ge htete rma rden Doll Fieder egten und bie efr: 3 lapt, ihm Ge ut: en, uh ſtatt. der zwar den efons rech Be offen. einen Aus Vers der dann genes noch opfen Digte. ein die ftens Ver bas In efeit. cher), trüd pruch ein, vurde aß fie aften # am ders richte. t bes ufige M. den Bolz), Ver Caunt, Neue fucht, Nr. 247. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,20 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Ginzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Das altpreußische Beamtenthum. die Kamph Donnerstag, den 22. Oktober 1891. Expedition: Benth- Straße 3. staatlichung der Eisenbahnen, die unter seinem Ministerium Aber neben der Pflichttreue geht auch die Schmiegsamkeit erfolgte, zu Spekulationen hätte benutzen können, die ihm und das Streberthum mit und trägt das Beamtenthum Millionen einbrachten. Der parlamentarische Korrespondent das Gepräge der Bourgeoisgesellschaft, untermischt mit der freisinnigen Breslauer Zeitung" schreibt über Herrn den Anschauungen feudaler Ueberlieferungen. Wenn man Bitter: das„ ,, altpreußische Beamtenthum" mit besonderem Gewicht hervorhebt, so laufen unter demselben, was nach Baare ja überall vorkommt, so manche geflickte Schienen" mit, die wir nicht als bloße Schönheitsfehler" betrachten " In sein Privatleben und später auch in sein Grab nahm Herr Bitter den Ruf mit sich, daß seine persönliche Führung eine tadellose gewesen sei. Alsbald nach seinem Tode stellte sich aber heraus, daß er in zerrütteten Verhältnissen gelebt habe, daß er eine große Menge von Schulden hinterließ, welche der möchten. Franzose mit einem unübersehbaren Ausdruck als dettes criantes zu bezeichnen pflegt, und in welche Niemand geräth, Kaiser ber ſein Leben von schweren Vorwürfen rein erhält die Politische Leberlicht. Wilhelm I. griff damals persönlich ein, um wenigstens Wittwe des Verstorbenen aus unerträglichen Lagen zu befreien. Es griff damals allgemein ein Unmuth darüber Play, daß man nicht, ehe man Jemanden zum Minister macht, sich über das Privatleben desselben mit derselben Sorgfalt unterrichtet, die angewendet zu werden pflegt, ehe man Jemanden zum Kommissionsrath macht." Berlin, den 21. Oktober. Das altpreußische Beamtenthum, das vielfach mit einer wahren Ehrfurcht hervorgehoben wird, ist etwas ebenso Märchenhaftes, wie die" gute alte Zeit", von der die Großmütter und alle alten Weiber beiderlei Geschlechts zu erzählen wissen. Wir finden wohl im alten preußischen Beamtenstand einige kernige, ehrenfeste Naturen, aber die Regel sind sie nicht gewesen. Das Gros der Beamten waren im besten Falle verknöcherte Pedanten, starre Bureaukraten, unterthänig vor jeder Autorität. Und an kriechenden und niederträchtigen Speichelleckern der Macht hat es gewiß nicht gefehlt. Wie hätte es auch anders sein sollen? Unter Friedrich dem 3iveiten, Der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahl Fabrikation erläßt ein Zirkular, in welchem eine Anzahl genannt der Große, war für selbständige Naturen kein Abnehmer seine Schienen ihm deren Güte bescheinigen. Wir Raum. Unter seinem Nachfolger herrschten die Wöllner wollen das Lob der Schienen nicht kritisiren; für uns und Bischofswerder und unter Friedrich Wilhelm III. Ja, wenn es ein kleiner Schulmeister gewesen wäre, bildet den Kern der Angelegenheit die Anschuldigung Fuswaren die hervorragendsten Staatsmänner gehemmt durch da hätte der altpreußische Beamtengeist wohl nachgespürt, angel's betreffs der gefälschten Stempel. Von den ver- und Schmalzgesellen, die dem König am ob derselbe ein Wirthshaus besucht, mit wem er umgeht öffentlichten Schriftstücken lassen übrigens einige die Stempelkontrolle als ein reines Possenspiel erscheinen. So erklärt chnet. 1ympathischsten waren. Die philiströse Ehrbarkeit mag und ob er wohl gar Stat spielt. vorherrschend gewesen und die Geschmeidigkeit gefehlt Es sind nicht zu viele Jahre her, da beschäftigte sich der Betriebsdirektor der holländischen Eisenbahn, Nierdie„ gute" Gesellschaft und die Bresse mit einer Standal- it r a ß: Das Vertrauen in die Leitung der Werke ist selbst so groß, morgen als weiß verherrlichte, was sie gestern als schwarz geschichte. Ein junger Graf, Sohn eines sehr hohen daß wir, wie ich mich erinnere, unfern Stempel an die Fabrit verdammt hatte. Die Heuchelei entbehrte der Eleganz, fie Beamten, war mit der Frau eines Freundes durch- bibten und die Stempelung dort durch die Besitzer selbst fonnte auch plumper auftreten zu einer Zeit, wo man gegangen. Diese Standalgeschichte war ein willkommener vornegmen Iteßen. jeden Widerspruch als Anmaßung des beschränkten Stoff für das Klatschbedürfniß, aber hinderte den jungen Der Direktor der niederländischen Staats- Eisenbahn Unterthanenverstandes" abfertigen konnte. Als nach Mann nicht, in wenigen Jahren die ganze Leiter der van Nievel hält die Anschuldigung wegen gefälschter 1848 trotz der Verfassung die Reaktion in verschärfter Beamtentarrière bis zu den höchsten Stufen zu ersteigen. Schienen für eine Blödsinnige Behauptung. So viel Arbeiter Weise eintrat, als sie Rache dafür zu nehmen hatte, daß Es gehört zum guten Ton, die Flecken und Wunden der Unternehmer hätte, so viele Ankläger würde er haben. Er meint: fie hochgestellter Persönlichkeiten nicht zu berühren, und gerade müſſen, als die Zeit tam,„ wo das Unrecht jede Scham das läßt sich sehr vermuthen, daß es sich um weit ververloren hatte", da mochte man gegenüber der in den breitete Uebel handelt, und die geübte Duldsamkeit und] Regierungs- und Beamtenkreisen sich geltend machenden Schonung auf Gegenseitigkeit beruht. Niedertracht und Verfolgungssucht, der kein Mittel zu schlecht war, wohl noch als Gegensatz die„ Tugenden" hüllung der Verwendung des Reptilienfonds zur Regudes altpreußischen Beamtenthums hervorheben, indem man lirung der Verhältnisse eines Minister- Schwiegervaters nischen Eisen- und Stahlwerke, die Herr van Nievel kennt, Das Bochumer Werk, wie überhaupt alle großen rheian einige Zierden desselben erinnerte. Das Schlagwort hinweg? Sand darüber! vom„ altpreußischen Beamtenthum" mochte damals vielstehen bei ihm über jeden Verdacht erhaben. Eher giebt er Es sind zwanzig Jahre seit der Gründerperiode ver- bie Wahrscheinlichkeit", daß die Arbeiter Fälschungen befloffen und wie zahlreich war die Zahl hoher Beamter, gehen, zu. Jedenfalls werfen die Aeußerungen des Herrn aber fann man es gewiß mit anderen Fabelwesen in die die an den Gründerorgien Theil nahm! Wie viele Be- van Nievel auf das Wesen der Akkordarbeit ein treffendes Rumpeltammer werfen. amte, und zwar hochgestellte, traten in den Dienst der Licht. Der Schaden der mangelhaften Arbeit, für den in Das altpreußische Beamtenthum" wurde wieder Industriellen als Direttoren oder Kommis! Hat sich den meisten Fällen der Arbeiter nichts kann, wird am Arhervorgehoben bei den Enthüllungen, die der Prozeß etwas geändert in den letzten zwanzig Jahren? Wohl! beitslohn gebüßt. Manché über den früheren Finanzminister Bitter brachte. Das, was man damals als Uebel empfand, ist heute un6 n こど 3d12 S 3. it 0= = 2 n. it I t. r. 23 ˇ I. el Co -13 #t el er Br 3 die teger, ger bett Mit welcher Leichtigkeit ging man über die EntWahrscheinlich ist es, daß Arbeiter ohne Wissen und Willen der Direktion in solcher Weise manipuliren. Gewöhnlich arbeiten diese Leute im Afford. Wenn ein Ingenieur der Fabrit eine Anzahl der durch eine Arbeitergruppe abgelieferten Schienen als untauglich zurückweist, entsteht den Leuten ein Lohnabzug, den sie möglicherweise in der angedeuteten Weise zu vermeiden suchen. M Ein dritter Zeuge ist Herr Middelberg, Betriebsdirektor und technischer Leiter der südafrikanischen und Batavia Ostbahngesellschaft. Er rühmt die Bochumer Zeichen seiner Tugend hervorgehoben, daß er mit zerEs fällt uns durchaus nicht ein, zu bestreiten, daß Schienen überaus und hebt besonders hervor, daß er sie rütteten in unserem Beamtenstand zahlreiche ehrenhafte Persönlich- billiger kaufe, als die deutschen Bahnen und ebenso aus demſelben schied, obwohl er doch die Ver- feiten existiren, die ihrer Pflicht getreulich nachkommen. se I b ft. Nachdruck verboten.) Feuilleton. Er kehrt zurück! Driginalroman von Jean Mero z. 48 Aber warum stellen Sie mir alle diese Fragen? fie fühlte jetzt Mißtrauen. Was wollte diese Person von ihr? Sie hatte hundertmal von Deshommes und Charlotte sagen hören, daß sie keine Verwandte in Paris hätten. Die Frau erschien ihr unbegreiflich. Die verschleierte Dame hatte ihrerseits die Gedanken ziemlich errathen, welche in der kleinen Blumenhändlerin aufstiegen, und wollte weiter für den Augenblick nicht gehen. Sie behielt sich vor, recht oft wieder zu kommen, das Bertrauen dieses jungen Mädchens zu gewinnen und dasselbe ausführlicher zu befragen. aus dem Hospital gekommen sind. Es hat mir viel daran gelegen, Sie baldigst aufzusuchen. Und sie fuhr fort, ohne zu bemerken, daß Larirette erröthete, und etwas sagen wollte: Sie kennen den Herrn Deshommes, mein Fräulein? Ja, gnädige Frau, ich kenne ihn sehr gut; es ist ein braver Mann und ein ausgezeichneter Arbeiter. Wenn Sie Schuhwerk in Ordnung zu bringen haben, wird er es Kummer haben, und wartete stumm, zurückhaltend, und in Arme Frau, dachte sie, sie muß irgend einen großen mit Vergnügen thun. Er arbeitet sehr gut. Die Dame machte eine unbestimmte Handbewegung und achtungsvollem Schweigen auf einen Wunsch. Aber ohne zu fuhr fort: -Danke sehr, aber nicht dazu brauche ich ihn; Herr nicht wahr? empfohlen worden ist, von der man mir oft gesprochen Ja, gnädige Frau, das ist meine beste, meine hat. Aber ich möchte gern, daß sie nicht erfahren, wie sehr verleben, und ich werde sie heute Abend besuchen. Die arme Charlotte! Sie muß sehr traurig sein, ihr schmerzt es sie, zu sehen, daß er alt und nicht sehr kräftig ist, denn der Arzt hat gesagt, daß er sich schwer von der schrecklichen Wunde erholen würde, die er in die Brust beor in die Hand gekommen war und gab ihr ein goldenes 20 Franksstück. Ach, gnädige Frau, sagte die Blumenhändlerin, ich Deshommes hat eine Tochter von ungefähr achtzehn Jahren, -Danke sehr, sagte sie wissen wollte, ich intereſſive mich für diese Familie, vie mir bitte sehr um Verzeihung, ich muß Sie ein wenig warten einzige Freundin, ich will den Sonntag Nachmittag bei ihr ich mich mit ihnen beschäftige. Sie werden mit ihnen nicht lassen, um kleines Geld zu holen. Nein, mein Fräulein, bemühen Sie sich nicht, bevon mir sprechen, nicht wahr, mein Fräulein? -Warum nicht, gnädige Frau; wenn Sie ihnen wohlhalten Sie das Goldstück für sich, es wird Ihnen Glück Vater ist sehr frank gewesen, und obgleich er geheilt ist, wollen, warum suchen Sie dieselben nicht auf? bringen und mir auch. gnädige Frau, dieses Bouquet ist keine 15 Sous werth, das ist zu viel. Als die verschleierte Dame den Namen Charlotte ausAber Summe erschien ihr wirklich zu groß; sie wollte sprechen, Und sie wußte nicht, wie sie sich verhalten sollte, die kommen hat. fie streckte schon die Hand aus, um das Geldstück wieder- sprechen hörte, zitterte sie und murmelte mit sehr leiser zugeben, als die Dame, mit der sie sprach, sie durch eine Stimme: Handbewe gung veranlaßte, inne zu halten, und zu ihr sagte: Sie, es wird der Preis für das Bouquet sein, welches ich Behalten Sie doch das Geldſtück, mein Fräulein, ich bitte und Charlotte!.. Ist sie schön, das Fräulein Charlotte? gewählt habe, und für einige Aufschlüsse, die ich brauche Charlotte ist hübsch, ja sie ist ein schönes Mädchen und ein um die ich Sie befragen will. Ich weiß, daß Sie Doch gestatten Sie, daß ich Ihnen sage, Ihr Goldstück brennt mir in den Händen, ich weiß nicht weshalb, aber ich habe die Empfindung, daß Sie ihnen Böses wünschen, statt Gutes. Nehmen Sie Ihr Geld zurück, ich mag es nicht. Aber ohne Erwiderung hatte die Dame sich umgewendet und eilte mit schnellen Schritten ihrem Wagen zu, ohne sich umzuwenden und anscheinend, ohne Larirette zu hören, welche rief: Gnädige Frau, gnädige Frau! Oja, gnädige Frau, wie fömen Sie nur fragen, Die Blumenhändlerin hatte voll Rathlosigkeit und Ungutes dazu; wenn man sieht, wie zärtlich, liebenswürdig ruhe ihre Bude verlassen und war Hals über Kopf hinter ihr hergestürzt. jehr schwer frant gewesen, und erst heute Morgen und pflichtgetreu fie gegen ihren Vater ist... Diese drei Erklärungen sind nicht direkt abgegeben, sondern durch Vermittelung eines Korrespondenten der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" in Amsterdam. " Die Zunahme des studirten Proletariats tritt| Natur zugezogen hat, vollbringt er das Werk, seine eigenen recht deutlich hervor in dem Wachsthum der Zahl der Gesinnungsgenossen durch Langeweile umzubringen. G Assessoren und Referendare. Im Jahre 1874 zählte man trägt sich mit dem Wahn, daß die Nachwelt sich noch mit Die Hauptbeschuldigung Fusangel's betreffs der ge in Preußen 271 Assessoren und 1744 Referendare, im den Frrlehren" des verstorbenen Abgeordneten Eugen fälschten Stempel wird durch alle diese Erflä Jahre 1891 1833 Assessoren und 2960 Referendare. Die Richter" befassen wird." Er träumt von einem Bukunft rungen nicht berührt; wie leicht es aber mit den Stempeln Zunahme des studirten Proletariats ist sehr erklärlich in Eugen Richter, der wie er ausrufen wird: Nieder mit genommen wird, zeigt die Erklärung des Herrn Nierstraß. einer Gesellschaft, in welcher man nur Geltung hat, wenn dem sozialdemokratischen Zuchthaus staat, man Kapitalist, oder Offizier, oder Studirter ist. Das es lebe die Freiheit! Der Kampf mit den geistigen Waffen( richtiger: Einschlagen jeder anderen Laufbahn, wenn man nicht Geld mit dem Knüppel), der gegen die Sozialdemokraten in Szene hat Gold deckt heute Alles, auch„ Schönheitsfehler" hat einen glänzenden Sieg davongetragen. In Neu- Süd Der Achtstunden- Arbeitstag in Australien gesetzt wurde, erregt jest selbst in konservativen Kreisen Be- erscheint als eine deminutio capitis, als eine Herabsetzung Wales ist das Ministerium gestürzt, weil es den Antrag denken. So schreibt die Konservative Korrespondenz": der gesellschaftlichen Ehre. der Sozialisten auf Einführung des Achtstundentags in Wir sind in Deutschland in den letzten Jahren in höherem Maße als früher zur Selbsthilfe gedrängt worden. Die NichtAls eine taktische Stichprobe auf die Schlagfertig- den Kohlen- Bergwerken sich widersetzte und erklärte, daß e verlängerung des Sozialistengesetzes seitens des vorigen Reichs- keit der Arbeiter, eine abermalige probeweise Mobilmachung die Intervention des Parlaments in der Feststellung de tages hat die bedenkliche Wirkung gehabt, daß nicht allein die der Sozialdemokraten, wird von einem schlesischen Korre- Arbeitszeit nicht zulassen könne. Da das Miniſterin in deutschen Sozialdemokraten immer herausfordernder auftraten, sondern daß auch die gesammte rothe Internationale, deren spondenten der Bossischen Zeitung" der Grubenaufstand auf der Minderheit blieb, nahm es seinen Rücktritt. Das Bei Führerschaft stillschweigend in den Händen der deutschen„ Ge- den fiskalischen Gruben in 3a brze gekennzeichnet und be- spiel von Neu- Süd- Wales wird seinen Einfluß auf die noffen" ruht, immer gefahrdrohender ihr Haupt hob. Für die hauptet, daß in maßgebenden Kreisen diese Auffassung ge- Nachbarstaaten und auch auf die Vereinigten Staaten von Australien selbst üben. nunmehr gesetzmäßige" und gleichberechtigte" Umsturzagitation theilt wird. Der Korrespondent bemerkt: war fortan freie Bahn geschaffen, und mit kluger Taktik wußten die Agitatoren diese günstige Lage auszubeuten. Ist in der gegenwärtigen Lage der Zusammenschluß der einzelnen Individuen als Aft der Nothwehr geradezu geboten, so wird man doch wohl zugeben müssen, daß die ausschließliche Selbsthilfe auch mannigfache Mißstände mit sich bringt. Der " freie" Zusammenschluß der Arbeiter, wie der freie" Bu sammenschluß der Arbeitgeber haben mancherlei bedauerliche Ausschreitungen zur Folge gehabt. Bei den nach dem System der freien" Selbsthilfe gegründeten Genossenschaften werden täglich mehr Mängel offenbar. Und gelegentlich der Vertheidigung ihres Hausrechts seitens der auf den Weg der freien" Selbsthilfe gedrängten Landleute haben sich Schärfen gezeigt, welche nicht geeignet sind, der Wiederherstellung des inneren Friedens die Wege zu ebnen. Alle diese Mißstände aber sind mit der Bethätigung der freien" Selbsthilfe untrennbar verbunden. Steht also in den meisten Fällen der praktische Werth derselben außer Zweifel, so find doch die aus ihr entspringenden Nachtheile für die Allgemeinheit durchaus nicht zu unterschätzen." Zuerst ist man nachweislich bemüht gewesen, die Bedeutung der Bewegung zu verheimlichen, jetzt scheint man in den gegentheiligen Fehler zu verfallen. Daß eine Aenderung des Gedinges, wenn sie auch zusammen nur 21 Mann oder zwei Hundertstel der Belegschaft der Guidogrube betrifft, auch Die übrige Belegschaft zu Demonstrationen veranlaßt, fonnte nicht überraschen, und wenn dann die Bergarbeiter des benach= barten Ostfeldes mit der Forderung von Lohnerhöhungen auftraten, so bietet die Theuerung dafür eine ausreichende Erklärung. Daß dabei die Aeußerung gefallen ist, sie würden das Geld nehmen, wo sie es fänden, wenn man ihnen die Aufbefferung verweigere, flingt ja sehr gefährlich, indeß haben sich die Arbeiter des Ostfeldes, nachdem ihnen die Prüfung ihrer Forderungen zugesichert war, doch sämmtlich ruhig an die Arbeit begeben, wie denn auch die Verwaltung mit einer Arbeiterdeputation der Guidogrube von drei Mann ruhig hat verhandeln können." Korrespondenzen und Parteinachrichten. M Erfurt. Einen großartigen Verlauf nahm der von den hiesigen Genossen zu Ehren des Parteitages veranstaltete Rom mers. Von Nah und Fern waren die Parteigenoffen erschienen und füllten mit den Delegirten und den Erfurter Genossen den Kaisersaal" bis auf das letzte Plätzchen. Nach der Begrüßung der Delegirten durch einen schwungvollen Festprolog durchbraue die Marseillaise", gesungen von den Gesangvereinen Morgen stern" und" Gutenberg" den Saal. Dann wechselten ernste und heitere Deklamationen in bunter Reihenfolge mit einander ab Hier wird also zugestanden, daß die Arbeiter von oben auf dem legtgenannten Gebiete waren es vor allem die Zeite her provozirt sind, daß man habe versuchen wollen, was politischen Anspielungen reich gewürzten gelungenen Komplet Genossen Strzelewih und Schwarz, welche durch ihre mi man ihnen bieten könne. Solche Versuche, die doch ins einen ungeheuren Heiterfeitserfolg erzielten. Genosse Hoffmann Die Begehrlichkeit der Arbeiter tritt recht deutlich Fleisch der Arbeiter schneiden, sollte man am wenigsten in Chemniß, der mit seines Basses Grundgewalt schier den Ga zu Tage, wenn man von der traurigen Lage der Kapitalisten den fiskalischen Gruben machen, die nach den kaiserlichen erbeben machte, die Arbeiter Gefangvereine von Goth hört. Die Harpener Bergbau Gesellschaft giebt uns Worten doch als Musteranstalten gelten und den Apolda und Erfurt, fie alle trugen dazu bei, das Fest ein Bild davon. Wirkung war das von Genossen Brandt gestellte lebende Bild: Nach dem Geschäftsbericht für 1890/91 hat die gute wirth- Privatunternehmungen mit gutem Beispiel vorangehen einem in jeder Beziehung gelungenen zu gestalten. Von große wirth- sollten. " Das Proletariat der Freiheit huldigend." Der Geist der Brüder schaftliche Lage des Kohlenbergbaues zu einem überaus be friedigenden Ergebniß geführt; nur wurde der Absatz durch Ein Helmholt- Virchow- Kommers soll von den Ber- lichkeit durchwehte das Ganze, und lange nach Mitternacht e die bekannten Berkehrsstörungen und später durch den Ausstand liner Studirenden zur Feier der beiden genannten Männer ſchieden bie Festtheilnehmer in dem Bewußtsein, nach der ernſten Arbeit der letzten Tage einige Stunden ungetrübten Genusses ver auf einzelnen Zechen recht fühlbar beeinträchtigt. Auch litt ( Thür. Tribüne.) die Entwickelung der Gruben weiter durch einen Rückgang stattfinden. Da kommen die zwei Seelen der streberischen neu- lebt zu haben. der Arbeitsleistung(?), welche durch vermehrtes Anlegen deutschen Studenten in schweren Widerspruch. Helmholz, Die Stichwahl im I. Dresdener( Altstädter) von Hauern nicht überall ausgeglichen werden konnte. Die der von dem Kaiser im Gegensatz zu Virchow AusgezeichGesammtförderung Bechen betrug einschließlich nete, soll mit diesem in einer Feier verbunden werden! Landtags- Wahlkreis zwischen unserem Parteigen offe 6900 Tonnen Bestand 2831 329 T., der Absatz 2822 000 T., Nun, das mag wohl am Anfange des Kommerses bitter Winkler und dem Konservativen Weylich findet davon 95 256 T. zum Selbstverbrauch. An Kokes wurden empfunden werden, aber die Gegensäge werden nach den 26. Oktober statt. Das Stimmenverhältniß war bei der Haupt wahl am 13. Oktober folgendes: 531 339 2. mit einem Ausbringen der Kohlen von 72 pet. her ersten geleerten Gläsern immer mehr verschwinden. gestellt; die volle Leistung aller Kotesöfen von 660 000 T. wurde nicht erreicht, weil einige neue Anlagen erst im Frühjahr in Die Landtags- Stichwahl in Dresden I zwischen dem Betrieb kamen. An Preßkohlen wurden 33 775 Tonnen her- tonservativen Glasermeister et lich und dem Sozialgestellt. Die Gesammtheit aller Belegschaften betrug 10 187 Mann, die Arbeitsleistung 0,39 Tonnen, der Arbeitslohn 3,63 M. demokraten Winkler ist auf Montag, den 26. Oktober, der Mann und die Schicht. Die Selbstkosten stellten sich auf anberaumt. Die Antisemiten und Nationalliberalen werden 6,04 M. die Tonne, gegen 5,42 M. im Vorjahr. Die Her selbstverständlich ihre Stimmen auf den Ersteren vereinen. stellungskosten für Roats betrugen 1,34 M., die für Preßkohle 3,88 M. die Zonne, der durchschnittliche Erlös 9,98a M. für Rohlen, 14,20 m. für Koats, 13,66 M. für Prestohlen, die Gesammteinnahmen 27 121 798 M., die Ausgabeu 16325 167 M., der Betriebsüberschuß 10 796 630 M., der Rohgewinn 10 152 509 Mart; hiervon ab 26 404 M. Bergschäden, 122449 M. Betheiligung beim Ausstands- Versicherungsverband, 3 271 074 M. aller welcher tommer N Soziali grapher mie fr tönnte bestim daß A Arbeit towa wegen Kontr Klaffe Dzie melde hatte breitu selben Die U verbü Trib die v Gried Taufe lande anwa eingef Antla gesp veran und flage Entf persö nicht Wohu tran anwe mit über müss urthe Vert nicht eine gewe schien Vorf att dort fone gege vorlegte Gen Wahl Bunahme erfam Sozialdemokr. Winkler Konserv. Wehlich 1725 2067 626 1 099 1578 489 eine Nat. lib. Ritter 874 495 379 Deutschfreis. 875 weg 11 Antisemit Hartwig 1620 Ronservative, Nationalliberale und Antisemiten hatten sammen bei der Hauptwahl 2836 Stimmen mehr als unj Kandidat. Die Maurer von Halle a. s. haben dem dortigen Volt blatt" 500 M. überwiesen. Zu der vom bayrischen Landtag beschlossenen Annahm der Abänderung zu Art. 184 des Polizei. Stral gesetzbuchs, des" bayrischen Sozialistengesetzchens", desfe Vorwärts Wortlaut unsere Leser" aus früheren Berichten des fennen, meint die Münchener Post": " Nur 20 Prozent Dividende, und zwar wegen des Rückgangs der Arbeitsleistung der faulen Arbeiter und des Streits auf einzelnen Bechen. Die armen Aktionäre hätten es sonst wohl noch auf 30 Prozent bringen können! Trozz alledem denken sie nicht einmal an die Herabsehung der Löhne und hegen die fromme Hoffnung, daß die Kohlenanlagen von 51043225 Mr., bleiben 6782 581 M. Reingewinn. Gott segne den Strand! An diesen Spruch werden wir bei Derselbe theilt sich wie folgt: Rücklage B 336 629 M., Gewinnantheile 245 643 M., Gemeinnütziges 50 000 m.(!), 20 pCt. Divi- dem frommen Wunsche erinnert. An den norddeutschen dende gleich 6 000 000 M., Vortrag 100 300 m.( Im Vorjahre Küsten herrschte vor nicht langer Zeit das Strandrecht oder wurden bei 2035 079 M. Abschreibungen 4378 262 M. rein verdient wurde wenigstens praktisch geübt. Die Küstenbewohner beund 15 pet. Dividende gleich 3.960 000 m. gezahlt.) Ueber mächtigten sich der strandenden Schiffe und der auf diesen die jetzige Geschäftslage sagt der Bericht: Die Aussichten für befindlichen Waaren, und oft kamen sie auch der Natur zu das angefangene Geschäftsjahr sind befriedigend. Wenn Silfe, indem sie durch falsche Feuer den Schiffer auf den gleich an eine Herabsetzung der hohen Löhne und damit der Strand lockten. In manchen Kirchen selbst wurde gebeten Selbstkosten vorläufig nicht gedacht werden kann( 1), weil der um einen gesegneten Strand". An diese Fürbitte werden wo uns das bayrische Parlament, wo uns die Ultramontan Genossen! Merken wir uns den 17. Oftober als einen Tag Bedarf an Kohlen ein anhaltend reger ist, trotzdem alle ver brauchenden Industrien volle Beschäftigung nicht haben, so wir erinnert bei den frommen Wünschen um thenere Kohlen und Liberalen verständnißinnig und einträchtig neue Fesseln schmiedeten und sorgen wir seiner Zeit dafür, daß unfere darf auf die Beständigkeit der Preise gefchloffen werden. Nach und um theueres Getreide. Gegner erfahren, daß die Stühle in dem großen Hause an den für den größten Theil unserer Kohlenförderung gethätigten Einen frommen Glauben hat sich Eugen Brannerstraße nicht allein für die Ultramontanen und Liberalen Verträgen und infolge größerer Verkaufsmengen aufbereiteter Kohlen dürfte der Durchschnitspreis den vorjährig Richter bewahrt. In seinen Sozialdemokratischen Bu- ba find. erzielten über steigen und einen wirksamen Ausgleich bilden funftsbildern", die ihm die Schmeichelworte der gesammten gegenüber der eingetretenen Ermäßigung der Koatspreise." Mögen unsere Gegner Waffen schmieden, so viel sie wollen sie können uns wohl verwunden und schaden, vernichten können fie uns nicht, ihre geschärften Waffen werden stumpf werden a unserem guten Rechte, an unserer Begeisterung und an unfer Einigkeit und Solidarität. fchn wou Pri acht ftum Sch Da ist, fau 1er neh In Tich th ft ä ber geg Dor Ja, wir werden, wenn es Zeit, abrechnen mit den Leuten Kartellpresse und die Anerkennung seiner gemüthvollen" welchen der Grundsatz gleiches Recht für Alle" ein Greuel, un Er mußte eine feine Spürnase haben, gewandt in allerlei Ränken und genau bekannt mit allen Denen fein mit deren Ueberwachung er betraut gewesen war, Louis Philipp regierte. als Aber diese hatte ihren Wagen erreicht und Larirette sehen, daß sie viele Hindernisse besiegen oder umgehen war noch zehn Schritte von demselben entfernt, als das müsse, wenn sie zur Verwirklichung ihrer Wünsche gelangen Pferd sich in der Richtung der Rue Montmartre in schnellen wollte. Trab setzte. Und in ihrem Geiste, der noch von dem Schlage er An der Biegung des Trottoirs blieb Larirette stehen, schüttert war, der sie soeben getroffen hatte, war sie nicht Aber dieser Mann war gegangen, ohne seine Adresse unbeweglich, fassungslos, die Augen auf den glänzenden im Stande, sich einen Feldzugsplan zu machen. Sie sah zu hinterlassen; er mußte um jeden Preis wiedergefunden Louisdor in ihrer Hand geheftet, während in ihrem blassen wohl ein, daß Deshommes, benachrichtigt von ihrem un werden; eine schwierige Sache in diesem großen Paris. Gesicht sich die verschiedenen Empfindungen wiederspiegelten, erwarteten Besuche, dessen Erinnerung in ihrem Herzen Sich auf der Präfektur zu erkundigen, war unmöglich von denen sie erregt war. einen wilden Haß entzündete, auf seiner Hut sein und er durfte dort nicht wieder erscheinen, denn diese hatte no Mijoulet kommt nicht, murmelte sie, indem sie äußerst wachsam sein würde. Trotz ihrer Verwegenheit und mit dem siegreichen Aufstände vollauf zu thun. einen schweren Seufzer ausstieß, als ob die Gegenwart des Verworfenheit hatte sie Furcht vor ihm und vor seinem Sie war sehr in Verlegenheit, da sie von vorn auf ein ein Hinderniß f jungen Lehrlings ihr über das Seltsame der Szene, eisernen und mehr als jemals unversöhnlichen Charakter, herein auf ftieß, an welches Schon bei diesem Gedanken allein die sich soeben abgespielt hatte, hätte Klarheit verschaffen seitdem sie die erste Liebe des Mannes verrathen, der, wie nicht gedacht hatte. fie wohl wußte, sein ganzes Leben der Sache der Revolution verfinsterte sich ihr Gesicht von neuem und ihre Fäuste ballten gewidmet hatte. fich voll Wuth zusammen. fönnen. IV, Wie unsere Leser gewiß errathen haben, war die schwarzgekleidete und verschleierte Dame, deren Erscheinen und Fragen Larirette in das höchste Erstaunen versetzt hatten, teine andere, als die Frau Marche- Seul's. Und nun war die Partei, zu der ihr Mann gehörte, die Republik, die soeben triumphirt hatte. Um so schwächer fühlte sie sich. Sie brauchte Jemanden, der mit ihr im Einverständniß handelte und ihr half. Ihr Begleiter, der den Wagen nicht verlassen hatte, und Es mußte ein Mensch sein, der Deshommes, seine Geforgfältig verborgen geblieben war, war Collard, der ehemalige, mit der Ueberwachung der Republikaner beauf- wohnheiten, seinen Charakter genau kannte, und der auch tragte Polizei- Agent, den dann, schon am Tage der Revo- Geschicklichkeit besaß. Gewiß, ihn wollte sie glänzend belohnen, sie fühlte lution, der alte Schuster der Rue Galande als Agenten und Vertrauten der neuen Regierung wiedergefunden hatte. fich im Stande, ihm Alles zu gewähren, was er verlangen Wo mochten diese beiden gemeinen Geschöpfe sich wieder würde. gefunden haben? Bis zu welchem Grade handelten sie im Einverständniß? Welchen Zweck verfolgten sie? Welches geheime Band vereinte sie? auf Sie wußte nicht, was sie thun sollte, und hoch gerichtet stampfte sie hißig auf das glänzende Löwenfell welches ihr als Bettvorlage diente. Und doch muß er sich wiederfinden lassen, Mann, er ist mir unentbehrlich, aber was thun? Diefer fein gebogenen Augenbrauen sich runzelten und eine häßliche Falte Plötzlich wurde sie durch wiederholtes Klopfen an der Und sie war von neuem auf ihr Bett zurückgefunte nachdenklich, mit halbgeschlossenen Augen, während ihre sich wie eine große Rinne quer über ihre Stirn zog. Thür ihres Schlafzimmers aus ihrem Sinnen herausgeriffen samen Gast, der sie am Morgen aufgesucht hatte und ihr zufordern, tam ihre Kammerzofe mit leisen Schritten, unverfroren angeboten hatte, ihr den Aufenthalt ihrer den Zehen gehend, herein, ihre Miene war noch verstört Tochter für 10 000 Franks mitzutheilen. Die kleinsten folge des Auftrittes, dem sie vor kaum einer Viertelstunde Umstände dieser Verhandlung kamen ihr wieder in das beigewohnt hatte. Gedächtniß zurück, und zwar mit außerordentlicher Dentlichkeit. Ihr Gedankengang brachte sie wieder auf den felt- Ghe fie Zeit hatte, den Klopfenden zum Eintreten auf Als die Frau Deshommes' nach ihrer Rückkehr in das Hotel des Champs- Elisées sich von ihrem heftigen NervenBufall erholt hatte, den sie ihrem Besuche in der Rue Julien- le- Pauvre verdankte, wo sie ihre einzige Tochter zu Sie Dieser Besucher war ein ehemaliger Agent der Polizeifinden glaubte, hatte sie nur noch eine fire Idee. wollte sich an ihrem Gatten rächen, ihm ihr Kind entführen präfektur. Er hatte ihr gesagt, daß die Verkündigung der und es Denjenigen hassen lehren, den es für seinen Republik ihn um seine Stelle gebracht hatte. Bater hielt. Er war unbeschäftigt und verlangte gewiß nichts und ihre Lage fest ins Auge faßte, desto mehr mußte sie verdienen. flingelt! auf in Was giebt es Marie? Ich habe Ihnen nicht ge Guädige Frau, es ist ein Mann da, welcher Sic sprechen wünscht, er war schon diesen Morgen hier..." und wurde von Ihnen empfangen.... Sie hatte keine Zeit, noch mehr zu sagen, denn bie Aber je mehr sie ihre Kaltblütigkeit wiedergewann Besseres, als durch die Unterstübung ihrer Pläne Geld zu Frau Deshommes' war vom Bette aufgesprungen. Sie war lentzückt vor Freuden; es war ein wunderbarer Zufall de dir Gi K vo di in ste ni jc I 1 11 li t9 ic d t と genen Er hmit Eugen unft mit aat, Iten Süd Intrag 33 in aß e g der nun in 3 Bei uf bie taten 1 den Rom chienen en den cüßung braufte lorgen ite und ber ab Beige hre mit ouplet ann 1 Saal Gotha, Feft großer e Bild: Brüder cht erft ernften jes ver e.) Städter enoffen et am Saupt me ten gu unfer Gott ahme traf deffen wärts vollen fönnen Den an unferer n Tag ntanen Feffeln unfere an ber Deralen Zeuten , unb St in fein als breffe inden glich; noch Dorn fie * Weimann's Lokal. welchen jedes Gefühl für Recht und Freiheit abhanden ge-| Beide Revisionen wurden vom Gericht als unbegründet verworfen.[ bet Sildebrand.- Gefangverein, Eintracht", Glienicke bet Ablershof, in tommen ist." Die Verhandlung war geheim. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Entgegend. Neben den Münchenern erblicken auch die Augsburger Donnerstag: Sumorist. Verein, Pautenschwengel", Stallschreiberstr. 58.Sozialdemokraten im neuen Art. 134 einen Rautschukpara- Todtenliste der Partei. In Auerswalde( Sachsen) Brivat- Theatergesellschaft, i delto", Uhr, bet Gaillard, Prinzenftr. 87. graphen, der leicht gegen zentralisirte Organisationen der Arbeiter, verstarb an der Proletarier- Krankheit der Tischlermeister Ernst Berein, Grüne Ete"( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1. Musikdilettantenverein ,, Animo", bei Schmidt, Wrangelstr. 141.- Geselliger Verwie freie Silfstassen und Gewerkschaften, angewendet werden Müller. Privatgnügungsverein hilarita 3", bet Tempel, Breslauerstr. 27. tönnte; sie verlangen, durch üble Erfahrungen mit solchen GesetzesTheater und Pantominengesellschaft Fie deler Geist", bei Schneider, bestimmungen belehrt, daß im Gesetz ausdrücklich bemerkt werde, Adalbertstr. 8.- Vergnügungsverein, Ginigtett", bei Linte, Forsterftr. 45. daß Art. 134 des bayer. P.-St.-G.-B. auf Organisationen der Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat: tlub Rückwärts", Abends 8% Uhr, im Restaurant Boderke, PallisadenArbeiter nicht angewendet werden darf." straße 47.- Statklub Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, bet Linneken( Flötenwirth"), Beuffelstr. 57. Mitglieder wer= den aufgenommen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. towski von der " Der Redakteur Ku= Gazeta Robotnicza" wurde nicht wegen Beleidigung, sondern wegen Aufreizung der Arbeiter zum Kontrattbruch, sowie wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten im Klassenfampf, welche Vergehen durch Verbreitung der Broschüre " Dzien roboczy" begangen worden sein sollten, zu der schon ge meldeten Strafe von 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Kurowski hatte die Broschüre dem Kolporteur Spika in Beuthen zur Verbreitung überwiesen. Letterer wurde wegen Berausgabung der selben zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, die er indessen durch die Untersuchungshaft, welche mehr als 4 Monate währte, schon verbüßt hat. Der Redakteur Hülle von der ,, Thüringer Tribüne" follte sich durch einen Artikel, in welchem über die von der griechischen Geistlichkeit an der Kronprinzessin von Griechenland, der Schwester des deutschen Kaisers, vollzogene Taufe berichtet wurde, der Beleidigung eines Mitgliedes des landesherrlichen Hauses schuldig gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch das eingeleitet gewesene Verfahren wieder eingestellt. " Genosse Paul Reißhaus in Erfurt wurde von der Anklage, die dortigen Stadtverordneten beleidigt zu haben, frei gesprochen. Genosse Ringsdorff, welcher früher stellvertretungsweise verantwortlicher Redakteur des Halleschen Volksblatts" war und dann nach Berlin verzog, erhielt in Sachen einer Beleidigungsflage eine Vorladung nach Halle. Er bat, man möge ihn der weiten Entfernung halber und seiner pekuniären Verhältnisse wegen vom persönlichen Erscheinen entbinden. Eine Antwort ging ihm darauf nicht zu, dagegen wurde er eines Sonntagsmorgens in seiner Wohnung verhaftet und zwangsweise nach Halle transportirt, damit er im Termin persönlich anwefend fei. Die Maßregel wurde gerichtsseitig da mit begründet, daß Ringsdorff selbst erklärt habe, nicht über die nöthigen Mittel zur Hierherreise zu verfügen. Wir müssen diese Maßregel entschieden als eine ungefeßliche verurtheilen. Denn wenn auch Ringsdorff wegen seiner petuniären Verhältnisse vom Erscheinen entbunden sein wollte, so liegt doch nicht der mindeſte Grund zu der Annahme vor, daß er im Falle eines ablehnenden Bescheides nicht rechtzeitig an Ort und Stelle gewesen sein würde. Wäre Ringsdorff nicht im Termin erschienen, dann hätte das Gericht begründetes Recht gehabt, die Vorführung zu beschließen. Eine Annonce in Nr. 142 und 143 der Chemnitzer Presse", in welcher Genosse Albert das Vorgehen der dortigen Polizeibehörde gegenüber Vereinen, einzelnen Perfonen 2c. ein unberechtigtes nannte, hatte diese Behörde veranlaßt, gegen Albert, sowie gegen den früheren Redakteur der„ Presse", Genossen Jlling, Strafantrag zu stellen. Die Straftammer erkannte jedoch in beiden Fällen auf Freisprechung. Boziale Leberlicht. 2übed'scher Turnverein, Männer Abtheilung. Abends 8-10 Uhr, Ueber den Streik der Londoner Zimmerleute und Schreiner theilt die Allg. Corr." unterm 20. Oktober mit, daß lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein„ Osten", LehrBerliner dieselben an diesem Tage zur Arbeit zurückgekehrt seien, nachdem Turngenossenschaft, 1. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, fich Unternehmer und Streikende dahin geeinigt hätten, die im effing- Glue Grescer strittige Angelegenheit dem Präsidenten des königlichen Instituts Gneisenaufstr. 88. Männer- Gesangverein Grescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, britischer Architekten zum Schiedsspruch zu unterbreiten. Der Gesellschaftshaus, Fichteftr. 29. Streit hat mehr als 25 Wochen gedauert und 50 000 Pfd. Sterl. Sigung mit Damen Abends wit im Reichsgarten, Alexandrinen getoftet. Versammlungen. Die Versammlung der Gärtnergehilfen Berlins, welche am 19. b. M. im Königshof stattfand, hatte einen kurzen Verlauf. Als das Bureau gewählt war, vertagte der Vorsitzende die Versammlung auf eine halbe Stunde, und darauf löfte der überwachende Beamte dieselbe auf. Beschwerde gegen die Maßnahme des Beamten wird natür lich schleunigst erhoben. Varteigenossen, welche gewillt find, fich an der Agitation im 40. Kommunalwahlbezirk zu betheiligen, ersuchen wir dringend, sich sofort an unterzeichnete Komiteemitglieder zu wenden: R. Millarg, Lehrterstr. 22, Hof 2 Tr. Johann Pfarr, Wilsnackerstr. 49, Hof 4 Tr. Friz Voß, Lübeckerstr. 8, Laden. Verein 3ick 3 a ct", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches Geselliger Verein ,, Regina", jeden Donnerstag " straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gefangverein Blaue Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gesang= verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bet Röllig. Pfropfenverein" Wedding", Abends 8% Uhr bei K. Helterhoff, Antonstr. 5. Bergnügungsverein ,, Blau- Veilchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Aufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. Vergnügungsverein ,, Caprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Babstr. 35-36, Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstr. 38. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste willKlubhaus, Ohmgaffe 2. fommen.- Privattheater- Gesellschaft Hoffnung", Abends 8% Uhr, im Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeſchule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im Reſtaurant G. Saberecht, D., Gr. Frankfurterſtr. 31. Gäſte, insbesondere ehemal Zambourverein Schul- Kollegen, herzlich willkommen. ehemaliger 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Gäste willkommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste willkommen.- Verein ehemaliger Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Noll, versammlung findet Sonntag, den 25. Ottober, Vormittags 10% Uhr, bei Steinhauer Berlins und Umgegend. Die regelmäßige Mitglieder- Bur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der 85. Gemeindeschule und Gäste sind willkommen. Jungferntranz", Weidenweg 12.- Vergnügungsverein ,, Bruder= Krüger, Gartenstr. 123 statt. bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 3 bei Noll: Sizung Donnerstag 9 Uhr, Oranienstr. 153, 1 Tr. Gäfte( Herren) willkommen. mit Damen. Nachdem Fidelitas. Geselliger Klub Blau Veilchen", Rauchklub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Srautsa ftraße 48. Rauchklub Kernspiye", Abends 8% Uhr bet A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths haus, Stalizerstr. 41. Rauchtlub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bet Tempel, Breslauerstr. 27. Rauchklub Arcona", Abends 9 Uhr ReichenbergerStraße 71. Arbeiter Rauchklub Nordpol". Sigung jeden Donnerstag Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerftr. 6. Rauchklub Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. Ohnesorge". Donnerstag, Abends e Uhr, Koblenufer 2, Rogge's Bierhaus. A. Linneten, Beusselstr. 57, Laden. H. Riez, Beuffelstr. 17. F. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28, Saben. B. Linneten, Wilhelmshavnerfir. 28, v. 3 Tr. Musikverein Osiris",( Dirigent J. Winkler). Sonntag, ben 25. Ottober, Bandpartie nach Johannisthat bet Senftleben. Treffpunkt um uhr Nachmittags Bahnhof Johannisthal. Allgemeine Buchdrucker- Versammlung am Donnerstag, den 22. Oft., abends 8 Uhr, im großen Saale der Bodbraueret( Tempelhofer Berg). Bericht über die gegenwärtige Situation. Ref. Besteck. ( G. G. 29 und 89, Samburg.) Donnerstag, den 22. Oftober, Abends 9 Uhr, Allgemeine ranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. Neue Friedrichstr. 44, bet Rollig, Versammlung der Ortsbeamten der Filialen Berlins und Umgegend. Barbier-,- Ge1 M Sprechsaal. hiren( Zweigverein Berlin), zonneritas, Den 22. Oftober, abends 10 Uhr, Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, sowett der Raum dafür Rosenthalerstr. 38. Außerordentliche Generalversammlung. Friedrichsfelde! Donnerstag, den 22. Oftober, Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins im Lotale des Herrn Momber, Wilhelmftr. 10. Achtung, Metallarbeiter! Die Mitglieder des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter" veranstalten am Sonntag, den 25. Ottober, Vormittags, eine Partie zur Besichtigung ber deutschen Sut Fabrit, Pappel: Allee. Treffpunkt für den Norden und Westen: Restaurant„ Dies", Reinicken Treffpunkt für den Süden und Often: Restaurant" Bubeit", Naunynfir. 86. dorferstr. 54. Abmarsch daselbst präcife 9 Uhr. Abmarich bafelbft präcise 8% Uhr. Haupt- Treffpunkt 9 Uhr im Restaurant Thierbach, Schwedterstr. 44. Dem Redakteur Adolf Hoffmann in 3eit ging auf eine Beschwerde, welche von ihm beim Minister des Innern wegen der polizeilichen Auflösung einer Versammlung, die über 11 Uhr Abends hinaus tagte, folgendes Schreiben zu: Merseburg, den 26. September 1891. Ihre an den Herrn Minister des Innern gerichtete Beschwerde vom 20. v. M. ist an mich zur Verfügung abgegeben von Demgemäß theile ich Ihnen nach stattgehabter Prüfung hierdurch mit, daß ich dieselbe für begründet nicht erworden. achten kann. " willkommen. 1 abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifizirt zu werdeit. Nachdem das Sozialistengesetz abgelaufen und damit das Spielen und Singen verschiedener populärer Arbeiterlieder wieder freigegeben ist, macht sich unter den Musikern die Unfitte beinertbar, daß man sich bemüht, die verschiedenen der früher ver boten gewesenen Arbeiterlieder in allen möglichen Tanzrhythmen bei Festlichkeiten zu Gehör zu bringen. Ich muß diese mittags 3 Uhr, in der Großen Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bter entschieden verdammen, und jeder Denkende wird mir darin beiTele- und Diskutirklubs. Donnerstag. Wach Auf", Nach- Art und Weise, Arbeitern ihre Lieblingsmelodien vorzuspielen, ganz hallen". ,, Wahrheit", Markusstraße 31. Beine" in Rixdorf, Gate Senesebect und Hermannstraße, Restaurant" Beyler. Gäste will: pflichten. Die Marseillaise spielt man schon als Marsch und als tommen. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Bolta; ja, mir wird bestätigt, daß sogar das Lied ,, Ein Sohn Süd- Ost", 8% Uhr bei Tolfsdorf, Görligerstr. 58. Gäste, durch Mitglieder des Voltes" als Walzer in einem hiesigen Lokal vor eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Fester Wille", Abends 8% Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäfte durch Mitglieder eingeführt getragen wird. Ich glaube, der Text dieses herrlichen Proletarierhaben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Maiwuchs", Charlottenburg. liedes ist jedem Arbeiter so weit bekannt, daß er weiß, welch Jeden Donnerstag von 8% Uhr Abends ab bet Wenzel, Englische Straße 23. ernsten Inhalts dieses Lied ist. Wenn sich die Arbeiter in ZuDamen und Herren tönnen als Gäste eingeführt werden. Lese- und Dis futirflub Gerechtigkeit". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Lokale tunft bei Tanzluftbarkeiten, in dem Augenblick, wo man nerd. Hoffmann, Waldemarfir. 61. Säfte, burch Mitglieder eingeführt, so ungebührlich mit den herrlichsten Wolfsmelodien umspringt, Lefe und Diskutirklub Diengen". Jeden Donnerstag den Tert der betreffenden Lieder in Erinnerung rufen, so wird Abend bei Schröder, Wiesenftr. 39, Sigung. Gäfte willkommen. Lefetlub Sozialdemokrat". Jeden Donnerstag, Abends 8½ Uhr, im sotale ihnen das Unangemessene jenes Musikerbrauchs ganz gewiß inne Kirchbachstr. 7 bei Schnicke. Gäste willkommen. Serwegh", Abends werden und sie veranlassen, den Musikern die Profanation solcher Durch die Polizeiverordnung vom 1. Mai 1866 ist die Polizei 8 1hr, im total von Otto Binte, Forsterstr. 45. Gäfte willkommen. Lieder zu verbieten. stunde für die Wirthshäuser, öffentliche Vergnügungsorte und Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- Freilich, es giebt Arbeiter, welche diese Liederverstümmelung Schantstuben der dortigen Stadt auf 11 Uhr Nachts festgesetzt. ſtunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor ,, St. Urban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangverein Unverzagt", auch noch schön finden; ja, ich hatte Gelegenheit zu hören, Daß nun ein Schankwirth auch dann der Polizeistunde unterworfen Köpeniderstraße 127a, bei Küfter.- Gefangverein Kornblume", Blumen- daß man sich bei Festlichkeiten darüber beschwerte, daß ist, wenn er sein Schanklokal zur Abhaltung öffentlicher Volksver- straße 54, bei Wuttte. Gefangverein der Berliner Schmiede", Bres: die Marseillaise nicht zum Tanz gespielt wurde. Nun, jammlungen benußen läßt, kann keinem Zweifel unterliegen, zumal Brebelschluß", Annenstr. 16, ich hoffe, daß es nur dieses Hinweises bedarf, wenn er, wie bei der Versammlung am 14. d. M. an die Theil- bei Reßner. Arbeiter- Gesangverein Weiße Rose", Reinickendorf, einem noch im Entstehen begriffenen Unfug ein für allemal nehmer derselben Getränke gegen Entgelt verabfolgt. Residensstr. 101, bei Garus. In solchen Fällen steht eben der Freiheit zur Abhaltung öffent- burg, Goethestr. 9, bet Sente.- Gesangverein, Dorfg to d let u', Wilmers: ein Ende zu machen. Es ist nichts dagegen einzuwenden, daß dorf, Brandenburgischestr. 106, bei Gräß. Gefangverein G cho 2", Alte man die Marseillaise als Marsch bei Konzerten aufführt, licher Versammlungen die Wirthshaus- Polizei mit Schönhauserfir. 42, bei Reimann. Gefangverein, inigteit"( Sutmacher), aber als Tanz nie und nimmer! Dafür ist diese Melodie mit ihren Einschränkungen gegenüber. Pappel- Allee 3-4. Gesangverein 8ut unft 1", Steglit, Restaurant ihren herrlichen Akkorden und ihrem ernsten Texte zu erhaben. Hildebrand. Der Königl. Regierungs- Präsident. Gefangverein Harmonie", Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Ein Sohn des Voltes" mag ich in feiner der beiden vorGesangverein, reuzberger Sarmonie", Lindenstr. 106. v. Diest." Gefangverein ,, Veilchen blau", Rottbuser Damm 39, bet Jatob. Gängerchor genannten musikalischen Formen hören. Hat ein Komponist das Die Hauptverhandlung gegen den Redakteur der Burger Töpfer Berling, Sipsfir.s, b. Byrteckenquerein Butun Bedürfniß, sein musikalisches Empfinden mit diesem schönen Liede Nieder- Schönhausen, Sindenstr. 25. städter ,, Ostpreußischer Volksstimme", Albert Schmidt, wegen der gesangverein", jeben Donnerstag 9-11 Uhr, Fischerstraße Nr. 41, zu vereinen, so bringe er dieses in Form einer Phantasie oder gegen denselben anhängig gemachten Preßprozesse soll am 29. Oft. bet Stockfisch. Landsleute find willkommen. Gefangverein Edel Paraphrase zum Ausdruck, wozu ein Sohn des Volkes" die vorvor dem Landgericht zu Chemnih stattfinden. weiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Gesangverein Borar", Admiralfir. 38, bet Bülow.-" Seeger'fcher Gesangveret n", Blumen- trefflichste Anregung giebt. G. Schonert. Gegen das in Sachen Majorke in Reichenbach gegen Marstraße 46, bet Weid.- Gefangvereinreiheitsgrub", aftanienallee 35, Baginsti vom Proletarier" gefällte Urtheil hatten fo- bei Güllmann. im Zukunftsstaat.- Gefangverein ,, Matglödchen 2", S.-D., Mariannenstr. 19, wohl Baginsti als auch der Staatsanwalt Berufung angemeldet. Gefangverein Frete länge", Willibald Aleris- und Heimstraßen- Ede " der ihr den wiederführte, den sie nicht wiederzufinden hoffen durfte. -Lassen Sie ihn eintreten, schnell, schnell und seien Sie recht höflich; Sie verstehen Marie Da die Kammerzofe sich nicht rührte, und in ihrem Gesicht sich die vollständigste Bestürzung abspiegelte, fügte sie in ungeduldigem und nervösen Tone hinzu: Nun, was warten Sie denn mit offenem Munde? Aber gnädige Frau, soll ich ihn hier hereinführen in Ihr Schlafzimmer? Ja freilich, aber gehen Sie doch, Sie sehen, ich sterbe vor Ungeduld. Als die Kammerfrau, welche sich fragte, ob ihre Herrin nicht plöglich den Verstand verloren habe, die Thür geschlossen hatte, ordnete die Frau Deshommes' lebhaft ihre Toilette und murmelte: Das ist der erste Mann, welcher hier eintritt, der wird mich gewiß mehr fosten, als alle andern, denn er will mir bei meiner Rache helfen, und ich will, daß sie schrecklich sei. allein allten auf nfell Diefer nten fein Falte bet ffen auf auf t in unde ge bie wat fall Die Thür war soeben geöffnet worden, und Collard trat mit dem Hute in der Hand ein, er machte eine tiefe Berbeugung. Ihm folgte die Kammerzofe, welche sich entschieden die Laune ihrer Herrin nicht erklären konnte, die immer so hochfahrend war und nur die höchstgestellten Leute vorließ, Leute von Oben", wie sie sagte: Es ist gut, Marie, verlassen Sie uns! Bei diesen Worten wies sie, während die Zofe hinausging und die Thür hinter sich zumachte, in anmuthsvoller Weise mit der Hand nach der Thür und begleitete diese Bewegung mit dem liebenswürdigsten Lächeln der Welt. Ah, mein Herr, seien Sie willkommnen. Ich dachte vor kaum einer Minnte an Sie, und ich fragte mich, wie ich Sie wiederfinden könnte. Gnädige Frau, niemand kann glücklicher, sein als ich, darüber, daß ich in einem so erwünschten Augenblick getommen bin... Ich dachte, daß Sie mich brauchen würden, und daß ich Ihnen nüßlich sein könnte... lauerstr. 27, bet Tempel. straße 5, bet Bartel. Gefangverein Gerth. 1 Gefangverein Frühlings Iust", Flottivell " - Gefangverein Morgenroth 1", Rummels: Männers " Gefangverein Felsenburg", Strausbergerstraße 8. Aber zuerst muß ich Ihnen eine Neuigkeit melden, die Sie wahrscheinlich interessiven wird.. Sprechen Sie, mein Herr, sprechen Sie! Es ist die, gnädige Frau, daß ihr Gatte, Herr Deshommes, oder der Bürger Marche- Seul, wie es Ihnen belieben mag, ihn zu nennen, in diesem Augenblick sehr frant oder todt sein muß. Das elende Weib jauchzte auf und eine ungeheure Freude erhellte ihr Gesicht, während ihre Lippen bebten. - Sie sagen, mein Herr, Deshommes sei todt oder todtkrant? Ach! welcher glückliche Zufall! Was für eine gute Nachricht Sie mir da bringen! Aber was ist ihm denn zugestoßen? Was befreit mich von ihm in dem Augenblick, wo ich, dank Ihrer Bemühung, eine lebende Tochter wiederfinde, und wo er das einzige lebende Wesen ist, das mich verhindern kann, sie wiederzusehen, zu umarmen und zu mir zu nehmen; denn nicht diesem Elenden gehört diese Tochter. Oh, gnädige Frau, die Sache ist sehr einfach und hat sich vor kaum anderthalb Stunden sehr rasch zugetragen; da ich gedacht habe, daß die Nachricht Ihnen einigermaßen wichtig erscheinen würde, habe ich nicht gezögert, sie Ihnen zu bringen, trotzdem die Stunde vorgerückt ist. - Sie haben recht gethan, mein Herr; ich dauke Ihnen dafür, und ich werde Sie dafür belohnen. Collard hatte ein Lächeln als Antwort, welches wohl anzeigte, daß er auf eine gute Belohnung rechnete in klingender Münze oder in guten französischen Banknoten. Die Frau Deshommes' sah wohl ein, daß der Mann, den sie da vor sich hatte, zu allem fähig war, und sie war entschlossen, vor feinem Opfer zurückzuschrecken. Sie war überzeugt, und zwar mit Recht, davon, daß sie mit diesem Cyniter keine Winkelzüge zu machen brauchte, der ja ein gutes Geschäft machen wollte; sie wußte nicht, daß auch er sich an Marche- Seul zu rächen hatte, und daß er doppelten Nugen hatte, indem er sie aufsuchte.' Sie überlegte, wie sie das Gespräch beginnen sollte und sie war sehr in Verlegenheit, trotzdem sie ohne Umschweife darauf los zu gehen entschlossen war. " Für guten Dienst gutes Geld! sagte sie sich. Sie war in der That in diesem Augenblick bewunderns würdig. Versunken in ihre Gedanken hatte sie sich nachlässig mit dem Ellenbogen auf die Lehne eines kleinen Sophas gestützt, das ein wahres Meisterwerk der Möbeltischlerei und der Stickerei war. The elegant sitzendes, eng anschließendes Kleid hob, obgleich es faltig war, ihre Formen vortrefflich hervor. Das matt erhellte Zimmer ließ ihre dunkle Kleidung und der dunkle Hintergrund des Gemaches ihren matten Teint kräftig hervortreten. Ihre großen schwarzen Augen schienen, sich in den Gegenstand ihres Sinnens versenkt zu haben. Ihr elastischer, zarter Körper ließ sie begehrenswerth erscheinen und Collard's Blicke leuchteten in seltsamen Feuer. Ein tiefes Schweigen war der soeben geführten Unterhaitung gefolgt. Feine Wohlgerüche erfüllten das Zimmer und ließen etwas wie einen unwiderstehlichen Rausch in dem Gehirn des verworfenen Mannes aufsteigen, der seine verliebten Stunden immer nur in den Absteigezimmern der Hotels ges feiert hatte mit den Schmetterlingen niederen Ranges, welche infolge seiner Eigenschaft als Polizeispion gezwungen waren, sich ihm unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Sein thierisches Gesicht sah dunkelblau aus, da das Blut ihm mächtig zum Gehirn und zum Herzen strömte; er hatte, während sein ganzer Körper zitterte, das Gefühl, als ob ein Feuerbrand seinen Rücken entlang lief. Er war nicht mehr Herr über sich. Er bewunderte fie, vollständig eingenommen von seiner higigen Begierde und von der Idee, sich auf dieses herrliche Geschöpf zu stürzen, welches ihn tros seiner Gefühllosigkeit auf unwiderstehlicher Art auzog. ( Fortsetzung folgt.) um Theater. Donnerstag, den 22. Oktober. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Die Quizow's. Deutsches Theater. Der Weg zum Herzen. Berliner Theater. Die Neuvermählten. Jugendliebe. Leffing- Theater. Falsche Heilige. Residenz- Theater. Von Dreien der Glüdlichste.- Vorher: Beſuch nach der Hochzeit. Circus Renz. Karlstraße. Achtung, Metallschleifer! In der Metallwaaren- Fabrik von Donnerstag, den 22. Oktober, Abends A. C. Lehmann, Manteuffel- der 99 71/4 Uhr: Auf Helgoland", traße 116, sind wegen Abzuges oder: Ebbe und Fluth, große Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist hydrol. Ausstattungs Pantomime in fernzuhalten. V 365/11 Große öffentliche Versammlung Töpfer Berlins und Umgegend am Freitag, den 23. d. M., Abends 6 Uhr, im ,, Böhmischen Brauhause", Landsberger Allee Nr. 11-13. Tages Ordnung: 2 Abth. mit Nationaltänzen( 60 Damen), Verband aller in der Metallindustrie Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Boot- besch. Arbeiter Berlins und Umgegend. und Wünsche der Kommission, sowie der Kollegen. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt 1. Bericht der Kommission über die Lage des Streits. 2. Beschwerden Der Vorstand. u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst Kranken- und Begräbnißkasse für die im Berliner schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Wallner- Theater. Sportgeschichten. Schluß- Tableau: Grande Fontaine luHierauf: Gewagte Mittel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Thomas- Theater. Unruhige Zeiten, oder Liege's Memoiren. Ostend- Theater. Der Glöckner von Notre- Dame. Bellealliance- Theater. Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. mineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Puss ausstrahlend. Außerdem: Gürtler- und Bronzeurgewerbe 4 Orientalen mit arab. Vollblut- Schulpferden, dargest. v. d. Herren E. Renz ( En fel), Gaberel, Alfred u. William in Prachtkostümen. Great Steeple Chasse von 6 engl. Vollblut- Springpferden, beschäftigten Personen. G. H. 60. Ausserordentliche 2211b Die Kommission. J. A.: C. Thieme, Ruppinerstraße 4. Achtung! Bürsten- und Pinselmacher! General- Versammlung der Filiale Berlin des Zentralverbandes der Arbeiter und Arbeite rinnen der Bürsten- und Pinsel- Industrie Deutschlands am Sonntag, den 25. ds. Mts., Vormittags 10% thr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Aufnahme Der Vorstand. Jung- dreff. u. vorgef. v. Seven Franz Renz. Generalversammlung neuer Mitglieder. Um recht zahlreiches Erschein en bittet Der grossartigen Tremplinsprünge über am Sonntag, den 25. Oktober, 120/19 2, 4, 6, 8 und 10 Pferde mit DoppelAlexanderplay- Theater. Schwarze Brüder. Colmar, ger. v. Fr. Clot. Hager. Die saltomortales v. d. besten Springern. Sisters Lawrence am fl. Trapez. Drei Jeenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- Täglich: ,, Auf Helgoland." Gebr. Briatore. Auftreten der Reittünstlerinnen Mlles. Zephora u. Elly, sowie der Reitfünstler Herren Adolf Delbosq, F. Chiarini 2c. Komische Entrées von sämmtl. Klowns. stellung. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachni. Konkordia- Palant- Theater. Spe- 4 Uhr( ein Kind frei); Auf vielseitiges Verlangen: Die lustigen HeidelHelgoland." zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Vaviště. Spezialitäten Vorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. u. f. w. heater d.Reichshallen Großer Erfolg! Brüder Beiso und das 6 Londoner Backfische. und das Wunderthier. Maria la Bonita. Chas Haydn. Avolo Boys. u. s. w. Anfang 71/2 Uhr Gratweil'sche. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder berger." Abends 7/2 ühr: Auf E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Donnerstag, den 22. Oktober, Abends 71/2 Uhr: Zum 1. Male: Gr. Doppelin Vormittags 101/2 Uhr, Klein's Feßfälen, Oranienſtr. 180. Kommission freier eingeschr. Hilfskassen. Tagesordnung: Rechnungslegung und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt! Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2208b Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsverein Adlershof. Versammlung am Freitag, den 23. Oktober ds. Js., Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75( unterer Saal). Tages- Ordnung: 1. Mr. De handlu anderen rung war E teftirt blattes Ga 31 M Sufam 2214b D Mitar ihrer 2 demoty empöre mitglie dieser E 1. Mittheilung. 2. Vortrag des Herrn Dr. Dronke über Ersparnisse bei Verordnung von Medikamenten. 3. Abrechnung vom Sommerfest. 133/4 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Donnerstag, 22. Oktbr., Ab. 8½ Uhr: Vereinsversammlung bei Wiedemann& Manofsky. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung befannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Berfchiedenes. Nichtmitglieder find als Gäste willkommen. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Freien Vereinig. Der Kaufleute am Donnerstag, den 22. Oktober, Abends 9 Uhr, in Graiweil's Bierhallen, Kommandanten- Straße Nr. 77-79. Lages Ordnung: 1. Das Vorgehen des Vereins deutscher Tabatfabrikanten und-Händler = Der Vorstand. Verein der Parquetbodenleger Berlins. General- Derlammlung liche Nummern des Programms werden Straße 21, stattfindenden 9. Stiftungs- Geschäften. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Borstellung. Zum 1. Male! Gammt Billets in Joel's Salon, Andreas- und der deutschfreisinnigen Partei gegen die Sonntagsruhe in den Zigarrenanstatt von einem Künstler oder Künst Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Yerin zu gleicher Zeit von zweien fet der Kiften- u. Koffermacher ausgeführt. Ohne jegliche Konkurrenz! traße 25( Arbeitsnachweis); May find zu haben bei Nawot, Marfus- 188/18 Zum 1. Male! Doppel- Voltige, Miß Winkelmann, Ackerstr. 158, BigarrenFlorence u. d. Kleine Willy. Doppel- geschäft; Förster, Admiralstr. 40, ReAthleten, die Herren Max Schumann, Melas, Joe Hodgini u. Viktor Bedini.staurant; Ladeburg, Naunynstr. 18, v. 2 Tr., und bei fämmtl. Vorstandsmit Doppel- Jongleur, Mr. Arsène Loyal u. Joe Hodgini. Edith Adams u. Mr. Loyal. Doppel- Joel's Galon. Der Vorstand.[ 190/11 Joe Hodgini. Doppel- Jockey, Miß gliedern, und am Sonnabend Abend bei B. Munzert, Andreasstr. 23, neben Seil, Miß Adele u. Emma Hodgini. Doppel- Parforce- Arbeit, Mr. Victor u. See. Doppel- Scenen zu Pferde, Frls. Emmy und Konzert- und Koupletsänger. Adele. Doppel- Hohe Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags Schulen, Fräul. Adele u. Herr Ernst 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P., Schumann. Doppel- Klowns, Little Fred u. Zanti. Doppel- Bare fixe, die Sonntage 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittags- Herren Gebr. Stelling. Potpourri, tisch à la Duval. 3 Kegelbahnen ausgef. m. 6 Pferden, dress. u. vorgef. 6 Billards, 2 Säle. 1169L von Herrn Ernst Schumann. Zum 20. Male: Eine Nacht in Venedig. Sopha- Bezüge Reste von 4-12 Meter in Plüsch und Phantasiestoff, Damast, Rips. am Montag, den 26. Oktbr.. Abds. 8 Uhr, bei Weigt, Markgrafen- Straße Nr. 87. Tages- Ordnung: -1. Vereinsangelegenheit. 2. Beschlußfassung über Auflösung des Ver eins zu Gunsten des Deutschen Tischler- Verbandes. Mitgliedsbuch ist er forderlich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 250/20] Der Vorstand. Portièren, golddurchwirkt, Reſte von 2-6 Fenstern.[ 1361L der Läuferstoffe in Jute und Wolle Neueste Original- Wasserpantomime. Refte von 4-15 Metern, spottbillig. Etablissement Buggenhagen Grossartige Licht- u. Wasser- Effekte. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Matter. Müller. PassagePanopticum und Theater Neue höchst komische Einlagen. Freitag: Große Komiker- Vorstellung mit neuem Programm. Eine Nacht in Venedig. verg. Fennstraße 5. Frik Krüger. Roh- Tabak fämmtlicher Ein Vereinszimmer m. Piano zu Größte Auswahl, billigste Preise. G. 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Vortrag über den allgemeinen Druck der Gastwirthe und Agenten, die da suchen, aus Furcht, ihre Existenz zu verlieren, die Kellnerinnen von Bewegung fern zu halten, und wie diesem Unwesen zu begegnen ist. ekanntmachung. Ich bin von Seydelstr. 25, Hof 3 Tr.[ 1631b Braße 156 II. verzogen. Mania, Flaschen und Krukennt wird in der Berfammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Vor Masseur der Orts- Krankenkassen.[ 1892b mit und ohne Patent- Verschluß liefert standswahlen. 4. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Berlin Variété Kinderwagen. Andreasr.23,9., Carl Erdmann, Annenstr. 17/18. I. Ranges 50 Pfennig. Prinzeß Pauline, die lebende Puppe in Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 2. Die im Verlage von J. H. W. Dietz in Stuttgart erschienenen Bände der Castan's Panopticum Internationalen Bibliothek ohne E Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 f. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. 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Geb. 2, Band 8: Stern, J., Die Philofophie Spinoza's. 1,50 2,50 2,50 " " mus. Geb. Band 9: Bebel, A., Die Frau und der SozialisBand 10: Lissagaray, Die Gefchichte der Kommune von 1871. Geb.. II. Serie. 2,50 . 3, . . # Band 1: Blos, W., Die französische Revolution. Geb. 5,50 Mart. ( Auch in 20 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 2: Bommeli, Die Geschichte der Erde. Geb. 5,90 ( Auch in 22 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 3: Zimmermann's Deutscher Bauernkrieg. Geb. • ( Auch in 26 Hesten à 20 Pf. zu beziehen.) Band 4: Langkavel, B., Der Mensch und seine Raffen.( Erscheint in ca. 22 Heften à 20 Pf.) " 6,70 " freundlicht eingeladen. Herren haben teinen Zutritt, ausgenommen bie Alle Damen, welche sich hierfür intereffiren, werden hierzu Herren von der Presse. 416/1 Freie Volksbühne. Freitag, den 23. Oktober, Abends 8½ Nhr: Versammlung in Joël's Salon, Andrenstraße 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Schriftsteller Wilhelm Bölsche über:„ Der Bund der Jugend". 2. Beschlußfassung über ein geplantes Winter feft. 3. Der Streit mit der Direktion des Ostend- Theaters. Die Herren Direktoren sind zu dieser Versammlung eingeladen. 4. Verschiedenes. Für die Mitglieder der III. Abtheilung findet die erste Vorstellung im zweiten Vereinsjahr nicht, wie bisher bekannt gegeben, am Sonntag, den 25. Oktober, sondern am Sonntag, den 1. November, Nachmittags 2 Uhr, im Bellealliance- Theater statt. Zu dieser Abtheilung werden in allen Zahlstellen noch Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Wohne jetzt Brunnenstraße 83e. Wilhelm Pahr. Gin materialw., Mehl- und BorkoſtGeschäft nebst Destillationsbetrieb 1238L ist weg. Uebernahme eines Vier- EngrosBetriebes fof. preisw. zu vert. C. Schulz, Berlin NW., Roloniestr. 9. 2186b Neue Zeit, Lassalle's Reden und Schriften und sämmtliche Werke liefert die Buchhandlung von R. Kohlhardt, Mariannenstr. 34, frei ins Haus. 14022 Hammt- Refter pfundweise Reichenbergerstraße 143, H. I, Nachmittags. Eck- Schankgeschäft in guter Gegend, anderer Unternehmung halber sofort zu verk. Näheres Gg. Schmiedecke, Charlottenburg, Wilmersdorferstrasse 55. 363M Geld in jeder Höhe,[ 362M auf Hyp. oder Schuldschein zu 6 pCt. suche u. vermittle schnell u. verschw. Schubert, Neugasse 9, Chemnitz i. S. DEF Kräftiger Mittagstisch. ( Gute Hausmannskost.) 1917b P. Schumann, Chausseestr. 67, H. p. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Di liber d fuchun dächtig leitung mehrer Opposi wurde U Romm Fr Der Be cumpin & F Barte geben F bie wi 9 G Flugb Unter 1. 2. B. 4. 5. 2 fition, borsta Berlin des B der S tage die da derfell Dermo perleu Some fich hat, F tender gunge in die Grun Resul nahme Parte Schlie 2210b eingef geführ Hand Parte er de Für t fache, den E begral Treibe halt t utgeschmiedete Plättbolzen zu Engros- Preisen Steinstr. 10.[ 2198b Eine anst. Schlafstelle zu vermiethen Wrangelstr. 134, H. 1 Tr. b. Lehmann. Schlafst. Adalbertstr. 84, v. 4 Tr., b. Gesch. E. möbl. Schlafst. z. 1. Nov. an Ge noffen z. v. D. Krüger, Elisabeth- Ufer 28. Möbl.Zim.fep.f.2H.Oranienstr. 1900.IV. Arbeitsmarkt. Schlosserei gearbeitet hat, gesucht. Zu Arbeiter, welcher schon in der erfahren in der Expedition ds. Bl. Einen Korbmacher auf Flechtarbeit vl. F. Kühn, Schenckendorfstr. 2, H. 3 Tr. Farbigmacher und Versilberer werden verl. Andreasstr. 10.[ 2197b. Hierzu zwei Beilagen in der berie gunge Perfor wonn ftets derisa zu sei bas Gache nomm feinen Der g Bern getom Rom ent e. 28 ne ei 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 247. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Erfurt, den 21. Oktober, Siebenter Verhandlungstag. Donnerstag, den 22. Oktober 1891. Der Vorsitzende Singer eröffnet nach 82 Uhr die Verhandlungen. Tuyauer Berlin erklärt schriftlich, sich der von den anderen Abgeordneten in Hinsicht auf die Wildberger'sche Aeuße rung abgegebenen Erklärung anzuschließen. Dieselbe Erklärung Eine Versammlung in Adlershof( Werner's Wahlkreis) protestirt entschieden dagegen, auf dem Boden des bekannten Flugblattes zu stehen. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Zunächst erstattet die Neuner- Kommission Bericht durch Müller- Darmstadt: Die Kommission nahm bei ihrem fe Sufammentritt Kenntniß von nachstehender Erklärung: 970 ſt. b Cer 11= ers er I. ale Cen, Don ift. or die 6/1 che ter ren Erklärung. Wilhelm Werner und Karl Wildberger sind nicht mehr als Parteigenossen anzuerkennen. Nach den in der Broschüre des Parteivorstandes enthaltenen Angaben auf Seite 30, die durch Zeugen bestätigt und von teiner Seite Widerspruch fanden, haben T Redakteur Richard Baginski und der Hausdiener Lamprecht in einer Versammlung des Wahlvereins des 5. Berliner Reichs tags Wahlkreises die Erklärung abgegeben, daß sie voll und ganz auf dem Boden des Flugblattes der Opposition steben und daß sie nur das Eine an demselben auszusehen haben, daß die Sprache noch lange nicht scharf und rücksichtslos genug fei. Im Verfolg der Beschlüsse in Sachen gegen Wildberger beantragt die Kommission: Der Parteitag möge beschließen: an Redakteur Richard Baginski und Hausdiener Lamprecht ist die Aufforderung zu richten, ihre vorerwähnte Erklärung zurückzunehmen, andernfalls Die unterzeichneten Mitglieder der Opposition, bisher zur sie nicht mehr als Parteigenossen zu betrachten seien. Mitarbeit an den Aufgaben des Parteitages durch den Auftrag| ihrer Wähler verpflichtet, erklären nunmehr demokratischen Grundsägen direkt zuwiderlaufenden und geradezu empörenden Bekämpfung von Differenzen seitens der Vorstands Mitglieder Auer, Bebel und Fischer- auf die Zugehörigkeit zu diefer sozialdemokratischen Partei zu verzichten. Erfurt, den 19. Oftober 1891. wegen der den Albert Auerbach, Magdeburg. May Baetge, Magdeburg. Adolph Schulze, Magdeburg. Wilhelm Werner, Buchdrucker, Berlin, Karl Wildberger, Berlín. Austrittserklärung, welche auch die Unterschriften der MagdeDie Kommiffion hat, wie eingangs bereits erwähnt, von der burger Delegirten Auerbach, Baethge und Schulze trägt, Kenntniß genommen. Gegen Auerbach sind im Laufe der Verhandlungen des Parteitages zwar Thatsachen vorgebracht worden, welche allerdings geeignet sind, auf denselben den Schein zu werfen, daß er in nicht zu billigender Weise seine Parteistellung zur Förderung seiner Privatintereisen zu benußen suchte. 8. Jahrg. die Umwandlung der Waarenproduktion in sozialistische, für und durch die Gesellschaft betriebene Produktion, kann es bewirken, daß der Großbetrieb und die stets wachsende Ertragsfähigkeit der gesellschaftlichen Arbeit für die bisher ausgebeuteten Klassen aus einer Quelle des Elends und der Unterdrückung zu einer Quelle der höchsten Wohlfahrt und allseitiger, harmonischer Vervollkommung werde. Be Diese gesellschaftliche Umwandlung bedeutet die freiung nicht blos der Arbeiterklasse, sondern der gesammten Menschheit, die unter den heutigen Zuständen leidet. Aber diese Befreiung fann nur das Werk der Arbeiterklasse sein, weil alle anderen Klassen, trotz der Interessenstreitigkeiten unter sich, auf dem Boden des Privateigenthums an Produktionsmitteln stehen und die Erhaltung der Grundlagen der heutigen Gesellschaft zum gemeinsamen Biel haben. Die Der Kampf der Arbeiterklasse gegen die kapitalistische AusArbeiterklasse kann ihre ökonomischen Kämpfe nicht führen und beutung ist nothwendiger Weise ein politischer Kampf. ihre ökonomische Organisation nicht entwickeln ohne politische Rechte. Sie kann den Uebergang der Produktionsmittel in den Besitz der Gesammtheit nicht bewirken, ohne in den Besitz der politischen Macht gekommen zu sein. Diesen Kampf der Arbeiterklasse zu einem bewußten und einheitlichen zu gestalten und ihm sein naturnothwendiges Ziel zu weisen das ist die Aufgabe der sozialdemokratischen Partei. Die Interessen der Arbeiterklasse sind in allen Ländern mit fapitalistischer Produktionsweise die gleichen. Mit der Ausdehnung des Weltverkehrs und der Produktion für den Weltmarkt wird die Lage der Arbeiter eines jeden Landes immer ab= hängiger von der Lage der Arbeiter in den anderen Ländern. Die Befreiung der Arbeiterklasse ist also ein Werk, an dem die Arbeiter aller Kulturländer gleichmäßig betheiligt sind. In dieser Erkenntniß fühlt und erklärt die sozialdemokratische Partei DeutschDie Richtigkeit dieser Angaben vorausgesetzt, kommt die lands sich eins mit den klassenbewußten Arbeitern aller übrigen Kommission zu dem Ergebniß, daß Auerbach keineswegs die ge- Länder. Diese Erklärung gab der Kommission Veranlassung, zunächst eignete Person ist, sich zum Retter der Parteiehre aufzuwerfen. Die sozialdemokratische Partei Deutschlands fämpft also nicht über die Frage zu entscheiden, ob trotz derselben in eine Unter- Aber Auerbach sowohl als Bäthge und Schulze haben ausdrück für neue Klassenprivilegien und Vorrechte, sondern für die Absuchung der von einem Theil der Unterzeichner erhobenen Verlich erklärt: Daß sie nicht auf dem Boden des Flugblattes der schaffung der Klassenherrschaft und der Klassen selbst und für dächtigungen, Beschuldigungen und Anklagen gegen die Partei- Opposition stehen, dieselben haben vielmehr die dort erhobenen gleiche Rechte und gleiche Pflichten Aller ohne Unterschied des leitung, die Reichstagsfraktion und die Parteitaktif, wie solche in Anschuldigungen als unberechtigt und unzutreffend zurückgewiesen. Geschlechts und der Abstammung. Von diesen Anschauungen mehreren Reden und in dem bekannten Flugblatte der Berliner Die Kommission hat deshalb feinen Anlaß, sich mit den ausgehend bekämpft sie in der heutigen Gesellschaft nicht blos die Opposition ihren Ausdruck fanden, einzutreten sei.. Diese Frage Magdeburger Delegirten im weiteren zu beschäftigen. Ausbeutung und Unterdrückung der Lohnarbeiter, sondern jede wurde einstimmig bejaht. Wenn sich dieselben mit Wildberger und Werner solidarisch Art der Ausbeutung und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Unter Zugrundelegung der Beschuldigungen beantwortet die erklären, so steht es jedem frei, die ihm am meisten zusagende Klasse, eine Partei, ein Geschlecht oder eine Raffe. Rommission die nachstehenden Fragen wie folgt: Gesellschaft zu wählen; die Kommission glaubt jedoch aussprechen erbracht, daß zu müssen, daß die in der Erklärung niedergelegten Gründe der Parteivorstand und die Fraktion die Partei systematisch for feineswegs den Austritt rechtfertigen. rumpirt und zur Verfumpfung gebracht habe? Einstimmig: Nein! Frage 2. Sind Beweise dafür erbracht, daß der Parteivorstand Parteigelder nach Gunst an Schmaroger und Schweifwedler gegeben habe? Einstimmig: Nein! bie wichtigsten Partei- Interessen vernachlässigt hat? Frage 3. Sind Beweise dafür erbracht, daß die Parteileitung Einstimmig: Nein! Diesem Urtheil tritt der Parteitag mit allen gegen die Stimmen folgender Dele girten bei: Mielenz, Ungering, Gumpel, Niederauer, Dr. Lux, Frau Ihrer, Frau Rohrlack, Mittag- Halle, JeupBochum, Schmalfeld- Stade und Schöder- Bernau. Die Berliner Resolution, eingebracht von Wernau, Wengels, Tempel, Peus und Scholz wird durch Uebergang zur Tages ordnung erledigt. Da der Wortlaut im Telegramm des„ Borwärts" nicht vollständig war, sei er hier wiederholt: Der Parteitag erklärt: Die von Seiten der sogenannter Berliner Opposition in die Welt gejezten Schmähungen, Verund Fraktion find nach Anhören diefer Richtung in solch grundloser und niederträchtiger Art geschehen, daß den Berliner Parteigenossen in Gemeinschaft mit der Parteileitung aufgegeben wird, in der schärfsten Weise dem Treiben dieser Elemente entgegenzutreten, um sie für die Bewegung unschädlich zu machen. Gegenüber den speziellen Beschuldigungen in dem angezogenen Flugblatte der Opposition stellt die Kommission nach gründlicher leumdungen und Verdächtigungen gegenüber der Parteileitung Untersuchung feft: geübt wird. 1. Es ist nicht wahr, daß der revolutionäre Geist seitens einzelner Führer fystematisch ertödtet wird. 2. Es ist nicht wahr, daß in der Partei eine Diftatur 3. Es ist nicht wahr, daß die ganze Bewegung verflacht und die Sozialdemokratie zur puren Reformpartei kleinbürgerlicher Richtung herabgesunken ist. 4. Es ist nicht wahr, daß die Revolution von der Tribüne des Reichstags feierlich abgeschworen wurde. Es geschah bis heute nichts, um den Borivurf au recht. zu 5. fertigen, daß versucht worden wäre, den Ausgleich zwischen Proletarier und Bourgeois herbeizuführen. " Der Parteitag bestimmt jerner, daß da, wo sich solche und ähnliche Vorkommnisse zeitigen, die Vertrauensmänner dieser Orte angewiesen sind, die Kontrolleure der Parteileitung hiervon zu unterrichten, damit durch schiedsrichterliche Untersuchung solche Vorkommnisse im Intereſſe der Partei Erledigung finden. Debattelos wird hierauf wie bisher Berlin als Sih der Parteileitung bestimmt. Mit der Festsetzung der Gehälter auf 250 M. für die beiden Beschlossen wird, den nächsten Parteitag in Berlin stattfition, speziell die unter Ziffer 6-14 Seite 24 der vom Partei- beiden Vorsitzenden erklärt sich der Parteitag einverstanden. Alle weiteren Anschuldigungen in dem Flugblatte der Oppo- Sekretäre, 150 M. für den Kassirer und 50 M. für jeden der borstande herausgegebenen Broschüre,„ Die Anschuldigungen der Berliner Opposition", erachtet die Kommission durch die Beschliffe finden zu laffen. des Parteitags gelegentlich der Berathung über Punkt 2 a und b der Tagesordnung für widerlegt. Herr Wildberger hat früher und hier auf dem Parteitage erklärt, daß er auf dem Boden des Flugblattes stehe und die darin enthaltenen Anschuldigungen aufrecht erhalte, Beweise derselben hat er jedoch nach feiner Richtung hin zu erbringen Uebergegangen wird hierauf zur Programmberathung. Die 21er Kommission hat folgenden Entwurf ausgearbeitet: Entwurf eines Deutschlands. permocht. Trotz erfolgter Aufforderung aber sich geweigert, die Programms der sozialdemokratischen Partei Die ökonomische Entwickelung der bürgerlichen Gesellschaft Soweit Wildberger für seine Beschuldigungen gegen die Fraktion| führt mit Naturnothwendigkeit zum Untergange bes Sleinbetriebe, tendenziös entstellt und zum Zwecke verleumderischer Verdächti- Produktionsmitteln bildet. Sie trennt den Arbeiter von seinen| hen, hat die Kommiſſion feſtgeſtellt, daß er private Mittheilungen beffen Grundlage das Privateigenthum des Arbeiters an seinen gungen der Fraktion vermischt mit von ihm erfundenen Lügen Produktionsmitteln und verwandelt ihn in einen besiglosen Grund der dort gegen ihn vorgebrachten Thatsachen zu dem besizern werden. Herr Werner, über den bereits der Parteitag in Halle auf hältnismäßig fleinen Zahl von Kapitalisten und GroßgrundResultate tam, daß der äußere Anschein nothwendig zur Anin die Deffentlichkeit brachte. Partei als würdig sei, unserer Ausund dessen Proletarier, indeß die Produktionsmittel das Monopol einer verHand in Hand mit dieser Monopolifirung der Produktionsmittel geht die Verdrängung der zersplitterten Kleinbetriebe durch toloffale Großbetriebe, geht die Entwickelung des Werkzeugs zur Aber alle Vortheile dieser Umwandlung Schließung aus der Partei nur unterblieb, weil die damit Maschine, geht ein riesenhaftes Wachsthum der Produktivität der eingesetzte Kommission annahm, daß Werner weder das Takt- menschlichen Arbeit. im Den gs den 10b nahme führe, daß Genosse Werner nicht anzugehören" Be. En 98b hen nn. ſch. Be 28. IV. der Zu Seit Tr. er 7b. bedeutet sie wachsende Zunahme der des Drucks, der Knechtung, Handlungsweise in Bezug auf die Wahrung der Interessen der Für das Proletariat und die versinkenden Mittelschichten Partei abzuwägen", hat durch neue Handlungen bewiesen, daß Kleinbürger, Bauern Für dieses Urtheil zeugt, von allem Andern abgesehen, die That- der Erniedrigung, der Ausbeutung. sache, daß Werner froß seiner in Halle gemachten Zusage: fich den Beschlüssen des Parteitages zu fügen und die Streitagt zu hafter die Armee der überschüssigen Arbeiter, immer schroffer der die Partei im höchsten Grade schädigendes Gegensatz zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, immer erbegraben" sein Immer größer wird die Zahl der Proletarier, immer massenTreiben fortsette. Zwar hat sich Werner formell nie zum In- bitterter der Klassenkampf zwischen Bourgeoisie und Proletariat,| in den verschiedenen Versammlungen, sowie auf dem Parteitage und das gemeinsame Merkmal aller Industrieländer ist. halt des Flugblattes bekannt, durch sein ganzes Auftreten aber der die moderne Gesellschaft in zwei feindliche Heerlager trennt Der Abgrund zwischen Besitzenden und Besiglosen wird noch gungen theilt, nur nicht den Muth hatte, für dieselben mit seiner erweitert durch die im Wesen der kapitalistischen ProduktionsPerson einzutreten. Die Kommission hat die Ueberzeugung ge- weise begründeten Krisen, die immer umfangreicher und ver wonnen, daß Werners Taktit dahingeht, feine Anschuldigungen heerender werden, die allgemeine Unsicherheit zum Normalftets in hypothetische Form zu fleiden, wodurch er seine verleum- zustand der Gesellschaft erheben und den Beweis liefern, daß die derischen Zwecke zu erreichen hofft, ohne dafür persönlich haftbar Produktivkräfte der heutigen Gesellschaft über den Kopf gewachsen zu sein. Getreu dieser seiner Tattit hat Werner dem Parteitag sind, daß das Privateigenthum an Produktionsmitteln unvereinbas Schauspiel geboten, daß, obwohl er die Vertretung der bar geworden ist mit deren zweckentsprechender Anwendung und Gache seiner Gesinnungsgenossen von der Opposition über voller Entwicklung. nommen hatte, im entscheidenden Moment die Solidarität mit| feinen Genossen verleugnete und seine Person vor den Folgen das Mittel war, dem Produzenten das Eigenthum an seinem der gemeinsamen Handlungen zu salviren suchte. Produkt zu sichern, ist heute zum Mittel geworden, Bauern, widerrufen, ist Sandwerker und zu und die NichtWerner weder nach der einen, noch anderen Richtung nach- arbeiter- Kapitalisten, Großgrundbefizer in den Besitz des Produkts der Arbeiter zu setzen. Nur die Verwandlung des us vorstehend entwickelten Gründen schlägt deshalb die kapitalistischen Privateigenthums an Produktionsmitteln- Grund und Boden, Gruben und Bergwerke, Rohstoffe, Werkzeuge, Maschinen, Verkehrsmittel in gesellschaftliches Eigenthum, und gekommen. Rommiffion vor: Der Parteitag wolle beschließen Ausgehend von diesen Grundsäßen fordert die Sozialdemo kratische Partei Deutschlands zunächst: 1. Allgemeines gleiches direktes Wahl- und Stimmrecht mit geheimer Stimmabgabe aller über 20 Jahre alten Reichsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts für alle Wahlen und Abstimmungen. Proportional- Wahlsystem, und bis zu dessen Einführung gesetzliche Neueintheilung der Wahlkreise nach jeder Volkszählung. Zweijährige Gesetzgebungsperioden. Vornahme der Wahlen und Ab stimmungen an einem gefeßlichen Ruhetage. Entschädigung für die gewählten Vertreter. Aufhebung jeder Beschränkung politischer Rechte außer im Falle der Entmündigung. 2. Strelle Gefehgebung durch das Bolt vermittelst des Vor schlags- und Verwerfungsrechts. Selbstbestimmung und Selbstverwaltung des Volts in Reich, Staat, Provinz und Gemeinde. Wahl der Behörden durch das Volt, Verantwortlichkeit und Haftbarkeit derselben. Jährliche Steuerbewilligung. 3. Erziehung zur allgemeinen Wehrhaftigkeit. Volkswehr an Stelle der stehenden Heere. Entscheidung über Krieg und Frieden durch die Volksvertretung. Schlichtung aller internationalen Streitigkeiten auf schiedsgerichtlichem Wege. 4. Abschaffung aller Gesetze, welche die freie Meinungsäußerung und das Recht der Vereinigung und Versammlung einschränken oder unterdrücken. 5. Abschaffung aller Gesetze, welche die Frau in öffentlichrechtlicher und privatrechtlicher Beziehung dem Manne unterordnen. 6. Erklärung der Religion zur Privatsache. Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu kirchlichen und religiösen Zwecken. Die firchlichen und religiösen Gemeinschaften sind als private Vereinigungen zu betrachten, welche ihre Angelegenheiten vollkommen selb ständig ordnen. 7. Weltlichkeit der Schule. Obligatorischer Besuch der öffentlichen Volksschulen. Unentgeltlichkeit des Unterrichts, der Lehrmittel und der Verpflegung in den öffentlichen Volksschulen, sowie in den höheren Bildungsanstalten für diejenigen Schüler und Schülerinnen, die kraft ihrer Fähigkeiten zur weiteren Ausbildung geeignet erachtet werden. 8. Unentgeltlichkeit der Rechtspflege und des Rechtsbeistands. Rechtsprechung durch vom Volt gewählte Richter. Berufung in Strafsachen. Entschädigung unschuldig Angetlagter, Verhafteter und Verurtheilter. Abschaffung der Todesstrafe. 9. Unentgeltlichkeit der ärztlichen Hilfeleistung einschließlich der Geburtshilfe und der Heilmittel. Unentgeltlichkeit der Todtenbestattung. 10. Stufenweis steigende Einkommens und VermögensSteuer zur Bestreitung aller öffentlichen Ausgaben, soweit diese durch Steuern zu decken sind. Selbsteinschäßungspflicht. Erbschaftssteuer, stufenweise steigend nach Umfang des Erbguts und nach dem Grade der Verwandtschaft. Abschaffung aller indirekten Steuern, Zölle und sonstigen wirthschaftspolitischen Maßnahmen, welche die Interessen der Allgemeinheit den Interessen einer bevorzugten Minderheit opfern. Zum Schutze der Arbeiterklasse fordert die sozialdemokratische Deutschlands zunächst: Partei 1. Eine wirksame nationale und internationale ArbeiterschutzGesetzgebung auf folgender Grundlage: a) Festsegung eines höchstens acht Stunden betragenden Normal- Arbeitstags. b) Verbot der Erwerbsarbeit für Kinder unter vierzehn Jahren. c) Verbot der Nachtarbeit, außer für solche Industries zweige, die ihrer Natur nach, aus technischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Wohlfahrt Nachtarbeit erheischen. d) Eine ununterbrochene Ruhepause von mindestens 36 Stunden in jeder Woche für jeden Arbeiter. e) Verbot des Trucksystems. 2. Ueberwachung aller gewerblichen Betriebe, Erforschung und Regelung der Arbeitsverhältnisse in Stadt und Land durch ein Reichs- Arbeitsamt, Bezirks- Arbeitsämter und Arbeitsfammern. Durchgreifende gewerbliche Hygiene. 3. Rechtliche Gleichstellung der landwirthschaftlichen Arbeiter und der Dienstboten mit den gewerblichen Arbeitern; Beseitigung der Gesinde- Ordnungen. 4. Sicherstellung des Koalitionsrechts. 5. Uebernahme der gesammten Arbeiterversicherung durch das Reich mit maßgebender Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung. ist, wenn der Entwurf des Vorstandes den Berathungen zu gramm zu berathen. Bismarck sagte einst: Wenn ich mit dem Grunde gelegt worden wäre. Wir haben den Entwurf schließlich einstimmig angenommen. Das beweist, in welchem gerade Gleichheit des Denkens und der Als Berichterstatter der 21 er Kommission erhält das Wort Auffassung in der Partei herrscht, wie vollständig unmöglich es Wilhelm Liebknecht: Genoffinnen und Genossen! ist, daß die Spaltungen, auf welche die Gegner hoffen, eintreten. Es ist sehr zu bebanern, daß die öffentliche Berathung des Pro- Einige Bemerkungen fiber den allgemeinen Theil schicke ich gramms erst am letzten Tage stattfinden kann. Aber die Ver- der Besprechung der einzelnen Programmpunkte voraus. hältnisse, die hierzu führten, waren zwingend. Die stürmischen Daß der Lassalle'sche Vorschlag gefallen ist, war selbstverDebatten der legten Tage waren nun einmal noth- ständlich nach der Art und Weise, wie der Wille der Partei schon wendig und ein anderer Verlauf der Dinge undenkbar. Mögen in Halle hierüber zum Ausdruck kam. sie auch manches Unerquickliche zu Tage gefördert haben, mit Stolz fönnen wir sagen: es war ein großes Schauspiel, welches die letzten Tage boten. Keine andere Partei hätte es gewagt, diese Dinge im vollsten Lichte der Deffentlichkeit zu verhandeln, wie wir es gethan haben. Das Ehrenschild unserer Partei ist rein geblieben. Einig war die Partei in der Verurtheilung aller unreinen Elemente; Ginigkeit wird sie heute beweisen, wo es sich um die Programm berathung handelt. Heute ist ein Gedenktag für uns. Es ist der 21. Oktober, an dem vor 18 Jahren jenes Gesetz erlassen wurde, das unsere Partei erwürgen sollte. Damals schöpften wir Kraft zum Kampfe in dem Prinzip, das uns befeelte, wenn es auch in einem Programm formulirt war, welches nicht mehr in allen Punkten auf der Höhe der Zeit stand. Am 15. Ditober vorigen Jahres faßte der Parteitag in Halle den Beschluß, das alte Kompromißprogramm durch ein neues zu erfezen. Es hat vielleicht Befremden erregt, daß wir hier ohne Generaldebatte fofort zur Wahl der Kommission geschritten sind. Angesichts der Geschäftslage aber war dieser Weg nothwendig. Andererseits ist die Generaldebatte hier vollständig durch die Generaldebatte ersetzt worden, die innerhalb des letzten Jahres in unseren Kreisen stattgefunden hat. Es war eine gründliche Kritik, die da geübt wurde. Ihre Anregung empfing fie durch den von Engels veröffentlichten Mary'schen Programmbrief. Es ist uns der Vorwurf gemacht worden, wir hätten unehrlich gehandelt, als wir im Jahre 1875 den Brief Mary' nicht dem Kongrep mitgetheilt. Ebenso steht es mit dem ehernen Lohngesetz. Wohl wurde hier und da der Versuch gemacht, das, was unter„ ehernem Lohngeset" verstanden wurde, in schärferer Formulirung in das Programm hineinzubringen. Aber der Inhalt des„ ehernen Lohngesetzes", die Lehre von der Proletarisirung der Massen, der Enteignung der Arbeiter durch die Besitzer der Arbeitsmittel, ist ja im ganzen Programm ausgedrückt, und zieht sich wie ein rother Faden durch Dasselbe. Auch das Wort von der einen reaktionären Masse" ist fallen gelassen. Es hat als Stichwort im Verlauf des politischen Kampfes ja gute Dienste geleistet, aber der wiffenschaftlichen Betrachtung hält es nicht Stand. Erstens giebt es Intereffengegenfäße innerhalb der herrschenden Klasse; anderer seits ist das Wort„ reaktionär" tautschufartig. Deshalb gehört der Ausbruck nicht in ein wissenschaftliches Programm. Auch der gleiche Arbeitsertrag" ist aufgegeben; er ist mit dem gesellschaftlichen Charakter der Arbeit unvereinbar. Redner verweist auf die Mary'sche Kritik dieses Ausdrucks. Von der kapitalistischen, nicht von der privatkapitalistischen Produktion spricht der Entwurf. Auch der Klassenstaat betreibt die Ausbeutung ebenso wie der Private. Weiter ist der inforrekte Ausdruck: Großkapitalismus abgelehnt worden, der von einigen Seiten vorgeschlagen war. Kapitalismus ist eben Kapitalismus. Daß er immer intensiver in der Ausbeutung wird, liegt im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise. Bürgerthum nicht fertig werden kann, so werde ich das Proletariat heraufbeschwören. Er hat es heraufbeschworen und ward es nicht wieder los. Er selbst fiel, die Sozialdemo tratie aber blieb. Denn unsere Bewegung ist nicht willkürlich. Die bürgerliche Gesellschaft mag sich wehren, wie sie will; ihr Schicksal läßt sich nicht wenden; Alles, was sie that, um ihren Schicksal zu entrinnen, beschleunigt nur ihren Weltuntergang An ihrem Ende steht das eherne Wort unseres Mary von der Expropriation der Erpropriateure! Das alte Programm hat uns gute Dienste geleistet. Chr furchtsvoll betrachten wir es. Seine Mängel haben wir in dem neuen Programm zu vermeiden gesucht. Kämpfen wir weiter unter dem neuen Banner, setzen wir die ganze Kraft unserer Persönlichkeit ein für die Verwirklichung unserer Ziele. Je mehr ich unsere Macht entfaltet, desto raschet werden wir die heutige Gesellschaft niederwerfen nnd das ſieg reiche Banner der Sozialdemokratie auf der heutigen Gesellschaft aufpflanzen.( Stürmischer langanhaltender Beifall.) Ein Antrag, von jeder Diskussion abzusehen und den Programm- Entwurf en bloc anzunehmen, wird angenommen, nachdem Pfannkuch gegen Meister's Befürchtung, daß werde nach außen hin einen schlechten Eindruck machen, erwidert hatte; Um die Gegner kümmern wir uns nicht, wenn wir nur damit zufrieden find." 11 Der Programm- Entwurf wird hierauf einstimmig an genommen.( Stürmischer Beifall.) Mielenz- Johannisthal verliest ein Telegramm au Berlin, welches über den Verlauf der gestrigen Oppofition versammlung berichtet. Die Vorstandswahl ergiebt folgendes Resultat: Zu Vorsitzenden werden Einger mit 221, Gerisch mit 220 Stimmen, zu Schriftführern werden Auer mit 219, Fischer mit 165 Stimmen gewählt, auf Dr. Luy fallen 47 Stimmen. Zum Kassirer wird Bebel mit 220 Stimmen ernannt. Als Kons trolleure gehen aus der Wahl hervor: Herbert- Stettin( 214), Schulz Berlin( 211), Ewald- Brandenburg( 188), Dubber Sam burg( 178), Raden- Dresden( 177), Meister( 167), Jakobey Berlin( 139). D Das Wort„ Staat" fehlt in allen Entwürfen. Die bürgerliche Gesellschaft benust jede Form des Staates, die sie hat, zur Reumann Wien drückt dem Parteitag die Sympathie de Fraktion und Redaktion des Vorwärts" hat ihre Ansicht Ausbeutung. Die Frage ist nun die, wie die Form, welche die sterreichischen Genossen aus, er habe während der hochwichtigen über den Brief in einer Erklärung festgestellt. Die Dinge Gesellschaft nach Fall des Klassenstaates sich giebt, genannt werden Verhandlungen einen reichen Schatz von Erfahrungen gesammelt lagen damals so: Eisenacher und Lassalleaner hatten fich foll. Ob fte sich Staat nennen wird, oder nicht, halte ich für und werde denselben mit nach Hause nehmen. Die politischen im heftigsten Kampfe Jahre lang gegenüber gestanden. einen Wortstreit. An und für sich bedeutet das Wort„ Staat" Bustände in Desterreich verhindern, daß die Bewegung de Anfangs glaubte man eben, daß der Gegensatz zwischen ja nur eine geordnete Gesellschaft, ein geordnetes Gemeinwesen. Höhepunkt der deutschen erreicht, doch benutzen wir jebe im mußte doch beiden Richtungen nicht zu überbrücken sei. Aber im Lauf der Aber Redner spricht di Pro- Möglichkeit, sie weiter zu führen. Jahre stellte sich heraus, daß, wenn die Schlagworte beider gramm bei Seite gelaffen werden, weil die Formulirung Hoffnung aus, daß auf dem nächsten Parteitage der österreichischen Richtungen auch verschieden, sie doch in Ziel und Inhalt gleich des Begriffes streitig ist und weil wir es zweiten Sozialdemokratie auch Vertreter aus Deutschland anwesend fein waren. So gelang es, die getrennten Ströme zu vereinigen und gegenwärtig mit dem Staat der bürgerlichen Gesellschaft zu thun werden. den brudermörderischen Kampf durch den Kampf gegen den ge- haben. Redner geht nun dazu über, den Gedankengang des ersten meinschaftlichen Gegner zu ersetzen. Theiles des Programm- Entwurfs flar zu legen. Ja selbst wenn die Führer sich dieser Einigung entgegenzustellen versucht hätten, die Mannschaften waren an der Ginigung nicht zu hindern. Es fanden Besprechungen statt, Konzeffionen wurden hüben und drüben gemacht; endlich einte man sich auf die bekannte Les art, die der Gothaer Einigungskongres später guthieß. Da schrieb Mary jenen Brief, der für wenige Freunde bestimmt war. Wir gingen den Brief genau durch und ich, der ich durch lange Kampfgenossenschaft mit Mary verbunden, der ich den bitteren Becher des Erils mit ihm geleert, ich, ich, der ich mich Stets mit Stolz seinen Schüler genannt, ich erklärte, vor die Frage gestellt, ist es im Interesse der Partei, so vorzugehen, wie Macy es wollte? Nein, im Intereffe des Einigungswertes darf es nicht geschehen. Mary theoretische Einwände waren richtig bis auf das Tipfelchen über dem i. Aber er konnte die deutschen Verhältnisse nicht so genau fennen, wie wir. Auf die Gefahr, mit Mary zu serfallen, erklärte ich: hoch steht mir Mary, aber höher die Partet. ( Lebhafter Betfall.) Mein Lehrer Mary hatte mir so oft gesagt: Vom Auslande fann man die Geschicke in der Heimath nicht lenten, man verliere die Fühlung. Das schrieb ich ihm jetzt; und die Befürchtungen, die er geäußert, daß die Partei durch das Programm forrumpirt werden würde, haben sich als unbegründet erwiesen. Im Lauf weniger Jahre haben sich die früheren Lassalleaner aut der Höhe des wissenschaftlichen Sozialismus emporgehoben, aber damals war ein anderes Programm nicht möglich, ohne Gefahr zu laufen, einen großen Theil der Lassalleaner außerhalb Und fein Bruchstück des organisirten Proletariats durfte außerhalb der Partei bleiben. der Vereinigung zu lassen. So haben wir die Einigung vollzogen, und wir Alle würden, wenn wir wieder vor die Wahl gestellt würden, bei gleicher Lage der Dinge das Gleiche thun.( Lebhafter Beifall.) der Ausdruck Staat" weil wir Singer: Wir sind am Schlusse unserer Verhandlungen ans gelangt, wir haben einen arbeitsvollen Weg hinter uns. Die Berhandlungen des Parteitages waren wichtig nach verschiedenen Der Gedanke, der uns leitete, ist der: festzustellen, in welchen Richtungen hin. Es galt zunächst reinen Tisch zu schaffen Ursachen die gesellschaftlichen Zustände wurzeln. Feststellen zwischen uns und gewissen Elementen, die auf dem Boden der wollten wir den Verlauf des wirthschaftlichen Prozesses, die Partei zu stehen behaupten und dieselbe doch durch gewissenlose VerMothwendigkeit des Klaffenkampfes und die Thatsache, daß, so dächtigungen, Schmähungen und Verleumdungen zu schädigen lange die bisherige Gesellschaft besteht, auch das Systein der Aus- versuchten. beutung und Unterdrückung bestehen bleiben muß. Die ersten Tage unserer Verhandlungen gaben ein Bild Die Ursache der Trennung der Gesellschaft in zwei feindliche davon, daß, wenngleich auch eine Anzahl Personen die Parte Theile liegt in der Trennung der Arbeiter von den Produktions- zu schädigen trachtet, doch die übergroße Majorität der Genossen mitteln, die in den Besitz Ginzelner übergegangen sind. Diese entschlossen ist, sich von dem Boden der bisherigen Parteithätig Scheidung vollzieht sich nicht plöglich; sie ist historischer Vorgang. feit nicht abbringen zu lassen. Mit der Konzentration des Kapitals und der Steigerung der Produktivkräfte wächst auch die Intensität der Ausbeutung und politischen Unterdrückung. Der Parteitag hat sein Urtheil gesprochen. Wie Sie aus der von Mielenz verlesenen Depesche ersehen benutzen die angeblich in den Reihen der Sozialdemokratie Diese Entwicklung mußte im Programm dargestellt stehenden Leute einen Moment, wo der Parteitag seine Arbeiten E3 mußte dargestellt werden, wie die Mittel- noch nicht abgeschlossen hat und die übrigen Delegirten no werden. schichten immer mehr verschwinden. Die ganze bürgerliche Ge- nicht heimgekehrt sind, um die öffentliche Meinung zu faptiviren fchichte ist die Geschichte der Expropriation in Permanenz! Ich freue mich, daß dieses Telegramm hier verlesen ist. G ( Beifall.) eine Schmach, daß diese Leute aus persönlichen Gründen, weil sie Fromme Wünsche äubern nichts an diesem Prozeß. Alle mit einzelnen Bersönlichkeiten nicht einverstanden sind, nun aufs Kritiker an der Gesellschaft, welche ihre Grundlagen beibehalten Neue versuchen, gegen die Parteileitung zu heben. und nur die sogenannten Auswüchse beseitigen wollen, find haster Beifall.) Ich bin sicher, daß trotz des Siegestelegramm utopiſten. Alle diese Auswüchse sind nichts als die logischen die übergroße Mehrheit der Parteigenossen wissen wird, was sie Folgen der ganzen Gesellschaftsgrundlage. ( Leb Ich hoffe, daß das neue Programm uns Führer im Kamp Führer zum Siege sein wird. unb zu thun hat und ich zweifle keinen Augenblick, daß sich die Partet Durch die Betonung dieses Gesichtspunktes kennzeichnet burch derartige Versammlungsbeschlüsse auf ihrem Weitermarsche sich die Sozialdemokratie als revolutionäre Partei. Alle anderen nicht stören laffen wird. Der Parteitag will, daß die bisherige Parteien stehen auf dem Boden des Privateigenthums an den Taktik beibehalten wird, das bürgt dafür, daß die Agitation und Propagirung unserer Grundsäge in der alten und bisherige Produktionsmitteln. Deshalb fennen wir kein Battiren, fein Rompromiffeln. Weise gefördert werden wird.( Beifall.) zwischen uns und den andern Parteien ist eine breite Kluft, die Indem Sie das Programm einstimmig angenommen haben nur von drüben her übersprungen werden kann und übersprungen haben Sie erklärt, daß das Programm auf der Höhe der Wissen wird, denn wie viele unserer Gegner schleudert auch die ökono- schaft stehen muß und daß die Forderungen in diesem Program soweit sie sich auf reformatorische Ziele erstrecken, uns deshalb mische Entwicklung ins Proletariat. Nur die Aufhebung der ganzen heutigen Produktionsweise gestellt sind, um die Arbeiter für das Endziel zu stärken. vermag allem Elend ein Ende zu bereiten. Wer das Nicht lange dauerte es und alle Lassalleaner theilten unseren nicht beutlich betont, geräth auf den Weg der Kompromisse, Den Genossen Erfurts habe ich zu danken für die Bereit Standpunkt. Die Lassalle'schen Produktiv- Assoziationen sind von der Konzessionen an andere Parteien, geräth in den Glauben an Er verläßt den willigkeit, mit der sie die Arbeiten des Parteitages gefördert die Heilkraft kleinbürgerlicher Sälbchen." den ehemaligen Laffalleanern selbst als von der Entwicklung revolutionären Boden der Partei und die schönsten Phrasen helfen unterstützt haben. Wie wir unsere Berhandlungen mit dem alten überholt betrachtet worden. Gehörst Du noch zu uns oder Schlachtruf begonnen haben, so wollen wir sie auch schließen Während des Sosialistengefeßes hat sich die Partei geistig ihm nicht an der Frage vorbei: Laffen Sie uns ein Jeder nach besten Kräften treu und ohne fortentwickelt. Nicht so sehr freilich, soweit die Massen in Be- gehörst Du nicht mehr zu uns? Der Klassenstaat tann sein Wesen nicht aufgeben, und des Hintergedanken unser erhabenes Ziel im Auge behalten. Diefen tracht fommeu, da hat die theoretische Erörterung vielfach unter der Beschäftigung mit praktischen Fragen zu leiben gehabt. Aber halb bleibt der Traum eines sozialen König- oder Kaiserthums Borsah bekräftigen wir durch den alten Ruf: Hoch die deutsche bie Glite der Partei ist weiter vorgeschritten in theoretischer ein Traum. Die Gesellschaft läßt sich eben nicht in frühere hoch die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie, ho Formen zurückdrängen. Hinsicht. Die Nothwendigkeit eines Programms, das ganz Die heutigen Gesellschaftszustände, an denen sie schließlich auf der Höhe der Wissenschaft steht, wurde allseitig anerkannt. felbst zu Grunde gehen muß. Indem die kapitalistische ProErhebend war es, daß, als in Salle mit den Resten des Laffalleanis- buktion ihre Machtmittel ins Riesenhafte steigert, schafft sie ihre mus gebrochen wurde, kein Widerspruch laut wurde. eigenen Todtengräber. Wir erkennen, daß der ökonomische BeIn Halle wurde beschlossen, daß aus dem Programm alles wegungsprozeß zur sozialistischen Gesellschaft führt. Weil die entfernt werde, was nicht zeitgemäß, nicht streng wissenschaftlich sozialistische Gesellschaft eine Nothwendigkeit ist, fordern wir die sei. Der Vorstand wurde mit der Ausarbeitung eines Entwurfs Arbeiter auf, sich unter dem Banner des Sozialismus zu schaaren! betraut und entledigte sich seiner Verpflichtung. Vor Ablauf( Lebhafter Beifall.) der festgesetzten Frist wurde der neue Entwurf vorgelegt. Die Bewegung vollzieht sich auf dem Boden des KlassenPrinzipieller Widerspruch gegen ihn wurde von feiner Seite erhoben. Aber eifrig war die Kritik. Jeder Genosse wollte gern einen Stein beitragen zu dem Bau, auf daß er vollendet werde. In der„ Neuen Zeit", unserem wissenschaftlichen Organ, er fchien eine eingehende Kritik. Aber so scharf sie Einzelheiten be sprach, auch fie erkannte an: Prinzipiell ist der Entwurf unanfechtbar. Es tann sich nur um andere Redaktion, korrektere Form der ausgesprochenen Gedanken handeln. tampfes. dreimal hoch! Ruf Die Versammelten stimmen dreimal begeistert in den ein und singen stehend die erste Strophe der Marseillaise. Singer: Die Verhandlungen des Parteitages der deut schen Sozialdemokratie sind hiermit geschlossen. Schluß des Parteitags Mittags 12 Uhr. Man hat mein Wort vom Hineinwachsen der bürgerlichen Gesellschaft in die sozialistische vielfach angegriffen. Anders, als indem wir wachsen, kommen wir nicht in den Sozialismus hinein. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß wir nichts thun follten, daß die Menschen ein Spielzeug des Schicksals seien. Wir müssen die Entwickelung machen. Der Klassenkampf ist der Boden. Aber wir schaffen feine neue Klasse. wo wir fiegen, ist Im Augerblick, Korrespondenzen und Parteinachrichten. Ans dem Bergarbeiter Revier Tharandt Döhlen, welchem unsere Partei bei den Landtagswahlen einen glanzenden Sieg errang, schreibt man der Sächs. Arb.- 3tg.": „ Ein lange und heiß umstrittener Posten ist endlich unse und vati beob per Ver ist wur gen die Am bere Wal gefü Liste Leist nich alt weil ver daß feb! das jene gefu Dri bri Ver tur han gen Pri zive und wäb Wet une mac Den besc ben heu gilt Ein der cine in des Ro Un Str ber Ve um Bo Dr Ge die ชิน Ju übe 31. BE wa Ki beg zu 13. ( ge fole ihr ent fek Bei Yeg iva Vo Ga 301 am bli hau Pfl. här als Ab in fia M 1101 uni Er daf 9= wa wa Va jed tlä wei scht ver die gar Der Entwurf der Neuen Zeit" wurde zur Grundlage der nur noch die Menschheit, sind nur noch die Gleichberechtigten geworden und eine Begeisterung erfüllte die Genossen am Wabl Verhandlungen der 21er- Kommission gemacht, die schließlich zur vorhanden. vollsten Einhelligkeit gelangte. Von folgenden Grundfäßen ging die Kommission im Allgemeinen aus. Die Sprache des Programms muß flar und verständlich, seine Fassung furz und korrekt, sein Inhalt wissenschaftlich nicht anfechtbar sein. tage nach dem Bekanntwerden des Resultats, wie man sie nich Mit dem Eigenthum an Produktionsmitteln hört die Aus- oft zu sehen vermag. hat beutung und der Klaffengegenfas auf. Und mit Recht auch, denn leich man uns den Sieg nicht gemacht. Die Organ Die Internationalität haben wir scharf betont und deut- der Gegner schimpfen immer gar sehr auf die lan licher formulirt, als es früher der Fall war. Die Inter Agitation ihrer Parteifreunde, aber die haben gar nicht nöthig nationalität ist uns nicht nur eine schöne Phrase, wir sind auch so gar eifrig zu agitiren, für sie wird schon gearbeitet. Der Ein Programm darf weder ein Manifest noch ein Rom- Unsere Aufgabe kann es nicht sein, den Arbeitern das Gautel hinter verschlossenen Thüren ab, zu denen man nur durch Karte mentar fein. bild eines Zukunftsstaates auszumalen und ihren Blick dadurch Zutritt erhielt und in denen eine Diskussion nicht gestattet a Gin Die Agitation hat den Kommentar zu liefern. Aber doch muß zu hypnotijiren, wir müssen die Arbeiter aufklären über die Zu diesen Versammlungen erhielten die Burgker Bergarbeiter im Programm so viel gesagt werden, daß das, was es aus- Natur der heutigen Gesellschaft, ihnen zeigen, was nöthig ist, um trittstarten von ihren vorgesetzten Beamten, ohne daß sie diefelbe das Ziel zu erreichen und wie die bürgerliche Gesellschaft felbst verlangten. Dieselben lauteten auf den Namen und wurde spricht, auch verständlich ist. Fremdwörter wurden zu vermeiden gesucht, wo es ohne die Mittel zu ihrer Vernichtung schafft. an der Thür abgenommen. An den Burgker Schächten hatte Schaden für wissenschaftliche Präzision anging. Worte wie Redner geht dann über zu den Forderungen an den heutigen man Bekanntmachungen angeschlagen, worin die Arbeiter aufge Kapitalismus, Sozialismus laffen sich nicht ins Deutsche über- Staat. Wir wollen nicht nur unser Ziel im Auge haben, sondern alle fordert wurden, nicht dem um ihr Wohl und Wehe so besorgter setzen. Arbeitsmittel ist ein weit weniger umfassender Begriff Mittet, die zu ihm führen, benutzen, wir fämpfen tagaus tagein, Grubenbesitzer Baron v. Burgt den Schmerz zu bereiten, eine als Produktionsmittel. Auch das Wort Monopol mußte im um unsere Anschauungen in allen Kreifen zu verbreiten; wir Sozialdemokraten zu wählen, daß sie ihm vielmehr durch staatstre Programm belassen werden. legen die Hände nicht in den Schooß und warten nicht thatenlos Wahl einmal eine rechte Geburtstagsfreude machen sollten. Dami In vier Sigungen suchte die Kommission ihre Aufgabe zu ab. Vielmehr stellen wir Forderungen auf, mögen sie in Gr die Bergarbeiter nicht etwa aus Versehen einen falschen Stimmzett lösen. Auch in ihren Verhandlungen war von einem prinzipiellen füllung gehen im heutigen Staate oder nicht. Redner verbreitet erwischten, wurde für die konservativen Bettel ein so auffällig starker Druck angewendet, daß der darauf stehende Name v Gegensage nichts zu finden. Der Entwurf der Neuen Zeit" bot sich ausführlich über die einzelnen Punkte. die Grundlage, aber der Entwurf, den Ihnen die Kommission Zum Schluß bedauert er, daß der Parteitag wegen der außen zu lesen war. In den Wahllokalen, wenigstens in Burg vorlegt, wäre wohl ziemlich dasselbe geworden, was er geworden knappen Zeit nicht in der Lage ist, ausführlich das ganze Pro- faßen dann die Vorgesetzten der Bergarbeiter als Wahlgehilfe mit zus 77 Fol fan auc Bug wel wi 60 Dem ich ren 110: ich. ibr cent ng. Der Shr Dem vir ing her eg jaft Den en, ach tte: ant aus 115 mit cher ten 14) ama bey der gen nelt chen Den jede die hen fein ans Die ener ffen der Ber igen Bild artel Offer itig hen ratie weiter noch iren 0. und kontrollirten die Abstimmung. Diese auffällig gedruckten fonjer- oder gut und 18 recht gut erhielten, und daß im Betragen das 13. Wahlkreise( Tivoli Brauerei) Genosse Dr. Bütgenant, im vativen Stimmenzettel sind übrigens auch, wie Schreiber dieses zu Urtheil bei 22 ziemlich befriedigend, bei 40 gut, bei 29 recht gut 4. Wahlkreise( Elysium) Genosse Emil Böhl, im 5. Wahlbeobachten Gelegenheit hatte, den Gemeindevorständen des Wahlkreises lautete, ein Beweis, daß die Mehrzahl der Kinder von Hause freise( Neue Welt) Genosse Peus, im 6. Wahlkreise( Eisfeller) ver Post zugestellt worden, und zwar früher als sie zur allgemeinen aus brauchbar und nur durch die Ungunst der Verhältnisse, in Genoffe Henning. Sämmtlichen Festreden wurde reicher Beifall Bertheilung gelangt sind. Auch die Deffentlichkeit der Wahlhandlung denen sie aufgewachsen waren, verwahrlost war. Unter den zu Theil. Die Leitung des Gesanges ruhte in den Händen der ist in ganz ungerechtfertigter Weise beschränkt worden. So 123 8öglingen, welche in 1890/91 in das städtische Erziehungs- Herren Gutau, 2oheit, Zieh, Schulten, Dr. Jens wurden unsere Wahlfontrolleure aus vielen Wahllokalen hinaus haus neu aufgenommen wurden, darunter 77 zum Zwecke der und Bieber. gewiesen, zum Theil sogar thatsächlich hinausgeworfen, wobei 3wangserziehung, befand sich übrigens tein Ungetaufter. Wer die Wahlvorsteher sich darauf beriefen, daß sie von der will, fann daraus den Schluß ziehen, daß die kirchliche Gesinnung Die Freie Vereinigung sämmtlicher in der Amtshauptmannschaft Anweisung erhalten hätten, nur wahl der Gltern die Kinder nicht vor sittlicher Schädigung bewahrt, Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und berechtigte Ortseinwohner im Lokale zu dulden. Auch die und daß andererseits die vielberufene" Gottlosigkeit" der bösen Arbeiterinnen hielt am 17. Oktober das erste größere VerWählerlisten waren im höchsten Grade mangelhaft aus: Sozialdemokratie doch wohl nicht an der Verwahrlosung der gnügen ab. geführt. Allenthalben fehlte eine ganze Anzahl Wähler in den Jugend Schuld ist. Das Fest gestaltete sich, da das Vergnügungskomitee Listen, so beispielsweise in Coschüß über 30. Das Beste hierin große Arrangements getroffen hatte, zu einem wahren Arbeiterleistete jedoch der Gemeindevorstand in Weißig, der 11 Mann Im städtischen Waisendepot und bei der Kostpflege wurden feste. Der erste Theil des Vergnügens wurde durch Gesang, nicht in die Liste eingetragen hatte, weil sie noch nicht 30 Jahre im Verwaltungsjahr 1890/91 neu oder wieder aufgenommen Konzert und gesellige Vorträge ausgefüllt. Die Musik wurde von alt feien. In einem Wahllokal wurde ein Wähler zurückgewiesen, 1746 Kinder( gegen 1442 in 1889/90), davon wegen heimlicher Mitgliedern der Freien Vereinigung der Berufsmustler" ausweil er Unfallrente bezieht." Entfernung der Eltern 48625 pet.( gegen 260= 18 p6t.) geführt; der Komiker Lannegt sorgte für den nöthigen Humor, Rechnet man noch hinzu, daß auch fünf Wählerversammlungen und wegen Obdachlosigkeit 1257 pet.( gegen 19= 1/3 pet.). während der Kayser'sche Männerchor( Mitglied des Arbeiterverboten wurden, so können die Kartellbrüder sich nicht beklagen, Eine entfehlichere Illustration zu dem Nothstand des vergangenen Sängerbundes) durch seine vortrefflichen Arbeiterlieder, zur wesentdaß sie zu wenig agitirt" hätten. Daran ließen sie es nicht Winters läßt sich kaum denken. Und trotzdem behauptete der lichen Verschönerung des Festes beitrug. fehlen: wenn sie troydem bei der Wahl durchfielen, so haben sie Oberbürgermeister in jener denkwürdigen Stadtverordneten- Ein Prolog, gesprochen von Frau Ahnert, erzielte durch Mit der Ausführung das lediglich dem Umstande zuzuschreiben, daß auch die Arbeiter Sigung, es gäbe noch keinen Nothstand, und die städtischen Be- seinen gediegenen Inhalt großen Beifall. jenes Wahltreises ihre Klasseninteressen erkannt und den Muth hörden verfolgten die einschlägigen Verhältnisse mit aufmert- des lebenden Bildes Die Göttin der Freiheit", dargestellt von gefunden haben, es trotz des wirthschaftlichen und sozialen famem Auge. Es scheint fast, daß diese Behörden gerade die Arbeitern und Arbeiterinnen der Freien Vereinigung, welches Drucks mit dem Stimmzettel in der Hand zum Ausdruck zu Verhältnisse, welche in ihren eigenen Verwaltungen zu Tage traten, mit großem Jubel und Beifall aufgenommen wurde, erreichte der bringen. übersehen haben. erste Theil des Vergnügens sein Ende. Bald hierauf bewegte fich Jung und Alt im lustigen Tanze, um so in schönster Harmonie dem Feste einen würdigen Abschluß zu bereiten. Erst am frühen Morgen trennte man sich mit dem Gedanken, im Kreise seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einige frohe Stunden in schönster Harmonie verlebt zu haben. Lokales. Die deutsche medizinische Wochenschrift bringt in der Nr. 43 von Robert Koch:" Weitere Mittheilung über das Tuberkulin." " Koch giebt die Befunde seiner Untersuchungen, um das in dem Zuberkulin enthaltene Prinzip zu isoliren und um es frei Die Maus und der Hundertmarkschein. Einer unserer Zur Buchdrucker- Bewegung wird uns geschrieben:" Die von jenen Stoffen zu machen, denen man störende NebenBerliner Buchdruckergehilfen werden heute eine ihrer be beu- wirkungen zuschreiben zu müffen glaubte. Die nach jedem Abonnenten schreibt uns: Ich kann Ihnen ein Beispiel mita tungsvollsten Bersammlungen auf dem Bock abhalten. Es chemischen Eingriff erhaltenen Produkte prüfte Koch auf ihre theilen, wie sich hin und wieder die Umstände gestalten können, handelt sich darum, ob die Berliner Gehilfenschaft noch ferner Wirkungsweise am Thierkörper, um zu erforschen, ob der Stoff ganz geeignet, einem Unschuldigen einen schweren moralischen gewillt ist, den sich täglich mehrenden Maßregelungen seitens der überhaupt noch vorhanden war, oder ob nur eine theilweise Mafel anzuhängen. Ich denke, Sie werden dieses Beispiel um Prinzipalität mit verschränkten Armen zuzusehen. Es wird Trennung erzielt war. Eingehend werden die Thierversuche ge- so eher mittheilen, als die Fälle der unschuldig Verurtheilten nie zweifellos feitens der Prinzipalität die Vernichtung der starten schildert, aus welchen man mit Sicherheit auf das Vorhanden aus den Spalten der Zeitungen verschwinden. Der Kolonialund aktionsfähigen Gehilfenorganisation beabsichtigt. Alte be- fein oder Fehlen des wirksamen Stoffes schließen kann. Nach waaren- Händler K. in der Pappel- Allee war gewohnt, am Abend währte Vereinsmitglieder werden in kontraktbrüchiger, frivoler den Versuchen übertrifft ein mit 60 pct. Alkohol erhaltener seine Ladenkaffe zu leeren. Dieser Tage versäumte er das und Weise aus ihren Stellungen entlaffen, um halberwachsenen, technisch Niederschlag alle auf andere Weise aus dem Tuberkulin leerte die Rasse erst am nächsten Morgen. Sofort vermißte er unerfahrenen Leuten oder abgebrühten Streifbrechern Platz zu bergestellten Stoffe an Wirksamkeit und verhält sich so einen Hundertmarkschein, den er Abends zuvor eingewechselt Dem foll heute ein Halt!" geboten werden, welches fonstant, daß man ihn als nahezu rein ansehen kann; vielleicht hatte. Natürlich wurde sogleich Lärm geschlagen, der Schein und blieb verschwunden. Der Gedanke an Dieb den Inhabern der großen Buchdruckereien in Berlin, aber ganz bildet er schon in Wirklichkeit das vollkommen isolirte wirksame ar besonders in Leipzig, zu Gemüthe führen wird, daß ihr Verhalten Prinzip des Tuberkulin. Sodann werden die durch Versuche ge- stahl" tauchte ebenfalls auf, aber wer sollte den Schein Es wurden mannigfache Vermuthungen den Gehilfen gegenüber so unflug wie möglich war. Darum sollte wonnenen Thatsachen geschildert, welche sich auf die Effekte des gestohlen haben? heute fein Gehilfe, ob Vereins- oder Nichtvereinsmitglied, fehlen, reinen Tuberkulin gegenüber dem Roh- Tuberkulin beim Menschen laut, feiner erschien stichhaltig, aber der Gedanke Hausdieb" war faum mehr von der Hand gilt es doch zu kämpfen um gemeinsame Interessen, für die jeder beziehen. Es wurden zunächst einige Versuche an Gesunden an einen Einzelne verpflichtet ist, einzutreten. gestellt, und zwar an Aerzten. Bei allen war nach den bekannten zu weisen. Da fam der Zufall zu Hilfe. Der Laden wurde Reaktionen das Wohlbefinden nach 24 Stunden vollständig oder nochmals durchsucht, u. A. auch eine Komode zur Seite gerückt. doch nahezu wieder eingetreten. Mit entsprechend niedrigen In der Wand war ein Loch, der Eingang in die Wohnung einer Dosen sind ausgedehnte Wersuche mit dem gereinigten Tuberkulin Maus, zu bemerken. Aus dem Loch ragte ein blauer Papieran einer großen Zahl von Kranken im Krankenhause zu Moabit streifen hervor; die eine Ecke des gestohlenen" Hundertmarkangestellt worden. Die Ergebnisse gehen dahin, daß das reine scheines! Die Ecke konnte noch bequem auseinander gefaltet Tuberkulin von dem Roh- Tuberkulin sich in seiner Wirkung nicht werden, den Rest des Scheines hatte das Mäuschen in Atome merklich unterscheidet; diagnostisch und therapeutisch bestimmte gernagt. Die Nummer des Geldscheines war noch deutlich ernur die Dosis den Effekt. Davan schließt sich eine ausführliche fennbar und das bot die Garantie, daß die Reichsbank einen Darlegung über die Herkunft, die Bereitungs- und Anwendungs- neuen Schein verabfolgte. Das machte zwar viel Lauferei, aber weise des Tuberkulins. es hatte doch den gewünschten Erfolg. Inzwischen ist auch die Maus gefangen worden, dieselbe soll ausgestopft werden als memento für Diejenigen, welche bei jedem Borkommniß sofort auf die Diebessuche sich begeben. Im Anschlusse hieran sei ein Schreiben veröffentlicht, welches der Lokalausschuß der Hamburg- Altonaer Buchdruckereibesitzer an sinen hiesigen Setzer richtete. Dasselbe lautet: Herrn N. N. in Berlin. Antwortlich Ihrer Offerte theilen wir Ihnen mit, daß hier in Hamburg- Altona dauernde Kondition offen ist und fragen wir deshalb bei Ihnen an, ob Sie geneigt sind, folche anzunehmen. Bedingung: 10 stündige Arbeitszeit bei einem Anfangsgehalt von 25,60 M. pro Woche. Antritt am Montag, den 2. November a. c. Ferner bitten wir um umgehende Nachricht, ob Sie frühere Rondition annehmen können. Der Lokalausschuß der Hamburg- Altonaer Buchdruckereibesitzer. Ferd. Wulff, Vorsitzender. ift Anbei 1 Freikouvert. El fic aufs Leb mms fie artei riche erige ation rigen ben iffen amm halb amp ereit unb alten eßen ohne Diefen tfche hoch Ruf deut " " gerufen hatte:" Du siehst mich nicht wieder; ich nehme mir das Leben." Die Leiche ist nun als diejenige des Kroll zweifellos festgestellt worden. Die Stichwunde dürfte von einem Bootsbaten herrühren. Der Schreiber Paul Steil erhielt vorgestern den Auftrag, für ein hiesiges Galanteriewaaren- Geschäft, wo er bedienstet war, ausstehende Gelder einzuziehen. Nachdem er 1500 m, tafsirt hatie, kam er nach dem Geschäft nicht mehr zurück. Wenn er nun auch zu Zeugen geäußert hat, er wolle sich in seinem Leben Die Arbeiter der Firma Siemens u. Salske in CharTottenburg, Salz- llfer 11, befinden sich seit einigen Tagen in einer gewissen Erregung, weil die Fabriksleitung einige NeueSchnelle Aufklärung hat die unter verdächtigen Umständen rungen eingeführt hat, welche für die Arbeiter nicht etwa von erfolgte Auffindung einer Leiche erfahren Die Anschlagfäulen großem Vertrauen Beuguiß ablegen. Die Anregung fcheint ein brachten gestern früh folgende amtliche Bekanntmachung: Am Ünterbeamter gegeben zu haben, der dadurch seine Schneidigkeit" Nachmittage des 20. Oktober wurde in der Nähe der Kaiserganz besonders dokumentiven wollte. Seit kurzem wird das gilhelmbrücke die Leiche eines 30 bis 40 Jahre alten Mannes Der Setzer ist Nichtverbändler, will aber um keinen Preis Fabriksthor mit dem Glockenschlage zugesperrt, wer auch nur mit dunkelblondem oder braunem Schnurrbart, anscheinend eines Streifbrecher werden. Bravo!" eine Minute zu spät kommt, verliert 10 Pfg. und eine Stunde Arbeitsverdienst. Die Fabrikordnung macht den Arbeitern pünkt: Fabrikarbeiters, durch Schiffer aus der Spree gezogen. Die pünfteiche, Die Verwahrlofung der großstädtischen Jugend bietet liches Erscheinen zu Beginn der Arbeitszeit zur Pflicht. Daß Leiche, welche schon einige Tage im Wasser gelegen haben dürfte, zeigte an der rechten Schläfe eine tiefe Stichwunde. Die Füße der bürgerlichen Preffe, besonders der Muckerpreffe, eine ständige außergewöhnliche Ueberschreitungen nach dieser Seite hin vor staten in gestickten Hausschuhen, das Hemd ist mit dem Zeichen Veranlassung zu Klagen, aber selbstverständlich nur soweit es sich getominen feien, ist nicht bekannt geworden. Desto unangenehmer G. R. 3 versehen. Wer über die bisher nicht ermittelte Persön= um eine Berwahrlosung von Proletarierkindern, nicht von waren die Arbeiter berührt, als die„ Sperrstunde" mit einer lichkeit des Todten Auskunft zu geben vermag, wird ersucht, fich Bourgeoiskindern handelt. Wenn Es wird dabei auch mit großer geradezu peinlichen Pünktlichkeit gehandhabt wurde. schleunigst bei der Kriminalpolizei zu melden. Der PolizeiDreiftigkeit übertrieben, um die Nothwendigkeit einer strengeren früher ein sonst tüchtiger Arbeiter mal eine Minute zu spät kam, Präsident. Im Auftrage Graf Püdler." Die Bekanntmachung Schulzucht und einer Wermehrung des Religionsunterrichtes, um durfte er noch passiren, jetzt wird ihm das Thor ohne erzielte schnell ihren Zweck. Der Tischler Emil Kroll verließ die es dieser Gesellschaft doch in letzter Linie allein zu thun ist, Gnade und Barmherzigkeit vor der Nafe zugeschlagen. Das Ende voriger Woche seine Wohnung, nachdem er feiner Frau zuzu beweisen. Unangenehmste aber ist folgendes: Am schwarzen Brett" der Interessante Aufschlüsse über die Verwahrlosung der Berliner Fabrit, an welchem alle für die Arbeiter bestimmten Bekannt Jugend giebt der Verwaltungsbericht des Berliner Magistrats machungen angeschlagen werden, war folgende Verfügung" zu über die Waisenverwaltung für die Zeit vom 1. April 1890 bis lesen: 31. März 1891. Unter 5146 am 1. April 1891 in städtischer Um Unzuträglichkeiten zu vermeiden, bestimmen wir, Pflege befindlichen Kindern( gegen 5078 am 1. April 1890) daß jeder Arbeiter sein Packet dem Portier geöffnet vorwaren 393( gegen 378) 3wangserziehungskinder", d. h. folche zuzeigen hat. Kinder, die wegen einer vor Schluß des 12. Lebensjahres Zuwiderhandelnde werden mit Entlassung bestraft. begangenen strafbaren Handlung und bereits eingetretener oder Borher wurden die Packete, in welchen die schmutzige Blouse, zu befürchtender Verwahrlosung auf Grund des Gesetzes vom das Handtuch und sonstige unentbehrliche Stücke eingewickelt ( gegen 64) andere verwahrloste Kinder, darunter namentlich auch wurde wohl hin und wieder mal vom Portier angefaßt, aber durch den Kopf jagen, so glaubt man behördlicherseits an einen solche, deren Vätern oder Müttern wegen grober Vernachlässigung geöffnet brauchten die Packete nicht vorgezeigt zu werden. Die Selbstmord nicht, sondern vermuthet, daß Steil das Weite gesucht ihrer Erziehungsverpflichtungen die Erziehungsrechte gerichtlich Arbeiter müssen diese neue Verfügung als ein Mißtrauensvotum habe. Er ist 21 Jahre alt, bartlos, hat kurzes, schwarzes Haar, entzogen waren, bei denen aber die Voraussetzungen obigen Ge- betrachten, welches ihnen ertheilt worden ist, ohne daß hierzu ein-Beine und schlechte Zähne. fetes für die Ueberweisung zur Zwangserziehung nicht vorlagen. stichhaltiger Grund vorhanden gewesen wäre. Die Arbeiter find Bei den Zwangserziehungskindern" betrug der Zugang des nun auf den Ausweg verfallen, ihre Sachen überhaupt nicht Neber die Witterung im September berichtet die„ Stat. legten Jahres 81, der Abgang 66 Kinder, bei den anderen ver- mehr einzuwickeln, diefelben vielmehr frei in der Hand zu tragen Korresp." nach den Beobachtungen des Königl. Meteorologischen wahrlosten Kindern der Zugang 27, der Abgang 33 Kinder. und sie erst außerhalb des Fabrikthores zu einem Bündel Instituts: Ein schöner Herbstmonat, der nach dem kühlen und Von Erlaß des Gesetzes bis zum 1. April 1891 wurden im zusammenzurollen. Bei Fabrikschluß sammelt sich immer eine regnerischen Sommer um so angenehmeren und freundlicheren Ganzen 784 Kinder überwiesen, wovon 74 widerruflich, Menge Publikum vor der Fabrit an, welches die Arbeiter, welche Gindruck machte! Zahlreiche sonnige Tage mit Maximaltempera301 definitiv entlassen wurden und 16 starben, sodaß mit uneingewickelter Wäsche heraustreten, mit ziemlichem Halloh turen, wie sie selbst im Hochsommer selten find, ließen die voram 1. April 1891 noch 393 in Zwangserziehung ver- begrüßen. Zum besseren Verständniß für diejenigen Arbeiter, gerückte Jahreszeit vergessen und entschädigten etwas für die blieben, welche sich im Waisendepot, im städtischen Erziehungs welche über das Einschlagen eines neuen, strengeren Kurses er unbilden der Witterung in den voraufgegangenen Monaten. hause( 79), in anderen Erziehungsanstalten, in auswärtiger Rost- staunt sein sollten, mag hinzugefügt werden, daß in der Fabrit Nach der Mitteltemperatur gebührt allerdings diese Anerkennung pflege, in Lehrlings- und Dienſtverhältnissen( 114), in Kranken- bie Stelle eines Portiers seit kurzer Zeit von einem pensionirten dem September nur in sehr beschränktem Maße, da die Monatshäusern, in der kgl. Taubstummenanstalt, im Gefängniß( 3) und Schuhmann bekleidet wird. mittel überall in Norddeutschland nur wenig, höchstens einen als entlaufen abwesend( 27) befanden. Grad, über ihren normalen Werthen lagen. Dieses gewiß unerDas mag manchem als kein sehr erfreuliches Bild erscheinen, Der Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend wartete Ergebniß hat seinen Grund darin, daß der hohen Aber es dürfte doch gewagt sein, die" Versuchungen der Groß- feierte fürzlich sein erstes" Stiftungsfest. Die Genossen, welche Tageswärme, die sich eben am Meisten fühlbar macht, bei dem fladt" dafür verantwortlich zu machen," wie das von Seiten des den Bund seiner Zeit gründeten, können mit Genugthuung auf vielfach wolkenlosen Himmel in der Nacht starke Abkühlung Muckerthums geschieht; denn von 81 in 1890/91 neu aufge- ihr Werk zurückblicken, die alten Herren" aber, welche dem folgte, und daß andererseits die intensive Erwärmung am nommenen Kindern waren nur 51 in dem„ Sündenpfuhl" Berlin Bunde vor dem Erlaß des Sozialistengesetzes angehört haben, Monatsanfang durch eine Reihe recht kühler Tage gegen Monatsund 30 außerhalb geboren. man Dagegen kommt der werden heute stolz sein auf das Blühen und Gedeihen des schluß wettgemacht wurde. Dagegen erscheint der verfloffene Erklärung schon wenn näher, in Betracht zieht, Bundes. Im Jahre 1878 umfaßte der Bund neun Vereine. Das Monat bezüglich der mittleren Bewölkung und der Niederdaß von den 81 Rindern 41= 50 pet. nur die Mutter, Sozialistengeset schnürte auch dem gefangliebenden freien Arbeiter schlagsverhältnisse in hervorragend günstigem Licht. Dies zeigt die Lieder sich unmittelbar in der relativen Häufigkeit der heiteren und in 911 p& t. nur noch den Vater hatten, 8= 4 pet. ganz elternlos die Kehle zu, der Bund wurde polizeilich geschlossen, waren und nur 28= 35 pet. beide Eltern hatten. 1923 pet. der Arbeiter verstummten zwar, aber vergessen wurden dieselben der Seltenheit nicht nur der trüben Tage, sondern auch der Tage waren übrigens unehelich geboren. Daß allein 54 pCt. ohne nicht. Heute nach zwölfjährigem Schweigen ertönen mit Niederschlag, von welch' letteren zumeist noch nicht Bater, b. h. in den meisten Fällen: ohne Ernährer, waren, giebt wiederum die Gesänge der Proletarier. Der Arbeiter- Sänger zehn beobachtet wurden. Aber auch die Monatsfumme der jedenfalls zu denken. Einen weiteren Fingerzeig für die Er- bund ist einem Phönix gleich emporgestiegen, er präsentirt sich Niederschläge ist fast überall gering: nur an einzelnen Punkten in Ostseeküste und klärung bietet die Art der strafbaren Handlungen, welche die Ueber- heute in einer Stärke, mit der zu rechnen ist. Bei Begründung der weisung zur Folge hatten. Es lagen vor: Diebstahl bei- 68, Unter- des Bundes im September 1890 ließen sich 49 Vereine sofort vieljährige Mittel überschritten und in dem letteren Gebiete schlagung bei 4, Betrug bei 1, Bettelei bei 4 Kindern, dagegen Körper- einzeichnen. Jezt zählt der Bund 140 Vereine mit nahe an 4000 lediglich infolge eines einzigen Gewitterregens, der am 21. niederverletzung bei 2 und Unzucht bei 2 Kindern. Das Geschrei über Mitgliedern. Daß bei dieser hohen Zahl das Stiftungsfest nicht ging und vielfach eine der gesammten normalen Monatsfumme die Verrohung der Jugend zeigt sich an diesen Zahlen in seiner in einem Lofale gefeiert werden konnte, war voraus zu sehen. Das gleiche Höhe erreichte. Die ersten Tage des Monats stellen die ganzen Grundlofigteit. Unzucht und Körperverlegung, die immer Fest fand infolge dessen in se ch 3 Lokalen zu gleicher Zeit statt. wärmste Periode desselben dar. Hoher Luftdruck im Süden und mit so großem Pathos ins Feld geführt werden, finden sich bei Das Programm war in allen Festlokalen ein gleiches und ge- niedriger im Nordwesten bezw. Norden bedingten südliche bezw. zufammen 4 Kindern, Eigenthumsvergehen dagegen bei zusammen bührt dem leitenden Vergnügungsfomitee aller Dank für das gut füdwestliche Winde und damit die hohen Temperaturen. Am 5. 77 Kindern. Danach stellt sich die Verwahrlosung heraus als eine gelungene Arrangement. Die Lieder: Mahuruf, Bundeslied, trat ziemlich bedeutende Abkühlung ein, sodaß die Wärme nahezu Folge der Einzelerziehung in den Familien, welche in Proletarier- Mutterherz, Ein Sohn des Volkes, Arbeiterlied und Marseillaise ihren normalen Stand inne hatte. Nachher verlagerte sich über familien, sobald der Bater fehlt, aus wirthschaftlichen und wohl wurden mit einer Begeisterung gesungen und aufgenommen, die Bentral Europa eine Antigytlone, welche feine wesentliche Aenauch pädagogischen Gründen zum Unheil ausschlagen muß, und aller Beschreibung spottet. Besonders hervorzuheben sind die Derung der Temperaturverhältnisse, aber andauernd heiteres trockenes Wetter veranlaßte. Bom 15. ab liegt sugleich als Folge der privatkapitalistischen Produktionsweise, Aufführungen der lebenden Bilder Schutz der Arbeit“ und„ Der und Kern hohen Luftdrucks im Südwesten, niedriger welche dem Proletarier schon in der Jugend oft genug nur Triumph des Volksgesangs". Das Lehtere war ein Arrangement der zwischen Hungern oder Stehlen die Wahl läßt. des Genossen Gent( Verein der Senefelder). Die Festrede hielten Luftdruck im Norden; westliche Winde bringen nun Trübung Bemerkenswerth ist noch, daß in der Schule von 108 Kindern im 1. Wahlkreise( Feen- Palast) Genosse Bogtherr, im und Regen, aber gleichfalls noch feine Wärme- Aenderung. Erst 60 in Bezug auf ihre Leistungen die Zensur genügend, befriedigend 2. Wahlkreife( Bock Brauerei) Genosse Frih zubeil, im eine von Westen herannahende Zyklone verursachte um den 20, t, in enden unfer Babl nicht Leicht rgan öthig iaut Der ngen Rarte war Gin Telben urden hart aufge orgten einen Stren Dami zettel ffällig e vo Surgi bilje man # Mitteldeutschland wurde das ar Samland ist beschuldigt, auf ihrer Borderseite zunächst merkbare Erwärmung, alsbalb aber Fällen das Durchlochen und Prüfen der Fahrkarten von den hiesigen Landgerichts zu verantworten. nach dem Vorübergange schnelle Erkaltung. Auch mit der Aus- Trittbrettern aus während der Fahrt gewohnheitsmäßig ohne in den letzten fünf Jahren gegen Gewährung von Geschenken und breitung des nachfolgenden Luftdruck- Maximums hielt die Er- dringende Veranlassung vorgenommen werde, während der Darlehen dem mitangeklagten Wenzel für andere Kaufleute in faltung bei heiterem Wetter an und erreichte um den 24./25. Aufenthalt auf den Stationen, namentlich auch auf Zwischen- Memel bestimmte Telegramme vorher gezeigt zu haben, wodurch ihren höchsten Grad. Gegen Monatsschluß wurden im Nord- stationen mit längerem Aufenthalt, hierzu gar nicht oder doch einige der Kaufleute ganz bedeutend geschädigt wurden. Wenzel westen vorüberziehende Depressionen von Einfluß, welche südwestliche nur ungenügend ausgenutzt werde. Vorbehaltlich weiterer Ver- kam gewöhnlich des Nachts, wenn Samland allein den Dienst Winde und wieder zunehmende Erwärmung im Gefolge hatten. fügung ist daher, nach Mittheilung des St.-A.", von dem verfah, in das Apparatzimmer des Telegraphenamtes, und ließ In Berlin war die höchste Temperatur mit 27,70 6. am Minister bestimmt worden, daß zunächst bei allen Schnellzügen sich dort von Samland ankommende und abgehende Telegramme 4. September, die niedrigste mit 5,00 G. am 25.; das Monats- das Verbot, die Trittbretter der Wagen während der Fahrt zu zum Lesen geben. Der Staatsanwalt beantragte gegen Samland mittel betrug 15,6 und war um 0,70° C. höher als die normale. betreten, allgemein und streng zur Durchführung gebracht werde. drei Jahre Zuchthaus, gegen Wenzel zwei Jahre Gefängniß, der Niederschläge fanden an 10 Tagen statt, an 1 Tag war Ge- Sollten auf der einen oder anderen Strecke der Einführung dieser Gerichtshof verurtheilte Samland zu zwei Jahren Gefängniß und witter, an 1 Nebel, an 8 Tagen war es heiter, an 6 trübe. Maßregel sich unüberwindliche Schwierigkeiten entgegenstellen, so drei Jahren Ehrverlust, Wenzel zu neun Monaten Gefängniß. soll darüber schleunigst berichtet werden. Beide Angeklagte befanden sich in Untersuchungshaft, die ihnen auf die Strafe nicht angerechnet wurde. Polizeibericht. Am 20. d. M. Morgens wurde eine Frau vor dem Hause Friedenstr. 51 von einem großen Hunde um= gerannt und dadurch am Kopf und an der Schulter so bedeutend verlegt, daß sie von ihren Angehörigen nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Auf dem Neubau des Eisenbahn- Stationsgebäudes Prenzlauer Allee 166 stürzte Vormittags der Maurer- Lehrling Jänicke von einem etwa vier Meter hohen Gerüst herab und erlitt anscheinend einen Schädelbruch. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. In der Spree, nahe der Kaiser- Wilhelmbrücke, wurde Nachmittags die Leiche eines unbekannten, etwa 35 Jahre alten Mannes mit einer Stichwunde in den Schläfen aufgefunden. In dem Flur des Hauses Markusstr. 6 wurde zu derselben Zeit eine 67 jährige Frau von einem Rollwagen überfahren und am Kopf, am Arm und an den Händen bedeutend verlegt. In der Nacht zum 21. d. M. fiel ein Handelsmann an der Ecke der Brunnen- und Anklamerstraße beim Abspringen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen zur Erde und erlitt eine bedeutende Verlegung am Knie. Am 20. d. M. fanden vier fleine Brände statt. " V 902 14 ลีบ me gu we da in die Bu Wie er seine Frau zum Lesen sozialdemokratischer Aus Sachsen, 18. Oftober, wird der Berliner Zeitung" Beitungen ,, herangekriegt hat, erzählt in der Fränk. Tagespost" ein Parteigenosse aus Fürth recht amüsant. Meine Frau geschrieben: Aus Wurzen kommt heute die überaus befremdliche war eine abgesagte Gegnerin der Arbeiterpresse, überhaupt jeder Nachricht, daß durch Beschluß des Stadtraths der demokratische Beitung, welche nicht mit Inseraten gesegnet ist und nicht den Redakteur Thiele, welcher seit einer Reihe von Jahren bekannten Klatsch in spaltenlangen Artikeln zum Abdruck bringt. dem Stadtverordneten Kollegium angehört, aus Auf die Fürther sozialdemokratische Bürgerzeitung" schimpfte meine diesem ausgeschlossen worden ist. Thiele hat erst fürzlich Frau, obwohl sie noch niemals eine Nummer unseres Blattes gelesen eine fünfmonatliche Gefängnißstrafe, zu der er wegen Beleidigung des hatte; es war dieses Schimpfen eine Gewohnheit, worüber sie sich selbst Stadraths Suchsland in Wurzen verurtheilt worden war, feine Rechenschaft geben konnte. Ihre Lektüre war der Zentral- Zwickau verbüßt, und der Beschluß des Stadtraths knüpft nuns anzeiger", außerdem hatte sie sich auf einen Roman abonnirt, mehr an diese Thatsache an, indem man sich auf die§§ 65 und wovon nun schon das 57. Heft erschienen ist, ohne daß abzusehen 44 e der revidirten Städte- Ordnung beruft, denen von Seiten des wäre, wann der Schwindel zu Ende geht. Ich habe mir große Stadtraths eine ganz befremdliche Auslegung gegeben wird. Diese meiner gegeben, Mühe in Frau Bezug auf Lektüre Paragraphen handeln lediglich von den Fällen, in denen eine Auseinen besseren Geschmack beizubringen; jedoch vergeblich. Den schließung von der Wahlberechtigung stattzufinden hat, sind aber Zentralanzeiger" mußte fie lesen, wegen der Inserate und auf Thiele in keiner Weise anwendbar, denn in dem erwähnten BeTraueranzeigen"; obwohl wir weder ein Logis zu vergeben haben leidigungsprozesse ist weder auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrennoch eins brauchen und auch nicht gern den Kirchhof besuchen. rechte noch der von Thiele innegehabten Ehrenämter erkannt Vergebens suchte ich meiner Frau begreiflich zu machen, daß jeder worden. Bemerkenswerth ist die Thatsache, daß dieser Beschluß Arbeiter die Verpflichtung hat, die Arbeiterpresse zu unterstützen, da in Abwesenheit des Bürgermeisters wie zweier anderer Stadtnur diese die Interessen der Arbeiter vertritt, während die übrigen räthe und unter dem Vorsitz desselben Stadtraths Suchsland ge Zeitungen zu unseren Unterdrückern halten oder der Lage der faßt wurde, dessentwegen Thiele fürzlich die fünfmonatliche GeArbeiter gleichgiltig gegenüberstehen. Ich führte meiner Frau fängnißstraße verbüßt hat. Am Sonnabend wurde der Lette unsere eigenen Verhältnisse vor Augen, die, nebenbei gesagt, nichts der am 28. September wegen angeblicher Befreiung eines Ge weniger als zufriedenstellend sind. Sie stimmte mir im ersten fangenen bei dem Empfang des Redakteurs Thiele Verhafteten Jm Wallner- Theater war vorgestern nach langer Zeit Theile bei, aber ihre stereotype Antwort war:" Daran ändert die aus dem Untersuchungsgefängniß entlassen. Die großen Greuel wieder einmal ein unverfälschter Lachabend. Es wurde ein Bürger- Zeitung" auch nichts." Schließlich ließ sie sich doch ein- szenen" haben sich tros der gegentheiligen Berichterstattung des lustiges Lustspiel aufgeführt, welches zwar den Titel Gewagte mal bewegen, den Zentral- Anzeiger" abzubestellen und dortigen Amtsblattes als ganz harmlose Vorkommnisse herausMittel" führt, aber sich keineswegs gewagter Mittel zu bedienen dafür die Bürger- Zeitung" zu abonniren. Am Montag gestellt. hatte, um zu einem wirklichen, unbestrittenen Lacherfolg zu ge- Abend, als unser Blatt erschien, überflog meine Gattin die vier langen. Es handelte sich, wie gewöhnlich bei derartigen Luft- Seiten flüchtig und als sie ihre gewohnte geistige Rost nicht fand, spielen um nichtige Kleinigkeiten, um einige flott gezeichnete legte sie mir das Blatt stillschweigend auf meinen Platz. Die Figuren, die, weil ihre Späße harmlos waren, den Beifall des folgenden Tage würdigte sie die Bürgerztg." feines Blickes mehr harmlosen Publikums fanden. und am darauffolgenden Montag war diese verschwunden, der Das Personal der Wallnerschen Bühne bewährte sich vor: Bentral- Anzeiger" lag wieder auf dem Tisch, als ich nach gestern Abend wieder in altgewohnter Weise. Die Herren Gut- Hause kam. Ich sagte kein Wort, kleidete mich, nachdem ich Augsburg. Von einer Kreuzotter gebissen wurde hery, Gimnig und Meister füllten ihre Rollen vortrefflich aus; Abendbrot gegessen hatte, um und ging, gegen meine Gewohn- dieser Tage ein Bauer in den benachbarten Hainstetten. Er von den Damen verdient hauptsächlich Käthe Baste genannt zu heit, ins Wirthshaus. Als mich meine Frau fragte, was denn dieser Tage ein Bauer in dem benachbarten Hainstetten. Er entdeckte das Thier beim Heuen und hieb es in zwei Stücke. heute los fei, antwortete ich ihr, ich möchte die Bürger- Am anderen Tage fand er es anscheinend leblos am selben Playe Dem Lustspiel ging ein Ginakter vorauf, der herzlich unbe- zeitung" lesen und ginge zu diesem Zweck in Gesellschaft. vor. Obwohl gewarnt, hob er den abgeschlagenen Kopftheil auf. werden. deutend war. Theater. " Versammlungen. Dels( Schl.). Vom hiesigen Schwurgericht wurde der 18jährige Arbeiter Paul Weinert aus Karmine, Kr. Militsch, der am 9. August d. J. den 73jährigen Auszügler Gottlieb Scharf mit einem Kiefernknüppel erschlagen hat, um sich Geld zum Erntefranzfest zu verschaffen, nach neunstündiger Verhandlung wegen Raubmordes zum Tode verurtheilt. Im Wirthshaus traf ich Kollegen; nachdem ich die Zeitung ge- Sofort erhielt er einen Biß in die Hand. Bald schwollen Arm lesen hatte, spielten wir eine Maß aus, ich hatte Pech und Brust hoch auf und nahmen eine schwärzliche Färbung an. und der erste Ausgang foſtete mich 60 Pfennige. " ärgerte mich darüber, beschloß aber, die eingeschlagene Taktik fon- Noch heute schwebt der Mann in höchfter Lebensgefahr. sequent fortzusetzen. Am zweiten Tage war trotz des Schmollens Auch ein Graf. Das Tribunal von Bozzolo( Italien) hat meiner Frau wiederum Ausgang, dieses Mal ging es mit 24 Pf. den 18 jährigen Grafen Morozzo wegen wiederholter ab. Am Mittwoch ging's wieder ins Wirthshaus. Nun wurde grober Mißhandlung seiner Großmutter und Die Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Sattler meine Frau stuzzig und fragte energisch, ob denn das so fort- Mutter zu 54 Tagen Gefängniß verurtheilt. Aus der und Berufsgenossen Deutschlands Hoffnung"( G. H. 64), Drts- ginge. Ich erklärte ihr ganz ruhig, daß ich jeden Tag ins Wirths- Verhandlung ging hervor, daß der Herr Graf ein ganz abVerwaltung Berlin, hielt am 19. Oktober ihre Haupt- Mitglieder- haus gehen werde, um mein Blatt zu lesen, und schreckend wüster Geselle ist, der es für eine Kränkung seiner Versammlung ab. Nach dem in derselben zum Vortrag gelangten rechnete ihr zugleich vor, was sie mit der Abbestellung des Würde hielt, wenn die Mutter ihm die Mittel zu seinem aus Kassenbericht pro drittes Quartal 1891 beliefen sich die Einnahmen Blattes gewonnen hat. Das wirkte: am Donnerstag, als schweifenden Leben unter fanften Ermahnungen vorenthielt. auf 4728,20 m., hierzu gerechnet der Bestand vom vorigen ich nach Hause kam, lag die Bürgerzeitung" bereits pflegte in solchem, nicht selten wiederkehrenden Falle zuerst Alles, Quartal 847,34 M., ergiebt die Gesammtsumme von 5575,54 M. auf meinem gewohnten Plaz und am darauffolgenden was nicht niet- und nagelfest war, zu zertrümmern, und wenn Die Ausgaben erforderten 4613,77 M. Hiervon wurden der Sonnabend wurde der Zentralanzeiger" wiederum und zwar die Mutter sich durch dieses Argument nicht überzeugen ließ, Hauptkasse überfandt 1400 M., es blieb fonach am 1. Oftober für immer abbestellt. Noch mehr, meine Frau fand nach und griff er in seine Kollektion von Spazierstöcken und ließ einen der ein Bestand von 961,77 m. Zum zweiten Revisor wurde A. nach Gefallen an unserem Blatte und gehört heute, nach vier selben erbarmungslos auf dem Rücken der Mutter herumtanzen. Wochen, zu den eifrigsten Leserinnen unseres Organs. Legte sich die Großmutter ins Mittel, so erhielt auch sie ihren Pongratz gewählt. Theil. Die Mutter flehte um Gnade für den rohen Burschen, Zur Frage der Daner der angemeldeten Versammlungen nach 12 Uhr Stachts hat der preußische Minister des Innern im der ihr einziges Kind ist, aber der Staatsanwalt ließ sich da Gegensatze zu der Ansicht einer Aufsichtsbehörde in einer Ver- durch nicht erweichen und beantragte 10 Monate Gefängniß, die fügung an die Oberpräsidenten ausgeführt, daß, wenn auch die der Richter auf die schon genannte Strafe ermäßigte. gemäß§ 1 des Vereinsgefeges vom 11. März 1850 der Polizei- Franzöfifches Glas. Die gegenwärtig durch eine Arbeitsbehörde zu erstattende Anzeige nicht nur die Stunde, sondern einstellung gestörte Glasindustrie Frankreichs stammt aus dem auch den Tag der abzuhaltenden Versammlung enthalten muß, 15. Jahrhundert. Heinrich II. errichtete eine Fabrik in St. Germain doch aus dem Umstande, daß in dieser Anzeige ein bestimmter und ließ zu ihrer Leitung einen Glasbläser aus Venedig kommen. Endtermin der Versammlung nicht angegeben ist, nicht gefolgert werden könne, daß unter allen Umständen der Ablauf des müßte und eine über diesen Zeitpunkt hinaus verlängerte VerKalendertages zugleich das Ende der Versammlung bilden nicht angemeldete Bersammlung zu fanimlung als neue betrachten sei. Der Leseklub ,, Karl Marg" veranstaltete am 18. Oftober im Saale der Berliner Bockbrauerei eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen, in welcher Herr Ledebour über„ Die fulturelle Bedeutung der proletarischen Bewegung" referirte. Der Redner erntete für seinen Vortrag reichen Beifall. Diskussion und Verschiedenes fanden nicht statt. Nächsten Sonntag findet ebendaselbst wieder eine Versamm Lung statt, in welcher Herr Dr. Lütgenau über„ Das Antitrunksuchtsgesetz" sprechen wird. Gobain. der= die„ Glas Schon um 1330 hatte Philipp de Caqueren die Bereitung von Die Freie Vereinigung der Zeitungs. Spediteure und Glasgeschirr entdeckt. Gine größere Bedeutung erhielt jedoch diese Verkäufer hielt am Montag eine Versammlung ab. In der Spiegelfabriken zu errichten, die für Staatsrechnung arbeiteten. Industrie erst unter Ludwig XIV., als es Colbert gelang große felben erstattete der Kassirer über den Kassenbestand Bericht; Die Privatfabriken in Bezu, Rontreur, Londelle, Stellet 2c. hatten hiernach war im letzten Vierteljahre eine Einnahme von 162,93 m. bis dahin nur sehr geringe Glaswaare geliefert. Colbert berief und eine Ausgabe von 104,16 M. zu verzeichnen; es verbleiben Sonach 58,77 W. Bestand. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt, Die Heeres- Zeitung" hat entdeckt, daß die Schlag aus Italien bewährte Meister der Kunst und 1676 erfand auch ein Antrag deffelben, vom 1. Januar 1892 ab den Kaffen- fertigteit der Armee unter dem immer weiter greifenden Abraham Thevart das Gießen des Spiegelglases. Erst diese bericht halbjährlich erstatten zu lassen, angenommen, ebenso eine großen Bier- Konsum schlimmen Schaden leiden Erfindung ermöglichte die Herstellung großer Spiegel. Von Resolution, wonach, wenn sich Botenfrauen mit der Kundschaft wird, wenn nicht schon erlitten hat". Ganz besonderen Groll jener Zeit datirt der Ruf der Spiegelfabrik von Saint Der König zeichnete die besten Arbeiter ihres Spediteurs selbständig zu machen suchen, die Expeditionen hegt sie in dieser Beziehung gegen die 2 andwehr:" Man hat felben durch Verleihung eines besonderen Adelsranges aus. gebeten werden sollen, denselben feine Beitungen zu ver- vorgeschlagent, an Stelle des jezigen Waffenrockes bei der Land- selben durch Verleihung eines besonderen Adelsranges aus. vom Land-, Hof-, Militärbarone", würden wir heute sagen abfolgen; ferner werden in der Resolution die Mitglieder ver- wehr einen verstellbaren" Rock einzuführen, der das Zusammen- Freilich wurden die„ Gentilshommes- Verriers" pflichtet, Anträge zur Mitbesorgung zurückzuweisen, da jene ziehen oder Erweitern gestattet... Wir hätten ein viel wirt- und Beamtenadel sehr über die Schulter angesehen. Machinationen das Zeitungsgewerbe nicht heben können. Darauf fameres, sparsameres und volksgesundheitlicheres Mittel vorzu- und Beamtenadel sehr über die Schulter angesehen. bat der Expedient der Fahr- Zeitung" um pünktliche Besorgung schlagen: Man schränke den Biergenuß auf das Trinken ein und Beweis für die Geringschätzung, mit welcher die übrigen Edelderfelben. Es wurde ihm die Versicherung zu Theil, daß unsere vermeide das Saufen. Würde die Zeit, welche in den Kneip- leute die der Glasindustrie Entsprossenen behandelten, mag man Vereinigung für pünktliche Zustellung sorgen werde, da sie grade höhlen die aufgeschwemmten Gesichter und die dicken in dem Epigramm erblicken, welches der Akademiker Magnard für Verbreitung der Arbeiterblätter großes Interesse hegt; wenn au che, leeren Börsen, Schulden, Erschlaffung und Charakter gegen seinen Rivalen, den Hofdichter de Saint- Amant, dessen bisher Fehler vorgekommen seien, so habe das nur in der un- lofigkeit erzeugt, in nußbringender und vernünftiger Weise ver. Ahnen Glasbläser waren, richtete, und das in freier Ueberfegung genauen Angabe der Wohnungen seinen Grund. Dann machte bracht, die Landwehren verwandelten sich besser und schneller in Gar dünn ist Deine Ritterehre, Herr Schönstein die Mittheilung, daß, als er einem feiner Kunden Soldaten und die Waffenrockfrage wäre in dieser Richtung aus Denn Du stamist nicht aus hoher Sphäre, die Zeitungs- Quittung überfandte, das Geld schon von einem der Welt". Von feines Fürsten Haus. Herr Schönstein be Herrn Ernst Roit erhoben worden war. antragte, diesen Fall im Versammlungsbericht zu vermerken. Zur Aufnahme meldeten sich Frau Heinze, Frau Schwarzkopf und die Herren Gonschur, Tehlaf und Bleschke. Charlottenburg. In einer gutbesuchten KommunalwählerBersammlung hielt der Stadtverordnete D. Klein- Berlin einen Vortrag, in welchem er die Nothwendigkeit der Betheiligung auch der Charlottenburger Sozialdemokraten an den Wahlen zur Stadtvertretung nachwies und zur energischen Agitation dafür aufforderte. Der Vortrag fand großen Beifall. Die Versamm lung faßte dann einstimmig eine Resolution, in welcher sie sich mit dem Referenten vollkommen einverstanden erklärte und Mann für Mann für die Kommunalwahlen einzutreten beschloß, weil in der Kommune Uebelstände herrschten, welche für die Arbeiter schädlich wirkten. Nach dem beifällig aufgenommenen Schluß mort des Referenten ging die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie auseinander. Vermischtes. etwa lautet: Von Glas nur ist Dein Wappenschein, Und fällst Du über einen Stein, Ist's mit dem Adel aus. Einen Gelsenkirchen. Bei der abschlägigen Antwort, welche die Regierungen zu Düsseldorf und Arnsberg auf die Bitte um Aufhebung des Schankverbots bei öffentlichen Bergarbeiter Versammlungen ertheilten, haben sich die Bis zum Anfange des 17. Jahrhunderts waren die Glas betreffenden Antragsteller nicht beruhigt, sondern aufs Neue eine bläser steuerfrei. Der Streit um die ihnen verliehenen AdelsEingabe um Aufhebung der Schanksperre eingereicht und darin privilegien gab zu zahlreichen, Tangen Prozessen Anlaß; schließ fungen stets mit Branntwein gefüllte Flaschen mitbringen und von den ersten lothringischen Glasarbeitern abstammenden den hervorgehoben, daß die Bergleute zu de fraglichen Versammlich wurde entschieden, daß nicht alle Glasbläser, sondern nur die denselben fleißig zusprechen, so daß das Verbot vollständig um Adelstitel führen durften. Nur solche auch wurden in der königl. gangen wird und feinen Zweck nicht erreicht, vielmehr eine Ge- Spiegelmanufaktur von St. Gobain beschäftigt, die sich, nament fährdung der öffentlichen Sicherheit in sich schließt. Ob die lich als die Chemie und Physit ihre großen Fortschritte entfal Regierung nun ein Einsehen hat und die Aufhebung veranlaßt? teten, durch erstaunliche Leistungen hervorthat. Eine ihrer be Auch ein Geheimmittel- Juferat. Vor dem Schöffengericht rühmtesten Leistungen, erst in neuester Zeit übertroffen, war die zu Artern hatte sich der Schuhmacher Fritsche zu verantworten, für die Pariser Sternwarte geschliffene Linse von 2 Meter Durch weil er von einem Apotheker wegen unerlaubten Vertriebs messer und 67 Mm. Stärke.( Frantf. 3tg.) von Heilmitteln denunzirt worden war. Fritsche hatte Wien, 21. Oktober. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus nämlich im Wochenblättchen angezeigt, daß er ein unfehlbares Lemberg, daselbst seien mehrere tausend Personen an Mittel gegen die Hühneraugen befize. Auf die Frage des der Influenza erkrankt. verkauft zu haben; geben Sie das zu?" antwortete der Schuh" Richters: Sie find angeklagt, ein Heilmittel gegen Hühneraugen New- York, 19. Oftober. Nach einer Meldung aus St. Johns macher mit" nein". Sie haben es aber doch im Wochenblatt in Newfundland ist der heimkehrende Dampfer der Anchor Linie City of Rome" in der Nähe des Kap St. Shots ge bekannt gemacht?" fuhr der Richter fort." Freilich," entIn Bezug auf das Koupiren der Eisenbahn- Fahrbillets gegnete der Angeklagte, aber ich habe nur gesagt, daß ich ein scheitert. Ein Irländer, Namens James Brennan, der sich In Bezug auf das Koupiren der Eisenbahn- Fahrbillets folches besige, nicht aber zum Verkauf ausgeboten. Ueberhaupt von dem Dampfer gerettet hat, und der einzig Ueberlebende vo während der Fahrt wird geschrieben: werde ich dasselbe auch nicht verkaufen, da ich es selber sehr der ganzen aus 43 Köpfen bestehenden Schiffsmannschaft zu Er berichtete, daß Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat aus den Berichten nothwendig gebrauche, das Heilmittel sind nämlich meine gut sein behauptet, kam in Trepassy an. tönnen, daß das Verbot, die Fahrkarten während der Fahrt des gearbeiteten Leisten." Unter solchen Umständen wurde und berauscht hatten und daß sie deshalb außer Stande gewesen Zuges von den Trittbrettern aus zu durchlochen und zu prüfen, selbstverständlich der Schuhmacher freigesprochen, schon bei den vorhandenen Einrichtungen nicht in größerer Aus- Aus Memel wird der Berliner Zeitung" geschrieben: und eine Quantität Mehl an Bord. Der Dampfer war nach behnung, als bis jetzt geschehen, hätte zur Durchführung gebracht wegen Preisgabe des Telegraphen Geheimnisses Dundee bestimmt. Die Passagiere, welche, wie es scheint, fämm werden können, ohne eine Beeinträchtigung der Fahrkarten- Prüfung bezw. Anstistung hierzu hatten sich der Ober- Tele- lich umgekommen sind, weil das Vieh die Rettung sehr erschwerte, oder eine nachtheilige Beeinflussung des Betriebes befürchten zu graphenassistent Hermann Samland und der Kauf- waren Schotten, welche in ihre Heimath zurückzukehren beab müssen. Es habe vielmehr den Anschein, als ob in vielen mann Louis Wenzel von hier vor der Strafkammer des fichtigten. " Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Fin fal Hi R tic 30 U lic be ti he 6 G ſe re ei 3 e 99 ८० 3 h 11 ch ˊˋ ch t & 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 247. Gerichts- Beitung. Wegen Gotteslästerung wurde gestern der Schriftseher May koch von der II. Straffammer hiesigen Landgerichts I zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Donnerstag, den 22. Oktober 1891. 8. Jahrg. er sich in den Streit mischen würde. Endlich eilten verschiedene Mit welch erbärmlichen Löhnen viele Arbeiter heutzutage Zivilisten zum Entsage des bedrängten Beamten herbei; die abgespeist werden, davon gaben zwei Verhandlungen beim Sistirung einzelner Ruhestörer war aber außerordentlich schwer, da tuttgarter Gewerbegericht einen schlagenden Beweis. die aufgeregte Menge immer wieder Versuche zur Befreiung der Ein Bäckergeselle, welcher bei einem vermögenden Meister wäh Arrestanten machte. Endlich gelang es, wenigstens vier Haupt- rend 14 Tagen in Arbeit stand, erhielt für die ganze Arbeitszeit frafehler festzunehmen und diese hatten sich in den Personen der sage und schreibe vier Mart, macht also noch nicht ein Ein unverantwortlicher Schabernack" hat dem Fuhr- Arbeiter" Willig, Thieme, Ernst und Zwarg wegen Widen mal 29 Pfennig pro Tag für eine ca. 15 stündige mann Christian Hermann eine Anklage wegen Sachbeschädi- standes und versuchter Gefangenenbefreiung zu verantworten tägliche Arbeitszeit. Mit diesen paar Bettelpfennigen gung zugezogen. Derselbe war mit dem Fuhrherrn Stolzenberg Je nach der Theilnahme der Einzelnen verurtheilte der Gerichtse sollte der Arbeiter seine Wäsche bezahlen, Kleider und Schuhwerk wegen einer Forderung in Mißhelligkeiten gerathen und strebte hof den Willig zu 9 Monaten, Ernst zu 4 Monaten anschaffen, seinen Verpflichtungen gegen Staat und Gesellschaft danach, demselben irgend ein Ungemach zu bereiten. Im August warg zu 2 Monaten und Thieme zu 14 Tagen nachkommen und womöglich nach dem Rezept der frommen dieses Jahres bot sich die Gelegenheit dazu. Als Hermann durch die Gefängniß. Brunnenstraße fuhr, sah er in furzer Entfernung vor sich den Fuhrherrn Stolzenberg mit einem mit Fässern beladenen Arbeitswagen fahren; er schlich sich langsam heran und zog von der Achse des Hinterrades geschwind den Stöpsel ab, welcher das Abgehen des Rades von der Achse verhindern sollte. Wäre diese Manipulation unbemerkt geblieben, dann wäre das Rad sicher nach einiger Beit losgegangen, die schwere Ladung hätte ebenso sicher ein Umtippen des Wagens verursacht und für den Fahrer wäre eine Gefahr für Leben und Gesundheit vorhanden gewesen. Glück licher Weise hatte ein Kutscher die Frevelthat des Angeklagten bemerkt und dessen Festnahme veranlaßt, noch ehe die beabsich tigte Katastrophe eingetreten war. Mit Rücksicht auf die Bosheit und die Gefährlichkeit dieses Experiments verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten zu 100 M. Geldbuße event. 10 Tagen Gefängniß. " Soziale Uebersicht. Achtung, Tischler Berlins! Die Differenz bei Völker, Sagelsbergerstraße 52 ist beigelegt. Die neunstündige Arbeitszeit wurde anerkannt, auch findet beiderseits teine Ründigung statt. Somit ist der Streit erledigt. Die Werkstatt kontrollkommission des Fach vereins der Tischler. Achtung, Möbelpolirer Berlins! Die neu gewählte Fachkommission hat sich konstituirt und sind diesbezügliche Anfragen und Briefe an Carl Schönicke, Vorsitzender der Fachkommission, Alte Schönhauserstr. 9, part., zu richten. " schwäbischen Herren, welche sich der„ christlichen" Bäcker- Vereinigungen so liebevoll annehmen, auch noch etwas ersparen! Ein anderer Arbeiter, ein Schreiner, wurde für 14 Arbeitstage mit 17 Mart abgelohnt. In beiden Fällen wurde von Seiten des Gerichts konstatirt, daß der erhaltene Betrag tein angemessener Lohn sei, und daß ein Arbeiter damit nicht auskommen könne; ein Arbeitgeber fet, selbst wenn die Leistungen nicht befriedigend wären, nicht berechtigt, einen 31 Jahre alten Arbeiter mit einem Lohn von 1 M. 21 Pf. abzufinden. Merkwürdig, daß die Staatsanwälte den Paragraphen vom groben Unfug, der sonst so ziemlich auf Alles paßt, noch nicht auf die Bezahlung solcher Schandlöhne angewendet haben! leber den Geschäftsgang in der Hutindustrie theilt das Hutmacher- Fachblatt" Correspondent" mit, daß die Geschäftslage im Allgemeinen äußerst ungünstig, in einigen Branchen aber geradezu miserabel ist." Wegen Betruges stand gestern der Hundehändler Guft. Johann Suckow vor dem hiesigen Schöffengericht. Derselbe hatte in der hier erscheinenden Thierbörse" einen„ rasseDie Holzbildhauer der Hof- Möbelfabrik von J. Glückert Eine Volksversammlung in Braunschweig beschloß, nur reinen" jungen Bernhardiner Hund zum Verkauf ausgeboten und in Darmstadt haben am 19. Oktober die Arbeit nieder bei denjenigen Schlächtermeistern zu kaufen, welche ihre ein in Bayern wohnhafter Thierarzt war daraufhin mit dem An- gelegt. Geringer Lohn, überlange Arbeitszeit, auch die Art Gefellen nicht wegen der Zugehörigkeit zum Fachverein gemaß geflagten in schriftliche Unterhandlung getreten und hatte den und Weise des Auftretens des Wertführers find nach einer Mit- regelt haben. Wenn die Bevölkerung Braunschweigs diesen Beschluß wenigstens einige Zeit konsequent befolgt, werden die betr. Sund für 40 M. erstanden. Der Angeklagte hat dem Käufer das theilung der Hess. Volksstimme" die Ursache des Streits. Schlächtermeister, welche auf das Begehren der Gesellen nach Ver Thier in einer großen Kiste zugeschickt, aus dem Geschäft hat sich In der Zigarrenfabrik von Frossard u. Komp. in befferung ihrer erbärmlichen Lage mit Gewaltmaßregeln antaber schließlich die Anklage des Betruges gegen ihn entwickelt. Der Käufer behauptet nämlich, arg hineingefallen zu sein, da der Payerne( Schweiz) find Differenzen ausge- worteten, schon ihren Dünkel fahren lassen. Hund erstens nicht rafferein und zweitens frant gewesen sei. Die brochen. 8uzug ist streng fernzuhalten. Vom Jahres- Kongreß der Eisenbahnbediensteten Großerstere Behauptung begründete er damit, daß der Hund einen In den Mailänder Herrenkleider- Geschäften haben die britanniens, von dem wir schon berichtet, ist noch mitzutheilen, geringelten Schweif und sogenannte Glasaugen gehabt Schneider die Arbeit eingestellt. daß derselbe in Bezug auf die Vertretung der Arbeiter im enghabe, in Bezug auf den zweiten Punkt führte er an, daß dem Thier sofort nach Empfang die Haare ausgegangen und In der Sundbyberger Hutfabrik in Stockholm, welchelijchen Parlament eine sehr wichtige Resolution faßte. dasselbe bald darauf verendet sei. Der Angeklagte bestritt in jeder vor einiger Zeit in den Besitz der Firma M. Förster in Alten- großer Majorität beschloß nämlich der Kongreß, unverzüglich Beziehung seine Schuld. Er berief sich auf den genealogischen burg übergegangen ist, wurden 30 Wlann entlassen. Allem An- einen Agitationsfonds für diesen Zweck zu gründen, damit schon bei der nächsten Wahl für die Kandidatur eines EisenbahnAlmanach der Hundegeschlechter zum Beweise dafür, daß der ver- schein nach, meint der„ Korrespondent für Deutschlands Hut- bediensteten wirksam eingetreten werden kann. Immer mehr folgen faufte Hund auf eine ganze Reihe berühmter, edler Ahnen zurück- macher", beabsichtigt Herr C. Förster mit dieser Maßregel den also auch die englischen Arbeiter dem Beispiele der deutschen, indem blicken fonnte. Er war der Meinung, daß es nicht an einer Fachverein zu sprengen. Zuzug ist deshalb strengstens jernzu- sie den Schwerpunkt ihrer Thätigkeit auf die Staatshilfe verDegeneration des Blutes, sondern vielleicht an einer üblen An- halten. legen, während sie bis vor Kurzem noch auf dem Standpunkte gewohnheit liege, wenn der Hund den Schweif in geringelter Form zu tragen beliebte. Was den zweiten Beschwerde- Buchdruckerbewegung. Die Preßkommission der sozial- der ausschließlichen Selbsthilfe durch Streits, Boykotts, Unterpunkt betrifft, fo wies der Angeklagte darauf hin, demokratischen Westfälischen Freien Presse" stüßungs- Kaffen u. f. w. verharrten. daß die zum Versandt benutte Hundekiste vielleicht in Dortmund hat ihrem Personale, bestehend aus sieben zum Träger einer Insektion für den Hund geworden Vereinsmitgliedern, seit 19. Oktober vorläufig die 91/2 stündige Da Der als Gutachter vernommene Arbeitszeit einfchl. Frühstücks- und Vesperpause bewilligt. Vom Thierarzt bestätigte, daß Ringelschweif und sogenannte Glasaugen 1. Januar 1892 ab wird sie die 9stündige Arbeitszeit einführen. nicht auf alle Fälle die Unreinheit der Rasse beweisen und über Das Buchdruckgehilfen- Organ, der Korrespondent" bemerkt die Entstehungsurfache der Krankheit des Hundes ein mystisches dazu: Dunkel schwebte, so erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung denen das Blatt seit seinem einjährigen Bestehen zu leiden Wenn man die finanziellen schwierigen Verhältnisse, unter Eine Versammlung selbständiger Schuhmacher, welche des Angeklagten. hatte, in Betracht zieht, so ist das Borgehen sehr lobenswerthf Grund des§ 100 f der Gewerbe- Ordnung zu den Kosten der Wohlfahrts- Einrichtungen der hiesigen Jnnung beizutragen haben, Ein dreister Schwindler, welcher namentlich den Hotel- Die Buchdruckerei des sozialdemokratischen wirthen gefährlich geworden ist, stand gestern in der Person des Buch- Boltsblatts" in Halle a. S. führt am 1. November den tagte am 19. b. Mis. unter Vorsitz des Herrn Pladeck im halters Göhle vor dem Schöffengericht, um sich wegen wiederholten Seunstundentag ein und erhöht in entsprechender Weise den Louisenstädtischen Konzerthause". Der Bersammlung wohnten auch der Obermeister Schumann, sowie mehrere Gesellen bei Betruges zu verantworten. Der Angeklagte, ein geborener Schwede, Atfordlohn der Seher. und kam es im Laufe der Verhandlungen zu lebhaften Debatten. hat es verstanden, in acht Fällen, theils hier in Berlin, theils in Stettin Hoteliers um den Betrag feiner Zeche und Die Kalf- und Steinträger in Stettin beschlossen, für Herr Eassau beleuchtete zunächst die Wohlfahrts- Einrichtungen feines Logements zu prellen. Er trat dabei außerordentlich sicher das Tragen von je 1000 Steinen 50 Pf. mehr zu fordern; ferner der Schuhmacher- Innungen, als welche vier Einrichtungen zu auf, gab sich in einzelnen Fällen für einen Husarenoffizier, in beauftragten sie das Bureau der Versammlung, welche jenen Be- bezeichnen seien, nämlich das Herbergswesen, der ArbeitsnachKeine dieser anderen für einen Gutsbesitzer aus und hat hier in Berlin die schluß faßte, bei der Polizeidirektion vorstellig zu werden, daß weis, die Fachschule und das Schiedsgericht. verwerfen, vielmehr vielmehr zu fördern, Dreiftigkeit unter Anderem so weit getrieben, daß er sich im dieselbe für Einführung besserer Schutzvorrichtungen auf den Einrichtungen sei au Tattersall ein Pferd miethete, damit stolz durch die Straßen der Bauten Sorge trägt, da bei den jetzigen Schuhvorrichtungen das doch sähe es mit ihnen bei der Innung traurig aus. Das Residenz ritt und sich um die Bezahlung dann weiter nicht Leben der Arbeiter oft gefährdet und seitens der profitgierigen Serbergswefen liege furchtbar im Argen. Das Lokal fei an einen Wirth verpachtet, der sehen müsse, wie er zurecht komme. Die fümmerte. Der Gerichtshof verurtheilte den Schwindler mit den Unternehmer keine Abhilfe geschaffen wird." Innung habe gar keinen Einfluß. Der Arbeitsnachweis werde noblen Passionen zu sechs Monaten Gefängniß. in den Restaurationsräumen betrieben, die wenigen Arbeiter, die noch hinkämen, würden fortgegrault. Für Wanderunterstützung seien im vorigen Jahre insgesammt 12,20 m. verausgabt worden. sein fönne. Aufruf an die Konditorgehilfen, Pfefferküchler, Lebküchler und verwandten Berufsgenossen! Versammlungen. Unter der Anklage des Betruges stand gestern der Bigarrenhändler David Bernstein vor der 87. Abtheilung Kollegen! Schon längst haben alle anderen deutschen Ardes Schöffengerichts. Der Angeklagte betreibt nebenbei Agentur beiter erkannt, daß nur eine gute Gewerkschaftsorganisation im Sier fei Abhilfe dringend geboten. Zu den Kosten zahlen 1960 geschäfte für die Lebensversicherungs- Gesellschaft Victoria. Als Stande ist, beffere Arbeits- und Lohnverhältnisse zu erringen, Innungsmitglieder nach dem vorjährigen Rechenschaftsbericht der Jein Nachbar, der Schlächtermeister T., eines Tages Bigarren bei und die Thatsachen beweisen, daß alle gut organisirten Arbeiter Innung 2851 M., 987 Nichtmitglieder 1124 M. Die Einnahmen ihm taufte, versuchte er denselben zu überreden, der Versicherung geistig und materiell besser dastehen, als richt organisirte Arbeiter. Der Innung feien aber größtentheils für Verwaltungszwecke verbeizutreten. T. erwiderte ihm, daß er als junger Anfänger zu Nur Thr, Kollegen, steht der gewerkschaftlichen Organisation in braucht, für Wohlfahrtseinrichtungen, die kaum noch diesen diesem Zwecke fein Geld übrig habe, wenn er mehr Kasse habe, Eurem Gewerbe mit großer Lauheit gegenüber, troydem Ihr mit Namen verdienen, sei wenig oder gar nichts verausgabt wie er gebrauche, dann bringe er das Geld nach der Sparkasse, die schlechtest gestellten Arbeiter seid, so daß man sich nur wundern worden. So seien für die Fachschule nur 400 m. verwendet wo er es immer wieder abheben tönne, wenn das Geschäft wieder fann, daß Ihr Euch noch nicht entschlossen habt, Euch Eurer auf worden, für ein Innungsbureau, als welches die Wohnung des flau ginge. Der Angeklagte soll nun dem T., wie auch dessen dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Organi- Obermeisters Beutel diene, dagegen 1000 m. Auf das Schiedsgericht seien 64,50 M. entfallen, trotzdem dieses maßgebend sei Chefrau wiederholt versichert haben, daß er die eingezahlten fation anzuschließen. Prämienbeträge bei vierwöchentlicher Kündigung von der Victoria Wohl rekrutirt Ihr Euch zum großen Theil noch aus einem für das ganze Schuhmachergewerbe. Das könne so nicht weiter ebenso gut zurückerhalten fönne, wie bei der Sparkasse. Durch Stande, welcher noch nicht fühlt und denkt mit dem deutschen gehen. Man tönne nicht auf einem veralteten Standpunkte diese Versicherung, sowie durch mühevolle Ueberredung wollen Proletariat, und Euch fettet dieses noch vielfach an die von stehen bleiben, man müsse mit der Zeit fortschreiten, sich die T.'schen Eheleute schließlich bewogen worden sein, ihren Alters her bestehenden, jetzt aber im Verschwinden begriffenen modernisiren. Man müsse versuchen, Reformen herbeizuführen Widerstand aufzugeben. I. trat der Versicherung bei und hatte patriarchalischen Verhältnisse; aber doch zwingen Euch Interessen durch Beitritt zur Innung. Wenn auch Allen klar sein müsse, vierteljährlich 117 M. 50 Pig. Prämie zu zahlen. Nach etwa aller Art, sowie die heutige Produktionsweise immer mehr, mit daß die Innung nicht im Stande sei, das Handwerk zu heben Jahresfrist gerieth er in Verlegenheit und stellte nun an die Vic- theilzunehmen an der Emanzipationsbewegung der deutschen Ar- oder zu schützen, so sei sie doch immerhin im Stande, Eintoria das Anfinnen, ihm den größten Theil der eingezahlten Be- beiterschaft. Und täglich seht Ihr, wie es immer schwerer wird, richtungen zu treffen, die Allen von Vortheil seien. Wenn träge zurückzugeben. Natürlich erhielt er abschlägigen Bescheid Euch eine selbständige Existenz zu erringen. Wie mancher von die Selbständigen schon zu den Kosten der Wohlfahrtseinrichunter Hinweis auf die von ihm unterzeichneten Vertrags- Euch hat nicht die traurige Erfahrung gemacht, daß er mit seinem tungen beizutragen hätten, so wollten sie auch ein Wort mitbedingungen. Da er außer Stande war, die Prämien weiter zu Vermögen der heutigen Konkurrenz nicht gewachsen ist, daß er nachher sprechen. Wenn sie Pflichten hätten, wollten sie auch Rechte. zahlen, so hat er einen Verlust von 316 M. zu tragen gehabt. wieder eintreten mußte in die Reihen des arbeitenden Proletariats. Dies könne nur erreicht werden durch Beitritt zur Innung. Der Im Termine behauptete der Angeklagte, den T.'schen Eheleuten aus- Kollegen! Immer mehr müßt Ihr zur Einsicht kommen, daß Ihr jetzige Eintrittspreis von 15 M. sei aber zu theuer. Wenn die drücklich gefagt zu haben, daß die Victoria sich zur Hergabe eines machtlos der Ausbeutung zum Opfer fallt, daß mit Gurer Arbeits- Innung es billiger machen würde, wie im Jahre 1884 zu 3 M., Darlehns verstehen würde, nachdem mindestens 2 Jahre hindurch fraft Schacher getrieben wird. Griftirt doch in Eurem Gewerbe so seien dieselben bereit, der Innung beizutreten, sonst nicht, und die Prämien bezahlt worden seien und dies stehe auch in den ge noch mit die längste Arbeitszeit, der färglichste Lohn, verbunden beantragte Redner eine diesbezügliche Resolution. In der foldruckten Bedingungen, die von dem Ehemann T. durch Unter- mit der Naturalverpflegung, ventilationslose Arbeits- wie Schlaf- genden Diskussion traten Obermeister Schumann und mehrere schrift anerkannt worden seien. Die Eheleute T. erklärten da- räume, schlechte Kost nebst schlechter Behandlung seitens einiger Repräsentanten für die Innung ein; von anderen Innungsgegen unter ihrem Eide, daß sie die Bedingungen garnicht ge- Prinzipale. Verfucht Ihr es einzeln, Euch dagegen aufzulehnen, meistern wurden die vorgedachten Mängel und Schäden offen eine Ermäßigung des Eintrittsgeldes ges lesen hätten, weil sie dem Angeklagten Vertrauen schenkten. Der so macht man Euch arbeitslos; laßt Ihr es still über Euch er- anerkannt und Gerichtshof war ebenfalls der Ansicht, daß der Angeklagte die gehen, so verfallt Ihr injolge dieser wirthschaftlichen Uebel in ein wünscht, wofür sich auch Obermeister Schumann aussprach. Seitens der Herren Menzel und Schmolling Unkenntniß der Zeugen gemißbraucht habe und verurtheilte den langsames Siechthum. felben zu einer Geldstrafe von 150 M. Kollegen! Es ergeht an Euch nun der Ruf: erkennt Eure wurde der Gesellenstandpunkt sehr energisch verfochten und der Ein lärmender Straßenegzek, bei welchem ein Schuh- im Stande ist, diese wirthschaftlichen Schäden zu heilen und Euch selben nur infolge des Umstandes das Wort verstattet worden Ein lärmender Straßenegzek, bei welchem ein Schutz- Lage und schließt Euch Eurer Organisation an, welche nur allein Gegnerschaft der Innung offen Ausdruck gegeben, nachdem denmann arg ins Gedränge gekommen ist, beschäftigte gestern die ein menschenwürdiges Dasein zu bieten. Endlich ist der Grund- war, daß Obermeister Schumann die Gefellenführer angegriffen III. Straftammer hiesigen Landgerichts I. Um 6. Juni Abends wurde der Schußmann Lilienthal in der Müllerstraße bei der stein zu einer Organisation gelegt, welche mit aller Harmonie hatte. Herr Menzel brachte eine Resolution ein, in welcher Dufelei bricht und sich würdig anreihen soll der um ihr heiliges gegen die Maßnahmen der Innung protestirt und dieselbe für Nazarethkirche von zwei Mädchen zur Hilfe gegen die Belästigungen Recht kämpfenden deutschen Arbeiterschaft. Darum, Kollegen, eine überlebte Institution erklärt wurde, bie nicht geeignet sei, mehrerer Männer herbeigerufen. Als der Beamte tam und werden müsse. Diese Resolution legte der Vorsigende nach ihrer einige Personen zur Wache sistiren wollte, wurde ihm der leb- fäumet nicht, tretet Alle ein in die Organisation, deren Devise das Handwerk zu heben und zu beleben, und deshalb bekämpft Berlesung indessen ad acta, weil die Innung eine gefeßmäßige haftefte Widerstand geleistet und die Gituation wurde für ihn lautet: Kampf um eine bessere Gristens! Institution sei. Die Resolution Cassan gelangte schließlich zur insofern bedenklich, als aus dem Park eine Rotte von etwa Der Verband der Konditorgehilfen, Annahme. 20 Personen hervorkam und sich mit drohenden Mienen um ihn sammelte. Es erfolgte auch bald ein Angriff auf den Pfeffertüchler, Lebtüchler u. verw. Berufsgenossen, sowie deren Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Beamten; man schlug denselben mit der Faust ins Alle Anmeldungen und Schriftstücke sind zu richten an: Gesicht, so daß sein Helm zu Boden fiel, drängte auf einen Gustav Herrlich, Hauptkassirer, Hamburg St. Pauli, und bedrohte ihn dermaßen, dermaßen, daß borübergehenden Unteroffizier zu seiner Hilfe anrufen mußte. Marttstr. 13, Haus 2, part. r. Man drohte ihm aber, daß es ihm schlecht gehen würde, wenn| Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck ersucht. ihn ein er Mit kollegialem Gruß Eine öffentliche Versammlung der selbständigen Kürschner und der bei denselben beschäftigten Arbeiterinnen tagte am 15. Oktober. Gegenstand der Verhandlung bildete das Zirkular der allgemeinen Ortskaffe( früher Meyer'sche Kaffe), welches das Verlangen stellt, die weiblichen Arbeiter möchten durch " wurden. Vermischtes. " Unterschrift erklären, ob sie genetgt sind, zur Kürschnertasse über-| selbst keineswegs nöthig, sondern lediglich Angewohnheit der zutreten. Kollege Thomsen schilderte, wie die Kürschner sich schon Meister sei. Da aber die Unternehmer sowie auch die betreffenden seit Jahren bemüht hätten, die Arbeiterinnen in ihre eigene Kasse Kollegen nicht anders zu erreichen sind, so wurde von mehreren aufzunehmen, was doch wohl ein billiges Recht der Gewerkschaft Kollegen der Wunsch ausgesprochen, die in Frage kommenden Würzburg. An die bekannten schmerzlosen Ohrfeigen" fei. Dies sei jedoch bis jetzt durch verschiedene Einwände, die Werkstätten im Vorwärts" zu veröffentlichen und namentlich wurde man gelegentlich einer Verhandlung des Militär- Bezirks feitens der allgemeinen Ortskasse und des Magistrats gemacht den betreffenden Kollegen ans Herz zu legen, daß sie sich doch gerichts erinnert, welche gegen den des Verbrechens des wurden, verhindert worden. Hierbei wurde dem Vorsitzenden der endlich überlegen möchten, ob es nicht eher nothwendig sei, die Mißbrauchs der Dienstgewalt angeschuldigten Ge Kürschnerkasse vorgeworfen, daß er die Sache wohl zu lay be- Arbeitszeit zu verkürzen, als daß sie immer und immer wieder freiten(!) des 1. Chevaugleger- Regiments, Joseph Beck, Biseleur aus Nürnberg, gerichtet war. Am 5. Februar d. J. visitirte handelt habe. Derselbe verwahrte sich jedoch dagegen, in- verlängert wird. dem er meinte, man müßte erst abwarten, denn er habe noch Nachdem noch Kollege Gärtner zum Beitragsammler vor- Beck die Monturen der Mannschaft seines Beritts. Dabei machte der Gemeine Kurzmann, dessen Mantel nicht genügend gereinigt Hoffnung, die Schwierigkeiten zu überwinden. geschlagen worden war, schloß der Bevollmächtigte die Ver- der Gemeine Kurzmann, dessen Mantel nicht genügend gereinigt Kollege Dobrenz unterzog die Bemerkung des Inbabers sammlung. war, zur Entschuldigung eine unwahre Angabe. Ein Schlag ins der Firma Seegall, die Kürschnerkasse biete seinen Arbeiterinnen Gesicht war die Antwort Beck's, der gleich darauf den K. wegen nicht genügende Sicherheit", einer scharfen Kritik, und frug an, Berufsgenossen Deutschlands, Der Zentralverband der Maurer und verwandter einer weiteren kleinen Verfehlung an der Brust packte und gegen Filiale II. ein an der Wand befindliches Karabinerbrett stieß. Nun mußte ob man Herrn Seegall nicht noch 5000 M. Extrakaution stellen solle Berlin, hielt am 18. d. M. eine gut besuchte Mitglieder- K. dret bis vier Minuten in der Kniebeuge verharren, dabei den für die 51oder 6 Arbeiterinnen, die bei ihm beschäftigt sind. Bon meh- Versammlung ab, bei deren erstem Tagesordnungs- Punkt der Säbel durch die nach rückwärts gebogenen Arme haltend. Ich reren Kollegen wurde auch bezweifelt, daß die 31 Unterschriften der Arbeiterinnen der Firma H. Wolf, die gegen den Eintritt Kassirer die Abrechnung vom dritten Quartal pro 1891 verlas. lasse Dich in der Kniebeuge sigen, bis Du bewußtlos wirst," in die Kürschnerkasse stimmen, alle von den Arbeiterinnen selbst saminte Ausgabe 318 M. 4 Pf.; bleibt Bestand 336 W. 76 Pf. schließlich umfiel und unter Weinen zur Abtheilung zurückDanach betrug die gesammte Einnahme 654 M. 80 Pf.; die ge- rief der ergrimmte Gefreite und fügte, als sein Opfer geschrieben wären. Zwei Resolutionen wurden eingebracht, welche aber nach An- für richtig befunden zu haben, worauf dem Kassirer Decharge er noch verstellt!" Der vollständig ermattete Soldat wurde dann auf Die Revisoren erklärten, Kasse und Bücher, sowie die Abrechnung froch, noch human hinzu:" Schaut, wie sich das 2. nahme eines Antrages, noch eine zweite Versammlung einzuberufen, theilt wurde. Hierauf referirte Rollege Klingenberg über die be- Anordnung des hinzugekommenen Sergeanten Lang auf ein wieder zurückgezogen wurden. Für bessere Bekanntgabe dieser tannten Ursachen der Arbeitslosigkeit im Baugewerbe. In der Zimmer gebracht, und war dort mehrere Stunden bewußtlos. Versammlung, als bei der heutigen geschehen, wird gesorgt werden. Diskussion legte Kollege Gröppler noch verschiedene Punkte flar Dann schaffte man ihn in's Lazareth, wo er 10 Tage lang frant Zum Schluß machte Kollege Dobrenz noch darauf aufmerksam, und zitirte dabei die Maurerstreits daß es nothwendig sei, in dem Bericht für den Vorwärts" vom Jahre 1889, darniederlag. Troy alledem und obschon der Regimentskomman darauf hinzuweisen, daß die Arbeiterinnen vielfach der irrigen welche ihre vollständige Berechtigung hatten, aber seitens deur deponirte, daß eine Kniebeuge in der Dauer von 1/2 MiMeinung wären, beim Uebertritt zur Kürschnerkasse sei nochmals der Kapitalisten illusorisch gemacht der indifferenten Kollegen und durch die Vereinigung nuten schon zwecklos und gefahrbringend sei, glaubten die Ge Einschreibegeld zu zahlen. Dies wäre nicht der Fall, der Ueber dabei der Ueberzeugung Raum, daß, wenn wir Alle, Mann für daß Beck schuldig sei des Vergehens vorschriftswidriger Be Redner gab schworenen die Sache sehr milde ansehen zu sollen; fie fanden, tritt mache den Arbeiterinnen keinerlei Unkosten; auch würde die Mann, uns dem Zentralverband der Maurer Deutschlands an- handlung und der Anmaßung einer Strafbefugniß, daß er aber Behandlung seitens der Kürschnerkasse eine beffere sein. Jeden schließen würden, daß der beste Schutz dem Unternehmerthum nicht das Bewußtsein gehabt habe, den Kurzmann an der Ges falls aber herrsche dort nicht der sogenannte Raisonnirton, der gegenüber sei. Zum Schluß meint der Rebner noch, daß die ſundheit zu schädigen oder dessen Wohlbefinden zu stören": In bei der allgemeinen Orts- Krankenkasse beliebt würde. jenigen Leute, welche behaupten, ohne politische Grörterung sei folge dies Wahrspruchs erhielt Beck eine zehntägige MittelEine kombinirte Mitgliederversammlung sämmt es nicht möglich, eine Gewerkschaft hoch zu halten, sich mit der arreststrafe. Schmerzlose" Schläge in's Gesicht, schmerzlose" licher Filialen Berlins der Maler, Qacirer, Beit schon noch etwas anders bedenken würden. Darauf wurden Kniebeugen von minutenlanger Dauer was muß da erst ein Anstreicher und verwandter Berufsgenossen verschiedene Angelegenheiten vom Kollegen Silberschmidt klar- Vorgesehter anstellen, damit die Geschworenen ihm das ,, Bewußt fand am 16. Oftober statt. Unterm ersten Punkt der Tages: gelegt. Nachdem der Vorsitzende den Mitgliedern nochmals die fein" zusprechen, daß er das Wohlbefinden" der Untergebenen ordnung besprach Kollege Kube die Bedeutung der Fachschule; Adressen der Bahlstellen befannt gemacht hatte, wurde die Ver- gestört habe?( Frff. 8tg.") er gab der Erwartung Raum, daß wir dieselbe auch in diesem sammlung mit einem dreifachen Hoch auf das Gedeihen des Urwüchsig, Patriarchalisches" vom Lande findet sich Jahre bestehen lassen würden, und unterzog das Benehmen des Zentralverbandes der deutschen Maurer geschlossen. Magistrats den Malern Berlins gegenüber einer scharfen Kritik, in einer Gerichtsverhandlung, worüber das Lissaer Kreisblatt" berichtet: denn auf die Bitte der Fachschul- Kommission, ihr doch ein Der Arbeiter Bartkiewicz war im Anfange d. J. in Ge besseres, geräumigeres, wenn möglich ein in der Mitte sindedienst des Dominiums Deutsch- Presse. der Stadt gelegenes Lokal zu überlassen, antwortete der 13. Januar tam der Inspektor Hübner, sah, daß die Knechte Magistrat mit Kündigung des alten Lokals in der Schlesischen Straße. Auf die hierauf eingelegte Beschwerde hat uns Ein Gefangverein der Zimmerer des Westens, welcher nicht die erforderlichen Rüben zur Fütterung des Rind dem Keller geholt hatten und fragte den der Magistrat die Aula der 37. Gemeindeschule, Mariannen- den Namen Gefangverein" Frohe Hoffnung" der Zimmerer viehs aus Berlin W erhielt, wurde am 15. Oktober gegründet. Am Bartkiewicz um den Grund. Dieser sagte ihm in Ufer 2, überlassen. Dies Alles sei auch der Grund, weshalb nicht 18. Oktober fand die erste Versammlung im gofal des Herrn barschem Tone, daß sie bis jetzt noch keine Zeit gehabt früher zur Fachschule hätte Stellung genommen werden können. Jul. Raumann, Kulmstr. 36, statt. In derfelben wurde bekannt hätten. Sofort faßte Hübner den Bartkiewicz an der Troßdem wäre alles so weit in Ordnung, um am 1. November den Unterricht beginnen zu können. Betreffs des Schulgeldes gegeben, daß sich der Verein sofort dem„ Arbeiter Sängerbund" Gurgel und hob seinen Stock zum Schlage in die Höhe. B. hatte war Redner der Meinung, daß es beim alten Satz( 10, 15, 20 M.) anschließen werde, und wurden drei Delegirte gewählt, welche gerade eine Schaufel in der Hand und erhob diese gleichfalls. bleiben solle. die hierzu nöthigen Schritte zu thun haben. Nachdem die Mit Aus diesem Vorgange folgerte das Schöffengericht zu Schmiegel An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Heidemann glieder sämmtlich ihre Beiträge mit 1 M. pro Monat( vorläufig) Ungehorsam und Renitenz gegen die Dienst und P. Schulz. entrichtet hatten, wurde bestimmt, daß am 26. Oktober, Abends herrschaft und verurtheilte den Bartkiewicz wegen Uebers Dieſelben sprachen im Sinne des Referenten und 812 Uhr im Lotal Kulmſtr. 36, bei J. Raumann, ein Berſamm- tretung der Gesindeordnung vom 24. April 1854 hofften, daß die Fachschule auch weiter bestehen bleibt, lungsabend stattfinden soll mit der Tagesordnung: Bericht zu 15 M. Geldstrafe, im Unvermögensfalle zu 3 Tagen Haft. selbst für den Fall, daß fie mit einem Defizit arbeiten sollte, denn durch Eingehenlassen der Fachschule erstattung der Delegirten, Statutenberathung, Aufnahme neuer Gegen diefes Urtheil legte der Angeklagte Berufung ein, die würden wir die jungen lernbegierigen Leute den Innungen und Mitglieder und Verschiedenes. Es werden hierzu die Kameraden, Strafkammer hat jedoch das Urtheil aufgehoben und den Angeklagten freigesprochen und zwar, weil die Renitenz desselben Gewerbeschulen zutreiben, was doch vermieden werden müsse. In welche dem Gesangverein beitreten wollen, eingeladen. lediglich zurch das Benehmen des Hübner hervorgerufen worden ist. der darauf folgenden Abstimmung wurde denn auch fast ein- Die Töpfer Berlins und Umgegend hielten auf Beschluß stimmig das Weiterbestehen der Fachschule beschlossen. Die Wahl der lezten öffentlichen Versammlung am 19. Oktober wieder eine der Fachschul Kommissionsmitglieder wurde den Filialen über- folche ab, um von der Kommission das Resultat in Betreff der lassen; die bisherigen Mitglieder bleiben so lange im Amt, bis Fensterfrage entgegenzunehmen. Gemeldet haben sich 55 Bauten die Filialen zu der Angelegenheit Stellung genommen haben. mit 500 Kollegen; davon sind 19 Bauten, welche 87 Kollegen beFerner wurde ein Antrag, der Kommiffion 49 Mark( jede Filiale schäftigen, mit Glas versehen; daselbst kann also gearbeitet werden. 7 Mark) zur Deckung der jetzt entstehenden Unkosten zu über- Nach längerer Debatte wurde folgende Resolution von der weisen, angenommen. Rommission gestellt und einstimmig angenommen: Beim 2. Punkt der Tagesordnung. Reiseunterstützung, ent- Die heutige öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins spann sich eine lebhafte Debatte, welche damit endigte, daß man und Umgegend beschließt folgendes: die Unterstützung auf dem bisherigen Sage von 1,95 M. beließ. Punkt 3 der Tagesordnung Abrechnung vom Sommerfeste der Maler 2c." fonnte nicht erledigt werden, weil nur die Filialen Süden und Osten, Westen dagegen garnicht und die übrigen nur theilweise abgerechnet hatten. Unterm letzten Punkt, Verschiedenes, wurde folgender Antrag angenommen:„ Die Kassirer zu beauf tragen, Liſten betreffs der gestrichenen Mitglieder sich gegenseitig vierteljährlich auszuhändigen." Zum Schluß wurde noch ersucht, recht rege für die Fachschule und Vereinigung zu agitiren. dann Der Fachverein der Tischler West und Südwest hielt am 15. Oktober eine Versammlung ab, in welcher Herr Roland über Kraft und Stoff nach der Louis Büchner'schen Theorie referirte. Die Versammlung spendete ihm lebhaften Beifall. In der Diskussion sprach Kollege Karow dem Referenten noch seine Anerkennung für den gehörten Vortrag aus. Unterm 3. Punkt der Tagesordnung wurden die Verhält nisse der Werkstätten von Laste, Lindenstr. 16, Blum, Alte Jakobstraße 132, Mecklenburg, Besselstr. 14 und Möwes, Rurfürsten straße 12, erörtert. Bei den drei erstgenannten handelt es sich um Sonntags und Ueberstunden- Arbeit. Es wurde von allen Anwesenden die Ansicht vertreten, daß die Ueberzeitarbeit daDie Zahlstellen der Filiale II( Berlin) befinden sich: Im Westen: Schwerinstr. 13, Sonnabends 8-10 bei Graffunder; Süden: Mariendorferstr. 10, Grube; Osten: Waldemarstr. 61, Mischke; " " " " " " " " " Ers bo Bie lich fret 6 P dem Boft Qu Deu 2 M 8M in t die F Aut ausg Legen wurd Aus darar Liber thum lichen ganz nicht Neuß die ftituti Czech Ein Held der Arbeit ist Pedro Jaco, ein spani scher Lokomotivführer, welcher bei dem Eisenbahn Unglück, das sich fürzlich in der Nähe von Burgos ereignete, mit vollem Bewußtsein in den Tod gegangen ist, um seinen Mit menschen das Leben zu erhalten. Ein 16 jähriger Telegraphift, ein Lehrling im Eisenbahndienst, überdies schlecht bezahlt und infolge langer Arbeitszeit wahrscheinlich übermüdet, verwechselte zwei ähnlich lautende Ortsnamen und telegraphirte infolgedeffen in Bezug auf jene Strecke Bahn frei!", auf welcher gerade " Diejenigen Kollegen, welche, wie aus dem Bericht zu er ein Schnellzug herangebraust tam. Die Folge dieser Ver sehen ist, auf denjenigen Bauten arbeiten, welche bis zum wechselung war ein Zusammenstoß des abgehenden Zuges, heutigen Tage noch nicht mit nicht mit verglasten welchen Pedro Jaco führte, mit dem herankommenden Fenstern versehen sind, legen laut Beschluß der letzten Schnellzug. Jaco bemerkte den Schnellzug und bremste öffentlichen Verfanimlung die Arbeit nieder und werden vom sofort mit aller ihm zu Gebote stehenden Kraft, die in heutigen Zage ab als Streifende betrachtet dem Augenblicke übermenschlich sein mußte, da es ihm gelang, und gemäß den vorhandenen Mitteln unterstützt. Die Höhe der den Bug fast zum Stehen zu bringen, als der entgegenkommende Unterstützung hat die Kommission zu regeln und in einer am ihn erreichte. Der Stoß wurde dadurch so gemildert, daß außer Freitag Abend abzuhaltenden öffentlichen Versammlung das dem unglücklichen Jaco, der, an den Bremshebel geklammert, Resultat bekannt zu geben. zermalmt wurde, fast Niemand Verlegungen davontrug. Der Die streitenden Kollegen haben sich von morgen, Dienstag, Heizer hatte die Maschine vor dem Zusammenstoß verlassen. den 20. Oftober, ab in den Stunden von Morgens 8-12 Uhr Pedro Jaco hinterläßt eine Frau und einen Knaben, dessen Erund Nachmittags von 2-6 Uhr, im Restaurant Gründel, ziehung die Königin übernommen hat; der Wittwe hat sie vor Dresdenerstr. 116, bei der Kommission zu melden. läufig 1000 Pesetas zum Geschenk gemacht. Sein Leichenbegängniß Die Kommission hat am Freitag in der öffentlichen Ver- wurde in ganz außerordentlicher Weise begangen und die für die fammlung auf Grund ihrer gemachten Erfahrungen bekannt Hinterbliebenen veranstalteten Sammlungen haben natürlich einen zu geben, ob die Ausschreibung einer Extrastener nöthig ist schönen Erfolg. und eventuell die Höhe derselben mitzutheilen. Der Kommission Paris. Am Mittwoch erschlugen zwei betrunkene bleibt es überlassen, sich auf eigenen Beschluß zu verringern, fo- Aufseher der Irrenanstalt in Saumien bei Rennes einen bald zu ersehen ist, daß weniger als die in leyter Versammlung Geistestranten. Die Untersuchung stellte 40 Wunden von Fuß gewählten Personen die Arbeit der Kommission verrichten können". tritten und Stockschlägen fest. Die beiden Wärter sind verhaftet Die Versammlung war von ca. 1000 Kollegen besucht. Geschäftshaus H. Greifenhagen N., Brunnenstrasse 20, 1451L Sonnabend, den 24., und Sonntag, den 25. 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Cronbein in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Mc B g ( 6 e it in b E