Nr. 260. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene kolonei geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 5. November 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Deutsches Reich. im Inland und im Ausland würde dadurch erhöht, man fragen, wie es die Regierung auch nur vor sich selbst Majestätsbeleidigungen und kein Ende. daß jeder Tag ein Füllhorn von Majestätsbeleidigungs- Prozessen verantworten kann, daß mit der Verbesserung der Grubeninspektion über uns ausschüttet? durch Berufung von Delegirten der Bergleute immer noch Wir sind wieder in eine Aera der Majestätsbeleidigungen Im Augenblick graffirt die Epidemie mit besonderer nicht Ernst gemacht ist. Daß die staatliche Aufsicht durch und Majestätsbeleidigungs- Prozesse eingetreten. Es ist die dritte Heftigkeit. Wegen eines Gedichts, das in einem Wigblatt Beamte nicht ausreicht, lehrt mit erschreckender Deutlichkeit Aera seit Gründung des Deutschen Reichs. Die erste war 1878 erschienen ist und in keinem anderen Land, außer allenfalls auch das neueste erschütternde Unglück. Das Zögern der zur Zeit der Attentatsfruftifizirung und Sozialistenhak. Die Rußland und der Türkei, irgend Anstoß erregen würde, sind Regierung fordert um so schärferen Tadel heraus, als sie in zweite war 1895 zur Vierteljahrhundert- Feier des Kriegs von Konfiskationen und plögliche sensationelle Verhaftungen erfolgt, anderer Beziehung, wie z. B. hinsichtlich des Schieß1870/71; und die dritte hat jetzt begonnen mit der neuesten als handle es sich um höchste Staatsverbrechen. erlasses des Herrn v. d. Recke mit fabelhafter SchnelligSozialistenhat, zu der die Ermordung der österreichischen Und seit einigen Tagen wickelt sich in Berlin der Majestäts- teit zu arbeiten versteht. Kaiserin den Vorwand geliefert. beleidigungs- Prozeß gegen Harden ab, gegen einen Mann, Vor Gründung des Deutschen Reiches hat es in Deutsch- der ein eifriger publizistischer Verfechter der Bismarck'schen land wohl Majestätsbeleidigungs Brozesse gegeben, jedoch nur Politik und Monarchist ist, der aber gewissen Erscheinungs- Der Bundesrath hat in seiner Plenarsizung am Donnerstag sporadisch, nicht epidemisch. Und wir stellen hier ausdrücklich formen des heutigen Monarchismus im Interesse des der Vorlage betreffend das Zusatzübereinkommen zu dem interfest, daß ein einziges Epidemiejahr des neuen Deutschen Reiches Monarchismus! tritisch entgegentrat. nationalen Uebereinkommen über den Eisenbahn- Frachtverkehr vom mehr Majestätsbeleidigungs- Prozesse aufzuweisen hat, als die Während man aber in den leitenden Kreisen den 14. Oftober 1890 die Zustimmung ertheilt; ebenso dem Ausschußdreiunddreißig Jahre Metternich'scher Reaktion( 1815-1848) nebst Ursachen nachforschen sollte. warum denn die Kritik des antrag betreffend den Entwurf von Bestimmungen über das Vereinsden folgenden zweiundzwanzig Jahren bundestäglicher und Monarchismus immer weiter um sich greift, selbst in den register und das Güterrechtsregister; endlich dem Ausschußantrag Bismarc'scher Reaktion( 1848-1870) zusammen Loyalsten" Kreisen, zieht man es vor, jede noch so milde betreffend Aenderung der Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetz genommen. Im neuen Deutschen Reich ist der Majestäts- Kritik als Majestätsbeleidigung zu verfolgen. Man verfolgt selbst waaren. Von der Vorlage betreffend den Stand der Bau- Ausüber die Vergütung des Kakaozolls bei der Ausfuhr von Kataobeleidigungs- Prozeß zu einer Staatseinrichtung geworden, und eine Satyre, die jedenfalls harmloser ist, als Dugende von führungen und der Beschaffung von Betriebsmitteln für die Eisendie Zahl der Majestätsbeleidigungen ist ein Gradmesser unserer Satyren, die unter den französischen Bourbonen, ja unter dem bahnen in Elsaß- Lothringen 2c. wurde Kenntniß genommen und politischen Zustände. Die Zahl ist keine gleichmäßige. Es ist Sonnenkönig" Louis Quatorze erschienen und straflos über ein Gesuch um die Erlaubniß zur Beförderung von Ausein Ebben und Fluthen; und die Zahl der Majestätsbeleidi- verbreitet worden sind. wanderern sowie über eine Reihe von anderen Eingaben Beschluß gungen entspricht genau dem Ebben und Fluthen der Reaktion. gefaßt. Keiner der modernen Staaten hat ähnliche Epidemien gehabt. Selbst England nicht in den Verzweiflungskämpfen und Verleumdungen vor! der Stuarts, und selbst Frankreich nicht nach der Restauration der Bourbonen. " " 1 Und wie betreibt man den Prozeß: Ausschluß der Oeffentlichkeit, als lägen ungeheuerliche Beschimpfungen Und nicht blos Ausschluß der Oeffentlichkeit auch 8eugenzwang und Bestrafung eines Zeugen, weil er nicht zum Denunzianten und zum Berräther werden will. Nur ein Staat bietet ein Seitenstück: das alte Römer reich in der Defadenz- Periode unter den Kaisern, zu deren Hätte man es darauf abgesehen, dem deutschen GerichtsSchuß und Vergöttlichung der heidnische Majestätsbegriff und verfahren im allgemeinen und dem deutschen Majestätsdie Majestätsgefeße erfunden worden sind. Wir fagen beleidigungs- Prozeß im besonderen einen schlechten Dienst zu heidnisch denn der christlichen Weltanschauung, erweises hätte nicht besser geschehen können, als durch welche die gleiche Unterordnung aller Menschen unter die die Prozesse, die man gegen Harden und gegen den Gottheit heischt, widerspricht der Majestätsbegriff grundsäßlich„ Simplicissimas" geführt hat. - ebenso grundsäßlich, wie er dem modernen demokratischen Gleichheitsgedanken widerspricht, welcher die Grundlage aller modernen Staatsverfassungen bildet. Von den römischen Geschichtsschreibern Tacitus und Suetonius ist ausdrücklich bemerkt worden, daß die meisten Majestätsbeleidigungen dann vorkamen, wenn die meiste Unzufriedenheit herrschte, und daß mit dem Sinken des Ansehens der Kaiser die Verschärfung und strengere Handhabung der Majestätsgefeße Schritt hielt." Bir Sozialdemokraten sind es längst gewöhnt, mit derartigen Prozessen bedacht zu werden. Wenn nun auch brave Bürgerliche und eifrige Bismärckler dem gleichen Schicksal verfallen, so zeigt das nur, wie herrlich weit es die unsere Justiz gebracht hat. Niemandem aber werden diese Vorgänge weniger zum Heile ausschlagen als der preußisch deutschen Monarchie. Politische Meberlicht. Berlin, den 4. November. Das egyptische Schwindelattentat möchten unsere Offiziösen nicht preisgeben. Sie bezweifeln die Richtigkeit der gestrigen Mittheilung der römischen Tribuna". Wir begreifen den Schmerz derer, deren Regierungskunst der anarchistischen Attentate und Attentatsversuche so dringend bedarf. Aber wir können ihnen nicht helfen. Die italienischen Offiziösen werden schon besser über die Untersuchung des italienischen Konsuls gegen italienische Attentäter" Bescheid wissen als unsere Berliner Offiziösen. Zudem bedurfte es der Meldung der„ Tribuna" garnicht. Es stand längst fest, daß der egyptische Mordanschlag nur eine lächerliche Farce war. An den Erlaß eines Reichs- Wohnungsgesetzes wird den B. P. N." zufolge nicht gedacht. Das Um und Auf der preußischen beamte und in der Empfehlung eines ähnlichen Vorgehens an die Wohnungspolitik soll im Bau von Amtswohnungen für Subalternstädtischen Verwaltungen bestehen. " Im Zukunftsstaat wird getheilt wenigstens ist das die unaus rottbare Vorstellung Vorstellung der sozialdemotratischen Arbeiter, wovon sich jeder leicht überzeugen tann, während in Wirklichkeit das sozialdemokratische Programm von einer solchen Theilung nichts weiß." Also steht zu lesen in der Kreuz Zeitung", welche sich in ihrem heutigen Leitartikel, statt mit den Landtagswahlen, die ihr doch schwer in den Knochen liegen, mit„ kommunistischen Verhältnissen in der Praxis" beschäftigt. Man sieht, es müssen ganz abnorme Verhältnisse sein, die zu den Majestätsbeleidigungs- Epidemien des neuen Deutschen Reichs geführt haben. England und Oesterreich sind auch Monarchien, Desterreich gewiß feine demokratische und doch hören wir Die internationale Situation bleibt gespannt, aber es Jeder sozialdemokratische Arbeiter" hat die unausrottbare in England nie, in Oesterreich außerordentlich selten von ist zu erwarten, daß ernste Ereignisse nicht eintreten werden. Majestätsbeleidigungen. Ist denn etwa die Person des Frankreich zieht sich aus Faschoda zurück und England wird Vorstellung, daß" getheilt" werden soll. Wenn die Kreuz- Beitung" uns einen sozialdemokratischen ArMonarchen weniger angesehen in Deutschland? Wer die sich begnügen, seine gewaltige Seemacht den Rivalen einmal beiter, der mit dieser Vorstellung behaftet ist, aufweisen kann, Frage bejahen wollte, der setzte sich selbst der Gefahr einer wieder zu Gemüthe geführt zu haben. Allzu tragisch wird wollen wir sagen, daß sie nicht geschwindelt hat. Majestätsbeleidigung aus. man auch die Nachricht aus Sheffield nicht nehmen müssen, Die Sonderbesteuerung der Großbetriebe soll nunmehr Diesen Erklärungsgrund schieben wir also bei seite. wonach der erste Lord der Admiralität Goschen, welcher beschlossen sein. Wie man im Zentralausschusse der Berliner Allein einen Grund muß die Erscheinung doch haben. Und eingeladen war, dort bei einem Festmahl zu sprechen, faufmännischen, gewerblichen und industriellen Vereine erfahren sich mit der Erklärung entschuldigte, er fei zur Zeit ganz un- haben will bereitet fürwahr, er ist auch nicht schwer zu finden. Finanzminister v. Miquel für die des neuen Landtages eine Vorlage vor, abfömmlich, seine Anwesenheit in der Admiralität sei dauernd nächste Session nothwendig. die nach dem Muster der französischen Gesetzgebung die Betriebe von einer bestimmten Höhe des Umsatzes oder des Einkommens ab mit einer besonderen Steuer belegen will. Der Ertrag soll angeblich den Kommunen überwiesen werden. Wir wollen hier nicht auf die Herenfallen des dolus eventualis zu sprechen kommen. Wir wollen nur anheimgeben, ob diese Jagd auf Majestätsbeleidigungen geeignet ist, ihren Zweck zu erfüllen, ob sie nicht vielmehr der Majestät positiv Abbruch thut. " " Wir leben in einer Zeit politischer und sozialer Zersehung und sich immer mehr zuspißender Gegensäge. Wer da nicht gesunde, kräftige Nerven hat, der wird gereizt was man Allerdings kann jeder neue Tag die Situation wieder nennt nervös". Der leiseste Tadel regt ihn auf, ein an sich verschlimmern. Die egyptische, die chinesische, die Philippinenganz harmloses Wort klingt krankhaft gesteigerter Feinfühlig frage werden noch auf lange hinaus zu den schwierigsten AusDer Gesetzentwurf zum Schute der Angestellten im feit wie beleidigender Hohn. Solche nervöse Uebereizung ist in einandersetzungen Anlaß geben. Handelsgewerbe regelt nach einer Berliner Mittheilung der leitenden politischen Streisen einheimisch geworden- auch auf Vorbereitungen für die zarische ,, Abrüftungs- Magdeburger 3tg." die Arbeitszeit ohne Marimalgrenze der Richterbank. In Beleidigungsprozessen, namentlich in konferenz". Die russische Admiralität scheint an und ohne einheitlichen Ladenschluß. Das, was der Majestätsbeleidigungs- Prozessen werden Urtheile gefällt, die den Erfolg des russischen Abrüstungsvorschlages nicht zu Entwurf nicht enthält, wüßten wir jetzt. Was er nun wohl an dem ruhig Urtheilenden einfach unverständlich sind. glauben. Das mit den russischen Marinekreisen in engster Schutz der Angestellten" bringen wird? Handwerkerkammern. Die Wahlen zu den HandwerkerBeziehung stehende Blatt„ Kronstadtski Wjästnit" schreibt: Wie sehr unsere Flotte in nicht ferner 3 ufammern werden in absehbarer Zeit nicht ausgeschrieben werden tunft anwachsen wird, fann man daraus ersehen, tönnen, weil die Organisation des Handwerks nicht genügend Das Wahlrecht zu den Handwerkerdaß außer den in Bau befindlichen Schiffen in Peters- fortgeschritten sei. tammern steht nur den Handwerkern zu, welche sich in den die Bestellung burg noch bon zwei Geschwaderpanzerund Gewerbevereinen zusammengefunden haben. schiffen des Typs Pereßwjat" von etwa 12 700 To. Wasser- Innungen berdrängung beabsichtigt wird. Es ist weiter bekannt, daß die Außerhalb dieser Verbände stehende Handwerker sind In Regierungskreisen Bahl aller Torpedoboote des Typs Sjolol" von 220 2o. auf 22 den Handwerkerkammern ausgeschlossen. man nummehr darauf sein Augenmerk gerichtet, daß gebracht werden soll; alle diese 22 Torpedoboote sind schon in hat Arbeit, 5 baut die schora- Werft, 10 die Newsti- Maschinenfabrik ben bisher nicht organisirten Handwerkern auch die Möglichund 7 sind auf der Achta- Werft der Firma Crayton u. Co. be- feit geboten werde, durch Neubildung von Vereinen sich das stellt. Auf der Ischora- Werft in Kolpino werden ganz groß- Wahlrecht zu verschaffen. Das Bestreben geht nämlich dahin, daß die Handwerkerkammern als die Vertretung des gesammten Hand artige Verbesserungen getroffen. Zunächst hat dem Umbau der Fabrik zur Herstellung der Panzerplatten werks aufgefaßt werden. Es zeigt sich also deutlich, daß die große Mehrzahl der Handnach dem Verfahren von Krupp begonnen. In nächster werker gar feinen Sinn für das Innungswesen hat, welches durch Zeit soll eine neue Fabrit für die Herstellung von gezogenen die Bestimmungen des neuen Handwerkerorganisations- Gesetzes ges Stahlröhren für Wasserröhrenkessel gebaut werden. Die vorhandene fördert werden sollte. Gußstahlwerkstatt erhält einen Anbau; außerdem soll eine neue Werkstatt mit zwei Schmelzöfen für Siemens- Martin- Stahl errichtet werden und so weiter." Bedenke man doch, daß wir im Zeitalter der demofratischen Gleichheit leben. An Uebermenschlichkeit von Menschen glaubt heute niemand. Und wenn der Fürst eines Landes, statt dem Streit der Parteien fern zu bleiben, sich in den Streit mischt, als Parteiführer auftritt und mit schärfsten Waffen den Gegner bekämpft, so ist es eine nothwendige Folge, daß ihn auch die gegnerische Parteikritik trifft. Und bedenken unsere Richter denn nicht, wenn sie die Kritik gegen den Fürsten als Majestätsbeleidigung auffassen, während der Fürst unbeschränkte Kritit üben fann, daß sie dem Fürsten eine Rolle zuweisen, die den Rechtssinn des Volkes verlegen muß und dem Ansehen des Monarchen nicht förderlich sein kann? " 1 " " man mit bon Deutschen Landwirthschaftsraths wird am 9. und Die Agrarier an der Arbeit. Der Ständige Ausschuß des Gewiß erkennen wir den Monarchen das Recht, Partei zu nehmen und als Partei zu handeln, rückhaltlos zu, allein dann muß auch die Konsequenz in den Kauf genommen Rüstungen verdoppelt werden. Sonderbare Friedensengel!-wurf eines Hypothekenbankgesetzes; 3. Novelle zum InvaliditätsDie Abrüstung" wird also damit eingeleitet, daß die 10. Dezember in Berlin zu einer Sigung zusammentreten, um über folgende Gegenstände zu berathen: 1. Die Reichsbankfrage; 2. Ents werden: die Freiheit der Kritik gegen den Monarchen. Eine neue Trauerkunde kommt aus dem rheinischversicherungsgesege; 4. Das landwirthschaftliche Interesse an der Ja, die Freiheit" der Kritik wird auch zugestanden. Die Kritit soll aber nicht beleidigend" sein., Run- was ist in west fälischen Grubengebiet. Freitag Mittag sind Ausarbeitung eines neuen Schemas für den deutschen Zolltarif; Deutschland nicht beleidigend? Auch wo Nicht- Majestäten auf der Zeche Holland" durch Explosion schla. 5. Besprechung über die sogenannte Fleischnoth; 6. Ausschuß der Verkehrsinteressenten. die Kläger sind? Und hat eine Beleidigung jemals gender Wetter 2 Mann der Belegschaft ge. der Ehre und dem Ansehen eines Mannes getödtet, 4 leicht und 9 schwer verwundet Entwickelung des preußischen Genossenschaftswesens. Die preußische Zentral- Genossenschaftstaffe hat Nachträge zum Statafter schadet? Für die Königin von England giebt es keine be worden. Wie aus Essen telegraphirt wird, sind sämmtliche leidigende Kritik und es giebt keinen Monarchen auf Erden, Verunglückte zu Tage geschafft. Genossenschaften herausgegeben. Danach betrug die Zahl der Angesichts der mit fürchterlicher Regelmäßigkeit sich wieder preußischen Genossenschaften nach dem Stande vom 30. Juni 1898: dessen Ansehen höher stände, als das der Königin von England. Glaubt man etwa das Ansehen des deutschen Kaisers holenden Grubenkatastrophen im preußischen Bergbau muß 8300, die Zahl der Genossen 1117 721 und die Gesammthaftsunimey und Verzeichniß der im Königreich Preußen vorhandenen eingetragener " Zur Branntwein Steuergesetzgebung. Aus Karlsruhe wird geme.det: Wie die Süddeutsche Reichskorrespondenz" meldet, ist eine Neubearbeitung und Zusammenfassung sämmtlicher Ausführungsbestimmungen zu den verschiedenen in Geltung befindlichen Brannt wein Stenergefegen im Werke. Zur Prüfung des hierfür aufgestellten Entwurfes hat der Bundesrath eine Kommission eingesetzt, welche bereits seit längerer Zeit mit der Lösung ihrer Aufgabe befchäftigt ist.D Die Einfuhr frischen Fleisches und frischer Milch ist, wie bem Berl. Tageblatt" gemeldet wird, von der badischen Regierung angesichts der vergrößerten Gefahr aus den verseuchten schweizerischen Gegenden verboten worden. " " " odbur 224,2 Millionen Mark. Seit dem 1. März 1897 waren bis 30. Juni gegen den früheren Ministerpräsidenten Badenis Bildern oder Artikeln, die geeignet find, Raffengegenfäße 1898: 1574 Genossenschaften mit 74 160 Genoffen und einer Haft- wegen Verschleuderung von Staatsgeldern durch zu erwecken und die Volksleidenschaften zu entflammen, in jume 19,3 Millionen Mark neu eingetragen. den Vertrag mit dem Wiener Blatte Reichs- Beiten internationaler Schwierigkeiten die friedliche Beilegung wehr". Antragsteller Kronawetter führt aus, die erste dieser Schwierigkeiten ernsthaft erschwert und daher das öffentliche Pflicht des Parlamentes sei, über die Verwendung der Interesse schädigt und die richtigen Aufgaben des Journalismus Steuergelder Kontrolle zu üben. Solche Dinge, wie mit der Reichs- gröblich verlegt." Die Resolution wurde von Mr. William Clade, der angesehenen Wochenschriften wehr" feien schon öfter vorgekommen, aber man habe früher bei der dem ständigen Mitarbeiter der angesehenen artigen Dingen feinen Vertrag geschlossen. Die Badeni'sche Regierung Spectator" und Economist", in sehr eindrucksvoller Rede begründet sei die erste, welche ein derartiges pactum turpe( schmählichen Ver- und fand einstimmige Annahme. trag) abgeschlossen habe. Redner fragt, woher Badeni die Summe Natürlich sind die sozialistischen Blättez einstimmig in Benabm, um die Reichswebr" zu erhalten, man bringe dies fämpfung der Idee eines Krieges mit Frankreich. Der Vollziehungsmit verschiedenen bedenklichen Quellen in Bufammenhang; ausschuß der unabhängigen Arbeiterpartei veröffentlicht einen einschließlich habe sich ein Konsortium gebildet, welches die finanziellen stimmig gefaßten Beschluß, der dagegen protestirt, daß die Faschoda das Verpflichtungen der Regierung für die„ Reichswehr" übernahm. Das Frage durch einen Krieg geschlichtet werden soll, und Haus möge Badeni und seine Mitschuldigen anhalten, das dem Ministerium auffordert, die Streitfrage behufs gerechter BeiAuch Staate entzogene Geld zu ersetzen. legung einem unparteiischen Tribunal zu unterbreiten. Die Mangelhaftigkeit unserer Geisteskrankenpflege wird Burt Bergarbeiter Abgeordnete Ministerpräsident Graf Thun erwidert, gleich nach der hat in einer Nede Durig folgende Mittheilung von neuem illustrirt: " Ich bin, so theilt uns ein früher in Chemnitz, jetzt in Berlin anlaßt, welche folgendes Stefultat ergaben: Der Dispofitions- fchiedener Regierungsvertreter gesprochen und den Krieg, sofern er Einbringung des Antrages habe er eingehende Erhebungen ver- vor seinen Wählern sehr scharf gegen die provozirende Sprache veranjäſſiger Kaufmann mit, am 80. März 1897 beim Chenmizer fonds ist laut faiserlicher Berordnung vom Jahre 1866 unverrechenbar fich nicht als absolut unabwendbar erweise, flir ein Verbrechen Landgericht in Untersuchungshaft genommen worden infolge des und gehört zur freien Disposition der jeweiligen Regierung; er erflärt. Wahrer Muth bestehe darin, daß man anderer Leute Recht über meine Firma verhängten Konturses. Ich mußte 5 Monate unterliegt weder der Kontrolle des Parlaments noch des in Haft bleiben, obwohl ich in keiner Weise schuldig war. Darauf Rechnungshofes. Von einer Verschleuderung könnte nur erſten ebenso anerkenne wie das eigene. dann die über das find im Chorus der Nation vereinzelte Stimmen. wurde ich nach Waldheim in das Zuchthaus gebracht zur Beob- Rede sein, wenn die vem Parlamente als Dispositionsfonds be- Jm ganzen ist die Stimmung, wenn nicht direkt kriegsluftig, so doch achtung meines Geisteszustandes. Hier wurde ich, obwohl unwilligte Summe überschritten würde und zur Bedeckung der Zwecke, jeder Nachgiebigkeit abgeneigt. Man fühlt das Bedürfniß, der Welt bestraft, gleich allen Zuchthäuslern behandelt. Ich mußte dort für welche der Dispositionsfonds besteht, andere Staatsgelder ver- einmal zu zeigen, daß sich der britische Löwe nicht fortgeſetzt nach Gefängnißfost essen, und die Einzahlung von Geld durch meine wendet würden. Das hat aber nicht stattgefunden, und wird sich Belieben den Schwanz drehen läßt. Beth bort Frau für beffere Kost wurde abgelehnt. Ich mußte Sträflings das Haus hiervon aus den Rechnungsabschlüssen des Obersten Loudon, 4. November. Der Lord- Mayor verlieh heute in der Kleidung anzichen u. f. w. Nach neun Wochen wurde ich ent- Rechnungshofes überzeugen fönnen. Sozialdemokrat Berner Guild- Hall Lord Kitchener wegen seiner Verdienste um die lassen. Alle meine Beschwerden gegen diese Behandlung blieben ruft: Woher nahm man also das Geld?" Ministerpräsident Wiedereroberung des egyptischen Sudan das Ehrenbürgerbergeblich. Graf Thun fagt fortfahrend, um gleich auf diese Frage recht von London und überreichte demselben einen prächtig Sit schon die gefeßliche Bestimmung sehr bedauerlich, daß zu antworten, weise er darauf hin, daß der Dispositionsfonds gearbeiteten Ehrensäbel; alle Mitglieder der Stadtverwaltung, Personen, die sich in Untersuchung befinden und in den Ber nicht jedes Jahr abschließe, die Ueberschüsse auf die folgenden Jahre mehrere Minister, viele hervorragende Bersonen aller Berufsstände, dacht, geistesgestört zu sein, gerathen, in eine mit dem Zucht übertragen würden, und sich daraus dann wieder ein neuer Fonds im ganzen etwa 3000, waren zugegen. Der Empfang, welcher Lord haus in Verbindung stehende Frrenstation gebracht werden bilde. Der Ministerpräsident schließt, es fehle somit bie Boraus Kitchener auf seinem Wege zur Guild- Hall von der Bevölkerung zu tönnen, so ist noch viel tadelnswerther, daß solche Personen der fegung für die Erhebung der Anklage.( Beifall.) thell wurde, war überaus enthusiastisch. gleichen Behandlung wie bestrafte Berbrecher unterworfen werden dürfen. Es ist dringend erforderlich, daß hier Abhilfe geschaffen wird. Denn es ist klar, daß ein Mensch, der einer solchen Behand Ing unterworfen wird, nicht gesundheitlich gebessert, sondern leicht verschlechtert werden kann! llebrigens theilt uns der Einsender obiger Zeilen mit, daß er die ihm in Chemnitz und Waldheim widerfahrene Behandlung in einer Broschüre ausführlich schildern wird. dinscode Nach dem Ministerpräsidenten sprachen die Abgg. Stoilowsky und Kozakiewicz( Soz). Die Sigung dauert fort.) Der Antrag, Badeni in den Anklagezustand zu berfeßen, wurde vom Abgeordnetenhause mit 168 gegen 117 Stimmen abgelehnt. Polnischen Blättern zufolge wird der Reichsrath bis zum 4. De zember tagen und dann wegen Einberufung der Landtage eine längere Baufe eintreten laffen.Schweiz. Zürich, 4. November. Der Schriftsteller Dr. Oskar Panizza, welcher in weiteren Kreisen durch seine Verurtheilung zu einem Jahr Gefängniß wegen Gotteslästerung in München bekannt geworden ist, ist heute aus der Schweiz ausgewiesen worden. Frankreich. 4. November. Im ad Rußland. Petersburg, 4. November. Die Oststrecke der fibirischen Eisenbahn ist nunmehr bis Pertschinst fertiggestellt und dürfte Tschita im Februar 1899 und Jrfutet im Februar 1900 erreichen; alsdann würde die gesammte fibirische Bahn fertig sein. Türkei. Kanea, 4. November. Die Verwaltungsbureaus find von den Admiralen in Besiz genommen worden mit Ausnahme der Postund Telegraphenbureaus, welche vorläufig zur Verfügung der türkischen Behörden bleiben. Die türkische Flagge wird provisorisch in Grabuja, Kanea, Rethymo, Kandia und Hierapetra gehißt bleiben. ,, Schutz der nationalen Arbeit". Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: In der legten Handelskammer- Sigung haben fich die oberschlesischen Großindustriellen nach einem Referat des Generaldirektors Williger( von ber Kattowiger Attien gesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb) gegen den Bau Des Kanals Stettin Berlin ausgesprochen, weil dieser Kanal die englische Einfuhr begünstigen und die oberschlesische Stohlen, Eiſen und Zementindustrie lahmilegen würde. Die nemmung von Jules gegramban igenisterrath, wurde die Er Einigen meiner Gegner ins Stammbuch. zum Unterstaatssekretär im Ministerium Herren glauben, Deutschland sei verpflichtet, den Grafen, Herzögen des Innern und von Mougeot zum Unterstaatssekretär der Poften Wie ich nachträglich aus der mir von der Redaktion des„ Vorund Fürsten Oberschlesiens die Kohlen- und Eiſenpreise zu halten, und Telegraphen vollzogen. Ferner wurde der bisherige fom- wärts" zugestellten Konservativen Korrespondenz" vom 1. November selbst wenn sie ihre Arbeiter trotz des glänzenden Geschäfts auch noch mandirende General des 11. Armeekorps General Brault zum Chef ersehe, bringt diese einen Artikel, überschrieben Staatsmann und so jämmerlich bezahlen. des Generalstabes an stelle des Generals Renonard ernannt, welcher Militär- Sachverständiger Bebel", in dem sie ihrem Grimm über Straßburg i. E., 2. November.( Eig. Ber.) Die vom Gemeinde- das Kommando des 11. Armeekorps übernimmt. Zum Kabinetschef meinen Artikel in der Beilage des Vorwärts" vom 29. Oktober in rath der Stadt Straßburg niedergesezte Kommission zur Unter- des Kriegsministers wurde General Pamard ernannt. mitleiderregender Weise Luft macht. der Haß Die Wuth, und die Verbissenheit, die suchung der Wohnungs- Verhältnisse in den älteren Paris, 4. November. Den Morgenblättern zufolge hat zu bem der jenes Artikels Theilen der Stadt hat über die weiteren von ihr durchgeführten Entschlusse der Regierung, betr. die Räumung Fascha do's, aus jeder Zeile Konservativen Nor Erhebungen Bericht erstattet. Danach wurden abermals schwere fehr viel der Bericht des Majors Marchand beigetragen, in welchem respondenz" gegen mich spricht, macht auf mich einen erheiternden Mißstände zu tage gefördert. Die Zustände in einzelnen es heißt, Fafchoda sei zwar ein strategisch wichtiger Bunlt, aber eine Eindruck und giebt mir die Genugthuung, zu sehen, daß meine Hiebe Wohnungen waren geradezu grauenerregende. Man erachtete es derartige Sumpfgegend, daß die französischen Truppen unter den gefeffen haben. Daß die Konservative Storreſpondenz" bei dieſer für rathfam, anzuordnen, daß eine Anzahl von Wohnungen völlig gegenwärtigen Verhältnissen Gefahr liefen, burch Strankheit dezimirt einmal Genoffen Auer als eine Art Musterknaben vorführt- womit Gelegenheit, der gegnerischen Gewohnheit folgend, mir wieder geschlossen, andere reparirt werden müssen, um sie so zu wenigstens einigermaßen menschenwürdigen Wohnstätten umzugestalten. Die Der Deputirte de Mun wird heute in der Deputirten man diesem teinen Gefallen erweist entspricht einer zu durchKommission beschloß weiter, beim Bolizeipräsidium den Erlaß einer tammer über die Fafchoda- Frage interpelliren; der Weiniſter fichtigen Taftit, als daß fie damit auf mich oder andere meiner Verordnung über das Schlafgängerwesen zu beantragen. des Auswärtigen Delcassé wird die Diskussion für Montag an- Parteigenossen irgend welchen Eindruck machte. Außerdem soll in der nächsten Sigung des Gemeinderathes über die nehmen. endgiltige Verwendung von 500 000 m. aus Stiftungsmitteln zum Der Kaffationshof wird am Montag das UntersuchungsZwede der Errichtung von Wohnungen für städtische Arbeiter verfahren in der Dreyfus Angelegenheit beginnen, demselben Beschluß gefaßt werden. sollen die drei ersten Tage jeder Woche gewidmet werden. Es Straßburg i. E., 4. Noventber. Der Landesauschuß hat sich bestätigt sich, daß der Kassationshof ein persönliches Verhör und eine heute nach Annahme des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen S on frontirung Dreyfus mit bu Baty be Clam und Gesetzbuch in dritter Lesung und nach Annahme des Disziplinar- Lebrun- Renault für nothwendig hält. gesetzes für Richter bis auf weiteres vertagt. zu werden. England. Ich bedauere aber, eine Illusion der, Konservativen Korrespondenz" zerstören zu müssen. Es ist eine Erdichtung, wenn sie im Gegensatz zu mir Auer einige Jahre militärische Pragis durchAuer hat meines Wissens zu einer Zeit, wo der machen läßt. preußische Stechschritt noch nicht seine zivilisatorische Mission in der bayerischen Armee begonnen hatte vor dem Jahre 1870 ganze fechs Monate den bayerischen Raupenhelm im schönen Lindau am Bodensee spazieren geführt, und dürfte Freund Auer in dieser Zeit nicht die großen praktisch militärischen Studien gemacht haben, welche die Konservative Korrespondenz" ihm so wohlwollend andichtet. Paris, 4. Nov. Die Regierung hat beschlossen, die angekündigte Aus Elfast Lothringen, 3. November.( Eig. Ber.) Obwohl mun Interpellation des flerilalen Führers Grafen de Mun über die Fafchodabald zwei Monate verflossen sind, seit der Rittmeister Graf Frage nicht anzunehmen. Die Regierung verweigert ebenfalls den VorUnd nun auch ein paar Worte dem Redakteur für Militärzu Stolberg- Wernigerode anläßlich der letzten Herbst schlag des Abgeordneten Reache, daß alle Debatten des angelegenheiten der Kreuz- Zeitung", dem Major 3. D. Herrn übungen des 15. Armeekorps im Biwat bei Hagenau den Sergeanten Kriminalhofes vor dem ganzen Kaſſationshof berathen werden sollen. Scheibert. Dieser Herr, der bisher auf die Angriffe auf ihn in Scheinhardt erstach, hört man von einer Bestrafung des adeligen der Bleibtreu'schen Broschüre„ Der Bar Befreier" fein Wort zu er Militärs noch nicht das geringste. Die Leser des Vorwärts" errinnern fich, daß die Militärbehörde in der an eine hiejige Beitung mit Frankreich London, 2. November.( Eig. Ber.) Bezüglich des Streits widern wußte, ist ebenfalls durch meinen Vorwärts"-Artikel aus herrscht hier noch immer eine sehr den Bau gelockt worden. Er debütirt mit einer Erklärung in der erlassenen Berichtigung" die Blutthat des Grafen insofern entschlossene Stimmung vor. Die fieberhafte Thätigkeit in Abend- Ausgabe der Kreuz- Zeitung" vom Mittwoch, den 2. November, felbst zugab, als sie die diesbezüglichen Mittheilungen der Presse allen Arsenalen, auf allen Werften und in den Proviant- die so unglücklich als möglich ausgefallen ist. nicht im mindesten anzufechten und nur einige bedeutungslose magazinen, die großen Roblenbestellungen der Admiralität Der Major z. D. Herr Scheibert beginnt seine Erklärung mit Nebensächlichkeiten richtigzustellen versuchte. Sollte der militärische 200 000 Tonnen bester Walliser Hartkohlen find zu ausnehmend folgendem Saz: Justizapparat, der gegen den fehlbaren gemeinen Soldaten in hohem Preis kontraktlich ausbedungen worden die Zusammen„ Herr Karl Bleibtreu, Arm in Arm mit Herrn Bebel und dem der Regel sehr prompt und rasch funktionirt, in diesem in diefem ziehung und Bereitstellung der Kriegsschiffe und Kriegereserven in Borwärts", haben sich darüber aufgeregt, daß ich 1874 in meinem Falle seine Arbeit noch nicht beendet haben? Eine amtliche ziehung und Bereitstellung der Kriegsschiffe und Kriegsreserven in Eine amtliche ben Hauptseestationen- alles das, und noch mehr, deutet darauf hin, Buche Der Bürgerkrieg in den nordamerikanischen Staaten" mich Bushever Aufklärung in dieser Sache thut deshalb ganz besonders noth, weil in daß die englische Regierung die Tage für ernit hält und jedenfalls über die Milizarmee anders ausgesprochen habe, als lezthin in der Straßburg verschiedene Leute behaupten, den Rittmeister Grafen ihren Ernst zu zeigen wünscht. Nach der Sprache einiger Mitglieder Kreuz- Zeitung" in den Artikeln Ausbildung und Zahl." v. Stolberg- Wernigerode in lezter Zeit des öfteren durch die Straßen des Ministeriums möchte man beinahe schließen, daß die Regierung Daß die hier von Herrn Scheibert erwähnten Artikel, brei an der Stadt spazieren fahren gesehen zu haben. Bon einer schweren militärischen Ausschreitung wird oder doch eine Fraktion in derselben es gar nicht ungern fähe, wenn der Bahl, die in der„ Kreuz- Zeitung" vom 19. Oktober cr. begannen, es zum äußersten täme. So hat gestern Wir. Hayes Fischer, von Herrn Scheibert herrührten, habe ich vermuthet und habe sie aus Met berichtet. In der Sonntagsnacht wurden mehrere junge einer der jüngeren Lords des Schazamts, in einer Rede, wo er die deshalb zur eventuellen Verwerthung im Reichstage meinen Kollek Leute durch eine Anzahl Unteroffiziere der 4. Kompagnie des Abberufung der Marchand'schen Expedition als bevorstehend an- tionen einverleibt. Daß aber Herr Major 3. D. Scheibert 8. Fußartillerie- Regiments angegriffen. Die Soldaten hatten ihre fündigte, Säge fallen lassen, wie daß wenn Frankreich nicht die Unverfrorenheit befigt, uns zu unterstellen: wir seien darüber Säbel blant gezogen und schlugen auf alle des Wegs kommenden nachgegeben hätte, nachgegeben hätte, ihm Neu- Auflagen ihm Neu- Auflagen von Trafalgar und aufgeregt, daß er in jenen Artikeln der Kreuz- Zeitung" sich anders Bibilisten los. Dazukommenden Offizieren gelang es, einen der Waterloo in Aussicht gestanden hätten. Selbst Blätter, über die Milizarmee ausgelassen habe, als in seinem von ihm erSäbelhelden, die Reißaus nahmen, abzufassen und die Namen der die im übrigen streng für die Politik des Nichtnachgebens find, wähnten Buch, ist mit das stärkste, was mir bisher bei meinen übrigen festzustellen. erklären, daß solche Aeußerungen in einem solchen Moment aus dem schriftstellerischen Kontroversen vorgekommen ist. Herr Major z. D. Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. Einer Munde eines Regierungsmitgliedes nicht danach geartet sind, eine Scheibert muß wissen, daß Bleibtreu auf seine Artikel Majestätsbeleidigung hat sich der Barbiergehilfe Karl Trennert friedliche Beilegung des Streitfalles zu erleichtern, und das konnte in der Kreuz- Zeitung" vom 19. Ottober er und aus Berlin schuldig gemacht, der heute vor der ersten Straffammer fich der, allerdings auch fonft als tattlos bekannte Herr sicherlich auch folgende nicht Bezug nehmen konnte, weil zu am Landgericht II stand. Der Angeklagte hatte Anfang Februar felbst sagen. Man ist aber hier so sicher, im Seekriege mit Frantjener Zeit die Bleibtreu'sche Schrift bereits im dieses Jahres in Taßdorf bei Nüdersdorf Stellung angenommen und reich Sieger zu bleiben, daß man es nicht für nöthig hält, ein Blatt Buchhandel erschienen war. Und ich konnte ebenfalls in lag dort bei den Arbeiter Eichmann'schen Eheleuten in Schlafstelle. vor den Mund zu nehmen. Brachte doch selbst das radikale Daily meinem Artikel im Vorwärts" vom 29. Oktober nicht auf diese Als der Sohn der Wirthsleute eines Tages die an der Wand Chronicle" neulich eine Einsendung, in der ausgeführt wurde, ein Kreuz- Zeitungs"-Artikel Bezug nehmen, weil ich in meinem Artikel hängenden Bilder der kaiserlichen Familie vom Staub befreite, machte Krieg mit Frankreich werde keine Schmach für die Zivilisation" die Bleibtreu'sche Schrift und nicht die Artikel der„ KreuzSer Angeklagte Bemerkungen, die Beleidigungen der kaiserlichen sein, sondern im Gegentheil dadurch, daß er zur Zerstörung der Beitung" vom 19. Oftober 2c. tritifirte, deren Autorschaft mir erst Familie enthielten. Trennert schied später in Feindschaft franzöfifchen in Feindschaft französischen Kriegsflotte führen werde, ber Cache der durch die Erklärung des Herrn Scheibert vom legten Mittwoch bebon den Wirthsleuten und Frau Eichmann zeigte ihn an. Trop Bivilisation einen großen Dienst eriveisen. Statt fich fannt geworden ist. Denn bekanntlich begründet eine Vermuthung feines Leugnens wurde der Angeklagte für überführt erachtet und im finnlosen Kolonial Chauvinismus ชน ergehen, würde noch kein Wissen. zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Auch wurde die Frankreich alsdann dem Ausbau seiner Demokratie im Jumern seine Bum Ueberfluß hat Bleibtreu auch in seiner Echrift„ Der Bar fofortige Verhaftung des Angeklagten beschlossen, weil bei Aufmerksamkeit zuzuwenden haben, und statt einer Aera beständig Befreier" auf Seite 3 genau den Artikel Scheibert's in der KreuzDer Höhe der zuerkannten Strafe Fluchtverdacht begründet erscheine. bedrohten Friedens stände Europa eine Aera wirklichen Friedens Beitung" angegeben, gegen den er sich wendet; es ist ein Artifel Wegen Majestätsbeleidigung stand ein Zimmermann aus Vilbel bebor. vom 30. Januar 1897 mit der Ueberschrift:„ Erniedriger unseres vor der Hanauer Straffammer, wurde jedoch freigesprochen. Die Argumentation felbft fann auf sich beruhen bleiben, das Ruhmies." Eine stärkere Selbstverurtheilung tann nieDas Strafverfahren gegen den„ Simplicissimus" wird bezeichnende ist nur, daß der Mann felsenfest vom unausbleiblichen mit aller Schärfe geführt. Th. Heine, der hervorragende Karris Siege Englands über Frankreich überzeugt ist. Und dieje Meinung mand an sich selbst vollziehen, als sie hier der faturist, soll verhaftet worden sein. Der Verleger 2 angen Gespräch zum Ausdrud gebracht. So führte vorgestern in einer an sich vollzogen hat. bricht oder scheint durch alle Breßäußerungen durch, wird in jedem Major z. D. Herr Scheibert durch seine Erklärung und der Verfasser des inkriminirten Gedichtes Wedekind find in von journalistischen Friedensfreunden abgehaltenen Versammlung Im weiteren behauptet Herr Scheibert mehrere Male und läßt die Schweiz geflohen. ber Vorsitzende in einer wegen ihrer wohimeinenden diese Behauptung am Schlusse seiner Erklärung in der„ Krenz- Big. Desterreich. Tendenz sehr anerkennenswerthen Rede aus, ein provo in gesperrtem Sazze drucken: Bleibtreu und ich hätten sein Buch: Wien, 8. November. Bürgermeister Dr. Lueger er zirendes Auftreten Englands sei um so verdammenswerther, Der Bürgerkrieg in den nordamerikanischen Staaten", nicht geöffnete die Nachtfizung des Gemeinderaths mit der Erklärung, daß als das arme Frankreich am Boden liege" und fich eigent- lesen. dank den Maßnahmen der Behörden und dem zielbewußten Bulich gar nicht wehren könne. Ich fürchte, die Franzosen fühlen sich Ich weiß nicht, ob Bleibtreu auf diefe maßlos umber- frorene fammenwirten aller berufenen Organe erreicht wurde, daß die keineswegs am Boden liegend, wenn sie auch hoffentlich es nicht auf Behauptung des Herrn Majors 8. D. Echeibert antworten will. Was früheren Gesundheitsverhältnisse wiens wieder einen Krieg ankommen lassen werden. mich betrifft, so kann ich nur jedem, der meine Broschüre besitzt, hergestellt worden find. Jedwede Gefahr einer In der erwähnten Bersammlung, an der auch verschiedene eng- empfehlen, fich die Seiten 68 und 69 derselben anzuschen, auf weiteren Infettion fei beseitigt und nicht der lische Sozialisten sowie ein deutscher Sozialist theilnahmen, wurde denen ich eine lange Reihe von Bitaten aus der mindeste Grund zu irgendwelcher Beunruhigung neben einer ziemlich farblosen Zustimmung zu dem Barenrestript Schrift Der Bürgerkrieg in den Vereinigten mehr vorhanden. folgender Appell an die Presse beschlossen: Staaten" von J. Scheibert, Major im töniglich Wien, 4. November. Das Abgeordnetenhaus ber" Die britische Sektion des Internationalen Vereins journalistischer preußischen Ingenieurkorps, Berlin 1874, unter Anden Anklage- Antrag Kronawetter Friedensfreunde ist der Ansicht, daß die Presse durch Produktion von führung der Seiten 95, 88, 90, 98, 97, 102, 114, 130, 148, 162 und handelte über 100- 10 zittre die Seiten in der Reihenfolge, in der ich sie in Die preußischen Landtagswahlen. meiner Schift anführe gegeben habe. " gingen, daß fie Arm in Arm mit ber Reaktion gegen das Voll Ich muß nach der unerhörten Behauptung Scheibert's fast an marschirten? Jeder, auch der begeistertste Anhänger der Wahlbetheilinehmen, daß er meine Schrift nicht gelesen hat, was nach seiner Die Zusammensetzung des neuen Abgeordnetenhauses. gung, wird diesem Grund eine gewisse Berechtigung nicht absprechen Erklärung von bodenloser Leichtfertigkeit zeugte. Im anderen ein ziemlich genaues Bild des neuen Abgeordnetenhauses geben. daß bei den Wahimänner- Wahlen in einer ganzen Reihe von Bes Nachdem nunmehr fast alle Wahlergebnisse vorliegen, läßt sich fönnen. Außerdem scheint die Vossische Zeitung" garnicht zu wissen, & alle müßte ich an seiner Ehrenhaftigkeit oder Nach den Angaben des Wolff'schen Bureaus, dem wir zum Vergleich zirken freisinnige Wähler in der Stichwahl zwischen einem fozialWas ich aus der Scheibert'schen Schrift für meine Beweis- bie Fraktionsliste des Jahres 1898 beifügen, vertheilen sich die bemokratischen und einem konservativen Wahlmann den Auseinzelnen Mitglieder folgendermaßen: schlag zu gunsten fübung enmonumen habe, ist meine Sache und geht Herrn Scheibert des letzteren gunsten des Eine lezteren gegeben haben. nichts an. Bartet, die bei der Reichstagswahl sich thatsächlich als Theil der einen reaktionären Masse" gezeigt hat, darf sich nicht wundern, wenn das von ihr verrathene und verkaufte Volt sich von ihr abwendet. Hat die Sozialdemokratie ein„ beschämendes Beugniß einer politischen Unflugheit" gegeben, so hat die freifinnige Partei ein dreifach beschämendes Zeugniß nicht mur politischer Unflugheit, sondern auch politischer Rückgratslosigkeit abgelegt, und sie darf sich nicht wundern, wenn die Saat, die sie gefäet, böse Frucht zeitigt." Schließlich will ich aber mit der Ansicht nicht zurückhalten, daß ich in meinen bisherigen Polemifen mit ehemaligen Offizieren, d. h. Leuren, die ein ganz besonders fein geartetes Ehrgefühl befizen sollen, Erfahrungen gesammelt habe, die mir ein plebejisches Ehrgefühl als wahres Tugendmuster für den Ehrbegriff erscheinen lassen. Berlin, den 4. November 1898. A. Bebel. Kampf um das Koalitionsrecht! " bor= Die Klaffenbewußte Arbeiterschaft hat weder das eine noch das andere zu fürchten. Wir unsererseits haben namentlich schon ge nügend Beweise beigebracht für die Thatsache, daß da, wo wirklich eine gewaltsame Einschüchterung" Arbeitswilliger vorgekommen ist, die Gesetzesbestimmungen vollkommen ausreichten, die schwersten Strafen zu verhängen. Als ,, total miklungen" jezt bisher Resultat Konservative Zentrum 143 149 6 99 95 +4 Nationalliberale. 78 84 6 Freikonservative 63 65 Polen. 14 18 4 Freifinnige Volkspartei, 22 14 +8 6 2 +6 Freisinnige Vereinigung 12 Dänen ergeben. う 2 ++ 111+ 1 Partei- Nachrichten. Ganz genau stimmen diese Angaben freilich nicht, da z. B. Hier offenbar der Antisemit Werner den Konservativen zugerechnet ist, da Die Vorlage zum Schute der Arbeitswilligen" ferner die National- Beitung" für die Nationalliberalen nur 76, die Bei den Stadtverordneten- Ergänzungswahlen in Chemnit ift der, Töln. Ztg." zufolge nunmehr fertig gestellt und den Ste- im großen und ganzen sind die Angaben zutreffend. Es steht also der Sieg aber nur dadurch möglich, daß sie geschlossen für eine und " Germania" für das Zentrum 100 Mandate herausrechnet. Aber sind unsere Parteigenossen diesmal unterlegen. Den Gegnern war gierungen zugegangen. Die Einbringung der Vorlage werde voraus fest, daß eine rein tonservative Mehrheit nicht möglich ist; wohl aber dieselbe Liste stimmten. Den Lurus mehrerer Listen können sie sich fichtlich sofort bei Zusammentritt des Reichstags erfolgen. Das ist einmal eine fonservativ fleritale Mehrheit und sodann eine nicht mehr gestatten. Von 14 329 Stimmberechtigten nahmen 10221 nationalliberale Blait fordert auf, für die künftigen Reichstage tonservativ freilonservativ nationalliberale Mehrheit vorhanden. an der Wahl theil( im Jahre 1897 betrug die Bahl der Wahlberathungen Fälle von„ Terrorismus" der Gewerkschafter in möglichst Die großer Zahl zur öffentlichen Stenntniß zu bringen, wie es auch zu wünschen Regierung hat also zwei verschiedene Mehrheiten berechtigten 18 072, die der Stimmenden 9279). Bu wählen waren fei, daß die Ergebnisse der bekannten Umfrage, die der Reichskanzler daß sich die Physiognomie des Abgeordnetenhauses wesentlich ansässigen und Unanfäffigen. In der Klasse der Ansässigen erhielten zu ihrer Verfügung, genau fo wie bisher. Davon, je 8 Stadtverordnete und je 3 Ersatzmänner in den Klassen der durch das Reichsam des Innern bei den einzelnen Bundesregierungen berändert hat, fann demnach feine Rede sein; die eingetretene Ber- die gegnerischen Kandidaten 5858-6054 Stimmen, unsere Stimmen hat veranstalten lassen, der Oeffentlichkeit unterbreitet werden. Ist die Gefahr da, daß die sozialdemokratische Terrorisirung die Gewalt schiebung ist, wie wir im voraus prophezeit haben, äußerst gering, zahl betrug 4120-4137; in der Klasse der Unansässigen brachten die über die Arbeiterschaft an sich reißt, dann muß die Oeffentlichkeit und nur die Gefahr einer Zufall majorität, wie sie bei der Abstim Gegner 5903-6036 Stimmen auf, wir 4109-4132. auch nachdrücklich darauf hingewiesen werden, damit sie aus womit natürlich nicht gesagt sein soll, daß auch die Gefahr eines 3412-3437; die Gegner vereinigten damals nur auf 2 Kandidaten mung über die lex Rede jo deutlich hervortrat, ist geschwunden, Bei der Wahl im Jahre 1897 betrug unsere Stimmenzahl eigenem Interesse rechtzeitig au der Abwehr theilnimmt. Auf der anderen Seite aber wird auch auf grund des neuen reaktionären Vereinsgesetzes beseitigt ist. 5292 und 5251 Stimmen, während sie mit allen ihren übrigen zubringenden Materials zu prüfen fein, inwieweit die geltenden würde, stand von vornherein fest. Daß der neue Landtag durch und durch agrarisch sein Kandidaten, wegen der Stimmenzersplitterung, die durch die Aufgejeglichen Ecuzbestimmungen ausreichen und es nur an der Es kann daher nicht über- stellung mehrerer Listen verursacht wurde, unterlagen. Damals zogen Auffassung von Justiz und Polizei gelegen batte, wenn dem Be- Taschen, wenn die„ Deutsche Tageszeitung" 220 Abgeordnete anführt, 15 Sozialdemokraten in das Rathhaus ein, welche Bahl sich später Streben der Sozialdemokratie, unter gewaltiamer Einschüchterung und in agrarischen Fragen zuverlässig geschildert werden. Nur darf nicht erreicht worden, aber der Gewinn von zirka 700 Stimmen, ben die, abgesehen von den Zentrumsmitgliedern, als bundesfreundlich auf 17 erhöhte. Eine Vermehrung unserer Size ist also diesmal der Arbeiterschaft einen gegen die bestehende Ordnung gerichteten Staat im Staate zu organisiren, nicht genügend entgegengewirkt sich das Blatt der Thomasphosphatmehlfrißen nicht einreden, daß wir gegen 1897 zu verzeichnen haben, zeigt, daß die Zeit nicht allzu werden konnte." deshalb auch im Lande irgend welche Sympathie für die agrarischen fern ist, wo es den Gegnern trotz aller Gepflogenheit nicht mehr Lebensmittelvertheuerungsgelüfte vorhanden ist, denn die Wahlen gelingen wird, das Zustandekommen einer sozialdemokratischen Stadtdie Fälschung des Volkswillens, und eine allgemeine direkte und unter dem Dreillaffen- Wahlsystem sind nicht der Ausdruck, sondern verordneten- Mehrheit zu verhindern. geheime Wahl hätte ein glänzendes Fiasto der Kanig und Genossen die auf dem Würzburger Parteitage beschlossen wurde, tritt am Die Nen- Organisation der Sozialdemokraten Bayerns, 1. Januar 1899 in fraft. Als Mitglieder des Landesvorstandes, der die Oberleitung führt, fungiren bis zum nächsten Parteitage Von der Wiedergabe einzelner Wahlnachrich... önnen die bayerischen sozialdemokratischen Landtags- und Reichstagswir für heute Abstand nehmen; erwähnenswerth ist nur die Wahl Abgeordneten. in Lingen Bentheim, wo sich die nationalliberaler Kulturfämpfer, um die Wahl des Nationalsozialen v. Gerlach verwährend der Reichstagswahl von dem Parteigenossen Edmund Als Wockblatt für die Oberlaufit erscheint jetzt das hindern, zur Wahl eines Zentrumskandidaten entschlossen. Daß Daßischer Herr Stöcker fang- und klanglos in die Versenkung verschwunden ist, discher in Dresden herausgegebene Blatt, Der arme Teufel dürfte für das Abgeordnetenhaus tein allzu schwerer Verlust sein. Unsere Partei hat sich, da wo sie sich an der Wahl selbständig betheiligte, naturgemäß damit begnügen müssen, ihre Stimmen der Situation entsprechend ins Gewicht zu werfen. So hat fie, wie bekannt, in Breslau für die Freifinnigen gestimmt. Im Wahl reise Altona stimmten sie im ersten Wahlgang für Molkenbuhr, im zweiten Wahlgang gingen fie auf Fischbed( freifinnige Boltspartei) über allerdings ohne Erfolg, Tie Raftider ,, Oberfränt, chen Volkszeitung" in da fie die Wahl des Margarine Fabrikanten Mohr nicht fist von dem Parteigenossen Emil Liebold aus Greiz überverhindern fonnten. In Elberfeld stimmten unsere partei- nommen worden. Der bisherige Redakteur Stüdlen hat seine genössischen Wahlmänner ebenfalls mit, obwohl die Wahl aussichtslos Stelle als Leiter des altenburgischen Parteiorgans angetreten. war. In Minden hatten wir 8 Wahlmänner, die im ersten Wahlgang für den Freisinnigen stimmten, im zweiten Wahlgang aber, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. als die Liberalen ihre Kandidatur fallen ließen und für den Bündler monatige Gefängnißstrafe verbüßt, die ihm als verantwortlichem Der Parteigenoffe Grimpe in Elberfeld hat die vierstimmen wollten, das Lokal verließen. In Linden ist der Wahl- Redakteur der Freien Presse" am 27. Oktober v. J. von der Straf liberale Kandidat Mattfeld erhielt 170 Stimmen, Genoffe Rauch 97. fammer in Elberfeld wegen Beleidigung des Remscheider OberDie abfolute Majorität beträgt 134 Stimmen. Mattfeld ist somit bürgermeisters zudiktirt worden war. Wir hoffen, daß der wadere gewählt. 5 unserer Wahlmänner fonnten nicht wählen, da in zwei Kampfgenosse die Haft ohne Schädigung feiner Gesundheit überBezirfen wegen ungefeßlicher Formalitäten von seiten der Wahlstanden hat. vorsteher die Wahlen für ungiltig erklärt wurden. Die welfischen Wahlmänner unter nationalliberaler Flagge haben demnach sämmtlich für Mattfeld gestimmt. " " bezeichnet die Germania" unsere Beweisführung, die fich gegen das Verhalten der Mitglieder des katholischen Vereins Arbeiterschutz" richtete. Dem.gegenüber halten unsere Gewährsmänner, nachdem sie nochmals genaue Untersuchungen über die einzelnen Fälle angestellt haben, im wesentlichen ihre früheren Behauptungen aufrecht. Zum ersten Fall, die Arbeitsniederlegung in der Breitestr. 12 betreffend, giebt die Germania" selbst zu, daß die Arbeitsbermittelung des Vereins„ Arbeiterschutz" am 11. Juli um Maurer zu 55 Pf. pro Stunde angegangen wurde. Zwei Maurer wurden nach jenem Bau hingesandt, kamen aber am selben Tage wieder zurüd. Es war den streifenden Maurern gelungen, fie zu überzeugen, daß fie den um beffere Lohn- und Arbeitsverhältniffe Kämpfenden nicht in den Rüden fallen dürften. Also nur diesen Bemühungen war es zu danken, daß fie nicht zu Streitbrechern wurden. Und außerdem: Weiß denn das Bermittelungsbureau des Arbeiterschutz" nicht, daß die organifirten Maurer Berlins seit Jahren um den 60 Pf.- Stundenlohn tämpfen und ihn auch bis auf wenige Ausnahmen faft überall durchgesezt haben? Warum entsandte es überhaupt Arbeitskräfte unter dem von tarif? Und wie tommt es denn, daß die Meister, die den Tarif zu umgehen trachten, wie kommt es, daß die Unternehmer bei Streits sich gerade immer an den christlichen Verein wenden? Der zweite Fall betrifft die Entlassung von 15 Maurern, weil fie ihr Reichstags- Wahlrecht ausgeübt hatten. Die„ Germania" beißt sich daran fest, daß wir geschrieben hatten:" Nach vier tägiger Sperre wurde dieser Bau durch 30 Maurer aus dem Arbeiterschutz" besetzt". Daß 30 Maurer 15 Maurer ersetzt haben, scheint nur ein Widerspruch, denn mit den etwa 15 Entlaffenen erklärte sich eine etwa ebenso große Anzahl solidarisch. Gerade in diesem Falle scheint sich die„ Germania" bezw. der Verein Arbeiterschutz" am allerwenigsten im Recht zu fühlen. Denn sie redet ein langes und breites- von geheimen" Beschlüssen, von der Erhebung von 50 Pf. für den sozialdemokratischen Wahlfonds u. s. w. nur auf das, worauf es hier einzig und allein autommt, giebt fie feine flipp und flare Antwort, sie wagt nicht zu behaupten, daß die Entlassenen und die Streikenden nicht vom„ Arbeiterschug" er fetzt worden wären. " aus der Oberlausiz", das damals wegen seines volksPaul Kluge in Dresden hat den Verlag übernommen. Redigirt thümlichen Inhalts großen Antlang gefunden hatte. Der Buchdrucker wird das Blatt wieder von Edmund Fischer, der wegen Stränklichkeit seine Stellung an der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" aufgeben mußte, für welches Tageblatt er seit 1. Januar 1898 thätig gewesen ist. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. In Brandenburg gaben unsere Wahlmänner ihre Stimmen im ersten und zweiten Wahlgang für den sozialdemokratischen Kandi- Der Ausstand der Tabakarbeiter bei der Firma Rose daten Borgmann ab, im dritten stimmten sie für den freisinnigen u. Schrenhoffer in Lübed ist, wie wir heute ergänzend mitKandidaten; sie konnten aber den Sieg der drei Konservativen nicht theilen können, dadurch entstanden, daß die Arbeiterinnen eine tarifhindern. mäßige Bezahlung verlangten. Die Ablehnung dieser Forderung Sozialdemokratische Krücken. Daß wir den Freisinnigen veranlaßte sämmtliche dort beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen vorgeworfen haben, sie ziehen auf sozialdemokratischen Krücken zur Arbeitsniederlegung. Die Firma droht, den Betrieb nach Südin das Abgeordnetenhaus, hat der Berliner Korrespondent der deutschland zu verlegen, um billiger produziren zu können. Frankfurter Beitung" uns sehr übel genommen. Er findet Gleiwit. Hier ist ein Streit der Droschkentutscher ausgebrochen. es nicht gerade schön, daß man für die freiwillig geleistete Veranlassung zum Streit war die Einführung eines neuen Tarifs, Die Germania" scheint doch recht unzuverlässige Gewährs würfe ruhmiüchtig den Dank selbst nimmt" und glaubt, daß wir Unterstüßung im politischen Kampfe sich durch solche Vor- der niedrigere Säße vorschreibt, als der bisherige. männer zu haben, denn über den dritten Fall, dessen richtige Schilde durch unsere Ausführungen die Freifinnigen kränken wollen. Das Ausland. rung fie ebenfalls anzweifelt, zeigt sie sich ebenso schlecht unterrichtet. hat uns natürlich gänzlich fern gelegen, so viel menschliches Mit- stundentag. Vor furzem fand eine Vorstandssitzung des ZentralDie österreichischen Bergwerksbesitzer gegen den AchtEs wird da behauptet, daß die Maurer auf dem Bau Scharnweber gefühl haben wir uns im politischen Kampfe trop aller bösen vereins der Bergwerksbesitzer Oesterreichs statt, welchem nahezu straße 6 an dem betreffenden Tage, als der Unternehmer ihnen die Erfahrungen denn doch noch bewahrt, daß wir gröblichsten Vorwürfe ob ihrer angeblichen Faulheit machte, nur den letzten Zügen liegenden Gegner nicht absichtlich kränken. stand die Frage über die Zulässigkeit einer gesetzlichen Herabsetzung in sämmtliche Bergbaue Desterreichs angehören. Auf der Tagesordnung 4000 Steine verarbeitet hätten. Nach Angabe der Steinträger, welche Ebenso wenig lag es in unserer Absicht, uns für unsere der zehnstündigen Arbeitszeit beim Bergbaue, welche Frage die die Steine in Afford tragen, also auch genau wissen, wie viel sie Hilfe den Dank ruhmsüchtig selbst zu nehmen. Dank für unsere Regierung der Montan Sektion des Landwirthschafts tragen, sind es nicht 4, sondern 11 000 gewefen und wohlgemerkt, baltung verlangen wir von niemandem, aber ebenso wenig lassen rathes borgelegt hatte. = Beiaußerdem mindestens noch zirka 5 Quadratmeter Kalkstein- Mauer- wir uns unser gutes Recht verfümmern, die Thatsachen objektiv zu Stimme Es wurde mit allen gegen eine wert, also immerhin eine ganz refpeftable Leistung. Nun haben aber beleuchten. Und bei objektiver Betrachtung stellt sich heraus, daß die Bergwerksbefizer und der verschiedenen montanistischen Lokalbeschlossen, die Delegirten des Zentralvereins der die Maurer nicht deshalb Feierabend gemacht, weil sie über den Freifinnigen ihre neuen Mandate fait ausschließlich der Sozialdemo- vereine Oesterreichs im Landwirthschaftsbeirathe zu ersuchen, die von Vorwurf der Faulheit erzürnt waren, sondern weil sich der ehrbare fratie verdanken. Daß die drei Breslauer Abgeordneten durch unsere der Regierung vorgelegte Frage auf das entschiedenste zu verneinen. Unternehmer gang gemeiner Schimpfworte bediente, und weil sie Hilfe gefiegt haben, wird wohl selbst die" Frankf. 8tg." nicht an In der beschlossenen Tagesordnung heißt es, daß der Achtstundentag die Lohnforderung auf 60 Pf. anhängig machen wollten. Das letztere zuzweifeln wagen. Und wenn die Freisimmigen in Görlig, Frank- bei einzelnen Bergbauen oder in einzelnen Betrieben, wie es heute mußte allerdings unterbleiben, weil sich der Herr schleunigst ent- furt a. M. und Hagen die Gegner geschlagen haben, so verdanken sie schon der Fall ist, ganz gut bestehen könne, daß jedoch eine gesetzfernt hatte. das ebenfalls den Sozialdemokraten, denn in allen diesen Kreisen ist liche Normirung desselben für den gesammten Bergbau Desterreichs der Freifinn 1893, wo sich unsere Genossen an der Wahl nicht von unermeßlichem Schaden wäre. betheiligten, unterlegen, während er 1898, wo die Sozialdemokratie man schon vorher sicher rechnen. Auffallend wäre nur, wenn dieses Auf eine solche Antwort konnte von vornherein für ihn eintrat, seine Kandidaten durchbrachte. Fügen Ausbeuterkonsortium einer verständigen sozialpolitischen Ansicht Auswir noch hinzu, daß den Freisinnigen in Bromberg ein Mandat von brud gegeben hätte. Junters Gnaden, in Königsberg zwei Mandate durch die Hilfe der Nationalliberalen verschafft find, so wird man unser Bild von den Krüden, auf denen der Freifinn ins Abgeordnetenhaus humpelt, nur als zutreffend beurtheilen können " Zum letzten Punkt, der den„ Terrorismus" eines katholischen Poliers betraf, der feine Leute anstellte, bezw. diejenigen entließ, die nicht Mitglieder des katholischen Vereins waren oder werden wollten, bemerken unsere Gewährsmänner: Die Germania" will erfahren haben, daß, momentan" von den unter jenem Polier Beschäftigten nur 4 Mann zum Arbeiterfchuz" gehören. Was beweist das aber? Der Bau, den wir anführten, geht jezt bereits seiner Vollendung entgegen und wenn heute nur noch vier Arbeiterschutz" Gesellen unter dem Polier arbeiten, so ist das nur ein Beweis, daß es ihm trop aller Mühe nicht gelang, eine größere Anzahl in den frommen Verein zu zwingen oder auch, daß er mit den Mitgliedern wenig zufrieden war. Basalt- Fabrik"( Aktiengesellschaft) im Ausstand. Es handelt sich um In Bukarest( Rumänien) befinden sich ca. 50 Töpfer der bie Einführung eines einheitlichen Tarifs, der bisher seitens der genannten Gesellschaft nicht anerkannt wurde, und um die BeWahlbewegung" auch die Verhältnisse im dritten Berliner Landtags fuche Die ,, Voffische Ztg." bespricht in einem Leitartikel„ Lehren der seitigung anderer grober Mißstände. Wiederholt wurden VerWahlkreise und leistet sich hierbei folgenden geschmadlosen Ausfall nommen, aber jedesmal scheiterte das gütliche Uebereinkommen nach dieser Richtung seitens der Arbeiter unters Was unjere übrigen Behauptungen anlangt, daß der Verein schwarze Kartell" seine ganze Kraft. Die Sozialdemokratie aber Voraussichtlich dürfte der Kampf ein harter werden; es wird des gegen die Sozialdemokratie:" Auf diesen Wahlkreis sammelte das an dem groben, prozigen Verhalten der Geschäftsleitung. eine Gründung der Zentrumspartei ist, hervorgegangen stand gleichgiltig oder hohnlachend bei seite und überließ es der halb ersucht, den Zuzug von Töpfern nach Bukarest streng fernzu aus dem Bestreben, sich die Arbeiter als getreue Wähler und fromme Linken, den Kampf mit der Reaktion auszufechten. Die Linke hat halten. Gläubige zu erhalten, so nehmen wir davon nichts zurück. Die BauDies ist umsomehr erforderlich, als die Gesellschaft arbeiter hatten hier ihre gute Organisation- daß sie verbesserungsfähig weil sie ihn aus eigener Kraft, ohne die Hilfe der Sozial Sabidi anwerben zu lassen. Briefe und Sendungen sind zu adressiren gefiegt, und heute fann sie sich dieses Sieges doppelt freuen, bereits Anstrengungen macht, Arbeitskräfte durch ihren Wertführer ist, soll nicht bestritten werden, jede weitere Vereinsgründung demokratie, errungen hat. bedeutet eine ersplitterung der Kräfte, eine Schwächung Wahlkreis, Die Wahlenthaltung in einem an: Clubul Muncitorilor Str. Domnei, Bucarest. wo Virchow gegen des Widerstandes. und Herrn Brezel stand gefährdet war, ist aber für die Sozialdemokratie ein beschämendes In dem großen Kopenhagener Bäckerstreit ist nun sowohl Auf unseren Hinweis der katholischen Vereinsgründungen im Beugniß einer politischen Unflugheit, wie sie nur aus der rück- von den Brotfabriken als von den Arbeitern die Einsetzung eines Rheinland geht die Germania" wohlweislich nicht ein, dafür leistet ständigen Begeisterung für die alte Phrase zu verstehen ist, daß der Schiedsgerichts acceptirt, das aus dem Vorsitzenden des Handsie sich am Schlusse einige blöde Schimpfereien auf die„ fetten Ge- Sozialdemokratie gegenüber alle bürgerlichen Parteien nur eine werkervereins Röstrup und dem Vorsitzenden des Verbandes der hälter" der waschechten Genossen", auf die ergiebigen Pfründen, reaktionäre Masse" feien. Wir wollen der guten Tante" Voß vereinigten Fachvereine Jensen als Richter und des Stadtverordneten deren Erträge leider den größten Theil der Arbeitergroschen aus gewiß nicht den Wahn rauben, daß sie aus eigener Straft" Trier als Vorfizenden bestehen soll. Das Schiedsgericht ist bereits den gefährdeten Wahlfreis behauptet hat; sie sollte aber in Funktion getreten und die Arbeiter haben die Arbeit aufDarauf gehen wir nicht ein, denn das sind schofle Schimpfe- ob reien, die nicht einmal den Neiz der Neuheit und der Originalität gerathen und sich einreden, daß die Sozialdemokratie hohndieser Freude doch nicht völlig dem Häuschen genommen. besigen, denn die Stumm'sche" Post" leistet darin doch noch viel lachend in dem Kampfe bei seite gestanden habe. Hat denn bevor. Die Arbeiter hatten bereits durch den Sekretär des Bundes Ein Bergarbeiter- Ausstand im Loire- Beden( Frankreich) steht besseres. die Bossin das ganze Jahr hindurch geschlafen, daß sie nicht weiß, der Grubenarbeiter den Direktionen die Lohnforderungen unterbreiten Gegen die Zuchthausvorlage welche Gründe es gewesen sind, die die Berliner Genossen zu der lassen, erhielten aber eine ablehnende Antwort. Am 28. Oktober protestirten Boltsversammlungen in Grafrath bei Solingen, befanten Feenpalast- Resolution veranlaßt haben? Weiß sie nicht, war der Termin abgelaufen, jedoch lehnten es die Arbeiter ab, sofort Eisenberg in Sachsen Altenburg, Meerane und Grüna in daß zu diesem Beschluß wesentlich der schmähliche Verrath beigetragen in den Streit einzutreten und soll nochmals mit den Direktionen Eachsen, Aub a chthal bei Greiz in Reuß ä. L. hat, den die Freisinnigen bei der legten Reichstagswahl dadurch be-| verhandelt werden. machen." aus Majestätsbeleidigungs- Prozeß Harden. Dreyfus- Angelegenheit, von dem letzten Bräfektenschub beantragte Strafe angemessen und werde auf 300 Mart Geld. und von dem Versprechen des Kabinets, mit den Republikanern stra fe erkannt. Im Prozeß Harden, der gestern fortgesetzt wurde, ist die Deffent- regieren zu wollen. Nunmehr nahm Dupuy das Wort. Ein bemerkenswerthes Urtheil wurde dieser Tage von der lichkeit bis zum Schluß der Verhandlung ausgeschlossen geblieben. Er habe in der ministeriellen Erklärung ganz klar die Absichten und rafkammer des Landgerichts Torgau gefällt. Wie feinerzeit mitgetheilt wurde, hatte am 20. Februar d. J. in Dommis i ch beantragte der Staatsanwalt, im Interesse der öffentlichen Ordnung nügten, um die Ordnung zu sichern und die Armee zu schüßen; die eine Volksversammlung stattgefunden, in der Genosse Jahn ans die Deffentlichkeit auch während der Verhandlung über die übrigen Regierung beabsichtige nicht, in diesen Beziehungen neue Geseze zu Berlin referirte. Da zu jener Versammlung eine Anzahl Bartei Artikel auszuschließen. Der Gerichtshof entsprach diesem Antrage. verlangen.( Beifall.) Was die Dreyfus- Angelegenheit Dem Vernehmen nach sind etwa 40 Artikel aus der Zukunft" zur betrifft, so stehen wir vor der Entscheidung der genossen aus Torgau gekommen waren, hatte der Bürgermeister von Dommitsch einen Polizeibeamten zum Bahnhofe Berlesung gebracht, aus denen der Staatsanwalt Material zusammen- Justiz, und wir werden derselben Achtung ver bestellt, der dann die Genossen nach dem Versammlungss trug, um zu beweisen, daß der Angeklagte die Tendenz verfolge, die schaffen. Licht wird geschaffen werden. An dem Tage, wo die Justiz Tofal begleitete und auch selbst im Lokal blieb, obwohl bereits zwei Person des Kaisers öffentlich herabzusetzen. Der Staatsanwalt bean- gesprochen haben wird, werden wir uns vor ihrem Spruche beugen."( An- Gendarmen dort waren! Darauf bezug nehmend, hatte Jahn betragte ein Jahr Gefängniß, Justizrath Mundel und der An- haltender Beifall.) Dupuy betont schließlich unter dem Beifall des Hauses, merkt, daß die Anwesenheit eines dritten Beamten jedenfalls übergeklagte selbst beantragten die Freisprechung. das Kabinet werde sich auf die republikanische Nach fast vierstündiger Berathung verkündete der Vorsitzende, Majorität stügen. Rouanet( Soz.) fragt, welche Maß- flüssig sei, da man in konservativen und ähnlichen Versammlungen Landgerichts- Direttor Felisch, um 10 Uhr abends das Urtheil: nahmen die Regierung zu treffen gedente, um ihren Willen den wohl nur selten Beamte wahrnehmen könnte. Jahn sollte dann Was den Artikel" Pudel- Majestät" betreffe, so liege schon in der militärischen Gewalten aufzuzwingen und die Wiederkehr solcher hinzugefügt und gesagt haben: Nun, uns kann es schon recht sein, Ueberschrift nach Ansicht der Anklagebehörde eine Majestäts- Vorgänge wie der jüngsten zu verhindern. Die Diskussion wenu auch mehrere Beamte anwesend sind; es ist doch schon vornimmt mit gekommen, daß gerade dadurch Beamte Sozialdemokraten wurden, beleidigung. Abgesehen von der Frage, ob diese Ueberschrift als wird hierauf geschlossen, und die Kammer geschmackvoll anzusehen sei, habe der Angeklagte überzeugend 429 gegen 64 Stimmen eine von Delaporte eingebrachte und von der wie es zum Beiſpiel in einem Orte in Thüringen passirt sei. nachgewiesen, daß er diese Bezeichnung als passendste und zu- Regierung gebilligte Tagesordnung an, in der es heißt, die Kammer Durch diese Bemerkungen hatte sich der Oberwachtmeister Schuster treffendste Uebersetzung des Titels Prince Caniche" angesehen habe. billige die Erklärungen der Regierung und vertraue darauf, daß die beleidigt gefühlt. Im weiteren Verlauf seiner Nede hatte Jahn auch den Fall Hammerstein und die Angelegenheit des früheren BürgerNach Ansicht des Gerichtshofes kommen in dem Artikel zwar Be Regierung eine Politik der Reformen anwenden und sich dabei mur meisters Gierth von Torgau erwähnt und erzählt, wie beide Personen ziehungen und Anspielungen auf die Person des Kaisers vor, die aber auf die republikanische Majorität stüßen werde. Finanzminister Peytral legt das Budget bor. nicht zu einer Identifizirung des Prinzen Hyazinth mit dem Kaiser vorBrunet und wegen Veruntreuung, Schwindelei ze. zu Zuchthaus verurtheilt worden seien, obwohl sie den„ besseren" Ständen angehörten. Dabei geschritten sei. Deshalb sei die ganze Fabelwiedergabe keine Majestäts- de Mun wollen über die Faſchoda Angelegenheit interpelliren. soll num Jahn bemerkt haben:„ Wenn das einer von uns gewesen beleidigung. Was den zweiten Theil betreffe, so habe der Angeklagte Minister Delcassé erklärt, überzeugend nachgewiesen, daß es ihm darauf angekommen sei, die für die Erörterung diefer Angelegenheit noch nicht angeben, wäre, wieviel würde der wohl bekommen haben?" Speichelleckerei zu geißeln und daß er dabei an die Audienz gedacht Gerville- Réache verliest einen Antrag, in dem verlangt wird, daß war nun eine Beleidigung des Schwurgerichts in Göttingen habe, die der Verleger Bong und der Buchdruckereibefizer Bürenſtein alle Revisionsprozesse allen Kammern des Kaſſationshofes zu gemein- flage erhoben. In der am 11. Juni d. Js." vor dem Schöffenaus Anlaß des 10jährigen Jubiläums Sr. Majestät nachgesucht haben. samer Verhandlung unterbreitet werden; Redner verlangt für dieſen gericht in Dommißich stattgefundenen Verhandlung war Jahn von Es würde in den hierauf bezüglichen Ausführungen des Angeklagten Antrag die Dringlichkeit. Man hört Ausdrücke des Mißfallens. Man hört Ausdrücke des Mißfallens. Der Anklage der Beamtenbeleidigung freigesprochen, aber wegen eine Majestätsbeleidigung liegen, wenn was nicht nachweisbar Juſtizminister Lebret spricht sich gegen den Antrag aus und Dupuy Richterbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. fei der Angeklagte schon Kenntniß von der dem Verleger bemerkt, man könne unmöglich derjenigen Jurisdiktion, die mit der Bong gewährten Ordensverleihung gehabt hätte. In dem ganzen Dreyfus- Angelegenheit bereits befaßt sei, dieselbe wieder entziehen. Artikel Pudel- Majestät" sei daher keine Majestätsbeleidigung Wir achten die Juſtiz und ihre Entscheidungen."( Beifall.) Die erblickt worden. In dem zweiten Artikel" An den Kaiser" Dringlichkeit wird nunmehr abgelehnt. " " er Gerichts- Beitung. gefunden worden, und er wegen beider " Strafthaten" Darin AnGegen dieses Urtheil hatte Jahn sowohl wie der Anitsanwalt, der zugleich Bürgermeister von Dommitsch ist, beim Landgericht in zugleich Bürgermeister von Dommitzsch ist, beim Landgericht in Torgau Berufung eingelegt. Jahn bestritt in der Verhandlung, fich einer Beleidigung schuldig gemacht zu haben, da z. B. nach dem sei eine Beleidigung des Oberstaatsanwalts Drescher, nicht aber des Vereinsgesetz mur zwei Beamte in einer Versammlung anwesend Amtsgerichtsraths Podewils gefunden worden. Dem Angeklagten sein dürften. Hierbei unterbrachen ihn Richter und Staatsanwalt stehe der Schutz des§ 193 zur seite, doch habe er in der Form mit der Einrede, daß das„ nicht zutreffend" sei, worauf Jahn den gefehlt. Gleichzeitig liege, aber auch in diesem Artikel eine Staatsanwalt ersuchte, sich das Vereinsgesetz genau durchzulesen. Majestätsbeleidigung, weil der Angeklagte, Angelfagte, indem er in Die von J. beantragte Vertagung der Verhandlung, weil der Berdem Artikel an einer Stelle das andeutungsweise wieder- Ein Spektakelstück, welches sich in einer Septembernacht am theidiger Dr. Herzfeld, einer Depesche zufolge, den Zug versäumt hatte, giebt, was boshafte Menschen über den Kaiser sagen. Er habe sich Landwehrkanal abspielte, wurde gestern vor der 133. Abtheilung des wurdelabgelehnt. Der Staatsanwalt beantragte eine Gesammtstrafe von deshalb zum Verbreiter einer Majestätsbeleidigung gemacht. Was Schöffengerichts erörtert. Der Arbeiter Nehwald war aus einem 2 Monaten und 14 Tagen Gefängniß. Jahn erklärte, auf eine, den dritten Artikel„ Der Wahrheit Nache" betreffe, so habe der An- Lokal hinausgeworfen worden und machte dann auf der Straße Wendung des Staatsanwalts bezugnehmend, daß er es in moralischer geklagte bestritten, der Verfasser des Artikels zu sein. Der wir keinen derartigen Lärm, daß ein Schußmann ihn zur Wache bringen Beziehung mit seiner Gemeingefährlichkeit jedenfalls mit dem Staatsliche Verfasser habe sich nun selbst dem Gerichts- mußte. Als sie eine der Brücken, die über den Landwehrkanal führen, anwalt sehr wohl aufnehmen könne und sich auch von einem hof gestellt und sei vernommen worden. Er überschritten, riß Rehwald sich plötzlich los, schwang sich über das Staatsanwalt nicht beleidigt zu fühlen brauche; im übrigen Der Staatsanwalt fostenlose Freisprechung. Habe in einer für den Gerichtshof durchaus glaubwürdiger Brückengeländer und stürzte sich ins Wasser. Der erschreckte Schutz beantrage Weise versichert, daß sich der ganze Artikel auf gewisse mann wollte zum Nettungskahn eilen, nahm aber davon Abstand, wollte nunmehr das garnicht so gemeint, sondern nur Erscheinungen beziehen solle, die der Zola- Prozeß gezeitigt habe. als er sah, daß Rehwald ein ausgezeichneter Schwimmer war, der die politische Gemeingefährlichkeit betont haben. betont haben. Nach kurzer Deshalb sei eine Majestätsbeleidigung in diesem Artikel nicht zu teine Anstalten machte, das Ufer zu erreichen. Der Schußmann Berathung verkündete der Vorsitzende folgendes folgendes Urtheil: finden. wollte warten, bis Rehwald des nassen Elements überdrüssig ge- Der Angeklagte ist in beiden Fällen der Beleidigung für schuldig In betreff des Artikels Großvaters Uhr" müsse anerkannt worden war. Es war noch ein zweiter Schutzmann hinzu- erachtet und wegen Beleidigung der Gendarmen zu 6 Wochen, dawerden, daß es sich um eine literarische Leistung handle, die aber nach gekommen und die Beamten folgten nun, auf jeder gegen wegen Beleidigung des Schwurgerichts zu Göttingen Ansicht des Gerichtshofes einen politischen Hintergrund habe. Es sei Seite des Kanals auf und abgehend, den Bewegungen des Schwimmers, zu 4 Wochen, insgesammt zu 2 Monaten Gefängniß ganz klar und der Angeklagte habe dies selbst zugegeben, daß die der dem einen von ihnen beim Landen in die Hände fallen mußte. verurtheilt worden. Den Beleidigten wird die Befugniß zu Figur des jungen Erben Kaiser Wilhelm II. sein solle. In einzelnen Aber ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Rehwald gesprochen, dieses Erkenntniß auf Kosten des Angeklagten im Charakterzeichnungen, die in dem Artikel von diesem jungen Erben machte zum Ergößen des Publikums, das sich inzwischen nach vielen Torgauer Kreisblatt bekannt zu machen. Die Gendarmenbeleidigung gegeben werden, habe der Gerichtshof eine Beleidigung der Majestät Hunderten auf der Brücke angesammelt hatte, allerlei Kunststücke; er wurde also diesmal nicht nur aufrecht erhalten, sondern höher bes erblicken müssen, die schwerer sei, als die in dem zweiten Artikel be- schwamm auf dem Rücken, spie Wasser wie ein Wal und tauchte ab und an rechnet, als die Richterbeleidigung, welche im Gegensatz zum ersten gangene. Es bleibe also übrig, daß der Angeklagte sich zweier unter, um an einer anderen Stelle wieder an der Oberfläche zu er- Urtheil nunmehr auf die Hälfte ermäßigt wurde, ohne daß der Majestätsbeleidigungen und der Beleidigung des scheinen. Die Geschichte währte fast eine halbe Stunde, dann zwang Amtsanwalt die Berufung begründete! Gegen das Urtheil wird Revision eingelegt werden. die Strafart betrifft, so habe der Gerichtshof gemeint, daß der Böschung hinaufzuklettern. Sier nahm er aber eine Angeklagte nicht Gefängniß-, sondern Haftstrafe drohende Haltung dem rief Schußmann zu: verdiene, weil er eine ehrlose Gesinnung nicht Sobald Sie mich anfassen, flammere ich mich an Sie fest und stürze bekundet habe. Der Gerichtshof habe fonach auf mich mit Ihnen ins Wasser." Dem Beamten war die Sache besechs Monate Festungshaft erkannt und die Unbrauchbarmachung denklich. In diesem Augenblick erhielt er aber Hilfe. Es war ein der Platten und Formen ausgesprochen. Oberstaatsanwalts Drescher schuldig gemacht habe. Was die näite Die den Schwimmer, das Ufer aufzusuchen und die Das Ministerium Dupuy vor der Kammer. ant und Ein trauriges Familienbild entrollte eine Verhandlung, die gestern vor der 133. Abtheilung des Schöffengerichts sich abspielte. Auf der Anklagebant standen Vater und Sohn, der Rentier Ferdinand Klopsteg und sein Sohn Franz Klopsteg unter der Anklage Polizeilieutenant hinzugekommen, welcher aus den Aeußerungen der gegenseitigen Körperverlegung und Bedrohung. Ein ganzes des Publikums befürchten mußte, daß es gegen die Beamten Familiendrama wurde da den Richtern erzählt. Der Vater lebt mit Partei nehmen würde. Er hatte deshalb einen Radfahrer gebeten, feinen Söhnen und namentlich mit dem angeklagten Aeltesten auf gezum Polizeibureau zu fahren und von dort um Hilfe zn ersuchen. spanntem Fuße. Die gegenseitigen Beziehungen wurden noch uns Es rückten vier Schuhleute an. Rehwald stand noch immer kampf- erfreulicher, als die Mutter gestorben war, die den Vater zum bereit da. Plötzlich wurde er gleichzeitig von mehreren Schuhleuten Universalerben ihres nicht unbeträchtlichen Vermögens eingesetzt hatte Im Hause herrscht lebhafte Bewegung, Saal und Tribünen find gepackt, auf den Weg hinaufgezogen und dann tros heftiger Gegenivehr und der 61jährige Vater bald nach dem Tode seiner Frau mit einem fortgeschleppt. In dichter Menge drängte das Publikum nach, der Polizei- 19jährigen Mädchen in Beziehung trat, die eine spätere Eheschließung start befest. Ministerpräsident Dupuy verliest eine Erklärung des lieutenant und mehrere Schuyleute hatten Mühe, den Transporteuren zum Ziele hatte. Das schlug bei den Söhnen dem Faß den Boden Ministerrathes, in der es heißt:„ Wir sind uns der Schwierigkeit den Rücken zu decken. Die Beamten wurden aber hinterrücks an- aus. Der Angeklagte Franz Klopsteg riß eines Tages vor der Wohunserer Aufgabe bewußt; wir geben die Versicherung, daß wir der Tagesordnung vom 25. Oktober, in welcher die Suprematie gegriffen, so daß sie mit dem Gefangenen zu Boden stürzten. Es nung des Vaters diesem den Trauerflor vom Arm, indem er ihm der Zivilgewalt, welche die Grundlage des gelang drei Personen, die Arbeiter August Müller, Ernst Lampe ein schmähliches Schimpfwort zurief und meinte, daß er nicht Staates ist. und Friedr. Neuhoff, festzunehmen. Im Termin wollten alle drei würdig sei, den Trauerflor zu tragen. Wie der Vater behauptet, republikanischen festgestellt wurde, Angeklagten sich bei dem Auftritt völlig unthätig verhalten haben hat ihn der Sohn dabei von hinten gepackt und er habe, zustimmen und daß wir Vertrauen haben zu dem Heere, und bei dem tollen Durcheinander, welches herrschte, waren die sich zu wehren, mit einem Regenschirm auf den Sohn losgeschlagen. welches treu und den Gesezen der Republik gehorsam Beamten auch blos im stande, die ersten beiden Angeklagten zu Er hat sich aber damit nicht begnügt, sondern noch ein Messer ist. Wir werden nicht zulassen, daß die nationale belasten. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten Müller der ver- ergriffen und dem Sohne gedroht, ihm dies Meffer in den Leib zu Armee fernerhin gegen Beleidigungen fämpfen muß, wir stellen sie über jene Gemeinschaft, welche blinde luchten Gefangenenbefreiung, den Angeklagten Lampe des Wider- rennen. Bei einer anderen heftigen Szene hat der Vatc: ein Beil stands gegen die Staatsgewalt für überführt und beantragte gegen hochgehoben und gedroht, den Sohn damit niederzuschlagen, und Polemiken ihr aufzudrängen bestrebt find, Polemiken, die sie nicht den ersteren drei, gegen den letzteren zwei Monate Gelegterer entwand das Beil nicht nur dem Vater, sondern verletzte berühren. Die Armee hat um so mehr Anspruch auf die Fürsorgefängniß. Der Gerichtshof verurtheilte Müller zu einem diesen auch am Kopfe. Der Gerichtshof war der Meinung, daß und den Schutz der öffentlichen Gewalten, als sie nur in Sammlung Monat drei Tagen, Lampe zu zwei Monaten Gefängniß; Neuhoff beide Angeklagte gleich strafwürdig feien und verurtheilte sie daher und Stillschweigen mit Nugen für die Sicherheit des Vaterlandes wurde freigesprochen. wegen der Körperverlegung zu je 100 m. Geldstrafe. Der Vater arbeiten tann. Nicht weniger Ruhe, nicht weniger wurde außerdem wegen der beiden Fälle der Bedrohung zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. itm Tehke Nachrichten und Depelthen. Hamburg, 4. Nov.( W. T. B.) Die Hamburg- Amerika- Linie eröffnet im Januar eine direkte monatliche Dampferverbindung von Hamburg nach Barbados, Trinidad, Cumana, Carupano, Ciudad Bolivar und Maracaibo. " Budapest, 4. November.( B. H.) Anläßlich des gestern bes gonnenen Preßprozesses gegen den Führer der Agrar- Sozialisten, Stephan Varkony kam es um Mitternacht zu Tumulten. Die im Korridor angesammelten Studenten und Arbeiter wollten gewaltsam in den Gerichtssaal eindringen, drückten die Thüren desselben ein, und nur durch das Einschreiten der Polizei gelang es, die Nuhe herzustellen und mehrere Verhaftungen vorzunehmen. Achtung verlangt das Wert der Justiz, unsere Pflicht Standalöse Kinder- Ausbeutung betrieb der Drechslermeister ist, die Ausführung ihrer Entscheidungen zu sichern, welche Rudolph Jord aus Trebbin, der gestern wegen Gewerbe- Vergehens auch die persönlichen Ansichten sein mögen. Das wird das sicherste bor der zweiten Straffammer am Landgericht II stand. Der GewerbeMittel sein, die Geister und die Gewissen zu beruhigen, welche durch Inspektions Assistent Dierkelmann fand am 9. August d. J. Revision der Jord'schen Fabrik, daß ein rhte eine Angelegenheit beunruhigt sind, die nicht länger das Denken gelegentlich einer Revision der Jord'schen Fabrik, daß ein und Fühlen des Landes beherrschen sollte." Frankreich muß darauf dreizehnjähriger Knabe täglich neun Stunden lang beschäftigt hinarbeiten, seine Stellung, welche ein kost bares Bündniß worden war, obwohl jugendliche Arbeiter unter vierzehn Jahren Stunden höchstens sechs beschäftigt werden vor den Augen der ganzen Welt besiegelt hat, zu bekräftigen. Be- nur dürfen. dacht darauf, ihre Bemühungen den Werthe des Zieles anzupassen, Der Beamte erstattete Anzeige und gegen Jord wurde Anklage er und geftüßt auf das Parlament, das über alle Vorgänge vollständig hoben. Derselbe gab zu seiner Rechtfertigung an, daß er lediglich unterrichtet werden wird, wird unsere auswärtige Politik Drechslermeister und nicht Fabrikant fei. Er habe zwar in seiner Brunsbüttelkoog, 4. Novbr.( Mitth. des kaiserl. Kanalamtes.) alle Fragen mit der Methode und mit der Würde behandeln, die die Werkstatt mechanische Kraft angelegt, doch habe sich im Betriebe Der schwedische Dampfer„ Tryg" ist heute Nachmittag bei Kilom. 12 Kammer von unserer Politik zu erwarten berechtigt ist. Wir sind nichts weiter geändert, als daß die Drehbänke statt mit dem Fuße von dem englischen Dampfer" Bravo" angerannt und gesunken. ein Kabinet der Einigung unter den Republikanern, getreten, mit Dampf gehieben würden. Er beschäftige daher auch wir sind entschlossen, uns auf die republikanische Majorität zu stützen. feine jugendlichen Arbeiter", sondern bilde„ Lehrlinge" heran. Auch rhg" liegt quer zur Kanalachse; der Heck des Schiffes und der Die Erklärung zählt sodann die Gesezentwürfe auf, um deren der Knabe, um den es sich hier handele, sei lediglich als„ Lehrling" Rumpf in etwa 12 Meter Länge sind über Wasser. Dampfer bis 5 Meter Tiefgang können bei Tageslicht pafsiren. Genehmigung die Regierung nachsuchen wolle. An erster Stelle stehe angenommen worden. Er habe die vertragsmäßige Verpflichtung den Lehrling in der Zeit von vier Jahren das Budget. Nach der Bewilligung desselben werde man die Er übernommen, örterung der Steuergeseze herangehen müssen, die das Land zum tüchtigen Drechslergehilfen auszubilden. Derselbe erhalte auch erwarte. Die Regierung werde für das von ihren Vorgängern fein Arbeitslohn, sondern nur Kostgeld, im ersten Jahre 3,50 M., im eingebrachte Einkommensteuergeset eintreten, sie werde zweiten 4,50 m., im dritten 5,00 M. und im vierten Jahre 5,50 M. ferner die Reform der Getränkesteuern betreiben und Zur Zeit der Revision habe der Knabe auf dem Hofe das DrechslerGesegesvorschläge einbringen betreffend Versorgungstaffen holz aufstapeln müssen, das sei eine der handverksmäßigen Vorfür städtische und ländliche Arbeiter sowie betreffend arbeiten, die jeder Lehrling in erster Reihe lernen müsse. Der Relandwirthschaftliches Sredit- und Versicherung& vifionsbeamte Dierkelmann, der als Sachverständiger vernommen Budapest, 4. November.( B. H.) Das Gericht verurtheilte den wesen. Die Erklärung enthält schließlich die Versicherung, das wurde, bezeichnete den Betrieb des Angeklagten mit voller Bestimmtheit Agrar- Sozialisten Stephan Barkony wegen zweifachen Preßvergehens, bestehende wirthschaftliche System werde aufrechterhalten und es als Fabrik. Das entscheidende Merkmal hierfür ſei, daß der Angeklagte Aufreizung zum Klaffenhaß und zweifacher öffentlicher Ehrenwerde an der für den Handel so nothwendigen Stabilität der Zoll- 40 Bersonen beschäftige und mit Dampftraft arbeite. Der Staats- beleidigung zu 10 Monaten Gefängniß und 400 Gulden Geldstrafe. anwalt beantragte mit Rücksicht auf den Umstand, daß der Angeklagte Im Senat wurde die gleiche ministerielle Erklärung wie in der im vorigen Jahre bereits einmal wegen desselben Vergehens mit Der mitangeklagte Dr. Eugen Schmidt, Herausgeber eines anarchistischen Deputirtentammer verlesen und mit Beifall aufgenommen. 125 M. bestraft worden ist, für dieses Mal 300 M. Geldstrafe. Der Paris, 4. November.( B. S.) Das Blatt Liberté" versichert, In der Deputirtenkammer interpellirte der Sozialist Mirman, Vertheidiger suchte zwar darzulegen, daß der Angeklagte sein eigener nachdem die ministerielle Erklärung verlesen und beifällig begrüßt Werkmeister und Buchhalter, und deshalb nur ein einfacher daß der Kaffationshof am nächsten Dienstag die früheren fünf Kriegsworden war, über die allgemeine Politit. Dupuy erflärte sich mit Meister und sein Betrieb eine Werkstatt sei, der Gerichtshof minister Mercier, Billot, Cavaignac, Burlinden und Chanoine ver der sofortigen Erörterung einverstanden. Mirman führte lage nahm aber einen Fabrikbetrieb als vorhanden an, auf welchen hören wird. Das beweise der Umfang des Geschäftes über die zu weitgehenden Maßnahmen bei Gelegen das Gesez zutreffe. London, 4. Nov.( B. H.) Die Regierung fandte unter Führung beit des tegten Streits und sprach sodann von den und die Verwendung mechanischer Kraft. Hätte der Angeklagte nicht des Edinburger Professors Fraser eine fünfgliedrige Kommission zum reaktionären Gesinnungen, die allmälig in die einen jugendlichen Arbeiter zum Aufstapeln des Holzes benut, so Studium der Best nach Indien. Armee eindrängen. Es erhoben sich hierbei lebhafte Protest- hätte er einen anderen, besser bezahlten Arbeiter anstellen Fjällbacka, 4. November.( W. T. B.) Der Rapitän und bie rufe und Freycinet bemerkte unter dem Beifall des Hauses, müssen, folglich hat er die jugendliche Arbeitskraft ausgenutzt. er werde dafür sorgen, daß das Gesetz von allen respektirt Geseze seien dazu da, um befolgt zu werden. Wohin sollte es Mannschaft des holländischen Bartschiffes Ymuiden", welches gestern werde, und Mirführen, wenn jedermann die Gefeße nach seinen Wünschen und in der Nähe der Vädarinseln auf dem Meere treibend aufgefunden der Armee Achtung verschaffen. man sprach hierauf von den rigorosen Maßnahmen Interessen auslegen wollte. Da dies nicht mehr die erste Be- wurde, find in ihren Booten an der Lootsenstation der Vädarinseln gegen gewisse Universitätslehrer, ferner von der i strafung aus gleichem Anlaß sei, so sei die vom Staatsanwalt bei Gothenburg angekommen. tarife festgehalten werden. werde V Blattes, wurde freigesprochen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 260. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 5. November 1898. Kommunales. Aus der Magistratsfitung am Freitag. Zur Regulirung der Grünthalerstraße soll nach Beschluß des Magistrats tollegiums ein zwischen der Grünthaler und der Völkerstraße bis zur Christinenstraße belegenes, früher als Eisenbahndamm benustes Gelände von der Stadtgemeinde vom Fistus angekauft werden. Der Preis für das Quadratmeter ist auf 25 M. festgesetzt. Daselbst beabsichtigt auch die Paulsgemeinde eine der üblichen ragenden Kirchen zu erbauen und soll alsdann die Kirchengemeinde zu demselben Preise wie die Stadtgemeinde das erforderliche Land vom Fistus erwerben, damit ein entsprechender und nothwendiger Austausch der Landstreifen zwischen der Stadtgemeinde und der Kirchgemeinde nach Bedarf erfolgen könne. Für die Vorarbeiten zur Fertigstellung des letzten Viertels des Müggelseer Wasserwerkes ist die Summe von 300 000 M. erforderlich. Das Magistratskollegium hat beschlossen, die Bewilligung diefer Summe bei der Stadtverordneten- Bersammlung zu beantragen. Vorerst sollen indessen die Arbeiten zur Herstellung der Röhrenleitung der Wasservertheilungs- Station in Lichtenberg vorgenommen Den von der städtischen Schul- Deputation vorgelegten Entwurf über die Aufgaben und Stellung der Schulärzte an den Geeiner Kommission von sieben Mitgliedern zur Vorberathung überwiefen. werden. ers den Schinken, und während ich die Treppe zu meiner Wohnung lich bleibt es nicht bei dieser Feststellung. In Moabit fizen die hinaufstieg, dachte ich: Also Religion ist Privatsache." Richter täglich 7-8 Stunden, häufig auch 12 Stunden Daß eine solche Gruselgeschichte den Stempel ungeschicktester und in länger schlecht ventilirten Sälen. Wenn der Erfindung an der Stirn trägt, braucht unseren Lesern nicht weiter Richter am bewiesen zu werden. Weit interessanter als das tölpelhafte Tendenz wartet ihn wiederum Arbeit, die ihm der Aktenwagen ins Haus ge am späten Abend aus der Sigung heimkehrt, märchen selber ist aber die Erscheinung, daß die„ Germania" für bracht hat und am nächsten Morgen wieder abverlangt. An dem das recht anrüchige Stück„ Christenthum", das darin offenbart wird, sigungsfreien Tage hat dann der Richter die gefällten Urtheile mit wahrem Feuereifer eintritt und damit zeigt, daß die Art von schriftlich abzufassen, was ihn wiederum meist 7-10 Stunden in Werthschätzung, die sie der Religion entgegenbringt, nicht allzu weit Anspruch nimmt. Die Zahl der bereits im Ausgange des Winters her sein muß. frankheitshalber beurlaubten Berliner Richter mehrt sich alljährlich betrachtet es als die herzbestridendsten Eigenschaften der Re- Provinz nach Berlin gekommen sind, erschöpfen sich in wenigen Die ans Licht der Oeffentlichkeit gezogene Schlächtermamsell und selbst terngesunde, leistungsfähige Arbeitskräfte, die aus der ligion, daß die Orjel scheene spielt", daß man das Bedürfniß, Jahren. Wie unter solchen Umständen zuweilen die Rechtsprechung gerne zu„ weenen", befriedigen kann und daß der Paster scheene ausfallen muß, braucht wohl nicht weiter auseinandergesezt zu Gründe, die eine große Anzahl Menschen veranlassen, in ihrer redt", und bezeichnet damit in der That ziemlich umfassend die werden. Weise noch religiös zu bleiben. " D Zur Einführung von Fünfpfennig Theilstrecken auf der Linie wahrhaft schriftlichen Standpunkt aus ein größeres Religionsvergehen? play- Stettiner Bahnhof“ ist die Zustimmung des Magistrats vom Wir fragen mun die gottesfürchtige Germania": Was vom der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft OranienWenn ein angeblich Gebildeter solche hohlen Oberflächlichkeiten mit fgl. Polizeipräsidium nachgesucht worden. ernster Miene als Religion zu vertheidigen wagt, oder wenn läßt? ein Arbeiter sich wirklich einmal darüber in galligen Worten ausmeindeschulen hat das Magistratskollegium nach längerer Berathung das Elend. Die Allerärmsten, die nicht einmal mehr vier Wände deutschen Kaiser auf Reifen", in welcher das Polizeipräsidium eine Im Franen- Afyl. Nun es zum Winter geht, sammelt sich haben, zwischen denen sie ihren Jammer verschlafen können, bevölkern wieder zahlreich die großen Institute. Ueberfüllt sind die Asyle ja noch nicht, aber das wird auch bald kommen. Die Gemälde Sammlung der Stadtgemeinde hat wiederum einen Zuwachs erhalten durch das von dem Maler Felix Poffart geschenkte, von ihm selbst gemalte Bild„ Prometheus". In anbetracht der künstlerischen Ausführung des Bildes hat der Magistrat daffelbe angenommen und bis auf weiteres im Märchensaale des Berlinischen Rathhauses aufstellen lassen. Später soll dasselbe, dem Wunsche des Geschentgebers entsprechend in der Gemälde- Gallerie des Märkischen Provinzial- Museums seinen Platz finden. Nach Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung soll die tgl. Genehmigung zur Annahme des Geschentes nachgesucht werden. Uns will scheinen, daß die Gasproduktion sich in wünschens werther Weise heben wird, sobald man sich im Rathhause entschließt, das Gas ohne Rücksicht auf die Art seiner Verwendung allgemein für 10 Pfennig abzugeben. Der angekündigte Beschluß, wonach der Preis für den Kubikmeter Leuchtgas um 4 Pfennig herabgesetzt, der Preis für Kochgas jedoch um 2 Pf. erhöht werden soll, ist mir eine halbe Maßregel, die den zahlreichen fleinen Leuten, welche jetzt einen Gastocher bemugen, den Gastonsum wieder verleiden wird. wo Bariser Petit Journal" bei den hiesigen Zeitungs- Verkaufsstellen Wegen Majestätsbeleidigung ist gestern die Nummer 460 des auf Anordnung des Polizeipräsidiums beschlagnahmt worden. Das Blatt enthielt eine farrifirte bildliche Darstellung über den Verspottung des Kaisers erblickte. Polizeiliche Mittheilungen. Am Todten Sonntage, am 20. d. M., gelten, wie der Polizeipräsident mittheilt, für Luftbarkeiten folgende Bestimmungen: In Café chantants( TingelTangeln) sind Vorträge, Schaustellungen und Mufit- Aufführungen überhaupt nicht gestattet. Für alle übrigen Vorstellungslokale ist die Bulässigkeit der theatralischen Aufführungen, Spezialitäten und sonstigen Darbietungen von Mufit- Aufführungen 2c. unterschiedslos davon abhängig, daß bei denselben der ernste Charakter gewahrt straße bezw. des Schöneberger Ufers ist eine Haltestelle der bleibt. Nachmittags- Borstellungen dürfen nicht stattfinden. Zur Bequemlichkeit der Anwohner der Königin AugustaStraßenbahn auf der Potsdamer Brücke polizeilich genehmigt worden. Die bisher vor den Häusern Potsdamerstr. 21 a und 26 b bezw. 126 und 122 a/ b befindlichen Haltestellen gehen dafür ein. " Das Frauen- Asyl liegt in Scheunenviertel in der Füsilierstraße. Die Gegend scheint besonders dafür gemacht worden zu sein. Nicht zu weit vom Alexanderplatz, für das große Berlin in der Nähe des Herzens der Stadt, ziehen fich enge, armselige Straßen, wie aus einer nothleidenden Kleinstadt hier hingestellt, durch das Viertel. Die das Asyl Aufsuchenden fallen in diesen Straßen nicht auf. schon die ersten Obdachlosen herbei. Es find Frauen in jedem Um drei Uhr wird die Wartehalle geöffnet. Da schleichen auch Alter. Manche haben auch ihre Kinder bei sich. Fast ohne Ausnahme Der Abschluß der städtischen Gaswerke für 1. April 1897/98 fönnten sie das Modell zu einer Symbolifirung des Elends abgeben. stellt sich als ein recht günſtiger dar, trotzdem die Gasproduktion Gebrochene, vom Leben mürbe geriebene Gestalten. Die Kleidung gegen das Vorjahr nur um das Quantum von 2 337 000 Stubikmeter aus zusammengeflicktem Zeug. Fast stets ohne Kopfbedeckung, auch zugenommen hat( der Etat setzte eine Steigerung von 6 093 000 felbst im Regen und Schnee. Mit dem ausgetretenen, schiefen, In der Straffache gegen den Bankdirektor Grich Stubikmeter voraus) und der Verkauf des Koaks infolge des letzten brüchigen Schuhwerk würden die Künfte des tüchtigsten Schuh von Kriegsheim ist es im Interesse der Untersuchung erwünscht, milden Winters Schwierigkeiten machte. Der etatsmäßige Durchmachers scheitern. Ja, die ganze Kleidung sieht aus, als wäre sie daß alle Juweliere, von denen von Kriegsheim oder der Generalschnittspreis konnte nicht erzielt werden, es verblieben bedeutende in einem der Lumpen- und Produktengeschäfte der Gegend er agent Arthur Wißmann Schmuckgegenstände auf Kredit entnommen Quantitäten Koats im Bestande, die dem laufenden Etatsjahre überstanden. haben und ferner alle diejenigen Bersonen, welche Forderungen gegen wiesen und deren Geldwerth in Rest gestellt werden mußte. Die geringere Die ersten sind jene, die gänzlich resignirt sind, die mir einen den Angeschuldigten v. Kriegsheim noch haben oder in den Jahren 1896 Gasproduktion wurde hauptsächlich hervorgerufen durch die Umwand- Ruheort haben wollen, die nicht mehr kämpfen, um wieder hochzu- und 1897 gehabt haben, soweit sie noch nicht polizeilich oder ges Teuchtung nunmehr bedeutend weniger Gas erfordert als früher Dämmerung, kommen auch jene, die noch nicht sehen lassen wollen, melden. lung der Straßenlaternen in Gasglühlicht, da die öffentliche Be- kommen aus dem Strider, der sie niederzieht. Später, in der richtlich vernommen sind, sich schleunigst zu den Akten U. St. I 175, 98 ( 1896/97: 16 262 205 Stubikmeter, 1897/98: 12 592 696 Kubikmeter) daß fie an dem Hause flingein, neben dessen Thür eine große vierAm 11. Oktober ist bei einem hiesigen Pfandleißer eine neue und das erhebliche Quantum von 3 669 509 Kubikmeter Gas für den ecige Laterne mit der Aufschrift„ Frauen- Asyl" leuchtet. Da kommt doppelkapselige, silberne Herren- Remontoir- Anker- Uhr mit der Verkauf frei wurde. Auch stellte sich der Gasverlust, d. H. der Theil auch wohl manch junges Mädchen an, das in der Niesenstadt allein Nummer 43 724 verpfändet worden. Die näheren Umstände, unter der Gasabgabe der Anstalten, über deſſen Verbleib ein Nachweis steht, fremd ist und das die Noth noch nicht auf die glatte, glänzende welchen dies geschah, machen es wahrscheinlich, daß die Uhr ge= nicht zu erbringen ist und der als Verlust durch Kondensation 2c. Bahn des Lasters gezerrt hat. Und jene Frauen, denen an der stohleni ist. Der Eigenthünter wolle sich in deft Vormittagsstunden im Rechnungsabschluß berbucht wird, um 1007 207 Stubifmeter Wiege und auf dem Hochzeitsfest nur Lieder und Wünsche des Glücks von 9-1 Uhr im Zimmer 36 des Polizeipräsidialgebäudes melden. niedriger als im Vorjahre. Der Absatz von Gas zu Beleuchtungs- gesungen wurden, kommen im Dunkeln. Hastig oder schen ziehen Seinen Verlegungen erlegen ist im Elisabeth- Strankenhauſe zwecken( 16 Pf. für den Kubikmeter) ist von 76 974 478 Kubikmeter sie an dem Eisengriff der Klingel, wie die Neulinge. An irgend der Sattler August Reichardt aus der Hauptstr. 125 zu Schöneberg, auf 79 354 238 Stubitmeter, derjenige für Koch, Heiz- und gewerb einem zerrissenen, ehemals glänzenden Tuch und anderen winzigen der am Dienstag Nachmittag seine Birthin und Geliebte, die Wittwe liche Zwecke( 10 Pf. für den Kubikmeter) von 20 002 743 Rubikmeter Ueberresten besserer Verhältnisse ist ihre Bergangenheit zu erkennen. Habig, durch einen Schnitt in den Hals zu tödten versuchte und fich auf 24 567 999 Rubikmeter gestiegen. In folge der geringen Sie schlüpfen in das Haus, tragen ihr Alter in ein Buch ein, dann selbst freuz und quer den Interleib aufschnitt und die GeGasproduktion ist auch die Produktion an Nebenerzeugnissen eine aber nicht ihren Namen, geben an, zunt wievielten Mal sie im därme herauszog. Fran Habig geht es leiblich; sie wird aller VorKleinere gewesen, so daß die etatsmäßigen Einnahmen nicht erreicht Monat hier übernachten und dürfen dann hinabgehen in die Warte- aussicht nach am Leben erhalten bleiben. wurden, andererseits treten aber auch bei verschiedenen Ausgabe- halle. Da stehen schmale Bänke und einige bleiche Gasglühlicht, Ella Golz, die Geliebte Grünenthals, ist nach ihrer Entlassung unweſentliche Weinberausgaben, ein. Der Bebarf an Stohlen war flammen beleuchten das zuſammengehäufte Glend. Dann geht's nach aus dem. Gefängnis Pepel ein way to theilte ihr mit, daß er wesentlich geringer als der Etat voraussetzte und es gelang außer Bades, der körperlichen Reinlichkeit gespendet wird. Zum Abend mit Grünenthal zusammen im Gefängesessen und dieser ihm Badewannen die Wohlthat des ihr erschien unter anderem and dem einen Theil der Kohlen durch billigere Eisenbahn- und Schiffs- giebt es Suppe und ein Stück Brot. Dann geht es hinauf nach den mitgetheilt habe, daß ein Packet anem bestimmten Ort verfrachten unter dem etatlichen Durchschnittspreise zu beschaffen. Dem- beiden Schlafsälen. Jeder hat Raum für fünfundsiebzig Personen. stedt habe. Falls sie er fei ihm gemessene Entschädigung gemäß trat bei den Ausgaben für Kohlen ein Abzug von 993 158 M. ein. Eiserne Pritschen mit zwei Leinwanddecken stehen dicht aneinander. zu zahlen, würde er für berbeijche ves Packets, das WerthDer an die Stadt- Hauptkasse abzuführende Gewinnüberschnß für 1897/98 Deffnungen an der Decke jorgen für Ventilation. Morgens be- papiere enthalten sollte, gn. Den ist der Polizei bekannt beträgt 5 582 897 m., er ist um 828 435 M. höher als derjenige des tommen die Afylisten Kaffee und eine Schrippe. Vorjahres. und dürfte wegen versuchter Erpressungestraft werden. So können sie wenigstens die Nacht in den falten Jahreszeiten, den größten Feind der Unglücklichen, in gut durchwärmten Räumen Straßenbahn". Dieser Straßenbahn- Gesellschaft ist durch kaiserEnteignungsrechts- Verleihung an die Große Berliner verbringen. Aber öfter als fünf Mal im Monat dürfen sie nicht lichen Erlaß das Recht zur dauernden Beschränkung des Grundtommen. Wohl laffen es die Angestellten mal durchgehen doch es eigenthums ertheilt worden; sie ist danach berechtigt, in denjenigen kommt auch vor, daß sich die Thür öffnet und eine Abgewiesene Straßen Berlins und der Vororte, wo aus verkehrspolizeilichen Rückherauskommt. Die Verzweiflung, Niedergeschlagenheit, zerreißt die fichten die Aufstellung von Masten zur Anbringung der Querdrähte verhärmten Züge. Wohin nun? Wohin für die Kontaktleitung der Straßenbahnen mit oberirdischer StromDie Säuglingssterblichkeit hat in diesem Sommer, nachzuführung nicht gestattet werden kann, statt der Masten Rosetten an dem sie nicht blos im Juni, sondern auch noch im Juli infolge der den Straßenreihen der Häuser zur Befestigung der Querdrähte anzunächst vorwiegend fühlen Witterung ungewöhnlich niedrig ge- zubringen. blieben war, erst in den heißeren Monaten August und September Der aus der Strafanstalt Blößensee vorgestern entsprungene eine bemerkenswerthe und zeitweise sogar sehr bedeutende Höhe er- Gefangene Bruno Sänger( nicht Singer, wie es anfänglich hieß) Die Religion der Wilmersdorfer Schlächtermamfell. Die reicht. In Berlin starben, nach den vorläufigen Wochenberichten ist ein berüchtigter Hotelbieb. Er ist 28 Jahre alt, 168 Zentimeter allgemeine Haß, die unter dem Zeichen des Zuchthauskurses gegen des Berliner Statistischen Amtes in den 13 Wochen vom 3. Juli bis groß, hat rothe Haare und röthlichen Schnurrbart. Als besonderes die Arbeiterschaft im gange ist, richtet sich nicht nur gegen deren 1. Oktober cr. 199, 214, 192, 169, 227, 317, 504, 447, 442, 406, 365, Stennzeichen wird eine größere Narbe am linken Mundwinkel anpolitisches und gewerkschaftliches Solidaritätsbewußtsein." So im 336, 252, zusammen 4070 Kinder unter einem Jahr. Das Wochen gegeben. Sänger, der aus Wayslowig gebürtig ist, wird vermuthlich Aufräumen will man vielmehr die modern- proletarischen An- Maximum( 504) fiel auf den 14.- 20. Angust, die heißeste fein Diebsgewerbe wieder beginnen, weshalb Hotelbefizer vor ihm ganzen Jahres, schauungen nach jeder Richtung hin verunglimpfen. Da ist es denn Woche das Tages Maximum( 110 gewarnt sein mögen. namentlich für das Hauptblatt der Kapitalisten katholischer auf den 17. Auguft, den heißesten Tag des Jahres. Auch Reklamemünzen, mit denen viel Unheil angerichtet werden Richtung ein Hauptspaß, auch in Punkto Religion eines der im sonst tritt in dem genannten vierteljährigen Zeitraum, wenn fann, giebt eine am Monbijouplatz befindliche BerufilberwaarenKampfe gegen die Arbeiterschaft so häufig geübten Taschenspieler- man die Zahl der Sterbefälle wochenweise und selbst tageweise durch- Fabrik heraus. Die Münzen haben genau die Größe eines Thalers Kunststückchen fertig zu bringen. Es soll auch nach dieser Richtung geht, die Bedeutung der Temperatur für die Höhe der Säuglings- und können daher unter Umständen leicht mit diesen Geldstücken hin bewiesen werden, daß nicht die herrschenden Kreise gegen die Sterblichkeit wieder deutlich genug hervor. Ein wesentlicher Antheil verwechselt werden. Ein Leser unseres Blattes hat die uns zur Unterdrückten Terrorismus üben, sondern daß vielmehr die Unter- fällt bekanntlich den akuten Darmkrankheiten zu, und in Ansicht überwiesene Marke in einer mit Thalern angefüllten Gelddrückten die Terroristen sind und demzufolge noch fräftiger als bisher erster Linie auf sie, die in ihrer Entstehung und Verbreitung mehr rolle vorgefunden. gefnebelt werden müssen. Irgendwer holt für die„ Germania" und als alle anderen Krankheiten durch hohe Temperaturen begünstigt Eine Ausstellung von Kunstdrucken und lithographischen andere Kapitalistenblätter aus einem obsturen Winkel eine der be- werden, ist auch die sommerliche Steigerung der Säuglingssterblichkeit kannten, schon duzende Male abgethanen Anekdoten hervor. Sie wird zurückzuführen. Die Temperaturerhöhung ist freilich nicht die eigentliche Erzeugnissen findet vom 15. November an im Anschluß an die in dem erwähnten Blatte wie folgt aufgetragen: Ursache, sondern nur eine der Bedingungen für die in jedem Sommer Deutsche Platatausstellung in deren Räumen, Leipzigerstr. 128, statt. Religionist Privatsache." In der Berliner Wochenschrift eintretende Zunahme der Darmtranfheiten und der Säuglingssterb- Besondere Berücksichtigung soll der Mehrfarbendruck finden, Das neue Jahrhundert" erzählt Karl Held, wie er eines Tages lichkeit. Unter dem Einfluß der Sommerhige machen sich manche soweit er zur Vervielfältigung der Plakate dient. bei einem Fleischhauer in Wilmersdorf sich gekochten Schinten der zahlreichen Schädlichkeiten, die das Leben des Säuglings bedrohen, Der Spieltenfel soll abermals für den Botanischen zum Abendbrot kaufte und bei dieser Gelegenheit mit der Ver- besonders stark geltend. Obenan stehen die Mängel der Gr- Garten, mobil gemacht werden. Hiesige Blätter berichten: Der fäuferin, der Tochter des Fleischhauers, in ein Gespräch über ihre nährung, die Aufpäppelung mit Thiermilch und zwar oft mit Ausschuß für die Erhaltung des Botanischen Gartens als Park hatte bevorstehende Hochzeit gerieth. Nach der Frage, wann diese statt- schlechter bezw. mit allerlei Surrogaten oder gar mit gewöhn in seiner letzten Sigung beschlossen, die Magistrate von Berlin und finden würde, sprach das Mädchen die Befürchtung aus, es tönne licher Familienfost. Bei 3461 der vom 3. Juli bis 1. Oktober er. Schöneberg zu bitten, gemeinsam beim Finanzminister wegen Erfeine ordentliche Hochzeit werden, und meinte auf eine ver- gestorbenen 4070 Säuglinge war die Ernährungsweise angegeben. haltung des jezigen Botanischen Gartens als Park vollstellig zu werden. wunderte Zwischenbemertung, bei uns Sozialdemokraten Es waren ernährt mit Muttermilch 286, mit Ammenmilch nur 3( drei); Wegen des Rücktritts des Oberbürgermeisters Belle hat der Ausschuß jcht det nich so". Darauf entspann sich folgendes Zwiegespräch dagegen mit Thiermilch 2704, mit Surrogaten, gemischter oder diesen Beschluß nicht ausgeführt, sondern sich zunächst mit einer Ein" Das wäre mir was Neues!"„ Wir derfen uns nich vom Baster sonstiger Nahrung 468. Brustkinder waren alfo nur 289, Päppelfinder gabe an den Finanzminister gewandt, worin Herr v. Miquel gebeten frauen laffen."-" Was Sie sagen!" So groß ist die Abhängigkeit des bagegen 3172. Auf jedes gestorbene Brufttind tamen im Durchschnitt wird, dem Ausschuß mitzutheilen, ob er unter entsprechender einzelnen von der Partei?-Na, Wilhelm sagt, wenn er sich des ganzen Vierteljahres je 11 gestorbene Päppelfinder, obwohl Serabfehung des veranschlagten Werthes von 18%, Millionen von' n Paster traun läßt, dann kann er man inpaden, un uffn Vau unter den lebenden Säuglingen Berlins( nach den bei den Mark( anfänglich war der Werth des Gartens sogar zu 16 Millionen derf er sich denn schon jar nich mehr sehen lassen."" Ihr Bräu- legten Volkszählungen gemachten Feststellungen) ungefähr ebenso Mark angenommen) bereit sei, den Garten der Stadt Berlin zur Er tigam ist Maurer?" Ja, dett is er, un' n strammer!" Die viel Brustkinder wie Päppeltinder find. Es ist oft gezeigt worden, haltung als öffentlichen Bark zu überlassen. Gleichzeitig erklärt der Partei", fiel ich nun ein, die verbietet ihm das? Eine Mords- daß es vorwiegend die nothgedrungen mangelhaft ernährten und Ausschuß, daß er gewillt sei, einen Theil der erforderlichen Mittel organisation, nicht wahr, Fräulein Roja?"-" Ach, wat i mir schlecht gepflegten Kinder des Proletariats find, unter denen mit Unterſtüßung der Berliner und Schöneberger Bürgerschaft, dafor toofe!"„ Wenn Sie davon nichts halten, so bewegen Sie der Tod in jedem Sommer seine furchtbare Auslese hält. Auch sie vielleicht auch durch eine Lotterie, aufzubringen und doch Ihren Bräutigam, aus dem Verbande der Partei gehören zu den Opfern unserer gottgewollten" Gesellschaftsordnung, der Stadt Berlin zur Verfügung zu stellen. Um Dett jeht nich." Will etwa Ihr Vater das in der die Arbeiterklasse durch eine besitzende Minderheit ausgebeutet aber hierfür einen genauen Ueberblick über die zu beschaffenden Ach, Batern scheert dett' n Deibel watt. wird. So lange den Bestrebungen der Arbeiterklasse, sich günstigere Geldmittel zu erhalten, bittet der Ausschuß den Finanzminister, den Aber er muß. Er muß dhun, watt die Brieder wollen, Arbeitsbedingungen zu schaffen und damit ihre wirthschaft genauesten Preis anzugeben, zu welchem das Gelände zu erwerben. sonst boytotten se uns. Un Willem is Maurer, un dett sin liche Lage zu bessern, durch Zuchthaus- Paragraphen und fein würde. allens Sozialdemokraten. Un da derf er sich uff teen Bau ähnliche Mittel immer neue Hindernisse bereitet werden, ist- trop Der Schreiber Bruno Werner, der bekanntlich in Gemeins mehr sehn lassen". Sie fügen fich also ganz den Sagungen aller Fortschritte der Hygiene nicht darauf zu rechnen, daß die aft mit dem Schlosser Grosse den Justizrath Levy ermordete und Ihrer Partei?" Watt hilft dett! Scheen is et ja, wenn de Säuglingssterblichkeit wesentlich heruntergeht. dafür zu 15 Jahren Gefängniß verurtheilt wurde, sollte, wie auch Orjel spielt. - un id weene sojerne! Ach Ueberanstrengung der Richter an den Berliner Gerichten. wir nach einem hiesigen Blatte berichtet hatten, gestorben sein. der Paster redt scheen. Nischt derf man es is jemein. Man berichtet: Dem Vernehmen nach wird jezt im Auftrage der Diese Nachricht ist jedoch falsch, Werner befindet sich im Jugendflügel Jest trat ein Kunde in den Laden eine Arbeiterfrau, die uns Justizverwaltung Umfrage bei den Richtern gehalten, um festzustellen, des Plötzenseer Gefängnisses und wird mit Tischlerarbeiten be neugierig anschielte. Wir mußten das Gespräch abbrechen; ich nahm wie viele Stunden jeder von ihnen täglich zu arbeiten hat. Hoffentfchäftigt. zu treten." nicht zulassen? H Ach " Lokales. 1111 " M ав " Soziales. Die Theilnehmer an dem in der Brauerei Friedrichs- Junglüdt. Während er Roggengarben in die Maschine einstedte, Koalitionsrechts. Das bom Kaiser angekündigte Gesetz ist nichts hain stattfindenden Feste werden ersucht, sich im voraus mit rutschte er aus und gerieth mit dem rechten Arm in das Getriebe. weiter, als eine Uebertragung des Recke'schen Vereinsgesetzes auf das Eintrittskarten zu versehen, da an der Kasse teine verkauft werden. Der Arm wurde zerschmettert und zerrissen und mußte in einem Reich.- Aehnliche Versuche, wie sie die Reaktion in Deutschland Von einem Zuge überfahren. Auf dem Geleise der Nieder- Berliner Krankenhause abgenommen werden. Auch die Operation macht, sehen wir auch in Frankreich, Desterreich und namentlich in schlesisch- Märkischen Schlesisch Märkischen Eisenbahn in der Nähe des Bahnhofes Warschauer- fonnte den Berunglückten nicht mehr retten; er erlag einer Blut- Italien. Jest flammert die internationale Reaktion sich an die Wenn von Oesterreich. Erdolchung der Kaiserin straße, wurde gestern Nachmittag der 19 jährige Handlungslehrling vergiftung. es jemals Frizz Diebenkorn durch einen Vorortzug überfahren und auf der ein unpolitisches Verbrechen gegeben hat, so war es der Genfer Stelle getödtet. Da es nach Angabe des Vaters zwischen ihm Mord. Das hat anfangs sogar der„ Hamb. Korresp." zugestanden. und dem Sohne wegen seines leichtsinnigen Lebenswandels wiederholt Man entschloß sich bald, den Mord politisch auszubeuten, stempelte zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen ist, wird angenommen, Arbeiter- Risiko. Aus Hettenleidelheim in der Rhein- den Mörder zum Anarchisten und suchte der Welt begreiflich zu daß der junge Mann selbst den Tod gesucht hat, indem er aus einem pfalz wird der Pfälzischen Post" in Beziehung auf die dortigen machen, daß Anarchismus und Sozialismus dieselbe Wurzel haben. von Lichtenberg kommenden Zuge während der Fahrt heraus- Thongruben berichtet: Man darf getrost annehmen, daß 8 bis Da sahen wir, worauf es abgesehen war. Die Feinde des Volkes gesprungen ist und sich unter die Räder des anderen geworfen hat. 10 Prozent der hiesigen Grubenarbeiter in ihrem Beruf verunglüden, brauchten einen Vorwand, um Unterdrückungsmaßregeln gegen den Einen graufigen Selbstmordversuch hat gestern Morgen und in den meisten Fällen ist der Grund der, daß die Arbeiter so Sozialismus und die Demokratie durchzuseßen. Der Redner wies der 48 Jahre alte Sattlermeister Alexander Hawardt in Schöne schlecht bezahlt werden, daß sie nicht mehr die nöthige Zeit finden, nun ausführlich nach, daß der Anarchismus, wie Mar Stirner ihn wissenschaftlich dargestellt als die schrankenlose Freiheit des berg gemacht. Hawardt hatte früher ein Geschäft in Berlin. Da um entsprechende Vorsichtsmaßregeln zu treffen." Eine Bauhandwerker- Versammlung in Kassel beschäftigte sich Individuums, nichts anderes ist, wie die Konsequenz des von der bürgeres mehr und mehr zurückging, so gab er es vor fünf Jahren auf mit dem dieser Tage dort vorgekommenen Gerüst einsturz lichen Gesellschaft gepredigten Evangeliums der freien Konkurrenz. und arbeitete min für andere Meister. Nach und nach aber ergab wurde eine Resolution angenommen, worin die zuständige Be- Also genau das Gegentheil vom Sozialismus, der die Vergesell fich der ehemalige Meister dem Trunt. Täglich betrunken, aß Hawardt zuletzt oft Tage lang nichts mehr, so daß er törperlich und hörde um Abstellung der auf den privaten und Staatsbauten be- fchaftlichung, den Zusammenschluß der Individuen zu gemeinsamer geistig immer mehr zerfiel. Gestern Morgen um 5 Uhr rief er, im stehenden Mißstände ersucht und insbesondere verlangt wird, daß Kulturarbeit, die Verbrüderung der sich heute noch feindlich gegenBette liegend, seiner Frau zu, daß er sich gestochen habe. Die Frau unbedingt auf allen Bauten für ein Nothgerüst gesorgt werde. überstehenden Glieder der Gesellschaft erstrebt. Wenn Krapottin und sprang hinzu und sah mit Entseßen, daß er sich mit einem SattlerIn Münster i. M. wurde ein Bediensteter des Hotels Most auch sagen, Anarchismus und Sozialismus seien im Wesen bohrer den Unterleib zerstochen und zerrissen hatte. König von England" von der Maschine zermalmt, die die dasselbe, so beweise das nur, daß sie, die nicht entfernt an Stirner Sie rief die und Proudhon heranreichen, das Wesen des Anarchismus Hilfe der Unfallstation an, die den Schwerverwundeten nach Berlin Kraft für die elektrische Beleuchtung liefert. haben. Der Anarchismus hat nur einen in ein Krankenhaus brachte. Ueber einen sonderbaren Arbeitsmodus beim Postamt in nicht begriffen Der Redner besprach das Bei einem Krankenbesuche schwer verunglückt ist vorgestern Mannheim wird der Volksstimme" aus betheiligten Kreisen ge- Feind, und das ist der Sozialismus. brutale Borgehen der italienischen Regierung aus Anlaß der von Nachmittag der 24 Jahre alte Kellner Franz Wiese aus Magdeburg. schrieben: Die Geldbesteller, zum größten Theil aus älteren Be- ihr felbst hervorgerufenen Verzweiflungstämpfe hungernder Volks Der junge Mann kam vorgestern von Magdeburg hierher, um mit einer amten bestehend, sind durch Befehl des hiesigen Postdirektors in die massen. Auch da wolle man dem Anarchismus die Schuld auf Schwester, die hier wohnt, einen in der Charitee frank liegenden Bruder zu besuchen. Nach dem Besuche gingen die beiden Ge- angenehme Lage versetzt, nach ihrem vollbrachten, verantwortungsbürden und habe eine internationale Konferenz zur Bekämpfung der schwister noch in der Stadt umher, um einige Sachen für die vollen und angestrengten Dienst abwechselnd noch eine Stunde narcistengefahr einberufen. In Wahrheit seien die ökonomischen Mutter zu kaufen. Um sechs Uhr famen sie auch auf den Hacke- abends mit ihren müden Gliedern beim Badetverladen bältnisse und die politische und finanzielle Mizwirthschaft der schen Markt. Hier gerieth Wiese in dem starken Verkehr in Ber- helfen zu dürfen. Die bis jetzt angefegte Arbeitszeit reichte laut Regierung schuld an den verzweifelten Aufständen. Auf die Anklage wirrung und fam unter einen Rollwagen, dessen Räder ihm den Dienstplan zur Erledigung der Tagesgeschäfte bei dieser Beamten- bant gehört diese Regierung. Was endlich das egyptische, angeblich linken Ober- und Unterschenkel zerschmetterten. Schwerverlegt flaffe nicht aus. Diese waren daher gezwungen, wesentlich gegen den deutschen Kaiser geplante Attentat betrifft, so weiß man was wir von Anfang an sagten daß an der ganzen Gefrüher zum Dienst anzutreten als vorgeschrieben. Nun iest mußte er nun selbst von einem Schumann in die Charitee gebracht hollen sie zu gunsten des Badetverladens sogar eine Stunde früher schichte kein wahres Wort ist.- Gegenüber der internationalen fertig sein. Wie dies gemacht werden soll, ist freilich ein tiefra Räthjel. Reaktion hat die Sozialdemokratie furchtlos ihre Bahn weiter zu Zu Menschenansammlungen, die zeitweilig den gesammten Selbst wenn zwei neue Beamte als Geldbesteller angestellt würden, wandeln. Sie muß vorbereitet sein auf alles. Gewaltstreiche von Straßenverkehr unterbrachen, kam es gestern gegen Abend in der würde das unter den jezigen Umständen wenig helfen, da ja oben können ja kommen. Sie werden uns nicht überraschen. Wir Köpnickerstraße. Dort machten sich einige Kinder ein Vergnügen diese Mehranstellung schon nöthig war, als die Geldbesteller werden unter allen Umständen den Kampf aufnehmen. Schlimineres, daraus, durch die offenstehenden Fenster der im Keller belegenen noch nicht nicht zum Badetverladen herangezogen wurden. Man als unter Bismarck, kann man nicht gegen uns ins Werk jetzen. Backstube des Bädermeisters Schubert fleine Steine und Papier verfiel auf den Ausweg, die täglichen Anwei Freilich man hat neuerdings die Verbannung der sozialistischen ballen zu werfen. Je öfter jedoch Frau Sch., die das Treiben der sungen u. s. w. nicht ganz zu erledigen und Führer empfohlen. Man glaubt, wenn ein paar Männer beseitigt Kleinen Schaar vom Laden aus beobachten konnte, den Kindern das eine größere Anzahl für den kommenden Tag werden, dann ist die Bewegung vernichtet. Und in Italien hat man flegelhafte Spiel verbot, desto ärger wurde es getrieben. Schließ übrig zu lassen. Wie aber soll dann der Mann mit dem täg ja seit Jahren die Verbannung; zahlreiche Genossen sind dort vers lich gelang es der Frau, einen der kleinen llebelthäter zu ergreifen; lich sich mehrenden Quantum fertig werden? Außerdem wird der banut, aber die Bewegung geht vorwärts, und das Beiſpiel Italiens fie zog ihn in den Laden hinein und versette ihm einige Schläge. Sekretär des Abends sicherlich nicht von der größeren und immer zeigt, daß eine Regierung, die den Sozialismus vernichten will, den Durch das Geschrei des Knaben aufmerksam gewordene Straßen- größeren Zahl der Rückbuchungen erbaut sein, und die Unterbeamten Anarchismus großzieht. Dahin lassen wir es aber in Deutschland passanten ergriffen jedoch Partei für denselben und bald versuchte es werden obendrein noch Vorwürfe ernten." nicht kommen. Wir lassen uns keinen Zoll breit von unserer Bahn die schnell angewachsene Menge, mit Gewalt in den Laden einDie Maßnahme des Mannheimer Postdirektors verträgt sich mit abdrängen; und im Kampfe gegen die internationale Reaktion wird zubringen. Der aus der Nachbarschaft herbeigeholte Meister stellte den Interessen der Postbeamten ebensowenig wie mit den Ansprüchen, die deutsche Sozialdemokratie den Ehrenplaz in vorderster Reihe fich aber mit seinen Gesellen der Menge entgegen und so entspann die das Publikum in Beziehung auf schleunige Bestellung seiner einnehmen. Wir haben flar gemacht zum Gefecht. Wir find fich ein erbitterter Kampf, bei dem es blutige Köpfe sette und die Sendungen an die Reichspost zu stellen berechtigt ist. unserer reaktionäre einig. In Partei giebt es Schaufenster zertrümmert wurden. Ein Schußmannsaufgebot trennte Strönning, die unsere prinzipielle Stellung bedroht. Das hat schließlich, unter Vornahme mehrerer Sistirungen, die wüthenden verwaltung hat die bayerische Regierung eingeführt. Jeder ihres Programms. Würden wir unser Endziel aufgeben, so wäre es Dienstalters- Auszeichnungen für Arbeiter der Heeres: der Stuttgarter Parteitag gezeigt. Die Partei steht auf dem Boden Arbeiter soll nach zufriedenstellend zurückgelegter 25- oder 30jähriger mit der Partei zu Ende. Die ungeheuere Mehrheit unserer Partei Dienstzeit eine bronzene oder silberne Medaille, ferner einen Geld- hält fest an dem Prinzip des proletarischen Klassenkampfes und an betrag von 50-100 M. für 25 jährige und eine um das doppelte der altbewährten Tattit: sie wird die Reaktion besiegen. höhere Geldsumme für 40 jährige Dienstzeit erhalten. Wenn die Rede des Genossen Liebknecht wurde mit großem Beifall aufLohn- und Arbeitsverhältnisse in der bayerischen Heeresverwaltung so wird es der Heeresverwaltung schwerlich gelingen, tüchtige Arnicht verlockender find, als diese dürftigen Dienstalters- Auszeichnungen, genommen. Eine Diskussion schloß sich nicht an diefelbe. beiter davon abzuhalten, bei passender Gelegenheit aus dem Staatsdienste zu treten, um ihre Fähigkeiten vortheilhafter zu verwerthen. werden. Barteien. und Rathschläge für die Beobachtung derselben geben. Versammlungen. feine " Die Der Monat November zeichnet sich durch zwei reiche SternSchruppenfälle aus. In der Zeit vom 12. bis 16. November ist der Leonidenschwarm zu erwarten. Aus der Zahl der sichtbar werden den Sternschnuppen wird man ersehen können, welche Störungen näherung an die drei großen Planeten Jupiter, Saturn und Uranus ein Mangel an Schulräumen, ein Zimmer müsse von zwei Klaſſen benutzt dieser Schwarm durch die in den letzten Jahren stattgefundene AnEin Redner besprach die Moabiter Schulverhältnisse. Es herrsche erfahren hat. Es ist möglich, daß der Leonidenſchwarm im nächsten werden, und so komme es, daß Kinder, deren Schulstunden auf die Jahre bei weitem nicht so intensiv auftritt, wie im Jahre 1866. Beit von 10-2 Uhr gelegt sind, nicht an dem gemeinschaftlichen Der zweite Sternschnuppenfall ist, wie vor 13 und 26 Jahren, am 27. November oder einige Tage früher zu erwarten; dieser rührt Unsere StadtMittagessen in der Familie theilnehmen können. verordneten sollten deshalb ersucht werden, für Beseitigung dieser von dem Biela'schen Kometen her und wird im Sternbilde der Andromeda sichtbar. Direktor F. S. Archenhold wird am Mißstände, namentlich für die baldige Inangriffnahme des Neubaues eines Schulgebäudes in der Rostockerstraße einzutreten. Sonntag, den 6. November, nachmittags 5 Uhr, auf der TreptowUeber die Sozialdemokratie und die internationale Der Vertrauensmann für Moabit, Greschke, theilte dann Sternwarte in einem durch zahlreiche Lichtbilder illustrirten Reaktion sprach Genosse Liebknecht in einer Voltsversammlung, mit, daß das Sommerfest einen Ueberschuß von 2907 M., Vortrage: Die bevorstehenden Sternschnuppenfälle" nähere Angaben die am Donnerstag im Moabiter Gesellschaftshause tagte. Der die Reichstagswahlen einen solchen von 2220 M. gebracht Besuch war ein sehr zahlreicher, weit über tausend Männer und haben und die gesammte Jahreseinnahme sich auf 5800 M. belaufe, Apollo- Theater. Das Novemberprogramm dieser Spezialitäten- Frauen hatten sich eingefunden. Genosse Liebknecht, mit leb- woven 3000 W. an den Parteivorstand abgeführt worden sind. bühne bringt neben manchen bekannten Vorführungen einige er haftem Beifall begrüßt, führte ungefähr folgendes aus: In dem Die Parteispedition für Moabit hat zur Zeit 1750 Vorwärts" wähnenswerthe Neuheiten. Am meisten Beachtung verdient wohl vor Beginn des letzten Wahlkampfes von unserer Partei er- Abonnenten. das serbische Quintett Marincos, das sich allerdings weniger in der laffenen Aufruf hieß es, in diesem Kampfe handle es sich darum, Genosse Liebknecht nahm noch einmal das Wort, um, an Kunst des Gesanges als durch seine originellen Tanzweisen aus die Reaktion, das Junkerthum, zurückzuschlagen, das vielleicht zum knüpfend an die geschilderten Schulverhältnisse zu zeigen, daß der zeichnet. Auf höherer Stufe steht der italienische Sänger Basalari, letzten Schlag aushole. Das Junkerthum und die kapitalistische Liberalismus, wie der heutige Staat nicht im stande ist, die einber nicht allein einen vollen Tenor herausschmettert, sondern auch den Bourgeoisie, fie sind jezt auf dem Buntte angekommen, wo sie sehen, fachsten Kulturaufgaben zu lösen und daß auch in dieser Hinsicht Opernprimadonnen durch einen annehmbaren Sopran Konkurrenz daß sie nicht anders als durch einen Gewaltstreich ihre Macht auf unsere Partei die Pflicht habe, für die Durchführung der früher macht. Ein Glück für solche Künstlerinnen, daß das Aeußere des recht erhalten können. Wir sehen, daß sich in der auswärtigen von den liberalen Parteien verfochtenen Forderungen einzutreten. Doppelsängers allzu große Gefahren ausschließt. Einige Damen, Politik Konflikte vorbereiten, die zu einem Weltkrieg führen können, Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die die in das Reich des Gesanges hineingerathen find, glänzen wir sehen ferner, daß unsere Regierungen nicht im stande sind, das Sozialdemokratie. Mit kräftigen Hochrufen auf Liebknecht verließ weniger durch der Stimmen Schmelz, Schmelz, als durch den Volk zufrieden zu machen, weil das reaktionäre Junkerthum auf die die Menge den Saal. Glanz der Kostüme und Brillanten. Die Dänin Dagmar Politit einen verhängnißvollen Einfluß ausübt, wir sehen, Hansen erhebt wohl selber kaum Anspruch darauf, eine wie die kapitalistische Wirthschaft immer verheerender wirkt. Sängerin genannt zu werden, und die Pariserin Armand'Arh Das alles zeigt uns, daß die heutige Ordnung nicht ließe auch dann noch ihre Landsleute im ungewohnten Lichte mehr bestehen kann, daß sie zum Tode verurtheilt ist. Die Reaktion großer Anspruchslosigkeit erscheinen, wenn sie nicht als berühmte geht deshalb darauf aus, die Sozialdemokratie, denen die natürliche Pariser Operettendiva bezeichnet wäre. Im artistischen Theil des Entwickelung der Dinge den Sieg sichert, mit Gewalt niederzuProgramms zeichnen sich einige Gruppen durch wahrhaft tüchtige werfen. Das gilt nicht nur für Deutschland. Der Redner bezieht Leistungen aus. So die Parterre- Atrobaten Montrose, die Leiter- fich auf die Memoiren Andrieur, um dazuthun, daß schon vor Atrobatinnen Kephias, die Redturner Luppus und die Jongleur- 17 Jahren in Frankreich das Schreckgespenst des Anarchismus herauffamilie Agoust. Eine ganz originelle Erscheinung sind die dressirten beschworen wurde, um die Sozialdemokratie zu vernichten. Wenn Der Zentralverband der Maurer hielt am 27. Oftober eine Versammlung ab, in welcher der Situationsbericht über die Streitbewegung erstattet wurde. Dem eingehenden Bericht ist zu ent nehmen, daß auf dem Bau Scharnweberstraße in Reinickendorf die Sperre verloren gegangen ist, weil genügende Ersatzkräfte herangezogen werden konnten. Dagegen wurde auf dem Bau in der Ahornstraße die Beseitigung der Klaſſenlöhne erzielt und auf dem Bau des Berliner Lofal- Anzeigers" die Differenzen beigelegt. Auf den Bauten Bootstraße in Halensee sind die Maurer zur Erreichung eines Stundenlohns von 60 Pf. in den Ausstand getreten. Diese Urjape der Kapitalismus weiter bestehen soll, muß die Sozialdemo- führte auf dem Bau der Wasserwerke in Charlottenburg zur ArbeitsMorgen, Sonntag, nachmittag 5 Uhr, findet im wissenschaftlichen fratie Tahm gelegt werden. Das ist das Programm der niederlegung und Sperre des Baues. Die hierauf verlesene Abrechnung Theater der alten Urania, Invalidenstr. 57-62( Kunst- Schaubühne Dr. Köppen herrschenden Klassen. Nach diesem Programm wurde und Dr. Stödtner) eine neue Schülervorstellung zu ermäßigten Preisen Deutschland gehandelt unter der Herrschaft Bismarc's, wo wir die weist im 3. Quartal intl. eines Bestandes vom 2. Quartal eine Einnahme von 8975,52 M. und eine Ausgabe von 6943,31 M. auf. Der Ver( Parkett 0,50 M.):„ Eine Wanderung durch das alte Pompeji", Projektions: vortrag mit farbigen Lichtbildern von Dr. A. Köppen, statt. Die Angehörigen verschiedenartigsten Verfolgungen, deren schwerste das Sozialisten- gnügungsfond enthält eine Einnahme von 86,03 m. und eine Ausgesez war, zu erdulden hatten. Was haben alle diese Verfolgungen Feuerbericht. Kastanien Allee 13/14 brannte Freitag Sie steht heute als eine Partei da, die nicht nur stärker ist wie fonds hat in der Zeit vom 12. Mai bis 25. Oftober eine Einnahme Seelöwen des Herrn Judge. der Schüler haben zu denselben Preisen wie diese Zutritt." Nachmittag das Zwischengebält und wurde das Haus stark beschädigt. Außerdem waren drei Zimmerbrände abzulöschen und zwar Grünstraße 10/11, Dessauerstr. 1 und Ruppinerstr. 1. Es wurden hier Möbel und Gardinen beschädigt, doch konnte in allen Fällen die Gefahr leicht beseitigt werden. Aus den Nachbarorten. von 47 894,75 W. und eine Ausgabe von 26 710,10 M. zu verVerschiedenen stellte Baganz den Antrag, 300 M. an die Agitations eichnen; mithin ist ein Bestand von 21 184,65 M. vorhanden. Im fommiffion zu überweisen. Der Antrag wird angenommen. Als Beitragssammler für den Südosten wurde Durow, zu Revisoren des Streitfonds Wingler und Hübner und zum Ausschußmitglied Thiele gewählt. Hierauf forderte Fritsch die Mitglieder zur besseren Agitation für den Verband auf und Silberichmidt regte an, daß die Kollegen auf den Bauten die Verbandsbücher eifrig kontrolliren mögen. irgend eine andere Partei, sondern die, wenn wir wirkliche Wahl freiheit hätten, nach dem Geständniß der„ Kreuz- Beitung", stärker sein würde, wie alle anderen Parteien zusammengenommen. Eine Partei von solcher Stärke, die auf dem unerschütterlichen Boden der Thatsachen und der Wissenschaft fußt und getragen ist von der idealen Begeisterung ihrer Anhänger, kann man nicht vernichten. Wer das unternehmen will, der ist reif für das Irrenhaus.( Beifall.) Die Geschichte hat gezeigt, daß Gewalt Pankow: Niederschönhausen. Im Lokale von Störr, Mühlen- menschen, wie ein Napoleon, ein Bismard, die gegen die neuen, den straße 25, wird am Montag Abend eine Parteiversammlung ab- thatsächlichen Verhältnissen entsprungenen Ideen zu Felde zogen, Die Arbeiter Samariter Kolonne hielt am 28. Oftober, gehalten, in der der Jahresbericht und die Neuwahl des Vertrauens- elend gescheitert sind. Was einem Bismarck nicht möglich war, das mannes auf der Tagesordnung steht. Der Vertrauensmann. wird denen, die sein Werk vollenden möchten, auch nicht gelingen. abends 9 Uhr, in den Arminhallen ihre Generalversammlung ab. Ein seltenes Schauspiel bietet gegenwärtig die Umgegend Die Reaktion macht einen Ansturm auf die Grundrechte des Im ersten Punkt der Tagesordnung berichtete der Obmann über die von Mittenwalde. Dort steht bereits seit vier Wochen das Volkes: das allgemeine Wahlrecht und das Koalitionsrecht. Wir Anforderungen, welche an die Kolonne gestellt würden und Herr Torfluch im Schenkendorfer Grunde in Flammen. Mehr als ein haben durch den Mund des Kaisers gehört, daß Zuchthausstrafe über Dr. Friedeberg über die ausgeübte Thätigkeit derfelben. 1. Am Morgen ist bereits in Asche verwandelt. Während meist nur eine denjenigen verhängt werden soll, der zum Streit anreizt. Man sucht 1. Mai wurden 16 Lokale und ein Ausflug mit 29 Samaritern beIn der Zeit der Majestäts- fett. 20 Unfälle sind zu verzeichnen, darunter ein Beinbruch. 2. Ant dichte Rauchwolfe die Gegend erfüllt, schlagen hin und wieder auch jetzt an diesen Worten zu deuteln. helle Flammen aus dem Erdreich hervor. Vor dem Betreten des beleidigungs- Prozesse muß man sagen, daß die, welche die Worte 12. Juni bei einer Dampferpartie der Handels- und Transportbrennenden Torfmoors wird gewarnt, da auf dem ausgebrannten des Kaisers anders zu deuten suchen, als wie sie lauten, doch denken arbeiter nach Rauchfangwerder: 4 Samariter. 3. Am 9. Juli Fest Terrain ein Verfinten in die unter der Rasentruste befindliche Torf- follten, daß es einen Staatsanwalt giebt. Und ist denn ein solches der Maschinisten und Heizer: 6 Samariter. 4. Am 17. Juli AusGesez etwas unwahrscheinliches? Der Kapitalismus braucht, und flug der Arbeiter- Bildungsschule nach Pichelswerder: 3 Samariter. gluth leicht möglich ist. Ein jugendlicher Vagabund, der 13 jährige Sohn des in der die Mehrheit des Reichstages, repräsentirt durch Herrn v. Stumm, 5. Am 18. Juli Verband der Buchbinder: 2 Samariter. 6. Am 7. Am 21. August Ackerstraße wohnenden Handelsmannes R., wurde gestern im Grune will ein solches Gesetz. Wir sehen das Gesetz tommen und er- 13. August Turnverein Fichte: 5 Samariter. wald aufgegriffen. Der Knabe war vor etwa 14 Tagen aus Furcht blicken in ihm einen alten Bekannten, denn was es bringt ist nichts Ausflug der Arbeiter- Bildungsschule nach Sadowa und Friedrichs8. Am 22. August Vergnügen des Arbeiterbor bevorstehender Strafe aus der elterlichen Wohnung entlaufen anderes, als was wir seit 20, 30 Jahren in Deutschland gewohnt hagen: 3 Samariter. find. Die Sozialdemokraten fürchten das Buchthaus ebenso wenig, Gängerbundes bei Lipps Friedrichshain: 7 Samariter. und hatte sich seit dieser Zeit in Berlin und den Vororten umher- wie sie das Gefängniß gefürchtet haben, und eine Strafe, die uns Raffallefeier lag nur ein Auftrag vor von den Genossen der Schöngetrieben. Nahrung verschaffte er sich durch Diebstähle an Frühstücks- nach der Absicht unserer Gegner als ehrlos kennzeichnen soll, wird hauser Vorstadt: 2 Samariter. für diejenigen, die sie in Erfüllung ihrer Parteipflicht erdulden, Bei den Aufträgen von 2 bis 9 famen 40 Unfälle vor. 10. Am Aus der Alerianeranstalt zu Weißensee entwichen sind die eine Ehre fein. Das vom preußischen Landtage mit nur 26. Juni Sommerfest des Wahlvereins Berlin IV in Friedrichshagen geistestranten Männer Karl Effen und Hermann Böse. vier Stimmen Mehrheit abgelehnte Vereinsgefes das fleine die ganze Kolonne mit 3.9 Sozialistengesetz hat man es genannt richtete sich in erster Linie 24. Juli Sommerfest des Wahlvereins Berlin VI in Weißensee richtete sich in erster Linie 24. Juli Sommerfest des Bay 19 Unfälle zu behandeln. 11. Am gegen die Organisationen der Arbeiter, gegen die Ausübung des 27 Samariter mit 3 Aerzten: 14 Unfälle zu verzeichnen. 12. Am beuteln. An der Dreschmaschine ist der 22 Jahre alte Bauernguts befizer Rudolf Ruden aus Neuendorf im Kreise Teltow tödtlich ver9. Zur Ferner gingen 53 Zählfarten ein mit meistens sehr schweren Unfällen, welche von den Mitgliedern der Kolonne auf den Straßen und in Fabriken behandelt wurden. In Summa 220 infälle. Im zweiten Punkt erstattete der Kassirer Bericht über den Kassenbestand: Einnahme Alter Bestand 4 235,60 M. August Sängerfest in Pichelsdorf die ganze Kolonne und 4 Aerzte: Iwachende Beamte die Versammiung mit der Motivirung auf, daß| Bieh im Werthe von zwei Millionen Rubel umgekommen, in 74 Unfälle, darunter 8 schwere. die Polizeistunde eingetreten sei. Jrgis'schen Kreise 350 000 Stück Vieh, Werth vier Millionen Es wird selbstverständlich vom Einberufer der Versammlung Im ganzen sollen bis jetzt 75 Menschen am hungertyphu Beschwerde gegen die Auflösung eingelegt werden, um zu erfahren, gestorben sein. ob die Ausübung des Versammlungsrechts an eine bestimmte Polizei--Auf dem Landgute Marganoff bei Witebsk( Ruff.- Polen stunde gebunden ist. wurden a cht Personen, darunter der Besizer und seine Familie Die Parteigenoffen in Alt- Glienicke bielten am 29. Oftober mit durchschnittener Stehle aufgefunden. Das Haus war aus 183,64 iter erstattete inächſt Bericht über die Thätigteit der proviim Lokale des Herrn Saß eine öffentliche Versammlung ab. geplündert. Des Mordes verdächtig sind Bauern in der Umgegend.- 3 c. e. New Yorker Blätter melden, daß man in Cam ſorischen Lokalkommission. Von den am Orte befindlichen vier Saal- M e a de( Bennsylvania) drei Gemeine vom 2. Virginia- Regimen besizern habe nur einer Karl Schmidt sich durch Unterschrift zur Strafe für Ungehorsam in den Block spannte und mit gespreizter verpflichtet, der Arbeiterschaft seinen Saal zur Verfügung zu stellen, Armen und gestreckten Beinen zwei Stunden lang, mit dem Gesich die übrigen hätten kurzer Hand dies Verlangen zurückgewiesen. Einer nach der blendenden Sonne zu, auf der Erde liegen ließ. Dre der Herren meinte, er müsse es mit dem Kriegerverein halten. Es käme anderen Soldaten wurden Handschellen angelegt, weil sie bein somit nur das Lokal von Schmidt für die Arbeiterschaft in betracht. Appell gefehlt hatten. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl einer Lokalkommission wurden Ausgabe Bleibt Bestand " Summa 369,14 M. " 304,41 64,73 M. Die Leitung der Kolonne bleibt in den Händen der Genoffen Otto Korn, Obmann, Schönhauser Allee 70a; Gustav Dietrich, Kassirer, Schöneberg, Bahnstr. 35. Otto Wolter, Rudolf. Bredemann und Hermann Die Musikinstrumenten- Arbeiter hielten am Mittwoch eine Eingelaufene Druckschriften. öffentliche, leider nur mäßig befuchte Versammlung ab, um in der gewählt. Wolter machte noch darauf aufmerksam, gegenwärtig günstigen Geschäftszeit ihre Forderungen geltend zu daß der Amitsvorsteher v. Oppen die Versammlung diesmal an- Steinstr. 11) haben soeben, das 10. Heft des IV. Jahrgangs erscheinen laffen Die Sozialistischen Monatshefte( Redaktion und Verlag Berlin C. machen. Wa a ß hielt ein einleitendes Referat über:" Der Magimal stands los genehmigt habe, während früher in diesem Lokale, weil Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Georg Ledebour: Der Partei arbeitstag und seine Wirkung", indem er auf die schädlichen Folgen ungeeignet, öffentliche Versammlungen nicht abgehalten werden tag in Stuttgart. Wilhelm Bölsche: Theodor Fontane. in wirthschaftlicher und gesundheitlicher Beziehung einer überlangen durften. Dem Lokalinhaber sei aber, bei Androhung einer Strafe Eckstein: Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung. Dr. Konrat Schmidt: Großgrundbesitz und soziale Frage. Therese Schlesinger Arbeitszeit hinwies. Wie in anderen Berufen, habe sich auch in der von 30 M., aufgegeben worden, seine Räume um 10 Uhr zu stein: Die Reichstagswahlen. Simon Kaßen Holzindustrie durch eine vom Holzarbeiter- Verband aufgenommene schließen. Sabine Mahr: Katholisch. Julian Auch mit der letzteren sehr abgestumpften Waffe, steuer- Borchardt: Welche Bedeutung hat die Wissenschaft für die Bestrebungen des Statistik herausgestellt, daß der Verdienst der Arbeiter, im Verhältniß zahlende Bürger an Versammlungstagen mittelst Polizeidruck um Sozialismus. zur Arbeitszeit, immer geringer werde. Es müsse daher gerade 10 Uhr ins Bett zu treiben, nur weil sie einer der Behörde nicht Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartal 1,50 M. Man abonnirt in allen Buch-, Rundschau. Der Preis des elegant ausgestatteten der gegenwärtigen Beit Pflicht aller Stollgen sein, dem genehmen politischen Richtung angehören, dürfte der Amtsvorsteher handlungen und auf jeder Postanstalt. Drängen der Fabrikanten nach Ueberstundenarbeit energisch v. Oppen verdammt wenig ausrichten. entgegenzutreten und für die bon der Organisation aufgestellten Forderungen und deren Durchführung Sorge zu tragen. Scontut( Gewerkvereinler), der es für selbstverständlich hielt, daß in der günstigen Geschäftszeit die Kollegen Ueberstunden machen, um für die schlechte Zeit entschädigt zu werden, wurde von Nimmrich und Schumann über die Unrichtigkeit seiner Auffassung belehrt. Eine Resolution, im Sinne des Referats für Innehaltung der von der Organisation aufgestellten Forderungen einzutreten, fand hierauf einstimmige Annahme. Diese Forderungen bestimmen, daß die höchst zulässige Arbeitszeit nur 52 Stunden in der Woche bei einem Mindestlohn von 21 M. betragen und gleichzeitig jedes Anfinnen der Arbeitgeber, Ueberstunden einzuführen, energisch zurückgewiesen werden muß. nur im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: BerFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, 6. November, vormittags 9 11hr, fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:„ Was bedeutet Weltanschauung?" Sozialdemokratischer Agitationsverein Stralsund Franzburg Rügen. Sonntag, den 6. November, vormittags 10 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstraße 35/36: Vereinssizung. Herren als Gäste willkommen. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rigdorf Brik. Sonntag, den 6. November, nachu. präzise 1 Uhr: Generalversammlung in der Vereinsbrauerei, Hermannstraße 214. Vorstandswahl. Rechenschaftsbericht und Vercin der Bierabzieher. Sizungen jeden Sonntag nach dem 15. im Monat, nachm. 3 Uhr, bei Scholz, Prinz Albrechtstr. 3. Vergnügungsverein ,, Alemania". Hente Stiftungsfest verbunden mit Tanzkränzchen, Vorträgen 2c. im Englischen Hof, Neue Roßstr. 3. Gäste Bildungsverein„ Mehr Licht!". Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, bei deuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: " Feige Seelen muthige Menschen". willkommen. Vermischtes vom Tage. wird, ein 22jähriges Mädchen durch einen Schuß in den Hinterkopf Im Walde bei Rauscha wurde, wie aus Görlitz gemeldet getödtet. Fast an derselben Stelle ist vor acht Jahren ihr Vater durch Mörderhand gefallen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 72 bis 8½ 1hr abgehalten. R. B. 14. Bitte, die Frage nochmals zu wiederholen!- Hier absolut nichts davon bekannt. Nr. 333. Die Berliner Feuerwehr ist eine Institution der Stadt. W. H. Sie müssen flagen. S. S. I. Nein. Opitz. Ja. H. P. 100. Kommen Sie in die Sprechstunde. G. 2. 100. Gefängniß. D. 200. Dies kann verhindert werden. einfache Erklärung beim Amtsgericht. G. S. 46. Es genügt M. 2. Klage ist zulässig. M. 1000. Nein. K. 2. Zu 1. Nein. Zu 2. Ja. sind zur Rahlung verpflichtet. A. B. Ste 2. W. 300. Für sich und beide Kinder etwa 40 M. monatlich. 3u 2. Ja; wenn aber Gefahr vorhanden ist, daß dies zum Nachtheil des Kindes gereicht, kann sein Verlangen durch gericht: lichen Beschluß verhindert werden. Zu 3. Sofort. Zu 4. Die Frau soll sich das Armenrecht bewilligen lassen. Zukunft 1900. Zu 1. Nein. Bu 2. Ja. Bu 3. 30 Jahre. Bu 4. Hier nicht bekannt. Wismar. H. 100. In der praktischen Brauchbarkeit besteht kein wesentlicher Unterschied, auch spricht die Intelligenz des Schülers bei der Erlernung wesentlich mit. J. R. Ist bereits ausführlich behandelt., Prenzlan. Zu 1: Ja. Bu 2: Ja. Bu 3: Nein. 23. G. 100. Bu 1: Nein. Zu 2: Nein. W. A. 99. Ja. N. N. 100. Sofort., Die nothwendigen Sachen können nicht gepfändet werden. Zu 2: Ja. Bu 2: Nichtet sich nach dem Objekt. Zu 3: Ja. A. 2. 18. 3u 1: W. 96. Kommen Sie in die Sprechstunde. Thiele. Ist ausdrücklich das Schlächtereigeschäft mitverkauft? R. B. 14. Der erste Theil Ihres Rechnung oder eidesstattliche Bersicherung ihr Eigenthum an dem betreffenden Briefes ist unverständlich. Zu 5: Ihre Schwiegermutter muß sofort beim Gericht Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragen und durch Gegenstand glaubhaft machen. dem Lehrling. F. S. 24. 3u 1: Ja. Zu 2: Gehört A. H. 14. Wo ist der betreffende gestorben? Ferner, hat er eine Ehefrau oder eheliche Kinder hinterlassen? Zugleich wollen Sie Ihre Abonnementsquittung beifügen.- X. 7. Kommen Sie in die Sprechstunde. leber den 2. Punkt der Tagesordnung:" Wie können die Musikinstrumenten- Arbeiter ihre Interessen im Holzarbeiter- Verbande vertreten?" referirte Martmann in sehr ausführlicher Weise. Zunächst sei daran zu erinnern, daß nach den bereits früher getroffenen Vereinbarungen alle Nebenarbeiten, wie Holztragen 2c., während der Arbeitszeit ausgeführt und mit mindestens 45 Pf. pro Stunde bezahlt werden sollen. Andernfalls können diesel Leistungen beim Gewerbegericht eingeklagt werden. Wie schon in der Resolution ausgesprochen, sollen Ueberstunden streng vermieden werden. Bei Streifs, Maßregelungen erhalten diejenigen, welche mindestens sechs Monate Mitglied find, auch nach Beendigung des Streits so lange Unterstügung, bis ihnen wieder neue Beschäftigung zugewiesen wird. Diejenigen, welche dagegen noch nicht sechs Monate Mitglied find, erhalten je nach den Beschlüssen der betreffen Werne bei Dortmund furchtbar verstümmelt an einem Baume Die neun jährige Tochter eines Bergmanns wurde in den Ortsverwaltungen zunächst Unterstüßungen bis zum Ende eines Streifs. Bei Lohnabzügen und ähnlichen Differenzen wird. die Unter- hängend aufgefunden. In Schede wit( Kgr. Sachsen) sollte die Hochzeit eines stügung vom ersten Tage an gezahlt; bei Angriffsstreits oder ähne lichen Arbeitseinstellungen erfolgt die Unterstützung beim Beginn der jungen Paares stattfinden; allein der Bräutigam ließ beängstigend zweiten Woche der lange auf sich warten. Arbeitslosigkeit. Diese Bestimungen Der Brautvater ging daher zur Wohnung follen dazu dienen, die Indifferenten der Organisation zuzu fein Pfeifchen und meinte auf die Frage des zukünftigen Schwieger des. Bräutigams. Dieser sah gemüthlich zum Fenster hinaus, rauchte führen, wenn dieselben deren Errungenschaften genießen wollen. baters: Ach nee, ich hab mersch anders überlegt.". Bei Einstellung von Arbeitern habe man streng darauf zu achten, daß alle einzustellenden Arbeiter aus dem Arbeitsnachweis der In Eichtersheim( Baden) et ertönte plötzlich zu nachtOrganisation entnommen werden. Desgleichen muß darauf geachtet ichlafender Zeit die Schelle des Ortsdieners, der ver- Poftamte. Bet verspäteter Bestellung müssen Sie 10 Bf. für Nachlieferung werden, daß alle diese Forderungen auch für die in der Haustündete, daß die sechsjährige Tochter eines Bäckers spurlos ver- zahlen. 2. Vom 18. November 1897 bis 18. März 1898. industrie beschäftigten Arbeiter zur Durchführung gelangen, weil ich wunden sei. Die Aufregung steigerte sich, als 3/4 Stunden dort in einigen Wertstätten" geradezu haarsträubende Zustände später von jeder Familie ein Mann durch die Ortsschelle aufs Rathherrschen. Im allgemeinen habe man unter Aufrechterhaltung dieser Suche zu gehen. Plöglich ein Freudenschrei: Sie ist da! Sie ist haus beordert wurde, um mit einem zielbewußten Plan auf die Forderungen den Kampf mit dem Unternehmer- Ring mit allen zu bal Gebote stehenden Kräften aufzunehmen und das Solidaritätsgefühl den Schlaf des Gerechten! Sie lag zu Hause unter dem Kanapee und schlief zu pflegen. Diese Ausführungen des Redners zeitigten munmehr eine längere voltstunde und Mundartenforschung" cbabet, der In Würzburg hat sich ein Verein für beije und lebhafte Auseinandersetzung mit den lokalorganisirten Kollegen, sich die Sammlung und Bearbeitung des gesammten hümlichen Swinemde. von denen sich nacheinander Arndt, Böttcher und Boczins an Schages an Sagen, Märchen, Volksliedern u. f. 1. an der Diskussion betheiligten. Nach längerer Geschäftsordnungs macht. Als erste Bublikation ist eine Sammlung von weeräthseln Wiesbaden 761 23 3. ufgabe Hamburg Debatte gelangte ein Antrag zur Annahme, die Diskussion zu und Scherzfragen in Aussicht genommen. schließen und die Besprechung in einer späteren Versammlung fort- und Scherzfragen in Aussicht genommen. Jm Dorfe Weisbach bei Inzell ist die große Thurm zusetzen. Damit erfolgte zugleich Schluß der Versammlung. uhr gestohlen worden. Köpenick. Zu Dienstag, den 1. November, abends 10 Uhr, war vom Wahlkomitee nach Klein's Saal eine öffentliche Versammlung einberufen worden. Kurz nach Eröffnung derselben löste der überAchtung! 2157 Wie man aus Petersburg meldet, find laut amtlich bekannt gemachten Daten über die in der Kirgisensteppe ver breitete ungerepidemie allein im Kreise Turgai 200 000 Stüc = Briefkasten der Expedition. C. W., Schönlante. 1. Reflamiren Sie die betr. Nummer bei Ihrem Witterungsübersicht vom 4. November 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer: stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 750 WSW 5 bedeckt 4 heiter 3wvolfig Temp. n. C 5° 4° R. Stationen Barometer= stand mm Wind richtung Windstärke 9Haparanda 739 N Wetter Temp. n. G. [ Hot Dog Toro 2wolfig 756 SW 758 NNW 6Petersburg 745 NNW 2 bedeckt 10 Cort 1 bedeckt 3bedeckt Nebel 11 Aberdeen 9Paris 6 760 3 744 2 763 S 3geiter 3eiter 1 Regen 9 München 763 S Wien 763 Still Wetter Prognose für Sonnabend, den 5. November 1898. mit etwas Regen und frischen westlichen Winden. Naais etwas fühler, am Tage ziemlich warm, theils heiter, theils wolfig Berliner Wetterbureau. Achtung! Orts- Krankenkaffe Achtung! Lederarbeiter( Portefeuiller)! Arbeiter und Arbeiterinnen! Am Montag, den 7. November, abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstraße Nr. 29: Keller, Koppenstraße Nr. 29: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: der Klempner. Sonntag, den 13. November d. J., vorm. 10 Uhr, Annenstraße 16: General- Versammlung der Vertreter der Kaffenmitglieder n. Arbeitgeber. Tagesordnung: 1. Verlesung der Brotofofle. 2. Wahl Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer).3.Wahl 220/7 des Rechnungs- Ausschusses. 4. Ver: Morgen, Sonntag, den 6. November, vormittags 10 Uhr: Morgensprache fämmtl. Teder- und Papiergalanterie- Arbeiter. Für Rixdorf im Restaurant Klein, Kaiser Friedrichstraße Nr. 236. Für den Norden im Lokal von Augustin, Rastanien- Allee Nr. 11. Das Erscheinen aller Ledergalanterie- Arbeiter, sowie der Hausarbeiter 25/20 1. Die Uebernahme der Elektrizitätswerke in städtische Regie. Referent Stadt von drei Vorstandsmitgliedern( ein ist dringend erwünscht. berordneter Paul Singer. 2. Diskussion. Bu recht zahlreichem Besuch laden ein Orts- Krankenkasse der Die Vertrauensleute. ſchiedenes.( 2035) Der Borstand Verband der in Buchbindereien, Sattler und verwandten Gewerbe der Bapier- und Leder- Galauteriewaaren- Induſtrie zu Berlin. Sonnabend, den 12. November, abends 82 Uhr: beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Verein der Maschiniften, Heizer u. Berufsgen. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 6. d. M., nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 19-20: Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn A. Morgenstern über: Verwendung des tomprimirten Sauerstoffes als Mittel gegen Kohlenoryd- Vergiftung und für Der Vorstand. Wahlversammlung der Kaffenmitglieder Montag, den 7. November 1898, abends 8 Uhr, in Feuerstein's therapeutische Swede". 2. Verschiedenes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Wahl von 260 Bertretern der Kaffenmitglieder für 1898-1900. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Wahlberechtigt und wählbar sind nach§ 48 des Statuts nur diejenigen Raffenmitglieder, welche großjährig und im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte find. Montag, den 14. November, abends 8% Uhr: Festsälen. Alte Jakobstvaße Nr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung:. Referent Stollege A. Bergmann. 2. Verbandsangelegenheiten und 1. Die Vorschläge für den Ausbau des Unterstützungswesens. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Verschiedenes. 25/18 Wahl- Versammlung der Arbeitgeber Verband der Möbelpolirer. in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Filiale Rixdorf. 138/18 Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts zu Nixdorf. Dienstag, den 8. November, abends 82 Uhr: Vereins- Derlammlung int Peter's Salon, Knesebeckstraße 113. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Silberstein über: Kommunistische Bestrebungen im Mittelalter. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und 232/12 Tagesordnung: 1. Wahl von 125 Vertretern der Arbeitgeber für Montag, den 7, d. Mts., abends 8% Uhr, Hermannstraße 197: Fragetasten. 1898-1900. 2. Verschiedenes. Wahlberechtigt und wählbar sind die Arbeitgeber, welche für die bei ihnen beschäftigten Bersonen Beiträge aus eigenen Mitteln zur obengenannten Staffe zahlen. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß zu Vertretern auch Geschäftsführer oder Betriebsbeamte gewählt werden können. der Orts- Krankenkasse der Sattler und verwandten Gewerbe Der Vorstand zu Berlin. J. A.: 157/5 A. Lippert, Schriftführer, W., Kirchbachstr. 20. 61750 Herm. Huhnfleisch, Vorsitzender, NO., Barnimstr. 2. Empfehle meine beiden Lokale Pferdebucht bei Cöpenick und Kiekemal bei Station Hirschgarten Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen R. Weber über: Sozialpolitische Gesetzgebung. 2. Errichtung einer Bibliothek für Rixdorf. Kollegen, welche dem Verband Bücher überweisen wollen, werden ersucht, dieselben mitzubringen. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß die Möbelpolirer Moes& Reistel dem einstimmigen Beschluß der Generalversammlung nicht nachgekommen sind und die Arbeit zu gunsten der Tischler bei Fork, Kretschmar& Co. nieder: gelegt haben. Die Kollegen werden ersucht, so lange wie die Differenzen nicht beigelegt find, Zuzug fernzuhalten. 147/15 Der Vorstand. Wo? Hochachtungsvoll M Magdeburg. ben gehrten Ausflüglern aufs angelegentlichste. machen wir unsere Herrenpartie hin? Zum alten 61602* Freund auf Pichelswerder. Bugleich theilen wir mit, daß unser diesjähriges Stiftungsfest am Sonn abend, den 12. November, im Apollo- Theater, Hermannstr. 48/50, stattfindet. Reichhaltiges Programm. Billets à 20 Pf. in den Zahlstellen zu haben. Anfang 8 Uhr. Der jezige Kassirer des Vereins ist Gustav Müller Kirchhofstr. 29, 4 Tr. Der Bibliothekar Wurbs ist nach der Leffingftr. 9 verzogen. Die Bibliothek ist täglich geöffnet. Die Zahlstellen des Vereins find: Stö pte, Rest., Karlsgartenstr. 1; Regerau, Bigarrengesch., Hers mannstr. 50; Klein, Rest., Kaiser Friedrichstr. 236; Thomas, Bergstr. 162; Hermann, Bigarrengesch., Kirchhofstr. 1; Sy, Rest., Jäger. Reft., straße 69; Wegert, Nest., Herthastr. 1. In den Zahlstellen werden auch neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorstand. Mehl, Vorkost: u. Grünkram Zu miethen gef. auf fof. ein Bogis für Geschäft ist, da ich zwei Geschäfte eine einzelne Person. Off. sub L. 7. habe, billig zu verkaufen Swine: a. d. Bl. erbeten. 20296 münderstraße 74. 20376 Möbl.Zimmer fucht einschlosser nah Jeden Sonnabend Gänse Aus: Voltastr. Preisofferten unter 15 Bost spielen bei Voelz, Breslauerstr. 9.| amt 31. 20365 Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Sonnabend, 5. November. Opernhaus. Tristan und Isolde Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 72 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Fregoli- Gastspiel. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 72 Uhr. Sozialdemokratischer Schiller Theater Urania Zentral- Verein der Former Wahlverein den 6. Berliner ( Wallner Theater). Sonnabend: Lumpengesindel. Sonntag, Nachmittags: Romeo und Julia. Abends: Der Widerspenstigen Zähmung Montag: Lumpengesindel. Berliner. Baza. Rufang 7 Uhr. Central Theater Lessing. Jm weißen Röß't. Anfang 72 Uhr. Residenz. Der Herr Sekretär. Vorher: Mein treuer Antoine. Anfang 72 Uhr. Westen. Die weiße Dame. Anfang 712 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Schiller. Das Lumpengesindel. Anfang 8 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 712 Uhr. Thalia. Unser lustiges Berlin. An fang 72 Uhr. Luisen. Jocko's Streiche. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Schüler- Vorstellung. Dorf und Stadt. Oftend. Kean. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Napoleon. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehans: Geschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Gasparone. Operette in drei Aften von Millöcker. Apollo- Theater. Direktion: E. Waldmann. Armand'Ary die berühmte Pariser Operetten- Diva. Mr.Judge's dress. Seelöwen. Familic Agoust. Alexanderplatz. Jugendfünden.- Signor Pietro Basalari, fang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Neichshallen. Anfang 7 Uhr. Stettiner Sänger. Feen Palast. Spezialitäten Vorstellung. Passage Panoptifum. # täten Vorstellung. SpezialiOstend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Kean. Schauspiel in 4 Atten, nach A. Dumas bearb. von 2. Barnay. Anf. 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an FreiKonzert. der phänomenale Doppel- Sänger. Kassenöffnung 62 Uhr. Anfang 72 Uhr. OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 1hr abends: Berliner Ausstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Kol offal Ballets in 3 Aften( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 3 Uhr: Dieselbe Borstellung. 1 Kind frei. Sonntag Nachmittag, halbe Breise: Circus Renz- Riesen- Tunnel. Robert und Bertram. Abends 72 Uhr: Das Käthchen von Heil: bronn. Cäsar Beck a. G. Montag: Schlunk fel. Wwe. In Vorbereitung: Onkel Jonas. Volksstück mit Gesang in 5 Atten von Direttion: J. M. Hütt. Täglich: Gresses Konzert der Hausfapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Tanbenstrasse 48/49. Abwechslungsweise Die Urzeit des Menschen und Quer durch Oesterreich. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Experim. u. Projekt.- Vorträge Kunst- Schaubühne i. d. Urania, Invalidenstr. 57. Sonntag, den 6./11., 5 Uhr: Eine Wanderung durch Pompeji. Ermässigte Preise. Parkett 0,50 Pf., Stehpl. 30 Pf. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Neu! Lebend! Der Storchmensch! Hente 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute Sonnabend, den 5. November. Wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Morgen Sonntag: Ostar Klein. Muſit von D. Bieber. Spezialitäten- Vorstellung Lumpazivagabundus, Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Letzte Woche! Unser luftiges Berlin. Große Gesangsposse in 4 Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Mufit von Curt Goldmann. Anfang 7 Uhr. Morgen: Tiefelbe Vorstellung. In Vorbereitung: Der Hypo: thekenschuster. 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Zahlreiche Betheiligung erwartet Der Vorstand. Verein sozialdemokratischer Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Am 1. November verstarb die Frau unseres Kollegen Gustav Wikel, Pauline Witzel, geb. Hartmann. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Friedensgemeinde, Nieder- Schönhausen, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 69/18 Der Vorstand. Arbeiter- Radfahrer- Verein " Berlin". Tour am Sonntag, d. 6. Novbr., nach Nowawes. Abfahrt nachm. 11/2 Uhr Gedächtnißkirche. Nächste Versammlung d. Filiale II Kolbergerstr. 23 b. Raabe. Orts- Krankenkasse für die in den Geschäftsbetrieben der Anwälte, Notare und Gerichts vollzieher, der Krankenkassen und Versicherungsanstalten beschäftigt Personen zu Berlin, Niederwallstraße 14. Berlin, den 4. November 1898. Gemäß§ 51 Abs. 4 des Kaffen statuts haben für die im Laufe des Jahres 1898 ausgeschiedenen Vertreter Ergänzungswahlen und gemäß§ 50 des Kassenstatuts für das Jahr 1899 die Neuwahlen der Vertreter der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber zu erfolgen. Die Wahlen finden in der Wahlbersammlung am Sonntag, b. 13. November d. J., vormittags von 9 Uhr ab, in den, Arminhallen", Kommandantenstraße 20, statt. Die Wahl ist geheim und es findet für die Neuwahlen und Er gänzungswahlen je ein besonderer Wahlgang statt. Es sind zu wählen in ben nachbezeichneten Terminen: 1. Um 92 Uhr durch die Arbeit. geber aus der Abtheilung der Anwälte, Notare u. Gerichtsvollzieher in der Hauptwahl 45 Vertreter, in der Ergänzungswahl 3 Vertreter; 2. Um 93 Uhr durch die Arbeit geber aus der Abtheilung der Krankenkassen, Berufsgenoffen schaften und Versicherungsanstalten in der Hauptwahl 16 Vertreter, in der Ergänzungswahl 1 Vertreter; 3. Um 10 Uhr durch die Kaffen mitglieder aus der Abtheilung ber Betriebe der Gerichtsvollzieher in der Hauptwahl 11 Vertreter, in der Ergänzungswahl- Bertreter; 4. Um 10 Uhr durch die Kaffen mitglieder aus der Abtheilung der Betriebe der Krankenkassen in der Hauptwahl 10 Vertreter, in der Ergänzungswahl 1 Vertreter; 5. Um 10 Uhr durch die Kaffens mitglieder aus der Abtheilung der Betriebe der Versicherungsanstalten in der Hauptwahl 6 Bertreter, in der Ergänzungswahl- Vertreter; 6. Um 11 Uhr durch die Raffen mitglieder aus der Abtheilung der Betriebe der Berufsgenossenschaften in der Hauptwahl 16 Vertreter, in der Ergänzungswahl 4 Vertreter; 7. Um 113 Uhr durch die Kaffen: mitglieder aus der Abtheilung der Betriebe der Rechtsanwälte und Notare in der Hauptwahl 79 Vertreter, in der Ergänzungswahl 6 Bertreter. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kaffenmitglieder, welche ( Magazin Jannowißbrücke), sowie bei großjährig und im Besize der bürgers Heydeck, Fruchtstr. 35, Heydeck, rudtir. 35, haben jämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. 108 kugeln, Uebersponnenes, Achtung, Klavierarbeiter! Naturfrüchte, Vögel, Glocken, Perlen, Weihnachtsmann, Tannen- und Eiszapfen, eine schöne Baumspitze u. f. w. für nur Mk. 5,30 bei franko Zusendung zu sichern. Auch giebt es Sortimentstiftchen zu Mk. 10,- bei franko Zusendung. Zur Weiterempfehlung lege 1 Packet Lametaschaum u. 12 Lichterhalter bei. Lauscha in Thg. 81/ 5* Karl Köhler, Schw. M. lichen Ehrenrechte find. Die Kaffenmitglieder werden ersucht, ihr Quittungsbuch als Legitimation mitzubringen. Das Wahlergebniß wird im Kaffen lokal bekannt gemacht. Die gewählten Vertreter werden außerdem von ihrer Wahl benachrichtigt. Es wird gebeten, recht pünftIn der Pianofabrik von Laurinat, Wasserthorstraße 9, haben sämmtliche lich zu erscheinen, da die Eröffnung der einzelnen Wahlafte pünktlich zu Bodenmacher infolge Lohndifferenzen den angesetzten Terminstunden er [ 20265 die Arbeit niedergelegt, es ist somit Ehrenpflicht jedes Kollegen, den Zuzug folgen wird. Der Vorstand. nach genannter Fabrik streng fernJ. A.: B. Astor, stellv. Vorsitzender. zuhalten. 143/1 30 124 29/3 Die Agitations- Kommission des Fach- Heute schied nach kurzem, schwerent vereins d. Musikinstrumenten- Arbeiter Rampfe aus unserer Mitte unser Freund Berlins und Umgegend. August Krüger, indem er sich der Obhut des zarten Geschlechts and Tüchtiger bertraute. Glück dem Hochzeitspaare! Verein selbständ. Schlafburschen SO. Ich habe mein Geschäft von der gesucht, der selbständig die Werkzeuge Spandauerstr. 8 nach der Gerichts. [ 1854b Hugo Haufe. Atung! Ausverkauf! 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Der Boden für höhere Die großen Umwälzungen der Produktionstechnik, die völlig 1852 1855 1858 1861 Dampfmaschinen153 156 246 357 1875 1 034 Für keine deutsche Stadt liegt wohl so reichliches und so gutes gewerbestatistisches Material vor, wie für Berlin. Sie ſtatiſtiſchen Quellen reichen noch dazu über mehr wie Produktionsformen wie das alte Handwerk war alfo bereitet. veränderten Transportverhältnisse, die Kreditausbildung geben 150 Jahre zurück. Von 1720 an bis zum Beginn unferes Jahr- Trotzdem zeigt das Berliner Handwerk am Ende des vorigen natürlich, als der industrielle Aufschwung Berlins wieder einsetzt, hunderts werden durch Beamte der Stadt periodisch Aufnahmen für Jahrhunderts einen günstigen wirthschaftlichen Zustand. Einmal nur der Großindustrie alle Chancen des Emporkommens und Gedie sogenannte historische Tabelle" vorgenommen und durch die ging manche tapitalistische Treibhausblüthe wieder ein; mancher deihens. turmärkische Kammer an den König gesandt, der des Fabrikant machte sich aus dem Staube, nachdem er die Staats- Erst seit den zwanziger Jahren baute man in Preußen eifrig öfteren irreguläre und nicht nach Unferen Allerhöchsten gelder getreulich eingestrichen hatte. Vor allem jedoch waren es für Chauffeen: 1806 hatte Preußen taum 70 Kilometer, 1830 bereits Intentionen adjustirende Listen" zurücksenden und bei Berlin meist neue Gewerbszweige, in denen die Ausbreitung des über 8000 und 1840 über 12 800 Kilometer. Nur stärkere Fracht Vermeidung unangenehmer Verfügung" größere Sorgfalt anbefehlen Großbetriebes vor fich ging. Wiedfeldt versucht hierfür wagen( mit 4- bis 6zölligen Radreifen) durften die Chausseen bes ließ. Mit der Errichtung des statistischen Landesbureaus im einen eingehenden Beweis und schließt ihn mit den nutzen, was den Waffentransport der Fabriten begünstigen mußte. Jahre 1805 beginnt eine neue Periode für die zahlenmäßige Beob- Worten: Inter solchen Umständen begreift es sich, daß Bis 1822 hatte ein einziger Krahn genügt, um den ganzen Berliner achtung des industriellen Lebens. Die Aufnahmen geschehen in Klagen der( Berliner) Handwerker über die Konkurrenz der Fabriken, Wasserverkehr zu bewältigen. Erst seit dem Beginn der zwanziger dreijährigen Perioden durch die Regierung und ihre Polizei- Organe, wie sie heute an der Tagesordnung sind, damals nicht laut wurden. Jahre wurde der Wassertransport, für den Massenverkehr damals der wie in ganz Preußen so auch in Berlin. Von 1810 bis 1816 erhob Im Gegentheil mußten die Berliner Fabriken mit ihren großen Ar- wichtigste, durch das gemeinsame Vorgehen der Berliner Kaufmannman die ausführliche Hoffmann'sche Tabelle; dann wurde sie aus beiterschaaren( 1799 10 096 und 1803 nach der Angabe Bratring's schaft gefördert. Seit 1840 etwa gelangen die Eisenbahnen Geldmangel sehr eingeschränkt, die gählungen ließen infolge dessen 41 971) den lokalen Abfagmarkt für die Handwerker verbessern." zum Ausbau. Jm Oftober 1839 wurde die Berlin- Potsdamer, zu wünschen übrig. Den Bemühungen Dieterici's gelang es, wieder Eine Ausnahme bildete die Textilindustrie, die rasch im September 1841 die Berlin- Anhalter, im Mai 1842 die Besserung zu bewirken, so daß zuerst für 1846 abermals eine dem Verlagssystem verfiel und auch bald Anfäße fabrikmäßiger Her- Berlin- Frankfurter, im Oktober 1843 die Berlin- Stettiner, 1846 die ganz vollständige Berufszählung vorliegt. staatliche Industriestatistik Später verfällt die stellung zeigt, es aber zu einer hohen Blüthe ihres Exportes brachte. Berlin- Hamburger Bahn eröffnet, wobei der Staat bei der Anhalter bon neuem, Engel veröffentlichte Der Staat griff hier bei der Wollweberei durch Errichtung eines und Stettiner Bahn durch Aktienzeichnung oder Zinsgarantie Hilfe 1862 die Berufsergebnisse nur mit einer ausdrücklichen Ver- Lagerhauses ein, das ursprünglich ein Wollmagazin war, um armen leistete. Der mögliche Absatzmarkt dehnte sich in einem Menschenwahrung gegen ihre Richtigkeit und Methode. Dagegen pflegt das Webern die Wolle zu geben und die Gewebe gegen baar abzunehmen. alter ungeheuer aus, und Berlin mußte wegen seiner zentralen Berliner statistische Bureau Berlin war die erste deutsche Stadt, 1764 wurde es an Aachener Kaufleute überlassen. Die spanischen Tuche Lage ein Löwenantheil zufallen, wenn es seine Kräfte zu entfalten die sich ein eigenes statistisches Amt schuf von Anfang an die wurden größtentheils fabritmäßig im Weberhause hergestellt, das 1783 in verstand. Berufsaufnahmen mit größter Sorgfalt und eindringendem Ver- 48 Stuben 84 Webstühle dafür enthielt. Die übrige Wollweberei Nach 1815 war die Dampfmaschine in die Berliner Industrie ständniß, so daß wir, auch als für Preußen die Quellen verfiegen, wurde dagegen hansindustriell betrieben, während die Appretur eingeführt worden. Die staatlichen Werke und Institute thaten den in Berlin einen reicher und immer reicher sprudelnden Born gewerbe- wieder im Hause selbst besorgt wurde. 1785 arbeiteten für das ersten Schritt, dann verwendete man den Damf zum Wasserschöpfen bei statistischen Materials zur Verfügung haben, das leider in zahlreichen Lagerhaus 339 Weber, und alles in allem einige tausend Personen. Bauten, dann folgten die Brennereien und Zuderfabriken, die Kattun Beröffentlichungen zerstreut, zum theil auch in unzugänglichen Alten Das Verspinnen der Wolle geschah beim Lagerhaus durch Haus- drudereien. Bivar sind die 50er und 60er Jahre erst die Glanzjahre bergraben blieb. industriell thätige Wollspinner, die sie wieder ablieferten. Sofern ihrer Ausbreitung, doch wurden 1887 in Berlin bereits 30 Dampf Eine ungemein fleißige und zeitraubende Bearbeitung hat jest gwirnen erforderlich war, wurde es im Lagerhaus auf drei Zwirn maschinen mit 390 Pferdekräften gezählt, davon 5 mit 80 Pferdeendlich Herr Dr. Otto Wiedfeldt auf Anregung Schmoller's mühlen vorgenommen, ebenso waren für das Spulen und Ketten- fräften in der Metallindustrie, 4 mit 90 in der Holzindustrie. Bis borgenommen.*) Die Aeltesten ber Kaufmannschaft Berlins haben scheeren besondere Arbeiter im Lagerhaus angestellt. Neben dem 1846 find fie um 150 pct., auf 75 mit 883 Pferdefräften, gestiegen. den Druck des Werkes unterstügt. Wirthschaftsgeschichtliche Dar- Lagerhaus bestanden noch zwei große und mehrere mittlere Betriebe. Dann zählte man in Berlin: stellungen auf grund vorwiegend statistischer Studien haben freilich Jakob Wegeli 1. Söhne hatten eine Woll- und Baumwollmanufaktur, immer ihre Unvollkommenheiten. Trotzdem gewinnt man durch die in derselben Weise organisirt war, nur daß sie auch das Spinnen Wiedfeldt ein sehr wirksames Bild der großen gewerblichen Um zum theil in ihrer Manufaktur vornehmen ließ. Die Wollmanufaktur mit Pferdefräften. 1817 2316 4374 5320 13 906 wandlungen, die Berlin seit dem Anfange des vorigen Jahrhunderts, von Paul und Cornelius Hesse beschäftigte sogar 600 Stühle und und zwar mit immer größerer Beschleunigung, durchgemacht hat hatte nicht nur, wie die beiden anderen, großen Absatz nach Frant on 1846 bis 1861 vermehrten sich somit die Dampfmaschinen um und die es zur größten Industriestadt Deutschlands emporgehoben reich, Italien, Holland und der Schweiz, sondern unterhielt auch in 376 pct., ihre Pferdeſtärken um 503 pct., elfmal so start wie die Frankfurt a. M. ein ständiges Wolllager. Wir finden hier also schon Menschenfräfte. Diese Bewegung segte sich dann ohne UnterAn seiner Wiege ward ihm das nicht gesungen. Die süd- und zahlreiche Lohnarbeiter modernen Schlages, die im fremden Betrieb brechung fort. westdeutschen Städte waren ihm einst weit voraus. Während diese für fremde Rechnung thätig sind. Die Handwerker arbeiten zwar Auch die Arbeitsmaschinen, die schon früher in der Berliner mit der Geschichte des ganzen deutschen Mittelalters eng verknüpft meist noch im eigenen Heim, aber doch für fremde Rechnung für find, ja zum theil bis in die Anfänge deutscher Geschichte hinein- das Lagerhaus oder die großen Verlagsinstitute, zum theil auch für ragen, traten Berlin- Cölln erst im 18. Jahrhundert aus dem Dunkel die Wollhändler. hervor. Seit 1307 zu einer Stadt vereinigt, blühten sie jedoch verkaufen sie nicht Schaffen sie noch für eigene Rechnung, so verfelber mehr an die Konsumenten, sondern hältnißmäßig schnell auf, bis der dreißigjährige Krieg wieder ver- an Kaufleute, die auf die Messen ziehen oder in ständigen Läden feilnichtete, was an gewerblicher Kunstfertigkeit und Wohlstand errungen halten. Die alte handwerksmäßige Kundenproduktion erlischt hier worden war. Noch nach zwölfjähriger Friedenszeit, 1660, flagen die vollständig. turmärkischen Landstädte in einer Unterthänigsten Vorstellung und Aehnlich in der Baumwollbranche. Die Hausindustriellen Bitte:" Alle Commercia, Handel und Wandel liegen ganz dar- Spinner und Weber wohnten hier vielfach schon in den Vororten; nieder. Das Elend ist allenthalben so groß, daß darüber so wurden 1786 in Nowawes 149 Spinner, 7 Streicher und 62 Weber Das waren die Grundlagen einer naturwüchfigen, dauernd lebensgleichsam ein Stein in der Erden zum Mitleid könnte bewogen gezählt fräftigen Großindustrie, mit der es die gebrechlichen Kunstgebilde des Auch in einigen anderen Gewerben, wie in der Metalldraht- Merkantilismus niemals hätten aufnehmen können. Berlin erscheint so auf den früh mittelalterlichen Zustand Fabrifation, existirte die hausindustrielle Betriebsweise am Ende des Die Klasse der Berliner Großindustriellen muß zurüdgeworfen, in dem die eigene Erzeugung von landwirth vorigen Jahrhunderts. sich erst aus anderen Bevölkerungsschichten herausbilden, ehe sie, wie fchaftlichen Produkten über die Hälfte der Einwohnerschaft be- Im ganzen schloß das 18. Jahrhundert für Berlin unter heute, ein abgegrenztes Ganzes bilden kann, das sich im wesentlichen schäftigt. Unter dem 17. Februar 1722 noch giebt der Magistrat für günftigen Sternen. Durch die große französische Revolution und nur durch Inzucht und durch Heranziehung fremder Kapitalisten verdie Berliner Einwohnerschaft 10 875 Männer an, darunter nur ihre Folgen litt eine Reihe großer französischer, holländischer und mehrt." In der Hauptsache schreibt Wiedfeldt für die Periode 2994 Handwerker. Auch die sehr hohe Zahl der Dienstboten( 9108) anderer Industrien schwer, ja sie waren fast lahmgelegt, während die 1816-1846- erwuchs die Großindustrie aus dem Handdeutet auf landwirthschaftliche Thätigkeit. Auf eigenem Berliner in friedlicher Beschaulichkeit unter staatlicher Förderung gedeihenden wert, indem tüchtige, intelligente Meister, die durch die vorzügliche Gebiet verzeichnet der Magistrat damals 122 Hufen. Zu derselben preußischen Industrieen derselben Branchen in diese Lücken treten Schule des föniglichen Gewerbe- Instituts gegangen waren, sich im Zeit wurden in Berlin 2200 Fuder, in Cölln allerdings nur fonnten. Den Hauptvortheil hiervon hatte die schlesische und die Ausland und namentlich in Paris die nöthigen technischen Fähig 200 Fuder Heu geerntet, was auf eine beträchtliche Vichhaltung hin- Berliner Industrie. Dazu herrschte um die Wende des Jahrhunderts feiten vollends aneigneten und, nach der Heimath zurückgekehrt, weist; wurden doch 1720 in Berlin 265 Ochsen, 780 Kühe, eine industrielle Aufschwungsperiode mit beinahe schwindelhaften Fabriken begründeten. So geht die Berliner Metalldrückerei, 4728 Schafe und 615 Schweine gezählt. Dabei wvar Die Anzeichen." Sie Neusilberfabrikation, die Herstellung gold- und filberBerliner Landwirthschaft nicht etwa fleiner Garten- und Gemüseplattirter Waaren auf den Berliner Klempnergesellen Hossauer bau, sondern richtige Aderivirthschaft. 1728 setten zum Beispiel die Berliner Ackerleute eine Verfügung durch, in welcher es den zurück, der seine Lehrzeit in Paris gut ausgenutzt hatte. Auch später find so neue Gewerbszweige in Berlin eingeführt worden, von der Schäfern streng verboten wurde, ihre Schafe zwischen den Mandeln Während die Jahre 1801 bis 1804 noch den Höhepunkt dieser großen Lampenindustrie bis zur Daguerrotypic hinab. Schon wurden und auf den Stoppeln der Bürger zu hüten, ehe alles Getreide weg Aufschwungsperiode bilden, wird mit dem preußischen Unglüds- die ersten technischen Fortschritte in Berlin selbst gemacht, der sei. Bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte die starte fahr 1806 auch die industrielle Entwickelung Berlins jäh unter- Drucker Dannenberger verbesserte die Walzendruckmaschine sehr Betheiligung der Bevölkerung an der landwirthschaftlichen Produktion brochen. Die Kontinentalsperre brachte dann der größeren wesentlich, der Klempner Hofsauer erfand die galvanische Vergoldung sehr erheblich nachgelassen, um gegen die Jahrhundertwende fast ganz Industrie nochmals einen gewissen Vortheil, der indeß durch den von Eisen und Stahl, der Wirker Hildebrandt brachte das zu verschwinden. Bratring nennt im Anfang unseres Jahrhunderts üppig wuchernden Schmuggel meist wieder in nichts zerrann. Je Petinet auf." In einzelnen Fällen founte die Berliner Berlin eine wirkliche Manufakturstadt". mehr man an fünstliche Unterstützungen gewöhnt war, desto weniger Großindustrie auch an die früheren größeren Unter fonnte man sie jetzt in den Kriegsjahren missen; der Staat in seiner nehmungen anknüpfen, indem deren Inhaber von neuem GroßNoth war jedoch gerade jetzt zu allen derartigen Leistungen am aller- betriebe begründeten oder ihre Anstalten zeitgemäß mit allen unfähigsten. technischen Vortheilen ausstatteten( Färberei, Kattundruckerei u. a.). Die Textilindustrie wie erwähnt, am Anfange des Jahr Andrerseits traten auch wieder Ausländer als Gründer auf, hunderts fast das einzige Großgewerbe von Bedeutung spiegelt allerdings ohne vom Staat gerufen und unterstützt zu werden; so diese Entwickelung am besten wieder. Vor 1804 hatte sie noch viele wurde von Engländern eine Wollfabrik angelegt, die mit ihren Arbeiter von auswärts herangelockt. Nach 1806 verließen sie wegen Maschinen den ganzen Arbeitsprozeß der Wollverarbeitung leistete. Neue Industrien und meist auch höhere Betriebsformen brachten Brotlosigkeit theilweise wieder Berlin. Bis 1813 schafft die Gegen 1860 faßt Wiedfeldt die ganze Entwickelung seit 1820 die zahlreichen Einwanderer, Franzosen, Holländer, Schweizer, Kontinentalsperre wieder einen Aufschwung, den Wiedfeldt sogar folgendermaßen zusammen: Süddeutsche mit. Man gewährte ihnen, um das menschenarme, erstaunlich nennt. Sowie die englische Waare wieder fonfurrirt, ist Eine Reihe neuer Industrien war in Berlin entstanden, wie zurückgebliebene Land zu bevölkern und zu entwickeln, alle möglichen das alles vorbei. Das Lagerhaus wie die meisten großen Verlags- die chemische Industrie, die Möbeltischlerei, die Elektrotechnik, die Vorrechte: Steuerfreiheit, Einquartirungsfreiheit, freies Bürger- anstalten gingen ein; die Spinnerei verschwand fast ganz aus Papierfabrikation, die Herstellung von fünstlichem Mineralwasser, recht; man zahlte ihnen Bauunterstüßungen und schenkte ihnen die Berlin. Am besten hielten sich diejenigen Großindustrien, die Wäsche und Kleiderkonfektion, die LederverarbeitungsHausstellen. Vor allem waren sie vom Bunftzwang ausgenommen die sich eine verhältnißmäßig gute Technit angeeignet hatten, gewerbe u. a. n. Ja, schon in Berlin fast eingegangene Zweige und konnten daher manchen Fortschritt in der Arbeitstheilung, in wie die Kattundruckerei, oder jene, die eine besonders bes der Textilindustrie waren durch die Vortheile, die Berlin als der Betriebsvergrößerung ungehindert durchführen. Von vornherein liebte gute Waare herstellten, wie die Weberei von schwarzen Knotenpunkt der großen Eisenbahnlinien bot, zum theil wieder, meist mit einer überlegenen Technik vertraut, sind sie so die eigent glatten Seiden. emporgekommen; andere freilich wie die Leineweberei, die Spinnerei, die Strumpfwaarenfabrikation blieben endgiltig aus Berlin verschwunden. werden." Natürlich herrscht zunächst im gewerblichen Leben noch die alte handwerksmäßige Produktion für Kunden, nicht für den allgemeinen Markt vor. Exportirt wurden im Beginn des vorigen Jahrhunderts nur Wollstoffe. Fabriken fehlten fast ganz. Nur das Berlagssystem, das eine Reihe von Handwerkern dem Kaufmannstapital lieferungspflichtig macht, fängt an, an Verbreitung zu gewinnen. II. Aus dem 19. Jahrhundert. Industrie ziemlich viel verwendet und theils durch Wasserkraft, theils durch Roßiverte getrieben wurden, fanden seit den zwanziger Jahren immer weitere Verbreitung. Das kommunale Wasserwerk ermöglichte es den Fabrikanten, auch fern vom fließenden Wasser industrielle Anlagen zu erbauen. Die technischen Lehranstalten, die besseren Schulen stellten ihnen einen Stab von tüchtigen Technifern und Werfführern zur Verfügung. Die neuen Vesißformen der Aktiengesellschaft, der Genossenschaft erleichterten die Kapitalsaufbringung, ebenso die staatlichen Banken. Schon machte sich die seitdem immer stärker hervorgetretene Tendenz geltend, daß die Großstadt trotz ihrer mannigfachen Vortheile, der höheren Produktionskosten wegen für manche Industrie kein geeigneter Standort ist. Die Kalt- und Gipsbrennerei, die Ziegelei rückten an die Fundstätten ihrer Erdstoffe nahe heran; die Zuckerindustrie, die Branntiveinbrennerei, die Stärkefabrikation und die Holzschneidemühlen zogen in die kleinen Städte oder auf das Land zu den Produktionsstätten ihrer Rohstoffe; die Gerberei ging bis auf die Saffian und Glacéleder Gerberei ein. Von der Weberei, Putzmacherei und einigen fleinen Gewerben abgesehen, herrschte das Fabriksystem fast ausschließlich im Großbetrieb, selbst die Konfektion bediente fich damals noch überwiegend der Betriebswerkstätten ( Nähstuben). lichen Väter einer Berliner Großindustrie geworden. Die neuen Landestheile wurden ebenfalls für einzelne Daß man für Fabrikant das französische manufacturier" Berliner Gewerbe vernichtende Konkurrenten. So blühte in den wählte, deutet schon darauf hin, daß die Fabrikanten, auf welche Rheinlanden eine reiche Lederindustrie mit großem Absatz nach man diesen Namen anwandte, Ausländer waren. Leider sind die Frankreich. Als Preußen die Rheinlande übernahm, mußte die umBegründer der einzelnen Fabrikzweige nicht überall mit Namen an- fangreiche Berliner Gerberei den für fie aussichtslosen Kampf mit geführt, um danach ihre Herkunft feststellen zu tönnen. Unter den der technisch fortgeschrittenen rheinischen aufnehmen. Die Folge war, bei Nicolai genannten, um 1785 in Berlin lebenden Fabrikanten daß zunächst die Wildsohlleder- Gerberei, dann die Weiß- und Sämischführen über die Hälfte fremdländische Namen, eine Zahl, die durch gerberei in Berlin einging. die Schweizer, Holländer, Süddeutschen, die nach dem Namen nicht Wiedfeldt bezeichnet die ganze Berliner Großindustrie nach dem als Fremde kenntlich sind, noch beträchtlich erhöht wird." Fortfall der Kontinentalsperre als erloschen, da sie unter der verDie sonstigen Maßnahmen der mertantilistischen änderten wirthschaftlichen Konjunktur der Konkurrenz des technisch Handelspolitit wirkten natürlich auch in Berlin treibhausmäßig überlegenen Auslandes nicht gewachsen war... So mußte die darauf hin, das Emporkommen des Großbetriebes sei es in der moderne Berliner Groß Industrie fast bon neuem geschaffen dezentralisirten Form der Hausindustrie und des Verlagssystems, sei werden", und Wiedfeldt führt diese Neugeburt auf die zwanziger es in der zentralisirten Form der großen Werkstätten und der Fabrit und dreißiger Jahre zurück. zu fördern. Den Tuchmachern z. B. sicherte man billigen Roh- Doch sehen wir uns zunächst für die ersten Jahrzehnte nach den stoff durch Wollausfuhrverbote; umgekehrt förderte man ihren Schichjalen des handwerks um. Deffen lokaler Absatz wurde Für das Handwert hatten dagegen bie Tage der Prüfung Absatz durch Armeebestellungest, durch Gründung des Lagerhauses, natürlich durch die Einschränkung des Konsums infolge der großen begonnen. Die Schutzölle des Zollvereins nügten den Kleinmeistern durch Förderung der kaufmännischen Verleger und der Handels- Kriegslast und der Aussaugung des Voltes auf Jahre hinaus schwer nichts, die stets nur für den ihnen bisher sicheren Lokalabsatz tompagnien. Aehnlich wie der Staat später bei der Anlage der beeinträchtigt. Die Einführung der Gewerbefreiheit von 1810 gearbeitet hatten. Dagegen besetzte die heimische Großindustrie in ersten Bahnen Zinsgarantieen gegen etwaige Fehlbeträge übernahm, und 1811 that dem Berliner Handwerk vielleicht ebenfalls etwas allen möglichen Produftionszweigen die heimischen Märkte. gewährte er den entstehenden Fabriken Zuschüsse, die bei mangelnder Abbruch, weil das platte Land jetzt stärker mit Gewerbetreibenden Verkehrsmittel, die Straft und Arbeitsmaschinen, die technischen Prosperität regelmäßig Jahr für Jahr zu leisten waren. Friedrich bei ezt wurde. Umgekehrt vermehrten die agrarischen Reformen Schulen nügen dem kleinen Handwerker selten etwas, aber sie der Große baute sogar selber Fabriken, um sie dann zu wahrscheinlich die Kauftraft des Landes besonders für das Handwert, stärten die Straft feines sowieso schon überlegenen Gegners. Dieweil die Berliner Fabriken mehr Luruswaaren und Bedürfnißgegen- besten führenden Köpfe wurden dem Handwerk entzogen, so lange *) Otto Wiedfeldt, Statistische Studien zur Entwidelungsstände für die oberen Schichten der Gesellschaft produzirten und die das Aufsteigen zum Großindustriellen noch in stärkerem Maße mög geschichte der Berliner Industrie von 1720-1890.( Schmoller's ländliche Bevölkerung bei ihren starren Sitten noch lange an dem lich war. Die besten Arbeiter verlor man ebenfalls an die Fabriten, Forschungen 16. Band, 2. Heft) Leipzig 1898. XII, 411 G. altgewohnten Herkommen festhielt. Wie stark der Einfluß des platten besonders bei günstigem Geschäftsgang. Brachte eine Krisis ArbeitsDie M vielen es beTofigkeit, so fuchten umsomehr Gesellen Unterflucht, indem sie sich Die Förderung Berlins durch die großen politischen Ereignisse| Ueberall ift der Großbetrieb, als Fabrik ober als Verlagsfelbständig zu machen strebten; der Aufschwung brachte dann eine von 1866 und 1870 brauchen wir nicht weiter zu schildern, weil sie system, im Vordringen, indem er mindestens einige Artifel um so brückendere Ueberfüllung im eigenen Lager. Dem Berliner oft genug dargelegt worden sind. Charakteristisch ist hierbei bebes betreffenden Handwerks oder einzelne Produktionsstadien, Handwerk gelang nichts mehr. Die preußische Gewerbe Ordnung fonders die friedliche Ueberwindung fran ösischer Industrieen durch oder die Abfaz organisation u. a. m. an sich ges hat, in ja Berufszweigen ist er von 1845 mit ihrem Befähigungsnachweis für 70 Gewerbe, mit Berliner Erzeugnisse, so in der Möbelindustrie, der Teppichfabrikation, rissen wird reits Alleinherrscher oder Wo in furzem sein. der Möglichkeit, die gleichzeitige Ausübung mehrerer Gewerbe der Konfettion. Betriebe bestehen und ihre Zahl ist nicht durch Ortsstatut zu verbieten, mit ihren Bestimmungen gegen Zusammenfassend meint Dr. Wiedfeldt über den Konkurrenz fleinere hausindustrielle Verwendung von Gesellen und gegen Magazine, hat tampf zwischen Klein- und Großbetrieb in Berlin:" Für Berlin gering-, sind es moderne Kleinunternehmungen, die, durch dem Kleingewerbetreibenden auch garnichts geholfen, sodaß die lage ist der Konturrenstampf zwischen der modernen besondere Verhältnisse des Gewerbes, durch persönliche Geschicklichkeit zu Ende. Nuglosigkeit war. Auch die neueren Versuche, durch Jnnungen, Ge- der Hauptsache bereits Es giebt kein Fattoren begünstigt, dem Großbetrieb konkurrenzfähig gegenübernossenschaften, Kleinkraftmaschinen und billiges Gas zu gewerblichen Berliner Gewerbe, wo sich das alte Vollhandwerk erhalten stehen, die sich von ihm wesentlich nur durch den Umfang des GeZwecken dem Handwerk zu helfen, unterzieht wiedfeldt in einem be- hätte, ohne in seinem Produktionsgebiet, in seinen Abfaz- schäftes unterscheiden und bei günstiger Konjunktur und gegebener fonderen Kapitel einer statistischen Prüfung und überall zeigt sich die verhältnissen oder sonst irgendwie geschmälert zu sein; das Hand- Gelegenheit leicht zur Großunternehmung aufsteigen." Eitelkeit der erweckten Hoffnungen. wert ist also überall im Beichen, ja theils schon ganz verschwunden. 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Diese Fragen müssen entschieden verneint werden, und es bliebe jetzt nur noch ein weiterer Schritt übrig, und der ist, einfach mit der Gewohnheit, Kaffee zu trinken, zu brechen.- Dieser Schritt wird Jedermann sehr leicht gemacht, denn Kaffee ist sehr bald durch ein wirklich nahrhaftes Getränk ersetzt, das leicht verdaulich, genau wie Kaffee jeden Tag genommen werden kann und immer bekömmlich ist. Was ist es? Es ist der Cacao und zwar der beste und im Gebrauch der billigste: Cacao van Houten. Gummi- Betteinlagen M. Reell und billig an, für Kinder von 25 Bf. an. Neste fabrit von W. Hitschke, ge Wochenbett u. Krante von 2. 1,20 tauft man in der Norddeutschen Schuh, Bestellungen jeder Art werden ane in Wachstuch und Linoleum spott gründet 1872, Sfaligerstr. 13, Ede 20256 billig. Grüner Weg 102. Admiralftraße, am Kottbuser Thor.* genommen. Central- Leihhaus, Jägerstr. 72( wischen Kanonier- und Mauerstr.) Im umgebauten Waarenhaus. in drei Etagen. Elektrische Beleuchtung. 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