Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nelajanta 18. Telephone: Tagesrebattion: 26795, 31469. Rachtredattion: 28792. Postichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif bigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Schwarze Heerschau. Mittwoch, 19. Mai 1926. Bezugs Bebingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.olerteljährlich halbjährig ganzjährig 48.BO 98.192.Radftellung von MannStripten erfolgt nur bei El fenung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglig fr Nr. 117. und friedfertig zu machen und sie mit dem wahres Wort gesprochen: Mit dem Aufler sich durch diesen Erfolg bera Geiste christlichen Solidarismus" zu erfüllen, stieg jei auch die Verantwortung für die Partei pflichtet fühlt, hat gerade diese das wird von der Kirche nun schon annähernd größer geworden. Der Klerifalismus hat dank Tagung, die in einen hymnus auf an die zweitausend Jahre versucht, wer soll da der Schlappheit und Verräterei des freisinnigen den Hungerzoll ausklang, benoch glauben, daß das christliche Ideal im Bürgertums einen Aufstieg erlebt, aber wielwiesen. dritten Jahrtausend erreicht wird! Da es feine Debatte gab und geben durfte, erfuhr man nicht, ob alle Anwesenden wirklich von jener geistigen Bedürfnislosigkeit waren, die bei ihnen vorausgesetzt wurde, um an die vorgetragenen Deklamationen über die Lösung des sozialen Problems zu glauben. Es wurde auch über die politische Lage Der Kampf um die Getreidezölle. Debatte im Senat. Prag. 18. Mai 1926. die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft erschüttert worden. Wir verlangen eine annähernde Gleichstellung mit der Industrie und deshalb darf der Stoeffizient nicht unter das Sechsfache fallen. Der tschechische Sozialdemokrat Senator Casny weist darauf hin, daß die Preise der land wirtschaftlichen Produkte im Verhältnis zur Valuta nicht niedriger sind las in der Vorkriegszeit. Die Durchführung des Antrages Donat würde eine bedeutende Verteuerung wichtiger Nahrungsfchaftlichen Arbeiter würden im Falle des Steigens der Profite der bäuerlichen Unternehmer nicht steigen. Die Kleinlandwirte der Hanna haben sich entschieden gegen die Zölle ausgesprochen. Diejenigen, welche bis drei Hektar Boden besißen, haben fein Interesse an Getreidezöllen, denn sie müssen selbst Getreide einkaufen. Allein an Grundbesivern, die nur bis zwei Hektar haben, gibt es aber in der Republik eine Million. Durch die Einführung von Getreidezöllen werden wir mit und in denen wir Getreide einkaufen, in Konflikt den Staaten, die unsere Industrieartikel kaufen geraten. Das wird die Kriſe unserer Induſtrie verschärfen und die Lebenshaltung der Arbeiter mittel bedeuten. Die Löhne selbst der landwirt. Der Zollantrag im Abgeordnetenhaus. ber Die deutschen Christlichsozialen haben am Sonntag in Troppau ihren Reichsparteitag abgehalten, der, wie man das von bürgerlichen Veranstaltungen gewöhnt ist, eine auf die Erzielung äußeren Effektes abzielende Paradeveranstaltung war. Grundsäze politischer oder taftischer Art brauchen auf solchen bürgerlichen Tagungen durch die freie Meinungsäußerung ihrer Delegierten nicht erarbeitet zu werden, die werden anderenorts beschlossen; am allerwenigsten ist bei flerifalen Tagungen eine freie gesprochen. Hiebei erfuhr man, daß die christ- Im Senatsplenum begann heute die Debatte Aussprache zu erwarten, denn hier sind die An- lichsoziale Partei einen„ uneniwegten Kampf" über den Antrag Donat, in welchem die Ein schanrungen durch die Dogmen der Kirche vor- für Ehrlichkeit, Rechtlichkeit und Wahrheit im führung der sechsfachen Getreidezölle der Vorgezeichnet, und die Politik wird von höheren öffentlichen Leben, für Demokratie und Par- friegszeit verlangt wird, eine Angelegenheit, Auguren bestimmt, so daß eine Debatte, in der lamentarismus führen. Wenn man das nicht welche die Interessen der arbeitenden Bevölkeverschiedene Ansichten geäußert werden könnten, von so autoritativer Stelle zu hören bekäme, rung auf das empfindlichste berührt. Standen von vorneherein ausgeschlossen ist. Von einem es bliebe einem ewig verborgen, denn nach der sich bei der ersten Beratung des Antrages die geistigen Ringen ist feine Spur, alles geht wie täglichen Praxis der christlichsozialen Partei Fronten der Freunde und Gegner des sechs am Schnürchen, einige Paraderedner halten und ihrer Presse muß man auf die Ehrlichkeit fachen Zolles schroff gegenüber, jo merkte man ihre Referate, die brav und gehorsam angehört und Redlichkeit ihres Kampfes ganz andere an den Reden, die sowohl in der Obmänner werden, dazwischen werden die Teilnehmer zur Schlüsse ziehen. Der Kampf der Christlichsozia- tonferenz, als auch im Plenum gehalten wurMeſſe in die Kirche geführt, dann werden len für Demokratie und Parlamentarismus be- den, eine Bereitschaft gewisser Parteien zu Vernatürlich einhellig" einige Resolutionen an- steht wohl darin, daß die christlichsoziale Preise handlungen. Im Plenum vertrat der tschechische genommen, dazu wird eifrig Beifall geklatscht was besonders in der letzten Zeit der Fall Nationalsozialist Stastny den Standpunkt, daß und der Reichsparteitag ist fertig. So fonnten war alle die abgetadelten früheren Abeligen feste Agrarzölle, wenn auch nicht sechsfache, für auch in Troppau die Verhandlungen" in wenig zu Worte kommen läßt, damit sie ihren Saß die Landwirtschaft eine Notwendigkeit feien, mehr als einem Tage zu Ende geführt werden. gegen die Demokratie, die als reaktionäre In- woraus also hervorgeht, daß auf den einen Teil Wer wollte von solchen schwarzen Paraden auch stitution jeden Kredit verloren" habe, die eine des tschechischen sozialistischen Blocks im Kampfe mehr erwarten! überwundene Form" sei und was dergleichen nen die Getreidezölle fein Verlaß ist. In der Die Arrangeure hatten in Troppau für feudale Ergüsse mehr sind, ausschleimen können. Domännerkonferenz wieder waren es die tfcheglatte Abwicklung und äußeren Glanz gesorgt, Für die Zölle haben die Christlichsozia- chischen Nationaldemokraten und deutschen und die gehaltenen Reden und erstatteten Be- len ein warmes Herz, und der Abgeordnete Dr. Christlichsozialen, welche eine Ab- verschlechtern. richte hatten nur die Aufgabe, agitatorisch zu uschka, der über die politische Lage sprach, ſtimmung über den Antrag Donat hinauswirken. Einmal nennen die Klerifalen das Ding erklärte, es sei Pflicht der Christlichozialen, ziehen wollten, um eben das Ergebnis der Sach gesprochen hatte, wird die Debatte unter Katholikentag, das anderemal Reichsparteitag, durch die Zölle der schleichenden, volksverarmen- hinter den Kulissen geführten Verhandlungen brochen. Mittwoch gelangt als Sprecher unseres es ist aber immer dasselbe und trägt immer den Wirtschaftskrise zu steuern. Von welchen abzuwarten. Die Christlichsozialen sind über- Klubs Genosse Polach zu Worte. dieselbe Marke. Aus dem vorgetragenen Rechen- volkswirtschaftlichen Kenntnissen dieser Herr haupt in größter Verlegenheit und möchten sich schaftsbericht fam die klerifale Zufriedenheit belastet ist, beweist seine Behauptung, ein um die Abstimmung gerne drücken. über den bei den Novemberwahlen erzielten Ueberhandnehmen der Einfuhr aus den mit Nachstehend der Sitzungsbericht: Wahlerfolg in ausgiebiger Weise zum Ausdruck, Schußzzoll geschützten Staaten würde eine Ver- Der Vorsitzende Klofač eröffnete die Situng stärker noch als zu dieser Freude eigentlich Ver- teuerung der Lebensmittel bewirken, da eine um halb 5 Uhr nachmittags. Zunächst leisten die Zuweisung an den Budget- und landanlassung vorliegt, denn so groß war dieser unkontrollierte Spekulation des Zwischenhan- Senatoren Emanuel Kučera und Ludwig ko. wirtschaftlichen Ausschuß. Wahlerfolg nicht, wie die Klerikalen behaupten, dels eintreten würde. Der Herr ist also der rinet- lepterer der deutsche Agrarier, der Auf der Tagesordnung des Initiativ die mit bei weitem höheren Erwartungen in Meinung, daß eine Ware um so teuerer wird, durch den Spruch des Wahlgerichtes das Mandat ausschusses des Abgeordnetenhauses, den Wahlkampf gegangen waren. Ueberflüssig, je mehr von ihr auf den Markt gelangt. Die erhalten hat die Angelobung. zu bemerken, daß die christlichsoziale Partei in versammelten gläubigen Schäflein aber nahmen Punkt der Bericht des Verfassungsausschusses über des agrarischen Antrages auf Einführung fester Auf der Tagesordnung befindet sich als erster gestern nachmittags tagte, stand die Zuweisung dem Bericht das Anwachsen der bürgerlichen auch diese Frozzelei ruhig hin. Im übrigen, Sen Regierungsantrag betreffend die Forde- Zölle. Der Referent Dubicky beantragte nach Parteien gegenüber den sozialistischen Parteien so meinte Herr Luschka, dürften die Schutzzölle rungen aus Verpflichtungen des einer furzen Begründung die Zuweisung des An bejubelt, wobei sich dieser Jubel auch auf die nur auf dem Papier bleiben, wenn, nun wenn alten Desterreich. Die Vorlage bedeutet trages an den landwirtschaftlichen Ausschuß und deutschen Nationalsozialisten erstreckt, die zum im Lande so viele landwirtschaftliche Produkte eine Durchführung der privatrechtlichen Bestim- an den Budgetausschuß. sozialistischen Lager zugezählt werden. Aber erzeugt werden, daß eine Einfuhr vermieden mungen des Friedensvertrages und wird vom ReGentossin Kirpal Freude herrschte in den schwarzen Hallen nicht werden kann. Bis dahin kann das christliche ferenten Sen. Dr. Krupta zur Annahme über den Erfolg der deutschen christlich Volt, dem Herr Luschka und seine Partei mit empfohlen. Der Gesetzentwurf wird sodann ohne als Storreferentin verweist auf die Verfas jungswidrigkeit des Schutzzollanirages. sozialen Partei, sondern auch über die Fort- ihrem Eintreten für die Lebensmittelzölle gleich Debatte in erster Lesung angenommen. schritte der tschechischen und slowakischen Keleri- eine Probe des christlichen Sittengesezes gaben, träge der Nachfolgestaaten über die bon der gebiet und die Zolleinhebung ermächtigt die Re In zweiter Lesung gelangen ferner die Ver- Das Gesetz vom 20. Feber 1919 über das Zollfalen. Nachdem die internationale Zusammen- verhungern. Den Agrariern die Zölle, Regierung des ehemaligen Defter gierung lediglich, die Zollfäße für bestimmte, ungehörigkeit der Schwarzen ihren Ausdruck ge den Pfaffen die Erhöhung der Kon- reich gewährten Pensionen, abgeschlos- bedingt notwendige Warengattungen zeitweise funden hatte, wurde wieder die Fahne des grua und den Konsumenten den sen am 6. April 1922 in Rom und am 30. Novem- herabzusetzen oder aufzuheben. Da während des Deutschtums hervorgeholt und versichert, daß Strid, das war der Hauptinhalt der aktuellen ber 1923 in Wien zur Annahme. Strieges und auch in der Tschechoslowakei nie die christlichsoziale Partei feiner anderen in Tagesforderungen des christlichsozialen Reichs- Sierauf wird in die Verhandlung der Aus- Schutzölle auf Getreide, Mehl und Schweinsett der Vertretung der nationalen Interessen nach- parteitages. Herr Luschka trat für die Kongrua- schußberichte, die den bekannten Antrag Donat be- bestanden haben, so kann die Regierung auf gestanden sei. erhöhung ein, und wer auf dem Boden posi- treffen, eingegangen, worüber namens des volks- Grund dieser Ermächtigung feine Zölle einführen. Wie man das gewohnt ist, hatte der christ- tiven Christentums" stehe, der könne nicht an- wirtschaftlichen Ausschusses der Agrarier Sab- Auch bei der Einführung der gleitenden Zölle am lichjoziale Parteitag für jede Klasse und jeden ders, denn die Gegner der katholischen Kircheit, namens des Budgetsausschusses der Agrarter 4. Juni 1925 wurde die handelspolitische ErStand ein Zuckerl übrig, und es gibt nach den wollen nach seiner Meinung deshalb die roiher referieren. Der erstere rechtfertigt das mächtigung mißbraucht. Die Ermächtigung sieht dort vorgetragenen Beteuerungen feine Frage, Ruwendung von 70 Millionen aus Staats- treidezöllen in längerer Rede, während der letztere bei Verschiebung der Preis- und Währungsver Verlangen der Agrarier nach den sechsfachen Ge- vor, daß der Schuß des geltenden Zolltarifs auch welche der christliche Sozialismus nicht spielend mitteln an die Pfaffen verhindern, weil sie den Raub an den Taschen der arbeitenden Bevöl- hältnisse der gleiche bleibt, was aber seit 1921 zu lösen imstande wäre. Der Klerifalismus be--- die christliche Weltanschauung zertrüm ferung mit einem einzigen Sage zu begründen für nicht eingetreten ist; es handelt sich also um hauptet, im Besiße eines untrüglichen Zauber- mern wollen! Als dann noch ein paar Ver- genügend hält. eine Gefeßes verlepung. Für die Ablehmittels zu sein. Dieses Zaubermittel heißt treter der christlichen Arbeiterschaft" gesprochen Als erster Redner in der Debatte gelangte mung sprechen aber auch andere Gründe. Wenn christliches Sittengeset, das nur an hatten, und Abgeordneter 3ajičef, der als der tschechische Nationalsozialist St a st ny zu Wort, die Großagrarier behaupten, daß die Absperrung gewendet zu werden braucht, um alle Schäden christlichsozialer Arbeitervertreter angesehen aus dessen Rede klar zu erkennen war, daß die der Grenzen nur dem Schutz der landwirtschaftund Uebel in der Welt zu beseitigen. Den werden will, die letzten Bedenken zerstreut" Partei des Redners für ein Entgegen fom- lichen Interessen dienen soll und feine PreiserWölfen und Shänen der kapitalistischen Gesell- hatte, wurde die für die Hungerzölle eintretende men an die agrarische Forderung zu höhung eintreten muß, so ist das zweifellos haben ist. Er erinnerte wohl daran, wie elend dle nicht richtig. Genofsin Kirpal macht auch auf schaftsordnung braucht nur dieses christliche Resolution einstimmig angenommen. Lebenslage der Arbeiter insbesondere seit dem eventuelle Abwehrmaßnahmen anderer Staatent Sittengeset beigebracht zu werden, dann ist der So ging die fleritale Parade zu Ende, Lohnabbau von 1922 ist und daß die Beamten- aufmerksam. Den Abnehmern unserer Induſtrie Sozialismus überflüssig und der Augenblick und man muß über den Mut der Pfaffenpresse regierung den Antrag Donat nicht verwirklichen produkte werden Hindernisse in den Weg gelegt; gekommen, da Schafe und Raubtiere im staunen, in der zu lesen ist, der Reichsparteitag tönne, daß aber der Senat, wenn er den Antrag fie können dann wegen der hohen Zölle ihre land Frieden miteinander die Wiesen der von habe bewiesen, die Sendung der christlichjozia annimmt, desavoniert werden wird. Andererseits wirtschaftlichen Ueberschüsse nicht zu uns eint Gott gegebenen kapitalistischen Gesellschafts- len Bewegung sei, dem judetendeutschen Volte aber gab der Redner bie Notwendigkeit des Zoll- führen. Daß auch andere Staaten Zölle haben, ordnung abgrasen werden. Es ist das zu seinem Recht und seiner Freiheit, und schußes für die Landwirtschaft und zivar in ist tein Argument. Erstens sind nicht alle alte fierifale Werkel: nicht die Gesell- Europa zum Frieden und zur Ordnung zu Form fefter Zölle zu, aber der Zollschuß darf wirtschaftspolitischen Fragen auf alle Staaten schaft, nicht ihre ökonomischen Grundlagen verhelfen. Recht, das ist das Recht der nicht als ein Diktat der Bevölkerung auferlegt gleich anwendbar, weiters ist der Zoll in manchen Staaten nur als reiner Schutzoll zu und nicht die in der heutigen Wirtschaftsord- Sörigkeit gegenüber der Kirche, werben. Sen. Kahler( B. d. Landw.) erklärt ein betrachten, da der Bedarf aus der eigenen Wirt nung gelegenen Ausbeutungsmöglichkeiten Freiheit, die Freiheit des Verbrauchen geändert oder abgeschafft zu werden, hungerns und die Freiheit, sich gangs feiner Ausführungen, der Staat und die alte fchaft gedeckt wird. Es ist auch kein Argument, daß Roalition haben sich um die Landwirtschaft fehr vor dem Kriege Zölle bestanden haben. Die heutisondern geändert sollen nur werden die Men- ausbeuten zu lassen, Frieden, daß wenig gekümmert. Die gleitenden Zölle wurden gen Arbeitslöhne stehen an auftraft tief unter fchen, indem man sie mit„ christlichem Geist" ist der Frieden des Kirchhofs. Wäh- zu einem Spekulationsobjett. Durch die Niederhal den Vorkriegslöhnen. Außerdem hatten wir keine erfüllt. Die Menschen durch den Glauben gut rend der ganzen Tagung wurde ein einaigestung der Breise für landwirtschaftliche Produkte ist Umsatzsteuer und ein viel höheres Epiſtenzmini= Belte 2 Neue Steuervorlagen. Bertenerung des Zuders um 60 Heller. Erhöhung der Spiritussteuer. Sicherung des Militärbudgets auf elf Jahre. A ters, ver.orgung". JAVVO 19. Mai 1926. Der Reigen dieser Gefeßentwürfe wird wür. dig beschlossen durch ein Gesetz über den Staatsbeitrag zur Alters- Armen unterstüßung, womit offenbar die schon lange geforderte Sicher. mum. Jetzt wird jede Ware bis siebenmal ver- 1 steuert. Das Einkommen ist auf das Fünf- bis Sechsfache, die Preise auf das Zehnfache der Vorkriegshöhe gestiegen. In einer Zeit, wo die Steuerschraube bereits überspannt ist plant man neue Erhöhungen. Genossin Kirpal bespricht dann die Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, das Glend der Arbeiterklasse. Sie setzt sich mit der Ge- Prag, 18. Mai. Die Staatsangestelltenvor-/ nicht betroffen wurde. Diesem unhaltbaren stellung der mehr als 65jährigen erreicht werden werbepartei auseinander, die für Schuß lage ist in langen Verhandlungen des Minister- Bustand hätte aber bald ein Ende gemacht wer- Beiträge zur Armenunterstützung an alte, erwerbsSchutz- lage wer- oll. Darnach können aus staatlichen Witteln zölle ist, während der Reichsverband der Kauf- präsidenten mit den Gewerkschaftsorganisationen den müssen, und so entschloß sich das Verteidi- unfähige Personen über 65 Jahre erteilt werden. mannschaft in einer offiziellen Witteilung seine und der Staatsangestellten- Sestka doch wieder ein gungsministerium anscheinend freiwillig zu einem unfähige Personen über 65 Jahre erteilt werden. Ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. Voraus berechtigten Bedenken gegen die geplante Stück vorwärts gekommen, so daß sich nach langer verschwindend kleinen Abban seiner Ausgaben, um Einführung der Schutzölle äußert, Pause heute wieder der sozialpolitische Ausschuß sich dafür gleich für elf Jahre einen entsprechend sehung für die staatliche Unterstüßung ist, daß der Unterstützte in der Armenpflege seiner Heimats Die Zölle find nur für die Großagrarier und den mit der Vorlage befaffen konnte. Weit eiliger hat hohen Betrag für neue Rüstungen zu sichern. Mag gemeinde steht; jie beträgt ebensoviel wie die LeiStaat, sie sind aber fein Erfordernis der Klein- es aber die Regierung, wenn es gilt, die Beder Finanzminister in den kommenden Budgetschüssen und im Plenum, weil er sozial unge- Regierungsentwurf über die Zuckersteuer heuer ungerecht ist, eine Sonderbelastung sieht aber eine der untersten Schichten des Volkes bedeutet und Abstrichen schüßen und muß daher aufs entschie60 Heller pro Kilogramm bauern und Säusler, die noch Erd- und Mahl- dedung für die Vorlage sicherzustellen. Als jahren die unvermeidlichen Abstriche am Budget ſtungen dieser Armenpflege, fann aber diesen Be produkte einkaufen müssen. Wir sind für seinerzeit die ersten Meldungen auftauchten, daß jezt machen wo er will, das Rüstungsbudget des trag auf höchstens 500 Kronen jährlich den Schuß der landwirtschaftlichen man zu diesem Zwecke auch eine erhebliche Ver- Verteidigungsministerium muß er elf Jahre hin ergänzen. Trinker und arbeitsscheue Leute fowie Produktion und zwar verlangen wir die teuerung des Zuckers plane, hat man die Deffent- durch un angetastet lassen. Das scheinbare zum Verlust des Wahlrechts Verurteilte erhalten Einführung eines Getreide monopols, lichkeit mit dem Hinweis zu beruhigen versucht, Zugeständnis, daß außer diesen 315 Millionen überhaupt nichts. Also kann ein armer, abgestaatliche Unterstübung der kleinen Landwirte, daß es sich hiebei" nur" um eine Verteuerung das Budget des Verteidigungsministeriums in schundener, arbeitsunfähiger Mensch mit 65 Jah Serabsetzung der Industriezölle, allgemeine Her von etwa 40 Hellern pro Kilogramm Handeln dieser Zeit nicht 1400 Millionen übersteigen soll, ren gnadenweise höchstens fünfhunabsetzung aller Zölle. Wir sind gegen die Zuwei- werde. Der heute dem Abgeordnetenhause vorge- ist nicht viel wert, denn auch dann entspricht die dert Kronen jährlich! von seiner Heifung des Antrages zur Verhandlung in den Auslegte Restringierung des Militärbudgets nicht an matsgemeinde und dem Staat zusammen als nähernd dem des Budgets der übrigen Mini- Altersunterstüßung erhalten. Wenn er das Kunststerien. Der Gefeßentwurf will das Militärbudget ftüd nicht zusammenbringt, von 500 K jährlich zu vor den größeren für die Zukunft unvermeidlichen leben, dann fann er ruhig verhungern. Nichts fann über den wahren Charakter der die Lebenshaltung der Bevölkerung verteuert und Verteuerung des Zuckers um nicht weniger als denste bekämpft werden. Bezeichnend ist auch die iepigen Regierung besser Aufschluß geben, als zwar um so stärker, je geringer das Einkommen, vor. Nicht weniger als 200 Willionen Kronen Bestimmung, daß der Fonds du r ch Spenden, dieses Kleeblatt von Gesetzen, das die Regierung je größer die Familie ist. der Bevölkerung herauspressen. will die Regierung auf diese Weise aus den Massen Legate, Sammlungen und so weiter ver- heute vorgelegt hat: zwei große Verbrauchssteuern größert" werden kann. In Sinfunft wird auf den Massenkonsum, ein Gesetz, das dem MiliZu der geplanten Vertenerung von Brot und also der notleidende Militarismus direkt an die tarismus auf eine lange Reihe von Jahren hinMehl durch die Einführung der Zölle reiht sich Mildtätigkeit der Oeffentlichkeit appelleren lön aus die volle Befriedigung seiner Ansprüche würdig die Berteuerung des Zuders. Daß dabei nen. Wir zweifeln nicht, daß sich nun Stamm- sichert, und zur würdigen Krönung ein soziales" der ärmste Arbeiter oder Arbeitslose genau so viel tischgesellschaften finden werden, die dem armen Gesez, das alten, arbeitsunfähigen Leuten einen zur Erhöhung der staatlichen Einnahmen bei- Nationalverteidigungsministerium eine Ranone wahren Bettel als Altersversorgung zu bieten sich fragen soll wie der Millionär, zeugt sicher von kaufen und dafür ein Ehrendiplom bekommen getraut. Auf diese Vorlagen kann Herr Cerny und dem tief eingetur elten demokratischen" Geist, werden. mit ihm die ganze Republik wirklich stolz sein! der die Finanz- und Steuerpolitit der Regierung beherrscht. Wenn die Bedeckung fehlt, wird eben eine neue Steuer oder Steuererhöhung auf den Massenkonsum gelegt; ob dies die breiten Massen Der Bevölkerung aushalten, darnach wird nicht gefragt. Dazu hätten wir eine solche Finanzfapazität, als die der Finanzminister Dr. Englis allgemein gilt, wahrhaft nicht gebraucht, das hätte jeder andere auch getroffen. Rednerin beantragt die Nicht zuweisung der Vorlage. Der Antrag wird jedoch mit 12 gegen 6 Stimmen abgelehnt und der Entwurf dem landwirtschaftlichen und dem Budgetausschusse zugewiesen. Obmannertonferenz im Senate. Neber die Getreidezölle wird gepadelt. Die Chriftlichsozialen wollen sich drücken. Nach dem Regierungsentwurf sollen nunmehr auf jeden Zentner Zuder nicht weniger als 184 Kronen an Steuern Die Staatsbeamtenvorlage im sozialpolitischen Ausschuß. Die alte Koalitionsmaschinerie wieder in Tätigkeit. In der Obmännerkonferenz des Senates, die der Haussigung vorausging, sollte die Redezeit für die Debatte über die Zölle festgesetzt werden. Es stellte sich heraus, daß im ganzen 19 Redner mit einer Rede eit von ungefähr 18 Stunden angemeldet sind. Die Senatoren Dr. Brabec( Nat. Dem) und Hilgenreiner( d. Chr.- Soz.) sprachen sich dafür aus, daß zwar die Debatte beginnen, jedoch so lange nicht abgeschlossen und zur Gestern verhandelte der sozialpolitische Aus-| zugleich übten sie scharfe Kritik an dem Verhalten Abstimmung geschritten werden sollte, solange die schuß vormittags sowie abends nach der Plenar- der Mehrheit, die seinerzeit die Vorlage unanschwebenden Berhandlungen über eine Abänderung des Antrages Donat nicht zu Ende geführt sind. lasten. Bisher betrug die Zudersteuer 54 Stronen; sigung des Hauses über die Staatsbeamten nehmbar fand und jest doch so ziemlich unber Aus den Ausführungen ging hervor, daß hiezu lam ein zwischen der Regierung und den vorlagen, über die mittlerweile innerhalb der ändert annehmen will. Die Spezialdebatte lam Buderproduzenten vereinbarter weiterer staat alten Koalition eine teilweise Einigung bis zum Paragraph 12, ohne daß bis dahin der die Abgeordneten Dr. Hodža( tſchech. Agr.) und licher Zuschlag von 70 Kronen, so daß die Be- erzielt wurde. Der Kongruaparagraph ist aller- Berichterstatter auch nur eine von den angeblich Dvořačet( Nat.- Dem.) in der Richtung ver- fastung 124 Stronen pro Zentner betrug. Nun dings nach wie vor ungelöſt. wesentlichen Aenderungen genannt hätte. Die handeln, daß der Roeffizient für gewisse Artikel schnellt diese Belastung gleich um 60 Kronen Der Berichterstatter Malik führt aus, daß Koalition, die wieder in Erscheinung trat, bevon sechs auf irgend eine geringere Ziffer herab- pro 3entner empor; alle im Motivenbericht in der langen Pause, an der der Ausschuß un- gnügte sich vielmehr auf Grund von Abmachungen im Verhältnis zur Vorkriegszeit eigentlich noch neue den berungen erzielt worden feien, pretationen, die seitens der Regierungsverangeführten Berechnungen, daß diese Versteuerung schuldig sei, mit der Regierung verhandelt und mit der Regierung mit gewissen Interzu wenig ist und die Zuckerſtener eigentlich die eine wesentliche Verbesserung darstellen. Gen. treter zu den einzelnen Paragraphen, namentlich valorisiert 342 Kronen betragen müßte, vermögen Taub wehrte fich bei dieser Gelegenheit gegen Vorrüdung gemacht wurden, und lehnte alle anüber die Systemisierung und die automatische nicht über die Tatsache hinwegzutäuschen, daß eine den beabsichtigten sofortigen Uebergang zur deren Verbesserungsanträge ohne viel Federlesens derartige Verteuerung eines der wichtigsten Le- Spezialdebatte und verlangte vom Berichterstatter einfach ab. bensmittel für die Bevölkerung in der jezigen vorher Aufklärung darüber, worin diese an Arisenzeit unerträglich ist. gekündigten Aenderungen bestünden; für den Ausschuß könne nicht maßgebend sein, was inoffiziell in der Stoalition ausgefocht wurde. Der Referent antwortete darauf aus weichend, daß Referent antwortete darauf aus weich end, daß er die angeblichen Verbesserungen in der Spezialdebatte bei der Verhandlung der einzelnen Paragraphe bekanntgeben werde. Genosse Dr. Heller verwies darauf, daß gerade die Parteien, welchen seine Vorredner an gehören, für die Dringlichkeit des Antrages Donat und in beiden Ausschüssen für den Antrag selbst gestimmt haben, welcher den sechsfachen Koeffizienten festsetzt. Es scheint, daß diese Parteien Weiter legte die Regierung einen Gesezentturf über die In der Fortsetzung der Debatte nach der Kleinen Angst vor der eigenen Courage bekommen und nun ihren früheren Standpunkt Plenarsizung des Hauses setzte sich Genosse Taub gerne verlassen möchten. Im übrigen verlangt er namentlich für die Erhaltung der Erziehungsbolle Redefreiheit, welche gerade bei Erhöhung der Spiritussteuer beiträge(§ 13) ein und forderte die Weiter belassung dieser sozialen Zulagen. Genosse diesem wichtigen Anlaß nicht gekürzt werden darf. vor; demnach soll die Erzeugungsabgabe von 10 Grünzner verlangte die Streichung des§ 21 Ihm schließen sich die Senatoren Dr. Klouda auf 15 Kronen und die Verbrauchsabgabe von über die Systemisierung der Dienstposten für An( schech. Soz.), Dr. Soufup( tschech. Soz.- Dem.) 12.20 auf gleichfalls 15 Kronen pro Sektolitergrad und Stalat( Stomm.) an, während die tschechischen Alfohol erhöht werden. Die weitere Abgabe von gestellte, weil dieser Paragraph dem Gesetz über und flowakischen Klerikalen gleichfalls dafür plä- 8 Kronen, die bisher von der Spiritusverwer- aus der alten Koalitionsmehrheit zusammensetzte, wurde auch dieser Paragraph mit eirer Darauf ging die Ausschußmehrheit, die sich die achtstündige Arbeitszeit widerspreche, doch dieren, mit der Abstimmung auszusehen, bis die tungsgesellschaft gezahlt wurde, wird ab 1. Seprüdsichtslos in die Spezialdebatte ein. Genosse Aenderung genehmigt. Schließlich wurde beim Berhandlungen beendet sind. Senator Donat( tich. tember 1928 ebenfalls in das Steuerausmaß ein- Taub und Grünzner überreichten zu jedem§ 25 die Abstimmung auf die nächste Sigung ver Agr.) verlangt, daß auf normalem Wege ver- gerechnet. Zugleich mit diesen Abgaben ist eine einzelnen handelt und abgestimmt werde. Sen. Lutsch weitere Abgabe von zwei Kronen pro Sektoliter- anträge, die sie ausführlich begründeten; stattfindet. Paragraphen Abänderungs- tagt, die heute, Mittwoch, um 9 Uhr vormittags ( b. Agr.) hält überhaupt jede Debatte überflüssig.( Wozu auch viel debattieren, die Konsumen- weise des Gaues zu entrichten. Die übrigen Begrab Alkohol zugunsten des Landes, beziehungsten sollen zahlen!) stimmungen dieses Gesetzentwurfes befassen sich dann mit den Vorschriften über die nachträg! che Versteuerung. Durch die Vorlage foll der Veraufspreis ungefähr um 180 kronen pro Bettoliter Altohol, und zwar von 3510 auf 3690 Kronen erhöht werden. Der Vorsitzende verkündete hierauf, daß die Redezeit nicht eingeschränkt werden, und daß Dienstag und Mittwoch die Debaite abgeführt werden solle. Die tschechischen Lehrer gegen den Fascismus. Die Blenarfißung. Haufereien zwischen Kommunisten and tschechischen Sozialdemokraten. * weisung einiger Gesuche um Auslieferung von Abgeordneten zur gerichtlichen Verfolgung wird eine zweite formele Sigung mit dem Rest der auf der Tagesordnung stehenden Immuni tätsfälle abgehalten, um sofort die Zuweisung Prag, 18. Mai. Die heutige Sigung des der oben erwähnten Regierungsvorlagen an die Ein dritter Gesetzentwurf betrifft die Abgeordnetenhauses hatte eine mehr als spärliche Ausschüsse vornehmen zu können. Ferner wird Regelung des Budgets der Militärverwaltung". Tagesordnung. Außer Immunitätsfällen und ein Antrag Tomaset- Frante angenom Samstag und Sonntag fand in Prag eine Stribrny hat seinerzeit als Verteidigungs- der zweiten Lesung des japanischen Handelsvertra- men, daß der Finanz- und Eisenbahnminister in Beratung der größten tschechischen Lehrerorganisa- minister den Plan ausgearbeitet, für Investitions ges stand einzig die Mündelsicherheit der Schuld- der nächsten Sibung sich über die Staatsbeamten tion statt, in der auch eine politischee Debatte abge- wecke der Militärverwaltung eine miliarden- verschreibungen der ostböhmischen Elektrizitäts- vorlage und die Fahrpreiserhöhung äußere. Einiführt wurde. In einer zur Annahme gelangten anleihe aufzunehmen, die innerhalb elf Jahren gesellschaft zur Debatte. Nach den Berichterstat- gen anderen Interpellationen wird die DringlichEntschließung wurden die fascistischen Bestrebun- getilgt werden sollte. Der entschiedene Widerstand, tern beschwerte sich der Kommunist 3apotocty feit nicht zuerkannt. gen bemurteilt. In der Resolution wird gefagt: den diese Pläne Stribrnys seinerzeit fanden, und darüber, daß das Parlament sich mit den großen Nächste Sigung Mittwoch, den 26. um 3 Die Lehrerschaft steht ohne Einschränkung hin wahrscheinlich auch die Unmöglichkeit, für innen- und außenpolitischen Angelegenheiten nicht Uhr nachmittags. Auf der Tagesordnung stehen ter den Prinzipien der sozialen, wirtschaftlichen und Rüstungszwecke eine Anleihe aufzutreiben, hat das befasse und nur so belanglose Sachen verhandeln wiederum nur Vorlagen von untergeordneter Lulturellen Demokratie, der wirtschaftlichen, kultu Ministerium zu einer Umarbeitung dieses Gesep fönne, statt daß über die außenpolitischen Fragen, Bedeutung. rellen und prinzipiell tatkräftigen Sumanität. Sie entwurfes veranlaßt, durch die er allerdings nicht die fascistischen Umtriebe der tschechischen Genera glaubt und ist überzeugt, daß nur die Demo- besser wird. Stolz wird im ersten Paragraphen lität und die 33prozentige Erhöhung der Eisen- Gajda ist unschuldig.:. tratie, das ist die ehrliche und zu allen gerechte der staunenden Mitvelt in lafonischer Kürze ver- bahntarife gesprochen werde. Er wird vom Vor Regierung des Volkes, durch das Volk für das fündet, daß das Budget der Militärverwaltung sisenden zur Sache und kurz darauf zur Ordnung Prag. 18. Mai.Die Presseabteilung des VerBolt möglich und dauernd ist in einem Staate, der in den Ausgaben für 1926 um 360 Millionen gerufen und wendet sich nun zur Besprechung der teidigungsministeriums verlautbart: im Kampfe gegen den Absolutismus und Mon- verringert werden soll. Der Pferdefuß folgt aber fürzlich aufgedeckten großen Unregelmäßigkeiten Da in der Deffentlichkeit ständig darüber ge archismus geboren wurde. Der erweiterte Aus sogleich im nächstfolgenden Paragraphen: demnach beim Bau des Elektrizitätswerkes in Seestadt prochen wird, daß General Gajda an Organischuß des Landeszentralvereines wendet sich an alle foll gleichzeitig ein Fonds" für die fachlichen Be- zu. Als er einige fonkrete Fälle anführt und fationen beteiligt ist, die regierungsfeindliche Len feine Mitglieder mit der Aufforderung, ständig und dürfnisse der Nationalverteidigung" errichtet wer- die vor der Ministerbant angesammelten Kom- benzen verfolgen, teilt das Ministerium für Natio andauernd das Vertrauen in die Demokratie und den, der in den nächsten elf Jahren alljährlich aus munisten anscheinend einzelne tschechische Sozial- natverteidigung mit, daß General Gajda, der sid in die demokratischen Grundsäße der Nation zu den Mitteln des Budgets mit 315 millionen demokraten mitverantworalich machen wollte, nach den militärischen Vorschriften ſelbſt mit berbreiten und auf die Gefahren hinzuweisen, wel dotiert werden soll. Dieser Fonds soll zur Beschaf- tommt es zwischen beiden Gruppen zu scharfen einer Aufklärung nicht an die Deffentlichkeit wen che aus abenteuerlichen Gedanken und den Folge fung von militärischem Material und für„ not- Wortgefechten, die in Tätlichkeiten ausarten. Be- den kann, sofort, als die ersten solchen Nachrich rungen der sogenannten fascistischen Bewegung wendige" militärische Bauten verwendet werden. sonders der Kommunist Mitulicet und der ten auftauchten, dem Minister für Nationalbertei brohen, einer Bewegung die den Nationa Ueber die Verwendung entscheidet das Verteidi- tschechische Sozialdemokrat Chalupny ereifern digung General Syroby Meldung erstattete, in lismus mißbraucht und im Grunde genom gungsministerium im Einvernehmen mit dem sich so, daß besonnenere Elemente viel Mühe der er im Interesse des Dienstes meldet, daß er men nichts anderes ist als der verwegene Versuch Finanzministerium. Auf den ersten Blick erscheint haben, um sie auseinanderzubringen. Hierauf in feiner politischen Partei oder Organisation ber Verwirklichung der politischen, sozialen, tultu- cs, als ob doch eine Ersparnis von 45 Millionen seßt sich der tschechische Sozialdemokrat bo sei und sein werde, und daß er selbstverständlic rellen und wirtschaftlichen Reaktion. Die Miter ielt würde. Der Wert dieser Ersparnis erscheint boda für die systematische Elektrifizierung ein und welchen politischen Tendenzen immer ferne stehe gliedschaft eines Lehrers in der aber sofort sehr problematisch, wenn man bedenkt, beschäftigt sich namentlich mit dem diesbezüglichen welche gegen die Gefeße der Republik gerichtet wä fascistischen Bewegung ist vom orga daß die alljährl che Potierung dieses Fondes mit Budget des Landes Mahren, das er scharf friti- ren, und daß er sich der grundlegenden Interesser nisatorischen Standpunkt auf tei 315 Millionen für elf Jahre festgelegt fiert. Die Vorlage wird hieruauf nach furzer der Armee, d. i. der militärischen Diſzivlin und nen Fall zulässig. ist. Es ist bekannt, daß das Verteidi. Debatte genehmigt und der japanische Handels- der Verantwortung vor dem Minister voll bewuß Diese Resolution macht den tschechischen Lehrern, gungsministerium von der allge- vertrag in zweiter Lesung angenommen sowie der fei". Am Schluffe ersucht General Gajda, ber M bie sich mutig und offen gegen die Reaktion stellen, meinen Restrinition der Staats- Oberlandesgerichtsrat Dr. Hudec als Erfaß- nister möge ihn vor unüberlegten Angriffen un ausgaben bisher so gut wie gar mann in den Wahlgerichtshof gewählt. Nach Ab- richtig informierter Kreise in Schutz nehmen. alle Ghre 19. Mai 1926. Nationalsozialistische Gewissenserforschung. Das Referat Pakels auf dem Schönberger Parteitag. Der Parteitag der Hafenkreuzler ist unter einem ungünstigen Stern zusammengetreten. Die altuellen politischen Ereignisse zwangen den Be richterstatter Bayel, doch von Dingen zu reden, die von den„ Arbeitervertretern" mit dem Mordkreuz fonit lieber übergangen werden. Der Abgeordnete Bazel begann mit dem selig entschlafenen deutsch- parlamentarischen Verband, was er über die Ablehnung der Einheitsfront verriet, bringt nichts Neues. Er meint lediglich, daß es für die Nationalsozialisten besser gewesen wäre, überhaupt nicht zu verhandeln, sondern von allem Anfang an die Einheitsfront abzulehnen. Neu ist dagegen die endlich gefundene Motivierung für die Ablehnung dieser Einheits front gegenüber dem deutschen Bürgertum. Denn Die Safenkreuzler legen nicht nur Wert darauf, den Arbeitern sagen zu können, daß sie keine Gemeinschaft mit der Bourgeoisie pflegen, sie wollen auch von den Bürgerlichen nicht als Verräter an der Einheitsfront der fapitalistischen Parteien an gesehen werden. Pazel hat es herausgefunden, warum sie damals die Einheitsfront ablehnen mußten. Durch den Entschluß der Hakenkreuzler wurde nämlich die Ausschiffung der Deutschdemotraten aus dem politischen Leben eingeleitet und somit war ihre Tat von revolutionärer Bedeutung, fie reinigte die fudetendeutsche Politik vom jüdischen Einfluß, was ihr, wie alles folgende zeigt, zu großem Nußen gereichte. So vor allem führte die Entwicklung zum deutschen Verband, der nur von den berjudeten" Deutschnationalen bekämpft wird. Der deutsche Verband hat nach Patel seine bolitische Aktivität durch eine Reihe von Tathandlungen bewiesen." Die Tathandlungen selbst übergeht Patel sehr rasch, er merkt, daß im Brennpunkt des Interesses schließlich doch jene Tathandlung steht, die der Deutsche Verband in den letzten Wochen gesetzt hat und die den Nationalsozialisten einige Verlegenheit bereitet. Basel geht um die 3ollfrage herum, wie die Raße um den heißen Brei. Zunächst haben die Nationalsozialisten die kommenden Schwierigkeiten vorausgesehen. Sie wußten also, in wessen Stichwasser ihr Schifflein segelte, als sie mit den Agrariern den Verband gründeten. Dann seien sie auch die letzten, die sich gegen die Vertretung wirtſchaftlicher Intereſſen wenden. Aber es sei die Frage, ob hier nicht ein Bolitikum vorliege. Und da fann selbst Payel nicht umhin-—: Nun kann jede wirtschaftliche Frage natio nalpolitische Bedeutung gewinnen. Bei der Getreide zollfrage war dies bestimmt dadurch der Fall, daß die tschechischen Agrarier den Versuch unternahmen, mit Hilfe ihrer deutschen Standesgenossen die Wirtschaftsführung des Staates in die Hand zu nehmen und daß zur Ueberwindung einer staatspolitischen Verlegenheit der Ausweg einer vorübergehenden tschechisch- deut schen Kräftegruppierung gesucht wurde. Unsere Vertreter bemühten sich von vornherein, dahin zut wirken, daß der ganze deutsche Verband fühle Burüdhaltung beobachte. Wir fanden auch anfangs für diese Anschauung Verständnis. Nachdem aber die Landbündler und Christlichsozialen Schließlich versichert Bazel noch, daß es ver- I int Namen selbst jener verblendeten Arbeiter fehlt wäre, alle Hoffnungen auf eine parlamenta spricht, die sich unter dem Hakenkreuz sammeln. rische deutsche Einheitsfront zu setzen. Auch das Er weiß, daß die Zollpolitik seiner Partei den Inleuchtet jedent ein, der von der agrarisch- christlich teressen ihrer Mitglieder zuwiderläuft. Darum fozial hafenkreuzlerischen Teileinheitsfront und vermeidet er jedes Bekenntnis, aber wir werden ihrer Zollpolitik gerade genug hat. ihm die Auseinandersetzung vor einem größeren Forum nicht schenken. Wir werden die Herren schon aus der fühlen zurückhaltung herausloden und sie zu einem Bekenntnis zwingen, das sie im Munde gern bewahren möchten! Seinen Freunden auf dem Parteitag konnte Patzel diesen Kohl vorſetzen. Ob er vor den Arbeitern damit bestehen wird ist eine andere Frage. Der Referent fühlte sehr gut, daß er nicht An die Bergarbeiter der Tschechoslowakei! Für die Streifenden Bergarbeiter Englands! Unsere englischen Kameraden haben die Zumutung der Unternehmer und Regierung, die Kohlenfrise durch Abbau der Löhne und Verlängerung der Arbeitszeit zu fanieren, einmütig abgelehnt und wurden am 1. Mai 1926 ausgesperrt. Etwa 3 Millionen Arbeiter Englands haben die Aussperrung der Bergarbeiter mit einem Sympathiestreif beantwortet, der am 12. Mai abgebrochen wurde, nachdem die Grundlage für die Verhandlungen zur Regelung der strittigen Fragen im englischen Bergbau erzielt war. bände, die Mitglieder der BergarbeiterinterDie toalierten Bergarbeiterber nationale find, haben durch ihre Beschlüsse vom 4. und 5. Mai 1926 jene Maßnahmen getroffen, die zur Durchführung des Brüsseler Beschlusses notwendig sind, desgleichen hat eine gemeinsame Beratung der foalierten Bergavbeiterverbände und der tschechoslowakischen Eisenbahnerorganisationen am 6. Mai denselben Zweden gedient. Devisenturie. Beite 8. Prager Kurse am 18. Mai. Ware Weld 100 holländische Gulden.. 1360.50.- 1366.50.100 Reichsmart. 808.25.- 807.25.100 belgiiche grante 96.80.- 98.20.100 Schweizer Franks 653.-- 656.-.100und 1 Bfund Sterling Lire.. 1 Dollar 100 franzöfifche Frants. 100 Dinar 10.000 magharische Kronen 100 polnische Bloth 100 Schilling.. 164.20.- 165.20.122.30.123.70.83.70.84.-98.55.99.95.59.42.50 59.92.50 4.68 87 4.78.87 302.-476.50808.-479.50.Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Donnerstag. 16.30 Konzert, 18 Deutsche Sendung Frau Prag. 11.30, 12, 14, 18.15, 20, 22 Nachrichten., Else Schauer- Arnold: Deklamation, Konzertübertragung aus dem Radio- Palast am WeinGedichte von Theodor Fontane, 20.02 berg. Brünn. 14,30, 18 Nachrichten, 18.20 Die koalierten Bergarbeiterverbände haben Vortrag, 19 Orchestertonzert, 20 Proben aus den aus ihren eigenen Mitteln zur Unterstüßung Werfen Otakar Březinas, 20.30 Russische Lieder und Die Konferenz der englischen Bergarbeiter vom der englischen Bergarbeiter 1000 eng Arien. Wien. 11 Vormittagsmusik, 16.15 Nach14. Mai 1926 hat beschlossen, den Kampf bis lische Pfund angewiesen. Die Sigung der foalier- mittagstonzert, 18.25 Die internationale Arbeitszur vollständigen Beendigung die ten Bergarbeiterverbände vom 13. Mai 1926 hat organisation des Völkerbundes in Genf, 20.15 Bläserser Verhandlungen weiterzuführen, überdies beschlossen, die Bergarbeiter aufzufor- kammermusik.- Berlin. 17 Konzert, 20„ Die weil nach ihrer Ansicht die durch den Generalstreit dern, unverzüglich auf allen Gruben, in allen Bedeutung ausreichender Freizeit für Gesundheit und erzielten Verhandlungsgrundlagen die Möglichkeit Ortsgruppen Sammlungen zu Gunsten der eng- den fulturellen Aufstieg eines Voltes", 20.30 Sende offen lassen, daß Lohnreduktionen in einzelnen Ge- lischen Bergarbeiter durchzuführen. spiele Minna von Barnhelm", Lustspiel von Lessing. bieten, wenn auch nicht augenblicklich, so doch er- Mit Rücksicht auf die schwierige Situation Leipzig. 15.35 Umfang und Ursachen der folgen könnten. Dieser Beschluß der englischen unserer Mitglieder wird an die Abgabe einer ein- Straffälligkeit der Jugend", 16.30 u. 17.30 Ronzerte, Bergarbeiter ist für die koalierten Bergarbeiterver- heitlichen Steuer nicht gedacht, sondern Grund- 19.30„ Die Sprache der ersten Menschen".- Bres bände als Mitglieder des Internationalen Berg jazz: jeder gebe so viel, als er entbehau. 16.30 Berdi- Nachmittag. arbeiterverbandes bindend und maßgebend, so daß ren tann und der volle Schichten verfährt, für die Mitglieder der foalierten Bergarbeiterver- gebe wenigstens den Lohn von zwei Stunden bände die unten angeführten Beschlüsse der Berg wöchentlich. arbeiterinternationale voll gelten. rich 515 Wellenlängen der Stationen: Prag Sammellisten werden nicht herausgegeben. 368, Brünn 521, London 365, Paris 1750. Berlin Die Bergarbeiter der Tschecho Betriebsräte der foalierten Bergarbeiterverbände 418, München 485, Frankfurt 470, Wien 530, 8it sind die 452, slowakischen Republik begleiten den und die Funktionäre, Kassiere und Obmänner der Kampf der englischen Bergavbeiter mit größter Ortsgruppen der foalierton Bergarbeiterverbände Spannung und Sympathie, sie haben das größte berechtigt. Die gesammelten Beträge werden in rer, der sich auch während des westungarischen Interesse, daß die englischen Bergavbeiter in ihrem ben Fachblättern der koalierten Bergarbeiterver- rer, der sich auch während des weſtungarischen Kampfe fiegreich bestehen und daher die profetaAufstandes Unregelmäßigkeiten in der Gelbgeba= vische Pflicht, alles, was in ihren Kräften steht, bände ausgewiesen. zu tun, um ihnen zu helfen. Die Bergarbeiter- Internationale hat durch ihre Beschlüsse vom 16. April in Brüf fel und vom 9. Mai in Ostende einmütig die volle Solidarität mit den englischen Bergarbeitern zum Ausdrud gebracht und beschlossen, daß alles geschehen muß, um jeden Kohlentransport nach England zu verhindern und die Kämpfenden in England ausgiebig und so rasch als möglich zu unterstützen. Eine gemeinsame Sibung der Bergarbeiterinternationale und der Transportarbeiter Internationale hat am 10. Mai 1926 in Ostende die gleichen Beschlüsse gefaßt. rung zuschulden lommen ließ. Wie konnte dieser Wichtig ist, daß die Sammelaktion sofort Mann", sagte Bethlen, zwischen mir, Windischdurchgeführt wird und daß die eingesammelten gräß und Nadossy vermitteln, da ich doch diesen Gelder keine Stunde bei einem Funktionär liegen beiden viel näher stand als ihm? Auf eine bleiben, sondern sofort an das nächſte Sekretariat Frage eines Verteidigers erklärt Bethlen, nicentweder des Svaz horniku, der Union der Bergmand habe von ihm einen Freibrief verlangt. arbeiter oder des Sdruženi horniku v. Off. repu Empfangsbestätigung abgeführt Prag, am 18. Mai 1926. Für die foalierten Bergarbeiterverbände in der Tschechoslowakischen Republik. Fischer, Brožit, Jarolim, Drarl, Budil, Pohl. Bethlens Einvernahme. Graf Bethlen Schwere Niederlage der Spanier. Die französischen Operationen eingestellt. Tanger, 18. Mai.( Reuter.) Aus dem Seltor von Alhucemas werden heftige Rämpfe mit den Rif- Kabylen gemeldet. Bei Rio Marti( etwa 12 Kilometer von Tetuan entfernt) wurden mehr als 100 Soldaten der spanischen Fremdenlegion getötet. Eine mehr als 300 Mann zählende Kompagnie einer Fremdenlegion geriet in einen Bergpaß, vurde umzingelt und zum Teil getötet, der Rest wurde gefangen genommen. Wie Petit Parisien" aus Rabat meldet, wurden von Seite Frankreichs die militärischen Operationen im Verlaufe der leßten Tage wegen der schwülen und regnerischen Witterung eingestellt. Unaushaltsamer Franksturs. Neue Maßnahmen gegen den Zusammenbruch des Franken. Paris, 18. Mai. Im Laufe des NachSchwere Beschuldigungen durch Hir. Bethlen lehnt jede Schuld vb. im Senat einmal für den tschechisch- agrarischen Der Zeuge Graf Emmerich Starolyi hat keine Budapest, 18. Mai.( Frankfälscherprozeß.) eine Verbindung herzustellen, doch habe er dies Antrag gestimmt hatten, der übrigens kein Regie- unmittelbare Kenntnis über die Frankenfälschunnicht getan. rungsantrag war, sondern ein Initiativantrag, Um 4 Uhr nachmittag wurde die Verhandwar es nicht mehr möglich, die Sache zu gen. Seine Wiſſenſchaft schöpft er aus einer zu- lung fortgesezt. Nach unwesentlichen Aussagen einer Verbandsangelegenheit zu fammenfassenden Darstellung der machen, weil das für unsere Partei den Zwang mit dem Ersuchen übergeben, sie ausschließ Fälschungsaffäre. Diese Darstellung wurde ihm des Grafen Teleki wird bedeutet hätte, der Einführung der sechsfachen Ge- lich dem Reichsverweser oder dem treidezölle im Verordnungswege zuzustimmen. Grafen Albert Apponyi und dem Grafen als Zeuge einvernommen. Bethlen erklärt, er Kühle zurückhaltung ist also das Johann 3ich y mitzuteilen, doch dürfe er davon habe im Jahre 1923 durch Teleti von Stärkste, was die nationalsozialistische Arbeiter vor Behörden feinen Gebrauch machen. den Frankenfälschungen erfahren. partei der schamlosen Zollforderung entgegensetzen Der Gerichtshof begibt sich sodann ins Windischgräß wandte sich damals an mich mit mittags entstand an der Börse eine Panit. Minimöchte. Da sind die Agrarier schon feuriger. Sic lassen sich nicht in die fühle Zurückhaltung drän- Rochus- Spital, wo in Anwesenheit der vier dem Antrag, alle patriotischen Organisationen sterpräsident Briand berief darauf dringend gen und gehen mit Elan ins Zeug, bevor noch Sauptangeklagten, der ganzen Verteidigung und unter ein Kommando zusammenzufaffen und eine Konferenz ins Außenamt ein, zu der der Verband im Zeichen de Safenkreuzes beschlof zahlreichen Journalisten der krank darniederlie überreichte ein diesbezügliches Memorandum. der Direktor der Banque de France, Robineau, fen hat, eisiges Schweigen walten zu laffen. Nun gende Abgeordnete Georg Sir als Zeuge ein- Mir gefiel der Plan nicht. Wenn wir übrigens Baron Rothschild, zwei Direktoren des Fifen hat, eisiges Schweigen walten zu lassen. Nun vernommen wird. Mit schwacher Stimme gibt bedürfen wir feiner Organisation, sondern einer wesenden Finanzministers zugezogen wurden. Es mit einem fremden Staat in Konflikt geraten, nanzministeriums und der Kabinettschef des abda das Unglück einmal geschehen war, blieb also Sir auf die Fragen des Gerichtspräsidenten Armee. Ich ließ Nadossy tommen und teilte ihm ist nicht bekannt, was und welche Maßnahmen haltung zu üben und den Verband getrennt mar- zögernd seine Antworten, aus denen nur schwer Windischgrät Pläne mit. Während dieses Ge- zur Bekämpfung der Frankbaisse beschlossen haltung zu üben und den Verband getrennt mar schieren zu lassen. Die Vertreter der Wucherzölle ein zusammenhängendes Bild konstruiert werden spräches lam Teleti, der von mir mit der wurden. fann. nur den Nationalsozialisten übrig, fühle Zurüdfeßen sich mit allem Eifer für ihre wirtschaftlichen Interessen ein, während die Arbeitervertreter" sich fühl beherrschen. Diese Selbstbeherrschung im Kampfe gegen die Feinde der Arbeiter haben wir an den Hafenkreuzlern übrigens feit je bewundert und sie sagt uns nichts Neues. Patel tröstet sich aber über alle Eventualitäten mit der solonischen Erkenntnis, daß sich die politischen Entwicklungen felten fo einfach und schnurgerade vollziehen". Was die viel verschlungenen Pfade völkischer Politik betrifft, hat Bayzel da sicher recht: die maren seit je alles andere als schnurgerade! Trotz alledem wäre es ein Zeichen von Unfähigkeit", den Verband eingehen zu lassen. Vom Standpunkt eines Schutzöllners aus ist das durchaus begreiflich. Ein Verband, der sich so trefflich als Garde des Kapitalismus bewährt hat, der muß gehegt und gepflegt werden. Baze! will den Verband in den Dienst der Bekämpfung der„ politischen und wirtschaftlichen Ueberwuchezung deutschen Volkstum durch das Jubentum stellen". Das ist ohne Zweifel ein überaus löblicher Borsaß, der besonders aktuell sein wird, wenn erst die wirtschaftliche Auswucherung des deutschen Volkes durch die Agrarzölle in Wirkung treten wird. Daß Babel für diese Zeit schon vorbaut und dem Witcher, den er durch seine noch so firhle Rurückhaltung nicht eindämmen kann, doch eine ferne Grenze zu feben, wird allen Arbeiterfamilien ein Trost sein, die nicht wissen, woher die 1700 Kronen nehmen, die sie die Agrarzölle kosten werden. Kontrollierung der patriotischen Propaganda be*: Er gib an, im August 1923 mit dem Mini- traut war. Er teilte mir mit, daß Windistion der„ Daily Mail" soll der Hauptzwed der London, 18. Mai. Nach einer Informa sterpräsidenten Grafen Bethlen eine gräß ausländisches Geld fälsche. Ich tion der„ Daily Mail" soll der Hauptzwed der Begegnung gehabt und mit ihm über die sprang erregt auf und gebrauchte über Windisch- Reise des französischen Finanzministers Péret Geldfälschung gesprochen zu haben. gräß Ausdrücke, die ich hier gar nicht wieder- nach London in der Gewinnung einer Anleihe Er habe von ihm die schriftliche Zusicherung erholen tann. Teleki sagte, ich solle mich nicht auf- für die Stabilisierung des Franken halten, daß der Ministerpräsident für irreden regen, denn er habe sich davon überzeugt, daß bestehen, der aber die Londoner Bankiers nicht listische Zwede, über die er schon früher mit die Aktion undurchführbar sei. Ich gab Radossy sympathisch gegenüberstehen. Nach dem„ Daily ihm gesprochen habe, seine Zustimmung gebe. den Auftrag, die Durchführung des Planes zu Telegraph" sei sowohl in London als auch in Einige Tage später habe ihm der Minister vereiteln. Ich erkläre auf das entschiedenste, daß New York eine derartige Anleihe nur dann zu präsident durch seinen Boten ich diese Attion nicht gedekt oder erlangen, wenn die finanzielle Nekonstruktion voll einen Brief gesch i dt, worin feine Bu- gebilligt habe, weder mündlich noch tommen sicher verbürgt sein, das Staatsbudget stimmung enthalten war. Das Dolu schriftlich. Ueberdies gab er Nabossy den Auf- fich im Gleichgewichte befinden und die Unab ment, das feine Adresse trug, habe er an Win- trag, der Sache nachzugehen, und wenn wirklich hängigkeit der Zettelbank gesichert sein wird. Alle dischgräß weitergeleitet, während er ein solcher Versuch gemacht würde, die Attion zu das Rubert behielt. Troß der eindringlichen vereiteln und ihm nach seiner Rüdlehr aus Genf Fragen des Gerichtspräsidenten ist aus Sir Bericht zu erstatten. Bethlen erklärt energisch, feine flare Antwort herauszubringen, was in daß er niemandem einen Freibrief dem Dokument stand. Er wiederholt bloß, daß gegeben habe. Es werde sich sofort herausder Ministerpräsident seine Zustimmung stellen, daß es sich um eine mystifitation zur Herstellung von Schriften für handelt. Es sei auch nicht wahr, daß das MiniPropagandazwede gegeben habe. Der sterpräsidium ein Drittel der Raution für Mesza- Genf, 17. Mai. Obwohl hinsichtlich des Zu Brief des Ministerpräsidenten sei von Meszaros ros erlegt habe. Er habe verfügt, daß in der An- sammentrittes der zweiten Tagung des Prüfungsin eine fremde Sprache überfekt worden. Zur gelegenheit Meszaros jede Interven- ausschusses noch Zweifel bestehen können, denen materiellen Unterstüßung der Frankenfälschung tion zu vermeiden sei. heute nachmittag auch Scialoia Ausdruck gegeben habe sich Windischaräk an Bethlen gewendet, Was das angebliche Gespräch über die Fran- hat, so tann doch angesichts der Tatsache, daß, abder hiefür eine Milliarde in Aussicht lenfälschungen betrifft, das zwischen mir und gesehen von Spanien und Brasilien sich sämtliche stellte. Der Bring, Meszaros und Zeuge Georg Bir in Balatonföldvar stattgefunden haben Ausschußmitglieder, und zwar einmütig in sehr feien nach Deutschland gereift, wo u. a. foll, so ist festzustellen, daß Hir damals bei mir entschiedener Weise gegen eine Vermehrung der cine Papierfabrik angetauft wurde, als Vermittler in der Angelegenheit einer Guts- ständigen Ratssiße ausgesprochen haben, diese an der auch Zeuge als Aktionär beteiligt war. pachtung erschien. ir sei ein Mann von Frage als bereits negativ entschieden angesehen Windischgräß habe ihn gebeten, mit Gömbös primitiver Bildung, ein Abenteu- perben. diese Bedingungen müffen aber tatsächlich und demnach nicht durch künstliche Mittel nur für eine Uebergangszeit durchgeführt werden. Keine Vermehrung der ständigen Ratssize. Orite 4. Die Hauptversammlung des„ Freien Radiobundes“. Abgehalten am 16. Mai in Bodenbach. Die erste ordentliche Hauptversammlung des Am letzten Sonntag fand in der Volkshalle[ re f- Bodenbach, Jug. 3inburg- Brünn, Mülin Bodenbach die erste ordentliche Hauptversammler- Bilin, nochmals Hammerschmied und Me= lung des Freien Radiobundes in der Tschechoslo- lich- Bodenbach. Mit der Fülle der Anregungen watei" statt. Der Tagung kommt deswegen beson aus der Debatte beschäftigten sich dann in ihren dere Bedeutung zu, weil sie zum ersten Mal seit Schlußworten die Genoffen Scharnowell und der Gründung des Verbandes die Vertreter der Goldschmidt, der schließlich der Konferenz auch deutschen Arbeiter- Radiobewegung in diesem folgende Resolution vorlegte: Staate zu einer größeren Aussprache vereinte und Klarheit darüber schuf, wie weit diese jüngste unter den Kulturorganisationen der deutschen sozialistischen Arbeiterschaft den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung auf dem Gebiete des Radiowesens zu entsprechen im Stande war. Und da führte min diese Konferenz zu der erfreulichen Feststellung, daß es dem Freien Radiobund" und seinen Zweigstellen in dem einen Jahre ihres Wirkens gelungen ist, die Erkenntnis von der Bedeutung des Rundfunks für das Proletariat innerhalb der Arbeiterschaft zu verbreiten und zu vertiefen. Die Konferenz, an der an Delegierten und Gästen insgesamt 42 Personen teilnahmen, wurde vom Genossen Rüd I eröffnet, der besonders den Genossen Sögler- Bodenbach als Vertreter des Parteivorstandes und Genossen Schille r- Bodenbach als Vertreter der Zentralge= wertschaftskommission begrüßte und der Tagung durch eine kurze Würdigung ihrer Bedentung den Auftakt gab. Nach Begrüßung der Konferenz durch Genossen Melich namens der Bodenbacher Zweigstelle und Verlesung einiger schriftlicher Begrüßungsschreiben, darunter eines Telegrammes des Arbeiter Radioklub s Deutschlands, und nach der Wahl eines Präfidiums( Rick I, Melich und Ing. Zinburg Brünn) ging die Konferenz in ihre Tagesordnung ein. stunde eingeräumt und insbesondere die Arbeiter sendung auf eine dem prolitarischen Bedürfnis besBon Bodenbach Saaz 1996. Oberleutensdorf 6.22 Vorm: 6.02 Vorm. 5.41 Vormt. Vormt. 11.45 Vorm. 6.40 Vorm. 8.25 Nachm. 15.12 Vorm. 11.03 Nacht. 13.45 Nachm. 19.23 Nachm. 14.02 Nachm. 17.59 Nachm. 22.27 Nachm. 16.19 Nachm. 20.27 Nachm. 22.14 Abfahrtszeiten der fahrplanmäßigen Züge ser entsprechende Tagesstunde verlegt wird. Weiter werden alle in Betracht kommenden Stellen aufgefordert, Brünn als Stat mit 60.000 deutschen Bewohnern und Hauptstadt auch Deutschmährens eine deutsche Sendung mit demselben Inhalt und Umfang einzuräumen, wie sie in Prag besteht und sich entwickelt. Als unerläßlich not- von Teplių: wendig für die Verbreitung des Rundfunks unter der unbemittelten Bevölkerung und in den ent= legenen Gebieten fordert die Hauptversammlung ferner die möglichste Herabschung der Rundfunkgebühr für Arbeiter und Angestellte und alle erforderlichen Maßnahmen zur Verbilligung des Materials. Die Hauptversammlung, manifelett leich ihren festen Willen, für den Ausbau des Rundjunks als Verständigungsmittel, Kulturbringer und Instrument des internationalen Gedankens im proletarisch- sozialistischen Sinne mit allen zur Ver fügung stehenden Kräften weiterzufämpfen, wobei sie als eines ihrer nächsten wichtigsten und mit größter Beschleunigung anzuftrebenden Ziele die Aufrichtung eines deutschen Arbeiterien ders in der Tschechoslowakischen Republik er flärt. „ Freien Radiobundes" in der Tschechoslowakei, die am 16. Mai 1926 in der Volkshalle in Bodenbach tagt, wendet sich an die gesamte deutsche proletarijche Oeffentlichkeit dieses Staates mit dem lauten Appell, dem Radiowesen und seiner Bedeutung für die Arbeiterschaft erhöhtes Augenmerk zuzuwenden. Immer deutlicher zeigt es sich, daß der Rundfunt, allüberall Monopol oder doch fast ausschließlicher Alleinbesiß der Kapitalistenlaffe und Staatsgewalt, vor allem in den Dienst der Bourgeoisie, ohne Rücksicht auf die Ar- Nach Annahme der befällig aufgenommenen beiter oder geradezu gegen das Proletariat, ge- Entschließung erstattete Genosse Goldschmidt stellt ist. Die Richtigkeit dieser Behauptung hat den Bericht des auf der Konferenz gewählten sich eben erst bei dem großen Ringen der eng- Wahlfomitees. Die vorgeschlagenen Listen des lischen Arbeiterschaft gezeigt, gegen die Ausschusses, der Ersatzleute und der Kontrolle der Staat als Diener des Unternehmertums auch wurden ohne Debatte angenommen. Mit einem seine Alleinherrschaft über den Rundfunk skrupel- furzen, fräftigen Schlußwort, das zu weiterer los auszunügen verstand. Die Hauptversammlung Arbeit int Dienste des Arbeiterradios und also der Vertreter des Freien Radiobundes in der des Sozialismus anspornte, schloß Genosse Rüd! Tschechoslowakei" fordert darum, daß hier, auf dem die Konferenz. Boden dieses Staates, die staatskapitalistische Vorherrschaft über das Radio, die im Widerspruch mit der sozialen Gliederung und dem Willen des Großteils der Bevölkerung steht, demokratischen Methoden weiche, die dem Proletariat wenig stens die der bürgerlichen Demokratie entsprechen den Rechte auf das Radio gibt. Dazu gehört vor allem die Aufhebung der Zensur über die deutschen Rundfunkvorträge. * Ausschuß zu einer furzen Besprechung zusammen Sofort nach Schluß der Konferenz trat der und wählte aus seiner Mitte den Verbandsvorstand, der sich folgendermaßen zusammenfetzt: Obmann Goldschmidt, Stellvertreter Ridl und Paul. Schriftführer Dr. Fran ; el und Scharnowell, Kassiere Sell mich und Grund. ** Die Hauptversammlung protestiert dagegen, daß sich im tschechoslowakischen Radiosendewesen der Mit der Konferenz war, ebenfalls in den politische Einfluß der Regierungsagrarier Räumen der Voltshalle, eine Radio- Ausin völlig ungerechtfertigter und unverhältnismäßi- ftellung verbunden, die allseits Gefallen erregte ger Weise breitmacht und verlangt, daß die Pro- und um die sich ein besonderes Verdienst die gramme mehr den Bedürfnissen der arbeitenden Großeinkaufsgesellschaft und ihr Bo Stlasse angepaßt werden. Und so sehr es die Ver- denbacher Warenhaus erworben hatten. Die treter des Freien Radiobundes" begrüßen, daß Hauptversammlung selber, zu der fast alle Zweig nach harten Bemühungen der deutsche Rund stellen delegiert hatten, nahm einen wahrhaft erfunt im Prager Sender und vor allem die de ut- hebenden Verlauf, ihre Debatte stand auf hohem sche Arbeitersendung Wirklichkeit gewor- Niveau, Sachlichkeit und Begeisterung verbürgen den ist, so sehr fordern sie auch, daß der deutschen weitere fruchtbare Arbeit der Organisation für Sendung mehr als die schmale tägliche Viertel- das Radiowesen im Dienste der Arbeiterschaft. www Aufmarschplan zum Feſtzug am Kreis- Arbeiter- Feft Pfingsten 1926 in Tepliẞ- Schönau. Genosse Goldschmidt- Prag erstattet einen einstündigen Bericht über die Geschäftsführung. Von der Bedeutung und Entwicklung des Rundfunt für die Arbeiterschaft im Weltmaßstab ausgehend, besprach er zunächst die besonderen Verhältnisse und Schwierigkeiten der Bewegung in der Tschechoslowakei. Trotz aller politischen, organisatorischen, wirtschaftlichen und geographischen Hindernisse hat unsere Bewegung in dem knappen Jahre ihres Bestandes schon fest Wurzel gefaßt, wovon allein die Existenz folgender Ortsgruppen zeugt: Bodenbach, Teplit, Brünn, Prag, Karlsbad, Reichenberg, Warnsdorf, Aussig, MährischSchönberg, Dreihunken, Holleischen und Bilin. In furzer Zeit steht die Gründung neuer Ortsgruppen, so in Falkenau und Neuern, be= vor. Die Arbeit der Zweigstellen ist im allgemei nen durchaus befriedigend und verspricht bei noch größerer Rührigkeit und Werbetätigkeit eine wei tere günstige Entwicklung. Leider gestatten die Finanzen es bisher nicht, an Stelle des Mittei lungsblattes eine gut ausgestattete technische 3eitung zu setzen, doch wird alles getan iverden, um diesem Ziele, auf solider Grundlage weiterarbeitend, näherzukommen. Eines der schönsten Zougisse für die Existenzberechtigung und Notwendigkeit des Bundes liegt in seinem er- Eine Gruppe der„ Roten Wehr" eröffnet den folgreichen Mitwirken an der Schaffung der Zug, dann folgen die Radfahrer, der Hauptausdeutschen Sendung in Prag und insbe- schuß, die Turngenossen aus Deutschland, die sonder dere deutschen Arbeitersen- tschechischen Arbeiter- Turner DTJ., die Turndung. Ihrem weiteren Ausbau wird das e- genossen des Kreises 6( Karlsbad)," hierauf die mühen des Bundes auch im kommenden Jahr gewidmet sein. Unsere Forderungen auf diesem Gebiete wurden vom Referenten eingehend besprochen, sie sind auch in der Resolution niedergelegt, die wir weiter unten abdrucken. Genosse Goldschmidt entwarf dann die Richtlinien, nach denen Bund und Ortsorganisationen im nächsten Jahre avbeiten mögen und legte besonderes Gewicht darauf, daß die Funktionäre des Verbandes und der Zweigstellen unablässig darüber Klarheit verbreiten, daß auch die Arbeiter- Radi ob ewegung nur als ein Teil der gesamtsozialistischen Bewegung zu gelten habe und daß es ihre Hauptaufgabe ist, innerhalb der Arbeiterschaft die Erkenntnis über die Bedeutung des Rundfunk für den proletarischen Klassentamps zu vertiefen und die Radiobewegung selber immer mehr zu einem Mittel im geistigen und politischen Emanzipationskampf der Arbeiter zu gestalten. Die Ausstellung des Geftzuges. Die Reihenfolge im Festzug wird folgende! fein: Turnbezirke des eigenen Kreises mit den Organifationen der politischen Bezirksorganisationen, und zwar in der Reihenfolge: 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 2. zivke hat so zu erfolgen, daß an der Spizze die Die Aufstellung der einzelnen Züge der BeFahnengruppe marschiert, dann die Kinder, Tur nerinnen, Turner, Jugendliche, Frauen, Männer. Die Aufstellung hat in allen Gruppen in Sechserreihen zu erfolgen. Aufstellungspläße: Radfahrer: Richard- Wagnerstraße und rechte Seite Bahnhofstraße. Spizze Kreuzung ClaryReichsdeutsche: Linfe Bahnhofstraße. Spitze straße in der Richard Wagnerstraße. Billa Grohmann. 1. Turner: Meißnerstraße. Ede Schmeykalplay. 2. Gewerkschaften: Schulplatz. 3. Jugendliche: Schulgasse. gang Schulplay. -OO Spize obere Spitze Ein4. Frauen: Weststraße.- Spitze Konsum vercin. 5. Männer: Hansastraße. Schulgasse, Eichwalderstraße, Spize Apotheke. --Richard- Wagnerstraße, Steinbadgasse, Mühlstraße, Der Weg des Festzuges: Königstraße, Graupnergasse, Marktplatz, Waldtorplay, Eichwalderstraße zum Festplay. Abmarsch- Signal wird in der unteren Bahnhofstraße gegeben. Die Bezirksturnwarte haben cinen oder zwei Ordner als Verbindung zu stellen. Abmarsch punkt 1 Uhr! Tschechische Arbeiterturner: Linfe Bahnhofstraße. ich u erteilt folgende Weisungen: Der Empfangs- und VerkehrsausKreis 6, Karlsbad: Linte Bahnhofstraße.- Spitze melden 24 Stunden vor Abfahrt bei Ihrer EinSpitze bei der Fabrik Ruß u. Co. Alle Vereine, die feinen Sonderzug benüßen, beim Geschäft Kummermann u. Freund. -X Auffig Ober- Bodenbach Tentensdorf 13.59 13.17 14.48 15.31 16.40 18.51 Nach Dug Brür- Komotan Nachnt. 12.43 Nachm.* 14.54 Nachm.* 16.09 17.10 20.57 21.17 Nachm. 17,28 17.40 023.55 nur bis Dug 18.18 18.54 * 20.16 21.21 21.33 0.45 23.48 Kassiert die Fahrgelder vereinsweise ein! Nur einer geht zum Schalter Karten lösen! Bringt Eure Mitgl'edsbücher in Ordnung! Wer von den Turnern über 30 Kilometer Fahrpreisermäßigung in Anspruch nehmen will, muß die Fahrtmarke für 1926 besitzen! Für Jugendliche unter 18 Jahren 1 K, Erwachsene 3 K vom Bund zu beziehen! separat bekanntgegeben. Zeit des Extrazuges von Bodenbach wird Der Festausschuß. *) Anschluß in Dug nach Saaz o) Nur bis Wiesa. Tagesneuigkeiten. Wenn Halentreugler lyrisch werden... Es war in Schöneberg, nein, in Mährischein Schmod dabei. Der hai im„ Tag" mit Verge Schönberg, int Monat Mai, Sakenkreuztagung und ben einen Stimmungsbericht losgelassen, daß im ,, Tag" einem graust. Man hat immer einen verdammt elenden Geschmack im Mund, wenn Recken, die sonst das braune Hemd und der Gummifnüppel siert, lyrischen Anwandlungen unterliegen. Aber diesmal, nein das ist zuviel: esttage der deutschen Arbeit"," ein Strom neuer deutschen Seele", Siegestage der Tatkraft",„ ein Strom neuen Opfermutes für die Ideale( Schlagt fot Tattraft", ein Strom( noch ein Strom!) Nationalsozialismus", Neuland erobernd und die gottverfluchte Judensau!) des deutschen Höhen land erstürmend". Uff! ,,... ein weit. hin sichtbarer Ausdruck","... aber auch ein. leuchtender Beweis"... Wer Augen hatte, zu hören und Ohren, zu sehen( oder umgekehrt), der fah in Schönberg die Kerntruppe des Sudeten deutschtums", den Sammelpunkt der wahrhaft aktiven und idealistischen( na, gehst denn nicht??) Elemente unseres Voltes". Wers nicht glaubt, zahlt Wahlschulden.„ Kräftiger Puls", fanatischer Wille", Berge versetzen"( dafür kriegt man nicht viel im Versayamt), Zukunft schmie den..." All das und noch viel mehr steht innerhalb dreißig Zeilen. Doch das Best zuletzt: ,, Es ist schwer zu sagen, was eigentlich den Höhepunkt der Tagung bildete. Sie war so reich an leuchtenden Gipfeln und unvergeßlichen Eindrüden, so stolz und groß und einheitlich und in ihrem Wesen wie aus einem Guß, daß man von einem Höhepunkt nicht sprechen fann, es wäre denn, daß man sagt, daß der ganze Parteitag ein einziger, weit hin leuchtender und strahlender, allen gemeinsamer Höhepunkt war, der in der kleinsten Bemerkung eines Vertrauensmannes ebenso glühend zum Ausdruck fam, wie in den großen, richtunggebenden Reden der ersten Führer der Bewegung. Das Referat des Genossen Goldschmidt wurde 1. Bezirk und die Organisationen des Kreifea steigestation die Anzahl der Teilnehmer und Beit wollte da unterscheiden! Wo es doch so schwer zu von der Hauptversammlung mit größtem Interesse angehört und mit starkem Beifall aufgenom men. Sodann erstattete Genosse HellmichPrag den Kassa-, Genosse Pau l- Prag den Kon- 3. trollbericht. Die Entlastung der Geschäfts- und Staffaführung wurde einstimmig beschlossen. 4. Ueber das technische Programm referierte dann Genosse Scharnowell- Prag ( der auch als Vertreter der Großeinkaufs 5. gesellschaft an der Versammlung teilnahm). Die wichtigsten Punkte dieses Programms sind: Schaffung eines technischen Laborato 6, riums, Organisierung des Eintaufs, Ausgestaltung des Mitteilungsblattes, Zusammenkünfte und Bespre- 7. chungen aller Techniker des Verbandes, Ausstellungen und die Aufstellung von Amateursendern. Auch die Ausführungen und Anregungen des Genossen Scharnowell fanden stärkstes Interesse, was die nachfolgende De- 8. batte bewies. Die Diskussion wurde vom Vorsitzenden Genossen Rückl eingeleitet, nach ihm Sprachen die Genossen Wünsch- Karlsbad, Sa m- 2. merschmied- Prag, Edstein- Teplitz, PekaAussig: Bahnhofsallee und Bahnhofsplay gegen Turn. Spitze Straßenkreuzung Hauptstraße. Bezirk und die Organisationen der Bezirke Komotau, Raaden und Weipert. Nordstraße. Spitze Eingang Bahnhofstraße. Bezirk und die Organisationen der Bezirke Brür und Oberleutensdorf: Mariengasse. Bezirk und die Organisationen der Bezirke Spiße Eingang Bahnhofstraße. Postelberg, Podersam und Saaz. Mariengasse. Spitze bei Haus Nr. 10. -Bezirk und alle Organisationen der Kreisorganisetion Bodenbach. Schmeykalplatz in Kolonnen. Spitze Ecke Café Streng". Bezirk und die Organisationen der Bezirke Dug und Bilin. Rechte Fahrstraße Schmeykalplaß und Theresiengasse bis Freiheit". Spitze obere Ecke des Schmeykalplatzes gegen Meißnerstraße. Bezirk und die Organisationen des Bezirkes Görlau. Theresiengasse. Spitze Redaktion ,, Freiheit". Bezirk und die Organisationen des Bezirkes Tepliß. Einsteigen in folgender Ordnung: Kinder. Turnerinnen, Turner. Während der Fahrt übernimmt in jedem Abteil ein Genosse den Ordnungsdienst. Bei Anfunft in Teplitz sofort Perron verlassen, am Bahnhofsplatz ordnen und abmarschieren. Festkarte sichtbar tragen. der Ordner unbedingt Folge leisten. Den Weisungen des Verkehrsausschusses und Verkehrszeiten der fahrplanmäßigen Züge nach Tepliz: Von Remotau Brig Dug Aussig Vormittag 4.07 4.47 5.12 8.45 6.32 6.07 7.06 5.20 6.01 6,25 7.07 7.39 8.20 9.02 9.42 10.03 " " 10.45 11.21 11.50 11.56 12.57 Nachmittag 12.18 13.27 14.07 13.50 14.80 14.59 15.20 16.00 16.39 17.08 16.45 17.15 17.55 18.24 17.80 19.40 20.20 20.50 19.17 Wer wollte da unterscheiden zwischen„ ,, Gipfelleistungen"? Die herrliche Rede des Pg. Jesser am Festabend, die wie ein Gottesdienst war, der stolz dahinstürmende Geist des Pg. Jung, dessen glühendes Bekenntnis zum sozialen, alldeutschen Jdeal wie eine Fanfare wirkte, oder Feders tief schürfende Auseinanderseyung mit den großen Problemen unserer Zeit und des Pg. Pazzel verantwortungsbewußte politische Ausführungen, oder das geradezu rührende und mächtig die Herzen ergreifende Treuge löbnis der Partei zu dem vorübergehend sche idenden Vorsißenden Pg. Knirsch, der in der nächsten Zeit seine ganze Straft einer besonderen Aufgabe widmen wird, wer wagte da dem einen oder dem anderen den Vorzug zu geben?" Ja, wer wagte da, den Vorzug zu geben! Wer sagen ist! Wenn man so absolut nicht gewohnt ist, auf leuchtenden Gipfeln herumzuflettern, verwech selt man eben leicht die Berge, die der Glaube versetzt, und damit man feinem Unrecht tut, jagt man, jeder ist ein Gaurisanfar. Offen gestanden: an den Gottesdienst des Herrn Jesser glauben wir nicht ganz, zumal er solchen journalistischen Ministranten hat und weder die Fanfaren des Herrn Jung noch die tiefen Schürfungen des Herrn Feder zwingen uns besondere Hochachtung als wir von Treugelöbnis für Knirsch lasen, da ab. Doch da sind wir wohl zu sehr Gegner. Aber wurden uns die Augen feucht und die ganze mäch tige Rührung des Parteitags- oh, daß wir nicht dabei sein konnten! Das muß wirklich ein er hebender Augenblid gewesen sein. Sozusagen eine ,, Gipfelleistung" deutscher Treue und nationalsozialistischer Schlagtraft. Herr Knirsch, den jetzt das Ausland ruft, wird diesen Festtag deutscher Seele ficherlich in angenehmster Erinnerung behalten. Mag es für ihn noch fo tragisch sein, daß ihm auf der Suche nach Neuland und Söhenland nur das Ausland geblieben ist, die glühenden Zeilen des Pg. Arioschmocks werden ihn weich und vers söhnlich stimmten. 19. at 1926. Seite B. Hilferuf! Andreas Angermann, Sohn der Witwe Theresia Angermann in Labant, Bezirk Tachau, Böhmen, der drei Jahre in russischer Gefangenschaft war, wurde in dieser Zeit am Kopfe durch einen Säbeshieb verwundet, was bald nach seiner Rückkehr in die Heimat ein heftiges Nervenleiden zur Folge hatte. Er ist seit 1920. gänzlich arbeitsunfähig und fann nicht mehr feinem Berufe( Maurer) nachgehen. Seine 71 Jahre alte Mutter hat den letzten zusammengesparten Heller verbraucht. Sohn und Wutter find nun dem größten Glenb preisgegeben, da Andreas Angermann trop wiederholter Vorstellungen feine militärische Rente erhält. In ihrer grenzeniosen Notlage bitten sie hilfsbereite Menschen recht innig, ein Scherflein zur Linderung ihrer Not beizutragen. Schon im vorhin ein sagen sie für jede Gabe herzinnigsten Dant! Spenden wären zu senden an Theresia Angermann in Labant Nr. 51, Post Pfraumberg, Böhmen. Wetterübersicht vom 18. Mai. Montag trat Die soziale Fürsorge des tschechoslowakischen Flugzeug- und Geräteschuppen wurden eingerichtet ,, errichteten Suchhaus zu Joliet bet Chicago, das Eine rumänische Stadt eingeäschert. In der Staates, die nach der Meinung der industriellen in denen Unterricht über Motoren- und Flugzeug- den Anspruch auf die neuzeitlichste Strafanstalt der Stadt Ba can in der Moldau( Rumänien) brach und agrarischen fapitalistischen Streise bereits eine bau und praktische Uebungen im Fliegen abgehalten Erde erhebt, nicht mit Handwertszeug beigekommen, ein gewaltiger Brand aus, der im Arbeiterviertel berart gefebliche Regelung gefunden habe, daß die werden. sondern durch Ueberlistung und eine auf die einige hundert Häuser, einige Fabriken und zwei Boltswirtschaft darunter schwer leide, ist in Wirt lichkeit keineswegs die größte Sorge unserer gefet sich auf Anregung der französischen Flieger gebildet. bruchszeit. Joliet galt bisher als der Strafanstalts. Bewohner sind obdachlos. Während des Eine Internationale der Flugzeugpiloten hat Sekunde eingestellte Berechnung der besten Aus- große Mühlen vernichtete. Einige tausend gebenden Körperschaften. Alles auf sozialem Ge- Die Internationale Fliegerliga" befigt bereits bau, der noch keinen seiner Insassen durch Ausbruch Brandes wehte ein Sturmwind, der die Verbreitung biete bisher Geschaffene ist noch so unvollständig, Landesverbände in Italien, Belgien, Rumänien, wieder hergegeben hat. In Joliet figen auch die des Feuers unterſtüßte und alle Versuche, das Feuer fo daß es geradezu als Hohn bezeichnet werden Amerika, Kanada, Finnland, Schweben, Polen und beiden Millionärssöhne Nathan F. Leopold und zu lokalisieren, vereitelte. Es wurden einige Hilfs. muß, wenn von fapitalistischer Seite die jetzige Japan und soll nunmehr sämtliche attiven und in Richard Loeb, die feinerzeit aus reinem Uebermut züge abgefertigt. Als sich der Sturm legte, fonnte soziale Fürsorge nicht nur als zu weitgehend, aktiven Flieger der Welt umfassen. Neben der ein Kind ermordet hatten, wofür sie zwar dank ihrer der Brand lokalisiert, und schließlich ganz gelöscht fondern gar vernichtend für Induſtrie, und Land- Pflege des„ Ritterlichen Fliegergeistes" sollen den ungewöhnlich tüchtigen Anwälte am Galgen vorbei, werden. Der Schaden konnte bisher nicht abge. wirtschaft hingestellt wird. Die grenzenlose Not Mitgliedern gewisse materielle Sicherungen in ihrem aber lebenslänglich nach Joliet kamen. Als die Geschätzt werden, beträgt aber viele Millionen. Men aufender Familien Arbeitsloser, Kriegsinvalider gefahrbollen Beruf geboten werden. fangenen zum Abendessen aufgerufen worden waren schenopfer soll es wenig geben. Aus Jassy und uv. bleibt selbst, wenn eine Hilfe, sei es durch Arbeitslosenunterstüßung, Invalidenrente, gewährt Die unfittliche Turnhofe. Im Haushalts- und ihre Bellen verließen, verdrückten sich ihrer sie- Tocsani sind militärische Hilfsabteilungen eingewird, noch vorhanden, da die Unterſtüßungs- ausschuß des bayrischen Landtages erklärte kürzleeren Bellen. Als die„ Luft rein war", kamen fie aus der langen Reihe und versteckten sich in den troffen. gelber viel zu gering sind und die Unterstüßungs- lich der Zentrumsabgeordnete Jr 1: Jch prote Auto- Unglüd. Das Postauto, das den Verkehr bauer nur eine furze ist. Weit schlimmer gestaltet stiere namens des gesamten bayrischen Land- zum Vorschein, überfielen und nebelten einen zwischen Foligne und Montfalco in Umbrien befich das Elend und der Hunger für jene Men volles gegen das sogenannte schwedische Turnen. Wächter, der ihnen an einer Flurede entgegenfam; forgt, stürzte mit einer Besetzung von 18 Personen man fand ihn später tot wieder. Auf Strümpfen an einer Kurve ab, wobei sämtliche 13 Personen, schen, die von dem Bezuge jeder Unterstüßung Es ist unanständig, wenn eine Turnlehrerin nur usgeschloffen sind. Ihre Zahl ist riesengroß und mit einer Turnhole bekleidet, ant Boden auf dem ging es in den Innenhof, und zwar unaufgehalten, unter denen sich fein Ausländer befand, verleşi vielgestaltig kommt da und dort das Verlangen Rüden liegt und beide Beine in die Luft über da alle Bewegungen so berechnet waren, daß kein wurden. nach Bilfe zum Ausdrud. Als drastischer Be- den Kopf ſtredt. Derartige Turnübungen find faal waren. Im Innenhof stand das Auto des Wächter sich ihnen entgegenstellte, die alle im Eßweiß, welche„ glänzende soziale Fürsorge" wir in mit dent religiösen Empfinden unvereinbar, na- efängnisdirettors. Vier bemächtigten sich einerseits im Südwesten, andererseits im Westen der ber Tschechoslowakei haben, sei folgendes in der mentlich dann, wenn dieses Turnen mangels ge des Fahrzeuges, drei liefen zum Pförtnerhäuschen, Republik eine Verschlechterung des Wetters ein. Die Bohemia" erschienene Inserat wiedergegeben: eigneter Räume an Orten stattfindet, wo die beffen männliche Jugend ungehindert zusehen kann. dessen Einzelwächter sofort nieder geschossen Südslowakei hatte Regenschauer( Lučenec 4, Nitra 5 Das Bauernbolt hat heute wichtigere Ausgaben das Tor geöffnet, und schon glitt das bereits ange- und nachts Gewitterregen.( Budweis 2, Prag 3, wurde. Der Schlüssel wurde dem Toten entrissen, Millimeter), Süd, Mittel- und Nordböhmen abends zu bestreiten als die für die Anschaffung von turbelte Auto hinaus, auf das sich in der Durchfahrt Aussig 5. Donnersberg 13 Millimeter.) Die Mitte Turnhosen." Die Ausführungen des Zentrums die drei hinaufschwangen. Die Wachen vor den des Staates ist vorläufig niederschlagsfrei geblieben mannes Jrl wurden von seiner Fraktionskollegin, Toren feuerten, aber die Banditen, von denen drei und überall ist Abkühlung eingetreten. In Nordder Abgeordneten Barth unterſtüßt, die meint, lebenslänglich hatten, entkamen. Es ging gegen die böhmen und der Ostflowakei waren Montag nach das Damenturnen muß überhaupt vom Stand Grenze von Michingan. Am nächsten Tage wurden mittags noch 25 Grad Celsius überschritten worden. punkt des Anstandes und der Aeſthetik verworfen ihrer vier aber doch gestellt und umzingelt. In Dienstag früh war die Temperatur in der ganzen werden und es sei besonders bedauerlich, daß ein einem Feuergefecht fielen zwei Politisten, und die Republik um rund 4 Grad niedriger als am Vor Zwang zum Turnunterricht bestehe.- Es ist Verbrecher ergaben sich mit zwei Schwerverleßten. tage. Die Südostwinde haben überall abgeflaut, in wirklich recht sonderbar, auf welche Gedanken Die anderen brei sind noch frei; man vermutet, daß Böhmen ist Nordwestwind eingetreten. 23 ahrflerifale Bauern und bigotte alte Jungfern sie nach Chicago entkommen sind. scheinliches Wetter von Mittwoch: fommen, wenn sie Menschen in Turnhosen erbliden. Sie können dabei scheinbar immer nur Seine Tante ermordet und im Backofen ver- Wechselnd bis vorwiegend bewölkt, keine oder mur an Schweinereien denken. Derartige Exemplare, brannt hat der Landwirtschaftsgehilfe Martin Wint leichte Niederschläge, relativ fühl, Westwind. die mit dem Maul von Sittlichkeit triefen und ler, der sich wegen der Bluttat vor dem Schwurgeüber die unanständige Kleidung und das unsitt vicht in Brieg zu verantworten hatte. Winkler hatte liche Beinheben beim Turnen wettern, gibt es ſeit Jahren zu der Witwe seines Onkels geschlechtliche auch bei uns. Das Mudertum aller Richtungen Beziehungen unterhalten. Er verließ die eifersüchtige ist ja überall so eingestellt. und starrföpfige Tante viermal, ließ sich aber immer Wieder ein Ueberfall von Frontkämpfern auf zweiflung schoß er sich eines Tages eine Kugel in wieder bewegen, zu ihr zurückzukehren. Aus Ver Steuerabzug im Baugewerbe. In Marz- Rohrbach bei Matters- ben Kopf, die heute noch nicht entfernt ist. Eines lich die Unternehmerorganisationen des Bauge Der Deutsche Bauarbeiterverband hat kürz burg( Niederösterreich) überfiel Sonntag eine Gruppe Tages schlug er seine Tante mit dem eisenbeschlagewerbes auf die verschiedenartigen, oft ungesetzlichen von fünfzig bis sechzig Frontkämpfern einen EisenTreffender kann der Notſchrei das Gefasel bahnzug, in dem sich Ausflügler und zu ihrem Ar- Vorwürfen überhäufte. Nach der Tat hat er die und darauf verwiesen, daß daraus zwangsläufig nen Stiefel nieder, als sie ihn, wie gewohnt, mit Methoden beim Steuerabzug aufmerksam gemacht com sozialen Fortschritt ohne Ende" wohl kaum beitsplatz fahrende Bauarbeiter befanden. Auf Zeiche in Badofen verbrannt. Das Gericht verur- Rechtsstritte entstehen müssen. Es wurde die Einbloßsteelin. Solche Zustände zu beseitigne, iſt einige Bemerkungen über die„ Auszeichnungen", die teilte ihn zum Tode. die eigene Aufgabe des notleidenden Proletariats. von den Frontfämpfern auf den Windjacken getrastellung des Steuerabzuges bei den Hilfsarbeitern Ter Appell an die Wildtätigkeit ist leßten Endes gen wurden, eröffneten die Kämpfer" ein Stein von Organen der Wirtschaftspolizei zwei berüchtigte Arbeiter, die das bekannte Protokoll nicht unterDie Rolainseuche in Wien. In Wien wurden verlangt. Ebenso die Einstellung für alle jene nicht der Weg zu dauernder und ausreichender bombardement auf zwei Waggons, in denen Kokainschleichhändler namens Hugo Groß und Franz schrieben, dafür dann über kollektiven Auftrag der Silfe. Micht milde Gaben, sondern Alters- und sich auch Frauen und Kinder befanden. Die Wag Leibl verhaftet. Sie gehören zu den größten Kotain. Steuerbehörde vom Unternehmer 5 Prozent vo Anvaliditätsversorgung für alle, die ihrer be- gonfenster wurden vollkompten zertrümmert, und dürfen, verlangen wir vom Staate. den Fahrgästen gelang es mit Mühe, sich in die schleichhändlern und übten ihren Geschäftsbetrieb Lohn abgezogen erhielten, ohne daß die im§ 237 den Fahrgästen gelang es mit Mühe, sich in die namentlich in der Innern Stadt aus. Sie hielten B. E. St. G. vorgesehene und vor dem Abzugs Die Macht des Gesanges. In Southampton sind andern Waggons zu flüchten. Unter den feigen sich meist auf der Kärtnerstraße auf und verkauften auftrag zu erfolgende Steuervorschreibung durch fürzlich Mister James Campbell und Mister Regi- Angreifern tat sich besonders ein älterer Frontfämp. das Rotain an Passanten. Zu ihrem Kundenkreis geführt war. Die Intervention des Deutschen naid Connolly, gemeinsame Komponisten volkstüm fer hervor, der gegen die Waggonfenster ein halbes zählten vor allem unter Sittenkontrolle stehende Bauarbeiterverbandes hat vollen Erfolg gehabt. licher Schlager", auf der Rückkehr von einer Spriß. Duhend Schüsse abgegeben hat. Er wurde von dem Mädchen. Im Besitz der Verhafteten wurden große Die Reichenberger Baumeiſtergenoſſenſchaft, tour nach Amerika eingetroffen. Sie erzählten, daß Schaffner Marosch angehalten und der herbeigeeilin den Vereinigten Staaten einundeinviertel Milten Gendarmerie übergeben, die ihn verhaftete und deren Tätigkeitsgebiet sich auf den Kammersprenlionen Exemplare ihres Couplets 3eig' mir den ihm die Waffen abnahm. Gendarmeriebeamte be Tod eines achtjährigen Mädchens durch Gefro- gel erstreckt, hat durch ein Rundschreiben alle BauWeg nach Hause" verkauft worden seien, ferner in feßten hierauf den Zug und fuhren zum Schuße der renes. In Wien ist die achtjährige Tochter der meister verſtändigt, daß der Steuerabzug bei den England 800.000 Außerdem fabriziere man in Reisenden bis Wiener Neustadt mit. Baumeisterswitwe Marie Kotscher, nachdem sie tags Silfearbeitern überall und sofort einzustellen ist. Amerika zwei Millionen Grammophonplatten von Selbstmord auf dem Grabe seiner Frau. Auf vorher plöblich an heftigem Breddurchfall erkrankt Der bisherige Abzug bei den Hilfsarbeitern war diesem Schlager. Wir haben eine Million in unseren dem Friedhof in Hof bei Sternberg verübte dieser war, gestorben. Der behandelnde Argt stellte als angesetzlich, da bei diesen die Mögliſtkeit, ein MinTaschen", frchlockte Campbell.„ Vor einem Jahre Tage der 32jährige Rudolf Mück aus Bautsch Selbst- antragte aber gleichzeitig, da der Verdacht einer besteht und dasselbe weder von den Baumeistern unmittelbare Todesursache Herzschwäche fest und be- destlohneinfommen von 7300 K zu erreichen, nicht hatten wir vier Zimmer in London und jetzt ziehen mord. Mücke wurde über dem Grabe seiner vor wir in ein füniſtödiges Haus." Am gleichen Tage, etwa einem Jahr verstorbenen Gattin tot aufgeliche Leffnung der Leiche. Durch die Erhebungen kann. Die Weifung der Baumeistergenossenschaft schweren Darminfektion vorlag, die sanitätspolizei- noch von der Steuerbehörde garantiert werden an dem die Beiden zurückkamen, erhängte fich in funden. In einem hinterlassenen Schreiben führt wurde festgestellt, daß das Kind von einem unbe- an ihre Mitglieder erfolgte nach vorher gepflogeSwansea ein Konzertagent. Er hinterließ einen er an, daß er ohne seine geliebte Frau nicht mehr kannten Gefroreneserzeuger Eis gekauft hatte, nach nem Einvernehmen mit der Steuerbehörde. Brief, in dem zu lesen war:„ Musik war mein Fluch leben könne. Er hinterließ drei Kinder im Alter dessen Genuß sich abends plöblich die Brech und und mein Untergang. Mein Leben war eine Hölle von 2 bis 5 Jahren. infolge der schrecklichen finanziellen Lage, in die mich die Musik gestürzt hat." Eine akademische Flugschule ist an den Universi. täten Oxford und Cambridge eingerichtet worden. Brager Filmbörſe. Ein verwegener Ausbruch aus dem Zuchthaus. Sieben Schwerverbrecher haben bewiesen, daß auch das modernste Zuchthaus der Welt nicht ausbruchs sicher ist. Allerdings sind sie dem aus einem Stahl Mengen von Kokain vorgefunden. Boltswirtschaft. Mit Ausnahme einiger besonders übereifriger Durchfallerscheinungen einstellten. Da der Verdacht Baumeister, die sich nicht an die Weisung ihrer eines fremden Verschuldens nicht von der Hand zu Genossenschaft hielten, ist bei der Lohnzahlung am weisen ist, wurde die Staatsanwaltschaft in Kennt 15. d. der Steuerabzug bei den Hilfsarbeitern einnis gejezt und die gerichtliche Obduktion der Leiche gestellt worden. Teilweise wurden die bisher abbeantragt. gezogenen Beträge bei dieser Lohnzahlung wieder zurüderstattet. Wo weder die Einstellung des Abzuges, noch die Rückzahlung der bis jetzt abgeeinen zweiten Film, deutscher Erzeugung( Regie die er abwechselnd besucht. Dann tommt noch eine zogenen Beträge erfolgte, ist es Sache der HilfsAlfred Noah) nach dem Roman von Fred dritte hinzu und zum Schluß gibt es glücklich zwei arbeiter, dies sofort zu verlangen. Im Falle der Nelius Der Mann aus dem Jenseits" gesetzliche und ein ungeseßliches Ehepaar. Der Film Weigerung seitens der Unternehmer ist die Or Der Kinofilm bringt zwei neue F. B. O.- Er- Das Stück behandelt den bekannten Vorwurf von ist ein gutes Unterhaltungsstüd ohne tieferen Ge- ganisation zu verständigen. zeugnisse, von denen der Held mit dem gol dem angeblich im Felde gefallenen Mann, der nach halt. Ein Massenschlager ganz hervorragender Die Baumeistergenossenschaft hat in ihrem denen Herzen"( Mit dem Wind um die Weite) einigen Jahren zurückkehrt und seine Frau ver- Güte ist der französische Film„ Die Schloßfrau Rundschreiben ihre Mitglieder weiters angewiesen, ein inhaltlich leeres und sinnloses Machwerk ist. In heiratet findet. Das Stück ist mit dramatischen von Libanon" nach dem bekannten Roman von den 5prozentigen Abzug erst dann vorzunehmen, der Hauptrolle Fred Thompson. Dagegen ist das Szenen nur so geladen und hält den Zuschauer bis Pierre Benoit, ähnlich großzügig und farben- wenn von der Steuerbehörde bei der Auftragsweite Stück gut und besonders wegen seines netten zum Schluß in atemraubender Spannung, die von fatt gehalten wie„ Atlantis". Im Mittelpunkt der erteilung dieses Abzuges die Beſtimmungen des Leitgedankens erwähnenswert. Es heißt Frivole einem wuchtigen Ereignis zum anderen eilt. Die Handlung steht ein junger Offizier( W. Petro-§ 237 a voll erfüllt wurden. Die bei einzelnen tise"( Im Sumpfe der großen Gesellschaft) und Regie ist erstklassig und der Schnitt des Filmes der wich) der französischen Kolonialarmee Beirut, der Steuerbehörden zur Uebung gewordene kollektive geißelt die heuchlerischen Moralbegriffe der soge art, daß er bloß das unbedingt Nötigste bringt und sich in die bildschöne Schloßherrin von Libanon' ver- Auftragserteilung für den Steuerabzug widernannten guten Gesellschaft, die innerlich hohl und jede Nebensächlichkeit ausschaltet: die Handlung liebt und über diese Leidenschaft fast den Verstand spricht den gesetzlichen Bestimmungen. Zur Erberfault ist aber troveem steif an ihren lächerlichen praffelt wie ein Gewitter mit voller Wucht auf den verliert; er ist zu allem bereit, spaar zum Verrat füllung eines unter solchen Voraussetzungen erVorurteilen und Gebräuchen festhält. Ein junger Buschauer nieder. Ebenso ist die Beseyung gut. Den am eigenen Vaterland. In der entscheidenden Krise folgten behördlichen Auftrages kann niemand ge Mann( Cullen Landis) aus gutem Hause heiratet Mann aus dem Jenseits spielt Paul Wegener, wird er schwer frank und büßt seine Schuld nach zwungen werden. Die Baumeistergenossenschaft eine Soubrette( Lillian Rich), ein natürlich fühlen- der stark an Jannings erinnert; eine fast grausam seiner Genesung durch eine Heldentat ab. Das ist hat sehr klug und im Interesse ihrer Mitglieder des, edles Mädchen. Es kommt deshalb zum Bruch zu nennende Gestalt, ein echtes Gefühlstier in un- furz gesagt die Fabel des Stückes, das in herrlichen gehandelt, daß sie auf die Intervention des Deut mit den Eltern, die die Schwiegertochter nicht für verfälscht Bola- mäßiger Aufmachung, mehr ein Un Bildern spannend und flott abrollt. Der orienta- fchen Bauarbeiterverbandes cinging und die Wei„ standesgemäß“ halten. Doch im Laufe der Zeit tier als ein Mensch. Den zweiten Mann verkörpert lische Rahmen des Filmes mit all seiner naturecht fung hinausgab. Dadurch werden viele Rechtsstellt es sich heraus, daß außer der jungen Frau die Anton Pointner, die Frau Olga Tsche festgehaltener Erotik und Farbenpracht, die Gedie- ftritte vermieden. Uebrig bleiben nur jene Fälle, ganze Sippschaft verlottert ist: ihr Mann wird ihr chova. Alle drei Darsteller geben ein packendes genheit der Handlung und die guten Leistungen der wo Baumeister trop der Weisung ihrer Genossenuniren, der Schwiegervater hat ein Verhältnis mit Busammenspiel, das in der straffen Regiezucht sehr Hauptdarsteller verbunden mit der wahrhaft mär- schaft ihren Eifer als Steuereretutoren nicht züeiner Dame der Halbw It und sogar die Schwieger- günstig zum Ausdruck kommt. Aber eines wollen chenhaften Ausstattung stempeln das Stück zu einem geln können. Daß solch blinder Eifer nur schadet, mama, die immer so hochu sig und nobel tut, hat wir keineswegs verschweigen; die Gestalt des Haupt- Film, wie man derer wenige zu sehen bekommt, w. wird diesen Uebereifrigen noch beigebracht werden. eine Liebschaft. Die an ihrer Ehre getränkte junge mannes Martin Römer iſt allzu sehr ins Unmensch Petrowich erweist sich als ein Künstler von Der durch die Intervention geschaffene Frau dect rücksichtslos den ganzen Sumpf auf und liche verzeichnet, ihre Roheit und Grausamkeit allzu hohem Können: jene Szenen, da bei ihm der Wahn- Rechtszustand gilt natürlich nicht bloß für den berläßt das Hous; ihr Mann erlangt schließlich ihre sehr betont. Auch wenn beabsichtigt ist, die mora finn auszubrechen droht, sind eine Meisterleistung Reichenberger Handelskammerbezirk. Dieser ZuVerzeihung. Die Handlung ist unaufdringlich und lische Berseyung eines im Striege vertierten Mannes sowohl des Darstellers als auch des Regisseurs, der stand ist ein bedeutender Erfolg. In seiner Gesehr nett gebracht und ist als ein gelungenes zu zeigen, so darf dies nicht in einer Weise geschehen, sich überhaupt durch eine straffe Regieführung aus- samtauswirkung bedeutet dies, daß viele hundertSpiegelbild einer verlegenen Woral zu werten, die die in ihrer Grobheit unbedingt verleben muß, zeichnet. Herrn Pierre Benoit sei folgendes ans tausende Kronen, verteilt natürlich auf iaufende auf Schein und Trug aufgebaut ist, wie dies in den der deutsche Film wird durch ähnliche Stücke nicht Herz gelegt; wie fann man mit ruhigem Gewissen Avbeiter, für deren Haushalte gesichert wurden, besseren bürgerlichen Streisen schon einmal so neue Freunde gewinnen. neuer Terra- Film„ Der Mann eine so geschmackvolle Dirnenfigur schaffen, wie es nicht mehr dem Steuerfistus geopfert werden ohne die berüchtigte Schloßfrau ist? Eine Straßendirne müssen. Reformistische Gewerkschaftsarbeit! Was Das Lustspiel ,, Achtung auf den Zug" Schlaf" der Gaumont ist eine anspruchslose, aber benimmt sich und spricht nicht so rückhaltslos offen hat dagegen das kommunistische Geschrei den Ar( Larry als Detektiv) mit dem Komiker Larry Semon sehr nett und liebenswürdig gebrachte Geschichte von und frech wie diese Dame, die sich einem betrunke- beitern gebracht? ist nicht einmal als eine Kinderei zu werten: es ist einem Schlafwagenkontrolleur( Harry Liedtke), nen Matrosen um fünf Dollar hingibt und sich uns unverständlid), wie man so etwas ber zwischen Berlin und München ewig hin und dieser Tat noch rühmt. einfübren fann. Die Slavia bringt noch herpendelt und in jeder Stadt eine Braut" hat, üblich ist. 5. W. Schim bera. An den Bauarbeitern allerorts ist es nun, ben Erfolg überall zur praktischen Wirklichkeit werden zu lassen. Belte 6. Ein Gefeß über die Verlängerung der Friften Mittellungen aus dem Bublikum. für Forderungen des tschechoslowakischen Staates. Nach den Friedensverträgen sind dem tschecho Slowakischen Staat eine Reihe von Forderungen zu gefallen, welche früher den beiden alten Staaten zustanden. Nach den bestehenden geseglichen Bestimmungen würden die Fristen einer Reihe von Forderungen ablaufen, weshalb die Regierung in der gestrigen Senatssigung ein Gesetz vorgelegt hat, wodurch diese Fristen verlängert werden. Literatur. 19. at 1926. Vereinsnachrichten. TOURISTLE VEREIN Touristenverein„ Die Natur. feunde", Prag. Pfingsttour, 81sammenkunft aller Teilnehmer mor gen Donnerstag, den 20. Mai, um 8 Uhr abends im Cafe ,, Continen die geplagte Mutter des Täters derart, daß sie inte Geschichte der Holzhauersiedlung Fürstenhut im besprechung der Tour und genauer Festsetzung der Der Film. Liebe ohne Grenzen heißt ein Film, den die Universal nach dem gleichnamigen Roman von Sans 2 and drehen wird. Turnen und Sport. Getreidemarkte sichtlich, obwohl höhere Preise mur Mildes Urteil im letzten Brandleger- bies die Verfilmung einer Posse von Awery Sop den. Pfingstsonntag spielt die deutsche Mannschaft Das Paradies im Atelier. Unter den neuen Fox- Großfilmen führt einer den Namen" Der Garten Eden", in welchem George O'Brien und eine neue Filmschönheit Olive Borden den Adam und die Eva spielen werden. Wann haben Sie Ihren nächsten Waschtag? Er Die Holzhauerfiedlung Fürstenhut von Rudolf oll Ihnen zur Freude werden. Versale, das neue, Rubitet. Kommiffionsverlag Carl Maasch's selbstwirkende Waschmittel, verscheucht des Wasch- Buchhandlung A. H. Bayer in Pilsen. Preis 5 K. tags Sorgen, gestaltet ihn mühelos einfach, spart Rudolf Rubitschek, der unter den HeimatschriftSeit und Geld, schont und erhält die Wäsche, Ueberstellern des Böhmerwaldes den stärksten sozialen Einschlag aufweist, zeichnet in seiner neuesten Schrift all zu haben. Frei von Chlor! fürstlich Gerrschafts Vorlage eines Zollgefeßes. Die Regierung hat Ohnmacht fiel und aus dem Saale geschafft werden bereich des mittleren Böhmerwaldes auf. Diese in der gestrigen Sitzung des Senates den Ent- mußte. Weitere Zeugen wurden nicht vernommen, Heimatsgeschichte ist zugleich ein Stüd Sozialwurf eines newen Zollgesetzes vorgelegt, welches so daß die Geschworenen die ihnen vorgelegten zwei geschichte des Böhmerwaldes, denn der bereits im Wirtschaftsbeirat beraten worden ist. Sauptfragen auf dreifachen meuchlerischen Raub- bornenvolle Aufstieg der Fürstenhuter Ansiedler von Es handelt sich nur um gewisse formal- rechtliche mord und auf räuberischen Totschlag beraten fonn- berpflichteten fürstlichen Holzhauern" zu freien Starke Zunahme des Frauenturnens in Deker. Bestimmungen, nicht etwa um die Vorlage eines ten. Die Geschworenen bejahten die gestellten zwei Besigern ihrer mageren Scholle und ihrer Arbeits- reich. Die Einführung des hygienischen und neuen Zolltarifs, in dem die Höhe der Zölle ent- Sauptfragen und die Zusatzfrage auf niedere und traft war ein Ausschnitt aus dem Schicksal von rhythmischen Frauenturnens hat in halten fein müßte. Der erste Abschnitt des Ge- unehrenhafte Gründe. Dadurch wurde der Schuld- tausenden ihrer Leidensgenossen, die als sogenannte Desterreich solchen Antlang gefunden, daß bis fetes enthält Bestimmungen über Zollgebiet und spruch auf zwanzig Jahre schweren Rer- Binsgründler bis in die Umsturstage hinein in Bahl der turnenden Frauen und Mädchen diejeniGrenzberkehr, der zweite Abschmitt die Bestimmun- ker, das höchst zulässige Strafausmaß einem Zustande wahrer Leibeigenschaft lebten. Wer gen der männlichen Zurner bereits übe gen über die Organisation der Zollvenvaltung, gefällt. Damit endete diese schwere Tat, die drei die Entwicklung unserer Dorfsiedlungen in den un steigt. Der Arbeiter- Turnverein Wien verzeich der dritte Abschnitt handelt von Warendeklaration Wenschenleben kostete und seinerzeit die ganze Stadt eingeschränkten Herrschaftsbereich des Feudalismus nete im Jahre 1925 zusammen 751.209 Turnbesuche, und Kontrolle des Warenverkehrs. Der vierte Ab in Aufregung versezte. Wir als Sozialisten sehen näher kennen lernen will, wird aus diesem gehalt- davon waren 357.984 männlich und 393.225 weiblid. schnitt regelt den Zahlungsverkehr, der fünfte Ab- aus den Umständen der Tat wieder einmal, daß vollen Büchlein reiche Anregung schöpfen. i.-. Tennis als Arbeitersport. Die Freie Turnerschnitt das Beschwerde recht, der sechste Abschnitt mehr die Gesellschaftsordnung schuldig ist, als ein schaft Lichtenberg- Friedrichsfelde besitzt seit ungefähr enthält Strafbestimmungen, der siebente Schluß- junger Mensch, der in Sorgen und Not aufwachsen zwei Jahren eine Tennisabteilung, die sich mit bestimmungen. Der Zweck des Gesetzes ist, die bis- mußte, von seinen Eltern nicht betreut werden herigen Bestimmungen über das Zollrecht in einem fonnte, da sie den ganzen Tag in der Fabrik schufhat sich nun auch im Arbeiter- Turn- und Sportver gutem Erfolge entwidelt hat. Im vorigen Monat Gesetze zu vereinigen. teten. Die lange andauernde Arbeitslosigkeit verein Weißensee eine Tennisabteilung gebildet. Das Prager Produktenbörse.( Offizieller Be- wirrte seinen Sinn und so kam es zu der bed uerfind bisher die einzigen Tennisabteilun. richt vom 18. Ma i.) Den heutigen Verkehr an lichen Tat, die das Glüd zweier Familien verPola Negri in einem Lustspiel. Gut und ungen in Deutschland. der Produktenbörse beherrschte überwiegend eine nichtete. artig" ist der Titel des ersten wirklichen Lustspielfeste Tendenz. Ein lebhafteres Interesse war am Schweiz- Deutschland. Dieses Länder- Rückspiel filmes, in welchem Pola Negri auftritt. Es ist im Handball ist auf Pfingsten festgesetzt worvereinzelt gezahlt wurden. Die Befestigung dieses prozeß. wood unartiges Aschenbrödel", welches in Basel, am Montag in Zürich. Marktes tam cher in der Nachfrage zum Ausdruck. Auf Grund des Verdiktes der Geschworenen M St. Clair für Paramount dreht. Roggen und Weizen konnten sich gut behaupten, verurteilte das Gericht unter dem Vorsitz des Ober- Tha Mara als Grille. Friedrich Belni! wird Ringerwettstreit um die Meisterschaft im finnischen Finnische Meisterschaften im Ringkampf. Der am wenigsten wurde Gerste getätigt. Eine sehr landesgerichtsrates Höllriegel den Angeklagten das berühmte Theaterstück„ Die Grille" nach Arbeiter- Sportbund, der in Yri bei Helsingfors zur feste Saltung zeigte Safer mit Rücksicht auf die Stepan zu 5 Monaten, zwei weitere Angeklagte dem Roman von George Sand mit 2ya Austragung fam, hatte folgendes Ergebnis: bis höheren Preise in Futtermitteln, wo insbesondere zu je 4 und zwei Angeklagte zu je einem Monat Mara in der Hauptrolle verfilmen. Hen und Stroh bei höheren Notierungen gesucht schweren Kerkers. Weiter verurteilte das Gericht Rollo( Helsingfors); bis 67.5 Kilo: M. Saarikoski 58 Kilo: M. Nurmi( Tampere); bis 62 Kilo: T. wurden. Ziemlich verteuert war besonders fremdes einen Angeklagten zu 2 Monaten, und zwei Ange( Helsingfors); bis 75 Kilo: W. Kajander( HelsingHen. Die Mehlpreise konnten sich behaupten. Verlagte zu je einem Monat Arrest. Die Angeklagten fors); bis 82.5 Milo: W. Salonen( Bari); über hältnismäßig fichtlich im Preise gestiegen war Fett, Franz und Josef Sokat und Dobřichovsky 82.5 Kilo: D. Meisvusfi( Turku). sowohl amerikanisches als auch ungarisches. In un- wurden zwar von den Geschworenen schuldig gegarischem Fett war ungenügend Ware angeboten sprochen, aber, da sie bereits im letzten BrandlegerReichsordnertag in Wien. Im Anschluß an das worden angesichts des Rückganges des Fleischver- prozeß verurteilt sind, wurden ihnen die weiteren große Sportfest in Wien wird der Republika, brauches und der Einschränkung der Bichschlachtung Strafen erlassen Die letzten zwei Angeklagten nische Schutzbund einen Reichsordnertag berin Ungarn. Am Kolonialmarkte sind feine Preis- wurden freigesprochen. Damit ist der Brandlegeranstalten. Für den Untzug sind bereits angemeldet: änderungen zu verzeichnen. Im Verlaufe der Börse prozeß für diese Session beendet. Spielplan des Neuen Theaters. Mittwoch, 7 Uhr 20,000 Mitglieder des Reichsbanners Schwarz- RotTieß Mais etwas nach. Die Börse war zahlreich be Gastspiel Emmy Sturm, Premiere: Uschi". Gold, 6000 deutsche und tschechische Arbeitersoldaten Premiere: ,, Uschi". sucht.- Es notierten in Kč: Böhmischer Donnerstag, 7½ Uhr: Tosca". Freitag, aus der Tschechoslowakei, eine Ehrenkompagnie der Weizen, Prag 207 bis 210; Böhmischer Roggen, 7% Uhr Der fröhliche Weinberg".-belgischen Arbeitermiliz, eine Abteilung der ArbeiPrag 120 bis 125; Böhm. Merkantilgerste, Prag Samstag 7% Uhr: Wagnerfeier: Der fliegen- terlämpfer aus Lettland, eine Truppe der polnischen 180 bis 185; Böhm. Auswahlgerste, Prag 145 bis Eisen als Heilmittel. Das Eisen gehört seit de Holländer".- Sonntag, 2½ Uhr:„ Char- Arbeiter, eine Abordnung des französischen Schutz150; Böhm. Hafer, feuchter, Prag 130 bis 136; langer Beit zum Heilschatz der Aerzte. Aus der Ichs Tante"; 7 Uhr Gastspiel Emmy Sturm: bundes, sämtliche Bataillene des österreichischen ReBöhm. Weißhafer, Prag 145 bis 146; Amerit. Erfahrung heraus hatte man seine gesundheitsför=" ſch".- Montag 2½ Uhr, Gastspiel Emmy publikanischen Schutzbundes. Weitere Anmeldungen Patentmehl, Tetschen 3.60 bis 3.65; Weizenmeh! dernden Wirkungen fennen gelernt. Heute genügen Sturm: Die spanische Nachtigall"; 7% find zu erwarten. Oss 3.65 bis 3.70; Weizenbrotmehl Nr. 4 2.10 bis derartige, immerhin wissenschaftlich nicht exakte Be- Uhr Gastspiel Lestvig Rajdl:„ Cavalleria Neue österreichische Fußball- Zeitschrift. Die 2.15; Roggenmehl 0/1 2.35 bis 2.40; Gleichmehl 1 lege allein nicht; erst der Laboratoriumsversuch, die rusticana". Baja330". 2.15; Weizengrieß 3.80 bis 3.85; Reis Burma II., moderne Chemie, die Prüfung des Eisenstoffwechsels Freie Vereinigung der Arbeiter. Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch: Fußballvereine in Desterreich gibt seit Tetschen 2.88 bis 2.98; Reis Arracan, Tetschen 2.98 im Körper vermögen uns schlüssigere Beweise über„ Nidel und die 36 Gerechten".- Donners bem 1. Mai eine eigene Beitschrift heraus. bis 3.33; Reis Moulmain extra, Tetschen 3.53 bis die Wirksamkeit oder Wertlosigkeit der einzelnen tag, Freitag, Samstag und Sonntag Gastspiel Paul Die Arbeiter- Fußballer sind damit der Losreißung 3.58; Reis italienisch, poliert, Prag 4.23; Kaffee Rio Eisenpräparate zu geben. Die im Brennpunkt Morgan:" Der Mann im Rasten"," Der vom bürgerlichen Verband wieder einen Schritt 28. bis 28.5; Raffe Santos 30.5 bis 33.5; Raffee ſtehende Streitfrage lautet: Sind die organischen Sofbanfier". näher gefommen. Quatemala 35 bis 38.5; Kaffee Portoriko 38 bis oder die anorganischen Eisenverbindungen zu bevor39.5; Tee Souchong 54; Tee Orange Becco 58 bis zugen? Um hier zu einer Klärung zu gelangen, 65; Barimandeln 35; Mandeln geflaubte 38; Rosi- mußte man zunächst den Eisenstoffwechsel im Körnen 15 bis 12; Pflaumen böhm. 3.50 bis 4; Mohn per erforschen. Das Eisen ist ein unentbehrlicher böhm. 10.90 bis 11.10; Sümmel böhm. 4.20 bis 4.70; Nahrungsstoff. Ist es nicht in ausreichenden MenKümmel holländischer 5 bis 5.25; Erbsen grüne 2.80 gen vorhanden, so tritt, wie Tierexperimente beweibis 3.20; Erbsen gelbe 1.75 bis 2.20; Erb- gen sen, nach kurzer Zeit Blutarmut( Anämie) auf, die jen Viktoria 2.50 bis 2.80; Linsen 3 bis 4; Weiß auf Mangel an eisenhaltigem Blutfarbstoff beruht. bohnen 1.30 bis 1.40; Sirse 2.70; Amerir. Fett, Das Eisen der Nahrungsmittel liegt in sehr fomTetschen 14.40 bis 14.60; Fett ungarisches plizierten Verbindungen vor. Gleichfalls ist durch 306 14.40 bis 14.50; Eßkartoffeln, Verlabestation Tierversuche erhärtet, daß das Eisen in organisch 30 bis 33; Mais jugoslawischer, Bratislava 100; gebundener Form vom Körper gut aufgenommen Mais rumänischer, fleinförniger, Oderberg 110; und zur Blutfarbstoffbildung verwendet wird. Aber Mais Cinquantino, Oberberg 113; Heu böhmisches ebenso unzweifelhaft werden auch anorganische loses, Prag 70 bis 75; Heu böhmisches gepreßt, Prag 80 bis 86; Futterstroh gepreßt, Prag 40 bis 44; Strenstroh gepreßt, Prag 45 bis 50; Langstroh, Brag 55 bis 57; Weizenkleie inkl. Säcke, Berlabestation 100 bis 105; Roggenkleie infl. Säde, Verladestation 90 bis 95; Malzblüte 95 bis 105; Rapsfuchen 150 bis 175; Leinkuchen 180 bis 195. Gerichtssaal. Der Mörder der drei Schwestern Budsky in Schönpriesen zu zwanzig Jahren schweren Kerkers verurteilt. Kleine Chronit. Eisenverbindungen im gleichen Sinne vom Organis mus verwertet. Es dienen demgemäß anorganische wie organische Eisenverbindungen zur Bildung des Blutfarbstoffs. Das in der Nahrung aufgenommene Eisen wird im Anfangsteil des Darmes von der Darmwand aufgesogen; zur Ausscheidung gelangt es vorwiegend im Diddarm. Wie es aber im einzelnen im Körper wirkt, das ist uns wie auch jüngst Professor Fischer( München) erst wieder betonte zurzeit noch unbekannt. Bei starkem Blutzerfall hält der Körper das Eisen zähe zurüd; man fann dann mehrere Gramm Eisen in der Leber, im KnoChenmark und in der Milz finden, ungemein wichtig für die Wirksamkeit des Eisens auf die BlutAm Montag, den 17. Mai, hatte sich vor dem farbstoffbildung im Organismus scheint die Art des Schwurgericht in Leitmeritz der 19jährige Jaroslav Eiweiß zu sein, an das gebunden es in den Körper Soreischi aus Schönpriesen wegen des Ver- gelangt. Es muß eben ansprobiert werden, welches brechens des meuchlerischen Raubmordes nach§ 184 Gisenpräparat dem jeweiligen Zustand und der Aufund 186 zu verantworten. Der Zutritt zur Ber- nahmefähigkeit des kranken Organismus am chehandlung war nur gegen Platzkarten möglich. Es sten angepaßt ist. Ein Eisenpräparat, das in allen hatte sich eine große Menge Zuschauer aus Schön Fällen von Blutarmut wirksam wäre, besißen wir priesen eingefunden, die der Verhandlungssaal nicht zurzeit noch nicht. fassen konnte. Dadurch war vor dem Saal ein großes Gedränge der Neugierigen, die sich für den Ausgang des Prozesses interessierten. Die Anklage wiederholt bereits bekannte Tatsachen und ihr Vorlesen durch den Staatsanwalt währte fast eine Stunde. Horejschi, der sehr gefaßt war, verantwor tete sich nur dahin, daß er keine Mordabsicht gehabt habe. Spannend wurde die Verhandlung bei der Einvernahme des Vaters der ermordeten Mädchen, der behauptete, die Mutter Horejschis habe dem Sohne bei der Untat mit einer Baterne geleuchtet. Die anderen Zeugen konnten nichts besonderes angeben. Frau Horejschi leugnete und behauptete, sie sei um 10 Uhr zu Bett gegangen. Der Zeuge Budsky sagte dann in der Gegenüberstellung mit der Beugin, sie habe gewußt, wo sein Geld aufbewahrt sei. Die Annahme, daß die Mutter des Angeklagten an ber Untat beteiligt sein müsse, fußt jedoch auf einen Irrtum der zuletzt gestorbenen Budsky, die die Zeit awischen 10 Uhr, zu welcher Frau Horeischi bei den drei Mädchen war, und der Zeit der Tat verwechfelte. Die Aufregung der Gegenüberstellung schwächte Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Seitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Solit. Bad Bohdaneč hellt Rheumatismus, Gicht, Ischias und Frauenleiden. Berühmte Moorbäder. Radioaktive Quelle. Tausende Dankschreiben. Modernst eingerichtet. Riesiger Park und Wälder..- Allen Bevölkerungsschichten zugänglich. SAISON- BEGINN AB 3. MAI. Prospekte gratis. 8964 Kunit und Wissen. Wiſſen. 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