Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltungs Prag, 11., Nelajanta 18. Telephone: Tagesredattion: 20195, 31469. achtrebattion: 26792. Poftichedamt: 57544. Inferate werden lant Tart bidigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Zum 28. März. Donnerstag, 25. März 1926. 1 Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich.... Kč 16.olerteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.... 98.192.Rüdstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten Erscheint mit Ausnahme Des Montag täglich früh Nr. 72. Unsere Stellung zur Beamtenregierung. der alten Moalitionspolitit. Prag, 24. März. Der Klub Abgeordneten und Senatoren unserer Partei hielt gemeinsam mit dem Präsidium des Parteivorstandes heute eine Sigung ab, die sich mit der Stellungnahme unserer Partei zum Regierungswechsel beschäftigte. Genosse Dr. Czech erstattete einen eingehen den Bericht über die politische Lage, worauf nach furzer Aussprache der Beschluß gefaßt wurde, cine sofortige Aussprache über die von der neuen Regierung im Parlamente abzugebende Regierungserklärung zu verlangen. Gleichzeitig wurde der Wortlaut der in dieser Aussprache vom Klubborsigenden abzugebenden Erklärung festgestellt. Da die verflossene Koalition den von unserer Partei gemeinsam mit den Rom munisten und Deutschbürgerlichen eingebrachten Antrag auf sofortige Eröffnung der Debatte über die Regierungserklärung einträchtig ablehnte, benüßte Genoffe Dr. Czech die nächste bei der Verhandlung der Tagesordnung des Hauses sich ergebende Gelegenheit zur Abgabe der folgenden Erklärung: Mit Genugtuung stellen wir den Sturz der Regierung Svehla Zerstörung vieler hunderter Schultlassen steigert, = Es wird sich rasch zeigen, ob ih nicht etva der eingetretene Szenenwechsel als erweist und nach wie vor jenes fluchwürdige bloßer Personenwechsel System erhalten bleibt, das so viel Unglück über das Land und seine Bevölkerung gebracht hat. Es wird sehr bald flar werden, ob die Einschung der neuen Regierung, die ebensowenig wie die vorangegangene eine parlamentarische und demokratische ist, nicht etwa bloß den Zwed verfolgt, den Wegbereiter für eine neue all nationale Roalitiosregierung will auch das deutsche Bürgertum. Unbefümmert] um die jetzt schon so qualvolle Not der deutschen Arbeitermassen fordern auch die deutschen 1. Der Kampf um die Lebensmöglichkeit. Agrarier die Einführung fester Getreidezölle, Zu einem erschütternden Bilde proleta- genossen Proletarier so taub, wie ihre tschechi -sie sind für die Notschreie ihrer Volts Genosse Dr. Czech: Verschärfter Kampf gegen die beabsichtigte Fortführung rischer Not vereinen sich die Schilderungen der schen Klassengenossen. wenn Sonderprofite mögLohnverhältnisse in den wichtigsten Industrie- lich werden. Und das gesamte deutsche Bürgerzweigen und die Besprechung der Lebenshal- tum würde, wenn bei ihm die Entscheidung tung deutschböhmischer Arbeiter in unserer läge, die geplanten Verbrauchssteuern jeder BeParteipresse. Keine Arbeiterfamilie, die nicht steuerung des Besizes und der großen EinNot leidet! Rein proletarischer Haushalt, in tommen vorziehen. Nein, nicht in Gemeinschaft bem nicht die Gorge regiert! Die hier be- mit dem deutschen Bürgertum, das ja mitsprochenen Haushalte waren ja fast burchwege beteiligt ist an der Ausbeutung jolche bessergestellter" Arbeiter, solcher Ar- der deutschen Arbeiter, das mit beiter, die ein höheres als das Durchschnitts- ich uldig ist an ihrer Verelendung, Lohneinkommen haben oder die nicht allein fann das deutsche Proletariat den Kampf un ihre Familie zu erhalten haben, sondern un- die Erhaltung seines Lebens führen, es muß schäßbare Hilfe gewinnen durch den Verdienst ihn allein führen, und nicht nur gegen ble aleichfalls arbeitender Familienangehöriger! den Staat beherrschende tschechische Bourgeoisie, Wenn selbst diese Familien bessergestellter". sondern auch gegen die alle diese Ausplündeglücklicherer Arbeiter zu wenig Fett, zu wenig rungsbestrebungen mit stiller oder jogar lauter feit. Ihr Name ist mit den reaktionärsten MaßFleisch, zu wenig Milch genießen tönnen, wenn Sympathic begleitenden deutschbürgerlichen nahmen dem Schußgefeß, der Preßgefeßnovelle, jogar sie, die von vielen ihrer Klassengenossen Parteien. dem Raub der Geschworenengerichte für politische beneidet werden, sich hauptsächlich von Kar- Alle deutschbürgerlichen Parteien haben Delitte, der Berfälschung des Wahlrechtes, auss toffeln nähren müssen, um wieviel schlechter, auch proletarische Menschen in innigste verknüpft. Sie hat durch um wieviel elender muß die Lebenshaltung der ihrer Gefolgschaft, Beamte, AngeMehrzahl der Arbeiter sein, die niedrigere stellte, Steinbauern und auch Handarbeiter. Sie Löhne haben, die viel weniger verdienen! haben dieje Menschen durch tobendes, chauvi- das Kulturleben der Minderheiten arg verwüftet, Und neben den niedriger Entlohnten das nistisches Geschrei so betäubt, daß sie kaum noch durch ihre Abbau- und Bodenmaßnahmen viele Seerder Kurzarbeiter, die von Woche das Knurren des eigenen Magens zu hören zehntausende proletarische zu Woche anwachsenden Scharen der Ar- vermögen. Daß fie auf diese Stimme horchen Existenzen vernichtet. zu bilden und zu diesem Vehuse durch Verabbeitslosen! Vervielfacht die Sorge des lernen, und daß sie, die jetzt nur den natio- Sie hat durch diese und andere finanzielle und schiebung aller jener vollsfeindlichen Maßnahmen, Einzelnen, jummiert das Leid, das in jedem nalen Gegner sehen, auch den Feind im eigenen wirtschaftliche Maßnahmen die Lebenshaltung der die die großen Streitpunkte der Koalition Hause, in dem Arbeiter wohnen, daheim ift. Boffe zu erkennen vermögen, der ihnen, die Bevölkerung auf das Tiefste erschüttert, durch ihre gebildet haben, den Boden für eine Neuauflage bes alten Regierungssystems bicje - und ihr schaut ein grauenvolles Bild der weil sie haßverzerrt nach den tschechischen Shaunationale Politit, insbesondere aber durch die er bes alten Regierungssystems urbar zu machen. Massennot, des Volfselends, ein Schreckensbild, vinisten starren, die Glieder fesselt, sie zu laffene Sprachenverordnung Alle Anzeichen sprechen für diese Absicht, die dem jeder neue Tag neue, schroffe Striche, neue diesem Erkennen zu führen, das bie nationalen Gegenfäße der naturgemäß vor der ganzen Bevölkerung enthüllt, in ihrer Nadtheit aufgezeigt und auf das Schatten hinzufügt! ist eine unserer großen Aufgaben Bevölkerung zur Gluthiße geSchärffte bekämpft werden müßte. Ein Bild des Voltselends! Denn den in diejen Kampfwochen! Da die neue Regierung sich als Vollstreckerin Kern des Volkes, seine wichtigste klasse, bildet Und die Massen jener Arbeiter, die unter die Verhältnisse dadurch um viele Jahre in der der alten betrachtet, ihr Programm übernommen Entwidlung und in unserer Arbeit zurüdge hat, das von dieser begonnene Werk vollenden und bas Proletariat. Es gibt feinen Volksaufstieg, dem Druck der Not ſtumpf und kampfesmüde fchleudert und sich zuletzt durch Nichteinlösung in ihren Bahnen fortschreiten will, gilt ihr natur ja teine Selbstbehauptung des Volkes, wenn geworden sind, die neue Lebenslaſten tragen feierlicher Versprechungen das Stigma des Wort- gemäß in gleicher Weise feine lebenswichtigste Selasse verelendet. Gewiß wie ein unvermeidbares Geschick, wieder den bruches selbst auf die Stirne geprägt. Es ist daher unfer entschiedenster Kampf, trägt das tschechische Proletariat das gleiche Glauben an die eigene Kraft ge nur zu begreiflich, daß der Zusammenbruch dieser Leid, aber für das deutsche Volk in diesem winnen, den Mut zum Kampf Regierung und des von ihr mitgerissenen, ins für den wir durchaus gerüstet sind. Wir werden Staate ist dieses proletarische Elend, das mit wider die drohende Vermehrung berz getroffenen Koalitionssystems nur allge- ihn mit großer Leidenschaftlichkeit führen, wenn zunehmender Wirtschaftskrise noch zu wachsen ihres Elends, das ist die zweite große meine Befriedigung auslösen tonnte. Daß sie versuchen würde, den von der alten Regierung die Regierung an ihren eigenen Sünden gescheitert inaugurierten droht, besonders verhängnisvoll, weil seine In- Aufgabe! Zoll- und Steuerraubzug dustrialisierung viel weiter vorgeschritten ist, Das müssen die Arbeiter erkennen, weit ist und von eigener Hand gefällt wurde, muß als erfreuliches Symptom gewertet werden. auf die Taschen der Bevölkerung, die Verlängerung als die des tschechischen Volkes. Deshalb muß über den Kreis der den politischen und gelverk Allerdings foll in diesem Zusammenhang die für der Militärdienstzeit, die Erhöhung der Geistlichenauf diese Tatsache verwiesen werden, damit die schaftlichen Organisationen Angehörigen hin- den Niedergang der Demokratie dieses Staates bezüge und die sonstigen Maßnahmen in die Tat deutschen Arbeiter die Oberflächlichkeit und die aus: daß sie inmitten eines wahr und den Zusammenbruch des herrschenden Systems umzusehen oder an die verfassungsmäßigen Rechte Klassengebundenheit des deutschen Nationalis haft entscheidenden Kampfe& charakteriſt ſche Erscheinung festgestellt werden, daß der Bevölkerung zu greifen oder gar an dem mus erfennen. Denn keine der deutschbürger- stehen! Es gilt die Zurückweisung eines der man sich bemüffigt gesehen hat, nunmehr auch noch Wahlrecht zu rütteln. Selbstverständlich werlichen Parteien, die doch alle Volfsparteien" brutalsten Anschläge wider die Lebensmöglich die leßten Schleier abzuwerfen und ben vir verlangen, daß fie die Vorarbeiten zur sein wollen, fümmert sich um die Not des feit der Arbeiter. Denn was dann kommt, die Führung der Staatsgeschäfte Verwirklichung der der Bürokratie auszuliefern. deutschen Arbeiters. Sie preisen die" Bolfs wenn die schändlichen Steuer- und Zollpläne, gemeinschaft", aber sie sehen untätig und gleich die den Arbeitern drohen, Wirklichkeit werden, Die weitere Entwidlung erheischt unser wachgültig dem Versinken des Großteils dieses deui- das verbient nicht mehr den Namen„ Leben", fames Auge. ichen Volfes, ihres" deutschen Voltes, ins bas fann nur noch fümmerliches Vegetieren 000000000 Meer der Not zu. Sie schwelgen in Bewunde fein! Brot und Mehl, Zucker, Kaffee und Tee, Steuerzahlung bedeutet Sch mä nationale Eitelkeit, Verpflichtungen gegenüber rung der deutschen Heimat, aber sie bleiben Tabat, Eisenbahnfahrt gewaltig verteuert, ohne Ierung der ohnehin schon unzu ausländischen Freunden verursachen, neben der stumpf gegenüber dem Leid der Menschen, die die Sicherheit, sofort höhere Löhne erkämpfen länglichen Summe, die für Nah- Bedachtnahme auf etwaige innere Feinde, diese zu können, was das bedeutet, das rung, Kleidung und Wohnung Großzüchtung des Militarismus, die in so diese Heimat bewohnen. Schroffem Widerspruch steht zur Wirtschaftskraft Welche der deutschnationalen müssen unsere Vertrauensleute den Vielen, die reichen foll.... Sier gilt es nicht bloß Abwehr, sondern des Staates. Es ist also auch Kampf um die Parteien fragt nach den Löhnen wir zur Teilnahme an unserem Stampfe geder Arbeiter, barnach, ob das Einkommen winnen müssen, anschaulich, in plastischer Deut- Stampf um Erfüllung einer alten Arbeiterforde- Erleichterung des Wirtschaftslebens, es ist mit der Arbeiter noch reicht zur Erhaltung ihres lichkeit zeigen! Die Zahlen, die in unseren rung, Kampf um die Erhöhung des steuerfreien ein Kampf um die Lebensmöglichkeit der ArLebens? Von deutsche Kultur und ihrer Ge- Auffäßen genannt wurden, und über die, wie Griftenzminimums, um Ausgleichung des beiter in diesem Staate, wenn wir den Abbau fährdung durch die Tschechisierungsmaßnahmen über alle Zahlen, die Blicke vieler Leser hin- steuerfreien Eriſtenzminimums an die Nach des Militarismus, die Abbürdung der Militärlasten fordern! pflegen sie eifrig zu reden, aber sie wollen nicht weggeglitten sein dürften, diese Zahlen friegsverhältnisse! 3um Kampfe um die Erhal= sehen, daß mehr als durch alle Tsche- müssen lebendig werden, sie müssen Und wenn nun diese Arbeiterforderungen isierungsmaßnahmen die deut für jeden Arbeiter, für jede Arbeiterfrau zum beantwortet werden mit dem Hinweise auf die tung ihrer Lebensmöglichkeit iche Kultur gefährdet wird durch Spiegel ihres Lebens werden! So Notwendigkeit, den Staatshaushalt in Ord- rufen wir die Arbeiter und Ardie Berelendung der deutschen A reindringlich muß die Sprache dieser Zahlen nung zu bringen, so antworten wir mit der beiterinnen auf. Wird in ihnen der feste beiter, bie ihnen die Teilnahme werden, daß alle Arbeiter, alle Arbeiterfrauen Forderung, dort zu sparen, wo am meisten Entschluß reif, weiteres Vordringen des Elends am Rulturleben verwehrt, fie in erschreckt erkennen: wir ertragen die uns drohen verschwendet wird und wo am leichtesten gespart abzuwehren, neue Steuerlaften, die tatsächlich Kulturlosigkeit hinabzureißen den Steuerbelastungen nicht, wir müssen sie werden könnte: beim Militarismus! den buchstäblichen Zusammenbruch Vieler zur abwehren! Rein vernünftiger Mensch wird sparen am Folge hätten, nicht mehr sich aufbürden zu Sind ste. blind, unsere Deutschbürger- Auf neue Besteuerung der Arbeiter geht Lebensnotwendigen, um sich irgend eine fost lassen, dann werden unsere Versammlungen am lichen? Onein! Aber sie sind Bürgerliche! die Regierung aus, da noch Born und Em- spielige Spielerei leiſten zu können. Warum fommenden Sonntag gewaltige Sundgebungen An der Versklavung des deutschen Arbeiters pörung über die rücksichtslose Eintreibung der soll der Staat bei einem Unsinn beharren, dem der Empörung und des Stampfwillens der Arnimmt auch das deutsche Bürgertum teil. Von rückständigen Personaleinkommensteuer die Artein Staatsbürger huldigen fann? Nichts an- beiter fein. Die Beamtenregierung Cerny erklärt, einer Entlohnung, die dem Arbeiter ein men- beiterschaft durchbebt. Das böse Spiel Shylock deres als solche Spielerei, dazu freilich auch schenwürdiges Leben sichert, will auch der deut- wird verzehntausendfacht. Zehntausenden gegen eine recht gefährliche, ist die liebevolle Pflege das Programm der abgetretenen Regierung sche Fabrikant nichts wissen. Gegen den Ausbau über beharrt die Regierung auf ihrem Schein. unseres Militarismus, der angesichts der Gren Svehla zu übernehmen. Sie hat mit dem der Sozialpolitik hat auch das deutsche Bürger- Bon jedem begehrt sie ein Stück Fleisch aus gen der Tschechoslowakei im Kriegsfalle ja doch Finanzminister Dr. Englis auch dessen Steuertum gewettert. Den Sturz des Mieterschußes, feinem Körper, von jedem ein Stück seiner von so zweifelhaftem Werte wäre, daß es für pläne übernommen. So soll ihr denn seine volle Beseitigung, die tausende deutscher Gesundheit, feiner Lebensmöglichkeit, ein Stüd diesen Staat nur eine Sicherung gibt gleich bei ihrem Amtsantritte das Arbeiter obdachlos machen, alle deutschen Ar- der Gesundheit und Lebensmöglichkeit seiner unbedingte Friedenspolitit! berzehntausendstimmige„ Nein!" der beiter zu intensiverem Hungern zwingen würde. Familienangehörigen, denn auch diese spigung des Nationalismus, Machtdünkel. Arbeiter entgegensch allen! droht. # = Sozialversicherung beschleunigt. das Altersrentnergesch in die Tat umseßt, alles Notwendige zur sofortigen Einlösung 000082600463 et mi tro bei • Seite 2. Maßnahmen zur Linderung des Notstandes der arbeitenden Bevölkerung trifft. botene zur Ausgleichsanträge ition. 25. März 1926. des den öffentlichen Angestellten gegebenen Wortes[ rasch als möglich wegräumt, daß fie b'e ben Stein Ifanb nur die Unterstübung der bisherigen Oppo- 1 Erst der deutsche Nationalsozialist Knirsch vorlehrt, das Bau- und Wohnungsgeseh raschest des Anstoßes bildenden Sprachenverordnungen be- itionsparteien und blieb so in der Minderheit. fann sich w.eder einigermaßen verständlich ma verabschiedet und sofort die allerdringlichsten fettigt und im Sinne der von uns gestellten Die flowat sche Volkspartei stimmte diesmal zur chen. Der Standpunti seiner Partei zu der neuen Abwechslung wieder einmal mit der Oppo Regierung set derselbe wie gegenüber der alten: Schärftes Mißtrauen und schärffter Kampf. Die beiben ersten Punkte der Tagesordnung, Im Schlußworte hält es der Berichterstatter den Boden für eine Auseinandersehung und Ber- die Aenderung der Kündigungsfrist des tschecho e rs1 für angebracht, auf die in der Debatte E ne der Hauptaufgaben der Regierung erständigung der Bölker und für ihre ruhige Rufowatish schweizer schen Handels- und Rollver- vergebrachten Vorwürfe der Kommunisten an die bliden wir aber darin, daß sie sofort alles Ge- sammenarbeit schafft. trages sowie der Sandelsvertrag zwischen der Adresse der tschechischen Sozialdemokraten zu reIm Uebrigen ergibt sich aus dem kapitali. Tichechoslowakei und der belgifd)-luxemburg fchen ag eren. Der Handelsvertrag mit Bulgarien stischen Charakter der neuen Regierung unsere Wirtschaftsunion, werden debaitelos genehmigt. wird hierauf unveränder; angenommen und Gesundung des politischen Lebens Stellung zur von selbst. Sie kann nicht anders, Grst beim dritten Puntte der Tagesordnung, die Sibu..g um 4 Uhr geschlossen. unternimmt, daß sie insbesondere den Zündstoff, als eine Rampfstellung sein, so wie wir dem Handelsvertrag mit Bulger en In der zehn Minuten später eröffneten zwei der sich in der Aera er alten Regierung zwischen sie auch gegenüber allen früheren Regierungen ergreifen die Vertreter einzelner Oppositionsparten vung werden einige Senatsbeschlüsse den den Nationen des Landes angesammelt hat, so diefes Staale bezogen haben. teien und ein tschechischer Sozialdemokrat die Geusshäffen mit vierzehntägiger Frist zur Bericht legenheit, um zu der Regierungserklärung Stel erstattung gewiesen und hierauf die Wahl der lung zu nehmen. Mitglieder der Erfaßlente des Der Kommun st Saken erflärt, daß die neue Wahlgerichtes Regierung zum Abschluß des Vertrages mit der Zantonregierung in der Tat berufen jei, denn sie vorgenommen. Unsere Partet entsendet in de Wabigerianshof Genossen Dr. Wilhelm Haas, werde ficher so realtionär sein wie die Ballanreber diese Funktion bereits in der abgelaufenen gierungen. Er verdolmetschte dann den ablehnen- Beriode befleidet hatte, als Mitglied und den Ben Standpunti feiner Partei zur Regierung, andeausschußbelfiger Genossen Dr. Bruno schärften dampf gegen fie an. en schechischener Präsident um 5.10 de Sigung, ohne daß die welche die wirtschaftliche und fulturelle Realtion Grudals Bratmann. nur unterstüßen wolle, und fündet einen ver Mit den üblichen Osterwünschen schlich So aldemokraten wirft er vor, daß ihre oppofitionesamte Tagesordnung erledigt worden wäre. Die nelle Saltung nur eine Komödie sei, und schließt nächste Bung wird auf schriftlichem Wege ein mit der Aufforderung zur Bildung der Einhe is berufen werden. **** Die neue Regierung vor dem Parlament. Eine magere Regierungserklärung. Švehlas Programm wird atzeptiert. Die Koa.ition lebt noch. öffnungssigung der Frühjahrssession des Abgeord- renzen bestehen, die eine Debaite erforderlich Prag, 24. März. In der heutigen Er- gierungsprogramm müssen also doch wohl Diffe. In Wirklichkeit wissen aber die Koalitione das Haus und die Tribünen waren dicht befeßt, parteien noch nicht, was sie eigentlich in Sinlunkt doch hatte der ganze Verlauf der Sigung alles machen sollen. De tschechischen Sozialdemokraten andere als feierlichen Charakter. Die wenigen schwanken no, ch ob sie in die nächste Koalition Säße, die der Min sterpräsident unter Lärm und gehen sollen, und die anderen wiffen nich, ob fie zahlreichen Zwischenrufen von der Parlaments- für die Sozialdemokraten so leicht einen Erfah tribüne aus berlas, waren feine Regierungs- in den Slotvalen oder vielleicht auch in den deuterklärung, sondern eine Banterottertläschen Aktivisten finden werden. Und so mußiten fic rung des bisherigen Koalizionssystems, daß in dem altbewährten Auskunftsmi.tel are fen, sich die feiner grenzenlosen Verlegenheit die Beamten Cache bis nach Ostern zu überlegen. Ein ehrenregierung als Lückenbüßer vorgeschidt hat und volles Debut für die neue Beamtenres erung von immer noch nicht glauben will, daß eine Ge- Gnaden der Koalition war es grabe nicht. fundung der politischen Verhältnisse nur durch eine Dies zeigte schon der Umstand, daß dem gründliche Aenderung des gauzen Systems, nicht neuen Ministerpäsidenten vom ganzen auf. nur aber durch einen bloßen Personenwechsel zu er ein paar Agrarier schücht.rn applaudierten. reichen ist. netenhauses stellte sich das neue Beamtenkabinest machen würden. Cerny dem Parlament vor. Die Min sterbank, Nach einer ziemlich unangebrachten Lobhudelei auf den hochverdienten" Ministerpräsiden= ten Švehla und feine„ segensreiche öffentliche Tätigkeit" erklärte der Ministerpräsident in lato nischer Kürze, daß seine Regierung in der Durchführung des Programms der zweiten Svehla Regierung, das im Dezember v. J. hinreichend durchdebattiert und auch genehmigt worden sei, fortfahren werde und hiezu die Unterstüßung des Hauses erbitte. Präsident Malypetr eröffnet gegen halb vier Uhr die Sigung und teilt ben dieg.erung wechsel mit, worauf der Ministerpräsident Cerny, front. Die tschechischen Sozialdemokraten hiden als einzige der ehemaligen Koalitionspartelen den Abcordncien Pf in die Debatte, der die ablehneide Baltung seiner Partei gegenüber dem Antrag auf sofortige Eröffnung der Debatte damit zu be gründen versuchte, daß die neue Regierung das Programm der vorhergehenden Regierung Svehla erfüllen werde, an dem ja seinerze: die schechischen Sozialdemokraten mitgearbe te: hät ten. Die Hauptforderungen seiner Partei seien von der neuen Regierung übernommen worden, der gegenüber sich seine Partei überdies freie Band vorbehalte. Die we teren Ausführungen Bits, daß die Kommunisten die Hauptschuld an der Einseyung der Beamtenregierung trügen, weil fie mit ihren 41 Mandaten völlig untätig seien, werden von den Kommun sten mit hefti gem Widerspruch aufgenommen. Als der von Abzugrufen empfangen und öfter von Zwi- Redner die Kommunisten Smeral, Muna und schenrufen, namentlich der Kommunisten un'er Zapotochy des feigen Davonlaufens und Versterbrochen, das Wort erg.eift und namens der fens bei verschiedenen Demonstrationen bezich Regierung folgende Ertiärung abgibt: tigte, fam es zwischen einzelnen Abgeordneten bor der Min sterbank zu leidenschaftlich geführten useinandersehungen. Die parlamentarische Regierung brüdte den Wunsch um Enthebung von ihrem Amte aus, als Debatte über die Regierungserklärung sofort ab- Wunsch um ng voorsitzende Švehla auf den Rat der Aerzte gezwungen war, für einige Zeit seine segensreiche öffentliche Tätigkeit zu unterbrechen und sich in die Fremde zu begeben, um seine Nur zu beendigen. Mit Dekret des Herrn Präsidenten der Republik vom 18. März wurde dann die Regierung ernannt, in deren Namen ich hier die Ehre habe zu sprechen. Hierauf gab Genosse Dr. Czech im Namen unserer Fraktion unter gespannter Aufmerkjamieit des Hauses die Erklärung ab, die wir an leitender Stelle im Wortlaut veröffentlichen. Nuch im Senrt lebt die Konition weiter! Prag, 24. März In laum einer dreiviertel Stunde war die heut ge erste Sena s= ibung der Frühjahrssession beendet. Ungeheuer toichtige Aufgaben sind zu lösen, die arbe lenden Schichten der Bevölkerung dieses Staates find durch Hiobsbotschaften über den Plan einer weiteren Berelendung ihrer 2.benshaltung aufe höchste beunruhigt an all dem g hen die ehe. maligen und derze tigen Koalit onssenatoren achtlos vorüber. In dem Bewußtsein, daß die Beamtenregierung schon die Sache machen werde", veriröbeln sie die letzte Sizung vor den Osterfeie tagen mit ein paar belanglosen zweiten Lesungen, flatschen einer n ch.ssagenden Regierungserklärung begeistert Beifall und heben Im übrigen nach alter, lieber Gewohnheit die Hände, wenn der Vorsitzende eine Mehrheit bei ener Abstimmung braucht. Und fahren dann wieder beruhigt nach Hause: wer wird sich auch anstrengen, wenn er dabei nur peinliche Auseinandersehungen herbeiführen müßte? Und die Bevölkerung? Ja, die müßte sich eigentlich an das Kuschen schon gewöhnt haben.... Aus der S zung ist darum nur unerfreuliches zu berichten: zuführen sei, lich die Koalition wieder in ihren alten Zusammenschung auf den Plan treten und die Eröffnung der Debatte ablehnen. Die streitenden Brüder haben sich also wiedergefunden, obwohl diese Einigung vorläufig nur der Abwehr der dringendsten Gefahr galt, plöglich offen in Bu neuen Auseinandersetzungen zwischen den der Debatte Farbe bekennen zu müssen. Aus dieser Bor ber Sigung des Plenums fand eine schechischen Sozialdemokraten und den Kommuni Situation suchten sich die Parteien der alten Ro Aus der Ursache der Demission der Regierung ften fam es während der Rebe des Kommunisten lubobmännerfonferenz statt, in der der Boralition durch Ablehnung der Debatte zu retten. und aus der Art der Ernennung der Regierung Bolen, der die tschechischen Sozialdemokraten als fißenbe mitteilte, daß in der heutigen Plenarsisung Die Gefahr für das zarle Gebilde der Beamtenregierung war auch in der Tat zu großz: die flo- geht hervor, daß die Regierung, die den hohen den rechten Flügel der Bourgoisie bezeichnete. Den der Ministerpräsident eine furze Erklärung ab. Hause vorzustellen ich mir zur Ehre rechne, in der Kommunisten gehe es nicht um politischen Scha- geben werde. Genosse Dr. Seller, dem sich die wakischen Sierifalen, die in der tünft gen Koalis Durchführung des Programmes, bas ber Herr cher, sondern um die Propaganda ihrer been Bertreter der übrigen Oppositionsparteien an tion die tschechischen Sozialdemokraten ersehen Ministepräsident Švehla in der Sigung dieses und Grundsäge. Der neuen Regierung werde es schloffen, gab hierauf bekannt, baß von seiner sollen, erwiesen sich heute wieder einmal als total hohen Hauses vom 18. Dezember 1925 ausführlich vielleicht gelingen, die flowatischen Bollspartei- Partei ein Antrag auf Eröffnung der unzuverlässig und wollten sogar einen direkten barlegte, fortfahren wirb. Ueber dieses Bro- ler und die deutschen Alt visten zum Eintritt in Debatte gestellt werden wird; er wünsche daher Mißtrauensantrag gegen Cerny einbringen. Den gramm führte das hohe Haus eine ausführliche die Regierung zu bewegen, ein Anzeichen hiefür die Stellungnahme der bisherigen Mehrheitstschechischen Sozialdemokraten wäre dann wahrDebatte in den Sigungen vom 18., 19. und 21. erblickt er darin, daß die deutsten Agravier, le parteien u diesem Antrag. Diese Mitteilung ver scheinlich nichts anderes übrig geblieben, als trop ritalen und Nationalsozialisten es ablehnten, den fette die bisherigen Roalitionsparteien in die Dezember 1925 ab und genehmigte diese Proihrer nach Opposition aussehenden Haltung der grammerklärung mit dem Beschluß vom 21. De- Mißtrauensantrag der Deutschnationalen gegen größte Verlegenheit. Sie hatten nämlich neuen Regierung das Vertrauen zu votieren, um Cerny zu unterschreiben. schon vor der Sigung in einer Besprechung bes das Kabinett nicht sofort wieder zu stürzen. zember 1925. Die Auseinandersehungen zwischen einzelnen chlossen, eine Debatte nicht zuzulaffen. Die fadenscheinige Ausrede, daß über das Zur Fortſehung dieses von dem hohen Hauſe Gruppen vor der Miniſterbant, wo man den frü- Nun fiel ihren Vertretern die Aufgabe zu, diese Programm schon im Dezember genug debattiert genehmigten Programmes benötigt die Regierung beren Bauspräsidenten Tomasel, Bechyn, ablehnende Saltung zu begründen, was ihnen bie tätige Mithilfe des hohen Hauses. Um die Mit Srba und a. in heft gen Diskussionen mit ein- um so peinlicher war, als sie den wahren arbeit an dieser, dem Staate und dem Volle die zelnen Kommunisten sieht, lassen den nachfolgen. Grund nicht verraten durften. nenden Arbeit, bitte ich hiemit geziemend. den deutschnationalen Redner Dr. Reibl überDer Antrag der Opposition, sofort die De- haupt nicht verständlich werden, so daß er seine batte über die Regierungserklärung zu eröffnen, Rede gerade nur den Stenographen diftieren muß. worden sei, läßt sich natürlich nicht aufrecht ers halten. Wenn es sich tatsächlich nur um das alte Programm der Regierung Svchla handelte, dann wäre ja der ganze Regierungswechsel überflüffig gewesen. Zwischen dem alten und dem neuen ReAus alter Zeit. III. Einigung.- Der Aufstieg nach dem Hainfelder Parteitag. Die erste Nummer des " Freigeist". -Dieser wahre Grand war, daß sie eine Abstimmung über die Gutheizung der Er. flärung, die einer Debatte folgen müßte, ber dungskapital bestand aus nur 40 Gulden. Im " Herzog Wallenstein" wurde ein kleines Zimmer gemietet. Zwei Seffel, ein kleines Tischchen, welche Gegenstände von dem Vermieter beigestellt wurden, und ein großer, alter runder Tisch, den wir bei einem Tröbler gekauft hatten, bildeten die ganze Zimmereinrichtung. menkünfte veranstaltet. In diesen Zeitab-| wir jest im ganzen Reichenberger Handelskam- großer Beteiligung der Arbeiter statt, aber der schnitt fällt auch das Auftreten des Genossen Dr. mergebiete Wanderversammlungen abhalten. Und amtierende Regierungsvertreter löste fie vorzeitig Victor Adler, der sich bemühte, allerorts die da diese nur öffentliche Vereinsversammlungen auf. So wurde denn das Werk ohne den ver zersprengten Teile wieder zu etwas Ganzem zu waren, fonnten sie nicht so leicht verboten wer- sammlungsbeschluß durchgeführt. Wir waren lei fammenzufügen. Bu diesem Zwecke war er den. Mit Hilfe des politischen Vereines Vor- ner sicher, daß wir nicht in furzer Zeit die Bra auch 1888 nach Reichenberg gekommen, um mit wärts" ist in der Arbeiterbewegung Großes ge- ger Reife anzutreten gezwungen würden. Aber Der Fachverein der Manufakturarbeiter war den hervorragenden Genossen beider Richtungen leistet worden. Jeden Samstag und Sonntag bas Blatt war eine Notwendigkeit und es mußte. 1882 behördlich aufgelöst worden und der Verein eine gemeinsame Besprechung, welche bei Nacht zogen die Apostel des Sozialismus von Reichen gewagt werden und es ging auch. Gelb war so „ Arbeiter bund", welcher 1883 als Ersatz auf den Berzdorfer zeldern stattfand, abzuhalten. berg nach allen Richtungen Ost- und Norbböh- biel wie feines vorhanden. Das ganze Grüngeschaffen worden war, löste sich freiwillig auf, Nach einem großen Einigungswerte von mens hinaus, um den Arbeitern die neue Lehre um das Vereinsvermögen bei einer zu befürch- ainfeld begann die Partei neu aufzuleben. zu verkünden. In unseren geheimen Konferenzen faßen die tenden behördlichen Auflösung nicht in fremde Die Arbeiterbewegung, die durch die Berrissenheit Hände fallen zu lassen. So standen denn die Ge- und die Verfolgungen arg gelitten hatte, nahm Genossen, welche sich früher leidenschaftlich be. nossen ohne jedes Bindemittel da und es hatte iegt einen ungeahnten Aufschwung. Desto eifri fämpft hatten, wieder brüderlich beisammen und den Anschein, als ob es den Verfolgern tatsäch ger waren die Behörden bestrebt, ihr Steine in berieten über die zu beginnende gemeinsame Barlich gelungen wäre, die sozialdemokratische Bar- den Weg zu legen. Gab es doch Bezirkshaupt- teiarbeit. In einer diefer Konferenzen, welche tei mit Stumpf und Stiel auszurotten. Aber dem leute, die absolut teine Volksversammlung dul in Sabendorf in dem Wäldchen, welches die nach Und so erschien am 17. Oktober 1889 die war nicht so. Die Bewegung war wohl unter- deten. So z. B. der damalige Bezirkshauptmann Friedland führende Bahn durchschneidet, statt erste Nummer des Freigeist". Gleich zeigte bunden, lahmgelegt, aber die Idee lebte fort. von Teplit. Ein Teplizer Genosse hatte schon fand, brachte der Schreiber dieser Zeilen namens es sich, zum Schreden unserer Gegner, daß die Allmählich schwand unten Genoffen der ge- oft den Versuch unternommen, eine Bolksver- der Reichenberger Genossen den Antrag auf Her sozialdemokratische Partei nicht tot war: Es entgenseitige Groll und das Bedürfnis, wieder eine Sammlung zuwege zu bringen, aber der Erfolg ausgabe eines Parteiblattes ein, welcher allge- stand in turzer Beit eine Bewegung, welche alle Einigung zu schaffen, brach sich auf beiden war immer der gleiche gewesen: Wegen Störung meine Zustimmung fand. Die darauf folgende Erwartungen übertraf. Der Freigeist" wurde Seiten Bahn. Die Genossen Starl Schiller, der öffentlichen Ruhe und Ordnung verboten! Konferens tagte im Gasthause zum Herzog Wal- nur zweimal monatlich herausgegeben. Für eine Franz Pelda und Josef Hübner arbeiteten Schließlich betrieb der Genosse die Anzeigen zum lenstein in Reichenberg, woselbst das Heraus. Beitung, welche wöchentlich einmal herausfam, 1887 gemeinsam ein Statut aus für einen Ver- Spaß und zeigte jede Woche eine Bollsversamm geberkomitee gewählt wurde. Die Wahl fiel auf mußten 4000 Gulben als Raution erlegt und ein, weather den Zweck haben sollte, als Treff lung an, ohne irgend eine Vorkehrung zu ihrer die Genossen Josef Schiller, Karl Schiller außerdem für jedes einzelne Exemplar ein Kreupunft der Genossen beider Richtungen zu dienen. Abhaltung zu treffen. Aber einmal blieb das und Franz Wanauer. Josef Schiller hegte zerstempel gezahlt werden. Obwohl der Freigeist Er Letam de: Namen Allgemeiner Bildung Verbot aus. Dafür belam er einige Tage später Bedenken gegen feine Wahl; er meinte, daß er als nur vierseitig erschien und das Exemplar 6 Streuund Unterstüßungsverein„ Eintracht". Wel- eine Vorladung zur Bezirkshauptmannschaft, um Führer der einstigen Raditalen dem Blatte scha zer ftofrete, jo waren doch die ersten summern cher Polizeigeist damals herrschte, kann man dar- sich wegen Frreführung der Behörde zu verant- ben tönnte. Die Genossen bestanden jedoch auf rasch vergriffen. Von Nummer zu Nummer stieg aus ersehen, daß die Platate, welche die fonsti- worten, die er mit einer Geldstrafe büßen mußte. seiner Wahl, worauf er auch diese annahm. Die die Auflage, so daß sie bis zum ersten Mai 1890 tuierende Versammlung antündigen sollten, ver- 1891 gingen wir daran, einen politischen Ber- brei Gewählten einigten sich dahin, daß Gen. eine Höhe von 8000 erreicht hatte, eine für die Brach boten wurden, weil sie zu groß waren! Der Ver- ein zu gründen, um leichter zu Versammlungen Josef Schiller als Herausgeber und Karl Schil damalige Zeit ungemein hohe Auflage. ein ist nie zu einer entsprechenden Höhe gefom- zu tommen. Sechsmal wurden die Statuten verby- ler als Redakteur zeichneten, während Franz ten es doch vor seinem Erscheinen der Arbeiter freund" nur auf 1800 und der Raditale" auf men, aber seinen Zweck bat er erreicht.( 1891, als ten und erst beim fiebenten Einreichen genehmigt. Wagnauer als Mitherausgeber galt. die Wiedervereinigung schon längst vollzogen Im Feber 1892 fand die Konstituierung des poli In der Konferenz hatte man sich geeinigt, 3000 Exemplare. war, löste er sich freiwillig auf. Es wurden Ver- tischen Vereines Vorwärts" im Schügen die Gründung des Blattes in einer Volksverbindungen mit den Genossen der auswärtigen hause" in Reichenberg unter großer Beteiligung fammlung öffentlich zum Ausbruck au bringen. Ortschaften angeknüpft und geheime 3usam der Arbeiterschaft statt. Laut Statuten lonnten Die Versammlung fand im Schüpenhause unter Fortlegung folgt.) 15. drz 1926. Scite 3. Eine Re'chsfrauensmule. Unmittelbar anschließend an die Reichsmeiden wollen. Denn dadurch hätten alle nis zu dem neugeschaffenen Regierungssystem| in durchaus fachlicher Weise hingewiesen wurde, Roalitionsparteien dieser Regierung das Ber- aber bestehen keinerlei tatsächliche Verbindlichkei- administrativ gelöst werden könnten, ohne trauen aussprechen müssen, um fie am Leben ten." Die Rundgebung stellt einen fleinen daß dem Staatsinteresse daraus neue Schwierig parteischule, die am 27. D. zu Ende geht, findet au erhalten. Manche der Parte'en bie jeßt die Schritt der Partei nach links und eine Desavou teilen erwachsen würden. Opposition martieren, wären dadurch vor die ierung der Schreibweise des„ Česte Slovo" in höchft peinliche Situation restellt worden, den letzten Tagen dar. Benes' Mandat. Ceffe Slovo" teilt mit, im Genesungsheim in Reindlig bei Aussig eine Farbe berennen zu müfen. daß es bisher noch zu feiner endgültigen Ent- Reichsschule für Frauen statt. Für Es spraty daher ein Redner der bisherigen fcheidung bezüglich des Mandat verzichte: Dr. diese Schule, die ebenfalls vier Wochen dauern Koalition nach dem andern und suchte nach AusExekutivausschusses der Bartei und des Abgeordnoffen und Genofsinnen als Lehrer gewonnen. Beneš' gekommen sei. Auch die Sigung des wird, wurden eine Reihe fenntnisreicher Gereden, deren unwahrscheinlichkeit auf den ersten litionsparteten empfangen und ein Exposê über neten- und Senatorenklubs fei zu feinem Reful Nachstehend der Lehrplan: tate gelangt. Die Verhandlungen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Vor allem foll Josef Hofbauer: Die Frau als Rednerin auf die außenpolitische Situanon Rücksicht ge- verschiedenen Klaffen und Parteien zum Frauenund Journalistin. nommen werden. id. Noviny" bezeichnen Dr. Emil Franzel: Die Stellung der das Verlangen nach der Mandatsniederlegung problem. des Außenministers als Diktat der Nationaldemokraten und Volksparteiler, dem nachzukom nten die Partei der tschechischen Sozialisten lernen halten. Grund habe. Dr. Benes werde sein Mandat beBlick zu durchschauen war. So erklärten sie, daß mit Rücksicht darauf, daß der Ministerpräsident eine der Politik der früheren Regierung analoge Erklärung abgeben werde, und mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit eine Debatte derzeit nicht statt finden könne, daß aber im April Gelegenheit gegeben werde, eine Debatte abzuführen, bis die Regierung in der Lage sei, ein ausführlicheres Brogramm vor ubereiten. Bei diesen Ausreden eraab sich die inter effante Tatsache, daß entgegen den anderslautenben Meldungen der Koalitionspresse die Roalition noch weiter besteht, ihre Organe hat und Beschlüsse faßt. Es sprach dann nochmals Dr. Heller, der dagegen polemisierte, daß deshalb, weil die Regierung das Programm der früheren Regierung fortfeben wolle, eine Debatte überflüssig sei." Denn wenn die gegenwärtige Regierung das alte Brogramm übernommen habe, dann sei doch eine neue Regierung nicht notwendig gewefen. Zum Schlusse stellte Genosse Dr. Heller das Berlangen, der Außenminister möge im Senat enfcheinen, um über die leßten Vorgänge auf dem Gebiete der Außenpolitik( Temesbar, Vertrag mit Defterreich. Genf usw.) dem Sause Bericht zu erstatten, damit alle Parteien Gelegenheit haben, dazu Stellung zu nehmen. Der Borsigende versprach, diesem Verlangen nachzu lommen.nungen einleben werden! Cerny glaubt, daß sich die Sprachenvero: dCerny hat die Journalisten der ehemaligen KoaMinisterpräsident die aktuellen Fragen gehalten, die feine Regierung von der vorhergegangenen zur Lösung übernommen habe. Er beschäftigte sich u. a. auch mit den Sprachenverordnungen, von denen er behauptete, daß sie sich auch in der andersnationalen Bevölkerung des Staates einzuleben beginnen. Er erklärte, daß einzelne Schwierig feiten, auf die von deutscher Seite, besonders in Selbstverwaltungskörper zu den Verordnungen, der Stellungnahme des Verbandes der deutschen Der Matteottimord ohne Sühne. Drei Angeklagte nominell zu lechs Jahren verurteilt. der Aunestie und der Uter uch ingshast noch drei Monate zu versußen Zwei Angettante ganz freigelprochen. Nach Einrechnung Mathilde Wur m: Berlin: Frau und Sozialismus. Anna Bloch: Wohnungskultur. Dr. Arnold Holitfcher: Alkoholismus und Frau. Fanni Blatny: Die Frau im Recht. Marianna Poflat- Wien: Geschichte der sozialistischen Jdeen. Marianna Bollat- Wien: Liebe, Ehe und Sozialismus.. Prof. Johann Bolach: Einführung in die Politif. Dr. Markus ngar: Frauenhygiene. Otto Jensen- Gera: Wirtschaftsgeschichte ber Menschheit. Otto Jensen- Gera: Religion und Sozialismus.. Prof. Gustav Schweizer: Sozialistische Erziehung. Chieti, 24. März. Das Urteil im Pro- Retter. Weil jedoch nicht erwiefen fet, wer von zeffe gegen die Mörder Matteottis wurde heute den dreien unmittelbar die Ursache von Mattecotnachmittags nach der Beratung der Geschworenen tis Tod war, wurde die Strafe auf sieben verkündet. Auf Grund des Wahrspruches der Jahre und durch Zubill gung mildernder Geschworenen verurteilte der Gerichtshof Dus Umstände durch die Geschworenen weiters mini, Volpi und Poveromo zu auf fünf Jahre elf Monate und zwanzig Tage um 3 Uhr nachmittags eröffnet. Wir begrüßen Die Frauenreichsschule wird am 29. März heruntergesetzt. fünf Jahren, elf Monaten und zwanzig Tagen schweren Kerters fotie zu lebenslänglichem Berlust des Rechtes, öffentliche Funktionen zu befleiden, und zur Eras gung der Prozeßloften. Die Angeklagten Biola und Malacria wurden freigesprochen. Ta es sich um ein politisches Verbrechen es daß die Durchführung einer Frauenschule handelt, werden die Angeklagten auf Grund der möglich wurde und wünschen ihr Erfolg. Amnestic eines weiteren Straferlasses von vier Jahren teilhaftig, so daß die drei Bers uricilfen nach Anrechnung der Untersuchungshaft in Wirklichkeit bereits in der ersten Junihälfte dieses Jahres in Frei heit gefeßt werden. Die Protestlundgebungen der deutschen Arbeiterschaft. Die Plenarsipung selbst begann dann um halb 5 Uhr. Bei Verlesung der Regierunggerklärung Das Urteil lautete ursprünglich wegen Tot( die den gleichen Wortlaut hat wie die im Abschlages ohne Vorbedacht auf je zwölf Jahre geordnetenhaus vorgetragene) tam es zu stürmischen Zwischenrufen der Opposition. Bevor der Ministerpräsident noch zu reden begann, rief ihm Dr. Seller zu: Werden Sie über die 8ölle, die Kongrua und die Versammlung 3terbote auch sprechen?!" Als Cerny über die Aufgaben der Regierung Sprach, warf Gen. Nießner ein: Ein schlech es Geschäft haben Sie da übernommen!"( Beifall und Bewegung im Hause.) Die Koalition applaudierte natürlich am Schlusse; als Gen. Pollach diesen Applaus mit der Feststellung parierte: Die Roalition funktioniert wieder!" riefen die Oppositionssenatoren ironisch: Hoch die Roalition!" Unsere Genossen hatten zu der Regierungserflärung den Antrag eingebracht, bie Debatte möge in der nächsten Sigung abgeführt werden. Ferner verlangte sie bei der Abstimmung über die en Antrag Auszählung der Stim men. Nun stellte es sich heraus, daß von der Opposition nicht alle Mann am Plaze waren; in den deutschbürgerlichen und slowakischen Bänken gab es große Biden: den 78 Koalitionsstimmen Standen blok 583 Oprofitionsstimmen gegenüber. Hierauf gab es noch einige zweite Lesungen, um 5.15 Uhr war alles vorüber. Wann die nächste yung stattfindet, weiß heute noch kein Mensch... ** Für die Einberu ung der Obmänner. ton erenz. Vorsprache des Gen. Dr. Czech be'm Präsidenten des Abgrordnetenhauses. Prag, 24. März. Gen. Dr. Czech sprach heute im Namen unserer Fraktion beim Präsi denten des Abgeordnetenhauses vor, brachte ihm den Antrag der deutschen Sozialdemokraten auf Einberufung der Obmännerfonferenz in Erinnerung und urgierte die dringlichste Erledigung dieses autrages. Hiebei machte Genosse Dr. Czech den Präsiden en des Hauses auf die durch den Regierungswechsel und den Berfall der Roalition geschaffene Lage aufmerksam, welche die Einberufung einer Obmännerfonferenz zur Leitung der parlamentarischen Geschäfte geradezu als unumgänglich notwendig erscheinen läßt. Präsident Malypetr erflärte nach kurzer Würdigung der Darlegungen des Genossen Dr. Czech, daß er den Antrag unserer Frattion sofort nach den Osterferien dem Präsidium zur Stellungnahme vorlegen und die Entscheidung sobald als möglich herbeiführen werde. In der gleichen Angelegenheit wurde auch eine ge schäftsordnungsmäßige Anfrage eingebracht. Tschechische Nationalsozialisten und Regie rung Cerny. In einer Kundgehung des Exekutivausschusses ter tschechischen Sozialistenpartei heißt es Die ist den Vertre tern 4. a. Situat en unerträg Gegen die Zoll und Steuerattentate- gezen nationalistische Gewait für den nationalen Frieden! Die Protestaktion der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterschaft nimmt ihren Fortgang. Den vielen Volksversammlungen, die unsere Partei in den letzten Wochen schon veranstaltete, folgen in den nächsten Tagen weite re, die den Kampfvillen des deutschen sozial demokratischen Proletariats zum sichtbaren Ausdruck bringen. Wir registrieren nachstehende, uns bisher bekannten Anfündigungen von Versammlun gen an den fommenden Tagen: Donnerstag, den 25. März: Arnau, Hohenelbe, Marschendorf, Trautenau. Freitag, den 26 März: Warnsdorf( Vereinshalle). Troppau( Bu den drei Hähnen"). Samstag, den 27. März: Iglau( Zu den drei Fürsten"), Jägerndorf( ,, Arbeiterheim), Weipert( Sporthotel"). Sonntag, den 25. März: Aussig, Bensen, Bennisch, ilg), 2anger), Bilin( Stadt London"), Bodenbach, Brünn( Schubertbundsaal"), Brüg( 1. Platz), Dux( Eichlerhof"). Hoßenploy( Schießstätte), Slein Mohrau, Ludgers thal( Gasthaus Pschalet"), Oberleutensdorf( Deutsche Haus, Teplitz( Marktplay), Wigstadtl( Arbeiterheim), Würbenthal( Arbeiterheim), 3wittau( Elysium"). Montag, den 29. März: Oberleutensdorf( Deutsch. Haus"), Dienstag, den 30. März: Mährisch Trübau( Rinosaal. Unfer Frauentag. Ueber die Veranstaltungen zum Frauentag erhielten wir noch folgende Berichte: Die tichechoslowaliichen Sprachen. verordnungen. Vortrag des Genossen Dr. Strauß in Berlin. Berlin, 24. März.( Eigenbericht.) In einer außerordentlich gut besuchten Versammlung des österreichisch- deutchen Volksbundes, die in einem Saale des Reichstages stattfand, sprach heute abends Genosse Dr. Emil Strauß Prag über das Thema„ Völkerstreit und Sprachenfrage in der Tschechoslowakischen Republik". Redner gab einen geschichtlichen und fulturellen Ueberblick über die Entwicklung der nationalen Differenzen, die über das alte Sesterreich in die heutige Republik reichen. Dann schilderte er die Benachteiligung der deutschen Bevölkerung durch die Sprachenverordnung. Die außerordentlich interessanten Ausführungen, an die sich eine Aussprache anschloß, fanden die größte Aufmerksamkeit der Zuhörer. ** Sowjetrußland und die Abrüstungs. iroge " Berlin, 24. März. Der Vorwärts" bringt eine Meldung der Telegrafen- Union, wonach die Sowjetregierung durch ihre Vertreter in Paris, Berlin, Rom und London mitzuteilen be schloß, daß sie an der Abrüstungskonfe renz teilnehmen werde, wenn diese nicht in der Schweiz, sondern in Wien, Prag oder einer französischen Stad: stattfinde. In Mostau verlautet, Nansen werde die Vermittlung in dieser Angelegenheit übernehmen, da man hofft, daß Nansen, der in sehr guten persönlichen Beziehungen zu Tschitscherin steht, mit einer solchen Vermittlung Erfolg haben werde. " Der Vorwärt" bemerkt dazu: Gegenüber der Kleinen Schweiz kann sich das russische Riesen-. reich diese Haltung erlauben; gegenüber einer Großmacht würde es viel fleinlauter sein besonders wenn es politisch oder wirtschaftlich Vorteile von ihr erhofft. Nur aus realpolitischen Gründen, fagt das Blatt weiter, sind wir dafür, daß man in diesem Falle Sowjetrußland gegenüber nachgebe all wirften die Gefangvereine mit, die Veranstal- und sei es nur, um ihm den Vorwand zu nehmen, tungen wurden durch Rezitationen, Musikvorträge einer Konferenz fernzubleiben, auf der es Farbe und Lichtbilder verschönert. Die Resolution wurde werde belennek müssen. in allen Orten einstimmig angenommen und zum Abschluß das Lied der Arbeit" gesungen. Schludenau. " Eine Altion der rulfilchen tommu Im Bezirke Mähr.- Schönberg nisti chen Opvolition. wurde der Frauentag in folgenden Orten abgeLondon, 24. März. Der Korrespondent des halten: Unsere Genossinnen nrit ihren Angehörigen ver. Daily Telegraph" in Riga meldet, daß eine Mähr. Schönberg( Referentin Genofsin santmelten sich am Sonntag abends im Vereinslakal Gruppe einflußreicher Mitglieder der Oppos des Konsumvereines. Es herrschte eine gute feiertion in der russischen kommunistis Heinrichstal( Referentin Genossin Jilg), liche Stimmung. Nach Eröffnung der Berfamm- chen Partei in das Ausland eine SonMähr. Altstadt( Referentim Genoffin lung durch die Genossin Reyal trug die Jugend. berbelegation entfandt hat, um mit den genoffin Lift Beith das Gedicht Mutterliebe" von Führern der russischen Sozialisten in Fühlung zu Ada Negri sehr hübsch vor. Das Referat, das Se treten und mit ihnen über die Möglichkeit zu beFrantstadt( Referentin Genoffin Müller), nator Genoffe Renal erstattete, wurde fehr beiraten wie die gegenwärtige Diktatur Deutsch Liebau( Referentin Genoffin fällig aufgenommen. Die Resolution wurde ber ber kommunistischen Führer in Rußland zu be lesen und angenommen Der Frauentag wurde mit feitigen wäre. Wenn sich eine solche Möglich Der Besuch war überall gut, die Beranstaltun dem Vortrag des Gedichtes Mütter" durch die Geleit fände soll die kommunistische Opposition, gen nahmen einen würdevollen Verlauf. Fast über- noffin Ryal geschlossen. Der Besuch war gut. welde täglich zunimmt und an Straft gewinnt, die Absicht haben, eine außerordentliche Konfe reng der kommunistischen Parte: einzuberufen. auf welcher über die Rekonstruktion dea Sowjerregimes Beschluß gefaßt und eine neue Roalitionsregierung gebildet würde. Bor der Demillion des rumänischen Kabinetts. Wolf). Die Wiener Lehrerschaft sozialdemotratilch. 12 Millionen Stimmen für bas Boltsbegehr. Berlin, 24. März.( Eigenbericht.) Die Summe der Eintragungen für das Boltsbegehr in 34 Wahlkreisen beträgt bisher 12,116.284; es fehlt noch das Ergebnis aus dem Wahlkreise Hamburg. Insgesamt tann man sicher mit einer Gesamtzahl von über 12.5 Millionen Unterschriften rechnen. Wien, 24. März.( Eigenbericht.) Heute lich geworden und obwohl wir die Notwendig haben im Verband der Angestellten der Stadt leit der Lösung der Strise in der Industrie und Wien die Behrer ihre Delegierten gewählt. Die der Landwirtschaft anerkennen, anerkennen wir Chriftlichfozialen und die Großdeutschen hatten nicht, daß dies mit allen Mitteln der Verständi- diesmal nicht erst landidiert, sondern bloß die gung geschehen sei. Das Verhältnis zur Beam- Forderung an die Lehrerschaft gerichtet, leere tenregierung wird die Partei nach dem Pro- Stimmzettel abzugeben. Von den 4200 abgegebegramme und ihren Taten einrichten, besonders nen Stimmen waren aber nur 689 Bettel leer, zu der sich anbahnenden wirtschaftlichen Arise so daß also nicht einmal ein Sechstel der Behrer und den unaufschiebbaren Forderungen der schaft christlichsozial oder großdeutsch ift. Boltsmassen, wie es die Frage des Gehalts- Für den ausgesprochen sozialdemokratischen ystems, der Baubewegung, ber Steuervefornt, Rentralverein wurden 2011 Stimmen abgegeben, eugung, baß sich dieser Erfolg beim zwelten die Versorgung der älteren Bersonen usw. ist. für die Verbandsliſte, die unter sozialdemokrati- ilt, dem Bollsentſcheid, noch weſentlich ſteigern Die Partei ist fich des Ernstes der gegenwärtigen fcher Führung und zum großen Teile auch sozial- werde. politischen Situation bewußt, in ihrem Verhält- demokratisch ist, 1392 Stimmen. Es besteht in allen Kreifen bie fefte neber Bularest, 24. März.( Rdaor.) Blättermeldun gen zufolge wird die Regierung dem Könige Freiüber die Wahlordnung vom Parlamente Dontag ihre Demiffion überreichen, wenn das Gesetz nerstag angenommen würde. Wenn dies aber erst am Samstag der Fall wäre, würde die Regierung noch am Abend desselben Tages zurüc bemiffioniert haben wird, mit den Beratungen nes treten. Der König wird, sobald die Regierung züglich der Bildung eines neuen Kabinetts be. ginnen. Belte& Das Budget eines„ fozialistischen“ Staates. 976 Mill.onen Rubel indirette Steuern in Sowjetrußland gegen 562 im Borja, re. 624 Millionen Rubel Militärbudget. Maffen, teuern, Zölle, Luftrüftungen. Der Desterreichische Volkswirt" I ten hat der Laie jedenfalls eine ganz andere Borveröffentlicht das Budget der sozialistischen" stellung von den Verhältnissen in Rußland, als er Sowjetrepubliken, dessen Zahlen ein bezeichnendes jie nach der Lektüre des Staatsvoranschlages er Licht auf die Wirtschaftsverhältnisse Rußlands hält. Das Budget weist folgende Zahlen auf: werfen. Nach den Berichten der RußlanddelegierA. Ordentliche Einnahmen aus Steuern: 1. Direkte Steuern: a) Landwirtschaftsb) Gewerbe. c) Einkommend) Renten c) Erbschafts2. Indirekte Steuern: b) Zölle a) Alzise 4. Post und Telegraphie 6. Einnahmen aus Staatsvermögen: Boranschlag in tausend Rubel Tat'ächliche Einnayme 1925/26 1924235 235.098 201.400 126.190 5.752 500 Insgesamt. 568.990 • 646.629 588.552 825.668 150.522 976.190 562.515 3. Gebühren • 6 150.255 107.822 • Gesamtsumme der Steuereinnahmen 1,695.434 Einnahmen aus anderen Quellen: 1,316.966 600.216 117.539 1,306.307 . 5. Verkehrswege. 145.000 1,300.000 92.973 902.000 941.030 890.500 a) Staatsindustrie und-handel 165.389 b) Banken 51.059 c) Wälder 140.505 d) Bodenschäße 33.822 e) Sonst. Staatsvermögen 25.848 253.439 244.548 f) Konzessionen. 4.888 g) Mückzahlung der Staatsschuld des Außenhandelskommissariats 9.000 7. Rückzahlung sonstiger Staatsschulden 43.355 8. Sonstige Einnahmen 6.233 46.593 8.900 48.476 9.039 . Gesamtsumme der nicht steuermäßigen Einnahmen.. 1,925.079 1,308.904 2,620.871 1,296.699 2,593.006 B. Außerordentliche Einnahmen: 1. Realisation des Staatsfonds 28.125 26.240 20.750 2. Sreditoperationen: a) 8% ige Innenanleihe 40.000 b) 2% ige Landwirtschaftsanleihe 60.000 } 113.500 120.565 30.000 • 85.000 80 000 35.000 80.000 35.000 158.125 254.740 2,875.611 256.315 2,849.321 Gesamtbetrag d. ordentlichen Einnahmen 3,620.512 3. Silber- und Kupfermünzen 4. Staatlicher Goldfonds Gesamtsumme der außerordentlichen Einnahmen Insgesamt 8,778.637 Die Ausgaben setzen sich folgendermaßen zusammen: A. Ordentliche Ausgaben: Boranschlag In Zaufenden Rubel 102526 1841: 5 1 Volkskommissariat: a) für Handel und Industrie 137.000 b; für Verkehrswege 1,250.415 c) für Krieg und Marine 624.518 d) andere Behö.den und Institutionen. 97.257 Insgesamt... 2,109.190 1,532.191 2. Gemeinsame Behörden und Institutionen der Sowjetrepublik Zentralrußland) und der übrigen Republiken der Union 161.302 125.550 3. Nicht vereinigte Institutionen der Sowjetrepubliken 368.597 250.729 4. Reservesonds 125.310 5. Subventionen 75.640 110.673 48.036 6. Abzüge von den Reichseinnahmen zugunsten des lokalen Budgets 7. Operationen der Reichsschatzkammer 245.647 212.838 Insgesamt 3,298.525 • . 228.585 171.466 2,462.231 B. Außerordentliche Ausgaben: 1 Landwirtschaft · 2 Industrie 175.375 108.150 147.302 98.453 3 lettifizierung 74.030 49.899 4 35.000 14.000 70.000 36.000 11.100 6.000 • 5.457 1.000 480.112 3,778.637 12.000 49.726 413.880 2,875.611 Benossenschaften 5 Kommunalkredit 6. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit 7 Bautätigkeit 8. Sonstiges Gesamtsumme der außerordentlichen Ausgaben Insgesamt. • 25. März 1926. ( ,, Ec. Shifn") betrage in der Ukraine die Zahl gung eines Ministers drei Monate einsteden tann, ber Bauern, die weder Bich noch Pflüge befißen, ist dieser Prozeß bis zum höchsten Gericht der Re 50 Prozent der Landleute. Interessant ist auch, publit getrieben worden. Der Richter hat eine ges daß die Ausgaben zur Unterstützung der Arbeits- linde Strafe ausgesprochen, beim ersten Straf lofen 220 Millionen Kč( 11 Millionen Rubel) fenat des Reichsgerichtes aber wurde das Gesetz in betragen, was bei der Riesenarbeitslosigkeit wie feiner vollen Schärfe angewendet, d. h. das Geein Tropfen auf den heißen Stein wirken muß. fet gegen die Republik. Wer Zahlen zu lesen versteht, der wird aus Die Bezeichnung Judenrepublik sei eine Be. dem Sowjetbudget ersehen, daß Rußland ein leidigung? Ja, ist denn diese Republik, von wel Staat ist, der die kapitalistischen Produktivkräfte cher der erste Straffenat sein Gehalt bezieht, nicht in einem Maße entfaltet, wie wir es in Europa von den Juben aufgerichtet worden? Also ent seit den Gründerjahren nirdends wahrnahmen. schied im Urteil vom 22. Juni 1925 der hohe Aber Hand in Hand damit geht wachsende Senat: Berelendung der Massen und Anziehen der Steuerschraube. Die Verteilung der aften und der Ausgaben beweist, daß Rußland ein tapitalistischer Staat ist und es mit jedem Jahr mehr wird. Tages- Neuigkeiten. Gerhart Hauptmann und der Fa.cismus. Der größte und berühmteste Dichter des Deutschland von heute, Gerhart Hauptmann, dessen Wort auch jenseits der Reichsgrenzen Bedeutung zufommt, hat an den Chefredakteur der ,, Times" folgenden Brief gerichtet, der in diesem Blatte am 3. März veröffentlicht wurde: ,, Mein Herr! Ich sehe erst soeben Ihre Nummer bom 20 Feber, in der Ihr Berliner Rorrespondent erzählt, daß, als der Graf von Bosdari ( ber bisherige italienische Botschafter in Berlin) nach Italien fuhr, er seine Reise unterbrochen habe, um in Bayern Herrn Gerhart Hauptmann zu besuchen, den Dramatiker, der ein großer Freund Bosdaris und ausgesprochener Gegner des Fascismus wäre. Bitte, lassen Sie mich Ihnen sagen, daß ich keinen solchen Besuch emp fangen habe. Jch lebe nicht in Bayern und habe auch nicht die Ehre, den Grafen Bosbari zu fennen. Aber was ich feststellen möchte, ist, daß ich niemals, sei es in Wort oder in Schrift, irgendeine Meinung gegen oder für den Fascismus zum Ausdruc gebracht habe. Während der letzten siebzehn Jahre habe ich das Vergnügen gehabt, viel Zeit in dem geliebten Italien zu verbringen, und ich wünsche nicht, daß irgendwelche Italiener auf die Vermutung kommen fönnten, daß ich als Ausländer und Gast so töricht und schlechter80gen sei, um mich in irgendeiner Weise in ihre Politit einzumischen. Gerhart Hauptmann. Der Ausdruck Judenvepublik" fann in ver. schiedenem Sinne gebraucht werden. Gemeint lann sein die neue Rechts und Gesellschafts. ordnung in Deutschland, die unter Beteili gung hervorragender deuticher und ausländischer Jaden aufgerichtet wurde. Gemeint fann auch sein die übermäßige Macht und der übermäßige Einfluß, den die Kleine Anzahl der Juden nach Ansicht weiter Boltstreise in Deutschland tatsächlich ausübt." Da hat es die Deutsche Republik also schwarz auf weiß, von ihren eigenen Richtern, was sie ist! Nun, jede Republit hat nicht nur die Juden, sondern auch die Richter, die sie verdient... Die feinsten Exemplare von ehrenwerten" Männern fanden sich in den Hohenzollern- Häusern. Wenn der brave Patriot am Stammtisch von ihnen prach oder der Bezirksmajor im Kriegerverein feine Rede hielt, dann sah man richtig den Heili genschein um die Hohenzollerntöpfe wachsen. Ein Musterexemplar ist der Prinz Fried rich Leopold von Preußen; er sticht alle ande ren föniglichen Vettern aus. Wegen seiner Lotter wirtschaft hat ihm der reußische Staat die Ver. walung abnehmen müssen und ist dabei hinter jehr interessante Dinge gekommen. Der feine Priva war fast täglich betrunken und behandelte seine Diener schlechter als seine Hunde. Wir zitieren aus den Aussagen: ,, Während der Kriegszeit, als alle Lebensmittel bereits knapp wurden, mußten die Hunde des Prinzen mit allerlei menschlicher Nahrung gefüttert werden. Reis wurde zentnerweise durch den Hof marschall v. Donop angelauft, verstedt gehalten und mit Fleisch getocht den Stallhun den gereicht( sieben bis acht Hunde). Die Hunde in der persönlichen Umgebung des Prinzen mußten auf Befehl besser gefüttert werden, das heißt, sie erhielten gebratene chweinstoteletten, Schlagrahmschnitzel, Ralbstoteletten usw. überhaupt nur das beste Fleisch. Die Hunde, insbesondere sein Lieblingshund Tom, waren durch diese überreiche Wahrung derart übersättigt, daß sie die vollen Fut ternäpi tefen ließen. Dem Bieblingshand Tom mußte ich dann die gebratenen Schlagrahmschnigel ins Maul stopfen" Nach den Aussagen eines anderen Dieners hat der Brinz einen Angestellten, der an galoppierender Schwindsucht lift, so lange zum Trin ten gezwungen, bis er bewußtlos fortgeschafft werden mußte. Der Mann ist zugrunde gegangen. Ein anderer Diener, der gleichfalls schon tot ist, wurde unter Beschimpfung und Drohung vom Brinzen gezwungen, in das an das Ankleidez: m mer grenzende Badezimmer zu gehen, und von dort aus auf allen Bieren in das Ankleide Billa Carlevare, Rapallo, 26. Feber. Tiefe Scham das ist's, was man bei und nach der Lektüre dieses Briefs empfindet: diese Neutralitätserklärung gegenüber dem Fascismus, zwischen deren Zeilen, wenn man will, sogar so etwas wie Woh I wollen für ihn zu finden ist, beschämend für Hauptmann, beschämt zugleich Deutschland, die deutsche Nation und jeden Verehrer der Hauptmannschen Poesie. Genug, wenn der große deutsche Dichter nichts dazu und nichts dagegen zu sagen hat, daß in Südtirol bunderttausende Deutsche barbarisch unterdrüdt werden; vollends ohne Gaffung aber steht man vor der Tatsache, daß ein Gerhart Sauptmann, der revolutionäre Dichter der Weber" und" Florian Geyer", teine Mei nung hat zu dem entjeßlich- blutigen Wüten des Fascismus, Mussolinis und der Schwarzhemden: daß er zu gut erzogen ist, um, wenn er schon über Italien redet, vielleicht ein Wörtlein über die Bestien zu verlieren, die Matteotti hinschlachteten! Rein Mensch neidet dem greisen Dichter feine Bäder im Golf von Rapallo und niemand wird ihm seine Liebe für Italien und bie Italiener übelnehmen. Aber je mehr er sie liebt, umso mehr wäre er, gerade er, auch verpflichtet, offen von der schwärenden Wunde zu sprechen, die der Fascismus am Körper Italiens ,, Dämliches, brediges, deutsches und Europas bildet. Hält der Dichter das für Lumpengesindel, das ich mir halten muß, töricht, so tann man sich der Vermutung nicht entschlagen, daß da im Kopfe eines Altgeworde ich warte bloß auf die Gelegenheit, einem die Sirn'chale nen falsches Tattgefühl und Scheu vor persönli- Sirn chale einzuschlagen, unda zwar noch weicher Hinterlistiges, dreck ges, cher Unannehmlichkeit den besseren Teil der Ge- mie Pflaumenmus sinnung erschlagen haben. Daß sich so das Bild freches Lumpengesindel, das ist keine Dienerschaft, eines Großen, der einst Taten im Stampf der das ist Dreddienerschaft, die meine vree trägt Unterbrüdten gegen die finsteren Gewalten ge- Schweinepad." bom ersten bis zum letzten, dieses hinterlistige fett hat, verdüstert, ist zu tiefst schmerzlich. Es war nur ein Lump... immer zu kriechen. Vorher mußte er Laute ausstoßen, die man nur von einem Hunde zu hören gewohnt ist. Nach dem Pfiff des Prinzen mußte er dann wie ein Hund in das Ankleidezimmer krie chen, dort die manier eines Hundes nachahmen und aus einem mit Fleisch gefüllten Gefäß, das auf dem Fußboden standfressen". biers beschimpfte der Prinz seine Dienerschaft mit Nach der Aussage des prinzlichen Gardero folgenden Ausbrüden: Drediges, deutsches Lumpengesindel!" Herr liche Sprache deutscher Landesväter. Und diefe Ge sellschaft will im Verein mit deutschen Richtern dem Velke das Fell über die Ohren ziehen! Wer ist das Lumpengesindel? Rundfunk für Alle! Programm für morgen, den 26. d. M. Prag, 15.80, 16.30, 20.02: Konzerte; 19: Daraus ist vor allem zu entnehmen, daß in das abwerfen, was die berühmten Staatsbetriebe Rußland noch das alte Steuersystem ber nicht bringen können, da es in die Taschen der fapitalistischen Staaten in seiner ganzen Herrlich- neuen Reichen, der Nepmänner", der ausländifeit erhalten ist. Die indirekten Steuern betragen schen Kapitalisten fließt. Unter den Ausgabe976 Millionen Rubel, das sind enva 19.5 Milliarden posten interessiert vor allem das Budget für An der Berliner Universität ist ein SchweiKč. Im Vergleich zum Vorjahre sind die indirek- eerwesen. Es ist innerhalb eines Jahres nerei paffert. Der Kopsstudent Lehmann- er ist ten Steuern, zu denen dann noch die Gebühren von 448 auf 624 Millionen Rubel( 12.5 Mil- lein Jude hat aus der Kaffe der Studentenschaft gesondert hinzufommen, um mehr als 400 Milliarden Kě) angewachsen. Es verschlingt die ge- erhebliche Beträge gemauft. Lehmann war ein lionen Rubel, das sind 40 Prozent, gestiegen. Um famten diretten Steuern und noch einen waderer Mann und spielte eine große Rolle als bierhundert Millionen sind die in- großen Teil der indirekten Abgaben. 16.5 Prozent Vorsitzender der böltischen Studen biretten Steuern, deren Bekämpfung eine aller Ausgaben entfallen auf militärische Bede. tenverbindung Deutscher Waffender vornehmsten Aufgaben der Arbeiterbewegung zu den 1300 Flugzeugen, die der Sowjetstaat ring und erster Chargierter der in ähnlichem ift, höher als die direkten. In Rußland bereits besitzt, follen 15 neue Geschwader mit je Fahrwasser schwimmenden Gothia. Er trug seine Deutsche Genbung: Landwirtschaftl. Sendung. müssen die breiten Massen wie in jedem tapiteti 13 Flugzeugen gebaut werben. Alle Einwände vaterländischen Farben in allen Ehren und schlug Brünn, 19: Konzert: 20.10: Schauspielstunde. stischen Staat den Hauptanteil an den staatlichen gegen die Höhe der Zölle und indirekten Steuern jeden Tag einen Roten tot. Nun hat man das Nun hat man das London, 20.25: Chopinabend.- Paris, 21.45: Basten tragen. Dagegen sind die Einnahmen aus wie auch gegen das Anschwellen des Heeresbudgets räubige Schaf eingespunnen und der Rektor der - Berlin, 20.30: Richard StraußRonzert. der Staatsindustrie und dem staatlichen widerlegen die Sowjetmachthaber damit, daß sie Berliner Universität feste als Motto über seine ben.- Stuttgart, 20: Symphoniekonzert. Handel mit 165 Millionen Rubel recht gering auf die Verhältnisse des zaristischen Rußland ver- Ansprache, die er wegen des peinlichen Vorfalls Es scheint mit der Erfassung des Kapitals durch weisen, in dem die indirekten Steuern 50 Prozent ben Bertretern der Breffe hielt, bas schöne mort: Beipatg, 19.30: Fidelio".- Breslau, 20.10: Danknurein ben Staat nicht weit her zu sein, da Bost und des Gesamtbudgets ausmachten, während sie heute„ Es war Gott sei Dant nur ein Bump!" Ronzert.- München, 20: Abendveranstaltung.Frankfurt. 20.15: Bunter Abend. Wien, Zelegraphen allein fast so viel abwerfen wie nur 35 Prozent( außer den Gebühren) betragen, 20.15: Faschingsfee".- 3ürich, 20.30: Konzert. die gesamte Staatsindustrie. Die Eisenbah wie denn auch die Militärausgaben im zaristischen Rürzlich beschimpfte ein Hakenkreuzler in xen aber werfen ein Vielfaches dessen ab, was Rußland zweieinhalbmal fo grek gewesen wären. aus der sozialisierten" Industrie, die Der„ Desterreichische Boltswirt verweist darauf, München das Deutsche Reich mit dem Ausdrud wellenlängen der Stationen: Brag eben in ein paar Renommierbetrieben besteht, ge- daß der Voranschlag der Sowjets außerdem auf Judenrepublit". Die Republik aber wollte fich holt wird. Nur um ein weniges find die nicht Trugschlüssen aufgebaut ist, daß er mit bas nicht gefallen lassen und verklagte den Flegel 868, Brünn 521, London 365, Paris 1750, Berlin teuermäßigen, in der Hauptsache durch die Bahn- einem zu hohen Ertrag der Landwirtschaft rechnet wegen Beleidigung. Während es für sozialdemo- 505 und 576, Stuttgart 448, Leipzig 452, Breslau tarife eingebrachten Einnahmen den Struern und die wachsende Berarmung des Bandbolles fratische Rebatteure ein abgekürztes Verfahren gibt, 418. München 485, Frankfurt 470, Wien 530, Büüberlegen. Der Buder muß an indirekter Steuer nicht in Rechnung fete. Nach offiziellen Angaben nach welchem man sie ohne Berhör wegen Beleibi- rich 515. 15. dr 926. Die indische Frau. deuten würde können wir annähernd ermessen, Was eine Emanzipation der indischen Frau bewenn wir uns vor Augen halten, daß das indische Boit mit feinen 320 millonen Mitgliedern den Seite 5. Der Dichter des„ Fröhlichen Weinberg' Karl Zudmayer. Ein berheimlichtes Todesopfer der Prager Explosionstatastrophe. Am 16. März verschted, we Pravo Lidu" meldet, im Allgemeinen Kran fenhause in Prag Herr Ottofar Cerny, Diret tor einer Unfallversicherungsanstalt in Brag, an allem gelennze chnet ist durch den Namen Gandhi, Autorität ausgeliefert sind. Für so.che Kinderehen Die große indische Freiheitsbewegung, die vor| Widerstand leiften fönnen und ganz der väterlichen den Folgen der Verletzungen, die er bei der hat erneut den Blick auf die Stellung und das inde: Tagore in seinem oben zitierten Aussaß die Explosion in der T.falergasse erlitten hat." In Schidsal der indischen Frau gerichtet, da die Be- Ert ärung. daß die Neigungsche, die in Indien beressant" schreibt das Blatt daß in dem reiung der Frau aus der jahriaujendalten Sklave. Gandharva, d. h.„ geboren aus Begierde", genannt Ausive fe über die Verlegten und Verunglückten rei der Vorurteile einen der Grundpfeiler der in wird, um des strengen re.igiösen indischen Bichibe dieser Name überhaupt nicht veröffentlicht wurde.schen Fr..hetsbewegung bilder und von geistig griffes, des Dharma, willen, verpönt ist, und man Es wurde damals bloß mitgeteilt, daß ein ge- hochstehenden Frauen, wie der Dichterin Sorojini daher die Menschen zu einem Zeitpunti vermäh.t, wisser Anton Hovorka schwer verletzt worden sei, Na.du, der Frau Gandhis, und anderen bedeuten wo sie der Begierde" noch nicht verfallen sind. Hier dessen Zustand ein kritischer war. Es wäre in den Inderinnen getragen wird. Auch der im verkennt Tagore zweifellos die durch das Großfamitereffant festzustellen aus weld en Gründen es Abend.and so außerordentlich hochgeschäute ind be liensystem gegebenen soziologischen Bedingsheiten. verschwiegen worden ist, daß bei der Explosion Dichter Tagore jagt im Hinblick auf die Stellung Die Schönheit" der Kinderche, das langjährige ge Ottofar Cerny verletzt worden ist, und zwar so er Frau in einem Aufsatz Das indische Eheideni" schwisterliche Nebeneinander eben der jungen Gatten, gefährlich, daß er diesen Verlegungen erlag. Es in dem von Graf Keyserling herausgegebenen wird immer problematischer, je mehr sich durchbre ist Pflicht des Ministeriums für nationale Ver- Ch: buch":„ Die Sei: ist für uns angebrochen, da chender Individualismus gegen fremde Verfügung teidigung sowie der übrigen Aemter, soweit fie vir wieder anfangen sollen, unsere Probleme neu über das eigenste Schidfal wehrt. Geradezu grotest mit der Ratastrophe in der Tischlergasse zu tun hatten, auf diese Frage zu antworten. Mit einer Sujamemnhang zu bringen mit denen der gesam en junge Gatte" nach seiner Bermählung nech jahre. zu stellen und unsere Gedanken und Schlüsse in ist es doch, wenn in den gebildeten Ständen der Verheimlichung fo ernster Unfälle, denen die Menschheit." Die Abg ich.offenheit des uralten Rie- ang de Schulbant drückt. Auch di hygienischen und Menschen unterliegen, entsteht de Meinung, daß fenre: ches läßt sich auch in fultureller Beziehung, raffenschädlichen Folgen treten stets mehr ins Be. es velleicht mehr Verletzte und Tote bei der mehr aufrechterhalten. Katastrophe in der Tischlergasse gegeben habe, als wußtsein, da längst nicht mehr der junge Gatte ein die Behörden angegeben haben. Der heutige Fall chen aber immer ein Kind So begünstigt die Früh. Knabe ist, sondern oft ein reifer Mann, das Mäd. muß diese Gerüchte, die in Prag kolportert wer che, auch in Struktur und Sitte, das frühe, allzu. ben, mair unterstützen."- Der Zustand des schwer verletzten Anton Sovorka, der int Allfrühe Gebären der Frau die schon mit 15 Jahren gemeinen Krankenhaus auf der Klinit Krebich Mutter wird und mit 25 Jahren verblüht ist. liegt gibt zu unmittelbaren Besorgnissen feinen bildet und ein Gebiet von der Größe Europas Bald nach Eintritt der Pubertät Karl Zudmayers fräftiges und blutvolles LuftAnfaß ist aber ziemlich schwer. spiel„ Der Fröhliche Weinberg", das über viele ( außer Rußland) bewohnt. Innerhalb dieses unge. Arbeitslosigkeit deutsche Bühnen ging, von Mudern vielfach angeBollsseuchen. Die ver- heuren Romplex s ist die Stellung der Frau natür- daß in Indien ein bedeutender Männeriberschuß griffen und in fatholischen Gegenden vom heerenden Folgen der Arbeitslosigkeit in Deutschlich nicht überall geich; sie unterscheidet sich sozial besteht. Einige Zahlen mögen dies verdeutlichen. plan abgesetzt worden ist, geht heute am Prager Land zeigt der Bericht des Stadtarztes in a wie regional sehr start. Während in Malabar, im 3m Alter von 10-15 Jahren betragen die männ gan( Schlesien) über die Wirkung der im Jahre äußersten Süden, wo nech das Mutterrecht herrscht. Ichen Todesfälle 118, die weiblichen 14.6, im Alter neuen deutschen Theater zum ersten Mal in Szene. 1925 besonders in der Textilindustrie herrschen die Frau freier ist als selbst im zivilisierten Europa on 15-20 Jahren ist das Verhältnis 11.8 zu 24(-) den Arbeitsknappheit. Etwa zwei Drittel oder Amerika, da die Frau der 20 bis 200 Perionen und im Alter von 20-30 Jahren 14 zu 25.5 In der Kinder, die ihm zur Untersuchung vor- umfassenden patriarchalischen Großfamilie mit Ener- Ra.futta belaufen sich die Tod sfälle im Wechenbett gestellt wurden, waren in Gefahr, rhachitisch gie, Ordnungssinn und Organisationstalent wie eine auf 1 pro 40, in England auf 1,2 pro tausend! Dem zu werden, soweit sie es nicht schon sind. Ihr feine Königin vorsteht und die denkbar größte ge- entspricht, daß in Indien von je tausend Frauen im Widerstand ist äußerst gering. Zur Einschulung sellschaftliche Hochschätzung genießt, lebt die Frau des Alter zwischen 15 und 20 Jahren 771 verheiratet bestimmte Kinder von einem Gewicht von 13 bis indischen Nordens, zumal in den vornehmen Sän find, in Europa und Amerika dagegen 110 bis 120. 16 Rilogramm( Normalgewicht der Kinder von ten, noch ganz unter der Sklaverei des„ Par dah" Mehr als 40 Prozent der geborenen Kinder stammen brei bis vier Jahren) sind keine Seltenheit. Unter( hinter dem Schier"), d. h. der völligen Abschlie von Müttern im Alter von 15 bis 20 Jahren, und ben Kindern, die zu Ostern die Schule verlassen, sung von der Außenwelt und der unbeschränkten so ist eine unmittelbare Folge der Frühche eine find nicht wenige von der Größe eines Elfjährt- Serrschaft des Voters und später des Gatten. Die gen, dem Gewicht eines Zehnjährigen. Der Zuerschreckend hohe Kindersterblichkeit; stand der Gesamtbevölkerung hat sich in ben legten Monaten erschreckend verschlechtert und es ist bereits ein Anwachsen der Boltsfeuchen, besonders der Tuberkulose, erfolgt, die für die nächste Zukunft eine weitere Ausdehnung befürchten läßt. fünften Tell der Menschheit mohamme'.nischen Frauen, bei denen wenigstens r Sterben Frauen so massenhaft, trenge Wim- cnzwang fortfällt, ſtehen etwas besser die durchschnittliche Sterblichkeitsziffer von 30 pro da als die Hindu Frauen, die zwei Drittel aler indischen Frauen bilden, jedoch ist auch bei ihnen tausend in Indien ist mehr als doppelt so hoch wie das Pardah in voller Geltung, und die Dindus in Europa( 14 pro tausend). haben es erst von den Mohammedanern übernemmen. Wie gestaltet sich nun das Leben der indischen Frau im Pardah? erkennbar sind. Einige dieser Flede betragen das Mehrfache des Umfanges der Erde. furzem wurde in dem„ Mitteilungen der deutschen Anbau von indischem Hanf in Deutschland. Vor Hortusgesellschaft" darüber berichtet, daß es geglückt ist, auch in Deutschland den indischen Han f den Haschisch anzubauen. Für die Wissenschaft ohne Zweifel ein höchst interessantes Ergeb nis. Für die Allgemeinheit wird jedoch dieser„ Erbiefer Giftpflanze schon weit über den Bedarf für folg" bedenklich, wenn man hört, daß der Anbau Versuchszwecke hinaus gedichen ist und bald nod) weiter gefördert werden soll. Mit Recht weist nun der bekannte deutsche Rauschgiftkenner Dr. Ernst Joel( Berlin) auf die Gefahren him, die die Ein sich bringen würde. Die Heilkunde ſelbſt hat nur führung des Haſchisch Genusses in Deutschland mit geringes Interesse an dem Anbau des indischen das als Hühneraugenmittel verwendete Salizylfollo Hanfes; wird er doch fast lediglich als„ Zuſay für nen können, wenn er vor dem Anbau dieſer Gift pflanze, der alljährlich im Orient Millionen von Menschen zum Opfer fallen, nachdrücklich warnt. Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß andernfalls auch in Deutschland, wo heute schon viele Tausende und Abertauſende den Teufeln Morphibende Menschenhuldigen, noch zahlreiche weitere blühende Menschenleben am Haschismus zu Grunde gehen würden. Der Aufstieg der Bruderpresse in Deutschland. In einer Generalversammlung der Genossenschaftsdruderei in Zeit fonnte von einer bedeutenden Steigerung der Abonnentenzahl des„ Bolksboten" bricht", sagen die Veben, und so gilt für den Vindu " Sorge, daß der Faden deiner- Rasse nicht abberichtet werden. Auch in finanzieller Beziehung das unbedingte Gebot der Verehelichung, damit verscheinungen, wie Volfsarmut, Unwissenheit, unhy. dium" gebraucht. Man wird Dr. Joel nur zustim ſteht das Unternehmen gut da. An Vermögens bunden die Unlösbarkeit der Che, die man sich sogar werten können rund 280.000 Mart gebucht wer- für das Jenseits geschlossen denkt. Für die Frau find den. Eine letzte Sypother auf das Grundstück von Jungfräulichkeit vor der Ghe und Steuschheit in der 20.000 Mart fonnte Anfang März gelöscht werden, he ihr einziger Ehrenkoder. Der Eintritt in die so daß die Genossenschaft nunmehr über ein schul- Familie des Gatten verlangt von ihr unbedingte benfreies Unternehmen von über einer Viertel- unterwerfung gegenüber seinen Eltern, besonders million verfügt; der Reingewinn betrug im legten feiner Mutter. Jahre über 52.000 Marf. Dieses Unternehmen ist geschaffen worden durch zähe und unermüdliche Arbeit, gleichsam aus dem Nichts; denn nur wenige Genossen haben durch ihre geringen Bei träge den Grundstock geschaffen. Statistiken von 1921 ergeben, daß sich in den großen Städten die Kindersterblichkeit zwischen 230 80 und 160). Aus den Statistiken von 1924 ist zu und 670 pro tausend bewegt( in Europa zwischen entnehmen, daß in Bombay die Säuglingssterblich stieg! Wenn neben der Frühehe auch noch andere Erfeit unter der Arbeiterbevölkerung auf 85 Prozen: gienische Methoden der Geburtshilfe usw., an diesen Zuständen die Schuld tragen, so kommi doch ein großer Teil auf das Konto der Frühehe. In Baroda besteht seit 1904 ein Schutzgesetz gegen die Kinderche. Dies Gesetz zu verallgemeinern, ist ein Hauptfampfziel der erwachenden indischen Frau; es ist auch mehr und mehr eine staatliche Angelegenheit von liegt in der Häufigkeit der Frühe hen, die immer die indische Bevölkerung nur um 1.2 Prozent ver Eines der Hauptübel des indischen Ehesystems vitalem Interesse, seit dem sich im letzten Jahrzehnt dort auftreten, wo nicht der persönliche Wille der mehrt hat, obgleich Indien gegenüber Europa als von Wunderdoftoren treibt in allen Winkeln UnDer Hungerapostel von Ungarn. Eine Unmenge Beteiligten, sondern die Großfamilie, zumal die schwach besiedelt gelten muß( 166 Einwohner pro garns thr Unwesen. Als vor einem Jahre die Zau vaterrechtliche Gewalt, über Eheschließung entscheidet. Quadratmeile, Deutschland 332). Die durchschnitt- berin" von Altosen starb, fanden sich zum Begräbnis Da die Ehe nach äußeren, materiellen Gesichtspuntiche Lebensdauer beträgt 23.5 Jahre( in Europa Tausende und Abertausende ihrer bankbaren Paten geschlossen wird, so swingt man die Kinder in 45 Jahre) und ist noch ständig im Abnehmen be- tienten" ein und aus dem Vermögen, das sie hintereinem Alter zu diesem Schritt, wo sie noch keinen griffen. Sch. Geistersput im 20. Jahrhundert. Im Hause Nr. 27 des Weberdorfes Friedrichshain in Preuß. Schlesien, sputt es. Seit langem schon. In lepter Zeit aber hat sich die Deffentlichkeit um iassen hat, war zu schließen, daß sie ihre Wunder die unerklärlichen Erscheinungen des merkwürdigen nicht aus reiner Menschenliebe vollbracht hat. Auch Geisterhauses angenommen, so daß sich ein junger Hygienische Boltsauflärung auf dem wohner zählt. Seit dem 17. Jahrhundert steht in Sashalom bei Budapest lebten einige Zauberin Abadem fer, der behauptete, daß er sich nicht vor Jahrmarkt. Die Deutsche Gesellschaft zur Be- Andorra unter französischer Oberherrschaft es zahlt nen, vor allem eine ,, magnetisaje Frau", Geistern fürchte, entschloß eine„ Probenacht" in fämpfung der Geschlechtskrankheiten hat fürzlich Frankreich für seine staatsrechtlichen Bemühun- Haus ständig von vielen Hunderren von Kranken dem Geisterhaus uzubringen. Die Bewohner des auf dem sogenannten Pferdemarkt" in gen jährlich 960 Frank und dem Bischof umlagert war. Jeder Zug der elektrischen Lokalbahn armen Weberdorfes schwören darauf, daß einer Schleswig, einem der größten Jahrmärkte von Urgill für seine firchliche Betreuung 460 war voll mit Stundſchaft" aus der großen Stadt. ber ihrigen, der budlige Bauernknecht Florian Schleswig- Holsteins, mitten zwischen den Schau- Frank. Alle wei Jahre begeben sich drei Ab- Als sich die Behörde der„ magnetischen Frau" an Flechtner, der vor einigen Jahren in Friedrichs- buden ein großes Belt errichtet, das eine kleine gesandte zum Präfekt des Departements Oft nahm, gab es in Sashalom eine wahre Revolution. hain verstorben ist, dort umgeht". Der Geist des hygienische Ausstellung vom Dresdener Hygiene- Byrenäen, zahlen den Zins und erneuern den Alle dieje Sturpfuscher sind jetzt durch den wiefeligen Florian benimmt sich jedoch im großen Museum enthielt. Die Jahrmarktbesucher wurden Treucid. Daneben nimmt sich Lichtenstein bela postel" von Ungarn namens Bela Bicund ganzen ziemlich gesittet. Bisher hat er sich auf diese Weise mannigfach aufgeflärt über Ana- beinahe wie ein Großstaat aus. Es verfügt über ferdy geschlagen. Bicferdy furiert nicht nur Stranke, damu begnügt, die Besizerin des Hauses durch tomie des Menschen, Bekämpfung der Geschlechts 11.500 Einwohner und eigene Zollhoheit. Seine fondern auch Gesunde im voraus von allen KrantRütteln an den Türen und Wänden zu erschreden frankheiten, Tuberkulosefürsorge, Alkoholmiß- Belange" werden, wie der„ Gotha" berichtet seit heiten. Er machi ſich anheischig, die menschliche Leund sie dann mit einem mehrstimmigen Chor- brauch, zahlreiche gewerbliche Berufskrankheiten Sem Weltkrieg durch die Schweiz vertreten. bensdauer zu verdoppeln und zu verdreifachen, wenn gefang zu erfreuen. Auch der junge Mann, der und vieles andere mehr. Das Bestreben, ein ol- Wechselvoller ist die Geschichte des Fürstentums seine Patienten von dem Uebel lassen, das seiner ben Mut hatte, im Gespensterhause von Fried ches wissenschaftlich wertvolles Unternehmen in Monacco. Nach französischer, spanischer und Ansicht nach ihre Kräfte verzehrt, vom„ Fleisch". Das tichshain zu nächtigen, hat dieselben Erfahrungen den Jahrmarktstrubei einzugliedern, ist sehr zu fardinischer Oberherrschaft erlangte es schließlich Fleisch erzeugt nach seiner Meinung Bazillen, aus wie die Besiperin des Hauses gemacht. Einer der begrüßen und verdient im Interesse der Volts- feine Selbständigkeit" wieder. Seit 1918 steht es benen sich alle möglichen Strankheiten entwideln. Vorbewohner des Gespensterhauses, der älteste gesundheitspflege anderswo Nachahmungen. unter französischem Proteftorat. Seine Armee be- Auf Grund seiner Erfenntnisse schreibt Bieferdy seiSohn des früheren württembergischen Gesandten steht aus drei Offizireen und 280 Starabinieris. nen Anhängern, die heute schon nach vielen Zehntau Der deutsche Admiral Scheer hat am 3. Monacco wird parlamentarisch" von einem senden zählen, eine afferische Lebensweise vor: Pflanvon Varnbühler erlebte einmal des Nachts, daß Januar 1919 einen Brief an den damaligen Duvend von Stadtverordneten regiert; terfügt zen, vor allem Zwiebelfof:; fein Fleisch, te ne Liebe ein Stuhl mits.mt der gefüllter Waschschüssel mit Staatssekretar des Reichsmarineamtes gerichtet, aber über einen Staatsrat und eine tomplette im Uebermaß. Bicserdy kommt demnächst für kurze rudartigen Bewegungen durch das Zimmer zu in dem es heißt: Lieber Ritter von Mann! Es Regierung samt einem„ Auswärtigen Amt". tanzen begann. In Breslauer offultistischen Strei- tut mir leid, wenn ich Sie mit meinen Ansprüchen Zeit nach Budapest und dann verlegt er seine Resifen interessiert man sich neuerdings außerordent sogar auf Urlaub verfolgt habe. Umsomehr danke Kapitel Wohnungsnot. Dienstag kam es in Kapitel Wohnungsnot. Dienstag kam es in denz nach Berlin. Er glaubt, die Deutschen, die lich für das Friedrichshainer Gespensterbaus und ich Ihnen für den Bescheid, der mir einige Aus- Berlin in einem Hause der Höchste- Straße 3 leiftet hätten, würden nach seinem System zu einer schon in der Vergangenheit im Hungern Großes gebeabsichtigt, die Phänomene des Geistessputs im sich eröffnet, mit einem blauen Auge aus der Streitigkeiten zwischen zwei MietWeberdorf einer wissenschaftlichen Üntersuchung Geschichte herauszukommen. Auf die hohe Pen- parteien, die gemeinsam die gleiche wahren Vollkommenheit gelangen. zu unterwerfen. fion" fürchte ich, wird man faum lange rechnen 3 weizimmerwohnung bewohnen Mutterschuß in Sowjetrußland. Die Mostauer Eine feltsame Naturerscheinung. In der können; denn ohne blutige Auseinander- müssen. Der eine Inhaber der Wohnung, ein Prawda" teilt mit, daß nach Angaben der OrganiNähe von Ferrara ist bei Tiefbohrungen eine gefeßungen über den Besitz der Gewalt geht 65jähriger Sozialrentner namens Reich, schoß fationen zum Schuße der Mütter und Säuglinge in waltige Flamme aus dem Erdinnern eine Revolution taum ab. Mit besten Grüßen Ihr dabei aus einem Revolver auf den anderen Woh- Sowje: rußland und der Ukraine allein in den russihervorgebrochen, die zu 15 Metern Höhe Scheer." Admiral Scheer, der Macher" der an- nungsinhaber namens Dannenberg und dessen ichen Dörfern im letzten Jahr von unfundigen Hefeit 24 Stunden zum großen Entfeßen der Be- geblichen Marinerevolte und der Vater des Sohn; dieser war sofort tot. Auch Danne- bammen 155.000 Abtreibungen vorgenommen wurwohner brennt. Man vermutet, daß es sich um Justizmordes an den beiden Matrofen Reichberg ist sehr schwer verlett. den, die den Tod von 3000 Frauen zur Folge hatten, die Entladung unterirdischer Gase handelt. pietsch und Röbes, hat diese Revolution und ihr Ueber das Preisausschreiben der Deutschen während 66.000 Frauen infolge von mangelhafter Gewinne des Brautapitals in Deutschland. Kind, die Republik, offenbar ganz gewaltig über- Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtstranthei. Sauberkeit bei den Eingrifen krank in die Soipitä Das Bräuhaus Amberg A.-G. schließt mit fäßt! ten in der tschechoslowakischen Republik wird nus er eingeliefert wurden. Bekanntlich ist die Abtreieinem Reingewinn für 1925 von 155.000 Mark Zwergftaaten. Das Diplomatische Jahrbuch" mitgeteilt: Auf das seinerzeitige Breisausschreibung in Rußland jet: gestattet. Das hat wenigftens ab und verteilt eine Dividende von 8.5%. Das des Gotha schen Kalenders, das soeben neu erben liefen fünf Arbeiten ein, von denen feiner in den Städten die günstige Folge, daß sich die Bräuhaus Nürnberg A.-G. schließt mit einem schienen ist, belehrt uns über die Existenz einiger der volle Preis zuerkannt wurde. Bloß eine davon Frauen an Aerzte wenden. Auf dem Lande jedoch hat Rengewinn von 1,008.000 Mart ab und ver- Staatenfuriositäten, die dem normalen Menschen unter dem Stennvorte„ Nur eine Viertelstunde" die Ausbreitung der künstlichen Schwangerschaftsteilt eine Stammattienbividende von 12%. bei dem Studium der Landkarte großzenteils ent-( Dr. Rod- Troppau) wurde eines Trostpreises für unterbrechung die schlimmsten Folgen. Die Berliner Kindlbraueret A.-G. bringt aus gangen sind. Auf der untersten Stufe dieser staat- würdig erkannt. Ein Riesenbrand wird aus Morston Hamitead einem Reingewinn von 1.3 Millionen Mark eine fchen Zwerggebilde rangiert Andorra, das sich Nichige Sonnenſlede. Auf der Sternwarte in in der Grafschaft Exter in England gemeldet 20 äu. Stammattiendiv'dende von 18% heraus und erzur Beruhigung seiner Nachbarn, als neutraler Pultowa in Rußland wurde eine Gruppe neuer ser und Geschäfte wurden von der Feuersbrunst reichte eine Abfagsteigerung von etwa 70 Prozent. Staat erklärte und etwas mehr als 5000 Ein großer Sonnenslede entdeckt, die selbst ohne Fernglas vernichtet. - Seite 6. Kunst und Willen. Turnen und Sport. Eine deutsche Balzac- Uraufführung. Ein bisher Das Internationale Arbeiter- Sportfest| in Deutschland unbekanntes dramatisches Werk von Balzac, die Komödie ,, Kampf der Frauen", wurde in einer Uebersetzung und Bühnenbearbeitung von in Wien. Allmählich bekommt das erste österreichische Dr. Walter Medauer vom Schauspielhaus in Frank- Arbeiter- Turn- und Sportfest seinen festen Rahmen. furt a. M. zur Uraufführung angenommen. Der 11. Juli ist der Hauptfesttag. 25. März 1926. 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Der Zug soll das Freitag 8 Uhr Das Mahl der Spötter", der österreichischen Arbeiterschaft. starte, wehrhafte Proletariat versinnbildlichen und Samstag halb 8 Uhr Die heimliche Braut Der 3. Juli eröffnet das Fest. Aufflammende, so werden mit den Turnern und Sportlern auch fahrt", Sonntag halb 3 Uhr nachm. Der Ermächtige Feuer ringsum auf den Bergen werden die Tausende Mitglieder des Republikanischen Schutzlow"; halb 8 Uhr„ Der fröhliche Weinlieben Gäste grüßen. Licht über das Land, Licht in bundes marschieren und mit ihnen vereinigt die berg", Montag 7 Uhr Die Rose von Stam- die Köpfe und das Feuer der Begeisterung in die Reichsbannerleute aus Deutschland, die in einer Herzen der Proletarier! Ein Boltsfest am Stärke von mindestens zehntausend zum Reichsbul". Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Robenzl soll den ausländischen Genossen einen ordnertag am 11. Juli nach Wien kommen und Donnerstag abends Mamselle Nitouche", flüchtigen Einblid in den österreichischen Volks praktisch den Anschlußwillen sowie die feste EntFreitag abends Kulturverbandsvorstellg. Bady charakter gewähren. Am 4. Juli hat schon der schlossenheit bekunden, den republikanischen Gedan Fanny und die Dienstbotenfrage", Sport das Wort. Vormittags findet ein Stafetten- ben bis aufs äußerste zu verteidigen. Zehntausend Samstag halb 8 Uhr abends Ensemblegastspiel des lauf Quer durch Wien" statt und die ersten Turner, viertausend Turnerinnen marschieren denn Aussiger Stadttheaters mit Hermann Feiner, Pre- Sternwanderfahrer der Radfahrer treffen ein. Nach auf dem Festplaße zu den allgemeinen Freiübungen miere: Die Frau ohne Kuß". Sonntag nachmittags wird in der Festhalle des Rathauses der auf. Die Freiübungen wurden an den Schluß der mittag 3 Uhr Der wahre Jatob", abends Bürgermeister von Wien die Delegierten der Sport Festwoche geseßt, das Ganze frönend. halb 8 Uhr Ensemblegastspiel des Aufsiger Stadt organisationen empfangen.. Auf der Hohen Warte Es wird für jeden Festbesucher eine Festkarte theaters Die Frau ohne Kuz", Montag leuchtet am Abend ein Riesenfeuerwerk auf,( Feſtausweis) ausgestellt, die jeden Einzelfahrt zu Gastspiel Leopold Kramer: Bankbeamtenvorstellung: das alle Künste der Pyrotechnik zur Entfaltung einer 25prozentigen Fahrpreisermäßigung auf den bringen wird. Der 5. und 6. Juli ist der Be österreichischen Bundesbahnen ermächtigt. Bei Ge„ Papa". sichtigung Wiens und seiner reichen Stunst- sellschaftsreisen, von 30 Perfomen angefangen bis schätze vorbehalten, ganz besonders auch den von zum Sonderzug, werden Ermäßigungen von 30 bis unseren Gegnern so vielgelästerten Wohnbauten 40 Prozent erreicht werden. Der Festbeitrag wurde der roten Gemeindeverwaltung. Hier für Teilnehmer, die auf lein Quartier reflettieren, fönnen sich die Festbesucher selbst überzeugen, mit mit vier Schilling angefeßt, für solche, die ber welcher Frivolität die Lügen über die rote Schand Massen- oder Privatquartier in Anspruch nehmen, wirtschaft" von der Reaktion in die Welt gefeht auf sechs Schilling. Bei letteren wird auch der täg werden. Ausflüge in die herrliche Umgebung Wiens liche Bezug der Arbeiter Beitung" geftcher: fein. füllen die beiden Tage aus. Die Radfahrer begin- An alle, die den Festbeitrag bezahlen, wird noch das nen mit ihren Wettkämpfen schon am 6. Juli. Festabzeichen, das Festbuch mit dem Führer und 6000 Kč Spielerprämien für ein verlorenes Plan von Wien verabsolgt und ist der freie Eintri:: auf dem Trabrennplatz und den Spielplänen ge tschechischen Staatsverbandes für Fußball teilte der Spiel. Bei der sonntägigen Versammlung des sichert. Für Sippläge muß aber ein Aufschlag beschechischen Staatsverbandes für Fußball teilte der zahlt werden. Verbandskapitän mit, daß den Spielern, ganz gleich wie das Spiel Oesterreich- Tschechoslowakei aus fällt, 500 K als Brämie zugesagt wurden, die Spieler jedoch sich dessen nicht wer zeigten. Die Desterreicher hätten nur die Hälfte bekommen, aber dafür auch wirklich ganze Arbeit geleistet. Merger fann man sich die Blamage gar nicht vorstellen: 6000 Kč und noch eine Niederlage! Der Film. Ben Atiba hat gelogen ist mehr eine Gro teste als ein Lustspiel. Frigo will beweisen, daß sich auf der Weit seit den urältesten Zeiten alles geändert hat, nur die Liebe nicht. Das Stück bejist daher drei Parallelhandlungen, eine aus der Steinzeit, eine aus dem alten Rom und eine aus der Neuzeit, wo Frigo nadh anfänglichen Mißer. folgen doch nur zu dem geliebten Mädchen fommt. Das Stüd hat eine ganze Reihe wirklich gelunge ner Szenen, über die man herzlich schmunzeln Bann, aber ansonsten ist nicht gevade viel daran. H. W. S. Die Metro Goldwyn hat einen Scheinwerfer herstellen lassen, der 325 Millionen Kerzen LichtStärke hat. Lya de Putti mußte sich sofort nach ihrer Anfunft in Amerifa einer Blinddarmoperation unter zichen. Der Eingriff ist gelungen und die Stünft jerin befindet sich an Wege der Genesung. Die Filmstars sollten zu Reklamezwecken aber mehr als einen Blinddarm haben! Boltswirtschaft. Internationale gewerkschaftliche Sommer chute. Der Internationale Gewerksä, aftsbund veranstaltet in diesem Jahre nur eine Sommerschule; sie wird vom 18. bis 31. Juli in der Arbeiterhochschule in Uccle( Belgien) stattfinden. Die genannte Arbeiterhochschule ist in der unmittelbaren Umgebung von Brüssel gelegen und um eigenen Hause untergebracht, so daß sich zwei große Vorteile ergeben: einmal, daß sich die Sommerschule im Mittelpunkt der nahe geleges nen großen Industriezentren befindet, davon ganz abgesehn, daß Brüssel selbst dem Besucher eine Fülle des Interessanten in fultureller, historischer und gewerblicher Beziehung bietet; und daß sich andererseits die Stille der Lage und der ländliche Rahmen ganz ausgezeichnet für Studium und Diskussion eignen. Der größere Teil des zwei Wochen umfassenden Aufenthaltes wird der Besichtigung von industriell und kulturell bedeutenden belgischen Städten gewidmet fein. Es sind in Aussicht genommen: Antwerpen, Charleroi, Waterloo, Lüt tich, Mecheln, Gent und selbstredend Brüssel. Durchschnittlich wird jeden Tag ein Vortrag über eine gewerkschaftliche Materie gehalten werden. Verschiedene befannte Führer der Gewerkschaftsund Arbeiterbewegung wurden aufgefordert an der Sommerschule mitzuwirken. Bis heute haben bereits zug fagt: C. Mertens( Sekretär ber belgischen Gewerkschaftskommission), 2. de Broudere( Professor an der Brüsseler Universität und Mitglied des belgischen Senats), die über die soziale und politische Lage in Belgien" und die fozialistische Bewegung in Belgien" sprechen werden. Ferner Delsinne ( Leiter der Arbeiterhochschule in Uccle), der über die Genossenschaftsbewegung referieren wird. Auch über die internationale Gewerkschaftsbewegung werden einige Vorträge gehalten werden. Die Referate werden in deutscher, französi scher und englischer Sprache gehalten, doch wird jeder Vortrag durch hierzu kompetente Personen übersetzt werden. Die Dauer der Vorträge wurde auf eine Stunde festgesetzt, während für die anschließende Diskussion eine bis anderthalb Stun den vorgesehen sind. Der Beitrag für Beköstigung. Unterkunft und Schulgeld für 14 Tage beläuft sich auf 3 Pfd. 15 Sch. In diesem Betrag sind auch die Kosten für Erkursionen inbegriffen, die per Eisenbahn oder Gesellschaftswagen erfolgen( 2 Kl. Bahn). Da die Unterkunftsmöglichkeiten in diesem Jahre sehr beschränkt sind, ist es ratsam, sich John W. Brown Sekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes, ist mit der Zeitung nalen. Gewerkschaftsbundes, ist mit der Leitung der Sommerschule betraut. Herausgeber Dr Ludwig Czech Berantwortlicher Redakteur Wilhelm tegner Drud: Deutsche Zeitungs- A. Brag Für den Drud verantwortlich: O. Bolit Ein Tag der Kinder ist der 7. Juli. Tausende und aber Tausende frohe, fleine Turners leute marschieren durch die Ringstraßen zum Fest plaß. Die Knaben mit ihren frischen, lebendigen Freiübungen nach dem Rhythmus einer prächtigen Musit, die Mädchen als Verkörperung des Liches: Wir sind jung, die Welt ist offen" dürften bei allen in unvergänglicher Erinnerung bleiben. Abge schlossen wird der Tag der Kinder mit einem Monsterkonzert auf dem Heldenplayz vor der früheren Hofburg. Von den Balkonen, von denen in vergangenen Zeiten die Habsburger hochmütig über ihre Untertonen" hinwegblickten, wird ein Bläser chor das Fest der Arbeit grüßen und das Stonzert eröffnen. Vom Heldenplay aus formiert sich ein Fadelzug nach dem Plaße vor der Karlskirche, wo ebenso wie am Heldenplatz Führer der ArbeiterSportbewegung und der Arbeiterschaft sprechen. • Wenn von Derbheiten die Rede ist, so berührt es sehr eigentümlich, daß sich Sparta noch mit einer folchen Behauptung in die Deffentlichkeit wagt. Es nimmt ater sd ließlich doch nicht wunder, wenn in Erwägung gezogen wird, daß der neue Verbands. vorstand aus lauter, diesem Vereine wohlgesinnten Herren besteht, und die Möglichkeit gar nicht aus geschlossen ist, daß dieses Spiel beim Stande 1: 1 neuerlich ausgetragen werden wird. Wir wol. len aber nebenbei benverken, daß das Montagsblatt „ Pondelnit"( Ceste Slovo) in seinem Berichte über das Spiel Slavia- Sparta ausdrücklich das unfaire Spiel der Sparte tabelte und das der Slavia lobte. Wie sich die Slavia zu dieser echt sportsmännischen Tat verhalten wird, ist des Interesses wert. Richt am grünen Rasen, sondern am grünen Tisch will AC. Sparta ihr am letzten Sonntag gegen Slavia verlorenes Meisterschaftsspiel gewinnen. Dieser Klub bringt den traurigen Mut auf, gegen ein Spiel, das er einwandfrei verloren hat, einen Protest einzubringen, in welchem behauptet wird, daß zwei Tore aus vorhergegangenen, vom Schieds. richter nicht geahnbeten Derbheiten entstanden sind. Auch soll die unfreiwillige Unterbrechung, die durch Verbreitet den„ Sozialdemokrat... Blanickas Verlegung entstand, mitbestimmend sein. Während des Stonzertes umb des Fadelzuges flam- Frauenwelt men die Türme des Rathauses bis hinauf zum Mann in Eisen in festlicher Beleuchtung auf und verkünden, daß Wien als sozialistische Großstadt das sozialistische internationale Sportfest feiert. Eine Balbmona: sschrift. Jede Nummer Rö 2.-. beziehen durch die Ernst Sattler Am 8. Juli um 3 Uhr nachmittags ist der Boltsbuchhandlung festliche Einzug der Nationen Wettkämpfer auf den Trabrennblab. Barlsbad, Kerag Palace Anschließend beginnen die Wettkämpfe aller Spar. ten. Das prachtvolle, neuerbaute städtische Ama- Bibliotheken lien bad wird durch das internationale Wettschwimmen und Wettspringen er. öffnet. Die Wettkämpfe nehmen den ganzen 9. und 10. Juli in Anspruch. Am 9. Juli abends finden in den großen Sälen, Wiens Festa bende statt, für die besonders ausgewählte Programme zu sammen eſtellt werden. Die Bundesschule Lei die mit 48 Schülerinnen und Schüler zum Feſt nach Wien kommt, zeigt im Doutschen Volkstheater Ausschnitte aus ihrem Arbeitsgebiet. Am 10. Juli nachmittags um 4 Uhr wird die Strommeisterschaft von Cesterreich ausgetragen, der sich ein Werbefchimmen, Quer durch Wien" anschließt Sondervorführungen der Gäste und Streise, über den ganzen Tag verteilt, zeigen das weite Gebiet und die Bielseitigkeit der Leibesübungen. für Organisationen, Vereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen usw. werden zwedent. sprechend zusammenge stellt, sowie ergänzt, von der Bolfsbuchhandlung Schützen SIC Ihre Augen PHILIPS ARGENTA Ernst Sattler, spendet völlig zerstreutes Licht. Säfte und Kreiſe, über den gouzen Tag verteilt, Ernst Sattler, Prager Filmbör⭑e. Karlsbad. 1751 VINGDU S Im Verleih des Aoyd- Filmes erscheint Die ses der Liebe) nach dem Drama von Paul Hervieu. Bette einer schönen Frau"( Der Ruf der| Der Verfasser bemüht sich den Beweis zu führen, fündigen Welt). Dieses deutsche Erzeugnis( Berlin) daß das ewige Gesez des Lebens in den Menschen Gorabe jetzt, wo in Deutschland das Vollsent- ist eine schwache, süßliche Limonade mit Otto Ge- den Selbſterhaltungsorieb und eine gewisse rüdscheid über die einstigen Räuberfürstenhäuser end- bühr und Fern Andra in den Hauptrollen. Die sich: slose Selbstsucht begt, die besonders in der Ju gültig den Stab brechen wird, kommt Singer u. Co. Schauspielerischen Leistungen sind gut, besonders die gend im verstärkten Maße hervortreten und fid) gel. mit dem deutschen( München) geschichtlichen Film der Fern Andra, fönnen aber nicht über die einfältend machen, während es das Los des Alters ist, den Für Freiheit und Ehre". Eine unmögli here tige Sandlung hinwegtäuschen. Dagegen ist„ Das Jungen Opfer zu bringen. Er stellt daher drei Zeit konnte wahrlich nicht gewählt werden. Die rote Signal"( Am Vorabend des Krieges) nach Frauengestalten in den Mittelpunkt seines Werkes: Fabel führt in den Anfang des achtzehnten Jehr- dem Werke von Claude Farrère in jedweder Hinsicht die Großmutter( Berta Jalabert), die Mutter( Ger hunderts zurück, da Baiern nach der für die Franzo erwähnenswert Dis flotte Tempo, wirklich schöne maine Dermos) und die Tochter( Josyanne). Die fen und mit ihnen verbündeten Baiern unglücklichen Aufnahmen und die gediegene Handlung machen die- Techter folgt bewußt dem Rufe ihres Herzens; fie Schlacht bei Hochst dt- Blindheim im Jahre 1704 sen Albatros- Film( Paris) zu mehr als einem blo- heiratet den geliebten Mann, ist seine treueste Gevon den siegreichen österreichischen Truppen beses: ßen Spielstüd. In den Hauptrollen Moritz Schuß fährtin und folgt ihm ins Ausland, als er dort eine wurde, und befaßt sich mit einem erfolglosen Aus- und Nina Vanna; besonders die Rünstlerin bietet Stelle annimmt, ohne zu wissen, welche Opfer stand treuer vaterlandsliebender Männer, die teils eine schöne Beistung. Ebenso gediegen ist der zweite sie durch ihr Benehmen von der Mutter fordert, am Blutgerüst, teils am Schlachtfeld geendet sind. Französische Film Chruchon, der Liebling bie alles für ihr Kind tut, um schließlich ganz allein An und für sich ist der Film gut und filmuvirfiam der Frauen"( Der schönste gelb des Nings), die und verlassen in der Welt zu stehen. So bemerkens. zusammengestellt, besonders die Kampffzenen find romantische Geschiche eines Sportsmannes, ben eine wert der Grundgebante auch ist, läßt sich doch von geglückt, aber de: von Vaterlandsliebe und Treuz zu reiche Amerikanorin unter allen Umständen heiraten der Handlung nicht behaupten, daß sie den Stoff dem verjagten Kurfürsten nur so triefende Inhalt will, der aber tros allem dem geliebten Mädchen in einer irgendwie überragenden Form behondeln macht das Stück für uns im vorhinein unmöglich. treu bleibt Schon dieser Vorwurf weicht angenehm würde Die Geschehnisse weisen manche logische Lül Amerikanischen Ursprungs ist das Stück Sala- vom Ueblichen ab und der Film ist auch in jeder ten auf und nur die Gestalt der jungen Frau fann Du unmöglicher Mensch!", ein anderen Beziehung fehenswert. In den Hauptrol- Anspruch auf volle Natürlichkeit erheben Der Fam ziemlich langweiliges Luftspiel mit dem abgenüpten len André Roanne und Olga Day.- Eine echt ist daher trop seiner wirklich schönen Aufmachung Vorwurf von einem Reichen, der seine Vergangen- amerikanische Rennerei bringt das deutsche Erzeug und der herrlichen Naturaufnahmen feine frenda beit und seine gute Kinderstube, die er nie betreten nis Cine minute vor 8wölf"( Die Jagd rung, sondern ein in manchen Szenen zu rührfelihatte, nicht abschhütteln kann und trop feines Reich nach dem grauen Zylinder) mit Luciano Albertini. ger Spielfilm.- Geradezu ein Unikum ist der tums eine lächerliche, aber im Grunde genommen In dem Zylinder ist nämlich ein Los versteckt, das Film, onful wider willen nach der pe feelensgute Gestalt bleibt.- Auch der dritte Film den Hauptreffer gewonnen hat, und der Hut ist rette Jantee Conful" von. M Blosson mis ist amerikanische Erzeugung:" Weib und Göt natürlich nicht aufzufinden: aber abgesehen von die Douglas Mac Lean in der Hauptrolle: wir haben H. tin". Das Stück beschäftigt sich mit irgendwelchen sem zu abgenüßten Vorwurf ist auch der Film an schon lange lein schwächeres und dümmeres Stück Vorgängen in Indien, kann aber nicht näher be- und für sich ziemlich schwach. Die wirklich aner gefehen. Aber gerade deshalb sollte man sich den sprochen werten, da es nur teilweise aufgeführt tennenswerte förperliche Gewandtheit Albertinis Film ansehen, um voll den Unterschied zwischen wurde. Angeblich wegen ,, Beitmangel". Hoffentlich kann das Stüd auch nicht zugkräftig machen. Film und Film würdigen zu fönnen. Die Tricolove brachte den französischen Großmon wird dieser Zeitmangel bei den Preſſevorführungen fülm„ Die Flamme des Lebens"( Das Genicht chronisch werden! H. W. Schimb: ra.