Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nefazanta 18. I Όταν 13nf billigt bereiz Tit. Casialdemokrat Dělnická akademie, Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Praha II. Hybernská 7. Deutsche Justiz. Aus Berlin wird uns geschrieben: Jen sozialdemokratischen Arbeiterpartei tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 20. April 1926. Bezugs Bedingungen: • Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich Kč 16.olerteljährlich .. B halbjährig 48.96.192.ganzjährig. Radstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten Ersteint mit Ausnahme bes Montag täglich irih Nr. 93. slowakischen Republik der Militarismus systemaAusbruch der polnischen Regierungstriſe.. Die Sozialdemokraten verlassen die Koalition. In Dänemark und Schweden, in Belgien und Holland, wird mutig daran geschritten, die Abrüstung durchzuführen oder wenigstens die Dienstzeit bedeutend herabzusehen und die Militärausgaben gewaltig zu verringern, in der Tschechoslowakei hingegen ist die entgegen= gesetzte Tendenz sichtbar. Es ist wahrscheinlich, daß es Länder mit noch schlechterer Justiz als in Deutschland gibt, langem schleichende Krise der allpolnischen Koalis präsident äußerte sich, er werde lein Kabinett bilAus Warschau wird gemeldet, daß die feit| Koalition verbleiben zu können. Der Minifteraber sicher ist, daß die Justiz in Deutschland tion und der Regierung Strzynsty nun offen zum den, das sich nur auf einen Flügel des Sejm spottschlecht ist. Die Erkenntnis wird immer Ausbruch gekommen ist. Kaum war Strzynsky stüßt, sondern halte an dem Gedanken der allaufs Neue bestätigt, daß sich in der Rechtspflege von seiner Reise zurückgekehrt, als in der Obmän polnischen Zusammenarbeit fest. bie Verteilung der Machtverhältnisse im Staate nerkonferenz der loalierten Parteien die Entschei Die Arise wird als sehr ernst betrachtet. Die Die militärischen Kreise tragen sich mit der Abwiderspiegelt. Die Unabhängigkeit der Richter, bung über sein Rabinett fiel. Die Steuerpläne Rechte bereitet seit langem den Sturz der Regie- icht, unter Bruch des Wehrgeſetzes, die im Jahre die Unparteilichkeit der Rechtspflege müssen in des Finanzministers wurden von den Sozial- rung vor und sie hat eigentlich die Sozialdemokra= 1926 fällige Herabsehung der Dienstallen Ländern, in denen die besißenden Selassen demokraten als unannehmbar erklärt. ten zu ihrem Auftreten provoziert. Man denkt eit von 18 auf 14 Monate zu verhindern, bie Oberhand haben, leeve Worte bleiben. In Paszinity rollte auch den Fall Pil von rechts ernstlich an eine Dittatur unter damit nicht genug, wollen sie, um die militärische Wirklichkeit wird in ihnen die Urteilsfällung bath wieder auf. Pilsudsky sollte General- Leitung des Bauernführers Witos. Nun ver- Beeinflussung der Jugend zu vervollkommnen, just im Strafprozeß immer abhängig sein von dem inspektor der Armee werden, was die Rechte ver- fügt aber auch die polnische Arbeiterschaft über sogar die vor militärische Erziehung Einfluß, den die einzelnen Klassen auf den litik der Rechten den Versuch, die Armee zu einem judetis in der Armee könnte der Rechten ebenfalla lange Zeit dem produktiven Leben entzogen und hinderte. Die Sozialdemokraten sehen in der Po- bewaffnete Organisationen und der Einfluß Pil- der Jugend einführen. Den Soldaten, die auf Staat und die Justiz auszuüben imstande sind. Instrument des Fascismus zu machen und seß- gefährlich werden. Ein Bürgerkrieg, der darüber die zu den schwersten persönlichen Opfern geWächst der Einfluß der arbeitenden ten fich für Pilsudski ein. Die nationale Arbeits- entscheidet, ob die Rechte oder die 2inke die zwungen werden, will man das letzte und einzige Klassen, so zeigt sich das nicht nur bei der partei strebte nun eine Ueberbrüdung der Gegen- Diktatur übernehmen soll, ist nicht ausge- demokratische Recht, das Wahlrecht, en: Schaffung der Geseze, sondern auch bei fäße an. Es gelang aber nicht, der Rechten eine schlossen. Man sieht die einzige Möglichkeit eines ziehen. Während der Staat für die Erfüllung deren Handhabung durch Verwaltung ihrer Forderungen abzutroßen. Daraufhin er Auswegs in Warschau in einer Beamten- nisse, für Jugend und Altersfürsorge nur ungeder dringendsten sozialen und kulturellen Bedürfund Gericht. Wird der Einfluß der werklärten die Sozialdemokraten, nicht weiter in der regierung. tätigen Bevölkerung zurückgedrängt, so kommen die Interessen der besißenden Klassen in allen Zweigen des staatlichen Lebens, so auch bei der Justiz, zu immer stärkerem Ausdrud. Gegen den Militarismus! Große Kundgebungen der sozialistischen Arbeiterjugend beider Nationen gegen den Militarismus und die Anschläge der fascistischen Reattion.Für die internationale Verständigung des Proletariats. Sonntag fanden in allen größeren Städten große Kundgebungen der sozialdemokratischen Jugendverbände gegen den Militarismus statt. Die geplante Berlängerung der militärischen Dienstzeit, die Anschläge der Reaktion auf das Soldatenwahlrecht, der Versuch der Generalität, auf elf Jahre das Militärbudget mit fast zwei Milliarden Kronen festzusehen, haben unsere Jugend auf den Plan gerufen. Es ist besonders erfreulich, daß die beiden sozialistischen Jugend verbände sich in diesem Kampfe gefunden und zu gemeinsamer Abwehr der reaktionären An griffe zusammengeschlossen haben. Die Kundgebungen waren nach den bisher vorliegenden Be richten überall sehr gut besucht und von der besten Stimmung erfüllt. Die Jugendlichen stimmten den Ausführungen der Referenten es sprachen in den meisten Versammlungen je ein Jugendlicher, ein Vertreter der Partei und ein Vertreter des tschechischen sozialdemokratischen Jugendverbandes- begeistert zu. Die überall einstimmig angenommene Resolution lautet: nügende Mittel zur Verfügung stellt, werden Jahr für Jahr neue Milliarden kritiklos für den Militarismus aufgewandt. Gerade jetzt soll das Militärbudget auf volle 11 Jahre mit 1400 millionen Kronen festgesetzt und darüber hinaus jährlich 300 millionen Kronen für militärische Investitionen, für Kasernenbauten und für die Anschaffung von neuen Mordwerkzeugen flüssig gemacht werden. Die deutsche und tsechoslowakische sozialdemo fratische Arbeiterjugend protestiert auf das leidenschaftlichste gegen die reaktionären Anschläge der militärischen Streise. Sie erklärt aufs neue ihre entschiedene grundsäßliche Gegnerschaft gegen den Militarismus überhaupt, sie erhebt aber besonders die Stimme des Protestes gegen den ge planten Bruch des Wehrgesetzes und die Beibehaltung der 18monatigen Dienstzeit, gegen die vormilitärische Jugenderziehung und gegen den Raub des Soldatenwahlrechtes. Die deutsche und die tschechoslowakische Arschiedensten Kampf und sie appelliert an die beiterjugend erklärt dem Militarismus ihren entParlamentarier der sozialdemo trati schen Parteien in der Tschechoslowafei, auf dem Boden des Parlamentes dem militärischen System den hartnäckigsten Widerstand entgegenzusetzen und für die volle A b= rüstung einzutreten. Die deutsche und die tschechoslowakische sozialdemokratische Jugend reicht sich in diesem Kampfe brüderlich die Hand. Die deutschen Richter sind von der Republik zum größten Teile aus der Hohenzollernzeit übernommen worden. Der richterliche Nachwuchs wird auf den Hochschulen zumeist von Leuten ausgebildet, die noch ganz in den Anschauungen der Vorkriegsperiode befangen sind. So darf es nicht wunder nehmen, wenn in Deutschland, wenn in der deutschen Republik immer wieder Urteile gefällt werden, die zu dem Empfinden der breiten Massen des Volkes in schreiendem Widerspruche stehen. Bei jeder Ctatdebatte im Reichstag und in den Parlamenten der einzelnen Länder werden von den sozialdemokratischen Rednern in großer Zahl Beispiele angeführt, die das flar beweisen. Ohne Schen werden von deutschen Gerichten Urteile gefällt, deren Ausmaß alter und elementarer Grundsatz der Sozialdemo- stempelt wird. Während sich in anderen Staaten Der Kampf gegen den Militarismus ist ein der tapitalistischen Bourgeoisie geund Begründung nicht anders zu erklären sind, kratie und der sozialdemokratischen Jugendbewe- immer mehr die Ueberzeugung durchsetzt, daß der als durch die Abneigung der dabei mitwirkenden gung aller Länder. Diesem Grundsatze getreu, Militarismus der Bevölkerung die schwersten und Richter gegen die Republik und ihre partei- lämpfen die tschechoslowakische und die deutsche zwecklosesten Opfer auferlegt, und daß er nicht politische Voreingenommenheit gegenüber der sozialdemokratische Arbeiterjugend auch gegen das nur ein untaugliches Mittel ist, Konflikte zwischen Arbeiterklasse. Hier wirft die Reaktion ihre militaristische System in der Tschecho- Staaten und Völkern zu lösen, sondern daß er Hülle ab, hier darf sie scheinen, was sie ist, flowakischen Republik, das von Jahr zu Jahr im geradezu geeignet ist, solche Konflikte herbeizuweil die Republik und die Arbeiterschaft es mer fester verankert und immer offenkundiger zu führen und somit den schwer erkauften Frieden versäumt haben, zu rechter Zeit die Voraus- einem Instrument der Reaktion und der Welt zu gefährden, wird in der Tschechojeßungen für eine wirkliche Rechtspflege 1000000 zu schaffen. paar Brocken herauszufischen, bei denen die ordnet und wirklich fand sich ein Schöffen- Sie erklärt, daß das Anwachsen der Reaktion, In der jüngsten Zeit ist die öffentliche Handhabung der Geschäfte von der partei- gericht, das Worch ins Zuchthaus schicken dessen sichtbarster Ausdrud die Stärkung des Aufmerksamkeit wiederholt mit Nachdruck auf politischen Ginstellung des Beklagten beeinflußt wollte. Die Berufungsinstanz hat allerdings Militarismus ist, das Zusammenstehen der Ardie Mißstände in der deutschen Justiz hin- gewesen sein soll. Selbst wenn wir einen Augen- auf Freisprechung erkannt und damit das Un- beiter aller Nationen in diesem Staate auf dem gelenkt worden. Da stand fürzlich vor einem blid annehmen wollten, die Anflage habe recht: recht, soweit es die Person des Angeklagten Boden der Sozialdemokratie erfordert. Sie befin det sich hiebei in Uebereinstimmung mit den BeBerliner Schöffengericht der Assessor Sußwo bleibt denn hier die Unabhängigkeit betraf, wieder gut gemacht. Damit ist aber das det sich hiebei in Uebereinstimmung mit den Bemann und sein Selfer, der ehemalige Haupt- der deutschen Justiz, die gegenüber System, das in dieser Art von Rechtnisationen des sozialistischen Proletariates. Sie schlüssen der Kongresse der internationalen Orgamann Knoll, unter der Beschuldigung, mit Staat und Verwaltung geschüßt werden müsse? sprechung liegt, nicht freigesprochen worden. fordert amtlichem Material Mißbrauch getrieben zu In Wahrheit kann dem Genossen Aßmuß Wie schlimm es um dieses System bestellt haben. Dem jungen Herrn Kußmann war die höchstens das eine zum Vorwurf gemacht ist, geht auch aus einer Aeußerung des jeßigen die nationale Verständigung Untersuchung in der Barmat- Affäre werden, daß er sich bemüht hat, die Interessen Reich 3 justizministers Dr. Marr, aller Völker, besonders in der Tschechoslowakei übertragen worden; wie er seine Aufgabe gelöst der Republik, zu deren Wahrung er eingesetzt des Führers der Zentrumspartei, hervor. Der und erblickt die geeignete Grundlage hiefür in dem hat, ist noch bekannt genug. In der Berhand- ist, vor völkischen und nationalistischen An- höchste Justizbeamte des Reiches mußte wäh- von den sozialdemokratischen Parteien aller Nalung ist festgestellt worden, daß Knoll von griffen geschüßt zu haben. Und ein solcher Vor- rend der Beratung seines Haushaltes im tionen des ehemaligen Desterreich beschlossenen Außmann, aber auch von anderen Stellen wurf wird in einer Republik gegen einen Reichstag elegisch befennen, daß er sich hüten Brünner Nationalitätenprogramm, Gerichtsakten oder Auszüge daraus erhalten republikanischen Beamten erhoben! würde, vor deutschen Gerichten einen Prozeß das gleiches Recht für alle Nationen vorsicht. Sic und sie dann zu einer wüsten Heze gegen die Ein dritter Fall betrifft wiederum einen wegen Beleidigung seiner Person anzustrengen, erwartet, daß die Sozialdemokraten aller NatioSozialdemokratie verwertet hat. Die Unter- Sozialdemokraten, den Bürgermeister Wor ch nach den Erfahrungen, die er mit einem Ham- nen in der Tschechoslowakei in allen öffentlichen suchungsbehörde hat Knoll in ihren Dienst aus Langewiesen in Thüringen. Worch hatte burger Gericht gemacht hatte. Nun hat ja der Körperschaften für dieses Recht einstehen, daß sie genommen, trotzdem ihr bekannt sein mußte, im November 1923 als Leiter des Landes- Reichsjustizminister keinen direkten Einfluß dadurch mithelfen, den nationalen Haß abzubauen zu welchen unsauberen Zweden er bei dieser kriminalamtes im Auftrage der damaligen auf die deutsche Justiz, die wird von den ein- und die Voraussetzungen für eine dauernde geAffäre mitarbeiten wollte. Schließlich hat sozialistischen Regierung in Thüringen die zelnen Ländern ausgeübt, und wenn, wie in deibliche Zusammenarbeit der Arbeiter der verKußmann, der sich seiner völkischen Gesinnung Grenzen nach Bayern gegen den Uebertritt Bayern, Württemberg, Thüringen und Mecklen- schiedenen Nationen in diesem Lande zu schaffen. rühmt, zugestanden, daß er sich regelmäßig der völkischer Banden zu schützen. Zu jener Zeit burg, die Reaktion am Ruder sitzt, oder wie Lüge als Kampfesmittel bedient hat; er hat des Hitler- Putsches wurde in Nordbayern ein in Preußen ein überalterter Zentrumsjurist die den preußischen Untersuchungsausschuß ange- fleines völkisches Heer aufgestellt, das einen Rechtspflege verwaltet, so kann man sich schon schwindelt, er hat aber auch in der Unter- Angriff auf Preußen unternehmen und den vorstellen, daß das deutsche Volk noch viel juhung seiner eigenen Affäre nicht die Wahr- Marsch nach Berlin durchführen sollte. Worch geringeres Vertrauen zur Justiz hat als der heit gesagt. Diese Leuchte der deutschen Justiz ließ eine größere Anzahl verdächtiger Stu- deutsche Reichs just iz minister. wurde, wie auch sein Komplize, freigesprochen denten festnehmen und durchsuchen, wobei die Es ist in jüngster Zeit viel davon ge= und vielleicht wird er bald wieder dazu berufen Beweise für den in Bayern vorbereiteten Hoch- sprochen worden, daß die deutsche Republik ein werden, um„ Recht" zu sprechen. und Landesverrat gegen das Reich vorgefunden soziales Gemeinwesen werden müsse. Bei Ein Gegenstück dazu bildet der Prozeß, wurden. Unter den etwa hundert Festgenom- diesen schönen Worten ist es bisher geblieben, der zur Zeit in Chemniß verhandelt wird. Hier menen befanden sich zwei hakenkreuzlerische von ihrer Verwirklichung spürt man besonders ist der Oberstaatsanwalt Aß muß angeklagt, Jünglinge, die von Worch bedroht sein wollten. wenig bei der deutschen Justiz. Auch hier werden ein Mitglied der sozialdemokratischen Partei, Auf Grund dieser Behauptung wurde nun erst dann bessere Zustände geschaffen werden, der aber gerade deswegen von seinen unab- gegen den Willen der Staatsanwaltschaft vom wenn es der Arbeiterklasse gelingt, den ihr hängigen" Justiz- Kollegen unschädlich gemacht Innenministerium der jeßigen thüringischen nach ihrer Bedeutung für das Staatsganze zuwerden soll. Man ist auf das Jahr 1923 zurüd- Ordnungsregierung die Erhebung der Anklage stehenden Einfluß auf Gefeßgebung und Vergegangen, um aus vielen hunderten Fällen ein wegen Ämtsmißbrauches gegen Worch ange- waltung zu erlangen. E. Praaer. " Die deutsche und tschechoslowakische sozialdemokratische Arbeiterjugend begrüßen in dem im Parlament eingebrachten Ausgleichsantrag der deutschen Sozialdemokraten einen Versuch, die Lösung der nationalen Frage in diesem Lande anzubahnen und hofft, daß sich die gesamte Arbeiterschaft zum einmütigen und entschiedenen Kampfe gegen den Militarismus und gegen jede Reaktion zusammenfindet. Nieder mit dem Militarismus! Es lebe der Frieden! Es lebe die internationale Soli. darität der Arbeiter! Es lebe die sozialistische Jugend. internationale! Bette 2 Inland. Ein fascistischer Terroralt in Mähr.Ditrau. Fafciften sprengen eine deutschdemokratische Bericht: Versammlung. 20. April 1926. Das moralische Ende eines Rußlanddelegierten. Wabieg der Linksparteien in Der Rußlanddelegierte Sthent gefteht die Annahme tommunistischer Gelder zu. Ja, ich habe von der kommunistischen Zelle in der Gee, bas Geld bekommen. Zürich. Genf, 19. April( Helv.) Bei der Neubestel. lung des Züricher Kantonsparlamentes, dessen Der Anteil der Linksparteien an der Bertretung im Züricher Kantonsparlament ist somit um ganze fünf Prozent von 35 auf 40 Prozent gestiegen. Berstärkung für die Schußzöllner. In den Wir haben feinerzeit enthüllt, daß der Ruß- Personal der Großeinkaufsgesellschaft in Prag be- Mitgliederzahl um 37 vermindert wurde, sind landdelegierte und ehemalige Sozialdemokrat Emil tannten Weiß empfangen habe. Genosse Dr. 182 bürgerliche und 88 Sozialisten und Kommu Wir erhalten aus Mähr.- Ostrau folgenden Dörfler von kommunistischen Organisationen Strauß fragt ihn hierauf, um in die Sache volle nisten gewählt worden. Der bisherige 237 MitGeld in Empfang genommen und mit diesem Klarheit zu bringen: Sie haben also, so lange glieder umfassende Rat hatte 167 bürgerliche und Für Sonntag war von der Deutschdemokrati- Gelde im Interesse der kommunistischen Partei Sie noch Soz aldemokrat waren, von der kommu- 90 Mitglieder der Linksparteien gezählt. fchen Freiheitspartei in Mähr.- Ostrau im Rah- Versammlungen abgehalten hat. Ebenso verhält nistischen Zelle in der Gec. Geld genommen?", aten eines Kreisparteitages eine öffentliche es fich mit einem zweiten Rußlanddelegierien, worauf Schenk antwortete: Versammlung einberufen worden, in der dem Textilarbeiter Florian Schen aus Jung Prof. Dr. Kafta referieren sollte. Zu dieser buch. Derselbe hat sich überall als Sozialdemokrat Versammlung, an der insgesamt etwa 250 bis 300 aufgespielt und sich nicht gescheut, zu einer Zeit, Personen teilnahmen, hatten sich mehr als die da er noch der sozialdemokratischen Partei auge- Menn Kommunisten Versammlungen machen, so Hälfte Tschechen eingefunden, deren fafci- hörte, von kommunistischer Seite Geld zu nehmen. bezahlen sie sie eben." Das ganze Präsidium der„ Narodni Listy" vom Sonntag bricht stische Absichten gleich bei Beginn der Versamm Schenk hat das in einer Massenversammlung, Lung offen zu Tage traten. Sie forderten nämlich, die Samstag abends in Jungbuch bei Trau Versammlung, sowie alle diejenigen, die in der Kramar unter dem Titel„ Eine warnende daß ein tschechisches Präsidium ge- tenau stattfand und über die wir an anderer Stelle Nähe standen, haben diesen Ausspruch gehört und Stimme" eine Lange für die landwirtschaftlichen wählt und tschechisch als Verhand berichten, zugegeben. Während seiner Rebe es ist damit bewiesen, daß Schenk zu einer Zeit, Bölle. Er verweist zunächst auf die bösen Nachlungssprache bestimmt werde. Da der Vor- wurde er nämlich mehrmals von dem bort an- da er noch der sozialdemokratischen Partei ange- richten über Fabrikssperrungen und Betriebsredu zierungen sowie auf den Umstand, daß das Aktifigende diese Forderung natürlich ablehnte, er- wesenden Genossen Dr. Strauß aus Prag auf- hörte, von Kommunisten Geld genommen hat. hoben die Fascisten ein furchtbares Geschrei. gefordert, anzugeben, wer ihm das Geld zu den In den Augen aller anständigen Arbeiter, bum des tschechischen Außenhandels beständig Trotzdem fich der Borsigende zweimal an den Res Versammlungen, in denen er über Rußland be- mögen sie nun Soz aldemokraten oder Kommuni- finke. Dem tönne man nur durch Arbeit ent gierungsvertreter wandte, griff dieser nicht im richtet hat und in denen er für die kommunistische sten sein, ist Schent damit moralisch gerichtet, denn gegenwirken durch industrielle und landwirtmindesten ein, so daß bei dem steigenden Sera- Partei Propaganda gemacht hat, gegeben habe. er hat zur Beit, als er der sozialdemokratischen schaftliche Produktion. Dann heißt es weiter: wall die Einberufer gezwungen waren, die Ver- Schenk versuchte es mit verschiedenen Ausflüchten, Partei angehörte, als er angab dieser Partei noch fammlung zu schließen.( Die Meldung der tsche- worauf ihm Genoffe Dr. Strauß die Frage stellte, treu zu dienen, von einer anderen Partei Geld chisch- nationalistischen Presse, daß die Versamm- er solle flipp und flar antworten, wer ihm das empfangen hat, also ine Tat begangen, die moralung vom Regierungsvertreter aufgelöst worden Geld für die Versammlung gegeben hat, die seiner- lisch verwerflich ist. Selbst die Kommunisten fei, ist eine bewußte Falschmeldung.) Nach der zeit im Café Nizza" stattgefunden hat. Schenk müssen sich für ihren neuesten Gesinnungsgenossen Auflösung fangen die Fascisten das de domov antwortete nun, daß er das Geld dazu von dem schämen und tein anständiger Sozialist wird mit muj" und das„ bej Slovane". Da die deutschen bei der kommunistischen Partei befindlichen und dem Judas- Schent mehr etwas zu tun Versammlungsteilnehmer dabei nicht die Hüte als Führer der kommunistischen Zelle unter dem haben wollen. abnahmen, fam es zu argen Zusammenstößen. Die Anzeige auf Grund des Terror Säbel, wenn ein Versammlungsteilnehmer nur| Gallas in Betracht gekommen. Nun aber hat gesetes ist bereits erstattet. Bon den Fascisten, die übrigens zum größten Teil aus mit der Wimper zudt; gegen Sozialdemokraten sich eine politische Partei, die Winter nicht nennt fungen Beuten bestanden, fonnten bisher und Kommunisten erscheint ihnen die schärfste zweifellos find damit die tschechischen Sozia nur ein Professor Javuret und ein handhabung des Versammlungsgesetzes noch zu listen gemeint in die Sache eingemischt und Diener des Oftrauer Kreisgerichts fanft. Die kleinen tschechischen Mussolinis aber verlangt, daß drei Direttoren ernannt werden, festgestellt werden. Die tschechisch- nationalistischen laß man gewähren. Also müssen wir von denen einer ihrer Partei angehöre. Winter Blätter behaupten in ihren Sieg"-Meldungen, felbst zum Rechten sehen. Die Stö- ging auf diesen Wunsch nicht ein, weil er mit der daß die Tagesordnung der Sprachenverordnung rung von Versammlungen politischer Wider Ernennung eines Direktors, der nicht fachkundig und der tschechischen Verhandlungssprache in der facher", so schreibt die„ Prager Presse", ist eine ist, nicht einverstanden war. Das Geld für den Oftrauer Gemeinde galt. Auch das ist eine Lüge. üble Praris, die sich so ziemlich in allen Ländern Gehalt dieses Direktors würde vollständig hinausDie Tagesordnung lautete: Die innere und vorfindet". Nun, so eine allgemeine Erscheinung, geworfen worden sein. Da aber die ganze Angeäußere Politit der Tschechoslowakei". mit der ganz Europa paradieren könnte, ist der legenheit eine politische war, verständigte Winter Fascismus Ostrauer Marke denn doch nicht, den den damaligen Ministerpräsidenten Svehla, der das Regierungsorgan da in einem Atem ableh- aber die Angelegenheit bis zu seiner Demission nen und beschönigen möchte. Jedenfalls aber nicht bereinigen konnte. Vom Ministerium Cerny wird der tschechische Fascismus, wenn er sich wei- wurde der vorläufge Ausweg gefunden, daß ter so ausleben wollte, weder durch gütliches Qu- Schönbaum zum amtierenden Mitglied des Borreden noch durch das sanfte Dreinschauen der Re- standes ernannt worden ist. Damit ist die Frage gierung beseitigt werden. Hier heißt es für die freilich endgültig noch nicht erledigt. Betroffenen, und das werden nicht friedliche deutschdemokratische Bürger, sondern zuvörderst die Arbeiter sein, sich zur Abwehr bereit Also von Mähren und Schlesien her verfucht der tschechische Fascismus mit organisierten Aktionen zu beginnen. Vor kurzem erst haben die Fafciften ganz ähnlich eine deutsche Versamm lung in Sultshin terrorisiert, nun traten fie in Oftrau auf die Szene. Man wird dieses Auftreten nicht überschäßen: von den 150 Männlein, die Tschechofascio in Ostrau zusammengetrommelt hatte, war, wie wir erfahren, noch ein Gutteil von auswärts herbeigeholt. Immerhin ist das " halten! Um die Direktion der Zentral. versicherungsanstalt. Das Gehaltsgesek. ,, Eine der Hauptursachen der drohenden Krise ist die Unmöglichkeit einer geordne ten Außenhandelspolitik wegen der nicht ge regelten Frage des landwirtschaft. lichen Bollschutes, des Getreides und des Viehs, was uns hauptsächlich bei der Verhandlung eines Vertrages mit Ungarn hindert, und ferner bei der endlichen Regelung unseres wirtschaftlichen Berhältnisses zu Polen, zu Sübslawien und zu Rumänien, also zu unseren wichtigsten historischen Abjabgebieten. Alle diese Agrarstaaten rechnen sicherlich damit, daß unser Staat seine Landwirts schaft nicht ohne Schutz lassen werde. Aber ein Staat, der ein Staat sein will und die Staatsraison nicht allein im Abschluß harmloser Schiedsberträge sieht, muß wenigstens wissen, was die Volkswirtschaft will und wollen tann. Aber um Außenlandsverträge sich kümmern und dabei sich zu Hause deshalb streiten, ob Agrarzölle überhaupt, oder welcher Art sein sollen, ist nicht nur eine sünd. hafte Schädigung des Staatsprestiges, sondern auch eine der schädlichsten Grundlagen für das soziale Leben des Staates. So geht es ent schieben nicht weiter, und soll der Staat seine jetzige Position erhalten, muß es jeder Par tet unmöglich gemacht werben, mit ihrem Ginfluß die Handelsvertragsverhandlungen mit dem Auslande zu stören Pflicht der Parteien zum Staate ist es daher, daß schließlich die Frage der landwirtschaftlichen Bölle gelöst werbe... Die Stärke unserer Republil ist bisher ber relativ gefunde Stand unserer Landwirtschaft, die Festigkeit unserer Krone und alles, was diese Stabilität möglich macht. Wenn wir dies nicht festzuhalten vermögen, weil wir aus Parteirüdsichten uns nicht auf den Grundlagen unserer Handelspolitik zu einigen vermögen, dann machen wir uns nicht bloß eines Verbrechens am Staate schuldig, sondern auch an der Demokratie, von der bei uns jeder so viel und so oft überflüssig spricht und am Parlamentarismus, der die Grundlage unseves politischen Lebens bildet." .. Daß die so arg mißbrauchte Demokratie nun fogar schon herhalten soll, um ein Argument für die Einführung von Getreidezöllen zu bilden, ist doch zu stark. Bemerkenswert ist, daß nunmehr auch schon die Nationaldemokraten, die als Vertreter einer vorwiegend städtischen Bevölkerung doch nicht für eine Verteuerung der Lebensmittel auftreten sollten, nunmehr so offen für die ErWährend es anfangs schien, daß die Beratungen der Regierung, mit den Vertretern ber ratungen der Regierung mit den Bertretern der aber doch schon der zweite ernste Fall und es ist tschechischen Gewerkschaften deutsche Staats fraglich, ob es sich da, wie die Prager Presse" so angestelltenorganisationen wurden in diesem schön meint,„ nur um eine episodarische Ver Lande der Demokratie natürlich gar nicht heranirrung lokaler Art handelt". Bei der fleinen gezogen ergebnislos verlaufen wird, find jetzt Partei der Deutschdemokraten fängt man an und Bekanntlich ist unter den ehemaligen Koaliti- die Aussichten für den Abschluß der Verhandlun da das Proberennen immerhin einen Erfolg onsparteien ein schwerer Kampf um den Direktor- gen etwas günstiger geworden. Unter den tschebrachte, nämlich die Zerstörung der Versamm- posten der Zentralversicherungsanstalt entbrannt. chischen sozialistischen Parteien ist, wie das„ Pravo lung, so könnte wohl in waderen Fascistenherzen In einem Artikel des ehemaligen Fürsorgemini- Bidu" meldet, die Auffassung vorherrschend, daß die Sehnsucht nach Wiederholung in womöglichsters Dr. Leo Winter im Pravo Lidu" wird die gewerkschaftlichen Organisationen, die den größerem Maßstabe noch wachsen. Und da gilt es der Deffentlichkeit darüber einiges erzählt. Win- beiden tschechischen sozialistischen Parteien naheeben, gerade für die Arbeiter, erhöhte ter hielt es für selbstverständlich, daß zum stehen, gemeinsam vorgehen sollten. Der jetzige Wacht und Bereitschaft zu halten. Es ist Direktor der Anstalt der Hauptschöpfer des Ge- Stand der Verhandlungen ist der, daß die tsche uns verflucht wenig damit gedient, wenn das fetes, Professor Schönbaum ernannt wird, chische Sozialdemokratie Veränderungen an der Prager deutsche Regierungsorgan jetzt von den der in jeder Hinsicht für diesen Posten die Fähig ursprünglichen Vorlage in 45 Punkten verlangt, Fascisten, versteht sich von wegen des Auslands, leiten befize. Schönbaum lehnte aber den Posten während die tschechischen Sozialisten ihre Forde vorsichtig abrückt. An Ort und Stelle, dort, wo aus zweierlei Gründen ab: erstens, weil er durch rungen in 5 Punkten zusammengefaßt haben. Die der Vertreter der Regierung saß und dem Treiben einen Vertrag mit der Allgemeinen Bensions Ungeduld unter den Staatsangestellten ist groß der Fascisten stumm und vielleicht auch wohlge- anstalt gebunden sei und zweitens, weil er sich und es wird, nach dem genannten Blatte, die fällig zusah. hat sich's ja erwiesen, was man von wissenschaftlichen Arbeiten( Schönbaum ist Uni- Meinung vertreten, daß sich die Gewerkschaftsdieser Seite zu erwarten hat. In Arbeiterver- bersitätsprofessor) widmen wolle. Als zweiter organisationen und die politischen Parteien des sammlungen rasseln die Serren sofort mit dem wäre dann der Mitschöpfer des Gesetzes Dr. tschechischen Volkes in dieser Sache einigen mögen. füllung der agrarischen Herzenswünsche eintreten. das Blatt( wie gewöhnlich) an mehreren Stellen| biel, daß er schon in seinem zwanzigsten Lebens-| ansehen konnte, entschloß er sich endlich, die geLonfisziert und der aufgebrachte Kamelot stellte jahre für sehr wohlhabend hätte gelten fönnen, richtliche Stlage zu erheben, mit der er den Aus sich an eine Straßenede. wo er zu schreien be- wenn er nicht seine gesamten geschäftlichen Anschluß des alten Neuerers" aus dem Gesell gann: Das Weiße ist Wahrheit, das Schwarze gelegenheiten auf das forgfamfte geheim gehalten fchaftsverbande der Firma anstrebte. ist Lüge!" hätte. Trotzdem verließ er nicht das Owensche Durch die Bemühung eines geschickten Advo Er wurde natürlich sofort verhaftet, aber Unternehmen, wo er inzwischen Geschäftsreisenseine Furchtlosigkeit gefiel dem zufällig vorbei- der geworden war, sondern fagte sich nur von gehenden menschenfreundlichen Automobilfabri- den Radikalsozialisten wieder los und trat zu der fanten Owen so sehr, daß er sich vornahm, den sozialreformatorischen Partei über. Jungen aus dem kommunistischen Sumpfe" herauszuführen und aus ihm ein brauchbares Das Palais des Multibillionärs Matador Glied der menschlichen Gesellschaft zu machen". Chrysopras lag im schönsten Teile des Garten- Er gab ihm die Stelle eines Laufburschen in viertels von Nordville, der Hauptstadt des Nor- feinem Großunternehmen und der Junge zeigte dens von Utopien, die zugleich Sitz der Regie- fich hier so anstellig. daß er nicht nur das volle rung, des Parlaments und der Mehrzahl der Vertrauen feines Chefs gewann, sondern auch Zentralbehörden war. Seinem Besiyer hatten bald einige Kleinere Fabrikationsgeheimnisse hernamentlich zwei Eigenschaften zur Berühmtheit ausfand, die er sehr vorteilhaft an eine Kontur verholfen: ein geradezu märchenhafter Reichtum renzfirma verkaufte. So sammelte er sein erstes und ein bewunderungswerter Wohltätigkeitssinn. Investitionskapital, das später in ungeahntem Selbst hatte er sich einmal geistreich mit einem Maße wachsen sollte. Es muk bemerkt werden, feinen Anflug von Humor geäußert, daß gerade- daß er, dem Wunsche seines Wohltäters gehorso, wie die Not im Menschen notwendig verbrechend, sofort die kommunistische Partei berlich cherische Triebe erzeuge, Reichtum ihn unweiger- und der Organisation der Radikalsozialisten beilich in die Arme der Humanität treibe. 7 Aus dem Tschechischen von Nichard Brandeis. Moral en gros. Ein Roman wider alles Herkommen Von Jiři Haußmann. 4. Rapitel. 3wei Selfmademen. trat. Es ist überflüssig, sich über das Leben des Nast einigen Jahren wurde ganz Utopien Matador Chrysopras weitläufig zu verbreiten. von einer furchtbaren Chorleraepidemie heimgeSeine Biographie steht in allen Lesebüchern von sucht. Der junge Matador, damals erst 16 Jahre Utopien, um den Schulkindern ein leuchtendes alt, erfaßte die Situation. taufte beizeiten für und nachahmenswertes Beispiel zu geben, wie es seine gesamten Ersparnisse Opiumpulver ein, l'eß möglich sei, sich durch Scharfsinn, Fleiß und sie liegen und verkaufte sie nach vierzehn Tagen Strebsamkeit auch aus dürftigen Verhältnissen zu mit hundertprozentigem Getvinne. den höchsten Zielen menschlichen Strebens emporzuarbeiten. Chrysopras war als Waisenkind in Nordbille zur Welt gekommen. Er hatte keinen Vater, feine Mutter fannte er nicht, er stand ganz verlaffen da. Im neunten Jahre seines Lebens trat er in die Jugendorganisation der kommuni stischen Partei ein und wurde Kolporteur der Beitung: Das rechte Rot". Eines Tages war taten gewann er tatsächlich den Prozeß und wurde so der ausschließliche Alleininhaber der rühmlich bekannten Automobilwerke. Sämtliche ,, humanitären" Einrichtungen seines Vorgängers Diese Partei stand damals auf Seiten der hob er natürlich sofort auf, entließ überflüssige Regierung und der strebsame Matador, der in ihr Arbeiter, die Löhne der verbliebenen sezte er bald als eifriger Jugendorganisataor zur Gel herab, führte eine neue, schärfere Arbeitsordnung tung gekommen war, erwarb sich ein gewiffes nach dem Taylorschen System ein, und nachdem Vertrauen, ja, fast die Achtung ihrer Führer. Er er sich von den Bürgerlich- Fortschrittlichen gesette es auch durch, daß sie durch ihren Einfluß trennt hatte, verstärkte er die Reihen der allder Owenschen Fabrik eine größere Lieferung von nationalingefeßesgrenzenfortschrittlichen Partei. Automobilen für den Staat erivirtien, wofür ihn Inzwischen siechte Owen geistig weiter dader erkenntliche Chef zum Geschäftsführer und hin. Die Abfertigung, die ihm das Prozeßversozusagen zur leitenden Kraft des Unternehmens fahren zuerkannt hatte, verteilte er an irgend vorrüden ließ. Infolge der Aenderung feiner welche obsture Wohltätigkeitsanstalten und starb fozialen Stellung hielt es der vorsichtige Chryso- zuletzt im Elend in einer Selinit für Neuropathen. pras für zwedmäßig, sich der bürgerlich- fortschrittlichen Partei anzuschließen. Aber auch bei Matador Chrysopras began nen sich mit der Zeit die Anzeichen jenes nach Die folgenden Jahre brachten dem genialen feinen eigenen Worten notwendigen Rorrelats jungen Manne manch schwere Prüfung. zum Reichtum zu äußern, nämlich des WohlDer alternde Owen machte ihn zwar zum tätigkeitsfinns. Er unterstüßte freigebig Stran Gesellschafter seiner Unternehmungen, aber zu- thäuser, Jrrenanstalten, Universitäten, die Heilsgleich führte er hier, offenbar von einer Art seni armee, fchrieb moralisch- belehrende Artikel für ler Einfalt ergriffen, allerhand törichte Refor- Kinderzeitschriften, ja, er legte fogar jeden Monat men" ein, die deren guten Ruf und Prosperität einen Teil seiner Einkünfte für irgendeinen geernsthaft schädigen konnten; er behielt nämlich heimen 3wed beiseite, über den er auch seinen auch alte, arbeitsunfähige Arbeiter weiter im vertrautesten Freunden lange nichts Näheres Sein so vervielfachtes Vermögen benüßte er Dienst, gründete für sie Büchereien, Bäder, Fa- mitteilen wollte. Freilich gewann diese Schwäche später, als im Lande wiederum eine katastrophale miliengärten, verkürzte die Arbeitszeit, zahlte so- niemals solche Intensität, daß sie ihn von seiner Mißernte, ja beinahe Hungersnot herrschte, zu gar besondere Zulagen, wenn eine Teuerung eigentlichen Erwerbstätigkeit abgelenkt hätte einem ähnlichen Manöver. Er hatte eine sehr eintrat, und benahm sich überhaupt fast so, als im Gegenteil, er war emsig bemüht, sein Grundgroße Menge Fleischkonserven angehäuft, die er ob er nicht zurechnungsfähig wäre. Lange er- tapital ständig zu vervielfachen, das ihn, obwohl dann nach und nach, und zwar zu einem immer trug Chrysopras geduldig, wenn auch mit es bereits mehrere Milliarden überstieg, doch höheren Preise auf den Markt warf. Späterhin Schmerz, das unbegreifliche Beginnen seines noch nicht voll befriedigte. Und das Glüd war zögerte er nicht, sich auf ganz gewöhnliche Valuta- Teilhabers. Als er aber den allmählichen Verfall ihm hold. spekulationen zu werfen, und verdiente dabei fo- ber ehemals blübenden Fabrik nicht länger mitFortsetzung folgt.) 20. 1926. Die Agrarier haben nun einmal die Führung der Reaktion übernommen und so müssen ihnen die anberen bürgerlichen Parteien eben dafür Vasallenbienste leisten. Gerade die Tatsache, daß sich die Bahl der Anhänger der Schutzzollpolitik mehrt, muz für die Arbeiterschaft ein um so größerer Anporn sein, den agrarischen Forderungen ein entschiedenes Nein entgegenzusetzen! Aus dem Parlament. Wie das„ Česke Globo" berichtet, soll noch diese Woche der Außenausschuß des Abgeordnetenhauses zusammentreten. Minister Dr. Bene& wird dort einen Bericht über die internationale Situation erstatten. In der nächsten Woche wird der Verfasfungsausschuß, der Gewerbe-, Budget- und Vertehrsausschuß zusammentreten. Die Ausschüsse werben den Handelsvertrag mit Japan, den Gefegenttourf über die Tätigkeit des Ministeriums ir öffentliche Arbeit in der Slowakei und andere Regierungsanträge behandeln. Das Hauptmntereffe ist natürlich den Verhandlungen der Parteien über die Staatsangestelltenvorlage zu gewandt. Eine schwere Versammlungsniederlage der Kommunisten. Kreibich fann in einer von Kommunisten einverufenen Volksverfammlung nicht sprechen. Der Rußlanbbelegierte Sthent wird von den Arbeitern niedergeschrien. Seite 3. Tagesneuigkeiten. Feinde des 1. Mai. Jn langen Kämpfen hat sich die Arbeiterschaft vor Jahrzehnten das Recht auf die Feier des 1. Mai als des Weltfeiertages der Arbeit erobert, allen Maßregelungen und Schikanen seitens der Unternehmer zum Troß. Als der Umsturz fam, beeilte man sich, die Arbeitsruhe Erst vor wenigen Tagen hat der Reichen Strauß- Prag und als Korreferent Schen an diesem Tage gesetzlich festzulegen, und so schien berger ,, Vorwärts" geschrieben, daß die Zeit nicht sprechen follie. Die Kommunisten fingen darauf- es, als habe der 1. Mai an seinem Kampfmehr fern sei, da aus dem sozialdemokratischen hin einen furchtbaren Radau an, aber es wurde charakter etwas eingebüßt. Drohten doch jetzt Ottakring Ostböhmens, das ist Jungbuch, eine ihnen sofort gezeigt, daß die Versammlung das nicht mehr Aussperrungen und Entlassungen, kommunistische Hochburg werden wird. Die Kom- Referat des Genossen Dr. Strauß unbedingt hören wenn die Arbeiter aller Betriebe an diesem Tag munisten vermeinten den ersten großen Schlag wolle. 50 Ordner traten in Funktion und brachten die Arbeit ruhen ließen und in Massenaufzügen in einer Versammlung zu führen, welche Samstag die fommunistischen Radaubrüder zur Ruhe, so für die Forderungen des Proletariates demon den 17. April stattfand und zu der neben Florian daß Genoffe Dr. Strauß, von lautem Beifall be trierten, ja sogar halb- und ganzbürgerliche Schenk, der in Jungbuch arbeitet, auch der grüßt, seine Rede beginnen fonnte. Der sozial- Parteien wie die Nationalsozialisten und die Abgeordnete Starl Streibich erschienen war. Die dentofratische Referent rechnete nun in fast drei Nationaldemokraten becilten sich, ebenfalls den Propaganda der Kommunisten für diese Versamm- stündiger Rede mit den Kommunisten im allge- 1. Mai zu feiern und so diesen Feiertag des lung ließ nichts zu wünschen übrig. Mit großen meinen und mit Schent im besonderen ab. Zu- Proletariates direkt zu entweihen. Plakaten, durch Zirkulare, Flugblätter und Bei- nächst zeigte er welch niederträchtige Demagogie Diese merkwürdige Nachkriegs- Begeisterung tungsnotizen madhyten sie auf das Ereignis auf die Kommunisten mit der Parole der Einheitsfront des Spießertums für den Arbeiterfeiertag dauerte Wilhelm Kiefewetter. meramt, das ſich da im größten Saale Jungbuchs betreiben. Unter dem Deckmantel der Einheitsfront aber nicht lange an und so wird in den größeren abspielen sollte. Die Kommunisten Oftböhmens gehen sie nach Jungbuch und wollen dort die ein- Städten der Republik nun schon seit einigen Zum ersten Jahrestag seines Todes. wurden zu dieser Aktion aufgerufen, in Ronferenheitliche Arbeiterorganisation zerschlagen. Ein Jahren vor dem 1. Mai ein zäher Kampf um Mitten im Kampf, inmitten der großen Auf einen Tag vor der Versammlung prahlten ein paar Schilderungen Sowjetrußlands, die Schent in bahnen geführt. Namentlich die bürgerliche Preſſe zen wurde alles durchberaten und vorbereitet. Noch gehend befaßte sich auch der Referent mit den die Arbeitsruhe auf den elektrischen Straßenerstehung der Natur, halten wir einen Augenblid Kommunisten in Ober- Jungbuch, daß fie allen feinen Versammlungen qab und legte an der Hand ist voll der rührendsten Argumente dafür, daß stille, um dessen zu gedenken, den wir im vorigen Störungsversuchen der Sozialdemokraten in der offizieller Mitteilungen der sowjetrussischen Presse auch an diesem Tage die Angestellten der elektriFrühjahr verloren: heute ist's ein Jahr, daß die Versammlung mit 80 Ordnern, von denen 30 mrit sowie der Aeußerungen führender russischer Kom- schen Bahnen wie sonst Dienst machen sollen. Die Nachricht vom Ableben Stiefewetters so wehen Gummiknippeln bewaffnet erscheinen werden, ent- munisten dar, daß Schent die Wahrheit über Sow- einen jammern um die ausfallenden Einnahmen, Schmerz in tausenden deutschböhmischen Proletarierherzen auslöste. Und auch heute wieder gegenzutreten entschlossen seien. jetrußland verſchiviegen habe, und daß seine Aus- die andern sind schrecklich besorgt um die Arburchzieht uns schmerzliches Empfinden bei dem Aber es kam doch anders, als man dachte. widersprechen. Schließlich befaßte fich Genosse Dr. monstrationsversammlungen im Zentrum der führungen den amtlichen sowjetrussischen Berichten beiter, die angeblich sonst stundenweit zu den DeGedanken, daß der prächtige, weise und gütige Troßdem der Agitationsapparat der St. P. C. vor- Strauß mit der Tatiit der Kommunisten und Stadt zu Fuß gehen müßten. Bisher haben die Kämpfer, der fein Leben so ganz in den Dienst züglich klappte und der letzte Mann, über den die des Proletariats gestellt hatte und dem insbeson Nommunisten in Ostböhmen verfügen, schon abends und unserer Partei in der Tschechoslowakei und Angestellten der elektrischen Unternehmungen die dere die Arbeiterschaft Ostböhmens so viel von um 7 Uhr im Saale eingerüdt war, nachbent communisten die Arbeiterbewegung geschwächt mocht trotz des schrecklichen Gedankens, daß ein wies nach, wie durch die Zerstörungsarbeit der volle Arbeitsruhe am 1. Mai durchzusetzen verihrer Zielflarheit und von ihrem Kampfeswillen mittels Autos, Eisenbahn, Fahrrädern aus Hohen- und die Arbeiterschaft materiell geschädigt wurde. richtiggehender Spießer an dem Tage, wo nirgends verdankt, nicht mehr unter uns weilt. Mehr aselbe, Proschwitz, Arnou, Schatlar, Parſchmis, ja Immer wieder von stürmischem Beifall unter gearbeitet wird und daher auch niemand ins ein halbes Jahrhundert ist Kiesewetter in den selbst aus dem tschechischen Gebiet, alles aufgeboten brochen, geißelte Genosse Dr. Strauß alle Sünden, Bureau oder in die Fabrik fahren muß, einmal bordersten Reihen der sudetendeutschen Sozial- wurde, wurde die ganze Aftion zu einer großen die die Komununisten seit Bestehen der kommunis eine furze Strede zu Fuß laufen müßte, um in demokraten gestanden, unermüdlich und uner Niederlage der Kommunisten. bittlich hat er dem Gegner Treffen auf Treffen gestischen Partei an der Arbeiterschaft begangen der nächsten Gartenrestauration vor der Stadt liefert, feine lebten Gedanken noch, als auf ihn im Saale anwesend, die Kommunisten in der Versammelten dem Referenten spendeten, war ein er habe einen weiten Ausflug gemacht. Schon um 7 Uhr waren etwa 1000 Menschen haben. Der minutenlange Beifallssturm, den die sein Bier trinken und dann behaupten zu können, den 72jährigen sich schon die Schatten des Todes fenkten, galten der Aufgabe des Proletariats, mit Minderheit, als Schenk und Streibich in den Saal Bekenntnis der Jungbucher Arbei- Seuer haben sich zu diesen Leuten auch die bem Bekenntnis zur Revolution auf den Lippen inzogen. Sofort fetzte von seite der sozialdemo terschaft zur Sozialdemokratie. hohen Bureaukraten aus dem Eisenbahnminitratischen Teilnehmer ein Entrüstungssturm ein, ist er verschieden. Wie fönnte er heute bergessen aus dem nur das Spottlieb auf Sereihich, Herr von erregten Ausrufen der Arbeiterschaft unter der verschiedenen elektrischen Bahnen ausgruben Dann fam Schent zu Worte, immer wieder sterium gesellt, welche die Konzessionsurkunden fein, wie konnten wir diesen ersten traurigen Ge- Leutnant, Herr Leutnant", das man in früheren brochen. Seine Rede wurde ihm zum Verhängnis, und aus der darinnen enthaltenen Verpflichtung benktag vorübergehen lassen, ohne das Bild dieses Jahren gefungen hat, hervorklang. Als Schent indem ihm nachgewiesen werden fonnte, daß er, zum ununterbrochenen Betrieb der Bahn seitens Mannes im vollen Maße wieder neu vor uns er Mannes im vollen Maße wieder neu vor uns er- gen halb 8 Uhr die Versammlung eröffnen wie wir an anderer Stelle berichten, zur Zeit, als der Stonzessionäre die Folgerung ableiten, daß stehen zu lassen? wollte, scholl ihm aus hunderten Arbeiterfehlen er noch Sozialdemokrat war, von fommunistischen eine Arbeitsruhe am 1. Mai unstatthaft sei und Der Todestag Kiefewetters- er ist uns weit mehr als gern geübte Pflicht der Erinne das Wort Berräter"," Judas“ und„ Abzug" ent- Funktionären Geld angenommen hatte. Als er die mit einer Strafe geahndet werden könne. gegen. Die Arbeiter wollten es auf keinen Fall Anwesenden zu provozieren versuchte, wurde die Diese Nachricht wird feine allzugroße Wir rung an einen geliebten und berehrten Vor dulden, daß Schenk die Versammlung eröffne. So Erregung so groß, daß er nicht weitersprechen fung auslösen. Die Straßenbahner werden sich lämpfer, dessen Persönlichkeit alle jene, die mit bald sich Schent nur zeigte, ging immer wieder fonnte. Die Arbeiter haben ihn gezwungen, von durch den Hinweis auf irgend einen Paragraphen ihm ftritten, niemals vergessen werden; die Er- der Lärm los. Endlich betrat Genosse Schöps die der Bühne ab utreten, nicht nur von der Bühne der Konzessionsurkunde, der die Straßenbahnge inerung an Riesewetter ist uns vielmehr Betrach- Bühne und die Wogen der Ervegung glatteten im Vortragssaal, sondern von der politischen sellschaften mit einer Stonventionalstrafe bedroht, ten und Versenken in eines der größten und ge- fich, so daß ein Präsidium, das aus lauter Sozial Tribüne der Arbeiterschaft in Nieder- Jungbuch an der Feier des einzigen Festtages, den das waltigsten Stücke der sudetendeutschen Arbeiter bemotraten bestand, die Genossen Erben und überhaupt. So hat die Versammlung mit aller Proletariat für sich hat, nicht hindern laſſen, ſelbſt geschichte, in das Helbenzeitalter der deutsch- Stirba führten den Vorsiß-, gewählt werden| Deutlichkeit sowohl Schent als auch Streibich, welch auf die Gefahr hin, daß ein paar Spießer raunböhmischen Sozialdemokratie, das bis auf unsere tonnte. Der Vorsitzende gab die Tagesordnung letterer in der Versammlung gar nicht zu Worte zen, wenn sie einmal zu Fuß laufen müssen. Ein Tage teiner lebendiger verkörperte als unser Stiese- bekannt und machte den Vorschlag, daß als Haupt gekommen ist, gezeigt, daß der kommunistische klassenbewußter Arbeiter wird sicher die Haltung wetter. Er war einer von jenen wenigen, die in referent in der Versammlung Genosse Dr. Weizen in Ostböhmen nicht blühen wird. der Straßenbahner vollauf billigen, selbst wenn er schwerster Zeit, als es noch halb als Verbrechen persönlich durch die Stillegung der Straßenbahn galt, sich Sozialist auch nur zu nennen, mutig am 1. Mai betroffen würde. die rote Fahne in die Hand nahmen, die mit Lleinen Häuflein die Vorpostengefechte für die spätere gewaltige Armee des sozialistischen Proletariats schlugen, die die Jahrzehnte härtester Verfolgungen mitmachten und ertrugen, ohne auch nur einen Augenblick an ihrer Aufgabe irre teilweise Mobiliſierung in der Türkei. Gegen angebliche italienisch- griechische Angriffspläne. Die Behörden aber handeln unflug, wenn sie durch derartige Maßnahmen sich auf den Justamentstandpunkt stellen wollen. Die Arbeiterschaft hat sich diesen Feiertag zu erkämpfen gewußt, sie wird ihn auch ebenso fraftvoll zu ver wenn die Arbeiterschaft durch solche behördliche Maßnahmen aufgerüttelt wird, uns fann es nur samer der Ansturm derer, die Sozialismus und der Angriffsplan Mussolinis in erster Stonstantinopel kommentieren die dortigen Blätter Staatsfeiertag wieder zum Stampftag des ProLondon, 19. April. Nach einer Meldung aus recht sein, wenn der 1. Mai vom offiziellen Sozialdemokratie ausrotten wollten, desto fester und unerschütterlicher standen jene Alten, deren Reihe gegen Kleinasien gerichtet ist, in sehr ausführlicher Weise die Gerüchte betreffs letariates wird. Dann wird auch jener KampfTreue zur proletarischen Sache, deren Hingebung und sie hat deshalb die Mobilisierung der jüngsten eines möglichen Konfliktes mit Italien. Sie gift wieder aufflammen, der die heutige Arbeiterund Opfermut, deren Unerschrockenheit, deren sechs Jahrgänge angeordnet, und zwar die Jahr- verweisen insgesamt darauf, daß die Situation bewegung fast aus dem Nichts geschaffen und zu Zukunftsglaube und Optimismus vielleicht nir gänge 1920 und 1925 samt den Reserven ds Jahr feineswegs abnormal ist, und glauben nicht daran, so hoher Entfaltung gebracht hat. Und dann gends größeren, edleren Ausdrud fand als in daß Italien grundlos einen Angriff gegen die wird auch die Voraussetzung für ein weiteres Riesewetter. Drum war es auch nur selbstver ganges 1926. Nach hiesigen Nachrichten haben Türkei unternehmen würde. Mit Befriedigung fiegreiches Fortschreiten auf der Bahn des Soziaständlich, daß die ostböhmischen Arbeiter ihrem Mussolini und Pangalos einen Geheimvertrag ab- wird aber festgestellt, daß die Regierung, welche lismus gegeben sein. Riesewetter alle iene Vertrauensstellungen ein- geschlossen, wonach die Türkei überrannt werden allen Eventualitäten von vornherein vorbeugen räumten, die den Besten gebühren, daß er der soll. Nach dem Vertrag soll die griechische und muß, Maßnahmen getroffen hat und treffen ersten einer war, die aus Deutschböhmen in das die italienische Armee gemeinsam die Türkei an- wird, wie sie die Vorsicht gebietet. Konstantinopel, 19. April. Die türki greifen und die Truppentransporte ioll die ita- teidigen wissen, wenn man ihn bedroht. Und zu werden. Im Gegenteil: je wütender das Ber- sche Regierung hat auf Grund vertraulicher Mit- lienische Flotte decken. felutionsgelüfte der Machthaber war, je gewalt teilungen einer Großmacht Kenntnis erhalten, daß Wiener Parlament entsendet wurden und daß die oſtböhmischen Arbeiter den greisen Willem" auch auf dem Boden des neuen Staates als ihren parlamentarischen Willensträger entsendeten. Der deutsch- russische Vertrag. Beruhigung im Ausland. Ein abgelehntes militärisches Bündnis? 3weideutiges Spiel Lichitscherins. Zwei Helfershelfer Sandners. Königswart, 19. April. Die bisherigen Untersuchungen in der Rockendorfer Mordaffäre haben ergeben, daß die Tat von Anton Sandner nicht allein, sondern unter der Beihilfe von Karl Ser onhöfer und Erich Ziegler, deren Noch sehen wir ihn vor uns, den schneeweiNamen wir schon in einem frühern Bericht geBen Kopf mit dem jugendlich feurigen Auge, noch hören wir ihn, wie er auf dem Aussiger Parteinannt haben, vollsührt wurde. Der Hergang war tag, als ihm anläßlich seines fiebzigsten Geburts- Berlin, 19. April.( Eigenbericht.) Auf der nießen, sind in das Geheimnis eingeweiht gefolgender: Sandner und Seronhöfer trafen sich am tages in tief gefühlter Herzlichkeit Glückwünsche Jahrestagung der deutschen Volkspartei in Stutt- wesen. Es wird angenommen, daß die Anregung dargebracht wurden, das Wort ergriff, und, fich gart hat der Reichsaußenminister Strese zu dem Patt von Rußland ausgegangen ist und Samstag im Wald bei Rockendorf, wo sie sich selbst als den im Innern immer jung Gebliebe- mann versichert, daß der. beabsichtigte Vertrag daß dabei auch ein militärisches Bünd- zuschworen, einander auf keinen Fall verraten nen bezeichnend, die Jüngeren und Jungen in mit Rußland keine Abkehr von der Politik nis vorgeschlagen wurde. Dieser Vorschlag zu wollen. Auch vorher hatten sie denselben der Partei leidenschaftlich aufrief zu immer bon Locarno bedeute. Die ganze Politik der deut- wurde allerdings nicht angenommen und man Schwur schon mit Ziegler in Königswart ge neuem Kampf. Und das ist's was als das viel- fchen Regierung sei darauf bedacht, unter An- einigte sich dann, die Verhandlungen über einen wechselt. Sie besprachen, den Raub zu gleichen Teilen zu teilen. In der folgenden Nacht voll leicht beste Erbe Stiefeletters auf die Genera erennung der Gleichberechtigung Deutschlands Freundschafts- und Nicht- Angriffsvertrag zu führten sie dann die Bluttat. Sandner begab sich tionen von heute und morgen übergehen möge; mit den anderen Mächten eine Befriedung Euro- führen. diese Glut der Begeisterung für den Sozialismus, pas berbeizuführen. Inzwischen hat der englische Das Urteil über den Vertrag wird man erst ins Haus, während diese ungeteilte Liebe für das große Wert des Außenminister die deutsche Regierung wissen fällen fönnen, wenn die Deffentlichkeit den InKronhöfer den Aufpasser spielte, Proltariats, diese unablässige Stampfbereitschaft lassen, daß Großbritannien dem Abschluß des halt genau kennt. So viel steht aber schon seht damit sie nicht überrascht würden. Als Sandner und Kampfeslust, diese Unbeugsamkeit gegenüber Vertrages mit Rußland nicht ungünstig gegen- fest, baß die Sowjetregierung ein zweideu bei seiner Arbeit durch das Erwachen des alten allen Schicksaalschlägen und das unerschütterliche überstehe und auch in Frankreich scheint jetzt eine tiges Spiel treibt. Ihre Absicht ist zweifel- Döllner gestört wurde, stürzte er sich auf ihn und Bewußtsein, daß da nur eine Straft vorhanden ist, rosigere Beurteilung der deutsch- russischen Ver- los, Deutschland von den Westmächten zu isolieren tötete ihn als ersten. Am meisten soll sich die die die ungeheure Aufgabe meistern tann: die handlungen, die in nächster Zeit zum Abschluß und ähnlich wie vor vier Jahren mit dem Ver- Dienstmagd Hoffmann zur Wehr gesetzt haben. Sozialdemokratie, in sich schließend den großen, gebracht werden sollen, eingetreten zu sein. trag Rapallo die sich anbahnende Aussöhnung Er schlug sie viermal mit der Sade über den besten Teil des klassenbewußten Proletariats, und Da die Plenarverhandlungen des Reichs- zwischen Deutschland und seinen früheren Kriegs- Kopf. Dann durchsuchte er Kasten und Laden ausertoren, die ganze Arbeiterschaft um sich und tages erst nächste Woche beginnen und diese Woche gegnern zu zerstören. Es wird auch noch festzu- und fand schließlich in einem Wäscheschrank eine zum Siege zu sammeln. Dieser felfenharte Glaube nur Ausschußsizungen stattfinden, konnten sich stellen sein, von wem die Veröffentlichung in den edertasche mit 3000 K, ferner 50 K in der gepaart mit einer sonnigen, von Biebe zu allem die Fraktionen noch nicht mit den deutsch- russischen Times" ammt. Die Version hat viel Wahr- Anzugtasche Döllners. Als Kronhöfer in der Schönen in der Natur getragenen Lebensbeja- Berhandlungen beschäftigen. Allgemein ist aber icheinlichkeit für sich, daß Tschitscherin da- Stube Schreie vernahm, wollte er Sandner hung, war vielleicht schönstes Stüd im reichen iest schon das Erstaunen darüber, daß der hinterstedt. Es ist die Befürchtung nicht von der mit einem Holzprügel zu Hilfe eilen, Wesen Wilhelm Kieferpetters. Hoffen wir, daß Reichstag von diesen Dingen erst durch die aus Sand zu weisen, daß der neue Vertrag ebenso doch bevor er kam, hatte Sandner bereits den davon ein Gutteil auf die nach ihm übergeht ländische Presse erfahren hat. Nicht einmal der wenig wie der vorhergehende irgendwelche günsti- Mord getan. Er teilte das Geld mit Kronhöfer und sorgen wir dafür, daß auch aus diesem Auswärtige Ausschuß ist davon unterrichtet wor- gen Folgen für die beiden Länder haben, dafür und teilte ihm mit, daß er die ganze Familie ers Grunde die Erinerung an diese lichte Gestalt den. Nur wenige Personen, die anscheinend die aber eine dauernde Verstimmung zwischen die schlagen mußte, da sie sich alle zur Wehr gesezt wach bleibe, die am Anfang des schweren Kam- besondere Gunst des Auswärtigen Amtes ge- Locarnomächte hineintragen wird. hätten. pfes der deutschböhmischen Arbeiterschaft stand. Seite 4. ren Anekdote darin auch die Fraße kapitalistischen ren Anekdote darın auch die Fraße kapitaliſtiſchen Geistes erkennen, der beim Geschäftemachen auch vor der größten Gemeinheit und brutalſten Roheit Eine Probeabstimmung über das Gemeindewurde. bestimmungsrecht. Ein Erfolg der Abstinenten von Langugeft. 20. April 1926. Rundfunk für Alle! Die dieswöchige deutsche Arbeitersendung. Wegen Verhinderung des Genossen Löwy mußte dessen Vortrag auf den nächsten Mittwoch verlegt werden. Morgen um 7 Uhr spricht Genosse Prof. Dr. Batter über Friedensbewegung und Jugend". Die feierliche Inbetriebsnahme der neuen Brünner Radiosendestation fand Sonntag in Anwesenheit des Ministers für Poſt- und Telegraphenwesens statt. Programm für morgen Mittwoch. Die Fraße des Kapitalismus. In einer der größten Städte Indiens wurde fürzlich ein Deliquent auf den Richtplay gcschleppt, als plötzlich ein reicher en ga Lischer Kaufmann dort mit einem Schreiben des Gouverneurs erschien, das ihm erlaubte, mit dem Todgeweih ten zu sprechen. Es fand zwischen beiden eine kurze Rücksprache statt, und furz darauf ge- Wie bereits gemeldet wurde, hat am Sonntag oder übertragen werden, sondern erlöschen sollen. währte man dem Delinquenten die letzte Bitte, den 18. April d. J. in Langugest eine Probe Für die dritte Forderung, daß neue Ansuchen ein paar Worte zu sprechen. Der Verurteilte abstimmung über die Frage des Gemeindebestim- um Schankbewilligungen abgelehnt werden sollen, redte sich auf und schrie mit Stentorstimme über mungsrechtes stattgefunden. Es war die erste Abstimmten von 758 Wählern und Wählerinnen 509 den Gefängnishof:„ Browns Schuhwichse( folgt ſtimmung, die vom Arbeitevabſtinentenbunde ver- Personen, also mehr als zwei Drittel. Stadt und Adresse) ist die beste." Danu trat er anlaßt wurde; es war auch die erste Abstimmung Diese Probeabstimmung, welche die erste und den Weg ins Jenseits an. Der Kaufmann hatte im deutschen Sprachgebiet Böhmens. Sie war des sicherlich nicht die letzte ist, welche der Arbeiterfich nämlich verpflichtet, den Erben deswegen in Langugeſt möglich, weil wir dort eine abstinentenbund veranstaltet hat, ist eine sehr Prag 11.30 Landwirtschaftsfunt und PresseHingerichteten für die eigenartige Reklame stramme Abstinentengruppe haben, die mit Unter- lehrreiche; fie zeigt uns, daß die überwiegende nachrichten, 12 Beitsignal, 14 Börsenachrichten, eine größere Summe auszuzahlen. ſtützung der sozialdemokratischen Jugend, die mit Mehrzahl der Bevölkerung mit den bestehenden 16.20 Nachmittagskonzert, 19 Deutsche Sendung -Diese Geschichte, die ein so verläßlich bir- der Abstimmung verbundene große Arbeit und Verhältnissen in der Frage der Schankbewilligun- Genosse Prof. Dr. Josef Batter:„ Friedensbewe gerliches Organ wie das„ Berliner Tage- Mühe auf sich nahm, sie war auch deswegen mög- gen nicht einverstanden ist, daß sie Anhänger der Benoffe Prof. Dr. Josef Batter:" Friedensbewe blatt" meldet, sollte man in die Lesebücher aller lich, weil unsere Aktion verständnisvoll vom Ge- demokratischen Forderung des Gemeindebestim- ten, 17.40 Warionettentheater„ Teufel auf Probe", gung allerlich, und Jugend".- Brünn: 14.30 Nachrich. Bürger- und Mittelschulen setzen, denn besser als meindevorsteher Genossen Friedrich und Ge- mungsrechtes ist. Es hat sich aber auch gezeigt, 19 Orchesterkonzert, 20 Proben aus Halévys Jü an diesem abscheulichen Beispiel kann man Er- meindesekretär Genossen Müller unterstützt daß, wie überall, auch bei uns die Probeabstim- din London: 21 Offenbach, Botpourri aus ziehung zur Menschlichkeit gar nicht vornehmen. mung ein vorzügliches Mittel ist, um die AufUm so besser natürlich, wenn die Leser dieser wah- in" Der Blaubart", 22 Orchesterkonzert. Paris: Langugeft, im Durer Bezirke, zählte bei der flärung über die Gefahren des Alkoholismus in 13.30, 17.45, 21.30 Konzerte. Berlin: 16 Sendeletzten Volkszählung 1769 Seelen; am 28. Auguſt die Bevölkerung zu tragen; die Bevölkerung wird Spiele„ Die Journalisten," Lustspiel in 4 Aften 1924 erhöhte sich diese Zahl nach Mitteilung des dadurch gezwungen, sich mit der Alkoholfrage zu von Gustav Freytag, 21.30 Sende Spiele„ LohenWeldeamtes auf 1886. Ungefähr 80 Prozent der befassen und über das Alkoholproblem nachzu- grin", eine Groteske von Kurt Gock.- Stutt Bevölkerung sind Arbeiter. Unter den Arbeitern denken. haben wiederum die Bergarbeiter die überwiegende gart: 20,, Das Glas Wasser", Lustspiel von Scribe. Ein nationalsozialistischer Agitator: Zech Mehrheit. Bei den Wahlen am 15. November 1925 bereitet durch eine Reihe von Versammlungen, in zu Leipzig:„ Der Troubadour" von Berdi. Die Abstimmung in Langugest wurde vor- Leipzig: 19.30 übertragung aus dem Theater preller, Dieb und Scheckfälscher. Einer von jenen genügten 883 Personen ihrer Wahlpflicht bei der nationalsozialistischen Agitatoren, die das Waul Wahl zum Abgeordnetenhaus; davon waren 377 welchen die Genossen Holitscher, Lieben, Breslau: 16.30 Unterhaltungskonzert, 20.25 Rül und Genoffin Pucher sprachen. In den Frauenchorlyrik. München: 20 Unterhaltungsnicht weit genug aufreißen können, war auch ein sozialdemokratische, 144 kommunistische Stimmen; letzten Wochen kamen unsere Agitatoren mit der fonzert. Frankfurt: 16.30 Konzert des Hausgewisser Schubert in Rußdorf. Zu seiner der Bund der Landwirte brachte 148 Stimmen ganzen Bevölkerung in Berührung, indem sie von orchesters, 20.15 Wiener Humor. Wien: 16.15 Charakterisierung genügt die Parole, die er zum auf; die tschechischen Parteien( ohne Kommunisten) Saus zu Haus gingen, die Stimmzetel und Flug- Nachmittagskonzert, 20 Was ihr wollt", Bustspiel Boltsbegehren über die Fürstenabfindung abgab: zählten 105 Stimmen. blätter verbreiteten. Plakate an den Ankündigungs- in 5 Atten von Shakespeare.- Zürich: 20 Jeder ehrliche Deutsche müsse für die Fürsten An der freiwilligen Probeabstimmung haben tafeln trugen zur Aufklärung bei. Die letzten Opernübertragung aus dem Stadttheater Zürich. " Jetzt hat sich herausgestellt, daß 826 Personen teilgenommen; bei einer Wochen vor der Abstimmung stand in jedem Hause, Schubert, der Angestellter der Natio- in der Wählerliste eingetragenen Wählerzahl von in jeder Familie, am Biertische, überall wo Mennalsozialistischen Partei Deutsch- 936 Wählern und Wählerinnen. Von diesen 936 in jeder Familie, am Biertische, überall wo MenWellenlängen der Stationen: Brag Lands iſt, wegen Zechprellerei, mehrfachen ge- Wählern fonnten unsere freiwilligen Mitarbeiter hen in Langugeſt zusammenkamen, die Alkoholmeinen Diebstahls usw. gebrummt hat. Seine und Helfer 48 Personen die Stimmzettel nicht zu frage zur Debatte; fast jeder war gezwungen, zu 368, Brünn 521, London 365, Paris 1750, Berlin Eltern haben ihm die Wohnung verwiesen, da ſtellen, weil sie verreist, verzogen oder verstorben diesem Problem Stellung zu nehmen, sich mit ihm 505 und 576, Stuttgart 443, Leipzig 452, Breslau diese völkische Leuchte sein Pumptalent selbst an waren; also 88 Wähler und Wahlerinnen erhielten beschäftigen. Es hat sich gezeigt, daß der Al- 418, München 485, Frankfurt 470, Wien 530, Zü. Hausbewohnern wiederholt versuchte. Und jetzt unsern Aufruf und den Stimmzettel. Von den foholfrage gegenüber nur geringe Bruchteile der rich 515. fißt er wieder in Untersuchungshaft 826 Personen, die an der Abstimmung teilnahmen, den Menschen ans Herz und treibt sie ohne Wahl- Anklagebank die Hauptbeschuldigten in ein HandBevölkerung gleichgültig bleiben tönnen; sie greift***** wegen Scheckfälschungen. Damit er waren 414 Frauen und 412 Männer. aber das Gefängnis mit dem Krankenhaus ver- Bei der Feststellung des Ergebnisses der Pflicht zur Wahlurne. tauschen konnte, fraß er zwar feine Juden und Probeabstimmung, welche in Gegenwart dreier Aus diesen Erfahrungen und Tatsachen gemenge, so daß der Prozeß unterbrochen werden mußte. Sozialdemokraten, wohl aber Glasscherben. Was Gemeindevertreter, des Gemeindefekretärs, der müssen wir Sozialdemokraten die richtige Folge- Eine Verkehrsordnung für das ganze Deutsche tut man nicht alles im Dienste der völkischen Er- Vertrauensmänner des Arbeiterturnvereines und rung ziehen. Wir müssen der Bevölke- Reich ist in Form eines vom Reichsverkehrsminider Arbeiterabſtinenten stattfand, wurden 18 Stim rung das Recht erobern, durch un- Reich ist in Form eines vom Reichsverkehrsminimen für ungültig erklärt; 50 Personen lehnten mittelbare Abstimmung über diese sterium ausgearbeiteten„ Entwurfs" zur einheit. nicht halt macht. neuerung! 200 Der kommunistische verantwortliche Rebal das Eintreten für die vorgelegten Forderungen ab, wichtige Frage der Volksgesundheitlichen Regelung des allgemeinen Fahrverkehres durch teur flüchtig. Gegen den sozialdemokratischen indem sie leere geschlossene Ruverts abgaben; sie zu entscheiden. Der Kampf um das Ge die Verkehrsvorschriften" der deutschen Länder ge Streisdeputierten Schuster in Spremberg waren dokumentierten auf diese Weise, daß sie den jetzt meindobestimmungsrecht ist nicht nur eine Lebens- schaffen worden. Da sich die Zuständigkeit des Rei in der Berliner Roten Fahne" schwere An- bestehenden Zustand für gut und nicht abände frage der Abstinenzbewegung, sondern auch ein hes nur auf den Kraftfahrzeugverkehr erstrect, fonnte von Reichs wegen feine allgemeine Regelung würfe und grobe unwahrheiten ge- rungsbedürftig finden, daß sie der Zahl der acht Sampf um Demokratie und Selbstverwaltung. richtet worden. Genosse Schuster stellte bei der mirtshäuser und der sieben weiteren Alkoholverdes Straßenverkehrs durchgeführt werden. Der Aussiger Parteitag vom Jahre 1923 der neue Entwurf lehnt sich im wesentlichen an die VerStaatsanwaltschaft Strafantrag gegen den Ver- teilungsstellen, also insgesamt 15 Schantstellen für deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei der ordnung über Kraftfahrzeugverkehr an und soll von leumder. Die Berliner Staatsanwaltschaft mußte faum 1900 Bewohner für angemessen erachten. Tschechoslowakischen Republik hat die Forderun- den Landesbehörden sinngemäß ergänzt werden. Er jetzt mitteilen, daß der Verfasser des beanstandeten Artikels nicht ermittelt werden Bon 758 Stimmberechtigten haben 681 Män- gen für alle Selbstverwaltungsförper" ergänzt und verlangt von den Fuhrwerken, daß sie sich in ver konnte und der verantwortliche Redat ner und Frauen fich für die erste Forderung, das sich für das S.B. R. ausgesprochen. Ein Weg zur fehrssicherem Zustand befinden und von ihren Füh teur flüchtig sei; das Verfahren müſſe daher ungefähr drei Viertel aller Wahlberechtigten wün- mungen, auf diesem Wege brauchen die Arbeiter- Er fordert, daß also Fuhrwerke während der Dunteur flüchtig sei; das Verfahren müsse daher heißt, für das Gemeindebestimmungsrecht erklärt; Eroberung des S. B. R. find die Probeabstim- rern, daß sie zur selbständigen Leitung tauglich sind. vorläufig eingestellt werden... schen, daß die Betvilligung zum Ausschank alkoho- abstinenten die Unterstützung aller Sozialdemo- felheit oder bei starkem Rebel beleuchtet werden und Selbstmordepidemic. Vor einigen Tagen mietete lijcher Getränke nicht mehr durch die Behörden fraten, aller Arbeiter. Die Genossen und Genos- dehnt die Vorschriften über die Fahrgeschwindigkeit sich in einem Gebirgsgasthofe Mährens ein Tourist( politische Bezirksverwaltung), sondern durch Ab- sinnen von Langugest, die Gesamtarbeiterschaft von vom Kraftfahrzeugverkehr auch auf die übrigen ein, der durch seine Erregung und Nervosität auf- ftimmung aller in der Gemeinde Wahlberechtigten Langugest hat uns zum erstenmale auf diesem Fahrzeuge aus. Wichtig ist die Anordnung, daß unfiel. Plötzlich verschwand er, und man wußte nicht, erteilt werde. Wege in vorbildlicher Weise diese Unterstützung bedingt die rechte Seite des Weges eingehalten wer wohin. Erst jest wurde er auf einem Baume etVon 758 Stimmberechtigten haben 417, alo gewährt und dafür gebührt ihnen der Dank der den muß und daß die Straßenbahn nur rechts überhängt aufgefunden. Aus einem Brief geht hervor, daß unglüdliche Liebe das Motiv war. mehr als die Hälfte, dafür gestimmt, daß frei- Partei und aller Alkoholgegner in diesem Staate. holt werden darf. Ueber das„ Vorfahrtrecht" beMUDr. Ernst Lieben. stimmt der Entwurf, daß an Straßenkreuzungen Am selben Tag erschoß sich bei Olbersdorf in werdende Schankbewilligungen nicht mehr erneuert das auf einem Hauptverkehrsweg sich bewegende Schlesien der gewesene Gendarmeriewachtmeister A. 200 Fuhrwerk gegenüber einem vom Seitenweg fomGans, der in letzter Zeit arbeitlos war. In menden Fahrzeug die Vorfahrt hat. Bestimmungen der Nacht von Dienstag auf Mittwoch verübte der über den Radfahr- und Fußgängerverkehr beschließen 45jährige Josef Riedel aus Bauchtel in einem Tropden Entwurf. pauer Gasthof einen Selbstmordversuch, indem er Gift zu sich nahm. Der Lebensmüde wurde im bewußtlosen Zustand in das Landesfrankenhaus überführt. Am Montag hat sich der 47jährige J. A. aus Mähr. Ostrau in selbstmörderischer Absicht am Friedhofe dortſelbſt die Schlagadern durchschnitten. Er wurde sofort ins Krankenhaus überführt und ciner Operation unterzogen. Die Aerzte glauben, ihn am Leben zu erhalten. In Freudenthal er hängte sich dieser Tage der Wirtschaftsaus gedinger Klos. Das Motiv dürfte in den leidaufgefunden. Eine halbe Stunde nach seiner Ber-[ mit einigen Kleidungsstücken zugedeckt. Aus den gung ist er gestorben. Bisher fonnte nicht festgestellt schweren Stopfwunden geht hervor, daß er auf die werden, ob hier ein Unglückfall oder Selbstmord selbe Art getötet worden ist wie der Diener. Die vorliegt. Alle diese Selbstmorde ereigneten sich weiche Joseph Macdonnells wurde in Einer, dem 187 Morde zur Last gelegt wer in den letzten sechs Tagen innershalb eines gar nicht seinem durch das Feuer in Mitleidenschaft ge- den. Wie die rumänischen Blätter melden, ist allzu großen Gebietes. zogenen Schlafzimmer entdeckt, und schließlich der berüchtigte und im gewissen Sinne auch be Druckfehlerberichtigung. In unserem sonn- fand man die Leichen der drei Frauen rühmte Bandit Tomescu, der König der tägigen Leitartikel Eine Niederlage des Boden- im Schlafzimmer der beiden Schwestern in einer Wälder und Berge", endlich von der rächenden amtes" haben sich einige sinnstörende Druckfehler Ecke ausgeschlichtet. Nachdem der Brand gelöscht Nemesis ereilt worden. Tomescu war der Sohn eingeschlichen. Richtig follte es im zweiten Abjat war, wurde festgestellt, daß in fast allen Zimmern eines Bauern in Mutein. Während seiner Miliheißen, daß 99( nicht 14) Prozent aller Benach Petroleum herumgegossen worden war, tärzeit beging er eine Insubordination und flüch teiligten der Weg zum Verwaltungsgerichtshof offenbar in der Absicht, durch Brandstiftung die tete darauf in die Berge Rumäniens, wo er ein verrammelt ist. Im dritten Absatz war davon Spuren der Untat zu verwischen. Die Polizei unstetes Leben führte und eine starke Räuberlichen Familienverhältnissen liegen.- Der An- die Rede, daß sich die Herren vom Bodenamte nahm zunächst an, daß einer der Toten die übri- bande um sich sammelte, mit denen er einen streicher Johann Quitta aus Marienberg war einer auf das Glatteis der Geseglosigkeit( nicht gen Familienmitglieder und die Bediensteten ge- Krieg gegen Gendarmen und Steuereinnehmer von den vielen Abgebauten. Früher war er Gesetzlichkeit) vorgewagt haben. tötet und dann Selbstmord begangen habe. Bei führte. Im Laufe von drei Jahren beraubte die immer ein lebensfroher Mann; seitdem er abgebaut Was den Zigarettenrauchern schon alles als näherer Untersuchung ergaben sich jedoch Anhalts- Bande etwa 150 Steuerbeamte und 40 reiche war, trug er ein gedrücktes' Wesen zur Schau. Tabak verkauft wird. Dieser Tage faufte sich ein punkte, die ein Verbrechen immerhin als möglich Kaufleute. Dabei ging es naturgemäß nicht im Seiner Gattin gegenüber äußerte er sich wiederholt, Arbeiter in einer Trafit in Oderfurt Bigaretten. erscheinen ließen. Von der Vernehmung dieser mer ohne Blutvergießen ab, und man legt Todaß ihn das Leben nicht mehr freue und schon ein- In einer Zigarette fand er anstatt Tabak einen Tragödie, die nach dem Ausspruch seit Menschen- mescu außer diesen 200 Raubüberfällen mal wollte er sich mit Langenessenz vergiften. Am 3 Zentimeter langen Nagel eingewickelt! gedenken des„ Coroners" als die schrecklichste in nicht weniger als 187 m orde zur Last. Seine 12. April sagte er seiner Frau, er wolle nach TrzyTaten hatten ihn unter den durch Steuern und nich fahren, um sich dort einen Posten zu suchen. hat sich fürzlich eine Tragödie ereignet, die eine Ein irischer Fall Angerstein". In Irland der Gegend betrachtet wird. Bichung der Klaffenlotterie. Bei der gestrigen Korruption bedrückten Bauern populär gemacht, Während sich die Frau beim Nachbarn befand und überraschende Aehnlichkeit mit dem Falle Anger- Biehung der 14. Klassenlotterie wurden die Grund- so daß diefe ihm gegen die Gendarmen Hilfe leistesich erkundigte, wann ein Zug nach Trzyniet ab- stein aufweist. In dem Landhause La Mancha" zahlen 18 und 38 gezogen. 100.000 K gewannen: ten. Man erzählt sich, daß einmal ein ungetreuer gehe, durchschnitt sich Quitta am Hofe mit einem bei Malahide, neun Meilen von Dublin entfernt, 195.218, 287.138; 70.000 K gewannen: 85.318, Steuereinnehmer einen großen Betrag unterRasiermesser die Kehle.- Mittwoch trant die lebten vier ältere Geschwister Macdonnell mit 196.418; 50.000 K gewann 116.818; 10.000 K ge- fchlug und angab, er sei von Tomescu beraubt 17jährige Trafikverkäuferin D. M. aus Witkowitz zwei Dienstboten, Mary Magowan und James wannen: 13.018, 154.818, 208.418, 152.618, 133.918, worden. Noch in der gleichen Nacht erhielt er in selbstmörderischer Absicht 100 Gramm Lysol aus. Unter fürchterlichen Schmerzen wurde sie ins Stran- Clarke. Eines Tages bemerkte der in der Nähe 181.518; 5000 K gewannen: 75.918, 156.918, 88.218, den Besuch des Banditen, der ihm die veruntreute fenhaus ü erführt, wo ihr der Magen ausgepumpt wohnende Gärtner, daß aus dem Landhause 225.118, 79.718, 157.718, 178.818, 99.518, 69.718, Summe abnahm und ihm für einen bereits nicht Nach Angaben der Aerzte wird sie am helle Flammen aufschlugen. Er fand das 188.818, 101.818, 7118, 83.618, 144.118, 35.638; mehr vorhandenen Teil des Geldes fünfzig, für Leben erhalten bleiben, aber mit schweren inneren Gartentor und die Küchentüre, die stets geschlos- 2000 K gewannen 46.318, 182.418, 122.418, 81.618, feine Gaunerei" weitere fünfundzwanzig StockVerbrennungen. Motiv: unglückliche Liebe. Am fen zu sein pflegten, weit geöffnet. Da die Flam- 159.718, 168.618, 27.418, 173.018, 137.518, 76.618, hiebe verabreichen ließ. Jetzt ist Tomescu dem selben Tag erschoß sich der 20jährige Student Oh. men ihm den Eintritt ins Haus verwehrten, rief 121.938, 208.518, 289.518, 138.718, 181.418, 18.118, Verrate eines Mitgliedes seiner Bande zum aus Reichwaldau. Er war sofort tot. Motiv: er aus Malahide Hilfe herbei. Die Beamten der 282.218, 72.318, 212.218, 72.018, 15.318, 190.918, Opfer gefallen. Der Verräter tötete ihn meuchunglüdliche Liebe.- Ein Soldat aus Kremsier Bürgerwehr stellten zunächst fest, daß die Eisen- 181.818, 167.818, 212.518, 182.218, 54.218, 75.818, lings, um sich selbst Straflosigkeit und die auf Tomescus Kopf ausgesetzte Prämie zu verschaffen. namens Ralus fam zu seinen Eltern nach Freistadt gitter eines Fensters entfernt waren. Durch das 16.118, 162.018, 61.238. Mord vor den Augen der Richter. Vor dem auf Urlaub. Dort wurde ihm mitgeteilt, daß er Fenster erblickten sie den auf dem Boden liegenEin Rüdschrittler. Der Potsdamer Schutzpolizeiunehelicher Vater geworden sei. Diese Kunde er- den Körper des Dieners Clarke. Die Leiche Schwurgerichte in Neapel fand die Berufungs- kommandeur hatte eine bekannte Berliner Sportsregte ihn derart, daß er in selbstmörderischer Ab- wurde aus dem brennenden Gebäude ins Freie verhandlung in einem Mordprozeß statt. dame unter dem„ bringenden Verdacht des groben sicht ein größeres Quantum Amoniak austrant, was gebracht. Der Schädel war ihm mit einem stump Der Angeklagte gebärdete sich äußerst aufgeregt. Unfugs" festnehmen und abführen lassen, weil er sic aber den erwarteten Erfolg nicht brachte. Nun ging fen Instrument eingeschlagen; Wunden an den Die Hauptbelastungszeugin, eine wegen ihres- Bubentopfes- für einen er aufs Feld und wollte sich auf einem Baum er- Armen und am Körper wiesen darauf hin, daß 65jährige Frau, wurde unmittelbar nach ihrer Mann in Frauenkleidern hielt. Der durch diesen aber beobachtet und vor dem er verzweifelt um sein Leben gekämpft hatte. Im Aussage, in der sie den Angeklagten belastete, und höchst zweifelhaften Menschenkenner belästigten Dame ficheren Tode gerettet. In Karwin wurde in anstoßenden Zimmer wurde der Leichnam dessen Schwager entlastete, von der Frau ist in einem Entschuldigungsschreiben des Berliner einen über 20 Meter tiefen Brunnen der Maurer- Peter Macdonnells aufgefunden. Er lag des Angeklagten durch einen Do! ch- Polizeipräsidenten die Einleitung einer Unterpolier Thomas aus Groß- Hoschütz besinnungslos mit zum Fußboden gekehrtem Gesicht und war stich getötet. Gleichzeitig gerieten auf der suchung in Aussicht gestellt worden. 20. April 1926. Die öffentliche Bibliothek in Leningrad ist jetzt mit 4,250.000 Bänden die größte der Welt. Durch bie Zusammenlegung mit der nach der Oktober revolution gegründeten Bibliothek der Weltliteratur und mit der Bibliothek des Palais Urizy hat sie bie Bariser Nationalbibliothek und die Bibliothef bes Britischen Museums in London überflügelt. risiert werben. Die Raubvögel, die ihre Nester auf dem benachbarten Wasserberg haben, schweben jeden Tag um Mittag über dem Dorf, ziehen ihre bedroh lichen Kreise immer tiefer und stoßen plöglich, sogar in die Hauptstraße herab, um vor den Augen der wütenden Bauern Geflügel, Ragen, fürzlich sogar einen fleinen Hund fortzutragen. Die Zuschauer sind hilflos, da ein Schutzgesetz die Vernichtung der Stein adler berbietet. Die Dorfbewohner fürchten, daß die Adler, die mit jedem Tag leder werden, auch die leinen Rinder angreifen fönnten. Wenn die Vögel in der Luft erscheinen, werden die Kleinen sofort in die Häuser gebracht. Die Bauern haben sich an die Kantonalbehörden gewendet mit der Bitte um die Erlaubnis, die Adler zu töten und mit Ansprüchen für den erlinen Schaden. ,, Was machen Sie mit den vielen Spizen?" - ,, Die verkaufe ich so den anderen Rranten." Gelb erspart?" Da haben sie sich doch schon ein bißchen Aber woher denn! Ich habe oft Sunger, und da muß ich mir etwas dafür faufen Laffen." Bekommen sie nicht genug zum Essen?" Dafür erzählt eine andere Frau: Die Stranke schweigt, häfelt schnell weiter. " Der Film. Seite 5. Mussolini und der Film. Es ist bezeichnend für den größenwahnsinnigen Duce, baß er in der fortwährenden Sucht nach immer neuen Reflamemitteln für seine hehre Per sönlichkeit schließlich auch den Film in seine Dienste Direkter Zug Calais- Rairo. Wie der Jeru falemer Berichterstatter der Londoner Morning gestellt hat. In der völlig richtigen Boraussetzung, Bost" zu melden weiß, beschäftigt man sich in daß man heute die breiten Massen am einfachsten Shrien und Palästina eifrig mit der Ausarbeiund dabei am sichersten mit einem Film verbummen tung eines großzügigen Eisenbahnprojekts, das fann, hat er einen Großfilm herstellen lassen, der gestatten würde, einen von Calais abgehenden Das Effen ist faft täglich talt, bevor Mussolinis Arbeitsstunden" heißt und Bug in ununterbrochener Fahrt nach Sairo zu wir es bekommen. Der Tee, ben wir trinken natürlich darauf abgestimmt ist, das Publikum in leiten. Die Vorbereite: ngsarbeiten für die große müffen, ist ärger als Abwaschwasser. Begeisterung zu versezen. Vor Ostern feierte man Binie, die über Mailand, Konstantinopel, Stutari, Manchmal ist er nicht einmal frijs ge.in Rom das fiebenjährige Gründungsfest der faſciBeirut und Haiffa führen soll, find schon ziemlich Ein Duell zweier Elefanten wird aus Jamtocht. Und dabei bekommen wir nur wenig, stischen Kampfbataillone, bei welcher Gelegenheit weit vorgeschritten, so daß man mit einer Ver- schedpur in Bengalen gemeldet. Die beiden Eleso baß man nichts davon hat.." dieser Film in allen größeren Lichtspielbühnen vorwirklichung des Projektes in nicht allzuferner Bu- fanten, die wegen der Führerschaft einer ElefantenMeine Bekannte, eine hohe Sechzigerin, Lieder und Melodien und die in jedem Kino anwe geführt wurde. Die Mufit spielte dabei patriotische unft rechnen darf. herde in Streit geraten waren, begannen am frühen derentivegen ich das Zimmer besuchte, erzählte 16 Buchthäusler ausgebrochen. Aus dem norb. Morgen ihren Kampf und fochten ihn einen ganzen mir über das Effen: ,, linlängst brachten mir Ver- enden Gruppen von Fascisten brachen bei den ersten Klängen ihrer Festhymne Giovinezza" in tosenden amerikanischen Zuchthaus in Tennessee sind 16 Sträf- Tag und eine Nacht hindurch aus. Als die erwandte Biscuits. Die durfte ich nicht es Jubel aus, wodurch sie natürlich auch das übrige linge unter Anführung eines berüchtigten Schwer- schreckten Dorfbewohner, die sich vor dem Wüten der sen. Dafür bekam ich zu Mittag am folgenden Bublifum, mitrissen", so daß es überall zu flam verbrechers, Lee Allen, aus dem Gefängnis ent- rasenden Tiere verſtedt hatten, aus ihren Schlupf Tage talte Kartoffeln und ein Stück menden Begeisterungsausbrüchen fam. Der Film lommen, indem Allen die Beamten, die sich den Aus- winkeln hervorkamen, fanden sie beide Elefanten tot hartes Selch fleifh. Dafür haben wieder selbst soll sehr geschickt und filmwirksam zusammenbrechern in den Weg stellten, mit einer Holzpistole in einer Grube liegen. meine Zähne nicht gelangt. So mußte ich gestellt sein, und zwar entrollt er im Rahmen einer in Schach hielt. Der Plan war schon lange borbe Wetterübersicht vom 19. April. Sonntag stand hungern." recht dramatischen Handlung, deren Höhepunkte nareitet und die erschreckten Wärter wagten angesichts das Wetter, besonders in der Slowakei und KarpaIch muß die Fragen möglichst unterfängtürlich bloß auf die Massen abgestimmt sind, ein ber ihnen entgegengehaltenen Atrappe, die einem thorußland unter dem Einflusse einer Störung über lich stellen, um einige Frauen überhaupt zum recht anschauliches Bild von dem Leben Mussolinis, Revolver täuschend ähnlich sah, keinen Widerstand Osteuropa. Stärkere Niederschläge fielen in Rajecte Reden zu bringen. ,, Werden sie in der Nacht den man in allen nur halbwegs möglichen Lagen a zu leisten. Die Berbrecher schlossen die Wärter in Teplice( 16 mm) und Raschau( 15 mm). Im We gut behandelt?" sehen bekommt. In seinem Arbeitslabinett, hoch a eine Belle ein und entkamen dann unbehindert. So sten, vor allem in Böhmen, war der Regen nur Meine Wärterin tommt immer sofort. Roß bei irgend einer Parade, dann wieder beim fort nach ihrem Entlommen verübten die Sträflinge stellenweise von größerer Ergiebigkeit. Eger melbet Dem Fräulein da brüben geht es nicht so gut. Empfang einer Gesandtschaft, in der Staserne, wie einen verwegenen Einbruch in eine Bant, wodurch ein Gewitter. Montag früh hat es sich im Westen Sie hat zum Beispiel vor ein paar Tagen in der er die Truppen inspiziert, in der Küche, wo er die ihnen eine große Summe Geldes in die Hände fiel. der Republik infolge vorübergehender Aufheiterung Nacht nach der Leibschüssel verlangt, und hat sie Menage loftet, im Kreise der Kriegswitwen und Der Polizei ist es bisher nicht gelungen, die flüch in der Nacht etwas abgefühlt. Gleichzeitig ist vom nicht bekommen. Waisen: mit einem Wort überall, wo er nur halbtigen Banditen wieder einzufangen. Westen her eine Niederschlagszone in Böhmen einwegs einen Eindrud schinden und den Massen seiner gerüdt; auf den Böhmerwaldkämmen fiel früh Anhänger in der Rolle eines Freundes und besorgSchnee. Wahrscheinliches Wetter von ten Vaters vorgeführt werden kann. SelbstverständDienstag: Wechselnd bis vorwiegend bewölkt, lich war sein Bild samt dem des Königs in allen Neigung zu Schauern, etwas fühler, Westwind. Kinos, die in Landesfarben geschmüdt waren, aufgehängt und mit Blumenkränzen, Schleifen, Aufschriften und ähnlichem Flitterwert auffällig gemacht. Die Kinobesiger sollen Bombengeschäfte gemacht haben, was ein flarer Beweis dafür ist, welch unermeßlicher Propagandawert heute dem Film zuzuschreiben ist, der ein erstklassiges Erziehungsmittel, aber ebenso gut auch eine furchtbare Waffe sein fann, Das festliche Toben der Fascisten, die durch den be lichteten Filmstreifen angeregt und entflammt waren, möge uns ein nachhaltiger Fingerzeig sein: wann werden wir den Film zur Ver breitung und Bertiefung unserer Beh ren und Anschauungen zu benügen be ginnen? H. W. S. Mbler, die ein Dorf bedrohen. Die Bewohner des leinen Alpendorfes Jllgau im Kanton Schwyz sind in die merkwürdige Lage gekommen, daß fie von zwei Paaren großer Steinadler geradezu terro Krankenzimmer Nr. 89. Ein Beitrag zur Brager Spitalsschande: 28 Kranfe in einem Zimmer.- Tragbahren als Betten. Die Babetoanne als Krantenlager. Kaltes Effen. Die Wafferleitung als Klofett. Schmußige Bettwäsche. Jeber Sandgriff toftet Trintgeld. Saluti algrorum erexerunt Josephus II. Leopoldus II. MDCCXC. Auxit et amplicavit Ferdinandus I. MDCCCXXXIX. ( Bum Heile der Kranten haben es erbaut Josef II. und Leopold II. im Jahre 1700, vermehrt und ausgebaut hat es Ferdi nand I. im Jahre 1839.) und in die Rübel hineinschauen. Daß er es nur einmal in feinem Leben tun kann, dafür bürgt der furchtbare Brechreiz beim Anblid des Rübelinhalts--Sie mußte dann ins Bett machen." Also auch hier anscheinend fleinlicher Menschenhaß, trotz des allgemeinem Elends! Doch weiter: Was geschieht in der Frühe mit dem Inhalt der Leibfchüsseln?" - ,, Der wird in die Muschel der Wasserleitung geschüttet." Das Aber das ist doch ganz unmöglich! wäre ja eine furchtbare Schweinerei Diese Frau kann es ihnen bestätigen." Und sie bestätigt es mir. Mein Blid fällt auf die Bettwäsche. Die Leintücher haben Böcher, die Stepp decken sind alt, die Ueberzüge vom vielen Wafchen schütter und ausgefranst. Wann haben Sie ihre Leibtwäsche betom men?" frage ich eine Patientin. Bei der Einlieferung. Das war und man hat sie ihnen bis heute, den 16. M. nicht gewechselt?" -Nein." 8. b. Eine alte, aus verwahrlosten Mietkasernen vertraute Tür führt in das Zimmer Nr. 89, das wir besuchen wollen. Es ist eines von den zwei einzigen der Frauenabteilung der genannten Klinit. Wer die Gefährlichkeit der Prager Stra ßen kennt, wird sich wundern, daß bei der Un menge fast täglicher mit Beinbrüchen und sonsti- für gen, chirurgische Eingriffe erfordernden Unfällen vei Bimmer für Frauen einer so wichtigen Selinit genügen müssen. Er möge sich trösten: das Wundern kann man beim Besuche dieser Bimmer berlernen. In goldenen Bettern leuchten diese Worte von der Torfront der in der Gasse beim Strantenhaus" gelegenen Allgemeinen Landeskrankenan stalt in Prag. Die Borderfront des Hauses, die diese denkwürdige Inschrift trägt, verrät auf den ersten Blick, daß die lateinischen Worte nicht trü gen: So baute man von 135 Jahren nicht nur Kasernen und Bulvermagazine, so baute man damals auch Spitäler. Der von ab Denn: In dem mäßig großen Zimmer Nr. 89 soluten Herrschern geleitete Staat tannte den find 24 Betten aufgestellt. 3 wifchen je zver Bürger nur als Soldaten, Beamten oder mur- Betten ist ein Raum von faum 50 3entirenden Steuerzahler, die Bauten, die dieser meter Breite frei, so daß gerade noch für Staat aufführte, mußten daher fein inneres ein fleines Tischchen Platz ist. Den freien Raum Wesen widerspiegeln: did und bombensicher die in der Mitte des Zimmers nimmt ein Tisch ein Mauern, talt und herrisch die Fassaden, eng und die Gänge, unfreundlich die hohen Zimmer. Es friert einem, wenn man diese Häuser sieht und gar erst, wenn man sie betreten muß. Im Jahre 1839 ist der Bau des Prager Krankenhauses vollendet worden, seither find nurmehr einige Zubauten und Neubaue aufge führt worden. April." am Keime Wäsche also, kein Plaz, fein Geld ein neues Krankenhaus Können Sie sich über ettvas besonders beschweren?" Vor ein paar Tagen nurßten wir alle gereinigte Jodoformbinden einrollen. Jebe Krante mußte mithelfen. Einige haben es bald fein lassen, weil sie Stopfweh von dem beißenden Geruch bekamen. Ein Besucher hat sogar Strawall geschlagen und erklärt, daß wir das nicht machen sollen, weil es nicht unsere Arbeit ist. Am Abend hatten war fast alle Ropfweh davon..." Sind Sie mit allen Krankenschwestern zu,, Sie haben viel zu tun. Und wenn man zwei Tragbahren, auf denen Lager für Kranke hergerichtet sind. Ein gleiches tranfrieden?" tenbett" steht noch beim Ofen. Gleich rechts beim Eingang ist ein Kind sogar in einer etwas sonst braucht, Badewanne untergebracht. Sieben Fenster, die auf einen engen Hof hinausgehen, erhellen das Zimmer, das ganz den Einbrud eines Feldlazarettraumes macht. muß man eben ein Trinkgeld geben." Warum?" Das ist jo Brauch hier. Die Strantenschwestern müssen sich doch auch neben bei etwas verdienen. Und wenn jemand nicht die Mittel hat, ein Trinkgeld zu geben?" Der muß halt schön bescheiden sein und muß die Schwestern tennen, die kleine Gefäl ligteiten auch ohne Trinkgeld machen. Aleribalismus die Verbummung der Bevölkerung Aleritalismus und Kulturfilm. Wie sehr der fördert, ist ja zur Genüge bekannt. Ein Schulbeispiel seiner vertrottelnden Tendens ist folgende Prager Meldung unseres H. W. S.- Mitarbeiters, die wir dem Berliner Film- Kurier" entnehmen: ,, Die Vorführung des tschechischen wissenschaftlichen Filmes Das Erwachen des Weibes" hat bei den latholischen Frauen Prags nicht gerade Freude hervorgerufen, wie aus dem Einspruch ihres Verbandes im Meritalen„ Cech" zu ersehen ist. Das Stüd wurde nämlich an einigen Prager Lehranstal ten den jungen Mädchen vorgeführt, was den katholischen Frauen arg wider den Strich ging. Der Verband erklärt Klipp und flar, daß er nicht dulden werde, daß in unseren Kindern das Schamgefühl durch solche Filme getötet und der heilige Geschlechtsberuf der Frauen durch öffentliche Kinovorführungen profaniert werde. Das Recht der Er. ziehung sei den Eltern von Gott verliehen und durch die staatlichen Gesetze garantiert und dieses Recht lassen sich die Katholiken von niemanden neh men. Also geschehen im Jahre des Heiles 1926 zu Prag, wodurch wieder einmal die gefährdete Moral gerettet worden ist. Wenn ich nicht irre, ist es Schiller gewesen, der einmal von einem ergeb nislosen Stampf der Götter geschrieben hat Boltswirtschaft. Kapitalistischer Profit. Banken und Aktiengesellschaften veröffentlichen foeben ihre Gewinne, aus denen hervor geht, daß das Jahr 1925 für sie ein fettes Jahr gewesen ist. Während man auf die Masse der Verbraucher immer mehr Steuern abwälzen will, ist von einer Heranziehung der besigenden Klassen zur Bedeckung der erhöhten Staatsausgaben keine Rede, obzwar trotz der von bürgerlicher Seite stets geschilderten traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse für die Kapitalisten die Bilanzen der Aktiengesellschaften durchaus nicht so schlecht sind. So kann die Unionbank einen Reingewinn bon 33 Millionen buchen, der für die nichtstuen den Aktionäre immerhin ein ganz schöner Profit wieder in einen Topf geschüttet, ist. Die Bant für Handel und Indu gewärmt und neuerdings zu mültrie hat ein Reinerträgnis von mehr als 23 en verwendet. Derselbe Borgang wieder- Millionen holt sich einigemal, bis jedenfalls das faul gewordene Wasser verdunstet Die Hauptgebäude stehen jedoch noch immer so da, wie sie den Anforderungen des Bormärz genügen mußten. In diesen 87 Jahren sinb Und in dieser für gesunde Menschen unauf dem Gebiete des Landes Böhmen unend erträglichen Enge müssen 28 Menschen liche Summen für militärische Objekte und froh sein, daß man sie überhaupt untergebracht Kriegswaffen ausgegeben worden, die Errichs hat. Ein junges Mädchen, das beim Sturz von tung eines modernen, allen derzeitigen und zu einem Gerüst einen Beinbruch erlitt, mußte eine fünftigen Anforderungen entsprechenden Kran ganze Woche lang täglich am Abend erit war Hunderterlei dieser kleinen Gefälligkeiten gibt fenhauses in der Hauptstadt der Republik fonnte ten, bis man ihm ein Bett freimachen bisher wegen Geldmangels nicht in Angriff tonnte; jest ist es glüdlich, ständig beim Ofen es täglich. Wieviel unbefriedigte Wünsche bergen genommen werden. Wenn man der Armee auf einer Tragbahre liegen und schlafen zu fön- sich da jeden Tag hinter den Lippen mancher mit fährlich 300 millionen für Investitionen zu nen. Dabei ist der steinerne Fußboden tellofen Frau, in deren Wohnung hungerige geben sich bemüßigt fühlt, dann bleibt aller natürlich ständig kalt, die Liegefläche der Stinder nach der kranken Mutter schreien! bings für tranke Staatsbürger kein roter Heller Tragbahre vom Boden kaum 20 Zentimeter ent- Zum Schluß erfuhr ich noch eine nette Gemehr übrig! fernt. schichte: Das talt gewordene Wasser der WärTreten wir einnial in die Krankenhaus geVon einem Medizinkasten sicht der gefreu- me flaschen und Wärmeschläuche wird stets nannte düstere Kaserne ein: eine Toreinfahrt von sigte Menschensohn, der natürlich auch hier für einem primitiven Zustand wie in einem Ab- die barbarische Einsichtslosigkeit der bürgerlichen Steigequartier an der Stadtperipherie fällt und Gefell chaft und ihres Staates herhalten muß, zuerst in die Augen. Das Pflaster des Fußbodens auf den namenlosen Jommer hilfloser Menschen ift holprig und staubig, die Wände sind schmutzig herab, die sich gegen die Brutalität der„ barmund verwahrlost. Der Portier bedeutet uns, daß berzigen" Gesellschaftsordning nicht wehren könsich die Tür des Zimmers Nr. 89 der Klinit des nen. Diese Menschen haben sogar Angst, dem Brof. Schloffer gleich- links in dem schmalen Fremden etwas zu erzählen, weil sie fürchten, Gang befindet. Solzstufen führen zu diesem daß man ihren Notschrei durch Vernachlässigung Gang entpor. Noch eine Tür und der Gang liegt bergelten wird. bor uns, schmal, dunkel und eiskalt. Wieder die Da liegt in einem Bett schon Erinnerung an Kasernengänge, nur der starke feit etwa einem Jahr Ich hatte genug. Der Leser, der mir bereinvillig im Geifte in das Krankenzimmer Nr. 89 wissen wollen. Ich konnte es nicht mehr erfahgefolgt ist, wird vielleicht noch dies oder jenes ren: die armen, bleichen Frauen formten ihre Schmerzlichen Gedanken nicht mehr zu Worten, als fürchteten sie, schon zu viel gesagt zu haben. aufzuweisen, die Böhmische stomptebant und Kreditanstalt tann mit einem Reingewinn von 38% Millionen Stronen paradieren. Aber auch die Industrieunternehmungen weisen ganz schöne Profite auf. .- G. von 11.2 Millionen und die Poldis So die Böhmisch- mährische Kolben hütte von 10.7 millionen. Sogar die Aktiengesellschaften aus der Kohlenindustrie weisen Schöne Reingewinne auf, troßdem fich der KohlenStarbolgeruch und ein undefinierbarer Ge- eine Frau aus einer Bahnstation an der Elbe, Ueberdies tönte bereits die Glode durch das Haus, bergbau in einer Strife befindet. Die Brüger tant deuten auf ein Krankenhaus! Die Ur- bie in Walde ausglitt und sich einen Süften- die Besuchszeit war zu Ende. lache des Geftants ist leicht ermittelt: Kohlenbergbaugesellschaft verzeichnet gelentsbruch zu og. Die Aerzte fönnen ihr Aus dem Tor des Krankenhauses quoll ein einen Reingewinn von mehr als 6 Millionen Neben jeder Zimmertür steht ein großer nicht viel helfen, sie übergehen sie jetzt be- Strom von Menschen. Ihren Gesichtern fah man eronen noch mehr als im Jahre 1924. Die Rübel, in dem gebrauchte Verbände, reits bei den Visiten. Frägt sie, ob es ihr bald es an, daß sie froh waren, nicht als Krante, son- Nord böhmische Kohlenwerksgesell blutige und efterbefch mußte Watte besser gehen werde, so sagen sie: Ja, man muß dern nur als Besucher in dem unheimlichen scha ft hat einen buchmäßigen Reingewinn von sowie Obstabfälle geworfen werden; entleert da erst schen". Na ja..."; dazu ein un- Sause veriveilt zu haben. Schnellen Fußes ver- 4.8 Millionen. So schaut also die Krise des werden die Kübel erst, wenn sie voll sind. geduldiges Achselzucken. Die Frau arbeitet fort- ließen sie die Stätte der Prager Spitalsschande. Kohlenbergbaues für die Herren Unternehmer, Die Dedel der Stübel schließen natürlich während an Spizen und sonstigen Häfelar- Ich müßte lügen, wenn ich sagte, daß ich ihre beziehungsweise für die kapitalistischen Nichtstuer, schlecht, jeder Vorübergehende känn sie abheben beiten Gedanken nicht geteilt hätte genannt Aktionäre, aus! nia. Gette 6. Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste tür Ihre Augen Gefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. VERSALE VERSALE WÄSCHT ALLEIN, SCHONT DIE WÄSCHE Kunst und Wiſſen. 20. April 1926. von Johann Strauß bestanden. Die Gutenberg".[ Spielen( 18 Siege, 2 Verluste, 2 Unentschieden) Sänger verfügen nicht nur über hinlänglich ſtart 68: 28 Tore und 28 Punkte. Slavia hat daher die besetzte, sondern vor allem auch passioniert singende größte Aussicht, die Meisterschaft auch in dieser Stimmen, die ihr kunstbegeisterter Chormeister Dr. Saison zu erreichen. StarI Nowad zu beachtenswerter Chordisziplin Länderspiele. Pilsen. Westböhmen( tschech.) erzogen hat. Vielleicht beschert uns dieser Verein Zürich. Ita einmal einen vorbildlichen A- capella- Volkslieder gegen Oberösterreich 7: 4( 3: 0). abend( Silcher- Brahms- Othegraven)? Für Ab- lien gegen die Schweiz 1: 1( 1: 1).- Düssel. wechslung und Stimmung in der Vortragsfolge der dorf. Deutschland gegen Holland 4: 2( 1: 1). Veranstaltung sorgten: als ausgezeichneter Rezitator Toulose. Frankreich geg. Portugal 4: 3( 2: 1). Dr. Armin Klein, der Komiler des Prager deut- Met. Elsaß gegen Lothringen 2: 1( 1: 1). schen Dilettantenvereines Egon Thorn und das Manchester. Schottland gegen England 1: 0 Quartett 2. Razka. ( 1: 0). -tsch. Sonntag hörten wir eine neue Elisabeth, Frl. Sofie Star st. Diese strebsame Künstlerin ist vor allem eine der äußeren Erscheinung nach illusionsvolltommene Elisabeth. Aber auch gesanglich hat sie sich in dieser Partie überraschend bewährt, was bei sprö den und wenig modulationsfähigen Organ der Sängerin doppelt viel bedeuten will. Denn Frl. Karst überzeugt nicht nur im deflamatorischen, im deflamatorischen, ihrem Stimmcharakter am besten liegenden Gesangsstile ,. sondern erwies auch im gebundenen Gesang ebenso viel Geschid wie gefangstechnische Tüchtigkeit. So gelangen ihr nicht nur die gesangsdramatischen Stellen der Bartie ausgezeichnet, sondern auch jene, die Pianokultur und Vollkommenheit der Kopftöne Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. erfordern. Auch darstellerisch hat diese Elisabeth Heute, Dienstag, 7 Uhr, Gastspiel 2. Kramer, Die immer zu interessieren vermocht. Die Titelpartie der Teresina".- Mittwoch, 7% Uhr: Das Spiel Oper fang diesmal wieder Herr Mácha; dar um die Liebe". Donnerstag, 7% Uhr: Der stellerisch reifer als früher und stimmlich mit auf- fröhliche Weinberg". Freitag, 7% Uht: fallender Festigkeit im Ton. Szenisch und allgemein- Der Selige", Brüderlein fein", Die musikalisch bot diese Opernaufführung mehr das Bild chlimmen Buben in der Schule". geschickter Improvisation als bewußter Gründlichkeit. Samstag, 7% Uhr: Die verkaufte Braut" Sonntag, 11 Uhr: Kammermusit; 2% Uhr Gastspiel Bepi Glödner- Kramer: Die Mama vom Ballett"; 7 Uhr: Premiere.„ Eugen Onegin". - ek. Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, Bant. beamtenvorst.: Die heimliche Brautfahrt". Mittwoch: Nidel und die 36 Gerechten". Donnerstag, Gastspiel Pepi Glödner- Kramer: Samstag und Sonntag, Gastspiele Gisela Werbezirk: Die Mama vom Ballett"- Freitag Sonntag, 3 Uhr:„ Der Turnen und Sport. Frühlings- Liedertafel des Gesangvereins Gutenberg". Daß man auch mit bescheidenen chorischen Mitteln der Kunst des Männergesanges dienen fann, bewies der Männergesangverein Gutenberg" Gutes, fröhliches Theater bot der samstägige in seiner diesjährigen Frühlings Liedertafel. Schon Einalterabend. Wohl sind die aufgeführten Stüde die Programmzusammenstellung dieser Veranstaltung bewies Geschmad und ganz ungleichwertig: Hermann Bahrs„ Der fünstlerisches Streben. Selige" ist ein modernes Milieuſtück auf der öffnete die Reihe der Chorvorträge, deren weitere Selige" ist ein modernes Milieustäd auf der Schäuflers kernig kraftvolles„ Lied der Arbeit" erGrundlage der nicht ungewöhnlichen Nachkriegs- Nummern ausschließlich aus Männerchören Schu- Mama Belifan". Familiensituation, daß der totgeglaubte Gatte plögberts und dem Männerchor- Walzer ,, Bei uns s'haus" wahre Jaloh" lich aus der Gefangenschaft heimkehrt und seine Frau zum zweiten Male verheiratet vorfindet. De Jahrelang hat er's draußen mit anderen Weibern gehalten, bis ihn doch die Schnsucht nach seiner im Grunde gemütvollen Bisgurn" padte, die wiederum erst in der zweiten Ehe die Vorzüge des„ Seligen" zu schäßen lernte. Die verzwidte Seelen- unb Rechtslage, in die das Dreigespann versetzt ist, wird mit viel Sunror zu einer aber durchaus nicht natürLichen Lösung geführt, einem tiefernsten Problem ift ba etwas gewaltsam Lustspielchorakter aufge. awungen. Davon abgesehen aber reich an Ergözlichem; insbesondere das Feilschen des Vor- und des Nachkriegschemanns, von denen jeder die gemeinsame Alte" loswerden will, wirkt überaus amüfant, zumal wenn die Darstellung so glücklich wie in den Händen Hörbigers, Stablers und der Medelity liegt. Ausgezeichnet war übrigens auch Herr Gabel in der Sprechrolle eines Armitschkerls von Rechtskandidaten, der sein waaches" Herz und seine juristische Gelehrsamkeit in den Dienst der Lösung des heiflen Konflikts stellt. Die Aufführung erzielte im bumbollen Haus einen Bombenheiterkeitserfolg.- Aus dem Nachkriegswien wurde man durch Leo Falls be wußt sentimentales Baudeville Brüderlein fein" nach Alt- Wien versetzt und auch hier durch eine gute Wiedergabe dieses Singspiels erfreut, das ficherlich zu dem Besten gehört, das die nachflaffische Operettenproduktion hervorgebracht hat. Die Damen Lord und Jenny und wiederum Herr Gabel teilten sich in den Erfolg. Zum Schluß, als das Publikum wegen der vorgerüdten Stunde ( man spielte bis 12 Uhr!) sich teilweise schon wie die schlimmen Buben in der Schule benahm, rollte Nestroys gleichnamige Burleske ab, die mit ihrem aus tieferer Wurzel entspringenben und drum zeitlosen Humor auch diesmal die Wirfung nicht verfehlte. Sörbiger erwies fich als Willibald neuerdings prädistiniert zum Nachschaffer Nestroyschen Geistes und Humors. Alles in allem ein wohlgelungener, wenn auch etwas in die Breite geratener Abend, für dessen musikalischen Teil die Herren Kapellmeister Singer und Gebert rechtschaffen verantwortlich zeichneten. 2. G. DFC. Amateure Meister des Gau„ Mitte" Sonntag in Budweis einen wertvollen Sieg über den auf feinen eigenen Platz schwer besiegbaren DFC. Budweis. Das Resultat 4: 3( 3: 2) ist wohlverdient und ein Verdienst der diesmal gut spielenden Stürmerreihe der Blauweißen, die im Sinterspiel einige Leute hatten, die den aufopfernd fämpfenben Budweisern nicht gewachsen waren. Schiedsrichter Schirmer( Preg) leitete das Spiel sicher. DFC. Amateure haben noch ein Spiel auszutragen, und zwar gegen die Sportbrüder, doch ändert sich bei Verlust ober Sieg nichts an dem Stand der Tabelle. des DFV. Die Amateure des DFC. erfochten am Ein Ligaspiel? Sonntag fand auf dem Sparta-| DFC. Brag absolvierte Samstag umb Sonnplate das Meisterschaftsspiel Bittoria Ziztov tag in Brünn zwei Spiele. Samstag schlug er gegen Sparta statt, das Viktoria mit 5: 1( 2: 1) den Brünner Deutschen Sportverein berlor. Viktoria hat mit einer gewaltigen Differenz glatt mit 9: 2( 4: 1). Die Blauweißen führ. herloren und man steht wie vor einem Rätsel. ten ein schönes Spiel, trotzdem sie sich für den Diese Mannschaft, die Spielerqualitäten befigt, wie nächsten Tag ihre Kräfte aufiparten. Sonntag trafie vielleicht kein zweiter Prager Klub aufweist, er- ten die Blauweißen dem SK Zidenice gegenhält eine solche Anzahl von Tore aufgebrummt, die über und vermochten auch diesen mit 6: 3( 3: 2) im Gegensatz zu ihrem winflichen Kön sicher zu schlagen. In beiden Spielen zeigte der nen steht. Die Art und Weise, wie diese Nieder- DFC. seine hohe Klaffe, indem er alle Register lage entstand, läßt auch den uneingeweihten ahnen, feiner vollendeten Stombinationstechnik austramte, baß hier etwas nicht stimmt. Und diese Vermutung die die Gegner vollständig verblüffte und das Puwurde auch im anwesenden Publikum kolportiert, blikum zu heller Begeisterung hinriz. Der Schiedsdaß dieses Spiel eine Schiebung war. Eine richter vom Samstag war besser als jener vom solche Aeußerung ist sehr schwer kontrollierbar, wir Sonntag. machen sie auch nicht zur Grundlage unserer Meimung. Aber das Publikum, speziell die ,, Klubtiger", werden ja wissen, wieviels geschlagen hat. Betrach tete man die Spielweise der Viktoria, so mußte man mahrnehmen, daß ihre Stürmer sehr oft einen aussichtsreichen Ball ausließen, e infadh stehen blieben und zuschauten, was der Gegner mit dem Ball machen werde. Die Schüsse, die die Stürmer der Bittoria aufs gegnerische Tor abgaben, konnten an den Fingern abgezählt werden. soll die gefürchtete Schützenreihe der Viktoria gewesen sein, die sich da Sonntag produzierte? Das fann man jemandem weismachen, der die Viktoria noch nicht spielen sah. Ein Rückgang in der Form fann nie eine ganze Mannschaft befallen, wohl aber einzelne Spieler und daß das gerade ausschlaggebend war, ist bei dem relativen Können der Vittoria vollständig ausgeschlossen. Carvam brachte es zu wege, den Ball fast immer dem Gegner vor den Fuß zu servieren, so daß das Publikum seinem Unmut burch den Ruf Luft machte, ob denn Carvan für Viktoria oder Sparta spiele! Ueberhaupt zeigten sich im Hinterspiel der Viktoria dieselben Uebel, wie sie den Stürmern anhafteten. Einzig Benda zeigte mandymal schöne Arbeit; Bälle passieren, die ein anderer gehalten hätte. einen oder anderen Partei. Beim Stande von 2: 1 räumte das Publikum der Viktoria noch Ausgleichs. und eventuelle Siegeschancen ein. As sich aber Viktoria noch weitere drei Tore aufbrummen ließ, da ließ das Publikum in seinem Jubel nach, bis es beim lepten Tore fast gänzlich verstummte. Der Hereinfall des Publikums bei den Spanier Traget bet jeber Gelegenheit Euer Spielen hat Sonntag seine Wiederholung gefunden. Schiedsrichter Herites hatte seinen schlechten Tag. Parteiabzeichen!| Wagners„ Tannhäuſer" ist mit eine von den wenigen Opern des Bayreuther Meisters, die unser deutsches Theater ohne fremde Hilfe aufzuführen vermag. Sogar mehrfache Besetzungen fann sich unser Opernensemble in diesem Werke leisten. Am Genoffen! Kleine Chronit. Kultur und Hygien e. Gottheit und wurden in diesem Sinne von Priestern und Orakeln ausgenügt. Deutsche Sportbrüder Prag schlagen DBC. Sturm 2: 1( 0: 1). In diesem Meisterschaftsspiele sicherten sich die Sportbrüber, die derzeit ohne eige nen Play sind, den zweiten Platz in der Tabelle. Es war ein mit viel Glüd errungener Sieg, da die Stürmer" alles verschossen. SR. Slavia gewann Samstag ihr Ligaspiel trok Ersatz gegen S. Libeň 7: 3 und spielte Sonntag in Königgräb gegen die hervorragende 2: 1( 2: 1). Slavias Sieg war sehr schwer er tschechische Provinzmannschaft Hradec Kralove kämpft, da sich der Gegner kräftig zur Wehr sehte. Der Spielcharakter war jedoch fair. Die Slavia seigte ein Exhibitionspiel und erzielte demgemäß weniger Tore. - Weiterer Sonntagsfußball. Prag. Kladno gegen Bršovice 6: 4, Teufelst gegen AFC. 2: 1, Čechie Karlin gegen Slavoj Zizoo 3: 0, Čechie VIII gegen Meteor VIII 5: 4, čedhofloban Rošike gegen Slovan VII 5: 1, Sparta Rošike gegen Radlicky 4: 1, Čechie Smichov gegen Rapid 4: 3, Sparta Madno gegen Union Vršovice 1: 2, Kočehlavy geg. Braha VII 6: 1. Reichenberg. Akt. Pardubice gegen RSK. 3: 3, Amateure gegen Germania Warnsdorf 4: 2. Gablonz: DSK. geg. DSB. Leipa 4: 2. Karlsbab. R. gegen Viktoria Pilfen 5: 1, Sparta gegen DFK. Tochau 9: 3.- Pardubis. SK. Pardubice gegen Olym pia Stöniggräb 5: 2. Nimburg. AFN. gegen SK. Libeň( Prag) 7: 4. Mähr. Ostra u. Diana Kattowiß gegen SK. Mor. Ostrava 5: 1. ipiel um die ungarische Meisterschaft.- Wien. Breßburg. Ligeti geg. UTE. Ungvar 3: 0, EndWAC. gegen Slovan 2: 1, Rudolfshügel gegen Admira 3: 1, Sportklub gegen Wader 1: 1, Ama. teure gegen Simmering 4: 2, Rapid gegen Hertha 4: 2. Budapest. FTC. geg. RAC. 4: 1, UTE. gegen MTR. 1: 1, VAC. gegen 3. Bezirk 2: 1, Basas gegen BEAC. 3: 1, Törefbes gegen 38er FC. München. 2: 2, Nemzeti gegen ETC. 0: 0. 1860 gegen Karlsruher FC. 2: 1. Nürnberg. ASV. gegen Norden- Nordwest Berlin 5: 1. Frankfurt. Rheinbezirk gegen Mainbezirk 2: 0. 1 Hannover. Werder Bremen gegen Hannover 96" 5: 2, Holstein Stiel gegen Hannover SC. 2: 0. Stettin. VfB. Königsberg gegen T. 1: 0, Hamburg. Union Altona gegen Ottensee 8: 5. Berlin Tennis Borussia gegen 1. FC. Neuföln 4: 1.- Englische Liga: Arsenal gegen Suddersfield 3: 1, Aston Villa gegen Tottenham 3: 0, Bolton Wanderers gegen Sheffield 2: 1, Car. diff City gegen Notts County 4: 2, West Ham United gegen Everton 1: 0. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Berantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Holit FRANZENSBAD Das erste Moorbad der Welt. Die stärkste Glaubersalzquelle. Ueber die großen Heilerfolge bei Herzerkrankun gen. Frauenleiden, Kinderlosigkeit, Bluterkran kungen, Gicht und Rheumatismus und chronischer Stuhlverstopfung, sendet kostenlos ärztliche Broschüre sowie Auskunft über Kuraufenthalt die Kurverwaltung Franzensbad. Vom 8. April bis 31. Mal bedeutend ermäßigte Preise. Zimmer mit Pension von Kč 42.- aufwärts. 1123 Gesellschaft m. beschr. Haft. DRUCK- u. VERLAGSANSTALT empfiehlt sich den p. Behörden, Vereinen, Or ganisationen, Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen, Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen, Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten. Flug schriften, Fakturen. Briefpapieren usw in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieh Der Stand in der tschechischen Profimeisterschaft ist in der Spißengruppe nun folgender: 1. Sparta mit 17 Spielen( 14 Siege, 2 Verluste, 1 Unentschie ben), 79: 19 Tore und 30 Punkten; 2. Slavia mit 16 Spielen( 14 Siege, 1 Verlust, 1 Unentschieden), IN TEPLITZ- SCHÖNAU 83:18 Tore und 29 Punkte; 3. Viktoria mit 17 bler Nr reinigend und vorbeugend zu wirken durch Fasten, chen durch Kleiber fannten, und daß sie ungesunde Erbrechen und Klystiere. Sie erhielten vom Staate Häuser ant Auftreten von Ausschwigungen und farZu den ältesten sozialhygienischen Leistungen ge- Gehälter und mußten Durchreisende unentgeltlich bigen Ablagerungen erkannten. Die Volksvermeh hört die Bestimmung über Arbeit und Ruhe, die behandeln. Es gab besondere Militärärzte, bermut- rung wurde durch Frühehen und Eheberatungen gesich nach der den Böllern geheiligten Zahl richtete. lich auch Sklavenärzte, und den Beginn eines Kran- fördert und dadurch eine relativ hohe Kinderzahl und Alle großen Stulturträger früherer Beiten wa So entstand die aus sechs Arbeitstagen und einem fenhauswesen. Moses, der Pflegesohn einer ägypti- hohes Alter erreicht. en nicht nur Herrscher und Religionsstifter, son- Ruhetage bestehende Woche. Dabei wurde freilich schen Fürstin, war in der ganzen Weltweisheit sei- In Griechenland wurde auch Wert auf Diät dern sehr häufig auch Aerzte und Hygieniker, die in zunächst vielfach nur die Handarbeit anerkannt. Die ner Beit erzogen und wollte sie seinem Bolte zu und vor allem auf Gymnastik gelegt, die ja in den ihren Gesetzen von ärztlichen Beobachtungen und Er- Inder machten zuerst einen grundsätzlichen Unter- gänglich machen. Seine und Josuas Ueberlieferun- religiösen und nationalen Festspielen dieses Volkes fahrungen ausgingen und auf ihnen sozial weiterschied zwischen Hand- und Kopfarbeit und erkannten gen wurden später in der Thora als Geseze ein- eine hervorragende Stellung einnahm. So weist bauten. Männer wie Buddha, Konfuzius, Barathu die Bedeutung der Arbeitsteilung für die Kultur heitlich redigiert, wie sie die Leviten und Propheten Aristoteles auf den hohen Einfluß von Luft und stra, Moses u. a. konnten Religionsstifter und Füh- und der Vererbung der Anlagen für die berufliche zu ihrer Herrschaft über das Volk brauchten. Diese Wasser auf die Gesundheit hin. Bereits Solon hat rer ihrer Völker werden, weil sie schon über die Er- Eignung und Geschicklichkeit. Auch auf Vermeidung zum großen Teil sozialhygienischen Vorschriften wur- im 6. Jahrhundert v. Chr. die Prostitution geregelt fahrung envieler Geschlechter verfügten, zu deren erblicher Krankheiten wurde sorgfältig geachtet. Fort- den später durch Esra und Nehemia als Jahwe- und auf Staatskosten ein Bordell eingerichtet. Fast Durchdenkung sie sich in die Einsamkeit zurüdzogen. pflanzung war Pflicht. Die Ernährung war vor Dienst mit starren Gefeßen und großen Strafen um- in allen hellenischen Staaten gab es gutbezahlte Das ist der Sinn jeder Offenbarung, der 3wie- wiegend vegetarisch. Die tierischen Produkte waren geben. So gelang es, anstelle des Bluterbes einen Staatsärzte, in größeren Orten auch Gemeindesprache mit dem Höchsten". Fortgeführt wurde ihre nur mit Einschränkung und Auswahl der Tiere zu- geistigen Traditionswert strengster Erblichkeit zu ärzte. In Rom hat sich bis in die Kaiserzeit die Lehre dann von ihren Jüngern oder Priestern, die gelassen. Aehnliche Vorschriften finden wir bei allen figieren. Der Schwerpunkt bei diesen sozialhygieni öffentliche Gesundheitspflege so hoch entwickelt, daß sich zuweilen flugerweise auf Gefeßestafeln oder un- alten Kulturvölkern als Folge des Lebens in war- schen Gefeßen lag in der Vorbeugung. Auch die Un- ein Historiker erklärt, er erfenne den Grund zur kontrollierbare mündliche Ueberlieferungen bezogen, mem oder tropischem Klima. Auch die Pflege des wissenheit des Voltes wurde dabei flug benußt. So Größe des römischen Volks in seinen Wasserleitunin denen sie dann ihre eigenen Erfahrungen nieder- Körpers durch Massage und Atmung war üblich, hieß es, daß Waschen und Baden die bösen Geister gen, öffentlichen Straßen und Kloaken. Auch das legten und zuweilen auch ihre Herrschsucht zur Aus- und die Yoga- Philosophie kannte 840 Arten des vertriebe. Ein Bad wöchentlich war vorgeschrieben Badewesen stand auf hervorragender Höhe, und es wirkung brachten. Erst heute erkennen wir die Atmens, um verschiedene Gemütsstimmungen zu he- eine Forderung, die bei uns noch nicht einmal gab Militärärzte, Gemeindeärzte, Bezirksarmenärzte, Grundlagen ihrer zum Teil psychischen, suggestiven einflussen. Die, allgemeine Reinlichkeit und Mäßig- heute erfüllt ist. Die Speisegefeße scheinen fast un- Hof- und Leibärzte. Das Gesundheitswesen war in und hypnotischen Methoden. Sehr häufig schreden feit diente zur Bezähmung der Leidenschaften, und verändert von den Aegyptern übernommen worden Rom von den Fesseln religiöser Vorschriften befreit, diese Religionsvorschriften im Interesse der Gesamt- das geistige Moment trat im Laufe der Zeit immer zu sein, so das Verbot von Schweinefleisch, daß dafür aber zu einer Staatsangelegenheit geworden, heit nicht vor strengen Strafen bei Uebertretungen mehr in den Vordergrund. Schächten der Schlachttiere usw. Brot aus feinem mit einer staatsmännischen Einsicht für das öffent. -zurüd, wie z. B. wirtschaftliche und religiöse Isolie Bei den Aegyptern entwickelte sich schon früh Mehl war auf die Dauer als unzuträglich erkannt; liche Wohl, wie sie in unserer Zeit noch nicht wieder rung der Ausfähigen, Todesstrafe bei Chevergehen neben der Priestermedizin eine ärztliche Berufskunst. Kornmehl, das so durchgefiebt ist, daß der Geruch erreicht wurde, trotzdem wir uns einbilden, auf eine usw. Ebenso gelten Seuchen, Hungersnöte, Mißern- Gewöhnlich beschäftigte sich jeder Arzt nur mit einer der Kleie vollständig verloren ging, galt als unge- anßerordentlichen Stulturhöhe zu stehen. ten usw., die gewöhnlich auf gewaltige Naturereig- Krankheit. Die Zahnärzte konnten kunstvoll plom- sund. Heute wird das Mehl sogar gebleicht, um beniffe, wie Bullanausbrüche, Erdbeben, Ueberschwem- bieren, und die Gebisse bei den Mumien stellen groß- fonders fein und weiß zu scheinen. Bedeutungsvoll mungen, große Dürre u. ä. folgen, als Strafen einer| artige Leistungen dar. Die Aerzte suchten aber auch ist auch, daß die Beviten die Uebertragung von SeuAnna Blos( Stuttgart)