Einzelpreis 70 Heffer. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nelajanta 18. Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Machtredattion: 26797. Postscheckamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowatischen Republit. „ Die Sozialdemokratie hat versagt!" Donnerstag, 29. Juli 1926. für Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... 1-3 16.oierteljährlich halbjährig ganzjährig .. 48.96.192.Rückstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich ir Nr. 175. Disfuffion im Finanzausschuß. Ratifizierung der Schuldablommnn von Washington und London erit nach den Barlaments erien. Paris, 28. Juli. Der Finanzausschuß der Deputiertenkammer hat nach Anhörung des Ministerpräsidenten Poincare mit 20 gegen 12 Stimmen, bei sechs Stimmenthaltungen, beschlossen, an die Diskussion der einzelnen Artikel des Finanzprojektes zu schreiten. Poincare hat im Ausschuß namentlich ersucht, man möge vorderhand von persönlichen Konzeptionen Abstand nehmen und die Vorlage so rasch als möglich durch beraten. Poincare hat auch die Ansicht ausgesprochen, daß angesichts der bevorstehenden Parlamentsferien die Frage der Ratifizierung der Abkommen von Washington und London nicht in Betracht kommen könne. Diese beiden Vorlagen sollen aber gleich nach dem Wiederzusammentritt des Parlamentes in Verhandlung gezogen werden. für 1926. Nur eine Vorstufe für die Stabilisierung. * ** teren Intervention bei der Behandlung der Vorlage enthalten werden. * Reservierte Haltung der Finanztreise. Paris, 28. Juli. An dem Text der RegieAgrariern einen Millionen- und Milliarden-[ litischen Parteien über die Menschen gebrachte Spuren dieser Zätigkeit allergewinn bringen, aber hartnäckig wird zu leug- Elend zu mildern. Daß die Bourgeoisie„ ver- dings werden als blutige Strienen versucht, daß diese Bereicherung einer jage" fann man nicht sagen. Ihr politischer men am Körper des arbeitenden fleinen Bevölkerungsschichte sich auf Kosten der Machtapparat funktioniert ausgezeichnet, die Volkes bald sichtbar sein! breiten Schichten der Konsumenten vollziehen Das Bürgertum aller Nationen stüßt seine muß, als ob der Millionenprofit der Agrarier politische Macht auf die politische Unwissenheit vom Himmel fallen tönnte. Die tägliche Er derer, die nicht alle werden wollen. Wären die fahrung der Frauen der Arbeiter, Angestellten bürgerlichen Parteien allein auf die Stimmen und kleinen Bürger straft diese Behauptungen der Angehörigen der wirklich befizenden Lügen. Binnen wenigen Wochen sind die Preise Klassen angewiesen, so bildeten sie in allen für Rindfleisch und andere Fleischsorten um gesetzgebenden Körperschaften eine kleine Min- zwölf Prozent, für Weizen um 6.1 Prozent, derheit. Sie sind daher bemüht, unter Aufwand für Kornmehl um 10.4 Prozent und aller Demagogie und unter Ausnüßung der Kartoffeln gar um 106 Prozent gestiegen. In religiösen Gefühle ebenso wie der nationalisti- ähnlicher Weise sind auch die Preise anderer schen Instinkte, einen Teil der politisch Rück- Nahrungsmittel in die Höhe geschnellt. Damit ständigen als Wähler einzufangen. Als nach ist der Höchststand der infolge der Zölle zu er dem Umsturz die Massen, aufgerüttelt durch wartenden Teuerung noch lange nicht eingedas schreckliche Erleben des Weltkriegs und treten, die Wirkung der Zölle wird noch cmp= seiner furchtbaren Folgen, zur Sozialdemo- findlicher und härter werden. Es ist eine grobe tratie strömten, ließen die bürgerlichen Par- Unwahrheit, wenn die Presse der Zollmehrheit teien, kaum daß sie sich vom ersten Schrecken diese nicht wegzuleugnenden Teuerungserscheierholt hatten, alle Mienen der verlogensten nungen auf ein zu erwartendes schlechtes ErnteDemagogie springen, um die Stimmen der ergebnis, Verwüstungen wegen Elementarkata- 2500 Millionen Rachtragskredit haben beschlossen, daß sie sich vorläufig jeder weis halb und ganz proletarischen Mitläuferschichten strophen zurückzuführen sucht. Diese Wetterwieder zurückzugewinnen. Das Schlagwort, mit fatastrophen, so hart von ihnen einzelne Gedem sie krebsen gingen, lautete damals: die biete betroffen wurden, sind doch in der GeSozialdemokratie hat versagt! Weil die Sozial- samtheit nur von geringem Umfang und die demokratie nicht so rasch als es wünschenswert erwartete Ernte eine gute. Paris, 28. Juli. Vor der Finanzkomerschien, die toll gewordene Bestie NationalisDie Sozialdemokratie hat berjagt"! Die mission der Rammer erklärte Poincaré unter anmis zu bändigen vermochte, und in einer vom Infamie dieser Behauptung erscheint in noch derem, daß der Nachtragskredit für 1926, der von Krieg verwüsteten Welt nicht Arbeit, Brot, grellerem Lichte, wenn man erwägt, daß es den Experten auf 2500 Millionen festgefeßt wor- rungsvorlage werden von fachmännischer Seite Wohlergehen, inneren Frieden und Sicherheit zur Zeit der höchsten politischen Macht der den ist, auf die nächsten Monate aufzuteilen iſt, gewisse Weitschweifigkeiten und das Fehlen geherzustellen imstande war, weil ihr nicht ge- Sozialdemokratie dennoch in feinem einzigen der Beamtengehälter in Betracht, 300 Millionen hauptsächlichsten Maßnahmen, welche dem Kapiund zwar fämen 650 Millionen für die Erhöhung nauer ziffernmäßiger Uebersichten ausgefeßt. Die lang, was feiner Macht der Welt gelingen Lande, auch nicht in der Tschechoslowakischen für das zweite Vierteljahr für die militärischental Bertrauen einflößen sollen, find die Abschaf konnte, höhnten die publizistischen Bedienten Republik, eine rein sozialistische Mehrheit gob Operationen in Maroffo und Syrien, 950 Mio ung des Suponheftes, die Herabseßung der Grb des Bürgertums, die Sozialdemokratie habe und dag die sozialistische Arbeiterschaft überall nen für das Amortisationskonto der Bank von schaftssteuersäße, ferner die mit 30 Prozent als enttäuscht. Die vielen Ungeduldigen, von Not, bei der Herstellung dieser parlamentarischen Frankreich, 400 Millionen für die Auslandsschuld, Höchstausmaß beschränkte Gesamteinkommensteuer. Sorge und Verbitterung über die wirren Nach- Mehrheit auf die Hilfe einzelner bürgerlicher 200 Millionen seien der Amortisationstaffe zuzu hingegen wird in Börsenkreisen vermerkt, daß die Kriegszustände erfüllt, waren ein für diese Parteien angewiesen war, die neben den zer- weisen. Diese Kasse soll im Laufe des Jahres beweglichen Güter neuerdings schwer belastet werLügenfaat geeigneter Boden. Ihr Weltbild, das rütteten Verhältnissen bei der Leitung der 1926 stellt die Gesamtforderung der Regierung Regierungsvorschläge tann erst nach ihrer Durch1927 mit 3.5 Milliarden ausgestattet werden. Für den. Die genaue Abschägung und Bewertung der sie von der bürgerlichen Presse empfangen, Staaten in sozialistischem Sinne ein Moinent eine Summe von 10.892 Millionen dar. Poincaré beratung in den Ausschüssen erwartet werden. deren Leser sie sind, ist ein engbegrenztes und der Hemmung waren. Ganz anders die Ber- will ein Opfer vom erworbenen Reich- Bisher verhalten sich die Finanzkreise cher ließ sie all das Unglück, das die bürgerliche treter des städtischen und ländlichen Bürger- tum verlangen, wobei die mittleren und Kleinen reserviert. Das englische Pfund schloß heute Politik über sie gebracht hatte, nur zu rajch tums! Sie regieren und verfertigen Gejeßze, Bermögen geschont werden müßten. Auf eine An- nachbörslich mit 203%. vergessen. Ein großer Teil der sozialistischen ohne auf die in der Opposition stehenden frage Bincent Auriols antwortend erklärte PoinBon sozialistischer Seite und auch von andeMitläufer jener Tage hat sich ebenso von den sozialistischen Parteien Rücksicht nehmen zu care, daß die jetzige Vorlage nur eine Bor. bürgerlichen Verdrehungen wie von den schön müssen. Wie aber sieht dieses Regieren aus! it use bilde, um später an die Stabilisierung her- ren Gruppen sind im Ausschuß und im Plenum herausgepußten Programmen und Wahlver- Eine allgemeine Zeuerung ist die intet er erflärte, er werde im Blenum mit jedem den. Es kann noch nicht mit Sicherheit angenom antreten zu können. Der Ministerpräsident schoß, zahlreiche Abänderungsanträge angekündigt wor sprechungen der bürgerlichen Parteien verlocken lassen, in den Troß der bürgerlichen Wähler erste Folge. Was von ihr etwa verschont wer- Artikel der Finanzvorlage die Vertrauensfrage men werden, daß die Beratung im Plenum rasch vor sich gehen werde und eventuell schon Samstag zurückzukehren und dem Bürgertum insbeson- den könnte, wird durch neue Steuern nach verbinden. geholt. Die deutschen Landbündler, ChristlichDer Finanzausschuß hat zunächst das soziali.hren Abschluß finden könnte. Es verlantet, daß dere bei den Novemberwahlen im vorigen Jahre sozialen und Gewerbeparteiler haben sich mit stische Gegenprojekt abgelehnt und dann eine die Regierung im Bedarfsfalle den gestern vom zu einer faſt unumschränkten Machtpoſition zu den Lasten nicht begnügt, die sie den Massen Reihe von Artikeln des Finanzprojektes angenom- zuständigen Kammerausschuß des Volkes mit Zöllen und Kongrua aufbürden, men. Der Ausschuß hält eine Nachtsißung ab. Es Vorschlag, alle Abänderungsvorschläge abzulehnen, Nun herrscht also der Zustand, wie er der sie haben auch die 3 uder- und Spiritu&- wurde u. a. auch ein Artikel über die Grim Plenum der Kammer wieder aufnehmen Entscheidung der Mehrheit der Wähler ent- steuer erhöhen geholfen und alle An- höhung der Abgeordnetendiäten zu wolle, da er gestern scheinbar durch ein Versehen spricht. Nun fist das Bürgertum, wie es auch träge niedergestimmt, welche das 20s gefügt. Der bezüg'iche Aufwand beträgt 7 Millio- nicht rechtzeitig vor die Kammer gebracht worden nen. Die sozialistischen Mitglieder des Ausschusses ift. die der Sozialdemokratie abtrünnig gewordenen der Staatsangestellten, der Kleinbauern und proletarischen Wählerschichten wollten, fest im anderer Bevölkerungsschichten zu erleichtern geSattel und nun hätte es ausgiebig Gelegenheit, eignet waren. Aber das alles ist nur der Auch Kamenew abgesägt? zu zeigen, mas es fann, wie es, entgegen der Anfang, das dice Ende kommt nach. Schon Warschauer Meldungen über Berhaftungen von von ihr geschmähten Sozialdemokratie die so- jetzt sind die Umrisse der Herbsttätigkeit der Mitgliedern des Zentral- Exekutivkomitees.. zialen, wirtschaftlichen und nationalen Pro- neuen Parlamentsmehrheit zu erkennen. Die Warschau, 28. Juli. Nach einer aus Mosbleme zu meistern versteht. Rasch und leicht, zur Herrschaft gelangte international geeinigte zur Herrschaft gelangte international geeinigte viel rascher und leichter als leider die soziali Bourgeoisie wird nicht von Bebenten geplagt teu eingetroffenen Meldung wurde das Mitglied des Zentral- Exekutivkomitees der kommunistischen stischen Parteien, hat das deutsche Bürgertum sein, ihre Macht der Sättigung ihres gierigen Parici ga po w von unbekannten Tätern er sich mit dem Bürgertum der anderen Nationen Materialismus dienstbar zu machen. Das Zu- mordet. Ginow jew soll in seiner Wohnung verständigt und kein Sozialist, nicht einmal standekommen der Versicherung der interniert und von Agenten der Tscheka scharf einer von der blaẞroja Färbung des tschechi- 11eberalterten haben die bürgerlichen beobachtet sein. Laszewicz wurde verhaftet schen Nationalsozialismus, fißt mehr in der Parteien hintertrieben, im Herbste und die ihm unterstellten Regimenter nach dem nicht wieder übernommen. Regierung. Kunz ist erst die Tätigkeit der wollen sie darauf ausgehen, die Sozial- Ural verlegt. Nach umlaufenden Gerüchten soll Mos.f a u, 28. Juli.( Tass.) Die sonntägige neuen rein bürgerlichen Mehrheit im Parla- versicherung zu verschlechtern. Die auch Kamene w von seinem bisherigen Bosten Nachricht über die Zusammensehung des Polit büros ist nachstehend zu ergänzen und richtigzustel mente, aber schon jetzt kann das arbeitende Erneuerung des Bauförderungs- enthoben werden. Volk, können die Säumigen und Abtrünnigen gesetzes haben sie verhindert, dafür Lemberg, 28. Juli. Die hiesige ,, Gazette Polen: Das Politbüro des Zentralfomitees jetzt sich die Höhe des Lehrgeldes berechnen, das sie für wollen sie in der kommenden Session für eine ranna" schildert in einem Sonderbericht aus Mos- folgendermaßen zusammen: Stalin, Rykow, Buihren Irrtum werden zahlen müssen. Die gründliche Zerstörung des Mie- lau die Borgeschichte der letzten dortigen Ereignisse charin, Norosch low, Tomsti, Kalinin, Molotow, Preise aller Lebensmittel steigen jetzt von Tag terschutes sorgen. Den arbeitenden Klassen und behauptet u. a., daß das Politbüro tatsächlich Rudjutak und Trokki. zu Tag. Die bürgerliche, insbesondere die christ- haben sie Steuern und Zölle beschert, sich selber eine gegen dasselbe gerichtete und seit längerer Morgen Konierenz der englischen lichsoziale Presse, die um den Verlust ihres will die Bourgeoisie eine Steuerreform 3eit bestehende Verschwörung aufgedect Bergarbeiter. proletarischen Wähleranhanges fürchten muß, schenken, die ihr Steuererleichterun- babe. Noch Anfang Juni kam es zu einer Beraller einigung oppositionellen London, 28. Juli.( Reuter.) Die Bergarbeifucht mit der abgefeimtesten Verlogenheit jede gen, den Armen und Minderbemittelten er- Gruppen innerhalb der kommunistischen Bar- terdelegierten werden Freitag zwecks Berhandschädliche und verteuernde Wirkung der von höhten Steuerdruck bringen soll. Sonst tei, welche sich dahin einigte, die gegenwärtige lung über das Eingreifen der Bischöfe und über der neuen Parlamentsmehrheit beschlossenen ist ihr nächstes Ziel der Raub des Sol- Zeitung des Politbüros zu stürzen. An einer fürz- die Bestrebungen zur Einstellung der Kohlenzu Lebensmittelzölle abzuleugnen. Sie erinnert datenwahlrechtes, was weiter fommt, lich stattgefundenen geheimen Versammlung der mit ihren Behauptungen an das biblische Märwird man noch rechtzeitig erleben. chen von der Bespeisung der tausend Menschen burch fünf Brote und drei Fische. Die Zölle, Die Sozialdemokratie hat berjagi"! Sie für deren Bewilligung sich die Klerikalen auf war in chaotischer Zeit unter Einsatz aller ihrer Kosten der Bevölkerung eine Erhöhung der Kräfte, gegen tausend Hindernisse kämpfend, Pfaffenbezüge bezahlen ließen, sollen den tätig, das von der Bourgeoisie und ihren poverhelfen. angenommenen Politbüros die schärfsten Maßnahmen gegen die Verschwörer, wobei er darauf hinwies, daß das weitere Treiben der Oppoſition den Sturz des Sowjetregimes herbeiführen könnte. Das Blatt behauptet, daß die durch den Kampf gegen die Verschwörung eingetretene nervöse Zerüttung Dziersdzynskis die unmittelbare Ursache feines Todes war. Schließlich meldet das Blatt, baß auch im se re ml große Erregung herrscht. Volkskommissär kame new, der von seinem Urlaub zurückgekehrt ist, hat bis heute sein Anti fuhr aus dem Auslande eine Sigung abhalten. Verschwörer nahmen ca. 100 hervorragende Mit Wie mitgeteilt wird, empfiehlt der Vollzugsausglieder der kommunistischen Partei, der Regierung schuß der Bergarbeiter den Delegierten feinen und der Roten Armee teil. Die Konfidenten der Standpunkt, sondern läßt ihnen freie Hand Tschefa haben drei Tage vor dem Tode Dzier- in der Entscheidung, ob sie den Widerstand gegen dzynskis die Verschwörung aufgedeckt. Dzier- die Verlängerung der Arbeitszeit und die Lohndzynfti forderte in einer vertraulichen Sitzung des herabsetzung fortsetzen wollen. Seife 2 Christliche Berleumder: Sie lügen über sozialdemokratische Korruption, um von ihrer eigenen Korruption abzulenken. 29. Juli 1926. Warenhaus Stafa richtet. Diese Angriffe werden| Wäsche und Kleider- A.- G. unerhörte Defizite habe| Presse" ihren Lesern so etwas einzureden wagt. nun in dem christlichsozialen Blatt aufgebauscht und vor dem Konkurs stehe wobei noch zu be- Jn Wirklichkeit haben in der„ Stunde" und in den und als Beweis einer Korruption hingestellt, die merken ist, daß sowohl an dieser Gesellschaft wie anderen Blättern des Bekessy nie Sozialdemokrain Wirklichkeit nicht besteht. Das kann jetzt als er- an der Schuhfabrik auch der Bund beteiligt ist. ten, sondern auch nur die christlich sozialen wiesen angesehen werden, auf Grund einer Er- Daß die Behauptungen über die Textilindustrie- Führer mitgearbeitet und der christlichsoziale widerung, die die Stafa jetzt versendet und die sich A.-G. eine Verleumdung sind, geht schon daraus Finanzminister soll mann hat Herrn Bekessy auf die Untersuchung unparteiischer Sachverstän- hervor, daß der Schmierfint nur behauptet, da öffentlich in Baden begrüßt und gefeiert. Ja, die Wir haben vor kurzem über die Korruptions diger stützt. Die Stafa war eine Anstalt der muß etwas nicht stimmen". In Wirklichkeit Bostsparkaffa, die unter der Verwaltung der skandale der österreichischen bürgerlichen Parteien Staatsangestellten, ist aber allmählich in private stimmt da alles. Und ebenso ist auch die Behaup christlichsozialen Regierung steht, hat Herrn ausführlich berichtet. Wir haben auch über die Hände geraten und hat dabei traurige Abenteuer tung von staatlichen Subventionen an die Goec Bekessy, wie die Arbeiter- Zeitung" enthüllt hat, Preßturruption eines bürgerlichen Blattes, der mitgemacht. Es war eine wirkliche Korruption, erlogen. Die Goec erhält feinen Heller Subven- ein Mill ardendarlehen gegeben, damit er sein ErStunde", einen Artikel gebracht. Was soll man die damals herrschte, als der Banfier Straßer, tion vom Staat. prefferblatt führen fann. da nun sagen, wenn es ein bürgerliches Blatt, ein derselbe, der mit den Hakenkreuzlern und ihrem Aber die Verlogenheit des ganzen Angriffs So sehen die sozialdemokratischen Korruptichristlichsoziales Blatt, dessen österreichische Partei- Führer Gattermayer zusammen eine Bank hatte wird am offenbarsten, wenn zum Schluß noch die onsskandale aus, von denen das christlichsoziale genossen in beide Storruptionsskandale, den Banauch im Verwaltungsrat der Stafa herrschte. Korruption der sozialdemokratischen Presse an den Blatt berichtet. Von allem, was das christlichkenskandal und den Pressestandal, verwickelt sind. Da die Stafa dadurch an den Rand des Ruins Expresseraffären der„ Stunde" bewiesen wird, die soziale Blatt über angebliche sozialdemokratische wenn die christlichsoziale Deutsche Presse" gebracht wurde, wodurch die Staatsangestellten der Lügenkorrespondent ein sozialistisches Nach- Korruptionsfälle berichtet, ist kein Wort wahr. es wagt, sich einen Artikel aus Desterreich zu beschwer geschädigt worden wären, übernahm die mittagsblatt" nennf und von der er behauptet, daß Wohl wurde in Desterreich eine arge Korruption stellen, der so tut, als ob nicht die Christlichsozia- proletarische Genossenschaftsbewegung die Ar- sie von geflüchteten Bolschewiken gegründet wor- enthüllt, aber es war die Korruption christlichlen, sondern die Sozialdemokraten durch Korrup- beiterbant, die Großeinkaufsgesellschaft und die den sei. Wenn der Mensch von Beziehungen zivi sozialer und deutschnationaler Institute. Und tionsstandale kompromittiert wären. Konsumvereine die Aufgabe, sie aus den bisschen Bekessy und Austerlitz, dem Chefredakteur der kein einziges sozialdemokratisches Um einmal diese Preßritter anzunageln, herigen Händen zu befreien, die großen Genossen- Arbeiter- Zeitung, spricht, so mag er acht geben, Unternehmen wurde dabei kompro haben wir uns an unseren Wiener Berichterstatter schaftsbewegung der Sozialdemokratie anzuschlie- daß er nicht nachdem Austerlitz den Erpresser mittiert. Und es ist auch wahr, daß eine Zeigewendet und ihm den Artikel der Deutschen ßen und so vor dem Ruin zu retten. Das ist ge- unmöglich gemacht hat! bei der Preßklage gegen tung der Erpressung überwiesen wurde, aber es Preffe" vom 20. Juli über„ Neue Korruptions- lungen und dieselben Gesellen, die die frühere die Stunde" mit hängen bleibt. war eine Zeitung, an der die christlichsozialen standale in Desterreich" geschickt, der von einer Korruptionswirtschaft gestützt haben, wollen jetzt Was aber die Behauptung von dem sozia- Führer mitarbeiten, und der Herausgeber des ErStrife in den„ Goez"-Unternehmungen, über die die. Sittenrichter spielen. Die Safa stellt nun fest, liftischen" Blatt Stunde" und von dem sozialisti- prefferblattes, Herr Befessy, der aus Oesterreich Bilang des Großwarenhauses und über einen daß die Behauptung von einer skandalösen Ge- schen Erpresser Bekessy betrifft, so muß man über flüchtete, war ein Freund und Spezi der christlichneuen Preßstandal berichten will. barung und von falschen Bilanzen, wie sie auch die Unverfrorenheit staunen, mit der die ,, Deutsche sozialen Führer. Unser Wiener Berichterstatter schreibt uns in der Deutschen Presse" aufgestellt wird, eine eines und damit ist das christlichsoziale Blatt der freche Umvahrheit ist. Die Stafa hat vor ihrer Lüge überwiesen: Uebernahme durch die Genossenschaften beträchtMan muß sagen, es gehört eine eiserne Stirnliche Verluste gehabt und wurde deshalb von den Genossenschaften übernommen, um die gefährdeten dazu, von Korruptionsffandalen der österreichischen Gelder der Angestelltenorganisationen zu retten. Sozialdemokratie zu schreiben und es bringt das nur eine Partei zuwege, der das Stigma der für das Jahr 1925, wenn auch kleinen, ReingeDas ist auch gelungen und die Stafa hat bereits Gottes Stimme" von ihren eigenen Par- winn erzielt. Dabei hat sie ihren Umsatz verdop teigenossen aufgedrückt wurde und die jetzt neuer- pelt und wie die Erwiderung der Stafa feſtſtellt, lich unter der Last ihrer Korruptionsaffären zu während Dutzende verwandter Institute zusam- blikanisch- anarchistische, sondern auch als start firsammenzubrechen droht und die deshalb nach dem mengebrochen sind, kann das Kreditinstitut der chenfeindliche Bewegung. Schneller als es sonst alten Rezept des„ Haltet den Dieb" die Aufmerk- Stafa jeder Probe standhalten und während sich der Fall zu sein pflegt, ist hier aus einer jungen samkeit von sich abzulenken bemüht ist. die Institute der Gegner mit Schmach und Sure eine alte Betschwester geworden. Noch am Schande bedeckt haben, gedeiht die Stafa trotz der 11. Mai 1919 verkündete das Blatt Mussolinis: herrschenden Wirtschaftskrise und entwickelt sich aufwärts. Mussolini, der„, brillante Sefundant" des 99 Heiligen Baters. Aussöhnung des Batifans mit dem Falcismus? offener. Der Popolo d'Italia" schrieb: Der Fascismus begann nicht nur als repu- des Staatssekretärs. Nun wurde der Faseismus „ Wir verlangen die Trennung der katholischen Kirche vom Staat, die Abschaffung des in der Verfassung festgelegten Privilegs der katho lischen Religion als Staatsreligion, die Ko11fistation der Kirchengüter und der Bischofpfründen." ,, Der Faschismus ist es, der in den wer teidigungskampf für die Grundsäße, den Geist und die Tradition des Katholis zismus eingetreten ist, der den Gott und die Religion verleugnenden liberalen Staat zerschla gen und nicht nur religiöse Reformen im bürgerlichen Staat eingeführt, sondern auch ein wirt. liches religiöses Gewissen in Italien gewedt hat." Das religiöse Gewissen" äußerte sich in der bestialischen Ermordung Matteot tis und hunderter Sozial sten, in dem Terror gegen die Andersdenkenden und wenn Mussolini bei dem„, religiösen Gewissen" an die Inquisition und die Kepergerichte der Kirche gedacht hat, dann kann ihm den Vergleich niemand verwehren. Nun war der Vatikan der Ansicht, einen verWie ist es mit der Krise in den Goec- Unternehmungen, wie mit der Bilanz des Großwaren hauses? Vorweg sei bemerkt, daß selbst, wenn das wahr wäre, was da behauptet wird, nämlich daß So steht es mit der Stafa, so mit allen andeeine Arbeitergenossenschaft in einer Strise steckt ren Genossenschaften, die da in dem christlichsoziaund daß eine zweite die Bilanz gefälscht hat, um len Blatt verleumdet werden. Es ist eine Lüge, sich als aktiv hinzustellen, bei einer dritten etwas daß die Goec( Großeinkaufsgesellschaft österreichinicht stimmen muß" so infam wird in dem scher Konsunvereine) Spekulationsgeschäfte beSchandblatt verdächtigt damit noch die Beschul- treibt. Es ist eine 2 i ge, daß die Arbeiterbank in Noch am 17. April 1920 verlangte der Fascist digung der Korruption noch lange nicht erwiesen, einer Strife ist. Während fast alle Banken in ihren Bianchi die Entfernung des Religionsund damit nur erst ein kleiner Teil dessen be- Grundfesten erschüttert sind, ist die Arbeiter unterrichtes aus den öffentlichen Schulen. hauptet wäre, was die Chriftlichsozialen wirklich bank unerschüttert geblieben und ent- Auch im offiziellen Programm von 1920 zählt der begangen haben. Die Behauptungen, die das widelt sich aufwärts. Wie infam die Ver- Fascismus die Enteignung der Kirche Lügenblatt über die Arbeitergenossenschaften aufleumdung ist, die das christlichsoziale Blatt gegen noch zu seinen unmittelbaren Forderungen. Aber ſtellt, gründen sich auf Broschüren, die zwei in der die Arbeiterbank versprint, beweist folgende Tat- bald nach der Machtergreifung änderte der Fascisstellt, gründen sich auf Broschüren, die zwei in Genossenschaftsbewegung taltgestellte und aus der Bartei ausgeschlossene ehemalige Angestellte der fache: Als die Christlichsozialen sich weigerten, die mus seine Taktik. Er sah sich in der Kammer der Bartei ausgeschloffene ehemalige Angestellte der Geschäfte der Steirerbank des Herrn Rintelen Opposition der Popolari, der katholischen Volks- handlungsbereiten Partner vor sich zu haben. Die Genossenschaften aufgestellt haben, Behauptungen, untersuchen zu lassen und als Ausrede gebrauchten, partei, gegenüber und hatte das denkbar größte Annäherung vollzieht sich immer sichtbarer, die aber durch eine unpartelische Untersuchung, daß auch die Arbeiterbank nicht kontrolliert werde, Interesse daran, die Sozialisten zu isolieren. Er der Vatikan gibt sich alle Mühe, die Popolar zum sowohl durch die eigenen Organe der Genossen- veröffentlichte die Arbeiterbank eine Erklärung, in hoffte die Popolari auf dem Umweg über den Va- Aufgeben ihrer oppositionellen Stellung zu beschaften wie durch unparteiische gerichtliche Sach- der sie sich bereit erklärte, sich einer Untersuchung titan zu gewinnen. Außer kleinen Zugeständnissen wegen und wie man in päpstlichen Kreisen heute verständige als unwahr und übertrieben erwiesen zu unterwerfen! Und dieser Arbeiterbank wagen an die Gefühle der Klerikalen, wie die Errichtung das Verhältnis zum Fascismus betrachtet, zeigt wurden. Schon im Juni hat auf Grund der Christlichsoziale, Parteigenossen des Herren der des Kreuzes auf dem Kapitol, spielte Mussolini sehr deutlich ein Bericht der Deutschen Untersuchung der Behauptungen der Schmähschrift Steirerbant, anzugreifen. Die Schuhfabrik der auch den Trumpf aus, Verhandlungen mit dem Presse" aus Rom. Er polemisiert gegen die des Sigmund Kaff eine Konferenz festgestellt: Goec wird beschuldigt, daß ihr das Rückgrat ge- Vatikán einzuleiten. Der jahrzehntealte Konfliktus feiern, beruhigt die christliche DeffentlichDie gröbste Verdrehung der Tatsachen, die brochen ist und das wird damit bewiesen, daß sie zwischen der italienischen Regierung und dem Va- keit, die vielleicht durch das Bündnis der Christniederträchtigste Entstellung der Handlungen und stillgelegt sei! Ju Wirklichkeit ist diese Schuhfabrit ikan sollte nun durch den Fascismus beigelegt lichsozialen mit der Regierung Černy unruhig gedie bewußte Berdächtigung der Motive aller Betei- eine von den wenigen Schuhbetrieben, die durch werden. Die Versuche des Fascismus, sich dem worden ist, durch den Hinweis, daß die tschechis ligten füllen die Schmähschrift Staffs und beweisen die Krise in der Schuhindustrie nicht in Zahlungs- Vatikan zu nähern, stießen zunächst auf wenig fchen Akten nun von seiner Heiligkeit selbst studiert dadurch allein die pathologische Gehässig schwierigkeiten gevaten sind. In den österreichischen Entgegenkommen. Die Presse des Vatikans lehnte würden, und gibt schließlich seiner Freude darüber heit ihres Autors und die Hinfällig Schuhfabriken ist es seit der Kerife üblich, den Ar- es ab, die Zugeständnisse als ausreichend anzu-, Ausdruck, daß Mussolini den Italienern die Befeit aller feiner Schlüsse. Kein redlich beitern und Angestellten Kollektivurlaub zu geben. sehen und es entspann sich eine Breßpolemit zwi- teilig ung an den antifatholischen Denkender wird sich von diesem krankhaften Aus- Das ist für das christlichsoziale Blatt bei dem ge- schen den fascistischen und päpstlichen Blättern. Fe sten verboten hat: bruch verletzter Ehrfurcht beeinflussen lassen.. nossenschaftlichen Unternehmungen Grund genug, Als die Fascisten die Abberufung des KardinalSeither hat sich zu Kaff noch der zweite Queru- davon zu sprechen, daß ihm das Rückgrat gebrochen Staatssekretärs Gasparri forderten, antwor lant Wilhelm gefellt, der seine Angriffe gegen das ist. Genau so unwahr ist die Behauptung, daß die tete der Papst mit einer besonderen Auszeichnung 4 Ja, der Schellfischtönig. Erzählung von Erna Büsing. Durch den Geschäftsverkauf hatte er sich doch die Grundlagen zu seiner Freiheit gelegt. Jetzt wollte er nicht in der Gewohnheit verkommen. Er hatte keine Kraft, neues zu denken, Extravaganzen reisten ihn nicht, und trotz alledem hatte er eine beklemmende Angst vor dem Alltag. Er wukte, der Alltag ist das starre Band, das die große Masse umschlungen hält. Er ist das Meer, in dem ungenutzte Leben versinken. Man denkt hier troß der Gegenerklärungen Herrn Benesch's über die Hus. und Sokolf: fte nur so, daß sie, wenn auch diesmal nicht effizi., Einfluß geltend machen müssen und sagen: Dv= rette, lose die Verlobung." Doch so etwas tut man nicht, was würden die Leute dazu jagen-; darum wagte Jack auch nicht den icisessen Verfuch. Die Fische hatten in Jacks Leben eine gar zu große Rolle gespielt, sie gehörten zu den gewohnten Alltäglichkeiten, von denen man nicht leicht loskommt. So fuhr Jack nach Wesermünde. Auf seiner Reise dachte er an Joseph Conrad, den Seefahrer und Romandichter. Der Kindheitserinnerungen fonzentrierten sich auf einen Gefängnishof, die Mutter schleppte später das Kind mit nach Sibirien, wohin der Vater verbannt war. Und der Junge wollte zur See, floh und durchstreifte alle Meere. Ja, der, der war im Außergewöhnlichen aufgewachsen, für den gabs feine Unmöglichkeit. Welche Dual war den Eltern zugedacht, welche Leidensfähigkeit bewiesen sie. Man bannte sie in den engsten Raum, und ihre Auferstehung in Fleisch und Blut, ihr Kind, durchsuchte alle Ecken und Winkel der weiten Welt, Jack dachte über sein inbaltsloses Beben nach. Jodeis das Publikum nicht, das sich dafür in-| sehr im Blut. Müßiggang war einne Todsünde| mit ihr angewiesen. Eigentlich hätte Jad seinen offiziell desto eifriger mit den wahren und den für ihn. Er betrachtete gern, und als er es inerlogenen Jockei- Tips beschäftigte. Jad erfreute mitten der Fische tat, kam es ihm nicht mehr als das bunte Leben. Sinnend sah er auf einen Zeitverschwendung vor. Ein kleiner Jodei faufte Lichtrefler, der das Fell eines Fuchses metallisch von Jad einen fetten Aal, verschling ihn hastig Jack lächelte. Was wußten diese Menschen aufglänzen ließ oder einen Rappen wie dunkel- und ängstlich, weil ihm sein Gewicht eine Hunger von ihm! War er nichts anderes als ein Ver- blau ladiert erscheinen machte. Er wunderte sich tur vorschrieb und der Manager feines Stalles sonnenber- in der Nähe war. Dann wischte er sich mit dem fäufer von toten Fischen? Der Geruch von den über manchen regenverwaschenen, Fischen und das ungemütliche Naß vont tropfen- blichenen Jockeidreß, der ausgerechnet die Stall- Handrücken den Mund und fragte Jad: Stehst den Eis stand wie eine Dunstwolfe zwischen ihm farben eines sehr vermögenden Herrn repräsen- du immer vor der Bahn?" Darauf gtbe der Geund dem Leben. Diese Scheidewand wollte er tierte. Jad war erstaunt über die kleinen Schritte fragte feine Antwort, im selben Augenblick aber niederreißen. Er wußte es ganz genau, machte und die sich wiegenden Hüften der Mannequius, wußte er, mich treibt jetzt nur noch die Gewohner sich jetzt nicht frei, so würde dieser versäumte die im dichtesten Menschengewühl die Kleider heit hieher. Der Gewohnheit jedoch wollte er Augenblid als Vorwurf in seinem Leben stehen. ihrer Firma spazieren trugen. Alle Mensajen nicht unterian sein. Da beschloß Jack, die RennDa verkaufte Jack den Laden; nicht etwa, waren aktiv, hatten Wagemut, das Geld spielte bahn zu meiden. weil ihn das Leben da draußen in der Welt oder keine Rolle. Jad tam sich ganz flein und under Kampf besonders reizte, sondern nur um bedeutend vor. Und in Wirklichkeit war er der der Gewohnheit zu entgehen, die ihm ein Ueber einzige, der Pferde fah, alle anderen sahen nur druß geworden war. ihr Geld laufen. Doch das wußte Jack nicht. Nun wollte Jack das Leben kennen lernen. Nicht nur das Leben auf der Kahn, auch das GeNicht das Leben, das unter dem Dreiflang Ar- wimmel auf den Zufahrtstraßen hatte einen Reiz beit, Schlaf und Essenspause verklingt, sondern für Jack. Er jah den Handel fleiner verscheuchter das große Leben ohne Regel, voller Begierde, Existenzen. Er gewahrte die Wursthändler, die dem Zufall gewollt preisgegeben, jenes vollpul unter fliegenpilzartigen Sonnenschirmen ihre fierende Leben dort draußen irgendwo in der Ware schüßten, die von einer Großfirma engaWelt. Jad ging nach der Rennbahn. Die wurde gierten Gishändler, die ihre müden Pferde im ihm zum Ereignis. Dieser wollgepflegte Rasen, scharfen Trab über die Heerstraße jagten, sowie die monumental wirkenden Tribünen, und das die Obsthändler, die große Bananensträucher Stadion inmitten der Rennbahn, wie ein Spiel- während des Transports in abgeschabte Schlafzeug für brave Riesenkinder. Und die Leute ge- decken hüllten. Unterernährte Kinder puzten gefordert von ihrer Schwiegermutter. Sie sagte, bärdeten sich demokratisch. weil ein gleiches Schuhe, versuchten Salzgurken zu verkaufen oder der Interesse über ihrem Tun stand. Die eleganteste öffneten die Wagentüren Dame zog einen winzigen Burschen in ein ber- Krüppel drehten Leierfästen, blinde Frauen trauensvolles Gespräch, sobald er einen Stall- fangen, geriebene Burschen fabrizierten aus eimer trug, was ihr anfündigte, daß der Knirps Spazierstod und einem Stückchen Pappe einen urteilsfähig über wertvolles Vollblut fei. Die Spieltisch. der regen Zuspruch fand, und ein Fleinen, mageren, abgeschwitzten Jodeis waren Streichbölzerverfäufer schrie:„ Laubfrosch", wenn bom Publikum umdrängt, sobald sie die Wage ein Grüner nahte. berließen und in den Führring gingen. Die Eines Tages stand Jack vor der Rennbahn, Rennleitung regulierte das Benehmen der Reiter diesesmal aber handelte er mit Räucherfifchen. auf Reserviertheit hin. Offiziell existierte für die Der Tätigkeitsdrang seiner Eltern lag ihm zu Bevor er die Stadt verließ, nahm er von DoIn Wesermünde fand er die Verhältnisse rette Abschied. Sie hatte einen herben Zug um den Mund, wie er einemt bei Menschen auffällt, wesentlich anders, als er sie sich vorgestell: hatte. die sich grämen. Gewohnt, alles was ihr Herz In allen Büchern hate er gelesen von dem Kavibewegte, Jad mitzuteilen, sprach fie unauf- tän, der Schiffsjungen annimmt. Nun erfuhr er, das Heuerbureau nimmt die Mannschaften an, Besahrene Befahrene ohne Arbeit find, die Schwiegermutter habe den Verlobten sehr und da so viele Automobile. lieb, daher sei sie eifersüchtig, wenn Dorette einen achten die Gewerkschaften schon darauf, dok nSeuß bekäme. Falls sie zufällig bei ihrer Schwie befahrene nicht so ohne weiters eingefch oben gernutter wäre, und ihr Verlobter komme, dann werden. Die Bücher batten gelogen. Seine müßte er mit Bedacht darauf achten, die Mutter Muter aber hatte wenigstens recht gehabt. Sie vor der Braut zu begrüßen. Muterliebe tönne hatte den Stunden, freilich aus eigenem Geschäftssie wohl noch nicht so recht einschäben, meinte intereffe heraus, immer gefagt, fie faufen die Dorette. Jad jedoch war es klar, die Mutter Fische bei uns aenau so frisch wie an der Küste. verwechselte Egoismus mit Liebe. Dorette mußte Tetzt fab er die Fischdampfer einlaufen mit ihren berbacter unglücklich werden, denn sie kam zu der Mattter Mielenladungen geschlachteter und ( Fortsetzung folgt.) ins Haus und war auf den stündlichen Umgang Fische. 29. Juli 1926. so doch tatsächlich eine Glorifizierung des Härertikers Hus waren und ihre Spize deutlich gegen Rom gerichtet war. Sie waren antikatholisch und antirömisch. In dieser Formel des„ Antirömisch und antikatholisch" liegt etwas Neues in dem We sen Italiens, das sich auch gerade bei Gelegenheit dieser Prager Feste zum erstenmal dem Ausland tegenüber bekannt hat. Man weiß, daß Mussolini durch seinen Prager Gesandten den italienischen Landsleuten in Prag die Teilnahme an einer antikatholischen Demonstration verboten hat. Er hat sich damit als brillanter Sekundant" des Papstes erwiesen, aber war nur fonfequent, und hat das wahr gemacht und in die Tat umgefeßt, was er wiederholt programmatisch verkündet hatte oder durch Minister Rocco verkündigen ließ: daß nämlich Italien cin katholischer Staat sei und gar nicht anders sein könne. Nun be= nügte er die erste Gelegenheit, vor der internationalen Welt zu zeigen, daß es ihm ernst sei mit dieser Auffassung, die den alten liberalenfreimaurerischen Staat überwunden hat und daher es nicht zulassen kann, daß Italiener an irgendeiner antikatholischen Demonstration wo immer in der Welt teilnehmen. Man sieht, römisch und katholisch ist im italienischen Staate zu einem Begriff, zu einer sich auch außenpolitisch auswirkenden Einheit geworden, und aus dieser neuen italienischen Staatsauffassung heraus erFlärt sich die restlose Ablehnung des Prager Festschwindels durch Italien, Der Bauarbeiterstreit in Asch erfolgreich beendet. Aus Asch, 28. Juli, wird uns gemeldet: Was vorauszusehen war, ist eingetroffen: der nun die sechste Woche andauernde Bauarbeiterstreif ist mit einem schönen Erfolg für die Bauarbeiter in Asch beendet worden. Morgen Donnerstag erfolgt die Arbeitsaufnahme. Der Stundenlohn ift bis 31. Dezember für gelernte Bauarbeiter mit 5 Kronen 10 Heller festgesezt; die Era höhung beträgt 25 Heller pro Stunde und tritt im selben perzentuellen Berhältnis auch für die anderen Bauarbeiterkategorien ein. Ansonsten findet die finngemäße Anwendung aller übrigen Bestimmungen des vorhergehenden Vertrages statt. Die Vereinbarung wird außer Kraft gefekt, wenn ein Lohn- und Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeberbund in Karlsbad für den Egerer Handelskammerbereich abgeschlossen wird. Heute fand im Arbeiterheim in Asch eine große Streitbersammlung statt; es beteiligten sich alle Streifenden, um zu der Vereinbarung Stellung zu nehmen. Im wesenilichen war schon in der Vorwoche eine Einigung erzielt worden, doch hatten sich die Verhandlungen schließlich wegen der Geltungsdauer zerschlagen; heute konnte nun auf der Versammlung berichtet werden, daß diese lezte Differenz entsprechend dem Standpunkt der Bauarbeiterschaft behoben sei. Den diesbezüglichen Vertrag hatten bis zur Stunde der Bersammlung alle Arbeitgeber unterschrieben und die Referenten empfahlen nun die Annahme dieser Vereinbarung durch die Streifenden. Für den Deutschen Bauarbeiterverband sprachen die Genossen Abg. Staněk und Sekretär Legat, worauf die einstimmige Annahme der Vereinbarungen erfolgte. Hoffentlich kommt es nun auch im ganzen Handelskammerbezirke zu einer Regelung, wenn weitere Kämpfe in anderen Orten vermieden werden sollen. Terrorpropaganda der Kaufmannschaft. Die Organisation der Kaufleute beschimpft die Arbeiter! Wir haben bereits vor Jahresfrist nachgewiefen, daß der Reichsverband der Kaufmannschaft gegen die Vereinigungsfreiheit der kaufmänfchen Lehrlinge Stellung nahm und seine Mitglieden in einemt vertraulichen Rundschreiben zum Verbot des Eintrittes der Lehrlinge in die Organisation aufforderte. müffen: Nun wissen wir, hätten wir es nicht längst gewußt, wie ein Staat nach dem Herzen Gottes und nach dem Geschmad unserer ChristItch sozialen aussieht. Ein Staat, der das Freimaurertum überwunden und sich zum Statholizismus bekehrt hat, der unterdrückt nicht nur die Meinungsfreiheit seiner Untertanen, gibt ihnen selbst bis ins Ausland Weisungen für ihr VerDer für die Kapitalisten günstige Ausgang halten, das ist nur selbstverständlich, Der schafft der vorjährigen Parlamentswahlen scheint den aber vor allem auch die freien Gewerkschaften ab, Gewerberettern zu Stopf gestiegen zu sein und gibt den Sozialisten Rizinusöl zu saufen, führt läßt sie in ihrem Haß gegen die Gewerkschaft und den Neunstundentag ein und sperrt Arbeiter, die die Sozialdemokratie jede Vernunftgründe berfich für den Achtstundentag aussprechen, auf Jahre geffen. In Nr. 2 feines Publikationsorgans ,, Der in den Kerker. Ein katholischer Staat schafft das Kaufmann" vom 15. Juli 1926 leistet sich der gleiche Wahlrecht ab, zerstört die Drudereien der Reichsverband der deutschen Kaufmannschaft, dem Arbeiterpresse, hält sich bewaffnete Banditen und der Jurist Dr. Mayer- Erner als verantwort chaltet und waltet eben so, wie es der Gott wohl- licher beamteter Vertreter vorsteht, folgende Frechgefällige Duce Mussolini seit Jahr und Tag tut. heit, die alle Konsumenten und vor allem die Fürwahr, ein brillanter Sekundant" Arbeiteröffentlichkeit im Original genießen des Bapstes. Es bleibt nur die Frage offen, ob der Bapst ein ebenso brillanter Sekundant seines Freundes ist und sein will. Daß sie bei dem Rennen unt die römische Weltherrschaft, bei der Propagierung des römischen Imperialismus Halbpart machen und im stillen hoffen, einander begaunern zu können, nimmt nicht Wunder. Aber ist der Past so offen und mutig, seinem Sekundanten auch einen Gegendienst zu leisten, wenn dieser seine Hand schüßend über einen Mord hält? Taucht seine Heil gleit die geweihten Hände in das Blut der ermordeten Arbeiter, nimmt er einen Teil der Verantwortung für die Greuel des Fascismus auf sich?! Das möchten wir gern aus dem Munde unserer christlichsozialen Mussolinifreunde hören, darüber können wohl die Arbeiter Aufklärung verlangen und das zu erfahren sind Bielleicht auch christliche Parteigänger, sind viel leicht sogar die italienischen Popolari begierg. Es iväre sehr freundlich von der Deutschen Bresse", wenn sie sich darüber aus Rom schreiben ließe. 10000000000000000000000000000000 Politische Beratungen in Lana? Die Nova Doba" will erfahren haben, daß im Laufe dieser Woche wichtige politische Beratungen in 2ana stattfinden werden. Der Präsident habe eine Reihe führender Politiker verschiedener Parteien der alten und der neuen Koalition zu sich geladen; diese Beratungen sollen der bevorstehenden Herbsttagung des Parlamentes gewidmet fein. Die Krise der tschechischen Nationalsozialisten. Wie die ,, Tribuna" mitteilt, soll für Ende August oder Anfang September ein außerordentlicher Kongrezz der tschechischen National fozialisten einberufen werden, auf dem der Kon flikt zwischen dem Střibruh- und dem KlofačFlügel endgültig geklärt und geschlichtet werden soll. Es sollen namentlich die Parteiorganisationen in der Provinz auf die schleunigste Regelung dieses Streites bringen. Da sich fast die gesamte tschechische Presse seit acht Tagen mit dem Nonflift im nationalsozialistischen Lager befaßt, verwahrt sich das„ Česté Slobo" so ziemlich energisch gegen diese Einmischung in inmere Barteiangelegenheiten und erklärt namentlich die im 28. Rijen" von einem anonymen Senator aufgestellte Behauptung, daß es sich um den Versuch einer Verschmelzung mit den tschechischen Sozialdemokraten handle, für einen aufgelegten Unsinn. Eine so große Partei mit bestimmten Traditionen tönne man nicht gar so einfach mit irgend einer anderen Partei verschmelzen; die Partei sei und werde fest, einheitlich und unzerstörbar sein. Die handelspolitischen Verhandlungen mit Ungarn werden Samstag, den 31. d. M., vormit tags in Prag beginnen, zu welchem Zwecke die ungarische Delegation an diesem Tage in Prag eintreffen wird, ,, Sozialdemokratische Jugendfürsorge. Es ist rührend, wie die Herren Sozialdemokraten um das Wohl und Wehe der kaufmännischen Jugend besorgt sind. Allerdings nicht nach der fachbildnerischen Richtung, sondern lediglich in der Hinsicht, möglichst wenig zu arbeiten, den großen Herrn zu spielen, dem Lehrherrn gegenüber arrogant zu sein, sich von diesem absolut" nichts bieten zu lassen ustv. Damit aber dem Lehrling die entsprechende Gelegenheit geboten ist, sich in allerhand Ungehörigkeiten auszubilden und sich die notwendige Portion vom Menschen- Rechte- Bewußtsein" anzueignen, verlangt der sozialde mokratische Jugendverband vom Lehrherrn, daß er seinen Lehrlingen die Bewilligung zur Teilnahme an den sozialdemokratischen Verfammlungen und sonstigen Veranstaltungen einräume." Die Antwort des. Bodenbacher Gremiums: Bodenbach, am 9. Mai 1926. An die Jugendschutzstelle des Sozialistischen Jugend verbandes in Bodenbach 813. Auf Ihr Schreiben vom 26. April 1926 erwidern wir, daß unsere Lehrverträge nach dem seinerzeit von der Regierung herausgege benen Formulare verfaßt, und bis heute noch von keiner Seite beanständet wurden. Geite 3 200 bis 300 K Monatsgehälter sind keine Seltenheit, die achtstündige Arbeitszeit steht für den Handelsangestellten zumeist nur auf dem Papier, Ueberstunden werden nur in den seltensten Fällen gezahlt, 10- bis 12stündige Arbeitszeiten sind trot des Achtstundentagsgesetzes feine Seltenheiten; dabei weist die Arbeitsorganisation statistisch nach, daß neben jedem zweiten Angestellten ein Lehrling beschäftigt ist, so daß die Lehrlingszüch terei nicht überboten werden kann. Abgesehen von dem Umstande, daß mindestens 75 Prozent des.. faufmännischen Nachwuchses nach vollendeter Lehrzeit fein berufliches Fortkommen zufolge Ueberfüllung des Angestelltenberufes findet, schädigt dieses Verbot das Reichsverbandes der deutschen Kaufmannschaft alle Lehrlinge und ihre Eltern dadurch, daß dem postenlos werdenden jugendlichen Angestellten kein Anspruch auf die Arbeitslosenunterstüßung und den Staatsbeitrag zusteht, sofern sie keiner mit der Auszahlung des Staatsbeitrages betrauten Organisation angehören. Der nicht mehr zu überbietende Klassenhas, der aus diesem Ergusse der Interessenvertreter jener Kaufleute spricht, die zumeist von der Arbeiterschaft als der breiten Masse der Konsumenten leben, muß für jeden, auch den gleichgültigsten Angestellten, ein deutlicher Fingerzeig sein. Die einzige richtige Antwort auf diese freche Provotation ist der Eintritt in den Konsumverein und die Dedung aller Einkäufe in den konsumgenossenschaftlichen Verkaufsstellen und Warenhäusern Die Kaufmannschaft, die eine derart provokate rische Schreibweise ihrer Fachzeitschrift duldet, verdient keine bessere Antwort. An die Eltern aller kaufmännischen Lehrlinge richten wir aber die dringende Mahnung, jeßt erst recht dafür zu sorgen, daß alle ihre den kaufmännischen Beruf lernenden Söhne und Töchter unverzüglich Mitglieder ihrer Berufsorganisation werden. Die Wut gegen die Organisation der Ane gestelltenjugend, die aus jeder Zeile des Pamphlets Der Kaufmannschaft hervorgeht, beweist, wie wich tig und dringend erforderlich die Zugehörigkeit aller kaufmännischen Lehrlinge zur freigewerkschaftlichen Organisation ist, die einzig und allein die sozialen, wirtschaftlichen und materiellen Interessen der lernenden und ausgelernten Angestellten jugend zu schützen vermag. Darum gibt es für alle faufmännischen Lehrlinge nur eine Antwort auf diese unerhörte Provokation: Hinein in die Jugendabteilung des Zentralverbandes der Angestellten in Indu strie, Handel und Verkehr, SizTeplitSchönau, Seilerstraße 1-3. Nach dem Wortlaute des Passus in den Lehrverträgen ist es jedem Lehrherrn freigestellt, zu welchen Organisationen er seinem Lehrling den Beitritt gestatten will und wer den von Seite des Vorstandes hier keine Vorschriften gemacht. Mit welchem Rechte sich die Sozialdemokratie das Recht herausnimmt, demt seee0000000000000000000000000OCO Gremium der Kaufleute und den Gewerbetreibenden Vorschriften zu machen und sich zum Schußherrn der Handwerkslehrlinge aufzuwerfen, verstehen wir nicht. Wir fümmern uns ja auch nicht darunt, wie die sozialdemokratischen Betriebe ihre Lehrlinge, Angestellten und Arbeiter behan deln, und Sie würden es für eine Anmaßung halten, wenn wir dies tun wollten. Für unser Tun und Lassen sind wir wohl der Behörde, nicht aber Ihnen gegenüber verantwortlich. Handelsgremium in Bodenbach. Zelegramme. Der„ Widing- Bund" verboten. Berlin, 28. Juli. Der Reichsminister des Innern hat das vor einigen Monaten von der preußischen Regierung ausgesprochene Verbot der Vereinigungen Olympia" und Wickingbund", dem Vorwärts" zufolge, bestätigt. Erwerbslosendemonstrationen in Chemnitz. Der Lehrherr weiß wohl, was er zu tun hat und von dem gefunden Menschenverstand der Kaufmannschaft ist zu erwarten, daß dem LehrChemnik, 28. Juli.( Wolff.) Wie das Poliling nicht bloß der Besuch von sozialdemokratifchen Veranstaltungen und die Zugehörigkeit zu zeipräsidium mitteilt, fand gestern nachmittags irgendeiner sozialdemokratischen Organisation auf eine Erwerbslosendemonstration statt, an der sich stehenden Mitteln verboten wird, sondern daß der des Demonstrationszuges auf dem Bernsbachdas allernachdrücklichste und mit allen zu Gebote etwa 1500 Personen beteiligten. Nach Auflösung Lehrling auch darüber belehrt werde, welche Gefahr die gesamte rote Gesellschaft nicht bloß für Plak verblieb dort eine größere Menschenmenge, den Kaufmanns- und Gewerbestand, sondern über die den Verkehr störte. Da aus der Menge auch haupt für jede Ordnung und Zucht bedeutet. Der beleidigende Zurufe gegen die Polizeibeamten Lehrling muß darüber belehrt werden, welche fielen und diese überdies mit Steinen und Lattent ment" liegt vor uns. Ein solches neuzeitliches Kultur- Doku- Standespflichten auch er zu üben hat und wie beworfen wurden, wurde der Platz, stellenweise er sich in die gewissenhafte Pflichterfüllung einzufügen hat, welche notwendig ist, um ein lüchtiger unter Anwendung des Gummiknüppels, durch ein Mensch zu werden, der in die Welt taugt und größeres Polizeiaufgebot geräumt. Hiebei wurden seinem Stande Ehre macht. sechs Personen wegen Widerstandes festgenommen. Die polnische Verfassungsänderung Der Sozialdemokratische Jugendverband für die deutschen Gebiete der tschechoslowakischen Republik, Streisorganisation Bodenbach- Jugend schutzstelle des jozialistischen Jugendverbandes in Bodenbach" richtete an das Handels- Gremium in Bodenbach a. E. folgendes Schreiben: An das Gremium der Kaufleute in Bodenbach. Noch immer hat der Lehrherr nicht bloß auf Grund des Lehrvertrages, sondern schon auf Grund der gesezzichen Bestimmungen die Pflicht zur Erziehung und Zucht. bom Senat teilweise abgeändert. Warschau, 28. Juli.( PAT.) Der Senats ausschuß hat die Beschlüsse des Sejm bezüglich der Verfassungsänderungen in wesentlichen Bunften abgeändert. Er hat in dem betref fenden Entivurf namentlich Aenderungen aufgenommen, welche bezwecken, dent Senate die gleichen Rechte zuzuerkennen wie dem Sejm. 3aniboni tommt vor die Geschworenen. Rom, 28. Juli.( Stefani.) Der Anklagefenat beschloß, daß Abgeordneter 3 aniboni, General Capello und die sechs Mitschuldigen an dem vorbereiteten Attentate auf Mussolini vor das Geschworenengericht gestellt werden. Der Senat sprach ferner sechs andere Beschuldigte mangels an Beweisen frei. ,, Die erste und vornehmste Pflicht ist Ferns Unsere Jugendschutzstelle erhielt wieder- haltung des Lehrlings von der sozialdemokrati holt davon Mitteilung, daß durch einzelne schen roten Beglückungspartei." Lehrherren den Lehrlingen die Zugehörigkeit Der Reichsverband der Kaufmannschaft for zur sozialdemokratischen Jugendorganisation dert also in aller Deffentlichkeit mit fett gedrud erschwert, vielfach überhaupt verboten wurde. ten Lettern seine Mitglieder zur rücksichtslosen Auf der anderen Seite konnten wir jedoch feft- Gewaltanwendung gegen schuldlose 14-18jährige stellen, daß die Zugehörigkeit zu den diversen junge Menschen auf, die unter dem Deckmantel nationalen Jugendbünden, Turnvereinen u. a. eines Lehrverhältnisses billige und willige Ause nationalen Organisationen durch die Lehrherrn beutungsobjekte unter sehr oft menschenunwürdi nicht nur stillschweigend geduldet, sondern so- gen Arbeitsbedingungen abgeben müssen. Mit gar gefördert wird. Da das Gremium in den allen zu Gebote stehenden Mitteln sollen die Kaufzur Ausgabe kommenden vorgedruckten Lehr- leute über Aufforderung ihrer Interessenvertreverträgen unter anderem auch einen Passus tung das Verbot der Organisationszugehörigkeit eingefügt hat, nach welchem die Zugehörigkeit ihrer Lehrlinge erzwingen. Mit brutaler Rüd zur Vereinen und Organisationen von der Zu- fichtslosigkeit fordert eine den Behörden berant stimmung des Lehrherrn abhängig gemacht wortliche Körperschaft ihre Mitglieder zur nackten wird, ersuchen wir das Gremium um Aus- Gewaltanwendung auf, Wir hoffen, daß der funft, welche Vereine und Organisationen un- Staatsanwalt gegen die unerhörte und unverhüllte ter diesem Bassus gemeint find. Im übrigen Propagierung des Terrors unverzüglich einschrei über einen Staatsstreich in Spanien. erachten wir diesen Passus im Lehrvertrage tet und den Paragraphen 3 des Terrorgesebes Mailand, 28. Juli.( SDA.) Die ,, Italia" erdurch die Entwicklung überholt, da heute der gegen die verantwortlichen Vertreter des Reichs hält von ihrem Korrespondenten in Paris folgenVereinszugehörigkeit durch jugendliche Perso- verbandes der deutschen Kaufmannschaft und sei- des Telegramm: In Paris geht das Gerücht über nen keinerlei Hindernisse entgegenstehen. Ihrer ner Zeitschrift rücksichtslos zur Anwendung bringt. einen Staatsstreich in Spanien um. Primo de geschätzten Antwort entgegensehend, zeichnen Wiederholt wies der Zentralverband der Ange- Rivera soll vom Könige gezwungen worden sein, wir hochachtungsvoll stellten in Industrie, Hande und Verkehr, Sitz abzudanken und die Regierung an de Maga, den Jugendschutzstelle des Sozialistischen Jugend- Teplitz- Schönaut, Seilerstraße 1-3 nach, mit wel- spanischen Botschafter beim Vatikan, abzutreten. verbandes in Bodenbach 813. chen Schundgehältern die überwiegende Mehrzahl De Magaz befindet sich seit einigen Tagen in Hocke. der kaufmännischen Angestellten abgespeist wird. Madrid. Gerüchte Gette 4 Tagesneuigkeiten. Stillgelegte Zechen. Bon May Dorin. Wieviel Tage unter Tag? Einmal ließ der Absah nach. Zechenrad, warum schon rosten? Unternehmer schwäßt von Kosten". Unternehmer hat zu essen. Was solln unsere Kinder essen? Zugesperrt das Zechentor, Hungernd steht das Volk davor. Das moralische Bekenntnis der Dividendenmacher. Aus dem Sowjetparadies. Das Ende einer tommunistischen Auswanderungsaltion: Elend und Berzweiflung. Am 16. Mai d. J. fuhr aus Prag ein Auswandererzug mit etwa 120 Familien lauter überzeugte Kommunisten und vielem Wirtschaftsgerät nach Rußland. 120 Familienväter wollten sich in Rußland eine neue Heimat gründen und opferten ihren letzten Groschen, um ihren Traum nach einem Stück Land, das sie und ihre Angehörigen ernähren sollte, zu erfüllen. Ein Fehlschlagen dieser Auswandereraktion schien ausgeschlossen, da ja die kommunistische Partei, durch die kommunistische Kolonisationsgenossenschaft Reflektor" die ganze Aktion in die Wege geleitet hatte; in dem brüderlichen kommunistischen Rußland sollte es den Auswanderern viel besser Die wirtschaftliche Freiheit", das manche- Toužil, der vor Abgang des Zuges an die gehen, so versicherte der kommunistische Senator Terliberale Organ der schweizerischen Großkapitalisten in Zürich, hat seiner hielt. Hochrufe auf das kommunistische Rußland Großtapitalisten in Zürich, hat seiner annähernd 500 Auswanderer eine große Rede Julinummer einen Leitartikel gegeben, wurden ausgebracht, den Auswanderern feierlich den man ruhigen Gewissens als einen Höhe eine Fahne überreicht und so fuhren sie voller punkt offenherziger bürgerlicher Politik und Journalistit bezeichnen Hoffnungen auf eine bessere Zukunft nach Osten. fann. Das Blatt druckt nämlich an Stelle eines Sie schwören zu Machiavell'! Aber bald kam die Ernüchterung. Leitartikels ein Kapitel aus Machiavella Wie der„ Duch Casu" mitteilt, schrieb eine Pilsner Buch vom Fürsten" ab, jenes bekannten Auswandererfamilie an Verwandte in der Heimat Italienischen Staatsphilosophen, der den nadien Ende Juni einen langen Brief, den das Blatt als Jesuitismus zum geschichtlichen Brinzip erhob Beispiel für die schrecklichen Verhältnisse abdruckt, und in diesem Buche den mittelalterlichen in welche diese 500 vertrauensseligen Kommunisten Despoten Anleitungen gab, wie sie durch ist geraten sind, die den kommunistischen Reden von und Betrug, Wortbruch, Meuch e IMeu che ldem Paradies" in Sowjetrußland Glauben schenkten. mord und Krieg ihre Macht vergrößern fönnten. Diese Lehren nun erteilt jetzt das In diesem Briefe wird zunächst der Empfang schweizerische Blatt der Dividendenrifter den in der russischen Grenzstation Woloscista geschildert: Kapitalisten! Um unseren Lesern eine Ahnung von dem Geiste Machiavells und seiner modernen Züricher Anhänger zu geben, seien einige seiner Grundsätze, die sich in dem abgedruckten Artikel finden, hier wiedergegeben: Einem Fürsten ist es nötig, den Menschen und das reißende Tier spielen zu können. Einem solchen Lehrer haben, halb Mensch, halb Tier, heißt nichts anderes, als daß ein Fürst beide Naturen, die menschliche und die tierische, gut zu gebrauchen wissen soll, weil eine ohne die andere nicht lange besteht. Weil es denn notwendig ist, daß der Fürst sich darauf verstehe, die Bestie zu spielen, so muß er beides davon nehmen, den Fuchs und den Löwen: denn der Löwe entgeht den Schlingen nicht, und der Fuchs kann sich gegen den Wolf nicht wehren. Die Fuchsgestalt ist also nötig, um die Schlingen kennen zu lernen, und die Löwenmaske, um die Wölfe zu verjagen. Wenn die Menschen insgesamt gut wären, so würde dieser Rat nichts wert sein. Da sie aber nicht viel taugen, und ihr Wort gegen dich nicht halten, so hast du es ihnen auch nicht zu halten: und einem Fürsten kann es nie an einem Vorwand fehlen, es zu beschönigen, wenn er es bricht. Ich wage es zu behaupten, daß es sehr nachteilig ist, stets redlich zu sein; aber fromm, treu menschlich, gottesfürchtig, redlich zu scheinen, ist sehr nütlich. ,, Dort mußte man zu einer strengen Pazund Gepäcksrevision antreten. Sie schickten uns auf die Bahnhofsrampe in einen schrecklichen Schmutz und Gestank zwischen Viehwaggons, tro wir den ganzen Tag aushalten mußten. Man veranstaltete für uns eine Begrüßung mit Musit, man führte uns auf einen Fußballspielplatz, wo eine Volksversammlung abgehalten wurde, auf der viel geredet wurde, aber uns gingen schon die Vorräte aus, die wir uns von zu Hause mitgebracht hatten, und wir mußten uns zum erstenmal teuere Lebensmittel kaufen. Wir traten den weiteren Weg mit dem Gefühl der Unsicherheit und der Enttäuschung an, als wir die große Zahl der Bettler überall auf den Stationen jahen." Dieses Gefühl der grenzenlosen Enttäuschung war vollauf berechtigt, wie folgende weitere Schilderung der Ankunft in der neuen Heimat zeigt: 29. Juli 1926. Rundfunk für Alle! 12: Programm für morgen, Freitag. Brag, 368. 11.55: Nachrichten des Prezbüros. Beitfignal. 14: Börsennachrichten. 16.30: Nachmittagsfonzert. 1. Schmalstich: Scheherezade. 2. Fučik: Ballett- Walzer. 3. Roštal: Torero Ramon. 4. Amodei: Inbano. 5. Stede: Die fleine Tänzerin. 6. Bačkař: Goldköpfchen. 7. Yoshitomo: Japanischer amour. 9. Kollo: Jm alten Bodstal. 10. Weiß: Entzückend Laternentang. 8. Benahky: Angoisse bist du, Olly. 17.30: Kinderſtündchen: Die Erlebnisse des Försters Sufobec. 17.45: Börsennachrichten und Hopfenmarktpreise. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunk und Bressenachrichten. 18.45: Vortrag: Sabličef. 19: Deutsche fulturrates D. G., Prag: Obstbau und Bienenzucht. 19.15: Sendung. Heinrich Schmidt, Oberfachrat des Landessandwirtschaftlicher Vortrag auf Welle 1150. 20: Wetter nifche, baltische und persische Suite. 2. Berdi: Arie aus Troubadour". 3. a) Nesvera: Johlle für Streichorchester. b) Reger: Valse d'amour. 4. Rezitation. 5. Buccini: Gianni Schicchi. 6. Wagner: Ballettmusit aus„ Rienzi". 7. Catalani: Arie aus La Wally". 8. Kaun: a) Nachtstimmung. b) Balboraussage, 20.02: Orchestertonzert. 1. Rubinstein: Utrailettmtufit. 22: Seitsignal. Neueste Nachrichten Brünn, 521. 14.30: Brager Effektenbörse, Wetter, Sport, Theater- und Pressenachrichten 17.40: Kinderstunde. Märchen des Onkels Thomas. 18: Zeitfignal. Andwirtschaftsfunt: Tropischer Urwald. 18.20: Bortrag: Neuerſtandene Schlöffer. 19: Konzert, 1. Serbelois: Suite d- dur. 2. Auber: Arie aus" Die Stumme von Fortici". 3. Rubinstein: Melodie. 4. Leoncavallo: Arie aus„ Bajazzo". 5. Debussy: Menuett. v. Goens: Scherzo. 20: Aus den Werken Nerudas. 20.30: Awertschentos Einafter. Nachrichten des Preßbüros. Berlin. 20.30: Franz Lifat. Rifats Klaviermusik und Lyrik. und in der befanden sich noch Schweine; ferner eine verfallene Mühle und auch dort wohnten schon Leute. Ich war ganz verzweifelt, als ich das sah. Sie wollten uns beruhigen, aber es ging nicht. Bis heute ist noch keine Ruhe. Ich muß Euch beschreiben, wie wir wohnen. Die Familie H. und S. aus Rokyzan und wir alle, insgesamt 12 Personen, davon sechs Kinder, wohnen in einem Getreideschupfen. Im Innern dieser Barade herrscht ein schrecklicher Gestank. Die Einrichtung unserer Wohnung ist armselig. Gegenüber der Tür ein Bett, an Stelle eines Tisches eine Kiste, daneben Koffer und Kisten und wieder zwei Betten. In der Mitte ist ein offener Keller, in dem ein Vorrat von Kraut und Paradeisäpfeln fault. Das Dach ist durchlöchert, wenn es zu regnen anfängt, kann man in einzelnen Betten nicht schlafen, weil nach einer Weile die Betten naß sind. Wir haben alle von diesem russischen Paradies schon mehr als genug. Früh 00 essen wir schwarzen Kaffee; um den wir eine halbe Stunde weit gehen müssen, und Brot, das sie da in geringer Menge austeilen, und das ärger ist als das, was sie uns im Krieg in der Approvisionierung gaben. Die Suppen sind nur eingebrannt, meist aus Hirse, manchmal sind sie über haupt nicht zu essen, ebenso wie der Reis, Linsen oder stinkende Erbsen. Auch die Kartoffeln sind schlecht, weil sie verfault sind." Nach einer weiteren Schilderung, daß die ganze Familie schon elend aussieht und ganz frant ist, heißt es zum Schluß: Heute ist Sonntag und ich denke an Euch, wie Ihr Euch schön satt gegessen und getrunken habt, und wir sind um das alles betrogen. Wir sind völlig enttäuscht und für unser Geld haben wir einen Hunger, wie wir ihn zu Hause nicht einmal während des Krieges ertebten. Wir haben nicht die Absicht, hier zu bleiben..." Daß diese bitteren Klagen einer Frau nicht übertrieben sind, beweist die Nachschrift des Mannes, der doch noch die Hoffnung hat, aus dieser schrecklichen Situation irgendwie herauszukommen." Auch das„ Ceste Slovo" beröffentlicht einen ähnlichen Brief, den die Frau eines Ausgewanderten in voller Verzweiflung an ihre Verwandten geschrieben hat. 11 tümliches Konzert. Leipzig. 19.45: 15 Breslau. 20.25: Bolfs Wien. 20: Wiener Abend. 0000044 Wize von ihnen, die teils wahr, teils gut erfunden sind. Ich kann keine Garantie dafür übernehmen, zu welcher Kategorie die folgende Geschichte gehört: Frau Neureich ehrsamste Protestantin zeigt in Abwesenheit ihres Mannes die Gemäldegalerie ihres Hauses einem begeisterten und sehr sachverständigen Kunstfreund. Sie selbst versteht wenig von der Sache, daß sie gar nicht weiß, wer die schönen Bilder gomalt hat. Der Kunstfreund, der Steen, Helft, van Goien, Hobberna findet, wird immer begeisterter. Endlich führt ihn Frau Neureich in ein ganz Bleines Zimmer, in den nur ein Bild, ein Portrait einziges das wertvollste von Franz Hals, hängt. ,, Ach, gnädige Frau," ruft hingerissen der Kunstfreund aus,„ Sie haben einen Hals! Ach, der ist zum Küssen schön." Da aber springt die chrfame Protestantin zur Seite und donnert ihren Besuch an: Ich verbitte mir derartige Bemerkungen. Ich bin eine anständige Frau, auch wenn mein Mann nicht zu Hause.ist." Der Kunstfreund begriff nur ganz langfant, F. C. E. Denn Frau Neureich... na ja, sie war würdig und älter. Wenn Könige reisen. Gestern sah Prag einen Menschenauflauf, wie er selbst in der temperaVon der Begeisterung, mit der seinerzeit die durch- mentvollen und festefreudigen Stadt selten ist. wegs aus überzeugten Kommunisten bestehenden Douglas Fairbanks und Mary Pickford Familien in das brüderliche kommunistische Ruß- famen von Lana, wo sie bei Masaryk in Audienz land gezogen sind, das sie mit offenen Armen auf- gewesen waren, nach Prag und erteilten im nehmen sollte, ist keine Rede mehr. Not, Bio ,, Adria" Audienzen. Wo immer sie auftauchAm Donnerstag, den 3. Juni, komen wir Elend und helle Verzweiflung sind an deren ten, hatte die Polizei Mühe, die tausendköpfige an Ort und Stelle, aber erst am Sonntag, den Stelle getreten. Wen trifft die Verantwortung Menge im Zaume zu halten. Nun ist vor allent 4. Juni, übersiedelten wir in das Dorf M. Sie für das schreckliche Schicksal der Auswanderer? die Bickford eine Künstlerin, die Beachtung vergingen mit uns wie mit Tieren um; Wird die kommunistische Kolonisationsgenossen dient und auf ihrem Gebiete einzigartig und unes war schredlich und von aften Sei- schaft Reflektor", deren Tätigkeit so bittere erreicht dasteht. Auch Fairbanks hat Filme geschaf ten ertönte Weinen, Jammern und Früchte getragen und die hunderte Familien so fen, die unter die Meisterwerke der Lichtbildkunst Fluchen. Auch unsere Führer hatten schwere gewissenlos ohne genügende Vorbereitung zu zählen sind. Wir erinnern nur an seinen Augenblicke. Jeder schimpfte sie und ftritt sich ins Elend gejagt hat ,, wird vor allem der Herr Dieb von Bagdad". Dennoch ist es schwer vormit ihnen herum, aber was half das alles. Sie Senator Toužil, der ihnen das Sowjetpara- stellbar, daß diese Künstler ihrer rein künstlerisollten nur 40 bis 50 Familien mitbringen und dies noch bei der Abreise in so glänzenden Far- schen Leistungen wegen so gefeiert würden, wenn lauter Bauern. Wir aber waren 120 Familien ben geschildert hat, nun alles daran setzen, um nicht die Kunstgattung, die sie vertreten, so popuund weitere 46 Familien waren schon seit dem bei den Sowjetbehörden eine Verbesserung der lär wäre. Der große Fairbanksrummel, dessen Winter da. Wir waren mit den Kindern zufam- Lage jener unglücklichen Familien durchzusehen? Zenge man gestern in Prag sein konnte, beweist Nicht jedes Bürgerblatt hat den Mut, so men 580 Personen. Für uns gab es feine Oder werden noch weitere Züge mit Auswande- aufs neue, welche Beachtung der Film das Innerste des Kapitalistenherzens zu entUnterkunft, es war dort nur eine Garage rern einem gleichen Schicksal ausgeliefert werden? verdient, wie er aus mannigfachen Gründen, die hüllen, sich so offen zu jenen Theorien zu bekennen, die in der Praxis alle miteinander an- 000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 wenden. Aber die Arbeiter so wie in der der Arbeiter, die darauf hinwiesen, daß sie mit der Schweiz so auch in der Tschechoslowakei und Abhaltung der Versammlung nur eine gesetzliche überall fennen, auch ohne daß sich die Bürger- Pflicht erfüllen. Die Agenten evakuierten den Saal blätter so unverblümt zu Machiavell bekennen, und führten sämtliche Versammlungsdie geübte Methode. Sie kennen sehr gut das teilnehmer, im ganzen etwa 700, unter Be- i reißende Tier des Profithungers, die Fuchs- und schimpfungen und Schlägen auf die Po= Löwennatur des fapitalistischen Staates, die lizei, wo vom Balkon aus der Präfekt selbst diese Wortbrüchigkeit der kapitalistischen Parteien und famose Amtshandlung leitete. Und noch hier, unter die Scheinheiligkeit so vieler frommer, ehrlicher, den Augen des Präfekten, vor dem Gebäude der gottesfürchtiger Gefellen. Immerhin aber ist es Polizeipräfektur, schlugen die Polizeiagenten auf die neu, daß ein Fabrikantenblatt die Lehren des Arbeiter mit Gummitnütteln los. Von den Machiavell kommentarlos als Leitartikel ver- 700 auf diese Weise arretierten Arbeitern wurden öffentlicht, gewissermaßen als wollte es die Geld- 300 durch drei Tage im Polizeigefängnis gehalten macher und Dividendenschinder zu befferer Er- und hierauf dem Ploeftier Stadtkommando überfüllung ihrer Pflicht aufrufen, ihnen die ein- stellt. Drei Ausschußmitglieder der Metallarbeiter prägsamste Predigt über brutale Gewalt, Unter- wurden auf die Siguranza geführt. drückung, Heuchelei und Lüge halten, um ihnen Als die verhafteten Arbeiter durch die Straßen den letzten von Gewissensstrupeln zu nehmen, geführt wurden, riefen ihnen einige Genossen, die falls solche noch irgendwo vorhanden sein sollten. voll Empörung diesem Schauspiel zusahen, zu, daß Das ist ein Zeitdokument von sehr aufschluß- fie ihnen ins Gefängnis Essen bringen würden. Da reicher Bedeutung und wir wären wahrlich nicht ballte der Siguran agent, der in der Bedeckung des böse darüber, wenn auch die tapitalistische Presse Buges war, die Fäuste und rief: Wir werden in der Tschechoslowakei ihrer Leserschaft mit ihnen schon zu essen geben!" Man fann solchen Leitartikeln aufwarten wollte. Das sich leicht vorstellen, welchen Mißhandlungen fönnte viel zur Erkenntnis in den Reihen der die 300 Verhafteten jetzt im Gefängnis ausgesetzt sind. Arbeiterschaft beitragen! mir des öfteren erörtert haben, die Kunst des Bolles schlechthin geworden ist, wie er Denken chische Schule in der deutschen Gemeinde Brödlis und Fühlen der Massen beeinflußt und geradezu verlangen, wo eine genug große deutsche Schule beherrscht. Es ist keine Frage, daß jeder solche ist. Gegen die Errichtung einer tschechischen Schule Beweis uns zur Beachtung des Films, zunt in Prödliz müssen wir, die deutschen Sozialdemo- Kampfe um den Film und um die Beherrschung Praten, protestieren und gegen die Bewilligung des Filmmarktes anspornen muß. Es gibt feine dieser Schule müssen wir uns in der Gemeinde- Sprache, die eindrucksvoller zu den breiten Masvertretung stellen." sen spricht als die des bewegten Bildes. Genosse Beutel hat sich nun die Mühe ge Was sich liebt, das neckt sich. In Mexiko, nommen, das Material über diese alte und längst das eine Arbeiterregierung hat, versucht das jahr vergessene Episode herauszusuchen und dabei hat sich, hundertelang von den Pfaffen ausgebeutete und wie nicht anders zu erwarten war, ergeben, daß sich geknechtete Bolt wieder einmal die Fesseln der wie nicht anders zu erwarten war, ergeben, daß sich geknechtete Volk wieder einmal die Fesseln der die Sache gerade umgekehrt verhält. Genosse Beutel Stirche abzuschütteln und die großen Kirchengüter empfahl wohl in einer Versammlung der Lokalor in den Besitz der Allgemeinheit zu überführen. ganisation den Genossen von Prödlik die Wahlent- Die Geistlichen wollen dieser Reformen wegen in haltung, aber nicht wegen der tschechischen Schule, den Streit treten. Den feltsamen Streitbeschlußz sondern wegen des damals mit besonderer Heftig glossiert das„ Prager Tagblatt" mit der Bemerkung: feit wütenden separatistischen Konfliktes. Wir müssen also, sagte Genosse Beutel ausdrücklich wenn auch mit Bedauern, trotzdem es sich hier auch um den Kampf um eine Schule handelt, unter diesen Umständen von einer Wahlbeteiligung Abstand nehmen, wenn wir nicht in die Reihen unserer eigenen Organisation Bank, Hader und 3erwürfnisse tragen wollen." Also nicht, weil die tschechischen Genossen eine Schule verlangten, welches Verlangen Gen. Beutel Es ist nur ein Trost, daß das Gebet, der Gläubigen erhört werden kann, auch ohne Ber mittlung des Priesters, der ein Abendmahl nur für ein Nachtmah! verabreicht und das ,, Bete und arbeite" so auffaßt, daß, wenn die Arbeit nicht gut bezahlt wird, auch das Betent unnüß sei." Gegen die Notiz polemisiert die Deutsche Presse". Daß das Tagblatt für den Kampf der tragisch zu nehmen, Unerhörter Bolizeiterror in Rumänien planmäßig vorbereiteten Ueberfall auf die Arbeiter- mit Maren Worten als berechtigt anerkannte, son- Kirche kein Verständnis habe, sei weiter nicht 700 Teilnehmer einer Metallarbeiterversammlung arretiert! Es handelt sich allem Anscheine nach um einen schaft, dessen Verlauf einen deutlichen Begriff von den Zuständen in Rumänien gibt. Eine geschichtliche Entstellung. aber daß man von latholischen Priestern fagt, fie ,, berabreichen ein Abendmahl nur für ein Nachtmahl" ist eine jüdische Unverschämtheit jondergleichen. Oder hat dies vielleicht ein geist reiches Wortspiel sein sollen? Dann müßte mant dern weil die damaligen Separatisten die Einheit des Proletariats zerstörten, sprach sich Gen. Beutel gegen das Zusammengehen in einem übrigens aussichtslosen Wahlkampf aus. Wir könnten, wenn es Im rumänischen Plo esti fand fürzlich eine der Raum unseres Blattes gestattete, eine ganze Generalversammlung der Metallarbeiter Vor einiger Zeit brachte die„ Československa Re- Reihe von Artikeln abdrucken, die das„ Volfsrecht" statt, wie sie durch das Gesetz sogar vorgeschrieben ist. Die Tagesordnung der Versammlung enthielt publika" Erinnerungen aus der Feder Cajthamlim Jahre 1913 gegen die Deutschnationalen, für den Rechenschaftsbericht des Komitees, Absolutorium, Libertés Bilder aus dem böhmischen Norden", die tschechische Schule in Pröblit veröffentlicht hat, den Rechenschaftsbericht des Komitees, Absolutorium, worin auch Angriffe gegen die deutsche Sozialdemo- wir glauben aber, daß schon diese knappe RichtigstelNeuwahl und ähnliches. Es war also eine rein Neuwahl und ähnliches. Es war also eine rein tratie enthalten sind. So wird erzählt, daß die lung genügt, um zu bewisen, daß der Versuch, der gewerkschaftliche Tagung, auf der politische Fragen nicht einmal hätten berührt werden sollen. deutschen Sozialdemokraten im Jahre 1912 die Be- deutschen Sozialdemokratie im alten Defterreich no nicht nur, wie die Deutsche Presse" schreibt, auf Brödliger Gemeindewahlen tionalistische Haltung nachzuweisen, wieder einmal einen groben Klotz ein grober Keil, sondern auch Trotzdem wurde plöglich der Saal, in dem sich etwa teiligung an den Der schöne Hals. 700 Arbeiter befanden, von Polizei- und Si- gemeinsam mit den tschechischen Genoffen abgelehnt gründlich daneben gelungen ist. guranzagenten umstellt, und der Chef der haben, und daß Genosse Beutel, der damals BePloeftier Siguranja selbst erschien in der Versamm- zirksvertrauensmann war, diese Haltung folgenderlung und forderte sämtliche Arbeiter auf, den Saal maßen begründet hat: zu räumen, da er eine Kontrolle ihrer Aften vornehmen müsse. Vergeblich waren die Proteste Es gibt auch in Holland ,, Neureiche". AllerIn die Wahlen mit den tschechischen Ge- dings nur ganz wenige, und sie spielen gesellschaft nossen dürfen wir deshalb nicht, da fte eine tsche- lich gar keine Rolle. Man erzählt sich mancherlei - in das Jüdische übersetzt von den Rabbinern fagen, daß sie eine Beschneidung nur für einen Aufschnitt geben. Nur so fort mit den Frozzeleien! Es scheint, daß auf einen biffigen Pfaffen ein noch bisfigerer gehört. Dabei schaut nämlich der Gewinn heraus, daß die sonst verbündeten Herrschaften verschic dener Riten ein ander lächerlich machen und am besten flar wird, was sie von dem Geschäft, bei dem sie beide sind, im Grunde halten, Gehirnlähmung. int rieten in einen Schneesturm; vier von ihnen sind erfroren, ein Fräulein und ein Bergführer konn Pfarrer Brand aus Eichhorn in Baden bei Auften gerettet werden, da ihre Hilferufe rechtzeitig gehört wurden. In den Allgäuer Alpen ist der Pfarrer Brand aus Eichhorn in Baden bei Aufstieg auf die Mädlegabel in eine 400 Meter tiefe Schlucht gestürzt. Von einer Tour auf den Im Et Seite 5 Ein ehemaliger tschechischer Hauptmann als ihm gewahrt. In den spaten Jachtstunden wurde| Tanzlokales in Berliner Westen ohne ärztliche Un- Nach dem negativen Ausfall dieser Gasrestprobe Spion in Polen verhaftet. In Krakau wurden die Wohnung der Schauplatz eines erbitterten Kamp- tersuchungen Kokain verschrieb, teils unentgeltlich, wird dann die Anstalt wieder ihrem Zwed überetwa 100 Personen, meist westukrainische Stu- fes, indem der Postbote seinen Gastgebern mittels teils für eine Mark oder sogar nur einige 3iga- geben werden. denten, wegen Spionage verhaftet. Unter eines großen Messers erhebliche Verlegungen bei- retten. Jetzt hat sich dieser Arzt wegen Vore den Festgenommenen befindet sich ein früherer brachte. Er wurde verhaftet, wobei er angab, sich nahme unerlaubter Eingriffe gegen sandte in Butarest während einer Reise nach Geohrfeigt wurde der amerikanische Getschechischer Hauptmann Hans Kunisch, der nächtlichen Szene nicht mehr erinnern zu fön- Entgelt und fahrlässiger Tötung zu verantworten. Bessarabien. Auf einer Station verließ er wäh der seit drei Jahren in Berlin lebt und dort gemein- nen. As er während seiner Haft des öfteren Tob- Er hat in zahlreichen Fällen Abtreibungen vorge- rend des Aufenthaltes den Zug in Hemdsärmeln, sam mit anderen ehemaligen Offizieren, einem suchtsanfälle bekam und seine Zellengenossen verprü- nommen und ist dabei mit einem solchen Mangel an da er wegen der großen Hitze den Rod ausgezogen früheren Diplomaten und einem Rechtsanwalt zu gelte, wurde er ärztlich untersucht und als unheil- medizinischen Kenntnnissen vorgegangen, daß eine hatte. Ein rumänischer Hauptmann rempelte ihn jammen gegen Polen gearbeitet haben soll. Unter barer Kranfer der Jrrenanstalt überwiesen. Wäh- Frau, die aus Eisenach zu ihm gekommen war, an wegen dieser ,, ungebührlichen" Kleidung an, und bei dem Dednamen zaremba" habe er mit Ukrainern rend Nemeth in Untersuchungshaft saß, wurde seme den Folgen der Operation verstarb. Der Staats- dem entstehenden Wortwechsel versetzte der Hauptverhandelt. Nach den Meldungen der polnischen älteste Tochter, ein 18jähriges schönes Mäd- anwalt hatte eine mehrjährige Zuchthausstrafe be- mann dem Gesandten einen Schlag ins Geficht. Blätter soll die Spionageorganisation chen ins Spital eingeliefert, wo sie an Gehirn antragt, den Verteidigern gelang es, unter Hins eine der größten in Europa" sein und entzündung verstarb. Sturz darauf erkrankte weis darauf, daß Dr. Krizmann seine ärztliche chentlich einmal, später zwei bis dreimal Eine Blindenzeitung erscheint- zunächst wöin allen polnischen Korpskommandos Vertrauens die zweite Tochter und verstarb ebenfalls an Ausbildung im Striege erhalten habe, das Gericht München. Die Zeitung soll in größerer Auflage Ieute haben. Einige Monate danach für mildernde Umstände zu bewegen, so daß er mit Italiener dürfen dürfen keine Auslandsreisen wurde der Sohn, ein 19jähriger Friseurgehilfe, tot einer Strafe von 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis erscheinen. Die verwendete Punktschrift ist von machen! Der Wunsch der italienischen Reisenden, aufgefunden. Er hatte sich mit einem Revolver er davon kam. einem Münchener August Messerklinger erfunden. ihre Ferien in der Schweiz zu verbringen, schossen. Die drei Kinder waren erblich belawird zum Aerger der Betroffenen durch neue stete, franke Menschen, die wegen der Jugendfünde macht. Völkischer Wachsamkeit ist es wieder ein- is ba ch- Hort im Großglocknergebiet ein Todesopfer in den Bergen. Wie aus SalzDer Bubikopf ein Mittel zu Judas Welt- burg gemeldet wird, ereignete sich auf den wirtschaftliche Maßregeln beeinträchtigt, die die des Vaters dem Tode zum Opfer fielen. Die noch mal gelungen, einer furchtbaren Verschwörung schweres Touristenunglück. Sechs Touristen_ge= italienische Regierung einzuführen für gut befun- einzig überlebende Tochter und die ebenfalls franke Aljudas gegen den Bestand des Germanentums ben hat. An den Grenzstationen wird den aus Mutter, leben jetzt in ständiger Angst, auch wie die auf die Spur zu kommen. Der bekannte Sifferreifenden Italienern das Paz visum rund drei unglücklichen Kinder enden zu müssen, Bursche Streicher, der auch in Wien schon Bursche Streicher, der auch in Wien schon weg verweigert, mit der Erklärung, daß die Reifenden in Zukunft ihr Geld in Italien tegenheit gehabt, eine Anzeige des Prager Tag- aufgetreten ist, kann für sich das Verdienst in Zwei Millionen. Haben wir vor kurzem Ge- ein paarmal im Kasperltheater der Hafentrenzler ausgeben sollen, um dadurch die Regierung in blatt" zu veröffentlichen, in der zur Franc- Speku Anspruch nehmen, der diesmaligen infernalischen ihrem Bemühen, den Lira- kurs zu stabilisieren, lation aufgefordert wurde, so bringt uns die Absicht des internationalen Judentums sozu zu unterstützen. Der neue Eingriff Mussolinis Sonntagsnummer desselben Blattes mit bekann- fagen den Zopf abgeriffen zu haben. Denn in der in die persönliche Freiheit der Itatiener hat ter Offenherzigkeit- pecunia non olet! Das Geld Tat hat sich's diesmal um 3öpfe gehandelt: Unterberg ist der Professor Franz Schmidt aus überall lebhafte Entrüstung ausgelöst. stinkt nicht! ein neues Rezept, wie man zu Auf Teifen Sohlen schleicht sich Hebräerbosheit Neuburg a. D. nicht, zurückgekehrt. Butschabenteuer eines Reporters. Ein eng- Geld fommen kann.„ Finanzmann mit zwei durch die Friseurladen und kauft dort alle die als taler mandl ist die Leiche eines feit Pfingsten verlischer Kollege, der während des letzten Putsches Millionen Kronen für vorteilhafte Spetu- Schlachtopfer der Bubikopfmode gefallenen Mäd- mißten Münchner Touristen aufgefunden worden. in Lissabon geweilt hat. um seine Zeitung zu be- Iationsbauten in Prag wird gesucht.", so chenzöpfe auf, um nun mit teuflischer Ruhe die Wie zu Multatulis Zeiten! Ein weißer hienen, bat, als der Staatsstreich losging, den fönnen wir lesen. Es ist die mustergültige Gesetz- baldige Wiedereinführung der alten Haartracht Menschenschinter hatte sich vor dem BezirksGeneral Gomes da Costa um ein Interview; es gebung unserer Republift, die sich des Wohnbau- abzuwarten. Sobald dieser Zeitpunkt eintreten gericht Padang auf. Sumatra zu verantworten. wurde ihm bewilligt, und der erfreute Reporter wesens so heiß annimmt, die hier ihre Früchte werde, werde es dann ein so folossales Geschäft Van der Stok, der Verwalter des Bezirkes Sveeilte zum Regierungspalast. Dort wußte er zu trägt. Wie ganz anders sieht es im roten Wien für die Juden geben, daß von da aus nur noch ban Ajam, hatte sich geradezu unglaubliche Mißnächst drei Stunden warten, bis ein Sekretär er- aus! Die alten Buden, die mit dem Einsturz ein kleiner Sprung nötig sein werde, um die handlungen zuschulden kommen lassen. Er mißschien, um ihm mitzuteilen, daß der Herr Gene- drohen, gereichen wirklich Prag nicht zur Ehre, fapitalistische Weltmacht zu erringen. Daß die handelte die eingeborenen Frauen nicht minder ral an diesem Tag nicht mehr empfange. Als und daß die Stadt dem Privatkapitalismus die Gesinnungsgenossen dieses Schwaben- Streichers roh als die Männer. Zeugen bekundeten, daß sich der Journalist daraufhin empfehlen wollte, Sorge um die Neubauten überläßt, werden die doch unausgesetzt behaupten, daß die Juden diese mehr als einmal sogenannte Kontraktarbeiter wurde ihm bedeutet, daß er das Palais nicht Käufer und Mieter zu spüren bekommen. Wer Weltmacht schon ha ben, stört den findigen Ge- totgeschlagen worden sind. Einmal wurden vier mehr verlassen könne, da sich bereits feindliche zwei Millionen hat, möge sich melden! Er be- felfen nicht. Aber da er für lich im Nürnberger Frauen und ein Mann, die den Tag über in Truppen im Anmarsch befänden. Nach einigen fommts mehrfach zurück! Die jungen Eheleute, Gemeinderat ähnlichen Tiefsinn über den Zweck furchtbarer Sonnenglut nadt hatten arbeiten fräftigen Flüchen ergab sich unser Freund in die eine Wohnung suchen, werden schon zahlen. der Läuse verzapft hat, darf man wohl die müssen, in der Nacht ebenfalls unbekleidet und sein Schicksal. Sturz darauf wurde das Gebäude Den englischen Kapitalisten geht es schlecht. Hakenkreuzler zu ihrem glänzenden Spezialisten ohne Schutz gegen Insekten in eine Wagenremise vom Gegner gestürmt, der Journalist ungeachtet n der Zeit, da eine Million englischer Berg- tum, das offenbar sogar ein Ropf- und Läuse- eingesperrt. Nach Aussagen eines anderen Beuseiner Einwände als Anhänger Costas berhaftet arbeiter über zwei Monate im Streit steht, ohne referat kennt, aufs herzlichste beglückwünschen. gen wurden häufig weibliche Arbeiter strafveise und wenig höflich in ein Automobil gesetzt, das sich trotz der größten Entbehrungen von ihrem Moderne Ungezieferbekämpfung durch Blau- entkleidet, mit Teer und Hautjucken verursachenihn zum Gefängnis bringen sollte. Schön, dachte Kampfe abbringen zu lassen, wird es uns sicher fäurevergasung. Ein Musterbeispiel für die den Mitteln eingerieben und dann mit Wasser der Reporter, da werde ich auch etwas Besonde interessieren, wie es den armen Kapitalisten geht, Promptheit, mit der die Gemeinde Wien, unge- übergoffen. All dies spielte sich ab unter den res zu berichten haben und malte sich schon im von denen wir nur immer Klagen hören, die achtet der Kosten, die letzten Errungenschaften Augen niederländischer Beamter. Geiste aus, was das für eine aufsehenerregende nichts mehr von ihrem Gewinn dem Arbeiter von Wissenschaft und Technik für das Wohl der Unter anderem hielt sich van der Stok einen Meldung geben würde. Aber sein Wunsch, das acben können, weil sie sonst verhungern müßten. ihrer Fürsorge Unterstellten nutzbar macht, bot scharfen Hund, den er immer wieder auf die Gefängnis von innen fenren zu lernen, sollte so Die Volfische Zeitung" vom 27. d. M. bringt die am Mittwoch stattgehabte Blausäure- tulis heizte, so daß diese schwere Bißwunden rasch noch nicht in Erfüllung gehen. Das Auto einen Bericht über die Rentabilität der englischen durch gafung nach dem Verfahren der Deut- davontvugen. wurde unterwegs von Parteigängern Costas an- Aftiengesellschaften. Im zweiten Vierteljahr 1926 fchen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung des Grausiger Zeichenfund bei Bolehrad. Montag gehalten, der Engländer befreit und im Triumph veröffentlichten 442 Gesellschaften ihre Bilanzen städtischen Versorgungshauses am Alfergrund. nachmittags verspürten landwirtschaftliche Arbeiter, Surch die Straßen getragen. Doch das Hochgefühl, mit einem Nettoprofit von 60 Millionen engl. Nachdem schon zwei Tage vorher die Räumung die zwischen Bolehrad und Schießglock ein Kornfeld eine vergötterte Persönlic feit zu sein, währte Pfund( rund 9900 Millionen Tiche che n- des Gebäudes veranlaßt worden war, wurden mähten, einen starten Verwesungsgeruch. Nach lännicht lange. Schon rückte eine Polizeibrigade fronen). Im Vergleich zum Vorjahre wurden die unter entsprechenden Vorsichtsmaßregeln ge- gerem Nachforschen bemerkten sie mitten im Kornheran, ein paar Schüsse vertreiben die Enthusia- fünf Millionen Pfund mehr herausoe' chunden. öffneten Büchsen, die das Entwesungsmittel, felde die Leiche eines etwa 26jährigen Mannes, die sten, und der arme Reporter wird diesmal recht Vont Juni 1925 bis Juni 1926 veröffentlichen Blausäure, aufgesaugt von Rieselgur, und einen bereits start in Verwesung übergegangen war. Das arg zugerichtet. Als er sich wieder erholt, fist 1475 Gesellschaften ihre Bilan en mit einem Rein Reizstoff als Warnungsmittel enthalten, von dem Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der er am Ziel seiner Wünsche: im Kitchen. Erst newinn von 165 Millionen Pfund. das find rund mit Gasmasken versehenen Durchgafungspersonal Leichnam war mit blau gestreiftem Anzug, grünen gegen Abend gelingt es einem Peleton Infan- 27.000 millionen Tschechenkronen in den einzelnen Räumen auf dem Boden ent- Hut und schwarzen Shimmyschuhen bekleidet, die terie des Generals, das Gefängnis zu stürmen Der Durchschnittsgewinn beträgt 11.5 Brosent leert und hierauf die Anstalt nach entsprechend Kleidertaschen waren entleert und hingen umgeund die Insassen zu befreien. Von zwei Sol- gegen 10.75 Prozent im Vorjahre. Gewiß ist hermetischer Abdichtung von Türen und Fenstern stülpt heraus. An der Brust wies der Tote eine daten betreut, versucht der Gast aus England dieser Artikel der Voffiichen Reitung" ehr lehrreich behördlich geschlossen. Die gane Prozedur hatte Schußberlegung auf. Irgendwelche Papiere heimischen Penaten zu erreichen; unter der Haus- für uns. Auch die englische Regierung fennt folche faum mehr als dreißig Minuten in Anspruch fanden sich nicht vor. Es ist nicht ausgeschlossen, tür fällt er noch einmal einer Polizeistreife in die Berichte, aber die Sanierungskosten muß der eng genommen. Am nächsten Tage findet dann die daß es sich hier um ein Verbrechen handelt. Die Hand, aber diesmal fann er sich mit Erfolg auf Tische Arbeiter tragen. zweckentsprechend geleitete Entlüftung statt, um Untersuchungen sind eingeleitet. feinen Konful berufen. Srät in der Nacht endel Im Strudel der Großstadt gescheitert ist in die Blau'äure wieder restlos zu verjagen. Die an das Abenteuer des Putschisten wider Willen. Berlin ein junger praktischer Arzt Dr. Krip- gewiffen Objekten, wie Polstern, Matraßen ufw., Ein schredliches Familiendrama spielte sich unmann, der nach seinem Staatseg men aus Thü- hartnädia haftenden letzten Spuren von Blaulängst in einem einen ungarischen Städtchen ringen nach der Reichshauptstadt gekommen war und ab. Vor einigen Monaten erschien der pensionierte sich hier niedergelassen hatte. Er stürzte sich sehr Postbote Emmerich Nemeth in der Nachtzeit bei rasch in das Getriebe des Großstadtlebens und geBekannten und bat um ein Naktquartier, indem er riet bald in zweifelhafte Gesellschaft und üble Tanz angab, er habe seine Schlüssel verloren und könne lokale. Seit längerer Zeit schwebt gegen ihn bereits nicht nach Hause gehen. Das Nachtlager wurde ein Strafverfahren, da er den Besuchern eines Robert Schumann. Gestorben 29. Juli 1856. " fäure müssen durch Klopfen entfernt werden. Die vollkommene Gasfreiheit wird mit eigens hergestellten Reagensvapieren ermittelt, nämlich mit einer Benzidinkupferazetatlösung aetränktem Filrapierstreifen, die sich bei Gegenwart von näure innerhalb zehn Sekunden blau färben. Einem Kinde beide Füße abgemäht. Ein entjeglicher Unfall ereignete sich dieser Tage in unter Markersdorf( Niederösterreich). Der Wirtschaftsbesitzer Hörmann fuhr mit der Maschine auf dem unweit seines Hauses gelegenen Acker ,, um das Getreide abzumähen. Kurz vorher hatten sich ohne Wissen des Vaters auch seine Kinder dorthin begeben. Während die größeren bald wieder umfehrten, blieb der dreijährige Adolf unbemerkt im Getreide fißen Und so geschah das Schreckliche, daß dem armen Kinde beide Füße oberhalb der Ien, wie sie selbst Schubert und Mendelssohn dies Klagen und Jubilieren, alle Frische und Knöchel abgetrennt wurden. Das Kind wurde in nicht hatten, Allerdings gehört zur Interpreta Wehmut doch überall menschlich an. Das Stürmen das Spital nach Oberholla überführt, wo man eine tion etwa des ,, Carneval" oder der Kinderlieder" und Drängen des Allegro wie das religiöfe Bitten Arterienunterbindung vornahm, so daß der veroder der Phantasie- Sonate eine gleichgestimmte des langsamen Sates sind, wie manche Eigenarten stümmelte Knabe mit dem Leben davonkommen Seele, und der öffentliche Konzertbetrieb wider- des Scherzo, Baum ohne Beethoven denkbar und dürfte. Aus dem Gefängnis entflohen. Aus dem GeSolange er lebte und wirfte, war Robert spricht geradezu diesen intimen Wirkungen. Wie erinnern an diesen Meister. Auch die D- moll- Sin Schumanu ein vorwärtsdrängender Feuergeist, im Klavierstück, so offenbart sich Schumanns Ge- fonie ist ein eigenartiges Stück von besonderem fangenenlager im Stapelner Moor in Oldenburg ein Mann, der mit großer Leidenschaft dem Neuen fühlstiefe in seinen Liedern. Der ganz große Format, modern in seinem Wechsel an Themen entwichen, wie Berliner Blätter berichten, vier zustrebte, aber das Neue auch in der Mufit an- Schumann spricht am herrlichsten in diesen kleinen und Zeitmaßen, schwungvoll und feurig, durch Zuchthäusler. Ein fünfter überfiel bei einem derer Meister mit vorbildlicher Empfindsamkeit Gebilden auf Texte Eichendorffs zu uns. Man er eine besondere Art der inelodischen Wiederholun- Transport den Aufseher und schlug ihn zu Boden. ahnte. Er ist einer von den Begründern fennt ihn am ersten Thema, und seine Papillons" gen und Rüdführungen ein ganz besonders ein- Einem zweiten Aufseher, der auf den Gefangenen der romantischen Musik. Er hat mit sei- und Noveletten" atmen dieselbe Stimmung, den heitlich wirkendes Werk. Man ist geneigt, man einen Schuß abgab, entriß er die Waffe und entner Klav ermusit am stärksten gegen den Einfluß selben Geist wie seine Lieder, seine Quartette und chen seiner schwelgenden Sätze poetische Gedanken floh. Bisher konnte keiner von den fünf Zuchtoberflächlicher deutscher und französischer Spielerei Sinfonien. Er ist wie Brahms und Schubert oder unterzulegen, aber der Flug der Phantasie hindert häuslern wieder ergriffen werden. Täglich drei Todesopfer des Londoner Verkehrs. in der Musik angekämpft. Ein Unglücklicher, dessen Chopin als spezifische Begabung mit seinem ersten Schumann wie den Hörer, sich gar zu genau mit Kampf um die Geltung in aller Schwere noch Wert bereits in die Musisgeschichte eingetreten. einem Programm zu befassen. Die letzten Werke Die Zahl der Straßenunfälle in London betrug im durch das unsägliche Mißgeschick der ge stigen Er- Daß er, der große Lyriker, in der Sinfonie nicht zeigen gerade diese Phantasie im Abnehmen. Schon zweiten Quartal des Jahres 30.717 gegen 20.725 frankung übersteigert wurde. Berühmt geworden den großen Atem Beethovenscher Gestaltung hatte, der Dreiundzwanzigjährige zeigt die ersten Spuren im vorigen Quartal, was somit eine Zunahme um ist sein prophetischer Aufsatz über Brahms in der liegt an der psychischen Gesamtverfassung Schu- eines Gehirnleidens, das wir heute als Jugend etwa 50 Prozent bedeutet. Von tödlichen Unfällen von ihm begründeten„ Neuen Zeitschrift für Mu- manns, an feiner ganz nach innen gerichteten fin- irresein( dementia praecox) bezeichnen. Trübsinn, ereigneten sich 254 gegenüber 187 im ersten Quartal. fit". Solche ehrlichen und ihren Glauben wirksam nierenden Natur, die im Leben wie in der Kunst Angst vor dem Sterben oder dem Selbstmord, Abberfechtenden genialen Musiker sind felten. Stände eine eigentliche dramatische Spannkraft vermied. nahme des Gedächtnisses und der Konzentrations Dienstag abends gegen 11 Uhr auf den 7.40 Uhr Schumann heute auf, so würde er kraft dieser Er übertrug das Liebhafte auf die Kammermusit fähigkeit plagten ihn und riffen ihn aus dem konzug. Die Reichsbahndirektion Altona teilt mit, daß Ehrlicht. it wohl benterfen, daß seine Zeit auch und auf die Sinfonie. Das gibt auch den großen tinuierlichen Fluß seiner Arbeit heraus. Die Zein abends von Berlin nach Samburg- Altona fahrenden geschwunden ist. Werken, zu denen u. a. das Oratorium Para- ten der Produktivität hörten allerdings nicht böl Boizenburg ein verbrecherischer Anschlag durch Im Herzen von Wenigen lebt er noch ganz dies und Peri" und die lapidaren Faustszenen" lig auf: erst 1854 brach der Wahnsinn mit allen 2-3ug zwischen den Bahnhöfen Kühlenfeld und als der Vertreter einer Musikrichtung, in der sich gehören, die persönliche Note, bedeutet aber zu Schrednissen aus, als Schumann sich in den Rhein Auflegen von zwei eisernen Bahnschwellen auf das Geleise verübt wurde. große Leidenschaft mit ebenso großer Phantasie gleich trotz aller neuen Farben keinen Fortschritt stürzte. Als originaler Komponist eines ganz beson- Die Schwellen wurden durch den Schienenräumer, und beseeltester Empfindung paart, und in der im historischen Sinne, sondern ein Stebenbleiben bei aller Freiheit der Konzeption doch die Form auf blum'ger Aue, von der aus die Berge echt deren Typs von Salonklavierstücken ist Schumann der Lokomotive auf dem Geleiſe 500 Meter mitgenoch heute anregend und befruchtend geblieben, schleift und dann zur Seite geschleudert und der des Werks ihrem Inhalt aufs seltsamste entspricht. sinfonischer Kunst gesehen, geahnt werden. Für den Klavierunterricht und die Klavierkompo Die Entromantisierung unserer Zeit tut dem und selbst moderne Meister ivie Scriabine oder Bug 700 Meter hinter dem Tatorte vom Lokomotivfitionen bat er mit seinen gedankenreichen Ihri- Schumannschen Werk allerdings unrecht. Seine Mussorgski zeigen in ihren kleineren Werken führer zum Salten gebracht. Der Schienenräumer schen Charakterstücken einen ganz neuen Weg ein- B- dur- Sinfonie hat eine auch heute noch packende Schumannsche Züge. Das Lied, das deutsche der Lokomotive wurde stark beschädigt. Verlegungen gefchlagen. Die Zyklen offenbaren die Doppelseele Original tät bei aller Natürlichkeit des Wurfs Lied, wird ihn immer auf jener Höhe zeigen, auf von Bersonen und weitere Beschädigungen sind nicht des Me sters in dem Kontrast der Florestan- und und phantasievollen Durcharbeitung. Diese The der nur die Größten geschaffen haben: Schubert, entstanden. Die Reichsbahndirektion Altona hat auf die Ergreifung der Täter 1000 Mart Belohnung Eufebius- Stimmungen aufs beste, es ist eine, men ließen sich alle fingen, und wenn ihre Durch Mendelssohn, Brahms und Wolf. ausgesetzt. Detailarbeit an den präzisen melodischen Einfäl- führung auch Tiefe vermissen läßt, so spricht all " 1 Kurt Singer. Verbrecherischer Anschlag gegen einen Schnell Seite 6 VERLANGET UEBERALL walt bereits auf Arbeit ging. Sie holten TiedVOLKS ZUNDER SOLO A.SI Cate wall und sein Mahout. Von Erna Büsing. Devisenfurie. Prager Kurse am 28. Juli. holzstämme oder schichteten sie übereinander: Cafe walk war bei der Arbeit fleißig, flug und gewissenhaft. Konnte er mit einem Stamm infolge seiner Länge oder Dicke nicht allein fertig 100 holländische Gulden werden, holte er sich Hilfe bei seinen Arbeitskol- 100 Reichsmart. legen. In gütiger Aufforderung betastete er einen 100 belgische Frants anderen Elefant mit dem Rüssel, falls das Tier 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling nicht willig zur Hilfeleistung kam, borte er es mit 100 Lire den Stoßzähnen an den in Frage kommenden 1 Dollar Stamm heran. Führte der Weg an Tempeln borbei und erblickte der Knabe das uralte Gemäuer, geformt wie Elefantenschädel und Beine, dann flüsterte er: ,, Cafe walf, man ehrt Deinen Vater, Cafe walt, man liebt Deine Mutter." Doch der englische Herr machte eine reiche Bartie, er heiratete ein Gut im Heimatland. Folglich zog er nach Europa und die Elefanten wurden verkauft. Cafe walt sollte über See, darum nahm auch der Knabe Abschied von seinen Eltern. Noch gerne hätte er der Mutter in die Augen gesehen, die leuchteten wie große Blumen, deren Schönheit man nur erkannte, wenn man reinen Herzens war. Noch gerne hätte er vom Vater gehört über den weißen Elefanten, den sein Urahne einst betreute. Doch er gehörte zu Cafe walt, nun war er Mahout. 100 Dinar 100 franzöfifche Frants. 10.000 magharische Kronen 100 polnische Sloth 100 Schilling 29. J 1920 wert in ein festes Verhältnis geeyt. Das Verhältnis war 1: 15.5. Die Gold- und Silberwährung, die Frankreich und die anderen Staaten gleichzeitig hatten, bedingte die Fest1358.- 1364-.- fegung eines solchen Weriverhältnisses zwischen 808.25.- Gold und Silber. Geld 804.25.Bare 82.82.50 81.42.50 653.50.161 05.103.67.50 656.50.165.25.33.70.81.42.50 59.52.50 4.69 35 380.-477.75.Boltswirtschaft. Die lateinische Münzunion. Ferner wurde bestimmt, die Gold- und Silbermünzen in gleichem Gewichte auszuprägen 108.07.50 und auch der Feingehalt wurde fest vereinbart. 82.82.50 Die Staaten verpflichteten sich, die Münzen des 60.02.50 anderen an ihren Kassen anzunehmen. 34.-.4.79.35 386.-.480.75. Ferner wurden die gleichen Bestimmungen über die Toleranz, d. i. dem Unterschied zwischen dem gefeßlich festgesezten Gewicht der Münzen und ihrem tatsächlichen, über die Abnüzung der Münzen usw. als bindend vereinbart. Auf die näheren Bestimmungen der Konven tion wollen wir hier nicht eingehen. Die ange= führten Tatsachen eigen uns deutlich, worum es sich handelt. Die Union enthält keine Stüt= Die Tatsache, daß in der letzten Zeit Frantzungsgarantien der Staaten untereinanreich, Belgien und Italien so oft durch ihre zer- der, wodurch eine Baiffe in einem Staate die rütteten Finanzen von sich reden machten, erweist Währung des anderen beeinflussen würde. Gerade es vielleicht als notwendig, die sogenannte la in der heutigen Zeit würde eine solche Vereinteinische Münzunion zu besprechen, durch barung wenig Vorteile bringen. die unter anderem die genannten Staaten ihr Geldwesen ordneten. B. S. Um das Geldwesen benachbarter oder verDie Ueberfahrt ivar furchtbar, erfältet wandter Staaten zu vereinheitlichen, um den Verkamen Cafe walt und sein Mahout in Europa Man könnte Gefahr laufen, die Zufälligkeit, fehr zwischen ihnen zu erleichtern, wurde von den an. Dort sette sofort eine endlose Quälerei für daß diese Staaten in der neuesten Zeit beinahe romanischen Staaten die lateinische Münzunion beide ein, denn sie waren an einen Menagerie- gleichzeitig an einer Finanzkrise leiden, deren Ur- geschaffen. besitzer geraten, der seine Leute und seine Tiere sache wir ja schon des öfteren behandelt haben, für jeden geschäftlichen Mizerfolg verantwort auf diese Münzkonvention zurückzuführen, zumal lich machte. Die wirtschaftliche Lage aber war man die Beobachtung machen konnte, daß franschlecht. Der Herr Direktor fluchte, warf ſeine öſiſcher und belgischer Frank und die italienische BAUARBEITEN Es sind aber lediglich innere und äußere des Kleinsiedlers Mit vielen Abbildungen u. Skizzen Antiquarisch... statt Kč 36.nur Kč 24.Als der erwachende Verstand seine Blicke dirigierte, sah er auf Cafe walks gewaltigen Rüden, er, der kleine Sohn des Mahouts. Es war für die Eltern selbstverständlich, daß der Knirps im Stall schlief oder herumtollte, und sobald Cafe walk, der größte der Elefanten, von der Arbeit heimtam, mit ihm feine Spielstunde abhielt. Der Kleine war doch der Sohn eines Leute um nichts auf die Straße, schlug die Tiere Lira manchmal in demselben Verhältnisse fielen Mahouts, zum Elefantenwärter geboren, das war und weder Cake walk noch sein Mahout wußten, oder sich wieder erholten. heilige Tradition der Familie, das war Indiens was sie sollten. Mizachtet man jedoch in einem Sittengesetz. Darum sagte auch sein Vater, als er Elefanten die Gutmütigkeit, erwacht in ihm, als voller Glück den Neugeborenen zum ersten Male uraltes Vermächtnis, ganz plötzlich das volle Be- Wirtschaftsverhältnisse der betreffenden Staaten, in seinen Armen hielt, nicht„ Mein Sohn", sonwußtsein feiner Straft. So erging es auch eines die diese Währungsschwankungen bedingen und sie dern„ Ein neuer Mahout" und der Stolz lieh Tages Cate walt, als der Herr Direttor ihn ohne stehen in feinem Zusammenhange zu dem geseiner Stimme besondere Stärke. Der erste flare jeden Grund mit dem Haken bearbeitete. Cate nannten Münzabkommen. Der Umstand, daß VOLKSBUCHHANDLUNG Gedanke des Kleinen war:„ Welches Glück, walt stand wie angegossen auf seinem Podium, Frankreich, Belgien und Italien gleichzeitig in der Mahout werden zu dürfen", denn die Elefanten schlug nicht mit dem Rüssel, rasselte nicht mit der letzten Zeit ihr Schuldproblem aufzurollen bewaren die weißesten Geschöpfe der Welt, das sagte Kette, sondern winkte seinem Mahout nur mit gannen, verursachte die Krise in diesen Ländern. den Ohren. Der löfte die Fessel. Geräuschlos glitt Die lateinische Münzunion verfolgte den seine, von ihm zärtlich geliebte Mutter. der Elefant vom Podium, geräuschlos schlich erweck, das Geldwesen jener Staaten zu vereinhinter seinem Direktor her, ergriff ihn mit dem heitlichen, die sich ihr angeschloffen haben. Da Rüssel, warf ihn sich unter die Beine und zer- durch wurde einer Forderung des nationalen und trampelte ihn. Dann ging er zu seinem Wärter, internationalen Handels entsprochen, der sich um der feelenruhig Cake walks Füße von dem ekel so mächtiger entwickeln wird, je einfacher und haften Brei reinigte. Voraussetzungen gehören. Dieselben Bestrebungen, die wir etwas früher bei der Regelung des internationalen Maß- und Gewichtswesens wahrnehmen, erkennen wir hier wieder. Und Cake walk, was war das für ein Pracht tier. Es war, wie alle seine Stallgenoffen, ein Weibchen. Der englische Herr hielt überhaupt feine Bullen, die werden doch einmal böse. Seinen Namen erhielt Cafe wall, weil die Engländer den Tanz gleichen Namens für unzüchtig halten und der spottlustige Herr meinte, nur durch Entsetzen käme mal etwas Abwechselung in die langweiligen englischen Gesichter. Alle Zeitungen schrieben, der Elefant Cafe walk sei böse geworden. Der Direktor eines 300logischen Gartens aber, dem Elefantenrache nicht unbekannt war, eilte herbei und kaufte den Koloß für wenig Geld. Er sah den Mahout an und wußte, dem Mann kann ich den Transport anvertrauen. einheitlicher jene Berhältniffe find, die zu seinen Am 23. Dezember 1865 schlossen sich Frankreich, Italien, Belgien und die Schweiz zur sogenannten lateinischen Münzunion( l'union monétaire) zusammen. Am 8. Of tober 1868 trat außerdem noch Griechenland der Münzunion bei. Aber zahlreiche andere europäische Staaten, wie Spanien, Portugal, Rumä nien, vorübergehend Oesterreich- Ungarn u. a., ge= hörten ihr indirekt an, weil sie ihr Geldwesen fant, sein Rücken ist so hoch wie ein Turm, seinen dem der Francstaaten nachbildeten. Eine ganze Rüssel um seinen Wärter schlingt, dann erzäh- Reihe überseeischer Staaten und Kolonien und len die zwei sich wundersame Dinge. Der Ma- eine Anzahl von Nachkriegsstaaten gehört gleichhout wird sterben, bald, aber er wird wiederkom- falls zu dieser Staatengruppe. men, seine Seele wird ein schöner, großer Vogel werden, der mit wachsamen Augen über Cafe wall schwebt. Hatte Cafe walf sich in Ruhestellung niedergelegt, fauerte der Senabe neben ihm. In seiner Phantasie war für ihn Cafe walks Rüden ein Turm, ein Berg, er nahm tatsächlich tausenderIm Zoologischen Garten wurde Cafe walf lei Gestalt an. Der Elefantenstall lag an der bald der Liebling aller. Sein Mahout ist frant, Hauptverkehrsstraße, man fah mal ein Automo- ihn mordet das Klima, er hat die Schwindsucht. bil mit Fremden oder ein niedergebrochenes Och Er weiß, er wird bald sterben, doch hat er feine sengefährt. Aus solchen Anlässen liefen sofort Angst vor dem Tode. Cake walk wird noch leben, Menschen zusammen. Standen sie in Haufen, dann konnte selbstredend der kleine Junge nichts er ist ja erſt 80 Jahre alt. Und wenn der Elesehen, weshalb er geschwind in den Stall huschte und Cake walt die Fessel vom Hinterbein löſte. Dann erschien der Elefant auf der Bildfläche, ergriff seinen jungen Freund mit dem Rüssel, hob ihn hoch in die Luft und schaukelte ihn hin und her, bis der zukünftige Elefantenwärter seine Neugierde befriedigt hatte. Der Knabe wuchs geradbeinig und schlank heran und als als alte Mahouts preisend oon ihm sagten: Er geht wie ein Elefant", schob der Vater ihn schnell beiseite, damit das Lob ihn nicht verblende. Er war noch ein Knabe, da er mit Cake Kleine Chronit. Bon der Müde. erhaltung der Francwährung abgefchloffen wurde, In dem Mün vertrage, der zur Aufrechtwurde vor allem der Gold- und SilberHerausgeber Dr. Ludwig Czech. Genossen, leset und verbreitet die verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Arbeiterpresse. Die Mücke gehört zu den unangenehmsten Plagegeistern, die den Menschen manchen Spaziergang nach schattigen Waldungen und am Flußufer berleiden können. Besonders in diesem Jahr. das überaus reich an Hochwasser ist, sind die Mücken zu einer Als guter Schutz gegen Mückenstiche gilt Nel wahren Landplage geworden, deren Bekämpfung als Krankheitserreger auch eine hygienische Forde- fenöl; auch Benutzung von Zitronensaft leistet gute Dienste. Die Müdenstichwunden reibt man am besten rung ist. mit Salmiak ein; essigsaure Tonerde hilft ebenfalls. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Holit. ( remser& Co.. Teplitz- Schönau. Allen Genossen u. 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Die klebrige Dort hinten hat die Fischerfamilie ihr eines Ge- zu schwer ist, vom Vater mit hinausgenommen und Flüssigkeit, die von den Blättern dieser Pflanze aus- müsegärtchen, und dahinter liegt das fette Weide- lernt frühzeitig die Segel wenden und gewinnt Vergeschieden wird, wirkt als natürlicher Müdenfänger. land, das den mehr landeinwärts wohnenden Groß- ständnis für jede leise Aenderung der Windrichtung. Hier ist kein Fischer, der nicht von Augenblicken erAbgesehen davon haben die Mücken auch eine An- bauern gehört. Nur wenige Fischerhäuser sind ganz aus Stein zählen könnte, wo er schon alles verloren glaubte, zahl natürlicher Feinde, wie Wasserstorpione, Libellenlarven, Molche und Fische. Auch Eidechsen und aufgeführt, und vollständige Holzhäuser sind durch und doch zieht die Poesie des Berufes neben der Fledermäuse sind Liebhaber einer delikaten Mücken- aus keine Seltenheit. Dem Fremden, der an Sonn- harten Notwendigkeit, dem Meere das tägliche Brot tagen oder nach Feierabend durch ein solches Dorf abzuringen, diese Männer immer wieder hinaus. speise. geht, mag es verwunderlich erscheinen, daß überall Ihr Schiff ist ihr Stolz und ihre Freude, und sie die Klompen", die schweren Holzschuhe, vor den fühlen sich dort mehr zu Hause als im fleinen Haustüren stehen. Die Fischer und ihre Familien Häuschen hinter dent Deich. In der See liegen Unsere gewöhnliche Stechmücke gehört zur Fasind schwer arbeitende Menschen, die den weichen nicht nur die schlummernden Urgewalten der Tiefe Boden hinter dem Deich nicht scheuen dürfen, und verborgen, sondern das weite Wasser hat auch seine milie der Stechmücken oder Wasserschnaken, auch Lederschuhe würden diesem Schlid nicht lange stand- eigene Lieblichkeit, wenn das Meer im AbendsormenGeljen genannt. Alle diese Tierchen brauchen Was Das holländische Fischerdorf. halten. Sie sind aber auch echte Holländer, denen glanze wie flüssiges Gold oder im Mondenschein ser, um sich entwickeln zu können; sie bevorzugen besonders stehende Gewässer. Das Weibchen legt die Nicht umsonst ist das holländische Fischerdorf ein gemütliches, fauberes Heim die schönste Freude wie lauter Silber glibert, wenn die Wellenkämme Eier in feuchte Blätter, die sich in halbausgetrod- feit Rembrandts Tagen immer wieder von geschid bereitet, und so lassen sie die schweren Klompen liebfofend über die weite Fläche dahingleiten und neten Tümpeln befinden, oder in Dachrinnen, ter Malerhand auf der Leinwand festgehalten und braußen, wenn sie nach havter Arbeit in Wind und der Himmel über dem Meere in bunter Farken Regentonnen. Schon nach zwei bis fünf Tagen von Dichtern nicht nur Hollands, sondern auch sei- Wetter beintwärtskommen und die Stube betreten, pracht erstrahlt oder nachts mit abertausend funschlüpfen die Larven aus, die ebenso wie die Pup- ner Nachbarländer in innigen Versen besungen wor- die das ureigene Reich von„ Moeder de vrouw" felnden und flackernden Sternlein bedeckt ist. Aber trop dieser Berufspoesie führen die pen mit der Atemröhre an der Oberfläche des Was den. Ein Fischerdörfchen an Hollands Küstensaum( Mutter, die Frau") ist. Mitten im Dorfe, wie alle anderen Häuser an Fischer ein Proletarierdasein mit allen seinen fers hängen. Stehendes Wasser ist für sie Lebens- hat seine eigene Poefte. Es besteht nicht aus zahlbedingung. Daher hat ntan z. B. in Mexiko ver reichen vereinzelten Höfen, wie das Friesendorf im den Deich geklebt, steht die Kirche, meistens ein Tücken. Anzu selten sind die Freudentage einer fucht, die Mückenbrut dadurch zu vertilgen. daß man Nordwesten Deutschlands; es ist nicht die kompakte schmuckloser Steinbau mit einem fleinen, wunderlich reichen Beute an lebendent Meeresgut. Nicht felten das Wasser durch Turbinen in Bewegung brachte; Masse mit einem Kirchlein auf einem freien Dorf- über den Deich hinüberrogenben Türmchen. Die kehrt der Fischer ohne Fang zurück, weil ihm stürdie Brut fällt so ins Wasser und ertrindt. platz und den davon abzweigenden Seitengassen, Kirche ist nicht nur das Wahrzeichen, sondern ent misches Wetter das Auswerfen der Neße nicht geNur die weibliche Mücke, die einen viel stärker wie das niedersächsische Dorf; es liegt auch nicht zu hält ein Stück Geschichte des Dorfes. In ihr wer stattete, oder weil die hochgehende See ihm das Net, entwickelten Stechapparat als das Männchen hat, beiden Seiten einer von hochragenden Bergen flan den die Familienfeste begangen; in ihr wird der sein so unendliches kostbares Arbeitsgerät, zerrig. Sticht. Das Männchen bevorzugt pflanzliche Nah- fierten Straße, wie die Dörfer Thüringens und Toten gedacht, wenn wieder einmal die See in herbst- Ueberhaupt verförpern diese biederen Gestalten rung. In naturwissenschaftlichen Kreisen herrscht des Frankenlandes, sondern es schmiegt sich wie licher Sturmnacht das Dorf in Schreden und heute einen aussterbenden Beruf. Gegen die großen die Ansicht, daß das Weibchen Blutnohrung braucht, schutzheischend an den ehernen Wall der Deiche an Trauer versetzt hat. Von der Kirche aus schauen Dampffischereien oder Großstädte, die mit stabileren um befruchtete und entwickelungsfähige Eier ablegen und folgt ihm in allen seinen Windungen. Meist dann die Fischerfrauen in die weite See hinein, erst Fahrzeugen weit ins Nordmeer hinaus vordringen, zu können. Aber über diese Ansicht besteht eben liegt es an einer Pleinen, leidlich geschützten Bucht, noch voll Hoffnung auf die endliche Wiederkehr des fönnen sie nicht mehr fonkurrieren. Vielleicht ist fowenig Einigkeit wie über die Ursache der Gift- wo die Fischerfahrzeuge einen natürlichen Hafen fern draußen im Kleinen Schifflein mit den Wellen die Zeit nicht mehr fern, wo der Sohn das Schiff wirkung des Müdenstiches. Es ist auch heute noch finden und die Neße auf dem dürfngen Polderland fämpfenden Vaters und Ernährers, schließlich aber, des Baters vermorschen läßt, um in den benachbar ztveifelhaft, ob die Ausscheidungen der Speicheldrüse vor dem Deiche zunt Trocknen ausgehängt werden wenn die erregten Wogen sich wieder glätten und ten Industrieplätzen als Fabrifsproletarier sein oder die aus der Speiseröhre entweichende Kohlen- tönnen. An einer schmalen, holperigen Fahrstraße neue Sonne erbarmungslos auf Menschenleid und Auskommen zu suchen. Dann wird auch die romanfäure die Giftwirkung hervorrufen. hinter dem Dekche liegen die durchtweg einstötigen Menschenweh herniederstrahlt, voll stumpfer Resig- tische Idylle des Fischerdörfchens der Vergangenheit angehören. Ein bewährtes Mittel zur Vertilgung der Häuschen. Die Straße liegt etwas höher als das nation. Die Fischer selbst sind wetterharte Gestalten Mücken ist Petroleum; dadurch wird die Wasserober- benachbarte Weideland, und deshalb sind die Fischer