Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nelazania 18 Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Machtredattion: 26792. Poftichedamt: 57544. Inferate werden lant Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß, 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Zweierlei Recht? " 1 Mittwoch, 8. September 1926. Heute Aufnahme Deutschlands in den Völferbund. 1) Aufnahme Deutschlands in Völkerbund und gleichzeitige Berufung als diges Mitglied in den Rat. 2) Reorganisation des Rates, was die nichtständigen Sike anbelangt, im Sinne des bekannten Vorschlages. Heute beriet das Präsidium der Völkerbundsversammlung über das formale Vorgehen bei Verhandlung dieser Fragen und beschloß, der Verfammlung vorzuschlagen, bereits morgen über dieselben schlüssig zu werden, ohne sie vorher zur Borberatung der Kommission zuzuweisen. Ein solches Vorgehen ist zulässig, wenn sich zwei Drittel der Versammlung dafür aussprechen, worüber kein Die Bergwerksbefizer gegen eine gesamtstaatliche Regelung. Bezüglich der Einführung halbständiger Ratsize taucht langsam der Gedanke auf, Spanien in den Rat wieder zu wählen und außerdem Bolen als wiederwählbar zu erklären. Dadurch soll Spanien vor eine fertige Tatsache unter einem neuen freundschaftlichen Druck gestellt werden. Auch sollen damit die Stimmen versöhnt werden, welche sich darüber ereifern, daß die ganze Lösung, die durch die Frage der Reorganisation des Rates hervorgerufen wurde, eigentlich nur Polen zugute kommen soll. Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus eba bel Bezug durch die Post: monatlich.... Kě 16.sierteljährlich balbjährig ganzjährig 48.98.192Rüdstellung von Mann( tripten erfolgt nur bei Ci fendung der Retourmarten Erigeint mit Ausnahme bes Montag täglich ir Inland. Nr. 210. Warum wird das Barlament nicht einberufen? Während die Regierung über die Affäre Gajda beharrlich schweigt, obwohl die allgemeine Meinung sie längst schon als den größAlle sozialistischen Parteien verlangen bereits ten Standal wertet, der sich seit Bestand der Genf, 7. September.( Tsch. P. B.) Morgen| Zweifel herrscht. Offen bleibt die Frage, ob die die sofortige Einberufung des Parlaments. Es Republik zugetragen hat, und auch das Mini- soll die Völkerbundversammlung über folgende Bölkerbundversammlung über beide Fragen fumus ist nun interessant, von einem tschechisch- bürgerlativ, das heißt, auf einmal, wird abstimmen dürlichen Blatt zu hören, warum das Parlament sterium für nationale Verteidigung die Affäre Anträge beraten: zu einer reinen„ Ressortangelegenheit" zu den fen. Der Vertreter Norwegens, Dr. Nansen, tün- nicht einberufen wird. Vor allem müssen eine einen Ausflug nach machen sucht, über die der Oeffentlichkeit geständigte an, er werde vorschlagen, daß über den zwei- Reihe von Abgeordneten ten Punkt die Reorganisation des Rates Südslawien unternehmen, einer Einladung der legentlich höchstens dunkle Orakelsprüche vorgetrennt abgestimmt werde. süd lawischen Stupschtina folgend. Das ist ein gesetzt werden, hat nun Präsident Masaryk schr wichtiger politischer Aft, nach der Meinung Worte gefunden, die wenigstens einen kleinen des bürgerlichen Blattes, wahrscheinlich wichtiger, Zipfel von dem amtlich ängstlich behüteten als die" Not der Arbeitslosen zu lindern. Ein Geheimnis lüften. Der Präsident, der längst weiter Grund ist nach Ansicht der„ Narodni chon Veranlassung genug gehabt hätte, der Politika" der, daß die Regierung eine Reihe von zegen ihn und die Republik gerichteten Heze Vorlagen wirtschaftlicher Natur ausarbeiten muß. per nationaldemokratischen Patrioten, die aus Obwohl seit der Vertagung des Parlaments bem ungeklärten Gajdaskandal reichlich NahMonate verflossen sind, besinnt sich die Beamtenregierung erst jetzt darauf, daß gegen die Wirtrung jogen, entgegenzutreten, hat in einem fchaftskrise etwas geschehen muß. Ein dritter, und Interview, das er einem Redakteur des Prazwar nach Meinung des genannten Blattes der er Tagblattes" gewährte, einige Aeußerungen Hauptgrund ist der, die Mehrheit für den Staatsber die Hintergründe des Falles Gajda gevoranschlag zu finden. Während diese Mehrheit macht, die immerhin konkreter flingen, als was bisher immer selbstverständlich war, hat der Abgang des sozialistischen Blocks aus der allnatio man bisher gehört hat. Man braucht nicht nalen Koalition im Frühjahr zur Folge eine Jandalsüchtig zu sein, um zu bedauern, daß London, 7. September.( Tsch. P.-B.) In den Mehrheit für die Erledigung der grundlegenden auch die Aeußerungen Majaryks nicht völlige Verhandlungen zwischen dem Kabinettsausschuß Staatsfrage aufstellen zu müssen." Diese Ver Klarheit zu verbreiten geeignet sind. Er er für den Kohlenbergbau und den Vertretern der handlungen beanspruchen aber angeblich sehr viel klärte, die Aufrollung der Angelegenheit sei Bergwerksbeji ber beklagte Churchill, daß die Zeit und erst in der nächsten Woche werden die „ ein Beweis unserer Stärke", der Staat jei Bergwerksbesitzer die Verhandlungen auf natioBorberatungen eröffnet werden. Wie man sicht, Paris, 7. September.( Tsch. P.-B.) Die wird es in der nächsten Woche erst zu den Borzenügend konsolidiert, um die Bereinigung der naler Grundlage abgebrochen hätten, ohne der Affäre nicht fürchten zu müssen warum Regierung Mitteilung zu machen. Wenn die Blätter berichten aus Lyon, daß in der gestrigen beratungen fommen, denen die eigentlichen Beratungen folgen werden. Es kann also hübsch bann nicht völlige Klarheit, zudem, als es sich Regierung gewußt hätte, daß die Bergiverksbe- Plenarsißung des Lyoner Stadtrates der Bür- beratungen kommen, denen die eigentlichen Besin sozialistischer Pardoch nach den Worten des Präsidenten heute fiber diese neue Berwicklung heraufbeschwören germeisterstellvertreter ein sozialistischer Barnicht mehr um Gajda, sondern um seine Be- würden, so hätte sie niemals das Achtstundenge- feiangehöriger eine Resolution verlas, welche lange dauern, bevor das Barlament zusammen jet im Bergbau eingebracht. Herriot das Mißtrauen ausspricht, weil er ichüßer und Anhänger handelt? Der Vorsitzende des Verbandes der Gruben- die Sache der Linken verraten hat, für die er von Wie immer dem sei, eine Stelle in Masa- befiber Williams betonte, die Grubenbeißer den Sozialisten gewählt wurde. Die Resolution den bestätigt durch eine solche des" Ben", me thts Aeußerungen ist deutlicher. Er erklärte, hätten mit Kenntnis der Regierung das System wurde mit 30 von den 31 sozialistischen Stim nachy in der nächsten Woche die Beratungen si die Regierung jei gegen Gajda im Besitze der distriktiveisen Verhandlungen aufgenommen. men gegen die 25 Stimmen der Radikalen und ichen den bürgerlichen Rollparteien wegen Schaf : ntscheidender russischer Doku- Sie seien fest entschlossen, Verhandlungen über der eines Sozialisten angenommen. Herriot er- fung einer Mehrheit im Parlament beginner mente. Welcher Art diese russischen Dofu- ein nationales Abkommen abzulehnen. Die Re- widerte mit einer ausführlichen Rede, in der er werden. Das„ Pravo Lidu" macht sich mit Recht mente sind, wird wohl nicht gejagt, aber nach gierungsvertreter hoben die Bereitschaft der Berg- erflärte, er habe nicht die Absicht, das Amt des über den langfamen Gang der Verhandlungen allem kann es sich nur um Dokumente handeln, arbeiter hervor, über eine distriktiveise Regelung Bürgermeisters niederzulegen, da er die Resolu- zwischen den tschechischen Zollparteien luftig und die den Beweis dafür bilden, daß Gajda für auf der Grundlage eines nationalen Abkommens tion als rein politisch ansehe, und daß er seine weist darauf hin, daß die bürgerlichen Parteien tie russische Räteregierung Spionage getrieben zu verhandeln, und ersuchten die Grubenbesitzer Handlungsweise vor der Wählerschaft verant noch keine Ahnung haben, wer die Mehrheit im oder ihr doch mindestens seine Dienste dazu bringend, wenigstens einer Erörterung der gan- worte, welche er eventuell ersuchen werde, fich Parlament bilden wird. ingeboten hat. Anders kann die Behauptung zen Frage zuzustimmen, widrigenfalls die Re- durch eine allgemeine Abstimmung über seinen ses Präsidenten wohl nicht gedeutet werden. gierung auf eigene Fauft ohne sie werde vorge- Fall auszusprechen. hen müssen. Schließlich willigte Williams ein, * Sie ziehen die Berhandlungen in die Länge. die Anfrage der Regierung, betreffend die Wideraufnahme der gesamtstaatlichen Verhandlungen ntit der Bergarbeiterföderation, günstig zu beants worten gedenken. Das bedeutet in jedem Falle einen neuerlichen Aufschub. Die Sozialisten gegen Herriot. treten wird. Die Meldung der„ Narodni Politika" wer Falls die bürgerlichen Parteien wirklich die Absicht haben, daß das Parlament erst am 15. Oktober zusammentritt, wird von Seite der parteien der schärfste Kampf angeiagt werden sozialistischen Parteien diesem Vorhaben der ZollDie tschechischen Agrarier mobilisieren. Es ist notwendig, daß auf Geheiß der Organisationen alle unsere Anhänger sich an allen Ron ferenzen, und Versammlungen Beratungen, Sigungen, wann auch immer sie dazu aufgefor dert werden, beteiligen. Es ist deswegen notivendig, daß die Lokalorganisationen sofort ein Verzeichnis unserer Parteizugehörigen anlegen, welche jederzeit, gegebenenfalls auch telegraphisch, zusam menberufen werden können, damit sie sich auf unseren Manifestationen versammeln. Wir dürfen nicht vergessen, daß sich die Notwendigkeit ergeben kann, daß wir vorbereitet sind, zu unt derttausenden zu manifestieren, sei es auf den Gassen der Hauptstadt der Republik oder wo anders. Bisher war alles, was man darüber hörte, der Versammlung der Distriktvertreter über die Coolidge droht mit neuen Rüstungen. Zeitungsmeldung, die Regierung schwieg und gestrige Konferenz Bericht zu erstatten, erklärte Paul Smith. 7. September. Die Umgebung müssen. Herr Gajda konnte sich aufs Leugnen verlegen, aber, daß er auf keine günstige Antwort rechnen des Präsidenten Coolidge erklärt, Coolidge sei während die fascistisch- nationaldemokratische könne. etwas überrascht über die Aufnahme, die feine Aeußerungen über die Abrüstungsfrage in Europa. Bresse für ihren in der Reserve stehenden Heros gefunden haben. Er habe gestern wiederholt, daß, die Bauke schlagen und ihn als Opfer einer Mit Rundschreiben Nr. 17 vom 3. Septem falls feine Einigung über die Rüstungsbeschrän tückischen Intrige hinstellen konnte. Nun ist fung in Europa zu erzielen sei, die Vereinigten ber 1926 richtet die Leitung der republikanischen dieser Heros gebrandmarkt, mit ihm aber auch London, 7. September.( Reuter.) Der Gruben- Staaten ihr Flottenprogramm, den Ausbau der Partei einen Aufruf an ihre Vertrauensleute, jein ganzer Anhang unsterblich blamiert und licht. Es heißt darin: bloßgestellt. Welch ein Gelichter ist es doch, besiterverband beschioß, seinen Distriksvereinigun Luftftreitkräfte und sonstige Verteidigungsmaß aus dem das„ Rudé Právo" einiges veröffent das oft genug den Begriff Patriotismus miß- gen die Frage zur Entscheidung vorzulegen, ob sie nahmen zur Durchführung bringen würden. braucht! Das ist in Deutschland, in Italien, 000000000000000000000******** CO 00000000000000000000000000000000 in Ungarn und anderwärts nicht anders, als auf, auch nicht in äußerst verkleinertem Maß die entscheidenden Dokumente etwa nur, daß bei uns, wenn auch nicht überall ein aufgeleg- stabe". Und über die militärische Eignung Gajda mit der russischen Regierung etwa wegen von Olmüßer Quargeln in ter Abenteurer schlimmster Art einen solchen Gajdas werde ein abschließendes Urteil erst des Vertriebes fabelhaften Aufstieg vom Feldwebel zum möglich sein, bis die notwendige zeitliche Unterhandlung gestanden ist? Es ist nicht Generalstabschef zu vollführen vermöchte. Der Distanz eine unbefangene Betrachtungsweise schwer zu erraten, warum Gajdas Person vor Präsident hat recht:„ Die Affäre Gajda ist gestatten wird. Schau, schau, was man jetzt dem Zugriff des Gerichtes bewahrt wurde, und arum man sich mit seiner Versetzung in den noch nicht abgeschlossen." Wenigstens nach der auf einmal alles weiß! Und erst die Fascisten! Sie wollen„ Ord- Ruhestand begnügte, die ihm noch den Vorteil Richtung nicht, daß die Regierung wird Rede stehen und erklären müssen, wie dieser Mensch nung im Staate" machen, und der Oberord- bietet, in Behaglichkeit eine wahrscheinlich nicht an die verantwortungsreichste militärische nungsmacher sollte Gajda sein. Vorher sollte zu farg bemessene Pension verzehren zu dürfen. Stelle berufen werden konnte, doch nur weil er mit einer fleineren oder größeren militäri- Es ist die Furcht vor seinen mächtigen Freuner, der mit allen Salben Geschmierte, zur rich- schen Revolte, wie es jetzt in Europa Sitte den im fascistisch- nationaldemokratischen Lager, Der Sinn des Aufrufes kann nur der sein, figen Zeit in tschechischem Patriotismus gu geworden ist, ans Staatsruder gelangen. Und die darüber wachte, daß er, da er schon fallen „ machen" verstanden hat. Wenn Gajda sich nun wird der auserlesene Held als Spion mußte, nicht zu hart fiel. Was wäre geschehen, die Kräfte der besitzenden Klassen zum Kampfe nicht vermessen hätte, mit Hilfe des Fascismus entlarvt, der, wie es sich eben traf, mit aller wenn ein General gleich schuldig befunden wäre, gegen die arbeitenden Schichten zu sammeln. auch noch Präsident und Diktator werden zu Welt Geschäfte zu machen verstand und wie der nicht als geeichter Nationalist bekannt ist, Herr Gajda auf Reisen. wollen, jäße er heute noch auf seinem warmen es dem persönlichen Vorteil am besten zu und der nicht den Schutz des Herrn Dr. Kramař und seiner Zeitungen genießt! Wegen Den Lidové Noviny" zufoige fam General Plätzchen, allmächtig und würdestrozend und dienen geeignet war. Aber die kleine Aufklärung, die man aus jeder, oft gar nicht tragisch zu nehmenden de- Gajda Montag nachmittag in Proßnitz an und die offiziösen Federsuchser würden nicht müde werden, ihn als ein menschliches und militä- Masaryks Interview bekommt, regt noch zu spektierlichen Aeußerung über den Präsidenten fuhr sofort in die Wohnung des bekannten Fasci risches Genie ersten Ranges zu preisen. So anderen Betrachtungen an. Ueber das Ergeb- wandern Leute auf Wochen und Monate in den stenführers Dr. Svozil. Abends fand ein von aber kann man beispielsweise in der halbamt- nis der Untersuchungskommission, die zur Prü- Arrest, und gar erst wegen Spionage! Die den Fascisten veranstalteter Begrüßungsabend lichen Tschechoslowakischen Korrespondenz" fung der Affäre Gajda eingesetzt war, hat man Polizei hat alle Sände voll zu tun, um bei statt, bei dem Gajda als„ bratr" angesprochen einen Artikel lejen, in dem voll Sohn erzählt mur erfahren, es jei nicht hinreichend, um zu den Demonftrationen Leute mit blauen Blujen, wurde. Der fascistische Redakteur Velimity sagte: wild, General Gajda habe in seiner Wohnung einer gerichtlichen Verfolgung Gajdas Anlaß die als„ Uniformstücke" angesehen werden, her- Wir warten, bis du uns rufst, um dich dorthin anderen sprach auch ein Mitglied der tschechischen auffallend viele Napoleonporträts hängen ge- zu geben. Wirklich nicht? Meint man, daß sich auszufischen und zu belästigen. Doch der Arm zu führen, von wo du vertrieben wurdest." Unter habt, und es wird daran die Bemerkung ne jemand finden wird, der dieser windigen Be- der Gerechtigkeit erlahmt, wenn es sich um Volkspartei. Gajda kehrte noch in der Nackt nacy knüpft, das was in der jüngsten Zeit über die hauptung Glauben zu schenken geneigt ist? Die einen Verbrecher nationaler Couleur handelt. Prag zurück, hielt aber vor seiner Abreise eine staoismännischen und politischen Qualitäten Regierung hat entscheidende russische Doku- Haben wir wirklich zweierlei Recht im Staate? furze Ansprache an die Fascisten. Der Zwed des Generals offenkundig geworder ist, weise mente" in Händen, dennoch liegt kein Anlaß Auch auf diese Frage wird die Regierung Ant seiner Reise nach Prag wird streng geheim gedurchaus nicht Napoleonische, Dimensionen vor, Gajda vor Gericht zu bringen? Sagen wort geben müssen! halten. S-ite 3 8. September 1925 Präsident Masaryk über aktuelle politische Fragen. Die Leamteuregierung.— Die Deutschen und die Regierung.— Dokumente, die Vaida betreffen.- Scharker Angriff gegen die Nationaldemokratie.- Vie PrKUevtenwahl. I» einer Unterredung mit einem Redakteur des„Prager Tagblatt" äußerte sich der Präsident der Republik über einige politische Tagesfragrn. Sa sagte er zunächst über die Beamtenregierung. Di« Beamtenregierung administriert ganz gut; wann und wie sich die, verschiedenen Parteien für ihren Anteil an der Regierung entscheiden werden, hängt nicht von mir ab. Ich habe schon unlängst erAärt, daß ich an der Entstehung der sogenannten Beamtenregierung nicht beteiligt war. Die Parteien haben immer die Regierung, die sie verdienen. Ueber das Verhältnis zu de« Deutsche« meinte er: Ich habe über unser deutsches Problem ebenfalls unlängst und öfter- gesprochen; ich könnte das Gesagt« nur wiederholen. Ganz kurz würde ich die Sache so formulieren: die Deutschen haben nicht nur daS Recht, sondern die Pflicht, an der Regierung teilzunehmen; ich glaube, daS versteht sich für praktische, ehrliche Politiker von selbst. Sobald die Delitschen, resp. ein Teil derselben, Regierungspartei werden, stellen sich automatisch die Folgen ein, die sich für alle Regierungsparteien ergeben. Für mich ist die Frage der Mini- sterschaft nicht so wichtig, wie die Frage, ob die Wählerschaft das Borgehen ihrer Führer billigt, ob diese Führer das Vertrauen der Wähler nicht verlieren. Es ist darum der psychologische Moment so wichtig, zu entscheiden, ob die Wähler- schast schon die sogenannt« positive Politik wünscht und hinter ihren Führern steht und ausharrt, wenn diese«ine solche Politik methodisch zu verfolgen die Absicht haben. Sofern es sich dabei um unsere Parteien handelt, hoff« und wünsche ich, daß die Erfahrungen seit dem Umsturz fi« belehrt haben, daß daS freundschaftliche Verhältnis zu den Deutschen und die politische Mitarbeit mit ihnen im Jnteresie der Republik gelegen ist. Interessanter ist, was der Präsident über die Affäre Gajda sagte: „Die Sach« Gajda ist noch nicht abgefchloffrn, ich will Ihnen also nur das sagen, was der wri- t«re« Verhandlung nicht dorgreift. Länge« Zett vor dem Sokolfrst waren Gerüchte verbreitet, daß di« Fasristrn das g«ft z« ihr«« Auftreten benütze«, resp. mißbrauchen wollen. Major K r a t o ch v i l, der gegen Gajda schon feit Sibirien Mißtraue« hegt und über die Gründe desselben in seine« Publikattonr» Andeutungen fallen ließ, hat sich ans Grund dieser Gerüchte entschlossen, seine Rachrichten über Gajda vollinhaltlich zu veröffentlichen. Er suchte Dr. Bo»Lek auf, um sich mit ihm zu beraten. Ich hab« die Sache und die Pläne Dr. BouSrkS erfahren und diesen soglttch ersucht, von der Veröffentlichung abzustehen; nicht die ungünstigen Nachrichten über Gajda wollte ich unterdrücken, nur sollt« die Angelegenheit vo«rst amtlich untersucht werden. Dr. vouöel willfahrt« mir und übergab seine Erhebungen mit Major jtratochvil und So- lovjev dem Ministerium für Nationalverteidigung. Das geschah am S. Juli; am 10. Juli setzte der Minister'»«e dreigliedrige Kommission«in, dir de« Gegenstand administrativ untersuchen sollt«. Gajda war mit diesem schonenden Vorgang einverstanden und wollte für die Zelt während der Untersuchung einen Urlaub erbitten. Aber er hat sein Wort nicht gehalten, vielmehr im„Beier"(13. Juli) ein unwahres und ganz illoyales Interview veröffentlicht. So hat er das erste Signal zu der nachfolgenden Preßhetze gegeben. In Anbetracht dessen ist es ziemlich irrelevant, ob das Ministerium, wie bemängelt wird, durch die Kargheit sriuer Nachrichten gefehlt hat." Später kam der Präsident auf di« Angelegenheit noch einmal zu sprechen und sagte dabei etwas, was für die Oeffentlichkeit etwas ganz neues ist: Soviel ich weiß, hat Herr Lvsejenko Minister BenrS persönlich kein« Aufklärung gegeben. Auf Ihr« Hauptfrage will ich nur so viel sage«, daß wir im Besitze entscheidender russischer Dokument« find." Was dazu zu sagen istunden unsere Leser an leitender Stelle. Seine Meinung über die Fasciste« faßte der Präsident folgendermaßen zusammen: „®ie Fascisten an und für sich sind nicht so bedeutend: es ist wohl daS erstemal, daß sich bei uns eine anonyme programmlose Bewegung geltend zu machen sucht. Ter Fascis- mus ist«ine anonyme Gesellschaft der Unzufriedenen und Zurückgewiesenen mit unbeschränkter . Haftung zur Fabrizierung politischer'Märchen und Räubergeschichten; wohl enthält er eine kleine Dosis von Idealismus seitens derjenigen, die sich durch den angeblichen Kampf gegen die Korruption betören lasten. Bis jetzt haben die sogenannten Fascisten keinen einzigen konkreten Fall von Korruption aufgedeckt und doch versichern sie, daß die ganze Republik verseucht sei. Der FasciSuiuS ist insofern«in ernstes Problem, als er den Niedergang des nattonalen Liberalismus bedeutet.. Der FasciSmus ist der Gradmesser der politischen Des- orientatwn der Bourgeoisie und hat darum auch nur dadurch Bedeutung, daß er unter der Aegide einer Fraktion, der Nationaldemokratischen Partei sich entwickelt hat. Ganz naturgemäß; wenn«in Mann vom politischen Prestige Doktor K r a m a k Jahr um Jahr selbst und durch seine Anhänger einen so persönlichen Kampf gegen den Außenminister und den mythischen„Hrad" führt, wenn dieser Kampf einer Regierungspartei unbehindert lange Jahr^ geduldet wird, so müssen sich schließlich politisch unreife Menschen finden, di« die Anschuldigungen ernst nehmen. Die Fascisten sind Opfer der Nationaldemokratie genau gesagt, der besagten Fraktion der Partei. Ich bedauere daS im Interesse der Nationaldemokratie und der übrigen Parteien. ES ist l«hr- Topqrlght 1024 bei Buchhandlung Schneider u. To„ Dien. Bom Baume des Bösen. LI Bon Marrel Berger. La Tour-Aymon hatte nach der fatalen Eröffnung, die er mir eben gemacht hatte, sein« Ruhe wieder gesunden. Mit bewunWnswerter Selbstbeherrschung, mischte er sich mit mir in das Getriebe der Gäste auf der Terrasse. Tie Erinnerung an alle dies« Vorgänge hawsich in meinem Gedächtnis einigermaßen verwirrt. Ich sehe einzelne Szenen noch vor mir, höre noch diese und lene Antwort, aber an die Reihenfolge der Ereignisse kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Trotzdem glaube ich, daß es zu Anfang unseres Rundganges war, als wir de« Kommandanten Rebeillaud trafen. Er hatte sich eben, militärisch, stramm salutierend und die Hacken zusammenschlagend, von General Lesparrat verabschiedet, der ihn mit unfreundlicher Geste und unzu- friÄene» Worten entließ. „Was ist hier vorgegangen?" sprach ihn Philipp an. Rebeillaud zuckt« wütend die Schultern: „Unglaublich! Er schickt mich schlafen wie «inen Schuljungen, wegen einer Dummheit; tveil ich diesem Deutschen dort, der sich nach Feuer umsah,«in Zündholz gereicht habe." „Wie kle^lich!" „Ich werde von seiner Kleinlichkeit bald genug haben, denn ich ertrage diese Dinge seit zehn Jahren. Dabei verliert der-Herr General schon so ziemlich seinen Einfluß, und ich weiß gar nicht, ob ich bei ihm überhaupt noch Aussicht auf Avancement hab«!" Mein Freund blinzelte mir zu; SSSSMSSSSSSSSSSSSSSSMSSSSS^W«« „Ja, mein glorreicher Cousin hat einen komplizierten Charakter. „Einen verfluchten Charakter!" rief der Kommandant.„Ich frage mich oft, ob ich nicht besser getan hätte, ihn bei Kriegsbeginn sitzen zu lassen und als Truppenoffizier an die Front zu gehen." „Was denken Sie," bemerkte La Tour- Aymon sanft,„und die Gefahren?" „Das ist ja richtig. Aber ich begreife nicht, daß man in einer republikanischen Armee solche Tyrannen duldet! Si« sind allerdings, wie ich glaube, mit ihm verwandt?" „Ich schätze ihn trotzdem ganz richtig ein." Ich hörte zu und fühlte mich ziemlich unbehaglich. Philipp nahm wieder das Wort: „Aber schließlich hat er Ihnen den Befehl gegeben, Ihr Zimmer aufzusuchen... werden Sie ihm gehorchen oder nicht?" „Ich denke nicht daran", sagt« der andere. Trotzdem warf er einen besorgten Blick in die Richtung, wo General Lesparrat saß. „Immerhin, wäre ez nicht besser," brummte er,„wenn wir uns ein wenig aus dem hellsten Lampenlicht enffernten. Man muß ihn nicht provozieren... Seine Tochter, diese Furie, hetzt ihn auf! Und alles nur, weil ich im Kriege zufällig nicht'verstümmelt worden bin." Wir blieben einige Meter entfernt, von einer Gruppe vor» Palmen verborgen, stehen. „WaS habe ich dir gesagt!" raunte Philipp „Du hast bis zum gewissen Grcche recht. Aber wenn man ganz, unparteiisch sein will, muß man anerkennen, daß sich i« dem Leben deines Cousins auch bewundernswerte Seiten finden. Bor allem seine Erfolge im Kolonialdienst." Rebeillaud lachte yell auf: „Auch darüber kann ich Ihnen Verschiedenes erzählen. Ich war Zeuge seiner Methode, europäische Zivilisation zu verbreiten! Sie bestand darin, daß er es verstand, unmittelbar nach seinem Einzug in ein tonchinesisches Dorf die reich zu sehen, wie der Verfall einer Partei den übrigen Parteien wenig Nutzen bringt; ganz besonders gewinnen die sozialistischen Parteien als programmatische Gegner der Bourgeoisie wenig. Bourgeoisie und Sozialisten müssen positiv wetteifern, Prinzipien müssen an Prinzipien sich mesten. Nur so können Parteien lebendig sich erhalten und durch ihren Kampf dem Ganzen dienen. Die Bourgeoisie besteht, auch ist sie wirtschaftlich stark, aber ihre politisch« Organisation ist bedeutend schwächer. Ich weiß, daß auch d?« übrigen Parteien ihre Krisen durchmachen; der Fascis- mus ist der pathologische Niederschlag dieser Krise innerhalb der Nationaldemokratie. Aehnliche Krisen erleben die liberalen Parteien der Bourgeoisie in allen Ländern. Dies« Aeußerüngen des Präsidenten über die Nationaldemokraten werden wohl ihre politischen Folgen zeitigen. Zum Schluffe geben wir die Meinung dcS Präsidenten über die kommende Präsidentenwahl wieder: „Diese Wahl ist nicht meine, sondern Sache der Nation und der Republik; die Frage der künftigen Präsidentenwahl beunruhigt- mich persönlich nicht im geringsten. Wie glücklich wäre ich, wenn ich der Republik und Demokratie als freier Publizist dienen, meine politischen Erfahrungen journalistisch verwerten könnte! Die Ent- wicklung seit dem Kriege könnte Wohl alle einsichtigen Menschen belehrt haben, worum es sich handelt: aus Sklaven freie Männer zu bilden. Ich weiß, der Ausdruck ist etwas stark, aber er charakterisiert die Situation: die Völker des alten Oesterreichs, Deutschlands und Rußlands sind durch Jahrhunderte vom monarchischen Absolutismus erzogen worden; gerade dies« drei Großstaa- ten sind im Kriege besiegt und zu Republiken umgewandelt worden und darum sag« ich immer, in diesem Sinne müssen wir uns entösterreichern. Notabene, das gilt nicht nur für uns, sondern auch für Sie, für alle Minoritäten. Die Deutschen haben unter Wien ebenfalls gelitten: wohl waren sie oft Regierungspartei, aber sie mußten nur zu ost Wien viel mehr dienen, als ihrer Nation." * Tschechische Blatter über dar Prall« oeale»'3ateroiew. In den Kreisen gewisser Rechtsparteien findet das Interview mit dem Präsidenten lebhaften Widerspruch, während das Zentralorgan der tschechischen Scqialdemokratie den Aeutzerun- gen des Präsidenten zustimmt. Das Abendblatt des„P r a v o L i d u" schreibt:„DaS sachliche und ruhige Urteil des Präsidenten unseres Staates über die aktuellen Probleme und Bor- §'"lle wird in die Oeffentlichkeit sicherlich eruhigung und Mäßigung bringen." --- betrachten sind. Die üll- gen sind Werkdruckereien, Zentralbetriebe ufw. Der Rechtsform nach sind 77 Gesellschaften mit beschränkter.Haftung, 33 offene Handelsgesellschaften, 15 Genossenschaften und drei Aktiengesellschaften vorhanden, während die übrigen als. eingetragene Bereine beziehungsweise Filial-Betriebe bezeichnet werden. Aus einer Tarstellung der wirtschaftlichen Bedeutung der Parteibetriebe ergibt sich, daß 105 Parteidruckereien vorhanden sind. Im acht Fällen werden sozialdemokratische Tageszeitungen in Privatdruckereien hergestellt. Im ganzen werden 129 Parteizeitungen und 47 Kopfblätter, zusammen also 176 täglich erschein nende Zeitungen herausgebracht. Die Einrichtung der Parteibetriebe in maschineller Hinsicht repräsentiert sich in beachtenswerten Ziffern. Es sind 124 Rotationsmaschinen gegen 113 im Vorjahre vorhanden; dazu kommen 394 Setzmaschinen gegen 336 im Vorjahre. Außerdem werden 353 Schnellpressen, 191 Tiegel Und 41 automatische Ticgel gezählt. Hinzu kommen eine große Anzahl der für di« Druckerei«« notwendigen S p e z i a l m a s ch i- ne n und Hilfsmaschinen. Ter Personalbestand ist gegen das Vorjahr erheblich gestiegen, und'war von 5653 auf 6641. Davon sind 963 Personen im kaufmännischen. 4990 im technischen Betrieb. 476 in der RetÄtion und 212 in den Buchhandlungen beschäftigt. Die Gesamteinnahmen der Parieibrtriebe stiegen von 43.2 Millionen auf 5 7.1 Millionen Ma r k. An bet Steigerung sind die Einnahmen für Abonnements und Jmerate, Druckaufträge und Buchhandlung gleichmä^g beteiligt. AuS der Gewinn« und Berlustrechnung der Gesamtbetriebc ist zu ersehen, daß für Löhne und Gehälter im Berichtsjahr-27.8 Millionen Mark auSgegeben wurden. Die Aufwendung für Steuern. betrug 1,853.987 Mark; für Papier und Farbe wurden insgesamt 9.2 Millionen Mark bezahl:. Aus einer Uebersicht über die Vermögenslage der Parteibetriebe ist zu ersehen, daß Grundstücke und Gebäude im Werte von 13.7 Millionen, Maschinen inr Werte von.» 6.4 Millionen, Schriften im Werte von 1.2 Millionen Mark vorhanden sind. Die Bar- und Bank^ bestände betrugen 3.5 Millionen Mark. Tuch Stammkapital ist mit 11.3 Millionen und die Reservefonds mit 6.2 Millionen Mark auSge- wiesen. Die Gesamt-Bilanzsumme sämtlicher Partcibetriebe, die von der Statistik der Konzentration erfaßt sind, zeigt eine Höhe von 36.5 Millionen Mark. Bei der Allgemeinen Beurteilung der Loge der Parteibetriebe ergibt sich, daß gegenüber dem- Vorjahr auf allen Gebieten Verbesserungen er,' reicht worden sind. Gleichzeitig ist festzustellen, daß. di« Gesamtwirtschaftslage auch die Parteibetriebe beeinflußt, und daß ein Rückgang ipr Ertrag festzustellen ist. In den 102 Buchhandlungen und den zwei Buch-Verlagen der Partei wurde ein Umsatz von > 5.2 Millionen Mark erzielt. Durch Unterrichts- Verletzung irgend eines von ihm gegebenen Befehles zu provozieren. Am nächsten Morgen lagen dann fünfzig frisch abgeschnittene Köpfe, die der angesehensten Persönlichkeiten des Dorfes, sorgfältig zur Pyramide aufgeschichtet, mitten auf dem Hauptplatze. Sie können sich vorstellen, wie beliebt Frankreich durch solche Maßnahmen wurde!" „Fürchterlich!" murmelte ich.„Aber seine Rolle in der Schlacht an der Marne...!" „An der Marne? Ich war auch dort, an seiner Seite! Ich habe ihn an jenem denkwürdigen 10. September gesehen,-wie er sich, gegen alle bessern Ratschläge darauf kaprizierte, zwei Divisionen, dreißigtausend Mann, in eine angebliche Lücke der feindlichen Linien hineinzupressen. Plötzlich wird gemeldet, daß zwei ganze Korps des Generals von Haesäer unsere vorgeschobenen Truppen umklammert hatten und im Begriffe standen, si« abzuschneiden..." „Ich erinnere mich", sagte ich mit ringe- trockneter Kehle. „Was tat unser General? Wir haben zusammen jenen Tagesbefehl verfaßt, diese drei Zeilen, die damals m der Preffe so kritisch besprochen wurden, den Befehl, bis zum letzten Mann standzuhalten. Darauf brachten wir uns möglichst rasch in Sicherheit und für dies« Heldentat erhielt er das Großkreuz der Ehrenlegion." „Hat man seinen Befehl befolgt?" „DaS will ich glauben! Wir hatten an diesem Tage achtzehntausend Tot« und Vermißte in einem Raume von fünf Zcnttmetern auf der Generalsrabskarte!" „Darunter Freunde von mir", sagte ich leise und dachte an Gilbert Laurent, von dem wir eben gesprochen hatten. z■ Ich bemühte mich, noch eine Entschuldigung zu finden: „Man kann sich irren... „Selbstverständlich kann man sich irren, aber doch nur in gewissen Grenzen! Und nichts ist verloren, so lang aus brave Truppen bleiben, die sich auf unseren' Befehl willenlos hinschlachten lassen." Röbeillaud war in Schwung. Er erzählte, wie der General rm Jahre 17 vierundfürrfzig Jägerbataillons, d« unter seinem Kommando zusammengezogen waren, verboten hatte, sich während der Nacht einzugraben. ,Läger werfen keine Schützengräben auf", hatte fern Ausspruch gelautet. Und so schlugen die deutschen Geschosse systematisch in unsere ungeschützten Leute. Jeder Schuß fetzte drei- bis vierhundert Mann außer Gefecht. Er erzählte uns dann die. tragische Szene, wie mitten in der Schlächterei der Oberstleutnant Armingault zu Lesparrat kam und ihm die Qualen seiner wackeren Soldaten vortrug, die, ohne sich irgendwie aufzulehnen, nur darüber klagten, daß di« Intendanz sie seit vier Tagen- vergessen habe, und daß sie daher, wenn es wieder zum Vorgehen käme, entkräftet sein würden. „Ich war dabei," krächzte Röbeillaud,„ich sehe Armingault noch vor mir... Er stand knapp neben mir. Der General hört« chn an, zog ruhig seinen Revolver und schoß ihn in den Kopf, daß daS Gehirn auf meinen Aermel spritzt«..." „Und desholb," sagte ich entsetzt,„bekommt die Witwe dieses Unglücklichen keine Pension?" Philipp grinste hämisch: „Tausende sind in der gleichen Lage." „Aber," bemerkte Rebeillaud nervös,„ich glaubr-, daß Frau vsn Somalis ihren Dar-.r aufmeül nt gemacht hat, daß ich hier stehe. ES wird klüger sein, meine Herren, wenn ich mich empfehl«. Ich werde unten auf dem Tennisplätze eine Zigarette rauchen. Schließlich kann mich der Kerl;a nicht zwingen, mich wirklich ins Bett zu legen," (Fortfetzung folgt.) 8. September 1926. furse für die Buchhändler und durch zentrale Be ratungsmöglichkeiten wird eine Förderung der Buchhandlungsbetriebe wie auch der übrigen Wirtschaftsbetriebe ständig angestrebt. Wahnsinnige oder Verbrecher? Die Attentate auf die Eisenbahn. sic Dauert an. gefahrioler zu machen. Seite 3 3ugszufammenstoß bei Chicago. Berlin, 7. September. Die wie eine Epidemie in letzter Zeit auftretenden Unfälle im Bereiche der deutschen Reichbahnen, die an ähnliche Unfallperioden im Jahre 1898 erinnern, haben der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesell schaft nach ernsten Beratungen zu außerordent- hundert verletzt. 0000000000 0000000903 Chicago, 7. September.( Reuter.) Bei demt gestern erfolgten Bugszusammenstoß an der Nordwestbahn wurden acht Personen getötet und über lichen Maßnahmen" Veranlassung gegeben. Es wurde beschlossen: 1) Der Dienst auf den Strecken und Bahnhöfen ist in weitestem Maße auch nachts zu verstärfen. 2) Aus den besten Die Feststellungen über die Verbreitung der Es vergeht fein Tag, an dem nicht aus mittags ein arbeitsloser Malergeselle aus Osua- zuziehung von Vertretern des ReichsverkehrsPraktikern der Reichsbahnverwaltung unter HinParteiprefse zeigen, daß die Zahl der Leser der sozialdemokratischen Tageszeitungen eine Zunahme Deutschland geschehene oder zufällig verhinderte brück festgenommen. ministeriums und fachkundigen Vertretern des von vier Prozent gegenüber dem Vorjahre er- Eisenbahnunfälle genteldet werden. Zu Beamten- und Arbeiterpersonals Kommissionen fahren hat. Außer den Tageszeitungen werden ihnen gesellen sich in der letzten Zeit die Be- Die Beschießung von Eisenbaŋnzügen zu bilden, die das gesamte Reichsbahngebiet Zeitschriften wie„ Lachen lints"," Frauenwelt" chießungen von Personenzügen durch Rowzwecks Kontrolle bereisen sollen. Die Kommissio und so weiter sowie 20 Wochenzeitungen( Land- dies. Wenn die Meldung über das Geständnis boten usw.) herausgegeben. nen sollen sich bereits heute auf den Weg be= der Attentäter von Leiferde auf Wahrheit beruht, Aus Halle wird gemeldet, daß Sonntag geben und werden die ersten Berichte über die Der sehr instruktive Bericht bietet eine gute dann ist das Unglaubliche Tatsache geworden, abends der Zug Schandau- Berlin zwischen den Hauptstrecken schon in der nächsten Woche er Uebersicht über das Wirken der Parteibetriebe und daß Menschen in verbrecherischer Absicht einen Bahnhöfen Grüna und Luckenwalde beschossen statten. Die Unfälle und ihre Erörterung in über die Verbreitung der Parteipresse; den Funk- Anschlag verübten, der einer- Reihe Mitmenschen wurde. Ein Fensteruahmen und eine Fenster der Seffentlichkeit haben naturgemäß Unruhe und tionären der Partei aber gibt er wichtige Finger- das Leben kostete, der Dutzende zu Waisen machte scheibe wurden beschädigt. Personen wurden nicht Nervosität ins Publikum und auch in das Reichs zeige für ihre Arbeit. Am Schluß sagt der Bericht: und der vielleicht Hunderte hätte töten können. verlegt. bahnpersonal gebracht und es wird erste Aufgabe Die sozialdemokratischen Parteibetriebe sind nur nach diesem Kriege, nur nach der Erziehung aller Stellen sein, beruhigend zu wirken. Die nicht Selbstzwed. Sie sind nicht errichtet, damit zum gewissenlosen politischen Mord, den eine möglichst viele Druckaufträge durchgeführt und mächtige Bresse und den große politische Barteien Endlich ein Versuch, die Eisenbahnen unterstützung der Oeffentlichkeit hiebei wird nicht entbehrt werden können und wird erbeten. möglichst nennenswerte Gewinne erzielt werden. durch Jahre propagierten, ist eine solche ab= Der Zweck der sozialdemokratischen Parteibetriebe grundtiefe Verderbnis möglich geist, eine gute, allgemein verbreitete, sozialdemokra- worden. Das Menschenleben hat aufgehört, Wert tische Presse herauszubringen. Dieser Hauptzweck zu besitzen, und die Menschen haben jede Spur der Parteibetriebe erfordert selbstverständlich tech- von Gewissen verloren. nisch vollkommene und wirtschaftlich gesunde Wie jedes an Wahnsinn grenzende Verbrechen Einzelbetriebe. Die gestellte Aufgabe fann auch macht auch das Eisenbahnattentat Schule. Das nur erfüllt werden, wenn die Geschäftsleitungen ungeheuerliche Vorbild lockt und reizt Gemüter, mit der Partei Hand in Hand arbeiten." in die Krieg und Nachkriegsjammer den Keim Die sozialdemokratischen Parteibetriebe mit des Wahnsinns und den Mut zum Verbrechen gierung ist nun daran, diesen Widerstand zu ihrer in der Konzentration" geschaffenen Ver- gepflanzt haben, zur Nachahmung. Auch bei brechen. Darüber das furchtbare Geschrei, des. einigung hoffen, auch in Zukunft über günstige uns scheint das reichsdeutsche Beispiel Nachwegen Exkommunikationen, deswegen Bewaffnung Resultate berichten zu können und insbesondere ahmer zu finden wie die Beschießung des Der megitanische Kirchenstreit und die der Statholiken Kirchenstreit und die der Katholiken und Kämpfe mit Bolizei und durch die zunehmende Verbreitung der Partei- Prag- Pilsener Schnellzuges Truppen. Das betreffende Verfassungsgesetz verpresse ihren Zweck der Partei gegenüber zu erweist. bietet Ausländern, als Prediger irgendeiner Der in Merifo ausgebrochene Konflikt zwi- Glaubensgemeinschaft tätig zu sein, das Gesetz füllen. Was immer die Ursache der gräßlichen und beängstigenden Taten sein mag, die Bevölke- schen Staat und Kirche, den Katholiken und Nicht- verbietet weiter, daß irgendeine Persönlichkeit in Ruhe in Spanien? rung hat ein Recht auf Schub, und die katholiken mit Interesse verfolgen, wird von der der Ausübung ihres geistlichen Amtes, öffentlich Madrid, 7. September.( Fabra.) Die aus Menschen müssen sich der verbrecherischen oder katholischen Kirche und ihrer Presse so dargestellt, zur Mißachtung der politischen Einrichtungen, den einzelnen spanischen Streisen einlangenden tollen Anschläge erwehren. Unser Recht sieht als wenn die arme Kirche der größten Verfolgung zum Ungehorsam gegen die Gesetze, gegen ble Es war schon immer so, in Behörden und ihre Mandate anregt. Dieses Verprivaten und amtlichen Nachrichten be- bezeichnenderweise für derartige Verbrechen, die ausgesetzt wäre. stätigen, daß überall vollkommene Ruhe herrscht. ungleich schwerer als jeder andere Mord zu be- dem Moment in dem sich der Staat von der Be- bot wird von den merikanischen Bischöfen als Nach einer gestern im Amtsblatte veröffentlich- werten sind und nach stärkerer Sühne rufen, vormundung des Papsttums und der Kirche be- Verbot des Predigens ausgegeben. Sobald die en Verordnung, haben die Artillerieoffiziere das keine besonderen Strafen vor. Man wird in die freite, Lehr- und Gewissensfreiheit gewährte, be- katholischen Geistlichen ihr Amt nicht mißbrauchen Tommando über die Garnisonen den von der Rechte der alten Völker zurückgreifen müssen, um 30g die Kirche eine Stampfstellung, verdammte die dürfen, schreien sie über Bergewaltigung u. UnterRegierung bezeichneten Offizieren des General nach Vorbildern zu suchen. Das deutsche Recht neuen Gesetze und redete ihren Angehörigen ein, drückung der Kirche und der Religion. Die etwa sah gerechtermaßen die schwersten Strafen die heilige Religion sei in Gefahr. Es sei hier Greuel der merikanischen Kirchenverfolgung befür Taten vor, die das Wohl der Gemeinschaft nur auf die Auslassungen des Papstes und der stehen also darin, daß die Regierung die Respetschädigten. Das Leben der Tausende, die täglich Bischöfe anläßlich der Einführung des Reichs- rierung bestehender Geseze verlangt. Da diese die neuen Gefahren passieren, zu schützen, darf volksschulgesetzes in Desterreich verwiesen. Das Gefeße der Kirche nicht passen, werden Himmel nichts unversucht bleiben. Es gilt vorzubeugen, Gesetz wurde als gottlos, abscheulich und ver- und Hölle zum Kampfe gegen die Regierung, gegen dantmungswert hingestellt. Und doch hatte dieses ittlich vollständig entgleiste Menschen aufgerufen. damit nicht gefühnt werden muß. Gesetz den vollen Einfluß der Kirche auf die Sittlich nicht entgleist sind ja nur jene Geweihten Schule und die Erziehung der Stinder unange- und Gefalbten, die ihr geistliches Amt zur Vertajiet gelassen. Daß heute gegen das unerschrockene führung fleiner Kinder mißbrauchen. stabes übergeben. Widerspruchsvolle Meldungen. Paris, 7. September.( Tsch. P.-B.) Außer einer halbamtlichen spanischen Note, welche bejagt, daß gestern abend der Konflikt mit den Artillerieoffizieren fast beigelegt ist, ferner, daß alle aufständischen Organisationen sich ergeben haben beDie Täter von Leiferde gestehen. Tages- Neuigkeiten. chriftlichsoziale Bresse. m Sinter 000002 Edener fämpft für den Zeppelin. Vorgehen der merikanischen Regierung mit noch und daß ihre Aktion nicht den Charakter einer Berlin, 7. September.( Wolff.) Von den größerer Wut vorgegangen wird, ist bei der unpolitischen oder militärischen Revolution hatte, sondern ein rein auf bestimmte Verbände be- gestern abends im Asyl für Obdachlose verhafteten verföhnlichen Saltung der katholischen Kirche nicht schränkter Aufstand war und daß die Regierung mutmaßlichen Urhebern des Leiferder Eisenbahn zu wundern. Es verlohnt sich, die Auslassungen Nachrichten" veröffentlichen eine Unterredung mit attentates Weber und heute früh Schlesinger bei den Kriminal- einer Betrachtung zu unterziehen. In einem Korkommissären und legte ein Geständnis ab. respondenzartikel RWK.: Schlesinger gab bei seiner ersten Vernehmung an, grunde der Ereignisse in Merito" gemeinsam mit Weber, den er im Asyl in Fried- wird gesagt: richshafen kennen gelernt hat, durch die Schweiz und Deutschland gewandert zu sein. Als ihnen das Geld ausging, planten sie, sich durch Gewalttaten Geld zu verschaffen. Ob sie diesen Plan ausgeführt haben, wird erst die weitere Vernehmung ergeben. An der Eisenbahn entlang gehend, fanden sie in der Nähe des Tatortes bei Leiferde einen Schienenschlüssel. Einen zweiten stahlen sie aus einer Wärterbude.- Die Vernehmung Schlesingers wird im Laufe des Vormittags fortgesetzt. direkten Meldungen aus Spanien eingetroffen. Der Havasberichterstatter in Perpignan meldet, daß es auch in Segovia zu einem Blutvergießen tam, wobei es einige Tote und Verwundete gab. Sonst aber herrsche überall im ganzen Ruhe. Bahlreiche Offiziere, die an der Spitze der Aufandsbewegung stan..- n, feien über die Grenze geflüchtet. Die Regierung hat die entlassenen Offiziere durch neut ausgemusterte oder Offiziere der Kavallerie und Infanterie ersetzt. Ferner meldet der Havasberichterstatter in Perpignam, daß die Situation de Riveras durch die Aufstandsbewegung doch nur geschwächt wurde und daß der Diktator Gegenstand zahlreicher Angriffe ist und daß seine Ersetzung durch Admiral Magaz nicht ausgeschlossen ist. Der Havasberichterstatter in Hendaye hingegen, der, wie es scheint, von Streifen informiert ist, welche der spanischen Regierung nahestehen, dententiert kategorisch die Meldungen über irgendwelche Aenderungen der Regierung. Die Gräuel der mexikanischen Kirchenverfolgung nehmen kaum Wunder, wenn man bedenkt, daß, wo sittlich vollständig entgleiste Menschen die öffentliche Macht durch List und Gewalt an sich reißen, diese vor keiner Niedrigkeit und vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken pflegen. Vielmehr muß die Tatsache überraschen, daß das mächtige Nachbarland, die Vereinigten Staaten, nichts oder so gut wie gar nichts tut, um der unmenschlichen Vergewaltigung von Millionen von Menschen in ihrer nächsten Nähe Einhalt zu gebieten." Wien, 7. September. Die Neuesten Wiener & de ner über seine nächsten Pläne. Dr. Edener dent in Wien weilenden Zeppelinführer Dr. betonte, die großen Vorzüge des Zeppelins gegenüber dem Aeroplan, die die geplanten Forschungsarbeiten im Innern Afrikas und Asiens und vielleicht auch auf dem Nordpol ermöglichen werden. Bon Hamburg werde eine Route über den Atlanttischen Ozean nach New York und eine von San Francisco über den Nordpol geführt werden. Die nunmehr auch in Oesterreich geplante Sammlung für das neu zu bauende Luftschiff soll das Intereffe des ganzen deutschen Volkes an dem neuen Flugzeug befunden. Die Flucht. Von Elemér Cseph. In einer großen Stadt lebte ein armer ReNach einigen Betrachtungen, die jedoch keine Berlin, 7. September. Wie das W. T. B. Wenn er seinen hört, sind gestern abends hier zwei junge Leute, Lösung des Rätsels bringen, warum die Ber- dakteur, vollkommen mittellos. einigten Staaten nicht mit Waffengewalt in Stollegen hierüber etwas erwähnt hätte, möglich, Otto Schlesinger und Willi Weber, im städtischen Merito eingreifen, um die sittlich vollständig ent- daß es irgendwie gegangen wäre. Einstens machte Asyl für Obdachlose im Zusammenhange mit dem gleisten Menschen, die die mexikanische Regierung er die Warhnehmung, daß sein gutes Herz beleidigt Attentat auf den D- Zug bei Leiferde verhaftet und nach dem Polizeipräsidium gebracht worden. bilden, zu füsilieren, wird die Gegnerschaft der ist und verließ die reiche Stadt. Methodisten gegen die katholische Kirche be- Es schneite eben und der Schnee peitschte ihm Zu der Festnahme dieser beiden jungen sprochen. Der Korrespondenzartikel führt dar unbarmherzig ins Gesicht. Seine beschleunigten Männer berichten die Blätter: Schritte im hohen Schnee bewiesen, daß ihn etwas Gestern war von der Kriminalpolizei in Hanzur Erkenntnis des Guten in der unbekannten Ferne Die heutige Arbeitersendung( nover ein Mann namens Weber festgenommen führe. Vielleicht dort, hinter den hohen Gipfeln, Reismann: Tiere und Tierschutz) findet wieder um worden, gegen den der Verdacht bestand, an dem hausen andere Leute. Rundfunt für Alle! 18 Uhr wie sonst um 19 Uhr statt. Anschlage auf die Eisenbahnstrecke bei Leiferde be= teiligt gewesen zu sein. Bei seiner Vernehmung gab er an, daß sein Bruder ihnt am Grabe seines Programm für morgen, Donnerstag. Baters gestanden habe, in jugendlichem Leichtsinn Brag, 368. 11.55: Pressenachrichten. 12: 3eitsignal und gemeinsam mit seinem Freunde Schlesinger das landwirtschaftlicher Rundfunt. 14: Börsennachrichten. 16.30: und Hopfen Attentat berübt zu haben. Beide hielten sich in Nachmittagskonzert. 17.45: Börsennachrichten maritpreise. 18: Deutsche Sendung. Dr Karl Mito Berlin auf. Beamte der Hannoverschen KriminalIafhet, Brag: Welche Kenntnisse vermittelt uns die Geographie. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt u Breenam polizei begaben sich im Flugzeug nach Berlin. richten. 18.45: Vortrag: Ueber Gesundheitsfürsorge. 20: Gemeinsam mit Berliner Beamten nahmen sie Wettervoraussage. 20.02: Konzert. 1. Cornelius: Le Cid. Ouvertüre. 2. a) Borodin: Arie aus Fürs Igor". 6) Ru- eine Durchsuchung des Asyls für Obdachlose vor, binstein: Arie aus Dämon". 3. Beethoven: Symphonie wo die beiden Verbrecher aufgefunden wurden. 4. a) Berdi: Arie aus„ Rigoletto". b) Tschaikowskij: Arie aus" Jolanthe". 5. Wagner:" Die Nach den bisherigen Ermittlungen soll Schlesinger Meistersinger von Nürnberg." Ouvertüre. 22: Bellsignal. der Hauptschuldige sein und Weber verführt haben. Beide Verhaftete behaupten, mit dem Eisenbahnattentat nichts zu tun zu haben. Es- Dur( Eroica). Sport, Theater und neuestee Nachrichten. Brünn, 521. 14.30: Prager Effeftenbörse, Wetters, Sport, Theater und Breßbureaunachrichten. 17.40: Frauenrundschau, Welche Sorgfalt lassen wir fleinen Kindern im Sommer angedeihen. 18: Beitzeichen. Landwirtschaftsfunt. Die Biologie der Bienen. 18.20: Vortrag: Sanitäre Boltserziehung. 19: Dr. Jeřábek liest aus eigenen Werken, 19.30: mährisch Lieder. 1. Robát: 3 Lieber. 2. Janáček: 4 Lieber. 20: Militärkonzert, 1. Nicolai: Borspiel Die lustigen Weiber Phantafie aus La Traviata, 4. Bistačel: Potpourri tsche bon Windsor. 2. Dvořat: Phantasie aus Rufalta. 3. Verdi: choslowakischer Lieder, Zeitzeichen und Preßbureaunachrichten. Delo, 382. 20: Konzert. Wagner: Die Meistersinger bon Nürnberg. Ranzalo: Serenata Capriciosa. Mozart: Ouver türe Idomeneo". Blehl: 1001 Nacht. 21.30: Konzert. Grieg: Gonate g- dur. Rom, 425. 21.25: Catalani- Abend, Wien, 531, 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittagsfonzert. 17.45: Des Kaspar Hauser seltsames Leben und Sterben. 18.50: Wohin am Sonntag? 19.20: Auf Sumatra. 20: Volts: lieberabend. Zürich, 513. 20: Liederabend. Deutschland. Rönigswusterhausen, 1300. 15: Einheitsfurafchrift. 15.30: zettels. 20.30: Uebertragung aus Berlin, 504. Sammers ** Berlin, 7. September.( Wolff.) Nach längerem Verhör hat nunmehr auch der zweite Beteiligte an dem Attentat auf den Berlin- Kölner D- Zug, Willi Weber ein volies Geständnis abgelegt. * Ein neuer Anschlag auf einen Bersonenzug. über aus: Selbst führende Persönlichkeiten der methodistischen Sekte, die in den Vereinigten Staaten mehrere Millionen von Anhängern zählt, legen oft einen wirklich pathologischen Haß der katholischen Einige Kilometer hatte er schon im angestrengKirche gegenüber an den Tag. Bekanntlich haben ten Marsche zurückgelegt und fah immer auf die methodistische Prediger beim Ausbruch der Calles- Kilometersteine. Wohin eigentlich? Es blieb gleichschen Verfolgung eine Untersuchungsreife" nach gültig, aber nur weiter, dorthin, wo er noch nicht Mexiko unternommen, deren Erfolg, wie vorher gewesen ist, unter Leute, ehrlich, einfach, mit kindzusehen, die Feststellung war, daß von einer Be- licher und natürlicher Güte. drängung der Katholiken in Mexiko keine Rede Im Tale fuhr ein Zug... so rasch fuhr er;... fein könnte. Einer dieser Herren war der methodistische Bischof Georg A. Miller, der sich einmal die Bemerkung erlaubt hat, die katholische Kirche verdiente schon wegen ihrer Lehre über die Sakramente ,, ausgerottet zu werden". Ein anderer methodistischer Bischof, James Cannon, ging noch weiter und behauptete, der Protestantismus würde den Untergang des ganzen Christentums nicht bedauern, wenn nur dadurch der ,, klerikalen Herrschaft des Vatikans" ein Ende bereitet werden könnte. Diese ganz merkwürdigen ,, Christen" halten demnach zur Ausrottung der fatholischen Kirche alle Mittel für gut und setzen sich natürlich gegen eine jede, wenn auch nur mittelbare Einmischung der Vereinigten Staaten in die Angelegenheit Merifos zum Schuße der Katholiken heftig zur Wehr." Die Methodisten, die tatsächlich eine starke religiöse Sette darstellen, die auf der Grundlage des Christentums beruht, scheinen ihre Brüder in Christo gründlich zu kennen, wenn sie die Herrschaft des Vatikans bekämpfen, dürften sie aus eigener Erfahrung die Methode pfäffischer Politik beurteilen. wie schön wäre es, im Waggon zu sizen, aus dem Fenster die weiße Landschaft zu betrachten, ein Buch, von dem Revolutionär Andrejem oder Gorkij zu lesen, sinnend sich zu wundern, wohin das Leben führt, daß das Leben lieber wäre, wie das Licht, welches wir noch nicht sahen und nicht kennen ler nen werden. Der Zug würde irgend einem Kleinen Dörfchen zueilen, wo man erwartet wäre, Zuflucht fände in einem warmen Stübchen, bei heißem Tee und Kuchen. Ein alter Landstreicher grüßte ihn. Grüß Gott, Stollege! Wohin? Hast du ein Zigarettenpapier? Ist es noch weit in die Stadt? Er teilte mit ihm die lezte Zigarette und der alte Landstreicher rieb sich behaglich die Hände. Die fer Landstreicher zieht in die reiche Stadt, und er selbst flüchtet aus ihr. Übernachten werde ich in einem Stall, beschloß er, bei einem armen Bauer oder Arbeiter, bekomme ein Stückchen Brot, und zu diesem Stückchen Brot geben mir diese ihr reiches, goldenes Herz. Allerdings führt dieser Weg zur Besserung und Erkenntnis des Lebens, dachte er sich, unbekannt, in weiter Ferne, Frost, Schnee und Elend. Eines kam ihm noch zum Bewußtsein; mit verständigem Lächeln betrachtete er die Kilometersteine und mit einem jeden solchen fiel ihm auch ein Stein von Herzen: Osnabrid, 7. September.( Wolff.) Auf der Kleinbahn Piesberg Rheine wurde zwischen Wersen und Eversburg am Sonntag auf einen Die Taubstummen im Erwerbsleben. 16: Sausfleiß und Personenzug ein Anschlag verübt. Der Zug tonnte Handwerk auf dem Lande. 17: Zusammenstellung des Speise- aber noch früh genug zum Halten gebracht wermujit. Stamiz: Quartett b- dur. Dittersdorf: Quartett f- bur. den und die über die Schienen gelegten BahnHabbit: Quartett c- dur. 21.30: Chrif aus unserer Zeit. schwellen beseitigt werden. Bei der Rückkehr des 22.30: Tanamufit. Breslan, 418. 16.30: Nochmittags Dame Buges fand man wiederum die doppelte Zahl Tongert. 18: Die deutsche Jugendbewegung. 20.25: Kobold", Lustspiel von Calderon de la Parca. Hamburg. Schwellen gelegt. Auch diesmal konnte der Zug 392. 16.15: Gespenstergeschichten. 17: Amerikanischer Humor. 19,26: Massensugestioon. 20:„ Herr Bummerlunder", rechtzeitig zum Halten gebracht werden. Kurz katholischen Kirche zu beschneiden. Die Kirche er entgeht seinem Proletarierschicksal und findet sich Bolfskomödie von Otto Ernit. Leipzig, 452, 16.30: Nach darauf fanden Landwirte auf den Schienen fünf- ignoriert ganz einfach die Verfas- einen Reichtum bei den armen Leuten, zu denen er 19.45: Zanz und Lanzmusit. 21: Bolts- und Nationaltänze. zehn neue Hindernisse vor. Als Täter wurde nach- fungsgeseße Meritos und die jetzige Re- frohen Herzens eilt. mittagsfonzert. 19: Was wissen wit bon Kraft und Stoff. In Wirklichkeit ist es der merikanischen Regierung natürlich nicht eingefallen, die Rechte der Seite 4. Der Kinobrand in Drumcollogher. London, 7. September. Als Opfer des gemelbeten Kinobrandes in Drumcollogher wurden bis zum späten Abend 45 Leichen geborgen, 10 bis zum späten Abend 45 Leichen geborgen, 10 Personen werden noch vermikt. * strophe in Drumcollogher 8. September 1926. Devisenfurie. Prager Kurse am 7. September. 1 Dollar 1355.1361.-.Geld Ware •• 803 75.92.80.807.75.94.20.652.87.855.87.163.80165.-. 124.67.50 126.07.50 33.70.-84.-100.82.50 60.03 50 4.79.40.379.-99.42.50 59.53.50 4.69 40.873.476.42,50 479.42.50 Diese schauderhaften Vorgänge sind aber auch Höher ausgemahlenes Mehl. Vor etwa zivei eine neue Anklage gegen die Kirche, die in ihrer Jahren, im September 1924, hat die Regierung Borniertheit die Einführung der Feuerbe- im Abgeordnetenhause einen Gesetzentwurf zur stattung erschwert und lange unmöglich ge- Ausmahlung von Getreide vorgelegt. Der Inmacht hat. Würde der tote Mensch der reinen halt dieser Vorlage war, daß fünftighin nur weFlamme übergeben, nie könnten sich solche elle nige Sorten Mehl von einer hohen Ausmahlungs- 100 bolländische Gulben Szenen abspielen. Dann fiele aber auch so man- quote zur Erzeugung gelangen sollten. Gegen 100 Reichsmart 100 belgische Frants cher törichte Aberglaube, dann würde die Gespen die Vorlage erhob sich aber solch ein Widerspruh 100 Schweizer Frants ihr Zwed war der Pfund Sterling Berlin, 7. September. Zu der Brandkatasterfurcht und das Grauen vor dem verstorbenen, in der Beffentlichteit einst teuren Menschen schwinden und damit- Teuerung insofern entgegen zu wirken, als man 100 Lire melden die Blätter: ein wichtiges Hilfsmittel der Kirche. Das Chri- schlechteres Wehl erzeugent wollte daß die 100 französische Frants In dem Saal, der faum für 100 Bersonen stentum, das dem Tod den Stachel nehmen" Regierung die Vorlage zurückzuziehen gezivungen 100 Dinar Blazz bot, waren ungefähr 200 Menschen einge- wollte, hat ihm zum grausigen Gespenst werden war. Die Regierung will nun die Einihrung 10.000 magharische Kronen pfercht. Als der Filmstreifen in Flammen stand, laffen, zum Knochengerippe mit der Senje, zum diefes honer ausgemahlenen Mehlcs aut einem 100 bolnische Blotn verwesungsstinfenden Boten der Sölle. Die Rüd anderen Wege versuchen. Man will nämlich die 100 Schilling fasten auch sofort die Holzteile des Saales Feuer tehr zur reinen Totenbestattung der Seiben wird ses Mehl erzeugen und dem Handel zur Verfü- 00000000000000000000000000000000 und fast in einer Minute war der ganze Raum die Menschen Schmerz und Trauer reiner und gung stellen und abwarten, ob die Bevölkerung Tagen hatte Schröder seinen Mitgefangenen offenin Flammen und Rauch gehüllt. Im gleichen tiefer empfinden lassen, wird die Ehrfurcht vor diesem Mehl vor dem bisher gebräuchlichem den bar völlig unter seinen Einfluß zu bringen gewußt. Augenblicke war der einzige Ausgang von den dem Tode über die Gespensterfurcht obsiegen lassen Vorzug geben wird. hinausstürmenden Besuchern, die übereinander und wird es ein- für allemal unmöglich machen, daß die Leiber unserer toten Brüder als scheußlich fielen, blockiert, Viele von ihnen, besonders verweste Kadaver unseren Abscheu, unseren Efel Frauen und Kinder, wurden zu Tode getreten. und unsere Furcht erregen. Plöblich brach auch noch der Fußboden durch und die Menschenmassen stürzten in die unter dem Scale liegende Garage hinab, die gleichfalls bereits in hellen Flammen stand. Viele Leichen find bis zur Untenntlichkeit verbrannt. Ein irrsinniger Mörder. Der Sofien schacht in Poruba im Teschener Gebiet or gestern der Schauplatz einer furchtbaren Tragöbie. Der wahnsinnig gewordene Josef Bierify. hieb auf den mit ihm im 6. Stollen arbeitenden Teofil Klutša mit einer Hade ein und erschlug ihn. Den Leichnam verschüttete er mit Holz und ging an eine andere Stelle des Schachtes, wo er dem nichts ahnenden Bergarbeiter Macar mit dem Stiel der Hade in die Brust einen Sieb verjette, so daß er ohnmächtig niederfiel. Hier auf erhängte sich der irrsinnige Mörder in einem verlassenen Stollen an feinem Riemen, wo er nach längerem Suchen aufgefunden wurde. Der Streit in der Nationaldemokratie. Die Zibove Noviny" geben folgende Darstellung der Vorgänge in der nationaldemokratischen Partei. Das Parteisekretariat bemüht sich in fieberhafter Arbeit, die Stellung des Generalsekretärs Slavačet, die ernstlich erschüttert ist, zat retten. Nach allen Seiten hin werden dringende Christlich- agrarische Aufforderungen geschickt, Slabačet VertrauensAltersfürsorge und Funbgebungen zu geben und dabei wird vorvie Totenbestattung. Ueber einen besonderen Fall gend mit dem Argument, daß nur der gewesene christlich- agrarischer Nächsten- und Menschen Minister Dvořačet gegen Slavačet fei, gear liebe berichtet die schlesische Volkspresse". Die beitet. In Wirklichkeit aber seien mit Dvořáčet Gemeinde Alt- Vogelfeifen in Schlesien ist groß bie Abg. Matoušet, Ježek und Dr. Rehat sowie und ihre Bewohner sind zumeist gutfituierte das Finanzkapital, geführt von Direktor Bauern. Als solche sind sie auch eingefleischte Breis, solidarisch. Auch die Universitätsprofeffo- Agrarier und gute Christen. Die Gemeinderen mit Sylaba, Dr. Hora und dem Weinberger armen behandeln sie in ihrer Art. In einem Bürgermeister Dr. Weigner an der Spike, pla- Hause, in dem auch die Bost untergebracht ist, nen in einem scharfen Memorandum gegen das befindet sich das Armenasyl. Durch verschiedene Regime Slavačets aufzutreten. Auch Lutav finstere Gänge gelangt man in den hinteren Teil fly, der Vorsitzende des Abgeordnetentlubs sei des Gebäudes und in einen finsteren, schmutzigen, mit Slabačet unzufrieden und dieser könne höch ungefunden, mit allerlei Ungeziefer verunreinig stens mit Sain, Botruba, Spacek und Dyt rechten kleinen Raum. In dieses elende Boch steckt die nen. Kramař zögere Farbe zu bekennen. Der Gemeinde ihre alten ergrauten Armen. Vor Rathausflub ist gegen den Fascismus mit Aus- längerer Zeit waren in diesem Asyl drei arme, nahme eines Mitgliedes, des Bruders Dyts. schon sehr alte Frauen untergebracht. Heute ist Hlavaček glaube nichtsdestoweniger in Exekutiv nur noch eine dort. Vor mehr als einer Woche ausschuß die Mehrheit zu bekommen. starb die Zweite. Aber wie?! Die beiden Frauen wohnten in diesem Loch von aller Welt verwurde überhaupt nie gemacht und da die Frauen zu alt und noch dazu frank waren, sich also selbst nicht Ordnung machen fonnten, herrschte in diesem Zimmer immer eine entsetzliche Unordnung. Die Gemeinde hat sich um den Zu Zur Beachtung für Lehrer im Ruhestande. 3m Sinblide auf die wiederholten, beim Rech. nungsdepartement der politischen Landesverwal. tung einlangenden Anfragen be üglich der Höhe ber für Zwecke der Krantenversicherung bemert telligten Abzüge wird auf die Bestimmungen des Baragraph 30 des Gesetzes vont 15. Oftober 1925, Nr. 221 d. S. d. G. u. V. und des Paragraph 8 der Regierungs- Verordnung vom 16. Juli 1926, Nr. 145 d. S. d. G. u. V. aufmerksam gemacht, wonach den Versicherten beginnend vom 1. August laufenden Jahres ein Prozent der ständigen Ben fions. oder Versorgungsgenüsse in Abzug zu brin, gen ist, mindestens jedoch 8 K höchstens 25 K. Die Beantwortung der einzelnen Anfragen ist untunlich. Ermäßigte Visa für Kaufleute. Auf Anregung des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft hat das österreichische Bundeskanzleramt erfolgreich in Prag interveniert und durchgesetzt, daß ab 1. Oftober im gegenseitigen Verkehr zwi schen der Tschechoslowakei und Desterreich auch selbständigen Kaufleuten eine 50prozentige Er mäßigung der Visagebühren bewilligt werde. Schulz gab auf die Frage der Gefängnisbeamten über das Verholten Sdsöders mürrische oder ausweichende Antworten. Am Sonntag vormittag gini. ichen 11 und 12 Uhr brachte der Oberwachtmeister Blanke den beiden Gefangenen Schröder und emulz mie gewöhnlich das Effen. Nichts Böses vermutend, hatte er feinen Starabiner am Riemen über die Schulter gehängt. In dem Augenblid, wo er die beiden Ehnäpfe absetzen wollte, sprang ihm Schulz auf den Rüden, rig ihn zu Boden und drückte ihm die Kehle zu. Schröder entriß dem halb Besinnungslosen den Karabiner und versette ihm. mit deffen Stolben fünf bis sechs muchtige Schläge über den Kopf, so daß der Beamte bewußtlos liegen blieb. Der Ueberfall hatte sich so rasch abgespielt, daß der Gefängniswärter nicht einmal einen Schrei ausfioken fonnte. Schröder nahm dem Hilflofen die Schlüssel ab, außerdem das Bargeld foivie den Karabiner und verließ zusammen mit Schul; die Zelle. Beide waren im Besitz eines genauen Blanes des Gefängnisses. Sie gingen die Treppen hinauf bis zum Boden, wo sie jedoch von einem wärter bemerkt wurden, der sofort Lärm schlug. Zwei Beamte nahmen die Verfolgung auf. Schulz, mutlos geworden, ließ sich auf dem Boden ohne weiteres festnehmen. Schröder war bereits auf das Autohysterie. Das„ Berl. Tageblatt" fchreibt: Dach geflüchtet und hatte hinter einem Schornstein Es gibt zwei Arten von Automobilliebhabern, die Deckung genommen. Als die Verfolger ihm durch Einen haben keine Zeit, und die Anderen hat die eine Luke nachklettern wollten, rief er ihnen zu: Beit. Das heißt, der Rhythmus der Zeit hat sie. 3urüd, oder ich schieße!" Mit dem KaraSie sind den Maschinen bedingungslos verfallen biner hielt er seine Verfolger jo zunächst im Schach. und leben nur durch die Maschine. Wenn sie on Inzwischen war jedoch die Hauptwache des Polizeieinem Schienenstrang vorbeigehen, dann padt es fte, präsidiums von dem Fluchwersuch verständigt wor zwingt sie irgendein Dämon, sich niederzulegen und den und zwei Ueberfallwegen eilten den Beamten das Ohr auf die eisernen Stränge zu prefsen Das des Gefängnisses zu Hilfe. Schröder wurde auf ferne, dumpfe Rollen, das in dem falten Eisen ist, dem Dach unistellt und mit vorgehaltenem Revolver macht sie so glüdlich, wie die Kinder sind. Das zur Uebergabe aufgefordert. Er warf den KaraSaufen einer Rotationsmaschine oder das Gebeur biner fort und versuchte noch, auf ein Nachbardach eines Propellers ist diesen Beseffenen mehr, als dir zu entkommen. Eine drei Meter hohe Giebelwand und mir die neunte Symphonie. Und vor ein versperrte ihat jedoch den Weg. Schließlich suchte nach furzem Widerstande von den Polizeibeamten überwältigt und festgenommen werden konnte. Er wurde gefeffelt in seine Zelle gebracht, wo er einst weilen in Stetten liegt, um ihm einen weiteren Fluchtversuch unmöglich zu machen. Als ihm vorge Ein Sekretariat der slawischen Minderhei ten. Auf dem foeben beendigten zweiten Rongrek laffen. Niemand fümmerte sich um sie. Ordnung fchlantes Automobil gestellt, fönnen ihnen fo die er sich in einer Dachnische zu verbergen, wo er aber der europäischen Minderheiten in Genf famen auf Anregung der Polen die Vertreter der flaauf Anregung der Bolen die Vertreter der fla wischen Minderheiten zusammen und es wurde befchloffen, die vorbereitenden Arbeiten für einen Kongres der flawischen Augen leuchten, wie einem anderen vor der GeSie sind eben die echten Kinder der liebten 3eit, aber das Blut ihrer Mutter fann ihnen zum Fluch werden. Reyserling hat sich über sie in seinent jüngsten philosophischen Werke ausgesprochen zu treffen, wo die Forderungen diefer Minder- stand des Armenasyls und der dort untergebrach und Fred Hildenbrand erzählt in seinem Hochstapler halten wurde, daß er den Gefängniswärter Blanke heiten formuliert werden sollen. Der Kongrek wird nach Wien einberufen werden, wo auch ein Sekretariat der flawischen Minderheiten Europas begründet werden soll. Gräßliche Dinge, die nicht nötig wären. Durch die Presse geht eine Nachricht, die geeignet ist, die Praktiken der Militärbehörden, die zum perfetten Kriegsspiel eben auch das Massengrab, die Verpestung der Luft mit Leichengestant und die Totengräberarbeit der Soldaten brauchen, in grellem Lichte zeigt. Bei Graslih im Erzgebirge werden jest mitten im heißen Spätsommer die Zeichen der im Striege verstorbenen serbischen Striegsgefangenen erhumiert und in einem als Mausoleum eingerichteten ehemaligen Wasserreservoir beigesetzt. Für die Bevölkerung und für die Soldaten ist dies ein gräßliches Schauspiel und eine nicht zu unterschäßende Gefahr. Wie es bei den Ausgrabungen zugeht, zeigt folgender Bericht der Bohemia": | 1917 in den Monaten vor Ausbruch der bosschemistischen Revolution gewohnt hat, ist jest an eine Privatperson vermietet worden. Dagegen wird jetzt Brotest erhoben, vor allem von der Russischen Kommunistischen Partei. Es wird verlangt, daß diese geschichtlich gewordene Wohnung als Lenin- Museum eingerichtet werden soll. niemals Diese Im Kriminalgebäude waren sich selbst überlassen und mußten in ihrer in Moabit wurde gestern ein junger Mensch zu„ Das ist mir ganz gleichgültig; mir wird ja Krankheit, gepeinigt von dem Ungeziefer, hilflos neun Monaten Gefängnis verurteilt, weil er es doch der Prozeß gemacht. Meine Saltblütigkeit fann und qualvoll dulden und leiden, bis sie endlich der nicht unterlassen fann, in Automobilen zu fahren, nichts mehr erschüttern." Schröder wird sich zuTod erlöste. Die zuletzt gestorbene Armenpfründ- die ihm nicht gehören. Nicht, daß er ein Automobil- fammen mit Schulz wegen dieses Fluchtversuches nerin, eine Witwe, war schon längere Zeit fränt bieb wäre. Sein Verbrechen bestand lediglich darin, unter der Anklage der versuchten Tötung zu verlich. An einem Abend stand sie am Gang an daß er sich in irgendeine Automobildroschte feste antworten haben. Boraussichtlich wird diese Anklage das Mauerwerk gelehnt, den Kopf in die Hände und dem Chauffeur befahl, da und dorthin zu mit der Anklage gegen Mord verbunden und am gestützt, und konnte nicht mehr allein in das fahren, ohne daß er das Geld gehabt hätte, die 16. September behandelt werden. Bimmer zurüd. Sie mußte davongetragen und Rechnung zu bezahlen. Wäre das nun einmal oder in das Bett gelegt werden. Weiter fümmerte man meimal passiert, dann hätte man Recht gehabt, den Lenins ehemalige Wohnung darf nicht vermietet sich um sie nicht. Die zweite Frau fonnte ich jungen Menschen wegen Betruges zu bestrafen. Ich werden. Die Wohnung Nr 24 in dem Hause Nr. 48 nicht um sie fümmern, weil sie selbst einer Hilfe bezweifle aber, ob in der Häufung der Fälle, die an der Breiten Straße in Leningrad, wo Lenin bedurfte. Am nächsten Tag morgens fand man hier, bei dem Schlossergesellen Detloff borlagen, die frante Frau im Bette tot auf. Man weiß dieses Recht noch bestond. Wenn ich nüchtern bin, nicht, wann sie gestorben ist. Die zweite Frau dann zwinge ich mich ja auch immer, an den Autoschlief neben der Toten, ohne es zu wissen. Der mobilen vorbeizugehen. Ich weiß ja, daß ich tein Totenbeschauer wurde geholt, doch er getraute sich Gelb habe. Sowie ich aber etwas angetrunken bin, wegen des Ungeziefers erst gar nicht ins Zimmer. Dann fann ich nicht anders, ich muß int Automobil Schließlich var es auch nicht notwendig, hineinfahren." Das waren die Worte, mit denen der zugehen, denn die Frau war ja tot und so konnte junge Mensch sein Verbrechen entschuldigte, und so „ Unter dem Kommando eines Kapitäns man den Totenschein ausstellen. Ein roher Holz- dürftig sie auch sind, der Richter hätte doch nicht, liebten und viel benüßten Tintenstifte sind durchTintenstiftvergiftung. Die allenthalben berüdie eine aus 30 Stöpfen bestehende Militärabtei- farg wurde gebracht und ein Gemeinderat tam an ihrem Sinn vorübergehend, das harte Gefäng- liebten und viel benüßten Tintenstifte sind durchaus nicht ungefährlich, wenn etwas von der lung ein, bei der sich merkwürdigerweise 23 deutsche dazu. Aus Angst vor dem Ungeziefer und dem nisurteil über Defloff aussprechen dürfen. Da und nur sieben tschechische Soldaten befinden. Mit Gestank wollte niemand ins Zimmer. Nach wurde zum Beispiel folgender Fall besprochen. Det- Schreibmasse in eine Wunde dringt, was bei unHade und Schaufel muß nun die Mannschaft täg langem Sin und Her fand sich jemand, der loff hat sich nach der Kaiserallee fahren lassen. Vorgeschicktem Anspitzen eines Kopierstiftes oder bei lich acht Stunden mit Ausnahme des Samstag sich getraute, die Leiche anzufassent. Sie wurde einem bestimmten Hause ließ er halten, ging hinein, schlimmer ist die Sache, wenn man sich mit einem einer Verlegung damit der Fall sein kann. Noch Nachmittags und des Sonntags und bei der Ta- mit den Feßen, die sie am Leibe hatte, einfach lief bis zum fünften Stod hoch und flüchtete über schlimmer ist die Sache, wenn man sich mit einem gesentlohnung von 3.50 Kronen Totengräberarbei- in den Sarg gelegt, der Deckel zugemacht und die Dächer- obwohl der Chauffeur noch gar nicht pißen Kopierstift sticht und das abbrechende ten verrichten. Die Soldaten müssen die Gräber in einem kleinen Wagerl fortgeschoben. Am Mon- daran dachte, ihn zu verfolgen. Das ist doch so bis knapp über dem Sarge ausheben. Zur Deff tag darauf wurde sie in aller Früh in die Erde abenteuerlich, daß es einfach nicht normal sein kann. masse zerfällt nämlich sehr rasch, wobei zwei Beabenteuerlich, daß es einfach nicht normal sein kann. nung der Särge und Aushebung der Gebeine selbst verscharrt. Das ist die Altersversorgung und die Sier hat man es einfach mit einem Besessenen zu ſtandteile Graphit und Tonerdereizlos liesind aus der Slowakei drei„ Spezialisten" zur Ar- christliche Totenbestattung, welche die reichen bier hat man es einfach mit einem Besessenen zu umgebende Körpergewebe durchdringt. Es kommt beit beordert worden. Die Gebeine der in Einzel- Bauern von Alt- Vogelseifen ihren Arbeitern und tun, der erst vor den Mediziner, vor den Psycho- gen bleiben, während der giftige Farbstoff das aräbern bestatteten Soldaten kommen in eigens Arbeiterinnen gewähren, die ihr ganzes Leben logen und dann erst vor den Strafrichter gehört. umgebende Störpergewebe durchdringt. Es kommt Farbstoff selbst desinfiziert; wohl aber stirbt das biezu verfertigte fargähnliche Holzkästen, während lang bescheiden und um geringen Lohn für sie und mag es noch so seltsam flingen, der Milde- dabei nicht etwa zu einer Entzündung, weil der rungsparagraph muß ihm zugute fommen, weil er die Knochen aus den Massengräbern in Leinwand gearbeitet haben. an einer Krankheit leidet, die die Zeit gebar, näm- farbig durchsetzte Gewebe ab, später auch das jäde gefüllt werden. Nach Anordnung des Be- Die Macht der Katecheten. In den Schulen lich an der Auto hysterie. benachbarte, nicht vom Farbstoff erreichte Gewebe. Das Allgemeinbefinden leidet mehr oder girlsarztes sollen nur die gänglich berivesten, d. h. hängt am schwarzen Brette eine Kundmachung Ausbruchsversuch des Mörders Schröder. Ueber weniger, und in schweren Fällen glaubt man, ganz trodenen Knochen exhumiert werden. Durch der Direktionen, daß diejenigen Schüler, die vom die Terrainverhältnisse ist es jedoch bedingt, daß Religionsunterricht fernzubleiben wünschen, eine den Fluchtversuch, den der Mörder des Buchhalters eine schwere Vergiftung vor sich zu haben. ProEinzel- und auch Massengräber in der Tiefe der Bestätigung seitens der Eltern, u. zw. des Vaters Helling, Schröder, in Magdeburg am Sonntag zu fessor Magnus beschreibt in der Fachzeitschrift Sarglage vollständig unter Wasser und auch der Mutter vorzulegen haben. jammen mit einem Mitgefangenen unternommen Fortschritte der Therapie" einen solchen Fall, Gefängniswärter lebensgefährlich wo nach einem Stich in die Spitze des Mittelstehen, so die drei Totengräber manchmal bis zur Also die Unterschrift des Vaters genügt nicht hat, wobei ein halben Armlänge in diesem Wasser nach den mehr. Die Herren Katecheten wissen nämlich, verletzt wurde, werden folgende Einzelheiten be- fingers der ganze Finger verloren ging und noch Knochen herumfischen müssen. Falls diese wie stark die Frauen noch von der Kirche beein- fannt: Schröder war im Untersuchungsgefängnis dazu ein langes Stüd Beugesehne in der Hand noch nicht ganz verwest sind, bleiben sie liegen flußt werden und hoffen auf diese Weise doch noch untergebracht und hatte bereits vor einiger Zeit den zum Absterben fam. Für die Behandlung ergibt und werden zugeschüttet. Es braucht wohl nicht ein paar verlorene Schäflein in den Schoß der Gefängniswärtern gegenüber Aeußerungen fallen sich daraus und aus andern Fällen die Notwen besonders hervorgehoben zu werden, daß gerade streitenden, leidenden und triumphierenden Kirche lassen, daß er lebensmüde sei und daß er noch vor bigkeit, den Herd so bald wie möglich und in weiaus diesen Gräbern ein furchtbarer pestartiger zurückzuführen, oder zumindest Zwiespalt in die der Verhandlung ,, ein Ende machen" werde. Dar tem Umfang bis in das umgebende NachbargeGeruch entsteigt. Die nun so in Säckchen und Familien zu bringen. Aber sie werden sich über- aufhin wurde in seine Zelle ein sogenannter Ver- webe auszurotten. Besonders gefährlich ist es, Holzkasten verstauten Gebeine werden dann mit zeugen, daß auch die Mütter, denen das geistige trauensgefangener gelegt, ein gewiffer Schu I 3. wenn beim Spigen etwas von der Tintenstifteinem von der Militärverwaltung beigestellten Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt, nicht einen der Schn eines Geistlichen, der sich wegen Zech masse in& Auge fommt. Es ist in größter GeTrainwagen im Tage zwei bis dreimal durch die Augenblick zaudern werden. ihre Kinder aus den prellerei zu verantworten hat. Schul; hat sich das fahr, zu erblinden. Kindern sollte man TintenOrtschaft Heinrichsgrün mitten im Sommer und Fangnezzen der Vertreter der verschiedenen Kirs Vertrauen des Gefängnisbeamten zu erwerben ge stifte aus diesen Gründen nicht in die Hände bei hellichtem Tage zum Hochreservoir ge- chen zu befreien und darauf zu dringen, daß ihre wußt und sollte Schröder an Flucht oder Selbst- geben. Erwachsene sollen äußerst vorsichtig dam: bracht und dort beigesetzt." Kinder dem Religionsunterrichte fernbleiben. mordversuchen hindern. Doch schon nach wenigen umgehen. Stück im Stichtanal zurückbleibt. Die Schreib11 8. September 1828. Sekte 5. tren für 9,250.000 Dollar, Warner? mit Aktien für 2,550.000 Dollar, F. Keich mit Obligationen auf 20 Jahre für 6 Millionen Dollar, Universal mit Aktien für 3 Millionen Dollar, Loew mit Obligationen auf 15 Jahre für 15 Millionen Dollar.— Aus diesen Zahlen geht hervor, welches hohe Vertrauen die doch sicher geschäftstüchtigen amerikanischen Banken der Filmproduktion und speziell ihrer heimischen Industrie entgegenbringen. Literatur. Äugend, wie nie» Ach! Unter diesem Titel gibt der sozialistische Jugendverband ein« Broschüre heraus, die wir der Aufmerksamkeit der weitesten Parieiöffentlichkeit ' r empfehlen können, weil sie eine ganz ausgezeichnete Agitationsschrift darstcllt, di« sicherlich in den Kreisen der arbeitenden Jugend für den Sozialismus erfolgreich werben wird. Die SchrH knüpft ganz im Sinne des Denkens junger Menschen an die Jugendträum« der Heranwachsenden Generation an und stept sie in den Gegensatz zu des Lebens harter Wirklichkeit, in der der junge Bursch und das junge Madel«ingespannt werden. Dies« harte Wirklichkeit wird dem jungen Menschen zunächst erklärt:„Die anderen sind glücklich, weil sie ihre Klassenvorrechte genießen, Du bist bedrückt und geknechtet, w«U Deine Klasse unterdrückt und geknechtet wird." So wird das Eigenschicksal des jungen Menschen ihm erklärt durch das Schicksal der Klasse. Aus des Lebens Eng« gibt«S nur einen Weg, den Kampf zur Freiheit. Di« Art dieses Kampfes und seine nächsten Ziel«, die Forderungen der sozialistischen Arbeiterjugend werden erklärt, di« Feinde der Arbeiterjugend gekennzeichnet. Zum Schluß wird die Arbeit in den Jugendorganisationen, die neue Geselligkeit, die Freud«, di« den jungen Menschen aus dem Beisammensein in der Organisation erwachst, geschildert. Wir können von dieser Broschüre nicht- besseres sagen, als daß das nachstehende Vorwort drS Büchleins wirklich hält, was es verspricht: „Diese Schrift ist keine interessant« Reisebeschreibung, kein« spannende Verbrechergeschichte und kein LiebeSroman, und doch ist sie für Dich, Arbeiterkind, wichtiger als alle Unt«rhaltuagSbücher zusammen. Denn sie handelt von Dir selbst, von dem Schicksal und von der Zukunft der jungen ArbeitS- menschen. Dies« Schrift behandelt das Los der Lehrling«, der jungen Fabriksarbeiter und Landarbeiter, der Dienstmädchen, der jungen Verkäufe-! rinnen, Näherinnen, Stickerinnen, kurz, aller, die ihre schöne Jugendzeit hinter den Kerkergittern der Arbeitsstätten verbringen müssen, in die sie ihr« und ihrer Eltern Armut hineingezwungen hat. Hier> ist dar Leben und das Ringen der Arbeiterjugend beschrieben. Das bedenke, Du Artbeiterjunge, und auch Du, Arbeitermädel, wenn Du dieser Büchlein in die Hand bekommst. Widm« ihm wenigstens soviel Zeit, wie Tu. gewöhnlich Sonntags für Spa-. zi«rgänge, Kinobesuche oder Tanzvergnügen aufwendest und lese er aufmerksam durch. Du hast ja so selten Gelegenheit,«inen aufrichtigen, wohlgemeinten Ratgeber zu hören. Ein solcher Ratgeber will diese Schrift sein, und wenn Du ihr aufmerksam folgst, kannst Du einen guten Freund und Führer für Deinen Lebensweg gewinnen." Di« vielen Bilder der Broschüre erhöhen ihren Agitation-wert. Di« Sprach« ist leicht verständlich und dem Denken der arbeitenden Jugend vollkommen angemessen. Den Vertrauensmännern von Partei und Gewerkschaft erwächst dir Pflicht, die Broschüre unter den arbeitenden jungen Menschen (auch unter den Mädchen) emsig zu verbreiten. E. St- Den französischen Frontkämpfern widmet die neue Nummer 86 der Illustrierten Reichsbanner-Zeitung" eine ausführliche Abhandlung von Dr. M. Rothbarth, worin die Art ihrer Organisation und ihrer politischen Haltung bargestellt wird. Bon besonderem Interesse ist dabei ihr« zusammenfassende Organisation mit den Frontkämpfern der übrigen Alliierten in der„Fidac" und ihr ehrliches Eintreten für Verständigung und Anspannung aller Kräfte, einen neuen Krieg unmöglich zu machen. Bor allem aber erstrebt man die Zuziehnug der Deut- schen zur„Fidac". Der Verfasser des Aussatzes steht im internationalen Zusammenschluß aller Frontkämpfer einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung des wahren Friedens.— In der gleichen Nummer der„3. R. Z." schreibt Felix Fechenbach eiten gut unterrichteten Aufsatz über die bayrischen Fememorde. Die reich illustrierte neue Nummer bringt illch viele andere lesenswerte' Beiträge, die geeignet sind, dem Blatt neue Freunde zu werben. Jude Nummer kostet 25 Pfg. Zu beziehen durch alle Postanstalten und Buchhandlungen, sowie durch all« Reichsbannergruppen. Volkswirtschaft. Kürzt die Arbeitszeit? Die Anregung der holländischen Gewerkschaften, gegen die Bedrohung des Achtstundentages durch Mussolini mit dem Boykott der italienischen Waren Front zu machen, zeigt von neuem, daß die internationale Arbeiterschaft gewillt ist, im Kampf um die Verkürzung der Arbeitszeit, koste es, was es wolle, endlich einen Schritt vorwärts zu komnren. In einer Zeit, wo das Arbeitstempo in den Fabriken und Werstätten verdammt scharf wird und die Arbeitskräfte sich bedenklich rasch abnutzen, ist die Dekretierung des Neunstundentags, wie sie Mussolini in Italien vornahm, ein gemeingefährlicher Wahnsinn, gegen den man im Interesse der Volksgesundheit mit allen Mitteln Vorgehen muß. Die Rationalisierung hat der industriellen Welt«in neues Gesicht, mit sehr ernsten Zügen gegeben. Dir historische Stunde dafür, aus der neuen wirtschaftlichen und technischen Ent, Wicklung die Konsequenzen zu ziehen, ist da. Wir stehen vor einem neuen Abschnitt einer Entwicklung, de schon seit fast hundert Jahren im Gange ist. Seit hundert Jahren gehen, geschichtlich gesehen, Rationalisierung der Wirtschaft und Verkürzung der Arbeitszeit Hand in Hand. Wie ein Märchen klingt«s, wenn wir hören, welche Ar, beits^it unsere Vater und Großväter hatten: 13, 15 und 18 Stunden waren vor 50, 30 und 20 Jahren noch sozusagen das Normale. Ueberall, wo die Rationalisierung vorwärtSschrilt, wurde im Laufe der Zeit, trotz aller Widerstände, der Arbeitstag verkürzt. Amerika ist das klassische Land der Rationalisierung. Tort stieg der Prozentsatz d«r in den Fabrikbetrieben 48 oder weniger Stunden beschäftigten Arbeiter von 11.8 Prozent im Jähr« 1914 auf 46.1 Prozent im Jahre 1923. Bedauerlicherweise haben wir aber bis zur Stunde -keinen--genauen statistischen Ueberblick über- den Zusammenhang von Rationalisierung und Arbeitszeitverkürzung in den verschiedenen Industrie, ländern. Auch bei dem Internationalen Arbeitsamt liegt ein« solche Statistik nicht vor. Diese Lücke sollte sobald als möglich au-gefüllt werden. Der Achtstundentag ist heute durch di« Entwicklung bereits überholt. Auf d«r einen Seite Steigerung der Produktion durch di« rationalisierten Betrieb« und Arbeitsmethoden, auf der anderen Seite schwach« K nsumkraft in Europa, ja fast in der ganzen Welt! Der Weg, der aus dieser Sackgasse herausführt, muß auch über das Stadium der Arbeitszeitverkürzung gehen. Hier Rationalisierung, dort Arbeitslosigkeit— zwischen Scylla und LharybdiS kommen wir nur hindurch, wenn wir vom Achtstundentag heruntergehen und in den Betrieben statt mit einer Schicht mit zwei oder drei Schichten arbeiten. Di« Fluktuation unter den Arbeitslosen, die bis jetzt dem Zufall überlassen blieb, muß in geregelte Bahnen ge- Keine„Fraulein" mehr in Dänemark. Die »ifrige Propaganda der dänischen Frauen brive- ;ung hat einen Erfolg erzielt: die Regierung hat sine Verfügung erlassen, noch der künftig alle weiblichen Personen auf allen öffentlichen Dokumenten als Frau zu bezeichnen sind. Ein« soziale Tragödie im Zirkus. Im Volks« gartenzirkus in Budapest ereignete sich Sonntag abend ein tragisches Intermezzo. Bei«iner Pro- gramwnummer, bei der drei Clowns in der Manege auftvaten, rief der ein« Clown namens Morvai dem Publikum zu:„Achtung! Nicht gerührt!" Hierauf zog er ein Papiersäckchen aus der Tasche und schüttete sich dessen Inhalt, ein weißes Pulver, in den Mund. Das Publikum lachte, da es der Meinung war, daß es sich um einen improvisierten Scherz Handl«. Die Kameraden Morvais spickten weiter, als sie plötzlich bemerkten, daß sich Morvai, der der Länge nach auf den Boden fiel, unter heftigen Zuk- kungen und schmerzhaften Krämpfen wand. Der Clown wurde ins Spital befördert. Er hatte Gift genommen, weil sein Engagement nicht erneuert worden ist. Die Hindenburg-Frisur. Die Völkerbundstadt Genf rühmi sich einer neuen weltbeglückenden Tat, Hier ist ein« neue Haartracht für Damen, di« sogenannt« Hindenburg-Frisur, gestartet worden, die auch schon nach London exportiert wurde und in der Society groß«» Anklang gefunden haben soll. An zweiter Stelle hat sich dir dänische Dome von Welt, wenn sie auch meist:ns Mitglied der alliaoe fran- eais« ist, dieser Hindenburg-Frisur bemächtigt. Sie zeigt einen vollkommen dem männlichen Haarschnitt gleichenden Hmterkopf, während über der Stirn die Haare— a la Hindenburg— hochgÄämmt werden. — WaS werden die Völkischen zu diesem, nach ihrem Abgott benannten Ueber-Bubikops sagen? Der Film. Klassifizierte Kinos. Wie in Filmgeitungen berichtet wird, hat man m New Aork den interessanten Versuch gemacht, im Kinobetvisb«ine ähnliche Klassifizierung einzurich- ten, wie wir sie heute bei den Sprech, und Opernbühnen haben. Jeder Kino soll, wie di« Bühnen, nur stets dasselbe Genre Film spielen, so daß z. B. jeder weiß, in diesem Lichtspielhaus werden historische, in jenem Sensations-Film« gegeben, im anderen wieder Kammerspiel, und dort das ganz leicht« Genre der Operettenspielfilme kni- tiviert, Dies« Versuche bedürfen selbstverständlich der weitgehendsten Unterstützung durch die ,,Film- devleiher" oder Produzenten. Diese Idee macht aber in Amerika schon Schule, man geht sogar so weit, daß diese Unternehmer zur Propagierung ihrer Idee in einer„Exhibition and Ehplociation school"(Schule für Kinovorsührung und Filmaus- Nützung) eigene Kurse lesen. 3% Milliarden Mark amerikanische» Bankkapital für Filmzwecke. In einem einzigen Jahr«— vom 1. Mai 1925 wurden der amerikanischen Filmindustrie 81,887.850 Dollar zugeführt. DaS sind also rund 3)4 Milliarden Mark neues Kapital, das den amerikanischen Filmfirmen auf Jahre hinaus kreditiert wird. Unter den Gesellschaften, an di« di« gewährten Beträge gegangen sind, befinden sich dir auch in Deutschland mit einer eigenen Niederlassung vertretene FoxfAm-Gesellschost mit New Forker Börsenaktien für 7,095.000 Dollar, Fox-Theater» mit Aktien für 12,500.000 Dollar, Paramount Broadway(die in einem Jntcressenvcrhältni» mit der Ufa sicht) mit Obligationen auf 25 Jahre für 10 Millionen Dollar, Famous PlayerS mit Aktien für 10,954.340 Dollar, PathS mit Obligationen auf 10 Jahre für 1/083.500 Dollar, Roxy Theaters mit Ak- Kleine MM. Antworte».* Der französische Diplomat Talleyrand saß einmal bei einem Diner zwischen der Stadl und der Rscamier. Er unterhielt sich eifrig mit.Frau Rscamier, der schönsten Frau seiner Zeit, und vernachlässigte Frau v. Stadl, die geistreichste Frau seiner Zeit. Diese fragte ihn, nachdem sie lange geschwiegen hatte, ärgerlich:„Und wenn wir jetzt ins Wasser fielen, wen von uns beiden würden Sie zuerst retten?" Worauf Talleyrand antwortete:„Ich zweifle nicht, Madame, daß Sie sehr gut schwimmen können." * Der englische Philosoph David H u m m«, dessen hundertfünfzigster Todestag jetzt in vielen Gedenkartikel» gefeiert wurde, war in seinen alten Tagen recht dick geworden. Einst reiste er mit dem Schisse nach Frankreich, als sich ein heftiger Sturm erhob. Unter den Passagieren war auch die schöne Lady WallanS, die vom Philosophen in ihre rBangigkeit Trost verlangte. Aber Hume versicherte nur kaltblütig, daß sie alle wahrscheinlich bald eine Speise der Fische werden würden. i,„Und wen werden sie zuerst verzehren?" „Die gefräßigen Fische werden über mich herfallen", erwiderte Hume,„ober die Feinschmecker unter den Fsschen werden sich an Eure Herrlichkeit halten." » Der englische Maler Whistler wagte es einmal, ein Stück Oskar Wildes zu kritisieren. Wilde sagte ironisch: ,Mie können Sie sich überhaupt herausnehmen,«in Literaturwerk zu beurteilen, wo Eie doch nie in Ihrem ganzen Leben«in« Zeile geschrieben haben?" 'Und Whistler erwidert«: ,Lch habe auch nie in meinem Leben Eier gelegt und kann doch eine Omelette beurteilen." * Der Lustspielautor Tristan Bernard steigt in ein Kuper, in dem ein Herr, allem Anschein nach«in Engländer, schläft. Tristan Bernard legt behutsam in das Netz über dem Kopfe seines Reisegefährten«inen Korb. Der Zug setzt sich in Bewegung und schon fällt ein Tropfen auf das Hemd des Schlafenden, der sofort austvacht. Er legt den Finger auf den Fleck, steckt dann den feuchten Finger in den Mund und sagt mit Kennermiene: ,MhiSky?" „No", antwortet Tristan Bernard,„Foxterrier". Der Sur. Die Geschichte des Hutes geht bis in die älteste Vergangenheit zurück. Noch heute find«, wir bei den Naturvölkern die aus Urzeiten überlieferte Sitte verbreitet, den Kopf mit«iner phantastischen Kopfbedeckung zu schmücken. Sicherlich entspricht diese Form nicht dem Bedürfnis, da» Haupt vor Kälte oder Hitze zu schützen, ober sie enthält doch schon den Anfang zur späteren Erfindung des Hut«». AuS den kulturgeschichtlichen UeLerlieferun- gen geht hervor, daß der Hut bereits den alten Griechen bekannt war. Auch von den Assyrier« wird erzählt, daß sie einen hohen, trichterförmigen Hut trugen. Boi ihnen soll er dadurch zu hohem Ansehen gelangt sein, daß es zuerst nur den Königen gestattet war, ihn zu tragen. Bet den Griechen hatte der Hut A«hnilichkeit. mit unsevem flachen Filzhut, war aber mit einem Sturmriemen versehen, an dem er über den Nacken herunterhing. Tie Krempe hatte vier bogenförunge Ausschnitte. Uober die Farbe besitzen wir keine genauen Angaben.'Bemerkenswert ist, daß auch der Strohhut bereit» bekannt war; er soll ganz flach gewesen und nur von Frauen getragen worden sein. Bei den Römern hat der Hut merkwürdigirweis« nicht den Anklang gefunden, den man angesichts der Ta,, sache voraussetzen darf, daß si« in der Kleidung die Griechen nachahmten. Sie gingen zumeist barhäup. tig. Später kam der flache Filzhut auf, vermocht« sich jedoch nur sehr schwer gegen di« Kapuze durchzusetzen, die am Obergewande befestigt war. Kaiser Augustus soll häufig einen breitkrempigen Filz- Hut getragen haben. Zu höherem Auschen gelangte der Hut, als unter Konstantin die Legionen mir Hüten ausgerüstet wurden. Bon nun an findey wir ihn bei allen öffenMchen Feiern. Er galt als Zeichen der Freiheit, und der Sklave erhielt bei seiner Freilassung einen Hut. Brutu» und Cassius ließen nach der Ermordung Cäsars Münzen schlagen, aus denen der Hut als Freiheitszeichen zwi- schen zwei Schwertern stand. Der heute übliche Rundhut kam etwa um 1425 in Frankreich auf. Damals zog man zum erstenmal« do« Band um den Hut, anfangs noch ganz ungeschickt, denn die Breite des Bandes glich der Höh« des Hutes. Den Strohhut hatte man schon um die Mitte des 10. Jahrhundert» in Frankreich und Deutschland«ingeführt. Bon den Bornehmen, die sich damals amnaßten, eine besondere Kleidung zu tragen, die durch'gesetzliche Bestimmungen von der Kleidung des Volkes abge- grenzt war, wurden Hüte aus den teuersten Stassen getragen Den Kopfteil umgab ein Kronenreif von Saphiren und Rubinen, über dem noch«in« Schnur von Perlen lag. Häufig erwähnt wird in der Kostümgeschichte der Hut Philipps de» Kühnen, der als Schmuck Perlen, Diamanten, Rubinen und Gold aufzuweisen hatte. Da» Boll dagegen trug die Kapuze oder ging barhäuptig. Im 16. Jahrhundert Wunde zuerst in Spanien der Zylinderhut hergestellt und eroberte sich von dort au» die Welt. Aber ebenso schnell, wie er in allen Knlturstaaten den Filz- und Strohhut bracht werben. Systematische Fluktuation durch Arbeitszeitverkürzung, damit alle in bestimmten^ Turnus an die Arbeit herankommen. Arbeit ist «ine sehr kostbar« Sach« geworden: jeder hat ein R e ch t a u f Arbeit wie ein Recht zu leben. Neben der nationalwirtschaftlichen Neuregelung der Arbeitszeit muß der Kampf gegen den sozialen Rückstand in der ganzen Welt auf internationaler Plattform mit verstärkter Energie ausgenommen werden. Nicht nur der Gedanke an den Boykott italienischer Waren ist zu überlegen — gegen di« soziale Rückständigkeit in Uebersee, in den Kolonialländern, in den neuindustrialisierten Gebieten Chinas, Indiens. Südafrikas usw. ist Front zu machen. WaS Kapital wandert in der Linie des geringsten sozialen Widerstandes. Es gina in di« überseeischen Gebiet«, wo billige und willige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen und die Ausbeutung hemmungslos und brutal erfolgen kann. Das soziale Dumping der Kolonialländer erhält von Jahr zu Jahr immer größere Bedeutung für die europäische Arbeiterschaft. I« tiefer das soziale Niveau der Kolonialarbeiter liegt, desto tiefer sinkt der Lebensstandard des europäischen Arbeiters. Bei der sozialen Pyramide »ruß unten der Hebel angesetzt werden. Zusehends wächst die Gefahr, daß die übermäßig große Arbeitszeit, die elenden Löhn«, di« Bedürfnislosigkeit der überseeischen Arbeitermassen wi««in Bleiklotz jeden sozialen Fortschritt in Europa hindern. Da» Internationale Arbeitsamt geht deshalb jetzt systematisch an die Untersuchung der sozialen Verhält, »iss« der Kolonialgebiete, vor allem der fern- östlichen Staaten, heran. Die sostalen Errungenschaften fortgeschrittener Volkswirtschaften Europas haben sich zu wappnen gegenüber dem sozialpolitischen Truck rückständiger Länder und Kontinente. Der Kampf um. die Verkürzung der Arbeitszeit muß-also im Weltmaßstab geführt werden.> Der ungarisch« Handelsvertrag. Di« Regierung hat soeben beiden Häusern der Nationalversammlung den Regierungsentwurf betreffend die Zustimmung zu der vorläufigen Regelung der Handelsbeziehungen zwischen der Tschechoslowakischen Republik und Ungarn, die-in Prag am 26. August 1926 vereinbart und durch Regierungsverordnung vom 26. August 1926, Nr. 162, S. d. G. u. B-. provisorisch in Kraft gesetzt wurde, vorgelegt. Der Inhalt des Abkommens ist im Wesen bekannt. Er garantiert den Waren beider Staaten das Verfahren nach denr Grundsätze der Meistbegünstigung. Die Regelung trat am 1. September 1926 in Kraft und wird sie bis 31. Dezember 1926 behalten, bis zu welchem Zeitpunkte ein ordentlicher Handelsvertrag mit einem tarifarischen Test abgeschlossen und cntiviert werden soll. Die Verhandlungen über diesen Vertrag werden fortgesetzt. Nach dem 31. Dezember dieses Jahres steht beiden Vertragsparteien das Recht zü, das Abkommen einmonatig zü'kündigen. Ein Bauarbaitcrstrrik in Ostrau. Testern früh haben» in Mähr.-Ostrau die Bauarbeiter, ungefähr 2.400 an der Zahl, den Streik eröffnet. Ber den einzelnen Bauten wurden Streikposten aufgestellt. Die Ruhe wurde nirgend» gestört. Prager Produktenbörse(Off. Bericht vom 7, September): An d«r heutigen Produktenbörse überwog«ine Neigung zur Abschwächung, di« sich besonders auf dem Gctreidemarkt« fühlbar machte, wo Weizen, Roggen, Hafer und Gerste durchschnittlich um 5—8 Punkt« nachgaben. Der Mmsmarkt tendiert« ruhig bei unveränderten Preisen und auch Hülsenfrüchte blioben ohne Aenderungrn. Mehl war etwa» flauer gehalten. Fett, sowohl amerikanische» als auch magyarisches, schwächte sich ab. Heu und Stroh unverändert. Di« Börse war ziemlich zahlreich besucht, da» Geschäft bei reichlichem Angebot, besonders in Getreide, zurückhaltend. verdrängt«, verschwand er selber wieder, bi» er zu Anfang des 19. Jahrhunderts sein« Auferstehung erlebte und sich nun endgültig zu hohem Ansehen emporrang. Dor ihm hatte der dreieckig« Hut, der sogenannt«„Dreimaster", den auch Napoleon an seinem Hof einzuführen versucht«, da» Feld oder vielmehr di« Köpfe der Männer beherrscht. In der ersten Hälft« de» 19. Jahrhunderts erhielt der Hut die Form, die er, von geringen Abweichungen abgesehen, im wesentlichen noch heute hat. Di« Schlapphüte wurden eingeführt, und die Touristen« und Strohhüte kamen in kleidsamerer Form auf. So hat auch der Hut viel« Wandlungen durchmachen müssen, bi» er die Gestalt echiÄr, in der wir ihn heute tragen. Gesund« Fraueukleiduug. Hell« Kleider, froh« Farben, feine Muster in den Stoffen, geschmackvolle Fußbekleidung usw. gehören zur Lebensfreude und zur ersehnten Kultur. Das alles aber ist wett entfernt von jenen mannigfachen Modetorheiten, denen wir heute auf Schritt und Tritt begegnen. Haben wir noch nichts davon gehört, wie ungesund die Schuhe mit den lächerlich hohen Absätzen sind? Kennen wir nicht, die Folgen von ungenügender Erwärmung de» Unterleibes durch allzu geringe Bekleidung, zu dünne Unterwäsche uu»zu dünne Bekleidung der Füße und Beine, auf Grund deren heute die Katarrhe de» Unterleibes und Frauenleiden«ine so erschreckende Zunahme erfahren? Ist es nicht geradezu grotesk/halbnackt in blumenblattdünnen Schuhen herumzulaufen und sich dazu einen Pelz umzuhängen? Man braucht sich nur einmal vorzustellen, welche Unfreiheit der Persönlichkeit in der slavsschen Unterwerfung unter die wechselnden Launen der Mode zum Ausdruck kommt, um zu einer Kleidung zurückzukehren, die ihrem eigentlichen Zweck entspricht, den Körper gesund zu erhalte« und einem veredelten Schönheitssinn zn entsprechen. Seite 6 Aus der Partei. * Jugendbewegung. 8. September 1926. tion Nigdorf, welcher sich mit dem Antrage der Be- 13: 1( 1: 0). Bregburg: M23. gegen weft- 13. Frl. Henoch 18.33 Meter. 80 meter: 1. Frl. zirksleitung deckt, in nächster Zeit eine Gemeinde- slow. Gau CAF. 2: 3( 2: 2). Wien: Amateure Wittmann( Berlin) 10.1 Sef., 2. Frl. Smol( Brünn) Bezirkskonferenz Schluckenau. Die ordentliche bertreterkonferens einzuberufen. In die Bezirks gegen G. Bilbao 3: 1( 0: 0), Wader gegen Vienna vier Meter zurüd, 3. Frl. Bötting.- 1000 Me Jahresbezirkskonferenz Der Bezirksorganisation leitung wurden Genosse Reyz als Obmann, Ge- 1: 0( 1: 0), Rapid gegen Sportklub 2: 1( 0: 1), ter: 1. Frl. Linder( Berlin) 3: 19.2, 2. Frl. Kučera Echludenau, fand im Vereinslokale in Schludenau nosse Liebsch als Raffier und Genosse Herzig FAE. gegen BAC. 0: 0, Admira gegen WAG. 7: 2( Brünn) zehn Meter zurüd.- 4X100 Meter: or Sonntag, at 5. September, statt. Anwesend als Schriftführer wiedergewählt. Mit einem fur( 3: 0). Budapest: Nemzeti gegen FT 3: 3, 1. Berlin 50 Set., 2. Brünn 51.8 Sek. Hoch mares Delegierte und mehrere Gäste. Vertreten zen Schlußwort des Vorsitzenden wurde sodann die Sabaria gegen Kispesti 4: 1, Hugaria gegen 33er iprung: 1. Frl. Bredo 1.40 Meter, 2. Frl. LauKonferenz geschlossen. waren zwölf Lokalorganisationen durch 15, Frauen4: 1, 3. Bezirk gegen Basiya 3: 1, Ujpesti gegen termann 1.40 Meter berührt, 3. Frl. Pötting 1.35 sektionen durch 2, Jugendorganisationen ebenfalls Vajas 2: 1. Meter. Weitsprung: 1. Frl. Smol( Brünn) durch 2, Gewerkschaften durch 4 und Sport- und 5.24 Meter, 2. Frl. Bredow 5.15 Meter, 3. Frl. Näckelmann 5.05 Meter. Gesangvereine durch 5, Bezirksleitung durch 7, RonS. J. Prag. Heute Mittwoch, den 8. Septrolle 2, Kreisvertretung Bodenbach durch einen und tember, 8 Uhr abends. Monats versammlung. Frquenreichskomitee durch eine Delegierte. Vertre- Wir müssen mit allen unseren Veranstaltungen tungen fehlten aus Alt- Ehrenberg und Wölmsdorf. pünktlich beginnen und ersuchen deshalb alle Genoj Genosse Mauder aus Nigdorf, welcher zum Vor- finnen und Genossen, zur angegebenen Zeit zu fom fitenden gewählt wurde, gab die Tagesordnung be- men. Gäste herzlich willkommen! fannt. Zur Tagesordnung verlangten die Niydorfer Genossen die Umstellung, daß nach dem Punkt Berichte Parteiangelegenheiten auf die Tagesord mung gestellt wird, wurde angenommen. Sodann erstattete Genosse Weber als Bezirkssekretär einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit im verflosKunit und Willen. Gorkis neues Drama. Der Direktor der akade: mischen Theater in Leningrad hat mit Magim Gorft einen Vertrag über das alleinige Aufführungsrecht seines neuen Dramas„ Die falsche Münze" abge 1. schlossen. Gorki hat dieses Drama im Laufe des Jahres 1926 geschrieben. seren Vereinsjahr. Die Mitgliederbewegung, welche im Jahre 1925 einen guten Aufstieg nahm, ist die jes Jahr zum Stillstand gekommen. Es wurden zwar 48 neue Mitglieder gewonnen, aber die VerJuste in einigen Orten des Hainspacher Bezirkes wiegen sen Gewinn wieder auf. Die Partei hat im Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute verflossenen Jahr auf allen Gebieten eine rege Mittwoch, 7½ Uhr, Die Durchgängerin Tätigkeit entfaltet. Sodann erstattete Genosse Donnerstag, 7½ Uhr, Sonja". Freitag, 7% Liebich den Kassebericht. Der Bericht der Kon- Uhr, Vierzehn Tage Arrest". Samstag, trolle wurde zur Kenntnis genommen und dem 7 Uhr, Carmen". Sonntag, 2% Uhr, Kaisier sowie der Bezirksleitung Dank und Ent- Orlow", 7% Uhr, Gastspiel Leopold Kramer, Taftung für die Geschäftsführung erteilt. Zum Premiere, Neue Herren". Montag, 7 Uhr, Bunft Parteiangelegenheiten sprach Genosse Arn- Die Jüdin". " 11 berg aus Bodenbach über die neue Kreisorganisa- Spielpaln der Kleinen Bühne. Heute, Mittwoch, tion Bodenbach, welche sich mit den politischen Die Puppe". Donnerstag Theodor u. Cie." Wahlkreise Böhm Leipa deckt und legte die organis Freitag Der Mensch im Käfig" Samstag satorischen Vorteile sowie die Aufgaben der neuen Beripherie". Sonntag, 3 Uhr. Charleys Kreisorganisation ausführlich dar. An diese Aus- Tante", abends Premiere Bierzehn Tage führungen schloß sich eine größere Debatte, die sich Arrest". Montag Peripherie." erfreulicherweise auf einer ziemlichen geistigen Höhe bewegte und in die auch die Genossen Rey 3I und 0000 Weber, Mißverständnisse aufklärend, eingriffen. Der Antrag der Bezirksleitung, die Aufteilung des Parteibcitrages in der bisherigen Höhe zwischen Bezirks und Lokalorganisation zu belassen, wurde angenommen. Ebenso der Antrag der LokalorganisaGenoffen! raget bei jeber Gelegenheit Guer Parteiabzeichen! C300000 000000000000000000000000000009900000000000000900260000000000000 Turnen und Sport. Leichtathletik. 100 gegen 25% Punkten. Sonntag fand in Brünn der meter: 1. Wege 10.6 Sef., 2. Houben 10.7, 3. Von Tschechoslowakei schlägt Oesterreich mit 58% Internationales Meeting in Düsseldorf. Leichtathletikländerkampf statt, den die Tschechoslowva de Berghe( Holland) 10.9.- 200 Meter: 1. Wege tei überlegen gewann. Die Desterreicher waren nicht 21.6 Set., 2. Houben 21.7, 3. Borner 22.400 mit ihrer stärksten Mannschaft angetreten. Sittel meter: 1. Jmbach( Schweiz) 48.7 Set., 2. Aſtröm ( Gablonz) verbesserte im Laufen über 1500 Meter( Finnland) 49.5, 3. Gerl 49.6.- 1000 Meter: den Rekord des Deutschen Leichtathletikverbandes 1. Dr. Pelzer 2: 29.3( neuer deutscher Rekord), auf 4:06. Den Kämpfen wohnten über 4000 3u 2. Böcher 2: 29.8, 3. Wollmer 2: 30.1. 5000 schauer bei. 100 meter: 1. Formanek( Tsch.) Meter: 1. Mattilainen( Finnland) 15: 08.2, 11.2, 2. Solub( Tsch.), 3. Jandl( De.), 4. Lederer 2. Goodwin( Amerika) 15: 09.1, 3. Berg( Finnland) ( De.). 400 meter: 1. Šindler( Tsch.) 51.7, 2. 15:18. 4X100 Meter Staffel: 1. Prew Bartl( Tsch.), 3. Haderer( De.), 4. Ritter( De.). Ben Krefeld 43.7 Set., 2. Preußen Duisburg,. ( Tsch.), 3. Pollat( De.), 4. Gaffer( De.).- 1500 fel: 1. Preußen Stettin 7: 54.2, 2. VfL. Breslau. 800 Meter: 1. Šindler( Tsch.) 1: 56.1, 2. Drozda DSC. Düsseldorf. 3X1000 Meter Staf Meter: 1 V. Strnište( Tich.) 4: 03.3, 2. Kittel Hochsprung: 1. Yrjolä( Finnland) 1.815 Me( Tich.) 4:06( besser als Rekord des DALV.), 3.| ter, 2. Holz, 3. Gelach. Weitsprung: 1. Friebe( Ce.), 4. Heidegger( Ce.) aufgegeben. 5000 meter: 1. Bruhnen( Ce.) 15: 55.3, 2. Vo- Rugel: 1. Yrjola( F.) 14.39 Meter, 2. Schröder. Dobermann 7.14 Meter, 2. Holz, 3. Westerhaus. bralik( Tsch.), 3. Stralert( jd).). 110 Meter Distus: 1. Hoffmeister 42.3 Meter, 2. Yrjolä, ( Tsch.). 5ürden: 1. Jandera( Tsch.) 15.5, 2. Wessely( De.), 3. Holz. Speer: 1. Yrjolä 59.62 Meter, 2. We3. Lipčik( Tich.), 4. Ritter( De.). 4X100 Mesterhaus, 3. Hoffmeister. ter: 1. Tschechoslowakei 44: 6( nener Rekord), 2. Desterreich. 3X1000 meter: 1. Tschechoslowafei 8: 03.2, 2. Desterreich. 5000 Meter Europameisterschaften im Rudern. Diese fantGehen: 1. Kühnel( De.) 24: 40.4, 2. Plichta den am Sonntag in Luzern statt und brachten ( Tsch.), 3. Havelka( Tich.). Hochsprung: 1. A. folgende Plazierung: Vierer mit SteuerSvoboda( sch.) 1.72 Meter, 2. Machan( Tich.), 3. nt ann: 1. Italien( Societa Canottieri Argus, St. Paquier( De.), 4. Wessely( De.). Weit Margherita) 7: 20.6, 2. Schweiz, 3. Polen. sprung: 1. Jandera( Tich.) 6.58 Meter, 2. Ma- 3 weier ohne Steuermann: 1. Schweiz( Ruchan( Tich.), 3. Wessely( Ce.). Stabhochderklub Reuß, Luzern) 7: 44.6, 2. Italien, 3. Holsprung: 1. Jvo( Tsch.) und Lang( De.) beide land. Stiff: 1. Schweiz( J. Schneider, Luzern) 3.45 Meter, 3. Held( De), 4. Votava( Tich.). 7: 44.4, 2. Ungarn, 3. Belgien. Vierer ohne Rugel: 1. Chmelit( Tsch.) 12.74 Meter, 2. Süs; Steermann: 1. Schweiz( RC. Reuß, Luzern) ( De.), 3. Janoušek( Tsch.). Distus: 1. Dr. 6: 56.2, 2. Holland, 3. Portugal.- Zweiger Görög,( fch.) 42.31 Meter, 2. Svoboda( Tich.), 3. mit Steuermann: 1. Schweiz( SN. Etoile, Wessely( De.), 4. Sitsz( Le.). Speer: 1. Chnne Bienne) 8:02, 2. Italien, 3. Holland. Doppelif( ich.) 56.03 Meter, 2. Bezmoda( De.), 3. Syn- 3 meter: 1. Schweiz( Grashoppers, Zürich) 7: 11.8, brich( Tsch.). 2. Italien, 3. Belgien. Achter: 1. Holland ( Laga Delft) 6: 20.6, 2. Jtalien, 3. Belgien, 4. Schweiz. ball). Wassersport. Süddeutschland gegen Desterreich 5: 5( WasserHerausgeber Dr. Ludwig Czech. Berantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Für den Drud verantwortlich: O. Holit Drud: Deutsche Beitungs- A.- G. Prag. Ihr Besuch bei Geschäftsfreunden Tschechoslowakische Athletinnen in Berlin. Bei den internationalen Frauenwettkämpfen des VSAK. gelang es der Tschechoslowakin Sychrora im 100Bierfötter startete Sonntag in Köln gegen eine Arbeiterfußball. wurde. Der ihm von der Vereinsleitung zugejagte reford aufzustellen. Nachstehend Yards Hürdenlauf mit 14.3 Set. einen neuen Welt 10X100 Meter Stafette, die er umt zwei Längen sching. Schutz versagte vollkommen. Es war fläglich, die Resultate: Deutschland gegen Tschechoslowafci am 26. Sepzu sehen, wie die Herren des Teplitzer Vorstandes Disfus: 1. Frl. Henoch( Berlin 34.39 Meter, 2. Oesterreich siegt im Damenschwimmkampf gegan tember in Boden ba ch. Während die bisher unschlüssig und machtlos das durch ihre Schuld mit Frl. Reutter( Frankfurt) 33.90 Meter, 3. Fr. Lange Ungarn mit 23; 13 Punkten. stattgefundenen Treffen dieser beiden Verbände fast herausbeschworene Debacle abzuwenden versuchten.( Berlin) 33.27 Meter. Speerwerfen: 1. Fri. durchwegs nur aus Kreismannschaften beftritten Unter dem' Schutz von vier Polizisten wurde der Wäder( Berlin) 26.21 Meter, 2. Frl. Lautermann wurden Frankfurt war eine Ausnahme fom- Schiedsrichter Pilz zum Hauptbahnhof geleitet, Die( Berlin) 23.14 Meter, 3. Frl. Vidlaf( Brünn) 18.44 men diesmal offizielle Ländervertreter zusammen. in ihren rohesten Instinkten aufgepeitschten Lokal Dieter. Kugelstoßen: bestarmig: 1. Frl. Der Großteil der deutschen Mannschaft dürfte aus Genossen Süddeutschlands bestehen, die aber in be- patrioten ergingen sich in ihren Drohungen so weit, Henoch 11.51 Meter, 2. Frl. Vidlat 11 38 Meter, zug auf Spielstärke den sächsischen in nichts nach daß die Wache mit blanker Waffe ihre Verteidigung 3. Fr. Mäder( Bernau) 10.81 Meter; beidarmtig: zug auf Spielstärke den sächsischen in nichts nach aufnehmen mußte. Der bürgerliche Mob bedrohte 1. Frl. Mäder 20.17 Meter, 2. Vidlak 20.03 Meter, stehen. Zumal ihnen eine schnellere und auch robu jeden, von dem man vermutete, daß er auf Seite ftere Spielweise eigen ist. Süddeutsche Meannschaf des Schiedsrichters der Prager stehe, mit Tätlichten haben in der legten Zeit in Sachsen stets in den feiten. Stellenweise tamen die Anhänger beider Wettkämpfen die Oberhand behalten und dürfte dies Lager ins Handgemenge. Ein junger Mann wurde auch der Grund sein, daß die Leipziger Bundes von brutalen Bürgersfäusten zu Boden gestoßen, spicfleining ihre Länderelf aus bayrischen und Ein Auto mit Prager Sportgästen wurde von den Württemberger Spielern zusammenseßen will. Zu- Teplitzer Lokalpatiroten mit Steinen beworfen, dem haben die sächsischen Mannschaften bei den letz- wobei eine Scheibe in Scherben ging, und die Inten internationalen Spielen einen fleinen Form fassen in unflätigster Weise beschimpft. Die Menge rudgang aufgewiesen. Unsere Mannschaft wird sich drang sogar in die Bahnhofshalle ein, von wo sie aus Weiskirchliper, Zudmantler, Aussiger, Kroch aber von Bahnbediensteten und der Polizeiwache abmiger und Falfenauer Spielern zusammensetzen. Ob gedrängt wurde. In Angst und Bangen wartete wir diesmal die deutsche Mannschaft niederringen schließlich der von den Teplizer Fußballfanatikern werden, darüber zit reden, wäre müssige Sache. am Leben bedrohte Schiedsrichter auf das Eintreffen Jedenfalls hat bisher Deutschland stets die bessere des Zuges. Erst als Herr Pilz den heißen Boden Elf zur Stelle gehabt und wird auch in Bodenbach verlassen hatte, beruhigte sich allmählich das erhitzte wieder mit einer forgfältig ausgesuchten Elf zur Gemüt der Teplitzer Sportbürger. An den beispiellos Stelle sein. Schon heute seien die Genossen auf rohen und ordinären Szenen, die eben nur beim dies: sportliche Ereignis aufmerksam gemacht. bürgerlichen Sport vorkommen können, beteiligten Nähere Befquntmachungen erfolgen noch durch die sich nicht nur junge Burschen, sondern auch ergraute Arbeiterpreffe und im Freien Sport". ,, Herren", denen ihr Alter schon etwas mehr Weisheit und Beherrschung gegeben haben sollte. So endete das mit großen Emvartungen begonnene Spiel nicht nur mit einer fläglichen Niederlage des Ex- Liga- Meisters und Amerikajahrers, sondern aud) mit einem furchtbaren moralischen Fiasko der bürgerlichen Geschäftssportbewegung. Die Szenen, die Teplitz am Sonntag sah, geben aber auch ein beredtes Beugnis über die Berkommenheit und über die niedrige Kulturstufe unserer bürgerlichen Sportfreunde. Schlägereien und rohe Erzeffe beim Zeplizer Fußballderby. Ueber das Spiel DFE. Prag gegen Tepliker J., welches die Prager mit 11: 2 ( 3: 1) gewannen, berichtet das Teplitzer Bruderblatt Freiheit" unter obigen Titel nachstehendes: Das, mit großer Aufmachung und allem Bomp ingenierte Zusammentreffen der beiden führenden Profi Vereine des bürgerlichen Sportverbandes, ist Weiterer Fußball vom Sonntag. Prag: Union vorüber und endefe mit einer fatastrophalen Nieder- Zižkov gegen Braha VII 5: 2( 2: 2), AF. VršoTage der Tepliker Professionalisten. Was uns ver- vice gegen Sparta Kladno 3: 4( 2: 1), DFC.( 2. anlagt, darüber zu berichten, ist der nun mit aller Brofi) gegen SK. Hlubočepy 2: 2( 0: 0), Union Bestimmtheit in Erscheinung getretene moralische VII gegen R. Slany 2: 1( 1: 0), čechoslovan KoBusammenbruch der bürgerlichen Sportbewegung. šiře gegen Union Vršovice 3: 1( 2: 0), Slavoj Žiž Wochen vorher wurde das hiesige Sportpublikum auf fob gegen Meteor VIII 2: 1( 2: 1), in, der 12. Min. tieres große Ereignis" vorbereitet. Der Anzeiger" der zweiten Halbzeit abgebrochen. Rolin: Rapid brachte Tag für Tag Loblieder auf den Prager Brag gegen Kolin 1: 2( 1: 1). Nimburg: Pokalsieger und den wieder in aiter Form" zurüd- Poloban gegen ASK. Chrudim 2: 0.- Bilsen: kehrenden Teplizer Fußballtiub. Die Zuschauer- Olympia gegen česty Lev 4: 2( 3: 0), S. gegen Budweis: DFC. gegen ränrnte, die bisher immer eine gähnende Leere auf- Smichov 5: 1( 2: 1). misjen, mußten unter Anwendung einer groß- SK. Strakonice 4: 1. Brüg: DSK. II gegen schreierischen Reklame gefüllt werden. Das wurde Turner SK. 1: 0( 0: 0). auch erreicht. Komotau: DFK. gegen Garnisonself Theresienstadt 12: 1( 7: 1). Auf das Resultat des sonntägigen Spieles im Teplitz Sturm gegen SV. Settenz 3: 0( 0: 0). Einzelnen einzugehen, erübrigt sich wohl, denn das Karbi 3: DK. Aussig gegen DFK. 3: 0( 0: 0). Ergebnis spricht für sich. Wir wollen nur einiges Schredenstein: DSK. Brüg gegen Sportfesthalten, das faunt besser als etwas anderes den brüder 8: 3( 4: 1). Tetschen: SpVg. gegen bürgerlichen Sport moralisch zu richten imstande ist. DFK. Nestomitz 5: 3( 2: 1). Brünn: SK. ZiSchon während des Spieles nämlich erregten die denice gegen Brünner SK. 6: 2( 3: 1). Mähr.Entscheidungen des Schiedsrichters öfters den Un- Ostrau: SK. Slovan gegen DFK. Witkowitz 3: 2 willen der Zuschauer: Zum Schluß schließlich steigerte( 1: 1), S. gegen Maffabi 7: 0( 2:). Oder fich diese Erregung immer mehr, so daß nach der berg: DSV. gegen Mor. Slavia 2: 2( 2: 1). Beendigung des Spieles der Schiedsrichter der Teschen: DSK. gegen SK. Hodolany 3: 3( 0: 2). Wine punft güder Angriffe von seiten des Publikums- Troppau: SK. Mor. Ostrava gegen DSV.) und jenen, die es werden sollen, erfordert von Ihnen ein sicheres Auftreten. Körperliche Ermüdung und die sich hieraus ergebende Ueberreiztheit der Nerven sind die schlechtesten Vorbedingungen, Kunden zu werben. Jeder Schritt auf harten Lederabsätzen ermüdet den gesamten Organismus. Tragen Sie daher BERSON- Gummiabsätze. Deren wohltuende, stoßdämpfende Wirkung werden Sie einmal erprobt mehr vermissen wollen. nie Die besten Gummiabsätze sind BERSON 750. Sie sind billiger und haltbarer wie Leder und schonen die Schuhe dort, wo diese am meisten beansprucht werden. BERSON 750 sind aus dem besten Rohmaterial, außerordentlich elastisch, kurz, Gummiabsätze wie sie sein sollen. BER 750 SON