( Ginzelpreis 70 Seffer. Redaktion und Verwaltung: Prag. 11.. Neiazania 18. Telephone. Tages redattion: 26795, 31469. achtrebattion: 23707. Postichedamt: 57541. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Die„ neue Aera". Sonntag, 27. Juni 1926. Bezugs Bedingungen: . Bel Zustellung ins Haus od bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.— oierteljährlich halbjährig ganzjährig. • 48.96.192.Rüdstellung von Manu ( tripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarten. Erigeint mit Ausnahme bes Montag täglich ir Die Schandtat ist vollbracht! Die Auslieferung von fünf Abgeordneten von der Mehrheit genehmigt. des Auslieferungsbegehrens gegen Frau Zeminova an den Ausschuß. gegen Frau Zeminova an den Ausschuß. des Genossen Dr. Czech. Als erster Debatteredner führt Nr. 150. - Rüdverweisung Flammender Protest Das Abgeordnetenhaus hat gestern vor Beginn der Sommerferien seine leßte Sigung abgehalten, nachdem es zu nachtschlafender Zeit noch rasch fast ein halbes Dußend Abgeordnete dem Strafgerichte ausgeliefert hatte. Nächste Woche wird noch der Senat einige Aufräum arbeiten verrichten, worauf die erste Phase der Herrschaft und Tätigkeit der neuen tschechisch Prag, 26. Juni. Die Schandtat ist voll- in heftigen 3 wischenrufen der vor der I chischen Politik, selbst die der allnationalen Roa deutschen- slowakisch- magyarischen Mehrheit ab- bracht: am Schlusse der letzten Sizung vor den Minifterbant angesammelten Kommunisten, solition in den Schatten stellt und uns daher innergeschlossen sein wird. Jeßt hat man also einige benten dann selbst die üblichen Ferienwünsche in waren. Der Gegenreferent der Ausschußminder Ferienbezeichnenderweije blieben dem Präsi- daß dessen Ausführungen meist nicht zu verstehen lich auf schverste aufwühlen muß. Wochen diese neue Regierungskoalition an der der Rehle steden hat die reaktionäre deutsch- heit, der tschechische Sozialdemokrat Koudelka Innerstes in hellstem Aufruhr, als sich mit ihr Diese Maßnahme bringt um so mehr unser Arbeit gesehen! Sie war von einer Sorte, daß tschechische Mehrheit fünf Abgeordnete dem Staats- wird wieder von stürmischen Zwischenrufen der sie wirklich feine bessere Strönung finden konnte, anwalt ausgeliefert, der nun als oberster Richter Deutschnationalen empfangen, die darüber erbost cine geradezu historischer Wendepunkt in der als in dem effektvollen Schlußaft der Ausliefe über freigewählte Volksvertreter zu entscheiden sind, daß man gerade den Referenten über die tschechischen Politik rung der fünf oppositionellen Abgeordneten. haben wird, wie weit Abgeordnete in Vertretung feinerzeitige Auslieferung Baerans nunmehr in „ Unser Locarno ist im Wer ihres Mandates, in der Verteidiaung der ihnen vertauschter Rolle als Anwalt der Minderheit den", so lesen wir in dem Artikel eines deutsch fen, und ob sie sich alles gefallen lassen müssen, anvertrauten Interessen ihrer Wähler gehen dür sprechen läßt. demokratischen Blattes, dessen Zuversicht das was ein der Mehrheit willfähriger Präsident an Blatt allerdings nicht teilen will, den es aber Geschäftsordnungsbrüchen sich zu leisten erlaubt. doch abdruckt. Es gibt auch Raum der lächer In früher Morgenstunde wurde heute mit lichen Behauptung, die deutsche Bevölkerung einer Mehrheit von 151 gegen 108 Stimmen der dieses Staates begrüße den ersten gelungenen diesbezügliche Antrag des Immunitätsausschusses Versuch einer gegenseitigen Annäherung mit genehmigt; ja das Plenum erwies sia als noch der größten Genugtuung". Die deutschdemofra- eit rachsichtiger und verwies auch noch tische Presse hat bisher gegen die attivistischen das Auslieferungsbegehren gegen die National Parteien gewettert, nun beginnt auch eines nun beginnt auch eines fozialistin 3cminova, das der Ausschuß abzuihrer Blätteres ist der Brünner, alerifalen nochmals zur Beratung an den Auslehnen empfahl, auf Antrag eines slowakischen gebote" sich, wenn auch vorläufig noch schuß zurüd. So muß man damit rechnen, daß mit Reserve, zum Sprachrohr der aktivistischen später noch weitere sieben Abgeordnete „ Locarnisten" zu machen. Da es sich um einen dem Statsanwalt überliefert werden, etappenweise, geschäßten Mitarbeiter" handelt, kann man damit der Standal nicht allzu groß wird. darauf schließen, daß die„ Zat" des Aktivisten, das heißt ihr Einschwenken in die deutsch- tschechische Regierungsmehrheit, nunmehr auch schon im deutschfreiheitlichen Bürgertum offene und heimliche Bewunderer findet. Wie sieht nun dieses werdende 20 carno" aus, von welchem Geiste ist die gegenseitige Annäherung erfüllt, was hat sie bisher gebracht, und welche Vorteile läßt sie in Zukunft erhoffen. Die letzten Wochen werden zu den traurigsten Episoden in der Geschichte des deutschen Bürgertums zählen. Die Bilanz der gegenseitigen Annäherung" ist geradezu erschütternd: Ausplünderung der Volks massen durch die Zölle und Rongrua, Einführung neuer Steuern unter tiger Mithilfe der Deutschbürgerlichen, bedingungslose Unterwerfung dieser deutschen Parteien unter das Diftat der tschechischen Bourgeoisie, Anpassung der deutschen Aktivisten an die schandbarsten und Genosse Dr. Czech folgendes aus: Das Parlament ist im Begriffe, schwere Schmach auf sich zu laden. Wir rufen es daher im letzten Augenblick zur Besinnung auf und erheben, che es zu spät ist, unsere warnende Stimme. Was sich hier vor unseren Augen vorbereitet, das ist ein Werk schmählicher Rachejustiz, die unter den Händen des Immu nitätsausschusses überdies noch zu einer bisher noch nie dagewesenen Ausnahmejustiz geworden ist. Wird sie vollzogen, so bemakelt sich dieses Haus für immerwährende Zeiten mit schwerer Schuld, die der deutsch- tschechischen jen Mehrheit dieses Hauses vor aller Welt zuzuschieben unsere heiligste Pflicht ist. Als erster Debatteredner hiel: Genosse Dr Czech in einer von innerster Empörung getragenen Rebe, bei der die wenigen noch anwesenden dentfchen Mehrheitsparteiler beschämt einer nach In einer Stunde, da der Nährstand der ardem andern aus dem Saale fchlichen, dieser Wehr- beitenden Bevölkerung dieses Landes durch eine heit die unauslöschliche Schande vor, die ganze Reihe geradezu verhängnisvoller wirtschaftfie mit der Auslieferung über den ganzen tsche- licher Maßnahmen auf das schwerste gefährdet ist, chischen Parlamentarismus bringt. Deutsche da die ohuedies niedrige Lebenshaltung der arbeiAbacordnete haben die heiligsten Schwüre von che- tenden Menschen auf ein noch tieferes Niveau mals vergessen, vergessen auch ihren Kampf gegen herabgedrückt wird, in einem Moment, in dem das Schußgefeß, das sich in erster Linie gegen einer nach Hunderttausenden zählenden AngestellDeutsche richtete, und haben nach demselben Schuh- tenschicht die Anstellungsbedingungen in so unAcheh oppofitionelle Abgeordnete ausgeliefert, alles heimlichen Maßze verschlechtert werden, aus schnödem Egoismus und Machthunger, um ihren neuen Gebietern bis ins Extremste willfährig zu sein und den Befähigungsnachweis für ihre Koalitionsreise zu erbringen. = vollzieht, der die bisherigen politischen Wachterhältnisse ins Gegenteil verkehrt, einen vollständigen Rollen und Szenenwechsel herbeiführt und einer Entwicklung die Wege bahnt, die mit den bisherigen Traditionen der tschechoslowakischen Politik fchonungslos aufräumt, alle tschechoslowakischen politischen Dogmen einfach über den Haufen wirft und die bisherige nationalistisch auflackieric Staatsweisheit, alle bisherigen politischen Theorien der sogenannten konstruktiven tschechoslowakischen Politit einfach auf den Kopf stellt. Mit ein paar Worten läßt sich diese ungeheuere Wandlung in ihrer ganzen Traaif aufzeigen, wenn wir feststellen, daß deutsche Abgeordnete es sind, dic in dem Augenblick, da die Entscheidung ganz in ihre Hände gelegt ist und die ganze Schwere der Verantwortung auf ihnen lastet, nach allem, was die deutsche Bevölkerung dieses Landes in den zurückliegenden Jahren besonders auf diesem parkomentarischen Boden erlebt hat, ruhigen Blutes Volksvertreter wegen ihrer parlamentarischen Wirksamkeit, wegen politischer Delikte dem Staatsanwalt ans Messer liefern. Drei Parteien des deutschen Verbandes, die noch vor kurzer Zeit in feierlichen staatsrechtlichen Erklärungen diesem System und seinen Auswirkungen rücksichtslos den Kampf angefagt und diesen Kampf so lange zu führen geschworen haben, bis das erlittene Unrecht wieder gutgemacht werde, die christlichsoziale Partei, die noch vor wenigen Monaten in ihrer Wahlproklamation das deutsche Volk zum Kampf auf Tod und Leben alaviierte, fie alle rufen gegen die Parlamentsstürmer, zu denen sie vor nicht gar langer Zeit selbst ein ganzes ausgiebiges Kontingent gestellt hatten, das von ihnen hundertfältig verfluchte Schußgesch an. in einem Augenblid, da bange Sorge um das Schicksal Hunderttausender proletarischer Existenzen unsere Seele beschleicht, geht das Parlament daran, gewählte Voltsvertreter nach Diesem ellen Treiben gegenüber verwies Dr. einer nach protektionistischen Grundsäßen geCzech auf die Verständigung hin, wie wir sie troffenen Auswahl zu justifizieren, sich so die erstreben: eine Verständigung von Volk zu Bolt, die Fundamente seines Bestandes selbst zu ein Friedensschluß, der eine dauernde Atmosphäre untergraben und die primitivsten Grundlagen Sie alle werfen sich nun plößlich zu Richtern der des Friedens schafft. Nun erst recht wird die der Demokratie mit Füßen zu treten. deutsche Arbeiterklasse den Kampf um diese Ver tschechoslowakischen parlamentarischen Ordnung, mißbräuchlichsten parlamentarischen Methoden ständigung ausnehmen! Dieser Maßnahme gegenüber Ruhe zu bewahren, ia sogar zu ihren Scharfrichtern auf und lassen der alten Koalition, Niederknüppelung aller ist ganz unmöglich, so sehr rebelliert unser Herz mun faltblütig die Guillotine spielen, die eigentlich oppositionellen Abänderungsanträge unter deut- Wie wir bereits gestern furz meldeten, fam und Hivn gegen diese ingeheuerlichkeit, für sie aufgerichtet, für sie bereitgestellt wurde. scher Mithilfe und schließlich Auslieferung von es bei dent Referat des Berichterstatters Dr. Halla die alle bisherigen Gewaltmaßnahmen der tsche- Welch eine Wendung durch Gottes Fügung!( HeiAbgeordneten nach dem von allen Deutschen 00000000010000022020000000000000000000000000000000000000000 terkeit.) Sundertfältig haben die deutschen parlamentarischen Vertreter die Methoden der tschefrüher bekämpften Schutzgeseß, daß die Deutsch- tionalen Herrschaftssystems auszunüßen, konnte| Teil der ehemaligen Opposition, das ist von choslowakischen Gewaltpolitik, vor allem aber des bürgerlichen nunmehr durch ihre Mitwirkung nur der Nats und Hilflosigkeit der deutschbür den Vertretern des deutschen Bürgertums, emp- tschechoslowakischen Parlamentarismus zu spüren an der Tätigkeit der Auslieferungsguilletin gerlichen Politik entspringen. Die holde Ein- fangen haben. Die deutschen Aktivisten nennen bekommen, ganz besonders aber di eisernen Klamfeierlich sanktioniert haben. falt glaubt, der Aktivismus habe den Beginn ihr Beginnen Selbst verleugnung zur mern der parlamentarischen Geschäftsordnung ausUnd was war der Lohn für diese einer neuen era eingeleitet und habe bewirkt, Erreichung eines großen Bieles, gekostet, von der Drosselung des Wortes bis zur Verrätereien und Schandtaten? daß die Verständigung auf dem besten Wege es ist in Wahrheit nur Selbst entwür di- Ertötung jeder selbständigen parlamentarischen Vorläufig nichts, nicht eine greifbare Kon- sei. In Wahrheit sind die deutschen Aktivisten gung schmählich ster Art ohne Aus- Regung, von der parlamentarischen Kaltstellung session, nicht einmal ein Versprechen für später, nur die Lückenbüßer in der tschechi- ficht auf Erfolg, unter schwer ſter des einzelnen Abgeordneten bis zur völligen Unterauf dessen Einlösung bestimmte Hoffnungen fchen Koalition geworden, sie mußten Schädigung der Abwehr möglich lamentes, von der Abwürgung jeder fachlichen bindung jeder legislatorischen Initiative des Parzu seßen wären. Der nationale Streit ist das sich, um nicht sofort wieder aus der erschlichenen te iten von national- reaktion ä- Anregung der Opposition bis zur brutalen Maffengrößte Problem des Staates und der ihn be- Bundesgenossenschaft hinauszufliegen, gefügig ren Angriffen in der Zukunft. Die antragsvertilgung, bis zur Brachialabstimmung, wohnenden Völker, aber so hat sich niemand und demütig dem Willen des tschechischen na- Deutschbürgerlichen sind ein Werkzeug, nicht von der Persekution des einzelnen Abgeordneten die Inangriffnahme der Lösung dieser Aufgabe tionalistischen Bürgertums unterwerfen und an aber ein bestimmender Faktor in der Regie- bis zur Aechtung ganzer parlamentarischer Parvorgestellt, daß Volfsrechte, parlamentarische allen jenen Taten teilnehmen, die nichts rungsmehrheit geworden, als Faktor des Wi- tei und Gruppen. Und nun, siehe da: Freiheiten und Volkswohlfahrt eingetauscht an deres sind, als eine Fortfüh- derstandes gegen künftige Bedrückung haben sie werden sollen für ein paar eventuell gnädigst rung und Stüßung des alten tsch e- zu existieren aufgehört. hingeworfene Brocken oder überhaupt lediglich chisch en Koalitionssystems. Der Die deutsche Sozialdemokratie kann für nur für das Recht, den tschechischen Machtklassen Aktivismus hat durch sein Experiment, wie sich in Anspruch nehmen, daß sie die zäheste Statisten- und Lakaiendienste zu leisten. Der schon jetzt feststeht, dem deutschen Volke än und leidenschaftlichste Befürworterin der nationationale Ausgleich ist eine große, ernste Sache, seiner Gesamtheit nichts genüßt, er hat das nalen Verständigung ist, niemand wird ihr zuder nur durch den ernsten Verständigungswillen Ausgleichs werk nur geschädigt muten, sie würde nicht jede Gelegenheit erder beiden Völker durchgeführt werden kann. und kompromittiert. greifen, um das Ausgleichswerk zu fördern.| Die Vorstellung, es könnte dieses Ziel erreicht Was an Positivem als Ergebnis der In dem gegenwärtigen Zusammengehen des werden, daß sich die deutschbürgerlichen Par- deutsch- tschechischen Zusammenarbeit der letzten deutschen und tschechischen Bürgertums kann teien mit affenartiger Behendigkeit auf einen Wochen übrigbleibt, ist eine Steigerung fie aber nicht eine Gemeinbürgschaft zur Herbeizufällig leer gewordenen Platz in der Regie- der Zerfahrenheit und eine führung des nationalen Friedens, sondern nur rungsmehrheit seßen, dabei die größten Opfer Schwäch ung der deutschen Abwehr eine Gemeinbürgschaft der Reaf- uns nicht überraschend, Ueberraschend ist ihrer Gesinnung und ihrer Grundsäße bringen, politik und eine Reihe reaktio- tion, einen Zusammenschluß der nur das Tempo, in dem sie sich vollzieht, überohne das aber auch auf der anderen Seite mehr närer Exzesse und Maßnahmen, beutegierigen, arbeiterfeind raschend ist die Herzhaftigkeit, mit der sene deutvorhanden wäre, als die Absicht, die deutschen deren Folgen um so weittragender sein werden, lichen kapitalistischen Elemente fchen Parteien zugreifen. Ueberraschend ist Stimmen zur Stüßung des reaktionären, na- als sie ihre Gutheißung von einem großen erblicken. bie Strupellosigkeit, mit der sie sich Nun ist die Erinnerung an all das völlig ausgelöscht, das erlittene Ünrecht vergessen, alles Ungemach vergeben und verziehen, dem Gedächtnis entschwunden sind die heiligen Schwüre, find die Gräber der Märzgefallenen, geblieben ist ein bis zur Besinnungslosigkeit treibender Machthunger, die einen großen Teil auslöschende Eigensucht, die einen großen Teil der deutschen parlamentarischen Vertretung auf eine schiefe Ebene brachte, auf der sie täg lich und stündlich tiefer und immer tiefer hinabgleitet. De gewaltige Wendung der Dinge kommt Wette 2. zu den ihnen auferlegten Schergendiensten her- wohl trotz aller nationaldemokratischen Machina- 1 geben. Neberraschend ist die Großzügigkeit, mit der tionen zur Beratung gestellt werden wird, gilt sie ihre verwegene Tat setzen, um sicher ans Ziel vornehmlich dem Verständigungsgedanken. zu gelangen, in Furcht und Unruhe, es könnten ihnen im letzten Augenblick noch die Felle wegschwimmen. Im übrigen vollzieht sich alles, was wir vor uns sehen, in natürlicher Entwicklung und geradezu zwangsläufig. Längst schon haben wir es so kommen sehen. Niemanden, der die Dinge nicht bloß äußerlich betrachtet, konnte eine solche Entwicklung überraschen. Immer und immer wieder haben wir es den Deutschbürgerlichen gesagt, daß jede Zufam menarbeit, jedes Zusammengehen mit ihnen ganz unmöglich ist, da sie ebenso wie das tschechische Bürgertum bestrebt sind, die kapitalistische Wirtschaftsordnung für unabsehbare Zeiten immer fester zu verankern, während wir die politische Macht, die wir erobern wollen, dazu benüßen Aber unter Verständigung der Völker verstehen wir etwas ganz anderes als einen Balt zwischen bürgerlichen kapitalistischen Parteien beider Nationen über gewisse Standesprivi legien und Parteisondervorteile. Darunter verstehen wir etwas anderes als die alt die sich hier vor unseren Augen in ihrem Glanze österreichische Brosamen- und Liebesgabenpolitik neu entfaltet und mit der der Bund der Landwirte und die christlichsoziale Partei ihr Verstän digungswerk inauguriert haben. Was wir wollen, ist nicht die Verständigung Heiner Kliquen, sondern der Friedensschluß von Volk zu Volk, wie es das deutsche Proletariat, als es noch dem alten österreichischen Verbande angehört hat, verlangte. Beschluß erhoben, so bedeckt sich die neue deutsch- tschechische Koalition für immerwährende Zeiten mit schwerer Schuld, aber auch mit unaustilgbarer Schande.( Lebhafter Beifall und Händeklatschen links.) Im Verlaufe der weiteren Debatte, die sich bis nach 3 Uhr morgens ausdehnt, sprechen ausschließlich Kontraredner: von deutscher Seite Ko= berg( D.- Nat.) und Jung( Nat.- Soz.), von teid( tich. Soz.) und Bolen( Rom.), worauf tschechischer Seite 8a potocky( Kom.), Padas Haus zur Abstimmung schritt. Der Antrag auf Rückverweisung der ganzen Angelegenheit an den Ausschuß wurde abgelehnt, dagegen als Strafverschärfung der Antrag des Slowaken Dr. Kubis angenommen, auch den Fall der Nationalsozialistin 3eminova deren Nichtauslieferung vom Ausschuß beantragt worden war, nochmals an den Ausschuß Dieses Abstimmungsergebnis führte zu ziem lich heftigen Broteſten ihrer Stubfollegen. Auch unsere Genossen sowie die Kommunisten konnten ihre Empörung über den schändlichen Mehrheitsmüffen, auf den Trümmern der kapitaliſtiſchen ein Friedensschluß, der das Problem in seiner Wirtschaft eine neue soziale Ordnung aufzurichten. Immer und immer wieder haben wir ihnen auf- Gänze aufrollt und zur Lösung bringt, ein Frie- urückgehen zu laffen gezeigt, daß sie in dem großen Abwehrkampf der densschluß, der eine dauernde Atmosphäre des Deutschen Arbeiterklaffe iti cht auf Seite der deut- Friedens schafft und damit die Voraussetzungen schen Arbeiterschaft stehen, sondern auf Seite ihrer für ein friedliches Nebeneinanderleben und zu Selaffenbrüder, der tschechischen Bourgeoisie, und sammenarbeiten der Völker dieses Landes. daß sich ihr fapitalistisches Interesse immer stärker eriveist als das vorgetäuschte nationale. Als uns die Landbündler fnapp den letzten Wahlen wieder einmal zur Bildung der nationalen Einheitsfront einluden, haben wir ihnen dies wieder auseinandergesetzt und sie antworteten darauf in der Landpost vom 9. Ok tober 1925: ,, Man müsse den Tschechen gratulieren, daß sie im deutschen Lager den besten Bundesgenossen besigen, den sie jederzeit mit naisen Hadern schlagen können, ohne auf eine Abwehr zu stoßen." Nun wohl, heute sehen wir es wieder, wie die najsen Hadern gegen die deutsche Bevölke rung und gegen die deutsche Arbeiterklasse geschwungen werden und hören förmlich, wie die najsen Hadern auf den Rüden der arbeitenden Bevölkerung laut aufflatschen. Aber es ist nicht die deutsche sozialdemokratische Partei, die durch ihre angebliche Selbstentwürdigung diesen Zustand herbeigeführt hat, sondern es sind die Antläger von anno dazumal. Wir bedauern diese Entwicklung nicht, auch wenn sie die internationale Reaktion ans Ruder bringt, denn sie entspricht den augenblicklichen tatsächlichen politischen und wirtschaftlichen Machtverhälnissen. Sie wird, auch wenn es vielleicht noch so manche Unterbrechung im neuen System setzen dürfte, der gesamten Arbeiterllasse die Augen öffnen, die letzten Hindernisse für den Zusam menschluß des Proletariats beseitigen und einem Zusammenwirken der Arbeiter aller Nationen die Wege cbnen. Mögen die deutschen Zollparteien sich darüber Rechenschaft geben, ob das von ihnen begonnene Wert sich auf dieser Linie bewegt und ob es nicht vielmehr im Gegenteil durch seine Methoden die Hoffnungen auf ein ge= deihliches Verständigungswerk völlig oder wenigstens für Jahrzehnte hinaus verschüttet. Die deutsche Arbeiterklasse aber wird erst recht ihr Ringen um Verständigung der Bölker weiterführen. Sie hofft, ihren Kampf, da sich nun einmal durch die Aufrichtung flarer und scharf umriffener Kampffronten die Kampfbedingungen günstiger gestalten, fiegreich zu beenden. Dem neuen System aber, das ebenso verderblich beschluß nicht zurückhalten und ergingen sich in scharfen Burufen an die Adresse der deutfchen Mehrheitsparteien, die ziemlich verdattert da saßen. Sie waren vollzählig anwesend, nur dem Führer ihres nationalen Flügels, dem Abgeordneten Mayer, hatte man anscheinend gnädigst Absen; zugestanden. Die lauten Proteste wiederholten sich, als dann über den eigentlichen Abstimmungsantrag abgestimmt wurde und bei der Stimmenzählung die übliche Zollmehrheit von 151 gegen 108 Stimmen ergab. Nach der Verkündung des Ergebnisses durch den Präsidenten stimmten die Kommunisten die Internationale an; sonst kam es zu feinen weiteren Kundgebungen. 27. Juni 1926. die Saltung ber beutschen Zollparteien als Volksverrat bezeichnen. Dem gegenüber stellen wir fest, daß wir deut. schen Sozialdemokraten seit jeher die Mehrheits. und Regierungsbildung nach nationalen Gesichtspunkten für schädlich und verwerflich gehalten und erklärt haben, daß wir wünschen, daß auch in diesem Staate die Stellung der Parteien von ihrer Klassenzugehörigkeit bestimmt werde. Wir würden es daher niemals als Volksverrat bezeichnen, wenn deutsche Parteien mit tschechischen Parteien zusammengehen und, wenn fie die Mehrheit haben, auch die Verantwortung übernehmen. Was wir aber nicht verstehen und nicht billigen können und als Verrat an den Interessen des deutschen Volkes bezeichnen müssen, ist der Umstand, daß die deutschen Zollparteien ohne die geringste Erleichterung des gegenüber dem ganzen deutschen Volke in unverminderter Stärke fortbestehenden Druces, nur aus egoistischen Interessen eines fleinen, materiell ohnedies besser gestellten Teiles der Bevölkerung den tschechischen Zollparteien und der tschechischen Regierung Helfersdienste leisten, dieser Regierung in der Form der Bewilligung von Steuern und Erteilung weitgehender Ermächtigungen das Vertrauen aussprechen, ja sogar so weit gehen, Abgeordnete unter Anwendung des von allen deutschen Parteien auf das heftigste bekämpften Ges fetes zum Schuße der Republik der fattsam be tannten Justiz dieses Staates ausliefern. Das durchaus Berwerfliche dieser Handlungsweise zu verurteilen und zu brandmarken, bie deutsche Bevölkerung hierüber aufzuklären, wird unsere Aufgabe sein, deren Ausführung wir be= gonnen haben und unablässig fortsehen werden. ( Beifall und Händeklatschen.) Die Nationaldemokraten unversöhnlich. Keine Konzessionen an die Deutschen. Die sozialistischen Parteien verließen sodann Prag, 26. Juni. Heute nachmittag hielt das und arbeiterfeindlich ist wie seine Vorgänger, zum größten Teil noch während einer Erklärung Präsidium des Attionsausschusses der national Die Malypetr 3. der sich gegen den Brotest des demokratischen Partei eine Sibung ab, in der Abg. sagen wir beherzt den Kampf an. In diesem Kampfe wird auch die Abrechnung für die Genossen Dr. Czech wegen der Zoll- Abstimmung Dr. Kramar über die politische Situation Be Schmach erfolgen, die die Paricien des Bürger- u rechtfertigen suchte, unter Pfui- Rufen den Saal. richt erstattete. Zu den Zeitungsnachrichten, daß tums dem Parlamente durch die Juſtifizierung Präsidiums wurde die Situng, diesmal ohne die teien die Stimmenabgabe der deutschen HollparNach einigen formalen Mitteilungen des die Partei mit den übrigen tschechischen Zollpar seiner Volksvertreter zufügen." obligaten Ferienwünsche, um 3.20 Uhr früh geteien durch bestimmte Konzessionen erfauft fchloffen. Die nächste Situng wird auf schriftlichem habe, stelle er fest, daß die Nachrichten der WahrWege einberufen. heit nicht entsprechen. Die Partei wisse von keinerlei solchen Verhandlungen, habe mit niemandem über Konzessionen verhandelt und werde solchen Konzessionen auch nic mals zustimmen. Wir verweigern dem Auslieferungsantrage unsere Zustimmung. Wird er dennoch zum Die Bededungsvorlagen im Senat. Eine klare Definition des Volksver. rates der Landbündler und Klerikalen Sie fo fort, es wird der beste Dienst sein, so Sie uns erweisen können.( Beifall.) den Nachdem weiters zwei kommunistische Redner, darunter Senator Sturc, gesprochen haben, wird die Sigung kurz vor 12 Uhr geschlossen, um die Buteilung von Schriften sowie eine Sigung der Obmännerkonferenz und des Budgetausschusses in der Zwischenzeit zu ermöglichen. ** Das Explosionsunglüd in Brag. Sigung des Wehrausschusses. Freitag vormittag zog der Mehrausschuß Die Partei stehe auf dem Standpunkt des Nationalstaates und werde Grundbedingung auf feinen Fall ablassen. Die Partei sei bereit, mit allen übrigen tschechischen durch Genossen Dr. Heller. Parteien, die an der Aufrechterhaltung des natio nalen Charakters des Staates und an der Hebung Prag, 26. Juni. Der Senat verabschiedete des nationalen Gedankens und an der Reinigung heute in ziemlicher Eile die Spiritus- und ZuderUm viertel 2 Uhr wird die neue Sitzung er- des öffentlichen Lebens mitarbeiten wollen, wegen steuer, zu der von unseren Genossen: Senator öffnet und in der Debatte über die beiden Steuer- Anbahnung eines freundschaftlichen Verhältnisses Mit dieser Entwicklung haben wir schon zu Beutel sprach, und vertagte sich sodann nach Er vorlagen fortgefahren. Vorher werden einige zur Bildung einer nationalenkoaliz einer Zeit gerechnet, da man noch krampshaft an ledigung einiger lleinerer Reste auf Mittwoch. gestern im Abgeordnetenhaus erledigte Vorlagen tion in Verhandlungen zu treten. dem Dogma der einzig möglichen allnationalen bur bei der Berteidigung der Haltung seiner Da in der Debatte der Chriftlichsoz'ale Lede den Ausschüssen mit dreitägiger Frist zugewiesen. Stoalition festhielt, und haben auf die Möglichkeit Partei, die schon an und für sich nicht sehr glüd- Sablena( tsch. Soz.- Dem.), der frühere FinanzZu den den Steuervorlagen sprechen noch einer Regierungsbildung durch den Zusammenschluß des Bürgeriums aller Nationen verwiesen. lich war, sich auch noch Verdrehunger über die minister Beeka( Nat.- Dem.) und der deutsche schluß des Bürgeriums aller Nationen verwiesen. Auslegung des Begriffes nationale: Berrat" Christlichsoziale Dr. Bebebur. Letterer fühlt Es geschah dies mit ganz besonderer Deutlichkeit durch unsere Partei leistete, nahm Genoffe Dr. sich berufen, zum Schutz der„ parlamentarischen in diesem Hause in einer Parlamentsrede vom 23. Oltober 1922, in der wir unter anderem auf- eller zum Schluß der Sitzung sofort in einer Würde" in die Bresche zu springen und verteidigt des Senates den Bericht des Ministers für nazeigten, daß es in diesem Staate über die allna- Erklärung Stellung gegen Lebeburs Ausführum- sodann die jüngste Haltung seiner Partei, welche tionale Verteidigung über die Explosionskatastrophe fionale Roalition hinaus und ohne daß das staat- gen, wies seine Drehs zurück und erteilte ihm eine dabei die materielle Besserstellung der von ihr ver- in der Tischlergassen Prag in Verhandlung. Als liche Interesse darunter leiden würde, noch an- gehörige Lektion darüber, worin der von ihnen be- tretenen Berufskreise vertreten habe; feines der erster Redner spra Senator Genosse Joki, ber dere politische Ronstellationen gibt gangene nationale Verrat in Wahrheit be- angenommenen Gefeße habe den Wünschen der vor allem darauf verwies, daß sich seine bei der Deals die bisherige, daß der Friedensschluß zwischen steht. betreffenden Berufstreise voll Rechnung getragen, batte im Hause gemachten Voraussagungen voll erden beiden Volksstämmen nene politische und fitionen Donnerstag nächster Woche ebenfalls in schaftlicher und sozialer Beziehung und deshalb fuchung gleich Null ist. Der vorgelegte Be Der Senat wird nach den bisherigen Dispo- sie bedeuteten jedoch eine Verbesserung in wirt- füllt haben, daß das Ergebnis der Unter parlamentarsche Möglichkeiten eröffnet und vor hätte seine Partei für diese Gesetze gestimmt. richt ist sehr weitschweifig in den Nebensächlich allem den Zusammenschluß des Bürgertums aller Ferien gehen. Selbst wenn es sich hiebei nur um etwas Vor- feiten, geht über das Wichtigste, die ExplosionstataNationen, aber auch die Formierung einer einheitlichen proletarischen internationalen Kampf- Die Sigung wird, trotzdem das Saus erst übergehendes handeln sollte, so sei es doch strophe, turz hinweg. Es werden Dinge erzählt, die linie ermöglicht, und daß sich der Klassenfampf in nach 1 Uhr nachts auseinandergegangen war, be- bedeutungsvoll, daß eine Bindung gelöst wurde, einem Märchen ähneln. Der Bericht sagt, daß orddiesem Staate ganz anders vollziehen würde, reits um 10 Uhr früh eröffnet. Nach einigen Zu- an deren Unlösbarkeit man bisher fest glaubte. nungsgemäß auf praktischen Wagen verladen wurde, Zum Schlusse verstieg er sich bis zu der Behaup- kein anderes Geschoßmaterial als die Handgranaten wenn der wirtschaftlich und politisch verbundenen weisungen wird die Debatte über die tung, dies sei auch im politischen Inter- transportiert wurde und daß Selbstentzündung durch Sapitalistenklasse die geeinte kraftvolle proletarische Zuder- und Spiritussteuer esse des deutschen Volkes gehandelt Stoß ausgeschlossen sei, wie man erprobt hat. Wic internationale Balance gegenüberſtünde( Beifall). in einem abgeführt. Nach Erstattung der Aus- und sie hofften, dem deutschen Volfe genüßt(!) war nun doch das Unglüd möglich? Es bleiben nur Damals rief man uns von tschechisch- sozialde schußreferate fommt als erster Redner in der zu haben. Diese Tage könnten den Auftakt zu zwei Möglichkeiten: Es waren auf dem Wagen doch mokratischer Seite zu, daß solche Doktrinen ein Debatte einer Entwicklung bilden, welche den Lebens- andere, durch Erschütterung leicht explodierbare Ge= politischer Anachronismus seien. Nun, der Anabedürfnissen des sudetendeutschen Volkes gerecht schosse, was man aber nicht zugesteht, oder die Erchronismus ist da und der tschechische Staat ist werden könne. plosion erfolgte durch die Entzündung der Handgradabei nicht aus den Fugen geraten und selbst naten. Redner bezeichnet die transportierte Handdie nationaldemokratische Partei, die für den Fall des Eintrittes der deutschen Parteien in die Koa granate Janacek als besonders empfindlich, und dürfte es sich in diesem Fall um sogenannte Offent lition den Untergang des Staates anfündigte, fibt nehmen ist. Durch den Transport auf ungefederten sibgranaten" handeln, wie aus der Wirkung zu entzwar wehklagend auf den Trümmern des allnaWagen erfolgte die Entsicherung der Zündnadel und fionalen Jericho, aber sie leistet trotz alledem dem beim Auffahren deren Aufstoßen. Redner bringt den neuen deutsch- tschechischen System Patendienste unfall beim Ueben im Handgranatenwerfen in und treue Gefolgschaft. Die Uhr geht also zweiPoprad zur Sprache und verlangt Untersuchung fellos nach dieser Nichtung durchaus richtig. und Aufklärung. Die Uebungen mit scharfen HandAber eine andere Frage ist es, wie sich der granaten forderten schon unzählige Opfer, sie sind wedlos, weshalb ihre Auflassung gefordert neue Umschwung in der deutschen Politik des Landes auswirkt, ob er der Verständigung werden muß. Der nächste Redner, Senator Nowak der Völker dieses Landes die Wege ebnen ( tschechischer Sozialdemokrat), zerpflückt die angewird. führten Nebensächlichkeiten des Berichtes und weist nach, daß man ihn bei seinen Erhebungen absichtlich in die Irre führen wollte. Senator Dyr sieht in bem unglüd eine mit Absicht herbeigeführte Mordtat und bringt indirekt die Sommunisten damit in Verbindung. Senator Koutny( Kommunist) berwahrt sich gegen diese Unterschiebung. Der Bericht des Ministers wird von der Mehrheit zur Kenntnis genommen. Senator Genosse Jotl beanAus- tragt noch, am selben Tage eine Sigung des Ausschusses einzuberufen, auf deren Tagesordnung ledig. lich sein Antrag auf Erhöhung der MannschaftsDer Herr Senator Dr. Ledebur hat in töhnung steht. Dieser Antrag wird abgelehnt, jedoch feinen Ausführungen zur Zuderstenervorlage auch beschlossen, daß diese Sigung nächste Woche Don gegen jene deutschen Parteien polemisiert, welchenerstag stattfinden soll. Hierauf Schluß der Sigung Genosse Beutel zu Worte, der u. a. ausführt: Die Vorlage wird schließlich von der üblichen auch in zweiter Lefung erledigt. Mehrheit unverändert angenommen und sofort Erinnerungen an das alte Oesterreich aus. Auch Die Vorlage betreffend die Zuckersteuer löst dort war ebenso wie hier gerade der 3uder ein Sodann wird ohne Debatte nach Entgegenbeliebter Artikel, wenn man dem Volk neue nahme der Ausschußberichte den SchuldverschreiSteuern auferlegen wollte. Es hat sich auch bei bungen der oftböhmischen Elektrifizierungsanleihe uns nichts geändert und wir können ruhig fagen, vom Jahre 1925 die Bupillarsicherheit zuerfaunt daß wir uns auch nach dieser Richtung hin nicht und die Vorlage über Abänderung einiger Fristen entösterreichert haben. Es ist geradezu würbei Mietverträgen angenommen, die als neue dia, in welcher Weise die neuen Belastungen bei Binstermine einheitlich für das ganze Staatsuns durchgedrückt werden. Wiederum erfahren gebiet den Monatsersten jedes Vierteljahres beeine Steigerung jene Steuern, von denen die ar- ftimmt. men Volksschichten am schwersten betroffen Ebenso werden die sogenannten römischen Verträge mit den Nachfolgestaaten über die LiquiEs ist heute nicht abzusehen, welche dierung der Wiener Postsparkasse debattelos geSeit Jahren lämpft unsere Partei um die Her- schweren Folgen dieses Vorgehen nach sich ziehen nehmigt und der Rest der Tagesordnung sodann u um beiführung eines Friedensschlusses, un die na wird. Jeder Haushalt wird eine neue brüdende auf die nächste Sibung, die Mittwoch, den 30. d., tionale Verständigung. Sie erlahmt in ihrer Arbeit und in ihren Bemühungen nicht, trotz des Belastung erfahren und die Folge werden nur um 4 Uhr nachmittags stattfindet, vertagt. Schicksals, das den vielen Verständigungsaktionen müssen. Die höchste Grenze der Steuerleistungsneue Stämpfe um höhere Löhne sein unferer Partei immer und immer wieder bereitet fähigkeit der Bevölkerung ist bereits überschritten, wird, und sie wird auch in Sinfunft nicht ermü- neue soziale Stämpfe stehen uns bevor und 31, e C a lä werden. hi den und für die Sache der Verständigung immer das traurigste bei alledem ist, daß an der AusVor Schluß der Sigung erbat sich noch Genosse Dr. Heller und immer wieder ihre ganze Kraft einsetzen, plünderung der ärmeren Volksschichten jest auch das Wort und gab in Erwiderung auf die in ihre Bemühungen immer wieder stets erneuern. Die deutschen bürgerlichen Parteien Anteil neh- führungen Ledeburs folgende Erklärung ab: ig Auch der neue Ausgleichsantrag, der nun men. Wir sind leider nicht in der Lage, in endlich nach so viel Fährlichkeiten den Weg in irgend einer Form die Mehrheit an ihren Versch den Verfassungsausschuß gefunden hat und dort brechen zu hindern, sondern sagen nur: Fahren கு 27. Juni 1925. Das„ Christentum" unserer Klerifalen. gesagt: Rede des Genollen Nießner zur Kongrua- Erhöhung. Prag, 26. Juni. In der geftrigen Rongruas öffentlichen Wahlen im Jahre 1925; darin wird[ bebatte nahm Genolle Nien er die Gelegenheit wahr, um die ganze Frechheit der Klerikalen aufs zudeden, die sich zuerst in einem schändlichen Tauschgeschäft gegen die Zölle für ihre Geistlich feit eine Kongruaerhöhung erhandeln und dann noch die Stirn haben, mit bewegten Worten den Sozialdemokraten Mangel an sozialer Einficht vorzuwerfen, daß sie das Elend der niederen Geistlichkeit nicht sehen wollten, das durch die Kongruaerhöhung eben gemildert werden müsse. Diesem Jammergeschrei gegenüber verwies Genosse Nießner auf die ungeheuere Not in den Schichten des Proletariates, das die Kongrua durch eine neue Verschärfung seines Elends tener bezahlen muß, legte den Zwiespalt bloß, der zwis schen der Lehre Chrifti und den salbungsvollen Predigten seiner Stellvertreter auf Erden über die gottgewollte Scheidung zwischen arm und reich flafft, und übte eine geradezu vernichtende Kritik an der sozialen Einstellung der Kirche und ihrer Diener, die stets auf Seite der Ausbeuter zu finden sind. Nachstehend die Ausführungea Nießners: Wir sollen eine Gehaltserhöhung an die Seelforgerschaft und an die firchlichen Beamten bewilligen; zur Begründung dieser Forderung wird angeführt, es gehe einem großen Teil der Geist lichkeit schlecht, sie leide Not. Ich muß darauf antworten: es geht heute, nach den Zerstörungen des Krieges, dem größten Teil der Bevölkerung schlecht. Es herrscht im Lande eine Not, wie sie lange vorher nicht in gleichem Maße geherrscht hat. Eine ungeheure Arbeitslosigkeit, viele Zehntausende, die nicht voll beschäftigt werden können. die Kurzarbeit leisten müssen, find das Kenn zeichen einer schweren Krise. Die Löhne sind derartig niedrig, daß fie tief unter dem Eristen minimum, unter dem Maß des für das Leben Allernotwendigsten stehen, fur;, es herrschen Gerhältnisse, wie sie ärger kaum vorstellbar sind. Die Fürsorge, die man gegenüber der Geistlichkeit zeigt, hätte man in erster Linie der Majje der berelendeten Proletarier angedeihen lassen müssen, denen aber, statt Hilfe, cine Kürzung der Arbeitslosenunterstützung beschert wird. die In Wirklichkeit sehen wir aber, daß die Kirche im Staate eine ungeheuere Wacht „ Vorerst lehrt der Herr, daß es töricht ist, das geworden ist, eine politische Macht, und diese Glück in den wechselnden irdischen Gütern zu suchen, lagen dürften nur die Vorbereitung für beabStandesgemäße fleißige Arbeit und ein diesem sichtigte weitere Schröpfungen sein. Gegenüber Fleiß gleichkommendes Vertrauen auf die Güte diesen unberechtigten und unwahren Stragen stelle Gottes ist Pflicht jedes Christen. Die unerfättlich ich fur; den Tatbestand fest, daß der Höchstgehalt, große Gier kann nur gebrochen werden durch das den jetzt ein Geistlicher bezieht, nach der neuen Beispiel jener, die diese Leidenschaft mit Füßen Stongruavorlage der Mindest gehalt fein treten und das Geld verachten. Das ist das größte wird! Ein Kaplan wird mehr als ein Absolvent von dem Geiste des Christentums. Daher seht der einer Hochschule erhalten, weil er ja noch Anspruch Herr der Guade hier die freiwillige Armut derjeni auf eine Naturalwohnung besitzt. gen entgegen, die von ihm berufen sind." Diener der Kirche, die Priester. Wer sind diese Berufenen? Doch wohl nur ,, Diejenigen aber", heißt es in diesem Hirtenbrief weiter,„ die trotzdem der Sabgier weiter dienen, sollen wissen, daß ihrer die ewige Verwer fung harrt. Die freiwillige Armut als Engel der Barmherzigkeit an der leiblichen Armut sei wieder als Kulturfaktor gesucht und geschätzt, damit diejenigen, die den Glauben an Gott und die Menschen verloren haben, sich wieder in die Ordnung der Gesellschaft einsinden." Das ist wohl eine Aufforderung an diejeni gen, die ihm zu dienen" berufen sind; die sollen die freiwillige Armut auf sich nehmen. Aber wir sehen nicht, daß Sie diese Mah" ung befolgen! Wenn der Herr Bischof von Leitmerit seinen Gläubigen verkündet, daß Armut etwas Er strebenswertes ist, warum fängt er nicht selbst an, warum muntert er nicht seine Kollegen dazu auf, dieses Beispiel zu geben? Es wäre doch nur gerecht, wenn sie von dem Ueberfluß. den sie haben, etwas ausgleichen würden. Man sagt uns, daß das, was den Geistlichen mit der Kongrua gegeben wird, nur etwa 38 Millionen Tatsächlich wird die Geistlichkeit die absolut und relativ am besten gezahlte Beaniten. schichte im Staate sein! Darum ist dieses Gejamuter, das jetzt erhoben wird, geradezu empörend. Am empörendsten aber ist es, wie es zur Einbringung dieser Ston grua überhaupt gekommen ist; am empörendsten ist das Tauschgeschäft, das von Agrariern und Klerikalen abgeschlossen wurde. Ant selben Tag, an dem wir hier die Zollvorlage abgestimmt haben, wurde auch schon die Kongruavorlage in abgekürztem Verfahren dem Ausschuß überwiesen. Seite 3. Und wie will die Kirche, die große soziale Not, des ungeheure Nebel des Massenelendes lindern und beseitigen? Wie löst sie die soziale Frage? Wan beruft sich da mit großer Begeisterung auf den Papst Leo XIII, der eine Encyklika über die Arbeiterfrage erlassen hat. Was sagt Leo XIII. hierin über die Arbeiterfrage? Vor allem sei von der einmal gegebenen unber nach in der bürgerlichen Gesellschaft eine Gleichänderlichen Ordnung der Dinge auszugehen, wor machung von hoch und niedrig, von arm und reich, schlechthin nicht möglich sei. Es mögen die Sozialisten solche Träume zu verwirklichen suchen, aber man kämpfe umsonst gegen die Naturordung an. Dieser Zustand also der heutige sei aber ein sehr zwemäßiger, sowohl für den einzelnen, wie für die Gesellschaft! Wenn die Bestie Kapitalismus frei und ungehemmt vasen darf, das finden die Klerikalen vollständig in Ordnung und das Rezept, das sic vorschlagen, heißt: Demut, Bescheidenheit, Ergebenheit in fein Los, fein Rütteln an den Grundfesten dieser entsetzlichen menschenmordenden Gesellschaft; es iſt gottgewollt, es iſt naturgewollt, es ist unfehlbar, der Papst hat es verkündet. gen? Das reden Sie uns von sozialen Erwägun Glauben Sie denn, wir haben es vergessen, daß die Kirche und ihre Diener feit jcher und heute vielleicht mehr als je die Todseindin des Aufstieges der proletarischen Massen ift? Glauben Sie, wir haben es vergessen, daß in einem der letzten Sirtenbriefe die tschechoslowaalle, fischen Bischöfe des gesamten Episkopates welche Angehörige der sozialistischen oder kom munistischen Partei sind, oder seien sie auch nur Mitglieder der freien sozialistischen Gewerkschaf unten, ewige Verdammnis und Höllenein strafen angedroht haben, daß hier der unerhörteste Terrorismus auf die Gläu bigfeit der Menschen angewendet wird zu Zwecken der klerikalen Partei? Sie trauen einander nicht. Sie haben wohl einen Palt geschlossen, aber die christlichen Herren gehen auf Numero sicher und drängen darauf, daß die Sanktionierung des einen Gefeßes nicht früher und nicht später als die des anderen erfolgt. Soweit ich Kenntnis habe, befindet sich ter den gesamten Mehrheitsparteien nicht einziger Jude. Aber das Geschäft, das da geschlossen wurde, das erinner an das alleröstlichste Galizien. Ich glaube, daß die schäbigste Chabrus gewiß Bedenken hätte, einen solchen schmählichen Handel abzuschließen, wie ihn diese Patentchriſten abgeschlossen haben, damit es den Geistlichen, die die Armut als Verdienst predigen, besser geht, helfen sie das Brot vertenern! Glauben Sie, wir sehen es nicht, daß die Kirche immer wieder nur an der Seite der Mächtigen, der Regierenden, der Herra schenden und der Reichen steht, daß sie alle ihre Sträfte darauf verwendet, um gegen die Armen, gegen die Mühseligen und Beladenen Stellung zu nehmen? Ihre sozialen Erwägungen werden erst lebendig, wenn es sich Sie sagen, es wäre im Interesse der Landwirt- um die eigene Tasche handelt, aber wenn Arbeischaft notwendig gewesen. Sie haben aber nicht ter einen Streif zur Erringung eines größeren christ- Stückchens immer so gesprochen. Ich habe hier die christ Stückchens Brot führen, dann erklären Sie: Laßt fichsoziale Deutsche Presse" aus der Zeit vor Euch sagen, das ist eine Auflehnung gegen Gotdir nicht den Bund der Landwirte wählen: der Wahl." Damals hat man behauptet, man tes Weltordnung. Ihr dürft auf Eure Arbeitgedürfe ber feinen ungefeßlichen Druck ausüben! ,, Der Bund der Landwirte ist wie die Sozialdemokraten eine Standespartei. Sie vertritt daher einseitig und befangen nur die Interessen eines Standes und trägt so dazu bei, die Gegensätze zwi schen den einzelnen Berufsständen verschärfen, statt sie auszugleichen. Alle müssen miteinander leben und einer ist von dem anderen unabhängig. Eine Bauerntlassenpartei ist aber von vornherein und auf ewige Zeiten verurteilt, eine Minderheitspartei zu sein... Jedem Vaner stehen mindestens zehn Nichtbauern gegenüber. Darum ist es ein Unglück, einen Stand gegen den anderen zu mobilisieren." Wir sind durchaus nicht dagegen, daß die Geistlichkeit entsprechend und gut entlohnt wird. Es ist nur die Frage, wer sie entlohnen soll? Da wäre es in erster Linie Pflicht der Kirche selbst, etwas von ihren ungeheueren Einfünften zu opfern zur Besserung der Lage und zur Befeitigung der Armut des armen Klerus! Die Erhaltung der Priester, die die Beamten einer bestimmten Religionsgenossenschaft sind, ist eben Sache der betreffenden Religionsangehörigen und Unter den gezählten 74.000 Arbeitslosen gibt nicht Aufgabe des Staates, und es geht nicht an, c3 nur 24.000, die Arbeitslosenunterstützung be. daß die Steuerträger hiezu benützt werden. Wenn fommen. Um alle übrigen kümmert sich nie ich ein gläubiges Mitglied der katholischen Kirche mand. Da verweist man auf die Not des nie- daß man auch Ungläubige, auch Angehörige an wäre, würde ich es mit Entrüstung zurückweisen, deren Klerus. Es sei nicht geleugnet, daß es einem großen Teil der kleinen Geistlichkeit nicht berer Kirchen dazu verhält, für die Diener und rofig geht, daß er schlecht entlohnt wird. Aber Beiträge beizusteuern. Das ist nicht moralisch, und Beamten der katholischen Religionsgenossenschaft felbft den Schlechtestentlohnten unter den Geiſt lichen geht es nicht am schlechtesten. Sie find, auch gerade die Herren Geistlichen müßten sich dagegen wenn man den Intelligenzgrad berücksichtigt, noch verwahren. Allerdings fällt einem hier wieder lange nicht die schlechtestbezahlte Schichte. Sie das bekannte Wort vom guten Magen der Kirche haben vor allem ein ordentliches Obdach über ein, der noch so manches andere zu vertragen imihrem Kopfe; sie müssen sich um ihre Existenz stande ist. nicht sorgen, denn von dem Moment an, wo ein Geistlicher aus dem Alumnat hervor geht, braucht er nicht mehr zu zittern, daß er seine Existenz einbüßt, während heute nahezu jeder andere Staatsbürger betrage. Vor allem muß man entschieden die bor der Gefahr steht, seine Eristen; zu verlieren. Richtigkeit dieser Höchstgrenze anzweifeln. Für Es werden zur Begründung der Behauptung diese Behauptung fehlt jeder Beweis und auch der schlechten Lage des niederen Klerus Ziffern der Motivenbericht gibt sich feine Mühe, dies de angeführt; diese Ziffern sind aber zum großen tailliert dazutun. Aber nehmen wir an, es sind Teil Blendwerk. Man fann ja jemandem, nur 38 Millionen. Müßte man mit diesen 38 der die Verhältnisse nicht fennt, vorspiegeln, daß Millionen jährlich nicht notwendigeres die Einnahmen mancher Pfarrer wirklich monats durchführen, nicht ärgeres Elend stillen, als daß lich nur 600 bis 700 Stronen betragen, in Wirk- man es zur Aufbesserung der Gehälter der geist lichkeit ist es aber nachgewiesen, daß die wirklichen lichen Herren verwendet, die sich ja hauptsächlich Einnahmen der meisten weit höher sind. Es auf das Jenseits" vorbereiten? ist doch ein öffentliches Geheimnis, daß die Be rechnung des Ertrages der Pfarrgründe nicht nach dem wirklichen Ertrage erfolgt, sondern daß sicher alle Pfarrer bis jetzt ihre Einnahmen aus dem Es wird abgezwickt bei wichtigen Dingen, bei Grundbesitz nach dem Katastralreinertrag verreth der Arbeiterfürsorge; unsere Spitalschande schreit net haben, wie er vor weit über 200 Jahren beum Simmel; unsere Armenversorgung liegt darrechnet wurde, und der einen verschwindend lächer- nieder. Dennoch hat man nicht gefragt, woher lichen Betrag ausmacht, während die wirklichen man das Geld nehmen soll. Bei den StaatsGinnahmen vielfach tausende Kronen betragen beamten hat man für eine Bedeckung gesorgt; man daß wir sozialen Erwägungen nicht zugänglich hat gleichzeitig mit der Besoldungsvorlage neue Steuern verlangt, die Erhöhung der Zucker- sind und nicht die Not erkennen wollen, unter und der Spiritussteuer beschlossen, man plaut eine der die Geistlichkeit leidet. Sprechen Sie doch Erhöhung der Eisenbahntarife und wird aus den nicht von sozialen Erwägungen! Zöllen hunderte von Millionen Kronen einnehmen und behaupten, daß man sie für die Staatsangestellten verwenden wird. Man behaftet die Staatsangestellten mit dem Stigma, daß sie es sind. welche der Bevölkerung das Leben verteuern. haben. Dem Staate haben sie als Einnahmen eben nur wenige Kronen verrechnet und sich von ihm die Kongrua draufzahlen lassen, obwohl ihre Einnahmen in Wirklichkeit höhere waren. Genau so war es auch mit den Stolagebühren. Diese berechnen sie noch immer nach der alten Stolatare aus dem Jahre 1750! Haben die geistlichen Herren, die so dem Staate eine falsche Rechnung vorgelegt haben, nicht ihr Gewissen beschwert? Ich möchte auch meine Verwunderung darüber aussprechen, daß die Klerikalen gerade in diesem Falle, wo es sich um die materielle Lage der Geistlichkeit handelt, plößlich die Armut als ein schweres Uebel ansehen. Nach der christlichen Lehre ist ja die Armut lein Uebel, sondern sie wird geradezu als nachahmenswert gepriesen, und es als ein Merkmal eines guten Geistes hingestellt, wenn man sich seiner Habe entledigt. Christus hat nichts gehabt, wo er sein Haupt hätte niederlegen können. Was soll man aber zu jenen Kirchenfürsten sagen, die Schlösser besitzen und ungeheuern Grundbesiß haben? Ich habe hier den Hirtenbrief des hochwürbigsten Herrn Bischofs von Leitmeritz zu den Ueberall und immer hören wir das Wort: Sparen! Aber bei den Geistlichen hat man nicht nach der Bedeckung gefragt, da hat es einfach geheißen: die Bebedung folgt aus dem Religionsfonds, der einen Reinertrag von 2.7 Millionen Kronen fährlich aufweist, was faum auf das Salz für die Geistlichkeit hinreicht. Diese Berufung auf den Religionsfongs ist eine reine rozzelei; Tatsache ist, daß man nur Staatsgelder und Steuergelder für die Bedeckung der Kongruavorlage verlangt. Die Kongrua foll überdies nur eine Abschlagszahlung auf die berechtigten Forde rungen" der katholischen und sonstigen Geistlichkeit fein. Es hätte mich gewundert, wenn die Kleritalen diesmal aus ihrer Rolle der Verfolgten gefallen wären, Die Kleritalen sind immer verfolgt..immer unterdrückt und nie zufrieden. Und nun sehen wir die Herren Selerifalen mit Hilfe des einen Standes gegen den anderen mobilisieren, ebendieselben deutschen Christlichsozialen, die vor den Wahlen behauptet haben, auf einen Bauern kämen zehn Diesem kleinen zehnprozentigen Nichtbauern. Bruchteil helfen die übrigen 90 Prozent durch die Vertenerung der Lebensmittel. Jedem Priester, der hei Entgegennahme des erhöhten Gehaltes sich vorstellt, daß draußen die Proletarierkinder deshalb weniger Brot zu effen an Krankheiten dahinfiechen, müßte sich das Herz im Leibe zusammenkrampfen und jeder Bissen im Munde umdrehen, bei der Entgegennahme eines solchen Sündengeldes, das herausgepreßt ist aus dem entschlichsten Glend der armen Menschen. Da wagt man es, uns noch vorzuiverfen, ,, Sozial" ist in dem Titel, den die Christlichsozialen führen, genau so ein Aufpuß, wie das Wort„ christlich". Im Vorjahr hat in Stockholm eine Weltfirchenkonferenz getagt, an der Vertreter aller firchenkonferenz getagt, firchlichen Genossenschaften mit Ausnahme der katholischen teilnahmen. Von dieser Kirchenfonferenz ist nach Beendigung des Strieges eine Botschaft an die Welt ergangen, die wert ist, im Gedächtnis behalten zu werden. Es heißt darin: ,, Wir bekennen vor Gott und den Menschen die Irrtümer und Fehler der Kirche. Wir haben in Mitgefühl und Liebe versagt, an den arbeitenden lassen, insbesondere haben unzählige Seelen, die Gerechtigkeit und Wahrheit suchen, sich vom Erlöser getrennt, weil gerade diejenigen, die sich auf ihn bezogen haben, so unvollkommen den Herrn vertreten haben, der mild und demütig von Herzen ist. Wozu ist nun die Kirche berufen? 3ur Reue, aber gleichzeitig zur Zuver sicht. Denn sie besißt in Gott eine unerschöpfliche Quelle." Alle Kirchen haben da versprochen, Buße zu tun. Die Bischöfe und Vertreter aller firchlichen Gemeinschaften haben in Stockholm nach langen Beratungen die Erkenntnis geschöpft, die Kirche habe versagt. Nur die katholische Stirche will dies nicht zugeben. Nur die katho lische Kirche verharrt auf dem Standpunkt, auf dem sie seit jeher gestanden ist. Seit die Bewe gung des Christentums eine Religion geworden ist, eine Institution, eine politische, wirtschaftliche und soziale Macht, seitdem hält sie es immer nur mit denen vom großen Geldsack und ist Fein bin derer, die nichts haben. Es geht in diesem Falle nicht bloß um die Gehaltserhöhung der Geistlichen, es geht auch um eine Machtprobe, welche der Kleritalismus liefern wollte und mit Erfolg geliefert hat. Als die tschechoslowakische Republik gegründet Ich leugne nicht, es gibt unter den Chriſten wurde, stand als eine der ersten Verheißungen sehr viele gute Menschen wie unter den Ange- die Regelung des Verhältnisses, die Trennung hörigen jeder Religion. Darauf kommt es nicht zwischen Staat und Kirche auf dem Programme. an, daß es fatholische Fürsorgeanstalten, daß es wenn man das heute hört, flingt es wie Nonnen gibt, die mit Verlenguung alles Jrdi- Märchen aus uralten 3eiten. Wie hat schen sich der Pflege armer Menschen widmen. sich alles in den kaum acht Jahren seit Gründung Das hat niemand geleugnet; ist es doch höchstens dieses Staates verändert. Von der Trennung ein Beweis für die Güte im menschlichen Wesen, der Kirche vom Staate ist man ausgegangen; daß sich immer wieder Menschen finden, die wiederholt hat es Regierungen gegeben, die dies alles hintanseben und nur dem anderen als Programm aufgestellt haben, und heute halten leben. Das beweist aber nichts für die Kirche. wir- bei der Kongrua, die den Staat, die Was ist das Ergebnis des Verkündens des ganze Bevölkerung der Kirche und ihren Angehöchristlichen Evangeliums durch fast 2000 rigen geradezu tributpflichtig macht. Jahre? Diese Idee hat Bankerott erlitten! Was ist denn in den 2000 Jahren geschehen? Welche Probleme hat die Kirche, die 2000 Jahre unum schränkt geherrscht hat, gelöst? Die sozialen Gegensäße in der Gesellschaft find krasser und klaffender als je! Diese Entwidlung kann uns nicht überraschen. das Proletariat ist in diesem Staate aus nationalen und anderen Gründen infolge seiner Zersplitterung zu schwa ch gewesen, um diesem Ansturm standzuhalten und diese Machtprobe zugunSten des Freisinns zu entscheiden. Wir sehen die felbe Entwicklung im tschechischen Bürgertum sich vollziehen, die sich im deutschen Bürgerfumt längst bollzogen hat. Dem flerikalen Redner hier haben deutsche und tschechische Agrarier applaudiert, die früher einmal, wenn ich utich recht erinnere, Anhänger der Los von Rom- Bewegung waren. Die Vorlage betreffend die Kongrua ist eine Folge der politischen Machtänderung in die fem Staale. Die Bourgeoisie, die Reaktion hat bei den letzten Wahlen gefiegt und sie gebraucht ihre Macht. Dieser Tatsache müssen wir jetzt ins Auge schauen und die sozialistischen Parteien werden bei ihrem Verhalten in Hinkunft noch mehr damit rechnen müssen. Was wir hier sehen, das ist der Beifall der vereinigten internationalen Reaktion, das ist der Ausdruck eines Geistes, einer Gesinnung und eines Willens, hier im Staat zu herrschen und den Staat nach dem Willen dieser neuen Mehrheit einzurichten. Wir haben immer gesagt, die Klaffengegensätze werden sich auch im tschechischen Volfe einmal stärfer erweisen, als alle nationalen Gegensätze. Der Augenblick naht immer stärker heran. Wir fönnen hier nur protestieren gegen das alles, was hier vorgeht. Ich sage zu den Herren von der Mehrheit: Triumphieren Sie nicht über die Macht, die Sie haben. Sie können uns Schlappen bei bringen, Sie können dem Sozialismus zeit weilig eine Niederlage bereiten. Aber das, was jetzt geschieht, wird sich doch einmal politisch auswirken. Ueber alle Trübsale mancher Tage hinweg beseelt uns eine Uebers zeugung und eine Hoffnung, das ist die, daß der Ausgebeuteten mehr sind, als der Außbeuter. Und diese Mehrzahl wird einmal ficgen. ( Lebhafter Beifall und Händellatschen.) Telegramme. Schwere Hochwasserschäden in Deutschland. Viele tausend Quadratkilometer unter Wasser. s Bürgerliche Realpolitik. KONGRUA ZŐLL Das Volt, das an ihr verblutet. 900 Berlin, 26. Juni.( Eigenbericht.) Jeßt erit lajsen sich die Schäden übersehen, die das Hoch- Kommuniquee ausgegeben, in dem es heißt, nich die wasser in Deutschland allenthalben angerichtet hat. daß der Ministerpräsident Briand in der Besonders schwer getroffen ist das Stromgebiet der Sitzung die Hauptgedanken der Regierungserklä Elbe und auch das der Oder. Viele tausende rung beleuchtete und Finanzminister Caillaug Quadratkilometer Accker und Wiesen sind überflu- über die Finanzlage berichtete. Die Regie tet und große Bestände von Bich vernichtet. An rungserklärung wird in der Montagssigung des vielen Orten sind die Dämme durchbrochen und Kabinetts- und Ministerrates abgefaßt werden. die Wasserfluten haben sich weit über das flache Minister Caillaux wurde damit betraut, deit AbLand ergossen, so daß ganze Ortschaften vom Ver- fatz der Erklärung über die Finanzlage auszulehr völlig abgeschnitten. Auch wenn das Hoch- arbeiten. wasser schon zurückgehen sollte, so dürfte die Ernte Ministerpräsident Briand erklärte den durch die zurückgelassenen Schlammaffen schon Pressevertretern gegenüber, daß sich der Ministerschwer beschädigt sein. Auch in den nicht direkt rat mit der Frage des Washingtoner Abüberschwemmten Teilen des Reiches hat sich das tommens nicht eingehend befaßt habe. MiniGetreide infolge des ununterbrochenen Regens ge- fter Caillaux werde mit dem Washingtoner legt, die Heuernte ist vielfach überhaupt vernichtet. Der Reichstag wird sich bereits in den näch sten Tagen mit den notwendigen Hilfsmaßnahmen beschäftigen. Wittenberg, 26. Juni. Zwischen Schwadenburg und Wahrenberg ist der Sommerdeich geborsten. Die aus Wittenberg, Oderburg und Stendal eingesetzte Nothilfe wurde zurüdgezogen. Menschen sind nicht ums Leben gekommen. 9000 Morgen Aderland stehen unter Wasser. bei den Wahlen in der Wiener Arbeiterkammer. Paulstumpolet? Die spanische Berschwörung. Paris, 26. Juni. Wie der„ Matin" aus Madrid meldet, war die gegen die Regierung Primo de Riveras in Spanien soeben aufgededte Verschwörung hauptsächlich in den Reihen der Offiziere verbreitet, welche mit den parteiischen Beförderungen unzufrieden waren. Eine Reihe von Redakteuren und Anhängern der liberalen Partei wurde verhaftet. Chicago Tribune" zufolge beziffert sich die Gesamtzahl der Verhafteten auf 200. Rundfunt für Alle! 27. Juni 1926. Tagesneuigkeiten. Die Sanzer Arbeiterschaft gegen die Zölle. Die Saazer Protestkundgebung am Freitag im Schüßenhause hatte trotz der Konfiskation des Flugblattes, mit welchem diese einberufen werden follte, einen sehr guten Besuch aufzuweisen. An Stelle des verhinderten Genossen Abg. Kaufmann erstattete Genosse Perner aus Teplitz das Refe rat zur Tagesordnung. In scharfen Worten befaßte fich der Referent vorerst mit der Konfiska tionspragis der Saazer politischen Bezirksverwal tung, geißelte dann den Volksverrat der Deutschbürgerlichen, und protestierte, oft von lebhaftem Beifall der Versammlung unterbrochen, in leidenschaftlicher Weise gegen den Raubzug auf die Taschen des Proletariats, welcher begangen wird durch die Agrarzölle, die Kongrua, die Zuckersteuer, die Verschlechterung der Sozialgesetzgebung. Anschließend an die Ausführungen sprach für die Kommunisten ihr Sekretär Pölzl. Nach einem anfeuernden Schlußwort konnte nach mehr als zweistündiger Dauer der Vorsitzende Genosse Czerny die schön verlaufene Kundgebung schlie ßen, die ein Beweis mehr ist, daß das Proletariat nicht gewillt ist, alles ruhig über sich ergehen zu lassen, sondern daß es gewillt ist, zu kämpfen, bis es den Endsieg errungen hat. Mauereinsturz auf dem Hradschin. In der Nacht auf Samstag stürzte ein Teil der Grenzmauer zwischen der Prager Burg und dem Parf der Prager englischen Gesandtschaft ein. Die Urfach des Einsturzes ist in der fehlerhaften Ronstruktion dieser Mauer zu suchen, die vor Jahren von der Verwaltung des ehemaligen Palais Thun als Mantelmauer für die massive Mauer der Burg gebaut wurde und die sich nunmehr gegenüber den katastrophalen Regengüssen als unzulänglich erwies. Eine Gefahr weiterer Schäden besteht nach amtlichen Versicherungen nicht. Der Fall Raff. Als notorischer Schädling der Partei und der Genossenschaften ist Siegmund Staff vor einigen Monaten aus der Wiener Partei aus geschlossen worden. Seit dieser Zeit hat dieser feine Herr auch den letzten Rest von Bedenken aufgegeben und betreibt eine beispiellos gehässige Hebe gegen Partei und Genossenschaften im Dienste und zur Freude der Unternehmer und aller Feinde der Arbeiterklasse. Da nun auch die bürgerliche Bresse in der Tschechoslowakei das Material", das der würdige Kaff in seinen Broschüren verzapft, gegen die Sozialdemokratie auszunutzen versucht, ist es wohl gut, die erledigte Affäre noch durch einen Epilog abzuschließen. Man schreibt uns aus Wien: Mit den Angelegenheiten, die der aus der Partei ausge schlossene Herr Raff in seiner Broschüre in durchaus Sendun- entstellender, gehößßiger und unwahrhafter Art behandelt, haben sich zunächst die zuständigen Störperschaften befaßt, n. zw. die GeneralversammIung der Großeinkaufsgesellschaft Porgramm für morgen, Montag. österr. Konsumvereine und die Genossen Prag, 368. 14: Prager Börfe. 17.45: Debifen, Nachschaftskonferenz dieser Konsumvereine, die börfe. 11.30: Landwirtschaftlicher Rundfunk und Preisenachrichten. 12: Seitfianal aus der Brger Sternwarte. 14: soeben vom 19. bis 22. Juni stattgefunden haben. Börsennachrichten. 16.30: Nachmittagsfonsert. Spielt Brozs In diesen Körperschaften wurde das Vorgehen Blasmufit. Kmoch: Wein Pferdchen. Marsch. Seutman: Brunette, Bolla. Smolit: Im Schneefturm. Walzer. Pánek: Raffs verurteilt, nicht ein Mann und Baruska. Bolla. Baner: Aus alten Seiten. Ländler. Star. nicht eine Stimme hat sich für ihn ermazin: Bera. Polla. Kutman: Aus dem Geenland. Walzer: hoben und all den Genossen, die Staff begeifert, ist Smolit: Heiliger Abend. Wolfa, Panet: Ländler. Kutman: Beim 3tel. Gallopp. 17.30: Vortrag. Direttor 3. Ort: Dank, Anerkennung und Vertrauen einstimmig ausDie heutige deutsche Sendung entfällt. Botschafter Berenger verhandeln, wor- Ebenso( dant des Sokolfestes) die deutschen auf die Frage den Gegenstand von Erwägungen Dungen am 4., 5. und 6. Juli. der Regierung bilden und in den Finanz- und Außenausschüssen des Senates und der Deputiertenkammer werde beraten werden. Der Ruffentredit perfett. 800 Millionen Mark Industrickredite. Berlin, 26. Juni.( Eigenbericht.) Zwischen der Sowjetregierung und dem deutschen Bank- Schüben wir unsern Defib. 17.45: Börsennachrichten: gesprochen worden. Der Verband österr. KonsumSozialdemokratischer Wahlfieg tonsortium iſt es zu einer Einigung über den sogenannten Russentredit gekommen. Dieser Kredit an die russische Industrie beträgt 300 Millionen Mart, die Hälfte davon ist langfristig bis zu viereinhalb Jahren und soll zur Finanzierung von großen Neuinstallierungen im Naphtagebiet sowie in der Metall- und Zuderindustrie dienen. Die andere Hälfte läuft bis Ende 1928 und soll sur Finanzierung von laufenden Anlagen dienen. Die deutsche Regierung hat eine Ausfallsgarantie bis zur Höhe von 60 Prozent gewährt. Die VerWien, 26. Juni.( Eigenbericht.) Heute fanden in ganz Desterreich die Wahlen in die Arbeiden in ganz Desterreich die Wahlen in die Arbei terkammern statt. Für Wien wird das Ergebnis spät abends bereits bekannt; es stellt einen glän zenden Sieg der freien Gewerkschaften dar. Hier haben in der Sektion der Arbeiter die freien Gewerkschaften 95.030 Stimmen erhalten, dagegen Deutsche Sendung. Univ.- Prof. Dr. Adalbert Prey, Restaurant Babřel. 17.40: 18: Landwirtsch. Bran: Die Entfernungen im geliraum. 18.15: Landwirt. vereine hat sich auch dahin entschieden, Herrn schaftlicher Rundfung und Breffenachrichten. 19: Opernüber Staff, der heute für den Unternehmertragung aus dem Nationaltheater in Prag." Dalibor", von . Smetana. 22: Beitfianal, Sport, Theater. und die verband schreibt, nicht den Gefallen zu tun, neuesten Nachrichten des Preßbüros. Tanamusik aus dem einen Monstreprozeß vor bürgerlichen und zum Teil Brünn, 521. 14.30: Brager Effeftenbörse, Wetter, Hakenkreuzlerischen Richtern zu inszenieren. Der einbort, Theaternachrichten und Nachrichten des Breßbüros. sige zuständige Richter für den Genossenschafter iſt funt: Dr. Baudyk: Beilfragen über Bllanzenschub. 18.20: ſeine Generalversammlung, und diese hat einmütig Vortrag Infv. J. Narklet: Im Grab Thutenkamons. 19: erkannt, daß alle die Anschuldigungen Kaffs unKonzert d. Mährischen Quartetts: mit. Brof. b. StaatsConferv. in Brünn Gr. Kudlaček, 3. Jedliéfa, J. Trfan, wahrhaftig und hinfällig sind."- Wir fügen dem esitationen und Gefang. Hierauf Nachrichten des Prek Renner auf dieser Tagung gehalten hat, als 3 Křener. A. Dvořák: Es Dur. A. Dvořák: F- Dur. 20: noch hinzu, daß das Referat, das Genosse Dr. büros und Sportbericht. Berlin, 20.30: Rezitationen: Alfred Bolgar( Sans Broschüre erscheinen wird. Ihr Inhalt ist auch 20.25: Symphoniekonzert des Schlesischen Landesorchesters. vereine, sehr gut zu verwerten. Wien, 20.10: Konzertakademie. die Klerifalen nur 7141, die Kommunisten 5043 injung beträgt ein Prozent über den Reichsbant Neimann). 20.50: Kammermusi! von Haydn bis Schönberg. für unsere Bewegung, insbesondere unsere Stonsumund die Gelben gar nur 1177. In der Sektion ber derzeit 9,4 Prozent. Angestellten haben die freien Gewerkschaften Die jetzt abgeschlossenen Verhandlungen droh21.692, die Christlichsozialen 4152, die Gelben 4109 und die Kommunisten 208 Stimmen erhalten wiederholt zu scheitern, da die deutschen Banten; außerdem brachte eine nentrale Liste 171 fen ihre Forderungen zu hoch schrauben wollten. Ob die evivartete Belebung der Industrie durch Stimmen auf. diesen Kredit erreicht wird, ist noch fraglich, zu mal die Russen ihre Aufträge in letzter Zeit hauptsächlich nach England und Amerika vergeben haben. Pensionierung des Gouverneurs Ber Banque de France. -VO * Programm für morgen, Dienstag. Breffenachrichten. 9: Umzug der Solol- Böglinge bura Prag. Meeresstrand. D Pařit. J. B. Foerster: Prinzessin Löwen Uebertragung aus dem Stadion, Stošike. II, öffentliches Aufs Fich: Wenn die Liche Tommt. Was schon in meinem Leben. für Posaune. B. Smetana: Arie aus der Oper Die ver. Die Eröffnung des Internationalen Bibliothe larenkongresses findet am 28. d. M. um halb 11 Uhr Bras, 368. 8.15: Landwirtschaftlicher Rundfunk und vormittags im Pantheon des Nationalmu 11 matinée( aus bem Atelier). Ant. Dooraf: Legende Nr: seums in Prag statt. Eröffnen wird ihn der Vor1. Ant. Dvořák: Ballade. Geige B. Frait. D. Smetana: Am fißende des vorbereitenden Ausschusses, Univ.- Prof. aan. Ant. Dvořát: Masuria. Geige 3. Stopanet. D., Nebbal: Dr. Tille, worauf die Begrüßung namens der der faule vans. Sexielt. 15: VIII. Gotol- tongres in Brag. Regierung durch den Unterrichtsminister Prof. K v č. treten der Slavischen Sofol- 3öglinge. Sede domob mui". mař erfolgt. Die einzelnen Nationen werden hier( Erste Sendung der Freiluftszene.) 22: Wettervorauslage. auf den Kongreß ebenfalls begrüßen. Im Namen Ein aussehenerregender Schritt Caillaug's. 20.02: Schauspiel. Start Sorty: Der Wasserfall Giesbach. Der Weltwanderungstongreß. Dramatisches Gedicht in 1 Aufauge. 21: Konsert. Mitw. der deutschen Mitglieder hält der Direktor der MünchParis, 26. Juni. Große Erregung rief Sertett d. R. 3. D. Smetana: Böhmische Tänze. 3. Bindner Universitätsbibliothek und erster Vorsitzender heute die Nachricht von der Abberufung des Gon- London, 26. Juni. Der internationale Wan- Dieander, W. Smetana: Böhmische Tänze. V. Novát: Ein des Vereines deutscher Bibliothekare, Dr. Hilsenverneurs der Banque de France Robineau hervor. derungskongreß wurde gestern geschlossen. Unter den Traum. D. Robbal: Dr Kutud. Afanovski Seraf: Walzerarte bed, eine Ansprache. Nach der Wahl sowohl des Finanzminister Caillaug, in dessen Stompe- angenommenen Resolutionen wird die Errichtung aufte Brani". D. Nedbal: Bom, wärchen zum" Märchen. Ehrenpräsidiums, in welches die deutsche Gruppe tenz die Ernennung und Abbernfung des Gou- von staatlichen Auswanderungsämtern Fantaste, Sextett. 22: Beltsignal, Sport, Theater. und Dr. Silsenbeck entsendet, als auch der Vorsitzende berneurs der Banque de France fällt, erließ heute in allen Ländern, die Errichtung eines Auswan Brünn, 521. 10: Matinée. Drchesterkonzert. M. Glinka: der Ausschüsse, für deren vierten die deutsche Gruppe abends ein Dekret, in dem es heißt, daß der Gon- derungsinstitutes bei dem Genfer Arbeitsamt Mußlan und Ludmila. Giordano: Fedora. Waffenet: Hero. den Prorektor der deutschen Universität in Prag, verneur der Banque de France Robincan schon die Aufhebung der privaten Auswandler, Bela: Romantische Ouvertüre. Meherbeer: Der Prof. Jatsch, vorgeschlagen hat, werden die Auseinigemale den Wunsch, in den Ruhestand zu tre- derungsagenturen, das Verbot der Prophet. Cófar Brand: Danfe lente. Grünfeld: Romance. ftellungen durch feierliche Eröffnung der im Museum ten, geäußert habe. Zu seinem Nachfolger ernannte Auswanderungspropaganda der Trans- Dieber Hito Duelle. Abam: Arie a. b. Oper Giraldo. Bizet: untergebrachten Handschriften- und Altdrucke- AusMinister Caillaux den bisherigen Direktor der portgesellschaften und die Aufhebung der Arie aus Carmen, Muforastii: Lieder, Gebet; Im Winter; stellung als eröffnet erklärt. Am Nachmittag um 4 Bank von Algier Borean. Robineau ist zum Pässe und Visa für die Auswanderer verlangt. as Bault. Celana fie o bansa. Die verkaufte Braut. Uhr wird die Ausstellung für Volksbüchereiweſen im Ehrengouverneur ernannt worden. Die Gewerkschaftsinternationale wird angewiesen, Bizet: Duett Micaela und Joló aus" Carmen. 21: Tanz: Gebäude der landwirtschaftlichen Volksbildung in die Frage der Auswanderung nach ihrer wirtschaft- murder Jazzband. Hierauf Nachrichten des Preßbliros Prag XII.( Weinberge), Chocholouškova 4, und gleich lichen und sozialen Seite und nach den Rassenver- Berlin, 21 Allerlet. Leipzig, 20.15; Dresden: Bauden zeitig die deutsche Abteilung eröffnet, wozu die schiedenheiten zu studieren und dem künftigen Kon- gauber im Riefengebirge. Breslau, 20.25: Am Tectifch. Wien, 11: deutsche Oeffentlichkeit hiemit geladen wird. Am gresse Bericht zu erstatten. Draesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters. 19.30 29. 63. beginnt der Kongreß und seine 6 Ausschüsse Operettenaufführung. Der Bogelhändler". Operette von Kart feine internen Arbeiten. Ministerrat in Paris. Paris, 26. Juni. Nach der heutigen Sizung des Ministerrates wurde ein kurzes amtliches) neueste Nachrichten des Preßbüros. bias. 9. Strauß: Ariadne aus Naros. 10: Orchesterfonaert. Massenet: Herodias. Dvořák: Sumoreste. 20: Arienabend, Mit der Puppe. Dvořák: Lieber. Gounod: Arie d. Margarete Lustspiel in 3 giften von Karl Sloboda. Beller. 27. Juni 1926. den und das Blut wird vergiftet, so daß schließlich der Tod unter heftigen Krämpfen eintritt. Eine Blutprobe der Leiche des Knaben wurde an die Universitätsklinik nach Tübingen gesandt. " Seite B. Die Schlußfolgerungen, die Uhlig aus seinen Betrachtungen zieht, ist, daß sich die Tschechoslowakei ,, auf eine dauernde Umschichtung auf dem europäischen Markt zugunsten der deutschen u fuhr einrichten und an die harte Wirklichkeit, daß un'ere Ausfuhr nunmehr unter dem stärksten tschechoslowakischen Industrie ist, ob sie sich in der Stonturren; mit der deutschen Inder tschechoslowakische Außenhandel Druck ist, gewöhnen muß". Die Schicksals' rage de im Jahre 1926. Protestversammlung in N'xdorf. Die am tooitmem ausgange auf, die bereits 1,3) fenn niemanden, tch habe keine Beziehungen, dem Donaumarkt in Wirklichkeit einen Rückgang Donnerstag, den 24. Juni von den politischen zwei Opfer gefordert hat. Ein Arbeiter ich verlange nur eines, man möge mein Manuskript erfahren hat, ist die deutsche Ausfuhr auf den Parteien und den Gewerkschaften gemeinsam ab erblindete auf dem Wege zur Arbeitsstelle und lesen. Die Kritiker mögen es lefen, meine Wei- Donaumarkt um 14 Prozent gestiegen, ein Beweis gehaltene Protestversammlung gegen die Zölle war starb kurz darauf unter großen Schmerzen. Unter nung zählt nicht, aber sie mögen die ihre fagen." gut besucht. Für die sozialdemokratische Organisa- ähnlichen Erscheinungen starb ein neunjähriger fion sprach Sen. Gen. Reys aus Schluckenau na be. Ein 21jähriges Mädchen liegt schwer Direktion der Staatsbahnen Prag- Süd verlautbart, dem Felde geschlagen werden. Selbſt in dafür, daß wir in den Nachfolgestaatent und für die Kommunisten Wid aus Reichenberg. frank darnieder. Ueber den Verlauf der Krankheit auf dem Wilsonbahnhofe in der Räumlich Polen, das sich doch mit Deutschland im Zollkrieg Zur Bequemlichkeit der Reisenden wird, wie die immer mehr von Deutschland aus Gen.. Reyzl schilderte die politische Situation feit wird berichtet: Der Hals entzündet sich ähn feit gegenüber der Zeitungsverlaufsstelle noch eine befindet, ist unser Rüdgang größer als der ben 15. Nov. 1925 und die damit verbundene Stär- lich wie bei Diphteritis, die Kranken erblin- mit der Nr. 2 bezeichnete Gepäcgarderobe Deutschlands. Der Rückgang der tschechoslowakia hung der bürgerl. Parteien und deren polit. Aus errichtet werden. Bei dieser Garderobe werden Ge- fchen Ausfuhr beträgt hier nämlich 77 Prozent, wirkung in der arbeiterfeindlichen Gesetzgebung. päditüde auch auf halbe Karten, halbe Visitkarten der Rückgang Deutschlands nur 62 Prozent. Die Arbeiter, welche in Verkennung ihrer Klassen usw., soweit der Raum reicht, angenommen werden. Ebenso wie Polen seine Ausfuhr droffelt, was zum lage den Christlichsozialen ihre Stimme gegeben haben, genießen jetzt einen politischen AnschauDer Weltreiserekord. Die amerikanischen Jour Rüdgang der Ausfuhr aller Staaten mach Polen ungsunterricht nicht nur in der Einführung der naliſten Evans und Wills, welche die schnellste WeltHeiteres. geführt hat, geht auf dem deutschen Markt infolge festen Getreidezölle, sondern auch in der ganzen reise planen, sind am 25. ds. aus Woskan abge. Wahlversammlung im Dorf betreffend den Volks. der Einschränkung der Ausfuhr die Ausfuhr aier Gesetzgebung. Die jetzigen Zollparteien werden flogen und landeten am 25. ds. in Tomst. An entscheid über die Fürstenabfindung. Die Sozial. Staaten gleichfalls zurück. So ist die Ausfuhr der auch die Mehrheit bilden bei der Erhöhung der diesem Tage flogen sie nach Tschita. Das vom Pi- demokraten haben sie einberufen, aber es sind auch Tschechoslowakei auf dem deutschen Markt um 46 Zucker- und Spiritussteuer und der Eisenbahn- loten Stopylow gelenkte Flugzeug durchflog 2500 andere erschienen, nicht zuletzt der Herr Pfarrer, Prozent, Englands um 57 Prozent, Polens um 50 tarife. Die Aufgabe der sozialdemokratischen Par- Kilometer in 20 Stunden und blieb ununterbrochen um im rechten Augenblid einzugreifen. Der Augen Prozent und Oesterreichs um 44 Prozent zurüdtei muß es nun sein, die ungeheuere Masse der volle elf Stunden in der Luft. Die beiden Reisenden blid foment, als der rote Redner im Buch der Ge- gegangen. Auf dem westeuropäischen Markt wieder sandten ein Telegramm nach Moskau, in welchem sie schichte blättert und erzählt, wie einst deutsche Für erliegt die Tschechoslowakei der Konkurrenz Indifferenten für die Organisation zu gewinnen, erklären, daß Stopylow der beste Glieger jei, dem sie ſten ihre Landeskinder für schnödes Geld an England Deutschlands. Während die Ausfuhr der Tschecho fte einzuschulen, den Kampf für ihre Interessen zu bisher begegnet seien. führen und so wird es uns möglich sein, den Anverkauften. Der Pfarrer' unterbricht:„ Aber so kommt flowakei nach Belgien, Frankreich, I alien, Sturm der bürgerlichen Reaktion abzuwehren. Ein furio'er Konflikt ist in Belgrad ausgem die Fürsten von heute!" Der Sprecher gerät nicht zurückgegangen ist,( auch England ist auf diesem Der Krieg der Hungerfünstler und der Wirte. doch nicht mit den alten Geschichten, es geht doch Niederlande und die Schweiz um 31 Prozent Sierauf sprach noch der Kommunist Wick, dessen Ausführungen in der Schaffung einer Arbeiter. brochen. Dort veranstaltete der russische Journalist in Verlegenheit. Schlagfertig blitt er zurüd:„ Aber Markt um 17 Prozent zurückgegangen) hat Deutsch und Bauernregierung ausklang, was bei manchem Thema, wie man sich durch ungerturen lo fanget Ihr doch sogar bei Adamt und Eva an!" englischen Markt die Ausfuhr der T'chechos owakei und Bauernregierung ausklang, was bei manchem Suwvoin eine Reihe von Vorträgen über das Herr Pfarrer, wenn Ihr uns was beweisen wollt, land 24 Prozent gewonnen. Ebenso ist auf dem Teilnehmer Kopfschütteln auslöſte. In der Debatte die Gesundheit erhalten könne. Nach und hat die Lacher auf seiner Seite. sprachen noch Schwarz, Weigel und Kittel, welche der Ansicht des Vortragenden, der selbst nur von de treicht und ſtöhnt und weint. Der er die Ausfuhr Deutschlands um 38 Prozent geunt 28 Prozent zurüdgegangen( unser Zuder er sich mit örtlichen Fragen beschäftigten. Die Bäuerin geht ins Wochenbett. Sie hat es liegt der Konkurrenz des Kolonialzuders), während einem Minimum an Nahrungsmitteln vegeta schwer und Die tschechoslowakischen Arbeiter und Angestellten in Desterreich. Die österreichische Gesandtischer Art lebt, ist das Hungern imstande, alle schütterte Mann sitzt am Bett, hilflos und mitleidig, stiegen ist. schaft( Presseabteilung) in Prag ersucht um Auf- Krankheiten zu heilen. Die Vorträge hatten zu- und endlich weint er mit. Da schreit die Frau ihn nahme folgender Mitteilung: In zahlreichen Bei- nächst den Erfolg, den größeren Teil der russischen an:„ Was heulst Du denn? Es is ja gar nit von Dir!" tungsartikeln wird in der letzten Zeit in der Tsche- blonie, die im öffentlichen Leben Belgrads eine choslowakischen Republik auf das angeblich rüd große Rolle spielt, zu merklichen Einschränkunken fichtslose Vorgehen der österreichischen Behörden ihrer Lebensweise zu veranlassen. Eine große An Volkswirtschaft. gegen tschechoslowakische Staatsangehörige, in Dester- zahl von Personen hat seit zwei Wochen das reich auf Grund des österreichischen Inlandsarbeiter- Eisen vollständig aufgegeben und er schutzgesetzes hingewiesen. Die österreichische Gehalten ihre Lebensgefter ausschließlich durch fandtschaft in Prag( Presseabteilung) teilt mit, daß Wassertrinken, durch Tabat und Bäder diese Angaben nicht den Tatsachen entsprechen, da wach, denn sie behaupten, daß man mehrmals im licht Dr. Karl 11hlig eine Uebersicht über die den tschechoslowakischen Staatsangehörigen in Dester- Jahr eine vierzigtägige aftenfur mitmachen Entwicklung des tschechoslowakischen Außenreich bezüglich ihres Aufenthaltes und ihrer Beschäf- müsse, wenn man den Körper von unreinen Säften handels im ersten Salbjahr 1926. Die Aus tigung in feiner Weise eine ungünstigere Behand befreien wolle. In einer Vorstadt hat sich eine uhr ist in dieser Zeit von 4730 auf 4166 Millionen lung zuteil wird als den österreichischen Staatsange andere Hungerkünstlergemeinde gebildet. die diesem Ke, das ist also unt 564 Millionen Kě oder 12 hörigen in der Tschechoslowakischen Republik. In Beispiel folgt, und man glaubt, daß die Epidemic Prozent gesunken. Zwei Momente sind es nach der Nach einem Aufsatz des Genossen AbramoDesterreich ist die Frage der Berufsausübung durch noch weiter um sich greifen wird; schon heute zählt Ansicht des genannten Wirtschaftsstatistikers, witsch ergibt sich die nachfolgende Statistik des Ausländer gesehlich geregelt. Personen, welche sich man mehrere hundert Russen, die das Effen völlig welche die Bedeutung dieses Ausfuhrrüdganges Außenhandels in Rußland in den letzten Jahren: seit dem 1. Jänner 1923 in Oesterreich eingestellt haben. Die Geschädigten dabei sind abschwächen. Das eine ist der Ridgang der ständig aufhalten, werden den Inländern natürlich in erster Linie die Besiver der zahlreichen Großhandelspreise gegen dieselbe Zeit Jahr Einfuhr Ausfuhr gleichgestellt. Personen, welche schon am russischen Speisehäuser, die sich schon ruiniert sehen, des Vorjahres um neun Prozent und der allge 1. Jänner 1926 in Stellung waren, können ohne da seit Beginn der Hungerkur ihrer Landsleute meine Rüdgang des Welthandels. Bewilligung der Behörde in dieser Stellung ver- ihre Einnahmen fühlbar zurückgegangen sind. Sic Der Ausfuhrrückgang betrönt für dieselbe Zeit für bleiben. Alle übrigen dürfen nur mit Bewilligung haben sich nunmehr an das Ministerium des Frankreich 19 Prozent, für Belgien und die der zuständigen Behörde angestellt werden. Troß Innern gewandt und ein Einschreiten der Behörde Schweiz 13 Prozent, für Amerika 12 Prozent, für der außergewöhnlich großen Zahl der Arbeitslosen gegen die nach ihrer Ansicht sinnlose Propaganda England 9 Prozent, Niederlande 6 Prozent. Diesen Ziffern ist zu entnehmen, daß wohl die in Desterreich, welche die Zahl der Arbeitslosen in des russischen Journalisten gefordert. Italien 3 Prozent. So schauen die Dinge in den der Tschechoslowakei um das Sechsfache übersteigt, Einer, der für sein Buch sterben wollte. Die Weststaaten aus. Ebenso ist dieser Nüdgang bei Ausfuhr im letzten Jahre gestiegen iſt, aber die wird diese Bewilligung bei Vorliegen triftiger Pariſer Presse berichtet über einen Selbstmordver den Nachfolgestaaten festzustellen und zwar beträgt Einfuhr ist noch raſcher gestiegen, so daß während Gründe, insbesondere auch aus Familienrüd- uch, dessen Vorgeschichte außergewöhnlich ist. Der er bei Jugoslawien 15 Prozent, tei Polen 14 1924 die russische Außenhandelsbilanz m't 43 Milsichten und aus Gründen der Menschlichkeit, 58jährige Philipp Celerier hatte sich fünf Re- Prozent und bei Desterreich 6 Prozent. Gestiegen lionen Rubel aktiv war, fie 1925 mit 142 Millio gegeben. So erhielten im Feber 106, im volverkugeln in den Kopf gejagt, weil er damit die im April 808 Ausländer Aufmerksamkeit der Deffentlichkeit Aussichten auf eine aktive russische Handelsbilanz März 168 und nen passiv gewesen ist. Es sind auch für 1926 die diese Arbeitsbewilligung, für welche nur eine ge- auf ein philosophisches Werk„ Die Doktrin der Evonicht günstig, da der Sauptartikel der russischen ringfügige Verwaltungsgebühr eingehoben wird. lution" lenken wollte, an dem er 27 Jahre gearbeiWas den Rückgang der tschechoslowakischen Ausfuhr, Getreide, im Preise über den WeltmarktIn der Tschechoslowakischen Republik ist die Frage tet hatte. Der sozialistische Deputierte Gen. Leon Ausfuhr auf den einzelnen in Betracht kommenden preis steht und daher an einen Getreideerport vorim Verordnungswege geregelt, und zwar benötigen Blumt hatte unter seiner Poſt ein fleines Paket Märkten betrifft, so ist auf dem Donaumarkt läufig nicht zu denken ist. Eines der wirtschaftlichen jene Bersonen, welche seit dem 30. April 1923 in und einen Brief gefunden, worin Celerier ihn er zwar die Ausfuhr um 5 Prozent gestiegen, was Hauptprobleme für Rußland ist daher die Herabder Tschechoslowakischen Republik ständig wohnhaft suchte, er möge die Handschrift, die er ihm über jedoch nur auf die vorübergehenden Lieferungen minderung der Produktionskosten des Getreides waren, zu ihrer Berufsausübung als Angestellte fend, als Buch herausgeben. Er sei überzeugt, daß von Schießmaterial nach Jugoslawien zurückzusowie der teueren Verwaltungsspesen, die bei der teine Bewilligung. Alle übrigen müssen jedoch die das Werk viel Gutes schaffen werde und er habe' führen ist. Rechnet man das ab, so beträgt der Ausfuhr entstehen. Bewilligung des zuständigen Landesarbeitsamtes deshalb beschlossen, dafür zu sterben. Drei Tage Rückgang 9 Prozent. Statastrophal geradezu ist einholen, für welche eine Verwaltungsabgabe von 20 darauf erhielt Deputierter Blum einen zweiten der Rüdgang auf dem polnischen Markt, wo bis 1000 Kč eingehoben werden kann und die in der Brief aus dem Krankenhaus, worin Celerier ihm er 71 Prozent beträgt, auf dem deutschen Regel mit 200, 400 und 600 Kč bemessen wird. mitteilte, daß er sich fünf Revolverfugeln Markt( 34 Prozent) und in West europa 27 Eine rätselhafte Krankheit. In Leon bronn in den Stopf geschossen habe, aber wie durch Prozent. Nur in das übrige Ausiand, besonders in der Nähe von Heilbronn tritt dem„ Berliner ein Wunder am Leben geblieben sei. Einem Presse- nach Uebersee ist die Ausfuhr um 10 Prozent Tageblatt" zufolge eine rätselhafte Krankheit mit bertreter erklärte Celerier auf dem Strankenbett: gestiegen. Während jedoch die Tschechoslowakei auf Proletarier- Sanatorien. Von Klara Mautner- Wien. famt. de ann Jm Obzor Národohospodářský" veröffent Deutschland mit 23 Prozent, Magyarien mit 20 dagegen ist die Ausfuhr bei Rußland mit 42 Proz Prozent und Schweden mit 5 Prozent. dustrie behaupten kann. Palfivität in der Handelsbilans Rußlands. 1921 in Millionen Rubel 362 18 1922 497 109 265 239 387 430 692 550 1923 1924 1925 Tabalarbeiterfonferenz. Der Verband der Tabafarbeiter beruft für den 5. Juli 1926, 9 Uhr vormittags im Arbeiterheim in Sternberg( Mähren) eine Konferenz seiner Ortsgruppen ein. Die Konferenz wird sich mit dem neuen Beamtengesetz beschäftigen. hatte, mit Ungeduld, daß alles wieder ins Geleise gleiche und schmerzlichen Gedanken fernzuhalten, begreifen fönnen, wozu das notwendig ist", wahr die das enge Zusammensein mit glücklicheren Ge- scheinlich nicht verkleinern wird. Man fand das in bester Ordnung. Die allzu nossinnen aufdrängen könnte. In dieser Maß- Uebrigens hat die ,, rote" Krankenkasse( sie bedemokratischen Tendenzen der Mutter Natur er regel, die eine gewisse Bevorzugung der ledigen schäftigt durchaus nicht nur Sozialdemokraten, fuhren auf diese Weise doch immerhin eine kleine, Mütter bedeutet, spiegelt sich der Geist freien aber alle, vom obersten Stassenleiter bis zum kleiDas hat immer zu den beliebtesten Trost Storrektur. In der lezten Zeit freilia)| Menschentumes, der die Anstalt und ihre Schöpfer nen Bureaudiener sind vom Bewußtsein sozialer -gumenten der grundsätzlichen Beschwichtiger man, Anstalten zu errichien, die der pro- erfüllt. Hier hat kein huldvolles Damenkomitee" Pflicht erfüllt), schon einmal ein ähnliches Bergumenten der grundsäßlichen Beschwichtiger tarischen Frau den schweren Tag erleichtern, die gewaltet und feine Lady- Patroneß ihre Wohl brechen auf sich geladen. Als sie im letzten Herbst und Lobpreiser unserer gottgewollten Wellordnung ihr Pflege und Schonung sichern sollten. Mit tätigkeit austoben können. Das arbeitende Volk eine Lungenheilstätte errichtete, in der- oh gehört: die reichen Frauen müssen gerade so ihre scheelen Augen sah die Weit des Besitzes auf diesen hat seinen Frauen eine Schußstelle geschaffen für Schrecken! oh Graus! nicht nur Blumen auf Stinder gebären wie die armen. Sie müssen die Fortschritt, auf die„ Geschichten", die jetzt mit dem die Tage, da jedes Weib ein heiliges Anrecht auf den hübsch gedeckten Tischen standen, sondern so Last der Schwangerschaft ertragen, das Bangen Weib des Arbeiters gemacht werden. Und ein Schutz, Ruhe und Hilfe hat. Und weil diese An- gar Gebädförbchen aus Chinasilber. Ein großer sor vor der schweren Stunde, die Schmerzen des Ge- Sturm der Entrüstung wird durch Reihen gehen, stalt ein Wert des Volkes selbst gewesen, darum Firmenchef, der zufällig einmal die Anstalt bebärens, gerade so wie die Proletarierin. Gerade wenn sie erst begreifen werden, was in den letzten haben die Menschen, die die Bestimmungen ge- fuchte und ebenfalls zufällig einen der leitenden so" sind sie dem furchtbaren Mysterium preisge Tagen in Wien geschehen ist. Da hat nämlich troffen haben, sich nicht erst mühselig die Gebote Funktionäre der Strantenfassa traf, drohte neckischgeben und doch ganz anders. Wie wird die die" rote" Strantentasse, die Krankenkasse der des sozialen Tattes" einprägen müssen, darum scherzend mit dem Finger: Sie werden mir meine junge Frau aus den Kreisen der Bevorzugten gehegt und umsorgt, wenn sie der Mutterschaft ent- Handlungsgehilfen ein geburtshilfliches Sanato- find" Einführungen getroffen worden. Die von Angestellten noch ganz verderben! Wenn die hier im tiefem, von unmittelbarem Verständnis für die Sanatorium leben, wie soll's ihnen dann zu Haus gegen geht! Jede Anstrengung wird ihr von für. rium für ihre Mitglieder eröffnet. Natürlich heißt es nicht Sanatorium. Aber Lage der proletarischen Frau zeugen. So ist, um gefallen. Da atmete der Sozialdemokrat tief auf, forglichen Händen abgenommen, jede trübe Stimmung weggescherzt. was ärztline Stunft und ein dieses Frauenheim nimmt es an Stomfort mit ein Beispiel anzuführen, das Kreißzimmer in Ber- wie jemand, dem eine Last vom Herzen genom gehendste Pflege ersparen tann an Pflege und jedem Sanatorium auf, ja es übertrifft an Voll- schläge eingeteilt, die eine Kreißende den Blicken men wird: Herr Kommerzialrat, jagte er und Leiden, das wird ihr erspart. Und daß sie ihre kommenheit der Einrichtung, an übersichtlicher der anderen entziehen und den Gebärenden die verbeugte sich lächelnd, so daß der andre nicht Stunde im Sanatorium erwartet, wo jede Be Organisation des ärztlichen und des Pflegedienstes Preisgabe ihrer Leiden und Qualen an Zuschauer, wußte, ob es Ernst oder Scherz war ich weiß quemlichkeit, jede Erleichterung geboten wird, wo jede andere Anstalt der Stadt. Schon die Lage die von vielen schmerzlich und beschämend emp- Ihr Lob zu schätzen. Die Handelsangestellten unAerzte jeden Augenbick zur Verfügung stehen, nun, im Villenvorort widerspricht so ganz und gar dem funden wird, ersparen. Um ein zivcites Beispiel zufrieden zu machen, ist seit dreißig Jahren das das ist eigentlich glatte Selbstverständlichkeit. Es Begriff Spital" und allen verwandten Vor- von dem sozialen Verständnis der Leitung anzu- Biel meines Lebens." ist so selbstverständlich, wie bei der Proletarierin stellungen. Der wundervolle Garten, dem man führen: es gibt nur eine Stlasse" in diesem Heim. Es soll vorkommen, daß Frauen in Gedie Pflage und Raderei so lange sie noch auf den ruhig den Titel eines Parkes verleihen kann, ge- Das ist bei einer Schichte von Proletariern, deren bärklinik und Entbindungsheim zum ersten Mal Füßen stehen konnte und so lange man sie währt eine Aussicht auf die Höhen des Wiener- Angehörige vielfach noch den Traum vom Wit- im Leben allein in einem Bett schlafen, es foll arbeiten ließ. Nicht die Sorge um thre Gesundheit waldes, wie sie nur wenigen, nur den vornehmstelstand" träumen und die soziale Empfindlich vorkommen, daß Stranke, die in die Lungenh it. bestimmte diesen Zeitpunkt, die Schonung" besten Sanatorien beschieden ist. Es ist ein Part, feiten noch nicht überwunden haben, von nicht ſtätte geschickt werden, zum ersten Mal einen wirkgann, wenn der Anblick der" hochschwangeren mit seinen ſtillen Pläßchen und seinen herrlichen genug hoch einzuschäßender Bedeutung. Auch die lichen Berg und einen echten Wald. sehen, daß Verkäuferin, der Lehrerin, der Hausgehilfin emp- Ausblicken wie geschaffen, das erste Mutterglück Frau Prokurist" und die Frau Direktor" wird, Nachtarbeiter zum ersten Mal gesunder Nachtwenn das Glück sie in die geburtshilfliche oder schlaf finden. Daß sie, in ihr gewohntes Leben findsamen Gemütern peinlich wurde. Dann ha te su bergen. Auch innen fehlt, troß aller Zweckmäßigkeit das Unglück eines Frauenleidens fie in die gynä zurückgekehrt, nicht mehr bereit sein werden zum die Frau immer noch Zeit, sich einen Unterschlupf im Spital zu suchen, wenn sie„ ledige Mutter" der Einrichtung, das, was eine boshaft- geistreiche tologische Abteilung des Frauenheimes führt, absoluten Berzicht, ist sicher. So ist jedes der Proletarier- Sanatorien, war oder sich in der engen Wohnung einen Win- Fürsorgerin einmal das ,, weißlackierte Ideal" ge- nicht in die Lage kommen, sich Sondervorrechte zu ohne daß Politik in dem Betrieb ins Spiel kel recht und schlecht vorzubereiten, wenn sie verhei- nannt hat. Die kleinen Zimmer, für zwei oder erkaufen. Int Frauen- Sanatorium" der Handelsan- täme, eine Schule des Sozialismus. Eine Schule, ratet war. Im Spital waren die Tage ihres drei Bewohnerinnen bestimmt, lassen den fatalen Aufenthaltes, wenn alles gut ging" so fnapp Eindruc: Spital gar nicht aufkommen. Es gibt gestellten gibt es nur eine Klasse, aber es ist alle in der ein Ende gemacht wird mit der –„ verwie möglich bemessen, im Heim erwartete Mutter, sogar auch Einzelzimmer, die sind für die Under- Aussicht vorhanden, daß es eine erste Stlaſſe ſein fluchten Anspruchslosigkeit." Tante oder wer sonst die Pflege übernommen heirateten bestimmt, um ihnen die peinlichen Ver- wird. Was die Entrüstung bei denen, die nicht - Erite& Sie müssen Ihre Nerven von Grund aus besser ernähren, nehmen Sie sechs Wochen lang regelmäßig Sanatogen das altbewährte, durch mehr als 24.000 schriftliche Gutachten hervorragender Aerzte empfohlene Rörperfräftigungs- und Nervennährmittel. Sanatogen schafft einen Kräftevorrat, aus dem jeder Mehrverbrauch an Körper- u. Nervenkraft ersetzt wer den kann. Es ist vielfach preisgekrönt u. auf dem Internationalen Medizinischen Kongreß in London 1913 erhielt es den Großen Preis als einziges Präparat in der Gruppe der Nähr- und Kräftigungsmittel. Brobe und aufklärende Drudschrift über Sanatogen als Kräftigungsmittel für Nervenleidende " - Lungenleidende Magen, Darm- u. Nierenkranke Frauen und Kinder Wöchnerinnen bei Bleichsucht und Blutarmut Ernährungsstörungen Schwächezuständen aller Art auf Wunsch tostenlos und postfrei durch Bauer& Cie., Berlin SW 48, Friedrichstr. 231. Sanatogen ilt in allen Apothefen u. 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Im legten Moment Absagen von Berlin für Samstag und Sonntag( Voltsentscheid), auf der anderen Seite Urlaubsschwierigkeiten, so daß nach Beseitigung der lepteren Frage nur zwei Spiele am Montag und Dienstag in Berlin fest abgeschlossen waren.( Ein drittes wurde nachträglich in Berlin- Belten abgeschlossen.) 27. Junt 1926. Rechnen Sie elektrisch! MERCEDES- EUKLID Ganz und halbautomatische Ganz Rechenmaschinen. Mit Schieber und Tasten! Sparen Zeit Arbeit. Geld L.& G. Halphen. Prag, Mikulášská tř. 22/ s. Telephon 2342. 3603 Ein Arbeiter- Händel- Musikfest findet Sonntag und Montag in Leipzig statt. Die Gröffnungsfeier zu diesem von der Arbeiterschaft veranstalteten Sonntag abends Ankunft in Berlin. GroßarFest, das ein Markſtein in der Geschichte der Ar- tiger Empfang und vorzügliche Bewirtung. Am beiterfängerbewegung werden wird, fand am Sams- Montag Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der mes, vor allem der Flügel, die den größten Anteil an tag nachmittag im Festsaal des Neuen Rathauses Stadt. Um halb 7 Uhr abends stellte sich unser dem Sieg nahmen. Bis Halbzeit liegt Weiskirchlig statt. Sie wurde cingeleitet durch eine Händel- Kan- Bundesmeister dem Spißenführer der spielstärksten mit 4: 0 in Führung und ist dem Gegner glatt tate für Sologejang und beschlossen mit Männer- Gruppe Berlin- Nord Adler 08" Pankow gegen überlegen. Nach Halbzeit das gleiche Bild. Velten chören der Leipziger Arbeiterfänger. Abends um über.„ Adler 08" blieb mit 4: 3 siegreich. Bum erzielt ein Tor, dem jedoch Nr. 5 entgegengestellt halb 8 Uhr fand in der Thomaskirche die Aufführung Spiel selbst. Gleichheit" stellte komplette Mann- wird. Eine Viertelstunde vor Schluß fällt„ Gleichvon Händels„ Samson" statt. Am Sonntag vormit- schaft, für den verhinderten Geppert spielte Erlacher heit" dem flotten Tempo zum Opfer. Sturm und tag wird in der Alberthalle das Chorwerk„ Herakles" am linken Flügel. Das Spiel beginnt gleich im Half sind übermüdet. Ottel ſtellt sich wieder mit aufgeführt. Abends hält Universitätsprofessor Dr. schärfsten Tempo. Der tiefe, lockere Sandboden einem Eigentor ein; ein Strafstoß bringt den dritten Schering im städtischen Kaufhaussaale einen Vortrag( eine Eigenart aller Berliner Plätze) bildet für Treffer für Velten. Tore für Weiskirchlig: Katro über Händel; ihm schließt sich ein Stammermusit- Weiskirchliß ein schweres Hindernis. Schnelligkeit und Erlacher je 2, Strupp 1. Im großen und abend an. Die Schlußveranstaltung am Montag und Schußsicherheit gehen dadurch verloren. Adler" ganzen fann gesagt werden, daß Weiskirchlitz in diebringt die Aufführung der Oper Tomerlan" im nüßt dies geschickt aus. Im Handumdrehen setzen sie sen drei aufeinanderfolgenden Spielen gegen so Neuen Theater. zwei Goale in den Weiskirchlizer Rasten und halten schwere Gegner ehrenvoll abgeschnitten hat. Eine neue Preziosa". Das Schauspiel Pre- zähe an diesem Vorsprung fest. Knapp vor Halbzeit Berliner Vereine sind durchwegs technisch gut geziosa" mit der Musik von Carl Maria von Weber, bringt Erlacher einen scharfen Schuß an, der abgeschult und verfügen über eine äußerst flotte Spieldas wegen des läppischen Textbuches von P. A. wehrte Ball wird von Weber zum ersten Tor ver- weise. Borzüglich die Aufnahme und die Bewirtung Wolff fast ganz von der deutschen Bühne verschwun- wandelt. Konnte„ Gleichheit" bis zur Salbzeit nicht bei allen drei Vereinen und es sei diesen von dieser den war, hat jetzt durch Otto Zoff eine textliche und die gewohnte Form erreichen, so wurde nach Halb- Stelle aus, auch dafür gedankt. durch Michael Badora eine musikalische Neubearbei geit ihr Spiel zusehends besser. Vorerst drängen, tung erfahren und soll in dieser Form im kommen noch die Berliner. Ottel stellt sich mit einem Eigen- DFC. Brag- Meteor VIII 3: 2( 2: 1) den Herbst an einer großen Anzahl deutscher Büh- tor ein und verschlechtert dadurch das Resultat auf 8: 1. Weiskirchlich erkennt nun den Ernst der SachDer D. F. C. trat mit Ersatz für Patek, Krombnen aufgeführt werden. lage. Auf beiden Seiten wird mit Hochdruck gear- holz und Steffl an. Am meisten geschwächt war daEnsemble- Gastspiel der Wiener Meinhardt- Bühne: beitet. Gleichheit" hat im Schießen großes Pech. durch natürlich die Halfreihe. Trotzdem hatte der Der Barbier von Kassel. " Die Gefangene" mit Helene und Hermann Thimig. Berlin fabriziert zwei Stangenschüsse. Eine Bombe D. F. C. bedeutend mehr vom Spiel und war den Der gefeierte Hofschauspieler W. gab vor dem Montag und Dienstag ein Enſemblegastspiel der ihres Linksinnen Trauschinsky( chem. T. F. St. 03) Libenern technisch um eine Silasse überlegen. Er Kriege in Rajjel ein Gastspiel und wohnte in einem Schauspieler des Theaters in der Josefstadt unter bringt den vierten Treffer. Von diesem Moment ani nahm jedoch, als er 2: 0 in Führung lag, das Spiel Gasthofe, in welchem ein Stockwerf höher, gerade der Führung Max Reinhardts in dem dreiaftigen ändert Gleichheit" seine Spielweise und verlegt sich zu lag und war nicht sonderlich bemüht, die zahlüber ihm, ein Barbier schaffte. Ein Fremder, Schauspiel" Die Gefangene" von Edouard aufs Flügelspiel. Angriff auf Angriff rollt aufs reichen Torchancen zu verwerten. Er zog erst wie. Bourdet. Darstellung: Helene und Hermann Berliner Tor. Eine Flanke Webers wird von Er der an, als Meteor ausgeglichen hatte, war jedoch wert geirrt. Genug, er tritt am frühen Morgen, Thimig, Lotte Mebelsky, Lina Wojwode, lacher zum zweiten Tor verwandelt. Wenige Mi- in der Folge von großem Schußpech begleitet. Zwei ohne viel Umstände zu machen, in das Wohnzimmer Dagny Serva es, Louis Rainer und Fritz De- nuten später ist es der gleiche Spieler, der die gegohne viel Umstände zu machen, in das Wohnzimmer und auch die des Darstellers, welcher im Ankleideraum eben sich Jugendlichen ist der Besuch verboten. Eine aufgelegte Torchance vergibt Statro, gleich darzurechtrichtet, dabei seinen Bohnenkaffee eigenhändig „ Theodor& Cie.". Dieser französische Schwant auf Hawranet. Hierauf Schluß.„ Adler 08" spenbraut und in der Meinung, es sei sein Stiefelputer, sen Eintretenden nicht weiter beachtet.„ He, holla, ist von Nancey und Armont gelangt Samstag, den 3. dete zum Andenken einen prachtvollen Silberpokal. und Sonntag, den 4. Juli, in der Kleinen Bühne Der zweite Tag verpflichtete unseren Bundesdenn niemand da?" ruft es ungeduldig nach einer neueinstudiert zur Aufführung. meister nach 2 udenwalde, dem Spißenführer in Weile. Der Schauspieler, gerade beim Rasieren, Nächsten Sonntag Operettenpremiere sonja". der Gruppe Berlin- Süd, zum eigentlich schwersten beschwichtigt mit der Antwort: Gleich!" und beeniSpiele. det gemächlich seine Gesichtsverschönerung. Dies Im Neuen Theater gelangt Sonntag, den 4. Juli, Spiele. Die Erfahrungen des ersten Spieles führ dauert dem ungestümen Kunden, der sich bereits vor die dreiaktige Operette„ sonja" von Leo Ascher ten zu einer vorteilhaften Umstellung, wodurch die Mannschaft an Ruhe und Selbstvertrauen gewann. den großen Spiegel gesetzt hat, zu lange und un- zur Erstaufführung. Heutiger Fußball: Sparta gegen Viktoria Ziž willig frägt er barsch: Na, wird's bald?" Der Spielplan des Reuen deutschen Theaters. Heute Gleichheit" legt gleich im schärfsten Tempo los. Slavia gegen Praha VII auf Schauspieler, noch im Morgen- Negligé, das Rafier- Gräfin Marita", Montag, halb acht Uhr Die udenwalde nimmt es auf und hält es auch bis zur fov auf der Ohrada. legten Minute durch. Es war entschieden eines der der Kaiserinsel.- Sportbrüder gegen Union VII mreffer in der Hand, öffnet die Tür, erblickt den Gefangene", Dienstag halb acht Uhr Die schwersten Spiele, welche die Heimischen austrugen. Sportbrüderplatz.- D. F. C. Amateure gegen Unbekannten und fragt:„ Was wollen Sie eigent- Gefangene", Mittwoch 7½ Uhr„ Die Ent-„ Gleichheit" verriet keinen schwachen Punkt. Beson- Čechie VIII 4 Uhr D. F. C. Play. Ühr Schnell, führung aus dem Serail", Donnerstag bers im Sturm klappte es ausgezeichnet. Bier Tore, lich von mir?"„ Rasiert sein endlich! Zum Länderspiel Tschechoslowakei gegen Jugohöchste Zeit; ich habe Eile! Seifen Sie mich ein!" 7½ Uhr" La Boheme" Freitag" Der 3 werg" durch Katro 2, Kohlbauer und Erlacher je 1, find flawien in Agram ist folgende Mannschaft nominiert Biolanta", Samstag 7% Uhr Tosca". die Ausbeute dieser Halbzeit, dem Luckenwalde eines worden: Staplit, Sojer, Krombholz, Steffl, Cipera, befiehlt er im Rorporalston, lehnt den Kopf an Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Charentgegensetzt. Nach Halbzeit ist Katro und Stohl- Wimmer, Knižek, Silny, Puč, Dolejší. Gegen die Stuhllehne, redi den Hals heraus und strect behaglich seine Beine von sich. Dem Schauspieler leys Tante", Montag„ Der Mensch im Käbauer nochmals erfolgreich und auch Luckenwalde er Schweden spielt folgende Mannschaft: Staplit, Zenigefällt dieses komische Intermezzo, legt dem resolu- fig", Dienstag„ Der 13. Stuhl", Mittwoch höht den Stand auf 3. Endresultat 6: 3. Spiel- set, Stehlit, Rolenaty, Pleticha, Mikše, Mares, Noten Fremden die nächstbeste Serviette um den Hals," Der wahre Jakob", Donnerstag„ Der weise des Gegners ziemlich hart.— Am dritten Tag vat, Meduna, Křištal, Jelinek. Freitag, GIaße Bubi- gehts seift ihn gehörig ein und geht in seinen Anfloide- Kreidekreis", Freitag Glaße und Bubi- gehts wieder in die Nordgruppe zum Tabellenzweiten topf", Samstag Theodor& Cic.", Sonntag Sp. u. F. K. Velten, der vor kurzem Adler 08" mit Theodor& Cie.". 3: 2 schlagen tonnte. Wieder eine harte Aufgabe, die sich um so schwerer gestaltete, als„ Gleichheit", nicht nur durch die ungewohnten Bodenverhältnisse start ermüdet, sondern auch mit Verlegten rechnen mußte. Trotzdem langte es noch zu einem Siege. Wieder war es die vorzügliche Spielweise des Sturwelcher eilig rasiert sein wollte, hat sich im Stockraum zurüd. lius. Es finden nur diese zwei Vorstellungen statt. nerische Verteidigung umspielt und scharf einsender öne Schüsse Kannhäusers gehen an die Latte, dem Aus der Partei. Bezirksorganisation Prag der Deutschen sozialdemokratischen Der eingeseifte Gast sitzt eine Weile erwartungsvoll da; als aber der vermeinte Barbier nicht wieder erscheint, flucht er alle Flüche vom Himmel über den Säumigen herab. Da auch seine Kraftsprüche versagen, springt er vom Sessel auf und reißt die Zimmertür auf, um einen lebten schredli chen Fluch dem Barbier ins Gesicht zu schleudern. Aber wie vom Blitz getroffen bleibt er sprachlos stehen, da er diesen ganz gemächlich im Lehnstuhl ertlicht, eine seine Zigarre rauchend und würzigen Staffee schlürfend. Wensch!" schreit er dann em- Nekazanka, pört, plagt Sie denn der Teufel?"-Nicht daß ich wüßte," entgegnet seelenruhig der Schauspieler. Partei. Mittwoch, den 30. Juni 1926. um 8 Uhr abends, im Saale des Goldenen Kreuzel, Prag II., Protestversammlung Extraanstrengungen des gut spielenden Bobor füh ren zu keinem Resultat. Erst ein 11 Meter Straf stoß verschafft dem D. F. C. den numerischen Sieg. Meteor VIII war im Sturm sicherer als in der Verteidigung. Beide Treffer schoß Hruby. Unangenehm fiel ihr ständiges Protestieren gegen den Schiedsrichter H. Mendl, der allerdings einen schwa chen Tag hatte, auf. KAUFET HELA Sline SIE IST NUR PIERINGS DIE BESTE Ein guter Sozialist Für die Prager städtische deutsche Minderheitsbüche. rei wird eine bibliothekarische Hilfskraft " Da!" vaſt der Fremde in gesteigerter Wut, gegen Zölle, Tenerung, Kongrua und das voltsfeind- Bezirtstrantentaffe in Tepliß- Schönau. kann nur der sein, tagsſtunden gesucht. ,, wollen Sie einen Narren aus mir machen? Ra- liche Verhalten der deutschen Zollparteien. Referent sieren Sie mich sofort oder...!" vollendete er Genosse Ernst Paul, Prag. raft Stein Angestellter und Arbeiter, aber auch feine 3. 4642. für täglich drei Nachmit Erfordernis: Vollkommene Kenntnis beider Landessprachen, bibliothekarijche In unserem Zahnambulatorium gelangt mit Arbeiter- Bücherei Eignung. Anbote bis 15. Juli an Dr. Moucha, benützt! Maltézské nám. 1 der fleißig die mit verdächtig vielsagender Handbewegung. ,, Da müssen Sie sich schon eine Treppe höher Frau bleibe dieser Protestversammlung sern! bemühen, guter Freund! Ich seise die Leute nur ein, wenn sie es durchaus haben wollen!" antwortete mit ironischem Lächeln der Mime. „ Was??! Sie sind gar nicht" ,, Nein, ich bin nur der Hofschauspielr W.--" Einen Augenblick stand der Fremde mit offenem Munde da. Dann stolperte er eingeseift zur Türe hinaus, die Treppe hinauf, während der ander vor Lachen sich schüttelte. F. S. Das liebe Geld. Sage mal, Frieda, wann haft du eigentlich deinen Reinhold kennen gelernt?" ,, Als ich das erste Mal Wirtschaftsgeld von ihm verTangle!" Jugendbewegung. S. J. Prag. Mittwoch, den 30. Juni, unt 8 Uhr abends Diskussionsabend mit einleitendem Vortrag des Genossen Lang über Jugenda pflege und Jugendbewegung". Lokal: Verein deutscher Arbeiter, Prag II., Smečfy 27. Vereinsnachrichten. Wran- Urania- Kino". Pola Negri, Jannings. Schünzel, Liebtte. Meisterspic! Meisterregie! Das bietet der Klassiker Erhöhtes Pflanzenwachstum durch drahtlose unter den Filmen:„ Madame Dubarry" im Wellen? Ein englischer Gärtner in Nottingham, Wran- Urania- Kino. Dazu„ Gesolei", William Boot, will entdeckt haben, daß sich die draht- Bilder von der Düsseldorfer Ausstellung. Heute, 3, lofen Wellen zur Steigerung des Pflanzenwachstums halb 6 und 8 Uhr. Montag und täglich, halb 6 und verwenden lassen. Er benutzte einen Radioapparat, 8 Uhr. den er in seinem Treibhaus aufstellte, und fand, daß Madame Dubarry" im Wran Urania feine Gurken und Tomaten Sträfte aus der Luft Kino. Heute, halb 6 und 8 Uhr. Morgen Sonnziehen, durch die ihre Fruchtbarkeit um 20 bis 30 tag, 3, halb 6 und 8 Uhr. Prozent erhöht wird. Eine Gurtenpflanze brachte 35 Gurken, von denen einige zwei Fuß lang waren. Die Tomaten wurden um 6 bis 8 Zoll größer, als biejenigen, die auf gewöhnlichem Wege gezogen wurden. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag Für den Drud verantwortlich: D. Solit 1. Ottvober 1926 die Stelle eines dritten Zahnarztes zur Besetzung. Bewerber um diese Stelle müssen approbierte Zahnärzte sein und neben der deutschen auch die tschechische Sprache beherrschen. Dienststunden sind von 9 Uhr früh bis 1 Uhr mittags und von 8 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends. 4216 Gesuche wollen bis 20. Juli 1926 mit Angabe der Gehaltsansprüche, der Ausbildung und eventuellen bisherigen Verwendung an die Bezirkskrankenfasse in Teplitz- Schönau eingebracht werden. Verlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines Selch waren der Firma HEGNER& Cie., PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cie., PILSEN, SIND DIE ALLERBESTEN! Maltose- China- Eisenwein mit Lecithaim „ Leciferchinat Kolář" 3636 wird auf Grund seines reichlichen Inhaltes an Nähr und Hellstoffen in neuerer Zeit als ein ausgezeich netes Mittel bei Erkrankungen von Blutarmui, Tuberkulose, Skrophulose, Altersschwäche aler Art, Erschöplungen u. Appetitlosigkell mit bestem Erfolg angewendet.- Widerstand gegen Infektionen, Appetitsanregungen, Blutbildung und Gewichtszunahme dieses bewährten Kräftigungsmittels. An Mitglieder der Krankenkassen zum Verordnen zugelassen.- Erhältlich in allen Apotheken. i 19 கு