Nr. 246. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die. Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolone zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr Dormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Revision der Aber selbst hier bleibt der neue Kurs weit zurück hinter dem Anlauf, den Herr v. Bötticher 1896/97 unternahm und der wahrhaftig bescheiden und schwächlich genug war. Donnerstag, den 20. Oftober 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. befürchten." tommen ist. wandernden russischen Arbeitern die alten Marken aus deren Karten billig Da der Mann, um als Ausbeutungsobjekt für das Kapital nicht auf, um sie wieder zu verwenden und so die Versicherungsanstalt um an Werth zu verlieren, bei Kräften bleiben muß, so wird die Juvaliditäts- und Altersversicherung. ihre normale Einnahme zu bringen. Es ist bekannt, wie schwer Nahrungseinschränkung vorwiegend auf Frau und Kinder abgewätzt. Die Sozialreform steht nicht still. Diese tröstliche Versicherung man heute gegenüber dem Grundbesitz auch die geringste und noch o früher 3/4 Pfund Schweinefleisch gekocht wurde, wurde das Quantum auf 1/2 Pfund Rindfleisch reduzirt. Das Fleisch wird vom haben neulich die Offiziösen des Reichsamtes des Junern abermals so nothwendige Forderung durchzusetzen vermag. Um so mehr arbeitenden Manne allein gegessen, ein Stückchen davon erhält das abgeben müssen. Wir wissen nicht, auf wen die Zusicherung berechnet hätten Bundesrath und Reichstag die Pflicht, jetzt das Eisen zu jüngste Kind. Beim Fortbestehen der Verhältnisse ist eine Schädigung war. Wir haben ihrer nicht bedurft, denn wir waren felsenfest schmieden, so lange es heiß ist. Keine Entlastung, ohne eine bessere der Arbeits- und Wehrkraft des Heranwachsenden Nachwuchses zu davon überzeugt, daß der Graf Posadowsky sich recht bemerkbar Geschäftsführung besonders im Osten Preußens zu sichern! bewegt freilich nach rückwärts statt nach vorwärts. Die Hier scheint jedoch die Vorlage des deutsch- polnischen Grafen Ein stärkerer llebergang zu anderen Fleischforten ist schon darum Zuchthausvorlage haben wir niemals als Stillstand aufgefaßt. Posadowsky vollständig zu versagen. Sie will in den Ziffern ausgeschlossen, in den Ziffern ausgeschlossen, weil auch diese durch die regere Nachfrage Indeß kündigt man jetzt einen Schritt nach vorwärts an. Die etwas anderes wie der Entwurf von 1896 3/5 des Vermögens der rasch im Preise gestiegen sind. Würden die Frauen nicht in Schaaren Alters- und Invalidengesetzgebung soll reformirt werden. Die Vor- einzelnen Anstalten zum Gemeinvermögen aller Anstalten machen. über die 22 Stunden entfernte Grenze gehen, um im freien Grenzlage ist sogar bereits an den Bundesrath gegangen. Jusoweit sollen die Ueberschußdistrikte also geschröpft werden, um den verkehr ihre kleinen Fleischmengen billiger hereinzubringen, so wäre die Kalamität noch eine viel größere. Defizitbezirken frisches Blut zuzuführen. Wenn dafür aber die Da sowohl das schlesische Hinterland wie die benachbarten Bötticher'sche Vorlage, der seinerzeit auch der Bundesrath zustimmte, russischen Bezirke längst frei von Seuchen sind, so kann man die Ereinschneidende Aufsichtsbefugnisse der Staats- und Reichsbehörden bitterung verstehen, welche die oberschlesische Bevölkerung mehr und Der neue Entwurf beschränkt sich nämlich nach den Mittheilungen, gegenüber den mehr nehmenden wie gebenden Anstalten in Bereit mehr erfaßt und die bei den letzten Reichstagswahlen recht deutlich die wie gewöhnlich Herrn Schweinburg zuerst zugegangen sind, auf schaft hielt, so sieht der jetzige Entwurf anscheinend ganz davon ab, im Stinumenzuwachs der Sozialdemokratie zum Ausdruck ge zwei Aenderungen: auf die Uebertragung bestimmter Befugnisse und der freien Selbstverwaltung" wegen. Entscheidungen an mehr örtliche Organe, während heute Diese zarte Rücksichtnahme auf die Empfindlichkeit der Agrarier Zur Reform der Grubeninspektion in Preußen theilt die die bureaukratisch eingerichteten Zentralstellen für die räumlich aus- paßt in den Rahmen der ganzen Reform. Reform, so weit der Grund- Nationalliberale Korrespondenz" mit, daß, soweit ihre Kenntniß gedehnten Anstaltsbezirke alle Obliegenheiten wahrnehmen und besit flagt, vor allem der größere Grundbesiz. So weit die Arbeiter reiche, zunächst nur ein Ausbau der bestehenden Organisation etwa auf eine andere Vertheilung der finanziellen selber Beschwerden geäußert haben und jeden Tag weiter äußern, nach der Richtung hin in betracht komme, daß den BergrevierBeamten zur Ausübung des staatlichen Aufsichtsdienstes Lasten zwischen den mehr industriellen und den mehr landwirth- audt man kühl mit den Achseln. Selbst das Zentrum bezeichnete nach Bedarf fest anzustellende Revier Unter schaftlichen Gebieten des Deutschen Reiches. in seinem Antrag von 1896 als besonders dringlich bei einer beamte beigegeben werden, die als praktische Bergleute thätig Das erste ist für uns eine Zweckmäßigkeitsfrage, über die wir Revision des Invaliditätsgesetzes: die Erhöhung der Invalidenrente, gewesen und in dem verantwortlichen Dienste als Steiger er uns die Entscheidung vorbehalten, bis die Regierungs- Vorschläge namentlich unter Berücksichtigung unversorgter Angehöriger, ferner probt find. Was die unmittelbare Mitwirkung von Arbeiterin ihren Einzelheiten zu übersehen sind. Die Schweinburg'schen eine Einbeziehung der Wittwen- und Waisenfürsorge, für die be- vertretern bei der Kontrolle betrifft, so theilt die genannte „ Nachrichten" gehen hier über allgemeine Andeutungen nicht hinaus. fanntlich selbst Herr v. Stunum platonisch schwärmt. Die parla- Korrespondenz mit, daß die Kommission, die im vorigen Sommer Die Rentenfeststellung, die Kontrolle der Rentenempfänger und der mentarische Vertretung der Sozialdemokratie hat vor allem Nachdruck bom Handelsminister nach Frankreich, Belgien und England gesandt wurde, dort weitgehendes Entgegenkommen gefunden und Beitragsentrichtung, die Beitragserstattungen, die Rentenentziehung, darauf gelegt, daß man nicht erst dann als Invalide angesehen wertvolles Material mit heimgebracht habe, auf grund dessen nun das alles werde heute von der Zentralstelle aus besorgt, die für die werde, wenn man nicht mehr ein Sechstel des durchschnittlichen die weiteren Schritte erwogen werden müßten. Betheiligten oft so gut wie unerreichbar sei: früheren Lohnes und ein Sechstel des ortsüblichen Tagelohnes ge= Attentatsriecherei. Dem„ General- Anzeiger" von Mit HIwöhnlicher Tage- Arbeiter verdienen könne, das heißt: wenn man heim a. d. Ruhr wird aus Saarn, cinem kleinen Städtchen schon ganz herunter und halbtodt ist. Selbst Herr Bueck hat bei Mühlheim, geichrieben: letthin die Herabsetzung der Altersgrenze bei der Altersversicherung verlangt was wir, beiläufig gefagt, nicht als dringendste Aufgabe bei einer Reform des Gesetzes hingestellt sehen möchten. Insbesondere bei der Renten festsetzung oder Rentenentziehung wird das thatsächliche Material von den örtlichen Staats- und Kommunalbehör den gesammelt, welche bei ihrer bekannten Ueberlastung selten in der geschäftlichen Lage sein werden, den einzelnen Sentenfall so zu individualifiren, wie dies sowohl im Lebensinteresse des Rentenempfängers wie im Hinblick auf die finanzielle Verantwortung der Versicherungsanstalt er wünscht ist. Der räumlich entfernte Versicherungsvor stand entscheidet hiernach über die Gewährung und Entziehung bon Renten lediglich auf Grund der Akten. Findet sich der Versicherungspflichtige durch diese scheidung benachtheiligt, so wird er bei dem geringen Geschäftsbetriebe der örtlichen Schiedsgerichte und hiermit zusammenhängenden verhältnißmäßig seltenen Anberaumung von Sigungen in der Regel erst nach Monaten in der Lage sein, bei dieser, den lokalen Verhältnissen näherstehenden Behörde, welcher Arbeitgeber und Arbeitnehmer angehören, seinen Anspruch persönlich zu vertreten. " Ent der Im heutigen Reichsamt des Innern weiß ntan von allen wünschen der Arbeiter nichts. Man muß heute schon mit einem Rittergute zur Welt gekommen sein, um Anspruch auf Reformen, auf Sozialreformen" erheben zu können. " Politische Uebersicht. Berlin, den 19. Oftober. = Bei der Zenimals- Enthüllungsfeier am gestrigen Sonntag versuchte ein anscheinend beirunkener, zirka 80jähriger Mann, wie es heißt, ein auf Haus Nott bei Saarn bediensteter Pferdeknecht, ein gebürtiger Franzose oder Wallone, während der Festrede des Herrn Hauptlehres Grünweller am Denkmalsplage die Rednerbühne zu besteigen, nachdem er bereits turz vorher schwere Drohungen ausgestoßen, der Redner werde nicht lebend die Rednerbühne verlassen. Schon hatte der Mann einige Stufen erflommen, als er noch rechtzeitig beim Kragen gepackt werden fonnte und alsbald von Herrn Polizeiwachtmeister Wenzel und zweier weiterer Polizeibeamten in das Gemeindegefängniß abgeführt wurde. Auf dem Weg dorthin widersetzte sich der Kerl und wurden ihm nunmehr Handschellen angelegt. Ob man es hier mit einem Anarchisten zu thun hat, wird die Untersuchung ergeben. Allem Anschein nach trifft dies zu. Der Vorfall erregte bedeutendes Aufsehen und wird viel diskutirt, wie auch Herrn Grünweller von vielen Seiten gratulirt wird, daß er nicht unter die Hände des nichts Gutes im Schilde führenden Mannes gefallen ist. So hätte denn fast auch unser so stilles und friedliches Dörfchen gestern ein Attentat aufzuweisen gehabt, das glücklicherweise aber durch das rechtzeitige Einspringen der Polizei verhindert wurde." zudrücken. Ueber das angebliche Attentat auf den deutschen Raiser sind seit gestern keine neuen Nachrichten eingetroffen, die ernsthafte Kritik verdienen oder ertragen. Die SensationsEinzelheiten, welche einige Blätter veröffentlichen, brauchen Demgegenüber will der Entwurf zur Erledigung aller oben wir nicht abzudrucken, da sie ganz genau nach den Cliché's bezeichneten Geschäfte und namentlich zum Zwede der Rentenfest- früherer Bomben- Attentate, namentlich des Molville'schen, ansezung in der Lokalinstanz besondere örtliche gefertigt sind. Der„ Reichs- Anzeiger" hüllt sich noch immer Organe der Versicherungsanstalten errichten, welche auf grund in Schweigen. Daraus erhellt, daß die deutsche Regierung noch der von ihnen vorzunehmenden thatsächlichen Feststellungen über die Gewährung und Entziehung von Renten selbständig ent- nicht zu der Ueberzeugung gelangt ist, das gemeldete Stomplott sei scheiden. echt, oder sei gegen den deutschen Kaiser gerichtet gewesen. Um Das oben genannte Blättchen bringt das Schauermärchen unter Gegen die Entschließung der örtlichen Rentenstelle würde dem so ärger hegen und zetern natürlich die Blätter, welche ein der Spißmarte:„ Ein rechtzeitig verhütetes Attentat" und setzt nächst, umgekehrt wie bisher, die Berufung an Be- Interesse haben, den Anarchistenschreck zu verbreiten und fein Wort der Abwehr hinzu, obwohl auch seinen Redakteuren nicht zirks- Schiedsgerichte und zwar für die Versicherungs- an dem Feuer des Anarchistenschrecks die Teufelstränklein der unbekannt sein kann, daß derartige Anarchisten" auf jeder Kirmeß in Anstalt wie für den Rentensucher offen stehen, deren Ent- internationalen Reaktion zu kochen. einigen Exemplaren vertreten sein dürften. Die ganze Art, wie hier scheidungen eine in der Lotalinstanz gefällte, auf der örtlichen Mit diesen Handlangern der Reaktion, deren nächstes versucht wird, die That eines Betrunkenen zu fruftifiziren, zeigt eben Grmittelung der Verhältnisse begründete Borentscheidung zu Ziel ein Ausnahmegesek gegen die organi- wieberun, wie Stimmung gemacht wird, wie man dem Spießbürger grunde läge. Die örtliche Rentenstelle soll dem Versicherten Gelegenheit geben, streich ist, werden wir morgen in einem besonderen Artikel firten Arbeiter, und deren Endziel der Staats- Schrecken einflößt, um dann um so leichter Ausnahmegesetze durchseine Ansprüche persönlich zu vertreten, ferner soll sie zugleich als Auch die nachfolgende Nachricht, die wir der Köln. Volksztg." abrechnen. Austumftsstelle über alle Versicherungs- Angelegenheiten dienen. entnehmen, dürfte mit Vorsicht aufzunehmen sein. Dort wird mitFür uns ist von besonderem Interesse, daß zu ihr Vertreter wesenheit des Kaisers eine Regentschaft einzuseßen sei, ist in politi- der Köln- Mindener Bahn eine Anzahl sprengfertige Dynamit= Regentschaft? Die Frage, ob während einer längeren Ab- getheilt, daß vor einem Hause in der Nähe des Bahnkörpers der Arbeitgeber und Arbeitnehmer" zugezogen werden sollen. schen Streisen aus Anlaß der Orientreise Wilhelms II. lebhaft er- atronen gefunden worden, die offenbar verbrecherischen Zwecken Leider erfährt man nichts näheres, wie diese Arbeitervertretung sich örtert worden. Jetzt schreibt die„ Straßb. Post", dienen sollten.„ Man" nimmt an, daß die Patronen auf den Bahnbilden und wieweit ihr Einfluß reichen soll. Nach den offiziösen„ daß sowohl in Berlin als in Baden in durchaus ernst zu förper gelegt worden sind, daß aber ein Hund sie an der fettigen Sprüchlein, die uns in letzter Zeit so oft über wirkliche" und über nehmenden Kreisen angenommen wird, der Großherzog von Baden Zünd schnur heruntergezogen hat. Zudem liegt die Fundstelle in un,, terroristisch erzwungene" Arbeitervertreter aufgefagt worden sind, habe es auf ausdrückliches Ersuchen des Kaisers übernommen, im mittelbarer Nähe der früheren Thatorte. wird das freie Selbstbestimmungs- und Wahlrecht der versicherten Falle während der Abwesenheit des Kaisers gewisse Maßnahmen Gegen das Vieheinfuhr Verbot will der deutsche Arbeiter wahrscheinlich sehr schlecht fahren. nothwendig werden sollten, helfend einzutreten. Der Kronpring ist Fleischerverband beim Reichstag petitioniren. Er sammelt Diese Dezentralisation ist jedoch nur nebensächliches Beiwerk minderjährig, der nächste Agnat, Prinz Heinrich, weilt in Ostasien. jetzt zu diesem Zwede Unterschriften nicht blos aus den Reihen der gegenüber der Grundlage des ganzen Entwurfs: der Entlastung sonderen Fällen etwa denkbaren Zwischenzustand besondere landes- treffenden Eingabe heißt es u. a.„ Die Fleischeinfuhr deckt etwa Unter diesen Umständen lag es in der That nahe, für den in be- Fleischer, sondern aus allen Kreisen der Bevölkerung. In der be= der agrarischen Bezirke. An dem Worte Entlastung stoßen herrliche und dem Familienhaupte wohl zustehende Anordnungen zu den zwanzigsten Theil des gesammten Fleischkonsums; sie macht aber wir uns in feiner Weise. Wenn es richtig ist, daß das flache Land, treffen. Die staatsrechtliche Form, die dafür gewählt wurde, dürfte in den Städten mindestens den sechsten Theil des Konjums weil es die zahlenden jüngeren Arbeiter verliert und die alten, der in meiteren Kreisen vorerst wohl nicht bekannt werden, indessen aus und zwar vornehmlich desjenigen der weniger bemittelten Invalidität nahen Leute vorwiegend behält, in den Einnahmen wie geht man kaum fehl in der Annahme, daß der Kaiser gerade den Klassen. Infolge der Ausschließung fremden Viches ist das Angebot Ausgaben der Versicherung benachtheiligt ist, so sind die Mittel zur Großherzog, den Schwiegersohn und Freund seines verehrten Groß- hinter der Nachfrage zurückgeblieben und hat dadurch eine Steigerung Abhilfe in aller Ruhe zu prüfen vor allem seitens einer Partei, vaters, den Mitgründer des deutschen Reiches und in ganz Deutsch- der Fleischpreise herbeigeführt. Da das Angebot geeigneter Waare in der die Uebernahme aller Armenlasten auf den Staat stets eine land hochverehrten Fürsten, für berufen hielt, im Ernstfalle mit dem die Nachfrage nicht decken konnte, so ist jezt ein größerer Their so große Anhängerschaft gefunden hat, gerade weil man der Ueber- Gewicht ſeiner reichen Erfahrung und seines hohen Ansehens den minderwerthigen deutschen Wieh's auf den Markt gekommen nächsten Angehörigen zur Seite zu stehen." bürdung einzelner Distrikte vorbeugen wollte, die von der Industrie Merkwürdig ist, daß über derartige Vorgänge und Erwägungen Ausfall des Angebots nicht anders gedeckt werden konnte. und zum großen Theil verkauft worden, weil der plötzliche teine Einnahmen, indeß recht oft schwere Lasten haben. der Reichs- Anzeiger" schweigt. Ferner hat das verminderte Angebot des frischen Fleisches die Einfuhr Unbedingt verlangen müssen wir jedoch, daß bei einem solchen Ueber die Wirkung der Schweinesperre auf den Haushalt fertiger amerikanischer Produkte so gesteigert, daß sie sich in den Vorgehen in gleichem Maße auch dafür gesorgt wird, daß der uner der oberschlesischen Industrie- Arbeiter hat der praktische Arzt lezten Jahren jährlich um das Doppelte des Vorjahres gehoben hat. hörten Schlamperei und Prellerei im Bereiche einzelner vorwiegend Dr. Bloch- Beuthen soeben eine sehr lehrreiche Studie ver- In den ersten sieben Monaten 1897 betrug ste 20 389 600 Stilolandwirthschaftlicher Versicherungsanstalten gesteuert wird. Geschieht öffentlicht. gramm, in den ersten sieben Monaten 1898 44 232 800 Kilogramm. das nicht, so wird aller Gerechtigkeit geradezu Hohn gesprochen: man Dr. Bloch stellt zunächst den großen Schweinefleisch- Konsum Die die Einfuhr betreffenden Maßnahmen haben ebensowohl schiebt der Industrie zu, was gewissenlose und lässige Grundbefizer seitens der oberschlesischen Bevölkerung fest; dieser verhalte sich zum eine Verschlechterung wie eine Bertheuerung der Fleischnahrung, und Gemeinden zu hinterziehen und von sich abzuwälzen wissen. Konsum von Rindfleisch und Wurst wie 55 zu 33 zu 12. Für Fette, vorwiegend zu ungunsten der minderbemittelten städtischen Bevölke War es doch die Versicherungsanstalt selber in Ostpreußen, die bittere das heißt vornehmlich Speck, giebt der Arbeiter fast ein Sechſtel rung, nach sich gezogen. Auf deren Kosten ausschließlich die Landseines Verdienstes aus, für Fleisch fast ein Fünftel. Danach fann wirthschaft zu schüßen, betrachten wir als eine Ungerechtigkeit. Die Klage darüber führte, daß sie Renten zahlen müsse, wo eigentlich man ermessen, wie schwer ihn eine Theuerung dieser Lebensmittel Eingabe weist dann noch darauf hin, daß die Marine und das Landdie Gemeinden unterstützungspflichtig wären. Das Markentleben trifft. Nach Bloch nimmt die legtjährige Preissteigerung von Fleisch heer mit amerikanischem Fleische versorgt werden müssen und daher wird in jeder denkbaren Weise umgangen. Arbeitgeber kaufen jogar, wie und Speck dem schlesischen Proletarier 10 pCt. seines Verdienstes das Reich von Amerika abhängig werde; daß die Fleischer, weil im deutschen Landwirthschaftsrathe zugestanden wurde, von den zurück- hinweg. einestheils die Bichpreise steigen, anderntheils anderntheils ihnen die «nneriwmsche Eiusichr eine entsprechende Erhöhung der Detailpreise unmöglich mache, in ihrer Existenz bedroht wurden, das; der Fleischer- stand beseitigt, da dieser nicht mehr lange ohne Nutzen werde arbeiten können, dadurch der großkapitalistische Betrieb der Schlächterei in die Hände weniger Großunternehmer gedrängt und damit die Landwirthschaft in die Lage der amerikanischen gebracht würde, der vier Großhändler die Viehpreise dittirten. Die Folge würde sein, daß die Landwirthschaft allgemein wie drüben zu einer schlechteren Ernährung deo Viehes übergehen müsse." Die Eingabe schließt dann wie folgt:„Damit nicht ohne Roth besonders der ärmeren Bevölkerung die Fleischuahrung entzogen oder doch erheblich vertheuert wird, damit ferner auch dem weniger bemittelten Manne gesundheitlich einwandfreies Fleisch geboten wird und damit endlich das Deutsche Reich vor den angedeuteten Gefahren bewahrt bleibe, richten die Unterzeichneten an die Herren Reichstags- Abgeordneten die Bitte, dieser Frage eine eingehende Beachtung zn schenken, hauptsächlich aber zunächst darauf hinwirken zu wollen, daß die� Zufuhr lebenden ausländischen Viehes nicht mehr als wie eS der anscheinend nur vorgeschützte sanitäre Zweck erfordert, erschwert wird, sowie daß die eingehenden ausländischen Fleischwaareu au der Grenze so untersucht werden, daß auch der minder bemittelte Mann sein Fleisch ohne Gefahr für die Gesundheit seiner Familie und mit Appetit essen kann." Vom Mittellandkanal. Der hannoversche Provinzialausschnß hat die erweiterten Garantien für den Mittellandkanal an- genommen.— Der Vorstand deS Deutsche» Vraunkohleu- Industrie- Vereins, einer vornehmlich ans Brannkohlenzechen- Besitzern der Provinz� Sachsen bestehenden llnternehmerorganisation, hat sich, auf Ansuchen des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund, ebenfalls gegen die Anstellung von Arbeiterdelegirten als Assistenten der Grubeninspettion erklärt. Danach scheinen auch i m Braun kohlen- Bergbau Zustände zu herrschen, die das Licht einer st etigen fachmännischen Kontrolle a b s ol n t nicht vertragen. Wie wir weiter erfahren, beschäftigte sich der Borstand in derselbe» Sitzung mit der Berathung von Satzungen zur Bildung von Arbeitgeber- Verbänden. Um so nöthiger ist es, daß sich die noch keiner Berufsorganisation angehörenden Bergleute dem Deutschen Berg- nndHüttenarbeiter-Verbande anschließen, mit dessen Hilfe sie sich nicht nur vor der Verschlechterung ihrer Lage schützen, sondern diese auch sehr bedeutend verbessern können. Die Hamburger Bürgerschaft hat einen Gesetzentwurf bezüglich der Bestrafung des Feld- und Forstfrevels angenommen. Hamburg war der einzige Staat, der besondere Bestimmungen für Feld- und Forstdiebstahl nicht hatte, sv daß jede Entwendung einer Blume oder einer geringen Menge von Feldfrüchten im Falle einer Anzeige mit Gefängniß bestraft werden mußte. Diese Strafen wurden dann auch in anderen Bundesstaaten als Vorstrafen mit angerechnet. Dieser Unbilligkeit soll durch obigen Gesetzentwurf abgeholfen werden. Das Zentrum«nd die bayerischen Eisenbahnarbeiter. Man erinnert sich noch der Nuhmrederei, welche die bayerischen Zentrumsleute erhoben, als im Landtag der Beschluß gefaßt wurde, „sämmtlichen niederen Eisenbahn-Bedieusteten" einen dreitägigen, bezahlten Urlaub zu bewilligen. Wie wenig Ursache vorhanden war, ob dieser Urlanbsbewilligung in Entzücken zu gerathen, zeigt der Ukas Nr. 8145, der in der„Münch. Post" veröffentlicht wird: „Um Irrungen(\) zu vermeiden, wird erläuternd bekannt ge- geben, daß sich die Erfüllung eines jährlichen dreitägigen Urlaubs auf Kosten des Aerares nicht auf alle ständigen verpflichteten Arbeiter und Ablöser bezieht, die Mitglieder der Ab- theiluna der Klasse B der Arbeiter-Pensionskasse sind, sondern nur aus Hilfsbedienstete und jene Ablösewärter, welche nunnter- brachen das ganze Jahr auf ständigen statnsmäßigeu Bahn- oder Wechselwärterposten verwendet sind und in deren Beschäftigung eine Unterbrechung nach dem regelmäßigen Laufe des Betriebes (wegen Arbeitsmangel u. s. w.) auch tageweise(II) nicht statt- findet. Kvnigl. Eisenbahn-Ingenieur I. gez. Schwenk." Noch in einem anderen Erlaß bemüht sich die Bahnverwaltung, die Arbeiter vor„Irrungen" zu bewahren. Dort heißt es: „Im Umlauf bei den umstehenden Wechselwärtern zur Kenntnißnahme gegen Unterschrift und beschleunigter Weiterleitung unter Beisetzung des Datums der Weitergabe. Es würde die Wahrnehmung gemacht, daß die dienstthuenden W echselwärter an den Sonn- und Feiertagen, au welchen Soimtagsnihe antritt, ihren Posten größtentheil's schon vor 8 Uhr Vormittag verlassen, so daß in einem Fall die Rangirmanöver nicht mehr durchgeführt werden konnten, weil die Wechsel nicht bedient waren. Unter Hinweis auf K 11 der Wechselwärter- Instruktion und den Schlußsatz im Dienstlurnns wird erinnert, daß die Wechsel- Wärter an diesen Tagen erst um 3 Uhr ihre Posten verlassen dürfen, und auch dann erst, wenn die Rangirmanöver beendet, bezw. die betreffenden Züge eingefahren sind. Es haben künftighin solche Wärter, welche vor 8 Uhr— wenn auch nur um Minuten— ihren Posten verlassen, strengste Be- ahndnng zu[gewärtigen, und zwar auch dann, wenn die Rangirmanöver schon früher beendigt waren. München, den 21. September 1833. Der Bahnmeister. Huber." Die Rangirmanöver dauern, wie der„Münchener Post" mit- getheilt wird, häufig bis 10 Uhr. Dann erst darf also die „Sonntagsruhe" beginnen, welche um 7 Uhr abends endet.— Man muß in der That recht bescheiden sein, wenn man, wie die Zentrums- leute thun, besonders stolz ist auf diese Art„soziale Reform".— Kiel, 13. Oktober.(Eig. Ber.) M a r i n e- U n f a l I. Das Artillerie- Schulschiff„Mars", das morgens zur Abhaltung von Schießübungen nach Stolbergrund auf See ausgelaufen war, ist im Laufe des Tages mit schwerer Havarie wieder Kiel angelaufen. Die Hauptdampfleitung von den Kesseln zur Maschine ist plötzlich derart undicht geworden, daß das Schiff sofort abstoppen mußte und nur noch mit knapper Roth wieder den Kieler Hafen auffuchen konnte. Zum Gluck sind Personen bei diesem Unfall nicht verletzt worden, obgleich bei diesen schweren Kessel- resp. Maschinenhavarien- das Leben der Heizer sehr gefährdet ist. Durch das Zerreißen der Hauptdampfleitung sind seinerzeit 42 blühende Menschenleben auf der„Brandenburg" vernichtet. Nach Beendigung der diesjährigen Schießübungen sollte der„Mars" in nächster' Woche nach Wilhelms- Häven übergeführt werden, um dort neue Kessel eingesetzt zu erhalten. Es scheint in der That, als ob dieses recht nothwendig sei. Der „Mars" wird jetzt außer Dienst gestellt und„Karola" an seine Stelle treten.— Aus Elsaff-Lothringcn, 18. Oktober.(Eigener Bericht.) Die Spezialkommission des L a n d e s a u s s ch u s s e s hat das Aus- führungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch zum größten Theil unverändert nach der Vorlage der Regierung au- genommen. Der wichtigste Abänderungsvorichlag der Kommission ist wohl die als§ 41a in das Ausführungsgesetz einzuschiebende Be- stimmung, daß„Staat, Bezirk und Gemeinden für den Schaden, der von ihren Beamten zugefügt worden ist, unter denselben Voraus- setzungen wie die Beamten selbst in Anspruch genommen werden können". Gegenüber den in den süddeutschen Staaten Baden und Bayern vorgesehenen Bestimmungen wäre dadurch insofern eine weitergehende Haftbarkeit der genannten öffentlichen Verbände garan- tirt, als die letzteren dort nur als Bürgen haften für den durch ihre Beamten zugefügten Schaden. Der Regierungsentwurf eines Gesetzes, betr. die Disziplin der Richter, ist' in derKommissionsberathung seiner reaktionärsten Bestimmungen entledigt worden. Wie auch im„Vorwärts" seiner Zeit mitge'theilt wurde, enthielt der§ 31 des genannten Gesetzes die Bestimmung, daß ein Richter, abgesehen von dem Falle der Strafversetzung, auf eine andere Stelle versetzt werden könne,„wenn die Versetzung durch das Interesse der Rechtspflege dringend geboten erscheine". Diese Fassung des Regierungsentwurfes, durch welche nicht die geringste Garantie gegen eine willki'irliche Behandlung unbequem werdender Personen des Richterstandes gegeben gewesen wäre, wurde in der Kommission nun dahin abgeändert, daß eine derartige Versetzung nur stattfinden könne,„wenn das Ansehen eines Richters, dessen er in seinem Amte bedarf, ohne sein Verschulden durch das Verhalten eines seiner nächsten Angehörigen auf der bis- herigen Stelle nicht blos vorübergehend derart geschädigt wird, daß die Versetzung durch das Interesse der Rechtspflege dringend geboten erscheint".— Ungarn. Budapest, 19. Oktober. Im Abgeordneten hause setzte heute die Opposition die Obstruktion fort.— Schweiz. Zürich, 18. Oktober.(Eig. Ber.) Die unter dem Titel„Unser Scherb" erschienene Broschüre des Anarchisten Sanstleben, welche das Vergehen und die schweren Fehlgriffe der BnndeSanwaltschaft bei der Anarchistenverfolgung scharf geißelt, hat bereits Erfolge zu verzeichnen. Sanftleben ivurde von der hiesigen Polizei vernommen, wobei er ihr allerlei Anskünfte, die sie wünschte, gegeben hat. Die Folge davon war die Freilassung des auf die verleumderische Deüuuziation des Schurken Santoro hin verhafteten Giovanni Griffich, der mit Gewalt zum gefährlichen Anarchisten gemacht werden sollte, während er ein harmloser Monarchist und ein armer schwind- suchtskranker Manu ist. Es geht auch anders! Während in Deutschland jedes scharfe Wort gegen die heilige, unfehlbare Polizei und gegen den ebenso unantastbaren Militarismus verfolgt und bestraft wird, ist die Kritik dieser hehren Staatseinrichtungen in der Schweiz völlig frei. So erklärte vor einigen Wochen der Sekretär des ostschweizerischen land- wirthschaftlichen Genossenschaftsverbandes öffentlich in der Presse, daß bei der Konwolle des von demselben der Militärverwaltung gelieferten Schlachtviehes das meiste als ungeeignet zurückgewieten wurde und daß das Kommando, die Offiziere und die Militärmetzger mit den anwesenden Zivilmetzgern und Viehhändlern ein Komplott gebildet hätten, um den Verband abzu- schlachten und demselben ein Fiasko zu be- reiten. Es fiel der Militärverwaltung gar nicht ein, deswegen zum Kadi zu laufen und den entrüsteten Sekretär schwer' bestrafen zu lassen. Der Kommandant der Korps- VerpflegnngSanstalt, Major Zuber, veröffentlichte vielmehr in der Presse eine längere Darstellung des Falles, die sehr überzeugend wirkt und mit den Worten schließt:„Ich weise die Verdächtigungen des Verbandsaktuars vorläufig an dieser Stelle mit Verachtung zurück". In Deutschland würde nur ein halbes Jahr Gefängniß das Verbrechen am heiligen Militarismus zu sühnen vermocht aben. Die deutschen Machthaber haben eben wenig Respekt vor er persönlichen Freiheit, deren Hochachtung aber ein Gradmesser der Kultur ist.— Frankreich. faris, 19. Oktober. Dem„Matin" zufolge habe Minister- i d e n t B r i s s o n unter Hinweis auf seine geschwächte Gesundheit den Ministern die Absicht kundgegeben, sich von seinem Amte zurückzuziehen. In diesem Falle übernähme Bourgeois das Präsidium, doch werde Brisson noch vor der Kammer erscheinen und erst nach dem entscheidenden Votum, wie immer dasselbe laute, zurücktreten. Die Veränderungen in der Be- amtenschaft der Verwaltung rufen unter den gemäßigten Re- publikanern großen Unwillen hervor. Es heißt, zahlreiche Opportunisten, welche beabsichtigten, Brisson zu unterstützen, würden nunmehr gegen das Kabinet stimmen und hierdurch dessen Sturz herbeiführein Dagegen wird von anderer Seite aus Paris depeschirt: In eingeweihten politischen Kreisen versichert man. daß keine der Parteien Brisson bei der Kammer-Eröffnung zu Falle bringen werde. Man will ihn vielmehr die volle Verantwortung für seinen in der Dreyfus- Revisionsfrage vertretenen Standpunkt tragen lassen.— Paris, 13. Oktober. Trotz offizieller Dementis beharren einzelne Blätter dabei, daß im Hafen und Arsenal von Toulon s i e b e r- hafte Thätigkeit zu schleuniger Ausrüstung mehrerer Kriegsschiffe herrsche.— England. Glasgow, 18. Oktober. Der Herzog von Devonshire, der Lord- Präsident des Geheimen Rathes, hielt hier eine Rede, in welcher er ausführte, die Regierung werde dafür Sorge tragen, daß die britischen Rechte in China geachtet werden. Er könne nicht glauben, daß der britische Erfolg im Sudan zu einem Streit mit Frankreich wegen F a s ch o d a führen werde. Mit Befriedigung erkenne man, daß die Rechte, welche die brirische Regierung dort beanspruche, nicht durch Verhandlungen, und würden sie von der anderen Seite noch so ge- schickt geführt, nach und nach zerstückelt werden.— Spanien. Madrid, 16. Ottober.(„Int. Corr.") Die Kosten des Krieges für Spanien. Nach Mittheilungen des Minister- Präsidenten Sagasta sind während der letzten drei' Jahre nach Kuba, Portorieo und' den Philippinen 280(XX) Militärpersonen abgesandt worden, wovon nach Rückführung aller in diesen Kolonien befind- lichen Truppen im besten Falle 130 000 gesund nach Europa zurück� gebracht sein werden. Die Gesammtkosten der Aufstände und des Krieges sind vom Finanzministerium auf ISMilliardenRealen berechnet worden, ein Betrag, der etwa auf drei Nkilliarden Mark umzurechnen ist.— In resignirtem Tone fügte Sagasta die Bemerkung hinzu, daß in früheren Jahre» die Kriege billiger gewesen seien; denn Napoleon I. habe zur Durchführung seines großen Feldzuges gegen Rußland nur etwa zwei Drittel dieser Summe gebraucht.— Norwegen. Unsere Parteigenossen beginnen einzusehen, daß es auf die Dauer nicht möglich ist..die Interessen der Arbeiter nur durch die Linksliberalen vertreten zu'lassen. Bekanntlich hatte die Sozial- demokratie bei den letzten Wahlen von der Aufstellung von Äandi- baten abgesehen, um den Liberalen zur Durchsetzung des allgemeinen Wahlrechts die absolute Majorität zu verschaffen. So sah sich neulich der Norwegische Fachverband genöthigt, bei der Gemeindewahl eigene Kandidaten aufzustellen, weil er sich mit der politischen Partei der „Linken" über gewisse Punkte nicht einigen konnte.— Türkei. Konstantinopcl, 18. Oktober. Konsularberichten zufolge sind im Vilajet Wan Unruhen ausgebrochen. Die Zeitung „Malumat" meldet, die armenischen Banden seien in die Flucht ge- schlagen worden, der Kommandant der kurdischen Kavallerie sei in Ardjlsch im Vilajet Wan eingetroffen.— Aus Konstantinopel melden die„Dayli News", der deutschen Verwaltung der Eisenbahnlinie Haidar Pascha-Angora ist die Konzession zum Bau eines Handelshafens in Haidar Pascha bei Skutari ertheilt worden.— Kanea, 19. Oktober. Auf einem Transportschiffe hat sich heute ein türkisches Bataillon in Suda eingeschifft, dasselbe Schiff nimmt sodann noch 2 Bataillone in Kandia an Bord. Die 3 Bataillone gehören zu dem in Saloniki stehenden 3. Armeekorps.— Kanca» 13. Oktober. Ein französisches Jnfanterie-Bataillou mit zwei Geschützen ist hier eingetroffen. In Kandia sind sieben Türken hingerichtet worden.— Amerika. Aus New-Dork meldet die„Franks. Ztg.": General Brooke telegraphirte aus San Juan, daß Portorieo sich nunmehr vollständig im Besitz der Vereinigten Staaten befinde.— Neue Verwickelungen in Westindieu. Aus dem Haag wird der„Int. Korresp." gemeldet: Die neuesten Berichte aus den holländischen Besitzungen in Westindien lassen deutlich er- kennen, daß auch in diejem Theile Westindiens unter der eingeborenen Mischbevöllenmg eine starke separatistische Bewegung aufgetreten ist. Von woher dieselbe ihre Nahrung erhält, dürfte ans der' Thatsache zu entnehmen sein, daß der Gouverneur der holländische» Antillen unterm 10. Oktober eine Kundmachung erließ, ivonach die angeblichen Jourualisten-Vachten, welche von den New- Dorker Zeitungen nach Westindien entsandt wurden, beim Einlaufen in die holländischen Gewässer als P i r a t e n s ch i f f e anzusehen und zu behandeln sind. Eine Ausnahme ist nur gestattet, wenn sich diese Dampfer als Kauffahrteischiffe bezeichnen und beim Einlaufen in die. unter be- hördlicher Aufsicht stehenden Hafenplätze sich aller gesetzlichen Manipulationen unterziehen.— Bei der feststehenden Thatsache, daß diese Journalisten-Nachten während der Kämpfe auf Kuba wiederholt Flibustier-Expeditionen befördert haben, ist die Vorsicht des holländischen Gouverneurs wohl erklärlich.— Die Lage auf de» britischen Autillc» ist nach den Berichten aus holländischen Quellen ebensalls viel bedenklicher, als die eng- tischen Zeitungen zugeben. Der Gouverneur von Kingston saus Jamaika) hat bereits zu Anfang dieses Monats eine Truppe von 400 weißen Soldaten mit drei Mcrxiingeschützen �n das Innere der Insel entsandt, um dort die Wortführer der Separatisten im Zaume zu halten.— Eine am 8. Oktober in Barbados abgehaltene Ver- sammlung der separatistischen Partei beschloß, eine Abordmmg nach Ottawa abzusenden, um die kanadische Regierung zu veranlassen, den Anschluß der britischen Antillen an Kanada zu betreiben.— Diesen letzten Plan führt man ebenfalls auf Machenschaften seitens der Vereinigten Staaten zurück, wo man der Korr." zufolge glaubt, daß durch solche Forderungen das Verhältniß zwischen Kanada und England getrübt werden könne.— Kampf um das Koalitiousrecht! Der Schweiuburg leistet sich heute folgendes: „Wie die Oeynhausener Kaiserrede gemißbraucht wird, um mit der angeblichen Bedrohung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter Ver- hetzungspolitik zu treiben, so wird zu dem gleichen Zwecke vielfach mit der Behauptung operirt, daß die Industriellen Gegner des Koalitionsrechtes der Arbeiter seien und nichts sehnlicher als eine Beschränkung oder Beseitigung desselben wünschten. Diese Unter- stellung entbehrt aber jeglicher thatsächlichen Begründung.... Was die Industriellen auf diesem Gebiete erstreben, ist vielinehr nur zweierlei: Sie verlangen, daß dem Koalitionsrecht gegenüber das Vertragsrecht gewahrt bleibt, und daß demzufolge die strenge Junehaltuug vertraglicher Verpflichtungen, wie sie sich die Arbeitgeber auch bei wirthschaftlichen Kämpfen angelegen sein lassen, auch seitens der Arbeiter gesichert wird.... Die zweite Forderung ist der volle und wirksame Schutz der Arbeiter bei der Wahl, ob, wann und wo sie arbeiten wollen.... Weit davon entfernt, das Koalitionsrecht der Arbeiter zu be- drohen, sind die Forderungen der Arbeitgeber daher vielmehr geeignet, die volle Aufrechterhaltung der Koalitionsfreiheit gemäß § 152 der Gewerbe-Ordnung zu sichern." Der Schatz im Juliusthurm wird nicht ausreichen, wenn jeder, der das nicht glaubt, einen Thaler erhalten sollte I— Neber sozialdemokratische« Terrorismns erzählt die„Germania" wahre Schauergeschichten.„Die Herren Genossen, so heißt es dort, scheuen vor keinem Mittel zurück. Betritt ein„Geselle" einen Bau und erhält Arbeit, dann sind die„Genossen", noch bevor er recht„warm" geworden ist, bei der Hand und fragen den Neuling, ob er„reine Wäsche" hat, d. h. ob er eine sozial- demokratische Quittunaskarte nebst den zugehörigen Klebeiarten besitzt, überhaupt ob er den Anforderungen der„Genoffen" entspricht. Ist das nicht der Fall und ist der' Geselle nicht willig. so wird nichts unversucht gelassen, ihn aus dem Baue hinaus- zubringen. Nicht mir werden die Stiefel, Kleider zerschnitten, wird das Handwerkszeug versteckt, ja es kommt sogar vor, daß dem Störrischen, wenn er nicht ganz handfest ist, unter sechs Augen eine Lektion ertheilt wird, die ihn am eigenen Körper die Kollegialität der Genoffen ftihlen läßt. Wendet sich der Polier gegen ein solches Getriebe und die Genossen wissen, daß die Fertigstellung des Baues drängt, dann legen sie plötzlich die Arbeit nieder und sperren den Bau." Das was hier die„Germania" erzählt, will sie in dem hiesigen christlichen Gewerkverein„Arbeiterschutz" erfahren haben. Dieser Verein wurde bekanntlich vor etwa Jahresfrist von den hiesigen Zentrumsleuten gegründet, nicht der Arbeiter tvegen, die hier, und das gilt ganz beionders von den Bauarbeitern, gute Organisationen besitzen, sondern im Interesse der Zentrumspartel, die sich die Ar- beiter als Anhänger erhalten will. Es ist ihr dabei gleichgiltig� daß sie durch ihre Sondergründungen die Kraft der Arbeiterschaft lähmt. Ja, wie es nach dem oben gesagten den Anschein hat, sind in dem Verein„Arbeiterschutz" die„Arbeitswilligen"_ recht stark vertreten, so daß für diese merkwürdige Vereinigung der Skame„A r b e i t e r t r u tz" wohl eher angebracht wäre. Leute aber, die kein Solidaritätsgefühl besitzen, die sich von den Bestre- knmgen ihrer Kollegen auf Herbeiführung befferer Lohn- und Arbeits- bedingungen stets fern halten, haben natürlich alle Ursache, zu über- treiben, von Terrorismus zu reden, wo nur ruhige, sachliche, gesetz- mäßige Beeinfluffung versucht wurde. Ihre Angaben können daher auch keinen Anspruch erheben, von uns besonders gewürdigt zu werden. Zentrum und Koalitionsrecht. Wir registrirten kürzlich die Rede des Zentrums- Abgeordneten Bachem, in welcher sich derselbe scharf gegen jede Verschlechterung des Koalitionsrechts aussprach; auch in der Zentrumspresse sind gleiche Versprechungen gegeben worden. Wenn wir alle diese Aeußerungen mit einigem Zweifel aufnahmen, so waren wir dazu wohl berechtigt, denn es wäre nicht das erste Mal, daß das Zen- trum gegebene Versprechen nicht einlöst. Daß nicht volle Einigkeit in der Partei herrscht, zeigt die Thatsache, daß die„Augsburger Postzeitung", das Organ des bayerischen Kammerzentrums, einen offiziösen Waschzettel ohne jede Bemerkung abdruckt, worin es heißt: „Alle Ausstreuungen über die bevorstehende Bedrohung oder gar Aufhebung des Koalitionsrechts sind Schwindel. Dem Koalitionsrecht droht nicht die mindeste Gefahr, es wird voll auf- recht(I) erhalten bleiben. Was jedoch beabsichtigt wird, ist das Korrelat zum Koalitionsrecht, die Arbeitsfreiheit, mehr als bisher zu sichern." Auch die ärgsten Reaktionäre behaupten, nichts anderes zu wollen, als die„Arbeitsfreiheit" sichern zu wollen. Uebrigens erinnert die.Münchener Post", der wir obiges ent- nehmen, daran, daß das nämliche Blatt sich in einer Zuschrift— „höchstwahrscheinlich aus der Feder eines„hervorragenden" Land- tags-Abgeordneteu"— mit der Zuchthausstrafe für die„Anreizer" zum Streik einverstanden erklärt habe. Nun also I Die Erregung über unsere Zweifel war demnach nicht angebracht. Getvaltthätigkeiten streikender Arbeiter gegeit Leute, die deren Arbeitsplätze einnahmen, werden bekanntlich schon heute sehr hart bestraft und sollen in Zukunft grundsätzlich sogar mit Zuchthaus geahndet werden. Selbst auf die An- reizung zum Streik soll diese entehrende Strafe gesetzt werden, die dann allerdings im Urtheil des Volkes ihren entehrenden Charakter verlieren würde. Während heute aber nicht nur Gewalt- thätigkeiten, sondern schon die Androhung von solchen durch streikende Arbeiter mit schwerer Gefängnißstrafe geahndet wird, werden Unternehmer, die sich Gewaltthätigkeiten gegen Arbeiter zu schulden kommen lassen oder diese mit Gewaltthätigkeiten bedrohen, vielfach merkwürdig milde bestraft. Ein drastisches' Beispiel hierfür wird aus München gemeldet. Die„Münch. Post" rügte am 26. Mai 1896, daß auf einem Neubau des Baumeisters Brixle vier Klempner ohne Schutz- Vorrichtung auf dem Dache arbeiteten und daß derselbe Unternehmer bas Verlangen der Arbeiter nach Schuhvorrichtungen rund- abreicht worden fo gewissenhaft verfuhr das Personal! Arbeit selbständig nieberlegen, so haben sie auch die Folgen felbft aut veg abgelehnt habe. Darüber gerieth Brigle derart in Wuth, daß er der Buchhandlung. Zu bemerken ist, daß sämmtliche tragen und zwar in der Weise, daß die Gewährung einer intersofort auf das Dach stürmte und zu den Klempnergehilfen, welche er Geladene zu gleicher Zeit bestellt sind- Redaktion, Expedition stügung davon abhängig gemacht wird. Die Lohnkommission. in dem Berdacht hatte, die Notiz in der Münch. Post" veranlaßt zu und Buchhandlung also für die Zeit der Vernehmung geschlossen J. A.: W. Noack. haben, äußerte:„ Herrgottsakrament, Ihr hörts sofort das Arbeiten auf, werden müssen. Wer kommt für den hieraus entstehenden Schaden " " $ " Deutsches Reich. oder ich werfe Guch alle 4 hinunter." Drei Gehilfen auf? Gegen einen solchen Eingriff in unseren Gewerbebetrieb Ueber eine Lohubewegung der Raugirarbeiter am Bahnlegten die Arbeit auch sofort nieder und stiegen vom Dache ab, der erheben wir entschieden Protest. Wir werden die Militär- hof Buckau berichtet die Magdeburger Boltsstimme" folgendes: vierte, der Klempner Konr. Ezinger, bedeutete aber dem Heiß- behörde für den hieraus entstehenden Schaden haftbar Eine von den Rangirern der Station Buckau gewählte Kommission sporn, daß er die Arbeit mir dann verlasse, wenn dies von machen. Wie streng die Militärbehörde gegen Soldaten vorgeht, verhandelte am Sonnabend Nachmittag mit dem Bau- und Betriebsseinem Meister gewünscht werde. Da Etzinger weiter arbeitete die die Buchhandlung der Volksstimme" betreten oder die Auslagen inspettor. Sie forderten: Einen Lohnaufschlag von 30 Pf. pro Tag, und der Aufforderung des Briyle nicht nachkam, gab der Bau- in den Schaufenstern besehen, geht daraus hervor, daß ein Soldat, Erhöhung des Anfangslohues von 2,20 auf 2,50 M., Festsetzung eines meister mehreren Steinträgern den Befehl den Kerl da welcher sich das letztere Bergehen zu schulden kommen ließ, drei Tagelohnes von 3,60 M., der innerhalb 10 Jahren erreicht wird dadurch, droben übers Dach hinunter zu werfen". Stein Tage Mittelarrest erhalten hat. Nach seiner Entlassung aus der Armee daß jährlich 10 Pf. zugelegt werden. Der Bau- und Betriebsinspektor beträger Müller kam diesem Auftrage nach; er begab ist der dieserhalb bestrafte Soldat ein guter Kunde der Buch- willigte für alle diejenigen, welche weniger als 3 M. verdienen, eine Zusich auf das Dach, packte den fich heftig wehrenden handlung und Abonnent der„ Volksstimme" geworden." lage von 10 Pf. und versprach, den Klagen über das AufenthaltsEginger, um ihn hinab zu werfen. Der Unmensch Die Zeiger Kriegervereine haben gegen den Reichs- lokal und die Wascheinrichtungen abzuhelfen. Mit diesen Zuhatte den Klempnergehilfen bereits bis zur Dachrinne gedrängt, als tags- Abgeordneten ihres Wahlkreises, unsern Parteigenossen Thiele geständnissen waren jedoch die Rangirer nicht zufrieden. Die festerer einen Hammer aufhob und damit seinen Angreifer bedrohte. in alle, wegen angeblicher Beleidigung Strafantrag gestellt. Die Nachtschicht stellte daher die Arbeit ein, so daß Sonnabend Eginger wäre sicher von dem damals beregneten schlüpfrigen Dache Beleidigung soll in einer Wahlrede begangen worden sein. Abend der Betrieb vollständig still lag. Um 9 Uhr erschien abgestürzt, wenn er nicht mit Gummischuhen versehen gewesen wäre.- Das Landgericht in Rudolstadt hat am 28. Juni den der Eisenbahn Direktor Madensen und forderte die sofortige Auf eine Anzeige des bedrohten Ezinger lehnte der damalige Stadtv. Paul Seige in Pößned wegen Beleidigung und Ver- Aufnahme der Arbeit, wobei er das Versprechen gab, Staatsanwalt Guggenheimer es ab, das Haupt- leumdung zu sieben Monaten und den Redakteur Heinrich Beder daß am Sonntag nochmals mit der Kommission verhandelt verfahren gegen den Baumeister Briyle zu eröffnen. Erst in Saalfeld wegen Beleidigung zu zwei Monaten Gefängniß werden sollte. Diese Verhandlung fand allerdings statt, führte aber als die" Münchener Post" sich energisch des bedrohten verurtheilt. Seige hatte an Becker eine Lokalkorrespondenz gesandt, zu keinem Resultat; es soll nun noch einmal der Versuch gemacht Eyinger angenommen und dieser gegen den abweisenden Bescheid worin von der städtischen Wasserversorgung die Rede war und dem werden, eine Verständigung zu erzielen, und dann, wenn dieser Verdes Staatsanwalts Beschwerde bei der Ober- Staatsanwaltschaft ein- Magistrat, sowie dem Kommerzienrath Berger ehrenrührige Vor- such fehlschlägt, am Dienstag Abend die Arbeit eingestellt werden. gereicht hatte, wurde das Verfahren gegen den Baumeister Brigle würfe gemacht wurden. Beder schrieb an Seige, der Artikel könne, Am Montag wurde dann sämmtlichen Angestellten am Bahnhof eröffnet und er wegen Anstiftung zu einem Vergehen wider die so wie er sei, nicht abgedruckt werden, da er strafbare Beleidigungen Budau folgende Verfügung der königl. Eisenbahn- Betriebsdirektion persönliche Freiheit vom Landgericht München I zu einem Monat enthalte. Seige antwortete darauf, Becker möge erst die Beleidigungen zur Unterschrift vorgelegt: Gefängniß verurtheilt. Gegen dieses Urtheil legte Brigle ausmerzen, ehe er den Artikel veröffentliche. Dann verging eine längere Sevision ein, welche aber vom Reichsgericht als unbegründet Beit und plöglich erschien der Artikel in der ursprünglichen Fassung abgewiesen wurde. Gegen den Steinträger Müller wurde im Saalfelder Volksblatt". Seige war sehr erschrocken, als er die Verhandlung erst jetzt geführt. Wie die Müncher Post" hiervon Kenntniß erhielt; er erließ dann mit bezug hierauf eine mittheilt, wurde der rohe Bursche gleich seinem Herrn und Meister Erklärung in der Pößnecker Zeitung", worin er sagte, daß der zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. In der Urtheils Inhalt jener Veröffentlichung bis auf einige ungenauigkeiten begründung wurde angeführt, das Gericht nehme an, daß es der der Wahrheit entspreche. Die nun von Seige eingelegte Angeklagte mit seiner Drohung nicht ernstlich meinte, obwohl seine Revision wurde vom Reichsantvalt für begründet erklärt. That nahezu an einen odtschlagsversuch grenze. Das Er wies darauf hin, daß Becker, als er den Artikel zum Abdruck Gericht glaubte die Strafe deshalb nicht höher bemessen zu müssen, brachte, sich in dem Glauben befand, er habe eine neue Einweil auch der Anstifter Brigle nur zu einem Monat Gefängniß sendung Seige's vor sich, und daß er mit Rüdficht hierauf an berurtheilt wurde. die Wahrheit des Juhaltes geglaubt habe, weil er Seige für gut informirt hielt. Danach aber erscheine die Annahme der es nach den Feststellungen zweifelhaft erscheine, ob. Seige die VerGemeinschaftlichkeit sehr bedenklich. Es komme noch hinzu, daß öffentlichung der Beleidigungen gewollt habe. Das Reichsgericht zwar nicht nur bezüglich Seige's, sondern auch bezüglich Becker's, hob, gemäß dem Antrage des Reichsamvalts, das Urtheil auf, und und verwies die Sache im vollen Umfange an das Landgericht in Rudolstadt zurück. Das Landgericht München verurtheilte also einen Unternehmer und feinen Beauftragten tros threr an Todtschlagversuch grenzenden Handlung nur zu der geringen Strafe von 1 Monat Gefängniß, nach der Oeynhauser Rede soll aber schon die Anreizung zum Streit mit Zuchthaus bestraft Gegen die Zuchthausvorlage iverden! erhoben Protest Boltsversammlungen in Eberstadt in Hessen, Pforzheim in Baden, Geislingen in Württemberg, a Ile" und der Bergmann Wolmerstedt aus Gröben bei Hameln in Hannover. Preußische Landtagswahlen. Im Landtags- Wahlbezirke Stormarn Der Redakteur Weißmann vom Voltsblatt für Teuchern waren der Beleidigung des Vorstandes der Kranken- und Begräbnißkasse des Hirsch- Dunder'schen Gewerkvereins in Burg angetlagt. Weißmann hatte eine Einsendung Wolmerstedt's veröffentlicht, worin dem Vorstand jener Kaffe vorgeworfen war, er habe dem Bruder Wolmerstedt's das Krankengeld zu unrecht gekürzt. In der haben die Liberalen den Rechtsanwalt Thomsen aus Wandsbeck Verhandlung vor dem Landgericht in Halle wurde der Beweis für als Kandidaten aufgestellt. Dieser Mann war früher Bürgermeister diese Behauptung geliefert und der Staatsanwalt folgerte daraus in Elmshorn und hat als solcher der Regierung den Erlaß eines mit Nothwendigkeit die Freisprechung beider An neuen Ausnahmegefeges gegen die Sozialdemo- geklagten, die er auch beantragte. Der Gerichtshof fam aber zu einer tratie vorgeschlagen; überhaupt hat er sich damals durch eifrige Verurtheilung, da der Artikel„ hämisch" abgefaßt und geeignet sei, Bekämpfung unserer Partei hervorgethan. Mit diesem Kandidat en den Hauptvorstand bloßzustellen. Wolmerstedt wurde zu 10 W. Geldhoffen die Liberalen den Kreis Stormaru von den Konservativen strafe eventuell 2 Tagen und Weißmann zu 5 Tagen Gefängniß verzurückerobern zu können! Unsere Parteigenofien in Wandsbeck haben urtheilt. selbstverständlich strikte Stimmenthaltung beschlossen. Als Landtagskandidaten für den Wahlkreis Barmen- Elberfeld Boziales. Ueber die Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Vorlage wurden am Montag in Barmen und am Dienstag in Elberfeld in werden noch einige Mittheilungen durch die Regierungspresse veröffentlichen Versammlungen die Parteigenossen Moltenbuhr breitet. mid Gewehr aufgestellt. Infolge des Zurücktretens des Freisinns wurde ferner beschlossen, bei den Wahlmänner- Stichwahlen sich der Abstimmung zu enthalten, da ein vom Haus- und Grundbefizerberein aufgestellter Freisinnsmann Eickworth sich ausdrücklich als Kandidat der Haus- und Grundbefizer um den Siz bewirbt. In Hannover beschloß eine Parteiverfammlung, daß in den Urwahlbezirken, wo eigene Wahlmänner voraussichtlich nicht durchgebracht werden können, von vornherein für die bürgerlich- oppofitionellen Kandidaten gestimmt werden darf. In Werder stellte am Sonntag eine sozialdemokratische Wählerversammlung für sämmtliche Urwahlbezirke dieses Städtchens sowie für die Orte Glindow und Bliesendorf eigene Wahlmänner für die dritte Klasse auf. Die Versammlung gab der Erwartung Ausdruck, daß auch in Beziehung auf die Abgeordnetenwahl wenigstens ein sozialdemokratischer Kandidat aufgestellt werde. Weiter wurden alle wahlberechtigten Arbeiter des Landtags- Wahlbezirkes BrandenburgWo eigene Wahlmänner nicht aufgestellt werden kömien, soll sofort Westhavelland- Bauch- Belzig aufgefordert, an der Wahl theilzunehmen. Wo eigene Wahlmänner nicht aufgestellt werden können, soll sofort für die Freisinnigen gestimmt werden. Partei- Machrichten. " Der Landesvorstand der badischen Sozialdemokratie macht bekannt, daß die bevorstehende Landesversammlung Sonntag, den 11. Dezember, in Offenburg( nicht, wie früher bestimmt war, in Durlach) abgehalten wird. Einer der wichtigsten Gegenstände, die die nächste Landesversammlung beschäftigen werden, ist die Verlegung des Volksfreunds" von Offenburg nach Karlsruhe und seine Umwandlung in ein sechsmal wöchentlich erscheinendes Blatt. Da hieran namentlich die oberbadischen Parteigenossen sehr interessirt sind, für die die Reise nach Durlach wegen Der weiten Entfernung mit großen Kosten verbunden wäre, so ist das für fie günstiger gelegene Offenburg zum Ort der Landesversammlung gewählt worden. Als das Muster eines Partei: Ortes darf man wohl den holsteinschen Ort Lägerdorf bezeichnen. Nach dem Fall des Sozialistengesetzes blühte dort die politische und gewerkschaftliche Bewegung auf und die unzähligen Hindernisse, die man ihr behördlicher und privaterseits bereitet, vermögen dem Wachsthum des Sozialismus nicht Einhalt zu thun. Im Gemeinderathe hat die Arbeiterschaft nach und nach alle vier Size der dritten Klasse erobert und bei der letzten Reichstagswahl wurden von 911 Stimmen nicht weniger als 823 für den Kandidaten der Sozialdemokratie abgegeben. Vorstand der königl. Eisenbahn- Betriebsinspektion I. Magdeburg, 16. X. 98. An sämmtliche Stationen und Bahumeistereien des Inspektionsbezirks. An der am 15. dieses Monats auf Station MagdeburgBuckau versuchten Arbeitseinstellung haben sich auch Bedienstete betheiligt, welche den Diensteid geschworen. Eine derartige Handlungsweise giebt mir Veranlassung, alle vereideten Arbeiter mit Einschluß der Hilfsunterbeamten( Hilfsweichensteller, Hilfs= wärter u. s. w.) darauf aufmerksam zu machen, daß die Erinnerung an den geleisteten Diensteid jeden rechtschaffenen Mann bewegen soll, die übernommenen Verbindlichkeiten zur Arbeitsleistung im Staatseisenbahndienste treu und gewissenhaft zu erfüllen und daß vereidete Bedienstete, welche sich an einer Streitbewegung jemals wieder betheiligen sollten, als eidbrüchig angesehen und sofort thres Dienstes entlassen werden und keine Aussicht haben, an irgend einer Stelle im Staatseisenbahndienste wieder beschäftigt zu werden. Sie wollen die Kenntniß dieser Verfügung von den be treffenden Bediensteten durch ihre Unterschrift bestätigen lassen und die Verfügung binnen acht Tagen nach hier zurückweisen. Zacharia. Die Drohung mit der Hungerpeitsche ist das alte Rezept, das in Staatsbetrieben angewandt wird, wenn die Arbeiter nach langem Warten an die Erfüllung ihrer Wünsche nicht mehr glauben, im zum äußersten Mittel, dem Streit, ihre Zuflucht nehmen. Der Ufas wäre unnöthig gewesen, wenn den sehr berechtigten und zweifellos auch sehr bescheidenen Ansprüchen der Angestellten entgegengekommen wäre. J Ueber die Agitation unter den Steinarbeitern wird ins aus dem Steigerwald berichtet: Die Steinarbeiter von Zeil und Umgegend rühren sich und scheint die Steinarbeiter- Organisation hier ficher Fuß zu faffen. Wiederholt wurde der Versuch von Nürnberg aus unternommen, eine Versammlung abzuhalten, aber schon breimal ist es unseren Widersachern gelungen, die Versammlungen durch Polizeimaßregeln und Saalabtreiberei unmöglich zu machen. Stilen aus Hof, welcher kürzlich in einer Versammlung das Referat übernehmen sollte, hatte die Rechnung ohne den Wirth gemacht, denn letzterer hat auf Betreiben von gewiffer Seite das Lokal im lepten Moment verweigert. Trotzdem haben wir begründete Hoffnung, daß die Organisation der Steinarbeiter auch in dieser noch sehr finsteren Gegend Eingang finden wird. In Fürth haben die Handspiegel- Schreiner bei der Firma Winkler u. Küht die Arbeit niedergelegt. Sie stellen dieselben Forderungen, wie sie fürzlich den Spiegelrahmen- Arbeitern bewilligt wurden 57- stündige Arbeitszeit bei 1/ 2- stündiger Mittagspause. Zur Kennzeichnung der ungleichen Belastung industrieller und agrarischer Bezirke wird hervorgehoben: Die Belegschaft der Zeche Tremonia in Dortmund hafte Eine Reihe von Versicherungsanstalten würde bei der jetzigen am Sonntag eine Versammlung abgehalten, die in erregter Weise Vertheilung der Lasten unbedingt zu einer Erhöhung der gegen die Preiserhöhung der den Bergleuten bisher gelieferten HausBeiträge übergehen müssen, während in den industriellen braunkohle protestirte. Die Direktion verlangt nämlich für den Bezirken deren herabseßung erfolgen könnte; die Ver- Kasten, der bisher drei Mark kostete, vier Mart. Die Arbeiter werden ficherungsbeiträge würden hiernach innerhalb Deutschlands von bei der Direktion um Zurücknahme des Preisausschlages vorstellig der am 1. Januar 1901 beginnenden Beitragsperiode ab zwischen werden und sollte ihr Wunsch abgelehnt werden, dürfte es wahrdem 23/4 fachen Betrage der jetzigen Säße und einem Betrage scheinlich zum Ausstand kommen. schwanken, welcher sich etwa nur auf 10 pCt. der jetzigen Säße belaufen würde; mit anderen Worten: bei unveränderter Gesezeslage hätte infolge( mur deshalb? D. Ned.) der verschiedenartigen Ent wickelung, welche die Altersgruppirung der versicherungspflichtigen Bevölkerung in den Anstaltsbezirken genommen hat, vom Jahre 1901 ab der durchschnittliche Wochenbeitrag für einen Versicherten zu beAus Nürnberg wird uns gemeldet: Der Streit der Motor tragen in dem ungünstigst gestellten Bezirke etwa 38½ Pf., in wagenführer der elektrischen Straßenbahn hat eine unerwartete dem günstigst gestellten etwa 23/4 Pf. Die Bötticher' sche Vorlage ging seinerzeit dahin, die gesammte Wendung genommen. Am Dienstag Abend ließ sich die Direktion zit gemeinsam tragen zu lassen, und zwar durch Vertheilung im Ber- nahme von 10 Mann, denen vorige Woche gekündigt wurde. GleichRentenlast, ohne weitere Unterscheidung von allen Trägern 3 Unterhandlungen mit dem Vertreter der Transportarbeiter- Or der Versicherung zur Hälfte, beziehentlich zu drei Vierteln ganiſation, den sie früher zurückwies, und der Kommission ein. Sie erklärte sich bereit, die Ausständigen wieder einzustellen, mit Aushältniß des Vermögens der einzelnen Anstalten. Demgegenüber will zwar auch der neue Entwurf das Vermögen sämmtlicher Anzeitig wurde eine Lohnaufbefferung gewährt, sodaß die Sache mit stalten zur gemeinsamen Tragung der Reichs- Versicherungslast in einem Erfolg der Führer endet. Der Lohn wurde von 2,50 M. auf 3 M. pro Tag erhöht und soll, von Jahr zu Jahr um 10 Pf. geAnspruch nehmen. Aber zu dieser Ausgleichung soll nicht mehr das ganze Vermögen, sondern nur ein entsprechender Their steigert, die Höchstgrenze von 3,70 M. erreichen. des Vermögens eines jeden Trägers der Versicherungspflicht heran- Die Mannheimer Schuhmacher haben einen Lohntarif aufgezogen werden, während der Nest jeder Anstalt zur freien Ver- gestellt, der den Meistern zur Beantwortung eingeschickt werden soll. fügung verbleibt: Von der Stellung der Meister wird es abhängen, ob am 29. Oktober Die Gesammtbelastung aller Anstalten wird hiernach in eine zu weiteren Maßregeln seitens der Arbeiter gegriffen wird. Gemein last und in eine Sonder last getheilt; für erstere Ausland. haftet ein als Gemein vermögen auszusondernder Theil des In der Steyrer Waffenfabrik: Gesellschaft sind, wie aus Vermögens der einzelnen Anstalten, für letztere dagegen der Rest Wien gemeldet wird, 1000 Arbeiter der genannten Gesellschaft in des Vermögens jeder Anstalt als Sondervermögen. In demjenigen den Ausstand getreten. Verhältniß, in welchem die Gemeinlast zur Gesammtlast steht, werden Eine Vereinbarung zwischen dem Arbeiterbund ,, Dynamo" das Vermögen jedes Versicherungsträgers und die dem letzteren zu und der Direktion der elettrotechnischen Fabrit fließenden Beiträge in ein Gemeinvermögen und ein Sondervermögen von Brown, Boperiu. Ko. in Baden bei Zürich wurde getheilt. Der Gemein last und dem zu deren Deckung bestimmten unter Vermittelung des Gewerkschaftsbundes abgeschlossen, wonach Gemeinvermögen werden die Grundbeträge der Invaliden- für die Affordarbeit der Tagelohn garantirt, der Atfordpreis vor renten und die diesen Grundbeträgen fortab gleichkommenden Beginn des Affordes in das Affordbüchlein des Arbeiters einAltersrenten zugewiesen, weil diese von den Einzelbeiträgen un- geschrieben wird, dem Arbeiterbund nichts in den Weg gelegt und die abhängig find, die Verschiedenheiten also vorzugsweise hervor organisirten wie die unorganisirten Arbeiter gleich behandelt werden gerufen haben. Die übrigen Lasten( Steigerungsbeträge sollen und die Direktion die Bereitwilligkeit ausdrückt, auch in ZuBer Invalidenrenten, Beitragserstattungen, Verwaltungstoften), funft mit dem Arbeiterbund zu verkehren und zu unterhandeln. welche theils von der Zahl und Höhe der Beiträge abhängen, theils arbiträrer Natur find, entfallen auf das Sonder- demokraten im Großen Nathe die Einführung der AchtFür die städtischen Gasarbeiter in Basel hatten die Sozialvermögen. Das Verhältniß, in welchem die Gesammt Ia stundenschicht beantragt. Der Antrag wurde aber von den Für die Unterstühung der Italiener in der Schweiz hat, last zur Sonderlaft und demgemäß der für das Gemein mehr oder weniger frommen Herren der Muckerstadt Basel abvermögen zu verwaltende Theil des Vermögens jeder Anstalt zu gelehnt, weil man ja sonst die Lage der Gasarbeiter verbeffern aus Anlaß der Mailänder Unruhen die schweizerische Arbeiterschaft deren Sondervermögen steht, ist rechnungsmäßig auf 6 zu 4, d. h. fömne und die Achtstundenschicht doch erhebliche Mehransgaben die beträchtliche Summe von 6051,96 Fr. aufgebracht. auf 3/5 zu 2/5 ermittelt. Durch die zwei Fünftel, mit denen jede Anstalt ihre Sonderlaft verursachen würde. Die Gasanstalt wirft alljährlich ca. 350 000 Fr. Durch die zwei Fünftel, mit denen jede Anstalt ihre Sonderlaft Ueberschuß ab.) Ein bornirter Vertreter des knotigen Handwerks- Die Magdeburger Boltsstim me" schreibt in ihrer zu befriedigen hat, foll fie an sparsamer Verwaltung hinreichend und Gewerbevereins erfrechte sich, die Antragsteller Heyer" zu Mittwochs- Nummer: Auf Requisition des Militärgerichts intereffirt fein. Nach der eben angeführten Darstellung, was alles, der 7. Division haben die Genossen Harbaum, Fabian, als„ Gemeinlaft" angesehen werden soll, halten wir jene Annahme nennen. Der Geldsack führt auch in Basel das Szepter. Pistorius, Vahle, Voß und Müller( sämmtlich in der für eine Illusion.Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Sechs Parteiversammlungen Expedition resp. Redaktion der Vollsstimme" beschäftigt) Borladung erhalten, sich am Donnerstag im Militärgerichtslokal einzufinden. Vermuthlich ist gegen einen Soldaten Anklage erhoben wegen Be befchäftigten sich gestern Abend mit den alljährlich stattfindenden tretens der Buchhandlung( was den Soldaten verboten ist) und Neuwahlen für die Vertrauensämter sowie mit der Bericht die Genannten sollen hierüber Zeugniß ablegen. Wir geben von Achtung, Tapezirer. Der Ausstand der Tapezirer bei der erstattung der Delegirten vom Parteitag. Für heute können iyir vornherein zu, daß sich ab und zu ein Soldat in die Buchhandlung Firma Flatow u. Priemer ist zu gunsten der Arbeiter beendet. Die über den Verlauf der Versammlungen nur in furzer Skizze das verirrt. Aber nicht einem einzigen Soldaten find Artifel verkauft worden, gestellten Forderungen wurden bewilligt. Die Agitationstommission. nothwendigste registriren; einen ausführlichen Bericht bringt die um den Verirrten teinerlei Unannehmlichkeiten zu bereiten, Achtung, Bauarbeiter. Da es vielfach vorkommt, daß die Freitagsnummer. da vor der Buchhandlung sich allerlei lichtscheue Gestalten Kollegen um Unterstüßung anfragen, ohne der Kommission zu melden, Die Parteigenossen des ersten Wahlkreises, die in den in schäbigem Anzug herumtreiben, die für acht Groschen ob sie in Mitleidenschaft gezogen sind, oder ob es sich um Lohn Arminhallen" versammelt waren, wählten zum Vertrauensdas Vaterland und unsere Buchhandlung verrathen, haben die forderungen handelt, so verweisen wir nochmals auf unsere Berr mann den Genossen Chr. Bohne und zu dessen Stellvertreter den Soldaten die Buchhandlung auf einem anderen Wege wieder verhaltungsmaßregeln. Diese befagen, daß alle Differenzen unverzüge Genossen G. Seiler. In die Preßkommission wurden Täterow laffen müssen. Nicht einmal Schreibpapier ist den Soldaten ver- lich der Kommission zu melden find. Sollten mun die Kollegen die und Woldt wiedergewählt. Zu Mitgliedern der Lokalkommission Sommer. wurden O. Schensch und Diester bestimmt. Mit dem Amte frungen worden ist nach dreißigjährigen, auf beiden Seiten mit eingetragen sind und ihre Karten vollständig in Ordnung haben, find Ser Revisoren betraute die Versammlung Fischer, Mig und größter Erbitterung geführten Kämpfen. Damals waren die eng- in dem Zeitraume vom 28. Februar bis 2. Juli insgesammt 5099 lischen Lirbeiter, die uns jetzt als friedliche gerühmt werden- fie arbeitsloje Wochen zu verzeichnen. Diese 5099 Wochen ArbeitslofigDer zweite Wahlkreis war in der Bockbrauerei ver- haben ja keinen Grund, nicht friedlich zu sein nichts weniger als feit ergeben für die 3087 Maurer einen Lohnausfall, die Woche mit fammelt und wählte zum Vertrauensmann den Genossen Werner friedlich. Wenn wir auch jetzt in Deutschland das Koalitionsrecht 30 M. berechnet, von 152 970 M. Die Arbeitslosigkeit war mit und zum Stellvertreter den Genossen Glashagen wieder; in die haben, so ist doch dasselbe durch so viele Ausnahmebestimmungen 546 Wochen am höchsten in der Zeit vom 28. Februar bis 5. März Breßkommission wurden Ewald und Schrader, in die Lokal- beeinträchtigt, daß von einem freien Koalitionsrecht keine Rede sein und ist von da an beständig geringer geworden, sodaß vom 23. tommission Faller und May Behrend delegirt. fann. In feinem Kulturlande sind die Arbeiter in der Ausübung bis 28. Mai nur noch 149 arbeitslose Wochen zu verzeichnen Die bei Brochnow in der Sebastianstraße abgehaltene Ver- des Koalitionsrechts mehr behindert, wie in Deutſchland. Das an- waren. Nur in der nächsten Woche, vom 30. Mai bis 4. Juni, sammlung des dritten Wahlkreises, welche sehr stark besucht war, bedroht, bedeutet eine vollständige Vernichtung des Koalitionsrechts. da ab jedoch wieder beständig zurückgegangen und zwar auf sammlung des dritten Wahlkreises, welche sehr start besucht war, gekündigte Gefeß, welches die Anreizung zum Streit mit Zuchthaus ist die Arbeitslosigkeit wieder auf 208 Wochen gestiegen, von wählte nach längerer Debatte den bisherigen Vertrauensmanu Friz mit 192 Stimmen gegen 78 Stimmen, welche auf Mahle fielen, Gefeßes uns glauben machen Es handelt sich nicht etwa, wie die Befürworter dieses 61 arbeitslose Wochen in der Zeit vom 27. Juni bis 2. Juli. Diesem wollen, nur um wieder. eine Be Situationsbericht folgte eine furze Diskussion, worauf folgende strafung des Mißbrauchs der Koalitionsfreiheit, denn in Resolution zur Annahme gelangte: Die Versammlung beschließt: Im vierten Wahlkreise, der sich bei Stechert, Andreas- den Augen des Herrn v. Stumm und seiner Gesinnungsgenossen 1. Bei eventuellen Lohnabzügen oder Verlängerung der neunſtüns straße, versammelt hatte, wurden gewählt: Zu Vertrauensleuten für ist jeder Gebrauch des Koalitionsrechts ein Mißbrauch desselben. digen Arbeitszeit haben die Kollegen sofort geschlossen die Arbeit Südost: Voigt und Böhm, für den Osten: Thilte und eines aller bestehenden Rechte ist den Kapitalisten verhaßter, wie niederzulegen, jedoch dieses der Lohnkommission sofort zu melden. Wengels. In die Lokalkomission: Blume, Faber( Often), das Koalitionsrecht. Die aus Anlaß des Genfer Attentats ins Wert 2. Bausperren dürfen wegen kleinerer Differenzen nicht stattfinden Mahlke, Karl Scholz, Wingens( Südost). In gesetzte Anarchistenhazz richtet sich in Wirklichkeit gegen die klassen- und zwar aus dem Grunde, um nicht denjenigen Platz zu machen, die Zeitungs- Speditions Kommission: Frante, Leschte, bewußte Arbeiterbewegung. Die Anarchistenfurcht wird nur dazu welche( Beweis dafür die legten Sperren) jedes Solidaritätsgefühl Enders( Osten). Geschel, Siegfeld, Salzmann, Erbe, benugt, die Vernichtung des Koalitionsrechtes durchzudrücken. Gegen verloren haben. 3. Der Beitrag zum Streitfonds beträgt von dieſer Kroschke( Südost). Zu Revisoren: Jensch, Gutschke, diesen Vorstoß der Kapitalistenklasse gilt es Front zu machen. Da Woche ab 25 Pf.- Das Bureau ist vom 1. November an von Baberski( Süd Often). 3abel, Borchert, Vogel. heißt es vor allen Dingen die Organisation stärken. Da nur morgens 8 Uhr bis abends 7 Uhr geöffnet. Ein Antrag auf UnterWahl der Preßkommissious Mitglieder wurde bis nach der Debatte eine einheitliche Organisation mit Erfolg für die Interſtüßung einer Anzahl Kollegen wurde, weil das Vorgehen der Beüber den Bericht vom Parteitag vertagt. essen ihrer Berufsgenossen wirken wirfen kann, so sollten die treffenden nicht als eine Arbeitseinstellung im Sinne des Regulativs Die Versammlung des fünften Wahlkreises im Schweizer Bäcker Berlins einen Weg finden, auf dem eine Ver- betrachtet werden konnte und weil es sich nur um einen halben Garten war von etwa 130 Personen besucht. Nach dem Bericht einigung beider hier bestehenden Organisationen möglich ist, um Tag handelte, abgelehnt. Im Anschluß hieran wurde angeregt, des bisherigen Vertrauensmannes Richter und der Ertheilung der so mit Erfolg den Kampf zu führen gegen jede Beschränkung des in der nächsten Versammlung die Taktik zu diskutiren, die die in Decharge wurden zu Vertrauensmännern für das kommende Jahr Koalitionsrechtes. Ohne Diskussion wurde eine Resolution folgenden betracht kommenden Maurer bei Arbeitseinstellungen der Baugewählt die Genossen Wehls und Lange, zu Mitgliedern der Inhalts angenommen: Die Versammlung protestirt gegen Sie ge- arbeiter zu befolgen haben, da hierüber noch nicht genügend Klar Preßkommission die Genossen Roth und Friedländer, zu plante Beschränkung des Koalitionsrechtes, welche einer vollständigen heit vorhanden ist. Hierauf referirte der Stadtverordnete Fr. Wilte Mitgliedern der Lokalkommission die Genossen Busse und Späth. Vernichtung desselben gleichkommt. Die Arbeiter verlangen als über:" Sind unter den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen die Die Genossen des sechsten Wahlkreises hatten sich im Sol- gleichberechtigte Staatsbürger dieselben Rechte, welche den Unter- Gewerkschaftsorganisationen nothwendig und nützlich?" Eine Diskussion berger Salon so zahlreich als es der Raum erlaubte, ver- nehmern gewährt sind. Schneider und Hetschel erstatteten über den eingehenden und recht beifällig aufgenommenen Vortrag wurde sammelt. Den Vorsiz führte Genosse Freithaler. Nachdem die hierauf Bericht als Delegirte zur Gewerkschafts- Kommission. Sie nicht beliebt und hierauf eine dem Referat entsprechende Resolution bisherigen Vertrauensleute ihren Kassenbericht erstattet hatten und wurden beide aufs neue mit diesem Amt betraut. angenommen. Nachdem Metzke die Ursachen der Arbeitseinstellung Wehl vom Gerichts- Beifung. Die " ihnen Decharge ertheilt worden war, wurde die Wahl der Bertrauens- In einer Versammlung von Krankenkassen Vorständen, der Maurer in Rüdersdorf, die wegen fortgesetzter Lohnreduzirungen Leute vorgenommen. Es wurden gewählt: Hannickel( Schönhauser die am Dienstag in den Arminhallen tagte, referirte Dr. Friede erfolgt ist, geschildert hatte, beschloß die Versammlung, den AusVorstadt), Raschte( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen), Eugenberg über die Thätigkeit, welche die Zentralkommission der Kranken- ständigen 500 M. zur Unterſtützung aus den Streiffonds zu überErnst( Wedding) und Gröschte( Moabit); zu Revisoren der Ver- lassen Berlins hinsichtlich der Schwindfuchtsbekämpfung entfaltet hat. weisen. Weitere Unterſtügung wurde in Aussicht gestellt. In betrauensleute wurden gewählt Brose, Freithaler und Schu- Die Kommission hat den kürzlich abgehaltenen Kongreß der deutschen tracht kommen zur Zeit noch ca. 50 Streikende, da eine Anzahl abmann. Es folgte die Wahl der Preß- und Lokalkommiffion. In Orts- Strankentassen, sowie den Kongreß der Naturforscher gereist ist, und kann die Situation im allgemeinen als eine günstige die Preßkommission wurden die bisherigen Mitglieder Leid und Aerzte durch Delegirte beschickt und bezeichnet werden. Bekannt gegeben wurde noch, daß am Sonntag an beiden Stellen und Dornbusch, in die Lokaltommission Springborn, die vollste Anerkennung ihrer Bestrebungen gefunden. die Generalversammlung des Vereins in der Tonhalle" stattfindet. Die Bersch, Freithaler und Karl Fischer gewählt. Hierauf Sommission hält besonders eine Aenderung des§ 12 des Friedrichsberg. Eine nur schwach besuchte Parteiversammlung erstattete Leid Bericht über den Parteitag. An den Bericht schloß Invaliditätsgefeges für nothwendig, dahingehend, daß die Ueber- tagte am 13. b. M. im Höflich'schen Saale, Frankfurter Allee. Aus sich eine lebhafte Diskussion. nahme des Heilverfahrens durch die Invaliditäts- Anstalten obli- dem Bericht des bisherigen Vertrauensmannes Laws ist zu ent gatorisch gemacht werde in Fällen, wo die Heilung eines Schwind- nehmen, daß bei der Maifeier in diesem Jahre 37,30 M., beim füchtigen zu erwarten ist. Bei einer Vorstellung beim Direktor Frühkonzert zu Pfingsten 59,15 M., bei der Lassalle- Feier 66,90 M. Die letzte Maifeier der Berliner Arbeiterschaft hat ein ge- ödtke im Reichsamt des Innern ist der Kommission die Ueberschuß zu verzeichnen sind. Die Reichstagswahl ergab in Einnahme daß bei der zu erwartenden und Ausgabe 532,10 M. und in den örtlichen Kassenverhältnissen richtliches Nachspiel zur Folge gehabt, welches gestern eine Wieder- Bufage gemacht worden, Novelle zum Alters- und Invaliditätsgesetz die Wünsche stellen sich die Einnahmen auf 570,57 M., die Ausgaben auf holung vor der fünften Straftammer des Landgerichts I erfuhr. M. Wegen Abhaltung einer öffentlichen Versammlung unter freiem der Kommission berücksichtigt werden sollen. Nach schweren Kämpfen 406,30 M., jobaß egenwärtig ein Bestand von 164,27 W. Himmel ohne polizeiliche Erlaubniß waren unsere Parteigenossen, der hat die Kommission vom Kultusministerium die Busage erwirkt, daß vorhanden ist. Auf eine Anfrage des Vorfizenden erklärte& aws, im Institut für Infektionskrankheiten die Untersuchung des Auswurfs daß er bereit wäre, für ein weiteres Jahr den Posten des VerArbeiter Emil Schumann und der praktische Arzt Dr. Herm. schwindfuchtsverdächtiger Kassenpatienten unentgeltlich vorgenommen trauensmannes zu übernehmen, wenn er in Zukunft auf eine bessere ชน einer Geldstrafe von je fünfzig Mart verurtheilt worden. Zu den verschiedenen Lokalen, in wird. Diese Einrichtung soll vorläufig auf 3 Monate versuchsweise Unterstützung seitens der Genossen rechnen könne. Seine Wiederdenen am 1. Mai Feiern abgehalten wurden, gehörte auch der Felsen- durchgeführt werden, sie wird voraussichtlich am 1. November ihren wahl erfolgte einstimmig. Zu Revisoren wurden Wieding, Monhaupt, in die Lokalkommission Welt, feller in der Müllerstraße. Die Versammlung wurde vom Angeklagten Anfang nehmen. Die unentgeltlichen Untersuchungen werden vor- enz und Schumann geleitet, während Dr. Weyl als Festredner auftrat. Es genommen Dienstag, Donnerstag und Sonnabend von 122 bis einide und Hode gewählt. 11/2 Uhr, Chariteestr. 1; sie erstrecken sich auf solche Kassenzeigte sich, daß der Saal bei weitem nicht für den Andrang gemitglieder, bei denen der behandelnde Arzt noch nicht mit Sichernügte, denn es waren gegen 8000 Personen erschienen. Schumann heit Zuberkuloſe feſtſtellen kann. Die untersuchungen sind des- Lekte Nachrichten und Depelthen. bat deshalb Dr. Weyl, die Festrede in dem geräumigen Garten zu balb von großer Wichtigkeit, weil die Heilung der Lungen halten. Da hierzu eine besondere polizeiliche Erlaubniß nöthig war, schwindsucht nur im Anfangsstadium aussichtsvoll erscheint, und„ Köln. 3tg.", betreffend die Reise des Ober- Präsidenten v. Gozler Elbing, 19. Oktober:( B. H.) In bezug auf den Artikel der erfolgte obige Auflage. Schumann setzte auch im gestrigen Termine also ein rechtzeitiges Erkennen der Krankheit von großer ajiseinander, daß er die veränderte Maßregel im Interesse der Ordmung und Sicherheit getroffen habe, es wäre sicher Bedeutung für das Heilverfahren ist. Die Kommission macht den in das westdeutsche Juduſtriegebiet, hat Herr v. Goßler den Danziger sich in dem Saal zusammengedrängt hätte. Als er Dr. Weyl ge- in den Stand gesetzt werden, das ihrige zur Verhütung von Krank- kommen in betracht: 1. Billiger Grundstückserwerb; 2. speziell Danzigs ein Unglück geschehen, wenn die Wienge, darunter Frauen und Kinder, Krankenkassen den Vorschlag, Vortragsabende einzurichten, wo den Vertreter der Elbing. 3tg." autorifirt, zu erklären, daß die Frage des Mitgliedern hygienische Belehrung geboten wird, und dieselben dadurch Mittellands- Kanals nirgends in der Rheinprovinz, noch in Berlin auch nur andeutungsweise berührt worden sei. Als Hauptgesichtspunkte beten habe, im Freien zu reden, habe derselbe gefragt, ob dies auch polizeilich erlaubt sei, er, Schumann, habe darauf erwidert:„ Die heiten beizutragen. Die nach dieser Nichtung gehenden Bestrebungen Lage am großen Wasser mit glücklicher Verbindung über See; 3. eine Polizei wird uns nichts in den Weg legen." Dr. Weil hat tohle in Wettbewerb trete; 4. der Bezug des schwedischen Eisens, haben auch die Unterstützung der Aerztevereinigung gefunden. Wahrdiese Bemerkung so aufgefaßt, daß Schumann die polizeiliche scheinlich kann im Januar nächsten Jahres mit den Vorträgen begonnen verhältnißmäßig billige Stohle, da hier die schlesische mit der englischen werden. Ferner empfiehlt die Kommission den Krankenkassen, daß sie Genehmigung eingeholt habe. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt werden. Ferner, empfiehlt die Kommission den Krankenkassen, daß fie tohle in Wettbewerb trete; 4. der Bezug des schwedischen Eisens, Heine, plaidirte für Freisprechung des angeschuldigten Dr. Weyl, in Fällen, wo in einem Betriebe ungewöhnlich viele Erkrankungen welches für viele Erzeugnisse die Grundlage bildet, ist im Osten der alles gethan habe, was er als vorsichtiger Mann thun konnte. porfommen und man deshalb annehmen könne, daß in dem betr. leichter als im Westen, da die Frachten geringer sind; 5. die ArbeitsDer Gerichtshof erkannte aber auf Verwerfung der Berufung. Der Betriebe etwas nicht in Ordnung ist, dem Gewerbe- Inspektor Mit- fräfte find billig, die weiblichen sind überhaupt noch nicht Angeklagte Schumam habe wissentlich gefehlt und der Angeklagte theilung machen. Auf den beiden genannten Kongreſſen iſt beſchloſſen als die russischen Flachse bei billigem Preise hier entsprechend billig in Anspruch genommen; 6. lettere spielen insofern eine Rolle, worden, die Krankenkassen Deutschlands um Aufnahme einer einheitverarbeitet werden können. Die Maßnahmen, welche für die lichen Statistik über die Schwindsuchtserkrankungen zu ersuchen. Aus graufiger Veranlassung ist eine Anklage wegen Nöthigung Fragebogen zu diesem Zwed wird die Kommission herausgeben und Hebung der Induſtrie des Ostens in Aussicht genommen sind, erund Beleidigung entſprungen, die gestern den Maurer Erdmann versenden. Diese Statistik werde voraussichtlich ein so wuchtiges strecken sich hauptsächlich auf die Leinen- und Textil- Industrie, Hanisch aus Rirdorf vor die zweite Straffammer am Land- Material liefern, daß die Behörden nicht umhin können, die Be- event. Porzellanfabrikation und Maschinen- Industrie, weniger auf Berggericht II führte. Der Angeklagte arbeitete während des Winters strebungen der Kommission weiter zu fördern. Der Referent hält bau, da nach den neuesten Untersuchungen die Tucheler Haide nach dieser auf einem Neubau in der Grunewaldstraße zu Schöneberg. Grade es für wünschenswerth, daß bei allen, auch bei den Ortskassen, Auf- Richtung hin wenig günstige Aussichten bieten soll. Alles dies, was in vor diesem Neubau überführ am 26. Januar ein Wagen der nahme- Untersuchungen stattfinden, nicht am franke Personen zurück- Aussicht genommen ist, kann nach Ansicht des Herrn von Goßler elektrischen Straßenbahn zu der Zeit, als die Kinder aus der zuweisen, sondern um ihnen Vorsichtsmaßregeln zu empfehlen, und natürlich nicht von heute zu morgen geschehen, aber er hegt die Schule kamen, das achtjährige Schulmädchen Erna Mehlis. Das eventuell einen Berufswechsel anzurathen, denn die Wahl eines un tommen werden, und soll dies schon in nächster Zeit geschehen, um Hoffnung, daß einige Hauptvertreter der westlichen Industrie hierherKind, das einen Moment vorher noch in voller Kinderlust mit seinen geeigneten Berufs trage oft dazu bei, vorhandene körperliche Mängel sich über die hiesigen Verhältnisse zu informiren. Herrn von Goßler Gespielinnen auf der Straße herumgehüpft war, war im nächsten zu einer unheilvollen Krankheit herauszubilden, was bei jugendMoment buchstäblich gerädert. Alle Glieder waren ihm gebrochen, lichen Personen, wenn sie rechtzeitig auf die Gefahr aufmerksam sind auch größere Kapitalien, natürlich ohne jede bindende Verder Leib war aufgeschnitten und die Eingeweide hatten sich um die gemacht werden, nicht selten verhindert werden könne. Die Kranken- prechung, in Aussicht gestellt worden. Triest, 19. Oftober.( B. H.) Der Lloyddampfer„ Selene" ist feinem Lokal aus das Unglück mit angesehen hatte, sprang hinzu und Krankheitsfällen gewähren, sondern es auch als ihre Aufgabe be- bei heftigem Sturme bei der Insel Selve aufgefahren. Die Lage wollte die Leiche unter dem Wagen hervorholen, er mußte sich aber trachten, Gesundheitswächter zu sein und dadurch zur Hebung der des Schiffes ist gefährlich, doch hofft man, den Dampfer wieder flott lang zu Boden strecken und seitlich unter den Wagen schieben um Volksgesundheit beitragen. An den Vortrag schloß sich eine kurze zu machen. Die Passagiere sind bisher nicht in Gefahr. Biel, 19. Oktober.( W. T. B.) Am Dienstag wurden hier heran zu können, aber auch so gelang ihm dies noch nicht. Der Diskussion. Unter anderemt wurde bemerkt, daß das Ministerium Kopf des Kindes war zwischen einer Feder des Wagens und dem für Handel und Gewerbe auf die Vorstellungen der Kommission sich bereit sieben Personen verhaftet; mehrere von ihnen sollen als PropaSteinpflaster eingeklemmt und es mußte erst eine Winde erklärt habe, die Fabrikinspektoren anzuweisen, daß sie die Betriebe auch in gandisten der That verdächtig sein. herbeigeschafft und der Wagen hochgehoben werden, bevor gesundheitlicher Hinsicht kontrolliren. Dr. Weyl habe mindestens fahrlässig gehandelt! Räder herumgeschlungen. Der Gastwirth Reimann, welcher von faffen sollten nicht nur ihren Mitgliedern materielle Unterstützung in Menge, weil noch die Gedärme des Kindes an den Rädern von 271 M. und eine Ausgabe von 270,87 m. auf. griff, um den Wagen und dabei rief er: Mörder! S Paris, 19. Oktober.( W. T. B.) Der Verwaltungsrath des Syndikates der Eisenbahnen Frankreichs und der Kolonien erklärte, beschlossen hätten, in den Ausstand zu treten, dies nicht ausgeführt er gebe angesichts der Thatsache, daß die Arbeitergruppen, welche hätten, seine Entlassung. das Kind hervorgezogen werden konnte. Es schlug noch Eine von der Kommission herausgegebene Broschüre„ Zur einmal die Augen auf und dann trat der Tod ein. Schwindfuchtsbekämpfung" ist vergriffen. Es soll eine neue Auflage Als Gastwirth Reimann das Kind nach seiner Wohnung trug, wollte derselben veranstaltet werden. der Wagen weiter fahren. Darob empörte sich die angesammelte Der von Dähne erstattete Kaffenbericht weist eine Einnahme Paris, 19. Oktober.( W. T. B.) Blättermeldungen zufolge hingen. Als der Maschinist trotz alledem nach dem Regulator Es wurde ferner über einen von der Kommission entworfenen verlautet, die neue Thatsache", mit welcher Kajsationsgerichtsrath Bard die Nothwendigkeit der Revision des Dreyfus- Prozesses bein Bewegung zu setzen, da sprang Vertrag der Krankenkassen mit den Badeanstalten debattirt. Bei Der Angeklagte auf den Vorderperron, riß den Re- dieser Gelegenheit bemerkte Dr. Friedeberg, die Kom gründe, sei die Feststellung, daß das Borderau nicht die gulator wieder zurück, so daß der Wagen halten mußte, mission habe, mit Rüdsicht darauf, daß die Wafferheilmethode Handschrift Dreyfus, sondern diejenige Esterhazy's aufweise, wie hund! Dich schlagen wir in der Bevölkerung und auch in ärztlichen Kreisen mehr und mehr auf das bestimmteste aus den Briefen des letzteren an du Paty de todt, wenn Du nicht hältst, bis die Polizei kommt!" Zur Be- Anhang gefunden habe, beim Kultusministerium beantragt, daß an Clam hervorgehe, in welchen erklärt werde, das Bordereau sei nach fräftigung seines Versprechens faßte er den Maschinisten an der Stehle. der Berliner Universität ein Lehrstuhl und ein klinisches Institut für seiner Esterhazy's- Schrift durchgepauft. Der Train mußte thatsächlich halten, bis Polizei fam. Inzwischen hatte die Wafferheilkunde, sowie für die mediko- mechanische Heilmethode wiederum der Versuch gemacht worden, in verbrecherischer Weise ein Paris, 19. Oktober.( W. T. B.) In der letzten Nacht ist der Schaffner die Gedärme von den Rädern losgelöst und nach der Bes errichtet werde. Der Antrag habe günstige Aufnahme gefunden, hauptung des Angeklagten und mehrerer Zeugen über einen und der Kommission sei mitgetheilt worden, das Kultus Eisenbahn- Unglüd herbeizuführen. In der Nähe des Bahnhofes von Zaun geworfen, wo sich die Hunde damit herumbalgten. Der Ministerium Montmorench waren die Zugdrähte zweier Signalscheiben durchhabe schon feit Jahren die Absicht, in Angeklagte gab die ihm zur Last gelegte Handlung zu, entschuldigte Berlin einen Lehrstuhl für Wasser= und für mediko- gefeilt. Die Untersuchung ist eingeleitet worden. dieselbe aber mit der Empörung, die ihn und alle Augenzeugen des mechanische Therapie zu errichten, der Plan sei aber auf den Kap Spurn Head eingegangenen Meldung wurde gestern Nachmittag London, 19. Oktober.( W. T. B.) Nach einer bei Lloyds vom Borfalles angesichts des überaus rohen und gleich- Widerstand des Finanzministers gestoßen und habe deshalb noch Kap Spurn Head eingegangenen Meldung wurde gestern Nachmittag die Barke Frivold", von Boston( Lincolnshire) nach Arendal( Norgiltigen Verhaltens der Straßenbahn Benicht ausgeführt werden können. Man habe der Kommission gediensteten ergriffen habe. Lediglich rein menschliches rathen, für ihren Wunsch zu petitioniren. Die Kommission sei aber wegen) unterwegs, bei dem Versuche, in die Humber- Mündung ein Gefühl habe ihn hingerissen. Der Staatsanwalt beantragte teine Freundin von Petitionen. Sie rathe den Strantentafsen, festzu- zulaufen, von einer Sturzfee zertrümmert. Von den neun Manu der Befagung wurden nur zwei gerettet. für beide Delikte 50 M., der Gerichtshof war jedoch mit dem Ver- stellen, wieviel sie in den letzten Jahren für Bäder 2c. ausgegeben haben. theidiger Rechtsanwalt Morris der Ansicht, daß subjektiv keine Nöthi- Daraus werde sich ergeben, in welchem Maße das Verlangen nach Stonehaven( Schottland) meldet, wurden heute früh bei Gourdon London, 19. Oktober.( W. T. B.) Wie eine Depesche aus gung vorliege. Angesichts des erschütternden Ereignisses tonnten die Wasserbehandlung in den letzten Jahren gestiegen sei. Die KomLeute wohl glauben, daß die Bahn halten müsse, bis Polizei zur mission werde die Ergebnisse dieser Feststellungen zu einer Dent-( Kincardineshire) die Lichter eines Dampfers gesehen. Später wurden Stelle sei. Die Beleidigung sei in der Erregung gefallen und des- schrift verarbeiten und diese dem Ministerium einreichen, um auf zwischen Gourdon und Johnshaven zwei Bojen und Wrackstücken halb„ nur“ mit 30 Mart Geldstrafe zu fühnen. diese Weise ibre Forderung zu begründen. Die weitere Berathung ans Ufer geschwemmt. Die Bojen trugen den Namen„ WiesbadenOb die Richter wohl wissen, was diese Strafe für einen Arbeiter des vorliegenden Vertrages mit den Badeanstalten wurde bis nächsten Versammlung vertagt. bedeutet? Versammlungen. N Bremen." Genua, 19. Oktober.( B. H.)„ Secolo" meldet, die Behörde von Buenos Ayres sei von der französischen Regierung verständigt worden, daß sich in Bordeaux zwei italienische Anarchisten eingeschifft hätten, um den neugewählten Präsidenten Roca zu ermorden. Alle aus Europa kommenden Schiffe werden infolge dessen in BuenosAyres streng untersucht. Die Maure lokalen Richtung hielten am Dienstag bei Stechert, Andreasstraße, eine gut besuchte Versammlung ab, in der In einer Bäckerversammlung, die am Dienstag Nachmittag zunächst das Lohnkommissions- Mitglied Mette über den Verlauf in der Tonhalle tagte, und sich eines zahlreichen Besuchs erfreute, der in der legten Zeit stattgefundenen Bausperren berichtete. Sodann hielt Wilhelm Liebknecht einen mit lebhaftem Beifall auf- berichtete der Redner über eine von der Kommission vorgenommene Malta, 19. Oftober.( W. T. B.) Heute wüthete hier ein furchtgenommenen Vortrag über die angekündigte Buchthausvorlage. Der Arbeitslosen Statistik, die folgendes Ergebniß hatte: Von den barer cyklonartiger Hagelsturm, wie ihn Malta seit Jahren nicht geRedner erinnerte daran, daß die Stoalitionsfreiheit in England er- 3087 Maurern, die bei der Lohnkommission der lokalen Richtung sehen hat. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Berlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Interhaltungsblatt. Nr. 246. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 20. Oktober 1898. Das Vereinsgesetz gegen die Sozialdemokratie. Lanz 4. Die Abgabe eines mündlichen oder schriftlichen, von den theilten, etwas ins Stocken gerathen. Wie uns berichtet wird, haben zuständigen Organen der Schulverwaltung erforderten Gutachtens: sich in der sozialdemokratischen Fraktion der Berliner Stadta) über vermuthete oder beobachtete Fälle ansteckender Krant- verordneten einige Mitglieder bereit erklärt, für die Förderung des heiten oder körperliche Behinderungen von Schulkindern; Unternehmens zit wirken. Die Fraktion selbst, die von Beginn an b) über vermuthete oder beobachtete, die Gesundheit der Lehrer der Sache sympathisch gegenüberstand, wird in der Angelegenheit oder Schüler benachtheiligende Einrichtungen des Schulhauses wohl dann weitere Schritte unternehmen, wenn sie sich davon überund seiner Geräthe. zeugt hat, daß die Mitglieder der Krankenkassen der Neu- Organisation nicht abgeneigt sind und die Bestrebungen aus diesen Kreisen die nöthige Unterstützung erhalten. 500 m. = Wäre es für die Polizei nicht ersprießlicher und für die Bevölkerung nicht bei weitem beruhigender, wenn die vollen Kräfte der Sicherheitsorgane zur Entdeckung der vielen bisher unbekannt ge= bliebenen Mörder aufgeboten würden? Wenn es irgendwo in der Welt für das Gemeinwesen ungefährliche Leute giebt, so sind es die paar Herren, die in Berlin im Rufe des Anarchismus stehen! Bon hervorragender Bedeutung für das Versammlungsleben auf dem Lande ist eine neue Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts. Unser Parteigenosse Rindfleisch aus Kiel 5. In Zwischenräumen von 14 Tagen eine Sprechstunde im suchte Ende Juli des vorigen Jahres beim Amtsvorsteher zu Schulhause zu halten, in der die Lehrer den Arzt um Rath fragen, Groß Vollstädt die Erlaubniß für eine Wolksversammlung Polizei und Anarchisten. In konservativen Blättern steht zu unter freiem Himmel nach, die am 1. August 1897 zwischen auch Kinder dem Arzt vorstellen können. Der Schularzt ist verpflichtet, das Schulhaus lesen:„ Die Ueberwachung der Anarchisten macht auch der Berliner den Dörfern Langwedel und Warder stattfinden sollte und für und die einzelnen Klassen während oder außer Polizei viel zu schaffen. Alle in den letzten Jahren zur deutschen die ein Referat des damaligen Reichstags- Abgeordneten Legien balb des Unterrichts nach vorheriger An- anarchistischen Bewegung in Beziehung gebrachte Personen über die Thätigkeit des Reichstages und die augenblickliche politische meldung beim Rettor in bestimmten Beiträumen werden erneut beobachtet. Es ist dabei die Ueberwachung auch Lage vorgesehen war. Der Amtsvorsteher versagte die Genehmigung unter Berufung auf den§ 9 des Vereinsgesetzes, und die Beschwerden zu besuchen, und die von ihm etwa beobachteten derjenigen wieder aufgenommen, die schon als ungefährlich hiergegen blieben ohne Erfolg. Der Regierungs- Präsident hygienischen Mängel dem Rettor mitzutheilen. ausgeschieden waren. Einer Kontrolle unterstellt sind, soweit dies 31 Schleswig als zweite Instanz machte geltend, die Erlaubniß nur nach Genehmigung der Schuldeputation veröffentlichen. Die in amtlicher Eigenschaft gemachten Beobachtungen darf er möglich ist, auch die Empfänger anarchistischer Zei tungen und Zeitschriften. In den Berliner Anarchistenkreisen jci mit recht versagt worden, weil die Versammlung eine Ge= Die Schulärzte werden periodisch zu Berathungen berufen, welche rechnet man übrigens damit, daß den hiesigen anarchistischen Orfahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewesen wäre. von einem dazu vom Vorsitzenden der Schuldeputation bestimmten ganen kein langes Leben mehr beschieden sein wird. Rindfleisch klagte nunmehr gegen den Regierungs- Präsidenten beim Ober- Verwaltungsgericht Mitgliede der Schuldeputation geleitet werden. und bestritt, daß irgend ein Grund für die behördlichen BefürchDer Schularzt erhält für jede Schule ein Honorar von jährlich tungen vorgelegen habe. Der Ort, wo die Versammlung stattfinden Zu Anfang der Sizung fand die Einführung der neu gewählten follte, liege 50 Meter von dem Wege zwischen Langwedel und Warder entfernt und der Verkehr auf diesem Wege selbst sei sehr gering. Die Mitglieder der Deputation, des Herrn Stadtverordneten Fabrikanten genannten Ortschaften zählten nur 530 und 250 Einwohner, so daß Lemp und des Bürgerdeputirten Sanitätsrath Dr. Hartmann statt. zu der Versammlung mehr als 100 Personen sicherlich nicht erDas Marktstättengeld. Aus dem Rathhause wird berichtet: Konfiszirt wurde gestern der Berliner Arbeiter schienen wären. Unter diesen Umständen habe an eine Gefahr für Die Erhebung des sogenannten Marktstättengeldes soll versuchsweise a lender, der hier bei Th. Mayhofer Nachf. erschienen ist. Als die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gedacht werden vom 1. Januar 1899 ab eingestellt werden. Das Recht zur Er- Ursache dieser von der Staatsanwaltschaft angeordneten Maßregel fönnen. Unter freiem Himmel habe die Versammlung mur hebung dieses Stättegeldes ist von der Stadtgemeinde seit langer wird angeführt, daß eine Novelle von Maupassant, die in einer deshalb stattfinden sollen, weil notorisch den Lokal Zeit verpachtet worden und betrug in den Jahren 1883/84 und Uebersetzung von Klara Zetkin im Kalender enthalten ist, unfittbesizern bei der Genehmigung 1884/85 die Pachtsumme jährlich 93 000 m. Infolge der Errichtung lich sei! Iustbarkeiten von der Behörde die größten der öffentlichen Markthallen und der damit verbundenen Aufhebung Lenormand unter den Fittichen des Freisinns. Je nach Schwierigkeiten bereitet würden, sobald die der Wochenmärkte ist dieselbe jedoch von Jahr zu Jahr geringer ge- ihrer Stellung im öffentlichen Leben hat ja eine jede Zeitung auch Leute ihre Säle zu Versammlungen hergäben. werden und beträgt zur Zeit nur noch 8500 M., welche zumeist von Der Amtsvorsteher zu Groß- Vollstädt habe ihm persönlich erklärt, den die Jahrmärkte und den Weihnachtsmarkt besuchenden Klein- ihren für sie charakteristischen Annoncentheil. Die" Voff. Ztg." und man solle die Versammlungen in der Stadt abhalten, auf dem händlern aufgebracht werden. Namentlich wird der Handel mit der„ Lokal- Anz." ragen hervor durch ihre Heiraths-" und MasseusenLande sei es nicht nöthig, er dulde es nicht. Weihnachtsbäumen hauptsächlich von armen, be- Inserate, das Organ der nothleidenden Landwirthe zeichnet sich durch lebhafte Empfehlung der Blumensäle aus und vom Intelligenzbl." sagte In der Klagebeantwortung leistete sich der Regierungs- Präsident schäftigungslosen Arbeitern betrieben; es find also der Theaterdirektor Blumenthal einmal, daß er ihm troß aller Feindeinige unschägbare polizeiliche Weisheiten. Er sagte in dem Schrift- vorwiegend die ärmeren Volksklaffen, welche von der Erhebung des schaft, die dies Organ gegen das Leffing- Theater hege, bei Bedarf satz: Nach§ 9 des Vereinsgesetzes müsse() die Erlaubniß für Marktstättengeldes betroffen werden. Nach Maßgabe des Wortlautes einer Köchin nach wie vor treu bleiben werde. Gar oft ist auf den öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel versagt werden, der Vertragsbedingungen und des mit Zustimmung des Polizei- Gegensak hingewiesen zwischen Hauptblatt und Beilage mancher staatserhaltenden Zeitung, und wer wenn Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu be- präsidiums festgesetzten Tarifs hat der Pächter in letzterer Zeit, um will leugnen, daß fürchten sei. Der Einberufer und Seläger Rindfleisch sei nun nach sich gegen den steten Rückgang des Stättegeldes zu decken, Differenz zuweilen recht drastisch zu tage tritt? der Auskunft der Kieler Polizeibehörde ein sehr nun auch diejenigen hiesigen Geschäftsleute, welche außer Wohl ain drolligsten macht sich das faustische Leiden des den vor ihren Geschäftslokalen beeifriger und thätiger sozialdemokratiser Agitator und halb der Marktzeiten Aufstellung von Waaren benugt 3weiseelen- Zustandes aber in einem Blatte geltend, das redaktionell der sozialistische Abgeordnete Legien habe in der Versammlung am findlichen Bürgersteig zur Aufstellung mit ganz unbändiger Unentwegtheit für linksfreifinnige Aufklärung 1. August, also turze Zeit nach der Ablehnung der Vereinsgesetz- hcben, zur Zahlung des zur Zahlung des tarifmäßigen Stättegeldes heran- und politischen Radikalismus eintritt und im Juſeratentheil Tag für Novelle, über die politische Lage sprechen sollen. Zweifellos hätte gezogen. Hierdurch iſt in weiten Kreisen eine große Ünzufriedenheit Tag eine Annoncenſerie bringt, die man am Ende des 19. Jahrdie Versammlung start aus fozialdemokratischen, und hervorgerufen worden, weshalb eine Abhilfe dringend geboten ist. Wir meinen die zwar in der Hauptsache recht zweifelhaften Eine Einschränkung der Befugnisse des Pächters würde aber ohne hunderts überhaupt nicht mehr für möglich halten sollte und am Elementen bestanden. Nicht umsonst habe man die Versamm Bweifel eine weitere Verminderung der Bachtſumme zur Folge haben, allerwenigsten in einem freisinnigen Blatte. Berliner Zeitung", die in ihrer gestrigen Morgenummer lung in einer der Partei im allgemeinen noch fremden Gegend so daß eine nennenswerthe Einnahme für die Stadt aus der Erhebung nicht weniger als 16 Inserate von Wahrsagerinnen und abhalten wollen; man habe die Absicht gehabt, die aus Kiel und des Stättegeldes nicht zu erwarten sein würde. Unter diesen Un- Startenlegerinnen enthält. Die meisten der annoncirenden Damen geben Garden bei solchen Gelegenheiten kommenden Sozialdemokraten ständen wird der Magistrat bei der Stadtverordneten- Versammlung ihren Beruf ungenirt an; manche bezeichnen sich als Lenormand, mittels„ geräuschvoller Propaganda" operiren zu lassen. Somit habe beantragen, daß versuchsweise von der Verpachtung des Rechts zur andere wieder nennen Kartendenten als ihre Spezialität und eine die Befürchtung durchaus nahe gelegen, daß es zwischen den Erhebung des Märktstättengeldes Abstand genommen und ebenso von theilt mit, daß sie besonders im Deuten von Bleigüſſen bejozialdemokratisch gesinnten und gutgesinnten Leuten einer direkten Erhebung deffelben abgefehen werde. zu Ausschreitungen tommen könnte. Von den Armen, die zur Weihnachtszeit auf den Handel mit Genosse Legien, den der Kläger Rindfleisch bevollmächtigt Tannenbäumen angewiesen sind, wird lebhaft bedauert werden, daß hatte, wiederholte in der mündlichen Verhandlung vor dem ersten man von der Erhebung des Stättegeldes nicht schon zum kommenden Senat des Ober- Verwaltungsgerichts die in der Klage geltend ge- Feste Abstand nimunt. machten Gründe und führte noch folgendes aus. Der Regierungs- Herstellung einer neuen Verbindung zwischen dem Norden Ein Wink mit dem Zaumpfahl wird den städtischen BePräsident habe vor allem den§ 9 des Vereinsgcjebe falsch angewendet. und dem Süden Berlins. Die geplante südliche Zugangs hörden in dem erschienenen Rechenschaftsberichte der Ve liner Es heiße darin nicht, die. Erlaubniß müsse versagt werden, brücke zu der im Bau begriffenen Ringbahnstation an der Buttlig Glektrizitätswerke für das abgelaufene Geschäftsjahr ersondern sie dürfe nur versagt werden, wenn u. f. w. Daraus, straße auch nördlich von der Station über die dort liegenden theilt. Daß die Gesellschaft alle Ursache hatte, mit den bestehenden daß der Gesetzgeber das Wörtchen, nur" eingefügt habe, gehe Eisenbahngeleise und über den Berlin- Spandauer Schifffahrtskanal ganz klar hervor, daß er einer mißbräuchlichen nach dem Südufer zu verlängern, wird von Bewohnern des Nord- Verhältnissen durchaus zufrieden zu sein, ergiebt sich aus dem UmAnwendung des Paragraphen vorbeugen wollte. oftens von Moabit in einer Petition an den Magistrat gewünscht. stande, daß der im verflossenen Jahre erzielte Reingewinn 2357 602 M. gegen 2 241 676 M. im Vorjahre beträgt. Es ist dies Im übrigen fehlten alle thatsächlichen Voraussetzungen für irgend Die städtische Baudeputation hat unter dem Vorsitz des Stadt- immerhin ein ganz respektables Sünnichen, und wenn dasselbe auch welche Befürchtungen. Falsch sei die Angabe, daß eine große raths Voigt beschloffen, den Gemeindebehörden zu empfehlen, nicht gänzlich ungeschmälert der„ Gesellschaft" zufällt, so erhält Zahl von Sozialdemokraten aus Kiel und Garden zu der die von denselben bereits beschlossene Verlängerung der Puttligstraße dieselbe doch immerhin den Löwenantheil, nämlich 13 pet. Divis Bersammlung tommen wollten. Dies schlössen schon die über den Bahnhof Puttligstraße bis zum Südufer als Fußweg dende 1 638 000 m., während im Vorjahre die Gesellschaft" Kosten und die Entfernung von diesen Städten aus. Im ganzen und von dort aus nach dem Nordufer zu verlängern, damit eine sich mit einer Dividende von 12% pCt. begnügen mußte. wollten bier Personen aus Niel erscheinen, ihn, den Verbindung nach den dort zu erbauenden Krankenanstalten geschaffen Der Gewinnaniheil" der Stadt Berlin nimmt sich da= Referenten, eingeschlossen. Bei Versammlungen, die vorher und werde. Lokales. die wandert ist. Ein beschämendes Kulturbild, beschämend sowohl für das uffjeklehrte" Berliner Philisterthum männlichen und weiblichen Geschlechts, als auch für die Unentwegten, bei denen Worte und Werke in so schneidendem Kontrast zu einander stehen. " derselbe beträgt 294 656 M., im und zwar unt so mehr, bout nachher in geschlossenen Räumen stattfanden, seien nie mehr wie 4 Wegen Neubanes der Schwarzen Brücke" im Zuge der Thär- gegen recht bescheiden aus Vorjahre 273 948 M. bis 6 Personen aus den Städten erschienen, und diese hätten, straße sollen nach Beschluß der Deputation Unterhandlungen mit der besonders Rindfleisch, mit angesehenen Gegnern Gemeinde Lichtenberg und den übrigen Interessenten angeknüpft als an Tantiemen 163 800 M. und an Gratifikationen 81 900 M. gezahlt werden. Damit das Arbeitspersonal nicht ganz leer ausgehe der Sozialdemokratie in Langwedel in freund werden. und das Dekorum gewahrt werde, figurirt in der Gewinnvertheilung schaftlich stem Verkehr gestanden. Auch der Mann, der auch ein Posten von 30 000 m.( gegen 15 000 M. im Vorjahre)„ zur den Plaz für die Versammlung hergegeben habe, sei kein SozialStiftung für weibliche Angestellte 2c." Die Summe von 31 365 M. demokrat; ihn habe zur Hergabe nur sein auswird auf neue Rechnung gejezt. Hat somit das alte Geschäftsjahr in geprägter Gerechtigkeitssinn veranlaßt, der Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donners befriedigender Weise abgeschlossen, so sind die Aussichten für das ihn die Saalabtreibungen als ungerechtigkeiten empfinden stags und Freitags abends von 7 bis 81/2 Uhr abgehalten. neue Geschäftsjahr nicht minder günstige. Jedoch hält die Gesellschaft ließ. Diese und die in der Klage angeführten ThatDie kalten Tage sind in diesem Jahre wieder recht früh ge- es für angezeigt, die Zukunft in nicht allzu günstigent Lichte ersachen sprächen also gerade gerade dafür, daß bon der Ver kommen. Sie haben die schönsten Hoffnungen auf zahlreiche Winter- scheinen zu lassen. Es wird nämlich in dem Rechenschaftsberichte beſammlung eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung freuden mitgebracht. Wenn sich die Witterung weiter jo entwickelt, züglich des neuen Vierteljahres ausgeführt:" Die Aussichten für nicht zu befürchten gewesen wäre. bekommen wir die herrlichsten Eisbahnen und Schlittenfahrten. Und den Stromabjay find günstig. Schlüsse hieraus auf die Der Senat unter dem Vorsiz des Präsidenten Persius so haben denn alle Geschäfte bereits ihre Auslagen mit wollenen, Zukunft des Unternehmens zu ziehen, halten wir jedoch nicht für be= entschied: Die Klage wird abgewiesen, die Versagung der Erlaubniß ist zu recht erfolgt. Das Recht dazu ergiebt sich aus wärmenden Stoffen und Sachen gefüllt. Auch die Pelzgeschäfte rechtigt, so lange eine Entscheidung bezüglich der Uebernahme der Es Werke oder Verlängerung der Verträge seitens der Stadt nicht ge§ 9 Absaz 1 und 2 des Vereinsgesetzes, wonach die Erlaubniß für haben viel Sorgfalt auf ihre Schaufenster verwendet. giebt dort manche prächtigen Sachen zu sehen, wie Mäntel, troffen ist. Nachdem wir bei den Verhandlungen das denkbar öffentliche Versammlungen unter freiem Himmet allerdings nur versagt Fußwärmer und eine ganze Menge anderer, aus dem schönsten weiteste Entgegenkommen seitens der Gesellschaft bewiesen haben, werden darf nicht versagt werden muß, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorliegt. Hier handelte es interſchmuck gearbeiteter Kleidungsstücke. Mancher wird die Dinge dürfen wir hoffen, daß die städtischen Körperschaften in Würdigung an die sie kaum dem Namen nach kennen und viele werden sie überhaupt gar der Interessen, der Erhalting leistungsfähiger sich um eine Versammlung der Sozialdemokratie, die des Sonntags und nicht zu sehen bekommen. Liegen doch die feinen" Pelzgeschäfte Werke besigen, die Härten der Kommissionsvorschläge beinmitten einer den Bestrebungen und Zielen der die Die Annehmbarkeit einer Aenderung sozialdemokratischen Partei wenig geneigten nicht in den Gegenden, wo das" Volk" wohnt. Das darf gar nicht seitigen werden, an Pelz denken. Es muß freuzfroh sein, wenn es sich in der gegenwärtigen Vertragsverhältnisse in Frage stellen." Bevölkerung(?) stattfinden sollte. Es lag somit jedenfalls Wolle wickeln kann. Ja, die Mehrzahl muß sogar mit Wenn auch die hierin enthaltene versteckte Drohung, nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit(!), Surrogaten, sogenannten Trikot, zufrieden fein. Und wie einem weiteren Vertrage mit der Stadt eventuell Abstand nehmen daß der Gegensatz der einander gegenüberstehenden Parteien zu viele giebt es außerdem noch, die sich mit allerlei zu wollen, kaum besonders ernst zu nehmen ist, so wird doch wohl Reibungen und in der Folge zu Störungen der öffentlichen Sicher alten Sachen, die sie unter ihr Werkkleid ziehen, ein bis- der Wink mit dem Zaumpfahl, der den städtischen Körperschaften heit und Ordnung den Anlaß geben könnte. Hiermit hatte die Polizei besonders zu rechnen. Nach den Motiven legt das Vereins- chen den Körper warm halten. Ihnen fällt es nicht ein, einen Streit wohlwollend gegeben wird, richtig verstanden werden und man wird gesetz den Versammlungen unter freiem Himmel eine besondere Ge- zu erheben über die Modernität oder Unmodernität von Pelzsachen dem Wunsche der Gesellschaft entsprechend, die Härten der Komfährlichkeit bei und es räumt dem polizeilichen Er- oder Wollhandschuhen, wie es jetzt in den Kreisen von tout Berlin missionsvorschläge" beseitigen. Das bisherige gedeihliche" Vermeisen einen weiten Spielraum ein. Ob die Versagung so oft geschieht. Wenn sie nur ein Paar warme Handschuhe hätten! hältniß wird auch in Zukunft weiter bestehen, d." H. die Gesellschaft Woraus fie gemacht sind, das wäre ganz gleichgiltig. Jezt wird auch fernerhin den Löwenantheil des Reingewinnes für sich in der Erlaubniß angemessen oder zwed mäßig war, hat der müssen sie der ungesellschaftlichen Sitte huldigen, die Taschen als Anspruch nehmen, die Stadt Berlin sich aber mit einer AbfindungsVerwaltungsrichter nicht nachzuprüfen. Handwärmer zu benutzen. Und wie gehen nur die meisten Arbeiter- summe bescheiden, die sich nur wenig über die Höhe der von der finder gekleidet! Die zusammengesuchten Sachen sehen oft recht Gesellschaft gezahlten Tantièmen und Gratifikationen erhebt! tomisch aus. Dennoch dreht es einem das Herz um, wenn man sieht, Volksthümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern sollen wie sie frierend ihre Straße ziehen. nun doch in nächster Zeit abgehalten werden. Ein Komitee, dem die Ja, mit den Winterfreuden ist es eine eigene Sache. Die Arbeit Herren Geh. Regierungsrath Prof. Dr. Max Delbrück( als VerDie städtische Schuldeputation beschäftigte sich gestern unter Vorsiz des Bürgermeisters Kirschner mit der für die hiesigen Ge- der Maurer und ihrer Berufsgenossen wird geringer. Viele Bauten treter der landwirthschaftlichen Hochschule), Geheimer RegierungsDr. Diels, Professor Dr. Oertmann, meindeschulen überaus wichtigen Frage betreffend die Aufgaben find fertig. Der Bauzaun ist gefallen und sie gehen mit ihrem rath Professor und Stellung der Schulärzte an den Gemeinde-" Zeug" unter dem Arm nach Hause, oder, wenn sie Glück Prof. Dr. Schmoller, Geh. Medizinalrath Prof. Dr. Waldeyer Denn( als Vertreter der Universität), Prof. Dr. Witt( als Vertreter der schulen. Es wurde beschlossen, folgendes den Gemeindebehörden haben, arbeiten sie bei getürzter Arbeitszeit weiter. Und wemt auch die technischen Hochschule) und Geh. Ober- Regierungsrath Professor zur Genehmigung zu unterbreiten: Für jede Gemeindeschule wird die Nächte werden immer länger. be- Dr. Post( als Geschäftsführer der Zentralstelle für Arbeiterein Schularzt vom Magistrat kontraktlich angenommen. Einem Arzte meisten Frauen ihr Wirthschaftsgeld noch unverkürzt kommen, die furzen Tage verringern es doch die Aus- Wohlfahrts- Einrichtungen) angehören, hat beschlossen, in diesem Winter dürfen höchstens 6 Schulen übertragen werden. gaben für Petroleum steigern sich. Und geheizt muß auch zunächst zwei Serien von je fechs Kursen in den Monaten NoDem Schularzt liegt ob: 1. Die Prüfung der für den ersten Eintritt in die Schule an- werden. Der Kohlenhändler lacht, aber seine Kunden ziehen ein vember und Dezember, bezw. Januar und Februar zu veranstalten. Gesicht. Ja, das sind auch so Winterfreuden. Wer nicht die Eis- Die Vorträge sollen sich allmälig auf alle Wissensgebiete erstrecken, gemeldeten Kinder auf ihre förperliche Schulfähigkeit. feste und Schlittenfahrten mitmachen kann, muß eben damit zufrieden die fich zur volksthümlichen Darstellung eignen. Die sämmtlichen theilnehmenden Dozenten sind übereingekommen, jedes Eintreten für sein Denn um beim Anblick dieser Winterfreuden zufrieden zu sein, politische, soziale oder kirchliche Partei- Ideale streng zu vermeiden. muß man von ihnen verschont bleiben oder mehr als refignirt Jeder einzelne Kursus wird 6 Vorträge von je 11/2 stündiger Dauer umfassen, von der eine Stunde auf den Vortrag Die Zentralisation der Orts- Krankenkassen wird durch den und eine halbe Stunde auf die Diskussion entfallen soll. Der Beschluß der städtischen Kommission, den wir bereits gestern mit Beginn der Vorträge ist auf 82 Uhr abends festgesetzt. Kommunales. 2. Die Prüfung der für den Nebemmterricht vorgeschlagenen Kinder auf körperliche und physische Mängel, insbesondere auch auf die etwaigen Fehler an den Sinnesorganen. 3. Auf Ersuchen der Schulfommission bezw. des Rettors die Prüfung eines angeblich durch Strantheit im Schulbesuch verhinderten Kindes. sein. oder auch nicht! Die sechs Vorträge behandeln das Knochengerüst des menschlichen| Die beiden Bronzegruppen für die neue Viktoriabrücke, Die städtische Fortbildungsschule für Taubstumme, MartusKörpers, die Handelspolitit der wichtigeren Kulturstaaten, die Kunst- welche Gauß und Röntgen varstellen, sind Dienstag Mittag von straße 49, besteht zur Zeit aus 4 Sturfen, je zwei Baralleltursen für Denkmäler Berlins, die Ernährung des Säuglings, die deutsche Reichs- Sadkleinwand dicht umhüllt an Ort und Stelle gebracht worden. Jünglinge und für Jungfrauen. Die Schule hat den Zweck, die berfassung und die Eisenhüttenkunde. Die Röntgenfigur wurde alsbald in den am Schöneberger Ufer erwachsenen Taubstummen, welche die Lautsprache erlernt haben, Man ficht, es sind Gegenstände von meist harmlosem Inhalt, neben der neuen Potsdamer Brücke stehenden Bauschuppen gebracht. durch regelmäßige Uebnngen im Sprechen und Absehen in der die kaum noch einen Ausblick auf die weitere Entwickelung der Dagegen machte man sich sofort daran, die Gaußgruppe auf das Fähigkeit zu vervollkommnen, mit Hörenden in der Wortſprache zu Kurse zulassen. Das hält solche Breßorgane, deren Anhänger bei an der Ecke des Schöneberger Ufers und der Vittoria verfehren, fowie ihre Schulbildung zu sichern und zu ergänzen. Der einem möglichst niedrigen Stand der Volksbildung am besten zu brüde befindliche Bostament emporzuwinden. Schon war der Unterricht, welcher unentgeltlich ist, wird ertheilt für Jünglinge fahren vermeinen, natürlich nicht ab, das neue Unternehmen zu be- größte Theil dieser Arbeit gethan, als plöglich die Werkleute den Dienstags und Freitags von 7-9 Uhr abends in Deutsch und geifern. In einem giftigen Artikel wandte fich die„ Kreuz- Zeitung" Auftrag erhielten, die Arbeit einzustellen, und den zum Emporwinden Rechnen, für Jungfrauen Montags und Donnerstags von 6-9 Uhr vor einigen Tagen gegen das Projekt zur Förderung der Halbbildung", errichteten Krahn abzubrechen, worauf auch die Gauß- Gruppe eben bezw. 7-9 Uhr in Deutsch, Rechnen und Handarbeiten. Anund auch die Köln. 3tg." polemifirt heftig gegen den„ unglücklichen falls in dem Bauschuppen bei der Röntgen- Figur untergebracht meldungen zu dem beginnenden Wintersemester werden jederzeit Plan." Uns steht es nicht zu, über den hier zur Ausführung kommenden Plan wurde. Ferner war die an der neuen Potsdamer Brücke stehende entgegengenommen von Direktor Gugmann, Markusstr. 49. vorzeitig zu urtheilen, und daher enthalten wir uns auch jeder An- Siemens- Gruppe, welche, wie schon mitgetheilt, nach der Vittoria- Passage Panoptikum. Mr. Sulivian, der berühmte t. t. Fechtmeister preifung der Kurse. Wohl aber glauben wir, daß die übereilt feind- brücke gebracht werden soll, zu diesem Zweck im Laufe des Vor- und feine graziöse Schülerin Fräulein Betö Aranka werden sich nur noch felige Stellung der reaktionären Blätter recht geeignet ist, weite mittags mit einem Bauzaun umgeben worden. Am Abend jedoch wenige Tage im Florett, Dolch und Degensechten im hiesigen BaffageStreise zur unbefangenen Prüfung des Gebotenen zu veranlassen und wurde auch dieser Zaun wieder abgerissen. Alle diese Maßregeln Panoptikum produziren, da kontraktliche Verpflichtungen das fühne Fechterder rühmlichen Erfolge zu gedenken, die ähnliche Unternehmungen in erregten natürlich das Kopfschütteln der zahlreichen Passanten, welche paar Ende dieses Monats nach Paris rufen. außerdeutschen Ländern davongetragen haben. sich die plötzliche Einstellung der Arbeiten nicht erklären konnten. Feuerbericht. Im Laufe des Mittwoch erfolgten nur zwei Die Regulirungsarbeiten des Terrains für den Neubau des 28ie es mm heißt, will man die Gruppen erst dann definitiv auf- Alarmirungen und zwar nach Leipzigerstraße 111 und nach vierten städtischen Krankenhauses in der Seestraße sind so weit vorstellen, wenn sämmtliche Boſtamente erhöht worden sind, da man sich Drontheimerstraße 1. Die erstere war verursacht durch ein geschritten( ½s ist bereits hergestellt), daß am vorigen Montag mit von einer solchen Erhöhung eine bessere Wirkung der Denkmals Den Anpflanzungen einer Baumschule, die auf dem Gelände dieses gruppen verspricht. Grundstücks geplant ist, begonnen worden ist. Ebenso ist mit den Pflasterungsarbeiten der Anfang gemacht worden. Der Oberfaktor Grünenthal wird heute Nachmittag um 2 Uhr vom Untersuchungsgefängniß aus auf dem Friedhofe der FriedrichDer elektrische Betrieb der Ringbahn ist gestern, Mittwoch, Werderschen Gemeinde an der Bergmannstraße beerdigt werden, dem nachmittag um 2 Uhr eröffnet worden. Die Wagen verkehren von selben Friedhof, auf dem die ersten, so großes Aufsehen erregenden 8 zu 8 Minuten. Eine doppelte Anzahl Wagen laufen auf der Reichstaffenscheinfunde gemacht wurden. Die Wittwe, die jetzt in Strede vom Oranienburger Thor über das Schönhauser, Prenzlauer, Lübben wohnt, sorgt für die Bestattung. infolge Ueberheizung schadhaft gewordenes Dampfrohr; im anderen Falle war eine Kinderbettstelle mit Bett in Brand gerathen. Dienstag Abend hatte Reichstags Ullfer 3 im Keller bie Schaldecke und Balfentage über der Hängelampe Feuer gefangen. Uebergekochtes Fett veranlaßte Oberbergerstraße 55 einen unbedeutenden Brand. York straße 83 stand abends 10 Uhr ein Theil des Dachgebälts in Flammen, die glücklicherweise gelöscht werden konnten, bevor sie größere Ausdehnung erlangten. Aus den Nachbarorten. : Versammlungen. Königs- und Landsberger Thor bis zur Ecke der Gitschiner- und Der in Bremerhaven wieder verhaftete Richard Erpel Brandenburgstraße. Diese Strecke hat also einen Vierminuten- Ver- hat über seine Flucht aus dem Moabiter Zuchthause bei seinem tehr; sie wird ausschließlich durch oberirdische Stromzuführung be- Verhör in Bremen nähere Angaben gemacht. Er behauptet, daß er Abend bei Güldner, Rubowerstraße 66, stattfindende VolksversammBrig. Die Parteigenossen werden nochmals auf die heute trieben. Ihre Ausgangs- und Endstellen befinden sich in der Han- dabei von Freunden nicht unterstützt worden sei, daß er die Flucht lung hingewiesen, in der Reichstags Abgeordneter Zubeil über nover'schen und Brandenburgstraße, der Betrieb scheint glatt von vielmehr ganz ohne Beihilfe ausgeführt habe nach einem vorher den Parteitag referirt. Der Vertrauensmann. statten zu gehen; wenigstens sind uns bis gestern Abend keine sorgfältig überlegten Plane. Der Flüchtling hatte zunächst Störungen gemeldet werden. unter Vermeidung der regulären Straßen und Chausseen den Friedrichshagen. Am Sonnabend ist eine Versammlung des Im städtischen Arbeitshause in Rummelsburg befanden sich Weg in der Richtung nach Hamburg eingeschlagen. Er über- Arbeiter- Bildungsvereins. Herr Schriftsteller Wilhelm Bölsche am 30. September 1898 an Korrigenden 1039 Männer und 112 nächtete meist in Scheunen und verschaffte sich Nahrung durch Feld- spricht über: Darwin's Leben. Zahlreichen Besuch erwartet der Frauen, Hospitaliten 334 Männer und 94 Frauen. Der Zugang in diebstähle und Betteln. Er hatte die Absicht, seine Flucht nach Vorstand. der Zeit vom 1. Juli bis 30. September d. J. betrug 208 Storri Amerika fortzusehen und dort ein neues Leben anzufangen. Da genden( 180 Männer, 28 Frauen) und 112 Hospitaliten( 90 Männer, dieser Plan in Hamburg undurchführbar war, so wollte er es ver22 Frauen). Der Abgang betrug in derselben Zeit 269 Korrigenden suchen, in Bremen sich auf einem Segelschiff zu verdingen. Wie es ( 228 Männer, 41 Frauen) und 107 Hospitaliten( 82 Männer, heißt, wird Erpel nicht in Bremen behalten, wo er sich wegen der 13. d. M. hatte der Verein nach der Badstr. 12 eine Versammlung Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer. Am 25 Frauen). Als Kranke befanden sich am 30. September in dem in dortiger Gegend verübten Einbrüche zu verantworten hätte, einberufen, in der P. Grempe über das Thema:„ Der Bernstein Lazareth der Anstalt und in den Lazarethstationen des Hospitals sondern nach Berlin gebracht. Er soll nämlich auf seinen Geistes- im Aberglauben der Völker" referirte. von den Korrigenden 21 Männer und 13 Frauen, von den Hospi- zustand beobachtet werden. taliten 130 Männer und 54 Frauen, überhaupt 218 Personen. In Rummelsburg tagte an demselben Tage eine Ver Arbeiterrisiko. Während der Monate Juli bis September befanden sich im Arbeits- gange hat sich Dienstag Nachmittag in der Behrenstraße zugetragen. Armuth sprach. Unter Vereinsangelegenheiten wurde bekannt ge Ein Bauunfall mit tödtlichem Aussammlung, in der das Mitglied Blaurod über Fortschritt und hause durchschnittlich täglich von den Korrigenden 1181 Personen, Auf dem Grundstüid Nr. 6 wird ein altes, vier Stod hohes Haus geben, daß in Charlottenburg eine Bahlstelle gegründet sei. Das von den Hospitaliten 426 Personen. Im Durchschnitt waren dem- abgerissen. Vorgestern Nachmittag um 2½½2 Uhr war der 36 Jahre Verkehrslokal befindet sich Koppenſtr. 41. Den Bosten eines Hilfsnach täglich 1607 Personen von der Arbeitshaus- Verwaltung zu ver- alte Arbeiter Stirschle aus der Granseeerstraße 3 mit mehreren tafsirers übernahm Paul Born, derfelbe faffirt jeden Sonnabend pflegen. anderen dabei, die Latten vom Dachstuhl abzureißen. Der von 8-10 Uhr Kronprinzenstr. 4/5 bei Brigel. Mit dem wegen Aulage der elektrischen Unterpflaster- Polier sah, daß Kirschke und ein anderer Arbeiter sehr Am 16. Oftober wurde in hohen- Neuendorf die Gründung bahn nothwendig gewordenen Abbruch sämmtlicher Hofbaulichkeiten unsicher waren und rief ihnen zu, sie möchten herunter einer Zahlstelle des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer der Häuser Köthenerstr. 15-26 soll nunmehr begomien werden. kommen. Kirschke's Mitarbeiter war auch bald unten, er beschlossen. Bekanntlich soll die elektrische Hochbahn bei der Möckernbrücke über selbst aber erschien nach kurzer Zeit wieder auf dem Dach und schien den Landwehrkanal bis zum Gelände der Potsdamer Bahn geführt nach einem Werkzeuge zu suchen. Dabei trat er, wie sich später werden, wo sich dann am Endpunkte der Schönebergerstraße ein zeigte, auf eine Latte gerade an der Stelle, wo sie ein Astloch hatte. Theil der Hochbahn nach Norden zu abzweigen und zwischen dem Die Latte brach und der Arbeiter verlor das Gleichgewicht und Potsdamer Ringbahnhof und den Hinterhäusern der Köthenerstraße stürzte auf den Hof hinab. Die Arbeitsgenossen trugen den Verin eine Unterpflasterbahn übergehen soll, die an der Schloßbrüde ihr unglückten nach der nahen Unfallstation in der Kronenstraße. Hier Ende erreicht. Da sich zwischen dem Potsdamer Ringbahnhof und starb cr wenige Minuten nach der Einlieferung. der Köthenerstraße nur eine schmale eisenbahnfistalische Gasse hinzieht, so muß hier durch Abbruch der Hofbaulichkeiten auf der Westseite der Köthenerstraße Raum für die Anlage der Unterpflasterbahn geschaffen werden. Die Wiether haben die niederzulegenden Gebäude bereits geräumt, so daß jetzt mit dem Abbruch begonnen werden tann. Eine Fachschule für Klempner soll auf Beschluß der städtischen Behörden errichtet werden. Es wird angenommen, daß diese Schule im Winter- Halbjahr von ca. 50 Schülern besucht werden wird ( 2 Klassen mit je 25 Schülern). Der Etat ist für das WinterHalbjahr wie folgt festgesezt: Beitrag der Klempnerimmung 300 W.; Schulgeld von 45 Schülern 135 M.; Zuschuß der Stadt 815 M. Gesammt- Einnahme 1250 M. Die etatsmäßigen Ausgaben find folgendermaßen festgesezt: Lehrerhonorar( 160 Shmden à 8 m.) 480 M.; Honorar für den Dirigenten 120 m ,; für den Rektor 70 M.; Remuneration für den Schuldiener 30 M.; Lehrmittel und sonstige Inventurgegenstände 400, M.; Geschäftsbedürfnisse, Drucksachen 150 M. Zusammen 1250 W. Wir machen die Interessenten darauf aufmerksam, daß zu Ausgang dieses Monats die Spartasse wegen des dazwischen liegenden Sonntags an den drei letzten Tagen geschlossen bleibt. Man muß daher den benöthigten Geldbedarf bis Freitag, den 28. d. M. vom Guthaben abheben. Zentralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute abends 8 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitgliederversammlung Gäste willkommen. Barbier, Friseur- und Verrückenmacher- Gehilfen. Oeffentliche Versammlung heute, abends 8 Uhr, im Louiſenſtädtischen Konzerthaus, Erringung einer Verkürzung der Arbeitszeit?" Gäste willkommen. Alte Jakobstr. 37. Tagesordnung: Wie verhalten sich die Kollegen zur Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute abends 82 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Vortrag. Gäste willkommen. Berliner Naturheilverein II. Heute, abends 812 Uhr, im Saale der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10/11: Oeffentlicher Bortrag des Herrn Geist über:" Die Ehe und die Naturheilkunde in der Che". Gäste Bei dem Versuche, auf einen Pferdebahuwagen während der Fahrt an der linken Seite aufzuspringen, ist gestern, Mittwoch, Nachmittag an der Ecke der Invaliden- und Gartenstraße ein Mann schwer verunglückt. Er fiel rücklings vom Trittbrett wieder herab, gerieth auf das Geleise und wurde von einem Wagen, willkommen. überfahren. Der Verunglückte wurde so fest eingeklemmt, daß es der im selben Augenblick aus der entgegengesetten Richtung fam, mehreren Schußmännern, Pferdebahnbeamten und Leuten aus dem Publikum nur mit Mühe gelang, ihn zu befreien. Er erlitt u. a. einen Bruch des rechten Unterschenkels und wurde mit einer Droschke in ärztliche Behandlung gebracht. Wann wird der Unfug, während der Fahrt die Straßenbahnwagen zu attackiren oder von ihnen abzuspringen, unterbleiben? Bei dem elektrischen Betriebe ist diese üble Sitte doppelt gefährlich. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. F. N. Schreiben Sie in der Sache an: W. Müller, Karlstr. 4, H8 2, I., Hamburg- St. Pauli. S. D. 32. Der Golfstromt, welcher vom Golf von Merito ausgeht, enthält selbstverständlich Salzwasser. Tempel. Wir glauben in Ihrem Einverständniß zu handeln, wenn wir die Anfnahme einer Ginsendung ablehnen, deren Veröffentlichung nur der K. 2. 7. Wenden Sie sich an Herrn Hugo Fröhlich, Beuffelstr. 52, Moabit. Dieser Herr unterrichtet im Arbeiter- Stenographenverein Stolze ( Moabiter Klubhaus, Beuffelstr. 9). Die Rekruten des Garde- Trainbataillons werden am 3. nächsten Lokalkommission am Orte zuſteht. Monats eingestellt. Witterungsübersicht vom 19. Oktober 1898, morgens 8 Uhr. Der Ueberfall" in der Koblantstraße. Das Polizei präsidium theilt mit: Der Ueberfall in dem Hause Koblantstraße 11a hat nunmehr seine Aufflärung gefunden. Das Dienstmädchen hat sich am Dienstag Vormittag zu einem Geständniß herbeigelassen und eingeräumt, den Ueberfall fingirt zu haben. Sie habe beabsichtigt, bei den frommen Schwestern einzutreten und geglaubt, Stationen daß ihre Herrschaft fie nach einem derartigen Vorfall auf ihren Wunsch das Dienstverhältniß werde lösen lassen. Barometer stand mm Wind= richtung Windstärke Wetter OSD 6bebedt 757 OSO 4Regen 757 NO 751 tid In Ergänzung feiner an den Berliner Polizeipräsidenten gerichteten Petition um gänzliche Aufhebung der Polizeistunde für Schankwirthschaften hat der Verband der Gast- und Schankwirthe Die neu angelegten Uferbefestigungen des Landwehrkanals Swinemde. 761 für Berlin und die Umgegend eine Petition an den deutschen Reichs- am Görliger Ufer sind gestern Mittag theilweise eingestürzt. Die Hamburg tag gerichtet um Aufhebung bezw. Abänderung des§ 365 des Straf- umfangreichen Arbeiten zur Befestigung der Ufer mittels Granit- Biesbaden gesetzbuches. Besagter Paragraph ist ein sogenanntes Blanketgefeß, würfel waren im wesentlichen beendet und man glaubte annehmen München durch welches die örtlichen Polizei verwaltungen befugt werden, durch zu dürfen, daß alles wohlgelungen sei, als heute die Uferbelegungen Wien das Gebot einer Polizeistunde die Schließung der Schankwirthschaften ins Rutschen tamen und die Arbeit nicht mur zerstörten, sondern durch bon einer bestimmiten Zeit ab für den Rest des Abends und die das Eindringen von Stein- und Erdmassen in den Kanal noch weiteren darauf folgende Nacht anzuordnen. Schaden anrichteten. sämmtliche Gastwirths- Artikel Todes- Anzeige. Billard- Bälle Ferd. Diedrich, S: 109. Am 17. Oftober verstarb meine liebe, brave Ehefrau 1655b Wilhelmine Thäder Zähne 2 M. geb. Zeuner nach langen, schweren Leiden im Nen 69. Lebensjahre. Sie war eine muster: hafte Frau und überzeugungsfeste Diffidentin und Sozialistin; wer fie gekannt hat, wird ihr ein chrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. Oftober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Franz Thäder, genannt Bater Thader, Schankwirth, Görlitzerstraße 40. Berein sozialdemokratischer Gast- u. Schautwirthe Berlins und Umgegend. Am 17. Oftober verstarb die Frau unseres Kollegen Franz Thäder, Wilhelmine Thäder geb. 8euner nach 13monatlicher schwerer Krankheit. Die Beerdigung findet am Freitag, ben 21. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 69/7 Der Vorstand. Dresdenerstr. ( Amt IV, 3628. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Thellzahl. wöchentl. 1 M Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22.* eröffnet: Speiſchaus eröffnet: Gänse- Pökelfleisch Rungestraße 19, parterre. von La Maftgänsen mit allen Keulen, Kräftiger Mittagstisch mit Bier 0,50. 5 Kilo- Faß franko Nachn. 4,50 M. 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