Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nefazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469, Machtredattion: 26797. Poftschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowatischen Republit. Bankenkrach und Politit. Die Christlichsozialen und die Bankenforruption.- Fast alle hervorragenden christlichsozialen Führer beteiligt. Sonntag, 11. Juli 1926. beteiligt waren, so daß er, ohne daß einer von den Gebrandmarkten aufzuschreien gewagt hätte, die Regierung eine Erpositur verkrachter Banken nennen und das Verlangen aufstellen konnte, daß Leute, Die verdienen, auf die Anflagebant zu kommen, das nicht dadurch vereiteln dürften, daß sie sich zuerst auf die Ministerbank setzen. Wieder hat Oesterreich einen Bankenskan dal und wieder spielt die christlich soziale Um diesen heftigen Angriff zu beweisen, Politit, spielt die christlich soziale Partei und die christlichsoziale Regierung zeigte dann Dr. Danneberg die enge Vernüpfung der angeblich antidabei eine schäbige Rolle. Eine weit semitisch- christlich- arischen schäbigere noch, als bei dem Zusammenbruch Banten, die von den bürgerlichen der Frankenspekulation, bei dem die Begünstigung der spekulierenden Großbankender, Parteien gegründet wurden, mit dem um im Jargon unserer christlichsozialen Anti- iüdischen Finanzkapital. Alle diese Gründungen der christlichsozialen und der semiten zu reden, der jüdischen Schieber durch diese christlichsozial- großdeutsch- antisemi- großdeutschen Partei hatten nach außen die tische Regierung und die Verbindung christlich- arische Maske, in Wirklichkeit waren sie in sozialer Politiker mit diesen Banken bewiesen intimsten Beziehungen zu jüdischen Finanzwurde; ja eine noch weit schäbigere Rolle, als leuten, ja gerade mit den anrüchigsten oftjüdibei dem Zusammenbruch der Depositenbank, schen Schiebern. Und diese ostjüdischen Schieber aus dem der Skandal des Großschiebers Ca- wieder erhielten durch fie Verbindungen mit den staatlichen Geldinstituten, vor allem mit stiglioni herauswuchs. Alle diese Schandaffären, die die Korrup- der Postsparkasse und mit der Nationalbank. tion der bürgerlichen Parteien enthüllten, läßt hat doch sogar die niederösterreichische Landesder neueste Skandal der Zentralbant hypothekenanstalt, also ein öffentliches Unterdeutscher Sparkassen weit hinter sich, nehmen, große Geldsummen einem berüch= und es ist das Verdienst des Genossen Dr.tigten Schieber übergeben, damit er für Danneberg, daß er diesen Standal im sie auf der Börje spiele, und dieser hat sich zu Nationalrat in einer großen Rede in allen diesem Geschäft die Postsparkasse als Kompagnon gewonnen! seinen Ausstrahlungen aufgedeckt hat. 11 Bronner zum Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.pierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.192.Rückstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Ein-, fendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich fr Nr. 160. Ein schwerer Mißgriff Cooks. Der englische Bergarbeiterführer pattiert auf eigene Faust mit Mostau. Ein schwerer Schaden für die englischen Arbeiter. Berlin, 10. Juli.( Eigenbericht.) Der englische Bergarbeiterführer Cook, der bereits aus dem Streit und von früher her als sehr radikal bekannt ist, weilte dieser Tage in Berlin und unterhandelte mit zwei Vertretern des russischen Bergarbeiterverbandes über die Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit zwischen russischen und britischen Bergarbeitern. Zu diesem Zwecke wurde ein englisch- russisches Einheitskomitee eingesetzt und ein Aufruf verfaßt, der in der kommunistischen Presse erscheint. Wenn auch die kontinentale Arbeiterschaft bereit ist, den in schwerem Kampfe liegenden englischen Bergarbeitern alle nur mögliche Hilfe zuteil werden zu lassen, so muß man sich doch gegen die Methoden Cooks wenden, die auf jeden Fall lebhafte Bedenken herrufen. Cook hat bei seinem Besuch in Deutschland sowohl die Gewerkschaftsorganisation seines eigenen Berufes, den deutschen Bergarbeiterverband, als auch die höchste Vertretung der deutschen Gewerkschaften i bergangen und sich lediglich an die russischen Bergarbeiter gewendet. Der Vorwärts" erinnert noch daran, daß die russischen Gewerkschaften teine Kampforganisationen im europäischen Sinne darstellen, da Rußland die Streiffreiheit nicht anerkennt. Es muß um so sonderbarer wirken, daß ein Staat, der selbst den Streit verbietet, eine Streifbewegung in einem anderen Staat unterstüßt. In England wird man der Ansicht sein, daß diese Unterstüßung ein Manöver des russischen Imperialismus darstellt, das nicht geeignet sein kann, den Streit moralisch zu stärken. Es ist nicht das erstemal, daß Cook im bewußten Gegensatz zu der erdrückenden Mehrheit der englischen und der gesamteuropäischen Arbeiterschaft vorgeht. Wenn der Streit gerade infolge seiner moralischen Abschwächung durch dieses Abkommen nicht so ausfällt, wie die englischen Bergarbeiter erwarten, dann werden die Kommunisten wieder die anderen des Verrates bezichtigen. Ein schwacher Erfolg Caillaur's. Blum für die Bermögensabgabe.- 3wei Fünftel der Stimmen für den sozialistischen Antrag. beantragte, welche jedoch nur einer konservatiAlle diese„ arischen" Banken haben an der Der äußere Anlaß scheint recht geringfügig zu sein. Im letzten Monat sind zwei Börse gespielt und sind dann durch die FranInstitute notleidend geworden. Der. Erst e tenspekulation zusammengebrochen: So bor Wiener Konjumverein- eine bür allem die Deutsche Bodenbant, eine Paris, 10. Juli. Die Nachtsizung der| Vollmachtserteilung und namentlich hinsichtlich gerliche Genossenschaft ist, offenbar durch gemeinsame Gründung der Großdeutschen und Stammer wurde um 4 Uhr früh durch die An- des Achtstundentages und verlangt von der ReVertrauensvotums gierung Zusicherungen. schlechte Verwaltung, in Schwierigkeiten ge- der Christlichsozialen, deren Präsident der Ob- nahme eines raten und konnte die Einleger seiner Spar- mann der„ Südmark", der ehemalige Präsident für die Regierung mit 269 gegen 247 Stimmen Hierauf ergreift Caillaug das Wort, um abteilung nicht befriedigen, und diese werden des österreichischen Reichsrates Dr. Gustav abgeschlossen. Eine Reihe von Rednern hat im die gewünschte Beruhigung zu geben. Er wollte froh sein müssen, wenn sie die von der Leitung Groß, dessen Vizepräsident der derzeitige Laufe der Nacht zu den Regierungsanträgen die unabhängigkeit der Bank von Frankreich Leon Blum( Sozialist) achten und eine strikte Sparpolitik treiben. Ausangebotenen 50 Prozent wirklich erhalten. Da großdeutsche Minister Dr. Schürff war. Stellung genommen. die Einleger lauter kleine Leute sind, war die Aber diese arische Bank gab ihr Geld dem wiederholte, es bleibe nur die Wahl zwischen landsanleihen seien unbedingt notwendig. HierVermögensabgabe und Inflation. Zuvor hatte für setzte sich die Regierung mit ihrem ganzen Aufregung in Wien sehr groß und die naiven Ostjuden" Sami Leute glaubten, die Regierung werde dem not- Börsenspiel, und in von ihr gegründeten schon François Poncet feine Rede damit ge- Gewichte ein. Bezüglich der Stabilisierung bes leidenden Verein beispringen. Diese Hoffnung Gesellschaften saßen als Verwaltungsräte neben schlossen, daß er gleichfalls eine Kapitalsabgabe Frank wolle sich Caillaug vollkommen an den wurde durch den Finanzminister zunichte ge- den arischen Politikern lauter ost jüdische ben(!!) Regierung übertragen werden könnte. Expertenplan halten. Bezüglich der Kapitalsmacht, der in brüster Form öffentlich erklärte, Schieber. Aber es war das Unglück dieser Bielbeachtet wurde die Rede Tardieus, wel- flucht und des Achtstundentages verspricht die Regierung wirksame Maßnahmen. Die Volldaß es ihm gar nicht einfalle, diesem Verein Bank, daß sie die arisch- jüdische Schieberei gar cher glaubt, es sei notwendig, auf eine amerita- machtsübertragung bedeute keineswegs, daß die aufzuhelfen. Der Konsumverein ist nämlich den zu kraß betrieb und deshalb gar zu schnell zu- nische Anleihe zu verzichten. Man müsse der Re- machtsübertragung bedeute feineswegs, daß die Parlaments einzuführen gedenke, christlichsozialen Gewerberettern ein Dorn im fammenfrachte. Erst als solche Zusammenbrüche gierung die Vollmacht erteilen, welche man fei- Regierung neue Steueransäte ohne Wissen des Briand erklärt sich sodann für den beAuge und sie jubeln über seinen Zusammen- sich häuften, griff die Regierung ein. Da war nerzeit Poincaré verweigert hatte. Louis Mabruch, durch den so viele kleine Beamte und zuerst die" Tiroler Agrarbant", an rin hält das Washingtoner Abkommen für underen Spitze der ehemalige Vizekanzler Dr. annehmbar. Er werde auch gegen die Vollmachts- reits gemeldeten Vertrauensvotumsantrag. Nacherteilung in finanziellen Fragen stimmen. Ma l- dem ein sozialistischer Resolutionsantrag die Hausfrauen um ihre Spargroschen kommen. Zu derselben Zeit ist aber auch die„ Ben-& ink, in dessen Ausschuß der derzeitige Bun- by erklärt für die radikale Partei, das Washing- Priorität erhalten hatte und mit 324 gegen 203 tralbank deutscher Sparkassen", deskanzler Dr. Ramek und der Gründer der toner Abkommen in der jetztigen Form täme wie man sich schönfärberisch ausdrückt, immobil Tiroler Heimwehren, Landesrat Dr. Steid einer Kriegsentschädigung für Amerika Stimmen verworfen worden war, wurde zur geworden, und sofort hat die Regierung nicht Ie, waren. Auch diese Bank ist zusammenge- gleich. Er hegt auch Besorgnisse bezüglich der Abstimmung geschritten. nur öffentlich erklärt, daß sie die Haftung für kracht und die Regierung hat, um den Skandal 000000000000000000000000000000000000000************** 00000000**** | die Einlagen übernimmt, nicht nur, um einen zu verhindern, die Wiener Großbanken und Präsidenten der steirische Landeshauptmann den österreichischen Stinnes nennen, den aber Run zu verhindern, der leicht auch auf andere den Hauptverband der Industriellen veranlaßt, Dr. Rintelen, derzeit Unterrichtsminister, Danneberg richtiger als den a rischen Sami Banken und Sparkassen übergreifen könnte, so- die Liquidierung zu übernehmen. Aber diese und der Landesrat Dr. Ahrer, gewesener Bronner bezeichnete. Dieser hat das Geld fort durch die Nationalbank hunderte Milliar- haben das nicht aus eigenen Mitteln getan, Finanzminister. Aber von dieser arischen Bank der Sparkassen für seine privaten llnden Kronen zur Verfügung gestellt, sondern sondern haben das Geld zum großen Teil von erfuhr man nicht nur bald, daß sie ein Kon- ternehmungen verwendet und so die ein der Postsparkasse und von der Nationalbankernunternehmen des jüdischen Zentralbank immer tiefer heruntergebracht. auch ein Gesetz eingebracht, durch das ein der Postsparkasse und von der Nationalbank Fonds zur Sicherung von Sparkasseneinlagen erhalten. Kaum war auf solche Weise diese Finanzmagnaten Bosel sei, sondern Aber nun zwang die Regierung die Zentralgeschaffen werden soll, so daß also alle Spar- Bant saniert, so mußte sie schnell eine andere auch, daß sie in Kompagnie mit dem bank auch noch, drei verkrachte christlichsoziale dem Banken, unter ihnen die Niederösterreichische institute bis zu zehn Prozent der von ihnen christlichsoziale Bank, die Tiroler Vereins- Großschieber Castiglioni, gezahlien Zinsen zur Sanierung verkrachter bank" retten, indem sie sich mit ihr fufionierte. Sohne eines Rabbiners war, der auch Bauernbank des Herrn Zwoßbacher und die Aber die Aktien, die sie dafür ausgab, mußten seine Vertreter im Verwaltungsrat hatte, Bald Steirerbank der Rintelen und Ahrer, in sich Banken werden zahlen müssen. Die Sozialdemokraten haben nun durch von den Wiener Großbanken übernommen wer- nachdem Castiglioni zusammenengefracht war, aufzunehmen und dadurch ist die Zentralbank Dr. Danneberg erklären lassen, daß sie bereit den. Jetzt versteht man auch, warum die trachte auch die Steirerbank zusammen. Und immobil" geworden und muß jetzt saniert sind, mitzuwirken, um einen Zusammenbruch Tiroler Abgeordnet en die fana- Herr Bosel hatte keine Lust, sie zu retten, weil werden. Denn Dr. Rintelen, der erst vorige der Zentralbank und auch anderer Banken zustischesten Bekämpfer der Sozialer furz vorher auf Drängen der christlichsozia- Woche als Unterrichtsminister nach Wien beverhindern, daß sie aber auf eine Unter- demokratie sind: es ist das der len Regierung ein anderes christlichsoziales rufen wurde und der Nachfolger Dr. Ramets juchung über die Ursachen dieses Dank für die Hilfe der Groß- Unternehmen in Graz, die„ Genossenschafts- als Bundeskanzler werden soll, fann nicht fallen gelassen werden. Wohl hat die Postsparkasse 3usammenbruches und auf einer Kon- finanz. Unter den Banken, die als ausge- Nun sind wir schon bei der Zentralbank schon Milliarden über Milliarden geopfert, um trolle aller Banken, die aus öffentlichen Instituten Kredite erhalten, bestehen.sprochene christlich soziale Partei der deutschen Sparkassen. Da Bojel die Steirer- die Steirerbant zu retten, aber da das alles Dieses Verlangen hat der sozialdemokratische unternehmungen zur Bekämpfung des bank nicht sanieren und man sie auch nicht nichts nüßte, und die Zentralbank nicht von der Redner durch eine Darlegung des ganzen for- jüdischen Kapitals" gegründet wurden, waren untergehen lassen konnte, weil dann manche Postsparkasse allein gerettet werden kann, muß rupten Systems unterstüßt, durch das christlich die Niederösterreichische Bauern ihrer Leute Bekanntschaft mit dem Gericht ge- nun der Staat auch ganz öffentlich in die Soziale und großdeutsche Banken mit öffent- 6 an t", an deren Spitze der christlichsoziale macht hätten, mußte die Zentralbant ein- Bresche treten. Bauernführer Zwoßbacher springen, für die die Postsparkasse schon viele Die Sozialdemokraten haben offen erklärt, lichen Mitteln ausgestattet, und als sie durch Landesrat und Spekulationen vor den Zusammenbruch ge- stand, die aber zusammenbrach, nachdem die Milliarden geopfert hatte. Diese Zentralbank daß sie alles tun wollen, um einen allgemeinen bracht wurden, aus öffentlichen Mit von den Bauern eingelegten Gelder auf der war ehemals wirklich die Zentrale der deutschen Zusammenbruch zu verhindern, der die Folge teln janiert wurden und er hat gezeigt, Börse verspielt worden waren, dann aber ganz Sparkassen, seit Jahren aber ist sie eine ge- wäre, wenn man die Zentralbank ihrem Schickwie alle hervorragenden Führer besonders die Steirerbank", die mit wöhnliche Spielbank wie andere Banken. Oder sal überließe. Aber sie werden darauf bestehen, der bürgerlichen Parteien, wie die ganz besonderem Tamtam als Beweis von richtiger: sie ist das Ausbeutungs- daß durch eine strenge Untersuchung die ganze hervorragenden Mitglieder des Kabinetts praktischen Antisemitismus" gegründet wurde. objekt des deutschnationalen In- Korruption und alle Schuldigen an der Koran diesen korrupten und verkrachten Banken An ihrer Spize standen als lebenslängliche du striellen Wutte, den seine Anhänger ruption aufgedeckt werden. bant" hatte retten müssen. " 1 G. P. Seite 2. Protest gegen die standalöse Durchführung der Sozialversicherung. Man will bei der Handhabung des Geleges die letzten Refte der Autonomie der Versicherten beseitigen, die Minoritäten ausschalten und die Stelle eines Bizepräsidenten dem Vertreter der Wittowiger Eisenwerte einräumen! Der Reichsverband deutscher Krankenkassen fordert Neuwahlen in die Krankenversicherungsanstalten! Die sozialreaktionären Tendenzen der neuen, tschechisch- und deutschbürgerlichen Regierungsmehrheit beginnen in schärfster Weise, sich gegen die sozialpolitischen Errungenschaften der Arbeiter auszuwirken. Systematisch wird bei der Handhabung des Sozialversicherungsgeseßes an seiner Verschlechterung gearbeitet. Es ist symptomatisch, daß man einerseits die Machtstellung der Unternehmer in den Instituten immer mehr vergrößert, anderseits die deutschen Arbeiter und Angestellten von jeder Vertretung in der Direktion wie im Präsidium der Zentralversicherungsanstalt auszuschalten versucht. Die Stelle des dritten Bizepräsidenten, die von den deutschen Vertretern der Arbeiterschaft mit Mühe durchgesetzt wurde, soll nun einem Vertreter der Witfowißer Eisenwerte eingeräumt werden! Das ist wohl eine jener ,, Ronzessionen", die die deutschbürgerlichen Zoll- und Kongruamehrheitler zugesichert erhielten?! Die Arbeiterschaft wird sich diese weitere Verschlechterung des Sozialversicherungsgesetzes und seinen Mißbrauch zu reaktionären Zwecken der internationalen Bourgeoisie nicht bieten lassen und darauf dringen, daß durch Neuwahlen die bürokratischen, reaktionären und antidemokratischen Methoden bei der Durchführung dieses Gesezes einer gerechten, demokratischen Handhabung weiche, die dem Willen und dem Recht der Versicherten entspricht. Wir drucken im Nachstehenden die Entschließung des Vorstandes des Reichsberbandes deutscher Krankenkassen in der C. S. R. ab, der sich in seiner Sigung am 9. Juli mit diesen Fragen beschäftigt hat: 11. Juli 1926. den Reihen der Deutschen nicht Rech- 1 Der bei der Durchführung der Sozialversiche nung getragen hat. Dieses an den Minori- rung im allgemeinen beobachtete Vorgang, daß, täten begangene Unrecht muß im Interesse der entgegen den gesetzlichen Bestimmungen, Lösungen Versicherung unter allen Umständen gutgemacht gesucht werden, die den Wünschen der einzelnen werden. Das Vertrauen der Versicherten, das für politischen Parteien angepaßt sind, ruft die größdie Zentralfozialversicherungsanstalt eine unerläßten Bedenken hervor. Es wird nicht nur die Orgaliche Notwendigkeit ist, kann nur erworben werden, nisation auf den Kopf gestellt, es ist auch zu betivität dieser Institution zum Ausdruck gebracht Stopf gestellt werden und die finanzielle Grundwenn der Versicherten gegenüber die volle Objekt- fürchten, daß dadurch alle Berechnungen auf den wird. Denselben Vorgang scheint man nun auch lage des Werkes erschüttert wird. bet der Ernennung des Präsidium s Wir sind davon überzeugt, daß die Vorgänge, der Anstalt zu beabsichtigen. Es muß daran er- die sich in der letzten Zeit bei der Durchführung innert werden, daß in dem ursprünglichen Ent- der Sozialversicherung abgespielt haben und die wurf der Fachkommission lediglich zwei Vor- sich als eine offene Sabotage der Sozialversichefizzendestellvertreter in Aussicht genommen waren rung darstellen, die gewerkschaftlichen und daß es dem Einschreiten des Abgeordneten und politischen Vertretungen der Taub gelungen ist, einen dritten Vizepräsidenten Arbeiterschaft veranlassen werden, zu zu erlangen, mit der ausdrücklichen Zusicherung, der Situation die entsprechende Stel daß diefer dritte Vizepräsident den lung zu nehmen. Wir sind auch davon überdeutschen Versicherten vorbehalten zeugt, daß die genannten Vertreter es als ihre bleibt. Nun soll die Absicht bestehen, keineswegs Aufgabe betrachten werden, zu erwägen, ob der den von den Versicherten nominierten Vertreter Argumentation der Arbeitgeber nach Einführung zum Vizepräsidenten zu ernennen, sondern es der paritätischen Vertretung in den Sozialversichesoll diese Vertretung den Arbeit rungsinstituten, unter Hinweis auf ihre Beitragsgebern zugestanden werden. Dieses leistung, nicht entsprechend engegengewirkt werden Entgegenkommen an die Arbeitgeber bedeutet könnte. Weitere Berluche zur Unterhöhlung der Krantenversicherungsanstalten. Die Unternehmer wollen Beitragsvorschreibung nur für sechs Tage. eine weitere gewaltige Verschlechterung gegenüber Der Verbandsvorstand hat es für seine den Zuständen, die unmittelbar bei der Ernennung Pflicht erachtet, auf diese Vorkommnisse die Verdes vorbereitenden Ausschusses bestanden. Für die sicherten und die gesamte Oeffentlichkeit vorzube Stelle eines Vizepräsidenten foll reiten, er behält sich die endgültige Entscheidung als Vertreter der Industriellen der Vertreter bis zu jenem Zeitpunkte vor, in welchem über der Witkowizer Eisenwerke unter der die in Schwebe befindlichen Fragen die endgültige falschen Flagge als Verteter eines Klassenverban- Entscheidung fallen wird. Der Verbandsvorstand hat schon seinerzeit unser Verlangen, daß der Wirkungskreis jeder des in Aussicht genommen werden. Diese Maßbei der Beratung des von der Fachkommission aus- Krankenversicherungsanstalt mit dem politischen nahme wird offiziell begründet mit der Forde gearbeiteten Entwurfes über die Versicherung der Bezirk zusammenfallen soll. Diesem Grundsay hat rung der Arbeitgeber nach Parität in der ZentralArbeitnehmer für den Fall der Krankheit, der auch die Vorlage, die von den Fachleuten ausge- sozialversicherungsanstalt. Invalidität und des Alters seiner Meinung dahin arbeitet wurde, Rechnung getragen. Das Geset Wir warnen die Regierung, diese Ausdruck gegeben, daß die Autonomie der hat leider diesen Grundsay durch brochen, Absichten in die Tat umzusetzen, weil sie geeignet Versicherten in den Sozialversicherungs- indem es sowohl die Errichtung der land- sind, das schwere Mißtrauen, das durch die bisinstituten unter allen Umständen ge- wirtschaftlichen Krankenkassen in herige Art der Durchführung der Sozialversichewahrt und nach Tunlichkeit erwei- jedem Bezirk vorsieht als auch die Erhaltung rung bei den Versicherten hervorgerufen würde, tert werden muß und daß jede Einengung Genossenschaftsvereins- und ins Ungemessene zu steigern. Wird aber die Redieser Autonomie eine schwere Gefahr für die Ver- Hilfskrankenkassen bei einer gewissen gierung troh unserer warnenden Stimme den obsicherung selbst bedeutet. Obwohl in dem besagten Anzahl von Mitgliedern. Entwurfe die Autonomie wenigstens zu einem Teile aufrecht erhalten wurde, haben wir befürchtet, und wie uns die Erfahrung gelehrt hat, mit Recht, daß diese von Fachleuten zugestandene Ein- und herbeigeführt, daß nunmehr in der letzten engung der Autonomie von den Gegnern der Tagung des Parlamentes dem Wunsche der GeSelbstverwaltung ausgenützt, und der Versuch un- werbetreibenden nach Aufrechthaltung der ternommen werden wird, eine weitere Einschrän- bestehenden Genossenschaftsfrankung der Autonomie durchzusetzen. Das ist auch tentassen bis zum 31. Dezember 1926 entgeschehen. sprochen wurde. Dieses Entgegenkommen an die reaktionären Tendenzen hat die Begehrlichkeit einiger bürgerlicher Kreise gesteigert erwähnten Vorgang beobachten, dann erklären wir, daß wir den ernannten Vizepräsidenten nicht als Vertreter der deutschen Versicherten, sondern nur als Vertreter der bürgerlichen 3olltoalition anzusehen vermögen. In einer zweiten Resolution des Vorstandes des Verbandes deutscher Krankentassen heißt es: Wie wir Zeitungsnachrichten entnehmen, hat sich sowohl der vorbereitende Ausschuß in mehre. ren Sizungen, als auch der Ausschuß der Zentralsozialversicherungsanstalt in seiner ersten konstitu ierenden Sizung mit der Frage der Bei tragseinhebung beschäftigt. Auch hier Wir halten den gegenwärtigen Zustand der wurde seitens der Unternehmer- Vertreter der VerAufrechterhaltung der ernannten Verwaltungs- such unternommen, aus der politischen Situation fommission in den einzelnen Krankenkassen für Rapital zu schlagen. Entgegen der Abmachung in unerträglich. Die Versicherten habe Anspruch der alten Koalition, laut welcher der Beitrag für darauf, sich eine Vertretung zu wählen, die ihren die Krankenversicherung 5 Prozent zu betragen Damit gaben sich aber die bürgerlichen Par- Interessen entspricht. Es wird der Versuch unter- hat, und entgegen den versicherungsmathematischen teien nicht zufrieden. Sie verlangen die Errich- nommen, auch bei den übrigen Institutionen der Berechnungen, die zur Grundlage des Aufbaues tung eigener Krantenversich e- Sozialversicherung den bequemen Weg der Er- gedient haben und nach welchen die Beiträge für rungsanstalten, die Ausscheidung nennung zu betreten und der Wahl auszuweichen. Die Krankenversicherung für sieben die Ausscheidung Es wird vielleicht auch der absurde Versuch un- Tage vorzuschreiben sind, will man nun fernommen werden, denselben Weg entgegen dem dem Wortlaut des§ 160 das Recht ableiten, die Gesetz bei dem schiedsgerichtlichen Ver- Beiträge nur für sechs Tage in Vorfahren der Sozialversicherung anzuwenden und schreibung zu bringen. Es haben auch alle Unterso den Versicherten die einzige Möglichkeit zu be- nehmerorganisationen bereits Weisungen ergehen nehmen, ihre Interessen gegenüber bürokratischer Willfür zu wahren. der Hausgehilfinnen und der Lehrlinge aus der Versicherung überhaupt. Wenn schon das Gesetz eine gewaltige Einschränkung der Selbstverwaltung vornimmt, so ist die Handhabung des Gesetzes darauf gerichtet, noch die letzten Reste der Selbstverwaltung und die dem Gesetzgeber vorschwebende, wenn auch nicht in allen Fällen direkt ausgesprochene Vertretung der Minoritäten in der Verwaltung der höchsten Instanz vollkommen auszuschalten. Die Einführung des nicht nur auf die Verficherten, sondern auch auf die Arbeitgeber angewendeten Verhältniswahlrechtes bedeutet schon an und für sich eine gewaltige Einengung der Autonomie der Versicherten. Tazu kommt, daß den Arbeitgebern im Ueberwachungsausschuß überragender Einfluß eingeräumt wurde und daß, entgegen den Intentionen des Gesetzgebers, den Arbeitgebertreisen in der Zentralsozialversicherungsanstalt eine außerordentliche Machtstellung eingeräumt wird. Wir haben stets den Grundsaz der Einheitsfassa vertreten. Wir waren immer der Auffassung, daß der Sprengel dieser Krankenversicherungsanstalt so beschaffen sein muß, um auf Man hat bei der Bestellung der Diret der einen Seite die Krankenversicherungsanstalt toren auf die Vertretung der Minoritäten überals Träger der Sozialversicherung nutzbar machen haupt keinen Bedacht genommen, man hat Bezu können, d. h. so wenige Stranfenversicherungs- werber, welche über eine anerkannte Qualifitation anstalten als nur möglich bestehen zu lassen und verfügen, einfach ausgeschaltet. daß auf der anderen Seite aber der Verkehr der Wir legen schärfste Verwahrung dagegen ein, Mitglieder mit der Krankenversicherungsanstalt daß man dem von mehrfacher Seite gestellten unbedingt gewährleistet werden muß. Deshalb Begehrens nach Bestellung eines Direktors aus 56 Aus dem Tschechtschen von Richard Branbets. Moral en gros. Ein Roman wider alles Herkommen Von Jiři Haußmann. Wir erheben flammenden Protest gegen diesen Borgang, wir verlangen mit allem Nachdrud, daß die Neuwahlen in die Krankenversicherungsanstalten deren Nichtdurchführung vielfach als Vorwand für die unerhörten Anforderungen des Bürgertums gedient hat und in die Sozialversicherungsinstitute in der allerkürzesten Frist durchgeführt werden. Wir machen es unseren Vertretern zur Pflicht, mit allem Nachdruck und aller Entschiedenheit, so wie sie es immer getan haben, die Ausschreibung der Neupahlen zu verlangen. aus lassen, die nur die sechstägige Beitragsvorschreis bung in der Woche vorsehen. Die Realisierung dies ses Wunsches der Arbeitgeber hätte eine voll tommene Unterhöhlung der Kran tenversicherungsanstalten zur Folge, die nicht nur nicht in der Lage wären, die minis malen Leistungen des Gesetzes zu prästiren, sondern die vielfach gezivungen wären, seit langem bestehende humanitäre und so= ziale Institutionen, die überaus segens reich gewirkt haben, einzustellen. Wir legen gegen diese Absicht Verwahrung ein und verlangen, daß der Vorstand der Zentralfozialversicherungsanstalt Weisungen herausgebe, um den chaotischen Verhältnissen ein Ende zu bereiten. 11 zu werden, solange er sich nicht in gehöriger Weise| seien, solange sie die Macht hatten, antwortete das Dem unaufgeklärten Volfe gefiel nämlich diese davon reingewaschen hatte. Blatt treffend, daß sie dies mit ruhigem Gewissen sofortige Enteignung der Enteigner" viel besser, Dieser elementare Widerstand des ehrbaren hätten tun können, weil sie in ih. Programm als eine allmähliche, den Zusammenhang mit der Bürgertums gegen das neue System ist allerdings weder Freiheit noch Gleichheit noch Brüderlichkeit Vergangenheit wahrende Entwicklung; es gab in leicht erklärlich; denn schon die Art, wie sich die aufgenommen hatten, während die Utopisten als naiver Weise der revolutionären Aktion den Vorufurpatorische Regierung eingeführt hatte, wider- eifrige Verkünder dieser Grundsätze entschieden zug vor der Geltendmachung seiner Ansprüche auf strebte durchaus dem von den Vorfahren ererbten nicht das Recht hätten, sich mit Gewalt gegen An- parlamentarischem Wege. Ja, es entschuldigte Der Optimist Drescher hoffte lange, daß und durch hundertjährige Entwicklung befestigten griffe, welcher Art immer, zu wehren. sogar den bestialischen Terror der ,, Utopisten": Ee ., dieser radikale Wein bald ausgegoren haben Rechtsgefühl. So wurde der A. W. A. einfach auf- Die beflagenswerten Zustände, in welche das sei nicht zum Verwundern, wenn man jetzt dieverde" und wiederum geordnete Berhältnisse ein gelöst und durch den osobard" ersetzt, in welchem neue Regime das unglückliche Land gesturzt hatte, jenigen, welche selbst Jahrhunderte lang noch treten würden; als es aber an einzelnen Orten Sie nichtarbeitenden Schichten eine Vertretung ver- chavakterisiert am besten der Schluß eines langen ärgere Vergewaltigungen geübt hätten, seine Macht zu eigenmächtiger Beschlagnahme von Grundbesig mißten; die Großgrundbesitze wurden ohne Ent- Briefes des Sonderberichterstatters der erwähnten fühlen laffe. und Fabriken kam, entschloß er sich schließlich zur schädigung(!) beschlagnahmt und den Genossen- Národní Listy", der hier zum ewigen Gedächtnis Die Reinigunsaktion der Großmächte beenergischesten Tat seines Lebens, Er erließ ein schaften der landwirtschaftlichen Arbeiter(!!) in und zur Warnung für die Nachwelt wiedergegeben schränkte sich anfangs auf eine wirksame moralische flammendes Manifest an das Bolt, in dem er Verwaltung gegeben; Kohlengruben, Fabriken, fei: und teilweise auch materielle Unterstützung der die Linksparteiler für Vaterlandsverräter und Hüttenwerke und Verkehrsmittel wurden nationa... Mit traurigen Gefühlen verließ ich die gegenrevolutionären Armeen, die plötzlich wie aus Feinde der Zivilisation erklärte, die man im In- lisiert, moderne Kunst auf Kosten altertümlicher einst fo blühende Injel. Aber die zerrütteten den Boden gestampft, an verschiedenen Stellen der teresse der gesamtstaatlichen Sicherheit mit allen Denkmäler unterstützt, die Universität einem jeden Rechtszustände, die Nichtachtung des Privateigen- Insel auftraten, um unter dem Kommando der im Mitteln des Gesetzes bekämpfen müsse. ohne Nachweis eines bestimmten Bildungsganges tums, die lahmgelegte Initiative der Unternehmer, Kriege zu Berühmtheit gelangten Heerführer Die Wirkung der Proklamation war aber geöffnet. Der Staat wollte schließlich den unmittel- die neugebackene, bestechliche Bürokratie, die Ueber diesmal definitiv" der schmachvollen Diktatur der leider eine ganz andere, als der unglückliche Re- baren Verkehr des Käufers mit dem Erzenger verschwemmung mit wertlosem Papiergeld, die toll eigenmächtigen Usurpatoren ein Ende zu machen.. gierungschef erwartet hatte. Das Volf rottete sich mitteln, aber hier stieß er auf Widerstände, die gewordene für offiziell erklärte Halbtun: unreifer Leider war dieses Unternehmen nicht von dem er swar nach ihrer Verkündigung zusammen, aber in noch nirgends und von niemand überwunden Jünglinge, die dem Tode nahe Landwirtschaft, wünschten Erfolge begleitet, General von Schläfer der Absicht, den Unutrieben cer un türzlerischen worden waren und überhaupt unüberwindlich sind sozialisierte Industrie und Handel, ein tiefer Ver- wurde auf dem Satansfelfen umzingelt, von dem Elemente ein Ende zu machen, sondern um in den die Kettenhändler so daß die Oeffentlichkeit fall der Sitten, allgemeine Desorganisation, Elend, er sich in einem Verzweiflungsausbruch ins Meer Ministerrat einzubringen, ihn gefangen zu von den Vorteilen wenigftens dieses letzten Experi- Anarchie, Verderbtheit all dies sind Momente, stürzte, die Armeekorps des Edl. v. Käfer wurden nehmen( bis auf den Vorsitzenden, der im letzten mentes verschont blieb. die auch dem größten Jdealisten den Abschied vom rücksichtslos in die Gewässer des Apostelmeerbusens Paradies Utopien" im höchsten Maße er- gejagt, der große Hau d'Eggen in Bellieasus belagert, gefangen genomen und hingerichtet, Ritter von Helle- Part entfam unter großen Schwierigteiten mit der Staatsfaffe nach Sumatra( er ließ eine große Menge eben von Frankreich geliefertent Teichtern..." XXV: Rapitel. Der Vertrag von Zbraslav. Augenblick im Flugzeuge entfami), und samt dert Es tam aber noch ärger: Die Bitterkeit, die Mitgliedern des Kriegs"-Kabinettes in den sich im Volke durch die Leiben des Strieges ange Massenzellen einer Frrenanstalt unterzubringen. sammelt hatte und für eine Zeit durch die Freude Auf diese neue revolutionäre Tat, die offen- über die rasche Beendigung des langjährigen bar von der radila en Linfen inszeniert worden Mordens abgeschwächt worden war, fam nun mit war, folgte die Aera des sog.„ Utopiemus." Wenn voller Kraft zum Ausbruch und tobte sich in grau- Solange sich die neue Verfassung auf das Kriegsmaterials, das nun in Feinde hände fiel, man in der Geschichte einen ähnlichen, geflügelten famer Verfolgung der Bourgeoisie und der Staatsgebiet. von Utopien beschränkte, widmeten zurück), und der letzte der heldenmütigen Befreier, Ausdruck sucht, könnte man die Bezei g. Uto- Stommunal- Patrioten" aus, sodaß die Gefängnis- ihr die Großmächte teine besondere Aufmerksamkeit Feldmarschalleutnant Komis wurde gezwungen, pismus" ant chesten mit dem ehemaligen Jakobi- zellen bald nicht mehr hinreichten, all die politischen freuten sich vielmehr insgeheim über die Niederlage mit 50.000 Mann auf die Schiffe der amerikaninismus, Sozialismus, Bolschewismus vergleichen; Häftlinge zu faffen. Die Zahl der widerrechtlich des mächtigen Konkurrenten. Ein Umschwung trat schen Eskadre zu flüchten, die ihm später nach der fein bloger Name erivedte nämlich unbeschreib- Hingerichteten erreichte nach den Berichten erst ein, als die umstürzlerischen Ideen froß der schechoslowakischen Republik brachte. Dort wurden liches Gru'eln und heftigen Abschen bei den recht sicherlich objektiver und nicht voreingenommener haarsträubenden Schilderungen und verzweifelten seine Leute allerdings nicht nur oftentativ empschaffenen, auf Tradition bedachten Bürgern, und Tagesblätter, wie z. B. der Prager„ Národní Beschwörungen der seriösen Bresse sich mit uner- fangen, sondern auch auf Lebenszeit anständig verwenn jemand in den Verdacht ge allen war, vom Listy" eine enorme, nie da gewesene Höhe. Auf flärlicher Schnelligkeit unter dem Proletariate der forgt; für die Offiziere wurde sogar eine eigene Utopismus angesteckt zu fein, fonnte er sicher sein, den Einwand, daß die bürgerlichen Parteien mit ganzen Welt zu verbreiten und so die Grundlagen Universität gegründet. -aus jeder anständigen Gesellschaft ausgeschlossen ihren Widersachern auch nicht besser umgegangen moderner Zivilisation selbst zu bedrohen begannen. ( Fortfehung folgt.) 11. Juli 1926. selbst vor. Der große Kirchenbann. Außer Ruth Fischer auch Maslow von Mostau versemt. rüfteten, wenn die Sozialdemokratie Bartelschäd Seite 3. linge, die fich zum Programm einer gegnerischen Eine neue Tat der roten Partei bekennen, aus ihren Reihen weist! Bei diesem Anlaß müssen übrigens auch einige Zweifel über die Meldungen auftauchen, Kommune. Dieser Tage hat die Gemeinde Wien wieder. JAK. die Möglichkeit gehabt hat, den Genoffen mit denen unfere kommunistische Preſſe feinerzeit eine festliche Eröffnung gefeiert, die über Wien Maslow persönlich zu vernehmen." den Aufenthalt Smerals in Moskau motiviert Die Linken für Maslow. berlästerte und besungene Phäakenſtadt, die einstWas früher nur im Wachtbereiche der alleinfeligmachenden Kirche möglich war, die Aechtung und Verfolgung eines Menschen aus dem einen Auf deutsch: Maslow soll nach Rußland hat. Ruth Fischer war offiziell ja auch zu hinaus Beachtung verdient. Es ist schon so, daß und einzigen Grunde, weil er um Haaresbreite kommen und dann nach Sibirien verbannt wer- Studienzwecken" am päpstlichen Hofe, und die Feste im roten Wien sich häufen, und daß die von dem vorgeschriebenen Dogma abgewichen war, den. Er ist wicht deutscher Staatsangehöriger und erst als sie durchbrannte, erfuhr man, daß die das scheint nun mit aller Wahrung aller beschämen- nicht, wie Ruth Fischer, deutsche Reichstags- Studienreise mals an alten um neuzeitlichen Bestlöchern ihre eine erzwungene Kon Fröhlichkeit nicht vertor, sondern im Leichtsinn den Begleiterscheinungen in den Urteilen des Mos- abgeordnete. Er kann also nicht, wie seine Ge- klave war. untergehen wollte, heute eine neue Fröhlichkeit fauer Tribunals fröhliche Urständ zu feiern. Hat fährtin, im Unglück, den Schutz der deutschen gelernt hat, daß sie ernst und reif, daß sie verfich das Etti bei seinen Bannflüchen bisher mit den Botschaft anrufen. Seine Hand wird sich für autwortungsvoll und arbeitsfreudig wurde, aber heiligsten und fürchterlichsten Verwünschungen be- ihn rühreit- und Maslow weiß das natürlich. trotzdem oder gerade deshalb heute so oft Grund gnügt, die es in den Protokollen der Inquisition Er wird kaum nach Rußland gehen. In ihm aber oder in den Fluchformeln fanatisierter Kultusge- entsteht der opportunistischen Schweinerei" der Berlin, 19 Juli.( Eigenbericht.) Die Zen- zur Freude hat. Denn es sind feine Dußendfälle, meinden gegen abtrünnige Gläubige finden konnte, neuen kommunistischen Zentrale ein gefähr trale der Kommunistischen Partei Deutschlands feine geringfügigen Anläffe, aus denen man feiert. fo nimmt es nunmehr auch die Straffanktionen licher Gegner. Man kann gespannt sein, ob hatte verboten, daß die Parteimitglieder an der Vor wenigen Tagen wurde der Grundstein zur Wir haben bereits kurz über den neuen Bann- fie mit ihm fertig wird. Im übrigen ist der famose geplanten Begrüßung des früheren Führers der 25.000. Wohnung gelegt, die feit 1923 erbaut Wir haben bereits kurz über den neuen Bann- Beschluß der Internationalen Kontrollkommission KPD., Maslow, teilnehmen. Heute wurde rourde, feit einer Woche weilen 50.000 Arbeiterfluch berichtet, der die Kommunistin Ruth nicht minder ein Dokument der Schande, Maslow nach einer längeren Strafe aus dem Ge- sportler als Gäste bei ihren Wiener Klaffenicher getroffen hat. Der Anlaß dazu war, daß die wie der Beschluß gegen Ruth Fischer. fängnis entlassen. Trotz des Verbotes hatten sich genossen, und Donnerstag wurde das neue einstmals allgewaltige Führerin der deutschen Und dieselben de ute, die in diesen In viele Hunderte Kommunisten vor der Strafanstalt Amalienbad im 10. Bezirk( Favoriten) erKommunisten, die auch Mitglied des deutschen Reichstages ist, aber nach ihrer Abfägung in Mos- quisitionsgerichten sitzen, die eine abweichende An- eingefunden. Als bekannt wurde, daß Maslow öffnet. Wahrlich ein Grund zum Feiern, die Erfau interniert wurde, entgegen dem Verbot hält, mit Verbannung und Haft bestrafen, die erst veranstalteten die Kommunisten einen Umzug bis tarierbezirkes, an dem sich die herrschende Klasse fau interniert wurde, entgegen dem Verbot sicht, die sich durchaus im Rahmen der Partei aus einer anderen Strafanstalt entlassen würde, öffnung dieser Kulturstätte inmitten eines Prolethren Aufenthaltsort verlassen hat und heimLich nach Deutschland reiste. Das hat gar nicht abwarten, was ein mißliebig Geworde- zu dieser Anstalt. Dort sprachen zur Begrüßung jahrzehntelang schwer verjündigt hat. Natürlich ihr nun folgenden Strafbeschluß zugezogen, den ner reben will und wird, sondern ihm gleich das Maslows einige Linke. Die Aufenthaltsbevilli fehlt es in Wien nicht an Nörglern, die an dem Reden verbieten oder unmöglich machen, gung Maslows läuft in 14 Tagen ab. Es ist aber Riesenbad schon auszusehen haben, daß es in dent das Zentralorgan der deutschen Kommunisten schützen die Meinungsfreiheit der laum anzunehmen, daß er nach Moskau gehen schmutzigen" Favoriten steht, wo nur Arbeiter fozialdemokratischen Rußlands- wird, wohin er zur persönlichen Verantwortung wohnen, die eh' kein Bad brauchen". Sie wählen natürlich christlichsozial, diese Nörgler, und wenn delegierten und spielen die moralisch Ent- vorgeladen wurde. es auf die Bezirfe anfäme, in denen sie wohnen und wählen, auf die Wieden, Mariahilf und die Josefstadt, Währing und Wien I., tönnie Wien heute noch eine christlichsoziale Dredgrube, eine Brutstätte der Tuberkulose, eine Stadt, die neben Palästen Reichen die schmutzigsten ZinsDas Zentralfomitee unterbreitet nachstehend fasernen stehen läßt. sein. Aber das neue Bad, ber Parteimitgliedschaft einen Beschluß des Prästdiums des Exekutivlomitees ber Kommunistischen Wien, 10. Juli.( Eigenbericht.) Die Deutsch-[ beiterklasse nur Schaden bringen können, aber mit das soll ihnen die Gemeinde natürlich in ihren Internationale, der sich mit dem unkommuni- böhmen haben gegen Polen den Fußball 4: 1 dem Willen, das Errungene zu verteidigen und bürgerlichen Bezirk fehen. Genosse Seit gab stischen Verhalten Genossin( 3: 1) gewonnen. Von den deutschböhmischen wenn das Heer der Arbeiterklasse vorwärtsmar- ihnen bei der Eröffnung die nötige Antwort, als Ruth Fischer beschäftigt, und aus diesem Spielern hat der linke Borderstürmer drei Tore schiert, ihm die Flanken zu deden, wollen wir uns er sagte: Grunde der Genossin Ruth Fischer bis zur Ta- erzielt, der Mittelstürmer ein Tor. Die Deutsch- feren Kampf führen. Dies ist die historische Aufgung des nächsten Plenums der Erweiterten Ere- böhmen haben wegen ihres flotten Spieles sehr gabe der Selbstschutzverbände. Daher erkennt die tutive die Ausübung der Rechte einer gut gefallen. Kandidatin des Erekutivfomitees berbieberöffentlicht: Beschluß über die Angelegenheit Ruth Fischer, Gemeinsam vorgeschlagen von den Delegationen der KPD. und der KP. der S. u. beim E. K. K. J. einstimmig angenommen vom Prästbium des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale бет Bom Arbeiter- Turn- und Sportfest: Unsere fudetendeutschen Fußballer schlagen die Bolen 4: 1. Balafen bereiden ble fehmutipfien Am heutigen Tage sind von früh morgens bis in den späten Abend ununterbrochen Reichstet. Das Zentralfomitee wird in seiner nächsten bannerleute aus Deutschland eingetroffen, die am Sigung zu der Angelegenheit Stellung nehmen. 1. Das Präsidium des E... J. stellt fest, morgigen Aufmarsch teilnehmen werden und die 1. Das Präsidium des E. K. K. J. stellt feft, bereits heute abends an dem Reichsordnertag des daß die Genossin Ruth Fischer unter Bruch Republikanischen Schußbundes teilgenommen des Beschlusses des Präsidiums der haben. Am heutigen Abend hat eine einfichtsvolle R. J. vom 31. März 1926( Protokoll 1926( Pro internationale Kundgebung gegen den tokoll Nr. 55, Baragraph 11a) und des Beschlusses Fascismus in der Katharinenhalle nächst dem der Kommission des Sekretariates des E. K. K. J. Schönbrunner Schloß stattgefunden, an der sich von 5. Juni 1926( Protokoll Nr. 19, Paragraph außer den österreichischen Arbeiterordnern auch die 19) nach Deutschland gereist ist. Diefe Reichsbannerleute und die Schuhorganisationen Sandlung stellt eine grobe und bewußte Beraus der Tschechoslowakei( Rote Wehr), der legung der internationalen und der Schweiz, Belgien und Lettland beteiligten. Genosse Parteidisziplin dar. Dr. Deutsch begrüßte die Erschienenen im Na2. Infolgedessen beschließt das Präsidium des men des österreichischen Republikanischen SchußE. R. R. J., die Genossin Ruth Fischer von ihren bundes, worauf Genosse Dr. Otto Bauer im berantwortlichen Funktionen in der Komintern Namen der Sozialistischen Arbeiterinternationale zu entheben, das heißt, ber bietet ihr bis die besten Grüße überbrachte. Er schloß seine sum Eripeiterten Plenum des E. R. R. J. jegli- Ausführungen mit den Worten: Nicht mit der ches Auftreten sowie jede Arbeit in ihrer Sehnsucht nach falschen Abenteuern, die der ArEigenschaft als Kandidatin des E. R. A. J. 3. Dem 3. K. der deutschen Partei wird, was Deutschland betrifft, empfohlen, Maßnahmen zu ergreifen, die nach seinem Dafürhalten notwendig sein werden 4. Die Genoffin Ruth Fischer wird davon in Renntnis gejest, daß im Falle weiterer Dissiplinbrüche ihrerseits, die Romintern sich nahmen zu ergreifen. Telegramme. SHS. wehrt sich gegen die tschechischen Zölle. beranlaßt sehen wird, noch strengere Maß- Repressalien des Bundesgenossen". 5. Den Zentralfomitees aller Sektionen der Komintern ist von diesen Beschlüssen Kenntnis zu geben. Zur Begründung: Der Beschluß des Präsidiums des E.K.K. J. bom 31. März 1926 Tautet: Der Vorschlag des Genossen Kornblum, daß die Genossin Ruth Fischer jetzt nicht in die deutsche Arbeit zurüdfehren soll und daß die Frage ihrer Berwendung vom Sefretariat zit entscheiden ist, wird angenommen. gende Meldung Belgrad, 9. Juli. Die zollpolitische Settion des Finanzausschusses der Stuptschina beendete heute die Beratung des Entwurfes für einen autonomen Zolltarif. Am Schlusse der Sitzung beantragte der demokratische Abgeordnete Secerov, daß die Zollfäße für alle Artikel, die aus Internationale in ihnen einen notwendigen Be standteil der internationalen Arbeiterbewegung, die sich auch diese Bewegung als dienendes Mittel ein- und unterordnet." Dann sprachen die Vertreter der ausländischen Organisationen, vor allem Höltermann( Magdeburg) für das Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold, der erklärte, die Republikaner aller Länder könnten auf das Reichsbanner zählen im Kampfe gegen die Reaktion, dann für die Sportinternationale und für Belgien Bertaroideau. Mit dem Truplied, das von einem Männerchor gesungen wurde, schloß die internationale Kundgebung Wien, 10. Juli.( AN.) Bei dem im Rah men des Turner- Sportfestes heute am Donautanal abgehaltenen Wettschwimmen in der Strommeisterschaft über 7% Kilometer siegte in der zweiten Klasse Hummel vom Wiener Arbeiterschwimmberein in 50 Minuten 13.7 Sefunden. Zweiter war Konrad Krause vom Freien Sport verein, Berlin. „ Frieden“ für Marotto! Ja, just in diesem Proletarierbezirk haben wir dieses Bad gebaut. Wir haben das Bad hier gebaut, um inmitten dieser Häuser, die wirklich den ästhetischen Empfindungen der heutigen. Zeit nicht mehr entsprechen, auch ein Stück Schönheit aufzubauen, das unserer Zeit und hoffentlich noch einer langen fernen Zukunft entspricht. Hier in diesem Proletarierbezirk haben wir das Bad gebaut, weil wir wollen, daß Körperkul tur in die breitesten Massen des Volfes dringe. Es soll hier deutlich gezeigt werden, daß der Mensch, insbesondere der arbeitende Mench, der Luft, des Lichtes und des Wassers bedarf. Wir alle haben ja noch eine Zeit erlebt, in der das Baden sozusagen noch ein Luxus war. Manche Leute hängen noch heute mit ihrem Herzen an dieser Zeit. Wir haben es erlebt, daß man in Wien in den Wohnungen gar keine, in den Bezirken nur hie und da Bäder hatte. Die heutige Zeit hat auch hier Wandel geschaffen. Unsere Jugend, die schon freudig darauf wartet, in das große, schöne Bassin dieses Bades zu kommen, lernt schon in der Schulstube die Bedeutung des Wassers für den Körper erkennen, fie lernt, daß der Mensch, der seinen Körper pflegt, auch gesünder und stärker ist. Ja, Kraft und Energie, Elastizität und Gelenkigkeit kennzeichnen den Th pus jenes Menschen, den wir in Wien heranbilder wollen, der uns aus dem Glend von heute be freien soll. Paris, 10. Juli. Die französisch- spanischen Delegierien der Marokko- Konferenz haben heute ihre letzte Sigung abgehalten. Nächste Woche wird Das Bad steht auf dem Reumannplatz. Es ist das Abkommen von Briand und Primo de Ri- mit der Straßenbahn selbst vom Ring weg in vera, welcher am Montag abends in Paris ein zivanzig Minuten zu erreichen. Es liegt also nur treffen soll, unterzeichnet werden. Ein amtliches scheinbar weit draußen. Durch den Haupteingang, der wenige Schritte von der verlängerten Favori Rommuniquee ist für Dienstag zu evivarten. Abd el Krim wird auf einer Insel, tenstraße entfernt liegt, betritt man das helle, welche dem Gouverneur von Madagaskar freundliche Vestibul. Links und rechts vom Hauptuntersteht, gebracht werden. Ueber die Dauer eingang führen die zwei Hauptstiegen in die verseines Erils ist man noch nicht einig. Frankreich schiedenen Badeabteilungen. Außer den Stiegen bat zehn Jahre vorgeschlagen, Spanien will find noch zwei Paternosteraufzüge und zwei Perein lebenslängliches Eril. sonenaufzüge stets im Betrieb. Ein Stiegenfteigen Schließlich wurde beschlossen, daß jedes Jahr ist also gar nicht notwendig. Im Untergeschoß zur eine Delegiertenkonferenz zur Regelung von schive- linken Seite find die Schlammbäder, die benden Fragen zusammentreten soll. der Tschechoslowakischen Republik eingeführt werelektrischen Bäder, die Sol- und andere den, erhöht werden und daß die Regierung diese Zusazbäder und die Gasbäder, Kohneuen Zollfäße im administrativen Wege in Kraft setze. Auf diese Weise soll eine Repressiv- Ein Attentat in Budapest. lensäure, Sauerstoff- und Luftperl Moskau, 22 Juni 1926. maßnahme gegen das zollpolitische Verhalten Budapest, 10. Juli. In der Nacht auf heute bäder. Anschließend an diese Badeabteilungen Ein ähnliches Schicksal scheint nunmehr auch der Tschechoslowakischen Republik gegenüber der warf ein unbekannter Täter auf den Balkon der sind Warte- und Ruheräume. Auf der gegenüberben ehemaligen Führer der deutschen Kommuni- jugoslawischen Einfuhr ergriffen werden. Der Wohnung des getoefenen Regierungskommissärs liegenden Seite ist eine Wäscherei. Bei eigene ten Maslow getroffen zu haben. Die Berradikale liner„ Rote Fahne" brachte dieser Tage fol- radikale Abgeordnete Gavrilovič erklärte, daß in und gegenwärtigen Mitarbeiters eines linksradi- Wafcheaufzüge befördern die Badewäsche in die falen Blattes Adam Persian von der Gasse her verschiedenen Abteilungen. Vom Vestibül kommt man geradeaus über einer so wichtigen Frage vorerst die Regierung eine Höllenmaschine, die dort, ohne irgend einen eine Stiege zur Schwimmhalle. Die Wie wir erfahren, haben einige Genossen konsultiert werden müsse und daß die Skuptschina Schaden anzurichten, explodierte. Der Attentäter Schwimmhalle ist für Sportzwecke besonders ausEinladungen für eine Begrüßungsfeier anläßlich erst dann die Angelegenheit in Berhandlung zie- konnte in der Dunkelheit entkommen. Die polizei- Schwimmhalle ist für Sportzwecke besonders ausder Entlassung des Genossen Maslow aus dem hen könnte. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt und lichen Erhebungen stellten bisher fest, daß die gestaltet. Das Schwimmbecken ist 33% Meter lang und und 12% Meter breit. Drei Längen ergeben also in dem Gefängnis versandt. einmontiert waren, in ganz primitiver Weise her- geordnet, daß sie bei Wettschwimmen überdeckt tion veranstaltet. Wir fordern darum alle Ge- Gavrilovič geschlossen. gestellt wurde. werden können und die Schwimmbahn nicht benossen auf, dieser Beranstaltung fernzubleiben." einträchtigen. Sonst gibt es in dem SchwimmDas ist die Begrüßung des großen MasHochwasser in Brag. becken nur Leitern, die in die Beckenwand eingelow, des Märtyrers der Weltrevolution. des Mannes, von dem es in der„ Roten Fahne" mit Prag, 10. Juli. Amtlich wird verlaufbart: lassen sind, damit sie beim Schwimmen und beim Wasserballspiel nicht hinderlich oder gar gefährlich amerikanischer Reflame hiek: Ohne MasWegen Hochwassers wird mit sofortiger Wirksam werden. Der Boden des Beckens hat Führungsfeit die Annahme aller für den Export auf dem linien für das Streckentauchen. Das SchwimmWaffertvege für den Holleschowitzer Umschlagplatz becken ist bis zu 4.80 Meter tief. Die Sprungbestimmten Waren eingestellt. Sendungen werden anlage wird kaum von einer andern in Wien übertroffen. Außer Sprungbrettern sind noch zwei zum Transport nur über besondere Bewilligung Sprungtürme von fünf und zehn Meter Höhe vorder Direktion der Staatsbahnen Prag- Süd ange- handen. In der Schwimmhalle ist ein eigenes Na Prüfung des stenographischen ProtoDas halbe Dutzend überschritten. nommen, welche nur dann erteilt wird, wenn Babe becken für Kinder. Um die Halle reinzuhalten, ist der Zugang folls über das Auftreten des Genossen Maslow Rom, 10. Juli.( Stefani.) Der König er der Transporteur die mit der Bestätigung der bor Gericht ist die JNA, zu dem Beschluß gekomeingerichtet, daß man mit Schuhen nicht men, daß sein Berhalten als Parteimitglied und nannte Mussolini zum Minister der getvertbesonders als eines geistigen Führers und Mitschaftlichen Organisationen und den Grafen Dampfschiffahrtsgesellschaft versehenen Fracht- für die Badenden bestimmten Raum ten Suardo zum Unterstaatssekretär in diesem Mi- scheine, daß für die Waren ein Schiffsraum fann. Jede Kabine hat auch zwei Türen, cinc Die Frage über seine Parteimitgliedschaft kann nifterium. Graf Suavdo bleibt auch Unterstaats- sichergestellt ist, vorlegt. endgültig erst dann entschieden werden, wenn die sekretär im Ministerpräsidium Diese Feier ist nicht von der Parteiorganisa- die Sigung nach der Erklärung des Abgeordneten einer Dynamitpatrone, die in einer Blechbüchse jeichteren Teil in das Wasser Doch sind sie so an„ Nun danket alle Gott!" Die Kongrua fanktioniert. Prag, 10. Juli. Der Präsident der Republik Lowismus teine Weltrevolution. Es hat am 10. Juli d. J. das Gesetz vom 25. Juni tommt aber noch schöner. Vor diesem Dredspriger 1926 über die Gehaltsregelung der Geistlichen der wird in großer Aufmachung ein Beschluß der vom Staat anerkannten Kirchen und ReligionsInternationalen Kontrollfommission" über die genossenschaften, unterzeichnet. Berbrechen Maslows veröffentlicht. Das Femeurteil gegen ihn lautet: glieds des 38. nicht würdig war. Ein neues Vortefeuille für Mussolini. hintere Tür, durch die der Badegast angezogen die Kabine betritt, und eine vordere Tür, durch Sette 4 Aus der Sozialistischen ArbeiterInternationale. 11. Juli 1926 Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Montag. Prag, 368, 14: Prager Börse. 17.45: Devisen, NachF. tschew: Walzer auf den schwarzen Tasten. 2. Siede: Die Jul. Fučik: Erinnerung an Zrient. 17.45: Börsennachrichten. Afra, Liebliche Nacht, Gefang. A. Dargomirsty: Wolle die der Badende in die Halle kommt. Vorher vornehmen werde unter seiner persönlichen muß er aber, ob er will oder nicht, durch ein Verantwortung. Diese Erklärung wurde ohne Fußbecken gehen, wo ihm durch fließendes Was- Widerspruch entgegengenommen. Es wurde ein ser die Füße gereinigt werden. Die Schwimm- Demonstrationszug durch die Stadt ver- Bekanntlich hat die englische Labour Party halle bietet 553 Badegästen Platz. Sie ist auch die anstaltet und am Ringplatz vor dem Konsumver- gelegentlich der Tagung der Exekutive der S. A. J. erste mit eingebanten Tribünen für die Zu einsladen ein Meeting abgehalten. Kurz nach im April 1926 den nächsten Kongreß der börse. 11.30: Landwirtschaftlicher Rundfunk und Breffenachschauer. Die Tribünen sind stufenförmig aufge- dessen Eröffnung erschien plötzlich der christ- Sozialistischen Arbeiter- Internationale, der für richten. 12: Beitfignal. 14: Börsennachrichten,: 6.30: Dich baut. Die Zuschauer kommen in die Halle durch lich soziale Vizebürgermeister AI- 1927 in Aussicht genommen ist, nach London traum. Fogtroit Serenade. S. Topy: Ballett- Suit A. Siwa. zwei eigene Eingänge. brecht in Begleitung eines Gendar eingeladen. Im Erdgeschoß, um vorläufig noch unten zu men und forderte, ohne sich zu legitimieren und Durch den inzwischen stattgefundenen Ge- Silberblume, Intermezzo. A. Dborsty: Jackson, Hardaway. bleiben, sind die Dampfbäder, die Räume ohne zu sagen, wer er sei, den Redner auf, die neralstreit und den lange andauernden und Hopfenmarktpreise. 18.15: Landwirtschaftlicher Runddes Arztes, Diensträume, Erfrischungsräume, Versammlung aufzulösen. Der biel- Bergarbeiterstreit hat die Situation für funt und Bressenachrichten. 18.45: Konful JUDr. Franz Räume für Massage, Hand- und Fußpflege. Für hunderttöpfigen Menge bemächtigte sich eine ge- die englische Arbeiterbewegung eine derartige Ver- im Auslande. 19: Deutfche Sendung. Dr. A. Heller, die Bediensteten des Bades sind eigene Bäder waltige Erregung und ein dichter Knäuel Men- fchiebung erfahren, daß sie sich gezwungen fah, in stertongert.- Russischer Abend: M. Glinta: Das Leben vorhanden. Im ersten Stock sind die Warte-, schen drängte sich gegen die unliebsamen Ver- ihrer letzten Erekutivsizung alle ihre Verbindlich- für den Zaren, Ouverture und Potpourri. A. Rubinstein: Umkleide- und Ruheräume für die Gäste des sammlungsstörer. Der Redner, Gen. Weiß, feiten für die nächste Zukunft einer genauen nicht fragen; Ach teure, meine Seel. Gefang. M. Glinka: Dampfbades. In den Dampfbädern fönnen fete sein Referat fort und nach Ab- Nachprüfung zu unterziehen. In der Tat find Ruslan und Ludmilla Ouverture, Potpourri. M. Mussorggleichzeitig 244 Personen baden. Im ersten marsch zum Arbeiterheim wurde die Manifesta- die Wirkungen des Generalstreiks auf die finan- 22: Bettfignal, Sport, Theater, und die neueſten RamStock sind auch Friseurräume, die von allen Ba- tion geschlossen. zielle Situation der Bewegung außer richten des Preßbureaus. Tanzmusik aus dem Restaurant degästen besucht werden können. Brünn, 521, 14.30: Mit dem, allerdings vorbeigelungenen Ver- ordentlich weitreichend und es wird lange Zeit Babřel. Im zweiten Stock sind die Brausebä- bot des Odrauer Genossenschaftstages hat nötig sein, bis wieder ein normaler Zustand ein- Sport- und Theaternachrichten. 17.40: Märchen von Onfel die der erster Klaffe, ferner die Wannen bäder. reaktionäre Bureaukratie zweifellos den Bogel abgetreten ist. Die Exekutive der Labour Party hat hom daher eine Reihe von Sparmaßnahmen be- up. Sr. Suchh: Gärten im Sommer. 18.20: Vortrag Kpt. schlossen, und Einschränkungen in giveiter Klasse und ebenfalls Wannenbäder. Im fich dadurch, daß trop der Intervention unseres anstaltungen in Aussicht genommen. In diesem caballo: Bajazzo. 20: Schauspielstunde. 20.30: Luftige Lievierten Stock sind eine saltwasserabtei Genoen die politische Bezirksverwaltung in Trop- Zusammenhang wurde auch die Einladung an den der und Duette. Iung und ein Kaltwassersaal mit Massageraum pau dem Konsumvrein keine Verständigung zu- Internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß be bettern. und Ruheraum untergebracht. In dieser Abtei fommen ließ, so daß es zu dem skandalösen Ein- sprochen und allgemein der Auffassung Ausdruck aus Hamburg: Der Herr der Erde.- Wien: 20: Heiferer lung sind auch Schwißbäder und elek- schreiten( mit Hilfe des christlichsozialen Vizebürgegeben, daß die Labour Party nicht in der Lage Wiener Bortragsabend. trische Lichtbäder. Die Gäste der Wasser- germeisters) turabteilung haben auch eine offene Dachterraffe germeisters) kam. Erfreulicherweise blieb dieſe ſein würde, ihre Verpflichtungen gegenüber der zur Verfügung. Im fünften Stod sind die Amtshandlung" ohne Erfolg. Luft- und Sonnenbäder mit Brausen. Das Bad kann gleichzeitig von ungefähr 1300 Badegästen besicht werden. Es ist eines der größten Bäder Europas. Tages- Neuigkeiten. Internationale bei dieser Gelegenheit in so zutfriedenstellenderweise zur Durchführung zu bringen, wie wenn der Kongreß unter normalen Umständen abgehalten würde. der Puppe, Prager Effektenbörse, Wetter, 18: Beitsignal. Landwirtschaftlicher Rundfunk. Lefnh: Buchdruck. 19: Orchesterkonzert. Lorking: Zar und Mignon. Berlin: 19,25: Dr. Friedlaender: Der Wert der LeiLeipzig: 19.45: Bon Geistern, Dämonen und Gespenstern. Breslau: 20.30: Uebertragung der Norag * Programm für Dienstag. Brag, 368, 11.30: Landwirtschaftlicher Rundfunk und Pressenachrichten.12: 3eitsignal aus der Prager Sternwarte. 14: Börsennachrichten. 16.30: Nachmittagstonzert. Spielt R. Die Exekutive der Labour Party hat daher 3- Segtett, A. Boieldieu: Die weiße Dame. Ouvertüre. W. A. Mozart: Menuett aus der Es- dur- Symphonie. M. Glinka: Nun noch einige intereſſante technische Ein- Ein chriftlichsoziales Mustereremplar. gestellt, der nächsten Exekutivsihung die Frage tans. Chaminade: Biece romantique cobrichten time an das Sekretariat der S. A. J. das Ersuchen Das Leben für den 3aren, Phantasie. Kierulf H.: SpringE. Gavotte. B. Emezelheiten. Für den Bau wurden 430 Waggon Ze tana: 17.45: Börsennachrichten und ment, 2000 Waggon Betonschotter und 910 WagDas in Tetschen a. E. erscheinende„ Nord- vorzulegen, ob nicht der Kongres erst ein Jahr sopienmarktpreise. 18: Deutfce Sendung. Ing. Ernſt gon Ziegel verwendet. Die Länge der Rohrlei- böhmische Tagblatt", dessen Ableger die" Sube- pater in London abgehalten werden könnte. Betterneb: Reiſe in die Böhmisch- fächsische Schweiz. tungen für die Beheizungs-, Bade- und Trink- tendeutsche Tageszeitung" ist, nahm als national-.. ist für Anfang September in Zürich in flubs: Welche Borbereitungen verlangt das Heilen. 19. Die nächste Sitzung der Exekutive der S. 18.45: J. Broz, Direktor des tschechoslowakischen Touristenwasseranlage beträgt 35 Kilometer. Ungefähr parteiliches Hauptorgan den christlich sozialen Ab- Aussicht genommen und wird sich auch mit dieser 20: Bunter Abend. Ch. Gounod: Entreatie a. b. fomifchen christlichsozialen 24.000 Quadratmeter Wandfläche wurden mit geordneten Serumpe schon wiederholt gehörig Fließen verkleidet und 10.000 Quadratmeter mit unter die Lupe. Nicht mit Unrecht, denn unter Frage zu beschäftigen haben. Klinkersteinen gepflastert. allen Abgeordneten der deutschen Regierungstrabanten ist Herr JUC. Hans Krumpe eine 1 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt und Pressenachrichten. Landw. Vortrag auf Welle 1150 m. 20: Wetterboraussage. Oper„ La Colombe", Segtett. Bit. Novak: Gebirgsballade, Gesang. A.Rimsky- Korsalow: Intermezzo aus der Oper„ Die Barenbraut", Sertett. Jar. Křička: Nordische Nächte, Gefang. 2. Delibes: Phantasie über seine Motive. Grandball: Konzert für Oboe, Op. 7. 3d. Fibich: Poem, R. Strauß: Wiegenlied, Op. 41, Nr. 1, Sextett. Brož: Blasmufit. 22: Breßbureaus. Zeitfignal. Landwirtschaftsfunt. Dr. Ing. Podhradsty: Befische Lieber. Brotan: Wallachische Lieder. 20: Militärfongerr. Seinen Namen führt der herrliche Bau Neue Unwetterfatastrophen. er ist ein burgartiges Gefüge ineinander verschach- Nummer für sich. Daß er eine ganz besondere telter Flügel und Türme nach der Gemeinde- Qualifikation in gewissen Dingen aufweisen muß, Gegend ist den Blättern zufolge von einem schweBerlin, 10. Juli. Die gesamte Wurzener Beitsignal, Sport, Theater- und die neuesten Nachrichten des rätin Amalie Pölzer, die nicht nur als po- beweist die Tatsache, daß er für würdig befunden ren Unwetter in der vergangenen Nacht betroffen sport und Theaternachrichten, 17.40: Frauenrundschau, Brünn, 521, 14.30: Prager Effektenbörse, Weiter, Litische Vertreterin des Favoritner Proletariats, wurde, in höchsten und allerhöchsten sondern auch als helfende Freundin aller Be- Kreisen" Vertrauensstellungen ein- worden. Das Dorf Machern wurde voll- Frau Prof. Schütt: Schmetten und Schmettenspeisen. 18: drängten als mütterliche Beraterin der Armen die zunehmen. Er verkehrte schon am„ Sose" des er- ständig unter Wasser gefett. Die Ei- beutung der Lebre über die Bererbung bei Haustieren. i8.20: 3. Florian: Mitroffen Pál: Bieber. große Ehrung verdient hat, die ihr zuteil wird. mordeten Thronfolgerpaares Franz Fer- senbahnstrecke Leipzig- Wurzen steht unter Was- Bortrag Mudr. 19: Konzert. Dvořák: Sonatina für Geige. Dvořák: Die Gedenktafel im Bad trägt die Aufschrift: dinand Este und fungierte später als Erzieher der fer. Der Damm der Lübschizzer Deiche ist gegen Sier im Walde, In vielen Herzen. Křička: Nordische Nächte, erzherzoglichen Kinder auf dem Thun- Hohen- 2 Uhr nachts gebrochen. Felder und Fluren find Lieber. Wieniawffi: Souvenir de Moscou. J. Kune: Slowa steinschen Schlosse in Tetschen, das immer ein total verwüstet. Schwere Gewitter und Wolfenbrüche über Sammelpunkt des Adels und der hohen Geistlichkeit war. Als Landessekretär der christlich- Mittelschwaben und Augsburg richte Der Herr der Erde. Sechſte Sendung: Zwei Menschen. sozialen Partei war er demnach so recht geeignet, ten großen Schaden an. In einer Ortschaft wur- Brestau: 19: Der höchste Mann Deutschlands. Ein Besuch bei die Verbindung zwischen dem ganz gewöhnlichen den mehrere Häuser unterspült. Infolge eines dem Meteorologen auf der Sugfpipe. Wien: 19.30: Arbeitsvoll und den von Gott" zur Herrschaft Dammrutsches entgleiste ein Personen- terfly", weusit von Giacomo Puccini. berufenen Blaublütigen und Schwarzkutten her- ug der Strecke Augsburg- Ingolstadt. Der zustellen. Verkehr ist unterbrochen. In Schwaben wurden 0000000000000000000000000000000 mehrere Häuser durch Blitzschlag eingeäschert... ihre Bitte mündlich beim UnterabteilungsEin junges Mädchen wurde auf dem Felde vom rapporte vorbringen. Rechtzeitig eingelangte Gesuche Blitz getötet. DIESES BAD FÜHRT SEINEN NAMEN ZUR ERINNERUNG AN AMALIE PÖLZER GEMEINDERÄTIN DER STADT WIEN GEBOREN AM 27. VI. 1871 GESTORBEN AM 8. XII. 1924 AMALIE POLZER WAR EINE KÄMPFERIN FÜR DIE RECHTE DER ARBEITERSCHAFT ZUGLEICH ABER IN IHRER ZÄRTLICHEN MUTTERLICHEN GUTE EINE NIE RASTENDE BERATERIN UND HELFERIN FÜR ALLE REDRUKTEN DIE GEMEINDE EHRT DIESE SCHLICHTE DURCH DIE EDELSTEN EIGENSCHAFTEN AUSGEZEICHNETE FRAU INDEM SIE DAS GRÖSSTE UND SCHÖNSTE BAD DER STADT WIEN NACH IHR BENENNT Vor allem aber bleibt das moderne und den strammen Tschechenfeind. schöne Riesenbad ein Denkmal nicht nur einer treuen und verdienten Frau, sondern des Willens der großen proletarischen Masse, der über die größten Hindernisse zum Siege vordringt. Inland. Behördliches Verbot einer Genossenten aus. als Berlin: 20.30: Uebertragung vom Hamburger Sender: Reipzig: 19.45: Dresden: 1. Teil. Theatergrotesten. Uebertragung aus der Wiener Staatsoper:" Madame But Auch in der Gegend von Weimar und werden die politischen Behörden erster Instanz nach Auch in der Gegend von Weimar und durchgeführten Erhebungen und eventueller Ergän Ital gingen schwere Wolfenbrüche nieder. zung der Gesuche mit den notwendigen GesuchsbeiDie Felder wurden größtenteils bernich- lagen bis zum 1. Oktober I. J. mit ihrem Guttet, die Straßen tief aufgewühlt. Auf der Straße achten versehen den zuständigen Truppenkörpern Bevka- Tannroda ist jeder Verkehr unmöglich. und Anstalten einsenden. Verspätet eingereichte GeIn Blankenhain wurde die Stadtkirche durch Blizz- suche werden nicht berücksichtigt werden, falls die schlag schwer beschädigt. Gründe für die verspätete Vorlage nicht von ganz besonderer Bedeutung sind. Als seinerzeit in Niedergrund bei Warnsdorf eine gemeinsame Protestversammlung aller deutschen Parteien gegen den Mizbrauch der Bodenreform stattfand, war Krumpe einer der ärgsten Losgeher gegen die tschechische Regierungsmethode. Auch sonst war er ein wütender Haffer des Prager Systems und die Intereffen des deutfchen Volkes hatten entschieden keinen besseren Anwalt als ihn. Noch während der Wahlagitation bezeichnete er die Herbeiführung der na tionalen Gleichberechtigung nächste Notwendigkeit, wobei er wohlgefällig be- Logau, Herder, Nicksche im Prager Radio merkte, daß der wirkliche Frieden in Rom unter tonfisziert! Für vergangenen Mittwoch waren im Drei neue deutsche Riesendampfer soll die dem Segen des Papstes geschlossen werde. In Rahmen der deutschen Arbeitersendung im Prager Sapag für ihren Amerikadienst zu bauen beabseinen Wahlreden kündigte er selbstbewußt an, Radio Gedichtrezitationen des Genossen Reis- sichtigen. Die Schiffe sollen je 33.000 Tonnen groß daß es im Parlamente schon anders sein werdemann zum Thema„ Nie wieder Krieg" ange sein, also ungefähr dem Lloyddampfer„ Columbus" wenn er drin sein werde. Knapp nach der Wahl, fündigt. Aus der vorgelegten Sammlung wurden entsprechen und auf Stapel gelegt werden, sobald der als von der Möglichkeit der schwarz- grünen Internationale noch keine Rede war, spielte er noch unter anderem konfisziert: Epigramme 2oga u 8, Dampfer New York, der letzte der vier Schiffe der der vor dreihundert Jahren lebte und Ballin- Klasse fertiggestellt ist. Das erste der neuen Deutschland ging ihm damals noch über alles in dichtete, ein Lied von Herder( 18. Jahrhun- deutschen Schiffe soll den Namen„ Europa" tragen. der Welt. Und wie eifrig gab er sich als Hüter dert), ferner Nietzsche, Herwegh, Fon- Da die Baukosten für einen Lugusdampfer heute des nationalen Grals, wenn sich deutsche Parteien tane, Sudermann usw. Sogar ein drei rund 900 bis 1000 Mark je Tonne betragen, würde tausend Jahre altes chinesisch es es sich bei dem Bau von drei Schiffen dieser Größe untereinander im offenen Hause zerkrachten: man möge um Gotteswillen nicht den Tschechen das Lied verfiel der Zensur durch den Presseaus- um eine Summe von rund 100 Millionen Mark beschämende Schauspiel des Bruderkampfes bie- schuß des Ministerratspräsidiums. Metternich, handeln. Der Bauauftrag soll natürlich deutschen ten! Auch sonst gab er sich förmlich als Erzieher wenn er wieder auferstünde, könnte da allerhand Werften zugute kommen. und Wahrer der guten parlamentarischen Sit- lernen. Eine außerordentliche Flugleistung hat ant Ein internationaler Verband der Musikerorga- Montag der Berliner Verkehrsflieger Heinz Wende Dann kam die plötzliche Verwandlung auf fitionen der Tschechoslowakei. Vom Deutschen musik vollbracht. Trotz schwerster Wetter hat er die Flugder politischen Bühne. Herr Hans Kerumpe, der pädagogischen Verband erhalten wir die Mitteilung, strede Amsterdam- Berlin mit einem dreimotorigen eben noch so geschastelhuberisch auf deutscher daß es nach langen, intensiven Vorarbeiten endlich Junders- Großflugzeug der deutschen Lufthansa ohne Der christlichsoziale Vizebürgermeister von Odrau Seite war, wurde ein nicht minder eifriger Mitt- gelungen ist, alle bedeutenden Musikerorganisationen Zwischenfall bewältigt und die sieben Passagiere und amtshandelt zusammen mit der Gendarmerie. ler auf tschechischer Seite. Alle fingerlang hatte der Republik( ohne Unterschied der Nation) zu einem 200 Kg. Fracht mit nur zehn Minuten Verspätung Der Konsumverein in Odrau veranstaltete er mit Bater Sramet oder sonst einem hochmögen Verband zu einen. Am 7. Juli fanden sich in Prag auf dem Tempelhofer Flugplatz abgesetzt. Bereits wie alle Konsumgenossenschaften der ganzen Welt den Politiker auf der anderen Seite der grün- elf Musikerorganisationen der Republik( von deut mittags beim Start in Amsterdam regnete es start am Sonntag, den 4. Juli 1. J. einen Genossen- schwarzen Internationale eine anscheinend sehr scher Seite der Musikerverband Teplitz, der Deutsche und dunkle. Wetterwolken hingen am Himmel. Die schaftstag. Samstag, den 3. Juli, erhielt aber wichtige Konferenz. Jedenfalls hatte musikpädagogische Verband und der Zentralverband Wettermeldungen für die ganze Strecke waren denkder Musikerverbände Aussig) zusammen, um einen bar ungünstig. Die Anschlußflugzeuge aus London der Lagerhalter, Genosse Eiselt, durch den dor- Herr Krumpe überaus rasch umgefigen Gendarmerie posten die Verständi- sattelt, wie er sich überhaupt leicht in allen einheitlichen Vertretungskörper ihrer ideellen und und Paris waren wegen des außergewöhnlich schlechgung, daß die Abhaltung des Genossen Situationen zurecht findet. Während des Wahl- materiellen Interessen zu schaffen. Es wurde ein ten Wetters ausgeblieben. Dennoch entschloß sich schaftstages untersagt sei. Ein schrift fampfes sprach er in einer Versammlung in Leit- erband der Musikerorganisationen Wende zum Start. Durch stärksten Regen legte er licher Bescheid wurde nicht zugestellt. Genoffe merit derart, daß ihm ein kommunistischer Red- der Tschechoslowakischen Republik" ge in zweieinhalb Stunden die erste Etappe bis HanEiselt rief hierauf die politische Bezirksverwal- ner vollstes Lob zollte. So ist der Vertreter schaffen, in dessen sechsgliedriges Präsidium zwei nover zurüd. Auf der Weiterfahrt geriet er in das Giselt rief hierauf die politische Bezirksverwal- bes hohen Abels und der Geistlichkeit Deutsche, darunter der erste Obmannstellvertreter, wolkenbruchartige Unwetter, das am Montag natung in Troppau an, ließ sich den Refernten zum beschaffen, den nun das„ Nordböhmische Tagblatt" gewählt wurden. Angestrebt wird die Hebung des mittag die Gegend Hannover- Magdeburg- Berlin Telephon kommen, und machte ihn darauf auf- nach allen Regeln der Kunst„ bermöbelt", indem musikalischen Bildungsniveaus des Publikums, heimsuchte. Vielfach befand sich das Flugzeug in merksam, daß dieses Verbot eine Bla es an die politische Vergangenheit Krumpes er- gründliche Reform des Musikunterrichtes in Schule undurchdringlichen Wolfengebilden und mußte über mage für die Behörde bedeute, worauf innert und ihn auffordert, seinem Versprechen und Haus und gefeßlicher Schutz der sozialen und 1000 Meter hoch gehen, um aus den Wolken zu ihm der Referont sagte, daß hier ein Versehen gemäß in öffentlicher Versammlung Standesinteressen aller Musiker. vorliegen müsse, daß er noch mit seinem Chef Rede und Antwort zu stehen. Als getreuer Schü sprechen und ihm sodann Nachricht zukommen ler der Jesuiten wird er sich allerdings hüten, sich lassen werde. Da eine solche Nachricht, bis Sonn- der Gefahr einer Schlappe auszusetzen. Er rechnet tag früh weder bei Genossen Eiselt noch bei der damit, daß es Beichtstuhl, Kanzel, der Presse und Gendarmerie eingelangt war, rief Gen. Eifelt all den anderen Hilfsmitteln der christlichsozialen nochmals die politische Bezirksverwaltung in Politik gelingen wird, den int eigenen Lager herrTroppau ar. Es meldete sich dort nur ein Die- fchenden Unmut zu dämpfen und daß seine ner, der erklärte, keinerlei Weisungen zu haben. Seldentaten bald vergessen werden. Daß er in Genosse Eiselt gab nun dem Gendarmerieposten- diesem Punkte gründlich irrt, dafür werden schon kommandanten die Erklärung ab, daß er die Ab- wir sorgen. haltung des Genossenschaftstages fchalisveriammlung. kommen. Ueber der Elbe hing eine ungeheure, droWichtige Bestimmnug für aktiv dienende Sol- hende Gewitterwand von etwa 60 Kilometer Tiefe daten. Amtlich wird mitgeteilt: Die Entlassung der und 40 Kilometer Breite. Dennoch behielt das Ueberzähligen nach sechsmonatiger aktiver Dienst- Flugzeug geraden Kurs auf Berlin, bis es in die leistung wurde bereits beendet, alle diesbezüglichen schweren Wolkenbrüche über der Reichshauptstadt Gesuche sind somit gegenstandslos. Soldaten, welche geriet und sich gezwungen jah, nach Norden auszunach vierzehnmonatigem Präsenzdienste mit 1. De- biegen und von da aus dem Tempelhofer Felde zuzember 1926 als Ueberzählige entlassen werden zustreben. Bei der Landung wurde der Flieger von wollen, müssen bis längstens 1. September 1. J. allen Seiten zu dieser Leistung. beglückwünscht. Heinz neue Gesuche um Entlassung mit den notwendigen Wende ist erst 27 Jahre alt, er hat aber als erprob Belegen versehen, bei ihrer zuständigen politischen ter Verkehrsflieger bereits 300.000 Kilometer im Behörde erster Instanz einreichen oder bis 15. August Dienst des Verkehrsflugs zurückgelegt 11. JuN 1826. Seile 5. Di« Naturfreunde zur Reichsgesundheitswoche. Der Reichsausschuß der Naturfreunde wurde zu der geplanten Gesundheitswoche eingeloden. Zeitmangels wegen konnten für die Teilnahme keine Borbereitungen mehr getroffen werden. Die Prager Ortsgruppe hat an die Leitung der deutschen Reichsgesundheitswoche in der Tschechosl. Republik in Prag folgendes Schreiben gerichtet: Im Rahmen der deutschen Reichsgesundheilswoche veranstalteten wir einen Vortrag über:„Das Wandern ein Gesundbrunnen", woran sich eine Aussprache anschloß. Es wurde folgende Entschließung gefaßt welche wir Ihnen hiermit vorlegen. Das Programm des Touristenvereines Die Naturfreunde erstrebt die körperliche und geistige Gesundung der arbeitenden Menschen. Für uns ist das Wandern ein Gesundbrunnen und kein Luxus.- Das Wandern bringt Freude, Kraft und Gesundheit, es ist notwendig zur vollen Entwicklung des Körpers und eines der besten Mittel zur Bekämpfung der Tuberkulose. Wir stellen: frische Luft gegen Rauch, frische- Wafler gegen alkohol. Getränke, Arbeitsfreudigkeit gegen Uebermüdung, frohen Mut gegen Nervosität, Tageslicht gegen künstliches Licht. Die Veranstalter der Gesundheitswoche werden aufgefordert, dafür einzutreten, daß Alt und Jung der schaffenden Menschen daran Anteil nehmen kann» denn dies wird erreicht durch Förderung des Wanderwesens unter Beibehaltung weitgehendster FohrpreiSbegünsti- gungen, durch Förderung von Erholungs-, Ferien- und Unterkunftsheimen, durch Beibehaltung der Achtundvierzigstunden-Woche, durch Ausgestaltung des freien Samstag Nachmittages und der Ruhepausen, durch-entsprechende Fürsorge und Entlohnung der jugendlichen Arbeiter und Angestellten, durch Festhaltung und Erweiterung der bezahlten Urlaube für Arbeiter, Angestellte und Jugendliche. Karl B. Rais gestorbe«. Vorgestern nachts starb der tschechische Dichter und Schriftsteller Karl B. Rais. Er wurde 1859 in Bad Bölohrad geboren und war der urwüchsige, realistische Schilderer des tschechischen Kleinbauernelends, Häuslerwesens und Landntilieus. Alle seine Figuren sind ungemein lebenswahr, besonders glücklich ist seine Schilderung derber Bauerntypen, deren Herz oft wie mit einer Eiskruste umgeben scheint und die dann durch das Loben, irgend ein« Episode,„gewandelt" werden Was Anzengruber auf dramatischem Gebiete, hat Rais in seinen Novellen und Romanen geschaffen. Meisterhaft war seine Zeichnung alter Menschen. Bon seinen Erzählungen heben wir besonders hervor: Rodike a däti(Eltern und Kinder), Kalibüv zlokin(Kalibas Verbrechen), Polmöchuk(Bittersüß), Horste koreny(BergwurjKn). Wir- werden demnächst etwas von Rais verGstlichen. Was die tschechischen Faschisten alles geniert. Auf die Anfrage der tschechischen Oeffentlichkeit wer denn das eigentlich sei, das„Direktorium der tschechischen Faschisten" antwortet das„Zentral- Organ",(in Wirklichkeit ein Wochenrevolverblatt) wörtlich:„Wer die Führer der tschechischen Faschisten sind, wollt ihr also wissen?— Der„Instinkt", der gesunde nationale Instinkt(!), wie es zu Beginn des Krieges war, äls sich das Volk zum spontanen Kampf entschloß." Wer erstickte diese Bewegung? fragt das Blatt weiter. Die„sogenannten" Befreier des Volkes. Sie schreiten in den Fußspuren Oesterreichs und schänden unsere gefallenen Helden!(Wiewiel man von den Faschisten erfährt in paar kurzen Worten, wozu wohl der Präsident seine„Weltrevolution" geschrieben hat:) Unsere Republik ist für uns, nicht für Deutsche, Kommunisten, sozialistische Führer und Juden... Ein Herr Senft identifiziert sich gar mit dem Genius des tschechischen Volkes und fragt: Quo vadis?— Er schließt: Wir wollen das materielle Glück aller Tschechen! Ist er arbeitslos? Bezieht er keine Arbeitslosenunterstützung, dieser Genius Senft weil er dos„materielle" Glück der Tschechen wünschte?— Die„Bohemia" kann sich freuen! Das Faschistenblatt schreibt:„Wenn wir regieren, wird das Blatt mit einem Federzug eingestellt." Auch die Gattin des Gatten des Gesandten Jan Masarhk bekommt eins dafist, daß sie in Karlsbad deutsch gesprochen hat, ein Herr Franöfl aus Kolm schreibt darüber einen Artikel, ebenso, daß in Pooßbrad ein deutscher Hoteldiener angestellt ist! Dann ist es den Faschisten nicht recht, daß die Prager aus den Fenstern früh— die Federbetten stecken, nein, Fahnen stecket heraus, Heißt es weiter. Also wohlgemerkt Prager: Die Faschisten sind so wohlriechend, daß eine Benenlüftung unter ihrem Regime nicht mehr nötig sein wird.— Wir können uns also auf dee faschistische Regierung freuen! Ueber di« internationale Gartenbauausstellung in Dresden schreibt uns ein Brünner Genosse, der jene besuchte: Alles was nur irgendwie mit der Kunst des Gartenbaues zusammenhängt sst in dieser prächtigen Ausstellung, die einen ansehnlichen Teil des„Großen Garten's" in Dresden einnimmt vertreten. Spezialmaschinen und Triebhäuser in ungeheueren Ausdehnungen sind ein sprechender Beweis für die Entwicklung deutscher Arbeit auf diesem Gebiet. Die modernen Ziergärten sind stilistisch gebundenerer Form und erinnern teilweise an den französischen Stil um 1800 herum. Hingegen, zeigt die Form der Beete weniger Rundungen und me Vorliebe für große Rasenflächen. In der Abteilung, für Edel- und und Spalierobst gibt es auserlesene Gatimmen, die auf verstaudnisvoljß Züchtung Hinweisen. Man glaubt in einem Feengarten zu sein, wenn man die gwßen Rosenpflanzungen betritt, wo nicht weniger als>300.000 Rosen in vollster Blüte prangen. Springbrunnen aller Art geben der zierlichen Anlage eine reizvolle Abwechslung. Zahlreiche Bänke in moderner Ausführung, die gleichzeitig von verschiedenen Firmen ausgestellt werden, bieten dem Besucher im Schatten gepflegter Bämne reichliche Gelegenheit in Ruhe die BMmenPracht genießen zu können. Dies« Ausstellung bann äls vollständig gelungen bezeichnet werden und wird sicherlich viele Anregungen aus diesem Gebiete geben. Religio« und Erdöl. Vor einem New Norker Gericht sind dieser Tag« zwei sehr fromm« Männer gestanden Dr. Earl Taylor, der frühere Leiter der„Allkirchlichen Weltbewegung", und sein Helfershelfer, der Geistliche Wilbur Clements, Leiter des»^onntagsbundes". D>e beiden gründeten eine Great Basin Oil Compagny zur Ausbeutung von Petroleumgruben auf Ländereien, wo sich nach einem Gutachten des Geologischen Dienstes der Bereinigten Staaten unmöglich Oelfelder befinden können. Aber Dr. Taylor erklärte, er habe die Zusicherung der göttlichen Mächte, daß die Felder reiche Petroleumschätze bärgen. Dank seinen ausgebreiteten kirchlichen Verbindungen hatte der Schwindler leichtes Spiel. Er bewog die Geistlichen in den einzelnen Gemeinden zur Abhaltung eines Public dinner. Dort berief er sich auf die göttlichen Mächte und überdies auf den Staatsanwalt. Auch konnte er — wahrheitsgemäß— darauf Hinweisen, daß fünfundzwanzig Bankpräsidenten und Vizepräsidenten bereits Aktionäre seiner Unternehmung waren. So gingen seine Aktien, die er für zwölf bis zwanzig Dollar das Stück verkaufte, reißend ab. Insgesamt hat der fromme Schwindler 250.000 Aktien Ä>n den Mann gebracht, bis der Staatsanwalt ihm in den Arm fiel. Der Gattenmörder Pilar zu 20 Jähren Kerkers begnadigt. Der Bergarbeiter Jaroslav Pilar aus Niedergeorgental, der seine junge Frau in einer Pinge ertränkt hatte, war in der letzten Schwurgerichtsperiode des Brüxer Kreisgerichtes zum Tode verurteilt worden. Der Präsident der Republik hat das Todesurteil nicht bestätigt, sondern Pilar begnadigt und die Todesstrafe in ein« 20jährige schwere Kerkerstrafe umgewandelt. Fünf Frauen im Hernad ertrunken. Bei Feldarbeiten, die in der Gemeinde Nadoöt bei Kaschau am linken Ufer des Hernad während der letzten Tage unternommen wurden, sind am Dienstag fünf Frauen ums Leben gekommen. Ein Teil der Bevölkerung besitzt Aecker auf dem linken Ufer des Hernad. Die Bevölkerung hatte sich in aller Frühe, durch das scköne Wetter verlockt, an die Arbeit begeben und die Besitzer der linksseitigen Felder hatten sich durch einen Zigeuner im Kahn ans andere Ufer bringen lasse». Nachmittags brach ein gewaltiger Gewittersturm los und, obwohl der Kahn nur sechs Personen faßte, drängten die ungeduldigen und aufgeregten Frauen sich rücksichtslos in den Kahn, der außer dem Steuermann 12 Personen ans Ufer bringen sollte. Kaum war der Kahn in der Mitte des stark angeschwollenen Flußbettes, als er umkippte und feine Insassen in den Wellen begrub. Der Zigeuner vermochte sich schwimmend ans Land zu retten. Zeugen des Unglücks stürzten sich in die Fluten, um Beistand zu leisten und es gelang ihnen auch, sieben Frauen zu retten. Fünf Frauen fanden in den Fluten den Tod. Auch ihre Leichen konnten nicht geborgen Werden, da die starke Strömung sie mitgerissen hatte. Deutscher Juristentag. Das Sekretariat der Ständigen Vertretung des Deutschen Juristentages in der Tschechoslowakei amtiert ab 12f bis Ende Juli nicht. In dieser Zeit einlangende Post wird erst nachher erledigt. Kleine Thron«. Tagore über dar Abendland. Ein« Kritik de» Weltkrieges. Man hat von Tagore, dem indischen Dichterphilosophen, nichts mehr gehört, seitdem ep. Italien im Vorjahre einer Krankheit wegen plötzlich verlassen mußte. Dann erhielt man einige Bulletins, seitdem aber nichts mehr. Nun veröffentlicht Rabin- dranath Tagore in einer der letzten Nummern der von Suredranath Tagore herauSgegebenen Zeitschrift „Visva-Bharati Quartarly", dem Organ der Universität Santiniketa, einen interessanten Artikel, in dem er mit dem Abendland und seiner Kultur abrechnet und besonders den Weltkrieg kritisiert, als habe dieser ihm über den Westen erst richtig die Augen geöffnet. „Der Weltkrieg war eS," schreibt Tagore,„der di« ungeheure Selbstbefriedigung Europas in Fotzen riß. Kürzlich kam«S zu feiner Ueberraschung zu der Erkenntnis, daß sein Ursprung nicht von außen kam. Bis zu diesem Augenblick stand es im Zenit seiner Macht und seines Glanzes. Aeußerlich hatte es anscheinend endlos« Zeit für sein grenzenloses Glück erobert, während es mit seinem erbarmungslosen Erfolg das Schicksal von Millionen fremden Volkes in die Form seines Fußschemels gebracht hatte und es beständig festhielt. Das Barometer, das den äußeren Stand der Atmosphäre verzeichnete, prophezeite eine ewige Monotonie heiteren Wetters. Durch die Reibung, die die wtderstreitendAl Begierden geschaffen, entstanden böse Blitze, doch glaubte man fast, daß der Trieb eines, intelligenten Eigennutzes selbst dazu hinreichen würde, eine dieser heftigen Gebärden nicht in einer Katastrophe endigen zu lassen. ' Dann kam der Tag, wo alles das, was ihm die Oberherrschaft in der Welt verliehen hatte, sich gegen sie zu wenden schien. Die Wissenschaft, die es fiir einen Jagdzug gezähmt hatte, riß ekelhafte Löcher in seine eigenen Glieder, die noch kein Zeichen von Heilung zeigen. So mußte sein stolzer Geist zu dem Schlüsse kommen, daß sein jetziges Leiden nicht die Folge eines Mangels geistigen Talents oder materieller Ueberlegenheit, sondern die eines krebsartigen Gewächses innerhalb seiner eigenen moralischen Natur ist. Das hat uns in Asien endlich die Gelegenheit geboten, Europa mit unserem vom Hypnotismus des Erfolges nun befreiten Geiste zu beurteilen— eine Gelegenheit, die zu unserer eigenen Rettung notwendig war. Dieses Urteil darf aber nicht erfolgen in einem Geist der Widervergeltung, der da kichert bei der Aussicht, einen Teil des übelriechenden Kotes auf den Westen zurückwerfen zu können, den cs auf den schutzlosen Osten zu schleudern nicht müde geworden war." Tagore knüpfte an seine Kritik die Kampfansrge des Ostens an den Westen. Allerdings soll es kein Kampf mit Waffen sein, sondern ein moralischer Krieg. Der Osten verweigert dem Westen den traditionellen Gehorsam, seit er nicht mehr die Ueber- zeugung von der' moralischen Ueberlegenheit. des Westens hat, seitdem er das Richtschwert trägt. Tagore schreibt darüber in seinem Aufsatz, den die Zeitschrift„Abendland"(Gilde-Verlag, Köln) reproduziert:„Wir dürfen das aber nicht so sortgehen lassen. Wir müssen unsere Stimme wiederfinden, um dem Westen sagen zu müssen:„Eure Dina« könnt ihr in unsere Wohnung hineinzwingen, ihr könnt unsere Lebensaussichten versperren—aber wir werden über euch richten. Ihr könnt unser Urteil ignorieren, materiell wird es euch nicht bee'u- trächtigen noch euch in eurem Aufstieg zu den schwindelnden Höhen von Vorteil und Macht hemmen, uns wird es aber vor moralischer Erniedrigung retten. Wir weigern uns, uns selbst zu erniedrigen, indem wir.sagen, daß ihr weder des Gehorsams wert seid, wAl ihr stark, noch der Achtung wert seid, weil ihr reich seid." Und er schließt:^,Um. ups deshalb von der Anarchie der westlühe».Glaubensschwäche zu retten, müssen wir uns heut erheben und Richter über den Westen sein. Wir müssen uns aber auch schützen vor der Antipathie, die blind macht. Wir dürfen uns selbst nicht unsähig machen, die Wahrheit anzunehmen. Denn vordem erschien der Westen vor uns, nicht nur mit seinem Dynamit der Leidenschaft und dem Ballast der verschiedensten Dinge, sondern mit der Gabe der Wahrheit. Solange wir ihn nicht im rechten Geiste annehmen, werden wir selbst das nicht entdecken, was in unserer eigenen Kultur wahr ist, um sie der Welt zum allgemeinen Nutzen darzubieten. Di« Kultur und Humanität des Westens gehört nicht der Nation,, sondern dem Volke an." Die Poesie der Eiseichahn. Von Franz Lill. Als vor hundert Jähren das erträumte Wundertverk grübelnden Menschengeistes mit der gestaltenden Technik zur kühnen Tat geformt wurde, da stand auch die Mehrheit der zeitgenössischen Dichter an der Seite der Krämer, die bekümmert ihren Stand bedroht fühlten, denn auch die Zunft der Poeten bangte um die„blaue Wunderblume der Romantik", für die nun in dem werdenden neuen eisernen Zeitalter kein Platz mehr sei. In das mystisch« Dunkel einer Zeit versponnen, die noch nicht von blendendem Licht der elektrischen Kraft erhellt war, und in per eine weltabgewandte Philosophie dem Lauf der Stern« nachgrübelte, wurzelten Beruf und Aufgabe des Poeten in einer Gefühls- und Ge- hankenwelt, die vorerst mit den Problemen der neuen Zeit nichts anzusangen wußte, die wie Ars einem Wunderland emporgestiegen waren, an das vor seiner Entdeckung niemand geglaubt hatte. Mit dem schnaubenden Dampfroß, daS prustend über die Schienen ratterte, tvar die beschauliche West von Träumern zerstört worden, und das Lärmen der Maschinen, das nun auch allgemach in die stillen Stuben der Gelehrten und Poeten drang, schuf einen Zustand und Verbvei- tete eine Atmosphäre wo auf die Tauer die Literatur aus der alten Minnesängerzeit/mit den herkömnrlichen Mitteln von Mondschein, Liebe und Zuckerwasser nicht mehr auskammen konnte. Die Eisenbahn, die mit ihrem großen Verkehrswunder Welt und Leben neu geformt hat, schuf zunächst auch eine neue Epoche für die Dichtkunst. Damit, daß wie Justinus K e r- uer geklagt hat Vom Dampfer und von: Segelschiff And von des Dampfwagens wildem Pfiff" daS alte Idyll des Posthorns zerstört war, mußte man sich abfinden, wie man sich eben mit allem äbfinden mußte, was die Zeit an den wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen des gesamten biologischen Weltbildes geän«rt hat. Mer aus der Zerstörung ward auch hier neues Leben, grünte und wuchs die neue Saat und den vielen Aengstlichen, die gefürchtet hatten, „Daß Poesie entsetzt Mn fliehen werbe Auf schnurgerader Eisenbahn entsagen, Entführt auf Dampfregatten unserer Erde Auf Dampflarrossen ferne fortgetvagen, kannte schon der Dichter Anastasius Grün, der das Wunder dieser n;i?:.i Zeit ahnte, antworten: „Ich weiß, daß deines Wandels Flammengleis« Kein Blümchen im Poetenheim bedrängen, Sowie des Heiligenscheines Glorienkreise Kein Löckchen am Madonnerchaupt versengen! Nein, Amt der Poesie in allen Tagen Jst's, hoher Geist, dein Siegesfest verschönern Wie der Viktoria Goldbild über'» Wagen Des Triumphators schwebt um ihn zu krönen." Und die Poesie ist ihrem Amte das-Zeitbild dichterisch zu gestalten und in Schönheit verklärt schauen zu lassen, redlich treu geblieben. Mit dem Verluste der Postkutsche und den mählich verklingenden Schallmaien friedsamer Hirtenzeiten, ist uns nicht, wie man gefürchtet hat, die Poesie selbst abhanden gekommen, nur ihr Ausdruck und ihre Formen haben sich gewandelt, wie eben die Zeit und ihre Objekte, selbst denen sie schöpferisch zugewendet ist. Wie auch sollte nicht schaffende Technik die in meisterhafter Vollendung in traumhaften Vorstellungen der Vergangenheit Erschautes, Wirklichkeit werden ließ, die Phantasie entzünden, und in begeisterungsfähigen Seelen jene Sprachgewalt lebendig, werden lassen, mit welcher der Dichter vor dem schöpferischen Geiste seine Ehrfurcht bezeugt?„Steckt etwa," so fragt Max E t h y s—„keine Poesie in der Lokomotive, di« brausend durch die Nacht zieht, und über die zitternde Erde hiniobt, als wollte sie Raum und Zeit zermalmen in dem hastigen, aber wohlgeregelten Zucken und Zerren ihrer gewaltigen Glieder, in dem stieren, nur auf ein Ziel loSftürmen- den Blick ihrer roten Augen, in dem emsigen willenlosen Gefolge der Wagen, die kreischend und klagend, aber mit unfehlbarer Sicherheit dem verkörperten Willen aus Eisen und Stahl Folge leistend?" „Rhythmisch harmonisch im Taktgetöse, Ratatata— über Schienenstöße Schlagen der Wagen Drehgestelle Ratatata—-mit Blitzesschnelle." Das Jahrhundert der Eisenbahn, das im vergangenen Jahre gefeiert worden ist» hat eine neue Kunst, vor allem eine neue Dichtkunst, geschaffen, in der wir di« Wunderwerke der Technik in ihrer Schönheit knnen und schauen lernten, und in welcher der Rhythmus derMa- s ch i n e hörbar geworden sst. DaS Ungetüm der moderrten Riesemokomotive hat HanS Adler mit einer liebkosenden Wärme geschildert, die aus einem mit Andacht erfiillten Herzen strömt, zu der uns die Pracht des aus Urgewalten gezeugten kraftstrotzenden Ungeheuers zwingt. Wie in den mächtigen Bergesgipfeln mit ihren« weißen Glanze offenbart sich auch in dem Koloß der Maschine eine Majestät, in der wie in den Gottheiten alter Völker wieder di« heidnische Naturbetrachtung auflebt." In einem schmucken Band:„Das Eiserne Leben", der zur Feier des 100jährigen Jubiläums der Eisenbahn im Erich Kunter- Verlag in Heilborn am Neckar erschienen ist, hat nun der österreichische Essenbahndichter Franz Swoboda weit über hundert Dichtungen aus den Werken deutscher Schriftsteller von der Zeit der Romantik bis zur Gegenwart gesammelt, in denen sich dieses Jahrhundert der Technik und des Weltverkehres spiegelt, und in denen das sLeben auf der Eisenbahn in seiner bunten Mannigfaltigkeit geschaut sst. Bon Fveiligrath, Saar, Liliencron, Demel und Baumbach bis Gerhard -Hauptmann, Bierbaum, Petzoldt und vielen Anderen, sind Dichtungen, die sich mit der Eisenbahn beschäftigen, zu einer Anthologie des Dampfes und der Eiscnbcchn vereinigt, und man sieht die Welt der neuenPoesie vor seinem geistigen Auge in allen ihren verschiedenen Formen. Und es sind nicht bloß die Schöpfungen der ganz Großen deutscher Dichtkunst, wo uns. wie etwa in-Hauptmanns„Nachtschnellzug" oder in Demels„B i e r t e r K l a s s e" das Leben auf der Essenbahn nut wunderbarer Realistik geschildert wird, wir lernen auch andere Bilder kennen, die reich an sprachlichen Schönheiten und plastischer Darstellungskunst sind, wie etwa Karl Emerich Baumgartls„Lokomotive": „Maschine wuchtet donnernd in die Halle. Der Dampf heult ans und zischt. Di« Bremst schreit Sich wund am heißen. Rad. Mit einem Knalle Löst sich der Pfiff.— Nun steht sie schwer und breit."*■' Oder wenn Gerrit E n g« l k e das in spmng. bereiter Gier daliegende.ssnanzig Meter lange Tier schildert: „Wie Ost und Wasferschweiß Wie LcbenWlüt gefährlich heiß Ihm a»S den R-rdgestängen: den offenen Weichen fließt." In realistischer Anschaulichkeit sprachlich geforurt« Bilder von neuer Schörcheil, werden in dem Buche lebendig, aber auch diel lyrische Zartheit ist dem Leben und Dingen auf der Eisenbahn ahgewonnen worden. So etwa, wenn Bmno P o m pe rki„A m Bahndamm" seine Blicke gleiten läßt: „Die Herbsssonne blickt auf dem Gleis, Die Birken leuchten in hellstem Weitz, Marienfäden wandern sacht Ueber der Sträucher verwelkt« Pracht." In diesen hundert Jahren sind Wirtschaft und Lehen von der Eisenbahn neu. geformt worden und Mick und Erkenntnis der Meirschheit konnten sich fast zu Unendlichkeiten weiten. Und eine Kultur, die die Geister international besruch- tet hat, konnte erst den Boden zu jenen großen gewaltigen Ideen vorbereiten, die den Sieg der Technik über Materie und Naturgewalten zu einem endlichen Sieg des Gei st es und der Vernunft machen werden. Und auf dieser Wegwan- deruug auffteigender Entwicklungsfähigkeit spürt man in der neuen Dichtkunst, die aus dem eisernen Leben" geschöpft hat, di« neue Poesie, und es rasselt und rattert, klingt und singt in vielgestaltigen raisschenden Akkorden das brausende Lied der Zukunft! Seite Der heutigen Nummer liegt ein Erlagschein zwecks Einzahlung der Bezugsgebühr bei. Wir machen besonders darauf aufmerk fam, daß die Zahlung unter demselben Namen geleistet werden muß, unter welchem der Versand der Zeitungen erfolgt. Die Bezugsgebühr beträgt monatlich 16 K, vierteljährig 48 K, halbjährig 96 K, ganzjährig 192 K und ist stets im Vorhinein zu entrichten. Der Abonnementsbetrag muß bis spätestens 20. d. M. in unserem Besize sein und ersuchen wir, dies zu berücksichtigen, damit keine Unterbrechung in der Zustellung eintritt. Boltswirtschaft. Der Geschäftsbericht der Georg Schicht A.- 6. in Aussig für 1925. Mitteilung aus dem Publikum. 11. Juli 1926. technisch hochstehende Mannschaft stellt, befriedigen und siegte überzeugend. Das will um so mehr heißen, widmet und von ihrem Kameraden geschrieben; ein Buch kleiner Stizzen und Beobachtungen und man fann fagen: ein gutes Buch. Mareš schreibt seine Wir brauchen Plaß, da wir bereits fleißig an als die Viktoria Žižkow gerade in der letzten Zeit kleinen Skizzen und Notizen sicherlich viel besser als unserem Winterlager arbeiten. Wir räumen durch ihre Erfolge( 6: 1 Sieg über Vienna Wien, seinen Roman. Er hat scharfe Augen und eine furcht- daher den Rest unseres Sommerlagers zu tief 4: 2 Sieg über Schwedens Repräsentations) Auf lose Sprache, die, auf den ersten Blick rauh, sich der reduzierten Preisen, größtenteils mit sehen erregte und als die beste tschechische Mannschaft Sache anpakt. Er schreibt Beobachtungen aus dem Verlust Besonders günstig für die Reise gefeiert wurde. Leben der befammernswertesten Menschen und man orig. englische und wasserdichte Män- Wie wir schon im Spiele D. F. C.- Slavia konfühlt, daß er sie sehr gut fennt und versteht. Er tel, fürs Bad Mäntel aus Kasha, Seide etc., statieren tonnten, so war auch gestern die Verteidihat großes Mitgefühl mit ihnen, Mitgefühl eines ferner Creme- Mäntel, Kostüme, Capes, Kleider. gung in bester Kondition. Im Half verstanden es Hartgewordenen, der durch das Leben diefer Säufer, Wir laden höflichst zu unverbindlicher Besichtigung Krompholz und Schillinger, die gefährlichsten StürDirnen, Abdecker, Kanalräumer und anderer_un- ein! Busch, Damen- und Backfisch- Konfektion mer der Viktoria, Mares und Jelinek, sehr gut abglücklicher Kleiner Leute hindurchging, der ihren en gros und en detail, Prag, Přikopy 27.( Mitte zudecken. Die Stürmerreihe arbeitete wie aus einem Schmutz lennt und auf dessen Tragit hinzuweisen des Grabens, Großer Bazar.) Nur 1. Stod! Reine Guß. Patet erzielte 3, Leß 1 Treffer, Ranhäuser versteht. Mareš ist in seinen Beobachtungen sehr Schaufenster! 4238 war schußfreudig wie selten. Zwei seiner scharfen bielseitig uno erzählt uns von Menschen aller BeSchüsse gingen an die Kratte. schäftigungen und sogenannter Beschäftigungen, aller möglicher Interessen, Nationen und Länder. In Aus der Partei. seinen Stizzen aus der Sahara formt er eine eigene Deutsche sozialdemokratische Bezirksfarbige Sprache voll warmer Erinnerungen an einen anderen Himmel. Seine Fronie ist treffend und er wirkt besser mit seiner Derbheit als dort, wo er mit feinem Mitgefühl Gefahr läuft, sentimental zu werden. Kunst und Willen. A. V. organisation Prag. Am 28. und 29. Juli sind aus Kärnten 43 Kinder des Vereines Kinderfreunde" in Prag Wir bitten alle Parteimitglieder, diesen Kindern für zwei Uebernachtungen unentgeltliche Unterfunft zu gewähren. Anmeldungen nimmt schon jetzt Genosse Hellmich, Prag II., Netazanta 18-3,( Verwaltung des Sozialdemokrat") entgegen. Die Bezirksleitung. Jugendbewegung. Turnen und Sport. Der beste Mannschaftsteil der Viktoria, die Stürmerreihe, tam gestern verhältnismäßig wenig zum Schuß. Das Half und die Verteidigung waren der technischen Ueberlegenheit des D. F. C. nicht gewachsen. Der rechte Half König( V. Z.) leistete auch sofort ausgeschlossen wurde, seinen Verein wohl durch eine unglaubliche Roheit, in deren Folge er den schlechtesten Dienst. Vom Spielverlauf: Die erste Viertelstunde vergeht in wechselseitigen Angriffen, bis es Batet gelingt, nach schöner Kombination den ersten Treffer zu erzielen. Zehn Minuten später aus einem placierten Weitschuß Pateks zweites Goal. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ist Leß erfolgreich. Der D. F. C. beherrschte zeitweise souverän das Feld. Aus einem Elfmeter wegen Hand erzielt Meduna das Ehrentor der Viktoria. Bald darauf führt das " e Busammenspiel Batek- Bobor zum vierten Erfolg des D. R. C. Der Schiedsrichter kann das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, daß das Spiel bis auf einen Einzelfall fair durchgeführt wurde. Mit seinen schiedsrichterlichen Entscheidungen jedoch konnte man feineswegs immer übereinstimmen. Ein anderer DFC. Prag schlägt Viktoria Žižkov hätte es vielleicht schlechter, ein Cejnar hätte es 4: 1( 2: 0). Der Bericht weist die Eigentümlichkeit auf, Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Heute daß auch so wie im Vorjahre, keine Dividende zur 7% Uhr Sonja", Montag 7½„ Das DreiAuszahlung gelangt, trotzdem der Bericht selbst mä derihaus", Dienstag 6 Uhr Götterfeststellt, der Geschäftsgang wäre ein ganz be- dämmerung", Mittwoch 7% Uhr„ Esther friedigender gewesen. Der Reingewinn be abarre", Donnerstag 7% Uhr Sonja", Frei- S. J. Prag. Mittwoch, den 14. Juli 1926, um trägt 6.2 Millionen und ist um 1.1 Millio- tag 7% Uhr 3m weißen Röß I", Samstag 8 Uhr abends, Vortragsabend über" Die nen höher als im Jahre 1924 und wird nach Ab Der Freischüt", Sonntag ,, Die Teresina". politische Lage". Redner: Senator Genoffe zug der Tantiemen für den Verwaltungsrat in Spielplan der Kleinen Bühne. Heute ,, Theodor Nießner. Lokal:„ Verein deutscher Arbeiter", Prag Der Höhe von 10 Prozent, wieder der Steuer& Cie.", Montag„ Glaze und Bubitopf", II., Smečky 27. Gäfte herzlich willkommen! reserve zugewiesen. Der Rohgewinn, abzüglich der Dienstag Der Der Kreidekreis", Mittwoch gebührenpflichtigen Dienstbezüge, beträgt 31.8 Deutsche Kleinstädter", Donnerstag ,, NikMillionen, wovon 11.3 Millionen an Abschreitel und die 36 Gerechten", Freitag„ Glaze bungen vorgenommen und weiters 6.3 Millionen und Bubitopf", Samstag der Floh im für Steuern und rund 8 Millionen für Zinsen Ohr", Sonntag" Der Floh im Ohr", Montag und Bankgebühren verwendet wurden. Zu beach- i del und bie 36 Gerechten". ten ist jedoch, daß schon in der Vermögensrech nung außer den Löhnen und Gehältern, nicht weniger als rund 30 Millionen K an ber schiedenen Rücklagen verzeichnet sind, darunter ebenfalls 4.3 Millionen für Steuern. Der Arbei " Die rote Maus". Der Siegfried aus den Niter- und Beamtenunterstützungskasse wurden belungen, Paul Richter, als Gentleman- Verrund 155.000 K zugewiesen, welcher Betrag bei brecher, spielt glänzend. Aud Egede Nissen der Größe des Unternehmens, welches nahezu ist seine würdige Partnerin. Spannend! Heitere 3000 Wienschen beschäftigt, wohl als bescheiden Atelieraufnahmen. Wran- Urania- Kino, Smečka 22. Letzte Woche vor den Ferien, Donnerstag lette bezeichnet werden muß. Alles in allen genommen, geht es der Firma Borstellungen. Georg Schicht A.-G. sehr gut und sie würde auch Ihr müsset un genau so wie andere Unternehmungen und Bran chen, eine Lohnerhöhung für ihre Arbeiter erausgesetzt für tragen ohne zugrunde zu gehen. Denn auch die Arbeiterschaft dieser Firma ist nicht auf Rosen die Verbreitung unserer Zeitung agitieren: gebettet. Ein ganz erheblicher Teil von Hilfs- Segt euch überall für unsere Parteipresse arbeitern und Professionisten gehen mit einem ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Vereinsnachrichten. Genossen! Wochenverdienst von 180 bis 200 Kg Guts Senoffenu. Gagitiert und müssen damit unter nicht geringen Ent- Genossen u.Genossinnen KAUFET NUR PIERINGS HELA DIE SUPPENWURZE SIE IST BESTE behrungen ihr und ihrer Familie Leben fristen, weil bisher jede bescheidene Forderung auf Lohnerhöhung, strifte abgelehnt wurde. Dabei ist für verschiedene Dinge genügend Geld vorhanden. So fönnten beispielsweise bei der wohl etwas sehr großzügigen Reklame, große Symmen erspart und zur Linderung der Not und Sorge für die in diesent Betriebe beschäftigten Arbeiter verwendet werden. Leider setzt eben auch diese Firma ihren ganzen Ehrgeiz darein, nicht um ein Jota mehr zu gewähren, als die Unternehmerorganisation erlaubt. Die Zeiten in der die Firma noch etwas für ein Angestelltensekretariat in Karlsbad per Anfang humanere Anwandlungen hatte, sind wohl ent- August gesucht. Nur flotte Sträfte, welche die tschegültig vorbei, das sollten auch die Arbeiter beher- chische Sprache unbedingt in Wort und Schrift bezigen, damit sie durch eine geschlossene Gewerk- herrschen, wollen ihre Offerte mit Gehaltsansprüchen schaftsorganisation sich das zum Leben Notwendige bis 20. Juli 1. J. an die Adresse Karl Püscher, Karlsbad, Haus Königshafen", einsenden. erfämpfen. Ueberblick ,, Von Literatur. " Stenotypist( in) Verlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines Selch waren der Firma HEGNER& Cie., PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cie., PILSEN, SIND DIE ALLERBESTEN! Prager Filmbörse. 3636 4237 Exhibitionsspiel des D. F. C. Schiedsrichter Herr Dlabač. Slaviaplay. 7000 Zuschauer. D. F. C. gewinnt den goldenen Pokal der tschechoflowakischen Fußballassociation! Die Mannschaften spielten in folgender Aufstellung: Vittoria: Benda; Zenišek, Stehlik; Mikše, Kliepera, König; Jelinet, Křištal, Meduna, Novat, Mareš. D. F. C.: Taussig; Weigelhofer, Jimmy; Schillinger, Steffl, Krompholz; Bobor, Patet, Kanhäuser, Leß, Brezany. Der D. F. C. hatte gestern einen ganz großen Tag. Er konnte alle Erwartungen, die man an eine besser gemacht. Durch diesen Sieg fällt dem D. F. C. der goldene Pokal der Association zu. Um diesen Pokal kämpften in wechselseitigen Spielen: Slavia gegen Sparta, Viktoria Žižkov gegen D. F. C. Slavia und Viktoria scheiden nach ihren Niederlagen gegen den D. F. C. aus. Sparta hat zehn Gewinnpunkte gegen acht Verlustpunkte, der D. F. C. hingegen fünf Punkte gegen drei Punkte, daher das bessere Torverhältnis. L. S. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: O. Solit. Spezialhaus für Seide, Samte und Plüsche 4210 SEIDENWARENHAUS PRAG I., Rytířska 30. OTTO KOLLINSKÝ 1 Morden, das man Krieg" nennt. Direkter Import französischer und Schweizer Neuheiten Urania, Monatshefte für Naturerkenntnis und Gesellschaftslehre, Heft 10( Sondernummer Wien). Gestützt auf die Mitarbeit bester Wiener Sachfenner gibt die weitverbreitete Bildungszeitschrift ,, Urania" eine Sondernummer Wien" von bleibendem Werte und in erweitertem Umfange heraus. Das schmucke Heft, das auf dem Umschlage das Bild des Wiener Auch das Schulbeispiel dessen, wie ein Film eigentlich Rathauses trägt, bringt an der Spitze einen Aufsatz zweite Stück der P. D. C. benüßt einen guten Vor- nicht ausschauen sollte. Von den Darstellern von Dr. Otto Neurath, dem Direktor des Wiener in Die dem Wirtschaftsministeriums, wurf, und zwar den verderblichen Einfluß des Gel- wäre nur Ronald Colman zu erwähnen, der großen des auf die bisher reine Gesinnungsart des Men allerdings für dieses armselige Machwert zu gut ist, Leistungen der von einer sozialistischen Mehrheit Aehnlich wie die vor kurzem besprochenen schen. Der Film heißt treffend„ Der Teufels- immerhin aber den einzigen Lichtblick in dem unentberwalteten Gemeinde Wien, besonders auf den Gebieten der Fürsorge und des Wohnungsbaus, ge- Brager Kriegsgeheimnisse" führt auch te g"." Ein junges Mädchen( Beatrice Voy) wirrbaren Dunkel der unverständlichen Handlung würdigt werden. Universitätsprofessor Dr. Rober, der Film der Producers Distributing sehnt sich nach Reichtum und Geld und hält daher darstellt. Ein Wort wäre vielleicht auch noch über der Direktor des Geologischen Instituts, behandelt Die Spionin Nr. 5" in das geheimnisvolle ihren Gatten zum fortwährenden Geldverdienen an: Douglas Fairbanks den Jüngeren zu in einem bilderreichen Artikel„ Die Landschaft um Getriebe der Späherei und Gegenspionage, wie sie sogar in der Hochzeitsnacht hat sie ihn zu einer verlieren: von seinem Vater hat er anscheinend nur sonst nichts, ja nicht Wien". Dr. Otto König gibt einen historischen während des Weltkrieges in einem für Laien fast wichtigen geschäftlichen Beratung geschickt. Der bis- den großen Namen geerbt, Ueberblick Bon der Römersiedlung zur Millionen- unglaublichen Maß betrieben worden ist. Die her ganz natürlich fühlende Mann( Edmund einmal sein Aeußeres erwedt besondere Sympastadt". Ministeriolvat Jug. Baravalle steuert bei Spionin Nr. 5( Jetta Goudal) gilt als eine Burn s) tommt in ein wahres Goldfieber, vernach- thien und man weiß nicht recht, warum und wiejo Desterreichs Vergbahren". Dr. Josef Braunstein deutsche Späherin, die von der deutschen Heeres- lässigt seine Frau und hat nur die Börse und seine er überhaupt zum Film gekommen ist. Vielleicht ist chilbert Desterreich als Land der Hochtouristik". leitung beauftragt wird, mit dem deutschen Geheim- Unternehmungen im Sinn, ja ist so verblendet, daß es auch in Amerika Sitte, daß der Beruf des BaDie Wissenschaft in Wien wird charakterisiert durch agenten Boele( enri B. Walthall) in Zon- er sich von seiner Frau scheiden lassen und eine ters ganz automatisch auf den Sohn übergeht... zwei weitere Beiträg:„ Die Biologie in Wien" von don in Berbindung zu treten, was ihr auch gelingt. reiche Witwe heiraten will. Die daraus entstehenden Das zweite Stüd heißt„ Die Spayen", eine ber zwei weitere Beiträg:„ Die Biologie in Wien" von Sie verliebt sich aber in den kühnen Mann und Konflikte und die Lösung find unaufdringlich, der üblichen Proletarier- Kindergeschichten mit Mary Dr. Paul Kammerer und„ Siegmund Freud" von Hedwig Schagel. Aus dem übrigen Inbart steht im entscheidenden Augenblick vor der schweren Filmi felbft von überzeugender Wirkung. Auch sonst Bidford, der man mit bestem Willen nicht ihr von Hedwig Schapel. Aus dem übrigen Inhalt Wahl, entweder auf die Liebe oder auf das Vater- ragt er angenehm über den üblichen amerikanischen Alter ansehen kann. Eine rohe, wilde und unmög heben wir noch hervor: Schönbrunn" von Jal- land verzichten zu müssen, da sie eigentlich in eng- Durchschnitt hinaus. Jal- ahl, liche Geschichte, wie sie nur einem Amerikaner einPoty,„ Die Arbeiter Hochschule" von Dr. lischen Diensten steht und gegen Deutschland arbei- United Artists bringen die ersten zwei fallen fann, von armen Kindern, die aus der Macht . 2. Stern,„ Die proletarische Jugend- tet: sie folgt der harten Pflicht und opfert den ge- Filme ihrer neuen Produktion, deren einer eines Schurken errettet werden und denen mit der bewegung", Die Naturfreunde- Bewe- liebten Mann ihrer Ueberzesgung. 3u betonen Stella" heißt, ein„ Drama" in zehn Aften. Bei gewissen Filmlogik( men nennt sie besser Kitsch gung, ein internationaler Kultur- wäre: Das Stüd ist trop seiner heiflen Vorlage amerikanischen Filmen ist es feine Seltenheit, daß eine lichte, hoffnungsfreudige Zukunft winkt. Selbstfaktor" und„ Arbeitersport in Defterzart und unaufdringlich verfilmt, es ist ein tragisches man ganze Afte um feinen Gedanken aufbaut, verständlich fehlen auch nicht die üblichen Senjareich". Ein Lied, in dent die werftättge Be- Menschenschicksal, das in den grauenhaften Rahmen aber gleich zehn Afte um die Grundidee herumzu- tionen, die in amerikanischen Filmen gewöhnlich völkerung Wiens ihre Zukunftshoffnungen zum des Weltmordens eingesetzt und von den krankhaft schreiben, daß sich eine Mutter für das Glück ihrer über die Schalbeit der Handlung hinwegtäuschen Ausdrucke bringt, beschließt das inhaltsreiche Heft. aufgepeitschten Gefühlen der Kriegsfurie getragen ist. Tochter opfern kann, ist doch nur etwas ungewöhn- sollen. Wir haben schon einige Male unsere Ansicht Michael Mares:„ Notizen aus Brannt- und eben durch diese einfache Menschlichkeit, die liches, was auch einem abgehärteten Filmkritiker geäußert, daß sich ähnliche Stüde für unser Publi weinschenken, Bordellen in Afrika, durch das Stüd so ergreifend weht, erzielt es seine eine gewisse Achtung abzwingen fann. Die Fabel ist fum nicht mehr eignen und daß wir sie daher unBrag und anderwärts"( erschienen tschechisch erschütternde Wirkung auf den Zuschauer und be- erstaunlich einfältig, von einer Handlung ist schlecht bedingt ablehnen müssen. H. W. S. bei Sotel, Prag). Ein Buch, den Weltvaganten ge- deutet eine flammende Anklage gegen das sinnlose hin gar nicht zu reden und der ganze Film ein 11