Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwang: Prag, II., Nefazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Bachiredattion: 26797. Poftschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgen der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Samstag, 17. Juli 1926. Zebensmittel, haben sie doch Butter und Eier, haben auch die deutschen Zollparteien die Klein- fleiner Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kě 16Dierteljährlich halbjährig ganzjährig. 4896.192.Rüdstung von ManuStripten erfolgt nur bei Ein-) fendung der Retourmarten. Efcheint mit Ausnahme des Montag täglich frih Nr. 165 Gewerbsleute werden Das betrogene Klein- Mehl und Geflügel, Speck und Gleich in landwirte und Häusler, die Kaufleute und Großindustrie, neuer Lanbabel bürgertum. schnitten haben. M Caillaur's Finanzprojekt. Jm Motivenbericht versichert die Regierung vor allem, daß sie nichts unternehmen werde, was als eine Schmälerung des parlamentarischen Rechtes gedeutet werden könnte. Es handle sich zessionen stehe den Beschluß des Abgeord- nur darum, rasch vorzugehen und einen Plan zu berfolgen, der feine Berstückelung zuläßt. Die geplanten Maßnahmen betreffen: I. Reformen fiskalischer Natur. II. Reformen betreffend den Staatsschas. Die Schaffung einer Verwaltungskasse für die Nationalverteidigungsbons, welche maximal 49 Milliarden Bons verwalten soll, wobei der Um Menge. Der größte Teil der Menschen aber Handwerker betrogen und verkauft. Ueber und Banffapital triumphierene wird weniger kaufen und den Kaufleuten und den 3ertrümmerten Eristenzen sich die Hände reichen. Gewerbetreibenden wird es infolge der„ klugen" Das Eintreten der deutschen Bürgerpar- Politik der Stenzl- Leute noch schlechter gehen. teien für die Zölle bedeutete eine schwere Ver- Sie haben jahrelang nach einer selbständigen jündigung an den Interessen der arbeitenden Gewerbepartei gerufen. Die Stinkbombe des Klassen. Betrogen sind vor allem jene Arbeiter, Baeran hat uns als dessen Mandatsnachfolger Ein Ermächtigungsgelet bis 30. November. Rationelle Verteilung det welche am 15. November 1925 ihre Stimme den Herrn Stenzl beschieden, das Bündnis mit für den Bund der Landwirte und die Christ- dem Bunde der Landwirte hat die Leuchte aus Steuerlaten, Steuervalorifierung auf das Fünffache der Vorfriegszeit. lichsozialen abgegeben haben. Sie haben, weil Mährisch- Trübau zum„ Führer" von ein paar Paris, 16. Juli. Das Finanzprojekt der[ hebungsmodalitäten für die Einkommensteuer, fie glaubten, die Sozialdemokratie habe, was parlamentarischen Gewerberettern gemacht und Regierung ist heute nachmittag veröffentlicht wor- Schaffung von Ergänzungseinnahmen. 1918 und 1919 erwartet wurde, nicht genug die erste große Tat der niedlichen den. Es enthält nur zwei Artikel. Durch den 6) Anpassung gewisser Ansabe an b) rasch erfüllt, Schutz gesucht bei den bürgerlichen Gesellschaft sind die Zölle, welche ersten Artikel wird die Regierung er die entwertete Währung, wobei das Parteien und ſehen sich nun furchtbar ent- die Existenz der Wähler der Gemächtigt, bis zum 30. November d. J. auf dem Fünffache gegenüber den Ansäßen täuscht, sehen ihre Lebenshaltung gefährdet, werbepartei bedrohen. Daß diese Er- Verordnungswege alle Maßnahmen zu treffen, vor dem 31. Juli 1914 nicht über= sich ausgeliefert den großen Profitmachern in fenninis auch über die Reihen des Proletariats welche geeignet sind, die finanzielle Wiederauf schritten werden darf. Diese Erhöhung Stadt und Land. Dem Landarbeiter hat man hinaus bis in die Köpfe derjenigen dringt, richtung und die Stabilisierung der Währung zu bezieht sich vor allem auf die indirekten eingeredet, er müsse für die Agrarier stimmen, welche bis nun die stärksten Stüßen der Ge- perwirklichen. Der zweite Artikel besagt, daß die Steuern sowie auf die Post- und Telegraphendenn das ganze Landvolk gehöre zusammen, werbepartei gewesen sind, lehrt die auch von betreffen, der gesetzgeberischen Ratifikation bei der Regierung den Koeffizienten 4 nicht überschreiten. jenigen Beträge, welche fiskalische Maßnahmen gebühren. Bezüglich der Zuckerabgabe wird die sei eine Familie und solle daher eine Partei uns veröffentlichte Entschließung des mähri- Eröffnung der ordentlichen Session für 1927 Bezüglich der Warenumsatzsteuer wird der Ansatz wählen. Aber die Großbauern, die jetzt einen schen Kaufmannstages. unterworfen werden sollen, wobei sie durch die für inländische Produkte und Einfuhrgegenstände, schönen Uebergewinn über den Weltmarktpreis Die Politik der Herren Spina, Mayr- getroffenen Verfügungen als definitiv bestehend welche nicht Zugusware sind, auf 2 Prozent vererzielen werden, werden ihren Knechten und allgemeinert. Für die Ausfuhr wird die Steuer Mägden nicht die Löhne erhöhen. Und ebenso Harting und Stenzl ist gewiß niemals die erachtet werden sollen. mit 1.3 Prozent vereinheitlicht. Auch eine Erwerden jene Frauen des arbeitenden Volkes, Politik der Arbeiter gewesen, aber sie hört auch höhung der Verkehrstarife für Eisenbahnen und die der Glaube an das Althergebrachte in die auf jene des Kleinbürgertums zu sein. Wohl Autotransporte ist vorgesehen. Reihen der Christlichsozialen geführt hat, bitter erhält das Kleinbürgertum noch ärmliche Konenttäuscht sein, wenn sie noch schwerer als bisher mit dem geringen Lohn des Mannes die netenhauses über die Gremialfranfenfaffen Ausgaben für eine mehrköpfige Familie werden aber die wiegen federleicht gegenüber dem bestreiten sollen, wenn das Einkommen dasselbe Raub, der durch die Agrarzölle auch an den bleibt und die Preise von Mehl und Brot, fleinbürgerlichen und kleinbäuerlichen Wählern a) Eine rationellere Verteilung lauf der Bons vorübergehend 6. Prezent üherReis und Erbsen, Fett und Fleisch in die Höhe begangen wurde. Die Zölle sind im Interesse der bestehenden Steuerlaften, insbeschreiten darf. Die Ausgabe für gewöhnliche flettern werden, und wenn bei der allgemeinen von ein paar großen Grundbesitzern und Groß- fondere eine höchstens 30prozentige Herabsetzung Schatzanweisungen wird auf fünf Milliarden beNot der Herr Pfarrer und der Herr Kaplan industriellen, von den letztern insbesondere der der Einkommensteuersäße, eine höchstens 50pro- grenzt, ferner Maßnahmen zur Konsolidierung schmunzelnd ihrer Wirtschafterin ein höheres jenigen, die unter dem Schutz der Zivnostenska zentige Serabsetzung der Ueberführungsabgabe, und Konversion der furzfristigen Bons. Hingegen Wirtschaftsgeld werden auszahlen können. So Banka stehen. Der Zivnobant nüßen Abschaffung der Konversionssteuer, hingegen eine fönnen Devisen an die französische Bank überge wird sich die Erkenntnis in den Gehirnen Bahn die 3ölle mehr, als allen Gewerbe- höchstens 25prozentige Erhöhung der Steuersätze führt werden. Weiter Einkaufsmöglichkeiten für brechen, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen, treibenden des Staats zusammen. für die einzelnen Bosten der Einkommensteuer, Goldmünzen zu einem festgesetzten Kurs und Bedie im vergangenen Winter einer bürgerlichen Die Hochschutzzollpolitik der Landbündler, Buerkennung von definitiven Uebertragungen bei schaffung der nötigen Anleihen. Schließlich wird Partei ihre Stimme gegeben haben, eben Christlichsozialen und der Aermsten im Geiste, der Bemessung der Gewinnsteuer für Handel und eine Erhöhung der Beamtengehälter falsch gewählt und sich ins eigene Fleisch ge effe des Kleinbürgertums, sondern in erster unertragssteuer, Abschaffung des Kuponheftes, nahmen in wirtschaftlicher Dinic, or befies Der dritte Absatz betrifft Sparmaz der Gewerbepartei, ist nicht Politik im Inter- Industrie, eine Revision der Abschätzungen für vorgesehen. unbebauten Bodenbesiz, Abänderung der AckerHinsicht, z. B. AusAber auch das Kleinbürgertum in Linie kapitalistische Politik. Das Klein- dafür aber Verschärfung der Kontrolle durch die fuhr- und Einfuhrverbote, Anpassung der besie Stadt und Land- Kleinlandwirte, bürgertum, für dessen politische Stellungnahme fistalische Verwaltung, Vereinfachung der Ein- henden Zollfoeffizienten an die Engrospreise. Raufleute, Handwerker- müßten leider vielfach der Haß gegen die Arbeiterschaft ein wenig über die Haltung ihrer parlamenta- maßgebend ist, gerät unweigerlich in diesem rischen Bertreter nachzudenken beginnen. Die Kampfe gegen die Arbeiterschaft unter die BotKleinbauern und Häusler, die sich schon für mäßigkeit des Großfapitals, das die Eristenz Paris, 16. Juli. Der Finanzausschuß der vom Anfang an schwierig. Der Ausschuß stellte Agrarier halten, wenn sie zu der einen Kuh, des Kleinbürgertums vernichtet und dem das die sie halten, eine zweite kaufen können, wer- Kleinbürgertum nur Werkzeug ist, die Reserve, Kammer nahm heute ein Exposee Caillaurs entge sich auf den Standpunkt, daß die Vollmachten für den beim Kaufe von Mehl, Brot, Fett und aus der es bei Wahlen seine Stimmen holt und gen. Dieser wies u. a. darauf hin, daß es not die Regierung eine Beschränkung erfahren Fleisch, ja jogar von Kunstdünger merfen, daß die es durch den Kampf gegen den Sozialismus wendig sei, noch vor den Ferien das Schulden- sollen, wogegen der Finanzminister in seinen Dar abfommen mit England und Amerika zu ratifi- legungen auf vollkommener Freiheit die Zölle sie nur benachteiligen. Die etwaigen und durch ein paar armjelige Brocken zum Der mit nur 8 Stimmen gegen 0 Stimmen bei 36(!) außerordentlichen Kredite einleiten könne. Mehreinnahmen an Korn und Kartoffeln wie- Beispiel Befähigungsnachweis! immer wie- zieren, damit er die Verhandlungen über die beharrte. Der Ausschuß hat nach langer Debatte gen federleicht gegenüber den Mehrausgaben bei der födert. Wie die vom Kleinbürgertum ins Finanzausschuß hat mit 15 gegen 10 Stimmen, Stimmenhaltungen einen Antrag des Generalbe den wichtigsten Lebensmitteln. Und die de ut- Leben gerufenen politischen Parteien zu groß- bei 13 Stimmenenthaltungen beschlossen, in die richterstatters angenommen, welcher besagt, daß schen Gebirgsbauern, auf deren Fel bürgerlichen Parteien werden ,, sieht man Diskussion der beiden Gesetzesartikel einzugehen. die Regierung bis zum 30. Dezember d. J. er dern der Weizen nicht gedeiht, werden eine son- besonders deutlich in Desterreich, wo die Christ- Caillaur erklärte u. a., er erwarte in der nächsten mächtigt wird, durch Dekrete, welche vorher vom derbare Vorstellung vom Deufschtum des agra- lichsozialen, die unter Vogeljang und Luegers, 3eit eine Zuschrift des amerikanischen Schatz Ministerrate durch beraten werden und bewillig rischen Professors an der einzigen deutschen Schneiders und Bielohlaweks Führung aus- amtes, in der belannigegeben wird, daß die Ver- worden sind, Verfügungen zu treffen, um die Universität des Staates bekommen, wenn fie 30gen das„ jüdische" Kapital zu vernichten, einigten Staaten die Klausel über die Kommer- Finanzreform und die Stabilisierung durchzu welche in einem eigenen Anhange aufgezähl merken werden, daß der Weizen- und Mehlzoll die Partei des österreichischen Industriellen- zialisierung der Schulden nicht in Anwendung führen, in Uebereinstimmung mit Verfügungen werden. Die Regierung hatte sich ihnen nichts, aber den tschechischen Restaut- verbandes geworden sind. Dessen Vertreter, die gegen diesen Tegt ausgesprochen. besitzern, die ihre Güter um einen Pappenstiel Streeruwih und Weidenhoffer, sind die wisterworben haben, Tausende einbringt. Sagte schaftlichen Fachleute der Christlichsozialen gedoch der agrarische Sekretär des nördlichen worden und der Grazer Bankpräsident Rintelen Böhmerwaldes vor wenigen Tagen in einer ist der christlichsoziale Anwärter auf den BunVersammlung selbst, daß den deutschen Gebirgs- deskanzlerposten. Wir sind in der Tschechobauern also gerade diejenigen, die sich im flowakei gewöhnt, die Fortentwicklung der Berlin, 16. Juli.( Eigenbericht.) Die Reichss Schweiße ihres Angesichts abmühen, dem Klassen und Klassengegenjäße am Ausland zu die studieren, der nationale Gegensatz hat die soBerlin, 16. Juli.( Eigenbericht.) Der Fememagern Boden etwas abzugewinnen ziale Entwicklung bei uns lange verschleiert. untersuchungsausschuß des Reichstages hatte be- Oberfilmstelle veröffentlicht heute die Gründe Getreidezölle nichts nüßen. Noch mehr in die Augen springt aber der ber der Kapitalismus steht a ut ch schlossen, seine nächsten Sibungen in München die zu dem Verbot des Films„ Panzer. Betrug, der an dem städtischen Klein bei uns nicht still, und die Folgen abzuhalten, um dort eine größere Reihe von Ben- freuzer Potemkin" geführt haben, Mass bürger, dem Gevatter Schuster, Schneider der sozialen Weiterentwidlung gen zu vernehmen. Dies ist der bayrischen Regieund Krämer verübt worden ist. Die Gewerbe- nach dem Kriegetreten auch bei uns rung außerordentlich unangenehm. Der bayrische erfährt daraus, daß der Film geeignet sein soll, Präsidenten der Oberlandesgerichte erlassen, in dessen Bestand zu gefährden. Zu diesen Machte treibenden und Kaufleute werden alles teuerer ins Licht. Wie im tschechischen Bolk die Ent- Juſtizminister hat jetzt ein Rundschreiben an die durch Unterhöhlung der Machtmittel des Staates bezahlen müssen wie der Arbeiter, sie werden wicklung vom Kleinbürgertum zur Großbour- dem verlangt wird, daß er erst in Kenntnis gemitteln gehören Heer, Marine, Polizei und die Zeuerung ebenso spüren wie dieje. Nun geoisie sich spiegelt in der Geschichte der fiche setzt werden soll, wenn der Untersuchungsaus Beamte, die Stizen jedes Staates feien und hat aber der Herr Abgeordnete Sten 31 das chischen Politik vom fortschrittlichen, radikalen schuß um die Uebersendung von Aften ersuche feineswegs nur des monarchistischen. Die UnterMärchen aufgetijcht, die Gewerbetreibenden und Jungtschechentuift zur Zivnobant- National- oder Beamte zur Einvernahme vorlade. Das Kaufleute am Lande würden infolge der er- demofratie, jo fapituliert auch das bayrische Justigministerium will sich also ein höhlung einer dieser Stützen bedeute schon eine höhten Kaufkraft der Bauern gewinnen. Welch de utsche Kleinbürgertum in der Kontrollrecht darüber sichern, welches Ma- Erschütterung der Staatsautorität und damit eine ein Unsinn! Keine zehn Prozent der Bevölke- schechoslowakei, unfähig zu einer terial dem Untersuchungsausschuß vorgelegt wer- Gefährdung der öffentlichen Sichere rung werden Nuznießer der Getreidezölle sein, eigenen Politik, vor dem Kapital in den soll, und will dem Ausschuß offenbar nur die heit. Wenn auch die bisherigen Aufführungen Aften zur Verfügung stellen, welche der bayrischen aber neun Zehntel der Bevölkerung werden dar- Stadt und Land, und es beugt sich nicht nur Regierung geeignet erscheinen, ein offenfundiger, nicht zu Unruhen geführt hätten, so könne die unter leiden, ihre Kauffraft wird geringer. dem deutschen, sondern auch dem tschechischen Beweis, daß die bayrische Regierung ein ziem- Sicherheit des Staates auch anders als durc augenblickliche Unruhen gefährdet werden. Die Großbauern faufen fast überhaupt keine Sapital. Wie alle kleinbürgerlichen Parteien liches Sündenregister auf dem Kerbholz hat. bringen werden. ** *** Niederlage im Finanzausschuß. * Paris, 16. Juli. Die Verhandlungen im Finanzausschuß der Kammer gestalteten sich gleich Butter auf dem Kopf. Das bayrische Justizministerium gegen den Femeausschuß. Der Staatsgefährliche Panzerfreuzer Potemlin. " 1 Seite 2. 17. Juli 1926. Sudetendeutsche Baugenollen- brachtem Arbeitstag die Freizeit und den schlürft, ist mit den blassen, hohlwangigen der von ihnen bekämpften Regierung innehätten; schafter in Desterreich. Eine lehrreiche Studienfahrt. Die deutschen Baugenossenschaften und Baufachleute aus der Tschechoslowakei, die in der und Bauwesens in den Städten Linz und letten Rest ihrer physischen Kraft hinopfern, um Frauengeschöpfen der Kellerwohnungen nicht zu die Liquidierung dieser Macht sei sich und ihren Kindern ein gesundes Heim zu vergleichen. Die splitternackten Knirpse, die in die Aufgabe der nächsten Zeit. erringen. Hut ab vor solchen Lebenskämpfern, den Rosenlauben der Siedlungsgärten herumdie sich mit zäher Energie den Weg aus den licht- tollen, haben mit rachitischen und blutarmen Ein verblassendes Heldentum. losen Zinskasernen der Großstadt heraus ins Großstadtfindern keine Aehnlichkeit mehr. Und Grüne und Freie bahnen! die proletarische Siedlerfamilie, die in einem Das Česte Slovo" über Kramar Haltung wähDabei bahnen sich bei solchem Werk schöne schattigen Winkel ihres Gartens das Mittag- rend des Krieges. Masaryk als Präsident der Vorwoche vom Studium des neuen Siedlungs- Wechselbeziehungen zwischen manueller und gei- essen einnimmt, genießt heute schon ein Glück, Akademie der Wissenschaften. Wien heimgekehrt sind, haben eine Fülle von stiger Arbeit an. Im Bereich der Siedlung Alt- dessen andere Arbeiterfamilien erst in JahrzehnSeit langem vergeht nicht ein Tag, daß die schönen Eindrücken und wertvollen Erfahrungen mannsdorf- Hehendorf besuchten wir eine Sein st- ten teilhaft sein werden. nationaldemokratische Presse nicht gegen Dr. lersiedlung; hübsche Giebelhäuser mit Bal- Es war ein befreiendes, ein glückseliges Ge- Beneš scharf machen würde. Alle nur denkbaren mitgebracht. Troh mancher organisatorischer Mängel hat sich die Reife doch für die meisten fons, mitten in Gartenanlagen hineingestellt. Die fühl, das der Besuch dieser und der anderen Stimmen werden sorgsam zusammengetragen, hier wohnenden Künstler haben die Ausschmük- Siedlungen Teilnehmer gelohnt. An die Spitze dieses abschlie- fung des Gemeinschaftshauses der Rosenhügler Form dasselbe Grundprinzip spiegelten die in anderer architektonischer um nachzuweisen, daß seine Tätigkeit als Außenßenden Berichtes muß allerdings eine Feststellung übernommen. Als Gegendienst leisteten die Sied- erweckte: Die Ueberzeugung, daß wir Erfolg aufweise, und namentlich die letzten Diffe-minister nicht den in der Mariengasse gewünschten gerückt werden, die im Interesse des Gelingens ler den Künstlern Bauhilfe. in einer Zeit des stetigen sozialen venzen mit Italien wegen der antifascistischen Reweiterer Studienfahrten der beteiligten KörperSo wie hier für künftige Gemeinschaftsarbeit und kulturellen Aufstieges schaften geboten erscheint: Die gründlichst e der den der Sozialdemokraten Pit und Soukup. hat organisatorische Vorbereitung solcher die ersten Spatenstiche getan werden, so sind arbeitenden Menschen Leben. Die die Angriffslust der„ Narodni Listy" aufs neue Unternehmungen tut not! Daß 3. B. überall Anzeichen sichtbar, daß die neue Wohn- Ueberzeugung, daß eine ungeheuere Schöpfer- entfacht. die Abwicklung des für Wien vorgesehenen Pro- weise einen neuen Menschentyp hervor- kraft in dem Volte der Arbeit leben muß, wenn grammes auf Schwierigkeiten stieß, weil die bringt. Die tiefgebräunte gesundheitsstrozende es auf den Schutthaufen einer Weltkatastrophe angekündigten Sonderwägen der Elektrischen nicht Siedlerin, die im alkoholfreien Gemeinschaftshaus solche fruchtbare Aufbauarbeit zu leisten vermag. zur Verfügung gestellt wurden, war wie ent- der Rosenhügler ein großes Glas frischer Milch gegen anderslautenden Mitteilungen erklärt werden muß- nicht auf das Verschulden der Wiener Gemeindeverwaltung zurückzuführen. Es soll deswegen den Funktionären der Wiener Baugenossenschafter, die sich sonst um das Zustandekommen der Reise sehr bemühten, nachträglich kein Vorwurf gemacht werden, aber zur richtigen Information der Reiseteilnehmer ist die Klarstellung notwendig, daß die Sonderwägen bei rechtzeitiger Bestellung von der Gemeinde Wien trotz des Massenandranges anläßlich des Turn- und Sportfestes anstandslos beigestellt worden wären. und Monate notwendig. Inland. ( Schluß folgt.) 3006 Das„ Čeffe Slovo" geht nun in seiner gestrigen Abendausgabe zum Gegenangriff über und stellt zunächst fest, daß die Nationaldemokraten am allerwenigsten in ihren Reihen ein außenpolitisches Genie aufzuweisen vermöchten, das Beneš ersetzen könnte. Die Ursache dieser fortgesetzten Angriffe auf Benes sucht das Blatt vielmehr in rein persönlichen Gründen, nämlich in der schon fast zehn Jahre dauernden Feindschaft zwischen Dr. Kramař und Dr. Beneš, und zitiert aus der Narodni Prace als Grund für diese Feindschaft folgendes: Die Feindschaft Kramars gegen Beneš rühre daher, weil Dr. Benes während der Genfer Beratungen im Oktober 1918 nicht Dr. Kramar als Präsidenten der Republik vor geschlagen habe und auch keinesfalls mit dem Plane Kramařs einverstanden war, Majes ryk zum Präsidenten der Akademie der W senschaften zu machen und in ihm einen würdigen Vorsitzenden des Senates zu suchen. Seit dieser Zeit sei Kramar auf Dr. Beneš schlecht zu sprechen. In einem Nachsatz zu dieser Mitteilung geht Ist Gajda ein politischer General? Mit dieser Frage beschäftigt sich das gestrige Die neue Regierungstoalition. Narodni Osvobozeni" und zitiert zunächst Stel Ein Wunschzettel der deutschen Agrarier. len aus Gajdas Erinnerungen" über seine sibirische Tätigkeit, in denen sich Gajda selbst zu zuverlässiger Quelle melden läßt, verhandeln die bie er in Sibirien beging. Es lägen aber auch unWie fich das Prabo Lidu" aus Brünn aus" chids alsschweren Fehlern" bekennt, deutschen Agrarier mit den tschechischen Agrari- streitige Dokumente vor, daß Gajda zu Hause, ern über den Eintritt in die Regie- als General der tschechoslowakischen Armee, Porungsmehrheit. Die deutschen Agrarier litik machte und noch macht, und mit Recht weise Was das fachliche Ergebnis der Reise anbe- Forderungen aufgestellt, das aber abgelehnt nicht von den Fascisten hätten ausgenützt und hätten demnach ein ganges Rompendium von man darauf hin, daß sein Name und seine Worte trifft, muß vorneweg gesagt werden, daß die bor- wurde; von tschechischer Seite wurde jedoch die mißbraucht werden können, wenn er dies handene Zeit nur ausreichte, die hauptsäch Beveitivilligkeit ausgesprochen, über einzelne nicht gewollt hätte. Als direkten Beweis lichsten Typen der neuen genossenschaftlichen Punkte dieser Forderungen zu verhandeln. für das politische Auftreten Gajdas zitiert das kennen zu lernen. Zu einem gründlichen Studium Schon jetzt hätten sich beide Parteien über das Blatt weiter das Flugblatt Gajdas zum Legioder Bauwerke, wie sie allein die neue Bauära deutsche Schul wesen geeinigt, das auf dem närstongreß in Preßburg im Jahre 1923. In Stande vom Jahre 1920 belassen werden soll. diesem Flugblatt, das scharf gegen den Sozialis der Stadt Wien erstehen ließ, wären Wochen weiters foll den eingebrachten Reflamationen mus gerichtet war, forderte er ganz in der Tonart dann das„ Česte Slovo" noch weiter und nimmt Der eine Haupttyp, den die Studiengesell- deutscher Kinder, die zwangsweise in tschechische der damaligen Nationalen Bewegung" die das Heldentum des Dr. Kramar während des Schulen eingeschrieben wurden, nach der Lex Legionäre zum schnellen Handeln auf. Krieges unter die Lupe, von dem es- schon nach schaft kennenzulernen Gelegenheit hatte, war die Beret" aufschiebende Wirkung zuerfannt werden. Von allen andern Eimvänden, die jezt untersucht bent fetten Titel:„ Die Wahrheit über eine falsche ausgedehnte genossenschaftliche Siedlungbewegung, die die Schaffung Was die Bodenreform anlangt, sollen die werden, abgesehen, sei es genügend klar, Legende" zu schließen auch nicht übermäßig von Eigenheimen und kleinen Gartenhäusern zum Deutschen einen Anteil, der dem Bevölkerungs- daß Gajda infolge seiner politischen Ein viel hält: Ziele hat. Wie der Siedlungsfachmann der Ge- schlüssel entspricht, erhalten. Ferner sei in der stellung nicht in die republikanimeinde Wien, Genosse Stampfmayer bei Frage deutscher Beamter bereits entfchic- che Armee passe. einem furzen Vortrag vor Besichtigung der An- den worden, daß führende Stellen allmählich lage Rosenhügel" ausführte, ist die Kleinfied- mit Beamten deutscher Nationalität besetzt wer- kratische Nova Doba" einen von Gajda als Gelungsbewegung das Produkt des durch die den sollen. Endlich sollen sich die tschechischen Kriegswirkungen verstärkten Dranges des Groß- Agrarier auch bereit erklärt haben, über Betrei- neralmajor der Ostfront Koltschats am 14. Austadtmenschen nach Luft und Sonne und einem ben der deutschen Gewerbepartei eine Reihe von gust 1918 in Charbin unterzeichneten Armeeder Sozialver- de surteilen über bolschewistische Kommissäre Stückchen Boden. Diese Bewegung Eat, gestützt Sugeständnissen" in der Frage der Sozialver- befehl mit nicht weniger als 22 T 0und österreichische Kriegsgefangenen. Das Blatt auf die genossenschaftliche Organisation der sicherung zu machen. Siedler und die tatkräftige Unterstützung der Ge Wir registrieren diese Meldung des Bravo fügt hinzu, daß die Legionäre von dieser Tätig meindeverwaltung, imposante Erfolge erzielt. Bidu" nur mit der äußersten Reserve. Wahrschein- feit Gajdas noch sehr viel erzählen könnten. Man mag den neuen Stadtteil, den die Siedlich ist wohl, daß jekt hinter den Kulissen Be- Die„ Narodni Listy" zitieren eine Stelle aus lungskomplexe Rosenhügel und AltmannsdorfHehendorf darbieten, vom architektonischen Stand- sprechungen über die fünftige Regierungsmehrheit punkte durchaus nicht als richtunggebend ansehen, stattfinden und daß der Wunschzettel der deut man mag in baulicher Beziehung Einzelheiten schen Agvarier vielleicht so ähnlich aussehen verbesserungsbedürftig finden, aber man muß an Fönnte, wie ihn das„ Pravo Lidu" wiedergibt. erkennen, daß die Anlagen eines der Daß aber die tschechischbürgerlichen Parteien gar stolzesten Denkmäler siedlerischer Selbsthilfe sind, die unsere Zeit so bereitwillig auf diese Forderungen eingehen aufzuweisen hat. Das war Selbsthilfe im sollten, muß wohl start bezweifelt werden. Sie besten Sinne des Wortes, denn zu jeder der haben bisher die deutschen Stimmen ganz umsonst neugeschaffenen 1400 Wohnungen sind durch oder so lächerlich billig bekommen, daß sie nach schnittlich 1600 unbezahlter Arbeitsstunden, fo- den bewährten Geschäftsprinzipien, wie sie beim genannte Siedlerstunden als Anlagefapital beigesteuert worden. Auf einer im Bau befind- Kuhhandel üblich sind, auch in Hinkunft ſicher lichen Gruppe jahen wir in sengender Sonnen mit dem Kaufpreis für die deutschen Stimmen hite Männer und Frauen am Werk, die nach nicht gleich so rapid hinausgehen werden. 2. K. Lazarevič:*) Dem gegenüber veröffentlicht die sozialdemo,, Auch die ganze Legende über das Heldentum des Dr. Kramar während des Krieges ist wirklich nur eine Legende für verblendete Gläubige. Es ist genug bekannt, daß er sich durchaus nicht mannhaft benahm und die Art, wie sich Dr. Rašin nach dem Umsturz ihm gegenüber benahm, ist in dieser Richtung sehr bezeichnend. Dr. Kramar hat viele seiner politischen und persönlichen Kämpfe verspielt und sein Organ hat am allerwenigsten Ursache, von Legenden( um Dr. Beneš D. R.) zu sprechen, wo doch die größte falsche Legende ges rade der Ruhm und das Heldentum des politischen Lebens des Dr. Kramar ist!" dem Leitartikel der„ Narodni Prace", worin Dr. J. Erben schreibt, daß viele schon lange nach dem Präsidenten Masaryk rufen, damit er einen bung, die die Verdienste der Auslands- und der Als Beitrag für die fünftige GeschichtsschreiUmsturz vollführe wie Pilsudski in Polen. Die Inlandsrevolution um die tschechische Befreiung „ Narodni Listy" erblicken darin ein om gegen einander abzuwägen, haben wird, ist diese plott des Linkskartells" und bringen Indiskretion des„ Ceste Slovo" sicher sehr inden fürzlichen Empfang der drei sozialistischen teressant. Um diese talte Dusche wieder halbwegs Politiker Klofa&, Patejdl und Tomaš et gut zu machen, wäre die Zusammenstellung einer erneut mit dem Komplott gegen Gajda" in Ver- fascistischen Huldigungsdeputation für Kramar bindung, der als Chef des Generalstabes gewis- sehr zu empfehlen. Wenn wir schon so herrlich sen Elementen unbequem fei.. weit wären, wie in Italien, dann ginge es aller Auch die klerikalen ,, Lidove Listy" behaupten, dings viel einfacher; eine kleine Strafexpedition, daß Syrovy den Schritt gegen Gajda erst auf aus tüchtigen Fascisten zusammengestellt, würde Einschreiten der Sozialisten hin un- derartige Presseangriffe schon bald zum Schweiternommen habe, und erklären, das zeuge von gen bringen und dem verblaßten Glorienschein der Macht, welche die Sozialisten noch heute in wieder neuen Glanz verleihen! den Fingern ausstrecken würde gerade so, wie das Gesicht nach jener Richtung zugekehrt, von Und ich meinen Sohn! Er ist verwundet Das Baterland wird dir alles ber Stelle au durchqueren, flok schläfrig mit der pensionierte Offiziere oft zu haben pflegen. fcine fast noch volle Pfeife auszuklopfen und sie vergelten! Aus dent Serbischen von J. Reismann. es gute und schlechte Maler darstellen. Die Save, wo das Schiff fommen sollte. Auf seinem Gesichte worden! die dermaßen sant, daß es möglich war, sie an war feineswegs jener stolze Ausdruck zu sehen, Er erregt sich ein wenig, dann beginnt er jeder dem schwachen Abglanz der Purpurwolten über Die volle, kleine, durch den gestuzten Schnurr- neuerdings stopfend und in Brand setzend, versetzt ihr dahin. bart kurz und dick erscheinende Nase, die braunen er durch den Tschibut: Binnen furzer Zeit hatten sich alle Leute Augen, die schütteren Augenbrauen, das rundAber nur leicht, ganz leicht! Sein Kame- Und was ist Ihr Sohn? Gott • fragt der Schon brach die Dämmung herein und das der Dampfschiffahrtsgesellschaft waren am Ufer nicht abstoßende Gesicht, der kleine Mund mit den er zeigt mit der Hand ganz ungewiß herum; Schon brach die Dämmrung herein und das verlaufen. Außer den Angestellten und Beamten liche, ausrafierte Kinn und das buttergelbe, doch rad Role hat es mir geschrieben. Hier und hier! Schiff war noch immer nicht in Sicht. Das Publitum, welches es erwartete, begann auseinander nur zwei Männer stehengeblieben der eine vertraulichen Rügen, die großen Hände, die zer zuerst an der linken Achsel und dann längs des zu gehen. Auch der Semmelverfäufer mit dem trug einen Fez und der andere eine Uniform fnitterte Uniform, das schneeweiße Hemd und der ganzen rechten Beines. Es hat ihn nur so geund Sporen. Der eine mit dem Fez Kazand- wie Milch blanke Säbel Kazand wie Milch blanke Säbel all dies verriet einen streift! Er ist aus dem Spital nach Hause ent harten Gebäck und die Frau des Kapitäns mit žije Blagoji- schritt schon den ganzen Tag un- Menschen, Gebieter und gemeinen Kerl, von dem lassen worden, damit er sich erhole, und dann vorwärts!... beiden Praktikanten gingen mit dem Tischler geduldig hin und her; jeden Augenblic fragte er man erwarten konnte, daß er eine Quadrille ar- geht's wieder in Gottes Namen vorwärts! Marfus, nachdem sie sich zuvor mit dem Wirt die Leute irgend etwas aus, krapte sich beständig, rangieren und die Säbelscheide zu schwingen ver- und es ist notwendig... wahrhaftig notwendig, darüber gestritten hatten, daß er ihnen Bier aus- als ob ihn alles jucken würde und als ob er stand, aber es dürfte keineswegs überraschen, dieses unreine Gesindel zu vertreiben! geschenkt hätte, das er bereits vergangenen Witt nicht wissen würde, wo er sich zuerst traßen solle; wenn er einer Dame den Rücken zukehren, sich stehe uns da bei! woch angezapft hatte. Auch die Fuhrleute fuhren er ging in das Wirtshaus am dortigen Platz hin- die Nase mit dem Aermel abwischen und seine weg, die sich erbötig machten, einen um zwei ein, lief aber gleich wieder unruhig heraus, als Gabel aufrecht in Strapfen hineinbohren würde. Hauptmann, sich um Kazandžija zu interessieren ob er Angst hätte, etwas zu versäumen, und dann Dieser Mann stand also beständig an einem beginnend. Groschen zur Stadt zu fahren; die meisten Leute blidte er gespannt in der Richtung der Save. Plate und Karendžija bewegte sich wieder unauf--Mein Sohn? Kazandžija? O, wenn Sie aber fuhren wegen des Appetits" oder wegen Sein schön ausrasiertes, leicht gefaltetes Gesicht, hörlich hin und her. wüßten, wie der arbeitet! Sein Arm ist, verstehen des Spaziergangs" auf Schusters Rappen, indem Als die Dämmerung anbrach, so daß man Sie, stärker als mein Fuß da. Alles, was ich besie den Stock über die Achsel schwangen und den das Aehnlichkeit mit den Wolfen am Horizonte Daumen der linken Hand in die Westentasche Daumen der linken Hand in die Westentasche batte, mit dem grauen Backenbarte und Schnurr- nicht einmal mehr die Goldbordüre auf der Kappe faß, mußte ich in dieser schlimmen Zeit verkaufen fledten. Nicht einmal die Frau des Großkauf- barte, stand gewissermaßen im Kontraste mit den des Agenten erkennen fonnte, begaben fich die was foll's auch nur das Werkzeug hab' ich mir gelassen. Aber so lange seine Hand mit dem manns Marinka wollte Platz nehmen, sondern fleinen, blauen, lebhaften Augen, die munter und beiden gesenkten Hauptes ins Wirtshaus. Werkzeug umzugehen versteht, solange werden wis ging mit ihrer kleinen Gesellschaft zu Fuß, wobei selbstbewußt von einem Gegenstand zu einem sie sich von Zeit zu Zeit mit den Rüden zur andern glitten. In den Zähnen hielt er beständig sprach beide genug zu essen haben, und wenn wir un Hälfte denjenigen zuwandte, mit denen sie plau- einen Tschibuk festgeklemmt, den er mit geröste- beim derte; nicht vielleicht aus luhöflichkeit, sondern ten Kufurusförnern in Brand stedte. Zeitweise wegeit ihres Tepelat, des schönen, goldgeftidten Frauenfezes. Die Sonne versant auf der weiten SaveEbene, und nur dort, wo sie nicht war, erglänzten am Himmel lange, lichte, weiße Strahlen, als ob von dort aus gegen den Westen jemand eine Riesenhang mit gespreizten und nach oben weisenEs fommt nicht und kommt nicht! Stazadžija ärgerlich, wie ein Mensch, dem Kartenspiel sein Blatt nicht kommt. Es fommt nicht sagte auch der Offizier, ruhig, wie ein Beamter, der weiß, daß er fünf Jahren avancieren muß. ferer zehn wären. antwortet der Ich weiß, ich verstehe aber ich meine, was ist Ihr Sohn fragte er wieder die Diener und den Agenten: aber Sauptmann wieso kommt es, daß das Schiff noch nicht hier in beim Militär? Was mag das nur sein, du guter Gott? Beim Militär? Infanterist! Jawohl, Inist? Ob vielleicht ein Telegramm gekommen sei? läßt sich wieder der Kupferschmied vernehmen. fanterist! Ich sagte immer zu ihm: Junge, du ist der Wasserstand ein zu niedriger? Bringt Vielleicht.. Türken sind doch keine da... solltest Artillerist sein. Du würdest eine ganze man irgend eine schiere Last usw. worauf Und dann, ihm die Diener und der Agent mit dem herr- und ein Schiff fann man wohl nicht bombar- Ranone fortzuschleppen verstehen. wenn es fo rumort ein Vergnügen, so was fömmlichen Hochmut fremder Angestellter kurz dieren? und unfreundlich antworteten. Der Hauptmann schweigt. anzuhören! Aber er wollte zur Infanterie! Er -Und wen erwarten Sie? fraat Blagoje fagt: das ist etwas wenn einer will, kann er schießen, aber auch einem an die Gurgel fahren. ( Fortsetzung folgt.) Meine Frau! Der Uniformierte, ein Hauptmann namens Einer der größten serbischen Schriftsteller, Tanasije Jeličič, stand fast den ganzen Tag an wiederum. ein und derselben Stelle, auf den Säbel gestützt, einer der besten, farbenprächtigsten Schilderer des serbischen Volkslebens. 17. Juli 1926, Genossen und Genolsinnen! Beteiligt euch am Kreisarbeitertag gidn 319 in Brünn am 1. Auguft. Hunderte Wiener Genossen kommen! Das Wohnungsgefeh der Bourgeoisie. dels I. Die Beseitigung des Mieterschutes.dt zimmerwohnungen 70 Prozent, bei kleineren 50 Prozent, bet größeren 90 Prozent. Wurde die Wohnung erst später vermietet, so macht die Steigerung bei Zweizimmerwohnungen 100 Prozent aus, bei fleineren 80 Prozent, bei größeren 110 Prozent, alles vom Friedenszinse gerechnet. Seite 3. irgendwelcher sozialer Rücksichten, sondern einfach auf Kosten derjenigen, die zum Wohnungswechsel gezwungen sind. Dazu kommt die nicht minder gefährliche, vielleicht sogar noch schlimmere Bestimmung des§ 54, wonach die Gemeindeber tretung beschließen tann, sich des Mieterschutes im Gemeindegebiete zu begeben. Im Jahre 1923 sind in die meiften Gemeindestuben wieder bürgerliche, ausge sprochene mieterschutzfeindliche Mehrheiten eingezogen, das wird sich nun in einer gründlichen Zer störung dieser sozialen Schutzmaßnahme auswir fen, wenn die Wähler nicht bei den im Jahre 1927 fälligen Gemeindewahlen ihren Irrtum rechtzeitig gutmachen. Aber im Juni 1930 wird in den Mieterschutz eine weitere Bresche geschlagen. Der Schuh der Untermieter tritt außer Kraft und alle Wohnungen, welche nach dem 17. Jänner 1917 zum ersten Mal vermietet wurden, werden von der Wirksamkeit des Mieterschutes ausgenommen. Der Mieterschuß wird also nicht allmählich abgebaut, sondern er wird einfach demoliert. Ein fascistisches Schandurteil. Verteidigung des Achtstundentages sechs Jahre Kerker. Von allen friegswirtschaftlichen Maßnahmen hat sich allein der Mieterschutz als wirksame und foziale Maßnahme bewahrt. Er mußte daher auch unter dem Druck einer furchtbaren Wohnungsnot auch dann noch beibehalten werden, als die ande ren Ueberreste der Kriegswirtschaft längst beseitigt und in Vergessenheit geraten waren. Freilich ist es der Reaktion gelungen, den Mieterschutz von Es ist also nicht wenig, was die Hausherren Jahr zu Jahr zu lockern, aber im wesentlichen da mit einem Schlag bekommen, ebensoviel, in mußte er bestehen bleiben und auch eine Erhöhung zahlreichen Fällen vielleicht mehr, als sie bisher der Mietzinse konnte die Gesetzgebung nur in ver- burch alle zulässigen Mietzinssteigerungen zusamhältnismäßig geringem Ausmaße im Vergleich mengenommen erhalten haben. Hier liegt der zur sonstigen Entwicklung des Preisniveaus und nur allmählich zulassen. Das soll nun anders mieterschues, den die bei den Haaren herwahre Grund für den Abbau des Zweierlei Wehrhaftigkeit. werden. Die neue bürgerliche Mehr- beigezogenen sozialen" und wirtschaftlichen" Der Aufmarsch der wehrhaften Organisationen beit will mit dem Mieterschutz Argumente nur verschleiern sollen: Es ist das des Proletariats beim Wiener Sportfest mußte gründlich aufräumen. Hausherreninteresse, das sich da durchnatürlich Neid und Haß der Kommunisten Die Grundtendenz des im Juli dem Abge- setzt, das kapitalistische Profitstreben entfesseln. Niemand konnte erwarten, daß sich die ordnetenhause unterbreiteten Gesebentwur- einer fleinen Minderzahl, dem die Mostowiter objektiv über den Massenaufmarsch der fes ist es, den Mietzins in den alten Interessen der großen masse der Schon die angeführten Tatsachen würden sozialdemokratischen Arbeiter äußern würden. Man Säusern auf die fünf, bis sechsfache Mieter geopfert werden. bollauf hinreichen, um die schärfste Kampfansage hätte aber immerhin erwarten dürfen, daß sie sich höhe des Friedenszinses zu ste i- Der Motivenbericht zur neuen Ge- der Sozialdemokratie gegen das neue Wohangesichts des Aufmarsches der Hunderttausend gern. sebesvorlage fagt, indem er gegen den Mieterschutz nungsgesetz zu rechtfertigen. Aber die Betrachtung etwas ernster mit dem Gedanken der proletarischen Nach dem Jahre 1934 aber soll jede Beschrän polemisiert, daß die Regierung schon im Jahre der übrigen Bestimmungen des Gesezentwurfes Wehrhaftigkeit auseinandersezen würden als die kung sowohl des Kündigungsrechtes als auch 1922, bei der Unterbreitung der damaligen Bau- wird zeigen, daß auch diese vom gleichen unsozia Internationale" es in einem Artikel vom der Zinsfestsetzung aufhören, der Mieterschuh und Wohnungsgesetze sich der Notwendigkeit be- len Geist erfüllt sind. Er ist eben das WohFreitag tut, in dem sie über Wirklichen und soll vollständig beseitigt und der freie Woh wußt war, den Mieterschutz nach und nach zu benungsgesetz der Bourgeoisie und Scheintampf gegen den Fascismus" leitorafelt. Statt nungsmarkt" wieder hergestellt werden. seitigen. Wenn die Regierung bisher nicht im- daher, so parodox das auch klingen aller Beweise und Diskussionen wird einfach festBwei Gründe führt der Minister für soziale ftande war, diese Erkenntnis in die Tat umzu- mag, ein Wohnungsgesetz gegen bie gestellt, daß die sozialdemokratischen Abwehrorgani fationen teine ernstlichen Kampfmittel gegen den Fürsorge, Dr. Schieß1, in einem im„ Narodni feten, so seien dafür wirtschaftliche und soziale Mieter. Fascismus darstellen. Der Beweis für die Behaup- Osvobozeni" veröffentlichten Interview für die Gründe maßgebend gewesen, vor allem das Eintung wird nur soweit versucht, als die Internatio- fen Plan an: Die Mietzinse sind heute sehr un- tommensniveau der Bevölkerung. nale" feststellt, daß sich die Sozialdemokraten über gleich, sehr verschieden hoch, ohne daß dabei auf Aber die Regierung macht sich gar keine Ge die Gewaltanwendung nicht im Klaren soziale Verhältnisse Rücksicht genommen wird, danken darüber, ob denn das Einkommen seien und daß sie obendrein den roten Milita- andererseits aber unterbindet der Mieterschutz die niveau der Bevölkerung heute, in der Zeit der rismus in Rußland bekämpft hätten. Wer die ganze Kreditwirtschaft, da niemand Baukredit geHungerzölle und einer so gewaltigen SteigeBerichte über die Wiener Tagung verfolgt hat, währen kann. Was den zweiten Grund betrifft, rung der indirekten Steuern und Abgaben, Rom, 15. Juli. Das Gericht von Mailand weiß, wenn er es nicht schon wußte, daß für uns so wird hierüber bei der Besprechung jener Abeine so schwere Belastung ertragen kann, wie der Entwurf sie vorsieht. hat einen kommunistischen Mechaniker zu sechs das Problem der Gewaltanwendung sehr einfach und schnitte des Gesetzes, welche die Bauförderung beflar liegt, jedenfalls viel flarer als bei den Kom- treffen, noch einiges zu sagen sein. Hier sei nur Der Arbeiter, der Angestellte, der Kleinge- Jahren schweren Kerkers wegen Aufwieges munisten, deren zahlreiche Fraktionen nicht müde die entscheidende Tatsache festgestellt, daß die Vorwerden, über Zeitpunkt und Möglichkeit eines lage demnach den Zived hat, die private Bautätig werbetreibende foll aus seinem Einkommen, Iung betreffend die neunte Arbeitsstunde vers Butsches zu diskutieren. Wir stehen nach wie vor feit wieder zu ermöglichen, daß auch die Bauför- das vielfach unter dem Existenzminimum steht, urteilt.( Durch ein Dekret Mussolinis ist in auf dem Standpunkt, daß in einer demokrati- derung, welche der Entwurf vorsteht, nur als nicht nur die Mittel zur Bauförderung aufbrin- Italien vor kurzem die neunstündige Are schen Gesellschaft die Gewaltanwen- Uebergangsmaßnahme gedacht ist, daß das gen, sondern auch noch die Verdoppelung beitszeit eingeführt worden.) bung überflüssig ist. Wir werden aber vor Bauen wieder zum Geschäft und zum und Verdreifachung des arbeitsder Gewalt nicht zurückscheuen, wenn die einträglichen Geschäft gemacht werwenn die einträglichen Geschäft gemacht werlosen Einkommens der Sausherren Ein fommunistischer Denunziant. Bourgeoisie ihrerseits die Demokratie beseitigen und den soll, woraus bie tapitalistische bestreiten. So oft ein soziales Gesetz geschafRom, 15. Juli. Auf dem Domplatz in damit den friedlichen Kampfboden verlassen will. Grundtendenz des ganzen Gefeßes fen werden soll, warnen die Verfechter der bür Das ist allerdings ganz etwas anderes da wohl mit aller Deutlichkeit hervorgerlichen Gesellschaftsordnung vor Experimen- Mailand ohrfeigte gestern abends der ehemalige ten" mit der Volkswirtschaft. Aber es ist beileibe sozialistische Gemeinderat von Ancona Buticchi hat die Internationale" schon recht als der geht. russische Militarismus. Unsere russischen Was die Ungleichheit der Mietzinse betrifft, fein Experiment, wenn im Jahre 1926 für das den ehemaligen kommunistischen Abgeordneten Genossen haben in den Reihen der Roten Armee so ist sie eine ungweifelhafte Tatsache, die Frage Jahr 1928, dessen soziale und wirtschaftliche Ver- Terracini und mißhandelte ihn. Auf die Polizei hältnisse niemand voraussagen kann, eine Bins- gebracht, erklärte Buticchi, daß Terracini ihn im mitgefämpft, solange sie gegen die tontrerevolutio- ist nur, ob sie dadurch beseitigt wird, daß die p nären Armeen des Zarismus marschierte. Heute Mietzinse in den alten Häusern einfach mechanisch steigerung um 50 bis 110 Prozent des Friedens- Jahre 1923 in Rußland den kommunistischen aber ist diese Rote Armee ein stehendes Heer, bas um ein Vielfaches erhöht werden, wobei auf zinses und dazu ein Baubeitrag festgesetzt wird, Behörden angezeigt und nach Sibirien habe fich zum größten Teil aus den Söhnen der freien die sozialen Verhältnisse der Mie der von Jahr zu Jahr um 50 Broz. des Friedens bringen laffen, von wo er auf Einschreiten der Besizer, der Bauern und Kulaken, ergänzt und das ter ebenfalls nicht die mindeste sinses bis zum Dreieinhalbfachen des Friedens- italienischen Konsulate wieder heintfehren konnte. mit seinem Sasernierungssystem durchaus Rücksicht genommen wird. Die gebun- inses steigt. Es ist freilich kein Experiment mit Er wies zum Beweise seiner Angaben Dokumente ein Instrument zur Aufrechterhaltung der dene Wohnungswirtschaft meint Herr Minister den Interessen der„ Volkswirtschaft"( lies Kapi- der Sowjets vor, die teilweise die Unterschrift Sowjetdiktatur gegen die Arbeiter und zur Schießt, wirke auf die Mietzinse wie seinerzeit die talisten), sondern mit den Interessen der Mieter, Terracinis tragen. Führung der imperialistischen Politit der Sowjets Mehlfarte auf die Mehlpreise. Sowie man auf die die ja zum größten Teil nur Proletarier sind. ist. Niemand unter uns leugnet, daß unsere auf Mehlfarte billiges Mehl befam, aber in ungenü Aber selbst der Motivenbericht zum Wohfreier Disziplin beruhenden Wilfzverbände ganz genden Mengen, so daß man den Mehlbedarf zu nungsgesetze erkennt die Notwendigkeit an, anderer Natur sind. Bucherpreisen decken mußte, so verschulden die Mieterschuß nur allmählich abzubauen. Sehen Das erste Argument der Internationale" burch den Mieterschutz künstlich niedrig gehaltenen wir zu, wie die Vorlage dieser Notwendigkeit geist aber immer noch das einzig diskutable. Was Mietzinse in den alten Häusern eine übermäßige recht wird.mp sie dann auftischt, ist einfach lächerlich. Daß das Teuerung der neuen Wohnungen, die den MieterReichsbanner reaktionäre Offiziere in feinen schutze nicht unterliegen. Aber abgesehen davon, Reihen berge, ist nicht minder dumm als das daß die Baukosten und damit die neuen Wohnun Brahlen mit dem Roten Fronikämpferbund, der gen keineswegs billiger werden, wenn die alten in Deutschland die einzige Waffe gegen den Wohnungen teuerer werden, besteht zwischen Fascismus sei. Derselbe Frontkämpferbund, Mehl und Wohnungen ein gewaltiger Unterschied: deren Bündnis mit dem Fascismus vor gar nicht Wohnungen kann man nicht im Steller versteden, so langer Zeit durchaus im Bereiche der revo- Wohnungen können nicht im Schleichhandel verlutionären Möglichkeiten, die in Moskau unbe- schwinden. grenzt sind, lag! Dann kommt der General der Roten Armee à la Suite auf Polen zu sprechen und da hat er schon vergessen, was er vor acht Wochen geschrieben hat. Es wird jetzt den pol nischen Schußtruppen wieder zur Last gelegt, daß sie für Pilsudski waren. Die Kommunisten aber rühmten sich, nach dem sie zuerst gegen Pilfubfti waren, drei Tage nach dem Putsch, für ihn zu sein und machten damals den SozialdemoPraten den Vorwurf, ihn zu wenig unterstützt zu haben. Diese Frage scheint bei den Kommunisten aber andauernd ungeklärt zu sein. Also nicht Beseitigung des Mieterschußes, sondern Ergänzung desselben durch ein scharf zugreifendes Anforderungsgeseh, vor allem durch rücksichtslose Anforderung aller Wohnungen, mit denen Wucher getrieben wird, das wäre der Weg zur Bekämpfung der Anarchie in der Mietzinsbildung. Nicht die Freigabe des Wohnungsmarktes, sondern seine strenge Kontrolle wäre der Weg zur Bekämp Das gegenwärtige Mieterschuhgesetz gilt bis zum 1. April 1928, aber der Entwurf verkürzt feine Geltung um 4 Monate, denn schon am 1. Jänner 1928 sollen die neuen Bestimmungen in Kraft treten. den Der Ratofi- Prozeß. Disziplinarstrafen. Budapest, 16. Juli.( MTJ.) Der Prozeß gegen Ratoji und Genossen wurde heute fort gefeßt. Zur Hauptverhandlung ist der Vizepräsi dent der reichsdeutschen kommunistischen Partei Reichstagsabgeordneter Dr. Arthur Rosea berg, hier eingetroffen. Es wurde die Einvernahme einer Reihe von Am 1. Jänner 1928 wird also ein Mieter, der Angeklagten vorgenommen. Die meisten haben an eine Wohnung, bestehend aus zwei Zimmern mit dem Agitationsturs in Wien teilgenommen. Sie Küche und Nebenräumen am 1. Mai 1924 bereits hätten erst auf der Budapester Polizei erfahren, inne hat, einschließlich des Baubeitrages 120 daß Emmerich Schwarz, der in Wien Vorträge Prozent des Friedenszinses mehr zahlen müssen hielt, Bela Kuhn gewesen sei. Der Präsident erals bisher und auch wenn er nur ein Zimmer mahnte den Angeklagten Rakosi, die Aussagen hat, wird feine Mehrleistung 100 Prozent des der Angeklagten nicht mit Lächeln und zuftimFriedenszinses betragen. Hat er die Wohnung erst menden Gesten zu begleiten und sich nicht unannach dem 1. Juni 1924 gemietet, so steigt sein ständig zu benehmen. Da Rakofi die Ermahnung Aufwand für die Wohnung sogar um 150 bezw. des Präsidenten mit Gloffen begleitete, ber 130 Prozent des Friedenszinses. So sieht der ,, all- hängte der Präsident über ihn zwei Tage Dunkel mähliche" Abbau aus. Aber das ist noch nicht arrest. Auch über den Angeklagten Bozoki, der alles. Der Mieterschutz wird nur scheinbar mit den Ermahnungen des Präsidenten polemifung der Wohnungsnot. bis Ende 1984 aufrecht erhalten, in Wirklichkeit siert, wird eine Disziplinarstrafe von zwei Tagen Aber das ist freilich nicht der Weg des Rapi- werden ihm sogleich mit Inkraftiveten des neuen Dunkelarrest perhängt. Die Verhandlung wird talismus. Gesetzes tödliche Schläge versetzt. Vor allem fehlt morgen fortgesetzt. Mit fozialer Gerechtigkeit läßt sich also die in dem Entwurfe die Bestimmung des§ 7, Ab Vervielfachung der Mietzinse feineswegs de faz 2, des bisherigen Mieterschutzgesetzes, wonach gründen. Bleibt das Argument, daß nur durch der Mieterschutz durch Parteienvereinbarung Beiträge der billiger Wohnenden die Mittel zur weder ausgeschlossen noch eingeschränkt werden Bauförderung gewonnen werden können. Lassen fann. wir zunächst die Tatsache außeracht, daß diese Beiträge, welche von 50 Prozent des Friedensginsfes im Jahre 1928 bis 350 Prozent des Frie benszinses im Jahre 1984 ansteigen, nicht nach Brag, 368. 8.30; Landwirtschaftlicher Rundfunk und der Leistungsfähigkeit des Mieters gestaffelt sind, Breffenachrichten, 9.30: Sendung aus der Starolinenthaler über dieses Kapitel wird noch ausführlich zu spremilu". 3. Händl: Offertorium: Bopulum bumilem". 4. Bac: chen sein. Aber schon hier muß aufgezeigt werden, Präludium und Suge cbur für Orgel. Bach: Adagio und Juge a- moll. 2. Beethoven: Serenade daß die Hälfte dieses Baubeitrages, der dem staat- bürgerlichen Gesellschaftsordnung bedeutet: Es ist den, find als gescheitert zu betrachten. Der für Fibie, Seigs und Klavier, 3. a) Szymanowoffi; da fon- lichen Baufonds zufließt, in Form verzinslicher die Auslieferung des wirtschaftlich Vorstand des Bergarbeiterverbandes ist heute taine be Arethuse; b) Ecott: Lotusland; c) Milander: Schuldverschreibungen den Bauseigentümern zu Schwächeren an den wirtschaftlich nach sechsstündiger Beratung auf unbeftinimte certant für stlarinett und Klavier, 17: Fünf- ur- Ronsert. ridgegeben wird. Nicht den Mietern, die ihn ge- Starteren. Nach dem 1. Jänner 1928 wird Zeit auseinandergegangen, ohne die Delegierten1. Boildien: Der Stallf von Bagdad. Ouvertüre. 2. Mozart: zahlt haben, sondern den Hausherren, die ihn ein- man einfach feine Wohnung bekommen, ohne auf fonferenz der Bergarbeiter einzubrufen oder zu Ceronabe. 5. Urban: Rhapsodische Bhantasie. 18: Deute heben und an den Baufonds abführen. Bau för den Mieterschutz zu verzichten, die Hausherren Die Wegbahner des Fascismus trösten sich schließlich damit, daß unsere Abwehrorganisationen nur auf dem Papier stehen. Sie werden sich, des versichern wir ihnen, überall, wo sie auf den Fascismus hoffen, grimmig täuschen! Runblunt fir Alle! für Programm für morgen, Sonntag. Kirche. 1, Picka: Meffe f- dur. 2. Sünbl: Graduale:„ Esto " 11: Matinée. nuett; b) Milander: La Chasse. 4. Weber; Grand buo contheaters, Prag: 1. Schubert: a) Die Krähe; b) Der DoppelMan wird also vom 1. Jänner 1928 an auf den Mieterschuk berzichten" fönnen, was von bürgerlichen Blättern auch bereits als Wiederherstellung der Vertragsfreiheit be= grüßt worden ist. Aber wir wissen, was Vertragsfreiheit in der Der englische Streit. Ergebnislose Beratungen des BergarbeiterVerbandes. London, 16. Juli.( Eigenbericht.) Die Ver suche des Generalrates des Gewerkschaftskongres ses und der Vertreter der Kirchlichen Breinigun gen, eine Grundlage für neue Verhandlun gen über die Beilegung des Kohlenstreiles zu finbenberg, Sang som rege, ital, bespeutiden gambes derung nennt es sich und Erhöhung werden auf Grund der Vertragsfreiheit" so den Vermittlungsvorschlägen des Generalrates Canger. 2. Leoncaballo: Brolog aus Bajasso. 3. Wagner: Der Hausherrenrente ist es. Aber dazu teuer vermieten, wie sie wollen und und der Vertreter der kirchlichen Gemeinschaften Rheingold:„ Abendlich ſtrahlt der Sonne Auge"; b) Bieg tommt noch, gleichfalls im Jahre 1928, eine der Schuß gegen Kündigungen wird auch dahin Stellung zu nehmen. apellmeister bes Deuifchen Anabesibeaters in Brag. 20: Erhöhung der Mietzinse, die aur fein. Das gilt freilich nur für diejenigen Mieter, Hausherren 3ut gute welche nach dem 1. Jänner 1928 ein neues Miets Mostau, 16. Juli.( Taff.) Der Generalra. Sub Romanzen. 3. Bizet: Kleine Suite. Kinderspiel. 4. Too mt mt. Diese Zinssteigerung wird nicht gering berhältnis eingehen, aber es ist klar, daß dadurch hat dent Zentralrate der GewerkschaftsorganisatioSieb:" Auf wolfiger bbe". Am Klavier: einfinger, Betterborausfage. 20.02: Orchestertongert. 1. Saint- Saens: Gänze Sa princeffe Juane. Ouvertüre. 2. třičta: Russische Balladen set: Das einfache Herz. 5. Dvořák: Der Wassermann. Shm. fein. Sonisches Gedicht. Op. 107. 6. Mobák: groet Nocturni. Regitation. 8. Jones: Walzer aus Geisha". Fučik: Balzer, Lehár: Gold und Silber, 22; Reftfignat, Sport, beaters und neueste Nachrichten. den War eine Wohnung am 1. Mai 1924 bereits bermietet, so beträgt die Erhöhung bei Zweis die Anarchie der Mietzinsbildung, welcher die nen vorgeschlagen, den englisch- russischen AusVorlage angeblich steuern will, noch vermehrt schuß für den 26. Juli nach Paris einzuberufen. wird, und zwar feineswegs unter Beachtung Seite 4. Devisenturie. Prager Kurse am 16. Juli. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart. 100 belgische Frants 100 Schweizer Franks 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 französische Frants 100 Dinar 10.000 magharische Kronen 100 polnische Zloty 100 Schilling Geld 1358.-.803.75.76.80.653.75.164.10. 113.55.33.70.79.80. 59.61.4.69.37 367.-477.87.50 Ausland. Ware 1364.-. 807.75.78.80.656.75.165.30.114.95.34.-81.20.60.11.4.79.37 373.480.87.50 000 Sozialistische Anträge im amerikanischen, Kongreb. J. J.) Der„ Vorwärts", das deutsche oo jozialistische Wochenblatt von Milwaukee, dem Wahlbezirk des einzigen sozialistischen Abgeordneten im amerikanischen Kongreß, Genossen Viktor Die Aussperrung der Egerer Bauarbeiter. Unerhörte Provokation der Unternehmer: Montag Arbeitsaufnahme mit Nichtorganisierten. ** Der Arbeitgeberbund für das Baugewerbe in Karlsbad hat einen neuen Ukas an die Unternehmer hinausgegeben. Montag, den 19. d. M. wird die Arbeit im Egerer Handelskammerbezirke wieder aufgenommen, jedoch nur mit unorgani sierten und allen jenen, die wohl irgendwo organisiert, jedoch nicht Mitglied des Deutschen Bauarbeiterverbandes und des Zentralverbandes der Bauarbeiter in Prag sind. Der Arbeitgeberbund glaubt scheinbar dadurch nicht bloß den Kampf unmöglich zu mas chen, sondern auch die Organisationen zu zerstören. Die Mitglieder derselben haben sich nach den erhaltenen Weisungen zu richten. Wird strenge Disziplin gehalten, dann wird sich bald zeigen, daß auch der Uebermut der westböhmischen Bauunternehmer gedämpft werden lann. Bauarbeiter Westböhmens, zeigt Euch des großen Kampfes würdig! Zagesneuigkeiten. Deutscher Bauarbeiterverband. 17. Juli 1926. gegenseitiger Beschimpfung, Streit und Zank unter den Gesinnungsgenossen zu stande gebracht hat. Ich bin überzeugt, daß Sie mit mir der Meinung sind, daß, wenn nicht bald Wandel geschaffen und die Einigkeit hergestellt wird, die die Vorbedingung für den weiteren Bestand der bolfischen Bewegung überhaupt ist, feiner zurüc stehen darf und die volksbewußte Jugend zu t Handeln aufgerufen werden muß. Las sen Sie mich hoffen, daß dies nicht notwendig sein wird. Halten Sie sich aber bereit, wenn Sie zur befreienden Tat, gerufen werden müssen. Mit deutschem Gruß und Handschlag Ihr Karl Theo Dussik, Wien I., Tuchlauben Nr. 3." Schade um jedes kommentierende Wort, das den Eindruck dieses authentischen Beweises über oooooooo die Zustände in diesem Saustall doch nur abdeshalb alles daran gesetzt werden müsse, diesen schwächen könnte. So viel aber sei dennoch ges Sieg herbeizuführen. Eine Resolution, in der den sagt, daß dieses Konterfei der österreichischen fozialdemokratischen Abgeordneten und Senatoren Junghakenkreuzbewegung zugleich auch eine unfür ihr tatkräftiges Wirten im Interesse des gefähre Vorstellung von den Verhält Unfreiwillig humoristische Beiträge. Volkes der Dank ausgesprochen wird und in der nissen in der sudetendeutschen naes weiter als die Pflicht aller Arbeiter und Ar- tionalsozialistischen Partei und tena u sind unter anderem folgende Briefe zur gegen die Christlichsozialen, Landbündler und auch moralisch bedauern, der in die Hände dieser In der Bezirksversicherungsanstalt Tra u beiterfrauen erklärt wird, den schärfsten Kampf Jugendbewegung gibt. Man muß wirk lich jeden Arbeiter nicht nur politisch, sondern Sozialversicherung eingelangt, die wir zur Be- Gewerbeparteiler zu führen, fand einstimmige auch moralisch bedauern, der in die Hände dieser lustigung der Arbeiteröffentlichkeit in der ur- Annahme. Der Vorsitzende, Genosse Stohwasser, Gesellschaft gerät. sprünglichen Orthographie und mit allen Stil- schloß hierauf mit einem neuerlichen Aufrufe an blüten abdrucken: alle, von Stube zu Stube die Agitation für die fozialdemokratische Partei aufzunehmen, die imposante Versammlung. 2. Berger, kommt in einem Auffaz bom Der Spießer und die Sozialversicherung. 19. Juni auf seine große Rede und seine besondere Stellung im amerikanischen Parlament zu sprechen. Wenn Berger selbst sagt, seine eigentümliche Stellung in der Nationalgesezgebung als einziger Vertreter der amerikanischen Sozialdemokratie lasse etwas anderes für ihn nicht übrig, als lediglich die Aufgabe, den Dolmetsch zu spielen, um der großen Masse, die in absoluter Unkenntnis über die Ziele und Zwecke des Sozialismus dahinlebe, zu zeigen, was die Sozialisten tun würden, wenn sie als Partei die Macht P. T. „ Ein aller Beschreibung spottender Kampi". 1. Habe Jch so etwas garnicht notwendig da Nämlich im Innern der österreichischen nationalIch soviel Selbstbeherrschung besitze und Mir selber einen Zehrpfennig auf Mein alter zurücklege. 2. Besitze Jch weder Rechte noch Vorteile von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, da Ich von der Gewerbepartei und beim Bunde der deutschen Landwirte Abhängig bin. 3. Bin Ich ein freier mich andauernd weiter ausbildender, mir späterhin eine Existenz selber gründender Huf und Wagenschmiedegehilfe, aber Rein Organisierter Metalarbeiter. Am 1. diesen Monats erhielt mein Herr Meihätten, Gesetze zu geben, so hat er seine Mission ster die zusendung der Sozialversicherung, in welche nur im Fragment angedeutet. Bergers alleinige Ich aber durchaus nicht einzahlen werde und auch Anwesenheit im Kongreß ist zunächst ein schlagen- nicht Verpflichtet bin dazu. der und zugleich beschämender Beweis für den politischen Rückstand der amerikanischen Massen, ihre Erkenntnislosigkeit gegenüber den einschneidenden Fragen einer nur im Interesse der Befizenden gesetzmäßig festgelegten Volkswirtschaft und dem Beweis der Ueberfälligkeit eines abgewirtschafteten Systems, das nur noch auf dem Papier steht, nicht aber int prattischen Wirtschaftsleben vorhanden ist, sondern einer sicht-, hör-, fühl- und greifbaren plutokratischen Klassenwirtschaft Platz gemacht hat. Seine Rede. die ein anderer im Kongreß zu halten nie gewagt hätte, bezeugt das. Er ist daher weit mehr als nur der Dolmetsch des Sozialismus oder irgend einer gegen die plutokratische Mißwirtschaft gerichteten Staatsform, er ist der geschichtliche Vorkämpfer derjenigen Oppositionspartei, die, ganz gleich unter welchem Namen, durch das unglaub lich volksfeindliche, undemokratische Treiben der beiden Regierungsparteien im Kongreß und in den Staatslegislaturen so totsicher auch für unser Land kommen muß, wie der falifornische Regen nach der periodischen Dürre." In seiner ausführlichen Rede am 27. April besprach Genosse Berger eine Reihe von Anträgen, die er hinsichtlich verschiedener Fragen der allgemeinen Politik und der Sozialpolitik gestellt hatte. 4. Spare lerne leiste was so hast du kannst du gilts du was! Ich unterzeichne Mich Hochachtungsvoll ( folgt Unterschrift.) * An die Bezirks- Krankenversicherungs- Anstalt in Trautenau. Ich teile Ihnen höflichst mit, daß ich meinen Gehilfen in der Sozialversicherung auf keinen Fall anmelde. Falls es zwangsweise geschieht, muß ich denselben sofort aus der Arbeit entlassen, Ich habe ohne dies große Zahlungen, und mit den Steuern übelastet ist. So schnell jemanden in eine Versicherung Anmelden, ohne das mann eine nöhere Aufklärung hat. zeichne ich * ( folgt Name.) An die Bezirksversicherungsanstalt in Trautenau. Ein Gesetzesantrag Bergers beschäftigt sich mit der Aufhebung des im Kriege erlassenen Spionagegesezes. Es herrschte der allgemeine Eindruck vor, daß dieses Gesetz, das mit einer Zuchthausstrafe den bedrohte, der feine Stimme gegen die Kriegspolitik erhob, mit der übrigen Kriegsgesetzgebung aufgehoben sei. Auf Ihr Schreiben von 1. Juli 1926 wegen der Wie Berger ausführte, trifft dies nicht zu. Das Spionagegesetz steht noch in Straft.„ Es wird im Sozialen Versicherung gebe ich meine Antwort benächsten Strieg zur Anwendung kommen, wie es annt, daß ich mir auf keinen Fall mein Brot durch im letzten geschah, nicht um Spionage zu bestra- diese Verf. vertreiben lasse. Im Falle daß ich meifen, sondern um jede Stritit internationalernen Bosten verliere wird mich wahrscheinlich die Schlächterei zu erdrosseln." sozialistischen Partei. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" veröffentlicht folgendes vertrauliche" Rundschreiben aus der Partei der Hakenkreuzler, das den besten Begriff davon gibt, wie es im Innern nationalsozialistischer Organisationen zugeht: Streng vertraulich! Streng vertraulich! Persönliche Mitteilung! des Tag", je ein Dußend neuer brauner Hitlers Wir versprechen den Redakteuren hentden, wenn sie ihren Lesern dieses Potpourri aus der Wiener Hakenkreuzvolksküche vorschen! Amundsens Heimtehr nach Oslo. Oslo, 15. Juli. Roald Amundsen und seine strahlendem Wetter an Bord des Dampfers an Gefährten wurden heute nachmittags, als sie bei famen, in herzlicher Weise empfangen. In Barkassen fuhren die Polarflieger zur Landungsbrücke, wo ein Empfangspavillon errichtet worden war. Hier entbot' ihnen der Präsident des Storthing Nambri den Willkomm. Amundsen dankte sichtlich bewegt. Viele Tausende von Menschen hatten sich in den Straßen und am Hasen angesammelt. Nach dem Empfang auf der Brücke fuhren die Polarforscher durch die reichgeschmückten Straßen, überall jubelnd begrüßt, zum Schloß. Dort wurEs ist ein trauriger Anlaß, der mich den sie vom Könige und dem Kronprinzen bezu diesem vertraulichen Briefe an Sie zwingt. Ich grüßt. Amundsen gab dem König die Flagge zurichte ihn in der Voraussetzung an Sie, daß Sie rück, die der König und die Königin Amundsen den ernsten Willen haben, sich vorurteilsfrei mit anläßlich seines Polarfluges übergeben hatten. Fragen der völkischen Jugendbewe- Der König überreichte dem Kapitän Wistings das gung auseinanderzusetzen. In der letzten Zeit Kommandeurkreuz des St. Olaf Ordens und den hat sich der Kampf zwischen verschiedenen übrigen Teilnehmern das Ritterkreuz dieses völkischen Gruppen unsinnig verschärft. An- Ordene. Zum Schluß fuhren die Polarfahrer nach statt den Erbfeind, das Judentum und den In dem Grand Hotel, überall von den Menschenternationalismus, gemeinsam zu befämpfen, wen- massen begeistert begrüßt. Im Laufe des Nachden diese Gruppen nunmehr ihre ganze Kraft mittags mußten sie sich immer wieder auf dent dazu auf, sich gegenseitig zu vernich Balkon des Hotels zeigen, um die Huldigungen ten. Von einem Vordringen gegen die Feinde der Menge entgegenzunehmen. Am morgigen unseres Volkstums ist überhaupt keine Rede mehr. 54. Geburtstage Amundsens wird in der AkershusDas Herz jedes wirklich national Fühlenden Festung ein Volfsfest veranstaltet werden, auf frampft sich zusammen, wenn man sieht, daß nun dem Fritjof Nansen die Festrede halten wird. auch die völlische Jugend von diesen Führern" in den Strudel der kleinlichen, meist persönlichen Einheitsbrot in Belgien. Im Gefolge der Frank- Stüßungsaktion. Brüssel, 16. Juli. Im Ministerrate wird ein Antrag für die Schaffung eines einheitlichen neuen Typus für die Broterzeugung unterbreitet werden. Die Einfuhr anderer Mehlgattungen wird untersagt, die Ausfuhr von einheimischen Feldfrüchten ab 1. August verboten. Tod in der Grube. Berlin, 16. Juli. Auf der Zeche Friedrich Heinrich in Hamp Lintfort ereignete sich bei einer Sprengung eine Explosion, durch die zwei Bergleute getötet wurden. Gegensätze hineingezerrt wird. Ich will Ihnen Beweise geben. Gleichzeitig mit der starken Gruppe der Nationalsozialisten, die unter Führung Pr. Suchanef- Suchenwirths und Loßmanns aus der Nationalsozialistischen Partei austraten, berließen auch zahlreiche Jugendliche die von Adolf Bauer geführte Jugend dieser Partei und gründeten einen neuen Jugendbund unter dem Namen Hitler- Jugend. Zwischen dieser Hitler- Jugend und der Bauer- Jugend tobt nun ein fast Versicherungs- Anstalt erhalten, oder mir einen an- aller Beschreibung spottender deren Posten verschaffen mit 35 Kc Wochenlohn Kampf. Um nicht in den Verdacht der ParteilichWeitere Anträge Bergers sollen Milderun- deren Posten verschaffen mit 35 Re gen in der Handhabung der Einwanderungs- brauch ich keine Vig. Da müßt ich ja die 35 K, für feit zu kommen, zitiere ich wörtlich einige beund Naturalisierungsvorschriften bezwecken. Ein Krankenkassa u. Versicherung haben. Ferner gebe ich zeichnende Stellen. meinem Meister ganz recht daß er mich aus der Ar- Jm Desterreichischen Beobachter", dem Antrag auf Abänderung der Einwanderungsbill, beit entlassen will wenn er noch die Hälfte Ver- Blatte der Hitler- Bewegung( Nummer vom 17. der die Wiedervereinigung von auseinandergeSozialer und kultureller Notstand der ostrissenen Familien ermöglichen soll, wurde vom sicherungs Beitrag zahlen muß denn es sind ja schon Juni), wird die Bauer- Jugend mit Ausdrücken Ausschuß nicht nur verworfen, sondern auch eine soviel Steuern daß er verrückt werden muß. Und wie Strauchritter" und" abslutscher" bezeich- böhmischen Bevölkerung drücken sich in einem Verschärfung der bestehenden Vorschriften ins überhaupt in eine Soziale Versich. schon gar nicht, net. Ihr Vorgehen wird eine unerhörte Frech- Bericht aus, welcher das Ergebnis eines Jahres da ich kein Sozialdemokrat bin, die Geheit", ihre Führer gewissenlose Drahtzieher" schulärztlichen Dienstes in den Trautenauer Auge gefaßt. Ebensolche brüste Ablehnung begegneten werbekrantentassa in Kraft und da brauchen wir genannt. Weiter wird festgestellt, daß sich„ Stom- Volks- und Bürgerschulen ist. Daraus geht hervor, munisten in gegnerischen Versammlungen anstän- daß die Zahl der Kinder- Krankhei auch zwei Anträge, von denen der eine forderte, teine Soziale Versicherung. daß durch eine eingehende Untersuchung die ( folgt Name und Beruf.) diger benehmen wie die eigenen Parteigenossen". ten in Trautenau erschreckend hoch ist und vor Das Beginnen der Bauer- Jugend wird von Par- allem auf die schlechten, ungesunden WohKriegsschuld frage geklärt und das in die Nöhere Aufklärung über diese Spießer teigenossen, die es doch wissen sollten,„ sch ä big" nungs- und Ernährungsverhält Friedensverträge aufgenommene Dogma von der( deren Namen wir aus„ Selbstbeherrschung" zu- genannt, die„ Erziehungsarbeit als negativ ernisse zurückzuführen ist. Wir nennen hier nur Alleinschuld Deutschlands aufgegeben werde. rückhalten) ist wohl nicht nötig. Diese braven fannt( Oesterreichischer Beobachter" vom 24. wenige Zahlen, die an Deutlichkeit zeigen, wie Damit im Zusammenhang forderte Berger die Christen brauchen wirklich keine Verf.", sie Juni d. 3.). Mir widerstrebt es wirklich, weitere groß das Elend ist, in dem wir leben. Ein DritRevision des Versailler Friedens- fommen mit einem Armutszeugnis über geistige Fälle aufzuzählen. Die Gegenseite bleibt auch tel aller Kinder, welche die Trautenauer Volksvertrages. Gleichfalls abgelehnt wurde der Beschaffenheit vollständig aus. nichts schuldig. Versammlungssprengungen, Ver- und Bürgerschulen besuchen, ist blutarm, bon Antrag auf Anerkennung Rußlands, leumdungen sind an der Tagesordnung. Es ist 1400 Kindern leiden 841 an schlechten Zähnen, wirklich ein Wunder, daß der ruhigere und 803 an einer schlechten Haltung, 165 an Rachitis, ernstere Teil der deutschen Jugend mit wa ch- 183 sind sehr stark mit Ungeziefer behaftet. sender Empörung dieses Treiben verfolgt. Natürlich sind das weder Kinder landbündleriExekutive der S. A. J. Nach dem Rücktritt der sozialdemokratischen Regierung in Schweden tre- fand am Mittwoch abends in Altrohl au statt. Die Jugend, die nicht genauer unterrichtet ist, scher Großbauern, noch christlichsozialer Hausten entsprechend dem Beschluß des letzten Parteitages Es war eine gewaltige Versammlung und das und sich in dem Wust der völkischen herren, noch waderer Fleischermeister und Gastten entsprechend dem Beschluß des letzten Parteitaiges Referat des Abg. Gen. de Witte, das in einent Gruppen nicht mehr auskennt, schüttet viel- wirte. Aber gerade diese Gesellschaft trägt die der Parteivorsitzende: V. Albin Hausson und der Aufruf zur Einigung aller Arbeiter und Arbeiter- fach das Kind mit dem Bade aus und sagt sich Hauptschuld, wenn die leibliche und kulturelle Barteisekretär Gustav Moeller als Mitglieder in frauen in der sozialdemokratischen Partei aus überhaupt vom völkischen Gedanken los. Schon Not der Arbeiter und ihrer Kinder, nicht nur in die Exekutive der S. A. 3. ein, während die Genos lang, wurde mit minutenlangen, stürmischem streckt der rote und der schwarze Internationa- Ostböhmen, nunmehr von Woche zu Woche noch sen Engberg und Lindstroem, die diese Funk- Beifall aufgenommen. Es sprach sodann der zur lismus gierig seine Hände aus, und nicht gering wachsen wird! tion als Stellvertreter während der Dauer der Tä Versammlung eingeladene Vertreter der Haus- ist die Zahl derer, die ihm in die Fänge gehen. Ein neues überflüssiges Staatsamt. Unter tigkeit der obengenannten Genossen in der Regie- besitzervereine, Herr Panenka, der sich gegen Noch mehr Jugendliche halten zwar am völkischen diesem Titel bringt das ,, Narodni Osvobozeni" die rung bekleideten, zurüdtreten. das neue Bauförderungsgesetz aussprach und zum Gedanken fest, entziehen sich aber jeder politischen Meldung, daß das Ministerium für öffentliche - gemeinsamen Kampfe der Arbeiter und Haus- Schulung und gehen so für das politische Ge- Arbeiten dem Ministerrat einen Entwurf auf Er richtung einer Zentraleinkaufsstelle für HeizGenossen! he misfet un Witte ergänzte die Ausführungen des Herrn Ich glaube nur meine völfische Pflicht zu er- material" für alle staatlichen Aemter in Prag vorPanenka dahin, daß er über die Bestrebungen füllen, wenn ich auf diese große Gefahr offen legen werde. Das Blatt weist mit Recht darauf der Hausbesikervereinigungen alles das mitteilte, hinweise. Ich hoffe dadurch dazu beizutragen, daß hin, daß es in der Zeit der Restriktion eine starke was Herr Panenka zu sagen wohlweislich unter sich die gesamte völkische Jugend einmütig Zumutung sei, ein neues staatliches Amt zu erlassen hatte. Er schloß damit, daß nur der Sieg von einer solchen Führung auch ge is richten, das völlig überflüssig sei, und fordert demder Arbeiterklasse den Menschen in diesem stig lossagt, die zwar immer von Taten" gegenüber die Liquidierung der Staatlichen Staate Brot und Obdach sichern könne und daß redet, bisher aber nichts als Stilblüten in Kohlenlager", die ohnedies passiv sind. mit deffen Erörterung Berger seine großzangelegte Eine große Kundgebung gegen die deutschen Zollparteien Rede begonnen hatte. müsset ausgesetzt für die Verbreitung unserer Zeitung agitierenSetzt euch überall für unsere Parteipresse ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Genossen u.Genossinnen Arbeiterpreffe. Darum, agitiert besser gegen dieſes Geſetz aufforderte. Gen. de schehen der Zukunft doch noch verloren. 17. Juli 1926. Seite 5. aber den Leichnam eines Banditen, dem der Kopf fehlte. Es ist allgemeine Sitte bei den Somitatschis, den Toten, die sie zurücklassen müssen, die Köpfe abzuschneiden und diese mit sich zu nehmen, damit der Gegner außerstande sei, zu erkennen, wer in seine Hände gefallen sei. Die Untersuchung der kopflofen Leiche ergab jedoch die Ueberraschung, daß der Komitatschi ein Mann, sondern eine Frau war. In Atamlar verbreitete sich sofort das Gerücht, daß Die Tote Eva Manewa, der weiße Schrecken der Dobrudscha", sei. Da der Kopf der Toten fehlt, ist eine Agnofzierung unmöglich. Wie die Deutschnationalen den deutschen die Mordtat selbst von einem gewissen Schröder leute Dolleisch Johann, Raschta und Egerer wa- verschiedenen Höhen über dem Meere wurden Arbeitsplatz schüßen". In der Deutschen Land- aus Groß- Rosmersleben begangen worden ren mit Sprengungsarbeiten beim Abtaufen be- Stollen mit schwacher Steigung nach dem Meere anpost" greift ein Herr A. Plescher die Deutschnatio ist, der allem Anschein nach von Direktor Haas geschäftigt. Beim Zünden der Schüsse kam vorzei- gelegt. Es gelang auf diese Weise, die Lavamassen nalen heftig an und macht zunächst die interes- dungen worden war. Der Chauffeur des Ditig ein Schuß zur Explosion, während die Arbei- aus dem Innern des Berges zu entfernen. Wenn sante, wenn auch nicht überraschende Feststellung, rektors hat sich der Beihilfe zum Mord schuldig ge- ter noch beim Aufsteigen waren. Durch diese Er- sich nun in einigen Jahren wieder ein Ausbruch daß die Deutsche Nationalpartei zur macht. Nach den bisherigen Ermittlungen hat sich plosion brach die Leiter und zwei Mann, Dolleisch des Vulkans ereignen sollte, so wird ihm durch das Wahlzeit mit ihrer schriftlichen und gedruckten das Verbrechen in der Weise abgespielt, daß der und Raichta stürzten zurück und lagen während Fehlen des Kratersfees ein großer Teil seiner EnerAgitation auch an einen jüdischen Wei Chauffeur den Buchhalter zu einer Spazierfahrt ab- der Zeit, als noch sieben oder acht Sprengschüsse gie genommen. Dies dürfte wohl das erstemal in Lionär bevantrat, was ja den deutschnationalen holte. Unterwegs wurde selling dann erschlagen explodierten, im Schacht. Raschta hatte noch ein der Geschichte der menschlichen Zivilisation sein, daß Antisemitismus sehr hübsch illustriert. Als zwei und erstochen. Der Chauffeur sowohl wie Schröder besonderes Glück, weil er während der Explosion Vorkehrungen technischer Netur gegen vulkanische tes Beispiel zur Charakteristik der Deutschnatio- bekunden übereinstimmend, daß Direktor Haas fie an eine Seite zu liegen kam, die vor den Spreng- Ausbrüche getroffen werden. nalen führt Plescher Folgendes aus: Bensen mit der Beseitigung des Buchhalters beauftragt ftüden etwas geschützt war, so daß er bloß eine Der ,, Schrecken der der Dobrudscha". Den hat einen deutsch nationalen Bürger hatte. Am Mittwoch gelang es endlich den Ermitt starke Fußverletzung davontrug, während Dol- Schrecken der bäuerlichen Bevölkerung in der meister. Sein Name ist Fritz Hegenbarth, lungen der Kriminalpolizei, die Leiche des Ermor- leisch mitten im Schachte zwischen den Schüssen Dobrudscha bildet eine in den Wäldern hausende von Beruf ist er Baumeister. Als strammer beten in dem Hause des Schröder in Groß- Ros- lag und fürchterlich zugerichtet wurde. Er ist noch Komitatschibande, die von einer jungen Frau, Recke der deutschen Nationalpartei schützt er den mersleben auszugraben. Der Ermordete lag etwa in der Nacht seinen schweren Verlegungen Eva Manewa, geführt wird und der die Bauern deutschen Arbeitsplatz wie folgt: Troßdem im 70 Zentimeter unter dem aus Ton bestehenden Bo erlegen. Dolleisch ist Vater von mehreren un- angsterfühlt Beinamen ,, der weiße Schreden" heurigen Frühjahre genügend deutsche Maurer er den des Kellers. Bei der Ausgrabung fand sich be- versorgten Kindern. Egerer hatte noch rechtzeitig gegeben haben. Wie nun aus Konstanza gemeldet hältlich waren, stellte er 15 tschechische Ma u ftätigt, was vorher bereits ermittelt worden war, als erster das Fülloch zum Aufsteigen erreicht, so wird, ist das Dorf Atamlar vor einigen Tagen rer aus weiter Ferne in seinem Betriebe ein. daß die Mörder zunächst versucht hatten, die Leiche daß er nur durch einen Stein an der Hand ber- von einer 30 Mann starken und gut bewaffneten Ja, er ist noch weiter gegangen, indem er zu verbrennen. Verschiedene Glieder waren verkohlt. letzt wurde. Wem die Schuld an dem Unglück zu- Bande während der Nacht überfallen worden. Die deutsche Maurer, die Familienväter sind Ein abgestrafter Kindesmörder mordet seine zuschreiben ist, konnte bisher nicht festgestellt wer- im Dorfe stationierte rumänische Militärwache und allgemein als tüchtige Arbeiter bekannt sind, Frau, Aus Braunau i. B. wird uns berichtet: ben, aber wahrscheinlich trifft daran die Werks- nahm den Kampf mit den Banditen auf, und es welche schon Jahrzehnte bei ihm be Donnerstag früh wurden die Bewohner der leitung die Schuld, weil angeblich kein ge- entwickelte sich ein dreistündiges Gefecht, das mit schäftigt gewesen sind, entlassen hat, da- Bahnhofstraße durch zwei dumpfe Detonationen prüfter Schußmeister vorhanden dem Rückzuge der Bande endete. Beim Morgengegen die tschechischen noch weiter beschäftigt. Der aufgescheucht, und im Nu bildete sich vor dem ist, der die Sprengarbeiten leitet! grauen sah man, wie die Komitatschis einen ihrer Bezirksparteileitung Tetschen a. d. E. der deut- Geschäft des Zuckerbäckers Papelt ein MenschenBlitzschlag in eine Schutzhütte. Donnerstag Kameraden, der offenbar verwundet worden war, schen Nationalpartei ist diese Handauflauf. Der aus der Gegend von Böhmisch- Leipa ging ein heftiges Gewitter über die Beskiden auf den Armen taugen und mit sich schlepptent. Iungsweise ihres Parteiangehörigen schon stammende Fleischer Karl Poche, der vor nieder. Dabei schlugen zwei Blize in die Klemen- Die rumänische Militärwache, die inzwischen wochenlang bekannt, ohne daß sie Abhilfe ge- mehreren Jahren feinen eigenen tinenhütte auf dem Klimczok bei Bielig ein. Von Verstärkung erhalten hatte, machte sich auf die schaffen hätte. Da diese Behauptungen namentlich Sohn wie ein Stück Vieh umgebracht hatte ben in der Schutzhütte befindlichen Personen wur- Verfolgung der Banditen. Es gelang zwar nicht, gefertigt sind, dürften sich die Dinge auch wirklich und deswegen zu zweieinhalb Jahren Kerfer ver- ben bier getötet, bier schwer und zwölf diese zu fassen, bei den Streifungen fand man so wie geschildert verhalten. Nur darf Herr Ple- urteilt worden war, hatte seit seiner Entlassung leicht verlegt. scher, dem wir diese interessanten Daten verdan- wiederholt geäußert, daß er alle mit seinem ProEine entseßliche Wetterkatastrophe trug sich am fen, nicht glauben, daß wir deswegen den Bund zeß in Verbindung gestandenen Personen dafür Dienstag im jugoslawischen Jpet- Andrejflisja zu. der Landwirte", bei dem sich Phrasen und Taten büßen lassen werde. Auch seine Frau, die bei Dort ging abends ein furchtbarer Hagel nieder, die genau so im Widerspruch befinden, auch nur um der Ermordung ihres Stiefsohnes zugegen war Sagelförner erreichten die Größe von ein Jota für besser halten! und mit der Hacke ebenfalls mehrere Hiebe auf Sühnereiern und zertrümmerten die BiegelEin schöner Erfolg der Bankbeamten- Orga- den Kopf erhalten, sich aber wieder erholt dächer der Bauernhäuser. Viele Personen wurden nisation. Der vom Verbande der Bank hatte, mußte sich von Karl Poche des öfteren verlegt. Der Hagel dauerte etwa 15 Minuten, wor und Sparkassenbeamten in der Tsche- drohen lassen, daß er sie schon noch umbringen auf ein starker Plazregen niederprasselte, der rasch choslowakischen Republik in Vertretung der am werde. Poche war in letzter Zeit mehreremale in zu einem Strom anwuchs und in das Tal des 15. November 1924 gekündigten und am 31. De Braunau gesehen worden und hatte sich jedesmal Flusses Bistrica am Wege Jpet- Andrejlissa floß. zember 1924 ohne jede Entfertigung entlasse vom Gericht einen Tag Aufenthaltsbewilligung Die Wassermengen führten Steine mit sich und Itent Beamten der Schluckenauer geben lassen. Donnerstag früh nun dürfte er be- rissen Bäume um. Sie ergriffen die an den BergSpartassa geführte Rechts streit wurde obachtet haben, daß die Frau allein zu Hause ge- abhängen weidenden Herden und stürzten mit ungeIm 15. Juni 1926 vom Obersten Gerichtshofe blieben war, und betrat die Wohnung, um Geld heuerem Getöse ins Tal nieder. Der Fluß Bistrica zugunsten der betroffenen Beamten zu verlangen, wie er das auch früher schon öfter schwoll und vernichtete alles im Tale. Gine Soloentschieden. Infolge dieser Entscheidung ist getan hatte. Die Frau dürfte die Absicht gehabt nie montenegrinischer Arbeiter wurde die der Beamtenschaft zu Unrecht erteilte Stun haben, ihn mit einem kleineren Geldbetrag ab- niedergerissen. Die Fluten überraschten die digung als unwirtsam anzusehen, so daß zufertigen, da sie mit einer Fünfzigkronennote in Rolonie so plötzlich, daß sich niemand retten das Dienst verhältnis fort besteht, als den bereits erwähnten Laden des Buderbäckers tonnte. Es wurde festgestellt, daß vierzig sb die Kündigung überhaupt nicht gegeben wor Babelt gegangen war. Dorthin folgte ihr Poche Personen vermißt werden. Bisher gelang es, ben wäre. Ueber den konkreten Fall hinaus hat und gab aus einem Revolver einen Schuß auf zwanzig Leichen zu bergen. In Jpek- Andrejdiese Entscheidung die präjudizielle Bedeutung, die Frau ab, der sie auf der Stelle tötete. Der lissa stürzten einige Häuser zusammen. Die ganze daß hiemit die Verbindlichkeit der Mörder richtete dann die Waffe gegen seine eigene Ernte ist vernichtet, der Schaden ungeheuer. Dienstpragmatit zwischen Sparkassen und Schläfe und verletzte sich schwer. Ueber die ge- Auszeichnungen von Frauen. Bei einem WettAngestellten als rechtsfräftig festgestellt er- nauen Zusammenhänge der Tat dürfte nur dann bewerb des Königsberger Kunstvereins für graphische scheint. Klarheit geschaffen werden, wenn sich Poche er- Arbeiten zur Verlosung an Mitglieder fielen die drei Eine sensationelle Mordtat, die schon über ein holt und aussagt. Geschieht das nicht, wird man ersten Preise in Höhe von 500 und zweimal je 400 Jahr zurüdliegt, hat die Magdeburger Stri- über die dem Morde vorausgegangenen Gescheh- Mart an drei Königsberger Künstlerinnen. Bei minalpolizei aufgedeckt. Die Entdeckung verursachtnisse taum jemals mehr als Vermutungen an einem Bühnenpreisausschreiben des Krefelder Stadtin Magdeburg das allergrößte Aufsehen, handelt es ftellen können. theaters für die Bühnenkunstklasse der Düsseldorfer sich doch darum, daß der Großindustrielle Rudolf Einem großen Hotelbrand sind in den Ver- Kunstakademie erhielten zwei Schülerinnen Preise Ha a s, einer der Direktoren der 2. Haas A.-G., als einigten Staaten zahlreiche Gäste eines Rur für Entwürfe von Bühnenbildern zu Shakespeares der Anstifter zur Ermordung des früheren Buch- hotels im Staate New York zum Opfer gefallen. Othello" und„ Antonius und Kleopatra" und zum halters der Firma, Hermann Helling, nach einer Mitten in der Nacht brach in dem großen Gebäude Freischütz". langen Boruntersuchung entlarvt und verhaftet der Brand aus und viele Gäste erwachten erst, als worden ist. Am 10. Juni 1925 verschwand plöslich das Feuer bereits die Treppen und Fahrstühle verder 35 Jahre alte Buchhalter Helling der Haasschen sperrt hatte. Unter den Gästen des Hotels entstand Werke spurlos aus Magdeburg. Sein Verschwinden eine große Panit, als sie sahen, daß ihnen die Trep war völlig rätselhaft, zumal sich irgendwelche Ver- pen durch die Flammen schon versperrt waren. Viele gehen nicht nachweisen ließen. Mit der Zeit kam sprangen aus dem Fenster und zogen sich schwere die Polizei doch dahinter, daß der Buchhalter selbst Verlegungen zu. Eine Mutter warf ihren kleinen Steuerhinterziehungen des Direktors Haas auf die Sohn in der Verzweiflung aus dem Fenster des Spur gekommen war und von der Steuerbehörde dritten Stockwerkes und sprang selbst nach. Das für den 10. Juni, nachmittags 4 Uhr, vorgeladen Kind kam ohne Verletzung davon, die Mutter er war, um auf dem Finanzamt genaue Angaben zu litt dagegen sehr schwere Verlegungen. Aus den Protokoll zu geben. Fünf Stunden vorher ist Hel- Trümmern wurden zunächst 12 vollkommen ling spurlos verschwunden und nie wieder zum Vor- berkohlte Leichen geborgen, 16 Gäste und sie schein gekommen. Nach Jahresfrist war die Unter- ben Hausangestellte werden noch vermißt. fuchung so weit gediehen, daß mehrere Magdeburger Einwohner festgenommen werden konnten. Aus ihren Aussagen und Geständnissen ergibt sich, daß Kindliche Landstreicher. Bergarbeitertod. Dienstag wurden im Bergwerk am Ronsperg in Mies drei Bergleute beim Abtäufen des Hauptschachtes verletzt. Die BergRäder zu fallen; sie kommen aus Moskau, aus den Städten des Nordens und wollen ans Meer, in die Krim, in die heißere Sonne. In Sinferopel kommt ein Reisender, zweifellos ein Arbeiter, auf den Gedanken ,,, individuelle" Propaganda zu machen. Er nimmt so ein verlassenes Kind beiseite und beginnt mit ihm zu sprechen. Zunahme der Abtreibungen in Rußland. Nach einem Berichte des Sowjetiti Tug" ist die Baht der in den Krankenhäusern von Jekaterinodar vorgenommenen legalen Aborte in den Jahren 1920 bis 1925 von 1218 auf 2307 gestiegen. 1925 machte diese Zahl mehr als 50 Prozent sämtlicher lebend geborenen Kinder aus. Bezähmung eines Vulkans. Einer der gefürch testen Bultane der holländischen Insel Java ist der selvet, ein ungefähr 1700 Meter hoher Berg, in dessen Innern sich ein riesiger Lavasee befindet. Im Jahre 1919 tam bei einem Ausbruche dieses Sees eine Menge von 5000 Menschen um. Nach Angaben| des holländischen Blattes ,, De Ingenieur" hat nun die holländische Regierung eine Reihe technischer Unternehmungen ins Werk gesetzt, deren Zwed die Entleerung dieses Sees ins Meer hinaus ist. An ,, So eßt doch! Ezt doch!" " ,, Sie selbst essen gar nicht," schimpfte er, aber sie lassen riemand in Frieden essen." Wenn der Zug hält, werden die reisenden Frau en nervös. ,, Kinder, paßt aufs Gepäck auf. Diese kleinen Verlassenen treiben sich überall herum!" Maria Sergejerna, ich habe ein schlechtes Ei in meinem Frühstücksforb," gib es doch einem von diesen verlassenen Kindern!" Das Recht des Gefangenen auf körperliche Sicherheit. Wir lesen in der Frankfurter Zeitung": Am 26. Juni erschütterte ein heftiges Erdbeben die Mittelmeerländer. In Catania auf Sizilien and anderen Städten brach die übliche Panit aus. Die Menge lagerte schlaflos und betend auf Straßen und Plätzen, weil die Säufer bei einem neuen Stoß einzustürzen drohten. Südlich Catania liegt die Stadt Augusta. In Sizilien hat die Polizei in letzter Zeit große Razzien gegen die Maffia unternommen, und so hatte man im Gefängnis in Augusta 400 Verhaftete zusammengedrängt. Als erste Erbstöße sich bemerkbar machten, versuchten die nahezu tobsüchtig gewordenen Gefangenen mit den Trümmern der Betten die Türen zu erbrechen. Es gelang ihnen sogar ein Gitter niederzulegen, da griff Polizei und später Militär ein und trieb sie in das Gebäude zurück. Es erhebt sich ein interesfante Rechtsfrage. Ein Ausbruch mit vereinten Seräften ist natürlich ein Delift. Aber ist der Gefangene verpflichtet, sich unter den Trümmern des einstürzenden Gebäudes begraben zu lassen? Nach deutschem wie italienischem Recht wäre ein Ausbruch nicht rechtswidrig, wenn eine unmittelbare Lebensgefahr bestand und die Gefängnisverwaltung eine Anstalten machte, die Insassen unter Bedeckung ins Freie zu bringen. Schwere Erdbeben dürften in Deutschland nicht vorkommen, aber bei einem Brande kann sich die gleiche Frage erheben. Das Problem wird reine Theorie bleiben, bis einmal wirklich ein Erdbeben so stark und ein Gefängnis so alt und schwach ist, daß es eine Anzahl Gefangener begräbt. Bis dann nach einiger Zeit die geeignete Verordnung ergeht, wird ein scharfsinniger Jurist immerhin sagen können, daß der Aufenthalt im Gefängnis ein verschuldeter" war, Notstand also nicht einwandfrei vorgelegen hat... zerlumpten Muscheln Bettler sind. Sie beklagen sich gar nicht über ihr Schicksal und demütigen sich nicht. Sie halten die Hand hin, aber zu gleicher Zeit lachen sie die dicke Dame aus, die ein würdiges Gesicht auffeßt, wenn sie ihnen eine Kopeke reicht. Im Bahnhof von Dschankoj spuckte ein kleiner, wohlgepflegter Junge einem berlassenen Kind ins Gesicht. Dann verschwand er im Abteil. Von Melitopol on ist der Bahndamm mit weißem Sand bedeckt. In den Stationen des Postzuges, wo die reisenden Frauen immer nervöser werden( ,, Wann endlich werden wir den sonnigen Strand Wie lange willst du dern so herumbagabun der Krim sehen?"), steigen die Kinder mit fröhlichem Geschrei aus den Waggons: Muscheln! Muscheln!" dieren, ohne etivas zu tun? Ist das ein Leben? Tritt In dem feinen Meersand, unter den Rädern doch in eine Kolonie ein, in einen Kinderhort und des Zuges, auf den Dannmböschungen liegen zahl- arbeite." Das Kind schweigt, nur seine Augen leuchten diesem altbackenen Brot?" reiche weiße, graue, himmelblante Muscheln. Und die werfen, als der Stationsvorstand das Abfahrtssignal st fuche ein gutes, verlassenes Kind, um es gab. Und da schlüpfte das verlassene Kind unter die Kinder beeilen sich, ihre Taschen und ihre Kleinen ironisch. Räder und brüllte" wild: Hände mit den durchscheinenden Muschelschalen zu ihm zu geben." füllen. Aber plötzlich flüchteten dieselben Kinder, diese hübschen, gut gekleideten und wohlgepflegten Rinder unter entsetzlichem Geschrei wieder in die Waggons. Ihre kleinen, sorgfältig von den Müttern gewasche nen Gesichter drücken Angst und Abscheu aus. ,, Du mußt dich zusammennehmen," setzt der ArSeiter fort, sonst wirst du auf die eine oder andere Art zugrunde gehen. Kannst du dich denn nicht zusammennehmen?" Das Kind blieb einen Augenblick unbeweglich stehen, wie wenn es festgenagelt wäre. Da nahm ,, Berta Davidovna, wohin rennst du denn mit er einen Stein und wollte ihn genade ins Fenster Dem da vielleicht? Nein, dem geb es nicht. Er hat mir gerade die Zunge gezeigt!" ,, Geh zum Teufel, verlassener Schlinge!" rufit ,, Wart nur, verdammtes Bourgeoissöhnchen, das wirst du mir bei der nächsten Station bezahlen.. a * Jeder Reisende hält es für seine Pflicht, die ein kleiner Junge, der sich aus dem Waggonfenfter Bon Melitopol an ist der Eisenbahndamm von verlassenen Kinder zu fragen:„ Warum vagabun beugt. Und seine Mutter, die einer rungligen Wachs- weißem Meersand bedeckt. Vielfarbige Muscheln dekDiese banale Frage wird oft aus Langeweile Puppe gleicht, Tacht stolz und streichelt zärtlich den fen den ganzen Weg zum Geftade der Krim. dierst du so herum?" Was ist geschehen? Was hat sie so erschreckt? Muscheln haben ihnen Angst eingejagt, schwarze, von gestellt, um sich die Wartezeit bis zur Abfahrt des einer Schicht von Staub, Schweiß, Not, Del und Zuges zu vertreiben, oft auch nur aus einfacher Petroleum bedeckte Muscheln... Lebende, in Lum- Neugierde. Indessen merkt man bei Arbeitern und pen gehüllte Muscheln, die von den Wogen des Bauern oft, daß es wirklich Schmerz ist, der sie Elends in die Städte, die Törfer und Eisenbahn- treibt, diese Frage zu stellen. stationen gespült worden sind. wo Unter den Waggons, zwischen Leben und Tod. Wenn das zweite Abfahrtszeichen gegeben ist, gehen die Schaffner den ganzen Zug ob und treiben durcheilen Hunderte, vielleicht Tausende lebender, mit langen Stöden die unter ihren Waggons hoden- ohlschwarzer Muscheln den gleichen Weg.„ Wohin den verlassenen Kinder fort. Aber in dem Augenblick, ziehen Sie? Weshalb? Wovon leben sie?" Das proletarische Volk und die Sowjetbehörden Ein ärmlich gekleideter Tatar fauft sich für fünf sich der Zug in Bewegung sebt, stürzen diese mit man richtet Asyle, Arbeitskolonien ein. Aber man Die weißen Kinder, die sich damit vergnügt Kopelen ein Stüd Brot und setzt sich auf die Stufen taunlicher Beweglichkeit unter die Räder, um sich geben sich alle Mühe, hier Abhilfe zu schaffen wieder in ihrem Gestänge einzurichten. haben, weiße Muscheln zu sammeln, flüchten zu ihren des Perrons, um feine magere Ration zu verzehren. Müttern und schreien:„ Die Verlassenen! Die Ver- Eine Schar verlassener Kinder, verhungerten jungen einen nach ihrem Geschmad. In einer Station sah tun, die in jedem Frühling und in jedem Sommer Sie nehmen nicht den erstbesten Zug. Sie wählen müßte auch daran denken, etwas für die Kinder zv Wölfen ähnlich, hat ihn sofort wortlos umringt. Dreimal täglich fahren die Züge gegen Süden, Einen Augenblick starrt sie der Tatar mit seinen ber- ich einen zwölf- oder dreizehnjährigen Jungen, der unter den Zügen, die nach dem Süden fahren ,,, Bustren, Propagandakomitees. und dreimal täglich führen sie an das Geftade der wirrten, ausdrudslejen Augen an, dann zerbricht feine Kameraden verachtungsvoll betrachtete. Er reifen" machen. Man müßte Nachtasyle organisieKrim Hunderte von verlassenen Kindern. Ihre re- er- wie in einem Wutanfall das Brot in kleine Man müßte unbedingt ettvas machen servierten Pläte sind unter den Waggons, neben den Stücke, verteilt diese an die Kinder und behält für ( Aus der Jswestia" übersetzt von Josef Kalmer Heizröhren, inmitten von Schmutz und Kohlenstaub. sich selbst gar nichts. Er schüttelt die Krumen ab und Ohne Unterlaß laufen die Kinder Gefahr, unter die schreit wie tobjüchtig: lassenen sind da!" puckte aus und sagte: ,, Wartet nicht auf mich, Dummtöpfe. Ich nehme den Postzug nicht. Ich fahre mit dem Expreß." Man lang nicht behaupten, daß diese clenden, Beite& Mitteilung aus dem Bublifum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. SANAN BUTTER CLEICH Ganz erfrischt werden Sie sich nach einigemalem Gebrauch des altbekannten, in Qualität einzig dastehenden MENTHOL- FRANZBRANNTWEIN ALPA fühlen. Verwendet denselben zu Umschlägen, bei hartnäckigen Fällen unverdünnt und sehr bald kehrt Ihre Energie und * Lebenslust zurück. ALPA Laßt Euch jedoch keinen anderen verabreichen, als den einzig echten ALPA dessen gesetzl. gesch. Name volle Bürge leistet, daß Sie unter allen Marken, die allerbeste erhalten. Überall erhältlich! Preis Kč 5.Kleine Chronit. Rinovorstellungen für Geistestranke. In England hat man den Versuch gemacht, die geistesfranten Jujassen einer bestimmten Anstalt, soweit es ihr Zustand zuläßt, einmal wöchentlich ins Kino zu führen. Außerdem hat die Anstalt ein eigenes Sino beschafft, dessen Vorführungen gleichzeitig 200 bis 300 Zuschauer beiwohnen fönnen. Der Besuch der Veranstaltungen soll eine außerordentlich günstige Wirkung auf den Gemütszustand der Kranken gehabt haben. Sie sind nachher fröhlicher, beschäftigen sich weniger mit ihren fixen Ideen und sind für andere Interessen zugänglicher. Ant beliebtesten find humoristische Filme, aber auch tragische Handlungen finden großes Interesse. Für den Besuch eines öffentlichen Kinos werden vorher eine Anzahl von Sizreihen reserviert, und es wird vermieden, das übrige Publikum merken zu lassen, daß es sich um franke Besucher handelt. Deshalb muß selbst verständlich bei solchen Besuchen von der gleichmäßigen Anstaltskleidung abgesehen werden, und manchen weiblichen Patienten gibt dann die Frage der Beschaffung geeigneter Kleidung eine günstige Ablenkung von ihren frankhaften Vorstellungen. Das Hamburger Heine- Denkmal von Hugo Lederer, das bisher in der Hamburger Kunsthalle den Augen des Publikums verborgen geblieben war, soll jetzt endlich durch Aufstellung im Hamburger Stadtpark der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Eine laukasische Wunderquelle". Nach einem Berichte der Krasnja Gaseta" in in Worchnjaja Balka im Tifliser Kreise ein gewisser Toma Salidse aufgetreten, der sich als Heiliger und seine Gefähr tin als Gottesmutter ausgibt. Tausende von Pilgern strömen dorthin, da sich bereits allerhand Legenden über wunderbare Heilungen gebildet habent. Die Wallfahrer trinken aus einer Pfütze schmutzigen Volkswirtschaft. An alle Bauarbeiter des Egerer Handelstammerbezirtes. 17. Juli 1926. Jeinzufinden. Sofern Unternehmer die bestellten und eingefundenen Arbeiter am 19. S. M. nicht aufnehmen sollten, haben sich diese Nichtaufgenommenen ebenfalls bei oben angegebenen Stellen zu melden. Die Vertrauensmänner werden ersucht, die Adressen sofort an den Verbandsvorstand einzusenden. Deutscher Bauarbeiterverband. Turnen und Sport. Bom Arbeiter- Turn- und Sportverband des Leichtathletische Wettkämpfe, Spiele, Schwimeinfegt." Diefe ganze Machination heißt mit guten deutschen Worten: Das behäbige Bürgertum will fich in seiner Ruhe nicht stören lassen. denn ein Kunstwerf vom Rang eines Potemkin ist ja doppelt gefährlich, weil es ja durch seine hervorragende künst lerische Leistung eine doppelte Wirkung auf die Masfen ausübt; doch diese Wirkung ist revolutioSamstag, den 10. d. M., hat der Arbeitgeber nierend, da der Film von der Befrei- bund für das Baugewerbe in Karlsbad die Ausung gefnechte ter, wie Tiere gehaltener sperrung dekretiert. Die Bauarbeiter wurden entMenschen handelt. Der Berliner Borlassen. Alle Entlassenen, welche den Kündigungswärts" schreibt zu dem Berbot folgendes: Die ausschluß mit ihrem Arbeitgeber nicht vereinbarFilmoberprüfstelle wird mit ihrem rechtswidriten, werden ersucht, sich sofort unter Angabe gen, rein parteipolitischen Verbot nur ihrer genauen Adresse sowie der des Unterneheine ungeheure Protestbewegung gegen die Verge- mers, bei welchem sie beschäftigt waren, bei den waltigung der verfassungsmäßig garantierten Frei Ortsvertrauens männer heit der Prepaganda in Wort, Bild und Schrift er- Deutschen Bauarbeiterverbandes men. Am 28. und 29. August 1. J. findet in Kaaden zengen. Ach der Reichstag fann an diesem Stanmelden. Zweck dieser Meldung ist, der Erste Bundessporttag des Arbeidal nicht vorübergehen." Auffallend Auffallend an diesem daß vom Deutschen Bauarbeiterverbande gegen ter- Turn- und Sportverbandes statt. ganzen Potemkin- Rummel ist die Tatsache, daß der alle Unternehmer, welche diese Bauarbeiter Aus den Erfahrungen der letzten Zeit ist zu ersehen, Film in Rußland durchgefallen ist, trotzdem kündigungslos entließen, die Klage auf Be- daß sich auch Leichtathletik und Spiele, sowie das er einmütig von der Presse als eine Offenbarung zahlung der gefeßlich 14tägigen Kündigung ein- Schwimmen im Arbeiter- Turn- und Sportverband amerkannt worden ist. Die Erklärung ist einfach: gebracht werden kann. Nach der bisherigen Ueber- fräftigst entwickelt. Die Leistungen unserer LeichtDas Publikum, das von der revolutionären Wirtlich- ficht dürften es viele hunderte Klagen werden. athleten und Spieler auf dem großen Wiener Sportfeit allein schon ermüdet ist, will die Revolution Nach den Weisungen des Arbeitgeberbundes sollten fest zeigen uns, daß auch hier füchtige Arbeit geleistet nicht noch im Film sehen. Aber nach dem im Aus- die Unternehmer Samstag, den 10. d. M., bei wird. Die Wettkämpfe und Spiele werden sich auf Tand erzielten Triumph bemüht sich nun das Sow- der Entlassung der Bauarbeiter diesen mitteilen, dem einwandfreien Kaadener Sportplägen abwickeln. tino. den Film nochmals in die Theater zu bringen, daß die Arbeit am 19. d. M. wieder aufgenom- Wir laden die gesamte Arbeiterschaft ein, an dieser wofür eine durchgreifende Propaganda gemacht men wird. Es werden alle Bauarbeiter, denen sportlichen Veranstaltung als Gäste teilzunehmen, wird. Es werden dazu aber nicht russische diese Mitteilung gemacht wurde, aufgefordert, sich Daher: Am 28. und 29. August 1. J. nach Kaaden Pressestimmen benützt, sondern reichsdeutsche am 19. d. M. auf ihrer früheren Baustelle wieder zu den Arbeiter- Sportlern. Frei Heil! Kritiken, die ins Russische übertragen von den Zei tungen abgedruckt werden. Aber die Reflame erweist sich als unnüz, der Film zieht eben in Rußland nicht. In der Tschechoslowakei dürfte der Film zur öffentlichen Aufführung gar nicht zugelassen werden, was einem weiter nicht wunder nehmen fann, wenn man die hiesigen Zensur- Praktiken nur ein wenig kennt. H. W. S. Die Kreuzer- Sonate, der bekannte Roman von Graf Leo Tolstoi, wird in Prag von Gustav Machaty verfilmt werden. Die Hauptrolle wird angeblich Bernhard Goette übernehmen, der am 25. Juli in Prag eintreffen soll. Falls diese Nachricht auf Wahrheit beruht, werden wir jedenfalls nicht versäumen, auf den Film und den bekannten Künstler eingehend zurückzukommen. Paris amüsiert sich. Im Jahre 1925 wurden in Paris 408 Millionen Franks an Vergnügungssteuer gezahlt. Davon entfallen auf das Theater 152, auf das Kino 117 Millionen Franks. Diese 3iffern beantworten klar die oftmals aufgeworfene Frage. ob das Kino dem Theater schade oder nicht. Der reichsdeutsche Amtsschimmel filmfreundlich! Es hört sich fast wie eine wohlausgebrütete Zeitungsente an: Im Auftrag preußischer Ministerien, unter finanzieller Hilfe des Auswärtigen Amtes, hat der Deutsche Bund Heimatschutz die Herstellung eines großen Deutschlandfilmes begonnen. Der Film soll im Rahmen einer Spielhandlung Propaganda für die landschaftlichen Schönheiten Deutschlands machen. Zelnik verfilmt„ Die Weber". Die Friedrich hat das Bühnenstück 3eIniFilmgesellschaft Die Weber" von Gerhard Hauptmann zur Verfilmung erworben. Der Film gelangt noch in diesem Jahre zur Aufführung. Ein Mormonen- Film. James Cruze, der selbst von Mormonen abstammt, wird für Paramount einen Film über die Geschichte der Mormonen und ihre Wanderung nach Utah drehen. Die berühmte Vielweiberei der Mormonen wird eber in dem Stück nicht ausführlich behandelt werden. Huguette Duflos verschreibt sich dem Film. Hugoette Duflos, die Darstellerin der Marschallin im Rosenkavalier" Film, hat, wie es verlautet, die Comedie Francaise" verlassen, um sich ganz dem Film widmen zu können. " Kunit und Wissen. Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Heute Samstag Der Freischüt". Sonntag Die Teresina". Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Samstag Theodor u. Cie.", Sonntag„ Der Floh im hr". Montag„ Nidel und die 36 Gerechten". Wassers; es werden Mundspülungen vorgenommen Verbreitet den„ Sozialdemokrat... und mit Geschwüren behaftete Personen waschen die franken Rörperteile. Das Wasser wird auch in Flaschen gefüllt und als Wundermittel gegen alle Gebrechen verkauft. Der Film. Rund um Potemkin. Es gibt wohl in der letzten Zeit feinen einzigen Film der gesamten Weltproduktion, der ein solches Aufschen gemacht hätte, wie der Film Der Panzerkreuzer Potemfin" des genialen, erst dreiundzwanzigjährigen russtichen Eisenstein. Herausgeber Dr. Ludwig' Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Für den Druck verantwortlich: O. Holit. AAAAAA Anglo- Elementar Regiffeurs Eiſen ſtein. Der Filmt bat befanntlich Versicherungs- Aktiengesellschaft in Wien in Deutschland und in Desterreich einen derart durchschlagenden Erfolg erzielt, daß die Presse zur Würbigung dieser Film- Offenbarung faum bie richtigen Superlative finden konnte. In Deutschland selbst wurde der Film int März der Zensur vorgeführt und berboten, doch wurde das Verbot von der Filmoberprüfstelle aufg: goben und das Stück nach Ausmerzung einiger Szenen freigegeben. Doch nun, drei Monate später, wurde der Film neuerlich verboten, und zwar mit folgender Begründung: Der Film gefährdet die Ordnung nicht, bagegen gefährdet er die Sicherheit. Das geht aus dem Beifall hervor, der häufig bei den Bildern vom Totschlagen, begangen an vorgefeßten Offizieren. Direktion für die tschechoslowakische Republik empfiehlt sich zum Abschluß von Feuer-, Unfall-, Haftpflicht-, Einbruch-, Transport-, Pferde- und Vieh- Versicherungen zu kulanten Preisen. Volleingezahltes Aktienkapital 8 Million en. Bargarantiemittel in der Republik über 25 Millionen. Bureau Reichenberg, Bahnhofstraße Nr. 19. 3192 VITELLO Vitello MARGARINE Delikatess CENTRA Akt. Ges. TETSCHEN Onkel Boby's Weltreise ist beendet. Zurückgekehrt begrüßt er alle Hausfrauen auf das Herzlichste.- Wie In anderen Ländern, so will er auch hier das Vorurteil gegen Margarine bekämpfen. Hausfrauen beweist, daß man mit Vitello DelikatesMargarine ebenso gut wie mit Butter kochen, braten und backen kann. Sendet Onkel Boby Euere Koch- und Backrezepte ein. 10000.- Kč Preise sind für die besten Rezepte ausgesetzt und zwar: 2 Preise à 500 Kč. 5 Preise à 200 Kč. 20 Preise à 100 Kč. 200 Preise à 30 Kč: 1000 kč 1000 Kč . 2000 Kč 6000 Kč 10000 Kč Jedes Rezept muß praktisch erprobt sein ( also keine Abschrift aus einem Kochbuche!), muß die Verwendung der VITELLO zeigen und muß die genaue Anschrift der Einsenderin tragen. Außerdem muß der Einsendung als Beweis, daß zum Backen oder Braten Vitello verwendet wurde, eine leere Vitello- Packung beigelegt werden. Schluß der Einsendung ist der 1. September 1926. Die eingesandten Rezepte werden von Kochlehrerinnen beurteilt. Rezepte, die Preise erhielten, sollen zu einem Kochbuch vereinigt werden. Alle Einsendungen sind zu richten anı Onkel Boby im Hause ,, Centra" Akt. Ges. Tetschen a. E. VITELLO