Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Netazania 18 Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Machtredattion: 26792. Poftschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Donnerstag, 16. September 1926. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost: monatlich.... Kč 16.-sierteljährlich halbjährig ganzjährig 48.96.192.Rüdstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einlendung der Retourmartes. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich irish Nr. 217. Zusammenarbeit der deutschen und tsche- jetzt bemühen sie sich, täglich, zu beweisen, daß| Gimpetfänger ihre Lockrufe nach der EinheitsGebt euch keine Mühe! hischen Sozialdemokratie das könnte die ein Bündnis mit ihnen unmöglich ist. Solange front drucken. Der armselige Spott aber, mit 17 Heute Wahl der nichtständigen Ratsmitglieder. Bolen erhält einen halbständigen Sitz. auf ein Jahr? " Wiederwahl D. Beness * Unzufriedenheit mit der englischen Lifte. Berlin, 15. September. Der jozialdemokra coicit es icit kommunistische Partei gerade jetzt noch brau- die kommunistische Partei nicht die Politik dem sie die keimende Verständigung der sozialEs ist für jeden waschechten Kommunisten chen, da unter den kommunistischen Wählern machen darf, die durch die besonderen Verhält demokratischen Parteien begleiten, beweist ihre ein feststehendes Dogma, daß alles, was von nach dem Rausch der vorjährigen Wahlen die nisse jedes Landes vorgezeichnet ist, solange zittrige Angst vor dem Gedanken, die Absicht irgend einer der Sozialistischen Internatio- Grnüchterung beginnt! Schließlich muß sich selbst die ihr von Moskau vorgeschriebene Hauptauf- könnte zur Tat werden. Für die deutsche und nale angeschlossenen Bartei unternommen wird, der fanatisierteste unter den kommunistischen gabe die lumpigste Verdächtigung und Berleum tschechische Sozialdemokratie wird dies ein Angrundschlecht ist und daß nur Aktionen der Arbeitern fragen: Was hat es uns genügt, der dung der Sozialdemokratie und ihrer Führer trieb mehr sein, zur Wahrheit werden zu lassen, Kommunistischen Internationale die aller- Sozialdemokratie eine Wahlschlappe zugefügt bleibt, so lange wird es schade um das schöne was die tiefste Sehnsucht aller ehrlich denkenden dings nur mehr in Resolutionen, Parolen, zu haben? Was für Vorteile hat der mit Jubel Papier sein, auf dem die fommunistischen Proletarier im Staate ist! Thesen, pathetischen Aufrufen und Hinaus- begrüßte kommunistische Wahlsieg der Arbeiterwürfen widerhaariger Glaubensgenossen bestehen schaft an Vorteilen und Errungenschaften ge-Anspruch auf Ernst und revolutionäre Be- bracht? Wo stünden wir, wenn es feine fomdeutung haben. Auch die niemals geleugnete munistische Partei gäbe und die Einigkeit der Tatsache, daß die Sozialistische Internationale Arbeiterklasse erhalten geblieben wäre? Wehe, noch kein vollkommenes Ideal darstellt und wenn die kommunistischen Wähler sich diese daß zwischen den sozialdemokratischen Parteien Fragen einmal ruhig und nüchtern beantworten noch manche Verschiedenheiten taktischer und werden! Es wird dann der kommunistischen Genf, 15. 15. September. Die Völkerbund| einjährige Site; von den südamerikanischen Staaten politischer Natur bestehen, muß daher herhalten, Partei wenig nüßen, wenn sie sich darauf be- versammlung führte heute nachmittags in einstündiger entweder Uruguay oder Salvador, die Tschechoum die angebliche Güte der nach dem übelften ruft, sie habe bei der Arbeiterschaft über die sigung die Debatte über die Wahlordnung für slowakei und China. Kasernenhofdrill einererzierten Parteien der Wirkungsmöglichkeiten des Parlamentarismus die nichtständigen Ratsiße und den Ratsbericht für niemals sozialpatriotische Illusionen gewedt, das verflossene Jahr ab. Die nächste Sigung findet Kommunistischen Internationale herauszustreichen. Wobei aber jedermann weiß, daß alle ondern immer nur gejagt, die Kommunisten morgen um 10 Uhr 15 statt, Siebei wird die Wahl von Moskau aus unter Androhung der Ent- gingen nur deshalb ins Parlament, um die der neun nichtständigen Mitglieder erfolgen, die in ziehung der russischen Subsidien betriebene Demokratie und den Parlamentarismus zu der Weise vorgenommen wird, daß zunächst alle neun Unterdrückung aller selbständigen Regungen entlarben". Aber erstens gibt sich die R. P. C. nichtständigen Ratsmitglieder gewählt und sodann tische Pressedienst berichtet aus Genf ebenfalls der einzelnen kommunistischen Sektionen nicht offenbar doch gewissen sozialpatriotischen Illu- mer gesondert über die dreijährige, zweijährige und über die englische Vorschlag iste, die nicht als einjährige Mitgliedschaft abgestimmt wird. Ideal bezeichnet werden könne. Der Berichtdavor schützt, daß es dort oft drüber und drun- fionen" in bezug auf das Parlament hin, denn davor schützt, daß es dort oft drüber und brune bringt bei jeder Gelegenheit zahllose An- schreibt über die Kombinationen betreffend die und Rumänien mit einem dreijährigen size be Der Genfer Berichterstatter des Petit Parisien erstatter stellt fest, daß in dieser Liste Chile, Poten ter geht und keßerische„ Abweichungen" von den Glaubenslehren der allein seligmachenden Mos- träge ein und fordert jetzt die schleunigste Ein- Befeßung der nichtständigen Ratssiße, daß Bolen bacht worden sind, während Dollamme ais Nach fauer Stirche so zahlreich sind wie der Sand berufung des Parlaments im kommunisti- ein dreijähriger sig mit dem Rechte der folger Schwedens nur einen zweijährigen Sit er am Meere. Die an anderer Stelle besprochene ichen Jargon:" Schwaßbude" damit Ge- wiederwählbarkeit gesichert fei. Portugal foll es halten soll. China und Uruguay find in der Liste legenheit gegeben sei, die Regierung zu zwin- geitern abgelehnt haben, sich um einen einjährigen nicht enthalten, China angeblich, weil Revolte von 700 Parteifunktionären in Deutschland ist dafür der neueste, aber nicht der gen, Maßnahmen gegen die wachsende Arbeitsi zu bewerben, damit fein Verhalten nicht als vielen Jahren feine Beiträge mehr gezabit bet losigkeit zu treffen, zweitens würden zur Entspeuienfeindliche Manifestation aufgefaßt werde. Lund infolgedessen nach dem Statute feiner Recre erste und letzte Beweis. Die den kommuni- larvung des Parlamentarismus stati 40 auch Außer der Kandidatur Finnlands auf einen ein- als Bölkerbundmitglied berluftig geht. Dagegeit stischen Schreiberlingen anbefohlene Schmäh- schon zehn Abgeordnete genügen und der Jubel jährigen Sit tauchte gestern die Kandidatur ist die Tschechoslowakei in der englischen Lifte als Zeit auch auf Seite der tschechischen Sozial- jahres hätte danach in den zu erwartenden Resucht macht es erklärlich, daß die in letzter über den kommunistischen Wahlsieg des Vor- lands auf, welche jedoch auf den Widerstand Cham- Kandidat für einen einjährigen Sit in Aussicht berlains stieß. genommen, so daß die Kleine Entente nun zivei demokraten erwachte Bereitwilligkeit, mit den fultaten von vornherein keine Berechtigung ge- cinige Großmächte, wie„ Petit Parifien" schreibt, tant der skandinavischen Gruppe nur einen zwei Um Schwierigkeiten auszuweichen, erwogen Size erhielte, während Holland als Repräsent deutschen Sozialdemokraten zu einem engeren habt. Aber selbst wenn wir zugeben, daß die sie Möglichkeit der Wahl Dr. Benes in jährigen Sitz erhalten soll und so mit Persien Zujammenwirten zu gelangen, nicht den Beifall kommunistische Partei ihren Wählern vorher den Rat für die Dauer eines Jahres, gleichgestellt würde. der Kommunisten findet und daß ihre TintenEs liegt auf der Hand, daß diese Liste allge fleckser die auf beiden Seiten immer konkreter gesagt hat: Wählt uns, aber bildet euch nicht um dem fünftigen Rate, welcher größtenteils aus werdenden Bestrebungen, im Kampfe gegen die ein, daß wir euch dafür etwas aus dem Parla- nenen Personen besteht, die Mitwirkung eines der meine Stritit hervorrust. Die Zahl der Wünsche mente heimbringen", so hat sie ihnen sicher nicht Hauptmitarbeiter für den Frieden und eines der ist zweifellos zu groß, als daß sie alle befriedigt fapitalistische Reaktion die proletarischen Kräfte gesagt, was durch einen kommunistischen Wahl- erfahrensten Diplomaten in den Arbeiten der inter- werden könnten, aber es ist doch möglich, die gezusammenzufassen, zu begeifern suchen. steg ärger gemacht und verschlechtert werden nationalen Politik zu erhalten. Auch die Bericht gen eitigen Interessen wesentlich besser zu berück Man kann schon verstehen, welche Gründe wird. Denn das kann niemand leugnen, daß die erstatter des" Matin" und des" Petit Journals" fichtigen als es die englische Liste vorsicht. Wenn die kommunistischen Führer bestimmen, ihren Wahlschlappe der Sozialdemokratie der gesam- schreiben über die Möglichkeiten des Verbleibens der Deutschland, wie wir nach dem Ergebnis der spla Eninveffnungsverhandlungen annehmen für die billigen Spott an den Einigungsbestrebungen ten Arbeiterklasse zum Schaden gereicht hat Die Kandidatenliste würde im Spiegel der fran- Wiederwählbarkeit Bolens stintmt, dürften feine der deutschen und tschechischen Sozialdemokra- und daß der Wahlsieg der Kommunisten nur zöfifchen Blätter folgendes Bild ergeben: Drei- Delegierten ersuchen, wenigstens für die skantten zu üben. Es ist die Bangigkeit, die auch zur Stärkung der kapitalistischen Reatiion ge- jährige Size: Polen, Rumänien, Chile; 3 wei- dinavische Gruppe einen dreijährigen Sitz zu erdas deutsche und tschechische Bürgertum erfüllt, führt hat. Die kommunistische Partei hat eine jährige Size: Holland, Belgien, Columbien; halten. diese Bestrebungen könnten von Erfolg begleitet Anzahl Mandate gewonnen, die für die Durchsein und das sozialdemokratische Proletariat sezung von Arbeiterforderungen ohne Bedeufönnte in gemeinsamer Kampffront marschieren. tung sind, dafür hat die Schwächung der So- Internationale Streifaftion| Der Wiener Zentralbant- Standal. Das muß um jeden Preis verhindert werden, zialdemokratie und deren ständige Verleumdung Wien. 15. September.( Eigenbericht.) Heute wo fame die nach der Einheitsfront durch die Kommunisten den Boden für die wird ein Bericht über die Sigung des Ausschusses schreiende kommunistische Partei hin, wenn Reaktion bereitet, die noch niemals ihr Haupt Berlin, 15. Septemb. Nach einer Meldung veröffentlicht, den das Parlament zur Unterwenigstens diese Teil- Einheitsfront des fozia- so frech erhoben hat, als jeitdem es im Pardes Vorwäris" aus Bochum hat der deutsche fuchung des Zentralbant- Standals eingelistischen Proletariats zustande fäme! Die bei lamente so viele Kommunisten gibt. Da ist es Bergarbeiterverband für den 26. September eine jetzt hat. In der Sibung erstattete Hofrat Stern den sozialdemokratischen Parteien nicht mehr begreiflich, daß die K. P. C., um ihre An- Reichskonferenz nach Düsseldorf einberufen, auf das Referat, das ein so anschauliches Bild des gegeneinander stehend, wie dies zum Leid hänger in der Betäubung zu erhalten, alle der zum Beschlusse der Erefusive der Bergarbeiter- fandale gab, daß die Christlichsozialen sich sehr und Schaden der gesamten Arbeiterklasse Minen springen läßt und gerade anläßlich der internationale über einen Solidaritätsstreit für die entschieden gegeneine Veröffentlichung Jahre hindurch der Fall war, sondern Einigungsbestrebungen der deutschen und tsche- englischen Bergarbeiter Stellung genommen wer- des Berichtes wendeten. In dem Bericht wird geschlossen und einia das hieße doch chischen Sozialdemokratie das Mißtrauen in den soll. Nach einer weiteren Meldung des Blattes die beste Lebensquelle der fommunistischen die Möglichkeit des Erfolges dieser Aktion, in ans Amsterdam hat die Bergarbeiterinternationale Partei verstopfen! Seitdem die bolichemistische der Arbeiterschaft zu wecken sucht. zum 30. September eine Sigung nach Ostende Weltrevolution bis zum Eintritt besserer Wit- Und noch eines erscheint verständlich: daß einberufen, um für den Fall des Scheiterns der terung vertagt wurde und die Arbeiterschaft den kommunistischen Führern schwül wird bei Verhandlungen im englischen Bergbaukonflikt eine das Paradies der mit den Kapitalisten aller dem Gedanken an das Urteil ihrer Wähler über internationale Streitaktion zur UnLänder packelnden Sowjetherrlichkeit erkannt ihre völlige Unfruchtbarkeit und über die durch hat, ist der faule Zauber des Bolschewismus fie herbeigeführte Stärkung der Reaktion. Dadenn im Ansehen der Massen bedenklich gefunken, her soll es die Einheitsfront machen. Sie allein Tschechoslowakei im Rate, zur Unterstützung der englischen Bergarbeiter? terstüßung der englischen Vergarbeiter einzuleiten. Wahlniederlage der Konser vativen in Kanada. unter anderem angeführt, daß von den 57 Mile lionen Schilling, die zwischen den 1. und 10. Juli an die Einleger aus Staatsgeldern ausgezahlt wurden, nur 22 Millionen an Sparkassen und Genossenschaftskaffen bezahlt wurden, während alles andere an Private ausbezahlt wurde. Ferner fam heraus daß die Vostsparkasse, der verkrachten Bentralbank eine Million Schilling einfach ge fchenkt hat, indem sie auf ihre Rückzahlung großmütia verzichtete. Ebenso wurde festgestellt, daß der Finan minister den Auftrag erteilt hat, der Badener Sparkasse, die ihm direkt als Parici institui unterstellt war, 500.000 Schilling bon vornherein zurückzuzahlen. Die Christlichsozialen waren über all diese unliebsamen Feststellungen sehr empört. und so bleibt nichts übrig, als den dürftigen find impotent, erst die Einheitsfront mit den Lebensunterhalt der kommunistischen Partei Sozialpatrioten verbürge den Erfolg. Die komLondon, 15. September. Reuter meldet mit der Ausschrotung der wirklichen oder an- munistische Partei sieht nicht, welch ein Gingedichteten Fehler der Sozialdemokratie zu be- bekenntnis ihrer eigenen Unfähigkeit aus diesem aus Ottawa, die Parlamentswahlen hätten nach streiten. Die St. P. Č. fonnte sich bisher rüh- Ruf nach der Einheitsfront herausklingt. Aber den bis Mitternacht eingelaufenen Ergebnissen eine Niederlage der konservativen Regiemen, die relativ stärkste Partei der Kommu- freilich: die Arbeiterschaft wäre wirklich mach- rungspartei und ein bedeutendes Anwachsen der Neue Kämpfe bei Santan. nistischen Internationale zu sein, sie bliebe es tig, wenn sie ein einiges Ganzes bilden würde. Liberalen gebracht, die unter Umständen sogar Santau, 15. September.( Reuter.) Die Kan nicht lange, wenn es gelänge, die sozialdemo- Nur eben, daß mit den Kommunisten dieses eine unbedingte Mehrheit erlangen könnten. kratischen Parteien der Tschechoslowakischen Re- einige Ganze nicht herzustellen ist, denn zahl- Sechs ehemalige konservative Minister, unter tonarmee unternahm gestern einen neuen Angriff publik auf einer Kampflinie zu einigen. Daher lojemale haben sie es selbst eingestanden, daß ihnen Meighen, fielen durch. Bis jetzt wurden auf Wutschan, der jedoch abgeschlagen wurde. Eine die Angst, es könnte die unheilvolle Spaltung die Parole der Einheitsfront nur ein Mittel 116 Liberale, 88 Konservative, und 30 Ange- große Anzahi von Zivispersonen fanden bei der Beschießung den Tod. In der belagerten Stadt der sozialdemokratischen Kräfte ein Ende neh- zu agitatorischen Zwecken ist, nur Phrase, Lüge hörige anderer Parteien gewählt. herrscht infolge Mangels an Lebensmitteln Hunmen, eine Angst, die sich in seichten Wischen und Täuschung. Nie hat ihnen die Einheit des London, 15. September.( AR.) Den letzten ger. Die Kantoner Truppen gingen längs der über den Strähwinkler Landsturm der Zweiten Proletariats etwas gegolten, denn überall haben Ergebnissen der kanadischen Wahlen zufolge ist die Strecke Hantau- Peking in der Richtung gegent Internationale" Luft macht, geradeso wie es diese Gesellen die festen Organisationen des Bahl der Mandate der einzelnen Parteien folgende: Befing vor. Sie konzentrierten sich an den Grens der Wanderer im dunklen Walde tut, der, um Proletariats zerschlagen, haben Haß, Verbitte- Liberale 117, Ronservative 90, fortschrittliche Liberale zen der Provinz Hupeho und hatten zahlreiche sich über seine Beklemmungen hinwegzutäuschen. rung und schandvollsten Bruderkampf in die 13, Fortschrittliche 16, Arbeiterpartei 3, Unabhän Scharmützel mit den Truppenteilen des Marschalls Wupeifu. ein lustiges Liedchen pfeift. Reihen der Arbeiterschaft getragen, und auch gige 2. Seite 2 Der Kathederjozialist gegen die Mieter. Der Regierungsentwurf eines Wohnungsgesetzes, welcher kurz vor den Sommerferien dem teilen. Aus einer demokratischen Armee. Erhöhung der Difiziersgagen. Herablegung der Mannschaftslöhnung. 16. September 1926. Grundzinses plus 50 Prozent Baubeitrag und dann fortschreitend noch sechsmal um je 50 Prozent durch die Steigerung des Baubeitrages bis auf 350 Prozent erhöht werden. Den Hausbefibern aber soll außer der Mietzinssteigerung auch noch die Hälfte des Baubeitrages in Form von " Mit dem Staatsangestelltengesetz wurden Minister der Beamtenregierung unterschrieben Obligationen in die Tasche fließen. Das ist eine Abgeordnetenhause zugegangen ist und nach den gleichzeitig die Gagen der Offiziere und haben, werden die Teuerungszulagen des Militärs so vollständige Preisgabe des früheren StandAbsichten der Regierung offenbar in der Herbst- Rottmeister gewaltig erhöht. Dies ging so weit, vom gewöhnlichen Soldaten bis zum Zugsführer punktes, daß man es nur mit Erstaunen vernehsession zur parlamentarischen Beratung gelangen daß die Zivilangestellten viel weniger Gehalt be- um eine Krone täglich, beim Rottmeister der Re- men kann, wenn Herr Professor Rauchberg den soll, ist auf die entschiedene Ablehnung der So- ziehen, als die Offiziere der gleichen Rangsklasse. serve um zwei Kronen täglich gekürzt! Die Ver- Barlamentariern mit einem Unterton des Vorzialisten gestoßen, während ihm die Bürgerlichen Ein Antrag des Senators Genossen Jokl bei der ordnung tritt am 1. Oktober 1926 in Straft und wurses nachsagt, sie ließen sich nicht nur von sachmit sehr gen. hten Gefühlen gegenütstehen. Die Beratung des Staatsangestelltengesetes im Senat, soll, vom Nationalverteidigungsministerium durch lichen Erwägungen, sondern auch von allerlei tatAussichten auf verwirklichung des Regierungsvor- woran gerade zur rechten Zeit die Troppauer geführt werden." tischen Schlauheiten leiten; ja man ist in VersuDie Beamtenregierung hat sich also ent- chung, dem Rathedersozialisten diesen Vorwurf zuschlages sind also nicht günstig. Unter diesen Um- Volts presse" erinnert. die Paragraphe an den Ausgaben für die Armee zurückzugeben. ständen gewinnt es Bedeutung, daß ein namhafter fallen zu lassen, sowie der Eventualantrag, daß schlossen, Hachmann auf dem Gebiete des Wohnungswesens, diefe Paragraphe erst in Kraft treten bis eine sparen. Nachdem sie von der Gnade der bürger- Herr Professor Rauchberg verzeihe die BeHerr Professor Dr. Heinrich Rauchberg in Erhöhung der Mannschaftslöhnung beschlossen und sichen Parteien abhängig ist, hat sie sich die Praxis zeichnung Kathedersozialist". Nicht wir, sondern einem am 14. September im„ Prager Tagblatte" durchgeführt ist, wurde von der Zollmehr der Fabrikanten angeeignet, welche auch an ihren er selbst hat sie sich beigelegt im„ Sozialdemo veröffentlichten Artikel sich zum freiwilligen Verheit, darunter auch den deutschen Angestellten sparen, indem sie ihnen die Gehälter frat" vom 19. April 1924- und wißig hinzuteidiger der Vorlage aufiwirft und den Parlamen- Christlich sozialen, deutschen Agra- und Löhne kürzen. An der Mannschaft werden ungefügt, Kathedersozialist, das sei ein Mann, der tariern geradezu ins Gewissen redet, sie möchten riern und deutschen Gewerbepartei gefähr 30 Millionen Kronen jährlich von den Bürgerlichen als Sozialist angesehen ihr doch die verfassungsmäßige Zustimmung er- lern niedergestimmt. Im Wehrausschuß erspart. Dreißig Millionen. Was ist das gegen wird und von den Sozialisten als Bürgerlicher. des Senates stand der Antrag des Senators Ge- die Milliarden, welche die Armee kostet? Was ist wie in vielen anderen Fragen haben auch hierin „ Ständen die Parlamentarier sagt Rauch- noffen Jokl auf Festsetzung der Mannschaftslöh- das gegen die überflüssigen Ausgaben, welche auf die Sozialisten recht. Dies geht unter anderem berg wörtlich auf der Höhe ihrer Aufgabe, so nung in dem im Gesetz vom Jahre 1920 fest- dem Gebiete des Nationalverteidigungs- Ministe- auch aus der Argumentation hervor, mit der Herr wäre an der schließlichen Annahme der Regie- gesetzten Ausmaße wohl auf der Tagesordnung, riums gemacht werden? Professor Rauchberg die Mieter zur Zustimmung rungsvorlage nicht zu zweifeln. Sie ist ein in fonnte aber nicht verhandelt werden, weil unter Zum besseren Verständnis sei erwähnt, daß zu dem Regierungsentwurfe bewegen will: jeder Hinsicht hervorragendes Wert; Mitwirkung der drei genannten deutschen Par- die im Jahre 1920 festgesetzte Entlohnung der ,, Sie( die Mieter) müssen einsehen, daß der freilich in manchen Punkten verbesserungsbedürftig, teien die Sizung beschlußunfähig gemacht wor- Mannschaftspersonen bereits im Jahre 1922 durch aber auch verbesserungsfähig." den ist. ein Gesez um die Hälfte reduziert wurde. Die Und damit kein Zweifel sei, daß die von Verteidigung die Kürzung der Teuerungs- baut. Im Gegenteil, diese erhielten ab 1. Jänner Und nun hat das Ministerium für nationale Gagen der Offiziere hat man aber nicht abgeRauchberg gewünschten Verbesserungen, feineswegs einschneidend sind, daß sie an der unge- Während man dem Gajda," so schreibt mit lagen: zu Neujahr 1924 1200 Kronen, Neujahr zulagen bei den Soldaten angeordnet. 1924 jedes Jahr zu Neujahr außerordentliche Zuheuerlichen Belastung. welche die Vorlage den Also die Mieter sollen sich vor der Reaktion Mietern zumutet, im großen und ganzen gar nichts Recht die„ Nova Doba", eine mehrere Zehntau- 1925 fogar 2000 Kronen. In diesem Jahre wurde ändern würden, heißt es an einer anderen Stelle sende betragende Pension dafür umißt, weil er ihnen auch für jeden im Dienst zugebrachten Tag beugen, weil einmal eine noch ärgere Reaktion aus dem Militärdienst hinausgejagt werden ein Kostgeld von über vier Kronen täglich zuge- kommen kann. Wir glauben, daß die Mieter einen ausdrücklich, daß der Entwurf, wenn gleich er sich mußte, während allen höheren Offizieren die billigt. Zu gleicher Zeit hat man versucht, die anderen Weg wählen müssen. Sie müssen, soweit mehr dem Standpunkte der Hausbefiber als dem Gagen erhöht werden, Mannschaftslöhnung weiter ab ubauen, und zwar es noch nicht geschehen ist, den bürgerlichen Barder Mieter annähere, doch eine Mittellinie wurde mit dem Staatsvoranschlag für 1924 die teien den Rücken kehren und die Front der Sozialziehe, mit der man sich abfinden kann. kürzt man den gewöhnlichen Soldaten die Kürzung der Teuerungszulage bei den Mann- demokratie stärken, um den Mieterschutz zu sichern. Herr Professor Rauchberg ist seit langem für Löhnung um 40 Prozent." schaftsversonen um die Hälfte beschlossen. Unser Sie dürfen ihre Intereffen nicht preisgeben, soneinen allmählichen Abbau des Mieterschußes einBisher hat der gewöhnliche Soldat Anspruch| Gen. Jokl hat diesen unerhörten Streich sofort dern müssen für sie kämpfen. Denn der Weg des getreten. Wir wollen hierüber mit ihm nicht rechten, wir würden uns ja doch nicht verstän- auf eine tägliche Löhnung von 50 Hellern und eine aufgedeckt und dagegen energisch protestiert. Neben- Proletariates ist und kann nur der Weg des Klasdigen. Wohl aber möchten wir ihn fragen, wie digen. Wohl aber möchten wir ihn fragen, wie Teuerungszulage von zwei Kronen gehabt. Diese bei bemerkt, blieb er mit dem Protest allein. fenkampfes sein sollte auch dieser Umstand die er seine Zustimmung zu der Regierungsvorlage, Teuerungszulage ist gleich, auch bei der Charge Dennoch hatte der Protest zur Folge, daß das Kathedersozialisten noch so sehr betrüben. er seine Zustimmung zu der Regierungsvorlage, bis zum Zugsführer( nur die Löhnung steigt bis Ministerium für nationale Verteidigung den schon sein so energisches Eintreten für sie mit feinem auf 1.50 Kronen täglich). Die Rottmeister in der vorhandenen Beschluß nicht durchführte. Erst jetzt, eigenen Standpunkt vereinbaren kann, wonach der Reserve haben bis jetzt eine Tageslöhnung von nach fast drei Jahren, wird dieser Beschluß verAbbau des Mieterschutzes eben nur ein allmählicher sein dürfte, nur unter Berücksichtigung der zwei Stronen und eine Teuerungszulage von vier wirklicht. Auch das ist eine Folge der geänderten sozialen Bedürfnisse der Mieter vollzogen werden 7. Juli 1926, veröffentlicht am 28. August in Staate. Auch dafür tragen die 3oll Kronen. In der Regierungsverordnung vom volitischen Verhältnisse, der Machtverhältnisse im fönnte. Am 24. April 1924, in einer Besprechung der Sig. d. G. u. Vdg. unter 160, welche alle parteien die volle Verantwortung. der damals vorgelegten Mieterschutznovelle schrieb Herr Professor Rauchberg: ,, Reine Regierung, die sich nicht mit Selbstmordgedanken trägt, fönnte, solange die Wohnungsnot ungemindert fortbesteht, es wagen, die Mittellinie zwischen den Hausbesizer- und Mieterinteressen, die das Mieterschutzgesetz darstellt, weiter zugunsten der Hausbesitzer zu verschieben, als es in der Vorlage geschehen ist." Das war 1924. Inzwischen ist die Mittellinie durch die Novelle von 1925 weiter zugunsten der Hausbesitzer verschoben worden, man sollte also meinen, daß Herr Professor Rauchberg ausrufen müßte: ,, bis hieher und nicht weiter," aber nein! Jetzt findet er die Mittellinie, mit der man sich abfinden kann im fünf- oder sechsfachen Friedenszins, also nahezu in der Vollvalorisierung. Was es zudem mit der berühmten Mittellinie überhaupt auf sich hat, das vermöchte niemand überzeugender darzulegen, als es Herr Professor Rauchberg selbst, in einem früheren Artifel, im Prager Tagblatt" vom 19. Februar 1924 getan hat: ,, Das Mieterinteresse übertviegt... als unbe teiligt an dem Streite scheidet die überwiegende Mehrzahl der Hausbesizer aus, deren Gebäude Mieterschutz als der letzte Rest der Kriegswirtschaft auf die Dauer unhaltbar ist und irgendeinmal aufhören muß; dann aber vielleicht auf eine für sie noch härtere Weise und ohne die Verwendung der Mehrerträge zur Bauförderung." Švehla an der Arbeit. R. W. Prag, 15. September. Von- großer Bedeutung die Szung des erweiterten Präsidiums der tschefür die künftige Gestaltung der Innenpolitik dürfte chifchen Agrarier fein, die heute stattgefunden hat. Nach den in der Regierungspresse gebrachten Andeutungen sollte Švehla, der sein Amt als hauptsächlich der Landwirtschaft, anderen Erwerbs- den Schuß der wirklich Schwächeren Parteivorsitzender wieder angetreten hat, auf dieser zwecken oder dem eigenen Wohnbedürfnisse dienen hinaus." Beratung ein ausführliches politisches Ervosee erund die daher kein oder nur ein nebensächliches Den Prozeß Rauchberg contra Rauchberg statten und namentlich auch über die VerhandMieterträgnis liefern. Darnach stehen dem muß der Rauchberg von 1926 unbedingt verlie- lungen referieren, die er teils in Karlsbad, teils gewaltigen Heere der Mieter nur ren. Aber auch noch der Rauchberg von 1925 chon in Prag mit verschiedenen Bolitikern hatte. verhältnismäßig wenige Besiger geschlägt ihn glatt. Daneben wird versichert, daß Švehla auch schon genüber, deren Häuser Rentenquellen von sol- In einem Aufsatze Die Finanzierung der ein Programm für die neue Herbstsession in cher Bedeutung sind, daß der Unterhalt des Eigen- Bauförderung"( Prager Tagblatt, 7. Juni 1925) der Tasche habe, das die Fortsetzung der wirt. tümers von ihrem Ertrage wesentlich abhängt. verteidigt Herr Professor Rauchberg gegenüber schaftlichen Konsolidierung des Staates, we tere Ferner ist zu bedenken, daß das arbeitslose Ein- dem beschlossenen Gesetz den Vorschlag des Woh- Sparmaßnahmen und den Ausbau des neuen tommen der Hausbesitzer in der Regel aus dem nungsbeirates, der dahin ging, daß die Mietzinse Steuersystems beinhalte. Für dieses Programm Arbeitsertrage der Mieter entnommen wird. Eine von Jahr zu Jahr um je 20 Prozent erhöht wer- wird eine parlamentarische Mehrheit merkliche Erhöhung der Mieter würde den und die Hälfte der Erhöhung für Bauzwecke gesucht, deren Zusammensehung allerdings noch die Lebenshaltung vieler in Miete weggesteuert werden sollte. Veriräte Rauchberg fraglich ist. Švehla soll nach der Prager Presse wohnender Familien unter das Eri- heute diesen Standpunkt, so könnten wir ihm zwar aber wieder optimistisch gestimmt sein und stena minimum herabdrüden. Eitel nicht zustimmen, denn wir Sozialdemokraten fön- sich der bestimmten Hoffnung hingeben, eine Maist die Hoffnung, daß es den Mietern nen niemals eine prozentuale Wohnbaufteuer, jorität hiefür zu finden, die auf gegenseitigem gelingen werde, die Verteuerung der sondern nur eine nach sozialen Gesichtspunkten demokratischem Einvernehmen beruht. Wohnungen irgendwie zu überwäl- gestaffelte gutheißen, und keine Zinssteigerung zu- Eine allnationale Soalition wird es wohl zen Kurz, der Entgang an Mietzins in gunsten der Hausbesitzer bewilligen. Zweifellos faum werden, ibas Švehla da wieder zusammenfolge des Mieterschutes trifft die Hausbesitzer nicht wäre es jedoch konsequent. Aber er tritt heute fliden will, da die tschechischen Sorialdemokraten so hart wie die Zinserhöhung die Mieter treffen durch laute Anpreisung der Regierungsvorlage schon endgültig abgesagt haben. Die Stellung würde. Sie sind die Schwächeren... Alle dafür ein, daß die Mietzinse am 1. Jänner 1928 nahme der tschechischen Nationalsozialisten wird Sozialpolitit läuft legten Endes auf mit einem Schlage um 50-100 Prozent des sich erst auf dem sonntägigen Parteitag entscheiIch hatte den lebhaften Wunsch, mich von meiner Copyright 1924 bei Buchhandlung Schneider u. Co., Wien. Umgebung abzusondern. Irgendwie war ich in die Nachbarschaft des Deutschen gekommen: Herr von Weisweiler", fragte ich ihn, ,, unter uns geben Sie doch zu, daß Ihr Vater land der angreifende Teil war?" Bom Baume des Bösen. 38 Von Marcel Berger. Der neue Zwist, der unvermeidlich zu sein schien, wurde durch das Erscheinen eines Kellners unterbrochen, der uns das nach den Angaben Baron Holbecks hergestellte Getränk servierte. Ich zögerte, mich zu bedienen, aber mein Freund fuhr mich an: ,, Dent an die Milliarden, die sie niemals bezahlen werden, und greif zu!" Es war eine schiere, kostbare Mischung, füß und gepfeffert, die man mittels Strohhalms aus den widerspenstig durcheinander wallenden Strömungen dickfließender Effenzen und eisgekühlter alkoholischer Flüssigkeiten sog. Andächtig schloß ich die Augen, um mich ganz dem Genusse dieser raffinierten Zusammenstellung hingeben zu fönnen. Als ich sie wieder öffnete, standen meine Gefährten alle schon wieder um den Tisch, ängstlich bemüht, sich Bewegung zu verschaffen, um so mehr, als es nach allgemeiner Ansicht plötzlich empfindlich kalt geworden war. Wir gingen mit kleinen Schritten spazieren, nur der Oberst war zurückgeblieben und beugte sich an einer Ecke des Tischtuches über eine Zeichmung. Eine geistlose Luftigkeit machte sich breit. Herr von Weisweiler stimmte ein Heidelberger Studentenlied an, dessen Refrain die übrigen im Chore mitsangen. Sie sahen alle wie Ulf treibende alte Studenten aus. Bon Zeit zu Zeit machten fie fomische Anstrengungen, das Orchester zu überschreien, ein Verjuch, der sich jedes mal als bergeblich erwies. Philipp hatte sich ihnen angeschlossen. Sein brennender Blick, der wie das Feuer eines Leuchtturmes im Kreise umherging, traf mich ungefähr alle zehn Sekunden. Der Großfürst stedte feinen Stopf zwischen uns und schlug sich lärmend auf die Wangen, die er aufblies: ,, Sffft! Sprechen wir von lustigeren Dingen!" Einige Schritte von uns schmiegte sich Rita mit allen Zeichen des Entzückens an die üppige Brust von Frau Hourloubeyre. Schaut euch dieses Mädel an", rief der Großfürst anerkennend.„ Das Gesicht ist nicht übel, was? Aber ihr Hauptreiz ist zweifellos ihre Kruppe!" Inzwischen hatte Philipp dem Deutschen meine Frage wiederholt und dieser entschloß sich, uns zu antworten: " Ich will gar nicht leugnen", sagte er ,,, daß wir euch angegriffen haben. Unsere Verteidigung war eben der Angriff. In Belgien ist übrigens eure Reiterei schon vor uns eingerüdt Ich brach in ein beleidigendes Lachen aus, das ich sofort unterdrückte, als La Tour- Aymon dem Deutschen ohne weiters recht gab. Ich fragte: Wenn diese Behauptung richtig wäre, hätte sie doch Deutschland von allen Dächern geschrien." ,, Das kaiserliche Deutschland hat dies auch getan", erklärte Weisweiler. ,, Und warum nicht eure Republik?" ,, Wir haben diese Frage einschlafen lassen und erwarten dafür in anderen Punkten Entgegenkommen. Man wird. uns vielleicht nicht zwingen, die sogenannten„ Schuldtragenden" auszuliefern!" ,, Das werden wir erst sehen." Ich gebe zu, daß mich diese Frage persönlich interessiert, denn ich stehe auf der Liste." Ein ungeheurer Lärm, den die Musikanten zur Begleitung eines One Step machten, erstickte unsere Unterhaltung. Nur die gewaltige Stimme des Großfürsten konnte sich noch Gehör verschaf fen. Und wir erfuhren, wovon die Entscheidung in Rußland im letzten Moment herbeigeführt Er selbst hatte eines Abend auf dem Schreibtische seines Cousins, des Zaren Nikolaus, den Utas liegen gesehen, der die Demobilisierung der russischen Armee anordnete. Der Sekretär, der den Befehl weiterzugeben hatte, war abwesend. Am nächsten Morgen war das Schriftstück verschwunden und blieb unauffindbar. ,, Und wissen Sie, meine Herren, wo ich es zwei Monate später zufällig gefunden habe? In meiner Rocktasche!" Der Großfürst brüllte vor Lachen und warf sich mit solcher Wucht in einen Schaufelstuhl, daß dieser beinahe das Gleichgewicht verloren hätte. Er stieß einen Schrei aus, der das Orchester zum Schweigen brachte. Nun ließ Philipp selbst verschiedene Serien von Getränken bringen und bewirtete alle. Er beherrschte seine Nerven in einer unglaublichen Weise, hielt die ganze Gesellschaft zusammen und spielte fast die Rolle des Hausherrn und Gaftgebers. Zielbewußt warf er stets neuen Sündstoff in unsere Konversation, wenn sie zu ber löschen drohte. Tatsächlich war die allgemeine Hochspannung auf die Dauer nur schiver zu erhalten, drohte gewöhnlichen Jourgesprächen Platz zu machen und schließlich in seichte Scherze und sinnloses Geschwätz auszuarten. Dagegen fämpfte Philipp mit Erfolg an. Hinterhältig berief er sich immer wieder auf den ungewöhnlichen Rahmen unserer Gesellschaft und fuchte uns zu erklären, daß unsere Situation, hier auf diesem einsamen Felsen, der sich wie eine Degenspitze gegen den Himmel aufrede, uns Verpflichtungen auferlege. Er stachelte unser Selbstbewußtsein und unsere Eitelkeit auf, erinnerte uns unaufhörlich an die große Rede Titto Vertescus, der uns die Rolle von Göttern auf dem Olymp zutgewiesen hatte. Selbst der Großfürst zeigte sich diesen Argumenten nicht unzugänglich und stellte seine tindischen und lärmenden Spässe ein. Um seinen Ueberschuß an Kraft irgendwie zu verwerten, versuchte er, ein Weinglas in der bloßen Faust zu zerdrüden, ein Kunststück, das ihm nicht gelingen wollte. Es glückte Philipp wirklich, seine Absicht durchzuführen; die Gespräche flammten immer wieder hell auf und führten zu einem unwahr scheinlichen Austausch von vertraulichen Mittet lungen, zu einem Kreuzfeuer von Schmeicheleien und Sarkasmen. Der Deutsche gab eine pan germanistische Tyrade von sich, die mit einer begeisterten patriotischen Ansprache des Generals Besparrat zusammenprallte. Wortlaut, Stil und Ton dieser beiden Reden waren einander absolut gleichwertig. Auch der Geneval bekannte, daß fein Traum eine wahre nationale Armee, nein, eine militarisierte Nation sei! Als ich den Namen Jaurès aussprach, fielen alle über mich her. La Tour- Aymon tat, als wolle er mir ein Glas ant den Kopf werfen. Weisweiler hielt einen Trink spruch auf die Niederlage der Sozialisten, die man ausrotten müsse wie die Ratten In allgemeiner Einigkeit erscholl stürmischer Applaus. Aber immer wieder, wie durch ein merkwürdiges, geheimes Schuldgefühl in den Vordergrund geschoben, tauchte die Frage auf, was die Ursachen des Krieges gewesen wären. Wenn wir schuldig sind", bemerkte Weisweiler in nachgiebigem Zone, so sagen Sie uns, bitte, wie Sie eigentlich über die Engländer, Jhre Alliierten, denken!" Die Engländer! ich hatte das Gefühl. daß er vor zurückgehaltenem Hasse gegen die englische Vormacht bebte. ( Fortfehung folgt.) 16. September 1925 VERLANGET UEBERALL 0000 VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I nicht gerade grundfähliche Erwägungen, die ein paar Leute in der Nationaldemokrate dazu treiben, sich an die Spitze der fascistischen Bewegung zu stellen. vertraulichen Denkschrift zu einem Stenbal mißbraucht worden sei und daß er weder gegen die Demokratie noch gegen den Präsidenten irgend etwas unternommen habe. Auch stehe er mit der Was wird Stribrny tun? Die ,, Nová Doba" fascistischen Bewegung in feinerlei Verbindung. veröffentlicht eine Unterredung mit Stribrny, aus Er rechnet auch damit. daß er eventuell sein Mander hervorgeht, daß Střbrny selbst nicht glaubt, dat verlieren werde, obzwar er erflärt, daß er sich daß sein Ausschluß aus der nationalsozialistischen dagegen wehren werde. Die Absicht eine andere Partei nicht mehr aufzuhalten sei. Stribrny ver- Partei zu gründen, habe er nicht, er werde als teidigt sich damit, daß die Veröffentlichung seiner| Journalist weiter wirken. Die Krise in der Zextilindustrie. In der Union der Textilarbeiter seit 1. Juli 1925 39 819 Untertügungsfälle.- Schnelle Hilfe tut not!- Auch Beamte liegen auis Waiter. Die Unternehmer wollen die bestehenden Hungerlöhne noch drücken. Die Agitation der Kommunisten. Die letzte Folge des Textilarbeiter"( Reichen- Aber nicht allein die Arbeiterschaft, auch berg) enthält eine Darstellung der krisenhaften Beamte und Angestellte Verhältnisse unter der Textilarbeiterschaft, der wir u. a. entnehmen: Seite 3 Lages- Neuigkeiten. Das Glüd unserer Bahnen. Ratastrophe entgangen. Wiederum ist ein Schnellzug knapp einer Eger der um 16 Uhr vom Masarykbahnhof abDer Schnellzug Nr. 33 Prag- Karlsbadfährt, hatte faum Kladno verlassen, als die Bassagiere des Speisewagen heftige Stöße verspürten und auf der linken Seite des Zuges ein förmlicher Schotterregen über den Bahndamm stob. Erschrocken sprangen die Passagiere auf und verstän digten den Kondukteur im Nebenwagen, der den Zug auf freier Strecke durch Ziehen der Notbremse zum Stehen brachte. Es wurde festgestellt, daß von dem Federgehänge beim vorderen Drehgestell des Speisewagens der Kopf( Auge) aufge= riffen war, so daß die dreifache Querfederung nicht mehr den Wagen trug, sondern in der Form des Waggons hing. Die herunterhängende Jes bergehängschraube hatte das Stoßen und das Wegschleudern des Schotters verursacht. Wären diese Begleiterscheinungen von den Passagieren nicht beobachtet worden, hätte durch ein weiteres Sen ben; das heutige Abendblatt des ,, Čeffe Slovo" in den Betrieben bekommen nun die Auswirkun- ten des Federgehäuses, ein Formbuch und als spricht sich ziemlich offen für eine parlamentarische Mitarbeit auf der Grundlage der Bedürfnisse des Die Situation in der tschechoslowakischen Ter- gen dieser Strife zu spüren. In einer Reihe von Folge eine Entgleifung eintreten können. Die Staates und der Forderungen der arbeitenden tilindustrie gestaltet sich von Tag zu Tag fatastro- Textilunternehmungen wurden bereits zahlreiche daraus entstehende Katastrophe wäre furchtbar Beamte und Angestellte entlassen. Unter diesen gewesen. Nach einer notdürftigen Befestigung der Schichten aus, wobei die Prinzipien der Demo- phaler und unerträglicher. Zwar hat sich- nach tratie und der nationalen Revolution respektiert den Berichten aus den einzelnen Verbandsgebie- befinden sich solche, die Jahrzehnte in dem betref Federgehängeschraube mit Draht setzte der Schnellwerden müßten; eine bloß bürgerliche Mehrheit, ten der Union der Tertilarbeiter im Monat fenden Betriebe beschäftigt waren, bei ihrem Dienst zug mit Personengeschwindigkeit die Fahrt, meheventuell eine tschechisch- deutsche, sei keine glid August hie und da eine fleine Besserung der Pro- im Unternehmen alt und grau geworden sind und rere Stationen durchfahrend, bis Zužna- Lišan liche Lösung, weil teine Garantie für Ruhe, bullionslage bemerkbar gemacht, doch sind diese nun schwer anderswo mehr ein Unterfommen fort, wo der Speisewagen ausrangiert wurde. Ueberlegung und Gerechtigkeit gegeben sei. Dem- Erscheinungen für das in der Textilindustrie sich finden. Diese Vorgangsweise der Unternehmer Wiederum sind Menschen durch einen glücklichen nach scheinen die tschechischen Nationalsozialisten ergebende Gesamtbild völlig bedeutungslos. In sollte der gesamten industriellen Beamten und Zufall dem Eisenbahntod entgangen. Die Passa nicht mehr weit zum Eintritt in eine neue Re- den hauptsächlichsten Branchen, Wolle, Baum- Angestelltenschaft Veranlassung bieten, darüber giere hatten bei der Fortsetzung der Fahrt bis gierungsmehrheit unter Švehlas Szepter zu haben; wolle, Flachs und Leinen, sowie in der Seiden- nachzudenken, daß auch sie in den Augen des Un- Sužna- Lišan keine Ahnung von der Gefahr die allerdings müßten sie sich darauf gefaßt machen, industrie usw., herrscht ternehmertums eben nur so lange Gnade findet, der Speisewagen bei jeder Kurve und beim Ueberals es mit dessen Profitinteresse vereinbar ist und fahren jeder Weiche für den Zug bedeutet. Es daß ihnen die tschechischen Sozialdemokraten als Oppositionspartei viel zu schaffen machen und daß sie, mögen sie noch so tren ergebene Diener muß auf das schärfste dagegen protestiert werden, wohl auch einen Teil ihrer Wähler entfremden ihres Chefs gewesen sein, ebenso rüdsichts- daß mit einem solchen Wagendefekt weiter als bis los aufs Pflaster gefegt werden wie zur nächsten Station und schnell gefahren wird. die Arbeiter. Aus der Erkennung dieser Tat- Das Weiterfahren bedeutet in einem solchen Fall sache müßte dann die Angestelltenschaft aber die ein frivoles Spiel mit dem Leben der Passagiere. Ueberzeugung gewinnen, daß ihr Platz nicht an der Seite der Ausbeuter, sondern der Ausgebeuteten ist und daß man als Angestellter oder Beamter eines Betriebes nicht, wie dies leider in so vielen Fällen zu beobachten ist, eine geringschäßige, ja oft feindliche Haltung gegenüber mürben. ungeheurer Arbeitsmangel und tagtäglich werden der Verbandszentrale Betriebsreduktionen, Betriebsstillegungen und damit verbundene Arbeiterentlassungen gemeldet. Bis Ende August d. J. gelangten bei der Union Von deutscher Seite biedern sich in diesen entscheidenden Stunden namentlich die Klerikalen zur bedingungslosen Mitarbeit an; wenigstens 30.810 Unterstügungsfälle leitartikelt die Deutsche Presse" schon ganz zur Anweisung, von denen insgesamt 20.260 Fälle sicher von der kommenden deutsch- tschechoslowaki- mit dem Ministerium für soziale Fürsorge verrechfchen Mehrheit und fleht Pech und Schwefel auf net sind. Die bis Ende Juli für Arbeitslosenunbie„ politischen Kinder" herab, die so naiv seien, terſtügung, einschließlich des Staatsbeitrages, ausfich vorsichtshalber nach dem Preis für die deutsche Mitarbeit zu erfundigen und zu fragen, geworfene Summe beträgt weit was denn eigentlich die deutschen aktivistischen über vier Millionen Kronen. Parteien dafür verlangen und bekommen werden, Gegenwärtig sind noch 10.344 laufende Fälle zu daß und wenn sie sich an der Parlamentsmehr verzeichnen und die hiefür aufzuwendende Unterheit beteiligen". Da wird aber auch gleich die ftüßung erfordert, selbst wenn die Unterstützungsgrößte Kanone herbeigeholt, um diese unbeque- dauer nur eine verhältnismäßig turze sein würde, men Frager zum Schweigen zu bringen. Niemand was aber nicht angenommen werden kann, weianderer als der größte europäische Staatsmann tere zweieinviertel Millionen Kronen. der Jehtzeit überhaupt", wird ins Treffen geführt, Wiederholt schon wurde die Regierung seitens nämlich- Herr Dr. Seipel, der Retter Dester- der Vertreter der sozialdemokratischen Partei und reichs, der einmal erklärt hat: der Gewerkschaften auf die katastrophalen Wirkungen der Textilkrise sowie auf die furchtbare Lage der Arbeiterschaft aufmerksam gemacht und dringendst Abhilfe verlangt. Es wurde der Regierung wiederholt dargelegt, daß angesichts dieser kataftrophalen Arbeitslosigkeit Wenn man gleich das, was das Ziel einer solchen internationalen Zusammenarbeit sein soll und sein könnte, an die Spitze ſtellt, wenn man es gleich am Anfang haben will, dann wird man es nicht haben und wird so viele enttäuschen." der Arbeiterschaft einnehmen sollte. Die Unternehmer glauben, in der gegenwärfigen Strife eine günstige Gelegenheit zur Bittgang durch die Nacht. Planeten, Planeten!... Irgendwo im vollbefesten Wirtshausgarten flattert wie mit gebrochenen Schwingen ein dünnes Stimmchen auf: Planeten, Planeten!... Zwischen die Tische durch drängt sich ein blasser Junge. Sicht bittend die Gäste an und ein zartes Händchen hält ihnen ein zusammengefaltetes Papier entgegen: Planeten. Ein kühler Wind streicht durch den Garten. Den Stockend erzählt der Junge: Der Vater ist arweiteren Herabdrückung der Löhne beitslos und die Mutter herzfrank. Vier Kinder sind gefunden zu haben. Aus allen Verbandsgebieten da. Das jüngste ist zwei Jahre alt und er ist der wird berichtet über Versuche von Lohnreduktionen älteste. Zwölf Jahre. Tagsüber geht er Stoksund in einer ganzen Reihe Fällen mußte die Artlauben und abends nimmt er sein Geschäft, eine beiterschaft, um diese Versuche abzuwehren, selbst längliche Schachtel, in der die Planeten wohlgeordzum äußersten Mittel greifen. In den meisten net steden, zur Hand und wandert von Wirtshaus Fällen ist es ihr zwar gelungen, die Absicht der zu Wirtshaus, von Tisch zu Tisch, von Freigebigen Unternehmer zu durchkreuzen, aber immer wieder zu Geizigen, von Mitleidigen zu Hartherzigen. werden neuerliche Versuche nach dieser Richtung unternommen. Die ohnedies geringen Löhne mit unter noch durch Sturzarbeit geschmälert, langen nicht für die Erhaltung des nackten Lebens; die Teuerung greift immer weiter um sich und trotzdem will man die Sanierung der Betriebe durch die Herabdrückung der Produktionskosten auf dent Wege von Lohnabbau durchführen. Ein derarti ges Beginnen ist eine schwere Provokation der infolge ihrer schlechten Lage bereits verzweifelten Arbeiterschaft. Kommunistischerseits wird die Krise als eine Jungen fröstelt. Ueber die dünnen nadten Füße friecht die Stälte an den schlanken Beinen empor und hüllt den zarten Knabenförper wie in einen Eismantel ein. Die schmalen Lippen werden bläulichrot... Die Gäste wenden kaum den Kopf nach dem Jungen. Und wenn, dann streift ein kurzer Blick die Jammergestalt, Stöpfe werden abweisend hin und her geschüttelt oder ein zorniges Wort trifft gehässig den Jungen: Geh weiter! So wird das Kind in der falten, windigen Nacht Und in einer armseligen Kammer warten der arbeitslose Bater, die herztranke Mutter und drei hungrige Kinder auf den fargen Verdienst eines zwölfjährigen Kindes, das Genter System vollständig unzulänglich Auf diese Autorität gestützt, können also un- ist und daß die Gewerkschaften unter den gegebenen sere Klerikalen den Sprung ins Dunkle, d. h. den Verhältnissen nicht imstande sind, auf die Dauer sere Klerikalen den Sprung ins Dunkle, d. h. den Eintritt in die Regierungsmehrheit, ruhig wagen; bie Unterstübung an die Mitglieder auszahlen zu bon einer vorhergehenden Erfüllung auch nur der können, weil das Finanzministerium mit dem kleinsten deutschen Forderungen darf nicht die Rede sein, denn diese sind ja nach Seipel erst das Rückersatz des auf Staatsfosten von den GewerkZiel der gemeinsamen Arbeit, feineswegs die schaften ausbezahlten Staatsbeitrages viele Mo- billige Gelegenheit zur wüsten Agitation gegen die von der bittersten Not von Wirtshaus zu Wirtshaus Boraussetzung hiezu. Leider hat diese schöne, Boraussetzung hiezu. Leider hat diese schöne, nate lang auf fich warten läßt Es wurde auch dar- freien Gewerkschaften ausgenügt. Die von letteren gestoßen, von Tisch zu Tisch, von Mensch zu Mensch. aus Desterreich freilich importierte Weisheit eine auf berwiesen, daß die Unterstützungen nach dem ununterbrochen gemachten Anstrengungen, die und sein dünnes Stimmchen lispelt und bettel:: aus Oesterreich freilich importierte Weisheit eine Genter System absolut unzulänglich sind, und daß Regierung zu geeigneten Maßnahmen zur Besei- Planeten, Planeten!.... allzugroße Aehnlichkeit mit jenen Lehren der die aus der Unterstützung Ausgeschiedenen, da sie tigung der Strise und Linderung der Not der Krikatholischen Kirche, die den armen Teufel, der hier Beine Arbeit finden können, bitterster Not preis- fenopfer zu veranlassen, werden in den kommuniauf Erden von Unglüd verfolgt wird, auf ein besseres Jenseits vertrösten, in dem schon gegeben sind. Eine Verlängerung der Unterstützung ftischen Versammlungen und der Presse als Bluff alles wieder gut werden wird. Für all diese seitens der Gewerkschaften über 13 Wochen hinaus hingestellt. Mit revolutionär klingenden Phrasen schönen Versprechungen kann sich aber der armet aber unmöglich und es ist Sache des Staates, wird nicht gespart und unentivegt nach der„ EinSterl, der schon am Berhungern ist, auch nicht für solche ausgesteuerte Mitglieder die Unterstüt- heitsfront" gerufen. Jeder halbwegs flar denkende zung weiter zu bezahlen Arbeiter weiß aber, daß mit bolschemistischem Lange hat die Regierung sich diesen Forde- Phrafengebimmel die Verhältnisse nicht geändert ,, Nationaler Ausgleich als 3iel der gemein rungen gegenüber reserviert verhalten und erst werden und daß es den Kommunisten gar nicht samen Arbeit" flingt zwar nicht schlecht, aber bei in letzter Zeit, Anfang dieses Monats, hat sich ein um die Herstellung der wirklichen Einheits der bekannten Großmut der Tschechischbürgerlichen Ministerrat mit diesen Maßnahmen beschäftigt, front zu tun ist, sondern, daß sie die Einheitsparole in nationalen Fragen ist diese neueste Seipel- die zur Bekämpfung dieser Wirtschaftskrise getrof nur als Mittel zur Erreichung ihrer parteipoliti Barole wohl doch etwas zu schwach auf den fen werden sollen. In dieser Sigung wurde auch schen Zwecke benützen. Die freien Gewerkschaften Füßen, um auch nur einen Augenblick als Grund- die Frage der Unterstützung der Arbeitslosen be- werden sich durch dieses demagogische Treiben der lage für die Bolitik des deutschen Volkes in der handelt. Es wurde erklärt, daß Abhilfe geschaffen Sommunisten nicht beirren lassen und wie bisher Tschechoslowakei dienen zu können. werden soll. eine Brotrinde kaufen. ber= F. X. Friedrich. Der Sandnerprozeß. Pilsen, 15. September. In der heutigen Ver handlung des Sandner- Prozesses wurden zunächst die ärztlichen. Gutachten verlesen, sodann erfolgte die Zeugeneinvernahme. Als erster wurde der 76 Jahre alte Johann Döllner, der Vater des Ermordeten einbernommen, der im wesentlichen seine in der Boruntersuchung gemachten Angaben wiederholt. Besonderes Interesse wendete sich dem nächsten Beugen, dem 11jährigen Kaspar Döllner aut, der gleichfalls die in der Voruntersuchung gemachten Aussagen nochmals widergibt und neu hinzufügt, daß er die verletzte Mutter gebetent habe, das kleine Kind zu ihm ins Bett zu legen. Sandner erklärte, er habe nichts bemerkt, daß der auf dem von ihnen eingeschlagenen Wege auf die Entweder, es wird das Genter System Beseitigung dieser Krise hinarbeiten, beziehungsWeitere Fortdauer der Krise in der national- beibehalten und die Zeit verlängert, innerhalb weise dahin trachten, daß, so lange diese Strife demokratischen Partei. Der Kampf zwischen den der die Unterstüßung ausbezahlt wird, oder es dauert, die Arbeiterschaft in möglichster Weise Fascisten und ihren Gegnern dauert innerhalb den wird das alte System eingeführt und die Steuer- gegen deren verheerende Wirkung geschützt wird. nationaldemokratischen Partei weiter. Mit beson ämter zahlen die Unterstüßungsbeiträge aus. Hätten die Kommunisten nicht die von ihnen derer Schärfe führt den Kampf gegen die Fasci- Es dürfte doch wohl der erstere Weg betreten icht so stürmisch aber nicht aufrichtig sten innerhalb der eigenen Partei das Pre- werden. Darüber soll mit den Organisationen in langte Einheitsfront zerschlagen, so stände die Ar- leine Kaspar wach sei, denn wenn er ihn hätte rauer Organ der Nationaldemokratie Obzor". Fühlung getreten werden und soll das Quotenver- beiterschaft dieses Staates heute anders da und es sprechen hören, würde er ihn ebenso umgebracht Das Blatt schreibt, daß die Fascisten vorzeitig da hältnis zwischen Staat und Organisationen eine wäre ihr mit ganz anderem Erfolge möglich, die haben wie alle übrigen. Sodann wurde der fünfjährige Jomit gedroht haben, ihren Gegnern in der Natio- neue Regelung erfahren. Der Fürsorgeminister Wirkungen der privatkapitalistischen Wirtschaft von naldemokratie an den Leib rüden zu wollen ,,, be- Dr. Schießl will nach Erledigung der Vorarbei- sich abzuwehren. Das Dreschen radikaler Phrasen ef Döllner einvernommen, der einzige der sonders bei der Zusammenstellung der Kandidaten den Entwurf einer Novellierung des Gesetzes hat der gewerkschaftlich organiserten Arbeiterschaft mit dem Leben davonkam und an dem heute noch terlisten". Der Schreiber des Artikels, der sich betreffend die Arbeitslosenunterstützung dem Ab- noch nie Erfolg gebracht, sondern nur die fachliche, fichtbare Spuren seiner schweren Verletzungen unter dem Pſeudonym Justus verbirgt, erklärt, geordnetenhause vorlegen. Das ist allerdings ein zielbewußte und unermüdliche Arbeit der Gewerk zu sehen find. daß die Fascisten in der Nationaldemokratie& o n- Wechsel auf lange Sicht. juntturleute sind. Er sagt: ,, Da famen gescheit sein wollende Konjunkturmenschen, welche Not tut ein sofortiges, wirksames Eingreifen, glaubten, daß ihre Zeit gekommen ist, die ihren damit nicht die unter der Arbeiterschaft herrschende Eifer in der Stärke des Geschreies und der Drut Not und das Elend noch größeren Umfang anneh ferschwärze verdoppelten und eine unerhörte men. Die Regierung will befanntlich erst das BarKampagne veranstalteten, die uns als Nation lament im Oktober d. J. einberufen. Man sucht furchtbare Schande macht... Der Herr Dr. sagen nach einer„ Mehrheit" für die Durchdrückung der wir S. hat im Streife seiner vermeintlichen Treuen Staatsnotwendigkeiten". So lange diese Mehrunverhohlen sich geäußert: Wenn mir die Natio- heit nicht gefunden ist, denkt man nicht an eine naldemokratie das Mandat nicht freiwillig gegeben Einberufung des Parlamentes, mag das ganze hat, werde ich sie schon auf einem anderen Wege Wirtschaftsleben bis dahin unter dieser Krise zu bekommen und sie wird mich noch bitten, daß ich sammenbrechen und die Arbeiterschaft dabei zu das Mandat annehme". Wie man sieht, sind es grunde gehen. Es folgte dann die Einvernahme des Hirien schaften ihrer Vertrauensleute und verantwortliWillibald Weidl und des Landwirtes Vogel. Letzchen Funktionäre. terer, bei dem Sandner vor Antritt des Militär00000000000000000000000000000000 dienstes diente, erklärte, daß Sandner arbeitswillig war und daß er stets ein fröhliches Gebaren Lohnerhöhungen im Lohnerhöhungen im oberschlesischen zur Schau trug. Erst als er zu Ostern auf Urlaub Bergbau. fam, sei er in sich versunken gewesen und habe mit niemandem gesprochen. Auf die Frage des Warschau, 15. September. Der Lohnkonflikt im Vorsitzenden, was die Ursache des Stimmungs Dombrower und Krakauer Kohlenrevier wurde bei- umschwunges gewesen sei, erflärte Sandner, daß gelegt. Die Industriellen haben beschlossen, den Berg- er sich damals bereits mit dem Plane" herumarbeitern eine 18prozentige Lohnerhöhung zuzu- trug. Auf die Frage, was sein Plan gewesen set, erkennen. Die Bergarbeitergewerkschaft hat sich mit ob Diebstahl oder Mord, erklärte der Angeklagte, dieser Lohnerhöhung einverstanden erklärt und den er habe nur an Diebstahl gedacht. Die Zeugenfür die nächsten Tage geplanten Streit abberufen. einvernahme dauert zur Stunde noch an. Seite 4. Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Freitag. Prag, 368. 11.55: Pressenachrichten. 12: 3eitsignal und landwirtschaftlicher Rundfunt. 14: Börsennachrichten. 16.30: Kammermusif. 17.30: Kinderstündchen: Beim Feuer. König ber Hirten. 17.45: Börsennachrichten und Hopfenmarktpreise. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.45: Vortrag: Ueber moderne Mufit. 19: Deutsche landwirtschaftliche Sendung. Zachrat Ing. Kari Bau disch, Borstand- Stellvertreter d. chem. Untersuchungsstat. d. Landeskulturrates, D. S., Prag: Chemische Kontrolle beint Einlauf von Kunstdünger und Rraftfuttermittel. II. Zeil. 19.15: Landwirtschaftlicher Vortrag auf Welle 1110. 20: Wettervorausfage. 20.02: Solistens lied. 3. Dvořáf: Rube. 4. Dvoral: 2 Biblische Lieber. 5. Motana. Lustspiel. 22: 3eitsignal. Sport, Theater- und neueste Nachrichten. Brünn, 521. 14.30: Brager Effettenbörse. Wetters, Schwämmesammeln. 19.15: Sendung aus dem Nat. Theater in Brünn: Trou richten. Die zersetzung der KPD. Offene Auflehnung einer starten Gruppe, die durch 700 Bertrauensmänner aus den besten Kreisen der Partei vertreten wird.- Die „ Liquivierung der Komintern als revolutionäre Organisation des Weltproletariats". Jahre angeblich die Partei normalisieren sollte. Seine Folgen waren eine vollkommene Desorga nisation und Atomisierung der KPD. und eine restlose Restaurierung der Rechten." Für die deutsche Arbeiterschaft ist Sinowjew der Mann von Halle. Seine Abfägung wird verstanden als nachträgliche Desabouterung von Halle." ,, Wir weisen jede Revision des Leninismus auf das entschiedenste zurück. 3urüd zu 2e nin, zum wirklichen, echten, unverfälschten Les ninismus!" Die Kliquenwirtschaft in der kommunistischen Abend. 1. Doppler: Stonzert für 2 töten. 2. Fibich: Fischer Partei Deutschlands hat in den letzten Tagen eine zart: Konzert für Flöte und Harfe. 6. Slowakische Bolts Opposition in den Reihen der Mitglie lieber. 7. Svendsen: Romanze. 8. Tivadar- Raches: Bigeuner der ausgelöst, die weit über die gewohnten Fraktionsbildungen im Kommunismus hinausSport Theater und Bressebüronachichten. 17.40: märchen geht. Die Mitglieder, denen man jahrelang ervon Onfel Thomas. 18: Beitzeichen. Landwirtschaftsfunt: zählt hatte, Sino wjew sei der unbedingt echte 19: Einführung zur Opernfendung. Prophet des Leninismus, er fönne nicht irren, bodour. Oper von Berdi. Zeitzeichen und Pressebüronach man müsse ihm vertrauen, wenn er souverän über Wahr und Falsch entscheide und Führer Budapest, 521. 14.30: Brager Effektenbörse. Wetter, Oslo, einsetze und absäge, wollen nicht plötzlich demsel20: Solistentonzert. 21.45: Autorenabend Szegedi. 382. 20: Stonzert. Meyerbeer: Sugenotten. Dvořák: Slawische ben Sinowjew abschwören. Sie wollen nicht einRhapsodie. Flotow: Ouverture Martha". Gillet: Doug MurRom, 425. 21.25: Leiate fach auf einem Stück Papier zur Kenntnis nehmure, 21.30: Violinkonzert. Musit. Wien, 531. 11: Vormittagsmufit. 16.15: Nachmittagstonzert. 18.40: Wochenbericht für Sport und fremment, daß Ruth Fischer und Maslow, die Im Namen Lenins und des Leninismus wird benberfebr. 19.10: Gotit in Desterreich. 20: Die deutschen bisher als die Führer des revolutionären Prole- der Aufruhr gegen die Führung in einem Tone leinstädter", Qustspiel bon Kozebue. Zürich, 513. 20: tariats angepriesen wurden, elerde Sozialverrä- gepredigt, der bisher nur den Sozialdemokraten ter sind. Die Diftatur hat, wie in Rußland so gegenüber gebräuchlich war. Mit wenigen neben auch in Deutschland zur Rebellion in dem Augen- fächlichen Äenderungen könnte diese Erklärung blick geführt, in dem sie sich gegen die bisherigen eines der Manifefte sein, die in der SpaltungsDiftatoren wandte. zeit gegen die Sozialdemokratie losgelaffen wir den. Das Grotesfe aber ist, daß die herrschende Richtung, die des Verrats an der Revolution angeflagt, des Bruches mit dem Leninismus gezichen wird, die Rebellen ihrerseits als Sozialdemofraten und Reformisten verschreit. Die ,, Rote Fahne" rust: Sendeſpiel. Deutschland. Königswusterhausen, 1300. 13.10: Die Kunst des Spre chens. 15: Spanisch. 15.30: Chinas wirtschaftliche Entwid Tung. 16: Deutsche Kulturarbeit in China. 17: Die Milch und die Ernährung des Menschen. 19.30: Innere Getretion. 19.55: Jit Tuberkulose erblich? 20.30: Uebertragung von Berlin, 504. Wort und Lied: Chamisso. Sonate. Kubnau: Sonate f- dur. Scarletti: 2 Sonaten. Bach: Sonate f- moll. Haydn: Sonate d- dur. 22.30: Tanamufit. Breslau, 418. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Die Bedeu tung per Gymnastik für die Frau. 19: Wie der Mensch wurde. 20.15: Dstar Wilde- Abend. Rachmaninow: Brälu dium. Rezitationen. Scott: Lotusland. 21.10: Eine florentinische Tragödie. Hamburg, 392. 16.15: Jüngste deutsche 2hrif. 20: Theodor Storm- Abend. Leipzig, 452. 16.30: Rachmittagskonzert. 19.45: Dinge des Alltags. 22: Funk bretil. München, 485. 13: Schallplattenmufit. 16,20: Nachmittagsfongert. 19.45: Tamburiya- Konzert. 21.05: Gesangs abend. Münster, 410. 13.15: Die Serenaden Mozarts. 16.15: Küchenrundfunt. 17: Märchenprinzessin. 18.30: Das neue Europa. 20: Bon Urwald und Steppe. 20.45: Ernste und beitere Dichtungen, 22: Wunschkonzert. England. Dabentag, 1600. 16.30: Quartett und Gesang. 12.30: Orgelvortrag. Rheinberger: Sonate, Vierne: Berceuse. Bach: Triofonate. Widor: Finale: 13: Mittagstonzert. 16: Orchester. fonzert. 18: Orchestermusif. 19.25: Alavierwerte von Chopin. Rameau: 20: Kammerkonzert. Corelli: Weihnachtskonzert. Air tendre. Mozart: Serenade. Neue Suite, Hughes: Drei Lieder. Elgar: Elegie. Holft: St. Pauls- Guite. 22: Bunter Abend. 23: Tanzmusit, Aberdeen, 495. 21: Alabierfonaert. Händel: Präludium. Searlatti: Conate. Brahms: 2. Juters mezzi. Schumann: Robelette. Chopin: Scherzo. Rachmani now: Melodie. Grieg: Buch. Dohnanyi: Rhapsodie. 000 Das Brötchen. 60 700 Vertrauensleute der Partei, darunter Leute mit Namen, aus den besten Kreisen der Partei, aus Berlin, Brandenburg, dem Ruhrgebiet und der Waterkant haben die Erklärung der Opposition unterzeichnet, in der es unter anderem heißt: ,, Wenn der Vorsitzende des Präsidiums des Etti als Spalter der bedeutendsten Sektion der Komintern beschuldigt wird, wenn dieselbe Sinow jew, der von der Gründung der Komintern an ihr Präsident ist, cngeblich an der Spige einer illegalen rattion stehen soll, so müssen diesen Anschuldigungen Dinge von weit tragender Bedeutung vorausgegangen sein. Wenn der Präsident der Remintern vnd eine Reihe anderer alter und bewährter Zolidwifen aus dem Politbureau und Zentralfomitce der wich tigsten Partei der Romintern gejagt, vor den Augen einer entzückten Bourgeoisie unter dem Jubel aller Menschewiften in- und außerhalb der Komintern burg die Gesse geschleift und durch die Presse sämtlicher kommunistischer Parteien mit Schmuzkübeln überschüttet werden, dann kann das nicht ohne die ernstesten Folgen für die Kom16. September 1926. 11 tanntlich reich und erzentrisch. Die Franzosen brauchen bekanntlich Geld und lassen sich nicht gern imponieren. Wagen und Pferd gehörten dem Rutscher und mehr Familie besaß er nicht. Also schließlich, was fonnte ihm passieren, auch wenn die Fahrt schon vor Biarritz zu Ende ging? Wie iſt es mit der Bezahlung?" fragte er vorsichtig. Wir fahren nach der Tage, aber ich zahle den Aufenthalt und die Verpflegung in den Gtappen und an einem Trinkgeld foll es auch nicht fehlen." Sue, Cocotte!", sagte der Kutscher statt jeder Antwort und 7. September, vormittags, ist die Droschke ant twallte mit der Peitsche. Am Dienstag, dent Strand von Biarris angefonimen. Die eleganien Badegäste, die gerade aus dem Wasser tamen, schen mit Ueberraschung ein Pferd mit einem Strohut vor dem Kasino halten, und in dent Wagen hinter dem Pferd saß ein von der Sonne verbrannter Herr, der im ,, New York Herald" las. Die Sensaion war groß. Sogar der Prinz von Wales schickte seinen Adjutanten und ließ fragen, woher dieses feltene Gefährt komme. ,, Von Paris", antwortete der Kutscher, und es war eine sehr schöne Fahrt." das fonnte er wirklich sagen, denn er hatte seit hn Jahren nicht so gut gelebt und so vieles gesehen, wie in den zehn Tagen der Reise. Es war eine anständige Summe, die der Amerikaner nach) der Tage zahlen mußte, und sogar dem Pferd war die ungewöhnliche Tour nicht schlecht befontmen, denn es war gut gepflegt und gut gefüttert. Der Gaul fann was vertragen!" lobte der Amerifoner und flopfte dem Schimmel den Hals. Der Kutscher fah ihn gvinsend an: ,, Die Amerikaner haben uns an Summer gewöhnt!" Das Radio im deutschen Bergwerk. Nachdem „ Es handelt sich um ein Schanddiku im vorigen Jahre der Versuch unternommen ment von der schlimmsten antibelsche bas Mikrophon sprechen zu lassen, erfuhren wir ment von der schlimmsten antiboliche wurde, durch einen Taucher auf dem Meeresgrund mistisgen Sorte: Was den Inhalt des in den letzten Tagen wieder von einem UnterSchanddokumentes cubetrifft, so enthält er nur nehmen des Dortmunder Senders, dessen Gecine noch treffere Wiederholung der bekannten lingen von großer Bedeutung sein wird. Man Schperolen, und Lügen des Maslow- rcises... braucht dabei nur einmal an die vielen Unglücke Die Erklärung der Renegaten ist ihrem im Bergbau zu denken, zu deren Verminderung Inkalt noch eine Sammlung der schlimmsten die drahtlose Uebertragung aus der Tiefe zweifel Icutsthenischen Gedankengäge, los Möglichkeiten bietet, mit denen bisher nicht ihrem proktischen Sinn noch ein Vorkoß zuru rechnen war. Hauptmotiv dieses Untertagspro Baricipaltung, ihrem teftischen Zwed nach ein gramms war, weiten Kreisen, die dem bewegten Betrugsmanöver, um die parteitreuen Teile der eben in einem modernen Schacht fernstehen, ein Opposition für die Parteijeinde zu gewinnen." Bild von der geheimnisumtwobenen, unendlich Es famt eben, wie es nicht anders fommen fonnte. fchweren Tätigkeit des Bergmannes zu geben. ZuDer Widerspruch zwischen Sein und Schein nächst wurde das Mikrophon am Füllort" unter mußte die Komödie einer Auseinanderichung Tag angebracht. Der Standort wurde so gewählt, seitigen, bei der beide Teile Recht haben und doch daß alle Geräusche einwandfrei wiedergegebent im Unrecht sind. Die herrschende Richtung hat werden konnten. Die an den weit entfernten EmpRecht, wenn sie mit der Illusion von der Welt- fangsapparaten über Tag sizenden Teilnehmer Durch derartige Methoden kann man die revolution bricht, die Opposition hat recht, wenn hörten das Rollen der Wagen, das Anschlagen des Romintern nur ruinieren! Die Bebeu sie das als einen Widerspruch mit der bisherigen Förderforbes, das Klingeln der Fahrtsignale, tung dieser Borgänge für die Komintern liegt auf Politif bezeichnet. Die Herrschenden sind im der Hand. Die Sete, die jekt gegen Sinowiew Recht, wenn sie die Politik der Vernunft predi usw. entfaltet wird, versteht jcher politisch den gen, aber sie haben Unrecht, das als die Fortset jung jener Bolitik hinzustellen, die eben durchaus Versuch, die Komintern als revolucine Bolitik der Unvernunft war. Wie sich in tionäre Organisation des Weltpro- Rußland nicht die politische Diktatur neben der Rep halien fann, so wird auch in den einzelnen Barteien der neue Kurs den bitteren Weg zum wirilichen Bruch mit der Vergangenheit gehen intern fein." tende Arbeiter als den Ietariats zu liquibieren Besonders katastrophe! muß sich diese Methode in unserer Partei, der KBD., auswirken. Man darf nicht vergessen, daß der Effi- Brief vor einem i müssen. 000000000.xxxxx Surren der Maschinen, Läuten der vorüberfahrenden Grubenlokomotiven und das Rufen der hier beschäftigten Stumpels". An stilleren im Bau liegenden Betriebspunkten konnte man die perjönliche Unterhaltung zwischen Steigern und Vertretern des Senders wahrnehmen. Ein Steiger verstand es, mitten im eigenen Tätigkeitsfeld in einem Vortrag ein plastisches Bild von einent modernen Untertagbergwerksbetrieb zu entwerfen. Das erstemal stand ein großer Teil der sonst unbeteiligten Bevölkerung in engster Verbindung mit 00000000 Dem im Erdinnern schaffenden, von Gefahren um Mitten im Haften und Staub des Verkehrs, auf dem glatten Asphalt, jeden Augenblick in Ge fahr vom Fuße eines Vorübergehenden in den Kot der Goffe gestoßen zu werden, liegt ein Brötchen. Goldgelb leuchtet es aus dem eintönigen Grau der Straße herauf in das Auge der Vorübergehenden. Jemand muß es verloren haben. Es zittert noch von der Erregung des Falles und unwillkürlich schaue ich mich um, ob ich nicht dem suchenden Blick einer armen Frau begegne. Oder gehörte es einem Manne, der in der Stunde zwischen Feierabend und Ladenschluß sein Abendbrot zusammenfaufte? Bekommt ein Bäckerlehrliing in diesem Augenblicke den Mehlstaub aus der Hoje geschlagen weil seine Rechnung nicht stimmt? -Goldgelb leuchtet das Brötchen. Ich hätte es Gedanken nachging, statt mich zu bücken. Denn| Vor einigen Tagen nun war das Sento fertig gegebenen Bergmann. Eindrücke wurden vermittelt, aufheben sollen und essen. Aber überall den Ge- Gedanken find Lust und Luft, die die Tat hindert, worden, und die Bäuerin hatte es, um es der Kirche beren man felten teilhaftig werden kann. Der gut Egri. zu ftiften, zum Pfarrer gebracht. Der Pfarrer aber arbeitende technische Apparat, die wohlgeordnete daufen bin ich vorübergegangen und umkehren ist immer Sünde. hatte das Heund entrüstet zurückgewiesen, denn Zusammenstellung des Programmis, die saubere um einer Semmel willen? Vielleicht hebt ein anderer es auf, der hungriger ist als ich. Sonderbare Ex- Offo- Verteidigung. In dem auf dem unteren Hemdteile waren nadte Engel ein Wiedergabe der Geräusche bringen den Beweis, Interessiert am Schicksal dieser Semmel Sandnerprozeß tam wieder einmal zum Aus- gestidt gewesen. Damit war nun freilich die An- daß dieser erste Versuch vollkommen geglückt ist. bleibe ich stehen. Füße in guten Schuhen, sehe ich druck, wie die Ex- Offo- Verteidigung eines Ange- gelegenheit feineswegs erledigt. Denn Frau Kemm Hoffentlich trägt er dazu bei, das Radio in den vorsichtig um das Brötchen herumgehen. Füße, flagten bei uns gehandhabt wird. Das Gericht ging nicht einfach nach Hause, um die eingestickten Dienst der Grubensicherung zu stellen! denen man ansieht, daß sie oft um eine begehrte hat wohl Zeit, erft einen Antlageaft, der oft ganze die fich durch den Pfarrer beleidigt fühlte, weil er Enge! wieder herauszuzupfen. Nein! Frau Klemm, Aenderungen im Fahrplan. Ab 1. Oktober I. J. Sache herumgehen mußten, ehe sie in so gute Bände umfaßt, tschechisch zu verfassen, dann zu Schuhe gesteckt wurden. Füße, denen noch etwas verlesen, und ins Deutsche übersehen zu lassen, sie mit Schmutzereien in Verbindung gebracht, treten folgende Aenderungen im Fahrplan der pervon der Sorgfalt vergangener Tage innewohnt, aber dem Verteidiger, der sich mit dem Prozeß hatte beschlossen, sich ihr Recht zu suchen. In Rom. sonenführenden Züge ein: Strede Pořičan die jede Krume schätzt. Andere Füße gleiten vor- befaffen soll, gibt es drei oder vier Tage vorher Beim Vatikan. Beim Heiligen Vater selbst. Und Nymburg: 3ug 1952 hält in der Haltestelle über, die nur der Zufall davor bewahrt, mit erst Gelegenheit, den Fall zu studieren. Mit Recht war persönlich. Und unter Vorlegung des an- Třebestovic an, Abfahrt 16 Uhr 7 Min. Strede festem Tritt, der unbekümmert um das, was unter hat der Berteidiger Sandners gegen diese furze tößigen Hemdes. Eine schwere Problemstellung Boliera- Stutee: Die Güterzüge 3148 und ihm liegt, vorwärtsschreitet, das Brötchen- zu zer- 3eit, die ihm zum Studium des Prozesses einge- ür die Gelehrten des Vatikans! Dürfen hemden- 3149, welche in der Strede Stuter Stadt- Čachnob treten. Und wieder Füße von Frauen, die einen räumt wurde, Protest eingelegt und eine Ver- loje, nackte Engel auf Kirchenhemden, die nicht von an Werktagen und in der Strecke Cachnov- Polička Augenblick lang stoden und dann, als schämte sich tagung verlangt. Es ist dies nicht der erste Fall, Engelat getragen werden, eingeftid. sein? Werden nur am Freitag und an Jahrmarkttagen in Stateř der zugehörige Mensch, sich zu bücken, mit einem daß die Ex- Offo- Verteidigung einem Anwalt ein reine Engel auf Menschenhemden unrein? Wird u. Blolička Personen befördern, werden ab 1. Oktober paar Stunden früher aufgehalft wird. Oft kan ein sonst reines Kirchenhemd unrein durch nackte in der ganzen Strede Stuteč- Polička an WertGespannt wie ein Angler zittere ich um delt es sich bei einem Angeklagten um Jahre, die Engel? Man sieht, eine Fülle verschiederer Ge- agen Personenbeförderung in Wagen dritter Klasse Strede Wildenschwertjeden Fuß, fixiere ich jeden Vorübergehenden. Es ihm durch eine Verteidigung und lindernde Um fichte taucht aus diesem Binkoolzer Kirchenhemd vermitteln. sind gewiß Arme darunter, aber niemand bückt stände erspart würden, und der Verteidiger hat auf, und es wird interessant sein, zu erfahren, wie Geiersberg: Zufolge Einführung von Motor fich. Raum ein flüchtiger Blid streift das kostbare nicht einmal Gelegenheit, sich mit dent Angeklag die Gelehrten des Vatikans sich dieser Hemdpro- magenfahrten in der Wildenschwert Geiersberg Gut, das den Hunger einer Mahlzeit notdürftig ten ordentlich auszusprechen. Uns sind selbst bleme entledigen werden. folche Fälle bekannt. Wenn man Zeit hat, ganze zu stillen vermöchte, Rud sich weiterschieben. Da leuchten ein paar Knabenaugen neben mir auf. Ein Junge verläßt das Trottoir und nähert sich der Semmel. Er, er wird sie aufheben und ich freue mich, daß ich sie liegen ließ, freue mich, daß keiner von all den andern die vorübergingen, sie aufhob, daß sie bewahrt wurde für diesen Hungrigen. Schon bückt sich der Knabe, da stößt ihn der Fuß eines Passanten zur Seite. ,, Lausejunge, geh aus dem Wege", nurrte eine fette Stimme. Und ein Fuß schleudert das Brötchen in die Gosse. Enttäuscht blickt der Knabe auf, aber er sicht nur noch zwischen Hut und Rock des Schimpfenden eine dicke rote Falte aufquellen. Mit müdem Schritt, als sei eine letzte Hoffnung ihm zerstört, schiebt er sich fort. Die Augen, die ich eben noch leuchten sah, füllen sich mit Tränen. Um eines Brötchens willen! Nervös suche ich in meiner Tasche nach einem Geldstid. Ich möchte den Knaben erseßen, was er verlor, ohne es vorher besessen zu habet. Aber er ist schon fort, und ich finde zu dem nichts als meine Schuld; denn nicht der Fuß des Dicken, der das Brötchen in die Gosse stieß, ich trage die Schuld dieser Vernichtung. Ich, der ich meinen wird der Fahrlpan in dieser Strede um ein Zugspaar vermehrt und die Verkehrszeiten der übrigen Personenzüge geringfügig grändert. Der neuein gelegte Bug 1611 Geiersberg- Wildenschwert, Abfahrt Geiersberg 10 Uhr 30 min., Ankunft in Wilbenschwert 10 1hr 53 min., verbessert die Anschlüsse 700 Kilometer mit dem Einspänner. Ein Ame700 Kilometer mit dem Einspänner. Ein AmteBände mit Anklageſchriften in zwei Sprachen zu tikaner ist in einer offenen Droschle von Baris verfassen, dann muß das Gericht auch soviel Rück bis Biarris gefahren, nicht etwa in einem sicht auf die Verteidigung nehmen, den Anwalt Kraftwagen, was nichts Wunderbares bedeuten mit den Aften rechtzeitig bekannt zu machen. würde, sondern in einem der mit einem Pferd bean die Züge 323 und 304 nach Prag und Brünn Auszahlung höherer Umlagenquoten. Die Be- pannten Wägelchen, von denen es noch einige 3ug 1646 in der Gegenrichtung, Abfahrt Wilzirksverwaltungstommission in Sta ab teilt mit: Dutzend in Paris gibt. Die Angelegenheit spielte denschwert 11 Uhr 43 min., Ankunft in Geiersberg Unter Führung des Herrn Abgeordneten Leib sich ganz einfach ab. Die Droschke stand auf dem 12 Uhr 17 min., stellt einen neuen Anschluß vom und in Verhinderung des Herrn Abg. Remes Concorde- Platz vor dem Hotel Crillon und der Zuge 304 mit Brag her. Die übrigen Minutendurch Herrn Senator Petřit, intervenierten die Kutscher und das Pferd ließen die Stöpfe hängen, änderungen in den Verkehrszeiten der Personenzüge Vertreter der Bezirksverwaltungskommission und weil es ein heißer Tag war und weil das Tempo find den Kundmachungen in den Stationen und der Gemeinden Nürschan und Staab in Ange- der Zeit für Droschkengäule nicht mehr geeignet ist. dem Aushangfahrplane zu entnehmen. Strede legenheit der Zurückhaltung der Umlagen in den Da kam aus dem Hotel Crillon ein eleganter Herr, 2ichtenau- Mittelwalde: Die Personenmeisten Bezirksgemeinden beim Finanzministerium der eine Pfeife im Munde und eine kleine Reise- beförderung bei Zug 842( Abfahrt Lichtenau 23 und Landesverwaltungsausschuß und haben er- tasche in der Hand trug.„ Kutscher!" Der Kutscher Uhr 5 Min., Ankunft Mittelwalde 23 Uhr 28 Min.) reicht, daß auf Grund individueller Ansuchen der sprang vom Bock und half dem Herrn beim Ein- wird aufgelassen; als Ersatz wird der Personenzug betreffenden Gemeinden diesen für die Zukunft steigen. An solche Kunden war er nicht mehr ge- 2836, Abfahrt Lichtenau 21 Uhr 45 Min., Ankunft tunlichst hohe Monatsquoten an Umlagen( wenig wöhnt. Der Amrikaner setzte sich bequem zurecht, Mittelwalde 21 Uhr 55 min., täglich verkehren. ftens 75 Prozent) werden zugewiesen werden. stellte die Reisetasche auf den Rücksitz und befahl Strede Lichtenau- Hannsdorf: 3ug Sievon wurden die betreffenden Gemeinden ver- ruhig: Nach Biarris!" Der Kutscher glaubte, 804 verkehrt in der Strede Nieder- Lipka- Hanns ständigt. sich verhört zu haben, und jah sich den Mann an. dorf um 14 Minuten später, Abfahrt Nieder- Lipka Das unjittliche Messehemd. In Kroatien ist Der aber sah nicht aus, als ob er sich einen Wis um 17 Uhr 57 Min., Ankunft Hannsdorf 18 hr ein großer Kirchenstreit ausgebrochen. Die Bäuerin machen wollte. Nach dem Badeort Biarrit?" 39 Min. Bug 827 verkehrt von Grumberg- Kleic Wiagdalena Kemm in Vinfovtzi hatte vor einiger fragte der Kutscher zur Sicherheit. Kennen Sie Mobrau bis Nieder- Lipfa um 5 Minuten später. b. Zeit das Gelübde getan, für die Vintovtzer Kirche ein anderes Biarritz?" erwiderte der Amerikaner fahrt Grumberg- Klein Mohrau 21 1hr 18 min., ein Weßhemd zu arbeiten und es auch zu stiden. Der Kutscher überlegte. Die Amerifaner sind be- Ankunft in Nieder- Lipta 21 Uhr 45 Min. 16. September 1926. Literatur. Bollswirtschaft. Bata. Seite 5. Englisches Urteil über ihn. Kürzlich haben zwei Funktionäre vom englischen Schuhmacherverband, der Präsident Mr. T. F. Richards und Mir. W. R. Smith, eine Informationsreise auf dem Kontinent gemacht und dabei auch die Firma Bata in der Tschechoslowakei, für die sie ein ganz besonderes Interesse hatten, besucht. Die Tschechoslowakei- ein Annex Deutsch-[ begriffen und man befürchtet, daß sich die Zahl zwischen ihm, den Wirtsleuten und der Tänzerin p lands! Wie das„ Berl. Tageblatt" meldet, wer der Kranken auf 1500 erhöht. Es sind auch be- cine wüste Brügelei. Das Ende vom Liede war, den auch vie Eisenwerke der Tschechoslowakei und reits Maßnahmen getroffen worden, um eine daß sich der Wirt, seine Frau und die Stüße wegen solche Anzahl von Kranken unterzubringen. Sei- Freiheitsberaubung und Körperverletzung zu verBolens in das kontinentale Eisenkartell einbezogen tens der Behörden wurden strenge Maßnahmen antworten hatten und vom Leipziger Schöffenwerden. Es ist jedoch geplant, daß die beiden getroffen, um die Erkrankten aus ihren Wohnun- gericht zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt Staaten nicht als selbständige Mitglieder, sondern gen herauszuholen, was ihnen teilweise sehr er- wurden. die Tschechoslowakei als Anner- Deutsch- schwert wird, weil viele Familien unter den lands mit Unterbeteiligung der Deutschland zu können, erkrankte Familienmitglieder der Krangegenwärtigen Verhältnissen sich nicht entschließen erkannten Quote und Polen als Annex Frank- fenhauspflege zu übergeben. Besonders kleine Gereichs dieser Gemeinschaft angehören werden. werbetreibende und Ladeninhaber befürchten, daß Josef Schäd:„ Das Früchtel", Jugenderinner Eine Tagung der tschechischen sozialistischen fannt wird, daß sich in ihrer Familie ein Typhus- Verfasser dieser Jugenderinnerungen ist Journalist der Präsident Mr. Richards folgendes fest: ihr Laden geschlossen werden würde, wenn es be- ungen( Verlag Dr. Karl Bidert, Leitmerit). Der Prag stattfinden. Es werden sich daran die Ar- franker befindet. Von amtlicher Stelle wird und versteht als solcher auch Kleinigkeiten amüsant beiterakademie, die Arbeiterturnvereine, die Ge- mitgeteilt, daß auch in der Umgebung von Han- zu schildern. Die teils harmlosen, teils auch bösen werkschaften und die politischen Organisationen Typhusepidemie in Magdeburg dürfte infolge den die Schulstadt Leitmeris erzählt, unterscheiden sich beteiligen. Anläßlich der Tagung wird eine Anläßlich der Tagung wird eine Bubenstreiche, die er aus seinen Erinnerungen an Schrift erscheinen, welche die Geschichte der energischen Maßnahmen der Behörden lokalisiert in nichts von den Streichen, die von allen Jungen bleiben. Bisher sind nur 32 Krankheitsfälle zu tſchechiſch- ſozialdemokratischen Bildungsbewegung verzeichnen sowie ein Todesfall. Die Epidemie u allen Zeiten verbrochen wurden. Sie erreichen zum Gegenstand haben wird. wird auf infizierte Milch zurückgeführt. Auch hier in der Kunst der Erzählung, an der besonders der ist freiwillige Schußimpfung eingeführt worden etwas gemacht primitive Stil, der mit der journa und man rechnet damit, daß die Epidemie lokali- listischen Gewandtheit, die sich nicht verbergen läßt, fiert bleiben wird. 11 oft kontrastiert, und den Wechsel der Tempora zuweilen stören, nicht die klassischen die klassischen Vorbilder In einem Schreiben vom 29. Juli stellt nun „ Ich persönlich bin der Ansicht, daß die Art und Weise, wie Bata seine Arbeiterschaft kontrolliert, in unserem Lande nicht ertragen werden würde. Nicht ein einziger Arbeiter genießt wirkliche Freiheit. Bate behaup tet, daß der Betriebsrat die Arbeitsbedingungen überwacht, aber ich fühle mich verpflichtet, zu sagen, daß ein Betriebsrat unmöglich etwas ausrichten fann, wenn er aus Arbeitern besteht, die jeden Augenblic entlassen werden können. Wir, Mr. Smith und ich, finden, man sollte Bata den Mussolini der Schuhindustrie nennen." In einer englischen Schuhfabrikanten- Zeitung The Shoe and Leather Record", findet sich eine Gegenüberstellung der Löhne, die Bata bezahlt, und derjenigen einer englischen Firma( Catough's Ltd.): Löhne bei Bata( nach dessen eigenen Angaben: wöchentlich: Männliche Jugendliche 15-19 Jahre 19 s, 4 d; Männer von 20 Jahren und darüber 41 s, 2 d; Mädchen von 15-18 Jahren und darüber 15 s, 6 d; Frauen von 19 Jahren und darüber 32 s, 3 d; Durchschnitt der 4 Gruppen 27 s, 0%. Catough's, 16. Juli 1926: 36 s, 0 d, 86 Prozent; 79 s, 6 d, 92 Prozent; 27 s, 6 d. 80 Prozent; 40 s, 3 d, 25 Prozent; 45 s, 9% d, 67 Prozent mehr als bei Bata. Löhne bei Bata in seinem Betriebe umherführt, ist von den Man sieht also, nicht jeder, den der Herr in der Fabrik herrschenden Zuständen begeistert. Gegen die Verschleppung der Novellierung des Pensions- Ver. sicherungs- Gesetzes! Blutige Folgen nationaler Verhebung. Am 5. d. M. wurde in Deutsch- Brodek( Mähren) die mit einem Aufwande von mehreren Millionen Kronen erbaute tschechische Volks- und BürgerDer Giftsachverständige als Kokainschmuggler.( Thoma!). Man liest sie troydem gern und folgt schule eröffnet. Die gehobene Stimmung des Herrenvoltes machte sich schon an den Vorabenden Der Berliner Kriminalpolizei ist es in den letzten den Fleinen Abenteuern mit einer gewissen Spandadurch bemerkbar, daß Bauarbeiter, Heylieder Tagen gelungen, eine Bande von zwölf Rauschnung. Mit besonderem Behagen werden die Kenner gröhlend und mit Kenütteln bewaffnet durch den gift händlern zu verhaften, die in Berlin und des Lokalkolorits das Büchlein lesen. fr. Ort zogen. In der 11. Nachtstunde zur Ruhe er anderen Großstädten des Reiches, vor allem, aber Sozialistische Literaturbetrachtung. Es muß als mahnt, wurden sie handgreiflich, ja sogar gegen auch mit dem Auslande, ganz besonders zwischen eine empfindliche Lücke in der sozialistischen LiteraFrauen, so daß die Gendarmerie schließlich gegen Riga und Paris, einen schwunghaften Handel mit tur und Presse bezeichnet werden, daß bisher der ihre eigenen Volksgenossen einschreiten mußte. Kokain betrieben. Der Leiter des Unternehmens sogenannten schönen Literatur" viel zu wenig BeSonntag vormittags fanden sich schon aus allen war der Apotheker Horst Hahn aus Berlin- Tem- achtung geschenkt wurde. Diese Lücke sucht die vom Weltrichtungen ungefähr 1500 Festfreudige zu- pelhof. Hahn gilt als Fachmann auf dem Gebiete Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit hersammen, die den Dorfplatz belagerten. Damit giftiger Arzneien und war als gerichtlicher Sachver- ausgegebene Bücherwarte" auszufüllen, innicht ein unschuldiges deutsches Wort als Provo- ständiger für den Handel mit Giften bestellt. In dem sie nicht nur die wichtigsten Neuerscheinungen face" aufgefaßt werde, hielt sich die Bewohner sehr vielen Fällen lieferte er der Polizei und den der erzählenden Literatur regelmäßig bespricht, sonschaft der rein deutschen Sprachinsel vollkommen Gerichten Gutachten. Dabei behielt er, wie sich jetzt dern auch größere Abhandlungen veröffentlicht, in fern. Die Heßreden und das reichliche Freibier herausstellt, die ihm zur Begutachtung zugesandten denen die literarischen Strömungen der Gegenwart zeitigten entsprechende Früchte. Unter anderem Gifte für sich und sandte den Behörden harmlose und Vergangenheit einer vertieften sosiologischen gab es bei„ brüderlichen" Auseinandersetzungen Bulber zurüd. Das Kokain hat er an verschiedene Betrachtung unterzogen werden. Das soeben er eingeschlagene Zähne und Raufereien am Fest- Groß- und Kleinhändler zum Weitervertrieb abge- schienene Septemberheft der Bücherwarte" ver plate; auch auf Kinder wurde erziehlich eingegeben. Der Handel nach dem Auslande wurde vor öffentlicht eine Abhandlung von Karl Schröder wirkt, durch gewisse Vorführungen in hockender allem von dem Deutschbalten Otto von Sievers, Der Roman als Gesellschaftsspiegel", der einen Körperstellung auf offener Straße nächst dem einem früheren russischen Offizier, betrieben, der Querschnitt durch die deutsche Romanliteratur des Festplaß beim Friedhof. Leider fiel dieser Fest- von der Berliner Polizei festgenommen werden 19. Jahrhunderts gibt und den Versuch macht, die stimmung zulcht ein unschuldiges Menschenleben fonnte, als er, aus Paris zurüdkehrend, in Berlin literarischen Strömungen der Neuzeit vom Standzum Opfer. Von abziehenden Radfahrern( ohne den Paris- Warschauer Schnellzug verließ. Die punkt des historischen Materialismus zu analy- Schönau tagende Ausschuß des Reichsverbandes Der am 12. September 1926 in Tep.igLicht!) wurde im Oberort zuerst ein älterer Ar- französische Bolizei hatte sich nämlich schon längst fieren. Die Arbeit dürfte sicher jedem willkommen der Bergbau- und Hüttenangestellten hat über die beiter niedergefahren. Als er Ersatz für die hiebei beklagt, daß aus Deutschland größere Mengen So- sein, der sich in der Literatur des 19. Jahrhunderts Frage der Reform der Pensionsversiche zerschlagene Uhr oder Ausweisleistung berlangte, fain nach Frankreich geschmuggelt werden. Auch in zurechtfinden will nahmen die Radfahrer eine derart drohende Halder französischen Presse war diese Klage erhoben die Bücherwarte" Besprechungen der wichtigsten einem aus ührlichen Berichte seines Sekretärs Dr. Außer diesem Auffat enthält rung der Privatangestellten verhandelt und nach tung an, daß der Geschädigte davonlaufen mußte. worden. Andere baltische Adlige vertrieben das Neuerscheinungen aus folgenden Gebieten: Aus Bezděk, welcher darauf hinwies, daß die NoUnglücklicherweise stieß diefe Horde ein paar Rauschgift vor allem in Lettland und in Polen, so wärtige Politik, Erzählende Literatur, Geschichte bellierungsarbeiten zum PensionsversicherungsSchritte weiter auf den 59jährigen Arbeiter Karl ein Baron von Risenthal, ein ehemaliger Oberst des Sozialismus, Kommunalpolitik, Länder und Gesetze auf einen toen Punkt gelangt find und Fischer, der gerade die Straße überqueren wollte. Papjewiecz, ein Baron von Meyer, der ein Neffe Völkerkunde, Philosophie, Politik, Rechtswissenschaft, Gefahr bestehe, daß dieses von den PrivatangestellDieser alte Mann wurde aber, ohne daß er ein des letzten Baren sein will, usw. In Berlin wurde Volkswirtschaft und Weltpolitik. Die Zeitschriften- ten so heiß ersehnte Gesetz auch mit dem 1. Jänner Wort gesprochen hatte, von den Unholden nieder von dem Konsortium ein cifriger Kleinhandel be- fchau" gibt diesmal eine Uebersicht über die wich- 1927 feine Wirksamkeit erlangen werde, nach geschlagen und mit einem Dolche derart betrieben, der viel Geld abwarf, da ein Gramm Kotigsten wirtschaftlichen Zeitschriften, die jedem In- stehende Entschließung gefaßt und der Oeffentlichftalisch zerstochen, daß ihm der Bauch aufgeschlitt fain, das nach der amtlichen Arzneitage etwa drei terefsenten eine gute Orientierung in der schier feit übergeben: Furde, so daß er an den Folgen tags darauf im Mart loftet, mit 20 Mart gehandelt wurde. Dabei unübersehbaren Zeitschriftenliteratur ermöglicht.- Der gegenwärtige Stillstand in den NoveluteEpitale in Broßnitz starb. war das gelieferte Rofain nicht rein, sondern mit Das Septemberheft der Arbeiterbildung" rungsarbeiten zum Pensionsversicherungs- Gesetze Natron und Borag gestredt. Diese Bearbeitung( die als ständige Beilage zur Bücherwarte" er- sowie die innerpolitischen Verhältnisse rechtfertigen nahm ein Drogist Leferit, ebenfalls ein Russe, in scheint), enthält neben einer ausführlichen Vor- die Befürchtung, daß das neue, in Ausarbeitung Berlin- Schöneberg vor. Leiter des Berliner Klein- tragsdisposition von Joh. Sassenbach 3ur befindliche Pensionsversicherungs- Gesetz zu dem handelsvertriebes war der russische Schauspieler 25- Jabrfeier des Internationalen Gewerkschafts- angefündigten Termine u. zw. zum 1. Jänner Boris Michailoff. bundes" eine Reihe aktueller Artikel über Fragen 1927 nicht in Geltung treten, sondern abermals der Arbeiterkulturbewegung, so den Artikel von eine Verschiebung erfahren werde. Der Ausschuß Richard Seidel, Die Aufgaben der Arbeiter des Reichsverbandes der Bergbau- und HüttenKultur- Kartelle", von B.Voogd Das hollän- angestellten legt namens feiner 5000 Mitig.ieder dische Arbeiterbildungs- Institut", von Alfred entschiedene Verwahrung gegen jede weitere VerKleinberg Brauchbare Boltsbildungsgefeße" scheppung der Novellierung des P. V. G. ein und usw. Die„ Bücherwarte" mit Beilage Arbeiter- fordert, daß das neue Gesetz, welches in anbetracht bildung" ist zum Preise von Mark 1.50 für das der im Bergbau herrschenden Krise, die besonders Bierteljahr durch die Partei- Buchhandlung zu be- unter den älteren Angestellten ihre Opfer fordert, ziehen. Der Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit, Berlin SW. 68, Lindenstraße 3, stellt Probenummern gern zur Verfügung. Traca, die Post ist da! Eine Karte, die am 11. b. M. von der Direktion der Staatsrealschule Prag II aufgegeben wurde, traf amt 14. d. M., nachmittags beim Adressaten ein, weil statt des Stadtteiles Karlin die neue( richtige!) Numerierung Prag X" angegeben war und infelge der Gleichheit der Straßerbezeichnung: Jungmanovo naměsti in Prag II und Prag X die Karte erst nach in Prag II und Prag X die Karte erst nach Prag II ging. Es wäre doch an der Zeit, daß die gleichen Straßenbezeichnungen in Prag ausgemerzt werden und die Postbeamten die Stadtteil- Nume rierungen lernen. Eine Karte von Prag II nach Prag X drei Tage, so viel wie von London, ist doch ein bißchen start! Die Typhusepidemic in Hannover. Die Typhusepidemie ist noch immer im ständigen Wachsen Hans Honheiser. Bon V. K Schön. II. In diese Zeit fallen seine ersten schriftstelle rischen und dichterischen Versuche, die er aber später( gewiß ein gutes Zeichen kritischer Fortentwidlung) jämtliche dem Feuer übergab, Sein Denken und Empfinden aus jener Zeit hat er später in den Gedichten der kleinen Sammlung " Die Fabrit" neuerlich verwertet. Auch sein Gedicht„ Einsames Sterben" und die Geschichte Franz Ringels,„ Verdorben gestorben" stammen aus jener Zeit. Einsames Sterben.( 1912.) Eine Uhr und ihre Folgen. Während der Leipsiger Meſſe verbrachte ein Berliner Kaufmann einen Abend mit einer Tänzerin in einer Weinsturbe. Blöglich vermißte er seine Uhr. Der Wirt, seine Frau und die Stüße bezichtigten die Tänzerin des Diebstahls, schleppten sie in die Badestube, wo sie ausgezogen wurde, um nach der Uhr zu fahnden. Als das vergebens war, schlugen sie das Mädchen blutig, um es zu einem Geständnis zu zwingen. Inzwischen hatte der Berliner feine Uhr in einer anderen Westentasche entdeckt. Darauf entstand war ihm aufgegangen, was seine Skizzen und Aufzeichnungen aus jener Zeit beweisen. Genoffe Dr. Luitpold Stern machte über jene Entwürfe( die bei der Veröffentlichung übrigens ton fisziert fourden) die treffende Bemerkung, sie seien der dichterische Ausdruck eines Menschen, der am Striege vorbeigelebt hat". zur Lebensnotwendigkeit geworden ist, in Erfüllung der wiederholt gegebenen Zusagen unter allen Umständen spätestens mit dem 1. Jänner 1927 in Wirt amfeit tritt. Seit mehr als drei Jahren wird an der Reform der Pensionsdurchwegs unaufführbar, sind außerdem sprung versicherung beraten, verhandelt und gearbeitet, haft in Sprache und Aufbau. Honheiser hat auch ohne daß greifbare Ergebnisse gezeitigt worden mit Aufführungen nicht gerechnet. Sein Ginakier wären; seit Jahr und Tag wird den PrivatangeStreif"( Verlag Raub und Pohle, Leipzig), wie stellten und Altpensionisten, deren Renten zur das Bühnenspiel mit Gesang" Das Glück der Deckung der notwendigsten Lebensbedürfnisse unRedegonda"( 3 Akte; Musik von Viktor Koller) genügend find, das baldige Inkrafttreten des neuen sind Ausnahmen und wurden auch von Arbeiter- Pensionsversicherungs- Gesetzes zugesagt, doch entSeit 1920 ist Honheiser Beamte der Bezirks- vereinen bereits mehrmals aufgeführt. Mea fernt sich immer weiter der Termin der Erfüllurz. Krankenkasse, zuerst in Fre waldau, jetzt in Bärn. culpa" ist ungedruckt; es sind drei Einafter"( Ge- Es darf nicht Wunder nehmen, daß angesicht der Mit seinem Eintritt in diese Stellung endete sein wissensqual, Regina, Austlang). leeren, nie erfüllten Zusagen die Mißstimmung Stampf um das äußere Leben. Geschüßt vor dem Ob seine Stärke" mehr in der einfachen unter den Privatengestellten, welche hinsichtlich Gespenst der Arbeitslosigkeit begann er seinen Prosaerzählung liegt, oder in seinen Gedichten, ihrer Pensionsansprüche unter allen Angestellteninneren Menschen sorgfältig zu bilden und feine ob Sonheiser, der der Bühnentechnik Untundige fategorien die stiefmütterlichste Behandlung erneueren Gedichte sind der sprechendste Beweis je bühnenreif werden wird, soll und fann noch fahren haben, im ständigen Wachsen begriffen ist. Der Ausschuß richtet an alle maßgebenden für den Erfolg dieser Selbstbildungsarbeit. Ganz nicht geweissagt werden. Was aber gesagt werallein, ohne Führung und Förderung wanderte den soll ist: sein Schaffen ist proletarische Dich- Faktoren der Deffentlichkeit, welche für die wirtHonheiser durch das große, fruchtbare Land der tung, die im Klassenbewußtsein wurzelt, seine schaftlichen Lebensbedingungen der PrivatangeLiteratur und freut sich, wenn er Schönes, See- Gedichte sind Gefühlslyrik, aus düsteren Stim- stellten ehrliches Interesse hegen, das eindringliche lenverwandtes findet und wenn die Poesie fener mungen entsprossen. Seinen( meist ungeschulten) Ersuchen, ihren Einfluß dafür einzusetzen, daß das Wenigen zu ihm spricht, die sich bemühen, den Lesern macht er leider keinerlei Konzessionen und ne Pensionsversicherungs- Gesetz ehetun.ichst zähen Kampf des Proletariales zu verstehen; tönnte, meine ich, doch wohl auch einmal auf der fertiggestellt, ohne weitere Verzögerung dem Pardann packt ihn große Freude, ehrliche Bewun- heiteren Seite des Lebens schöpfen. lament zur Genehmigung vorgelegt und derart derung und eine tiefe Sehnsucht, es ihnen gleich- Seine Prosaschriften wie feine Gedichte sind verabschiedet wird, daß es mit 1. Jänner 1927 tatzutun und ehrlich beneidet er die, welchen leicht vereinzelt und zusammenhanglos in Parteiblät fächlich wirksam wird. Der Ausschuß fordert ferner, und spielend die Gefühle und Gedanken in die tern erschienen. Erst jetzt erscheinen Sammlungs- daß im neuen Pensionsversicherungs- Gesetz sämt Feder fließen, die nicht um Ausdruck ringen müf- werke im Roten Türmer- Verlag, Leipzig- Wien liche Unterschiede zwischen Alt- und Neupensionisten sen, um von ihren Klassengenossen verstanden zu und zwar ums Leben", Erzählungen und Ge- behoben und den Altpensionisten tunlichst dieselben dichte;„ Die in Nächten wandern", Gedichte und Ansprüche wie den Neupensionisten gewährleistet Eine Kritik seiner Schriften hier zu schreiben Verdorben-gestorben", eine Armeleutege- werden. ginge weit über den Rahmen dieser Besprechung schichte. Finkenholz", die Geschichte einer sterPrager Kurse am 15. September. hinaus und ist auch nicht der Zweck derselben. benden Stadt erschien 1926 im Verlage VorIch bin weit entfernt davon, allen seinen Schrif wärts", Troppau. Ungedruckt ist der Zusammen- 100 holländische Gulden ten die Existenzberechtigung zuzusprechen. Was bruch", die Geschichte einer Ehe, die wohl Eigen- 100 Reichsmart.. ich aber anerkannt wissen möchte, ist, daß Hon- erlebnis sei mag. 100 belgische Frants heiser ein geistiger Ringer in unserer Bewegung Honheiser lebt zurückgezogen, den Genoffen 100 Schweizer Franks ist, ein Wahrheitsfanatifer, ein sehnsuchtsvoll seiner Seimat taum bekannt, in dem Meinen nord- fund Sterling ausblickender Pfadfucher in das Land der Zukunft. mährischen Städtchen und sucht und ringt und i Dollar Das Jahr 1915 brachte ihn an die Front. Seine Erstlingswerke tragen deutlich den Stem- schafft, mehr sich selbst zur Freude, unseren Kelas 100 französische Franks Bezeichnend für Honheiser's Innenleben ist, daß pel des stolpernden, stammelnden Anfängers; fengegnern zum Troß, der Arbeiterbewegung 10.000 magnarische Sironen er im Rummel des Kriegslebens vereinsamte und seine Arbeiten aus der Vorkriegszeit sind reine unserer Heimat zum Ruhme, mit der sein Schaf- 100 bolnische 3loty 100 Schilling dort nur las und schrieb. Der Sinn für die Lyrik"| Tendenzliteratur, seine dramatischen Werte sind fen gleiche Wurzel hat. Zwölf Stunden schon über den Webstuhl gebeugt, Zwölf Stunden schon über den Webstuhl gebeugt, Wie oft lief das Schiffchen die Quer? Der Rücken schon müde, vornüber geneigt, Und der Kopf so dumpf und schwer. Seit Morgen fein Bissen Brot im Mund, Schon graut die Nacht berem-Die Arme schlaff und die Finger wund, Die Kälte wühlt durchs Gebein. Der Gram und die Sorge durchrast das Hirn, Die Kinder der Hunger der Tod--! Ein schmerzliches Bucken huscht über die Stirn, Vor den Augen schwimmt es rot. Das Schiffchen stockt. Das Gesicht am Schaft, Umzittert vom Dämmerlicht Verrinnt im Beben die letzte Kraft, Sag Schiffchen, was läufft du nicht? ** werden. " " 1 " 100 Lire 100 Dinar 636.-... Weld 1354.62803 75.92.55.Bare 1360.62.807.75.93.95.653.-163.75.164 95. 121.55.122.95. 53.70.34.96.05. 97.45.59.62. 60.12. 4.694.79-.373.50.379.50. 476.05. 479.05. Seite 6 Der Film. Der Mann, der lacht, der bekannte Roman von Aus der Partei. Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Prag. Programmentwurf der österreichischen Sozialdemokratie Einführung in den Sozialismus Victor Hugo, soll als nächster Universal Film in dem Ausmaße wie etwa ,, Der Glödner bon Notre Dame" oder„ Das OpernDer Bezirksbildungsausschuß plant neben anphantom" auf die Leinwand gebracht werden. deren Veranstaltungen, die wir noch ankündigen Weder die nähere Beseßung, noch der Ort der Ver- werden, die Abhaltung zweier Vortragszyklen in filmung ist noch bekannt, aber fest steht schon, daß seminaristischer Form. Ein Kurs für FortgeschritDupont( bekannt durch den Ufa- film atene, d. h. also für Parteimitglieder, die bereits riete") die Regie führen und Mary Philbin die Grundbegriffe des wissenschaftlichen Sozialis die Hauptrolle( die blinde Dea) verkörpern wird. mus beherrschen, soll Vorträge und Diskussionen Wird langsam Licht? Carl Laemmle hat über den erst kürzlich den bestimmten Wunsch geäußert, daß für die Filme seiner Gesellschaft in allererster Linie die internationale Linie tonangebend sein soll. Laemmle vertritt nämlich den gewiß vollkommen bringen. Ein gtveiter Kurs soll eine richtigen Standpunkt( hoffentlich nicht nur geschäftfich), daß der Film das hervorragendste Bindeglied aller Nationen der Welt ist und daß er sich an die Mentalität aller Völker wenden muß, falls er überall gut aufgenommen werden soll. Um dieses Ziel sicher zu erreichen, hat Laemmle in feinen Mitarbeiterstab Fachleute aus aller Herren Länder eingereiht, von denen jeder mit den Ansichten, Gewohnheiten und der Auffassungsgabe seiner Nation durchaus vertraut ist. Es wäre wahrlich schon an der Zeit, daß der Film endlich einmal aufhört, verschiedenen Nationen, Parteien und Herren zu dienen. Der Film ist und will Kunst jein: aber die Kunst ist nicht eine Dirne, die sich je nach Wunsch dem oder jenem zuneigt, sondern eine Angelegenheit ernster Köpfe, die für alle arbeiten wollen, wozu sie natürlich befähigt sein jollen. bieten. Wir empfehlen besonders den jüngeren Barteimitgliedern die Teilnahme an diesem Lehrgang. Die Genoffen, die an einem der Kurse teilzunehmen wünschen, mögen sich rechtzeitig anmelden. Anmeldungen nehmen entgegen die Genossen Strnad( Gec.) und Fischer( Verein deutscher Arbeiter) und die Genossin Hilde Franzel( BarteiSekretariat). nossen gewonnen: Dr. Franzel, Hofbauer, Jaksch, Ms Vortragende wurden bereits folgende GeSenator Niezner, Baul, Senator Nießner, Paul, Senator Polach, Dr. Schtvelb. Dr. Strauß, Dr. Wiener, Kunit und Wissen. Léhars Operette Paganini" gelangt Donnerstag, den 23. d. M., im Neuen Theater zur Prager Erstaufführung. Bolenblut, die bekannte Operette von Ostar Nedbal, wurde von der Prager Zweigstelle der Die nächste Schauspielnovität ist„ Turandot" Universal zur Verfilmung erworben. Das in der Bearbeitung von Burggraf. Die Erstaufbekannte Libretto soll noch unbestimmt wo-führung findet Ende der nächsten Woche statt. zu einem Großfilm erstklassiger Güte berarbeitet werden. Druckfehler. In dem Bericht über die Prager Filmbörse in der Nummer vom 15. September follte es( 3. Spalte, 7. Zeile von unten) nicht ,, tritischen", sondern ,, kritikl o sen" heißen. Vereinsnachrichten. Der Gesangverein Gutenberg" in Prag nimmt nach den Ferien seine Gefangstätigkeit Freitag, den 17. d. M., abends 8 Uhr, in der ,, Typ. Beseda" wieder auf, woselbst die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt. Uebungsstunde jeben Freitag in der Woche. D0000 Eine größere Rollektion von Graphiken von Käte Kollwig ist zur Zeit in Haarlem ausgestellt. Die holländische Presse widmet der Ausstellung die größte Aufmerksamkeit und bezeichnet die neuesten Blätter der Künstlerin als den Höhepunkt ihres Schaffens. Freitag, 7% Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Heute Donnerstag, 7 Uhr: Carmen". Uhr:„ Die Durchgängerin". 7 Uhr: Figaros Hochzeit". Uhr, Arbeitnehmer- Vorst.: Uhr: 14 Tage Artest". Samstag, Sonntag, 2½ Obersteiger", 7½ 11 Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Donnerstag: Peripherie". Freitag: Sonja". Samstag, neueinstudiert: Kameraden". Sonntag: Die neuen Herren".- Montag, Bankbeamtenvorst.: Theodor& Cie." Turnen und Sport. Wenn der Gang zur Arbeitsstätte 16. September 1926. Zie schon ermüdet, weil jeder Scheitt auf harten Lederabsätzen Ihren Körper und Ihre Nerven erschüttert, wie können Sie den Anforderungen des Tages standhalten? Tragen Sie versuchsweise einmai Schuhe mit BERSONGummiabsätzen. Sie werden die wohltuende, stoßdämpfende Wirkung derselben bald erkennen und als unentbehrlich finden. Der haltbare und billige Gummiabsatz ist BERSON 750. Es liegt in Ihrem Interesse, beim Schuhmacher ausdrücklich BERSON 750 zu verlangen. BER 750 RSON d in den Knochen lag, denn Sobrusan scheint jezt mehr vom Spiele zu haben, Angriff auf Angriff leiten nun die Gäste ein, schwere Arbeit für die heimische Ver teidigung, doch blieb die Mühe nicht umsonst. Zwet Tere waren der Erfolg. Durch einen gut vorgelegten Ball fann auch der Rothenhauser Mittelstürmer einsenden und den Stand 3: 3 herbeiführen. Beide werden einige Chancen vergeben, bis es dem Mannschaften kämpfen nun um den Sieg; beiderseits drei Spiele wurden vom Schiedsrichter Wirthgen, Aussig, gut geleitet. 00 wird sehr unnüz kombiniert und vor dem Tore aufs Schießen vergessen. Die Halfreihe erledigte wieder ein großes Stück Arbeit; sie ist die Stärke der Mannschaft. Sicher wie immer die VerteidiStraßenerzeffe, Mißhandlungen und spielen, sondern nur Geld verdienen wollen, den gung. Die Egerer Mannschaft erreicht bei weitem Sport aus Erwerbsgründen betreiben, noch die Zu- nicht die Spielstärke der Falkenauer. Doch liegt in Berhaftungen beim bürgerlichen Sport. schauer sind heute auf den bürgerlichen Sportplägen der jungen, förperlich schwachen Elf ein frischer Die Teplizer Fußballerzeſſe ſcheinen Schule zu Spiel unserer Arbeitersportler so etwas ereignet? opferndes und forſches Spiel wettgemacht. Die mit ihrem Leben sicher. Wann hat sich je bei einem Zug. Technische Unzulänglichkeit wird durch aufImachen, Rohe Mißhandlungen, Schlägereien, polizei Die ungebildeten" Arbeiter, auf die der feiste Mannschaft hat eine gute Zukunft. Nur schade, Rothenhauser Innenstürmer durch einen Sololauf liche Eingriffe zum Schuße bedrohter Menschenleben Bürger mit Verachtung herabsieht, haben noch nie daß von Seite der organisierten Arbeiterschaft Egers gelang, zwei Minuten vor dem Pfeifen das fieg, sind bei bürgerlichen Sportveranstaltungen an der ihrer Stimmung über dieses oder jenes Spiel in ihr nicht jene Unterstübung zuteil wird, die sie zum bringende Tor für seine Farben zu buchen. Alle Tagesordnung. Es vergeht beinahe kein Sonntag, an dem es keine Prügeleien, fein Wettspiel, bei dem Schimpfereien oder Schlägereien Luft gemacht. nicht die Spieler durch eine aufgewiegelte, schlag den bürgerlichen Sport die Maste vom Gesicht geDie Teplißer und die Brüger Radauszenen haben bereite und prügelfustige Menge tätlich bedroht riffen. Jeder bürgerliche Sportplay gleicht heute werden. Bald werden die bürgerlichen Sport- einer Arena, in der unter dem Beifall eines in veranstaltungen nur noch unter starker polizeilicher seinen Instinkten und Empfindungen verrohten und( Sachsen) 7: 2( 4: 0) für Rothenhaus, Eden 2: 9 tritt mit drei Ersahleuten, Zuckmantel mit dret Assistenz Am tag ist das Beispiel des Teplitzer sportlichen Mobs, herabgekommenen Bürgerpöbels blutige Szenen vordes Sportpöbels, der sich allerdings aus den Bour- geführt werden. Turmhoch steht die Fußballbewegung geois, aus den oberen Zehntausend refrutiert, vom der Arbeiter über der des Bürgertums. Brüger Bürgertum, von Bürgern derselben Men talität, derselben Roheit nachgeahmt worden. Wäh rend eines Fußballwettspiels zwischen dem Deutschen Fußballklub und dem Fußballflub Schwalbe" fam es zu wüsten, brutalen und unerhörten Radau- und Arbeitersport. Fußball. „ Gleichheit" Weiskirchliß gegen FN. Falkenau Raufszenen, welche die Teplitzer Erzesse noch zu über- 3: 1( 2: 1), am 12. September vormittags in& al treffen scheinen. Diese Standalszenen wurden von tenau. Wenngleich von einem verdienten Sieg fanatischen Anhängern der beiden Klubs inszeniert, gesprochen werden muß, so muß dennoch ausgesproAls der Schiedsrichtel Vojt!, der vollkommen un chen werden, daß er nicht gerade im imponierenden parteiisch gehandelt haben soll, einen Spieler der Stile errungen wurde. Weiskirchlitz zeigte bei wei" Schwalbe" wegen seines Verhaltens vom Blaze tem nicht jenes. harmonische und flüssige Zusamwies, kam es schon zu stürmischen Szenen, die sich menspiel, mit dem in den letzten Wochen jeder Gegnach Schluß des Spieles fortjeßten. Der Schieds- ner in Grund und Boden gespielt wurde. Die richter wurde von der egzeßluftigen, aufgewiegelten Hauptschuld trägt vor allem die jämmerliche LeiMenge untringt und tätlich bedroht. In rohen stung der Stürmerreihe. In einer so schlechten Schimpfworten, die man den gebildeten" Bürgern Verfassung haben wir sie in diesem Jahre noch gar nicht zumuten würde, gaben diejenigen, die nicht gesehen. Als Entschuldigung mag vielleicht infolge der Entfernung dem Umringten nicht hand gelten, daß sie in einer ganz unmöglichen Aufstelgreiflich werden konnten, ihrer Wut Ausdrud. Einige lung und ohne Katro antrat. Daß Tore erzielt Spieler und der Schiedsrichter mußten zu ihrem wurden, ist vor allem der vorzüglichen Arbeit der persönlichen Schutz die Polizei herbeirufen. Josef Halfreihe zuzuschreiben, die ununterbrochen den Vana, ein Mitglied der Sportbrüder des Deut- Sturm mit Bällen versorgte. Falkenau überraschte schen Sportklubs, wollte sich von der Polizei nach mit einer sehr gut eingespielten Mannschaft. Die Hause führen lassen, doch ihm und der ihn beglei Hauptstärke liegt in der Stürmerreihe, in welcher tenden Polizei folgte eine von einigen Sportbrüdern gute Technifer am Werte sind. Gegen das Hinteraufgehegte Menge von 250 bis 300 Personen, die trio der Weiskirchlißer hatten sie freilich einen gegen die Wache Stellung nahmen, Vrana wurde schweren Stand. Im Half stand Grünes an erster von diesem Mob in unbeschreiblicher Weise beschimpft Stelle. Seine Nachbarn verdarben nichts, doch und geschlagen. Die Sicherheitswache verhaftete fehlt noch einiges zu einer guten Leistung. Die einige Personen, um ihre Daten sicherzustellen. Nach Verteidigung hatte infolge der schwachen Angriffssämtliche Personen wieder auf freien Fuß gesetzt. der sie auch gerecht wurde. Die Tore fielen für Diese Angelegenheit wird ein gerichtliches Nach spiel haben. Auf dem Fußballplaze selbst hat sich die Intelligenz" des Sportbürgertums in einer großen Zahl von Ohrfeigen geäußert, die man dort bereitwilligst jedem verabreichte, den man für einen Gegner hielt. Vorwärtskommen so dringend benötigt. Scheinbar Tore erzielten Kruichina und Karli( Elfmeter). bevorzugt man noch die bürgerlichen Sportpläge. Sportplat Pihanken. A. S. K. Pihanken gegen Bittoria" Budmantel 4: 3( Eden 5: 7). Bihanten Ersaßleuten ant. Nach Anstoß beiderseits ein zerErfahleuten an. Beide Mannschaften zeigten nicht das, was man sonst von ihnen zu sehen gewohnt ist. Schiedsrichter Grohmann( Sobrusan) sehr gut. Kreisstrafausschuß. Wegen Nichtantretens zum bereinbarten Spiel in Krochwitz werden Sobrusan und Ladowitz zur Tragung der Hälfte der Regiefosten verhalten. Bartelsdorf hat binnen acht Tagen die Fahrtspesen im Betrage von 154 K für Spiel mit Zuckmantel zu entrichten. Wegen Nichteinhalten des Spielverbotes am 28. Auguft: Zuckmantel 15 K, Bihanten 15 K.- Sperren: Griezmann( Budmantel) bis 2. November, SperrSchneider( Buckmantel) bis 2. November, Statroschan ( Weiskirchlin) bis 2. November, Hansel( Ladowit) bis 12. Oktober, Soto( Aussig) bis 12. November, Herzlich( Ausfig) bis auf weiteres. A. S. K. Rothenhaus gegen S. K. Olbernhau Olbernhau stellte eine ziemlich jpielstarke und spielfreudige Mannschaft entgegen. Die in großer Zahl anwesenden Zuschauer fonnten an diesem schönen und ruhigen Spiel, das durch die einwandfreie Leitung des Schiedsrichters Wirthgen( Aussig) noch gehoben, einen tiefen Einblick in unserer Arbeitersportbewegung diesseits sowie jenseits der GrenzPfähle nehmen. Das Spiel fand am Vormittag statt. Nachmittags halb 2 Uhr: Rothenhaus Ib gegen Trupschi Ib 2: 3( 0: 3). Ein ruhiges und schönes Spiel, bei dem aber Rothenhaus Ib mit 3: 2 geschlagen das Spielfeld verlassen mußte, Halb 4 Uhr nachmittags: Rothenhaus A. S. S. Ia gegen Sobrujan A. S. S. Ia 4: 3( 2: 1), Eden 3: 7. Sobrujan, denen es schon zweimal gelang, Rothenhaus einwandfrei zu schlagen, wollte sich auch diesmal die. Siegestorbeeren nicht entreißen lassen. Beide Mannschaften legen ein mächtiges Tempo vor. Von Tor zu Tor geht es mit dem Ball, bis es in Fußballvereine des 5. Kreises. Ant 26. Sepder 9. Minute dem Rothenhauser Weittelstürmer tember 1926 anläßlich des Länderwettkampfes in gelingt, den ersten Treffer zu erzielen; hart drängt Bodenbach ab 12 Uhr mittags für den ganzen nun Sobrusan an das heimische Tor, doch der Tor- 5. Kreis( mit Ausnahme des 8. Bezirkes) Spielmann leistet gute Arbeit. In der 25, Minute fann verbot. Nichteinhalten des Spielverbotes Sperre Rothenhaus durch den rechten Innenstürmer noch bis zu zwölf Wochen. Stellt Reifegruppen zu einmal einsenden. Sobrujan wird nun auch sehr ge- sammen, damit ermäßigte Fahrt erlangt wird. fährlich, besonders durch die linke Stürmerseite, Der Bundesspielausschuß. denen es dann auch nach einigen gut eingeleiteten Angriffen gelingt, den ersten Treffer zu erzielen. Ein gegen Sobrusan diftierter Elfmeter wurde vom Tormann abgewehrt und mit 2: 1 geht es in die zweite Spielhäffte. Doch jetzt fühlte man es deutlich, daß das Spiel vom Vormittag den Rothenhausern noch Feſtſtellung der Identität der Aufwiegler wurden leiſtung der Weistirchlitzer eine leichtere Aufgabe, Antiquarische Auch die Brüger Exzesse zeigen wieder, was das Bürgertum heute unter Sport, unter Körpererziehung versteht. Weder die Spieler, die nicht aus Gründen des Sports, der förperlichen Ertüchtigung Weiskirchlich durch Weber, Kruschina( dieses Tor wird angezweifelt) und Geppert. Falkenau kam durch einen Elfmeter zum verdienten Treffer. Der Schiedsrichter zeigte guten Willen, doch war seine Amtsführung ziemlich schwach. Bücher kauft ständig Volksbuchhandlung " Gleichheit" Weiskirchliß gegen ASK. Eger Buch, Kunstund Musikalienvertrieb 2: 0( 2: 0), am 12. September nachmittags in Eger. Fast das gleiche Bild wie vormittags. Franz Kögler& Co. Wieder ist der Sturm das Schmerzenstind, der sich Bodenbach zu feiner einheitlichen Leistung finden kann. Es CAFE Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Niegner. Für den Drud verantwortlich: O. Holit. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. Aussiga. E. 4281 RESTAURANT „ LONDON" Empfehlenswertes Unternehmen am Platze Täglich ABEND- KONZERTE der Hauskapellen