Mr. 254. Abonnements- Bedingungen: P Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebithe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. Am 1. November 1898 beginnt ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit Unterhaltungsblatt und der illustrirten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Sonnabend, den 29. Oktober 1898. wenn auch nach den bisherigen Nachrichten nicht allzu wahr scheinlich. Das Zentrum wird voraussichtlich in derselben Stärke wie bisher in das Abgeordnetenhaus einziehen, da es seinen alten Befitstand im Rheinland, Westfalen und Schlesien zu behaupten gewußt hat. von den Nationalliberalen Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der kümmerlichen Rechte des Volkes zu befürchten ist. Die Sozialdemokratie, die in dem Landtage nicht vertreten ist, wird dem Treiben des Bourgeois- Parlaments nach wie vor ihre Aufmerkſamfeit widmen und alles daran segen, um die Pläne der Reaktion zu schanden zu machen. Deu Hauptvortheil von den Verlusten der Konservativen und Nationalliberalen haben die Freisinnigen beider Linien: Die freis. Nachstehend lassen wir die wichtigsten Wahlresultate zur Ergänzung Volkspartei, die bisher 14 Mitglieder zählte. hat ihre unserer gestrigen Mittheilungen folgen: Mandate behauptet oder fte ist fommen. Berlin. 1. Wahlkreis. Das offizielle Schlußresultat stellt sich In wenigen Wochen tritt der Reichstag zusammen, Frankfurt a. M.( 2 Mandate, wovon eins dem Demokraten Sänger folgendermaßen: Von 1186 Wahlmännern haben 1056 für die Frei Neu gewonnen hat sie in ſichere Stichwahl gedessen Verhandlungen in der nächsten Session der ersten zugefallen ist), Hagen- Schwelm( 2 Mandate), Görlig- Lauban, Königs- finnigen, 116 für die Konservativen gestimmt. Außerdem find noch Tagung nach den diesjährigen Reichstags- Wahlen von unberg, Bromberg( je ein Mandat), von den Konservativen ein Mandat 7 nationalliberale Wahlmänner gewählt; 5 Stimmen waren unin Nordhausen und zwei Mandate in Görlig- Lauban. Außerdem ist giltig, 2 zersplittert. 1893 wurden von 1223 Wahlmännern gewöhnlichem Interesse sein werden, da die politischen Gegen- es nicht ausgeschlossen, daß sie den Kreis Thorn- Kulm- Briefen er- 851 freisinnige, 236 tonservative, 64 nationalliberale und 48 von der säße sich dermaßen zugespitzt haben, daß wichtige Ent obert. Die Freifinnige Vereinigung hat ein Mandat in Königsberg freifinnigen Bereinigung gewählt. auf Kosten der Konservativen und eins in Kiel auf Kosten der scheidungen unausbleiblich sind. Nationalliberalen neu gewonnen und wird ihre bisherigen sechs baum zu. Mandate behaupten. Auch fällt ihr ein Mandat in Samter- BirnDas Verhältniß des neuen Reichstags zu dem preußischen Landtag, der gegenwärtig ebenfalls neu gewählt wird, und in den die Reaktion ihre OperationsAllzu stolz dürfen die Freifinnigen auf ihren Sieg allerdings basis zu verlegen beabsichtigt, wird zu wichtigen, für nicht sein, da sie die neu gewonnenen Mandate zum größten Theil unser Verfassungsleben hochbedeutsamen Auseinandersetzungen sozialdemokratischer Hilfe verdanken. Selbst der Parteiführer Eugen Richter wird auf sozialdemokratischen Krücken als Vertreter seines führen. Und die Bestrebungen der reaktionären früheren Wahlkreises Hagen in das Parlament Humpeln. Umsturzparteien, die durch Beseitigung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, sowie des Roalitionsrechts, dieser beiden Grundpfeiler gesunder und friedlicher Staatsentwickelung, einem Staatsstreich und der Säbeldiktatur die Wege zu ebnen suchen, werden im Reichstage zu harten und erbitterten Kämpfen führen, von denen auf längere Zeit hinaus die Zukunft unseres Vaterlandes abhängen wird. Die sozialdemokratische Hilfe ist fast überall den Freifinnigen zu gute gefommen, ein eigenes Mandat wird unsere Partei vorausfichilich nicht erobert haben. Wohl aber ist sie in vielen Kreisen, namentlich in Breslau und wahrscheinlich auch in Halle, ausschlaggebend. = Frankfurt a. O.- Lebus.( Bisher 2 Kons.) Stadt Frankfurt 160 Liberale, 45 Stons., 15 Soz. Stadt Fürstenwalde 44 liberale, 11 konservative Wahlmänner. Im ganzen bisher 245 Liberale, 210 Konservative, 15 Sozialdemokraten. Teltow Beeskow Charlottenburg.( Bisher 2 Konservative.) Konservative 452, Liberale 675. Da der gesammte Kreis Storłow noch aussteht, scheint konservative Mehrheit gesichert. In Guben- Soran- Forst wurden bisher gezählt: 423 Kartellpartei( freifons.- natl.) gegen 216 tonservative Wahlmänner. Wiederwahl von Brauer( freitons.) und Reimniß( natl.) Westhavelland- Brandenburg Zauch Belzig: Brandenburg a. H.: 90 Liberale, 20 Konservative, 46 Sozialisten. Rathenow: 41 Liberale, 17 Konservative, 16 Sozialisten. Werder a. H.: 22 liberale Wahlmänner gewählt. = = Breslan. Nach den letzten Feststellungen sind 1828 Wahlmänner gewählt worden. Davon sind auf die vereinigten Parteien, Konfervative, Bentrunt und neuer Wahlverein 633, auf die Freifinnigen und Nationalliberalen 600 und auf die Sozialdemokraten 90 Wahlmänner entfallen. Die absolute Majorität, welche 663 beträgt, hat feine Partei erreicht. Die Sozialdemokraten geben den Ausschlag. Wie sehr die sozialdemokratische Unterstützung den Freisinnigen gemußt hat, das erkennt das Blatt der süddeutschen Demokraten, die Franff. 3tg." rückhaltlos an, indem es eingesteht, daß unsere Genossen in Frankfurt mehrfach den Ausschlag für die freisinnigen Wahlmänner gegeben haben. In einer Parteiversammlung, die am Unter solchen Umständen ist es Pflicht eines jeden, sich Abend des Wahltages in Frankfurt stattfand, dankte der bekannte über die politischen Ereignisse genau zu unterrichten. Und Demokrat Leopold Sonnemann allen Betheiligten für die geleistete Sagan Sprottau.( Bisher 2 Konservative.) Bei Wahlenthaltung das kann nicht besser geschehen, als durch den Vorwärts", Arbeit, von deren Schwere die meisten Bürger teine Ahnung der Freifinnigen wurden sämmtliche konservative Wahlmämer des dem immer weitere Verbreitung zu sichern wir die sie freifinnig, demokratisch, oder sozialdemokratisch waren. Warum haben." Der Dank gebührt allen Mitstreitern, einerlei ob Streises gewählt. Schweidnitz Striegau.( Bisher 2 Konfervative.) Die Wahl Berliner Genossen hiermit dringend ersuchen. sollten wir hierin auch nicht zusammengehen? Auf der Gegenseite sind der Kompromiß- Kandidaten( Konf. und Zentrum) gesichert. ja die Beamten vielfach unter Kontrolle ihrer Vorgesezten an Görlitz,( Bisher 2 Kons., 1 Natl.) Endgiltiges Resultat im bem Wahltisch erschienen. Gegenüber solch einem Wahlgefez und Wahlkreise Görlip- Lauban ist: 345 Wahlmänner der Kartellparteien, seiner Handhabung ist das Zusammenstehen aller freiheitlichen 380 Freifinnige. Durch Betheiligung der Sozialdemo Elemente eine Nothwendigkeit. Dann zeigt sich, daß selbst unter traten haben die Freisinnigen drei Mandate gea dem„ elendesten aller Wahlsysteme" die Sache des Volkes und der wonnen. Freiheit zum Siege geführt werden kann." Auch der frei= Stettin. Brö mel( freis. Vg.) wiedergewählt. 8Zahlreiche sozialsinnige Rechtsanwallt Gehrke führte am Schluß seiner demokratische Wahlmänner in der dritten und einige auch in der Ansprache aus, daß man den Sozialdemokraten doppelten Dant zweiten Abtheilung gewählt. schulde, was unserem Genossen Opificius zu der Erwiderung Vererkennung fordere, da sie nur ihre Pflicht erfüllt habe. anlaffung gab, daß die Sozialdemokratie weder Dant noch AnIm Unterhaltungsblatt wird im kommenden Monat der Antwerpener Sozialroman: Neu- Karthago" von Georges Eekhoud zu Ende geführt werden. Neu eintretende Abonnenten erhalten den bereits erschienenen Theil des Nomans kostenlos nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Hans für den Vorwärts" mit Unterhaltungsbeilage und der illustrirten Sonntagsbeilage Die Neue Welt". Halle- Saalefreis. In der Stadt Halle sind gewählt 232 Freifinnige, 140 Konservativ- Nationalliberale und 40 Sozialdemokraten. Da der Saalekreis noch aussteht, ist das Endergebniß nicht übersehbar. Das Eintreten der Sozialdemokratie in den Wahlkampf giebt 1893 siegte das Kartell im Wahlkreise mit 402 gegen 253 Stimmen; natürlich der bürgerlichen Presse, in erster Linie der konservativen, davon wurden in der Stadt Halle 210 Freifinnige und 162 Kartellisten zu mancherlei Betrachtungen Anlaß. Wir heben heute nur das gewählt. Letter Vertreter der Nationalliberale Friedberg und der Urtheil der" Post" hervor, welches dahin geht, daß die Einwirkung Freikonservative v. Voß. der Betheiligung der Sozialdemokraten auf den Ausgang der Wahlen Elberfeld- Barmen.( Privatdepesche.) Bei einer Betheiligung eine ungleich stärkere ist, als vielfach angenommen wurde." In von ca. 20 pCt. nationalliberal- freifonservatives Kartell 659, Hauswie weit der sozialdemokratische Erfolg der Lässigkeit und Theilnahms- und Grundbesizer 160, Soz. 204. Wiederwahl eines Nationallosigkeit der Wähler der bürgerlichen Parteien in der dritten liberalen und eines Freikonservativen sicher. Hanau. 175 Wahlmänner der vereinigten Nationalliberalen fraten zuzuschreiben ist, ist 3. 3. noch nicht zu übersehen. und Konservativen, 25 freisinnige, 33 sozialistische Wahlmänner. Die Jedenfalls liefert der ausschlaggebende Erfolg, welchen die Sozial- Wahl des nationalliberalen Kandidaten Junghenn gesichert. demokraten in einer ganzen Heihe von Wahlkreisen erzielt haben, Linden. Bisher sind gezählt 142 Sozialdem., 186 Nationalden augenfälligen Beweis von der Unrichtigkeit der in der demo- liberale. Es fehlen noch 17 Landorte. Wahl des Nationalliberalen gestellten Behauptung, daß bei dem Dreiklassen- Wahlsystem die fratischen und sozialdemokratischen Presse immer wieder auf- scheint gesichert. Erfurt. Nach den aus 35 Bezirken vorliegenden Nachrichten Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Be- Abtheilung und der straffen Parteidisziplin der Sozialdemoftellungen zum Preise von 2 Mark 20 Pfennigen für die Monate November und Dezember entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste für 1898 unter Nummer 7576.) Die Redaktion des„ Vorwärts". Die Urwahlen * Ehedem durfte in der dritten Abtheilung wählenden breiten Massen des Volkes find 22 sozialdemokratische Wahlmänner gewählt. Wiederwahl des gänzlich einflußlos und ihre Stimmen ohne jede Bedeutung Freikonservativen gesichert. feien. Wo unter den Wählern der 1. und 2. Klasse zwei Flensburg- Stadt.( Bisher freifonservativ.) 156 Wahlmänner politische Parteien sich einigermaßen gleich start gegen- für Jebsens( natl.), 7 für Bunzen( freik.). überstehen, liegt die Entscheidung eben regelmäßig bei den Thorn- Kulm- Briesen.( Bisher 1 Nationalliberaler, 1 FreiWählern der 3. Abtheilung; sie bilden dann so gut das Bünglein Konservativer.) Nach bisher eingegangenen Nachrichten find so viel an der Waage, wie die Wähler 2. Abtheilung, wo die Interessen- ahlmänner gewählt, daß die Konservativen allein die Mehrheit gegensäße zwischen der in der 1. Abtheilung wählenden reicheren nicht haben. Sie kommen wahrscheinlich mit den Liberalen in Stichzum preußischen Abgeordnetenhause. Winderheit und der in der 3. Abtheilung wählenden großen Menge der wahl, wobei die Polen den Ausschlag geben.; Minderwohlhabenden zum Austrag kommen sollen. Die Energie, Es wäre verfehlt, wollte man bereits jetzt, wo die Resultate aus mit der die Sozialdemokraten sich abgesehen von den Ausnahmezahlreichen Wahlkreisen noch ausstehen, ein endgiltiges Urtheil über fällen, in denen sie selbständig vorgingen für die Wahl von verschiedenen Kreisen gemeldet. So schreibt die„ Brest. Morgenztg. Wahlbeeinflussungen durch die Konservativen werden aus das Wahlergebniß fällen. Von einer wesentlichen Verschiebung der Linksliberalen ins Zeug gelegt haben, liefert den flaren Beweis, verschiedenen Kreisen gemeldet. So schreibt die„ Brest. Morgenzta." Parteien kann keine Rede sein; im allgemeinen wird das neue Ab- wie gefährlich ihnen ein konservatives preußisches Abgeordnetenhaus, betragen haben." Mit soldatischer Promptheit traten allenthalben die aus Breslau:„ Die Betheiligung an der Wahl mag 25-30 pet. geordnetenhaus dasselbe Bild zeigen, wie das alte, wenn auch ein und wie nützlich für ihre Propaganda ihnen eine Stärkung des links: Staatsbeamten an den Wahltisch, um ihr Votum abzugeben; geringer Zug nach links zu verzeichnen ist. So viel scheint festzu- liberalen Elements in demselben erscheint. Auch unter dieſem baffelbe lautete natürlich fiets für den Kandidaten der Reaktion. stehen, daß die drohende Gefahr einer rein konservativen Mehrheit Gesichtspunkte wird man daher die bisherigen Wahlergebnisse als noch niemals früher ist ein gleicher Druck auf beseitigt ist. Im ganzen dürfte die freifinnige Oppofition um einen verhältnißmäßig starken Erfolg der Sozialdemokraten bezeichnen die gesammte Beamtenwelt ausgeübt worden.. etwa 10-15 Mandate gestärkt sein, wovon die Hälfte auf die Konser- dürfen." wie bei der diesmaligen Wahl. vativen, die Hälfte auf die Nationalliberalen kommt. Allerdings Wir wollen mit dem Organ des Herrn von Stumm nicht über werden noch die Wahlergebnisse aus Hannover, Posen und West- den Werth des Dreiklassen- Wahlsystems rechten, in den Augen aller der liberal denkende Beamte wenigstens wagen, durch Fernbleiben preußen abzuwarten sein, die unter Umständen für die Konservativen vernünftigen Menschen ist dies System längst gerichtet. Die lang heute war ihm auch dieser Ausweg verschlossen. Er mußte der Wahl sein Gewissen zu falviren; günstig sein können. athmigen Ausführungen des Blattes sind für uns nur ein Beweis dafür, zwei Mandate in Görlitz- Lauban und je eins in Königsberg und ihr Plan einer rein konservativen Mehrheit nicht in Erfüllung ge- weiß er ja, was ihm blüht. In ähnlicher Weise meldet die„ Franks. Endgiltig verloren haben die Konservativen bezw. Freifonservativen wie sehr die Stumm und Stummesgenossen sich darüber ärgern, daß erscheinen, denn wenn er nicht zur Stelle war und nicht im Sinne des Herrn Vorgesezten seine Stimme abgab, dann Nordhausen an die Freifinnigen, je eins in Flensburg, Siegen, Mörs, gangen ist. Ebenso haben wir für den Ausspruch der Miquel 3tg." aus Frankfurt. Die Wahlbetheiligung war, soweit sich bis jetzt Hoyerswerda und Sangerhausen an die Nationalliberalen und in offiziösen Berl. Neuesten Nachrichten", man könne damit zufrieden übersehen läßt, nicht bedeutend stärker als in früheren Jahrgängen. Die Schweidnitz Striegau an das Zentrum. In Thorn Kulm Briesen sein, daß die Konservativen nicht die absolute Mehrheit erlangt Beamtenschaft allerdings trat in manchen Bezirken zahlreich an. Die haben die konservativen Stimmen so abgenommen, daß dieser Kreis haben, nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Diese Worte erinnern Sozialdemokratie tam im Norden und Westen spärlich zur Wahl. In ihnen möglicherweise in der Stichwahl mit Hilfe der Polen entrissen denn doch allzu sehr an die bekannte Fabel von dem Fuchs, Osten aber, in Bornheim, Bockenheim und Sachsenhausen, auch in wird und an die Freisinnigen übergeht. Andererseits haben sie dem die Trauben zu sauer sind. Nein, der Miquel'sche Rinteln und Wanzleben von den Nationalliberalen erobert. Plan der Bildung einer konservativen Mehrheit ist gescheitert, und manchen Bezirken der Altstadt griff sie thatkräftig ein und gab mehrDie Nationalliberalen haben verloren je zwei Mandate in er ist nicht zum wenigsten gescheitert infolge des Eingreifens der fach den Ausschlag für die freiheitlichen Wahlmänner. Beamten erschienen vielfach unter der Kontrolle Frankfurt a. M. und Hagen, je eins in Görlitz, Königsberg, Brom Sozialdemokratie. berg und Kiel an die Freisimmigen bezw. Demokraten, je eins in ihrer Vorgesezten am Wahltisch, um nationalAndererseits dürfen wir uns nicht allzu überschwänglichen Hoff- liberal zu wählen. Bei der Entscheidung durchs Loos waren Rinteln und Wanzleben an die Konservativen. Gewonnen haben mungen hingeben. Auch von diesem Abgeordnetenhause drohen dem die Nationalliberalen überwiegend im Vortheil und verdanken etwa sie von den Freikonservativen Flensburg, Siegen, Mörs, ferner von Volfe Gefahren. Auf der einen Seite ist es die konservativ- kleritale 20 Wahlmänner dem Zufall. Sie hatten diesmal Glück im Spiel, den Konservativen bezw. Freikonservativen durch Kompromiß Mehrheit, die die Schule unter die Herrschaft der Kirche zu bringen aber Unglüd in der Liebe bei den Wählern." Hoyerswerda und Sangerhausen. Daß die nationalliberale Partei bestrebt ist, auf der anderen Seite sind es die konservativen und rechts= W an die Konservativen noch eine Anzahl Mandaten verliert, ist möglich, I stehenden Nationalliberalen, von denen eine weitere Entschränkung es bon " nun dann Die = Politische Webersicht. Berlin, den 28. Oftober. Die Novelle zum Invaliditäts- und Altersversiche ettings Gefeh, welche jetzt dem Bundesrath vorliegt, wird von den„ Berl. Pol. Nachr." stückweise veröffentlicht. Diese öffiziösen Auslassungen zeichneten sich bisher allerdings gerade nicht durch besondere Klarheit aus. Vielleicht lassen sie auch mit Absicht einzelne Punkte mehr in den Hintergrund zurücktreten, um die öffentliche Meinung zu gunsten der Regierungsvorlage künstlich zu beeinflussen. erflärt wird. Das gesunde und chriftliche Empfinden weiter Bolts-| schlechtes Deutsch luftig gemacht haben daraus sei zu schließen freise wärde schweren und berechtigten Anstoß daran nehmen, wenn daß wir ihm nicht mit Gründen hätten antworten fönnen und unser Kaiserpaar auf der Pilgerfahrt nach Jerusalem auf Kosten am Ende unseres Lateins seien. Ob wir am Ende unseres Lateins des Sultans lebte. Auch die hohe Politik" fann so etwas nicht sind, das bleibe dahingestellt, jedenfalls ist das Stumm- Organ am annehmbar machen. Großtürfe und gelobtes Land find Ende seines Deutsch- und das muß für ein so patriotisches nun einmal schneidende Gegensäge. Diese Gegensäglichkeit ist un- Blatt in der That recht schmerzhaft sein. tilgbar mit chernen und blutigen Zeichen in die Geschichte, und Und nun eine Probe des Stumm'schen" Post"-Deutsch in der zwar besonders in die Geschichte Deutschlands, eingegraben. Die heutigen Nummer: in Konstantinopel genossene türkische Gastfreundschaft kann" Unser Artifel„ Vestigia terrent"( den wir gestern abfertigten. man allenfalls der hohen Politik" zu gute halten. Vom Augen- R. d. V.") begeistert das sozialdemokratische Parteiblatt zu einem blicke an, wo unser Kaiserpaar den Boden Palästina's betreten, Lobgesang auf Frankreich im Gegensatz zu Deutschland. Zur sind sie wesentlich christliche Pilger, und zwischen christlichen Pilgern Charakterisirung desselben 2c." und dem Großtürken giebt es feine Gemeinschaft." Drollig, höchst drollig! Desselben? Zur Charakterisirung wessen? Deutschlands? Des Gegensates? Frankreichs? Des Lobgesangs? Des Parteiblatts? Des Artikels? Der unglückliche Leser hat die Wahl zwischen sechs Substantiven. Herz. was verlangst du mehr. So gaben wir gestern die Mittheilung der„ Pol. Nachr." wieder, daß der Grundbetrag der Invalidenrente, der Mag doch die verehrliche Tägl. Rundschau" einmal auseinanderheute gleichmäßig für alle Renten 60 M. beträgt, je nach setzen, was ein„ wesentlich christlicher Pilger" ist. Mag sie doch ferner den( früher 4, später 5) Lohnklassen erhöht werden sagen, wo die Grenze gezogen werden soll zwischen den Forderungen solle auf 60, 90, 120, 150 und 180 m. Das klingt der hohen Politit" und den Forderungen des Christenthums? Will Nach dieser ebenso geistreichen wie geheimnißvollen Stilprobe recht freigiebig, bedarf jedoch, um richtig beurtheilt das Blatt einem Christenthum das Wort reden, das unter Um- giebt das Stumm- Blatt seiner Entrüstung Ausdruck, daß wir den Fall zu werden, zunächst der Hinzufügung, daß dafür, wie die ständen aus Gründen höherer Politit" bei Seite gegt Biethen mit dem Fall Dreyfus verglichen haben. In einer Beziehung werden darf? Regierungspresse früher feststellte, die Steigerungsmit recht. Denn der Ziethen- Fall juristisch noch bemerkenswerther, Warum soll denn der deutsche Kaiser sich die Fahrt durchs ge- weil durch die erwiesenen Thatsachen die Unschuld Ziethen's, säße der Rente sehr wesentlich verringert werden lobte Land nicht von seinem Gastgeber, dem Sultan, bezahlen d. h. die llumöglichkeit, daß er die That begehen konnte, festgestellt ist; sollen. Neben dem Grundbetrage von 60 M. zahlt nämlich lassen? und weil der wirkliche Schuldige ein Geständniß abgelegt Heute die Versicherungsanstalt für jede vollendete Beitragshat. Und weiß die" Post" nicht, daß der Kölner Polizeikommissar woche noch 2, 6, 9 oder 13 Pfennige Zuschlag. Diese BuGottschalk, der von Gustav Landauer öffentlich angeklagt schläge sollen fünftig auf 2, 3, 4, 5( und in der neuen 5. Lohn worden ist, das entscheidende Beweisstück gegen Ziethen gefälit Klasse auf 6) Pfennige herabgebracht werden. Das verändert zu haben, die Anklage bisher auf sich hat sigen lassen, und daß das Bild ganz wesentlich. Doch immerhin bliebe für einen auch die Vorgesetzten des Gottschalt nach nicht gegen Landauer Theil der Arbeiter der Fortschritt, daß sie, wenn ihre Vergetlagt haben? ficherungsdauer bis zum Eintritt der Invalidität sehr kurz gewesen ist, nicht so ganz verlassen sind wie heute. Die deutsche Kapitalistenklasse hat doch gar kein sehnlicheres Interesse, als sich mit den Türken gut zu stehen, um mit ihnen Handelsgeschäfte zu machen und Profite aus ihnen zu ziehen. Was hat mit alledem das Christenthum zu thun? Da mag sich doch die Rundschau" ihr Gejammer sparen, das, wenn nicht von Heuchelei, so doch von thörichter Selbsttäuschung zeugt. oder den Landtag eine Kostenrechnung für die Palästinareise auf 1lebrigens wurde fürzlich behauptet, es werde dem Reichstag gemacht werden. Da halten wir es für besser, wenn der Sultan zahlt anstatt der deutsche Steuerzahler!. Die Schleswig, von denen wir gestern berichteten, wird uns noch mitZu den Ausweisungen dänischer Unterthanen ans getheilt: Die Ausgewiesenen, 15 an der Bahl, sollen dadurch lästig Verwickelter wie sonst wird diese ganze Frage durch ihre Rückwirkung auf die Lastenbertheilung gefallen" sein, daß sie sich an einer Versammlung des LandtagsDie Fleischtheuerung wird immer mehr als eine allgemeine Abgeordneten Hansen betheiligt haben. Annahmslos finden zwischen Industrie und Landwirthschaft. Die Grundbeträge Salamität empfunden; immer weitere Kreise der Bevölkerung müffen diese Ausweisungen den Beifall der nationalliberalen Presse in der gelten nach der Vorlage als„ Gemeinlaft", bei der die finanziell daran denken, ihren Fleischkonsum einzuschränken oder zu schlechteren Provinz, die sich als der berufsmäßige Scharfmacher der Regierung guten die schlechten Versicherungsanstalten zu unterstützen Fleischsorten zu greifen. Die agrarischen Blätter, die zuerst die geberdet. Dagegen hat die linksstehende Bresse und die Behaben. Je höher also die Grundbeträge, desto Preissteigerung einfach ableugneten, geben fich mum, da dies nicht völferung wenig Geschmack an dem Köller'schen System. drückender die Gemeinbelastung" der Inmehr angängig, die crdentlichste Mühe, sie auf alle Maßnahmen treffen die Ausgewiesenen um so härter, als die dustriekreise. Unter solchen Umständen hat die Regelung: möglichen anderen Ursachen, 1111r nicht auf die Grenz Frist auf nur 24 Stunden festgesetzt ist. Die Gegensäge zwischen höhere Grundbeträge und dafür langsamere Steigerung der absperrungen zurückzuführen. Die Zwischenhändler und die der dänischen und deutschen Bevölkerung werden dadurch natürlich Renten, etwas sehr Verdächtiges an sich. Fleischer sollen daran schuld sein. Die Schlächter dagegen weisen nur verschärft und die Unzufriedenheit mit der Regierung steigt. darauf hin und sie haben die von den städtischen Behörden auf- Auch in den Reichslanden treibt man dieselbe Politik. So genommenen Statistifen für sich, daß der Wiehautrieb in den wird uns aus Straßburg berichtet: Durch Verfügung des kaiserl. großen Hauptmarltorten ein immer geringerer wird. Bezirkspräsidenten zu Me sind auf grund der§§ 362 und 367 des Reichs- Strafgesetzbuches wiederum 5 Personen aus dem Gebiete des Reichslandes Elsaß- Lothringen ausgewiesen worden. Drei davon sind luxemburgische, je einer ist italienischer und französischer Staatsangehöriger. " 1 Es läßt sich nicht mehr ableugnen, der Vichbestand des deutschen Reiches reicht nicht aus, den Bedarf zu decken. So wird uns aus Elsaß- Lothringen geschrieben: Jena, 25. Oftober. Infere Genossen im dritten weimarischen Man kann daher nur wünschen, daß die Regierung mög lichst rasch die ganze Vorlage und die zu grunde liegenden Berechnungen der weitesten Oeffentlichkeit zugänglich macht. Klar und zweifelsohne geht aus den offiziösen Mit theilungen nur hervor, daß von einer irgendwie gründlichen Reformirung des gänzlich ungenügenden Gesetzes keine Rede Zu welchen völlig unhaltbaren Zuständen die Absperrung der sein wird. So theilen die„ B. P. N." mit, daß die Gewährung Grenze gegen die Einfuhr von Schlacht vieh führt und wie gesehen wird. Ueber die Kosten, welche eine Herabsetzung der verfehlt, jedenfalls nicht verhindert, daß Fleisch von verseuchten Protest zeichnet sich durch reichhaltiges Material aus, das durch zuder Altersrente bereits vor dem 70. Lebensjahre nicht vor unseren Grenzprovinzen zur Folge hatte, ihren Zweck noch völlia Reichstags- Wahlkreise haben an den Reichstag den Protest eingesandt. Der Altersgrenze auf 60 und selbst auf 65 Jahre verursachen Thieren im Lande zum Berlauf kommt, das geht aus dem folgenden verlässige und im Protest genau angegebene Zeugen auf das nachwürde, läßt das Reichsamt des Junern folgende Schätzung hervor. Die Megger der Grenzorte Hayingen, Afgringen, Fentsch, brücklichste belegt wird. Aumetz, Deutsch- Oth 2c. lassen ihre Schlachthäuser leer stehen, Die Zahl der Altersrenten betrug am 1. Januar 1897 gehen über die Grenze, kaufen dort Rich in jeder be- Majestätsbeleidigungs- Prozesse und kein Eude. Obgleich 200 492. Bei einer Herabsetzung der Altersgrenze von 70 Jahren liebigen Menge, schlachten dasselbe in der französischen Grenz wir täglich von mehreren Majestätsbeleidigungen zu berichten haben, auf 65 Jahre würde diese Zahl sich um 199 329, bei einer Herab- station Audun le Roman und führen, das Fleisch dann so ist doch unsere Liste keineswegs vollständig. Die Freunde der befegung auf 60 Jahre sogar um 530 189 vermehren. Die jähr nach Lothringen zum Verkauf ein. Der Einfuhr von ge- stehenden Ordnung fangen an, sich dieser Prozesse zu schämen, deren liche Ausgabe würde sich bei der Herabsetzung schlachtetem Fleisch steht bekanntlich kein Hinderniß im Wege, Häufigkeit doch der Königstreue des angeblich bis in die Knochen monauf 65 Jahre umt 30 286 050 M. und Mengen unter 2 Kilogramm sind obendrein zollfrei. Run wird archisch gesinnten deutschen Volkes" kein besonders günstiges Zeugniß ausaber das von Frankreich ausgeführte Fleisch gar keiner Konftellt; und über viele Prozesse, die nicht gerade Aufmerksamkeit erregt haben, trolle unterworfen, kann also gesundheitswidrig sein, und kommt wird gar nicht berichtet. So erfuhren wir heute von folgendem Fall, doch zum Verbrauch, während bei uns im Lande jedes Stück untersucht wird gegen Zahlung der festgesetzten Gebühren, die somit drüben auch noch erspart werden. berbreiten: " 60 " " 80 556 950, steigern. Der in diesen Summen enthaltene Beitrag des Reiches würde für dieses eine jährliche Mehrleistung von etwa 10 Millionen beztv. 261/2 Millionen Mark bedeuten." Diefe Steigerung weckt in uns durchaus keinen Schrecken. Die Meinung vertreten wir jedoch auch, daß das Gesetz in allererster Linie als Invalid en versicherung des Ausbaues bedarf, daß also alle verfügbaren Mittel zunächst zur Besserung des Looses der Erwerbsunfähigen zu verwenden sind. Ist der Greis von 60 oder 70 Jahren erwerbsunfähig im Sinne des Gesetzes, so kommt diese Reform ihm so sehr wie jedem anderen auch zu gute. Ist er jedoch noch erwerbsfähig, so kann er nicht beanspruchen, daß Mittel für ihn verbraucht werden zum Schaden derer, die um mit dem Gesetze zu reden infolge ihres förperlichen oder geistigen Zustandes nicht mehr im stande sind, durch eine ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechende infolge ihres körperlichen oder geistigen Zustandes nicht mehr im stande find, durch eine ihren Sträften und Fähigkeiten entsprechende Lohnarbeit mindestens einen Betrag zu verdienen, welcher gleichkommt der Summe eines Sechstels des Durchschnitts der arbeiter. Lohnfäße... der letzten fünf Beitragsjahre, und eines Sechs tels des.... ortsüblichen Tagelohnes gewöhnlicher TageKann man die Besserung bei der Rentnerklassen nicht erreichen, dann erst die erwerbsunfähigen In validen jedes Alters und später die noch erwerbs fähigen Greise. = = über den wir in keiner Zeitung etwas gelesen hatten. Ein oberschlesischer Kellner außer Stelling, der sich durch Vorstellungen mit der Laterna Magica, die er auf Dörfern gab, mühsam aber fleißig Durch derartige Maßnahmen haben aber nur die direkten Grenz- ernährte, machte am 25. Dezember vorigen Jahres in Beiz anwohner einigermaßen Gewinn, dagegen wird die Noth im Innern( Laufiy) abends auf der Herberge eine sprichwörtliche und Gespräch sehr häufig vorkommende Bemerkung über des Reiches und namentlich in den großen Städten immer größer. im von Städten veranlaßt geschen, die Absendung von Petitionen an den Namen des Kaisers genannt haben. Einer der Gäste demunzirte So haben sich denn auch in der letzten Zeit eine ganze Reihe allerhand hohe Herren an sich ganz harmlos, aber er sollte dabei die Regierung bezw. an den Reichstag zu beschließen. Auch der den Mann wegen Majestätsbeleidigung. Der Sünder wurde verdemnächst einzuberufende Städtetag soll sich, wie bereits mitgetheilt, haftet, blieb genau einen Monat in Untersuchungshaft und wurde mit der Angelegenheit beschäftigen. Die allgemeine Unzufriedenheit am 25. Januar d. J. vom Landgericht Kottbus nach einer Berhat schließlich einen solchen Höhegrad erreicht, daß endlich auch der handlung von kaum einer Viertelstunde, trotzdem er bestritt, in die preußische Landwirthschafts- Minister nicht umhin fonnte, etwas zu wie gefagt an sich ganz harmlose Aeußerung den Kaiser einbegriffen thun; er ging hin und veranlaßte Erhebungen. Diese werden oder ihn gemeint zu haben, wegen Majestätsbeleidigung zu neun von den Herren Regierungspräsidenten und Landräthen ausgeführt, Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Untersuchungsnicht allzu hohe Erwartungen an dieselben stellen darf. die häufig selbst auf agrarischem Standpunkt stehen, so daß man haft wurde nicht angerechnet, und der Majestätsbeleidiger ohne es zu wissen hatte die 9 Monate bis zum letzten Tag abzusißen, also Großschifffahrtsweg Berlin- Stettin. Nachdem der Binnen- im ganzen 10 Monate, wegen einiger Worte, die in keinem Lande, schifffahrts- Verein für die wirthschaftlichen Interessen des Ostens das wo nicht das Majestätsbeleidigungs- Fieber graffirt, irgend Beachtung Projekt der östlichen Linienführung eines Großschifffahrtsweges brud macht, heißt Paul Schent ist 81 Jahre alt und in Lauragefunden hätten. Der Mann, welcher einen durchaus soliden Ein31 Berlin- Stettin cingereicht hat, ist der Regierungspräsident in Bots- hütte geboren. dam von dem Minister der öffentlichen Arbeiten ersucht worden, Die Fränt. Tagespost" schreibt: Die Beschlagnahme den Entwurf in technischer und wirthschaftlicher Hinsicht eingehend unserer Dienstag- Nummer, sowie der Fürther, Bürgerzeitung", wurde zu prüfen. Die hier zur Erörterung stehenden wirthschaftlichen behördlich bestätigt, nachdem das in dieser Nummer enthaltene Fragen erstrecken sich, wie die„ Berl. Corresp." ausführt, auf ein Gedicht: Im heiligen Land, den Thatbestand der in§ 95 des In Frankreich ist die Bildung eines neuen Ministeriums voraussichtlich noch örtliche Untersuchungen erfordern. Da außerdem räumlich sehr ausgedehntes Gebiet, auch wird die technische Prüfung Reichs- Strafgesetzbuches mit Strafe bedrohten Handlung( Majestätsnoch nicht gelungen. Brisson ist von der Bewerbung die seitens der Staatsregierung betreffs der östlichen und der westbeleidigung) begründe“. ausgeschieden; und nach den neuesten Berichten hat Dupuy, lichen Linienführung vorzunehmende Prüfung einen gewissen Zeit- Ju Haifa. Der Kaiser befindet sich seit vorgestern in Palästina. der berüchtigte Sozialistenfresser Dupuy, den Auftrag er aufwand erfordert, so erscheint es zweifelhaft, ob es möglich sein Am Mittwoch besuchte er die deutsche Kolonie in Haifa. halten, das neue Kabinet zu bilden- und zwar wahrschein- wird, dem Landtage noch in der bevorstehenden Session die Vorlage evangelische Geistliche hieß ihn im Namen seiner Kirchengemeinde lich mit Ribot, Delcassé, dem bisherigen Minister des Aus- des Großschifffahrtsweges Berlin- Stettin zu unterbreiten. willkommen. Dann hielt Bater Bieven, Direktor der deutschen wärtigen, und Leygues. Auch Bourgeois, Freycinet und fatholischen Niederlassung in Tabepha, eine Ansprache, in der er Constans werden genannt. Dupuy galt früher für einen Dank aussprach für den Schuß, welchen sowohl unsere Anstalten in Gegner der Revision des Dreyfus- Prozesses, ist doch unter Palästina als auch die daselbst wohnenden deutschen Katholiken seiner Ministerpräsidentschaft der Prozeß geführt worden, genießen. Der Kaiser entgegnete: allein das ist ein Punkt, der jetzt nicht mehr in Frage kommen kann, weil die Sache jetzt vor dem obersten Gerichtshof schiebt, dessen Verhandlungen und Entscheidungen von der Regierungsgewalt unabhängig sind. Gelingt Dupuy die Kabinetsbildung, so würde dies einen Ruck nach Rechts bedeuten, und es würde sehr bald zu heftigen Kämpfen mit den Sozialisten und Radikalen kommen. In jedem Fall soll Delcassé in die neue Regierung eintreten. Die energische und zugleich versöhnliche Haltung, die er in der Faschoda- Angelegenheit beobachtet hat, machen sein Verbleiben im Interesse des Friedens wünschenswerth. Deutsches Reich. Verhütung der Milzbrand: Vergiftung. Die„ Süddeutsche Reichsforrespondenz schreibt:" Infolge der von den Bundesregie rungen unternommenen Erhebungen über die Wuzbrand- Gefährdung der in Roßhaar- Spinnereien, Haar- und Borstenzurichtereien, sowie Bürsten- und Pinselfabriken beschäftigten Arbeiter hat jezt das Reichsamt des Innern einen Entwurf von Betriebsvorschriften für die genannten Betriebe dem Bundesrathe zugehen lassen. In Vorschlag gebracht wird die zwangsweise Desinfektion aller ausländischen Pferde- und Rinderhaare, Schweinsborsten und Schweinswolle." Ihre patriotische Ansprache hat mich mit hoher Freude erfüllt und ich danke Ihnen sehr dafür. In Erwiderung ergreife ich gern die Gelegenheit, ein für allemal auszusprechen, die katholischen Unterthanen, wo und wann sie desselben bedürfen sollten, meines taiserlichen Schutzes stets sicher sein werden. Hiermit hat der Kaiser nochmals gegen die franzosenfreundliche Ba Bin Wenn diese Inhaltsangabe richtig ist, dann scheinen die Unternehmer, die namentlich gegen die Desinfektion der 3iegen Richtung im Vatikan Stellung genommen, welche das Protektorat haare aufämpften, ihren Willen doch durchgesetzt zu haben. Weiter wäre es eine durch nichts zu entschuldigende Zukonsequenz, wenn über alle Katholiken im Orient der französischen Regierung zu man nur das ausländische Material, nicht auch das in- schrieb. ländische zwangsweise desinfiziren wollte. Der Milzbrand ist Hendrik Wittbot, der Hottentottenführer, der in den 80 er feine Eigenthümlichkeit der ausländischen Thierwelt, sondern er kommit Jahren durch seinen Widerstand gegen die deutsche Herrschaft be= leider auch in Deutschland häufig genug vor. Soll etwa auch in fannt wurde, soll gestorben sein. Die Nachricht von seinem Tode der Frage der Verhütung der Milzbrand Vergiftung das Juteresse fommt allerdings nicht zum ersten Male, auch diesmal fehlt noch der Arbeiter hinter dem Interesse der heimischen Agrarier die amtliche Bestätigung. und Händler zurücktreten? Die Arbeiter der Bürsten- und " Frankreich. Paris, 28. Oftober. Der Forschungsreisende eß fetzt im Matin" seinen Bericht über die Gefangenschaft des Dreyfus fort. Der Gouverneur von Guyana, Roberdeau, habe zugegeben, daß Dreyfus nicht als Deportirter, sondern als Bellengefangener behandelt werde, weil die Freiheit, welche er in den ersten zwei Jahren genoß, zu groß schien; denn Dreyfus habe sich mit einem Bewohner von Cayenne in Verbindung setzen können; er habe indessen ein Anerbieten desselben, einen Fluchtversuch zu machen, ab= gelehut.Italien. Der Bundesrath hat in seiner Donnerstags- Sigung den Ans- Pinselindustrie verlangen die zwangsweise Desinfeftion alles schußanträgen, betr. den Etat der Salzsteuerverwaltung für das Materials, gleichviel ob es aus dem Auslande oder dem Inlande Herzogthum Anhalt, und betr. den Etat der Grenzzoll- und Salz- tommt, und sie haben um so mehr Grund dazu, als sie durch die steuer- Berwaltung für Elsaß- Lothringen die Zustimmung ertheilt. schlechten Löhne, die die Unternehmer zahlen, und wegen der SchwierigDen zuständigen Ausschüssen wurden folgende Vorlagen überwiesen: feit, eine starke Berufsorganisation zu bilden, vielfach gezwungen betr. die Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen der Landesver- find, Arbeit mit nach Hause zu nehmen, sodaß, wenn das Material waltung von Elsaß- Lothringen für 1897/98; betr. den Entwurf von den Keim der Seuche enthält, auch ihre Angehörigen und andere Vorschriften über die Einrichtung und den Betrieb der Roßhaar- Leute der Gefahr der Vergiftung unterliegen. Der Reichstags- Abspinnereien zc.; endlich die Vorlage von Lippe vom 18. Oktober 1898, geordnete für Nürnberg, unser Parteigenosse Oertel, hat in seiner betr. die lippe'sche Thronfolge. Echließlich wurde über eine Reihe Reichstagsrede vom 28. Januar d. J. auf die Umstände, die für die von Eingaben Beschluß gefaßt. zwangsweise Desinfektion alles Materials sprechen, mit beredten Eine Amnestie der durch die Kriegsgerichte Verurtheilten Worten hingewiesen. So lange an der Spitze des Reichsamts des wird aus Anlaß der Geburt eines Sohnes der Herzogin von Nosta Innern Graf Posadowsky steht, ist es aber natürlich sehr schwierig, allgemein erwartet. Allerdings ist noch zweifelhaft, wie weit dies daß selbst in einer Sache, wo es ſich lediglich um den Schutz des selbe gehen wird; man spricht davon, daß die Amneſtic denjenigen Lebens und der Gesundheit der Arbeiter handelt, eine Vorlage zu zu theil werden soll, die von den Kriegsgerichten zu Mailand, stande kommt, die den Interessen der Arbeiter ausreichend Rechnung Florenz und Neapel wegen Betheiligung am Aufruhr zu niedrigen Gefängnißstrafen verurtheilt worden sind. An der Agitation zu gunsten der Amnestie nehmen außer den Sozialisten und Repu blikanern namentlich die Garibaldianer und Freimaurer theil. Trauersang an: Palästinareise. Die„ Tägliche Rundschau" stimmt folgenden Ein hiesiges Blatt berichtet:„ Der Sultan hat es num doch endlich erzielt, die Spesen der Fahrt durch Syrien und Palästina zahlen zu dürfen, nämlich die Rechnung des Reisebureaus Cook, dem vom deutschen Kaiser das ganze Arrangement der Ueberlandfahrt trägt. anvertraut ivurde, und welche etwa 300 000 Franks beträgt." Wir Das Stumm'sche Blatt ist von rührender Bescheidenheit. Es erwarten, daß bald und nachdrücklich diese Angabe für unwahr lacht sich heute ins Fäustchen, weil wir uns gestern über sein Spanien. Das Stocken der Pariser Friedensverhandlungen. Aus Madrid wird vom 25. Oktober der Intern. Korresp." geschrieben: Die in den Pariser Verhandlungen eingetretenen Schwierigkeiten betreffen folgenden Punkt: Das Protokoll des vorläufigen Friedensschlusses hatte das Wort„ Souveränität über die Philippinen" ver" Kameraden!" Solidaritätsgefühl befizen, die sich von den Bestrebungen ihrer man ble Disziplin noch nicht für straff genug, darum die Aber weshalb soll der Unter> Kollegen auf Herbeiführung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen Herbeiholung der Drillmeister? stets fern halten, haben natürlich alle Ursache, zu übertreiben, offizier nicht eine besondere Qualifikation zum Fahrhauer haben? von Terrorismus zu reden, wo nur ruhige, fachliche, gefeßmäßige 3ft er doch nach Lingens der„ Stellvertreter Gottes". Wird doch in Beeinflussung versucht wurde. Ihre Angaben tönnen daher auch allen Verwaltungstreisen heutzutage die Vortrefflichkeit des Unterfeinen Anspruch erheben, von uns besonders gewürdigt zu werden." offiziers anerkannt, also weshalb nicht im Bergbau, wo zwar alles Die Sektion der Bauarbeiter vom Gewerfverein„ Arbeiterschus" andere, nur nicht Kommißschneidigkeit Segen wirkt. Unters mieden, ohne daß die Abtretung der Inselgruppe an die Vereinigten ist denn auch veranlagt worden, in ihrer legten Sigung eine offiziere werden als Aufseher für die Bergleute bevorzugt! Staaten ausgesprochen wurde. Die spanische Regierung ließ daraufhin durch den französischen Botschafter. Herrn Cambon, eine Resolution anzunehmen, um deren Beantwortung das sozialdemo- Auch ein Zeichen der Zeit, und ein sehr lehrreiches für unsere furze Note überreichen, worin sie erklärte, sie interpretire tratische Blatt gebeten wird. Die Resolution lautet: „ Die Sektion der Bauarbeiter vom Gewerkverein Arbeiterdas Friedensprotokoll dahin, daß die Souveränität Aus der Baumwoll- Industrie. In den Kreisen der TextilSpaniens über die Inseln als fortbestehend schutz weist die Angriffe des Vorwärts", welche den Mit- industriellen des englischen Distrifts Lancashire fonstatirt man, angesehen werde. Hierauf erfolgte gliedern derfelben das Solidaritätsgefühl absprechen, entschieden wie die Berliner Bolitischen Nachrichten" mittheilen, mit einer gevon nordameritanischer Seite zurüd und verwahrt sich energisch dagegen, die Bestrebungen der wissen Unruhe den bisher noch nicht dagewesenen Tiefstand des teine Antwort. was man in Madrid nach den bisher üblichen diplomatischen Gepflogenheiten als eine stillKollegen auf Herbeiführung besserer Bohn- und Arbeitsbedingungen Preises der amerikanischen Rohbaumwolle, weil man schweigende Bestätigung der spanischen Auffaffung ansehen nicht unterstützt zu haben. Die Sektion der Bauarbeiter fordert der Meinung ist, daß bei Fortdauer dieser Konjunktur die Verzu können glaubte. den Vorwärts" auf, den Beweis für seine Behauptung zu er- forgung des Marktes mit amerikanischem Rohmaterial bedeutende Auf grund dessen schlugen nunmehr die spanischen Unterhändler einen Artikel vor, welcher das Fortbestehen bringen, daß Mitglieder des Gewerkvereins Arbeiterschus als Einbuße erleiden müsse. Die Lancashirer Interessenten gehen. der spanischen Oberhoheit über die Philippinen aussprach. HierArbeitswillige irgendwo aufgetreten sind, sobald es sich um die davon aus, daß bei einer Preisnotirung von 5 Cents das gegen erhoben jedoch die nordamerikanischen Bevollmächtigten in Herbeiführung besserer Lohnbedingungen handelte. So lange der Pfund Baumwolle im Ladehafen die Baumwollproduzenten, entschiedenster Form Einspruch und erflärten, daß die Vereinigten ,, Vorwärts" diesen Beweis nicht erbringt, erklären wir seine Aus- wenn nicht mit direktem Verlust, so doch jedenfalls ohne Staaten niemals die in der erwähnten spanischen Note versuchte führungen für Heuchelet. Wir können dem Vorwärts" mit Mugen wirthschaften, und daß viele von ihnen, angesichts der UnNamen für die von dem Artikel in der„ Germania" gegen uns rentabilität der Baumwollkultur, sich anderen Betrieben zuwenden Auslegung des vorläufigen Friedensprotokolles anerkennen würden. -Durch diesen grundsäglichen Gegensatz der beiderseitigen Aufangeführten Rüpeleien der Genossen dienen." dürften. Direkte Geschäftsberichte aus den Golfstaaten treten jedoch Die Antwort soll der Germania" und dem„ Arbeiterschutz" diesen Befürchtungen mit großer Bestimmtheit entgegen. Sie weisen fassungen, der bisher noch feine Ausgleichung finden konnte, mußten naturgemäß die Verhandlungen völlig ins Stocken gerathen. darauf hin, daß in den meisten Baumwolldistrikten die HerstellungsZunächst halten wir unsere Behauptung aufrecht, daß die Leute fosten innerhalb der lezten zehn Jahre um die Hälfte gesunken sind, vom„ Arbeiterichuz" tein Solidaritätsgefühl besigen, daß sie fich den sodaß bei einem in gleichem Verhältniß zurüdgegangenen Breise Bestrebungen auf Erringung beiserer Lohn- und Arbeitsbedingungen des Erzeugnisses der Pflanzer denselben Verdienst hat wie in der Mehrzahl der Fälle fern halten, ja, daß dem Verein noch vor zehn Jahren, mithin für ihn fein Anlaß vorliegt, des mehr Arbeitswillige" angehören, als wir zuerst selbst annahmen. Preisrüdganges der Rohbaumwolle wegen die Flinte ins Korn zu hier einige Beispiele: werfen. Die eine Wirkung wird der Preissturz allerdings ausüben, 1. Am 11. Juli legten die Maurer auf dem Bau Breitestr. 12 daß der Vermehrung des amerikanischen Baumwollkultur- Areals bei Meging die Arbeit nieder. Die Forderung war„ Erhöhung Schranken gezogen werden, weil die Spekulation damit rechnen muß, des Stundenlohnes auf 60 Pf." Das Bureau Rüdersdorferstr. 45 daß Ostasien vielleicht schon binnen wenigen Jahren sich sowohl ( dasselbe ist vom Arbeiterichug") bermittelte die Streifbrecher. hinsichtlich der Erzeugung als der industriellen BerEngland. werden. " " Zur Fafchoda- Frage. Der" Standard" erfährt, der fast dreistündige Ministerrath am Donnerstag beschäftigte sich ausschließlich mit der Faschoda- Frage. Im Kabinet herrsche völlige Einstimmig feit. Von Unterhandlungen mit Frankreich könne nicht die Rede sein, bis Marchand abberufen worden sei. Gleichwohl würden teine Schritte gethan werden, Marchand aus Faschoda zu entfernen; es würden ihm Lebensmittel geliefert oder es würde ihm gestattet werden, Proviant aus anderer Quelle zu beziehen, aber Kriegsmuniton werde er nicht erlangen dürfen. Sobald die 2. Anläßlich der Stichwahl zur Reichstagswahl am 24. Juni cr. arbeitung der Baumwolle auf eigene Füße stellen wird, wie französische Regierung ihren Sendboten am Nil abberufen habe, bekamen auf dem Bau Kolonnen- und Hohenfriedbergstraßen- Ecke in dies in Indien bereits geschehen ist. Hieraus könnten den Lanwerde Lord Salisbury bereitwillig die Vorschläge für die Ab Schöneberg 15 Maurer deshalb Feierabend, wei fie ihr Reichstags- cashirer wie auch den feftländischen Textilindustriellen ernstere Vergrenzung der egyptischen Gebiete erwägen, aber die Wahlrecht ausnutten. Die übrigen Kollegen hielten diese Maßregel legenheiten erwachsen, wenn nicht die im Geschwindschritt vor sich Erhaltung des alten Besißstandes und die Anerkennung der für so brutal, daß sie die unbedingte Wiedereinstellung dieser gehende wirthschaftliche Erschließung Binnenafrika's dort nene, alleinigen Herrschaft Egyptens über die Pro- 15 Kollegen forderten. Die Verhandlung der Lohnkommission mit Abjagmärkte von einstweilen unbegrenzter Aufnahmefähigkeit vorvinzen des Rilbedens sei die Grundbedingung irgend einer dem Unternehmer Rüdiger" führte zu nichts und so tam es zur bereitete. Regelung. Sperre. Nach viertägiger Sperre wurde dieser Bau durch 30 Maurer aus dem„ Arbeiterschutz" besetzt. Türkei. Der Muhamedaner, die unter russischem militärischen Geleit die meiſten Müller 16 Maurer wegen schlechter Behandlung feitens des betr. Dreyfus- Prozeß vor dem Kaffationshof. Kreta. Aus Rethymo wird über then gemeldet, daß die Bezirke in der dortigen Provinz besuchten, von den Christen freund lich aufgenommen worden sind. Sie fanden ihre Delpflanzungen in gutem Zustande; nur ihre Wohnungen sind zerstört. Sie haben sich bereits enger an die Christen angeschlossen. Asien. Aus Beking wird gemeldet, die Unsicherheit der Situation für fremde Missionen wird in Chinaimmer bedrohlicher. Da wegen des Eintritts der falten Jahreszeit die Schifffahrt erschwert ist, so steht zu befürchten, daß die in und um Beking befindlichen, seit langer Beit nicht abgelösten Soldaten meutern werden. Afrika. transporten gefährlich sei. Die Hehler seien Mönche, die vertrieben werden müßten. 3. Am 25. Oktober legten auf dem Bau Scharrnweberstr. 6 bei Unternehmers und der Verweigerung der Lohnerhöhung von 55 auf 60 Pf. die Arbeit nieder. Nach eintägiger Sperre wurde dieser Bau Bur Klarstellung der gestrigen Berichte über die Ausführungen von 10 Arbeitswilligen vom„ Arbeiterschutz" besetzt. des Berichterstatters Barb ist mitzutheilen, daß der erste Theil der Und nun ein Beispiel, wie die frommen Leute vom Arbeiter- Rede Bard's hauptsächlich einen Auszug aus der einleitenden schutz" den Terrorismus üben: Auf dem Bau Grolmann- und Prozeßschrift des Generalprofurators Manau Uhlandstraßen- Ecke war der Polier Mitglied dieses Vereins. Der wiedergab. Der eigentliche Bericht Bard's hat dort begomen, wo selbe nahm nur Leute an, welche im„ Arbeiterschutz" organi- von der Prüfung der Thatsachen die Rede ist, ob das Bordereau firt waren. Es wurde ein direkter Druck bei Strafe der Entlassung wirklich von Dreyfus herrühre. resp. Nichteinstellung auf den einzelnen ausgeübt. vorgeschoben. Aus dem Briefe Picquart's an Sarrien, welchen Aus der Donnerstags- Verhandlung. Ebensowenig gelingt es den Bentrumsleuten, fich den„ Arbeiterschutz" von den Rockschößen zu schütteln. Ohne Zweifel haben wir Ferner ist zu dem gestrigen Bericht einiges nachzutragen. Nach dem Wortlaut des von dem Berichterstatter Bard ver es hier mit einer flerifalen Schöpfung zu thun. Wie solche zu stande lesenen Protokolls über das Verhör des Obersten Henry vor tommen, ist kein Geheimniß mehr. Die Herren Kapläne machen Kriegerisches aus Abefſynien. Aus Rom wird telegraphirt: alles, und die Arbeiter geben nur den Namen dazu her. Wenn die Cavaignac hat Henry zugegeben, er habe mittels eines Entgegen den offiziellen Meldungen berichten die in Erythrea" Germania" sich darüber näher unterrichten will, braucht sie nur echten Briefumschlages und eines nichtssagenden Briefes eines ſtationirten Offiziere, Menelit jei mit 100 000 Mann und 70 Ge- bei den Kaplänen in der Klerikalen Hochburg Köln anzufragen. fremden Militärattachés, welcher mit„ mon cher ami" aufing, die schüzen im Anzuge gegen Ras Mangascha. Dieses große Aufgebot Diese werden ihr berichten können, daß sie erst ganz fürzlich in Fälschung hergestellt. erweckt den Verdacht, daß Menelik die Unterjochung des Ost- Sudans und andere politische Biele im Auge habe. Ferner wird berichtet, derselben Weise eine" chriftliche Kellner- Organisation" gegründet Bard verlas, ist noch folgendes hervorzuheben: As Picquart dem daß das start auftretende Banditenthum in Erythrea den Militär- haben. Auch bei dieser Gründung wurden einige Renommirkellner General Gouse mittheilte, daß Esterhazy das Bordereau geschrieben Außerdem ist nicht abzuftreiten, daß im Bureau des Vereins habe, rief Gonse aus:„ Es wäre entfeßlich, wenn der Prozeß von Arbeiterschutz" in der Rüdersdorferstraß ein Kaplan oder sonst 1894 wieder aufgenommen werden müßte, das wäre entsetzlich." irgend ein klerikaler Gottesmann sigt und die Bureau- Arbeiten, Picquart antiportetete: Noch viel schrecklicher wäre die Marter eines Unschuldigen." Hierauf sagte Gonse:„ Wenn Sie nichts fagen, an den Herrn Landgerichts- Direktor Fromm in Magdeburg. Arbeitsvermittlung unentgeltlich macht. Von wem wird dieser wird es niemand wiſſen," worauf Picquart ausrief:„ Was Sie Mann bezahlt? Hat der heutige Vorwärts" beziv. die" Magdeburger Volksstimme" recht berichtet, so hat der oben genannte Herr als Es bleibt dabei: Die Gründung und Unterstützung des Vereins da fagen, ist abscheulich. Jedenfalls werde ich dies Geheimniß nicht in das Grab mitnehmen." Boisdeffre fizender einer Straflammer des Magdeburger Landgerichts bei Arbeiterschutz" seitens der Zentrumsleute geschieht nicht im Intereſſe empfahl Picquart, die Angelegenheiten Dreyfus und Esterhazy einer Verhandlung wider meinen Parteigenossen Müller folgendes entstand, gute Organisationen. Daß zwischen Lokalen und Zentralen rief Boisdeffre aus:„ Wie? das Dossier existirt noch? Es war doch der Bauarbeiterschaft. Diese hatte hier, lange bevor jener Verein nicht zu verquicken, und als Picquart vom geheimen Dossier sprach, der Bauarbeiterschaft. Diese hatte hier, lange bevor jener Verein Sozialdemokraten hätten doch genug mit sich selbst zu thun, im Kampfe gegen die Unternehmer beide einig sind, während die in dem Briefe weiter, daß Henry mit du Paty de Clam eine andere Differenzen bestehen, ist bedauerlich, indeß muß betont werden, daß abgemacht, es nach dem Prozesse zu verbrennen." Picquart berichtet fie sollten sich doch um ihre Parteihäupter bekümmern, die prächtige Villen am Züricher See besäßen, und nicht um andere" arbeiterschutz"-Leute, wie oben gezeigt, ihren Kollegen in den plumpe Fälschung begangen habe, welche glauben machen sollte, daß Angelegenheiten." Einen Erfolg hat die„ Germania" mit ihrem Geschrei über den die Bertheidiger des Dreyfus einen Strohmann ausfindig machen Darauf antworte ich dem Herrn Landgerichts- Direktor Fromm Terrorismus" erzielt: ihre Notizen sind vor acht Tagen sowohl als wollten. Die Fälschung habe die Form eines Briefes an Dreyfus. geäußert: folgendes: Eine Antwort Besitze ich eine Billa am Züricher See, so ist das meine Angelegenheit und nicht seine, und ich betrachte es als alles andere benn als richterliche Objektivität, daß der Herr LandgerichtsDirektor Fromm sich in einer Gerichtsverhandlung mit meiner Villa beschäftigt, die in und mit der Gerichtsverhandlung nicht das geringste zu schaffen hatte. Die Frage ist nur: ob ich die Mittel zu dieser Villa, so weit sie mein eigen sind, auf redliche Weise erwarb. Das wird aber Herr Landgerichts Direktor Fromm nicht zu bestreiten wagen, denn sie sind mindestens so redlich erworben wie das Gehalt, das er für sein Amt bezieht. Rücken fallen. " auch gestern sofort von der" Post" der Ehre des Abdrucks gewürdigt worden. Das geschieht ihr schon recht. Die Mitglieder des Vereins Arbeiterschutz" aber mögen daraus ersehen, daß es doch eine recht eifelhafte Hilfeleistung ist, mit der das größte Scharfmacherorgan, die" Post" so sehr einverstanden sein kann. Es geht auch so. gehabt. " In bezug auf das geheime Dossier bemerkte Bard, Kriegsminister Zurlinden habe in einem Schreiben an Sarrien die Eristenz eines solchen Dossiers in Abrede gestellt. Picquart jedoch habe erklärt, daß den Mitgliedern des Kriegsgerichts von 1894 Geheimatten unter Enveloppe übermittelt worden seien, welche in dieser Hinsicht Aufklärung geben könnten. Bard verlas Und ein weiteres Wort an Herrn Landgerichts- Direktor Fromm. Aus Hamburg wird berichtet: Eine das Koalitionsrecht der einen Brief, den Esterhazy aus London an Sarrien schrieb und in Er scheint mit anderen zu jenen Vielen zu gehören, die sich darüber Hamburger Arbeiter schwer treffende Entscheidung ist am Donnerstag welchem er mit Enthüllungen droht; er wisse ganz gut, daß man ärgern, daß ich im Besitz einer Villa bin. Dieses Geärgert- vom Hanseatischen Oberlandesgericht ergangen. Durch diese Ent- ihn nur deshalb ficigelassen habe, weil sonst hohe Persein bedauere ich lebhaft, kann aber darauf keine Rücksicht nehmen. scheidung ist den Arbeitern in Hamburg unmöglich gemacht, fernerhin sönlichkeiten tompromittirt worden wären, wie Jedenfalls habe ich ebenso gut das Recht, eine Villa zu befizen, bei einem Streit oder einer Aussperrung Streifposten auszustellen, dies ohnehin schon eingestanden worden sei. wie etwa Herr Landgerichts- Direktor Fromm, oder ein x- beliebiger was an sich ja völlig legal und für die Streifenden von großer Schulze oder Müller oder Stumm. Wichtigkeit ist. Daß es nach Ansicht des Hanseatischen OberlandesFreitags- Verhandlung. gerichts legal ist, hat es vor etwa Jahresfrist ausdrücklich aus- Die Sigung wird um 12 Uhr mittags eröffnet. Bard fährt gesprochen, indem es dem Versuch der Staatsanwaltschaft, auf grund in seiner Berichterstattung fort und sagt:„ Wir haben gestern die des Groben Unfugparagraphen vorzugehen, durch ein prinzipaliter Aftenstücke furz geprüft. Was soll nun der Kaffationshof, thun? freisprechendes Erkenntniß entgegentrat. Nach diesem Erkenntniß wird Dreyfus sofort vor ein anderes Kriegsgericht gestellt, so wird suchte die Hamburger Polizeibehörde den Arbeitern auf andere Weise die Anklage von demselben als unbegründet befunden werden. Man beizukommen, und zwar benutzte sie dazu den§ 73 der Hamburger muß sich daher fragen, ob es nicht besser sei, das Urtheil, ohne Straßenordnung. Danach hat jede Person den an sie zwecks Aufrecht- Burückverweisung an ein anderes Gericht, aufzuheben; hierbei ist erhaltung der Ruhe und Ordnung auf öffentlicher Straße ergangenen aber zu bedenken, daß Dreyfus verurtheilt oder freigesprochen Anordnungen eines Verwaltungsbeamten unweigerlich Folge zu leisten. werden muß, damit über seine Schuld oder Unschuld durchaus Nun fordern die Schußleute auf Instruktion ihrer Behörde jezt bei lein 3 weifel mehr bestehe." jedem Streit die Posten auf, die Nähe der Arbeitspläge, auf denen Hierauf verliest der Berichterstatter einen Brief des Generals ein Streit ausgebrochen ist, zu meiden. Jede nicht unweigerliche Folge- Burlinden, aus dem hervorgeht, daß für den General feinerlei leistung wird mit erheblichen Geldstrafen, denen entsprechende Haft sub- Andeutung für die Unschuld Dreyfus zu tage getreten ist, die stituirt ist, belegt. Die Arbeiter haben alle gerichtlichen Instanzen anges das Urtheil des Kriegsgerichts, das Dreyfus verurtheilte, entrufen, um eine Aenderung dieser Praxis der Polizei zu erlangen, aber fräften tönnte; im Gegentheil sind nach Zurlinden's Ansicht neue alles ist vergeblich gewesen. Das Oberlandesgericht hat jetzt entschieden, Beweise für die Schuld Dreyfus zu den bisherigen hinzugekommen. die Polizeibeamten dürften annehmen, daß durch die Streitposten viel Dann spricht Bard von dem Schriftstücke, in welchem die Worte leicht die Ordnung der Straße gestört werden könnte. Ihre An- cette canaille de D...." borfommen, und sagt, dieses Schriftordnung sei daher subjektiv berechtigt und müsse unbeschadet einer stück sei dem Dossier mit vier anderen Schriftstücken zusammen einSo wird auf verleibt worden, von denen der Gerichtshof noch Kenntniß erhalten späteren Beschwerde unweigerlich befolgt werden. dem Verwaltungswege die Koalitionsfreiheit beschränkt auch ohne müsse, um in voller Kenntniß der Sache seine Entscheidung treffen zu können. Zuchthausgefeg. Deshalb rathe ich ihm, künftig andere Leute, die ihn in seiner amtlichen Thätigkeit nichts angehen, in Ruhe zu lassen. Nebenbei sei aber bemerkt: würde Herr Landgerichts- Direktor Fromm mir als Angeklagten gegenüber eine gleiche oder ähnliche Bemerkung, wie die oben zitirte, machen, so würde ich auch wenn seine Bemerkung nicht mich persönlich, sondern einen anderen meiner Barteigenossen beträfe ihn, weil befangen, als Richter ablehnen, d. h. ich würde ihn als unfähig ansehen, mir gegenüber objektiv seines Amtes walten zu können. Berlin, den 28. Oftober 1898. A. Bebel. Kampf um das Koalitionsrecht! Ueber sozialdemokratischen Terrorismus, begangen auf hiesigen Bauten durch gewerkschaftlich organisirte Bauarbeiter, hatte die" Germania" in ihrer Nummer vom 19. d. M. wahre Schauergeschichten" zu berichten. Sie hat uns diesen Ausspruch so übel genommen, daß sie erst nach acht Tagen die Worte wiederfand, um zu erwidern. " Protestversammlungen gegen die Zuchthausvorlage Sie fordert von wurden weiter abgehalten in Waldorf und Weiterstadt im uns den Beweis dafür, daß sie Schauergeschichten" erzählte. Da hessischen Kreise Darmstadt- Großgerau, in Schleudi z bei Halle a. G. verlangt nun das gute Zentrumsblatt in der That zuviel; wir und in Merseburg. müssen vielmehr ihr anheimgeben, uns zu beweisen, daß ihre Behauptungen auf Thatsachen beruhen. brud bringen müssen: Soziales. Sehr getränkt haben wir das Zentrumsorgan durch folgende Worte, die ivir des besseren Verständnisses wegen nochmals zum Ab- Arbeiter Risiko. Auf den Rosthütten zu 2ipine, der Schlesischen Attiengesellschaft für Bergbau und Binthüttenbetrieb " Dieser Verein( Arbeiterschutz. D. N.) wurde bekanntlich vor gehörig, sind nachts beim Kesselpußen zwei Männer namens etwa Jahresfrist von den hiesigen Zentrumsleuten gegründet, nicht Swoboda und Stanet, letterer ein Galizier, dadurch ums Leben der Arbeiter wegen, die hier, und das gilt ganz besonders von gekommen, daß in den Kessel, wo sie beschäftigt waren, heißes Wasser den Bauarbeitern, gute Organisationen besitzen, sondern im eingelassen wurde. Interesse der Zentrumspartei, die sich die Arbeiter als Anhänger Unteroffiziere als Aufseher der Bergleute. In einem Inserat erhalten will. Es ist ihr dabei gleichgiltig, daß sie durch ihre der in Dortmund erscheinenden Zeitung" Tremonia" werden erSondergründungen die Kraft der Arbeiterschaft lähmt. Ja, wie fahrene Bergarbeiter, die schreiben können und Unteroffiziere es nach dem oben Gesagten den Anschein hat, find find, als Fahrhauer auf einer Zeche jener Gegend gesucht. Dazu in dem Verein„ Arbeiterschutz" die„ Arbeitswilligen" recht start bemerkt die Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung": bertreten, so daß für diese merkwürdige Vereinigung der Name Unteroffizier müssen also die Fahrhauer sein. Warum wohl? Arbeitertrug" wohl eher angebracht wäre. Leute aber, die kein Geht's noch nicht schneidig genug zu auf unseren Gruben? Hält Die Angelegenheit sei also weit davon entfernt, pruchreif zu sein, und der Kassationshof, der darauf bedacht sein müsse, in völliger Kenntniß zu urtheilen, dem das Gesetz die Pflicht auferlegt, alle Untersuchungen anzustellen, die geeignet sind, Licht zu schaffen und die Wahrheit an den Tag zu bringen, der Kaffationshof also werde entscheiden, was zu thun übrig bleibe. Diese Aufgabe sei eine delikate, das werde aber kein Grund sein, sich ihr zu entziehen. Der Pflichtwidrigkeiten habe man genug gesehen und angesichts der großen Pflicht, deren Erfüllung ihm obliege, werde der Kassationshof das thun, was das Gewissen ihm gebiete. Damit ist die Berichterstattung Bard's beendet und Mornard, der Advokat der Frau Dreyfus, ergreift das Wort. Vertheidiger Mornard. Mornard verliest seine Anträge, welche dahin gehen, daß eine Untersuchung anbefohlen werde, um ein Urtheil über die Verfchiedenheiten zu gewinnen, welche zwischen den Berichten der Sachverständigen von 1894 und 1897 bestehen, und um festzustellen, ob geheime Schriftstücke im Berathungszimmer bei der Verhandlung des Dreyfus Prozesses mitgetheilt worden seien. Mornars begründet diese Anträge ausführlich und verlangt schließlich, dafür, daß von jedem Bau ein Vertreter erscheint. H. David, der Gerichtshof möge zur Vervollständigung der Untersuchung Vertrauensmann der Töpfer Berlins und der Umgegend. schreiten und Kenntniß von allen Aftenstücken nehmen, welche sich auf diese Angelegenheit beziehen. Die Sigung wurde sodann unterbrochen. Generalprokurator Manan. Nach Wiederaufnahme der Sitzung erhält der Generalprofurator Manau das Wort, der seine Rede wie folgt beginnt:„ Die Affäre Dreyfus liegt jetzt in den Händen der Justiz. Niemand könnte Ihnen dieselbe wieder entreißen und Sie selbst sich ihrer nicht entäußern, ohne sich einer Pflichtverletzung schuldig zu machen. Ihnen steht es zu, die Gemüther zu beruhigen, und ihr Beschluß muß für alle den Ausdruck der Wahrheit und der Gerechtigkeit bedeuten. Meinem Gewissen gehorchend werde ich Ihnen sagen, was ich von der Sache denke; machen Sie dann die Revision oder ebnen Sie ihr zum mindesten die Wege". Der Generalprokurator unter zieht hierauf den Fall einer Kassation des Urtheils, ohne Zurückverweisung vor ein anderes Kriegsgericht, einer Prüfung und erklärt, eine solche nicht zugeben zu fönnen. Deutsches Reich. Achtung, Metallarbeiter! Zwischen der Firm 2. W. Grimm, Braunschweiger Drahtweberei, und ihren Arbeitern sind Differenzen ausgebrochen und wird ersucht, den Zuzug von Nadlern und Webern fernzuhalten. einem pofitiven Ergebniß geführt, da die Mannesmann- Röhrenwalzwerke, welche sich bisher einem Kartell nicht anschließen wollten, der geplanten Vereinigung ebenfalls beigetreten sind. Das Kartell hat sich konstituirt und beschlossen, eine Erhöhung der Röhrenpreise eintreten zu lassen. Von der Pest. Aus Wien wird am Freitag telegraphirt: Die Bergleute der Gruben zu Großfahl bei Gelnhausen haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Der Vorstand des deutschen Berg- und Hüttenarbeiter: Die Wärterin Becha erhielt heute Vormittag 60 Kubitzentimeter Verbandes hat die in den Bergarbeiter- Bersammlungen genehmigten Seruminjektion, ebenso eine Kampferinjektion. Desgleichen wurde Forderungen des Verbandes nunmehr den einzelnen Bechen- Ber- die Sauerstoff Inhalation fortgesetzt. Die Wärterin Hochegger waltungen zugesandt. befindet sich wohl. Die Wärterin Göscht leidet an Halsentzündung mit trockenem Husten ohne Auswurf. Die Pflegeschwestern und die anderen isolirten Personen befinden sich wohl. Im Hörsaale des hygienischen Instituts der Wiener Universität nahm gestern Ober- Sanitätsrath Prof. Dr. Max Gruber Veranlassung, seine Ansichten über die Bestgefahr zu äußern und zugleich des da= hingeschiedenen Dozenten Dr. Franz Hermann Müller zu gedenken. Wir entnehmen seinen Ausführungen folgendes: vom Gewerkschaftskartell aufgestellten Kandidaten ohne Gegenliste Bei der Wahl zum Gewerbegericht in Rostock wurden die In der Klasse der Unternehmer ging die Liste der gewählt. Die Inmungen glatt durch. Rostock ist die erste Stadt in Mecklenburg, verantwortlichen Personen müßten gesucht die ein Gewerbegericht errichtet hat, und wird diese Institution am 1. Januar 1899 ihre Thätigkeit beginnen. Ausland. zur Verantwortung 10118 gezogen werden, und wenn Dreyfus unschuldig sei, dürfe der Schuldige nicht straf= Professor Gruber nimmt vorerst den Diener Barisch gegen den 103 bleiben. Manau stellt fest, daß zwei neue Thatsachen bestehen, die geeignet sind, die Unschuld dort unter den Taleswebern( wollene Gebetmäntel für die hoben wurde. Barisch habe vielleicht seinen Leichtſinn mit dem Ans Kolomea in Galizien geht uns die Mittheilung zu, daß scharfen Vorwurf in Schuh, der von mancher Seite gegen ihn erdes Verurtheilten darzuthun; die erste sei die von Henry Juden) ein Streit ausgebrochen ist. In der 35 000 Einwohner( meist eben gebüßt, aber diesen Vorwurf habe er nach des Redners begangene Fälschung, die zweite die im Jahre 1897 in dem Esterhazy- jüdische Proletarier) zählenden Stadt giebt es acht von Juden be- Informationen nicht verdient. Auf den Tod Dr. Müller's Prozesse angestellte Expertise. Manau geht auf diese beiden That- triebene Fabriken, die sich mit der Erzeugung bezeichneter Gewebe be- übergehend, sagte der Gelehrte, die Aerzte hätten mit Freude fachen, und zwar zunächst auf Henry's Fälschung, näher ein schäftigen. Die Produktion ist enorm groß, weil das Fabrikat von und Stolz gesehen, mit welcher Verve Müller in den Tod und erklärt, da die Aussage Henry's im Jahre 1894 durch die Kolomea aus in alle Welttheile gesandt wird. Während die Unter- gegangen sei, und wieviel Ehre er damit dem vielgeschmähten von ihm im Jahre 1896 begangene Fälschung in bedeutendem nehmer enorme Reichthümer aufgehäuft haben, leiden die Arbeiter ärztlichen Stand gebracht habe. Stets werde man seiner mit Liebe Maffe verdächtig geworden sei, sei der Verdacht gestattet, daß sie ein infolge der grenzenlosen Ausbeutung entsetzliche Noth. und Dautbarkeit gedenken. Wir Aerzte dürften jedoch nicht zugeben, falsches Zeugniß darstelle. Es wird gegen eine Entlohnung von zwei bis daß Müller damit etwas ganz Außerordentliches gethan habe, das vier Gulden wöchentlich von 6 Uhr früh bis 10 Uhr hieße die ärztliche Kunst erniedrigen. Mögen über die selbstlose Opferwilligkeit Müller's und des wackeren Dr. Pöch, um dessen abends gearbeitet. Die Schriftgutachten. " Manau geht sodann zu den Schriftgutachten vom Jahre 1894 über und erklärt, die Verfasser derselben hätten sich in der Haupt- der Knechtung, des Glends und der Ausbeutung bis zum Ende der in dem Arzt stets nur den Schwindler ſehen, ihnen ist dadurch Die Arbeiterschaft trug geduldig und stumpfsinnig dieses Joch Schicksal vir alle bangen, die Verblendeten verwundert sein, die fache geirrt. Er hebt die zahlreichen Widersprüche der Schriftsachverständigen hervor, die erklärten, das Borderan sei nicht von achtziger Jahre, wo die sozialdemokratischen Ideen auch in Kolomea vielleicht die Würde, ja die Hoheit des ärztlichen Standes erst zum Esterhazy. Wenn eine Untersuchung eröffnet werde, werde Esterhazy propagirt wurden und zur Organisation der Arbeiter in dem Hand- Bewußtsein gekommen. Wir aber wußten, daß tausende von Aerzten weber- Verein Einigkeit" führte. Seitdem stehen in Kolomea zu allen Zeiten so wie Müller gehandelt haben, daß es von jeher Gelegenheit finden, Aufklärungen zu geben. Nachdem man die Widersprüche der Schriftgutachten konstatirt habe, müsse man festzustellen mehrere tausend jüdischer Arbeiter im Kampfe gegen 8 jüdische Tradition des ärztlichen Standes war, daß man in solchen Fällen suchen, wer der Verfasser des Vordereaus ist, ob es Dreyfus, ob Ausbeuter, welche mit allen Mitteln kapitalistischen Uebermuthes die selbst sein Leben wagen müsse. Der Redner wendet sich nunmehr gegen die Behauptung, daß es Esterhazy oder ein anderer ist.„ Esterhazy tömte heute Organisation der Arbeiter zu vernichten suchten. Im Jahre 1892 ungestraft eingestehen, daß er der Verfasser des Bordereaus ist, da ging ein Streik der Weber verloren, weil Mangel an Erfahrung das Studium der Pest überflüssig sei, da diese ja ohnehin nicht er ja von diesem Hauptnuflagepunkt freigesprochen ist. Aber welchen und ein von den Fabrikanten aufgefüttertes Streitbrecherthum nach Europa lommen fönne, und meint, diese Anschauung sei eine den Sieg vereitelte. Dienst würde er durch sein Eingeständniß, falls er wirklich der Ver" Im Gegentheil kann man behaupten, daß die Seit jener Zeit aber festigten die optimistische. fasser ist, dem Lande leisten und dem unglücklichen Dreyfus, der seit ausgehungerten Proletarier, welche unter den denkbar schwersten Best, die erst in China, dann in Indien und Afrifa sich zeigte, auch Lohn= und Arbeitsbedingungen faum das nacte Leben nach Europa kommen werde." Und mit Rücksicht auf diese Eventualität vier Jahren leidet und seine Ehrenrettung verlangt."( Bewegung.) fristen können, ihre Organisation und haben den Kampf von müßten die bakteriologischen Studien betrieben werden. Es sei Wenn dagegen Dreyfus der wahre Schuldige ist, so wird er ewig neuem aufgenommen. Seit acht Wochen wird von den Taleswebern feine Ursache zu der Behauptung vorhanden gewesen, daß für ſein Verbrechen büßen müssen, und das so beunruhigte Ge- in Stolomea um bessere Löhne und fürzere Arbeitszeit gestreift. Die bei dieser Forschung grobe Verstöße sich wissen des Landes wird endlich wieder beruhigt werden. Fabrikanten find hartnäckig und verweigern jedes Entgegenkommen. unglückliche Zufälle würden freilich niemals ausgeschlossen bleiben, TroyAppell an die Festigkeit des Gerichtshofs. Der fapitalistische Trotz der Ausbeuter hofft auf den allmächtigen zumal es sich um enorm gefährliche Stoffe handle. Streifbrecher den Hunger. Die jüdischen Arbeiter von Koloniea dem aber sei es thöricht, wenn man verlangen wollte, daß das Es iſt alſo an Ihnen, meine Herren, eine Untersuchung anzuwenden sich an ihre deutschen Klassengenossen mit der Bitte bakteriologische Institut in eine Ginöde verlegt worden solle. Ob ein stellen, aus der sich das Licht ergeben wird. Vergessen Sie nicht, die wiederholten Betheuerungen Dreyfus' vor und nach seiner Dem Hilfe in dem schweren Kampfe gegen ihre Ausbeuter. Der solches Institut an der Peripherie der Stadt oder in ihrer Mitte liegt, sei. Appell an die internationale Solidarität des Proletariats für die Ausbreitung der Krankheit absolut nicht von Belang. Es liege auch gradirung stehen in formellem Widerspruch mit seinen an- wird nicht ungehört verhallen. Die deutsche Sozialdemokratie wird nicht die geringste Thatsache dafür vor, daß die Lage des bakteriologi geblichen Geständnissen." Manau verliest mehrere Briefe Dreyfus die jüdischen Genossen Kolomea's, welche gegen die unmenschliche schen Instituts in Wien an den Ereignissen schuld trage. Die Fehler, Manau schließt, indem er den Gerichtshof beschwört, seine Aufgabe freudig unterstützen. an seine Frau, in welchem er fortdauernd seine Unschuld betheuert. Ausbeutung jüdischer Kapitalisten treu und tapfer kämpfen, gern und die geschehen sind, führt Professor Gruber weiter aus, liegen ganz wo anders. Dringen wir auf die Abstellung dieser Mängel. Wenn mit der Festigkeit, die seinem hohen Charakter zukomme, zu erfüllen, Schnelle Hilfe ist geboten, da die Noth unter den streitenden wir im stande sind, unter dem Eindruck der Gefahr zu lernen, daß ohne sich um Gerüchte und Meinungen von außerhalb zu kümmern. Arbeitern und ihren Familien sehr groß ist. Gelder sind zu senden eine stramme Disziplin unbedingt nothwendig ist, daß die hygienische Manau wendet sich mit Entrüstung gegen die beleidigenden an Chaim Bressler in Solomea in Galizien. Ausbildung der Herren Aerzte noch viel zu wünschen Worte, welche man gegen die Anhänger der Revision übrig läßt, wenn wir es dahin bringen, die Mißstände im Krantengerichtet habe; 1nan behandle dieselben als Verräther, Bäckerstreik und Aussperrung in Copenhagen. Die Roggen Hause zu beseitigen, wenn wir es erreichen, daß ein neues, die sich den Beleidigern der Armee verkauft haben. brot- Fabriken wollten sich helfen, indem sie durch Kleinmeister die allen Anforderungen der Hygiene entsprechendes Krankenhaus Wir müssen laut Einspruch erheben gegen derartige Be- Arbeit ausführen ließen; aber diese leisten nur achtstündige Arbeits- erbaut wird, dann werden wir die lleberzeugung in uns fühlen, schuldigungen und an den guten Glauben der anständigen zeit, während die Gesellen bisher 10 Stunden arbeiteten, auch in daß die Opfer nicht umsonst gebracht worden sind. Damit schloß Leute appelliren. Wir beleidigen nicht die Armee, weil wir, für die weit geringerer Zahl famen, als sie versprochen hatten. Sie haben Profeffor Gruber feine Ausführungen, die auf die Hörer tiefen EinGerechtigkeit besorgt, für die Erforschung der Wahrheit wirken wollen." eingesehen, daß sie sich nur schaden, wenn sie an stelle der Gesellen druck machten. Die Schlußfolgerungen Manaus werden von der verhältnißmäßig arbeiten, und daher kommen sie nicht. Außerdem verlangen sie Aus Petersburg wird am Freitag telegraphirt: Die Landwenig zahlreichen Zuhörerschaft schweigend angehört. Manan fügt 50 Str. Entschädigung pro Tag für Vernachlässigung ihrer Geschäfte. gemeinde Iskander des Samarkand- Gebietes ist für pestverdächtig hinzu: Wenn die Richter von 1894 sich in gutem Glauben geirrt Dabei ist das Brot dieſer im Großbetrieb ungeübten Handwerker erklärt worden. haben, oder wenn sie getäuscht worden sind, wie könnte ihre fast gar nicht zu essen. Einige Feinbäckereien haben sich bereits Ehre dadurch befleckt werden? Was die Armee betrifft, so vom Kartell losgesagt und nehmen den Betrieb auf. wird Frankreich heute durch alle seine Kinder vertheidigt, Beide Parteien, Gesellen wie Meister, hielten Versammlungen " leidiger unserer Kinder, unser Freunde sein werden. Der zuhalten. werden. und es ist eine Thorheit, zu sagen, daß wir die Be- ab, in denen beschlossen wurde, an den bisherigen Forderungen fest Letzte Nachrichten und Depelthen. Stassationshof hat nur eine Leidenschaft, die der Gerechtigkeit, Ju Bukarest befinden sich die Töpfer im Ausstand. Leipzig, 28. Oftober.( B. H.) Der Landesverrathsprozeß gegen der Wahrheit. Denken wir an den guten Ruf Frankreichs, welcher in den Augen der Völker bei dieser schmerzlichen Angelegenheit Die Londoner Gasarbeiter haben dank einer umsichtig ein- den angeblichen Gärtner de Cock findet am 19. November hierselbst engagirt ist. Nichter der Republik, laffet Dreyfus tommen, sich zu geleiteten und energisch geführten Attion der Gewerkschaft der Gas- vor dem Reichsgericht statt. rechtfertigen, wenn er es kann. Möge er in diesem Falle der Liebe arbeiter und Tagelöhner eine Lohnerhöhung von 7 pet. durch- Regensburg, 28. Oftober.( W. T. B.) Heute Vormittag um feiner Gattin und seiner Kinder wiedergegeben gesetzt, die in Nord- London allein für die Gesammtheit ein Mehr- 10 Uhr stießen auf dem hiesigen Bahnhofe zwei Rangierzüge zueinkommen von 1 Million Mark im Jahre ausmacht. sammen. Zwei Beamte wurden so schwer verlegt, daß sie alsbald Eine entsprechende Lohnerhöhung hat auch die mit Nichtgewert- starben. Zwei andere erhielten leichte Verletzungeu. Beide LokoIch kann Angesichts der Dokumente, welche zu dem Dossier ge- Arbeitern bewilligt. Demgemäß erhalten die Arbeiter. am Schöpfrad schaftlern arbeitende Direktion der Süd- Londoner Gaswerte ihren motiven und drei Wagen sind stark beschädigt. hören, nicht die Möglichkeit zugeben, daß Sie mein Verlangen ab- G Shillinge, die Heizer und Maschinisten 5 Sh. 6 Bence, die Koals lehnen. Der Gerichtshof wird also kassiren oder annulliren, entlader 4 Ch. 9 Pence und die im Hofe beschäftigten Tagelöhner wenn es angezeigt ist." Subfidiär beantragt der Generalprokurator 4 Shillinge die Woche bei achtstündiger Arbeitszeit. eine Untersuchung der Angelegenheit, da sie ihm nicht spruchreif erscheine. In jedem der beiden Fälle", sagt der Prokurator. unter Vorbehalt administrativer Maßnahmen zu beantragen." Die Sigung wird unterbrochen. Manan's Anträge. Ein Zwischenfall. Nach Wiederaufnahme der Sigung verliest der Berichterstatter Kaffations- Gerichtsrath Bard ein Schreiben, das General Gonse an den Präsidenten der Kriminalkammer des Kassationshofes ge= richtet hat. In demselben setzt General Gonse den ihm vom Oberst Picquart in seiner Denkschrift zugeschriebenen Aeußerungen ein formelles Dementi entgegen. Der Vorsitzende erklärt, daß dieses Schreiben den Aften einverleibt werden wird. und die ist wegen anarchistischer Umtriebe und Drohungen gegen hohe Kaschau, 28. Oktober.( B..) Der Maschinenschlosser Petrowsky Bersönlichkeiten verhaftet worden. Triest, 28. Oftober.( B. H.) Die italienische Polizei hat den als gefährlich bezeichneten Anarchisten Schlosser Alfons Nebuftella verhaftet. Bei demselben wurde ein 15 Zentimeter langer spiziger Wien, 28. Oftober. Die" Polische Korrespondenz" meldet: In Das ursprüngliche Bestreben der Gewerkschaft war auf 15 pet. Lohnerhöhung gerichtet. Aber da die Glasarbeiter sich erst nur sonstige besondere Verhältnisse in Sebenico( Dalmatien) und Umgebung jüngster Zeit verursachte der abnorm niedrige Waſſerſtand und 3m theil hatten bewegen lassen, der Organisation von neuem bei- sonstige besondere Verhältnisse in Sebenico( Dalmatien) und Umgebung bei- mehrere zutreten, die für sie den Achtstundentag erkämpft hat, der sie aber Seewaffer ertranften auf dem Schiffsjungenschulschiff„ Schwarzenberg mehrere Typhusfälle. Durch zum Waschen des Schiffes verwendetes in immer größerer Zahl den Rücken gekehrt hatten, hat die Leitung in der Zeit vom 21. September bis 17. Oktober von 288 Schiffsder Gewerkschaft für angezeigt erachtet, auf einen Kompromiß eine zugehen. Hält indeß die Wiedereintritts- Bewegung an, so dürfte in jungen elf am Typus. Sämmtliche Fälle sind leichter Natur; die meisten Erkrankten befinden sich bereits in Rekonvaleszenz. Seit angemessener Zeit auch die andern 71/2 pet. erkämpft werden.- dem 17. Oftober fand keine weitere Erkrankung statt; die getroffenen der Gewerkverein der Londoner Bootszimmerer zu ſein, Eine mufterhafte, wenn auch fleine Gewerkschaft scheint Vorsichtsmaßregeln waren vom besten Erfolge begleitet. beffen Schriftführer, W. C. Steadman, progressistisches Mitglied des Londoner Grafschaftsraths und radikales Parlamentsmitglied für einen Bezirk des Londoner Ost- Ends ist. Die Gewerkschaft hat rund Nagel gefunden. Nochmals der Vertheidiger. 400 Mitglieder, die 90 pct. ihres Gewerkes in London ver- Paris, 28. Oftober.( W. T. B.) In den Wandelgängen der Mornard, der Anwalt der Frau Dreyfus, entwickelt sodann treten, andern 10 pct., erklärte Steadmann auf Kammer verlautet, Dupuy wolle das Präsidium des neuen Kabinets die Rechtsgründe zur Unterstützung seines Eintretens; er beantragt dem, am 22. Oktober abgehaltenen 19. Jahresfest der Gewerkschaft, und das Portefeuille des Innern, Nibot die Justiz, Delombre die die Revision der Verurtheilung des Hauptmanns Dreyfus. Redner legt möchte fie um keinen Preis haben." Jm abgelaufenen Jahre hatte Finanzen, Freycinet das Portefeuille des Krieges übernehmen. dar, die einzige Rechtsgrundlage dieser Verurtheilung, welche das die Gewerkschaft eine Einnahme von 15 000 M. und eine Ausgabe Delcassé, Lockroy und Maruéjouls würden ihre im Kabinet Brisson Bordereau gebildet hatte, sei durch neue Thatsachen erschüttert worden. von 7400 M. Der Reservefonds beträgt 43 000 M., d. h. über innegehabten Portefeuilles behalten. Dupuy wird morgen dem Mornard bespricht sodann die Mittheilung von geheimen Schrift- 100 W. pro Kopf, und von ihren Ausgaben in den letzten sieben Präsidenten Faure die endgültige Antwort überbringen. stücken an das Feriegsgericht von 1894 und die Weigerung Henry's Jahren entfielen jährlich über 1000 M. auf Unterstügungen an andere Paris, 28. Oktober.( W. T. B.) Der Minister des Aeußern den Namen der Person, die ihm das Bordereau gebracht hatte, zu Arbeiterorganisationen. Delcassé erhielt von dem französischen diplomatischen Agenten in nennen. Namentlich betont Mornard die Thatsache, daß Henry zu- Eine von 120 Vertretern der Berg arbeiter von Süd- Kairo Cogordan folgende Depesche:" Kairo. Ich erhielt die Nachgegeben habe, nicht ein Schriftstück, sondern drei Schriftstüde an- cles besuchte Konferenz beschloß am Montag, 24., die Frage der richt, daß ein neuerdings nach Faschoda gesandtes Boot nach Khartun gefertigt zu haben. Dies ergebe sich aus dem, was Cavaignac am Beibehaltung bezw. Wiedererlangung des monatlichen Feiertags zurückgekehrt ist. Major Marchand soll, da er es für nöthig erachtete, 7. Juli in der Kammer gesagt habe. ( Mabons- Day") der Urabstimmung der Arbeiter zu unterbreiten, feinen zur Zeit der Abreise des Hauptmanns Baratier nicht fertig Die Fortsetzung der Plaidoyers wird sodann auf morgen ver aber den Abstimmenden zu empfehlen, in den( von den Unternehmern gestellten Bericht selbst bis Kairo zu bringen, auf dem Boote Plazz tagt. Die Sigung wird geschlossen. Der Zuhörerraum leert sich verlangten) Verzicht auf den Feiertag zu willigen. Dieser Verzicht war eine genommen haben, nachdem er zuvor das Kommando dem Hauptlangsam. Außerhalb des Gerichtsgebäudes erfolgte teinerlei Kund- der Bedingungen des letzten Friedensschlusses, ist aber von einem mann Germain anvertraut hatte." gebung. großen Theil der Arbeiterschaft nicht eingehalten worden. Die Antwerpen, 28. Oftober.( B. H.) Der aus New- York hier Fabrikanten haben darauf angefangen, die Feiernden auf Entschädi gung wegen Kontraktbruchs zu verklagen und auch sog. Probeverurtheilungen erzielt. Von neuem einen Kampf um den Feiertag aufzunehmen, ist die kaum erst konstituirte Organisation außer stande, beiter- allerdings der kleinere- auch sonst gegen den„ Mabons- Day", daher der erwähnte Beschluß. Uebrigens ist ein Bruchtheil der Ardessen soziale Wirkungen etwas zweifelhafte find. Man macht ihn unter anderem für die bisherige schlechte Organisation der Walliser Bergarbeiter verantwortlich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. eingetroffene Dampfer„ Aequatoria" hat, wie die Besaßung erzählt, eine sehr stürmische Ueberfahrt gehabt. Besonders heftig tobte das Unwetter am 11. und 12. Oftober. An diesen Tagen sah die Mannschaft einen anderen Dampfer untergehen und einen dritten Nothbedacht sein und konnte keine Hilfe bringen. fignale geben. Die Aequatoria" mußte indeß auf eigene Rettung Dr. Beld wurde, als er sich von seiner türkischen Begleitung entfernt Konstantinopel, 28. Oktober.( W. T. B.) Der deutsche Forscher hatte, im Sipandag- Gebirge von kurdischen Räubern verwundet und beraubt. Die Thäter sind bereits entdeckt und in Haft genommen. Das geraubte Gut sowie ein Theil des geraubten Geldes ist aufgefunden. Der verwundete Dr. Belck wird auf Achtung, Töpfer! Die letzte öffentliche Versammlung beschloß, daß auf allen Bauten, wo die Einigkeit der Kollegen einen Erfolg verspricht, die„ Verglasung der Fenster" durch Niederlegen der Arbeit erzwungen werden soll. Diesem Beschluß ist wohl bisher nicht mit der nothwendigen Energie Geltung verschafft worden. Wo die Kollegen dem Versammlungsbeschluß entsprechend vorgegangen sind, wurden auch Erfolge erzielt. Un nun unsere Bewegung nach dieser Richtung hin weiter zit propagiren, findet am Mittwoch, den 2. November, abends 6 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57, eine Kartell der österreichischen Röhrenwalzwerke. Die feit persönliche Anordnung des Sultans auf Staatskosten verpflegt. Er Vertrauensmänner- Sigung statt, in der über die weiter einiger Zeit schwebenden Verhandlungen wegen Bildung eines befindet sich in Van in ärztlicher Behandlung und ist außer Lebenseinzuschlagenden Wege berathen werden soll. Kollegen! Sorgt Kartells der österreichischen Röhrenwalzwerke haben vor furzem zu gefahr. Internehmer- Verbände. Verantwortlicher Redakteur: August Incobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. r. 254. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 29. Oktober 1898. Zu den Fragen der Taktik. In Nr. 243 des„ Vorwärts" hatte unser Redaktionskollege Gradnauer einen Artikel gegen einige Ausführungen in der Leipz. Volksztg." veröffentlicht. Gegen diesen Artikel wandte sich Genossin Rosa Luxemburg in der Sächs. Arb.- 3tg." Gradnauer hielt es nicht für angebracht, im Vorwärts" die Polemit aufzunehmen, da der Artikel von rl. fein allgemeines Interesse für die Parteigenossen besaß. Er sandte seine Antwort an die„ Sächs. Arb.- 8tg.", woselbst sie auch veröffentlicht wurde. Genossin Luxemburg erwiderte darauf, und zwar griff sie Gradnauer in höchst persönlicher Weise an, suchte schließlich Mißtrauen gegen dessen politische Gesinnung bei seinen Dresdener Wählern zu erwecken. Die nachstehend abgedruckte Replik Gradnauer's mun erhielt dieser zurückgesandt mit der Eröffnung, daß die Sächs. Arb.- 8tg." die Polemit nicht weiterführen wolle. Unbeschadet dessen, daß Gradnauer das Urtheil der Dresdener Parteigenossen über dieses Verfahren der Genossin Luxemburg anrufen wird, geben wir seine Ausführungen hier wieder. Besonders merkwürdig erscheint uns, daß gerade ein Blatt, welches stets die freieste Diskussion in Parteifragen gewünscht hat und dem„ Vorwärts" vorwarf, daß er den Diskussionen ausweiche, jetzt dazu schreitet, einem in persönlich beleidigender Weise angegriffenen Parteigenossen das Wort vor seinen eigenen Wählern zu versperre II. 0113 Gradnauer schreibt: Kommunales. mancherlei Talenten der Genoffin rl., aber die folgenden Worte, die einer unserer altbewährtesten und hervorragendsten Parteiführer Genosse Viktor Adler lezthin in seinem Artikel che sie anderen Rath ertheilt, selbst in Erinnerung halten und be- der aus Dänemark über die deutsche Grenze eingeführten Rinder über den Stuttgarter Parteitag über sie schrieb, sollte sie, Aus der Magistratssigung am Freitag. Zur Untersuchung herzigen: Genossin Luxemburg ist jene gute alte Bekannte, die von der soll nach Absicht des landwirthschaftlichen Ministeriums dorthin ein Wiederherstellung Bolens absolut nichts wissen will, und so hiesiger Thierarzt entfendet werden und zwar auf die Zeitdauer von raftlos dagegen agitirt, als wäre das die schlimmste zwei Monaten. Für diesen Posten ist nun der Thierarzt Sorge und die dringendste Gefahr, vor der das polnische Prole- ofmeister vom städtischen Bichhofe ausersehen worden. Das tariat steht. Im übrigen machen fie und der sehr kenntnißreiche Magistratskollegium hat beschlossen, den Herrn Hofmeister auf Genoffe Parvus fich dadurch unangenehm, daß sie Wahrheiten, zwei Monate zu beurlauben. die uns Sozialdemokraten keineswegs neu find, nit einem auf- Etat eine persönliche nicht pensionsfähige Bulage von 1000 M. eins Für den Branddirektor Giersberg soll in den nächstjährigen dringlichen Fanatismus predigen, als wollten sie den unerhörten gestellt werden. Der Magistrat wird hierzu die Genehmigung der Satz, daß zweimal zwei vier ist, zum dogmatischen Privilegium einer Sefte erheben. So schmal, wie diese Genossen sich den Pfad Stadtverordneten- Versammlung nachsuchen. vorstellen, auf dem die Sozialdemokratie zu wandeln hat, Nachdem der Minister der öffentlichen Arbeiten die Genehmigung ist er zum Glück nicht, und so grausam nahe liegt die zur Erweiterung des Berlin- Spandauer Schifffahrts Gefahr nicht, wie sie glauben, bei jedem Schritt einen Fehltritt ertheilt, hat die fgl. Ministerial- Baukommission jetzt die Genehmigung Sanals zwischen dem Humboldihafen und der Sandkrug- Brücke gegen das Prinzip zu begehen. Aber auch sie werden das noch der städtischen Behörden zur Vornahme der erforderlichen Arbeiten lernen, und aus dem unbändig gährenden Most werden hoffentlich nach Maßgabe der neuen Uferlinie am Alexander- Ufer nachgesucht. mit der Zeit ein paar Tropfen guten Weines zu gewinnen sein." Möge es nicht allzu lange währen, bis die paar Tropfen die Verkehrs- Deputation mit der Bitte gewandt, für die Der Vorstand des Grundbefizer- Vereins Nord- West hat sich an guten Weines" der Partei beschieden werden! Seftellung einer Straßenbahn- Verbindung des Stadttheils Nordsest vom Bahnhof Beusselstraße mit dem Bahnhof ButtligstraßeLehrter Stadtbahnhof- Botsdamer Bahnhof- Anhalter Bahnhof und Görliger Bahnhof einzutreten. Partei- Nachrichten. gr. Die Erwiderung der Genossin rl. in Nr. 249 der„ Sächsischen Waisenpflege und Zwangserziehung. Am 1. Oktober d. J Arbeiter Beitung" auf meine Ausführungen in Nr. 248 geht allen Notiz: Abtrünnig. In der„ Dortmunder Zeitung" lesen wir folgende befanden sich in der Waisenpflege 5234 Kinder( 2772 Kuaben und 2462 Mädchen). Davon befanden sich: 1. in der Waisenanstalt zu fachlichen Erörterungen sorgfältig aus dem Wege. Der ganze Jm 58. Wahlbezirk( Wahllokal von Sievers in der Münster- Rummelsburg 363( 302 Knaben, 61 Mädchen); 2. im Waisendepot 94 Streitfall rührte von der Frage her, ob die Behauptung richtig straße) erschien zur heutigen Wahlmännerwahl auch der Herr( 47 Knaben, 47 Mädchen); 3. im Erziehungshause für verwahrlofte fei, daß die Strömung der sogenannten praktischen Politit" Dr. Franz 2ütgenau. Er wurde als Beisiger in den Knaben zu Lichtenberg 82 Knaben; 4. im Erziehungshause für verdem Eindringen fleinbürgerlicher Elemente entspringe. Wahlvor stand berufen und machte von seinem Wahlrecht einen wahrloste Mädchen in Kleinbeeren 21 Mädchen; 5. in der ausMen hätte annehmen sollen, daß rl. den Versuch machen würde, sehr vernünftigen Gebrauch, das heißt er wählte die libe- wärtigen Kostpflege 2852( 1465 Snaben, 1387 Mädchen); 6. in der diese von mir für falsch gehaltene Behauptung als richtig zu er- ralen Wahlmänner. weifen und so die Streitfrage durch sachliche Erörterungen zu Dr. Lütgenau habe damit, durch die Erfahrungen in der sozial- häusern 146( 49 Knaben, 97 Mädchen). Spötter wollten behaupten, Herr hiesigen Kostpflege 1676( 827 Knaben, 849 Mädchen); 7. in Krankenfördern. Genoffin rl. geht jedoch über diesen Hauptpunkt der demokratischen Partei gewißigt, seinen Anschluß an die nationalDebatte mit der wohlfeilen Bemerkung hinweg: Einige Punkte, liberale Partei vollzogen." Aufgenommen wurden in Waisenpflege vom 1. Juli bis die dem Genossen gr. 30. September d. J. 633 Kinder und zwar 582 Haus- und immer noch unklar bleiben, wie die Frage von dem Zusammenhang der praktischen Richtung" muß man wissen, daß es sich in Dortmund um nationalliberale den Angehörigen 247; zu fremden Gemeinden 30; in unentgeltliche Um diese Handlung Zütgenau's gebührend würdigen zu können, 51 Kofilinder; dagegen schieden aus 446 Kinder. Davon kamen zu mit den fleinbürgerlichen Einflüssen,... verdienen, für sich behandelt Vertreter der Unternehmer- Interessen handelt, die zu den eifrigsten Pflege 20; in Lehre und Dienst 14; in Zwangserziehung 2; gezu werden." Wollte ich in der selbstbewußten Sprache von rl. reden, Berehrern der lex Rede und der Zuchthausvorlage gehören. Wir storben find 133 Kinder. Demnach hat sich die Kinderzahl in dem so würde ich sagen: Ich lasse sie gern in der Ruhe, deren sie bedarf, wissen natürlich nicht, ob es richtig ist, daß Herr Lütgenau seinen An- Vierteljahr Juli- September um 187 vermehrt. um über die Grundfrage der Diskussion, die sie vom Baune ge- schluß an die nationalliberale Partei bereits vollzogen hat, daß aber In Zwangserziehung befanden sich am 1. Oktober d. I. brochen, gehörig nachzudenken. " " die Sozialdemokratie nichts mehr mit ihm zu thun hat, das fon- 482 tinder( 402 Knaben, 80 Mädchen). Dieselben waren wie folgt Auch sonst vermeidet es rl. peinlich, auf meine Einwürfe gegen statiren wir hiermit ausdrücklich. Bei dieser Gelegenheit sei zur vertheilt: 1. im städtischen Erziehungshause zu Lichtenberg 132 Knaben; ihren Versuch, die Partei so hinzustellen, als sei fie in zwei Richtigstellung in Umlauf befindlicher irriger Gerüchte festgestellt. 2. in der Lehre 108 Knaben; 3. in auswärtiger Kostpflege 90 Kinder feindliche Heereslager gespalten, einzugehen. Will sie vielleicht zu- daß Herrn Dr. Lütgenau feine Stellung als Redakteur der Rhein.( 68 Knaben, 22 Mädchen); 4. entlaufen waren 53( 46 Knaben, gestehen, daß ihre superfeinen Definitionen von„ revolutionär" und Westf. Arb.- 3tg." bereits Mitte August also lange vor der be- 7 Mädchen; 5. im Dienst 23 Mädchen; 6. im katholischen Waisenopportunistisch" für für die wirklichen Zustände unserer Partei rüchtigten Bertheidigung der Prügelstrafe für Anarchisten ge- hause 16 Knaben; 7. im Erziehungshause in Zehlen orf 1 Knabe, werthlos find? Statt dessen befaßt sie sich mit angeblichen Un- fündigt worden ist. Formell scheidet Herr Dr. Lütgenau am 1. Ja- 8 Mädchen; 8. im Neanderhause zu Klein Kammin 8 Knaben; flarheiten und Widersprüchen in meinen Darlegungen. Ohne mar 1899 aus der Redaktion aus; thatsächlich dürfte seine Thätig- 9 im Gefängniß 6 Knaben, 1 Mädchen; 10. im Erziehungshause zu irgendwie die thatsächlichen Erscheinungen des Parteilebens zu prüfen, teit für das Blatt durch die letzten Vorgänge bereits ihren Abschlußleinbeeren 6 Mädchen; 11. im Rettungshause zu Heilbrum fünf und ohne sich zu bemühen, das, was ich gesagt habe, auch nur gefunden haben. Knaben; 12. im evangelischen Johannisstift zu Plößensee 5 Knaben; gehörig zu lesen, leistet sie sich eine abstrakte Spiegelfechterei, durch welche die ganze Diskussion zu völliger Unfruchtbarkeit ver- Tage die elfah- lothringische Ausgabe der Mannheimer„ Volksstimme depot 1 Knabe, 4 Mädchen; 15. im St. Josephs- Waisenhaus zu Aus den Reichslanden. Vom 1. November an, mit welchem 13. im Krankenhause 4 Knaben und 1 Mädchen; 14. im Waisenhausurtheilt wird. Genoffin rl. befindet sich noch immer in der falschen Meinung, ihr Erscheinen einstellt, wird in Straßburg- hiltigheim Potsdam 2 Knaben, 1 Mädchen; 16. im Bethabarastift zu Weißensee als hätte ich in meinen ersten Artikel(„ Vorwärts" Nr. 243) eine unter dem Titel Freie Preise für Elsaß- Lothringen" 8 Mädchen; 17. im St. Afraftift 2 Mädchen; 18. im Rettungshause materialistische Erklärung für die in der deutschen Sozialdemokratie ein eigenes sozialdemokratisches Partei- Organ für das Reichsland Silvah zu Bankow 2 Mädchen. herrschenden Meinungsverschiedenheiten geben wollen. Sie befindet herausgegeben werden. Das neue Blatt erscheint im Verlag der bis 30. September d. J. 16 Kinder; dagegen schieden aus 24 Kinder Neu aufgenommen in die Zwangserziehung wurden vom 1. Juli fich in dem weiteren Irrthum, daß ich diese Meinungsverschiedenheiten Bartlichen Druckerei sechsmal wöchentlich und fostet monatlich 60 f. bis 30. September d. J. 16 Kinder; dagegen schieden aus 24 Kinder fich in dem weiteren Irrthum, daß ich diese Meinungsverschiedenheiten Da seit der Geltung des mit dem 1. September 1. Js. in fraft geber in Zwangserziehung befindlichen Kinder hat sich also im gePf.( 20 durch definitive und 4 durch widerrufliche Entlassung). Die Zahl gleich ihr durch den einfachen Gegensatz von„ revolutionär“ und„ oppor- tretenen neuen reichsländischen Preßgesezes die Verbreitung von tunistisch" für hinlänglich Klargestellt hielt. Wenn rl. von derartigen vorgefaßten Unterstellungen ausgeht, ist es allerdings nicht wunderbar, Haus zu Haus ohne Bedenken stattfinden kann, so sollen die ersten nannten Vierteljahr un 8 vermindert. daß ihr meine Ausführungen unflar und widerspruchsvoll erscheinen. Auflage hergestellt werden. Die Redaktion unseres reichsländischen Nummern des neuen Blattes zu Propagandazwecken in größerer Das liegt dann aber nicht an mir, sondern an ihr allein. Tohales. Den Genossen und Genoffinnen des sechsten Wahlkreises die Mittheilung, daß am Sonntag Nachmittag 1/26 Uhr im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen stattfindet, in welcher Genosse A d. Hoffmann über Proletarierelend und die zukünftigen Zuchthäusler" sprechen wird. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Ich habe nicht eine Erklärung der verschiedenen Parteiströmungen Partei- Organs, für welche auch fernerhin Genosse Jean Martin zu geben vermeint wie es rl. durch die Behauptung der klein- Straßburg bestimmt ist, wendet sich bei dieser Gelegenheit mit bürgerlichen Einflüsse thun will, ohne es bisher vollbracht zu haben. Ich folgendem Aufruf an die Parteigenossen Elsaß- Lothringens: habe lediglich gesagt, praktische Politit" sei so wenig, Kleinbürgerpolitit", Es bedarf nicht der Worte, um Euch die hohe Bedeutung der daß vielmehr, unter bestimmten Verhältnissen, gerade der Kern des Presse im proletarischen Emanzipationskampfe der Gegenwart klar großzindustriellen Proletariats zur„ praktischen Politik"- die übrigens zulegen. Die Presse nimmt unter den Mitteln des geistigen Kampfes feineswegs im Gegensatz zur revolutionären Politit zu stehen einen so hervorragenden Platz ein, daß keine Partei, teine foziale, braucht neige. Ich habe ausdrücklich gesagt, daß die wirthschaft- politische oder auch künstlerische Interessengruppe ihrer entrathen lichen und politischen Verhältnisse in Deutschland viel zu ver- kann; die Arbeiterklasse hat die Unentbehrlichkeit dieses Kampfschiedenartig zusammengefeßt seien, als daß sich eine einfache Formel mittels, dessen Wirksamkeit eine immer größere und intensivere wird, Zur Lokalliste. Auf Wunsch des Inhabers der Tonhalle, für die unterschiedlichen Strömungen der Arbeiterpartei finden laffe. längst erkannt und sich dasselbe dienstbar zu machen gesucht Friedrichstr. 112, wird mitgetheilt, daß derselbe sein Lokal für VerWenn Genoffin rl. diese sehr klaren Dinge nicht verstehen will, so auch in Elsaß- Lothringen. Die wiederholt durch die reichs- fammlungen nicht mehr hergiebt. Das Lokal ist somit für die Wenn Genoffin rl. diese sehr klaren Dinge nicht verstehen will, so ländische Regierung auf grund ihrer außerordentlichen Gewalten Arbeiterschaft gesperrt. Die Lokalkommission. Ich soll mich auch ferner in Widersprüche verwickelt haben bezüg- gegen die sozialdemokratische Presse geführten Schläge haben Die Mitglieder der Lokalkommiffion für Berlin und Um bedauere ich. Der Vertrauensmann. lich der Frage, wie eigentlich die Dinge in der Partei stehen. Da andererseits gezeigt, wie weit man auf der Seite der Herrschenden soll ich mehrere Meinungen auf einmal haben und soll widersprechendes davon entfernt ist, die Bedeutung der Presse zu unterschätzen. Es gegend werden ersucht, bis spätestens Sonntag, den 30. d. M. ihre ausgeführt haben. Keineswegs. Es ist mir nicht im Traum eingefallen, find Anzeichen dafür vorhanden, daß die Arbeiterklasse zur Zeit Adressen an Unterzeichneten einzusenden. Ichiveren Tagen entgegengeht, daß sie sich schwer wappnen muß, will fie die Probe bestehen. Arbeiter Elsaß- Lothringens, erinnert Euch deſſen und nehmet die Waffe an, die Euch dargeboten wird! Sie wird Euch keine Schande machen." Wir wünschen unserem neuen Mitkämpfer das beste Gedeihen! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ost. Mahle, Berlin S., Ritterstr, 8, III, Um was die Polizei sich fümmert. Ein hiesiger Arbeiter hatte sich bei dem Magistrat einer Provinzialstadt um die Stellung eines Stassenboten bei der städtischen Gasanstalt beworben, worauf die städtische Behörde den Bewerber ersuchte, das übliche polizeiliche Führungsatte ft beizubringen. Dem Antragsteller wurde das rauf vom hiesigen Polizeipräsidium in der üblichen Form„ auf grund amtlicher Ermittelungen" bescheinigt, daß Bestrafungen desselben während seines hiesigen Aufenthaltes nicht bekannt geworden sind." So weit war die Sache für den Arbeiter in Ordnung; das Schema unterschied sich in nichts von dem seit Alters her gebräuchlichen. Aber halt! Beim Umwenden zeigte sich auf der Rückseite des zweiten Blattes, auf den ersten Blick kaum bemerkbar, daß man auch am Alexanderplaß mit allen Chikanen der Neuzeit" arbeitet. Ein furzer Satz in moderner Schreibniaschinenschrift und der Inhalt des Sazes ebenfalls in jeder Beziehung zeitgemäß. Es stand zu lesen: Berlin, den... das Vorhandensein erheblicher Meinungsverschiedenheiten zu leugnen. Aber ich meine, diese Meinungsverschiedenheiten werden nicht durch die so findlich einfache Formel„ revolutionär“ und„ opportunistisch" getroffen. Sehen wir doch z. B. in der Frage des Agrarprogrammis Genossen auf der„ revolutionären" Seite, die sonst vielfach als Hauptvertreter des Opportunismus" angesehen werden. Ebenso sehen wir in der Frage der Landtagswahl- Betheiligung Genossen auf der„ Nechten" der Partei, die sonst zur Linken" gezählt wurden u. f. w.- Bei den im Herbst vorigen Jahres in Haan, einer Landrl. glaubt dann meine Anschauungen damit diskreditiren zu sollen, gemeinde in unmittelbarer Nähe von Elberfeld, vorgenommenen daß sie sagt: Gemeinderathswahlen, für welche von unserer Partei die Genossen Es ist dies jene Politik, die allen geben und niemandem Ernst Schmalt und Ferdinand Ehrmann als Kandidaten fungirten, nehmen, alle befriedigen und niemanden fränken, alle Differenzen tam es mehrfach zu Unregelmäßigkeiten. Schmalt konnte nicht verwischen, alle Widersprüche versöhnen, alle Gegensätze in einem wählen, weil sein Name in der Wählerliste fehlte, trotzdem derfelbe Meer sauer- füßlicher Beschwichtigungslimonade ertränken will." früher darin gestanden hatte, und trotzdem nach§§ 52 und 57 der Diese Auslassungen zeigen mun, daß rl. sich kein Gewissen macht, Gemeinde- Ordnung der in der Wählerliste einmal stehende Name nur über Personen, die sie gar nicht fennt, leichthin abzuurtheilen. aus besonderen Anlässen, die hier nicht vorlagen, wieder beseitigt Daß es mir nicht darauf ankommt, wenn ich es für sachlich werden darf. Ja noch mehr! Alle auf ihn gefallenen Stimmen nöthig hatte, auch jemanden zu„ kränken", das sollte rl. bereits in wurden für ungiltig erklärt. Dasselbe geschah mit den auf den Stuttgart fennen gelernt haben. Auch ist es nie meine Sache ge- zweiten Kandidaten Ferdinand Ehrmann abgegebenen Stimmen, die wesen, alle Widersprüche versöhnen, alle Differenzen verwischen" hei der Wahl die Mehrheit bildeten. Diese Kassirung wurde damit zu wollen. Ich habe meine Meinung über die verschiedenen Partei- begründet, daß man, da in der Wählerliste zwei Personen dieses fragen und Parteiſtrömungen stets flar herausgesagt. Andererseits Namens aufgeführt seien, nicht feststellen könne, wer die Gewählten werde ich mich allerdings auch aufs schärfste widersetzen, wenn wären. Dem Bürgermeister Czettwiß, war aber die Person des irgend wer, sei es aus Rechthaberei, sei es aus persönlicher Kandidaten bekannt; auch hatte er bei einem ähnlichen Fall, Ueberhebung, vorhandene Widersprüche fünstlich zu er wo es sich um Gegner handelte, eine der gleichnamigen weitern versuchen würde. Differenzen in der Partei sollen flar- und nicht näher bezeichneten Personen als gewählt be gestellt werden und dank dem, der daran mitwirkt. Diese Klarstellung zeichnet. Das Vorgehen des Bürgermeisters gab ben muß aber fachlich und ernsthaft betrieben werden und das Interesse Parteigenossen zu einer Protesthundgebung in einer zu diesem Zweck der Geschlossenheit der Partei gegenüber dem Feind muß im Auge einberufenen Versammlung Veranlaffung, wobei von dem Referenten behalten werden. Am allerwenigsten werden Differenzen in der Ibanez aus Elberfeld die bei der Wahl vorgekommenen Un- Im Interesse der öffentlichen Sicherheit kam nie lebhaft genug Partei dadurch geklärt und überwunden, daß man unentwegt und regelmäßigkeiten gekennzeichnet und von ihm und Gen. Böhmer bedauert werden, daß die Polizei fiber die in sehr ansehnlicher Zahl todesmuthig mit Schlagworten wie" hie revolutionär hie aus Haan das Verhalten des Bürgermeisters einer Kritik unterzogen unentdeckt herumlaufenden Staub mörder nicht ebenso prompt opportunistisch" um sich wirft, eine Methode, die ans Demagogische wurde. Der Kreisaunsschuß erklärte die Wahl auch für ungiftig. unterrichtet ist, wie über ehrliche Leute, die sich einen ehrlichen Erstreift und der Partei nur schädlich sein kann. Nichtsdestoweniger stellte die Staatsanwaltschaft im öffentlichen Interesse werb suchen und die dann, wie ja mit tödtlicher Sicherheit zu er gegen Ibanez und Böhmer Strafantrag wegen Beleidigung des warten ist, nach Ausstellung eines derartigen Attestes von amtswegen Bürgermeisters. Das Elberfelder Landgericht, das sich am 14. Mai in ihren Hoffnungen getäuscht werden. dieses Jahres mit der Sache zu befaffen hatte, sprach jedoch die Ganz besonders interessant ist in diesem Falle die Thatsache, Genossen unter Zubilligung des Schutzes des§ 193 frei, während daß die Polizei an den ehrlichen Lenten sogar ausspüren läßt, ob sie der Staatsanwalt gegen den zweiten Angeklagten 100 m. Geldstrafe Abonnenten des Vorwärts" find! beantragt hatte. Bom Reichsgericht, an das sich die Staatsanwalt- Wohlfahrtseinrichtungen für Frauen und Mädchen. schaft gewandt hatte, ist dies Ürtheil bestätigt worden, da betreffs hebt ein bekanntes Bibelwort: Laß die Rechte nicht wissen, was Böhmer's weder aus der Form noch aus den Umständen der Aeuße- die Linte thut." Das Wort soll besonders bei mildthätigen Handrungen die Absicht der Beleidigung hervorgehe, während bei Ibanez lungen zur Geltung kommen. Es ist nun ganz interessant, wenn man die Stiftungen und andere Wohlfahrtseinrichtungen, die bedrängten Frauen zu gute kommen sollen, auf dieses Wort hin wiegt. Da ist erstens die Heimath für junge Mädchen und Frauen gebildeter Stände Endlich ist rl. so freundlich, mir einen Wunsch mitzugeben, fie schließt ihre Epistel also: „ Wir möchten ihm nur einen dringenden Wunsch beim Abschied ans Herz legen, den Wunsch nämlich, daß in dem beschwichtigenden Redakteur des„ Vorwärts" nicht ganz und gar der politische Vertreter der revolutionären Dresdener Arbeiterschaft untergeht." Dieser Scherz gewinnt mir nicht einmal ein Lächeln ab. Ich nehme zwar von erfahreneren Genossen gern Rathschläge und Wünsche entgegen, aber meine Bez hungen zu den Parteigenossen Dresdens der§ 198 zutreffend angewandt sei. sind zu alt und zu nahe, als daß ich der Genossin rl. das Recht der flugen Nathschläge einräumen könnte. Allerlei Respekt vor den X. X. ist im Jahre 1894 einem hiesigen sozialdemokrati schen Verein beigetreten, hat sich zwar nach der Ende 1895 erfolgten Schließung dieses Vereins in politischer Hinsicht nicht wieder bemerkbar gemacht, ist aber noch Abonnent des Vorwärts" und soll nach wie vor Anhänger der Sozialdemokratie sein. Politische Polizei ( Name unleserlich). " " die Hauptsächlich billigen Mittagstisch, Stellenvermittelung und J Wer zweifelt jetzt noch daran, daß die Gefängnißverwaltungen| kaum für möglich gehalten werden sollte, war eingetreten: die Nachtquartier für 40 Gäste gewährt. Die Beköstigung des christlichen Staates Preußen alle Mittel aufbieten, um den Ge- melodienreiche Operette wurde vor einem vollbesetzten Hause gespielt. und Nachtquartier fosten täglich eine Mark. Zweitens fangenen vor jeder gesundheitlichen Schädigung zu bewahren? Jst Die einschmeichelnde, von Trivialitäten ziemlich freie Musit fam besteht ein Verein zur Errichtung bon adeligen Damen- erst die Fensterfrage gelöst, dann wird man vielleicht auch auf tadellos zu Gehör und die Mitwirkenden spielten so frisch und flott, heimen, der bereits ein„ werfthätiges" Damenheim in Schöne- anderen Gebieten des Gefängnißwesens dringend nothwendige wie man es nach 200 Vorstellungen mur erlangen kann. Wie bei berg und ein Altenheim in Birkenwerder besitzt. Den gegen ein Reformen vornehmen das kommende Jahrhundert ist ja lang der ersten Aufführung erntete auch diesmal Fräulein Mia Weber den Kostgeld von 25 M. für den Monat untergebrachten Damen wird genug. Hauptantheil des freudig gespendeten Beifalls. An dem Jbsen„ standesgemäße" Arbeit beschafft. Drittens existirt ferner das den das Schiller Theater Freiherr von Hammerstein im Zuchthause. In einer Abend, am Sonntag, dent Heimathhaus für Töchter höherer Stände, das diese gegen 68 M. Zentrumsforrespondenz ist zu lesen: Die Gründe, die für die Ab- 30. Oftober 1898, im Bürgersaale des Rathhauses bera für den Monat in Pension nimmt und erwerbsfähig macht. Außer- lehnung der vorläufigen Entlassung des Freiherrn v. Hammerstein staltet, wirken Grethe Meyer, Ewald Bach, Max Laurence, Georg dem bietet das Lehrerinnenheim den Erzieherinnen und Lehrerinnen von seiten des Justizministers maßgebend waren, find vielleicht aus Päschte mit. Den Gesangspart wesentlich Kompositionen des monatliche Pension für 50 bis 80 M. oder pro Tag 2,50 M. der Thatsache zu entnehmen, daß der Kaiser vor mehreren Monaten nordischen Komponisten Grieg hat Hjalmar Arlberg übernommen, Man sieht, daß auch Wohlfahrtseinrichtungen noch für ganz bereits ein Begnadigungsgesuch, das von einflußreicher Seite für den einleitenden Vortrag hält Dr. Raphael Löwenfeld.- Morgen ansehnliche Einkommen zugeschnitten sind. Müssen doch oft allein Hammerstein eingereicht war, abgelehnt hat. Der Kaiser mag dabei Nachmittag 5 Uhr findet im wissenschaftlichen Theater der alten für Koſt und Miethe Preise gezahlt werden, die dem Einkommen wohl seiner Willensmeinung auch über die weitere Behandlung dieses Urania, Invalidenſtr. 57-62, von dem Projektionsvortrag„ Im außerordentlich zahlreicher Frauen entsprechen, das bei diesen nicht Falles Ausdruck gegeben haben, und aus dieser Kenntniß heraus mag alten Wunderlande der Pyramiden“ von Dr. A. Köppen eine zweite allein zu Kost und Miethe, sondern auch noch zur Kleidung und der Justizminister zu dem Entschlusse gekommen sein, von seinem Schüler- Vorstellung mit demselben Thema zu ermäßigten Preisen allem, was sonst zum Leben gehört, reichen muß. Rechte keinen Gebrauch zu machen. Trifft diese Annahme zit, so( Parkett 0,50 M.) statt. Auffallender aber ist, daß unter diesen Wohlfahrtseinrichtungen mag aus dem Vorgange die Lehre entnommen werden, daß der Feuerbericht. Freitag früh gegen 9 Uhr wurde die Wehr nach keine ist, die der größten Klasse der Bevölkerung, der Arbeiterklasse, erstere Weg sich nicht unter allen Umständen empfiehlt, aber die der Forster str. 42 gerufen. Hier war durch leberkochen von Fett etwas bietet. Es soll den Wohlfahrtseinrichtungen nicht ihr Werth Freunde des Herrn v. Hammerstein glaubten offenbar, bei ihrem ein feiner Brand entstanden, der Gardinen ergriff und infolge abgesprochen werden, auch ist es erfreulich, daß sie manches gute sonstigen Einfluß ihrer Sache ziemlich sicher zu sein. Es hat nun schnellen Eingreifens der Wehr bald abgelöscht wurde. Ein Dac bieten, doch muß bemerit werden, daß die Arbeiterin ganz von den Anschein, daß fie sich durch dieses Vorgehen den Weg selbst stuhlbrand rief die Wehr früh gegen 7 Uhr nach dem Hause ihnen ausgeschlossen ist. Wohl giebt es einen Frauenverein verlegt haben. Der Entscheid ist hart für Herrn v. Hammerstein. B I u in en str. 38. Hier brannten vei Ankunft der Wehr schon der Wöchnerinnenheim", der unentgeltliche Niederkunft und Versorgung Am 26. September waren drei Viertel feiner Strafzeit abgelaufen, Dachboden, Treppen, Fußböden, Balfenlagen u. f. w. Die Gefahr des Haushalts während des Aufenthalts der Wöchnerinnen im und an diesem Termine konnte erst das Gesuch an den Justizminister fonnte jedoch sehr bald beseitigt werden. Ein Gardinenbrand rief Heim gewährt, der also unter den heutigen Verhältnissen eine Perle gestellt werden. die Wehr gegen Abend nach der Reinickendorferstr. 46c. zwischen Kieseln darstellt, dann aber bleibt nur noch der Verein Jugendschutz" mit seinen beiden Heimen, in denen er insNochmals die Sabbathschändung in der Herz Jesu- Kirche. Kurz vorher hatte in einer Zinfägerei Terpentin Feuer gefangen, gesammt 50 unbescholtenen Arbeiterinnen und faufmännischen An- Unsere Frage, ob eine Sabbathschändung, wie die am Sonntag das aber glücklicherweise im Entstehen beseitigt werden konnte. gestellten gegen 32 bis 45 M. Wohnung und Kost gewährt. verübte, sich überhaupt je vom religiösen Standpunkt aus rechtNur ein Zweig weiblicher Thätigkeit ist reichlicher versorgt mit fertigen lasse, bereitet der„ Germania" offenbar Verlegenheiten. Aus den Nachbarorten. Wohlfahrtseinrichtungen: die Dienstboten. Das wird zum theil in Das katholische Organ dreht die Sache daher so, als ob wir der In Köpenick finden im November die Stadtverordneten- Wahlen ihrer rechtlosen Lage seinen Grund haben; aber es sieht auch so Stirche unterstellten, daß sie jede Sonntagsarbeit verpönen müßte, aus, als ob unsere bürgerliche Welt recht sehr der Dienstmädchen und antwortet, daß bei Unterdrückung von Feuersgefahr, bei statt. In der dritten Abtheilung sind vier Stadtverordnete zu bedarf. Jedenfalls sind sie ihr werthvoller, nöthiger, denn sonst drohendem Einsturz 2c. von Sabbathschändung keine Rede sein wählen, davon haben unsere Genossen zwei Mandate zu ver theidigen. Zur Vorbereitung dieser Wahl findet am Sonntag wäre es nicht zu erklären, daß sie sich nur um die Dienstmädchen bemüht, die großen Schaaren der anderen Arbeiterinnen aber Als ob es sich hier um so selbstverständliche Dinge, die über eine Ingblatt- Wertheilung statt. Die Parteigenossen gänzlich übergeht. Denn das dürfte selbst den Gründern der Haupt nicht des Streitens werth find, je gehandelt hätte. Unsere wollen fich morgens um 7% Uhr im Restaurant Wohlfahrtseinrichtungen bekannt sein, daß es den Arbeite- Frage bezog sich flipp und flar auf die Gründe für die am 23. d. M. Stippekohl( früher AdolfSchulz), Schönerlinderrinnen nicht so glänzend geht, daß sie sich die nöthigen Mittel begangenen Sonntagsentheiligung. Und diese mit Flosteln zu ver- traße, pünktlich und zahlreich einfinden. Außerdem findet am für arbeits- und verdienstlose Zeiten zusammen sparen könnten. brämem, die immerhin einer Entschuldigung nicht unähnlich sehen, Dienstag im Klein'schen Saale eine Volksversammlung zur Wahl Noch mehr Anstalten wie für Dienstmädchen zur vorläufigen, ab schickt sich am allerwenigsten für ein streng auf kirchlichem Boden statt; auch hierzu wollen die Parteigenossen zahlreich und pünktlich und zu auch unentgeltlichen Unterkunft giebt es für jene armen erscheinen. Das Wahlkomitee. stehendes Blatt. Geschöpfe, die eine gopfige Weltanschauung mit dem erniedrigenden Namen„ Gefallene" belegt. Fast alle dieser Austalten verfolgen den Swed, aus diesen Mädchen Dienstboten zu machen. Ob nun gerade Diese Thätigkeit die Mädchen vor einem Rückfall bewahren kann, muß sehr bezweifelt werden. Daß aber die Anstalten die Pflicht fühlen, die Dienstbotennoth auf diese Weise aus der Welt zu schaffen, ist recht sonderbar. Für unsere bürgerliche Gesellschaft aber ist so ein Blick auf die Wohlfahrtseinrichtungen sehr bezeichnend. Sie bietet wohl denen, die schon gefallen" sind, die Hand zum Aufhelfen. Aber die, die erst straucheln, über die Verhältnisse straucheln, läßt sie ruhig fallen. Hat sie doch für die Arbeiterinnen hier in Berlin feine andere Wohlfahrtseinrichtung, als das Asyl für Obdachlose, das von einer Person nur fünfmal im Monat benugt werden kann. Für Arbeiterinnen giebt es ja schnell Ersatz. Mehr als gebraucht wird. Aber Dienstmädchen? Ja, laß die Rechte nicht wissen, was die Linke thut! sei an fönne. Blausäurevergiftung im galvanoplastischen Betriebe. Ein Ober Schöneweide. Die Generalversammlung des Arbeiter Fall von chronischer Blausäurevergiftung, welcher auf gewisse ge- Bildungsvereins findet heute Abend bei Haferland statt. Das Erwerbehygienische Uebelstände ein grelles Licht wirft, beschäftigte die scheinen aller Mitglieder ist dringend nothivendig. Der Vorstand. Deutsche Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege" in ihrer Sehr verschnupft hat unter den Freisinnigen das Verhalten legten Sigung. Ein hiesiger Arzt theilte die eigenartige Kranken- des Bürgermeisters von Schöneberg bei der letzten geschichte eines Drudereifaltors B. mit, welcher dreizehn Jahre Landtagswahl. Herr Wilde, der frühere Berliner Stadtrath, galt lang in einer galvanoplastischen Werkstätte mit der Hand- bei den Liberalen für so unentwegt, daß man vor wenigen Monaten versilberung von Kupferplatten beschäftigt war und während dieser ernstlich daran dachte, ihn als Reichstags- Kandidaten aufzustellen. ganzen Zeit die bei der Verarbeitung des Chankalisalzes er- Da fügte es ein gütiges Geschick von oben, daß Herr Wilde nicht einathmete. zeugte Blausäure Er wurde dabei immer allein zum Bürgermeister der neuen Stadt Schöneberg gewählt, elender und kraftloser; starke Berdauungsstörungen und Lähmungs- sondern als solcher auch vom Kaiser bestätigt wurde. Bei den erscheinungen, sowie nächtliche Delirien stellten sich ein, er war Landtagswahlen stehen einander gegenüber auf der einen Seite schließlich so schwer erkrankt, daß er weder aufrecht gehen noch stehen Reaktionäre allerärgsten Schlages und auf der anderen Seite wasserfonnte. Im Januar d. J. mußte der Patient seine Arbeit einstellen stiefelnde Freisimusmannen. Der Bürgermeister und Freisinnsmann Wilde und siechte, nach vorübergehenden Besserungen, immer mehr dahin, stand inmitten, schaute nach rechts und schante nach links, dachte an bis er fürzlich durch den Tod von seinem langjährigen Leiden erlöst die konservative Gefahr und dachte an die Gefahr der Nominirung wurde. Die Obduktion bestätigte die Annahme einer chronischen Blau- eines Freisinnigen, und kam dann nach immer weniger unentwegt säurevergiftung. Das Gift war von den Lungen aufgenommen werdenden Erwägungen schließlich auf die Idee sich der Stimme worden, in die Blutbahn eingedrungen und hatte so seine gefährliche zu enthalten. Wirkung auf das ganze Nervensystem ausgeübt. Das war unter den obwaltenden Umständen am Ende gescheidt von dem neuen Bürgermeister daß es tapfer war, wollen die bisherigen Parteigenossen des Herrn Wilde nicht einsehen. verordneten Zur Fleischnoth haben freifimige Mitglieder der StadtVersammlung zu Charlottenburg folgenden Antrag bei der Versammlung eingebracht: Die StadtReichskanzler vorstellig zu werden, daß derselbe die sofortige Aufhebung der jetzt bestehenden Einfuhrverbote für Schlachtvieh aller Art verfügt und zugleich anordnet, daß nach Vichhöfen mit direktem Bahnanschluß die Einfuhr von Schlachtthieren mit der Verpflichtung alsbaldiger Abschlachtung gestattet sei. Theater. Daz " so gehen, wie unter dem früheren Herrn. Der war ihm noch in Zur Spielplanfrage hat der Schulhygieniker 2. Burgerstein ( Wien) in den Mittheilungen zur Pflege des Jugendspiels" einen Aufsatz veröffentlicht, der in der Zeitschrift für SchulgesundheitsIm Zusammenhang mit ähnlichen, von anderen Aerzten verpflege"( Oktoberheft 1898) auszugsweise wiedergegeben ist. B. fucht öffentlichten Fällen betrachtet, läßt dieser Fall vor allem das in den darin nachzuweisen, daß auch in den älteren Theilen großer Städte meisten galvanoplastischen Betrieben geübte Handversilberungs- Verungeachtet der hohen Bodenpreise größere unbebaute Flächen, wenn fahren unbedingt verwerfen; auch sonst sind alle durch hygienische solche überhaupt noch vorhanden sind, als Spielplätze für die Jugend Rüdfichten gebotenen Vorsichtsmaßregeln anzuwenden. In der und Erholungsstätten für Erwachsene erhalten werden können. Diskussion wurde von Dr. Frank eingewandt, es gebe nun einmal verordneten- Versammlung ersucht den Magistrat, bei dem Herrn Er schlägt vor, solche ringsum von Wohnhäusern cin- feine beffere Form der galvanoplastischen Verarbeitung als die mit geschlossenen Plätze im Frühjahr und Herbst nur gegen Chanfilberchantalium; außerdein seien die Befürchtungen in dieser bezahlte Beitkarten, im Sommer aber allgemein unentgeltlich Beziehung übertrieben. Er habe, obschon hier in Berlin 700-800 zugängig zu machen. Die unbemittelte Bevölkerung werde dann Menschen sich mit galvanoplastischen Arbeiten befassen, noch von gerade in der für die Großstadt schlimmsten Zeit, wo die Ve feiner Vergiftung gehört. mittelteren aus der Stadt fliehen oder wenigstens ihre Kinder nach Die städtische Blindenschule soll verlegt werden. Die Ver außerhalb schicken, eine Erholungsstätte haben. Das von den wohlEine eigenartige Ueberraschung wurde, wie eine Korrespondenz habenderen Familien aufgebrachte Eintrittsgeld könnte, meint B., waltung sucht für die Schule zum 1. April fünftigen Jahres in der meldet, dieser Tage den Beamten des Amtsbureaus zu Adlersdie Verzinsung des Anlagekapitals und vielleicht sogar eine Nähe der jetzigen Anstalt, Alte Jakobstr. 112, ein aus sechs Räumen hof bei Grünau zu theil. Als die Herren nämlich bei der besten Yangfame Tilgung ermöglichen, so daß so daß schließlich überhaupt bestehendes Miethslokal. Arbeit waren, wurde plößlich die Thür aufgerissen, durch welche auf die Erhebung eines Eintrittsgeldes verzichtet werden Vom Schutzverband Berliner Radfahrer erhielten wir die eine unbekannte Dame einen mit zwei kleinen Babies besetzten fönnte. Noch größere Einnahmen seien zu erzielen, wenn Mittheilung, daß gestern Vormittag an der Kaiser Wilhelm- Ge- Kinderwagen in das Bureau hineinschob. The sich die Beamten im Winter Gisbahnen auf solchen Plätzen eingerichtet dächtnißkirche vom Polizeipräsidenten unter Theilnahme einer von ihrem Erstaunen ob dieses unerwarteten Bersonalzuwachses und verpachtet würden. Die„ Zeitschr. f. Schulgesundheitspfl." bemerkt größeren Anzahl höherer Beamter Proben mit Nummernschildern erholt hatten, war die Frau unter Zurücklassung ihrer Bürde verdazu, wie man auch über diese Geldbeschaffungs- Vorschläge( an für Fahrräder gemacht worden sind. Die Schilder waren an verschwunden und konnte bisher nicht ermittelt werden. Die Kinder, denen B. felber einen unangenehmen Beigeschmack findet) denten schiedenen Theilen des Fahrrades angebracht. Es zeigte sich, daß von denen das älteste etwa zwei Jahre alt ist, wurden auf Vermöge, so müsse man doch zugeben, daß die Stadtverwaltungen selbst an einem so flaren Tage wie dem gestrigen auch bei ziemlich anlaffung des Amtsvorstehers vorläufig einer dortigen Familie in der Erhaltung freier Plätze innerhalb der Städte noch nicht langsamer Fahrt das Ablefen der Nummern schwierig und unzu Pflege gegeben. die nöthige Aufmerksamkeit zuwenden und sich manche verlässig war. Diese Maßregel wird keine Sicherheit leisten, songünftige Gelegenheit, der Bevölkerung Spiel- und Erholungs- dern nur unnöthige Belästigung und unnöthige Ausgabe für den pläge zit fichern, haben entgehen lassen. Es Radfahrer im Gefolge haben. Für die Weiterführung der elektrischen Straßenbahn Alexanderder Zeit, die begangenen Fehler, wo sich die Möglichkeit Im Berliner Theater wird ein neues Schauspiel: dazu biete, wieder gutzumachen, wenn auch mit bedeutenden Geld- play- Schöneberg bis Steglitz ist jetzt auf der neuen„ Prachtstraße" Erbe" von Felig Philippi gegeben. Es hatte bei der opfern. Vieles davon trifft auch für Berlin zu. Auch hier hat in Schöneberg mit den Vorarbeiten begonnen worden." Première, wie bei der ersten Wiederholung, einen eigenthüntlichen man sich nicht immer rechtzeitig Plätze gesichert, selbst in manchen Außenbezirken. Wo aber ein Platz vorhanden ist, da verfährt man im Lustgarten stattfindenden Rekrutenvereidigung werden der Luft werden. Ein alter Fabrikdirektor erhält einen neuen Herrn. Der Im Zeichen des Verkehrs. Aus Anlaß der am 31. Oktober" Demonstrations" erfolg. Der Grund wird durch eine knappe Inhaltsangabe ersichtlich Regel so sehr nach rein dekorativen Gesichtspunkten, daß eine Vergarten, die Schloßfreiheit, die Schloßbrücke und die Kaiser Wilhelm- Alte, ein Mann von imponirender Größe, gewohnt, ſelber zu verwendung als Spielplatz dann kaum noch oder überhaupt nicht möglich ist. straße von 9 Uhr vormittags ab bis nach beendeter Feier für jeden walten, was er von Grund aus geschaffen, glaubt, es werde weiter Anerkannt muß werden, daß wenigstens einige Erholungsstätten selbst Verkehr gesperrt. in völlig bebauten Stadttheilen noch nachträglich geschaffen wurden, Gesunken ist gestern Vormittag ein Spreekahn am Schleswiger voller Dankbarkeit ergeben, der neue, temperamentvolle Herr will indem alte Begräbnißpläge, die nicht mehr belegt werden durften, Ufer gegenüber der abgebrannten Borfigmühle. Der Kahn hatte seine Selbständigkeit beteisen; es kommt zu Reibungen und der entsprechend umgewandelt wurden. Die Parts zwischen Oranien Kohlen geladen und war anscheinend zu schwer befrachtet. Jetzt ist Alte. der Unerseßliche, wird endlich entlassen. Zum Schluß verund Küraffierstraße und zwischen Berg- und Gartenstraße sind so man dabei, ihn zu erleichtern, um ihn möglichst bald zu heben, föhnt man sich, und der Fabrikdirektor wird Sozius des jungen entstanden. Leider findet aber die Stadtverwaltung bei ihren ohne- da er den Verkehr stört. Die Kohlen werden an Ort und Stelle Chefs. dies nicht zahlreichen Versuchen, das Stadtinnere nachträglich mit gleich verkauft. Das Publikum demonstrirt. Die Kritik thut entrüstet und spricht Erholungsplätzen zu versehen, nicht einmal überall Entgegenkommen. Eine neue Nacht- Omnibuslinie wird heute Abend 10 Uhr vom Mangel an Takt. Warum auf einmal dies Bartgfühl? Der Zwischen Gorman, Linien-, Rückerstraße und den Hinterhäusern der 40 Minuten zwischen Stettiner Bahnhof und Rottbuser Bühnenstück- Fabrikant Philippi hat doch auch früher nichts anderes Mulackstraße, mitten in einer armen, finderreichen Stadtgegend Thor eröffnet werden. gethan, als daß er gewisse sentationelle Vorkommnisse zu Stücken und in nächster Nähe des„ Scheunenviertels", liegt ein alter BeDas Polizeipräsidium theilt mit: Als muthmaßlich gestohlenberwurstelt" hat. Es giebt kein anderes Wort für solches Stribentengräbnißplaz der Garnisongemeinde. Die Versuche, ihn für die Stadt sind die zugeschnittenen Theile von sieben Herrenjaquets einem Un- thum. zu erwerben, sind bisher gescheitert, an der Forderung einer zu bekannten abgenommen worden. Es handelt sich um braune Kamm- Der Fabrikdirektor ist gewiß eine durchsichtig tendenziöse Figur. hohen Entschädigung, wenn wir uns recht erinnern. Der mit einer garnstoffe deutschen Fabrikats in verschiedenen Nuancen. Rekognos- Hat man jemals schon einen alten Fabrikdirektor dargestellt, der Mauer umgebene, stets verschlossen gehaltene Platz dient gegenwärtig zenten wollen sich in den Vormittagsstunden eines Wochentages auf einer ganzen Welt imponirt? Wie sich übrigens gewisse Vorgänge als Erholungsstätte nur für die wenigen Familien der Nachbarschaft, Bimmer 245 des Polizei- Dienstgebäudes am Alexanderplatz melden. aus jüngstverflossener Zeit im Hirn eines fingerfertigen Machers, die in der Lage sind, das von der Gemeinde erhobene Eintrittsgeld wie Philippi, abspiegeln, davon möge ein komisches Beispiel be: Schwierigkeiten macht die Feststellung der Persönlichkeit eines richten. In dem greisen Fabrikdirektor schlägt ein warmes Herz zu zahlen. Unentgeltlicher Zutritt wird niemandem gewährt. Hier ist also der Burgerstein'sche Gedanke bereits verwirklicht, aber leider Mannes, der am 27. d. M. in Wittenberge im Hotel Kaiserhof plög für den Proletarier, und als er so schroff verabschiedet nur soweit, als die Bemittelteren dabei in betrachtlich gestorben ist. Der Reisende hatte keinerlei Ausweispapiere bei wird, kommen die Vertreter der Arbeiter und weinen vor sich. In den Taschen fand man eine Pferdebahnkarte aus Brüssel Schmerz! Nun muß man Herrn Philippi glauben, daß alles frei und eine Eisenbahnkarte s'Hertogenbosch Tilburg. Der Mann mag erdichtet sei. Denn wollte man's nicht Dichtung" nennen, müßte Neue Gefängnißfenster dürften demnächst in den preußischen etwa 23 Jahre alt gewesen sein, ist 1,76 Meter groß und trug man es als schlimmste sentimentale Berlogenheit bezeichnen; und die Gefängnissen zur Einführung gelangen. Dem Baurath Trampe einen feinen schwarzen Anzug, einen schwarzen weichen Hut und Demonstranten, die hinter dem alten genialen Werkmeister und find nämlich neue Fensterblenden für Gefängnisse patentamtlich ge- Schnürschuhe. Fabrikleiter einen anderen vermuthen, wären im Unrecht. schützt worden, die den gwed haben, jeden Verkehr der Gefangenen Schnürschuhe. In einem Schwindelanfalle schwer verunglückt ist der 53jährige Den Hünen an Körper und Geist, den Direktor vom ganzen, nach außen zu verhindern. Derartige Blenden waren bisher aus Holz oder Eisenblech angefertigt. Der angegebene Bwed wurde frühere Steinträger Heinrich Leu aus der Weydingerstraße, der vor gab der stimmgewaltige Bittschau; im Stil Philippi's: burschitos, zwar erreicht, aber gleichzeitig der Belle das Licht in so erheblichem 10 Jahren seinen Beruf aufgeben mußte und seitdem Gelegenheits- biedermännisch und gar fräftig im Wortemachen. Umfange entzogen, daß die Arbeiten der Gefangenen nur unvoll- arbeiter ist. Nachdem er vorgestern Abend für den Kaufmann Lichtenkommen und unter Schädigung der Augen vorgenommen werden stein eine Handfuhre gemacht hatte und an der Hoftreppe des Grundfonnten. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, ist eine Blende aus Stücks Kaiser Wilhelmstr. 12 einen Augenblick wartete, brach er zuWinkel- oder Flacheisen hergestellt und mit einem besonderen sammen, stürzte über das Geländer der sechs Stufen hohen Treppe undurchsichtigen Glase verglast, welches den Zweck der vollkommenen hinweg und zog sich eine flaffende Wunde über dem rechten Auge Eine ganz ungewöhnlich hohe Strafe hat das Landgericht Abschließung des Gefangenen gegen die Außenwelt erfüllt, gleich zu. Bewußtlos wurde er von einem Schußmann in ein Kranken- Gera am 4. Juli gegen den Redakteur der„ Reußischen Tribüne", zeitig aber dem Tageslichte den Zutritt gestattet. Außerdem ist haus gebracht. Karl Hugo Rödiger ausgesprochen. Es hat ihn wegen Beleidigung noch durch zweckmäßige Anbringung von Drahtgittern und Geflechten Theater. Im Zentral- Theater ist gestern eine Fest- des inzwischen verstorbenen entlassenen Schuldirektors Robert Kühn, die Möglichkeit genommen, bei geöffneten Fenstern sogenannte Vorstellung gegeben worden. Geisha erlebten ihre dem er unfittlichen Verkehr mit seinen Schülerinnen vorgeworfen Kasfiber nach außen zu befördern. Die Blende ist denn auch bereits 200. Aufführung in Berlin. Was bei der erheblich herabgefunkenen hatte, zu einem Jahre acht Monaten Gefängniß an dem Gefängniß in Naumburg a. S. ausgeführt worden. Stellung, die die Operette im modernen Theaterleben einnimmt, verurtheilt. Direktor Kühn hatte, als er den am 11. März nur halb, fommen. Die " = Gerichts- Beitung. cr " Bildungsverein Mehr Licht!" Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, bei Fenerstein, Alte Jalobstr. 75: Vortrag des Genossen Paul Jahn über: Der Welthandel im 19. Jahrhundert. Berband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. ( Zweigverein Berlin.) Sonntag, den 30. Oftober: Stiftungsfest in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Anfang 6 Uhr. Gäste willkommen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 30. Oftober, vormittags 9 Uhr, im großen Festinal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: VerVortrag des Herrn E. Bogtherr:„ Mark Aurel". Gäſte willkommen. Tischler Verein. Heute Abend 812 Uhr, Melchiorstr. 15: Versamm Oeffentlicher Vortrag! Am Montag, den 31. Oftober, abends 8 Uhr, spricht Frl. Dr. Anita Augspurg in der Aula des Falkrealgymnasiums, Lügowstr. 84c über: Aerztinnen in Theorie und Praxis. Berliner Arbeitervertreter Vercin tagt jeden Dienstag nach dent ersten im Monat bei Buste, Grenadierftr. 33, abends 8% Uhr. Unentgeltlicher Rath wird ertheilt: Im Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. Im Nord- Westen: Für Unfall, Juvaliditäts- und Altersversicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditätsund Altersversicherung: R. Reh bein, Rostockerstr. 43. Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, den Kasten mit einem falschen Wadzectstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder straße 8, II links. Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung A. Sattler, dejen vorgeramten angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit Vermischtes vom Tage. " 1897 erschienenen inkriminirten Artikel zu Gesicht bekommen Bauarbeiterstreiks auf dem Spandauer Bahnhof abgespielt. Genoffe| freiheit in bedenklichem Maße beschränkende Verfügung besonders batte, sofort Strafantrag gegen den verantwortlichen Redakteur des St. hatte eines Tages dagegen Verwahrung eingelegt, daß der Polizei- würdigen. Blattes, Najort, gestellt. Dieser ist inzwischen ebenfalls zu einer sergeant einige Maurer vom Bahnhof gewiesen und so deren persön= Arbeiter- Bildungsschule. Montag: Referate und Disfussion über recht hohen Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Kurz vor der Ver- liche Freiheit beschränkt hatte. Auf erhobenen Einspruch gegen die Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Leben. jährung glaubte die Staatsanwaltschaft ermittelt zu haben, daß der polizeiliche Strafverfügung stand am Mittwoch Termin bor Vortragender: Schriftsteller Richard Calwer. Beginn der Vorlesungen Artikel von Rödiger verfaßt worden war, und erhob auch gegen dem Schöffengericht ant. Das den pünktlich um 9 Uhr abends. Gericht mußte diesen Anklage. Das Urtheil gegen ihn haben wir oben bereits mit- Ansichten des Genossen R., welcher das Vorhandensein der getheilt. In demselben befindet sich eine Stelle, in der Merkmale des„ groben Unsugs" verneinte, beitreten und ihn cs heißt, die von Rödiger gegen Kühn erhobenen be- freisprechen." Recht beachtenswerth waren dabei einige Ausleidigenden Vorwürfe Vorwürfe seien durchaus unwahr, wie fich führungen des bekannten Amtsrichters Grodtke, welcher zu dem aus der Verlesung des Urtheils gegen Najort als Zeugen erschienenen Beamten äußerte:„ Es ist für die Zukunft ergeben habe. Hierauf gründete sich eine Rüge der besser, wenn Sie in derartigen Fällen gleich wegen Beleidigung vom Angeklagten Rödiger eingelegten Revision, welche gestern Strafantrag stellen!"... Weiter sagte dieser Richter in der vor dem Reichsgerichte zur Verhandlung kami. Das Reichsgericht Urtheilsbegründung:" Grober Unfug liegt nicht vor, es fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: erachtete diese Rüge für begründet, hob das Urtheil auf bleibt dem Polizeisergeanten Berneis aber un imd verwies die Sache an das Landgericht Gera zurück. benommen, noch jest gegen den Angeklagten Straffung. Bortrag. Damen haben Zutritt. Es erblickte in der Verlesung des Urtheils gegen Najort einen antrag wegen Beleidigung zu stellen; Zeit ist Verstoß gegen das Prinzip der Mündlichkeit. Die Thatsachen, noch vorhanden, die Frist läuft erst am 28. No welche in dem Urtheile gegen Najort als festgestellt angesehen ve mber ab, selbst der„ Kautschuck- Paragraph"(!) läßt worden find, hätten in der vorliegenden Sache nochmals durch die sich in diesem Falle nicht anwenden." Selbstverständlich wird der üblichen Beweismittel festgestellt werden müssen. Beamte diesem wohlgemeinten Winke, der ihm von einem auf unWegen Veleidigung des Polizeipräsidenten von Magde- parteilichkeit Anspruch erhebenden Richter gegeben wurde, gern entIm Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: burg ist am 26. Juli vom Landgerichte Magdeburg der sprechen. Auch diesen Fall werden unsere Genossen bei Gelegenheit erficherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerstr. 36, v. 3 Tr. Redakteur der„ Voltsstimme", Parteigenosse August Mii II er, zu recht gut als Agitationsstoff verwenden können. F. Pieschel, 20 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Der mitangeklagte Verleger Als eine Episode aus dem Magiftrats- Hilfearbeiter- Kriege R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. des Blattes, Harbaum ist freigesprochen worden. Auf die von kann die Anklage gelten, welche gestern gegen den Magistratsbeamten Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowsti, Gartenstr. 78, Portal 2, Müller gegen seine Verurtheilung eingelegte Revision hob das Johann Carl Friedr. Röhrke vor der 7. Strafkammer des Land- 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. Reichsgericht gestern das Urtheil, soweit es Müller betrifft, wegen gerichts I verhandelt wurde. Die Anklage beruhte auf dem selten R. Tamm, Huffitenſtr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Boigt, Wiesenmann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstr. 13, 2. Eing. part. Nur eines prozessualen Mangels auf und verwies die Sache in diesem zur Anwendung kommenden§ 49a Str.-G.-V., wonach die Auf- ftraße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends.' P. ReiStreligerstr. 58. Umfange an das Landgericht zurück. forderung zu einem Verbrechen, auch wenn sie keinen Erfolg hatte, für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Ein Gerüsteinsturz mit entschlichen Folgen führte gestern strafbar wird, sobald sie an die Gewährung von Vortheilen irgend F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Uhr abends. W. Mohs, SwineDer Angeklagte, der wegen Vergehens münderstr. 64, vorn linker Aufgang. welcher Art geknüpft ist. Den Dachdeckermeister Georg Hirschfeldt und den Dachdecker- gegen diesen§ 49a und außerdem wegen Unterschlagung angeflagt Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Für Unfall, Invaliditätsgefellen Karl Brose unter der Anklage der fahrlässigen war, hat in dem Hilfsarbeiter- Kriege auch eine Rolle gespielt und G. Bader, Gr. Frankfurter 4 out Tödtung und der fahrlässigen Körperverlegung vor einen Prozeß gegen den Magistrat geführt. Er war mit dem und Altersversicherung: A.& chi, Qubatibitate: nub die zweite Straffammer am Landgericht II. Der Angeklagte zu 1 Bureau- Hilfsarbeiter Schulz, mit dem er in einem Hause wohnte, Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- Altersversicherung: Nur für Jnvaliditäts- und Altershatte im Juli d. J. den Anstrich des Hauses Prinz Handjerystr 8 früher schr befreundet. An stelle der Freundschaft trat später eine versicherung: W. Kühne, Bjuelſtr. 1. in Rigdorf übernommen. Am 14. Juli wurde die Arbeit begonnen. grimmige Feindschaft, die sich in allerlei Chikanen und Denunziationen Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung:. Es wurde ein sogenanntes Hängegerüst angebracht, welches aus vier befundere. Einer solchen verdankt die jetzige ihren Ursprung. Schulz F. Stügelmaier, Grimmſtr. 39. Nur für Invaliditäts- und Alterszusammenhängenden Brücken bestand. Dieses hing an vier Böcken, erstattete eine Strafanzeige, die folgenden Inhalt hatte: Der An- versicherung: P. Keller, Rirdorf, Pannierstr. 58, Hof part. C. Guse, welche im Innern des Daches an den Sparren festgebunden geklagte, der mit seinem früheren Bureauvorsteher Dentloff schlecht Camphaufenstr. A 11 inden. Am 15. Juni war die Arbeit bereits soweit ge- stand, habe gewußt, daß sich die Bureauvorsteher über die einzelnen fördert worden, daß das Gerüst ein Stück herabgelaffen Silfsarbeiter Notizen machen und daß Dentloff diese Notizen über werden konnte. Es hing nun zwischen der zweiten und dritten ihn in einem Kasten seines Pultes bewahrte. Er habe nun Etage. Als am Morgen des 16. Juli früh morgens kaum die Arbeit ihn, den Schulz, aufgefordert, eines Sonntags, an welchem begonnen worden war, löfte sich der an der Ecke des Daches stehende allein Dienst habe. Bock, an welchem die rechtsseitige Brücke des Gerüſtes hing. Diese Schlüssel zu öffnen, die Notizen zu stehlen und ihm zu geben, sowohl wie der Bock stürzten in die Tiefe und mit ihnen die Dach- da er sie zu einer Broschüre über die Verhältnisse der Magistratsdecker- Gesellen Handt und Slamet, welche auf diesem Theile beamten verwenden wolle. Der Angeklagte habe ihm zugleich in des Gerüstes arbeiteten. Handt erlitt einen doppelten Beckenbruch, Aussicht gestellt, ihn an dem aus der Broschüre zu erzielenden Verwobei eine Arterie verletzt wurde, die eine innere Verblutung und dienst zu betheiligen. Der Angeklagte bezeichnete die ganze Denun in wenigen Minuten den Tod des Verletzten zur Folge hatte. ziation als einen Rachcalt, ebenso wie die weitere Beschuldigung, Klamet dagegen fiel mit dem Kopfe zuerst auf und erlitt daß er Papier, Akiendeckel und Stahlfedern des Magistrats zu Privateine schwere Gehirnerschütterung, die ihn heute noch arbeitszwecken benutzt habe. Er habe, wie er ausführte, Arbeiten für den unfähig macht und für die ganze Lebenszeit des Verletzten nach Magistrat zum theil auch zu Hause verrichtet und hierzu einige Vom Dampfer Marseille", der am Donnerstag in Hams theilige Folgen haben wird. Wie die sofort eingeleitete Untersuchung Schreibmaterialien benutzt. Die Bertheidiger Rechtsanwälte burg eintraf, sind der sta pitän und ein Matrofe im portuballen befestigt, welches mir halb so start wie erforderlich und Echulz erst viele Monate nach der angeblichen Aufforderung zu dem ergab, war der herabgestürzte Bock mit einem Tau an die Dach: Ulrich und Dr. Schwindt stellten fest, daß die Strafanzeige des giesischen Hafen Faro beim Kentern eines Bootes ertrunken. Ju Marbach hat ein Schmied seine 28jährige Tochter obendrein war dieses Tau alt und abgenust. Es Verbrechen des schweren Diebstahls erfolgt sei und erachteten es für erstochen. Er litt früher an Säuferwahnsinn. war daher zerrissen und somit stürzte der Bock und das Gerüst herab. ausgeschlossen, auf die Befundung eines einzigen, feindselig gesinnten Eine große Sägenfabrik in Cronenberg ist total Für das Unglück wurden die beiden Angeklagten verantwortlich ge- Beugen einen Angeklagten zu verurtheilen. Staatsanwalt und niedergebrannt.. macht, der Meister, weil er ein schlechtes, vermorschtes und daher Gerichtshof waren derselben Meinung und es erfolgte die FreiIn Mainz wurde ein Schneider verhaftet, der wegen unbrauchbares Tau zur Rüstung hergegeben von der Sicherheit der Konstruktion des Gerüstes überzeugt techipchung des Angeklagten, ohne daß Zengenvernehmung erfolgte. Doppelmordes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt war. Er war frenanstalt entsprungen, hatte, der Geselle dagegen, weil er die Anbringung des Der Buchhändler Wilhelm Fritsch, dessen Abenteuer mit den Gerüftes geleitet, dabei aber die nöthige berufsmäßige Auf von ihm beschäftigten weiblichen Neisenden ihn f. 3. vor die Ge- in der er zur Beobachtu..he wa pebracht war. Der Verhaftete merksamkeit außer acht gelassen hatte. Beide gaben zwar zu, daß schworenen geführt hatte, stand gestern zum zweiten Male vor dem wohnte schon seit 1/2 Jahren niner Sachem Namen und mit falschen tigen 1 das beschlagnahmte und heute vorliegende zerrissene Tau zu schwach Schwurgericht des Landgerichts 1 diesmal in Zuchthauskleidung, diesmal in Zuchthauskleidung. Papieren in der Stadt. Die Einwohnerzahl fusprozel bergs beträgt jetzt gewesen sei, um den Bock zu tragen, doch behaupteten sie, daß der da er die ihm auferlegte 5jährige Zuchthausstrafe zur Zeit verbüßt. " ragrion. Bod noch mit einem zweiten Tau festgebunden gewesen sei. Dieses Der Angeklagte ist am 11. Juni zu dieser Strafe verurtheilt worden, zweite Tau sei im Augenblick der Katastrophe verschwunden weil die Geschworenen nicht nur die Schuldfrage betr. die Tagen einen Selbstmord versuch; er mußte in einer IrrenDer Wiener Komponist Hugo Mo It machte vor einigen die Sittlichkeit bejahten, songewesen. Es tönne nur angenommen werden, daß die fremden wiederholten Verbrechen gegen anstalt untergebracht werden. Der Tondichter war schon einmal a) die Helene Männer, welche am Nachmittag des vorangegangenen Tages auf dern auch ihn schuldig befunden hatten: in einer Heilanſtalt. dem Dache des Nachbarhauses herumgeklettert seien, durch eine eine minderjährige Person, durch List, Drohung oder Ein ehrsamer Bürger in Reichenau( Böhmen) verklagte Bedenlute eingestiegen seien und das zweite Bindetau gelöst und Gewalt ihren Eltern entzogen zu haben, in der Absicht, fie zu un- cine junge Dame wegen Ehrenbeleidigung und berief sich gestohlen hätten. Es fand eine sehr umfangreiche Beweis- fittlichen Zwecken zu gebrauchen(§ 285); b) die St. wider ihren Willen auf das Zeugniß eines Gendarmen. Beide wußten von nichts. In Ausnahme statt, die aber die Angeklagten in keiner Weise entlastete. durch List, Drohung oder Gewalt entführt zu haben, um sie zur ber Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, daß der Gekränkte in Der Gerichtshof hielt das zweite Tau für eine leere Ausrede der Unzucht zu bringen. Für die Verbrechen gegen die Sittlichkeit hatte einer Nacht, nachdem er sich einen tüchtigen Rausch angetrunken, die Angeklagten und erkannte mit Rücksicht auf die Gröblichkeit der der Gerichtshof 3 Jahre und für die Verbrechen gegen die§§ 235 ganze Geschichte nur geträumt hatte. Fahrlässigkeit und die traurigen Folgen derselben auf je echs und 236 gleichfalls 3 Jahre Zuchthaus festgesezt und beide Strafen In Lüttich vergifteten sich ein hrmacher und seine Frau Monate Gefängniß. auf 5 Jahre Zuchthaus zusammengezogen, Man wird sich erinnern, mit Cyankalium. Nahrungssorgen und Unglück in der Familie daß der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Emil Löwy damals den Wegen Zweikampfs mit tödtlichen Waffen, bezw. wegen Antrag stellte, daß der Gerichtshof von der im§ 317 der Strafprozeß haben sie in den Tod getrieben. Kartelltragens hatten sich gestern der Student der Medizin L. Ordnung ihm gegebenen Befugniß Gebrauch machen möge, da sich die und der Referendar N. vor der 3. Straffammer des Landgerichts 1. Geschworenen offenbar zu ungunsten des Angeklagten geirrt hätten. zu verantworten. Der Prügelei lag eine ganz gewöhnliche nächtliche Der Gerichtshof erkannte in den Urtheilsgründen an, daß nach einStraßenanrempelei zu grunde, die zwischen dem ersten Angeklagten stimmiger Ansicht des Gerichts die Bejahung der wegen Entführung und dem Regierungssekretär N. stattgefunden hatte. Der letztere ließ gestellten Schuldfrage auf einem Irrthum der Geschworenen be 2. durch den Mitangeklagten R. auf schwere Säbel ohne Binden und ruhe, da die Beweisaufnahme keinen Zweifel darüber gelassen Bandagen fordern. 2. nahm die Forderung an, worauf der Zwei- habe, daß Zwei- he, die Entführung der Helene R. feineswegs lampf in den Wadzeck- Sälen ausgefochten wurde. Beide Duellanten„ wider ihren Willen", sondern mit ihrem freiwilligen Briefkasten beantwortet. erlitten Verwundungen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Einverständniß erfolgt sei. Das Gericht hat sich aber aus H. B. Fragen Sie deswegen in einem Droguengeschäft nach. Augeklagten 2. se ch 3, gegen den Angeklagten R. drei Monate dem Grunde zur Anwendung des§ 317 nicht veranlaßt gesehen, ein Regiment auf ihre Kosten unterhalten. Abonnent H. D. Es ist nicht richtig, daß die deutschen Fürsten je Festung. Der Gerichtshof verurtheilte L. zu drei Monaten, weil der Irrthum der Geschworenen nicht zu einem Nachtheile Schaepe. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Ansichten im Wahlverein 9. zu drei Tagen Festungshaft. des Angeklagten" führe. Denn da in den beiden in betracht komNaturheilkundige dürfen Krankheitsbescheinigungen für menden Strafgesetzen(§§ 235 und 236) die StrafzumessungsKaffen ausstellen. Bei Gelegenheit einer Revision der Verwal- Grenzen übereinstimmend gezogen feien, fönne die Strafe gemäß tungsstelle einer Krankenkasse, die in Berlin und an anderen Orten 8-73 Str.-G.-B. allein aus S35 aselbst entnommen werden, aus Bureaus unterhält, ergab sich, daß einem Mitgliede der Kasse diesem allein werde sie verhängt, die Strafe salle ebenso aus, Krankengeld auf grund von Bescheinigungen eines Naturals fie beim ausschließlichen Vorliegen des Verbrechens G. 2. 1. Nein. 2. Steht im Vorwärts". W. K. Kommen Sie heilkundigen gezahlt worden war. Der Vorsteher Voigt und im Sinne des§ 235 angemessen erschienen wäre. Das Reichsgericht 2. G. 1000. Die Tochter ist Miterbin. der Kassirer Mehr erhielten darauf polizeiliche Verfügungen, durch giebt der Revision darin recht, daß das Gericht die Bedeutung des F. 21. Terselbe ist nur verpflichtet, das zu bezahlen, was Sie jetzt welche ihren n. a. bei Etrafandrohung verboten wurde, auf grund in§ 317 der Strafprozeß- Ordnung behandelten Irrthums der Ge- weniger verdienen. Arna in Nixdorf. Kommen Sie in unsere Sprech von Bescheinigungen eines nicht approbirten Arztes Krankengeld aus schworenen zum Nach theile des Angeklagten" verkannt funde. P., Charlottenburg. Der Tischlermeister ist im Recht. zuzahlen. Gegen die betr. Verfügungen erhoben Voigt und Mohr habe. Inzweifelhaft habe der Angeklagte einen Anspruch dark. A. 101. Sie haben das Recht, die fich unbefugt Aushaltenden aus der W. M., Charlottenburg. 1. Nein. 2. Ja. Wohnung zu weisen. Klage und betonten, daß nach§ 8 des genehmigten Statuts die auf, mur wegen derjenigen Strafthat verurtheilt zu J. M. Die Mutter darf nicht übergangen sein, ihr muß der PflichtKasse den Mitgliedern auf ihren Wunsch freie Behandlung durch einen werden, deren er sich schuldig gemacht habe. Diesem Anheil ausgesetzt werden. C. 11.. Ackerstr. 1. 1 Woche. 2. Macht mir Nonheilkundigen zu gewähren habe; daraus folge, daß dieser auch spruche werde dadurch nicht genügend Rechnung getragen ganz geringe Soften. 23. K. 23. Nein. 9. S. 1. Jst schon ein Bescheinigungen über den Verlauf der Krankheiten auszustellen habe. daß die Verurtheilung die Abmessung der Strafe nicht beeinflußt. Urtheil ergangen? 2. Ja.?? 2. Ist eine diesbezügliche Anordnung Der Bezirksansschuß wies jedoch die Klage ab und machte geltend, Das Reichsgericht hat deshalb das erste Urtheil, soweit es den An- an Sie ergangen? C. 2. 32a. Fügen Sie die Abonnementsquittung wenn das Gesetz auch nicht ausdrücklich das Erforderniß der Ktrant- geflagten wegen Entführung im Sinne der§§ 235 und 236 ver- bei. A. St. Ja. Göser. Wir beantworten Fragen nicht schriftlich. heits- Attestirung von approbirten Aerzten ausgesprochen habe, so sei urtheilt, aufgehoben. Bei der jetzigen Verhandlung stand also für Die Marke steht Ihnen zur Verfügung. Ist gefeßlich zuläfftig. dies ohne weiteres anzunehmen. Die Ertheilung von Zeugnissen den Angeklagten nur in Frage, ob feine Strafe sich um zwei Jahre 100. Es ist dies Sache der Polizeiverordnung, die sehr wohl die von Kath. Kommen Sie in die über Erwerbsfähigkeit habe auch einen öffentlich rechtlichen Charakter oder überhaupt vermindere. Die Vertheidigung des Angeklagten Ihnen gerügten Vorschriften enthalten fann. Sprechstunde. Der Brief ist unverständlich. Lott. Wir beantworten mud dürfe daher nur von solchen Personen ausgeübt werden, die führt wiederum R.-A. Dr. Emil Löwy, die Verhandlung fand Briese nicht schriftlich. Die Marke steht Ihnen zur Verfügung. ihre Vefähigung dazu nachgewiesen haben. Das Ober- Verwaltungs- unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. gericht nahm aber an, da das Statut der Kasse eine Behandlung Das Urtheil lautete diesmal auf 42 Jahre Zuchthafeinerlei Einfluß. B. ist berechtigt, die volle Miethe zu verlangen. 3. Wieder von Mitgliedert durch Naturheilkundige zulasse, so sei auch anzu nehmen, daß die Naturheilkundigen Krankheitsbescheinigungen ausfiellen dürfen. R., Verlammlungen. Mit einer gelinden Strafe fam der Bäckermeister Gust a v Fischer davon, welcher sich am Freitag wegen Mißhandlung seines Es geht auch ohne lex Recke. Die für Freitag Abend einDienstmädchens vor der 131. Abtheilung des Amtsgerichts I zu verantworten hatte. Bei dem Angeklagten stand die unverehelichte B. berufene Versammlung mit der Tagesordnung„ Die internationale in Diensten; eines Morgens verschlief diese die Zeit und stand zu Anarchistenhezze und die Verschwörung gegen die Freiheit" ist von Der Einberufer erhielt folgendes fpät auf. Das ergrimmte den Angeklagten dermaßen, daß er die der Polizei verboten worden. B. ganz gehörig schlug und stieß; dabei wurde dem Mädchen von Schreiben: 194 515. Briefkasten der Redaktion. Tie juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. Nr. 100 Nigdorf. Gewiß zählt Staats: und Gemeinde Einkommen: steuer. Die Veröffentlichung erübrigte sich. Ihre Anfrage wird im juristischen vorzutragen. Posen. 1. Wahlzwang ist ungesetzlich. 2. Sie müssen die Form der Berichtigung wählen. 2. S. Ersuchen Sie um Zusendung eines Formulars Herrn wünschte. driederici, Südende, Mittelstr. 3. Daraus ersehen Sie dann das Ge in die juristische Sprechstunde. 9. 23. 100. 1. Klage gegen den Vater. 2. Dies übt auf den Kontraft holen Sie den Antrag noch einmal, mit dem Ersuchen, sofern jetzt abermals ein Bescheid nicht ertheilt wird. den neuen Antrag als Beschwerde anzus schen und an die zuständige Behörde weiterzugeben. A. 5. 37. Es muß zunächst der Bescheid des Vormundschaftsgerichts abgewartet werden. Dagegen giebt es Beschwerde beim Landgericht. S. 2. 111. Nein. Witterungsübersicht vom 28. Oftober 1898, morgens 8 1hr. Stationen Hamburg Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke Wetter ihm ein Bahn ausgestoßen. Der Angeklagte behauptet zwar, die„ Euer Wohlgeboren theile ich infolge der Eingabe vom 26. d. M. Verlegungen rührten von Schlägen her, die das Mädchen von seiner mit, daß ich die darin näher bezeichnete, für Freitag, den 28. Oktober, eigenen Wutter erhalten habe; er wurde aber durch die Beweis- in Aussicht genommene Versammlung in der Tonhalle, Friedrich- Swinemde. 766 WS 2 bedeckt aufnahme widerlegt. Nach dem Antrage des Staatsanwalts erfamute straße 112, aus ordmungs- und sicherheitspolizeilichen Gründen gemäß i Berlin der Gerichtshof auf 20 M. Geldstrafe. A. 2. R. II 17§ 10 untersage. Windheim." Das Neueste vom Amtsrichter Grodtke in Spandau. Der betreffende Paragraph lautet:„ Die nöthigen Anstalten der Gräuelthat, einen Polizei- Sergeanten belästigt Wegen und dadurch groben Unfug verübt zu haben, war unserem Partei- 3ur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung, und genossen R. in Spandau von der dortigen Polizeiverwaltung ein zur Abwendung der dem Publiko oder einzelnen Mitgliedern desauf sechs Mark lautendes Strafmandat zugegangen. Der an- selben bevorstehenden Gefahren zu treffen, ist das Amt der Polizei." In der nächsten Nummer werden wir diese, die VersammlungsV geblich belästigende Vorgang hatte sich während des letzten München Temp. n. 6. 5° 6.4° R. Stationen Barometer stand mm Wind: 11 Haparanda 758 Stift richtung Windstärke Wetter Schnee 757 SSD wolfig 758 28 1hlb.bed. 764 SO 1 Mebel Temp. n. 6. 15° G.= 4° 92. 69071 765 SSW 1wolfig 11 Petersburg 757 BMW 1 bedeckt 766 2 2 heiter 10 Cort Wiesbaden 766 S 1wolfig 6 Aberdeen 767 1wolfenl 4 Paris 768 Still Nehel 7 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 29. Oktober 1898. Nachts fühler, am Tage ziemlich warm, vielfach heiter, zeitweise nebelig bei mäßigen südöstlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Wien Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonnabend, 29. Oktober. Opernhaus. Die Afrikanerin. An fang 712 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnen feite. Anfang 7 Uhr. Neues Opern: Theater( Strom). Fregoli- Gastspiel. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Johannes. Anfang 712 Uhr. Berliner. Zaza. Anfang 72 Uhr. Lessing. Der Eroberer. Anfang 712 11hr. Residenz. Der Herr Sekretär. Borher: Mein treuer Antoine. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunft. Anfang 72 Uhr. Schiller. Hafemann's Töchter. Anfang 8 Uhr. Westen. Eugen Onégin. 7 Uhr. Anfang Urania Taubenstr. 48/49. Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Luisen- Theater Mähr's Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Zum 2. Male: Die Schuld der Schuldlosen. Spezialitäten und Theater Schauspiel in 5 Aften von Ad. Stolze. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Volksvor: stellung zu kleinen Preisen: Othello, der Mohr von Venedig. Abends dritte Kopf. Tägl. Sternwarte.hr: Jocko's Streiche. Borher: Jeden Mittwoch Nachm.: SchülerTaubenstrasse im Hörsaal: Experim. u. Projekt.- Vorträge Borstellung. Kunst- Schaubühne i. d. Urania, Invalidenstr. 57. Sonntag, d. 30./10., 5 Uhr: Im Wunderlande der Pyramiden. Ermässigte Preise: Parkett 0,50( Stehpl. 30 Pf.) Metropol. Das Paradies der Frauen Passage- Panopticum. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. Anfang 72 Uhr. Luifen. Die Schuld der SchuldTofen. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Napoleon. Anfang 8 Uhr. Oftend. Preciofa. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimniffe von London. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Demi- Monde. Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 1hr: Die Urzeit des Menschen Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Aujang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vorstellung. V Passage Panoptikum. Speziali= täten- Vorstellung. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Der berühmte k.k. Fechtmeister Mr. Sulivian und seine Schülerin Oranienstr. 24. Täglich Vorstellung. diese Radler! Burleske. Edler von Metz, Transformations: Künstler. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Sozialdemokratischer Verein = für Stralan- Rummelsburg und Umgegend. General- Derlammlung Sonntag, den 30. Oftober 1898, nachmittags 2 Uhr: im Saale des Herrn Piatkowsky, Sauptstraße Nr. 83. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Bericht des Bibliothekars. 4. Neuwahl des Gesammtvorstandes, der Beisitzer und Hilfspersonen. 5. Neuwahl der Revisoren, des Bibliothekars und 4 Beitragsammler. 6. Vereins: angelegenheiten. 8/7 Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden vor Eröffnung der Versammlung aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Apollo- Theater. W. Noack's Theater Verband der Möbelpolirer. Direktion: E. Waldmann. Letzte Woche! Brunnenstr. 16. Heute, Freitag, den 28. Oktober: Consuela Tortajada. Ein Berliner Wucherer Prinzessin Pocahuntas. Der Droschkenkutscher und sein Kind. Voranzeige. Am 1. November: oder: Voltsstück mit Gesang in 5 Aften von Ernst Clefeld. Morgen, Sonnabend, wegen Privat: Mlle. Arman d'Ary. feftlichkeit teine Borſtellung. Mr. Judge's dressirte Seelöwen. ,, Das Duell" hochkomische Pantomime. Kassenöffnung 62 Uhr. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Pete Aranka. Stettiner Sänger Von 6 Uhr Théatre- Variété ohne Extra- Entrée. Heute 25 Pf. Entree, Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig Anfang 8 1hr. Sonntags 7 thr. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Zum Schluß: Das Meysel'sche Ensemble: Schiller Theater begraben!! Vor 25 Jahren ( Wallner Theater). Sonnabend: Hasemann's Töchter. Sonntag: Nachmittags: Wilhelm Tell. Abends: Die Haubenlerche. Montag: Hafemann's Töchter. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Unter geft. Mitwirkung der Mitglieder des Süd- Ost Konservatoriums. Bum 99. Male: Preciosa. Schauspiel in 4 Atten von Aler. P. Wolff. Mufit von T. M. v. Weber. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Sonntag Nachmittag: Schlunk fel. Wittwe. Abends Mitt: 72 Uhr: Der Jongleur. woch, nachmittags 3 Uhr, bedeutend er: Olympia- Zähne 2 M. Theater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 1hr abends: Berliner Ausstattungsstück mit Conplets, MENE TEKEL Aufzügen und Roloffal Ballets B in 3 Arten( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. CIRCUS BUSCH Montag, den 31. d. Mts., abends 8 Uhr, Koppenstraße Nr. 29: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassirers u. s. w. 2. Wahl. 3. Anträge. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen und ihr Mitgliedsbuch oder Starte an der Kontrolle vorzuzeigen. Diejenigen, welche mit ihren Beiträgen restiren, werden ersucht, dieselben heut Abend in den Zahlstellen zu begleichen. Daselbst sind die Anträge näher bekannt gemacht. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis befindet sich nur bei. Gelke, Swinemünderstr. 26; Mohn, Oranienstr. 197; Scheere, Blumenstr. 38. Der Borstand. Verband der Zapezirer. Sonnabend, 29. Oftober 1898, Dienstag, den 1. November 1898, abends 9 Uhr: Abends 72 Uhr: Barade- Gala- Borstellung. Zum 1. Male: In der Tanzstunde, gr. Quadrille, geritten von 8 Damen und 8 Herren, arrangirt von Herrn Burkhardt- Foottit. Auftreten der beliebten Schulreiterin Madame Maria Doré auf dem mecklenb. Bauern pferd„ Leopard". Shadow Brothers, moderne Gladiatoren. Gigerl- Clown Daniels als Kunstschütze. Außerdem: Auftreten von Franz Gebhardt, Ritter pp., bish. langjähr. Chef der f. t. spanischen Hofreitschule i. Wien, auf dem Lippizanerhengst, Conversano'. Aufzug Mitglieder- Versammlungen beider Filialen. Filiale Norden: im Lofale des Hrn. Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags: Abgeordneten Zubeil über:„ Die herrschenden Klassen und das Koalitionsrecht." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Filiale Süden: im Lofale des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Borchardt über: Die Erhaltung der Kraft." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 178/8 Die Ortsverwaltungen. Achtung! Musik. Achtung! fämmtlicher Rettertypen in prunthaf Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umg. tester Ausstattung. Zusammenkunft der empfiehlt Musik zu allen Privat- und Vereinsfestlichkeiten vom Klavier bis Blumen, großes Ballet Divertissement. zum größten Orchester. Prompte Ausführung. Bestellungen werden 6 arab. Schimmelhengste aus dem fgl. täglich mündlich von 10/2 bis 1 Uhr mittags sowie schriftlich und per württemb. Gestüt Weil, dressirt und Telephon( Amt III Nr. 1296) Rosenthalerstr. 57 im Restaurant Schiller, vorgeführt vom Dir. Busch. entgegengenommen. Sonntag, den 30. Oftober, nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf allen Plägen halbe Preise): Extra- Gala- Komiker Vorstellung. Kollegen! 50/16 Abends 7½ Uhr: Große brillante Heute Abend in Scholz' Ballsalon( fr. Breuer), Vorstellung. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22.* rische Fische, gute Fische Deutsche empfiehlt die Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" Nordenham. 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Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 Bf Alcazar Theater Unser luftiges Berlin. Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Große Gesangsposse in Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Musik von Curt Goldman. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, 30. Oftober, nachm. 3 Uhr: Volks Vorstellung unter Regie von Julius Türt. Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aufzügen v. Schiller. Donnerstag, den 3. November: Zum 1. Male: Der Hypothekenschuster. Gesangsposse in 3 Atten von Leopold Ely, Musik von Cornelius Schüler. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Nur noch bis 31. d. Mts. Rich. Winkler u. Wilh. Fröbel in der allabendlich um 81 Uhr mit großem Jubel u.stürmischem Beifall zur Aufführung tommenden Ausstattungs- Ge fangs- Posse Berlin, wie es liebt und radelt! Jm Spezialitätentheil: Die sensationell dressirt. Möpse. Die Teufels- Akrobaten. Ein Morgen in Afrika urfomische Orig.- Pantomime. Anfang 71 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Kaffeneröffnung eine Stunde bor Anfang. Entree 50 Pf. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Direktion: Richard Winkler. Allabendlich unter stürmischem Jubel: Das Wurstmädchen von Aschinger. Bild aus dem Berliner Leben von W. Reichard. Musik von Ostar Bictor- Roeder. Jn Szene gesetzt von Otto Wendt. Auf allgemeines Verlangen: Die Wenzel. Schwant in 1 Att von E. Felsch. Gesammtauftreten des neuengagirten Künstler und Spezialitäten Personals. Wochent. 72 Uhr. .Sonntags 6 Uhr. Aufang: Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 f. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Hauptgeschäft: Bahnhof Börse, Bo Bogen 9/10. 2. Geschäft: Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 10/11 ( am Wilhelmsplatz). Weitere Verkaufsstellen in Vorbereitung. Grösserer Fang, Preise billiger! Es treffen täglich 1-2 Waggons( 200-300 Centner) lebend frische Fische ein und verkaufe diese Woche: . Schellfische in allen Grössen. 20-30 Pf. pro Pfund. Cabliau 20-25 Pf., im Ausschnitt 33-35. " n . Seehecht 30 Pt. Seelachs 25 Pf. 12 . 88-40 30-33 30 " " " 1 99 " 20 " " ธ Goldbutten( Schollen) 35 Pf., mittel grosse Bratschollen( Flandern).... Rothzungen( Ersatz für Seezungen) 30-35 Heilbutten 55 Pf., im Ausschnitt 65-70 Steinbutten je nach Grösse... 75-90 Seezungen 17 99 90 19 1 90-150 99 "" Marinirte und geräucherte Seefische täglich frisch wie bekannt zu billigen Preisen. NB. Seefisch ist das billigste Volksnahrungsmittel, ersetzt das Fleisch vollständig und ist überaus wohlschmeckend. Seefischkochbücher gratis! P. S. Unseren geschätzten Kunden die ergebene Mittheilung, dass erstes und Hauptunser geschaft Stadtbahnhof Börse, Bogen 9-10, nach wie vor während die zweite Verkaufsstelle CharVolks- Theater lottenburg, Wilmersdorferstrasse 10/11, sich befindet. im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Sensationell! Novität! Weibliche Rekruten. Operetten Burleste von J. Eißner. Musik von A. Zehr. In Szene gesetzt von August Nunge. Riefenerfolg! Jubelnder Beifall! Bei Werthheim's. Neu! Mr. William Barrey, Nen! Original- Neger- Clown. Zum Todtlachen! Urkomisch! Die dritte Verkaufsstelle, verbunden mit der Centrallagerei für täglich ankommende Fische wird am Dienstag, den 1. Novbr., Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstrasse, Stadtbahnbogen 389, eröffnet. Weitere Verkaufsstellen, die wir demnächst bekannt geben werden, sind in Vorbereitung. Wir bitten höflichst, genau auf unsere Verkaufsstellen, insbesondere aber auf unsere Firma Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordenham gefälligst achten zu wollen. ,, Nordsee" Hochachtungsvoll Johs. Skorczyk, bevollm. Generalvertreter für Berlin. Frankfurterstr. 74: 2. Stiftungsfest des 147/13 Gesangvereins der Möbelpolirer. Gesangsaufführungen, Vorträge, Tanz. Billets à 30 Pf. in den Zahlstellen. Anfang 8% Uhr. Die Kollegen sind hiermit eingeladen, zahlreich zu erscheinen. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Achtung! Verwaltungsstelle Berlin. Achtung! Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß am 20. November, vorm. 10 Uhr, am 27. November, vorm. 10 Uhr und nachm. 3 Uhr, sowie am 4. Dezember, vorm. 10 Uhr und nachm. 3 Uhr, je eine Vorstellung in der Sternwarte in Treptow stattfindet. Eintrittskarten zum Preise von 75 Pf. für die Vors stellung und Beobachtung durch das Riesenfernrohr können bei sämmtlichen Kassirern bestellt werden, und sind im Verbandsbureau, Annenstraße 39, erhältlich. Die Beobachtung durch das Riesenfernrohr kann an jedem be liebigen Tage vorgenommen werden. Billets zu der am 30. Oftober ftatts findenden Vorstellung sind nicht mehr zu haben. Zur Aufführung gelangt nicht Die Urzeit des Menschen", sondern„ Quer durch Desterreich". Die nächsten Vorstellungen für unsere Mitglieder in der„ Urania" finden am 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag), sowie Sonntag, 15. und 29. Januar, vorm. 9 Uhr, statt. [ 114/6] Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 30. Oftober, nachmittags 2 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Maurer und Putzer Reinickendorfs und Umgegend im Lokale des Herrn Böttcher, Reinickendorf, Marktstr. 2. Bahlreiches Erscheinen erwartet 1840b Der Einberufer. Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Koulante Zahl.:Bed. H.& M. Lewent. Beamten ohne Anzahl. Versammlung nach 3½jährigem Aſsiſtiren( am städtischen Krankenhause in Breslau sämmtlicher Kaffenmitglieder und und an der Augenklinik des Herrn Arbeitgeber d. Orts- Krankenkaffe Geheimraths Hirschberg hier) habe ich der mich N. Hussitenstraße 24( Ecke Augenarzt niedergelassen. Kürschner u. verwandt. Gew. Boltaftrafe) als prakt. Arzt und zu Berlin am Montag den 31. Oktober cr. im Restaurant des Herrn Mündner 1. Eingang: Linienstr. 19, 2. Eingang:, Lothringerfir. 105. Versammlung der Arbeitgeber: Abends 82 Ubr. Wahl von 60 Delegirten auf 2 Jahre. Bersammlung der Arbeitnehmer: Abends 92 Uhr.- Wahl von 120 Delegirten auf 2 Jahre. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Wilh. Freyer. 92/3 Dr. Carl Hamburger. Sprechst.: 8-10, 4-6. 63832* Volksthümliche Kurse v. Berliner Hochschullehrern Karten Verkauf( jeder Kursus von 6 Vorträgen 1 M.): A. Schütz, O. Holzmarkt. strasse 60 II.( Nachm. 4-6). G. Belling, Zigarrenhandlg., W., Leipzigerstr. 135. 1 Chr. Concerthaus. Tischendorfer, C., SophienLeipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Zum Schluß die Operette strasse 19, Hof II.( Vorm. 8-1, Nachm. 3-7). Bureau der Centralstelle f. Arb.- Wohlfahrts Einrichtungen, W., Kötheners strasse 23 II.( 8-3 Uhr). Arbeiter- Radfahrer- Verein 3 Berlin". Tour am Sonntag, von Jaques Offenbach: Insel Tulipatan. Die Handlung spielt 3000 Meilen von Blankenese, 150 Jahre vor Erfindung der Velozipeden mit Dampfschraube. Für die Wochentage werden Vereins: billets mit erheblicher Preisermäßi gung ausgegeben und können von den geschätzten Vereinsvorständen fosten: los im Bureau des Konzerthauses Grünkram, Vorfost, Holz, Kohlens entgegengenommen werden. Gesch. m. Rolle z. verk. Blumenstr 60 30. d., nach Karolinens hof zu Wandt. Aba fahrt 12 Uhr, Schles sische Brücke.[ 19/7 Nächste Versamml. d. Filiale I bei Wilfe, Andreasstr. 26. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 254. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 29. Oktober 1898. Literarische Rundschau. ,, Der Zar Befreier". Ein Wort für Bolts wehr gegen verhältniß zu den berübten Barbareien, Grausamkeiten und Zer- wurden auch die italienischen Freiwilligen, bie unter sticciotti Kolonialfriege, deren zivilisatorische Mission" im schlimmsten Miß- IMeinung über die Leistungen des griechischen Heeres. Bekanntlich stehendes Heer. Verlag von J. H. W. Diez Nachfolger, störungen in den eroberten Ländern steht, ferner die spanischen zu Stuttgart. 154 Seiten. Preis 2 M. Garibaldi Griechenland gegen die Türken kämpften, in Kriege gegen die Niederlande, die Zerstörung Bolens u. s. tv. der türkenfreundlichen Presse aufs blutigste verhöhnt. Auch ihnen Unter diesem Titel hat der auch in militärischen Fachkreisen Eine Ünzahl anderer Kriege wäre nicht nothwendig gewesen, um läßt Bleibtreu eine Ehrenrettung zu theil werden. hochgeschätzte Schriftsteller für Militärwesen und Kriegsgeschichte, Kulturinteressen zu fördern, hätten Regierungen und herrschende. Ricciotti Garibaldi hatte auf die Frage, warum seine FreiKarl Bleibtreu, eine Schrift veröffentlicht, die aus mehrfachen Klassen den Krieg nicht als Mittel benußt, um, indem sie gewisse willigen bei Domokos die Feuerprobe so glänzend bestanden, geGründen eine Besprechung im Vorwärts" wünschenswerth er- Kulturbedürfnisse befriedigten, sich zugleich in ihrer Machtstellung äußert: Den Spruch seines Vaters, 50 Studenten seien ihm als scheinen läßt. fester zu setzen. Die Einheit Deutschlands wäre z. B., das weiß Freischärler lieber als 500 Bauern, unterschreibe er wohl, aber der Bleibtreu ist den Lesern des„ Vorwärts" kein Unbekannter. Er jeder, der in der Voltsbewegung vor dem Jahee 1866 stand, auch blinde, stupide Gehorsam des Bauern sei dem Führer oft anhat Anfang August dieses Jahres in drei im Feuilleton dieses gekommen ohne die Kriege von 1866 und 1870/71, aber sie hätte genehmer als das Vergnügen, drei Kammerdeputirte unter seinem Blattes veröffentlichten Artikeln unter der Ueberschrift:" Volkswehr, alsdann nicht ein auf dem Militärdespotismus und der Unter- Kommando zu haben. Dazu meint Bleibtreu: Der Deputirte eine Nothwehr von Karl Bleibtreu", gegen eine Schrift des Generals drückung der politischen Freiheit beruhendes Reich gebracht, sondern Fratti fand ja bei Domokos den Heldentod und von Boguslawski polemiſirt, in der der letztere Bleibtreu wegen ein solches auf demokratischer Grundlage. Gewiß ist die Gewalt diese erlauchten Freiwilligen haben höchstens ſeiner Ansichten über kriegsgeschichtliche Vorgänge im deutsch- unter Umständen ein Kulturfaktor, aber es kommt darauf an, wer die Moral der Truppe noch erhöht; welchen erfranzösischen Krieg in geringschäzender Weise angriff. Dieser die Gewalt besitzt und wie und wofür sie angewendet wird. hebenden Einfluß der anarchistische Wortführer: Angriff des Generals war in einer Schrift enthalten, die Zu dieser Art Gewaltanwendung durch Krieg und Revolution, oder Cipriani in der Schlacht übte, ist bekannt; tein er unter dem Titel„ Volksheer nicht Voltswehr veröffent- durch beides ist unter anderem der Krieg des langen Parlaments gegen alter Haudegen konnte sich unerschrodener, fein licht hatte, die die sich gegen meine im Frühjahr erschienene Karl I. in England, der Befreiungstampf Nordamerita's gegen Eng- geborener Hauptmann umsichtiger geberden." Schrift„ Volkswehr, Volkswehr, nicht stehendes Heer" richtete. That land, die Kriege der französischen Revolution gegen das feudale und Auf die Frage, wie seine Freischärler so rasch den Krieg erlernt sächlich war also ich bezw. meine Broschüre der Urheber des absolutistische Europa, der Sklavenbefreiungskrieg in den Vereinigten hätten, antwortete Ricciotti Garibaldi:" Sehr einfach, die paar Boguslawski'schen Angriffs. Ich begrüße dies um so mehr, weil Staaten zu rechnen. Von den zwei Kriegen der allerlegten Zeit Handgriffe, die man braucht, lernt man in ein paar Stunden. Alles das Bleibtreu Veranlassung gab, dem General, der wie die meisten hat der Ausgang des griechisch- türkischen Krieges auf die Kultur- andere ist Schnickschnack, Paradespielerei für hohe Herren, im Kriege seiner Standesgenossen hochmüthig auf das Zivilistenpack herabsieht, Entwickelung des Orients hemmend, der Ausgang des spanisch- völlig werthlos." das es wagt, in militärischen Angelegenheiten hineinreden zu wollen, amerikanischen Krieges auf die Kultur Entwickelung Westindiens Bleibtreu's Ueberzeugung von dem Uebergewicht der Milizen den Standpunkt in einer Weise flar zu machen, daß er bis heute fördernd eingewirkt. in großen Volfskriegen, namentlich durch die moralischen Faktoren, noch nicht die Zeit gefunden hat, auf diese schlagenden Argumente Sobald aber einmal das Milizsystem in Europa durchgeführt die sie entwickeln, weil sie wissen, um was es sich für sie in einem zu antworten. Wer aber in einem solchen Falle schweigt, erklärt sich sein sollte, dürfte sich von selbst auch der andere Gedanke mit Kriege handelt, was als Bürger, Bauern, Arbeiter 2c. für sie auf für besiegt, eine Auffassung, die wohl sämmtliche Leser der Bleibtreu elementarer Gewalt Geltung verschaffen, alle internationalen dem Spiele steht, ist so groß, daß er erklärt: schen Artikel theilen. Streitigkeiten durch schiedsgerichtliche Urtheile eines Areopags der„ Das militärische Berufszünftlerthum hat den Milizen alles zu Bleibtreu hat sich alsdann entschlossen, jene drei Artikel Völker zu schlichten. Das Aufhören der Kriege wird alsdann der verdanken: Die Tattik der französischen, die Technik der amerikanischen, einer Schrift zu erweitern, die den oben erwähnten Kulturentwickelung keinen Eintrag thun, es wird vielmehr die Strategie den Feldherrn jener Revolutionen." Er mahnt nachTitel führt und als eine aus sachkundigster Feder stammende dieselbe in eminenter Weise fördern. Diejenigen, die drücklich die Schweiz, sich durch das Geschrei einiger Berufsoffiziere Vertheidigung der Miliz( des Volksheeres) gegen das Kriege für absolut nothwendig erachten wvozu Bleib nicht in falche Bahnen drängen zu lassen. Auch sei das Milizsystem stehende Heer zu betrachten ist. Bleibtreu geht in seiner Schrift treu nicht gehört weil sie Kräfte und Wuth der Völker angeblich unter allen Umständen billiger als die stehende Armee, nament nicht nur noch weit gründlicher mit dem General v. Boguslawsti anfeuern und frisch erhalten, vergessen, daß abgesehen von allen lich in einem großen Staatswesen. ins Gericht, als das schon in jenen drei Artikeln geschah; er nimmt anderen Gründen, es alsdann ein Fehler ist, wenn Generationen Worauf es vor allen Dingen ankomme, sei eine gute Führung darin auch eine Abrechnung vor mit noch einer Anzahl zünftiger wachsen und enden, ohne zu kriegerischer Bethätigung Ge- im Kriege, ohne diese tauge die beste Armee der Welt nichts. Aber Militär Schriftsteller, die gleich dem General v. Boguslawsti die legenheit gehabt zu haben. Wir haben jetzt in West- und wiittel- es liege in der Natur der Dinge, daß bei einigermaßen normalen Autorität Bleibtreu's, in militärischen und kriegsgeschichtlichen Dingen europa eine Friedenszeit von über 27 Jahren gehabt. Wie viel Umständen der allgemeine moralische Elan und die zwangsweise fachkundigst mitzureden, als ein dreistes Unterfangen ansehen. Millionen von Männern sind also aufgewachsen, auch zum theil scho. Auslese der Fähigsten ohne jede andere Rücksicht auf Seite der Denn auch Bleibtreu gehört ja zu jenen, die nie einen Helm auf gestorben und verdorben, ohne die Bluttaufe empfangen zu haben. lizen ruhe. Bei einem Milizheer, das für eine Idee fechte dem Kopfe trugen", und sonach von jener Seite als prädestinirte und der Krieg soll kulturförderlich sein, obgleich er nur die Blüthe richtiger wohl für die Erhaltung eines bestimmten sozialen und Nichtswisser auf militärischem Gebiete angesehen werden. der Männer und zwar in den besten, leistungsfähigsten Jahren hin- politischen Zustandes, vorausgesetzt, daß es der Mühe werth ist, für Vorausgeschickt sei, daß Bleibtreu nicht auf sozialdemokratischem wegrafft. Das widerfinnige dieser Anschauung liegt auf der Hand. diesen einzutreten seien die Führer meist begabter, stets aber Boden steht. Das soll kein Vorwurf, sondern eine Klarstellung sein. Auch die stete Versicherung der europäischen Mächte, sie wollten den jünger und energischer als im stehenden Heere, wo man das Ein um so werthvollerer Bundesgenosse ist er uns bei unserer Stellung Frieden, erschiene hiernach als kulturfeindliche Bestrebung. Talent des ltwerdens besitzen müsse, um endlich als Greis an zum Militarismus. Bleibtreu gehört vielmehr als Politiker zu den In dem Kapitel Offiziersdünkel und Legendenbildung der Bleib- führende Stellen zu gelangen. Auch darin hat Bleibtreu sicher recht. Eingängern, d. h. zu den Leuten, die ihr besonderes Staatsideal befizen. treu'schen Schrift tommt die Mehrzahl der zünftlerischen Militär- In der Regel wird das stehende Heer gegenüber einem Milizheer Nach ihm nützt ein aufgeklärter Despot" dem Volke mehr, als der schriftsteller übel fort. Bleibtreu malt eine Anzahl dieser Herren reaktionäre Tendenzen verfolgen. Die Miliz repräsentirt Regierungsdruck vieler Interessenten; aber der Monarch, der auf dem unter Auführung von Thatsachen in einer Weise ab, daß man sich fragt, die Demokratie, das stehende Heer die Monarchie oder eine KlassenThrone sigt, müsse aufgetlärt sein, alsdann sei eine echte Sozial- wo denn das feine Ehrgefühl zu suchen ist, das der Offizier eo ipso herrschaft. Bleibtreu meint: man rede so viel vom Volk in Waffen, Monarchie die beste aller Staatsformen. Dazu müßte erst der alte und in hervorragendstem Grade besitzen soll und das doch wohl nicht richtiger spreche man von bewaffneten Unterthanen. Ballast des Kastenstaats ins Meer der Vergangenheit versenkt nur im gesellschaftlichen Umgang, sondern vor allen Jim letzten Abschnitt seiner Schrift betitelt:„ Vive l'armee" werden," setzt er hinzu. Dingen auch in der wissenschaftlichen Disputation mit Gegnern vor- fommt er auf die gegenwärtigen französischen Armeezustände, Wie das gemacht werden soll, darüber spricht er sich nicht aus. handen sein soll. Hierbei wird auch Herr von Boguslawski arg die Militärgerichte und den Dreyfusprozeß zu sprechen. Sehr scharf Es liegt aber auf der Hand, daß, wenn der Monarch stets auf- mitgenommen. Nicht minder der von mir in meiner Schrift mehr- und treffend verurtheilt er die Militärgerichte an sich, die niemals getärt" sein soll, die Vererbung des Thrones ausgeschlossen ist, fach lobend zitirte Major Scheibert, der es als Militär- Redakteur der eine Stätte wirklicher Rechtsprechung bilden könnten; den: widerdenn diese Vererbung garantirte nicht die Aufgeklärtheit" der Kreuz- Zeitung" fertig bringt, jezt herunterzureißen und zu be- spreche das Wesen des stehenden Heeres und die Abhängigkeit der Thronfolger. Soll aber das Volt den Monarchen, also den schmuzen, was er 1874 in seiner Schrift"), also noch unter dem frischen militärischen Führer von der Staatsgewalt. Diejenigen, die glaubten, Aufgeklärtesten", dazu wählen, dann könnte es leicht auf den Ge- Eindruck der Ereignisse aufs höchste gelobt und verherrlicht hatte. in Deutschland sei nicht möglich, was in Frankreich vorgekommen danken kommen, daß es überhaupt keinen Monarchen brauche, sondern Ich kann nur sagen, daß solche Wandlungen in den Gesimmungen von sei, irrten sich. In Deutschland würden sich nur keine Presse und am besten sich selbst regiere. Bertretern eines Standes, der sich selbst als die Jukarnation des keine Personen gefunden haben, die mit jener Energie und Ausdauer feinsten Ehrgefühls hinstellt, außerordentlich peinlich berühren. Bei gegen ein vom Militärgericht begangenes Unrecht so auftreten würden, spiele von solchen Bloßstellungen finden sich aber in der Bleibtreu'schen wie das in Frankreich geschehen ist, weil deutsche Gesetze und Recht Schrift eine schwere Menge. sprechung Presse und Rednern den Mund rasch stopften. Ganz meine Meinung. " 1 " " D Doch dies ist nur eine Abschweifung veranlaßt durch Bleibtreu's Monarchentheorie; sie spielt in seinen sonstigen Ausführungen in der vorliegenden Schrift keine Rolle. Auch nimmt keineswegs das Abrüstungsmanifest des Zaren, wie man aus dem Titel der Schrift Das zweite Kapitel handelt vom Milizsystem und beginnt mit schließen sollte, einen größeren Naum in seinen Aus einer Darlegung der genialen Leistungen Gambetta's im deutsch- Von Interesse ist, aus der Schrift zu ersehen, daß neuerdings ein führungen ein. Er spricht sich nur kurz über dasselbe aus. französischen Kriege. Bleibtreu bespricht weiter die Leistungen Militärschriftsteller von dem Rufe des Obersten von Bernhardi sich Indem er einige der prägnantesten Säße aus dem Manifest Cromwell's und seiner Voltsoffiziere; ferner die französischen nicht nur gegen die bisher anerkannte Autorität Moltke's wendet, zitirt, die sich über die Verderblichkeit und Kulturfeindlichkeit der Revolutionsarmeen, die Entwickelung Napoleon's und einer Anzahl sondern auch gleich Oberst von der Golzz in seinem Buche:„ Leon jezigen militärischen Rüstungen äußern, meint er im Gegensatz seiner Generale, die fast ohne Ausnahme wie Napoleon selbst nie das Gambetta und seine Armee", das vor zweiundzwanzig Jahren zu der Auffassung vieler, es handle sich in dem Manifest um geworden wären, was sie in den demokratischen Heeren Frankreichs erschien, zu der Ansicht gelangt: Mit dem stehenden Heere einen„ Trick" der russischen Politit, daß der Vorschlag ernst gemeint wurden. Nach Bleibtreu ist Napoleon I. das größte militärische Genie tomme man nicht mehr aus.„ Neben diesen Truppen sei, weil sonst das konservative Prinzip eine tödtliche Wunde ge- aller Zeiten und doch klagte dieser, als er noch ein armer ver-( des stehenden Heeres) muß der Voltskrieg im weitesten Sinne schlagen bekomme. Von dieser Auffassung ausgehend, ist er der hungerter Lieutenant war, daß man ihn zu einem Berufe organisirt werden. Kein Kulturstaat tann auf dies Ansicht, daß die Durchführung des russischen Vorschlags mit gepreßt, zu dem er am wenigsten passe". Und in Kräfteelement verzichten. Welche ungeheuren Mächte logischer Konsequenz zum Milizsystem führe. Es einer zeitgenössischen Schilderung seiner Person heißt es: durch denselben wachgerufen werden könnten, das haben die Bes sei undenkbar und unmöglich, daß nach dem Umfang, den die" Die Trifolore faß Bonaparte schlotterig um den Leib, der Rock freiungstriege gezeigt, das hat auch der deutsch- französische Krieg stehenden Armeen angenommen hätten, man einfach zu einer Re- hat irgend welchen Schnitt, und dazu einen Degen, mit dem man ahnen lassen." Auch der amerikanisch spanische Krieg und die duzirung der Armeen und damit nothwendig zur faum viel Glück haben konnte. Die Thatsachen des Dienstes Erfolge der amerikanischen Milizen haben es v. Bernhardi angethan. Aufhebung der allgemeinen Wehrpflicht tommen und der Disziplin waren ihm so völlig unbekannt, daß wir oft ein Im schneidensten Widerspruch zu allem, was bisher die Militärs, könne. Vielmehr werde die allgemeine Wehrpflicht beibehalten Lächeln nicht unterdrücken konnten. Man wurde durch den Anblick vom Kriegsminister bis zum letzten Lieutenant behaupteten, und bei werden und dann ließe sich der russische Abrüstungsvorschlag nicht eines solchen Generals geradezu konsternirt, der sich nicht im den Militärdebatten im Reichstag uns bis zum Ueberdruß vorgehalten anders als durch Einführung des Milizsystems durchführen. Unter mindesten dadurch beengt fühlte, daß er über Dinge sich im Un- wurde, steht auch Oberst v. Bernhardi's Urtheil über die Charakterbildung allen Umständen bleibe das Manifest als Brandmarkung des Kultur- flaren befand, die jedem Kadetten geläufig waren." Und dieser in der Armee. Bleibtreu zitirt folgendes aus einer von Bernhardi's Verfeindlichen bestehen"." Wer den Militarismus für etwas unabänder Mann, der Selbstmordgedanken hegte, weil ihn der Kasernendienst öffentlichungen:„ Die Schule des Friedensheeres ist in friegslosen liches halte, der könne eben so gut den Kannibalismus für ein Glied zur Verzweiflung brachte, soll nach Boguslawsky„ ein Berufsoffizier Beiten mit nichten eine Schule des Charakters. Nur der göttlichen Weltordnung, für eine Nothwendigkeit des Kampfs ums par excellence" gewefen sein. Im weiteren behandelt Bleibtreu zu leicht entwickelt sich in ihr taltherziges Streberthum Dasein erachten," führt er auf Seite XIX der Vorrede aus. Damit in diesem Kapitel furz die deutschen Befreiungskriege und den nord- und eine Art der Unterordnung, die mit der bewußten Subscheint allerdings eine andere seiner Ausführungen auf Seite 104 der amerikanischen Stlaben- Befreiungstrieg, wobei er überall die Vor- ordination freidentender Männer wenig mehr Schrift im Widerspruch zu stehen, in der er äußert: die historische züge nachweist, die das Boltswehr- System vor dem System der gemein hat und manche der höchsten kriegerischen Eigenschaften Bergangenheit nehme nicht gerade für den ewigen Frieden ein. stehenden Heere ergeben habe. untergräbt: Selbstbewußtsein, Stolz und Freimuth. Der öde Denn die Hochkultur von Hellas und der italienischen Renaissance Schlecht kommt bei Bleibtreu auch Moltke weg, dem er, Bureaukratisnus unserer Tage unterbindet jede subjektive lag in ehrner Wiege von Waffen umrasselt; als aber das Friedens schon in einer früheren Schrift, eine Reihe schwerer Fehler Geltend machung." Wenn das am grünen Solz passirt? reich der Ptolemäer anhob, begann das Bersumpfen der griechischen in seinen bisher bewunderten Operationen in Böhmen und Bleibtreu erörtert endlich auch das wahrscheinliche Ende des Krieges, Künste und Wissenschaften, das wir heute noch Alexandrinerthum im deutsch französischen Kriege nachwies, was Bleibtreu eine d. H. seine schließliche Unmöglichkeit durch die Entwicklung der Technik. nennen, und als die Italiener mit friedsamen Schäfergedichten die Fluth wüthender Angriffe zuzog. Ein guter Theil der Erfolge, Er fommt hier speziell auf die schall- und lichtlose Schußwirkung Welt beglückten, erlosch alle ihre Geistestraft, denn die Dante und namentlich in den Schlachten von Königgräß( 1866) und Meg und bei Kanonen und Gewehren zu sprechen, eine Erfindung, die der Michel Angelo find Kriegsnaturen gewesen." Er wolle damit nicht Sedan 1870 hätten die Preußen und die Deutschen mur reinen französische Oberst Humbert machte. Danach würde man fünftig dem Kriege das Wort reden, aber er scheine uns wie der Tod ein Glücksumständen zuzuschreiben gehabt; namentlich dem Umstand, beim Schießen keinen Rauch, feinen Pulverblik und keinen nothwendiges llebel, fintemal ohne den Tod das Leben sich nicht daß die gegnerischen Heerführer fich nicht qualifizirt erwiesen, Sena II mehr vernehmen. Die Mannschaften fielen, ohne daß man fortdauernd erneuern tönne und ein ähnlicher Werdeprozeß die Fehler der deutschen Heerführung auszunuzen. Es weiß, wo der Gegner steht; höchstens, so meint Bleibtreu, könne der wenigstens bisher den Krieg zu einem wichtigen Entwickelungsfaktor scheint, daß die scharfe Kritik, die Bleibtreu und ihm Arzt aus der Art der Schußwunde feststellen, woher der Schuß umgemodelt habe. folgend andere an der Moltke'schen Strategie ausübten, endlich komme. Das wäre also eine höchst merkwürdige MassenmenschenDas find Ausführungen, die die Gegner Bleibtreu's leicht aus auch in der deutschen von Offizieren gefchriebenen Kriegs- schlächterei, deren moralische Wirkung so entfeßlich sein dürfte, nußen können. Auf seine historischen Gleichnisse, die meines Er- geschichte Beachtung findet und sich die Stimmen häufen, die ein daß sie allerdings dem Schlachten ein rasches Ende machte. achtens Fehlschlüsse enthalten, einzugehen, würde zu weit führen. Preisgeben der Moltke'schen Bahnen befürworten. Hier ist wieder und auf diese technische Revolution dürfen wohl diejenigen am Aber aus dem Umstande, daß, weil bisher Kriege nicht zu ein Beweis geliefert, wie häufig die Fachleute" die letzten sind, die meisten bauen, die der ganzen, durch den Krieg betriebenen Menschenverhüten waren, diese vielmehr oft mit elementarer Macht aus- von einer höheren Warte aus ihr eigenes Feld zu übersehen und zu schlächterei ein Ende machen wollen. brachen und ganze Welttheile umgestalteten, ist nicht zu beurtheilen vermögen. Das neunzehnte Jahrhundert scheint zwar ohne eine große, schließen, daß sie auch fünftig unausbleiblich sind. Das deutet Im dritten Kapitel seiner Schrift Die Wahrheit über die Miliz äußere Katastrophe zu Ende gehen zu wollen, aber die technischen Bleibtreu auch damit selbst an, daß er fagt, Kriege seien im griechisch- türkischen Feldzug", das einen großen Theil der Schrift und wirthschaftlichen Revolutionen, die es in seinem Schooße birgt, bisher zu einem wichtigen Entwickelungsfaktor umgemodelt in Anspruch nimmt, vollzieht Bleibtreu an der griechischen Armee find von so gewaltigem Umfange und so gewaltiger Wirkung und worden; sie sind aber allermeist das Gegentheil geworden. Beweis eine Ehrenrettung. An der Hand der Ereignisse verfolgt er Schritt Tragweite, daß die größten Optimisten mit diesem Gange hierfür, die Zerstörung Griechenlands durch Völker niederer Kultur, für Schritt die kriegerischen Operationen. Er zeigt, daß die türkische der Dinge zufrieden sein können. die Roms durch die Barbaren, die Kriege, die die Völkerwanderung Armee mindestens doppelt so start war als die griechische hervorriefen, die Hunnenzüge, die Raubzüge Dschingisthan's und und die Führung der letzteren sehr viel zu wünschen übrig ließ, was Tamerlan's, die Eroberungszüge der seldschuktischen Türken, der hauptsächlich daher kommt, daß Kronprinzen und Prinzen als Normannen, furz ohne Ausnahme alle Kriege, in denen ein rohes und in der Kultur niedriger stehendes Volk ein höher stehendes Kulturvolt unterjochte. Ferner die Naub- und Eroberungskriege zwischen England und Frankreich, die Kriege Deutschlands mit Italien, die Eroberungszüge der französischen Könige, der 30jährige Krieg, die sogenannten Religionsfriege u. f. w., u. f. w. In diese Kategorie rechne ich ferner die spanischen und portugiesischen Berlin. geborene Heerführer" angesehen werden, was sie trotz aller militärischen Erziehung in der Regel nicht sind, und trotzdem habe die griechische Armee sich sehr gut geschlagen. Die Türkophilen fälschten absichtlich das Urtheil der öffentlichen *) Der Bürgerkrieg in den Nordamerikanischen Staaten". Die Morgensonne steigt herauf! Die Nebel fallen! 營 Nachdem ich einmal in diesen militärischen Angelegenheiten zur Feder gegriffen habe, benutze ich die Gelegenheit, auch meinem Widersacher, dem General v. Boguslawski einige Worte zu widmen. Ich kann hierbei kurz sein, denn Bleibtreu hat, indem er zweimal gegen den Herrn General zur Feder griff, auch fast alles widerlegt, was ich hätte widerlegen müssen. Und er hat es weit besser gethan, als ich es hätte thun können. Seite 12 feiner Schrift fagt Herr v. Boguslawski bezüglich über die Helmte Ueberzüge ziehe, und wenn man die Knöpfe blind Bleibtreu hat auch hierauf und so gründlich durch Thatsachenmeiner Kritik der Heeresorganisation in Preußen vom Jahre 1860: haben will, fie einfach nicht zu putzen brauche. Mit Verlaub, Herr beweis geantwortet, daß der Herr General vermuthlich bedauert, den Die Landwehr sei dem Berufssoldatenthum, nicht wie ich sage, General, daß ich das, was Sie mir fagen, ganz genau weiß zitirten Satz niedergeschrieben zu haben; ich kann mir jede weitere ein Dorn im Auge, aber er hätte die Schwächen ihrer Organisation wozu wahrlich nicht viel gehört fönnen Sie auf Seite 46 und 47 Entgegnung ersparen. fehr richtig erkannt und so sei es die gebieterische Pflicht König meiner Schrift lesen. Aber ich verurtheile gerade den unglaublichen Zum Schlusse seiner Broschüre( S. 25) äußert Herr v. Boguslawski Wilhelm's I. gewesen, eine Reform ins Werk zu setzen. Aber diese Widersinn, der darin liegt, daß man in Friedenszeit eine noch eine Ansicht gegen mich, die mittlerweile durch die Ereignisse so Reform ging nicht nur von militärischen, sondern ganz wesentlich Uniformirung wählt, die im Kriegsfall ihrem 3wed nicht gründlich widerlegt wurde, daß ich blos darauf hinzuweisen auch von den politischen Gesichtspunkten aus, die ich in meiner entspricht. Kann es etwas Lächerlicheres geben, als im nöthig habe: Schrift anführe, nur daß man dieses letztere aus begreiflichen Kriege den unsinnig schweren Helm auch noch durch einen dunklen" Die Heeresverfassung der Vereinigten Staaten könnte nur auf Gründen niemals öffentlich zugestand. Schließlich war man aber Ueberzug schwerer zu machen und zu verunstalten, und die blanken eine ernsthafte Probe gestellt werden, wenn sie von Mächten wie die gezwungen, diese militär- politischen Gründe wieder fallen zu lassen, Knöpfe, die doch nur als blanke Knöpfe einen Sinn haben, durch mitteleuropäischen umgeben wären. Aber auch der jezige Krieg 5. h. man mußte sich selbst ein Desaven geben, weil Richtpußen blind zu machen? Herr v. Boguslawski ahnt wohl faum, wird immerhin zeigen, daß das kleine stehende die Entwickelung der militärischen Rüstungen in Europa nach dem wie er durch solche Einwände sich und die Heeresverwaltung bloß- Soldheer, die miligen und Freiwilligen Amerika's, deutsch- französischen Kriege dazu zwvang. stellt. 3ur ihnellen herbeiführung einer Entscheidung Natürlich ist Herr v. B. auch gegen die militärische Jugend- nicht geeignet sind." erziehung eingenommen. Man könne den nöthigen Ernst und den Niemals ist eine Vorhersage durch die Thatsachen rascher und zusammenhaltenden, durchaus nothwendigen scharfen Drill in schlagender widerlegt worden, als in diesem Falle. Das spanische diese Uebungen von Kindern nicht hineinlegen."" Heer und die spanische Marine haben vor den von den Zunftmilitärs Welche Verurtheilung der Kadettenanstalten und der Militär- so verachtet angesehenen Amerikanern das Feld räumen müssen. Auch waisenhäuser! Herr General, merken Sie nicht, was für eine Waffe ist sehr die Frage, ob eine mittel- oder westeuropäische Armee die Sie uns damit liefern? Ich habe aber bei meiner Erörterung der furchtbaren Strapazen auf Kuba und anderwärts so ausgehalten Jugenderziehung nicht an militärische Drillanstalten, wie hätte, wie das die amerikanischen Milizen und Freiwilligen thaten. Kadettenhäuser und Militär- Waisenhäuser es find, gedacht, Grade der Ausgang des spanisch- amerikanischen Krieges ist ein sondern mich dabei auf die Vorschläge der Scharnhorst, neuer Nagel zum Sarge des großstaatlichen europäischen Militarismus. Gneisenau, Boyen u. f. v. gestüßt, die bekanntlich keine Sozial- Der Todtenivurm klopft von allen Seiten an das morschwerdende demokraten, aber vorzügliche Militärs und ganze Männer waren. Gebäude. Es geht dem Militarismus wie allem was auf der Höhe feiner Entwickelung angekommen ist, es gelangt auf den absteigenden Aft, von dem es keine Rückkehr mehr giebt. A. Bebel. So wurde die Landwehr II. Aufgebots und der Landsturm wieder eingeführt, die man 1860 abschaffen wollte und in der Militärverfassung des Norddeutschen Bundes vom Jahre 1867 that sächlich beseitigt hatte. = Auf Seite 14 seiner Schrift fagt ferner Herr v. Boguslawski: Liebknecht und Bebel haben den Zustand des Wettlaufens in den Rüstungen und die ganze europäische Situation von heute im Reichstag 1870( und 1871 u. f. w.) vorausgefagt- so sagt Herr Bebel. Es fragt fich nur, wie dieser Zustand, welcher einzig und allein durch die auf Revanche abzielenden Rüstungen Frankreichs herbeigeführt wurde Frankreichs, das uns zum Kriege provozirt hatte zu vermeiden war. Wenn die Herren Bebel und Liebknecht dafür guten Rath gewußt hätten, würde man sie als große Staatsmänner anerkennen." Roftbar ist auch folgender Satz auf Seite 20: Wer die Leistungen Nachdem Bismarck selbst die Fälschung der Emser einer Truppe mur nach ihrer Erscheinung auf dem Exerzierplay beDepesche zugegeben hat, um damit Frankreich zum Kriege urtheilt, kennzeichnet sich als Laie. Auch ein Manöver giebt keinen zu provoziren, sollte der General v. Boguslawsfi das Gerede ficheren Anhalt über die Leistungsfähigkeit im Kriege." Nachschrift. von der Provokation Frankreichs zum Kriege hübsch unterlassen. Ei! ei! Herr General! Sie find ja noch weit radikaler als ich. Als ich eben mit der Niederschrift des vorstehenden Artikels zu Aber auch die andere Behauptung, daß Frankreich durch auf Ich habe gegen mäßige Ererzierübungen und ebenso gegen zweck- Ende war, wurde ich von befreundeter Seite auf Heft 10 Zeitschrift Revanche abzielende Rüftungen den Krieg herbeigeführt habe, entsprechende Manöverübungen nichts einzuwenden, wie Sie sich aus für Sozialwissenschaft", herausgegeben von Prof. Dr. Julins Wolf ist namentlich, went ein Schriftsteller der Kriegsgeschichte meiner Schrift überzeugen können! Aber Sie mißachten ja beides in in Breslau, aufmerksam gemacht, das an der Spize einen Artikel dies behauptet, ein starkes Stüd. Daß Frankreich 1870 Pausch und Vogen. Wozu aber dann noch die Soldatenspielerei, des Oberst Wille in Meilen( Schweiz) enthält, in dem ebenfalls meine nicht zum Kriege gerüstet war, pfeifen heute die wenn das, was heute die Hauptsache ist, auch nach Ihrer Schrift besprochen und zu widerlegen versucht wird. Spaken von den Dächern. Und daß die spanische Thron- Ansicht überflüssig erscheint oder keine Bedeutung hat? Ich kann dem schweizerischen Oberst das Kompliment machen, Kandidatur des Hohenzollernprinzen mir eine Komödie war, Wie wolle ich einen Einblick in das ungeheuere Getriebe dieser daß er im Gegensatz zu dem preußischen General sehr sachdurch die Bismard Napoleon in die Falle zu locken gedachte, und großen Maschinerie( der Armee) gewonnen haben, fragt General lich und im Tone eines Gentleman's nteine Schrift be= als ihm dies durch die ehrliche und grade Haltung des Königs in von Boguslawski weiter. Er scheint die Einrichtungen der Armee spricht, offenbar der demokratisch republikanischen ErEms mißlang, er zur Fälschung der vom Könige übersandten als ein Mysterium, das in einem Labyrinth verborgen ist, anzuziehung zu danken ist, die der konservative schweizerische Oberst Depesche griff, um so sein Biel zu erreichen, weiß heute sehen, das nur Auserwählte enträthseln können. Ich denke, hat genojien hat. Ueberzeugt hat er mich allerdings durch seine Einalle Welt. Wir hatten dieses Spiel aber schon bei der man sich ein bischen mit Militär- und Kriegsgeschichte befaßt und würfe nicht. Oberst Wille geht von der irrigen Ansicht aus: ich sei Kriegserklärung durchschaut, deshalb unsere Reserve bei war man 32 Jahre lang Reichstags- Abgeordneter, 8 Jahre Mit- ein blinder Verehrer der schweizer Miliz. Das bin ich aber keinesder ersten Kriegstoftenforderung im Norddeutschen Reichs- glied der Budgetkommission und verschiedener Militärkommissionen, wegs, wie an mehreren Stellen der Inhalt meiner Schrift zeigt. tag, bei der wir uns der Abstimmung enthielten. Hätten wir damals dam müßte man schon ein dummer Kerl fein, um nicht einiger Ich habe auch nirgends gesagt, daß die terminliche Ausbildung der schon die Beweise für das gehabt, was wir zu jener Zeit mur maßen zu wiffen, wie das„ ungeheure Getriebe dieser großen schweizer Miliz die absolut richtige sei, ich glaube im Gegen durchschauen und schließen konnten, unsere Stellung würde eine noch Maschine" beschaffen ist. theil, diese läßt sich zim bessern ändern. Die Ausschroffere geworden sein. Beiläufig sei bemerkt: Die erste offizielle, Gegen die Volkswehr soll nach Boguslawski besonders sprechen, bildung würde würde aber total revolutionirt, sobald die mili aber sehr deutliche Andeutung über die Fälschung der Emser daß er nordamerikanische Sllaven- Befreiungskrieg vier Jahre, der tärische Jugenderziehung obligatorisch durchgeführt wäre. Vorgänge zwischen König Wilhelm und Herrn Benedetty, dem Ge- Krieg von 1866 aber nur vier Wochen, jener von 1870/71 mur hierüber spricht sich Oberst Wille nicht aus. Sicher ist er sandten Napoleons, durch Bismarc's Depesche erschien ungefähr sieben Monate gedauert habe. Wie oberflächlich! Bleibtren hat nicht ihr Gegner, wie der General v. Boguslawski, wie sechs Wochen nach Ausbruch des Krieges in einer auch in der könig schon darauf aufmerksam gemacht, daß das nordamerikanische Wille sich überhaupt von den abgeschmackten Einwänden fernhält, lichen Leipziger Beitung" damals abgedruckten Erklärung eine der Kriegstheater an Ausdehnung garnicht mit dem im deutsch- fran- die man bei Boguslawski auf jeder Seite feiner Broschüre findet. Generaladjutanten des Königs, irre ich nicht, eines Fürsten zöfifchen Kriege zu vergleichen sei. Ich seze hinzu: auch nicht die Oberst Wille versucht nachzuweisen, daß was für einen fleinen Radziwill. Zeitmangel verhindert mich, dies im Augenbli genauer geographischen, topographischen und kulturellen Zustände. Weiter mußten Staat paffe, nicht für einen großen sich eigne. Das ist der bekannte festzustellen. bie Vereinigten Staaten ihre Armeen erst während des Krieges Einwurf, in dem alle Gegner des Milizsystems übereinstimmen. Aber auch davon scheint Herr v. Boguslawati nichts zu wiffen, schaffen, weil sie vorher keine besaßen oder das wenige, was vor- Demgegenüber möchte ich aber darauf hinweisen, daß in demdaß wir damals mit Hinweis auf die Wirkung der Annerion von handen war, in den Händen der Südstaaten sich befand. Endlich selben Augenblick, in dem der schweizer Oberst das Milizsystem für Elsaß- Lothringen unsere Ansicht über die komende europäische aber, und das ist das Entscheidende, handelte es sich in diesem Deutschland als unmöglich erklärt, eine deutsche Militärschriftsteller-. Lage uns deten und die daraus nothwendig folgende Aera der Kriege nicht um militärische Siege und Eroberungen gewöhnlichen Autorität, Oberst v. Bernhardi, wie ich oben mittheilte, sich unter Rüstungen voraussagten, und deshalb die Annegion Stils, sondern es standen sich in den nord- und südstaatlichen Heeren gewissen Beschränkungen für das Milizsystem ausspricht, dem er bekämpften. Der Gang der Dinge hat uns also recht gegeben, die Vertreter zweier Produktionsformen gegenüber, die Eigenschaften zuschreibt, die der stehenden Armee fehlten und sie ja wir haben sogar später die Genugthung gehabt, daß Bismard auf Leben und Tod mit einander rangen. Von dem Aus- niemals bekommen könne. selbst erklärte: er hätte sich am liebsten mit der Annegion von Elsaß begnügt und auf Lothringen verzichtet ,, aber das ließen die Generale nicht zu." Ob General v. Boguslawski munmehr Liebknecht und mich für große Staatsnäter halten will, nachdem ich ihm klar gemacht, wie ganz anders es hätte kommen können, als es gekommen ist, überlasse ich seiner Einsicht. Wir verzichten auf diesen Titel, halten uns aber für Menschen mit gesundem Menschenverstand, die vorausfahen, was die„ Genialen" überfahen. Wir gehören nicht zu den Leuten, die, weil es anders gekommen ist, wie es hätte tommen fönnen und sollen, nun dieses audere" als das Vernünftigste an sehen. Dann tricche man vor jedem Erfolg auf dem Bauch. gang dieses Krieges hing die wirthschaftliche Eristenz und die Zukunft von Millionen Menschen ab. Es handelte sich darum: sollte die alte Form der Sklaverei- Arbeit im Süden bestehen bleiben, oder die moderne bürgerliche Form der freien Arbeit den Sieg haben. Der industrielle moderne Norden mußte die Beseitigung der Sllaverci verlangen, um modern- fapitalistische Entwickelung und Ausbeutung der Arbeit auch in den ungeheuren Gebieten der Südstaaten entwickeln zu können. Der Sllavereihalter Existenz und soziale Herrschaft beruhte aber auf der Aufrecht erhaltung der Sklaverei. So gestaltete sich also der Kampf zu einem Interessenkampf all der Minionen, die ihn führten, und daher erklärt sich die bewundernswerthe Zähigkeit und Ausdauer, mit der er von beiden Theilen geführt wurde, insbesondere auch von seiten der Südstaaten als dem schwächeren Theile. Schr begreiflich, daß ich in diesem Falle dem preußischen und nicht dem schweizerischen Oberst beipflichte. Oberst Wille sucht weiter nachzuweisen, daß eine lange militärische Ausbildung ebenso nothwendig sei wie die lange Ausbildung in einem sonstigen Beruf. Bekanntlich ist aber die Zeit für die Berufsausbildung sehr verschieden, und sie unterscheidet sich von der militärischen dadurch, daß, wo sie lang ist, sie oft sehr viel komplizirter als der Militärdienst und zugleich Berufsthätigte eit für das Leben ist. Daß aber für eine solche Berufsthätigkeit für die höhere Führung auch bei der Miliz eine längere Dauer für die Ausbildung nothwendig ist, habe ich unumwunden zugegeben und deshalb in meinem Budgetanschlag für die ständige Unterhaltung Die Spöttereien und Sticheleien, die Herr von Boguslawski und Ausbildung der Führer der Milizarmee Summen angesetzt, die über meine Erörterungen über das Milizsystem macht, sind von selbst eine sehr anspruchsvolle Militärverwaltung befriedigen müssen. Bleibtreu so gründlich und sieghaft widerlegt worden, daß ich kein Daß soziale Interessentämpfe mit besonderer Erbitterung ge- Was aber die große Masse zur Erlernung des Massenmordes unter Wort mehr darüber verliere. Immerhin hätte auch ein General es führt werden, dafür sprechen auch alle Revolutionen, insbesondere sei Leitung ihrer Führer nöthig hat, ist außerordentlich rasch gefür der Mühe verth erachten dürfen, den Versuch zu an die große französische Revolution erinnert, und dafür spricht weiter lernt, namentlich wenn man es mit einem körperlich und machen, meine auf historische Vorgänge gestükten sach- die Grausamkeit, mit der in solchen Kämpfen die herrschenden Klassen geistig gut entwickelten Menschenmaterial zu thun hat. Was Oberst lichen Auseinandersetzungen fachlich zu widerlegen. Damit die Unterliegenden behandeln.( Kriege in der Vendée, Junischlacht, Wille für längere Dienstzeit im allgemeinen anführt, spricht sogar werden doch historische Thatsachen nicht aus der Welt geschafft, daß Dresdener Maianfstand, badische Revolution und Wiener Oktober für eine solche auf Lebenszeit. Allzu scharf macht schartig, Herr Oberst! man füffisant über sie wigelt. tage 1849, die Niederwerfung der ungarischen Revolution, Kommune.) Schließlich zitirt Oberst Wille auch einen Gneisenau'schen AusAuch auf den Sah S. 17:„ Das höchste Gut ist eine unbefleckte Studiren Sie materialistische Geschichtsauffassung, Herr General, spruch gegen mich, der lautet: Begeistere das MenschenEhre, die vor allem ehrlich zu kämpfen befiehlt und den Gegner und Sie sehen die Welt mit anderen Augen an. geschlecht erst für seine Pflicht, dann für sein nicht durch Verleumdungen schädigt", gehe ich nicht ein. Bleibtreu Ich hoffe, der Herr General v. Boguslawski wird munmehr Ste ch t." hat in seiner Weise darauf geantwortet. Dennoch würde ich noch auf begreifen, warum gerade der nordamerikanische Sklavenbefreiungs- Demgegenüber fage ich: Begeistere die Menschheit diesen Satz eingehen, falls der Herr General sagen wollte, was der Krieg so lange währte und so gewaltige Anstrengungen der für ihr Recht als ihre Pflicht und für ihre Pflicht Nede dunkler Sinn ist. Bleibtreu legt ihn wohl anders aus, als Kämpfenden verursachte, wie sie kein europäischer Staat hätte leisten als ihr Recht! Der Herr General ihn mcinte. Soll gegebenen Falls das Sichtodtschießenlassen eine Pflicht sein, Kostbar aber ist, was er Seite 19 gegen mich fagt. Weil ich Ich mache mir die Behauptung zu eigen, der größte Theil der dann wollen wir das Recht haben, Formen zu wählen, die diese vernünftige, der Kriegstechnik entsprechende Uniformirung verlange, Feldherren der französischen Revolution hätte nicht die geringste fatale Pflicht nach Möglichkeit beschränken, am liebsten ganz bes äußert Herr v. Boguslawski folgendes: ich wolle alles Blinkende militärische Erfahrung hinter sich gehabt, sagt Herr v. Boguslawsky feitigen dadurch, daß Kriege künftig unmöglich werden. von den Uniformen verbannen, wisse also nicht, daß man im Kriege| Seite 23. A. Bebel. macher 10. lastet. Versammlungen. fönnen. eine erhebliche ist. Daß das bisherige Verhalten verschiedener Unter2. Kassirer: Dittmann; 1. Schriftführer: Meier; 2. Schrift Bridner, Eberhard, Konrad, Bergmann führer: Fräufel; Revisoren: 8eise, Meier, Gärtner. Ludwig, Löffler, Schneider und mehrere andere Redner Der Wahlverein für den fünften Reichstage- Wahlkreis Als Abtheilungsführer wurden bestätigt: Für die Gruppe I Baier, betheiligten, wurde allgemein der von der Unternehmerkommission hielt am Donnerstag die Generalversammlung für das III. Quartal Gruppe II Kirchner, Gruppe III lein, Gruppe IV Raud, zuerkannte Termin am 1. Januar als für zu spät erachtet und die ab. Dem vom Staffirer 8eise erstatteten Rechenschaftsbericht zufolge Gruppe V Bugiger. Das Protokoll vom Stuttgarter Parteitag Einführung des Tarifs mindestens zum 1. Dezember d. J. gefordert. Von mehreren Rednern wurde darauf hingewiesen, daß am 1. Januar betrug die Einnahme( einschließlich eines Bestandes vom 11. Quartal foll den Mitgliedern unentgeltlich verabfolgt werden. von 98,50 M.) 358,73 m., die Ausgabe 126,50 M., beibt Die in den Buchbindereien und verwandten Betrieben die Hauptsaison vorüber und die Arbeitslosigkeit zu dieser Zeit schon ein Bestand von 232,23 M. Am Schluß des II. Quartals beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am Donnerstag nehmer nicht die Gewähr biete, daß unter solchen Verhältnissen das zählte der Verein 517 Mitglieder, neu aufgenommen sind eine öffentliche Versammlung bei Keller, Koppenstraße, ab, um zu den Arbeitern gegebene Versprechen auch gehalten werde. Die Ab43, ausgeschieden 27, die gegenwärtige Mitgliederzahl be- dem Resultat der Verhandlungen mit den Arbeitgebern Stellung zu machungen vom Jahre 1896 werden gegenwärtig schon von einemt trägt 533. Am zahlreichsten sind unter den Mitgliedern nehmen. Den Ausführungen des Referenten, Bitomsky, der folgende Berufe vertreten: Arbeiter 36, Schankwirthe 33, den Bericht über die am Montag mit den Unternehmern gepflogenen Theil der Unternehmer nicht mehr berücksichtigt. Von einigen Rednern wurde die Einführung des Tarifs, wenigstens Schneider 30, Schuhmacher 29, Tischler 28, Kaufleute 27, Haus Verhandlungen erstattete, war zu entnehmen, daß eine endgiltige für die neuen Arbeiten, bom ersten November ab diener 27, Maurer 21, Kirschner 19, Schlosser 14, Händler 14, Hut- Entscheidung über die Einführung der von den Arbeitern gestellten Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassirer ent- Forderungen nicht getroffen wurde. Im wesentlichen handelt es sich aber gewünscht und von anderer Seite eine bindende Zusage bis zum Der Vorsitzende Sassenbach gab hierauf den Geschäfts- nur um den Termin, zu welchem der Leipziger Tarif für die Afford- November, daß der Tarif anerkannt und am 1. Dezember in traft bericht des Vorstandes. Er könne nur wiederholen, was er schon arbeiter in Berlin zur Einführung gelangen soll. Von den Arbeitern wird treten soll, gefordert. Schließlich gelangte folgende Resolution mit bei früheren Rechenschaftsberichten gesagt, nämlich, daß die Ve- als Zeitpunkt der 1. November 5. J. für angemessen erachtet, während der Ortsverwaltung über die stattgefundenen Verhandlungen entMajorität zur Annahme:" Die Versammlung nimmt den Bericht theiligung der Parteigenossen am Wahlverein im Verhältniß zur die Unternehmer, mit der Motivirung, daß die vorhandenen ArBahl der sozialdemokratischen Reichstagswähler eine zu geringe fei. beiten für diese Saison mit den bisher bezahlten Arbeitslöhnen gegen. Sie bedauert, daß der Termin zur Einführung der ge Auch die Versammlungen des Vereins würden zu schwach besucht, falkulirt worden sind, den Termin bis zum 1. Januar 1899 hinaus- wünschten Akkordpreise für männliche Affordarbeiter nach dem dem Wunsche der Arbeiter am durchschnittlich von 80-100 Personen, und zwar fast immer von geschoben wissen wollen. Die Kommission der Arbeiter machte jo 1. November in fraft treten soll. Die Versammelten nehmen weiter Leipziger Tarif nicht nach denselben. Die Mitglieder müßten sich mehr an den Arbeiten der dann einen weiteren Stompromiß Borschlag dahingehend, den Gruppen betheiligen und auch in den Kreisen ihrer Berufsgenossen 1. Dezember als Zeitpunkt festzusehen, der aber von der Kom- Kenntniß von dem Vorschlage des Arbeitgeber- Werbandes, die Preise für den Verein agitiren. An die Ausführungen des Vorsitzenden mission der Unternehmer nicht afzeptirt wurde und somit eine zum 1. Januar 1899 definitiv einführen zu wollen. schloß sich eine längere Debatte, in der allgemein anerkannt wurde, Einigung vorläufig nicht zu stande fam. Bei den Verhandlungen jammlung beauftragt die Ortsverwaltung, nochmals bei den Maaß, Lutowsky, Liepmann, Mob. Schmidt und Tarif auf eine bestimmte Außerdem wurde nach Zeitdauer und givar bis andere Redner vertraten die Ansicht, der Borstand müsse sich besonders zum einer Debatte zwischen den Anhängern und Gegnern von Tarif1. August 1900 1900 festzulegen. Ferner wurde darauf den inneren Ausbau des Vereins angelegen fein laffen, und dafür hingewiesen, daß verschiedene Geschäfte dem Unternehmer- Verband gemeinschaften beschlossen, daß die Kommission auf die Festlegung des Tarifs auf eine bestimmte Dauer verzichten und auf einen der sørgen, daß die Versammlungen der Abtheilungen intereffanter ge- nicht angehören und von den Arbeitern dafür gesorgt werden müsse, artigen Vorschlag nicht eingehen soll. Die weiteren Unterhandlungen staltet werden. Das könne geschehen durch Heranziehung geeigneter daß auch in diesen Werkstellen die Forderungen anerkannt werden. Referenten, und wenn solche nicht zu haben, durch Besprechung von Bei einem eventuellen Vorgehen der Arbeiter gegen diese Unter- werden, wie wir bereits berichteten, mit der Unternehmerkommission Broschüren und Artikeln über Fragen, die in unseren Kreisen ver- nehmer, die den Tarif nicht bezahlen wollen, würde ihnen die Unter- am Montag stattfinden und wird das Resultat und über die weiteren schieden beurtheilt werden und die deshalb eine anregende Debatte stügung der übrigen Unternehmer zu theil werden. Sie würden Maßnahmen in einer darauf folgenden Versammlung Beschluß gefaßt unter den Theilnehmern der Versammlung hervorrufen würden. um die Schmugtonfurrenz zu beseitigen, von Geschäften, wo Differenzen Sammlungen für die ausständigen Kollegen in Wien aufgefordert Zum Schluß der Versammlung wurde noch zu regen Nach Beendigung dieser Debatte schritt man zur Neuwahl des Bor- wegen Bezahlung des Tarifs vorhanden sind, keine Arbeiten zur und auch auf die Nothwendigkeit der Sammlungen zum Widerstandsstandes und wurde 3ize wit mit 51 gegen 38 Stimmen zum ersten Fertigstellung übernehmen, auch wenn die betreffenden fonds hingewiesen. Borsitzenden gewählt. Die übrigen Wahlen hatten folgendes Juhaber etwa Mitglieder des Unternehmer- Verbandes wären. Resultat: 2. Borsigender: Dr. Weyl; 1. Kassirer: Konte; In der hierauf folgenden Diskussion, an der sich Spiner, Die Vers daß für die Stärkung des Vereins etwas gethan werden müsse. wurde von den Unternehmern auch angeregt, den geforderten des Tarifs am 1. Dezember zu bringen." Arbeitgebern vorstellig zu werden, um auf die Einführung werden. AUER- GLÜHKÖRPER kosten jetzt: Möbel, Zu beziehen durch: 50 Pf. Juwel- Glühkörper 40 Pf. Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft. und alle besseren Installationsgeschäfte. baar u. Theilzahlung, billigst Frank furter Allee 110 1, Ecke Königsbergerstr. Cacao Kinder gedeihen dabei! van Weil er Fleisch und Muskeln bildet. Bitte genau auf Nr. 35 zu achten. Houten Kein Laden! Das Allerneueffe. 63702* Weiche Herrenhüte, elegante Formen mit fantasiefarbenen Garnituren per Stüd 2,75. Cylinder, eleg. Form, à 7,50. Velourhüte, Neuheit, à 7,00. 2,50 Mt. per Stück. do. weich, 1,50 an. Bu jedem Hut ein vergoldetes Monogramm gratis. Geöffnet bis 9 Uhr abends. Saison- Ausverkauf! 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Oft., nachun. 32 Uhr, a. d. Freireligiösen Begräbnißplaz in der Pappel- Allee. Für die trauernden Hinterblieb. E. Schuster nebst Kindern. 18456 Dentscher Metallarbeiter Verband. D ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 26. Oftober, starb unser Mitglied, der Drechsler Otto Schuster. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn: fag, den 30. b. Mts., nachmittags 312 Uhr von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs in der PappelAllee aus statt. 114/5 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Sangesbrüdern, Freunden und Bekannten, sowie den Maurern und Buzern zur Nachricht, daß der für Weißensee und Umg. Den Genossen Weißensee's hiermit zur Nachricht, daß das Mitglied Fritz Hübner am Donnerstag Abend an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Ehre seinem Andenken! und Festsäle Schwebterstraße 23/24. Sonnabends nnd Sonntags in 3 Sälen Vorstellung und Tanz. Angenehmer und geselliger Aufenthalt. Zum Besuch ladet ein 8. 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Etwaige Unfosten werden dieser Zeitung unter F. 7. nieder der ,, Hülfe", Berlin SO, Staliterftr. 82, I( am Schlesischen Thor). gern vergütet. 1849b en Genossen und Freunden zur Nachricht, daß sich mein Lotal jetzt Jägerstr. 11 befindet. Speisen u. Getränke in bekannter Güte. August Tripke, Jägerstr. 11. Zahlstellen und Agenten allerorts gesucht! 61902 Fest- Säle Sonnabende im November Freunden u. Kollegen zur Nachricht, und Dezember noch frei. daß sich mein Lokal jcht Adalbert: albert 72. Kommandantenstr. 72. Gute Küche, Straße 32 befindet. ff. Weißbier, Pfefferberger Lagerbier. Puter Wilh. Meissner Bereinszimmer m. Piano f. 30 Perf. ( geit. Ziethen) ganz plötzlich aus dem Leben ge: schieden ist. Der Gesangverein St. Urban, welchem der Verstorbene angehört hat, verliert in demselben ein tüchtiges und braves Mitglied, welches 21 Jahre in unserer Mitte weilte, und werden wir ihnt stets ein gutes Andenken be: wahren. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr in Klein: Malchow statt. Der Verein und sich daran Anschließende versammeln sich punkt 12 Uhr Auhalter Bahnhof ( Vorhalle.) 1850b Ich erfläre hiermit, daß mein Vater und Mutter ehrliche, auständige Eltern find. So nehme ich hiermit die Georg Pohl. schwere Beleidigung bereuenb surid. 18476 Gäle 200-100-80 C. Schwarzer, Adalbertstr. 32. Allen Freunden und Bekannten empfiehlt sein Weiß- u. VairischBierlokal. Vereinszimmer mit Piano zu vergeben. 18266 F. Schuster, pens. Heizungs- Rohrleger, Stephansir. 19( Moabit). August Tauschke, Mariannenstr. 13, empfiehlt allen Genofen, Freunden u. Bekannten sein Bierlokal und jeden Sonnabend großes Gänse- Ausschieben. Empfehle mein Weiß- u. BayrischBier- Lokal. Große Vereinszimmer Neues Club- Haus. Neu Speischaus eröffnet! 72. Neu eröffnet! Rungestraße 19, parterre. Kräftiger Mittagstisch mit Bier 0,50. Reichhaltige Abendkarte zu kleinen Jeden Dienstag eigenge Preisen. machte frische Blut- und Leberwurst. Flora- Säle Bernh. Nieft, 17. Weberstr. 17. 1000 Perf. faffend. 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Oftober 1898, vormittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese betgefügt. ( Ohne Gewähr.) 34 128[ 3000] 74 92 345 416 500 41 59[ 3000] 756 847 945 58 1014 68 70 125 202[ 300] 8 29 523 77 617 871 956 96 2061 195 212 508 3008 131 59 82 276 371 498 549 55 73 689 96[ 300] 4056 142 61 257 304( 5000) 420 560 644 708 5012 40 1500) 122[ 3000] 308[ 1000) 703 22 81 85 6262 95 841 783 866 904 12 90 7212 566 604 S094 448 546 624 40 706 871 963 61 92 95 9218 97 358 562 619[ 1000] 724 85 10340 71[ 1000] 430 733 871[ 300] 932 75 82[ 3000] 11008 156 266 464 501 6 623 720[ 3000] 36 12521[ 500] 618 839 84 954 13080 110 32 99 249 75 14036 417 56 595 625 831 948 15300[ 1000] 74 86 405 772 939 69 16265 302 403 26 31 865 915 17089 811 52 54 ( 300) 74 605 44 47 787 18141 292 304 455 64 526 931 19064 131[ 500] 45 252 82 85 468 73 533 709 870 983 20038 64[ 500] 80 202 301 28 75 433 703 54 811 59 60 21065 13000] 136 277 376 407 23 46 885[ 3000] 22020 98 168 76 239 362 428 59 685 819 23146 260 79 304 560 630[ 3000] 730 94 24330 651 702 18 77 891 976 25055 62 126 245 376 512 62 753 818 28 26006 385 445 506 627 49 901 35 84 27409 538 686 877[ 1000] 915 28057 72 80[ 8000] 86 207 75 354 403 554[ 1000] 75 698[ 300] 814 71 908 45 97 29069 101 27 260 541 965 NG 30319 425 640 797 833 31246 626 45 83 725 31 828 13000] 928 32159 81 403 524 632 64 33005 238 567 84 987 34021 31 101 53 287[ 300] 331 48 416 532 83 630 65 850 984 35130 45 64 301 97[ 3000] 449[ 300] 56 559 644[ 500] 734 45 63 811 67 81 904 21 55 75 1800] 36089 642 972 37033 472 78 85 595 600[ 300] 897 38008[ 1000] 62 478 699 701 15 841 985 39307 426 546 701 821 40225 302 480 68 567 99 708 952 41208 51 63 391 467 533 41 70 622 989[ 300] 42034 35 37 458 709 68 978 94 43384 1300] 438 596 642 762 810 44095 289 ( 800) 877 92 45271 841 960 46061 109[ 3000] 56 387 517 747 809 901 47117 85 211 82 300 61 75 543 632 786 826[ 300] 48494 621 878 968 49266 466 518 59 840 932[ 300] 52 51156 93 50027 42[ 300] 107 12 208 432 621 797 252 390[ 500) 500 676 797 859 920 52016 53 209 50 388 425 53071 94 97 299 345 71 535 46 812 25 901 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Handwerker können sich lohnenden u. leichten Kretschmann, Manteuffelstr. 59.[ 18576 Nebenverdienst schaffen durch verlangt Stephan Bermittelung v. Versicherungs: Abscht. Hohe Bezüge. Branchenfenntniß nicht erforderl. Offert. sub„ E 7" Grped. 18196 Baroque Bergolderinnen verl. Deutsch& Lachmann, Büschingstr. 4 Bersilberinnen verlangt Deutsch = Einen militärfreien Korbmacher, in Bambus: u. Congo- Arbeit erfahren, fuche als Serkmeister nach Stalisch in Stußland nahe der Grenze. Offert. & Lachmann, Büschingstr. 4.[ 18396 erb. an J. Rein, Sfalmierzyce in Bosen. 6. Ziehung d.4. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Botterie.| 607 47 68 729 814 74 115048 176 802 477 539 46 676 Biehung vom 28. Oftober 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 166 78 206 52 91 347 67 653 744 1181 82[ 3000] 207 70 474 863 2081 82 341 462[ 800] 738[ 500] 49[ 500] 889 901 3019 369 480 716 947 4006 88 175 335 57 472 554 94 669 5036 113 267 842 56 491 673 755 987 6264 89 329 39 403 701 818 969 7180 264 303 22 40 690 738 996 8162 202 41 372[ 500] 92 565 966 87 9099 247 591[ 1000] 866 994 10339[ 1000] 673 716[ 500] 818 970 11276 304 12 27 36 458( 500) 540 609 98 758 820 72 928 12032[ 500] 46 136 569 747( 300) 955 18008 90 97 281 469 521 721 25 829 40 920 14004 189 621 32 33 88 728 29 927 34 87 15088 104 219[ 500] 70 359 410 12[ 3000] 85 549 82 83 639 852[ 1000] 976 16182 228 374 515 24 791 942 17005[ 3000] 158 207 345 663 942 18108[ 1000] 261 355 409 525[ 3000] 701 969 19172[ 3000] 359 652 822 994 20005 132 85 244 354 477 90 503 84 601 877 21234 307 19 45 401 48 644 822 967 2: 2059 410 747 811 18 [ 300] 23014 20 51 105 56 276 418 510 33 35 650 76 24084 215 346 487 89[ 3000] 994 25136 303 70 444 690 763 26083 150 55[ 1000] 397 438 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin,