Nr. 251. adam Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. dinige and Norwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Soloneis zeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Big. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition. abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. 11 Die neue Kreuzfahrt. % Mittwoch, den 26. Oftober 1898. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Explosion furchtbare Folgen gehabt hätte. Die Bomben sollten offenbar in dem Augenblick geworfen werden, wo der deutsche Kaiser und der Khediv die Abdinstraße in Kairo passirt hätten, um sich ins Palais zu begeben. Da der deutsche Kaiser auf den Besuch in Egypten verzichtete, scheinen die Verschwörer ihren Blän geändert und sich entschlossen zu haben, das Attentat in Palästina auszuführen. Zu diesem Zwecke hatten sich einige Anarchisten bereits nach Jaffa und nach Jerusalem begeben, und einer ihrer Vertrauten sollte auf einem Packetboot der Khedivial- Gesellschaft die Bomben nach Jaffa bringen. Aus den bei den Verschwörern gefundenen Papieren konnte man die Namen aller Anarchisten, die sich nach Syrien begeben hatten, erfahren und sie nach Konstantinopel bekannt geben. Die Entdeckung der Verschwörung erfolgte unter folgenden Umständen: Vor einigen Tagen war ein Italiener in Alexandrien von einem Franzosen auf der Straße angefallen und erschlagen worden. Ilm die Person des Ermordeten festzustellen, hatte die Polizei die Taschen in den Kleidern der Leiche durchsucht und bei dieser Gelegenheit in einem Portefeuille einen kompromittirenden Briefe gefunden, worauf in der Wohnung eine Durchsuchung vorgenommen wurde. Hier wurden dann Briefe und andere Dokumente gefunden, aus denen hervorging, daß der Ermordete ein Anarchist und daß eine Ver schwörung gegen den deutschen Kaiser vorbereitet war. Hierauf wurde sofort der italienische Konsul Bardese benachrichtigt, und seinen Bemühungen sowie denen des Polizeichefs in Alexandrien, Obersten Harington, und dessen Beamten ist es gelungen, der Verschwörer habhaft zu werden. dabei England in der Gunst des Sultans weit überflügelt.„ Die anatolischenEisenbahnen sind unter deutscherLeitung, mit deutschem Kapital und mit deutschem Material gebaut. Mit einem aus Neid Die Blüthe der europäischen Ritterschaft zog einst in und Stolz gemischten Gefühle betrachten wir diese Fortschritte hellen Scharen nach den östlichen Gestaden des Mittelmeeres. deutschen Unternehmungsgeistes", schreibt der Sekretär des Was sie trotz aller blutigen Kämpfe und Verluste immer österreichischen Zentralverbandes der Industriellen in seiner wieder nach Osten vorwärts trieb, berklärte sich in der Studie über die wirthschaftlichen Verhältnisse Kleinasiens". Phantasie späterer Zeiten und zweifellos vielfach auch in der( Wien 1897.) Für den Bau der Linie Angora- Bagdad beeigenen Einbildung der Betheiligten zu mystisch religiösen sitzt die deutsche Gesellschaft bereits ein Privileg, neue Linien Neigungen und Geboten von unwiderstehlicher Kraft: das hofft man zu gewinnen. Zugleich hat die Gesellschaft die Be Grab des Erlösers sollte von den Ungläubigen befreit, an siedelung und wirthschaftliche Entwickelung des Innern von stelle des Halbmondes das Kreuz aufgepflanzt werden. Kleinasien entschlossen in die Hand genommen. Ihrer KulturIndeß, im letzten Grunde waren es recht weltliche, reale abtheilung steht der ehemalige Professor an der landwirthInteressen, die in den Kreuzzügen ihre Befriedigung erstrebten schaftlichen Schule in Bonn, R. Herrmann, vor. Ihm obliegt und zum theil erreichten. Die jahrhundertelange Trennung die Pflicht, durch Vorführung von Kulturen und Anwendung von zwischen dem römischen Westen und dem byzantinischen Osten modernen landwirthschaftlichen Geräthen den Bewohnern brach in dem endlos langen Zweikampf zwischen Christenthum des Landes eine bessere Bewirthschaftung des Bodens zu und Islam zusammen. Der Seehandel, den einst Phönizier lehren und ihnen in jeder Hinsicht praktisch an die Hand zu und Griechen so hoch entwickelt hatten, regte wieder seine gehen. Die Bahnverivaltung hat längs der Bahn größere Schwingen. Die Blünderungs- und Raubzüge brachten die Grundstücke erworben, welche zu Obst- und Gemüsegärten, Erzeugnisse des Orients dem dem halbbarbarischen Europa Baumschulen umgewandelt sind. Die ursprünglichen Benäher und steigerten überall den Geschmack und die Anwohner, ferner die eingewanderten bosnischen und bulgarischen sprüche des Volkes. Der Kaufmann folgte dem Ritter Muhamedaner sollen ein sehr bildungsfähiges Menschenoder nahm selber an der aberteuerlich frommen Mas- material liefern. Nach den günstigen Erfahrungen mit den terade derwaffenklirrenden Pilgerfahrten theil. Neue deutschen Bauernkolonien in Palästina möchte man jedoch So der neue Bericht. Er klingt nicht glaubwürdiger_als Kunstfertigkeiten, neues technisches Wissen fand das auch die deutsche Auswanderung in stärkerem Maße hierher lenken. der alte. ,, Elf Anarchisten verhaftet!" Weshalb? Das mittelalterliche Europa in den lange verschlossenen Ge- Sanguinische Kolonialschwärmer sprechen bereits von Anatolien wird nicht gesagt." Zwei wieder freigelassen." Das ist feltbieten, die seit dem frühesten Alterthum alle Welt- als einer fünftigen Kornkammer Europa's, und unsere All- sam. Warum werden die Namen nicht genannt? Das ist eroberer magnetisch angezogen hatten und die auch unter der deutschen schreien schon lange Deutschland zum Erben der verdächtig. Bomben werden gefunden." Nun, das ist nichts Herrschaft hochbegabter islamitischer Stämme dem Abendland Türkei in Kleinasien, Syrien und Assyrien aus. Nirgends Neues. Sie sollten offenbar auf den deutschen Kaiser in vielen Beziehungen überlegen geblieben waren. Die auf der Erde locke ein Land so sehr zur Kolonisation. geworfen werden." Was heißt, offenbar"?„ Die Ver italienischen, französischen und spanischen Küstenstädte des Ist nach einer solchen zähen Minirarbeit des deutschen schwörer scheinen den Plan geändert zu haben." Welcher Mittelmeeres wuchsen reich und mächtig empor. Aber der Kapitals und unter so offen befundeten weitergehenden Plänen Tölpel hat diesen Gallinathias offenbar scheinen Waarenstrom, der über die Alpen, die Donau hinauf und den der neueste Kreuzzug nur die Stillung eines religiösen Be- geschrieben? Rhein hinabging, befruchtete auch den deutschen Süden und dürfnisses, oder sucht auch hier der Westen den Osten auf, Wie vor dem Sozialistengejek tauchen jetzt überall AttenWesten, wie er das wirthschaftliche Leben, den ganzen um ihn wirthschaftlich auszubeuten? Sind die talar täter auf. Auch in Deutschland, das für unsere einheimischen ökonomischen Horizont Westeuropa's erweiterte und belebte. geschmückten Häupter der evangelischen Kirche nur dekoratives Reaktionäre doch in erster Linie steht. Neulich wurde ein aus Die fesselnde Romantit des befreiten Jerusalems" behielt Beiwerk und ist Herr Dr. Siemens, das Haupt der Deutschen Barm en stammender fürchterlicher Anarchist verhaftet, der so stets einen unverkennbaren metallischen Beigeschmack. Die Bank und damit der anatolischen Gesellschaft der wahre eines Komplotts auf den Kaiser verdächtig war. Der Attenwürdelosen Pfeffersäcke ließen den posirenden Ritter am pontifex maximus, der diesen Pilgerzug als Erfüllung seiner täter entpuppte sich als harmloses Bürschchen, der beint Glas Schnürchen tanzen. Wünsche begrüßt? Bier dummes Zeug geschwazt hatte. Aehnliches wird jetzt aus Wer wollte heute genau sagen, wie bei der neuesten Warten wir es ab. Mit welcher Macht jedoch die welt- Altona gemeldet, wo ein gewisser Oldenburg als gefahrPalästinafahrt die schimmernd ideologischen und die grob politischen Träume von einem größeren Deutschland um sich licher Anarchist" unter dem Verdacht eines Mordanschlags auf materiellen Fäden durcheinanderlaufen und welche wirthschafts- greifen, und wie eng sie andererseits mit den eigennützigsten den Kaiser verhaftet wurde. Nach einem Telegramm der politischen Ergebnisse dieser Zug nach dem Osten haben wird, Berechnungen des deutschen Kapitals zusammenhängen, dafür Vossischen Zeitung" ist der Verhaftete ein Prahlhans und den man im Ausland halb als romantische Frrfahrt verliefert die freisinnige Presse Tag für Tag neue Belege. Schwäger. Oder sonst etwas nur kein Attentäter, das spottet, halb als taufmännische Geschäftsreise fürchtet? Die Vossische Zeitung" fennzeichneten wir gestern schon. heißt kein echter. Man weiht an dem Orte, der im Mittelpunkte der Doch auch die Nation", die durch persönliche Beziehungen Solche ,, Entdeckungen" werden sich jetzt häufen. Die Antichristlichen Heilslegende steht, eine protestantische Kirche ein. mit der Deutschen Bank befreundet ist, verzeichnete schmunzelnd Anarchisten- Konferenz braucht Material. Das mag den mächtigsten prostantischen Herrscher des europäischen einen Brief des englischen Speater" aus Konstantinopel. Kontinents wohl reizen, auch einmal in aller Demuth diesen Wenn der Kaiser nicht mehr erreicht, so hat er im Orient Stätten zu nahen, auf die zudem im Augenblick die Augen doch einen gewinnbringenden Zugang für deutsche Unternehmungen der ganzen Welt gerichtet sind. und deutsches Kapital gefunden. Er hat ein offenes Thor gefunden und er hat sich innerhalb desselben mit Festigkeit auf gepflanzt. bon Doch in diesen Theilen der asiatischen Türkei finden sich nicht blos heilige Kirchen und Missionäre. Die Eisenbahnen haben ihren Einzug gehalten; mitteleuropäische Ackerbauer haben sich in starten Gruppen angesiedelt; das abendländische Gold lechzt nach Anlage in den vielversprechenden Besitzungen, die der franke Mann am Bosporus noch die seinigen nennt. Wie lange noch? Eine Erbschaft, bald fällig und noch nicht verschrieben, ein fulturfähiges Stück Asien, viel näher wie das unheilvolle Streitobjekt im fernsten Osten- welche kapitalistische Regierung wollte gegen solche Reize unempfind " " würde es Deutschland vorziehen. " " Der Lippe'sche Erbstreit tobt weiter. Verschiedene unserer ersten Staatsrechtslehrer haben Rechtsgutachten abgegeben, und weitaus die Mehrzahl steht unzweifelhaft auf Seiten der Lippe'schen Regierung. Durch den bekannten Schiedsspruch des Königs von Sachsen ist die SuccessionsWenn er Geduld hat, so mag die Zeit kommen, da ihm Klein- fähigkeit des jetzigen Regenten, Grafen Ernst von Biesterfeld, Asien als sein Theil zufallen wird. Eines Tages wird das anerkannt worden. Diefen Schiedsspruch greift die ottomanische Reich zum Ende seiner Tage gelangen; England hat preußische Regierung insofern an, als sie behauptet, er beziehe nicht den Wunsch, das Regiment über Klein Asien auf sich zu sich nicht auf die Nachkommenschaft des Prinzen, und nehmen. Das Land kann sich selbst nicht regieren, es muß ent- diese Frage will sie vor den Bundesrath zu endgültiger weder an Rußland, Frankreich oder Deutschland fallen. Wenn Entscheidung bringen. Hiergegen sprechen sich aber die nam England gezwungen würde, zwischen den dreien zu wählen, so haftesten Staatsrechtslehrer, neuerdings Professor v. Seydel ihrem Bomp entbehrt gewiß nicht des romantischen und des Schiedsspruch des Königs von Sachsen auch für die Nach Die Nation" fügt hinzu:„ Die Reise des Kaisers mit in München, dahin aus, der Erbfolgestreit sei durch den In der That ist das Wettrennen der europäischen phantastischen Elementes, aber es ist zu hoffen, daß sie au ch kommen erledigt; der Bundesrath sei nicht zuständig und Kapitalistengruppen nach diesen Gebieten längst im bollen nüchterne nügliche Erfolge zeitigen wird, es heiße den Boden des Rechts verlassen und eine RechtsGange. Desterreich hat stets in der Levante ein natürliches und die müßten alsdann auf wirthschaftlichem Gebiete liegen." frage auf das politische Gebiet ziehen, wenn man dem Bundes Expansionsfeld für seine Produktion gesehen. Rußland drängt So müssen dem Kapital alle Dinge, auch die scheinbar rath die oberste Entscheidung anheimgebe. Man erinnert sich des sehr scharfen Telegramms, das der vom Kaukasus und von Persien her gegen das Land heran, un- und überirdischsten, zum besten dienen. Auch unter dem dessen Nordküste es schon um seiner Dardanellen- Politik willen Beichen des Kreuzes fahren wir nur immer tiefer in die König von Preußen an den Regenten von Lippe sandte. Zur nicht in fremden und starken Händen sehen möchte und das kapitalistische Kolonialpolitik hinein, und dieser Politik wagen Erklärung und Entschuldigung des Telegramms wurde geltend unter Umständen zugleich den erstrebten freien Ausgang Ruß auch die ehemals so kolonialfeindlichen Mitglieder der frei- gemacht, der Ton des Briefes, auf den jenes Telegramm lands nach dem Süden, dem persischen Meerbusen zu, bedroht. innigen Vereinigung nicht mehr zu widerstehen. Vergessen die Antwort war, sei nicht ganz passend, nicht mehrerbietig" Frankreich hat von jeher auf die Erschließung Syriens große darf aber nicht werden, daß einer deutschen Kolonialpolitit gewefen. Die Redaktion der„ Läglichen Rundschau", welcher Frankreich hat von jeher auf die Erschließung Syriens große in Kleinasien ebenso große, und vielleicht noch unmittel- der Brief vorgelegen, bezeugt nun, daß derselbe in der Hoffnungen gesetzt und ist nur infolge seiner überſtürzten barere Gefahren drohen, als der deutschen Kolonialpolitik in ehrerbietigsten Form gehalten ist und daß er, vor allem keinen afrikanischen Kolonialgründungen vorübergehend von dieser Einflußsphäre abgelenkt worden. Ostasien. lich bleiben? = " Hinweis auf andere Fälle von Unebenbürtigkeit gebracht hat, durch die der König von Preußen sich hätte verletzt fühlen können. Kein Zweifel: das Recht ist auf seiten des Lippe'schen Regenten. Aber was ist Recht ohne Ma ch t. Preußen ist groß und Lippe klein. Vorläufig ist unbestreitbar das deutsche Kapital der Gewinner gewesen. Die Verbindungen, die sich zuerst durch Politische Weberlicht. die großen Munitions- und Waffenlieferungen, durch die Berlin, den 25. Oftober. preußische Schulung der türkischen Truppen zivischen Deutschland und der Türkei knüpften, haben sehr bald den Anstoß bringt aus Kairo einen Bericht über das angebliche Komplott. ,, Anarchistisches". Die offiziöse Politische Korresp." Stimmungsmache für neue Marineforderungen begegeben zu weittragenden Eisenbahn Konzessionen, zu einer Der das Datum des 20. Oftober tragende Bericht, der in treiben die offiziösen" Berliner Politischen Nachrichten". Das regen deutschen Kulturarbeit besonders in Kleinasien. Die Grundlage dieser ganzen kapitalistischen Eroberung bilden die manchen Punkten von dem des deutschen Konsuls abweicht, Blatt beginnt mit einer Auseinandersegung, daß unser leztes lautet also: anatolischen Bahnen, die von Haidar Pascha im Norden Flottengeset nur bescheiden" gewesen sei und daß infolge -gegenüber Stonstantinopel- südlich bis Eskischehr laufen und Elf Anarchisten find vor einigen Tagen in Mexandrien ver- desselben andere Staaten neue Baupläne beschlossen haben. haftet worden, von denen jedoch zwei wieder freigelassen wurden. Weiter wird die Seemacht als immer wichtiger bei allen von dort aus, in einem östlichen und einem südöstlichen Arm bis Die Bande hatte zu ihrem Führer den Tapezirer August Bichielli Differenzen zwischen zwei Völkern hingestellt und es wird er tief in das Innere Kleinasiens( bis Angora und Konia) vor- und als Mitglieder dessen Schwager Guerci, Hugo Berini, die flärt, daß alle Staaten, die noch nicht auf ihre Zukunft dringen. Die von Smyrna an der Westküste ausgehenden sämmtlich in Alexandrien ansässig waren, sowie die eben aus französischen und englischen Bahnen sind Bruchstücke geblieben, weil sie nur bis Diner und Alaschehr konzessionirt wurden und so den Anschluß an das anatolische Netz nicht erreichen konnten, das zudem einmal der Eckstein einer großen Weltbahn Konstantinopel- Palästina- Persien- Indien- Hongkong werden könnte. Wie in Pefing so fämpft man jest in Ronstantinopel um Eisenbahnkonzessionen. Deutschland hat Italien angekommenen Fiaschi, Mena und Demerita. Mena verzichten", ihre Seestreitkräfte steigern müssen. Nach diesen ist ein Sizilianer und war in Italien als ein gefährlicher Anläufen kommen die„ Berliner Politischen Nachrichten" auf Anarchist bekannt. Er hatte aus Furcht vor den polizeilichen das gegenwärtig gespannte Verhältniß zwischen Frankreich und Maßregeln die Heimath verlassen und in Alexandrien als Handels- England zu sprechen und meinen: agent Beschäftigung gesucht. In der Wohnung der Anarchisten wurden mehrere Bomben gefunden, die drei Sachverständigen zur Prüfung übergeben worden find. Diese fanden, daß die Bomben eine beträchliche Menge Knallquecksilber enthielten, so daß die „ Eine Flotte muß stetig gefördert werden; der Fortschritt des Rivalen im Schiffbau darf nicht unerwidert gelassen werden. England handelt auch jest so und weiß aus Erfahrung, daß die Erhöhung seines Aufwandes für die Flotte eine gute Geldanlage bedeutet. Hoffentlich tommt auch unser Volkimmer] mehr zu dieser Einsicht." Und trotzdem wird bereits an. die„ Einsicht" des deutschen Volfes appellirt, daß es neue Marinepläne unterstützen solle. Nun, das deutsche Volk wird vielmehr einsehen, daß es besser ist, dem wahnwitzigen Wettrüsten Einhalt zu gebieten, als immer neue ungezählte Millionen und Milliarden nuglos auf zuwenden. n twoAuf dem Berliner Haupt- Telegraphenamt, also unter den 1 Wir fügen hinzu, daß die Darstellung verbreitet worden war, Augen des Herrn v. Podbielski, macht sich die Bekämpfung des Müller habe den lllanen Vögele zu Tode mißhandelt bezw. durch Welche Einsicht? Sollen wir gar mit England an See-„ oben" nicht genehmen" Deutschen Postboten" einerseits und die Be- seine Mißhandlungen zum Selbstmord getrieben. Die Veröffentstreitkräften rivalisiren? Und sagen nicht die Berliner Pol. günstigung des neuesten und kleinsten Postreptils Neue, Post" ganz un- lichung des in der Untersuchung festgestellten Sachverhalts dürfte Nachr." selbst, daß unsere legte Striegsschiffvermehrung die genirt breit. Dort erschien folgende Verfügung: Das Lesen und daher die erwünschte Klärung schaffen. Nachbarstaaten zu entsprechenden und noch größeren Ver- Aufbewahren des Blattes Deutscher Postbote" in den Dienstmehrungen veranlaßt habe? Also unser Marinegesetz räumen ist verboten. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot einer Mittheilung der„ Nordd. Allg. 3tg." einer anderweitigen Die Ausfuhrvergütung für gebeuteltes Mehl soll nach gesteht das Schweinburg Organ felbst zu war gänzlich werden streng bestraft werden. Haupt- Telegraphen- Amt. Ehlers." Das war ant 14. Oftober. Und drei Tage später, am 17., Regelung unterzogen werden, nachdem anerkannt worden sei, daß unnük. Die hunderte von Millionen, die bewilligt worden wurden, wie der„ Deutsche Postbote" in seiner legten Nummer mit das jetzige Regulativ den großen Ausfuhrmühlen eine Art Exportsind, werden sinnlos ins Meer geschüttet. theilt, auf demselben Amte von dem Stellenvorsteher Friedrichs eine prämie verschafft, dem kleinen Mühlengewerbe aber und den LandAnzahl Exemplare der„ Neuen Post" zur Vertheilung an das wirthen zu berechtigten Beschwerden Anlaß gebe. nachgeordnete Personal ausgegeben. Ja, in Stettin auf dem Ein Renommir- Anarchist treibt auch in der Zeitschrift„ Neues Telegraphen- Amit und anderwärts beorderte nach dem genaimten Leben", dem zweiten„ anarchistischen" Organ, das hier unter Aus Blatte der Kassirer die Unterbeamten in ſein Bureau und nahm schluß der Oeffentlichkeit erscheint, sein Wesen. Der betr. Herr sucht direkt abonnements für die„ Neue Post" entgegen. in einem Artikel, betitelt:„ Was die Anarchisten erstreben", zunächst Wir glauben, Herr v. Podbielski hätte alle Veranlassung, darüber die Quadratur des Birkels, die er natürlich nicht findet, und benußt zu wachen, daß seine aufsichtsführenden und verwaltenden Organe, dann die Gelegenheit, auf die Sozialdemokraten zu schimpfen. Zwei Besten. Unter diesem Titel veröffentlicht der die doch in erster Linie mit gutem Beispiel vorangehen sollen, auch Er lacht über unsere Behauptung, daß die anarchistischen Pariser Temps" einen prächtigen Leitartikel über den Aus- thatsächlich die Bestimmungen der Dienstanweisungen beachten. Attentate" Polizeimache seien und„ bekennt“ u. a., daß das Es ist noch in aller Gedächtniß, daß der jetzige Ober- Niederwald- Komplott wirklich von Anarchisten angezettelt sei. bruch der Best und der antisemitischen Bestialität in Wien Boftdirektor von Berlin, Griesbach, in seinem Erlaß die bei der Herr eine seltene Grasgrünheit befundet. Uns Sozialdemo zwei Rückfälle in mittelalterliche Barbarei, von denen der Annahme von Trinkgeldern zu Neujahr seitens des gering be- fraten flagt er namenlofer Erbärmlichkeit" an, weil wir einen Theil eine fofort von der siegreichen Wissenschaft überwunden wird, foldeten Personals als Pflicht vergessenheit" bezeichnete, daß der anarchistischen Helden" als Spitzel entlarvt haben. Wir überder andere aber, zur Schande unserer Zivilisation noch eine aber das seinem Vorgänger, Ober- Postdirektor Schiffmann, vor- laffen es den Biedermännern Melville, Ungern- Sternberg, lange Aufklärungsarbeit nöthig machen wird, ehe er über- gefegte Reichspostamt nichts dagegen einzuwenden fand, als diesem Santoro u. f. w. u.. w., sich bei unserem Renommir- Anarchisten wunden werden kann. Das französische Blatt hätte übrigens von der Berliner Kaufmannschaft ein Trinkgeld von 10 000 Mart für diese zweifelhafte 10000 Ehrenerklärung zu bedanken Gelegenheit, die eine dieser zwei Besten bei sich zu Hause, dargereicht wurde. Damals fleidete der„ Kladderadatsch" die zwie- protestirt derselbe mit ſittlichem Bathos gegen die Feigheit der bor der eigenen Thüre zu studiren. spältige Behandlung in die Worte: Sozialdemokraten, welche die Gemeinschaft des Sozialismus mit Pflichtvergeffen sind Beamte, dem Anarchismus leugnen. Beides sei im grunde eins: nur daß Die das Trinkgeld, das verdammte, lators der Anarchismus fich vor der Konsequenz nicht fürchte. Genau, was Nehmen an von Publikum. Da Intha Herr v. Puttkamer und der ganze Troß der internationalen Reaktion Ja, wer nimmt wohl solchen Quart! day von jeher behauptet hat. Die Uebereinstimmung der schönen Wären's noch 10 000 Mart!... Anarchistenseele mit den schönen Polizeiseelen ist so frappant, daß Schutzzölle für die deutsche Nutzgeflügelzucht schlägt mit man gar feinen Unterschied mehr merit. in gosto d Die Schwierigkeiten des Werkes verhehle er sich durchaus Von der Thatsache ausgehend, daß das Ergebniß der am 1. De- berufen. Die endliche Erledigung der Verfassungs- und Wahlreform großem Eifer das auch sonst start agrarisch fühlende Zentrum vor. Der württembergische Landtag ist zum 8. November einnicht, es sei nicht zu hoffen, daß das Biel in kurzer Beit erreich, werden könne. Es könne auf einmal immer 3ember 1897 abgehaltenen ersten Geflügelzählung in Preußen ein find die Hauptgegenstände der bevorstehenden Session. Sollte es nur ein Schritt gemacht werden. Vorläufig sei ein Stillstand in recht unerfreuliches Resultat erbracht habe, wird als einziges Mittel nicht zur Auflösung des Landtages kommen, so wird ihn auch die Rüstungen, das Innehalten der Erfindungen für Kriegszwecke die zur Beseitigung der Geflügelarmuth eine künstliche Erhöhung der Einkommensteuer- Reform beschäftigen. Die Anträge der FinanzPreise angerathen. Das einzig zweckmäßigste Mittel, durch inten- tommission der ersten Kammer zu den zweiten Beschlüssen der Es sei nicht zu hoffen, daß die Staaten in eine gänzliche fivere Hühnerzucht oder durch eine Vermehrung des Hühner- zweiten Kammer über den Einkommensteuer- Gesetzentwurf sind jetzt Abrüstung oder auch mur in eine Verminderung ihres bestandes die deutsche Nußgeflügelzucht zu stärken, wird von im Druck erschienen. Sie weichen, wie die" Franks. 3tg." erfährt, Truppenkontingents willigen, aber der Zentrumspresse. als eine zu große Belastung der Land- in wesentlichen Buulten noch erheblich von den Beschlüssen des went man. zum vereinbarten Innehalten im Wettlauf zum Ruin gelangte, so wirthe zurüdgewiesen! Die meisten Landwirthe würden Abgeordnetenhauses ab. Für den Tavif wird eine Steigerung bis wäre das schon ein günstiges erstes Resultat. Ueberhaupt sei, ohne nach den Tetten Jahren herber Enttäuschungen wenig zu 5 pet. wiederholt abgelehnt; der Bericht bezeichnet folgenden nach möglichen Reſultaten zu fragen, schon die Thatsache, daß der Luft zeigen, Mehraufwendungen zu machen, deren Ertragsfähigkeit Vermittelungsvorschlag als„ äußerste Konzession": Kaiser von Rußland diese Initiative ergriff, an sich als ein glück- mindestens doch recht zweifelhaft sei. Zu Experimenten hätten die liches Ereigniß zu betrachten. Landwirthe derzeit kein Geld, deswegen müßte man eben einen Graf Murawiew, der russische Minister des Auswärtigen, hat sich mit Frau v. Suttner, der Präsidentin des Bundes der österreichischen Friedensfreunde, über den Abrüstungsvorschlag des Zaren unterhalten. Er äußerte u. a. das folgende: erste Etappe. M Markde Mart bon 50 000 bis 60 000 4 pct. 60 000 70 000 80 000 90 000 70 000 80 000 90 000 100 000 " 100 000 an 4,10 pt.3 4,20 4,30 4,40" 4,50 Im ganzen zeigte sich Graf Murajew bezüglich des Fortganges Schutzoll einführen, der den Landwirthen die Gewähr dafür böte, der begonnenen Friedensaktion sehr zuversichtlich. Er habe auch daß eine weitere Zunahme der ausländischen Gereinfuhr ausvon der französischen Regierung entgegenkommende Versicherungen geschlossen sei. Dann erst könnten sie frohen Muthes sich daran erhalten. Als die Baronin v. Suttner beim Abschiede sagte, es machen, die heimische Eier- Erzeugung auszudehnen und den Versuch freue sie, die Hand zu drücken, welche die diese Friedensaktion zu wagen, die fremden Eier und das fremde Geflügel ganz vom einleitenden Worte geschrieben habe, wehrte Graf Murawiew mit deutschen Markte zu verbannen. Das ist immer die alte Tattit, um Die Anträge halten ferner daran fest, daß bei dem Steuerabzug der Bemerkung ab:„ Je n'y suis pour rien, ihr einziger Ver- einen Schutzzoll einzuführen. Nie sollen die Interessenten aus eigener der Anschlag für Dienstwohnungen( Art. 6) 15 vom Hundert der fasser ist mein erhabener Souverän." Kraft die Konkurrenz überwinden, sondern man sucht sie in ihrer Lässigkeit anderen Dienstbezüge des Berechtigten nicht übersteigen darf mit der eines Bolles die Produzenten ganz von selbst sich auf die Höhe der Dienstbezüge nicht übersteigen soll. Bezüglich des Abzugs der Bei und Faulheit zu bestärken und prophezeit, daß nach Einführung Aenderung, daß dieser Anschlag den sechsten Theil der anderen wirthschaftlichen Leistungsfähigkeit schwingen werden. noch immer hat man die Erfahrung gemacht, daß die Produzenten, fträge zu Stranken- u. f. w. staffen, sowie der Ertragssteuern( Art. 9) bald sie im Besitz eines Schutzzolles sich befanden, vollends nicht so beantragt die Kommission: daran denken, ihre Betriebe zu verbessern, sondern sie, sich auf die beharren: 3. die von dem Steuerpflichtigen für seine Person gejez 1. auf der Biff. I 8 der früheren Beschlüsse in der Faffung zu hohen Bölle verlassend, erst recht verloddern lassen. Diese Erfahrung hat lich zu entrichtenden Beiträge zur Stranten, Unfall, Alters- und man namentlich bei landwirthschaftlichen Schutzöllen, in erster Linie bei uvaliditätsversicherungs-, Wittwen-, Waisen- und Pensionskassen"; den Getreidezöllen, machen können. Ganz abgesehen aber von dieser Seite 2. die Ziff. I 4 der früheren Beschlüsse: 4. die Ertragsteuern aus muß dann doch darauf hingewiesen werden, daß eine Bertheuerung Grundeigenthum, Gefällen, Gebäuden, stehenden Gewerben, sowie der Gier durchaus nicht im Interesse der großen Masse der Be- aus Kapitalien und Nenten, welche für den Staat, die AmtsZur Faschoda- Angelegenheit. Dem französischen Gelbbuch ist ein englisches Blaubuch gefolgt, dessen Inhalt nur bestätigt, daß die englischen Jingoes( Chauvinisten) poltern gegen Lord Salisbury, weil er den Franzosen nicht scharf genug entgegengetreten sei. Und französische wie englische Chauvinisten verbreiten die Nachricht von eifrigen Flottenrüstungen. Deutsches Reich. = der Beamte konnte sie Schanklokale heraus" Vom preußischen Bergbau. Der Handelsminister hat Vom preußischen Bergbaut. Der Handelsminister hat an die Ober- Bergämter einen Grlaß gerichtet, worin unter und„ Kleophas", im ersteren Falle erwiesenermaßen, im zweiten völferung in einer ganz unerhörten Weise ausgepowert und in ihrer früher beschlossenen, von der zweiten Stammer mit 40 gegen 86 Stimmen Berufung auf die Grubenbrände, die auf den Zechen Zollern" erfüllt werden, so würde man blos erreichen, daß die deutsche Bez törperschaften und Gemeinden erhoben werden", wiederherzustellen. Ferner beantragt die Kommission, auf dem von der ersten Kammer Falle wahrscheinlich durch den Gebrauch offener Lampen Konsumtionskraft geschwächt würde, so daß gerade diejenigen, die abgelehnten Beschluß( Art. 17) Eine Erhebung der Einkommensteuer entstanden sind, es als erforderlich bezeichnet wird, die Benutzung heute so lebhaft nach Schutzöllen schreien, den allergrößten Schaden in einem höheren als in dem in Art. 16 bestimmten Einheitssaye des offenen Lichtes in allen unterirdischen Räumen, wo mit Dampf betriebene Maschinen aufgestellt sind, zu verbieten, davon hätten. bleibt der ordentlichen Gesetzgebung vorbehalten" zu beharren. sofern nicht besondere Vorsichtsmaßregeln die Feuersgefahr aus- Zur Garuzollfrage. Im Anschluß an die am 29. und 30. Sep- Wenn man bedenkt, daß die Kommission auch an dem übrigens schließen. Auch an anderen Orten unter Tage, wo sich leicht brenn- tember in Berlin von Webern und Spinnern gepflogenen Berathungen im Regierungsentwurf verlangten Einkommensteuereinzug durch bare Gegenstände befinden, soll das offene Licht nicht mehr geduldet über die Garnzollfrage hat der Voff. 3tg." zufolge der Ver- den Staat festhält, so wird man sich der Ueberzeugung nicht verwerden. Zugleich macht der Minister die Ober- Bergämter auf band der deutschen Baumwollgarn- Konsumenten im Verein mit dem schließen, daß infolge der Haltung der ersten Kammer noch ganz einige Vorschläge aufmerksant, die der Bergrath Joh. Maher in Verbande der süddeutschen Baumwollgarn- Konsumenten bei seinen erhebliche Schwierigkeiten zu beseitigen find. Der gleichzeitig erMährisch Ostrau, der Zentralinspektor der Steinkohlen- Gruben Mitgliedern eine Erhebung über die Garnzollfrage veranstaltet, schienene Bericht über die Kapitalsteuer stimmt im allgemeinen den der österreichischen Nordbahn, zur Verhütung von Schachtbränden wobei auch die Frage der Rück vergütung der Garnzweiten Beschlüssen der zweiten Kammer zu, indem nur weniger macht. Dieser Fachmann empfiehlt u. a. grundsätzliche Verwendung 3ölle mit zur Erörterung gestellt worden ist. Wie die bedentende Henderungen beantragt werden. geschlossener Lampen in brandgefährlichen Schächten und Schacht Deutsche Leinenindustrie" mittheilt, haben etwa 75 pCt. der betheilen; Bermeidung brennbaren Materials beim Ausbau der fragten Firmen geäußert, daß eine Zollrückvergütung bei ihren Ertrablatt Ausrufer standen unter der Antlage ber MajestätsChronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. 8wei Schächte, bei der Herstellung der Wetterthüren und der Schacht- Fabrikaten undurchführbar sei. Dabei soll sich die Gruppe beleidigung vor der II. Straftammer des Landgerichts I. Am gebäude über Tage; regelmäßige Berieselung des Holzwerks in den der Plauenfchen Gardinenfabrikanten für Einführung der Admission 7. Dezember hörte der Schußmann Weiß auf seinem BatrouillenSchächten, die noch mit Holz ausgebaut find; Anbringung eiserner temporaire nach dem Muster des neuen französischen Zollgesetzes 7. Dezember hörte der Schußmann Weiß auf seinem PatrouillenReservethüren in solchen Schächten, zum Zwed der Bettereinzieh ausgesprochen haben. Die Mehrzahl der befragten Firmen fordert gange in der Poststraße zwei Zeitungs- Ausrufer überlaut schreien. Schächte über und unter Tage; Ertheilung einer Instruktion an die eine allgemeine Herabsetzung der Zölle, besonders für grobe und als diese des Beamten ansichtig wurden, verschwanden sie nach Anschläger, damit ein Brand lokalisirt werden kann; ferner sollen in mittelfeine Baumwollgarne, in denen die deutsche Spinnerei leistungs- verschiedenen Richtungen hin und erst nach furzer Zeit aus einem jeder Grube Rettungsapparate bereit gehalten werden. Damit bei fähig genug sei, um den Wettbewerb auch ohne Zollschutz aufnehmen einem Brande über Tage reine Luft in die Grube eingeführt zu fönnen. Nur ein Bruchtheil hat sich für Beibehaltung der bis bald wieder entlassen, nachdem festgestellt worden war, holen. Sie wurden nach der Wache gebracht, aber werden kann, soll jede Grube einen besonderen Kanal erhalten. herigen Bollsäge ausgesprochen.Zur Begründung des Verbots der Verwendung offenen Lichts Die große Kanalvorlage" wird, wie dem„ Hann. Kourier" strafbaren Inhalt hatten. die von ihnen feilgehaltenen Blätter( der Vorwärts") feinen führt der Minister an: Es ist einleuchtend, daß der Gebrauch des aus Berlin geschrieben wird, voraussichtlich umfassen: 1. Dortmund wurden als die der Handelsmänner Detloff und Haase festDie Persönlichkeiten der beiden offenen Lichts in unterirdischen Räumen, wo leicht brennbare Gegen- Rhein- Kanal 68 Millionen Mark, 2. Mittelland- Kanal 192 Millionen gestellt. Als der Schußmann von der Wache zurückkam, hielt er sich stände befinden, stets eine große Gefahr in sich schließt, welcher bi 8 Mart, 3. Weserkanalifirung 20 Millionen Mart, 4. Großschifffahrts für verpflichtet, einmal festzustellen, was die beiden eigentlich aus her noch zu wenig Beachtung geschentt worden ist. Weg Berlin- Stettin 40 Millionen Mart, 5. Masurischer Kanal geschrien hatten. An solchen Orten bedarf es oft nur einer Unachtsamkeit eines Ar- 30 Millionen Mart, 6. sonstige kleinere Wasserbauten, insbesondere erfuhr in dem Laden des Er fragte in verschiedenen Läden an und Barbiers Grimmed von dem beiters oder wie auf Bollern" eines unglücklichen Zufalls, um einen auch im Odergebiete 50 Millionen Mart, insgesammt 400 Millionen Barbiergehilfen, daß die beiden Ausrufer geschrien hätten: Brand zu entzünden. Mit derartigen Bortommnissen Mart. muß aber beim Bergwertsbetriebe immer gedes Reichstage durch den Kaiser." Dem Ueber die Wasserbauten im Odergebiete wird von einem Schumann Weiß gelang es, rechnet werden." den Händler Detloff noch Breslauer Korrespondenten des genannten Blattes folgendes mit einmal auf der Straße anzutreffen und er nahm ihn abermals Bisher lag die Grubeninspektion ausschließlich in Händen staat getheilt: Wie verlautet, soll in die große Kanalvorlage auch ein mit auf das Polizeibureau. licher Beamten. Wären Vertrauensleute der Arbeiter erheblicher Betrag zur Schaffung von Thalsperren im Majestätsbeleidigung schuldig gemacht habe und als Detloff Er hielt ihm vor, daß er sich einer zur Inspektion herangezogen gewesen, so würde es nicht erst Odergebiet mit aufgenommen werden. Von Fachleuten wird an- ftritt, stellte ihm der Beamte schwerer Grubentatastrophen bedurft haben, um dahinter zu tommen, gegeben, daß mit Aufwendung von 50 Millionen Mark für Thal- sagte, sein Begleiter Haase habe schon zugestanden, daß eine Falle, indem er ihm daß an stelle offener Lampen geschlossene eingeführt werden müssen. sperren Wasserbehälter hergerichtet werden können, welche so große Detloff die Majestätsbeleidigung begangen habe. In der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter Beitung" ist auf diesen Wassermengen aufspeichern können, daß dieselben bei Niedrigwasser foll Detloff die Beschuldigung von sich ab und auf Haafe Daraufhin Uebelstand wie auf die übrigen von jeher hingewiesen worden. Auch den Wasserstand der Oder um 30-40 Zentimeter höher halten gewälzt haben. Am Nachmittag erschienen dann fünftig wird, troz aller ministeriellen Erlasse, Grubentatastophen mur tönnen als bisher. Neben Zurückhaltung der zerstörenden Hochfluthen beiden die bei Beitungshändler dem Barbier Grimmed und dann mit Aussicht auf Erfolg vorgebeugt werden können, wenn an im Gebirge würden demnach die Thalsperren der Oderschifffahrt und Detloff bat diesen inständigst, nichts Böses gegen ihn auszuder Grubenkontrolle die Arbeiter durch Personen ihres Vertrauens der Landwirtschaft durch Erhöhung des Wasserstandes zu gelegener sagen, da er sonst wegen Majestätsbeleidigung neun Monate Gebetheiligt find. Zeit großen Nußen schaffen. fängniß erhalten würde. Auf grund dieser Borfälle hatten sich Der Kampf der Postbehörden gegen den Verband der Post- Von der Militärjustiz. Die„ Schwäb. Tagwacht" berichtet: gestern Detloff und Haase wegen ruhestörenden Lärms, MajestätsUnterbeamten und dessen Organ, den, Deutschen Postboten", Der Tod des lanen Vögele ist allem Anschein nach doch nicht so beleidigung und Detloff auch noch wegen Verleitung zum Meinzu dem Herr v. Podbielski in seinem bekannten Erlaß das Signal gar harmlos erfolgt, wie dies verschiedentlich darzustellen versucht eide zu verantworten. Beide Angeklagte bestritten entschieden ihre gegeben hat, wird seitens der aufsichtführenden Organe mit wurde. Der mit dem Tod Vögele's in Verbindung gebrachte Unter Schuld und behaupteten, daß sie nur Besprechung des ungeschwächtem Eifer fortgeführt. Bekanntlich wird das als offizier Müller des Ulanenregiments Ludwigsburg, der seither in Kaisers mit dem Reichstags Präsidium" gerufen gerufen hätten. Konturrentin des Deutschen Postboten" gegründete und von den Untersuchungshaft faß, ist jest militärgerichtlich abgeurtheilt und ihm Die von ihnen ausgerufene Nummer des„ Vorwärts" enthielt ein Boftorganen empfohlene Blatt, die Neue Post", mit allen Mitteln, das vom König bestätigte Urtheil bereits verfündigt worden. Das Leitartikel über die Marinevorlage und einen Artikel über den durch Vertheilung von Probenummern u. f. w., den Unterbeamten felbe lautet auf fünf Monate Festungshaft ohne Degra Empfang des Reichstags- Präsidiums durch den Kaiser. Staatsaufzureden versucht. Ja, nicht wenige dieser Organe gehen in ihrem a tion. Ein Monat der erlittenen untersuchungshaft geht anwalt eller hielt nach der ganzen Sachlage für erwiesen, daß Bestreben, sich das Wohlgefallen ihres Chefs zu erringen, so weit, ab. Bei der Geheimhaltung des militärgerichtlichen Ver- beide Angeklagte in der geschilderten Art den Kaiser beleidigt haben. die einer so offenbaren Begünstigung eines Breßerzeugnisses ent- fahrens weiß man jest natürlich nur, daß Müller schuldig ist, Der Staatsanwalt machte u. a. geltend, daß in der betreffenden gegenstehenden Vorschriften der Allgemeinen Dienstanweisung wie aber der Soldat Vögele behandelt wurde, darüber ist erst Nr. 285 des Vorwärts" derselbe Vorwurf, den die Angeklagten für Bost und Telegraphie" zu übersehen. recht der Verwerthung des Einzelnen Spielraum gewährt. Das wörtlich erhoben, durch Druckerschwärze verbreitet worden sei, Der Abschnitt X Abtheilung 2§ 159 schreibt nämlich folgen trägt mun freilich zur Beruhigung der Eltern, welche ihre Söhne in denn in dieser Nummer des Vorwärts" werde behauptet, des vor: der Kaserne haben, nicht bei. Wir haben gewiß die Mehrzahl des daß der Kaiser versucht habe, das Reichstags- Präsidium zu Die Postanstalten dürfen Bestellungslisten auf Druckschriften Volles auf unserer Seite, wenn wir an die Militärverwaltung das beeinflussen.( Das ist aber doch noch keine Beleidigung. Neb. d.„ Vorw.") bei dem Publikum nicht in Umlauf feßen lassen. Ebenso wenig ernstliche Ersuchen richten, sofort eine amtliche Darstellung der Ünter- Der Staatsanwalt beantragte gegen beide Angeklagte je 9 Monate haben die Bostanstalten sich damit zu befassen, Agenten für fuchung zu veröffentlichen. Geschieht dies nicht, so muß man an Gefängniß und Freisprechung des Angeklagten Detloff von der Zeitungen oder für Vertheilung von Probeblättern nehmen, daß die Militärbehörde die Bekanntgabe der Einzelheiten Anklage wegen Verleitung zum Meineide. Rechtsanwalt von Zeitungen zu ermitteln. Den Bostbeamten ist die des Falles fürchten muß. Ist das aber so und ist an den schauder- Dr. Ballien I hielt einen Irrthum der Barbiere doch nicht für ausVermittelung des Vertriebes von gewerblichen erregenden Gerüchten, die vor Wochen aus Ludwigsburg gemeldet geschlossen und beantragte daher die Freisprechung, indem er hervor Erzeugnissen und Drucksachen 2c. durch die Post wurden, etwas Wahres, so scheint uns, daß das Militärgericht ein hob, daß sein Klient saa se teineswegs ein Sozialist, sondern ein grundsäglich untersagt." äußerst mildes Urtheil gefällt hat. tönigstreuer Mann sei. Der Gerichtshof erachtete beide Angeklagte " Der Kolonialrath begann am Montag feine auf drei Tage bereaneten Berhandlungen. Von den 34 Mitgliedern waren 30 anwesend. Nach Erledigung formeller Dinge wurde über den Etat von Ostafrika debattirt. V Norwegen. der Majestätsbeleidigung für schuldig und erkannte auf je 6 Mo 1 Bureauräume des dortigen Partei- Organs betreten hatten, berhaftet Wegen Beleidigung des Bundes der Landwirthe in nate Gefängniß. und photographirt wurden. der Thomasphosphatmehl- Angelegenheit wurde vom Schöffengeriat Die Christlich Demokraten haben es abgelehnt, fich in Sangerhausen der Parteigenosse Kinscher zu 14 Tagen dem allgemeinen Verlangen nach einer Amnestie anzuschließen; fie Gefängniß derintheilt. Die Beleidigungen sollen in einem Reichstagsbeabsichtigen, in Rom ein Blatt herauszugeben zum Zwecke der wahl- Flugblatt enthalten sein, das von dem Genannten verantwortBekämpfung der Sozialisten.nlich gezeichnet worden ist. Gegen das Urtheil ist Berufung einDer Kolonialrath erklärte den Ausbau der Bahn Tanga- Im Landesthing stand das Gesetz zur Berathung vom Dänemark. dong gelegt. -Die sächsischen Gerichte fezen, gestützt auf das kürzlich Muheja mindestens bis Mombo für ein unabweisbares Bedürfniß, billigte die Grundlagen für die Uebernahme der Bahn durch Berbot, friegführende Mächte zu unterstüßen", gekennzeichnete Urtheil des Ober- Landesgerichts, die Bestrafung das Reich und gab der Ueberzeugung Ausdrud, daß im Der Antrag wurde augenommen, obwohl er einigen Mitgliedern zu ozialistischer Wahlflugblatt- Berbreiter fort. Das Interesse der wirthschaftlichen Aufschließung der Kolonien der weit geht, aber sie erwarten, daß der Folkething ihm eine ent- Landgericht zu Bauzen als Berufungsinstanz verurtheilte jetzt wieder zwei solcher Sünder mit fünf und sieben Tagen Haft. Ein dritter, Ausbau weiterer Bahnen ins Auge gefaßt und unausgesetzt verfolgt sprechendere Gestalt geben wird. ber vom Schöffengericht wegen seiner Jugend und Uner= werden müsse. Ebenso wurde die Anlage des Trockendocks in fahrenheit freigesprochen worden war, wurde zu 10 M. GeldDar- es- Salaam als dringend erforderlich bezeichnet. Demnächst ge- Christiania, 25. Oktober. Anläßlich der Erklärung der strafe verurtheilt. langte der Etat für Kamerun zur Verhandlung. Dabei gab der schwedischen Staatsraths- Abtheilung im letzten schwedisch- norwegischen Vorsitzende die Erklärung ab, daß seitens der Regierung eine größere Konseil, daß der schwedische Staatsrath bei jeder Veränderung des Expedition nam dem Zjabjee geplant werbe, sup die seminament Grungejeges die beſtändige Genteinſchaft, der Berwirthschaftlichen und politischen Beziehungen mit den dortigen Gewaltung der auswärtigen Angelegenheiten und des Konsulatswesens bieten zu fördern. Der Etat von Togo gab zu weiteren Er- als unbedingte Voraussetzung betrachte, bezeichnet das Regierungsörterungen keinen Anlaß. blatt Dagbladet" diese Erklärung als Rechtstränkung und Hohn In der Dienstag- Sigung wurde über den südwest afrika- gegen das norwegische Volt, welches die gegenwärtige. Ordnung nischen Efat debattirt. Es wurden vornehmlich wirthschaftliche nicht mehr ertragen fönne. Norwegen wolle scine eigenen aus Fragen, wie der Bau der Baiwegbahn und der in Verbindung mit wärtigen Organe haben, sei es mun innerhalb oder außerhalb der dieser in Swakopmund geplanten Hafenmole und die fanitären Zu- Union mit Schweden. stände des Schutzgebiets besprochen. Die Spezialdebatte berührte die Einführung der Selbstverwaltung, die Ausbildung der Kolonialbeamten und die Gleichstellung der füdwestafrikanischen Beamten hinfichtlich der Pensionsberechtigung, der Versorgung ihrer Hinter bliebenen u. s. w. mit den Beamten der anderen Kolonien und mit den Offizieren der Schuztruppe. Ausführlicher wurden die Landungsverhältnisse in Swakopmund sowie der Anschluß des Schutzgebiets an das internationale Kabelnetz besprochen. Desterreich. Graz, 25. Oftober. In der heutigen ersten Sigung des neugewählten Gemeinderathes wurde Dr. Graf mit 46 von 47 Stimmen zum Bürgermeister wiedergewählt. Dr. Graf nahm die Wahl an Der Gemeinderath von Graz war aufgelöst worden wegen seiner Saltung gegen das bosnische Militär, das bei der Affäre Badeni wehrlose Lente niedersäbelte. Die Wiederwahl Dr. Graf's erscheint somit als schwere Niederlage des Grafen Thun. Prag, 25. Oftober. Gegen diejenigen czechischen Reservisten, welche bei der letzten Kontrollversammlung die Meldung mit dem deutschen hier!" verweigerten, ist, wie Narodny Listh" berichtet, auf Anordnung des Korpskommandos die Untersuchung wegen Meuterei(!) eingeleitet worden. Frankreich. -Türkei. Seitens der Kreta- Mächte werden, laut einer Peters burger Meldung der„ Pol. Korr.", ungefäumt die erforderlichen diplomatischen Verhandlungen eingeleitet werden, um ohne Verzug zur Wahl des Generalgouverneurs schreiten zu können. Asien. sit Kampf um das Koalitionsrecht! mell ,, Dunkel ist der Nede Sinn." Die„ Nordd. Allgem. 8tg." schreibt:„ Ein Theil der Bresse hat die Forderung erhoben, der Gesezentwurf zum Schuße der Arbeitswilligen folle alsbald veröffentlich werden. Diese Forderung ist schon deshalb unerfüllbar, weil der Entwurf noch nicht alle Instanzen bis zu seiner Feststellung für die gesetzgebenden Körperschaften durchlaufen hat. Daß der Entwurf weder dem Grundsatz der Koalitionsfreiheit, noch den System des Strafgesetzbuchs widersprechen wird, ist selbstverständlich." Was soll das heißen: Das Gesetz wird dem System des Strafgesetzbuchs" nicht widersprechen? So lange wir darüber nicht aufgeklärt sind, halten wir fest an den überaus klaren Worten des Kaisers. Wieder ein hartes Urtheil. Angriff auf englische Ingenieure in China. Nach einer Das Landgericht zu Frankfurt a. O. hat den Möbelpolirer dem„ Daily Telegraph" aus Beting zugegangenen Meldung haben Gottlieb s Iuge wegen Nöthigung und versuchter Nöthigung zu chinesische Soldaten einige englische Ingenieure bei der über die einer achtmonatigen Gefängnißstrafe verurtheilt. Derselbe Santan- Beling- Bahn führenden Marco Polo- Brücke angegriffen; hatte die Arbeit niedergelegt und Arbeitsgenossen durch Drohungen zwei Ingenieure sind verwundet und ein bei der Eisenbahn be- zur Arbeitseinstellung bestimmt, bezw. zu bestimmen versucht. So schäftigter Stuli ist getödtet worden. Bei Paotinfu sind, wie es in hatte er namentlich die Drohung ausgestoßen, daß denjenigen, welche der Meldung weiter heißt, die Telegraphendrähte zerschnitten weiterarbeiten würden, das Kreuz umgebogen werden würde. worden. Genügt es den Unternehmern noch nicht, wenn ein Streifender wegen Nöthigung“ und„ versuchter Nöthigung" a cht Monate hinter Gefängnißmauern zuzubringen hat? Hätte man den Mann, der seine Drohung doch gewiß nicht ernst gemeint hatte, etwa rädern oder viertheilen sollen? Berichtigung. In der Spigmarke unserer gestrigen dritten politischen Notiz( S. 2 Sp. 1) ist ein störender Druckfehler unter gelaufen. Es muß statt Altar und Religion" Geldsad und Religion" heißen. Wir bitten um telegraphische Mittheilung der Ergebnisse der Nrwählerwahlen, Unsere Telegramm- Adreffe ift: sig Sozialdemokrat Berlin. Paris, 24. Oftober.( Eig. Ber.) Die 13 Stichwahlen zum Pariser Gemeinderath haben den Sozialisten an denen sich unsere Parteigenossen betheiligen. drei neue Size auf Kosten der Radikalen gebracht. Dagegen ging einer von den zwei alten sozialistischen Sißen an einen Linksradikalen verloren. Bemerkenswerth ist ferner die Niederlage der Nationalisten". Nur zwei derselben wurden mit knapper Noth gewählt, einer mit 49, der andere mit 8 Stimmen Mehrheit, aufzugeben. aber auch das nur unter theilweiser Berleugnung des„ nalionalistischen" Banners. " " Von der Best. Weitere beunruhigende Nachrichten über die Best liegen aus Wien nicht vor. Freilich muß man noch einige Tage warten, bis das sogenannte Intubationsstadium, die geit zivischen der eventuell erfolgten Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, bei den muthigen Aerzten, Nonnen und anderen Wärterinnen, welche die an der Pest Erkrankten pflegen und welche mit den Erkrankten auch in Berührung gekommen find, verflossen ist, bevor man mit Sicherheit vollständig verschwunden ist. In den ersten Tagen der Gefahr scheint man auch nicht alles mit der nöthigen Sorgfalt erledigt zu haben, ließ man doch die Mutter des ersten Opfers der Best, des Laboratoriumdieners Barisch, mit den Kleidern ihres Sohnes nach ihrer Heimath, dem niederösterreichischen Marktfleden Laa, zurückreifen. Nachher hat man freilich die Kleiber, die sie in Wien ge= tragen, und den Nachlaß ihres Sohnes verbrannt. Vorläufig haben Nach 10 Uhr aufgegebene Depeschen bitten wir bringend behaupten kann, daß die Gefahr einer Bestepidemie in Europa Die Redaktion. Preußische Landtagswahlen. Die Wahlbewegung im Teltower Kreise vor zu stören. Sie verzichteten aber darauf wohlweislich, angesichts der Gewissen zu schärfen, werden die nationalen Geseßentwürfe häufig aufgetretene, aber auch viel gefährlichere Form der Stimmung des Lyoner Proletariats. Auch werden sie in hon aufgezählt, bei der Polizei nicht dieselbe Freundlichkeit gefunden haben, wie in Paris.Paris, 25. Ott. Der Ministerrath stellte heute die Haltung feft, die er gegenüber ben angekündigten Interpellationen beobachten wird. Marineminister Lockroy theilte mit, daß er dem nächst eine Vorlage einbringen werde betreffend die Reorganisation der verschiedenen Marinedienstzweige auf administrativem und finanziellem Gebiete. Die republikanisch progressistische Gruppe beschloß in einer heute abgehaltenen Bersammlung, der Regierung in betreff der inneren Politik eine Vertrauenserklärung nicht zu ertheilen, in betreff der äußeren Politit aber ihr jede Unterstützung angedeihen zu lassen. Das sozialistische Wachsamteitstomitee veröffentlicht eine Erklärung, in welcher es heißt, die Sozialisten werden sich jeder Manifestation enthalten, aber auf die Kundgebungen und Brobokationen der Nationalisten antworten. " " In Lyon fand gestern eine bedeutsame und gebung statt gegen die flerifal- militärische Reaktion, für die Dreyfus- Revision, die Freilassung Picquart's und die Abschaffung der Kriegsgerichte. Die Kundgebung schloß sich an eine Massenversammlung an, in welcher Jaurès Dem verdächtigen Symptome gezeigt. eine Rede hielt. Führer wurde eine begeisterte Ovation bereitet. Nach Schluß Konservativen insbesondere wenden sich in einem Aufruf an die Leitet. jozialistischen ist eine recht lebhafte geworden. Flugblatt folgt auf Flugblatt. Die ſich in Laa, wo genaue ärztliche Ueberwachung angeordnet ist, feine der Versammlung trug man ihn im Triumph durch Nationalliberalen, um diese von dem Bündniß mit den Frei- Arbeiter- Zeitung": Ueber die Natur der Wiener Bestfälle schreibt die Wiener die Straßen. Die Antisemiten, die gleichzeitig in Lyon Der Freifinn habe, so wird ausihren chriftlich- demokratischen" Kongres abhalten, hatten einen Theil finnigen abzubringen. Die Form der Seuche ist nicht die gewöhnliche Bubonenpest oder erst geführt, ihrer Pariser Banden mobilisirt, um die sozialistische Kundgebung wenigen Monaten fast geschlossen mit Beulenpest, sondern die bei der indischen Epidemie viel weniger der Sozialdemokratie gestimmt. Um nationalen Gefeßentwürfe Best Pneumonie, der Pest Lungenentzündung. die gegen welche gestimmt habe, so die Armeereorganisation, die norddeutsche auf, aber die maßlose Abgeschlagenheit, die Empfindlichkeit der LymphFortschrittspartei ſeit 1862 Sie tritt unter den Erscheinungen der gewöhnlichen Lungenentzündung Bundesverfassung, den Fortbestand der Flotte, die Reichsverfassung, drüsen und die Milzschwellung zeigen bald, daß man es mit einem die Flottenvorlage von 1889/90, die Gerichtsverfassung, die sozial- gefährlicheren Gaste zu thun hat, und die bakteriologische Unterpolitischen Gefeße, die Geseze gegen den Wucher, den unlauteren fuchung des Auswurfes zeigt dann dann das Vorhandense in der Wettbewerb 2c., gegen die Subvention der Postdampfer, das Börsen- Bestbazillen. Es stellt sich plötzlich reichlich blutiger Husten ein, gesetz und die Handwerksvorlage 2c. Der freisinnige Aufruf der manchmal" tagelang anhält und schließlich in schweres Todesfucht gegen die drohende Realtion mobil zu machen, zu der nur röcheln übergeht", so schilderte Dr. Heinrich Albrecht, der, wie der wenige Sige im Landtage fehlen würden u. 1. tv. arme Dr. Miller, an der Bestexpedition theilgenommen, das Krankheitsbild in einem Vortrage. An die Parteigenossen im Landtagswahl- Bezirke Kottbus: Die Best- Lungenentzündung ist nicht nur für den Befallenen, Spremberg- Kalau erlassen der Kreis Vertrauensmann und die Ber- sondern auch hinsichtlich der Verbreitung die gefährlichste Bestfrauensmänner von Rottbus und Spremberg in der form, weil der Auswurf zerstäubt und, insbesondere wenn er trocken Märkischen Voltsstimme" die Aufforderung, für die Wahlmänner geworden ist, leicht weiter geschleppt werden kann. Hiergegen macht der freisinnigen Partei zu stimmen. Es heißt in dem Aufrufe: man sich von der Ansteckungsgefahr überhaupt ganz falsche und überUnser Landtags- Wahlkreis hatte bisher die Ehre, von Angehörigen triebene Vorstellungen und beurtheilt die in Wien getroffenen der schwärzesten Reaktion im preußischen Landtage vertreten zu Sicherheitsvorkehrungen ganz falsch. Man hält nämlich alle Leute, Wenn wir auch von In der Fronde" veröffentlicht die Schriftstellerin Séverine sein. den Kandidaten der freisinnigen die, weil sie mit dem Kranken in Berührung waren, etwa schon die wenn sie auch noch nicht ausmehrere Briefe des Geheimagenten Lemercier Bartei nicht erwarten, daß dieselben in unserem Sinne Pest im Leibe haben könnten, Picquard, welcher am 2. März unter räthselhaften Umständen Politik treiben, so ist es doch unsere Pflicht, nach den Vor- gebrochen, für gefährlich und fürchtet in ganz abenteuerlicher Davon ist gar keine Rede. todt aufgefunden worden, und führt auf grund derselben aus, daß gängen gelegentlich der Berathung der lex Nede im preußischen Weise eine Massenverbreitung. sondern das KrankheitsLemercier- Picquard der eigentliche Urheber der von Henry Randtage, die konservative Partei zu schwächen und dadurch beizu- Nicht die Krankheit ist ansteckend, eingestandenen Fälschung sei.tragen, daß die Reaktion in Preußen nicht gar zu dreist ihr Haupt produkt, der die Bestbazillen enthaltende Auswurf ist gefährlich. In Bartei eintreten, wird an dem bisherigen Verhältniß dieser Partei gänzlich ungefährlich. erhebt. Dadurch, daß wir bei der Landtagswahl für die freifinnige der Intubationszeit ist derselbe Ktrante, der morgen vielleicht stirbt, gegenüber nichts geändert. Wir betrachten dieselbe auch für die Zukunft als die Schleppenträgerin des Kapitals, nur ist es unsere Pflicht, durch unser Eintreten für diese Partei die ärgsten Vertreter der Steaktion aus unserem Wahlkreis verdrängen zu helfen. Die Agitationskommiffion für den Kreis Kalbe. Aschersleben Von dem Heilverfahren läßt sich leider nicht viel sagen. Die macht den Parteigenossen bekannt, daß die Ausführung des Symptome, vor allem das Fieber, werden bekämpft, das ist so ziem Beschlusses der Kreiskonferenz, wonach für bürgerlich- lich alles. Dagegen hat die Verhütung der Krankheit sehr erfreuoppofitionelle Wahlmänner eingetreten werden soll, fich für die liche Erfolge aufzuweisen. Rein lichteit, gute Ernährung, jezige Landtagswahl erübrige, da eine offizielle Bezwed mäßige Diät sind natürlich die Hauptsache. tanntmachung, daß die freifinnige Partei sich betheiligen werde, Auch die Best ist eine Krankheit des Elends und des Schmußes. Sehr wichtig aber scheint das Immunisirungsverfahren zu werden, Im Wahlkreise Halle das insbesondere berufen ist, die Aerzte und das Wärterpersonal Man hat bisher zwei Präparate angewendet: das Bestserum von Dr. Yersin, das im Pasteur'schen Institut in Paris in größeren Mengen hergestellt wird, und das auch Herr Dr. Pöch, der Arzt unserer beiden Kranken im Franz Josefs- Spital, zu seiner Imununifirung verwendet haben dürfte. außerdem wurde in Bombay die Hafftine'sche Schuhimpfung mit Erfolg versucht. Eine Versuchsreihe, bei der 1400 Personen geimpft wurden, ergab sehr günstige Resultate. Noch ist absoluter Schutz nicht erreicht, aber der Weg ist da, und es ist ein großer Troft und eine große Erhebung, daß die wissenschaftlichen Arbeiten, denen in wien drei Menschen zum Opfer fielen, doch Aussicht auf wichtige Erfolge bieten. Die Friedensvermittelung. Vom 25. Oktober wird aus Baris gemeldt: Heute ist ein neues Gelbbuch veröffentlicht worden. Daffelbe enthält 19 Dokumente, betreffend die Vermittelung, welche Frankreich zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ausgeübt hat. Das Gelbbuch schließt mit einer Depesche des Ministers des Aeußern, Delcassé an die französischen Botschafter im Auslande, in welcher es heißt, Frankreich hoffe das Biel, das es sich gefeßt, erreicht zu haben, nämlich die grausamen erduldeten Leiden der Völkerschaften abzukürzen und den Friedensschluß zwischen zwei Mächten, denen es gleichmäßig Freundschaft entgegenbringe, zu erleichtern. Spanien. Fügen wir in diesem Zusammenhange hinzu, daß die Pestbazillen, so furchtbar ihre Gefährlichkeit ist, zum Glück selbst sehr hinfällig sind, daß sie nach wenigen Tagen absterben und äußerst empfindlich sowohl gegen Erhizung als gegen Desinfektionsmittel find, ja schon sehr verdünnte Säuren tödten sie. Madrid, 25. Oktober.( Köln. 3tg.) Sonst ernst zu nehmende nicht erfolgt sei. hiesige Starliften versichern unter der Hand auf das bestimmteste, daß nach dem Friedensschluß eine karlisten- Erhebung stattfinden haben unsere Genossen am Sonntag 40 000 Flugblätter verbreitet zu schützen. wird, die ihren Anfang in Navarra nehmen und sich von dort über die baskischen Provinzen erstrecken soll. Don Karlos beabsichtige, die Grenze bei Navarra zu überschreiten, weil dort am leichtesten Partei- Nachrichten. ein paar tausend Mann zusammenzubringen seien, die ihn in Eine Parteiverfammlung in Zwickau, die sich mit dem Empfang nehmen und seine ersten Schritte sichern fönnten. Die Stuttgarter Parteitage beschäftigte, nahm einstimmig eine Resolution Regierung hat dafür gesorgt, daß das Offizierkorps der dort an, worin erklärt ist, daß bei der Agitation die Endziele in liegenden Regimenter aus möglichst zuverlässigen Leuten besteht. Italien. erster Linie betont werden müssen und daß die Partei an ihrer bisherigen Tattit festzuhalten habe. Weiter wird es in der Resolution für nöthig erklärt, daß die innerhalb der Partei vorhandenen grundfäßlichen und tattischen Meinungsverschiedenheiten durch fachliche Erörterung in der Presse und in den Parteiversammlungen geklärt werden. Zum Vertrauensmann wurde wieder Hermann Schmidt gewählt. Todtenliste der Partei. In Magdeburg ist der Klempner Otto Boigt gestorben, der die langen Jahre des Ausnahmegefeges hindurch bis zu den letzten Tagen feines Lebens immer treu zur Fahne gehalten hat. Ebenso war er ein rühriges Mitglied feiner Berufsorganisation. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Es liegen heute folgende Depeschen vor: Die Wärterin Göscht, welche sich mit leichten Fiebererscheinungen unwohl meldete, wurde am Montag aus dem allgemeinen StrankenHause vorsichtshalber nach dem Franz Josefs- Spital übergeführt. Auf diesen Sachverhalt ist das heute Abend verbreitete Gerücht von einer neuen Befterkrankung zurückzuführen. Rom, 22. Oftober.( Eig. Ber.) Nicht lange mehr und wir werden von neuem mit einer atuten Hungersnoth zu rechnen haben. Das im Lande vorhandene Getreide genügt nicht, den Bedarf zu decken, und das eingeführte Getreide wird durch den Zollsatz von 7,50 Frants fünstlich vertheuert. Schon jetzt werden für den Heftoliter theilweise 26, 28 auch 29 Franks bezahlt und das Kilo Brot fostet 60 Centimes. In den Militärmagazinen sollen sich große Quan titäten Getreide wie man sagt, ausreichend bis zum Jahre 1899 - aufgespeichert vorfinden. Die Aussichten für die mittellosen Be Nach einer Mittheilung des Franz- Josef- Spitals an das Stadtvölkerungsschichten sind für den kommenden Winter äußerst trübe. physikat von Dienstag 83/4 Uhr vormittags hatte die Wärterin Pecha Der sozialistische Deputirte Bertesi, von Beruf Bäcker, machte eine Temperatur von 40,1 Grad, war bei Bewußtsein und hatte in einer Audienz den Ministerpräsidenten auf die drohende Theuerung Das Reichsgericht hat wieder einige Urtheile bestätigt, nachts 60 Kubitzentimeter Serum erhalten. Die Schwester Wilfrieda und die damit verbundene Gefahr von Hungerrebolten aufmerksam. die gegen Redakteure unserer Partei gefällt worden sind. Redakteur befindet sich etwas matt; fie erhielt nachts 20 Kubikzentimeter Bellour pflichtete den Argumentationen Bertesi's bei und theilte 2 i fjens von der Schleswig- Holsteinschen Volks- Serum. Die neu angelommene Wärterin Goscht hatte Mitternacht mit, daß nöthigenfalls die Hälfte des aufgestapelten Getreides zum 3eitung" in Riel ist wegen Beleidigung der Direktion der 37,4, früh 37,3 Grad und erbrach zweimal. Hustenauswurf war Preise von 26 Fr. verkauft werden würde; außerdem habe der Kaiserl. Torpedo- Werkstatt in Friedrichsort und der Staatsanwalt- nicht vorhanden. Allen anderen geht es gut. Ministerrath bereits beschlossen, eventuell den Zollfaz von 7,50 Fr. fchaft in Flensburg zu je 1 Monat Gefängniß verurtheilt und über Die Aerzte haben jetzt alle Hoffnung aufgegeben, daß die auf 5 Fr. herabzusetzen. den Redakteur Müller von der Magdeburger, Bolts Wärterin Pecha wieder aufkommen wird. Alle übrigen in ärztlicher Rom, 28. Oktober.( Eig. Bericht.) Die Verfolgungssucht ist stimme" ist wegen Beleidigung eines Amtsvorstehers eine Geld- Beobachtung befindlichen Personen geben zu Besorgnissen feinen bei uns schon so weit gediehen, daß in Mailand einige Bürger, strafe von 150 m. verhängt. Die Revision beider Parteigenossen Anlaß. Professor Nothnagel wurde vom Statthalter ersucht, seine die weiter nichts verbrochen, als den„ Avanti" gelesen oder die wurde vom Reichsgericht verworfen. Besuche im llgemeinen Krankenhause vorläufig einzustellen. Prof. Nothnagel ist gleichfalls auf vier Tage isolirt worden. Die Vorlesungen im Allgemeinen Krantenhause bleiben auf Anordmung des Detans sistirt, dürften jedoch schon in der fünftigen Woche wieder aufgenommen werden, da eine weitere Verbreitung der Seuche als ausgeschlossen anzusehen ist. Dr. Poech, der seit Müller's Erkrankung den Dienst in den Die Deputirten Basly( wilder Sozialist) und Paulin- Méry Jan. Das Amendement de Mahy wird sodann mit 296 gegen Jolirzellen bei Müller, den zwei Wärterinnen und den übrigen( Boulangist) werden handgemein. Alle Deputirten erheben sich von 243 Stimmen angenomme it. Der sozialistische Deputirte Internirten versicht, ist durch Anstrengungen aufs höchste erschöpft; ihren Eigen und protestiren heftig gegen das Benehmen der beiden Berteaux beantragt ein Vertrauensvotum für die Regierung. Brisson er muß heute durch einen Arzt, Dr. Mayer, ersetzt werden, aber Kollegen. Nachdem die Nuhe wiederhergestellt ist, nimmt Déroulède schweigt dazu. Der Antrag Berteaug wird mit 286 gegen 254 Stimmen selbst in solirung bleiben. wieder das Wort und wirft der Regierung vor, die Macht ufurpirt abgelehnt. Die Minister verlassen den Saal. Die Demission zu haben, und deutet auf die Lage hin, in der sich General Chanoine des Ministeriums gitt für sicher. befinde.( Heftige Protestrufe.) Dechanel bringt die Tagesordnung Ribot mit dem Amendement Kriegsminister Chanoine bittet ums Wort( lang an- de Mahy zusammen zur Abstimmung, beides gemeinsam wird mit haltender Beifall), er erinnert daran, unter welchen Bedingungen er 460 gegen 28 Stimmen angenommen.( Rufe:„ Nieder mit den Wie die„ Wiener Abendpost" meldet, fand gestern Abend eine sein Amt angetreten habe, und erklärt, daß seine Ansicht sich mit Juden!"). de Baudoy D'Asson beantragt, alle Minister mit AusBegehung sämmtlicher Hauskanäle des Allgemeinen Krankenhauses der seiner Vorgänger dede( langanhaltender Beifall.) Als süternahme des Generals Chanoine, dieses braven, loyalen Soldaten", und des anatomisch- pathologischen Justituts statt. Das Ergebniß der Ehre der Armee lege ich in Ihre Hände das Gut, das in Anklagezustand zu versetzen.( Tumult.) war vollkommen beruhigend. Junerhalb der Spitalskanäle wurde nur eine geringe Anzahl lebender Ratten und nur eine todte Matte mir anvertraut ist, und ich gebe auf dieser Tribüne Die Sigung wird um 8 Uhr 35 Minuten geschlossen. Die nächste gefunden, sonst wurde nichts Auffälliges wahrgenommen. Heute meine Demission."( Donneruder Beifall.) Chanoine verläßt Sigung ist am 4. November. Abend findet eine Durchschwemmung fännlicher erwähnten Kanäle den Saal. mit Hochquelwasser statt. Unterbrechung der Sitzung. Infolge der Aufregung, die die Demission des Kriegsministers hervorgerufen hat, wurde die Sigung auf eine halbe Stunde unter brochen. Ministerpräsident Brisson und Justizminister Earrien sich nach dem Nach dem vorläufigen Schluß der Kammerfizung begaben Elysée, um dem Präsidenten der Republik von der Demission Chnavine's Mittheilung zu machen. " Gewerkschaftliches, : and stool Brisson besteigt die Tribüne.( Erneute Rufe„ Demission" In Lemberg wurde ärztliche Observanz für alle Reisenden aus und Gegenrufe Nein! Nein!") Brisson führt aus, der Beschluß mitru mad i Berlin und Umgegend. Wien, die dort bleiben, angeordnet. betreffend die Ucberweisung der Affaire Dreyfus an den KassationsIn Budapest herrschen große Besorgnisse wegen Gefahr der Ein- hof sei in Gegenwart Chanoine's gefaßt worden; Redner tadelt der Zimmerfir. 39 aufführen läßt, haben gestern früh sämmtliche Auf dem Bau, den der Besitzer des ,, Lokal Anzeigers" in schleppung. Man wartet ab, ob nicht in dem niederösterreichischen Chanoine, Marktflecken Laa die Infektion ausbricht. Dort wohnt bekanntlich daß er entgegen jedem Gebrauche inmitten der Maurer die Arbeit niedergelegt. Es ist dies bereits das fünfte Mal, die Mutter des verstorbenen Wärters Barisch, die bei dem Be- Kammer demissionirt habe.( Lang anhaltender Beifall, heftige Unter- daß während der Aufführung dieses Baues Differenzen mit den dort gräbnisse des Sohnes in Wien war und dessen Kleider mit brechungen auf der Rechten.) Brisson fügt hinzu, die Regierung beschäftigten Arbeitern ausgebrochen sind und wiederholt die Bausperre genommen hatte. wolle sich zu Berathungen zurückziehen. Die Kanumer von der Organisation der Maurer verfügt wurde. Der neue Konflift Im österreichischen Abgeordnetenhause erklärte Ministerpräsident werde ihm Dank wissen, daß er dafür sorge, daß die Autorität entstand dadurch, daß am Montag ein Maurer entlassen wurde, der Graf Thun in Beantwortung einer Interpellation wegen des vor der Zivilgewalt gegenüber der Autorität der den Eiſenarbeitern bei Aufstellung der 24 Zentner schweren Träger gekommenen Bestfalles, es feien alle Maßregeln getroffen, welche fich militärgewalt das llebergewicht habe. Die Sigung hilfreich zur Hand ging. Es hatte sich nämlich herausgestellt, zur Verhütung einer weiteren Ausbreitung der Pestgefahr als noth- wird unterbrochen. daß die zur Ausführung der Arbeit beorderten Arbeiter wendig darstellten. Er lege das größte Gewicht darauf, daß alle die Ausführung des Auftrags nicht bewältigen fomiten, Nachrichten über den jeweiligen Stand der Pesterkrankungen ohne daß für sie selbst eine Gefahr bei dieser schwierigen vollkommen wahrheitsgetreu der Oeffentlichkeit überliefert werden, Manipulation entstanden wäre. Als nun der betreffende Maurer bei weil er in solchem Vorgehen das geeignetste Mittel zur Beruhigung der Hilfeleistung vom Maurermeister W. Gutsche angetroffen wurde, der Bevölkerung erblicke. Gegenüber dem Verlangen nach Verbot erhielt der Polier den Auftrag, den Arbeiter am Abend zu der schädlichen Experimente von Aerzten auf den Kliniken erklärte der Ministerpräsident, die Experimente, welche zu den Erkrankungen VerGrund für die Entlassung ihres Kollegen erfuhren und so entlassen. Bei den übrigen Arbeitern hatte sich natürlich eine sehr erregte Stimmung bemerkbar gemacht, als sie den anlassung gaben, hätten im Pathologischen Institut, weit entfernt stellten sie am Dienstag früh einmüthig die Arbeit ein, da ihrem von den Krankensälen, stattgefunden. Graf Thun hob den enormen Werth der bakteriologischen Forschungen für die Medizin und für Verlangen, den Entlassenen wieder einzustellen, keine Folge gegeben das Leben Tausender von Menschen hervor; freilich sei es nothwendig, Während der Unterbrechung der Kammerjigung herrschte in den wurde. Solche Vorkommnisse zeigen wieder, mit welchen lebelan Institute, in deren Räumen Untersuchungen über Infektions- Couloirs lebhafte Bewegung; die Vorfälle wurden erregt beständen die Arbeiter zu kämpfen haben. Die vielen Bau- Unfälle frankheiten stattfinden, strenge Mahnungen zur äußersten Vorsicht sprochen. 3 a hlreiche gemäßigte Republikaner er sollten gerade die Veranlassung geben, größere Vorsicht bei gefahrseitens des fachmännischen und dienenden Personals ergehen zu klärten nachdrücklich, daß angesichts des Vorgehens vollen Arbeiten zu üben; hier aber müſſen Arbeiter zu laffen. Aber ein Verbot experimenteller Erforschung ansteckender Chanoine's alle politischen Meinungsverschiedenheiten verschwänden, Borlicht bei ihren Arbeiten anwandten. einent Streit greifen, weil sie eine gewiß berechtigte Und die Leute, die Krankheiten würde für das Wohl der Mitbürger nur schädlich und daß die Republikaner aller Schattirungen sich vorsicht bei ihren Arbeiten anwandten. wirken. Möge man somit, sagt der Ministerpräsident, die wohl einigen müßten, um der Lage gewachsen zu tauten aus den Unternehmerkreisen, die fortgesetzt gegen das solche Konflikte heraufbeschwören, das sind die Repräsen thätigen Erfolge der wissenschaftlichen medizinischen Forschung, der sein. Der radikale Republikaner Dujardin- Beaumetz man den unvergleichlichen Aufschwung der öffentlichen sanier Koalitionsrecht der Arbeiter schreien, die an Herrn v. Posadowsky tären Verhältnisse verdankt, die Initiative, nicht verkennen, es vielmehr griff die Initiative, die Bureaus der radikalen das Verlangen richteten, den§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu ververmeiden, daß ihrer Entwickelung Hindernisse bereitet Linken, der progressistischen Vereinigung und der äußersten schärfen. oder gar im Gemüthe der Bevölkerung unberechtigte Befürchtungen Linken zu vereinigen, und schlug, denselben vor, der Kammer eine Deutsches Reich. und Mißtrauen erweckt werden. Man könne mit Beruhigung in Tagesordnung zu unterbreiten, in welchem der Entschluß der Kammer Das Mainzer Gewerkschaftskartell hat über die Gewerkschaftsdie Zukunft bliden. Der Ministerpräsident gedenkt schließlich ausgedrückt wird, unter allen Umständen das Ueber bewegung in der ersten Hälfte des Jahres 1898 joeben eine statistische pietätvoll des verstorbenen Dr. Müller, welcher seinem hohen gewicht der Zivilgewalt zur Geltung 3 u Bujammenstellung veröffentlicht. Zur Zeit gehören 27 Gewerkschaften Berufe zum Opfer gefallen sei. Auf Antrag des Antisemiten bringen, und durch welche die Berathung über die Inter- dem Kartell an. In diesen Organisationen befinden sich 2842 Mitglieder Gregorig wird in der nächsten Sitzung über diese Beantwortung pellation auf Donnerstag vertagt wird. Die drei Bureaus nahmen und sind in diesen Berufen 11 647 Personen thätig, fodaß der Prozenteine Debatte stattfinden. Auch im ungarischen Parlamente wurde am Dienstag die Best- diese Tagesordnung an, die Sozialisten find gleichfalls dafür; Organisationen, die über 50 pCt. der Berufsthätigen enthalten, ge= faz der organisirten Arbeiter durchschnittlich 23,13 beträgt. Zu den gefahr besprochen. Buzath von der Klerikalen Volkspartei inter- auch Meline und Barthou traten derselben bei. hören: Die Pflasterer( 100 pCt.), die Dachdecker( 92 pCt.), die Buchpellirte über die Schutzmaßregeln gegen die Bestgefahr, worauf der republikanischen Deputirten verurtheilten ernst bruder( 89,25 pct.), Maurer( 78 pet.) und die Maler( 64,6 pt.). Minister des Innern erklärte, zur Zeit seien absolut keine weiteren das Verhalten Chanoine's. Gegen den früheren Die Arbeitszeit in den einzelnen Berufen schwankt von täglich sieben Maßregeln oder Sanitätsanordnungen getroffen. Man könne mit Forschungsreisenden Oberst Menteil, welcher sich in den Couloirs Stunden bis 18 Stunden; die Müller gaben ihre Arbeitszeit sogar voller Beruhigung dem Verlaufe der Dinge entgegensehen, da auf 24 Stunden an. Auch die Bäcker figuriren mit einer Arbeitszeit außerhalb des Wiener Epidemiespitals keine verdächtige Erkrankung von durchschnittlich 14 Stunden. vorgekommen sei. um All e befand, wurden verschiedene Protestfundgebungen laut, weil er das Verhalten Chanoine's vertheidigte. ldingsting Nach dem Verlassen der Kammer begab General Chanoine sich 390 In Beuthen fand am Montag eine Bildhauer- VerDie Heritale Volkspartei brachte im Abgeordnetenhause den in das Elysee; Präsident Faure empfing ihn jedoch nicht, sondern sammlung statt, die gut besucht war und zur Gründung einer: Dringlichkeitsantrag ein, wegen der Einschleppungsgefahr der Best ließ ihm jagen, er könne seine( Chanoine's) Demiſſion nur durch die Verwaltungsstelle führte. Ein lebergriff des überwachenden Polizeidie österreichische Grenze zu sperren. Von der asiatischen Grenze wird ein bedenkliches Vorschreiten der Vermittelung des Ministerpräsidenten entgegennehmen. In der beamten war es, vom Einberufer die Entfernung aller VersammTungsbesucher zu fordern, die nicht Bildhauer seien; leider gab der sibirischen Best gemeldet. Die„ Köln. 3tg." meldet aus Peters- Unterredung mit Brisson trat Faure der Ansicht Brisson's bei, das Einberufer nach. Keunt denn die Beuthener Behörde noch immer burg: Der Ort Aisob oder Aissowa, wo nach russischen Portefeuille des Krieges einem Nicht- Militär nicht das Vereinsgesetz? Meldungen eine ansteckende Krankheit mit großer Sterblich anzubertrauen, um damit die Unterordnung der feit aufgetreten ist, liegt östlich Der Ausstand der Former und Hilfsarbeiter bei der Firma bom Alexandersee. Die Militärgewalt unter die Zivilgewalt zu beheilbronner in München ist durch gegenseitiges Entgegenkommen Annahme, daß die Krankheit Beft sei, hat viel Wahrscheinlichkeit stä ti gen. Faure verurtheilte streng die Haltung Chanoines. für fich. Die russische Regierung hat Absperrungsmaßregeln gezur beiderseitigen Zufriedenheit beigelegt. troffen; man hofft, eine Verbreitung der Pest verhindern zu können. Schluß der Situng und Mißtrauensvotum gegen das Ausland. In der Stadt Bombay kamen in der letzten Woche 116 TodesKabinet Briffon. Der Ausstand in der Oesterreichischen Waffenfabrik in fälle an der Best vor, gegen 200 in der Vorwoche. In den übrigen Bei Wiederaufnahme der Debatte forderte Brisson die Steyr ist beigelegt. Die Arbeit wurde am Dienstag früh wieder Distrikten der Provinz Bombay starben insgesammt 4700 Personen Kammer auf, die Interpellationen bis nächsten Donnerstag aufgenommen.. gegen 4300 in der Vorwoche. aufzuschieben. Der sozialistische Abgeordneten Fournière stinute Die Antwerpener Schriftfeher sehen ihren Kampf mit äußerster Brisson zu, desgleichen andere sozialistische und radikale Abgeordnete. Schärfe fort. Der Kriegsminister hat nachträglich verboten, daß Eröffnung der Kammer in Frankreich. Nunmehr wurde beantragt, über eine Tagesordnung abzustimmen, in Soldaten zur Aushilfe in Druckereien arbeiten. Drei Blätter erwelcher die Regierung die Ueberlegenheit der Zivilgewalt über die icheinen des Morgens nur auf einer Seite bedruckt und die AbendMilitärgewalt erklärt. Cavaignac, der frühere Striegsminister legte ausgabe ist gänzlich eingestellt. Protest gegen diese Tagesordnung ein. Seine Stimme wurde jedoch von Rufen der Abgeordneten und von der Tribüne herab übertönt. Er wurde ausgezischt und ausgepfiffen. Die Manifestation vor der Kammer. M Boziales. Leite Nachrichten und Depeschen. Breslau, 25. Oktober.( B. 5.) heute früh wurde im Hofe des hiesigen Landgerichts- Gefängnisses der 35 Jahre alte Arbeiter Carl Wuttke, der in der Nacht vom 7. zum 8. April d. J. seine Ehefrau Pauline geb. Hoffmann ermordet hatte, durch den Scharfrichter Reindel hingerichtet. Hamburg, 25. Oktober.( W. T. B.) Die in Altona erfolgte Aus Paris liegen heute die folgenden Depeschen vor: Anläßlich der heutigen Kammereröffnung war die Aufregung in der Umgebung des Parlamentsgebäudes ungeheuer. Die Polizei Arbeiter Risiko. Auf dem Hauptbahnhofe in Dresden hatte hatte den Konkordien Platz und die anliegenden Straßen ab der Progreffiften Ribot unterstützt das Ministerium, somit hat Reparatur des Daches auszuführen. Um dahin zu gelangen, letterte Der Führer ein bei dem Hof- Klempnermeister Türke beschäftigter Gehilfe eine gesperrt. Niemandem außer den Abg: ordneten war der Zutritt zur Brisson die Radikalen, Sozialisten und Progressisten auf seiner Seite. er in den die Drähte der elektrischen Lichtleitung haltenden Bindern Kammer gestattet. Gegen 2 Uhr erschienen. Déroulède und Drumont, Nach Wiedereröffnung der Sitzung erklärt Brisson, die hinauf, tam aber dabei mit den Drähten, die eine Spannung von beide wurden mit den Rufen:„ Nieder mit Brisson! Nieder mit den regel widrige Demission Chanoine's fei ange- 3000 Volt hatten, in Berührung und erhielt einen so heftigen Schlag, Juden!" empfangen. Kürassiere zu Pferde drängten die Menge in die nommen worden. Ein interimistischer Kriegsminister daß sofort der Tod eintrat. Es gelang erst nach einer geraumen Straßen zurück. Eine Anzahl Manifestanten, welche Hochrufe auf werde bestimmt werden. Brisson beantragt, die Kammer bis zum Beit, den Strom abzustellen. Inzwischen hing der leblose Körper die Armee ausbrachten, hatten sich um 1 Uhr mittags vor dem Donnerstag zu vertagen, und betont die Suprematie der Zivilgewalt in den Drähten und wurde so furchtbar verbrannt, daß er über und „ Cercle militaire" angesammelt. Als Drumont und andere anti- über die Militärgewalt.( Beifall.) über rauchte. Ernest Roche( Boulangist) semitische Deputirte den„ Cercle militaire", in dem sie gespeist wirft der Regierung Verzögerung bei Einberufung der Kammer griffene Haus des Kaufmanns Königsfeld zusammen. In Sosnovice in Russisch- Polen stürz'e das im Baubehatten, verließen, erfolgte eine erneuerte Kundgebung. Auch Rufe: vor. Comte de Mune( Monarchist) fordert Erklärungen unter den Trümmern sind acht Maurer begraben, darunter fünf Nieder mit Brisson! Nieder mit den Juden!" wuden ausgestoßen. über das angebliche Militär- Komplott und fordert Nennung der verheirathete. Die Verschütteten lebend zu Tage zu fördern, gilt als Auf dem Konkordienplage mißhandelten antisemitische Manifestanten Namen und Beweise.( Unterbrechungen auf der Linken.) De Baudry ausgeschlossen. Bier andere Maurer find bei dem Einsturz lebensden Polizeikommissar Leproust, den sie beschuldigten, er habe D'Affon( Monarchist) wirft unter lebhaften Zwischenrufen der Regie- gefährlich verlegt worden. „ Nieder mit Frankreich, nieder die Armee!" gerufen. Diese rung vor, zuzulassen, daß die Armice beleidigt werde. Ribot( Repu Beschuldigung hielten sie auch vor dem Polizeipräfetten aufrecht, blitaner) befürwortet im Namen seiner Freunde, unter denen Meline welcher den Vorwurf als Niedertracht zurückwies. Leproust begab sich, sich befindet, den Antrag auf Vertagung Wir schenken der Armee aus einer tiefen Stirnwunde blutend, vom Polizeipräfeften geſtüßt Bertrauen und wollen nicht, daß man sie angreife. Alle Rein den Tuileriengarten. Eine große Volksmenge stürzte den beiden publikaner sind in diesem Punkte einig."( Lebhafter Beifall.) Hierauf unter Drohungen und Hochrufen auf die Armee nach. Infolge wird der Schluß der Erörterungen verkündet. dieses Vorkommnisses wurde der Kontordien Platz bom Ribot bringt eine Tagesordnung ein, der zufolge die Kammer Militär geräumt und besetzt gehalten. Die Menge, aus der Hochrufe die Suprematie der Zivilgewalt über die Militärgewalt bekräftigt Aufsehen erregende Verhaftung eines Schirmmachers namens Oldens auf die Armee ertönten und in der von einzelnen die Marseillaise und ihr Vertrauen in die den republikanischen Gesetzen treue und burg scheint nach dem„ Hamburg. Korrespondenten" auf die Prahlerei gesungen wurde, wurde von Kürassieren nach der Rue Royale und den diese beobachtende Armee ausspricht; mehrere andere Tagesordnungen eines von Großmanusfucht befallenen, oft bestraften Menschen Boulevards zurückgedrängt. Einige Läden hatten ihre Auslagen ge- werden eingebracht. Cabaignac erklärt, daß eine sofortige Be- zurückzuführen zu sein. Derselbe hatte erzählt, ihn habe das Loos schlossen, doch sind alle Cafés geöffnet. Gegen 5 Uhr fing es zu rathung nöthig sei.( Cavaignac wird mit zahlreichen feindlichen getroffen, den staiſer Wilhelm auf der Rückreise zu ermorden. Die regnen an, darauf ging die auf den Boulevards angesammelte Rufen begrüßt, wie" Säbel"," Fälschung",„ Nasirmesser". Tumult.) Altonaer Kriminalpolizei ist mit der Feststellung der Angaben des Oldenburg beschäftigt. Menge auseinander. Bis 6 Uhr waren auf dem Konkordienplatze Ministerpräsident Brisson nimmt die Tagesordnung Ribot an. und in dessen Umgebung 150 Verhaftungen vorgenommen worden. Mehrere Redner wollen sprechen, sind aber beim Lärm nicht zu ver- richt, daß in Hamburg ein weiterer Anarchist, der mit der Altonaer Heute veröffentlicht der Hamburger Generalanzeiger" die NachDer heute bei Gelegenheit der Kundgebungen verhaftete Vor- stehen. Affäre in Verbindung stehe, festgenommen worden sei; weitere Vers sitzende der Antisemiten- Liga, Jules Guerin, ist in das Gefängniß hierauf wird die Tagesordnung Ribot mit 559 haftungen sollten bevorstehen; ein Anarchistenverein habe in einem überführt worden. gegen 2 Stimmen angenommen. Hause auf der Uhlenhorst getagt. Nach eingezogenen Erfundigungen Die Kammerfitung und die Demission des Kriegsministers. Berger beantragt, der Tagesordnung folgende Worte tann der Hamburg. Storrespondent" mittheilen, daß alle diese Das Haus und die Tribünen sind start besetzt; es herrscht leb- hinzuzusetzen, die Kammer spricht der der Regierung einen Dinge der Hamburger Polizeibehörde vollständig dafür aus, daß fie der hafte Bewegung. Finanzminister Beytral bringt den Budgetentwurf Tadel Armee nicht Respett unbekannt sind. und den Gesezentwurf über die Einkommensteuer ein. Kammer- verschafft habe. Sarrien erklärt, Chanoine habe auf dreipräsident Déchanel verliest die eingegangenen Interpellationen. maliges Ersuchen, die gerichtliche Verfolgung zu beantragen, Ministerpräsident Brisson besteigt die Tribüne.( Rufe auf der ablehnend geantwortet. Nach verschiedenen Bemerkungen wird der Rechten:" Demission"; Gegenrufe auf der Linken.) Brisson forderte Busazantrag Berger mit 274 gegen 261 Stimmen abgelehnt. sodann die Kammer auf, die Dreyfus- Angelegenheit vorläufig be- De Mahy bringt einen anderen Zufazantrag ein, in welchem seite zu lassen und dafür die allgemeine Politik des die Regierung des die Regierung aufgefordert wird, der Kampagne Kabinets zu besprechen. Déroulède ergriff jetzt das Wort. Er leidigungen, welche gegen die Armee organisirt sei, ein Ende Poluzow(), zu ermorden versucht und um 100 000 Franks beraubt sagte, es sei hohe Zeit, daß das Unglückskabinet beseitigt zu machen. Brisson verwirft dies Amendement und erklärt, die Re- hatte. Von hiesigen Berichterstattern wird verbreitet, Gurko sei ein werde. Redner wurde gezwungen, diese Worte zurückzunehmen. I gierig nehme ebensowenig eine Aufforderung wie einen Tadel Sohn des bekannten russischen Generals. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin Druck und Verlag von May Bading in Berlin. von Be Paris, 25. Oftober.( W. T. B.) Der Maler Puvis de Chavannes ist gestern Abend gestorben. Paris, 25. Oktober.( W. T. B.) Der Senat ging nach kurzer Sigung ohne Zwischenfall& inander. einen angeblichen russischen Marine- Offiz er Nikolaus Gurko, welcher Paris, 25. Oftober.( W. T. B.) Die hiesige Polizei verhaftete in einem Hotel in Nizza jeinen Zimmernachbar, Staatsrath Fürsten Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ir. 251. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwog, 26. Oktober 1898. Kommunales. erhöht. Als schein Eine Debatte entspann sich auch über den§ 4, welcher die Rechte Vorliebe die Dummheit und Niedertracht in ihren Dienst nehmen, des Kuratoriums präzisirt. Der Absatz 3 desselben lautet:" Das und so mag die Sache für den Fischer diesmal noch profitabel Die städtische Park Deputation beschäftigte sich unter Vorsik Kuratorium beräth über alle den Arbeitsnachweis berührenden An- auslaufen. Auf die Dauer wird der Schwindel allerdings nicht des Stadtraths Kochhann in ihrer legten Sigung mit der Festsetzung und stellt die erforderlichen Anträge beim Vorstande des Zentralgelegenheiten, insbesondere über zweckdienliche Reformen im Betriebe ziehen. ihres Etats für das Verwaltungsjahr 1899/1900. Im ExtraDie Berliner Bäckermeister lassen es sich gegenwärtig an Ordinarium find zur Herstellung von gärtnerischen Anlagen auf dem vereins bezw. äußert sich gutachtlich über beabsichtigte Maß gelegen sein, für Ordnung in den Bäckereibetrieben zu sorgen. In Helmholzplaze als zweite Rate 16000 M. eingestellt worden; ebenso nahmen des Vorstandes des Zentralvereins." Hierzu wurde von den verschiedenen Bezirkskonventikeln ist bereits der Beschluß gefaßt find zur Herstellung von Schmuckstreifen in der Großen Frankfurter- Arbeitgebern der Vorschlag gemacht, das Wort„ gutachtlich" zu worden, Zentralstellen zu schaffen, um Gesellen und Lehrlingen straße zwischen Fürstenwalder- und Friedenstraße als zweite State streichen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Gelegenheit zu geben," berechtigte" Klagen über Schlafräume, Be9500 M. vorgesehen. Für Reparaturen der Fahrwege in Friedrichs- und zur Zeit die geringe Entschädigung von monatlich nur untersucht und es soll durch gütliches Zureden bei den bes Dem Buchhalter des Vereins, der seit drei Jahren angestellt ist füftigung zc. anzubringen. Diese Klagen sollen dann wohlwollend hain sind als zweite Rate 10 000 m. bestimmt worden und zur 90 M. erhält, wird auf seinen Antrag das Gehalt auf 120 M. Hagten Meistern auf Abhilfe gedrungen werden. Herstellung von Fußwegen vom Verlorenen Weg nach dem Hain als dritte Rate 4500 M. Der Mariannenplatz und der Landsberger barer Grund wird für diese Maßnahme angegeben, daß man Plaz wird beabsichtigt durch Aufstellung von Springbrummen des Magistrats der Stadt Berlin erinnert dieser den Vorstand des Zeit nicht mit fortgeschritten seien und auf welche die Kultur sich In einem vom Vorsitzenden zur Berlesung gelangenden Schreiben nicht wolle, daß einiger Meister wegen, welche zu schmücken; auch die Umgebung des Schulze- Delitzsch- Denkmals so Vereins an seine etwaigen Wünsche in bezug auf die fernere Ge- noch nicht erstreckt habe, der ganze ehrsame Meiſterſtand" ververschönt werden durch Herstellung von gärtnerischen Anlagen auf dem Blaze an der Insel- und Köpniderstraße, wofür 500 M. angeſetzt die Wünsche rechtzeitig zu formuliren. Herr Dr. Freund bemerkte Gewerbe- Inspektoren. Die Herren Bäckermeister haben doch kein fo währung einer Subvention aus kommunalen Mitteln und bittet, rungenirt" werde. Der wahre Grund aber ist die Furcht vor den worden sind. Der Betrieb des Wassersturzes im Viktoriapark ist auch so für das kommende Jahr vom 1. Mai bis 15. Oktober auf acht hierzu, daß die Stadt Berlin sich bisher fehr entgegen gutes Gewissen, als sie sich den Anschein zu geben belieben. Sie habe, bewiesen und nichts abgeschlagen Stunden täglich in Aussicht genommen; ebenso ist der Betrieb der lieber was halten es für zweckdienlicher, von eigenen Kollegen werden, als bon Gewerbebeamten, welche elektrischen Beleuchtung des Wassersturzes während der Betriebs- der Förderung des Vereins von Nutzen hätte sein können. Er be- kontrollirt periode an zwei Abenden wöchentlich vom Dunkelwerden bis 10 Uhr antragte, vom Magistrat die Erhöhung der jährlichen Subvention von energisch auf Abstellung vorhandener Mißstände dringen und ins Auge gefaßt worden. Zur Anlegung eines Spielplates in der höhung der Subvention um 3000 m. beim Magistrat mit dem Hin halb soll durch die Schaffung solcher Zentralſtellen einer behörd= 5 auf 6000 M. zu erbitten. Herr Weigert empfahl die Er- solche wohl gar an die große Glocke bringen würden. DesGrimmstraße werden 650 M. gefordert. In Aussicht ist ferner ge- weis zu beantragen, daß sich die Ausgaben des Vereins von jetzt ab lichen Kontrolle möglichst vorgebeugt werden, und soll dadurch nommen die Errichtung einer Unterkunftshalle im Friedrichshain am großen Spielplay, verbunden mit zwei Bedürfniß= An- um ein erhebliches vermehrt haben. Dieser Vorschlag fand allseitige weiterhin gleichzeitig ein Beweis geliefert werden von der so sehr stalten, eine für Männer und eine für Frauen und Kinder, Zustimmung und wurde gleichfalls einstimmig angenommen. verkannten Arbeiterfreundlichkeit und Arbeiterfürsorge der Herren auch der Treptower Park soll an Die bisherige Entschädigung des Sekretärs des Vereins von Bäckermeister, welche glauben, mit diesem wohlfeilen Mittelchen die der Spree eine Bedürfnißanstalt für Männer und Frauen erhalten. 15 M. monatlich wurde auf 25 M. erhöht. Anwohner des gährende Unzufriedenheit aus den Reihen der Gesellen zu ver Neuen Marktes haben sich mit dem Ersuchen an den Magistrat ge liche Abtheilung des Arbeitsnachweises ein besonderes Telephon gefahren, um so mehr, als jetzt die organisirten Bäckerei- Arbeiter Zum Schluß beschloß das Kuratorium noch, für die weib- bannen. Der Hamburg- Altonaer Schreck ist ihnen in die Glieder wendet, die daselbst aufgestellten Bänke wieder zu entfernen, weil dieselben angeblich doch nur vorzugsweise von Bummlern und anlegen zu lassen, da die vorhandenen zwei Apparate in der män Berlins und der Umgegend mit Ernst Herangehen, auf Mittel und Strolchen als Lager- und Ruhepläge benutzt werden. Die Park- lichen Abtheilung, welche gleichzeitig den Verkehr für erstere mit Wege zur Verbesserung ihrer Lage zu finnen. Deputation fonnte sich dieser Ansicht nicht anschließen und hat daher besorgen, nicht ausreichten. leitet werden. tommend Bei der Gewerbegerichts Wahl am 22. September cr. das Gesuch um Entfernung der Bänke abgelehnt, den Petenten aber Der neue Rektor in Wort und That. Beim Antritt seines sind Vertreter folgender Berufszweige zu Beisitzern des Gewerbeanheim gestellt, mit ihren Beschwerden sich an das Polizei- Rektorats im Laufe dieses Monats nahm Professor Waldeyer zur gerichts gewählt worden: a) von den Arbeitgebern: 1 Bildhauer. präsidium zu wenden. Einen wichtigen Beschluß hat die größten Verwunderung weiter Kreise Veranlassung, sich als einen i Böttchermeister, 1 Brunnenbaumeister, 1 Bürstenmachermeister, Deputation dahin gefaßt, daß dieselbe sich im Prinzip Vertreter freierer Anschauungen bezüglich der Fragen hinzustellen, 2 Direttoren, 16 Fabrikanten und Fabrikbefizer, 1 Friseur, 3 Gastmit der elektrischen Beleuchtung sämmtlicher welche die Universität angehen, und im besonderen den studiren wirthe, 1 Goldschmiedemeister, 1 Gürtlermeister, 1 Graveur, 1 Grubenstädtischen Parts einverstanden erklärt hat. Um dem den Frauen seine Sympathien auszusprechen. Heute ist er mum befizer, 2 Hotelbesitzer, 2 Jugenieure, 4 Kaufleute, 1 Klempnermeister, Often ein Aequivalent gegenüber dem Westen, in bezug auf die anderer Ansicht geworden- ob auf grund eigenen Nachdenkens oder 1 Kohlenhändler, 2 Konditoren, 1 Lithograph, 1 Malermeister, 2 MaurerHerstellung der elektrischen Beleuchtung in der Sieges- Allee, zu ge- auf einen Wink von oben, darüber enthalten wir uns jeder Aeußerung. meister, 1 Mechaniker, 1 Nugholzhändler, 1 Photograph, 1 Sattlerwähren, soll im Friedrichshain provisorische elektrische Beleuchtung Thatsache ist, daß er dem sozialwissenschaftlichen meister, 2 Schlossermeister, 2 Schneidermeister, 1 Spediteur, 1 Schuhhergestellt werden. Die Mittel werden allerdings durch den nächst Studentenverein verboten hat, sich von einer Frau machermeister, 11 Tischlermeister, 2 Uhrmacher und 1 Weinhändler. jährigen Etat noch nicht gefordert, da die Deputation noch einen Vortrag über. Gefangenen fürsorge halten zu lassen b) Von den Arbeitnehmern wurden gewählt: 1 Arbeiter, 1 Baubeabsichtigt, sowohl im Sommer als auch im Winter des Abends und daß er offen als sein Brinzip angegeben hat: keine Frau darf arbeiter, 1 Bildhauer, 1 Blumen- und Federarbeiter, 1 Brauer, und des Nachts die Verbindungswege im Friedrichshain elektrisch bevor Studenten in Studentenvereinen sprechen! Dasselbe wollte auch 1 Buchbinder. 2 Buchdrucker, 1 Buchdruckerei- Hilfsarbeiter, 1 Chileuchten zu lassen, um daselbst eine größere Sicherheit für das schon ein früherer Rektor( namens Brunner) erreichen; dieser erntete rurgische Instrumentenmacher, 1 Dachdecker, 1 Drahtweber, Publikum herbeizuführen. Für die Einrichtung der elektrischen dafür den verdienten Lohn: die Studenten protestirten in öffentlicher Ver- 2 Droschkentutscher, 4 Former, 1 Glaser, 1 Graveur, Beleuchtung im Bittoria- Park sollen die Vorarbeiten in die Wege ge- sammlung gegen sein Vorgehen gegen die akademische Freiheit und die 1 Gürtler, 1 Handschuhmacher, 3 Hausdiener, 3 Kellner, Professoren wählten einen neuen Rektor, der in striktestem Gegensatz zu 1 Klempner, 1 Korbmacher, 1. Kürschner, 1 Lederarbeiter, 1 LuxusNeue Straßennamen. Nachdem die kaiserliche Genehmigung Brunner stand und keineswegs den Franen den Weg zu den studen- papierarbeiter, 1 Maler, 1 Maschinenbauer, 1 Maurer, 1 Maschiniſt dazu erfolgt ist, macht der Magistrat bekannt, daß folgende neu an- tischen Vereinen versperrte: Professor Schmoller genehmigte vielmehr und Heizer, 1 Möbelpolirer, 1 Puzer, 1 Sattler, 3 Schlosser, gelegte Straßen die nebenstehend angegebenen Namen erhalten die Vorträge der Frau Dr. Kempin und des Fräulein Helene Simon. 1 Schmied, 4 Schneider, 2 Schuhmacher, 1 Steinmetz, 1 Stellmacher, haben. Es werden fortab heißen: Die Straße 41B Ab- Jedoch nicht nur gegenüber den Frauen verfährt Waldeyer nach 1 Tapezirer, 1 Tapetendrucker, 5 Tischler, 1 Töpfer, 1 Vergolder, theilung XIII 2 des Bebauungsplanes der Umgebungen Berlins: Brunners berühmten Wustern; wie dieser will auch er die Thätigkeit 1 Wäschearbeiter, 1 Weber, 1 Weißgerber, 2 Wirker, 1 ZigarrenWilhelm Stolpestraße"; die in derselben Abtheilung des Bebauungs- des sozialwissenschaftlichen Studentenvereins einfchränken, arbeiter und 1 Zimmerer. planes neu angelegte Straße 41 C: Bintschstraße"; die Straße 46 B obwohl dieser Verein weit entfernt ist, ein sozialistischer zu sein und Die katholische Herz Jefn- Kirche, welche am Sonntag durch der Abtheilung XIV des Bebauungsplanes:„ Beymestraße" und die obwohl er Mitglieder jeder Partei zu Vorträgen zu gewinnen sucht, die von uns gestern aufgedeckte Sabbathschändung cine sehr Straße 47 A derselben Abtheilung des Bebauungsplanes: Rother- sich aber jeder Unterſtügung einer Partei enthält. Vorläufig ist nur unheilige Weihe erhielt, ist gestern im Beisein staatlicher und straße". Die Wilhelm Stolzestraße" und" Pintschstraße" gehören noch der Vortrag des Herrn Redakteur Vollrath städtischer Behörden offiziell eingeweiht worden. Bei dieser Gelegenheit zum 189., die Beymestraße" und" Rotherstraße" zum 167. Stadt- be an st andet worden; wie wir hören, sind aber noch weitere städtischer Behörden offiziell eingeweiht worden. Bei dieser Gelegenheit wurden, wie wir in der„ Nordd. Allg. Ztg." lesen,„ Allerhöchfte bezirk. Verbote geplant, wenn auch Reden der Herren Professoren Wagner Auszeichnungen" vertheilt;" es erhielten der Pfarrer Alesch den und Münch und der Herren Privatdozenten Preuß und Jastrow Rothen Adlerorden 4. Klasse, der Maurermeister Händly, der Erbauer genehmigt werden mußten, von denen der letztere am Stiftungsfeste der Kirche, den Kronenorden 4. Klasse, und der Polier Wittelsbach des Vereins( am 2. November) im Saale des Handwerkervereins das Allgemeine Ehrenzeichen. Von einem Eingehen auf die SabbathDie juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donners- preden wird. schändungen war natürlich in der Einweihungspredigt keine Rede; tags und Freitags abends von 72 bis 81/2 Uhr abgehalten. Der Korbmacher Fischer hat jetzt die neulich schon angekündigte aber auch die beiden katholischen Zeitungen am Orte schweigen sich Den Mitgliedern des Sozialdemokratischen Wahlvereins Broschüre Im Kampf mit den Führern der Sozialdemokratie" bis jetzt über die peinliche Affäre völlig aus. Ob fie sich im Laufe für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, durch die Verlags- Buchhandlung von Hermann Walther( Friedrich des heutigen Tages soweit von der Feststimmung erholt haben, daß von heute ab in allen Zahlstellen für den geleisteten Monats- Bechly) herausgeben lassen und damit wiederum den Arbeiter daß sie zur Vertheidigung oder Erklärung den Mund aufthun beitrag pro Ottober das Protokoll des Stuttgarter Parteitages feinden eine fleine Freude und sich selber wahrscheinlich können? recht gute tostenlos verabfolgt wird. Ferner wird gebeten, für die Vereine Einnahme Weiter verschafft. hat die Wann müssen Läden beim Wohnungswechsel geräumt breitung dieser Notiz unter den Mitgliedern Sorge zu tragen. Der Sache wohl keinen besonderen Zweck. Trotzdem die Broschüre ebenso werden? Das königl. Polizeipräsidium hat sich zu der jetzt viel Vorstand. von Verleumdungen und Beschimpfungen erbärmlichster Art strogt, erörterten Frage der Räumungsfristen der Wohnungen und GeDer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahl- wie die vor Jahresfrist erschienene erste Lügenschrift, werden die schäftsräume dem Vorsitzenden des Hausbesizer Vereins Süden, auf den kreis hält heute( Mittwoch) abends 8 Uhr in den Zentral- Festsälen, Sitte versessenen Kapitalisten das neue Opus immerhin ihren den vom Rechtsanwalt Dr. Paul Michaelis im Wohnungsmiether hervorragend Kampf für Ordnung, Religion und Herm. Schulz gegenüber, auf seine Anfrage in lebereinstimmung mit Alte Jakobstr. 32, eine Generalversammlung ab. Außer dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes über das 3. Quartal steht ein Referat Ausgebeuteten mit derselben Skrupellosigkeit aufzwingen, wie dies Verein gemachten Ausführungen, wie folgt, geäußert:„ Auf die Eindes Regierungsbaumeisters a. D. Herrn G. Keßler auf der Tages. damals geschehen. Es fümmert dieſe Herren ja den Teufel, ob die gabe erwidere ich Ew. Wohlgeboren ergebenst, daß die Polizeis verordnung vom 26. März 1870 über die Umzugstermine ordnung; desgleichen gelangt das Protokoll vom Stuttgarter Partei- Person, die sie als Werkzeug benutzen, moralisch im hohen Grade tag an die berechtigten Mitglieder unentgeltlich zur Vertheilung. anrüchig und wegen gemeiner Vergehen mehrfach gerichtlich bestraft beim Wohnungswechsel lediglich von Wohnungen und Zubehör, Das Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen.( Siehe Injerat in heutiger ist; wenn ihnen im Kampfe gegen die Arbeiterschaft irgend ein b. i. nach§ 3 daselbst Alkoven, Küchen, Kammern, Bodenräumen, Nummer des„ Vorwärts".) Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Vortheil daraus erwüchse, würden sie gewiß selbst den ersten besten Verschläge und Vorrathskammern, nicht aber von Läden, Verkaufs-, Einbrecher im Triumph aus dem Zuchthause herausholen. Geschäfts- und Arbeitsräumen handelt. Hiernach ist die Anwendbarkeit dieser Verordnung lediglich auf Wohmmgen beschränkt, und zwar gleichviel, ob diese mit Ladenräumen verbunden sind oder nicht. Alle Laden-, Verkaufs-, Geschäfts- und Arbeitsräume müssen deshalb ausnahmslos am ersten Quartalstage nach dem Ablaufe des Miethsvertrages geräumt werden. Für solche Verkaufs, Geschäfts- und Arbeitsräume, die von den Inhabern zugleich als Wohnräume bemußt werden, ist der Wortlaut des Miethsvertrages entscheidend. Der Polizeipräsident. J. V.: Friedheim." Lokales. Gelegentlich der Einführung der Mitglieder des Kuratoriums des Zentralvereins für Arbeitsnachweis, über welche wir bereits in der gestrigen Nummer unferes Blattes berichteten, bemerkte der Vorsitzende des Vereins, Herr Dr. Freund, in seiner Begrüßungsrede u. a. folgendes:" Ich habe auf dem kürzlich in München abgehaltenen Verbandstage deutscher Arbeitsnachweise unter Tebhafter Zustimmung daselbst die Erklärung abgegeben, daß eine gedeihliche Wirksamkeit dieser Institute nur dann statthaben kann, wenn beiden Theilen, d. h. Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein Einfluß auf dieselben eingeräumt wird. Weitere Kreise der Arbeitgeber stehen auf dem Standpunkt, daß nur so ein ersprießliches Gedeihen dieser Arbeitsnachweise zu erwarten ist, wenngleich ja einzelne Unternehmer leider noch einen gegentheiligen Standpunkt einnehmen. Es steht trotzdem zn hoffen, daß sich auch in diesen Kreisen mit der Zeit ein Umschwung der Meinungen geltend machen werde." Der Redner verwies des ferneren noch darauf, daß der Arbeitsnachweis teinerlei Politik zu treiben berufen sei, noch treibe und völlig unparteiisch ist. Anschließend hieran trat die Versammlung sofort in die Generaldebatte über den den Mitgliedern vorliegenden Entwurf der Vorschriften betreffend Bildung eines Arbeitsnachweis- Kuratoriums" ein. Der§ 2 bestimmt:„ Das Kuratorium besteht aus je, vier Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie je vier Ersatzmännern und zwei Mitgliedern des Vorstandes des Zentralvereins für Arbeitsnachweis, von denen das eine Mitglied als Vorsitzender, das andere als stellvertretender Vorsitzender fungirt." Hierbei wurde von den Arbeitgebern Bernhard und Weigert darauf hingewiesen, daß es Sache des Kuratoriums selbst sein müßte, den Vorfizenden desselben zu wählen. Dem widersprachen aber die Herren Dr. Freund und Kommerzienrath Röside; die Herren bemerkten dazu, daß die Unparteilichkeit des Vorsitzenden nur durch den vom Vorstande vorgeschlagenen Modus erzielt werden würde. Sehr treffend wurde von ersterem Herrn hervorgehoben, daß, wollte man die Wahl des Vorsitzenden dem Kuratorium überlassen, die Unparteilichkeit desselben ge= fährdet und die Sache ein todtgeborenes Kind sein dürfte. Nachdemi namens der Arbeitnehmer der Genosse Körsten das Einverständniß derselben mit dem Entwurf des Vorstandes erklärt hatte und die Arbeitgeber ihre Anregung hatten fallen lassen, wurde dieser Paragraph in seiner ursprünglichen Fassung angenommen, dahin gegen beschlossen, daß die Vorsitzenden kein Stimmrecht besitzen sollen und daß für den Fall, daß bei späteren Abstimmungen über Anträge und dergleichen Stimmengleichheit eintreten sollte, dieselben dem Gejamnitvorstand zur Beschlußfassung unterbreitet werden würden. Wir wollen auf die blöden Schimpfreden, die der Ehren- Fischer in seiner neuen Broschüre gegen uns und andere bekannte Bartei genossen anschlägt, nicht weiter eingehen, sondern zur Charakteristik des Edlen nur an einigen Zitaten zeigen, was er sich gegen die politisch und gewerkschaftlich organisirte Arbeiterschaft im allgemeinen herausnimmt. Auf Seite 10 steht über die Anhänger unserer Partei zu lejen " Daß jeder Sozialdemokrat im Interesse der Partei zu jeder Stunde und ohne mit den Augen zu zucken, einen Meineid leistet, wird wohl niemand ableugnen wollen." Ueber die gewerkschaftliche Bewegung steht aber auf Seite 26 das folgende Beispiel" angeführt: und dem M Poliklinik Zeit in der Charitee. Die Direktion der Charitee theilt uns mit: Während des Wintersemesters werden in Verbindung mit dem kgl. Charitee- Krankenhause folgende Polikliniken abgehalten: " Schon seit mehreren Jahren steht die Korbmacherei infolge 1. Für Kinderkrankheiten unter Leitung des Geheimen bon großen, staatlichen Lieferungen in vollster Blüthe. Es find Medizinalraths Professors Dr. Heubner von den Oberärzten geradezu unglaubliche Löhne, wöchentlich nicht unter 50 M., Dr. Bendix und Dr. Stölzner im westlichen Seitenflügel der alten aber auch bis zu 105 M. bezahlt worden. Für Körbe, von denen Charitee, parterre( Eingang im Hauptportal) werktäglich von 12 bis ein mittlerer Arbeiter zwei täglich anfertigen kann, wurde pro 1 Uhr; 2. seitens der chirurgischen Klinik unter Leitung des Stück 5,50 M. bezahlt. Da die Unternehmer die Lieferungen zu Geheimen Medizinalraths Professors Dr. König von dem Professor 11,50 M. pro Stück abgeschlossen hatten, so erhielten die Korbmacher Dr. Hildebrand Oberarzt Dr. Wegner, Luisen selbst den weitaus größten Theil des Profits. Trotzdem hatten die straße 2, werftäglich von 12-2 Uhr; 3. für innerliche Krank Unternehmer von ihrer Liberalität keinen Vortheil. Die Arbeiten in dem Instituts- Auditorium, gegenüber dem Hauptportal beiter machten wöchentlich einfach zwei bis drei der alten Charitee und zwar: 1a) seitens der I. medizinischen Tage blau; es kam vor, daß der Arbeitgeber in die Klinik unter Leitung des Geheimen Medizinalraths Professors Kneipen ging, um die Leute mit guten Worten zur Arbeit Dr. von Leyden vom Oberarzt Dr. Paul Jacob Dienstags, zu holen, damit er den Lieferungstermin einhalten konnte und nicht seine nach tausenden zählende Kaution verlieren mußte. Aber die Agitatoren des Korbmacher- Verbandes wollten nicht, daß die Leute arbeiteten; denn nur, wenn ein Streit im Gange war, konnten sie Geld verdienen." Wir denken, daß die beiden Proben für heute genügen, um die Gemeinheit des Verfassers" zu charakterijiren. " Drollig ist, wie er auf Seite 39 seine Verleumdungen beim Unternehmerthum in empfehlende Erinnerung bringt: Donnerstags und Sonnabends von 12-1/ 2 Uhr, b) seitens der II. medizinischen Klinik unter Leitung des Geheimen Medizinalraths Professors Dr. Gerhardt von dem Oberarzt Dr. Brandenburg Montags, Mittwochs und Freitags, vormittags von 1/ 29-10 Uhr; 4. für Nervenkrankheiten in demselben Auditorium unter Leitung des Geheimen Medizinalraths Professors Dr. Jolly von dem Oberarzt Dr. Laehr Montags, Mittwochs und Freitags von 10 bis 12 Uhr; 5. für Hautkrankheiten in dem eine Treppe hoch bes legenen Auditorium der alten Charitee( Eingang im Hauptportal). Millionen von Büchern und Schriften müssen aufs Land und unter Leitung des Geheimen Medizinalraths Professors Dr. Schwes in die Industriegegenden geworfen werden, worin die sozial- ninger von dem Oberarzt Dr. Eisenberg, Dienstags und Freitags demokratische Partei als solche und die Führer in ihrer ganzen von 12-1; 6. für auttrantheiten und ähnliche AffetSelbstsucht gekennzeichnet werden. Was der Arbeiter gedruckt tionen in dem Hause Luisenstr. 18 von dem Professor Dr. E. Lesser in die Hand bekommt, glaubt er. Daher die unbeschreibliche und dem Oberarzt Dr. Bruhns werktäglich von 11-12 Uhr; 7. für Wuth der Führer über meine Broschüre." Augenkrankheiten von dem Professor Dr. Greeff nnd dem Stabsarzt Dr. Brecht in westlichen Flügel der alten Charitee( Ein gang im Hauptportal) werktäglich von 10-11 Uhr. Ob das Geschäft diesmal wirklich den ersehnten Umfang annehmen wird, lassen wir dahingestellt. Der Ausfall der letzten Reichstagswahlen hat ja bewiesen, daß die vom Unternehmerthum ins Werk Der Verein Frauenwohl Berlin beabsichtigt auf Wunsch gefeßte massenhafte Verbreitung der ersten Broschüre nicht den ge- mehrerer Mitglieder einen Rechtstursus im Laufe dieses ringsten positiven Erfolg hatte. Andererseits ist in betracht zu ziehen, Winters einzurichten. Dr. jur. Anita Augspurg ist gebeten daß gerade die hervorragendsten Interessenten der heutigen Ordnung" worden, diesen Kursus zu übernehmen, der sich hauptsächlich auf das in ihrer blinden Wuth gegen die aufstrebende Arbeiterschaft mit& amilienrecht im Neuen Bürgerlichen Gesetzbuch beziehen soll. Nichtmitglieder des Vereins können ebenfalls daran, ob etwa Brandstiftung vorlag. Zwei Dampfsprißen- Zeitungen bereits erledigt, theils weil dieselben unerheblich seien, theils auch, theilnehmen. Nähere Auskunft ertheilt Frau Minna Cauer, hatten über eine Stunde Wasser zu geben. Ein großer Theil der weil angenommen werde nach der Auffassung des Reichsgerichts, daß Nettelbedstr. 21. Dachkonstruktion ist eingeäschert. Der Kommission für Gefängnißwesen des Berliner Frauenvereins( Vorsigende Frl. Marie Mellien) ist am 15. Oktober durch die Staatsanwaltschaft amtlich mitgetheilt worden, daß „ voni 1. November ds. Js. die jugendlichen weiblichen Verurtheilten aus Berlin und dessen nächster Umgebung, soweit sie Gefängnißstrafen bis zu acht Wochen ausschließlich zu verbüßen haben, zum weitaus größten Theile im Gerichtsgefängnisse zu Charlottenburg untergebracht werden und daß die Stationen für jugendliche weibliche Berurtheilte im hiesigen Untersuchungsgefängnisse( Moabit) und im Gerichtsgefängnisse zu Spandau von dem genannten Zeitpunkt ab aufgelöst werden." Daran schließt sich eine Aufforderung an die Kommission, die jugendlichen Gefangenen auch in Charlotten burg, woselbst auch eine Aufseherin angestellt sei, wöchentlich einmal in ihren Zellen zu besuchen." = Aus den Nachbarorten. " ob der Angeklagte in gutem Glauben handelte und daß die Geringschätzung, die er den beleidigten Bersonen gegenüber zum Ausdruck brachte, seine Ueberzeugung bildete. Die hierauf folgenden Plaidoyers drehten sich hauptsächlich um die Frage, ob die BeschlagGroß Lichterfelde. Die morgen stattfindende Versammlung nahme des Briefes das gejelehtigt war und Staatsbeginnt nicht, wie in der gestrigen Notiz irrthümlich stand, um 81/2, eingeleitete Verfahren eine rechtliche Grundlage habe. anwalt Chrzesinski bertrat die Ansicht, daß das sondern um 71/2 Uhr, worauf hiermit aufmerksam gemacht wird. Dem Staatsanwalt Eine Zwangsinnung für das Schuhmachergewerbe soll in Verfahren auf völlig gefeglicher Basis beruhe. Nirdorf errichtet werden. Eine am Montag Abend stattgehabte Ver- stehe das Recht zu, für ein eingeleitetes Verfahren das nöthige Wenn er den Brief beschlagsammlung intereffirter Gewerbetreibender hat den Beschluß gefaßt, Beweismaterial herbeizuschaffen. Amtes, und ebenfalls war die jetzt bestehende Innung in eine Zwangsinnung umzuwandeln nahmte, so war dies seines den Brief weiter gab, damit und in den jeßigen Innungsbezirk fernerhin mit einzubeziehen die es seines Amtes, wenn er Ortschaften Treptow, Baumschulenweg, Tempelhof und Waßmannsdorf. den Beleidigten Gelegenheit wurde, Strafantrag zu stellen. Damit Für Kellner und Inhaber von Restaurationen und ſei die gefeßliche Grundlage gegeben und die Einstellung des VerDie Ausdrücke„ lataienhaft", tanaillen Gartenlokalen in den Vororten ist eine soeben vom Vorstande fahrens ausgeschlossen. Die Tollwuth Schutzstation am Koch'chen Institut für der Brandenburgischen Invaliditäts- und Alters- baft"," selbstsüchtige und unfähige Richter machen die Gefeilen Dirne", seien unter allen Umständen Infektionskrankheiten wird ungemein start in Anspruch genommen, versicherungs- Anstalt erlassene Bekanntmachung von rechtigkeit zur feilen Dirne", feien Sie hat jetzt schon 75 von tollwuthtranten und verdächtigen Thieren Bedeutung, durch welche besonders darauf hingewiesen wird, daß beleidigend, auch wenn dem Angeklagten der Schutz des§ 193 zur gebissene Personen in Behandlung. auch die bei jenen Gastwirthen nur aushilfsweise beschäftigten Seite stehe. Er bringe daher die früher erkannte Strafe in Antrag. Beschlagnahmt worden ist gestern die eben erschienene Nr. 31 Sellner ebenfalls der Versicherungspflicht unterliegen. Der Angeklagte fuchte aus der Strafprozeß- Ordnung und aus der der Münchener illustrirten Wochenschrift" Simplicissimus". selbst wenn sie teinen Sohn in baarem Geld erhalten, sondern auf ganzen Sachlage den Nachweis zu führen, daß die Beschlagnahme Um 8 Uhr erschienen mehrere Kriminalbeamte in den Räumen der Trinkgelder angewiesen sind, und daß eine Beitragsmarke für des Briefes eine ungefeßliche war. Diefelbe hätte erst gesetzlich Welt am Montag", die den Generalvertrieb des„ Simpliciffimus" sie verwendet werden muß, wenn sie auch nur einen Tag in werden können, wenn die Bestimmung erfüllt worden wäre, innerfür Berlin hat, und beschlagnahmten alles, was" noch nicht aus der Woche beschäftigt werden. Säumige Arbeitgeber tönnen von halb drei Tagen die richterliche Bestätigung nachzusuchen. Das sei gegeben war. 14 000 Eremplare fielen ihnen in die Hände; 2000 dem Vorstande der Versicherungsanstalt mit Geldstrafen bis zu nicht geschehen. Es liege hier eine Verlegung des Briefgeheimnisses waren bereits an einen Buchhändler abgegeben, der größte Theil 300 m. belegt werden. Von diesem Strafrecht beabsichtigt der Vor- bor. Wenn der Adressat Matthies die Erlaubniß zur Oeffnung des davon schon unter das Publikum gekommen. Im Laufe des Vor- stand der Versicherungsanstalt in Zukunft strengsten Gebrauch in welchem er fich als Untersuchungsgefangener dem Untersuchungs. Briefes gab, so geschah dies unter dem psychischen Zwange, mittags fahndete die Polizei auch auf diese ausgegebenen Eremplare. zu machen. richter gegenüber befand. Aber nicht der Adressat, sondern de Die Beschlagnahme erfolgte auf Ersuchen der Münchener Staats- Ueber einen merkwürdigen polizeilichen Mikgriff finden Absender war allein befugt, die Genehmigung zur Oeffnung de anwaltschaft wegen Majestätsbeleidigung, die in einem Gedicht auf wir die folgenden Mittheilungen in der Märk. Volts- tg.": Eine Briefes von einem Dritten zu ertheilen. Dem Verfahren liege da der fünften Seite enthalten sein soll. eigenthümliche Konfiskation von Viehfutter hat fürzlich in Wilmers her eine handgreifliche Rechtsverletzung zu grunde und müsse somil Ueber eine Glanzleistung der Postbureaukratie lesen wir dorf stattgefunden. In dem Orte befinden sich nämlich sehr viele das Verfahren eingestellt und auf Ersatz der entstandenen Auslagen in der Boff. 8tg.": Drucksachen sind von der Beförderung aus- Milchhändler, welche nebenbei auch Landwirthschaft betreiben und erkannt werden. In demselben Sinne plädirte der Vertheidiger geschlossen, wenn durch einen nachträglichen Vermerk ihr Inhalt eine in ihren Ställen außer den Kühen auch Schweine halten. Für Rechtsanwalt erzfeld, der besonders noch hervorhob, daß nach Abänderung erfährt. Ein hiesiges Fachblatt hatte jüngst Kreuzband- diese letteren pflegen fie aus den Restaurationen, für welche sie dem Kommentar von Löwe ein Brief, den der Untersuchungsrichter sendungen zur Beförderung aufgegeben, die deshalb nachträglich Milch liefern, Küchenabfälle aller Art mitzunehmen und in einem einmal an den Gefangenen verabfolgt habe, nachträglich nicht mehr zurüdgewiesen wurden, weil auf jedem Eremplar der Zeit auf dem Milchwagen stehenden Fasse zu sammeln, das mit einem beschlagnahmt werden könne. Der Angeklagte habe gewissermaßen schrift( nicht etwa auf der Adresse) ein Bettel flebte, der folgenden Deckel versehen ist. Dieser Tage wurden nun plötzlich um die in Frakturschrift schreiben müssen, um von seinem Klienten, den gedruckten Hinweis enthielt: Bitte lesen- sensationell- Seite 2: Mittagszeit, als die Wilmersdorfer Milchwagen von Berlin nach er über seine Lage aufklären und vor falschem Vertrauen zu den Die technische und wirthschaftliche Bedeutung des Nernst schen Glüh- Hause zurückkehrten, die Hauptstraßen des Ortes von Gendarmen Aussagen untergeordneter Personen warnen wollte, verstanden zu lichts." Nach dem Grunde der Zurückweisung befragt, antwortete befest, welche die Wagen anhielten, die mit dem Futter gefüllten werden. Mußte sich aber der Angeklagte in fräftigen Worten und der damit befaßte Beamte tein Fässer herabnehmen und den Inhalt, der in manchen Fässern Bildern ausdrücken, so schüße ihn der§ 193, denn es war das Recht Subalternbeamter daß der zitirte Vermerk eine nachträgliche einen Werth von 5 bis 6 M. hatte, trotz des energischen Protestes des Vertheidigers und das Interesse des Gefangenen, wenn der eine Aenderung des Inhalts der Zeitschrift bedeute und die Beförderung der Milchhändler in bereitstehende Dungwagen schütten sich dem anderen verständlich machte in der Form, in welcher dies deshalb nicht zulässig sei. Der Beamte blieb bei seiner Weigerung, ließen. Obgleich die Milchhändler sofort beim Amtsvorsteher erforderlich schien. Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Berathung auch nachdem ihm bedeutet war, daß hier in keinem Falle eine Beschwerde erhoben und darauf hinwiesen, daß sie das Futter gleich wie im vorigen Termine auf dreihundert Mart Aenderung des Inhalts der Zeitschrift, sondern lediglich ein durchaus nöthig brauchten, dasselbe auch ziemlich theuer bezahlen müßten, Geldstrafe bezw. 30 Tage Gefängniß. Der Untersuchungserlaubter Hinweis auf einen bestimmten Theil des Inhalts vorliege. wurden die Konfiskationen mehrere Tage fortgesetzt; erst vorgestern richter war befugt, dem Gefangenen zu erklären, er werde den Brief Das Auffallendste aber ist das: Während das Postamt am Anhalter sind sie auf eine beim Landrath erhobene Beschwerde eingestellt zurückgehen lassen, wenn dieser nicht die Erlaubniß zur Oeffnung des Bahnhof, wo dies geschah, die Beförderung ablehnte, erklärte sich worden. Der Landrath erklärte den Beschwerdeführern, daß hier Briefes gebe. Darauf hat die Staatsanwaltschaft Kenntniß von dem InEr habe nämlich den Amts- halte des Briefes erhalten, wie das Postamt am Potsdamer Bahnhof zur Annahme ausdrücklich wohl ein Frrthum vorliegen müsse. - das ist nicht aufgeklärt. Diese hat dann bereit und befördert fortgesetzt die so gearteten Kreuzbandsendungen vorsteher angewiesen, ein scharfes Augenmerk auf Müllwagen zu den Brief beschlagnahmen lassen, um die Beleidigung festzustellen. weiter. Es entsteht nun die Frage: Wie ist der Dualismus ziveier haben und zu verhindern, daß dieselben in der Nähe des Ortes ab- Sie hat dann dem Präsidenten des Landgerichts und dem Bürgerhervorragender Berliner Bostämter in der Auffassung einer und der laden. Gegen die Mitführung von Schweinefutter, wenn dasselbe meister von Staßfurt Kenntniß gegeben und diese haben Straf selben Bestimmung zu erklären? in mit Deckel versehenen Fässern untergebracht werde, sei dagegen antrag gestellt. Das Oberlandesgericht in Naumburg hat dann die durchaus nichts einzuwenden.( Wer ersetzt jetzt aber den angerichteten Sache an das Landgericht Stendal verwiesen. Da aber gleichzeitig Schaden? Warum ist nicht sofort der weiteren Konfiskation Einhalt und aus gleicher Veranlaffung in Berlin eine Anklage gegen Stadt geboten worden?) hagen erhoben wurde, so wurde auf dessen Antrag die in Stendal erhobene Anklage mit der in Berlin erhobenen verbunden. Damit fällt der Einwand des Beklagten, daß das Landgericht Stendal und der dort gefaßte Anklagebeschluß es war ein höherer, Der alte Aktienhof an der Ecke der Boyen- und Chaussee straße, auf dem im vergangenen Jahre durch eine gewaltige Feuers brunst alle Gebäude, Wohnungen, Stallungen und Schuppen, viele Maschinen, Droschten und Omnibusse zerstört wurden und zahlreiche Pferde in den Flammen umfamen, wird zum Bebauen mit Geschäftsund Wohnhäusern zerschlagen. Auf dem südlichen Theil an der Chauffeestraße hat man mit den Grundarbeiten für einen Neubau bereits begonnen. Bei dem Bau der elektrischen Hochbahn ist jetzt mit der Errichtung des Bahnhofs„ Manteuffelstraße" begonnen. Damit wird die Lücke ausgefüllt, welche an dieser Stelle bisher noch im Viaduktbau der Hochbahn bestand. Im ganzen sind jezt vier Bahnhöfe im Bau, außer dem genannten die Bahnhöfe Gitschinerstraße"( Ede Prinzenstraße), Kottbuser Thor" und" Warschauer Brücke". " " Die Polizeizenfur. Die Gerichtsverhandlungen gegen den Direktor des Deutschen Theaters in der bekannten Benfur- Angelegenheit, die gestrichenen Verse im Cyrano von Bergerac" betreffend, find auf den 3. und 12. November angefeßt. Die fraglichen Verje sind im ganzen dreimal als„ verboten" gesprochen, dann wurden sie, da die Inhibirung der Vorstellungen in Aussicht gestellt wurde, fortgelaffen; hierauf gestattete der Oberpräsident wiederum den Vortrag und nachdem sie nun mit hoher obrigkeitlicher Genehmigung etwa 25 mal noch gesprochen worden, soll in diesen beiden Gerichtsverhandlungen wiederum die Berechtigung des ersten Verbots von polizeiwegen ausgefochten werden. Wegen schwerer Kuppelei wurde die Mutter des„ Märchens", Frau Auguste Rother, infolge der Anzeige ihres eigenen Schwieger johnes verhaftet. Sie soll, wie ein Lotalblatt meldet, einer ihrer Töchter in ihrer Wohnung Gelegenheit zu einem unfittlichen Treiben möglich für das Thun ihrer längst erwachsenen Kinder verantwortlich gewährt haben. Frau Rother bestreitet ihre Schuld, da sie un gemacht werden könne. Gleichwohl wurde sie in das Untersuchungs Gefängniß zu Moabit eingeliefert. Unter den Volksbibliotheken der Berliner Vororte weist diejenige von Briz eine bedeutende Entwickelung auf. Im Jahre 1894 mit einem Bestande von 150 Bäuden begründet, ist die Zahl unzuständig war der vorhandenen Bücher bereits auf 1000 angewachsen. 8465 Bücher ungiltig sei. Das Reichsgericht hat diesen Einwand bereits als hinfind bisher ausgeliehen, worden. Die Gesellschaft für Verbreitung fällig erflärt, ebenso den weiteren, daß die Beschlagnahme nicht von Volksbildung hat auch die Volksbibliothek in Britz durch unent erfolgen durfte. Der Staatsanwalt hat sich den Brief in legaler geltliche Ueberlassung von 220 Bänden unterstützt. Weise verfchafft. Er hat zwar die Beschlagnahme angeordnet, aber Ein sehr beleidigender Druckfehler ist einer Vorortszeitung zu einer solchen ist es nicht gekommen, denn der Gefangene hat Welche inneren Motive in einem Wahlaufrufe zur Landtagswahl unterlaufen. In demselben den Brief freiwillig herausgegeben. heißt es nämlich:" Habt Acht bei der Wahl, Ihr Grundbefizer und ihn dazu bewogen haben mögen, kann dahingestellt bleiben. es feine Beschlagnahme vorlag, bedurfte auch nicht Schandwirthe." Natürlich soll die richtige Lesart sein Schantwirthe". Da keine der richterlichen Bestätigung. Nachdem der Staatsanwalt Im ,, Teltower Kreisblatt" wird der Ausbruch der Schweine= in gesetzlicher Weise in den Besiz des Briefes gelangt war, war es seine Pflicht, diesen den betreffenden Behörden vorzulegen. Daraus folgt, daß das Verfahren durchaus gefeßlich und die Einstelling unzulässig ist. Die Beweisaufnahme erübrigte sich, da der Brief nicht Thatsachen, sondern nur Urtheile enthält. Diejenigen Thatsachen, welche zur Bildung dieser Urtheile geführt haben mögen, sind in diesem Berfahren nicht erörtert worden. Der Angeklagte hat in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt, aber die Form läßt die Absicht der Beleidigung erkennen. Deshalb mußte die Be strafung erfolgen. feuche auf dem Rummelsburger Schweintemarkt amtlich bekannt gemacht. Gerichts- Beitung. N Eine schon mehrere Jahre in der Schwebe befindliche Anklage gegen den angenblicklich in Strafhaft fitzenden Reichs tags: Abgeordneten Arthur Stadthagen beschäftigte gestern wiederum die 1. Straffammer am Landgericht II unter Borfis, des Landgerichtsdirektors Garg. Der Prozeß hat schon wiederholt die Der Möbelwagen als öffentlicher Aufzug. Aufzug. Aus Sein fünfzigjähriges Droschkenkutscher Jubiläum hat Gerichte beschäftigt und schon zweimal den Weg bis zum Reichsgericht Schwerin i. We. wird uns geschrieben: Am Tage der teichs. gestern, wie ein Berichterstatter meldet, der Droschkentutscher Hans zurückgelegt. Die auf Beleidigung der Mitglieder des Magdeburger tags- Stichwahl, die zu entscheiden hatte zwischen dem KandiBiegelsdorf gefeiert. Zu seinem Ehrentage hatten sein Landgerichts und des Bürgermeisters Reinhardt zu Staßfurt lautende baten der Sozialdemokratie, Redakteur Groth in Rostock, und dem Sohn, der im Berufe dem Bater gefolgt ist, und die Schwieger Auflage stammt noch aus der Zeit der Thätigkeit des Angeklagten der verbündeten Liberalen und Konservativen, Bankdirektor Büsing tochter die Wohnräume in der Stralsunder Straße 84 mit Guir als Rechtsanwalt. Er hatte als Vertheidiger des in Magdeburg in in Schwerin, hatte das sozialdemokratische Wahlkomitee einen landen und Blumen geschmückt. Auch auf dem Droschkenhof und Untersuchungshaft fizenden Drechslermeisters Mathies an diesen mit Plakaten beklebten Möbelwagen durch die auf dem Stammhalteplay am Stettiner Bahnhof harrten des einen Brief geschrieben, und um ihn vor zu großzem Optimismus Straßen fahren lassen. Die Platate enthielten eine kurze rüftigen Alten allerhand Ueberraschungen. Hoffentlich haben die zu bewahren, darin einige scharfe Ausdrücke über die Richter, Anfeuerung, sich an der Wahl zu betheiligen, eine Empfehlung des Aufmerksamkeiten den Verteranen wenigstens für kurze Zeit über die die über ihn urtheilen würden, gebraucht. Der Untersuchungs- sozialdemokratischen Kandidaten und einen Hinweis auf das von den traurige Gewißheit hinweggetröstet, daß im Droschlentutscher- Beruf richter hatte dem Mathies den Brief nur unter der Bedingung Gegnern bedrohte Koalitions- und Wahlrecht. Der Möbelwagen verabfolgen wollen, daß er vorher von dem Inhalte Kenntniß wurde nach kaum einstündiger Fahrt polizeilich angehalten und beauch in fünfzigjähriger Thätigkeit leine Seide zu spinnen ist. nehme und diese Kenntnißnahme ist denn auch erfolgt. Aber auch schlagnahmt. Der Vorsitzende des Wahlkomitee's, der Vertrauensder Staatsanwalt in Magdeburg erhielt hiervon Kenntniß und er- manu ko B, erhielt dann einen polizeilichen Strafbefehl, weil er ließ eine Verfügung an die Gefängnißdirektion, daß der Brief von einen„ öffentlichen Aufzug" ohne vorherige polizeiliche Genehmigung bem Mathies abzuverlangen sei. Ein Gefängnißwärter hat ihn veranstaltet und sich damit gegen einen Paragraphen der Schweriner denn auch von Mathies gefordert und erhalten. Der Brief ist veranstaltet und sich damit gegen einen Paragraphen der Schweriner worden und dieser, sowie der Bürgermeister von Staßfurt stellten Strafbefehl; beide erkannten dann dem Präsidenten des Magdeburger Landgerichts vorgelegt Straßen Polizei Ordnung vergangen, auch groben Unfug" an Rettet babe Schöffen- und Landgericht bestätigten den es läge ein nicht erlaubter Strafantrag. öffentlicher Aufzug vor, verneinten dagegen die Frage des groben In der ersten Verhandlung wurde der Angeklagte freigesprochen; Unfugs. In letterer Beziehung machte das Landgericht die beDie Leiche eines völlig unbekleideten jungen Mädchens wurde auf die Revision der Staatsanwaltschaft wurde das erste Urtheil merkenswerthe Ausführung: Grober Unfug liege deshalb nicht vor, von zwei Sajnizer Einwohnern am Strande unterhalb der Wissower aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen. Die weil durch den Inhalt der Plakate nicht eine Belästigung oder GeKlinken bei Crampas- Saßniz aufgefunden. Die sofort angestellten 8. Straftammer am Landgericht I erkannte nun auf einen Monat fährdung des Publikums als solchem, sondern nur desjenigen Theils Ermittelungen ergaben, daß die Todte ein Fräulein Haase Gefängniß. Auch dieses Urtheil wurde vom Reichsgericht auf- beffelben in Frage kommen könnte, welcher einer anderen aus Berlin ist, welche am 1. d. M. nach dort zugezogen war, bei gehoben, und nunmehr gelangte die Sache an die erste politischen Parteirichtung als der sozialdemo einem Herrn B. dafelbft wohnte und sich am Nachmittage zuvor aus Straflammer des Landgerichts II. Dieser Gerichtshof ermäßigte fratischen huldige. Diese Rechtsanffassung ist merkwürdigerder Wohnung entfernt hatte; die Kleider, ein Regenschirm, ein Porte- die Strafe auf 300 Mart Geldstrafe. Es wurde dabei weise vom Ober- Landesgericht in Rostock für rechtsirrthümlich ermonnaie mit etwa einer Mark Inhalt wurden später aufgefunden. als unwesentlich erachtet, ob der inkriminirte Brief mit recht wurde eine bereits gebrauchte, lederne Pferdedede beschlagnahmt; Brief andernfalls doch in die Hände des Adreſſaten gekommen wäre den Entscheidungsgründen wird ausgeführt, daß ein öffentgerichts aufgehoben und den Genossen&. freigesprochen. In Das Polizeipräsidium theilt mit: Als muthmaßlich gestohlen oder unrecht vom Untersuchungsrichter geöffnet worden sei, da der lärt worden, dagegen hat es die Urtheile des Schöffen- und Land: sie kann während der Dienſtſtunden auf dem Polizeipräsidium, und damit die Beleidigung perfekt geworden sein würde. Daß der licher Aufzug gar nicht vorliege; ein solcher setze gemeinschaftliche Einherziehen Bieler in der Kriminal- Abtheilung, Zimmer 326, in Augenschein genommen Angeklagte in seiner Eigenschaft als Vertheidiger in Wahrnehmung bas werden. In der Straffache gegen den in Untersuchungshaft be- berechtigter Interessen gehandelt habe, sei unzweifelhaft, doch seien Deffentlichkeit voraus. Auch in Beziehung auf die Auklage findlichen Bankdirektor Erich von Striegsheim U. R. I 175/98 viele Wendungen seines Briefes in der Form beleidigend. Der An" groben Unfugs" erkannte das Ober- Landesgericht auf ist es von Wichtigkeit, daß alle diejenigen Pfandleiher sich melden, geklagte legte wieder Revision ein und begründete dieselbe damit, Freisprechung, denn wenn auch von einzelnen Personen Aeußerungen daß er nicht allein hätte freigesprochen, sondern das ganze bes Unwillens über die Blafate laut geworden seien, so ließen dieje bei welchen der Angeschuldigte Sachen verpfändet hat. Voltsthümliche Kurse von Berliner Hochschullehreen. Zu dem Verfahren als rechtswidrig hätte eingestellt werden müssen, doch nicht mit Nothwendigkeit auf eine Belästigung des Bublikums ihm neben der Freisprechung auch VI. Rurfus, in dem Herr Geh. Bergrath Prof. Dr. Wedding über Eisen- Ferner damit, daß hüttenkunde" vortragen wird, sind die Eintrittskarten bereits seit voriger Ersatz der baaren Auslagen hätte zugebilligt werden müssen. Bu als solchem schließen. Es ist somit wieder als gerichtlicher Betveis Woche vergriffen; inzwischen ist noch eine so große Anzahl von Bestellungen der gestrigen Hauptverhandlung, in welcher Rechtsanwalt Herzfeld erwiesen, daß wir Sozialdemokraten uns bei der Agitation feines für diesen Kursus eingegangen, daß eine Wiederholung deffelben zu erwägen dem Angeklagten als Vertheidiger zur Seite stand, war kein Zeuge polizeilicher Mißgriff in Beziehung auf die Auslegung gefeßlicher ungesetzlichen Mittels bedient haben, sondern daß wieder ein arger sein wird. Ob diese Wiederholung bereits in der für die Monate Januar geladen. Trotzdem war für die Behandlung der Sache ein Bestimmungen vorlag. Leider fizen wir Deutsche noch so tief in und Februar in Aussicht genommenen zweiten Serie von Kursen sich ermög Sigungstag angefett und ein zweiter eventuell lichen läßt oder ob dafür ein späterer Termin in Aussicht zu nehmen ist, ganzer polizeifrommer Denkungsart, daß die Polizeibehörden sicher find, Gleich bei Beginn der Verhandlung wird von den Berathungen des Komitees abhängen. Zu den übrigen fünf in Aussicht genommen. im November beginnenden Kursen der Profefforen Schmoller, Meyer, verkündete der Vorsigende den Gerichtsbeschluß, daß Landrichter feinen zivilrechtlichen Ersatz leisten zu brauchen für den Schaden, Heubner, Kahl und Waldeyer find Eintrittskarten von 1 M. für den Sturfus Oertel von der Theilnahme an den Verhandlungen entbunden den sie durch ihre Irrthümer anrichten. in der Zentralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, Röthenerstr. 23, zu und durch seinen ordentlichen Vertreter ersetzt sei, da derselbe zur nd Kirchendiener find keine Staatsbeamte. Der Kirchendiener haben. An jedem Kursus können auch Frauen. theilnehmen. fraglichen Zeit dem Landgericht Magdeburg angehörte und der An- Reiz war nach seinem vollen Gehalt zur Gemeinde- Einkommensteuer Feuerbericht. Dienstag Nachmittag hatten Friedrich geklagte Befangenheit vorausseßt. Die Verhandlung des ganzen herangezogen worden. Reiß flagte hierauf gegen den Magistrat und straße 118 die Balfen um den Schornstein herum Feuer gefangen, Vormittags wurde durch Verlesung von früheren Gerichtsbeschlüssen, verlangte völlige Freistellung von der Gemeindefteuer, indem er das aber abgelöscht werden konnte, bevor größerer Schaden geschah. Schriftfäßen 2c., sowie durch Erörterung der vom Angeklagten ge- geltend machte, daß er als Stirchendiener diese Steuer nicht zu zahlen brauche. Eventuell beanspruchte der Kläger, daß man ihn nur nach Ein größerer Dachstuhlbrand war furz nach Mitternacht Lessing stellten umfangreichen Beweisanträge ausgefüllt. ftraße 28 ausgebrochen. Da die Feuerwehr schon einen aus- Der Gerichtshof lehnte alle gestellten Beweisanträge ab, theils weil der Hälfte seines Gehalts besteuere, weil er mindestens als Staatsgedehnten Brandherd vorfand, konnte nicht mehr festgestellt werden, I dieselben durch die zur Berlesung gebrachten Vernehmungsprotokolle beamter angesehen werden müßte. Der Bezirksausschuß ermäßigte 1 4 # des aber nicht. Resolutionen. Versammlungen. längert. Hierauf kam der Boykott gegen die Firma Tack u. Co. zur Verhandlung. Nach lebhafter Debatte, in der vollkommene Uebereinstimmung hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Boykotts herrschte, wurde dieselbe wie schon gestern mitgetheilt beschlossen. Der Fachverein der Holz und Bretterträger nahm in der Sigung am 16. 5. M. die Abrechnung vom dritten Quartal entgegen. Danach betrug die Einnahme des Vereins 366,15 M., die Ausgabe 280,25 M. Mit einem alten Bestand ist ein Kassenbestand von 835,97 m. vorhanden. Die übrigen Gegenstände der Verhand lungen betrafen interne Angelegenheiten. fönnen. abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Generalversammlung. Er Bildungsverein Mehr Licht!" Donnerstag, den 27. Oliober, scheinen der Mitglieder ist Pflicht. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. い Heute, abends 8% Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Herrn D. Grundmann. Nur Herren haben Zutritt. Charlottenburg. Auf die heute Abend 9 Uhr in Bismards hiermit nochmals aufmerksam gemacht. Die Mitglieder werden dringend erfucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Näheres fiehe Inserat in gestriger Nummer. Der Vorstand. setzung.) Eingelaufene Druckschriften. -Briefkasten der Redaktion. Von Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. Lichterfelde. Melden Sie die Fehler in der Lokalliste dem Parteigenoſſen D. Wahle, Ritterſtr. 3, Berlin SO einen Stationsvorsteher befragen. Zwei Wettende. Bringen Sie die Sache zum Austrag, indem Sie Dissident. 1. Ja. 2. Ja. 3. Zur Abgangsprüfung als Lehrer nicht. K. 3., Mauteuffelstraße. Es hieße dem„ Arbeiterfreund" eine unverdiente Ehre erweisen, wenn wir auf sein Geschreibsel eingehen wollten. Witterungsübersicht vom 25. Oftober 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometers stand mm Wind 758W richtung Windstärke Wetter 5 bedeckt 761 SSW 2Nebel 2 heiter 3 bedeckt München 767 Temp. n. 6. 5° G. 4" N. Stationen stand mm Winds richtung Windstärke 9Haparanda 757 SW 9Petersburg 763 M 763 S Wetter 2geiter Temp. 1. C. 5° C.= 4° R. 1 1 bedeckt 4 bedeckt 13 3 bedeckt 767 SW 261b. bed. 4379 benn auch die Steuer und führte aus, der Kläger sei thatsächlich und des Kassirers gesprochen haben. Von der Resolution, soweit sie übernahm Genoffe Retich dies Amt. Der Bericht über den mittelbarer Staatsbeamter und es könne deshalb nur die Hälfte des Heine betrifft, bittet er, Abstand zu nehmen. Gehalts der Besteuerung zu grunde gelegt werden. Auf die ReParteitag, den Genosse Köster gab, mußte furz abgebrochen us che cf fragt, warum die Delegirten gegen den Antrag der werden, da um 10 Uhr, bei Eintritt der Polizeistunde, die Versammvision des Magistrats hob das Ober- Verwaltungsgericht Berliner Preßkommission waren und wie sie sich zur Frage der lung geschlossen werden mußte. die Vorentscheidung auf, wies den Antrag des Klägers gänzlich ab Gehaltserhöhung gestellt haben. Bausch erwidert, er habe die Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. und sprach aus, daß die Kirchendiener we'd er mittelbare noch Wahrnehmung gemacht, daß, wenn ein Berliner gegen einen Antrag Donnerstag, den 27. Oftober, abends 10 Uhr bei Schiller, Rosenthalerunmittelbare Staatsbeamte seien und ihnen somit das spricht, sofort mindestens 10 Stimmen mehr für denselben abgegeben straße 57: Versammlung. Vortrag über: Bartkrankheiten. Gäſte willSteuerprivilegium dieser Beamten nicht zustehe. Ein Sonder werden.( Große Heiterkeit.) Deshalb habe man sich bei der Gehalts- tommen. recht auf Steuerfreiheit besäßen die Berliner Kirchendiener frage mit dem Antrag auf namentliche Abstimmung begnügt, ohne in die Debatte einzugreifen. Wartenberg erwidert, er sei zwar Ein netter Ordnungshüter. Aus Bonn wird der„ Berliner gegen den Antrag betreffend Entsendung eines Vertreters der PreßBeitung" gemeldet: Die hiesige Straffammer verurtheilte den kommisson, habe aber doch dafür gestimmt, weil er gesehen habe, Polizeisergeanten appendid wegen Sittlichkeitsverbrechens, ber ein Vertreter des sechsten Kreises dagegen gesprochen habe. daß Auer alle von Berlin kommenden Anträge niederschrie und weil übt an einem 13jährigen Kinde, das er in das Wachtlokal des Tschernig polemijirt gegen Auer, der die Berliner lächerlich ge- höhe stattfindende Generalversammlung des Wahlvereins sei Polizei- Amtes gelockt hatte, zu einem Jahre Gefängniß und ordnete feine sofortige Berhaftung an. Der Staatsanwalt hatte 1/2 Jahre macht habe, und tritt dafür ein, daß der„ Vorwärts" auch in einer Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte beantragt. Abendausgabe erscheine. Seine bisherige Straflosigkeit schüßte den Angeklagten vor dem Es wird beantragt, über die Resolution getrennt abzustimmen, Hierauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Zuchthause. und zwar einmal, soweit es die drei Delegirten betrifft, und dann, foweit sie Heine betrifft. Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte, Von der„ Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das in der u. a. Litfin an Hoch das Ersuchen stellt, die Resolution 5. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Großväter und Enkel. zurückzuziehen, da die Versammlung schon so leer sei, daß doch die Engels. Von G. Plechanow. Konrad Schmidt gegen Karl Mary und Friedrich Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Genossen Ansicht der Genossen des dritten Kreises nicht zum Ausdruck komme, Schule. Eine sozialpädagogische Studie von Karl Strunz. Die erwerbsmäßige Kinderarbeit und die Die 1896er des dritten Wahlkreises, welche am Montag Abend bei Möhring beschließen die Anwesenden mit 49 gegen 48 Stimmen, über die Ergebnisse der oberschlesischen Montan- Industrie. Von A. Winter. stattfand, erledigte die in der Versammlung vom letzten Mittwoch Resolution nicht getrennt abzustimmen. Die Resolution selbst ge- Notizen: Kinderarbeit in den Vereinigten Staaten. Feuilleton: Eine Un vertagten Punkte. Nach dem von Mahle erstatteten Bericht langte mit 53 gegen 37 Stimmen zur Annahme. Nachts 1 hr zivilisirte. Erzählt aus dem russischen Leben von Olga Kobylansta.( Fortder Lokalkommission fümmern sich die Arbeiter jezt mehr wurde die Versammlung sodann geschlossen. um die Lokalfrage, als früher, doch richten sich leider einige Gewerk Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen schaften nicht immer streng nach der Lokalliste. Die Schneider und In einer öffentlichen Schuhmacher- Versammlung, die am( Stuttgart, Dietz' Berlag) ist uns foeben die Nr. 22 des 8. Jahrgangs Schuhmacher z. B. tagen noch immer in dem gesperrten Lokal von Montag stattfand, aber nur schwach besucht war, erstattete der Ver- zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: SchwierigMüller in der Johannisstraße. Im Anschluß an diesen Bericht gab trauensmann St och den Bericht der Agitationskommission. Seinen feiten der gewerkschaftlichen Organisirung der Arbeiterinnen. III. Ein W. Hinz einen Ueberblick über die Lokale im 3. Wahlkreis. Von den Ausführungen zufolge sind nach dem legten ungünstig verlaufenen Frauentongreß in Hamburg. Stimmungsbilder und Eindrücke von 39 Lokalen stehen der Arbeiterschaft 24 zur Verfügung gegen 22 im Jahre Streit eine Reihe größerer Fabriken der Organisation verloren geber Berliner Blusen-, Unterrock, Schürzen und Trikotkonfektion. Brutus. Aus der Bewegung. Die hausindustriellen Arbeiterinnen in vorher. Das Etablissement von Buggenhagen am Morigplay ist nicht zu gangen, und den Bemühungen der Kommiſſion iſt es nicht gelungen, Gertrud Dyhrenfurth. Besprochen von Henr. Fürth. Resolutionen des haben. Der Inhaber erklärte, er würde das Lokal gern hergeben, die in den betreffenden Fabriken arbeitenden Kollegen wieder zu ge- Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands in Stutt aber dann würde er mit der Polizei in Konflikt kommen, auch die winnen. Die Kommission veranstaltete im verflossenen Halbjahr gart. Mene Tekel. Von Erust klaar.( Gedicht.) Notizentheil von bei ihm tagenden Kriegervereine verlieren und die Konzession für 22 Fabriffonferenzen, 10 Kommissions, 6 Vertrauensmänner- Lily Braun und Klara Zetkin: Weibliche Fabrikinspektoren. Frauen Spezialitäten- Vorstellungen, um die er sich beworben habe, nicht er- Sizungen und 4 öffentliche Versammlungen. Die Kassenabrechnung bewegung. langen. Hierauf wurden zu Mitgliedern der Lokalfommiffion ge- vom I. Quartal bilangirt in Einnahme und Ausgabe mit 3565,28 M. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer wählt Wilhelm Hinz mit 100 und Rosin mit 78 Stimmen. Dem Vertrauensmann wurde Decharge ertheilt, die Agitations- 10 Pf., durch die Bost bezogen( eingetragen in der Reichspoſt- Zeitungsliste Mahle blieb mit 69 Stimmen in der Minderheit. Ein Antrag, fommission ergänzt und ihr Mandat vorläufig bis Neujahr ver- für 1898 unter Nr. 2970) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. die von einer Seite angezweifelte Abstimmung zu wiederholen, wurde nach langer Geschäftsordnungs- Debatte abgelehnt. 8u Revisoren des Vertrauensmannes wählte die Versammlung Bohl mit 88, Lange mit 86 und Biegner mit 88 Stimmen. Mahle und Frane erhielten 65 bezw. 54 Stimmen. Es folgte die Berichterstattung über den Partei tag, in welche sich die Delegirten Fritz, Wartenberg und Bausch theilten. Friz beschäftigte sich u. a. ausführlich mit der auf dem Parteitage angeschnittenen Frage, ob die Organisation in den einzelnen Streifen die richtige sei, und kam zu der Ansicht, daß die Organisation in keinem Kreise so beschaffen sei, wie sie sein sollte. Es müßten weit mehr Genossen ihre Kräfte der Partei widmen, fich nicht aber damit begnügen, daß sie zur Wahl gehen und sich im beschäftigten Arbeiter( Filiale II) hielten am 18. Oktober Die in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen übrigen um die Partei nicht fümmern. Auch der Vertrieb der Literatur ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zunächst verlas der Taffe vielfach zu wünschen übrig. Mit den Verhandlungen des Barteitages tönne man im großen ganzen zufrieden sein, doch sei die Kassirer den Kassenbericht vom III. Quartal. Die Einnahmen begegen Heine geübte Kritit nicht am Plaze gewesen, nachdem er so- rugen 154,48 M., die Ausgaben 52,84 M., bleibt mithin ein Bewohl seinem Wahlkreise als auch der Fraktion gegenüber eine zu noch nicht stattfinden und wurde bis zur nächsten Versammlung verstand von 101,39 m. Die Abrechnung vom Stiftungsfest konnte friedenstellende Erklärung abgegeben habe. Wartenberg berichtete über die Verhandlungen betreffend das Koalitionsrecht, den tagt. In betreff der Kranken- Buschußkasse wurde bekannt gegeben, Swinemde. 760 SW 3yeiter daß die Ausarbeitung der Statuten so weit gedichen sei, um sie in Hamburg Bergarbeiterſchuß und die Maifeiter, auſch über die Anträge und lurzer Zeit einer kombinirten Mitgliederversammlung vorlegen zu Wiesbaden 764 43 10 Cort 9Aberdeen 753 SW Als erster Redner in der sehr angeregten Diskussion gab Die Stellmacher hielten am Sonntag in Cohn's Festsälen in Bien 11 Paris Schweizer seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß in der Frage 766 Still Nebel 10 der Taktik teine Resolution angenommen sei, denn diejenigen Ge- der Beuthstraße eine Versammlung ab, in welcher Schlegel über Wetter Prognose für Mittwoch, den 26. Oftober 1898. noffen, die die neue Tattit anbahnen wollen, würden wohl froß des den Niedergang g des Handwerks referirte. Die Ausführungen des Mild und zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit etwas Regen und Berliner Wetterbureau. Parteitages alles versuchen, um ihre Ansichten durchzubrücken. Man Redners hielten sich wesentlich an das Material, welches sich in mäßigen füdwestlichen Winden. Sürfe nicht gewissen Leuten, die aus den besseren Gesellschaftsklassen Sachen der Handwerkerfrage an die diesbezügliche Statistik ant zu uns kommen und immer und immer wieder mit der Bourgeoisie schließt, und schlossen damit, daß gegenüber allen Rettungsversuchen Hand in Hand zu gehen fuchen, freie Hand lassen. Diese Leute sind zu gunsten der Kleinhandwerksmeister sich die zielbewußten Ares, welche dem Proletariat den Knüppel zwischen die Beine werfen. beiter der Organisation anschließen müßten. Eine Diskussion Wir dürfen nicht nach rechts und links schauen, sondern der von folgte nicht. Hierauf erstattete Micke die Schlußabrechnung Laffalle gegebenen Parole folgen, der, obgleich er auch aus jenen der Agitationskommission, welche einen Bestand von 9,50 W. auf Gesellschaftsklassen hervorging, sich doch voll in den Dienst des Pro- wies, der sich aus einer Einnahme von 15,70 M. und einer Ausgabe letariats gestellt hat. Auer hat die Berliner Genossen als dumm von 6,20 M. zusammenſegte. Im Namen der Revisoren erklärte hingestellt und sich ähnlich ausgedrückt wie Bismarck, der einst davon Baum die Abrechnung für richtig und stellte zugleich im Namen der gesprochen hat, daß der blinde Hödur hinter den Führern Kommission den Antrag, die als Bestand gebliebene Summe der den der Sozialdemokratie steht. ie haben sich doch die Zeiten geristommiſſion au überweisen, nachdem sich Josephski und ber geändert! Früher lauschte mant begeistert Worten Pfeiffer für diesen Antrag erklärt haben, wird von Leskau Des Proletariers in den Volksversammlungen und half ihm, wenn ein Gegenantrag gestellt, die in Frage tommende Summe dem er sich nicht gut ausdrücken konnte, heute werden ihm höhnische Zu- Holzarbeiterverband zukommen zu lassen. Dieser letztere Antrag rufe gemacht. Man verlangt nach wissenschaftlich gebildeten Rebnern, wird, nachdem er noch von Briß und Koente unterſtügt die ein Referat ohne Anstoß hersagen können, auch wenn es sich worden ist, auch angenommen. Im Verschiedenen ersucht Baum nicht ganz mit den Anschaumgen des Proletariats deckt. Redner die Kollegen, einen Beschluß darüber zu fassen, daß vom 1. Novbr. verbreitet sich sodann eingehend über die Reichstagswahl, besonders ab der Arbeitsnachweis der Stellmacher in der Elfafferstraße auch über die Wahl im dritten Kreise; der Sieg fei nicht von Heine nominell aufgehoben wird. Ein dahingehender Antrag wird an veranlaßt, sondern gang anderen Faktoren zuzuschreiben. genommen. Lestau fordert die noch nicht Organisirten zum ( Zustimmung und Widerspruch.) Auf dem Parteitage hat es sich Beitritt in den Holzarbeiter- Verband auf und Träger theilt gezeigt, was für Leute fich in der Gesellschaft von Heine befinden, schließlich mit, daß die bisherige Zahlstelle aus der Elsasserstraße der sozialistische Wadenstrümpfler Peus, Leute, die für die Prügel- nach der Rosenthalerstr. 57 verlegt worden sei. strafe eintreten und die, wenn es so weiter geht, vielleicht noch ein- In der Versammlung der Möbelpolirer( Filiale Often) mal für das Zuchthaus schwärmen oder den Necke'schen Erlaß billigen. sprach unter lebhaftem Beifall Schriftsteller nad über: Die Bezüglich der Landtagswahl find wir heute nicht weiter als nach Arbeit, ein Opfer des Mammon. Hierauf folgte der Bericht über die dem Hamburger Parteitage; die dort gefaßte Resolution war ganz Lohndifferenzen bei der Firma Glogowsky u. So. Schulz fritisirte flar, fie wurde nur deshalb von verschiedenen Genoffen nicht verstanden, das Verhalten der dort in Arbeit getretenen Kollegen, durch deren Für die rege Betheiligung u. reichen flott liefern Neumark& Baer, weil sie ihnen nicht weit genug ging.( Sehr richtig!) Mit dem Thätigkeit die Sperre illusorisch geworden sei. Unter Verschiedenem Krauzspenden bei der Beerdigung Heiligegeiſtſtr. 39. Referat Fischer's über das Koalitionsrecht können wir zufrieden sein. beschloß die Versammlung, die Bibliothek nach der Zahlstelle bei meines lieben Mannes Wilhelm Mechaniker, 1795b Auch die beiden Referate über die Zoll- und Handelspolitik waren Scheere zu verlegen und die Bücher alle 14 Tage auszugeben. Zum Gartmann sage allen Berwandten, junger, möglichst auf Schreibmaschinen Freunden und Genossen, besonders den gearbeitet habend, von großer Fabrit hochinteressant, doch muß die Partei als eine internationale Partei Bibliothekar wurde ha at bestimmt. Arbeitern d. Firma Küstermann u. Co., für auswärts gesucht. Offerten unter für unbedingten Freihandel sein. Zum Schluß polemisirt Redner Charlottenburg. Am 16. Oftober tagte die hiesige Orts- welche nebst ihrem Herrn Chef voll C. 7 an die Erpd. d. Zeitung. gegen Heine, der auf dem Parteitag gesagt habe, ihm seien in einer gruppe des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands. Die Ver- zählig erschienen waren, sowie den Versammlung verschiedene Fragen vorgelegt, u. a. wie er zur Religion lesung der Abrechnung vom dritten Quartal ergiebt, daß Ein- Mitgliedern des 657. Bezirks bes stehe und andere„ lingezogenheiten". Thatsächlich ist Heine nur nachnahme und Ausgabe der Hauptkaffe mit 1640,85 m. balancirten. 6. Wahlkreises meinen besten Dank. feiner Stellung zur Religion, zu den Landtagswahlen und zur Kanonen- Für die Lokalkasse gingen ein 411,61 M., berausgabt wurden Wittwe Gartmann und Kinder. frage gefragt worden, und diese Fragen hat Heine als untergeordnet 318,55 M. Die Mitgliederzahl am Schluß des Quartals betrug 803. Dr. med. Rothschild, bezeichnet. Hätte jemand das vor 12 Jahren erklärt, er wäre mit leber die Erhöhung der Beiträge soll in der nächsten General- Spezialarzt für Nieren-, Blasen- und geweifte ugen e pe schallendem Gelächter heimgeleuchtet. Daß das heute anders ist, Bersammlung verhandelt werden. ist ein trauriges Zeichen.( Sehr wahr!) Die Leute, die aus den besseren Gesellschaftsklassen zu uns kommen, mögen erst das Prole- eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in welcher Schöneberg. Am 17. Oktober fand hier im Obst' schen Lokale tariat achten und ehren lernen. Der dünne Kaffee mit dem revo meiling eine Vorlesung über attive und passive Handelsbilanz Iutionären Zucker, über den diese Lente in Stuttgart gespottet haben, hielt. Hierauf gab söst er einige Erlebnisse von dem diesjährigen sei ihm zehnmal lieber als das Süßholzraspeln in den Salons. Parteitag zum besten. Die nächste Versammlung findet am ( Lebhafter Beifall und heftiger Widerspruch.) Juzwischen ist folgende Resolution, von Hoch unterzeichnet, ein- 7. November statt; in derselben wird Köster über die Berhandlungen des Parteitages sprechen. gegangen: Die Bersammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des lungen des Parteitages sprechen. Stuttgarter Parteitags einverstanden, ebenso mit dem Verhalten Baumschulenweg. Am 19. d. M. fand hier eine Partei ihrer Delegirten, sowie des Genossen Wolfgang Heine. Die Ber- versammlung statt, in der Köster Schöneberg Bericht über den In der Diskussion ergänzte sammlung erklärt, im Sinne der gefaßten Beschlüsse wirken zu Stuttgarter Barteitag erstattete. wollen, damit die Befreiung des Proletariats aus dem Banne des Gerisch noch einzelne Punkte; namentlich die Verhandlung über Kapitalismus beschleunigt werde." die Umgestaltung des Vorwärts", sofern derselbe mehr die InterFriß erklärt im Namen des durch Krankheit am Erscheinen essen der Vororte berücksichtigen soll. Redner ist der Meinung, daß verhinderten Genossen Heine, daß er in Stuttgart nicht von uns dies nicht gut möglich sein wird. Hierauf erstattete der Vertrauens: gezogenheiten", sondern von„ Unbescheidenheiten" gesprochen habe. mann Krebs Bericht über seine Thätigkeit seit Anfang April d. J. Franc wendet sich gegen Heine, der über seine Stellung zur Re- Die Einnahmen inkl. eines Bestandes von 28,68 m. betragen ligion teine genügende Auskunft gegeben habe. Die sogenannte neue 336,22 M., die Ausgaben 294,87 m. Die Revisoren bestätigten, Richtung fei in Stuttgart nicht unterlegen, im Gegentheil, fie hat den Sieg alles in Ordnung befunden zu haben und wird ereb einstimmig F Halt! errungen. Die Heine'sche Richtung ist nichts weiter als die Fort- wiedergewählt. Die Lokalkommission bilden Baer, Noad und setzung der Vollmar'schen, die einst so scharf verurtheilt wurde. Schiefte. Tapezirer. Bentral Kraufen u. Sterbefaffe. Am Sonnabend, ben 22. Ottober, entschlief nach langen und schweren Leiden unser langjähriges Mitglied Oscar Marburg. Die Beerdigung findet am Weittwoch, Arbeitsmarkt. Ein erfahrener und vermögender Kaufmann 26. Ottober, nachun. 5 uhr, von sucht einen tüchtigen, intelliZeichenhalle des neuen Zonifen17976 genten Fachmann zur gemeinKirchhofes( Brit) aus statt. Danksagung. Manne die legte Ghre erwiesen und Allen benen, die meinem lieben samen Begründung einer mich unterſtüst haben, besonders bei Fabrik. Arbeitern der Elektrizitätswerke meinen besten Dank. 18006 18026 Ausführliche Angebote an Frau M. Allburg nebst Kind. d. Exp. d. 3tg. D. 7 erb. Danksagung. Hohen Nebenverdienst! Für die liebevolle Theilnahure am Grabe meines Mannes, unseres Vaters ohne Risiko u. Einsatz, fönnen sich . Liedtke sagen wir allen Freunden reelle Genoff., besond. Parteikolp., und Bekannten, besonders den bei der allerorts d. Vert. ein. Teicht absetzb. Firma Stiel beschäftigten Kollegen u. empfw. Artif. fich. Off.it. L. R. 5528 unseren herzlichsten Dank. Rudolf Mosse, Leipzig. 36/8 Ww. Liedtke nebst Kindern. Auf schwarz und bunte Saus: schürzen suchen Arbeiter, die sauber u. Danksagung. Harnkrankheiten, verzogen von Rixdorf nach Berlin W, LützowSonntag 10-12. strasse 84a, I. Sprechst. 8-9, 2-5. 126/ 13* Oranienstr. 51. Am Moritzplatz. Inh. Hermann Scholze. Zum Sonnabend, den 29. Of: tober 1898, ist ein Saal bis 200 Personen frei geworden. Alhambra, Ballner- Theaterstr. 15. ( 1000 Pers.) Heute Mittwoch: Ham: burger Sänger. Jeden Donnerstag und Sonntag: Elite Ball. Die Weih nachtstage sind zur Matinée zu ver geben. Auch sind der 28. Januar und 4. März zu vergeben. Aug. Zameitat. 17996 Neu * 1794b Karton- Arbeiterinnen in und außer dem Hause verlangt Kommandantenstr. 15, 4 Tr. Plätterinnen auf Stehkragen außer dem Hause sucht Treppe, Schönhauser Allee 167a, Fabrikgb. IV. Nähmädchen werden gesucht 18076 Gebrüder Bendig, Leipzigerstr. 46. Einen tücht. Lederarbeiter verlangen Knoll ut. Siegle, Etuis fabrit, Roßstr. 5. Perfekte OberhemdenArbeiterinnen außer dem Hause werden verlangt August- Strasse 61. 1804b 1 Treppe links. Aufwärterin verlangt Krüger, Andreasstr. 27, IV. 1803b Jungen Glafer verlangt Glas: schleiferei Reichenbergerstr. 57. 18136 Gesucht: tüchtige Montenre, welche im Motoren- und Wagenbau Jeden Donnerstag nach wie vor: schon thätig waren. Nur Leute mit Großes Gänse- Ausspielen guten Zeugnissen und längerer Praris Später ist eine Aussöhnung mit dem Staatssozialismus des Steglik. Am 20. Oftober fand hier eine nur schwach besuchte auf dem Billard bet 18016 wollen sich melden bei der[ 18126 Gesellschaft für Genossen Vollmar erfolgt, der Opportunismus hat dann weitere Versammlung statt, in der Bericht über den Parteitag erstattet Gustav Schultz, Wafferthorstr.55. Fortschritte gemacht, bis er sich endlich in Heine zur vollsten Blüthe wurde. Nach dem Bericht des Vertrauensmannes Mohr über seine Neu, Speischaus eröffnet! Automobil- Wagenbau, entfaltet hat. Redner geht sodamı auf einzelne in Stuttgart erörterte Thätigkeit im verflossenen Jahre wurde Fritsch für dies Jahr eröffnet! Französischestr. 49. Rungestraße 19, parterre. Fragen ein und tadelt es, daß die Angelegenheit der Betheiligung mit dem Amt betraut. Die Lokalkonimission bilden haberland, Kräftiger Mittagstisch mit Bier 0,50. Teisten- Fabrit, Gr. Frankfurterstr. 84. Belegerinnen verl. Barthels, Goldan den preußischen Landtagswahlen in einer Stommission ver Döhring und Dühring. Als Revisoren wurden Sudrow, Reichhaltige Abendkarte zu kleinen handelt wurde, sowie daß die Delegirten des Kreises nicht Kutscher und Flügel gewählt. Die Versammlung hielt für Preisen. Jeden Dienstag eigenge: Bersilberer verl. Barthels, Goldgegen die Erhöhung der Gehälter des einen Parteisekretärs nöthig, daß Friedenau seinen eigenen Vertrauensmann erhält und machte frische Blut- und Leberwurft. leisten Fabrit, Gr. Frankfurterstr. 84. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 26. Oktober. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Herostrat. Anfang 712 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Neues Opern Theater( ro) Experim. u. Projekt.- Vorträge Fregoli- Gastspiel. Anfang 7/2 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Berliner. 712 Uhr. Das Erbe. Aufang Leffing. Im weißen Rößl. Anfang 71/2 lhr. Residenz. Der Herr Sekretär. Vorher: Mein treuer Antoine. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7/2 Uhr. Schiller. Mauerblümchen. Anfang 8 Uhr. Westen. Alessandro Stradella. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 7/2 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 72 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Au fang 72 Uhr. Luisen. Jocko's Streiche. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Schülervorstellung. Dorf und Stadt. Velle Alliance. Napoleon oder: Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Ostend. Der Jongleur. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Mexanderplat. Jugendsünden. Anfang 11hr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. = 7 Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Nur noch wenige Tage: Der berühmte t. t. Fechtmeister Mr. Sulivian und feine Schülerin Petö Aranka. Bon 6 Uhr ab: Théâtre-Variété ohne Extra- Entrée. Heute 25 Pt. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Apollo. Spezialitäten Borstellung Thalia- Theater. Anfang 7/2 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vor stellung. Paisage Panoptifum. Speziali $ täten- Vorstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Mittwoch: Manerblümchen. Donnerstag: Hasemann's Töchter. Freitag: Bartel Turaser. Sonnabend: Hasemann's Töchter. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische TheehausGeschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen: Souvenir Abend. Zum 200. Male: Die Geisha. Oftend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Der Jongleur. Bosse mit Gefang in 5 Abtheil. von Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Reichshallen. Stettiner Sänger 8 Uhr. Achtung! 2 Genoffinnen und Genoffen! Mittwoch, den 26. Oktober 1898, abends 8 Uhr, Achtung! Protest- Versammlungen. Referentin: Sonntagsrubr. 1. Lokal: Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, Genoffin Emma Ihrer. 2. Lofal: Hübner, Swinemünderstr. 12, Gen. Ottilie Baader. Tageskaffe von 11-1 ust. Zum Schluß: Das Meysel'sche Ensemble: Tages- Ordnung in beiden Versammlungen: Referentin: 1. Die künstliche Fleischvertheuerung und die Ernährung der Arbeiterklasse. 2. Diskussion. 2/ 4* Da die Frauen ein großes Interesse an den Fleischpreisen haben, ersucht um deren Erscheinen dringend Die Vertrauensperson. Achtung! Maurer. Donnerstag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr: Achtung! Vor 25 Jahren 2 Mitgliederversammlungen des Zentralverbandes der Maurer, Reichshallen-Restaurant. Täglich im Saal: Schmidt- Konzert für Berlin in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20-21, für Rixdorf in den Viktoria- Sälen bei Thomas. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Situationsbericht.( Für Berlin: 3. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quartal.) Guten Besuch erwartet Die Lohnkommission der Maurer. [ 264/2] Sozialdemokratischer Wahlverein Orts- Krankenkasse Concerthaus. für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Boxhagen- Rummelsburg Leipzigerstr.No.48 Täglich: = Mittwoch, den 26. Oktober, abends 82 Uhr, im Lokal ,, Zentral- Festsäle", Alte Jakobstrasse 32: Hoffmann's Quartett- General- Versammlung. Tages Ordnung: Humoristen und Schauspiel- Ensemble 3. Bortrag des Genossen Gustav Kessler über:„ Die versuchte EntHeute: Der liebe Onkel. In Vorbereitung: Insel Tulipatan. Operette von Offenbach. Avis! Um den überaus zahlreichen Wünschen nachzukommen, werden für die Wochentage Vereinsbillets mit erheblicher Preisermäßigung aus: gegeben. Die geschätzten Vereine, welche auf solche Billets reflektiren, fönnen dieselben durch ihre Vorstände foenlos im Bureau des KonzertUnser luftiges Berlin. hauses entgegennehmen. Große Gesangspoffe in 4 Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Couplets von Alfred Bender. Musik von Curt Goldmann. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 Uhr abends: Berliner Au sstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Koloffal Ballets = in 3 Aften( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 32 Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. Parquet 2,10 Mk. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Neu! Mitglieder- Versammlung im Weigel'schen Lokale, zu Nummelsburg, Türrschmidtstr. 45, behufs Wahl von Delegirten für die Generalversammlungen. Es sind zu wählen: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht über das 3. Quartal 1898. 72 Vertreter der Arbeitnehmer, rechtung der Arbeiter." 4. Diskussion. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. Der Vorstand. Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Genossen: Wilhelm Börner, Zigarrengeschäft, Ritterstr. 15; Gottfried Schulz, Bigarrengeschäft, Admiralstr. 40 a; Karl Schöning, Restaurateur, Köpnickerstr. 68; Emil Götte, Restaurateur, Brandenburgstr. 48; Gruſt Lier, Restauratour, Allte Jakobstr. 119; Wilhelm Flick, Restaurateur, Simeonstr. 23. Sozialdemokratischer Verein 36 " 1 " " Arbeitgeber, freiwill. Mitglieder. Die Wahl findet in folgender Weise statt: Am Mittwoch, den 9. Novbr., abends 81, Uhr, wählen die bei nach: 241/4 folgenden Firmen beschäftigten Mitglieder: 1. Norddeutsche Eiswerke; 2. J. Orlamünder: 3. Deutsche Kabel: werke; 4. Lewy Gebr.; 5. Frize; für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 6. Dr. B. Meyer. Donnerstag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr: Ordentliche General- Versammlung bei Buske, Grenadierstraße No. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Gaulte. 2. Diskussion. 3. Bericht des Borstandes und des Kassirers. 4. Neuwahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 245/11 Die Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Das Wurstmädchen Deutscher Holzarbeiter- Verband. von Aschinger. Bild aus dem Berliner Leben von W. Reichard. Musik von Osfar Victor- Roeder. In Szene gesetzt von Otto Wendt. Vorher, mit großem Lacherfolg: Die Wenzel. Schwant in 1 Akt von Felsch. Gejauntauftreten des neuengagirten Sinstler und Spezialitäten- Personals. Wochent. 72 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute, Mittwoch, den 26. Oftober: ( Zahlstelle Berlin.) Mittwoch, den 26. Oktober 1898, abends 8% Uhr: Am Donnerstag, den 10. Novbr., abends 82 Uhr, die bei allen übrigen Arbeitgebern beschäftigten Mitglieder, sowie die freiwilligen Mitglieder. Am Freitag, den 11. Novbr., abends 82 Uhr, Wahl der Arbeit: geber- Vertreter. Wahlberechtigt und wählbar sind nur großjährige Mitglieder( It. Statut § 51 Abs. 4). 268/13 Das Quittungsbuch ist als Legiti mation vorzuzeigen. Rummelsburg, den 24. Oftbr. 1898. Der Vorstand. Schuhbranche. Eine rheinische Schuhfabrik, welche Herren, Damen- u. Kinderstiefel fabrizirt, wäre bereit, an einige General- Versammlung füchtige Schuhmacher od. Schuhwaarenbei Keller, Koppenstraße Nr. 29. Tages Ordnung: Kassenbericht vom 3. Quartal. Bericht des Vorstandes, der Bezirks: tetter, der Werkstatt- Kontrollkommission und bes Arbeitsvermittlers. Wahl eines Ausfchubmitgliedes. Anträge und Verbandsangelegenheiten. Gintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Umi zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 108/12. Die Ortsverwaltung. Achtung Buchbinder und verwandte Berufsgenossen. Donnerstag, den 27. Oktober cr., abends S8 Uhr: Händler Waare in Kommission zu geben. Rautions Stellung ist Be dingung. 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Bollst. neu einger. 1. Das Resultat der Verhandlungen mit den Arbeit Sonnabende, 26. Nov., 17. Dez., 1. u. abend: Preciosa. Sonnabend Nach: Lotte Romanowitsch, Liederfängerin. Mähr's Theater gebern und unsere Stellungnahme dazu. Referent: Kollege 2. Weihn.- Feiert.: Vorm. Matinée frei! mittag 3 Uhr: 1. Schülervorstellung: Die Näuber. Entree 20, 30 und 50 Pf. Sonntag Nachm.: Schlunt fel. Wittwe. Abends: Der Jong: leur. Fritz Fehrmann, Universal- Humorist. Geschw. Gräser, Gesangs- Duettisten. Heinrich Krill, Charakter- Komiter. Elise Cora, Stoftim- Soubrette. Gustav Greusing, Kapellmeister. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Luisen- Theater Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 f. 34. Reichenbergerstraße 34. Nachm. 3 Uhr: Schüler Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aften( 7 Bildern) von Ch. Birch- Pfeiffer. Abends 8 Uhr: Zum 26. Male: Jocko's Streiche Burleske in 3 Aften nach dem Engli schen des James Carlisle, deutsch von W. Sallis. Jodo: Paul Herbig a. G. Vorher: Der dritte Kopf. Die Posse in Aft von Franz Wallner. Donnerstag: Geschlossen. Freitag: 8um 1. Male: Schuld der Schuldlosen. Schau spiel in 5 Aften von Adolf Stolze. Jeden Mittwoch Nachm.: Schüler: Vorstellung. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Nur noch bis 31. d. Mts. Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der allabendlich um 81/2 Uhr mit großem Jubel u.stürmischem Beifall zur Aufführung kommenden Ausstattungs- Gefangs- Posse Berlin, wie es liebt und radelt! Im Spezialitätentheil: Die sensationell dressirt. Möpse. Die Teufels- Akrobaten. Ein Morgen in Afrika urkomische Orig. Pantomime. Anfang 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Rasseneröffnung eine Stunde vor Anfang. Entree 50 Pf. Vorverkauf Vorut. v. 11-1 Uhr. Apollo- Theater. Volks- Theater Abschiedswoche für: Consuela Tortajada. Am 1. November: Arman d'Ary , Das Duell" ( komische Pantomime). Anfang 72 Uhr. Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten- und Theater: Vorstellung. 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Abrechnung des Vertrauensmannes. 2. Wie denken wir unser Neue Jakobstr. 26. Unsere Berufsgenossen werden ersucht, jeden Bauarbeiter hierauf auf Heiz- Apparat Sammelwesen weiter zu führen? 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. merksam zu machen. Die Kommiffion. J. A.: W. Noack. NB. Für die Vertheilung der Handzettel für Schöneberg ist der BeMittwoch, den 26. Oktober 1898, schluß vom 16. d. M. maßgebend. Abends 71/2 Uhr: High- life- Vorstellung. Zum ersten Male: Große Schul: Quadrille, geritten von 8 Damen u. 8 Herren. Außerdem: Auftreten bes Derm Franz Gebhardt, Ritter pp., Chef spanischen Hofreitschule in Wien, auf dem ostpreußischen Hengst„ Bartolo". Brauerei Friedrichshain Am Königsthor.( früher Lipps). Am Königsthor. Heute, Mittwoch, den 26. Oktober 1898: Erster Concertabend ( Sinfonie- Concert) Aufzug fämmtlicher Reitertypen in des Berliner Concert- Orchesters prunthaftest. Ausstattung. Zusammenfunft der Blumen. Shadow Bro thers, moderne Gladiatoren. ( Direktion: Herr G. Grass). U. A. Programm: Weber, Duv. Freischütz. Wagner, Chor a. LohenMeeresstille und glückliche Fahrt. ersten Male: 6 Trakehnerhengste grin. Mendelssohn, Ouv. Nach dem Concert: Tanzkränzchen. und der Tempo- Thurmspringer Sinfonie C- dur. Entree 20 Pf. Anfang 8½ hr. Bena" im Feuerwerk. Auftreten des Gigerl- Clowns Alf. Daniels. Morgen 7½ Uhr: Sport- Abend, Beethoven. Steppdeck., Gardin., Wäsche, für Stuben, an jedem Kachelofen an zubringen, in 2Minuten ein vollständig warmes Zimmer mit 3 Preß: fohlen, pro Stück 4 M, für Küche pro Stück 2 M. Zu haben: Sebastian strasse 3 und in ElsenHandlungen. Buchenholz u. EichenAbfallholz Gustav Ehrlich Betten, Stores, fe, Baffelbecken, ist als Dienheizung beffer wie Roklen. Gustav im Welt- Restaurant Dresdener Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Sensationell! Novität! Weibliche Rekruten. Sonntag, den 30. Oftober, nachm. Zu den billigsten Preisen liefert Operetten Burleske von J. Eißner. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren fret, Musik von A. 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Der schäftsberichte und Jahresabschlüsse zugleich dazu verpflichte, eine Mitgliedern eine größere Anzahl sogenannter passiver Mitglieder. Straffenat des Kammergerichts hob jedoch die Ent- deutsche Uebersetzung des in polnischer Sprache abgefaßtent Letztere befizen kein Stimmrecht. Durch ihre Mitgliedschaft und scheidung des Landgerichts in seiner letzten Sigung wieder auf und Berichtes beizubringen. Ihr Vertreter betonte vor dem Kammer regelmäßige Beitragsleistung gewinnen sie lediglich das Recht, den sprach die Angeklagten unter folgender Begründung frei. Nach den gericht, daß eine lebersetzung immer Fehler enthalte und daß nach humoristischen Sigungen beizuwohnen und an den Vereinsfestlich- Feststellungen der Vorinstanzen müsse der Ball als Vereinsvergnügen dem Handelsgesetzbuch der Geschäftsbericht der Genossenschaften 2c. feiten theilzunehmen. In einem von der„ Emilia" arrangirten Ball gelten, denn die passiven Mitglieder seien so lange als wirkliche in einer lebenden Sprache abgefaßt sein solle. Das Handelsfab mun die Polizeibehörde eine öffentliche Tanzluftbarkeit, Mitglieder zu betrachten, als nicht dargethan sei, daß gesetz stelle also nicht die Anwendung der deutschen Sprache al Das Kammergericht verwarf die weil daran über 190 Personen theilnahmen, während dem Klub nur man ihre Aufnahme in den Klub nicht ernstlich genothgedrungen hin. Revision mit folgender Begründung: Allerdings verlange das 30 attive Mitglieder angehören. Die passiven Mitglieder, die die meint habe. Mehrheit der Festtheilnehmer ausmachten, ließ die Behörde nicht für Polnische Unternehmungen, Gewerbesteuer- Gesetz und Ge: Handelsgesetzbuch nur, daß derartige Geschäftsberichte in einer voll gelten. Die Vorstandsmitglieder des Klubs erhielten Straf- schäftssprachen- Gesez. Der Vorstand einer polnischen Genossenschaft lebenden Sprache abzufassen seien. Das sei aber hier nicht ent mandate mit der Begründung, daß sie ohne vorherige polizeiliche( Bantunternehmen) hatte gemäß§ 28 des Gewerbesteuer- Gesetzes den scheidend. Der Geschäftsbericht habe einen doppelten Zwed: Erstens Erlaubniß eine öffentliche Tanzluftbarkeit veranstaltet hätten. Sie Geschäftsbericht und die Jahresabschlüsse der Gesellschaft dem Re- sei er bestimmt für die Generalversammlung und den Aufsichtsrath beantragten darauf richterliche Entscheidung. Das Schöffengericht gierungspräsidenten eingereicht. Der Bericht war in polnischer der betreffenden Gesellschaft, und hierfür sei das Handelsstellte fest, daß zu dem Ball nicht beliebige dem Ball nicht beliebige Personen, Sprache abgefaßt. Hieran nahm die Regierung Anstoß. Sie forderte geset maßgebend. Der§ 28 des Gewerbesteuer- Gesezes dagegen sondern außer den aktiven nur passive Mitglieder und deren An- den Vorstand auf, binnen 10 Tagen eine deutsche Ueberlege dem Geschäftsbericht der Aktiengesellschaften und Genossen gehörige zugelassen wurden. Die" Paffiven" hatten ihre Beiträge sezung des Berichtes einzureichen. Die Vorstandsmitglieder schaften einen anderen 8wed bei, den, die Regierung über die das ab, ordnungsmäßig bezahlt. Auf grund dieser Feststellung sprach das lehnten indem sie behaupteten, sie seien dazu Steuerfähigkeit der Gesellschaften zu informiren. Sie solle in diesem Die Herren Kortwick und Genossen er Falle eine Auskunft sein. Bei der Auskunftsertheilung trete muut Gericht die Angeklagten frei und führte aus, die passiven Mitglieder nicht verpflichtet. seien troß ihrer geringen Mitgliedsrechte doch als Mitglieder des hielten darauf eine Antlage wegen Vergehens gegen das der Genossenschaftsvorstand mit der Regierung in Geschäftsverkehr, Slubs zu betrachten, der Ball müsse deshalb als Vereinsvergnügen, Gewerbesteuer- Gesetz in Verbindung mit dem Gesez über die Ge- es tomme deshalb das Gefeß über die Geschäftssprache der Behörden wozu die polizeiliche Erlaubniß nicht nöthig sei, angesehen werden. schäftssprache der preußischen Behörden vom Jahre 1876". Nach zur Anwendung; die Angeklagten wären darum verpflichtet Die Staatsanwaltschaft legte hiergegen Berufung ein und hatte damit dem legtgenannten Gefeß ist die Geschäftssprache die deutsche. Das gewesen, die deutsche Ueberfegung beizubringen. Erfolg. Das Landgericht verurtheilte die Angeklagten zu Geldstrafen. Schöffengericht sprach die Angeklagten frei, das Landgericht ver- Sie sei solange gleichwerthig dem Original, als nicht nachgewiesen Es ging von der Erwägung aus, daß die Institution der passiven urtheilte sie jedoch zu Geldstrafen. Hiergegen legten die An- werde, daß sie Fehler enthalte. Mitglieder nur dazu dienen solle, gesetzliche Bestimmungen zu um- geklagten die Revision ein. Sie verlangten eine prinzipielle EntMittwoch, Donnerstag, Freitag Tapisserie- Artikel Regenschirme Tapisserie- Artikel vorgezeichnet: Tablette- Decken 18 u. 27 Pf. Halbleinen Reinleinen Tischdecken 50. 85 Pf. 85 Pf. u. 1.30 Mk. Halbleinen Reinleinen HR Filz Tischläufer 95 Pf. 1.65 Mk. 80 Pf. Küchen- Handtücher, grau 45, 55, 75 Pf. Küchen- Handtücher, weiss 70 Pf. Stuben- Handtücher 1.10 MK. Besentücher 1.50 Mk. Küchentischdecken 75 Pf. u. 1.40 Mk. Rollkorbdecken 60 u. 85 Pf. Wandschoner mit Hohlsaum 1.25 Mk. Messertaschen, Filz 1.10, Leinen 1.35 Mk. Marktnetze 85Pt. Wäschebeutel 1.20 MK. 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( Ohne Gewähr.) 144 350 625 711 804 7 51 978 1132 45 242 300 442 594 667 77 719 98 2682[ 500] 84 99 903 3076 206 383 427 671 720 28 89 810 4456 611 725 43 816 93 946 5129 47 253 326 90 429 529 776 938 6207[ 3000] 344 582 787 7044 141 326 417 557 1500] 95 642 842 8027 107 22 420[ 1000] 515 89 701[ 500] 820 9069 130 75 [ 300] 204 336 60 435 559 746 79 80 988 10093 158 74 336 87 450 616 50 720 31 36 41 47 987 11026 79 135 50 535 58 602 751 805[ 1000] 91[ 500] 934 43 18119 46 227[ 300] 405 528 655 744 945 13087 238 41 314 602 8 776 839 47 990 14191[ 500] 314 425 511 657 709[ 10 000] 66 845 15186 257 823 472 651 731 49 918 16106 50 819 929 17006 61 87[ 1000] 134 98 423 70 79 540 649 792 18094 160 252 83 551 722 65 829 71 19004 141 209 350 629 712 866 20205 409 512 775 945 21116 43 220 507[ 500] 36 754[ 300] 829 22093 258 324 87 400 67 793 840 98 929 51 23165 77 391 454 522 26 31 724 881 24048 141 [ 300] 57 75 365 408 797 925[ 3000] 34 35 25114 61 325 [ 300] 75 84 96 528[ 3000] 49 95 635 705 822 985 26205 [ 300] 349 82 472 810 11 27013 28 260 452[ 300] 620 73 805 22 28058 64 285 384[ 1000] 690 787[ 5001 848 958 29005 65 131 226 304 33 36[ 300] 54[ 500] 416[ 1000] 649 990 30005 308[ 1000] 18 67[ 1000] 476[ 1000] 541 878 81024 29 38 62 105[ 300] 79 204 839 516 624 798 807 962 82095 174 349 50[ 1000] 57 737 898 83089 179 280 414 49 559 84058 202 67 477 539 723 804 39[ 1000] 54 74 35127 350 524 650 36227 340 407 22 713 87023 171 815 413 763 965 84 38048 83 174 82 409 23 28 554 826 39008 96 212 410[ 300] 95 566[ 3000] 867 993 40050 97 372[ 1000] 79 419 65 710 23 41000 77 84 212 70[ 300] 303 50[ 10000] 464 549[ 300] 54 618 54 827 34 41 961[ 1000] 42022 253[ 300] 78 371 72 450 587[ 3000] 718 865 43083 103 4 44 67 89 219 84 416 644 981 52 67 44135 295 344 97 459 68 73 653 54-821 45048 79 254 527 826 965; 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( Ohne Gewähr.) 245 343 55 74[ 500] 487 523[ 3000] 691 765 1090 193 297 571 605 44 56 709 984 2029 36[ 300] 81 182[ 300] 98 302 3 458 74 724$ 139 43 339 404 526 35 631 95 709 39[ 300] 76 850 904 22 4166[ 3000] 693 839 951 5021 41 188 276 86 428[ 500] 6015 231 44 392 605 9 915 7148 356 419 525 680 837 917 8150 236 61 354 [ 500] 513 18 30[ 500] 617 27 78 712 69 9064 223 314 456 110001 524 938 40 814 53 10120 60 229 40 314 530 45 683 771[ 1000] 921 11018 110 311 688 99 12124( 500] 214 362 64[ 500] 601 99 912 13 13203 309 87 538 676[ 800] 736 14019 ( 3000] 180 296 318 419 44 526 67 15106 30 59 324 [ 1000] 34[ 300] 486 673 16111 301 672 798 914 17127 211 21[ 1000] 416 62 651 93 896 18070 101 240 64 315 404 933 62 19039 42[ 300] 164 69[ 1000) 71 345 82 406 99 667 87 769-4 93 65 78 20068 314 23$ 787 44[ 300] 889[ 300] 950 21182 216[ 300] 402 572 618 936 77 91 22345 413 23189 206 311 27 407 708 865 91 971[ 300] 91[ 300] 24148 62 239 56 87 414 96 725 978 25095 273[ 500] 19475 508 31 607 54[ 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224415( 300) 85 702 225024 222 25 365 445 556 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000., 2 zu 200 000 wt., 2 zu 150 000.. 2 zu 100 000 r., 2 zu 75 000 Mt., 1 zu 40 000 r., 6 zu 30 000 t., 19 zu 15 000 M., 40 zu 10 000., 79 zu 5000 r., 1127 zu 3000 W, 1215 zu 1000 Mt., 1450 zu 500 Der preußischen Landtagswahlen wegen fällt bie Biehung am Donnerstag, den 27. Ottober, aus. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.