... Einzelpreis 70 Heffer.and Redaktion und Berwaltungs Prag. I.. Nefazanta 18. Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Rachtredaktion: 26797. Postichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif bigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgans. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Vom Krankenlager der Koalition. Mittwoch, 17. März 1926. Das Genfer Werk gescheitert. Deutschlands Ausnahme vertagt.- Brasiliens Hartnädigteit als Ursache. Genf, 16. März. Um 17 Uhr fand eine vertrauliche Beratung des Rates statt, zu der um 19 Uhr der polnische Ministerpräsident Graf Strzynski eingeladen wurde. Um 19 Uhr 40 Minuten war die vertrauliche Sißung beendet. Die Ratsmitglieder lehnten es kategorisch ab, den Journalisten irgendwelche Erklärungen zu geben. Der britische Staatssekretär für Aeußeres Chamberlain fuhr sofort nach Schluß der Sigung zum Reichskanzler Dr. Luther. Kurz vor 20 Uhr jedoch teilte die Schweizerische Depeschenagentur mit: Die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund und die Reorganisierung des Völferbundrates wurden auf die Septembertagung verschoben. Die Signatare des Rheinpaktes werden noch heute abend ein amtliches Romuniqué über die Angelegenheit ausgeben. * Seute oder morgen wird es vielleicht schon ein Sterbelager sein. Das Bulletin, das über das Befinden des Patienten gestern in Form eines Kommuniquees ausgegeben wurde. verriet, was eigentlich schon jeder wußte: der Zustand ist trostlos. Minister Bechyně soll wohl in Stellvertretung des erfranften Mi nisterpräsidenten noch einen letzten Versuch zur Rettung unternehmen, aber Hoffnung auf Gelingen des Versuches besteht so gut wie feine. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die Ereignisse folgenden Verlauf Berlin, 16. März. Der Sozialdemokratische seßungen für den Eintritt Deutschlands in den nehmen werden: spätestens in den nächsten Pressedienst meldet aus Genf um 9 Uhr abends: Wölferbund erzielt worden war, verwirklicht Tagen wird die Koalition gesprengt werden, In der Unterredung, die zwischen Cham werden wird. worauf es zur Demission der Gesamtregierung berlain, Briand mit Luther und Stre kommen wird. In der nächsten Sigung der semann von 8 bis halb 9 Uhr abends stattfand, Frühjahrssession, die am 24. oder 26. März wurde vereinbart, das am Nachmittag zurückbeginnen soll, wird sich schon die neue Regie- gehaltene Kommuniquee doch noch zu veröffent beginnen soll, wird sich schon die neue Regie: lichen. Man tam anscheinend zu diesem Entschluß, rung dem Parlamente vorstellen. Diese neue um durch die Veröffentlichung der Vereinbarungen Regierung wird, soweit hat es das Lotter- einen legten Drud auf Brasilien aus leben der Koalition gebracht, feine par- zuüben. lamentarisch e, sondern eine Beamtenregierung sein. Am Ende des Wirkens der Koalition steht also die Unmündigkeit des Parlaments; die dauernde Niedertretung der Demokratie und der parlamentarischen Rechte endet schließlich mit der Bankerotterklärung des Parlaments und mit seiner Unfähigkeit, aus sich heraus für die verkrachie Koalition eine Nachfolgerin stellig zu machen. Ein BeamtenDas Kommuniquce. Genf, 16. März.( Wolff.) Die Vertreter Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Großbritan niens und Italiens haben sich heute verein gt, um die Lage zu prüfen, wie sie sich aus den aufgetauchten Schwierigkeiten des Verfahrens ergibt, die sich der Verwirklichung ihrer gemeinsamen Ziele entgegenstellen. Sie stellen fest, daß fie im zu gelangen und die Hindernisse zu überwinden, die zu einem gegebenen Zeitpunkte unter ihnen entftanden waren. clic Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich our ble on: olerteljährlich ... Ke 16.-halbjährig ganzjährig. 48.96.192.-> Radftellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich( rith Nr. 65. Die Komödie des MatteottiProzesses. Witwe und Sohn des Ermordeten treten als Zivilpartei" zurück. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" veröffentlicht ein Schreiben des Abgeordneten Modiglianis, des Vertreters von Matteottis Sohn, an den Präsidenten des Schwurgerichts von Chieti. Dieses ausführliche Schreiben, dessen Abdruck in der italienischen Presse verboten wurde, stellt fest, daß das außerordentliche Ver fahren, das verfassungsgemäß die mit Regierungsmaßnahmen verknüpfte Verant wortlichkeit hätte feststellen müssen, völlig unterblieben ist; daß die Richter versetzt, Gerichts ignoriert, jede Kontrolle durch die Presse die Ergebnisse der Voruntersuchung des Obersten unterdrückt würde. Man hat alles getan, um das endgültige Urteil zu einer unerträglichen Rechtsver Der Sozialdemokratische Pressedienst bemerkt höhnung zu machen. So fam die Zivilpartei zu iezu: Dieses Kommunique schließt die Möglich der Entscheidung, daß die Teilnahme an einem feit, daß die Aufnahme Deutschlands am Mitt- derart verstümmelten und eritidien woch vormittags doch noch erfolgt, nicht ganz Rechtsverfahren, bei dem jede Unter aus. Falls Brasilien bis Mittivoch vormittags suchung über die wahren Ursachen und die erste 10 Uhr auf seinen Einspruch verzichtet, erfolgt die Verantwortung unmöglich ist, bei dem sich die Aufnahme. Diese Wahrscheinlichkeit ist aber sehr Beweisaufnahme auf die gräßlichen materiellen gering und die Erklärungen des Reichskanzlers Einzelheiten des Verbrechens beschränkt, auf das bor der deutschen Presse sprechen mehr für die Wie" ohne das„ Warum", darauf hinauss laufen würde, diese Verstümmelung und Erstickung Bertagung als für die Aufnahme. gutzuheißen und sich zu Mitschuldigen ihrer Ergebuiffeu machen. Wer einen Prozeß unter crduldet, verliert dadurch das Recht, feine unsolchen Bedingungen annimmt oder ihn auch nur heilbare juridische und moralische Nichtigkeit zu proflamieren. der erste Berhandlungstag in Chieti. Das offizielle italienische Preßbureau veröffentlicht über den ersten Verhandlungs tag folgenden einseitigen Bericht: fabinett muß gebildet werden, damit der Staat Begriffe waren, zu einer be Chieti, 16. März.( Stefani). Vor dem Schwurnicht überhaupt ohne Regierung bleibe. Es ist ein trauriges und schmähliches Ende! zerichte begann heute der Brozek wegen der Er mordung des Abg. Matteotti. Der Hauptangeflagte Dumini erklärte bei seiner Einvernahme, Die Koalition stirbt nicht in Schönheit, Falls, wie zu befürchten ist, die eingangs er- er habe sich auf Grund einer Reise in Frankreich wahrhaftig nicht. Ihr Leben war schmählich, wähnten Schwierigkeiten fortbestehen sollten, wür überzeugt, daß zwischen den nach Frankreich ausihr Tod ist es nicht minder. Kreischend beschulden die Vertreter der sieben Signatarmächte des gewanderten umstürzlerischen italienischen Eledigen die Hinterbliebenen einander gegenseitig. Protokolles von Locarno bedauern, daß sie im menten und der unitarisch- sozialistischen Partei ihren hoffnungslosen Zustand herbeigeführt zu acgenwärtigen Augenblicke das von ihnen anne- Italiens, deren Hauptfaktor Matteotti war, ein haben. Besonders die frühe Auflösung und Vor- strebte Ziel nicht erreichen fönnen. Sie Einvernehmen bestehe. Nach der Ermordung des nahme von Neuwahlen für das Parlament muß stellen jedoch mit Befriedigung fest, daß das Fase sten Bonfervizi in Paris babe Dumini einen Friedenswert, welches sie in Locarno verwirkliche berwachungsdienst für Matteotti einherhalten, um jenen, die dazu gedrängt haben, ten und welches in seinem ganzen Werte und in gerichtet. Matteotti sei dann in einem Automobil bittere Vorwürfe zu machen. Es ist schon richtig, seiner ganzen Kraft bestehen bleibt, dadurch nicht entführt und weit von Rom weggebracht worden, daß die vorzeitigen Neuwahlen vom Stand- berührt wird. Sie halten daran sejt, hente wie um Informationen über seine Aftion zu erlangen. punkt der Koalition eine Riesendummheit gestern, und sind sest entschlossen, sich gemeinsam. Während der Autofahrt sei Matteotti infolge hefwaren, aber einmal mußten Wahlen kommen, dafür einzusehen, es aufrechtzuerhalten und fort- tigen Bluthustens(!) gestorben. Dumini und und früher oder später wäre es in jedem Falle zuentwideln. Sie bleiben bei der Ueberzeugung, seine Genossen hätten aus Furcht von den Folgen zu dem Vernichtungsurteil der Wähler ge- daß bei der nächsten Bundesversam m die Leiche vergraben und die Kleider Matteottis tommen, das aus dem Wahlergebnis heraus lung die gegenwärtigen Schwierig verbrannt oder verstreut. Dumini nimmt die Vertönte. Die Wahlen für den Schiffbruch der teiten überwunden sein werden und daß antwortung für die Initiative bezüglich der EntCoalition allein verantwortlich zu machen, die Verständigung, die hinsichtlich der Voraus führung auf sich. das deutet eine allzu primitive Betrachtungs# es Und das Gefühl hat bereits der Witwe des Getöteten den nachstehenden, erschütternden Brief an den Schwurgerichtspräsiden ten von Chieti eingegeben: Exzellenz! Die Ermordung Giacomo Matte ottis, die für mich und meine Kinder eine Tragödie ist und als solche von jedem freien Menschen in Italien empfunden wurde, hatte in mir den Glauben geweckt, daß der Ruf nach Gerechtigkeit nicht ungehört verhallen würde; dieser Glauben hat mich in meinem äußersten Jammer aufrechterhalten und mich bewogen, als Privatklägerin aufzutreten. Aber in den Wechselfällen der Untersuchung und durch die jüngste Amnestie ist der Prozeß - der wahre Prozeß nach und nach wesenlos geworden. Was heute von ihm bleibt, ist nur ein Schatten. Ich hatte keinen Haß auszudrücken und feine Rache zu fordern: ich wollte nur Gerech tigkeit. Die Menschen haben sie mir verweigert; ich werde sie von der Geschichte Ich ersuche Sie daher, mir zu erlauben, dem Prozeß fern zu bleiben, der mich nichts weiter angeht. Meine Anwälte, die auch in diesem Augenblick mit mir solidarisch sind, werden meiner Entscheidung rechtskräftige Form geben. An Sie, Exzellenz, richte ich die Bitte, mich der Qual, vor den Assisen zu erscheinen, zu entbinden. Es würde mir vorkommen, als ob ich dadurch das Andenken Giacomo Matteottis beleidigte, für den das Leben etwas furchtbar Ernstes war, jenes Andenken, um dessentwillen weiter lebe, einsam zu stolzen und furchtlosen Menschen erziehen will, wie ihr Vater einer war. Mit Hochachtung Velia Matteotti. eife an. Die Koalition hatte schon lange vor schon noch bleiben. Noch im letzten Augenblickej Koalition dieser politischen Gemeinschaft den empfangen und von Gott. den Wahlen ihre Kräfte ausgeichöpft, aller- fucht man ihnen zuzureden, den warmen Roleßten Rest gegeben. Aber wirklich auch nur den I eßten Rest. dings hat ihr die Antwort der Wähler, die alitionsstall nicht zu verlassen, und man appeleinem Steulenſchlage glich, den letzten Sieb ver- liert in den ſchönſten Flötentönen an ihr pa- Es wäre ja möglich, daß die bürgerlichen Re- nicht jeßt. Seither hat sich die Koalition auch nicht triotisches Gewissen. Dabei ihrer Begehrlichfeit gierungsparteien ihre Unersättlichkeit eineinmal vorübergehend von der Erschöpfung er- Schranken zu setzen, das fällt den bürgerlichen dämmen, auf die sofortige Erfüllung ihrer holen können. Früher siechte sie langjam aber Parteien nicht ein. Die Koalition soll leben. Forderungen verzichten, und daß daraufhin ein sicher dahin, eben deshalb wurden Neuwahlen, wenn sie die Melkfuh der bürgerlichen Klassen vorläufiger Friede geschlossen wird. Die Lebensdie als Stärkungsmittel gedacht waren, vor- lein will, es kann sie der Teufel holen, wenn fähigkeit der Koalition könnte ein solcher fauler genommen; seither ist erst recht ein rapider Ver- sie diesen nicht restlos zu Willen sein will. Friede nicht schaffen. Die Koalition ist sterbensfall eingetreten. Das Kräfteverhältnis zwischen Agrarier und Klerifale wollen den Lohn für frank, weil das Regierungssystem, das sie zum en Parteien der Koalition war ein solches, ihren Wahlerfolg einkaſſieren, und ob das den Inhalte hat, Frank und unmöglich ist, denn und gerriffen, und in beljen Light ich e, nom daß Kompromisse immerhin noch leichter ge- Regierungssozialisten recht ist oder nicht, ist leugnet den Charakter des Staates und sucht schlossen werden konnten. Keine der Parteien ihnen gleichgültig. Diese sollen fuschen, wenn ihm Lebensbedingungen aufzudötigen, die seiner war stark genug, um ihrem Egoismus die es den Herren beliebt, die Kosten für die Re- Busammensetzung und seinem Wesen widerBügel schießen zu lassen, und die bürgerlichen gulierung der Staatsangestelltenbezüge aus natürlich sind. Das Verscheiden der Koalition Parteien waren daher gezwungen, wenigstens schließlich der arbeitenden Bevölkerung aufzu- wird an dem Zustand, der nach einer vollstänzeitweilig den sozialistischen Parteien in der laden, und sie sollen es mit Demut hinnehmen. bigen Abkehr und Umkehr von den bisherigen Regierung fleine Konzessionen zu machen. Das wenn die Agrarier in einer Zeit gesteigerter Regierungsmethoden schreit, nichts ändern. Die Wahlergebnis, das den Parteien der kapitali- Not der Arbeiterschaft durch Getreide- und Beamtenregierung wird, darüber wollen wir partei veranlassen, ihre weitere Teilnahme an stischen und kulturellen Reaktion zur Erlangung ionstige Lebensmittelzölle den Brotkorb noch uns nicht täuschen, in den Fußstapfen der Ko- einem Verfahren abzulehnen, das nur anf cine des llebergewichtes über die sozialistischen Bar höher hängen wollen. Sie sollen das Treiben alition gehen, sie wird schließlich ebenso enden. typische Rechtsbeugung hinauslan teien innerhalb der Regierungsmehrheit verhalf, der Klerikalen ruhig ertragen und nicht unge- wie ihre Vorgängerin. Auch wenn der Entfen kann, behält sich die Zivilpartei alle Rechtsräumte der Sabgier und dem Heißhunger der bärdig werden, wenn die Militärkamarilla eine wicklung tausend Blöcke in den Weg gestellt mittel vor, um in Zukunft, vor welcher Instanz bürgerlichen Parteien die letzten Hemmungen Verlängerung der militärischen Dienstpflicht werden, und wenn noch tausend Versuche unter dies immer sein möge, in dem Zeitpunkt und in Hmweg. Das Bürgertum hat über die tschechi- fordert. Dafür sollen sie auch nicht murren, nommen werden, das Erbe der Koalition zu der Form, die zur Aufhellung der Wahrheit am ſchen Sozialdemokraten insofern gefiegt, als es wenn von den aus der Bevölkerung heraus. bewahren, es wird vergeudete Mühe und Zeit geeignetsten erscheinen werden, ie dwede Berbieſe zum Verbluten gebracht hatte, es wollte zupreſſenden neugeplanten Steuern für die fein. Endlich wird man doch erkennen müssen, antwortlichkeit zur Anzeige zu brin zu und will nun auch etwas davon haben. O, die unteren Kategorien der Staatsangestellten fast daß der Staat nur bestehen kann, von ihren dieser reich erreichen. Sie zurück. alition herausdrängen. Wenn sie sich mit einer Laune endet sogar die knieschwache Nachgiebig- Stelle der Gewalt und der natio- Anteil an Verzeihen und Vergessen, bescheidenen Dienerrolle gegenüber den hohen feit der tschechischen Sozialdemokraten, und so na len Unterdrückung das natio- sondern will den Weg zu einem Urteil offen erHerrschaften begnügen wollten, so könnten sie haben die Wahlen und die damit verbundenen ale Recht aller Staatsbürger gehalten, das heute unmöglich ist, aber morgen unin Gottes und des heiligen Mammons Namen Verschiebung des Kräfteverhältnisses in der fezt wird. Aus denselben Gründen aber, die die Zivilbürgerlichen Parteien möchten die tschechischen nichts abfällt, als eine Verschärfung ihrer Ab und das Parlament nur erfolg. 8er, jedweden Verehat nicht Sozialdemokraten durchaus nicht aus der Ko- hängigkeit vermeidlich. Seite 2. Die Koalition in Nöten. Spehla fährt nach dem Süden.- Bechyně führt die Geschäfte. Das Schidjal der Staatsangestelltenvor.age dauernd ungewiß.- Der Ausweg: ein Beamtentabinett? 17. März 1926. Gen. Dr. Czech: Ueberall heißt es nur an n", das heißt, daß niemand einen Anspruch barauf hat. Verantwortung für das heutige Regime in der das alte Desterreich war der nun folgende Versuch Slowakei ab. des Dr. Kramař, die Grundlosigkeit der deutschen Die folgende Rede des Abg. Kramar, dem Beschwerden gegen das Sprachengesetz an Hand ein volles Haus anfangs mit der größten Art der angeblich günstigen Bestimmungen der Berfamkeit zuhörte, war sowohl fachlich als auch ordnung darzulegen. In 107 Bezirken, wo 96 Prorethorisch eine Enttäuschung: sie bewegte zent aller Deutschen wohnen, hätten sie eine rein fich durchwegs in den landläufigen Phrasen der deutsche Amtierung. tschechischen Chauvinisten. Seit den ersten Kämpfen um die Stremayersche Sprachenverordnung In der Koalition gibt es wieder einmal eine| zuziehen entschlossen sein soll. So wird sich auch von 1879 hätten die Deutschen ihre Tattit nicht Krise, allerdings feine Strife, wie sie die alte Roa- an dieser Frage, geschweige denn vom schwierigen geändert. Ihr Hauptargument sei, daß die Verlition so oft durch- und überlebt hat, sondern eine Bedeckungsproblem, in dem die Gegensätze schier ordnung gegen die deutsche Sprache, die doch eine Kramař: Spielen Sie nicht mit Worten! Rette von Schwierigkeiten und schweren Konflikten unüberbrückbar sein sollen Bechynes politische e Itipra che sei, gerichtet wäre; fulturelle Gen. Dr. Czech: Es war diese Erklärung in taucht diesmal auf, vor deren Lösung selbst die Kunst erproben müssen sowohl innerhalb Werte tönne man aber nicht nach der EinwohnerIhre Gesepe anders! geübtesten Stoalitionspolitiker ratlos zurüd- als auch außerhalb seiner Partei! Rramař( fortfahrend): Es wird am besten zahl messen. Die deutsche Mentalität sei immer schreden: Eine ganze Menge von Fragen gibt es, Und neben diefen Problemen taucht Stři- diefelbe. In einem Atemzuge verfluchen sie die ein, die Verordnung in der Praxis sich auswir an denen das Koalitionsschiff led zu werden droht: brnys unbedingte Forderung nach der 18 mona. Friedensverträge als Verbrechen, sind aber fen zu lassen, dann werden die Deutschen ſelbſt bie Zollkonflikt- von dem wir auch weiter tigen Dienstzeit auf, ferner die paffive darinnen für sie günstige Bestimmungen, dann einsehen, daß es nicht so slimm iſt. Als unten sprechen- Staatsangestellten. Reſiſtenz einiger Parteien gegenüber dem Bau- berufen sie sich immer und überall auf diese. Die sich Stramar dann über den ablehnenden Standporlage, Militärdienstzeit, Bauge- gefeß und gegenüber der Aktivierung der Sozial- Erfahrungen mit den Deutschen müßten für die punkt der Kommunisten gegen die Sprachenfey, Aktivierung der Sozialver- versicherung, die nach den neuesten Versionen Tschechen eine historische Lehre sein: Die Det berordnung aufhält, wird er von den Kommuni ficherung und vieles andere. mit der Zollforderung der Agrarier verknüpft fchen schreien zu lassen, ihren Weg als der ärgste Ausbeuter bezeichnet, als sten vielfach mit Zwischenrufen überschüttet und wird! zu gehen und fest zu sein. Er versucht er verhandelte vormittags mit Agrariern und zu machen, daß er seinerzeit gegen die tschechische Er erwartet, daß die Regierung das Gesetz und die Bechyně hat sich sofort in die Arbeit gestürzt. fodann, dem Genossen Dr. Czech zum Vorwurf er sich zum Anwalt gerade der tschechischen Arbeiter in den deutschen Gebieten aufschwingen will. tschechischen Volksparteilern, präsidierte nachmit- Universität in Brünn aufgetreten fei, welche Verordnung verteidigen und die Republik als Beilen geschrieben werden, noch tagt- und hatte Czech energisch zurüd weist. Aramař Bartei werde von diesen Grundsägen keinen tags der Dvanáctka- die zur Stunde, da diese durch nichts begründete Behauptung Genoffe Verordnung verteidigen und die Republik als Nationalsta at aufrechterhalten werde. Seine am Abend Konferenzen mit verschiedenen Politi- bezweifelt, daß sich die Deutschen in den wenigen lern. Kein Wunder, daß ihm und feinem kranken Jahren feit dem Kriege, wo sie die Staatssprache Schritt abgehen. Organismus viele Politiker bei der Fülle. ber zu verlangten, grundlegend geändert hätten. Die Nach einigen fachlichen Bemerkungen der lösenden Probleme ihre Ueberwältigung nicht zu Deutschen seien das Unglüd gewesen. Des weite- Abgeordneten Jung, Kurtva! und Bolotrauen; als Ausweg wird bereits das Beamten ern verteidigt Kramar den Ministerpräsidenten sin sowie nach dem Schlußworte des Berichtfabinett genannt. Svehla gegen den Vorwurf dee Wortbruche s. erstatters Dr. Sain schritt das Haus Aur Das Versprechen sei zur Zeit der rotgrünen Roa- namentlichen Abstimmung über den lition gegeben wurden und dieses Versprechen Antrag der Mehrheit des Initiativausschusses, habe die frötere Regierung nicht binden können. über den Mißtrauensantrag Fr. Luschka und Ge Gn. Dr. Czech: Es war diese Erklärung in noffen zur Tagesordnung überzugehen. Das der Obmännerkonferenz ausdrücklich vereinbari! Saus ist voll besetzt, nur die slowakischen Volks. wir die Bufagen aus der Reit der rot- grünen$ linka sieht sogar von den Kommunisten mit Kramař: Wir würden uns bedanken, wenn parteiler haben sich absentiert und ihr Führer Roalition jest honorieren sollten. Als re i zahlreichen Zwischenrufen überschüttet, von der bi ch an dieser Stelle Zwischenrufe macht, ruft Galerie aus ruhig der Abstimmung zu. Die Ausihn Genosse Pohl zu: Lassen Sie ihn doch be- zählung des Stimmerhältnisses ergibt eine Mehr. weifen, daß man den Ministern nicht glauben beit von 155 Stimmen der Roalition gegen 103 der Opposition. Damit ist Der Ernst der Situation wird dadurch charat terisiert, daß vor der Lösung der Probleme sogar Ministerpräsident Svebla felbst die Flucht ergreift. Während es noch am Sonntag in eingewieder zu amtieren beginne, hat sich die Lage da weihten Kreiſen hieß, daß Svehla Montag früh hin gewandelt, daß Svebla wieber, wie schon einmal, nach dem Süden fährt und die ganze Schlamastit feinem Kollegen Bechyne überläßt. Diefer foll den verfahrenen Koalitionskarren aus dem Schlamm, der sich seit den letzten Wahlen aufgehäuft bat, herausziehen. Bechyně findet feine beneidenstverte Situa tion vor: In der Frage der Agrarzölle Wie wir in den Abendstunden erfahren, ift kämpfen die tschechischen Sozialdemokraten allein die Krise der Koalition tatsäch ch ernster, als gegen die fünf übrigen Roalitionsparteien. Die man angenommen hat. Der erkrankte Minifter schechischen Nationalsozialisten verhalten sich voll. präsident hat seinem Stellvertreter Minister tommen fühl: Während die tschechische Sozial- Bechyně die Regierungsgeschäfte mit dem demokraten erklären, fie würden im Kampfe Auftrage übergeben, die Roal tionsparteien für gegen die Zölle bis zum äußersten geben, sagt das die Herausgabe einer Berordnung zu gewinnen, „ Ceste Slovo":„ Der Kampf um die Getreidezölle in der die feften Getreidezölle zur Einführung beschränkt sich praktisch vorläufig auf Plänkeleien gelangen. Bechyně hat den ihm vom Minifter zwischen zwei Parteien". Die Nationalsoziali präsidenten gestellten Auftrag abgelehnt und feine ften geben also deutlich zu verstehen, daß sie an Stellung als Stellvertreter des Ministerpräsiden dem Streit uninteressiert sind. Zölle hin, Bölle her ten niedergelegt. Es ist nun möglich, daß ein - das geht den Sozialismus derer um Klofač anderer Minister mit der Stellvertretung des herum den Sozialismus des Herzens", wie Ministerpräsidenten und der Führung der Ber fie ihn mit Vorliebe nennen, verflucht wenig an. hand ungen mit den Roalitionsparte en-etma Wenn ihr Střibrny nur im Amt bleiben und die Sramet oder Stribrny betraut werben wird. ,, Malozemedelska Jednota" Kartoffel für die Dieser Wechsel in der Person des Stellvertreters Armee liefern kann das ist ihnen die Haupt- des Ministerpräsidenten tann aber die Krise nicht beheben. Der einzige Ausweg, der nun übrig Was die Staatsangestellten bor bleibt, ist aller Boraussicht nach die Einf- sung lagen anlangt, so baben sowohl die tschechischen einer Beamtenregierung, deren Aufgabe Sozialdemokraten, als auch neuestens die tschechi- es sein wird, die festen Getreidezölle fowie bie schen Nationalisten Abänderungsanträge über- Erhöhung der Rongrua und die neuen Ber reicht, von denen sie die Annahme der Vorlage brauchssteuern durchzusehen. Was die Bevöl abhängig machen wollen; vorläufig steht Dr. terung zu dieser Belastung und dam't HerabEnglis noch auf dem Standpunkt der unverän- feßung ihrer Lebenshaltung fagen wird, ist freilich derten Annahme der Vorlage, die er auch zurüd- eine andere Frage. jache! -VO Eile vor Sessionsschluß. Schluß der Sprachendebatte im Abgeordnetenhaus. Die Berlängerung der Zwangspachte. Die Einkommensteuergrenze für Kriegsbe'chädigte. Brag, 16. März. Während der heutigen| zusehen. Wenn Aramar von der unverbesserlichen Saussißung, die sich wieder von mittag bis in die Mentalität der Deutschen schlechtweg prach, fo späten Nachtstunden hinzon, wurden in den Cou- ging dies immer nur an die Adresse der Deutsch darf." Noch verfehlter als die Refriminationen an Die Zwangspachte. Nach der Annahme des Gesetzentwurfes über der Mißtrauensantrag abgelehnt. Tichechisierungsvereinen beitreten und ihre Rinder in die tschechischen Schulen schiden, den Sausierhandel in zweiter Lesung geht das und auch dann müſſen fie eine längere Bewäh= Saus in die Beratung des Berichtes des Landungsfrist als Bächter durchmachen. Wir wirtschaftlichen Ausschusses über die weitere Ber- haben den guten Glauben an die Gesetzgebung in längerung der vorläufigen Zwangspacht ein. diesem Hause verloren und haben das Gefühl, daß Genosse Leibl febes Gefeß nur gegen uns geschaffen ergreift zu diesem Punkte als erster Rebner das Gerechtigkeit in fich hat, dann wird auch diefer wird, und wenn ein Gefeß noch einen Funken Wort, um die nur allzu begründeten Beschwerden Funken durch die Durchführungsverordnung zer der Kleinpächter u bertreten. Die Kleinpächter flört. Deshalb feten wir teine offnung warten mit Banaen auf einen gerechten auf dieses sogenannte Pächterschutzgesetz.( BeiWächter'chus. Das bisherige Gesetz war voll- fall.) der fommen unzulänglich; denn troß dieses Ge- In der weiteren Debatte nimmt sich der fetes wurden taufende Kleinpächter gekündigt und deutsche Agrarier Böhm auf einmal ihnen die Pachtgrundstücke weggenommen, ſelbſt fleinen Bächter an und verlangt die Verlängerung wenn diese schon bebaut waren. Es gibt da fein des Gefeßes um mehr als ein Jahr, da sonst Recht, fein Gefeß. Mokaebend bei der Bachtzutei- niemand einen Wirtschaftsplan aufstellen fönne. Tuna ist nicht die Bedürftigkeit, sondern bloß die Der Kommunist Mikuličet erflärt den ReNationalität; benn die Bodenreform ist nichts gierungsentwurf als Beweis für die agrarische anderes als Demagogie. Seine Urheber hätten feine ein Mittel zur Tschechisierung. Ahnung von einer vationellen Wirtschaft. 2200 loirs die verschiedensten Gerüchte über die neue bürgerlichen, für deren verfehlte Sprachenpolitik innig, dem Hause nun zum fünften Male die worden, und ſelbſt innerhalb der Agrarpartei verEs ist von der Regierung direkt leicht. Reſtgüter feien fchon Protektionsfindern zugeteilt schwere Koalitionstrise tolportiert, die sich abends im alten Desterre'ch der deutsche Arbeiter und dahin verdichteten, daß eine Beamtenregie- bessen Führer nicht verantwortlich sind. Verlängerung des Gefeßes auf ein Jahr vorzu- lange man vielfach eine Revision ber Bodenrung faum mehr abzuwenden sei, nachdem Befchlagen mit der Begründung, daß die Boden- reform. cheme die Verhandlungen mit den Roalitionspar Auch Felerfeil( Christ!. Soz.) be eichnet die Jm weiteren Sißungsverlaufe wurde das reform bis dahin beendet sein wird. Dadurch ist teien über die feften Getreidezölle in Stellvertre- Gefeß über die Zwangspachte, sowie das Gefeß es dem Kleinpächter unmöglich gemacht, Bodenreform als Korruption ärafter Art, während tung des Ministerpräsidenten abgelehnt hat. über die Einkommensgrenze. bis zu welcher die einen geregelten Wirtschaftsplan aufzu der tschechische Sozialdemokrat Bečko darauf hin Wir bringen einen ausführlichen Bericht darüber Ariegsinval benrenten unverkürzt zur Auszahlung stellen, da er nicht weiß, ob er die Grundstüde weift. dak jetzt die Bodenreform namentlich in gelangen sollen, in Beratung gezogen. In noch im nächsten Jahre bebauen wird. Die Ren- der Slowakei durchareifend in Angriff genommen sollen innerhalb Der Abschluß der Sprachendebatte, bie mit die Gelegenheit wahr, um die Beschwerden der folches Gefeß furchtbar geschädigt und die Klein weier Jahre parzelliert werden, doch fehle der tabilität und die Produktion wird durch ein trages gegen die Regierung endete, brachte Kleinpächter und Kriegsbeschädigten vorzubringen. pächter vielfach direkt an den Bettelstab nötige Kredit, und deshalb müsse der Staat einfeineswegs besondere Sensationen. Namentlich die Die morgige Sihura foll den Neft der heu gebracht. Rede des Dr. Kramar war eine ausgesprochene tigen Tagesordnung erledigen, worauf die jek ne Enttäuschung. Den Ausführungen des Genoffen Seffion gefchloffen und das Haus für die nächste Dr. Czech in seiner großen Rede vom letzten Woche zur Frühjahrssession einberufen Donnerstag hatte er keine Argumente entgegen werden wird. * 3 an anderer Stelle. der Ablehnung des MißtrauensanGenosse Leibl beschäftigte sich sodann mit dem neuen Adel, der greifen. Schlicklich wurde der vom Senat bereits genehmigte Regierungsentwurf unverändert angenommen und einer Resolution des landwirtschaftlichen Ausschusses zugestimmt, daß bei der Durchführung der Bodenreform die bisherigen Rangspächter nach Möglichkeit wenigftens fobiel Boden zugeteilt erhalten sollen, als sie bisher in 3tvangspacht haben. die Restgüter bekommen hat und dem meist jedes Verständnis und auch das nötige Rapital fehlt. Das Ergebnis Das Abgeordnetenhaus sept gegen 2 Uhr| Sprachenverordnung im Widerspruch steht zu den tit eine wirtschaft und ein Raub nachmittags die Debatte über die Sprachenverord im Friedensvertrag verbürgten Rechten des Kar- bau auf diesen Güttern. Genosse Leibl besprach nungen, bezw. den diesbezüglichen Mißtrauens pathorussischen Voltes und zeigt als Beweis für dann die unglaublichen Drangfalierungen, die Die Kriegsbeschädigtenrenten. antrag des Deutschen Verbandes fort. die elende wirtschaftliche Lage in Karpathoruß- 200 langjährige Aleinpächter in Eisenstein Mayr- Harting( D. Christl. Soy.) stellt fest land ein Stüd Saferbrot vor, mit dem die Beute im Böhmerwalde feitens des Bodenamtes zu er- Den nächsten Punkt der Tagesordnung bildet daß die Regierung nicht nur nichts getan hat, um ihren Hunger stillen müssen. hei uns zu einem wirklichen Frieden zu gelangen, Der Volksparteiler Volobin begrüßt die gericht hat diesen Kleinpächern ihre Pachtgrund. grenze der Kriegsbeschädigten. Selbſt der Berichtdulden haben. Sogar das Oberste Verwaltungs- der Regierungsentwurf über die Einkommensondern daß sie im Gegenteil um immer neuen Sprachenverordnung und gerät im Verlaufe feiner fide als Eigentum zugefprochen: trobem aber erstatter Dubicky muß zugeben, daß die NachZündstoff Sorge trage; daher sei der Mißtrauens- Rede wiederholt mit dem Abgeordn. Kurthal in verbindert das Stall che Bodenamt mit allen barstaaten das Kriegsbeschädigtenproblem riel antrag vollkommen begründet. Man brauche bloß ein Wortgefecht. Kurthal wird vom Vorsiginden Mitteln die Durchführung diefes Gerichtsbe günstiger gelöst haben als wir. Bem 1. Jänner auf die einseitige parteidemagogische Art hinzu Dostale? nicht weniger als dreimal zur Ordnung schlusses und will die Kleinpächter durch den under Kriegsbeschädigten, bei welchem sie noch An1924 wurde die Höchstgrenze für das Einkommen weisen, wie die Regierung in die iepige Debatte gerufen.d erhörtesten Terror um ihr Recht bringen. eingegriffen hat; sie sieht ihre Aufgabe darin, den Grebač- Orlov( Slow. Volkspartei) weist auf Anfolge die'er Schikanen des Bobenamtes geht die spruch auf die volle Rente haben, cuf 5000, bzw. Machtapparat des Strates thren nationalistischen den Standpunkt seiner Bartei hin, daß die tfche- tombwirtschaftliche Broduktion in dieser Gegend bei wirtschaftlich Unselbständigen auf 10.000 K erZweden dienstbar zu machen. Die Verfassung choslowakische Republik auch ihr Vaterland fei: febr zurüd. niedrigt. Das Geses wurde für 1925 verlängert und Geschäftsordnung, die Bodenreform, Kriegs- wenngleich die Slowaken die Autonomie fordern, und wird jest abermals zur Verlängerung unberanleibe, der Beamtenabbau usw. sind weithin so sind sie doch weit entfernt, die Bosreißung von Zu einer gerechten Bodenreform ist das ändert vorgelegt. Im Laufe der Debatte, die ben fichtbare Zeichen dieser Unterdrüdungspolitik. Für der tschechoslowakischen Republik anzustreben. Die Staatliche Bodenamt in feiner heutigen Form einer ganzen Reihe von Rednern bestritten wird, diefe Art der Staatsauffassung scheint es Abend Deutschen und Ungarn bätten weit größere Rechte durchaus ungeeignet. Siezu müßten mit den In- ergreift für unseren Klub Abgeordneter werben zu wollen: aus der Demokratie der Dis- als die Slowaken felbst. beshalb find bie Slota tereffenten auch die Gemeinden und BezirksverLussion werde immer mehr Oligarchie und Auto- len mit dem heutigen Zustand unzufrieden. In waltungen, die Gerichte und die GrundbuchsGenosse Schufter tratie. Durch solche Sprachenverordnungen der Praxis fei die slowakische Sprache das wahre ämter( Gen. De Witte: Die kann man zu dem das Wort und führt u. a. aus: werde man die Deutschen nicht zur Mitarbeit er- Aschenbro del bei den Behörden, welche meist Schwindel nicht brauchen!) mitwirken. In Wirk- das Wort und führt u. a. aus: ziehen.( Beifall.) tein Verständnis für die Slowaten haben. Der lichkeit aber besorgen draußen auf dem Dorfe Rrsial( Ronim.) erklärt, daß eine Lösung der Pittsburger Vertrag versprach den Slowaken die Tschech sterungsbereine nationalen Probleme in einem Bourgeoisstaate flowakische Schulen und Gerichte, in Wirklichkeit die Buteilung des Bodens, und daran kann dann überhaupt nicht möglich sei, und bringt verschie belamen sie nur tschechische. Der slowakische In- auch der höchste Beamte nichts mehr ändern. bene Beschwerden der Minderheiten in der Slo- telligenzler finde bei der Bewerbung um Staatsstelle überall verschlossene Türen Das be Die deutschen Bodenbewerber bekommen nur Ruriyat( Auton. Sojus) erklärt, daß die wirke Erbitterung und Redner lehnt baber bic dann Grundstüde augewiesen, wenn sie den metet vor. eine Die Vorlage beinhaltet eine Verlängerung des bisher geltenden Gesetzes auf ein weiteres zu niedrig eingestellt und es sei unber Jahr. Die Einkommensteuergrenze ist jedoch viel ständlich, daß gerade die wirtschaftlich Selbständis gen schon bei mehr als 5000 K Einfommen nicht mehr ihre vollen Rentenbezüge bekommen sollen. Wir wünschen überhaupt teine Begren 17. Därz 1926. Devi'enturie. Prager Kurse am 16. März. Beld Bare 00 holländische Gulden.. 1355-361100 Reichsmart.. 100 belgische Frants 100 Schweizer Frants 1 Bfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 franzöfifche Frants 100 Dinar 10.000 magharische Kronen 100 polnische Bloth 100 Schilling 804 75.- 808.7 140.55.- 141.95.650.--. 653.-.163.92.50 165.12.50 185.80.- 137.20.33.70. 34.-.123.45.60.17.50 4.82.25 420.50.480.75.-122.05.59.67.50 4.72 25 414.50.477.75.zung der Einkommenshöhe, doch haber: wir, um ben argsten Unzukömmlichkeiten zu steuern, einen Antrag eingebracht, daß die Grenzen für Ledige mit 10.000 K und für Berheiratete mit 16.000 K festgesetzt werden sollen. dem Redner befaßie sich sodann ausführlich mit allgemeinen Elend der Kriegsbeschädigten. dic oft in triften Verhältnissen leben. Die| In dem( endlich gewählten) Ständigen Befristung für die Anmeldung der Rente ist Ausschuß ist unsere Partei durch Genossen zu turz bemessen. Ein besonderer lebel niener vertreten. Das Verhältnis in diesem stand ist, daß die Anzeigen von einigen Stonsulaten verspätet eingesand: Ausschuß zwischen Koalition und Opposition werden. ist 4: 4. Zum Schlusse lehnte die Koalition unseren Antrag auf Einseßung eines parla mentarischen Ausschusses zur Untersuchung der Karlsbader Vorfälle ab. Inland. Seite 8. Gegen die ungefeßlichen Berbote unserer Bersammlungen! Die sich häufenden Verbote unserer Verammlungen haben die Senatoren Genossen Dr. Seller, Löw und Genossen veranlaßt, an den Minister des Innern eine Interpellation zu rich, ten, in der es heißt: Wir fordern, so schloß der Redner, daß für alle Kriegsbeschädigten, die im Auslande leben, in gleicher Weise vorge forgt werde. Wenn wir auch für diese Vorlage stimmen werden, betrachten wir doch die Vorlage als ein Flickwerk und bedauern, daß die Kriegsbeschädigtenfürsorge nicht ein- Explosionstatastrophe in der Tischler- Mitgliedern der deutschen sozialdemortatischen Arheitlich gestaltet wird. gasse wurde gleichfalls abgelehnt. Nebst diesem Gesetz wurde dann noch eine Anzahl von Vorlagen angenommen. Ein kommunistischer Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses wegen der In der letzten Zeit häufen sich die Verbote von Versammlungen, welche von Nächste Sigung morgen um 10 Uhr vor- sammlungen in Weipert, Neuern und Ko mittags. Sozialistische Pfingsten! Genoffinnen! Genossen! zu einer Stundgebung in Form eines gewaltigen wegung vor Augen führen. Zu einer Maſſenkundgebung rufen wir Euch!| überwindliche Straft der sozialistischen Massenbeproletarischen Festes, wir rufen Euch zur Teilnahme am erften Kreisfefte der westböhmischen Arbeiterschaft, Die Lage dieser Schichten ist eine überaus traurige. Es gibt weit mehr als eine halbe Million Kriegsbeschädigte, deren Witwen und Baisen. Unter ihnen gibt es heute noch Zehntaufende, welche noch nicht in den Besiz ihrer Renten gelangt find oder auf Nachzahlungen tros aller Urgenzen Jahre lang warten müssen. das zu Pfingsten 1926 in Teplit- SchöDie Verhältnisse bei den Landesinvalidenämtern na u stattfinden wird. find eher noch schlechter geworden und auch die Bezirksstellen hat man vielfach abgebaut. Ihre Tätigkeit beschränkt sich auf die Bornahme der sogenannten fozialärztlichen Untersuchungen Die Arbeiterturner und Sportler des 5. Kret Nur dann können diese Absichten verwirklicht werden, wenn in allen Genossinnen und Genossen der Wille zum Gelingen dieser Riefenveranstaltung lebendig wird, wenn jeder Genosse und jede Genoffin, wenn jede proletarische Organisation alle Straft, alles önnen aufbietet, um zum Gelingen dieses Festes beizutragen. beiterpartei angemeldet werden. So wurden Vermotau von den politischen Bezirksverwaltungen mit der Begründung verboten, daß durch diese Versammlungen die öffentliche Ruhe und Sicherheit bedroht werde. Im Bezirke Bergreichenstein wurden ordnungsmäßig angemeldete Versammlungen mit der Begrün dung verboten, daß durch deren Abhaltung das öffentliche Wohl gefährdet werden könnte und weil der Zweck dieser Versammlungen ( Steuersystem und Sprachenverordnungen) de m sen Orten ist es aus Anlaß von Versammlungen Strafgesete zuwiderläuft.(!) In dieder genannten Partei seit vielen Jahren zu feinerlei Störung der Ruhe und Sicherheit gefommen und es liegt nicht der geringste Grund dafür vor, daß eine solche Störung derzeit zu befürchten wäre. Auch die Vorgänge in Karlsbad, die übri ses des Arbeiter- Turn- und Sportverbandes haben zur Mitwirkung herangezogen, alle proletarischen fönnen, bieten nicht den mindeſten Anlaß zu dieWir haben alle Zweige der Arbeiterbewegung gens für die andern Orte nicht maßgebend sein beschlossen, ihr Streisturnfest gemeinsam mit Organisationen werden mit daran teilnehmen: das überflüssige und tattlose Eingreifen der Poliſen Verboten, weil auch diese Versammlung ohne jen Verboten, weil auch diese Versammlung ohne der sozialdemokratischen Kreis Gewerkschaften, Genossenschaften, Sozialistischer organisation Teplit- Saaz zu veran- Jugendverband, Arbeiterfänger, Arbeiter- Radfah- ei ruhig verlaufen wäre. Dafür bieten Arbeiter- Radfahallerorts und diese sind ein sehr trauriges Rapitel. Es den Herzen der Arbeiter gewedt. Nicht nur die Es gilt, einmal die Gesamtheit des Proletariats erwehren die beste Garantie. Es stalten. Lebhafte Freude hat dieser Beschluß in rer, Naturfreunde, Freidenfer und Kinderfreunde. allerorts die von uns ins Leben gerufene Ord zeigt sich, daß die Halbhuber noch nicht ausge- sozialdemokratischen Arbeiter der Streisorganisa- zu einer Gesamtveranstaltung aufzurufen! ist eines demokratischen Staates unwürdig, torben sind. Selbst ganz gebrechliche Personen tion Teplitz- Saaz rüsten zu diesem Feste, sondern Nun heißt es: vorbereiten und rüsten! Zahlwerden für höchstens 30 Prozent erwerbsunfähig auch aus den Kreisen Aufsig und Bodenbach wer- reiche Gäste aus dem Karlsbader, aus dem Aussi- erfolgte und noch bevorstehende Maßnahmen der Versammlungen nur deshalb zu verbieten, weil ſie den Zweck haben, die Bevölkerung über bereits tillärt. Die Berufung gegen diese ärztlichen Beden Massen sozialdemokratischer Arbeiter zu dieser ger und aus dem Bodenbacher Gebiete werden zu Regierung zu informieren und zum Protefte gegen funde hilft in der Regel nichts. Besonders großen Veranstaltung fommen. uns fommen. Sehr stark dürfte auch die Beteili- diese nach Ansicht der Veranstalter schädliche und fraurig ist e Was soll das Kreisfest werden? gung der Turngenossen aus Deutschland sein. Da zum Teil gesetzwidrige Maßnahmen aufzufordern. das Schicksal der Kriegsblinden, Eine gewaltige Heerschau des nordwestböhmischen auch die tschechische Arbeiter- Turnerschaft ihre Diese Verbote bedeuten einen Rüdfallin die die für sich und eine Pflegeperson mit höchstens Proletariats, eine unvergeßliche Kundgebung der Mitwirkung zugesagt hat, wird dieses Fest auch schlimmsten Zeiten der altöſterrei 500 K monatlich auskommen sollen. Unsere nordwestböhm. Arbeitermassen für die Ideen des internationale Bedeutung erlangen. hischen Reaktion, die sich ſters in der BePartei hat ferner einen Antrag eingebracht, wor- Sozialismus, für die Ideen des Aufstieges des Ein Fest der Arbeit soll es werden, ein Fest, tämpfung der Aeußerung des Volfswillens nach die Bindung der Rentenansprüche an die Proletariats, denen die Arbeitersportbewegung das unsere Mitgliedſchaften zu erneuter Arbeit es in der Preſſe, ſei es in Versammlungen Ginhaltung gewisser Verfallsfristen aufgeho- dient. Dieses Kreisfest soll alle 3 weige der aneifern wird und das allen Schwächen und Zag austobte. Wir glauben nicht, daß die pol trichen ben werden soll. Neuerdings sind Gerüchte im Um- proletarischen Bewegung zu einer haften ein herrlicher Beweis proletarischer Kraft- Bezirksverwaltungen, die ja nicht den geringsten lauf, daß die Regierung den Abbau der Renten imposanten Gesamtheit zusammen- entwidlung sein wird. Anlaß dazu haben, da an Orten vollständige Ruhe herricht, diese Verbote aus eigenem erlassen, sind aller Striegsbeschädigten plant, welche nicht mehr fassen. Nicht nur die Masse unserer Turnerals 40 Prozent erwerbsunfähig sind. Gegen der schaft soll hier sich zeigen, nicht nur ihr sportliches vielmehr fest überzeugt, daß hier eine Weisung artige durch nichts zu rechtfertigende Maßnahmen können soll hier vorgeführt werden, sondern oder ein Geheimerlaß des Ministerimüßten wir den schärfften Kampf eröffnen. es gilt auch zu zeigen, daß die Masse der Arbeiter ums des Innern vorliegt, dem jede geschaft im Lager des revolutionären Sozialismus febliche Grundlage fehlt. ( Beifall). steht. Den noch fernstehenden Proletariern soll| unser Fest die Erkenntnis aufzwingen, daß auch ihr Play an unserer Seite ist. Allen auf Kräfti liches Gelingen sein! gung und Stählung ihres Körpers bedachten Arbeitern foll es zeigen, daß der Arbeitersport nur. gedeihen und sich entwideln fann im Einklange Die Debatte wird schließlich um halb 11 Uhr nachts abgebrochen. Nächste Signug morgen 10 Uhr vormittags. Zu diesem Fest der Arbeit, zu dieser Befundung proletarischen Kulturstrebens, zu dieser gewaltigen Demonstration für den Sozialismus rufen wir Euch, Arbeiter und Arbeiterinnen! Nun nüßet die Zeit bis zu diesen sozialistischen Pfingsttagen zu eifriger Vorbereitung, zu unermüdlichem Werben und der Erfolg Eures Mühens wird herrDie Veranstalter: Kreisorganisation Teplik- Saaz sei Die genannten Genoffen fragen daher die Regierung: Sind die in der letzten Zeit sich häufenden Verbote von Versammlungen, wie beispielsweise in Weipert, Neuern, Romotau und Bergreichen Ministeriums des Innern oder der politischen Landesverwaltung erfolgt? Innenminister No et hat troß alle- mit der Gefamtarbeiterbewegung, den Feinden der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. ftein auf Grund einer Weisung des No’et der Arbeiterklassen aber soll dieses Fest die un- Arbeiter- Turn- und Sportverband, 5. Kreis. dem das Bertrauen der Koalition. Prag, 16. März. Der Deffentlichkeit ist noch in Erinnerung, auf welche Weise der Innenminister Noet in der Vorwoche die Karlsbader Vorfälle im Senate behandelte: er flüßt seine Erklärung lediglich auf den Bericht der an den Vorfällen schuldigen Polizei! Damals flatschte die Koalition dem Innenminifter Beifall, obwohl ihn unsere Genossen noch Die Kommunisten wollen den nationalen Ausgleich nicht! Ein Eingeständnis im Parlament. Wenn ja: mit welchen Vorgängen rechtfertigt der Herr Minister diese Weisungen? Wenn nicht: ist der Herr Minister bereit, die ihm unterstehenden Organe auf die Ungese zlichkeit dieser Verbote aufmerksam zu machen, sie zur Verantwortung zu zie hen und sie anzuweisen, der freien Be tätigung der Bevölkerung durch öffentliche Versammlungen tein Hindernis in den Weg zu legen? während seiner Rede der Uninformiert Der Reichenberger Vorwärts" veröffentlicht| Aber einiges müßte ihnen, deren nationale heit und falschen Berichterstattung icht den Wortlaut der Rede, die der Abgeordnete Intereffen jest, ohne Ausgleich, preisgegeben überführten. Heute hat die Koalition diesem Stern als Sprecher der kommunistischen Partei sind, selbst eine solche Verständgiung bringen. Die Offensive der tschechischen Agrarier. ihren Minister trotzdem das Vertrauen in der letzten Parlamentstagung gehalten hat. Aus Daß der Ausgleich ein besseres Instrument Die tschechischen Agrarier lassen faum einen ausgesprochen, indem sie seine Erklärun- diefer Rede scheint uns von den Ausführungen zumal für die Arbeiterschaft werde, das liegt trob gen zur Kenntnis nahm. Sterns über die nationale Frage insbe- eller Rückschläge doch zum guten Teile bei ihr Tag vergehen, ohne die Forderung nach Einfühsondere ein Passus von höchstem Intereſſe für die selbst. Denn eine Arbeiterklaffe, die in allen rung fester Getreidezölle immer Nationen den Ausgleich will, wird ihn nicht heben. Fast täglich erscheint im„ Venkov", dem Arbeiterschaft zu sein. Diese Stelle lautet: ,, Unsere deutschen Sozialdemokra bom Bürgertum schließen lassen, sondern von den Dr. Czech z. B., Schwärmen von einem Arbeiterparteien, so wie das eben die Hauptorgan der Partei, ein Leitaufsatz für die Ausgleich, der jest herbeigeführt werden sollte. deutsche Sozialdemokratie versucht Agrarzölle, alle landwirtschaftlichen Organisation Es ist möglich, daß die tschechische Bourgeoisie zu und die sich darum an die Spipe der Bernen werden mobilisiert, um sich für den Schutzzoll einem Ausgleich, zu einer Verständigung gezwun- ständigungsbestrebungen stellte. Die auszusprechen. So hat auch Sonntag eine Vergen wird. Aber es ist ganz sicher, daß das nur fommunistische Partei aber, die im fammlung der tschechischen landwirtschaftlichen ein Ausgleich von Kapitalisten mit Munde ständig das Wort von der EinheitsVor der Abstimmung wurde noch der Rest der Debatte abgeführt, wobei der tschechische Nationalsozialistanet eine seiner durch Lange, Kraftworte und chauvinistische Hetze be fannten Reden hielt. Panel hatte diesmal allerdings großes Pech. Als er von dem Verbrechen eine Demonstration im Weltkurort Karlsbad sprach und gleich darauf über die zweite Internationale zu schimpfen begann, rief ihm Dr. Heller zu: " Jezt schimpfen sie, weil man sie in Hamburg hinausgeworfen hat." teten." Rapitalisten unter Preisgabe auch front führt, fällt auch hier wieder den Stämp- Gesellschaft stattgefunden, in der der Borkämpfer der nationalen Interessen der unfern, die eine Besserung der politischen Atmosphäre für den Agrarzoll Landwirtschaftsminister Dr. terbrüdten Nationen sein würde, nur zu schaffen wollen, in den Rücken, lehnt vorweg jeden Hodža sowie der agrarische Abgeordnete Dr. dem Zwede, um gemeinsam die Arbeitenden aller Versuch ab, den politischen Kampf vom Nationa- 3 adina für feste Getreidezölle eintreten. In Nationen besser unterjochen und ausbeuten zu lismus zu entgiften, obwohl doch diese Entgiftung Allgemeine Seiterfeit erregte es, als Panet er fönnen. Für fo einen Ausgleich find wir nicht zu die Voraus eßung dafür ist, den sozialen einem von der Versammlung zum Beschluß erlarte, er bebauere die feinerzeitige Stellunghaben. Das ist nicht die Herstellung des nationalen Stampf ohne Verschleierung auszutragen. Die hobenen Antrag wird nichts weniger verlangt, als nahme Palackys zu der nationalen Fraeg Friedens, sondern die Herstellung der ta fommunistische Partei flieht vor dem nationalen daß die Einfuhr von Getreide, W: HI ( weil Palacky für die Gleichberechtigung pitalistischen Einheitsfront gegen die Ausgleich, weil eben im Trüben gut fischen ist, und Vich vollständig verboten wird, der Deutschen eintrat), und Dr. Seller den großen Wassen der Arbeitenden und Ausgeben weil ihr im Innersten jede kleinste Besserung der insolange die festen Agrarzölle nicht Gesetz gewor wifchenruf machte: 3wischen Palacky Brhältnisse zuwider ist, weil für sie nur im und Panel wähle ich Palacky!" Nach Beendigung der Debatte mißbrauchte Herr Stern hat es hier mit aller nur wün- Chaos der Weizen blüht. So wie die den sind. Die Agrarier verlangen also nicht der Nationaldemokrat Dyt das Recht zu einer schenswerten Offenheit ausgesprochen, daß die Chaospolitiker von rechts so leben auch die Kom- mehr und nicht weniger, als daß die Bevölkerung tatsächlichen Berichtigung zu einer Lobrede auf Kommunisten den nationalen Aus- munisten nur von der Wirrnis und Hoffnungs- durch eine ungersnot firre gemacht wird. Aramak. Die Antwort des Gen. Heller, der sich gleich nicht wollen. Und das widerspricht losigkeit der Verhältnisse von heute, die eben hier- Da wir durch die inländische Ernte nur zwei gleichfalls zu Worte meldete, charakterisierte das fo sehr einer realen proletarischen Politik und dem zulande ihre Wurzel in der Ungelöſtheit des natio- Drittel unseres Mehl- und Brotbedarfes decken, Präsidium, das Dyk ruhig reden ließ. Gcn. gefunden Menschenverstande, daß Herr Stern bei nalen Broblems hat. Die Arbeiter sollen sich das merken, sollen müßten wir um ein Drittel weniger esser. wenn Seller ſagte nämlich:„ Ich berichtige tatsächlid der Begründung dieses sehr intereffanten kommubag Senator Dyk teine fachliche Berichtigung nistischen Standpunktes fast notwendig zu Ab- sich klar darüber sein und Herr Stern läßt den Forderungen der Agrarier nach Verbot der gemacht hat.( Stürmische Seiterkeit und Beifall.) wegen der Logik und Vernunft kommen mußte. es an Klarheit darüber nicht fehlen-, daß die Einfuhr von Getreide und Mehl stattgegeben werI'm weiteren Verlauf der Sizung wurde Denn wer verſtünde die abgrundtiefe Weisheit, Kommunisten von nationalem Berständigungs- den sollte. Der Feldzugsplan der Agrarier bebas Ergänzungsgesetz über über militarren baß ein nationaler Ausgleich, auch für willen nichts wissen wollen. Daß sie, während die tenversorgung behandelt, wobei Genosse Jokl -den Fall, daß er von den Bourgeoisien geschlossen deutsche Arbeiterklaffe, doppelt unterdrüdt, einen steht also in nichts anderem als in der Aushungewürde, die Preisgabe der nationalen Rampf auf Leben und Tod führt, abseits rung der Bevölkerung und es ist höchste Zeit, daß Intereffen der unterbrüdten Naitehen, ja jeder Verständigungspolitik in den sich die Gesamtheit der Konsumenten lionen" bebeuten würde? Gewiß könnte ein Nücken fallen, aus verderblichem Parteiinteresse, zusammenschließt, um der fürchterlichen GeTrennungsstrich zwischen den kriegsbeschädigten solcher ein untereinander, ſchlüſſen, den unters fiats. Es ist datter als über dieses them fahr der Zeuerung und BebensLegionären und den Kriegsbeschädigten überhaupt brüdien Nationen, insbesondere beren Arbeiter munistische Giage ſtändnis hier auch noch mittelnot zu entgehen. bebauerte, daß ein aezogen wird, tlasse, nicht alles das bringen, was sie erwarten. nicht zum letzten Mal geesprochen." Seite 4. Trübe Aussichten für die Er- Landesväter 17. März 1926. Die Einvernahme des Fälschers Meszaros. Budapest, 16. März. Der Bizeprädsient der Staatsanwaltschaft Dr. Eugen Makkah hat gestern, zu ermöglichen, die Weisung erhalten, an die fische Regierung ein Unsuchen zu richten, das but den Angoraer ungarischen Gesandten weitergeleite? werden soll, und worin um die Einvernahme Mesza ros durch die türkischen Behörden ersucht wird. Das gestern abgefaßte Ansuchen des Vizepräsidenten der Staatsanwaltschaft gruppiert die an Meszaros Au zu richtenden Fragen um drei Punkte: u. 3. soll Meszaros jene Personen namhaft machen, mit denen er in der Sokolfälschungsangelegenheit in Verbin bung stand, er soll Auskünfte über die Herstellung der Sofolfalsifikate und die Frankfälschungen im allgemeinen erteilen, sowie angeben, welche von de in der Frankfälschungsaffäre Angeklagten irgend eine Rolle bei der Sokolfälschung gespielt hatten. diese Denkungsweise auch durch das Verhalten innerhalb des Staates erwiesen Nur Führer und Beamte unseres eigenen Bolles| ihre gegentvärlige Verfassung in keiner Weise den find berechtigt und befähigt, diese Aufgabe zu Bedürfnissen gerecht wird, wie es heute For löfen. schungsarbeit und Lehrbetrieb verlangen. Zu diefem Ruf nach voller Kultur- Autonomie Und so wenden wir uns an unsere neugeBerlin, 16. März.( Eigenbericht.) Je mehr find wir um so mehr verpflichtet, wenn wir an wählten Volksvertreter mit der Aufforderung, fie fich die Einzeichnungsfrist für das Volksbegehr ihrem Ende nähert, desto günstigere Ergebniffe die schweren Verluste denken, die die letzten acht mögen unseren Anspruch auf Kulturautonomie in um das Verhör des Privatdozenten Dr. Meszaros find zu verzeichnen. So blieb der gestrige Montag, ahre unferem gesamten Schulwesen zugefügt eindrucksvoller Weise und mit derselben Einmütig der brittleßte Tag der Frift, nur wenig hinter haben. Die Einbußen unseres Volks- und Weittel- leit erheben, wie sie in dieser Frage bei allen dem letzten Sonntag zurüd. In Berlin zeichneten schulwesens sind so bedeutend, daß fie schwere Schichten und Ständen der Bevölkerung herrscht." Schädigungen der fulturellen und schließlich auch In derselben Versammlung wurde ferner fich gestern 185.000 Wahlberechtigte ein, so daß der materiellen Leistungsfähigkeit unserer deut folgender einstimmiger Beschluß gefaßt: die Gesamtzahl auf 1,277.000 Unterschriften geDer Verband der deutschen Hochschulprofes fteigert wurde. Auch aus dem ganzen Reiche schen Bevölkerung zeitigen müssen. Zu nicht minder schweren Besorgniffen gibt foren in der Tschechosloatischen Republit stellt werden ähnliche Resultate gemeldet. In Breslau wurde gestern die bisher höchste Eintragungs- der zum Teil wahrhaft klägliche Zuſtand unserer an die Regierung das dringende Ansuchen, diese Biffer ebenso wie in Chemnitz mit 100.000 erreicht. Sochschulen Anlaß. Zahlreiche Lehrkanzeln möge im Zusammenhange mit dem eben in BeBesonders bemerkenswert sind die Resultate sind unbesetzt, darunter einige schon viele Jahre rotung befindlichen Gehaltsregulierungsgesetz der der Eintragung in Westdeutschland, wo sich nicht hindurch, so daß der Unterrichtsbetrieb in manchen Staatsbeamten auch die Regulierung der Ruheallein Sozialdemokraten und Kommunisten zur Fächern nur mit Mühe aufrecht erhalten werden genüsse( Versorgungsgebühren usw.) der im Ruhe Eintragung drängen, sondern auch chriftliche Ar- fann. Viele ungemein wichtige Forderungen, die stande lebenden Hochschulprofessoren, beziehungs beiter in großen Scharen zu den Lokalen strömen. die Ausgestaltung unserer Hochschulinſtitute und weise deren Angehörigen, in der Weise durch Köln hat in Erwartung des Ansturmes der letzten wissenschaftlichen Bibliotheken betreffen, blieben führen, daß diese Be üge der Höhe der Bezüge der Tage fein Beamtenpersonal um das Dreis und von der Unterrichtsbehörde unberücksichtigt, so daß i Neupensionierten angeglichen werden." Vierfache verstärken müssen. Auch die Resultate aus den Landbezirken bessern sich zusehend. In Groß- Bamburg lagen gestern abends 370.000 Unterschriften vor, dort haben sich bisher 37.8 Prozent der Wahlberechtigten eingezeichnet. Die Explosionstatastrophe vor Tagesneuigkeiten. Ein General als Friedensapostel. Zusammenschluß der Kulturvölfer gegen den Wahnsinn des Krieges!" chisch reden werden. Diese und ähnliche Aeußerungen hat der genannte Stab kapitän wiederholt schon deutschen Soldaten gegen über gemacht. werde. Der deutsche General Berthold von Deimdem Wehrausschuß. Iing, früher begeisterter Soldat, ist durch das Am 5. März geschah das Unglück in der Pra- Erlebnis des Weltfrieges zu einem mutigen, beger Tischlergaſſe; troß unserer Forderung nach wußten Träger des Friedensgedankens geworden. fofortiger Einberufung des Wehrausschusses hatte mit welcher Leidenschaft er nunmehr für ſeine dieser erst am 16. März und auch da nur vor und Ueberzeugung eintritt, beweist die Antwort, die bereits jebem Manne 10 K von der ohnedics far desregierung in berücksichtigungswürdigen Fällen zuhören und dazu Stellung zu nehmen. Der Bericht des Miniſters für nationale Verteidigung an richt des Ministers brachte nichts Neues. In der darauf folgenden Debatte ergriff Abgeordneter Genosse e eger das Wort und protestierte gegen die Art, wie der Wehrauschfuß behandelt wird sowie dagegen, daß dieser so spät zur Sigung einberufen wurde, was einer direkten Frogelei gleichkomme. Nach der Schilderung des Sachverhaltes und unter Berücksichtigung des Umstandes, daß selbst die festgelegten gefeßlichen Bestimmungen bei Munitionstransporten nicht eingehalten wurden, kann man wohl schwer von einem unglücklichen Zufall, als vielmehr von einer grenzen losen Sorglosigkeit und Leichtsinnigfeit sprechen, die sich die verantwortlichen Militärorgane zu Schulden kommen ließen, als sie anordneten, daß Hunderte Handgranaten ohne jede Sicherung durch die belebtesten Straßen befördert wurden. Genosse Seeger protestierte gegen die Belieferung der Kasernen mit Explosivstoffen und stellte folgenden Antrag behufs Einfeßung einer Untersuchungstommission: Der Ausschuß wolle ein Subkomtee zur Untersuchung der Ursachen der Explosionsfatastrop; e in der Tischlergasse einsetzen, dem Vertreter aller Klubs anzugehören haben. Dieses Subkomitee hätte weiter zu erheben und festzustellen, ob und in welchen Kasernen Sprengstoff und Munition aufbewahrt werden. Dem Subkomitee werden die durchgeführten Erhebungen über den entstandenen Sachschaden zur Ueberprüfung vorgelegt. Genosse Seeger verlangte weiters vom Minister Aufklärungen über die Ursachen der zahlreichen Soldatenselbst morde, die ein grelles Licht auf die Verhältnisse in der Armee werfen. Er verwies fener auf die sich mehrenden Fälle der Erfranfungen an Genidstarre in der Olmüßer Kaserne und verlangte eine strenge Untersuchung der dort herrschenden Zustände. Er protestierte gegen die Art, wie der Herr Minister den Wehrausschuß behandelt, indem er den Pressevertretern ein militärisches Porgramm von so großer Tragweite mit Uebergebung des Wehrausschusses erstattet, ohne dem Wehrausschuß auch nur Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu nehmen. teirische Lehrergehaltsgeses ist, dank der erEhebewilligung auf fünf Jahre. In das letzte Die Strohsade find bei diesem Regiment startten Reaktion, die sich bemüht, den revolu tionären Schutt wegzuräumen," das Ehevertagsüber mit grünen Leinwanddeden bot für Lehrerinnen wieder aufgenommen belegt. Diese wurden nicht neu übernommen, trotzdem verlangt man jetzt von den Soldaten, worden, nachdem es die provisorische Landesver. daß eine jede Dede, in der sich ein Fledchen be- fammlung im Jahre 1919 beseitigt hatte. Der nach zähem Kampfe gelungen, wenigstens eine findet, bezahlt wird, und zwar mit 34.70 K Sozialdemokratischen Minderheit ist es damals pro Dede, und in der Tat wurde am 10. d. M. Milderung zu erreichen. Danach lama bi ime gen Löhnung abgezogen. Und diese alten Deden werden müſſen, weiterhin Eigentum des Aerare: Chebewilligung ist also in diesen fallen in die bleiben, obwohl sie von den Soldaten bezalt Standesfremden" ihre Buſtimmung geben. Die In ähnlicher Weise geht man auch noch bei Ermessen der Landesregierung gestellt. Nun hat anderen Dingen vor, so zum Beispiel verlangt sich eine Lehrerin um die Zustimmung der Lanman, daß die Soldaten jene Gewehrläufe bezah- desregierung, daß sie einen Hochschulafsistenten und Privatdozenten heiraten dürfe, beworben. len sollen, die sich beim Schießen erwe tern. Das Verlangen der Bezahlung von verdor- Die steirische Landesregierung hat ein salomo benen Gegenständen ist ein trasfer Ueber- nisches Urteil gefällt: Sie hat der Lehrerin die griff, für den auch nicht ein Schein von Be- Chebewiligung auf fünf Jahre ergründung angeführt werden kann. gegenüber einem General an diesem Orte, ihn Journaliſten erteilte, die, voll Senfationsgier mit Fragen bestürmten. De moling fagte dort: ,, Nach der wüsten Menschenschlächterei des modernen Maschinen- und Giftzastrieges muß doch ein jeder, der seine fünf Sinne beieinander und ein Herz für sein voll und seine Mitmenschen in der Brust hat, nichts glühender wünschen, als daß Europa ein neuer Weltkrieg erspart blei ben möchte. Auch ist heutzutage der Krieg ja gar fein zwed mäßiges Mittel mehr zur Entscheidung von Völkerfonflit ten. Denn infolge der engen Verstrickung der Weltwirtschaft bringt er nicht nur den Besiegten zu veranlassen und eine Untersuchung gegen von Wezelsdorf, die sie dem Lande schon . Die interpellierenden Genossen fragen den Herrn Miniſter, ob er geneigt ist, die so for lige Abstellung der geschilderten Uebelstände die schuldtragenden Personen zu Sieger. Den Beweis, meine Herren, haben Sie vor Augen: daß heute noch unter den Folgen Ein drittes Obfer der Schneekorpe. Berlin, 16. März. Der schwere Schneesturm des Weltkrieges politisch, wirischaftlich und mora lisch darniederliegende Europa. Den Weltkrieg auf der Schneekoppe, dem wie gemeldet, ein in haben nicht nur die Mittelmächte verloren, son- discher Student und seine aus Berlin stammende dern ganz Europa hat ihn verloren. Braut zum Opfer gefallen sind, hat ein drittes Nach einem Zukunftsfrieg aber wird der Zusammenbruch noch viel gründlicher sein. Denn der 3utunftsfrieg wib ein Giftgaskrieg sein. Was das bedeutet, wissen die meisten Men schen, auch die meisten Offiziere, noch gar nicht. Es bedeutet, daß der Giftgaskrieg nicht gegen die feindlichen Soldaten geführt wird, sondern mit Flugzeugen und Giftgasbomben gegen das feindliche Heimatland, gegen die großen Stä te, gegen die Lebenszentren der Industrie, der Wirt schaft, des Handels und Verkehrs. Der Feldherr der Zukunft wird sich els Kriegsziel die Ver nichtung der Wirtschaft setzen, weil er so viel schneller dem feindlichen Volt seinen Willen aufzwingen wird, als es durch den langwierigen Schüßengrabenkrieg möglich ist. Daß er dieses Ziel rüdsichtslos und ohne Erbarmen verfolgen wird, davon, meine Herren, dürfen Sie überzeugt sein Millionen von Bürgern, von Frauen und Kindern werden ihr Leben verlieren, und die im Kampf stehenden Nationen werden sid) gegenseitig ihre Kulturen vernichten. Gegen die sen Wahnsinn müssen sich die Kulturvölker zusam. menschließen und müssen Mittel und Wege finden, ihn zu verhindern. Deshalb stehe ich heute in diesem Palast des Friedens und freue mich auf den Moment, wo mein Vate- land in den Bund der Völker aufgenommen wird" Deimling ist ein weißer Rabe. Aber feine Der Minister versuchte in längeren Ausfüh- Aeußerungen werden doch eine gewiffe Wirrungen, die in der Debatte vorgebrachein Ankla- fung nicht verfehlen, eben deswegen, weil sie aus gen zu entfräften und verwies darauf, daß er den dem Munde eines einstmals berufenen Kriegsstrengen Auftrag erteilte, von einer weiteren Be- handwerkers fommen. Wie groß müßte doch das lieferung der Kasernen mit Granaten Abstand unvorstellbare Grauen eines fünftigen Krieges zu nehmen. Was mit jenen bereits eingelagerien werden, wenn schon Angehörine dieser traurigen Granaten zu geschehen hat verschwieg er wohl- unft davor ihr Gesicht verhüllen! weislich. Er gab weiters bekannt, daß die Erhebungen noch nicht vollkommen abgeschlossen feien und daher ein flares Bild noch nicht zulägt. Standalöle Zustände beim Infanterie Zum Schluß wurde der Antrag des Genossen Heeger von den Koalitionsparteien abgelehnt. Die Schulautonomic. Stellung der deutschen Hochschulprofessoren. regiment Nr. 8. Opfer gefordert. Der aus Berlin stammende Buchhalter Erich Müller wird vermißt. Er hat von der böhmischen Seite aus eine Tour auf die Schneekoppe unternommen und ist vom Schneesturm überrascht worden. Eine Bergungsfolonne ist aufgebrochen, um den Vermißten zu suchen. teilt. Da die Lehrerin natürlich an die nächst höhere Instanz geht, wird in Steiermark, sagt der Arbeiterwille", die christlichsoziale Landes. regierungsmehrheit zu der traurigen Berühmtheit Schildbürgern einbringen. von Der Ministerialrat", die Klosterschule und die Polizei von Jägerndorf. Dieser Tage besuchte die Klosterschule in Jägerndorf ein Herr, der sich der Oberschwester als Dr. Milan Stojan, Rebisons. beamter des Fürsorgeminifteriums, vorstellte. Er sei gekommen, um verschiedene für die Verstaatlichung der Schule notwendige Daten festzustellen, u. a. auch, ob es richtig sei, daß die preußischen Lehrerinnen dieser Schule die ihnen anvertrauten Kinder angeblich förperlich züchtigen. Er trug sich auch in ein amtliches Buch ein. der vor Ehrfurcht vergehenden Oberschwester durch sein selbstbewußtes Auftreten gehörige Furcht einge iagt hatte, suchte das amtliche Organ" noch das Jägerndorfer private Waisenhaus auf, wo er sich ähnlich gebärdete. Er warf u. a. aud) Bemerkun gen von einer staatlichen Unterstübung hin. Vom Waisenhaus ging der Fremde zur städtischen Polizei im Jägerndorfer Rathaus, wo er anzeigte, daß er auf dem Wege vom Waisenhaus oder von der Klo. sterschule zum Rathaus sechs Hundert- Kronennoten verloren habe. Er ersuchte, wie der Olmüter Pozor" meldet, höflichst die Jägerndorfer Polizei um eine einstweilige Aushilfe, um stan desgemäß mit dem nächsten Zug nach Prag zurüdfehren zu können. Der Jägerndorfer Polizei hate es zur besonderen Ehre gereicht, dem Herrn ,, Dini sterialrat" mit fünf Sundert Kronenno. ten aus helfen zu fönnen. Am nächsten Tage mußten aber, so sagt das erwähnte Olmrüßer Blatt, die Jägerndorfer Schwestern und in erster Linie die Jägerndorfer Polizei feststellen, daß sie einem ge riebenen Betrüger aufgesessen waren. Neues Grubenunglüd in Oberschlesien. Ein großes Grubenunglück ist durch die Statastrophe auf der Karstengrube in Oberschlesien ausgelöst worden. Auf der Concordiagrube in Hindeburg brach Sonntag früh durch den Beuthener Erdstoß ein Teil der Andreaspflöcke zusammen und berschüttete drei Füller. Bis zum Nachmittag fonnte man sich mit den drei Bergleuten, die die Füller bedient hatten, noch verständigen. Dann hörte jede Verständigungsmöglichkeit auf, so daß mit dem Tod der drei Bergleute gerechnet werden muß. Die Folgen des Unglücks auf der Starstengrube bei Beuthen, auf der am Samstag durch Bruch einer Strede 34 Bergleute einge schlossen wurden, haben sich glücklicherweise feines wegs als so fchiver herausgestellt, wie es zuerst den Anschein hatte. Von den 34 Heuern wurden nur zwei bermißt, die wohl durch herabstürzende Kohlenmaffen ums Leben gekommen sind. Bis 10 Uhr abends stand man mit den Eingeschlossenen in Zeichenverbindung; dann wurden die Die Eisenbahnkatastrophe in Costa Rica. ZwiAntworten aus dem Erdreich immer unverständ- chen Alajuele und Cartago in Mittelamerika erlicher und verstummten schließlich ganz. Bereits eignete sich, wie wir bereits gemeldet haben, Sonnum 10.45 Uhr war es den Rettungsmannschaften taa vormittag ein furchtbares Eisenbahnunglüd. gelungen, so weit vorzubringen, daß zwölf Berg- Ein Ausflüglerzug, der mit etwa 1000 Baffagieren leute gerettet werden konnten. Um 12 Uhr er- besetzt war, entgleiste in dem Augenblid, als er reichte man die übrigen und um 2.45 Uhr waren sich auf einer Eisenbahnbrüde, die über den Vi die Bergungsarbeiten beendet. Eine Untersuchung rillafluß führt, befand. Drei Wagen des Zuges über die Urachen des Unglücks ist im Gange. Die entgleisten und stürzten 50 Fuß über die Einarſtengrube gehört der Schlesischen Bergwerks- dämmung in den Fluk hinab. Die Folgen der und Hütten A. G. in Benthen. Sie liegt im west- Entgleisung waren furchtbar. Nach den bisher lichen Teile des Stadtgebietes. borliegenden Meldungen sind 178 Personen Die Senatoren Genoffen Joll, Dr. Gegen den Militarismus. Beunruhigt durch sofort getötet und 75 Personen teilweise Heller, Löw und Genossen haben an den die Aeußerungen der makaebenden Stellen, hat sehr schwer verletzt worden. Nach einer wei Herrn Minister für nationale Verteidigung fich die Deutsche Frauenliga für Frieden und teren Meldung wird die Gesamtzahl der Toten wegen der Zustände beim Infanterie Freiheit( gleichzeitig mit der„ Československa žen auf nahezu 300 gefchäßt. Vom Puerto Limon Regiment Nr. 8 in Mister folgende fa liga", die ihrerseits die ihrerseits an einige tschechische ging sofort ein Silfs ug mit Aerzten und Kranken Interpellation gerichtet: Die ant 3. Mär; d. J. stattgehabte VollverFrauen in der Nationalversammlung herantritt), schwestern an die Unglücksstelle ab, die den Ber Sammlung des Verbandes der deutschen Hochschul- Bei dem in Mistet untergebrachten Truppen- an jene Parlamentarierinnen gewendet, die einer unglüdten die erste Silfe leisteten. Nähere Nach professoren in der Tschechoslowakischen Republit teilen des Infanterieregimentes Nr. 8, herrschen Pertei angehören, in deren Parteiprogramm der richten über die furchtbare Eisenbahnkatastrophe hat einstimmig folgende Resolution angenommen: Zustände, die jeder Beschreibung spot- dampf gegen den Militarismus aufgenommen ist, fehlen noch; doch scheint es schon jetzt festzustehen, Die 3.5 Millionen Deutschen im tschechosloten und nach Abhilfe schreien. und sie gebeten, im Namen aller Frauen und daß es sich um ein Gisenbahnunglüd handelt, das watischen Staate, deren kulturelle und wirtschaft- Am 1. März wurden anläßlich einer of Mütter auf das energischeste gegen jeden Ausbau bisher in den Annalen der Geschichte liche Leistungen auf der ganzen Welt eine Achtung fer- Kontrolle bei der ersten Rotte einem des Militarismus zu protestieren, befonders aber noch nicht verzeichnet ist. Nur der Ein gebietende Stellung einnehmen, hatten bisher auf Soldaten zwei alte Nummern des in Prag gegen die Errichtung eines Schießplages im Sturz der Tay- Brüde in Schottland, am 20. De Erhaltung, Verwaltung und Ausgestaltung ihrer erscheinenden Sozialdemokrat" bon dem Brbywald, die von fompetenten Faktoren als ember 1879 läßt sich damit vergleichen. Auch Schulen und Kultur- Einrichtungen nicht den ge- die Kontrolle durchführenden Rottmeister weg eine Gefahr für die Gefundheit der Umavohner, damals stürzte ein Eisenbahnzug in den Fluß. ringsten selbständigen Einfluß. Wer nur eine Spur genommen. Auf den Einwand des Solda- die klimatischen Verhältnisse Böhmens und den wodurch annähernd 200 Personen den Tod fanden. von natürlichem Rechtsempfinden in fich trägt, ten, daß er das Papier benötige, erklärte der Bestand der Heilquellen Westböhmens bezeichnet Die Unglüdsstelle befindet sich auf dem Hoch gleichbiel ob er ein Deutscher ist oder nicht, wird Rottmeister:" Solches brauchen Sie nicht!" Mir wurde, gleichviel ob er ein Deutscher ist oder nicht, wird Rottmeister: Solches brauchen Sie nicht!" Wir wurde, gegen die geplante Beibehaltung der plateau bon St. Jose, wo der größte Teil der bemerken, daß das Lesen und Halten des S- 18monatigen Dienstpflicht und gegen Bevölkerung von Costa Rica anfäffig ist. In Costa Grundfäße des Rechtes und der Billigkeit for- zialdemokrat" den Soldaten nicht berboten die Einführung der vormilitärischen Rica leben auch zahlreiche Deutsche, die eine be bern vielmehr mit aller Bestimmtheit: worden ist. Jugendausbildung. Die tfche chi vorzugte Stellung im Wirtschaftsleben einnehmen. Nicht Führer und Beamte eines fremden Im Kurs für Pferdetvärter erklärte der fchen Frauten weifen in ihrem Briefe darauf hin, Das Unglüd scheint sich auf der Strecke der inter Boltes fönnen und dürfen für Erhaltung, Ver- Stabskapitän Wawat( vierte Rotte) den deut- daß den Aeußerungen der tschechoslowakischen Ozeanischen Gebirgsbahn ereignet zu haben, die waltung und Ausgestaltung unserer Schulen und schen Soldaten, sie worden einen Ur- Außenpolitik im Sinne von Loarno nich te her durch die Provin Alajuela und die gleichnamige Kultur- Einrichtungen die Verantwortung tragen. laub erhalten, wenn sie nicht bald she.Glauben geschentt werden könne, che nicht Hauptstadt dieser Proving führt. er 11, T ch et a. u [ I זום g nd 11 == te T1. 11 et 18 te ECHO SAFE.S m ໄອ໊ 1. It t. = 0 ie 38.26 it gt 31 it 11 It ic ie er 3, ir en ie 1Er er ch 心 ch u 13 r 3. er T 10 4. ce i, де t, e t r r t e t 1 e 17. März 1926. Der Tod auf der Schneekoppe. Die Begleiterin del auf der Schneekoppe erfrorenen indischen Stu botten Batak, bie ebenfalls ums Leben lam, ist als bie 26jährige Tochter der Witwe Dürnberger in Bambrunn festgestellt worden. den dann geschieden. Seite 5. Vor einem internationalen Eisenfartell. in Deutschland Stellung genommen hat, liegt Har auf der Hand, wenn man weiß, daß er als Frh. von D felbst einem reichen Adelsgeschlecht angehört und für seine Person über großen Gutsbesit ver fügt. Seit seiner Jugend stand er beim WittelsMenschliche Berirrung. Durch einen Testa bacher of in hoher Gunst, wurde bereits als verschiedener Industrien, sich zu fartellieren und nales Eisenfartell von den größten Folgen für die Hof Nach dem Kriege haben die Bestrebungen Es ist gar keine Frage, daß ein internatio mentsstreit sind in einem Berliner Borort ganz 28jähriger hochbotierter Ranonitus in Regensburg so den Markt zu beherrschen, zugenommen. Ge- Industrie ist und die Beherrscher des Eisenkartells ungcheuerliche Familienzustände aufgedekt worden. und durch die besondere Gunst seiner fürstlichen rade die ungünstige wirtschaftliche Lage Europas werden nicht nur in ihrer Branche ein Monopol Gin jept 68jähriger Gärtner hatte vor vierzig Jah. Freundinnen, ber bayrischen Prinzessinnen Maria im gegenwärtigen Zeitpunkt legt den Unterneh- haben, sondern auch auf die gesamte übrige Indu ren geheiratet. Aus seiner Che ging eine Tochter de la Paz und Maria del Pilar später Weihbischof mern den Gedanken nahe, den Absatz zu regeln, strie einen bedeutenden Einfluß ausüben. Wie hervor, die, als sie zwanzig Jahre alt war, vonvon Regensburg und schließlich auf den erledigten beziehungsweise untereinander aufzuteilen, und jede Kapitalskonzentration und jedes Kartell in brem Vater mißbraucht wurde. Diesem Verhält. Bischofsstuhl von Passau gebracht. Es ist deshalb sich so durch Konkurrenzkämpfe keine unnötigen der tapitaliſtiſchen Geſellſchaft zwei Seiten hat, nis entstammte eine Tochter, die der Vater, der au Treue hält. Proteftion verpflichtet! Wegen der meldet, daß die größten Emailgeschirr- Eisenkartell der Fall. Einerseits wird die Produk begreiflich, daß der Bischof den Wittelsbachern die Kosten zu bereiten. Vor kurzem wurde erst ge- ist dies auch bei dem geplanten internationalen gleich der Großvater war, ebenfalls mißbrauchte. burch amtliche Organe betriebenen Sabotage des fabriken Europas, darunter auch die tschechoslowa- tion technisch gehoben, leistungsunfähige Betriebe Auch sie wurde Mutter. Als der Mann jetzt ein Voltsbegehrens machte der sozialdemokratische Land- tischen, ein internationales Kartell vereinbart werden eingestellt, unnüße Kosten, die im Kon Testament aufstellte, bedachte er seine beiden jünge tagsabgeordnete Blumtritt im bayrischen Landtag haben und augenblicklich arbeitet man an einem furrenztampf der verschiedenen Unternehmungen Töchter, biz zugleich feine Enkelin und Urenkelin find, mehr als seine erste Tochter, die Blumtritt konnte an Hand von zahllosen Beispielen nationalen Ei jen fartell. Eine wichtige Vorstufe deutet das Kartell die größte Gefahr nicht nur für jeht 44 Jahre alt iſt. Infolgedessen schrieb diese nachweisen, daß auf Grund der Haltung der bayri- dazu ist das internationale Schienen fartell, die Verbraucher, das ist für die eifenverarbeitende an die Polizei anonyme Briefe, wodurch der kan ſchen Regierung die unteren Polizeiorgane und Be- das durch in Paris geführte Verhandlungen be- Induſtrie, sondern für die Konsumenten über dal auffam. Als die Polizei erschien, um den Mann hörden draußen im Lande die Einzeichnungsmög reits perfekt geworden ist. An dem internationa haupt, die den Beherrschern des Eisenkartells voll uberhaften, ergriff dieſer die Flucht und erlichkeit vielfach außerordentlich erschweren. tränkte sich. Nun ist gegen die Tochter und die einer großen Reihe von Orten wird darüber ge- und französischen Unternehmungen beteiligt sein, nur die technische Ausgestaltung der Industric Aus len Schienenkartell sollen nicht nur die deutschen kommen ausgeliefert sind. Das Kartell wird nicht Entelin ein Strafverfahren wegen Blutsch an de flagt, daß die Annahme der Einzeichnungslisten ein wie ursprünglich geplant war, sondern auch die zum Zwecke haben, sondern sein Hauptzwed wird eingeleitet worden. Beide find verheiratet und wur- fach verweigert wurde, daß bei dem Anschlagen von englischen und amerikaniſchen. Ob die tschecho- die Vermehrung der Profite der Eiſenindustriellen Plakaten Schwierigkeiten gemacht werden, ja, daß flowafische Eisenindustrie beteiligt ist, wird nicht sein. Biebiel Zeit man in der Adelsgesellschaft" von Polizeiorganen die Plakate einfach herunter gemeldet, aber es ist gar keine Frage, daß auch die Deutschlands hat, beweist folgender Vorfall, den geriffen werden und nach Flugblattverteilern geschechoslowakische Eisenindustrie, die bereits heute nationale Organisation der Unternehmer Mit dem Eisenkartell tritt eine neue interdie„ Deutsche Tageszeitung" thren Lesern mitteilt: schnüffelt wird. In einem Orte bei Koburg hat der mit der österreichischen, ungarischen und südſlawi Leben, welche die Macht der internationalen RapiDie verstorbene, berta Freiin von B." bird von Bürgermeister die Einzeichnungslisten sogar nur schen Eisenindustrie durch Vereinbarungen fest talisten bedeutend erhöhen wird. Der Arbeiter. dem zuständigen Standesamt als verta Frei morgens zwischen 6 und 7 Uhr ausgelegt! In verknüpft ist, früher oder päter in den Kreis des klasse erwächst die große Aufgabe, der vermehrten tlaſſe herr von" in das Sterberegister eingetragen. Bayern, dem„ königstreuen", ist eben alles möglich. großen internationalen Eisenfartells einbezogen Macht der Kapitalisten ihrerseits den immer inni Auf Einspruch erklärt der Standesbeamte, nach Der Geistliche als Bauchredner. Ein sehr viel werden wird. Bei den Verhandlungen, die gegen ger werdenden Zusammenschluß der der Reichsverfassung Artikel 109 gelten Adelsbe seitiger Herr ist der Reverend George Potter, der wärtig geführt werden, handelt es sich vorwie- internationalen Arbeiterklasse enteichnungen lediglich als Bestandteil des Namens, Geistliche der St. Chrysostomus Kirche des engii- gend um die Quote, welche bei der Abjavregelung gegenzustellen. heliche Kinder führten den Namen des Vaters, schen Städtchens Beckham. Er ist nämlich ein her. Ser Eisenindustrie jedes Landes zukommen soll. folglich sei die Verstorbene als berta Freiherr vorragender Bouchredner, dessen Leistungen auf jeder bon 2." anzusprechen. Die Folge ist: 1. die Ab- Varieté- Bühne Bewunderung erregen würden. Er leitung eines förmlichen Berichtigungsverfahrens, zeigt seine Künste vorläufig nur zu wohltätigen 2. Strafanzeige gegen den Standesbeamten wegen 3weden, aber englische Blätter berichten, daß ihm Tschechischer Gewert chaitstongreß. Urfundenfälschung, 3. Beschwerde beim Ministe- schon verlodende Anerbietungen gemacht worden rium des Innern, 4. Beschluß des zuständigen sind, seine Bauchrednergabe einem größeren Publislovenske" beruft ihren VIII. Gewertschaftsfongreß Die Vertretung des„ Odborove sdruženi često. Amtsgerichts, daß das Wort Freiherr in Freiin tum vorzuführen, das für diese Stimmen aus demnach Prag ein. Der Kongreß wird in den Tagen zu berichtigen sei, 5. Anforderung der Strajalten Jenseits gewiß viel Interesse haben würde. bes Standesbeamten usf. Man sieht, die Freiherren und Freifrauen haben genügend Zeit und tag abends auf einer Pariser Vorortestrede Ein schwerer Zusammenstoß hat sich am Sams. Geld, um die deutsche Republik mit ihren Jere- in der Nähe des Bahnhofes Such- Bonneuil zuge miaden zu belästigen- wenn man ihnen eine tragen. Eine Reservelokomotive fuhr dem Zug in Antwort gibt! entgleifte. Die Zahl der Verwundeten beträgt 36; die Flanke, so daß die Lokomotive des Vorortzuges nur 4 von ihnen, die im ersten Abteil jaßen, haben schwere Verlegungen erlitten. 1 Vom Prinz zum Damenschneider. In Baris hat ein russischer Bring Jusfupoff einen Salon für Damenschneiderei eröffnet. Auf den ersten Blid scheint dies nichts Besonderes zu sein. Jeden Tag lieft man, daß Großfürsten Kellner werden, of bamen Stenotypistinnen und Hofmarschälle Stadtreifende. Das Schidjal und der Hunger sind stärker als alle Abstammungstheorien. Der„ Prinz Jussupoff" ist aber angeblich einer der reichsten Leute der Belt und fennt feinerlei Nahrungsjorgen. Prinz Jussupoff hat seinen neuen Beruf ergriffen, ohne mit den Zähnen zu fnirschen" oder sich auf den Boden der Tatsachen zu stellen". Er ergriff mit Freude und mit Ueberzeugung den neuen Beruf. Er verzichtet darauf, wie seine deutschen und russischen Kollegen schimpfend und greinend hinter den in eine neue Richtung rollenden Wagen herzulaufen: er schwingt sich hinauf und fährt mit. Sein Palais in der Avenue du Bois de Boulogne hat sich in wenigen Lagen in ein elegantes Schneideratelier verwandelt. uf Rolofotischen häufen sich bunte Seidenstoffe und die Regale find von Modeblättern angefüllt. Zuerst lam kein Mensch. Dann fand man, daß der ruſſiſche Bring gar keine so komische Figur machte, als man uriprünglich geglaubt hatte, und dann stellte man fest, daß man auch gut bedient wird bei Prinz Juſſu poff. Der Bring tut, als sei er in seinem Leben nie etwas anderes als Damenschneider gewesen. Jahr zehntelange Erwerbslosigkeit hat ihm die Muße gegeben, feinen Geschmad auf alle Weise auszubilden und er fest jezt in Geld um, was er gelernt hat, und lacht über alle, die über ihn lachen Der Damenſchneider Juſſupoff wird hoffentlich für manchen anderen der europäischen Prinzen ein Vorbild sein. " Du sollst nicht fehlen!" Die Ursache, warum, wie wir berichtet haben, der Bischof von Passau in berfassungswidriger Weise gegen das Boltsbegehren Haus, Hof und Garten. Wie man Bäume verjüngt. Flugzeugunglüd in Holland. Nach Nachrichten aus Nijmegen mußte Montag nachmittags über der Ortschaft Deurningen das Militärflugzeug vorläufige Tagesordnung vor: 1. Die Konstituie von 4. bis 6. Juni 1926 stattfinden. Der Zentralgewerkschaftsvat schlägt folgende rung des Stongresses, Begrüßungsansprachen der Gäfte und Wahl der Ausschüsse. 2. Der Tätig ( Regelung der Beitragsleistung.) 3. Die inter feitsbericht der acwerkschaftlichen Bandeszentrale. nationale Taftit und der Weg ur Vereinheitli chung der Gewerkschaftsbewegung. 4. Die wirt schaftlichen Aufgaben der Gewerkschaften. 5. Die Betriebsausschüsse und die wirtschaftliche Demofratie. 6. Die einheitlichen Lohnaktionen und der 493 eine Notlandung vornehmen. Der Apparat Widerstandsfonds. 7. Die Organisation und die überschlug sich hiebei und geriet in Brand. Von den Arbetsbedingungen der öffentlichen Bediensteten. zwei Fliegern war der eine sofort tot, der 8. Die Sozialpolitik: a) Arbeiterrecht, b) Sozial andere erlag wenige Minuten später seinen Ber- verficherung. 9. Die Wahl des Rentralgewerk. legungen. Elementarlatastrophe in Südamerika. Wie gefchaftsrates und der Revisionsfommission. 10. All meldet wird, sind in der Provinz Oro( Ecuador) fällig: s. infolge Hochwassers des Jubones, das durch einen Wollenbruch entstand, mehrere Dörfer überschwemmt worden. Viele Einwohner wurden in ihren Häufern von den Wassermassen überrascht. 50 Perionen sind ertrunken. Der Sachschade wird auf 2 Millionen Dollars geschätzt. zulage an die Staatsbeamtinnen, feine Erhöhung der Kongrua. Schließlich wird auf die Notwendigkeit der Versöhnung der Nationen hingewiesen. Sturz des belgischen Franken. Brüssel, 16. Mär;( Eigenbericht.) belgischen Franken eingetreten. Am Montag ist ein panifartiger Sturz des Der belgische englische Pfund ſtabil war, stürzte am Montag Frank, der seit acht Monaten mit 107 für das auf 121 und tiefer. Die Erregung ist ungeheuer. Der Frankensturz ist das Resultat einer organi fierten Vanit, die seit den letzten Wochen von regierungsfeindlichen Finanzleuten betrieben wurde, die das Stabilisierungswerk verhindern und da mit die unentbehrliche Vorbedingung der englisch amerikanischen Valutaanleihe vereiteln wollen. Die belgischen Bankiers führen gegen die demokratische Regierung Belgiens tenselben Schlag wie feinerzei: die französischen Banflente gegen die Regierung Herriot. Seit dem letzten Mittwoch war ein stetig ansteigender Austurm auf die Nationalbank organisiert, um ihre englischen Pfunde zu 107 Frants abzunehmen. Bis Montag hielt die Natio nalbant diesem Ansturm, allerdings unter schwerAm Sonntag fand in Prag eine Konferenz der ſten Opfern, stand. Allein am Sonnabend soll die tschechischen sozialdemokratischen Frauen statt, in Bank eine halbe Million englischer Vunde abgewelcher eine Entschließung, beinhaltend die nachfolgeben haben. Am Montag entschloß sich die Natio nalbank, den weiteren Verkauf von Pfunden zu genden Forderungen, angenommen wurde: Allge meine Mutterschaftsversicherung, Sicherstellung der buches( freiwillige Mutterschaft), Reform des Fami Waisen, Novellierung des§ 1446 des Strafgesey lienrechts in der Richtung der vollkommenen Gleich ftellung der beiden Geschlechter, gesetzliche Alimen. tationspflicht des unehelichen und ehelichen( geschie denen) Baters, Pensionsberechtigung der gefchie benen Frau, die mindestens zehn Jahre mit ihrem Manne gelebt hat und unverschuldet geschieden ist, insbesondere, wenn sie unversorgte Kinder hat, be sondere Berücksichtigung der Frauen in der sozial politischen Gesetzgebung. In den aktuellen pofitischen Fragen wird verlangt: Schuß der KonjuTschechische' ozialdemokratische Frauentonferenz. Wetterübersicht vom 16. März. Die Nieder. schläge waren Montag wieder ausgebreitet und er, giebiger; größere Mengen melden Cerchov und das Ta. bor 7 Mmr., die Schneekoppe 8 Mm., Preßburg 9 Mut. Schnee fiel auch in tieferen Laren, schmolz jedoch bald. Die Temperatur stieg Montag nachmit tags nur in West- und Südböhmen und in den übrigen füdlichen Grenzgebieten über 5 Gr., während sie im Nordosten niedriger blieben( Olmüß-3 Gr. Celf.). Der Frost hat sich in der Nacht auf Diens tag vielfach verstärkt. Rajecke- Teplice( Slowakei) meldet-10 Grad. Nur in Mittel- und Westböhmen ist die Temperatur bisher nicht unter 0 Gr. gesun len. In Südböhmen und Mähren fiel auch heute Dienstag früh noch Schnee, sonst hat sich das Wet- menten, feine Erhöhung der Verbrauchssteuern, Er tritt der Regierung scheint nicht ganz ausgeschlos ter gebessert. Wahrscheinliches Wetter am 17. März: Abnahme der Bewölkung und der Niederschlagsneigung, Nachtfrost, ruhig. verweigern und den Frank fallen zu lassen. Das erholte sich der Kurs einigermaßen, so daß das Resultat war der panifartige Stur. Nachbörslich Schlimmste zunächst überwunden zu ſein ſcheint. Die Lage ist aber äußerst ernit. Die Stabilisierung ist aufs schwerste bedroht, die Finanzen drohen zu zerrütten und das Budget droht über den Haufen geworfen zu werden. Der Ministerrat be riet den ganzen Tag und es ist noch unbekannt, wie die Regierung zu reagieren gedenkt. Unglüd licherweise sind zwei der wichtigsten Minister, die Genossen Vandervelde in Genf, Wauters auf der Arbeitskonferenz in London, abwesend. Der Rüdhöhung des Existenzminimums auf 12.000 K, Trensen, aber die Stimmung in der Arbeitenschaft ist nung der Kirche vom Staat. Infrafttreten der verzugunsten energischen, selbst diftatorischen Auffürzten Militärdienstzeit, zuerkennung der Kinder- fretens gegen das verbrecherische Finanzmanöver. wie die gewöhnlichen und im Geschmack von wesent Der Buschobstbaum ist der geeignetste lich höherem Süßgehalt. In den genannten Who- Obstbaum für den Kleingarten. Er nimmt nicht maten hatten wir besonders viele Gewitter zu der viel Play weg, gibt wenig Schatten und ermöglicht zeichnen. Am 15. Juli wiederholte ich den Versuch in den ersten Jahren auch eine nußbringende Untermit einem alten, süße Zitronenfrüchte tragenten fultur von Beerenobst oder Gemüse, das allerdings Der Blißfänger als Befruchter. Limettebaum. Die Früchte dieses alten Baumes nicht zu nahe an die Bäume gesät oder gepflanzt Ueber ein praktisch erprobtes Verfahren, den lamen nicht mehr zu voller Entwicklung, sondern werden soll. Am besten eignen sich zu Buschbäumen Ertrag von Nuypflangen zu steigern, berichtet ein trodneten aus, bevor sie zur Reife gedichen waren früh- und reichtragende Sorten von mäßigem Um nun ein besseres Ergebnis zu erzielen, brachte Wuchs, wie Klarapfel, Lord Grosvenor, Cellini, Mantagenbefizer aus Guatemala dom New Yo ter Scientific American bemerkenswerte Einzelheiten. ich drei Antennen von Kupfer draht in dem Baum Bismarck usw. " Sträucher und Bäume sind ja bekanntermaßen an, umwidelte einige Zweige mit Kupferdraht und Die schönsten im Frühjahr blühen natürliche Blipableiter", so schreib: der Züchter aus brachte außerdem eine Antenne von lofem Kupfer den Sträucher sind die Deuzie mit ihren Guatemala, ba bis epigen ber Blätter und Nadeln draht an. Dieſe vier Antennen umspannten der schönen, weißen Blütenrispen, die gelbblühende For bie Pflanze in cleftrischen Kontakt mit der Atmo- Hauptzweig, und ihre Ausläufer waren stamm- sythia, die gefülltblühende Sterrie, die mit ihren tulſphäre seven und halten. Vean lann nach jedem Ge- abwärts bis zum Boden gezogen. Dank dieser An- penartigen Snoſpen und seeroſenartigen Blumen ſo witter bemerken, daß die Pflanzen neue Straft und lage erreichte ich es, daß der altersschwach gewor- sehr geschäßte Magnolie, das zartrosa Mandelbäum eine Wachstumssteigerung erlangt haben. Wenn dene Baum innerhalb von 14 Tagen nach einem chen, die verschiedenen Zier- Johannisbeeren und man daher Stamm und Zweige eines Baumes und Gewitter neuerwachtes Wachstum zeigte. Am Spiersträucher, der violette, wohlriechende Flieder, Strauches an zwei oder drei Stellen mit Kupfer. 15. Ottober hatte er eine Menge neuer Schößlinge ber schöne Schneeball, die zarte, vielfarbige, Weigelic drähten versicht und diese durch schmale Kupferbän- getrieben, und, was besonders bemerkenswert ist, die und die Moorerde liebenden Rhododendronarten in ber verbindet, wenn nran ferner Sorge trägt, die Frucht ist faftig und süß, wie sie sonst nur ein ihren verschiedenartigen Blütendolden, sowie die Spigen in die Atmosphäre hineinragen zu laffen, junger Bitronenbaum hervorbringt. Der Baum stark gefärbten Freilandazaleen. epa in Geſtalt von fleinen Blipableiterspipen, so zeigt heute Blüten und Früchte in allen Größen, erhält man die Pflanze in mittelbarem Kontakt mit und Blüten und Fruchtansat zeigen keine Unterder atmosphärischen Elektrizität. Durch diese Ein brechung. Kurz, der Baum prangt wieder in voller wirkung werden die Lebensträfte der Pflanze so ge- Jugendblüte." steigert, daß sie eine große Menge neuer Früchte und Blüten hervorzubringen vermag. Die Früchte zeigen überdies in äußerer Gestalt wie in der Qualität Für den Kleingarten. eine bemerkenswerte Wertsteigerung. Meinen ersten Das Pflanzen erfolgt am besten bei trüSerfuch machte ich an einem jungen Guavenbaum. bem oder Regenwetter Bei anhaltender TrodenNachdem ich in den Monaten März bis Juni an heit und sonnigem Wetter muß man die Wurzeln dem Baum eine Antenne angebracht hatte, trieb die der Seßlinge vor dem Pflanzen in einen Brei aus er mehrere neue Schößlinge. Er blühte und trieb Lehm und Stubflaben eintauchen, wodurch ein besse eimal Früchte, unb biese waren boppelt so groß res Anwachsen veranlaßt wiib. Soch stämmige Rosen werden am besten nur einmal angebunden, und zwar dicht unter der Krone. Reißt das Band wirklich einmal, so legt sich die Rose ohne Schaden um, während bei zweimaligem Anbinden das Zerreißen des oberen Bandes den Bruch des Rosenstammes zur Folge haben wird Für den Kleintierhof. Die trächtige Biege verlangt vollwerti ges Futter, vor allem hüte man sich, noch vor dem Wurfe sogenanntes Mastfutter zu verabfolgen, das durch zu starke Belastung der Verdauungsorgane die Entwicklung des Jungen im letzten Entwidlungsabschnitt benachteiligt. Viele angeborene Fehler sind darauf zurückzuführen. Kaninchen, besonders den jungen Tieren, können die Ratter sehr schädlich werden. Zur Behebung dieses lästigen Ungeziefers nimmt man am besten Fallen. Tort, wo diese aber schwer anzubringen sind, benußte man Meerzwiebeln. Diese, in Stüde geschnitten, müssen so gelegt werden, daß sie für die Staninchen nicht zugänglich sind, da sie, in größeren Mengen gefressen, auch auf diese schädlich wirken. Die Ratten sterben schon bei kleineren Men gen mit ziemlicher Sicherheit. Andere Gifte, die ſtärker sind, vermeide man nach Möglichkeit, denn diese fönnen noch viel mehr Schaden anrichten als die ungefährlichen Meerzwiebeln. Ist der Auslauf der Küden hart und graslos, so daß die Tiere nicht viel zu piden, haden und scharren haben, so ist es empfehlenswert, aus. gestochene Rasenstücke dahin zu bringen, dann haben die Stüden Beschäftigung und finden reichliches und zusagendes Futter. Die Brutdauer weicht bei den verschiede nen Geflügelarten sehr toneinander ab. Tauben: brauchen 17-19, Hühner 19-21, Enten 24-27 Buten 26-28, Gänse 29-31 Tage. Außerdem tommt es auch auf die Größe der Rasse an. Zwerg. hühner brauchen z. B. nur 17-19 Tage. Nicht minder schwankt die Brutdauer infolge äußerer Um faltes Wetter zu einer Verlängerung stände: so führen zu zeitiges Seßen, ältere Eier, Sette 6. Mittellungen aus dem Bublikum. Fünf Generationen überlebt die Wäsche in ur sprünglicher Frische und Beschaffenheit, wenn sie beim Waschen zweckmäßig und sorgfältig behandelt wird. Doch war bis heute kein Waschmittel auf dem Markte, welches die Wäsche nicht, wenn auch unmerklich, so doch zerstören würde. Nun ist es end lich nach jahrelangen wissenschaftlichen und prafti schen Versuchen gelungen, ein Waschmittel in einer Vollendung zu schaffen, welches die Wäsche tatsäch lich nicht angreift, auch bunte Wäsche, Wolle und Seide nicht. Dieses Waschwunder hosß:„ Versale" und möchten wir nachdrücklichst darauf hinweisen, 3728 0000 Die Arbeitszeitionierenz in London. 17. März 1926. Abend Grete Wiesenthal- Toni Birkmeyer. Spielplan der Kleinen Bühne. Heute men, aber dann eine Debatte über den Beschluß der Greitag 7 Uhr abends" Die. Terefina", Mittwoch abends" Jonnys Busenfreund", vorigen Generalversammlung eröffnet. Jener BeSamstag 6 Uhr abends, Gastspiel Karl Agaard- Donnerstag abends„ Mamselle Nitouche", schluß auf Beitritt des Vereins, der bisher keinem Destwig- Josef Schwarz: Die Meistersin- Freitag Bankbeamtenvorst. Der Liebestrant", Verbande angehört hatte, zu dem Arbeiter- Turn ger von Nürnberg". Sonntag 11 Uhr vorm Samstag abends Jonnys. Busenfreund", und Sportbund war beanstandet worden. Als sich Kammermusik; halb 3 Uhr nachm. Arbei. Sonntag 3 Uhr nachm." Das Kamel geht nunmehr aus der Diskussion ergab, daß die Gegner tervorstellung„ Der Maskenball"; abends durch ein Nadelöhr", abends halb 8 Uhr dieses Anschlusses bei weitem in der Minderhit 7 Uhr:„ Die Geisha", Montag 7 Uhr„ Die„ Der wahre Jakob", Montag Die Mama waren, verließen von 236 Stimmberechtigten 62 die vom Ballett". heilige Johanna". Turnen und Sport. Bekämpft die Feſtleuche! 3. Teil des Festprogramms. 7. Der Mord in der Zwiebelsgasse. Schwant in 2 Alten. 6. Komischer Vortrag. 9. Gemein meinsames Lied:„ Unser Sportverein, der geht nicht unter....." Hierauf: Großer Festball. Der britische Premierminister Baldwin eröffnete am Montag die europäische Arbeitszeitfonferenz mit einer Rede, in der er die wirtschaftliche Solidarität der Völker betonte. Alle Völker besorgen einen Rüdjall in ungünstigere fulturelle und wirtschaftliche Verhältnisse, als sie vor dem Krieg geherrscht haben. Sein Volk fönne auf Feines Programm, was? Uebertrieben? Nein! Kosten des anderen zur Wohlfahrt gelangen. Der Daß es so etwas noch gibt, ist durchaus nachweis französische Delegierte Durafour erklärte, bar. Die Reste spießbürgerlicher Festfultur" sind alle Bölfer warten mit Ungeduld auf die Erfül- in unserer Bewegung viel stärker, als sie mancher lung des im Friedensvertrag versprochenen Acht für möglich hält. Allerdings, in Städten, wo sich stundentages. Der deutsche Arbeitsminister er erzieherische Einfluß unserer Parteipresse vor Braun erklärte, erkenne die Notwendigkeit an, allem auswirkt, dürfte es kaum noch vorkommen, daß die schwierige politische Zusammenarbeit in Genf ein Arbeiter- Sportverein ein Arbeiter- Sportverein einen Lumpenball( weich durch eine europäische Gemeinschaftsarbeit in wirtein Hohn auf die ins Elend gesunkenen erwerbs schaftlicher, fojialpolitischer und fititureller inlosen Klassengenossen!) oder einen Nasenball( Die ficht zu ergänzen. Waitter- Belgien meinte, der größte Gurfe wird prämiiert!") oder ähnlich ErbauAchtstundentag sei nicht nur notwendig, um miches veranstaltet. feinen Nachbarn in gemeinsamer Arbeit zu leben, Die Arbeiter Sportbewegung ist dazu berufen, sondern auch, um den inneren Frieden in der nicht nur den gesundheitlichen Schäden, die der Kaeigenen Wirtschaft herbeizuführen. pitalismus den Proietariern zufügt, durch umfas Zum Schluß entwarf der englische Arbeitsjende Leibesübungen entgegenzuwirken, sondern auch minister Steel Maitland das Programm die Bildungsarbeit in ihren Reihen zu fördern, um der Arbeitskonferenz. Man habe nur diejenigen die förperliche Kräftigung durch geistige Schulung zu Länder eingeladen, die an den Vorbesprechungen ergänzen. Dieses Bestreben muß in allem, was in beteiligt waren und zwischen denen ein schriftlicher unserer Sportbewegung geschicht, zum Ausdrud Meinungsaustausch über die Interpretation des temmen. Abkommens von Washington stattgefunden hat. Um aber den Anschein zu vermeiden, als ob man hier eine besondere Konvention, die sich gegen die anderen Völker richte, schaffen wolle, sei der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes in Genf, Thomas, eingeladen worden, mit seinen Beratern der Konferenz beizuwohnen, damit die anderen Länder, die an der Konferenz nicht perfönlich vertreten feien, durch seine Anwesenheit die Bürgschaft hätten, daß in einem wahrhaft internationalen Geiste verhandelt werde. Aus der Partei. Sozialdemokratische Studentengruppe. Nächster Seminarabend Freitag, den 19. d., um halb 8 Uhr abends in der Verwaltung des„ Sozialdemokrat". Jugendbewegung. Sozialistischer Jugendverband, Ortsgr. Prag. Mittwoch, den 17. Warz 1. J. findet im ,, Verein deutscher Arbeiter", Prag II., Spečty 27/ III, ein Gruppenabend unter Leitung des Genossen Stargel statt. Jugendgenoffinnen und Genoffen, er scheinet vollzählig! Wir vergeben uns gar nichts, wenn wir zuge ben, daß es noch nicht überall so weit ist. Woran das liegt? Es ist nicht die Ablehnung unserer idealen Bestrebungen, sondern Gedankenlosigkeit und untritisches Festhalten an überlebten Formen. So tommi es, daß besonders in Arbeiterdörfern der Industriegegenden die festlichen Veranstaltungen der Arbeitersportler sich in faum etwas von denen der bürgerlichen Vereine unterscheiden. Alle Organisationsleitungen, die sich bemühen, bis in die letzten Winkel ihres Wirkungsfreises als jozialistische Sportler tätig zu sein, brauchen sich nicht auf negative Kritif beschränken. Es ist leicht, anstelle eines jeichten Schwanks ein lebendes Bild zu setzen, anstelle der fomischen Vorträge" Rezitationen, anstelle des Biergegröhis proletarische Lieder. Verdoppeln wir unseren Eifer, die letzten Reste der spießbürgerlichen Festseuche auszurotten. Wir wollen, daß unsere Arbeiterfeste unsere besondere Weltanschauung erkennen lassen. P. Fr. Versammlung. Nach ihrem Abzug wurde endgültig der Anschluß an den Arbeiter- Turn- und Sportbund 00000000006 beschlossen. Die Gegner der Arbeitersportbewegung im Geraer Schwimmwerein werden voraussichtlich einen neuen Verein gründen oder sich der Deutschen Turnerschaft anschließen. Tennis Borussia- Berlin hatte 10.000 Zuschauer aufzuweisen, wogegen das Treffen der Arbeitersportvereine Dresdner Sportverein 1910 gegen Leipzig. Stötterip in Gegenwart von 12.000 Zuschauern vor sich ging. Wiederholt unternommene Versuche, den D. S. V. 1910 zu Spielen mit den führenden Mann schaften des bürgerlichen Lagers zu bewegen oder einzelne gute Spieler zu ziehen", sind an der Festigfeit seiner Mitglieder stets gescheitert. Der D S. V. 1910 ist gegenwärtig der aussichtsreichste Anwärter auf die Meisterschaft des deutschen Arbeiter- Turnund Sportbundes. Der Geraer Schwimmverein, der seit bald 30 Jahren besteht, hat nunmehr endgültig seinen Anschluß an den Arbeiter Turn- und Sportbund vollzogen. Kürzlich sprach in einer gut besuchten Generalversammlung des Vereins Genosse Bud von der Zentralkommission in Berlin über wed und Ziele des Arbeiter- Turn- und Sportbun des. Dieses Referat wurde auf Beschluß der Mehrheit des Vereins ohne Diskussion entgegengenom PHILIPS 10 B 406 V.34-40V Va20-120v 8 9.6 41401 ACE- A ADCA PHILIPS RADIO DIE BESTE LAMPE FÜR NIEDERFREQUENZVERSTÄRKUNG Die russischen Schwimmer, die auf Einladung des Schwimmvereines Vorwärts 1897 E. V." amt Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag in Berlin starteren, fonnten auf allen Veranstaltungen gegen die Berliner Vereine nicht aufkommen. Sie zeigten zwar einen guten Schwimmstil, besonders im Seiteschwimmen, unterlagen aber in fast allen größeren Konkurrenzen den Berliner Mannschaften. Das Springen scheint für die Russen eine besonders schwierige Angelegenheit zu sein. Was sie auf dem Abschiedsschwimmfeſt am Sonntag zeigten, ſtedte noch sehr in den Anfängen. Selbst wenn man berüdsichtigt, daß die vielen Starts ermüdend auf die Russen gewirkt haben und daß sie in ihrer Heimat teine guten Winter- Trainingsmöglichkeiten haben, muß doch zusammenfassend festgestellt werden, daß die Berliner Vereine ihnen in jeder Hinsicht überlegen waren. Die Berliner Arbeitersportorganija. tionen sollten sich nach den Mißerfolgen, die russische Sportgäste bisher in Berlin hatten, zunächst getrost andere Brudervereine des Auslandes verpflichten, die sportlich mehr auf der Höhe sind. Anglo- Elementar Versicherungs- Aktiengesellschaft in Wien Direktion für die tschechoslowakische Republik empfiehlt sich zum Abschluß von Feuer-, Unfall-, Haftpflicht-, Einbruch-, Transport-, Pferde- und Vieh- Versicherungen zu kulanten Preisen. Volleingezahltes Aktienkapital 8 Million en. Bargarantiemittel in der Republik über 25 Millionen. Bureau Reichenberg, Bahnhofs'raße Nr. 19.3 819 Allen Genoffen u. Genossinnen PHILIPS empfehlen sich zur Herſtellung RADIO B 406 sämtlicher Druckforten VERWENDEN SIE IN IHREM Bayern hat als Segen des Konkordats sein Schülerturnverbot. Dort entscheidet der Seterus über das Gute und Böse beim Schülerturnen haben es dabei sehr gut. Ueber sie deckt die Geistin den Vereinen. Die bürgerlichen Turnvereine haben es dabei sehr gut. Ueber sie deckt die Geist- VIERLAMPENAPPARAT ZWEI A 410 UND ZWEI B 406. lichkeit den Mantel der Nächstenliebe; dafür darf bei Festlichkeiten der Pfarrer die Rede oder gar einen Festgottesdienst abhalten. Anders geht es den ArKunkt und Willen. beiterturnvereinen. Ihnen wird das Schülernurnen Wiener Jahrhundertfeier für Beethoven. 3ur untersagt, weil in ihnen die Jugend nicht im„ vaterländischen Geiste" belehrt und beeinflußt wird. DarDurführung einer Zentenarfeier anläßlich über zu entscheiden, steht das Recht den Schulleitern 100. Wiederkehr des Todestages Beethovens im März nächsten Jahres hat sich in Wien ein Seo- 31. Das ist bürgerliche Ordnung. mitce gebildet. Mit der Beethovenfeier wird ein In Dresden besist die Arbeiter- Fußballbewe großer musikwissenschaftlicher Ston- gung gegenüber dem bürgerlichen Fußballsport das greß verbunden sein, der von Delegierten auer Uebergewicht. Dabei ist zu beachten, daß Dresden, ausländischen Staaten besucht wird. Das Konzert des berühmten Cellisten Casals findet am 18. d. in der„ Lucerna" statt. Casals wird u. a. Händels Sonate, Beethovens Variationen und eine Bach Suite spielen. Am Klavier Otto Schulhof. Restliche Karten Wetzler, Truhlar. Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Heute Mittwoch 7 Uhr abends„ Cosi fan tutte", Donnerstag um halb 8 Uhr abends Tanz was die Spielstärke anbelang:, zurzeit die Hochburg des bürgerlichen Verbandes Mitteldeutscher Ballspielbereine ist. Das mit der großzügigsten Reflame vorbereitete Spiel des Dresdner Sportklubs gegen Herausgeber Dr. Ludwig Ezech. Verantwortlicher Redakten Wilhelm Nießner Drud: Deutsche Zeitungs- A. G. Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Holit. Kalla's Fischkonser ven werden wegen ihrer vorzüglichen Güte und ihrem feinen Geschmacke überall bevorzugt. Verlangen Sie daher nur 2871 Kalla's Fischkonserven In allen Konsumvereinen erhältlich. Inserieren Sie im Sozialdemokrat! GARTHER GMOM Nordböhmische Druck. und Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. 6. m. b. 6. Großbruderel, Stereotypie, Dering, Buchbinderel, neueſe Sehr und Gießmaschinen mit einer Tagesleistung oon 500.000 Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeitungen. Fernsprecher Nr. 271. Ponfpartala nr. 127.863 Der Verwaltungsrat und die Direktion der Böhmischen UnionBant geben in tiefster Trauer Nachricht von dem Hinscheiden ihres hochverehrten des Herrn Präsidenten J. U. Dr. Friedrich Kaufmann, welcher in vorbildlicher Hingabe seine hervorragenden Kräfte und reichen Erfahrungen unserem Institute gewidmet hat. Er war uns ein vornehmer und sorgsamer Führer, dessen Andenken in der Geschichte unseres Institutes für alle Zeiten gewahrt bleibt. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag, den 18. März, um 3 Uhr nachmittags, vom Trauerhause Vrchlického sady 21 aus, statt. Prag, den 16. März 1926. din 3940