Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nelajanta 18. Telephone: Tagestebattion: 26795, 31469. Magtredattion: 26797. Postschecamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Betrogene Betrüger. " Freitag, 30. Juli 1926. SIR " Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16vierteljährlich halbjährig ganzährig • .. 48.95.-> 152, Rückstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich irab 11 Englische Bergarbeiterfonferenz. Nr. 176. der Sekretär Nichts" apostrophierte Herr Spina in seiner| fennen gegeben, daß der Hauptsinn und der listen nach dieser Diskussion im Verband, Laubendorfer Rede des Deutschen Verbands Haupterfolg der Zollmehrheitspolitik in der so werden sie niemandem mehr ihr Kapitaund der Nationalsozialisten nicht einmal Abrechnung mit dem Sozialismus listendienertum bestreiten können. Aber auch Als im Wahlkampf die Flut der Beschimp- Erwähnung tat! Aber die" Deutsche liege, daß also der Wille und die Forderungen wenn sie in ein paar Monaten, dem Druck ihrer fungen und kriminellen Verdächtigungen der 2 and post" hat sich von besonderer Seite" der schon geschwächten Arbeiterschaft noch wei- Opposition weichend, den Verband( unter Vordeutschen Bürgerparteien untereinander am eine Antwort an die Nationalsozialisten schrei- ter, noch energischer, noch rücksichtsloser nieder- würfen!) verlassen, wird es niemandem zweihöchstes stiegen war und die bürgerliche An- ben lassen, deren wesentlicher Inhalt sehr in- getreten werden müssen, was allein schon des felhaft sein, wohin, ihr Herz sie zieht, da sic hängert selber vom Efel erfaßt wurde, ver- teressant ist. Die Nationalsozialisten, die von deutsch- tschechischen Bürgerbündnisses wert jei: nach all den bisherigen Taten der deutschen sprach man ihr zum sicheren Troste die den Agrariern im Wahlkampf nach allen Regeln Wie herrlich, wenn man da im Deutschen Ver- Zollparteien erst in eine Diskussion in eine Einheitsfront. Und so ging das biedere bäuerlicher Schimpfkunst befeßt wurden, be- band" eine Arbeiterpartei" hat, deren positive solche Diskussion! um die Aufrechterhaltung Volf deutscher Spießer für Hinz oder Kunz kommen da auf einmal das schmückende Bei- oder negative Mitarbeit es erlaubt, dem deut- des Verbandes eintraten. Endlich scheint sich zur Urne, da doch nachher die Verbrüderung wort einer ehrlichen, völkischen Partei" und schen Arbeiter einzureden, daß Kampf gegen an ihnen ihre scheinproletarische Haltung zu wintte. Etwas peinlich berührt von diesem einer„ regen Fraktion im Deutschen Verband". den Sozialismus nicht Kampf gegen das Pro- rächen. Herr Spina, ihr Wanderer ins Schwindel waren gleich zu Anfang die deut- Dieses hohe Lob ist aber mit beißendem Hohn letariat bedeute! Die Herren Agrarier und Nichts", hat wenigstens in dieser Beziehung schen Nationalsozialisten. Die hat verknüpft, das„ von besonderer Seite" über das Chriftlichsozialen scheinen diesmal aber doch doch Boden unter den Füßen: er gleicht dem ten sich im Wahlkampf vor Selbständigkeit" nationalsozialistische Novum in der Partei- die Rechnung ohne den Wirt zu machen. Denn berühmten Mann im Syrerland mit dem aufgeblasen, nachdem gegen ihren Willen erst literatur" ausgegossen wird, in ein und dem- sowohl die christlichsozialen Arbeiter( auf die Kamel am Halfterband. Etwaiges, zeitweises die Koalition mit allen im Parlamentarischen selben Beschluß eine Politik( nämlich die der die besondere Seite" auch Rücksicht nimmt), Losieißen vom Halfter ändert nichts an dem Verband und dann die mit den Deutschnatio- Verbandsmehrheit) in Grund und Boden zu als auch die nationalsozialistischen Anhänger Charakter dieses überdies bösartigen Eremnalen in der Kampfgemeinschaft" gescheitert verurteilen und zugleich eine Diskussion über werden sich so denn doch nicht an der Naje plars. war. Aber ob sie wollten oder nicht, sie, die die Fortsetzung der Arbeit des gefährdeten" herumführen lassen. Bleiben die Nationalsoziasich immer als die besten Deutschen ausgegeben Verbandes zu fordern. Im Uebrigen läßt auch hatten, mußten zur nationalistischen Stange. der landbündlerische Diskussionsschreiber deutDort brauchte man diese-sozialistische Ar- lich erkennen, daß die Zollparteien nur ein bebeiterpartei" notwendig zum Aufpuß eines schränktes Intereſſe, an dem Verbleiben ber feines. Bürgerblocks, dessen Hauptreiz seine angebliche Nationalsozialisten haben. Derzeit gar Umfassung des„ ganzen deutschen Volks" bilden nur für eine unter Umständen" ein Die Eretutive empfiehlt die Annahme des legten Bermittlungsvorschlages. sollte. Bei der Taufe des„ Deutschen Ver- tretende Aenderung der Taktif" Die siebenstündige Arbeitszeit unantastbar. bands", wie sich der neueste Wechselbalg fu- braucht man den Verband. Aber die NationalLondon, 29. Juli.( Eigenbericht.) Die Ere-| Bergarbeiterverbandes erklärte detendeutscher Bürgerpolitik benamste, fehlten sozialisten könnten ja heute und jederzeit in die alten Freunde der Gelben, die Deutsch- wirtschaftlichen, sozialen und nationalen Fra- tutive des Bergarbeiterverbandes stellte heute den Cool, mit Ausnahme eines Bergiverfes in nationalen. Die Nationalsozialisten selber aber gen ihre eigene Haltung einnehmen. Niemand Bericht fertig, der der außerordentlichen Dele- Warwickshire ruhe allenthalben die Arbeit, abmußten mit und machten sehr rasch aus der hindere sie daran. Es handle sich ja lediglich siertenversammlung am Freitag über die all- gesehen von den Arbeiten zur Instandhaltung der gemeine Streiflage vorgelegt werden soll. Aus Gruben. Morgen würden auf der DelegiertenNot, gegen die sogar ein Teil der eigenen um den Gegensatz in der Beurteilung der mög- den der Exekutive vorliegenden Situationsberich versammlung die einzelnen Delegierten über die Reihen aufbegehrte, eine Tugend, deren Uebung lichen Erfolge in der Politik der Verbandsten aus den einzelnen Revieren geht hervor, daß Lage in ihren Distritten berichten. Ueber die dem Volte als Anfang seines endlichen Auf- mehrheit und da müsse man eben a bwarten. mit zwei Ausnahmen der gesamte Berg- Vorschläge, die der Vollzugsausschus morgen stiegs aus dem Nebel des Parteihaders und der Auf jeden Fall jolle man beijammen bleiben, bau stillgelegt ist. Sämtliche übrigen Re- machen werde, sagte Cook, daß die äußerste völkischen Zerrissenheit dringlichst empfohlen damit wir einander seelisch und viere melden, daß die Bergarbeiter unbedingt an Grenze dessen, wie weit die Führer der Berg-arbeiter gehen könnten, die Annahme der gemein wurde... geistig nicht entfremdet werden" der Verbandsdisziplin festhalten. Der Krach tam schneller, als die wiederum und damit der Verband vor dem Die Erekutive beschloß, der Delegiertenkonfe- jam mit den Vertretern der Kirchen aufgestellten versöhnten Schildknappen, die ein einziges Mal Vorwurf gefeit sei, als sei er nur renz die Annahme des Memorandums Denkschrift sei unter klarer Auslegung der letzten aufgemuckt hatten, erwarteten. Ohne die Natio- eine Vertretung des Bürger- der Bischöfe zu empfehlen. Der einzige strit- lausel wegen einer schiedsrichterlichen Entnalsozialisten auch nur um ihre Meinung zu tum 8". Aber es sei doch„ sonnenflar, daß die tige Puntt dieses Memorandums betrifft die scheidung über die fünftigen Arbeitsbedingungen fragen, begann die agrarisch- christlichsoziale politische Richtung des Verbandes Klausel, durch die sich die Erekutive bereit erklärt, nach Ablauf von vier Monaten, während welcher fich einer obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit zu die Arbeitsbedingungen aus der Zeit vor dent Mehrheit des Deutschen Verbandes, dem eine nur von einer überwiegenden unterwerfen. Diese Bestimmung stößt unter der Ausstande gewährt werden müßten. Eine Bernationalpolitisch- oppofitionelle Mehrheit bestimmt werden kann". Die Masse der Bergarbeiter auf Gegnerschaft. Die längerung der Arbeitszeit komme nicht in Bestimmung gegeben war, ihr Geschäft mit dem Minderheit hat freie Sand, darf aber die Grefutive wird die Konferenz gahin aufklären, Frage. In diesem Punkte würde es keine schiedstschechischen Bürgertum, die deutschen Politik der Mehrheit nicht„ lahmlegen".„ Es daß sich die vorgeschlagene Schiedsgerichtsbarkeit richterliche Entscheidung geben. Agrarier, marschierten", wie das ihr ist sogar möglich, daß eine Rollenver- nicht auf die Arbeitszeit bezieht. Die Fraktion der Arbeiterpartei hat die EreAbgeordneter Spina auf dem Kreisparteitag teilung vorgenommen werden kann, daß in Laubendorf so bildhaft darstellte, Schulein Teil der Verbandsparteien ja, der futive der Bergorbeiter nach der Delegiertenfonter an Schulter mit den tschecht andere nein sagt, ohne daß der Verband ferenz zu einer gemeinsamen Besprechung eingeichen Agrariern". Zölle, Bölle, Kongrua, dabei in die Brüche geht. Aber die Mehr- laden. Zucker- und Spiritussteuer und die reaktionärheit kann den Verband nicht versten politischen Erzesse famen mit Hilfe dieses lassen, ohne sich dem Vorwurfe auszuDeutschen Verbandes zustande, dessen soziali- setzen, daß sie deshalb austritt, weil sie ihre stishes",„ proletarisches" Schmuckstück die deut- politische Meinung nicht durchsetzen konnte". Das ist mehr als ein Novum, das ist schon schen Nationalsozialisten sind. Da begann es in ihren Reihen zu gären. Die Führung wurde ein einzigartiges Kuriosum der Parteiliteratur. zum Sprechen gezivungen. Nun, sie sprach; so Da wird offen zugegeben, daß die Nationalrecht mannhaft, wie es bei Hakenkreuzlern sozialisten im Deutschen Verband nur den soMit 19 gegen 13 Stimmen. Ablehnung der Abänderungsanträge. Brauch ist, wenn es gilt, sich um völkische Be- zusagen sozialistischen Aufpuz zu Paris, 29. Juli. Der Finanzausschuß der sehr viele Steuerzahler freiwillig ihre Steuern lange zu schlagen: die nationalsozialistische bilden haben, aber natürlich haben sie gar Partei gab ihr Mißfallen an der Verbands- keinen Einfluß auf die Entscheidungen und die Deputiertenkammer hat zunächst einige A bände für das Jahr 1926 im vorhinein und legen damit politik fund und forderte Diskussion. Politik des Verbandes, die nur von der rungsanträge zu einzelnen Artikeln der ihr Vertrauen in die Finanzpolitik des Staates Diesmal schreckten sie selber vor dem Rin in mehrheit bestimmt werden. Aber damit Finanzvorlage angenommen. Nach einer Inter- an den Tag. Die Startoffeln raus aus den Kartoffeln" man die Wähler, insbesondere die nicht- Einschaltung von 200 Millionen für die Erhö 56 Milliarden Notenumlauf. zurück und dann: es hängt den Jung und Krebs bürgerlichen, betrügen fönne, könne man hung der Beamtenpensionen, mit denen sich PoinParis, 29. Juli. Der Wochenausweis der ja doch das Herz an der Gemeinschaft mit den ja fallweise die Rollen verteilen: die caré einverstanden erklärte, sämtlich widerrufen. anderen nichtmarristischen" Parteien, mag die Nationalsozialisten können, wenn sie wollen. Außerdem hat sich der Finanzausschuß für die Bank von Frankreich zeigt eine Abnahme der Nein facen und sich so ihre Legitimation vor erforderlichen Kredite ausgesprochen, die notwen- dem Staate gewährten Vorschüsse um 950 Milauch aussehen wie sie will! Nun denn, die Diskussion begann. Bu- jenen Arbeitern und Angestellten ausstellen dig sind, damit die Abgeordnetendiäten von 27.000 lionen. Hingegen ist der Notenumlauf um mehr nächst damit, daß die Christlich sozia- laffen, die die„ Landpost" nicht lesen, den auf 45.000 Franken erhöht werden können. Hier- als eine Milliarde gestiegen und hat 56 Milliarden len ziemlich offen erklärten, die National Schwindel nicht durchschauen und auf solche auf wurde das Regierungsprojekt in seiner Ge- überschritten. Stimmenhaltung gebilligt. fozialisten( füz die man augenblicks keine Ver- Weise vor der„ seelischen und geistigen Ent- amtheit mit 19 gegen 13 Stimmen bei einer wendung hat), möchten sich nur keinen Zwang fremdung" von den Bürgerparteien und der Morgen nachmittag trit die Deputierten fammer zu einer Sizung zusammen; sie fann trog antum: bleibt ihr, so gut; geht ihr, na Gott kapitalistischen Politik bewahrt bleiben! Der Paris, 29. Juli.„ Echo de Paris" meldet aus befohlen. Diesen Diskussionsbeitrag, der sie Inhalt der Spottverse„ Der eine saß, der des Umstandes, daß der Generalberichterstatter boch so sehr ehrt, ließen die Nationalsozialisten andere stand..." wird da zum politischen seinen Bericht erst heute abend fertigstellen kann, Brüssel, daß Kammer und Senat beschlossen bisher unbeantwortet; sicherlich auch deswegen, Prinzip erhoben, mit dem Zwecke, der natio- beschließen, sofort in die Diskussion der Finanz- haben, das jährliche Militärfontingent auf 44.000 weil sie die beantragte Debatte, die ihnen aus nalsozialistischen Arbeiterpartei, deren Schmer- projekte einzugehen. In dieser Beschlußfassung Mann herabzusetzen. ber Verlegenheit helfen soll, möglichst lange zen der besonderen Seite wohl bekannt sind, ist die Stammer unabhängig. Sollte jedoch dieser Hinziehen wollen. Wenn schon sonst nichts, so bedingungsloses Ausharren an der Seite jener Beschluß nicht gefaßt werden, so könnte nach dem wollen sie doch wenigstens Zeit gewinnen. In- Agrarier und Christlichjozialen zu ermöglichen. Geschäftsordnungsreglement die Diskussion erst amischen haben sich aber auch die Land- die im Herbst vielleicht schon für das Budget, 24 Stunden nach Veröffentlichung des Berichtes Bündler zu Worte gemeldet. Nicht etwa die für den tschechischen Militarismus, gegen die des Generalberichterstatters, also erst am Partei, die von der Sorge um das Schicksal Sozialversicherung und für alle rüdschrittlichen, Samstag, im Plenum der Kammer beginnen. ber Nationalsozialisten ähnlich hart gedrückt arbeiterfeindlichen und antidemokratischen Gewird wie die christlichsoziale Partei, was unter seße stimmen werden. anderem auch damit bewiesen wurde, daß der 11 = Herr Spina hat in seiner Laubendorfer Aus der Tatsache, daß Cook auf der Gewährung der früheren Arbeitsbedingungen für die Dauer von vier Monaten besteht und daß am Samstag bier Vertreter des Bergarbeiterverbandes nach Amerika reisen werden, um dort Geldmittel zur Fortsetzung des Kampfes aufzu bringen, wird geschlossen, daß die Führer der London, 29. Juli. Nach Beendigung der Bergleute mit der Fortdauer des Strei Nachmittagssihung des Vollzugsausschusses des tes für mehrere Wochen rechnen. * Boincarés Finanzplan im Finanzausschuß gebilligt. vention Poincarés aber hat er diese bis auf die Steuer- Vorauszahlungen. Paris, 29. Juli.( Havas.) Wie die Blätter von den Nationalsozialisten als„ Wanderer ins Rede gleich eingangs und nachdrücklichst zu er- melden, entrichten in Paris und in der Provinz Herablegung des Truppentontingents in Belgien. Dfizielle Berhandlungen Mellons. Paris, 29. Juli. Die Pariser Ausgabe des ,, New York Herald" meldet, daß Präsident Cootanntlich in Frankreich weilt, ersucht habe, seinen Urlaub unterbrechen und unverzüglich mit den lidge den Schabamtssekretär Mellon, welcher beeuropäischen Staatsmännern die finanzielle Lage jener Länder zu besprechen, welche durch den Krieg gelitten haben. Seite 2 Erhöhte fascistische Propaganda für Gajda. Beneš. Seute„ Brotest" Bersammlung in Brag.- Alle Schuld hat Beneš. merkwürdige Berteidigungsschrift für Gajda. Ein nichtslagender amtlicher Bericht. größten Beschleunigung geführt wird, noch einige Seit andauern." Eine 30. Juli 1926. Einbrud zu erweden, als ob die jetzt untersuchten| dern zugänglich zu machen, fortgesetzt und es soll Beschuldigungen gegen Gajda gewissen ein sogar statt der geplanten sechs allgemeinen Mittelgeweihten Kreisen, unter denen man schulen mit Beginn des nächsten Schuljahres deren unschwer die Burg", also Benes und wohl achtzehn eröffnet werden. auch Masaryk, erraten fann schon längst befannt gewesen wären; man habe aber absichtlich erst den geeigneten Augenblick abgewartet, um Gajda rasch und sicher zu beseitigen. Herriot loll als Bürgermeister von Lyon demissionieren. In solchen Gedankengängen bewegt sich die Lyon, 29. Juli.( Havas.) Der ExekutivausBroschüre, die übrigens gleich zu Beginn auch die schluß der sozialistischen Föderation des RhoneGeschichte mit dem ärztlichen Zeugnis über die Departements hat in einer Resolution das VerParalyse Stribrnys aufwärmt, hinter der Kelofac halten der radikalen Partei scharf verurteilt. Er und selbstredend auch Beneš steckten. Der Kampf fonstatiert, daß die Radikalen ihr Programm vom gegen Beneš ist ihre oberste Parole und dadurch 11. Mai 1924 aufgegeben, daß sie abwechselnd für wird auch ihr Zweck und ihre Herkunft offenbar: entgegengesetzte finanzielle Systeme gestimmt und fie paßt zu gut den Nationaldemokraten sich schließlich mit der Reaktion verbunden haben. ins Zeng, die bei dieser Gelegenheit zwei Fliegen In einer der Presse übermittelten Erklärung he t mit einem Schlag treffen und neben der Rehabi- es weiter, daß das Kartell im Rhonelitierung Gajdas auch dem Außenminister wieder Departement aufgehört habe zu beeins versehen können. Mit Wonne werden die ste hem und die Sozialisten verlangen werden, nationaldemokratischen Abendblätter dieser Auf- daß Herriot auf den Posten des Oberbürger gabe gerecht und widmen in größter Aufmachung meisters von Lyon verzichtet, um ihn der sozialimehr als eine Seite der Broschüre. Es fehlt nicht stischen Mehrheit im Stadtrate zu überlassen. der Appell an den Ministerpräsidenten, mit dem Schwerte den gordischen Knoten elender Verleumdung mit einem Schlage zu lösen". Die Antlagelchrist gegen 3aniboni. Prag, 29. Juli. Im Falle Gajda wird einstellen, sonst würden sie sich noch vor der gan endlich wieder einmal eine halbamtliche Erklä- zen Oeffentlichfeit begegnen. Darcushin habe erst sung veröffentscht, die allerdings mehr als nichts- recht die Pressekampagne gegen Gajda begonnen, fagend ist und einer weiteren Legendenbildung der nun fascistischer Ümtriebe beschuldigt wurde, freien Spielraum läßt. Das tschechische Presse- und diese Kampagne wurde kurz vor dent Sokolbureau gibt folgende Meldung aus: fongreß, als die Oeffentlichkeit andere Sorgen „ In Angelegenheit des Generals Gajda wird hatte, durch die Anzeige an fompetenter Stelle gebon informierten Stellen mitgeteilt, daß einstweilen krönt, die zu seiner Enthebung führte. Ueber die Ginwände, die gegen Gajda er die erste Phase des eingeleiteten administrativen Feststellungsverfah- hoben werden, teilt die Broschüre, entsprechend rens beendet ist. Es handelt sich noch um die gefärbt, Klatschereien eines von Gajda entlassenen Einbernahme einiger nachträglicher Zeugen, welche russischen Dieners mit, dem gegenüber sich Gajda momentan nicht zur Hand sind. Deshalb wird das geäußert haben soll, wenn ihm nicht die tscheFeststellungsverfahren, welches übrigens mit der chische Regierung ein Stipendium zum Studium im Ausland( an der Pariser Kriegsschule) gebe, dann würden es ihm eben die Bolsche wiken geben; Gajda werde ihnen Nachrichten liefern, der Diener werde sie den Russen über- Gajda wird durch die theatralisch aufgeputzte bringen und so würden beide es gut haben. Stimmungsmache nicht gerettet werden können. Rom, 28. Juli. Die Blätter veröffentlichen Ferner soll Gajda eben diesem Diener geheime Ob er spioniert hat oder nicht, ist eine Sache der die Anklageschrift gegen Zamboni und Gefährten Bücher aus der Kriegsschule gesendet haben, militärischen Gerichte, in die die Deffentlichkeit wegen des am 4. November vergangenen Jahres während es doch in Wirklichkeit nur irgendwelche nicht viel hineinreden kann, da ihr alle Grund- versuchten Attentates gegen Mussolini. Zaniboni landwirtschaftliche Journale waren Ein lagen zur Beurteilung der Schuld oder Unschuld wird des vorsätzlichen Mordanschlages gegen den zweiter Einwand gegen Gajda sei der, daß er Gajdas fehlen. Aber daß ein politischer General| Ministerpräsidenten, General Capello und mit dem russischen Oberst erat obecky ber- feines Schlages nicht an der Spitze der Armee weitere fieben Angeklagte wegen Mittäterſchaft kehrt habe, der sich nachträglich als bolfchemisti stehen kann, ist so sonnenklar, daß seine endgül- verschiedenster Art und verschiedensten Grades bescher Agent entpuppt habe. Dies wird damit ent- tige Entfernung von dem Posten des General- schuldigt. Außerdem wird gegen Zaniboni die schuldigt, daß Gajda ihn von Wladivostok her, stabschefs eigentlich auch nicht um einen Tag mehr Klage erhoben, daß er seine Tat vollbracht hat, wo Krakovecky Kriegsminister war, gut kannte; hinausgeschoben werden dürfte. Mag er in der um die Bürger des Staates gegen die Regierung außerdem habe Strakovecky eine Empfehlung des Spionageaffäre zwanzigmal vollständig rehabili- zu erheben. Die übrigen sieben Angeklagten sind Ministers Girsa gehabt. tiert werden, so muß er doch verschwin- wegen Mittäterschaft an demselben Verbrechen ben, denn nach dieser fascistisch- nationaldemokra beschuldigt. Endlich wird Zaniboni angeklagt, un tischen Kampagne für seine Person wäre er als erlaubter Weise ein nicht angezeigtes Steyr- GeGeneralstabschef der Armee eine ständige Gefahr wehr getragen zu haben. Wegen ungenügender für die Demokratie in diesem Staate, mit der es Beweise sind sechs weitere Personen freigelassen ohnedies nicht gar so weit her ist. Also wieder dieselbe Geheimnistuerei, wieder das Rätselraten, ob Gajda wegen fascistischer Umtriebe oder wegen seiner Beziehungen zum Bolfchewismus in Untersuchung steht. Inzwischen nüßen die Fascisten, von den Nationaldemokraten und ihrer Presse bereitwilligst unterstützt, die Zeit gründlich aus. Sollte noch jemand im Zweifel darüber sein, daß Gajda und die Fascisten einander ans Herz gewachsen und unzertrennlich miteinander verbunden sind, der wird eines besseren belehrt durch die Barnumreklame, die die FaSciften für ihren gefährdeten Heros machen. Nach verschiedenen Ausfällen gegen den Legionärsmajor Kratochvil, der Gajdas Schreckensherrschaft im Fernen Osten in seinen Wegen der Revolution" bloßgestellt hatte, versucht Karlit zum Schlusse seiner Broschüre den Für morgen haben die Nationaldemokraten auf die Slawische Insel in Prag eine Versamm lung einberufen, die sich mit dem Falle Gajda hefaffen soll; als Hauptredner wird der bekannte Fascistenführer Hlavače, der gleichzeitig Generalsekretär der Nationaldemokraten ist, auf treten. Gegen wen diese Versammlung in erster Linie gerichtet ist, und wen sie für die Anschulbigungen gegen ihren Nationalhelden und Mär tyrer verantwortlich machen wird, geht aus einer Broschüre hervor, die heute in den Straßen Brags folportiert wird. Ihr Verfasser ist ein Legionär namens Dr. Karlik, der ein persön Ticher Freund Gajdas ist und mit ihm auf der Pariser Kriegsschule beisammen war. Daß er sich in seiner Vorrede als Fanatiker der Wahrheit" Wien, 29. Juli.( Eigenbericht.) Die Ver- tung für die konfessionelle Schule und Anhänger der nationalen Arbeitspartei vor- handlungen zwischen dem Unterrichtsminister und geschaffen werden soll, haben die Christlichsoziastellt, prädestiniert ihn geradezu zu der Aufgabe, den Sozialdemokraten über den neuen Lehrplan len teinen Erfolg erzielt, da neben der Zitierung Gajdas Person in hellsten Licht und seine Wider- an den Schulen wurden heute beendet. Sie haben der erwähnten Klausel auch die Verfassungsgesete sacher in den schwärzesten Farben zu malen. Die im wesentlichen der Regierung für ihren zitiert werden, die den interkonfeffionellen CharakBroschüre, die von der nationaldemokratischen 3 ortbruch die berdiente Nieder- ter der Schule festlegen. Bei der Frage des KirPresse als Aussage eines Unparteiischen über Gajda natürlich gebührend gelobt ivird, ist voltage gebracht. Sachlich haben die Sozialdemokrachenliedes bleibt es dabei, daß das deutsche Zied ten große Erfolge erzielt, wenn sie auch formal nicht verdrängt werden darf. tommen fritillos und einseitig geschrieben manche Bugeständnisse gemacht haben. und nur dazu bestimmt, Gajdas Unschuld darzulegen; schon mit Rücksicht auf Gajdas vom Verfasser verbürgte Reinheit und Offenheit des Charafters fönne man ihm unlautere Handlungen natürlich nicht zumuten. Dagegen wird als finsterer Gegenspieler Gajdas der Außenminister Dr. Beneš hingestellt, der schon seit Jahren mit Gajda in Feindschaft lebe, da er Gajda die Gründung des unabhängigen Legionärverbandes nicht vergessen könne. Beneš habe diesen Kampf allmählich in die Presse und in die Gesellschaft über geleitet und so sei es Anfang Mai bei einem Tee, den der Präsident gab, zu einem offenen Sonflift zwischen Gajda und Benes gefommen. Gajda sei da auf Beneš hinzugetreten und habe ihm ganz ohne Umschweife in feiner offenen Art" gesagt, er solle die Presseangriffe gegen ihn Rüdzug der Wiener Klerifalen in der Schulfrage Große fachliche Erfolge der Sozialdemokraten.- Den Christlichsozialen bleiben formale Zugeständnisse. Jad, der Schellfischkönig. Erzählung von Erna Büsing. Die Dampfer legten jenseits der Fisch auktionshalle an, wo die Ladungen bei Morgen grauen verauftioniert wurden und landsvärts, auf der andern Seite der Halle, sogleich in die breitstehenden Eisenbahnwagen wanderten. Die Fischsonderzüge rollten dann sofort nach den Großstädten. Man sagte, für die Safenstädte selbst bleibe die mindere Qualität zurück. Die Mutter hate also wirklich nicht gelogen. worden. Dzerdzinstis Privatlekretär verhaltet. Warschau, 29. Juli. Wie die Blätter aus Moskau melden, wurde dort der ehemalige Privatsekretär Dzerdzinskijs, Austen Białostocki, verhaftet. Bei der Durchsuchung der Wohnung Białostockis wurde angeblich schwer belastendes Material gefunden. Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Samstag. Prag, 368, 11.55: Nachrichten bes Preßbüros. 12: Seit signal. 16.30: Nachmittagstonsert. 1. Mozart: Ouverture Fat: Aus der tfchechischen Guite. 4. Dbofaf: 3wei Balaer. 5. Brahms: Zwei ungarische Tänze. 18: Deutsche Genaus eigenen Berken. 18.45. Borttagitation das Versicherungsgefes öffentlicher Angestellter. 20: Better. Figaros Hochzeit". 2. Schumann: Märchenbilder. 3. Dbo bung: Schriftsteller Erwin eine, borausfage. 20.02: Konzertübertragung. 22: Beitfignal. Brünn 521, 14.30: Olmüper Produftenbörse, Wetters, fere Kinder, Anmachen und Erhalten des Feuers au berAuf dem Gebiet der Mittelschut le bleibt die Vor allem wurde das Verlangen der Christ- Verordnung des Wiener Stadtschulrates aufrecht, lichsozialen, wonach der in Wien eingeführte fo- wonach in den ersten Mittelschulklassen der Lehrgenannte Gesamtunterricht, der feinen plan der deutschen Mittelschule eingeführt wird, festen Stundenplan kennt, schon im zweiten Schul- der noch keine fremde Sprache fennt. Nur jahr beseitigt werden sollte, abgelehnt. Es der Name Deutsche Mittelschule" wird vernie- Sport, Theater- und neueste Nachrichten. bleibt beim Gesamtunterricht, der in den drei den. Ebenso werden die Lehrerbildungsanstalten ersten Schuljahren unveränder bleibt; erst im aufgehoben, wie es der Wiener Stadtschulvat anvierten Jahr wird er gelockert und erst im fünften geordnet hatte, und an ihre Stelle wird dere erste tritt der Unterricht nach einem festen Stundenplan Jahrgang der deutschen Oberschule gesetzt. Doch ein. Beim Deutschunterricht bleibt der Grammatit- foll auch hier der Name Deutsche Oberschule" drill auch weiterhin weg; es bleibt in den Unter- verschwinden und der Name Lehrerbildungsstufen dabei, daß zuerst das Sprachgefühl gehoben anstalt bleiben, aber mit dem Lehrplan der deutschen Oberschule. werden muß. Auch mit ihrer Forderung, daß durch die Zitierung des Passus über die jittlich- religiöseErziehung an der Spitze des Lehrplanes eine Vorberei Sport, Theater. und Presbüronachrichten. 17.40: Sür sei fiebener Bett. 18: Beitfignal, Verwaltungsrunbfunt. 18.20: Borttag: Spule und Kondensator in ber Radiotelephonie. 3 Brahms: Alabieririo. 20: Ronaert bes Tamburia8d- Dr efters Garmonie". 1. Brot: Bei Lieber, 2. Bonbrabel: innerung an Rafau. 6. Brož: Slovenifde Bieber, Ro 19: Konzert: 1. Schubert: Alabiertrio. 2. Strauß: Lieder. Elfenreigen. 3. Brož: Lied. 4. Bajc: Lieb. 6. Bastykit: Esvaut: wlarich. Berlin. 21: Otto Reutter unb bie Funkfapelle, BeipSchließlich wird auch der Versuch der Ge- sig. 22: Orchestertongert mit Gesangs- und Resitationsmeinde Wien, die Untermittelschule in der Form einlagen. Breslau. 19.35: Die beutfche Dichtung bes der allgemeinen Mittelschule fostenlos allen Rin- Ratja, bie zänserin" bon Seat Silbert XX. Jahrhunderts. 2ien. 19.30: Operettenaufführung: Es kam der gefürchtete Konjunkturumschwung. Er bedeutete für Jack und viele seiner Kollegen Arbeitslosigkeit. Der Stadtverordnete wies Jad an einen Verwandten in Bremen, der dort eine Wirtschaft hatte. Hannover machte aber immerhin den Ein- sie ihr Kind in einen Kindergarten. Der öffnete eschen Grün in der Stadt; er rang um die brud wohltemperierter Haft. Jad war gewillt, feine Pforten aber erst um 8 Uhr; daher mußte Baubengelände der Arbeiter und freute sich, wenn Arbeit zu finden. Er war unbescholten, gesund, das Kind mindestens eine Stunde im Hausflur er Brachland fleißigen Händen überantworten arbeitswillig, was sollte dem entgegenstehen, ihn warten. Abends schloß der Kindergarten, bevor fonnte. Die grünen Anlagen sind die Lungen der zu beschäftigen? Er hatte Glück und fand Arbeit Grete ant Ort und Stelle sein konnte. Dann mußte Städte. Das Grün muß sich in die Großstadt in einer Spinnerei. Nun war er ein Slave der das Kind wieder im Hausflur warten. Grete immer weiter hineinfreffen. Es muk bis an die Maschine geworden. Die sang ihm die Lebens- schwebte den ganzen Tag über in Angst. Das Bahnhöfe, es muß bis an die Haltestelle ber melodie, Seine Arbeit war nur das Teilchen Kind war ja folgfant, es wartete ruhig, aber es Straßenbahn tommen. Dieses Streben war Leeiner großen Arbeit; er war ein Mensch, aber hätte doch mit andern Kindern gehen können. bensinhalt für ihn. Jack hatte Hochachtung vor nur ein Mensch von den vielen Menschen. Er Wenn Grete mal eine Reitung in die Hand be bem Kollegen, Wie tämpfte dieser Mensch auf seine arbeitete und arbeitete und hatte das Gefühl, tam, lasen ihre Augen unwillkürlich nur Un- Weise für die Maffe, die ihn nicht einmal kannte, gerade dadum für nuplos zu gelten. Ununter- glücksfälle. Grete sorgte allein für den Unterhalt die nichts von ihm wußte. brochen liefen die Maschinen, man arbeitete in des Kindes. Der Vater des Kindes hatte einen Tag- und Nachtschicht. Im Menschenstrom ge- Bruder in Amerika, der amerikanischer Bürger Der Fischereihafen war dem Weere abge- langte Jack durch das Fabriktor, im Menschen war und Bürgschaft für ihn leistete, darum wan rungen. Jm, Fischereihafen- Restaurant, in dessen strom schwamm Jack nach getaner Arbeit wieder derte er aus. Er schrieb noch mal, teilte jedoch Gaststube ein mächtiges Schleppnez unter der Decke ins Freie. Immer war er nur ein Stäubchen. mit, daß er auch in der neuen Welt fein Glüc Jad fand in Bremen eine über alles Grausgespannt war, az er Fisch. Ach, wie gut Fisch Das Gefühl der eigenen Nichtigkeit ließ ihn nicht habe. Jad schäßte Grete. Sie war eine mütterfchmecken konnte. Aber das fam wohl, weil diese los. Er meinte, daß selbst der Fußgänger, der liche, sorgsame, fleißige Frau. Ein parmal wollte Stunden für Jad außerhalb der Arbeit, der Ver- den Menschenstrom der Fabritsarbeiter treuzte, er fie fragen, ob sie sein Weib werden wolle. warten aute Unterkunft. Er tam zu einem Schank dienstmöglichkeiten und der Gewohnheit lagen. gar nicht den einzelnen Arbeiter, sondern mur Aber ein Mädchen mit einem Kind das paßte wirt ins Haus, der gut aß, gut trant, fich mit Auf einemt der Sofas räkelte sich ein Fisch- die Waffe sehen fönne. Warum gab es unter sich doch nicht. Zudem war die vorsichtige Flse, allen Gästen unterhielt, ein behäbiges Bäuchlein großhändler, den zu viel genossener Wein rede- den Arbeitern feine Einzelwesen, warum waren die noch kein Kind hatte, sehr dagegen. Sie ging batte und zwischen den Fingern Quesen bekam freudig gemacht hatte. Er erzählte:„ Wir haben sie einfach Masse? Die Menschen standen unter nicht in die Fabrit, sie war Stenotypistin, also vom Bierhandrehen. Jack machte sich überall im damals beim Streit noch Fische verkauft, als wir ganz gesonderten Lebensbedingungen. Mußten mehr als Grete, sie war zwei Jahre älter und Hause nüblich. Seine Arbeit bestand aus vielen, die Dampfer schon drei Wochen angebunden sie nicht nach neuen Gesezen, nach neuen Wirt hatte kein Kind, und nun sollte Grete womöglich vielen Kleinigkeiten, aber er war deren froh. In wieder Mensch vor ihr heiraten? Nein, das durfte nicht sein. manchem blieb feine Arbeit sich stets gleich. Jeden hatten" Er prahlte, und war selbst sein eifrigster, fchaftsformen streben, nur um Sie machte Jad flug und bewies ihm, daß man| Morgen puzte er den Tresen, jeden Morgen begeistertster Ruhörer. Jack bekam ein Grauen zu werden? vor diesem fatten Menschen. Waren sie nicht voll Jad wohnte bet fauberen Leuten. Der Groß- dte Frauen auch ohne The haben könne. Dennoch wischte er den Staub vom Klavier und von den Hinterhältigkeit gegen die Hungrigen?* vater war Wohnungsinhaber und die beiden fuchten Jucks Gedanken immer und immer wie in vei großen Glasfäen verwahrten Schiffs Als er das Fischerei- Restaurant verließ, Enfelinnen führten den Saushalt, das hieß, so- der Grete. Er erzählte einem Kollegen den Fall. modellen. Aber er tam sich gehoben vor. Er bemerkte seine Nase unangenehm den durchbrin- weit es die Zeit erlaubte. Grete arbeitete näm- Der meinte: Weißt du, auf dem Lande ist das fonnte Ganzes in der Arbeit leisten, er mühte sich genden Fischgeruch. Aber er hatte doch gerade lich in einer Fabrit, und Ilse war Stenotypistin. etwas anderes, da wird jede Arbeitskraft ge- nicht nur um ein Arbeitsteilchen. Jack schickte Ansichtskarten nach Hannover, diefem Dunstkreis entfliehen wollen! Noch am Das erste, was der Großvater erzählte, war: braucht. Aber hier in der Stadt! Ich will nichts felben Abend reiste Jack ab. ,, Die Grete, das ist fo eine. Sie trafen sich immer auf das Mädel sagen, ich kann es verstehen. Doch vom Rathaus, vom Dom, vom Bleikeller, vom Er wandte sich nach Hannover. Die Arbeiter unter'm Sachsenroßschwang, und nun hat sie ein warum willst du dir einen Balg auf den Hals Freihafen, vom Roland und vom Effiohaus. Dann füllen nicht das Hauptstraßenleben, sie wohnen ein uneheliches Kind." Jad war zu unangenehm laden, den du gar nicht gemacht hast. Sollst mal war der Inhalt des Buches, das sechs kolorierte braußen in Linden, anderen Vororten, in alt- berührt, um überhaupt zu antworten, Grete aber sehen, die Konjunktur schlägt um, es gibt bald Anfichtspoftfarten für 50 Pfennig enthielt, erArbeitslosigkeit." Schließlich wurde Jad ver- schöpft, und Jack dachte nicht mehr ans Schreiben. mintligen Straßen mit morschen Häusern oder tat ihm ob des plärrenden Greises leid. in tahlen hannoverschen Straßen mit hohen Jack fajte bald eine tiefe Zuneigung für nünftig. ( Fortsetzung folgt.) Mietfasernen. Das wohlgesinate Birgertum fann Grete. Sie war solch armes gehegtes Menschennämlich eins: Distanz halten. find. Früh, wenn es noch dunkel war, brachte Gern weilte Jad bei einem Arbeitskollegen, der Stadtverordneter war. Der fämpfte um jedes Eine»unmögliche Diskussion". Genosse Josef S t i v i n schreibt unter diesem Titel im„Pravo Lidu": „Genosse Nießner amworret im„Sozialdemokrat" auf meinen Artikel am Dienstag über di« Rede des Genossen Dr. Czech. Ich habe zu seiner Antwort nur folgende Bemerkungen: Genosse Dr. Czech sprach von der letzten Regierung, « welcher auch tschechische Genossen Minister waren, als von,einer„moralisch in ärgster Weise besudelten" Regierung, behauptete, daß die tschechische Sozialdemokratie durch ihre Koalitionspolitik den Kapitalisten zu derselben Stellung verhalfen habe, die sie in Oesterreich(!) hatten und daß sie die Arbeiterschaft dazu verurteilt«, der Bourgeoisie die Kastanien aus dem Feuers!) zu holen, daß wir aus der Regierung erst gingen, als wir mußten(!)— und Genosse Nießner meint, daß uns Genosse Dr. Czech keineswegs rücksichtslos angefaßt habe! Der deutschen Partei ist bekannt, daß wir gleich nach den Wahlen dem Ministerpräsidenten Svchla empfohlen haben, eine Regierung der tschechischen und deutschen Klerikalen und Agrarier zu bilden, Ge- s-tffe Dr. Czech behauptet demgegenüber, daß wir oissen Gedanken damals„als einen Anachronismus abgelehnt" haben und Genosse Nießner stellt die Rede des Genossen Dr. Czech als einen Spiegel der— Wahrheit hin! Den führenden Genossen der beiden Parteien ist doS Ergebnis des Versuches bekannt, der vor nicht langer Zeit zur Erzielung einer gemeinsamen Aussprache und allfälligen Vereinbarung in. den hauptsächlichen Dingen der inneren Politik unternommen wurde. Dos Schicksal dieses Versuches war es eigentlich, das mich zu meinem Artikel vom Dienstag veranlaßte. Genosse Nießner schreibt ruhig, daß unsere Partei in der veränderten politischen Situation keinen Schritt zur Herbeiführung eines Einverständnisses unternommen ha'be! Hier hört schon die Diskussion auf, denn es fällt einem die Feder aus der Hand." Wenn ich dem Genossen Stivin einen ireundschaftlich gemeinten Rat geben darf, so ist der, mit weniger heißem Bemühen Material zusammeuzutragen, das geeignet erscheint, die Entfremdung der beiden Parteien weiter bestehen zu lassen. Ich möchte ihm auch gerne raten, mit weniger Eifer den Ausführungen des Genossen Dr, Czech einen schärferen Sinn zu unterlegen, als in ihnen gelegen ist und als es auch die^Wsicht des Genossen Dr. Czech war. Daß mein'em Ratschlag Berechtigung zukommt, müßte auch Genosse Stjvin erk^nn(n, wenn er mit weniger von Voreingenommenheit getrübten Augen das, was Genosse Dr. Czech wirklich sagte, mit der Art und Weise vergleichen würde, wie er(Stivin) zitiert. Unter anderem ist es schon eine starke Zumutung, wir dürften über die allnationale Koalitionsregierung nicht ungeschminkt unsere Meinung sagen, weil in ihr auch einige tschechische Sozialdemokraten waren, die doch schließlich aus ihr austraten, weil sie es wegen des Geistes und Charakters dieser Regierung nicht in ihr aushielten und über die sie jetzt oft genug zumindest ebenso scharfe Urteile fällen, wie Genosse Dr. Czech über sie urteilt. Da Genosse Stivin die vertrauliche Aussprache erwähnt, die nicht vor kurzer, son- dem schon vor längerer Zeit, als die politische Entwicklung..noch keineswegs so klar war, wie sie heute erscheint, zwischen Vertretem der bei- den Parteien abgehalten wurde, so darf wühl auch ich darüber reden. Die Art, wie Genosse Stivin von dem„Schicksal dieses Versuches" einer Verständigung spricht, muß den Eindruck erwecken, als wäre das Verhalten der deutschen Genossen bei jener Aussprache ein solches gewesen, daß die tschechischen Genossen eingesehen hätten, es wäre Malz und Hopfen verloren und jede weitere Mühe, mit der deutschen Sozialdemokratie eine Verständigung zu erzielen, ver- Schliche Mühe. Genosse Stivin stellt damit den Charakter und Verlauf dieser Beratung in ein durchaus schiefes Licht. Er weiß doch, daß, so weit es zu einer wirklichen Aussprache kam, sie durchaus freundschaftlich verlief, und daß die deutschen Genossen auch nicht ein Wort sprachen, das geeignet gewesen wäre, die tschechischen Genossen von einer Fortsetzung dieser Aussprache, wiesievonunsererSeite ausdrücklich gewünscht wurde,abzuschrecken. Daß die Besprechung zu einem unmittelbaren Ergebnis führe, das haben die tschechischen Genossen, die zwei Tage vorher gemeinsames Vorgehen mit den tschechischen Rationalsozialisten beschlossen hatten, doch selbst nicht erwartet, und wohl auch gar nicht gewünscht, da sie durch die oben abgeschlossene : erwähnte Bindung die Hände nicht frei hatten. Bon einzelnen tschechischen Genossen haben die deutschen Teilnehmer an jener Beratung später gehört, die Aussprache sei nicht nach ihrem Äunsch verlaufen, da die deutschen Genossen große Zurückhaltung geübt hätten. Wäre Gen. Stivin weniger unfreundlich gesinnt, so hätte er gerade aus dieser Zurückhaltung erkennen müssen, daß die Vertrauensmänner der deutschen Partei, da schon kein positives Ergebnis herbeizuführen war, wenigstens in der Stimmung nichts verderben wollten, um— wenn die Dinge klarer liegen würden— eine Fortsetzung der Aussprache nicht zu verhindern. Gen. Stivin weiß, daß der Referent in jener Beratung seine Ausführungen dahin zusammenfaßte, daß die tschechische Partei unter geeigneten Verhältnissen wieder bereit sei, in eine Regierungskoalition einzutreten, wodurch von vornherein der Diskussion über die Möglich-, keiten einer gemeinsamen Aktion eine Schranke gefetzt war. Es ist ein vergebliches Beginnen, wenn sich Genosse Stivin bemüht, uns als die Schuldigen dafür.erscheinen zu lassen, daß es trotz der internationalen Einheitsfront der Bourgeoisie noch nicht zu einer Einigung unb gemeinsamen Abwehrfront der beiden sozialistischen Parteien gekommen ist. Ich kann nur wiederholen: wenn die tschechische Sozialdemokratie endlich jenen Endschluß fassen wird, den sie angesichts der drohenden Reaktion und der aujtz schwerste gefährdeten Interessen des Gesamtproletariats längst hätte fassen müssen, so wird sie uns bereit finden. Es ist durchaus überflüssig und niemand von uns hat dem Gen. Stivin. Veranlassung dazu gegeben, daß ihm „die Feder aus der Hand falle",. Dagegen wäre dringend zu wünschen, daß er zur Herbeiführung der Einigung her beiden sozialdemokratischen Parteien künftig von ihr einen besseren Gebrauch macht. Wilhelm Nießner. KommuMifche Palastrevolution in Siidböhmen Der Aurlchlutz des Abgeordneten hirW.— Die Winterderger «Kommunisten verlangen auch den Ausichlutz der Parteiletretare Lierer und Michalet. Wir haben in der vorigen Woche berichtet, daß Freitag, den Iß. Juli der Lokalausschuß der kommunistrschen Partei in Krumau den Abgeordneten Hirsch! ausgeschlossen hat.(Dieser Aus- schürß erfolgte mit allen gegen Met Stimmen.) Bon diesem Ausschluß verständigte das Kru- mauer kommunistische Parieisekretariat das Kreissekretariat in Budweis am Samstag, den 17. Juli, un schön am Montag, den 19. Juli, bestätigte «ine Sitzung der Kreisvertretung in Büd- weis einstimmig in Gegenwart Hirschls dessen Ausschluß. Das muß man Wohl insbesondere Mit Rücksicht auf die Verbindungsmöglichkeiten in Südböhmen als äußerst fix hetrachten und dar läßt auch darauf schließen, daß das gegen Hivschl vorliegende Material so schwerwiegend ist, daß die Kreisvertretung nichts anderes beschließen konnte. Die kommunistische Presse sowohl in Südböhmen als auch der„Vorwart s" und das „Rude Pravo" haben sich über diesen Fall bisher vollkommen ausgeschwiegen. Nur vor ein paar Tagen erschienen in den Blättern— äugen, scheinlich lanciert— kurze Meldungen, daß das Politbüro, also der kommunistische Parteivorstand, den Ausschluß Hirschls nicht bestätigt habe. Die ganze Art und Weise, in der sich der Ausschluß Hirschls und seine Behandlung oder besser gesagt, seine Nichtbshandlung in der kommunistischen Presse abspielt, geben schon einen Begriff von den chaotischen Zuständen, die in der kommunistischen Partei, insbesonders in Südböhmen, herrschen. Es ist doch charakteristisch, daß der LokÄauSschuß von Krumau den Ausschluß Hirschls, des so viel gerühmten Abgeord- ncten, beschließen konnte, ohne die Mitgliederver- sammlung zu befragen, daß die Kreisvertretung den Ausschluß bestätigen konnte, ohne sich wieder mit den Bezirks- und Lokalorganisationen zu verständigen und daß schließlich das Politbüro den Ausschluß angeblich nicht bestätigt ohne aber die kommunistische oder sonstige Oeffentlichkeit von den Gründen des Ausschlusses oder ober von den Gründen der Nichtibestätigung dieses Ausschlusses zu verständigen. Noch grotesker wird die Angelegenheit dadurch, daß nach einer Mitteilung, dte wir erhalten, der kommunistische Parteivorstand in einem Schreiben an die Winterberger Kommunisten«rLärte, daß er von der ganzen Sache nichts wisse. Ein netter Parteivorstand, der von dem Ausschluß eines Abgeordneten nichts wissen will, nachdem schon die gesamte Presse darüber berichtet hat. Mer die kommunistische Parteimitgliedschaft scheint nun endlich diesen Zustand gründlich satt zu bekommen, wie gerade das Beispiel der Win- terbevger Kommunisten zeigt. I« Winterberg und in einigen anderen kommunistischen Lokalorganisationen Süd- böhmens, wo Hirsch! sein« Anhänger hat, sind nämlich regelrecht« Revolutionen ausgebrochen. Die Winterberger Lokalorganisation berief für Montag, den 26. Juli, eine Mitgliederversammlung ein, zu der sie den Parteivorstand und die Kreisvertrstuntz eingeladen hatte; insbesondere war das Erscheinen des KreiSsekretärs Vierer gefordert worden, der bekanntlich der Antrieb zum Ausschluß Hirschls war. Aber weder der Partervorstand noch Herr Bie- rer erschienen in. der Sitzung. Es kam' nur ein kommunistischer Gewcrkschaftssekre- tär namens Diener. Nach stürmischer Verhandlung wurde br. schloffen, dem Parteisekretär Vierer das schärsste Mißtrauen ausznsprechen. Einer der Winterberger Vertrauensmänner wies auf das schmähliche Verhalten Vierers in Brüx hin, erklärte ihn als Soldatenschinder, sprach von der Leichtfertigkeit des Pötschmühler Streiks, kurzum, zählt« alle die Sünden dieses Herrn auf, die die Sozialisten so ost seststellen. Ganz offen wurde der Meinung Ausdruck gegeben, daß Vierer ans der Partei ausgeschlossen werden müsse. Herr B i e n e r als Vertreter der Kreisleitung getraut« sich, gar nicht, den Beschluß der Krumauer Lokalorganisation und der Kreisvertretung, in welch letzterer er mitwirkte, zu vertreten und versteckte sich hinter dem Parteivorstand, indem er erklärte, daß der Beschluß erst dann verfekt werde, wenn der Parteivorstand seine Zustimmung erkläre. Als er nach den Gründen des Ausschlusses Hirschls gefragt wurde, meinte^ er geheimnisvoll, Der kommunistische Kapitalismus. Bon D. Dali». Die Regierung der S. S. S. R. veröffentlichte am 7. Juni ein«„Erklärung", der gemäß das'Dekret vom 18. April 1918 über die Verpflichtung zur Registrierung von Aktien, Obligationen, und anderen Wertpapieren aufgehoben sei. Man wird sich allgemein erinnern, daß dieses Dekret, das in der Frühzeit der Sowjetherrschaft herauSgegeben wurde und zum„cher- »en Fonds" des internationalen Kommunismus geworden ist, die Grundlage werden sollte für den. Beginn einer lvahrhaften Staatskontrolle über das Finanzkapital und seine schnelle Liquidierung vorbereiten sollte. Diese Liquidierung hat wirklich stattgefunden, sämtliche alten Aktien Und Obligationen sind wirklich entlvertet unp werden selbst an den europäischen Börsen um ein Nichts verkauft. Und nun, als die Liquidierung des Finanzkapitales anscheinend gänzlich abgeschlossen sei, höbt die Kommunistische Regierung das alt« klassische Dekret aus und erklärt sämtlichen Besitzern von Wertpapieren, sie seien von nun ab von der Staatskontrolle befreit. Damit werden weite Möglichkeiten für Bövsewkapital und Spekulation eröffnet und die Anhäufung großer Kapitalien in einer Hand erleichtert. Dies bildet den Anfang zur Legalisierung einer neuen Finanzbourgeoisie— nicht nur einer Klein«, sondern auch einer Großbourgeoisie— gleich wie dank den Dekreten der letzten Jahre bereits in bestimmtem Rahmen und Umfang«ine Industrie- und Hantelsbourgeoisie legalisiert worden ist. Wenn es gelingen sollte, den Tschernowetz zu stabilisieren, würde sich hier eine neue Quelle für die Bildung des Großkapitals der neuen Finanzbourgeoisie eröffnen. Gleichzeitig mit der Erwerbung solcher Vermögensrechte seitens der Finanzbourgeoisie geht die Erwerbung politischer Rechte einher. Die neueste am 13. Oktober 1925 bestätigt« Verordnung über die Sowjetwahlen gewährt unter ananderem das Wahlrecht an„Personen, die Zinsen erhalten aus Einlagen und Obligationen der staatlichen, kommunalen und genossenschaftlichen Anleihen". Bon dem Umfange des Besitzes dieser Personen wird in der Verordnung nicht gesprochen, und es ist völlig klar, daß dieser Artikel Anwendung findet sowohl auf die kleinen als auch auf die großen, ja selbst auf die ganz großen Wertpapierbesitzer, um so mehr, als auch die Kontrolle über den Umfang ihres Besitzes nicht mehr für notwendig angesehen wird. So hat zum erstenmale-die Großbourgeoisie im das Wahlsystem der Sowjets Aufnahme gefunden. Vielleicht gibt es im Augenblick noch keine Großkapitalien dieser Art. Doch'sie sind, bereits in der Bildung begriffen und müssen sich unvermeidlich mit dem allgemeinen Wiederaufbau der Wirtschaft bilden. Wichtig vor allem scheint, die prinzipielle Bresche, die in die Praxis wie in die Theorie des kommunistischen Staatstve- senS gelegt ist. Aus welchem Grunde hat plötzlich die Sowjetregierung dem privaten Finanzkapital solche Rechte verliehen? Wäre dies eine Laune gewesen oder eine zufällige„Abweichung", so wäre zu erwarten gewesen, daß hier weder persönliche noch zufällige Motive gewaltet haben, sondern harte wirtschaftliche Notwendigkeit. Das Bedürfnis nach Geld, das der Soivjet- vordörhap.d darüber nichts sagen zu können. Die Versammlung erklärt« offen, daß die Kommunisten von Winterberg und anderwärts im Falle der Bestätigung des Ausschlusses Hirschls durch die Zentrale ihre Konsequenzen ziehen werden. Andererseits aber gab wieder der Vertreter der Opposition die Erklärung ab, daß Hirschl als Ab- geordneter bereits unmöglich geworden sei und daß in dem Falle, daß der Parteivorstand di« Zustimmung zum Ausschluß nicht geben würde, die ganze Kreisvertretung, welche für diesen Ausschluß gestimmt hat, verschwinden müsse. All dies zeigt deutlich, daß die Verhältnisse in der konnnunistischen Partei Südböhmens geradezu heillos geworden find, daß innerhalb der Partei Fraktionen mrd Fraktiönchen einander auf das leiderychaftlichstc bekämpfen. So wird uns gemeldet, daß auch der Krcissetre- tär der tschechischen Kommunisten Micholek, der jetzt seine fünfmonatige Kcrkerstrafe absitzt, nach Verbüßung seiner Haft ebenfalls hinausfliegen soll. Alle diese Meldungen und nicht zuletzt die Tatsache, daß eben die kommunistische Presse diese Dinge vollständig totzuschweigen versucht, lassen erkennen, daß das trübe Parteiwasser der Kommunisten jn Südböhmen bereits zu einem Sumpf geworden ist. Aber nicht nur in Südböhmen, sondern überall kracht das Gebälke der Konrmunisten und wenn wir auch die Arbeiter bedauern, die durm die' Methoden und Zustände in den kommunistischen Parteien von ihrer Klassenaufgabe abgelenkt werden, so erkennen wir doch in dein Auffliegen solchen Gestankes eines der Mittel, die zur Umkehr führen müssen. regierung so eigen ist, wie den anderen Regierungen Europas, zwingt sie, den Weg der Staatsanleihen zu betreten und bei Privatpersonen Geld zu suchen. Der Börsenumsatz aller möglichen Werte wird dabei zur absoluten Notwendigkeit. Um ihn zu ermöglichen, um den Rahmen des Staatskredites zu erweitern, erschien cs notwendig, die Finanzbourgeoisie von der strengen Kontrolle zu befreien, die von dem alten Dekret Lenins vorgesehen lvar. Andererseits schien«S sinnlos, die Leute, die ihre Mittel dem Staate zur Verfügung stellen würden, durch Entziehung des Wahlrechtes zu strafen. Man mußte die Rechte und Privilegien des Finanzkapitals legalisieren. Ucbrigens gewährt dieselbe Verordnung das Wahlrecht zu den Sowjets auch der Kleinbour- geoisie in der Person der„Eigentümer und Pächter von Mühlen, Oelmühlen, Schmieden usw." ter von Mühlen, Oelmühlen, Schmieden usw.", außerdenr den ländlichen„Kulaki"(Großbauern). Die Ausbeutung der Lohnarbeit behindert weder in diesem noch in jenem Falle die Teilnahme an den Sowjetwahlen^ sofern sie die Gesetze nicht überschreitet. Doch da gerade gerät diese Verordnung in Widerspruch zur Sowjetverfassung, der gemäß des Wahlrechtes verlustig gehen: a) Personen, Äe zur! Lohnarbeit greiser», um hieraus Nutzen zu ziehen; b) Personen, die von nicht auf Arbeit basierenden Einkünften leben wie: Zinsen. Einkünfte von Unternehmungen, von Besitztümern usw. Wir wollen es ruhig den kommunistischen Staatsgelehrten überlassen, darüber nachzudenken, auf welche Weise«ine^bescheidene Verordnung die Verfassung aufheben kann. Denn wir wissen es, weshalb die Sowjetregierung gezwungen ist, ihre neuesten Reformen zugunsten der Bourgeoisie in aller Stille durchzrtführen. Doch in einigen kommunistischen Kreisen hat diese politische Nachgiebigkeit gegenüber der Bourgeoisie bereits Unzufriedenheit hervorgerufen und neuerlich wird(von Bogowoj), in der letzten Nummer des„Bolschewik", gegen solch„politischen Nepp" energisch Protest erhoben.„Und es ist zu solcher Schande gediehen, daß z. B. im ganzen Tjumenschen Rayon nur 0.4 v. H. der gesamten Bevölkcrungszahl des Stimmrechtes bar ift"; daß in Kuban im ganzen 1.4 v.H. des Stimmrechtes beraubt waren, daß„in dem Kreis Tschernigowsky die großen Tabakpflanzrr das Wahlrecht erhielten und ebenso in einer Reihe anderer Orte". ,Mer sind diese wieder in ihre"Rechte eingesetzten»Meingewerbetreibenden"? Jeder von rhsten bepflanzt mit Tabak 10 bis 80 Desjaticnen und, ohne persönlich auf seinen Feldern zu arbeiten, beschäftigt 30—40 bis zu 80—120 langfristige Saisonarbeiter". Der„Oppositionist" Bagowoj hat richtig den charakterfltischsten Zug hervorgehoben, der augenblicklich m Rußland derlei Zugeständnisse an die Bourgeoisie begleitet: sie gehen stets auf K ost e n der Volksmassen. Da, wo z. B. diese Rechte den-Tabakpflanzern gewährt sind,„haben sich die Armen geduckt; in denjenigen Bezirken, wo die Tabakbauer wohnen, haben die Armen nicht gewagt z» den Wahlen zu kommen". Doch diese richtige Feststellung ist nicht nur auf die enge Sphäre der Sowfetwahlen anwendbar. Tie gesamte Entwicklung des bolschewistischen Staates bewegt sich in dieser Richtung: der„Burgfriede n" mit der ne gen Bourgeoisie bedeutet für ihn Schmälerung der Rechte der Bolksmassen und Verschlechterung ihrer Existenzbedingungen. Seite 4 Ausland. Die Revolte der meritanischen Betroleumbischöfe. Streit in der Ersten Brünner Maschinenfabrit Brünn, 29. Juli. Die Arbeiterschaft der Die gesamte Arbeiterschaft befindet sich seit Ersten Brünner Maschinenfabrik ist im Ausstand. heute im Ausstand. In einer mehrere Stunden In einer mehrere Stunden Generaldirektor Hödl hat es nun doch zu dem dauernden Versammlung wurde der einstimmige gebracht, was seine Absicht von allem Anfang an Beschluß gefaßt, in den Streik zu treten. Die Bertreter der Arbeiterschaft übermittelten war: die bisher geführten Verhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeiterschaft und der Diret- diesen Beschluß dem Generaldirektor, welcher ihn tion können vorläufig als gescheitert be- zur Kenntnis nahm. trachtet werden. Die merikanische Regierung hat gegen den Erz bischof Moray del Rio von Mexiko, ferner gegen sie ben Erzbischöfe und 29 Bischöfe, die in dem Hirtenbrief als Protest gegen die merikanische Kirchenkundgebung die Einstellung des Gottesdienstes vom 1. August an verkündet, ferner die Bevölkerung zum Boykott der Staatsschulen aufgerufen und den Präfidenten Calles erkommuniziert haben, ein gerichtliches Verfahren eingeleitet. Der merikanische Ge- 000000000000000000 werkschaftsbund hat sich in einer Entschließung verpflichtet, die Regierung in ihrent Kampfe gegen die revoltierenden Bischöfe zu unterstützen. Zagesneuigkeiten. Erntegedanken. Bon Ru- la. Wieder schenkt die Mutter Erde Garben schwer der ganzen Welt, Wieder fallen goldne Strahlen Auf ein fruchtbar Erntefeld. Wieder fahren volle Wagen Knarrend ein ins Scheunentor, Und es stauet hoch und höher Sich die reise Frucht empor. Brot für alle gab in Fülle Uns die gütige Natur, Daß der Mensch, sein Wohl erkennend, Gerne folge dieser Spur. Anders aber ist's beschlossen, Sind auch alle Scheuern voll: Hierzulande frißt den Armen Weg das Brot- der Hungerzoll. Streifen. 30. Juli 1926. verrichten. In einer Broschüre, die ein leibhaftiger ,, Doftor" verfaßt hat, machen die Schwarzen fol gende Vorschläge: Lehrgegenstände der Schule sind Lesen, Schreiben, Rechnen, tagtäglich Religion. d. h. biblische Säße sollen analysiert werden. DesSprachlehre ist nur nach der Bibel zu erteilent, gleichen sind im Rechtschreiben Sätze aus der Bibel abzuschreiben oder zu diftieren. Das Lesebuch enthält Legenden, hauptsächlich aber ist die Bibel zu berwenden. In der Geschichte ist die Geschichte der heiligen Kirche und der Päpste zu erzählen, aber so, daß die Kinder merken: Alles, was gut ist in der Welt, hat die Kirche gemacht, alles Böse tommt 0000000000000000000000000000000000 von Juden, Freimaurern und Sozis. Keine liche Weisung ,, bete und arbeite" als Teufels- Uebertreibung, fein Scherz, die Pfaffen möchten's wunsch betrachten. Es ist einfach nicht zum aus wirklich so. denfen, was mit einem solchen Streif für ein UnJahreskarten für einzelne Direktionen. Befannt heil angerichtet werden kann! Die Gläubigen lich fönnen, bisher Berufsreisende, die die Eisenverkaufen wie ihre Priester das Vaterunser um bahn ganzjährig benützen, Jahreskarten nur für ein Butterbrot. Man bete zu Gott, daß er die mindestens zwei Direktionen lösen, auch dann, wenn merikanischen Geistlichen noch rechtzeitig erleuchte ihr Arbeitsgebiet sich bloß auf eine Direktion er oder wenigstens den Papst zu einem Augenzwin- stredt. Der Bund der Vertreter und Reisenden, fern veranlaßt, welches das Aergste verhütet. Sugendfürsorge und Goldatenspiel. Der Jahresbericht der Landeskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge für das Jahr 1925 gibt eine genaue Uebersicht über die geleistete Arbeit. Auf Seite 18 des Berichtes heißt es: Der letzte und schwierigste Teil unserer Arbeit besteht in der allgemeinen Aufklärung zur Hebung der Anschauungen über Familien- und Bolfskultur, Gemeinjinn und Menschlich feitspflege". Wie Kinderheim Wie int in Warnsdorf diese Grundsätze gefördert werden, geht aus einem Bericht des Dir. Karl Hoke hervor. Dieser erzählt auf Seite 73: ,, Neuerdings hat sich eine Heimarmee gebildet. Erst fam ein Junge auf den Gedanken, Papiertschafo aufzusetzen. Nach und nach kam eine Flinte dazu, ein Gurt mit diversen Holzdolchen, der fleine Held bekam wirklich einen ganz friegerischen Anstrich. Niemand hat etwas gesagt, nicht angecifert, nicht ge wehrt. Jezt ist schon ein ganzes Waffen arsenal beisammen und sogar die älteren Semester finden es nicht unter ihrer Würde, bei dem militärischen Gepränge mitzutun". Die merikanische Regierung begründet, wie aus einer Erklärung des Ministeriums des Innern zu ersehen ist, das Strafverfahren gegen die revoltierenden Bischöfe mit dem Hinweis, daß der Hirtenbrief einen Versuch darstelle, die Kirchenpolitischen Bestimmungen der Verfassung abzuändern, welcher Versuch also die Verfassung verlege. Die merikanische Regierung hat energische Vorbereitungen zur Durchführung der neuen Kirchenverordnung, die am 1. August in Wirksamkeit tritt, getroffen. Verstärkte Polizeikräfte patrouillieren alle Ortschaften, um etwaige Unruhen im Keime zu ersticken. Das Militär wird ebenfalls in Bereitschaft gehalten, doch soll die gesamte Heeresmacht aufgerufen werden, falls es unbedingt erforderlich ist. Präsident Calles erließ Ausführungsbestimmungen zu dem in der Verfassung verfügten Verbot des Religionsunterrichts in Privatschulen. Danach darf kein Geistlicher Leiter oder Lehrer von Privatschulen sein. Ebenfalls verboten sind in solchen Schulen Kapellen, Betsäle, religiöse Bilder und andere Gegenstände religiösen Chavakters. Bereits jetzt sind durch die Polizei religiöse Enbleme, Heiligenstatuen und dergleichen von den Marktplätzen entfernt worden, da die Regierung Wenn die Diener Gottes auf Erden sich ein So13fchwert zu schuizen und einen erklärte, daß derartige Gegenstände nicht öffentlich ausgestellt werden dürfen. Der Auszug von Mönchen, Nonnen und Geistlichen aus dem Lande hält In Mexiko wollen die Geistlichen vom Erzan. Teilweise planen sie die Errichtung von Schulen bischof abwärts am 31. Juli in den Streif treten. auf dem Boden der Vereinigten Staaten nahe der Die neuen Kulturgeseze haben die sonst gottes Grenze. Die zurückbleibenden Priester tragen befürchtigen Herzen entzündet, die lammruhigen reits beinahe ausnahmslos Zivilkleidung. Selbst der Gemüter aufs äußerste erregt und die Milch der Erzbischof von Mexiko und der Sekretär des meri- frommen Denkart in gärendes Drachengift verfanischen Episkopats und der streitbare Bischof von wandelt. Man tat auch hier schon wieder nicht Tabasco, ein Vollblutindianer, haben die Priester- so wie die Geistlichkeit und so droht sie mit dem gewänder abgelegt. Der Bischof ist zur gerichtlichen Streit. Die Kapläne, Pfarrer, Dechante, Vikare, Bernehmung vorgeladen, da die Behörden den Epi- Bischöfe und weiß der Teufel wer noch, werden kospat für den vom 1. August an als Abwehrmaß ab 31. Juli 1926 ihre abgeracferten Hände in den nahme vorgeschlagenen Käuferstreit verantwortlich Schoß legen und streiken. Wie dio Maurer und machen. Sie bezeichnen ihn als wirtschaftlichen Boy sonstiges gottloses und arbeitsscheues Sozialistenkott, der gegen die Verfassung verstoße. Mittlerweile pack, werden die Diener Gottesdie Arbeit verschreitet die Untersuchung gegen die Rationale Union weigern", Versammlungen abhalten, Streifposten für religiöse Freiheit fort. An Stelle der verhafstehen und demonstrieren. Die Gebetmühlen in teten Leiter, die in Militärgefängnis festgehalten werden, sind bereits neue gewählt. Besondere Polizeikräfte auf Motorrädern durchstreifen die Hauptstadt, um die geheimen, stets wechselnden Zusammenfunftsorte der Union aufzustöbern. Die Mitglieder benachrichtigen einander durch Haudzettel. Auch verteilen fie insgeheim Flugblätter mit Verhaltungsmaßnahmen für die Zeit nach dem 1. Auguft. Die Kirchen sind außerordentlich besucht, da alle kirchlichen Funktionen demnächst eingestellt werden. Denisenfurie. Der Weltkrieg brachte großes Leid. Auch den Kindern. Unter den verwahrlosten, geschädigten Kinder sind die Opfer der Nachwirkungen des Krieges. Wird hier Menschlichkeitspflege gelehrt und geübt, wenn man mit Freuden berichtet, daß die Kinder so frühzeitig mit Mordwerkzeugen zu spielen beginnen? Aufgabe des Erziehers wäre es, den Kindern den Abscheu vor dem Kriege zu erweden. Dann würde die Freude am Soldaten spielen auch in den Kinderherzen sterben. Banbentämpfe am Ballan. Siz Teplitz- Schönau", bemüht sich nun seit langem um Erlangung von Jahreskarten für einzelne Di reftionen. Das Eisenbahnministerium ist dieser Idee nun tatsächlich nähergetreten, was aus einer 3schrift an den intervenierenden Abgeordneten Taub hervorgeht. Das Eisenbahnministerium teilt ihm mit, daß bei der neuen Ausarbeitung des Preistarifes, in welchem in der kürzesten Zeit nach Erhöhung des Eisenbahntarifes begonnen wird, die Absicht besteht, das heutige System der Jahres- und Salbjahreskarten auf die Art der Abonnementfähr farten, die für bestimmte Gebiete der tschechoslowatischen Eisenbahn gültig sind, zu regeln, bzw. umizuarbeiten. Dadurch würde die Notwendigkeit, Karten für wenigstens zwei Direktionen zu lösen, entfallen. Gegenüber den einander widersprechenden bisherigen Veröffentlichungen wegen der Zuschlagsmarfen zu den bereits gelösten Jahrestarten macht der Bund die Kollegenschaft aufmerkjam, daß die Zuschlagsmarken bis 15 September I. J. gelöst wer den können. Der Zuschlag beträgt für ab Jänner .. gelöste Jahrestarten 9 Prozent, für am 1. Juli J. gelöste Jahreskarten 20. Prozent, für Halbjahresfarten ab 1. Juli I. J. 18 Prozent. Der Bund behält sich vor, bis 31. August 1. J. noch eine Veröffentlichung ergehen zu lassen wegen der bequemsten Art der Lösung der Zuschlagsmarken, in welcher Richtung noch Interventionen erfolgen. Von der Schäferwand abgestürzt. Mittwoch, den 28. Juli, gegen 4 Uhr nachmittags, stürzte der 16jährige. Bohumil Bares von einem Felsen der Schäferwand, oberhalb der Fabrik Pächter ab und zog sich nicht unbedeutende Verlegungen zu. Er wurde mittelst Rettungsauto des Roten Kreues ins Tetschener Krankenhaus gebracht. Wochen wurde des öfteren über Fälle berichtet, in Flugzeuge im Rettungswesen. In den letzten denen ein Menschenleben nur mit Hilfe des Flua zeuges zu retten war, sei es durch den raschen Transport des Kranken in eine Operationsflinit Wie aus 11 es füb gemeldet wird, entspann oder durch den Flug des Arztes zum Aufenthaltsort fich Mittwoch am Crni Vrh bei Kviva Palanta des Patienten oder durch Beförderung eines heil ein Sampf zwischen serbischen Grenz- fräftigen Serums. Dementsprechend wird auf dem truppen und einer aus 30 Romitatfchi be- 3. Internationalen Rongreß für Rettungswesen und stehenden bulgarischen Bande, welche über Erste Hilfe bei Unfällen, der vom 7. bis 11. Sepdie Grenze aus Bulgarien in das serbische Terri- tember d. 3. in Amsterdam statifindet und an torium eingedrungen sind. Da sich die Bande auf dem sich alle Kulturstaaten der Erde betetltgen, der der Höhe verschanzt hatte, wurde auch Artille großen Bedeutung, die das Flugzeug allmählich auf rie herangezogen, um die Verluste der diesen Gebieten gewonnen hat, Rechnung getragen. jugoslawischen Truppen zu vermindern. Bisher Abteilung Nr. 6 des Arbeitsplanes dieses Nongresses find drei jugoslawische Gendarmen behandelt ,, Rettungswesen und Erste Hilfe int Luftgefallen. Die Zahl der gefallenen bulgarischen verkehr". Die Deutsche Luft- Hanja wird durch einen Romitatschi ist noch nicht bekannt. In der Nacht Spezialarbeiter in Amsterdam vertreten sein. trat cine Stampfpause ein. den Kirchen werden aufhören, zu klappern, die Neugeborenen werden sich mit der Taufe bis zum Ende des Streikes gedulden müssen, es gibt feine Konfirmationen, keine Messen, fein Requiem, feine Hochämter, feine Bittgänge, feine offiziellen Dankgebete zum Herrgott, feine Beichte, feine Lossprechungen. Armes Merifo, was für schredlichen Zeiten geht dein Volf entgegen! Alle deine behosten und unbehosten Kirchenweibeln werden ohne Leithammel dastehen. Sündig werden die Seelen zur Himmelstür flattern. Und was wird der oberste Vorgesetzte sagen, wenn er von der Rebellion feiner Erdendiener erfährt? Wird er es für gut befinden, wenn die Gottesdiener für profane irdische Wünsche die ewige Seligkeit vieler Christen gefährden, ja direkt aufs Spiel setzen? 1338.50.- 1364.50.- Benn sie darum das„ Großer Gott wir loben 82.70.- Dich" Dich" einstellen? Wenn sie die unbeholfenen 656.25.- Gläubigen allein ihrem Schicksal überlassen, die 165.27.50 fich dann sehr leicht auf dem dornigen Wege zur Wie sich die Schwarzen die Schulreform vor34.- himmlischen Seligkeit verirren? Welch ein Un- stellen. Den österreichischen Schwarzen liegt die 80.20. heil fann entstehen, wenn die Geistlichen streifen, Wiener Schulreform schwer im Magen, was be59.97.50 weil das Beten zu schlecht bezahlt wird? Es wer- greiflich erscheint. Nun wollen auch sie reformen den auch die Gläubigen nur mehr beten wollen, und wie! Als Muster schwebt ihnen das Burgen480.75.- wenn sie dafür gut bezahlt werden und die christ land vor, wo die Lehrer noch heute Mesnerdienste Prager Nurse am 29. Juli. 100 holländische Gulden • 100 Reichsmarf. 100 belgische Frants 100 Schweizer Frants 1. Brund Sterling 100 Bire 1 Dollar 100 franzöfifche Frants. 100 Dinar 10.000 magyarische Kronen 100 polnische Bloth 100 Schilling Geld 803.75.81.30.653.25.164.07.50 108.67.50 33.70.78.80.59.47.50 4.69 25 877.-477.75.Ware 807.75, 110.07.50 4.79.25 383.Der heilige Franzistus. Das 700 Jahr- Gedenken eines Freundes der eigenartigen Weise. Armen. Schatzgräber gesucht! Das deutschchristliche Zöllnerblatt leistet sich in einer seiner Augenauswischereien folgende Herausforderung der arbeitenden Bevölkerung: ,, Die Parteien, die auf dem Boden des Christen tums fußen, verwalten einen solchen unermeß lichen sozialen Schatz in der christlichen Lehre, aber sie müssen auch den Mut und die Kraft haben, diesen Schatz hervorzuholen, und mit den sozialen Lehren des Christentums rüc haltlos Ernst zu machen, mag es die jem oder jenem passen oder nicht! Dann wird auch die Frage, die jetzt immer erörtert wird, ob eine Mehrheit mit den Sozialisten oder gegen die Sozialisten gebildet werden solle, an Bedeutung berlieren; sind die Parteien, und vor allem die christlichen, nur wirklich sozial, dann hat der So zialismus keinen Boden! Oberhirten durch kezerisches Aufbegehren in Kon- langen Kämpfen die Anerkennung der Päpste fand. flift gerieten. Franziskus schickte Boten aus ins ganze Abendland; Auch Franziskus mußte einen Orden gründen, er selber ging 1219 mit elf seiner Jünger nach aber das Besondere an ihm war, daß er, der reiche, Aegypten, um den Sultan Kamel zu bekehren, der vom Vater bald verstoßene Kaufmannssohn, seinen den sonderbaren Schwärmer unversehrt in die HeiGlauben und sein Bekenntnis auch selber zu leben mat zurückkehren ließ. Zwei Jahre nach seinem juchte. Er verkaufte allen Besitz, gab alles den Ar- Tode, im Jahre 1228, wurde er heilig gesprochen. Die fatholische Welt rüstet zu einem Erinne- men, pflegte die Kranken, ritt auf einem Esel, in Seine heiligen Merkmale jind die fünf Wundzeichen rungstage, in dem sich alle Kräfte ihrer großen Tra- brauner Stutte mit einem Strid um den Hals, in am Körper Christi, eine Lilie und ein geflügeltes dition finden. Vor siebenhundert Jahren, int Jahre Gemeinschaft mit seinen Brüdern, den„ Spielleuten Kruzifig. 2ange wirkte die von Franziskus, dem Tröstlich ist an dieser frechen Verhöhnung 1226, starb Franz von Assisi, der heilige Franzis- des Herrn", durch das Land und predigte in schwär- seraphischen Vater", entfesselte Bewegung in Südfus, der Begründer des Franziskanerordens. Im merisch- begeisterten Worten das Evangelium. Jede europa fort. Ihre Anhänger verweigerten den Waf- einer durch den christlichsozialen Zoll- und KonLeben und Wirken des Mannes spiegeln sich Ge- fanatische und fanatisierende Düſterkeit war ihm fendienst und wurden den kirchlichen Autoritäten grua- Betrug hineingelegten Bevölkerung die letzte Phrase. Wenn der Sozialismus nicht cher an schichte und Gegenwart des Katholizismus in einer fremd. Er war ein fröhlicher Heiliger, der zu allen recht unbequem, Erst als die Franziskaner offiziell Boden verliert, als bis die christlichen Parteien ernsten Worten über Leben und Tod die Wohllaune in die Kirche eingegliedert waren, verloren sie den durften unter dem wirklich sozial" werden, dann hat er weiter nichts Giovanni Bernardone wurde 1182 in der um- innerer Freiheit fügte. Er war der Natur verbun- rebellischen Charakter und brischen Stadt Assisi geboren. Er war der Sohn den, mit allen ihren kosmischen Erscheinungen, mit Schutzdache der Hierarchie ihre besonderen sozialen zu fürchten. Denn ehe sich die Zöllner und Kongruisten auch nur einen Funken soziales Gefühl des reichen und angesehenen Tuchfabrikanten und allen Tieren und Blumen, die zu lieben des Men Ansprüche im Kreise der Gläubigen erheben. Händlers Petros Bernardone, der seinem Kinde schen heiligste Aufgabe sei. Jedes Handeln nach Bei allen religiöjen Katholiken genießt der hei- aneignen, fann der Stribent mit dem„ unermeßBei allen religiösen Katholiken genießt der hei- fichen sozialen Schatz" ein alter Pfaff werden. später den Namen Franziskus gab, im Gedenken Gründen und Zwecken" soll nach seiner Lehre auf lige Franziskus tiefe Verehrung. Heute ist seine Das„ rudhalilos Ernst machen" bestand in der an Frankreich, mit dem ihn besonders glüdliche Ge- gehen in Dennut und Armut. Jedes Eigentum be- Lehre im Rahmen des gesamten katholischen Lebens Bolitit der letzten Monate, in der Politik des schäftsbeziehungen verbanden. Wir wissen, daß der laste Gottesliebe und Nächstenliebe zugleich, so pre nur eine schöne Bereicherung in der Summe der Brotwuchers. Wenn es aber auf die Hebung der junge Franziskus zuerst ein gierig genießender Re- digte er, und das freiwillige Einssein mit den letz- ideal- religiösen Wünsche, nicht aber eine Wirklich Schäze antommt, die sonst bei der Kirche zu bejüngling war, der allen Freuden, womit der Frühten Lebewesen mache ihn frei, sich den andern in feitsforderung, nach deren Grundsähen das Leben holen sind, würde vielleicht das Volk mir sich reden tapitalismus der italienischen Städte seine Reichen dienender Liebe zu geben. zu gestalten ist. Ein Katholik darf und muß sich zu lassen. beschenkte, die besten Seiten abgewann. 1201 machte Franziskus wollte dem Ratholizismus die alte bem heiligen Franz bekennen, aber wenn er in der Grundhaltung gegenwärtigen Macht- und Güterordnung die letzte er einen Kriegszug gegen Perugia mit und geriet eigentumsfeindliche Die Arbeitslosigkeit in Sowjetrußland. Nach in Gefangenschaft. Da fam nach jchiverer Krankheit zurückerobern, die dieser in seinen offiziellen mittel- Sinwendung aus seiner Lehre zicht, also nach dem den amtlichen Angaben der Sowjetregierung wa ein jäher Umschwung, der das Diesseitsleben des alterlichen Organisationen längst preisgegeben hatte. Sozialismus verlangt, so wird ihm die Kirche ren am 1. Mai 1926 in der Sowjetunion 1,100.000 Jünglings vollkommen veränderte. Franziskus schlug alb christlicher Idealfommunist, halb Urbater Schranken setzen. Die Kraft des franziskanischen arbeitslose Industriearbeiter vorhanden. Von den sich zu den Armen, die die ökonomische Blüte ta Rousseaus mit seinem Ruf: Zurück zur Natur!", Evangeliums, zu dessen Ruhm nächstens in allen Arbeitslosen entfielen 18,3 Prozent auf gelernte liens überall wie ein Schatten begleiteten. Eine wollie Franziskus die Wel: überwinden und sie Kirchen unzählige Kerzen brennen werden, mußte und 42 Prozent auf ungelernte Arbeiter. Die geis solche Wandlung mußte im frühen wie im späten gleichzeitig in all ihrer Güte und Schönheit im auf halbem Wege stehen bleiben, weil die kirch- stigen Arbeiter waren mit 18 Prozent vertreten. Mittelalter in firchlich- religiösem Kleide erscheinen, Gottesbewußtsein zurückgewinnen. Keiner soll Geld lichen Autoritäten mit der wirtschaftlichen Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der arbeits wenn sie wirksam werden wollte. Hinter den zahl- nehmen, jeder soll arbeiten, in der Kleidung Chri- Ingleichheit und der daraus entspringenden sozia- lofen gelernten Arbeiter abgenommen, während reichen Bettelorden der damaligen Zeit verbargen stus nachahmen und Almosen nehmen: das waren fen ungerechtigkeit ihren Frieden ge- die Zahl der ungelernten Arbeiter von 20 auf 42 Beyer, Prozent stieg. sich oft soziale Bewegungen, die mit den päpstlichen die Gebote des Franziskanerordens, die erst nach macht habent. 30. Juli 1926. Wenn die Welt ein Affenhaus wäre. Kantons Valais halten. Seite 5 Tschechische Fascisten und Sozialdemokratie. Jum Murillos, Johann, der Täufer" und um die Fahrt nach Brünn, wo alle die lustigen Wan- Sterben die Schwalben aus? Die Schweize= Die tschechischen Fascisten lassen, um die Deffent- das verlorengeglaubte Gemälde Paolo Verone- derer an den Veranstaltungen des Arbeitertages rische Tierschuhgesellschaft veröffentlicht einen Belichkeit zu täuschen, außer dem Zentralorgan der ses Pharaos Tochter findet Moses". Die Ent- teilnehmen werden. richt, aus dem hervorgeht, daß die Zahl der Schwal fascistischen Partei Narodni Republika" noch ein bedung ist einem Levaer Kunstkenner zu verdan- Internationaler Jdo- Kongreß. In Prag ben in Mitteleuropa in den letzten Jahren um mehr Stopfblatt in Prag unter einem andern Titel er- ken, den der Grundbesitzer ersucht hat, ihm bei dem findet vom 31. Juli bis 4. August der IV. Inter- als 15 Prozent zurückgegangen ist. Die Ursachen scheinen, damit man glaube, Gott weiß wieviele Verkauf einiger Bilder behilflich zu sein. Dieser nationale Jdo- Kongreß im Palais„ Merkur", liegen zunt Teil auf den Wanderstraßen der Vögel; Organe" dies Partei besitze. Dieses Kopfblatt des Kunstkenner entdeckte dann in einer kleineren Niklasstraße 9, statt. Aus 16 Ländern sind Teil- abgesehen von der in Italien noch immer beliebten von uns schon einigemal zitierten Räsblattls ,, Nar. Sammlung holländischer Porträts und Land- nehmer angemeldet, die 13 verschiedenen Sprach- Jagd auf Bugvögel, fordert auch das Ausruhen der Republika" heißt Odboj"( Abwehr") und führt schaftsbilder die beiden Meisterwerke. Der Murillo Stämmen angehören und die sich alle mittels des wandernden Vögel auf elektrischen Leitungen zehl im Untertitel folgendes schmückende Beiwort: ist auf Holz gemalt und war vor einigen Jahren Jdo verständigen. Sonntag findet um halb 10 Uhr reiche Opfer, da hier vielfach durch das enggedrängte Blatt des nationalen Selbstbewußtseins, der Ent- auch im Budapester Museum ausgestellt, wo das die Eröffnungsversammlung in Gegenwart von Zusammenfißen der Tiere Kurzschluß entsteht. Ein schlossenheit und der Tat". Halte die Wahrheit!" Gemälde restauriert wurde, da das Holz an eini- Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden gefährlicher Feind ist auch die Vampirspinne, die ( Hus.) Für die Ehre und das Wohl des Voltes". gen Stellen Risse aufwies. Schon beim ersten und der Körperschaften zur leiblichen und geistigen oft den Tieren im Flug das Blut aussaugt. Außer ( Havliček.), Fürs Vaterland!" Die Wahr- Blick sieht der Kenner an dem Gemälde das Cha- Volkserziehung statt. Die Versammlung ist öffent dem aber hat sich die Zahl der Sperlinge nördlich heit fiegt!"( Georg von Poděbrad.) Schön, nicht rakteristische der Murrilloschen Art. Noch inter- lich. Am Abend um 8 Uhr Vortrag über die Welt der Alpen nach dem Kriege außerordentlich verwahr? Oder zumindest originell, das klingt doch essanter ist das Auffinden des Veronesebildes, das eislehre"( Herr Ing. Bigal aus Wien). Auch dieser mehrt, und die Schwalben finden vielfach ihre ein bißchen tönender als Zentralorgan der fafci- etwa 80 zu 120 Zentimeter groß ist. Auf diesem Vortrag ist der Deffentlichkeit frei zugänglich. Nester bei der Rückkehr besetzt und können die Einstischen Partei". Und nun beginnt ein Leitartikel: verhältnismäßig fleinem Raum erscheinen nicht Montag abends um 8 Uhr hält Prof. Dr. A. Stör dringlinge nicht vertreiben. Bum Bürgerkriege!" Es geht nun über die So- weniger als 10 Gestalten, und zwar überraschend ebenfalls einen techn. wissenschaftlichen Jdo- Vortrag Eine schwere Brandkatastrophe. In den Bozialdemokraten her, weil sie es wagen ,,, bewaffnete und verblüffend plastisch. Der Besitzer der Bilder mit dem Titel„ Das Echo- Lot bei Flugzeugen". Am denräumen des Amtsgerichtes Senftenberg Organisationen in Wien zu organisieren". Auch hat sich jetzt mit Runsttennern in Rom und Paris gleichen Abend wird Herr Kanonitus Jules Groß entstand durch Unachtsamkeit ein Brand, der is unsere Partei in der Tschechoslowakei ist natürlich wegen Verwertung der beiden Gemälde in Ver-( Schweiz) einen Vortrag über die Legenden des kurzer Zeit den ganzen Dachstuhl in Flammen mit dabei, gegen die Fascisten den Bürgerkrieg" bindung gesetzt. fette. Größere Mengen Munition und vorzubereiten. Und der größte Verrat an den Hunderte Irrsinnige in den Straßen. Die Sandgranaten, die von früheren Unruhen schen, Arbeiter- Sotoln, in Wien am Arbeitersport/ Wenn die ganze Welt ein Affenhaus wäre, viel 3rrenanstalt in Pulparrow bei Se mdort aufbewahrt wurden, explodierten. Ein feft teilnahmen. Nun, mögen sie, Gift und Galle leicht ginge es dann auch den Menschen, die darin berg, welche nur 1200 Stranke beherbergen kann, Teil des angrenzenden Gefängnisgebäudes wurde speien, die armen Fascisten, trok ihrer Abwehr" wohnen, beffer. Vorläufig muß mancher Mensch hasen D lebten Zeit faſt 2000 Stranke aufnehmen durch einstürzende Mauern und Aufreißen des Dawerden die Arbeiter doch wiffen, was sie zu tun etwa jenen Ovang- Utan des Londoner Tiergar- müssen. Die Aufnahme von weiteren Kranken war ches schwer beschädigt. Das Gefängnis mußte infolge der Einstellung von Subventionen seitens schleunigst geräumt werden. Eine Anzahl von haben, wenn die Fascisten zur Tat" schreiten solltens beneiden, von dessen komfortablen Dajein der Regierung, sowie der autonomen Behörden uit Feuerwehrleuten wurde durch die Explo ten wie sie beständig mauldreschen. war fürzlich frank. Davaus hat man ihm in einem möglich geworden. Dieser Tage war die Direktion ionen schwer verletzt. Das gesamte AttenDie Typhusepidemic in Mähren hat in den neuen, mit allem möglichen Lurus ausgestatteten gezipungen a abreiche Geistestrante su mater al wurde vernichtet. Yesten Tagen besonders im Bostowiger Be Affenhaus eine besonders elegante Wohnung anziehen jest in den Straßen Lembergs entlassen. Einige hundert Kranfe Meuternde Sträflinge. In dem Gefängnisse zirk rapide Fortschritte gemacht. Trotz der gewiesen, deren Zimmer mit Terrakottafliesen be- obb a chlo 3 umher. Kürzlich hat ein Geisteskranker in Graudenz kam es gestern zu einer Menterei der fofort durchgeführten Schutzmaßnahmen sind in deckt und durch Drehtüren vor jeder Zugluft ge- einige Passanten insultiert und dabei aus einem Sträflinge in den Arbeitswerkstätten. Die Sträf ben legten vier Tagen neuerlich etwa 20 Perso- schützt sind. Eine Dampfheizung sorgt dafür, daß Revolver geschossen. In einer Straße Lembergs hat linge demolierten die Werkstätten und versuchen, nen an Typhus erkrankt. Fünf Krant- ber Orang- Utan stets die ihm zusagende wohlige ein anderer Geistestranter eine Frau mit Messer- die Gefängniswache zu entwaffnen, um ins Freie heitsfälle hatten einen tödlichen Ausgang. Auch Wärme erhält. Die Sonnenstrahlen erreichen ihn stichen schwer verwundet. In einer Reſtauration zu gelangen. Erst mit Hilfe der herbeigerufenen aus anderen Gegenden Mährens treffen Nachrich durch Fenster, deren Scheiben aus besonders har- hat ein entlassener geistestranter Ingenieur einen Polizeiabteilung konnte die Meuterei unterdrückt ten über das gefahrdrohende Auftreten von tem Quarzglas bestehen. Ist keine Sonne da so Tobsuchtsanfall erlitten. Typhuserkrankungen ein. In Olmü selbst war wird der Affe mit„ künstlicher Höhensonne" bebisher bloß ein Fall zu verzeichnen, während im strahlt. Täglich macht er seine Ausfahrt in einem Frau batte sich der Mechaniker Allan vor dem italien niedergegangen. Das auf dem CoDie Frau verkauft. Wegen Verkaufes seiner Starkes Unwetter ist wieder über NordKremsierer Krankenhaus der Arbei- eigenen Fahrstuhl mit dick gepolstertem Seſſel, von Gericht in Leeds( England) zu verantworten. Der mo- See befindliche Schiff" Zara" ist durch ter F. Redina und der 15jährige straft to a dem herab er voll Würde die rosige Welt betrach- Angeklagte gestand das von ihm abgeschlossene den Sturm gegen die Felstüste geschleu genlenterssohn K. Fořt aus Kwanik ant tet. Es ist dieselbe Welt, in der seit zwei Monaten Geschäft ohne weiteres ein. Seine Ehe war wenig dert worden, wo es festgeklemmt wurde. Gin Typhus gestorben sind. Nordmähren ist eine Million Bergarbeiter streiken, Hunderttaugleichfalls von dieser furchtbaren Krankheit ver- sende von Proletarierfamilien hungern und dar- glücklich." Aber", so erklärte der Angeklagte, da anderes Schiff wurde nur mit Mühe vor dem je u cht, deren Ursache wohl hauptsächlich in dem ben, andre in Arbeitslosigkeit und Elend verkom- Frau und sie ihn, und da sich das so gut traf und ein starkes Gewitter die elektrische Zeitung zerstört war mein Freund Philipps. Er mochte meine gleichen Schicksal bewahrt. In Genua ist durch Fehlen eines entsprechenden Trink- men. So ist's recht: dem Affen, dem es höchst gleich- ich auch gerade in großer Geldverlegenheit war, worden, so daß die Stadt in Dunkel gehüllt war. Trint- men. wassers zu suchen ist. gültig ist, ein elegantes Absteigequartier, dem Die Elektrifizierung der Prager Bahnhöfe. Bergarbeiter dafür die sehr reale Finsternis einer griff ich ohne Bedenken zu, als mir mein Freund In manchen Straßen war der Sturm so heftig, eines Tages den Vorschlag machte, ich möchte ihm daß der Fußgänger- Verkehr unmögDer Elektrifizierungsplan der Brager Bahnhöfe ist verlängerten Arbeitszeit in der Grube; Quarzglas meine Frau gegen 500 Bfund überlassen." Der ich war. In der Nähe von Turin ist ein star in drei Arbeitsetappen eingeteilt. Die erſte Etappe für den Affen, Kohlenstaub für den arbeitenden Verteidiger wies darauf hin, daß ein Verkauf fes Sagefunwetter niedergegangen, so daß die soll bis zum Herbste des fünftigen Jahres durch Menschen. Ach, dieser sinnreiche Mechanismus einer Frau in England bis vor nicht allzu langer Felder mit einer 25 cm hohen Eisdede begeführt werden und enthält die Elektrifizierung des der menschlichen Geſellſchaft, gibt es etwas, was Zeit nichts so Außergewöhnliches gewesen sei. deckt waren. Die Temperatur ist stark gesunken. Wilsonbahnhofs und der Strecke vom flarer als er zu zeigen vermöchte, daß es eine Noch zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts Die Nache der Durchgefallenen. In SafWilsonbahnhofe nach Nusle. Smichow nach Vyso- wahre Dummheit des Menschen gewesen ist, vom verkauften vielfach englische Bauern ihre Frauen. fari wurde Dienstag abends das Prüfungserčan über die Hrabovka nach Lieben, wie auch die Affen abzustammen, anstatt lieber Affe zu bleiben? Der Einheitspreis betrug sechs Pence. Der legte gebnis des dortigen Lyceums bekannt. Von 72 Verbindungsstrecke von Nusle über Vyšerad am Zurück zum Affen, wird die Sehnsucht mancher Fall, der bekannt geworden ist, war der eines Schülern waren nur drei durchgekom Smichov und von Lieben an die neue Verbin- leidender Menschenkreatur sein. Was aber find wir Bauern aus Derby, der seine Frau für elf Schil- men, darunter feine einzige Schülerin. D'e Schü dungsstation Vitkov. Beſtellt wurden insgesamt allesamt für Affen, die diese Ordnung der Dinge ling verkaufte. Erst 1805 wurde der Frauenhandel lerinnen haben gemeinsam mit Studenten wäh fünf elektrische Schnellzugs-, fünf Laft- und sechs sehen und dennoch weiter ertragen? in England gefeßlich verboten. Trotzdem wurde rend des Abendkorsos die Mitglieder der Verschieblokomotiven. Mit den elektrischen Unter nehmungen wird über die Lieferung elektrischer Sozialistische Jugendliche aus Kärnten in Brag. Allan zu neunzehn Monaten Gefäng- Prüfungskommission umringt, beschimpft, geohrfeigt und wurden erst von Energie verhandelt. Der Gesamtaufwand erfordert Mittwoch nachmittags trafen gegen 30 Jungen und nis verurteilt. Mädel der St. Veiter Ortsgruppe So Verzweiflungstat eines unglücklichen Baters. der Polizei vertrieben. etiva 30 Millionen Kronen. In der zweiten zialistischer Jugend und Kinder Vergangenen Samstag wurde der achtjährige Die Bild- Telegraphic. Der Matin" berich Stappe wird der Masaryk bahnhof ziert, in der dritten Etappe die Strede Prag- freunde in Prag ein. Die junge Schar wurde Sohn des Landwirtes Kalman in Drahonin bei tet, daß durch die abschließenden Arbeiten der Geziert, in der dritten Etappe die Strede Bragam Bahnhofe von den Genossen Deutsch und Tischnowitz von abstürzenden Brettern ver- lehrten Belin und Solwed die sogenannte Pilsen oder Prag- Böhm.-Trübau. Siegl empfangen und begrüßt. Am Abend fand schüttet und getötet. Der Vater des perun- elevision( Sehvermögen auf weite EntferEin interessanter Fund. Wie aus Pre B- im Uraniasaal ein Begrüßungsabend statt, zu dem glückten Knaben, dem überdies vor einem Jahre die nungen) verwirklicht erscheint. Es werden burg gemeldet wird, wurden in einem leinen sich eine ansehnliche Zahl von Genossinnen und Ge Frau gestorben ist, nahm sich den tragischen Tod hiefür Elektronen verwendet für die Aussendung Dorf bei Leva fehr wertvolle Kunstgegenstände nossen eingefunden hatte. Wir berichten über ihn feines Kindes derart zu Herzen, daß er sich mit und den Empfang des Bildes, und zwar werden borgefunden, die vor Jahrzehnten in den Besitz an anderer Stelle. Donnerstag wurden die Sehens- einem Jagdgewehr in den Halsschoß und sich pro Sekunde 100.000 deutlich unterschiedene Zeieines Gutsbesizers gelangt sind. Es handelt sich würdigkeiten Prags besichtigt. Heute früh erfolgte lebensgefährlich verletzte. chen übermittelt. Kleine Chronit. werden. Hemd steht aus dem Brustausschnitt hervor. All-| Namentlich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts, mählich erhielt es am Hals dieselbe Form wie das wo die phantastische Tracht der Landsknechte einen der Männer. Es wird am Sals mit einem Bünd- starken Einfluß auf die Bürgerkleidung hatte, kostü ben umschlossen und tritt als Krause hervor. Das Kleid wird fürzer. Man ging darin so weit, die Fußknöchel freizulassen, was zu jener Zeit schon eine ganz unerhörte Mode war. Auch das Mieder wird kurz getragen, mit reichem Brustlasz versehen, Die Aevmel sind sehr lang und folgen allen Launen der männlichen Tracht. Selbst die männliche Schaube wird zum Zeremonienkleid der vornehmen Frau. mierte man sich in der buntfarbigsten Art. Aber um die Mitte des Jahrhunderts wurde diese Tracht immer seltener. Die bunte Kleidung verschwand. Höchstens legte man noch unter den Schliß einen andersfarbigen Lappen. Als das Jahrhundert zu Ende ging, ward auch die Farbe einheitlich. Die Tracht hatte einen Prozeß durchgemacht, aus dem sie vereinfacht hervorging. E. W. Neumann. Publikums getroffen hatten. Zunächst gewann die Kleidung immer mehr an Abenteuerlichkeit und Bracht. Die Schaube wird zum Prachtkleid mit Belsfragen und weiten gefchlipien Aermeln. Der Das Kostüm im 16. Jahrhundert. enge, furze Rod wird zum Faltenrod. Das Beinkleid teilt sich in die oft geschlitte Schenkelhose und Das 16. Jahrhundert hat in der Kleidung mit den Strumpf. Die Kleider sind reich mit Samt und ben engen Formen des Mittelalters gebrochen. Man Atlas vber farbigen Damaststreifen besetzt. Die tann ruhig behaupten, daß die Veränderungen und Schliße sind bunt unterfüttert. Das Hemd steigt Umwandlungen, die in diesem Jahrhundert das bis zum Salse hinauf und wird durch ein Bändchen ber gefaßt. Um 1540, wo das Kostüm des 16. Jahr Kostüm durchgemacht hat, eine neue Epoche Mode einleiteten. Alles trachtete danach, sich von hunderts ungefähr seine Vollendung erreichte, wird Um die Mitte des Jahrhunderts wird der Reifden alten Formen zu lösen. Bereits in der ersten der Rock kürzer, das Hend steigt am Halsausschnitt rod von Frankreich eingeführt. Das Kleid steigt bis Der Heuschnupfen. Der Umstand, daß die Hälfte des Jahrhunderts schuf man eine Tracht, heraus und zeigte eine immer größer werdende zum Haffe auf, wo eine steife Strauſe aus ihm her- Schleimhäute in Nase, Rachen und Luftwegen bei die eine vollständige Neugestaltung der Mede darüberstehende Krause. Auch an der Hand tritt das vortritt und allmählich zum Mühlsteintragen aus einzelnen Menschen gegenüber dem feinen Blütenftellte. Die enge Kleidung wurde beseitigt. Man Hemd als Krause hervor. Der Rock wurde am artet. Die Aermel find bauschig. As nenes Be- staub der Gräser einschließlich des Getreides eine wollte sich freier bewegen können; darum mußte die Halse höher, unter. der Hüfte kürzer, gegen Ende Kleidungselement tritt die Schürze hinzu. Sie ist besondere Reizempfindlichkeit besitzen, ist die Ursache enganliegenbe Jade verschwinden. Die kurzen Aer- des Jahrhunderts ist er wieder zum Wams zufam zunächst durchaus Schmudstüd, so lang wie das des Heuschnupfens, der sich mitunter zum recht unmel famen auf, die Beinkleider wurden geschlitt, mengeschrumpft. Die Hose wird zur Pluder- und Kleid, von keinem Linnen, oft geftidt, in enge Fal- angenehmen Heufieber oder Heuasthma steigern ber hohe eng um den Sals liegende Kragen wurde Pumphose. Die Schaube wird zum kurzen Mantel ten gelegt, aber auch ohne Falten mit herabhängen fann. Die Nase läuft dann sehr start, ist undurchabgeschafft, und die Schleppe, die den Frauen mit steifem oder überfallendem Kragen oder steifer den Zipfeln. Gegen Ende des Jahrhunderts kommt lässig für Luft und heftige Niesanfälle quälen den nach dem Augsburger Reichstagsabschied zu tragen Kapuze. Das Beinkleid wird durch gekreuzte Knie- der Montel wieder häufig in Gebrauch. Um diese Kranken. Auch die Schleimhäute der Augen entgestattet war, verschwand ohne gegen fte gerichtete bänder geschmückt. Wer mit den prächtigen Wermeln Reit erscheint auch das deutsche Gretchenkostüm ir sünden sich bei heftigem Juckreiz. Dazu kommt Kleiderverordnungen und Aufwandgesetze. Die alten des Wamses prunken wollte, wählte eine ärmellose seiner schönsten Ausbildung. Es stellt sich dar als ein Heer von kleinen Leiden, die durch ihre stete Chroniken führen eine bewegte lage über diesen Schaube, die vorübergehend um 1560 noch einmal ein Widerspruch des Züchtigen und der jugendlichen Wiederholung alle Arbeitsfreudigkeit untergraben ,, obeteufel". Sebastian Frenden schrieb in seinem ihr Recht behauptete, sonst aber eine solche mit Aer- Anmut. Die Vorzüge der Gestalt und das Schmuck- und das Leben zur Qual machen können: Stizeln " Beitbuch und Geschichtsbibell":„ Die Kleidung ift meln. Das Verbrämen der Schaube mit Pelz war bedürfnis gelangen in ihm in angemessener Weise im Ohr und hals, Trockenheit im Schlund, Eingenommenheit des Kopfes, allgemeine Ermattung. alle Tage neu, nicht von langer Dauer. Nach Wen- sehr beliebt. Zobel und Hermelin stand für solchen zum Ausdruck. Die über den Rücken herabfallenden Für die Verhütung und Heilung des Leidens kommt chengedächtnis trug man spise Schuh mit langen 3wed den Fürsten zu, Marberpelz vom Adel, Fuchs langen Zöpfe, das vom Rock getrennte Leibchen, die es vor allem darauf an, die Blutzirkulation in den Schnabeln, fleine enge, furze Kleider und Kappen und Iltis den Bürgern, Lämmer- und Ziegenfelle ziemlich engen, am Handgelenk manschettenartig er Schleimhäuten der Atmungsorgane zu erhöhen und mit Botten. Jetzt ist alles anders und umgekehrt, den Bauern. weiterten Aermel mit den andersfarbigen gefchlitten ihre Empfindlichkeit herabzusehen. Das geschieht weit, groß, die Schuhe breit und maulicht. Das ist Das Kostümt der Frauen folgte ähnlichen Schulter- und Ellbogenpuffen, der unten aufstoßende durch Gewöhnung an tiefes Atmen, durch Gurgeln biel Ueberfluß, daß viel daran zu tadeln." Grundsäten wie das der Männer. Anfang des Rock, an dessen schräg gesenktem Gürtel das mit lan mit schwachem Pfefferminztee und durch nächtliche Aber der Zug der Zeit ging über alle Hinder- Jahrhunderts werden die Kleider lang getragen mit gen Schnüren befestigte Täschchen hängt, die Art, Halsumschläge. Auch Kopfdampfbäder im Wechsel nisse hinweg. Man wollte die weite Seidung, und Schleppe, die in einzelnen Städten, wie Ulm und wie der Rock über den Gürtel zu einem einen mit heizen Fußbädern einen Tag um den andern ba man zunächst noch nicht wußte, wie man sie her- Augsburg, bis zu einer Viertel Elle lang sein Bausch emporgezogen ist, um ein reizvolles Falten- tun gute Dienste. Professor Ebstein hat mit ftellen follte, ging man ans Aufschlißen. Die Ho- durfte. Man liebto gwei Kleider zu tragen. Das Spiel zu erzeugen und das Unterkleid sichtbar wer Bormelin- Salbe( aus Bor, Menthol und Baseline) sen wurden aufgeschlitzt, der Rock und die Aermel. Unterkleid zeigte man an den Aermeln. Die Haube den zu lassen, gelangen bei einer schlanken Erschei- gute Erfahrungen gemacht. In jedem Nasenloch Man schlitte überall, so daß unbedeckte Körperstel- blieb Begleiterin der Frau das ganze Jahrhundert nung zur berüdendsten Wirkung. wird ein erbsengroßes Stück der Salbe hochlen immer häufiger und auffälliger wurden. Man hindurch, sie hat den Wechsel überstanden und hatte Die Farbe der Kleidung war völlig verschieden. geschnaubt; entzündete Stellen werden mit der legte dann unter den, aufgeschlitten Stellen ein am Ende des Jahrhunderts dieselbe Form wie zu Oft war an ein- und demselben Kostüm Vorder- Salbe unter Verwendung eines Wattebausches leicht Tuch unter. Anfang. Die Stuart- Haube, die ihren Namen nach und Rüdenansicht, Aermel und Hosenbeine, Ober- eingefettet. Gegenden mit geringem Graswuchs, 3. Doch damit war die enge Kleidung noch nicht der unglücklichen schottischen Königin erhalten hatte, und Unterschenkel in der Farbe ganz verschieden. B. Nordseeinseln und Hochgebirge, sind frei von Beseitigt. Auf viele Jrrivege begaben sich die wurde nur von vornehmen Frauen getragen. Ueber- Die eine Hälfte von oben bis unten einfarbig und dieser Sommerkrankheit. ( Urania.") Schneider noch, bis sie englisch den Geschmack des kleid und Rock wurden mit Pelz gefüttert. Das schlicht, die andere von höchster Buntschedigkeit. Seite 6 Unter Menschenfreffern. Von Hans Otto Henel. Gibt es also keine Menschenfresser mehr, über die wir uns entrüsten und mit hochmütigem Pharisäerstolz die Nase rümpfen könnten? großen Masse des Proletariats abhängen, ob von der Menschheit endlich die Schande des europäischen Menschenfressertums genommen wird. Literatur. 30. Juli 1926. Uus der Partei. war ihm fremd. Bei uns verenden fährlich viele! immer in Opposition zu bleiben, obgleich man Ge-] Tausende wie Tiere, weil unsere Besitzenden dem legenheit hat und förmlich dazu aufgefordert wird, hungernden Menschenbruder durch harte Gesetze die Zügel felbst zu ergreifen. Wie kann nur Müller, verwehren, seinen Hunger ant vorhandenen Ueber- der bis aufs Messer den Gewerkschaftsführer Cohen Kärntner Jugendproleterier in Prag. MittWie schwer sind doch alteingewurzelte Mei- fluß zu stillen. Muß man erst noch an unsere bekämpft, in seinem Buche schreiben: die General- woch, den 28. d. M. hatte unsere Prager Bezirks nungen auszurotten, wenn sie unserer Eitelkeit Religionsfämpfe erinnern, an die Praktiken un- versammlung wollte ganze Arbeit machen, indem sie organisation das Vergnügen, eine Gruppe von 23 nur ein flein wenig schmeicheln. Unsere Eltern ferer Rechts- und Unrechtspflege, an die entsetz- Richard Müller zum Bevollmächtigten an Cohens Mitgliedern unserer Kärntner sozialistischen Jugendund Großeltern hatten auf der Schule zu lernen: liche Strafjustiz, an unsere politischen Sitten, die Stelle vorschlug. Müller lehnte jedoch ab und empfahl organisationen mit Zöglingen des Vereines KinderUnter den primitiven Völfern gibt es noch in der letzten Zeit bis zum behördlich vertuschten, selbst Cohens Wiederwahl, der auch von einem freunde" bei uns zu begrüßen. Die Gäſte kamen Stämme, denen die Unantastbarkeit des Men- nichtsdestoweniger offenem Mord gediehen sind? Drittel der Anwesenden wiedergewählt wurde, wäh- zu uns, um das Leben unserer sudetendeutschen schenlebens so unbekannt ist, daß sie sogar Men- Sind ihnen nicht unzählbare Menschen zum rend sich zwei Drittel der Abstimmung enthielten". Arbeiter kennen zu lernen. Aber nicht allein befchen fressen." Diese Anschauung hat sich auf uns Opfer gefallen? bererbt, und nicht nur das pharifäische BürgerVon Müllers Standpunkt ist es ungeschickt, daß er suchen famen sie uns, nein vielmehr um uns zu herz fühlt sich mit angenehmen Schauer gefigelt dann nirgends auf der Welt in solcher Häufung teristisch.- Wertvoll ist in Müllers Buche, daß er Kärntner Kunst, Lieder und Tänze aus ihrer Wenn es heute noch Menschenfresser gibt, so schreibt und so handelte, für uns ist es charaf beschenken, wahrhaftig reich zu beschenken. Sie boten uns im dichtgefüllten bei der Vorstellung, wie kultiviert doch wir Euro- wie in den Ländern mit europäischer Kultur. Wir nachgewiesen hat, daß die qualifizierten Arbeiter Heimat. Die ganze Sängergruppe stand unter der großen Urania- Saale päer sind, weil auf unseren Speisenfarten feine alle gehören dazu, wir alle sind mitschuldig, so- Deutschlands nicht ein hinderndes Moment der Führung des Gen. Niederle, der mit den Menschenfleischgerichte notiert stehen. Nur wenige lange wir eine Gesellschaftsordnung dulden, der Revolution waren, sondern daß die bestbezahlten Mädchen und Knaben die vielen schönen Lieder und bemerken, daß auch aus den rückständigsten völ- bie Gesamtheit aller Menschenleben nichts gilt, Metallarbeiter fie vielmehr geführt haben. Ferner Reigen einstudiert hatte, um ihnen auf diese Weise Perkundlichen Büchern allmählich die Berichte über die immer nur den einzelnen schützt, der an ihrer hat Müller in ausgezeichneter Weise nachgewiesen, einmal eine Reise in der Fremde zu ermöglichen, Menschenfressereien verschwinden, weil sie einfach Erhaltung interessiert ist. Wir sind Barbaren, nicht mehr zu beweisen sind. Stehen doch heute tausendmal schlimmer als der dunkelhäutige Men- daß die deutschen Arbeiter infolge ihrer langjährigen was sonst nur den oberen Zehntausend mit reichen in den ehemaligen Menschenfresserbezirken auf schenfresser, denn wir fügen zu unserer Abge- aktionen vermeiden und nur für vorbereitete große nächst damit, daß eine sozialistische Jugendgruppe gewerkschaftlichen Organisation zersplitternde Teil- Geldmitteln möglich wurde. Wir freuen uns zuSumatra vierstöckige Hotels, die den Reisenden stumpftheit noch die ungeheuerliche Lüge, daß diese Aktionen zu haben sind. Die„ revolutionäre Gymna- die vom Lehrer Bakule bereits vor längerer Zeit mit allem europäischen Komfort empfangen, Gesellschaftsordnung eine Stultur" sei, obwohl stir" der Patent- Revolutionäre ist bei den deutschen verwirklichte Idee, mit heimatlichen Volksliedern ahren doch heute in den Teilen Afrikas, die noch sie nichts anderes ist als die in ein raffiniertes Arbeitern nicht angebracht. Der Verfasser spricht fremde Städte und Menschen aufzusuchen, gleichfalls vor dreißig Jahren in den Karten als unerforschte System gebrachte Grausamkeit. Eine unmenschliche zwar in seinem Buche von der revolutionären Tätig zur Tat werden ließ. Die Gäste eröffneten den Gebiete mit weißer Farbe dargestellt waren, die Berachtung des Lebenswertes im Mitmenschen! dunkelhäutigen Eingeborenen in Fordautos von Es wird von der Einsicht und dem Willen der keit im Hinterlande, er zeigt aber, daß die berühmte Abend mit einem Gruppenliede, worauf Gen. HofTankstelle zu Tankstelle. Selbst die ehemals so und berüchtigte Dolchftoßlegende von falschen Vor- bauer im Namen der Partei eine von Herzen gefürchteten Südseeinseln sind heute wegen der aussetzungen, ausgeht und daß der politische und tommende Begrüßungsrede hielt, in welcher er be milden Sitten ihrer Bewohner ein beliebter Zumilitärische Zusammenbruch die revolutionäre Be- tonte, daß für uns judetendeutsche Proletarter: bte wegung nach sich gezogen hat. Was Müller mit Deutschösterreichische Organisation der Kinderfluchtsort derjenigen Abendländer geworden, benen es vor der europäischen Moral graut. seinem Buche wollte, hat er sicher erreicht. Zum freunde" vorbildlich sein müssen und daß uns Verständnisse dieser Zeit ist es sicher wertvoll. Proletarier teine Staatsgrenzen trennen fönnen. Bon denselben Verfasser ist Der Bürger Die Darbietungen der Gäste steigerten den Beifall, frieg in Deutschland"( Phöbus- Verlag, Ber- der das Haus durchbrauste, von Nummer zu Im Gegenteil! Es hat zu keiner Zeit so viel Richard Müller. Vom Kaiserreich zur lin) erschienen. Hat Müller im ersten Bande des Nummer. Echte Kärntner Volkslieder. Jodler, alte gegeben wie heute, und wir leben mitten unter Republit.( Malik- Verlag.) Der Verfasser ver- obengenannten Buches die revolutionäre Bewegung Volkslieder und Volkstänze, gesungen und getanzt ihnen, sind selbst in die scheußlichsten Greuel folgt mit seinem Buche den Zwed, einen Beitrag während des Weltkrieges bis zum 6. November 1918 von den Mädchen, Ländler und wieder ein ganz hineinverflochten. Die exotischen Völkerschaften, zur Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung und im zweiten Bande den 8. November behandelt, junges Löns- Lied" versetten uns im wahren denen unsere ,, Kulturpioniere" mit Bibel, Bulver während des Weltkrieges" zu liefern und als solcher so ist das neue Buch der Geburt der deutschen Re- Sinne des Wortes in ein anderes Land und ließen und Blei das Menschenfressen abgewöhnt haben, ist sein Buch zu werten. Durch seinen reichhaltigen publit gewidmet. Er schildert uns den Streit des unsere Herzen doch hochschlagen bei dem Gedenken, würden entsetzt sein über die ungeheure Zahl von Anhang zeitgeschichtlicher Dokumente vervollständigt Proletariats und der Führer. Auch hier wieder daß es Sozialisten, Proletarier, Genossen, Brüder Menschen, die allstündlich im Namen der euro- Müller seine Aufgabe. Er will vor allem Tatsachen zahlreiche Dokumente, mit denen er seine Ausfüh- und Schwestern sind, die uns hier ihr Bestes gaben, päischen Kultur geopfert werden. Von Ausnah- registrieren. Wenn er gleich in seinem ersten Kapitel rungen belegt, und die das Buch vervollständigen. was sie zu geben vermochten proletarische Volks men abgesehen, essen wir allerdings kein Men- die Ideen der proletarischen Revolution" untersucht Müller bemüht sich auch hier objektiv zu seinkunst. Es würde aus dem Rahmen dieses Referates schenfleisch, aber ist das nicht nur eine Frage und nur die kommunistischen Ideen sieht, die in den doch mit demselben Erfolg wie in seinem früheren fällen anzugeben, welche Lieder und Darbietungen des Geschmacks und der Gewöhnung? Das Men- einzelnen Revolutionen an den Tag getreten sind, Werke. Das Nebeneinander der Ereignisse führt uns besonders entzückten. Als besonders meisterhaft schenleben gilt nichts bei uns. Keine Gesellschafts- und wenn er daraus seine Schlüsse zieht, so wundern er bis zum Sommer 1919. Auch wir erkennen die heben wir die Freiübungen mit Stlavierbegleitung ordnung hat so wenig Mitleid mit dem Menschen wir uns nicht, daß er bei der Behandlung eines der Geburtswehen der Republit, auch wir gestehen, daß der Mädchen und den humoristischen Ländler mit gehabt wie die unsrige. Wir bilden berufsmäßig traurigsten Kapitel des proletarischen Selassen- gefehlt wurde, doch man darf nicht Richter sein dem Sulmtalerbauer hervor. Das Gruppenspiel wenn man sich selbst als Spielmanns Schuld" beschloß den künstlerischen Menschen aus, die ihre Mitmenschen töten müssen, wie Müller ,, reaktionären" Sozialdemokratie wollen B. S. Abend. Gen. Niederle und seinen jungen Freun auch wenn die ihnen nichts zuleide getan haben Deutschlands den Kampf ansagt. Müller behan- Angeklagter fühlen muß. den sei hiermit nochmals für diesen genußreichen das Militär. Unsere Produktionsmethoden pressen delt vor allem die politischen, sozialen und wirtAbend gedankt. Seine Abschieds- und Dankesworte mitleidslos die unersetzbaren Lebenskräfte aus den riefen in allen ein Gefühl der Rührung hervor. Wir Arbeitern, überantworten sie ohne Erbarmen schaftlichen Verhältnisse Deutschlands während des wünschen, daß unsere Kärtner von uns denselben einem frühzeitigen und unnatürlichen Tode in- Weltkrieges. Als seine Hauptaufgabe betrachtet er Eindruck mitnehmen, den wir von ihnen empfangen folge Entkräftung, Auszehrung, Schwindsucht und es jedoch, die sozialdemokratische Partei und die Ge= haben: Freundschaft! J. R. vielen anderen Berufskrankheiten, die zu vermei- werkschaften zu kritisieren. Es schadet sicher sehr den wären. Wir erregen künstlich Hungersnöte der gewollten Objektivität, wenn wir in seinem durch Zölle, wir überlassen unsere Handels- und Buche des öfteren Stellen finden, daß die Partei Verkehrssysteme der Profitsucht einzelner beson- oder die Gewerkschaft irgend etwas gemacht oder ders habgieriger Menschen und gestatten es dem verschuldet haben soll". Sicher ist es gut, daß Müller, ehemals Vorsitzender des Vollzugsrates der zufolge, daß der Wucherer die Güter lieber um deutschen Arbeiter- und Soldatenräte, sozusagen aus Treffen aus der Babka. Zus. 6.30, Abf. 6.50 Wilsbf. Berantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. fommen läßt, ehe er sie zu erschwinglichent Preise eigener Erfahrung schreibt, komisch muß es uns aber den Bedürftigen abgibt. Wir werden durch ge- berühren, wenn wir auf einmal seine Biographie zu Genossen! fälschte, gestreckte oder mit unnatürlichen Chemie- lesen glauben und Müller aus seiner Rolle fällt, mie stoffen versehene Nahrungsmittel vergiftet. Wir bulden eine Gesellschaftsordnung, in der täglich Tausende ausgeplündert und der letzten Lebensmöglichkeit beraubt von ihren Mitmenschen aus Verzweiflung in den Tod gehen. Wir haben sogar noch den Mut, in solchen Fällen von einem freiwilligen Tode zu sprechen, obwohl die Aermsten nur in Konsequenz unserer Verhältnisse umkommen, also von der Gesellschaft gemordet werden. Wir dulden es, daß der Reiche seinen zusammengestohlenen Ueberfluß herausfordernd zur Schau stellt, und daß der Arme, der sich daran bergreift, durch die Strafe auf den Weg kommt, der zum frühen Tode führt. Der fopfjagende Battafer auf Sumatra verzehrte seinen Feind, nachdem er ihn im Kampfe getötet hatte, aber er hätte sich nie der Unmenschlichkeit schuldig ge= macht, einen Hungrigen ungespeist von seiner Hütte gehen zu lassen. Der Begriff des Bettlers Brager Filmbörse. der Träumt e". tampfes der DIE NAT Vereinsnachrichten. VEREIN REUNDE Touristenverein" Die Natur freunde" Prag. 31. Juli bis 1. August: Lochovic- Walder, It. Programm. 3u. 16 Uhr, 206f. 16.25 Verbreitet den..Sozialdemokrat... Wilsonbbf. Führer: Zechner. 1. Auguft. 2. Partie nach Řevnic, er dies in dem Kapitel„ Die revolutionären Ob- Traget bei jeder Gelegenheit Guer Teute" tut. Echt kommunistische Tattit ist es auch, Barteiabzeichen! Für die uns erwiesene Teilnahme anläßlich des Todes unseres Sohnes, bezw. Bruders, des Herrn Karl Jaromir Drucker sagen wir allen herzlichsten Dank. 4249 Familie Drucker wird genannt, aber er spielt nur Episoden. Möglichst wenige Titel sind eine Vorbedingung zu einem guten Film, aber das Sparen darf nie so weit gehen, daß man die Handlung-noch dazu wenn sie an und für sich so schwach ist gänzlich unverständlich und dunkel macht. WIEN. schrei der Produzenten nach guten, gehalt| Bilder reißen erbarmungslos den Schleier von den vollen Filmideen ist. Der Name Elisa- dunklen Machinationen auf der Börse und enthüllen beth Bergner in der Hauptrolle gibt eine gute restlos das Spiel einiger Geldgrößen, in deren HänDie Ufa bringt sechs Filme zur Vorführung. Vorreklame ab, aber das Publikum selbst wird sich den Geld eine zweischneidige Waffe bedeutet, die je Ein guter Spielfilm ist das Stück Die Insel mit einem ähnlichen Stüd nie abfinden können, auch nach Bedarf diesen oder jenen Feind zu Boden stredt. Ein junges Mädchen( Liane wenn die persönliche Leistung der Hauptdar- Der Film ist eine gehaltvolle deutsche Film Said) heiratet einen Abenteurer( Alfons Fry- stellerin noch so gut ist. Was hilft das alles, schöpfung, die sehenswert und zu empfehlen ist. land), ohne davon eine Ahnung zu haben. Sie wenn alles übrige farblos, unlogisch, unwahrschein Der Anfang des Stückes Finale der Liebe" wird aber von einem Großindustriellen( Harry) lich und gezwungen ist? Auch Conrad Veidt erwedt in dem Zuschauer unwillkürlich eine wohlLiedtke) geliebt, der in der steten Angst lebt, sie begründete Angst, der Film könnte vielleicht ein Fikönnte von ihrem untreuen, leichtsinnigen Gattan nale des deutschen Filmes schlechthin gedacht sein, ins Unglüd gestürzt werden. Die ganze Geschichte doch löst sich späterhin die beklemmende Besorgnis schlägt schließlich in ein spannendes Kriminalstück in einen halbwegs annehmbaren Spielfilm auf. Es mit dem üblichen Ausgang um. Der Film ist bescheint, als würden die Erzeuger eine gewisse Ehre merkenswert durch die wirklich auffallenden schauin das Bestreben seßen, einen Film so unverständlich spielerischen Leistungen, die sich bis auf die Nebenwie nur möglich zu machen: aus diesem Grunde rollen erstrecken und dem Stück ein packendes Gestreicht man alle erklärenden Titel, so daß der Zupräge geben. Eine ganze Reihe guter Aufnahmen schauer im Dunkel tappt. Ist das nötig? In den aus dem Süden runden das Bildwerk angenehm ab. Hauptrollen Lucy Doraine, Nils Ast her und -Das Pariser Mode II" ist ein französisches Buigi Serventi. Die drei Rududs. Erzeugnis und behandelt die Zuneigung eines junuhten" betitelt sich ein recht spannender Spielfilm gen Malers( Louis Alibert) zu einem Mädvon einem nicht ganz normalen Lord( Erik chen( Ginette Maddie), das sich als Modell in Bardley), der mit Hilfe dreier Kuckucksuhren der Malerakademie ihr Brot verdient. Sie wird einen bergrabenen Goldschatz finden will und dabei auch von einem gefeierten Maler geliebt( Leon einer Diebsbande in die Hände fällt. Seiner Frau Mathot), der anfangs aus Eifersucht den jungen ( Lilian Hall- Davis) und ihrem Vetter( Nils Menschen vernichten will, aber nachher, von seiner Asther) gelingt es nur noch so im letzten AugenGattin umgestimmt, ihm edelmütig den Weg zum blick, den Frregeführten aus einem Krokodilzwinger Ruhm bahnt. Es gibt gute Szenen in dem Film, (!) zu retten. Der Film dürfte beim Publikum seine aber er ist ohne Zweifel zu lang und zu farblos, Wirkung nicht verfehlen, troßdem er ein wenig berwas natürlich den Eindruck abschwächt. Auch in die altet ist und mit Sensationen arbeitet, die man früsem Stück sind die schauspielerischen Leistungen weit her einmal gebraucht hat, die aber heute schon ausüber dem üblichen Durchschnitt. Der Geiger gestorben sind: der Krokodilzwinger gehört dazu und von Florenz" ist ein Filmt, der die größten Be die Verkleidungen der um ihren Gatten besorgten denklichkeiten wachrufen muß und man begreift, wie jungen Frau und noch manches andere. H. W. S. berechtigt in Deutschland der Verzweiflungs„ Die Brüder Schellenberg" nach dem gleichnamigen Roman von Bernh. Kellermann geben Conrad Veidt Gelegenheit, in einer Doppelrolle sein meisterhaftes Spiel zu zeigen. Im Mittelpunkt der großzügig angelegten Handlung stehen die beiden Brüder Schellenberg, deren einer in der Inflationszeit ein vermögender Mann wird, aber infolge seines leichtsinnigen, ausschweifenden Lebens wahnsinnig wird, während der andere sich dem Wohle der Menschheit widmet, indem er eine Arbeitskolonie für Beschäftigungslose ins Leben ruft. Der Film steht ganz im Bann Veidts packender Schauspielkunst, der dem Stüd sein ureigenes Gepräge aufdrückt und seinen beiden grundverschiedenen Gestalten überzeugendes Leben ein haucht. Seine Gegenspielerinnen sind die schöne 2i1 Dago ber und Liane said. In technischer Beziehung ganz hervorragend ist die Szene in der Börse, in welcher der Regisseur Karl Grune be weist, wie zielficher und wirkungsvoll er Maffenszenen auf die Leinwand zu bringen versteht: die 00000000000000000000099 Drud: Deutsche Beitungs- A.- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: D. Holit. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. KINO- PROGRAMM Vom 30. Jull bis 5. August: Wran Urania- Kino 2976 Einziges deutsches Kino Prags. Tel. 20.429 Hente, Freitag, eröffnet das deutsche Wran- UraniaK.no seine Spielzeit mit Mutter Kratscimera, dem besten heimischen Film. In den Hauptrollen A. Nedosinka und der beliebte K Lamač. Vorstellungen 26 und 8 Uhr: LIDO BIO 2901 ..Roman einer Maiennacht" 99 Grosses Filmwerk in 11 Akten. Wo vertebren wir? Café Continental, prag- Graben Goldenes Kreuzel, Brag- Retazanta. Gastwirtschaft Lidový dům" der Genossenschaft ,, Ganymed" Täglich. PRAG II., Konzert Hybernská Nr. 7. Café ,, Nizza Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokal 66 106 DRUCK- U.VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. Haft empfiehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen, Or ganisationen, Gemeinden nnd Kaufleuten zur Tabellen. Herstellung von Drucksorten wie: Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten, Flug. schriften, Fakturen, Briefpapieren usw in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb & und Rotationsbetrieb IN TEPLITZ- SCHONAU Tischlergasse Nr. 6.