Einzelpreis 70 Seller Redaktion und Verwaltungs Prag. 11, Nelazania 18, Telephone: Eagesrebattion: 26795, 31469. Radtrebattion: 26797. Poftichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 8. Juni 1926. Letzte Fahrt. Bezugs Bedingunged: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Voft: monatlich.... Kč 16.sierteljährlich halbjährig ganzjährig 48." 98.192.Rüdftellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglich( r Nr. 133. Oswald Hillebrands Gang zu Grabe Grabe- eine eine gigantische Trauermanifestation zehntausender Arbeiter in Karlsbad für den geliebten großen toten Führer. Am Sonntag, an einem strahlenden Son- sei die Scharte ausgeweßt und zugegriffen. Im nentag, haben die judetendeutschen Arbeiter den einzig würdigen Andenken an Hillebrand, der Leib jenes Mannes in die dunkle Erde gesenkt, in seinem Stämpferdasein auch nicht ein einvon dem wahrlich das Hamletwort gilt: Ihr ziges Mal seine Pflicht nicht erfüllte, der den werdet nimmer seinesgleichen seh'n. Die Ar- Degen nicht eine Stunde aus der Faust ließ, beiter haben es im Herzinnersten gefühlt, daß bis ihm grausam die Krankheit und noch grauda ihre herrlichste Fackel verlöscht war, und sie samer der Tod ihn entwand. haben Hillebrand ein Begräbnis bereitet, von Noch zittert in uns voll Weh der Grabfolcher Größe und Wucht, von solcher Dramatik gesong für Hillebrand: Ein Sohn des Volfes und Poesie, und doch wieder auch voll solchen will ich sein und bleiben. Ehren wir das GeStampfgeistes, wie es eben nur die Massen des dächtnis dieses wahrhaft großen Volkssohnes, Volkes ihren allergrößten Söhnen bereiten indem wir selber dem Volke geben, was mur können. Fürwahr, diese Leichenfeier, nur zu immer in unseren Kräften steht. Wer nicht sein vergleichen mit der für Seliger, hat es der Welt bewiesen, daß Hillebrand in den Hirnen und Herzen seiner Brüder und Schwestern sich ein Monument gebaut hat, das fein Sturmwind niederreißen kann. Daß sein Werk unvergänglich ist und in der Erinnerung und im Dank, als Beispiel und Appell, fortleben wird. Vom Grabe, von der Stätte des Schmervon Generation zu Generation des deutschböh- zes, an die Front! Die Bitterfeit des Leids, mischen Proletariats. ganzes Feuer für den Sozialismus verbrennt, wer es nicht täglich von neuem in den Herzen der anderen anzuzünden versucht, wer lau bleibt oder abseits steht, der hat wenig Recht, um Hillebrand zu trauern und sich des unvergänglichen Reichtums zu freuen, den er uns hinterließ. die uns ja immer wieder überfallen wird, sie weiche der Lust zum Kampfe gegen die Welt von Feinden, die uns umgibt! Feldruf: Hillebrand, Losung: Sozialismus! Die Ausbahrung. che drei Parteivorsißende, fünf Parlamentarier. Solche Arbeiter zu beiden Seiten der Straßen in Verluste wären auch für jede andere Partei ein je drei Reihen Spalier, das sich hinter schwerer Schicksalsschlag. Wir aber find zu wenige dem Zuge, der in Sechserreihen schritt, einrollte. auf diesem karstigen Kampfboden und deswegen be- Hinter dem Spalier aber, auf dem ganzen Wege, deutet der Verlust jedes einzelnen, wer immer es den der Kondukt nahm, standen ungezählte Tauauch sei, ein Unglüd. Furchtbar aber ist es, wenn sende, fast durchyvegs Proletarier. Tausende roter der Tod auf die Köpfe unserer führenden Menschen, Nelfen bewiesen, daß sie alle gekommen waren, nach unseren Besten greift. Und ein solcher war um als Hillebrands und unsere Freunde ihm den Oswald Hillebrand. Nach dem Umsturz unfere stol- letzten Gruß zu bieten. Die Zahl aller derer, die zeste Zukunftshoffnung, der gewaltigste Kampfrufer so oder in dem endlosen Zuge an der Bestattungsvon uns allen. Er war, auch noch als er frant war, feierlichkeit teilnahmen, spottet dem Versuche gedie wehende Fahne, zu der sich die Ar- nauer Feststellung. Zwanzigtausend, dreißigtaubeiterschaft hingezogen gefühlt hat send oder noch mehr niemand kann es sagen. und zu der sie mit Stolz aufblidte. Wir verlieren Das proletarische Karlsbad, das sozialdemokraan ihm den herrlichsten Rameraben, den tische Westböhmen, die deutsche sozialdemokratische hilfsbereitesten Rampfgefährten, ihr alle und beson Arbeiterschaft der Tschechoslowakei begleitete Silleders ich, den besten Freund, den Mann, der uns brand auf seiner leyten Fahrt, so gewaltig, so alle geliebt hat und den wir alle liebten. Darum imposant und mit solcher Massenmajestät, wie fönnen wir alle fagen, daß wir mit Hillebrand auch bisher nur ein Sudetendeutscher bestattet ward: ein Stüd unseres Herzens mit ein Josef Seliger. fargen. Der Kondukt bewegte sich von der Invalidenstraße durch die alte Bahnhofstraße und Hauntftraße beim Zollamt vorüber zum Friedhof. Auf dem Friedhofe. Wir sind ärmer geworden und wir können das nur wettmachen, wenn wir uns noch enger zufam menschließen und durch gemeinsame Arbeit diese Lücke auszufüllen versuchen. Sonst aber ist die Lüde, die er hinterläßt, unausfüllbar, seine Wirkfamkeit unter und unvergeßlich, das Andenken Dort, wo die herrlichen Fluren und Berge an unseren Freund unverlierbar, sein Lebenswert des Egerlands und des Erzgebirges herübergrüßen, unvergänglich. In unserem Herzen hat er sich das liegt der Hügel, der den sterblichen Teil Hilleschönste, bleibendste, ehrendste Andenken geseßt. brands aufnahm. Zur Seite des offenen Grabes Stehend, in stummer Ergriffenheit, hatten die standen die Fähnriche. Wie aus einem unend Teilnehmer der Trauersizung die erschütternden lichen Strom füllte sich unaufhörlich der weite Worte mit angehört, die in aller Tragik zum Be- Gräberplatz. Dier unten ist Friede", wußtsein brachten, was mit der Arbeiterschaft ins- sangen mit einer Wehmut und Innigkeit, die ihr besondere unsere Führer und Vertrauensmänner innerstes Fühlen widerspiegelte, die Sänger. Der an Hillebrand verloren. Die Zeremonie vor dem Hause. Schrein wurde in die Tiefe gelassen, die Fahnen senften sich über der Grube. Als erster sprach im tiefsten Schmerz, packend und rührend Genosse Und das ist es, was allein den brennenden Schmerz in unserer Brust lindern fann, was trotz der furchtbaren Schicksalsschläge, die auf uns niederjanjen, uns immer wieder die Gewißheit des Vorwärtsschreitens und des künftigen Sieges gibt: das heiße Dankgelöbnis, das die Zehntausende vor dem offenen Grabe Hille- Karlsbad, Mittelpunkt der Arbeiterbewegung brands niederlegten, das unverbrüchliche Treu- Weſtböhmens, und doch sonst von allem seinem gefühl, das dort aus jedem einzelnen und aus äußeren Eindruck nach Stadt der Reichen und des der Masse deutlich, elementar fühlbar sich er- Lurus, hatte Sonntag sein Gesicht verändert: der hob, das galt nicht allein dem Gefällten, son- Tod Hillebrands, der eine gewaltige Wirkung im dern ebenso und mit aller Singabe der herr- am Sonntag das Gepräge der Stadt. In dem ganzen Streis ausgelöst hatte, veränderte vollends lichen Idee, die eben in Hillebrands Erden- Viertel um das Parteihaus wallten von den wallen. im Wirken seiner Persönlichkeit und frühen Morgenstunden angefangen, einzeln, in seines Menschentums den wundervollsten Aus- Gruppen und Zügen Tausende von Arbeiter und Zwischen 1 und 3 Uhr vollzog sich der AufDr. Ludwig Ezech: druck fand, der Idee des Sozialismus. Indem Arbeiterinnen zu der Stelle, wo sie zum legten marsch der Arbeiter aus Bezirk und Kreis vor Wir rufen es hinaus in die fernste Arbeiterstube: wir verlieren, besitzen wir. Bei Hillebrand wird male in das nun bleiche, tote Antlitz des feuerbe- dem Trauerhause. Punkt 3 Uhr setzten die das oft gebrauchte, nachrufende Wort, daß der feelten Führers blicken konnten. Rote Nelken, rote Bläser vom Balfon des dritten Stockwerkes Wir haben Oswald Hillebrand ver Körper stirbt, aber der Geist lebt, Fleisch und Nelfen ein ununterbrochener Zug zum Hause herab mit einem majestätischen Ba ch- Choral loren! der„ Graphia", in dessen Flur der schwarze ein. Tiefe Stille lagerte über der breiten, langen Dieser Aufschrei aus wundem Herzen: Er wird Blut: denn hier wallt aus dem schwarzen Statafalf, umzäunt von Blattgrün und Blumenrot, Straße. Dann stimmten 300 Sänger der Gaue nun das se la gelied der sudetendeutschen Arbeiter. Grabe eine rote Fahne, die nie aufhören wird. stand. Ein Fensier des Sarges ließ den Blick auf Karlsbad und Falkenau, unter ihrem Dirigenten, schaft werden. Monatelang hat ihn der Tod umkreist, zum Stampfe zu zeigen und mitreißend den tas Saupt Sillebrands offen. An der Ehrenwache Genossen Richter, den tief erschütternden Chor an: doch er hat dieser Belagerung mit eiserner Zähigkeit Truppen der Revolution zur Schlacht voran der Roten Wehrmänner und der Arbeiter- Turner Ein Sohn des Volfes will ich fein". widerstanden, ihr trotzig die Stirne geboten. Monatezufliegen. vorbei zogen ohne Unterlaß von 9 Uhr früh bis Seller Sonnenschein, der während der ganzen lang hat er alle Voraussagen der ärztlichen Kunst zuJa, gewiß, das Banner steht, wenn der 3 Uhr nachmittags die Männer und Frauen des Feierlichkeit anhielt, und die schwarze Fahne, die nichte gemacht und selbst, als der schwächliche Körper Mann auch fällt. Dennoch: es heißt ehrlich Volfes, um von dem gütigen Gesicht Abschied zu vom Hause mächtig im Winde wehte, machten den bereits verzehrt war, nur noch mit dem bloßen Wilsein und sich einzugestehen, daß unsern Sille- nehmen. In Ehrfurcht vor der Majestät des Kontrast zwischen Tod und Leben mit doppelter len, nur noch mit seinem glänzenden Herzen weibrand seine Fahne nicht erseyen kann. Wir Todes schritten sie hinein, erschüttert von Schmerz Wucht fühlbar, und es blieb wahrlich kein Auge ter gelebt, bis er dann mitten in diesem heroischen verlieren, wir besißen. Aber von denen, die kamen sie wieder und viele, viele Tränen flossen. trocken, als man den Sag vorübertrug, um ihn Kampfe, der an dramatischen Augenblicken überreich In den Mittagsstunden standen die Menschen auf den Wagen zu heben. Es war, als fame es war, ruhig und friedlich entschlief und die gütigen neben Fähnrich und Führer Hillebrand als dicht gedrängt in hunderten vor dem Tor ein einem jetzt erst voll zum Bewußtsein, daß uns Augen für immer schloß. Er starb, wie er lebte, als Soldaten gekämpft haben, fallen Jahr um Jahr Massendefilee, wie es die Stadt bei solchem Anlaß Hillebrand unwiederbringlich verloren ist. Hunderte. Neue Menschen kommen in unsere wohl kaum je gesehen hat, und das die ungeheure Heihen, die ihn nicht fennen und denen die Liebe der westböhmischen Arbeiter für Hillebrand Geschichte niemals so starf zum Erlebnis wer- bewies. den kann, wie uns das Leben. Sie, die niemals miterleben durften, wie Seliger, Čermak und Hillebrand ihre Schwerter führten, ihnen Um 1 Uhr nachmittags trat im Sigungssaale muß dennoch einmal das sozialistische Schwert anvertraut werden. Und in diesem Sinne iſt der„ Graphia" eine Trauerfißung des Parteivor ſtands, unserer beiden parlamentarischen Frafder Verlust Hillebrands für die gesamte deutsche tionen und der Karlsbader Kreisvertretung zuArbeiterbewegung in diesem Lande so ungemein fammen. Schwarzer Flor verband an der Stirn schwer, scheint er so unerjeßlich zu sein. Da feite des Saales die Bildnisse Margens und hilft, Genossen, nur eines: über dem geschlosse- Engels, Seligers und Hillebrands. Dumpfes nen Grab auch die Lücke zu schließen, einzu- Schweigen, tiefster Schmerz lag über der Verspringen mit aller Kraft unseres Willens, mit fammlung und es schien, als hätten alle einen aller Stärke unserer Ueberzeugung, allem Opfer- Aufschrei unterdrückt, als der Vorsiyende der mut unseres Glaubens. Keiner von uns kann Partei. einen Hillebrand aus sich machen; aber jeder bon uns kann das edle Gefühl, mit dem wir unter Sillebrands Bild trat und mit tränenerstidihn betrauern, zur Tat werden lassen, und so ter Stimme zu sprechen begann. Er sagte etwa: wie er, sein Leßtes, Bestes hergeben für die Partei. Erforsche jeder sein Gewissen und frage| sich, ob er wirklich bisher und jederzeit alles Aetan für die Sache der Arbeiterschaft| hat, zu tun in seinen Sträften stand. Und dort, wo bie Antwort das Gewissen unbefriedigt läßt, Trauerligung. Genosse Dr. Czech Dem Wagen, der den Sarg aufnahm, voran wurde ein Wagen mit Seränzen bedeckt; Seränze des Parteivorstandes, der beiden Klubs des Abgeordnetenhauses, der Kreisorganisation und der Bezirksorganisation Karlsbad, der Arbeiterschaft von Jägerndorf und der Angehörigen des Verftorbenen. Alle anderen Kranzspenden waren beschlußgemäß durch Spenden für den Hillebrandfonds abgelehnt worden. Der Kondutt. Kämpfer. Harmonisch fügen sich auch die letzten Stunden seines lampfreichen Daseins in sein herrliches Lebensbild ein. So ist denn Oswald Hillebrand mit seinen Freunden und Waffengefährten Josef Seliger und Karl Cermat im Tode wieder vereint. Wieder öffnet sich ein frisches Grab, in das wir nach so vielen schweren Tributen der letzten Jahre nun auch noch unser Bestes, die schönste unserer Zukunftshoff1 nungen, unseren Ossi, den Liebling der nordböhmischen Arbeiterschaft betten. Das Hinscheiden unserers Führers hat uns, ob. wohl es durchaus nicht überraschend fam, tief in das An der Spitze des Zuges, der sich nun in Herz getroffen, bis in unser Innerstes erschüttert. Bewegung setzte, marschierte die tote Wehr. Wohl wußten wir, daß seine Gesundheit aufs Ihr folgten die Arbeiter- Turner mit den Schwerste unterhöhli, sein Lebensnerv fast vollständig Fahnen, Turnerinnen, wieber Turner, dann unterbunden ist, aber Sillebrand hatte bisher immer die Sänger und beim Blumenwagen die ju- noch allen Krankheitstüden getroßt, sie überwunden, gendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen. Sinter sie besiegt. Er hat uns schon einmal ein großes ärztdem Sara gingen die Familienangehöri- liches Wunder erleben lassen, wir warteten mit an gen, dann in einer Reihe mit den Mitgliedern gehaltenem Atem auf das zweite. Noch vor kurzem bes Parteipräsidiums die Abgesandten der Inter- ist er nach schwerer Krankheit neu belebt- wieder nationale, der österreichischen und der tschechischen in das Stampffeld gestiegen. Wie in den besten Jah Von dieser Stelle aus will ich namens des Bar Sozialdemokratie. Es folgten die übrigen Mit- ren, hat er sich mit alter Leidenschaftlichkeit, mit all teivorstandes und der Klubs, denen unser Toter glieder des Parteivorstands und der Klubs, die dem Schwung und der alten hinreißenden Hingabe feine besten Sträfte geliehen hat, von ihm Abschied Delegierten des Genossenschaftstages, die weiteren wieder ins Kampfgewühl gestürzt, durch die Gewalt nehmen und ihm danten. Wir haben in sechs Jah Delegierten und die Organisationen. Vom Hause seiner Rede, durch die zündende Glut seines Herzens Werte Freunde! ren drei unserer bedeutendsten Führer verloren; der„ Graphia" durch die ganze Stadt standen die die Massen begeistert und damit neue Proben seiner Seite 2. unverwüstlichen Lebenskraft erbracht. Daraus dürf- jbild er geworden ist. So war er Grweder, Erzieher| Kampfgefährten. Was Du wolltest, war edel, Du erten wir neue Hoffnungen schöpfen. Doch diesmal ver- und Organisation, Kampfrufer und Wortführer zu fagte, die ärztliche Kunst endgültig: das Herz, das von gleich und dabei ein Feuergeist, der die Bewe grenzenloser Liebe zur arbeitenden Menschheit erfüllt gung mit seinem flammenden Herzen überflutete und war, das in lodernder Glut für die Leidenden und ihr unendlich viel zu geben vermochte. Sein Sinschei Bedrückten schlug, das nichts als Güte und Herzlich den reißt darum nicht bloß eine, sondern viele Lücken keit ausstrahlte, das Tausende und Albertaufende pie in unsere Reiben. Sie auszufüllen, fte zu schließen, lend gewann, es schlägt nicht mehr. Das gültige Auge dazu reichen die Kräfte eines einzelnen nicht aus. blickt uns nicht mehr an, verstummit ist der beredte Dazu bedarf es der Zusammenarbeit, vor Mund, versiegt die gewaltige Kraft seines Wortes, allemt aber der Höchstleistungen unser offer. gebrochen der fühne Schwung seiner Feder, erloschen Denn für Hillebrand gilt, was Heinrich Heine in die funkelnde Beweglichkeit feines Geistes, abgeschloß seinem Somnus so herrlich zum Ausdrud brachte: sen ein Kämpferleben, das der Arbeiter! lasse geweiht war, fich mit ihr in glühender Begeisterung verband und vor dem wir uns nun in tiefer Bewunderung und Verehrung aber auch in tiefem Gram verneigen, mit einer unstillbaren Wunde im Herzen. Mit Hillebrand verliert die deutsche Arbeiterbewegung dieses Landes ihren besten Kampfrufer, ihren großen Herold, der ihr im Kampf immer voranschritt, im Sturm immer als erster vorauseilte, mit fliegendem Banner die Wassen mitris. Niemand wie er dermochte die Herzen der Arbeiter so zu fesseln und festzuhalten, niemandem andern gaben fie fich so frendig und so hemmungslos bin, wie ihm. Dies verdankte er vor allem seiner fesselnden Persönlichkeit, die jeden schon bei der bloßen Begegnung gefangen nahm, der Liebenswürdig feit seines Wesens, seinem überquellen den Gefühlsleben, seinem leidenschaft lichen Empfinden für Recht und wahre Menschlichkeit, seinem donnernden Born wider alles unrecht, jeiner grenzenlosen Liebe für die Unterdrüdten und Ent erbien, vor allem aber seiner fascinierenden Beredsamkeit, deren Wirkung immer gewaltiger wurde und fich ganz besonders steigerte, wenn er nor Arbeitern ſtand, die sich dann seinen Gedankengängen, ſeinem in höchſten Afforden Hingenden Appell immer willenlos bingaben und ihm unbesehen ihr Schicjal in die Hand legten. So war Hillebrand für die dent sche Arbeiterschaft dieses Landes der Gegenstand wahrer Schwärmerei und Begeisterung, die Verkörperung ihres Kampfes für die Heiligkeit der Menschenrechte, für die Befreiung vom Joch des Stapitalismus, für den Sieg des Sozialismus geworden, dem Sillebrand seine ganze Lebensarbeit widmete und der sein wah rer und einziger Lebensinhalt geworden ist. Darum prangt der Name Oswald Hillebrand mit golde nen Lettern in der Geschichte der fude8. Juni 1926. Wett banger Sorge sehen wir in Deutschösterreich strebteft es für alle, die hier in Nacht und Dunkelheit die klaffenden Lücken, die der Tod in Eure Reihen wandeln. Möge Dein glühendes Herz noch über das reißt. Es ist dies ein Gegenstand schwerer Sorge für Grab hinaus zünden, um alle zu erwecken, die heute uns. Doppelt notwendig ist es nun, daß jeder von noch nicht erkannt haben, was das Ziel des inter- Euch mit all seiner Hingabe und Kraft wirkt, um die nationalen Proletariates ist. Die Internationale Büde nur einigermaßen zu füllen und um es zu ver dankt Dir für alles, was Du für die Arbeiterklasse hindern, daß die Sache des Proletariats nicht durch getan hast, Dein Andenken wird fortleben als das den Verlust so vieler hervorragender Rämpfer Eineines der edelsten und ernsten im Kreise der großen buße erleidet. sozialistischen Internationale. Im Namen dere organisierten Arbeiter DeutschEin Wort aber noch als Frau und österreichs nehme ich von Dir, Freund Hillebrand, Kampfgefährtin Hillebrands in vielen Schlachten Abschied mit dem Versprechen, daß Dein Andenken Ich bin das Schwert. Ich bin die Flamme. Ich vergangener Tage. Dir, Oswald Hillebrand, muß auch in unseren Reihen unvergänglich bleiben wird. babe Euch erleuchtet in der Dunkelheit und als die auch aus Frauenmund ein Wort des Dankes gesagt Schlacht begann, focht ich voran in der ersten werden, denn Du warst einer der treuesten und Genosse Dr. Lev Winter. Reibe, Ringsumber liegen die Zeichen meiner Kampfwilligsten unter jenen, die frühzeitig erkannt Der Exekutivausschuß und die beiden parlamen Feinde. In die jandzenden Triumphgefänge tönen haben, daß das Proletariat nur siegen kann, wenn tarischen Klubs der tschechoslowakischen Arbeiterpartei die Tranerchorale der Totenfeier. Wir haben aber auch die in geistiger und wirtschaftlicher Not, in tschechischen sozialdemokratischen Proletariats Oswald haben uns beauftragt, daß wir als die Vertreter des weder Zeit zur Freude noch zur Trauer. Aufs neue politischer Unfreiheit lebenden Frauen aufgerüttelt Hillebrand auf seinem letzten Wege begleiten. Auf erflingen die Drommeten. Es gilt neuen Rampf. und in die Reihen der kämpfenden Arbeiterschaft uns lastet die schmerzliche Notwendigkeit, sich von Ich bin das Schwert. Ich bin die Flamme! geführt werden. Dafür hast Du gekämpft, dabei haft denen zu verabschieden, die in den ersten Reihen des weiter Heiben. Denn mit seinem Leib ist nicht auch im Namen der sozialdemokratischen Frauen aller Sozialdemokratic, die vor 30 Jahren ihren siegHillebrand war die Flamme und er wird sie auch Du uns immer geholfen und darum sei Dir hier auch kämpfenden Proletariates gestanden haben. Die sein Werk zerfallen. Sein Flammengeist wird uns Länder warmer Dank gesagt. Du wirst fortleben auch reichen Vormarsch angetreten hat, war damals von weiter voranleuchten, jein Wort auch weiter in unse- im Herzen der sozialistischen Frauen als Vorfämp- lauter jungen Leuten geführt, die nun einer nach Bild auch weiter unsere Herzen entzünden, sein des Sieges zu erreichen. Möge aus Deinem Grab die vom Verlust des Mitkämpfers mischt sich in die ren Reihen glühende Begeisterung auslösen, sein fer, der Du sie aufriefft, damit sie mithelfen, den Tag dem anderen ins Grab sinken. Schmerzlich berührt Bebenswert, das wir als stolzes Erbe von ihm über- Flamme des Geistes leuchten, der Dich so erfüllt hat. Trauer die Sorge, welche in den Worten des Dichnehmen und in seinem Geiſte fortführen, wird unsere Nochmals Dank Dir, Führer, Erweder, Freund und ters ausgedrüdt ist: Wer wird meinen gange Arbeit für immertvährende Zeiten überstrah Vorfämpfer Oswald Hillebrand. Schild erheben?" So ist die Arbeiterschaft Schmerz übermannen möge nicht der Trauer hinlen. Darum dürfen wir uns so sehr uns auch der geben. Wir müssen die Augen trocknen, uns sofort Nordwestböhmens von der Sorge erfüllt, wer den Schild erheben wird, den der Tod dem Gen. HilleOswald Hillebrand! Ein erbarmungsloses Schid brand entrissen hat. wieder aufrichten und erhobenen Hauptes ganz wie sal hat Deinem Leben, das der Stolz des deutschen um die neuen Rämpfe vorzubereiten. Könnte er sichzeitiges Ende gesezt und in tiefer Trauer stehen heute er es immer getan hat wieder an die Arbeit gehen, Proletariats der Tschechoslowakei gewesen ist, ein vor in diesem Augenblicke aus dem Grabe erheben, er Tausende Deiner engeren Kampfgenossen an Deinem würde uns zurufen: Wir haben keine Zeit zur Grabe. Ich aber habe namens der sozialdemo Trauer Aufs neue erklingen die Dommeten, es gilt tratischen Arbeiterpartei Defter neuen Sampf! reichs Euch zu fünden, daß wir uns im Schmerz Dant, tausend Dank, Dir, lieber Offi, für Deine um den Heimgegangenen e in 3 fühlen mit Euch. Ja, große Lebensarbeit, aber auch tausend Dank für ich füge noch hinzu, daß die Generation, die jahr Deine überschäumende Liebe, mit der Du uns alle zehntelang gemeinsam gegen den alten Kaiserstaat geaus dem reichen Born Deines Herzens überschüttet rämpft hat, gefühlsmäßig über alle Grenzen hinaus hast. Wir lassen diese Liebe als köstlichen Talisman immer mit Euch fühlen, Enere Trauer und Eure in unsere Herzen aufnehmen und uns dann mit der Hoffnungen teilen wird. Befreiungskampf der Arbeiterklasse hingeben, bis auch beiligen Begeisterung und Leidenschaft wie Du, dem unsere Stunde geschlagen hat. werden! Als Dr. Czech geendet hatte, strömten immer noch die Arbeiter auf den Friedhof ,. den riesigen Platz füllend. Mathias Eldersch. Die tschechische Sozialdemokratie teilt mit Euch, Genossen Hillebrand. Sie teilt ihn um so mehr, als deutsche Genossen, den Schmerz über den Verlust des wir schechischen Sozialdemokraten den Genossen Hillebrand persönlich sehr gut gekannt haben und daher wissen, was die deutsche Sozialdemokratie an diefer Persönlichkeit verliert. Auf Hillebrand scheinen die Worte des Dichters wie gemünzt:" Dieser ist ein Mensch gewesen und das heißt ein Rämpfer sein." Als Kämpfer haben wir ihn jahrzehntelang gelannt, als Kämpfer für die Menschenrechte und für eine bessere Zukunft. In diesem Sinne wird auch das tschechoslowakische Proletariat, Dir, Genosse Hillebrand, ein dauerndes Angedenken bewahren. Genosse de Witte. beiterbewegung in diesem Staate gekommen: Drei Unglüd über Unglüd ist über die deutsche Arbinnen kurzer Zeit begraben. Und alle drei sind sie ihrer allerbesten, allerersten Männer mußte sic uns entrissen worden, lange, ehe ihre Zeit erfüllt gewesen wäre. Als wir nach der Trennung unseres Gebietes von Desterreich gezwungen waren, unsere eigene Partei zu gründen, da waren die brei unser Soffnung und Zuversicht vor allen anderen; bald aber wurde uns der erste Führer, unser herrlicher eliger genommen. Kurz danach erlosch das Leben des kenntnisreichen, tatenkräftigen Organisators Czermat und schon stehen wir wieder vor einem Grabe: Nun ist auch Oswald Hillebrands Feuerseele ausgelöscht. Ich erinnere mich an Hillebrand, als er etwa drei Jahrzehnten es nicht durchsetzen konnte, in der engen Dürftigkeit seiner Heimat Lehrer zu tendeutschen Arbeiterbewegung, deren Lieber Offi, das Werk, das Du der Arbeiterschaf: werden. Der bürgerliche Klassenegoismus hat es ihm jebes Blatt von seiner großen Wirksamkeit als in Begeisterung und Liebe gesetzt hat, ist unvergäng verwehrt, diese Tätigkeit, in die er verliebt war, aus Stampfrufer, Bahnbrecher und Prophet, von seiner lich und kann nicht untergehen. Dein Andenken zuüben. Und was ist er für ein Lehrer gegrenzenlosen Opferfähigkeit und Hingabe, von seinem bleibt unauslöschlich. Es wird den kommenden Gene- worden!? Seine Beredsamkeit, sein glühender edlem und großen Lebenswert erzählt. Mit seinem rationen der deutschen Arbeiterklasse als Symbol Gifer, seine Aufopferung haben alle bezwungen. Er Namen ist das Erwachen der nordböhmischen Mrbei- proletarischer Singabe und Aufopfe war Lehrer der Arbeitermassen. In den terschaft zum Klaſſenkampf aufs Engste verknüpft. Er rungsfähigkeit, aber auch als Sinnbild fepten Jahren seines Lebens war er gestellt auf den hat mit einer Schar tapferer Männer die Funda- unseres großen Aufstieges überliefert steinigen Kampfplatz in diesem Staate, der nur schwer mente der heutigen großen westböhmischen Arbeiterfruchtbar zu machen ist; das Proletariat gespalten, bewegung gebaut und sie dann zur höchsten Blüte und die Hydra des Chauvinismus droht den Geist der Entfaltung gebracht. Unter seiner Führung ist die Stlaffenzugehörigkeit zu erstiden und zu verfälschen, Arbeiterschaft dieses Gebietes zur Elitetruppe unserer Sünden gegen den Geist der Demokratie auf allen Partei geworden. Ihm war es zu danken, daß der Seiten. Auf diesem Boden stand der Mann mit set Sozialismus auf diesem Boden eine so herrliche, eine ner Feuerseele als Erwecker des Proletariats. Und so mächtige Heimstätte gefunden hat, daß er der wenn er auch den höchsten Rat der Partei angehörte sicherste Hort der proletarischen Wassen dieses Gebie- Oswald Hillebrand, die Erekutive der sozia- seine schönsten Stunden waren es, wenn er mitten Furchtbar schwer hat die ganze Arbeiterbewegung tes geworden ist. Ihm schuldet auch die gesamte listischen Arbeiterinternationale trau unter den Arbeitermassen stand und ihnen das Evander Tod getroffen, Schlag um Schlag. Mit diesem Arbeiterklasse dieses Landesweit über die Gren- ert mit den Genossen und Genossinnen dieses Landes gelium des Sozialismus predigen konnte. Aber, Ge- legten Hiebe schlug er den Menschen nieder, der uns zen dieses Gebietes hinaus für seine jahrzehnte um den Verlust Deines unerseylichen Lebens. Mit nossen, wir haben Oswald Hillebrand nicht nur für Westböhmern am nächsten gestanden. Steiner von lange große politische und parlamentarische Wirksam Deiner Feuerseele umspanntest Du auch über die seine Arbeit und flammende Begeisterung zu dan uns, feiner von allen denen, die hier in der sozialfeit, für seine so herrliche und so schöpferische organi Grenzen dieses Landes hinweg die Proletarier aller ten, sondern wir müssen ihn auch preisen; denn demokratischen Partei, in Gewerkschaften, Genossensatorische Arbeit, für seine so gewaltigen Leistungen Länder. Du tapferster Sozialdemokrat wußtest, daß er hat nicht nur für die Partei Opfer gebracht, die schaften und proletarischen Kulturorganisationen als Baumeister der Bewegung, als Vorsitzender und das, wofür Du lebtest und kämpftest, nur durch die Proletarier dieses Landes haben es ihm auch mit stehen, glaubt es faffen zu können: zum letzten Male Führer, als feuriger Apostel der Partei, unanslösch Gesamtheit, die Internationalität und wunderbarer Anhänglichkeit, Liebe und Treue ge- grüßen wir heute unseren ersten Vertrauensmann. lichen Dank, der sich mit dem Dante des gesamten die Einheit des Proletariates getragen werden lohnt. Das heutige Leichenbegängnis ist ein Zeichen internationalen Proletariats verband, zu dessen An- kann. Du warst leuchtendes Vorbild, Führer und dafür, wie tief das Bild und Andenten des Verstorwalt er sich immer zählte, dessen begeisterter Wort- Wegweiser und warst im Rate der Internationale benen in das Herz der Proletarier seiner engeren führer er immer gewesen und dessen leuchtendes Vor- geschätzt und geliebt, so wie unter Deinen engeren Heimat eingeprägt ist. 35 Aus dem Tschechischen von Richard Brandets Moral en gros. Ein Roman wider alles Herkommen Von Jiři Haußmann. Das Wort ergriff sodann Genossin Adelheid Popp. Oswald Hillebrand! Als du vor 23 Jahren zu uns lamst, so jung und tatenfroh, da wußten wir alle sofort, daß wir in dir einen unvergleichlichen Redner und Agitator gewonnen hatten; bald aber fönnten, entschloß sich Edl. v. Sau d'Eggen, an nur von Vorteil sein werde, da die Achtung vor| fachen Preis auf den Markt. Das Ministerium des ihre Spige einen seelisch abgehärteten Mann zu den Vorgesetzten cben blind sein müsse. Den Tau- Innern versuchte zwar, diesen Spekulationen durch stellen, der von der Agathergie nicht infiziert war ben pflegte er zu sagen, daß sie an der Front durch sofortige Festseßung von Höchstpreisen entgegenzu und sich nicht scheuen würde, mit den energischsten die feindliche Kanonade nicht im Schlafe gestört sein treten, aber diese Maßnahme hatte nur die Folge, Mitteln die übertriebene Nächstenliebe zu bekämp- würden, Lahme ermunterte er, auf den Händen daß die Lebensmittel von neuem verschwanden fen. Er berief deshalb zu diesem Zwecke bis aus gehen zu lernen, und notorische Idioten fandte er und unter der Hand um achthundert Prozent Tirol einen gewissen Salbhuber, einen ge- geradewegs zum Regiment mit dem Hinweis, daß teurer verkauft wurden. Ferner steigerten nicht Auch in den Monturdepots und Magazinen wöhnlichen Schmied, der aber auch im Bahnziehen man beim Wilitär nicht zu denken, sondern nur moralisierte Individuen die finanzielle Arise des für Heeresbedarf entstand ein lebhaftes Treiben. Bescheid wußte und in seinem Heimatorte durch zu gehorchen brauche. Staates, die mit jedem Krieg notivendig verbun Jeder Wehrpflichtige bekam eine funkelnagelneue, feine Kenntnis heilender Zaubersprüche berühmt Auch die Zivilbevölkerung unterſtüßte nach den ist, dadurch. daß sie alle goldenen, silbernen, ja blaugoldene Uniform und zwei Paar guter, nur geworden war, ließ ihm ein Doktordiplom ausstel- Kräften die Rüstungen der Regierung. Indem sie sogar eisernen Münzen aufhoben, sowie durch verin Ausnahmefällen mit Papiersohle versehener len, ernannte ihn zum Generalstabsarzte und be- sich an das Losungswort des Staatsoberhauptes: schiebenartige betrügerische Machenschaften bei Stiefel, deren leuchtende, gelbe Farbe mit der traute ihn mit der Oberaufsicht über die Assent- Ich kenne keine Parteien, ich kenne nur Uto- Lieferungen für den Heeresbedarf. Die Wucherschwarzen Glanzwichse bisher noch keine Bekannts fommissionen. pisten!" hielt, gab sie täglich leuchtende Beispiele gefeße dienten diesen Glenden als angenehme, fast schaft gemacht hatte. Diesen Umstand benützte eln Aber es zeigte sich, daß diese Vorkehrungen patriotischer Opferwilligkeit und ertrug freudig pikante Lektüre beim Baden oder vor dem SchlaSudviller satirisches Wißblatt zu einem plumpen gar nicht nötig gewesen waren. Einerseits brannte alle Unbilden, welche die außergewöhnlichen Zeit- fengehen. Wiße, daß sie nämlich die Wichse darauf von den die von Haß gegen die negativen Agathergisten verhältnissen mit sich brachten. Das einzige, was Diese traurigen Erscheinungen wurden aber Südutopiern umsonst befommen werden." durchsetzte Bevölkerung geradezu vor Sehnsucht, in in jener großen Zeit die harmonische Mitarbeit voll ausgeglichen durch das beneidenswerte NaKurz, die Mobilisierung ging gerade muster die Armee eingereiht zu werden viele berichwie aller Schichten an dem heiligen Werke der Vertei- tionalgefühl der übrigen Bürgerschaft ohne Unterhaft von statten, nur ein Achtel Prozent der Ein- gen absichtlich Körpermängel, nur damit sie als digung nationaler Ehre und Einheit störte, war schied des Standes. So war vor allem die Seijiberufenen traf nicht ein und auch dieses noch zum" tauglich" erkannt würden, andere bemühten sich das schändliche Treiben des einen Prozents Nicht- lichkeit eifrig bestrebt, den Kriegsgedanken popugroßen Teile aus entschuldbaren Gründen, so daß veraltete Gebrechen, denen sie früher feine Auf- agathergisierter, das zwar schon früher große lär zu machen, und verknüpfte ihn harmonisch mit das Vertrauen des Auslandes in die innere Ron- merksamkeit geschenkt hatten, in aller Eile zu be- Schwierigkeiten bereitet hatte, aber eben jest ge der Lehre Chrifti: in Predigten, Broschüren und folidierung des Staates bedeutend wuchs und der feitigen: Magere überfütterten sich, Didleibige vadezu unerhörte Dimensionen annahm. Um das Tageszeitungen der Klerikalen Partei betonte sie, Fut an jenem Tage an der Züricher Börse um 10 agen nichts, Kretins fingen an, Philosophie zu lebel noch größer zu machen. verteilte sich dieses daß das evangelische Verbot:„ Du sollst nicht töPunkte höher notierte. Trotzdem beharrte der studieren usw. Anderseits waren die Aerzte gar schwarze Prozent nicht gleichmäßig auf alle Schichten!" sich nur auf ein Morden im kleinen und einStriegsminister General Edl. von Sau d'Eggen nicht von einer falschverstandenen Humanität er- ten der Bevölkerung nach einem parteimäßigen, zelnen beziehe, während das Maffenmorden, wie unter Androhung der Demission auf weiteren faßt, sondern fannten im Gegenteil sehr wohl das nationalen oder anderen Schlüffel, sondern ergriff es ein krieg eben ist. entschieden davon auszuneh Vorkehrungen, indem er anführte, daß nach seinem Wesen wahrer Menschenliebe, die das Wohl der ganz eigensinnig und unsystematisch nur einige men fei. Das erzbischöfliche Ordinariat gab einen schon lange vorher ausgearbeiteten Plane der Gesamtheit über die Interessen der einzelnen stellt, Gruppen. Während die niederen Volksschichten, besonderen Sirtenbrief in diesem Sinne heraus, Feind mit einem einzigen frischen Stoße vernich- und richteten sich im allgemeinen nach dem Grund- Arbeiter, Beamte, Lehrer usw. durchwegs ethistert in welchem es für jeden verwundeten Feind dreidet werden müsse, sonst drohen lange, faule" Stel- fate, daß zum Erschossenwerden eigentlich jeder waren und mit wahrer Humanität ihren Neben- hundertzweiundfünfzig Ablaßtage versprach; außer Tungstämpfe. So wurden denn einige Stunden geeignet" sei. Eniging ihnen aber doch irgend ein menschen die Leiden des Krieges zu erleichtern dem wurden in allen Stirchen und Kapellen täglich nach Ausgabe des Mobilisierungsbefehles nach unrettbar verlorener Stranker, so schritt Salbhuber suchten, waren die Bauern und besonders die Kauf- feierliche Gottesdienste für den Waffenerfolg des träglich Affentierungen der gesamten männlichen selbst ein und schickte ihn so lange zu nachträglichen leute zum großen Teil den wohltätigen Wirkungen Nordens abgehalten, Gott mit der Aufgabe be Bevölkerung von siebzehn bis sechzig Jahren mit so- Musterungen, bis man ihn endlich doch irgendwo der Erfindung des Fabricius entronnen, so daß traut, Hau d'Eggens Truppen zum Siege zu füh fortiger Einrückungspflicht ausgeschrieben. als Simulanten erklärte. Siebei ging der neue Ge- sie ohne geringste Gewissensbisse ein wahres Rau- ren, und die Stanonici des Nordviller KathedralBesonders sorgfältig zusammengestellte Mu- neral so gewissenhaft vor, daß er sogar auf der berunwesen mit ihren altruistischen Mitbürgern fapitals entschloffen sich, wenn auch schweren HerSterungsfommissionen, gegen deren Ausspruch es Straße nichtsahnende Zivilisten anhielt und fragte, treiben konnten. Auf die ersten Nachrichten von zens, drei Prozent ihrer Einfünfte für die Hintereine weitere Berufung gab, begannen sofort ihre weshalb sie bisher ihrer patriotischen Pflicht nicht den Mobilisierungsvorbereitungen verbargen fie sens, drei Prozent ihrer Einkünfte für die Hinterbliebenen gefallener Strieger zu spenden. Tätigkeit. In der Befürchtung, daß die ethisierten nachgekommen wären, wobei er auf ihre Aus- alle Lebensmittelvorräte und warteten ab, bis die utopischen Aerzte, von einer falschverstandenen reden stets eine treffende Antwort wußte. Blinden ethisierten Konkurrenten thre Waren ausverkauft Sumanität erfaßt, gar zu nachsichtig vorgehen versicherte er, daß ihr Gebrechen ihnen im Dienste hatten. Dann warfen sie ihre Vorräte um den vier( Fortsetzung folgt.) 5. Junk 1926 and at the ente Großer Wahlfieg der Sozialdemokraten in Medlenburg. wußten wir, daß du viel mehr warft als das: 1 daß mit dir in des Wortes herrlichster Bedeutung ein Mensch Weg zu uns gefunden, ein tapferer, Tuger und ein guter Mensch. Du warst ein leidenschaftlich durchglühter Stämpfer, aber du hast persönlich keinen Feind gehabt. In ungezählten Redeschlachten hast du die schneidigste Klinge mit dem Gegner gekreuzt, aber feiner ist unter ihnen, der dich nicht persönlich geschätzt hatte. Denn du hast nur mit reinen Waffen gekämpft. Und wenn bu im hißigsten Meinungsstreite in der Partei das Bort geführtes hat stets geklärt, nie verlegt. Es gibt keinen unter uns, der dir das nicht aus vollstem Herzen danken würde. Oswald Hillebrand! Ich sage dir auch Dank im Namen aller deiner Kameraden vom Schreibtische, vom ,, Voltswille". Du hast zu jenen Menschen nicht gehört, die aus der Ferne glänzen und die verlieren, wenn man ihnen näherkommt. Du warst ein heller sonniger Mensch und hell und sonnig war es, wo du wirktest. Habe Dank für dein Leben und Wirken, für deine Arbeit, die in der starken Arbeiterbewegung Westböhmens so reiche Frucht getragen hat, Dank für alles, was du Mühseligen und Beladenen an Hilfeleistung tatest. Du bist uns genommen worden, aber du bist uns nicht tot. Du wirst fortleben in der Liebe zehntausender Menschen und in dem Kampfgeist, den du in ungezählten Menschen erwecktest. Du warst ein ganzer Mensch, darum ein ganzer Sozialdemokrat, du warst und bleibst uns ein Symbol, solange wir selbst noch etwas zu sagen haben. Unseren Kindern aber soll dein Leben ein Vermächtnis sein. An deine Grabstätte wollen wir sie führen und ihnen hier das Goethewort einprägen: Mensch sein, heißt Kämpfer sein. Hier haben wir einen Wienschen begraben, der es war, denn er war ein Kämpfer; Kämpfer für das Höchste, dealste, für die Freiheit, für die Menschheit. Ber 40prozentiger Stimmenzuwachs trot schwacher Wahlbeteiligung. nichtende Niederlage der Rechtsparteien. Die Kommunisten von 45.000 auf 17.000 Stimmen gefallen. Berlin, 7. Juni.( Eigenbericht.) Bei der geftrigen Neuwahl zum Landtag in Medlenburg- Schwerin haben die Sozialdemokraten einen glänzenden Wahlsicg errungen. Während fast alle anderen Parteien erhebliche Stimmverluste gegenüber der Wahl vom Feber 1924 erlitten, fonnte die Sozialdemokratie ihre Stimmenzahl um mehr als 40 Prozent steigern, und zwar von rund 75.000 auf ettva 106.000. Eine schwere Niederlage haben dagegen die bisherigen Regierungsparteien, Deutschnationale, Deutschvölkische und deutsche Volkspartei, erlitten, deren Stimmenzahl von 160.000 auf 90.000 zurüdgegangen ist. Noch größer ist verhältnismäßig der Rüdgang der Kommunisten, die von rund 45.000 Stimmen nur 17.000 retten konnten. Troßdem der Landtag infolge der schwachen Wahlbeteiligung von 64 auf 50 Mitglieder zurückgehen dürfte, wird die Sozialdemokratie voraussichtlich ihren Besitzstand von 15 auf 20 Mandate erhöhen. Dagegen gehen die Deutschnationalen von 19 auf 12, die Bölkischen von 13 auf 5, die deutsche Boltspartei von 5 auf 4 und die Kommunisten vorraussichtlich von 9 auf 3 Mandate zurüd. Die Demokraten, von denen sich zwei Sondergruppen abspalteten, dürften mit diesen zusammen ihre bisherige Mandatszahl erhalten. Nach diesem für die Rechtsparteien und die Kommunisten vernichtenden Wahl= niederlage ist eine Rechtsregierung wie bisher in Mecklenburg unmöglich, troßdem das Land einen vorwiegend agrarischen Charakter hat. Die Sozialdemokraten stehen nunmehr vor der Aufgabe, dem Willen der Wähler Rechnung zu tragen und eine tragfähige Linksregierung zu schaffen. Seite 8. in all seiner Not- thm selbst taum voll bewußt einen Schatz mit sich, der gar föstlich war: die Gabe des Wortes, die Macht der herzbezwingen den Rede. Er war fein Sprecher, wie es so viele tüchtige und erfolgreiche Sprecher gibt, die ihre fargen Mittel mühevoll steigernd, ihre Fertigkeit rührig schulend, die Kunst des Redners zu öffent licher Wirkung erhöhen. Seine Redekraft war verliehene Gnade, war Natur, verschwenderische Fülle der Natur. Wenn die hager- lange Gestalt mit dem etwas vorgebeugten Haupte die Tribüne bestieg, da schien wie durch einen Zauberschlag ein völliger Wandel der Erscheinung vor sich zu gehen. Sein Dämon hatte ihn ergriffen. Sein haarumwallter Kopf hob sich kühn und stolz empor, seine Augen blitzten, die Arme, die sonst mager- edig wirften, bewegten sich in runden, sprechenden Gesten. Wenn er im Augenblick höchster Begeisterung die Arme beschwörend erhob, war es eine den Zuseher mitfortreißende Ge bärde. Die Stimme, die tiefe, die gewaltig aus der engen Bruſt hervortönie, durchdröhnte ge bietend den größten Saal, fchlug in Freien den weitesten Kreis der Zuhörer in Bann. Hillebrand war ein geborener Redner wie wenige, mit allen sinnlichen Gaben des vollendeten Rhetors und mit allen geistigen. Ihm war Geistesgegenwart eigen, Schlagfertigkeit, stets strömender Reichtum des Wortes und eine sich rasch entzündende Phantasie. Er konnte launig, wipig, plaudernd, er konnte mit schneidenden Hohn und äßendem Spott sprechen: vor allemt aber hatte er die so seltene Gabe des Pathos. bad, Auschowis, Kohlhau, Landed, Graslis, Falfe- Ibahner Moldau, Eisenbahner Tetschen, Glas. Jenes Pathos, dem der Hörer gläubig folgt, dent nau, Granesan, Albertham, Salmthal, Drahowit, arbeiter Teplit, Bergarbeiter Joachims- er sich enthusiastisch hingibt, macht noch lange Betschbach, Ziedis, Heinrichsgrün, Oberdorf, Warns thal, Bauarbeiter Eger, Bergarbeiter Theu- nicht der Prunk der Worte und der prangend dorf, Kosten, Türmit, Brüg, Gossengrün, Pochlo schau, Metallarbeiter Eger, chemische stolze Zug der Bilder- ein Etwas muß mit tois, Eger, Rogerau, Lanz, Golddorf, Unterneugrün, Arbeiter Faltenau, Holzarbeiter Rönigs flingen, das undefinierbar ist, muß aus der Tiefe Silberbach, Haselbach, Zwodau, Ünter- Reichenau, berg, Textilarbeiter Liebauthal, Bergarbeiter der Persönlichkeit des Redners mitklingen: ein Nach dieser letzten Rede fenkten sich nochmals Mies, Bilsen, Königsberg, Komotau, Petschau, Safelbach, Textilarbeiter 3wodau, Bergarbeiter Herzension, ein Seelenklang, der uns mit der die Fahnen über das Grab und während die An- Schönwehr, Voitersreuth, Alpenteich, Wildstein, Königsberg, Eisenbahner Chodau, Sandelsan- inneren Wärme des Sprechenden selbst, gewissergehörigen und die Genossen hintraten, um Abschied Steingrub, Asch, Schönbach bei Asch, Roßbach, Thon- gestellte Prag, Genossenschaft ange- maßen mit seinem Herzblut zu überströmen zu nehmen und die lezzien Blumengrüßen hinun- brunn, Vorderreuth, Gottmannsgrün, Nassengrub, stellte Karlsbad, Metallarbeiter Rothau, Textil- scheint. Und dieses Pathos des Herzens, der wild terzusenden, fangen die Arbeiterfänger wiederum Wernersreuth und Haslau, ferner die Jugendarbeiter und Eisenbahner Asch, das Metallarbeiter- stürmenden oder mitleidig bewegten Seele, die. erschütternd und voll Schmerz, aber auch empor- ortsgruppen Liebauthal, Pochlowig, Roßbach, sekretariat Eger, das Angestelltensekretariat Karls- fes Pathos der Ueberzeugung und des Glaubens reißend zu neuer Arbeit und neuemt Kampf den Königsberg, Rothau, Fleißen, Graßlis, Joachims bad, das Bergarbeitersekretariat Falfenau- Rarlsbad, besaß Hillebrand. Er war fein tönendes Erz, keine Schottischen Bardenchor". Würdig, ge- thal, Schönbach, Asch und alle Gruppen des Karls das Transportarbeiterfekretariat Karlsbad, die Bau- flingende Schelle, aus ihm sprach, was ihn zu waltig, majestätisch ging die Feierlichkeit zu Ende. bader Bezirkes. Ferner die Bezirksorgani- arbeiterfekretariate Asch und Karlsbad, das Textil- tiefst bewegte und was er eben deshalb zu glei sationen der Jugendlichen von Eger, arbeitersekretariat Asch, die Bezirksgewerkschafts- cher Bewegung in der Seele des Hörers durch Komotan, Elbogen, Faltenau, Graslih und Asch, die fartelle Eger, Joachimsthal, Karlsbad, Falfenau, fein Wort umschaffen konnte. Er war Tein Die Delegationen zur Leichenfeier. Arbeiter Turn- und Gesangvereine Königsberg und Graslih, die sozialdemokraRoutinier der Phrase, wurde es auch nicht nach Donis, Marienbad, Schlaggerwald, Unterrothau, tischen Gemeindefrattionen von Karls- zwei Jahrzehnten des öffentlichen Redens. Er Außer der Genossin Popp für die Inter- Blan, Grünlas, Meretit, Joachimsthal, Granejau, bad, Rothau, Altrohlau, Graslih, Drahowit, Königsbrannte von innerer Glut, man sah ihn sich vernationale, Eldersch für die österreichische Sozialdemokratic, Dr. Winter und Noffet für Schladenwerth, Bochlowis, Blatten, Abertham, berg, Plan, Ziedis, Heinrichsgrün, Kogerau, Doniz, zehren in den Flammene seiner Gedanken unb die tschechische Sozialdemokratie, haben sich als Franzensbad, Türmiz, Eger, Roßbach, Asch, Falte Schlaggenwald, Haslau und Abertham, die Be- Gefühle. Sein Feuer flog zu uns herüber und nau, Lanz, Königsberg, Liebauthal, Horn und zirtstrantentassen Teplitz- Schönau und machte uns mitbrennen in seinem Seelenbrande. Abordnungen und Gäste in die im Trauerhause nau, Lanz, Königsberg, Liebanthal, Horn Postelberg, der Reichsverband der Kinder Graslih, das Gewerbeinspektorat Karlsbad. aufliegenden Listen die Vertreter folgender Dr freunde, der Arbeiter Turn- und Sportganisationen eingezeichnet: berband( Aussig), der Arbeiter- Turn- und SportDer Parteivorstand der deutschen sozialverband Kreis 6, der Bildungsverein demokratischen Arbeiterpartei, der s I ub der sozial- deutscher Arbeiter Prag, der zweite und fünfte demokratischen Abgeordneten und Senatoren, die Bezirk der Arbeiter- Turn- und Sportverbände, der Bildungszentrale, die Redaktionen des Gauverband der Arbeitersänger Karlsbad und FalkeFerner waren vertreten der Klub der AbgeSozialdemokrat" und der Freiheit", die 3entral- nau, der Arbeitergesangverein Donit und Neu- ordneten und Senatoren der deutschen Nafewerkschaftskommission in Reichenberg, Rohlau, die Freidenferortsgruppe Donis, die frei- tionalpartei, die deutsche Gewerbeparer Zentralverband der Kleinbauern und religiöse Gemeinde Aſch, der Freidenkerbund, tei, der Klub der Abgeordneten und Senatoren Säusler, der Verband der Wirtschaftsge Streis Karlsbad und Komotau, der Bund der der deutschen nationalsozialistischen hossenschaften, der Zentralverband der An- Seriegsverlegten, Ortsgruppe Karlsbad, Partei. gestellien, der Internationale Metallarbei- Naturfreunde- Gruppen Karlsbad, Abertham, terverband, Komotau, der Verband der Eisen- Neuthal, Arbeiterradfahrvereine Postelbahner( Aussig), der Verband der Land- und berg und Karlsbad, Kinderfreundegruppen von Aus dem Nachruf der„ Arbeiterzeitung" Forstarbeiter( Dur), der Zentralverband der Karlsbad und Schlaggenwald, die BezirksverLebens- und Genußmittelarbeiter waltungskommission Platten, Asch, Fleißen, ( Bodenbach), der Verband der Arbeiterschaft Karlsbad und Elbogen, die Gemeindeverder chemischen Industrie, der sozialistische tretungen von Neudeck, Joachimsthal, Karls. Jugendverband, die Kreisorganisa. bad, Rosisfort, Theussau, Franzensbad, Abertham, Immer dichter und düsterer umdrängten feit tionen Aussig, Bodenbach, Mies, Trautenau, Chodan, Kohlhau und Haselbach, die Konsum Jahren schon Oswald Hillebrand die Schatten des Reichenberg, Teplitz und Budweis, die Bezirksvereine Eger, Rarlsbad, Chodau, Grasliz, Asch, Todes. Nun ist er dahingegangen in frühen Man organisationen Bensen, Bergreichenstein, Raplis, Langendorf, Aussig, der Verein Arbeiter- nesjahren, deren Straft eine grausame Strankheit Bodenbach, Asch, Eger, Elbogen, Falfenau, Graslig, he im Schlaggenwald, die drud und Ververheert und zerstört hatte. Sein Leben war zuletzt Joachimsthal, Kaaden, Warienbad, Neuded, Poder Iagsanstalt in Teplit Schönau, die Druderci ein Martirium des Siechtums: ein hartes, bitte fam, Weipert, Wildstein, die Frauenkreis Graphia in Karlsbad, die Genossenschaftsres, entfagungsvolles Kämpferleben war es vom fomitees Aussig und Bodenbach, die Frauen- tischlerei in Königsberg, an Gewerkschafts- Anbeginn gewesen. Aber der Gezeichnete des bezirkskomitees Joachimsthal, die Lokal- gruppen waren vertreten Eisenbahner Plan, Schicfals war ein Gezeichneter des Geistes. Als und Frauen organisationen Doniz, Mere- Tabatarbeiter Joachimsthal, Keram der arme Webersohn, der stellenlose Unterlehrer, tip, Warta, Wiesenthal, Karlsbad, Wickwis, Schlag- arbeiter Schlaggenwald, Metallarbeiter den ersten Lebenspfad von Schlesien nach Wien, genwald, Rothau, Marienbad, Tepl, Plan, Franzens- Rothau, Transportarbeiter Eger, Eisen von Wien nach Schlesien irrend, zog, da trug er Hillebrand auf Agitation. Das Verzeichnis erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da es viele Storporationen unterlassen haben, sich in die aufgelegten Listen einzutragen. Unser Wiener Bruderblatt schreibt in seiner Samtagsfolge n. a.: Einen Augenblick stand der neugebadene Regierungsvertreter mit weit weit aufgerissenen Augen sprachlos da. frug" er etwas verwirrt, den Lehrer zweifelnd ,, Eine sozialdemokratische Versammlung?" anfehend. Beileidstundgebungen. Wir veröffeullichen heute noch folgende dem Parteivorstand zugekommene Beileidskundgebungen: Von der sozialdemokratischen Studentengruppe, Prag: f Tief erschüttert von der Kunde des Hinscheidens des Abg. Genossen Oswald Hillebrand ersuchen wir Sie, unser tiefst gefühltes Beileid zu diesem unerseßlichen Verlust, den unsere Partei erlitten hat, entgegennehmen zu wollen. Genosse Hillebrand war uns nicht nur teuer als einer der ersten Führer der sozialdemokratischen Arbeiterschaft, sondern er war uns auch teuer durch das warme Interesse, daß er uns sozialdemokratifchen Studenten im Kampfe gegen die Reaktion an den höchsten Lehrstätten der Nation entgegen brachte. Wir jungen Genossen wollen immer bestrebt sein im Geiste dieses großen Führers für die Sache des Proletariates zu kämpfen. Paul Kraus. Erwin Fischer. Vom Internationalen Verband der Arbeiters schaft der chemischen Industrie, Auſsig: Auf das tiefste bewegt, erreichte uns die Kunde vom Ableben des Genossen Hillebrand. Der unesIch habe eigentlich nichts zu sagen, da alles ganz richtig war, was der Redner gesagt hat." Triumphierend blickte er umt sich, dann ließ er sich etwas unsicher auf seinen Sessel nieder. Die Gemeindeausschußmitglieder, die ihn ten. Statt all der Antwort, hielt ihm der Bür-| Zeit damit, einige Liter Bier hinter sie Binde immer wieder mit diesem Amte betrauten, ver- germeister das eingelangte Schreiben unter die zu gießen. langten auch gar nicht, daß er sich mit solchen Nase. Der Lehrer überflog das Papier; ein iroDie Anwesenden anfangs mißtrauischIn seinem köstlichen Büchlein„ Der Dingen befasse. Sie wußten, daß er nur mit nisches Lächeln huschte über das magere, intel- zollten dem Redner zum Sch'uffe reichen BetAgitator" hat Ferdinand Hanusch ernste Mühe seinen Namen schreiben konnte, des Le- ligente Gesicht. fall; er hatte ihnen aus dem Herzen gesprochen. und heitere Erlebnisse der sozialdemokrati- sens überhaupt nicht mächtig war. Aber er hatte ,, Da kommen Sie ja unverhofft zu einer ho ,, Wünscht voch sentand das Wort?" frug schen Werbeapostel aus der Gründungszeit das größte Haus, die meisten Felder, die schönsten hen Ehre," sagte der Lehrer dann lachend. der Vorsitzende, nachdem der Redner geschlossen. Aus Ochsen- Befähigungsnachweis genug, Bür- Sonntag ist beim Schwarzen Hund" eine so- Einen Augenblid war alles still, niemand mel der Arbeiterbewegung festgehalten. dieser leider vergriffenen Schrift, von der germeister des Ortes zu sein. zialdemokratische Versammlung, bei der Sie als dete sich. Da erhob sich der Regierungsvertreter. die Genoffin Hanusch erst vor wenigen Der Schweiß trat ihm aus den Boren, die Regierungsvertreter intervenieren sollen." Einen Moment starrte er die Anwesenden an, Wochen ein Nachlaßexemplar dem Genossen Zornesader schwoll mächtig an, wütend schlug dann sagte er etwas stockend: Hillebrand zu seiner großen Freude er auf den Tisch. gewidmet hat, bringen wir zwei launige Der Teufel soll die Ferien der Lehrer hoBersammlungsschilderungen, in deren Mit- len"!" brummte er vor sich hin. Er erhob sich, telpunkt unser soeben verstorbener Freund legte die Hände auf den Rücken und ging nachund Stampfgenosse steht: denklich in der großen Stube auf und nieder. Der Bürgermeister des kleinen nordmähri ,, Wenn mir der Lehrer jetzt in die Quere jhen Gebirgsdorfes war in arger Verlegenheit. fäme, an dem würde ich mir mein Mütchen Schon seit einer Stunde saß er bei dem großen fühlen. Ich als Bürgermeister muß mir hier den Familientisch damit beschäftigt, ein amtliches Stopf zerbrechen und dieser Müßiggänger fitt Schreiben, das von der f. t. Bezirkshauptmann- irgendwo in einem schattigen Walde und fauschaft eingelangt war, zu enträffein. denzt." Das waren so die Gedanken, die sein GeWas mag nur das wieder sein?" feufzte er schwer auf. Er strich mit der schweren, fla- hirn durchjagten. chen Hand über das gelbliche Papier, stützte den Faule Bande, verdammte!" preßte er zwi Stopf in beide Sände und starrte die verschnör- schen den Zähnen hervor und spudte zischend in leiten Buchstaben an, die für ihn spanische Dörfer weitem Bogen auf den schmußigen Fußboden. Die knarrte die Haustür; an der Zimmertür waren. Er war wohl seit zwanzig Jahren Bürgermeister, aber um amtliche Schreiben hatte er wurde geklopft. fich nie gekümmert. Das überlich er dem Lehrer, Serein!" schrie der Ortsgewaltige überlaut, der für einige Gulden jährlich neben seiner pä- wütend nach der Tür sehend. Es war der Lehdagogiſchen Tätigkeit noch die Stelle eines Ge- rer aus der Nachbargemeinde, der grüßend in die Stube trat, um sich eine Auskunft zu erbitmeindeschreibers versah. Ja, da steht es schwarz auf weiß." ,, Das Bettelvolt, das verdammte," brauste er auf. Möchte nur wissen, zu was diese Hungerleider eine Versammlung brauchen?" Er riß dem Lehrer das Papier aus der Hand, warf es auf den Tisch, stülpte sich den Hut über den groBen Stopf und verließ, ohne sich weiter um den Lehrer zu kümmern, die Stube. " Etwas verdußt sahen die Versammlungs teilnehmer einander an, sie konnten nur mit Mühe das Lachen über den naiven Regierungsvertreter unterdrücken, der geglaubt haben mochte, er müsse unter allen Umständen envas sagen. Die Regierung freilich wäre von dieser„ Vertretung" weniger erbaut gewesen, wenn sie davon erfahren hätte. Sonntags war die große Gaststube im schwarzen Hund" mit Wenschen dicht gefüllt. Die Legislaturperiode der Gemeindever Der Bürgermeister faß neben dem Vorsitzenden tretung der schlesischen Industriestadt. war abgeauf der Tribüne und tat sehr würdevoll. Wäh- ufen bie Stenwahlen ausgeschrieben, die Agirend der Agitator, ein junger Mensch mit schwarz- tation der Parteien im vollen Gange. Da die gelocktem Haar, mit starker Stimme den Auwe- Chancen für die sozialdemokratische Partei im fenden die Ziele der Sozialdemokratie auseinan- dritten Wahlkörper günstig waren, griff auch sie derfette, vertrieb sich der Regierungsvertreter die in die Wahl ein. Das mußte sie schon deshalb bittliche Tob entriß Euch mit ihm ein langjähriges Mitglied des Vorstandes und der Gesamtpartei, einen der populärsten Führer. Wir vereinigen und nit Euch in tiefster Traner. Von der Bezirksorganisation Oftschlesien: Tief erschüttert von dem Ableben unseres tapferen Genossen Hillebrand unser innigstes Beileid. demokratie. ** Bom Parteivorstand der ungarischen Sozial Anläßlich des Ablebens Oswald Hillebrands empfanget unser innigstes Beileid. Ferner haben dem Parteivorstand der Verband der Eisenbahner( Aussig) und der Karlsbader Bezirksschulinspektor Wolf ihr Beileid ausgedrückt. bund, Wien: Vom Sudetendeutschen HeimatZum Ableben des Abgeordneten Hillebrand bittet der Sudetendeutsche Heimatbund sein in. nigstes Beileid entgegenzunehmen. Dr. Vangenhan. Von Genossen May Adler in Pilsen: Tieferschüttert vom Ableben des Genossen Hillebrand, erlaube ich mir, Ihnen mein herzlichstes Beileid auszusprechen. Allen, die das Glück hatten, ihn zu kennen, war er Führer und Freund. Das westböhmische Proletariat wird seiner nie vergessen. Als Ehrung für den Verblichenen erlaube ich mir, Ihnen 100 K zu überweisen, die Sie zu gleichen Teilen für den Seligerfonds und für den Parteifonds verwenden wollen. Mag Adler. 00000000000000000000000000000000 Kein Mittel zu schlecht... Ein Privatbrief Hindenburgs als Bropagandamittel gegen die Fürstenenteignung. Berlin, 7. Juni.( Eigenbericht.) Der„ Vorwärts" fonnte in seiner Sonntagsausgabe von einem Briefwechsel Keninis geben, der zwischen dem Reichspräsidenten und dem Führer des Reichsblocks, der Hindenburg zu seiner Wahl verholfen hatte, über den Voltsentscheid stattgefunden hatte. Diese Mitteilung hat in der Oeffentlichkeit erhebliches Aufsehen erregt und besonders in Regierungstreifen scheint man davon sehr überrascht zu sein. Was der„ Vorwärts" anfündigte, ist in swischen bereits geschehen. Der Briefwechsel ist als Flugblatt gedruckt worden und soll von den Rechts parteien in Riefenmassen verbreitet werden. Es handelt sich dabei lediglich um einen Privataft des Reichspräsidenten und, wie seine Umgebung mitteilt, war dieser feineswegs für die Oeffentlich feit bestimmt. In dem Briefe heißt es ausdrücklich, daß Sindenburg nur seine persönliche Auffassung zum Ausdruck bringe. Wenn dieser Brief trotzdem veröffentlicht wird, wie es der Lokal- Anzeiger" bereits an fündigt, so scheint es sich dabei um einen Vertrauensbruch und den Versuch zu handeln, den Reichspräsidenten verfassungswidrig in den Mittelpunkt des politischen Stampfes zu stellen. Wie es bei der Vergangenheit Hindenburgs nicht anders zu erwarten war, wendet er sich in dem Brief gegen die entschädigungslose Enteignung der Fürstenvermögen; das wird die Mehrheit der Bevölkerung aber faum abhalten, am 20. Juni für einen glänzenden Erfolg des Volksentscheides ut forgen. Verbandstag der Genossenschaften. Zweiter Berhandlungstag: Referate über Eigenproduktion, Zollund Steuerpolitit. 8. Juni 1926. schließung von Sandelsverträgen zu haben. Aber der Zollentwurf zeigt wenig Möglichkeiten zu Kompensationen, denn seine Minimalsäge sind fast durchwegs höher als die bisherigen Säße. Der Redner widerlegte auch das Argument von der Verarmung der Landwirte. Während die Einlagen in den städtischen SparKarlsbad, 6. Juni 1926( Eigenbericht). I und Gleichgültigkeit vieler Genossenschaften. In faffen gesunken find, sind die Einlagen in den Heute wurde die Tagung eröffnet mit einem launiger Weise gab Keraisty einige solcher Re- Raifeifentassen in der Zeit vom Jahre 1924 auf Berichte des Gen. Michat über den Versi flame- Beispiele zum Besten: wie eine hakenkreuz das Jahr 1925 von 478 Millionen Goldfronen, cherungsschutz der Konsumvereine. Auch lerische Firma in der Oſtſlowakei von Rabbinern auf 502 Willionen Goldkronen gestiegen, find vie dieser noch junge Zweig genossenschaftlicher Tätig ihre Produkte anpreisen und Flugblätter in he- Einlagen in den landwirtschaftlichen Vorschußfeit hat sich erfreulich entwickelt, doch ist noch bräischen Lettern verbreiten läßt, wie eine Zicho- Wozu noch kommt, daß die landwirtschaftlichen rege Werbearbeit nötig, damit unser Versiche- riefabrik sich auf die katholische Kirche ſtüßt und fassen um 50 Millionen Goldkronen gewachsen! ihr Geld zum Bau eines Priesterseminars zu Befißwerte gestiegen sind. Bei der Forderung rungswesen sich voll entfalten kann. sagt, um ihre Reklamedienste zu erlangen. nach den Zöllen fann man sich also auch nicht auf Ueber die Eigenproduktion in der Genossenschaft Genosse Kraisty schilderte dann, um an die so oft behauptete Verarmung der Landwirte großen Beispielen die Möglichkeiten der Eigen berufen. Gerade diejenigen, die durch die Zölle sprach Genosse raisky: Wenn wir uns heute produktion zu zeigen, deren Entwicklung im erhöhte Profite erzielen werden, sind nicht des Vorsatzes der Pioniere von Rochdale erin- Auslande. Besonders liebevoll beschrieb er die ärmer, sondern reicher geworden! Nicht Verelennern:„ Wir wollen unsere eigenen Kaufleute sein ausgedehnte, weitverzweigte Eigenproduktion der dung, sondern die Sucht nach Vermehrung des und unsere eigenen Fabrikanten", so sehen wir englischen und schottischen Genossenschaften, die Profits ist die treibende Kraft. daß das, was einst Utopie schien, sich der Ver- in mächtigen Fabriken im letzten Jahre für 5,4 wirklichung nähert. Das zeigt vor allem die Ent- Milliarden Waren erzeugten! Solche Beispiele sel, den sie am 15. November 1925 der Bevölke Heute präsentieren die Agrarier den Wechwicklung der Eigenproduktion. Wir dürfen nichts beweisen! Sie zeigen uns den Weg, den wir zu rung vorlegte und den diese akzeptierte. Und sie produzieren, was lange lagern muß und große gehen haben, auch eine der Möglichkeiten, die werden ihre Forderung rücksichtslos und bedendierung vorlegte und den diese akzeptierte. Und sie Transportschwierigkeiten bringt. Die erste artelle zu bekämpfen. Par- tenlos eintreiben! Stelle in der Eigenproduktion wies Genosse tei, Gewerkschaften und Genossenschaften kämp Kraisky der Broterzeugung zu. Wir verfüfen gegen die Kartelle. Sic ringen gen heute über eine ganze Anzahl moderner Bat- die Schaffung eines Kartells, um die Schaf fereien. Unsere Broterzeugung hat große Beden- fung von Stonsumentenkammern. Aber der tung erlangt. Und doch ist die erzeugte Brot gefeßliche Kampf allein genügt nicht. menge im Vergleich mit der Mitgliedschaft viel zu niedrig. Das wechselt von Verein zu Verein. Wir müssen den tapitalistischen Kartellen entEs wird notwendig sein, in allen Fällen ungegegenstellen das Konsumentenkartell! nügenden Absatzes den Ursachen nachzuforschen. Schon wird in manchen Ländern die Macht der Denn wo der Absatz unbefriedigend ist, dort Kartelle durch die genossenschaftliche Eigenprowird der Betrieb nicht voll ausgenüßt, dort wird duktion eingeschränkt. Damit ist auch uns der die Eigenproduktion unrentabel. Genosse Krais- Weg gezeigt. auf. Steuer und Zollfragen um Sehr eindringlich schilderte der Redner die schwere Gefährdung der Gesundheit, der Lebensfraft, der Stultur und des Familienlebens, des deutschen Volkes in diesem Staate, wie die Politik der deutschen Agrarier die Eroberung der nationalen Autonomie erschwert, und wie verheerend die Wirkung der zu den Zöllen sich gesellenden Steuern ist. Es gibt ja kein Nahrungsmittel, das nicht verteuert würde! Unsere Stellung als Interessenvertreter der zugeben: Kampf jeder Belastung der VerbrauKonsumenten ist flar. Wir haben die Parole auscher, Kampf den Zöllen! besser als bisher, da es ihnen schon gut ging, Nur darum, damit 250.000 Familien noch leben können und jeden Luxus sich leisten fönnen, unbekümmert um die furchtbaren wirtschaftlichen Folgen, nur darum sollen die Zollpläne Wirklichkeit werden! Wir können nicht die augenblickliche Mehrheitsbildung im Parlamente beeinflussen, aber wir können und werden den Widerstand der Volksmassen, den Zorn der Massen den Verbraucher entfachen, bis es uns gelingt, dieses Auswucherungssystemt zu Fall zu bringen. ( Beifall.) Genosse Dietl besprach nun noch kurz dic Steuerreform, ky) besprach dann die Wirkung des Nacht back- Manchmal wird über die Grenzen der Gedem Boden des Verbotes. Aber so lange nicht die wohl verfritht. Unabsehbare Wöglichkeiten liegen verbotes. Wir stehen selbstverständlich auf nossenschaften diskutiert. Diese Diskussion ist Bevölkerung und die Behörden mithelfen, die nochy or den Genossenschaften. Sie wollen wir volle Einhaltung des Gesetzes durchzusetzen, so ausnüßen. Die Bildungsarbeit und umfassende lange ungehindert die Bäckermeister mit ihren Propaganda in den Dienst unserer Eigen Lehrlingen und jungen Gehilfen nachts arbeiten produktion stellen! Uns dessen bewußt sein, fönnen, so lange wendet sich das Gesetz eigentlich daß wir mitzuhelfen haben durch die Eigen nur gegen uns. Der Redner rief sehr nachdrück produktion lich die gesamte Arbeiterschaft zum Schutze des Gesellschaft!( Lebhafter, anhaltender Beifall.)" ant Aufbau der sozialistischen Gesetzes und damit der Genossenschaftsbäckereien Die vom Redner vorgeschlagene Entschlieren Zweige der Eigenproduktion, auf die von Genosse Kraisky besprach dann kurz die ande- ßung wurde einstimmig angenommen. Ueber einzelnen Genossenschaften betriebenen Tischlereien, Kaffeebrennereien, Sodawassererzeugungen, Bierabfüllereien. Wichtig wird für die Zu- sprach Abg. Genosse Dietl, der darauf verwies, funft die Fleischerei. Erst eine einzige Ge- daß sich die Wirkung der Zölle in der Preisbilnossenschaft hat bisher eine Fleischhauerei, und dung äußern muß, trotz allen gegenteiligen Versie fonnte, obwohl die konkurrierenden Fleischer sicherungen der Agrarier. Es zeigte dies an dem mit den Preisen herabgingen, doch billiger liefern Beispiel der österreichischen Schutzzollpolitik, die deren Notwendigkeit natürlich nicht zu bestreiten als sie! Nun schicken sich andere Genossenschaften nicht nur die Lebenshaltung der Arbeiter ver- ist, deren Inhalt aber zu schweren Bedenken an, diesem Beispiele zu folgen. Und noch eine teuerte, sondern auch der erste Anlaß zu dem zwingt. Denn während Dr. Englisch die Belawichtige Aufgabe haben wir zu erfüllen: die furchtbaren Weltkriege war. Wir erheben heute stung durch direkte als zu drückend emp Durchführung der Milchversorgung. unsere warnende Stimme! Unsere Zölle werden findet, geht er an den Klagen über die indirekten Der Redner wandte sich dann der Bespre- die Absperrung der Länder gegeneinander ver- Steuern schweigend vorüber. Während er feinerchung der Eigenproduktion der„ Gee" zu. Auch schärfen. Sie werden unsere Industrie schädigen. zeit als Wissenschaftler gegen die Umsatzsteuer sie dient der Deckung des Eigenbedarfes. Sonder Wir dürfen nicht vergessen, daß wir ein Export- fämpfte, bezeichnet er sie jetzt als einen Edpfeiler barerweise hat sie noch Schwierigkeiten bei den staat sind. Was im Inlande verbraucht wird, steht unseres Steuersystems. Wir wissen, daß nicht der eigenen Genossenschaften, die sich oft nur schwer in feinem Verhältnis zu dem, was ausgeführt Wille und die Erkenntnis des Herrn Dr. Englisch von der Verbindung mit den Privatunterneh- wird. Wenn wir unser Land sperren gegen aus- entscheiden, sondern der Wille derer, die ihm ditmern zu lösen vermögen.- Unsere Gec"-Eigen- ländische Agrarprodukte, werden die Agrarstaa- tieren, der Wille der herrschenden Klassen. Und produktion hat sich erst nach dem" Seriege rasch ten ihre Grenzen unseren Industrieprodukten darum sehen wir dem Steuergeseßentwurf mit entwickelt. Begonnen wurde, noch während des verschließen. bangen Gefühlen entgegen. Strieges, mit der Errichtung einer Obstverwer- An Hand der Zahlen wies Gen. Dietl nach, Wie die Genossenschaften wegkommen wer tungsfabrik, deren mannigfache Schicksale und wie klein die Schaar jener Landwirte ist, die den, ist noch unbestimmt. Wir wollen annehmen, Schwierigkeiten Genosse Seraisty ausführlich tatsächlich interessiert sind an den Zöllen. Die daß zumindest das Wenige an Begünstigungen, schilderte. Die Genossenschaften ließen sich nicht Tschechoslowakei hat 1,226.283 Landwirte mit was in der Studie des Sektionschefs Baniček entmutigen. Die Eigenproduktion hat sich mächtig einem Besitz von weniger als 5 Hektar. Diese vorgesehen war, uns erhalten bleibt. Es ist wenig erweitert und umfaßt heute eine ganze Reihe von Fünfviertelmillionen, die feinen Gewinn von genug, denn zum Unterschied von anderen StaaProduktionszweigen. Alle Betriebe sind heute den Zöllen haben werden, müssen für die 256.743 ten, die feine direkte Besteuerung der Konsumschon erweiterungsbedürftig. Natürlich hat die Landwirte mit größerem Besitz die Kastanien aus vereine kennen, werden wir schwer belastet. Auch Eigenproduktion noch mit vielen und großen dem Feuer holen. gegen diese Belastung, auch gegen die Steuerden Konkurrenz der Privatfapitalisten, die Heere land. Sie hat im Jahre 1925 16.000 Waggons Verbraucher zu kämpfen!( Lebhafter Beifall.) Schwierigkeiten zu kämpfen, mit der wüten- Die Tschechoslowakei ist agrarisches Einfuhr- pläne der Regierung haben wir im Interesse der von Agenten ausschicken und Millionen für Ne- Weizen und 17,000 Waggons Roggen und flamezwecke ausgeben- und mit der Lauheit 27.000 Wagoons Mehl eingeführt. Da wir also einführen müssen, müssen sich die inn, da auch in der abgelaufenen Periode ein stand ein leises Flüstern, ein halburterdrücktes Bölle verteuernd auswirken.- Aber der Schutz zoll ist auch das ungeeignetste Mittel zum Schußze Vertreter der Arbeiter, ein altbewährter Ge- Sichern war vernehmbar." der Landwirtschaft. Am Beispiele der holländi noffe. in der Gemeindestube faß. Zu diesem schen und dänischen Landwirtschaft zeigte der Zwecke wurde in den größten Saal der Stadt Redner, wie rechtzeitige Anpassung an geänderte eine Versammlung einberufen, zu der man sich An diesen Satz dachte der Agitator, als er Verhältnisse und fluge Ausnüßung des Genossen als Zugkraft einen bekannten Referenten aus dem hilfesuchenden Blick des Vorsitzenden be- schaftswesens eine neue Blüte der Landwirtschaft der Großstadt verschrieb. Der Saal war zum gegnete. Er suchte die Versammlung durch ein ermöglichte, wie gut die englische Landwirtschaft Dietl nahm kurz zu diesen Ausführungen Erdrücken voll. neues Thema von diesem unangenehmen 3wi- unter dem System des Freihandels gedich. Stellung. Er habe absichtlich nicht alles gesagt, Der Einberufer eröffnet die Versammlung: Schenfall abzulenten. was ihm auch gelang, um er- henfall Bevor wir in die Tagesordnung eingehen, er dann mit einem fräftigen Appell an die Wähler, was an Abwehrattionen geplant sei. Es haben Wir sind zu jeder Förderung der Landwirt bereits Aussprachen mit den tschechischen Genosfuche ich Sie, einen Vorsitzenden vorzuschlagen." bei der Wahl nur für die sozialdemokratischen fchaft bereit, senschaftern stattgefunden. Das ist eine solche Hunderte Kehlen schrien den Namen des Kandidaten zu stimmen, zu schließen. auch wenn sie mit Kosten verbunden ist, weil sie Selbstverständlichkeit, daß darüber auf dem Vergewesenen Gemeinderates. Während er sich am Rande der Bühne nie schließlich doch den Konsumenten zugute kommen bandstage nicht gesprochen werden müßte. Nicht Als die Abstimmung vorüber war, betrat derließ, erhielt ein anderer Redner das Wort. muß. An einer Reihe von Beispielen zeigte der dem Einzelnen darf es überlassen werden, wie der Vorsitzende, ein fugefrunder, fleiner Mann, Der ging noch schärfer ins Zeug. Da er aus dem Redner, wie weit bei uns die landwirtschaftliche und wann er den Widerstand organisiert, er feuchend die Bühne und erteilte dem Agitator Orte war, charakterisierte er mit derber Satire Produktion hinter der Produktionsfähigkeit zu find alle Vorbereitungen getroffen. Die Bu muß einheitlich organisiert werden, und dazu Der Reduer geißelte in scharfen Worten die großer Seiterfeit das Leben der gedankenlosen, Landwirten weit höheren Gewinn als die Zölle. fabanträge zu der von ihm vorgeschlagenen EntWirtschaft der in der Gemeinde herrschenden wohlhabenden Spießzer, die sich mit ihren rot- Es ist aber auch gar nicht wahr, daß die Preise schließung empfiehlt er zur Ablehnung. Wer ohne Partei, dann rief er mit starker Stimme pathe- gesoffenen Nasen als Stadtväter spreizen. landwirtschaftlicher Produkte nicht im Verhält- Nebenabfichten den Kampf mit uns führen will, In diese Augenblicke wendete der Agitator nis zur allgemeinen Preissteigerung gestiegen wird ihn mit uns zu führen wissen. Wenn Sie als Wähler wollen, dem Redner sett Gesicht zu, in dessen Witte ein wären. Sie sind, wie der Redner zeigte, heute Die Entschließung des Referenten wird daß Sie betrogen werden, dann tupferroter Gesichtsvorsprung saß. Der Red- vielfach über dem Vorkriegsniveau. Darin allein hierauf einstimmig angenommen. Die Zusatzanwählen Sie die geute, die ihre dif- ner stockte; er fand vor Schreck feine Worte, die liegt schon ein gewisser Schutz der landwirtschaft- träge werden abgelehnt. ken Bäuche durch die Straßen schle p- eigene rote Nase hatte ihm den Faden der Rede lichen Erzeugnisse. zerrissen. Mit beredten Worten schilderte der Redner Mandatsprüfungskommission Kaum war der Satz dem Gehege der Zähne dann die Industriekrise, unter der unsere Konntest Du Dir meine Nase nicht frü- Arbeiterschaft leidet, die wachsende Arbeitslosig- berichtet, daß 137 stimmberechtigte Delegierte entschlüpft, da fiel sein Blick auf den Vorsivenden, her ansehen?" sagte nach der Versammlung der feit und Kurzarbeit. Zwingt das nicht zu dem anwesend sind, darunter 7 Franen, und 76 Gäſte, der nervös auf seinem Stuhl hin und her Redner vorwurfsvoll zum Agitator. rutschte. Das breite, vom Kerzenlicht beschieSchlusse, daß unsere ganze Handelspolitik verfehlt darunter gleichfalls 7 Frauen. Auch meine Körperfülle hättest Du frü ist? Wenn wir nun durch die von den Agrariern nene Gesicht war purpurrot, der faltige Stier- her in Augenschein nehmen können, bevor Du diftierte Zollpolitit unsere natürlichen Absatz- Verhandlungen des Verbandstages ausgesetzt, da Am Sonntage nachmittag wurde in den naden schwoll an, die übrige. Leibesfülle suchte über die dicken Bäuche sprachst," fiel der dazu gebiete sperren, wohin wird die Entwicklung sich die Delegierten am Leichenbegängnis des er hinter dem Tische zu verbergen. tretende Vorsitzende dem Agitator lachend ins treiben? Man hat behauptet, daß wir die Zölle Gen. Hillebrand beteiligten. Unter den Versammlungsteilnehmern ent- Wort. brauchen, um Kompensationsobjekte bei der AbBerlin, 6. Juni. Die Bischöfe der deutschen Diezösen haben eine Kundgebung zu dem Volfsentscheid erlassen, in der sie sich gegen die Enteignung der gewesenen Fürstenhäuser wenden. " das Wort. tisch in den Saal: pen." ,, Dem war kaum das Wort entfahren Möcht er's im Busen gern bewahren." heitsfront mit den proletarischen Parteien und beKöhler( Reichenberg) spricht für die Einflagt, daß nicht auch ein Vertreter der kommuni stischen Partei gehört wurde. Mit den auf dem Boden des Klaffenlampefs stehenden Parteien soll über die einheitliche Aktion beraten werden. Der internationale Genossenschaftstag soll in den Dienst dieser Aftion gestellt werden. stellt entsprechende Anträge. Köhler Die 1 2.1020 Dritter Verhandlungstag. Die kommunistischen Anträge mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. Seite 5. Genossenschaften erfüllt sind. Nur eigene Kraft fann die Genossenschaften vorwärtsbringen. Redner meinte, man jei in den letzten Jahren gele gentlich etwas abgewichen von jenem Wege, den die Pioniere von Rochdale vorzeichneten, daß noch etwas zu viel altöſterreichische Leichtigkeit regiere, daß es notwendig sei, alle genossenschaftliche Tätigkeit auf streng geschäftsmäßige Grundlagen zu stellen. Wir decken erst ungefähr 10 Prozent des Bedarfes der Konsumenten in diesem Staate. das zeigt uns, welche Aufgaben wir zu filen haben. Erfüllen wir sie, dann tragen wir für unseren Noch nicht! Aber der Genossenschaftsgedanke setzt Teil mit dazu bei, die Genossenschaften zu einer sich durch! Er hat sich rascher verbreitet als die weltwirtschaftlichen Macht zu erheben, und dann Bevölkerung sich vermehrte. In der Koufumkraft werden die Genossenschaften zu einer völferververborgen ist das Geheimnis des Werdens des bündenden Kraft, zu einem Werkzeug des FrieReichtums der anderen. Von dem Wachsen der dens werden.( Lebhafter Beifall.) genossenschaftlichen Erkenntnis hängt ab das Wachsen der genossenschaftlichen Eigenproduktion, Richtigstellung. Wir stellen nachträglich fest. der genossenschaftlichen Konsumtion. Die Auf daß Gen. De witte den Verbandstag nicht nur lärungsarbeit soll nicht unterschätzt werden, ent- im Namen der Kreisvertretung Karlsbad, sonscheidend aber wird sein der wirtschaftliche Erfolg. dern auch namens des Parteivorstandes Wir müssen uns natürlich der fapitalistischen der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Dekonomie unterwerfen, aber es hängt noch viel in der Tschechoslowakischen Republik begrüßte. zelbelspiele, die der Redner anführte, stvangen zu| Fernhalten jeder Störung von diesen internatio-| davon ab, von welchem Geiste die Leitungen der schaften und der gewaltigen Summe von Fleiß staunender Bewunderung der deutschen Genossen- nalen wirtschaftlichen Beziehungen. Die Genossenschaften sind bereits ein beund Arbeit, von Straft und Treue, die in ihr deutsamer Wirtschaftsfattor, aber noch ein viel zu leben daß in der Zeit der wirtschaftlichen schwacher. Nur 10 Prozent der Bevölkerung der rise die Genossenschaften so herrlich aufblühen Erde wird von den Genossenschaften erfaßt. In konnten, zeugt von der Straft der sie beseelenden Europa ist freilich der Prozentsatz größer, in den Idee und bestärkt uns in der Ueberzeugung, daß germanischen Ländern beträgt er 30 Prozent. sie ihr Ziel, die Welt der Gemeinwirtschaft, er- Was sagen uns die Tatsachen? Daß wir unreichen wird.( Lebhafter Beifall.) Genosse fere Seräfte nicht überschätzen dürfen, nicht glauHeinrich Borenz begrüßte den Kongreß ben dürfen, heute schon auch wenn wir auf namens der Großeinkaufsgesellschaft deutscher Millionenziffern verweisen können die WeltKonsumvereine. Besonders interessant war seine wirtschaft bestimmend beeinflussen zu können. Schilderung der Schwierigkeiten, die Behörden und Bürgertum in der Vorkriegszeit der Entwicklung der Eigenproduktion der Genossenschaften in Deutschland bereiteten. Karlsbad, 7. Juni.( Eigenbericht.) Seute wurde seit der Generalversamm lung der Großeinkaufsgesellschaft die restliche Tagesordnung des Verbandstages erledigt. Die Wahl der Verbandsleitung unterblieb. Die bisherige Verbandsleitung wurde mit der Führung der Geschäfte bis zur Registrierung der Sazungen des neuen Gec- Verbandes betraut. Die Berbandsbeiträge wurden in der bisherigen Höhe festgesetzt. Die Bestimmung des Ortes des nächsten Berbandstages wurde dem Verbandsvorstand überlaffen. Fischer Prag begrüßte den Verbandstag Der Vertreter der Genossenschaften Sow im Auftrage des internationalen Genossenschafts- jetrußlands, Schein, begrüßte den Kongreß verbandes. Er hielt, sicherlich nicht im Sinne namens dieser Organisationen und berichtete feines Auftrages- eine fommunistische Propa, über die Fortschritte der Genossenschaften in Rußlärungsarbeit gandarede. Sie wurde von der überwiegenden land. Er überbrachte die Einladung zur Entfen Mehrheit des Verbandstages recht kühl aufgenom- dung einer Genossenschaftsdelegation nach Rußmen. Als zweiter Kommunist rückte der Reichen- land. berger Kreuz aus, der einen Antrag auf Ver schmelzung mit den tschechischen Genossenschaften der österreichischen Genossenschaften, die in einem Genosse Menges überbrachte die Grüße begründete, dabei kräftig die abgenüßte kommu- fleinen, wirtschaftsich arg bedrängten Staate arbei niftische Einheitsfronttrommel schlagend. Ihm ten müssen, in einem Lande der Produktionsantwortete Genosse Hackl- Böhmisch Kamnit, und Absatztrise, und doch sich erfreulich entwickeln. Der sich gegen die Argumente des Vorredners Trotz allem Elend lebt und wächst die Genossenwandte, die derzeitige Ünmöglichkeit einer Ver chmelzung darlegend. Er trat für die volle Aufschaftsidee auch in Desterreich. Für die tiche Einschränkung der Einfuhr. ww Außerordentliche Sparmaßnahmen in Frankreich. – Lebensmittelrationierung und Brottarten? Paris, 7. Juni. Havas meldet: und beschloß, das Programm betreffend die Ein,, Der Ministerrat beriet über die Finanzlage schränkung der Einfuhr und des Verbrauches sofort durchzuführen. Die Minister für öffentliche Arbeiten, für Handel und Landwirtschaft werden zu diesem Zivede einen Ausschuß; bilden." Die gesamte Presse widmet dem Beschlußje des Ministerrates eingehende Artikel. Die Linkspresse erinnert an die vor einigen Monaten von Caillaux ausgegebene Parole, in welcher die.Notwendigkeit betont wurde, daß sich die gesamte Nation eine große Buße" auferlege. Dem„ Journal" zufolge sollen an einem Tage in der Woche die Bäderläden, und an zwei Tagen in der Woche die Fleischerläden geschlossen werden. Wie Pains Ratstagung in Genf. und Ungarn. Genf, 7. Juni. Bei der heute eröffneten RatsIebé erklärte, wird erforderlichenfalls von der in Erwägung gezogen werden. Außerdem werden Regierung die Einführung von Brotfarten Ersparungen in Zucker, Benzin und Nohle angeordnet werden. Eine Reihe von nicht gerade unbedingt gebotenen öffentlichen Arbeiten wird eingestellt oder verschoben werden. Das Blatt reproduziert weiters eine Erklärung des Finanzminifters Péret, derzufolge auch nicht ein einziges Gramm Goldes in der Brank von Frankreich in Anspruch genommen wurde, welches der Finanzminister als Garantie für die Inhaber von Titres der Banque de France ansieht. Dem„ Echo de Paris" zufolge sprachen sich die Direktoren der Banque de France gestern einmütig dagegen aus, zur Goldreserve der Bank zu greifen. Die fächlichen Diffidenten„ organisieren" lich. chischen Konsumvereine sprach Genoffe Jiraset, rechterhaltung der Verbände und für die Gemein der eine furze Darstellung der Entwicklung der amfeit der Aktionen ein. Die Anführung der sechischen Genossenschaften gab und den deutschen Tatsache, daß tschechische Genossenschaften in dente Bruderverbänden besten Erfolg wünschte, mit schen Orten ohne jede Prüfung der Bedarfsfrage denen die tschechischen Genossenschaften durch so Filialen errichten und deutsche Mitglieder zu ger viele gemeinsame Intereffen verbunden sind, die winnen mit oft recht geschäftswidrigen Methoden suchen, zeigt deutlich, wie unreif die Verhältnisse möglichst enge Zusammenarbeit notwendig manoch sind. Daß bei uns der Wille zur internatio- chen. Gen. Benesch schloß sich diesen Wornalen Zusammenarbeit vorhanden ist, beweisen tent namens der tschechischen Großzeinkaufsgesell unsere Vereinbarungen mit der tschechischen Groß- schaft an und gab eine kurze Darstellung des Wereinkaufsgesellschaft über den gegenseitigen Waren- dens und des Aufstiegs der tschechischen Großbezug und gemeinsames Vorgehen bei der Schaf- Einkaufsgesellschaft. fung neuer Eigenbetriebe. Hadl Yegte einen AnGenosse Abg. de Witte, der den Gruß des trag vor, der die bisher zustande gekommenen sozialdemokratischen Parteivorstandes und aller Arbeiterorganisationen, vor Vereinbarungen billigt und die Fortsetzung der westböhmischen Bemühungen um die Festigung und Ausgestaltung allem der Kreisgewerkschaftsfommission übermitder Zusammenarbeit wünscht.( Beifall.) telte, betonte die Tatsache der engen Verbunden Für den Antrag der Reichenberger sprach noch heit und Zusammenarbeit von Genossenschaft und der Kommunist Köhler, dem Genosse Schil- Partei. Sie ist umso notwendiger, als gerade jetzt Ier- Aussig antwortete, worauf die Abstimmung der Staat wieder ganz unter zünstlerische Füh über beide Anträge erfolgte. Der Antrag des rung zu geraten droht. Vom Zünstlertum und Reichenberger Konsumvereines„ Vorwärts" er von einem zünstlerisch beeinflußten fönnen die Die Finanzkontrolle über Oestereich hielt nur elf Stimmen, der Antrag Hackel wurde Genossenschaften nichts anderes erwarten als unablässige, fleinliche, gehässige Bekämpfung, hierauf mit übergroßer Mehrheit angenommen. Der Vertreter des Reichenberger Konsumver- Aufzeichnung dieser Tatsachen, Erwedung des eines„ Vorwärts", töhler, begründete hierauf Klassenbewußtsein der Arbeiter wird die Genos- hung des Völkerbundes blieb der brasilianische Sozialdemokratische Fraktionsmehrheit des jächjieinen Antrag auf Entsendung einer Genossen- senschaften stärken, sie zu ihrem Kampfe noch Bertreter, angeblich frankheitshalber, fern; in Bölschaftsdelegation nach Sowjetrußland. Genoffe fähiger machen. Die Partei hat nie, bei feiner ferbundskreisen wird dies als Vorzeichen seiner Bankrac- Tepliz legte dar, daß es sich im An- Gelegenheit, unterlassen, auf die Bedeutung der Demiffion angesehen. Der Rat befaßte sich zunächst frag des Reichenberger Stonsumvereines um zwei Genossenschaften zu verweisen und es ist selbst in vertraulicher Sitzung mit der Festsetzung der Wünsche handelt: um die Ausgestaltung der Han- verständlich, daß auch die Genossenschaften immer Tagesordnung, die 27 Punkte umfaßt. Die Hauptdelsbeziehungen mit Rußland, der wir selbstver wieder die Zusammenhänge mit der Gesamtarbei- fragen sind die Erweiterung des Rates, Abschaffung ſtändlich zustimmen, und um die Entfendung einer terbewegung aufzeigen. Wenn irgendwo, so ist in der Finanzkontrolle in Oesterreich Studienfommission. Für diese ist die Zeit noch Westböhmen die Verbindung zwischen allen Zwei- und Ungarn, Abrüstungskonferenz usw. Es folgte sodann eine öffentliche Sigung, in nicht gekommen. Was die staatlich unterſtüßten gen der Arbeiterbewegung eine lückenloſe. Möge der u. a. Chamberlain eine bedeutsame Erklärung Genossenschaften in Rußland tun, kann für uns, es immer so bleiben! Mögen für alle Zukunft über die gestern von Großbritannien und der Tür die wir unter ganz anderen Verhältnissen arbeiten Partei, Genossenschaften und Gewerkschaften ge- fei definitiv vereinbarte Regelung der Mossulmüssen, nicht vorbildlich sein. Sobald die Entwid- meinsam arbeiten und fämpfen, bis zur Errei frage abgab. lung in Rußland zu einer gewissen Klärung ge- chung des gemeinsamen Zieles, des Sozialismus! führt haben wird, werden wir der Entsendung( Lebhafter Beifall.) Als letzter Redner sprach einer Studienkommiſſion weniger ablehnend gegen- Abg. Genoſſe Schäfer im Auftrage der überstehen. Genoſſe Pantrac bespricht sodann sehr Zentralgewerkschaftskommiffion, der die Stlassen Die Zolldebatte im Budgetausschuß| beiführen kann. Ohne große Schwierigkeiten kann, eingehend und mit großer Sachkenntnis die lampfgemeinschaft von Gewerkschaften und GeSchwierigkeiten des Handels mit Sowjetrußland. nossenschaften betonte. Nur wenn in allen proleDie größte ist, daß die ruſſiſchen Genossenschaften tarifchen Organisationen der Klaffentampige langfristige Stredite brauchen. Pankrac verlangt danke führt, nur wenn es gelingt, alle Kräfte der schließlich Ablehnung des Antrages. Diesen befür Arbeiterklasse zusammenzufassen, werden wir die wortet nochmals Köhler, worauf Genosse Anschläge der kapitaliſtiſchen Gegner abwehren Kreisky, dem Stöhler unberechtigte Angriffe fönnen. Diese Kampfgemeinschaft ist nicht das gegen den russischen Staat vorgeworfen hatte, in Werk eines Augenblids, sie wird nicht geboren im einer Berichtigung feststellte, daß alles das, was Rausche der Begeisterung, sie muß verarbeitet er in seiner Rede über die Schwierigkeiten, welche werden. Aber so wie die Gewerkschaften in diesem die russischen Genossenschaften mit dem Staate Lande den Weg zu einander gefunden haben, so haben, Mitteilungen des Zentroſojus entstamm- werden ihn auch die Genossenschaften finden, und ten. Kurz sprach hierauf nochmals Pankrac, die gesamte geniale Arbeiterschaft wird sich den worauf Dr. Schreier- Mährisch- Schönberg beantragte, den umstrittenen Antrag dem Verbands- Weg zum Sozialismus bahnen.( Starker Beifall.) werden. Um des Zollanirages willen sei die all Morgenstunden andauern, da die Zollvor vorstand zuzuweisen, Ernste musikalische Vorträge beschlossen den Genossenschaftswesen und WeltBei der Abstimmung wurde der Antrag Abend. Schreier, der als Vermittlungsantrag betrachtet wurde, mit großer Mehrheit angenommen. Nach einer furzen, die Ergebnisse der Beratungen zusammenfassenden Ansprache des Genossen Lorenz wurde hierauf der Verbandstag geschlossen. Begrüßungsabend. wirtschaft. dauert an. Dresden, 7. Juni.( Eigenbericht.) Sonntag hatte die fürzlich aus der Partei ausgeschlossene fchen Landtages Delegierte nach Dresden berufen, um einen sogenannten Parteitag abzuhalten. Es wurde von allen Rednern versichert, daß die Abspaltung nur vorübergehend sein soll und daß man das Heidelberger Programm als Nichtschnur anerkenne, sich aber nicht von den Kommunisten abhängig machen wolle. Die jetzige Zersplitte. rungsarbeit geschehe nur in dem Bewußtsein, daß diefe Reit eine Episode bleiben werde. Für die Landtagsneuwahlen will man eigene Listen aufstellen. Es ist kaum zu erwarten, daß diese Spaltungsarbeit von irgendeinem Erfolg begleitet sein wird. wenn das Landwirtschaftsministerium seine Pflicht erfüllt, die Produktion um 20 Prozent gesteigert Prag, 7. Juni. Die Zolldebatte im Budget- werden; die Tschechoslowakei ist nicht nur, wie ausschuß des Abgeordnetenhauses wurde heute die Agrarier immer hervorheben, ein Einfuhrland vormittags um 9 Uhr wieder aufgenommen. Von landwirtschaftlicher Produkte, sondern auch ein den vielen oppositionellen Rednern waren insbe- Ausfuhrland, und die Ausfuhr ist mindestens auf sondere die Ausführungen Buřivals( Tschech. derselben Höhe wie die Einfuhr. Den kleinen Nat. Soz.) bemerkenswert, der den Agrariern vor- Landwirten werden die verteuerten wirft, daß sie bei ihrem Diktat vollkommen auf Futtermittel zum Verhängnis wer den Staat, die Strone, die Arbeiter- und Beamten- den, da sie meist hervorragend und mit Erfolg schaft vergessen. Er ist überzeugt, daß die Zoli- die Bichhaltung betrieben haben, die nun durch mehrheit das Staatsbudget nicht die Zölle auf Futtermittel gefährdet ist. Aus allen genehmigen kann, durch ihr jetziges Vor- diesen Umständen lehnen wir die Zölle ab. Die Debatte dürfte wahrscheinlich bis in gehen aber alle Brüden abgebrochen nationale Koalition definitiv auseinandergegangen(?), um einer neuen internationalen Koalition Platz zu machen, mag diese anfangs auch nur den unschuldigen Namen einer Zollkoalition haben. Nach einer kurzen Mittagspause ging die Debatte nachmittags weiter. Genosse Leibl lage noch in der morgigen Sitzung des Abgeordne tenhauses, die um 11 Uhr beginnt, im Druck vorgelegt werden soll, um bereits in der Mittwoch sitzung die Plenarverhandlungen über sie eröffnen zu können. Bei Blattschluß sprach Genosse Taub. Einstündige Arbeitseinstellung in den Prager Metallbetrieben. Manifestationsversammlungen der Prager Arbeiterschaft. Prag, 7. Juni. Zum Protest gegen die von Von den Verhandlungen am Samstag tragen wir noch einen furzen Auszug aus dem Refe- erklärte unter anderem, daß zwar wenig Hoffnung rat des Genossen Hadl( Böhm. Kamnių) über vorhanden sei, auch wenn mit unwiderlegbaren das obige Thema nach. Redner schilderte die Beweisen die Schädlichkeit der Zölle nachgewiesen Am Abend des 5. Juni versammelten sich Schaffung großer Wirtschaftsgebiete durch den wird, eine Aenderung in der Zollvorlage herbeiim gleichen Saale, der nachmittags ernster Bera- Kapitalismus, die gewaltige Entwicklung des zuführen. Wir wollen jedoch nichts unterlassen tung und Arbeit gedient hatte, die Teilnehmer Welthandels, die Entwicklung gefestigter Wäh- und in letzter Stunde auf die schweren Mängel des Verhandlungstages zu einer Begrüßungsfeier, rungsverhältnisse und die Unterbrechung dieser in diesem Gesetze hinweisen. Er wies sodann den bürgerlichen Parteien angestrebte Einführung bei der auch die Vertreter ausländischer Genos Entwicklung durch den Krieg und ihre Abänderung ziffernmäßia nach, daß den kleinen Landwirten von Lebensmittelzöllen stellten die Arbeiter in den senschaften und befreundeter Organisationen Be- in andere Bahnen durch die Kriegsergebnisse, durch Agrarzölle ein großer Schaden zugefügt Betrieben der Prager Metallindustrie heute um grüßungsansprachen hielten. Auch unsere Genos- durch die Gründung neuer Staaten, die 3er wird. Die Organisationen der Kleinlandwirte 11 Uhr vormittags auf eine Stunde die Arbeit fen Abg. Taub und Abg. Hackenberg waren schlagung der alten Wirtschaftsgebiete und die haben die Zölle abgelehnt. und wenn die ein. Während dieser Zeit wurden auf den Fabrikserschienen. Als erster Redner sprach Herr Min. unter schweren Krisenerscheinungen sich poll- Agrarier erflären, daß sie die Zölle hauptsächlich höfen Versammlungen abgehalten, in welchen MitRat Friz, der den Verbandstag im Auftrage des ziehende Bildung neuer Wirtschaftsgebiete. Ein wegen der Kleinlandwirte verlangen, so ist das glieder der Betriebsausschüsse sich in scharfer Weise Ministeriums für soziale Fürsorge. Genosse solches ist auch die Tschechoslowakei, der Staat, eine unwahrheit und Seuche lei. Wenn gegen die Zollpolitik der bürgerlichen Vartejen Schaffelhofer hieß den Verbandstag der nur 13.6 Millionen Einwohner hat und vier die Agrarier eine Verschuldung in der Landwirt- wandten. Mittags erschien eine zwölfglivorige Abnamens des Karlsbader Stadtrates willkommen Fünftel der Industrie des alten Desterreich über- schaft nachweisen, so ist die Verschuldung leider ordnung der Prager Metallarbeiter beim Ministerund betonte, daß gerade der Umstand, daß in nahm, also Ausfuhrland sein muß, um leben zu bei den Kleinlandwirten zu konstatieren, weil die präsidenten Cerny und machte ihn auf die sozialen dieser Stadt, die ganz zu einer bürgerlichen Kon- fönnen. Der Export erfolgt nicht felten, wie be- Kleinlandwirte ihre Produkte zum größten Teile Gefahren aufmerksam, welche die Einführung der greßstadt geworden zu sein schien, nun die Gesonders der Vergleich des Inlands- und Aus- selbst konsumieren und in der Hochtonjunttur Bölle mit sich bringen würde. Der Ministerpräsident erklärte, daß er den nossenschaften tagen, das Wachstum und die landspreises des Zuders zeigt, auf Kosten der in- nicht wie die Groß- Agrarier zu hohen Steigerung des Ansehens und der Haltung der ländischen Verbraucher. Der Redner zeigte, welche Preisen verkaufen konnten. Weiters zergliederte Protest der Arbeiterschaft zur Kenntnis nehme. Genossenschaftetevegung beweien. Genoffe Mengen an Mehl und Vich in die Tschechoslo- Genosse Leibl die Schädlichkeit einer extensiven Auch die anwesenden Minister Englis und Schießt Raufmann( Samburg), beisällig begrüßt, wakei eingeführt werden müssen, besprach unseren Wirtschaftsweise, welche die Großagrarier, sogar ergriffen das Wort. Der Finan minister versprach, schilderte die Schwierigkeiten, welche die deutsche Holzexport und die Holzinduſtrie, dann die Ver- der Referent der Zollvorlage, Serr Dr. Zadina, daß der Preis des Zuckers nicht erhöht werden Genossenschaftsbewegung zu überwinden hatte arbeitungsindustrie, die wieder zum großen Teile prophezeit, respektive angedroht hat. Redner weist wird, der Minister für soziale Fürsorge sagte die und glücklich überwand, so daß sie heute in stolzer Exportinduſtrie ist, und zeigte damit, wie sehr die nach, daß nur eine intensive und rationelle Be- Einbringung der Gesetzesvorlage über die BauGröße dasteht, eine unüberwindliche Macht. Ein- konsumierende Bevölkerung interessiert ist am wirtschaftung eine Besserung der Produktion her- förderung zu. Seite 6 Der Staat ist in Gefahr... Prag, 7. Juni. Heute abends fand auf dem pavličekplatz eine kommunistische Kundgebung gegen die Agrarzölle statt, an der einige tausend Personen teilnahmen. Nach Schluß der Versammlung wollten sich die Teilnehmer zu einem Demonstrationszug formieren, doch sofort griff die Polizei zu Fuß und zu Pferde ein und zerstreute die Menge. Das rücfichtslose Vorgehen ber Polizei rief unter den Versammlungsteilnehmern große Erbitterung hervor, die sich mit Recht darüber beschwerten, daß die Prager Polizei bei fascistischen Rundgebungen die Schneid vermissen läßt, die sie gegen die Arbeiter verwendet. Die Funktion des bürgerlichen Nationalismus. Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Mittwoch. 8. Juni 1926. „ Es muß gesagt werden, daß die Mensche europäischen Arbeitern als das Resultat eines wisten sich charatterlos, schwach und weichmütig gründlichen Studiums der sowjetrussischen Ver erwiefen haben. Sie haben einen demokratischen hältnisse hinstellen? Und was kann man im übri Aufstand inszeniert und vermochten teinen gen von Leuten erwarten, die in der nächsten Prag, 11.30, 12, 14, 7.45, 18.15, 20, 22 Nach einzigen unserer Genossen hinzurichten, ob Nähe der russischen Grenze, in Warschau, noch richten, 16.30 Konzert d. R. J.- Sextett, 17.30 Mär wohl wir Hunderte von ihnen nieder Obdachlose mit Kindern auf den Armen, Erdchen für Kinder, 19 Deutsche Arbeiter- Sendung E. schossen, und obwohl unter den Erschossenen sich wohnungen, Löcher ohne Licht" usw. sehen, wäh Fischer: Aus dem Seelenleben des Arbeiters, 20.02 fogar Mitglieder ihres Zentralfomitees befanden. rend sie nach der Ueberschreitung der Grenze vor Eine Stunde norwegische Musik, 21 Lustspiel Der Tatsache ist, daß sie( die Menschivisten) lauter Verblendung weder die ungeheure Armut, neue Sport" von R. Jonáš, 21.15 Bunter Abend. unsere Genossen gefangen nahmen und dann in noch die grenzenlose Verwahrlosung der Kinder, -Brünn: 14.30, 18 Nachrichten, 17.40 Stinder Freiheit fepten, ohne sie irgendwie noch auch die entseßlicher Wohnverhältnisse und stunde, 18 Landwirtschaftsfunt 8. Vortrag, 19 Böbangetastet zu haben." mische Lieder, 20 Schauspielstunde Mitw. Mitgl. b. noch vieles andere sehen, worüber sogar die bol Nationaltheaters in Brünn Zwei gute Werle". die jungen und alten kommunistischen Delegierten Was fönnen nach dieser zynischen Erklärung schemistische Presse nicht zu schweigen vermag. Wien: 20 Wiener Humoristen, 21 Abendkonzert. zur weiteren Bekräftigung ihrer Ueberzeugung" führt leider jene Gasse", die die tschechoslowakiZu allem anderen, nur nicht zur Wahrheit" - Berlin: 20.30 Norwegischer Abend. Let p anführen einer Ueberzeugung, die sie vor den schen Delegierten mit ihrem Bericht bahnen wollen. zig: 17.30 Prof. Dr. Witkowski:„ Geschichte des deutschen Dramas und des Theaters", 20.15 Voltstümlicher Richard Wagner- Abend. Das Leipziger Symphonicorchester.- Breslau: 20.25 Konzert Die nationaldemokratischen Blätter wollen das Zusammengehen mit den deutschbürgerlichen an zwei Klavieren. Parteien in der Zollfrage vor den tschechischen Volksmassen verdecken und schlagen zu diesem Tagesneuigkeiten. Schnorz und die Zölle. Wir glauben, die Herrschaften wissen sehr gut, warum sie solche Feste feiern. Diese Art des Wohltuns trägt wirklich Zinsen, reichlich und nicht erst im Jenseits! Die Deutsche Presse", das christlich- Es ist klar, daß unsere Kinderfeste, vor allem Albrecht auf unseren legten Zollartikel anscheinend zu den Methoden dieser kapitalistischen Rattensän feine Antwort fand, veröffentlicht folgendes Geger in jeder Beziehung im schärfsten Gegensatze bicht, das zunächst für sich selber sprechen möge: stehen müssen. Vor allem: Keine Täuschung! Unser KinderZwecke augenblicklich besonders eifrig auf die Die Wahrheit“ über Sowjet- fiale Sentralorgan, deffen Chefredakteur Dr. Der Tag des proletarischen Kindes nationale Trommel. Das Pravo Lidu" schreibt hierüber mit Recht: Der Lärm mit dem radikalen Nationalismus" tst diesmal so außerordentlich laut und sein zeitrußland. licher Zusammenhang mit dem, was die National. lebende Führer der russischen Sozialdemokratie Redaktionssißung im Prager Sozialdemokrat tag ist kein neutraler Festtag, er ist gleich dem Genosse Th. Dan, der seit 1921 im Eril demokratie im Parlament gerade vollführt haben, und Freund Martows, schreibt uns über die so auffällig und verdächtig, daß es gar feine Arbeit Broschüre der tschechoslowakischen Rußlandsdelegibt, um die ganze Komödie, welche die Natio- giertent: naldemokratie vor der Nation spielt, aufzudecken. ,, Es wäre gwecklos auf dieses klägliche Wir erinnern uns daran, daß der Nationalde- Ma ch werk, in dem sich unglaublicher Leichtsinn mokratie solche nationale Strawalle schon mehrere- der Einen mit der bewußten Roßtäuscherkunst der mals inszeniert hat, u. zw. immer dann, wenn sie Anderen paart, näher einzugehen oder es widerfich in einer peinlichen Situation befand, die ihre legen zu vollen. Nur einige Worte über den Teil reaktionäre und klassenmäßig antiproletarische Ein- des Berichtes, der sich mit dem Terror gegen stellung charakterisiert. Immer, wenn sich die Po- die Sozialisten in Rußland befaßt. Titik der Nationaldemokratie im Widerspruch mit Wenn der Kommunist Laste die Lüge ben demokratischen und sozialen, ja, mit den natio- verbreitet, daß die sozialdemokratische und die nalen Prinzipien befand, drückte derGeneralsekretär sozial revolutionären Barteien sich aufgelöst der Partei auf einen besonderen Knopf, den er in haben so sind seine Beweggründe verständlich. feiner Sanzlei hat und welch ein Wunder, gleich Noch verständlicher ist es, wenn ihm die Gefäng brüllte und bellte die Nationaldemokratie in all nisse in Sowjetrußland als Erziehung 3ihren Zeitungen für den teueren ,, Nationalen Ra anstalten" erscheinen, in denen ,, nur wenige dikalismus“, beschwor die Nation mit ihrer natio- Personen" sißen und zwar aus dem einzigen nalen Unerschrodenheit, ihrem rüdsichtslosen und Grunde, weil sie unverbesserliche Fanatiker" sind feurigen Slawentum und so ist es ihr dadurch oft oder ihren Anschauungen nach zu den Kapitagelungen, ihr brutales und antinationales Vor- listen gehören." Bekanntlich gehören in den Augen gehen zum Beispiel gegenüber den Bankbeamten der Kommunisten alle Sozialdemokraten, nicht su mastieren. Sie hat das Inkognito ihrer füh nur die russischen, zu den Kapitalisten" und der benden Personen aufrecht erhalten und die ärgsten unverbesserliche Fanatismus" in der Verfechtung sozialen Kämpfe zusammen mit dem deutschen In- der sozialdemokratischen Ideen ist nach ihrer Aufdustriellen in den Unternehmerorganisationen diri- fassung ein Verbrechen, wofür selbst lebenslänggiert, ist mit ihren deutschen Kollegen im besten liche Haft keine zu schwere Strafe sei. Einvernehmen in den Verwaltungsräten der Ban- Wie dürfte es aber der Sozialdemokrat ten der Industriekonzerne, der Bierbrauereien usw. Bachmann wagen zu behaupten, daß in den Gegesessen und ist stets hinter dem gemeinsamen Biel fängnissen nur solche Sozialisten fisen, die fich bes ungeteilten fapitalistischen Profits und der un- die Märtyrerkrone verdienen wollen"? Man kann angreifbaren und fetten Dividende gegangen. überzeugt sein, daß Jemand, der in dieser Dieses Verhalten betätigt die nationaldemo- Weise über Menschen urteilt, die ihr Leben und atische Partei auch jetzt angesichts der bürger- ihre Freiheit opfern, nur ein Mensch sein kann, lichen Ginheitsfront der Zollanhänger im Parlament. der jede Sache in dem Augenblick verraten wird, wo fie auch nur das kleinste Opfer erfordert. Man tann nur froh sein, daß die deutsche sozialdemokratische Partei der Tschechoslowakei einen folchen Mann aus ihren Reihen ausgestoßen hat! Es sei noch folgendes hinzugefügt: Wenn Bachmann bestreitet, daß sich in den russischen Parteiabzeichen! Gefängnisfen 60.000 Sozialdemokraten Genoffen! Zraget bei jeber Gelegenheit Guer Ausland. und Sozialrevolutionäre befinden, so widerlegt er etwas, was niemand je behauptet hat. In der sozialdemokratischen Presse wurde darauf hingewiesen, daß sich in den Gefängnissen und in der Verbannung ca. 80.000 Personen Rumänische Sitten und Gebräuche. Während wegen politischer Verbrechen befinden und daß Der jüngst abgeschlossenen Wahlbewegung in Ru- die Parteilofen unter ihnen die große Mehrmänien ist es dem früheren Unterrichtsminister heit bilden, Hat Bachmann etwa diese Tatsache Seiner Majestät des rumänischen Stönigs, dem dementiert? Nein, das hat er nicht getan und Herrn Anghelescu, passiert, daß er auf seiner fonnte es nicht tun, denn diese Zahl stammt aus Agitationsreise von Gendarmen überfallen, bis offiziellen Quellen. Ohne daß er auch nur ein aufs Hemd durchsucht, beleidigt und bedroht und einziges Katorga- Gefängnis( in Tobolst, Werchne schließlich unter Gendarmerieeskorte nach Bufa Uralst, Susdal usw.), wo Hunderte von Sozirest schubiert wurde. Freilich nicht so glimpflich alisten ein elendes Dasein fristen, besucht hat, bewurde mit seinem Präsidialchef, dem Herrn Ne- hauptet er und zwar ausschließlich auf Grund von stor, verfahren. Auch er wurde als liberaler Agi- Aussagen seiner bolschewistischen Freunde, daß die tator von Gendarmen abgefangen, aber bei dem Zahl der inhaftierten Sozialisten nicht viel mehr Präsidialchef des Unterrichtsministers gedachten als 100" betrage. Und doch haben vor kurzem die Gendarmen auf die Vollendung ihrer Amts- noch, als sich die Nachricht von der Tragödie auf handlung nicht zu verzichten; darüber berichtet den Soloweski- Inseln über die ganze Welt berHerr Nestor in der„ Dimineata" selbst: breitete, selbst die Prawda" und die InterWir( nämlich die Begleitung des Herrn Er- nationale Storrespondenz" von 500, der Aufruf unterrichtsministers Anghelescu) wurden unter der Roten Hilfe" sogar von 1500 gefangenen Soeiner starken Eskorte von Miliz nach Buzau, das zialisten berichtet. Immer wieder aber muß daran find 15 Kilometer, zu Fuß geführt. In Buzau erinnert werden, daß es in Rußland außer den angelangt, wurden wir auf den Gendarmerieposten Gefängnissen noch die Verbannung gibt, geführt und in den Arrest gesperrt, wo wir Verbannung nach solchen entlegenen Winkeln, die die ganze Nacht bis 7 Uhr früh gehalten wurden. schlimmer sind als alle Gefängnisse und in denen Hernach erteilte der Gendarmeriehauptmann Tausende und Abertausende Sozialisten und parteieinem Feldwebel den Befehl, uns die Hosen lose Arbeiter und Bauern dem sicheren Tode ent herunterzuziehen, und sowohl mir als gegensehen. barmerielokal. Sie rieten hin und rieten her, Wie es denn nur zu machen wär, Daß man die Christlichozialen As Teufel an die Wand fönnt' malen. Sie rieten kreuz und rieten quer Da hob der jüngste Redakteur In hellem Eifer seine Hand Weil er des Rätsels Lösung fand. ,, Wir müssen nur," sprach er gewichtig, Wenn es auch tatsächlich nicht richtig, Aus der Geschichte mit die Zölle", Erzeugen eine heiße Hölle." Drauf sprach Herr Strauß:„ Du hast sehr recht, Und Dein Gedanke ist nicht schlecht. Nimm Bleistift, Feder und Papier Und schreibe den Artikel mir. Du brauchst dazu nicht sehr viel Geist Und, wenn Du keinen Titel weißt, Der besser wär, als die bereits gehabten, So nimm:„ Das Stammeln der Ertappten". Der Redakteur führt' also aus, Wie ihm geboten der Herr Strauß. Und lieferte ein tüchtig' Stammeln, Wie er's gewohnt für seine Hommeln. ** Zum Beweise dessen, wie leicht mit solchen Argumenten" zu kämpfen" ist, veröffentlichen wir folgende Verse, die unser tief beleidigter jüngster Redakteur in edlem Wettstreit mit dem christlichsozialen Pegasus niedergeschrieben hat: Albrecht von der Deutschen Presse" Pilgert täglich in die Messe. Betet, daß ihn Gott erhöre Und Gedanken ihm beschere. Für gediegne Boll- Artikel Opferte er gern ein Bidel. Doch was nügt die beste Mast Stopf, gib her, wenn du nichts hast! Fähig schon Verzweiflungsmords, Fällt ihm plöglich ein der Schnorh. Schnors, der ist ein Kirchenlicht, Der versagt uns sicher nicht! Zwar lebt dieses muntre Büberl Jeto nur im Austragstüberl. Was verbrochen seine Pfoten, Stempelt ihn als Jdioten, 11eber seine Blödelei Lacht die gange Christenci. Angesichts jedoch der Bölle, Fahre die Vernunft zur Hölle, Grab der allerdümmste Schreiber Wirkt vielleicht auf Rerzelmeiber! Also her mit unserm Schnora Aus dem Schatten des Aborts, Wohin Albrecht ihn verbannt, Als er ihn zu blöde fand. Schnora sofort zur Stelle war, Winkt doch Zeilenhonorar! Doppelt füll ich Dir die Börse, Machst aus Deinem Dred Du Verse!" So sprach Albrecht voller Zorn, Weil er gar nichts hat für„ born". Schnorze, Schnürge, Kürze, Würge, Schmorze reimte seine.... Macht poetische Erzesse Für die gute Deutsche Presse". Wer mal tüchtig brechen mag, Kaufe sich vom Donnersg Das christliche Familienblatt, Das so Not mit Zöllen hat Und zur Freude aller Frommen Wieder auf den Schnora gekommen. Bürgerliche und proletariſche Rinderlefte. 1. Mai ein Feiertag im Kalender des lassentampfes. Wir beschränken ihn daher von vornherein auf unsere Arbeiterkinder und ihre Eltern. Ihnen wollen wir ein paar Stunden gemeinsamer Freude bereiten, nicht auf dem Umweg über Gratisjause und Wohltäterei Mitläufer gewinnen. Was unsere Kinder am 27. Juni bekommen werden, erhalten sie als Geschenk der Organisationen, die ihre Eltern mühevoll aufgebaut, mit tausend Opfern groß und start gemacht haben. Nicht Abhängigkeit von feind lichen, herrschsüchtigen Mächten, sondern Vertrauen und Zuversicht zur Kraft der eigenen Klase soll unser Fest den Arbeitertindern und ihren Eltern bringen. Und die Erkenntnis wachrufen, daß die Solidarität der Ausgebeuteten nicht nur einen vereinzelten Tag der Erhebung, sondern, wenn wir nur ernstlich wol len ein ganzes Leben voll Freude für alle arbeitenden Menschen erzwingen kann. Bürgerliche Kinderfeste- proletarischer Kindertag, zwei Welten trotz der Aehnlichkeit der Namen. Auf der einen Seite das Alte, das seine Macht behaupten, auf der anderen das Neue, das die Zukunft erobern will. Wir vertrauen dem ge funden Sinn der Jugend, der letzten Endes immer noch den rechten Weg zu finden wußte. Exodus völkischer Studenten aus Hannover. Etva 1500 Studenten der technischen Hochschule in Hannover find gestern in einem Sonderzug nach Braunschweig gefahren, wo sie von den völ tischen Studenten der dortigen Technik mit Begeifterung empfangen worden sind. Diese Fahrt ist als Demonstration gegen die vor einigen Tagen erfolgte Relegierung von elf völkischen Studenten der Technik in Hannover gedacht, die über Auftrag des preußischen Kultusministeriums wegen der jüngsten Exzesse bei einer Vorlesung des Profesfors Lessing erfolgte. Lessing hat sich die Ungnade der böllischen Erzedenten durch einen abfälligen Artikel über Hindenburg zugezogen, den er vor der Reichspräsidentenwahl im vorigen Jahre schrieb; seither haben es sich die völkischen Nadaubrüder direkt zum Sport gemacht, jede Vorlesung Lessings unmöglich zu machen. Es kam bereits wiederholt zu schweren Ruhestörungen und tätlichen Bedrohungen Lessings durch die wütend geworbenen tuleurbrüder, bis schließlich anläßlich der jüngsten Vorfälle das preußische Stultusministerium mit der Schließung der Hochschule drohte und beim Rektorat ein scharfes Vorgehen gegen die Unruheſtörer erzwang. Diese wollen mun zunächst acht Tage streifen und eventuell ganz nach Braunschweig übersiedeln. Kennzeich nend für die Drahtzieher dieser Hetze ist die Tate sache, daß die Studenten von dem rechtsradikalen ,, Stahlhelm" empfangen und bewirtet wurden. Selbstmord der Witwe des Genossen Engel. Montag früh hat in Wien die Genossin Antonie Engel, die Witwe nach dem im März dieses Jahres verstorbenen Redakteur der Arbeiter Zeitung" Alfred Engel, Selbstmord durch Leuchtgasvergiftung begangen; sie fonnte den Tod ihres Gatten nicht überleben. Als ihre Schwefter fie bes Morgens als Leiche auffand, konnte sie nur mit Mühe zurückgehalten werden, ebenfalls Selbſta mord zu begehen. Bierzehnte tschechoslowakische Klassenlotterie. ( Grundzahlen 28 und 28.) 300.000 K: 228428; auch dem Herrn Jonescu- Teganeanu( ein libera- Bemerkenswert ist u. a. auch die Behauptung 90.000 Kronen: 58.28; 80.000 kronen: 82328; Ter Vertrauensmann) wurden fünfzig Strei- des jungen Kommunisten Haten. Im Zusam 50.000 kronen: 108523; 20.000 tronen: 24023: che mit einem Ochsenziemer berab- menhang mit der Unterdrückung des Aufstandes je 10.000 Stronen: 90423, 101628; je 5000 Kronen: reicht. Wir fielen vor Schmerzen in Ohnmacht in Georgien schreibt er folgendes: Wir haben uns der Agitationsarbeit unserer Gegner 4828 26223 42828 75828 80223 101823 106323 139128 und erwachten aus ihr erst nachmittags im Gen- überzeugt, daß nur 700 erschossen wurden, haben einderfeste seit jeher eine wichtige Rolle 148028 167828 178128 176823 184523 196828 211028: davon aber noch 60 Prozent durch gespielt. Aeußerlich selbstverständlich ganz und gar59223 64723 65728 66823 67528 75723 78628 79028 je 2000 K: 828 1928 3728 10228 16428 54228 55723 Erst auf Intervention eines früheren libe- die Menschewiti". Was die Zahl der Er unpolitisch". In deutsch- chriftlicher nächstenliebe 95828 98128 99523 108228 115923 116228 119428 ralen Vizepräsidenten des Senats wurden die schossenen anbetrifft, so hätte Haken beffer getan, läßt man die Kleinen zu sich kommen, amüsiert 122228 181428 184923 140028 152028 161023 161623 liberalen Würdenträger befreit und flohen heim- wenn er sich vorher mit der englischen Dele- fich an ihrem Treiben, verabreicht eine Jaufe, 168128 178728 179628 181528 191428 226828 229728 lich zum Bahnhof, da ihnen das Verlassen der gation darüber verständigt hätte, die sich gleich- wird schließlich als Wohltäter gefeiert, Ja, das 252923; je 1000 K: 728 2028 5028 6228 8023 8228 Stadt bis zur Heilung ihrer Wunden untersagt falls überzeugt" hat, daß nur 3000" er- find halt noch Menschen, die ein Herz. für die 8828 14328 18128 20228 26923 30323 34823 34728 worden war. Da sie von den Ordnungswächtern schoffen wurden! Was die Behauptung anbetrifft, Armen haben. Wenn alle so wären, gabs nicht so 36728 37128 42628 44828 46028 52028 53428 55228 gesucht wurden, mußten sie sich im Waggontlosett bak 60 Prozent von den Menschewisten viel Elend auf der Welt!" So reben auch Arbeiter 56928 60228 68828 68928 70528 74128 77228 77428 versteden, um dem Machtbereich der Gendarmen erschossen worden sind, so genügt der Hinweis auf eltern und führen ihre Buben und Mäbel 396328 96828 99628 101828 102928 104128 110528 79628 88928 85128 87228 88728 89528 89828 95323 entlommen zu können. Woraus aber zu ersehen die Rede des Kommunisten Sachi ani, die er diesen Festen". Und merken gar nicht, daß sie in 111728 111923 112628 116423 118823 120728 ist, wie die Wahlen in Rumänien zu werten sind. in Tiflis, unmittelbar nach der Unterdrückung des eine Falle gehen. Man gibt dem Kinde 122528 124728 127623 132228 182523 133023 Wenn es der bürgerlich- reaktionären Opposition Aufstandes, hielt und die in der Tifliser kommu- einen winzigen Bruchteil beffen, 186228 186828 138923 140728 141528 141928 145528 hon so erbärmlich ergangen ist, da kann man nistischen Zeitung ,, Rabotschaja Prawda"( Nr. 207 was man den Elternin brutaler Aus- 146728 146828 151623 156728 157428 158623 161028 sich eine ungefähre Borstellung machen, wie da vom 11. September 1924) abgedruckt worden ist. beutung genommen und verpflitet 161528 174828 175128 181923-182123 186328 193429 Die Arbeiteropposition behandelt wurde, Er führt dort unter anderem aus; beibe zu bankbarer Gefolgiaft, 198528 285628 235928 287128 289828, 8. Juni 192 Der Film. Seite 7. Die Madonna der Straße ist eine junge, wegen Arbeitertod. In einem großen Steinbruch bei Jarzt, der eines der Mädchen wegen Zahnschiner-| Salonwagen. Eines abends ließ er sich die Pre- Tschechoslowakische Bankenfufionen. Neu- Bamberg in Rheinhessen, wurden zwei Stein zen in Behandlung gehabt hatte, stellte einen miere einer Operette allein vorspielen, wofür der brucharbeiter, die mit Sprengarbeiten beschäftigt rätjelhaften nochenschwund am Unter- heaterdirektor 150.000 Dollar verlang e. Durch Wie die„ Prager Presse" erfährt, finden derwaren, von einem herabstürzenden schweren Fels- tiefer seiner Patientin fest. Schließlich erlag das dieses Leben brachte Steele in 10 Jahren sein zeit Besprechungen über eine Fusion der Česká blod erschlagen, zwei lebensgefährlich und zwei Wiädchen der stets weiter um sich greifenden ungeheures Vermögen durch, da sein Tagesver- Banka mit der Bank für Baugewerbe und Indu weitere leichter verlegt. Auf einem Kohlen- rancheit, und es fand die Sektion statt, der der brauch sich auf durchschnittlich 15.000 Dollar be- strie statt. Bekanntlich hat die Česká Banka vor bergwerf bei Minden in Westfalen ereignete sich Zahnarzt veiwohnte. Dieser machte die über- sifferte. Mit 50 Jahren war er Bettler. Als kurzem die Brünner kaufmännische Bank überSonntag eine Schlagwetterexplosion. raschende Entdeckung, daß einige Kieferfnochen- er seinen ganzen Besitz verloren hatte, faß der nommen. Weiters werden Beratungen über eine Außer einem Bergarbeiter, dem die Bedienung der reste im Dunkein Lichte ausstrahlten. Die Er- einstige Milliardär an den Straßeneden und Fusion der Mährisch- slowakischen Bank, der Bumpe am Wetterschachte oblag, und der als scheinung führte darauf, die Ursache der Erfran- sammelte Stupfermünzen in seinem Sut. So lebte Brünner Bank und der Mährischen Agrar- und Beiche geborgen wurde, befand sich niemand in fung in der Beschäftigung des Mädchens im er- er den Rest seines Daseins während 36 Jahren. Industriebank geführt. Aus diesen drei Banken ber Grube. wähnten Betriebe zu vermuten und zugleich die soll ein großes Institut entstehen. Die Einäscherung in der Tschechoslowakei. Nach fürchterliche Gefahr zu erkennen, die in jener Be- A. Edison hat auf eine Anfrage über die Zu Edison gegen den sprechenden Film. Thomas dem Umsturz hat es in der Tschechoslowakei ein ein schäftigung liegt. Mit einen Wale war die Ur- funftsentwidlung des sprechenden Films in der siges Krematorium in Reichenberg gegeben, in dem fache des Todes von sieben Mädchen, die, wie von amerikanischen Bresse geantwortet, daß seiner im Jahre 1919 670 Einäscherungen vorgenommen einer räifelhaften Epidemie dahingerafft, ge Meinung nach die Idee des sprechenden Films wurden. Im Jahre 1925 gab es in M.- Ostrau 206 ftorben waren, aufgeklärt und der Grund der kaum praktisch ist. Auf der Leinwand zerstört Einäscherungen, in Prag 1788, in Pardubių 320, in Erkrankung dreier weiterer dem Tode nahen das gesprochene Wort die Illusion. Edison ihres Fehltrittes von den Eltern verstoßene Mutter, Reichenberg 409, in Brüg 248, in Nimburg 63 und jungen Arbeiterinnen erkannt sowie die schrecken glaubt, daß, zumindest soweit Amerika in Be- die Tänzerin in einem Nachtlokal und später Modell in Budweis 41 Einäscherungen. Heuer wurden in erregende Einsicht gewonnen, daß innerhalb der tracht kommt, der sprechende Film nicht über eines aufstrebenden Malers wird. Nun geht die Prag 817, in Pardubiy 165, in Mähr.- Oſtrau 110, nächsten fünf Jahre mit annähernder Sicherheit einige, vielleicht interessante Versuche hinaus- Geschichte in eine seltsame Verquickung von Wahrin Nimburg 35 und in Reichenberg 142 Einäsche 30 bis 35 andere Mädchen dem Tode verfallen wachsen wird. In Deutschland wurden die heit und religiösen Trugvorstellungen über. Der rungen bisher durchgeführt. Das Internationale Arbeitsamt im eigenen ingen hilflos gegenüber. sind. Einstweilen steht man den Radiumvergif- ersten Versuche des sprechenden Films, die noch Waler will nach einer alten Legende das Bild der sehr verbesserungsfähig waren, besonders von Maria malen und bei dieser Gelegenheit vermeint Heim. Sonntag fand in Genf die feierliche Gröffnung des neuen Palais des Internationalen von Gewissensbissen verfolgter Mordbestien. Der in dem Dorfe Olejchua bei Leuten enthusiastisch begrüßt, die das Wesen des ein schwerkranker, Arbeitsamtes statt. Das Palais ist auf einem von Roligan ansässige Müller Start Cech lebt seit lan- Filmes noch nicht begriffen haben. Der Film Mönch in dem Modell wirklich die so heiß ersehnte der schweizerischen Bundesregierung gewidmeten ger Beit mit seiner Frau im Unfrieden. Um sich fann und wird nie das Sprechtheater erseßen, er und schmerzlich erwartete Gottesmutter zu sehen, die Grundstück erbaut, iſt 86 Meter lang, 23 Meter breit seiner zu entledigen, unternahm die grau dieser ist eine stumme Kunst, die ihren eigenen Gesezen ihn seiner Sünden losspricht, und er stirbt versöhnt und 17.5 Meter hoch. Das Innere des Palais ist Tage einen Wordversuch. An dem fritischen Abend folgt, und befriedigt. Gleichzeitig erblüht auch der heimit Geschenken der einzelnen Regierungen gefaß Cech bei Tisch und las die Zeitung. Blöblich Kinder in Kozunbitz bei Kremsir mit dem Jäten Blüten getragen hatte. Dieses Wunder" macht Vom Blitz getötet. Dieser Tage waren einige lige" Rosenstrauch, der schon einige Jahre Beine schmüdt. An der feierlichen Eröffnung nahmen tvat seine Frau ins Zimmer und gab, ohne ein eines Rübenfeldes beschäftigt, als ein Gewitter auf aus dem leichtlebigen, flatterhaften Mädel eine fämtliche in Genf anwesenden Delegierten der ein Wort zu sprechen, einen Schuß gegen ihren wann zelnen Staaten teil. Unter dem Vorsize des Präfi- ab, der am Stopfe verletzt wurde. Als Ced) vom 09. Sie waren mit der Arbeit schon fast fertig und ernſte Frau, die sich ihres Kindes erinnert, es zu benten des Verwaltungsrates Fontaine( Frant- Sessel aufsprang, feuerte sie noch zwei weitere enden. Da fuhr plöglich ein Blitz mitten unter fic, Arbeiterin wird. Selbstverständlich fehlt auch nicht wollten diese noch vor dem erwarteten Regenguß be- sich nimmt, den Maler verläßt und eine anständige reich) begann um 10 Uhr der Festakt, wo 22 Redner Schüsse ab, die aber fehlgingen. Der Müller er jo daß alle betäubt zur Erde fielen. Als die Kinder dor dazugehörige glückliche Ausgang. Rundgebungen vorbrachten.. Nach der Rede des griff hierauf die Flucht, lief aus dem Haus, verschweizerischen Präsidenten Säberlin sprachen der folgt von seiner Frau, die einen vierten Schuß ihm zu sich famen, fanden sie, daß ein achtjähriges Mäd wirklich überzeugend gebrachten Filmes verkörpern nach längerer Zeit eins nach dem anderen langsam Blue und Viola Dana in den Hauptrollen des deutsche Reichsarbeitsminister Dr. Brauns und nachfeuerte. Am Ufer der Beraun verließen den chen namens Nowotny trotz Rüttelns regungslos lie ihre Gestalten ungezwungen und lebensecht, aber Minister Dr. Benes, ferner der französische Schwerverletzten die Kräfte; trotzdem setzte er sich Arbeitsminister Dura four, der französische Ver- feiner Frau zur Wehr, der es aber gelang, ihren gen blieb und eilten ins Dorf, um die Eltern auf die die naive Vorlage bermag natürlich wohl nur ein treter der Arbeiterschaft Jonhaug, Sir Eric Mann vom Ufer ins Wasser zu stoßen. Sie sprang fort heimbefördert, wo der herbeigerufene Arzt jedoch ein Schulbeispiel, wie nachhaltig man das KinoVerunglückte aufmerksam zu machen. Sie wurde so- altes ergelweib genießbar zu finden. Wieder Drummond und der Direktor des internationalen Arbeitsamtes Albert I hom a 3. Der Architekt des Opfers unter Wasser. Im leßen Augen- feststellen fonnte. ihm nach und drückte den scopf ihres nur mehr den durch Blitzschlag eingetretenen Tod publikum mit tendenziösen Spielfilmen Gebäudes überreichte sodann dem Vorsitzenden des blid gelang es einigen, zufällig vorbeigehenden beeinflussen fann. H. W. S. Verwaltungsrates Fontaine drei gleiche Schlüssel, Männern, den Müller von seinem wütenden Verhaftung wegen Verständigung mit Arrevon denen der eine in den Händen Fontaines bleibt, Weib zu befreien. Während Cech ins Pilsner Eger, die in Verbindung mit dem Einbrecher Landsstanten. Die Hausmeisterin Marie Weinecker in der zweite dem Vertreter der Arbeitgebergruppe Krankenhaus geschafft wurde, nahmen Gendarmen hut vom Schwurgerichte verurteilt worden war und Carlier und der dritte dem Vertreter der Arbeiter die Frau fest. In Miskolcz erregt die Er einen Strafaufschub augebilligt erhielt, wurde nun gruppe Jouhaug übergeben wird. Nachmittags ermordung des dreijährigen Töchterchens mehr zur Strafverbüßung verhaftet, da sie den Verfolgte eine Besichtigung der Stadt. Am Abend ver- Margit des Staatsbahninspektors Tarjan gro- fuch unternommen hatte, mit ihren verurteilten anstalteten der Schweizer Bundesrat und die Genfer Behörden zu Ehren der anwesenden Delegierten im Bes Aufsehen. Es handelt sich aller Wahrscheinlich Genossen in Verbindung zu treten, um ihnen die feit nach um einen Lustmord. Der Komitatsphy Freiheit wieder zu verschaffen. Foyer des Grand Theatre" eine Rezeption. Das wäre so etwas Abenteuerliche Geschichten in- und außerhalb für unsere 3ensur! Wir glauben, mit Ge der Ausstellung des Pariſer„ Salon" war in die Messerstiche in den Hals getötet worden sei. Der der Havel will der Droschkenchauffeur Friedrich wißheit annehmen zu dürfen, daß wir bei einer Rellame in fremden Taschen. Ein Besucher fifus stellte fest, daß das unglückliche Opfer durch Betrachtung eines Bildes vertieft, als er plötzlich Mörder hat sodann das Blut aus der Müller aus Neuköln erlebt haben. Er wurde am ähnlichen Praxis überhaupt keinen deutschen Wunde gesogen und die Leiche zerstüt eine Hand in seiner Rodtasche fühlte. telt. Die Erhebungen ergaben, das in Eperjes, Freitag morgens von einem Lokomotivführer aus Film zu sehen bekämen... Er hielt, raſch entſchloſſen, diese Hand fest und sich Raschau und Losoncz gleichfalls in der letzten Zeit umdrehend, erblidte er einen gut gekleideten junKindermorde unter ähnlichen Begleitumständen gen Mann vor sich, der sichtlich verlegen war. Bald hatte sich eine große Gruppe um den über- vorgekommen seien. In Eperjes wurde die Leiche raschten Taschendieb" gebildet. Nur mit Mühe des vierjährigen Töchterchens eines dortigen verschaffte sich dieser das Wort, um zu erklären, melt in einer Felshöhle aufgefunden. Auch in verschaffte sich dieser das Wort, um zu erklären, Finanzbeamten bis zur Unkenntlichkeit verstüm daß er kein Dieb sei, daß er nichts nehmen, son- dieſem Falle wurde feitgeſtellt, daß der Kindes, Reklamebroschüre in die Taschen der mörder dem Opfer das Blut ausgesogen hatte. In hat sich durch seine Spiel- und Wettleidenschaft in taschau Filmzensur in Sudan. Ja, auch der ägyptische Bevölkerung sehr fleißig besucht werden. Doch wo Sudan hat seine Kinos, die von der eingeborenen Filme vorgeführt werden, dort gibt es bekanntlich auch eine Zensur. Auch in Afrika iſt dieſe Sitte zum Wohle der Einheimischen eingeführt. Der Zenfor ist ein Regierungsbeamter, der persönlich im Theater erscheint und, wenn ihm der Film mißfällt, einfach stop" ruft. Ein Preisausschreiben der Phoebus. Die Phoewo er mit Unterwäsche und Strümpfen bekleidet und mit einem dünnen Draht bus in Berlin hat für das beste, drehjertige Film. gefesselt im Wasser lag. Müller erzählte seinem manuskript, das zu dem Titel„ Stolz mehi bie Lebensretter", daß er am Sonntag abends von Flagge..." passend sein muß, den Betrag von durch Schläge auf den Kopf betäubt und beraubt des Preisausschreibens ist am 25. Juni. Da es sich Dei Fahrgästen hinter Potsdam überfallen und 5000 Reichsmart ausgeschrieben. Der Endtermin worden sei. Inzwiſchen hat die Polizei feſtgeſtellt, wohl um die Flagge Schwarz- weiß- rot handelt, dürfte Herr Luther, der ja jetzt Zeit zum Schreiben hat, Sieger werden. Schulden gestürzt und dann offensichtlich mit dem Blumendraht selbst gefesselt, um einen Raubanfall vorzutäuschen. Kindesmord an dem fünfjährigen Töchterchen ſicher die Broschüre läſen, da ſonſt Reflamedruck eines dortigen Kaufmannes feſtgeſtellt. An der fachen meist ungelesen weggeworfen würden. In Stindesleiche in Losoncz wurden gleichfalls puder Tat stellte eine Reihe von Besuchern fest, daß ren der Zähne des Mörders festgestellt. Wetterübersicht vom 7. Juni. Die Besserung in ihre Taschen die Drucksache ebenfalls einge- ren der Zähne des Mörders festgestellt. des Wetters, die Sonntag eintrat, erstredte sich auf schmuggelt war, ohne daß sie es bemerkt hatten. Ein ehemaliger Milliardär als Bettler ge- die ganze Republik. Die Westhälfte des Staates Der vermeintliche Taschendieb wurde natürlich storben. In einem Asyl in Chicago ist im Alter hatte vormittags strichweise Regen. Der Nachmittag freigelassen. von 86 Jahren der einst berühmte amerikanische war bereits schön und troden. In der Slowakei Eine furchtbare Berufskrankheit. In dem Milliardär John Steele gestorben. Er hatte gine nachmittags ein Gewitterregen nieder. Die Fabritsbetrieb der United States Radium Cor- es einst durch die gewagtesten Geschäfte zu einem Temperatur hatte infolge der verstärkten Sonnenporation in New York und Orange( New Jersey) märchenhaften Vermögen gebracht. Mit 26 wirfung aus dem äußersten Osten überall augefind Mädchen damit beschäftig an Taschen Jahren besaß er vier Millionen Dollar, mit 30 nommen und im Süden Mährens und der Slowakei uhren die 3iffern durch Bestreichen Jahren war er Milliardär. Sein großer, immer 23 Grad erreicht. Heute vormittags war der Himmel mit Radiumfarbe leuchtend zu machen, so mehr anschlender Reichtum ließ ihn schließlich im Staatsgebiete ungleichmäßig bewölft. Der Westdaß sie auch im Dunkeln zu erkennen sind. Die zum ungleichsten Verschwender werden. Kein wind auf den Bergen hielt an. Wahrschein Farbe wird mit einem Pinsel aufgetragen. Um Kleidungs zog er zweimal an; seine teuren liches Wetter von Dienstag: Wechselnd bediefen für die feine Arbeit recht spiß zu formen, Zigarren sindete er nur mit einer Hundertwölft, stellenweise noch Schauer, im ganzen jedoch haben die Mädchen die Gewohnheit, die Pinsel- Dollar- Note an. Bei jeder Eisenbahngesellschaft feine erheblichen Niederschläge, etwas wärmer, Westspite zwischen die Lippen zu nehmen. Ein Zahn- der Vereinigten Staaten besaß er einen eigenen wind. Kleine Chronit. Büchermäuse. wort. 1 Das Kino in Oslo verstadtlicht. Der Stadt städtisches Eigentum übernommen. Die Stadtverwaltung erhofft sich aus dem Kinobetriebe große Einnahmen. lo hat sämtliche dreizehn Lichtspieltheater in Der moderne Sokrates. Wir haben schon eine mal von dem Prager Stritifer berichtet, der den Inhalt der gesehenen Filme vergessen" hatte. Diesmal muß er gleich in zwei Fällen gestehen, daß er weiß, daß er nichts weiß. Einmal heißt es, ch weiß nicht mehr, ob mit seinem Tode der Betrug enthüllt ist, oder ob das Rätsel ungelöst bleibt." Das anderemtal berichtigt er, daß ein Film, ben er ins zwölfte Jahrhundert verlegt habe, weil er ihn nicht zur Gänge" sah, in der Bei dieser Art Kritik darf Gegenwart spiele. man sich über die Filmproduktion und den Mut der Produzenten, mit Schund vor die Kritik zu treten, nicht wundern. Um sie vor den Mäusen zu schüßen", war die| genauer sehen und zahllose, bisher nicht bekannte| uns bis in die älteste Steinzeit zurüdführen. Da höfliche, mit unschuldsvoller Miene gegebene Ant- dazu entdecken würden. Schon das wäre von unab- einige Weltkörper nach neuesten Feststellungen eine sehbarer Tragweite. Aber es würde noch eine uner- Million Lichtjahre von uns entfernt sind, würden Bischof verabschiedete sich merkwürdig wartete, viel weiter reichende Folge dazukommen. diese uns die Erde in der Gestalt, die sie vor svei schnell. Ob er auf der langen Wagenfahrt durch die Das Licht braucht eine Sekunde, um 300.000 Kilo Millionen Jahren gehabt hat, zurüdwerfen. So unbescheiden werden wir nicht gleich sein. jütische Seide zum nächsten Pfarrer die Zeit be- meter zurückzulegen. Von der Erde bis zur Sonne nußte, um über die„ Mäuse" nachzudenken, vor braucht es daher schon acht Minuten. Wer also von Aber so phantastisch es zunächst auch sein mag, daß denen der Propst seine Bücher schüßen mußte, hat die der Sonne aus die Erde betrachten würde, sähe dort, wir je wieder einen Blick in die„ verlorene Welt" Maus hatte seine eigene Methode, seine Bibliothet Deffentlichkeit nie erfahren, aber seit dieser Zeit was acht Minuten vorher auf der Erde vorgegangen längst vergangener Zeiten sollten tun können, so zu vermehren. Auf seinen Visitationen verlangte er lich" der Herr Bischof Maus teine Bücher mehr ist. Wenn wir auf einem nicht zu weit von der liegt dies doch durchaus im Bereich nüchternster auch die Bücher der Pastoren zu sehen, um, wie er von seinen untergebenen Pfarrern und Pröpsten. In den jütischen„ Pastorengeschichten" des dä. nischen Schstellers St. St. Blicher wird die folgende ergi, iche Anekdote erzählt: Der Bischof fich würdig ausdrückte, auch in diesem Punkte seiner Pflicht zu genügen Erblickte er nun die eine oder andere Schrift, die er selbst gern besessen hätte, so bat er sie sich leibweise aus und vergaß immer, zu erinnern. Der Blick in die Bergangenheit. Zum Prof. Dr. W. Anderssen Erde entfernten Himmelstörper eine spiegelnde möglichkeit. Ebenso, wie man sich noch vor einem Fläche fänden, z. B. eine Kristallfante oder ein Menschenalter nicht hätte träumen lassen, daß es Stüd geschmolzenes Metall, und das von diesem auf möglich sei, in meilenweiter Entfernung erzeugte bie Erde zurückgeworfene Spiegelbild mit Hilfe winzige Wellen an einem Mikrophon als Musik abEine astronomische Phantasie. unseres phantastisch vergrößernden Ueberfernrohrs zuhören, so könnte es sein, daß schon die nächste Gebetrachteten, so würden wir in diesem sehen, was neration mit der gleichen Selbstverständlichkeit am fie zurückzugeben. Natürlich wagte fein Pfarrer oder Unsere heutigen Fernrohre vergrößern lediglich auf der Erde in der Beit vor sich ging, die das Licht Rino der Vergangenheit furbelt. Propſt, ſeinen vorgeſeyten Bischof an die Rückgabe mit Hilfe optischer Mittel. Ihrer Vervollkommnung braucht, um von der Erde zu diesem Himmelskörper minbesten aber hat unsere Betrachtung den Wert, find dadurch ziemlich enge Grenzen gezogen, die was Vontoppidan ein paar flafische Werke ausgeliehen" ist aber nicht gesagt, daß wir immer nur auf diese ber so weit von uns entfernt ist, daß das Licht der nichts, was geschieht, völlig verloren ist, sollten wir Auf diese Weise hatte u. a. auch der Propst unsere Technit nahezu überall schon erreicht hat. Es und von diesem wider auf die Erbe zurückzugelangen. Den Leser darauf hinzuweisen, mit tag für Entfer wählen wir als solchen z. B. den Firſtern Balaris, nungen wir im Weltall zu rechnen haben und daß und dachte mit Schreden an die nächste„ Visitation" optischen Hilfsmittel angewiesen sein werden. Wenn Erbe 75 Jahre braucht, um zu ihm zu gelangen, es auch für uns nicht mehr sichtbar machen können. feiner Bibliothek. Als nun der Bischof sich wieder wir etwas ſehr Kleines entdecken wollen und es uns so würde ein auf diesem befindlicher natürlicher einmal anmeldete, band der Propst seine Bücher in gelingt, einen Schritt in dem Aufsuchungsverfahren Spiegel uns Ereignisse zeigen, die sich vor 150 Jah ein großes Laken und hängte sie in seinem Studier zu einem elektrischen Vorgang umzrgeren auf der Erbe abgespielt haben. Da es nun stalten, so könnten wir damit zu Vergrößerungen Sterne in allen möglichen Entfernungen von der Seine Hochwürden fant, fitierte, aß und trant gelangen, wie sie sich mit Hilfe anderer Mittel nie. Erbe gibt, würden wir durch unser Ueberfernrohr dent Protektorat der Sowjetrepublik in Moskau aufmit gutem Appetit und äußerte schließlich den mals erreichen lassen. Die Einfangung und Hör- in den Stand gesetzt werden, die ganze WeltgeWunsch, die Bücher des Propstes zu sehen. Der barmachung der winzigen Rabiowellen ist ein be gefeßt Propst öffnete höflich die Tür seines Studierzimmers. zeichnendes Beispiel dafür. Wenn es uns daher eines hidhte rüdwärts zu erforschen. Wie würben getan. Die 20.000 Bigeuner, die in Bessarabien, in Beim Eintreten stußte der Visitator, da er nur leere Tages gelingen sollte, einen Teil des Schvorgangs also von unserm Observatorium aus z. B. beobach. der Ukraine und in anderen Teilen Rußlands wohRegale erblickte.„ Aber was haben Sie mit Ihren durch das Fernrohr in einen elektrischen Vorgang ten, wie Columbus Amerika entdeckt und wie Cäsar nen, wissen natürlich nichts von ihrer in der HauptBüchern gemacht, Herr Propst?" fragte er entrüstet. zu verwandeln, so könnten auf diese Weise Vergrö- ben Rubikon überschreitet. Wir würden tausend ſtadt Rußlands etablierten Generalvertretung. Der zu verwandeln, so könnten auf diese Weise Bergrö- jährige Pontoppidan wies nach der Decke mit den Worten: Berungen erreicht werden, von denen wir uns heute jährige historische Streitfragen mit Leichtigkeit ent- Verband hat ein Zigeuneralphabet und eine GramPontoppidan wies nach der Decke mit den Worten: Berungen erreicht werden, von denen wir uns heute scheiden, eingewurzelte Irrtümer berichtigen und matit der Zigeunersprache mit lateinischen BuchIch habe mich, genötigt gesehen, sie in dem Laken noch nichts träumen lassen. dort aufzuhängen." die ältesten Anfänge der ägyptischen und babyloni- staben entwerfen lassen, um seiner Werbetätigkeit Das hätte zunächst die Folge, daß wir die bisschen Geschichte hätten feine Geheimnisse mehr vor eine größere Stoßfraft zu geben. her schon sichtbaren Himmelstörper ungeheuer viel uns. Ein Spiegel in der Maggelanwolte würde zimmer unter der Decke auf Und warum das, mein Lieber?" fragte gedehnt ber Bischof. Eine Internationale der Zigeuner hat sich unter Befte& Kunst und Wissen. 12 Bewerber um das Egerer Stadttheater. Die Stadtvertretung Eger hat beschlossen, das ihr gehörige Theater während der Winterspielzeit 1926/27 in Eigenregie zu übernehmen und je einen fünft Terischen Leiter für die Operette und das Sprechstüc anzustellen. Auf Grund der bezüglichen Ausschrei bung haben sich zwölf Bewerber gemeldet. Der Stadtrat wird in seiner Sigung am fommenden Freitag seine Entscheidung unter den Bewerbern treffen. Heute einmaliges Gastspiel Frit Kortner Oft polzug". Friz Kortner, der berühmte Berliner Schau Spieler. absolviert beute im Neuen Theater ein ein 4174 Wittellungen aus dem Bublifum. Das Beste tür Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Mittwoch, 7 Uhr, Gastspiel Nich. Mahr:„ Roſen 8. Juni 1926. lin).- 100 meter: 1. Theard( Frankreich) 11 Cer Berlin 3: 32,4, 2. DSC. 3. VSC. mann( Leipzig). 4 mal 400 meter: 1. Teutonia DFC. Amateure berlieren gegen bett DSR.| fent 3.60 Meter. 2. Sepple( Berlin). 800 Meter: Gablong 0: 1( 0: 0). Durchwegs teine unerwar- 1. Böcher( Berlin) 1: 58.8. 2. Schönsen( Breslau). tete Niederlage, denn die ganze Mannschaft der Diskuswerfen: 1. Hoffmeister( Hannover) 42.15 Blauweißen zeigte ein völlig systemloses Spiel. Meter. 2. Hänchen( Berlin). 3. Jensen( DäneNoch mehr aber gilt dies. bon der Stürmerreihe. mart) 38.88 Meter. Paoli wurde nur Fünfter, Schade ist es allerdings, daß die sympathischen Hochsprung: 1. Bet( Berlin). 2. Starozinsti( Verlin). 7 Amateure aus dem Endkampf um den Meister- 8. Fripmann. 110 Meter- hürden: 1. Troßbach Einzigartig in Prag ist die separate Trauer- titel schon in der Zwischenrunde ausscheiden muß-( Berlin) 15 Set. 2. Lundgreen 5 Meter zurüd. Ras abteilung der Firma Busch, Damen- und Bad- ten. Die Blauweißen waren wohl besser als ihr stenholz als 2. disqual. 1500 meter: 1. Larsen fisch- Ronfettion en gros und en detail, Prag, Pri- Gegner, besonders die Hintermannschaft, aber in( Dänemart) 4: 08,7, 2. Friebe( Graz), 3. Otto( Leip topy 27( Mitte des Grabens, sogen. Großer Bajar, der Stürmerreihe ging es drunter und drüber; sig). 400 Meter: 1. Schmidt( Tautoris) 50 Set. nur 1. Stod, feine Schaufenster). Auch extra große bloß Wohryzet war auf der Höhe. Die Gablon- 2. Storz( alle). 3. Feist( Karlsruhe).- Speerund starke Maße stets lagernd. zer zeigten fein so gefünfteltes Spiel, gingen flar werfen: 1. Gyrling( Dänemark) 56.40 Meter. 2, auf Erfolg aus, der auch nicht ausblieb. Das Spiel Hoffmeister( Hannover) 54.36 m. 3. Meimer( Ber maliges Gastspiel, bei welchem Arnolt Bronnens fand in Reichenberg statt und hatte in Herrn Bieschl einen guten Seiter. neues Bühnenwerk, das Monodrama Ost pol tabalier". Donnerstag, 7 Uhr: Gastspiel Emmy 2. Nega( Leipzig). 3. Schlößle( Berlin).- 200 Weitere Fußballresultate. Bra g. Radlich AFR. Meter: 1. Büchner( Magdeburg) 22,2 Set. 2. Wege zug" zur Erstaufführung gelangt. Kortner bringt Sturm:„ Süßer Kavalier"; Freitag, 7 Uhr: gegen Union Vršovice 4: 1( 3: 1), Sparta Košiře( Leipzig). 3. Mourlen( Frankreich).- Kugelstoßen: für die Aufführung die Inszenierung des Intendan Gastspiel Richard Mayr: Figaros Hochzeit"; gegen AFR. Stolin 2: 3( 1: 2), Slavoj Žižkov gegen 1. Paoli( Frankreich) 13.55 Meter. 2. Hänchen ten des Berliner Staatstheaters Leopold Jeßner mit. Samstag, 7 Uhr: Gastspiel Emmy Sturm: Neueinstu- S. Libeň 6: 0( 4: 0), R. Kročehlavy gegen( Berlin). 3. Ploch( Breslau). 5000 meter: 1. Gastspiel Richard Mahr. Kammersänger Richard diert: Boccaccio"; Sonntag, halb 3 Uhr nachm.: Slovan VII 8: 4( 3: 1), Union Zižkov gegen SK. Näße( Luckenwalde) 15: 38.8. 2. Marchel( FrankMayr von der Wiener Staatsoper, gastiert morgen" ,, Brüderlein fein"; „ Der Selige" Rapib 3: 0( 1: 0), Sparta Kladno gegen Oechie reich). 3. Blezze( Stettin). Weitsprung: 1. Folz als Ochs von Lerchenau im„ Rosenkavalier"" hlimme Buben", abends 7 Uhr: Gastspiel Smrichov 6: 0( 4: 0). Bobenbach. SpVg. Tet-( Berlin) 6.93 Meter. 2. Lepple( Berlin). 3. Soff( Dirigent: Steinberg) und Freitag in Figaros Sturm: Boccaccio". schen Bodenbach gegen Turner S. 3: 1( 2: 0). Sochzeit"( Dirigent: Remlinsky). Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch, Gast- Teplit. Teplitzer F. gegen CAFC. Prag 4: 4 Reueinstudierung„ Boccaccio" mit Emmy Sturm Spiel Leopold Kramer: Gatte des Fräu( 4: 2). Brür. DSK. gegen Nuselsky SK. Prag a. G. Suppés Hlassische Operette Boccaccio" Teins"; Donnerstag, Spiel von Tod und 4: 3( 0: 1), čechie Laun gegen Schwalbe 4: 1( 2: 0). gelangt Samstag und Sonntag, neueinstudiert, zur Liebe"; Freitag, zum 30. Male Charleys Saaz. DSV. gegen DFS. Komotau 8: 2 Aufführung. Die Titelpartei singt Emmy Sturm Tante"; Samstag, Premiere: Glaze und ( 1: 2). Karlsbad. Deutsche Sportbrüder a. G. Dirigent: Alexander Zemlinsky. Bubitopf"; Sonntag, Glaze und Bubi- Schredenstein gegen Sparta Rarlsbad 5: 4( 1: 3). - Aussig. DFK. gegen AFK. Pašovice tomb. 3: 1( 3: 0). Marienbad. DSV. Pilsen gegen SC. Marienbad 4: 4( 2: 2). Gablonz. DSC. gegen Reichenberger SV. 2: 1( 1: 1). Rei. henberg. Amateure gegen DFC. 3: 2.- Bud weis. DFC. gegen Slavia Pilsen 0: 0, Meteor gegen S. Tabor 4: 2. Pilsen. Česky Lev geg. SR. Plzeň 4: 0( 1: 0), Olympia gegen SmichovBilfen 3: 3( 1: 3), Sparta gegen Doudlevec 4: 2 ( 3: 2). Königgräß. AF. Pardubice gegen Olympia 2: 1( 0: 1). Pardubit. S. gegen Rotfostelec 4: 1( 2: 0). Brünn. Mor. Slavia geg. Kral, Pole 6: 3( 1: 2). Mähr. Ostra u. Hrušov gegen Mor. Ostrava 2: 2, Slezska Ostrava gegen Slovan M.- Ostrau. Preßburg. ETC. Budapest gegen PTE. und Ligeti fomb. 1: 1( 1: 1), Donaustadt gegen PAC. 4: 2( 2: 1), Markabea geg. SR. Zilina 2: 0. Wien. Amateure gegen WAC. 2: 1, Wader gegen Rapid 3: 2, FAC, geg Sicban 2: 1, Hertha gegen Rudolfshügel 1: 2. Belgrad. Vienna Wien geg. Belgrader S. 8: 2 ( 2: 0). Subotica, Biftoria Žižkov geg. MTR. Budapest 0: 0, Hast gegen Backa 3: 0( 2: 0). Zwischenrunde der deutschen Meisterich aft: Hertha BSC. Berlin gegen Hamburger Sportverein 4: 2( 2: 1) in Düsseldorf. Spielvereinigung Fürth gegen Holstein Stiel 3: 1( 1: 0) in Berlin. Hertha BSC. und SpVg. Fürth treffen sich kommenden Sonntag in Köln im Finale. Aus der Partei. Gastspiel Ganna Walsta Tino Pattiera. An- topf". fang Juli findet ein zweiabendliches Operngastspiel der amerikanischen Koloraturjänger in Ganna Waltska, und des Tenors der Dresdener Staatsoper Tino Pattiera statt. Zur Aufführung gelangt mit ben Sozialdemokratische Studentengruppe. Dienstag, beiden prominenten Künstlern am 1. Juli Bohe- 8. Juni, 8 Uhr abends, im Arbeiterverein: Vortrag me" und am 3. Juli Tosca". des Gen. Walter Taub: Karl Kraus und Spielplan des Neuen deutschen Neuen deutschen Theaters. bie selben der Feder". Gäste willkommen! 1000 Turnen und Sport. 022202006 Lagerhalter sofort gesucht. 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Die Serie der Niederlagen der Prager wurden durch Einzelleistungen erzielt. der tschechischen Nationalmannschaft fand am Die Kombination versagte teilweise und wurde Sonntag seine Fortsetzung. Gegen Italien fing nur von der rechten Seite gepflegt( zwei Wrschoes heuer an, in Portugal wurde es ein halber wißer Spieler), die auch infolge ihrer SchnelligErfolg und als Ausrede diente dann, daß der keit und Aufopferung den nötigen Schwung in die Grundstock der Nationalelf die Spartaspieler Stürmerreihe der Prager brachten. Die beiden -fehlte. Als man später in Wien gegen Oester- Verteidigungen waren gleich gut. Den Ausschlag reich verlor mit den Spartaspielern, da schüttelte gab die Prager Halfreihe, in der besonders Pleman den Kopf und nun kam das Länderspiel ticha ein schönes Spiel lieferte; die der Ungarn gegen Ungarn und man wurde durch diese neuer- war schwar und zeigte wenia Verständnis unter liche Niederlage einfachsprachlos. Die Ungarn einander. Die Stürmer der Ungarn waren in der haben infolge des Scheinamateurismus und der ersten Halbzeit viel zu langsam, zeigten ein zer- Leichtathletische Beranstaltungen. Florens: daraus bedingten schlechten Bezahlung ihrer fahrenes Spiel, das sie um den einen oder 400 Meter Hürden: 1. Jandera( Tsh.) 59.6. Spieler sehr viel gutes Material verloren, das anderen Erfolg brachte; nach der Pause schienen 2. Lipčit( Tsch.). 200 meter: 1. Buzzi( Tost.) heute in aller Herren Länder verstreut ist. Das sie sich zusammengefunden zu haben und ihr Spiel 22.6. 2. Jahn( Tsch.) 3. Vykoupil( Tich.). 800 Ueberbleibsel kann beileibe nicht den Ansprüchen wurde viel gefälliger. Beim Stande von 5: 0 meter: 1. Sindler( Tsch.) 1:58. 2. Strniště I. 3. gerecht werden, und die diversen internationalen erzielten die Ungarn zwei schöne Tore, konnten Innocenti Tost.) Weitsprung: 1. Torre( Tosk.) Begegnungen der ungarischen Vereine brachten es aber nicht verhindern, daß die Prager noch 6.735 Meter. 2. Jandera 6.54 Meter. 3, Bydurchwegs hohe Niederlagen. Im Vergleich zu in den letzten Minuten ein Tor erzielten. Der foupil 6.28 Meter. Stabhochsprung: 1. Jvo und diesem ist dies bei den tschechischen Mannschaften Sieg der Prager ist ein verdienter, obwohl er in Novy( Tich.) 3.40 Meter. 8. Innocenssi.- Disnicht der Fall, sie sind viel stabiler und anhäng- dieser Höhe nicht gerecht war. Einen vorzüglichen fuswerfen: 1. Chmelik( Tsch.) 38,21 Meter. 2. Ebolicher an die Heimat. Daß es trop der Güte des Schiedsrichter lernte man in Herrn Braun boda( Tich.). Speerwerfen: 1. Chmelif 58.15 Me tschechischen Fußball und auch der National-( Wien) kennen, er war immer in der Nähe des ter. 2. Prunar( Tich.). 1500 Meter- Staffel: 1. schaft trotzdem Niederlagen abgibt, hat wohl Balles und seine getroffenen Entscheidungen im- Tschechoslowakei 3:48. 2. Toskana- 4 mal 200 Me4 mal 200 me mehr oder weniger seinen Grund in der hiesigen der richtig. Ein Teil des Publikums der aber ter: 1. Tschechoslowakei 1: 34.2. 2. Tostana. Bu Schiedsrichtermifere. Bei den Schiedsrichtern von bald verstummte- versuchte es zwar, die schieds- dapest: 500 Meter: 1. Dr. Pelper( Stettin) internationalem Ruf wird ,, lustlos" gespielt, weil richterlichen Entscheidungen durch Lärmen und in 1: 03.6 Min. Weltrekord. 2. Barsy( Budadie Stüße" fehlt und in den heimischen Blät- fleinen Pfeiffonzerts anzuzweifeln, fand aber bei pest) 1: 04,6 min. Ung. Reforb. 200 meter: 1. tern die Niederlage mit dem„ schlechten" Schieds- dem Großteil keine Unterstüßung.-El. Hajdu 22.2 Set. 2. Flud. 100 Meter: 1. Flud richter begründet wird. Die ungar. Nationalelf Tschechoslowakei gegen Polen 2: 1( 1: 1). Jn 10,8 Set. 2. Hajdu.- 400 meter: 1. Sörbö II 50,2 in deren Angriff auch Schlosser mitspielte, zeigte Stratau traf Sonntag die tschechische Mann- Set. 5000 meter: 1. Bap 15: 52,8 min. 2. Ran schöne Kombination, aber herzlich wenig Schüsse. schaft auf einen unerwarteten Widerstand der pol- tor( Wien).- 4 mal 1500 Meter: 1. MAC. Nach der Pause legten die Ungarn ein Tempo nischen Nationalmannschaft, der erst nach Rampf 17: 18,2 min. 2. MTK.- Weitsprung: 1. Püsvor, bei dem die Tschechen nicht mithalten konnten. gebrochen werden konnte. Die Polen beherrschten pöth 7,18 Meter. Ung. Reford. Kugel: 1. DaAls das Siegtor der Ungarn gefallen war, zog die erste Halbzeit das ganze Feld, hatten aber ranyi 14,08 Meter. 110 Meter Hürden: Weil- IN TEPLITZ- SCHÖNAU man sich in die Verteidigung zurüd, um nicht unglaubliches Pech mit ihren Schüssen. Nach der heim( WAC. Wien) 15.9 Set.-400 Meter Hür. noch mehr aufgepelzt zu erhalten. Die Tschecho- Pause versagten bei den Polen die Spieler aus den: 1. Belper 55,6.( Deutscher Reford). Distus: flowakei wurde geschlagen, ist unrühmlich unter der Provinz und die Tschechen tamen langsam 1. Molnar( Eger) 42,85 Meter. Stabhoch legen. Der Inhaber des Primat von Europa" auf und errangen einen glücklichen, aber nach der sprung: Karlovics( MAC.) 8.76 Meter.( Ungarischer wie inoffiziell die Tschechoslowakei tituliert Gefechtslage unverdienten Sieg. Schiedsrichter Rekord). wurde verliert immer mehr an Bedeutung. Gerö( Buda eft) gut. -W " Prager Filmbörse. " Gilanyi. . Speer: 1. Spepes 59.80 Meter. 2. Berlin: Stabhochsprung: 1. Peter408 ******* 0000000000006 DRUCK- U. VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. Haft empfiehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen, Or ganisationen, Gemeindon nnd Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen, Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten, Flugschriften, Fakturen. Briefpapieren usw. in solider and rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb Tlschlerd Nr. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Holft. Das zweite Lustspiel ist das First National- Er- herstellen können. Das rajjige, bezwingende Spiel| gleichnamigen Roman von Rudolf Herzog gedreht: zeugnis Siti", ein Film ganz eigenartiger Durch der Negri fann natürlich nicht über die Schalheit der Der Abenteurer". Die weitausholende Handschlagskraft. Nili ist ein armes, verlassenes Mädchen. Handlung hinweghelfen, soll aber ebenso wenig über- lung stellt einen berühmten Sänger( Harry Von den neuen Fana met- Filimen sind zwei das in einen Theaterdirektor verliebt ist und außer sehen werden, wie die publikumsichere Art, in welcher Biedtte) in den Mittelpunkt, der haltlos und unMassenschlager herauszuheben, Lustspiele, die rein gar dem auch sehr gerne zum Theater Lommen möchte. ber Film hergestellt ist. ruhig in der Welt umherfährt und selten zu seiner, nichts zu wünschen übrig lassen. Eine Fülle herz- Wie sie das erreicht und dann wieder aus dem Thea- Zwei sehenswerte Sachen bringt diesmal die übrigens noch gar nicht angetrauten Frau( Erna erfreuender Situationskomit und heiterster Szenen ter herausfliegt, wie sie sich bei dem geliebten Mann Slavia. Der Paramount- Film„ Der Kampf Morena) und seiner Tochter( Margarete bietet der neue Harold Lloyd Film. Er als einquartiert, nicht herauszubringen ist, den spröden um die Geliebte"( Das Gesetz des Westens) Schlegel) kommt. Doch im Laufe der spannenden Don Juan".„ Er" ist ein schüchterner Jüngling, Direktor einer untreuen Diva abspenstig macht und sollte eigentlich passender Die Zähmung der Wider- Geschehnisse überzeugt er sich, daß die ihm von der der sich kein Mädchen anzusprechen getraut, aber von ihn für sich selbst gewinnt, das muß man gesehen spenstigen" heißen, tann also nichts Neues bringen, Welt und von den Frauen gezollte Berehrung bloß Heldentaten träumt, und weil er sie nicht erleben haben, denn mit Worten läßt sich der an manchen vaviiert aber den abgedroschenen Stoff in äußerst seiner Stunft gilt, besser gesagt, gegolten hat, und der lann, schreibt er ein Buch, wie man Mädchenherzen Stellen gang tolle Humor nicht schildern. Die Trä- anziehender Art. Ein kokettes, modern grzogenes früher so leichtsinnig lebenslustige Mann wird ernst in Fesseln schlägt. Als er in die Stadt zum Verleger gerin der Hauptgestalt ist Norma Talmadge, Mädchen tommt in eine verlassene Farm, wo sie alle und schwermütig, bis er in den Armen seiner ginfährt, lernt er eine junge Millionärin kennen und die für diesmal ihr fades Wesen gänzlich abgestreift Männer in sich verliebt macht. Einer der Cowboys gebenden, treuen Gattin die ersehnte Ruhe findet. lieben und verspricht ihr, sie zu heiraten, wenn er hat und zu einem ausgelassenen, nur so sprühendem liebt sie aber wirklich und weiß sich in seiner Hilf- Das Stück ist von warmer Menschlichkeit getragen mit seinem Buche Erfolg haben wird. Aber der Er- Fragen geworden ist, der den Zuschauer die Schwä- losigkeit keinen anderen Rat, als das kokette Ding und bringt eine ganze Reihe scharf gezeichneter Chafolg bleibt aus, es kommt zum Bruch und seine Aller- chen des Textes leicht vergessen macht. Ihr Partner mit Gewalt in sein einsames Blockhaus zu bringen. raktere auf die Leinwand, die von namhafter Künstliebste soll einen anderen heiraten. Im letzten Augen- ist der zur Genüge bekannte Ronald Colman, In der Nacht bricht ein ungeheuerer Waldbrand aus lern verförpert werden( Mady Christans, Ernst Hoffblid entschließt sich der Verleger, das Buch doch her- ein ebenso guter wie natürlicher Schauspieler. Beide und die beiden jungen Leute retten sich nur mit fnap- mann, Hans Brausewetter u. a.), so daß der Film als auszugeben, schickt dem Harold einen Scheck und nun Stücke dürften sich die allgemeine Gunst des Publi- per Not aus dem Flammentod. Der Heldenmut des ein gediegener, ernst zu nehmender Spielfilm zu werbeginnt ein Rennen auf Leben und Tod, da am sel- tums voll erobern. Mannes bestingt die junge Frau und so ist alles in ten ist. Das Stüd weist alle Vorzüge eines guten ben Tage seine Millionärin Hochzeit haben soll. Das dritte Stüd( Paramount) ist ein alberner Ordnung. Diese einfache Geschichte ist in einen sehr deutschen Filmes auf: eine lebenswahre, ungezwun Selbstverständlich ist der„ Andere" ein Mitgiftjäger, Amerikanismus, erwähnenswert bloß deshalb, weil spannenden Rahmen eingesetzt und gipfelt in dem gene Fabel, padendes Spiel und jene gewisse Solidiber schon einmal verheiratet ist, und„ Er" kommt in dere Hauptrolle Pola Negri auftritt, ohne die schauerlich echt gebrachten Brand, der außerdem noch tät und Gediegenheit, die man als charatteristische nach einer ganz und gar abenteuerlichen Reise gerade der Film völlig unverdaulich wäre. Er heißt„ Die foloriert ist, um die packende Wirkung zu erhöhen. Eigenart der deutschen Filmkunst schlechthin bezeich noch zurecht, um die Trauung zu verhindern. Der mondäne Frau" und schildert die Erlebnisse Eine ganze Reihe gelungener Regieeinfälle machen nen tann. Film entfesselt Lachstürme, denn der bebrillte Harold eines modern erzogenen Weibes, das in cin amerita- die Handlung flott und lösen ein herzliches Schmunnisches Spießbürgernest verschlagen wird. Man muß zeln aus. In den Hauptrollen Owen Moore und sich wahrlich wundern, wie albern einfältig die Ame- Constance Benett. Das zweite Stüd ist rikaner manchmal sind, daß sie ähnliche Wachwerke deutscher Herkunft( afa, Berlin) und ist nach dem, reißt auch den größten Grießgram haltlos mit und der flotte Humor des Stückes rollt von einer Ulterei zur Bnderen. H, W. Schim bera.