen unter Arbeiten so schlecht ausgeführt, gehöre vor den Staatsanwalt. Dampfer hervorgerufen wurde, gerieth der Prinz Joachim auch in eine Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandeln zu wollen, da die öffentliche Die Stadtverordneten Neubert und Reineck e stimmten diesen etwas schaukelnde Bewegung, der Abstand zwischen Schiffswand und Erörterung der Mittel und Bege, mit Hilfe deren sich der ehemalige Ansichten bei. Es wurde schließlich Vertagung beschlossen. Alsdann Bollwert pergrößerte sich und das Ende der Treppe, welches auf der Da die Treppe an dem anderen Oberfaktor die Bantnoten Blanketts verschafft und sie gefälscht hat, wurde über die vom Minister des Innern durch den bekannten Erlaß Schiffstante ruhte, rutschte ab. auch dem Laien einen zu tiefen Einblick in die Mysterien der Reichs- angeregte Vermehrung der Polizei organe verhandelt. Ende mit eisernen Klammern befestigt war, so konnte sie sich nicht druckerei gestatten und dies dem Staatsinteresse leicht gefährlich nach längerer Debatte beschloß die Versammlung entsprechend der tiefer senten, daß fie noch eine wagerechte Lage behielt; eine junge werden könne. Wie verlautet, wird das Gericht diesem Gesuche Magistratsvorlage, von einer Vermehrung zur Zeit Abstand zu Dame, die gerade die Treppe betreten hatte, verlor aber das Gleichvoraussichtlich nur insoweit stattgeben, als alle diejenigen Ernehmen, dagegen zwei Polizei- Sergeanten beritten zu machen. gewicht und stürzte durch den Zwischenraum, der sich zwischen Treppe Der Schiffs örterungen, welche interne Verhältnisse der Reichsbruderei, ins- Interessant waren einige Ausführungen des Oberbürger- und Schiffswand gebildet hatte, ins Wasser. besondere die Fabrikation und Aufbewahrung der Reichstaffen- Scheine meisters Koelze. Er fam auf die Alarmnachrichten der führer und der Steuermann sprangen fofort nach und holten berühren, bei verschlossenen Thüren gepflogen werden. bürgerlichen Preise über die Aufruhrstimmung" ber Arbeiter die Dame wieder heraus. Sie ist mit dem Schreck und durchnäßten während des letzten Bauarbeiterstreits und auf die Brandstiftungs- Kleidern davongekommen. Der Schiffsführer Becker wurde für den affäre" zu sprechen und meinte: Was den angeblichen Aufruhr Unglüdsfall verantwortlich gemacht. Er erklärte, daß er die Dampferund die Brandstiftung anbelangt, so find wir ordentlich Gesellschaft auf das mangelhafte bei der Anlagestelle aufmertfam hintere Licht geführt worden; die auswärtige Preise hatte hier gemacht, aber darauf hingewiesen worden set, daß die Behörde die über enjeßliches zu berichten und dabei wußten wir garnichts davon; Anlage abgenommen habe. Erst nach dem Unglüdsfall sei eine es muß doch hier in Spandau ein Korrespondent existiren, welcher den enderung vorgenommen worden. auswärtigen Zeitungen diese unwahren Nachrichten zukommen ließ." dem Staatsanwalt der Ansicht, daß dem Angeklagten ein Vorwurf Ferner ziirte der Oberbürgermeister eine Zeitungsnotiz, wonach die nicht zu machen sei und sprach ihn kostenlos frei. Spandauer Polizei- Organe jet" mit Revolvern ausgerüstet seien. Die Bewaffnung mit Revolvern sei schon vor 7 Jahren erfolgt; vom 1. Oftober 1895 bis zum 1. Oftober 1896 in Neu- Weißenfee Lehrer und Kreis- Schulinspektor. Der Lehrer Hilliges, ter glücklicherweise sei in dieser ganzen Zeit nur ein Fall vorgekommen, amtirte, hatte vor seiner Anstellung daselbst auf Befragen des Gemeindein welchem ein Beamter von dem Revolver Gebrauch machte. Man und Schulvorstandes erklärt, daß er sich nicht anderweitig um Ankönne ja annehmen, daß nicht mehr Ausschreitungen vorgekommen ftellung beworben habe. Thatsächlich hatte er sich aber in Berlin feien, weil die Polizeisergeanten mit Revolvern bewaffnet wären. gemeldet. Als der Gemeindevorstand dies erfuhr, beschwerte er sich normal sei. Ueber einen abenteuerlichen Raubanfall im Hause Koblant straße 11a machte das Dienstmädchen Seele, das von ihrem Dienst herrn, Schlächtermeiſter Hoffmann, gestern Morgen gefnebelt in der Wohnung aufgefunden wurde, vor der Polizei folgende Angaben Sie, die S., wollte um 8 Uhr morgens den Mülleimer nach dem Hof hinabtragen. Als fie die Korridorthür öffnete, erhielt sie plöglich einen heftigen Schlag auf den Kopf; gleichzeitig wurde ihr ein Tuch über den Kopf geworfen und ehe sie noch einen Schrei auszustoßen vermochte, drückte ihr jemand die Kehle zu und riß sie zu Boden. Dann wurden ihr in ben in folge Athemnoth geöffneten Mund die Lumpen bon einer Person, welche auf ihr tniete, fest hineingedrückt und dann der durch den Sared Gelähmten die Hände auf dem Rüden zusammengebunden. Der Räuber, den Schritten nach zu urtheilen war es nur eine Person, verriegelte dann die Korridorthür und begab sich in die Wohnung. Als Frau H. an die Thür Klopfte, befand sich der Verbrecher noch in derselben, entfernte sich aber sodann nach wenigen Minuten. Es war in der Wohnung nichts entwendet, wohl aber waren einige Möbel aufgebrochen. Ein neuer Kursus im Schreiben auf der Schreibmaschine ( System Bar- Lock und Remington) wird in der 7. städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und Männer, Gräfestr. 85-88, au der Kottbuser Brüde, jezt eingerichtet. Der Unterricht findet Freitag abends von 72-91/ 2 Uhr statt. Jedem Theilnehmer werden auf Wunsch noch besondere Uebungsstunden eingerichtet. Das Unterrichtsgeld beträgt halbjährlich nur 2 M. Anmeldungen nimmt Herr Reftor al noch täglich von 12-1 Uhr und von 7-8 Uhr abends im Amtszimmer entgegen. " 1 " Genosse Duck s ch Theater. " greitag, 21:" Lohengrin". Anfang 7 Uhr. Sonnabend, 22.: rusticana". Bajazzi". Sonntag, 23.: Geburtstag Albert Lorging's. Kreis Schulinspektor zu einer " Schauspiel: " 1 Der Gerichtshof war mit fiber H. bei der Regierung in Potsdam. Bestimmungsgemäß ging die Beschwerde durch die Hände des Kreis- Schulinspettors, des Schulraths Bandtke, der erst sein Gutachten dazu abzugeben hatte. Bandtte vernahm den Lehrer in Gegenwart des Rettors Wochen Spielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus. Steller im Schulhause zu Neu- Weißensee und nahm ein Protokoll Sonntag, 16. Fidelio" Montag, 17: Der Ring des Nibelungen": In der 8. städtischen Fortbildungsschule für Jünglinge und 4. Abend: Götterdämmerung"( Siegfried Herr Grining, Brünnhilde: auf Wegen der Verlesung des Schriftiüids tam es zu einem Streit Erwachsene, Butbuferstr. 23( in der Nähe des Humboldthains) haben Frau Ellen Gulbranson, Alberich: Herr Friz Friedrichs' als Gäste.) zwischen dem Lehrer und Schulrath, in dessen Verlaufe der letztere in diesem Halbjahr 600 junge Leute, besonders Kaufmanns- und Anfang 6 Uhr. Dienstag, 18.: 2. Sinfonie Abend der fönig sagte:" Sie sind zu allem fähig, ich glaube nicht, was Sie sagen, Mittags Handwerkerlehrlinge, an dem Unterricht theilgenommen. Außer in lichen Stapelle. 12 Uhr: Deffentliche Hauptprobe. Mitt was Sie mir erzählen." Hilliges fühlte sich hierdurch beleidigt und den allgemein bildenden Fächern: Deutsch, bürgerlichem, laufwoch, 19.: Die Stumme von Portici". Donnerstag, 20. Don Juan" strengte gegen den Schulrath Bandtke die Privat Beleidigungs" Cavalleria flage ant. Das Schöffengericht verurtheilte denn auch den männischem und geometrischem Rechnen, wird in Französisch und Englisch in Ober- und Unterkursen, in einfacher und doppelter Buch- Undine", Anfang 7 Uhr. Montag, 24.:" Carmen". Geldstrafe voi drei Mart. fab des Lehrers in den Worten: führung, Stenographie für Anfänger und für Fortgeschrittene, aus: Sonntag, 16. Oftober: Auf der Sonnenseite". Heinrich Buikow: sah eine Beleidigung Maschinenschreiben, Geometrie, Algebra, Phyfit, Mechanit, Chemie, Serr Emil Thomas als Gast. Montag, 17.:„ Auf der Sonnenseite". Herr Sie find zu allem fähig. Nachdem der Angeklagte Berufung einBirtel, Projektions-, Ornaments und Körperzeichnen, Fachzeichnen Emil Thomas a. G. Dienstag, 18.: Geschlossen. Mittwoch, 19.: lui gelegt hatte, erhob die Regierung zu feinen gunsten den Konflikt. für Graveure und Lithographen und im Modelliren unterrichtet. der Sonnensette". Herr Emil Thomas als Gast. Donnerstag, 20. Sie machte geltend, er habe seine Amtsbefugnisse nicht überschritten Ferner ist mit der Schule ein Städtischer Gewerbesaal und eine Emil Thomas a. G. Sonnabend, 22.:„ Der Burggraf". Sonntag 23.: gericht erklärte den Konflikt für begründet Ein Sommernachtstraum". Freitag, 21.: Auf der Sonnenseite". Herr und könne darum nicht bestraft werden. Das Ober- VerwaltungsDas Verfahren Abtheilung der Berliner Tischlerschule mit ca. 150 Theilnehmern Auf der Sonnenseite". Herr Emit Thomas a. G. Wiontag, 24.: Auf der gegen den Schulrath Bandke ist danach endgiltig einzustellen, woverbunden, in denen Fachzeichnen für Schloffer, Maschinenbauer, Sonnenseite". Herr Enul Thomas a. G. Dienstag, 25.: Zum 1. Mal: mit das ihm ungünstige Urtheil des Schöffengerichts zugleich aus Mechaniker, Drechsler und Tischler gelehrt wird. Anmeldungen Heroftrat". Im Neuen tönigl. Operntheater( Stroll): Sonntag, nimmt täglich von 12-1 und 7-9 Mettor Klebe im Schulhause, 16. Basantafena". Sonntag, 23.: Neu einstudirt:„ Der Pariser Taugenichts der Welt geschafft ist. Es sei nicht anzunehmen, daß der Kreis- SchulHof links part., entgegen. Das Deutsche Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan: inspektor habe jagen wollen, ertraue dem Lehrer auch sonstige unmoralische Sonntag Abend:" Cyrano von Bergerac"; Montag:" Das Vermächtniß"; Handlungen zu. Lege man aber den Worten des Angeklagten den Dienstag und Mittwoch:" Cyrano von Bergerac"; Donnerstag:„ Das Ber vom Gericht angenommenen Sinn bei, dann könne e nicht gefagt mächtniß"; Freitag:„ Cyrano von Bergerac"; Sonnabend:„ Johannes"; nächst werden, er sei über das zulässige Maß hinausgegangen. Der Einfolgenden Sonntag Abend:„ Cyrano von Bergerac"; Nachmittagsvorstellungen: wand des Privatklägers, in Lehrerkreisen spreche man erst von der heute Sonntag:„ Die versunkene Glocke", nächsten Sonntag:" Der Biberpels." allenstein- Geier wiederholt, beginnend mit dem Brolog, geivrochen von wäre, sei hinfällig. Bewerbung um eine Stelle, wenn schon die Vornotirung erfolgt Im Schiller Theater wird heute, Sonntag, Nachmittag die Ewald Bach, anschließend Wallenstein's Lager" und" Die Piccolomini". Heute Abend wird das Blumenthal- Kadelburg'sche Lustspiel Mauer: Blümchen", Montag" Bartel Turafer" gegeben. Dienstag geht zum ersten Male Basemann's Töchter" von L'Arronge in Szene und wird Mittwoch und Donnerstag wiederholt. Freitag und Sonn abend findet eine Aufführung der Wallenstein Trilogie" statt. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) Im Ostend Carl Weiß Theater gelangt heut Nachmittag bei anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. halben Preisen" Die Geier- Wally" zur Aufführung. Abends 72 Uhr geht die luftige Posse Robert und Bertram" in Szene. Am Die juristische Sprechstunde findet am Dienstag, Donnerstag Feuerbericht. Freitag Abend 12 Uhr brannten Oranien Mittwoch beginnt das Gastspiel von Cäsar Beck mit dem Ritter- und Freitag abends von 7 bis 8½ 1hr statt. straße 8 Lumpen und Gerümpel im Keller. Kurz darauf gingen schauspiel Das bun Heilbronn". Im Luisen A. K. 1. Wird an anderer Stelle beantwortet. 2. Sie müssen einen Engelufer 1b in einem Kesselhause Abfälle in Flammen auf. Theater wird heute Nachm..tag der„ Kaufmann von Benedig" Arzt um Nath fragen. Zimmerbrände waren Belle Alliancestr. 27 und An der Theater geht heute, Sonntag, zum 23. Male in Szene. Die humoristi gegeben. Das Ausstattungs Schauspiel Mene Tetel" im Olympia: 5. M. 1. Die sozialdemokratische Graftion stimmte für das Amende Stadtbahn 1 abzulöschen. Weinstr. 16 mußte ein Schorn- fchen Szenen Im Herzen Berling" sind um neue Episoden bereichert ment Dinse". A. 2. 594. Ja: 50 Pf. steinbrand beseitigt werden. Ein Küchenbrand verursachte Sonnabend worden. Auch die Sonntags: Vorstellungen beginnen jest um 8 Uhr. Unwissender. Die Frau haftet nicht für Nachmittag 4 Uhr Alarm nach Oderbergerstr. 50. Sturz darauf Repertoir der Urania: Im Theater täglich 7 Uhr: Photographie in die Schulden des Maunes. 8. 9. 87. Gs ist nach der Ansicht des 5. R. 100. Sie hatte Albenslebenstr. 3 die Schaldecke Feuer gefangen, das natürlichen Farben". 8 Uhr:" Die Urzeit des Menschen". Im Hörsaal: Reichs- Versicherungsamts in Ihrem Fall zu fleben. aber noch rechtzeitig abgelöscht werden konnte. Dienstag: Herr G. Witt: Moderne Sternwarten und Teleskope". Donners find zum Ersatz verpflichtet. 2. 67. Es muß volle Zahlung eintreten. 23. 23. 30. Ja. tag: Herr Bauinspektor Körber: Die Dome zu Freiburg und Straßburg". J. E. D. Lassen Sie sich von der PolizeiFreitag: Herr Dr. Naß; Kerze und Lampe". Sonnabend: Herr Dr. Schwahn: behörde ihres jetzigen Aufenthaltsartes eine Juvaliditätskarte ausstellen und Die Erscheinungen der Gletscherwelt". In der Kunst Schaubühne verlangen Sie nach Ablauf der Lehrzeit Herausgabe der Karte von dent ( Direttion Dr. Köppen und Dr. Stödtner) findet heute Nachmittag 5 Uhr früheren Arbeitgeber. P. P., Gassen. Die Kündigung ist in R. D. 156. 21 Jahre. Schütze Klictrich. ( im alten Urania- Theater, Invalidenstr. 57) der angekündigte Vortrag:„ Eine Ordnung. Meise durch Spanien" von dem Schriftsteller Konrad Alberti statt. Im R. 68. 1. Jg. Im Nein. 2. Nach vorausgegangener Selage: ja. Berliner Theater findet bie Erstaufführung des Philippi'schen Schau- Binder. Sie mußten sich an den Armenvorsteher wenden. Wald: Die Reichsauwvaltspiels" Das Erbe", die bereits zum pierten male verschoben werden mußte, mann. Solche Befugniß hat das Reichsgericht nicht. am 25. Oftober statt. Im Theater des Westens geht Freitag schaft hat ungefähr dieselben Funktionen beim Reichsgericht wie die StaatsGewerkschaft. Erheben Sie Einspruch. Martha" mit dem königlichen Kammerfänger Herrn Emil Göze als Gast anwaltschaft beim Landgericht. in Szene. Sie sind nicht strafbar. Nichter Eilenburg. Der Defonom ist weder ftrafbar, noch haftet er für die Koften. Silly Boldt. 1. 6 Wochen zum Quartalserften. 2.- 4. Ja. Sch. 1. Der Kläger hat dies Recht. 2. Eine Widerklage wäre erfolglos. 2. Das wäre eine Beleidigung. In der Dr. Neumann'schen Kinder: Poliklinik, Blumenstr. 78, wird die Reihe der voltsthümlichen Vorträge über Kinderpflege morgen, Montag, abends 8-9 Uhr, fortgefest. Thema: Welche Strantheiten kommen von den Zähnen? Zutritt haben nur Frauen. Aus den Nachbarorten. Mariendorf, Tempelhof. In der heute Nachmittag 32 Uhr bei Teutschbein in Marienfelde stattfindenden Versammlung erfolgt die Neuwahl der Vertrauensleute. Bahlreiches Erscheinen ist erforderlich. Für Johannisthal, Nieder- und Ober- Schöneweide findet heute Abend 6 Uhr bei Bastian in Johannisthal eine Parteiversamm Iung für Männer und Frauen statt, in der Köster vom Parteitag Bericht erstatten wird. Ferner erfolgen Neuwahlen. Zahlreiches Erscheinen erforderlich. Der Vertrauensmann. Der Vertrauensmann. Käthchen " Gerichts- Beitung. " late Briefkasten der Redaktion, Witterungsübersicht vom 15. Ottober 1898, morgens S br. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärfe Grünau. Heute, Sonntag, findet im Lokale des Herrn Für Vereine wichtig ist ein Prozeß, der am 14. Oktober vor G. Lindenhayn eine öffentliche Voltsversammlung für Männer und der 4. Straftammer des Landgerichts II in Berlin gegen die Vor Frauen statt, in welcher der Reichstags- Abgeordnete. 8ubeil ſteher des Handwerkervereins 1898 zu Buchmühle und den Gast über den Stuttgarter Parteitag referiren wird. Außerdem hat die wirth des Vereins, Herrn Nagel, wegen Veranstaltung einer unWahl des Vertrauensmannes und der Lokalkommission zu erfolgen. erlaubten Tanz lustbarkeit verhandelt wurde. Der Verein verDie Genossen der umliegenden Orte sind freundlichst eingeladen. folgt in erster Reihe Bildungszwede, gehört also nicht zu den blos zur Beranstaltung von Bergnügungen zusammengetretenen Vereinen, Deren Veranstaltungen stets einer polizeilichen Erlaubniß bedürfen. Am 6. März 1898 feierte er im Saale des Angeklagten Ragel fein Swinembe. 760 SO Stiftungsfest durch eine Tanzluftbarkeit, an der außer den Mitgliedern Hamburg auch eingeladene Gäste aus dem Kreise der Verwandten und Freunde Berlin Die Parteigenoffen von Köpenick werden darauf aufmerksam der Mitglieder theilnahmen. Von Mitgliedern und Gästen wurde München gemacht, daß die Versammlung des Sozialdemokratischen Arbeiter ein Garderobengeld von 75 f. für jeden Herrn, 25 Pf. für jede ten vereins am Dienstag bei Adolf Schulz, Schönerlinderstraße, pünkt- Dame erhoben. Der Gendarm verbot den Tanz als eine untonzessiolich abends 8 1hr, stattfindet. Der wichtigen und reichhaltigen nirte öffentliche Tanzlustbarkeit, doch tanzte man vergnügt weiter. Bankow. Der nächste Lefe Abend des Arbeitervereins ist am Dienstag bei Störr, Mühlenstr. 24. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 754 Wetter Temp.m. C 5° C. 4° R. Stationen Baronieter= stand imm Windrichtung Windstärke Wetter 2 bedeckt Temp.1.6. F16° C.= 4°. 3 5h16. bed. 1Haparanda 764 N 4wollig Wiesbaden 756 OSO 5 wolfig 749 O 750 ND 2Petersburg 1 Cort 738 GO Aberdeen 754 OSO 4 Paris 744 7wolfig 8bcdeckt 13 3 bedeckt 11 1 bedeckt 1Rebel 755 SO 4bebedt Wetter- Prognose für Sonntag, den 16. Oftober 1898. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit geringen Tagesordnung wegen werben die Geneſſen ersucht, recht zahlreich Darauf gab es pengerelt and shig bestätigte Niederschlägen und ziemlich frischen nordöstlichen wunder Wirth, und das Schöffengericht zu Alt- Landsberg Berliner Wetterbureau Ant 13. Oktober, abends 91/2 Uhr, entschlief sanft nach langem, schweren Leiden an Magenkrebs meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger: mutter und Großmutter Paul. Bertram, geb. Bernhard, im Alter von 67 Jahren. Dies zeigt tiefbetrübt an 15826 Rud. Bertram, Kassirer der Im Verlage der Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt Auer u. Co. in Hamburg ist soeben erschienen und von derselben zu beziehen: Der Die Rohtabat- Handlung von Kaiser: August Heyne, ftraffe 38, empfiehlt alle Sorten Rohtabat in größter Auswahl en- gros u. en- détail zu billigsten Preisen. Rover, Asthma. Wer- Stoff- hat Die Heilkraft des Pohl's Brombeer: 15926 fertige Anzug 1. Ranges 20 m., wein ist erprobt bei Lungenleiden, feinste Zuthaten, Garantie guter Sit; Bronchialfatarrh, Kehlkopfleiden, fertige Anzug 2. Ranges 18 M., Verschleimung, Influenza, Er: haltbare Futterfachen, chit gearbeitet, fältung u. Schlaflosigkeit. Preis zwei Anproben; fertige Anzug per Fl. 1 M. Fabritant Drog. Pohl, 3. Ranges 15 M., engl. Zuschnitt, Brunnenstr. 157. Sose 3,50, haltbare Taschen; fertige Paletots, Mädchenkleider u. Mäntel. Baletot 18 M., echtfarbiger Sammet 0. Hoffmann, Veteranenstr. 14.* fragen, woll. Futter, engl. Façon; verkaufe spottbillig Fabrikreste, Neue Welt- Kalender Billig! Knabenanzüge Billig! Orts- Krantentaffe der Buchbruder, Neue Welt- Kalender F nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, 16. Oftober, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes it Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß unser Freund und Kollege, der Piano: forte Arbeiter August Hencke ant 14. Oktober verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, 17. 6. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen: Halle des Berliner Gemeinde: Fried: hofs zu Friedrichsfelde aus statt. Die Kollegen der Pianoforte- Fabrik von Nieber& Co. 6298L für 1899. Dreiundzwanzigster Jahrgang. Reich illustrirt. Preis 40 Pfennige. Bei Einzelbezug erbitten wir Ein: sendung des Betrages in deutschen Briefmarken nebst 10 Pf. für Porto. Inhalt: Kalendarium Postalisches. Allerlei Statistik. Rückblick. Messen und Märkte. Im Kreis: lauf des Jahres. Förster Ruhland. Von Wilh. v. Polenz( mit Illustationen). Anno 1849. Aus der Schweizer Flüchtlingszeit. Von W. Liebknecht. Alte und neue Telegraphie. Von Dr. B. Borchardt ( mit Illustrationen). Wiegenlied. Speise ein Kohlengeschäft, 5621L* 17 Jahre bestehend, m. od. ohne Fuhrwert verkäuflich. Adalbertstr. 70. M. Krüger's Teistungsfähiger wie jeder Gangs. Kohlen-, verb. m. KartoffelSpeise- Leinöl frisch und garantirt rein nur aus Fabrikant. Stoff zum Baletot, Esfimo in allen Farben echt u. reine Wolle v. 12 M. an, weiche Winterhosen- Rete grau, praktisch, von 8 M. an. Anzugreste 10 M. an. solchen Flaschenarantie für gutes Tragen von Schneiderei Engel überall käuflich. Engros Lager SO., Skalitzerstr. 105. Münzstr. 26, part. Kranken- Unterstützungsbund Gedicht von Ludwig en Für 3 Mark Möbel der Schneider ( Filiale Berlin). Unser Mitglied Waffen. Von Franz Kahler( mit Illustrationen). Proletariers Tod. Reste sehr groß, zu Knabenanzügen, Gedicht von Ludwig Lessen. Karl Reste zu Herrenanzügen, schöne Muster Grillenberger. Von I. A.( mit 7-10 M. Für 12 wt. ff. Cheviot auch Kammgarnreste, Paletots und Die Eisenbahnbrücke bei Hosenreste, so lange der Vorrath reicht ist am 11. b. M. verstorben. Müngsten. Von A. G.( mit Illustr.) im Riesenstofflager Die Beerdigung findet am Sonntag, Fremd: und Lehnworte als den 16. d. M., nachmittags 3 Uhr, auf Sprachbedürfniß. Von L. SchönJosef Schmollackedit. Portrait). Ein Wunderwerk der Kleiderspinden, einfach, v. 20 M. an, fournirt v. 36, Wäschespinden v. 36, Schlaffophas v. 30, Wohnzimmer fopha v. 25, Paneelsophas v. 60, Plüschgarnituren i. all. Farb. v. 100, Bettstellen m. Federboden v. 30, Ruhe* betten mit Decke v. 33, Marmor: toiletten v. 25, Kommoden, Ausziehe tische v. 16, Sophatische, Küchenspinden Kein Laden.[ 6264L sonstigen Möbel in großer Auswahl allerbilligst. Vollständige Einrichtungen, besonders preiswerth, trans portfrei. = neu u. wenig gebrauchte von 50 M. an. Karras, Langeftr. 93. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Bei der Firma Fork, Kretschmar u. Co. Barnimstr. 13, u. Herings Geschäft, Familien:( Magazin Jannowißbrücke), haben verhältn. wegen zu verkaufen. Näh. sämmtliche Tischler wegen Differenzen Stalizerstr. 28( Trödelgesch.).[ 15846 die Arbeit niedergelegt. Ebenfalls bei der Firma Blaue Köper- Anzüge und Mechaniker- Kittel bequem gefchatten. C. Ech& Co., Spesialfabrik, Köpnickerstr. 111, Hof part Angen. Schlafft, Petristr. 8/9, 3 Tr. r. Schlafst. z. verm. Oranienſtr. 45, Seitenfl. 3 Tr. I. b. Zamzow. 15666 Ein frdl. möbl. einfenstr. Zimmer zu verm. Schönleinstr. 16, 2 Tr. r. Kl. einf. möbl. Zimmer, sep., 9 M., K. Markusstr. 27, v. 2 Tr. b. Schulze. Frdl. Schlafft. f. 1§., sep., Grimm straße 34, H. 4 Tr. r. 1575b E. frdl. Schlafft. z. v. b. Wwe. Keßler, Besichtigung Wochent. v. 1/27, Sonnt. d. g. Tag, dem Kirchhof' in Rubow bei Ablers: hoff. Jegt fommt er! Bon Börge 14. Krausenstr. 14, 1 Tr., v. 15, Nohrſtühle v. 2½ sowie alle b. 8. Zas, Waldemarstr. 21,' 4 Tr. Hof statt. 166/13 Die Ortsverwaltung. Genossen, Freunden und Bekannten empfehle mein neu eingerichtetes Weiß- u. Bayerischbier Lokal Börge Janssen. nebst Kegelbahn, Vereinzimmer u. Bill. Adolf Ebeling, Grüner Wag 120. Ein Vereinszimmer fir etliche Tage zu vergeben. 15976 Elisabeth- Ufer 52. Vereinszimmer 3. b.Reichenbergerst.10. Janssen. Eleanor Mary. Von W. Liebknecht( mit Porträt). Klondyke und die Goldfucher. Von Mar Schippel( mit Illustration.). Die schlimmste Geschichte. Von Nichtiges und Falsches in der Naturheilkunde. Von Dr. E. Schneider Der Kampf der englischen Maschinen: bauer. Von Hugo Poetzsch. Wahrheit. Von Börge Janssen. Schlagende Wetter. Gedicht vom Fliegende Schelm von Bremen. Vereinszimmer mit Klavier, 20 Blätter.- Für unsere Räthsellöſer. bis 50 Pers., auch zur Zahlstelle pass. Grubert, Raiser Franz Grenadierpl. 7. Achtung! Achtung! Heute Sonntag: Frische Blutn. Leberwurst empfiehlt Herrm. Bolze, Auguststr. 51. lagen, Eingaben, Unfallsachen 2c. 0. Helfrich, W., Steinmeßstr. 22. Dr. med. Schaper, prakt. homöopath. Arzt u. Spezialarzt f. Haut, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8 Schöneberger Ufer 25. Homöopath. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnab. Ab. 7-8. Friedrichstraße 114, I. Rechtsbureau Thaerstraße 17. B. Plessner. Kinderwagen- Bazar 15506 Max Brinner, Jerufalemerit. 42, Brunnenstr. 6, Großartige Auswahl Auflösungen der Räthsel. Trächtigkeits- und Brütekalender. Hierzu vier Kupfer: Nach der Arbeit. Heimathlos- Wirthshaus an der Landstraße. Ein gnter Tropfen, ein lustig Lied. Ein farbiges Bild: Genesung. Wandkalender. Zu beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts Rafiren 5 Pf. Haarschneiden 20 Pf., Kinder 15 Pf Schnelle, saubere Bedienung. H. Freimüller, 58832*] Dresdenerstr. 3, am Kottbuser Thor. ff. Harzer Kanarien- Roller mit prachtvollen Touren, Licht und Kunstfänger, à St. 6, 8 10 u. 12 M., 3 St. 15, 20, 25 t. 30 M. mit Porto u. Verpackung; gebe dieselben 14 Tage auf Brobe, jedoch nur gegen Nachn. Ein oder Betrag vorher einsenden. Anfr. mit Retourmarke an Berlin S. W., Beuthstraße 2. Homöopathische Kuren bei Krankheiten des gestörten Nerven- u. Sexualsystems, besonders in veralteten Fällen. Glänzende Erfolge selbst da, wo die gewöhnlichen Arzeneien un wirtiam oder schädlich sich erwiesen. Näheres im Profpecte, der auf Verlangen zugeschickt wird. Homöopathische Ordinations- Anstalt WIEN, Giselastr. G. eventuell Buppenvag, best. Zähne v. Mt. 2 an enabl Fabrikat, billigst wuperbuch gratis und franto. Theilzahlung gestattet.[** 65/ 5* Frau Olga Jacobson Invalidenstr. 145. 61338* 60312* Möbl. 3. sep. E., 8 M., sof. od. z. 1. Nov. a. zweit. H. z. verm. Röder, Reichenbergerstr. 56, v. 2 Tr. I.[ 15726 Möbl. Schlafft. f. H. b. z. sof. Alte H. Möbel auf Theilzahlung Leipzigerstr. 21,§. 3 r., Fr. Schied. unter Garantie, unter solidesten Be: dingungen. Schier, Möbelfabrik, Neanderstrasse 13. 6 Bettfedern- Spezialgeschäft 1568b Schillingstr. 33a II. I. möbl. Schlafst.sep. Schlafft. f. i. M. Wrangelstr. 5, v. 4 Tr. Zeumer. Möbl. Schlafft. f. 2 H. Boechstr. 6, v. 4 Tr. Heyden. 15696 Frdl. Schlafft. f. 2 H. z. v. Höchste 15736 ftraße 7 III. Edenbrecht.„ Borwärts" steht zur Verfügung. C. M. Schmidt, 6026L* Berlin, Andreasftr. 59, vorn 1 Tr. Größte Auswahl gerissener Gänse: federn und Daunen Pfd. 1, 2 bis M. Fertige Betten 9, 15 u. 18 M. Bettfedern Pfd. 35, 50 u. 70 Pf. Buchenholz u. Eichen- zimmer. Petras, Brizerſtr. 6 IV. Abfallholz L. G. Müller, Vogelzüchterei in ist als Ofenheizung beffer wie Kohlen. Nordhausen a. Harz. Zu den billigsten Preisen liefert W. Jenentz, Bärwaldstr. 64. Dr.Simmel Moritzplatz, i.Hans v.Aschinger 2 Treppen rechts 3,841 tags 10-12, 2-4. Spezialarzt f. Specialärztl. Institut Dr. B. Lasker 42 Alexanderstr. 42 ( am Alexanderplatz). Spec. operationsloses Heil- Ver: fahren ohne Berufsstörung für Beinleiden. Erprobte Methoden bei Flechten, Lupus und anderen Hantleiden. Tägl. 9-12, 3-6. Freitag und Sonntag 9-12. 3,50, Seid. 10,50 an. Linoleum- Läufer 0,85; Frol. Schlafstelle 3. verm. Kottbuser Damm 5, I. Stfl. IV. Voigt.[ 16046 Möbl. Schlafstelle, 2 senstr. VorderSchlafft. f. H. Grüner Weg 13 H. III. I. Schlafstelle, freundl. f. H. Naunyn straße 53 III, a.Oranienpl. Dannenberg. Frdl. Schlfft. f. H. o. Mdch. Kirchbachstraße 16, Hof part. b. Kazzorke. Schlfft. Reichenbergerstr. 155, Querg. 2 Treppen L. Saub. Alexandrinenstr. 24, Steppdecken, Gattun 2, Wollatlas Läufer, Cocos 0,75; Jutegarn 0,25. Genau Schafft. Ward. Portieren, Gardinen 1,- an opbabezige 4,-; Teppiche Königsgraben, a. Münzstr. 15946 Robert Keller, Königsbergerstrasse 4. 108 Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. Möbelpolirer! Bei Glogowski& Comp., Chausseestraße 2e, haben sämmtliche Kollegen wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. 147/8 Zuzug ist fernzuhalten! Der Vorstand des Verbandes. Gürtler für Noharbeit und zun Boliren gesucht. 35/8 Feodor Zürn, Fürstenstr. 5. 4 Tischler engl. Möbel verl. Rixdorf, Herrmannstr. 229. 15: 6 Hand- Knopflochnäherinnen werden gegen hohe Löhne in und außer dem Hause verlangt von Wolff u. Lachmann, Wäschefabrik, Brunnenstr. 192. 1459b* ,, Hülfe",[ 104/ 10* Krankenkasse für Deutschland, sucht in Berlin und außerhalb fleißige Vertreter gegen gute Bezüge. MelDungen Subdirektion, Halleschestr. 9, I. Plätterinnen auf Kragen, Manschetten, Serviteurs und Oberhemden finden dauernde Beschäftig. b. hoh. Löhnen. Wäschefabrik Joh. Beerensson, Greifswalderstr. 13. 100 Mamfells = 1600b auf leichte Jaquets, 1,25 bis 1,50 m. Gottlieb, Prinz Eugenstr. 26. Barot Vergolderin verlangt. Barnimstr. 2. Schmiedelehrling v. Görlitzerstr. 49. Farbigmacher verl. Mathieustr. 14. f. Filzschuh- Fabrik Graveur- Lehrling verlangt 15596 Dresdenerstr. 30. 15936 Wendefrauen Sandsbergerſtr. 92. Freundl. Schlafft. f. H. b. Wittwe spottbillig F. Stoehr, Ruauerhase, Manteuffelstr. 49 v. 3 Tr. und Alte Schönhauserstr. 32. !! Winterpaletots!! Schlift. f. 2 S. Stalizerſtr. 125 4 Tr. anft. i.. 3. v. b. Fr. Blankenburg, Zehdenickerstr. 3. Hosen, Anzüge, vorjährige, n. Maaß, Schlafft., Fl. frol. St., f. 1 S. bill. bestellt, nicht abgeholt, verkaufe Hälfte 3. verm. b. Schulz, Schlesischestr. 6. 15876 Marmorschleifer Frdl. möbl. 2fenstr. 3. ist sof. an verl. Priess, Gr. Frankfurterstr. 125. 16076 Bureau- Arbeiter zur Aushilfe auf 3-4 Monate gesucht. Schriftl. Off. an die Orts- Krankenkasse der Mechaniker, Klosterstr. 65-67, zu richten. Kaffenmitglieder bevorzugt. Gürtler u. Monteure auf Kronen verl. fof. Lampenfabrik Grimmstr. 39. Tüchtige Wickelmacherin berl. Gartenstr. 171, Laden. 10066 Zuschneider 1586b des Kostenpreises, HohenzollernMantel, Joppen mit Muff- Querg. 1 Tr. taschen, praktisch. Schneiderei Schlafft. z. verm. Lemke, Manteuffel straße 12 v. 4 Tr. Engel, Münzftr. 26, parterre. Einf. möbl. 3., sep., ist an 1 o. 2 H. bei May. Georg Borstorff Nach. bil verm. Oranienſtr. 21 v. 3 Tr. 1585b Prinzen- Strasse No. 53 empfiehlt seine Spezialitäten: Möbl. Schlafst. Charlottenstr. 89, 16016 Echt. Nordhäuser 0,55-2,50 II. Querg. 2 Tr. Schles. Korn. 0,60-1,50 Leere 2fenstr. Stube f. einz. Leute. 1,10-5,00 Bülowstr. 56, 3. Aufg. p. b. Kleinert. Kinderwagenräder. Pallisadenstr. 101. Rum • auf Kragen, Blousenhemden sucht Kraft& Jacobi, Münzstr. 4. Berlin C., Jacques Raphaëli, An der Spandauer Brücke No.2 Inh. Th. Büsing, Fabrik-, Versand- und Kaufhaus. Mk. Herren- Jaquet- Rock- Anzüge 11 29,- 26, 22,-, 18, 14,-, Mk. ein- u. zweireihig in guten Qualitäten und Verarbeitung MK. 33,-29,-25, Herren- Winter- Paletots 21,-18,-15, Eskimo, in modernen Farben, eleg. Façon Herren- Beinkleider. 13,- 11,-8,80 5,80 M. in guten haltbaren Stoffen Maassbestellung Mk. 6,25, 11, 22 2,80 Mark Schutzmarke Hohenzollern- Mäntel 42,332915, " Derfflinger' unter Garantie tadellosen Sitzes. Herren- Rossled.- Zugstiefel 5,0,6,-, 5,50,45,5%, 4 Herren- Spieg.- Rossl.- Zugstiefel 6 Herren- Goodyear- Welt- Schnürstiefel, ein Preis 7,90 gewalkt, ohne Naht, Zugstiefel, od. Besatz, Kalbleder 50 Garantie für alle meine Schuhwaaren durch mit weiter Pelerine Lodenjoppen mit und ohne Gurt 22,-, 18,-, Mk. Mk. 16,-, 12,50, 9,75, 7,50, Mk. 5,25 Mark Knaben- u. Burschen- Anzüge 11,50.9,0,7,8,2, in denkbar grösster Auswahl Herren- Anzug 5,25, 3,50, Mk. von Mk. 29, an. an. Winter- Paletots von Mk. 28, Damen- Kalblack- Tanzschuhe, 75 Garantiescheine. Damen- Rossleder- Schnürstiefel Grösstes Lager in 75 7 kein Wachs- od., Ledertuch 3, 7,25, 6,75, 5 Knopf- oder Schnürstiefel Winter Damen- Goodyear- Welt 1,010,75 Schuhwaaren. Rossl.- Knopf- Schnürstiefelben 4-8,502,90| Gummischuhe für Damen für Herren 4 Grösstes Lager, Cigarren, Cigaretten, Manufacturwaaren. Reichste Auswahl in 1 2,90, 2,25, 1,90, 1,60 4,90, 4,25, 3,90, 3,25 Man verlange mein ausführliches Preisbuch gratis und franco. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 243. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gerichts- Beitung. Sonntag, 16. Oktober 1898. älterent Gelegentlich eines Missionsfestes in der Nähe von Konig gabe des Hundes. Als Runge jedoch Vorausbezahlung verlangte, drängten hatten dort eine Anzahl Leute Buden aufgeschlagen und ihn jene in einen Thorweg, wo der Bruder des R. den heftig die verschiedensten Gegenstände zum Verkauf ausgelegt. Unter um sich beißenden und schreienden Spitz wegnahm. Erst dann Sonntagsruhe im Barbiergewerbe. Der Barbierherr Meier diesen Personen befand sich auch B. Er wollte mit frommen wurden die 3 M. bezahlt. Der aus diesem Vorgange wegen Pfandwar angeklagt worden, sich gegen die Bestimmungen der Gewerbe- Schriften handeln. Ordnung über die Sonntagsruhe und gegen die Polizeiverordnung erschien der Gendarm und verlangte, man solle ihm durch die Vor- Dr. Werthauer bestritt, daß das Verlangen zur Vorausbezahlung Bevor sich noch der erste Käufer fand, entziehung verurtheilte St. legte Berufung ein. Rechtsanwalt bom 21. März 1895 vergangen zu haben. Die auf grund der Ge- legung einer Quittung beweisen, daß der Betrieb zur Wanderlager- unter den gegebenen Verhältnissen berechtigt gewesen sei und er werbe- Ordnung erlassene Polizeiverordnung bestimmt, daß Steuer angemeldet sei. Das hatte B. nicht gethan. So kam er zu örterte dabei die Beamtenqualität des Hundefängers. Die Straf die Barbiere ihre Gehilfen ant Sonntagen nur bis der Anklage. Schöffengericht und Landgericht verurtheilten den An- fammer fällte jedoch ein dent St. 2 Uhr nachmittags beschäftigen dürfen. Ein Schußmann hatte geklagten, worauf dieser Revision einlegte. Er führte aus, daß er welches jezt ungünstiges Urtheil, die beiden Gehilfen des Angeklagten an einem Sonntag noch zehn weder etwas verkauft, noch die Schriften angeboten habe; von einem stätigt worden ist. vom Kammergericht als Tegter Instanz be= einer Das Kammergericht ist Minuten nach 2 Uhr dabei betroffen, wie sie einige Kunden bedienten. ei lhalten könne also nicht die Rede sein. Das Kammergericht Entscheidung des Reichsgerichts darin beigetreten, daß die Das Schöffengericht verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe. gab indeffen der Meinung Ausdruck, daß doch ein Feilbieten im Hundefänger Beamte seien, obwohl der Thierschutzverein ein Privat M. legte Berufung ein und betonte, er habe den Gehilfen stets ge- Sinne des Gesetzes vorliege. fagt, sie sollten nur bis 2 1hr die Kunden bedienen. Durch das einfache Auslegen verein und die Hundefänger dessen Privatangestellte seien. Die in Der Be- der Waaren zum Verkauf werde schon der Begriff des Feilbietens Berlin durch den Deutschen Thierschutzverein mit Genehmigung schuldigte vermochte die Richtigkeit seiner Behauptung nachzuweisen. erfüllt. Die Vorentscheidung wurde dennoch aufgehoben und die und Bestätigung des Polizeipräsidiums als zuständiger StaatsDie Straffammer hob die Vorentscheidung auf und sprach Meier frei. Angelegenheit zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung in die behörde angenommenen Hundefänger feien als im„ mittelbaren" Die Staatsanwaltschaft legte aber noch Revision ein und machte Borinstanz zurückgewiesen. Der Straffenat begründete dies damit, Dienste des Staates stehende Personen anzusehen, das Wegfangen geltend, es genüge der objektive Verstoß gegen die Polizeivorschrift, daß nach einem Erlaß des Finanzministers vom 9. Mai 1882 solche eines mit vorschriftsmäßigem Maulforb nicht versehenen Hundes die Bestrafung zu rechtfertigen. Der Straffenat des Kammergerichts Personen von der Wanderlagersteuer befreit seien, die Devotionalien durch die Hundefänger fei als eine rechtmäßige, von dem zuverwarf indessen gestern die Revision als unbegründet. Das( zum Gottesdienst gehörige Gegenstände) feilböten. Ob die vom ständigen Beamten bewirkte Beschlagnahme im Sinne des Revisionsgericht ging davon aus, daß die Feststellung des Land- Angeklagten feilgehaltenen frommen Schriften solche Devotionalien§ 187 St.-G.-B. zu erachten. Es ist ferner in der Sache festgestellt. gerichts, wonach der Angeklagte weder vorsätzlich noch fahrlässig ge- feien, müsse der Vorderrichter nachprüfen. worden, daß als Abzeichen das Tragen von Müze und Schild gehandelt hat, die Freisprechung durchaus rechtfertige. Wanderlager- Steuer und Handel mit frommen Schriften. Der Händler B. sollte sich gegen die gesetzlichen Bestimmungen über die Wanderlager- Steuer dadurch vergangen haben, daß er außerhalb feines Wohnortes Waaren von einer festen Verkaufsstelle feilbot, ohne im Besige eines Scheins über entrichtete Wander- Gewerbesteuer gewesen zu sein. Das Schöffengericht stellte folgendes feft: Achtung! " Daß die Hundefänger des Berliner Thierschutzvereins mittel, nügt und das Publikum diese so Bezeichneten als Beamte zu bare Staatsbeamte" sind, ist jetzt durch das Kammergericht erachten hat. Diese Entscheidung des als höchste Justanz sprechenden entschieden worden. Im September vorigen Jahres lief der kleine Kammergerichts dürfte bei den zahlreichen Fällen, in denen die Spizhund des Schlächtermeisters R. über die Stephanstraße ohne Hundefänger leider noch immer in Thätigkeit treten müssen, sehr zu Maulforb, weshalb ihn der Hundefänger Runge aufgriff. In dem- beachten sein, da mancher Besitzer und Befizerin eines eben einfelben Augenblick kam R. und sein Gefelle nachgelaufen und ersuchten, gefangenen„ armen Spizes" geneigt ist, auf den Hundefänger ihren indem sie sich zur Zahlung von 3 M. Fanggeld bereit erklärten, um Heraus- ganzen Zorn auszuschütten. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis( Osten). Sonntag, den 16. Oktober 1898: II. Stiftungsfest in Keller's Festsälen, Koppenstrasse 29. Vokal- und Instrumental- Konzert. 247/15 Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Von 6 Uhr an: Tanz. Die Kunst dem Volke! An die Arbeiterschaft Berlins u. Umg Demt vorwärtsstrebenden Geist der Berliner Arbeiterschaft entsprechend, und dem sich mehr und mehr ausbildenden Sinn derselben für die Kunst, haben sich ca. 50 tüchtige Musiter( Direktion G. Graß) unter dem Namen Berliner Concert- Orchester vereinigt, um der Arbeiterschaft Gelegenheit zu bieten, nach harter Arbeit einige Stunden sich dem Genuß einer guten Musik hinzugeben. Das Entree ist auf nur 20 Pf. festgesetzt, um es jedent zu ermöglichen, diese Concert- Abende zu besuchen. Die Concerte sollen in Vocal- und Instrumental- Concert bestehen, und werden wir der klassischen sowie der modernen Musit Rechnung tragen. Der erste Concert- Abend( Sinfonie- Concert) findet am Mittwoch, den 26. Oktober cr., abends 8 Uhr in der Brauerei Friedrichshain ( fr. Lipps) statt. Indem wir die Versicherung geben, daß nur das Beste geboten wird, bitten wir um die Unterstügung der Arbeiterschaft Berlins und Umgegend durch zahlreiche Betheiligung an diesen Concerten. Das Komitee. Nach dem Concert: Tanzkränzchen. auf Theilzahlung Fahrräder. Möbel J. Kellermann, Stets großes Lager erstklass. Fabi Nene Jakobstr. 26. Theilzahlung tate auf 61652* ohne Preiserhöhung zu den koulantesten Zahlungsbedingungen. Herren- u. Damen- Räder v. 150 M. an. Adomeit& Landau, Strickmaschinen aus der Dresdener Strickmaschinen: Fabrit find die besten und ein leichter Erwerbszweig f. Männer, Frauen und Bosam.- Geschäfte. Erlernen leicht und gratis. Arbeit w. nachgewiesen. Verfauf zu Fabritpreisen. Lager bei dem ftraße 63, Berlin. Nachmittags. 62329* Gardinen grosse Auswahl. ResteO passend zu 1-4 Fenstern, im GardinenSpezial- Geschäft. Teppiche= Reisemuster sehr billig! M. Hildebrand Dresdenerstr. 117. Benützen Sie für 50 Pf. Lothringerstraße 48 I, Bertreter A. Homburger, Kloster: Heublumen- Seife( System dicht am Rosenthaler Thor. * Kneipp, Julius Wernau's Restaurant| Gr. Möbelverkauf ,. und Festfäle Schwedterstraße 23/24. Sonnabends und Sonntags in 3 Sälen Vorstellung und Tanz. An genehmer und geselliger Aufenthalt. Zum Besuch ladet ein d. O. S. Heine, Chausseestrasse No. 14. Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Tischdecken! zu sehr billigen Preisen zum Ausverkauf. Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß wir 62948* Fadstraße 63 c arg Magazin passende Gelegenheit für Brautleut, Gneisenauftr. 15, Möbel- Ausstattungsmagazin, sollen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu sehr mäßigen Preisen verkauft werden. Durch große Ge legenheits- Einfäufe zu billigen Preisen. ist es mir möglich, schon Einrichtungen fir 100 bis 300 Mart zu liefern, ferner Herrschaftliche Einrichtungen von 500 bis 3000 Mart. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften kurze Zeit verliehen gewesenen und zurückgesetzten Möbel, Sleiderspind 20, Küchenspind, Kommoden 15, Bettstelle mit Matratze 20, nußbaumfournirte Kleiders spinden und Wäschespinden 36 Mart, Muschelspinden und Vertikow 36, französische Muschelbettstellen mit Matraßen 40, Säulen- Kleiderspinden ,, Trumcany, Plüschgarnitur 60 Mart. Buffets, Koulissentische, Baneelsofas, Damen, Herrenschreibtische. Gekaufte Möbel werden unentgeltlich 3 Monate ein Sarg- Magazin aufbewahrt, durch eigene Gespanne eröffnet haben und bitten bei vorkommenden Fällen um geneigten Zuspruch. transportirt. Gebrüder Galster. 15836] Fernsprecher III. 2087. Lieferung nach allen Krankenhäusern. Großer Möbelverkauf e Neue Königstr. 59. Zur Aussteuer! In meinem großen Möbelspeicher bietet sich Brautleuten die schönste Gelegenheit, ganze Einrichtungen, Grosse Betten 11,50 M. auch einzelne Gegenstände, recht billig einzukaufen. Besonders zu empfehlen Kompleter Stand, enthaltend: ist der große Vorrath verliehen ge: weſener und zurückgefekter Möbel, welche fast neu find und zu ermäßigten Breisen abgegeben werden. Durch Oberbett, Unterbett. 2 Kissen für 11,50, 13,50, 16,50, 19,50 Doppeltgereinigte 51962* Reine Steppdecken wolle am billigsten 61862* M. 8,75, 4,50, 5,50, 6,75 bis zu den elegantesten R.& S. Moses, 4. Reinickendorferstr. 4, an der Markthalle. Fahrräder refere, tater, Gintare si Bettfedern und Daunen gute arte 175 W., 2 Jahre Garantie. Stande, hübsche und geschmackvolle Wohnungs Einrichtungen schon für 100, 200, 300-400 Mart, Hochelegante = bon 50 f. pro Pfund an bis zu den feinsten Qualitäten. von 500-5000 Mart zu Tiefern. Bettstellen zu allen Theilzahlungen unter den foulantesten Preisen! Bedingungen. Die Möbel fönnen R.& S. Moses fostenfrei 3 Monate lagern, werden durch eigene Gespanne transportirt. 4. Reinickendorferstr. 4, Von 23 Mark an liefere reinw. Anzüge u. Winterpaletots nach Maß in hochfeiner Ausführung. Wer selbst Stoff hat dem fertige Anzug mit allen Zuthaten für 14 Mark. 15766 Voss& Kierfeld, Schneidermeister, Köpnickerstr. 79. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Cigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pf. an der Markthalle. 6187* Dr. Lehrich, Spezialarzt f. Haut: u. Haruld., Beingeschwäre und Lupus. An der Stadtbahn 24, ( am Bahnhof Alexanderplatz.) Sprechst.: 9-12 und 3-6. Freitags feine. 61252* H. F. Dinslage,( 6101 Poliklinik: Donteftas,} 9-10% Kottbuserstrasse 4, Hof parterre. Total- Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäfts! 0. Schmidt, 6023L] Pallisaden- Straße 96. Echt chinesische Mandarinendaunen das Pfund Mk. 2.85 natürliche Daunen wie alle inländischen, garantirt neu und staubfrei, in Farbe ähnlich den Eiderdaunen, anerkannt füllPräftig und haltbar: 3 Pfund genügen zum großen Oberbett. Tausende Anerkennungsichreiben. Verpackung umsonst. Veriand gegen Nachn. von der ersten Bettfedernfabrit mit electrischem Betriebe Gustav Lustig, Berlin S., Prinzenstraße 46. Man verlange Preisliste. Berlin N., 38 Chausseestrasse 38, Ecke Schwarzkopfstrasse.( Vom Gartenplatz durch den Stettiner Tunnel zu erreichen.) • Außergewöhnlich günstige Angebote, so lange der Vorrath reicht: 4,50 M. Kinder- Anzüge, reizende Façons. von 7,50 M. an Kinder- Mäntel Joppen mit warmem Futter, wetterfeste Stoffe, Interims- Façon Valetots in den neuesten Farben, gute Qualitäten Mantel, grau, blau und schwarz Anzüge, eleganter Sig, tadellose Ausführung • " " 12,00" 8,00 " " " 4 " " von 1,50 M. an. 3,50 2,50 1,50 " " " " " " 62962* Jaquet- Anzüge nach Maaß Gesellschafts- Anzüge nach Maak 42 von 25 M. an. " " Hosen in der denkbar größten Auswahl, gut tragbare Stoffe. Hosen für Arbeiter Anfertigung nach Maass unter Leitung erster Meister. Eigene Werkstatt im Hause. von 30 M. an. Paletots nach Maaß Rock- Anzüge nach Maaß • 36 " " " " Eugen Silberstein, Sanfhans für Herren- und Knaben- Bekleidung, 38, Chauffeestraße 38. 000 Palotots, Anzüge, Joppen, Schlafröcke etc. ed in allen Façons und Farben () Carl Zobel, S., Köpnickerstrasse No. 121, ( für jede Figur passend) empfiehlt Ecke Michaelkirchstrasse. Großes Lager von Herren- und Knaben- Moden jeden Genres. Die Preise find streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. Ich verpflichte mich, jeden Artikel in befferer Ausführung und bedeutend billiger zu liefern, als die sogen. Ansverkäufe und Reklamegeschäfte. Für Bestellungen nach Maass reichhaltigste Auswahl der neuesten und besten Stoffe aus dem In- und Ausland. Anerkannt nur gute Arbeit, eigene Fabrikation, elegante Façon, tadelloser Sitz. Jeder Auftrag wird in kürzester Zeit, wenn nöthig, schon 12 Stunden nach der Bestellung, erledigt. Werkstatt im Hause. Der langjährige gute Ruf meiner Firma bürgt für streng reelle Bedienung. Lade ergebenst zur Besichtigung meiner Geschäftsräume ein.[ 6080L* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 16. Oktober. Freie Volksbühne. Friedrich ilhelmstädt. Theater: Des Meeres und der Liebe Wellen. 3. Abtheilung. Anfang nach: mittags 23 Uhr. Opernhaus. Fidelio. Anfang 7 Uhr. Montag: Götterdämmerung. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Diefelbe Borstellung. Renes Opern Theater( Kroll). Basantasena. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Chrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. = Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Das Vermächtniß. Berliner. Zaza. Anfang 72 Uhr. Nachm. 2 Uhr: Ein Winter: märchen. Montag: Zaza. Leijing. Großmama. Anfang 7% Uhr. Nachm. 3 Uhr: Im weißen Rößt. Montag: Jm weißen Röß'l. Residenz. Der Herr Sekretär. Vorher: Ein wilder Hase. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Der Herr Sekretär. Vorher: Ein wilder Hase. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Tartuffe. Vorher: Papa tomint. Montag: Hofgunst. Schiller. Mauerblümchen. 8 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Montag: Bartel Turaser. Westen. Die Hugenotten. Anfang 72 Uhr. Montag: Die weiße Dame. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Auf. 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Die Geisha. alia. Unser lustiges Berlin. Anfang 7 Uhr. Nachm 3 Uhr: Mutter und Sohn. Montag: Unser lustiges Berlin. Luisen. Jocko's Streiche. Vorher: Der dritte Kopf. Anfang 8 Uhr. Central Theater Nachut. 3 Uhr zu ermäßigten Preisen: Direftion: José Ferenczy. Die Fledermaus. Operette in 3 Atten von Joh. Strauß. Abends 1/28 Uhr: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. 200. Male: Die Geisha. Donnerstag, den 27. Oftober: Sum Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittag 3 Uhr: Voltsvorstellung z. kleinen Preisen. Der Kaufmann von Venedig. Lustspiel in 5 Aften v. W. Shakespeare. Abends 8 Uhr: 3um 18. male: Jocko's Streiche Burleste in 3 Atten nach dem Engli schen des James Carlisle, deutsch von W. Sallis. Jodo: Paul Herbig a. G. Vorher: Der drifte Kopf. Bosse in Aft von Franz Wallner. Montag und folgende Tage: Jocko's Streiche und Der dritte Kopf. Jeden Mittwoch Nachmittag: Schüler- Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen. Olympia- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 1hr abends: Berliner Ausstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Koloffal Ballets = in 3 Atten( 10 Bildern). Parquet 2,10 Mk. Den größten Lach- Erfolg Nachm. 3 Uhr: Der Kaufmann erzielt das gegenwärtige Programm im von Venedig. Montag: Jocko's Streiche. Vorher: Der dritte Kopf. Belle Alliance. Napoleon oder: Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Nachmittag: Dorf und Stadt. Montag: Der Graf von Hammerftein. Oftend. Robert und Bertram. Anf. 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Geier- Wally. Montag: Preciosa. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat." Der Affe und der Bräutigam. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Schneewittchen und die fieben Zwerge. Montag: Der Affe und der Bräutigam. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. irania. Zaubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 71% 11hr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. täten- Vorstellung. Speziali Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag: Nachmittags: Wallenstein's Lager. Die Piccolomini. Abends: Mauerblümchen, Montag: Bartel Turafer. Dienstag: Zum ersten Male: Oftend- Carl Weiß- Theater. Hasemann's Töchter. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 3 Uhr: Kleine Preise. Die Geier- Wally. Schauspiel in 5 Akten nach d. Roman von Wilhelmine von Hillern bearb. bon Hildebrandt. Abends 71/2 Uhr: Circus Renz' 6268L Riesen- Tunnel. Urania Tanbenstr. 48/49. Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Experim. u. Projekt.- Vorträge Kunst- Schaubühne in der Urania, Invalidenstrasse No. 57. Sonntag, Nachmittag 5 Uhr: Eine Reise durch Spanien. Parkett 1, Stehplatz 0,50. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Der berühmte t. t. Fechtmeister Mr. Sulivian und feine Schülerin Petö Aranka. Bon 6 Uhr ab: Théâtre Variété ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten- und TheaterVorstellung. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direftion: Winkler und Fröbel. Allabendlich um 8½ Uhr Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der mit großem Jubel und stürmischem Beifall aufgenom menen Ausstattungs- Gesangs Poffe Berlin, wie es liebt und radelt! Neu! Ein Morgen in Afrika, amerikanische Pantomime. Neu! Amanda Harold, fenfationell dressirte Möpse. Steffen- Trio, Sunstradfahrer. Anfang 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaffeneröffnung eine Stunde bor Anfang. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Schweizer- Garten Rixdorf. Allen Freunden und Bekannten zur Mittheilung, daß ich das Apollo- Theater ( Viktoria- Säle) Hermannstrasse 48-50 übernommen habe. Ich stelle die Räume zu Versammlungen und Vergnügungen zur gefälligen Benutzung für jedermann zur Verfügung. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung und Tanz. Ph. Thomas, früher Bergstrasse No. 162, Rixdorf. Am Königsthor, a. Friedrichshain Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Jeden Sonntag: Gr. Ball. Anfang 4 Uhr. An Wochentagen( auch Sonnabends) sowie am Todten- Sonntag ist der Saal zu Vereinsfestlichkeiten zu vergeben. 62892* Johannisthal! Park- Restaurant! Jeden Sonntag: Gr. Ball unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Otto Wildauer. Abonnement für Herren 50 Pf. 6192L* Damen frei. Die Kaffeeküche ist v. 2 Uhr ab geöffnet. Zwei Kegelbahnen, Vereine erhalten Extra- Preise. Wwe Rau. Graumann's Festsäle ( früher Renz') Nannynstrasse 27. fend, su allen geftlichkeiten an Herrlicher Garten und große Säle. Mittwochs und Sonntags: Gr. Frei- Konzert. Oeconomie: Martin Berndt 99 Vorzügliche Küche, Wurstpavillon, Schießstand, Kegelbahnen u. sonstige diverse Beluftigungen. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. 6115*] Pferdebahn vom Morigplatz für 10 Pf. bis zur Brauerei. Berolina Fest- Säle" Schönhauser Allee 28. Jeden Sonntag: Grosser Ball. [ 62452* Große und kleine Säle an Sonnabenden per Oktober und November noch frei, sowie Vereinszimmer und 2 Kegelbahnen. Charlottenburg Gonntag: Familienkränzchen zu und Ver sammlungen. Einige Sonnabende sind wozu ergebenst einladet noch an Vereine zu vergeben. Jeden 62676 Jeden H. Wernicke. Parkrestaurant, Kastanien- Allee 1, Sonntag, Montag und Donnerstag: Westend, Charlottenburg, e tubauer Berg, in Güle 3 [ 6061L*] de Spanbauer find zu Grosser Ball![ 5783* Versammlungen und Festlichkeiten zu vergeben fowie zwei verdeckte KegelSonntag, 20. November cr. bahnen. F. Karl und H. Heinrich. ( Todtensonntag) ist an Vereine zu vergebent. Flora- Säle Bernh. Nieft, 17. Weberstr. 17 1000 Perf. faffend. Bollst. neu einger. Sonnabende, 26. Nov., 17. Dez., 1. u. 2. Weihn.- Feiert.: Vorm. Matinée frei! 66 Alt- Berlin' 994 Wahre Beifallsstürme durchbröhnen Don Juan auf Kuba Amolkenmarkt den Saal beim Auftreten der Komiker Gustav Kluck und Fritz Fehrmann. Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Apollo- Theater. Boffe mit Gesang. The tree Brothers Wells, Afrobaten an den hängenden Ketten. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute, Sonntag, den 16. Oktober: 12, Moltenstr. 12. Empfehle meine Restauration, tägl. warm. Frühstück, sowie Mittagsu. Abendtisch zu soliden Preisen. 61882*] Hermann Gärtner. Elysium Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag:[ 61192* BALL. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Direktion: E. Waldmann. Ein Berliner Wucherer B. eine Säle find noch an Sonn Consuela Tortajada. Familie Agoust. Prinzessin Pocahuntas. Kasseneröffnung 6 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Neu! Neu! Neu! Die Wenzel. Schwank in 1 Att von Betsch. Täglich mit großem Lacherfolg: Die Stadtrathswahl. Bosse mit Gesang von A. Bender u. L. Hermann. Musik v. Mohr. In Szene gesezt v. Otto Wendt. Gesammtauftreten des neuengagirten Künstler: und Spezialitäten- Personals. Wochent. 712 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Volks Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. 2 fenfationelle Novitäten: !! Adele's Geburtstag!! Posse mit Gesang von F. Waldau. Das Geheimniß der jungen Mamfell. Schwant mit Gesang von O. Mylius. Neu! Paul Rochelly. Neu! oder: Der Droschkenkutscher und sein Kind. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von Ernst Cleefeld. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Montag: Ein Berliner Wucherer. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger ( Weysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., Num. Balkon 75 Pf., Balton- Loge 1 M., Orch. Log. 1,50 M., Fremden- Loge 2. Tagestasse 11-1 Uhr. CIRCUS BUSCH abenden im Oft.- Dez. frei. C. Eisermann. Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Restauration. Mittags- u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 6120L* Carl Fischer. Gefellſchaftshaus Swinemünderstr. 42. Jeden Sonntag: Ball und Theater Vorstellung. 61219* Zur Klosterglocke" an der Kommandantenstr. 65, Alten Jakobstraße. Empfehle Freunden und Genossen mein Weiss- u. BairischBier- Lokal. Destillation und Frühstücksstube. 60838* Gustav Ladewig. Achtung! Mittwoch: fr. Blut- u. Leberwurst. * Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Zwei Vereinszimmer zu 40 und 20 Personen vergiebt 15366 Szymansky, Eliasserstr. 9. Ausschneiden! ? 5% Rabatt! Warum berbient die Brivat- BahnAlinit von F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, die besondere Auf mertfamteit aller Zahnleidenden? Ausschneiden! 5% Rabatt! Robert und Bertram. Der Champignon aller Bauchredner. Sonntag, den 16. Ottbr. 1898: Weil sie auch weniger Bemittelten Boffe mit Gesang in 4 Aften von Neu! Max Hildebrandt. Neu! Reu: 2 gr. brillante Borstellungen. Raeber. Montag: Preciosa. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Nachmittags 3 Uhr: Boltsvorstellung unter Regie von J. Türk. Mutter und Sohn. Schauspiel in 5 Aften. Abends 72 Uhr: Gastspiel Helmerding. Unser luftiges Berlin. Große Gesangspoffe in 4 Bildern Don E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Couplets von Alfred Bender. Musik von Curt Goldmann. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Lieber Ernst! Komme zu mir oder schreibe an Emma. 1551b Der luftige Stabstrompeter zu Pferde. Bons haben an allen Wochentagen Giltigkeit. Direktion: A. Kolig. Artistischer Leiter: A. Runge. fünftl. Zähne auf Theilzahlung pro Woche 1 M. schmerzlos einsett. Behandlung ängst: Nachmittags 4 Uhr: Gin Rind Spezialität: licher und empfindunter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf licher Perfonen. allen Plätzen halbe Breise. Diese Vorstellung ist ebenso reichhaltig wie Concerthaus. die Abendvorstellung. Vorführung v. Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's QuartettHumoristen und Schauspiel- Ensemble Heute, Sonntag: und 1733 Thaler 22% Sgr. Der liebe Onkel. Reit- u. Schulpferden. Auftreten aller neu engagirien Reitkünstlerinnen und Künstler sowie sämmtlicher Clowns und Auguste mit ihren besten Späßen. Abends 7 Uhr: Auftreten des Sr. Franz Gebhardt, Ritter pp., bisheriger Chef der 1. t. spanischen 小鳳 室 Conrad Eschenbach, Musikinstrum. Fabrit, Markneukirchen Nr. 84. Garantie: Umtausch oder Geld Sofreitschule in Wien. Aufzug fämmt licher Reitertypen in prunthaftester zurüd. Ausstattung. Zusammenkunft der Blumen, großes Ballet- Divertissement. Die neuen Freiheitsdreffuren des Preisliste gratis u. franco. und Paletots nach Maß Anzüge von 28 M. an, fertig von 12 M. an, v. halt Direktor Busch. Auftreten aller neu baren, modernen Stoffen, eleg. Aus: engagirten Reitfünstlerinnen u.Künstler führung liefert J. Tomporowski, mit d. besten Nummern d. Repertoires. Schneidermistr., Stralauerstr. 56, Laden. Morgen, Montag: Novitäten- Abend. Bei theurer. Anzüg. Theilzahl. gestattet. Oranien- Hallen. Inhaber: Hermann Scholze. Oranienstr. 51 am Moritzplatz neben Wertheim Oranienstr. 51. 61802* Täglich Konzert. Spezialität: Kostümirte Damen- Kapellen. Entree frei. Sonntags Anfang 5 Uhr abends. Entree frei. Sonntags Matinee von 12-2 Uhr. Wochentags Anf. 6 Uhr abends. Franke's Speisehalle Große Frankfurterstr. 73( an der Kaiserstraße). Jeden Tag 12 verschiedene Gerichte Speisezeit ununterbrochen von von 10-30 f. vormittags 111/ 2-10 Uhr abends. Bier 10 10 Pf., 2/10 5 Pf., Kaffee 5 Pf., Milch 5 Pf.[ 61162* Versandhaus ersten Ranges. Fabelhaft war die Nachfrage nach meinen Zithern im letzten Winter, daß viele Aufträge nicht ausgeführt werden konnten. Nun habe ich für die kommende Saison mein Lager verdreifacht, und ich glaube, das größte und sehenswerthefte Lager dieser Branche am Plate zu repräsentiren. Alle Arten Zithern sell phänomenal billig. Nicht allein in billigen Qualitäten, sondern bis zu den feinsten, allerreichst dekorirten, bin ich wohl ausgestattet und garantire speziell für größte Tonqualität und glocken: reine Mensur des Griffbrettes. Ich verkaufe zu scharf kalkulirten Prim- Zithern Original- Preisen 4 " " " 6,60 M., in echt Polisander 10,15 m. Konzert- Zithern 8,75 -> in echt Polisander 12,75 Elegie Zithern. 10,00 in echt Polisander 13,50 " Konzert Zithern mit Harfenkopf 12,60 Streich Zithern 6,00 .> Arion- Konz. Bith. 36 sait. 25,00 Harfen- Konz. Bith. 36 fait. " in echt Polisander 16.75 in echt Polisander 9,50 P " " in echt Polisauber 31,50 " " " $ 21,50 in echt Polisander 30,75» Zitherkasten 4.25, ganz gefüttert 5,50 Billig! Zither- Wischer, Bürsten, Zangen, gestickte Decken. 3 Manuale 2,50 Mt. 4,75-6,25" Accord- Zithern,& Eleg. Neuheiten mit Goldgravirungen, 10 Man. 10 M. an. Amerikanische Guitarre- Zither. In den nächsten Tagen empfange ich 300 Stück, die überall 20 und 25 M. fosten. Mein Preis 9 Mark. Violinen, alle Grössen, Mandolinen, Guitarren, Violoncellos, alle Arten Bogen und Saiten, sowie alle Musik- Instrumente und Bestandtheile jeder Art. Billigste Quelle Berlins. Musik- Instrumenten- Fabrik The Lowendall Star Works L. Löwenthal, Reichenbergerstr. 121. Elektrische Bahnen pafsiren meine Fabrik. 15 Pfennige Fahrgeld- Vergütigung. Time is money. Versandhaus ersten Ranges. Möbel G. Tennigkeit, No. 173. Oranienstrasse No. 173. Billigster und reellster Einkauf von Wohnungs- Einrichtungen.- Theilzahlung gestattet. Karol Weil's Karola muss von allen Damen gebraucht werden, die empfindlichen Teint haben. Sechs Zentr.- Kranken- u. Sterbekasse Achtung! 2. Wahlkreis. | 2. Wahlkreis. Achtung! Oeffentl. Derlammlung. der Deutschen Wagenbauer Sonntag, den 16. Okt., abends 62 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: E. H. Siz: Gotha. Berlin Bezirk I. 02.0 Partei- Versammlungen 18 Mittwoch, den 19. Oktober, abends 8 Uhr, ( some in folgenden Lokalen: 4 1. Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenstraße 20. 2. Wahlkreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. 3. Wahlkreis: Brochnow, Sebastianstraße Nr. 39. 4. Wahlkreis: Stechert, Andreasstraße 21. 5. Wahlkreis: Schweizer Garten, Am Königsthor. 6. Wahlkreis: Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. Tages- Ordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht und Neuwahl der Vertrauenspersonen. 2. Wahl der Mitglieder der Lokal- und Breßkommission. 3. Berichterstattung der Delegirten vom Parteitage. 4. Diskussion. Die Vertrauenspersonen. b Achtung! Maurer. Achtung! Dienstag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, bei Stechert, Andreasstraße 21: Oeffentl. Versammlung der Maurer Berlins und Umg. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Stadtverordneten Serm Fritz Wilke. 2. Situationsbericht und Beschlußfassung über bie zu zahlenden Beiträge zum Streitfonds. 264/1 Die Lohnkommission. J. A.: H. Metzke. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) im Montag, den 17. Oktober cr., abends 8 1hr, in C. Behrend's in Festsälen, Manteuffelstr. 95: Dienstag, den 18. Ottober, abends 8 Uhr, in Thiel's Festsälen, Frucht: Straße 36 a: Tages Ordnung: 211/2 Vortrag bes Gentoffen Dr. Freudenberg über:" Die gesundheit: Nachher: Tanz. Der Vertrauensmann. Mitglieder- Bersammlung. lichen Schäden der Hansindustrie. Achtung! Tages- Ordnung: 253/3 1. Abrechnung des III. Quartals. Kaffen- Angelegenheiten. 2. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Kurth. Die Ortsverwaltung. 3. 2.: 9. Qurt Gemischter Chor, welcher neben Chorgefang feine Mit: glieder auch im Einzelgefang, Voragen von Riebern, Duetts ze. ausbildet, sucht stimmbeg. Damien u. Herren als Mitglieder. Jährlich mehrere Konzerte. Nächstes Ber: gnügen 5. Nov. Nebungsstunde Dienstags, Nähe Hackescher Markt. Off. unter. 6" erb. Grp. d. Bl. Maler! Privat Schule für Dekorationsmalerei. Blumenmalen, Modern ( Englisch) etc. Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin II Nord). Am Dienstag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, Bergstraße 12: Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal und vom Stiftungsfest. 2. Gewerk 83/11 fchaftliches. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 18. Oktober, abends 8½ 1hr: Versammlung im Lokal des Herrn Gossmann, Kreuzbergstr. 48. Tagesordnung: 1. Wie können wir der fortschreitenden Ber: schlechterung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse erfolgreich entgegenwirken? Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten 10 Stunden wöchentl. Monat 10 M. und Verschiedenes. Oskar Hüttel, Det. Maler. Beuffelstr. 65. Anmeldungen: Sonntag 9-2, Mittwoch 7-9 Restaur. Robakowsky, Wiclefstr. 3( Ede Bredowstraße). Beginn: Anfang Oktober.[ 60962* Empfehle mein Weiß- u. BayerischBierlofal, Neu- Weißenfee, Sedanstr. 57, großes Vereinszimmer zu vergeben. 1552b] J. Schrödter. Bertreter: K. Fourmond. Zu dieser Bersammlung find speziell die Kollegen der nachstehenden Firmen eingeladen: Kindermann, Biedermann& Czarnitow, Puls, Markus, Strüger, Orenstein& Koppel, Freudenstein, Pfeiffer& Druckenmüller, Aron, Mig& Genest, Carney, Thom, Acethlengas- Gesellschaft in Tempelhof. Kollegen, es ist Eure Pflicht, zu dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. Dienstag, den 18. Oftober, abends 8 Uhr: Branchen Versammlung der Schlosser = Meyer's, Brockhaus Calwer. 2. Distuſſton. 3. Berbaubsangelegenheiten und Berſchiedenes. Lexikon, auch einzelne Bände, und andere Bücher beleiht und kauft Antiquariat Kochfir. 56, 1 Tr. Fern fprecher IV, 895. fallfachen, lagringaben Putzger, Stegliterftr. 65. Töpfer. Achtung. Dienstag, den 18. Sktober, abends 6 Uhr, Englischen Garten", Alexanderstraße 270: Oeffentl. Versammlung Branchen- Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend. der Tagesordnung: Galanterie- u. Tuxusmöbel- Arbeiter. Die Einführung der verglasten Fenster auf den Bauten u. die Tarifvorlage. Tages Ordnung: 1. Wie können wir bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen erzielen? Referent: A. Mohs. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen! Angesichts der schlechten Berhältnisse in unferer Branche ist es nothwendig, daß Ihr alle, Mann für Mann, in dieser Versammlung erscheint. Die Ortsverwaltung. Montag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, Oranienstrasse 51: Branchen- Versammlung der Korbmacher. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Obmannes. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 4. Fragelasten. Kollegen! Laut Beschluß der letzten Versammlung werden dieselben von jegt an spätestens eine halbe Stunde nach der festgesezten Zeit eröffnet. Branchen- Versammlung der Kammmacher und aller in der Jndustrie beschäftigten Arbeiter am Montag, den 17. Oktober cr., abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Güth über: Arbeiter- Organisationen". 2. Distusfion. 3. Neuwahl der Werkstatt- Kontrollkommission. NB. Nichtmitglieder haben Zutritt u. fönnen sich in dieser Bersammlung aufnehmen lassen. Die Kollegen der Werkstatt von J. Kretschmann, Blumenstr. 74, sind besonders eingeladen. 108/7 Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. H. David, Bertrauensmann der Töpfer Berlins u. Umgegend. Handlungs- Gehilfen und-Gehilfinnen! Kaufleute Montag, den 17. Oftober cr., abends 9 Uhr, in den ,, Arminhallen", Rommandantenstraße 20: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 15626 1. Bortrag über: Menschensteuer sur Rettung des Mittelstandes. 2. Diskussion. Es ist Pflicht aller Kollegen ut. Kolleginnen, zahlreich in dieser wichtigen Bersammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Verband der Zapezirer. Filiale Nord: Montag, den 17. Oktober, abends 9 Uhr, bei Gründel, Brunnenstrasse 188: IF Quartals- Versammlung. Tagesordnung: Vortrag. Distusfion. Vereinsangelegenheit. Filiale Süd: in Cohn's Festfälen( großer Saal). Beuthstraße 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Genossen Richard Zu dieser Versammlung werden besonders die Kollegen der Firmen Semmler& Bleiberg und Förster& Runge eingeladen, auch werden wir uns mit der Firma Drechsler beschäftigen. Kollegen, es ist Eure Pflicht, zu dieser Versammlung zahlreich zu er scheinen. Dienstag, den 18. Oktober, abends 8½ hr: Branchenversammlung aller in der chirurgischen Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen in Gründel's Salon, Brunnenstraße 188. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn W. Knaak über:„ Die Arbeit ein Opfer des Mammons". 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten und Berſchiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Achtung, Vertrauensleute für den Süden! Die am Mittwoch, den 19. Oftober fällige Konferenz der Vertrauenspersonen fällt wegen der an diefem Abend stattfindenden Parteiversammlungen aus. Die nächste Konferenz findet am Mittwoch, den 9. November statt. Die Bibliothek befindet sich Aunenstr. 39. part., und ist geöffnet von 9-1 Uhr vormittags und von 4-7 ihr nachmittags; Dienstags und Donnerstags von 9-1 Uhr vormittags und 4-9 Uhr nachmittags. Die Ortsverwaltung. Achtung! Lackirer Achtung! und die im Beruf beschäftigten Personen. Montag, den 17. Oftober, abends 8 Uhr, bei Herrn Herzberg, Alte Jakobstr. 75: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Paul Jahn: Was für Vortheile haben wir von dem neuen Innungsgesetz zu erwarten? 2. Diskussion. 3. Wahl von zwei Revisoren. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Agitations- Kommission. Dienstag, den 18. Oktober, abends 9 Uhr, im Lokal Verband der Graveure n. Ziseleure Deutschlands des Herrn Zubeil, Lindenstrasse 106. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Hoffmann über:„ Das Arbeiter: ( Filiale Berlin). Elend und die zufünftigen Zuchthäuser." Distussion. Vereinsangelegenheit. Am Dienstag, den 18. Oktober, abends 8 Uhr, im Dresdener Die Ortsverwaltungen. E. Schröder, Borsitzender, Naunynstr. 3. Agtung! Verein deutscher Schuhmacher. Atung! Vergolder! adtung. Versammlungen am Montag, den 17. Oktober, abends 8% Uhr. Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Berichterstattung von der Provinzialfonferenz. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahlstelle III bei Müller, Johannisstr. 20. Vortrag. Montag, den 17. d. M., abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20: Mitglieder- Versammlung. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Garten, Dresdenerstraße Str. 45: General Versammlung Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht des Borstandes. 3. Fachpresse. 4. Ver: schiedenes. 87/5 Die Ortsverwaltung. Achtung, Kistenmacher! Die Zahlstelle betreffs des Streitfonds befindet sich am Montag, den 17., abends von 8-10 Uhr, in der MarkusDie Rahmenvergolder, welche bei der Freien Vereinigung der Kunststraße 14 bei Tabbert, Eingang Grüner Weg. Auch findet Bahlftelle IV bet Roll, Adalbertstr. 21. Vortrag d. Gen. Grempe. freunde beschäftigt sind, werden besonders zu dieser Versammlung eingeladen. daselbst am Mittwoch, abends 8½ Uhr, die Werkstatt: Bahlstelle Friedrichsberg bei Waklawiak, Frankfurter Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Allee 150. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. 272/10 222/15 Der Vorstand. Bahlstelle Weissensee b. Pfeifenmüller, König- Chaussee 38. trake 29, eine Matinée zur Unterstügung hilfsbedürftiger Kollegen Am Sonntag, den 23. b. M., findet bei Keller, Roppen: Bahlstelle Charlottenburg bei Bayer, Wallstr. 96. In sämmtlichen Versammlungen: Abrechnung pro 3. Quartal 1898. statt. Um regen Besuch bittet 2. O. Sonntag, den 16. b. Mets., abends 7 Uhr: Gemüthliches Beisammensein in den Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Die Bevollmächtigten. Achtung, Rabitzputzer. Mitglieder- Versammlung des Orts- Krankenkaffe Maurer- Gewerbes. der Zahlstelle Berlin Ill des Zentral- Verbandes der Maurer fraße 20, 124 Bertreter; Vertrauensmänner- Sitzung statt. 95/1 Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Franz Splinter, Schmidstraße Nr. 30. Achtung! Wilmersdorf. Agtung! Am Mittwoch, den 19. Oftober, abends 8 1hr, in Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstraße 40: Partei- Versammlung. Tages Ordnung: Brit. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl 1. Berichterstattung vom Parteitag. Referent Genosse Eberhardtdesselben. 4. Bericht der Lokalkommission und Neuwahl derselben, sowie Wahl der Revisoren. 206/15 Um recht rege Betheiligung ersucht Die Betheiligten werden hiermit zur Wahl der Vertreter für die GeDienstag, den 18. Okt., abends 8 Uhr, Im Louisenhof, Buckowerstr. 9: neralversammlung für die Jahre 1899 und 1900 eingeladen. Die Kaffenmitglieder wählen Sonntag, den 30. Oftober, vor: mittags von 10-12 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandanten die Arbeitgeber wählen daselbst Montag, den 31. Oktober, abends 812-9 Uhr, 62 Vertreter. Näheres an den Anschlagsäulen. Bum 8med der Aufstellung von Randidaten zur Delegirtenwahl der Arbeitnehmer findet Montag, den 24. b. M., abends 8 1hr, im Achtung. selben Lokal eine Versammlung der Mitglieder statt, wozu dieselben gebeten werden, recht zahlreich zu erscheinen. und verwandten Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Ausstand bei der Firma Karl Schulz, Charlotten: burg. 2. Abrechnung von 3. Quartal 98. 3. Verbandsangelegenheiten und Berichiedenes. Die Ortsverwaltung. Achtung, Stuckateure! Montag, den 17. Oftober 1898, abends 8 Uhr, bei Buske, 15286 Grenadierstraße 33: General- Derlammlung Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Bericht der Kommissionen. 3. Wahl bes Delegirten zum Verbandstag. 4. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 173/16 Der Vorstand. In dieser Vorversammlung ist das Quittungsbuch nicht erforderlich. Berlin, den 11. Oftober 1898. Der Vorstand. Samariter- Rurfus Produktiv- und Einkaufs- Genossenschaften Dr. Friedeberg über: 3wed und Biele des Samariterturfus und Bau für Radfahrer. Montag, den 17. Okt., ab. 8 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 16055 Der Vorstand. 1. Bas bezweckt die Produttiv: und Einkaufs: Benoffenschaft. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vertrauensmann. Friedrichsberg. Achtung. Generalversammlung des ArbeiterBildungs- Vereinsd am Dienstag, den 18. Oktober 1898, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Panten, Frankfurter Allee 174. 14/4 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Metzner über: Raffalle's Leben und Wirken". 2. Diskussion. 3. Rassenbericht vom 3. Quartal 1898. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Dienstag, den 18. Oktober, abends 8%, 1hr: für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 17. Oktober: Eröffnung des Winterkursus in der Filiale bei Neumann, Brunnenstr. 150. Abends 8 Uhr: Vortrag des und Lebensthätigkeit des menschlichen Körpers. Gäste willkommen. Eintrittsgeld 25 Bf., monatlicher Beitrag 25 Bi. Dr. Weyl, Dr. Kollwitz. Als Lehrer wirken abwechselnd die Herren Dr. Friedeberg, Dr. Kattowsky, Der Vorstand. Empfehle Freunden und Genoffen Heilmagnetismus, intereffant für Gefunde und Kranke, Künstl. Zähne jest ſchmerzlos ein. mein 23eiß- u. Bairisch- Bierlokal.( wohnt jetzt Paulfir. 25 1.), Heilmagnetiseurin und Naturheilkundige. borz. unt. Seffentlicher Vortrag im großen Saale von Ahrens' Brauerei, Moabit, Thurmſtr., über den Damen u. Herr., v. Emma Helling Schmerzl. Baynziehen. Reparat. fof. Zwei Vereinszimmer. 15906 Eintritt 20 Pf. Mitglieder des Naturheilvereins Moabit" zahlen Theifzlg. Goldstein, Oranienstr. 123. E. Pischel, Petersburgerstr. 81. die Hälfte. 15176 சால் Ültzen's in überraschend reicher Auswahl und bekannter Solidität. 0.90, 1,25, 1,50, 1,75, 2,00 bis 6,80 Mk. gummit= Neueste Modelle in Herbstkleidern, Blusen und Morgenröcken= aus modernen, gediegenen Stoffen, sehr preiswerth. Uni- Stoffe Ültzensche Wollenweberei Leipzigerstrasse 96( Charlottenstrassen- Ecke). Fabrik und Specialhaus für Damen- Kleiderstoffe und Konfektion. Günstige Gelegenheit zu billigen Einkäufen. Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Die Restbestände aus meinem früheren Geschäftslokal Spandauerstrasse 30, verbunden mit meinem grossen Waarenlager, stelle ich wegen Raummangels zu fabelhaft billigen Preisen zum schleunigen Verkauf, und zwar: Teppiche, Portièren, Gardinen, Divan-, Tisch-, Reise- und Steppdecken, Läuferstoffe, Möbelstoffe und Plüsche. Alles, wie bekannt, von vorzüglichster Qualität, und bietet speziell dieser Verkauf der geehrten Damenwelt Gelegenheit zu ausserordentlich vortheilhaften Einkäufen. jetzt J.Adler Teppichhaus, Königstr. 20-21 Telephon unverändert: Amt V. 3372. von 9,00-80,00. Kinderwagen- u. SchlafmöbelBazar Baby, an der Bruhnenstrasse. I. Invalidenstrasse 160, II. Gr. Frankfurterstr. 115, Ecke Andreas- Strasse. III. Oranien- Strasse 70, Ecke Kommandanten- Strasse. Auch Theilzahlung v. 1,00 wöchentl. an. Bei Baarzahl. Rabatt. Amt III, 5281. Neu von 6,50 an. Betten Fabrik Bettstellen Elgowe Belt Fabrikation nur am Rathhaus. Telegramm- Adr. unverändert: Teppichadler- Berlin. von 8,00-150,00 Betten, Stand von 10,00 100,00 Bettfedern u. Daunen. Schütten der Betten im Beisein der Käufer. von 5,00 an. IV. Chausseestrasse 8. V. Reinickendorferstrasse 2 DE. VI. Charlottenburg, Wilmersdorferstrasse 55. J.B Lieferant der Beamten- Vereinigungen 3 Jahre Garantie. Elegante Paletots. Echt Schweizer Fabrikat. Gold. DamenUhren von 16 M. an Silberne [ 61052* J. Baer, Berlin N., [ 61079* nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reelster Aus: führung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maass. BROOD Goldwaaren und Uhren kaufen Sie zur Einsegnung etc. Herren- Uhren am billigsten direkt in der von 9 M. an. Gold waaren- Industrie mbut Belmonte& Co., 0 Fabrikation moderner goldener Schmuckgegenstände mit elektrischem Kraftbetrieb Berlin C.. König Strasse 22/24, neben Gumpert's Conditorei. Kein Laden, daher kein Aufschlag für Ladenmiethe. Einzelverkauf zu Originalpreisen nur Hof part. Besichtigen Sie die Muster- Ausstellung vor dem Hause Königstrasse 22. Zur gefl. Beachtung! Um Verwechselungen zu vermeiden, bemerken wir, dass wir keine Ladengeschäfte unterhalten, sondern der Detailverkauf zu festen Preisen nur Hof, part. stattfindet. Lagerbesuch höchst lohnend, kein Kaufzwang, Komplette Garnituren jedes Stück wird bereitwilligst ( Armband, Broche und Ohr- gezeigt. Ueberzeugen Sie sich ringe) von 7 M. an. Massiv daher, bevor Sie Ihren Einkauf goldene Ringe, gesetzl. besorgen, von unserer Reellität gestempelt, von 2 M. an etc. und Billigkeit. Türkis- Schmuck. [ 6106L* Pferdebahngeld wird, da wir Specialität in Opal- und die Unkosten für Unterhaltung offener Ladengeschäfte ersparen, jedem Käufer vergütigt. Sämmtliche Schmuckwaaren, Uhren etc. sind von den billigsten bis zu den allerfeinsten Genres in stets neuesten Mustern am Lager. Möbel auf Theilzahlung Wohnungs- Einrichtungen bei bescheidener Anzahlung und auf Jahre hinaus vertheilten Ratenzahlungen. Bei Zahlungsschwierigkeiten grösste Rücksicht. Stets enormes Lager v. einfachst. b. feinst. Genre. Central- Möbel- Halle 52932* Kommandantenstrasse 51, Ecke Alexandrinenstrasse, Zähne 2 M. Elegante Rock und Jacket- Anzüge. Brauerei zur Hopfenblüthe Wiesenstraße 43 Berlin N. Wiesenstraße 43 empfiehlt ihr aus bestem Malz und Hopfen hergestelltes Berliner Weißbier u. Breslauer Weizenbier in Fässern von 5 Ltr. 0,55 M. frei ins Haus. oder 10 Ltr. 1,10 M. Täglich Jungbier- Verkauf von morgens bis abends à Liter 10 Pf. nur in der Brauerei. Rudolf Frömchen, Brauereibefizer., 62449* Reinhold Werner, Slcine Andreasstr. 12 1., Schneidermeister.[ 6063L*] Sür 18 Mark fertige Ecke Andreasplak. Telephon Amt VII 4678. ich nach Maaß eleganten Anzug sowie Baletot mit nur guten Zuthaten. Für eleganten Siz und solide Ausführung bürgt meine seit 16 Jahren bestehende Firma. Großes Tuchlager. Filiale Friedrichshagen: Friedrichstr. 105. Filiale Pankow: Breitestr. 39b. Täglich von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends: Verkauf frisch gek. schw. perls. und sinn. Fleisches. Rindfleisch Schweinefleisch pro Pfd. von 30 ẞf an, 40 f. [ 6131L* Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Rechtsbureau. Rath in Zivil- und Kriminalsachen, Anfertigung von Klagen, Gesuchen, Verträgen, Cessionen, Testamenten 2c., sowie kostenfreie Einziehung von Forderungen. Zimmerftr. 57, 1, 9-1, 4-7 thr. 62632* Metzner's Korbwaaren- Fabrik. Berlin, Andreasftr. 23, vis- à- vis dem Andreasplay. II. Geschäft: Brunnenstr. 95, vis- à- vis Humboldh. III. Geschäft: Beuffelstr. 67( Moabit). IV. Geschäft: Leipzigerstraße( Spittel- Kolonnaden) größtes Lager Berlins. Kinderwagen, Denſterbücher gratis. 1000 Markle ich jedem, der mir in Berlin 1082* 1 ein größeres Kinderwagen- Lager als das meinige nachweist. Der Stolz der Hausfrau ist eine blendend weiße Wäsche. Diese wird am sichersten erzielt durch die Verwendung des echten Dr. Thompson's Seifenpulvers zum Waschen und Bleichen, wobei die Stoffe mehr geschont werden, als bei anderen Waschmethoden, auch wird viel Mühe, Zeit und Geld erspart. Man achte auf die Schutzmarke„ Schwan". Zu haben in den meisten Droguen, Seifen und Colonialwaarenhandlungen. Scheithauer's Stenographie: 42 Zeichen; fast gar keine Regeln; keine verstärkten Züge; grösste absolute Schriftkürze, daher keine Sigel; denkbar grösste Einfachheit u. Brauchbarkeit. Ausführl. Lehrmittel z. Selbstunterricht für jedermann 1,20 M. Karl Scheithauer, 77.12 Breitkopfstr. 4, Leipzig 1. Wörtliche stenographische Aufnahme der Verhandlungen von Kongressen und Versammlungen aller Art an allen Orten zu mässigen Preisen. Möbel Hülfe!" 6238L* Großes Lager. und Polsterwaaren. Gebiegene Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Theilzahlung! ,, Hülfe!" Ohne ärztliche Untersuchung fann jede männliche sowie auch jede weibliche Person im Alter vom 14. bis 60. Jahre der Strantentaffe ,, Hülfe" für äußerst billige Monatsbeiträge beitreten. Aufnahme kostenlos im Bureau der ,, Hülfe", Berlin SO, Staligerstr. 82, I( am Schlesischen Thor). Zahlstellen und Agenten allerorts gesucht![ 61902* Ausschließlich eigenes Fabrikat Damen-, Herren- und Kinderwäsche, Arbeiter- Hemden, Blousen, Jacken und Hosen, Strumpfwaaren. 59082* D. Wurzel& Co., Wäsche- Fabrik, Koulante Zahl.- Bed. Babl. Beb. H.& M. Lewent. Beamten KF Herbst- Saison. פּאאohne Anzahl. Preis- Liste von Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe 168 Oranien- Strasse 168 ( zwischen Oranien- Platz u. Adalbert- Strasse). Meine durchaus solid gearbeiteten, tadellos sitzenden Waaren, welche nach den modernsten Façons angefertigt sind, empfehle zu folgenden billigen Preisen: A. Anzüge. T Haltbarer Jacket- Anzug von festem gezw. Buckskin 12,- M. Gezwirnter Stoff- Anzug, solid und fest. Diagonal- Cheviot, schwarz, . 15, " " n 22,50, 22,50 " 22,50 F blau oder braun... 16,50 Melton- Cheviot, ein- o. zweireihig, haltbarer Stoff 18, Kammgarn- Anzug in schw. Satin- Kammgarn Kammgarn- Cheviot- Anzug in schwarz, blau oder braun, praktischer, eleganter Anzug wirnbuckskin- Anzug, sehr solid und dankbar. ammgarn- Anzug in Diagonal, eleganter Anzug 25, Cheviot- Anzüge in reiner Wolle, sehr haltbar, schwarz, braun oder blau 45, 42,-, 36, 33,-, 30, 27,-, 25, Rock- Anzüge in Aachener Kammgarn od. Cheviot, feine Salon- Anzüge, 48,-, 45,-, 39,-, 35,-, 30, Gehrock- Anzüge, hochfeine Gesellschafts- Anzüge, 50,-, 45,-, 42,-, 36, B. Paletots. Paletot von braun oder 99 " blau Eskimo, Futter und Sammetkragen.. 15,- M. Paletot von braun oder blau Eskimo 18, Paletot von modef. Loden 18, Paletot von Eskimo, sehr solide Qualität Paletot von Cheviot oder Floconné, englische od. anliegende Form " 25, 11 • 25, 99 30,-" 33, 33, n Paletot von Diagonal- Cheviot oder Montagnac mit feinem Futter Paletot von feinem Eskimo, in allen Farben, sehr elegant und solide Sport- Paletot in den beliebten grünlichen Farben Hoch eine Curl-, Cheviot-, Montagnac-, Eskimo- u. SportPaletots mit feinem Woll- oder Steppatlasfutter 54,-, 48,-, 45,-, 42-36 C. Hosen. Stoffhose von gezwirntem Buckskin " " 1 99 " " " 3,- M. Stoffhose in haltbarem Stoff, schön gestreifte Muster 3.50 Gezwirnte Stoffhose in modernen Mustern 4, Gestreifte Buckskin- oder Cheviot- Hose, haltbarer Stoff 4,50 Zwirnbuckskin- Hose in hellen u. dunklen Farben, dauerh. 5, Kammgarn- Hose in schönen Mustern, elegante Streifen 5, Velour- Hose, schwere Qualität, alle Farben 6,50 und 5,50 Kammgarn- Hose in schwarz oder blau gestreift 6,50" 1 Sämmtliche feinere Qualitäten in Kammgarn, Cheviot, Velour, Zwirnbuckskin, die neuesten und elegantesten Muster 16,-, 12. und 7, D. Hohenzollern- und Pelerinen- Mäntel führe ich in sehr grosser Auswahl in schwarz, blau, brann, mode und den beliebten Lodenstoffen 65, 54, 45, 36, 25, 20-18 M. E. Joppen 95 habe ich einen ausserordentlich grossen Vorrath in haltbaren Lodenstoffen, warm gefüttert, am Lager zu 20, 16,50, 15, 12, 10,50, 8,50, 6,50, 5,00 M. Knaben- und Jünglings- Joppen bis zu 4,00 M. Knaben- Anzüge u. Paletots, Jünglings- Anzüge, Havelocks, Reisemäntel. Mein Stofflager bietet an Reichhaltigkeit der Auswahl für jeden Geschmack etwas. Maass- Anfertigung in besonderer Abtheilung. Nach auswärts sende Muster und Maassanleitung frei zu und legen Hunderte von Anerkennungen über gute Lieferung vor. Ich bemerke noch ausdrücklich, dass die Verkaufspreise auf jedem Gegenstand angegeben sind und Handeln höflichst verbeten wird. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22.* Verantwortlicher Matteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 17. Wrangelstrasse 17, Ecke Manteuffelstraße. Nr. 243. 15. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. " Sonntag, 16. Oktober 1898. teine öffentliche Versammlung stattfindet, fand hierzu folgender von Eintracht", Friedenstr. 67 in der Friedenshalle. Grüne Linde", Kaseda, Wally", Schütte, Biesenthalerstr. 16. thecht gestellter Antrag einstimmige Annahme: Die Versamm- Drontheimerstr. 1a. lung erklärt, von der Abrechnung des früheren Vertrauensmannes, Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein Der Holzarbeiter- Werband hielt am 10. Oftober mehrere Herrn Kamp, durch Alboldt und Bode Kenntniß genommen zu traße 1. „ Crescendo", Linienstr. 73. Dramatischer Klub„ Liebesglück", Cremmeners Theaterv. Versammlungen ab. Vergnügungsv. Ingwelde", Schulz, Dunderstr. 90. In der Bezirksversammlung für Rofen haben. Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42. Theaterv.„ Schiller", Garbriel, thaler und Schönhauser Vorstadt sprach das Mitglied Ahrens Geselliger Klub Theaterv.„ Alpenrose", Eisenbahnstr. 44. Eine zahlreich besuchte Stockarbeiter- Versammlung nahm Wildenowſtr. 5. über die Rechtsprechung beim Gewerbegericht. Unter VerbandsMontag: Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. am 11. d. M. Stellung zu den Sonderverträgen, welche die Firma Neptun", Roßstr. 3. Angelegenheiten äußerten mehrere Redner ihr Mißfallen über den Gebr. Noa, Dresdenerstr. 38, mit einigen ihrer Arbeiter abgeschlossen Theaterv.„ Weiße Rose", Reichenbergerfir. 19. Vergnügungsv.„ Bavaria", Beschluß der Vertrauensmänner- Versammlung betreffend die Taktik hatte. Hildebrand führte den Anwesenden die Bedeutung dieser Schulz, Dundertaſte. Rauchtl. Portorifo", Bülowstr. 46. Bitherv. zu den Streiks. Man sprach die Meinung aus, daß, wenn dieser Kontrakte vor Augen, nach welchen die Arbeiter bis zu einem Jahre " Tyrol", Waldemarstr. 13. Arbeiter: Turnerbund. Sonntag: Turuv." Fichte", Lichtenberg, Beschluß strikte durchgeführt werden sollte, er den Verband schädigen gebunden sind und Konventionalstrafen bis 500 M. zahlen sollen. Asche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches Diese Vereinbarung ist aber aufgehoben, wenn ein Arbeiter länger Turnen. Montag: Turno." Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, In der Bezirksversammlung für Moabit referirte Hugo Po e zich als zwei Wochen frant ist. Der Referent wies nach, wie wenig 7. Männer- Abth., Reichenbergerſtr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. über das Thema: Soziale Bewegungen. Sodann wurde über die Gewähr die Arbeiter für strikte Innehaltung des Kontrakts haben, Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratke, Mißstände in den Werkstätten gesprochen und einige Verbands- benn ein launenhafter Chef findet jederzeit Gelegenheit, die Schulstr. 24. Montag: Schwimmtlub" Neptun"( bibentenjtr. 7/ 8.95 Arbeiter trot der stunde abends 7/2 Uhr, Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. Kontrakte aufs Pflaster zu werfen. Lese: und Diskutirklubs. Polnisch. Diskutirfl.„ Jaroslaw Doma Montag: Sozialdemokr. Leie: und Diskutirkt. würde. straße 33. In der Bezirksversammlung für Wedding und Gesund- Das ganze Vorgehen der Firma geschieht nur, um das Koalitions- browsky in Nixdorf", Preßler, Biethenſtr. 69, tagt jeden Sonntag nach brimen hielt Grempe einen beifällig aufgenommenen Vortrag recht der Arbeiter illusorisch zu machen und event. Streitbrecher auf dem 15., nachm. 5 Uhr. über: Humanität und Todesstrafe. Unter Verbandsangelegenheiten Lager zu haben. Herr Noa scheint es noch nicht verschmerzen zu für den Stadtbez. 175", Buchmann, Gubenerstr. 12a, Berf. jeden 2. und wurde gerügt, daß die Kollegen von Gebr. Schaar, Chauſſeeſtraße, können, daß vor mehreren Wochen der Streit bei ihm zu gunsten der 4. Montag im Monat, abds. 8 Uhr.„ Leopold Jakoby", Zippfe, Markusſtr 14 trotz ihres gegebenen Versprechens doch wieder leberstunden gemacht Betheiligten endete. Leider fanden sich unter den 60 dort be-( Gigante", Bola, Wiesenstr. 27.-" Johann Jakoby", Liepke, Schwedterhaben. schäftigten Arbeitern einige, In der Versammlung für den Bezirk Ost und Nordost hielt die auf diese Vereinbarungen Nordkante", Theodor Glode einen Vortrag. Sodann wählte die Verfamm- innegehalten eingingen. Während die neunstündige Arbeitszeit von allen wird, arbeiten die zu Streifbrechern Aus- Samariter: Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, lung die bisherigen Mitglieder der Kotrollkommission aufs neue erlesenen täglich Ueberstunden, trotzdem sehr wenig 17. Oktober, abends 9 Uhr, bei Neumann, Brunnenstr. 150: Beginn des und ergänzte die Vertretung durch die Wahl der Mitglieder thun ist und Entlassungen wegen Arbeitsmangel vorkommen. Auf des kursus und Anatomie( Bau des menschlichen Körpers). 3 Winterfurfus. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: Zweck und Ziele Parade und Zaunschirm. Unter Verschiedenem wurde bekannt Antrag wurden die Mitglieder, die der Vereinbarung beigetreten gegeben, daß bei der Firma Keller die Arbeiter streiten; man find, von der Mitgliedschaft ausgeschlossen. Sodann wurde be- abends 8 Uhr, in der Geschäftsstelle Aleranderſtr. 8, Hof 1 Tr.: Vortrag des empfahl, bis zur Beendigung des Kampfes kein Holz bei der Firma schlossen, daß alle Verträge, die über die Bestimmungen der Gewerbe- praktischen Naturheilkundigen Grundmann. hobeln zu lassen. Versammlung geschlossen. Nach Erledigung einiger anderer Werkstattangelegenheiten wurde die Kontrollkommission die Mitglieder Niesch, Beez, Körner und Wagner In der Bezirksversammlung Süd und Süd- Ost wurden in die gewählt. Loge theilte mit, daß der Streik bei Fork u. Kretschmer unverändert fortdauert und in der Lurusmöbelfabrik von Keller, find. Verein für Körper: und Naturheilkunde. Montag, 17. Oftober, und Umgegend. Montag, den 17. d. M., abends 10 Uhr, im Restaurant räume"; Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure 2c. für Berlin Schiller, Nosenthalerstr. 57: Generalversammlung. Gäste willkommen. Der Verein der Wäschebranche hielt am 11. Oktober bei Schutz den Berliner Arbeiterinnen. Die Gewerbe- Ordnung enthält stönigsbergerstr. 4, die Tischler gleichfalls in Ausstand getreten mit Beifall aufgenommenen Vortrag des Redakteurs Hugo Bosch wie die jugendlichen Arbeiter gegen die Ausbeutungssucht die Buste, Grenadierstr. 33, seine Monatsversammlung ab. Nach einem eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen, welche die Arbeiterinnen sowohl Die Versammlung für den Westen und Südwesten tagte bei über„ Die Zuchthausvorlage" erfolgte eine lebhafte Diskussion, in Unternehmer schüßen sollen. Diese Bestimmungen beziehen sich auf die Zubeil, Lindenstraße. Nach einem interessanten Vortrag des Fräulein der Pasewaldt und Hergt die Lässigkeit der Kollegen und Dauer der Arbeitszeit";" Schluß der Arbeitszeit am Sonnabend";" Be schäftigung von Minderjährigen";„ Kündigung und Gründe für EntAltmann beschäftigte sich die Versammlung mit Verbands- Kolleginnen tritisirten. Der Kassirer Stanowsky forderte sodann lassungen";" Ausstellung von Beugnissen";" Strafgelder und andere Lohnangelegenheiten. Besonders wurde Klage geführt über die Verhält- zum zahlreichen Besuch des Stiftungsfestes auf, das am Sonnabend abzüge";" Hygienische und fanitäre Schutzmaßregeln";" Ungesunde Arbeitsden 5. November im Schweizergarten stattfindet. nisse bei der Firma E. Gossow, Teltowerstr. 53. Ankleideräume, Waschvorrichtungen und getrennte Aborte"; ,, Unfittliche Angriffe der Arbeitgeber";" Beschwerderecht". In Friedrichsberg sprach das Mitglied Matthes in Deutscher Holzarbeiter- Verband( Bahlstelle Schöneberg). Am Um den Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern die Möglichkeit zu einem zustimmend aufgenommenen Vortrag über das Thema: 6. Oktober tagte hier die Generalversammlung der Zahlstelle. Auf geben, sich über die einschlägigen Gesetzes- Vorschriften eingehend informiren Arbeiterorganisationen sonst und jetzt. An der Diskussion be- der Tagesordnung stand ein Vortrag des Genossen Millarg über zu können, haben die unten genannten Personen sich bereit erklärt, auf diesem theiligten sich mehrere Redner und wurden sodann einige Verbands- das Unfallversicherungs- Gesetz. Redner legte in eingehender Weise Gebiete unentgeltlich Rath zu ertheilen, sowie etwaige Beschwerden über angelegenheiten erledigt. die Rechte der Arbeiter aus diesem Gesetz dar und kritisirte an einer Mißstände in Fabriten und Werkstätten, namentlich aber, wo solche sittlichen Reihe praktischer Fälle die Handhabung desselben. Hieran schloß sich und moralischen Charakters besichen, entgegen zu nehmen. Den Beschwerdeführenden ist strengste Diskretion die Abrechnung vom zweiten Quartal. Danach betrug die Einnahme gesichert. 249,26 M., die Ausgabe 245,09 M. Der Einnahme von Stiftungs- Man wende sich in allen vorkommenden Fällen an eine der nachfest in Höhe von 84,25 M. stellte sich eine Ausgabe von 71,80 M. folgenden Adressen: gegenüber. Meyer appellirte zum Schluß an die anwesenden Mitglieder, die Vertrauensmänner- Sigungen besser zu besuchen. Nach Erledigung verschiedener Verbandsangelegenheiten erfolgte Schluß der Sigung. " Fr. Schneider, Berlin N.O., Höchstestr. 29, I.; Fr. Rohrlad, Berlin N.O., Große Frankfurterstr. 75, Quergeb. III.; Frl. Baader, Berlin N.O., Straußbergerstr. 28, v. IV.; Frl. Haase, Berlin O., Alexanderstr. 15; Fr. Thiede, Berlin S., Urbanstr. 36, III.; Fr. Lutz, Berlin S.W., Buttkamerstr. 7; Fr. Bauschke, Berlin N.W., Rathenower straße 67, Hof II.; Fr. Mesch, Berlin N., Lychenerstr. 3, IV. Sprechzeit Freitags, abends 7-9 Uhr. Ferner an Rudolf Millarg, Berlin S., Annenstr. 16( Gewerkschaftsbureau). Täglich, außer Sonntags, vormittags 9-1 und nachmittags 6-8 Uhr. Eingelaufene Druckschriften. Eine Branchen: Versammlung der Buchbinder fand am 11. d. M. bei Feuerstein statt. Bytomski gab den Bericht von drei Quartalen. Stattgefunden haben 57 Werkstuben- und 9 DelegirtenVersammlungen. In 3 Fällen wurde in Unterhandlungen mit den Arbeitgebern eingetreten. Viele Mißerfolge seien der Rauheit der Kollegen zuzuschreiben. Redner hofft auf eine regere Betheiligung an der Agitation seitens der Berufsangehörigen. In der sich hieran anschließenden Debatte tadelt Bergmann das Verhalten der Arbeiter bei der Firma Probst. Von dieser Werkstube wären die älteren Charlottenburg. Am 13. Oktober tagte im Lokal BismarcksKollegen nicht zu bewegen, in die Organisation einzutreten. Höhe eine öffentliche Parteiversammlung, in welcher der Vertrauens Auch bei der Firma H. S. Hermann, sowie in der Buch- mann über seine Thätigkeit im verflossenen Jahre Bericht erstattete. binderei des Borwärts" betheiligen sich die dort Beschäftigten Danach fanden im vorigen Jahre außer der Versammlung am mit wenigen Ausnahmen fast gar nicht fast gar nicht an den Arbeiten 18. März und am 1. Mai 11 Boltsversammlungen statt. Die ver der Organisation, was um so mehr zu verwundern sei, da die be- einnahmten Gelder betragen in Summa 1860,17 M., die Ausgaben Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist soeben das treffenden alle in sicherer Stellung sind. Es wurde aus der Mitte beliefen sich auf 1566,28 M.; es ist mithin ein Bestand von 293,89 M. 3. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: der Versammlung gewünscht, daß Werkstuben- Versammlungen der vorhanden. Von den Einnahmen sind 615 M. an den Kreisvertrauensmann ueber Preßtorruption. Nationalismus und Ausgleich in Desterreichbetreffenden Firmen abgehalten werden. Conrad schilderte die abgeliefert. Bei der hierauf folgenden Neuwahl der Vertrauensleute wur- Ungarn. Von E. Berner. Das Agrarprogramm der niederländischen Chile und Argentinien. Von Verhältnisse bei der Firma Richard Gahl; er wünscht Beseitigung den August Sellin und Karl Batrid gewählt. In die Lokal- Sozialdemokratie. Von W. H. Bliegen. Die Naturheilkunde und die Sozialdemokratie. einiger Uebelstände. Als Vertrauenspersonen wurden gewählt: fommission wurde Piette, Reinte, Leder, Bleed und German Avé- Lallemant. Von H. Wolf. Notizen: Die Verhältnisse der im Tapezirergewerbe in Lorenz, Baer und Paasche, sowie Frau Moet und Fräu- Pfeifer delegirt. Liette richtete hierauf an die jüngeren Ge- Berlin beschäftigten Näherinnen im Jahre 1897. Von O. Bönice. Die lein Beder. nossen die Aufforderung, sich mehr nach der Lokalliste zu richten und Kohlenproduktion der Erde. Ueber die Weinproduktion verschiedener Länder nicht in gesperrten Lokalen zu verkehren. Die neu gewählte Kom in den Jahren 1895.- Feuilleton: Eine Unzivilisirte. Erzählt aus dem mission werde es sich zur Pflicht machen, Kontrolle zu üben, um die fleinrussischen Leben von Olga Kobylanska.( Fortsetzung.) Genossen an ihre Pflicht zu erinnern. Der Bericht des Zeitungsspediteurs ergab bis Ende Juli dieses Jahres einen Ueberschuß von 509,90 Mark und wurden hierauf in die Beitungs- Kommission Schnell, Sellin hofer gewählt. Die Vertretung auf der Kreisfonferenz übertrug man Bleed, Sellin und Vogel. Es folgte nunmehr der Bericht des Delegirten vom Parteitag. Köster ging auf fämmtliche Punkte der Tagesordnung des Parteitages ein und resumirt sich dahin, daß, wenn auch in den Referaten und Diskussionen manches harte Wort gefallen ist, der Zusammenhalt in der Partei nicht erschüttert sei und alle Delegirten mit Stolz auf die Thätig feit des diesjährigen Parteitages zurückblicken könnten. An der Disfuffion betheiligten sich die Genossen Bleed, Ledebour und Buchholz. Als Revisoren für den Vertrauensmann wurden Frau Buchholz, Liedte und Scharnberg gewählt. Eine gutbesuchte Versammlung der Kistenmacher tagte am 10. d. M. in den„ Arminhallen". Schulz verlas ein von den Hamburger Kollegen eingegangenes Schriftstück, welches bekannt giebt, daß in der Mellin'schen Fabrit ein Streit ausgebrochen ist. Den Zuzug nach dort bittet man fernzuhalten. Sodann wurde die Ueberstundenarbeit in der Mühl'schen Fabrit einer scharfen Stritit unter zogen. Nach lebhafter Debatte wurde beschlossen, die Sache der Lohnkommission zu überweisen. Auf Anfrage giebt Schulz bekannt, daß bis auf weiteres der Arbeitsnachweis sich bei Munzig, Breslauerstraße 28, befindet. Der Verband der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt am 10. d. M. seine Mitgliederversammlung ab. Nach einem Vortrag des Genossen Hoffmann über das Arbeiterrecht und die zukünftigen Zuchthäusler verlas Michaelis die Abrechnung, welche die Revisoren bestätigten. Der Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfs: arbeiter( Bahlstelle Berlin 5) beschäftigte sich am 9. Oktober mit der Regelung des Sammelwesens. Sodann wurden einige Vereinsangelegenheiten erledigt und beschlossen, vierteljährlich 90 M. an die Zentralstreiftasse abzuführen. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins tagte am 9. d. M. Nach einem Vortrag des Genossen na at nahm die Versammlung die Abrechnung vom dritten Quartal entgegen. Danach betrug die Einnahme mit einem Bestand von 125,85 M. vom borigen Quartal 217,35 M., der eine Ausgabe von 56,41 M. gegenübersteht. Die Möbelpolirer beschloffen am 10. Oftober in ihrer Filial versammlung des Nordens, nochmals bei der Firma Glogowski u. Komp. Einigungsversuche zu unternehmen. Stieven Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Dietz Verlag) ist uns soeben die Nr. 21 des 8. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Juhalt dieser Nummer heben wir hervor: Der Stuttgarter Parteitag. Resolutionen des Parteitags der Sozialdemo Der Jahresbericht der eng Aus der fratischen Partei Deutschlands in Stuttgart. liſchen Fabrikinspektorinnen für 1897. Von Helene Simon. Bewegung. Feuilleton: Nummer 1054. Aus dem Schwedischen von Gustav Lichtenstein. Notizentheil von Lily Braun und Klara Zetfin; Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisationen. Weibliche Fabrifinspektoren. Kinderarbeit. Frauen Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Frauenstimmrecht. Soziale Reformen. Statistisches Frauen genossenschaften. Sozialistische Frauenbewegung im Auslande. zur Frauenfrage. bewegung. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspoſt- Zeitungsliste für 1898 unter Nr. 2970) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Bf.; unter Kreuzband 85 Pf. feiner Sigung am 11. Ottober den Kaffenbericht vom 3. Quartal Arbeiter- Bildungs- Schule UnterRedeUebung. ,, Luisenhof", Buckowerstr. 9, II. Lehrplan für das IV. Quartal 1898. Behandelter Lehrstoff Referate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen UnterLehrer richtsAbend Schriftsteller Richard Montag Leben. Calwer SchriftGeDrei Jahrhunderte wirthschaftlicher, sozialer und politischer Kämpfe. steller P.Kampff nieyer. Dienstag. Gesetzeskunde. Zivilprozess, Handelsrecht, insbesondere das neue Recht der Handlungsgehilfen, Strafrecht, Strafprozesse, ev. Gewerberecht. Rechtsanwalt Roth. Donnerstag. Grundzüge der Wirthschafts- und Finanzpolitik, Gewerbe- Ordnung, Handelspolitik, Steuerfragen. Schriftsteller Max Freitag Schippel. Rigdorf. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts nahm in entgegen. Darnach zählt der Verein 382 Mitglieder. Die Einnahme betrug 370,85 M., die Ausgabe 122,55 M.; mithin bleibt ein Bestand von 248,30 M. Dem Bericht des Vorstandes, den der Vorfizende Klein erstattete, ist zu entnehmen, daß im letzten halben Jahr 5 Versammlungen stattgefunden haben. Weiter wurde ein Flugblatt zur Agitation für den Verein herausgegeben. Sodann gab Wurbs den Bericht über die Bibliothet, dem sich die Neuwahl des Vorstandes anschloß, die folgendes Resultat ergab: richtsfach Otto Klein, Vorsitzender; Müller, Kassirer; Hagen, Schriftführer; Jäger, 8eiler, Lusch und Lehmann, Beifizer; Vieweg, Münzer und Gortofsty, Revisoren; Die Wohnung des Bibliothekars befindet Der Verband aller im Handels- und Transportgewerbe urbs, Bibliothekar. beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend hatte am fich Lessingstr. 9. Auf Antrag Regerau wurde beschlossen, 150 M. 11. 6. M. seine vierte ordentliche Generalversammlung einberufen. für die Agitation zu verwenden. Nach einigen geschäftlichen Mittheilungen durch den Vorsitzenden Rigdorf. Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein hatte am erstattete der Kassirer Rein den Kassenbericht vom dritten Quartal. 6. Oktober eine Mitgliederversammlung einberufen, in der Herr schichte. Danach war der Kassenbestand am 1. Juli d. J. 3526,03 M. Die Dr. Bernstein einen Vortrag hielt. Unter Vereinsangelegen gefanmite Einnahme betrug 2781,46 M., die Ausgabe 2243,56 M., heiten beschloß man die Abhaltung eines Vergnügens und wurde mit mithin bleibt ein Ueberschuß von 537,90 m., während sich der Kassen- der Vorbereitung ein Komitee beauftragt. bestand am 1. Oktober auf 4063,93 m. belief. Der Bericht wurde mit sichtlicher Befriedigung entgegengenommen. Eine Diskussion fand nicht statt. Der Arbeitsnachweis- Bericht vom dritten Quartal, den Rein ebenfalls gab, stellt sich folgendermaßen: Arbeitslos meldeten fich vom 1. Juli bis 30. September 111 Kollegen, davon gingen in Stellung 106, für fest 90, zur Aushilfe 16. Die längste Arbeitslosigkeit betrug Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorsitzender: 11 Wochen, die fürzeste einen halben Tag, durchschnittlich 4-5 Wochen. Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinkalender find Vatante Stellen wurden 212 gemeldet, davon wurden durch Kollegen zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Montag, Der Unterricht wird ertheilt in Rede- Uebung Montags; 60 und durch Unternehmer 152 gemeldet. Es konnten hiervon 90 abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Butunft I", Steglis, Ahornstr. 10." Harmonie II", Restaur. Feind, in Geschichte Dienstags; in Gesetzeskunde Donnerstags; Jeder Kursus erstreckt für fest und 21 zur Aushilfe besetzt werden. Nicht zu befezen waren Weinstr. 11." Tonblüthe", Häusler, Oppelnerftr. 19. Liedesfreiheit II", in National- Oekonomie Freitags. 107 Stellen. Als Grund ist anzugeben: 37 Stellen wegen zu Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße." Freya II"( gemischter Chor), sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet schlechter Löhne, bei 20 Stellen fehlte die Branche, 10 hatten den Fichtestr. 19. Solidarität", Miehlke, Schüßenstr. 29. Felsenburg", pünktlich um 211 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an sich vorstellenden Arbeitern versprochen zu schreiben. Schon besetzt Scheerbe, Blumenstr. 38. Rirdorfer Liederfranz", Rirdorf, Maresch, diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Ginigfeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerstr. 17. waren 10 Stellen, bei 34 war zu lange Arbeitszeit, Laufburschen- Biethenstr. 77. " Berliner Damenchor Harmonie", dienste und andere Umstände für die Ablehnung maßgebend. Der Süd- West", Zubeil, Lindenstr. 106. Rütli", Friedenau, Grube, Kaiser- Allee und Concordia", Restaurant Willibald- Alerisstr. 10. Arbeiter- Bildungsschule. Montag: Referate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Leben. Vortragender: Schriftsteller Richard Calwer. Beginn der Vorlesungen pünktlich um 9 Uhr abends. " höchste Lohn in den besetzten Stellen betrug 24 M., der niedrigste Drescher, Linienſtr. 218. Rönnebergstraßen- Ece. Borwärts III", Lichtenberg- Friedrichsfelde, Schulz, 15 M. die Woche. Durchschnittlich 18-20 M. Die längste Arbeits- Prinzen: Allee 6, zeit betrug 13-14, die kürzeste 9 Stunden. Die Pausen find ge- Alpenblume", Neu- Weißensee, Sturm, Lothringenstr. 33.- Rothe Rose II", wöhnlich 11/2 Stunden. Ueber das Kündigungsverhältniß und Prinzen Allee 44. Weltenfriede"( gem. Chor), Schiller, Rosenthaler: die Sonntagsarbeit konnten teine genauen Angaben aufgenommen straße 57.„ Liedeslust III", Alt- Glienicke, Saß, Grünauerstr. 19 a. werden. In der hierauf folgenden Ersatzwahl zum Vorstand wurden Cäcilia"( gent. Chor), Brandenburg a. H., Vettermann, Wilhelmsdorfer: Wiez und Ke Blinke als Beisiger und Freude als Vorfizender Straße 111. bestimmt. Für den schwererkrankten früheren Vertrauensmann Herm. Kamp verlas Aboldt die Abrechnung. Die Kassenführung ist von den hierzu gewählten Revisoren geprüft und für richtig befunden worden. Da die Versammlung jedoch nicht kompetent war, die Decharge zu ertheilen, und voraussichtlich in nächster Zeit NationalOekonomie. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kurses steht Jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei." Ausserdem finden in kurzen Zwischenräumen SonntagsVersammlungen statt. am Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt im Schullokal Buckowerbesten bei Beginn jedes Kursus strasse 9 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerim Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener strasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7a. ftraße 80, 2. Hof.- Montag, abbs. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Auf- Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann nahme neuer Mitglieder: Merifaner", G. Seifert, Elbingerstr. 15. Lammé, Tempelhof- Berlin, Berlinerstr. 36, Geldsendungen an den Abguß II", Schulz, Höchstestr. 33." Freundschaft Vorwärts", Sydow, Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden. Weißenburgerstr. 47. Fidele Kolonisten", Klinge, Roloniestr. 137. [ 5/10 Der Vorstand. Bar- Verkauf zu streng festen, sehr billigen, in Zahlen gezeichneten Preisen. BAER SOHN MODERNE MAASS= ANFERTIGUNG u. Fabrikation von Herren& Knaben- Bekleidung. 24a Chausseestrasse 24a, zwischen Invalidenstr. und Friedrich Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstrasse 11, am Bahnhof Jannowitzbrücke, Ecke Rungestrasse. Lieferanten an GarderobenGeschäfte, Vereine, Institute und ausländische Gesellschaften. 16 Gr. Frankfurterstr. 16, zwischen Bürger- Hospital u. Fruchtstr. KnabenMäntel, prächtige Auswahl, von 4 Mk. an. JU JünglingsMäntel, prichtige Auswahl, von 8 Mk. an. Winter- Paletots Eskimo- Paletots 21, 18, 16,50 45, 10, 36, 18 Mk. Hohenzollern- Mäntel Schwarze Anzüge 65,- 55,- 45, 55,- 45,- 35, 25,-20,- 18, 12 Mk. 15, 12, 10,- 30,- 25,- 21,- 40,- 36,- 30, 8 Mk. 50 21 Mk. Gehrock- Anzüge 60,- 50,- 45, 42,- 39,- 36, 33 Mk. Winter- Joppen Winter- Hosen Schwarze Hosen 21, 18,- 15,- 12,- 10,- 8,-15, 12,- 9,- 8,- 6,- 5,- 4, 3 Mk. 50 6 Mk. 12,9,- 30, 8,- 6,- 5, 3 Mk. 50 Falls obige Angebote ausverkauft sind, wird Ersatz oder Neu- Anfertigung ohne Preisaufschlag gewährt. Winter- Paletots nach Maass 75,- 65,- 55,- 45,- 36,- 30 Mk. mit 89 Abbildungen ist erDas 12te Preis- Buch schienen u. wird auf Wunsch kostenlos u. frei zugesandt. Jeder verlange es! Uhren Gold, Silber- und Alfenidewaaren Grösstes Lager Deutschlands von Spiel- Waaren ( 14 Schaufenster. Verkaufsräume: 50 Fenster Front meines Hauses.) Spezialitäten: Steinbaukasten, Zinnsoldaten, Puppen, Gesellschaftsspiele. Bernhard Keilich Grosse Hamburgerstrasse 22-23. Eckhaus der Oranienburgerstrasse. Beim Monbijouplatz u. Hacke'schen Markt. Bahnhof Börse. 6240L* Vorstenland- Cigarren, unfortirt, Spezialmarte, eine überaus preiswerthe, reelle Waare in billiger Preislage. 1000 Stück 52 M. 25 Pf.; Originalfiste à 250 Stück gleich 13 M. 10 Pf. netto Caffa. Ich empfehle diese mittelkräftige, mehr milde, dabei pitante Qualität allen Rauchern eines guten und edlen Tabats. Auswärtiger Versand gegen Nachnahme; ab 500 Stück postfrei. Für streng reelle Bedienung jebe Garantie. Preisliste über Cigarren 2c. post- und fostenfrei. 6285L* J. Wilh. Borchert, Cigarren- Import u. Versand. Begründet 1872. Berlin NW., Karlstrasse 40. J. Brünn, ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt 4. egen Umbau meiner Geschäftsräume gelangen große Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Portieren! Steppdecken! Tischdecken! au sehr billigen Preisen sum Ausverkauf! 6126L* SOOLKLEIE, SCHWEFEL, FICHTENNADEL BADER. verkauft nur gute Fabrikate 18, Schlafröcke 24,-21, 15,- 12, 8 Mk. 50 Schwarze Anzüge nach Maass 65,- 55,- 45,- 36,- 30,- 28 Mk. nahe dem zu den bekannten billigen Breifen H. Gottschalk, Admiralstr. 37, stottbuser Thor. Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- und Dampfkastenbäder mit Verpackung, Massage. ( 61103 Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18 Ritterstr. 18( Ede Prinzenstr.) 136 Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für fämmtle Krankenkassen Berlins und Umgegend. Cacao van Houten Früh, Mittag u. Abend, zu jeder Tageszeit bildet er ein köstliches Getränk. BEGEN RHEUMA GICHT TISMUS Arkonabad LohtanninBäder 34, Anflamerstr.34( chrägüber der Bionskirchstraße) Wannen- u. medizinische Bäder sowie russisch römisch und vorzügliche Kaftendampfbäder mit Einpackung, Massage u. f. w. Annahme ärztlicher Verordnungen Steppdecken besten und billigsten nur direkt in der Fabrik Ehe Trauringe faufen, beachten Sie unfere ermässigten billigsten Preise! Welche Beliebtheit die von uns geführt. Trauringe haben, beweist wohl am besten, daß die Fabrik im Jahre 1896 22 000 Stück im Jahre 1897 24 000 Stüd angefertigt hat. E. Wolff& Stiller, Goldwaaren- und Uhren- Industrie, Friedrichstr. 68, of parterre ein Laden. Größtes Lager in Juwelen, Gold und Uhren. Vorzügliche 58882* MandarinenDaunen Bfd. 2 Mt. 50 Pf. bon wunderbarer Füllfraft, nur so billig infolge des großen Umfazes in meinen vier Geschäften. Bettiedern, Daunen und fertige Betten und versendet ebenfalls amt für Bäder ber Orts, Innungs, Fabrils und freien Silfs: B. Strohmandel, Berlin S., billigsten ezialgelmat von Krantentassen Berlins und Umgegend.[ 61622 72, Wall- Strasse 72, Rohtabak! Emil Berstorff to and alte Deden aufgearbeitet L. Beutler, Berlin. Rohtabak en gros[ 52882*] en detail M. Herholz 188 Brunnenstrasse 188 Brunnenstr. 182- Koppenstr. 9 und Skalitzerstr. 129. Roh- Tabak billigste Preise[ 61140* Max Jacoby Strelitzerstrasse Nr. 52. Rohtabak Roh- Tabak Größte Kuswahl! Billigste Preise! Guter Brand! Borzügliche Qualität! Sämmtliche en gros. en détail. Zeun& Ellrich * Fabrikations- Utensilien. Rheinsbergerfir. 67, nahe Brunnenſte ( Neue Formen, sehr gr. Ausw. à 1,40 m.) Man verlange Preis: Verzeichniß. 61120* Neues Rohtabak- Lager. Beste amerit. u. inländische. Mäßige Preise. En gros en detail. Auguststr.39, Heinrich Franck, A. Fischer, nahe Rosenthalerst. Nr. 185, Brunnenstr. Nr. 185. reelle Dutaten, gestemp. Roh- Tabak. Trauringe, 980, 2 Dutat. 22,50 Wt., Größte Auswahl. Billigste Preise 12 Dutat. 17,50 W., Kronengold, P. E. Platt& Söhne, geftemp. 900, 7 Gramm 20,50 M., Brunnenstr. 16 rechts, 51/4 Gr. 15,50 M.; alle anderen Gold: fachen ebenso reell. Hugo Lemcke, Gegründet 1840. im Hause: Noack's Festsale.uftftr. 91, part., a. d.Oranienburger2896 werden. Enorme 61822* Borräthe zurückgeschter Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig. Teppich- Haus Emil Lefèvre, Berlin S Oranienstr. 158. Prachtkatalog mit buntfarbigen Teppich. Illustrationen, sowie zirfa 200 Gardinen- und Portièren- Abbilbungen in fünstlerischer Aus: führung auf Wunsch gratis und franto! 61029* Grösstes Teppichhaus Berlins. Hauptgeschäft: Ackerstr. 28, Ede Jus validenstr. 2. Geschäft: Marianneu Straße 10. 3. Geschäft: Kurfürften. straße 25. 4. Gesch.: Reinicken dorferftr. 64 c. Tel.: Amt 3 5301. " Auf Thellzahlung! Schlag- Regulat., 14 T. geh., 18 M. Silb. Herren- Remont. Uhr 15 Uhrmacher Charlottenstraße Nr. 15. Rein Abzahlungsschwindel. Filz- Hüte in größter Auswahl für Damen und Kinder, garnirt u. ungars nirt, zu anerkannt billigen Preisen, auch Trauerhüte. W. A. Peschke, Berlin, 1. Geschäft Lützowstraße 30, 2.Geschäft Lükow= straße 39. Eigene Stroh: u. Filzhutfabrik. bet den Geschäftsräumen.[ 34/ 19* Gegr. 1871. Fernspr. Amt 9, 6341 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.