Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nefazanta 18 Telephone. Tagesredattion: 26795, 31469. Machtredaktion: 26792. Bostschedamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaz 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Ohne Programm. Freitag, 15. Oftober 1926. Bezugs Bebingungen: den Bei Zaftellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich Ke 16sierteljährlich SP halbjährig ganzjährig. 48.96.192. Rüdftellung von MannStripten erfolgt nur bei Elafendung der Refourmarten. Ericheint mit Ausnahme Des Montag täglich i Nr. 242. will, gründlich aus. Man weiß nicht einmal, der Regierungserflärung schon bestimmter be- fen, dann müssen sie sich schon heute resigniert ob der Hinweis auf den internationalen Cha- haupten es Die neue Regierung stellt sich vor. Nichtssagende Regierungserklärung. Budgetrede des Finanzministers. Die Slowaten machen Schwierigkeiten? keine Freude an ihrer Gründung fragen, wozu sie eigentlich die Kröte geschluckt rakter der Krise( was ja nur mit Einschrän- haben. Wenn sie klar über die Dinge nachden- haben. Die mit viel Lärm angekündigte histori- fungen richtig ist-) einen Trost oder eine sche Stunde, in der sich die deutsch- tschechische Verheißung, eine Absage oder einen Verzicht Koalitionsregierung dem Parlament vorstellte, bedeuten sollte. Im übrigen begnügte sich ist bei den Hauptbeteiligten in ziemlich gedrück- Svehla mit einer Aufzählung der Geter Stimmung und ohne ein Wort, das auch se te, die zu erledigen seien. Baugesek und nur annähernd den Dingen auf den Grund Steuerreform, Militärgeseze und Budget müßginge, verlaufen. fen erledigt werden. Dazu brauche man ein arNoch in letter Stunde hatte es Švehla beitsfähiges Parlament. Ein weiterer Elemenverstanden, die Sensation des großen Augen- tarunterricht wurde dahin erteilt, daß ein ar- Prag, 14. Oktober. Die neue tschechisch- der Erwähnung Spinas und Mayr- Hartings sich blicks zu erhöhen und um sein Auftreten die beitsfähiges Parlament Ruhe und Ordnung deutsche Regierung hat sich heute beiden Häusern völlig ruhig verhalten. Atmosphäre großer Geschehnisse zu verbreiten. voraus, daß die Regierung für diese scho- die Galerien bis zum letzten Plätzchen füllte, vor nossen Stanek folgenden Nachruf, der vom Sodann hält Malypetr dem verstorbenen Geunter dem üblichen Andrang des Publikums, das Er empfing vormittags die Journalisten nen Dinge eintreten werde und, daß sie sich die gestellt. Von der Weihe des historischen Augen- Sause stehend angehört wird: und trug ihnen sein Programmr vor. Da diese Mitarbeit aller erbitte. blickes war nicht viel zu spüren, denn die Regie ,, Es berührt mich schmerzlich, daß ich gleich die Erklärung umfassender ist als die vor dem Par- Ein weiteres Stapitel war dem Willen wollte nicht recht klappen. Der Beifall auf den erste Sigung der neuen Herbstsession mit einem lament abgegebene, sei sie zuerst gewürdigt. Es zum Frieden gewidmet. Man werde jede An- tschechischen Bänken war nicht gerade überwälti- Nachruf beginnen muß, und dies wiederum für ist bezeichnend für die neue Demokratie und regung, woher immer sie komme, aufnehmen, gend, auf Seite der deutschen Regierungsparteien ein Mitglied des Klubs der deutschen sozialdemokrafür den Parlamentarismus, wie Švehla ihn man wehre feiner Mitarbeit und man werde blieb er überhaupt aus. tischen Arbeiterpartei. Der Nachfolger des verstorauffaßt, daß der Ministerpräsident zuerst und soweit die Zeit es erlaubt über alle Fra- Nur Švehla trug oftentativ eine frohe Miene benen Abgeordneten Oswald Hillebrand, Abgeordne ausführlich die Journalisten unterrichtet, das gen eine Beratung im Parlament vornehmen, zur Schau, lächelte siegesgewiß und trug seine ter Wenzel Stanet, ist nach vier Monaten seinem Barlament aber mit einem spärlichen Auszug, bei der alle Ansichten zur Geltung fommen nichtssagende Regierungserklärung mit viel Tem- Vorgänger gefolgt. Kaum einem Monat nach dem perament vor. Švehlas Lächeln war aber nur Antritt seines Abgeordnetenmandates machte ihm einer Taschenausgabe sozusagen seiner Weis- fönnten. So ungefähr mag sich ja ein Mond- eine Maske, denn es blieb im Hause nicht un- eine tückische Herzkrankheit eine weitere Tätigkeit unheiten abfertigt. Diese Einführung stammt bewohner die Demokratie vorstellen, wenn er bekannt und wurde vielfach kommentiert, daß er möglich und vor Beginn der jetzigen Tagung, am von Herrn Dr. Beneš, der auch mehr Wert nach seiner Ankunft auf Erden ein Parlament turz vorher mit dem Slowaken Gažit eine 3. Oktober 1926, verließ er auf immer alle Pflichten, darauf legt, eine gefällige Preise zu haben, als von außen sieht. Daß es bei einem Kabinett ziemlich heftige Unterredung gehabt hatte, die zu die feine Partei ihm auferlegt hatte. Es waren seine Politik von den Volksvertretern gebilligt Svehla so etwas wirklich geben könnte und bei keinem Resultat führte. ihrer nicht wenig. Seine Fähigkeiten und sein Eifer zu wissen. Den Journalisten hat also Švehla diesem Kabinett besonders, das werden we- Es läßt sich nicht lengnen: die neue Regie- führten ihn schon gegen Ende der neunziger Jahre auseinandergesetzt, von we'ch überragender der der Vortragende noch die Zuhörer ernstlich rung verfügt augenblicklich noch über feine vom Zimmermann in die Organisationsbewegung, europäischer Bedeutung seine Ra- geglaubt haben. Die Frage der nationa- Mehrheit, da die Slowaken erneut mit ihren in der er in Karlsbad, in Wien, in Marienbad und binetisbildung ist. To wie in Europa die Follen Zusammenarbeit wird auch in Autonomieforderungen herausrücken und drohen, zulegt in Eger als Sekretär der Kreisorganisation gen des Krieges bejeitigt werden und die gro- einen Weihrauch schöner Worte gehüllt. Man der neuen Regierung die Gefolgschaft zu verwei- tätig war. Biel verdankt seiner Tätigkeit die Gegern. Wenn bis Dienstag diejer Konflikt nicht werkschaftsbewegung, viel die ArbeiterbildungsbeweBen Völker daran schreiten, friedliche Beziehun- sei sich über die Gegensätze klar, aber man habe beigelegt ist, dann steht die Regierung vor der gung. Es war ihm aber nicht vergönnt, auf dem oen herzustellen, so müsse auch die Tschechoslo- den besten Willen, sie zu überbrücken; es war Gefahr einer Niederlage! Die üblichen Zwischen- Boden des Parlamentes festen Fuß zu fassen, obwohl wakei im Innern das nationale Pro ein gutes Zureden, daß es schon gehen werde, rufe der Kommunisten während der Vorstellung nicht viel zu seiner Wahl in den Reichsrat im Jahre blem njen. Das Motiv der neuen Regie- und bald an die Adresse der Koalitionsgenossen der Regierung mögen den Premier wenig berührt 1911 fehlte. Als er endlich vor den lepten Sigungen rungsbildung ist nach Soehla also weniger der eine Mahnung zu unermüdlichem Eifer in haben; um so mehr aber dürften ihm die höhni- der Frühjahrstagung in der Mitte des Juli in un Bunich nach einer Weiterführung der wirt- ihrer staatserhaltenden Tätigkeit, bald an die ichen Zwischenrufe auf die Nerven gegangen sein, ser Abgeordnetenhaus gerufen wurde, da beendigte chaftlichen Reaktion, als die Pflicht der Tsche- wilden Männer auf der nationalen Rechten des die der Slowakenführer Juriga des öfteren ein frühzeitiger Tod unerwartet sein arbeitsreiches choslowakei, Europa bei der Herstellung eines Hauses eine leise Drohung, daß man machte. Es wird Svehlas ganzer Verhandlungs- Leben. Ihr Erheben von den Sißen ist mir ein Befunft bedürfen, um diesen mißgelaunten Slowafen- weis, daß Sie mit mir die Arbeitsenergien bedauern, dauernden Friedens behilflich zu sein. Man Europa schuldig sei, diese Politik zu machen. führer herumzufriegen und sich so wenigstens für welche früher von uns gingen, als sie sich hier gelhatte dennoch keine Ahnung, welch ein Paneu- Den deutschen Koalitionsgen of die erste Zeit etwas Luft zu schaffen. Es wäre tend machen konnten." ropäer an die Spige der Zöllner getreten ist en fonnte der Herr Ministerpräsident dabei denn doch eine zu große Blamage, wenn das unter Erst jetzt erscheint fram ář, vom Hause unund die staunenden Vertreter der öffentlichen nicht auf den Namen kommen. Es war solchen Schwierigkeiten endlich zusammengestellte beachtet, und nimmt auf seinem Size Platz. Es Meinung wurden belehrt, daß das Kabinett der die jämmerlichste Regierungser- Rabinett schon in den ersten Tagen seiner Herr folgt die Eidesleistung dreier neuer Abgeordneter, Hodža und Udržol, der Mayr- Harting und klärung, die dieses Parlament erlebt hat lichkeit Schwierigkeiten mit dem Zustandebringen und zwar des Genossen de a 3, des NationaldemoCerny nicht eine Regierung der Bourgeoisie und gegen sie gehalten nimmt sich Cernys An- einer Mehrheit hätte. Aber was es an Zuge- fraten Kvasnička, der an die Stelle Dvořá čeks vorrückt, und des Nationalsozialisten Čermit der Aufgabe der Niederhaltung der Artrittsrapport vom Frühjahr wie eine napoleo- ständnissen an die Slowaken wohl kosten wird! vinka, der Nachfolger des Außenministers Bebeiter. jondern eine ausgesprochene Filiale des nische Erklärung aus. Und an diesen MiniVölkerbundes jei. Die junge Demokratie werde sterpräsidenten der glatten Worte und der schö- mehr als eine halbe Stunde; die Galerien und Der Beginn der Sitzung verzögert sich um bos nationale Problem lojen, denn es hätten nen Phrasen, an diesen Kopf ohne Programm, auch der Sitzungssaal find länoit dicht besetzt. Als find hervorzuheben: Vizepräsident Spin a resigich nun Baiteien gefunden, die den Mut zur an diesen starken Mann ohne Steuerruder einer der letzten erscheint Stříbrný, der niert infolge seiner Ernennung zum Minister auf Berantwortung haben. Die Regierung flammern sich die anderen mehr oder minder lächelnd einzelne der Nationalsozialisten begrüßt seine Stelle; die Ergänzungswahl wird in der Jefine die Romantik des Butsches ab und stelle starken Männer des neuen Kabinetts. Man und in der für ihn und Trnobransky be- nächsten Sitzung vorgenommen werden. Der fich duf den realen Boden. In dem Tone ging fah es ihnen förmlich an, mit welcher Beflem- stimmten Bank Plaz nimmt. In den Bänken un- Kommunist irsch I teilt seinen Austritt aus es eine gauze. fange Reir fort. mung sie auf der Ministerbank Plaz nehmen, serer Genossen ist der Sitz des verstorbenen Ge- dem kommunistischen Klub mit, während der Klub In der Mittagspause muß dem Herrn die beinahe zur Armenjünderbank wird, wenn nossen Stan ef mit einem umflorten Blumen- der tschechischen Nationalsozialisten seine Namensänderung mitteilt und gleichzeitig anzeigt, daß die Dinisterprändenten mit dem europäischen For fich die Zöllner zu ihr sehen. Und erst das Er- gewinde bedeckt. Endlich erscheint wenige Minuten nach vier Abgeordneten Stříbrný und Trnobran mat der Mut zur Verantwortung irgendwie scheinen des Chefs ließ die Herrn Haltung ge- Uhr der Vorsitzende Wa I y petr; gleichzeitig bei aufgehört haben, feine Mitglieder zu fein. abhaden gekommen sein. Denn von dem, was winnen. So wäre alles beim alten: Svehla treten auch die Mitglieder der neuen Regierung Stříbrný geht oftentativ auf die Miniſterbank zu, er dem Parlament vorrrug, fann man bei einem regiert ohne Program m, Švehla, spricht einer hinter dem andern den Saal. Einige von schüttelt dem Ministerpräsidenten, mit dem er Erposé vom Vormittag füglich behaupten. wie eine Sphinx, Švehla ist auf dem Sprunge, ihnen zeigen offensichtliche Erregung, doch in fur- lächelnd einige Worte wechselt, herzlich die Hand " Bor Lische las man's anders." Die Regie irgendwen hineinzulegen. Und wie eh' und je zer Zeit hat jeder nach den auf den Pulten be- und verläßt den Saal. festigten Namenszetteln seinen Siz gefunden und rirngserflärung war furz aber nicht pußt er mit Nonchalance seine Brille. Nach Erledigung der präsidialen Mitteilungen bündig. Sie ftreifte alle Probleme, aber sie harrt nun, in den Stuhl zurückgelehnt, der kom- erteilt der Vorsitzende dem Ministerpräsidenten Und nicht zu vergessen ist der Aus- menden Dinge. Švehla erscheint als letzter, von den Svehla das Wort zur berührte feines. Sie versuchte es, allen Recht zu tun, aber es fönnte wohl feiner jagen, daß gang sp unft der ganzen Rede. Damit alles tschechischen Stoalitionsparteien mit Sändeklatschen Regierungserklärung sie ihn befriedigt habe. Die letzte Regierungs- beim alten bleibe, hat es Švehla nämlich noch begrüßt; die Opposition verhält sich ruhig, nur erflärung, Švehlas war ja auch gewunden und ausdrücklich versichert, daß er bereits vor acht die Kommunisten machen mehr oder minder ge- die folgenden Wortlaut hat: Es sind etwa zehn Monate, daß ich die Ehre gedreht, aalglatt und allverbindlich, daß keiner Monaten es ist also troß allem eine Frühlungene Zwischenrufe. Der Außenminister Beein Programm entwickelt habe. So es fehlt als einziger von den Ministern, da er hatte, hier ein Regierungsprogramm vorzutragen, ihn greifen und beim Wort nehmen fönnte. geburt auf einem zweimonatigen Krankheitsurlaube weilt bas nach Durchführung der Debatten von beiden Aber samal's galt es, für die brüchige allnatio- habe sich zwar manches geändert, aber im und wohl auch seine vielen Widersacher innerhalb Säusern der Nationalversammlung genehmigt nále Koalition eine. Formel zu finden und der Grunde jei sein jebiges Kabinett nur der Koalition nicht gleich zu allem Anfang durch worden ist. Die Regierung nimmt zur GrundEiertanz war begreiflich. Diesmal tritt ein eine Fortiebung des früheren. Die fein oftentatives Erscheinen auf der Ministerbart lage ihrer Tätigkeit im wesentlichen die damals Stabinett vor das Parlament, das zwar hinter Tradition der allnationalen So- reizen soll. Viel belacht wird eine Randbemerkung des vorgetragene Programmserklärung und wird sich der nationalen Frage das große Fragezeichen alition schwebte als Heiligenschein um die stehen ließ, aber doch in sozialer Bezie Häupter der Herren vom neuen Kurs und es slowakischen Volksparteilers Juriga, der beim hung ein flares Programm entwickeln fönnte. muß ein erhebendes Gefühl gewesen sein, sich Eintritt der Regierung sein Urteil über sie in Die Ziele der stabilisierten Zollloalition find als Fortsetzer dieses verkrachten Systems zu dem Zwischenruf zusammenfaßt:„ Bil böhmisch, bißl deitsch!" Ein Symptom dafür, doch wahrhaftig eindeutig genug. Aber Švehla, fühlen. daß die Slowaken mit der neuen Regierung nicht sehr zufrieden sind und sich ihre Beteiligung an der Regierungsmehrheit noch teuer ablaufen lafVon den folgenden präsidialen Mitteilungen darnach richten. Durch diese Entscheidung will die Regierung auch die unerläßliche Notwendigkeit der Kontinuität in der Entwicklung des Staates ohne Rücksicht auf die zeitweilige politische Konstellation dokumentieren fchont jeine Abgeordneten mehr als ein Rava- Mau hatte nicht viel von dem neuen Sta lier eine" Dame schonen möchte. Er mutet binett erwartet. Aber das war doch zu wenig. und ist zugleich bestrebt, eine Tradition des Verihren Ohren nicht den rauhen Klang fämpfe- Es schien, als ob die Mehrheit selbst das pein- sen werden; Der Vorsitzende eröffnet die Sizung und vertrauens der Bevölkerung zu den vorgebrachten rischer Befennerworte zu, er hält sich für einen fiche, Gefühl nicht loswerden könne, auf einer gefinfeften Stopf, wenn er mit Worten ver- chiefen Ebene zu sein. Angesichts einer lieft zunächst ein Schreiben Sve hlas, worin die Programmen der Regierungen zu begründen. Set, was, aller Süllen bar, ohnehin weit entjeglichen Strije, einer zerrütteten Wirtschaft, Demission der Beamtenregierung und die Bildung Was die Arbeiten für die allernächste Zeit betrifft. fichtbar ist. Der Ministerpräfident erwähnte furchtbarer Massennot, ungelöster Lebensfra- des neuen Kabinettes dem Hause mitgeteilt wird; so ist in erster Linie unser Augenmerk auf die. zum Stellvertreter des Ministerpräsidenten wurde Verhandlung des ordentlichen Budgets für daher wohl die Wirtschaftskrise und er ver- gen der Völker, dieje Allerweltserklärung in in dem heutigen Ministerrat Vater Sra met ge- das Jahr 1927 gerichtet, das wir eben dem Parbrach, daß die Regierung fie mit heißem Be- einem Augenblick, den man man als historische wählt. Die tschechischen Koalitionsparteien begrü- lamente vorlegen und das der Finanzminister mit mühen iftig studieren werde, aber er schwieg Stunde angepriesen hatte! Die Partner dieses Ben die Namensnennung ihrer Minister mit de- seinem Exposé einleiten wird. Auch die Lösung fich über die Wege, die man dabei einschlagen Termingeschäftes werden das läßt sich nach monstrativem Beifall, während die Deutschen bei der Steuerreform ist eine alte Forderung Geite 2 Die kommunistische Tätigkeit der Internationalen Arbeiterhilfe. Der„ Bergarbeiterführer" Ayres bei den englischen Bergarbeitern unbekannt. Ayres fein Bergarbeiterführer und im Bergarbeiterverband Großbritanniens unbekannt Freitag, 15. Oktober 1926. Erhöhung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr etwa 1% Milliarden mehr aufbringen. Davon entfallen auf die Investitionen der Staatsbetriebe 400 millionen, 450 Millionen an Neuaufwand für die Staatsbeamtengehalte, 136 Millionen an Zuteilung der Verkehrssteuer an die Eisenbahn; um 109 Millionen erhöht sich der Zinsendienst der Vorkriegsschulden, um 37 Millionen steigen die Bensionen; die Einnahmen aus der Kohlensteuer werden um 70 Millionen ge= ringer sein, während 84 Millionen auf neue Ausverwaltung vorschlägt, werden die Invaliden am Von den Sparmaßnahmen, die die Finanzhärtesten betroffen. Der Aufwand für die Invalidenfürsorge ist mit derselben Post wie im vorjährigen Budget eingesezt, obwohl sich im Vorjahr gezeigt hat, daß die Invalidenfürsorge um 145 Millionen mehr erforderte, als präliminiert und daher reihen wir auch diese Aufgabe der ersten Arbeitsperiode zu, gleich wie die Gesetze über die Wehrmacht, das Gesetz über die Bauförderung sowie einige Vorlagen, die verwirklicht werden müßten, um die Gültigkeit bisheriger Gesetze zu verlängern oder notwendig gewordene dringliche Verbesserungen geltender Gesezze durchzuführen. In direktem Zusammenhang Die kommunistischen Blätter haben die öffent- Die Internationale Arbeiterhilfe schrieb in mit diesen dringenden Aufgaben der nächsten Zeitliche Antwort der Union der Bergarbeiter auf die ihrer Zuschrift vom 5. Oktober den Bergarbeitersteht die Frage der Lösung der Wirt- Einladung der Internationalen Arbeiterhilfe, eine verbänden, daß es ihr gelungen ist, schaftskrise, die als eine Erscheinung inter- gemeinsame Versammlungsaktion zugunsten der den englischen Bergarbeiterführer Ahres- London nationalen Charakters auch uns bedrängt und englischen Bergarbeiter durchzuführen, lebhaft dis äußerst umsichtigen Studiums und Einschreitens futiert und entsprechend ihrer Art die Feststellun- für die Versammlungsaktion zu gewinnen. Aufgaben verschiedener Art entfallen. bedarf, damit nichts vernachlässigt wird, was die gen der Union als unwahr und unrichtig hinge eine Anfrage beim Internationalen Bergarbeiter schweren Folgen dieser Strise für unser wirtschaft- ſtellt. Demgegenüber sei nun bemerkt und aus- verband in London erhielt die Union der Bergliches und soziales Leben vermindern könnte. Wir drücklich festgestellt, daß der Schatzmeister arbeiter mit Zuschrift vom 11. Oktober 1926 den sind eine parlamentarische Regierung und daher Richardson in der Sitzung des Internationa- Bescheid, daß ist für uns die Mitarbeit beider Häufer des Bar- len Bergarbeiterkomitees in Ostende am 1. Oktolaments bei der Lösung aller dieser Aufgaben ber bei seinem Bericht über das Ergebnis der selbstverständlich. Ich betone, daß jede gesunde Sammlungsaktion zugunsten der englischen BergInitiative ebenso wie jede fachliche und positive arbeiter über eine besondere Anfrage ausdrücklich ist. Er hat auch nach diesem Berichte keiner- war. Kritik immer willkommen sein und respektiert und wörtlich erklärt hat: lei Empfehlungsschreiben der britiwerden wird. Da es uns bereits die Verhältnisse Die Sammlungsergebnisse der Internatio- schen Bergarbeiter mit. gestatten, das Tempo der parlamentarischen Arbeiten zu verlangsamen, können wir heute ohne Uebereilung alles gründlich durch= beraten und die Voraussetzungen für eine ruhige und erfolgreiche parlamentarische Arbeit schaffen. Denn gerade für die Lösung der großen Aufgaben, die unser harren, ist eben die Arbeitsfähigkeit des Variaments und die Ruhe und die Ordnung im Staate eine unerläßliche Bedingung Von dem Bemühen um diese Arbeitsfähigkeit des Parlaments waren die Parteien geleitet, die im Frühjahr des heurigen Jahres zur Lösung eines bestimmten Brogramms zusammengetreten find und aus dieser Entwicklung ist auch die gegenwärtige Regierung hervorgegangen. Diese Aenderung bedeutet eine Erweite rung der politischen Grundlage unseres Parlamentarismus und damit schon in der Entwidlung unseres Staates eine neue bedeutsame Etappe. In dem Bestreben, immer und überall Dieje 145 Millionen will Herr Dr. Engliš also an den Invaliden ersparen, nalen Arbeiterhilfe sind unter der Post von Ayres, der gestern schon in einer Versamm und zwar müßten ,, die Teuerungszulagen der De203.000 Bfund verschieden enthalten. Diese Post lung in Mähr.- Ostrau gesprochen hat, und jetzt flation angepaßt" und die Renten der 25prozensetzt sich zum allergrößten Teil aus Beiträgen der wahrscheinlich die übrigen Bergbaureviere berei- figen überhaupt abgebaut werden. Dann englischen Arbeiter zusammen, die Beiträge sen wird, wird durch die kommunistische Regie sei es möglich, die Rente der Hundertprozentigen der Internationalen Arbeiterhilfe der Internationalen Arbeiterhilfe zweifellos den aufzubessern. betragen etwas über 3000 Pfund. Bergarbeitern als englischer Bergarbeiterführer Von der Wirtschaft der Länder könne man Das ist also die Erklärung des berufensten vorgestellt werden. Auf Grund obigen Berichtes leider nicht behaupten, daß sie im Gleichgewicht Mannes von der englischen Streitbewegung. Es ist also die Ankündigung der Internationalen sei. Die Länder schulden dem Staat allein an muß daher den Lesern überlassen bleiben, we m Arbeiterhilfe eine Erfindung und Un- Vorschüssen auf die Lehrergehalte etwa drei Milfie glauben wollen, den kommunistischen Zeitungs- wahrheit, jedenfalls zu dem Zwecke geschehen, liarden. Damit sei das Problem des Defizits der berichten oder den Angaben dieses Mannes, durch um die tschechoslowakischen Bergarbeiter zu tänt Selbstverwaltungskörper aber noch nicht erschöpft. dessen Hände über eine Million Pfund gegangen schen und irrezuführen. Darauf sei Die Krise der Landesfinanzen mache die Lösung find. hiemit besonders hingewiesen. möglicht hat, fie uns auch den Weg zur Lö fung des nationalen zusammen lebens und zur Mitarbeit für die Verwirllichung aller Aufgaben unseres Staates geöffnet hat. BBB des Problems der Selbstverwaltung in der Republit überhaupt notwendig. Eine definitive Lö sung des Finan problems der Länder sei ohne Lö jung des Problems der Administrative unmöglich. Finanzminister Dr. Englis das Wort ergreift, um das soeben dem Hause vorAus seiner mehr als einstündigen Rede führen gelegte Budget für das Jahr 1926 zu erläutern. Der Umfang des Staatsbudgets. wir folgende, für den Aufbau des Budgets charak- Der Aufwand für die staatliche Administradigung seiner interessanten Ausführungen über Da die neuen Ausgaben über 800 Millionen be teristische Daten an, ohne einer genaueren Wür- tive beträgt im nächsten Jahre 9700 Millionen. die staatliche Finanzwirtschaft und die Entwick- tragen und das Budget gegenüber dem Vorjahre ungsmöglichkeiten unserer Volkswirtschaft im Zu- um weitere 400 Millionen sich vergrößerte, mußte sammenhange mit der jetzigen Wirtschaftskrise diese Differenz durch Ersparungen gedeckt vorzugreifen. werden. Das Staatsbudget muß im Zusammen hange mit den großen Ausgaben der Selbstvers waltungskörper betrachtet werden, welche man auf ungefähr 5800 Millionen abschäßen kann, so daß die gesamte Belastung der Volkswirtschaft auf die Stabilisierung der Berhältnisse daheim nug Gelegenheit geboten, die demokratischen MeIm Laufe von acht Jahren hat sich uns geund im Auslande hinzuwirken, machen wir auch thoden zu erproben und auch wenn wir jemals gevor der Lösung der eigenen Pro- fehlt hatten, eines muß man unserer Demokratie Zuum bleme nicht halt; und unsere Gemein zuerkennen, daß sie vor feinen schweren Aufgaben fchaft ohne Unterschied der Nation, halt gemacht hat, vor die uns die Nachkriegszeit Konfession und der sozialen Schichtung ist der gestellt hat. Und es waren dieser Aufgaben nicht fichtbare Ausdruck unserer ehrlichen politischen wenig und sie waren nicht leicht. Mit dem glei Entschlossenheit. In unserem Staate, der ein chen Mute treten wir heute an die positive Lösung geradezu lassisches Beispiel enger Beziehungen weiterer Probleme heran. Wir fun dies nicht von verschiedenen nationalen Kulturen ist, leichtsinnig und die Schwierigkeiten aus den antreten wir heute zu gemeinsamer Arbeit für die gesammelten Vorurteilen find uns nicht uns einem dritten Teil sind die Anteile der Selbstver- durch die öffentliche Verwaltung 15% Milliarden Schaffung eines harmonischen 3u bekannt.. jammenlebens zusammen in dem Rahmen, der durch die Grenzen unseres Staates und durch seine große historische Sendung in Mitteleuropa gegeben ist. Ganze lange Jahrzehnte waren ausgefüllt von Versuchen, zur Vercinbarung einer besseren Art des Zusammenlebens. Diese Versuche waren jedoch von äußeren Faftoren geleitet, die unsere Verhältnisse nicht kannten und führten daher niemals zum Ziele. Dr. Engliš führte unter anderem folgen des aus: das Budget der Staatsadministrative und in das Das Budget für das Jahr 1927 zerfällt in das Budget der Staatsadministrative und in das Budget der staatlichen Unternehmungen. In Wir sind uns aber auch der unabänder- waltungsförper an den staatlichen Steuern und oder rund 26 Prozent des auf 60 Milliarden beträgt. Von lichen Tatsache bewußt, daß wir hier, so wie Abgaben zusammengefaßt, während in der vier- geschäßten Nationaleinkommens beträgt. wir auf diesem ererbten Boden geboren sind, ten Gruppe eine Eviden; der Staatsschuld durch den Ausgaben der Selbstverwaltung entfallen miteinander mehr als ein ganzes Jahrtausend geführt wird. 55 Prozent auf die Gemeinden, 30 Prozent auf berlebt haben. Diese Tatsache und der unüberDas Budget für das Jahr 1927 ist im die Länder, 13 Prozent auf die Bezirke und 2 windliche Glaube, daß wir für alle zu Gleichgewicht und schließt mit einem unbe- Prozent auf die Gaue in der Slowakei. An die der Selbstverwaltungskörper richtet funft zusammen sind und bleiben, deutenden Neberschuß von 20 Millionen. Zum Adresse ihr legt uns auf, darüber nachzudenken und dahin Unterschied von dem vorjährigen Budget werden Englis die Aufforderung, um jeden Preis zu wirken, daß unsere gemeinsame Tätigkeit und die Juvestitionen der Staatsbetriebe heuer aus Budget zu restringieren; Autonomie bedeute Heute fönnen wir dank dem Siege des Zusammenarbeit dauernd sei. deren laufenden laufenden Einnahmen gedeckt. Den schließlich nicht nur Regierung, sondern auch VerGedankens der Demofcatie in unserem Staate Diese erhabene und große Aufgabe prägt dem Staatsbahnen wird ihr ganzes Reinerträg- antwortlichkeit. Jede Gemeinde müsse für ihre als freie Bürger verhandeln ohne fremde heutigen Augenblick historische Bedeutung auf und nis belaffen; außerdem erhalten sie noch für In- Aufgaben verantwortlich sein und diese nur nach Patronanz, direkt, offen als Gleiche mit dieses Bewußtsein wird uns in all unserer Ge- vestitionszwede 20 Prozent der Verkehrssteuer; Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit und feineswegs Gleichen. Wir sind uns bewußt, daß die aus finnung und in unserem Tun stärken. mehr darf jedoch für Investitionen nicht ausgege- auf fremde Rechnung erfüllen. der Verschiedenheit ter nationalen Kulturen erben werden. Die Postverwaltung erhält Der Minister bespricht nun in einzelnen die fliegenden Differenzen nicht verschwinden, aber Švehlas Ausführungen werden an einzelnen ebenfalls für Investitionen zur Kabellegung und Budgets der einzelnen zentralen Staatsorgane. das, worum es sich handelt und wovon wir Stellen von den tschechischen Koalitionsbänken mit Automatisierung des Telephonnezes den gesamten Die Staatsschuld beträgt rund 35 Milliarden, überzeugt find, ist die Möglichkeit und Notwen- Händeklatschen aufgenommen, von den Kommu Ueberschuß ihres Refforts, während der Verwal digkeit, die Art der Erledigung und nisten und Deutschnationalen jedoch durch vielfache tung der staatlichen Wälder und Grundbesize 20 zu deren Verginjung 1900 Millionen erforderlich Beseitigung von Differenzen und Zwischenrufe, die oft Heiterfeit hervorrufen, Prozent von ihrem Reingewinn belassen wird; find. Für Amortisierung sind 800 Millionen, für Streitigkeiten zum befieren zu immer wieder unterbrochen. Zum Schluß der die staatlichen Berg- und Hüttenunternehmungen die Verwaltung der Staatsschuld 50 Millionen wenden. In dieser Richtung wollen wir übliche Beifall von seiten der Stoalitionsparteien. erhalten zu Investitionszwecken den ganzen Rein- ausgeworfen. Von den Staatsschulden sind neue Wege bahnen und wir glauben, daß Die vor der Ministerbank dicht gedrängten gewinn. Mit Rücksicht auf diese Aenderungen 24 Milliarden inländische Anleihen, 6% Milliar ebenso wie uns die Demokratie die Lösung von Abgeordneten verschwinden zum größeren Teil der Konstruktion des Budgets muß die Finanz- den Auslandsschulden und 4.4 Milliarden österfoglalen Streitfragen und Kulturlämpfen er- aus dem Saale, als nun der verwaltung durch Ersparungen, beziehungsweise reichische Vorkriegsschulden, die auf die Tschecho* er an, daß er eine Erklärung abgeben würde,| Höhe, riß es an sich und verschwand damit in der dem Zimmermädchen offupiert worden war. Menge. Copyright 1924 bei Buchhandlung Schneider u. Co., Wien. wenn Ruhe eingetreten wäre. Bom Baume des Bösen. 62 Bon Marcel Berger. XXV. " Vorwärts! Sinunter!" ,, Nicht durch den Keller!" rief ich vortretend, der unterirdische Gang ist eine Sadgasse, eine Frau Müller hatte das Mädchen in die Ecke gedrängt und stieß es nun, während sie sich in Krämpfen aufbäumte, mit den Füßen in den Unterleib. Die andere tat ihre letzten Atemzüge. Pythius zog mechanisch die Sprite und eine Ampulle Morphium aus der Tasche. Anton hatte sich mit Ellbogenstößen bis in Die erste Reihe vorgearbeitet. Er langte nach dem Aermel des Arztes: Gnade dir Gott..., wenn du mit uns alle!" spielst...!" Aber niemand hörte auf mich. In zehn SeMit einer brüsten Wendung schlug ihm kunden war die ganze Bande auseinander gestoNun spielte sich eine atemraubende Szene ab, Pythius den Revolver aus der Hand. Dann er- ben. Den Zigeuner, der das Rezept schwang, an der ich als Zuschauer folgte, jeden Moment be griff er den von ihm geheilten Arm seines An- der Spize, stürmten sie dahin. Nur die Kränkreit, handelnd einzugreifen. Unter dem Dutzend greifers und bog ihn, zum Zeichen seiner Ueber- sten blieben zurück, darunter der Mann, der mich von Strafeelern bemerkte ich einige Unglückliche, legenheit, langsam aus. Anton schrie auf. Ich zur Seilbahn begleitet hatte, und die Zofe der die sich schon im letzten Stadium der Vergiftung fürchtete, er würde sich nach seiner Waffe bücken; Frau Hourloubeyre. Beide stürzten auf der ersten befanden, andere, die das Uebel noch kaum be- aber er frümmte sich nur unter dem Griffe des Stufe zusammen. Ich kam herunter und mußte rührt hatte. Zu den Widerstandsfähigsten schie- Arztes. Neuerdings gebändigt, zog er sich unter mich in acht nehmen, die sich windenden Körper nen Anton und der erste Geiger zu gehören. Die- dem Gemurmel der Umstehenden zurück. nicht zu streifen. Ich traf den Arzt, als er eben Relative Stille war eingetreten. Pythius in das Bureau trat. ser hatte die Allüren des schönen 3igeunerprimas Sie haben die Kerle in Schach gehalten", abgelegt und beherrschte, geifernd und gestikulie- entschloß sich, zu reden. Was würde er sagen? rend mit feinen wilden Schllauten den ganzen Würde er sich damit begnügen, nochmals die beglückwünschte ich ihn leise. Tumult. wahre Situation in ihrer unheilvollen Düsterfeit Eine halbe Stunde kann ich sie halten... seine Hand griff zweimal daneben wie die eines Vielleicht eine Stunde... Aber dann aber gab er zu verstehen, daß er allein in Kennt- hin rennen Sie?" wandte er sich an Müller. " Ich... wette," stammelte der Hotelier, nis einer letzten Rettungsmöglichkeit sei. Eine Anspielung auf den Flieger, die zwar niemand daß sie es noch auf dem Felsensteig versuchen verstehen konnte, die aber imponierte. Alle horch- werden." fen auf, starrten ihn an und verharrien beweWas wollten die Leute eigentlich? Offenbar zu schildern? Er begann allerdings damit. Dann waren sie überzeugt, daß der allmächtige Medizinmann in den geheimnisvollen kleinen Glasfläschen ein Universalmittel hatte, das er für seine Freunde reservierte. Auton schwang mit blutunterlaufenen Augen einen Revolver: Du wirst uns das Zeug einspritzen," brüllte er, hörst du! Oder ich knalle dich nieder wie einen Feind...!" gungslos in grotesken Stellungen. Er aber hatte geendet und lehnte es ab, Details bekannt zu geben. ,, Laßt mich jetzt durch!" sprach er. Ein schwaches Murren wurde laut. Irgend jemand rief flehend: Eine Spriße 1" Pythius zuckte die Schultern: " 1 Mein Vorrat geht zu Ende. " Er stand in der Mitte des Haufens und legte feine Waffe auf den Doktor an, der mit unbewegter Miene ant Türstod lehnte und wartete. Ja oder nein?" hculten die anderen. Ich bewunderte Pythmus. Ich glaube, daß er selbst schon arg litt. Eine Sefunde schien er zu schwanken, faßte sich an den Gürtel; aber sofort richtete er sich wieder auf und zeigte ein Gesicht ausführen. Hier ist es." von Erz, voll Furchtlosigkeit und Verachtung. Der Doktor zog ein Blatt aus der Tasche. Durch eine kurze, energische Handbewegung zeigie Der Geiger, der gelauert hatte, sprang in die Sie haben ein Rezept geschrieben", jammerte einer der Feuerwerfer. Gewiß. Der erste beste Apotheker fann es Soll ich die letzte opfern?" " Für mich", flehte ihn Müller an. Ja, für dich, das kannst du dir denken!" spottete der Arzt. Er trat an das Sofa, bat mich, ihm zu hel fen. Seine Finger waren talt und steif und vermochten nicht mehr, die feine Glasspitze der Ampulle abzubrechen. Ich mußte es für ihn befor gen. Dann zog ich mit der Platinnadel die Flüssigkeit aus dem Röhrchen. Der Doktor hatte den fleischigen Schenkel Frau Müllers entblößt; er wollte mir die Sprize wieder abnehmen. Aber .? Wo- Blinden. Versuchen Sie es selbst", sagte er mir ,,, ich sehe nichts mehr!" Eine Klingel schrillte auf. Müller drüdte auf einen Knopf. ,, Wer läutet?" fragte ich. " Herr Hourloubeyre." ,, Der soll uns ungeschoren lassen!" Der Hotelier sagte: Ich war oben. Habe ihnen Enzianschnaps gebracht. Was kann man denn sonst tun?" Was, Herr Doktor? Und jetzt... läutet der General" Ein zweites Geklingel hatte sich bernehmen lassen. Müller erhob sich mühsam und knickte sofort zusammen! Lassen Sie", sagte ich ,,, bleiben Sie bei Ihrer Frau." Diese lag auf dem Ledersofa, das früher von Ich zog mich ziemlich ungeschickt aus des Affäre. Mutter Müller warf sich hin und her, wehrte sich. Der Stich blutete. Pythius hatte sich neben dem zusammen gebrochenen Hotelier niedergelassen. " Womit", fragte er,„ könnten wir... großes Feuer machen?" „ Ein Feuer?" " ein ,, Als Zeichen für den Flieger. Mit Müller war nicht mehr zu rechnen. Ich fagte aufs Geratewohl: ,, Wie wäre es, wenn wir alle elektrischen Lampen aufdrehten und sämtliche Fenster offen ließen." Eine gute Idee", erwiderte der Doktor. „ Ich muß wieder hinauf. werde oben Richt machen. Uebernehmen Sie das Erdgeschoß." ( Fortsetzung folgt.) Freitag, 15. Oftober 1926. Homafei entfallen. Der Ausweis der Staatsschul- p den ist fast vollständig bis auf unbedeutende Reste der Borkriegsschuld, bei denen es sich nur um weniger als eine Milliarde handeln kann. Die nichtfonfolidierte Schut Id beträgt 4.6 Milliarden; für sie soll ein eigener Fonds ge schaffen werden, dem die lleberschüsse über die präliminierten Einnahmen, sofern sie fünf ProDie Gezent übersteigen, zugewiesen werden. samtbelastung durch die Schulden beträgt insge famt 21 Prozent aller Ausgaben der Staatsvetwaltung. Dies fei ein sehr ernste s Montento, da die Staatsverwaltung fünftig ohne irgendwelche weitere Schulden ausfontmen müsse. Der Minister bespricht sodann das Budget im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situ ation, die sich im Laufe des Jahres hauptsächlich infolge der europäischen Wirtschaftstrife beträcht lich verschlechtert hat. Wir werden diesen Teil des Exposés noch ausführlicher zu besprechen GeTegenheit haben. Bezüglich der * Debatte Der Staatsvoranschlag für 1927. Prag, 14. Oktober. In der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses legte der Finanz minister das Budget für 1927 bor. Es weist folgende Ausgaben und Einnahmen auf. Gruppe 1. Eigentliche Staatsverwaltung. A. Zentralorgane des Staates: 1. Präsident d. Republik u. Rangl. d. Präsidenten 2. Gesetzgebende Serperschaften 3. Ministerratspräsidiumt B B. Auswärtiges und Militär: 4. Ministerium des Auswärtigen 5. Nationalverteidigungsministerium C. Innere Verwaltung: a) politische: 6. Ministerium des Innern b) Justizverwaltung: Ginnahmen 2.654.527 202.000 18.545.450 Ausgaben 16,446.493 39,665.288 32,904.677 136,004.660 1.370,000.000 30,005.000 13.716.500 554,363.850 7,820.830 7. Justizmin. und Oberstes Ger.. 286,881.280 15,874.833 8. Agenda des Unifikationsmin. 1,573.693 9. Oberstes Veriv.- Ger. und Wahlger. 4,944.774 64.000 c) Kulturverwaltung: Die 10. Unterrichtsministerium 782,382.452 21,190.093 d) Wirtschaft und Verkehr: 11. Landwirtschaftsministerium 204,600.000 26,691.355 34.129.038 662,373.549 15,282.300 29,224.077 27,126.355 11,924.860 48,349.620 15,282.300 25,978.030 25,978.030 838,204.611 14,730.139 Tagen den Hause dreierlei Anträge vor. Mehrheitsparteien beantragten, in der morgigen Sigung die Debatte über beide Regierungserklärungen zu eröffnen; ein von den tschechischen Sozialdemokraten, den Stommunisten und den deutschen Sozialdemokraten ausgehender Antrag verlangte die sofortige Einleitung der Debatte über die Erklärung des Ministerpräsidenten, ein fommunistischer Antrag die sofortige Eröffnung der Debatte über die Erflärung des Finanzministers. Das Haus beschloß im Sinne des Mehrheitsantrages, so daß die für die nächsten drei Sigungen vorgesehene Debatte sowohl eine allgemein politische als auch eine Finanzdebatte sein wird. Damit sich die Regierung dem Senate vorstellen fönne, wurde die Sigung um 46 Uhr ge schloffen. Der erste Streich der neuen Regierungsmehrheit. Antrag auf Neuwahl des Senats. vräsidiums. Raum waren die Worte des Ministerpräfi Denten Švehla verhallt, daß nunmehr ein neues Verhältnis zwischen Regierungsmehrheit und Opposition plaßgreifen solle und daß die Mehrheit ein offenes Ohr für die Anregungen und die sachliche Kritik der Opposition haben werde, zeigten die Mehrheitsparteien, wie ernst es ihnen in Wirk lichkeit mit den Worten des Ministerpräsidenten sei. Anavp vor dem Schlusse der gestrigen Senatsjigung überreichten nämlich die Senatoren der neuen Mehrheit einen Antrag, in welchem sie die Neuwahl des Präsidiums verlangen. Nach der Geschäftsordnung fann nämlich zu 12. Staatl. Bodenami. 13. Sandelsministerium 0 14. Ministerium für öffentl. Arbeiten 15. Bostministerium 16. Eisenbahnministerium 17. Ministerium für soziale Fürsorge 18. Agenda des Min. für Boltsernähr. 19. Agenda d. Min. für Gesundheitsm. 20. Pensions und Versorg. Gen.. D. Finanzverwaltung: 21. Finanzministerium 22. Allg. Kassaverw.( Staatsschuld) E. Kontrolle der Staatsverwaltung: 23. Oberstes Kontrollamt I. Finanzmonopole 10,994.748 126,726.606 620 880.000 483,746.085 3.424,359.979 4 16 4,371.681 9.703,505.151 Summe der Gruppe I. Gruppe II. Staatsbetriebe. davon Tabafmonopol II. Verwaltungsmonopole davon Post( ohne Scheckamt) Schedamt III. Eisenbahnen IV. Nebrige Betriebe 9 · → 580.000 25,625.386 86,087.000 7.674,961.030 1.623,972.455 9.723,914.485 Ausaaben Einnahmen Reingewinn Investitionen 1.131,055.316 2.268,861.450 1.137,806.134 28,930.000 1.008,150.486 2.103.648.550 1.095,498.064 28,930.000 1.137,508.511 1.328,348.683 190,840.172 189,804.300 1.029,942.700 1.199,633.000 169,690.300 179,804.300 20,114.000 10,000.000 135,387.420 271,387.420 89,293.761 46,805.000 101,186.000 9 121,300.000 4.344,150.530 4.479,537.950 1.057,349.329 1.145,643.090 Summe der Gruppe II.. Gruppe II. Anteil der Selbstverwaltungskörper. ... 1.039,607.000 Gruppe IV. Staatsschulden. 7.670,063.686 9.222,391.173 1.553,327.487 536,926.720 Insgesamt 1. Innere Staatsschuld 2. Auswärtige Schuld 3. Schulden aus den Friedensverträgen 4. Veriv. Aus.. Summe Kapital 24.049,196.350 6.495,828.640 4.400,000.000 34.945,024.990 Verzins.. Amort., Berm., Aus I. dafür 1.857,823.612 403,113.970 260.000.000 52,000.000 2.572,937.582 Die Zinsen der Staatsschuld werden gedeckt aus den Staatsbetrieben mit 429,179.626 und * Beainu jeder Sigungsperiode die Neuwahl des aus der Staatsverwaltung mit 2.143,757.956. Präsidiums vorgenommen werden, wovon aber bisher fein Gebrauch gemacht worden ist. Die Mehrheit will aber diefe Neuwahl jest ergivingen, * Geite 3 Demillion des Kabinettes Bethlen. Budapest, 14. Oktober. Jm Sinne eines Stabinett nach Erfließen des lettinstanzlichen Urfrüheren Ministerratsbeschlusses, wonach das teils in der Frankenfälscheraffäre dent Reichsverweser den Rüdtritt anmeldet, hat heute Graf Bethlen die Demission der Regietung überreicht. Um breiviertel fünf fand ein Ministerrat statt, in welchem der Rüdtriti beschlossen wurde. Am halb sechs ihr erschien Graf Bethlen beint Reichsverweser in Audienz, um die Gesamtdemission des Kabinetts zu überreichen. Der Reichsverweser na hm die Demiffion zur Kenntnis, behielt fich aber die Entscheidung vor und betraute die Re gierung mit der Weiterführung der Geschäfte. * Das rechtsträftige Urteil im Frantfälscherprozeß. Windischgräß: vier Jahre Kerker, Nadossy: dreieinhalb Jahre Zuchthaus. Budapest, 14. Oktober. Die fönigliche Kurie verkündete heute das nunmehr rechtsträftige Urteil int Frankprozesse. Danach wurde die Strafe des Prinzen Windischgrät, da er an dem Verbrechen der Dokumentenfälschung nicht schuldig befunden wurde, von 4 Jahven Zuchthaus auf 4 Jahre Kerkers abgeändert; die über ihn verhängten Geld- und Nebenstrafen bleiben aufrecht. Die Strafe Emerich Nadoffys wurde von vier Jahren Zuchthaus auf dreieinhalb Jahre Zuchthaus herabgefeßt. An dem Strajaus maß der übrigen Angeklagten wurden kleinere Aenderungen vorgenommen. Die Strafe des ehemaligen Zeiters des Karthographischen Institutes Alexander. Alexander Kurz wurde von einem Jahre Rerfer auf sechs Monate Kerfer, die Strafe Gerös's von 1% Jabrent Rerfer auf ein Jahr Kerfer, die Strafe Ra bas von ein Jahr Kerker auf zehn Monate and die Strafe d's Kammerdieners Kovacs von einem Jahre Sterler auf sechs Monate herabgefett. Die Strafen der kleinen Angestellten des farthographischen Institutes wurden durch die feit dem Jänner d. J. verbüßte Saft als getilgt erklärt. 0000000000000 die Ausgaben für die Staatsschuld( Zinsen) um 100 Millionen größer sind als voriges Jahr. Während die Gesamtheit der Staatsschulden im Vorjahre mit 33.77 Milliarden angeführt war, wird sie heuer mit 34.94, d. i. um 1.17 Milliarden mehr, angegeben. Das ist eine Folge der Aufnahme der 6prozentigen Konsolidierungsanleihe und der 7% prozentigen amerikanischen Anleihe. Das Wachstum der Schulden ist jebenfalls tein Anzeichen der Konfolidierung der Staatsfinanzen. Was die Staatse in nahmen anbelangi, so ist das Budget ein neuerlicher Beweis für Den Klassencharakter unseres nanzwesens und des Staates. Von allent Steuereinnahmen entfallen auf die direkten Steuern etwa 33 Prozent, auf die indirekten aber 66 Prozent. Abgesehen davon, daß infolge des niedrigen Eristenzminimums bei der Verionaleinkommensteuer auch die Arbeiter einen Teil der direkten Steuern tragen, laften auf den Schultern der breiten Waffen die indirekten Steuern( vier Milliarden), welche zwei Drittel aller Steuerein gänge( sechs Milliarden) ausmachen. Dabei sind noch die Bölle unberücksichtigt gelaffen, die ein Zehntel( eine Milliarde) aller Staatseinnahmen bilden. Ein weiteres Zehnte entfällt auf den Reingewinn der Tabafregie( eine Milliarde), was nur eine verftecie indirekte Steuer ijt. Vor nahmen entfallen also sechs Milfiarden, d. i. 60 Prozent, auf indirette tenden Schichten find es also, die den Staat finan siell erhalten. den zehn Milliarden StaatseinSteuern, Tabat und 3ölle, die arbeiauf die beabsicht. Steuerreform zurückzuführen ist. Das Budget für 1927 weist einen anderen, pensionen ist wohl eine ihrer Aufgaben. Die weil es ihr unangenehm ist, daß der Bräsident des wie zugegeben werden fann Iogischeren Auf- Jubaliben, welche beutschbürgerlich gemählt Senators. Iof ač, Angehöriger einer Oppo bau auf als die Boranschläge für die vergangenen haben, werden eine Zettion empfangen, die sie itionsvartet ist, und das der einzige deutsche Jahre. Es zerfällt in vier Gruppen, u. ziv. fich merken werden. Vizepräsident, Genosse Rießner. gleichfalls staatliche Administrative, Staatsunternehmungen, Die Aktivität des Budgets wird außerdem in den Reihen der Opposition steht. Suweisungen an die Selbstverwaltungskörper- noch dadurch illusorisch, daß die volle Bebedung Daß bei einem Wechsel der Regierung nicht schaften und Staatsschuld. Innerhalb der Abtet- ber ehrergehalte noch nicht gefunden ist. quch eine Aenderung in der Zusammenfeßung des lung Staatsadministrative ist gleichfalls eine Auch da muß man nach der Art, wie die Be Bräsidiums erfolgen muß und daß auch der An- wedentsprechendere Gruppierung der einzelnen dedung für die Staatsangestelltenbezüge gefunden gehörige einer obpofitionellen Variei Vorsitzender Budgetfapitel durchgeführt, u. 3. fommen erst wurde( Zucker. und Spiritussteuer), die größten einer gefeßgebenden Körperschaft sein fann, lehrt die Zentralämter, danu Auswärtiges und Mili- Befürchtungen hegen. Schließlich kann auch die das Beiſpiel Deutschlands, wo Genoffe go be tär. dann die Innenverwaltung( die wieder in die„ Ersparnis" des Ministeriums für nationale Vorsisender des Reichstages ist, trotzdem die politische, Juſtiz-, Kultur-, Wirtschafts- und Verteidigung von 500 Millionen nur durchgedeutsche Sozialdemokratie fich nicht in in der soziale Berwaltung zerfällt), schließlich die Finanz führt werden, wenn der 10jährige InvestitionsRegierung befindet. Auch die parla- verwaltung. Das sind gewiß Vorzüge des heuri- fonds des Militarismus, der jährlich 300 MillioTrotzdem sollen die besitzenden Klassen weiter mentarische Beichichte Englands erweist, daß gen Voranschlages, aber nur formale. In der nen verschlingen wird, auch errichtet wird. So entlastet werden. Die Grundsteuer wird statt wie berfelbe Mann das Amt des Speakers befleidet auptfache fommt es nicht darauf an, wie das muß hinter das Altivum des Budgets ein großes voriges Jahr mit 140 Millionen heuer nur mit hat, obwohl Konservative und Liberale sich in der Budget geordnet ist, sondern wie groß die Ein- Fragezeichen gesetzt werden. 97 Millionen veranschlagt, die Herren Großgrund. Regierung ablösten. nahmen und Ausgaben des Staates find, wie er Was die Staatsa usgaben betrifft, so befizer werden bald gar nichts mehr zahlen. Auch sich die Einnahmen beschafft und wofür er das weist das Ministerium des Auswärtigen von der Erwerbsteuer erwartet der Herr FinanzDie Parteien der Regierungsmehrheit, insbes eingenommene Geld verwendet. abermals eine Erhöhung um fünf Millionen auf, jondere diejenigen, die zum erstenmal mitgiteder der Mehrheit sind, glauben einfach, daß sie nun tive betragen 9703 Millionen, die Gesamtein Staat wie die Tschechoslowakei doch wirklich auch Dagegen erhofft man von der Zuckersteuer statt Die Gesamtausgaben der Staatsadminiftra- wozu betont werden muß, daß ein so Heiner min. anft, 250 Mill. nur 219 Mill, was jedenfalls alle Aemter untereinander aufzunahmen 9723 Millionen, das ist gegen voriges hier einmal zu sparen beginnen fönnte, zumal 172 nur 590 Millionen hereinzubringen. Die teilen haben, und können es nicht erwarten, bis Jahr, da sich die Ausgaben auf 10.070, die Ein- das Land bei der jetzigen europäischen Situation Reichen sollen, trobem auf den arbeitenden nahmen auf 10.085 Millionen belaufen haben, eine Einschränkung des foftspieligen diplomati Slaffen schon heute die Hauptlast der Steuern Das Unterhörte aber bei dieser ganzen Sache ist, etwas weniger. Der Voranschlag für 1927 er fchen Apparates wohl vertragen würde. Dagegen liegt, noch weniger, die Armen, denen es funden haben, mit der Opposition darüber auch daß die Herrschaften es nicht der Mühe Wert ge scheint rechnungsmäßig mit 20 Millionen wird für das Schulwesen um 100 Millionen hundeclend geht, noch mehr zahlen. nur ein Wort zu sprechen, obwohl sie wertige aktiv. Eine andere Frage ist freilich, ob dieses weniger ausgegeben( in Wirklichkeit noch viel Freilich davon, daß es den arbeitenden MenStunden vorher in ser obmännerfonferenz dazu Aftivum tatsächlich vorhanden ist. Der weniger, weil ja die Stultusausgaben gewachsen schen schlecht geht, ist der Herr Finanzminiſter reichlich Gelegenheit gehabt hätten. Gerabe die Finanzminister hat ſelbſt den Zweifeln darüber sind), für die soziale Fürsorge um 15 Mil nicht sehr überzeugt. Er glaubt, daß die WirtObmännerfonferen; ist dazu berufen, Fragen des Ausbrud gegeben. So sind beispielsweise die lionen, für das Gesundheitswesen umschaftsfrie ihren Söhepunkt überschritten habe, parlamentarischen Betriebes zu regeln, und die Ausgaben für die Invalidenfürsorge zu 20 Millionen weniger. Das ist für das, was die daß die Zahl von 71.000 Arbeitslosen, wie sie die bertfchbürgerlichen Parteien, welche diesen Ueber- niedrig veranschlagt. Im vorigen Jahre wurde Regierung beabsichtigt, charakteristisch genug. Die itaatliche Staftitik angibt, nicht so groß sei und fall auf die Opposition mitorganisierten, haben die bezügliche Bost um 145 Millionen K über- Ersparnis beim Ministerium für nationale daß es uns erheblicher besser gehe als unseren frither unzählige Male verlangt, daß zur Lösung schritten. Trotzdem wurde bei der Zusammenstel Berteidigung ist, wie schon gesagt, dadurch Nachbarländern. Der Herr Dr. Englis sollte einaller Fragen im Barlamente die Opposition her lung des heurigen Budgets darauf keine Rüfjicht erzielt worden, daß für zehn Jahre ein eigener mal einen Ausflug ins deutsche Industriegebiet angezogen werden müsse. Die Zusammensetzung genommen. Wenn der betreffende Betrag 1927 Fonds geschaffen wurde, der eine Herabfeßung machen, vielleicht würde er dann über Arbeitsdes Präsidiums beruht auf einer ausdrücklichen abermals überschritten werden sollte, ist die Akti- der Ausgaben für den Militarismus einfach un- losigkeit und Kurzarbeit anders denken. Aber in Bereinbarung der Parteien, die im Feber dieses vität des Budgets schon beim Teufel. Der möglich macht. Der Finanzminister berechnet, der Wandlung der wirtschafts- und sozialpolitischen Jahres, und zwar auf drei Jahre abgeschlossen Finanzminister hofft jedoch, daß die Invaliden- daß für den Militarismus 18.21 Prozent der Auffaffungen des gegenwärtigen Finanzministers worden ist. Diese Vereinbarung will die neue pensionen herabgeset: werden, denn, so sagte er, Staatsausgaben ausgeworfen sind, was aber in fommt geradezu klassisch der Wandel in den Mehrheit nun brechen und die Deutschbürger der Staat it feine Unfallversiche fofern falsch ist, als hiebei der erwähnte Fonds Machtverhältniffen in den letzten Jahren, vor lichen zeigen, wie rasch sie umgelernt haben. rungsanft alt". So zynisch hat noch fein unberücksichtigt bleibt, aus dem heuer allein 315 allem die Erstarfung des Bürgertums, zum AusRufer Minister irgendeines Staates über die Unglüd- Millionen dem Ministerium für Nationalvertei brud. Serr Dr. Englis hat sich in die Rolle des maren im Stampfe gegen die iftatur der Re- lichen des Krieges gesprochen, die für den Staat digung zur Verfügung gestellt werden. Tatsächlich Finanzministers der Bürgerregierung rajch eingegierungsmehrheit; faum haben sie zum Trog der ihre Gesundheit und ihre geraden Glieder geopfert werden mehr als ein Fünftel aller lebt, das Budget, das er vorlegt, ist der Regierung gerochen, zeigen sie, daß sie die alten haben. Aus dieser Aeußerung fann man auch Staatsausgaben dem Militaris- Ausdrud dessen, daß die Bourgeoi Methoden der allnationalen Stoalition getreulich sehen, was man von diefer Regierung zu er mus in den Rachen geworfen sie rüdsichtslos die ihr zugefallene warten hat. Der Abbau der Invaliden macht ausnüßen will. topieren. Kein Vorzug des Budgets ist es auch, daß Seite 4. Genat. Regierungserklärung.- Schäden bei Wetterfatastrophen. Der Senat schreitet darauf zur Verhandlung des Gesetzes über die Unwetterfatastrophen, wozu nach den Ausführungen der Berichterstatter rung der Verhältnisse, dem AbbauỊ der Arbeitslosigkeit und des Woh nungselend 3, einer gerechten Steuerreform, an allen Bemühungen zur Verhin derung einer wucherischen Teuerung usw. usw. zu arbeiten." Freitag, 15. Oftober 1926. Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Samstag. Brag, 372. 11: Mittagsfonzert, 1. Bolnariom: Balse d'amour. 2. Bowell: Curlh- Intermezzo. 3. Raimann: Im Wald. 4. Simonetti: Madrigal. 5. Schubert: Moment musical. 6. Urbach: Offenbach- Potpourri. 7. Hasler: Lied. 12: 3eitsignal. Reue Bücher. 18.15: Sandwirtschaftlicher Rundfunt. 18.30: Maritana: Ouverture, 2. Mahent: Solo de concert. 3. Zam sons. 8. Leichte Mlufft. 21: 3eitsignal. 22: Rette Nachrichten, Brünn, 521. 14,30: Olmüßer Produktenbörse, Sport, musif. Breßbureau. Prag, 14. Oftober. Auch der Senat hielt bewohnbar. Und trotzdem geschieht seitens des heute eine Sigung ab, welche der Vorsitzende, Staates fast nichts; Erhebunnen, nichts als Erho Weiter als in diesem Erguz fann Heuchelei Breisenachr. 1. landw. Rundfunt. 16.30: Rachmittagskonzert. Vizepräsident Donat, mit einem Nachruf auf den bungen, während die armen Leute und Gemein- und Demagogic schwerlich getrieben werden. Die Kompofitionen von Nobaf. 1. Sonate. 2. Das Tal des nenen Aönigreiches. 3. Eflogen. 4. io. 17.30: Bortrez Soziale verstorbenen Senator Křižto( Agr.) einleitete. den rasch Geld brauchen, um die dringendsten Arbeiter haben die Chriftlichsozialen fest ja schon Motive in der neuzeitigen Literatur. 18: Den time Cen An feine Stelle tritt der Ersatzmann Elemer Schäden sofort zu beheben. ein halbes Jahr an der Regierungsarbeit gesehen, dung. Dr Anton Moucha, ſtaatt Büchereiinstruftor. Brag: Volay. Ebenso tritt für den Senator Hy bš Es ist mit Rücksicht auf die Armut der Be- haben ihnen, die nicht reaktionär" und nicht marionettentheater: Wie der Schuster den Teufel betrogen ( Agr.), der auf sein Mandat verzichtet hat, dessen troffenen höchste Zeit: der Winter steht vor der Diener des Kapitalismus" sein wollen, die bat. 20: Wettervorausfage, 20.02: Quftiger Abend. 1. Wallace: Erfahmann Dreßler in den Senat ein. Tür, und es ist daher Eile geboten. Es muß ungerzölle und die Voltsausplin- burriaza- Chor. 4. Chansons. 5. Tamburizza- Chor. 6. a) MahSodann ergreift Ministerpräsident Svehla daher an die Regierung von dieser Stelle aus erung durch die Geistlichenbe; ige bew- Lafe: Rubato; b) R. Wieboefts: Balfe vanité. 7. Chandas Wort, um dieselbe Regierungserklärung wie die dringende Aufferderung gerichtet werden, eitzuverbanken. Und da wagen es diese Je uebericht der Lagesereiquiffe, Sport, Theater. im Abgeordnetenhause vorzutragen. nicht nur eingedent ihres Versprechens hier uiten, sich zum Schuhe aller wirtschaftliFSKP Betters, Theaternachrichten und Presbureau. 17.40: Kinderhelfend einzugreifen. Und zwar ohne Rücksicht Schwachen zu verpflichten und zu behaupten, daß aute. 18: Beitseimen. Eigener Rundfunt. 18.20: Bortrag. auf den Charakter der Gemeinde und der Betrofie die kapitalistischen Strömungen verhindern 19: Sonsert. 20: Hörspiel. 21: 3eitzeichen. 21,15: Zangfenen. Man ann nämlich die Wahrnehmung Sunderttausende christlichsoziale Arbeiterwähler Sason. 19.30: 3n baitischen Staaten. 20.30: Der Barbier Budapest, werden! Ja freilich, die( etwas übertriebenen) machen, daß chon jetzt mucken schon seit geraumer Zeit auf deutscher Bertett. 17.30: Orchestertonzert. 19: Ormesterfonzert. 20.40: Zuwendungen nur landwirtschaftlichen aber nicht wie auf tschechischer Seite gegen die arbeiter Musikalisches 3wischenspiel, 21: Niemals wieder!". Revue. feindliche Bolitit ihrer Parteien auf, die sich bei op.$ 1 a. 24: Tanzmusit. 22: Amerifanisches Programm. 22.45: Beethoven: Sonate Industriegemeinden Mitte Juni gingen über verschiedene Gegenden Deutschböhmens schivere Wolkenbrüche nie- gemacht werden. Alle Gemeinden haben An- den deutschen Christlichsozialen früher, als sie wien, 531. 16.15: Rachmittagskonzert 18.30: Der Dichter der, die ungeheure Schäden an Gemeinde und spruch auf die gleiche Hilfe durch das Land och oppositionell waren, niemals so deutlich auspielort Bulbs, Zürich, 513. 20: Bolfstümliches Brivatgut anrichteten. Am stärksten wirkten sich und den Staat. Graf tritt ie Wortbrüchigkeit prägen fonnte wie seit ihrer Teilnahme an der Konzert. Macht Und weil die deutschen Christlichsozialen die Folgen dieser jäh hereingebrochenen Unwetter- der früheren Regierung zutage anläßlich der num. um diese Wähler und Parteimitglieder zu fatastrophen durch Wasserschaden in den deutschen ungeheuren bangen. beginnen, versprechen sie ihnen das Blaite Gebirgsgegenden des Reichenberger und namentBrandlatastrophe in Nikolsburg, vcm. Himmel, im Bewußtsein, daß sie davon Arbeitsgebiete für die Wohlfahrtspflegerin. 16: Zacharbeiter lich im Elbetalgebiete aus. bei welcher über 100 Häufer eingeäschert wur- uchts, aber auch gar nichts werden halten können Friedrich dem Großen. 18: Das elettrische Stomen. und wolleu. Die erztonservativen Bahnärztliche Brothetik und Gesichtsausdruck des Menschen. Senator Genosse Beutel das Wort ergreift. Er führt aus: Arme 560. 17.02:„ Daraz feszet". Lustspiel von 1600, 16: boit Sebillo", Oper von Rossini. " Rom, 425. 21.25: Ronzert. Niessche. 19.35: 3um Blindentag. 20.05: Ein idealer Gatte". # Deutschland. Königsmusterhausen, 1300. 15: Einheitsfursfchrift. 15.30: in der Metallindustrie. 17,30: Berlin und Botsdam unter 18.30: 19: Die deutsche Over von Mozart bis Schrefer. 20.30: schuldet in die größten Notlagen versetzt worden den. Man hat dort die Hilfe für die armen Opfer ferifalen als Freunde sozialen Fortschritts, uebertragung von Berlin, 504. Zum Wochenende. 22.50: Gegenwart. 20.25: Boltstümliches Orchestertonzert. Frank anamufit. Breslau, 418. 16.30: Unterhaltungstongert. 18: Schadfunt. 19: Das deutsche Drama um 1900 bis zut 1.15: Aufbauarbeit der deutschen Jugend. furt, 470. 15,30: Aus dem deutschen Lieberfrana. 16.30: Marisa", Operette von Salman. Samburg, 392. 12.20: mittagsfonaert. 14.05: Saustonzert. 16.05: Funtheinzelmann. drama. 17.20: Menschen, die is0 Jahre alt werden. 18.15: gefund? 19.15: Die Entwicklung der deutschen optischen 3: uftfalifches ferlei. 20.15: Seiteres Wochenende. sig. 452. 16.30: Orcheſterfonzert. 18.30: 2ie bleiben mir Orcheſterfonzert. 17.45: Aus den Lederstrumpf- Erzählungen. 20.15: Gräfin 16.15: Musikalische Feierstunde. 17: Konradin im deuifchen der Brandkatastrophe gänzlich den lokaler Bedie vom Scheitel bis zur Sohle reaktionäre, und dringende Hilfe tut not. Fast alle Wild- hörden überlassen. Von Seite des Staates wnrbachverbauungen, die zum Schuße solcher den lediglich zwei Baracken errichtet und sonst it echte Regierung als Gegnerin kapitalisti Gelde und vielen alles andere beim alten geblieben. Nichts ist sozialistischen Arbeiterschaft ist es llar, daß diefe Katastrophen mit schweremt Gelde und vielen alles andere beim alten geblieben. Nichts ist chen Strebens und der Profitmacherei! Der Mühen erbaut wurden, verjagten nicht geschehen, um an den bisherigen, die Allgemein- Regierung und ihre deutschen Christlichsozialen nur, sondern wurden vielleicht, weil unzureiheit weiter schädigenden Zuständen etwas zu chend, zerstört. In Mähren, Schlesien und ändern. Die Regierung hat zur Gänze versagt. gar nicht anders können, als Kapitalistenpolitit einem großen Teile von Böhmen wurden Man soll uns doch sagen, was geschehen ist. gegen das Proletariat zu machen. Und in jedem auch große Schäden an Ernten und Rü- Nachdem, was man dort sieht, wurde alles verder Praxis mit dem verlogenen Gesalbader über einzelnen Falle wird man die Plusmacherei in benfeldern angerichtet. Gewaltige absäumt. Die Regierung sollte berichten, was Wassermassen ergossen fich außer den Ueber- geschehen, resp. nicht geschehen ist, und warum. soziale Pläne und Pflichten vergleichen können. jawemmungen der Elve, Eger, Jdler, Biela, nicht wir beantragen zu diesem Zwecke eine entspre die Fascisten drohen den National- quartett, Sindemith: Streichquartett. 22.30: Yangmufit Zum Schluffe der Sigung überreichten die Senatoren Böhr, Dr. Brabec, Dr. Kovalit, Dr. Reyl, Dr. Srobar, Thor und Zuleger den Antrag auf Ne it wahl des Senatspräsidiums, worüber wir an anderer Stelle sprechen. Demotraten! Leip buftrie. 19.45: Das Wahrsagen im Spiegel der Bolizei. 20.30: Rezitationsabend Heims. 22,15: Tanamufit. München, 485. 12.30: Mittags fonzert. 16.30: Orchesterfonzert. 18.40: fcibel, 20: Rammermusit, Dittersdorf. Streichquartett. Verdi: Münster, 410. 13.30: Orchestertonzert, 15.45: Funfheinzelmann. 16.15: Renaissancetongert. 17.30: Cafar laischfens Stunde, 20.30: Reger- Abend. 22.30: Seiteres Kongeri. Zagesneuigkeiten. Die Steuerdemagogen. Nach der Rede des Gen. Beutel sprachen noch einige Senatoren, worauf die Anträge des Nach einer Meldung des„ Čeffe Slovo" sind Ausschusses mitsamt dem Resolutionsantrage die Fascisten in großer Erregung über die Bedes Gen. Beutel angenommen wurden. reitwilligkeit der Nationaldemokraten, die Regierung, in der auch Deutsche fizzen, zu unterstützen. Die Fascisten verlangen, daß die Nationaldemtofraten im Laufe von sieben Tagen aus Landbündler gehört der Kampf gegen die Zu den zugfräftigsten Agitationsmitteln der der neuen Regierung austreten und Steuervorschreibungen. Das SteuerDie nächste Senatssitzung findet Mittwoch, so deren Sturz herbeiführen. Sollte dieser For- zahleit ist den Agrariern eine besonders unange den 20. Oftober um 4 Uhr nachmittags statt. derung nicht willfahrt werden, erklären sich die nehme Pflicht, gegen die sie sich mit allen MitAuf der Tagesordnung steht die Renwahl des Fascisten als selbständige Partei, die teln zur Wehr sehen. Sie haben deshalb die Präsidiums und Debatte über die Regierungs- mit aller Energie die Durchführung ihrer Ideen Einbringung von Rekursen und dgl. im nur in die an den Flüssen liegenden Gemeinden, chende Resolution, um deren Annahme ich jondern auch aus den den Flußläufen entfernt ersuche. liegenden Gebirgsbächen stürzten die Wassermas jen in verheerender Weise in die armen Gebirgsdörfer. In dieser Zeit wurden namentlich int Zeit wurden namentlich im Elbetale von Bodenbach bis Leitmerib unge heure Schäden angerichtet. Diese hätten vermie den oder gemildert werden fönnen, wenn der Staat die schon längst projektierten Wildbachverbauungen und Flugregulierungen vorgenommen hätte. Im Juli, alfo 4 Wochen jpäter ereigneten sich neuerliche, zum Teil dieselben aber auch viele andere Gemeinden tref wie sie feit Mensch engedenten nicht nachweisbar sind. Insbesondere war dies in Auffiger Gebiete der erklärung. Fall. Bezirksstraßen, Gemeindewege, Ufermanern wurden weggerissen. Speziell Herrnskret= fchen wurde arg verwüstet u. zw. wiederholt im Juni und Juli. Dasselbe in den Bezirken Bensen, Kamnit. Aus alledem fann wohl ermessen werden, wie ungeheuer groß die Schäden sind, die da angerichtet wurden. fende Wasserfatastrophen, Rasche Hilfe tut hier not. Obmännerkonferenz. betreiben werde. Großbetrieb organisiert. Ob der Refurs Aussicht auf Erfolg hat oder nicht, wird koum unter fucht, die Hauptsache ist, daß für die Parteinit glieder etwas getan" wird. Die Steuerbehörden Die unerbittlich Harten. Die Debatte über die Regierungserklärung Die deutschen Nationalsozialisten sind schon längst auf diese Art Demagogie gefom. beginnt im Senat in der nächsten Sizung Mit haben bekanntlich ihre Leiblfnöpf' abgezählt und men. In letzter Zeit hat sogar Finanzminister Dienstag um vier Uhr nachmittags. der Debatte über die Erklärung der Regierung sich entschlossen weil der letzte Stuopf gefehlt zeichnet. In der Antwor: des Finanzministers Dr. Engliš diesen Unfug entsprechend gekenn wird auch die Debatte über die Interpellation bat einerseits die Regierungspolitik der Aftider deutschen Sozialdemokraten, über die Wirt- visten" nicht mitzumachen, anderseits aber mit auf die Interpellation des Abgeordneten Weißer Es geschieh, cber beinahe so viel wie nichts. Weil- schaftskrise, die Gajdaaffäre und die Militärun- den deutschen Regierungsparteien in Deutschen und Genossen betreffend die mißlichen SteuerverVerband" beisammen zu bleiben. Der„ Tag" hältnisse in den Gemeinden des Adlergebirges, Honen find nonvend um die Schäden gut fälle verbunden werden. Die Obmännerfon Verband" beisammen zu bleiben. Der„ Tag" machen. Die Gemeinden machen Eingaben. Viele ferenz beschloß einstimmig, gegen die Uebergehung lamentiert beweglich über den„ Rig im deutschen Rofitnik und Deschnei( Drud III/ 182) heißt es arme Leute, namentlich Arbeiter. wurden ob der Senatoren bei der Kabinettsbildung zu pro Lager", behält sich aber sein Urteil über das nämlich: Aktivisten- Experiment noch vor, bis die Folgen zu dachlos, ihre Wohnungen für längere Zeit un teftieren. sehen sein werden. Vorläufig halten sich die Nationalsozialisten noch fest an die Rockschöße Spinas und Mayr- Hartings. Mit der einen Ginstellung der Zeuerungszulagen der Staatspensionisten unverzüglich ihre Zuschüsse in vollem Ausmaße weiter ausbezahlt erhalten? Staatsgrubenpensionisten. 4. Ist sie bereit, dem Abgeornetenhaus einen ausführlichen Bericht zu erstatten? Was das Finanzministerium an armen Pensionisten ersparen will. das Die staatliche Grubenverwaltung und Finanzministerium haben im Juli verfügt, daß Arbeiter. aufgepakt! Die Deutsche Presse", nunmehr wirts Sie bisherigen 3 ut i chüsse der Provisionisten auf liches Organ der agrarisch- kleritalen Regierung, den staatlichen Montanbetrieben eingestellt wer- leistet sich in ihrem Leitartikel vom Donnerstag den. Alle darüber stattgefundenen Untechands folgende, gewissermaßen regierungsprogrammati lungen hatten nur das Ergebnis, daß ein Drittel sche Säße, die in Hinblick auf die zu erwartende dieser Provisionisten für den Monat November Bragis festgehalten werden müssen: Das letztental zur Auszahlung kommt. Durch diese Verfügung wurden einigen Taufenden Staatspensionisten ihre bis dahin gewährten Teuerungszulagen zu den fargen Bruderlagenprovisionen munt mehr zur Gänge eingestellt, mit der völlig unzulänglichen Begründung, daß die Staatsgrubenverwaltung die 17 Millionen Kronen, die diese Zuschüsse erfordern, nicht aufzubringen ver mag. Dazu fommt, daß die Teuerungszulagen auf Verfügungen des t. I. österreichischen Ministeri ums für öffentliche Arbeiten in Wien zurüddatieren und daß daher die tschechoslowakischen Behör den den alten ausgedienten Staatsgrubenarbeitern einen Zuschuß für ihre alten Tage rauben, den ihnen schon das f. t. österreichische Ministerium gewährt hat. Diese an sich ganz ungerechtfertigte und unberechtigte Einstellung der Zuschüsse stürzt tausende ausgedienter Staatsgrubenarbeiter in namenloses Elend und Not und erfolgt in einer Zeit, in der durch täglich steigernde Teuerung das Los dieser Menschen sich ohuedies von Tag zu Tag trauriger gestaltet. Unsere Abgeordneten Pohl und Genossen haben daher an die Regierung eine Interbel lation gerichtet, in der sie die Regierung fragen: 1. Wie vermag fie es zu rechtfertigen, durch administrative Verfügung derart arbeiterfeindliche Maßnahmen durchzuführen? 2. Auf Grund welcher ge eblicher Bestimmuite gen hat sie die Zuschüsse an die Staatsgrubenpenfionisten eingestellt? 3. 3ft fte bereit, dafür zu sorgen, daß die Hand. Mit der anderen schwören sie deutsche linentwegtheit und grundsätzlichen Kampf" ivie folgt: ,, Es ist zwar wahr, daß in letzter Zeit manchen Gemeinden der erwähnten Orte sabl reiche Ansuchen um Mitteilung der Bemessungs grundlagen und zahlreiche Berufungen eingebracht worden sind, jedoch kann dieser Umstand mehr auf Rechnung der betriebenen Agitation gegen die Steuervorschreibungen überhaupt, als Die deutschen Nationalsozialisten werden sich gegen eine tatsächliche Uebersteuerung gefeßt mer in ihrer bisherigen Politit nicht be- den, wofür auch die zahlreichen, vollstän irren lassen. Der bedingungslosen Regiebig gleichlautenden und aus einer Quelle rungsbereitschaft einiger deutscher Parteien werstammenben allgemeine it den wir starrer denn je die unerbitt Beschwerden vieler Gemeinden aus liche Oppofition und die Entschlossenheit den betreffenden Bezirken zeugen." zum Kampfe unt die autonomen Rechte unserer Solange die Landbündler in der schärf Nation in diesem Staate entgegenstellen. Und sten Opposition" zur Regierung standen, nicht nur aus nationalen, sondern auch aus ließe sich ihren parteipolitischen Gründen ents sozialen Gründen wird der reaktionäre Kurs einer springende Steuerdemagogie vielleicht noch eini agrarisch- flerifalen, internationalen Roalition auf germaßen damit vertuschen, daß sie die Steuerden schärfsten Widerstand der deutschen national behörden ärgern wollten. Jezt, wo sie über sozialistischen Arbeiterpartei stoßen." Nacht sich zum Staat bekennen und ein Teil der Zuchthaus für Arbeiter! ,, Den drei christlichen Volksparteien, die in der Mehrheit über 67 Stimmen, d. h. fast die Hälfte der gesamten Mehrheit, verfügen, wird es nröglich sein, zu beweisen, daß eine Regierung, der keine Sozialisten angehören, nicht reaftio. Das Rößlein bleibt also einerseite int war neuen Regierungsmehrheit sind, wird wohl die när im Sinne der Sozialdemokraten sein muß, men Stall, anderseits treibt es sich munter in Steuerdemagogie ein Ende nehmen? Nun heißt nicht zur Dienerin des Kapitali 3- 2Bald und Wiese freier, ja ,, unerbittlicher" Oppo- es, dem Staate geben, was ihm gehört und als mus herabsinken, zum Feind des arbeiten- sition herum. Das deutsche Bürgertum fann neugebackene Patrioten sollten sich die Landden Volkes werden muß. Die Volksparteien wer wirklich Freude an seinen Zöglingen haben, über bündler nicht fträuben, ohne Widerrede mit vollen den es verhindern, daß vielleicht topitalt deren Arbeiterpolitif" Agrarier und Kleritale int Händen„ naše republika" Steuer zu zahlen. itische, antifoziale Strömungen zur jiillen Kämmerlein in frenetisches Gelächter aus- Wird's geschehen? Kaum, denn die Agrarier Macht gelangen und das Wenige vernichten, was brechen. huldigen dem fapitalistischen Gotte Nimm! die neue Zeit auf sozialem Gebiete langsam aufzubauen beginnt. Den Volksparteien obliegt die Große Sterblichkeit in den Reihen der Kriegss Wahrung der Interessen des bejiglojen, arbeiten. beschädigten, 221.900 Kronen nach 804 verstop den Volfes, der Festangestellten, der Kleinen und Budapest, 13. Oftober. Die Arbeiter Karl benen Kriegsbeschädigten wurden bis Ende Sep wirtschaftlich Schwachen, ihnen obliegt der Schußay, Karl Reresztes und Eugen Juhasz tember aus der Sterbelasse des Bundes der dieser Stände gegen beutegierigen, vergrößerungs- wollten eine Schrift Die Grundgedanken des Le- Kriegsverlegten ausgezahlt. Welche verheerende gierigen Besit. Diese Aufgabe werden die christ ninismus" auf lithographischem Wege verviel Wirkung der Krieg unter der Menschheit angerich lichen Volksparteien allerdings nicht in der unfältigen laffen. Sie wendeten sich an den Bitho- tet hat, beweist die große Sterblichkeit in bet sinnigen Weise zu erfüllen suchen, wie es die graphen Stephan Mayer in Klein- Best mit der Reihen der Kriegsbeschädigten. Wenn schon die Sozialisten in ihrer Verblendung jahrelang ver Frage, ob er die Arbeit übernehmen wolle. Er Sterblichkeit der ehemaligen Kriegsteilnehmer geblich getan haben, sondern auf dent einzig mög- zeigte sie an, sie wurden verhaftet und wegen überall eine viel größere ist, als bei denen, die lichen und gangbaren Wege: dem der gegenseiti Verbrechens gegen die staatliche und gesellschaft nicht die Schreckniffe des Krieges zu verspüren gen Verständiung, dem Wege des Solidarismus, liche Ordnung wurde Lay zu drei, Keresztes und brauchten, fo tritt diese Tatsache noch besonders so der Zusammengehörigkeit und der Zusammen- Juhasz zu je zwei Jahren Zuchthaus grell in der Tschechoslowakei zu Tage, weil hier arbeit aller Stände und Berufe. Die Bolfspar berurteilt. Als Berufungsgericht bestätigte die infolge der schlechten Versorgung, der fergen Rente teien umfassen Scharen von Arbeitern, fönigliche Tafel( Vorsitzender Tafelrichter Auer) und der ewigen Schifanen durch die Fürsorgeäm Hunderttausende von Menschen, die dieses Schandurteil. Das Empörendste an diesem ter die noch vorhandenen Lebenskräfte viel ra mit Kopfoder Hand das tägliche Brot und allen ähnlichen Urteilen ist, daß sie nicht eine scher aufgebraucht werden, als es bei den Kriegs erarbeiten müssen Pflicht dieser Parteien Tat, sondern eine nicht ausgeführte Ab- beschädigten jeuer Staaten, in denen eine beffere wird es fein, mit aller Kraft an der Besse sicht ahnden! Versorgung erfolgt, der Fall ist. Freitag, 15. Oftober 1928. " Seite 5. Mit dem Radekkymarsch geirrt-! An die Beifall aufgenommenen Referat gab Redner einen wurde der Tierbändiger Montbaron von dem rie- Im ersten Falle denkunfähige Menschen, die beliebte Redensart wird man erinnert, Ueberblick über die politischen Ereignisse, fenn- figen bengalischen Tiger Nero angefallen und durch wie hilflose Kinder durch die Straßen geführt wer man im Prager Tagblatt" die Meldung zeichnete das volksfeindliche und reaktionär: Ver- einen Brantenhieb am Oberarm erheblich verlegt. Den müssen und hier Profeten mit leuchtenden Auvom Tode des früheren Generalobersten Bu halten der deutsch- bürgerlichen Parteien und wies Nur durch kaltblütige Ruhe gelang es Montbaron, gen, mit flarem Blick und frischem Geist. Hier die hallo lieft. Das Blatt läßt sich aus Wien auf die verheerenden Wirkungen der Wirtschafts- des wütenden Tieres Herr zu werden. Die Sani- Bildung und Formung des Geistes nach hohen folgende Meldung senden, die das geduldige krise hin, die durch das verderbliche Wirken der tätsabteilung des Zirkus legte dem Verlegten einen Grundsägen und dort wahnwiziger Selbstmord Papier auch erträgt: Zollparteien an Schärfe und Umfang zugenom- Notverband an und führte ihn dent Arzt zu, der soWien, 13. Oktober. Gestern ist hier der men hat. Er befaßte sich mit der lügenhaften und fort eine Antitoxin- Injektion gab, da alle Wunden Wien, 13. Oktober. Gestern ist hier der demagogischen Tätigkeit der Christlichsozialen, durch Raubtierkrallen infolge, der fanligen Fleisch an den Wänden verleihen die lichtstrahlenden LamEin prachtvoller Saal. Goldverzierter Täfelung Generaloberst Buhallo im 71. Lebensjahre an den beren Stärte hauptsächlich auf dem Mißbrauch rückstände stets außerordentlich gefährlich sind. Folgen einer schweren Operation gestorben. Er ihrer Religiosität beruhe und wies auf die Notpen einen zauberischen Glanz. Kellner in glänzen Der wahrheitsliebende Priester. Der christ- der Livre eilen geschäftig hin und her um die feinen war im Jahre 1856 als Sohn eines Offisiers wendigkeit einer intensiven Aufklärungsarbeit lichsoziale Senator Pater Fritscher er- Damen und Herren der„ oberen Gesellschaft" gu geboren und erkämpfte sich bereits unter und Organisationstätigkeit hin. Gegenüber den zählt neben anderen unwahrheiten über unsere bedienen, Fast an der Hälfte der blendend weißgeRabesky im ungarischen Revolu von dem christlichsozialen Senator vorgetragenen Partei in Bersammlungen, daß Genosse Se- deckten Tische haben die„ Gnädigen" und„ Erhabe tionsfrieg die Tapferkeitsmedaille. Unrichtigkeiten stellte Redner die Frage, ob es nator Polach bei der Abstimmung über die nen" Platz genommen und essen und trinken nach Er studierte an der Wiener technischen Militär- denn Christenpflicht sei, die Unwahrheit zu sagen. von ihm zum Beamtengesetz gestellten Aträge Herzensluft akademie und wurde im Jahre 1877 Beut- Obwohl während der Rede einzelne Christlich nicht anwesend gewesen wäre. Das ist eine Unnant im elften Feldartillerieregiment. foziale Zwischenrufe machten, fand doch keiner wahrheit und zwar eine bewußte. Hoffentlich fin- soll hier ein großes Konzert auswärtiger Musiker Der Vorbereitung auf der Bühne zu schließen, den Wut, sich zu Worte zu melden. Nach einem det diese sündhafte Unwwahrheit des durch seinen stattfinden. Nachdem nun fast eine halbe Stunde kräftigen Schlußworte des Vorsitzenden, Genossen Priesterberuf, zu einemt fündlosen Leben besonders seit dem offiziellen Beginn, der sich laut Programm poner, wurde die imposante und eindrucksverpflichteten Mannes Absolution. Oder sollte schon zu dieser Zeit vollziehen sollte, verstrichen bolle Versammlung nach über zweistündiger der Umstand daß sich die mangelnde Wahrheits- war und das Haus immer noch nicht gefüllt war, Dauer geschlossen. Am Tage vorher fanden in liebe gegen einen Sozialdemokraten wendet, an begannen die leitenden Persönlichkeiten mit einer Brüsau und Greifendorf Versammlun- sich einen Grund zur Absolution bilden? gen statt, in denen gleichfalls Genosse Niegner über die politischen und wirtschaftlichen Verhält nisse sprach. 11 gewissen Verstimmung den ersten Programmspunkt Während der Darbietungen, die fast durchwegs Bürgerliche und proletarische erstklassig zu nennen waren, lachten und scherzten Kultur. " 1 Bei Gluck und Wagner kam die„ alte" Stimmung wieder und das Wein- und Bierolas erhielt ein Sauptaugenmerk der Betrachtungen. Die stürmische Begeisterung von Vorhin, hatte bei den Werfen dieser Künstler einem behaglichen Wohlgefühl Blat gemacht. Daß Puhallo noch unter Rabe sky gedient haben soll, wäre immerhin noch denkbar, da Rabetty ja erſt 1858 starb, der damais zweijährige Buhallo alio nach Art kaiserlicher Prinzen oder General Gajdas, der ja auch schon 34 Dienstjahre hat, als Säugling schon militärische Würden hätte bekleiden fönnen. Daß aber ein Mensch der 1877 Beutnant wurde, schon vor seiner Geburt, nämlich 1849 im die Anwesenden, Gläser Hirrten und Stühle knarr ungarischen Revolutionsfriege", in dem oben- Gefährliche Alkoholschmuggler. Die Polizei ten und die Gäste kümmerten sich wenig oder gar drein Radetzky gar nicht kommandierte, die von Chikago und San Franzisko sieht Eine Kleines Provinzstädtchen. Von Ferne nicht um die Mühe der Künstler. Der Beifall am Tapferkeitsmedaille erworben haben soll, ist zu sich gegenwärtig der schwierigen Aufgabe gegen leuchtet ein rotes Licht, darin einige Buchstaben Schluß der einzelnen Werke war spärlich und glich viel des Guten. Solche Dinge sind selbst bei über, bewaffnete Banden festzunehmen, einen Propagandatanz aufführen. einer Art gesellschaftlichem Zwang. Erzherzögen und selbst im Weltkrieg nicht vor- die Alkoholgetränke schmuggeln. 1000 bewaffnete Man entziffert: Rote Diele" und hinter Nur einmal war es um die Ruhe der„ kuny gekommen. Wenn das nicht ein Grubenhund ist, Bolizeibeamte durchstreifen San Franzisko, um den vier Mauern, jenseits der mit schweren Blau- sinnigen" Bürger geschehen und zwar, als die dann hat mindestens der geschichtskundige Ver- die gefährlichen Banditen, die feit Samstag vier druckgardinen verschlossenen Fenster herscht ein tol- Musiker als Zugabe den„ 42er Marsch" spielten. fasser schon unter dem alten Benedikt seine Sporen Männer getötet haben, an neuen Gewalt- les Treiben. Die erpressionistische Malerei und die Dieselben Klänge, unter denen die Mensen einst berdient und noch mit dem alten Biach die tätigkeiten zu verhindern. rotgrünen Lampenschirme sind kaum zu erkennen, gemordet haben und die mit dem Rattern der Ma,, Presse" gelesen. Kreditschwindeleien der Berliner Sommer- so dicht wälzt sich der Rauch über den Häuptern schinengewehre und dem Gesang der Granaten Versammlungen in Mähren. Die 3wit- tönigin". Der Verband der Deutschen Modenindustrie der tanzenden Paare dahin Tanzen? Nein, das ist eine schreckliche Musik bildeten, waren imstande, tauer sozialdemokratische Arbeiterschaft hatte für hat auf Drängen verschiedener Modehäuser gegen die nur ein Spazierengehen, bei dem man jedoch auf diefe glaßigen Spießer und fetten Damen aus der legten Montag in die großen Räume des Elysiums bekannte Filmbarstellerin Grete Reinwald, die den erotischen Zweck nicht vergißt und dazu spie- Fassung zu bringen. Man flatschte nicht nur wie eine öffentliche Versammlung einberufen, um dem im vergangenen Sommer bei einer Schönheitsfon- len drei Musiker auf. Ihre Gesten find so wild- auf- rasend Beifall, sondern man schrie und schlug wie christlichsozialen Senator Pater Karl Frit- turrenz im Lunapark zur„ Sommerkönigin" gewählt fällig, wie die Töne, welche sie den Instrumenten, besessen auf die Tische. Wurde hier können und icher Gelegenheit zu geben, vor der gesamten wurde, bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag entlocken. Was machst Du mit den Knie...", Runst gewertet? Nein! Man erinnerte sich an den Deffentlichkeit zu vertreten und zu wiederholen, wegen Betruges und Kreditschwindeleien gestellt. Bei Schön sind die Mädeln...", Ginmal ist kein Surrapatriotismus der damaligen Zeit, als man was er einige Tage vorher seinen zur Gläubigfeit zahlreichen Firmen soll Grete Reinwald Kleider auf mal, zweimal...." usw Und die Männer aus der dieses Musikstüd hörte, und hier ist die Ursache für verpflichteten Zuhörern im Zwittauer fatholischen Kredit gekauft und durch Vorspiegelung falscher Tat- höheren Gesellschaftsklasse zittern, die Weiber fie- diesen Wahnsinnsausbruch zu finden. Vereinshaus über die Zölle, die Sozialdemokratie, sachen ihre Lieferung durchgesetzt haben, ohne einen bern; da bringen der Wein und der Seft notwendie Politik der deutschbürgerlichen Parteien und Pfennig zu bezahlen. Der Hauptschuldige an diesem dige Kühlung". Dazwischen wird gegröhlt und geüber andere Dinge erzählt hatte. Die Versamm Verfahren scheint allerdings nicht die Künstlerin lärmt und hinter dem Nischenvorhang bereitet sich lung wies einen Massenbesuch auf, die Besucher selbst, sondern ihr Mann, ein gewisser Herr Sens- der Zweck der Uebung vor..... füllten alle Räume und die Galerie bis auf das burg, zu sein. Wechsel, die er ausstellte, wurden letzte Bläßchen und folgten mit größter Gespannt nicht eingelöst, Pfändungen verliefen vollkommen heit den Ausführungen des Referenten Senator fruchtlos. Herr Sensburg leistete den OffenbarungsEin Herbftabend so lau und still wie manche Genossen W. Nießner. Der sonst sehr streiteid, bei dem er angab, vollkommen mittellos zu sein Juninacht. Die Massen der Arbeiter und Arbeibare Senator Pater Fritscher hatte es vorgezogen, und von seiner Frau unterhalten zu werden. Auch in der Versammlung nicht zu erscheinen, angeblich, alle gerichtlichen Klagen von Firmen verZur selben Zeit gegen 10 Uhr abends. Hinter terinnen strömen dem größten Saal unseres weil er in einer anderen Versammlung sprechen liefen ergebnislos, da sowohl Grete Reinwald wie einen, hübsch gepflegten Gärtchen steht ein nied Ortes zu. Und dort selbst? m schlicht und eins mußte und, wie in dem christlichen Lokalblatt er- thr Gatte Sensburg immer wieder den Offen- fiches Saus. Swei Fenster find erleuchtet. Das In- fach geschmückten Saal tein Bierglas und kein flärt wurde, weil er nur seinen christlichsozialen barungseid leiſteten. nere verrät auf den ersten Blick sozialistische Woh- Tisch. Nur Stuhlreihen, wo viele hunderte WienWählern sich zur Rechenschaft verpflichtet fühle. Mißlungener Bankraub. Die Stadt Liver- nungskultur. Im Fenster lachen liebliche Blumen, schen aus Betrieb und Werkstadt, Büro und LandAus sicherem Hinterhalt die Sozialdemokratie cn pool wurde Mittwoch durch einen sensationellen an den Wänden hängen proletarische Bilder und wirtschaft Blak nehmen und als pünktlich Uhr zugreifen und den Zuhörern Märchen zu erzählen, Bantraub in lebhafte Erregung versetzt. Ein be- den Tisch bedecken Aufnahmen von großen sozialisti- die Türen geschlossen werden, da durchzieht weder 11 eben leichter, als die Stourage zur offenen Recht- waffneter Räuber brang in eine im belebtesten schen Feften. Daneben liegen Bücher der großen Rauch noch Qualm den weiten Saal, da hört man fertigung aufzubringen. Der fromme Herr Se- Stadteile gelegene Bank ein, hielt den Kassier mit Lehrmeister des Proletariats. nator hatte u. a. sich nicht gescheut, zu behaupten, einem Revolver in Schach und schoß auf einen Und in dieser kleinen heimlichen Wohnung die Zölle würden feine Teuerung hervorrufen, Angestellten, dem er eine schwere Verwundung erzählen einander drei junge Menschen Episoden aus ein frenetischer Beifall; ernst und stumm itedies in einem Augenblick, da die Bevölkerung die zufügte. Er stürzte dann auf die Straße und gab ihrem Leben. Sie unterhalten sich über die Kämpfe, hen die Massen und denken und fingen. Ja, wenn berteuernde Wirkung der von den deutschbürger- auf die ihn verfolgende Polizei und Volksmenge die das internationale Volk der Arbeit zu führen lichen Parteien mit beschlossenen Lebensmittel- eine Reihe von Schüssen ab, durch die ein Boliget hat, um sich seine Lebenseristen; zu wahren. Dann ihr wollt: Sie beten! sölle längst schon schmerzlich fühlt. Im übrigen, so beamter und zwei Sivilpersonen schwer verwun- lefen sie sozialistische Gedichte und Barteifiteratur. lagie der Pater und Senator, was mache es schon det wurden. Schließlich gelang es den Räuber zu Dadurch wird ihr Wissen bereichert, der Geist ge- Raum, als Lieder von Uthmann und Konowify, aus, wenn alles ein wenig teuerer wird! Sand verhaften. Sein Raub bestand in einigen Silber- stählt, den sie dann im Tageskampf für die Interes- Fittig und Marschner erklingen, als Töne von miss Herz und die Zähne zusammengebiffen, man münzen, die er beim Ueberfall zusammengerafft sen ihrer Stlasse so dringend benötigen, um den An- Rossini und Mozart, Thomas und Beethoven und wird halt ein Stückchen Fleisch weniger effent, hatte. forderungen der stürmenden Zeit gewachsen zu sein. bermittelt werden. Und zum Schluß verlieken ge= Denn nur dabei Ordnung im Staate herrscht! Durch diesen Gedankenaustausch in dem flet- läuterte Menschen die Veranstaltung, in sich das Dann erzählte er noch, in der früheren Regierung Künstliches Petroleum. Wie der Matin" genden durchwandert, deren Besuch der düstere wären lauter Sozialisten gewesen, juchte die erfährt, ist es dem französischen Gelehrten Audi- nen Streife waderer Genossen werden im Geifte Ge- Bewußtsein, etwas Schönes erlebt au babe Wohnbaupolitik der Wiener sozialdemokratischen bert, Direktor der staatlichen Prüfungsanstalt, Alltag nicht zuläßt, wird eine Ueberzeugung ge- Zwei Klassen und zweierlei Kultur. So muß Gemeindevertreter herabzusetzen und ähnliche gelungen, synthetisches Petroleum zu festigt, die als Voraussetzung für den Kampf um die es sein. Laßt dem Bürgertum jeine Sviele und Dinge mehr. Das Nichterscheinen des Herrn Pater erzeugen, aus welchem alle Derivate des in der Ueberführung aller Güter in den Besitz der Ge- gebt Euch eigene. Brot zum Leben und die Kultur Frit cher konnte den Genossen Nießner nicht ab- Natur vorkommenden Petroleums gewonnen meinschaft unumgänglich notwendig ist Diese Men- zur Schönheit dieses Lebens, sei das Motto unsehalten, deffen fadenscheinige Darstellungen bis werden können. schen verlassen einander ebenfalls nach 12 Uhr, sich res herrlich- schönen Kampfes um ein besseres Sein, zum Abschied freundschaftlich die Hände schüttelnd. um eine glückliche Welt, um den neuen MenDoch welcher Unterschied! schen. -Del. ins fleinste Detail zu zerpflücken und richtigzu- Raubtieranfall im Zirkus. Während der Montag stellen. In seinem zweistündigen, mit lebhaftem abendvorstellung im Zirkus Krone in Leipzig So geht es bis 4 Uhr früh, ein letztes Auffladern sinnlicher Leidenschaften, noch ein Musiktusch" und betrunken und geistlos forfeln die Helden der bürgerlichen Kultur durch die Gaffen. * fein Gläserflingen, sondern sieht nur erwartungsvolle Gesichter. Gleich darauf ertönt das Weihelied der Arbeit, Und eine heilige Ruhe wohnt in dem weiten * Der Film des Proletariates. beat it, werden jest dicht gefüllt sein von gährt es weiter. Wafulintſchut, ein Feuer- wird, als einziges Todesopfer auf Seiten der MaPanzerkreuzer Potemkin" in der Tschechoslowakei. in dehen sonst der Fusel bürgerlichen Filmkitsches gewaschen werden".... Aber unter der Mannschaft| haben. Wakulintschuk, der Führer des Aufstands, werksmaat, spricht zu den Matrosen, fordert sie auf, trosen, von einem Offizier geschossen. Der tote das Stinkfutter" nicht anzurühren. Man beschließt, Führer wird nach Odessa gebracht und dort am Ufer nur die Suppe zu essen. feierlich aufgebahrt. Wie zu einem Heiligent pilgert die Bevölkerung zu seiner Aufbahrungsstätte arbeitenden Menschen, die den Film ihrer Klasse, den Film des Proletariates, sehen, die Größe revolutionären Geschehens auf sich einwirken laffen wollen. * Da befiehlt Golikow, der Schiffskommandant, Generalappell auf Deck. Mit wutverbissenen GesichDie Handlung ist bekannt: Am 13. Juni 1905 tern folgt die Besayung, steht bald Habt Acht. Gomeuterte die Besatzung des kaiserlich russischen likom spricht. Kein Wort seiner Rede erfährt man; Banzerkreuzers Fürst Potemkin"; sie weigerte sich, aber man versteht sie genau. Er deutet auf die madiges Fleisch zu essen. Die Matrosen bemächtig Spigen der Maste. Eine Sekunde lang sieht man ten sich des Schiffes, warfen ihre Peiniger ins Meer dort Leiber von Gehenkten baumeln. Wer ist zu und landeten in Odessa. Die Meuterei sprang, an- frieden mit dem Essen?" Einige Obermaate treten gefacht von der russischen Sozialdemokratie, auf diese vor. Die Mannschaft bleibt in Reih und Glied. Man Stadt über, bis sie von Stojakenstiefeln blutig nieder- fühlt die Katastrophe herannahen. Die Wache ergetrempelt wird. Der Potemkin" entkam der russischeint, unter Gewehr. Erhält den Befehl, dreißig fchen Admiralsflotte, deren Bemannung bei dem Befehl, auf die revolutionären Brüder zu schießen, meu terte, und wurde in Rumänien interniert. Dies das historische Geschehen. Die Anwesenheit des revolutionären PanzerPer tot discrimina rerumt, nach so vielen kreuzers hat die durch lange Jahre niedergehaltene Fährlichkeiten, hat, bewundert viel und viel gescholGlut der Rebellion endlich zu stürmischem Ausbruch ten, der russische Film Panzerfreuzer Potemkin" gebracht. Die ganze Bevölkerung von Odessa eilt nunmehr auch den Weg in die Tschechoslowakei geherbei, um die Kameraden, die mit der Revolution nommen, wo er vom Proletariat, dem schon vor Moden Anfang machten, zu begrüßen. Es folgen Szenaten Kunde von diesem außerordentlichen Erlebnis nen, die wohl das Gewaltigste darstellen, was die ward, lange sehnsüchtig erwartet wurde. Die tschechoFilmkunst bisher geschaffen hat. Tausende laufen jlowatische Zenjur hat uns schon solche Beweise ihrer herunter über die riesige Freitreppe, die aus der unbegrenzten Fähigkeiten geliefert, daß man die Stadt in den Hafen führt, Tausende bringen den Selbstverständlichkeit der Freigabe eines Kunstwerkes Matrosen, die am Achterded abgeriegelt wurden, nieder- Matrosen Lebensmittel. Die ganze Stadt ist auf als besondere Stonzession an die Vernunft anjah. suknallen. Die 30 Tadesopfer werden mit einem den Beinen, um ihrer Sympathie für den Vortrupp Freilich wird der Film in der Tschechoslowakei wenigstens war es bei der Breſſevorſtellung der Fall, Segeltuch zugedeckt. Unter dem Tuch sieht man der Revolution, für die Kämpfer wider den verhaßergreifend, erschütternd, aufwühlend die Zudun- ten Barismus Ausdruck zu geben. Arbeiter, Stu die Mittwoch int Brünner Zentralfino stattfand In den Schlafraum der Matrosen führt uns zu gen der zum Tode Verurteilten, Die Wache legt an. dentinnen, alte Frauen halten wilde Reden. Immer start gekürzt vorgeführt werden. Die Kürzungen ge- nächst der Film. Unruhig liegen die Matrosen in Das Kommando Feuer" ertönt. Die Spannung ist neue Massen rasen die Freitreppe abwärts. Ein hen ganz offensichtlich darauf aus, dem Werke den ihren Hängematten, verfolgen mit hagerfüllten aufs höchste gestiegen. Man fühlt förmlich, wie jetzt Strüppel, dem beide Beine fehlen, bewegt sich un rebolutionären, aufpeitschenden Charakter zu neh- Bliden den Borgesetzten, der die Runde macht. Schon die Gewehre losgehen müssen. Da, ein erlösender heimlich schnell mit seinem Rumpf weiter, um aud men. Vor allem soll durch den erklärenden Text der wissen wir, welches Verhältnis zwischen deit armen, Schrei: Brüder, auf wen schießt ihr?" bei dieser grandiosen Verbrüderungsfeier anwesend Gindrud hervorgerufen werden, als handle es sich abgearbeiteten Proletariern und ihren Bebrüdern( In der schechoslowakischen Fassung wohl nicht ohne sein zu können. Süte werden geschwenkt, die Be um eine spezifische Angelegenheit des zarastischen besteht. Dann ein Blick in die Küche: dort hängt ein Absicht auf: Auf wen schießt ihr?" herabgemildert.) geisterung hat ihren Höhepunkt erreicht, da-- er Rußland. Die Furcht vor einer Meuterei auf der Stüd Fleisch, das von Wurmern nur so übersät ist. Wakulintschut hat ihn ausgestoßen. Und dann noch scheinen blinde Schergen des Absolutismus, Kotschechischen Kriegsmarine scheint sehr groß zu sein. Das soll die Mannschaft fressen. Die Offiziere haben einmal: Schießt nicht auf Brüder!" Die faten! Sie fühlen fein Erbarmen mit der Menge, Aber einem Filmwerkt, das, wie der„ Panzer es freilich beffer; stärkste Kontrastwirkung ruft ein Gewehre sinken zu Boden. Das die 30 verhüllende teine Brüderlichkeit mit den Aufständischer. Sie Freuzer Potemkin, den Gluthauch revolutionären Bild hervor, das den so wesentlich anders gearteten Segeltuch wird weggerissen. Ein Orkan der Empö- schießen. Schießen in die nach vielen Tausenden zähErlebens, den Geist der Rebellion gegen Unrecht und Betrieb in der Offiziersküche zeigt. Zu dumpfem rung ergreift die Matrosen. Zu den Waffen" rufen lende Masse. Greise, Frauen, Kinder wälzen sich Unterdrückung in sich trägt, läßt sich der Charakter Proteft finden sich die Matrosen: sie werden das einige. Alle eilen, sich zu bewaffnen. Nun wird alsbald in ihrem Blut.( Anscheinend zur Schonung nicht so ohne weiteres rauben. Tros alledem wird faule, madige Fleisch nicht herunterschlingen. Der fürchterliche Abrechnung gehalten( die uns freilich der durch den Weltkrieg hergenommenen Nerven er auch bei uns ungezählte Tausende von Proleta- Schiffsarzt wird geholt;„ Das sind feine Würmer", zum großen Teil unterschlagen wird!). Ein Wer- wurde diese erschütternde Szene gestrichen!). Da antrierherzen und Proletarierhirnen aufwühlen und zu erklärt er Smirnow heißt die Kanaille ,,,, das muthtropfen fällt in den Freudenbecher der sieg wortet der„ Potemkin". Mit einigen Volltreffern hell Todernder Begeisterueg entflammen. Die Lokale, find Fliegenlarven, die fönnen mit Salzwasser ab- reichen Menterer, die das ganze Schiff in der Hand aus seinen Kanonenrohren verwandelt er die Amis Seite 6 Künstleranekdoten. Der Maler Tischbein, ein Zeitgenosse Goethes, war überzeugt, daß jedes Menschengesicht einem Tiergesicht ähnlich sei, und er forschte in den Zügen der Leute, mit denen er beisammen war, folange, bis er die Aehnlichkeit heraushatte. Dann teilte er ihnen sofort seine Entdeckung mit. Einmal rief er bei einer Tafel seinem Gegenüber nach langem Grübeln zu: ,, Verzeihen Sie, ich habe Sie an fangs für einen Gjel gehalten, aber eigentlich sind Sie ein Ochse." Balzac lebte nur in der Welt seiner Roman gestalten, diese waren für ihn lebendiger und blutboller als die Menschen, die ihn umgaben. Zur Zeit, ba er on ,, Eugenie Grondet" arbeitete, begegnete er Sinem Freunde, mit dem er seine dichterischen Pläne zu besprechen liebte. Der Freund machte Balzac Mitteilung von der schweren Erkrankung feiner Schwester. Balzac hörte zerstreut, aber teilnahms voll zu und murmelte, als jener geendigt hatte, so ettwas wie: Schrecklich! Das tut mir aufrichtig leid." Dann machte er eine Anstandspause und fing schließlich wieder an: Jetzt aber, fieber Freund, fehren wir zur Wirklichkeit zurück. Ich habe Ihnen bereits gesagt, daß Eugenie Grandet. ** " Eine Dame erzählte dem englischen Maler histler, daß sie eine Fahrt auf der Themse gemacht habe und daß die zarten Nebel sie an einige feiner besten Bilder erinnert hätten. Ja," sagte Whistler schmunzelnd, nach und nach kommt die Natur auf mich." Ein Anfänger zeigte Whistler feine Bilder. Der Meister fing an zu fritisieren und endigte mit einem fürchterlichen Geschimpfe. Darauf der Anfänger: Ja, soll ich denn die Dinge nicht so zeichnen, wie ich sie sehe?" S. Freitag, 15. Oftober 1926. Aus der Partei. dem Mimen noch die hohe Aufgabe gestellt, Men- I hat. Der Sohn, dem zuliebe sie den Mord begeht, schen zu gestalten, und je vielfältiger, je tiefer und verteidigt die fremde Frau und erzielt ihren Freireicher seine Kunst war, desto mehr galt er auf den spruch. Sohn und Mutter erkennen einander und die Brettern, die noch die Kultur bedeuteten. Die Fremde stirbt versöhnt.- Außer Frau Medelsky Sozialdemokratische Studentengruppe, Prag. Am Medelsky war jung in einer Zeit, da die Großen machten sich Fischer Streitmann, 8. Santstag, 8 Uhr abends, Hörsaal 20, Deutsche Techdes Burgtheaters alt waren und die letzten großen Breuer, Hölzlin, Rösner und Königs- nit, Vortrag Professor Hugo Itis- Brünu:„ Zelle, Sterne am Theaterhimmel erloschen. Aber man marf um die Aufführung verdient. Die Souffleuse Mensch, Menschheit". Regiebeitrag. merkt jeder ihrer Rollen die alte Schule an, man war allzu oft hörbar. In einer Episode fiel Helene Sozialistische Jugend, Ortsgruppe Prag. Sonn fann füglich ihre Persönlichkeit an den wirklich oborsky vorteilhaft auf. Frau Medelsky tag um halb 10 1hr vormittags im Lidovydum Großen messen. Sie ist nicht eingespielt" auf ein fand stürmischen Beifall und erhielt reiche Blumen- Brotestversammlung gemeinsam mit den tschechisch Fach oder auf einen Autor, sie löst die verschieden- spenden. E. F. fozialdemokratischen Jugendlichen. artigsten Aufgaben mit der gleichen Meisterschaft. Leopold Gabel. Literatur. n deign " Die Aufzählung der vielen Gestalten, in denen uns die Medelsky auf der Bühne des Prager deuts Jm Smichower Sanatorium ,, Sanops" starb am fchen Theaters entgegentrat, würde allein Spalten Großmacht Presse: Ein Sonderheft des„ Kul Mittwoch abend der jugendliche Komiter des füllen. Und es gab für sie keine Rolle, die neben Brager deutschen Theaters Leopold turwille". Der Leipziger„ Kulturwille" hat es fich fächlich gewesen wäre, in der sie ausgeholfen" hätte, Gabel. In der Blüte des Lebens, mitten im zur Aufgabe gefeßt. in in sich abgeschlossene Betrach Für sie war die kleinste Partie eine Hauptrolle und reichsten künstlerischen Wirken, hat der Tod den Hoff- tungen alle Gebiete zu behandeln, die Probleme einer strebenden Jugend könnte sic darin Vorbild nungsvollen Künstler dahingerafft. Denn Gabel war sozialistischer Kulturpolitik darstellen. Das Cober sein, daß sie niemals Schlager oder Starrollen erst 36 Jahre alt und hat noch am Sonntag in der heft hat er dem Fragenkomplex gewidmet, der, das gesucht hat. Ernste Arbeit steckt in der fleinsten Kleinen Bühne gespielt. Gabel war eine jener sel- Verhältnis der Arbeiterbewegung zur Breffé, sur Episode, die Hermine Medelsfy spielt, und ihr tenen Künstlerpersönlichkeiten, die auf der Bühne bürgerlichen und zur proletarischen, aufwirft. Ein starkes Talent hat sie vereint mit dieser Arbeit, wie im Leben gleich große Sympathien genossen. Als gehaltvoller Aufsatz Adolf Behnes Zeitung und immer lebendige, ergreifende und naturechte Gestal Mensch von freundlicher Liebenswürdigkeit und ge- Bublikum" eröffnet das Heft. Ein Beitrag tar ten schaffen lassen. Wenn man ihr auf einem be- winnender Treuherzigkeit, als Künstler von ebenso raus und die bürgerliche Preſſe" umreißt die sonderen Gebiete besonders hervorragendes Können großer Vielseitigkeit wie bezaubernder Eigenart, ging radikal ablehnende Stellung zum bürgerlichen Zei nachrühmen soll, dann ist es das naturalistische er den Weg des Lebens und seiner Kunst. Sonnen- tungsgeschäft. Glossen und Gedichte( Die Zeitung" Drama und das ihm verwandte Volksstüd, in schein ging von der Bühne aus, wenn sie Gabel be- und Radio") von Karl Kraus sollen diese radikale dem man die prächtigsten Leistungen der Künstlerin trat, Fröhlichkeit und launige Stimmung herrschte Ablehnung erläutern und zugleich zur Leftüre diejes sah. Ihre Rose Bernd, ihre Armenhäuslerin in im Theater, so oft Gabel spielte. Seiner durchaus Dichters und Kämpfers anregen. Walter Viktor, Hanneles Himmelfahrt", ihre Anzengruber- Rollen froh gearteten Darstellungskunst, die noch durch un Fri Bieligt, Wilhelm Sollmann( diefer über die und Schönherr- Figuren haben, klassischen Wert. Sie gewöhnliche tanzkünstlerische Begabung unterstügt wichtige Frage des Annoncenteiles) erörtern Pro weiß aber auch einem verstaubten und wenig lebens- wurde, dankte unser deutsches Theater das Aufblühen bleme der Arbeiterpresse. Das Seft bringt ferner wahren Lustspiel, wie etwa Kabelburgs Weißes der Operette. Es gab fast keine ältere und moderne den Abdruck von Gerlachs Erinnerungen an die Rössel", Echtheit zu geben und ihr sprühendes Tem- Operette, die Gabel nicht durch seine glänzende Ko- Kriegszensur und Alfred Bolgars bissige Satire perament läßt sie einer Rolle, wie der jungen Köchin mit getragen und zum Zugstücke des Theaters ge- iber den Druckfehler", verschiedene andere Heine in Lautensacs Pfarrhauskomödie", gewachsen sein. macht hätte. Unübersehbar ist die Anzahl der Rollen, Beiträge, darunter eine packende Skizze aus cinem In Prag hatte sie in den letzten Jahren in Hör- die der Künstler in seinem Fach verkörperte. Sei- Redakteursdasein, die Walter Viktor beigesteuert hat. biger einen Partner, mit dem sie Dramen, die in ner lebensfrohen und von übersprudelndem Humor Als wirkungsvoller Schmud sei ein originelles Titel. das Genre des Volksstückes gehören, zu einer jel- getragenen Kunst dankten tausend und abertausend blatt von Otto Bleß und fünf geniale Holzschnitte tenen fünstlerischen Bedeutung hob. So gehörte die tenen fünstlerischen Bedeutung hob. So gehörte die Theaterbesucher Stunden köstlichster Unterhaltung Wafereels( Illustrationen zu Telegrammen Rabinettstide sind ihre Schnipler- Gestalten; aber glänzender Sprecher war, der in ernsten Situationen Einige wertvolle Beiträge verspricht der Kulturman Hermine Medelsky kennen und eine so start auch als Strindbergdarstellerin vom Format lernte der Bühne zu rühren und zu überzeugen vermochte, wille" noch in der nächsten Nummer zu veröffentuns erst im Vorjahre in der Müllerschen lichen. Das ist um so mehr zu begrüßen, als manche Tyrische Rolle wie die der Frau in Wildgans' mischen Rollen, wie jener in der„ Gräfin Mariya" bleiben. Als weiterer Mangel des Heftes wird man Operette Der Hofnarr" gezeigt. Einige seiner fo- Fragen, die uns wichtig erscheinen, fast unerörtert Liebe" erfuhr durch sie eine unerivartet vollendete beispielsweise, waren von unübertrefflicher Meister die große Zahl der zweitdrucke, die gegenüber den Gestaltung. Immer neue Rollengebiete erschließt schaft im Drastisch- Komischen und Tänzerischen. In Driginalbeiträgen ins Hintertreffen geraten, empsie ihrer Arbeit und die Mutterrollen, die sie noch diesen seinen Glanzpartien wird Gabel unvergessen finden müſſen; daß ein einheitlicher Gesichtspunkt nicht allzu lang spielt, reihen sich würdig an die bleiben, auch wenn sich schließlich Ersatz für ihn fin- in einen solchen Stollektivwerk nicht zu erzielen iſt, früheren Schöpfungen der Medelsky an. ihrer ergreifenden Beistung in Sutton Vanes' Tod in das Ensemble des deutschen Theaters reißt, teresse für die Stulturproblemte des Sozialismus hat, So sei den wird. Die Lüde aber, die sein jäher, tragischer leuchtet ein. Jedenfalls sollte kein Genoffe, der Zu Ueberfahrt" gedacht. Die Kritik ist nur zu oft ist momentan unausfüllbar. besonders jeder Bildungsfunktionär, an dieser Zeitgezwungen, mit einem Wort der Anerkennung über schrift und vor allem an dieser interessanten Bubli die Feinheiten einer Leistung hinwegzugehen; erst fation, vorübergehen. im Resumieren merkt der Kritiker, was es bedeutet, in vielen Jahren eine Künstlerin nie versagen oder auch nur in einer schlechten Disposition gesehen zu " Gewiß," antwortete Whistler ,,, aber Sie sollen ,, Gewiß," antwortete Whistler, aber Sie sollen Julie in Biliom" zu ihren besten Rollen. Kleine und Gemütserheiterung. Daß Gabel aber auch ein fapitalistischer Nachrichtenagenturen) genannt. sie nicht so sehen." * Der Komponist Konrad Ansorge war als Jüngling edr Schüler Liszts in dessen lesten Lebensjahren und lebte in Rom bei ihm. Eines Tages wurde Liszt von einer fürstlichen Familie zum Speisen eingeladen und gebeten, zu veranlassen, daß auch sein Schüler später komme und der Gesellschaft vorspiele. Liszt erschien und hatte auch Ansorge zu seinen Gastgebern hinbeordert. Als Ansorge, wie thm anbefohlen, nach dem Speisen kam und vor ipielen wollte, setzte sich Lisst ans Klavier und rief laut seinem Schüler zu:„ Ich habe gegessen. Ich habe zu bezahlen." Kunst und Willen. 25jähriges Bühnenjubiläum Hermine Medelsfys. haben. Die Bühnenlaufbahn Hermine Medelskys war und wird weiter sein edelstes künstlerisches und darum tulturelles Wirken, ünstlerinnen wie sie haben auf der verlassenen Bühne der Gegenwart ihre besondere Mission und ehrliche Freunde des deutschen Theaters können nur hoffen und wünschen, daß Frau Medelsky mit ihrem Jubiläum ihrem Wirken an der Prager Bühne noch lange keine Grenze fett. * * sont die Admiralsflotte herannahen. Der Potem- Der bürgerliche Filmschund, der täglich unzähtin" gerät in Bewegung; er wird sich ihr stellen. lige von Proletarierhirnen verdummt, ist gleich dem Das Kommando Volldampf voraus" wird gegeben. heutigen Theater der Bourgeoisie, auf Star wir Die Majchine arbeitet wię zajeno der tarix Rascher! Das tung eingestellt. Der Film des Broletariats tenni Aeußerste hergeben! Mit ſtockendem Atem verfolgt nur die kollektive Leistung, das Zusammender Zuschauer die immer rascher. noch immer rascher spiel. So ist auch in diesem Gipfelwerf feiner der hat er findet heute Freitag um 2 Uhr nachmittags bom Das Leichenbegängnis Leopold Gabels Neuen deutschen Theater aus statt, wo auch die Aufbahrung der Leiche erfolgt. Infolge des beengten Raumes kann zu der Trauerfeierlichkeit im Foyer dern des Deutschen Landestheaters sowie deren Annur den offiziellen Abordnungen und den Mitgliegehörigen der Zutritt gestattet werden. Die Ein äicherung erfolgt um 3 Uhr nachmittag auf dem Wolschaner Friedhof. B- 1. enoffen lefet u. berbreitet டூனர் ben Sozialdemokrat Herausgeber. Dr. Ludwig Czech. Berantwortlicher Redakteur Wilhelm Nie net. Für den Drud verantwortlich: O. Holit. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Prag. KINO- PROGRAMM Vom 15. Oktober bis 21. Oktober 1926 2976 Einziges deutsches Kino Prags. Tel. 20.129 Frau Breier aus Gaya. Ineza, das Piddel vom falem, Großes Doppelprogramm. LIDO BIO 2901 Katastrophe im Zirkus Dommer. ( Macisle im Löwenkälig.) Drama in 7 Teilen. In der Hauptrolle MACISTE Wo verfehren wir? In unzähligen Rollen hat man Hermine medelsky in Prag gesehen und doch überrascht die Entdeckung, daß die Künstlerin ein volles Tagore- Feier im Neuen Deutschen Theater. Bierteljahrhundert schon ihrer Kunst gehört und Anläglich des Prager Aufenthaltes des berühmten 20 Jahre an der Prager Bühne wirft. Selten bengalischen Dichters und Philosophen Rabinwird die Kritik mit so viel Genugtuung Rückblick dranath Tagore hat am Mittwoch auch das Für den Ehrenabend Hermine Medelitys Prager deutsche Theater eine Fest vorstellung halten tönnen wie bei diesem Jubiläum. Hermine Medelsky war und ist eine Künstlerin, die vor allem hat man ein Stück gewählt und auch das kenn- veranstaltet, die in der programmatischen Aufdurch ihre Vielseitigkeit imponiert. Sie ist aufgezeichnet die Künstlerinin dem sie nicht auf alt machung jener des tschechischen Nationaltheaters durch ihre Vielseitigkeit iſt wachsen in der Tradition einen Bühnengeneration, erworbenen Lorbeeren ruhen kann, sondern das fie your Vortage auffallend ähnlich war. Denn auch fie die noch nicht die Moden und Marotten der jüng Schauspiel Die fremde Frau" ist ein vier Dichters und im zweiten Teile eine Aufführung bor neue Probleme stellt. Alexander Bissons brachte in der ersten Abteilung kleinere Werke des sten Richtung kannte. Als die Medelsky die Bretter attiger Stetsch, mit starken Farben aufgetragen, grob seines Bühnenspiels„ Das Postamt". Daß man bel berrat, war man noch fein Brominenter", wenn und effekthaschend in den theatralischen Mitteln, unserer Tagore- Feier auch die Musik in bedeuten Wran Urania- Kino man eine schlechte Aussprache, nervöse Gesten oder aber mit gesundem, dramatischen Geist geladen. sonst eine interessante Unart hatte. Das Publikum, Frau Medelsky spielt eine ihrer ergreifendsten, Tief- dem Maße zur Mitwirkung herangezogen hatte, war die Kritik und die Theaterleitungen um die Jahr stes aufwühlenden Rollen. Was um sie geschieht, ist ein glüdlicher Gedanke, da die edle und reine Poesie hundertwende wußten noch Jahrmarktsware und nebensächlich, nur sie feffelt, reißt mit, läßt ein undes indischen Dichters durch die ästhetische Ausechie Kunst auseinanderzuhalten. Ja selbst die Klein- erhört tragisches Mutterschicksal Erlebnis werden. druckskraft der Musik noch vertieft wird. Aus diesem liche und enge Beschränkung des Künstlers auf ein Die fremde Frau" erschießt ihren Begleiter, weil Grunde hätten wir es sogar gewünscht, daß 3 em. Rollenfach, den Drill auf einen bestimmten Typ, er einer Erpressung halber ihrem Gatten verraten linskys empfindungsreiche, wundervolle ,, y= meriete man nicht als volle Kunst. Damals war will, welches Schicksal sie in der Berbannung ereiltrische Symphonie", die sieben Gedichte Tagores zur Grundlage hat, ganz zur Aufführung gebäude der Stadt, die Zielpunkte des Hasses der Winde zerstreut: das war das Schicksal der freien gelangt wäre. So hörte man nur ein Bruchstück, gefnechteten Bevölkerung, in Schutt und Staub. Matrosen, der Brüder vom„ Potemkin", faßt Slang den Friede verheißenden Schlußgesang, den Hans Eine unruhige Nacht. Herrlich die Aufnahmen zusammen... Romregg mit ebenso schöner Stimmgebung wie der bewegten See. Früh sieht man fern am Horiausbrudsreicher Einfühlung sang. Zur Einleitung des Festabends wurde J. Seb. Bachs Air", die Gustav Mahler für Orchester bearbeitet hat, gespielt, eine Stompoſition, die uns doch im Originale der gefangvollen Solo- Violinstimme näherliegt, Tilbe Café Continental, Brag- Graben Ondra and Friedrich Hölzlin trugen zwischen diesen beiden musikalischen Nummern der ersten Ab- Goldenes Kreuzel, Brag- Refazanta. werdenden Kolbenstöße. Es ist eine Szene von dra zahlreichen Agierenden obwohl sie es alle, alle teilung Gedichte und Prosageschichten Tagores vor, matischer Wucht und Größe, die ihresgleichen sucht. verdienen genannt. Nur den Namen des Re- deren besonderer dichterischer und philosophischer Und ist doch nichts anderes als das Bild einer gisseurs erfährt man: Eisenstein. Dampfmaschine in Tätigkeit. Drohend sind die Welch gewaltige, welch erhebende Leistung! Wie tung weniger zur Geltung fam als etwa im intimen Kanonenrohre der Admiralsflotte auf den Potem- ergreift dieses Werf den vorurteilslosesten Beschauer Vortragssaale. Die in der zweiten Abteilung der tin" gerichtet. Schließt euch uns an!" signalisieren durch den Strom entfesselter Leidenschaften, die es Festvorstellung gebrachte Neueinstudierung feine Matrosen ihren Brüdern auf den anderen durchweht, aber auch durch künstlerische Größe, die des Bühnenspieles Das Posta m t", diePanzerschiffen. Und wirklich, die Admiralsflotte tein anderer Film erreicht! Troz aller Kürzungen, ses rührenden Freiheitsmärchens eines franken Rinschießt nicht! Ihre Besaßung dreht die Kanonenrohre trop heißester Bemühungen nach Lokalisierung der des, war ein schauspielerisches Erlebnis, zu dem abwärts. Mitten durch die Admiralsflotte fährt Vorwurfs: ein jeder fühlt es, daß es hier um mehr uns vor allem Frl. Sonik Rainer in der wunderFürst Potemkin" hindurch nach Rumänien. Da geht als selbst um eine Wort und Bild gewordene voll erlebten Rolle des Kindes verhalf. Rabindramit endet der Film. Schilderung einer der heroischen Episoden aus den nath Tagore, der der Festvorstellung beiwohnte, war Freiheitskämpfen des russischen Volfes, daß es sich Gegenstand herzlicher Ovationen seitens des zahlreich Die weiteren Schicksale der Potemtin"-Männer um einen Ausschnitt aus dem Gefa mt erschienenen Bublifums. find traurig. Man erfährt sie aus dent auf Grund ringen des internationalen Proleamtlicher Dokumente verfaßten, interessanten Buch tariates handelt, das in diesem Sinn auch überSpielplan des Neuen Deutschen Theaters. Banzerkreuzer Potemkin" von F. Slang.( Malit all die Darstellung des bewundernswerten Be- Freitag, 7 Uhr: Carmen".- Samstag, 7% Berlag, 1926). Ein Teil der Matrosen wanderte ginnens der russischen Revolutionäre und Sozialisten 2% Uhr, Kulturverbandvorst.: Sonja"; 7 Uhr: Sonntag, nach Amerika aus, andere siedelten sich in Rumä- auf dem Potemkin" mit begeistertem Jubel aufge- Baganini"- Montag, 7% Uhr: 14 Tage nien an. Mit allen Mitteln der List, Gewalt und nommen hat. Der Film des Bürgertums züchtet ZuSchikanen suchten die Vorgänger der Siguranza die friedene wirbt Deserteure aus der Klassenkampffront Arrest" revolutionären Matrosen den zaristischen Behörden des Proletariates, der Film des Proletariates, den in die Hände zu spielen. Von der russischen Ge- unsere Arbeiter und Arbeiterinnen mit brennender heimpolizei verfolgt, als Kriminalverbrecher ver- Ungeduld erwarten, stählt den Kampfwillen, stählt bächtigt, von rumänischen Behörden und Arbeit das Stampfbewußtsein, verstärkt und vergrößert gebern verraten und betrogen, ausgeliefert, wo sich die Reihen der Kämpfer. die geringste Möglichkeit bot, abgeschoben, in alle * " Wert allerdings im großen Rahmen der Beranſtal Uhr: Madame Butterfly". -et. Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag, Kulturverband- Vorstellung„ Peripherie". Samstag, Gaftsp. Leopold Kramer Kopf oder Schrift" Sonntag, 3 Uhr Theodore 11. S. W. B. Cie"; 7% Uhr opf oder Schrift" Montag, Bantbeamtenvorstellung Kameraden". I Gastwirtschaft„ Lidový dům"™ der Genossenschaft ,, Ganymed" TägHeh. Konzert PRAG II., Hybernská Nr. 7. Café„ Nizza 99 Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokat. 66 136 DRUCK- U. VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. Haft. empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen, Organisationen, Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen, Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen, Mitgliedsbüchern, Einladungen, Plakaten, Flug schriften, Fakturen, Briefpapieren usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb and Rotationsbetrieb IN TEPLITZ- SCHÖNAU Tischlergasse Nr. 6.