Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nefazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtred attion: 26797. Poftschecamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Hodža verspricht verspricht.... " Donnerstag, 11. November 1926. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich Ke 16.vierteljährlich 60 89 halbjährig 48.96.192. SP ganzjährig Rücftellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rüh Nr. 263. Die Forderungen der Bergarbeiter. Zur Kriis der Handelspolitit 20 Prozent Teuerungszulage.- Antwort der Unternehmer binnen zehn Tagen verlungt. Aus der Kanzlei der foalierten Bergarbeiterverbände wird mitgeteilt: In der Sigung der koalierten Bergar beiterverbände, die am 10. November in Prag stattfand, wurden die Berichte aus allen Revieren erstattet und die Entschließungen über das Vorgehen in der Lohnbewegung mitgeteilt, die auf den Revierkonferenzen gefaßt wurden. Alle Reviere billigten die Beschlüsse der Reichskonferenz hinsichtlich der Ueberreichung der Forderung nach Gewährung einer angemessenen Teuerungszulage. Auf Grund dieser Entschließungen und in Verfolg der durch die Reichskonferenz erteilten Ermächtigung wurde beschlossen, dem Verband der Grubenbesitzer die Forderung nach Gewährung einer Teuerungszulage in allen Revieren zu überreichen, welche für die Zeit des Andauerns der Teuerung in der Höhe von 20 Prozent der jetzigen Löhne und Zulagen ausgezahlt werden soll. In der Eingabe, in der diese Forderung begründet wird, wird eine Antwort der Unternehmer binnen zehn Tagen verlangt. Die große Koalition wieder aktuell. Der Reichskanzler beauftragt, mit den Sozialdemokraten über ihren Eintritt in die Regierung zu verhandeln. in der Tschechoslowakei. tischen Fraktion in Verhandlung zurung fester Getreidezölle und dem Stocken der Der Zusammenhang zwischen der Einfüh treten, ob sie bereit sei, in die Regierung ein- rung fester Getreidezölle und dem Stocken der zutreten. In den nächsten Tagen wird darüber Handelsvertragsverhandlungen ist insbesondere im Verhältnis zu Ungarn sichtbar. Wir ha voraussichtlich verhandelt werden. ben nach Ungarn in den Monaten Jänner bis August für 735 Millionen Kronen Waren aus geführt, das sind ungefähr sieben Prozent unferer Gesamtausfuhr in dieser Zeit. An der Ausfuhr 339 Millionen, die Tarifklasse Holz und Stohle nach Ungarn ist beteiligt die Textilindustrie mit mit 186 Millionen, die Papierindustrie mit 34,5 Millionen, die Glasindustrie mit 25,5 Millionen und die Porzellanindustrie mit 10 Millionen Kronen. Gelingt es nicht mit Ungarn zu einem regelrechten Tarifvertrag zu kommen, dann gilt für die Tschechoslowakei der autonome ungarische Zolltarif, unsere Textilarbeiter, Bergarbeiter, Papierarbeiter, Glas- und Porzellanarbeiter werden davon den Schaden haben, erhöhte Arbeitslosigkeit, Berschärfung der Induſtriekrise werden die Folge sein. Noch wichtiger für unsere Volkswirtschaft Herr Dr. Milan Hodža, gewesener Handelsminister und Aspirant auf den Posten des Was haben die Zollparteien uns im SomAußenministers, hat am Montag im Budgetmer anläßlich der Verhandlungen der Novelle ausschusse des Abgeordnetenhauses als Unterzum Zollgesez alles versprochen! Die Einführung richtsminister debütiert und er hat hiebei eine fester Getreidezölle werde einen erhöhten KonRede gehalten, welche einigen Prager Blättern, jum der Bauern und damit eine stärkere Bedie verschämt und auch nicht mehr verschämt schäftigung der Industrie, eine Abschwächung für die deutschbürgerlichen Regierungsparteien der Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Aber ge= Reklametrommlerdienste leisten, Gelegenheit u rade seit der Einführung der Getreidezölle hat sich die Wirtschaftskrise verschärft, ist die Arbeitstiefsinnigen Betrachtungen über den Wandel losigkeit gestiegen. Die Konjumkraft der Bauern der Stimmungen" des tschechischen Nationaliswurde wohl gestärkt, aber was für die Wirtmus und daraus sich ergebende Hoffnungen geschaft viel mehr bedeutet, die Konsumkraft der boten hat. Das eine dieser Blätter freut sich, großen Massen der Bevölkerung wurde unterdaß nun endlich die Schulautonomie der Begraben. Ein zweites Argument der Zöllner war, standteil eines Regierungsprogrammes gewor daß die Einführung fester Getreidezölle zum Ahden ist," das andere verzeichnet Hodžas Rede schluß günstiger Handelsverträge führen werde. Wenn wir teine Getreidezölle haben, so wurde als Programm eines schöpferischen Nationalisuns erzählt, dann brauchen die landwirtschaftli mus", das einen entschiedenen Fortschritt in chen Staaten uns für die Einfuhr ihres Getre: der Sinnesart unserer tschechischen Mitbürger" bedeute. Die Absicht, Herrn Hodžas Ausfühdes keine Kompenfationen zu gewähren; haben wir jedoch Getreidezölle, dann haben wir auch rungen als Beweis zu fruftifizieren, daß nunein Kompensationsobjekt, das wir zu Gunsten der mehr von der Zukunft gar nicht zu reden Herabsetzung der ausländischen Zölle für unsere -seit dem Regierungsantritt Spinas und Industrie verwerten können. Aber auch da ist es Mayr- Hariings alles, alles besser geworden ist, anders gekommen. Die Zollnovelle vom Juli leuchtet nur zu flar hervor. Wenn schon der Be- Berlin, 10. November.( Eigenbericht.) Heute besonders die den Deutschnationalen nahestehende hat vielmehr zu einer ernsten krisis der weis nicht durch Tatsachen erbracht werden tam es wieder zu Konflikten zwischen der Mehr- Bolkspartei verstimmt und so wird nunmehr auch andelsvertrags- Verhandlungen kann, so soll dies wenigstens durch auf der Ge- heit des Reichstages und der Regierung und ihren von dort die Auffassung vertreten, daß die Regie- geführt. Insbesondere mit unseren Nachbarstaa genseite gesprochene Worte geschehen. Parteien. Im sozialpolitischen Ausschuß des Reichs- rung unter Einbeziehung der Sozialdemokratie ten Deutschland, Desterreich und Ungarn können Hat der Unterrichtsminister wirklich etwas seks über die Fürsorge für die ausgestenerten Er- soll. Das Kabinett hat über diese Frage heute tommen. Was das für unsere Bolkswirtschaft Hat der Unterrichtsminister wirklich etwas tages sollte das von der Regierung vorgelegte Ge- zur Großen Koalition erweitert werden wir nicht zum Abschluß von Handelsverträgen gejagt, das einen Stimmungswandel. bedeuten werbslosen verhandelt werden, troßdem das Ple- eingehend verhandelt und den Reichskanzler bedeutet, soll im Nachstehenden auseinanderge würde, oder gar von der deutschen Bevölkerung num des Reichstages bereits den sozialdemokrati- beauftragt, mit der sozialdemofra- jet werden. als die Ausstellung eines Wechsels für die Zuschen Antrag auf Verlängerung der Bezugsdauer kunft angesehen werden könnte? Die Kommen- angenommen hatte. Ein Antrag, nur über den tave der den deutschen Regierungsparteien liebe Beschluß des Reichstages zu verhandeln und nicht Dienerischen Zeitungen suchen allerdings solches über die Vorlage der Regierung, wurde von der und ähnliches in Hodžas Rede hineinzudichten, Mehrheit des Ausschusses angenommen, Darauf Im allgemeinen besteht bei der Sozialdemoaber in Wahrheit geben die orakelhaften Aus- hin traten die Regierungsvarteien in eine Art O b fratie feine Neigung, sich an der Regierung führungen des Ministers zu solchen optimisti- struktion ein, indem sie den sofortigen Abbruch gemeinsam mit der deutschen Volkspartei zu beteiligen. Einige führende Parteigenossen, die in ichen Schönfärbereien feinen Anlaß. Daß Herr der Berhandlungen erwirkten. Hodža den Tschechen und Slowaken geraten hat, greiflicher Weise den Watch erstarken lassen, sich fürwortet hatten, befinden sich in der Minderheit. Die Vorgänge haben bei der Regie ung beder legten Zeit den Eintritt in die Regierung besich vor dem„ überſtürzten Nationalismus" zu eine feste Mehrheit zu verschaffen. Bisher Trotzdem wird man in den leitenden Körperschaf hüten, ist noch kein Anlaß zu Freudenausbrüftüßte sie sich auf die Minderheitskoalition von ten der Sozialdemokratie sich mit dieser Frage chen, das trifft sogar Herr Dr. Kramar und kein Zentrum, Demokraten und Volkspartei. Die eingehend und sachlich befassen und zunächst einNationalist hat noch zugegeben, er huldige Deutschnationalen drängen schon seit Monaten in mal die im Interesse der arbeitenden Klaffen einem überſtürzten Nationalismus. Auch daß die Regierung und sie betreiben jetzt mit Absicht liegenden Forderungen aufstellen; von deren Beder Minister seine Konnationalen aufgefordert eine Bosheitspolitik, die Regierung in antwortung durch die anderen Parteien wird es hat, sich vom„ Geist der Destruktion" zu be- Schwierigkeiten zu bringen. Dieses Verhalten hat abhängen, welche Schritte dann folgen werden. freien und sich dem„ konstruktiven Nationalismus" zuzuwenden, ergibt noch keine Berechtigung, ganz allgemein von einem Fortschritt in fistischen Aktivistenverherrlicher hat Herr Dr. doch ankommt. Alle Bevölkerungsschichten ohne Nach der Behauptung der Prager journa- tschechen befriedigt werden sollen, worauf es der Sinnesart der tschechischen Machthaber zu Milan Hodža aber nicht nur freundliche Apho- Unterschied der Nationalität werden zufrieden ist das handelspolitische Verhältnis zu efter. prechen. Bemerkenswert wäre schon, daß Hodža feststellte, die„ Parteien des konstruktiven Na- rismen aneinandergereiht, er hat auch ein for- fein! Wer hat den Schulminister zu dieser Bereich, das joeben die Kündigung des mit der tionalismus", das sind die tschechischen Regie- fretes Schulprogramm aufgestellt und die hauptung ermächtigt? Wurde der Entwurf, was Tschechoslowakei 1924 abgeschlossenen Vertrages rungsparteien, jeien vor die Aufgabe gestellt, Schulautonomie versprochen. Hat er das doch angesichts der kurzen Zeit der Deutschbür angezeigt hat. In den bereits angeführten acht das nationale Problem zu lösen. wirklich? Die beste Antwort darauf ist ein Zitat gerlichen in der Regierung gewiß nicht anzuneh- Monaten des heurigen Jahres haben wir nach Aber für wen hat der Minister gesprochen: für aus den klerikalen Lidove Listy", in dem es men ist, im Einvernehmen mit den Vertretern Desterreich für 1734 Millionen Ke Waren ausgeführt, das sind nicht weniger als 16.6 Prozent alle in der Regierungsmehrheit stehenden Par- heißt, der Minister habe zu allgemein und un- der deutschen Parteien verfaßt? unserer Gesamtausfuhr. Dabei ist die Einfuhr Die deutschen Sozialdemokraten würden Desterreichs in die Tschechoslowakei viel geringer teien, oder nur für seine eigene Person? Abge- flar gesprochen, so daß es absolut unmögjehen davon, daß die Erklärung, die heutige lich jei, eine Erklärung als eine nationale es neities sehen, wenns der heutigen Roalition( 664 Millionen), so daß die wirtschaftlichen BeMehrheit jei„ vor die Aufgabe gestellt", die autonome Konzession auszulegen, anderen- gelänge, durch Schaffung einer nicht bloß fifti- ziehungen zu Desterreich für die Aktivität unserer nationale Frage zu lösen, keine bindende Zu- tcils jei die Angelegenheit in nationaler ven Schulautonomie den ersten Schritt auf dem Handelsbilanz von schwerwiegender Bedeutung jage, sondern nur ein mehr oder minder from- Sinsicht schon gelöst. Und die„ Narodni Wege des nationalen Ausgleiches zu tun, aber mer Wunsch ist, würden beispielsweise die Na- Lify" erklären, der Minister werde sich vorläufig fehlt ihnen jeder Glaube daran, daß tionaldemokraten, die doch ein unentbehrlicher demnächst klarer äußern müssen, sonst seien die der Zusammenschluß des tschechischen und deutBestandteil der neuen Mehrheit sind, sich ener- Deutschen imstande, an das Wort von Hodžas schen Bürgertums anderen als den höchst materigisch für die Zumutung bedanken, daß sie der Schulautonomie Hoffnungen zu knüpfen. Herr ellen Zwecken der Besitzklassen und der Befriedi Mehrheit beigetreten sind, um den nationalen Hodža hat allerdings gesagt, daß die Lösung der gung der Gelüste der sozialen und fulturellen Ausgleich zu machen. Der Minister mißbilligte Frage der Selbstverwaltung der Schule erfolgen Reaktion diene. Wenn ein deutschbürgerliches auch die Entnationalisierungsbestrebungen in werde und zwar noch vor der Aktivierung der Blatt sich mit Erfolg einfältig stellt und meint, der Schulpolitik und er sagte, jeder Zwang sei Gaue, ungefähr am 1. Juli 1927. Diese Auto- der Schulminister habe doch feinen Grund, leere bom Rechtsstandpunkte strafbar, vom morali nomie werde teils im Rahmen der Bezirke, teils Versprechungen zu geben, so sei ihm gejagt, daß schen Standpunkt verwerflich, aber ein Uebel- im Rahmen der Länder durchgeführt werden es um die Deutschen der Tschechoslowakei nicht stand ist es, daß noch in keinem Falle Perso- und zwar so, daß alle Bevölkerungsschichten schlecht bestellt wäre, wenn sie auf nichts anderes nen, die solchen Zwang ausgeübt haben, um ohne Unterschied der Nationalität alle jene Be- als auf dieses„ Versprechen" zu pochen hätten deutsche Kinder zum Besuche tschechischer Schu- dingungen finden werden, daß sie sagen können, und dann sei ihm gejagt, daß es der Gründe für Ien zu preſſen, erwirkt werden konnten und der sie haben die Selbstverwaltung der Schule". In die Regierung genug gibt, einen ihrer Minister die Verhandlungen zu feinem gebeiblichen Ende „ moralische Standpunkt" hat sie dabei auch nicht Ländern, wo ein gebrochenes Versprechen noch so sprechen zu lassen. Nach der Ernüchterung geführt werden. Die Ausfuhr nach Deutschland im geringsten belästigt. Solange eine ganze An- nicht als Zeichen besonderer Klugheit eines und herben Enttäuschung, welche die Schweige- ist noch größer als die nach Sesterreich, sie betrug zahl tschechischer Minderheitsschulen ihre Eri- Staatsministers gilt, fönnte ein solches Ver- affäre Mayr- Haitings den deutschbürgerlichen in den erften acht Monaten dieses Jahres 1837 stenz dem erzwungenen Besuche einer Mehrzahl prechen vielleicht Hoffnungen erwecken. Aber Aktivisten bereitet hat, haben sie ein Erfri- Millionen Ke oder 17.3 Prozent unserer Gedeutscher Kinder verdanken, hält es schwer, in Herr Dr. Hodža, den wir der Absicht des Bru- schungszuckerl zur Aufmunterung dringend ge- samtausfuhr. An der Ausfuhr nach Deutschland den Worten des Ministers mehr als eine schöne ches eines Versprechens durchaus nicht bezichti- braucht. Diesem Bedürfnis hat Herr Hodža ist nicht nur die Industrie, sondern, was man rednerische Geste zu sehen. Am wenigsten er- gen wollen, brau ht sich einer solchen Handlung Rechnung getragen. Mehr in dessen Rede zu unterstreichen muß. die Landwirtschaft interesfür 286 Millionen Getreide und Hülsenfrüchte, schütternd aber ist es, wenn Herr Hodža findet, er nicht schuldig zu machen, denn was der finden, ohne die entsprechenden Taten abzuwar siert, denn es gingen in der angeführten Zeit daß für Tschechen und Slowaken eigentlich keine spricht" er denn? Einer seiner deutschbürgerli- ten, das bleibe jenen vorbehalten, deren jour- für 73 Millionen Tiere und für 59 Miffionen Gründe bestehen, mit dem deutschen Volke feine chen Lobredner muß selber zugeben, daß minalistischer Beruf es ist, nicht nur für die deut- Obst nach Deutschland. Aber auch unsere Indu intellektuellen Beziehungen zu pflegen. Nein, sich nach dieser Rebe noch keine deutliche Vor- schen Aktivisten Vorschußlorbeeren zu pflücken, strie hat an der Ausfuhr nach Deutschland ein wirklich nicht? Welches erhabene Mag von ab- ftellung von der Art machen könne, in welcher sondern auch für deren tschechischen Mitspieler großes Interesse. An Holz und Kohlen wurden die schulautonomistischen Wünsche der Nicht- Vorschußvertrauen zu heischen. für 412 Millionen, an Glas für 41 Millionen geklärter Einsicht! um 2000 find. An der Ausfuhr nach Desterreich sind Tex tilien mit 681 Millionen, Kohle und Holz mit 204 Millionen, Zucker mit 145 Millionen, disen und Eisenwaren mit 94 Millionen, las mit 38 Millionen, Leder und Lederwaren mit 30 Millionen. Bapier mit 26 Millionen und fertige Konfettion mit 24 Millionen, beteiligt. Man ficht, daß die wichtigsten Branchen unserer Inbustrie an der Ausfuhr nach Desterreich ein be deutendes Interesse baben. Wenn die tichechische Bresse schon jetzt zu hezzen beginnt, man folle Defterreich gegenüber teine Nachgiebigkeit zeigen, so ist es ein Schneiden ins eigene Fleisch, wie man es in den ersten Jahren des Besteheits der Republik mit großem Gifer geirbt hat. Aber auch mit Deutschland fönnten Bette Donnerstag, 11. November 1926. ausgeführt. An dem Vertragsverhältnis mit[ rung erleichtert, stößt er sie ins Glend, nur dantit] Genossenschaftswesen muß in höherem Maße ge- I da jede Krone, die man in der Landwirtschaft Deutschland hängt also gleichfalls die Beschäfti- ein paar tausend Großbauern und Industrielle färdert werden. Weiters tritt Redner für die investiert, dem Staat reiche Zinsen trage. ihren sicheren Profit haben. Während das Bür- Einführung der obligatorischen Unfallversichegung vieler industrieller Branchen. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen Wie bedeutsam der erfolgreiche Abschluß der gertum in ganz Europa von Völferverbrüderung rung ein. Redner wünscht Aufklärung über die hielt der Minister für öffentliche Arbeiten, der in tschechischer Handelsverträge mit den drei genannten Bän- schwärmt, paneuropäische Kongresse abhält und Berjpendung verschiedener in den einzelnen deutsche Agrarier Spina dern ist, geht daraus hervor, daß in den ersten Freihandelsmanifeste in alle Welt hinaussendet, Posten ausgeworfener Beträge und darüber, ob Sprache ein Exposee über sein Ressort. Da acht Monaten dieses Jahres fa st 41 Prozent geht eine Hochschutzzollwelle über den ganzen die jebige Regierung endlich zur Durchführung Spina als Professor der Slawistik die tscheunserer gesamten Ausfuhr in die Erdteil, welche die Daseinsbedingungen der euro- der Neuwahl des Verwaltungsausschusses des chische Sprache vollkommen beherrscht, brauchte genannten drei Länder gegangen ist. päischen Menschheit erschwert und ein Hindernis Bodenamtes schreiten wird. Er frägt weiters an, die tschechische Mehrheit also diesmal feine BeWenn nicht bald die Verhandlungen mit Ungarn, der ökonomischen Entwicklung und des technischen ob es auf Wahrheit beruht, dak Bräsident fürchtungen wegen eines eventuellen ZivischenDesterreich und Deutschland zu einem erfolgrei- Fortschrittes wird. Viskovsky eine österreichische Pension bezieht. falles hegen, wie beim Justizminister Mayrcheit Abschluß führen, dann wird sich die InduWindirich( B. d. 2.) polemisiert gegen Sarting. ftriekrise noch verschärfen und eine Arbeitslosigdie Ausführungen des Genossen Schmeichhart. feit einsehen, wie sie nur die Jahre 1922 und Die Ausgaben für Landwirtschaft seien produk 1923 gesehen haben. tive Ausgaben, Troßdem würden sie von Jahr Die Sigung geht morgen vormittags weiter. Nachmittag findet um 3 Uhr eine Sitzung des Hauspräsidiums, um 4 Uhr eine Plenarsizung Wie in allen Fragen der Kultur und Wirtschaft, ist es auch in den Problemen der Han delspolitit. Die Arbeiterklasse, welche in ihrem eigenen Lebensinteresse für die Freiheit des Die Krise der Handelsvertragsverhandlun- Handelsverkehres, für den Abbau der Zollschikazu Jahr herabgesetzt. Das werde sich auswirken, des Abgeordnetenhauses statt. gen ist eine unmittelbave Folge der verstärkten nen, für den intensivsten Warenaustausch zwiSochschutzzollpolitik, die die Tschechoslowakische schen den einzelnen Ländern eintritt, ist der Republik seit Bestehen der deutsch- tschechischen Bahnbrecher des Fortschritts der KulturmenschBürgerfoalition betreibt. Die Zollparteien haben heit. Um des kulturellen Fortschrittes und der den Arbeitern Brot versprochen, in Wirklichkeit Lebenshaltung der Massen der Bevölkerung aber nehmen sie ihnen das letzte Stückchen Brot, willen müssen wir die bürgerliche Wirtschaftsbringen Arbeitslosigkeit und Teue- politik bekämpfen und die reaktionären Parteien rung über sie. Statt daß der Staat die Le- in der Tschechoslowakei, welche die Träger dieser benshaltung der breiten Massen seiner Bevölke- Hungerpolitik sind, Krisis in den englischen Friedensverhandlungen Die Delegiertentonierenz erteilt teine Bollmachten. dagegen schriftliche Zusicherungen. Baldwin verlangt Abfall von Hitler. Die öfterreichischen Safenfreugler fagen sich von dem Apostel los.- Sitlers, Defperabopolitit". Einst und jetzt. Wir stehen zu Hitler und Ludendorff, mag da kommen, was da will." ( Abgeordneter Senirsch am 10. Nov. 1923.) In ähnlichen und in noch stolzeren Treugelöbnissen hat sich auch die österreichische nationalsozialistische Partei einmal zur Adolf Hitler bekannt. Aber das Treugelöbnis eines Hakenfreuzlers wird nie so ernst gemeint, wie es gesprochen wurde. Schon wenige Tage nach dem Bekenntnis des Knirsch, mit dem Butschisten aus dem Bräuhauskeller durch Did und Dünn zu London, 10. November.( Eigenbericht.) die Delegiertenkonferenz feine Sicherheit bietet, Die Verhandlungen zur Beilegung des Berg- daß das Verhandlungsergebnis von ihr auch alarbeiterstreifes find wiederum in eine kritische zeptiert wird. Phafe getreten. Die Delegiertenkonferenz der Die Regierung, die behauptet, daß sie durch Bergarbeiter hat heute vielstündige Beratungen das bisherige Verhalten der Bergarbeiterführer gehen, mag da kommen, was da will", fam abgehalten und hat schließlich erklärt, daß sie der in die Frre geführt worden sei, will in die Wieder doch etwas, das die Nationalsozialisten zu einem Exekutive feine Vorschläge darüber machen wolle, aufnahme der Berhandlungen nur dann ein wesentlich anderen Urteil über ihren Abgott verwie die Verhandlungen weiter geführt werden willigen, wenn die Delegiertenkonferenz eine leitete. Als Hitler nicht den Tod fand, den ihm follen. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß sich schriftliche Erklärung abgibt, wonach ihre Ver- aus Prestigegründen seine fudetendeutschen Brüdie Verhandlungsführer zwar um die Beilegung treter bei den Verhandlungen völlig freie Hand der wünschten, deren oberster Grindsay es des Konfliktes weiter bemühen sollen, daß aber haben. immer war, daß Vorsicht der Tapferkeit besserer Teil sei, als Hitler nur leicht verletzt in die Hände der Polizei fiel, da rüdfen fie für einige Gewalttaten ohne Ende. Rom, 10. November.( Wolff.) Der mari Wochen von ihm ab. Eine eitle Primamalistische Abgeordnete 2 azzari wurde durch donna" war jetzt Adolf Hitler, er hatte versagt, Rom, 10. November.( Stefani.) Auf Grund Tätlichkeiten gehindert, an der gestrigen er hatte eine unüberlegtheit" begangen. des gestern von der Kammer angenommenen Rammersißung teilzunehmen. Der frühere Unter- Es dauerte nicht lange, da war die Begeisterung neuen Gefeßes zum Schuße des Staates wurden staatssekretär Gato, der auf der Tribüne der für Sitler wieder auf dem Siedepunkt angelangt. in der Nacht auf heute die den antifascistischen Sißung teilnehmen wollte, wurde gezwungen, den Als er nicht die verdiente Strafe fand, sondern Parteien und den durch das Gejes aufgelösten Saal zu verlassen. Der Abgeordnete nur zu einem Salonaufenthalt in die Festung Verbänden gehörenden Räumlichkeiten befest Scotti, der gegen den Ausschluß der Aventino- ging, da wandten sich ihm die Herzen der völki und gesperrt. Die Durchsuchungen lieferten in Opposition gestimmt hatte, wurde in den Wandelschen Reden wieder zu und Herr Mar Rarg bielen Fällen ein positives Ergebnis. Die Räum gängen von einem fascistischen Abgeordneten ge- begrüßte im Tag" den blamierten Putschisten fichkeiten werden in der nächsten Zeit Wohnungs- hrfeigt. Zwei Abgeordnete, darunter ein als zveden zugeführt. Anhänger Nittis, wollten die Sigung vor der Abberten sie baran, und beide stimmten dann mit und er schloß: Stimmung verlassen. Fascistische Abgeordnete hinJa. Giolitti und Salandra nahmen an der Sigung nicht teil. In Mailand besetzte die Polizei die Räume der liberalen Partei, sowie jeue des Avanti" und der ,, nita". Budgetausschuß. Brag, 10. November. Gesternt abends batte der Budgetausschuß die Kapitel Bo ft und Eisenbahnen verhandelt. In der Debatte verwies Genosse Grünzner darauf, daß die Eisenbahn durch die Ausgaben für die Militärtvansporte und die Postbeförderung, ferner durch Fahrpreisermäßigungen start belaftet werde; er verlangte daher, daß diese Ausgaben ..Triumphator und Sieger" Denn alle Gaue, wo die deutsche Zunge flingt, hallen wieder vom Rufe der Sieghaften und Vollendeten: Heil Hitler! eine Reihe von Zwischenstationen zu errichten, Als Hitler sein fideles Gefängnis verließ, in deren Bereich dann auch ernstationen mit entbot ihm die Reich stonferenz unserer bloßem Detektor gehört werden könnten. Der Nationalsozialisten in Trautenau einen Minifter kam dann auf die Postfpartaffe zu sprechen, deren Errichtung nur eine Frage der Zeit sei; man müsse dabei aber auf die kleineren Kreditinstitute Rücksicht nehmen, die eine starke Konkurrenz befürchten. Eine Lösung sei vielleicht in dem Sinn möglich, daß der Zinsfuß der Post sparkasse um ein Prozent niedriger sein werde als bei den kleinen Instituten. Der Eisenbahnminister Najmann befaßte herzlichen Heilgruz" und nannte ihn ihren geliebten Führer". Es ließen sich noch mehr der Jubelrufe und Hyninen fanmeln, die im Laufe der letzten Jahre für Adolf Hitler laut wurden. Keine Tagung ohne Treuschwur, kein Mord ohne ein Hoch auf Hitler, fein Ausmarsch zu Raub und Plünderung ohne ein paar fernige Worte, die dem großen Reflametrommler der völkischen Erneuerung galten. Adolf Hitler ist der getreueste Edehard der großdeutschen Idec, der Erzieher cines von leidenschaftlichem, nationalem Willen durchglühten Volles, der künftige Erbauer eines deutschen Staates, dessen eherne Grundlage die soziale Ge= rechtigkeit sein wird," Ein geschichtlicher Augenblick, ein Wendepunft im Leben der völkischen Bewegung Desterreichs wird der heutige Parteitag sein. Seine vornehmste Ausgabe wird die völlige Trennung von Adolf Hitler jein, der mit seiner Desperadovolitik und seinen finnlosen Maßnahmen die Partei nicht nur dem Untergang zuges führt, sondern auch zur völligen Bedentungslosigkeit herabgewürdigt hat. Während seiner dreijährigen Führung unserer Partei hat es Adolf Hitler nicht ein einzigesmal der Mühe wert gefunden, irgendwelche Weisungen oder politische Richtlinien herauszugeben. Er konnte dies auch gar nicht, da ihm jede Renntnis der österreichischen Belange fehlt. Monatelang haben Hitlers Abgesandte unsere Kaffe geplündert, Millionen an Geldern sind nuklos für die Bruderpartei in Deutschland hinaus geworfen worden, bis zum Verbluten haben wir Opfer gebracht, uns war es zu danken, daß die durch Hitlers Größenwahn auseinandergeflogene Bewegung im Reich wieder zusammenfam und dafür möchte uns Hitler mit diftatorischen Maßnahmen binden, int Vorwärtskommen hemmen, schlimmer uns unterdrücken und bea fehlen als die Marristenhäuptlinge in Mos fau ihre Sektionen in anderen Ländern fommandieren. Würde Hitler die Psyche des Oesterreichischen auch nur ein wenig kennen, so könnte er nicht o roh und brutal über das Schidial von 250.000 deutschen Südtirolern hinweggehen und gleichzeitig uns von Mussolini BerVer= gewaltigten zumuten, als Parteigruj den Fascistengruß nachzuahmen." Sowohl Gattermayer als auch Prodinger( Salzburg) sprachen sich im gleichen Sinne gegen Hitler aus, wobei Prodinger ganz besonders auf die gefährliche Umgebung Hitlers, nämlich Esser, Streicher, Dinter usv. hinwies, die den Gründer der Deutschen Arbeiterpartei, Dregler, in gemeinster Weise aus der Bewegung hinausgeefelt hätten. Es aus dem Budget des Eisenbahnministeriums aus sich mit der Uebernahme der Kaschau- Oderberger geschieden und dort gebucht werden, wohin sie Bahn und kündigte eine neue Verkehrsordnung gehören. Dadurdy würden Summen frei, die an. In Personalfragen bereitet die Eisenbahnver man zur rascheren Durchführung des Investi- waltung eine Verordnung vor, die fefte Grund tionsprogrammes verwenden könnte. Das In- lagen für die weitere Entwicklung der Gehalte und vestitionsprogramm ist sehr beschränkt, was be- Dienstverhältnisse der Angestellten geben soll. dauerlich ist, da sehr viele Bahnhöfe den Anfor- Eine bedeutsame Aktion sei die Errichtung eines derungen des Verkehrs nicht entsprechen. Im neuen Invaliden- und Altersfonds der EisenWagenparke sollen nach diesem Programm nur bahnangestellten. Weiters beschäftigt sich der Mi- schrieb der Abgeordnete Simm im„ Tag". Aber wurde dann einstimmig die Trennung der öfterdie ausrangierten Personenwagen, aber nicht die nifter mit der Prager Bahnhofsfrage und gibt die Zeiten ändern sich. Es wird still um Hitler. reichischen Nationalsozialisten von Adolf Siffer Güterwagen ersetzt werden. Es ist fraglich, ob die sodann eine Uebersicht über den Wagenpark und An ihm erfüllt sich das Geschid aller Maulreißer beschlossen mit dem Zusah, daß für die Zukunft Zahl der Güterwagen dann den Anforderungen die im nächsten Jahr beabsichtigten Investitionen. und Landsknechte. Wie noch kein Hochstapler auf Effer als Streicher jede Rebetätigkeit in der öſtergenügen wird. Auch die Werkstätten sind nicht Eine vierte Wagenklasse einzuführen sei nicht mög- bie Dauer seine Mitmenschen düpieren konnte, reichischen völkischen Bewegung zu verwehren sei. entsprechend eingerichtet, um die Reparaturen lich, weil dadurch die Einnahmen sinken und zur wie fein Charlatan für seine Künste ein ewig Sodann erfolgte einstimmig der Ausschluß Anschaffung neuer Waggons dritter Klasse er geduldiges Publikum findet, so kann auch der hebliche Beträge aufgewendet werden müssen. geduldiges Publikum findet, so kann auch der der Hitlergruppe" und ihrer Führer. Abenteurer und Desperado, der Nichttvisser und Vorher schon hatten die Anhänger Gattermayers, Vielredner nicht auf die Dauer in der politischen wie wir bereits meldeten, das Bild Hitlers unter Arena Erfolge erzielen. Hitler ist teine schlag- feierlichen Zeremonien aus den Büros entfernt fräftige Barole mehr, Hitler zieht nicht mehr als und in den Abort befördert! Aushängeschild. Noch im Sommer dieses Jahres Das war des Ende der Hitlerei in hat der Tag" von einem Triumphzug Hitlers durchs Ruhrgebiet gefabelt. * Redner bemängelt weiter, daß feit Jahren bereits keine Ausweise mehr über die RegieFohlenlieferungen gegeben werden, und urgiert die endliche Uebernahme der Friedländer In der heutigen Vormittagssigung zog der Bezirksbahnen. Er spricht sich ferner gegen die Budgetausschuß die Kapitel 2andwirtschaft, Aufhebung der Regiebegünstigungen der Eisen- Handel und öffentliche Arbeiten in bahner aus und verweist auf die großen Besorg- Anwesenheit der betreffenden. Fachminister in nisse, welche gegenwärtig die Eisenbahner bezüg- Verhandlung. Für das Bodenamt war der lich der Durchführung der Besoldungs- Präsident Voženilet erschienen. reformt hegen. Wir wünschen auch Aufklärung, Nach den Referenten sprach in der Debatte Genoffe Schweichhart, ant 17 seine Rede ist durchzittert von dem Rhythmus der Arbeit, der durch diese Menschen geht- Das ist das Evangelium des neuen Arbeitertums, das Deutschland freimachen soll." Desterreich. Und unsere National- ,, Sozialisten"?! Sind sie dem Treugelöbnis treu geblieben ,,, mag da kommen, was da will"? Der Schriftleiter Weese war als Vertreter der Krebspartei auf dem Allerseelenparteitag anwesend. Der Zeremonie im Abtritt dürfte er nicht beiob mit dem Abbau schon Schluß gemacht wird. u. a. Es war ein großer Fehler, daß zuerst ab gebaut und dann erst an die Verwaltungsreform zum Punkte Landwirtschaftsministerium geschritten wird; dieser unrichtige Vorgang hat der ich were Störungen im Betriebe hervor empfahl, daß in den einzelnen Bezirken Beigerufen. Es bestand offenbar die Absicht, die ab- pielwirtschaften errichtet werden, gebauten Bediensteten der Vorteile des neuen Ge- denen die Landbevölkerung besonderes Intereffe as Evangeliumi" bestand im rüdhalt- gewohnt haben, dagegen muß er wohl die Rede haltsgefehes nicht teilhaftig werden zu lassen. bat. Notwendig ist ferner der Ausbau der Wild- lofen Bekenntnis zum Fascismus, in der Andes Schul; gehört haben. Bisher liegt kein BeDieses Unrecht sollte sobald als möglich wieder bäche und die Elektrifizierung des Flachlandes; biederung an Mussolini, in der Preisgabe Süd- richt darüber vor, ob er ein Wort zur Verteiditirols, in dem Gelöbnis, nie gegen Bürgertum, gung Hitlers gesprochen hat, ob er eine Erfiärung gutgemacht werden. Der Posten für Gna- der Ausgestaltung der Landwirtschaft mit Mabenpensionen scheint nicht hinreichend zu schinen und der Verwendung des Kunstdüngers immer nur gegen den Marrismus fämpfen zu feiner Partei abgab. Der„ Tag" hat den Ansein, um diese Ansprüche zu befriedigen. Das wäre besonderes Augenmerk zu schenken. Die vollen. Aber all das hielt die National ,, Sofchluß seiner Bruderparfei an eie Deutschnatiozialisten" nicht ab, bei Hitler auszubarren. nalen gemeldet, über den Verlauf des Barteider Landwirtschaft durch das Um so mehr Raum gleiche gilt von dem Posten für die Unfallver Ausbeutung sicherung; die Bezüge der Unfallsrentner müßten Sapital muk verhindert werden, z. B. durch die Dagegen scheinen die 2üdeu, die das Bündnis- tages schwieg er sich aus Schaffung eines staatlichen Getreide ſyſtem in die Kassen der Bewegung geriffen widmete er dem Parteitag unserer Genossen in unbedingt aufgebessert werden. Nach der Debatte erstatteten die beiden monopoles, wie es sich in der Schweiz sehr hat, die Sympathien erhalten zu lassen. Nach Linz und der Begeiferung der österreidijchen Ressortminister ausführliche Exposés. Poſtmini- bewährt hat. Wir verlangen auch den Schuh den vielen großen Krachs in Deutschland ist nun Arbeiter Schweigen scheint der ster Nosek kam auf die Sprachenpraxis bei der der Kleinbächter, zumal das Kleinbacht die österreichische Hakenkreuzlerei, alias Verfiche- treue Freundesdienst zu sein Bostzustellung zu sprechen und versprach, Mizgesetz heuer abläuft. Die kleinen Landwirte rungsgesellschaft Phönix", von dem Führer ab- unsere Nationalsozialisten: dent aus den Wolken bräuchen der Postorgane entgegenzutreten; wo müssen der Steuerberablebung teilhaftig gefallen. Die Gaftermayers streiften das in den Abtritt gestürzten Führer und Abgott aber eine absichtliche Verstümmelung von Namen werden. Auch auf sozialem Gebiete muß mehr Sitlerhemd ab und stellten sich auf eigene Füße. erweisen. In seinem Schidial aber fönvorliege, müsse die Postverwaltung schon vom getan werden als bisher. Bei der Bodenreform Der Allerseelenparteitag der Seifen- und Schuh- nen sie das aller Demagogen und Despe staatlichen Hoheitsstandpunkt aus einschreiten. Be follie daran gedacht werden, den Besitz der Gewichshändler wurde von dem Partei- Obmann rados erkennen und vor der Stunde mögen sie bangen, da ihre Bilder dem Hitlers nachfolgen. züglich des Rundfunkes versprach der Minister, meinden zu vergrößern. Das landwirtschaftliche Schulz mit folgender Ansprache eröffnet: " feite Donnerstag, 11, November 1928. Der Verzweiflungsfampf eines Industrievolfes( Schluß): Das werktägige Oftböhmen. 3m größten einenzentrum der Welt. Hat die Flachsindustrie eine 3ukunft? Die Krise in der oftböhmischen Baumwoll- und Juteinduftrie. Weitere Krisenmerkmale. Die Tragit des deutschen Arbeiterschicksals Wir und die tschechischen Arbeiter. * Seite 3 Die Brager Spionage- Affäre. in Arnau verzeichnete Testhin eine Stodung, Biej jedoch ohne Entlassungen überwunden werden fonnte. Zumt allgemeinen Wirtschaftsbild ist Die Sowjetmission als Käuferin der Dokumente. noch hinzuzufügen, daß der Zug der füd- und Zut der Spionage Affäre berichtet das westböhmischen Wanderarbeiter in den letzten Bravo Lidu", daß der verhaftete Sinunet Jahren auch bis nach Ostböhmen borgedrungen ein Kriegsinvalide ist, der im militärischen litho ist. Im Traufenauer Gebiete treten jetzt alljähr- graphischen Institut angestellt war. Er hatte die Tich 4-500 füdböhmische Bauarbeiter mit den Geheimdokumente, die in der Anstalt fertiggestellt heimischen Kollegen in Konkurrenz, lauter Zu- wurden, zu kopieren und dem Archiv des Verwanderer, die früher nie zu sehen waren. Wo teidigungsministeriums, das sich auf dem Hradauch nur ein Plätzchen frei ist. findet der deutsch- ichin befindet, zu übermitteln. Sintunet stebi nan böhmische Menschenüberfluß über Hunderte von im Verdacht, die Donumente öfter vervielfältigt und mit den Duplikaten einen direkten Handel Stilometern seinen Weg dahin! getrieben zu haben. Die erwähnten Dokumente mur den durch eine Reihe von Zwischenträgern der * Der Dichterfürst besingt die„ züchtige Haus- Sowjetmission verkauft. frau", denn Sie sammelt in reinlich geglätteten Schrein Die schimmernde Wolle, den schneeigen Zein. in diesem Lande. Bo immer der sozialistische Beobachter in| nenfabrikation ist eine höchst ungewisse. Zwar unseren Industriegebieten hinlenten mag, findet wurde für den größtenteils verlorenen zentral er Gegenwart und Zukunft der Arbeiterschaft von europäischen und Ballanmarft teilweise Ersatz in schwerer Sorge umwölft. Immer sind es in an- den Ueberseeländern gefunden, doch bleibt derer Gestalt dieselben Gefahren, die sie bedrohen, fraglich, ob sich die Leinwand wenigstens als Quaüberall stehen die gleichen schicksalsschweren Fra- litätsware auf dem Weltmarkt in einem Maße Šimunet war durch sein fast Tururiöses gen offen: Was wird aus unserer Wirt behaupten fann, der die Aufred altung des bisLeben au gefallen, obwohl er nur fleine Bezüge schaft, was wird aus den Menschen, herigen Produktionsumfanges ermöglicht. Der sehr hatte. Man schritt zu einer Hausdurchsuchung, die deren ganzes Sein mit dem Aufstieg oder Nieder- naheliegende Gedante einer Betriebsumstellung ein derartig belastendes Material ans Tageslicht gang unserer industriellen Produktion verbunden auf gangbarere Textilartifel stößt auf gewaltige Es fehlt nur noch eine Strophe in dem be- brachte, daß Simunek verhaftet wurde. Er legte ift? In dem werttätigen Ostböhmen, das sich von Schwierigkeiten, zumal dadurch die in den Spe- rühmten ,, Zied von der Glode", wo der Werde- sofort ein umfassendes Geständnis ab und verriet den Hängen bes Riefengebirges bis zum Adlerge- zialmaschinen der Flachsbetriebe investierten Mil- gang der Flachsfaser befungen wird, bis sie als auch, daß er am selben Tage eine Zusammenkunft birge hin erftredt und wo die vorliegenden Schillionenvermögen verloren gingen. Gin reiner Zuschneeweißes Gewebe in den Schrein gebettet ist. mit einem Agenten der Sowjetmission haben solle. falls recht ungünstige Verhältnisse vor; auf sie fung die Existenz von 10.000 Menschen und die Arbeit, wie das eble Endprodukt fälschlich ver- Auftraggeber erwartete. Šimunet händigte ihm in berungen ihren Abschluß finden, herrschen eben- wartestandpunkt in diesen Fragen, von deren ö- Die Flachsbearbeitung ist leider keine fo reinliche Simunet wurde nun unter Bolizeiaufsicht auf den verabredeten Platz geführt, wo ihn bereits seint die Aufmerksamkeit der breitesten Oeffentlichkeit wirtschaftliche Zukunft Ostböhmens abhängt, ist muten läßt. Sie vollzieht sich im Bereich von einem Kuvert die Dokumente ein, wofür er und vor allem der verantwortlichen Faktoren hin- aber auf die Dauec unmöglich. Staub und Dunswolken, die den Arbeitsvor- tausend Kronen erhielt. Die Polizei hielt zulenken, ist der Zweck dieses letzten Aufsatzes. gang wenigstens bis zum Webstuhl begleiten. den Unbekannten an und brachte ihn auf die Von Rochlik bis Braunau beherrscht Selbst in einer modernen Spinnerei, wo manche Bolizei. wo in ihm der Chef ber Brager Trautenau ist das Zentrum der größten wieder die Baumwollindustrie das Feld. Schutzvorrichtungen in Tätigkeit sind, mag sich sowjettonfularabteilung IvanoLeinenindustrie Europas und vielleicht der gan- In 56 Betrieben sind 12.346 Arbeiter und Arbei- der gelegentliche Besucher keinen Augenblic hei- vie Dymov festgestellt wurde; Dymov mußte Staub erfüllt die Luft in den wieder freigelassen werden, da er Exterritorialität zen Welt. Die ursprüngliche Handfertigkeit der terinnen beschäftigt. Ueber die schwierige Lage misch fühlen. Spinnerinnen und Hausweber des ostböhmischen dieses Zweiges der Textilerzeugung ist schon in Fabriksräumen, in denen der Flachs durch große genießt. Grenzgebietes hat sich dort im letzten Jahrhundert dem nordböhmischen Auffat referiert worden. Am automatische Hechelmaschinen gezogen wird, um Dymov soll der Vertreter der russischen Gebis zur höchsten Stufe industrieller Wassenproduk schlimmsten erging es der gesamten Teptilarbeiter dann an den feinfühligen Händen der Hand- heimpol zei sein und als solcher eine größere tion entwidelt. In den 19 großen Spinnereien schaft Ostböhmens im Jahre 1922. In dem Be hechler nochmals durchgezogen und nach Num- Machtbefugnis besitzen als der Vorstand der des Aupatales wurde in den Jahren guten richt der Trautenauer Streisgewerkschaftskommis mern sortiert zu werden. Staub erfüllt den Sowjetmission selbst Geschäftsganges mehr Garn gesponnen, als in sion über dieses Katastrophenjahr werden nur 16 Bergboden und die Vorsvinnerei, wo die Werg- Die Kommunistische Korrespondenz teilt die früheren Zeiten sämtliche Spinnräder der alten vollbeschäftigte gegen 53 furzarbeitende und 61 streifen folanae über zahllose Stammwalzen lau- Tatsache der Verhaftung mit und schreibt hiezu, Welt fertig brachten. Trantenau ist bis in die ſtillgelegte Textilbetriebe angeführt. Derartige fen, bis ein grober Faden daraus gedreht wer- fie habe nichts dagegen, falls sich die Prager Boli jüngste Gegenwart der Mittelpunkt des wirtschaftliche Erschütterungen kann insbesondere den kann. Schwerer Dunst erfüllt sodann die Sie habe nichts dagegen, falls sich die Prager Polizei und das gegenwärtige Regime eine neue europäischen Flach shandels geblieben. Die Arbeierschaft lange nicht verschmerzen. Auch Feinspinnerei, denn der Faden muß durch ein Blamage nach früherem Muster zuziehen wolle. Alljährlich im Dezember findet dort die russische, die gegenwärtige Baumwollfrise fordert von der mit 50 Grad erwärmtes Waffer laufen, damit polnische, reichsdeutsche, holländische, die unga- ostböhmischen Arbeiterschaft, die sie zu Tausenden er sich geschmeidig um die Spule dreht. Die rische und nicht zuletzt auch die inländische Flachs- arbeitslos gemacht hat, schmerzlichen Tribut. Be Spinnerinnen in ihrer leichten Kleidung, die Aus Parschnitz wurde ein bezeichnerder produktion ihren Markt. Dann rollen aus allen sonders schlimm geht es den 1500 Baumivollwe- mit großer Umsicht und Flinkheit ihre 110 bis Himmelsrichtungen die Flachsballen heran, um bern des Rochliber Gebietes. Ihre feine 120 Spindeln beaufsichtigen, scheinen allerdings Fall berichtet. Seitdem das frühere oftböhmische soweit sie nicht in den inländischen Webereien und bis zu hoher Vollendung komplizierte Weber- davon nichts mehr zu merken, weil die Gewöh- Elektrizitätswerk mit dem Königgräter Werk vereinigt und damit dem Lande unterstellt bis zum Fertigprodukt verarbeitet werden spä- arbeit findet so wenig Nachfrage, daß die meisten mung die Menschen unempfindlich macht Verfuche, die ter als Garnsträhne wieder in das Ausland zu- dieser Leute durch viele Monate nur 1-2 Tage Besser ist es schon in der Haspelei. Hier wird wurde, laufen ununterbrochen rüdzuwandern. Gegenwärtig sind in den Flachs- in der Woche beschäftigt sind. Die schwere Notlage das Garn auf große Haspelmaschinen aufgefpult, deutsche Arbeiterschaft gegen tschechische Bedienspinnereien des Aupatales 6350 Arbeitskräfte be dieses Gebirgsvöllchens bildet ein Thema, das bei gefißt und nach Faden ge ählt. Erträglich ist stete auszutauschen. So hat in letzter Zeit die schäftigt, mit den Bleichereien und Webereien nächster Gelegenheit gesondert zu behandeln fein es auch in der Trocknerei, wo mit fünftlicher tschechische Minderheit von Parschnitz an die dürften rund 8000 Menschen in der Leinenindu- wird. Die zukunftsreiche Seidenindustrie Wärme das Garn getrocknet und sodann in der amtlichen Aufsichtsstellen die Forderung gestrie ihren Erwerb finden. Dazu kommen noch an hat in Ofthöhmen 4 Betriebe mit 1118 Beschäftig- Baderei versandfertig gemacht werden muß. richtet, 1200 Beschäftigte der 120 Flachsbrechereien des ten aufzuweisen. Hervorzuheben ist noch die Früher soll nach Aussage der Vertrauensmänner Weckelsdorfer Gebietes. Vor dem Kriege waren Jute industrie, die in 3 großen Betrieben die Arbeit noch viel elender gewesen sein, Staubdie meist nur in den Wintermonaten betriebenen 1667 Menschen beschäftigt. Sie teilt das Schicksal faugeanlagen gab es nicht und so fab oft ein Flachsbrechereien viel besser beschäftigt, weil auch so vieler anderer Industriezweige, deren Lebens- Sechler den Arbeitskollegen nicht, der wenige für Deutschland viel Flachsveredlung betrieben nerb mit der Zerreißung des alten Donauwirt- Schritte entfernt stand. Dazu eine Arbeitszeit wurde. Die nach dem Umstur: vorherrschenden schaftsgebietes unterbunden wurde. In den oft von 12, 14 oder gar 16 Stunden! Was Wunder, zur Ehre der dortigen tschechischen SozialdemoGrenzschwierigkeiten führten dazu, daß Deutsch- böhmischen Fabriken war faſt die gesamte Jute, wenn die gebeinigten und mishandelten Körper fraten sei erwähnt, daß sie eine Bete' T'gung an land jeine Flachszubereitung mun selber besorgt, erzeugung Desterreich- Ungarns tonzentriert, dessen nach Arbeitsschluß und besonders an Sonntagen diefent chauvinistischen Schandſtüc abgelehnt obwohl ehemals die böhmischen Brechhäuser ihrer Mühlen und Zuderfabriken fie mit Betriebsma- Betäubung im Schnaps suchten, der durch viele haben. Trotzdem beleuchtet die er Vorfall, der ja gewissenhafteren Arbeit wegen bevorzugt wurden, terial belieferte. Heute steht es mit dem Absah Jahre dem Leid und Schmerz der Flachsspinner nicht vereinzelt dasteht, die Mentalität der ficheebenso wie bei allen anderen Lieferanten Neut der Wunſeligent Absperrungspolitik der kapitali- des zerrissenen zentraleuropäischen Wirtschafts: Nur die beffer qualifizierten Sträfte, wie die Teil der tschechischen Arbeiterschaft sicht in den förpers, die eigentliche Beschäftigung konzentriert Sechler und die Spinnerinnen, fanden zuerst die deutschböhmischen Industriebezirken noch immer fich auf die Zeit vom Herbst bis Frühjahr. Ueber Straft zur Auflehnung und den Weg zur gewerk- das berdeutschte Gebiet", das der tschechischen den Sommer waren 700 Jutearbeiter durch viele gen stischen Staatengebilde. daß acht namentlich aufgezählte deutsche Arbeiter der dortigen Kraftstation entlassen, bziv. gegen tschechische Bewerber umgetauscht werden. Der Leinenindustrie geht es aus zwei Ursa- Wochen arbeitslos. Interessant ist, daß in dem Schaftlichen Organisation. Die ersten Kämpfe der Nation zurückerobert werden müsse. Jahrelange chen heraus schlecht. Erstens trifft sie so wie die einzigen Lieferungsort für Juterohmaterial, dem pftböhmischen Textilsflaven vollzogen fich daher Tätigkeit der sogenannten Jednotas" bat in anderen Industrien die Verkleinerung des indischen Kalkutta, die fabriksmäßige Verar- in den Neunzigerjahren in der Form unorganis manchen tschechischen Proletariern den Glauben inländischen Absatzgebietes, zipeitens beitung in steigendem Maße heute schon bis zu/ ierter Revolten, die mit Hunger, Gendarmerie bestärkt, daß seine soziale Frage nur auf Kosten hat sie noch den Zug der allgemeinen bei Drittel eingeführt wird. Die Industria und mit der angedrohten Delogierung aus den des deutschen Arbeiters und am einfad sten da Flachs der eigentliche textile Urstoff, hat schon Jutearbeiter und führt ihnen die Notwendigkeit im Jahre 1907 wurden sämtliche Vertrauens Stelle fett. Diese Leute vergessen in ihrer Verlängst seine vorherrschende Geltung verloren und des internationalen Befreiungskampfes der Arbei männer der Spinnereien des Aupatales mit blendung, daß jede zertrümmerte deutsche Ar wird immer mehr von der Baumwolle und der erklasse mit zwingender Logit zum Bewußtsein. einem Schlage entlassen, ein langwöchentlicher beiteregistenz eine Schwächung der ganzen Klaffe Kunstseide verdrängt. Die Baumwolle hat als Vorsprung die leichtere Bearbeitungsmöglichkeit betrug: 31. Dezember 1921 1. Mai 1926 Ende September 6 * A. 3773 Bergarbeiter 2174 2345 " " Die fleine Steigerung in den letzten Monaten ist auf borübergehende Konjunkturerscheinungen zurückzuführen. Wie anderwärts findet nicht mehr retten. Hunderte zogen nach Deutsch- schen Einflusses in diesem Staate ist. Wir wollen land und in die Schweiz, wo die handfertigen die Dinge nicht nur einseitig betrachten und und unermüdlichen Spinner Ostböhmens gern ehrlich zugeben, daß auch das tschechische Prole genommen wurden, um in einigen Jahren als tariat seine speziellen Sorgen hat, daß es auch noch rötere Sozialisten und noch zielbewußtere jenseits der Sprachgrenze arme Gebiete, Menlaffenkämpfer heimaufehren. Doch all diefe fchenüberfluß und Krisenerscheinungen gibt. Das Opfer und die Arbeit der mutigen Pioniere, aber müßten sich die tschechischen Proletarier namentlich des unvergeßlichen Wilhelm Riese- endlich vor Augen halten, daß es für das wetter, sind nicht umsonst gebracht worden. Wirtschaftsproblem dieses Staates feine nationalen Lösungen gibt, Aus dem Vierzehnstundentag der Fabriken, sondern daß das Proletariat als Ganzes vor die aus dem Dunst der Schnapsläden und der Wahl gestellt ist, sich entweder seinen LebensQual der Massenquartiere ist die Arbeiter- raum zu erkämpfen, oder als Ganzes unter die schaft Ostböhmens emporgestiegen auf die geis Räder zu kommen. Kleine Protektionen bei Anstige und moralische Höhe einer schlagfertigen stellungen und Staatslieferungen können diese Zusammenhänge hie und da abschwächen, sie Klassenkampftruppe. tönnen jedoch über die entscheidende SchicksalsDas oftböhmische Stohlenrebier chatlar für sich, zur Bedienung von 1000 Baumwoll- Schwadowit spiegelt in kleinem Maße das spindeln find nur 17 Arbeitskräfte notwendig, zu Elend des tschechoslowakischen Bergbaues wieder. 1000 Flachsspindeln 35!- Die Kunstseidenge- Mehrere Betriebe, wie die Kohlengrube 3da webe sind in Form und Farbe gefälliger und entret, Cölestingrube, Prokopigrube, sprechen daher mehr dem Geschmack des faufenden Steinkohlengrube Botschendorf und die Publikums. Beide Momente, die Verkleinerung Kupfergrube Unter- Wernersdorf des Inlandsmarktes und die Geschmacksverände sind eingestellt. Der Belegschaftsstand im Revier rung der Konfumwelt haben die ostböhmische Lei nenindustrie nach dem Kriege von einer Krise in die andere geschleudert. Schon in den Jahren 1919 bis 1922 gab es vie! Feierschichten, von 1922 bis 1923 trat ein mehrntonatlicher Stillstand der mei iten Flachsspinnereien und Webereien ein, die schließlich nur unter der Bedingung die Tore wie der öffneten, daß sich die Arbeiterschaft mit einem 45 prozentigen 2ohnabban einverstan- die Bergbaukrise auch hier auf dem Rücken der den erkläre. Was die Arbeiterschaft in jahrelangen Arbeiter ihre Austragung. Die Leistungssteige- s nach dem Umsturze der Achtstundentag fiegte frage nicht hinwegtäuschen, die an uns beran Mühen und Kämpfen an Lohnaufbau erreicht rung am Schwadewißer Kohlenwerke betrug und die geschlossene Gewerkschaft aus allen Be- tritt: Ob wir in einem lebensfähigen Induſtries hatte, fonnten die Unternehmer mit der Krise als von 1921 bis 1925 23.65 Prozent, im Rado- trieben Sochburgen der Arbeitermacht gestaltete, staate den Weg des sozialistischen Fortschrittes Bundesgenossin wieder zunichte machen. Mit dem enger Werte 31.33 Prozent, in den Schaklarer war damit ein unerhörter geschichtlicher Fortgehen, oder ob wir in einem niedergehenden gewaltigen Lohnabban war aber die Leinenindu- Gruben 8.35 Prozent, wobei die Lohnkosten per schritt getan. Und darin liegt nun die Tragik der Bauernstante die ewigen Effaven agrarischer und ſtrie keineswegs faniert. Die alten Schwierigtei- geförderten Metergentner in der gleichen Reihen heutigen Verhältnisse und die Tragik des Ar- leinbürgerlicher Vorherrschaft sein wollen: ten bestehen auch noch bei Wochenlöhnen von 48- folge der Betriebe um 18.33, 17,09 unb 5.64 beiterschicksals in diesem Lande, daß die schlei150 Kronen weiter. Als Folge der ungünstigen Prozent gefunken find. Der Durchschnittslohn hende Dauerkrise wieder die Errungenschaften Damit ist der Bericht über die sozialistische Absatzverhältnisse ergibt sich, daß aus der Leinen- ver Mann und Schicht ist im genannten Jahr- jahrzehntelanger heroischer Kämpfe in Frage geindustrie eine Saisonindustrie geworden fünft von 56.58 auf 31.58 K zurückgeschnellt stellt. Das ist die große Gefahr dieser Zeit, daß Studienreise durch das industrielle Deutschbähmen ift. Um die angehäuften Garnvorräte abzusehen wie in den großen Revieren, so zeigt sich auch durch den Ansturm der Unternehmer und der abgeschlossen. Soweit sich aus dem angeführten politischen Reaktion wieder verloren geht, was und gleichzeitig auf die Flachspreise zu drücken, hier, daß wir langfant vom Kohlenexport zum mit der Sebenskraft und Gesundheit, mit dem Tatsachenmaterial noch weitere Folgeningen er werden viele Betriebe alljährlich 7-9 Wochen Beraarbeitererport übergeben. stillgelegt. Im heurigen Sounner waren von der tallindustrie Ostböhmens sind zwei Be Opfermut unserer Tapfersten und Treuesten geben, bleibt es den beruferen Stellen der Arziehen. Det Stillegung wieder 3143 Arbeiter von 10 Betrie- triebe in Sohenelbe und Arnau mit zusammen bitter erkauft wurde. Daß die Arbeiterschaft Oft beiterbewegung überlaffen, fie ben betroffen. Momentan ist die Flachsindustrie 300 früheren Arbeiterin gänglich stillaefeat, auch böhmens aller Strife und Spalterei zum Trotz Berichterstatter sieht sich zum Schluß noch vermit Ausnahme eines Betriebes in Parschnig in den anderen Betrieben ist die Beschäftigten ihre organisatorische Macht bisher aufrecht erpflichtet, allen Genoffen und Funktionären der Die Papierin- halten hat, daß sie noch in großer Mehrheit mit vormals 180 beschäftigten Leuten, der schon zahl geringer geworden. Die Papierinhalten hat, daß sie feit 1921 steht wieder mit zirka 70 Prozent der bustrie, welche sich in der ganzen Nachkriegs- hinter ihren betwährten Kampfgewerkschaften Partei, der Gewerkschaften wie der übrigen OrKapazität im Gang. Es sind zumeist große Be- zeit verhältnismäßig am besten gehalten hat, steht, gibt uns die Zuversicht, daß sie sich weiter ganisationen, die durch ihre kameradschaftliche triebe, von denen die Spinnereien mit einer Aus- wird ebenfalls langsam in den Krisenlauf ein unverzagt behaupten und zu besseren Zeiten Unterstützung das Zustandekommen dieser Arbeit ermöglichten, herzlichst zu danken. nahme in einem Preisfartell zusammenge- bezogen. Die„ Elbemühl", Arnau, lag durch durchringen wird. schlossen sind. Die Zukunft der oftböhmischen Lei- mehrere Wochen still, auch die Firma Eichmann - In der Me* * W. J. Geite 4. Lagesneuigkeiten. Ich glaube! ich glaube, daß nach jedem Märzenabend ein Frühlingsmorgen purpurn uns ersteht, daß jeder Schmerz, den wir im Herzen tragen im Shauer neuer Freude ohne Spur verweht. Schmußiges Salz um hohen Preis. Seit die Einfuhr deutschen Salzes verboien Es ist aber unmoralisch, den Konsumenten zu und der Konjum auf das inländische Salz ange- zwingen, daß er für die Mizwirtschaft der wiesen ist, nehmen die Klagen über die schlechte Monopolverwaltung nebst den preisQualität dieser Ware fein Ende. Wenngleich lichen Opfern, auch noch materielle Opfer das inländische Salz nicht immer von der elenden bringen soll. Donnerstag, 11. November 1926. Rundfunk für Alle! Programm für heute Donnerstag. Brag, 372. 11: Mittagstonzert. 1, Auber: Duberinte Fra Diavolo". 2. Sfaifowity: Charafiertanz und Walzer aus der Ruginader". 3. Rozkošný: a) Nocturno, b) Die Sinfamkeit. 4. Ponchielli: Ballettmusik aus„ Gioconda". 5. a) Toffelli: Serenade; b) Wieniawoffi: Obertas, 6 SchubertBerté: Lied aus Das Dreimäderlhaus". 7. Drbla: Ballerinnerung. 8. Fall: Das fleine England. 9. Siede: Astoria. 12: Reitsignal, Bressenachrichten und landwirtschaftlicher Konzert für Flöte. 3. Tfchaifowify: a) Szene aus Blobef: Der Beschaffenheit ist wie anfangs, so sind dennoch Ein Schulbeispiel für die unrationelle Nicht an den Retter glaub' ich, der aus düstren auch die jetzigen Lieferungen trotz aller Versiche- Mizwirtschaft ist die Tatsache, daß die Salzblöcke Rundfunt. 14: Börsennachrichten. 16 30: Nachmittagskonzert. Tiefen rungen schmuzig, grau, ja vielfach sogar von aus den karpathorussischen Bergwerken nach Of Urbach: Bbantafie über Motive von Bizet 2 uns an die Sonne reißt. Nicht an das Gött- un appetitlicher Beschaffenheit. Die müz geschafft und dort erst gemahlen werden. Schwanenfee": b) Arie cu Eugen Onegin. 4 Glinta: lich Große, Monopolverwaltung erflärt auf die Beschwerden, Richtig wäre doch, die Salzmühlen gleich beim Polonaise and Das Leben für den Saren. 5. Muforaffij: man könne ihr keine Vorwürfe machen, denn Bergwerf einzurichten um unnütze Transporte zu ten und Hopfenmartipreise. 18: Deutfche landwirtschaftSpeisesalz verläßt die Mühlen in vollkommen ersparen. V dem wir nichts sind, als seines aleides Treffen, und efliges Gewürm, die eig'ne Allmacht dran zur messent. tadellosem Zustande, es obliegt daher dem Käufer, Die Salzwirtschaft in der gegenwärtigen, beim Ausladen und Einlagern des Salzes so rein bürokratisch- fiskalischen Einstellung ist für Ich glaube an der Sonne Licht, der Erde Werden, damit umzugehen, wie es das Salz erfordert, den Konsum geradezu unerträglich geworden. das ohne Anjang, ohne Ende ist; das Herrliche, das uns erblüht auf Erden, das Gott zu sein sich ohne Schen vermißt. Ich glaube an das Leben, das der Frühling tündet, ich glaube an die Flamme, die die Liebe zündet. Das Große inch ich nicht auf fernen Wolfentronen, ich wähn' nicht Gott im Sphärenlichte wohnen, er ist mir nicht erborgter Himmel Zier: Ich glaube an die Kraft in mir! Hans Honheijer. Zwei Zugszulammenstöße. Dienstag nachts um 1 Uhr 36 Minuten nämlich, das Salz in reine Säcke zu füllen und an Orten zu verwahren, wo möglichst wenig Staub zum Salz Zutritt hat." Jeder Salzkäufer weiß, wie das Salz in Wirklichkeit aussieht. Das Kunststück, aus schmutzigem Salz durch Einfüllen in gute Säde weißes Salz zu machen, wird viel leicht die Monopolverwaltung zuwege bringen, einfache Leute", wie es die Stonsumenten sind, treffen das nicht. Ronkurrenz bont T Nachdem derzeit die Handelsvertragsverhandlungen im Flusse sind, verlangen wir von der Regierung, daß die Einfuhr guten und billigen deutschen Salzes allgemein oder zumindest für die Konsumgenossenschaften freigegeben wird. Salzhänd " Persischer Tanz aus„ Cobanfchtina". 17.30: Börsennachrich liche Gendung. R. N. G. Ing. Rudolf Effenberger, Brag: Interessantes vom Bilanzenschutz und die Kopfdüngung. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunk 18.45: Vortrag. 19.15: Granzöfifch. 20 Wettervoraussage. 20.02: Stonzert, Allgemeine Musiklehre. 19: Bortrag. Macdonalds Fran 1. Kéler: Französische Lustspielouverture, 2 Meherbeer: Arie aus„ Hugenotten". 3. Gatafale Bhantasie aus Mig non". 4. Saint- Saens: Paryfatis. 5. Rossini: Arie aus Ter Barbier bon Sebilla". 6. Micheli: 3. fleine Suite. 7. Rezita fion aus der frinzöfifchen Literatur, 8. Leichte Mujit. Nedbal: Gyacintervalzer. 21: Beitsignal. 22: 2epte Nachrichten, uebersicht der Tagesereignisse Sport- und Theaternachrichten. 22.30: Rompofitionen von Noval. uten, Groten, Better. Breffe, Brünn 521. 14.30: Brager Effettenbörse, Debijen, Ba Sport- und Theaternam richten. 17.40: Frauenumschau. Aus der Geschichte der Trachten". 18: Beitzeichen. Landwitschaftsfunt. Sastrieren der Kaninchen." 18.20: Vortrag:" In die Wüste". 10: Nocturno". 3. Sut:„ Liebeslied". 4. Dvořal:„ Glamischer Orbeiterfonaeri. 1. Dvorak: Slawische Rhapsodie. 2. Novak: ana". 3. Jindřich:„ Sieberzylius". 6. Dboral:" Legende". 20: Sörfpiel: Die Befanntschaft aus dem Theater", Ginafter bon Bolah. Seitzeichen Bressenachrichten 18: Kongert. 1. Auber: Die Stumme von Bortici". 2. Sme Breßburg, 300, 17.45: Bortrag: Ueber Bienenzucht." tana:„ Das Geheimnis". 3. Fall: Rose von Stambul". 4. Liszt: II. Polonaise". 5. Ofcheit: Biccabore- Marsch". Budapest, 500, 17.02: Rammerorchestertonzert. 18: Rünit Ierabend. 19: Bortrag in deutscher Sprache. 20:„ Die 11.45: Waffenfiiuftandsfeier. 12.30: Oftelt und Gefang. 14: luftige Mitme". Operette von gebar Daventry, 1600. Schallplattenkonzert. 16: Abendgottesdienst. 17: fonaert. 18.15: Bolfslieber. 19: Militärkonzert. Deutschland. Königswusterhausen 1300, 14.30: Der Meisterfurfus liche Schloffer. 16: Erziehungsberatung. 17: Die Falknerei der Sausfrau. 15: Einheitsfurafchrift. 15.30: Der bandwerl und ihre Geschichte. 17.30: Bererbung erworbener Eigenfchaften. 18: Qualitätsverbesserung in der Landwirtschaft. Rr. 1359 wurde leicht verlegt. Der Verkehr eben das nehmen, was er von den Salzmühl diesmal würden sich die Konsumenten aber eine Bibelungenlied, 20: Einführung zu Zofca" 20.30: 1teber18.30: Mufeen. 19: Beethovens Kammermusit. 19,30: Das Schiller. 22.30: Zangmufit. 418. 19.30: Auslandsdeutschtum und Das Salzmonopol steht seit jeher in sehr Die Klagen erstrecken sich aber auch auf das guter, freundschaftlicher GeschäftsIndustriesalz. Deffen Qualität ist so berbindung mit der einen oder der anderen schlecht, daß z. B. die Häuteindustrie damit nicht privatfapitalistischen arbeiten kann, aber auch die Textil-, Porzellan- lerfirma. Dies zeigt sich derzeit in der Weise, und chemische Industrie beklagen sich über die daß diese Firmen oftmals gewisse Salzsorten stoffliche Beschaffenheit des inländischen Salzes, wie Siedesal; in unbeschränktem Maße, int an welcher auch die sorgfältigste Behandlung nichts Sterblichen nicht oder nur unter großen Schmiefreien Sandel anbieten, die dent gewöhnlichen famen im Rangierbahnhofe in Wrschowit Das Salzmonopol, welches vom rigkeiten und Schikanen geliefert werden. bei Prag 16 Wagen ins Rollen und fuhren in Wenn also die Einfuhr deutschen Salzes weder Station Nusle auf den Lastzug Nr. 1359 Finanzministerium verwaltet wird, macht auf. Durch den Anvrall entgleisten fünf sich aus dieser Klage nicht viel. Die Einfuhr von nigstens teilweise ermöglicht würde, wäre leicht Wagen, von denen vier bedeutend beschädigt fremden Salz ist gesperrt, es gibt somit feine anzunehmen, daß den privatkapitalistischen Firmen ein Einfuhrmonopol gegeben würde. So etwas Der Liebe Konsument muß ein Einfuhrmonopol gegeben würde. So etwas wurden. Der Signalbremser des Zuges war ja in der Nachkriegszeit einigemal der Fall, privaten Konsortium wurde nicht unterbrochen. Es wurde eine Unter- len, die einem und dem Konzern der Legiobank angehören, derartige Bevorzugung der Privatfirmen nicht tragung aus Berlin, 504, Maria Stuart" Trauerspiel von fuchung eingeleitet. Gleichfalls Dienstag nachts zerriz ein auf geliefert bekommt. In den Salzmühlen werden mehr bieten lassen. Damals haben diese privaten und Baubonion. 17.15: Die Entwidlung des Langes. 18: der Strecke der ehemaligen B. E. B. zwischen nur aus Erde bestehen, fallweise kommt ein Wag- en Zeiten der größten Not wurden die Kaufleute fonger. 17.45: Die Amling der Renation be bet oft Blöcke vermahlen, die ganz schwarz sind und Firmen nicht nur ungeheuere Verdienste unterhaltungskonzert. deutsche Aultur. 20.05: Fauft. 22.30: Zanzmusit gehabt, sondern auch noch parteiisch verteilt, in rantfurt, 470. 15.30: Jugendftunde. 16.30: Drchefter Michelob und Trnowan bei Saaz fahrender gon beffere Ware heraus, für den die Monopol- viel beffer beliefert, als die organisierten Konsu- Beitung. Lastzug. Beide Zugsteile fuhren weiter. Wäh- verwaltung aber noch höhere Preise verlangt, wie rend aber der erste Teil nit der Lokomotive die für das schwarze Salz. Vor einigen Monaten gleiche Geschwindigkeit beibehielt, blieb der zweite verfügte das Finanzministerium, daß erst auf je Zugsteil zurück und fuhr langsam nach. Auf drei Waggons des unappetitlichen Salzes ein der gegen Trnowan zu etwas abschüssigen Strecke Waggon befferen" Salzes geliefert wird. steigerte sich jedoch die Geschinindigkeit der nachfahrenden Wagen, die schließlich mit voller Wucht auf den Stammzug auffuhren. Dabei wurden mehrere Waggons starf beschädigt, aus den Ge leifen geworfen und dadurch die doppelgleisige Strede verlegt. Der Personenverkehr konnte bis gegen 9 Uhr vormittags des gestrigen Tages nur durch Umsteigen aufrechterhalten werden. Der Sachschaden ist sehr groß. Ein Mann tes Zugsperfonals wurde bei dem Unglück schwer verletzt. Die nicht bezahlten Steuern gehen in die Milliarden! Laut Rechnungsabschluß des tsche cojlowakischen Kontrollamtes für das Jahr 1924 betrugen die Einkommensteuerreste: im Jahre 1919 1920 " " 1921 11 1922 " 11 1923 " PP 1924 " 1 577 Millionen Kč 837 " " 1347 " " 1253 " " 1794 17 " 2513 " " Alfo bis 1924 waren die Steuerrefte bereits auf 3 cicinbalb Milliarden Kronen menten. Sollte die Einfuhr deutschen Salzes derzeit nicht zu erzielen sein, so wird es Sache der Konsumentenvertreter im Parlament sein, energisch auf Ermäßigung der unerhört hohen Salzpreise hinzuwirken. Eheberatung und Boltsgesundheit. 19.45: Stunde der 20.15: Gefellige Lieder bon Mozart. 21.15: Operettenabend. 22,15: Tanzmusik. Hamburg 392. 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Sauskonzert. 16.15: Kompofitionen von d'Albert 17: Sanatee 18,15: Mufitalische Plaudereien. 19: Mutter und Säuglingsfuß. 19 30: Die Angst vor idlechtem weiter. 19.50: Wanderfunt. 20.15: Die verfuntene Glode", Märchen drama von Hartmann 22 30: Sanamuftr. seipsis 452, 16.30: Orcheſterfonaert. 19: Bon WolfenTragern und Sendeantennen. 19.30: chre", Oper von Mascagni. Der Bajazze Oper von Leon22 Sizilianische Bauerncaballo. München, 485. 13: Mittagsfongert. 16: Geschichte aus Schweden, 16.30: Nachmittagstongert. 17 30: 8ünfte und Ronzert. Münster, 410. 13.30: Aus beristischen Opern. 18: Schallplattentonzert. 20: Schachfunt. 20.30: Junge Dichter vor die Front. 21.45: 15.40: Rindernachmittag. Sandwerke. 19.15: Richtiges Sprechen. 20: Bbilbarmonisches Operettenfonaert. Die Monopolverwaltung wird ausschließlich vom bureaukratischen, fiskalischen Gefichtspunkte geleitet und bemüht sich in keiner Weise, den berechtigten Wünschen der Konsumenten zu entsprechen. Nicht nur, daß schlechte Dua- wendig, die Geschäftsgebarung des Es ist überhaupt dringend not lität geliefert wird, sind auch die Preise be Salzmonopols von Konsumvertre deutend höher als die des schönen, tadello- tern fontrollieren zu lassen, denn sen deutschen Salzes. der Absolutismus, der sich dort breit macht, ist nach gerade unerträglich. Mit welchem Rechte hat die MonopolverwalEine Grabstätte aus dem V. Jahrhundert enttung vor wenigen Tagen die Preise für Sie- deckte der Gendarmeriewachtmeister J. Prchal unweit befalz um 50 Seller per Kilogramm ver- Unter den gefundenen Gegenständen ragt besonders der Gemeinde Klein- Nimtſchiz( Bezirk Nitolsburg). der Gemeinde Klein- Nimischis( Bezirk Nitolsburg). teuert? Welche Kalkulationsposten haben sich so ein aus 14 Teilen kunstvoll gearbeiteter Ramm hersehr erhöht, oder will die Monopolverwaltung den Ruhnt der Preistreiberei den Zuckerfabriken bor, der, was Größe und Schönheit der Arbeit, to und anderen nicht allein lassen? Während der Preis dieser gereinigten Salzjorte, die nicht nur im Haushalte bevorzugt wurde, sondern für Fleischereien, Butteveien etc. unbedingt notwendig ist, erhöht wurde, wurde zu gleicher Zeit der Preis für Zugustafelsalz um 50 eller ermäßigt! Die hochwertige deutsche Ware würde annähernd 30 eller franto deutsch- böhmische Grenze fosten, mit Zoll, Lizenzgebühr die bei der Einfuhr zu bezah len wäre, würde sich der Preis auf annähernd 92 Heller erhöhen. Für das inländische, schlechte, schmubige Sal; wird von der Salzmühle zirka 150 Heller per Kilogramm ab Olmük verlangt. Es ist die höchste Zeit, daß auch in der Salzbewirtschaftung ein moderner, demokratischer Zug unter Kontrolle der Konsumenten zum Durch bruch kommt. wie der Konservator des mähr. Landesmuseums in wie Konserviertheit anlangt, eine Besonnenheit ist, Brünn, Herr J. 2. Červinka, feststellte. Da es sich um ein Gräberfeld aus der Zeit der Merowinger handeln dürfte, werden an der genannten Stelle weitere Grabungen unter der Leitung des mähr. Landesmuseums unternommen werden. Mexikanischer Parlamentarismus. Senator Charles Henshaw erschoß Dienstag abends den Senator Espinoza bei einer Revolverschießerei in der Wandelhalle des Senates. Senshaw selbst wurde lebensgefährlich verletzt. Wenn man den teuern Bureautratenapparat in Betracht zieht und den Nu zen berücksichtigt, den die privattapitalistischen Salzmühlen haben, sowie weiters bedenkt, daß die Salzgewinnung hierzulande trotzdem( oder weil) fich zwei Minist crien in dieser Tätigkeit teilen, ungemein aufgelaufen! Dazu kommt, daß auch die ent- unrationell arbeitet, ist der hohe Salzpreis fprechenden Gemeinde zuschläge zu diesen schließlich verständlich. Steuern nicht bezahlt wurden. Wer diese Steuern nicht bezahlte, ist nicht schwer zu er- unaufhalsamen Zusammenbruch steht.| besorgen. Bei manchen Bezirksgerichten ist bereits Die dramatische Vereinigung" der Betrüger. raten. Die Großkapitalisten, der Groß- Der Zusammenbruch erfolgt unter folgenden Be- eine Verschleppung der Gerichtsagenda eingetreten, Bariser Blätter melden, daß drei bereits vorbe grundbesit bewöhren so ihre staatserhal- gleitumständen: 2.5 Milliarden Schulden für eine Menge von Richtern verlangt einen Gesund strafte Betrüger, ein Tschechoslowate, namens iend: Kraft. Von Angestellten, Arbeitern, Be- nicht abgeführte Versicherungsbeiheitsurlaub, weil sie infolge Arbeitsüberhäufung Bičman, ein Belgier und ein Deutscher, amten und Kleingewerbetreibenden werden die träge an die Landesregierung, Fälschungen nervös geworden sind. Wenn nicht bald Abhilfe ge- einen Plan zur Herauslockung von Geld ausgedacht Steuern erbarmungslos eingetrieben, das Kapi- in den Büchern, unlautere Ausschmük- schaffen wird, droht eine Katastrophe.Wenigstens haben. Sie ließen 2000 Einladungen zu einem großen tal aber erfreut sich liebevollster Schonung! fung der Bilanz mit dem nicht vorhandenen spüren die Aemter die Wirkungen der Sprachen Balle, der sogenannten„ Dramatischen Vereinigung" Auch die deutschen Nationalsozialisten find Wert eines Rassengebäudes, 1.5 Milliarden rüd verordnungen am eigenen Beibe druden, welcher in einem der größten Pariser Ho gegen den Wohnungssozialismus. Zu unserem ständiger, uneinbringlicher Unter. Für ein Zimmer monatlich 400 K 3ins! fels, im Hotel„ Continental", am 26. November größten Erstaunen finden wir den hausbesitzer- nehmer beiträge für die versicherten Arbei Genosse A. S. schreibt uns: In Dewi stattfinden und mit einer Tombola von Gegenfreundlichen Bericht der Deutschen Presse" über ter und außerdem ein Defizit von 1.5 Mil befindet sich in der Nähe des Nationalberteidi ständen im Werte von etwa 25.000 Frant verbunden Tetschner Wohnungsfürsorgetag mit einigen 21 Beamte der gungsministeriums ein neuer Häuserblod, dessen den sein sollte. Der Eintrittspreis für zwei PerStreichnungen auch im„ Tag" nachgedruckt. Das Krankenkasse sind bereits aufs Pflaster Befiber der Prager Architekt Krofta ist. fonen betrug 50 Frant. Auf dem Leim gingen ihnen Safenkreuzblatt plappert bedenkenlos die Lüge geflogen, viele Hunderte Einzahler kom- Welche horrenden Mietzinse die Parteien in ungefähr 500 Personen. Schließlich schöpfte der von der„ starken Ablehnung" nach, die der Vor- men um ihr Geld und ihre Rechte. Das diesen Häusern zu zahlen haben, darüber sei der Polizeiinspektor auf der Ostbahn, welchem die Betrag des" Wiener Stadtbaudirektors Musil an ist das fozialpolitische Paradies, das den Arbeitern Offentlichkeit folgendes bekanntgegeben: Ein trüger ebenfalls Eintrittskarten zum Kaufe angeblich erfahren haben soll und übernimmt auch bevorstünde, wenn sie sich den frommen Christ- 3immer im Souterrain( Größe 4 mal 5 Meter) boten, Berdacht und verhaftete sie. Sie bekannten die Fabel, daß die tschechoslowakische Bauförde lichsozialen anvertrauen wollten! foftet monatlich 230 K, eines im dritten Stock ſich auch zu anderen strafbaren Handlungen. Herr Horpynka war auch dabei! Vor einigen 330 K und eines im Parterre( Größe 3 mal 6 rung mehr geleistet habe, als die Wohnbautätig Goldfunde in Karpathorußland. Aus Uzhotod wird gemeldet: Bei der Gemeinde Herfeit der Gemeinde Wien. Im blinden Haß gegen Tagen fand in Budweis eine Kreistagung Mieter) gar 400 K. Dazu sei bemerkt, daß bei nuvce im Kreise Visnice wurde reich Gold tdie sozialdemokratisch verwaltete, zweitgrößte der Freien Organisation der Handels- und Ge- diesen Preisen die Gebühren für Reinigung, haltendes Gestein gefunden. Das Golbgeſtein liegt Siedlung des deutschen Sprachgebietes find sie werbetreibenden in Südböhmen" statt. Erster Stiegenbeleuchtung, Hausschlüssel selbst mit den Tschechen und mit der schwarzen Punkt der Tagesordnung: Kraftvolle Abfeparat zu bezahlen sind. Außerdem gibt es bet auf der Erdoberfläche auf einem ziemlich ausgedehnten Gebiete. Einige Kilogramnt dieses GeInternationale einig. Seil dem nationa- wehrkundgebung gegen das jetzige So- den Wohnungen weder einen Vorraum, Bad, steines wurden einem Saboratorium überwiesen. Ten Sozialismus! Natürlich fehlte lia nicht einmal einen ellers und Es ist festgestellt worden, daß es sich um qualitativ auf dieser Tagung nicht der Vertreter der Deut- Bodenraum. Es muß festgestellt werden, sehr gutes Gold handelt und daß das Gestein sehr Die chriftlichsoziale Lotterwirtschaft ist dieser schen Nationalpartei, die auch wußte, daß die hier angeführten Mietzinse so hoch sind, biel Gold enthält. Das Gebiet wird jetzt bewacht, Tage durch einen neuen Fall erhärtet worden. Der Ort der Handlung liegt wieder in Desterreich, mer für solche Abwehr sich besonders eignet: der wie sie in anderen Neubauten in Prag bisher es mitrben Probebohrungen vorgenommen. wo die christlichiozialen Regierer Gelegenheit abgeordnete Professor Horpynta nicht festgestellt werden konnten. Das Charakte liarden Kronen. zialversicherungsset". usiv. noch Ein 12jähriger Knabe erschießt seinen 15jährigen haben, ihre politischen und moralischen Fähig hatte sich von Prag nach Budweis bemüht, um ristischeste ist wohl auch die Art, wie Architekt Bruder. Vor einigen Tagen ereignete sich beint feifen voll auswirken zu lassen.( In der Tschecho- für eine Philippita gegen die Sozial Strofta die Mietverträge abschließt. Wahrschein- Wirtschaftsbesißer B. in Stiern bei Schlaggen flowakei hat es den deutschen Christlichsozialen fantmelten Greisler, Spießer, Hausbesitzer und bei Gericht besprochen werden könnten, wird in Landwirtes, der mit Rübenpuzen beschäftigt war, flowclei hat es den deutschen Chriftichsozialen persicherung den großen Beifall" der verlich wissend, daß seine Wietzinse auch einmal walb ein schwerer Fall. Der 12jährige Sohn des feit 1918 an der entsprechenden Gelegenheit gemangelt, aber sie werden wohl das Verjämte nach- Selchermeister zu finden. Ein prachtvoller Ange- seinen Verträgen die Sälfte des Gesamtbetrages geriet mit seinem 15jährigen Bruder in beftiger: zuholen trachten!) Alio in der grünen Steiermark ſtellten- und Beamtenvertreter, dieser Sorpynka! als Mietzins, und die übrige Summe als Bau- Streit, der seinen Fortgang in der Wohnstube nahm.. ist wieder eine christlichsozial- deutsche Gründung Sprachenverordnung und Richtermangel. Wie beitrag bezeichnet. Mag diese Vorsich: es Dabei ergriff der Zwölffährige die im Nebenzimmer zusammengebrochen. Diesmal handelt es sich um mehrere tschechische Blätter berichten, hat die Anwen- wirklich ermöglichen, den Waschen des Gesetzes befindliche, unglüdlicherweise geladene Flinte, und ein Krankenversicherungsinstitut, die Grazer dung der Durchführungsverordnungen zum Sprachen zu entgehen, wahr ist und bleibt das eine doch: brüdte fie gegen den 15jähriger Bruder ab, den die Gewerbliche Krantentasse", ein gejeb zu einem fühlbaren Richtermangel geführt. daß sich hier die bürgerliche Profitgier in unver- Ladung direkt in den Kopf traf. Er war jojori tot. Schwindelunternehmen ärgster Sorte, das nun Die Agenda bei den Gerichten ist dadurch gewachsen, schämter Weise offenbart und die christlichsoziale Sein eben anwesendes Geschwisterkind aus Töppenach der Aussage des behördlich eingesetzten vielfach müssen sich die Richter, insbesondere bei grund Verteidigung der Hausherrn einmal scharf ins les, ein Bürgerschüler, wurde von dem Schusse im christlich sozialen Direktors Zoidl vor dem bücherlichen Eintragungen, die Uebersetzungen felbst rechte Sicht gerückt wird. Gesichte gestreift. Donnerstag, 11, November 1986. Die Tat einer jachzehnjährigen Mutter. Sonntag mittag fanden drei Jungen in der Nähe von Heiligenstadt Niederösterreich) ein Palet, das die Leiche eines neugeborenen Stnäbleins enthielt. Daß ein Kindesmord vorliege, bestätigte die Bejichtigung der Leiche durch den Antsarzt. Die Zeiche Seite 5. hatten eine Ahnung von der Doppeleristenz des fommen lassen. Als Grund gab sie an, wie besessen| Bourgeoisie die Mehrheit des Volkes in ihre GeMannes. Das richtige Verhältnis wurde erft noch auf seidene Strümpfe gewefen zu sein, von denen folgschaft hat. Wir wollen diesen geistigen Einjeinem Tode Klargestellt. sie täglich ein neues Paar brauchte. Damit fing fluß den Stapitalisten und Großgrundbesitzern in vögel vor, die von Ratten totgebissen waren, Schildfröten wurden ihre Füße abgebissen, und die Elefanten mutsen durch die Angriffe der Nager in äußerste Erregung versetzt. naten Gefängnis mit Bewährungsfrist. mofratie. Was wird es nun tun? Werden wir die DeRattenplage im Londoner 300. Die Verwal- es an." Später verfiel sie einer Art Größenwahn, der Republik entwinden und selber zur Mehrheit tung des Londoner 300 ha: beschlossen, eine große indem sie sich ihren Freundinnen und Kolleginnen im Bolte werden und mit demokratischen Mitteln Rattenvertilgungskampagne durchzuführen. Das gegenüber zu den kostspieligsten Spenden, Auto die Macht erobern. war in ein Enid eines Frauenrockes eingeschlagen, ueberhandnehmen der Rasten ist bereits für den fahrten, Essen usw. verleiten ließ. Auf diese Weise Damit richten wir die Herrschaft des Proledas Ganze in Backpapier verpadt. Das Papier Tierbestand des Gariens gefährlich geworden: manch- bat fie Tausende vergeudet, ohne ſelbſt viel davon tariats auf, die Klassenherrschaft der Arbeitertlase zeigte folgende Aufschrift:„ Adresse: Michael Schl, mal fänden sich morgens fünf oder sechs Baradies zu haben. Unter Bewilligung weitgehender mildern auf, nicht um eine neue dauernde Klassenherr Tischlerei, Wien, Wargareten, Laurenzgaffe", und ols Absender war Leonhard Kehl, Groß- Waltendorf, der Umstände verurteilt sie das Gericht zu drei Wo- schaft zu begründen, sondern um den kapitalisten und Großgrundbesitzern ent Haflerschloßitrake, genannt. lls Inhalt war, leber Paratyphus durch verdorbenes Schweinefleisch. reifen, damit die Esheidung der Gesellschafts red" angegeben. Das Kommissariat Döbling forschte In Scharsleben bei Magdeburg ist infolge von Gegegensätze aufzuheben und damit erst eine Demoingleich an der erstgenannten Adresse nach und enthüllte ein entjeßliches Drama. In der Laurenznuß verdorbenen Schweinefleisches Baratyphus aus fratie, die nicht mehr Klassenherrschaft, sondern gasse Nr. 20 wohnt der Tischlermeister Michael Stehl. gebrochen. Bis jetzt sind 60 ziemlich schwere Erfran- nur noch Selbstregierung eines solidarischen VolSeine Entelin, die 16jährige Melanie steht, ist die fungen festgestellt. Der Laden des Fleischers wurde les ist, zu begründen. Nehmen Sie an, das Prole unglückliche Mutter des ermordeten Kindes. Sie geschlossen, das noch vorhandene Fleisch beschlag- tariat erobert die Macht mit den Mitteln der Denahmt. wurde noch am Abend des Sonntags verhaftet. Sie gab beim Kommissariat an, daß sie das Kind in der Nacht zum 1. d. in ihrem Schlafraum, ohne daß es im Hause jemand wußte, zur Welt gebracht habe. Die Geburt sei sehr langsam vonstatten gegangen und sie habe das Kind mit bloßen Händen zur Welt gebracht; dabei will sie das kleine am Hals gepadt haben. Das Kind, erzählte das Mädchen meinend, habe keinen Laut von sich gegeben; es sei icon tot geweien. Sie habe dann die Leiche verpadt und in einer Stredenz in ihrem Zimmer verwahrt, Samstag habe sie die Zeiche zu dem Vater des Kindes, dem 22jährigen Hörer der Musikafa demie, Johann Hofmann, getragen, der ihr zuge- Die verhängnisvolle Sucht nach Seidenicat haben soll, die Bestattung der Leiche zu bestrümpfen. Eine Staffiererin eines großen Berliner jorgen. Die Unglückliche erzählte weiter, fie habe Warenhauses, die als außerordentlich tüchtige Straft nach der Geburt die Blutspuren in ihrem Schlaf galt, hat sich in den letzten drei Jahren Unterjiunter aufgewaschen, damit nur der Großvater schlagungen in Höhe von 10.000 Mark zuschulden Schütlingen. nichts davon erfahre. Die Kehl gab dann weiter an, daß Hofmann sie zur Ausführung der Tat angeftifDer Holzfäller als Millionär. Der bulgarische Holzfäller scholakoff stieß dieser Tage beim Fällen von alten Bäumen auf eine Steinplatte, die mit türkischen Zeichen bedeckt war. Unter der Steinplatte befand sich ein ungeheuerer Gold= scha, bestehend aus Tausenden von alttürkischen Goldmünzen. Tscholakoff nahm den Fund an sich und kehrte als der reichste Mann weit und breit in sein Dorf zurück. Die Goldmünzen stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, ihr Wert beläuft sich auf 50 bis 60 Millionen Lewa. Das Glüd des Holzfällers verbreitete sich wie ein Lauffeuer und hatte zur Folge, daß die Bauern der Umgebung zu hunderten in die Wälder zogen und Bäume fällten. um ihren Verwüstungen Einhalt zu gebieten, wurde die Gendarmerie aufgeboten, die die Bauern zur Rückkehr in ihre Dörfer zwang. M Unfug mit menschlichen Schädeln. Ein männ licher Schädel, der am Montag im Treppenhaus eines Hauses im Norden Berlins aufgefunden wurde, ermies sich als ein anatomisches Präparat. Am Dienstag vormittag wurde in derselben Gegend auf dem Hofe eines Hauses der Schädel eines in des vorgefunden. Auch hier stellte man fest, daß es sich um ein anatomisches Präparat handelte. Ver mutlich haben Studenten leichtfertig oder aus uit diese Präparate an die Oeffentlichkeit gebracht. Die Deutsche Hauptstelle für Kinderschutz und Jugendfürsorge für Prag und Umgebung richtet an alle Kinderfreunde die Bitte um Speuden an Geld, Kleidern, Wäsche, Schuhen und Spielsachen für die Aermsten unter den 89 Mündeln und 117 tet habe, daß er ihr genaue Weisungen für den Moie ment erteilt habe, wenn ſie fühlen sollte, daß die Wie erobert die Arbeiterklaffe die Macht? schwere Stunde herannahe. Auf Grund dieser Beschuldigung wurde auch Hofmann verhaftet. Er leugnete erst jede Weitwisserschaft, gab dann aber zu, daß er das Paket mit der Kindesleiche Samstag von der Stehl übernommen und, ohne es zu öffnen, noch an denselben Tage abends auf dem Feldweg bor dem Heiligenstädter Bahnhof ins Gebüsch geworfen hat. Melanie Stehl wurde dent Inquisitenspital übergeben, Hofmann wegen Beihilfe zum Kindesmord und wegen Berheimlichung der Geburt dem Landesgericht eingeliefert. * Aus der Rebe Otto Bauers. Den Höhepunkt des Parteitages bildete Es ist aber keineswegs die Sorge um das das glänzende Referat Otto Bauers, das Menschenleben allein. Es sind auch die ernst ewir auszugsweise wiedergegeben haben. Wir sten wirtschaftlichen Erwägungen, bringen nun den interessantesten Teil der die uns zu diesem Gedankengang zwingen. Was Rede des Genossen Dr. Bauer, der sich mit Bürgerkrieg bedeutet, das zeigt die russische Erdem Kampf um die Staatsmacht befaßt und fahrung. eine schlagende Abrechnung sowohl mit den bürgerlichen Scheindemokraten, die uns des Angriffs auf die Demokratie zeihen, als auch mit dent Phrasenschwall der Kommu nisten bedeutet, mörtlich zum Abdrud. Der Rede tommt grundsäzliche Bedeu tung zu, und feine Diskussion innerhalb der Arbeiterschaft wird an ihr vorübergehen Lönnen. U Lebendig begraben? For zwei Jahren erfranfte im Dorfe Stozojed bei Hoch- Wesseli der 26 Jahre alte Franz Cipera, der als Akquisiteur für einige Prager Versicherungsanstalten fungierte. Cipera starb und wurde auf dem Kozojeder Friedhefe bestattet. In den letzten Tagen entstanden in den Dorfe Gerüchte, daß Cipera überhaupt nicht ,, Gewalt heißt der Bürgerkrieg. Und mehr gestorben, sondern sein Tod nur vorgetäuscht als bas! Teach allen Erfahrungen der Revolution worden sei, um bei einer Versicherungsanstalt einen Berficherungsbetrag zu entloden. Die Gerüchte verbrei- fchlägt der Bürgerkrieg in den Krieg teten sich jo rasch und intensiv, daß die Gendarmerie ad außen um: Gewalt heißt auch der Strieg gezwungen war, in die Sache einzugreifen. Es wurde nach außen! Und was trieg ist, das sollte vor allem auf das furze Krantenlager Ciperas, hin- man dieser Generation nicht mehr erzählen müfgewiesen und erklärt, daß Cipera narkotisiert und fen! Wir alle haben ihn erlebt. lebendig begraben worden ist. Deshalb hätten seine Hinterbliebenen, die in finanziellen Nöten leben, schleunigit ein gemauertes Grab errichten laffen, damit er nicht erstice und damit er leicht aus dem Sarge herausgenommen und wieder zum Leben gebracht werden könne. Cipera wäre auf den Betrag pon 80.000 K versichert gewesen. Der Pfarrer soll Damit jage ich nicht, daß wir das Proletaerklärt haben, daß Cipera in Sarge tatsächlich den riat und insbesondere die Jugend des Proletariats Eindruck eines Lebenden gemacht haben soll. Bei erziehen dürfen in einem Geiste, der die Gewalt der Einsegnung habe er geschen, daß Cipera im unter allen Umständen, für alle Fälle ablehnt. Gesichte rot gewesen sei und start geschwist habe. Nein, wir wissen, daß wir in diesem Europa, in Als sich die Gendarmerie der Sache annahut, ver- dem Europa der ständigen faschistischen Bedroschwand ein Zeuge, der mit Cipera nach seiner Bei hung, rechnen müssen, daß die Aktion des Gegners jehung zusammengetroffen sein soll. Gegen 23 Per uns in eine Situation bringen kann, in der sonen wurde beim Bezirksgerichte in Neubydzowo das Berfahren wegen Berbreitung falscher Nachrichten das Proletariat nur die Wahl hat, sich mit den eingeleitet. Da die Gerüchte troy allent nicht ver- Waffen zu verteidigen oder dem Gegner zu stummen wollen, beabsichtigt man, eine Exhumierung der Leiche vorzunehmen. Und wer jahrelang das Furchtbare erlebt hat, wer neben sich Menschen im Schüßengraben hat sterben gesehen, wer einmal die zerfekten und blutenden Leichen auf dem Hilfsplatz gesehen hat, der sollte davon bewahrt sein, leichtfertig von Gewalt zu reden! " 1 erliegen. Bürgerkrieg heißt Hungersnot, Bürgerkrieg, das heißt eine Zerrüttung des Wirtschaftslebens, die die siegende sozialistische Gewalt zwingt, Aufgaben zu übernehmen, die sie nicht übernehmen fann. Bürgerkrieg, das heißt also, daß der Sozialismus selbst im Falle des Sieges für eine ganze Generation keine Verbesserung der wirt schaftlichen Lage bringen kann, sondern eine Verschlechterung bringen muß, weil die Zerstörung des Wirtschaftslebens unvergleichlich mehr aus macht als die Konfistation des Mehrwertes. Wer das einmal begriffen hat und das gilt für Rußland, es gilt aber in viel höherem Maße für den tomplizierten Wirtschaftsapparat eines europäischen Industriestaates, der wird es verstehen, was Gewalt bedeutet. Freilich, ein Broletariat, dem man keine weitere Wahl läßt, wird sich verteidigen, wenn es nur die Wahl hat zwischen Sieg und Knechtschaft. Aber Selbstwed tann die Gewalt nicht sein. Und derjenige, der so redet, als ob der ganze Sieg des Proletariats ihn nicht freut, wenn er nicht im motvatie aufheben? Keine Rede! Wir werden die Demokratie nicht erobern, um sie aufzuheben, sondern um sie nach den Bedürfnissen der Dentofratie auszunüßen, um den Staatsapparat nach den Bedürfnissen der Arbeiterklasse umzugestalten, um schrittweise den Produktionsapparat den Kapita liften und den Großgrundbesißern zu entreißen. Solange das geht, werden wir das tun müssen, ohne im Wesen die Demokratie angutasten. Und Demokratie ist nicht allein Mehrheitsherrschaft. sondern die Freiheit des geistigen Kampfes um die Mehrheit des Bolles. Wir werden es tun müssen unter voller Aufrechterhaltung aller jener bürgerlichen Freiheiten, der Freiheit des Wortes und der Schrift, der Versammlung, der Preffe, die die Basis der Demokratie sind. Wenn das Proletariat die Herrschaft, die es erobert hat, in den Formen der Demokratie ausüben fann, ist es für das Proletariat der weiaus beste Fall, die stärkste Garantie für den Auf bau eines proletarischen Sozialismus. Vor der Dittatur wird man nicht zurückschrecken können, wenn man muß; aber nur die bittere Notwendigkeit kann die Anwendung dieses Mittels rechtfertigen. Ob Sie das Diktatur nennen, ob Sie es anders umschreiben wollen, ist ganz gleichgültig. Wichtig ist nur der Gedanke: Demokratisch, solange wie fönnen, Diliatur nur, wenn man uns zwingt und soweit man uns swingt." Volkswirtschaft. Die Gewerkscha ten in der Ilchechollowatei. Ihre zahlenmäßige Stärte am 31. Dezember 1925. Das statistische Staatsamt veröffentlicht soeben die Daten über die Stärke der Gewerkschafs organisationen in der Tschechoslowakei am 31. De zember 1925. Tas vorläufige Ergebnis ist: 1. Tschechoslom. Gewerkschaftsvereinigung 347.928 2. Tschechoslowakische Arbeitergemeinde. 307.152 3. Tschechische christlichsoz. Gewerkschaften 113.869 4. Gewerkschaftszentrale der tschechoslowafischen Beamtenorganisationen 5. Republikanische Angestelltenzentrale. 6. Vereinigung slowakischer Gewerkschaftsorganisationen werkschaften 8. Zentralverband tschechoslowakischer Beamtter mit Hochschulbildung.. Bürgerkrieg errungen wird, ist ein törichter Romantiker, der sich nicht seiner Verantwortung für 7. Nationale Vereinigung der Arbeiterge das Leben ganzer Generationen bewußt ist. Der entscheidende Gedanke in allem, warum wir der Gewalt in diesem Programmt nur eine defensive Rolle zuweisen, ist der Gedanke, der vor allem aus den Erfahrungen der großen russischen Revolution entstanden ist. Wir haben es erlebt: aus den Erfahrungen der großen russischen Re9. Tschechische Gewerkschaftsorganisationen ohne Gewerkschaftszentrale. 10. Zentralgewerkschaftskommission d. deutschen Gewerkschaftsbundes Wer zur Gewalt greift, der ist der Gefangene der 11. Reichsvereinigung der deutschen GewertGewalt. 9 schaften Wir haben es erlebt: aus der gewaltsamen 12. Verband der christlichen Gewerkschaften Entscheidung fann niemals ein andres Regime 13. Verband der deutschen Staatsangestellhervorgehen als die Gewaltherrschaft, weil der tenbereinigungen Bürgerkrieg selbst, der Ströme von Blut vergießt, 14. Deutsche Gewerkschaften ohne Zentrale so viel Haß, so viel Wui, so viel Leidenschaft er- 15. Internationaler zeugt, daß der Herrschende die Besiegten auf lange Zeit nur mit Gewalt niederhalten kann. Ich selbst habe in unzähligen VersammlunEin Mord im Böhmerwald. Der pensio- gen unzählige Male das Wort des Dichters geneirie Bergarbeiter Johann Baa aus Neid braucht: Das Leben ist der Güter höchstes nicht". ( Bezirk Ronsperg) hatte am Samstag abends in Aber ich wünsche nicht, daß wir dieses Wort einem Gasthaus in Haselbach mit dem dor phrasenhaft gebrauchen, daß es zu einer eitlen, figen Landwirt mihi ild einen Streit. verantwortungslos hingeworfenen Redensari Aber was es heißt, die unbeschränkte Gewalt Am Sonntag früh wurde Paa mit schweren wird, sondern ich wünsche, daß wir uns der ganMesserstichen am Kopfe bewußtlos in einem zen Verantwortung bewußt sind, wenn wir zu Straßengraben aufgefunden und starb noch im den Arbeitermassen und der Arbeiterjugend von Laufe desselben Tages. Als Täter wurde der den Möglichkeiten sprechen, die eventuell unserm Landwirt Michl Wild verhaftet, an dessen Selet Rampf nicht erfpart bleiben, und von der Notdern sich Blutspuren befanden. Der ermordete wendigkeit, ernsthaft gerüftet zu sein. Und des Johann Paa war Mitglied unserer Lofalorgani- wegen meine ich, daß unser Programmentiwurf sation Neid und hinterläßt vier unversorgte fagen foll: Kinder. Druckfehlerberichtigung. In unserer gestrigen Polemik mit der Deutschen Bresse" über den Verlauf des Tetschner Wohnungsfürsorgetages sind zwei störende Drudfehler unterlaufen. Auf der ersten Spalte unten soll es heißen:„ eine von Inflation und Striegsfolgen zehnfach heimgesuchten Millionenstadt"; im Schlußiaß wurden die Christlichsozialen eingeladen, nächstens Referenten über die Wohnbaupolitik der Wiener Luegerzeit" ( nicht„ Bürgerzeit") zu stellen. " Wir wollen diesen Weg des Blutvergießens des Krieges nicht! Wir haben das Vertrauen zu unsern geistigen Kräften, daß wir in geistigem Ringen siegen tönnen, und brauchen nicht den Weg der Gewalt. ( Beifall.) Zu einem Weg der Gewalt kann uns nur der Gegner zwingen. Ja freilich, wenn er uns die Möglichkeit nimmt, mit den geistigen Waffen zu siegen, dann ist kein anderer Weg mögLich. Weil wir dem Gegner mißtrauen, weil wir Ein seltsamer Vigamie- Fall wird aus Schweden wiffen, daß er mit solchen Gedanken spielt, desberichtet: In Mölndal bei Gotenburg starb ein megen sagen wir: Rüstet euch! Wir wollen den Tischler, der von seiner Fautilie in Mölndal be- Strieg nicht, aber wenn der andre uns angreift, trauert wurde. Surz nach dent Tode stellte sich her dann soll er uns gerüstet finden. Wenn wir veraus, daß der Ddantit auch Familienvater in antwortungsbewußt sind und die Arbeiter war Gotenburg war. Vor zehn Jahren hatte er sich nen, etwas leichtfertig zu unternehmen, was die mit feiner zweiten Fran in Goicuburg verheiratet Gewalt heraufbeschwören könnte, auf der andern und dabei die Legitimationspapiere seines Bruders Seite aber sie bereitmachen für den Fall, daß die benust, der nach Amerika ausgewandert war. Zeit- Gewalt uns vom Gegner aufgezwungen wird, weise hielt er sich in Mölndal auf und zu anderen dann können wir nicht anders sprechen als in dem Zeiten wieder in Gotenburg. Ständig wechselte er Programmentivurf: Die Demokratie als den Weg, feinen Wohnsitz zwischen diesen beiden gar nicht weit den wir wollen, die bewaffnete Selbstverteidigung boneinander gelegenen Orten. Steine der beiden als das, was wir müssen, wenn die Gegner uns Frauen und auch nicht die Kinder in beiden Chen zwingen. allgewerkschaftlicher 87.799 47.722 46.363 25.759 11.279 155.773 226.911 49.690 20.185 8.058 44.373 201.085 Verband Insgesamt gibt es also in der tschechoslowafischen Republif 1,693.891 bei Gewerkschaften organisierte Arbeiter und Angestellte. Baumwolle. einigen wenigen Menschen in die Hand zu geben, erleben wir jetzt in Rußland. Man beginnt, die Preßfreiheit zu tonfiszieren für die Bour geoisie, und man endet damit, daß, wenn Trosty und Sino wje w zu den russischen In der letzten Zeit ist der amerikanische BaumArbeitern sprechen wollen, sie nur mit illegalen wollpreis beträchtlich gejunten. Die Ursache davon Broschüren sprechen können. Man beginnt damit, ist, wie die„ Narodni Listy" schreiben, die Reforddie Versammlungsfreiheit aufzuheben ernte des Vorjahres, von der noch große Vorräte für die Bourgeoisie, und endet damit, daß die alte lagernd sind. Die heurige Ernie soll aber noch Garde Lenins ihre Versammlungen nur noch zur größer fein, man spricht von fast 2 Millionen Bal Nachtzeit im Walde abhalten kann. Man beginnt len, was gegen das Vorjahr ein Plus von zwei damit, die Gewalt aufzurichten gegen die Bourge- Millionen bedeuten würde. Während der Baumoisie, und endet damit, daß eine Handvoll Leute wollpreis auf der Baumwollbörse in Bremen( int eine so unbeschränkte Gewalt in der Hand hat, daß englischen Pfunden) anfangs August 21.25, anfangs das Proletariat selbst seine Meinung nur so weit September sogar 21.31 betrug, sant er anfangs äußern tann, als diese Handvoll Leute es erlaubt, Oftober auf 15.14 und an'angs November 13.89. wobei sich selbstverständlich immer wieder die alte Erfahrung wiederholt, daß es teine furchtbarere Berjuchung gibt als die unbeschränkte Gewalt, Die amerikanischen Baumwollfarmer sehen sich nun durch das Fallen des Baumwollpreises in ihren Profiten bedroht und so beabsichtigt angeblich Und deshalb dürfen wir heute nicht mehr so die amerikanisch: Regierung, ähnlich wie dies Braüber diese Dinge fprechen, wie man in ganz an- filien beim Staffee getan hai, eine Balorisierung der dern. Zeiten, da wir schwach waren, sprechen Baumwolle durchzuführen, das heißt, durch den tonnie, sondern nur in einem Ton wirklicher Ver- Au fauf und die Zurückhaltung großer Mengen antwortung für das, was aus dem Worte werden von Baumwolle deren Preis zu steigern. Vielfach fann. Was jagt nun der Programmentwurf über mird aber an die Möglichkeit dieser Valorisierung diese Frage? Der Programmentivurf sagt zu nicht geglaubt, weil dazu ein Betrag von etwa drei nächst: die Arbeiterklasse hat in Desterreich die Milliarden Dollar, das find 100 Milliarden Ke demokratische Republif erobert und diese demo- notwendig wäre und weil durch die Ausdehnung fratische Republik der Bourgeoisie aufgezivungen. des Baumwollbaues in den außeramerikanischen Jetzt wollen wir diese demokratische Republit Staaten( Indien, Aegypten) die Absicht der ameausnüßen, die Rechte, die wir uns selber erobert rifanischen Regierung durchkreuzt werden könnte. Die Vorgänge auf dem Baumwollmarkte zeihaben, ausnüßen, um mit demokratischen Mitteln die Herrschaft in der Republik zu eroberu. Die gen wieder einmal die Schädigung einer planlosen Herrschaft in der Republit beruht darauf, daß die kapitalistischen Wirtschaft, Seite 6 Literatur. Georg Leopold Weisel: Aus dem Neumarker Landestor.( Sudetendeutscher Verlag Franz Kraus, Reichenberg, 1926.) Mit der Sammlung und Herausgabe der Schriften des Doktor Weisel aus Neumart hat sich der Böhmerwaldschriftsteller Josef Blau ein neues Verdienst erworben. Doktor Weisel ( geboren 1804 in Přestis bei Pilsen, gestorben 1873 in Neumark) war jüdischer Herkunft und sam nach Absolvierung seiner medizinischen Studien an der Prager Universität als Wund- und Entbindungsamat nach Neumark im Böhmerwalde. Dort be tätigte er sich sehr eifrig als Volksaufklärer und Schriftsteller. In zahlreichen Abhandlungen und Auffäßen schuf er ein getreues Bild des damaligen überlassen. Wohl aber bekennt sich der Verfaffer| gleichstarter Partner des Gastes, Rösner wirkte selbst mit laver Begründung seines Standpunktes sehr stark als Chorführer der Alten. Die Chöre zu den Lehren des Berliner Physikers Nernst selbst waren etwas bunt und oft schienen sie nur Hilde Kraus Die flare Sprache kommt dem Zwecke des Buches Volksgemuriel zu markieren. ebenso zustatten, wie das prächtige und reiche Bil-( Beatrice) war etwas nervös; sie sollte zweierlei Terdermaterial. Dem naturwissenschaftlich interessierten nen: ihre schöne Erscheinung weniger in der hastigen Laien, den öffentlichen Bibliotheken und dem bil- Bewegung als im malerisch Ornamentalen wirken dungsbeflissenen Jungarbeiter kann das Buch aufs zu lassen und mit ihrer starken und für sentimentale fr. Rollen fast zu tiefen Stimme besser hauszuhalten. wärmste empfohlen werden. Die Inszenierung Kramers verdient volles Lob; für Wiederholungen sollte man sich jedoch zu größeren Streichungen entschließen. E. F. Kunit und Willen Gchillerfeier. ,, Die Braut von Messina". fremde Frau." Der Film. Montag:„ Die Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Donnerstag, halb 8 Uhr:„ A dieu Mimi." Freitag: Königin von Saba." Samstag, Mit dem Wallenstein" hatte Schiller den Höhe halb 8 Uhr: Der Rastelbinder." Sonn Volkslebens und deshalb ist es sehr zu begrüßen, puntt feines dramatischen Schaffens erreicht. Was tag, halb 3 Uhr:„ Die Teresina"; halb 8 Uhr: daß diese wertvollen Arbeiten durch Zusammen ein franker, von der Not an dem Gewöhnlichsten ge- Adieu mimi"- Montag: Die Jüdin." daß diese wertvollen Arbeiten durch Zusammen fassung in Buchform der Vergessenheit entrissen Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: wurden. Toktor Weisel hat sich zwar in seinen plagter Körper, was ein Geist, der nach Schönheit Beschreibungen- namentlich in sozialen und Ful- hungerte und dem die kleine Hauptstadt des Duodez- Kopf oder Schrift"- Freitag:„ Kamefürstentums enge Grenzen zog, zeugen konnte, weil raden."- Samstag:„ Reiner Tisch." nurellen Fragen- den engen Gesichtspunkten feiner ein unsterblicher Genius ihn beseelte, das hatte Sonntag, 3 Uhr: Kopf oder Schrift"; halb Beit untergeordnet, doch der Grundton der Darstel- Schiller der Mitwelt gegeben, die dem vom Tode ge- 8 Uhr:„ Reiner Tisch." Tung läßt zweifelsfrei erkennen, daß er ein bezeichneten Dichter bald eine Nachwelt sein sollte. Die geisterter Fortschrittsmann war. Sein mutiges Ein- Braut von Messina" ist das Produkt eines treten für das von heuchlerischen Adeligen gebro- fuchenden Geistes und eines ermatteten Temperachene Recht der Chodenbauern, sein hörbares Auf- ments. Goethe hatte Jahrzehnte Zeit, die Weisheit seufzen gegen die klerikale ,, Seelenpolizei"( er ist des Alters reifen zu lassen, dem klassischen Stil Volaus äußeren Gründen zum katholischen Glauben Tendung zu geben und die Sprache olympisch vollübergetreten) und schließlich seine unbarmherzige kommen zu gestalten. Schiller war von den Furien Jannings bleibt in Amerika. Emil JanKritik an der geistigen wie an der moralischen Ver- allzu irdischen Leides gehetzt, als er nach neuen For- nings hat mit der Pa ra mount einen lang= wahrlofung des ländlichen Spießbürgertums find men und neuem Inhalt seiner Dichtung suchte. Daher iährigen Vertrag abgeschlossen und scheint daher Beweise dafür, daß der Landarzt Weisel in einer mußte ihm der Irrtum widerfahren, den hellenischen für Europa endgültig verloren zu sein. Ein größеfreieren Zeit als mutiger Kämpfer für den sozialen Tragödienstil rein äußerlich in der Nachahmung der rer Schlag konnte die deutsche Filmindustrie, die so Fortschritt seinen Mann gestellt hätte. Vieles, was Chöre zu erneuern, ein Sujet, das den Motiven sei wie so eine Krise durchmacht, nicht mehr treffen. Es er an den Sitten und Gewohnheiten der Böhmer- ner stürmischen Frühzeit ähnelt, auf den Kothurnen fehlt nur noch, daß auch Conrad Veidt, der sich wäldler tadelte, die Ungaftlicheit der Gasthäuser, die des antiken Dramas auf die Bühne zu führen und augenblicklich in Amerika bei den United Artists befinnlosen Saufereien und Tanzereien bei allen mög in der Durchführung den romantischen Einflüssen, findet, drüben bleibt: dann sind die Deutschen so gut wie fertig. Der bekannte Regisseur Merander lichen Anlässen, und schließlich der tiefwurzelnde dem Gedanken der Schicksalstragödie zu erliegen. So Corda und seine Gattin Maria Corda sind von medizinische Aberglaube, ist heute noch nicht ganz wurde die Braut von Messina" das schwächste Büh- der First National nach Amerika verpflichtet ausgerottet und erinnert die Arbeiterbewegung an nenstück Schillers. Nur eine ganz große, eine origi- worden. Langsam, aber sicher folgt alles dem Lockihre große Kulturmiffion, die sie auch in diesen ent- nelle oder von wahren Karyatiden der Schauspiel- ruf des Dollars. legenen Gebieten zit erfüllen hat. Das Buch set funst getragene Aufführung rechtfertigt sich und kann ollen empfohlen, die das Leben unseres Waldvolkes den Lorbeer auf dem Grabe des Dichters mehren. in seiner ernſten und auch in seinen heiteren Zügen fennen lernen wollen. iPraktische Weltreise. Bernhard Kellermann, der bekannte Schriftsteller, tritt dieser Tage eine Weltreise an, die im Automobil vor fich gehen wird und anderthalb Jahre dauern soll. Seine Eindrücke soll der Dichter nicht nur literarisch, sondern auch in einem Film festhalten, zu welchem Zwecke ihn der Operateur Werner Bohne begleiten wird. Donnerstag, 11. November 1926. Vom 11.- 15. November 5 vorteilhafte TaschentücherTage für hinder mit Bild von 20 h per Stück aufw. mit Ajour von 50 h per Stück aufw. für Damen mit Ajour von 80 h per Stück aufw. für Herren gesäumt von Kč 1.30 per Stück aufw. Luxus- Taschentücher in größter Auswahl Ausstellung von Taschentüchern in allen Schaufenstern. Rudolf Reach, 4362 Prag, Ulice 28. října 10. Auch ein Rekord. In Hollywood besteht seit vier Jahren das Kino ,, Egyptian Theatre", das bis heute bloß elf Filme gespielt hat, von denen wei im Zweischlagerprogramm liefen. Selbstver ständlich ist die Zahl der täglichen Aufführungen dieses Rinos genau dieselbe wie die der anderen Unternehmen. Vereinsnachrichten. Aufruf Mrs Cheneys Ende, ein Bühnenstück von Fre rung gelangte, wird unter der Regie von Ernst derick Lonsdale, das auch in Prag zur Auffühung gelangte, wird unter der Regie von Ernst 2ubitsch auf die Leinwand gebracht werden. Eine der männlichen Hauptrollen wird Adolf Menjou zur Gründung eines deutschen Arbeiter- Turnbekleiden. und Sport- Vereines in Prag. Der neue Rin- Tin- Tin- Film heißt: Bont Spürhunden verfolgt". Päpstlicher als der Papst scheinen die Stadt Allzuwenig spürt man in diesem Trauerspiel vom glühenden Atem des revolutionären Schiller. Ernst Mühlbach: Das Weltgebäude durch Entsagung und Menschenfeindlichkeit( Die Erde ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt die Jahrtausende und im Lichte der neueren Physif mit seiner Qual"), Unterwerfung unter das blinde ( Thüringer Verlagsanstalt und Druceret, Verhängnis erfüllen die klangschönen Verse der G. m. b. S. Jena). Der als naturwissenschaft- Braut von Messina". Nur in den ersten Chorszenen licher Schriftsteller bestbekannte Leiter und Heraus- rechtet der alte, streitbare Schiller mit den Tyrangeber der„ Urania", Ernst Mühlbach hat den bannen und der Fluch der friedlichen Völker gegen die fenswerten Versuch unternommen, in einem elegant friegführenden Herrscher wirkt fast zeitgemäß. Die und reichhaltig ausgestatteten Büchlein von unge Zuversicht, daß die Dynastien dahingehen, aber die fähr elf Druckbogen Umfang eine gemeinverständ- Völker bleiben, läßt in der Tragödie des Weltschmerliche Darstellung des Weltgebäudes und des wech- zes und der Resignation den Keim jenes Isten Aufselnden Weltbildes zu geben. Der erste Teil ist glühens erkennen, das uns in dem jüngeren und historisch gehalten und zeigt uns an den Systemen fraftvollen Wilhelm Tell" geschenkt ward. der großen naturwissenschaftlichen Denker, vor Die Prager Aufführung war auf die düsterste allem an den großen Etappen, die durch die Namen Note abgestimmt. Grabmusik und Cypressen, dun- bäter der fleinen nordenglischen Stadt Coventry Ptolomäus, Kopernikus, Galilei und Newton ge- felblauer, trauriger Himmel und schwarze Gewänder fennzeichnet sind, wie sich das Weltbild der begleiten das Drama von den ersten Bersen bis zum Menschheit, das eine der Wurzeln ihrer Weltanschaudervoll schmerzlichen Ende. Die Aufführung schauung ist, entwidelt hat. Der zweite Haupt- tann weder Größe noch Originalität haben, aber sie abschnitt führt uns in die Arbeitsweise der wahrt den Stil der Pietät und ihr Eindruck mag modernen Astronomie ein. Wir erfahren, mit wellam besten als würdig bezeichnet werden. In dem Rüstzeug der Aftronom arbeitet und die zahl- Erni rubefch( sabella) stellte sich eine sprechreichen Abbildungen erleichtern uns das Verständnis tüchtige und in der Darstellung Ebenmaß und Hal des schwierigen Stoffes. Dann werden die Ergeb- tung verratende Tragödin vor. Sie stand nicht nur nisse der Königin der Wissenschaften" in faßlicher der Rolle, sondern auch der Zeitung nach im MittelForm dargestellt und die Lösung der kosmischen punkt des Dramas. Als Don Cäsar gastierte Curt Schnißler im Film. Das Verfilmungsrecht des Welträtsel erfreulicherweise nicht dünfelhaft diftiert, Fischer- Colbrie, der durch klare und schöne Schauspieles Liebelei" von Arthur Schnik sondern dem freien Urteil des denkenden Lesers Sprache auffiel. Hölzlin als Manuel war ein Ier hat Hegewald Film erworben. Auf der Wolga. Von Mar Barthel. Das Schiff, mit dem wir von Saratom nach Astrachan reisten, hieß ,, Roter Oftober". Mitten in der Nacht begann die Fahrt. Die Lichter von Saraton löschten aus, nur die Uferfeuer kleiner Dörfer waren sichtbar. Alles ertraut und versant. Nur das Schiff lebte. Die großen Maschinen stampften, und zu ihrer Musik stieg fönender Gefang auf: das Volf begann in der Tiefe des Schiffsbauches zu singen und machte diesen Bauch zu einem liedervollen Herzen. Die Sterne hingen in der Nacht wie bleiche Lampions. zu fein, denn sie haben den berühmten Ufa- Film bas zur Genüge befannte bigotte und scheinheilige ,, Varieté" in ihrem Bezirke verboten! Sogar Amerika hat den Film- allerdings mit entsprechen den Schnitten zugelaffen. Filmmonopol in der Türkei. Die türkische Nationalversammlung in Angora foll über einen Ge setzentwurf entscheiden, wonach die Filmeinfuhr und der Filmverleih ein Staats monopol werden soll. und ein andermal eine Sarawane schwankender| Reihen eines großen Jahrmartis aufgebaut. Kamele durch die Steppe wandern. Dampfende Küchen sind zu sehen, umlagert von Die Wolga spannte ihre Arme weit aus und den Lastträgern und Arbeitern des Hafens. umschloß das grüne und auch das verdorrte Land: Fischer sieht man und viele Kinder. Perfer laufen Kleine Nebenflüsse lösten sich aus dem alten herum, viele Juden, Armenier, Zigeunerinnen, Strombett und suchten und fanden ihren Weg in Sirgifen, Bettler und viele Kalmüken, die in das wüste Kaspische Meer. Neue Inseln rauschten lehmgrauen Mänteln und hohen Lammfellmühen auf, neue Sandbänke bauten breite Barrikaden. gößenhaft durch die Reihen gehen und ein Auch der zweite Tag unserer Reise war vollsteinernes Lächeln in den mongolischen Geſichtern strahlender Heiterfeit. Immer noch dröhnte der Schiffsbauch wie ein Herz von den Liedern der vielen Passagiere, die nach dem Süden reisten. Wie in einer Wolfe von Musif stampste unser schönes Schiff. Endlich erreichten wir Astrachan. Kurz vorher beginnt auf der Bergferte die Kalmüfenrepublik. An der Station Kalmüßti legten wir an. Hinter den Landungsbrücken erhoben sich seltsame Holzbauten; eine vollkommen andere Welt baute sich auf mit den schwungvollen Linien orientalischer Architektur. Die Kalmüfen sind Buddhisten, halbe Nomaden, Fischer, Jäger und Hirten. Am frühen Morgen sahen wir die Landschaft. Auf der Bergfeite standen fahle Söhenzüge, die manchmal steinern erstarrten. Auf der Wiesenseite des Stromes blauten verschwimmende Wälder vor grünem, fruchtbarem Lande, das der Herbst leicht verfärbte. Die Wolga verströmte sich in mächtigen gelben Fluten. Sandbänke und Inseln stiegen aus dent Wasser, baumbestandene Aftrachan liegt grau und trostlos zwischen Inseln, die jedes Jahr in der Ueberschwem- Sumpf und Wüste. Die Malaria schüttelt diese mungszeit überspült wurden. Bis zehn Kilometer Stadt. Der Wüstenivind treibt rieselnde Sand tief springt dann der Strom in das Flachland. wolfen durch alle Straßen und orientalischen Unser Schiff verfolgte wachsam die vielver Höfe. Der Bürgerkrieg hat graufige Spuren schlungene Fahrrinne. Auf dem Grunde lagen hinterlassen. Das Zentrum der Stadt ist ein noch die kostbaren Fracht- und Petroleumschiffe, Trümmerhaufen. In den breiten Außengürteln die während des Bürgerkrieges versent worden aber hat sich das Leben festgesetzt. Man sieht waren. Aber jetzt war schöner, friedevoller Herbst. Ueber den versunkenen Schiffen fuhren die Lebendigen Schiffe. Petroleum und Naphta tam von Baku und Großny. Holz und Getreide schwamm von Saratow und Kajan hinunter nach Astrachan. Hinter Zaryzin faben wir auch die ersten tanzenden Fischerboote. Der Herbstanfang konnte jeden Tag beginnen. Auf der Bergseite dörrte die weite Steppe und Wüste. Am Flußufer und auf den tahlen Bergen waren Kleine Dörfer und Städte sichtbar. Schwarz und weiß standen fie gegen den Himmel, überblitzt von den goldenen Flammen punkvoller Kirchen. Einmal faben wir ein Rudel schwarzer Schweine im Wasser wühlen An dem Kanal haben sich auch die schmalen haben. Nicht nur die Küchen und Teestuben dampfen. Fischbuden stehen da und zeigen die getrockneten, aufgeschlitten Leiber der Fische, die Wobla" heißen und in Mostau ebensogut auf dem Markte hängen wie in Minst oder Omst, Persische Knaben kauern auf der Erde und haben scheinbar feinen anderen Lebensinhalt, als schmutzige Schuhe vom Wüstenstaub zu reinigen. Aber hinter den kleinen Schuhpußern und dampfenden Teestuben liegen leuchtend die großen Hügel gelber und grüner Melonen, die blauen Gebirge füßer Weintrauben und die blutbollen Kugeln der Granatapfel. Auch die grellroten Ketten des Pfeffers sind zu sehen. Die nahe Wüste schickt nicht nur Staub und Sand in die Stadt: aus ihren Dasen kommen die füßen, funkelnden Früchte, damit nicht nur Staub fei und der üble Geruch der schweren Fischwolken. Heute, Donnerstag, den 11. November 1926, um 8 Uhr abends, findet im fleinen Heine- Saal, Fochová, Weinberge, die gründende Berjammlung 1. Ronstituierung. mit folgender Tagesordnung statt: 2. Referat des Genossen Jakich über Wege und Ziele der proletarischen Körperfultur. 3. Beschlußfaffung über das Statut 4. Wahl der Vereinsfunktionäre. 5. Unser nächstes Arbeitsprogramm. 6. Mitgliederaufnahme und Altfälliges. Deutsche Arbeiter und Angestellte von GroßBrag! Wir rechnen auf eure tätige Anteilnahme und volle Unterstützung bei dem Aufbau dieser wichtigen proletarischen Kulturorganisation. scheinet zahlreich zur gründenden Versammlung unseres deutschen Arbeiter- Turn- und Sportvereins! Mit Frei Heil!" Er Der vorbereitende Ausschuß. Herausgeber Dr. Ludwig Czed. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Für den Drud verantwortlich: O. Holit. Drud: Deutsche Reitungs- A.- G., Brag. WERBUNG Für das sozialistische Buch Karl Marx: Lohnarbeit und Kapital. Brosch. M. 0,30. P. Kampffmeyer: Vom Zunftgesellen zum freien Arbeiter. Leinen M. 1,95. GENOSSEN Karl Marx: Das kommunistische Manifest. Brosch. M. 0,60. Ferd. Lassalle: Arbeiterprogramm. Brosch. M. 0,20. Fried. Engels: Die Entwicklung des So zialismus von der Utopie zur Wissenschaft. Brosch. M.0,40 BEDEUTET P. Kampffmeyer: Lassalle, ein Erwecker der Arbeiter kulturbewegung. Leinen M. 2,-, Broschiert M. 0.70. P. Kampffmeyer: Die Sozialdemokratie im Lichte der Kulturentwicklung. Broschiert M. 0,60 AUFSTIEG Das Heidelberger Programm. Grundsätze und Forderungen der Sozialdemokratie. Brosch. M. 1.-. Zu beziehen durch den Verlag J. H. W. Dietz Nf. Berlin SW 68 Lindenstraße 3 oder durch: Das Heidelberger Programm. Grundsätze und Forderungen der Sozialdemokratie. Brosch. M. 1,-. Zu beziehen durch den Verlag J.H. W. Dietz Nf. Berlin SW 68 Lindenstraße 3 oder durch: Nach einigen Tagen fuhren wir mit einem Motorboot fünfzig Kilometer die Wolga auf wärts nach den großen Fischgründen. Die HerbstBasare, Kaufläden, Restaurants, Teestuben, Sti- fänge hatten in den ersten Oftobertagen eingechen u. den Betrieb vieler Handwerker. Vom Hafen scht. Tag und Nacht ging der Fang. Bis an die aus geht an der Häßlichen Börse ein Ranal quer Brust standen die tatarischen Fischer, die Wanderdurch die Vorstadt. In diesem Sanal liegt die arbeiter und Rojaten im falten Wasser und holten Fischerflotille, Mast neben Mast, ein steiler, ent- die Schleppneße ein. An den Fischbänken saßen krönter Wald, der nur dann aufblüht, wenn der Frauen und Mädchen und sangen bei ihrer Sturm in den geblähten Segeln faust. Hier ist blutigen Schlachtarbeit. Der Wasserschutz war der große Fischmarkt Rußlands. Im Frühling und immer unterwegs. Die Kalmüten brachen in im Herbst birst die Stadt von den unzähligen jenen Tagen in der Steppe unzählige Male ihre Sändlern. Dann ist alles andere unwichtig: die leichten Zelte ab und fentien die kleinen Wege VOLKSBUCHHANDLUNG Bafare, die Restaurants und die kleine Werft. in das unsterbliche Flußaufwärtstvandern der Die Börse steht jenseits von gut und böse und blauen, grünen, schwarzen und rotgetupften Fisch- Teplitz- Schönau. milliarden.... lärmt und leuchtet jede Nacht. Kremser& Co. Theresiengasse 18-20.