Nr. 252. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. 30 Vorwärts and Gr Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Koloneis zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Verfammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Lage in Frankreich. Donnerstag, den 27. Oktober 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. er ersuchte jedoch die Minister, bis zur Bildung des neuen Miniſte Präsident Faure hat die Demission des Kabinets angenommen; riums die Zeitung der Geschäfte zu behalten. Am Abend hat Präfident Faure teine Persönlichkeiten mehr empfangen; erst morgen das heißt, alles thun, um die Aufdeckung des Armee- Panama Heiligthum betrachteten Dossier Dreyfus an die ordentlichen zu verhüllen. Gerichte verfügen. Damit wäre ein Hauptobjekt des Kampfes Man mag über die Dreyfus- Sache und über die Art, mord Henry's, die Revision des Prozesses Dreyfus in die Hand Prozesses start gefördert; soll doch erst in diesen Tagen Chanoine Da das Kabinet Brisson, gezwungen durch den Selbst dem Streite entrissen und die Revision des verhängnißvollen wie sie von beiden Seiten geführt worden ist, verschiedener nehmen mußte, hat sich alles verbündet, um es zu stürzen. dem früheren Präsidenten das Republik, Casimir Perier, erMeinung sein eins steht fest, sie hat zu einer für Frank Brisson ist sicherlich nicht unser Mann, reich unseres Erachtens sehr heilsamen Krise geführt. aber ebenso flärt haben, daß der sagenumwobene Dossier nichts für Nach der Zerschmetterung Frankreichs im Kriege von Republikaner ist, der alles daran segen wollte, um die Republik sicher ist es, daß er ein durchaus ehrlicher, überzeugungstreuer Dreyfus Kompromittirendes enthalte. 1870/71 war die Schaffung einer großen Armee Be- vor den Anschlägen von Abenteurern zu bewahren, um die hängnißvolleren geht es wohl noch entgegen. Blos eine Es sind verhängnißvolle Tage, die Frankreich erlebt, verdingung der nationalen Wiedergeburt. Da zu jener Wiederherstellung der Monarchie zu verhindern. Brisson mußte ehrliche und volksthümliche, dabei aber auch energische, von Zeit der demokratische Geist noch nicht start genug war, deshalb beseitigt werden. Wie er beseitigt wurde, haben die Rücksichtnahme nicht geleitete Regierung fann Frankreich um die allgemeine Volksbewaffnung und die Er- ausführlichen Depeschen in unserer letzten Nummer klar aus der schweren Krise erlösen. Für das kämpfende richtung einer Miliz, ähnlich wie in der Schweiz, durchzuführen, gezeigt. so wurde zu einer Armee- Organisation nach dem Muster des Proletariat dürften die letzten Tage die heilsame Lehre entsiegreichen deutschen Heeres gegriffen, und mit dieser Organi Republik unter einer Decke gespielt, er hat auf der Tribüne des reichs und der Demokratie planen, feste Einigung und General Chanoine hat mit den erbittertsten Feinden der halten, daß den Attentaten gegenüber, die die Feinde Franksation zog in die französische Republik auch der Militarismus Parlaments seine Kollegen, mit denen er noch vor einer Stunde in Zurückstellen der nebensächlichen Differenzen unter den ver ein, etwas gemildert allerdings durch die demokratischen Ein- Eintracht im Ministerrathe saß, schnöde verrathen, er hat einen schiedenen Richtungen der französischen Sozialdemokratie oberste richtungen, aber im Wesen doch ebenso gefährlich für die bürger- schmächlichen Theaterkoup nicht gescheut, er hat offen erklärt, Pflicht ist. liche Freiheit wie bei uns. Im Jahr 1877 wäre das neue fran- daß er, als er in das Kabinet trat, den Ministerpräsidenten zösische Heer um ein Haar zu einem Staatsstreich gegen die über sein Programm täuschte, daß er, statt die Revision des Von den heute eingelaufenen zahlreichen Depeschen verRepublik benutzt worden. Seitdem trat welche in dem Militarismus liegt, für längere Zeit in den Generalstab vor den ihm drohenden Enthüllungen zu schnell. Man riß sich um die Zeitungen, und in den Straßen und die Gefahr, Prozesses Dreyfus zu betreiben, nichts anderes anstrebte, als dienen blos die folgenden eine Wiedergabe: den Hintergrund, bis sie durch die Debatten, welche sich an schüßen. Herr Chanoine hat mit seinem Verhalten dem An auf den Plägen sammelte sich eine ungeheure Menschenmenge an. Die Nachricht vom Sturz der Regierung verbreitete sich sehr die Verurtheilung des Generalstabs- Offiziers Dreyfus knüpften, sehen der französischen Generalität neue schwere Wunden ge- Fortwährend kam es zu Demonstrationen, besonders vor der Rein den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt wurde. schlagen. daktion der„ Libre parole", welche illuminirt war. Das Kabinet fiel formell über den Vorwurf, daß es die Ob nun die Staatsstreichgerüchte der letzten Wochen be Armee nicht genügend gegen die Angriffe in der Presse und gründet waren oder nicht so viel ist gewiß: das Riesen in Versammlungen geschützt habe, es fiel, obgleich der Justizheer Frankreichs ist ein Machtmittel, das nach Innen minister flar nachwies, daß der„ Ehrenmann" Chanoine sich der mit verheerenden Wirkungen gebraucht werden kann und Verfolgungen dieser Angriffe widersetzte. in aller Frühe wird er sich mit den Präsidenten der beiden Kammern die Leitung, unter der es gegenwärtig ist, bietet keinenfalls berathen. eine genügende Bürgschaft gegen derartigen Mißbrauch. Und aber tiefer. Die französische Großbourgeoisie und die franzö- Elysée, um dem Präsidenten Faure das Dekret zur Unterschrift Die Ursachen der Niederlage des Kabinets Brisson liegen Kammerpräsident Brisson begab sich um 7 Uhr abends ins in diesem Gedanken begegnen sich alle ehrlichen Republikaner, fischen Agrarier haben zwar von einem radikalen Kabinete, vorzulegen, durch das Lockroy mit der interimistischen Leitung des die an die Unschuld des Dreyfus und die Staatsstreichgelüfte von einer Regierung der Brisson, Bourgeois, Sarrien und Striegsministeriums betraut wird. der Generale glauben, und die, welche an die Schuld Genossen nicht viel zu fürchten, sie wissen aber, daß ein des Dreyfus glauben und die Staatsstreichgelüfte der Ministerium von der Farbe der Meline, Barthon, Dupuy, welcher Richtung auch immer dasselbe angehören möge, das PorteIn Kammerkreisen verlautet, Delcassé werde im neuen Kabinet, Tetzten Wochen blos für politische Manöver halten. Angesichts der morgen innererklärt es sich, daß in dieser zerklüfteten, verwirrten, Gin radikales Kabinet muß sich mit der Reformt der halb und außerhalb des Justizpalastes geplanten Demonstrationen Constans, Ribot ihre Interessen ungenirter vertreten würde. feuille des Aeußern übernehmen. die Zerklüftung und Verwirrung des Landes abspiegeln direkten Steuern im Sinne einer etwas stärkeren Be- find umfassende Maßnahmen von der Polizei getroffen. den Boltsvertretung Frankreichs gestern alle Stimmen, laftung der Reichsten befassen, es kann die sozialen Fragen des Militärkomplottes hergegeben habe, aufs schärffte an.„ Rappel" Die radikalen Blätter greifen Chanoine, der sich zum Werkzeug mit zwei einzigen Ausnahmen, sich auf einer Tagesordnung unmöglich bei seite liegen lassen, es muß der Arbeiter erklärt, wenn Frankreich noch Republik wäre, so würde Chanoine einigten, welche die absolute Unterordnung der Militärgewalt bewegung freieren Spielraum lassen. Niemals freilich wird ein heute auf dem Mont Valerien in Haft sein. Die sozialistische und der Armee unter die bürgerliche Gewalt fordert. An sich will der Beschluß wenig bedeuten. Verfassungs ernstlich unbequem werden wollen, aber das genügt nicht den Ver- sein müsse, daß die Generale zu solchen Mitteln greifen, um einKabinet, wie das abgetretene, der Großbourgeoisie irgendwie Petite Republique" fragt, was in dem Dossier enthalten gemäß steht in Frankreich die Militärgewalt unter der Zivil- tretern der Großbank und der Großindustrie. Die französischen ander zu retten. Die gemäßigten Organe tadeln zwar gleichfalls gewalt. Stumm und Hansemann wollen in den Ministerhotels die Haltung Chanoine's als inforrett, sprechen sich aber befriedigt Dies hat jedoch nicht verhindert, daß die Militärgewalt ihre Politik und absolut nichts anderes als ihre Politik aus über das Ergebniß des gestrigen Tages. Dem" Figaro" zu zu einer Gefahr für die Republik geworden ist. Das, worum geführt sehen und deshalb waren sie froh, unter dem Vor- auf ein Konventsmitglied hinausgespielt. Einem Berichterstatter folge foll Faure geäußert haben, Chanoine habe sich es sich handelt, ist: die Unterordnung thatsächlich zu wande, die Armee- Ehre zu wahren, die Cavaignac, Deroulède, gegenüber erklärte Chanoine, er sei mit Brisson in vielen machen, sie von dem Papier in die Wirklichkeit zu über Mun und Drumont durch ihre Stimmen zu stärken und das Dingen nicht einig gewesen, die Dreyfus- Blätter habe er deshalb tragen. Und das läßt sich nur auf einem Wege erreichen: Kabinet Brisson zu Falle zu bringen. durch Verbürgerlichung der Armee. Die frannicht verfolgen lassen, weil die Strafen zu geringfügig gezösische Armee, die jetzt auf dem Boden des militaristischen wesen wären. Auch die von russischen Blättern hervorgehobenen Heersystems die numerische Konkurrenz mit der Armee des Komplikationen hätten ihn bewogen, zu demissioniren. um 12 Millionen volfreicheren Deutschland doch nicht länger bestehen kann, muß allmälig in ein Miliz heer umgewandelt werden. So Unsere Genossen in Frankreich haben das begriffen und gehen in dieser Richtung vor. Sigung vom 25. Oktober sein? Was wird nun das Ergebniß der verhängnißvollen Herr Faure wird sich jedenfalls freuen, daß sein Sonfurrent um den Präsidentenstuhl der französischen Republik eine Niederlage zu verzeichnen hat, er würde am frohsten sein, Die Libre Parole" fündigt an, daß sämmtliche nationalistische betreffend die Revision des Dreyfus- Prozesses beim Kassationshofe und antisemitische Deputirte der morgen beginnenden Verhandlung beiwohnen werden. Von der Patriotenliga sind für morgen Des monſtrationen vor dem Justizpalast geplant. und shot * Der stets große Wirrwarr des französischen Barteiwefens war nie so unentwirrbar, wie im gegenwärtigen Moment. Die Künstler ber Kouloirintriguen, die ehrgeizigen Ränkeschmiede, deren einziger Grundsatz die Erlangung eines Ministerportefeuilles ist, schwimmen in Wonne. Bei der gründlichen Bersetzung der regierungsfähigen Parteien durch die Dreyfus- Affäre fann ein nichts, ein sogenannter " Sigungs- Zwischenfall" eine Ministerkrise eröffnen. wenn er wieder die Meline und Barthou zur Kabinetsbildung berufen könnte. Es wird ihm aber jedenfalls sehr schwer Die Haltung des Kriegsministers Chanoine in der gestrigen fallen, ein neues Kabinet zu bilden. Formell müßte er aus der vor den Vorgängen des gestrigen Tages zur Post gegeben Einem ausführlichen Brief unseres Pariser Korrespondenten, Rammerfißung beweist, daß die Spigen des französischen der Mehrheit die neuen Minister wählen. Diese Mehrheit war, entnehmen wir das folgende, was auch heute noch von Heeres mit allen Mitteln, und seien es selbst die der scham war aber blos eine Mehrheit des Augenblicks, blos eine Werth ist. lofesten Doppelzüngigkeit und Treulosigkeit, darnach streben, Mehrheit, um Brisson zu stürzen, aber keine Mehrheit, aus Jetzt sind die Eindrücke der Wahlkampagne bereits gründlich eine Aufdeckung ihrer Verbrechen zu verhindern. Die Revision der sich ein Ministerium, das auch nur einen Tag einträchtlich verwischt, die kommenden Neuwahlen durch den Maximalraum einer des Prozesses Dreyfus foll verhindert werden, damit zufammenarbeiten kann, das auch nur eine Abstimmung der ganzen Legislatur entfernt nichts hindert also die so zahlreichen die schmählichen Machenschaften des Generalstabes nicht ans Stammer überdauern könnte, bilden ließe. Vor allem aber ist Wetterfahnen von Abgeordneten, ihren jeweiligen augenblicklichen Tageslicht tommen. Alle Generale halten zusammen, denn diese Mehrheit eine antirepublikanische gewesen, ihr ge- Neigungen zu folgen. es gilt, die Kompromittirung des Generalstabes zu ver- hörten an alle Monarchisten, alle klerikalen, alle Schein hindern. Aber es gilt für diejenigen, welche die Storruption republikaner, die sogenannten Ralliirten, dann die ehebekämpfen, noch weit mehr als das Panama des General- maligen Boulangisten, die Antisemiten und bon den stabes zu enthüllen und den unsauberen Burschen mit Republikanern blos die unzuverlässigsten unpopulärsten. Generalštressen und ordenbesäeten Uniformen das Hand- Aus Elementen dieser Art kann selbst Herr Faure, dieser gewert zu legen, es gilt die Republit zu retten. treueste Unterthan seiner Majestät des Selbstherrschers aller Die Republik, die ruhige Entwickelung Frankreichs, ist aufs Reußen, ein Kabinet nicht bilden. Wahrscheinlich wird der Zur Zeit giebt es in der Kammer nur zwei berechenbare ernsthafteste bedroht von dem im Selbsterhaltungsfampfe fein Versuch gemacht werden, ein sogenanntes Konzentrations- Faktoren, die aber nicht entscheidend find: auf der einen Seite die Mittel scheuenden Generalstabe. Aufrichtige Republikaner Stabinet zu bilden, in dem die gemäßigten Republttaner stärker Sozialisten und Linksradikalen, auf der anderen der„ nationalistische" giebt es nicht oder blos ganz vereinzelt unter den Führern als die linksstehenden vertreten sind, und das den Forde haben in den legten Wochen ihre durch die Dreyfus- Affäre gestörte Kuddelmuddel und die Klerikal- Monarchisten. Die Sozialisten. der französischen Armee; die meisten von ihnen sind rungen unserer Partei schroff gegenübersteht. Es wäre tattische Einigkeit wiedergefunden. Die Orleanisten und Stellungnahme der Bonapartisten, find ehrgeizige müssig, heute sich auf das Nathen von Namen zu verlegen, Nationalisten" und lerital- Monarchisten braucht Männer, die unter der Monarchie, die sich nach einer Faure verhandelte mit den Präsidenten der beiden Kammern nicht weiter erörtert zu werden. Für die ersteren sind die UnfehlRestauration mehr noch als in irgend einem andern Lande und anderen bekannten Politikern und ehemaligen Ministern; barkeit und die Makellosigkeit der Fälscherbande des Generalstabes. auf die Bajonette stüßen würde, bessere Aussichten haben diesen mehr formellen Besprechungen ist nicht viel Bedeutung eine Existenzfrage, für die letzteren ein Kampfmittel gegen die würden, als in einer demokratischen Republik. Die Generale beizulegen, alles spricht dafür, daß die Ministerkrise lange Zeit Republit, wissen auch, daß, je mehr die französische Republik demokratifirt für ihre Lösung bedürfen wird. Aber die beiden Parteigruppen neutralisiren einander. Sie wird, je mehr sie sich auf die breiten Volksmassen stüzen muß Während die schwierigen Verhandlungen wegen der Kabinets- find mumerisch ungefähr gleich start, etwa 150 Abgeordnete in und ihre Interessen zu vertreten sucht, desto mehr die bildung gepflogen, werden, tritt der Kaffationshof zusammen, und die Bourgeoisrepublikaner. Was diese Parteien betrifft, ieder Gruppe. Ausschlaggebend sind die gemäßigten Radikalen Revanche Idee verblassen lassen muß, daß dann die Aussichten um über die Revision des Prozesses Dreyfus zu berathen. so ist es schwer zu sagen, welche von beiden gründlicher zerfekt ist. desto geringer werden, in einem Kriege Ruhm, Avancement, Die Mercier, Billot, Cavaignac, Zurlinden, Chanoine können Die Radikalen sind eine Partei, die ihr Programm preisgegeben hat. Gratifikationen, Auszeichnungen zu erhalten. Eine neu das, was sie verhindern wollten, doch nicht mehr stören. Das Das zusammenhaltende prinzipielle Band ist völlig aufgelöst. An gebackene Monarchie würde auch bald gezwungen sein, die Gericht muß seine Sigungen abhalten zum feſt- ſtelle des allgemeinen Partei- Interesses drängen sich immer ungezügelter Unzufriedenheit mit den Zuständen im Innern durch eine gefekten Termine, ganz gleich, об ein Stabinet ge- die egoistischen Interessen der einzelnen Kliquen und Personen. Wenn abenteuernde auswärtige Politik zu paralysiren. Sie würde bildet ist oder nicht. Und auch das neue Kabinet die Dreyfus- Affäre und was damit zusammenhängt, gerade die Radikalen fich bald in Verwickelungen bedenklichster Art stürzen. wird die Revision des Prozesses Dreyfus nicht auf besonders arg zerklüftet hat, so deshalb, weil diese Bartei ohnehin So sehen wir die Revanche- Politifer vom Schlage halten können, wenn die Revision vom Kassationshof Symptom der Auflösung ist die ungeheuerliche Thatsache, daß bereits sich in einem Auflösungsstadium befand. Das deutlichste Déroulède's, trotz der Bethenerung ihrer republikanischen Ge- beschlossen wird. Und währt die Krise lange, so fann der Gavaignac, der skrupellose Hampelmanit der Fälschersinnung, Hand in Hand gehen mit den Orleanisten und interimistische Kriegsminister Lockroy die Auslieferung des im bande, der der Kammer den Maueranschlag einer plumpen Bonapartisten und als Verfechter der Armee- Ehre auftreten, Kriegsministerium sorgsam behüteten, vom Generalstab als Fälschung aufgedrängt und bald darauf die Gegner des alle d Die Bourgeoisrepublikaner, die das Monopolder, Regierungsdie Generalflabes durch einen Hochberrathsprozeß zu vernichten versucht einer Verschwörung erzählt, werden sogar von dem offiziösen„ Ham-| namentlich bezüglich des Verhältnisses zwischen Gehilfen und hat, daß ein Mensch, der seiner Großmannssucht alles andere, burgischen Korrespondenten" als Schwindel bezeichnet. Und der fleineren Prinzipalen in Ladengeschäften, liege, sondern daran, einschließlich der elementarsten Grundlagen eines Rechtsstaates, Staats- Anzeiger" übernimmt die Meldung des„ Hamburgischen Korre- daß die Schwierigkeit und die Kostspieligkeit des Verfahrens, unterzuordnen bereit ist, trotz alledem bei den Nadikalen eine Schaar fpondenten". Wir dächten, die Attentatspolitiker könnten die Mache sowie die Unberechenbarkeit gerichtlicher Entscheidungen Anhänger findet. doch etwas geschickter betreiben. Betheiligten in sehr vielen Fällen abhielten, rechtliche Ansprüche Reichstagseröffnung. Wie mehrere Blätter berichten, wird in bei den ordentlichen Gerichten geltend zu machen. Diese Mißstände maßgebenden politischen Streifen als sicher angenommen, daß der würden bei einem nach Art der Gewerbegerichte eingerichteten Reichstag am 29. November durch den Kaiser im weißen Snale er- Schiedsgerichte zum größten Theil wegfallen. Was insbesondere öffnet werden wird. den letzten Punkt, die Unberechenbarkeit der Entscheidungen der ordentlichen Gerichte, betrifft, so scheint sich vor einem solchen eine Zur Grubeninspektion. Die Berliner Neuesten Nachrichten", ihrer Gehilfen zu bestreiten; viel eher werden sie Bedenken tragen, fähigkeit beanspruchen," find sonst darin einig, das Vaterland in Gefahr zu erklären, sobald die Macht in seltenen und furzen Zwischen räumen- ihren erprobten Händen entgleitet. Auch befizen sie im Gegensatz zur radikalen Mittelpartei eine bestimmte Richtsschnur in den Klasseninteressen der Bourgeoisie. Es war eine Rückwärts hinter denen bekanntlich Bergwerts- Besizer stehen, sind gewisse Selasse von Prinzipalen wenig zu scheuen, gerechte Ansprüche entwickelung, aber doch eine Entwickelung und feine AufLösung, ala fte unter dem zweijährigen Ministerium offenbar in großer Sorge, daß die Regierung sich dazu verstehen den Versuch zu machen, sich vor einem zum theil mit ihren BerufsMeline ein Kartell mit den Klerikal- Monarchisten, d. H. den Vertretern könnte, Delegirte der Bergleute zur Grubeninspektion heranzuziehen. Der reaktionärsten Schicht der Bourgeoisie, schloffen. Aber die Nieder- In einem eigenen Leitartikel über diese Sache sucht das Blatt unsere genossen besetzten Gericht ihren Verpflichtungen zu entziehen." Tage dieses Kartells in den letzten Wahlen hat die Bourgeoisrepubli- Bertheidigung dieser Bergarbeiter- Forderung zu widerlegen. Es Sprache. Hoffentlich wird die Regierung diese Antwort beherzigen kaner aus dem Konzept gebracht, in zwei Theile gespalten. Der linke schreibt: und den am 17. April 1897 vom Reichstag einstimmig angenommenen Flügel begann wieder mit den Radikalen Fühlung zu suchen. Dann kam Man versucht, der Regierung den Gedanken der Heranziehung Antrag der Sozialdemokraten, der die Vorlegung eines Gesezentwurfes die Wendung in der Dreyfus- Affäre, die Entlarvung der Fälscherbande von Arbeiterbelegirten durch die Behauptung schmackhaft zu machen, über die Einführung kaufmännischer Schiedsgerichte fordert, endlich und die dadurch unvermeidlich gewordene Revision. Ein neuer Keil, daß dadurch ein Theil der Verantwortung den Arbeitern zu der den Riß zwischen Bourgeois- Republikanern und Klerikal== geschoben werde. Wer wäre aber trotzdem nicht überzeugt, daß Monarchisten erweitert hat. Damit nicht genug, ist im die sozialdemokratischen Hezer jedes Grubenunglück auch in Bu Polnische Arbeiter in den westlichen Provinzen. Im wärtigen Moment auch noch die Uebereinstimmung der Bourgeois- kunft in der bisherigen Weise ausbeuten würden? Wenn diese Jahre 1886 wurden in Westfalen nur 84 polnisch und 546 polnisch Republikaner über die Nothwendigkeit, die Gewalt fofort wieder Herren und die ihnen nahestehenden Preßorgane über die Ver- und deutsch sprechende Kinder gezählt. Im Rheinlande waren nur an sich zu reißen, dahin. antwortlichkeit für die Grubenunglide die Wahrheit sagen wollten, 12 polnisch und 69 polnisch und deutsch sprechende Kinder vorhanden. so müßten sie gestehen, daß, soweit nicht höhere Gewalt vorliegt, Die Schulstatistik von 1896 verzeichnet nicht weniger als 1568 in der überwiegenden Mehrheit der Fälle ein Verschulden polnisch und 4490 polnisch und deutsch sprechende Kinder in Weftder Arbeiter nicht bestritten werden kann. Wie fegensreich falen und 225 polnisch und 531 polnisch und deutsch sprechende hätten die Agitatoren wirken können, wenn sie diese Thatsache den Kinder im Rheinlande. Arbeitern immer von neuem eingeschärft hätten! Aber freilich, Während die ehemaligen Kerntruppen Meline's ohne Bedenken ihrem bewährten Chef folgen, der mit der bekannten„ Selbstlosig= feit" fich bereit erklärt, die ihm so lästige Bürde der Macht im Interesse des Vaterlandes wieder zu übernehmen, halten es die Anhänger anderer Parteigrößen für rathsamer, die Erledigung der Dreyfus- Affäre abzuwarten, um so den radikalen Ministern die ganze Verantwortlichkeit für die Verlegung des Generalstabes zu überlassen. Aeußerlich tritt die Rathlosigkeit der Bourgeois- Republikaner in der Thatsache hervor, daß ihr im Beginn der Legislatur eingesetztes fünfgliedriges Direktorium, übrigens von Anfang an ein Gespött aller Parteien, fich aufgelöst hat. Charles Dupuh, einer der Direktoren, hat demissionirt mit der merkwürdigen Begründung, daß in der verzwickten Situation jedermant auf seine Unabhängigkeit bedacht sein müsse. In die redliche Sprache übersetzt, besagt das soviel, daß der schlaue Auvergnat für sich persönlich im Trüben fischen will, ohne an den Ehrgeiz seiner parteigenössischen Rivalen gebunden zu sein. Eine Berichtigung zu dem" telegraphischen Berichte über die Kammerfizung in unserer legten Nummer ist noch erforderlich. Es heißt dort, daß Berteaug( Sozialist) das Vertrauensvotum für die Regierung beantragt habe; der betreffende Abgeord nete gehört nicht unserer Partei, sondern der Gruppe der Linksradikalen an. Politische Webericht. sole Berlin, den 26. Oftober. Und zumal weder die italienische Regierung, noch die italienischen Gerichte je einen Unterschied in der Beurtheilung der gesetzmäßigen demokratischen und sozialdemokratischen Agitation einerseits und andererseits der anarchistischen Anschläge gelten ließen, fommt man unschwer zu der Ueberzeugung, daß die Regenten des modernen Italien unter Bekämpfung des Anarchismus die Unterdrückung alles dessen verstehen, was bei uns republikanisch und demokratisch heißt. Wie der Sultan die ihm gefährlichen Jungtürken und die ihm widerwärtigen Armenier mit dem Brandmal des Anarchismus zeichnen möchte, um sie ungestört durch ganz Europa verfolgen laffen zu können, also geht Italien darauf aus, die gewaltige Zahl der Unzufriedenen in Italien insgesammt als umstürzlerische Elesänmtlicher Mächte des alten Erdtheils zu reklamiren. nachkommen. Bur Militärjuftiz. Der württembergische Staats- Anzeiger" " wie hätte man dann noch die„ unbarmherzige Habgier ber vera of jetzt die versprochene Darstellung über den Fall Vögele; ruchten Geldsäcke" treffen können! islank and nichts als ein Ruiff der Zechenbefizer, die die Kontrolle der scharf äugigen Arbeiterbelegirten und deren auf Verbefferung der Gruben einrichtungen hinzielende Vorschläge an die Regierungsbehörden zu fürchten haben. Nicht nur sozialdemokratische, sondern auch die auf firchlichem Boden stehenden Bergleute fordern die Anstellung von Arbeiterbelegirten. In diesem Punkt find alle Bergleute einig. Es handelt sich also um eine reine Berufsforderung. " Man sagt, durch die Heranziehung von Arbeiterbelegirtene lautet: dundersidad ppm würde die Arbeiterschaft Vertrauen fassen zu der staatlichen Ju- Die geführte militärgerichtliche Untersuchung hat festgestellt, daß spettion. Jawohl, Vertrauen solange, als die Inspektion im Sinne der im ersten Dienstjahre befindliche Ulan Gottlob Vögele von Kornund zu gunsten der Arbeiter entschiede. Ein Arbeiterbelegirter, westheim, welcher wegen Ungeschicklichkeit bei Instandhaltung seiner der sich erlauben wollte, auf grund gewissenhafter Brüfung eine Ausrüstungsstücke einer besonderen Beaufsichtigung von seiten seiner den Arbeitern mißfallende Ansicht auszusprechen, wäre fortan ein Vorgesetzten, bedurfte, am 31. Juli d. J. von seinem Berittführer, verlorener Mann. So leicht würde das freilich nicht vorkommen; Unteroffizier W. Müller von Wolffölden, Oberamts Marbach, denn aus den Wahlen der Arbeiter würden in der Regel gerade vormittags im Stall, weil er einen Befehl säumig ausführte, die Heger hervorgehen, und diese würden ihre Aufsichtsthätigkeit einigeStreiche mit einem Lederriemen über gründfäßlich und ausschließlich im arbeitgeberfeindlichen Sinne den Rüden erhalten und daß am gleichen Tage abends derausüben. Das hieße dann nichts anderes, als den sozialen Krieg felbe Unteroffizier, weil der Reitanzug des Vögele nicht genügend durch ein staatliches Organ schüren!" geputzt war, dem letzteren mehrmals die Stiefelschäfte um Die Verniches Neuesten Nachrichten" reden vom Bergarbeiter- en Kopf und die Lederbejezten Reithofen über den schutz wie der Blinde von der Farbe. Bei den Maßnahmen, die zur Kopf geschlagen hat. Bei dieser Thätlichkeit wurde Vögele verVerhinderung von Unglücksfällen in den Gruben zu treffen find, hat muthlich durch die am Hofenpreiß der Lederhosen befindliche Schnalle eine umfichtige Bergverwaltung selbstverständlich schon in Rücksicht verlegt und blutete infolge hiervon etwas aus zwei kleinen Wunden zu ziehen, daß dieser oder jener Arbeiter sich eine Fahrlässigkeit zu an der Stirn. Daß Vögele und andere Mannschaften früher schulden kommen lassen wird; solche Fahrlässigkeiten lassen sich unter schon mehrfach wegen vorgekommener Versäumnisse und Unden heutigen Verhältnissen nicht leicht aus der Welt schaffen, aber ordentlichkeiten von Unteroffizier Müller gestoßen und geschlagen durch zweckentsprechende Grubeneinrichtungen kann man verhüten, worden sind, ist bei diesem Anlaß gleichfalls erhoben daß aus den Verfehlungen einzelner Arbeiter Maffen Rata worden. Verlegungen find hierbei nicht vorgekommen und es Die am strophen entstehen. Wir haben hierauf seinerzeit mit Nachdruck waren diese Handgreiflichkeiten sämmtlich leichterer Art. aufmerksam gemacht, und der in der Dienstagnummer des 31. Juli d. I. erfahrene Mihhandlung hat den von seinem Vater " Vorwärts" erwähnte Erlaß des Handelsministers bewegt sich in und seinen früheren Arbeitgebern als leicht beleidigt" und" arg Ueber die Anarchistenkonferenz der Mächte, die sich bemselben Ideengange. Was alles in dieser Beziehung je nach Art empfindlich" geschilderten Ülanen Vögele, der überdies damals von gegen die Freiheit" richte, schreibt ein bürgerlich demokrati der Grube zu thun nöthig ist, wissen am besten die Arbeiter, die einem anderen Vorgesetzten wegen einer Leinen Verfehlung eine Anz sches Schweizerblatt, der„ St. Gallener Stadtanzeiger": ständig in der Grube beschäftigt find. Even deshalb ist die Anzeige zu gewärtigen hatte, in hohem Maße schmerzlich es ist Vögele Als die Regierung des gegenwärtigen Italiens nach der Genfer stellung von Arbeiterdelegirten schon in rein technischer Beziehung erregt, und worauf einzelne furz zuvor Mordthat Luccheni's die Initiative zur Bekämpfung des Anarchis- eine ganz unumgängliche Voraussetzung einer wirklichen Verbesserung Kameraden gegenüber gethane Aeußerungen desselben hinmus ergriff, konnte man sich von vornherein eine ungefähre Vor- der Grubeninspektion. Dazu kommt der moralische Einfluß, den weisen in dieser gemüthlichen Verstimmung zu Sem Leben zu stellung machen, wo sie mit ihren Vorschlägen hinauswolle. Und ein von seinesgleichen gewählter Arbeiter hinsichtlich der genauen Entschlusse ge'angt, fich durch Erhängen das eine das Rundschreiben des italienischen Ministeriums an die Mächte Beachtung der Schutzvorschriften natürlicherweise in größerem Maße nehmen. Daß Vögele am Abend des 31. Juli etwa und die mit demselben verbundenen Vorschläge bestätigen es, daß auf die Arbeiter ausübt, als ein Beamter, der, sei es auch der Stunde nach den erlittenen Thätlichkeiten durch Selbstmord es nicht allein auf die Bekämpfung der anarchistischen Propaganda wohlmeinendste Mann, den Bergleuten fremder gegenübersteht. geendet hat, ist nach dem Ergebnisse der geführten Untersuchung un abgesehen ist, sondern namentlich und in erster Linie auf Der Einwand, daß die Arbeiterbelegirten als Instrumente der zweifelhaft. Hierdurch ist die Grundlosigkeit gegentheiliger Ausalle diejenigen Bestrebungen, welche auf eine Aenderung der sozialdemokratischen Partei- Interessen fungiren würden, ist weiter streuungen dargethan, gegen deren Urheber und Verbreiter überdies politischen und wirthschaftlichen Verhältnisse unserer Zeit ausgehen, von der Militärbehörde bei den bürgerlichen Gerichten Strafantrag ,, umstürzlerischen Charakters" sind. wegen Beleidigung gestellt ist. Interoffizier Müller ist, wie bereits mitgetheilt wurde, durch allerhöchsten Orts bestätigtes Erkenntniß des fgl. Militär- Revisionsgerichts wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt während der Ausübung des Dienstes, verübt in einer Handlung durch mehrfaches vorsätzliches Schlagen und Stoßen Untergebener, zum theil auch durch wiederholte körperliche Mißhandlung eines Untergebenen Wenn die Berliner Neuesten Nachrichten" sagen, sie befürchten, zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt worden." der Vorwärts" und seine Freunde würden von dem Inhalt des Diese Darstellung ist überaus charakteristisch für die Auffassungsangefündigten Gefeßentwin fs betreffend Erweiterung der Grubensweise der militärischen Kreise. Der Soldat Vögele hätte danach inspektion wenig befriedigt sein, so dürfte das an ihren ganzen Aus- feinen ernsten Anlaß gehabt, sich das Leben zu nehmen; er war zu führungen das einzig richtige sein. Wie wir schon in einer früheren empfindlich" und zu leicht beleidigt". Wenn man sich aber in die Nummer andeuteten, müßte es sonderbar zugehen, wenn in der Mera Lage eines ehrliebenden Soldaten hineinversezen will, der durch Stumm die preußische Regierung den Muth zeigen sollte, den Ar- fleinliche Chikanen wegen geringster Verfehlungen und bekannt beitern wirklich ernsthafte Bugeständnisse zu machen. lich fann ein chitanöfer Vorgesetter stets Verfehlungen bei den mente zu deklariren und zu ihrer Verfolgung die Unterstügung Drohender Zollkonflikt mit Amerika. Dem Reichstage wird untergebenen finden so behandelt wird, wie der Ullan Vögele, Es wird die Anarchistenkonferenz im Zeichen der ausge- welcher diese Materie an stelle der bisherigen landesgesetzlichen Bordaß jezt Strafantrag gegen bürgerliche Blätter gestellt wird, welche u. a. auch ein Gejezentwurf über die Fleischschau zugehen, so wird man seine That nur zu gut begreifen. Ebenso charakteristisch für den Geist der Militärbehörden ist es, sprochenſten Reaktion stehen; die unſelige That Luccheni's wird zum schriften für das ganze Reich einheitlich regeln soll. Dieser Entwurf daß jetzt Strafantrag gegen bürgerliche Blätter gestellt wird, welche Ausgangspunkt eines längst geplanten Anschlages auf die demo- enthält auch Bestimmungen über die Untersuchungen von Büchsen hätten nicht die Militärbehörden das bedauerliche Vorkommniß in die Vermuthung aussprachen, daß Vögele aufgehängt worden sei. kratische und sozialdemokratische Bewegung in den Staaten Europa's. fleisch und von Wurst, die so abgefaßt sind, daß sie die Ein- ätten nicht die Militärbehörden das bedauerliche Vorkommniß in Italien, das erst kürzlich mit Aufbietung seiner brutalen fuhr thatsächlich unmöglich machen werden. geheimnißvolles Dunkel gehüllt, hätten sie zeitig der beunruhigten Militärgewalt die jäh als Ausdruck des tiefen Boltsunwillens aus scheint, daß die amerikanische Regierung über diesen Entwurf beseitigt gewesen. So aber sollen noch diejenigen, welche sich der Oeffentlichkeit Aufklärung gegeben, so wären jene Gerüchte bald gebrochene Mailänder Revolte mit Mühe und Noth niedergeworfen schon, wenn auch nicht auf offiziellem Wege, unterrichtet hat, spielt sich heute mit einer unverschämten Prätention als ist. Sie bereitet, wie die„ Frankf. 3tg." erfährt, für den Fall, daß angelegenheit pflichtgemäß annahmen, bestraft werden. Ordnungs- und Ruhestifter von ganz Europa auf. der Entwurf Gesez werden sollte, bereits Repressivmaßregeln vor. Diese Landräthcher Kampf gegen die Sozialdemokratie. In Irgend eine der eingeladenen Regierungen sollte dem ita find zum theil von früher bekannt. Es würde unter dem Vorwand zirginnen im Streife Ragnit( Ostpreußen) bekleidete der lienischen Minister des Aeußern schreiben:" Wir sind gerne bereit, fanitärer Fürsorge eine Prüfung der zur Einfuhr kommenden Genosse Mittner das Amt eines Schöffen zur Zufriedenheit der an der von Ew. Exzellenz vorgeschlagenen Konferenz theilzunehmen, deutschen Weine auf irgend welche gesundheitsgefährliche Bestand Gemeinde. Es hatte auch niemand Anstoß genommen daran, daß da aber der Anarchismus, wie die Statistit der Attentate theile, ebenso die Prüfung von Spielwaaren und sogar die von er Sozialdemokrat ist, vielleicht war es taum aufgefallen. Da tam beweist, in hervorragendem Maße eine italienische Eigen wollenen Geweben durch Gesetz erfolgen, das letztere unter dem Vor- die Reichstagewahl und Mittner agitirte für den sozialthümlichkeit ist, so möchten wir Ew. Exzellenz bitten, Ihrer- wand, daß wollene Gewebe zuweilen Hautentzündungen hervor- demokratischen Kandidaten, Gutsbefizer Hofer. Er wurde feits das Dringendste und Wirksamste zur Bekämpfung des rufen. Hoffentlich gelingt es im Reichstag, das Gesetz so zu gestalten, denunzirt und der Landrath von Ragnit leitete das DisziplinarAnarchismus zu thun, nicht durch Gewaltmaßregeln, Kriegsgerichte baß es allen Anforderungen hygienischer Fürsorge genügt, ohne der verfahren zweds Amtsenthebung gegen ihn ein. und Ausnahmegesetze, sondern durch wirthschaftliche und soziale agrarischen Absicht einer Verhinderung oder Erschwerung der Fleisch- Anklageschrift heißt es, daß er sich durch sein Verhalten außer Steformen, durch die Hebung der materiellen, geistigen und fitt- einfuhr zu dienen und so zu einem Bollfrieg mit Amerika die Ver- dem Amt der Achtung, des Ansehens und des Vertrauens, die sein lichen Zustände des italienischen Volkes. Dann ist Ihnen am besten anlassung zu geben. Beruf erfordern, unwürdig gezeigt habe, indem er aus Anlaß der gedient und auch uns." Kaufmännische Schiedsgerichte. Durch die gange Unter- Wahlen zum Reichstage Wahlaufrufe und Wahlzettel der sozialDas ist denn auch in der That der Standpunkt, den unsere nehmerpresse des Handelsgewerbes, so schreibt das Handlungs- demokratischen Partei vertheilt, und für den sozialdemokratischen republikanische Bundesregierung an der Konferenz der Mächte zu gehilfen- Blatt", macht eine Notiz die Runde, wonach eine Umfrage Standidaten Gutsbesizer Hofer- Gr. Skaisgirren agitirt habe. Mittner den volksfeindlichen und zudem völlig wirkungslosen Vorschlägen in Sachen der event. Einführung laufmännischer Schiedsgerichte" bei ist nun bereits freiwillig zurückgetreten, so daß es zu einem Verder italienischen Regierung einmehmen sollte. Die wilde Jagd, welche der Bundesrath in den letzten Wochen nicht blos auf Leute, den deutschen Handels- und Gewerbekammern ein negatives Resultat fahren nicht mehr kommt. ergeben hätte. Von 73 befragten Kammern sollen sich 47 gegen die Die Gemeinde aber wird, wie die Königsberger Tribüne" dazu die anarchistischer Gesinnungen verdächtig find, sondern auch auf Einführung und 19 für dieselbe ausgesprochen haben. Das ist bemerkt, durchaus keinen Vortheil von der Entfernung Mittner's solche, die mit dem Anarchismus nie etivas zu thun hatten, sich richtig, das Dumme dabei ist nur, daß diese Umfrage bereits vor haben. Mittner ist im ganen Dorf der einzige Mann, der einigertheilweise sogar nicht mehr in unserem Lande aufhalten, todt oder fast drei Jahren vorgenommen worden ist und daß seit dieser Zeit maßen federgewand iſt. Da der Ortsschulze so gut wie garnicht verschollen sind, einleitete und befahl, läßt uns sehr befürchten, eine ganze Anzahl Handelskammern ihren ablehnenden Standpuntt lesen und schreiben kam, hat der Schöffe bisher alle schriftlichen Ardaß der Vertreter des Bundesrathes vor die Abgeordneten der europäischen Mächte nicht in aufrechter, sondern in devot gebückter aufgegeben haben. Das wird natürlich verschwiegen, man will um beiten erledigt. Ohne daran zu denten, hat der Schulze mit auf die jeden Preis Stimmung machen gegen die Einführung dieser so noth- Amtsentsetzung Mittner's hingewirkt. Bei den übrigen GemeindeHaltung treten werde. mitgliedern hat das Vorgehen gegen den Mann, den sie zum Schöffent Und doch hätte die Schweiz gerade in diesen Tagen einen wendigen Einrichtung. Gerade die größten und einflußreichsten Kammern, mit Aus- wählten, der also ihr Vertrauen besaß, nichts weniger wie Beschönen Beruf, da unter dem Vorwand der Bekämpfung des Annahme der ach! so alten„ Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft" geisterung hervorgerufen. Wahrscheinlich hat die Maßregelung archismus zu einem neuen Schlage gegen die Freiheit der danken, der Presse und der Meinungsäußerung ausgeholt wird haben sich für die Einführung kaufmännischer Schiedsgerichte aus Wittner's Folgen, die seine Vorgesetzten nicht wünschen. und unser Asylrecht angetastet werden will. Es ist aber der alte gesprochen und manche von ihnen haben ihrer Antwort eine Be3u zwei Jahren Gefängniß verurtheilte das Landgericht Republikanerstolz vor Königsthronen unserm Bundesrath abhanden gründung mit auf den Weg gegeben, die sich die Herren Arbeitgeber Chemnitz einen 12 Jahre alten, bisher noch unbestraften Souls nicht hinter den Spiegel stecken werden. So äußert sich beispielsgekommen! So das schweizerische Blatt. Der Bundesrath hat leider neuesten Jahresbericht über die seinerzeit dem Minister für Handel bahnschienen gelegt und mit Steinen eine Warnungstafel der Bahn weise das Vorsteheramt der Kaufmannschaft zu Danzig in feinem naben. Der Knabe hatte zweimal fauftgroße Steine auf die Eisena nicht das nöthige Rückgrat, um der europäischen Reaktion und Gewerbe auf seine wiederholte Anfrage ertheilte Antwort wie herabgeworfen. Die Steine wurden von der Lokomotive bei Seite geschoben. Die böswillige Gefährdung eines Eisenbahnzuges, durch gegenüber seine Würde zu wahren. Zum Glück hat die eng- folgt: Tische Regierung mehr Selbstgefühl und Kraft. Sie hat„ Von dem Herrn Handelsminister wurden wir aufgefordert, welche unter Umständen viele Wienschenleben aufs Spiel gesetzt werden können, gehört jedenfalls zu den verdanmenswerthesten Verbrecen, von vornherein jede Mitwirkung zur Beschränkung der Freiheit uns zu der neuerdings angeregten Bildung von den Gewerbe aber ob der Junge das Bewußtsein seiner verbrecherischen Thai geund insbesondere des Asylrechts abgelehnt. Und gerichten ähnlichen kaufmännischen Schiedsgerichten, zur damit ist der Hauptzweck der internationalen Verschwörung scheidung von Streitigkeiten zwischen Prinzipalen und Angestellten, habt, daran möchten wir zweifeln. Das Urtheil erscheint uns ein um so furchtbareres, als damit das ganze Schicksal des Jungen für zu äußern. Wir befürworteten die Einrichtung solcher Gerichte, immer besiegelt ist.. gegen die Völker vereitelt. indem wir in unserer Antwort darauf hinwiesen, daß bei den ordentdefto ge- lichen Gerichten, insbesondere bei der Kammer für Handelssachen, Die Deutsche Landwirthschafts Gesellschaft wird in den Die egyptische Attentats Sphing schweigt sprächiger ist der Hamburger Telegraph, der den Schirmmacher allerdings nur wenige Streitigkeiten zwischen Prinzipalen und Ge- Tagen vom 13. bis 17. Februar 1899 ihre große Winter- WerfamntOldenburg zu Altona zu einem fürchterlichen Attentäter auf- hilfen zur Verhandlung kommen, daß das aber unserer Meinung lung abhalten; etwa um dieselbe Zeit tagen die anderen großen bauscht. Die Wunderdinge, die der gefährliche Schirmmacher von nach nicht sowohl an der Seltenheit folcher Streitigkeiten, Körperschaften der deutschen Landwirthe. " Es = In der Orten verbreitet. Kampf um das Koalitionsrecht! Die Zuchthausvorlage. Aus dem Rheinland.( Gründung bon inter- wieder wie in früheren Jahren das budgetirte Defizit in einen Einführung des Reichstags- Wahlrechts auch für die Abgeordnetenhaus Tonfeffionellen Fachorganisationen.) Die katholischen Ueberschuß der Rechnung verwandeln. Wahlen verpflichtet. Arbeitervereine der Erzdiözese Köln, die die nördliche Hälfte der Gegen die Opposition der Sozialdemokraten und Liberalen ist Fingblätter zur Landtagswahl Rheinproving umfaßt, hielten am vorigen Sonntag in Eisen einen am Sonntag im Kanton Schwyz die revidirte Verfassung, das wurden am Sonntag seitens unserer Parteigenossen in SteichenDelegirtentag ab, auf dem 67 Vereine mit 19 100 Mitgliedern durch Hypothekengesez, das Wuchergesetz und das Salzgesetz angenommen bach in Schleften, in Frankfurt a. M. und noch vielen anderen 194 Delegirte vertreten waren. Der einzige Gegenstand der sechs worden; für diese Geseze stimmten alle Parteien. Das Salzgesetz ftündigen Berathung war die Gründung von Gewerkvereinen. Man bestimmt den Preis für das Kilo Saz mit 14 Cts. gegen bisherige redete lange über die Frage, ob diese katholisch oder ob sie 18 Cts.; der Reingewinn von zirka 65 000 Fr. soll zur Unterstützung tonfessionslos fein sollen. Es erhoben sich schließlich nur der Landwirthschaft, des Handwerks und der Industrie, zur Förderung wenige Stimmen gegen die Interkonfessionalität. Gs trat flar hervor, des Straßenwesens sowie zur Unterstützung des Schul- und Armendaß es den ultramontanen Herren lediglich darum zu thun ist, mit wesens verwendet werden. Hilfe der evangelischen Arbeiter bei den Gewerbegerichtswahlen Die Nordb. Alg. 8tg." hat bereits mitgetheilt, daß der Gesetz Zürich, 25. Oftober.( Eig. Ber.) Der Berner Regierungs- entwurf zum Schutz der Arbeitswilligen" noch nicht fertig vorliege Siege über die Sozialdemokraten zu erlangen und überhaupt die rath Dr. Gobat beabsichtigt, wie gemeldet wird, im National- und deshalb nicht veröffentlicht werden könne. Die„ Poft" von heut nichtkatholischen Christen für das Zentrum einzufangen. Die rath den Antrag zu stellen auf Kündigung des Nieder- Abend, offenbar offiziös bedient, fügt jenen Mittheilungen hinzu, daß Verhandlungen, die natürlich von einem Geistlichen, nämlich lassungsvertrages mit Stalien, um in einem neuen der Entwurf bisher weder vom Kaiser genehmigt, Dr. Pieper, geleitet wurden, waren deshalb besonders intereffant, Bertrag zwedentsprechendere Niederlassungsbestimmungen zu erlangen, noch dem Bundesrath vorgelegt ist." Ueber den Inhalt weil von den meisten Rednern alles das mehr oder minder offen als sie bisher bestanden. des Entwurfs vermeldet das Blatt: Wie der letztere( der kräftigere bestätigt wurde, was den Führern der Zentrumspartei so oft von Ferner will der Tessiner Nationalrath Manzoni, Schutz der persönlichen Freiheit) am wirksamsten erfolge, darüber fozialdemokratischer Seite vorgehalten und von diesen ebenso oft ab- der im Juli eine so ausgezeichnete Rede über die Italiener wird zur Beit berathen," jedenfalls aber sei davon keine geleugnet worden ist. Die Aachener und Krefelder Redner erzählten auslieferung hielt, den Bundesrath interpelliren über die scham- Rede: ohne viel Umschweife, wie sie immer erst da, wo die Sozial losen und verbrecherischen Umtriebe der italienidemokraten die Arbeiter in Gewerkschaften gesammelt hatten, mit schen Polizeispiel in der Schweiz. ihren christlichen Gegenorganisationen gekommen sind, um zu ver hüten, daß der ganze Ort sozialistisch wurde". Vorher hatte man sich den den Teufel darum gekümmert, ob die Arbeiter dem Unternehmerthum unorganisirt und machtlos gegenüberstanden. Es wurde zwar auch versichert, daß man unpolitisch sei und in den Gewerkvereinen mit dem Zentrum nichts zu thun habe, aber es lief doch mehrere Male der Mund über, wessen das Herz voll war. So meinte Kaplan Brauns: Wir müssen unseren Parteiblättern nicht Konkurrenz machen mit unseren Fachorganen." " Frankreich. ,, daß es die Absicht des Kaisers und seiner Regierung sein könne, jeden, der einen deutschen Arbeiter zum Ausstand anreize, mit Zuchthaus zu bestrafen." Ei der Tausend! Weiß denn die Boft" gar nicht mehr, was der Kaiser in Oeynhausen gesagt hat? Der Kaiser hat gesagt: " Das Gesez naht sich seiner Vollendung und wird den Volksvertretern in diesem Jahre zugehen, worin jeder, er möge sein, wie er will und heißen, wie er will, der einen deutschen Arbeiter, der willig wäre, seine Arbeit zu vollführen, daran zu hindern versucht oder gar zu einem Streit anreizt, mit 8uchthaus bestraft werden soll." Paris, 26. Oftober. Die gestrige Sigung der spanisch a meritanischen Friedens Konferenz verlief sehr stürmisch. Die spanischen Delegirten verlangten ,. daß die kubanische Schuld auf alle Fälle nicht von Spanien getragen werde. Die amerikanischen Delegirten wollten hiervon nichts wissen und haben von den spanischen Kollegen für heute eine endgiltige Antwort gefordert. Wenn dieselbe heute nicht erfolgt, werden die Unterhandlungen abgebrochen und die Feindseligkeiten von neuem Die hohen Regierungsstellen nabestehende Boft" meint, es beginnen. fönne etwas nicht in der Absicht des Kaisers liegen, was der Dahin können es freilich die Spanier unmöglich kommen laffen. Raiser ausdrücklich als seine Absicht proflamirt hat. Erkläre mir wurde bie Garnison um ein Bataillon Marine- Infanterie und vier Poris, 26. Oktober. Wie der„ Temps" aus Cherbourg meldet, Graf Derindur Rompagnien Infanterie verstärkt. Abends werden zwei Feftungs. batterien erwartet. Italien. Dänemart. Türkei. " Die sie wollen". So war zu lesen in den Berliner Politischen Nachrichten" des von dem Unternehmerthum mit 12 000 Mart honorirten Schweinburg. Interessant war auch die Stellung zum Streit. Während einige, besonders Geistliche, die gewohnten Worte von der Harmonie mit dem Unternehmerthum hersagten, nannten die meisten den Streit zwar das letzte, aber ein berechtigtes Mittel. Ganz anders als die Friedensschalmeien des Vorsitzenden flangen die Berichte Wenn der Kaiser einen lapsus linguae begangen, so sage man der Aachener Weber, nach denen über zwei Firmen eine Sperre für es frei heraus, aber spiele nicht solch dummes Berstedspiel, wie es die offiziösen Organe feit geraumer Zeit thun. die Dauer von 2 Jahren verhängt worden ist, mit dem Erfolg, daß die beiden Werke zur Zeit völlig brach liegen. Oder aber man gebe zu, daß der Kaiser den Gefeßentwurf so geWir wollen hier noch erwähnen, daß die Aachener christlichen Weber jüngst in einer Alexandria, 26. Oftober. In der Ortschaft San Salvatore- staltet wünscht, wie er dem Bundesrath nicht gefällt. Bleibt des Resolution jeden für ehrlos erklärten, der während der Zeit der Monferrato empörten sich in der vergangenen Nacht die Kaisers Wort bestehen, so wird er einen Gesezentwurf des BundesSperre in einem der beiden Werke arbeitet. Die rheinischen Bauern gegen die Obrigkeit und bewarfen dieselbe mit Steinen, raths ohne Zuchthausstrafe nicht genehmigen und der Reichstag Alerifaldemagogen mögen nur nicht meinen, daß fie die gläubigen Brigadier und der Oberst der Karabinieri wurden verwundet, worauf haupt nicht erst befassen zu müssen. um die Untersuchung der Reblaus- Kommission zu verhindern. Der käme in die angenehme Lage, sich mit einem derartigen Entwurf überArbeiter noch lange am Band zu halten vermögen; Schritt vor eine Abtheilung Bersaglieri, welche zufällig vorüberkam, von der Wie dem nun sei, mag der Gesezentwurf Buchthausstrafe nach Schritt werden sie voran geschoben, bis sie nicht mehr mit können Waffe Gebrauch machte. Ein Bauer wurde getödtet, der Ankündigung des Kaisers bringen oder mag er anders aussehen und den Gewerkschaften die katholischen Arbeiter überlassen müssen. mehrere verwundet. Auf Anordnung der Behörden traf ein das deutsche Volt wird ihm den Garaus zu machen verstehen.Meiningen, 24. Oftober. Die Bildung eines von dem Bund Bataillon zur Verstärkung ein. der Landwirthe unabhängigen thüringischenBauernvereins Die Unternehmer als unschuldige Lämmer soll nach der Ankündigung der Dorfztg." Ende November in Weimar hinzustellen, die das Koalitionsrecht in feiner Weise antasten wollen, ist seit der Kaiserrede das Bestreben aller Soldschreiber der Kopenhagen, 26. Oktober. Das Folfething nahm mit 85 gegen unternehmerklasse. oder Meiningen erfolgen. Nichts liege ihnen ferner, als die Beseitigung Straßburg i. E., 25. Oftober.( Eig. Ber.) Dem vom 9. bis 12 Stimmen den von dem Finanzausschusse beschlossenen Antrag an, dieses Vereinigungsrechtes, das einen überaus wichtigen, und nie15. Oktober hier abgehaltenen praktisch- sozialen Kursus des Volks- nach welchem das Folkething erklären möge, daß es die Veraus dieses Vereinigungsrechtes, das einen überaus wichtigen, und nievereins für das fatholische Deutschland" war in der Breffe der vergabung von 500 000 Stronen für die Berstärkung der Kopenhagener Industriellen wünschten nur die Freiheit der Arbeiter Beraus- mals zu beseitigenden kulturellen Fortschritt" darstelle. schiedenen Richtungen insofern eine politische Bedeutung beigelegt rechtes betrachte und sich gegen eine eventuelle Annahme der aufrecht zu erhalten, zu arbeiten, wann und wo Seebefestigung als intansegung feines Bewilligungs- Industriellen worden, als man vermuthen zu dürfen glaubte, bei der Wahl gerade der Hauptstadt des Reichslandes für die Abhaltung derselben habe Bewilligung auf grund eines Nachbewilligungsgesetzes erkläre. es sich für den Volksverein im wesentlichen darum gehandelt, den Elsässern einmal an einem besonders in die Augen fallenden Beispiele die Macht und Herrlichkeit des Zentrums zu zeigen, um dadurch in ihren Reihen das Verständniß, dafür wach zurufen, daß für die elfäffischen Katholiken nur im intimen An chluß an das 8entrum das Heil liegen könne. In der That fprach auch der altdeutsche Zentrums- Abgeordnete Gröber auf einer der großen Boltsversammlungen der Straßburger Woche sich in diefem Sinne aus und legte der Gruppe der Elfäffer im Reichstage den Anschluß an das Zentrum in warmen Worten ans Herz. Die Antwort, die ihm von den Rednern des reichsländischen Meritalismus darauf zu theil wurde, flang nun allerdings nicht gerade besonders tröstlich; immerhin wurde dabei anerkannt, daß den politischen Wünschen und Forderungen des elfäffischen Volkes durch den engeren Anschluß seiner Klerikalen Abgeordneten an die große Partei des deutschen Zentrums ein starker Rückhalt verliehen werden würde. Jetzt nimmt der hier er= fcheinende„ Elsässer", das führende Organ des reichsländischen Die Moskauer Kaufmannschaft richtete vor einigen Tagen eine umjehr unvollständig, und besonders fehlt es an jeder Uebersicht darüber, Klerikalismus, zur Frage des des definitiven Anschlusses der elsässischen Reichstagsgruppe an die Zentrumspartei in folgender fangreiche Eingabe an die Regierung, worin sie dringend um eine worden ist, ohne daß der Versuch gemacht wurde, das Vereinsrecht Weife Stellung: baldige Befferung der Verkehrsverhältnisse auf der sibirischen Bahn " Thatsache ist, daß man hierzulande einer formellen Angliede bis Irkutst, dem jetzigen Endpunkte der Bahn, mindestens 15 Tage verwaltung in ihren Betrieben ebenfalls den Arbeitern die Bethätiersuchte. Nach den Ausführungen nimmt die Fahrt von Moskau aus zu vertheidigen. rung nicht mehr so unfreundlich gegenübersteht; es ist wenigstens in Anspruch, wobei jedoch die Reisenden einer Unzahl von Gefahren Ferner erinnert die Generalkommission daran, daß die Staatsdurch den Volfsverein ein gemeinsamer Boden geschaffen, auf dem und Beschwerlichkeiten ausgesezt sind. Das schlimmste ist die Ueber- gung des Koalitionsrechts bei Strafe sofortiger Entlassung verbietet. man sich einträchtiglich lernen kann. Logisch müssen solche Beziehungen zuerst zu einer fegung über den Ob und über den Yenisch, wofür seitens der Eisenbahn- Raum, in denen die Mitglieder derselben zur Entlassung von organiengeren Anlehnung und später dann zum definitiven Anschluß führen. verwaltung keinerlei Vorkehrungen getroffen sind. Die Reiſenden müssen firten Arbeitern aufgefordert werden. Aus denselben greifen wir Das gehört wir machen tein Hehl daraus sich über diese reißenden Ströme in gebrechlichen Fischerfähnen bedie folgenden heraus: Wünschen. In der Sache selbst dürften wohl alle einfichtigen fördern lassen und während der Winterſtürme ist die Ueberschreitung Verein der Metallindustriellen der Provinz Hannover Katholiten einig sein. Es bleibt nur noch eine Frage der Zeit. der halb zugefrorenen Ströme nur mit höchster Lebensgefahr und der angrenzenden Gebiete. Diese Zeit zu bestimmen, steht unsern Vertretern im Reichs- möglich. Hannover, den 12. Juni 1891. tage zu." zu unseren 4 Nach dieser Verlautbarung dürfte die Vereinigung des reichsländischen Fähnleins mit dem Gros des deutschen Kleritalismus in nicht mehr allzu weiter Ferne liegen. " Zur Kretafrage wird der Polit. Korrefp." aus St. Peters- Diesem in allen Tonarten immer und immer wiederburg gemeldet: In anbetracht der vollständig korrekten Haltung, welche die Pforte bei der Räumung Kreta's seitens der türkischen Truppen an den Tag gelegt hat, ist die russische Regierung derzeit nicht abgeneigt, in die Belassung einiger fleinen Detachements als sichtbares Beichen der Souveränetät des Sultans zu willigen. Einschiffung der türkischen Besazung statt. Aus Kandia wird vom 26. Oftober berichtet: Heute fand die Es blieben nur ungefähr 400 Mann zurüd. Die Einschiffung vollzog sich in größter Ruhe und Ordnung. Auf der Rhede liegen neun englische Kriegsschiffe. Der Absperrungskordon wurde nach Abzug der türkischen Mannschaften durch englische Truppen neu gebildet. Auch die Wachen an den Stadtthoren sind von den Engländern beAfien. zogen. Ueber die Seeschlacht zwischen Nordamerikanern und Tagalen in der Bucht von Manila sind nunmehr in Madrid genauere amtliche Meldungen eingetroffen: Hiernach ist der ganze Kampf gewiffermaßen nur eine StrafErschoffen von dem Gendarm Scheidt wurde, wie der handlung seitens der Nordamerikaner gewesen, wobei die Tagalen " Frankf. 8tg." aus Straßburg gemeldet wird, der Ackerer einen kurzen bewaffneten Widerstand versuchten. Die Aufständischen Fiffert aus Regisheim. Dieser Mann wird wegen Brand- hatten sich bekanntlich schon seit mehreren Monaten eine eigene kleine stiftung verfolgt und sollte in der Nähe des Bahnhofes von Marr- Striegsflotte geschaffen und zwar theilweise aus den früher von heim berhaftet werden. Er widersetzte sich der Verhaftung und der Aguinaldo mit spanischem Gelde in Hongkong gekauften Schiffen und Gendarm griff zur Schußzwaffe. Wir enthalten uns vorläufig theilweise aus Dampfern, welche die Aufständischen den Spaniern mit jedes Kommentars; hoffentlich wird man bald näheres über die Gewalt entriffen hatten. Diese Flotte, die mit fleinen Geschüßen Angelegenheit erfahren. armirt war und eine phantastische Flagge der philippinischen Republit" trug, kreuzte andauernd um die Insel Luzon stellte nun die spanische Regierung in Washington wiederholt das und besonders in der Bucht von Manila. Nach Abschluß des Friedens Verlangen, diefen Schiffen die Führung der republikanischen Flagge zu untersagen oder dieselben als Seeräuber- Fahrzeuge zu behandeln. Dieses Verlangen erkannte man nun auf nordamerikanischer Seite theilten Befehles die aufständische Flagge nicht einzogen, so erfolgte endlich als berechtigt an, und da die Tagalen trotz des ihnen erdie Beschießung der Schiffe, wobei lettere nach wenigen Minuten janten. Die Philippiner hatten allerdings mit Geschüß- und Gewehrfeuer geantwortet und dabei etwa ein Dugend Amerikaner verwundet; sie selbst aber verloren außer ihren Schiffen 85 Todte. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. Die Fränkische Tagespost" in Nürnberg hatte das Gedicht des Simpliciffimus"" Im heiligen Land", wegen dessen dieses Blatt fonfiszirt wurde, abgebrudt. Wie uns aus Nürnberg mitgetheilt wird, ist nun auch die Dienstag- Nummer der Fränkischen Tagespost" wegen angeblicher Majestätsbeleidigung tonfiszirt worden. Der Schlosser P. Schultheiß in Nürnberg hat sich im Untersuchungsgefängniß scharf über Wilhelm II. ausgelaffen, wofür er zu 1 Jahr 4 Wochen Gefängniß verurtheilt wurde. Preußische Landtagswahlen. Im Wahlkreise Wittenberg- Schweinit Der Kolonialrath befaßte fich in seiner Schlußfizung am Mittwoch zunächst mit Neu- Guinea. Er billigte den Vertrag, den nach dem Plane der Regierung das Reich mit der Neu- GuineaKompagnie wegen Ablösung der Landeshoheitsrechte zu schließen beabsichtigt. Hieran schloß sich eine Diskussion über die Bestrebungen betr. die Einführung der deutschen Sprache in den Lehrplan der hatten unsere Genossen auf der Kreistonferenz, die vor dem ParteiSchulen in dem Schutzgebiete. Dann wurde der Kolonialrath ge- tage stattfand, den Beschluß gefaßt, sich an der Landtagswahl schlossen.nicht zu betheiligen. Seitens der Freifinnigen ist aber nun beUngarn. hauptet worden, daß es nicht aussichtslos sei, den Kreis mit Hilfe Budapest, 26. Oktober. Abgeordnetenhaus. Die Oppo- unserer Genossen für den Freifinn zu erobern, und so haben sich die fition sezte auch heute die Obstruktion fort. Am Schlusse brachte Genossen des Kreises, nachdem sich die freifinnigen Kandidaten Polonyi eine Interpellation ein über die Angelegenheit der Ver- schriftlich verpflichtet haben, für die Einführung des Reichstagsbrüderung der kroatischen Rechtspartei mit den Slovenen im öfter- Wahlrechtes zu dem preußischen Landtag zu wirken, entschlossen, die ceichischen Reichsrathe.Freisimmigen zu unterstützen. Schweiz. Die Görliher Parteigenoffen Bern, 25. Oktober.( Eig. Bericht.) Das eidgenössische Budget für das Jahr 1899 sieht bei 95 925 000 r. Einnahmen haben gleichfalls Wahlbetheiligung und zwar Eintreten für die Freiund 98 210 000 Fr. Ausgaben ein Defizit von 2285 000 Fr. vor, finnigen beschlossen. während das Budget für 1898 bei 91 345 000 Fr. Einnahmen und Die Parteigenoffen des Kreises Liegnių 89 340 000 Fr. Ausgaben einen Ueberschuß von 2 034 000 Fr. vor- haben den früher gefaßten Beschluß, an der Landtagswahl durch gesehen hat. Die Bölle sollen 1 Million mehr abwerten, das eigene Wahlmänner sich zu betheiligen, aufgehoben und sich mit den Militärdepartement 314 000 Fr., Post und Eisenbahenen 3 Millonen 2c. Freisinnigen des Wahlkreises dahin verständigt, daß die von denselben Mehrausgaben von 2 482 000 Fr. erfordert das Militärdepartement aufgestellten Wahlmanns- Standidaten sofort bei den Urwahlen von ( 27 015 924 r.), zirka 1 100 000 Fr. das Industriedepartement, den Sozialdemokraten thatkräftig unterstützt werden. Die beiden 600 000 Fr. das Finanz- und Bolldepartement, 4 300 000 Fr. das freisinnigen Kandidaten, Rechtsanwalt Kaufmann( Berlin) und Fabrit Bost- und Eisenbahndepartement u. s. w. Wahrscheinlich wird sich befizer Hoffmeister( Glogau) haben sich auf die Forderung bezüglich tehrenden Gerede, als habe das deutsche Unternehmerthum wirklich Achtung vor dem für die Arbeiter wichtigsten Rechte der Koalition, tritt das„ Korrespondenzblatt" unter Beibringung reichhaltigen Materials entgegen. Die längsten und hartnäckigsten Streits in dem letzten Jahrzehnt mußten von den Arbeitern zur Vertheidigung ihres Vereinigungsrechts geführt werden. So entstand die Aussperrung der Tabatarbeiter Hamburgs 1890/91, weil sich die Arbeiter weigerten, einen Revers zu unterschreiben, nach welchem sie sich zum Austritt aus ihrer gewerkschaftlichen Organisation verpflichten sollten. In den Jahren 1890-1897 waren von den bei der Generalfommiffion gemeldeten Streits 115, die durch die Forderung der Arbeitgeber, daß die Arbeiter aus der Gewerkschaft austreten sollten, entstanden waren. In demselben Zeitraum find 185 Streits durch Maßregelung, die zum größten Theil die Leiter der Organisationen betraf, hervorgerufen worden. Diese Ziffern find nachgegeben Sodann finden eine Reihe Schreiben von Unternehmer- Verbänden Wir beehren uns, Ihnen zur geft. Nachachtung die Liste derjenigen Personen zu übersenden, welche von den dem Gesammtverbande deutscher Metallindustrieller angehörenden Bezirksverbänden und einigen mit uns im Kartell stehenden größeren Betrieben als dauernd von der Einstellung auszuschließende Agitatoren" be zeichnet sind. Mit Hochachtung Der Vorstand. B. Körting, Borsitzender. Güstrow, den 24. September 1894. N. N. 1 Es folgen die Namen von. 90 Arbeitern. An Wir überreichen Ihnen nachfolgend ergebenst das Verzeichniß der von uns wegen Streits entlassenen Arbeiter und zeichnen Hochachtungsvoll Mecklenburgische Waggonfabrik, Aktiengesellschft. Hier werden 129 Arbeiter namentlich, unter Angabe der Branche, bezeichnet. Vereinigung Sächsischer Spinnerei- Befizer. Herr. Chemnitz, den 25. März 1898. Wir nehmen bezug auf unsere Mittheilung von vorgestern und behändigen Ihnen hiermit ein Verzeichniß der in der Baumwollweberei Mittweida kontraktbrüchig gewordenen Arbeiter, mit dem Ersuchen, dieselben nicht in Arbeit zu nehmen. Hochachtungsvoll Vereinigung Sächsischer Spinnerei- Befizer. Emil Starte. Diesem Schriftstück find die Namen von 340 Arbeitern und Arbeiterinnen beigefügt. Bürgermeisters Reinhard von Staßfurt hier nochmals mitgetheilt Endlich möge noch das seinerzeit vielgenannte Schreiben des werden, der feine Stellung dazu mißbrauchte, den Unternehmern Mittheilung zukommen zu lassen, welche von ihren Arbeitern gewerkschaftlich organisirt seien und welche zu entlassen sind. J.-Nr. 2178. Staßfurt, den 5. April 1890. Ich beehre mich, den Herren Arbeitgebern ergebenft mit zutheilen, daß nachstehende, an dem Streit vom 25. v. M. betheiligte Personen am Montag, den 7. d. M., aus der Arbeit seitens der Firma C. Bennecke, Heder u. Ko. entlassen werden, und zwar: Karl Grell, Albert Braun, Karl Lendtvoyt, Konstantin Spichalski, August Miegner und Josef Polazet. Der Bürgermeister. Reinhard. Diesem Schriftstück ging ein vom 13. März 1890 datirtes voraus, in welchem mitgetheilt wird, daß bezeichnete Arbeiter in teinem Betriebe eingestellt werden sollen. = " fort: „ Die andere Nach solcher Ausführung wagt es dann noch die bürgerliche Presse, den Arbeitern Sand in die Augen streuen zu wollen und so zu thun, als ob die in Oeynhausen angekündigte Gesetzesvorlage es zu thun, als ob die in Oeynhausen angekündigte Gesegesvorlage es nicht auf eine Beschränkung des Koalitionsrechtes, nicht auf eine Knebelung der Arbeiterbewegung abgesehen hätte. Neue Protestversammlungen gegen die Zuchthausvorlage werden gemeldet aus Celle in Hannover, Kostheim in Hessen, Zeulenroda in Reuß ä. 2., Neustadt in der Rheinpfalz, Limbach in Sachsen. Partei- Machrichten. 25 002,30 m. = = = Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. . Angenommen, die Thatsache stehe vereinzelt, daß ein fast zwanzig Jahre lang im Dienste des Staates beschäftigter und dabei direkt oder indirekt zu Schaden gekommener Arbeiter so unglaublich mager bezahlt worden ist, wie ist es möglich, daß es in einem Staatsbetriebe Stundenlöhne von 8 Pf. überhaupt geben kann? Wenn eine Arbeit wie das Polsternähen vom Staate mit 8 Bf. die Stunde gewerthet wird, was für einen Lohn soll dann erst ein Privats unternehmer dafür zahlen, dessen Position wegen der Konfurrenz ja viel ungünstiger ist, als die eines Staatsbetriebes? Der Eisenbahn- und der Finanzminister werden mit dem hier geschilderten Vorkommniß vermuthlich nichts zu thun haben wollen, unserer Ansicht nach ist es aber die ganz natürliche Folge ihrer übertriebenen Sparpolitik. Der Artikel fchließt mit den Worten: Wenn das Unternehmer- 1 Zu Borfißenden werden mit gleichen Rechten Fölsch Lübed und Am 16. Juli 1879 erhielt ich von der Eisenbahnwerkstätte zu thum wenigstens so ehrlich wäre, offen auszusprechen, daß es ihm Krüger Dresden gewählt. Nunmehr erhält der Vorfizende Speldorf den Bescheid, daß ich als Schlosser daselbst beschäftigt darauf ankommt, die Organisationen der Arbeiter und das Tobler- Hamburg das Wort zum Rechenschaftsbericht. Er führt werden könne. Herr Dr. Küderling erklärte mich nach eingehender Roalitionsrecht zu vernichten! In Deutschland aber scheint folgendes an: Die Generalversammlung in Staffel faßte mehrere Untersuchung für vollständig gesund. Vom 17. Juli 1879 bis es zum guten Ton zu gehören, mit der Brutalität sehr wichtige Beschlüsse: so die Erhöhung der Beiträge von 15 auf 13. Januar 1896 arbeitete ich ununterbrochen in der königdie Heuchelei zu verbinden." 20 Pf. pro Woche, das achttägige Erscheinen des Vereinsorgans und lichen Eisenbahn- Hauptwertstätte als Schloffer; an Kapitalisten Gelöbnisse. Einführung der Reise- Unterstügung. Trotz der Erhöhung der letztgenanntem Tage zog ich mir bei der Arbeit auf der EisenbahnFür die Zuchthausvorlage begeisterte sich die Hauptversammlung Beiträge ist doch ein Aufschwung in der Mitgliederzahl zu verzeichnen werkstatt durch schweres Heben eine Verlegung am Unterleib. Für die Zuchthausvorlage begeisterte sich die Hauptversammlung und beträgt der Mitgliederbestand jetzt 1500. Man könne wohl im all- zu; es wurde mir nun vom Kaffenarzt die Arbeit untersagt, des Vereins deutscher Hüttenleute, die am 23. Oktober in Düsseldorf gemeinen mit den bisherigen Resultaten zufrieden sein. Wohl wisse er, daß und eine elastische Leibbinde und ein doppelfeitiges Bruchband stattfand. In der Eröffnungsrede versäumte es der Vorsitzende, Geheimer Kommerzienrath C. Lueg- Oberhausen nicht, die Sozial- noch vieles feiner Erledigung harrt, aber auch diese Aufgaben werden verschrieben. Mit einer Klage auf Unfall wurde ich abgewiesen, da demokratie in kurzfichtigster Weise anzugreifen und die Zuchthaus- gelöst werden, wenn jeder seine Pflicht thut, und das hoffe und selbiges eine Gewerbekrankheit sein sollte. Vom Kaffenarzt wurde vorlage zu begrüßen. Nach einer eingehenden Erörterung der Gefahr, erwarte er. An der Debatte betheiligen sich Bu cho It- Dortmund, in einem Gutachten ausgesagt, daß das Schlosserhandwerk für mich welche den Hochschutzzöllnern bei Brüd Stettin, ölsch- Lübeck, der Neugestaltung unserer er holo Frankfurt a. D., Mot Remscheid, Hein- Halle, Bortier oder Kaffenbote anzunehmen. Eine Beschäftigung wurde Schubert Hannover, fich nicht mehr eigne, wohl aber sei ich fähig, eine Beschäftigung als Handelspolitik drohen könnte, fuhr er Gerholo Gefahr, welche uns durch das Wachstum unserer Eisen- lemming Charlottenburg, Kolb Karlsruhe, Sint- Berlin. mir zwar bei der Bahn angewiesen, aber nicht solche, wie bom industrie droht, ist darin zu erblicken, daß wir zu befürchten der Kassirer enter das Wort zum Kassenbericht. Die Gesammt solche Beschäftigung mag fich nun wohl für einen Sattler oder Hierauf wird ein Schlußantrag angenommen und erhält sodann Kassenarzt angegeben, nämlich ich sollte Polstergestelle machen. Eine haben, daß die unvermeidlich damit verbundene Zunahme der Beleg einnahme vom 1. Januar 1897 bis 30. September 1898 betrug Schneider eignen, aber nicht für einen Schloffer, und noch dazu für schaften den Eintritt mancher Elemente in die Reihen unserer Ar- 106 676,92 M., die Ausgaben in derselben Beit 97 488,67. Das einen Mann, der einen Verband trägt, wie ihn wohl noch wenige beiter zur Folge haben wird, welche das bisherige gute Einvernehmen bei uns zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu stören drohen. Vermögen des Vereins erreichte am 31. Dezember 1896 die Summe gesehen haben. Diese Beschäftigung nahm ich ich an, fonnte Der kürzlich stattgehabte sozialdemokratische Parteitag hat uns über bon 15 814,05 M. und beläuft sich der jetzige Kassenbestand auf dieselbe aber wegen meiner Gesundheit nicht weiter beibehalten das Endziel der Partei, die Vernichtung der bestehenden Staatsund mußte ich mich frank melden. Für diese Arbeit( Bolsternähen) und Gesellschaftsordnung, nicht im Zweifel gelassen. Ich bin übererhielt ich einen Stundenlohn von 8 Pfennig. Da ich diese zeugt, daß Sie solchen Bestrebungen gegenüber alle Mann für Mann Arbeit im ganzen nur fünf Stunden verrichten konnte, erhielt ich fest und treu zu Kaiser und Reich stehen, und daß wir alle einen Lohn von 40 Pf., wovon noch 2 Pf. Krankengeld in Abzug gesetzgeberischen Maßnahmen gimm Schuße Arbeitswilliger famen. Wenn ich diese Arbeit hätte verrichten können, so würde ich gegen den Terrorismus fozialdemokratischer Wühler und Aufruf an die Führer und Schaffner der Berliner Straßen- einen Tagelohn von 80 Pf., mithin einen Verdienst von 240 m. jähr Hezer zu unterstützen bereit sind. Die zunehmende Verhezung bahnen! Durch die Einführung des elektrischen Betriebes haben lich gehabt haben. Ob ein verheiratheter Arbeiter aber mit 80 Pf. der Klassen, welche in den sozialdemokratischen Zeitungen zu be- sich die Arbeitsverhältnisse im Betriebe der Berliner Straßenbahn Tagelohn auf ehrliche Art bestehen kann, dies möge jedermann ermerten ist, fordert zur entschiedenen Abwehr dieser Gefahr auf; bedeutend verschlechtert. Die Entlohnung entspricht keineswegs den messen, der, wenn er auch keine hohen Ansprüche an das Leben stellt, damit dieselbe aber wirksam sein soll, ist auch hier unser fester Zu Anforderungen, die bei dem sehr anstrengenden Dienst heute gestellt so doch wenigstens leben will." sammenschluß das grundlegende Erforderniß." werden. Es ist Zeit, daß die Angestellten der Straßenbahnen sich Die Redaktion des genannten bürgerlichen Blattes bemerkt zu aufraffen, um durch Anschluß an die Berufsorganisation ihre dieser Mittheilung, daß fie erst den Artikel nicht habe aufnehmen age zu verbessern. Dank der Unterdrückungsmaßregeln jeder wollen, da sie die Angaben des Einsenders bezweifelt hätte; es sei ist es nicht möglich, daß die Angestellten frei und offen worden, worin beglaubigt wurde, daß Sokoll laut Ausweis eines von freien Regung unter den Angestellten seitens der Direktionen ihr aber eine Bescheinigung vom Mülheimer Boltsbureau zugestellt ist es nicht in Versammlungen über ihre Lage berathen können. Wir ihm vorgelegten Lohnzettels für seine fünfstündige Thätigkeit wirkersuchen daher die im Betrieb Thätigen, sich einzeln im Bureau des lich nur 38 Bf. Herausbekommen hat. Zentralverbandes der Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands, Berlin C., Bischofstr. 13, 1 Tr., oder beim Unterzeichneten zur Aufnahme in die Organisation zu melden. Bereits von mehreren Depots haben sich Angestellte der Straßenbahnen dem Verbande angeschlossen, hoffentlich geschieht dies auch von den Angestellten in denjenigen Depots, wo sich bisher niemand meldete. Die Angestellten fönnen sicher sein, daß über ihre Mitgliedschaft Bei der Gemeinderathswahl in dem altenburgischen Dorfe niemand etwas erfährt. Das Verbandsbureau ertheilt zugleich unWindischleuba wurde aus der 3. Klasse der letzte Gegner ver- entgeltlich Ausfünfte in allen den Beruf betreffenden Fragen. Nur drängt. Die drei Mandate dieser Klasse sind mun sämmtlich in den wenn eine größere Anzahl Führer und Schaffner Mitglied der Händen unserer Parteigenossen. Organisation sind, wird auch daran gedacht werden können, mit den In Oderberg i. M. wurde am Sonntag eine Volksverfamm- Direktionen ein Wörtchen zu reden. Deshalb, Ihr Angestellten der lung unter freiem Himmel abgehalten, in welcher der Vertrauens- Straßenbahn, schließt Euch alle Eurer Berufsorganisation, dem mann W. Künefe über das Thema sprach:" Unser die Welt, troß Zentralverbande der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter an. alledem". Er schilderte die schweren. Verfolgungen, die die Sozial- Der Vertrauensmann der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter demokratie seit der Zeit Tessendorf's bis heute durchgemacht hat, Berlins: Robert Oertel, Dresdenerstr. 117. streifte die angekündigte Zuchthausvorlage sowie das Ergebniß der legten Reichstagswahl und kam zu dem Schluß, daß unsere Partei Arbeitsnachweise für die Hamburger Schauerleute. Auf d die einzige ist, die ihren Gegnern mit voller Zuversicht zurufen kann: Betreiben des Arbeitgeber- Verbandes hat sich der Verein der Rheder Unser die Welt, trotz alledem! Nach dem Referat wurde eine Reso- und der Stauerverein von Hamburg- Altona herbeigelassen, Arbeitslution gegen die geplante 3 uchthausvorlage angenommen. nachweise für die Schauerleute zu errichten. Zum 1. November Das Amt des Vertrauensmannes übertrug die Versammlung wird das staatliche Gebäude Baumwall 11 geräumt und die Ein- och muß man auf den Tod der Wärterin Pecha gefaßt sein. Aus Eine Parteiversammlung in Braunschweig, die sehr gut richtung für den Arbeisnachweis getroffen. Dann werden noch ist unverändert sehr ungünstig. Das Bulletin von Mittwoch 6 Uhr besucht war, nahm mit allen gegen eine Stimme folgende, von weitere zwei neue Gebäude zu dem gleichen Zwecke errichtet werden. abends über die Internirten lautet: Wärterin Hochegger 39,2, Heymann beantragte Resolution an:„ Die Versammlung der Die Hamburger Bäckerinuung ist nun auch vom Hanseatischen Sputum nicht blutig; Schwester Wilfrieda 37, sonst auch normal; fozialdemokratischen Partei Braunschweigs erklärt ihr volles Ein- Ober- Landesgericht mit ihrer Klage gegen die Bäckermeister, die den Wärterin Göschl 37,3, flagt über Kopfschmerz. Die Wärterin verständniß mit den Beschlüssen des Stuttgarter Partei- Verabredungen zur Abwehr eines Brotboykotts untreu geworden Honegger zeigte heute früh Fieber in steigender Temperatur. Ihr tag 3. Bezüglich der Debatten über die Taktik ist die Versammlung waren, abgewiesen worden. Die Meister hatten sich, als der Bäder Bustand ist besorgnißerregend. Die Uebrigen befinden sich wohl. der Meinung, daß sie eine veränderte Haltung der Partei nicht erstreit und der Boykott drohten, bei einer Konventionalstrafe von Auch Dr. Pöch, zu dessen Unterstüßung heute Dr. Knöpflmacher zuwiesen haben, vielmehr durch sie der Beweis geliefert ist, daß das 1000 m. verpflichtet, an teinen Brothändler während des Streits getheilt wurde, ist vollkommen wohl." bisherige Verhalten der Partei, welches frei von aller einseitigen An- Brot zu liefern, an den sie nicht schon vor dem Streit geliefert Der Reichs- Anzeiger" schreibt heute: betung von Schlagworten und Phrasen war, den Interessen der Ar- hatten. Viele Meister bewilligten dann später die Forderungen der Anläßlich der Bestertranfungen in Wien hat sich anscheinend im; beiterklasse durchaus entsprochen hat. Die Versammlung spricht Gesellen und fümmerten sich auch um den Revers nicht. Gegen Publikum die Befürchtung verbreitet, daß durch ähnliche Verhältnisse ferner dem Parteitage ihren Dank aus für die eingehende Prüfung, diese klagte die Jnnung dann auf Zahlung der Konventionalstrafe auch hier ein Ausbruch der Krankheit herbeigeführt werden könnte. welche der Braunschweiger Streitfall bei ihm gefunden hat und ervon 1000 M. Das Landgericht wies die Klage ab, worauf sich die Zu einer derartigen Beunruhigung liegt tein Anlaß bor. tlärt ihre volle lebereinstimmung mit der von Parteitag gefaßten Innung an das Ober- Landesgericht wandte. Dieses hat nun die Versuche mit Bestbazillen ant lebenden Thieren sind seit Resolution. Die Versammlung bedauert aber gleichzeitig tonstatiren Berufung kostenpflichtig verworfen mit der Begründung, daß nach langer Zeit weder im kaiserlichen Gesundheitsamte, noch im zu müssen, daß die Mitglieder der Sonderorganisation, deren dem klaren Wortlaut des letzten Absages des§152 der Gewerbe- föniglichen Institut für Infektionskrankheiten, noch im hygienischen Eristenzberechtigung der Parteitag nicht anerkannt hat, noch nichts Ordnung eine Klage nicht von Erfolg sein würde, die sich gegen Institut der hiesigen Universität ausgeführt worden. Solche Ver gethan haben, um dem Beschluß des Parteitags zu entsprechen. Die sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber richte, die von Verabredungen suche stehen auch nicht in Aussicht und sind um so weniger nothBersammlung muß dies aufs schärfste mißbilligen, zumal die Mit- behufs Erlangung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen zurück- wendig, als die einschlägigen Fragen durch die in Indien angestellten glieder nach Bekanntgabe des Parteitagsbeschlusses schon wieder getreten feien. Untersuchungen hinlänglich geflärt sind und als die im vorigen beisammen gewesen sind, somit den Beweis erbracht haben, daß sie Der Norddeutsche Lloyd sucht für seine ostasiatische Linie Jahre von Reichs wegen zur Erforschung der Best nach Indien entnoch immer wenig Neigung haben, die demokratischen Pflichten, in Hamburg Leute anzuwerben, die noch unter den sonst üblichen sandte Sachverständigen- Kommission Gelegenheit gehabt hat, welche ihnen die Parteigenossenschaft auferlegt, zu erfüllen. Die Säßen des Heuerbureaus in Hamburg arbeiten sollen. Diese Thatsache erschöpfende Studien über die Best, insbesondere über die Art ihrer Versammlung muß aber auf das Entschiedenste verlangen, daß der wurde vor kurzem in einer Seemanns- Versammlung in Hamburg bekannt Verbreitung und die zur Bekämpfung der Krankheit geeigneten MaßParteitagsbeschluß innegehalten wird. Wenn die Mitglieder für sich gegeben und außerdem mitgetheilt, daß der Norddeutsche Lloyd durch nahmen, zu machen." beanspruchen, daß man von ihnen die Meinung habe, sie werden die die Vermittelung eines bekannten Heuerbaas seine Abficht zu erreichen Das Amtsblatt der russischen Regierung, der„ Regierungsbote", Parteitagsbeschliffe refpektiren, so haben sie denselben umgehend zu sucht. Dafür wird also von den deutschen Steuerzahlern die Sub- meldet, nach einem Berichte des Generalgouverneurs] von Turkestan entsprechen. Diese Beschlüsse sind, wie von allen Seiten anerkannt vention für diese reiche Gesellschaft aufgebracht, damit den Seeleuten ist im Dorfe Anzob( Samarkand) eine epidemische Krankheit mit ist, geeignet, eine gesunde Grundlage für das einheitliche Zusammen- in ihrem so gefahrvollen Beruf eine besonders schofle Bezahlung zu hoher Sterblichkeitsziffer ausgebrochen. Die Krankheit zeigt alle wirten aller wirklichen und ernsthaften Parteigenossen zu schaffen, theil und eines der schändlichsten Arbeitsvermittelungssysteme zur Symptome der Pest, doch ist es noch nicht endgiltig festweshalb auf ihre Durchführung auf das Nachdrücklichste gedrungen Anwerbung der Arbeiter benutzt wird. gestellt, ob es sich wirklich um Best handelt, weil bakteriologische, werden muß." Die Bezirksvereine des Verbandes der deutschen Buch- Untersuchungen noch nicht stattgefunden haben. Von der LokalZum ersten Vertrauensmann wurde mit 756 Stimmen Ohlen- drucker im Großherzogthum Hessen haben beschlossen, an die verwaltung sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. In dorf, zum zweiten Vertrauensmann mit 685 Stimmen ese hessischen Ständelammern eine Petition zu richten, in der die Regie- den Nachbardörfern sind Erkrankungen bisher nicht vorgekommen.. meyer gewählt. rung aufgefordert wird, dahin zu wirken, daß sämmtliche vom Staat Von der zur Bekämpfung der Pest eingesetzten Kommission sind erzu vergebenden Druckfarbeiten nur an vertragstreue Firmen, das heißt fahrene Bakteriologen nach dem Gouvernement Samarkand entsandt solche, die die Tarifgemeinschaft der deutschen Buchdrucker anerkannt worden. Auf kaiserlichen Befehl begiebt sich der Vorsitzende der haben, vergeben werden. genannten Kommiffion, Prinz Alexander von Oldenburg, an Ort und Stelle, um alle zur Bekämpfung der Epidemie erforderlichen Maßregeln zu treffen. einstimmig wieder dem Genossen W. Künete. Im letzten Verwaltungsjahre war die schriftliche Agitation wegen der Wahlen sehr umfangreich. So wurden im 1. braunschweigischen Wahlkreise bei der Hauptwahl 106 500 Flugblätter und 114000 Stimmzettel, im 2. Kreise 85 000 Flugblätter und 81 000 Stimmzettel, im 3. Streife 30 000 Flugblätter und 40 000 Stimmzettel verbreitet, bei der Stichwahl im 1. Kreise 45 000 Flugblätter und 100 000 Stimmzettel, im 3. Kreise 25 000 Flugblätter und 42 000 Stimmzettel, ab" Deutsches Reich. Die Kistenschreiner in Fürth treten in eine Bewegung ein. Sie fordern die 57stündige Arbeitszeit. Ausland. % Wegen Bedrohung Arbeitswilliger wurden in Nürnberg gesehen von den Flugblättern, die von Berlin und anderweit her gelegentlich des Stucateurstreits im vergangenen Sommer fünf bezogen worden waren. Außerdem wurden noch 38 700 Handplakate schuldigung als eine nichtswürdige Denunziation heraus, sodaß beiter angezeigt. Bei der Verhandlung stellte sich die ganze An zu Wahlen und Versammlungen verbreitet. Die Verfolgungswuth der herrschenden Klaffen in Italien, sämmtliche Angeklagte, unter Uebernahme der Roften, auch der des wie fie fich vor allem in den blutigen Kämpfen in den Straßen von Bertheidigers, auf die Staatstaffe, glänzend freigesprochen wurden. Mailand und den ungeheuerlichen Urtheilen der Kriegsgerichte beBei der Gewerbegerichtswahl in Erlangen erzielte die von währt hat, dauert noch ungeschwächt fort. Die besten Männer des den Gewerkschaften aufgestellte Liste der Arbeitnehmer Beisiger Voltes schmachten in den Gefängnissen. Hunderte haben, um den 285 Stimmen. Eine Gegenliste war nicht aufgestellt. Häschern zu entgehen, dem Vaterlande" den Rücken gekehrt und fristen in der Fremde zum theil ein fümmerliches Dasein. Weitere Der dänische Arbeitsmänner Verband( ungelernte Arbeiter) Hunderte, die sich der Gewaltherrschaft nicht willig beugen mögen, hielt einen außerordentlichen Kongreß ab. Es wurde würden gern freiivillig ins Eril gehen, wenn sie sich nur zunächst als erfreuliche Thatsache darauf hingewiesen, daß ein Mitim fremden Lande eine Existenz verschaffen fönnten. Unter glied ihres Verbandes( Lyngfie aus. Horsens) in den Folfething gediesen befinden sich viele Barteigenossen; fortgesetzt droht wählt sei. Seit dem letzten Kongreß sind dem Seeländischen ihnen, trotzdem fie in der gesetzmäßigsten Weise handeln, die Verbande 20 neue Vereine beigetreten. Die Mitgliederzahl ist um Berhaftung, das Gefängniß. Die meisten gehören der Intelligenz ca. 1500 gestiegen. Die starke Entwickelung hat einige erfolgreiche an und würden gern bereit sein, als Lehrer( Sprachlehrer) oder als Lohnbewegungen hervorgerufen. Auch der jytisch fynensche Beamte in Handels- oder industriellen Betrieben im Auslande thätig Verband hat sich um 12 Vereine vermehrt. Im ganzen find 36 Lohn zu sein. Sollten Parteigenossen in der Lage sein, passende täntpfe in 34 Städten geführt, davon waren 21 Streits mit Stellungen nachweisen zu können, sind sie gebeten, dem Zentral- 895 Arbeitern und 15 Aussperrungen mit 219 Arbeitern. Lohnorgan der sozialdemokratischen Partei Italiens Avanti", Rom, erhöhungen find erzielt in 60 Städten, die Arbeitszeit verkürzt in 21. Via Propaganda Fide, davon Kenntniß zu geben. Boziales. Generalversammlung 99 der Vereinigung deutscher Maler und Lacirer. Mainz, 25. Oftober 1898. Die Kaufleute in Friedland i. Schl. tamen überein, ihre Läden um 9 Uhr abends zu schließen. Die Pest. idpicund Ein weiterer Todesfall wird erfreulicherweise nicht gemeldet, Tekke Nachrichten und Depeschen. Hamburg. 26. Oktober.( W. Z. B.) Bezüglich des verhafteten: angeblichen Anarchisten Oldenburg vermag bie Striminalpolizei in Aliona feinerlei Mittheilungen zu machen. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, daß es sich um eine fenfationell aufgebauschte Aeußerung eines verkommenen, wahrscheinlich sogar geistestranten Menschen handelt. Hamburg, 26. Oftober.( W. T. B.) Der„ Hamburgische Korre fpondent" meldet aus Harburg: Heute Morgen hat in der Haale ein Duell mit Schußwaffen stattgefunden, dem der in Harburg bei dem Brückenbau beschäftigte Regierungs- Baumeister Frede zum Opfer fiel, der durch einen Schuß in den Kopf getödtet wurde. Die Leiche wurde zunächst ins hiesige Krankenhaus geschafft. Ueber die anderen Betheiligten ist noch nichts zu erfahren. Betheiligten ist noch nichts zu erfahren. Duisburg, 26. Oftober.( W. T. B.) Heute Abend durchführ ein Motorwagen der elektrischen Straßenbahn die geschlossene Barriere der Hafenbahn und fuhr in einen rangirenden Güterzug hinein. Zwei Personen wurden getödtet und eine Person schwer verlegt. Der Wagenführer wurde verhaftet. Oldesloe, 26. Oktober.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Bei Einfahrt des gemischten Zuges 7181 in die Haltestelle Wakendorf der Strecke Neumünster- Oldesloe entgleisten heute früh die drei legten Güterwagen. Ein Bremser wurde leicht verletzt. Material schaden gering. Untersuchung eingeleitet. " Vom preußischen Staatsbahnbetriebe. Auf der Eisenbahnstrecke Stofel Kandrzin Oderberg ist, wie man uns mit- Paris, 26. Oktober.( W. T. B.) Heute herrscht hier völlige theilt, der tägliche Dienst der Rangirer und Weichensteller noch zwölf- Ruhe. Paris hat sein gewöhnliches Aussehen wieder angenommen. stündig, obwohl der Bahnverkehr sich so gesteigert hat, daß eine London, 26. Oktober.( W. T. B.) Einer Lloydsmeldung aus! Verkürzung der Dienstzeit längst angezeigt gewesen wäre. Auf Kobe zufolge stießen die Dampfer Miyagala" und" Kimshiu" zu anderen Bahnlinien sollen die Rangirer und Weichensteller der sammen. Der„ Miyagala" sant; 60 Personen, sämmtlich Japaner, betreffenden Kategorie schon seit geraumer Zeit die achtstündige sind ertrunien. Haifa, 26. Oftober.( W. T. B.) Kaiser Wilhelm und Kaiserin Dienstzeit haben. In dem in Mülheim an der Ruhr erscheinenden, General- Auguste Viktoria sind am Dienstag Nachmittag an Bord der Anzeiger" veröffentlicht ein Arbeiter namens Gustav Sokoll Hohenzollern" vor Haifa eingetroffen und um 4 Uhr nachmittags folgende Mittheilung: gelandet. Die Vereinigung deutscher Maler und Lacirer hat hier am Dienstag ihre Generalversammlung eröffnet. Nach Erledigung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten erstattete die MandatsprüfungsKommission Bericht. Es sind 41 Delegirte, der Obmann des AusSchuffes Huß Stuttgart, der Vorsitzende Tobler, der Kassirer 28entter und Redakteur de Haas Hamburg anwesend. Von der General- Kommission ist Sabbath zugegen. Verantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt.] Jr. 252. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dong, 27. Oktober 1898. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 28. Sigung vom Mittwoch, den 26. Oktober, nachmittags 5 Uhr. Donnerstag, Kallmann habe noch vor kurzem den jetzigen Zeitpunkt für den nichts weiter als Ihren Aerger über die Richtigkeit meiner geeignetsten erklärt zur Uebernahme der Werke; seitdem sei nichts Ausführungen. Sie werden ja vermuthlich diesen Vertrag annehmen, geschehen als ein glücklicher Schachzug einer Gesellschaft, welche mit selbstverständlich die Verantwortung dafür zu tragen haben; die ihrem Direktor flüger sei, als die gesammte Versammlung mit dem heutige Beschlußfassung wird einen Theil der Versammlung in die. gesammten Magistrat zusammen!( Großer andauernder Sturm der Lage bringen, vor der Oeffentlichkeit die Verantwortung Entrüstung; Rufe: Zur Ordnung! Der Vorsteher bittet den für diese Wirthschaft abzulehnen. Wir erleben die Zeit sehr bald, Das Andenken des verstorbenen Stadtv. Seifenfabrikanten Redner, in seinen Ausdrücken vorsichtiger zu sein.) Auch die Schauer- wo auch denen die Augen aufgehen werden darüber, denen sie heute Weser chrt die Versammlung in üblicher Weise. mär, daß das Kleingewerbe sich nach der Uebernahme aus Berlin noch nicht geöffnet sind. Dann aber wird es zu spät sein. Heute Der Stadtv. Hellriegel hat wegen Verzuges nach Char- herausziehen werde, habe bei keinem Unbefangenen irgend welchen könnte die Versammlung nichts Besseres thun, als mit§ 1 den ges Tottenburg sein Mandat niedergelegt. Werth. Man lasse sich daher nicht einschüchtern. Man könne ja doch sammten Vertrag abzulehnen und ernsthaft an die Uebernahme und In die gemischte Deputation zur Vorberathung des Antrags auch die Werke übernehmen und anderweit verpachten. Wenn man den Betrieb der Werke zu gehen. Ich bin fest überzeugt, handelte es Ladeivig wegen Verseßung der 4 Bronzegruppen von der Pots- das Werk jetzt nicht für 20 Millionen übernehme, werde sich um eine Anlage, wo die Gegner der Uebernahme innerlich von damer Brücke ist auch Stadtv. Dupont gewählt. Der gemischten es einfach unmöglich sein, er später, wenn es 60 oder der Nothwendigkeit der Uebernahme überzeugt wären, die Herren Jacobi Deputation zur Vorbereitung der Wahl zum Steuerausschusse der 100 Millionen koste, jemals zu übernehmen.( Sehr richtig!) Deshalb und Kyllmann würden auch vor schwereren Aufgaben nicht zurückschreden; Gewerbesteuerklasse I gehört u. a. der Stadtv. Tolksdorf an. solle jeder, der nicht für alle Zeit das Recht der Stadt aus den sie würden gerade zeigen, was für intelligente, geschäftskundige Leute Vorweg wird auf Antrag des Stadtv. Ka lisch beschlossen, die Händen geben will, heute den Vertrag ablehnen. Immer mehr ge- in der städtischen Verwaltung vorhanden sind.( Heiterkeit und Zubeantragten Entschädigungen von 13 000 bezw. 18 000. an die lange auf diese Weise ein fleiner Kreis von Großkapitalisten zur Stimmung.) Der Kollege Jacobi, der sich so unterrichtet über den Eigenthümer des Teltower Kreishauses, Viktoriastr. 18, und des Macht über alle Verhältnisse der Stadtgemeinde, wie denn auch ganzen inneren und äußeren Betrieb dieser Privatunternehmungen Hauses Viktoriastr. 20 zu bewilligen für die an diesen Gebäuden dieser fleine Kreis von Interessenten schon bis in die Mitglied zeigt, sollte doch auch wissen, daß die Gesellschaft Hundertdurch die Anrampung der Potsdamer Brücke nothwendig gewordenen schaft des Magistrats hineinreiche. Den Verdacht, daß auch tausende für Versuche zur Verbesserung der Technik des baulichen Veränderungen. Der Ausschuß hatte die betr. Bewilligungen hier die Wahrnehmung bon privaten Interessen ausschlag Betriebes ausgiebt; warum sollte die Stadt das nicht auch thun? einstimmig empfohlen. gebend sei, wolle er von vornherein nicht aufkommen lassen. Die In England und Frankreich sind eine Reihe städtischer Anstalten Zur Verhandlung steht sodann der umfangreiche Bericht des Bevölkerung wünsche unter keinen Umständen die Interessen der vorhanden, welche mit Gewinn betrieben werden; aber auch in Ausschusses über den neuen Vertragsentwurf mit den Stadtgemeinde Privatgesellschaften auszuliefern. Die Berliner Deutschland haben Breslau, Königsberg u. s. w. solche AnBerliner Elektrizitätswerten. Der Ausschuß hat am Bürgerschaft wolle Herr im eigenen Hause bleiben.( Beifall.) stalten, und es ist nicht bekannt geworden, daß diese vor 17. Mai d. J. seine Berathungen begonnen und in acht Sigungen Stadtv. Jacobi: Das interessanteste in diesen Ausführungen dem Bankrott stehen. Welche tüchtigen Fachleute diese Kommunen zu Ende geführt; in seiner legten Sigung am 1. Oktober gelangte war jedenfalls dasjenige, was wir sonst nur von sozialdemokratischer aufzuweisen haben, wissen wir ja, wir haben uns ja selbst aus der Entwurf mit 9 gegen 5 Stimmen zur Annahme. Wie der Be- Seite zu hören gewohnt waren.( Lebhafter Widerspruch und Zustimmung.) Breslau die tüchtigsten Fachleute geholt, und auch jetzt haben wir richt bemerkt, wurde die am Schlusse der ersten Lesung des Entwurfs Ich kann das nur aufrechterhalten, wir werden ja sehen, ob Herr an der Spitze unserer städtischen Verwaltung einen Mann, der sich vorbehaltene Generaldebatte über den Vertrag bezw. über die Frage Rosenow diese Anschauung auch ins liberale Programm zu über die Sporen für den Dienst der Selbstverwaltung in Breslau erder etwaigen Uebernahme der Werke in die städtische Verwaltung führen versuchen wird. Die A. E.-G. ist jetzt eine eropäische worben hat. Wir übernehmen die Werke nicht, weil wir nach Beendigung der zweiten Lejung vom Ausschusse nicht beliebt" Musteranſtalt. Wenn man nichts riskirt, kann man nichts er ingen. nicht können, sondern weil wir nicht wollen und wir wollen und sofort zur Abstimmung geschritten. Berichterstatter ist Stadtv.( Gelächter und Zustimmung.) Es giebt auch elektrische Anlagen, die nicht dem Privatkapital zu liebe; ich hoffe, daß die Zeit nicht fern Wichelet. Bis zum 1. Oktober 1915 begiebt sich durch den Ver- feine guten Geschäfte machen. Daß die Vorberathung der sein wird, wo diejenigen, welche diese Anschonung haben, mit elementrag die Stadt ihres Rechtes, die Uebertragung des Eigenthums zu Frage der Uebernahme 4/2 Jahre gedauert hat, beweist that- tarer Gewalt aus dem Tempel gejagt werden!( Stürmischer Beifall verlangen. Zu den§§ 25 ff., welche die näheren Festsetzungen über fächlich, daß der städtische Betrieb ganz ungeeignet ist; aus diesem und lärmender Widerspruch.) D die von dem Unternehmen für die Benutzung der Straßen, Brücken Umstande allein feien der Berliner gewerbetreibenden Bevölkerung Bürgermeister Kirschner: Wer in jeder Aktiengesellschaft und Plätze zur Legung und Unterhaltung von Kabelleitungen an die schon ganz erhebliche Nachtheile erwachsen. Der städtische Betrieb sei eine Gesellschaft von gemeingefährlichen Personen sieht( WiderStadt zu entrichtende jährliche Gebühr enthalten, haben die ganz unfähig, solchen Gewinn wie eine Privatunternehmung heraus- spruch und Zustimmung), wer die Rechte der Stadt verkauft, sieht Stadtvv. Deter, Singer u. Gen. eine Reihe von Amendements zuwirthschaften. Fände sich selbst der Mann von höchster Züchtigkeit mit dem Abschluß eines Vertrages mit einer solchen, wer damit eingebracht. Die Abgabe soll 10 pCt. der Brutto Einnahme für die Leitung des Unternehmens als städtischen Betriebes, so Klassenpolitik getrieben sicht, der kann sich natürlich für den Vertrag betragen; soweit spätere Infommunalisirungen in Frage würde er durch die Rücksicht auf die Steuerquote von nicht aussprechen. Ich nehme an, daß Herr Singer den Vorwurf Temmen, soll diese Abgabe nur dann erhoben werden, wenn 100 pet., auf die Erträgnisse der Gaswerke, auf die fl des bewußten Handelns nach dem Prinzip einer sol hen dort die Elektrizität zu denselben oder zu höheren forderungen der Interessenten umd auf feinen Wunsch, Klassenpolitik nicht hat machen wollen, trete aber für alle Fälle diesem Preisen wie in Berlin geliefert wird. Die Antragsteller Ueberschüsse zu erzielen, stetig gehemmt und beengt sein. Unzweifel- Angriff auf die große Mehrheit des Magistrats entschieden ents beantragen die Streichung dieses Zusatzes; eventuell wollen sie die haft erwachsen dem Publikum aus den Bestimmungen des Vertrages gegen. Sollten die Zeiten eintreten, auf die zuletzt so Abgabe von 10 auf 162/3 pCt. erhöht wissen. Außer der Brutto- ganz erhebliche Vortheile. Komme der Vertrag zustande, so könne liebenswürdig hingewiesen wurde, dann wird der Magistrat Abgabe soll jährlich ein Antheil am Reingewinn an die Stadt ab- das ganze Weichbild sofort mit Kabeln versehen werden. Die lleber schon vorher und freiwillig seinen Platz geräumt haben. geführt werden. Dieser Antheil ist im Entwurfe auf 40 pCt. vom nahme durch die Stadt würde ein unheilvoller Schritt für die Stadt( Heiterkeit.) Klassenwirthschaft würden wir gerade treiben, wenn Reingewinn über 6 pct. des Aktienkapitals bis 20 Millionen Mark sein.( Beifall und Zischen.) den Prinzipien des Herrn Singer gemäß verfahren würde. Der und auf 40 pet. über 4 pct., soweit das Aktienkapital diese Stadtv. Singer: Die Konsequenz der Ausführungen des Vor- Magistrat steht ganz geschäftsmäßig auf dem Standpunkte, daß er 20 Millionen übersteigt, bemessen. Die Antragsteller wollen die redners müßte doch eigentlich der dringliche Antrag sein, der Gesell zur Zeit die Uebernahme für bedenklich hält. Ich habe Quote auf 50 pet. normiren. Ein Zusatz zum§ 30 fall nach den schaft und den Elektrizitätswerken ein Dantesvotum auszusprechen, weil seinerzeit für die lebernahme der Elektrizitätswerke als Anträgen Deter- Singer den Magistrat berechtigen, die Erwerbung diese beiden nach seiner Auffassung die größten Wohlthäter der Stadt Stadtverordneter in Breslau gestimmt und habe seinerzeit bei der Grundstücke zum Buchwerth zu verlangen, wenn er sich für die Berlin seien. Ich habe in meinem ganzen öffentlichen Leben noch der Abstimmung in der gemischten Deputation den Ausschlag Uebernahme der gesammten Anlagen zum Tarwerth entschieden hat. nicht so wie heute erlebt, wie des Bestreben, dem Privatkapital zu gegeben. Ganz nüchterne Erwägungen haben mich zu einer AendeEin besonderer Vertrag regelt das Verhältniß zwischen der All- nüßen, dazu führt, die eigene Verwaltung herabzusetzen. Bei diesen rung meiner Auffassung gebracht. Die Bedenken liegen hauptsächlich gemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft, die die Geschäfte für Rechnung der Ausführungen und denen des Herrn Kyllmann mußte einem in der gegenwärtigen Situation und in dem gegenwärtigen Stande Aktiengesellschaft Berliner Elektrizitätswerke führt, und dieser letzteren. der Gedanke kommen an den ogel, der sein eigenes Rest der Technik. Alle Erfahrungen auf dem Gebiete der Elektrizität Die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft hat alle nicht aus dem Be- beschmußt.( Unterbrechungen). Es ist unerhört und beschämend schnell und zweckmäßig zu verwerthen, ist für eine städtische Wertriebe entstehenden Kosten und Gehälter zu tragen und soll dafür zu sehen, wie mant nach to jähriger Arbeit in gewissen waltung schr schwierig; auch kann sie nicht mit derselben aus der Brutto- Einnahme der Elektrizitätswerke 7½ pet. bis zur Kreisen über die Errungenschaft denkt, daß die Gemeinden ihre An- Agilität verfahren, welche ein solches Werk unbedingt erfordert. Höhe von 500 000 m. und 4 pct. von dem Mehrbetrag erhalten, gelegenheiten selbst verwalten; urd wenn man hier so spricht, darf Eine ungewöhnliche Entwickelung der Technik auf diesem Gebiet steht außerdem 2 pet. der Brutto- Einnahme für die zum Bahnbetrieb man sich nicht wundern, daß man an gewissen anderen Stellen auch vor der Thür und daher stellt sich der heutige Moment als der ungelieferte Elektrizität. Nach den Anträgen Deter- Singer sollen diese über die Selbstverwaltung nicht eben besonders hoch denkt. Hier will geeignetste für die Uebernahme dar. Herr Rosenow hat ja schon Leistungen auf 3 bezw. 1 pet. reduzirt werden. man das Recht der Stadt an ihren Straßen und Pläßen für selbst gesagt, so viel Klugheit, wie der cine Mann an der Spize Ueber die Form der Berathung entsteht zunächst eine Geschäfts- das Linsengericht eines Trinkgeldes an eine private stapitalisten der Gesellschaft, besitze der Magistrat und die ganze Verordnungs- Debatte. Stadtv. Kreitling will die Verhandlung über gesellschaft ausliefern. Seit dem ersten Antrage von unserer sammlung nicht; wo sollen wvir 111111 den befähigten § 1, welcher den Magistrat zum Abschluß des Vertrages ermächtigt, Seite, der gegen die Ausbeutung der städtischen Gerechtsame Mann hernehmen?( Zurufe: Rosenci! Große Heiterkeit.) bis zur Erledigung der Berathung der Modalitäten desselben aus- durch das Privatfapital gerichtet war, haben sich die Freunde dieses Der Mann steht unter der städtischen Behörde und unter sezen, während der Vorsteher und mit ihm die Stadtvv. Standpunktes zu einer recht erfreulich großen Minorität herauf der Aufsichtsbehörde; daraus ergeben sich die größten Jacobi, H. Sachs und Spinola die Erörterung der gearbeitet. Wenn nun heute Herr Jacobi dem Kollegen Rosenow Schwierigkeiten für eine rasche und ordnungsmäßige Führung prinzipiellen Frage sowie der sonstigen Streitpunkte bei§ 1 statt- die Schande anthun zu müssen glaubt( Stadtv. Ja cobi: Die der Geschäfte. Die bestehenden Werte sind mustergiltig, finden lassen wollen. Der Auffassung des Stadtv. Kreitling schließen Ehre!) es hat doch etwas anders gellungen!, ihn sozial- der Betrieb tadellos, die Preise niedrig, niedriger als sonstwo. Dem sich die Stadtvv. Singer und Rosenow an. Der Antrag demokratischer Anschauungen zu beschuldigen, so kann sich Herr Rosenow finanziellen Vortheil der lebernahme stehe ich steptisch gegenüber. Kreitling wird abgelehnt. thatsächlich in der sozialdemokratischen Gesellschaft wohler fühlen als Wir haben seit 1888 4,9 Millionen, die Aktionäre 9,2 Millionen Stadtv. Kyllmann tritt für Annahme des§ 1 ein. Schon in der des Liberalismus, wie ihn Herr Jacobi vertritt( Sehr erhalten, diese aber haben das Kapital aufgebracht und das vor 4/2 Jahren habe er die Anregung gegeben, in die Prüfung gut!) Aus der Vorgeschichte des Vertrages nuß hier angemerfi Rififo getragen. Der städtische Gewinnantheil ist also doch der Frage der eventuellen Uebernahme durch die Stadt einzutreten. werden, daß 1896 die gemischte Deputation für die lebernahme der nicht unverhältnißmäßig flein. Störungen des Verkehrs find In der bloßen Thatsache, daß diese Prüfung so lange gedauert habe, Werke votirte, und daß, da das Spiel losging, indem die Vertreter nachdem die Baugruben für die Kabel wieder geschlossen waren, liege schon die Antwort auf die Frage, ob die Stadt solche Unter- der Gesellschaft alle Minen springen ließen und immer mehr anboten nirgends empfunden worden; ein schlechtes Sozietätsgeschäft machten nehmungen in eigene Regie übernehmen könne. Durch die eigen- und schließlich so lange an der Frage der Uebernahme herum wir also nicht. Einen größeren Gewinn würden wir durch eigene thümliche Verfassung der Stadtverwaltung, durch ihre bureaukratische gedoftert wurde, um die ursprüngliche Auffassung zu unterminiren. Verwaltung nicht herausschlagen, denn die Stadt hätte einen theuren Schwerfälligkeit, durch die Vielköpfigkeit der städtischen Behörden, durch Auch nach diesem Mehrangebot bleibt ja der Vertrag für die Erwerbspreis zu zahlen, und daß sie theurer als Private arbeitet die Unmöglichkeit, einen einzigen, einen Selbstherrscher, an die Spize Gesellschaft immer noch sehr Infrativ. Bafiren denn die Ein- und verwaltet, darf ich wohl sagen, ohne den Vorwurf zu fürchten, daß des Unternehmens zu stellen, werde das Mißlingen des Schrittes der richtungen Berlins auf der mehr oder minder großen Einnahme, ich mein eigenes Nest beschmutze. Ich hatte s. 3. für die leberUebernahme unausbleiblich gemacht. Die Stadt bekomme nicht ein müssen sie nicht vielmehr getragen sein von der Rücksicht auf das nahme gestimmt, in der stillen Hoffnung, daß die Berliner Elektrizitätsmal einen einheitlichen Wassertarif fertig, ganz aus denselben Gründen. Wohl der Einwohner, für die die Einrichtungen getroffen werden? Werte fich dann leichter zu Stonzeffionen verstehen würden; dieser Privatgesellschaften könnten sich unvergleichlich viel freier bewegen Jeder Zuwachs an der Abgabe für die Stadt vertheuert doch um Fall ist eingetreten.( Bewegung.) Herr Singer sicht keine Vortheile. und viel leichter die geeigneten Sträfte für die Zeitung gewinnen, ba das Bielsace das Probuft, welches aut bie Konsumenten gehefert 3d habe nicht bas Gewiffen, au ingen, it fein Bortheil, sie es auch viel eher verantworten könnten, die außerordentlich hohen wird. Jedenfalls kam plötzlich die Mehrheit der gemischten De- wenn ich statt 25 pet. 40 befomme; und so sind der neuen Vortheile Gehälter zu zahlen, welche die leitenden Techniker solcher Riefen- putation, zu der sich später noch Stadtrath Marggraff gefellte, zu der in dem Vertrage noch eine ganze Reihe. Es wäre ein schlechtes Ge= Unternehmungen beanspruchen. Vor viereinhalb Jahren sei Meinung, daß die Uebernahme sich nicht empfehle, und man schäft, uns diesen Vortheil entgehen zu lassen und uns auf das zweifeler selbst für den Regie Gedanken eingenommen geweien; einigte sich schließlich auf die heutige Vorlage. Von einent Vortheil hafte Ergebniß einer lebernahme einzulassen. Von diesen praktischen in dieser Zeit habe er sich von der Unmöglichkeit der für die Stadt ist dabei nach unserer Anschauing gar keine Rede. Die Gesichtspunkten aus hat der Magistrat die praktische Frage zu Ausführung des Gedankens überzeugen müssen. Dem großen Gewinnbetheiligung, der Köder, auf den die Verwaltung anzubeißen beantworten gesucht. Natürlich muß man auch diefem wie jedem Risiko der Übernahme stehe vielleicht ein jedenfalls aber nicht großer im Begriff ist, verhindert für alle Zeit die spätere Uebernahme. Und Kontrahenten gegenüber vorsichtig sein; lassen Sie sich aber nicht finanzieller Vortheil gegenüber, den er nicht für ausschlaggebend haben wir denn ein so großes Interesse an dem Werk an der Ober- durch Drohungen abschrecken, schließlich nach Ihrer Ueberzeugung ansehen könne. spree? Dieses Werk ist von der Gesellschaft einzig geschaffen, um es als auch zu stimmen.( Beifall.) Stadtv. Rosenow ist sehr verwundert, daß Herr Kylmann Druckmittel gegen die Uebernahme der Werke durch die Stadt benußen zu Stadtv. Spinola sieht in der Uebernahme nur die Sicherheit, heute sein eigenes Kind so schlankweg verleugnet. Heute mache fönnen. Nach den Bestimmungen der Städte- Ordnung wird jeden- daß die Stadt sich in einen wahren Strudel von Unannehmlichkeiten sich Herr Kyllmann das fadenscheinigste Argument des Magistrats falls, so nehme ich an, niemand an der Beschlußfaffung theil- und Hindernissen stürzen werde. Herr Singer habe heute wieder und der Ausschußmehrheit zu eigen, daß die Stadt die geeigneten nehmen, der im Befigfvon Elektrizitätsaktien ist; wie sollte sich denn einmal in die sozialdemokratische Lärmtrompete gestoßen: das Techniker nicht finden und nicht bezahlen könne. Herr Kyllmann auch ein Mitglied der Versammlung so gegen die von ihm beschworene Privatfapital müsse ruinirt werden. Man solle der Sache ein Ende scheine sogar die Ueberlassung der Wasserwerke an private Ver- Verfassung vergehen!? Aber die Gefahr, daß wir im Begriff machen. waltung zu befürworten. An der Versammlung liege es doch wahr- stehen, den Aktiengesellschaften und den mit ihnen koalirten Stadtv. Dinse verwahrt sich gegen die prinzipiellen Aushaftig nicht, daß die wünschenswerthen Reformen auf dem Gebiete Finanzmächten das Recht auf die Benutzung der städtischen führungen Singer's, tritt aber im übrigen auch lebhaft für die der Verwaltung der Wasser- und Gaswerke nicht vorwärts fämen, Straßen und Bläge auszuliefern, liegt doch außerordents llebernahme eint. sondern am Magistrat. Die angebliche Schwerfälligkeit der lich nahe. Ist die Ertheilung solcher Monopole an Privat- Stadtv. Mommsen variirt die für die Abschließung des städtischen Verwaltungs- Organisation sei ein Schreck gesellschaften etwas Nützliches? Thatsächlich bekommen mit diesem Vertrages von den vorhergehenden Rednern bereits vorge gespenst. Ein Rückgang in technischer Beziehung nach der Ueber- Bertrage die Elektrizitätswerke ein Monopol für die ganze Stadt; tragenen Argumente und steuert als neren Gedanken nur nahme der Werte sei ganz ausgeschlossen. Wenn die Stadt der bezügliche Vorbehalt in§ 1 steht nur auf dem Papier. Selbst bei, daß es das beste wäre, auch die Gaswerke zu verpachten. Herr auch einen bedeutenden Betrag als Abgabe ohne Mühe einheimse, diejenigen, welche noch gelinde an der Befähigung der städtischen Singer und Herr Rosenow hätten die Redefreiheit gemißbraucht, so bliebe doch das Doppelte für die Attionäre übrig, und so theuer Verwaltung zweifeln, müssen doch den zu zahlenden Preis als zu hoch wenn sie unterstellten, es ließen sich Mitglieder der Versammlung tönnte die Stadt nur unter einer ganz miserablen Verwaltung erkennen. Die Betriebsgesellschaften sind heute Töchtergründungen der oder des Magistrats von Rüdsichten leiten, die außerhalb sachlicher wirthschaften, wenn dieser Mehrüberschuß für die Stadtkaffe völlig Baugesellschaften, welche die Verkehrs: u. s. w. Anlagen gebaut Erwägungen liegen. Man sorge lieber dafür, daß Leute in die Ververloren gehen sollte. Ganz ähnlich stehe es mit dem haben, sie sind untereinander und mit den großen Finanzinstituten sammlung gewählt werden, welche nicht einseitig nach politischen Schreckgespenst, daß man mit solcher eigenen Regie in verschwägert, verbunden, fusionirt; jeder hat seine Hand auch in der Rücksichten entscheiden. Alle anständigen, alle guten Elemente den Sozialismus hineinsteuere. Es sei ein sehr gesunder andern Verwaltung; schließlich foalirt sich das ganze Kapital der sollten sich solchen Infinuationen gegenüber solidarisch erklären.( Unkommunaler Gedanke, den großen Gewinn von 12-13 pet. felben zum Schaden der Stadt Berlin, dessen Straßen und Plätze ruhe und Zustimmung.) für die Stadt selbst nutzbar zu machen. Und man brauche sich doch es abgraft. Aber sie ziehen ihre Kapitalsfäden direkt in die Ein Schlußantrag wird gegen 3/49 1hr abgelehnt. blos an die wunderbare Art zu erinnern, mit welcher die großen städtische Exekutive hinein, indem sie Magistratsmitglieder in Stadtv. Det er tritt dem selbstverwaltungsfeindlichen StandBrivatfapital- Unternehmungen, wie die Pferdebahn, die Stadt be- ihre Aufsichtsräthe sehen, und nicht genug damit, müssen wir punkte des Stadtv. Mommsen entgegen und, empfiehlt seinerseits die handelt hätten, um sich darüber zu beruhigen, daß man den be- es doch erleben, daß die Herren, die wir selbst gewählt haben, es sofortige Uebernahme, da eine solche nach 17 Jahren eine absolute rechtigten Interessen dieser Unternehmungen etwa zu nahe trete; mit ihren Amtspflichten für vereinbar halten, direkt in den Aufsichts- llnmöglichkeit fei. auch diese gingen ja mit den Interessen der Stadt nicht irgendwie räthen der Gesellschaften zu fizen, mit denen wir hier Verträge Nach Ablehnung eines erneuten Schlußantrages legt Stadtv sanft um, sondern ließen lediglich den geschäftlichen Stand- schließen!( hört! hört! und Bewegung.) Diese Fäden müssen ab- Hugo Sachs den Standpunkt der Minderheit seiner Fraktion dar, punft gelten. die Frage der Verbilligung spielt hier geschnitten werden. Daß man in solchem Moment dazu über die in erster Linie für die Uebernahme der Werke eintritt. eine Rolle. Wolle die Bevölkerung billigere" Preise haben, geht, bis 1915 auf Abänderung dieser Bedingungen ver- Diese Kleine Minderheit theile natürlich nicht die prinzipielle und lasse sich diesem Wunsche entsprechen, so werde doch auch zichten zu wollen, kennzeichnet fennzeichnet mehr als irgend etwas Auffassung Singers bezüglich der Betheiligung des Privatkapitals, feitens der Stadtverwaltung darauf eingegangen werden, gerade so sonst die Klaffenwirthschaft, die im Interesse des Kapitalis- ftimme der Uebernahme vielmehr zu, weil kein Risiko mehr dabei wie es auch bei dem Gaspreise geschehen sei. Der Stadtelektriker mus hier getrieben wird.( Großer Lärm.) Ihr Schreien beweist sei. Die Wandlung der Auffassung beim Bürgermeister und beim Stadt- Elektriker Kallmann sei doch sehr auffallend. Herr Mommsen gehe gar schon soweit, der Parzellirung des städtischen Grundbesitzes das Wort zu reden. Wie sei es nur zu erklären, daß man 1896 die Uebernahme beschloß und heute ste für unausführbar erklärt? Mit der heutigen Entscheidung für den Vertrag werde die Uebernahme für alle 3eit und Ewigkeit verhindert. Bürgermeister Kirschner bekämpft diese Auffassung und hält es keineswegs für unmöglich, daß 1915 die heutigen Bedenken gegen die Uebernahme geschwunden sind. An dem Kostenpunkte werde es dann gewiß nicht liegen. Damit schließt die Debatte. Menschenwohnungen geduldet würden, in Her culanum und Pompeji schwerlich ausgraben werde." Wartesa al 2c. zu dienen bestimmt ist. " des Wegener, Milzireh aus Linden bei Hannover, ist vorgestern hier eingeliefert, um wegen Hehlerei abgeurtheilt zu werden. Die am Strande zwischen Saßnitz und Stubbenkammer auf Rügen aufgefundene weibliche Leiche ist als die des Fräulein Anna Heese festgestellt worden, das aus Steglitz bei Berlin vor einigen Wochen nach Saßniz verzogen war. Die sehr nervöse Dame ist nicht das Opfer eines Berbrechens geworden, sondern man vermuthet einen Unglücksfall. So vernichtend haben sich über unsere heutige Scheinkultur bisher nur Sozialdemokraten ausgesprochen. Von den Redner war natürlich nicht die Schlußfolgerung zu erwarten, daß nur die tommende sozialistische Gesellschaftsordnung im stande sei, für die große Masse des Volkes auch die Wohnungsfrage zu lösen und damit jeden, dem heute das Gerede von Vaterlandsliebe wie blutiger Hohn flingen muß, zum Der Mechaniker Töpfer, der vor einiger Zeit auf einer Radwirklichen Patrioten zu machen. Stadtv. Nose now weist noch auf die Möglichkeit der Ueberfahrt bei Beelitz auf der Landstraße von einem Räuber angeschossen Auch eine Wohnungsangelegenheit. Der„ Charlottenburger wurde, war in der königlichen Klinik so weit wieder hergestellt voriheilung der Stadt infolge des Verhältnisses hin, in Zeitung Neue Zeit" zufolge hat sich der Kaiser entschlossen, in der worden, daß er die Anstalt verlassen konnte, ohne daß man drei welchem fich die Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft und Nähe der Station Grunewald, auf dem sogenannten Pflaster- Geschosse aus dem Kopf entfernt hatte. Bei dem Verwundeten die Berliner Elektrizitätswerke zu einander befinden. Daß terrain", ein neues Schloß zu errichten, das seinen jüngsten stellten sich indessen nachträglich wieder Beschwerden ein, die sich von Attiengesellschaften Konfortien von gemeingefährlichen Judividuen Söhnen zum Aufenthalt dienen soll. Ursprünglich war für diesen Tag zu Tag steigerten. Töpfer wurde in gewissem Grade schwachs feien, habe er nicht im entferntesten gesagt; der Bürger- Zweck das Marmorpalais bei Potsdam in Aussicht genommen; man finnig. Er hat daher jetzt die Klinik wieder aufgesucht, um sich meister hätte in seiner Rüge vorsichtiger sein und beffer aufpassen hat jedoch davon Abstand nehmen müssen, weil die dortigen Grund- nunmehr die Geschosse aus dem Kopfe herausschneiden zu laffen. sollen.( Unruhe). Gegen das Verfahren, ihn, einen Gegner der wasserverhältnisse so ungünstig sind, daß man für die Gesundheit Sozialdemokraten, mit diesen in einen Topf zu werfen, protestirt der Prinzen nachtheilige Folgen befürchten mußte. Auf der Station der unter dem Vorgeben, daß er im Auftrage der" Herrschaft" bes Gewarnt werden Dienstmädchen vor einem jungen Manne, Redner sehr energisch. Gerade Herr Jacobi habe einmal bei einer Grunewald selbst wird schon in den nächsten Tagen mit dem Bau stellte Waaren abgeben bezw. etwas abholen solle, die Mädchen zu Wahl in der dritten Abtheilung um die Stimmen der Sozialdemo- eines Pavillons begonnen werden, der den Prinzen als Nachfragen bei der Herrschaft veranlaßt und die Gelegenheit benutzt, fraten geworben.( Großer Lärm.) Bortemonnaies aus der Küche zu stehlen. Der Dieb ist etwa Bürgermeister Kirscher spricht sein Bedauern aus, daß der Vorredner vertrauliche Mittheilungen aus einer Deputation anUeber den verminderten Fleischverbrauch der Verliner 20 Jahre alt, mittelgroß, hat dunkelblondes Haar, Auflug von gezogen habe, um seine eingangs angedeutete Möglichkeit einer Bevölkerung bringt der soeben erschienene Verwaltungsbericht des Schnurrbart, spricht heiser und trägt einen dunklen Jackettanzug. Uebervortheilung zu erhärten. Magistrats die nachfolgenden interessanten Angaben: Von auswärts gingen geschlachtet ein: 53 749 Rinder, 141 890 Schweine, Ein bedauerlicher Unfall ereignete fich vorgestern Abend int Einfuhrziffer bei fast allen Fleischatten konstant geblieben, nur be- Streise einiger geladener Freunde seinen Geburtstag. Während man 134 012 Kälber und 35 663 Schafe. Gegenüber dem Vorjahre ist die Hause Blumenstr. 31. Der dort wohnende Kaufmann G. feierte im züglich des Rindfleisches ist eine Erhöhung um etwa 10 pct. zu ver- sich zu einem Skat niederließ, wollte Herr G. für seine Gäste einen Sänischer Rinder und bemerkt des weiteren:„ Wir sehen aber, daß die sich gestellt, auf dem der Steffel mit Wasser tochte. Gerade als das zeichnen. Der Bericht erklärt dies durch die Erschwerung der Einfuhr Grog brauen. Er hatte zu diesem Zweck einen Spirituskocher neben vielfach gehörte Klage, die Einfuhr frischen, geschlachteten Fleisches Geburtstagskind ein großes Spiel ausagte, stieß es in der Erregung erheblich zu, der statistischen Unterlage entbehrt, da das eingeführte sich über den Bedauernswerthen. Er erlitt schwere Brandwunden von auswärts nehme zum Schaden der hiesigen Engrosschlächterei gegen den Kessel, dieser stürzte um und das kochende Wasser ergoß Fleisch mir 18,5 pct. des Gesammtkonsums bildet." Nach dem am ganzen Körper, so daß ein herbeigeholter Arzt, um die Wunden Durchschnittsgewicht berechnet, ergiebt sich( abzüglich des der Ab- verbinden zu können, ihm die Kleider vom Leibe ſchneiden mußte. deckerei überwiesenen Schlachtviches) an Rindfleisch rund 44,8 Millio- Der Verunglückte wurde dann einem Krankenhause zugeführt. Unter besonderen Vorsichtsmaßregeln arbeitet man seit Einnen Silogramm( wovon 9,6 Millionen Kilogramm geschlachtet eingeführt), an Schweinefleisch 61,5 Millionen Kilogramm( 8,9 Millionen führung der elektrischen Bahnen mit oberirdischer Stromzuführung Kilogramm eingeführt), an Kalbfleisch 10,9 Millionen Kilogramm bei Verlegung der Leitungsdrähte für die Telegraphie und den ( 4 Millionen Kilogramm eingeführt) und an Schaffleisch 8,8 Millionen Fernsprechbetrieb. Um der Gefahr, daß diese Drähte mit den stark Kilogramm( wovon 0,7 Millionen Kilogramm eingeführt. Insgesammt geladenen Arbeitsdrähten der elektrischen Bahnen in Berührung wurden, wenn man noch zirka 2 Millionen Kilogramm Pferde- kommen, vorzubeugen, ziehen die Telephonarbeiter, wenn Drähte fleisch und 8 Millionen Kilogramm für eingeführte Salz- und ge- über eine Straße hinweggeführt werden, an den gefährlichen Stellen räucherte Fleischwaaren, Wurst, Konserven 2c. hinzurechnet, in Berlin große Nege, die die etwa herabfallenden Drähte auffangen müffen. berzehrt 142 163 927 Kilogramm, also ungefähr 7,8 Millionen Kilo- n großem Umfange find solche Fangneze augenblicklich in der Yorkder Bevölkerung! Auf jeden Berliner entfielen danach etwa 26 Kilogramm weniger als im Vorjahre trog der ständigen Zunahme und Mansteinstraße angebracht. gramm Rindfleisch, 35 Kilogramm Schweinefleisch, über 6 Kilogramm Kalb- und 5 Kilogramm Schaffleisch. Die Bevölkerung hat sich, wie der Bericht hinzufügt, im letzten Jahre um 27802 Einwohner (= 1,63 pct.) vermehrt, der Fleischkonsum aber um 0,25 pct. pro Kopf vermindert; eine weitere Berminderung ist seit dem 1. April d. J. eingetreten. Alles zur höheren Ehre des Ostelbierthums! Persönlich bedauert Stadtv. Singer, Herrn Mommsen nicht eingehend antworten zu können. Sehr schön nehme sich die Mahnung nach Unabhängigkeit nicht aus im Munde eines Mannes, der noch bis vor ganz furzer Zeit bei einer Gesellschaft bedienstet war, deren Interessen hier verhandelt worden sind, und der sich als Stadtverordneter mit an diesen Verhandlungen betheiligt hat. Stadtv. Mommsen: Sie kennen mich alle, meine Herren; Sie werden mir glauben, wenn ich Ihnen sage, daß Herr Singer mit seiner Bemerkung eine ganz niederträchtige unwahrheit gesagt hat.( Große Unruhe; der Vorsteher ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung.) Ich habe bei der Berathung über eine Firma, bei der ich bedienstet war, mich niemals als Stadtverordneter betheiligt; ich habe immer das städtische Interesse wahrgenommen. Stadtv. Singer: Herr Mommsen hat zur Zeit, als er Stadtverordneter war, im Auftrage seiner Firma Siemens u. Halste fich an Verhandlungen mit Vertretern des Magistrats in Rücksicht auf einen mit ihr abzuschließenden Vertrag betheiligt, das wird er nicht Stadtv. Momsen: Das habe ich niemals bestritten.( Lärm.) Herr Singer hat aber gesagt:„ in der Eigenschaft als Stadtverord neter." Ich bin als Stadtverordneter nicht verpflichtet, den Begriff meiner Berufsinteressen soweit auszudehnen, daß ich in allen Fällen, wo der Beruf mich mit der Stadt in Beziehung bringt, überhaupt nicht erscheine. Ich habe in dem Falle nicht die Interessen der Stadt, sondern der Firma vertreten.( Andauernde Unruhe.) Kein freier Mann wird sich das verschränken lassen. Die Abstimmung ist eine namentliche und ergiebt die Annahme des§ 1 mit 57 gegen 45 Stimmen. bestreiten. Die weitere Berathung wird um 10 Uhr auf Dienstag 5 Uhr vertagt. Lokales. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 712 bis 81/2 Uhr abgehalten. Die Mitglieder der Lokalkommiffion für Berlin und Umgegend werden ersucht, umgehend ihre Adressen an den Unterzeichneten einzusenden. J. A.: Oskar Mahle, Berlin S., Ritterstr. 3, III. Den Mitgliedern des Wahlvereins für den 4. Verliner Reichstags- Wahlkreis( Often) zur Nachricht, daß die Protokolle des Stuttgarter Parteitages von heute ab beim Kassierer Otto Franke, Ballisadenstr. 9 im Restaurant, sowie in sämmtlichen Zahl stellen unentgeltlich in Empfang genommen werden können, doch darf ein Reftiren der Beiträge von mehr als 2 Monaten nicht vorhanden sein. Ferner theilen wir mit, daß die nächste Vereinsversammlung Dienstag, den 8. November, stattfindet. Genoffe Zubeit hat das Referat übernommen. Lokal sowie Thema wird später befannt gegeben. Der Vorstand. " Des Polizeipräsidium theilt mit: Als Sachverständiger für die technische Untersuchung von Fahrstuhl- Aufzügen ist für den Stadtkreis Berlin und die Hasenhaide der kgl. Bauinspektor Hiller zu Berlin, Frankfurter- Allee 116a, berechtigt worden. Er ist demnach auch zur Ausstellung von Bescheinigungen über den Untersuchungsbefund von Fahrstühlen sowie zur Prüfung von Aufzugsfächern befugt. Boffsthümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. In Anfnüpfung an unsere Mittheilung über den munmehrigen Beginn der Boltshochschulturſe weisen wir darauf hin, daß der Verkauf der Eintrittskarten zu demselben durch folgende Stellen erfolgt: Rendant 2. Schütz, O, Holzmarktfitraße 60, II,( Nachm. von 4-6); Georg Betting, Bigarren, of II,( Borit. 8-1 und Nachm. 3-7); sowie das Bureau der Zentralſtelle handling, W, Leipzigerstr. 135; Chr. Tischendörfer, C, Sophienstr. 19, für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, W, Köthenerstr. 23, II( 8-3 ihr). Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ein Verkauf von Eintrittsfarten in den Vortragslokalen selbst nicht stattfindet. Alle Kurse beginnen 2 Uhr abends. " In der Urania, Taubenstraße, wurde der Vortrag Quer durch Desterreich" gestern zum ersten Male gehalten. Die neue Scrie geographischer Charakterbilder ist ein Geschenk der österreichischen Reichs- Hauptstadt und dort von Professor Friedrich Umlauft komponirt In den Haus- und Grundbesitzervereinen kommt gegen worden. Wie manchem Leser befant sein wird, hat sich in Wien wärtig das Klopfen der Teppiche in den Höfen zur Sprache. vor einiger Zeit ein Tochterinstitut der hiesigen Urania etablirt. Die Anlaß dazu giebt eine Mittheilung des Polizeipräsidiums, daß sich enge Verbindung brachte es mit sich, daß manches der hier aufgeführten die Klagen über Ruheſtörung durch Klopfen von Teppichen auf den Schauſtücke dort seine Auferstehung feierte, nachdem es hier neuen Höfen in auffallender Weise vermehrt hätten. Um dem Uebel abzu Werken Play gemacht hatte. Als gerechtfertigte Gegenleistung iſt helfen, wird ersucht, dahin zu wirken, daß die Hausbesitzer, wie es der gestrige Vortrag von Wien hierher verliehen worden. Nach der fchon jetzt theilweise geschieht, in ihren Häusern darauf halten mögen, dekorativen Seite hin kann das neue Stück sich unter Brüdern sehen daß Teppiche und Decken nur zu bestimmten Tagen und Stunden lassen. Farbige Photographien wechseln in schneller Folge mit gegeflopft würden. Man beabsichtigt deshalb, Plakate mit entsprechen- malten Dekorationen, die in der weltberühmten Werkstatt der Geden Zeitbestimmungen in den Höfen anzubringen. brüder Kautsky in Wien hergestellt sind. Die Wanderung beginnt ant böhmischen Erzgebirge, wo wir neben landschaftlichen Bildern Kursns für Gesetzeskunde. Von privater Seite wird uns auch das Innere einer Weberstube erblicken. Ein bischen theaterhaft sah das saubere Zimmer aus, in dem außer geschrieben: In der Fortbildungsschule Fruchtstr. 38 wird seit geschminkt von Schaugericht Bellfartoffeln faum etwas ant Jahren ein Kursus für Gesezeskunde abgehalten, der sich im Laufe dem Ein gleicher Kursus ist in der Fort das sprichwörtliche Elend erinnerte, in dem die Weberder Zeit gut entwickelt hat. bildungsschule Wasserthorstr. 31 geplant worden, doch scheint bevölkerung seit Generationen vegitirt. Weiter führt der dies Unternehmen noch zu wenig bekannt zu sein, da sich bis jetzt Weg in den Böhmerwald, deffen weltabgeschiedene Schönheiten selbst Freie Volksbühne. Die Vorstellung der 5. Abtheilung( gelbe nur eine so ungenügende Zahl von Theilnehmern gefunden hat, daß denen, die sichs leisten können, merkwürdigerweise noch faum bekannt Karten) findet Sonntag Nachmittag 23/4 Uhr im Friedrich Wilhelm- die Eröffnung sich noch nicht lohnt. Vielleicht regt ein Hinweis im find. Vielleicht trägt die Nähe der Alpen die Schuld, daß man von städtischen Theater statt.- Im November beginnt die 3. Serie der Vor-" Borwärts" manchen Arbeiter an, sich bei dem Herrn Rektor der so einzigen Flecken Erde wie den Lucken- Urwald und den Dreiseffelstellungen am 6. im im Friedrich Wilhelmstädtischen Schule zur Betheiligung anzumelden. Die Unterrichtsstunden sind berg mit seinem melancholischen Blöckensteinsee auch in der ReiseTheater. Die Vorstellungen folgen am 13., 20., 27. November und für Freitag abends von 7/ 4-91/ 4 Uhr vorgesehen. welt faum den Namen gehört hat. Von Linz ging die Fahrt auf der 4. Dezember. Zur Aufführung gelangt Lumpenbagasch", Schauspiel in 1 Aft von Paul Ernst und Liebelei" von Wegen der Landtagswahlen bleiben heute, Donnerstag, alle Donau nach Wien und von dort in die Alpen- und Karstlandschaft, deren Majeftät den Besuchern der Urania bekanntlich schon mehrfach Arthur Schnißler, Schauspiel in 3 Aften. Mitwirkende Gäste föniglichen Museen, einschließlich der Nationalgalerie, geschlossen. offenbart worden ist. Verhältnißmäßig arm an Inhalt war unseres find Herr Franz Haid( Lessing Theater), Fräulein Eisenhut, Der hier im Moabiter Zuchthand wieder eingebrachte Erachtens der Text, der die Bilderpracht begleitete. Er ging in Fräulein von Olizar, Fräulein Sydow( Leffing- Theater), Herren Richard Erpel hat dort über seine Entweichung einige glaub- feiner flüchtigen Stizzirung mur an wenigen Stellen über das Niveau Jaray und Kaißler. die Abtheilungen gegenwärtig hafte Angaben gemacht. Er hatte Gelegenheit, eine braune Zucht des Bädecker hinaus. sämmtlich gefüllt sind, können Meldungen neuer Mitglieder in diesem haus- Hose zu entwenden. Diese hat er sich um den Leib gebunden, Theater. Josef Kainz spielt am Donnerstag im Deutschen Monat nicht mehr berücksichtigt werden. Vorläufige Anmeldungen hat sich dann, nur mit einem Hemde bekleidet, durch die nur 16 Zenti- Theater" nach längerer Bause wieder den Glockengießer Heinrich in der für die nene sechste Abtheilung, die ihre erste Vorstellung erst nach meter auseinander stehenden eisernen Gitterstäbe hindurch ge- versunkenen Glocke; das Rautendelein giebt Marie Elsinger. In der Sonntag Weihnachten hat, können dagegen schon jetzt in allen Zahlstellen des zwängt und ist über die Mauern des Gefängnisses in der Richtung Nachmittags- Borstellung der„ Nora" im„ Deutschen Theater" giebt Marie Vereins entgegengenommen werden. nach Spandau durch die Jungfernhaide entkommen. In der Elfinger zum ersten Male die Titelrolle, Eduard von Winterstein den Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Nähe von Spandau hat er einem Bahnwärter einen Mantel ent- Günther; den Helmer spielt Hermann Nissen, den Doktor Rank Rudolf Die wendet. erste Aufführung von Gerhard Hauptmann's Er hat stets in Scheunen oder in Wäldern genächtigt. Rittner. neuem Schauspiel Fuhrmann Henschel" ist auf Sonnabend, Warum kann der Arbeiter kein Patriot sein? Weil er In der Nähe von Wittenberge hat er ein Fahrrad gestohlen, den 5. Dezember angesetzt, Rudolf Ritter giebt die Titelvolle. tein Vaterland hat. Die gestellte Frage und noch mehr die trotzdem er nicht fahren konnte, und hat dann auf der Landstraße Das Zentral- Theater feiert heute, Donnerstag, das Jubiläum der Antwort darauf flangen dem feisten Erbpächter der guten Gesinnung erst fahren gelernt. Von Wittenberge ist er auf dem Rade nach 200. Aufführung der„ Geisha". bisher so zynisch, daß er ob solcher verheßenden Frivolität gar keiner Worte Hamburg, dann weiter durch Hamburg nach Bremen gefahren. Auf der nächsten Woche die erste Aufführung der Komödie„ Das Lumpengesindel" fähig war. Wie elend muß dem modernen Musterpatrioten zu Muthe diesem Wege hat er sein Leben durch Einbrüche gefristet. In der von Wolzogen, zu Schiller's Geburtstag neu einstudirt und neu beseyt„ Die werden, wenn er erfährt, daß ein Mann, über dessen erzkonservative Nähe von Bremen, in Hastedt, wo er übrigens feineswegs das Rad Räuber", L'Arronge's Volksstück„ Hasemann's Töchter" kommt noch heute „ Die Schuld der Schuldlosen", hat verkaufen wollen, ist er einem Landjäger verdächtig geworden. und Sonnabend zur Wiederholung. Gesinnung wohl kaum ein Zweifel obwalten kann, es ebenfalls ganz Diefem ist besonders die braune ausgefranzte Zuchthaushoje auf Schauspiel in 5 Aften von Adolf Stolze, welches morgen greitag en selbstverständlich findet, wenn dem modernen Proletarier der landLuisen Theater seine Erstaufführung erlebt, ist in den Hauptrollen läufige Vaterlandsbegriff Schall und Rauch ist. Vor einigen Tagen gefallen, weshalb er Erpel mitnahm und dann deſſen Person fest- mit Hedwig Martens, Anna Müller, Wilhelm Ruff, Richard Brodek, Ludwig Arno, Frizz Kiedrisch, Leo Landeck, Heinrich Richter und Julie Milbik hat in Bielefeld die Generalversammlung des unter dem Protektorat der Kaiserin stehenden Vereins Arbeiterheim" statt- Das Polizeipräsidium über die staubfreie Müllabfuhr. besest. gefunden. In diesem Verein spielen Männer wie Licentiat Weber In hiesigen Hausbefizerkreisen herrscht vielfach die Ansicht, daß die und Pastor Bodelschwingh die erste Geige. Bei einem Referat über Polizeiverordnung vom 2. Auguft d. J., betreffend die staubfreie die Wohnungsnoth gab auch der Oberinspektor Lieber seine Müllabfuhr, anstatt mit dem 1. September d. J. erst mit dem Schöneberg. Bei der am Mittwoch stattgefundenen Stadts Erfahrungen zum besten. In einem Bericht, den die 1. Januar 1899 vollinhaltlich in fraft trete. Um hierüber völlige KreuzBeitung" bringt, flingen die Ausführungen des genannten Herrn Klarheit zu erlangen, wandte sich der Vorsitzende des Hausbesizer- verordneten Stichwahl haben Stimmen erhalten: Sozialdemokrat folgendermaßen: vereins Süden, Hermann Schulz, mit einer dahingehenden An- Schubert 135, Kaufmann Bergemann 182 Stimmen; mithin Darauf ist ihm jezt gewählt Bergemann. „ Oberinspektor Lieber( Vertreter des deutschen Vereins Ar- frage an das hiesige Polizeipräsidium. worden, daß die betreffende Polizei Verordnung Schmargendorf. Die Parteigenoffen werden auf die am beiterheim") giebt an der Hand des Thätigkeitsberichts des Vereins eröffnet zuvörderst einige statistische Notizen, aus denen z. B. die traurige vom 2. Auguſt d. J. mit dem 1. September d. J. in traft getreten 29. d. M. bei Baier, Warnemünder- Straße, stattfindende ParteiThatsache hervorgehe, daß unter den Hauptstädten Berlin, ist und zu Recht besteht. Es ist nur den Müllabfuhr- Unternehmern, Versammlung aufmerksam gemacht. Unter anderem steht außer dem New- York, Paris, London der Grund und Boden bau welche nachgewiesen haben, daß sie mit der Beschaffung vorschrifts- Bericht vom Parteitag( Genosse öster- Schöneberg) auch die Wahl lich a m meisten in Berlin ausgewuchert mäßigen Müllabfuhrmaterials vorgegangen sind, aber ohne ihre des Vertrauensmanns auf der Tagesordnung. Recht zahlreichen Der Vertrauensmann. werde und für den Hektar ebenfalls mit der Höchstzahl der Ein- Schuld damit noch nicht zum Abschluß gekommen sind, nachgegeben Besuch erwartet wohner( 3175,2) besetzt sei. Die untersuchende, fördernde und worden, einstweilen ihr altes Material, soweit es nicht undicht ist, leber einen Eisenbahn- Unfall wird amtlich gemeldet: berathende Thätigkeit sei sonst eine so rege, oft bis an die weiter zu benutzen. Ein Termin, über welchen hinaus das bis- Gestern Abend gegen 9 Uhr hat der Schnellzug D 2 zwischen Grenzen der Kraft oder des Könnens gehende im Vaterland ge- berige Müllabfuhrmaterial nicht mehr benutzt werden darf, ist nicht Ludwigsfelde und Trebbin bei Bude 30 einen auf dem Chauffeewesen; die Presse sei aufs ergiebigste in Mitleidenschaft ge- festgesetzt. Uebergange festgefahrenen Möbelwagen überfahren. Obwohl die zogen u. f. w. Seine Mittheilungen aus den Reiseberichten, die Zum Morde in der Zionskirchstraße. Wie die Rawitscher Haltefignale vorschriftsmäßig gegeben waren, fonnte der im Ges betannten Gänge durch Jammer und Noth", ließen wieder Zeitung" meldet, ersuchte der Untersuchungsrichter am Landgericht I fälle sich befindende Zug bei seiner großen Fahrgeschwindigkeit einen entseglichen Blick in das oft abgrundliche zu Berlin in der Untersuchungssache wider den Mörder der Rosine und bei der Glätte der Schienen infolge von Regen nicht Wohnungselend thun, das Unzufriedenheit und Kaiser, Wegener, die Rawitscher Polizeiverwaltung um Verhaftung rechtzeitig zum Stehen gebracht werden. Personen sind nicht verVaterlandslosigkeit zeitigen müsse. Er schließt mit des Handelsmannes Gustav Elsner. Derselbe wurde im Juli 1896 legt, ebenso blieben die Pferde des Wagens unverlegt. Nur die dem„ Herzenswunsch", daß alle, denen die Mittheilungen zu Ohren aus dem Zuchthause zu Fuhlsbüttel bei Hamburg, wo er mit Wegener Lokomotive, deren Vorderachse bei dem 30 Meter hinter der kommen, einen einzigen solchen Gang durch Jammer und Noth" zusammen eine längere Freiheitsstrafe verbüßte, nach Rawitsch ent- Unfallstelle bewirkten Stillstand entgleiste, hat unerhebliche Beschädi mitmachten, es werde sich ihnen über viele Dinge eines solassen, ist aber dort nicht eingetroffen. Es wird angenommen, daß er gungen erlitten. Der Schnellzug D 2, der nach Ludwigsfelde zurückgenannten Kulturstaates, die einem Patrioten tief fich nach Entlassung des Wegener mit diesem getroffen und an dem geholt worden war, wurde mittels einer von Luckenwalde angeforderten weh thun müßten, eine ganz andere Ansicht über- Raubmorde theilgenommen habe. Reservemaschine mit größerer Verspätung weiter befördert. zeugend aufdrängen müssen. Er lebe der festen Ueber- Hierzu wird nachträglich mitgetheilt, daß Elsner nur deshalb zeugung, daß man solche Nester, wie sie über 1800 Jahre gesucht wird, weil man annimmt, daß er vielleicht mit Wegener in später in einem Kulturstaat wenigstens stillschweigend als Verkehr steht und dessen Aufenthalt kennen könnte. Der Kumpan " " " = stellte. = Das Schiller: Theater bringt in Aus den Nachbarorten. Wie uns privatim mitgetheilt wird, gehört der Möbelwagen der Berliner Firma Adolf Milda am Halleschen Ufer 33. Es ist dies seit kurzer Zeit der zweite Fall, daß auf derselben Stelle ein Zu fammenstoß erfolgte. Es heißt, daß der Unternehmer die Eisenbahn-| lichen Wucherfälle wurden aus der gestrigen Verhandlung aus- pellation an die Regierung zu richten und die Aufhebung direktion für den Unfall haftbar machen will. gefondert, weil ein Offizier, der Hauptzeuge in einem der der Grenzsperren und Bieheinfuhr- Verbote wie auch der zu hohen artigen Falle war, am Erscheinen durch Krankheit verhindert war. Lebensmittelzölle zu verlangen, weil die deutsche LandwirthDer Gerichtshof beschloß infolge dessen, die auf den Bucher bezüg- schaft den Gesammtbedarf nicht decken kann oder will: lichen Punkte der Anklage einer besonderen Verhandlung vorzu- und daher die genannten Maßnahmen speziell die nichtbehalten und verhandelte nur den Theil der Anklage, der sich auf besitzende Klasse die gewohnheitsmäßige und schwere Kuppelei und den Betrug gegen den Großgrundbesitzern Gewinn bringen auf Kosten einer nicht ausin ungerechtester Weise belasten und einzig, den Hauptmann a. D. M. bezieht. Um 4'11hr wurde eine einstündige reichenden Ernährung der übrigen Bevölkerungsschichten, was eine Mittagspause gemacht. Schädigung der Volksgesundheit zur Folge haben muß." Rebhafte Theilnahme findet in Friedrichsberg- Lichtenberg das tramige Geschick des ungefähr 50 Jahre alten Oberlehrers Gustav K. aus der Kronprinzenstraße. K., der seit 10 Jahren Lehrer an der Gemeinde- Knabenschule in der Kronprinzenstraße und ſeit 2 Jahren Oberlehrer der 1. Klasse war, hatte sich überarbeitet und war seit Jahresfrist sehr nervös. Der allgemein beliebte Lehrer erhielt vor zwei Monaten einen sechswöchigen Urlaub, den er in Thüringen zubrachte. Als er zurückkehrte, hatte sich sein Leiden eher verschlimmert als gebessert. Er erhielt daher noch einmal sechs Wochen Urlaub und begab sich Mitte voriger Woche nach Berlin in eine Wasserheilanstalt. Hier erhängte er sich gestern Morgen, wahrscheinlich in einem heftigen afalle seines Leidens. Der Verstorbene hinterläßt eine Wittwe und zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Gerichts- Beitung. D. Der Staatsanwalt ließ die Anklage wegen schwerer Kuppelei Der Verband der Buchbinder( Ortsverwaltung Berlin) hielt fallen und beantragte wegen gewerbs und gewohnheitsmäßiger Kuppelei und Betruges eine Gesammtstrafe von zwei Jahren Ge- am Dienstag seine Generalversammlung für das 3. Quartal 1898 ab. Der Vorsitzende Brückner bemerkte in seinem Geschäftsfängniß.- Der Gerichtshof verurtheilte die Angeklagte wegen bericht: E3 haben im Laufe des Quartals 9 Sigungen der OrtsSie Es Orteinen Monat Gefängniß, 1000 m. Geldstrafe, event. noch Versammlung, außerdem eine Anzahl von Werkstuben- und DeleKuppelei und wegen Betruges in einem Falle zu einem Jahr verwaltung, 1 kombinirte Sigung, 4 Versammlungen, 1 General100 Tage Gefängniß und zwei Jahre Ehrverlust. Vier Monate wurden auf die Untersuchungshaft angerechnet. Ein Antrag auf girten- Versammlungen der einzelnen Branchen stattgefunden. Die Haftentlassung wurde abgelehnt. 2. Quartals 1249 männliche, Mitgliederzahl betrug am Schluß des Die Verhandlung dauerte bis 655 weibliche. Eingetreten find 173 männliche, 805 weibliche, 9 hr abends. 655 weibliche. Eingetreten find 173. Quartals 1249 männliche, ausgeschieden 160 männliche, 130 weibliche. Am Schluß des: Der feit fast zwei Jahren schwebende Prozeß gegen den dritten Quartals waren demnach 1262 männliche und 675 falschen Einjährigen" und seine Helfershelfer soll jetzt in zwei weibliche Mitglieder vorhanden, das ist ein Zuwachs von 18 männtägiger Verhandlung zum endlichen Abschluß gebracht werden. Die lichen und 100 weiblichen, insgesammt also 113 Mitgliedern. Die Verhandlung begann gestern vor dem Schwurgericht des Zunahme der Mitgliederzahl sei keine zufriedenstellende, es müsse Landgerichts I unter dem Vorsitze des Landgerichts- Direktor s eine lebhafte Agitation betrieben werden, und sei es dringend zu Auf der Anklagebank befinden sich folgende Ber- wünschen, daß die Vertrauenslente dabei von den Kollegen der onen: 1. der Schreiber Wilhelm Histermann, 2. der einzelnen Werkstuben unterstützt werden. Den Kaffenbericht Handlungsgehilfe Frizz Köhler, 3. der Arbeiter Ernst Lehmann erstattete 2 ep 3. Die Abrechnung der Zentralkasse schließt und dessen Ehefrau Marie Lehmann geb. Schulz. Die Ange- in Einnahme und Ausgabe mit 6154,30 M. Unter flagten Histermann und Köhler sind beschuldigt der fortgesetzten den Ausgaben sind folgende Posten bemerkenswerth: 847 M. intellektuellen Urkundenfälschung und zwar Histermann in be- für Arbeitslosen-, 89,50 M. für Reise, 58 M. für Gemaßregeltentrügerischer Absicht, Köhler der schweren und einfachen Urkunden- Unterstützung. Die Lokalfaffe hatte eine Einnahme von 3197,18 M., fälschung, Hiſtermann der Gebrauchmachung von Urkunden, wissend, eine Ansgabe von 1343,38 M., bleibt Bestand 1853,80 M. Der Kassirer daß sie gefälscht waren, der Ehemann Lehmann der Beihilfe zu den wurde ohne Debatte entlastet. Die Bibliothek enthält 644 Bände, vorgenannten Strafthaten und der fortgesetten Erpressung, die Ehe- sie wurde im 3. Quartal 420 Mal von männlichen, 205 Mal von frau Lehmann schließlich der Erpressung in einem Falle. weiblichen Mitgliedern benutzt. Auf dem Arbeitsnachweis waren 389 Käller. 021 -Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. Wesel. 1. Sprechen Sie darüber mit einem Rechtsanwalt, der gleich: Formalitäten. fchaft. G. S. 88. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidiumt. 3. R. 80. Kommen Sie Auf die Lebensart und die Moralauschanungen gewisser Offiziersschichten läßt der Kuppeleiprozeß Hartert, der sich gestern vor der ersten Straffammer des Landgerichts I abspielte, überaus bedenkliche Schlüsse zu. Die Verhandlung richtete sich bekanntlich gegen die Heirathsvermittlerin geschiedene Elisabeth Wilhelmine Hartert, geb. Schmitz, die sich seit dem 14. März d. J. in Untersuchungshaft befindet. Die Angeklagte, welche am 25. September 1865 zu München- Gladbach geboren und katholischer Religion ist, wird beschuldigt: 1. gewerbsmäßig 1. gewerbsmäßig Kuppelei betrieben und in einent Falle durch hinterlistige Kunstgriffe" ein junges Mädchen zu Falle gebracht, 2. einen Hauptmann a. Mr. unt etwa 30 000 m. betrogen und 3. gewohnheitsmäßig verschleierten Wucher betrieben zu haben. Die Angeklagte ist als die Tochter eines Austreichermeisters zu Gladbach in einfachen Verhältnissen geboren und hat in der Elementarschule zu Gladbach nur eine mangelhafte Schulbildung genossen. Im Jahre 1886 verheirathete sie sich mit einem Jugenieur, von dem sie seit 1892 geDie Verhandlung hatte bisher mit eigenartigen Schwierigkeiten männliche und 221 weibliche Arbeitsuchende eingetragen. Verlangt trennt und seit 1896 geschieden ist. Als sie nach Berlin zog, hatte zu kämpfen. Es waren Zweifel darüber entstanden, ob der An- wurden 240 männliche und 369 weibliche, zur Aushilfe 218 männfie etwa 10 000 M. Schulden, trotzdem ist es ihr hier gelungen, geklagte Sistermann, welcher bekanntlich für seinen Freund Köhler liche und 4 weibliche. In Arbeit gestellt wurden 137 männliche und fein zu leben, zu Wohlstand zu kommen, zahlreiche Verbindungen Geisteskräfte sei. Auf Antrag der Vertheidigung wurde er auf ſechs stellen. Das Einjährigen- Eyanten gemacht hat, auch im vollen Besize seiner 148 weibliche in dauernden, 204 männliche und 4 weibliche in Aushilfsmit vornehmen Herrschaften anüpfen und ihr Haus zu einer Der Vergnügungskommission, welche eine spezialisirte AbSammelstelle für junge und atte Lebemänner und Mädchen und Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Dalldorfer Irren- rechnung erstattete, wurde Decharge ertheilt. In die Ortsverivaltung Frauen zu machen, die entweder schon verdorben waren oder anstalt überwiesen. Als dann am 30. September v. J. wiederum Berhand- wurden gewählt: Paul Hoffmann als zweiter Bevollmächtigter, aber verdorben werden wollten. Die Sittenpolizei hatte schon lung vor dem Schwurgericht stattfand, begutachtete Geh. Medizinalrath Gerhard als erster Schriftführer. Das Amt des Gauvorstehers einige Zeit ein Augenmerk auf Frau Hartert, dem Fasse wurde Dr. Sander, daß Histermann als unzurechnungsfähig zu bezeichnen wurde Karl Schulze übertragen. In die Rechtsschutz- Kommission jedoch der Boden ausgeschlagen, als sich am 18. Januar d. J. der sei. Daraufhin wollte der Vertheidiger den Angeklagten Histermann wurden gewählt: Bergmanit, Karl Schulze, Dust, zur Unteroffizierschule zu Botsdam beorderte Lieutenant ohne weiteres freigesprochen wissen. Der Staatsanwalt beantragte 2emser, 3 ander. Das Verbandsbureau ist vom 1. November Freiherr v. Nettelbläst eine Kugel durch den Kopf dagegen ein Obergutachten des Medizinalkollegiums der Provinz au von 1/ 29-1 und von 1/ 24-7 1hr geöffnet. Dem Bureaubeamten jagte und man in seinem Nachlasse zwei Wechsel über 5400 und Brandenburg einzuholen und der Gerichtshof beschloß nach diesem An- wurde eine Gehaltszulage von wöchentlich 3 M. und ein achttägiger 5100 M. vorfand, welche von der Angeklagten ausgestellt und von trage. Das Medizinalkollegium machte die Erstattung eines Gutachtens Urlaub für jedes Jahr zugebilligt. Ferner wurden interne Verbands= dem jungen Offizier angenommen waren. Es war klar, daß davon abhängig, daß Hiſkermann längere Zeit in einer Anstalt be- angelegenheiten erledigt, die kein allgemeines Interesse haben. Lieutenant v. Nettelblädt mit der Angeklagten in finanzieller bachtet werde. Da nun nach§ 81 Strafprozeß- Ordnung die UnterVerbindung gestanden hatte, daß diese Wechsel jeden- bringung in einer Anstalt die Dauer von 6 Wochen nicht überfalls Prolongationswechsel aus einer Schuldverbindlichkeit schreiten darf und Histermann, der bereits 6 Wochen in Dalldorf darstellten und der gewaltsame Tod des lebenslustigen Offiziers auf zur Untersuchung gewesen war, zu einer Wiederholung nicht ge= diese Schuldverbindlichkeit zurückzuführen sein mußte. Thatsächlich zwungen werden kann, so würden wiederum Schwierigkeiten entsoll auch der Verstorbene furz vor seinem Tode einem Kameraden erklärt hätte, sich auf drei Wochen zur nochmaligen Beobachtung in standen sein, wenn Hiſtermann sich nicht freiwillig bereit gegenüber sich dahin geäußert haben: Frau Hartert treibe ihn in eine Anstalt zu begeben. Mit diesem Ergebniß schloß die letzte zeitig Notar ist. 2. Für den Austritt gelten in beiden Fällen die gleichen den Tod; sie habe ihm vom deutschen Kreditverein Geld auf Wechsel beschafft, er habe aber von ihr nur eine verhältnißmäßig geringe Verhandlung. Summe darauf erhalten und müsse nun die ganzen Wechsel einlösen, Zum jetzigen Termine sind vier Psychiater, die Geheimräthe M. 2. Nein, es ist dann zu spät. was ihm nicht möglich sei. Dieser Vorfall gab Veranlassung, dem Treiben Long, Sander und Mittenzweig und Professor Mendel sowie einige 999. Auch nicht steuerzahlende Staatsbürger haben das Wahlder Angeklagten einmal gründlichst nachzuspüren und das Ergebniß der Aerzte geladen, die früher den Angeklagten Köhler, welcher ebenfalls recht. Ausgeschlossen sind nur diejenigen, welche Armenunterstützung beUntersuchung ist nun die vorliegende Anklage. Nach den polizei zeitweise an Ileinen Geistesstörungen leiden soll, behandelt haben. ziehen. 2. 77. Sie müssen den Eid Teisten. Soust ergeht Haftbefeht. lichen Ermittelungen soll Frau Hartert, die viel mit Damen der die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Plaschke, als Vertheidiger 2. B. 100. Wenn deshalb Aufstände erhoben werden, so kommen Sie in Halbwelt durch die Straßen zu flaniren pflegte, ihre am Magde- find die Rechtsanwälte Leonh. Friedmann, Dr. Schöps und Rechts- die Sprechstunde. 2. B. 101. Es giebt hierfür feine Berufsgenossenburger Plaz 5 belegene Wohnung, für welche sie einen Miethspreis anwalt Bodländer zur Stelle. von 2000 m. bezahlte, zum Sammelplage der uniformirten Lehmann war in der Restauration des Vaters Köhler als Bier- r. 2. 87. Jedenfalls empfiehlt es sich, einen neuen diesbezüglichen und nichtuniformirten Jugend gemacht haben, die stets bereit zapfer angestellt und soll zuerst die Anregung gegeben habe, daß Antrag zu stellen. Was nun 50? Hier läßt sich nichts machen. ist, des Lebens sehr gemischte" Freude in vollen Zügen Köhler doch sein Einjährig- Freiwilligen- Examen unter seinem Namen Die Frist muß abgewartet werden. zu genießen. Hier sollen manche lustige Gelage und Tanz- von Histermann, der ein schlauer Kopf sei, machen lassen sollte. mit der Klage und dem seinerzeit geschlossenen Vertrag in die SprechDieser Plan ist auch, wie aus den früheren Gerichtsverhandlungen ſtunde. H. W. 30. Sie müssen den Sachverhalt genau angeben. feste stattgefunden haben, deren Verlauf die Beschreibung eines gewissenhaften Chroniqueurs nicht vertragen hätte. Auch sonst her noch erinnerlich sein wird, vollständig geglückt, und nur die nachsollen in der lauschigen Wohnung allerlei Standalia sich abgespielt träglich an dem Vater des Köhler verübten Erpreffungen veranlaßten, haben, die der Anklage wegen Suppelei zu grunde liegen. Ganz be- daß dieser die Vergehungen seines Sohnes selber bei der Behörde sonders abstoßend ist der Vorfall, bei dem das erschwerende Moment anzeigte. Eine Anzahl Zeugen gaben von dem Geisteszustande des des hinterliftigen Stunstgriffs" mit in Frage kommt. Bei diesem Köhler ein recht bedenkliches Bild. In der weiteren Beweisaufnahme befunden auf wiederholtes Borfall soll ein Weinhändler aus der Potsdamerstraße, der fich inzwischen das Leben genommen, in der Wohnung Angeklagte Köhler in vielen Dingen den Eindruck eines nicht in der Wohnung Befragen des Rechtsanwalts Dr. Schöps mehrere Zengen, daß der der Angeklagten ein durch starken Punsch bewußtlos ge= machtes Mädchen gemißbraucht haben. Die Angeklagte be- ganz normalen Menschen gemacht habe, der stets mit allerlei Swinemde. 757 WSW 4Regen trieb aber auch das Geschäft als Heirathsvermittlerin und soll es, hochfliegenden Plänen umging, Villen und Hotels taufen wollte 2c. Hamburg Der Vorsitzende setzt die Fortsetzung der Verhandlung auf Sonwie die Ermittelungen ergeben haben, als Spezialität betrieben abend 10/2 Uhr an. haben, Offiziere von Adel, die sich in bedenklicher Vermögens- laffen. Die Verhandlung am Sonnabend wird mit der Vernehmung wien Sämmtliche Zeugen werden endgiltig ent= München 77052 lage befanden, mit reichen Jüdinnen zu verheirathen. der Sachverständigen beginnen. Sie hat auch, wie sie behauptet, verschiedenen Offizieren den Weg in reiche jüdische Familien geebnet. Ihr Vom Gesindemarkt. Ein Versuch, das Ausnahmegesetz gegen Hauptaugenmerk soll aber darauf gerichtet gewesen sein, von den sich das Gesinde und die ländlichen Arbeiter gegen dritte Per feilbietenden Männern vor allen Dingen Reverse zu erhalten, in welchen fonen anzuwenden, wurde in Ostelbien gemacht. Wegen Verihr ein gewisser Prozentsaz der Mitgift oder ein bestimmtes rundes gehens gegen§ 1 des genannten Gesetzes vom 24. April 1854 wurde Simmchen, das in einem Falle 100 000 m. betrug, für den Fall der der Arbeiter Winkler angeklagt, und zwar machte man geltend, er Eheschließung versprochen wurde. Sie gab aber den bedürftigen habe durch Mißbrauch seines Ansehens sein fünfzehn Offizieren mitunter auch selbst Geld oder verschaffte ihnen fähriges Mündel dazu bewegt, unberechtigterweise folches gegen Wechsel, bei denen sie die Bürgschaft übernahm. Dienst zu verlassen. Der Angeklagte erhob den Einwand, den daß Nach Ansicht der Anklagebehörde soll die Methode der Ausstellung von ein rechtsgiltiger Gefindevertrag im vorliegenden Falle überhaupt nicht Reversen nur dazu gedient haben, um die wucherischen Vermögens- zu stande gekommen sei. Die Verhandlung vor dem Schöffengericht ergab vortheile, die sie sich verschaffen wollte bezw. verschafft hat, zu hierüber folgendes. Das junge Mädchen, dem der Angeklagte als verschleiern. Ihre ganze Thätigkeit bei diesen Ehegeschichten soll Vormund zur Seite steht, ist zugleich seine Stieftochter. Ihre darin bestanden haben, daß sie den verschuldeten Offizieren spätere Dienstherrin" war zu dem Stiefvater gekommen, um dort reiche jüdische Heiraths Kandidatinnen namhaft machte und den Miethsvertrag abzuschließen. Da der Angeklagte gerade einen für ihre Einführung in die Familien sorgte. Der ihr zur Last über den Durst getrunken hatte, lehnte es die Frau ab, mit ihm zu gelegte Betrug betrifft einen Hauptmann a. D. M., der vor verhandeln und besprach die Angelegenheit mit der Mutter des einer Reihe von Jahren zur Kriegsakademie kommandirt war und Mädchens, der Frau Winkler. Daraufhin trat das Mädchen die Angeklagte kennen gelernt hatte. Letztere soll ihm vorgespiegelt bei ihr in den Dienst. Das zuständige Schöffengericht und haben, daß er der Vater ihrer beiden Söhne sei und er soll dadurch das Landgericht in Graudenz erklärten den Abschluß des Dienstbewogen worden sein, ihr nach und nach etwa 30 000 m. als Er- vertrages für rechtsgiltig und verurtheilten den Angeklagten ziehungsgelder für die Kinder zu zahlen. Er soll sogar eine Zeit lang als den Veranlasser des Kontrattbruches auf grund die Absicht gehabt haben, die Angeklagte, die ihm vorgeredet, des angezogenen Gesetzes, obwohl dessen Strafvorschriften dem Wortfie befize ein Vermögen von 400 000 M. und er könnte, wenn Taut nach sich nur gegen das sündige Gesinde richten. Auf seine er seinen Abschied nähme, ihr angeblich bei Görlitz belegenes Ritter Revision sprach jedoch das Kammergericht den Angeklagten mit gut verivalten, zu heirathen, um den Kindern einen Vater" folgender Begründung frei: Es stehe fest, daß Winkler mit der zu geben. Das sind, furz angedeutet, die Thatsachent, um welche es Dienstherrin seiner Stieftochter und feines Mündels nicht verhandelt Allg. Kranken- u. Sterbekasse fich handelt. habe, der mit der Mutter abgeschlossene Vertrag sei ungiltig. Es Der Zubrang zu dem fleinen Sigungssaale war so bedeutend, handele fich hier um einen Wiethsvertrag, den eine unter Vormund- der daß ein Schutzmanns- Aufgebot die Ordmung aufrecht erhalten mußte. fchaft stehende Person abschließen wollte und zu dessen Giltigkeit es Den Vorsitz des Gerichshofes führt Landgerichts Direktor deshalb der ausdrücklichen Zustimmung des Vormundes, des AnDr. Felisch, die Anklage vertritt Staatsanwalt Fiedler, geklagten, bedurft hätte. Er sei indessen garnicht dazu gekommen, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Mosse und seine Zustimmung zu geben. Man habe ihn beim Abschluß des VerDr. Schwindt. Es sind 26 Zengen geladen, von denen einige trages ja garnicht beachtet. Wenn der Vertrag aber ungiltig oder fehlen. nicht rechtsverbindlich sei, dann könnte das Mädchen nicht wegen Vergehens gegen das Gesetz von 1854 bestraft werden und demzufolge auch nicht der Angeklagte wegen Veranlassung eines solchen Vergehens. = " Die Angeklagte, eine mittelgroße, fesche" Figur mit energischen Gesichtszügen und einem fast männlichen Klang der Stimme, giebt ihre Antworten auf die ersten Fragen des Vorsitzenden, die ihre Person betreffen, schnell und bestimmt und erklärt sich im allgemeinen für nichtschuldig. " Versammlungen. = Witterungsübersicht vom 26. Oftober 1898, morgens 8 1hr. Stationen Berlin Barometer stand- mm Wind: richtung Windstärke 760 700 Wiesbaden 766 SW Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm 763 Wind12 Haparanda 752 Still 12 Petersburg 12 Cork 12 Aberdeen 752 S 9Paris 12 rigtung Windnärke Wetter Obedeckt 2geiter 3 heiter Temp. n. 6. BEST 16° C.= 4° R. 13 4 bedeckt 4Regen -1 bedeckt 3 Regen 769 SSW 2616. bed. 10 767 S 3 Regen Wetter- Prognose für Donnerstag, den 27. Oftober 1898. Warm und zeitweise heiter, vielfach wolkig mit Regenfällen und ziemlich frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgen. Deutschlands. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege August Schulz, Sfeindruckter, am Dienstag, den 25. Oftober, an der Profetarier Krankheit im Alter von 36 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, vom Trauerhause, Swinemünderstr. 89, den 28. Oktober, nachmittags 2 Uhr, aus nach dem Kirchhof der Friedens gemeinde in Nieder- Schönhausen statt. Der Verein verliert in ihm ein treues Mitglied. Ehre seinem Andenken. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Verwaltung. Drechsler u. Berufsgen. Deutschlands. 1822b E. H. 86, Hamburg. Verwaltungsstelle Berlin A. Den Mitgliedern hiermit zur Nach richt, daß unser Mitglied Paul Teuert am 24. Oftober verstorben ist. Cigarren- Geschäft uigowstr. 114 beim Bahnh. Butligſtr. wegen Todesfalls billig zu verkaufen Gas- Heizöfen, neuestes Sparsystem, 9 M., Gaskocher Zweiloch 6, Dreiloch 14, Gas:: bratofen 10 M., Gas- Blätteisen billig. 16966* Wohlauer, ( Kein Laden.) 26/27. Wallnertheaterstr. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Fork, Kretzschmar& Co. Bei der Firma Barnimstr. 13, ( Magazin Jannowißbrücke), haben fämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. 108 Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. Achtung, Klavierarbeiter! In der Pianofabrik von Laurinat, Wasserthorstraße 9, haben sämmtliche Bodenmacher infolge Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt, es ist somit Ehrenpflicht jedes Kollegen, den Zuzugnach genannter Fabrik streng ferns zuhalten. 143/1 Die Agitations- Kommission des FachDie Beerdigung findet am Donnersvereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter tag, den 27. b. M., nachm. 42 Uhr, von der Leichenhalle des St. GeorgenKirchhofes, Landsberger Allee 22-23 und außer dem Hause verlangt Möbel Berlins und Umgegend. Karton- Arbeiterinnen in Kommandantenstr. 15, 4 Tr.. Arbeiterin Staatsanwalt Fiedler beantragt hierauf den Ausschluß der Oeffentlichkeit während der ganzen Sigung. Der Gerichtshof be- Zwei Volksversammlungen, die gestern Abend im Swine- au statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. schließt, diesen Ausschluß im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit nur münder Gesellschaftshaus und in Sanssouci tagten, legten Protest Vereinszimmer 3. v. Reichenberger: für die zunächst zur Verhandlung gelaugenden Fälle der Kuppelei ein gegen die künstliche Fleischvertheuerung. Im letztgenannten Lokal straße 10. 17726 auf Blousen( Mustervorlagen) verl. und des Betruges gegen den Hauptmann a. D. M. Die Oeffentlich- wurde folgende Resolution angenommen: Rabau, Magazinstr. 13a. baar u. Theilzahlung, teit soll bei der Verhandlung der Wucherfälle wieder hergestellt werden.„ Da die Vieheinfuhr- Verbote und Grenzsperren nachweislich zu billigst Frank Lehrmädchen( 18156 Das Gesuch zweier ehemaligen Geschworenen aus der letzten Schwur- einer enormen Steigerung der Fleischpreise geführt haben, welche verfurter Allee 110 1, vert. Baermann, Seydelstr. 29. gerichtstagung um Zulassung auch zu dem nichtöffentlichen Theil der ursachen, daß die arbeitende Bevölkerung, welche in erster Linie einer Ecke Königsbergerstr. Ein tüchtiger Versilberer findet Verhandlung wird abgelehnt, dagegen dem Garnison- Auditeur gefunden und kräftigen Ernährung bedarf nun faum in der Schlafft. z. vermiethen bei Miegner, dauernde und lohnende Beschäftigung Hauser, welcher im amtlichen Auftrage der Garnison- Verwaltung Lage ist, Fleischkost genießen zu können oder doch mit zweifel- Kaiser Franz- Grenadierplatz 14, vorn. Goldleiftenfabrik Alexandrinenstr.25. erscheint, der Zutritt gewährt. hafter Waare sich begnügen muß, beschließen die Versammelten, Möbl. Zimmer an 2 Herrn oó. Dam. Jung. Mädchen, welches Maschine Bei der Verhandlung gegen die Heirathsvermittlerin artert die Reichstags- Abgeordneten der sozialdemokratischen Partei auf- 3. v. Butnat, Friedrichsfelderstr. 43, näht, vert. Hübner, Bellermanns wurde die Deffentlichkeit nicht wieder hergestellt. Die sämmt- zufordern, gleich nach Zusammentritt des Reichstages eine Inter- lutergeb. 4 Tr. 18146 straße 17, of II. 18256 Typographia , Hülfe!" " fa ,, Hülfe!" Halt! Ohne ärztliche Untersuchung Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser fann jebe männliche sowie auch jede weibliche Person im Alter vom 14. bis 60. Jahre der Krantentaffe ,, Hülfe für äußerst bil M. d. A.-S.-B. Dirigent: Fr. Pieth. Sonntag, den 30. Oktober 1898: Vokal- und Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung von Frl. Antonie Steimann und namhafter Solisten des„ Neuen Berliner Sinfonie- Orchesters" ( gegründet 1895) in Louis Keller's Festsälen, Koppenstrasse No. 29. I. Theil. 1. Vineta Abt. 2. Fischerlied Programm. . Hössler. 3. a) Einschiffung Möhring. b) Waldandacht Abt. ( Cornett- Quartett.) 4. O wonnig süsse Frühlingsnacht Fischer. 5. Der Lethetrunk vom Rhein.. Beschnitt. II. Theil. 6. Des Schiffers Traum 7. Glockenthürmers Töchterlein Abt. Rheinthaler. ( Sopran- Solo: Frl. A. Steimann.) 8. a) Schlummerlied von Koss. b) Der Lenz Lassen. ( Frl. A. Steimann.) 9. a) Variation a. d. A- durQuartett. 66/7 Beethoven. ( Streich- Quartett.) b) Serenade f. Flöte und Waldhorn 10. Altniederländisches Tit'l. Volkslied.... Kremser. . Kremser. 11. Im Winter III. Theil. 12. Nachtzauber Storch. Kremser. 13. Zwa Sternlan 14. a) Aus Deinen Augen fliessen meine Lieder Riess. b) Frühlingslied.. Gounod. ( Frl. A Steimann.) 15. a) Auf die Höhen Otto. b) Aennchen v. Tharau** ( Cornett- Quartett.) 16. Nun leb' wohl du kleine Gasse 17. Der Menschheit Erwachen Nach dem Konzert: Ball. Silcher. Uthmann Hieran theilnehmende Herren zahlen 50 Pf. nach. Anfang 6 Uhr. Eintrittspreis: 40 Pf., an der Kasse 50 Pf., Kinder 10 Pf. Kasseneröffnung 5 Uhr. Liedertexte an der Kontrolle gratis. Eintrittskarten sind vorher zu haben im Vereinsbureau, Ritterstrasse 88, I, beim Kassenboten Graumann, in der Musikalienhandlung von Kaun, Grüner Weg 17, bei Herrn Nettermann, Moabit, Bandelstr. 45, im Setzersaal des Vorwärts" sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen. Der Vorstand. " 99lige Monatsbeiträge beitreten. Aufnahme kostenlos im Bureau ber ,, Hülfe", Berlin SO, Stalizerstr. 82. I( am Schlesischen Thor) Zahlstellen und Agenten allerorts gesucht! 61902* gesucht! 61902* Nähmaschinen Afrana, Adler, Ringschiff, Greifer: System, für Haushalt und gewerbliche Zwecke, liefert billigst zu toulanten Zahlungsbedingungen E. Krieg, SO., Stalikerstraße 136, ( nfallfachen. 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Zinsen: 728 705 283 872 922 71 01 1:12 1:00 900 9 123 Summa Kapitel II 1013 500 62 Beitragsleistungen: I. 1 Erlös für verkaufte Beitragsmarken Hiervon ab für vernichtete Beitragsmarken(§ 3 der Vorschriften vom 30. April 1895) Beiträge für Seeleute. 2 II. Zinsen: Für Werthpapiere Für Darlehen Für anderweit belegte Gelder. Miethe und Pacht aus Grundbesitz Zuschüsse aus dem Reservefonds Erstattung von Rentenzahlungen: Invalidenrenten Altersrenten. • 1 268 183 Summa Kapitel V Strafgelder u. andere nicht vorgesehene Einnahmen Erlös für veräusserte Kapitalanlagen Hierzu: Summa der Einnahmen Bestand aus dem Vorjahre: sind zusammen ab: Summa der Ausgaben Mithin Bestand III. IV. V. VI. VII. 12 71 72 2 306 25 Reserve fond. Ist- Einnahme Der RechII. III. im im nung Einzeln. Ganzen Ka- TiM. Ipf M. Ipfpitel tel I. Für Werthpapiere 29 146 66 Für Darlehen. Für anderweit belegte Gelder. Summa Kapitel I. Miethe und Pacht aus Grundbesitz Ueberweisung an den Reservefonds. ( pro not. in KapitalAnlagen sind überwiesen 181 793,63 M. Sonstige Einnahmen Erlös für veräusserte Kapitalanlagen 11 29 146 66 II. III. I I 7 626 87 2 109 310 90 IV. 8 752 022 03 V. 14 806 50 min. 627 424 15 43 953 16 8 124 597 88 8 029 125 24 15 232 04 95 472 64 sind zusammen 59 185 20 ab: Summa der Ausgaben 44 161 10 Summa der Einnahmen Hierzu: Bestand a. d. Vorjahre Ausgabe Inanspruchnahme des Reservefonds(§ 21, Abs. 3 des Gesetzes) Sonstige Ausgaben. Kosten der Erwerbung von Kapitalanlagen • Ist- Ausgabe im im Einzeln. Ganzen M. Ipf M. Ipf 395 43 766 10 1451 71 Der Rechnung Kapitel| Titel T I. 12 II. 2 III. IV. 12 12 V. 1 VL VII. 2 3 4 56 7 Renten: Ausgabe Invalidenrenten Altersrenten. • Ist- Ausgabe ho im Einzelnen im Ganzen M. M. Pf. Pf. 289 551 91 290 366 72 Summa Kapitel I. 579 918 63 Kapitalabfindungen an Ausländer(§ 14 des Gesetzes): Invalidenrenten Altersrenten. Kosten des Heilverfahrens(§ 12 des Gesetzes). Erstattung von Beiträgen: 1. Die Einnahmen 2. Die Ausgaben Summa der Ausgaben Mithin Bestand 15 024 10 Abschluss II. I. a) Nach den Tagebüchern der Kasse haben im Jahre 1897 betragen: b) Nach den Zu- und Abgangslisten der Kasse haben im Jahre 1897 betragen: 1. Die Einnahmen: a) Betriebsfonds c) Voreinnahmen. 44 161 10 Baar. 12 091 528,56 M. 11 639 414,17" b) Reservefonds Summa Kapitel II. 2. Die Ausgaben: 153 620 29 175 897 14 39 230 02 Summa Kapitel IV. 215 127 16 In Fällen der Verheirathung(§ 30 des Gesetzes) In Todesfällen(§ 31 des Gesetzes) Verwaltungskosten: Gehälter und Remunerationen der Beamten mit Ausschluss der Kontrollbeamten( zu vergl. Kapitel VIII) u. Vergütung für Schreibhilfe Vergütungen, insbesondere Tagegelder u. Reisekosten bezw. Ersatz für baare Auslagen und für entgangenen Arbeitsverdienst.(§ 58 des Gesetzes): a) an Mitglieder des Vorstandes und Anstaltsbeamte c) an Mitglieder des Aufsichtsraths b) an Mitglieder des Ausschusses d) an Vertrauensmänner n " 2652,86 M. 631,50 6109,95 Summa Titel 2 Miethe für Geschäftsräume, Aufwendungen für Dienstgrundstücke( Unterhaltungs- Kosten, Steuern etc.), sowie Reinigung, Heizung und Erleuchtung der Geschäftsräume Bureau- u. Kassenbedürfnisse, Drucksachen, Porto, Insertiskosten, Buchbinder- und Botenlohn Anschaffung und Unterhaltung der Inventarien Beiträge zu Pensions-, Wittwen- und Waisenkassen, sowie sonstige Versicherungsbeiträge ( für Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- u. Altersversicherung) Pensionen u. Unterstützungen für ausgeschiedene Beamte etc. und deren Hinterbliebene Summa Kapitel V. Kosten der Erhebung bei Gewährung oder Entziehung von Renten Schiedsgerichts- und sonstige Kosten aus Anlass des Berufungs- und Revisionsverfahrens 9 a) Betriebsfonds b) Reservefonds c) Voreinnahmen Mithin verbleibt am Schlusse des Rechnungsjahres 1897 Bestand: a) Baarbestand 35 580,024,32 M. 983 440,78 n 787 252,10 . 11 37 350 717,20 M. 2 220 319,64 M. 14 469,71" 787 252,10 19 3 022 041,45 M. 452 114,39 M. b) Bestand in Werthpapieren u. s. w. • 34 328 675,75 M. 141 670 70 34 780 790,14 M. II. a) Die Jahresrechnung pro 1897 stande von Die Jahresrechnung pro 1897 stande von Betriebsfonds Reservefonds schliesst ab mit einem Beschliesst ab mit einem Be95 472,64 M. 15 024,10 110 496,74 M. 350 500,00 460 996,74 M. 8 882,35 452 114,39 M. 9 394 31 9 633 49% 18 258 48 3 398 05 911 07 I 183 266 10 zusammen Hierzu treten die am Schlusse des Jahres 1897 vorhandenen Voreinnahmen mit sind In Abzug zu bringen sind dagegen die bis zum Schluss des Jahres 1897 nicht erstatteten Vorschüsse mit Am Schlusse des Rechnungsjahres 1897 verbleibt also Baarbestand( wie oben) b) Die Zu- und Abgangslisten pro 1897 schliessen mit folgenden Beständen ab: a) Betriebsfonds 33 359 704,68 M. b) Reservefonds c) Voreinnahmen 968 971,07 " 99 Am Schlusse des Rechnungsjahres 1897 verbleibt also als Bestand in Werthpapieren u. s. w.( wie oben) 34 328,675,75 M. 34 780 790,14 M. Vorstehende Rechnungsabschlüsse werden hierdurch gemäss§§ 22 und 24 des Statuts der In validitäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin mit dem Bemerken veröffentlicht, dass die Jahresrechnung für 1897 von dem Ausschusse der Anstalt in der Sitzung am 26. v. M. abgenommen worden ist. Berlin, den 20. Oktober 1898. 6 004 76 Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Berlin. 14 447 65 Der Vorstand. Dr. Freund. Dr. Sträter. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 252. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 27. Oktober 1898. haben sind. . und Vorstand ein9 man fönne, wollen. als ein todtvon vornherein diesen Vorschlag genommen, dagegen der Antrag Scholz, am Bußtag eine Fuß- hold dem den Versuch höchstens geborenes Kind, mit Versammlungen. partie zu unternehmen, abgelehnt. andere während abeinem Bezirk machen In Der Wahlverein für den 6. Reichstags- Wahlkreis hielt wechselnd alle Im ersten Wahlkreis fand am Dienstag in Cohn's Festsälen Bezirke wissen daran betheiligt eine Generalversammlung des Wahlvereins statt, in welcher Faber am Dienstag seine stark besuchte Generalversammlung ab. Vor Ein- Ueber die Art und den Gegenstand der Besprechung war man überüber„ Christenthum und Sozialismus" sprach. Hierauf erstattete tritt in die Tagesordnung ehrt die Versammlung das Andenken der wiegend der Meinung, daß nur aus der Mitte der Mitglieder Mörschel den Bericht des Vorstandes, nach welchem 4 Berjamm- im letzten Quartal verstorbenen Witglieder 3 achau. Tiek Redner über Tagesfragen, Taktik der Partei, Broschüren, Artikel e nunmehr lungen und 7 Vorstandssigungen stattgefunden haben; die Mitglieder- art mann. Schrinner und durch Erheben von den sprechen sollen. Der Vorschlag des Vorstandes gelangte zahl des Wahlvereins beläuft sich jetzt auf etwa 200. Den Kaffen- Sizen. Nach Verlesung des Protokolls erstattet der Vorsitzende Ge- mit großer Mehrheit dahingehend zur Annahme, daß zunächst für bericht ertheilte Petermann. Einer Einnahme von 459,68. noffe iesel den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes im den Bezirk Wedding an jedem legten Mittwoch im Steht eine Ausgabe von 191,90 M. gegenüber, so daß vergangenen Quartal. Danach haben mit einer außerordentlichen Monat ein Diskutirabend stattfindet, der durch Inserat 2c. noch ein Bestand von 267,78 m. verbleibt. Die Neuwahl des Vorstandes 8 Vorstandssigungen und 8 Versammlungen in in den verschiedenen gestaltet sich folgendermaßen: Mörschel, erster Vorfizender; Felgen- Bezirken des Wahlkreises stattgefunden. Leider seien die Verſamm- genauer bekannt gegeben wird. Desgleichen bleiben die Zahlstellen Versamman treff. zweiter Borsitzender; Petermann, erster Kassirer: Schallenberg lungen, wohl infolge der Wahlen, nicht, wie erwünscht, besucht ge- teldier wird die Neuwahl des Vorstandes per Attlamation an Versammlungsabend geschlossen. Auf Antrag und Büttner, Hilfskaffirer; Sommer, erster Schriftführer; Rudolph, wesen, obwohl die Mitgliederzahl von 4800 auf 5200 gestiegen sei. vollzogen. Zunächst wurden Kiesel und Sterntopf als erster zweiter Schriftführer; Lehmann und Kubat, Revisoren; Reichert, Um nunmehr den Wahlverein und die gesammte Agitation im sechsten bezw. zweiter Vorsitzender, Tauschel und Friz Bergemann Beifizer. Zu Verschiedenem ersucht Mörschel die Anwesenden, doch Wahlverein wieder auf den früheren Höhepunkt vor dem als erster beziv. giveiter Saffirer; rafczad und Späthe als zu bringen, habe sich der recht rege für den am 3. Dezember in den Arminhallen stattfindenden Köller Koup erster bezw. zweiter Schriftführer; Freiberger, Doberlow Familienabend zu agitiren; ferner theilt er den Genossen mit, daß gehend mit Vorschlägen für Erneuerung Verbesserung und liesche als Beisiger; Gleinert, Klose, Trapp als für diejenigen, welche sich mit ihrem Vereinsbeitrag nicht im Rüd- ber Agitationsmittel befaßt. Zunächſt feien die zahlabende stande befinden, die Protokolle vom Stuttgarter Parteitag gratis zu in den Zahlstellen an den Versammlungsabenden seitens der Be- Revisoren gewählt. Für die verschiedenen Stadtbezirke wurden als Abtheilungsführer gewählt: Neizel( Schönhauser Vorstadt), zirksführer einzustellen. Um andererseits das Interesse für die Schröder( Moabit), Brandt( Rosenthaler Vorstadt), Bellin politischen Tagesfragen und die Taktik innerhalb der Partei unter( Gesundbrumen), Freithaler( Oranienburger Vorstadt), Melzer Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags: den Mitgliedern und Genossen zu beleben und rege zu halten, habe( Wedding). Eine von Swienty angeregte Frage giebt den Anlaß, Wahlkreis( Süd o sten) hielt am Dienstag im Lokal von Brüder, der Vorstand beschlossen, in Zukunft wieder Diskutirabende daß die Versammlung beschließt, die Frage der Besteuerung der Waldeinarstraße, seine Generalversammlung ab, die sehr gut besucht einzuführen, die entweder in einem Bezirk an jedem letzten Mittwoch Waarenhäuser als Thema für den nächsten Diskutirabend festzusetzen. war. Nach dem Bericht des Vorstandes fanden im letzten Halbjahr im Monat oder abwechselnd in verschiedenen Bezirken, stattfinden Unter Ablehnung eines Antrages Knorr, den§ 11 des eine General- und vier Vereinsversammlungen statt, Vorstands- können. Hierbei sei zu entscheiden, ob für jeden dieser Abende ein Statute einer Kenderung zu unterziehen, beschließt nach kurzer Disfizungen wurden sechs abgehalten. Die Zahl der Mitglieder belief fich Referent für ein bestimmtes Thema zu bestellen oder ein Redner fussion die Versammlung, den früheren Organisationsplan, wie er bei der letzten Abrechnung auf 1253; als Eingetragene sind zu verzeichnen aus der Mitte der Genossen einen dahingehenden Auftrag nach dem Stutut vor Einführung des Systems der Bezirks- und 1969, von denen 826 ihre Beiträge bis Dezember 1897 entrichteten und 210 übernimmt. Hierauf erstattete Tauschel seinen Bericht als nur eine Beitragsmarke bei Gründung des Vereins klebten. Neu- Staffirer. Mit dem Bestand vom vorigen Quartal betrug die Abtheilungsführer gehandhabt wurde, beſtehen zu lassen. Diefer aufnehmen ließen sich vom 1. April bis 30. September 270 Mit Einnahme 2509,75 Mart, bei einer Ausgabe von Organisationsplan ermögliche dem Vorstand eine genaue Kontrolle und überlasse diesem das nothwendige Bestimmungsrecht. Als Beglieder. Als zahlende Mitglieder sind somit 1143 zu verzeichnen. 2500,85 Mart, sodaß ein Best and von 8,90 Mark verbleibt. Be= Aus dem Kaffenbericht des Genossen Fraczyk war zu entnehmen, treffs der Mitglieder sei zu bemerken, daß bedauerlicherweise nicht gründung hierfür wurde angeführt und von der Versammlung anerkannt, daß man während des Köller- Koup durch die Enthüllungen daß sich die Einnahme einschließlich des Bestandes vom 31. März weniger als ein Drittheil mit den Beitragszahlungen über drei im Auerprozeß schlimme Erfahrungen insofern gemacht habe, als von auf 1199,30 Wt., und die Ausgabe( umter denen 520,25 Mr. Für Wlonate im Rüdftande war, was sich hoffentlich in Zukunft nicht merret spielbienſte verrichtet wurden. Daraufhin wurde Agitation im Kreise figuriren) sich auf 996,60 m. belaufe, so daß ein wiederholen möge. Einige Mitglieder seien ausgeschieden, zwei aus- ein von Knorr aufs neue gestellter Antrag:§ 9 des Status abBestand von 202,70 M. zu verzeichnen ist. Die Richtigkeit der Abrechnung geschlossen, weil ihr Verhalten gegen die proletarischen Interessen zuändern und in der nächsten Generalversammlung auf die Tageswird seitens der Revisoren bestätigt und dem Kaffirer Decharge verstieß. Um die Betheiligung der verschiedenen Berufsklassen an ordning zu setzen, zurüdgezogen. Mit der Mahnung des Vorertheilt. Der Vorstand setzt sich nach der Neuwahl wie folgt zu der politischen Organisation zu ermitteln, habe er sich bemüht, eine fizenden, auch fernerhin für den Wahlverein rege zu agitiren, damit fammen: 1. Vorsitzender: Gesche, 2.: Langner; 1. Schrift Berufs statistik aufzustellen. Am stärksten sind danach vertreten er wieder den früheren Mitgliederstand erreiche, wurde die Verführer: Thiel, 2.: Loose; 1. Kassirer: Fraczyt, 2: Bimmer; die Metallarbeiter der verschiedenen Branchen, Zigarrenmacher, fammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie Beisitzer: Rich. Beyer; Revisoren: Menzel, Goerke und Maurer und Gastwirthe; ant geringsten Kellner, Musifer, geschlossen. Gebell. Eine ausgedehnte Debatte entspam sich nun über den Kaufleute und Buchbinder, die einen weit höheren ProzentAntrag Böhm, der verlangt, daß seitens des Vorstandes für jeden sat stellen fönnten. Im übrigen find außer Beamten Arbeiter- Bildungsschule. Quisenhof, Buckowerstr. 9, II. Donnerstag: Stadtbezirk des Wahlkreises je 2 Genossen als Vertrauenspersonen und Gelehrten fast alle Berufe, sogar Hausbesitzer vertreten. Gejegestunde. Zivilprozeß, Handelsrecht, insbesondere das neue Recht eingesetzt werden, die im Jnteresse des Wahlvereins und gleichzeitig die ungelernten Arbeiter allein in Zahl von 1183. Ueber die ein- der Handlungsgehilfen, Strafrecht, Strafprozesse, ev. Gewerberecht. Vorfür die Verbreitung des Vorwärts" die nöthige, planmäßige zuführenden Diskutirabende entspinnt sich nunmehr eine längere tragender: Nechtsanwalt Roth. Beginn der Vorlesungen pünktlich um Agitation betreiben. Von einem großen Theil der Redner wurde Besprechung, an der sich die Genossen Scheffler, Tübbide, 9 Uhr abends bis 10 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an den Unterrichtsabenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., hierbei in abfälliger Weise auf die Vereinsspielerei der Arbeiter, die in Arendsee, Horn, Hielscher, Schieper, Leid, Fuchs. Unterrichtsgeld per Fach und Kursus( zehn Abende) 1 M. Alle Zuſchriften allerhand Klubs betrieben wird, hingewiesen, mit dem Bemerken, daß wienty, Graßhold, Kiesel, reithaler u. a. mehr sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Tempelhof Berlin, Berlinerdies nur zu oft dazu angethan ist, die Genossen von der politischen oder weniger zustimmend betheiligen. Bei Erwägung der mit den straße 36, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Bewegung und Organisation abzuhalten. Der Antrag wurde an- l Distutirabenden gemachten Erfahrungen bezeichnete Graß Der Vorstand. Dieffenbachstr. 30, zu senden. " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 27. Ottober. Opernhaus. Odysseus' Heimkehr. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Fregoli- Gastspiel. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Die versunkene Glode. Anfang 71% Uhr. Berliner. Das Erbe. Anfang 72 Uhr. = Lessing. Großmann. Anf. 72 Uhr. Nesidenz. Der Herr Sekretär. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Souvenir- Abend. Sum 200, male: Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus. Geschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Die Geisha. Morgen und die folgenben Tage: Sonntag Nachmittag: Die schöne Helena. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Heute: Geschlossen. Morgen, Freitag: Zum 1. Male: Borher: Mein treuer Antoine. Die Schuld der Schuldlosen. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7 Uhr. Schiller. Hasemann's Töchter. Anfang 8 Uhr. Westen. Die Hugenotten. Anfang 712 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 72 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Anfang 71 hr. Luisen. Die Schuld der Schuld: lofen. Anfang 8 Uhr. Schauspiel in 5 Aften von Ad. Stolze. Sonnabend: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachut. 3 Uhr: Volfsvor stellung zu kleinen Preisen: Othello, der Mohr von Venedig. Abends 8 Uhr: Jocko's Streiche. Vorher: Der dritte Kopf. Jeden Mittwoch Nachm.: Schüler: Borstellung. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Belle Alliance. Napoleon ober: Der Jongleur. Die hundert Tage. Anfang 8 Uhr. Ostend. Der Jongleur. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Jugendsünden. An: fang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg: lich geöffnet von 10 Uhr vor: emittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Feen Palast. Spezialitäten Vorstellung. Paffage Panoptikum. Speziali täten- Vorstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Donnerstag: Hasemanns Töchter Freitag: Bartel Turafer. Sonnabend: Hasemanns Töchter Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Letzte Woche! 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Fechtmeister Mr. Sulivian und feine Schülerin Petö Aranka. Von 6 Uhr ab: Théâtre- Variété ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 Uhr abends: RIB Berliner Ausstattungsstück mit Couplets MENE TEKEL Aufzügen und Roloffal Ballets in 3 Aften( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 32 Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. Parquet 2,10 Mk. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Täglich: Grosses Konzert und Spezialitäten- Vorstellung unter Leitung des beliebten Regisseurs Herrn Gustav Kluck. Auftreten namhafter Künstler. Lotte Romanowitsch, Liedersängerin. Fritz Fehrmann, Universal- Humorist. Geschw. Gräser, Gesangs- Duettisten. Heinrich Krill, Charakter- Komiter. Elise Cora, Sostüm- Soubrette. Gustav Greusing, Kapellmeister. Anf. Wochent. 62 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Bf., Sonut. 30 f. Lebendig CIRCUS begraben!! W. Hoack's Theater Brunnenstr. 16. BUSCH Donnerstag, 27. Oftober 1898, Abends 71/2 11hr: Elite- Abend Vorzüglichstes Programm. Auftreten der ausgezeichneten Reit Heute, Donnerstag, den 27. Oktober: fünstlerin Miß Alden. Mr. Adolf Lumpazivagabundus, oder: Das lüderliche Kleeblatt. Zauberpoffe mit Gesang in 3 Aften von Johann Nestroy. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Morgen: Ein Berliner Wucherer. Apollo- Theater. diffbrud. Shadow Brothers; Wells als deutscher Matrose im Schiffbruch. moderne Gladiatoren. Auftreten des Gigerl- Clowns Alf. Daniels als Professor. Außerdem: Auftreten des Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Nur noch bis 31. d. Mts. Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der allabendlich um 82 Uhr mit großem Jubel u.stürmischem Beifall zur Aufführung tommenden Ausstattungs- Ge fangs- Posse Berlin, wie es liebt und radelt! Jm Spezialitätentheil: Die sensationell dressirt. Möpse. Die Teufels- Akrobaten. Ein Morgen in Afrika urfomische Orig. Pantomime. Anfang 712 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Rasseneröffnung eine Stunde Entree 50 Pf. bor Anfang. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Neu! Sensationell! Neu! Das Wurstmädchen von Aschinger. Bild aus dem Berliner Leben von W. Reichard. Musik von Oskar Victor- Roeder. In Szene gejezt von Otto Wendt. Vorher, mit großem Lacherfolgs Die Wenzel. Schwant in 1 Att von Felsch. Gesammtauftreten des neuengagirten Künstler- und Spezialitäten- Personals. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Bochentags 30 Bf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Mähr's Theater Oranienstr. 24.8.0 Täglich Spezialitäten und Theaters ( Vorstellung. diese Nadler! Burleste. Edler von Metz, Transformations: Künstler. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Volks- Theater 008 im Welt- Restaurant Dresdener Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Senfationell! Novität! Weibliche Rekruten. 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Oktober, abends 8 Uhr: 2 Mitgliederversammlungen des Zentralverbandes der Maurer, für Berlin in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20-21, fiir Rixdorf in den Viktoria- Sälen bei Thomas. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Situationsbericht.( Für Berlin: 3. Abrechnung des Kassirers vom 3. Quartal.) Guten Besuch erwartet Die Lohukommission der Maurer. [ 264/2] Zentral- Krankenkasse der Maurer etc. ,, Grundstein zur Einigkeit", Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 30. Oftober 1898, vormittags 10 Uhr, bei Miegel, Stralauerstr. 57: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Kaffen und Revisionsbericht vom 3. Quartal 1898. 2. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über bie Entstehung der Lungenkrankheiten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Es ist Pflicht, daß jedes Mitglied erscheint. Die Verwaltung. J. A.: W. Garbe. Achtung! VI. Wahlkreis. Adtung!| Orts- Krankenkasse Sonntag, den 30. Ottober, nachmittags 126 Uhr: Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer im ,, Kösliner Hof", Köslinerstraße 8. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über Proletarier- Elend und die zufünftigen Zuchthäusler". 2. Disfussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann, Verein deutscher Schuhmacher. 220/5 Donnerstag, den 27. d. Mits., abends punkt 9 ihr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c: Kombinirte Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 272/11 Fortsetzung der Berathung über die Umgestaltung der Organisation. 2. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen sämint: licher Kollegen nothwendig. Der Vorstand. Jede Konkurrenz übertreffend biete ich diese Woche in prima frischefter Qualität: Lebende Hechte.. pro Pfund 60-70% f. Karpfen Zander, feinste gelbe Schellfisch, Satländer, lebendfrischer == " 70-80 " " „ 50-60 " " 15-25 " " " Cablian Seclachs 15-25 " " 20 " do. im Ausschnitt Bratschollen( Flundern).. 30 H " " 20-25 11 " 35-40 " " P " Nachmittags 5 Uhr findet in demselben Lokal eine Mitglieder- Bersammlung der Sterbekasse Rothzungen( Gras für Seezungen) Grundstein zur Einigkeit" statt. Mittlere Gewerkschaft| fucht im Zentrum der Stadt Lokal, paffend zum Arbeitsnachweis. Be bingung Telephon". " Adressen an Franz Schulz, Griebenowstr. 5, 4 Tr. Elektrotechnik. 95/4 Arbeiter, um theure Lehranstalt und Lehrwerkstätten für Elektrotechnik zu fparen, wendet Euch an Warzaski, Kastanien- Allee 6, früheren Lehrer der ,, Elektra", Brinzenstr. 55. Abendkurse: Ausbild. 6 Monate, wöchentl. 1,50 m. Sprechstunden abends 8-10.[ 18206 [ 149/6] D. D. Turnverein Fichte am Sonnabend, den 29. Oktober 1898 5. u. 2. Stiftungsfest der 2. und 7. Männer- Abtheilung in Louis Keller's Festsälen, Koppenstrasse 29. bestehend in Festrede, Konzert u. turnerischen Aufführungen. Billets sind in den Turnhallen Skalitzerstrasse 55-56, Dienstags und Freitags 8-10, und Reichenbergerstr. 131, Montags und Donnerstags 8-10 zu haben. 268/12 5. Ziehung d.4. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Lotterie.| 115216 78 410 536 69 663 79 787 955 116228 99 872 Biehung vom 26. Oftober 1898, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 47 414 49 84 854 81[ 300] 1217 47[ 500] 349 55 482 603 26 830 981 2418 908 82 40 3032[ 3000] 54 189 253 336 56 452[ 3000] 563 659 90 778 873 4159 233 63 320 415 97 626 27 38 92 761 891 971 5002[ 500) 131 283 528 6037 75 189[ 300] 277 378 438 35 46 546 601 790 947 7092 138 51 335 50 418 617[ 1000] 788[ 500] 848 92 921 [ 800] 27 8008 49 283 383[ 3000] 522 31 32 691 780 907 9267 85 648 60 65 79 719 10052 152 71 99 351 492 651 52[ 500] 775 943 11106 343 94 416 25 50 635 77 93[ 1000] 729 832 12083 104 [ 3000] 203 28 450[ 300] 501 616 722 13021 427 95 505 603 79 934 14177 222 70 329 41 58 63 530 78 641 68 754 58 911[ 1000] 15021 25 295 500[ 1000] 15 670 71 82 775 804 75 97[ 1000] 16191 213[ 1000] 307[ 500] 53[ 500 69 497 517[ 1000] 54 698 857 17129 83 446 796[ 500] 18634 726 19325 431 636 724 820 26 35 61 981 20116 54 222( 3000] 54 605 74 795[ 8000] 21016 228[ 500] 32 62 368( 300) 474 561 678[ 300] 807 25 964 79 22169 843 85 660 820 28018 76 151 297 690 731 63 24045 92 895 516 20 743 800[ 500] 25017 49 286 492 555 74 618 717 37 51 846 918 26021 386 454 599 624 765 84 92 846 27009 199 222 553 28174 99 309 81 421 48[ 3000] 667 800( 3000] 947[ 3000] 77 29060 80 84 218 47 314 490 508[ 1000] 34 763 831 30200 35 80 315 414 77 501 637 869 985[ 3000] 31002 127 297 381[ 1000] 769 874 32209 310 456 613 43[ 1000] 901 10[ 3000] 25 98[ 500] 33051 178 228 97 336 528 792[ 300] 34225 94 337 528 44 601 74 774 812 [ 500] 76 952 35276 673 99 730 62 973 78 81[ 300] 36016 154 296 460 567 82 651 727 950 86 37036 201 25 48 85 87 421 26 693 866 89 88102 83 401 82 546[ 3000] 65[ 800] 75 694[ 300] 708 86 823 62[ 30001 79 39046 75 191 744[ 800] 906 40161 210 445 56 560 925 37 49 41086 186 206 41 80[ 1000] 331 429 598 665 761 95 883 942 72 42089 142 281 374 414( 500] 71 92 535 625 871 43060 269 350 417 49 564 68 623 86 44079 163 66 217 413 75 643 726 842[ 500] 45099 127 659 46256 406 542 730 916 17 47037 263 66[ 3000] 91 336( 1000] 50 458 584 708 14 58[ 300] 48027 248 78 817 19 447 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300] 276 464[ 1000] 526 32 614 96 700[ 30000] 75 814 17( 1000) 901 74069 198 343 66[ 1000] 410 576 794[ 1000] 884 86 960 75088 210 495818 86 904 76049 247 315 591 713 24 74 875 77178 84( 1000) 243 832 64 77 576 688 804[ 800] 937 47 50 78087 403( 3000) 501 7 748 98 803 10[ 800] 67 905 79326 79 428 581 677 778 818 55 75 83 80035 180 86 623 729 53 893 94 81281 330 46 495 918 82057 87 124 69 431 674 766 929 83079 161 225 525 837 973 74 84112 78 433 47 557 664 764 73 812 31 965 85162 569 684 724 28 884 86002 66 78 140 358 466[ 300] 551 632 701 36 66( 3000) 822 957 79 87215 337 434 91 509 44 80 677 709 913 88128 317 42 810 54 89150 86 214 441 534 614 837 83 90045 270 347 408[ 1000] 97 778 82 91103[ 300] 8 814 89 713 92435 41 542 686 78 996 93057[ 3000] 272 78 415 65 669 728 57 71 837 59 94146 90 376 505 619 94 98 845 95045 95 101 288[ 1000] 454 578 896[ 500] 958 93 96080 114 352 65 85 435 68 518 39 714 37 88 97115 216 405 23 78 508 11 875 83 97 953 64 D8148 271 310 28 430 589 663 701 14 44 96 865 968 99396 440 587 655 768( 500) 88 895 926 100141[ 500] 352[ 500] 458 506[ 3000] 48[ 500] 637 ( 500] 871 990[ 1000] 101077 289( 3000) 937[ 800] 102149 287 670 887 103040 290 410 21 701 78 972[ 300] 104036 172 85 89 231 426 594 627 784 844 918 105362 425 32 587 601[ 1000] 78 924 47 73 106024 129 206 53 317 67 439 680 938[ 300] 107004 10 151 76 92 430 31 36 557 76[ 300] 604( 500) 901 108472 540 86 637 68[ 300] 774 [ 500 806 21 86 970 72 109246 96 423 26 47 511 69 775 110203 36( 1000] 241( 800 498 810 50 920 80 82 111282[ 300] 88[ 300] 407 39 640 66[ 300] 604[ 10000] 786 874 112023 106 16 302 470 90 508 14 43 91 655 722 877 113138 52 464[ 800] 674 92 733 831 934 114069 100 3 65[ 300] 72 252 328 441 544 610 84 768 85 939 405 597 828 911 30 117058 108 259 99[ 500) 331 70 85 498 649 10003 733 875 118194 272 457 528 32[ 300] 99 886 119152 282 320 66 98 511 907 21 69 120046 170 577 617 21 958 121092[ 300] 317[ 800] 414 627 798 122072 196 386 405 700[ 500] 813 72 90 947 67 123130 409 881 124253 55[ 3000] 305 456 521 612[ 3000] 56 839 54[ 8000] 993 125051 140 72 342 85 97 683 126052 145 98 222[ 1000] 538 757[ 5001 817 81 987 127142 213 38 90 450 516 69 709 917 128065 168 76 96 456 663 785 885 97 981 129129 669 743 Alle anderen Fluss- und Seefischarten zu Ausnahmepreisen. 16 Tragoner- Straße 16 Otto Gundermann. Fest Säle Sonnabende im November und Dezember noch frei. 72. Kommandantenstr. 72. Neues Club- Haus. 50, Seule u. Ritd. 70 u. 80. für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Hierdurch wird auf grund des§ 64 des Statuts bekannt gemacht, daß die Kaffe zur Zeit 4700 Mitglieder hat und nach§ 49 Abs. II und III des Statuts daher 1. aus der Zahl der Kassenmitglieder 235 Vertreter; 2. aus der Zahl der Arbeitgeber 117 Vertreter für die Jahre 1899/1900 neu zu wählen find. Wahlberechtigt und wählbar sind nur solche Personen, welche großjährig und im Besize der bürgerl. Ehrenrechte sind. Die Wahl der 235 Vertreter der Kassen. Mitglieder findet statt am Freitag, den 4. November d. J., abends von 1/ 29-210 Uhr, und die Wahl der 117 Vertreter der Arbeit: geber an demselben Tage, abends von 1/ 28-8 Uhr im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27c, im unteren Saale. Die Wahl ist geheim. Butritt zum Wahllokal haben nur solche Arbeit: geber resp. deren Vertreter, welche Beiträge an die diesseitige Kaffe zahlen und nur wahlberechtigte Mitglieder der Kaffe. Letztere haben sich durch das Quittungsbuch sowohl beim Ein tritt in das Wahllokal, wie zur Aus: übung des Wahlrechts am Wahltische 41/10 zu legitimiren. Berlin, den 27. Oftober 1898. Der Vorstand: Otto Wolf, Vorsitzender. Sanatorium Drachenkopf, Eberswalde bei Berlin. Anwendung des gesammten Naturheil Verfahrens einschließlich Suggestions Therapie. Jdyllisch geschüßte, ruhige, staubfreie Lage auf der Höhe des Drachenkopfes, vom Walde umgeben. Vorzügliche Erfolge bei Erkrankungen jeder Art. Mitglieder von Krankenkassen u. Minderbemittelte finden schon Aufnahme während der Herbst- u. Winters monate von 3 M. pro Tag an, infl. Pension und aller Behandlung nebst 62120* einzelnem Zimmer. Dirig. Arzt: Dr. med. v. Quillfeld. Hirschfleisch 25,30,40; Blatt Oderbrucher Gänse 50 Oderbrucher Gänse 50 u. 55. Prospette frei durch die Direktion. Gänsefleisch pfundweise, Enten, Hühner, 1 Tauben billigst.- Kaninchen. A. Ritschl, itu. Geflügelhdl. Dresdenerstraße 61, Zeugen, welche am Donnerstag v. W. abends 5-6 Uhr den Absturz einer Frau vom Omnibus vor dem Hause önigsbergerstr. 2 gesehen, wollen gefl. Abr. abgeben b. Luther, Brückenſtr. 10. 5. Ziehung d.4. Klaffe 199. Kgl. Preuß.Lotterie.| 788 877 99 995[ 800] 117081[ 8000) 161 96 220( 800) 73 Biebung vom 26. Oftober 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 14[ 300] 95 182 400[ 3000] 661 734 1489[ 500] 599 634 726 894 974 2092 103 28 39 200 389 426 86 579 811 3057 68 87 124 67 223 43 90[ 500] 377 459 576 652 750 819[ 300] 978 4071 435 582 5526 6188 205 400 89 516 985 7194 208 23 391 92 426 587 608 68 92 99 736 8052 167 389 506 14 70 75 782 856 934 55 9062 82 130187 215 332 434 507 679 766 896 956 93 181189 314 30 512 617 710 830 908 63 132096 155 269 445 89 531 86 613 18 40 772[ 500) 899 133240 82 326 94 411 584 726 974 134172 74 234 44[ 800] 364 84 483 695 788 840 903 37 135061 319 20 921( 500) 136294 338 415 41 571 708 908 14 137003 108 292 95 330 56 96 719 20 61[ 1000] 71 79 872 934 188036 125 99 291 506: 18 800 35 55 909 139017 108 96 589 783 880 937 68 140028 149 99 372 78 90 518 757 862[ 300] 141086 188 35( 8000] 218 99 983 142090 248 522 39 82 633 88 722 86 1500] 857 85 935 148204 45 52 500 65 938 144225( 500) 332 1800) 43 74 435 63 506 66 81 727 924 145026 89 1500] 292 302 417 46 539 633[ 800] 68 745 849 146075[ 1000] 232 42 320[ 8000] 410 39 704 26 59 86 851 941 78 79 147336 424 84 581 611 917[ 500] 148019 93[ 800] 304 441 531 99 607 39 66 747 82 822 955 149110 24 300 84 434 513 76 839 972 150054 141 82 400 9 615 17[ 300] 728 151045 113 87 93 375 417 578 714 152086 299 531 611 85 859 60 983 153002 129 361 485 88 924 35 154097[ 800] 277 82 454 56 552 894 919 25 34 155002 218 345 429 85 [ 500] 663[ 10 000] 66 789 91 898 992 156017 197 235 65 93 466 512 26 798 157176 252 385 98 517 615 89 724[ 500] 67 158020 66 112[ 300] 43 44 277 316 775 [ 3000] 807 67 906 159148 369[ 500] 99 477 553 615 98 160072 221 321 483 653 754 829 37 975 84 92 161031 71 853 524 897 930 162087 98 120 45[ 300] 69 298 358 422[ 3000] 665 720 918 35 163095 244 666 96 944 164080 212 81 419 533[ 3000] 690 95[ 300] 934 165138 71 291 409 653 729 80 847 984 166086 74 307 42 48 18000] 402 3 37 55 683 906[ 500] 167210 348 457 80 531 95 645 802 168136 248 64 451 663 169061 71 93 142 94 593( 3000] 751 STAS MEN 170131[ 500] 248 361 424 669 713 98 984 43 78 171062 184 276 99 370( 300) 805 130001 55 914 172313 418 41 74 91[ 500] 627 43 722( 500] 854 73 173000 459 509 628 88 703 819 950 174143 274[ 500] 371 548 797 896 175079 185( 1000] 239 57 547 877 176291 366 95 426 36[ 300] 40 728 38 42 177189 97 316 501 770 [ 300] 868 73 943 70 178001 236 575 698[ 300] 779 916 82 179011 80 262 84 305 476 525 73 724 85 988 180084 576 780 814 181009 38 146 88[ 3000] 281 307 13 443 77 84 621 28 890 934 182023 24 103 91 265 [ 3000] 904 45 188127( 300) 331 413 19 39( 300) 47 558 662 702 805[ 300] 75 184130 59 378 96 480 185042 162 94 467 560 693 779 89 966 90 186116 31 77 257 364 83 641 789 920 65 187021 403 7 11 504 86 743[ 5001 814 89 974 96 188124( 15000] 26 205 15[ 3000] 367 76 481 555 98 920 189039( 500] 81 143 409 47 673 [ 500] 734 819 190018 69 169 99 257[ 500) 313 19 457 84 582 654 820 91105 29 57 62 811 75 88 460 637 88 754 61 192176 360 427 516 68 84 676 937 193127 43[ 3000] 226[ 600] 63 337 63 603 66 706 194150 62 358 404 797 950 69 195196 858 587 894 95 916 20 1960 S 119 86 315[ 3000] 71 461 592 702 9 939 197158 74 255 353 593 96 647 67 880 976 198195[ 1000] 227 324 435 546 802 914 199031 110 215 84 54 62 491 566 626 736[ 500] 28 56 801 17 47 200037 264 785 57 979 82 201047 165 270 76 360 78 860 202073 106 76 332 76 456[ 10000] 689 710 87 870 203035 118 56 249 326 59 403 26 508 72 821 939 92 94 204282 85 388 847 76 205166 287[ 500] 361 540 77 671( 3000) 81 719[ 1000] 809 996 206105 66 236 95 465 524 45 938[ 1000] 43 207087 265 68 343 481 600( 500] 44 53 946 74 208041 64 194 310 24 59 672 712 76 863 77 209091 368 416 58 94 856 974 99 210182 204 55 367 430 35 56 538 776 814 211013 92 101 248[ 1000] 67 388 438 530 34 902 55[ 500] 93 [ 1000] 212055 280 81 361 665 67 744 45[ 8000] 860 956 213126[ 300] 626 761 937 214233 311( 300) 558 708 97 928 65 215101[ 300] 25 372 422 61 619 94 843 5001 216037 61 205 551[ 300] 713 21 26 56 835 63 903 29[ 300] 217002[ 1000] 109 65 72 81[ 1000] 217 23 427 96 609 908 218154 384 473 615 743 802 35 64 219083 338 73 697 777 942 220216 462 554 57[ 1000] 613 84 841 221017 88 192 310 458 74 715 854 72[ 300] 958 222005 50 119 328 406 48( 1000) 621 91 894( 300 933[ 300] 45 83 228014 61 146 367 789 86 224136 248 89 491 567 802 8[ 500] 92 944 99 225053 58 176 299( 300) 327 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mt.. 2 zu 200 000 Mt., 2 zu 150 000 Mt., 2 gu 100 000 t., 2 gu 75 000 Mr., 1 zu 40 000 Mt., 5 zu 30 000 r., 19 an 15 000 W., 37 zu 10 000 t., 79 zu 5000 ML, 1087 au 3000 mt., 1203zu 1000 Mt., 1398 zu 500 Mt. Berichtigungen: In der Liste vom 25. Oftober vormittags lies 50066 mit 1000 Mt., 50 284 mit 220 W.; in der Lifte vom 24. Oftober nachmittags lies 154 952 statt 174 952. [ 300] 306 514 19[ 300] 642 61 118152 61 250 872 93 470 546 93 653 803 119167 231 99 433 514 18 87 710 26 828 85[ 300] 120066 81 158 249[ 800] 82 301 546 91 804 44[ 1000] 54[ 500] 67 121026 42 383 431 668 789 122100 1500] 84 230 46 48 316 87 88 781 123024 477 580 63 972 124069 193 503 649 745[ 500] 802 125009 215 20[ 300] 85 414 43 99 511 23 70 685 859 972 126134 79 228 363 75 426 75 564 666 723 51 868 968 127088 279 640 716 35 62[ 300] 987 94[ 300] 128177 815 68 426 723 57[ 800] 902 37[ 300] 97 129053 170[ 500] 333[ 800] 82 424 620 32( 3000) 263 310( 800) 416 31 569 676-868-8389 781 408 130069 80 151 339 532 736 39 131025( 300) 30 251 937 76 12002 102 33 534 88 614 60[ 300] 726 940 13372 507 734 825[ 300] 14096 139 47 53 260 464 74 741 918 15002 41 53 71 586 696 16169 510 618 740 828 17028[ 300] 120 64 289 545 47 632 736.910 65 18046 60 68 84 111 87 307 51 87 424 61 97[ 3000] 855 999[ 300] 19080 85 128 327 596 99 675 771 74 800 14 909 20026 44 160 239 57 366 464 678 863 66 21468 92 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Babing in Berlin.