Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Netazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Postschedamt: 57544. Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Blamage Nr. 2. Sonntag, 14. November 1926. Ein Jahr: Bezugs- Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kě 16.vierteljährlich 48.halbjährig 2 ganzjährig... 96.192.Rüdftellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rith Nr. 266. Denkt an den 15. November 1925! Was die Bürgerparteien versprachen und was sie hielten. Von der nationalen Einheitsfront zur 3olltoalition. Die Meinung, daß Blamagen abschrekfend wirken, scheint den neuesten Erfahrungen zufolge ein Vorurteil zu sein. Die deutschen Regierungsparteien tönnen jedenfalls nicht genug davon bekommen. Wer hätte gedacht, daß das blamable Beispiel des christlichsozialen Justizministers zur Nacheiferung aufreizen werde! Herr Mayr- Harting wollte zeigen. wie irrig die Meinung der Gegner der deutschbürgerlichen Regierungseinschleicher ist. Wohl des Arbeiters. Montag fährt sich der Tag, den das arbei- bürgerlichen Versprechungen Glauben zu schendaß man die Rechtssache des deutschen Volkes tende Volk dieses Staates im Kalender schwarz ten und vorausgesagt, daß der bürgerliche Wahlnicht allein vom Wohlwollen und von der anstreichen sollte und der vor allem für das ju- sieg Gnade der tschechischbürgerlichen Machthaber detendeutsche Proletariat ein Tag des Zor nicht den nationalen Ausgleich und abhängig machen dürfe und er nahm einen An- nes und der Zähren war. An diesem abhängig machen dürfe und er nahm einen An Tage find große Massen des arbeitenden Boltes nicht die Befreiung der deutschen lauf, um zu beweisen, wie spielend leicht es einen Weg gegangen, der für sie und für die dem feit seinem und Herrn Spinas Eintritt in die Gedanken des Klassentampfes trengebliebenen Minderheit vom Drud des TschechiRegierung sei, die Mauer des Sprachenunrech- Arbeiter verhängnisvolle Folgen haben sollte. Fierungssystems tes, gegen die die anderen deutschen Parteien Rehntausende, die in die Reihen der arbeitenden vergeblich anrennen, wenigstens teilweise zu lasse und ihrer Partei gehören, find den Wahl- bringen würde, sondern die Bildung einer bür- Minister sizes und ihrer setten 3ollpro. durchbrechen. Recht schön brav und loyal sein. parolen der Bürgerlichen auf den Leim gegan- gerlichen Klassenfront dann wird man die Deutschen als" Gleiche gen, find dem Schwindel erlegen, den das unter Gleichen" behandeln, diese Lorelenge- deutsche Bürgertum mit den Schlagworten von jänge hatten die deutschbürgerlichen Aktivisten der nationalen Ginheitsfront", vom oft mit freudigen Ohren angehört und schließ gemeinsamen Abwehrkampf". vom ,, Volksverrat der Sozialdemokra Das Bürgertum hat in seinem Wahlkampf lich auch befolgt und sie leisteten, ihre frühere ten" trieb. Schneller als man fürchten konnte, nicht davor zurückgeschreckt, das Volk in der geVergangenheit über Bord werfend, den Stüt hat das Verhängnis sich erfüllt. Die Sozialdemo- meinsten und niederträchtigsten Weise zu betrüzen des herrschenden nationalen Entrech- tratie hat die Entwicklung, die nach einem bür- gen. Der Prozeß Křepet- Lodgman hat tungssystems eifrig Hausknecht- und Stiefel- gerlichen Wahlsieg kommen mußte, vorausgefagt bie beschämende Tatsache an den Tag gelegt, daß puzerdienste, halfen mit, die Opposition zu und die Arbeiter gewarnt. Sie hat ihre die Bürgerparteien Aufrufe zur Bildung der navergewaltigen, die undemokratischen parlamen- aanze Kraft aufgeboten, um die proletarische Be. tionalen Einheitsfront an die Massen richteten, tarischen Gepflogenheiten der allnationalen bölferung über die wahren Pläne der Bürgerli- die in privaten Zusammenfünften und Ernei Koalition zu konservieren, oppositionelle Ab- chen aufzuklären. Wir Sozialdemokraten pen, in Weinstuben und Bars zwischen geordnete nach dem Schutzgesetz dem Gerichte haben vorausgejagt, daß Loreleyge- deutsche würde: auszuliefern und ähnliches mehr. Mayr- Har- der Wahlsieg der Bürgerlichen bedeuten ting wollte nun als Erster das Trinkgeld für diefes brave Verhalten einkassieren. Es befam ihm schlecht, obwohl er sich doch gut zu Zölle und Zeuerung, Erhöhung der indirekten Steuern, Stärlung der fleritalen Macht, Gefährdung der Sozialversicherung, Verfolgung der Arbeiterklasse und Erhaltung des Militarismus. Wir haben die Arbeiterklasse gewarnt, unter Preisgabe der nationalen Interessen. Unfere Gegner aber können sich gratulieren, daß sie im deutschen Lager den besten Bundesgenossen besitzen, den sie dazu jederzeit nach Lust mit nassen Hadern schlagen können, ohne auch nur auf eine Abwehr zu stoßen." Das schrieben dieselben Agrarier, die damals schon entschlossen waren, um eines fite wegen unter das Joch Svehlas zu kriechen und die sich heute widerspruchslos der Befehlen ihrer tschechischen Klassengenossen fügen! Als wir es ablehnten, den Schwindel der deutschen Einheitsfront miizumachen, schrieb das christlich soziale„ Bolt": ,, Aus dieser Stellungnahme der deutschen Sozialdemokraten kann man deutlich ersehen, daß ihnen die Gelüfte nach Minister stühlen höher stehen als die Sorge um das deutsche Schulwesen." um unverantwortlichen Funktionären vereinbart So schrieben und sprachen die deutschen orden waren, ohne daß die Parteiführungen da von Kenntnis hatten. Die Landbündler Christifozialen, deren Filter Mayre haben eingestanden, daß der Name des Harting damals schon entschlossen war, Parteiführers Křepet unter einen solchen Auf- jeden Preis einen Ministerstuhl zu erobern und ruf kam, ohne daß Křepek von dem Aufruf die heute als Regierungsvartei mit leinen Wort wußte, den er nach seinem eigenen Geständ- gegen die neuerlichen Schulsperrungen protenis für einen Unsinn hielt. Damals gaben sich stieren! die deutschen Landbündler als die Wahrer der Die landbündlerische Scholl aber chaBoltsinteressen aus und die„ Deutsche Land- rakterisierte damals das, was die deutschen Agrapost" schrieb ant 9. Oktober 1925 über die dent- rier jetzt getan haben, mit folgendem Ausspruch:. iche Sozialdemokratie: ,, Ihr ist die doktrinäre sozialistische Medas thode lieber als das Volkswohl, 11 ,, Es sei denn, daß es gelingt, sonst noch eine Bartei nach Svehlaschen Prinzipien einzuseifen und zur Regierungspartei zu machen." Dieselben Agrarier, die damals entschlossen erinnern wußte, daß der große Zauberer Švehla, so oft er mit den deutschen Aktivistenführern im trauten Salon zusammensaß, um ihnen das aktivistische Rückgrat zu stärken, so wunderschön zu reden verstand, daß es wie ein Versprechen aussah, wobei es den ahnungslojen Gemütern nicht einfiel, daß es dem mit allen Salben geschmierten Gottsöbersten mit der zeitweiligen Gewinnung der deutschen Aktibisten für die Regierungsmehrheit, nur um pirä- Titel veröffentlicht: Der B. d. L. fordert die die Schaffung zweier auswechselbarer Gar- für die feit ihrer„ realen" S. nituren zu tun war, um die eine ständig ge- gerpolitik zu sehen. Wie hätten sie haarscharf Aenderung der parlamentarischen Geschäfts- waren, sich selbst einseifen zu lassen, verkündeten gen die andere ausspielen zu können. Bradač, nachzuweisen gesucht, daß nicht die Politik es ordnung." Er fordert eine Aenderung der als ihre Wahlparole in der Saazer Heimat": der Vorsitzende des Budgetausschusses, erweckte er ften Strebens nach einer ehrlichen Ver- Geschäftsordnung. Das hat er doch wohl auch„ Sie Klaffenkampi- hie Boll" den Minister aus seinem holden aktivistischen ständigung der Völker, nicht Fordern und schon früher getan, ehe er es noch für notTraum und ließ ihn mit einem Maulforb ver- Kämpfen, sondern demütig winselnde Bitt- wendig hielt, sich und der gesamten deutschen und gaben sich als die Vertreter der InterDie Chriftlichso duzt davonschleichen. und Canossagänge, mit einem Wort: der Bevölkerung durch seine armseligen Mäßchen essen des Gesamtvolles aus. zialen verkündeten den neuen Weg, der aber Nach dem Grundsay, daß Erfahrung eine Aktivismus" der deutschbürgerlichen Zollpar eine Demütigung zu bereiten. Chimäre ist, wollte der deutschagrarische Abteien, der alleinige Weg zum Erfolge ist! Daß die parlamentarische Daß die parlamentarische Geschäftsord- nicht der neue Weg der bedingungslosen Regiegeordnete Windirich am Freitag im Bud- Aber, wie selbst politische Wickelfinder vor- nung den Bedürfnissen eines Nationalitäten- rungspolitik sein sollte, sondern ,, Dieser neue Weg soll der Weg einer gétausschusse das Beispiel Mayr- Hartings aussehen konnten, der Vorsitzende machte einen staates wie es die Tschechoslowakei ist, nicht großen und festen Einheit und Einigwiederholen. Er und Herr Stenzel hatten sich Strich durch die aktivistische Rechnung und angepast ist und daß die deutschen Sozialdekeit des deutschen Boltes sein." su einzelnen Sapiteln des Staatsvoranschla- forderte Herrn Windirsch auf, sich der Staats- rtofrate für ihre gerechte Aenderung sind, ges Referate zuteilen lassen und sie wiegten sprache zu bedienen. Bis dahin könnte man dem hat Genosse Abg. Hackenberg noch in Diese Einigkeit" äußerte sich ein halsich in der Hoffnung, daß ihnen als Bericht das Ganze als einen Vorstoß der deutschen derselben Sigung des Budgetausschusses Aus- bes Jahr später darin, daß critatter gelingen werde, was Herrn Mayr- Zollparteien gegen das Unrecht der Geschäfts- druck gegeben. Das hindert nicht, die BlaSarting als Minister nicht gelungen war. ordnung anjehen, aber was nun folgte, war so mage der deutschbürgerlichen Komödie in ihrer die deutschen Christlichsozialen deutiche nämlich, daß ihnen, entgczen den Bestimmun- kläglich, daß man versucht wäre, sich für dieſe vollen Größe aufzudecken. Den Deutschbür. Abgeordnete nach dem Schutzgesetz dem " der Nach der gerlichen, die in ihren Versammlungen gegen der Geschäftsordnung, erlaubt werde. Deutschbürgerlichen zu schämen. Staatsanwalt auslieferten. deutsch zu sprechen. So leitete denn So leitete denn Herr Wiederaufnahme der unterbrochenen Sizung heimnisvolle Andeutungen über weiß Gott Windirsch sein Referat zuerst tschechisch ein, gak der deutschagrarische Abgeordnete Böll- welche Zugeständnisse machen, die ihnen von Die begeisterten zutreiber war, der Reierung heimlich gemacht wurden, wis Deutschbürgerlichen aber waren um dann deutsch fortzufahren. Was hätte esl mann eine Erklärung ab, deren Sinn schon für die deutsche Bevölkerung bedeutet, es werde nunmehr ein„ begreifliches Bestre- sen, daß man ihnen diesen Schwindel nicht wenn das Erperiment Windirschs gelungen ben"-mehr Demut fann man nicht fordern glaubt und sie möchten um alles in der Welt die deutschen Nationalsozialisten, wäre! Der deutsche Arbeiter, Angestellte, Ge- der deutschen Regierungsparteien sein durch einen fleinen erschlichenen Erfolg der werbetreibende und Landwirt. dem das gel- eine Aenderung der Geschäftsordnung auf deutschen Wählerschaft die Richtigkeit ihrer die vor keiner Berleumdung der Sozialdemokra tende Sprachenunrech! den Verkehr mit den parlamentarischem Wege anzustreben, nach Bolitik beweisen, um dadurch gedeckt, umso tie zurückschreckten, die uns als die ,, Helfershelfer der Regierungsparteien" Behörden erschwert und ihm Hindernisse in welcher Tat" Herr Windirsch sein Re- ungestörter mit dem tschechischen Bürgertum den Weg leat, wenn er bei Gericht sein Recht ferat in tich e chischer Sprache hielt und ihren reaktionären Gelüften und der Befriedi- bezeichneten, weil wir den Schwindel der Einfucht, der deutsche Arbeiter und Beamte, dem Herr Stenzel gar nicht erst den Versuch qung ihrer Selassenwünsche sich widmen zu heitsfront nicht mitmachten und die jetzt selbst als dieses Sprachenunrecht wie ein Bleiflumpen wiederholte, sondern seine Rede von vornher- tennen. Aber nicht einmal das Mäntelchen, Verbandsgenossen der deutschen Regierungsparan den Füßen hängt, sie alle hätten blutwenig ein tschechisch ablas. Nicht einmal dazu raff das sie zur Verdeckung des Klassencharakters teien wahre Helfershelfer der Zollloalition gedavon gehabt, wenn Herrn Windirsch als Be- ten sich die deutschbürgerlichen Mannen auf, dieser Regierung benötigen, wollen ihnen ihre worden sind. Der„ Tag" stellte zivar feft: richterstatter und für seine Verson das wenn sie schon demonstrieren wollten und Bartner gönnen. Das aktivistische Erre- iment Deutschiprechen erlaubt porden, wäre. Aber mehr als eine Demonstration konnte dabei entpuppt sich schon in seinen Anfängen, selbst das Jubelgeschrei der Aktivisten hätten wir nicht herauskommen die Berichterstattung für das furzsichtige Auge, als ein HinderZustandekommen hören mögen, wenn Herrn Windirich fein quzum Zeichen des Protestes niederzulegen, nis für das scheinen so schlauer, in Wirklichkeit, ach, so aber das hätte am Ende gar eine Verstimmung eines nationalen Ausgleichs und einfältiger Plan gelungen wäre! Sie sind ja bei ihren Stoſtgebern hervorrufen können, die lediglich aus der Absicht geboren, noch heute besteht, kostet die Hakenkreuzler feine in beicheiden geworden die Rebellen und na- man um jeden Preis bei guter Laune erhal- eine brutale lajienherrschaft Ueberwindung! Als die Wahlen vorbei waren, hatten tionalen Einheitsfrortfä nbfer von gestern, ten muß. Es ist ein kläglicher Aufschwung der internationalen Bourgeoi das ihnen schon der fleinite Erfolg genügen zur Männlichkeit, wenn das Hauptorgan den sie über das arbeitende Volk zu die deutschbürgerlichen Parteien noch die un. lverschämtheit, den Wählern eine bessere würde, um darin einen schlagenden Beweis Bericht über diese Blamage unter dem fetten errichten. ,, Es würde uns eine große lleberwindung fosten, mit ihnen gemeinsame Front zu machen Die Einheitsfront mit den Zöllnern, die Seite 2 Sonntag, 14. November 1926. Die Chriftlichfoglalen Arbeitslosigkeit und Hunger in den Der„ deutsche" und der„ Ilawische" Prinz. verkündeten, sie würden im Parlament ,, Schulter an Schulter mit unseren Volksgenossen womöglich ohne Ausnahme die gemeinsamen deutschen Rechte gegen den gemeinsamen Gegner verteidigen." Und der Tenor der christlichsozialen JubelIndustriegebieten der Republif. Bei niedri= gen Löhnen sollen die Arbeiter, die um 10 bis 50 Prozent gestiegenen Lebensmittelpreise bezahlen, während die Großagrarier auf Kosten der Arbeiter, Kleingewerbetreibenden, Angestellten und Kleinbauern hymnen nach der Wahl war Hilgenreiners eine Milliarde an den Zöllen profitieren. frivole Aufforderung an die Wähler: Die Affäre des Coburgichen Grundbefizes in der Tschechoslowakei. Notwendigkeit eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Wir haben über die Angelegenheit des Co- nationale Spionin bezeichnet wird. Ebenso hat burgschen Grundbesizes in der Tschechoslowakei, ein gewisser, Dr. Stephan Steiner die Hände im die zur Verhaftung des Prager Advokaten Dr. Spiele, der Eisler geführt hat, bereits berichtet. Es handelt im Interesse österreichischer und ungarischer monarchistischer Gruppen fich im wesentlichen um die Frage, wer der Erbe des Coburgschen Grundbesitzes in der Slowakei, ,, Nun dantet alle Gott!" Gine furchtbare Industriekrise ist die Folge hauptsächlich Wälder, die einen Betrag von 600 arbeiten soll. Beide sollen zu verschiedenen maßder bürgerlichen Zollpolitif. Unsere Glas- und bis 800 Millionen Ko repräsentieren, sein soll. gebenden tschechischen Politikern Beziehungen Wenn wir nach einem Jahr bürgerlicher Porzellanindustrie, unsere Textilindustrie feiern, Der Erbe des Fideikommisses wäre der Prinz unterhalten und diese eben zugunsten des PrinKlaffenpolitik die Bilanz dessen ziehen, was weil die Märkte der Agraritaaten der Tschechoslo- Philipp Josias, während der privatrechtliche Erbe zen Cyrill ausgenüßt heden. das deutsche Bürgertum, was die Aktivisten, was wakei verschlossen bleiben. der bulgarische Prinz Chrill, der dem Hause Codie im parlamentarischen Verband vereinigten burg entstammt, ist. Es wurde mun seinerzeit in das Gesetz über die Beseitigung der Fideikommisse Landbündler, Christlichsozialen, eine Bestimmung hineingenommen, die nur den 3wed hatte, das große Erbe der Coburgs dem Gewerbeparteiler und NationalPrinzen Cyrill zuzuschanzen. In dieser Sache soll, wie die ,, Lidove Noviny" schreiben, lozialisten erreicht haben, so sehen wir alle Voraussa gen der Sozialdemokratie erfüllt, alle Wahlparolen der Bürgerlichen als Lügen enthüllt. Die Zollkoalition hat uns gebracht: Die Berteuerung aller Lebensmittel durch den Zoll auf Mehl, Brot, Fleisch, Reis, Butter, Fett, Heringe usw. die Berteuerung des Zuders im besonderen durch die Erhöhung der Zudersteuer, die Erhöhung der Spiritussteuer, die Zölle auf Futtermittel, die Erhöhung der Gehälter der hohen Beamten aber auch die Beseitigung Der Lehrerparität, die Ermächtigung an alle tommenden Regierungen nach freien Ermessen die Zölle noch zu erhöhen, ohne das Barlament zu befragen, 200.000 ungenügend oder gar nicht unterstütte Arbeitslose danken ihr Los der bürgerlichen Politik und dem Wahlausgang vom 15. November. Schon ars beiten die Bürgerparteien an der Beseitigung des Mieterschutes, um dem Arbeiter zu allen Lasten noch die je ch se fache riebensmiete aufzubürden. Eine weitere Tat der Zollfoalition wird die Berlängerung der Militärdienstzeit fein und die Steuerreform bedeutet eine Verewigung der indirekten Massenverbrauchs. Steuern. Die Bürgerparteien haben aber auch das parlamentarische System der Niederknüppelung der Opposition, der Anwendung der Bolizeigewalt und des Schußgesetes gegen die Opposition fanttioniert und mitgemacht. der Legationsrat Simet, seinerzeit Sekretär der Pětka, beim Preßburger Gericht interbeniert Wie aus der Darstellung hervorgeht, ist die Affäre Coburg nicht nur eine Privatangelegenheit der Beteiligten, sondern eine Angelegenheit, die die ganze Deffentlichkeit in höchstem Maße intereffiert. Es ist eine politische Argelege heit geworden. Die Regierung müßte bestrebt sein, das Dunkel, das über der ganzen Sache laſtet, zut erhellen, und dem Abgeordnetenhause restlos Aufflärung zu geben. Das Abgeordnetenhaus wieder hätte die Pflicht, sich mit der Angelegenheit eingehend zu befassen, und haben. Der Grund war angeblich der, daß man es wäre notwendig, einen parlamentarischen aus nationalen Gründen das Erbe nicht dent deutschen, sondern dem slawischen Prinzen des Untersuchungsausschuß einzusehen, Hauses Coburg zuschanzen wollte. Die patentier- der ebenso wie der Untersuchungsausschuß im Wieten tschechischen Republikaner sind zwar mit allent ner Nationalrat die Baufenangelegenheit aufgeGifer dafür, jenen Grundbesitz zu enteignen, der hellt hat, rücksichtslos die Schleier, die über sich im Besize deutscher Fürstenhäuser befindet, Angelegenheit des Coburgschen Grundbesitzes ge handelt es sich jedoch unt slawische Fürstenhäuser, breitet sind, aufhebt und alle Beteiligten, mögen vergessen sie ihren Republikanismus sehr bald. fie in welcher Stellung immer sein, zur Verant Tatsächlich wurde das bereits erwähnte Gesetz mit wortung zieht. Das würde allein schon das polijenen Aenderungen angenommen, für die sich tische Reinlichkeitsgefühl gebieten. Wenn die UnCyrill Coburg beziehungsweise sein Advokat Dr. tersuchung nicht erfolgt, wird in der gesamten BeGisler eingelegt hatten, die betreffende Stelle bölferung das Gefühl vorhanden sein, daß bei ber wurde aber so schlecht stilisiert, daß die Uebergabe Buteilung des Coburgschen Erbes politische Eindes Coburgschen Besites an Cyrill nicht durchge- flüsse im Spiele gewesen sind. führt werden konnte, und so waren Bestrebungen im Gange, entweder das Gesetz nochmals zu ändern oder mittels einer Durchführungsverordnung dem Prinzen Cyrill den Millionenbefiz endgültig zuzu tie", wie sie selbst das Schutzgesetz nannten, nach- schanzen. Sie haben das Todesurteil der Demokra träglich gutgeheißen. Sie haben für all dem deutschen Volk nicht einmal den versprochenen Ersatz ber nationalen Befreiung gebracht. Sie fügen sich flavisch dem Willen der tschechischen Bürgerparteien und haben sich bedingungslos unterwor fen. Hunger und Elend, Arbeitslosigkeit, Teuerung, Kurzarbeit und Wohnungsnot, Steuerdruck und Berzweiflung der Massen- Berelendung der breiten Schichten des arbeitenden Boltes aller Beruisarten Die Kongrua für die Geistlichen und die Erhöhung der Difiziersgehalte, Nach einem Jahr bürgerlicher Klassenpolitik, nach einem halben Jahr Zollfoalition, zeichnen den Weg, den die Koalition der ner und Kongruisten gegangen ist. wüten Arbeiter und Arbeiterinnen, Angestellte, Kleinbauern und Kleingewerbetreibende denkt an den 15. November 1925! Und wenn ihr die Bilanz dieses Jahres bürgerlicher Klassenpolitik zieht, dann werdet ihr zum entschiedenen Kampf gegen die Koalition der Ausbeuter schreiten mit der Parole: Nie wieder Bürgerregierung! Die Untersten. 11 Roman von Victor Noad. Walter fannte diese Verkettung der Umstände, und er stieg schweren Herzens die drei Treppen zur elterlichen Wohnung hinauf. Hodza wird eine Erklärung abgeben. Wie die Prager Abendzeitung erfährt, bereitet Unterrichtsminister Dr. Hodža eine Erklärung über die Affäre Coburg vor, die der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. * Eine Erklärung Hodžas. Prag, 13. November. Unterrichtsminister Anfang dieses Jahres erbat sich Prinz Den entsprechenden Antrag im Abgeordnetenhause auf Aenderung des Gesezes stellte seinerzeit der Vorsißende des nationaldemokra tischen Klubs, Professor Lutavsfy, die Initiative stammt aber, wie die Lidove Nobinh" berichten, von der Betka. Wbgeordneter Dr. Hodža hat der Tagespresse heute eine ErtläStribrny schreibt in der„ ,, Nova Evropa", die Bella rung über die Coburg- Eisler- Affäre zur Verfühabe das fertige Elaborat aus dem Außenministe- gung gestellt, in der es heißt: rium erhalten. Das Interesse des Außenministe riums bestand darin, daß die Uebergabe des Grundbesizes an Cyrill eine Kompenfation für den Vertrag gewesen sein soll, den damals die Tschechoslowakei mit Bulgarien abgeschlossen hatte. Die Durchführung dieser ganzen Angelegenheit, die in den Händen des Dr. Eisler lag, hat Zöll- nun sehr viel Geld gekostet. Dr. Jaroslav Stranfth veröffentlicht in den Lidove Novinh" einen Brief eines der Agenten des Chrill Coburg, worin betont wird, daß Geld nötig sei zur Sicherung gegen das Bodenamt und die tschechoslowa tische Bodengesetzgebung". Das läßt nun die Vermutung zu, daß hier irgendwelche Bestechungen vorliegen, und zwarm uß es sich da um sehr große Summen handeln, denn die diesbezüglichen Rechnungen des Dr. Eisner gehen in die Millionen. Die tschechischen Nationalsozialisten haben eine Interpellation an die Regierung gerichtet, in welcher sie Aufklärung der gaitzen Frage verlan gen. Es wird darin auch auf die eigentümliche Rolle hingewiesen, die die ehemalige Baronin Einem spielte, die in informierten Kreisen als interCyrill Coburg eine Audienz bei mir als Aderbauminister und stellte sich dann mit seinem Rechtsfreund Dr. Eisler ein. Sie trugen a IIgemeine Wünsche bezüglich der Coburgschen Güterin der Slowatei vor. Jch sprach mit den Herren nicht über das Meritum dieser Angelegenheit und forderte sie auf, mir ihre tonkreten Wünsche schriftlich vorzulegen. Hier bemerke ich auch noch, daß anfange dieses Jahres Dr. Eisler auch einmal mit dem Bischof Bubnit als dem Vertreter des flowatischen Berufskollegiums bei mir war. Nach diesen formalen Besuchen jah ich weder mehr den Herrn Coburg noch den Herrn Eisler, noch stand ich mit ihnen in direkten oder indirekten Beziehungen. Im September ereignete sich aber folgendes: Es besuchte mich Prinz Chrifl Coburg und beschwerte sich bitter über seine Advokaten, vornehmlich über Dr. Eisler, von dem er behauptete, daß er sich bei den Verhandlungen über die Palmarso beredter Advokat sie auch war, der bis auf den und seine Haut so zart, daß jedes Aufflackern Die beiden Beute litten nicht so sehr unter der Bauch des Schulmannes niederhängende rost- feines Gefühls sie wie ein Feuer rot durchschim Sorge, die ein schlecht gehendes Geschäft mit sich rote Bart wurde wohl von seiner schön gepflegten merte. Man nannte ihn darum schüchtern wie bringt. An solche Not- gewöhnt man sich wie an Hand geliebtost, für den Knaben aber, der eben ein Mädchen" und jedesmal mit dem Erfolge, trockenes Brot; man fann dabei ganz wohlgemut noch ein Schüler gewesen, vemochte das mütter daß er dunkel errötete. Dennoch täuschten sich, die leben. Aber tief unglüdlich macht Siebesnot. liche Werben kein wärmeres Interesse zu er- so von ihm dachten. Die Mutter war noch sehr jung, fast noch eint Aber im Mai feines Lebens war doch das Kind, als er fie freite. In scheuer Neugier trat fie wecken. So marterte denn die Frau Kopf und Herz stärkste in ihm die Fantasie. Sie verklärte die Tage feusch in die Ghe. Die Heftigkeit des Mannes entmit dem Bemühen, die Zukunft des Sohnes jeiner Lehrzeit. Da waren an jedem Morgen viele fezte sie. Wie ein schüßendes Hemd zerriz er ihre Abendsonne erhellte die Stube, in die er trat. irgendwie zu bestimmen, zu formen. Endlich be- Briefe zu öffnen. Die Briefe, die er vordem ge- Schamhaftigkeit, fauchend und inurrend im Am Fenster sang der Vogel. Blumen blühten. schloß sie, ihm einem Getreidehändler in die Lehre öffnet hatte, waren zu zählen; alle zusammen Triumph wie ein Tiger. Widerwillig blieb sie sein während der verflossenen fünfzehn Jahre waren Weib. Ihr Schlafgemach wurde ein Zwinger statt Im runden Goldfischgla'e war Glißern und Flim zu geben. mern. Auf den Familienbildern überm Sofa Da begann nun ein neues Leben. Das bis- es nicht so viele, wie er jetzt an einem jeden ein Tempel der Liebe. Oft zog sie es vor, den Rest ruhte Sonnenschein, und in den Facetten des herige war nur ein Vorspiel. Jetzt erst hob sich Morgen aufbrechen durfte. Jeder Brief hat ein der Nacht im Sessel am Fenster des Wohnzimmers Geheimnis. Ist er doch eben darum verschlossen zu verbringen. Von dort aus sah sie das Rathaus. ovalen Spiegels sprühten Regenbogenfarben. der Vorhang vor dem ersten Aft. Beim Vogel, beim Goldfisch, bei den Blumen Nicht allen Menschen, aber wohl vielen ist es für jeden andern als den, dessen Namen er trägt. Bwischen den starken Säulen vor dem Portal faß die Mutter im bequemen Sessel und strikte gegeben, Darsteller und zugleich sein eigener Zu- und da kamen Briefe von weit, manche fogar pendelte, wenn der Wind wehte, die mit einem an einem grauen Strumpf. Sie ahnte sofort schauer zu sein. Nur wenige sind kritisch und be- über Meer her. Hing ihnen nicht noch der Duft hübschen Gitterornament verzierte große Laterne. Schlimmes, als der Junge nicht, wie sie's ge- gabt; noch weniger benützen diese Gabe. Wenige fremdländischer Blumen und Früchte an? Waren Das schwankende Licht trieb mit den Schatten ein wöhnt war, leichtfüßig heranfprang, um sie zu von wenigen lassen die Kritik vor sich selbst gelten, sie nicht durchglüht von der Sonne in Süd- nedisches Spiel. Die einsame Frau cm Fenster fiffen. und die allerwenigsten nur machen aus ihr fein amerika? Oh, dorthin zu fönnen! Er schloß zählte die Stundenschläge der Turmuhr. Sie kannte die Augen, und seine Fantasie trug ihn dorthin. Sen schweren Tritt des Nachtwächters, dessen Horn ,, So schlecht ist die Zenjur?" Geheimnis. Draußen, jenseits des Staditors, standen die ruf sie beruhigte. Sie beobachtete die Tür des Die Sonne war im Zimmer und sie jahen Walter war ein grüblerischer und kritischer sie nicht; die Blumen blühten, und sie freuten sich Kopf. Eine Mischung von Forschungstrieb und Speicher seiner Firma. Dort lagerte Getreide in Ratskellers, und ihre mißbilligenden Blicke vernicht; der Vogel sang, und ihre Ohren waren Fantasie war in ihm; Neigingen, die einander Bergen, das von der heimatlichen Sonne gereift folgten die Turkelbrüder, die oft erst lange nach taub. Aber im Kummer schlugen ihre Herzen dich: widerstrebten und eine Disbarmonie in sein In- ward. Er ließ so gerne die goldgelben Körner durch Mitternacht herausfanden. Sie machte erstaunte aneinander, und ihre Liebe war größer denn je. nenleben trugen. Zwei Seelen wohnten in seiner die Finger rinnen und dabei seine Gedanken über Augen, wenn ein entlaufener Hund fuchend umher. Im Nebenzimmer wurde ein Stuhl gerückt. Brust, die sich nicht freundnachbarlich miteinan- Felder und Wiesen spazieren. Zuweilen, wenn er, lief, ein Rater zum Stelldichein schlich, ein Wagen Mit gewichtigen Schritt kam der Vater herein. der vertragen wollten, vielmehr fortwährend mit über seine Kontorarbeit gebeugt, den Kaufleuten über das holprige Pflaster polterte. Und wenn in Er bewegte feine Gliedmaßen stets gravitätisch. einander haderten. Dieser Hader, dieser Streit zuhörte, die ihre Geschäfte machten, sah er im der dunkeln Hauserfront ein Fenster bell blieb, Seine Stimme war immer voll Brustton, sein quälte ihn sein ganzes Leben lang. Es war gerade Geifte die mächtigen Handelsherren der Hansa, wollte sie wissen, wer dort wohne, und sie erwog Blick nie anders als bedeutungsvoll. Er nahm so- die scharfe Selbstkritik, die in ihm bohrte und wie er sie aus der Geschichte kannte, und er teilnehmend, ob jemand frank geworden seint fort ohne weiteres Widerstreben die Wendung im wühlte, der er sich nicht zu entziehen vermochte, wünschte auch Schiffe zu erwerben, die, reich mit tönnte. Geschick des Knaben als uncbwendbar hin. die fein seelisches Gleichgewicht störte. Wie eine Gütern befrachtet, die Meere kreuzten. Das Leben war ihm zuweilen wie ein Rosen „ Schuster wird der Lümmel!" schrie er. Im starke Faust, und träftige Ellbogen braucht der übrigen benützte er die Gelegenheit, die Tragik Mensch die Selbstgefälligkeit, das, was man all- busch; drüber ein Himmel voller Geigen. Doch nur jeines eigenen Lebens mit pathetischen Worten zu gemein und fälschlich als selbstbewußtes" Auf- felten deucht es ihn so schön, und meist trieb ein beklagen. Die Mutter fann darauf, das Unglücktreten bezeichnet. Aber dieses, für das Leben in- anspringender Wind Wolken über die Sonne, aufzuhalten. Sie besuchte den Direktor des Gym- mitten der Herde so außerordentlich vorteilhafte Dann verstummten die Geigen und drückende Stille Anstrengungen. nafiums. So inständig, wie ein Mutter für den Empfinden fand in Walters Seele teinen Boden trat eint. Sowie er nur an die Eltern dachte, wurde Sohn zu bitten vermag, bat sie um Rücksicht. Ein Er war wie ein Halm so schwach vorm Winde, es dunkel in ihm. Int zweiten Jahre ihrer Ehe bekam sie den Jungen und damit Pflichten und Wimsche, dre ihrem Leben Inhalt und Ziel gaben. Sie hatte ihr Kind zu lieb. Das Knäblein beanspruchte un unterbrochen ihre Aufmerksamkeit und körperliche Fortsetzung folgt.) Sonntag, 14, November 1920. note auf meine politische Partell und auf mich berufen habe. Obwohl mir diese Mitteilung ungeheuerlich erschien, verDie Entscheidung bei den Revieren. die One o war bei dem Wahlterror der Regierungsparteien niemals erwartet worden. Die deutsche Fürsorgevorlage angensmmen. allerdings aus einer besonderen Fürsorgeeinrichlangte ich doch mit Rücksicht auf den Charakter Die Delegiertenkonferenz empfiehlt die Annahme der Regierungsvorschläge. der Angelegenheit von Cyrill Coburg, er möge mir diese Mitteilung schriftlich und in beLondon, 13. November.( Reuter.) Die Auch im Falle der Annahme der Regieglaubigter Form machen. Prinz Coburg Konferenz der Bergarbeiterdelegierten beschloß, rungsvorschläge erwartet man nicht, daß Berlin, 13. November.( Eigenbericht.) Der schwankte zuerst, dann erhielt ich aber von ihm die Vorschläge der Regierung den Bergwerksre- Arbeit allgemein früher aufgenommen würde, über die Krisenfürsorge für Erwerbslose an. Dar Reichstag nahm heute die Regierungsvorlage die verlangte Schrift und übergab sie dem da- vieren zu überweisen und die Annahme der Vormaligen Ministerpräsidenten Cerny und dem schläge zu empfehlen. Bei der Abstimmung über als in einigen Wochen, und zwar hauptsächlich in nach erhalten diejenigen Erwerbslosen, die länger Justizminister zum Zwecke, daß die Herren diese Anempfehlung wurden 432.000 Stimmen jenen Bezirken, wo bedeutende Schwierigkeiten als ein Jahr arbeitslos sind, die Bezüge weiter, damit weiter verfahren, wie sie es für richtig für und 352.000 Stimmen fontra abgegeben. bei den Verhandlungen über ein Bezirksablom- tung. Die Sozialdemokratie stimmte für diese halten. Ich mußte dies um so cher tun, als in Eine weitere Konferenz der Bergarbeiter- men erivartet werden. der Coburgschen Erklärung in gleich fühner belegierten wird nächsten Freitag stattfinden. In Weise ungenannte hohe Würdenträger dieser Konferenz werden die Abstimmungsergebber Zentralbehörden erwähnt wurden. nisse der Bezirke über sie Frage, ob die neuen Einige Tage später erhielt ich von Herrn Regierungsvorschläge angenommen werden sol. Eisler zwei Schreiben. Beide Zuschriften len, zusammengefaßt und durchstudiert werden. waren unflar, in einem gereizten Tone gehalten Daß gegen die Annahme gestimmt würde, wird und ich verstand nur, daß sie einen gewissen Vor- jetzt als sehr unwahrscheinlich angesehen. wurf enthielten, daß ich mich angeblich dem * Vorlage, nachdem es nicht möglich gewesen war, die bisherige Forderung, die Unterstützungsdauer Die Auswirkungen des Streites. einfach zu verlängern, durchzusehen. Aus finanztechnischen Gründen wollte die Regierung die von London, 13. November.( Reuter.) Die der Sozialdemokratie gewünschte Regelung nicht nationale Föderation der Eisen- und Stahlindustrie durchführen. Wenn es nach den Kommunisten gegangen teilt mit, daß Ende Oktober fünf Hochöfen in BeEs scheint, daß die Vertreter von Wales, trieb waren, während vor Beginn des Kohlen überhaupt nichts erhalten, denn die wäre, so hätten die ausgesteuerten Erwerbslosen ftreifes 147 Hochöfen arbeiteten. Die Gußproduk- Rommunisten stimmten mit den Deutschnatio tion beträgt im Oktober 13.100 Tonnen, im Otto- nalen gegen die Vorlage, trotzdem es der Sozialber 1925 dagegen 437.700 Tonnen. demokratie gelungen war, einige wesentliche Verbesserungen zu erreichen. Prinzen Coburg gegenüber über Dr. Eisler ab- Yorkshire und einiger weiterer Kohlenbezirke die lehnend geäußert hatte, wodurch ich ihn ma- Empfehlung, die Vorschläge der Regierung abzuteriell schädige. Daraufhin übergab lehnen, anstrebten. Jedoch niemand leistete thnen ich die Angelegenheit meinent Rechtsvertreter mit Folge. der Weisung, nicht nur die zwei Briefe Eislers, den wird. Auf Grund der vom Oberstaatsanwalt aus- Rom, 13. November. Das fascistische Amts gearbeiteten Anklage wurde Oberst Macia, der blait schreibt, es sei eine berechtigte Gewohnheit heute mittag in Paris eintraf, und Ricciotti Gari- der Fascisten, zu verlangen, daß die Passanten baldi verhaftet und ins Gefängnis abgeführt. während der fascistischen Umzüge die fasciitischen Fahnen zu grüßen haben. Der Generalsekretär der Partei bestimmt daher, daß man den Gruz aber nur für die Feldzeichen der Legionen der Nationalmiliz sowie die Fähnlein der Fasci verlangen können. Sozialistische Erfolge bei den bulgarischen Gemeindewahlen. Bolnischer Brief. sondern für alle Fälle auch jene Behauptungen Vor neuen Enthüllungen im Falle wegen er als Mitschuldiger Macias verfolgt wer- Grußzwang für fascistische Fahnen. des Prinzen Coburgs, die ansonsten bereits in aller Form anderen kompetenten Faktoren gemelGaribaldi. det worden waren, zum Gegenstand seiner NachZahlreiche chiffrierte Telegramme aufgefunden. forschungen zu machen. In dieser Zeit meldeten sich bei mir Frau Einent und Dr. Steiner Paris, 13. November.( Eigenbericht.) Die mit den Bemerken, sie hätten mir ernste An- Verhaftung Garibaldis, der bisher noch immer als gaben in der Angelegenheit des Herrn Eisler Gast bezeichnet wird, dürfte noch im Laufe des zu machen. Frau Einem, die mir im Frühjahr heutigen Abends erfolgen. Gestern wurde in der schriftlich in einer Privatangelegen Villa Garibaldis in Nizza nochmals eine Hausheit von einem hervorragenden mit durchsuchung abgehalten, wobei festgestellt wurde, glied des Prager diplomatischen daß mit dem Namen der Haushälterin Garibaldis In acht Städten und etwa 300 Dörfern BulStorps, das in unseren maßgebenden Streifen in der leßten Zeit zahlreiche Chiffretelegramme in gariens, wo nach den letzten Gemeindewahlen am absolutes Vertrauen genießt, empfohlen wor- Nizza aufgegeben wurden. Diese Telegramme sind 14. Februar d. J. die Gemeinderäte demissionierWarschau, 5. November. den war, kannte ich bereits aus dieser Zeit und nun von der Polizei angefordert worden und wer- ten oder überhaupt nicht arbeitsfähig waren, fanverhandelte mit ihr freilich mit Rücksicht auf jene den in den nächsten Tagen geprüft werden. den dieser Tage Neuwahlen statt. Die Abstim- Der junge Polenstaat kann nicht zur Ruhe Informationen, die ich auch sonst noch Man erwartet von dieser Untersuchung die mungen gingen, soweit bis jetzt mitgeteilt ist, ohne kommen. Er wird gerüttelt von ewigen inneren über sie hatte. Frau Einem und Herr Steiner völlige Aufklärung über die Doppelrolle Gari- Zwischenfälle vor sich. Auffallend ist, daß die Unruhen und kaum ist eine Krise überstanden, teilten mir dasselbe wie Prinz Coburg über Herrn baldis. Stimmen der Regierungsparteien ant nicht erscheint am Horizont die nächste. Der Mai- UmEisler mit, mit dem Sinzufügen, daß Herr Eisler wenigen Pläßen zugunsten der foalierten Na- sturz Pilsudstis sollte die ,, moralische Sanierung" sich nicht nur auf mich, sondern auch noch auf tionalliberalen und Bauern zurückgegangen find, des öffentlichen Lebens mit sich bringen. Im Na eine ganze Reihe anderer unserer Paris, 13. November. Der Oberstaatsanwalt soweit sich diese beiden Parteien verbunden hatten. men dieser moralischen Sanierung" vollbrachte Bolitiker berufen habe. Auch in diesem Fall Von sozialistischer Seite waren infolge angeblich Pilsudski diesen blutigen Umsturz. Im lehnte ich eine meritorische Verhandlung ab und hat gegen Oberst Macia und 28 Mitschuldigen, forderte Dr. Steiner auf, mit diesen Mitteilungen unter ihnen auch gegen Ricciotti Garibaldi, die der fürzlichen Spaltung zwei Listen aufgestellt Namen dieser Idee machte die polnische sozialde zu meinem Rechtsanwalt zu gehen. Anklage ausgearbeitet, die Maciá der Uebertretung worden. Die neue Sozialistische Förderation hatte mokratische Partei, der ganze polnische Radifalis des Gesetzes betreffend das unberechtigte Tragen einen unerwartet starten Zulauf von mus, den Pilsudski- Umsturz zu dem seinen, alle Nach einer Beratung mit meinem Rechts- von Waffen und Explosivgeschoßen und ihre ge- den„ Unabhängigen Gewerkschaften" zu verzeich- ehrlichen Elemente vereinigten sich, um die freund brachte ich dann gegen Dr. Eisler wegen heime Aufbewahrung zur Last legt. Ricciotti Ga- nen, so daß das Gesamtergebnis für die beiden so- innere Strife zu lösen im Sinne der Gerechtigkeit feiner anneblichen Behandlung vom 20. August ribaldi ist, wie durch die Untersuchung nachgewie- zialistischen Parteien im Vergleich zu der bis- und Moral. Und im Anfang hatte es den Andie Klage ein. Wie mir dann später mein Rechtsfreund mitteilte, lehnte Dr. Eisleren, ein Mitschuldiger Macias, da er ihm mora- herigen Stimmenzahl um fast 40 Prozent schein, als ob diese Postulate in Erfüllung gehen alle Behauptungen des Herrn Coburg und feiische Unterſtügung gewährte und im Falle eines gesteigert werden konnte. Dieses Ergebnis hat würden. alle Behauptungen des Herrn Coburg und fei Mißerfolges auch tatsächliche Hilfe versprach, wes- die kühnsten Hoffnungen weit überschritten und machte auch anfangs gewisse Anstrengungen in COXXXX iwurde. * Garibaldi verhaftet. Herr Grünwald macht sich feine Illufionen..! Erst vor zwei Wochen erfuhr ich konkret, worum es sich fandelt und in welcher Beziehung ich in die Angelegenheit Eisler hineingezogen werden sollte. Ich erfuhr es nämlich aus dem Oftrauer Blatt„ Duch Caju", das die öffentliche Die„ Internationale" polemistert. Anfrage an mich richtete, ob ich wisse, was angeb- Wie sie das tut, ist aus früheren Beispielen zur lich geflüstert werde, daß Herr Coburg oder sein Genüge bekannt. Sie müht sich einen halben Zeit Rechtsfreund mit meiner Zustimmung artikel lang ab, dem Namen des vermuteten Ver zwei Millionen Kronen für gewisse faffers unseres Leitartikels Potemkinsche Dörfer" parteiliche Aktionen in der Slowa ein paar Wize abzuringen. Bei der Vermutung fei gewidmet habe. Sofort telegraphierte ich greifen die witzigen Rätselvater wie gewöhnlich an die Redaktion des Duch Caju", ich wisse nichts baneben. davon und verlange eine diesbezügliche katego- daß an unserem Artikel vorbeigeredet und der Anschein erweckt wird, als hätten wir uns ledig0000000 00000000 rische Erklärung in der nächsten Nummer diefes daß an unserem Artikel vorbeigeredet und der rungsmathematischen Durchrechnungen noch nicht fudsti zu seinen heutigen Anhängern. Die anlängst nicht reagiert. Die demokratische Regierung Bartel ner Genossen mit der größten Entschiedenheit dieser Richtung. In politischer Beziehung wurden ab und gegen einen von ihnen broduzierte er An das Referat knüpfte sich eine erschöp-| Sozialversicherungsanstalten und in die Schieds- viele hohe Posten neu besetzt, viele kompromittierte fchließlich angeblich einen Beweis der Unglaubwürdigkeit. u iedem Falle er- fende, auf einer hohen Stufe sich bewegende De- gerichte auszuschreiben sei noch nicht möglich, da Personen wurden bavongejagt, und in wirtschafttlärte er, er sei mit mir in feinen wie immer batte, die von den Gen. Schuster, Böse nach dem Junigesetz die Liquidierung einiger Stas- licher Beziehung fam der Bartel- Regierung der gearteten Beziehungen gewesen und bat, bon müller, Sacher, Mice, Goth, Arn- sen bis Ende dieses Jahres hinausgeschoben wor- englische Bergarbeiterstreit zu Hilfe. Unter seinem Ser Klage abzustehen. Um die näheren berg, Schweizer, Pechanz, Schäfer, den sei. Auch denke man daran, mit dieser Ver- Ginfluß wurde Bolens Wirtschaft„ saniert". Aber Wirtschaftsaniert". Daten diefer noelerenheit, die bei meinem 25w, Blatny, Hoffmann, Drbohlab, sicherung die Versicherung der Privatangestellten sobald sich nur Bartel fest im Sattel fühlte, beRechtsantvait Dr. Schauer lag, habe ich mich Schaffer, Stresei und Fister bestritten zu verbinden, zu der die Vorbereitungen aber nicht gann er eine par excellence- reaktionäre Tä abgeschlossen seien. Es werde nötig sein, das So- figkeit und kam in Konflikt mit den sozialistischen übrigens gar nicht intereffiert. zialversicherungsgesetz durch eine kleine Novelle und demokratischen Elementen. Deshalb mußte zu ergänzen, um die Schiedsgerichte ernen- Bartel demissionieren. nen zu können. Was die Wünsche nach NovellifieEs tam also die Pilsudsti- Regierung. Schon rung des Gesetzes betreffe, so habe die Regierung in unserer letzten Korrespondenz betonten wir, dazu noch nicht Stellung nehmen können. Die daß Pilsudsti eine- Sphing sei. Seine SchachVorbereitungen für die Anschließung der Unfall- züge sind oft unverständlich. Der persönliche Nimversicherung an die Sozialversicherung seien noch bus, der ihn umgibt, schafft aus seinen Feinden nicht fertig; bis die Unifizierungsvorlage fertig sei, Freunde, Und so sehen wir, daß seine gogen werde man auch an die Frage der Versicherung Gegner ihn heute unterstützen, aber dies hat zur der land- und Forstwirtschaftlichen Arbeiter heran Folge, daß seine gestrigen Freunde zu seinen treten müssen. Für die Reform der Pensionsver- Gegnern werden. Die Nationaldemokraten, Mosicherung der Privatbeamten seien die verfiche narchisten, die reichen Grundbesitzer zählt Pitfertig. in Nieświeř stattgefundene Aristokratentagung, Weiters beschäftigte sich Sramet mit den Ein- an der Pilsudsti teilnahm, zeigt am besten die Blattes. Leider hat„ Duch Caju" soviel ich weiß lich mit dem Stand des russischen Wiederaufbaues die Pilsudski durchmeine Antwort nicht veröffentlicht und nicht mit sehr aktuellen politischen Problemen wänden gegen das Genter System und gibt merkwürdige Entwicklung, und auch auf eine Urgenz in dieser Beziehung beschäftigt. Aus der„ Bilanz", die dann gezogen zu, daß man sich in Deutschland gegen dessen Ein- macht. Er setzt es auch durch, daß die Sezm- Mehrwird, erhellt, daß die Russen im besten Fall eine führung wehre. Wir allerdings werden bei die- heit Vollmachten für die Regierung beschloß, auf Die„ Lid. Noviny" forderte ich auf, ihre reformistische Politit treiben, die mit ungeheuren sem System bleiben und trachten, feine volle Grund welcher dieselbe Gesetze im VerordnungsAnspielungen so su formulieren, daß sie sich Opfern das erkauft, was sozialdemokratische Re- Durchführung möglich zu machen. Der Minister wege herausgeben kann. Und die jetzige Regiezu einer gerichtlichen Verhandlung eignen. Ich formpolitik ohne diese Opfer erringt. Die russische hoffe, bald mit einer Novelle kommen zu können, rung macht auch reichlichen Gebrauch von diesem verwahre mich gegen die Feigheit aller, die Sozialversicherung wird wieder dem Kampf der die wenigstens die ärgsten Mängel abschaffen Rechte". Vor einigen Tagen gab die Regierung Tratsch verbreiten, aber nicht flar sprechen. Da österreichischen Genossen um die Altersversicherung werde. Wenn man mit den präliminierten 10 eine Verordnung über die strafrechtliche Verfolich nicht geneigt bin, ruhig zuzusehen, wie meine gegenübergestellt, aber die oft gestellte Frage, wie Millionen nicht auskommen sollte, dann werde er gung der Presse heraus, die einen allgemeinen einen Nachtragskredit verlangen, da die Unter- Entrüstungssturm hervorrief. Auch Minister Arbeit und mein Name beschmutzt wird, fordere viel Arbeiter denn der berühmten Versorgung stützungen auf einem gesetzlichen Anspruch be- Moraczewsti unterschrieb diese Verordnung. Desich von jedem eine mannhafte und flare Sprache, teilhaftig werden, bleibt unbeantwortet wie zuruhen. halb berief die sozialdemokratische Partei eine damit ich mit ihm mannhaft und klar abrechnen vor. Schließlich stellten die Internationale" feft, Bezüglich der Invalid enfürsorge Sigung für morgen ein, in der sie Movaczewski daß die Sozialdemokraten einer Illusion nachreiten. Beweis dafür ist ein Bild der stellte sich der Minister auf den Standpunkt, daß aus der Regierung zurüdberufen wird, oder aber eine Invalidität bis 25 Prozent nicht derartig set, wird er das Abgeordnetenmandat niederlegen ,, Arbeiter- Zeitung": daß man sie noch nach acht Jahren unterstützen müssen. Für die Stimmung der Arbeiterklaffe müsse. Dagegen müsse man die Renten von 80 zeugen die fonntägigen KrankenkassenProzent an erhöhen. Man sollte trachten, die In- wahlen, in denen sich die Kommunisten an baliben möglichst mit Trafiken zu beteilen; einer erster Stelle hervortaten. Die Kommunisten besitfeits werde so besser für sie gesorgt, andererseits zen eigentlich keinen Einfluß, aber viele Stimmen verringere sich der Staatsaufwand. Bis Ende tamen ihnen zu, lediglich als Proteit gegen 1925 hätten 16.000 Invalide Trafiken erhalten. das jetzige Regime. Charakteristisch ist es auch, Bezüglich der Aufhebung des§ 144 baß nicht ganze 25 Prozent der Wählerschaft an ( Abtreibung der Leibesfrucht) erklärte der Mini- ben Wahlen teilgenommen haben. Teils Unwille, fter, alle dahin abzielenden Bestrebungen a ble h- teils Apathie das ist das Geheimnis des kom neit zu müssen, schon vom Standpunkt der Be- munistischen Erfolges in Warschau. Am 13. d. M. bölferungspolitik, die täglich an Bedeutung ges wird die feierliche" Sejm- Eröffnung im Schlosse winne. Das tschechoslowatische Staatsvolf befinde stattfinden. Die polnischen Genossen nehmen an sich in einer großen Bopulationsgefahr. Die Ver- dieser Feier" nicht teil. Sie sagen auch heftige der Bürger der deutschen Nation und zu Üngun- sozialdemokratischen Partei ,, Robotnit" brachte sten der tschechischen geändert. In Japan ent- jüngst eine Starifatur Pilsudstis, in der er als fallen auf 10.000 Einwohner 337 Geburten, in Kolporteur des Robotnit" vor 20 Jahren, und Deutschland 271, in Frankreich 213, in der Tsche- jetzt als Marschall mit seiner aristokratischen Gechoslowakei 263, in Böhmen selbst 218. Wir folgschaft dargestellt wurde.. Andererseits wieder sind also in Böhmen fast schon auf hält der bekannte Schriftsteller Sieroszewski im dem Niveau Frankreichs. Das ist von Lande Vorträge unter dem Titel:„ Pilsudsti solcher Bedeutung, daß man vom Standpunkte der und Mussolini". Bevölkerungszunahme sich gegen den fraglichen Antrag verivahren müsse. fann. Die Für'orgetonferenz ,, Es stellt den sozialdemokratischen Reiter dar, der über die Brücke Demokratie" setzt. Am anderen Ufer des Flusses befindet sich ein nebel haftes Gebilde, das undeutlich erkennbar, mit Sozialismus" überschrieben ist. Es macht den Eindruck einer Fata Morgana. Jawohl, die Sozialpemokratie reitet... einer Ilusion nach." die vom Parteivorstand für den 13. Novem ber in die Volfshalle in Bodenbach einberufen wurde, war durch 150 Delegierte beschickt. Die Konferen; wurde durch den Parteivorsitzenden Genossen Dr. Czech eröffnet, der die Wichtigs keit der Konferen; hervorhob und es als eine unserer wichtigsten Aufgaben bezeichnete, die bisher geleistete Arbeit auf dem Gebiet der Für Der Sozialismus ist also unsere IIuforge zu prüfen, uns die gemachte Erfahrung für die fommende Zeit zu Nuze zu fion. Diese Weisheit haben die Bürgerlichen schon lange vor der Internationale" verkündet. In das Präsidium wurden die Genossen Die Kommunisten machen sich allerdings Rögler, Hergeth und Blatny, Blatny, als eine„ llusionen". Sie haben den SoSchriftführer die Gen. Schuster und Schäzialismus längst an den Nagel ge- hältnisse in dieser Richtung haben sich zugunsten Opposition im Sejm an. Das Zentralorgan der fer gewählt. machen. Das Referat erstaticte Genosse Dr. Czech. Er unterzog in dem mehr als zive: Stunden währenden Referate, das von der Konferenz mit geSpannter Aufmerksamkeit verfolgt und mit stürmischem Beifall gelohnt wurde, das ganze Problem der fremden Fürsorge einer ausführlichen AusErörterung. Wir werden die glän enden führungen in einem fnappen Auszuge wiederge ben. hängt! Sramet über Sozialversicherung und den§ 144. Prag, 13. November. Im gestrigen Budgetausschuß hielt Fürsorgeminister Sramet ein Exposé, worin er sich zunächst mit der Sozialbersicherung beschäftigte. Die Wahlen in die Ja, es ändern sich die Zeiten und mit ihnen auch die Menschen, Seite 4. Verbandstag der Bank- und Spartaflenangestellten. Einheitsschwindel gegen Einheitsfront. Bonntag, 14. November 1926. An alle Lotal- und Bezirksorganisationen! Die Kommunisten fürchten eine Annäherung der sozialdemokratischen Barteien. Von den Angestellten, die freigewerkschaftlich organisiert sind, stehen die Bant- und Sparkassen- Den Leuten vom Reichenberger ,, Vorwärts", I die Wirkungen ihrer Einheitsfrontparolen angestellten, die gestern und heute ihren Ver- denen die Spalterei in der Arbeiterbewegung zur seien den Arbeitern unbekannt? Glauben sie denn, Laut§ 5 des Gefeßes vom 16. Dezember bandstag abhalten, insofern auf einem vorgescho- täglichen Pflicht und Gewohnheit geworden ist, daß sich ein vernünftiger Mensch noch vorschwaben 1919, S. b. G. u. V. Fr. 633, konstituierten sich benen Posten, als sie den Stampf gegen das all- kam die letzte Meldung über die gemeinsamen Be- läßt, ein durch jahrelange Strise zermürbtes, in in sämtlichen Gemeinden Wahlkommissionen, die mächtige Finanzfapital zu führen haben. Sie fte- ratungen der deutschen und tschechischen Sozial- viele Organisationen zersplittertes und zam be- verpflichtet sind, Wählerverzeichnisse anzulegen und hen einem der mächtigsten Gegner des Proleta- demokraten offenbar recht ungelegen. Hatten sie trächtlichen Teile indifferent gewordenes Proleta- fie in ständiger Evidenz zu führen. viats, dem Finanzkapital, gegenüber. doch einige Tage vorher den kommunistischen Ar- riat könne nunmehr durch Kampf auf ,, außerpar- Die örtliche Wahlkommission besteht aus den Die Tagung, die im Gewerkschaftshause statt- beitern vorgelogen, daß die Verhandlungen lamentarischem Boden" der bürgerlichen Gesell- Gemeindevorsteher, dem von ihm ernann en Stellfindet, eröffnete Gen. Dr. Freund, der bisherige der beiden jozialdemokratischen Parteien gefchaft einfach den Kragen umdrehen? Das weiß vertreter und aus 4 bis 8 Beisigern. Die BeiObmann des Verbandes. Er führte in seiner An- scheitert seien. Der Gefahr, daß die unheil- doch der lezzie Holzfäller im Böhmerwald ebenso fißer und deren Ersaßmänner( für jeden Beisitzer sprache unter anderm aus: Zu den Gegnern, die volle Zersplitterung der Arbeiterbewegung dieses wie der Reichenberger Textilarbeiter, daß es vor ein Ersaßmann) werden von der politischen Aufbisher uns gegenüberstanden, gefellte sich in der Landes in absehbarer Zeit wenigstens an einem allem die Angriffe der fapitalistischen Reaktion fichtsbehörde auf die Dauer von drei Jahren erLetzten Zeit ein neuer der Finanzminister die- Punkt überwunden werden könnte, darin er- abzuwehren gilt und das Uebergewicht der bür- nannt. Die derzeitige Funktionsperiode der Wahljes Staates. blicken die Kommunisten eine Gefahr für ihre gerlichen Parteien durch zielbewußten Wieder fommissionen endet am 31. Dezember 1926. Agitation wollen die Reichenberger Berufsspal aufbau der proletarischen Macht po- In Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern besteht ter rechtzeitig entgegentreten, indent sie die sozial- fitionen zu brechen. Diesem Ziel dient unsere eine örtliche Wahlkommission; in Gemeinden demokratische Annäherungsaktion von vornherein Bolitik. Freilich gibt es dabei große Schwierig mit mehr als 5000 Einwohnern sind mehrere 8 bagatellifieren und zu diskreditieren suchen. In feiten zu überwinden. Wir leugnen gar nicht, Wahlbezirke mit je einer Wahlkommission zu er daß es schwer ist, zwei sozialdemokratische Parteien, richten. Die politischen Parteien, welche eine Beraltgewohnter Tonart schreibt der„ Vorwärts": die einander durch geschichtliche Umstände durch tretung in den örtlichen Wahlfommissionen bean= Jahrzehnte entfremdet waren, wieder auf die spruchen, haben ihre diesbezüglichen Anträge Linie gemeinsamer Aktion zu bringen, jedenfalls schwerer als den Arbeitern das Luftschloß einer längstens bis zum 1. Dezember 1926 schwindelhaften Einheitsfront vorzutäuschen. der politischen Bezirksverwaltung vorzuiegen, welche laut§ 5 des zitierten Gesetzes verpflichtet ist, die Anträge der politischen Parteien zu berüdfichtigen. Ermittelt deshalb beim Gemeindeamte, wieviel Wahlbezirke sich in euerer Gemeinde be= finden, verfasset die Anmeldung für die politische Bezirksverwaltung und überreicht Es sind die Steuer- und Reformpläne, gegen die wir protestieren. Aber damit begnügte sich der Minister nicht. Er verbreitet außerdem die Gerüchte, die er aus der Luft gegriffen hat. So ertlärt er, daß wir gefordert hätten, unsere Direktoren selbst zu wählen. Wir haben diese Forderung nicht aufgestellt, ob gleich sie am Platze wäre, denn der Herr Minister hat selbst erklärt, daß so und so viele Institute von ihrer Leitung zugrunde gerichtet werden. Der Vorsitzende fordert dann zum Kamrfe gegen die antisozialistische, bürgerliche Regierungskoalition auf. Hierauf werden die zahlreich erschienen Gäste begrüßt. Es waren Vertreter der Bruderoganisationen aus Deutschland und Destereich gekommen, um der Tagung beizuwohnen. In ihren BegrüBungen schilderten sie den Kampf, den die Kollegen in den einzelnen Ländern zu führen haben. Dieser Kampf verbindet sie, jeder Erfolg fommt allen anderen zugute.. Das Ganze ist ein Manöver, weil ein nur parlamentarisches Zusammengehen keinen Zwed hat, wenn nicht auch die Kommunistische Partei in die Einheitsfront einbezogen wird, und, was die Hauptsache ist, das Schwergewicht des Kampfes auf außerparlamentari. schen Boden verlegt wird. Davor aber werden sich die Sozialpatrioten hüten, denn dann ginge es der bürgerlichen Gesellschaft an den Kragen. Da s will man aber nicht, es handelt sich ihnen nur darum, den Massen der Arbeiter einen Kampf borzuspiegeln und bei Gelegenheit wieder, oder einmal an die Futterkrippe zu kommen. " 1 Weil wir aber der Ueberzeugung sind, daß die Annäherung der sozialdemokratischen Par teien der Schlüssel zu jeder Vereinheitlichung der proletarischen Politik in der Tschechoslowakei ist, werden wir diesen Weg unbeirrt weitergehen. Den Kommunisten wollen wir gerne glauben, daß sie diese Bestrebungen mit Haß und Mißgunst verfolgen. Sie, die politisch nur noch von der Hoffnungslosigkeit der Arbeiter leben, fürchten, daß die Proletariermassen neue Hoffnung schöpfen könnten, wenn sie praktische Einigungsarbeit sehen. Und diese Furcht ist begründet: Je mehr wir uns der wahren Einheitsfront des Proletariats auf dem Boden der Sozialdemokratie nähern, desto weniger Gläubige wird der Einheitsschwindel der berufsmäßigen Svalter und der So steht es bekanntlich im Moskauer Statechismus. Wenn sich ein Kommunist ein Streichholz anzündet, so macht er es nur, um die kapitaIm Namen des Odborové Sdruženi Cesto- listische Welt in Brand zu stecken, doch was immer flovenské begrüßte den Verbandstag deffen Sefre- die Sozialdemokraten beginnen mögen, das bleibt tär, Abg. Gen. Tayerle, der in seiner Rede auf ein fonterrevolutionäres ,, Manöver" und eine sodie Zusammenarbeit der Gewerkschaften hinwies zialpatriotische Vorspiegelung". Die Vorwärtsund die tatkräftige Unterstützung von seiten der Beute sollten endlich einsehen, daß ihr altes Gramtschechischen Gewerbschaften versprach. Jm mophonſtück, welches sie nun schon durch sechs Namen der Zentralgewerkschaftskommission des Jahre täglich wiederholen, nicht mehr nach poliDeutschen Gewerkschaftbundes und der ange- tischer Ueberzeugung flingt, sondern eher wie ein unverbesserlichen Fraktionisten in Moskau wie in schlossenen Angestelltenverbände, insbesonders abgespielter Radetzkymarsch. Glauben sie denn, Reichenberg finden. des Zentralverbandes der Angestellten für Handel und Verkehr in Teplik sprach Gen. Abg. Fran Angela Gottlieb, Prag. 1. Schumann: Du bist wie Schäfer. Er führte u. a. aus: ,, Sie tagen in eine Blume. 2. Schumann: Im Walde. 3. Wolf: Gebet. einer ernsten Zeit. Von einer Konsolidierung der 4. Wolf: Verborgenheit. 5. Strauß: Ach Lieb, ich muß nun fcheiden. Am Klavier Gisela ettner- Fröhlich Brag. wirtschaftlichen Verhältnisse merkt man äußerst 18.30: Vortrag: Die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Erzie wenig. Viele Zehntausende von Arbeitern, viele bung. 19.27: Wetterborausfage. 19.30: Populäres Konzert. Tausende von Angestellten sind arbeitslos und die Konzert für Klavier. 4. Mozart: Die Zauberflöte. Ouverture. Gewerkschaften müssen da erseven, was die Regie- 5 Beethoven: 1. Ebmphonie. Betfignal. 22: Lette Mad richten des Breffebüros, Uebersicht der Tagesereignisse, rung zu leisten verweigert hat. Was vorauszuse- Sport- und Theaternachrichten. 9.30: Landwirtschaftsfunt:„ Bienen und hen war, ist eingetreten: die wirtschaftliche Ge- Bflanzen". 10: Matinée. 1. Offenbach:" Die schöne Selena", meinschaft der bürgerlichen Klasse in diesem Ouverture. 2. Strauß: Staate. Es ist nichts anderes als ein lang bor- 3. Surve: Sebu mübchen umb fein Mann 4. Strauß: und " Sigeunerbaron", Lieb der Saffi. 5. Lehár: Baganini bereiteter und gut ausgedachter Vorstoß gegen die 6. Rálman:" Herbstmanöver". 7. Rebbal: Bolenblut". Errungenschaften der Angestellten und Arbeiter. Einleitung aur Opernübertragung. 19.15: Opernübertragung. Puccini: Tosca. Ueber die Sozialpolitik hören wir wenig erfreu fiche Worte von Seite der neuen Regierung. Man hätte bereits zu viel sozialpolitische Experimente dem anderen Lande geschehen, in dem die Arbeiterflasse fo start ist als hier. 1. Berlioz: Korsar. 2. Ducas: La Peri. 3. Saint- Saens: Brünn, 441. NachLied der Adele. 19: Königswusterhausen. 1300. 9: Uebertragung von Berlin, 484. Morgenfeier. 11.30: Blamufit. 13.10: Die Stunde det Lebenden. 15.30: Funkheinzelmann. 16: Schlafen Sie schlecht? 16.30: Nachmittagstonzert. 19.30: Strömungen der modernen fonzert. 18.10: Heitere Stunde. 19.15: Autorenabend Weiß. Lagesneuigkeiten. sielängstens bis zum 1. Dezember d. J. Die Eingabe muß den Antrag auf Ernennung je eines Beisigers und Erfaßmannes für jeden Wahlbezirk, d. i. für jede örtliche Wahlkommission enthalten. Ebenso sind bis 1. Dezember 1926 die Vorfchläge für die Reklamationsfommission bei der politischen Bezirksverwaltung zu erstatten. Hier ist ebenfalls mindestens ein Beijißer und ein Ersahmann vorzuschlagen. Berfäumet nicht bie borgeschriebene Frift! 11 läßlich des Todes de Genossin Feldek folgendes Zabaltrafiten und T'chechisierung. Schreiben gerichtet: Werte Genossen! Wir verIm August 1919 erschien ein Erlaß des sichern Euch unserer brüderlichen Teilnahme an Finanzministeriums, nach welchem die Tabak- Eurem Schmerze über den Tod der Genoffin Feltrafikanten zu kündigen und die Trafiken an det, der vorbildlichen Parteiarbeiterin, der mu Striegsbeschädigten zu übertragen waren. Das war sterhaften Sekretärin und Oganisatorin und der freilich keine Genevalhilfe für die Kriegsopfer, treuen Genoffin, die ihr Leben ganz in den Dienst immerhin aber war die Möglichkeit gegeben, we- großen Idee der Befreiung des Proletariats ge. nigstens einzelnen zu einer Existenz zu verhelfen. ftellt hatte. Mit sozialdemokratischem Gruß: Der Leicht war dies aber zunächst nicht. Den mei- Barteivorstand der Deutschen sozialdemokratischen sten, die sich um Trafiten bewarben, fehlte das Arbeierpartei in der Tschechoslowakischen Repu nötige Betriebskapital, die bisherigen Inhaber blif, Dr. Czech, Taub. traten die Lokale nicht ab, dazu waren die RauchAngelika Balabanoff in der Tschechoslowakei. infernommen. Und doch ist nicht mehr als in je- Literatur. 20: Bant, Börse und Arbeitnehmer. 20.30: Sufti waren rationiert und der damit verbundene ges Die deutschen sozialdemokratischen Arbeiter in der ges. 22.30: Zanzmusit. Breslau, 323. 11: Morgenfeier. ringe Umsatz warf naturgemäß nicht viel Nuben Tschechoslowakei begrüßen in ihrer Mitte einen 12. Carufo Schallplatten. 15.15: Märchen. 16. unterbaltungsab. Heute erst wird es vielen langsam möglich, lieben Gaft: Genoffin Angelika Balabanosi. die 19.50: Himmelsbeobachtungen im November. 20.25: Bunter die seinerzeit aufgenommenen Darlehen abzusto- in den nächsten Tagen Vorträge in allen größeren Abend. Frankfurt, 419. 8.30: Morgenfeier. 11.30: Ernähßen, die sie aufnehmen mußten, um sich Ber- Orten des deutschen Industriegebietes der sch: Bodart. 14: Drchefterfonzert. 15: Jugendstunde. 16: Orchester- laufsbuden zu errichten und einiges Betriebs- choslowakei halten wird. Unsere Arbeiter werden kapital zu habent. Bis heute aber ist es noch nicht völlig gefämpferinnen der internationalen sozialdemokra Gelegenheit haben. haben, eine der bekanntesten Vorlungen, alle Trafiken an die Striegsverletzten zutischen Frauenbewegung zu sehen und zu hören, Aber das geschlossene Vorgehen der Arbeiter und Angestellten wird die Pläne der Regierung zuschanden machen, rungsfehler in der Kinderstube. 12: Kompositionsmatinee fonzert. 20: Stunde der Zeitung. 20.30: Der Rhein in Dich Leipzig, 357. Orgelfonzert. äthiopischen Welt. 19.30: Epidemische Kinderfrankheiten. tung und Mufit. Hamburg, 395. 9.15: Morgenfeier mit Ihre Organisation ist eine freigewerkschaftliche. Sugo Wolf. 13.05: Gonntagsfonsert. 13.45: unterbaltungs fonsert. 18.30: Nunfbeinzelmann. 16.30: Gafar Glaifahlen. Sie haben bereits das ausgebildet, was wir ant- 17.30: 18.416.30 unter Norddeutsche Dichter. Streben das Zusammengehen deutscher und Weltforrefpondenten. 19.25: La Traviata", Oper von Berdi. vergebent, da die Lokalbefchaffung unmöglich war 22.30: Zanamusit. schechischer Kollegen. Auf dem Gebiete der Orga- 3 Morgenfeier. 12: Musikalische Stunde. 16.30 Core und so befinden sich viele Trafiken noch immer eine Frau, die Jahrzehnte ihres Lebens der internationalen proletarischen Revolution gewidmet nisation ist ein erfreulicher Fortschritt gemachtliches Stonzert 18: Stufen und Intervalle. 19: Die Menschen in den Händen der früheren Trafikanten. Es bat. Unser Gruß gir der Genoffin Balabanoff worden. Auch wir werden im nächsten Jahre 20:" Der Mitobo" Operette von Sullivan. war nun geplant, diesen Trafiken Kriegsverletzte München, 536. über eine geeinte Gewerkschaft verfügen, 11: Glockenspiel. 11.45: Gebächtnisfeiet fit bie Gefallenen. als Teilhaber zuzuteilen, da man annehmen umsomehr, als sie eine der Führerinnen des itadie über eine halbe Million Arbeiter umfassen Stonzert. 20: Orchesterkonzert. 21.30: Seiterer Abend. 15.30: Nachmittagskonsert. 17.20: Shallplattenfonsert. 18.20: tonnte, daß der Ertrag dieser Trafiken ausrei- lienischen Proletariates ist, das im Augenblick you den Stiefeln des gewalttätigen Fascismus niederwird. Wir wünschen Ihnen den besten Erfolg in Münster, 242. 9: Morgenfeier. 11.15: Borlesung Moiffi. 12: chen würde, auch einem Teilhaber eine Existenz allen Kämpfen, bei denen Ihnen die Zentralge- 18: Goloquartett. 19.35: Stiavierkonzert. 21: Seitere Stunde zu bieten. Wie aber diese Anregung von den getreten wird. Genoffin Balabanoff ist eine der werkschaftskommission tren zur Seite stehen wird." schärfsten Anflägerinnen des Systems Mussolini, Finanzbehörden Anwendung finden soll, ist ge- ihre Vorträge werden geeignet sein der Wahrheit radezu unerhört. Als Vertreter der Amsterdamer Internationale sprach Gen. Allina( Wien). Er zeigte die internationale Organisation, die internationale Berfilzung des Bankfapitals auf und forderte von den Banfangestellten, dieser Internationale die ihre entgegenzustellen. Er wies auf die gefährliche und trügerische Ideologie der D. H. B.- Leute hin, die da von veralteten Ständen träumen. In der fapitalistischen Gesellschaft kann es nur Selassen geben die Klasse der Ausgebeuteten und die der Ausbeuter. Mittagskonserf. 15.15: Mädchenfränschen. 16: Bitherkonzert. Schwanensee". Landwirtschaftlicher Rundfunt. Musit in Spanien. Programm für morgen, Montag. Da wird einem triegsbeschädigten Trafilan über den italienischen Fascismus zu dienen. Wir sompositionen. 2. Kubát: a) Wiegenlied: 6) Slowatisch. Brag, 349. 11: Mittagskonzert 1. Urbach: Aus Schuberts ten, der mit vieler Mühe seine Trafik einge- machen die arbeitende Bevölkerung überall, wo Genoffin Balabanoff hinfommen wird, onf die 3. Malat: Dorfbilder. 4. Zimhoitomitij: Czene aus: Der richtet hat, plötzlich mitgeteilt, daß er ab so und Genossin Balabanoff hinfommen wird, auf die 5. Gibelius: Wiegenlied. armante. 6. Bofft: Balle fobielten einen Teilhaber zugeteilt erhält und interessante Vortragende aufmerksom. 7. Lully: Gavotte. 8. Reger: Valse d'amour. 12: Seifsignal, und Börsennachrichten. 16.50: Nachmittagstonaert. Bertrages zu einigen habe. Im Weigerungs- entstanden ist, darüber erzählt das„ Pravo Lidu" landwirtschaftlicher daß er sich mit diesem über den Abschluß eines Wie das kommunistische Organisationsstatut Rundfunt. 14: kompositionen von Beethoven: 1. Conte das ,, Pravo g- dur. 3. Trio es- bur. 17.30: Börsennachrichten. 17.45: falle wird ihm mit der Entziehung der eine ergötzliche Geschichte. Als vor fünf Jahren Brivatdoz. Dr. Paul Netti. Brag: 18: Deutsche Sendung. Trafik gedroht. Der Abschluß des Vertrages der konstituierende Parteitag der kommunistischen 18.45: Einleitung aur Operübertragung. 19: Uebertragung ist sehr einfach. Der Herr Teilhaber meist Partei stattfinden sollte, bereitete man auch ein aus dem Ständetheater. Verdi: Rigoletto". 22: Lebie sind es tschechische Legionäre weit im Organisationsstatut vor. Die Kommission, die mit Nachrichten des Pressebüros, Uebersicht der Zageßereignisse, Jnnern Böhmens stellt einfach seine An- der Ausarbeitung betraut war, hatte ihre Arbeit Brünn, 441. 14.30: Trager Effeftenbörse Wetter, sprüche, indem er jährlich 18 bis 24.000 K nahezu vollendet, als jemand ihr aus Moskau Presses, Sport- und Theaterberichte. 17 40: Rinderstunde. 18: Beitzeichen. Landwirtschaftsfunt. Gärten im No Entschädigung" verlangt und wenn er Weisungen zusandte, wie sich die dritte Internabember". 18.20: Vortrag: Rhythmik- Voltstänze". 19: Sumor in der modernen Boefie. 19.30: Seltere gleber. gefragt wird, wie er sich die Kapitalsbeteiligung tionale diefes Organisationsstatut vorstelle. Nie20: Militärkonzert. 1. Weber:„ Oberon", Ouverture. vorstelle und wie er die Mitarbeit einzurichten mand fragte, wer das geschickt hatte, es war aus 2. Smetana:„ Zwei Witwen". 3. Gounod:" Faust" 4. Maly: gedenke, so erfährt der Trafikant, daß von der Moskau und das genügte. Im Galopp wurde Botpourri aus böhmischen Trinfliedern". Zeitzeichen, Breffe Beistellung eines gewissen Betriebskapitals oder also das Organisationsstatut nach den angeblichen einer Kaution ebensowenig die Rede sein könne, Moskauer Weisungen umgearbeitet. Ant Sams wie von einer Mitarbeit. tag, knapp vor dem Stattfinden des Kongresses, Nach diesen Begrüßungen und nach Verlefung der Begrüßungsschreiben wird der Rechenschaftsbericht von den Koll. Kotlin und Wasch at erstattet. Man kann daraus ersehen, daß die Organisation fleißig gearbeitet, daß sie sowohl nach außen hin Erfolge errungen, als auch ihre Innenorganisation beständig gestärft hat. Trotz des Abbaues im Bankgewerbe ist es ihr gelungen, ihre Mitglieder anzahl zu erhöhen. Der Verband zählt heute 40 Ortsgruppen mit 5773 Mitgliedern. Die gesamtten Berichte werden zur Kenntnis genommen. Von besonderer Wichtigkeit wird der zweite Verhandlungstag fein, auf dessen Tagesordnung die Regelung der Stoffeftivverträge und sozialpolitische Forderungen stehen. Sport- und Theaternachrichten. nachrichten. ben Stadthaushalt. 15: Englisch. 16: Die Kunst bes 18: Traftische Erfahrungen in der Rinderzucht. 20: Autorenabend Weik. 20.50: Alabierkonzert Chopin: iteites Königswusterhausen, 1300. 14.30: Candilachtereien für Sprechens. 16.30: Erziehungsberatung. 17: Grundlagen der Wettervorhersage. 17.30: Ursprung und Wanderungen der Dieser Vorgang, der im Fachblatt der kam man aber darauf, daß das Organisationssta Germanen. 18.30: Verbuchung einfacher Geschäftsvorfälle. 19: Grund friegsbeschädigten Trafikanten sehr eingehend tut abermals geändert werden müsse. Und das fragen der Mufiterziehung. 19.30: Auf- und Niedergang in fritisiert wird, stellt eine unerhörte Protektions- aus folgendem Grunde: Stalak war ous Mosdeutschen Schiafal. 20.30: Hebertragung von Berlin, 484. und brachte ein Die Respight- Abend: Sonate. wirtschaft dar, mit dem ausgesprochenen Zwed, lau gekommen 21: deutsche Erzählung. Tramonto. Klavierkonzert. 22.30: Lanzmusit. Breslau, in des Tasche 323. 13.20; Schallplattenübertragung. 16.30: Unterhaltungs, die im deutschen Gebiete befindlichen Trafiken Organisations statut tonzert. 18: Lappland und die Lappen. 18.50: Stammer mit verläßlichen" Patrioten zu durchsetzen. Es mit. Seine Kameraden sagten ihm jedoch, mufit. Schumann: Quintett es- bur. 19.30: Bom Gfilauf ist ja möglich, daß es Trafiken gibt, die soviel daß sie schon ein Statut aus Moskaut bat25 Brälubien. 21.35: Die Verarbeitung der Baustoffe. abwerfen, daß auch zwei Familien davon leben ten und Stalak fümmerte sich infolgedessen Frankfurt, 429. 15.30: Jugendifunde. 16.30: Orcheſter fönnen. Aber es gibt auch genug heimische um die Sache nicht mehr. Erst am Samstag Cellosonate. Cornelius: An Bertha. Reger: Biolinfonale. Invalide, die glücklich wären, wenn sie als vor dem Parteitag fam man darauf, daß die aus 21.15: Meltere Zänge. Hamburg, 395. 12.30: mittags Mittinhaber und zugleich Mitarbeiter unterkä- Moskau direkt gesandten Weisungen von nieman fonzert. 14.05: Hauskonzert. 16.15: Buffo- Arien. 17: Die neue Welle des Prager Senders ist autorenabend Balibf. 18: Haustonzert. 19: Bazillenangit. nten. Auf keinen Fall aber ist der Vorgang, den dem unterschrieben waren, daß sich also jemand 19.25: Bor Gericht. 20.15: Das beuifche Bieb. 1.15; die Finanzverwaltung gewählt hat, zu billigen. aus den Kommunisten, pochend darauf, daß diese 19.15: Das Raiserreich Raffa. 19.45: Die amerikanische Denn das ist Protektion und Protektion und auf alles schwören, was aus Moskau fomnit, Rundfunkorganisation. 20.30: Mufit und Musikanten. 22.15: Funfbrett!. München, 536. 12.30: Schallplatten Korruption sind schwer von einander zu trennen. einen guten Tag gemacht hatte. So mußte über Nacht das Organisationsstatut nochmals umgear beitet werden, das dann vom gründenden Parteitag der kommunistischen Partei mit großer Begeisterung angenommen wurde. 348.9. Rundfunt für Alle! Programm für heute, Sonntag. Prag, 349. 8.30, Landwirtschaftlicher Rundfunt. 9.30: Uebertragung aus der Karolinenthaler Kirche. Fibich: nifia brebis. 11: Matinée. Rombositionen von Křičta. 1. Lbrische Suite. 2. Nördliche Nächte, 3. 3 Squfe. 14.30: Uebertragung bom Fußballplatz Slavia, Wettkampf&. R. Zeplit versus Glabia. 17: Nachmittagskonzert. 18: Deutsche Sendung. fonzert. 19: Schachtunde. 20.15: Soliftentonzert. Händer: Volkslieder. Leipzig, 357. 16.30: Nachmittagskonzert. fonzert: 16: Spanische Etierfämpfe. 16.30: Kammerquartett. 20.50: Konzert. 19.35: Heitere Lauten- und Kinderlieder. Münster 22.20: Kämpfe um die Schachweltmeisterschaft. 13.30: Orcheſterfonsert. 242. 18.30: Tiergeschichten. 20.30: Geschichte bes Melodrams. Glück- Abend. Seiteres Konzert. Zum Tode der Genossin Feldek. Der Partei16.30: Klavierkonzert. 17.30: vorstand hat an das Sekretariat der tschechischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Prag an Sonntag, 14, November 1926. 51 Krones Ruhegehalt monatlich. Aus Kaschau wird berichtet: Dem pensionierten Schullehrer Josef Labog wurde dieser Tage eine monatliche Bension von 51 K angewiesen. Laboß ist ein alter Mann, der mit seiner Familie von diesem Betrage begreiflicherweise nicht leben kann. Er wandte sich nun an das Preßburger Schulreferat, man möge ihm ein Bettelzeugnis ausstellen, damit er betteln gehen könne. delt. Die sanfte, friedliche Heilsarmee Bolkswirtschaft. Seite 5. Die Unterbrechung der Kriegsanleiheftritte[ fährigen Tochter. In der Verwirrung vergaß] Berbrechen entbedt. Die bei einem Zuderbäder der Gemeinden. Mit der am 4. November 1926 die Stoplanet das Kind zu weden und flüchtete bedienstete 27jährige Hausgehilfin Agnes Schmidt fundgemachten Regierungsverordnung vom 29. ins Freie. Als sie nach wenigen Minuten das gebar am Dienstag auf dem Anstandsort einen geOftober 1926, Slg. Nr. 204, wurde die Geltung Fehlen des Kindes bemerkte, versuchte sie in das funden Knaben. Sie widelte ihn in ihren Rod Ein Auruf an die Glasarbeiter. der Regierungsverordnung vom 30. April 1926, brennende Gebäude zu gelangen, um das Mäd, ein und legte ihn in den Wäschekorb, wo das Kind Der Vorstand des Zentralverbandes der Slg. Nr. 57, über die Unterbrechung der Stritte, chen zu holen. Die Flammen versperrten ihr je erstickte. Beim Einkochen der Wäsche am nächsten Glasarbeiter mit dem Sitz in Tannwald und der die sich auf gewisse Verbindlichkeiten der Gemein- doch den Weg und das Kind erlitt den Verbren- Tage habe sie die Leiche des Kindes mit dem Rock Verband der Glasarbeiter mit dem Sitz in Tep ben beziehen, bis 15. Juli 1927 erstreckt. nungstod. Die Leiche fonnte noch nicht gebor- verbrannt. Die Kindesmörderin wurde dem Iglauer lit( tschechischer Verband) veröffentlichen einen gen werden. Zahlreiche Feuerwehren bemühten Krankenhaus übergeben. Eine Gerichtskommission gemeinsamen Aufruf ar die gesamte Arbeiter. sich um die Lokalisierung des Brandes. Der fand sich am Tatorte ein und beschlagnahmte die schaft in der Glasindustrie. Brandschaden wird mit 200.000 K beziffert. Den Asche im Ofen der Waschküche. Es wird darin zunächst auf die niedrigen Flammen sind u. a. auch 22 Stück Rindbieh zum Eine Liebestragödie. In Frankstadt bei Arbeitslöhne in der Glasindustrie hingewiesen, Opfer gefallen. Freiberg verliebte sich der verheiratete 2. Nechoda die nicht im entferntesten zur Dedung der durch In in die A. Friedrich aus Frankstadt. Es kam die Agrarzölle gesteigerten Kosten der Lebenshal Soeul( Korea) halben dieser Tage heftige Stra schließlich so weit, daß Nechoda seine Frau verlichtung hinreichen. Sorge, Not und Elend find inBenkämpfe zwischen koreanischen und ausländi- und mit der Geliebten gemeinsamen Haushalt folgedessen in den Familien der Glasarbeiter zu schen Heilsarmee- Offizieren und Sol führte. Nechoda konnte jedoch seiner Biebe zu dem Hause. Das Unternehmertum benützt nun dieſe Begnadigte Mörder. Der Präsident der Re- daten stattgefunden. Die koreanischen Heilsarmee Mädchen nicht froh werden, da ihm seine Verwand- mißlichen Verhältnisse dazu, die Löhne und Arpublik hat die zum Tode verurteilten Trebit Soldaten überfielen den amerikanischen Heilsarmee ten beständig Vorwürfe machten. Er beschloß daher, beitsbedingungen zu verschlechtern, die sozialen beschloß- daher, cher Mörder Karl und Anna Dvořat sowie Hauptmann Andrews, dem andere amerikanische und mit der Geliebten gemeinsamt zu sterben. An einem Errungenschaften abzubauen und die Arbeiter Johann Feit begnadigt. Die Todesstrafe wurde englische Heilsarmee- Offigiere zur Hilfe eilten. Die der lezten Tage verließen die Liebenden die Stadt böllig rechtlos zu machen. In diesen Bestrebun in lebenslänglichen Kerter umgewan Bolizei mußte Verstärkungen herbeirufen, um die und tranten im Freien Lysol. Während das Mäd- gen werden die Unternehmer begünstigt durch tämpfenden Parteien zu trennen. Verschiedene chen auf der Stelle verschied, wurde Nechoda in ster- tes gespalten und ihre Organisationen von den den Umstand, daß die Arbeiterschaft dieses StaaMord im Böhmerwald. Der Arbeiter Jo. Heilsarmee- Soldaten wurden mehr oder minder bendem Zustand ins Krankenhaus übergeführt. Kommunisten zerschlagen wurden. Unter der hann Pa a aus Neid, Bez. Ronsperg, ging schwer verletzt. Es ist dies der zweite blutige Barole, Eroberung und Revolutionierung der Samstag abends nach Hause und lehrte im Gaft 3usammenstoß seit der Ankunft des HeilsGewerkschaften" wurde die notwendige Disziplin haufe des Alois Leiminer in Hafelberg ein. Dort armee- Generals Booth in Korea. Die Ursache des gebrochen, das Vertrauen zur Organisation un jechte auch der Häusler Michael Wild aus Bruderzwistes in der Heilsarmee liegt mehrere Tage tranft; infolgedessen mußte die Vorstellung abgeän- tergraben. So kam es, daß gelbe und fascistische Safelberg; in furzer Zeit, tamen beide in Streit, zurück als die koreanischen Heilsarmee- Soldaten von dert werden. Um nun die ungünstige Wirkung auf Organisationen entstanden sind. so daß sich der Wirt genötigt fah, Wild aus dem General Booth die gleiche Bezahlung wie die aus die Staffe, die jede Abänderung ausübt, und den In dieser schweren Zeit gehen die beiden Lokale zu weisen. Bald darauf machte sich auch ländischen Heilsarmee Soldaten forderten. Diese unangenehmen Eindruck auf das Publikum nach Verbände daran, einen festen Organisas Baa auf den Heimweg, wurde aber bei der Dorf Forderung wurde von den Koreanern letthin wie- Sträften zu mildern, verfiel der Divektor auf folgen- tionsbau der Glasarbeiter zu schaffen, welschmiede in Hafelberg überfallen. Früh mor- berholt. General Booth versprach, sich diese Ange den Ausweg. Er gab dem„ Othello" und fündigte cher vom Geist des Vertrauens, Opfermutes und gens fand man ihn, über und über mit Blut belegenheit zu überlegen, worauf die Koreaner eine an:" Heute in teilweiser Abänderung statt des der Disziplin getragen ist. Bei der Schaffung deckt, mit fünf schweren Kopfstichen, aber noch sofortige Antwort forderten und schließlich Verwün ta ufmanns der Mohr von Venedig." dieses Organisationsbaues werden die zwischen lebend, vor der Schmiede liegen. Nach Ueber- ichungen und Beleidigungen gegen den General ausden beiden Gewerkschaftszentralen vereinbarten führung in seine Wohnung leisteten ihm zwei stießen. Der Heilsarmee- Hauptmann Andrews schlug Der Abenteurer. Einige Leute jaßen in einer Richtlinien maßgebend sein. Das Ziel der beiAerzte Hilfe. Abends starb Baa. Wild war der darauf den Führer der Koreaner ins Gesicht, Seneipe zusammen. Mit Damen. Und kamen ins den Verbände ist, eine einheitliche Organisation Tat verdächtig, da er seine Holzschuhe am Tat- daß diefer ein blaues Auge davont rug. Erzählen. Von ihren besten Taten sprachen sie. Ich der Glasarbeiter aller Nationen dieses Staates orte stehen gelassen hatte und in den Strümpfen Die racheburftigen koreanischen Heilsarmee- Soldaten habe so ziemlich alles getan im Beben", sagte einer. zu schaffen. Auf einer gemeinschaftlichen Konnach Hause ging. Ersterer holte zeitich früh des- legten sich darauf in einen Hinterhalt, und" Ich bin auf Dächer gestiegen, habe Straßenbahn- ferenz der Glas und Keramarbeiter der Tschejen Bruder. In seiner Wohnung fand man den überfielen Andrews. blutgetränkten Rock. Wild selbst zechte in Paawagen gehoben, bin durch Feuer gegangen..." Sie choslowakischen Republik sollen die Grundlagen Den Säugling im Wäschekorb erstickt und dann sind wohl Filmschauspieler?" fragte man ihn begei für den neuen Organitionsbau geschaffen werdorf, wurde dort verhaftet und dem Bezirksge- verbrannt. In Iglau wurde dieser Tage ein stert.- ,, Nee," sagte er ,,, ich bin Feuerwehrmann." den. richte in Ronsperg eingeliefert. Wild gestand, m Par aufgelauert und mit einem Zaunpfahl ber den stopf geschlagen zu haben. Der auf so ist Heiteres. Schmiere. Der Darsteller des Shylod war er 900 ragiſche Weise ums Leben gekommene Baa Der Sozialismus und der europäische Student. Vater von fünf fleinen Kindern, Herablekung des Bantzinstukes. Neue Kartelle. Die Banten haben sich endlich entschlossen, dem Beispiel der Nationalbank zu folgen und den Jede politische Bewegung geht von falschen finden sein. Singen doch selbst erfahrene Projes- 1. Dezember in Wirksamkeit treten. Das AusBinsfuz herabzusetzen. Die Herabsetzung soll am Nach neun Jahren ein Lebenszeichen. Der Landwirt Heinrich Mösch I aus Schönlind er- Boraussetzungen aus, wenn sie meint, mit der foren Lobhymnen auf die würdelofen Studenten- maß dieser Herabsetzung ist jedoch viel zu gering. hielt vorige Woche von seinem in Rußland leben- Anhängerschaft der bürgerlichen Studieren- neipen. Erst fürzlich schrieb Professor Waldemar Die Nationalbank hat seit 1. Dezember vorigen den Sohne Emil einen Brief. Der Sohn hatte den einen konfequenten, verläßlichen Kampfgenof- Dehlte, der längere Zeit als Gast an der Uni- Jahres den offiziellen Diskontsak dreimal und den Sohne Emil einen Brief. Der Sohn hatte sen gewonnen zu haben. Denn nichts ist so ver versität Peking Vorlesungen hielt, in den Beip- zwar jedesmal um ein halbes Brozent im Jahre 1917 das letztemal an seine Eltern geschrieben, daß er verwundet wurde und sich in änderlich wie die Gesinnung der bürgerlichen In- siger Illustrierten"( vom 21. Oktober):... Wir herabgesetzt, während die Banten seither einschließschrieben, daß er verwundet wurde und sich intellektuellen, russischer Gefangenschaft befinde. Seit dieser Zeit, tellektuellen, aus denen sich die Studentenschaft der wollen die deutsche Burschenherrlichkeit nicht ge- lich des neuesten Beschlusses den Zinssay nur um alſo ſeit neun Jahren, blieben die Eltern trok Gegenwart hauptsächlich zusammensetzt. Der gen teeschlürfende Verständigkeit ein Prozent herabgesetzt haben. Bei der bedeneifrigster Nachforschungen ohne jede Nachricht. junge Mensch, der nicht in unmittelbarer Berüh vertauschen... Und sie würden ja nicht in so tenden Höhe des Zinssatzes, der ein Hindernis bilMan glaubte schon, daß er in Rußland gestorben der fleinbürgerliche Student lebt, umlagert von mifer, gefiele ihnen außer der deutschen Wissen müßten die Banken vom Finanzministerium un Man glaubte schon, daß er in Rußland gestorben rung mit proletarischen Daseinsbedingungen steht, großer Zahl zu uns kommen, die fremden Akade- det der. Entfaltung der industriellen Produktion, jei. Um so größer war das freudige Erstaunen, als vorige Woche der Brief einlangte. Emil Möscht richtungslosen Phraseuren, nur für Radika schaft nicht auch die Lindenwirtin und bedingt gezwungen werden, mit dem Zinssatz noch Radika- schaft Iismus, für schlecht verstandenen Aktivismus unser ganzes Studentengaudeamus. weiter herunter zu gehen. schreibt, daß er im Jahre 1918 geheiratet habe, in der Politik, gleichgültig welcher Art. Und es Den ganzen Geist unseres deutschen Universitätsdaß er zwei Kinder im Alter von 8 und 5 Jah daß er zwei Kinder im Alter von 8 und 5 Jah ren befißt und daß ihm nach der Revolution zirka ist eine alte Erfahrung, daß die radikalen Welt- lebens macht uns die akademische Universität(?) 20 Joch Grund zugeteilt wurden. Er besaß mit anschauungen leicht in ihr äußerstes Extrem ver- der ganzen Welt nicht nach. Abgesehen von dem Wir haben schon vor einiger Zeit gemeldet, hin eine fleine Bauernwirtschaft und es ging ihm fehrt werden. Der bürgerliche Intellektuelle ist eines Universitätsprofessors unwürdigen Stil und auch die ganzen Jahre hindurch recht gut, bis ein Faktor, mit dem keine politische Partei ernst- oer etwas verworrenen Ausdrucksweise( was ist daß die Gründung eines Kartells der tschechosloheuer im August sein Anwesen völlig nieder- lich rechnen kann. eine akademische Universität?) fällt an dieser Aus- wakischen Papierfabriken bevorsteht. Es brannte, so daß er sich jetzt in großer Notlage Völkermordens zu unfreiwilligem Asketentum ge- tentottenhafte Banaufentum der bierstinkigen Stu- und das Kartell wird zu Beginn des neuen JahDie Jugend war in den langen Jahren des laffung die Begeisterung für das bunttappige, hot- ist nun tatsächlich eine Einigung erzielt worden befindet. Er bittet seine Eltern. sie möchten ihm 300 Rubel senden. Aus dem Briefe ist auch zu Tat um jeden Preis, wider alle Gebote der Ber- flappenprofessors zur sauffreudigen Impotenz ist Jahre abgeschlossen und erstreckt sich auf sämtliche zwungen; nun will sie große Ereignisse". Die dentenkneipe auf. Dieses Bekenntnis des Scheu- res ins Leben treten. Der Vertrag ist für einige erfehen, daß Emul Möschl von den staatlichen Umwälzungen in Mitteleuropa feine Kenntnis hat, nunft, nicht evolutionistisches, etappenweises Ver- charakteristisch für die psychische und ideelle Gin- Papierfabriken in der Tschechoslowakei, mit Ausdenn auf der Adresse schreibt er:„ Schön lind wirklichen politischer Ideale. Die Unausgegore- ftellung des europäischen Studenten der Gegen- nahme der Fabriken für die Erzeugung von Ziga bei Heinrichsgrün, 2and Böhmen, De sternen auf den Bänken der Universitätshörsäle wart. Und so wird es erklärlich, wenn diese hoff- rettenpapier. Eine Erhöhung der Papierpreise ist bei Heinrichsgrün, 2 and Böhmen, Oeste r- schwärmen für die Diktatur der Vehemenz. Der nungsvolle" diese ,, hoffreich." schwärmen für die Diftatur der Vehemenz. Der nungsvolle" neue Generation im Sumpfe des angeblich nicht in Aussicht genommen, aber wie Typus des Herrenmenschen ist den couleurkappi Antisemitismus untergeht, den Fortschritt, den bei allen Kartellen wird das wohl die selbstver Mord und Selbstmord unter Kindern. In gen Taschengeldbuben politisches Führerideal, Sozialismus für eine jüdische Erfindung ständliche Begleiterscheinung sein. Es ist auch die Staschau spielten zwei 14jährige Gymnasiasten nicht Nestor oder ein anderer Mahner zum Gehält. Stillegung mehrerer Fabriken geplant und die und ein Tischlerlehrling mit einem Gewehr. wiffen und wir sehen, wie fich die von papierenem Einer der Gymnasiasten beklagte sich, daß er in Pseudowissen umnebelten Scholarengeister wider Trop der ernüchternden Tatsache, daß das Konzentration gewiffer Produktionszweige in den technisch fortgeschrittensten Fabrifen. her Schule schlecht stehe und daß seine Eltern standslos von rücksichtslosen Gaullern ins Reich der Flagge politischer Ignoranz fegeln, sind in der Zellulose fabriken gegründet werden, intellektuelle Bürgertum, die Studierenden unter Ebenso soll in der nächsten Zeit ein Kartell demnächst abermals einen Mahnzettel vom fascistischen Ungeistes führen lassen. Wir haben Schuldirektor erhalten dürften. Er habe hiervor gerade in den letzten Jahren erleben müssen, daß allen Staaten Europas Kräfte am Werk, dem So- worüber die Verhandlungen bereits schweben. Der Furcht meinte er und wolle lieber ster- Bas europäische Studententum sich vollends zu den zialismus auch auf dem fascistisch verseuchten Uni- Startellvertrag foll gleichfalls, zu Beginn' des neuen hen. ben. Sein Freund, der Tischlerlehrling, entgeg- Raffenhazideologien und der Butschpraktik bekannt berfitäten zum Siege zu verhelfen. An fast allen Jahres in Straft treten, und es sind auch schon nete ihm, daß, falls er den Tod wünsche, er dies hat, haben erkannt, daß das Sauptkontingent der Bildungsstätten bestehen heute schon soziali Berhandlungen mit reichsdeutschen und öſterreibesorgen wolle, womit sich der Student einver- Studierenden in Paris, Berlin, Wien, Budapest, stische Studentenorganisationen, die chischen Zellulose fabriken geplant, um über die ſtanden erklärte. Gleich darauf holte er von zu Bukarest. Das Mal politischer Ignorang, das- wenn auch numerisch schwach- fegensvolle Grenzen des Staates hinaus Vereinbarungen zu Hause ein Gewehr. Er befahl dem Lebensüber. Hakenkreuz trägt und für den numerus claufus agitatorische Arbeit leisten. Das Gros der Stu brüssigen, sich an eine Blanke zu stellen, was die playdiert. Eine dominierende Rolle bei dieser denten stammt aus kleinbürgerlichen Kreisen, die Schließlich wird es auch zu einer Betriebsfer auch tat. Der Lehrling zielte und drückte Durchseuchung der bürgerlichen Intellektuellen im Verlaufe der Wirtschaftskatastrophe proletalos, selbst. Uus doch der Sahn verjagte. Im nächsten spielen die Pädagogen, die Zehrenben fellet elrisiert wurden, aber aus reinem Gnobismus jede gemeinschaft der Elbeschiffahrts geſellAugenblick ging jedoch das Gewehr, das gela- versitätsprofessoren, von denen man doch annehden war, los und der Gymnasiast brach tödlich men müßte, sie hätten das notwendige geistige verwundet zusammen. Der Lehrjunge Niveau, programmiose politische Systeme( wie den darauf flüchtig und man vermutet, daß er sich Fascismus) abzulehnen, fühlen sich verpflichtet, das Leben genommen hat. als Sprachrohr des reaktionären Infantilismus Die Tochter Dostojewstis gestorben. In zu dienen. Auch die ordentlichen und unordentGries bei Bozen ist die 59jährige Tochter Do- lichen Professoren gefallen sich als Verteidiger der stojewsfis, Feine, gestorben. Sie war in Dres- völkischen Gummifnüttelphilosophie. Der Klassen ben geboren und lebte lange Jahre in Deutsch- haß macht auch vor der Gelehrtenstube, die so frankung und suchte deshalb ein Sanatorium zwingt die staatlich bevollmächtigten Verkünder menden Studenten nicht sofort als verläßlich an- bet kommenden Dienstag in Zürich eine land. Sie litt in letzter Zeit an einer Magener- weihevoll romantisch anmutet, nicht balt und die Gefolgschaft der bürgerlichen Kreisen entstam- trust. Wie die Schweizer Blätter berichten, fin der europäischen Kultur in eine Opposition gegen sehen. Nur die ernstliche proletarische Ge- ammlung statt, in der ein neuer Trust unter das mächtig erſtarkte, revolutionäre Proletariat. finnung, die Loslösung von den Vorurteilen der der Bezeichnung„ Südamerikanische Elektrizitäts Reime, der Reaktion, so wird sein etwa noch vorherrschenden Klasse tann vem Fortschritt des So- gesellschaft" gegründet werden wird. Der neue Empfängt myn der Student schon im Hörsaal die handener Rest an vorurteilsfreiem Geist in der zialismus dienlich sein. Verbindung" abgetötet. In den Pauf und Sauf- Auch die Universitäten werden der Sache des buden wird der allein menschenwürdige Pazifis sozialen Fortschrittes zugeführt werden. Denn mus durch kommentgemäße Ehrbegriffe ersetzt, mit der Eroberung der Staatsmacht durch den der Männlichkeit portäuschende, snobistische Schmiß Sozialismus, mit der Eroberung der wirtschaft wird zum Jdeal. In diesen Bierkneipen, wo lichen Freiheit durch die Proletarier, die eine efuror teutonicus Bürger mit tschechischen Namen bung ihrer Stulturbedürfnisse zur Genoffen! gefeht 18x Südtirols auf. h schließen. schaften kommen. Gemeinschaft mit den arbeitenden Klassen ableh noch immer in der Ideenwelt der Bourgeoisie für Proschwitz und Umgebung veröffentlicht foeben nen. Es sind sogenannte Mittelständler", die Der Konjum und Sparverein Einigkeit" leben, obwohl sie zu rechtlosen Lohnfklaven herab- seinen Jahresbericht für das Geschäftsjahr gesunken sind. Auch diese Schicht vom ideenarmen 1925/26, aus dem hervorgeht, daß sein Mitglie Gedankenstroh des Bürgertums lebender Bürgern derstand etwa 2800 beträgt, die Summe seiner muß dem Sozialismus zugeführt werden, durch Losungen rund 8% Millionen Stronen, so daß die unwiderlegbaren Beweise der Wirtschaftsge- auf ein Mitglied ein Warenumsatz von etwas über schichte zur befreienden Erkenntnis, daß es nur 3000 Kronen entfällt, Ausbeuter und Ausgebeutete gibt. Nur soll man Schweizerisch- amerikanischer Elektrizitä VerDie Trust wird mit einem Aktienkapital von 30 Mil lionen Schweizer Franken ausgestattet sein und von der Gruppe Motor Columbus" und einigen Schweizer Banken gegründet werden. Aktien wurden bereits fest übernommen, Ihr Neue Skisprunganlage bei Marienbad. Auf dem Wolfstein bei Marienbad wird gegenwärtig, wie uns berichtet wird, eine große Skisprungschanze mit Turm- Anfahrt erbaut. Von dem vier Meter hohen Startturm führt die stark geneigte Anlaufbahn zur Schanze, die als' Wisch- Schanze errichtet wird. Die möglichen Sprungweiten dürften etwa 30 Meter be tragen. Ein Kind verbrannt. In der Nacht auf( oder umgekehrt) ihre fadenscheinigen politischen Folge haben wird, werden auch die Studierenden Mittwoch brach im Anwesen des Grundbesizers Toaste herunterbrüllen, brütet der Geist der Real mehr von Proletarierföhnen durchsetzt werden, die die Verbreitung unserer Zeitung agitierenRolar in Welhartitz bei Schüttenhofen ein tion, der Haß gegen den unzufriedenen Proleten. bisher nur hinter dem Schraubstock stehen durften. Segt euch überall für unsere Parteipreffe Brand aus, der sich rasch ausbreitete und auch So lange diese mit einem Hauch von Immunität Dann ist uns um den Geist der Universitäten ein. In das Heim des Arbeiters gehört die auf das Haus des Nachbars übergriff. Auf dem umgebenen Buden der Bildungshort des Studen- nicht mehr bange Boden des Hauses des Grundbesitzers Rolar ten bleibt, so lange wird bei dem akademischen schlief die Arbeitern Roplanet mit ihrer zehn Bürger keine Spur von sozialem Mitgefühl zu L. E., Wien. Arbeiterpreſſe. Darum, agitiert Genossenn.Genossinnen Beite GRAFS SUPPEN- WÜRZE R GRAF DIE EC Suppen- Wü MARSE GRAF Kunst und Wissen. Die Königin von Saba. burchschaut. Er muß seine Frau, die von Ernest Steele, einem dieser Tunichigute, umworben wird, retten. Er muß reinen Tisch" machen. Er setzt alles aufs Spiel. Von der Straße holt er eine Dirne und bringt sie zum Nachtmahl, das seine Frau ihrer Gesellschaft gibt. Er zeigt ihnen ihr wahres Gesicht und auf ihre Aufregung hin erklärt er, er habe nicht gewußt, daß ein Amateur" sich mit einem Professional" zu spielen weigert. Seine Frau, die sich zuerst tödlich beleidigt fühlt, erkennt aber dann zu lieben Sozialistischer Jugendverband, Ortsgruppe Prag. Genossen und Genossinnen! Das proletarische Belgien. 1 Sonntag, 14. November 1926. Turnen und Sport. Gründung eines deutschen ArbeiterTurn- und Sportvereines in Brag. Donnerstag abends fand im Weinberger Heinesaal die zahlreich besuchte Gründungsversammlung des Prager deutschen Arbeiter- Turnvereines statt. Der Vorsitzende, Genosse Strauß, referierte über die Arbeiten des vorbereitenden Komitees und brachte die von der Behörde genehmigten Statuten zur Kenntnis. Die Statuten fanden hierauf einftimmige Annahme, ferner wurde die Einhebung eines Monatsbeitrages von drei Kronen pro Mitglied, sowie der Betritt zum Arbeiter- Turn- und Sportverband, Siz Aussig, beschlossen. Genosse afidh erstattete ein Referat über Wege und 3iele der proletarischen Körperfultur, wobei er insbesondere die Aufgaben hervorhob, welche der neugegründete Verein unter dem Brager deutschen Arbeiter und Angestelltenprole tariat zu leisten haben wird. Veim Punkte ,, Unser nächstes Arbeitsprogram m" wurde schlossen, den Turnbetrieb am Montag, den 22. November, aufzunehmen. Turnabende finden sodann Montag und Donnerstag jeder Woche statt. VorBREF läufig werden zwei Männerriegen und eine FrauenDer Ausschuß. Kleine Chronit. beriege aufgestellt. Für die im Nachtbetrieb beschäf tigten Buchdrucker wird nachmittags eine Turn stunde eingeführt werden. Für die Sommermonate. ist die Pflege der Leichtathletik und der Wir laden Sie zu dem am Mittwoch, den sie hat ja nie aufgehört, ihren Mann 17. November 1926 um 8 Uhr abends im fleinen daß er es nur gut gemeint hat. Auch Heine- Saal, Weinberge, Fochstraße, stattfindenden Ernest und Richard jöhnen sich aus, wenn auch Lichtbildervortrag des Genossen Josef Bělina gerade diese Lösung, die Art und Weise, wie es aus Aussig ein. geschieht, nicht allzu natürlich ist. Lili Bader als Margaret hat ihre Rolle ausgezeichnet gespielt und das gleiche muß wohl auch von Max Liebl, der thren Gatten gab, gesagt werden. Hermine Me- Der Vortragende hatte dieses Jahr bei einer delsky as Straßendirne hat allgemeinen Beifall internationalen Gewerkschaftsschule die beste Ge geerntet. But hat auch Herb. Königsmar! legenheit, die belgische Arbeiterbewegung kennen Bobby Williams, die Männerkarikatur, gespielt. zu lernen. Wir ersuchen alle Genossinnen und Das Konzert des ersten Saxophon- Orchesters" Genossen sich zahlreich zu beteiligen. Regica am 12. d. im Lucerna"-Saale sollte wohl in erster Linie eine Ehrenrettung dieses Instruments fein. beitrag K 3.-. Man war bis nun gewohnt, es nur immer ats stimmführendes Instrument im Jazzband- Orchester zu ,, werten", nun will es also auch den Konzertsaal erobern. Das Orchester, das bis auf drei Schlag zeuge nur aus Saxophon- und ähnlichen Instru menten besteht, war gut eingespielt und entledigte sich seiner Aufgabe im allgemeinen recht gut. Die Töne flingen wohl etwas fremd, aber weich und Merkwürdige Frauenberufe. Im Ausland Turnipiele in Aussicht genommen, wofür uns die warm und zeitweilig hatte man den Einbrud eines wenden sich Frauen nicht selten Berufen zu, die in tschechischen Turngenossen bereits die Mitbenüßung kompletten Orchesters mit Streich- und Blechinstru- Deutschland noch völlig unbekannt sind. So gibt es eines ihrer Spielpläge zugesichert haben. menten, Harfe und Orgel. Das überreiche Pro- in Japan gegenwärtig eine große Anzahl von Sportarten, sowie Schwimmen sollen entspre gramm umfaßte Grieg, Wagner, Bizet, Smetana, Frauen, die als Taucherinnen tätig sind. Darunter chend den Wünschen der Mitglieder und den geVerdi, Dvořat und Meyerbeer. Am wenigsten befinden sich Frauen, die mehr als 50 Jahre alt gebenen Ausübungsmöglichkeiten betrieben werden! konnte das Sagophon- Orchester Wagnerscher Musik sind. Ihre Aufgabe ist in erster Linie die Perlen Freudig wurde es von den Versammelten begrüßt, gerecht werden, während die Wiedergabe von Bizet, fischerei. Sie müssen bei der Ausübung ihres Be- paß die Prager Kreisleitung der tschechisch- sozialSmetana und Verdi gut gelang. Das zahlreich er- rufes manchmal bis zu einer halben Stunde unter demokratischen Arbeiterturner durch zwei Vertreter schienene Publikum spendete dent Orchester, das von Waffer bleiben. In dem amerikanischen Staate ein Glüdwunschschreiben übermitteln ließ. seinem Dirigenten Ant. Seibelt ruhig und sicher Minnesota ist eine Frau als Wildhüterin tätig. Wahl der Funktionäre ergab mit Stimmengeleitet wurde, reichlichen Beifall, der wohl richt Sie lebt ganz einsam mit einer anderen Frau und einhelligkeit folgendes Resultat: Obmann: Genosse nur durch die künstlerische Leistung, sondern vor ihrem großen Hunde, den sie für ihre Waldinspek- atch, Stellvertretung Genosse reisky und allem auch durch die Sensation verursacht wurde. tionen benötigt, in einer Blockhütte. In England Genoffin Hilde Franzel; Kassier: Tetenka, Michael Bohnen singt Freitag, den 3. De- wurden fürzlich bei einem historischen, auf sehr alte Stellvertreter: Heldmann; Schriftführer: Ftember den Mephisto in Gounods Marga- 3eit zurückgehenden Pferderennen in Newmarket cher, Stellvertreter: Genossin Paul; Beisizer: rethe" und Sonntag, den 5. Dezember den Sans drei von den fünf Pferden, die das Rennen be- Enent, Lehnert, Liewald und Genojjin Sachs in den Meistersingern. Als Fauft ftritten, von weiblichen Jockeys geritten, von denen Kirpal: Kontrolle: Siegl, Straus; Turntart: und als Stolzing wird Erik Enderlein mit zwei in totem Rennen die ersten Preise erzielten. Bohnen gastieren. Neueinstudierung Konzert". Hermann Bahrs antisantes Lustspiel erscheint Samstag neueinstudiert und in teilweise neuer Besetzung im Spielplane der Kleinen Bühne. Außer Leopold Kramer a. G. find in den Hauptrollen die Damen Bader, Medelsky, Stein und Wessely und die Herren Bauer und Olden beschäftigt. Spielleitung: Leopold Kramer. Operetten- Uraufführung:„ Ich und Du". Für den 28. ist im Neuen Thater die Uraufführung der breiaftigen Operette Jch und Du" von dem italienischen Komponisten Lamberti Pavanelli, Buch von Frizz Grünbaum und Willy Sterk, angesetzt. Hellmia, Stellvertreter: Förster. Der schöne Seeränber. Der französische Dampfer ,, anoi" Verlauf der Gründungsversammlung berechtigt zu wurde Freitag auf der Fahrt von Hongkong nach den besten Erwartungen für das Gedeihen der neuen Haiphong von 26 Piraten angegriffen, die seine Kulturorganisation. Mit den im Versammlungsanamitische Wache töteten und 50.000 Dollars raub- lokal erfolgten 30 Nenbeitritten liegen dem Verein ten. Außerdem nahmen sie den Passagieren alles schon über hundert Mitgliederanmel weg, was sie bei sich führten. Der den Passagieren zugefügte Schaden wird auf 20.000 Dollars an gegeben. Vereinsnachrichten. „ Urania“. Wochenprogramm. Heute, halb 11 Uhr: Wilhelm Tell". Heute, 3 Uhr: kindernachmittag", urich teltheater und Märchen". Lichtbildern. mit Montag, 8 Uhr: Jungsein und Altwerden," Univ.- Prof. Dr. Biedl Montag, 8 Uhr: Wilhelm Tell." Dienstag, 8 Uhr: Urania- Radiobund " Bastelkurs". Karl Goldmards Oper Die Königin oon Saba" gelangte am Freitag im Neuen Deutschen Theater als Fest vorstellung zu Gunsten des Hilfsvereines österrei chischer Reichsangehöriger in einer ganz ungewöhnlich glanzvollen Besetzung zur Aufführung. Nicht nur, daß alle Hauptrollen des Wertes mit ersten Kräften der Wiener Staatsoper besetzt waren, sondern auch für die musikalische Leitung der Oper war ein illustrer Gastdirigent gewonnen worden, Josef Schalk, der derzeitige Wiener Staatsopern- Direttor, der auch als Dirigent der Wiener Philharmonifer bedeutenden Ruf genießt. Man weiß nicht, wem es zu danken ist, daß gerade Goldmards„ Köni gin von Saba" zur Festoper gewählt wurde; jebenfalls war nach langjähriger Pause endlich wieder einmal Gelegenheit, dieses zu Unrecht vernachläffigte Meisterwerk zu hören, das wie selten eine andere Oper erfüllt ist von melodischer, harmonischer und rhytmischer Schönheit und Vielseitigkeit und eine kaum zu überbietende instrumentale, dem orientalischen Milieu der Oper vollkommen entsprechende Farbenpracht besitzt. Der auf Glanz und Prachtentfaltung gerichtete Charakter der Königin von Saba" tam in ihrer starmäßigen Wiener Besetzung berstärkt zur Geltung Allerdings nur äußerlich und infolge mancher glänzenden Einzelleistung. Ansonsten sind wir überzeugt, daß eine von unserem eigenen Opernensemble unier Alexander 3emlinsty gründlich vorbereitete Aufführung der Oper künstlerisch einheitlicher und vollkommener gewirkt hätte. Emmy Destinn veranstaltet am 26. bs. im SmeJosef Schalt ist als Operndirigent mehr routiniert tanasaale ein Konzert unter Mitwirkung Otto Máals temperamentvoll, mehr berechnend in seinen Stei- has und Prof. Gjelhoffer. Am Programm gerungen als faszinierend. Unter den Solisten impo- Arien aus" Aida"," Forza del destino"," Tannhäunierte am meisten Maria G. Nemeth als Sula- fer"," Meistersinger"," Lohengrin", Duette aus Camith. Eine so sieghafte, jubilierende und der Höhe valleria"," Andrea Chenier" etc. Karten 7-30 Kč. nach schier unbegrenzte Sopranstimme, die auch in der Kultur des Piano-, und Kopftones außerordentliche Kunst offenbart, hat man in Prag schon lange nicht gehört; auch als Darstellerin fesselte die Künstlerin in höchstem Maße. Helene Mildbrunn als Königin von Saba hat die hochgespannten Erwartungen von ihrer Kunst gerade in dieser Glanzrolle nicht ganz erfüllt; sie bot weder darstellerisch noch stimmlich eine überwältigende Leistung und schien unter einer allgemeinen Indisposition zu leiden. Entzückend Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. war Fräulein Anday als Astaroth, die der intona- Sonntag, 2% Uhr, Stulturverbandborst., Gaffspiel tionsheiklen Lodruf Koloratur dieser Partie mit Beop. Kramer: Teresina"; 7% Uhr: Adieu überraschend leichter Stehle gerecht wurde. Unter den Mimi".- Montag, 7% Uhr, Gastspiel 2eo Sle männlichen Helden der Oper war Leo Slezat als zat: Jüdin". Dienstag, 7% Uhr: Adieu der Aelteste noch immer auch der beste. Sein Assad Mimi"( 11-3). Mittwoch, 6% Uhr, Gastspiel ist nicht nur darstellerisch von größter dramatischer Seo Slezat: Lohengrin". Donnerstag, Eindringlichkeit und kündet. das große Format eines 7% Uhr: Die Braut von Messina"( 13-1). Freitag, 8 Uhr: Deutsche Landschaftsaus der Schule Mahlers stammenden Bühnensän- Freitag 7% Uhr: Jenufa"( 12-4). Sams malerei in den Sudetenländern," mit Ie BI gers, sondern wirkt auch gesanglich noch immer er- tag, 7% Uhr: ,, Adien Mim i"( 14-2). Sonn- Lichtbildern, Architekt I e I( Reichenberg). staunlich vollkommen. Wer im Alter Slezaks noch tag, 2 Uhr, Arbeitervorstellung:„ Eugen Onegin"; Samstag, 3 Uhr: Die Biene Maja," Kulturfilm. Der Bienenstaat, geschildert nach Bonso ein glanzvolles Forte besitzt und solche weiche, tra- 7% Uhr: Der Rastelbinber( 15-3). fels entzückenden Märchenbuch. gende Pianotöne, ist in Wahrheit ein Gesangst ü n st- Montag, 7% Uhr: Adieu Mimi"( 16-4). Zu den Konzerten Hubermann und Sauer für Ier. Den Hohenpriester sang Herr Norbert, des- Kleine Bühne. Sonntag, 3 Uhr: ,, opf oder Urania- Mitglieder ermäßigte Starten. sen prachtvolle Baßstimme seit seinem Weggange von Schrift"; 7% Uhr: Reiner Tisch".- MonDazu sämtliche Kurse der Urania- Volkshoch unserem Theater noch an Kraft und Schönheit zu tag, Bankbeamtenvorst.: Die fremde Frau". genommen hat. Am wenigsten befriedigt unter den -Dienstag: ,, Reiner Tisch". Mittwoch Vor- Karten zu allen Veranstaltungen, Mitglieds Star- Solisten hat Herr Jerger als König Sala- ftellung des Israel. Krankenfürsorgevereins, Gastspiel farten- Erneuerung und Mitglieder- Nenanmeldungen mon; seine najale und auf übertrieben artikulierte Peop. Kramer: Die neuen Herren."- Don täglich: Biokasse, halb 10-1 und 3-7 Whr, SmetschDeklamation eingestellte Singmanier paßt nicht zur nerstag: Meine entsüdende Frau". tagasse 22, Tel. 20429. fantablen und breitausströmenden Musil, die Gold Freitag Kulturverbandborst.: 14 Tage Arrest". mard gerade dieser wichtigen Partie zugedacht hat.- Samstag Gastspiel Leop. Kramer, neueinstudiert: Die eine Rolle des Balastauffehers sang Herr Ma- Konzert". Sonntag, 3 Uhr: Meine ent din. Chor und Orchester unseres Theaters entledig dende Frau": 7% Uhr:" Der große ten sich ihrer Aufgaben mit Anstand. Daß das Haus züdende ten sich ihrer Aufgaben mit Anstand. Daß das Haus Bluff".- Montag Bonkbeamtenvorst., Gastspiel troy höchster Eintrittspreise ausverkauft war, beweist Bepi Glöckner- Kramer: Frau Warrens Geneuerdings, daß das reiche Prager deutsche Kunstpublikum zu Sensationsveranstaltungen immer zu haben ist, während ihm für ernste, stille Kunstfeste der Geldsäckel nicht langt. -et. Zyklus sämtlicher Streichquartette 2. van Beethoven§. Rosé Quartett: Prof. A Rosé, Paul Fischer, Ant. Ruzitschta, Ant. Walter. Die Konzerte finden am 8. und 11. Dezember 1926, 9. und 11. Feber und 19. März 1927 im Saale der Börse statt. Abonnementstarten: Fauteuils 100 K, erste Bläge 80 K, zweite Plätze 70 K, dritte Plätze 60 K, Stehpläne 30 K. merbe". Der Film. 66 Dienstag, 8 Uhr: Urania- Literaturgemeinde Karin" Michaelis Abend", mit Leseproben aus dem neuesten Roman„ Die kleine Sünderin". Mittwoch, 8 Uhr: Die türkische Frau von einst und jest". Dr. Josef Kaim( Konftantinopel). Freitag, halb 7 Uhr: Urania- Radiobund, Beratungsstelle."- 8 Uhr: Die Tangenten bussole als Meßinstrument für den Radioamateur"( mit Verfuchen). Freitag, 8 Uhr: Heilpädagogit", Dr. Th. Seller, Direttor der heilpädagogischen Anstalt Wien- Grinzing. schule. Boranzeige, ,, Wintertouristik in der Tatra," mit Lichtbildern, Prof. Hefty( Kesmart). Dienstag, 23. ds., 8 Uhr. Starten bereits erhältlich. Josma Selim Dr. Ralph Benatty in der ,, Urania". Seitere Kunst." Das berühmte Künstlerpaar bringt neue Chansons und grazile Lieder mit all dem Charme und der Anmut, die diese Liedchen so reizvoll und subtil erscheinen laffen. Mittwoch, 24: ds., 8 Uhr. Karten: Urania, Wezler Mitglieder Ermäßigung, Smetschkagasse 22. 4365 " Wran- Urania- Kino". Kleine Bühne. Lonsdales ,, Rainer Tisch" Conrad Beidt bleibt auch in Amerika! Unsere wurde gestern mit Erfolg in seiner Uraufführung erst letthin geäußerten Befürchtungen, Conrad gegeben. Die Komödie hat den Kampf des Ehe Veidt könne gleich Emil Jannings ebenfalls von mannes um seine Frau zum Gegenstande. Treffend einer amerikanischen Gesellschaft verpflichtet werden, hat es aber der Autor verstanden, das Leben der find bald in Erfüllung gegangen. Nachrichten aus Der brave Soldat Schweht", ein mifitärisches fogenannten Gesellschaft zu zeichnen. Margaret Amerika bestätigen, daß Beidt mit der Univer- Beitbild aus vergangenen Tagen. Karl Roll in Sones hat eine Reihe von Freunden und Freun faI einen fin fjährigen Vertrag abgeschlossen hat. nem der besten heimischen Filme. Samstag- Mondinnen, die in ihrem Hause verkehren. Sie alle Anfang des nächsten Jahres wird er in Universal tag. Dann Dienstag bis Donnerstag, chweyt gehören der besseren Gesellschaft" an und ihre City seinen ersten Film„ Der Mann, der lacht" an der Front". Jeder Teil für sich abgeschlos einzige Tätigkeit besteht darin, ihre Ehemänner zu beginnen. Augenblicklich arbeitet der Wünstler sen. Wran Urania Stino. Heute 3, halb 6 hintergehen oder aber die Frauen ihrer Freunde zu gemeinsam mit John Barrymoore an dem und 8 Uhr. Emetschtagaise 22, T. 20429. Montag halb 6 Uhr. Sonjt täglich halb 6 und 8 11hr, verführen. Richard, Margarets Mann, hat sie alle Film Der Bettelpoet". 0 9 ungen vor. Dieser Erfolg, sowie das rege Interesse, das dem Verein allfeits entgegengebracht wird, lassen einen raschen Aufstieg der deutschen Arbeiter Turnbewegung in Prag erhoffen, den es nun mit Fleiß und zäher Ausdauer zu fördern gilt., Genoffen! Zraget bei jeber Gelegenheit Ener Barteiabzeichen! Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießnet. Für den Drud verantwortlich: O. Holit Drud: Deutfche Peitunas- A.- S. Brag KAUFET HELA NUR PIERINGS SUPPENWURZE SIE IST DIE BESTE Erstkl. amerik. Qualitätsschreibmaschine SMITH PREMIER vereinigt sämtliche Errungenschaften aller Markenmaschinen und überragt durch: 46 Tasten- 92 Schriftzeichen. Leichtesten Anschlag. Geräuschlosen Gang. Auf mäßige Monatsraten ebenso die beste amerikan. PORTABLEMaschine für Reise und Privatgebrauch. Einfache Umschaltung.- Normale Walze. Vierreihige Tastatur. 4342 L.& G. HALPHEN PRAG, Mikulášská 22. Telephon 22305. BRUNN, Údolní 13. Telephon 4148. Verlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines Selch waren der Firma HEGNER& Cie., PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cie., PILSEN, SIND DIE ALLERBESTEN! 3836