Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nekazania 18. Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Postschedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Eine andere Bilanz. Dienstag, 16. November 1926. Bezugs Bedingungen: Bei Juftellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Ké 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig.... D 48.96.192.Rüdftellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich irig Nr. 267. Große Wahlerfolge der reichsdeutschen Sozialdemokraten. Dresden, Leipzig und viele andere fächische Gemeinden in jozialistischen Besit übergegangen.- Startes Ansteigen der sozialdemo tratischen Stimmen in Lübed und Kiel. I nicht wirksam zu organisieren verstünden. Der] Einmal wird und muß für die Arbeiter- Ider Ofenbank hervorgekrochen, um auf die 15. November zeigte, daß hinter der kommu- schaft auch der Tag der Abrechnung mit den Barrikaden zu steigen und auf ihren zahllojen nistischen Partei eine Million Wähler steht Kommunisten kommen. Die furchtbaren Irrgängen" find sie nun selber beim ReDie Jährung des Tages des 15. Novem- aber was geschah nun? Innerhalb des Schäden, welche diese der Sache des kämpfen- formismus angelangt, ohne aber die Kraft zu ber 1925, jenes Tages, der durch die Wahlnie- Barlamentes haben die Kommunisten vollstän den Proletariats zugefügt haben, können nicht haben, auf diesem früher so verpönten Gederlage der Sozialdemokratie die internatio- dig versagt. Ihre 61 Mandate waren für den ohne Vergeltung bleiben. Sie haben die Ar- biete Erfolge erringen zu können. Die Zeit nale bürgerliche Reaktion in den Sattel sekte, parlamentarischen Kampf so gut wie vollstän- beiterklasse gespalten, weil die Sozialdemokra- jeit dem 15. November des Vorjahres, der haben wir nach der Richtung der Schäden, die dig verloren. Sie waren im Parlament feine tie nach ihrer Behauptung den Weg zum So- den Kommunisten eine so bedeutende Macht schon bisher die Arbeiterklasse diejes Staates wirkende Kraft. Die Reden der kommunisti- zialismus zu langsam dahinschritt, doch bis gegeben hat, liefert für die Arbeiterschaft eine durch die ungehemmte Herrschaft des Bürger- schen Abgeordneten und Senatoren tamen in heute sind sie den Beweis schuldig, wie man traurige Bilanz. Die Wirkung des kommunitums erlitt, gewürdigt, doch noch eine andere ihrer Bedeutung belanglojen Lufterschütterun- es macht, um den Sozialismus rascher zu verstischen Wahlsieges fühlt heute schon jeder arWürdigung ist notwendig. Der 15. Novem- gen gleich. Je radikaler", je aufgedonner- wirklichen. Die Sozialdemokratie haben sie beitende Mensch schmerzhaft am eigenen Leibe. ber des vorigen Jahres brachte den sozialdemo- fer, drohender, großmäuliger sie waren, desto des Reformismus und der Schlappheit gezie- Der Jurtum des 15. November darf sich nie fratischen Parteien schwere Verluste, er mehr erfüllten sie nur den einen Zwed, dem hen, aber bis heute sind sie noch nicht hinter wiederholen! brachte zugleich der kommunistite unbewußt dienstbar gemacht wurden: die ichen Partei einen Erfolg, den Abwehr- und Angriffslust der dieje als ungeheueren Sieg auspojaunte. Es Bourgeoisie zu stärken, der Rewar der kommunistischen Partei gelungen, aktion die Argumente zu liefern, durch skruppelloseste Anwendung verlogenster die auch dadurch an den Kommunisten werf demagogischer Mittel, durch systematische Ver- tätige Helfer fand, daß deren anbefohlene leumdung, Verdächtigung und Beschimpfung Sauptaufgabe im abgelaufenen Jahre der sozialdemokratischen Führer, durch gewis- wie in allen Jahren vorher nicht im jenlojes Hinauflizitieren sozialistischer Arbei- Kampfe gegen die bürgerlichen terforderungen das Vertrauen großer Arbei- Parteien, sondern in der Besude= Berlin, 15. November.( Eigenbericht.) Die zialdemokratie gleichfalls in Lübeck, wo Neuwahlen termassen der Sozialdemokratie, die die er- lung und Bekämpfung der So- Sozialdemokratie hat am geftrigen Sonntag außer zur Bürgerschaft vorzunehmen waren. Die soz alfolgreiche Führerin und Vorkämpferin des zialdemokratie best and. ordentlich günstige Wahlergebnisse in Sachsen, demokratischen Mandate stiegen von 28 auf 35, Proletariats war, zu entfremden. In den Ein Jahr ist seit dem kommunistischen Wahl- Lübeck und Kiel erzielt. Gegenüber den vor während die Kommunisten von 10 auf 5 ManZeiten der wirtschaftlichen Krise und Not der sieg vergangen, aber nichts ist geschehen, die 14 Tagen vollzogenen Landtagswahlen zeigen die date zurückgingen. Der im Hanseatischen Arbeiterklasse, die vielfach unter den Arbei- Arbeiterschaft hat diesem Sieg nicht den al- geftrigen Gemeindewahlen in Sachsen Bellsbund vereinigte Rechtsblod erhielt 36 tern verzweifelte Stimmungen hervorrief, wa- lerkleinsten Erfolg zu danken! Im Gegenteil! in erster Linie die Sozialdemokratie profitiert. In bisherigen sechs Mandaten vier. Durch den eine auffallende Verschiebung nach links, von der Mandate, die Demokraten verloren von ihren ren diese Arbeiterschichten nur allzuleicht ge- Dr Tag des 15. November 1925 bedeutet den geipzig vermehrte sie ihre Mandatszahl von Wahlfieg der Sozialdemokraten ist die Wiederkehr neigt, den Verheißungen und der vorgespiegel- Beginn der Etablierung der brutalsten Klaj- 19 auf 26, während die Kommunisten auf ihrer des altdeutschen Putschisten Neumann, als ten Fata morgana des Bolschewismus zu fol- senherrschaft der Bourgeoisie. So lange die alten Zahl von 14 Mandaten stehen blieben. Bürgermeister von Lübeck verhindert worden. gen. Rund eine Million Wähler gaben ihre sozialdemokratischen Parteien im Parlamente Zusammen mit den zwei Mandaten der alten In Kiel erhielt bei der Wahl eines bejol Stimmen den kommunistischen Kandidaten, 41 eine Macht bedeuteten, hätte das Bürgertum Sozialdemokratie haben somit die Linksparteien defen Stadtrates, die durch die gesamte BürgerAbgeordnete und 20 Senatoren hielten als es niemals gewagi, mit Jolcher Frechheit auf in Leipzig 42 Mandate gegenüber 32 Bürgerlichen, schaft vorgenommen wird, der sozialdemokratische Bertreter der kommunistischen Parteien ihren zutreten, Verwaltung und Gesetzgebung ihren In Dresden hat die Sozialdemokratie 26( bis Kandidat Dr. Hofmann 35.843 Stimmen, Einzug in das tschechoslowakische Parlament. selbstfüchtigen Klasseninteressen so unverschämt her 21) Mandate erobert, die Kommunisten haben während der bürgerliche Gegenkandidat, eine wie bisher 10, die alten Sozialdemokraten 3 Wan- tofale Größe, nur 31.468 Stimmen erhielt. Für Dieser Wahlsieg wurde unter Verhältnissen er- dienstbar zu machen, wie es im letzten Jahre date. Auch hier haben die Bürgerlichen die Mehr- die Sozialdemokratie sind seit der letzten Bürgerrungen, wie sie für die kommunistische Partei geschah. Cinundsechzig kommunistische Abgeheit verloren. In Chemni stehen 17 Sozial- meisterwahl um rund 6000 Stimmen niemals wiederkehren, die niemals darauf ordnete und Senatoren mit ihrer Million demokraten und 14 Kommunisten 30 Bürgerliche mehr abgegeben worden. hoffen kann, wieder in solcher Stärke im Par- Wähler waren nicht imstande, die Einführung gegenüber. Hier haben die Sozialdemokraten von lamente vertreten zu sein. Arbeiterflasje d 11 zut der Hungerzölle und die Erhöhung der Pfaf- den Kommunisten ein Mandat gewonnen. Weis Unbefriedigend ist allein der Ausgang der fengehalte abzuwehren, sie werden nicht im ters gewann nach den bisher bekannt gewordenen Wahlen in Baden, wo eine große WahlWie aber hat die fommunisti- stande sein, die Verschlechterung der Sozial- Ergebnissen die Sozialdemokratic in Zittau müdigkeit die Ergebnisse ungünstig beeinträch iche Partei das ihr anvertraute versicherung und die Verlängerung der mili- ein, in Baugen 3, in Löbau 2 Mandate; in tigte. In den größeren Städten gingen nur 40 Pfand verwaltet, wie hat jie die tärischen Dienstzeit zu verhindern. Ihre allen diesen Städten ist die Linksmehrheit ge- Prozent der Wahlberechtigten zur Urne, in den ewonnene Macht zum Wohle der Kraft reicht aus, die Einigung der Arbeiter- fichert, ebenso in Meißen, Birna und Frei- teineren Orten 60 bis 70 Prozent. Sämtliche tal bei Dresden. Parteien erlitten starte Stimmverluste, an der vermertet, mie tlasse, die sie gespalten und gegeneinander verDie Position der bürgerlichen Parteien ist bisherigen Mandatsverteilung wird sich aber wenig hat jie das Vertrauen, das ihr von hebt haben, zu verhindern und der Sozialde- außerordentlich geschwächt worden und wenn die ändern. In einigen Orten konnte die Sozialeiner Million Arbeiter enige- mokratie Sinüppel zwischen die Füße zu wer- Kommunisten zu einer ernsthaften kommunalpoiti- demokratie ihre Stellung etwas verbessern. Die gengebracht wurde, belohnt, was fen, aber sie reichte nicht, das Böse, das im schen Arbeit zu haben wären, jo tönnte jekt eine Sozialdemokratie wird jofort in eine Nachprüfung hat sie in diesem Jahre erreicht und welche Er legten Jahre aus dem Füllhorn der deutsch- wirksame Politik zum Besten der arbeitenden Be- darüber eintreten, wie weit Mängel in den Or folge kann die Arbeiterklasse des tschechoslo- tschechischen Koalition so reichlich auf die Ar- völkerung getrieben werden. Bemerkenswert ist ganisationen die Wahlmüdigkeit mit verursacht watiſchen Staates von ihr in weiterer Zukunft beiterschaft herniederströmte, abzuwehren. Den es, daß die sogenannte alte Sozialdemokratie haben, erwarten? Auch diese Bilanz muß gezogen Bankerott ihres Kampfes um die Tagesfor- uite erlitten und in ganz Sachsen taunt ein die sozialdemokratische Bewegung sich überall in Abgesehen von Baden zeigt es sich also, daß werden, wenn nicht der verhängnisvolle Tag berungen der Arbeiterschaft" den schon dieses Dugend Stadtverordnetenmandate besetzt hat. des 15. November 1925 eine, Wiederholung eine Nahr gebracht hat, suchen sie mit der ganzen Reiche in fräftiger Aufwärts. finden soll. Die Arbeiterschaft muß sich be- parole der„ Einheitsfront" Einen glänzenden Erfolg erzielte die So- bewegung befindet wußt werden, daß es eben dieser fom verhüllen. Die verhaßte, verlästele, verleummunistische Wahljieg war, dem sie dete und tausendme! mausetot gejagte Sozialdie Schwächung der Gesamtfraft demokratie soll mit ihnen in die„ Einheitsdes Proletariats im Staate au front" treten, dann wird gelingen, was die d'anten hat und daß er es war, der den kommunisten mit all ihren 61 Mandaten Zusammenschluß des arbeiterfeindlichen Bür nicht zu bewerkstelligen waren? Fühlen die Bergbaureviere müssen bis Donnerstag ihre Entgertums überhaupt erst möglich machte! Kommunisten nicht, daß sie sich damit selber scheidung bezüglich der Regierungsvorschläge trefDer Inhalt der fünfjährigen Agitation das denkbar kläglichste Armutszeugnis aus- fen. Das Ergebnis wird am Freitag der Konder kommunistischen Partei war: die Sozial- stellen? Früher erklärten sie, schon eine fleine ferenz der Bergarbeiterdelegierten vorgelegt wer. den. Einige Reviere in Südwales haben bereits demokratie führt die Sache der Arbeiterschaft entschlossene Minderheit wäre imstande, der die Regierungsvorschläge gutgeheißen und es schlecht, nur die kommunistische Partei fann ganzen kapitalistischen Ordnung ein Ende zu wird erwartet, daß die Abstimmung in den übridas Proletariat nicht nur zu Erfolgen, jon- machen, jetzt, da sie eine Million Wähler hin- gen Bezirken wenigstens eine Mehrheit zu Gundern auch zum rajchen und vollständigen End- ter fich haben und die relativ stärkste Sektion sten der Regierungsvorschläge ergeben wird. steg führen! Wer solches verheißt, hat es durch der kommunistischen Internationale sind, haIn den Regierungsvorschlägen ist u. a. auch die Tat zu beweisen und dieje Tat war mög- ben sie nicht einmal die Agrarzölle zu verhin- die Bestimmung enthalten, daß die auf ihrer lich, seitdem diese Partei in jolcher Stärke ins dern vermocht, ja ihr Sieg war es, der Grundlage abgeschlossenen Verträge eine GültigRarlament eingezogen war. Die Million arden deutsch- tschechischen 3511- teitsdauer von mindestens drei Jahren haben beitender Menschen hatten ja 61 fommunisti- nern erst den Mut gemacht hat, der sollen. ichen Kandidaten doch nicht nur zu dem arbeitenden Bevölkerung diesen " 1 Freitag Entscheidung der Bergarbeiterdelegierten. London, 15. November.( AR.) Sämtliche Rwede zu Mandaten verholfen, damit sie den Milliarden tribut aufzuerlegen. Ueberfall französischer Falciften auf demokratischen Parlamentarismus entlar Bon der Einheitsfront" fafeln sie, aber sie die royalistische Action Francaise". ven", sondern sie wollten die tausendmal ange- haben noch nicht einen Tag aufgehört, gegen fündigten Taten sehen, wollten sehen, wie es diejenigen, die sie als Bundesgenossen gewinSchießereien in der Redaktion. die Untersuchung wurde bisher noch nicht sichergestellt, wer den ersten Schuß abgegeben hat. Nach der Schießerei, bei welcher etwa 30 Schüsse abgegeben wurdn, zogen sich die Fascisten zurück und trugen einen ihrer Angehörigen, der in die Brust schwer verwundet worden war, und zwei Leichtverletzte weg. Berursacht wurde der Zwischenfall durch eine Bolntif, welche einige Tage hindurch zwischen dem Direktor der Action Brançaise" Charles Mauras und dem fascistischen Blatte„ Nouveau Siecle", welches von dem ehemaligen Mitgliede der Redaktion der„ Action Française" Georges Balois geleitet wird. geführt wurde. Mauras beschuldigte die fran zösischen Fascisten, von den italienischen Fascisten finanziert zu sein. Valois wies diese Anschuldigung zurüd. Mauras setzte die Kampagne fort. Die Bolemik erfuhr beiderseits eine Steigerung.„ Nouveau Siecle" richtete am Samstag an die Action Française" folgenden Appell:„ Entweder wer det Ihr schweigen oder wir werden Euch zitt Schweigen bringen. Hierauf rwiderte Mauras in der gestrigen Nummer der ,, Action Française" mit einem neuen scharfen Artifel. Gestern nun fam es zu dem Zwischenfall. Mauras selbst war zu dieser Zeit in der Redaktion nicht zugegen. Sein Bureau wurde jedoch verwüstet. Die Action Française" nennt in der heutigen Nummer den Redakteur Balois einen Banditen. Nouveau Siecle" erklärt, Valois nehme die volle Berantwortung für die gestrige Tat auf sich, welche in seinem Auftrage erfolgt sei, da die„ Action Française" ihn in roher Weise verhöhnt hat". Die Polizei hat die Untersuchung des Falles 11 die Kommunisten besser machen als die So- nen wollen, das Lügengift ihrer gehässigen Paris, 15. Novmber. Gestern abends ereignete zialdemokratie. Es mußten nicht gerade Ta- Agitation zu sprißen. Sie behaupten, auf dem sich ein ernster Zwischenfall zwischen Mitgliedern der ten sein, die innerhalb des Parlaments er- Boden der Einheitsfront für die Interessen französischen fascistischen Partei und Anhängern des rungen wurden, das Proletariat hätte auch mit der Arbeiter des tschechoslowakischen Staates royalistischen Blattes Action Française". Etwa außerhalb Parlaments errungenen Erfolgen fämpfen zu wollen, aber sie verschleiern die 20 Mitglieder der französischen fascistischen Partei brangen gewaltsam in die Räumlichkeiten der Reberlieb genommen. Das war doch einer der Tatsache, daß sie nur Marionetten der daktion der Action Française" ein, wo einige ReHauptanwürfe der kommunistischen Arbeiter Moskauer Diftatoren sind und daß dakteure mit dem Deputierten Léon Daudet und retter, daß die Sozialdemokraten zu viel auf sie nicht tschechoslowakische Arbeiterpolitik, dem Chefredakteur Bula arbeiteten. Anjangs die bürgerliche Demokratie vertrauen und den sondern nur die Politik des russischen Sowjet- wurden Tintenfässer und kleine Gegenstände ge cingeleitet. Kampf der Massen außerhalb des Parlaments imperialismus betreiben dürfen. schleudert, als plötzlich ein Revolverschuß fiel. Durch Bette 2 Protesttag der Angestellten. Gegen die Verschleppung der Novellierung des Bensions" Versicherungs- Gesezes. baren. Dienstag, 16. November 1926. scheidung der politischen Parteien und den Ein- fesworten an die Gäste und Delegierten berichten fluß der Interessenvertretungen der Versicherten konnte, daß der Allgemeine Industrieangestelltenab( Beifall). Kollege Schmidt( 3. d. A. Rothau) verband mit 226 Delegierten aus 56 Gruppen und schilderte an einem Falle die Unzulänglichkeit des Kreisen, der Zentralverband der Angestellten mit Pensionsversicherungsgesetzes und hofft, daß die 157 Delegierten aus 28 Gruppen, der ReichsverAltversicherten bei der Novellierung mit den Neu- band der Bergbau- und Hüttenangestellten mit versicherten gleichgestellt werden( Beifall). Kol 29 Delegierten aus 14 Gruppen, der Deutsche lege Löwit Gegen die Berschlechterung der Krankenversicherung der Angestellten( eplis) sprach als Vertreter des Muſikerverband mit 26 Delegierten aus 12 Zentralverbandes der Angestellten und verwies Gruppen bei der Tagung vertreten waren. J. Zu einer denkwürdigen Stundgebung für die rungsgesetzes sprach in einstündiger Ausführung stischen Blätter, die behaupten, daß größere Kran- tem Schlußwort forderte Stollege Rögler alle auf die niederträchtige Kampfesweise der fapitali einem von Leidenschaft und Begeisterung erfüll freigewerkschaftliche Organisationsidee gestaltete Sollege Florian Bergmann( A. J. V. Reifenversicherungsanstalten über ihre Gebarung Anwesenden zum entschiedenen Kampf um die Organisationsidee gestaltete Kollege Florian Bergmann( A. J. V. Reifich die am Sonntag, den 14. November 1926 im chenberg). Ueber die Krankenversicherung der keine Rechnung legen, obgleich dieselben Blätter Beschleunigung der Gesetzwerdung, zur energischen geschmückten Stadt Prag" Saale in Tetidyen Angestellten referierte Stollege Franz Kirchhof im Interatenteil die Berichte der Staffen verlaut- Abibehr der geplanten Verschlechterungen der stattgefundene Tagung der Angestellten, die einen( 3. d. A. Reichenberg). Beide Referenten ernteerhebenden Eindruck auf alle erschienenen Delegier ten stürmischen Beifall, ihre Ausführungen wurrakterisiert den saß, den die Bourgeoisie Diese beschämende Kampfführung cha. Krankenversicherung der Angestellten auf. Nur den in der freien Gewerkschaft können die Angestellten ten ausübte, die in Begeisterung den Ausführun- den häufig von Zustimmungskundgebungen und Angestellten und den von ihnen verwvalieten In den einzigen Freund und Anwalt ihrer Inter gen der Redner folgten und auseinandergingen in Zwischenrufen unterbrochen. Wir kommen darauf stituten entgegenbringt. Mit aller Entschieden- essen erblicken. Die freie Angestelltenorganisation dem festen Bewußtsein, daß diese Protestkundge- noch zurück. In der den Referaten folgenden Dis bung gegen die Verschleppungsmanöver der So- fussion behandelte Kollege Dr. Artur Bezdet beit muß die Selbstverwaltung der Versicherten auszubauen, ihr neue Stämpfer und Streiter zu zialversicherung der Angestellten eine außerge das Problem der Sozialversicherung von Ge- auf dem Gebiete der Pensions- und Krankenver- sufithren, mit Opfermut und leidenschaftlicher wöhnliche Willenstundgebung von überwältigen fichtspunkt der Bergbau- und Hüttenangestellten. ſicherung der Angestellten gefordert werden. Begeisterung täglich und stündlich für die Geder Kraft und Stärke der freien Angestellten be- Stollege Bed( Warnsdorf) sprach als Vertreter( Großer Beifall.) Die vorgelegten Ent werkschaftssidee zu wirken, heißt den Kampf um Benfionsversi- die Sozialversicherung und die gesamte Sosialpo wegung int tschechoslowakischen Staate war. ber in Böhmen wohnenden Mitgliedschaft des schließungen Vor Eröffnung der Tagung begrüßte die Allgemeinen Industrie- Angestelltenverbandes und cherung und zur Angestellten ran litik der Angestellten erfolgreich und siegreich zu forderte energisch die Beschleunigung der Novel- versicherung die wir noch nachtra- führen. Unter stürmischem Beifall und großer Jugendabteilung der Bodenbacher Ortsgruppe des werden, fanden einstimmige Begeisterung aller Delegierten wurde die impoZentralverbandes der Angestellten mit dem Liede ierungsarbeiten des Pensionsversicherungs- Gegen Sebt unsre Fahnen in den Wind", die in über- jebes, Stollege Ratscher nahm als Delegierter Annahme, worauf Kollege Sögler mit Dans fante Tagung geschlossen. großer Zahl erschienenen Delegierten aller Ver- des Bundes der Vertreter und Reisenden im Zenbände, worauf Kollege Rögler( 3. d. A. Bo- tralverband der Angestellten zum Problem der deitbach) über Auftrag der Angestellten- Kranken- und Pensionsversicherung Stellung, an Der An312 Verbandstag der Bant- und Spartalenangestellten. Zweiter Verhandlungstag. Novellierung des Betriebsausschußgefeßes recht zu werden, ohne den geringsten Vorteil dar aus zu haben. Der VI. Verbandstag des Verbandes der Bank und Sparkassenbeamten in der TschechoSlowakischen Republik stellt mit Bedauern fest, daß in der Entwicklung der sozialpolitischen Gefesgebung eine für die Arbeitnehmer unseres Staates berhängnisvolle Wendung eingetreten ist. Nicht nur, daß der so notwendige weitere Ausbau unfe rer Sozialpolitit unterbunden ist, machen fid) Tendenzen geltend, die auf eine Verschlechterung bereits bestehender sozialpolitischer Errungenschaf ten und Maßnahmen abzielen. Vereinigung im deutschen Gemert- worauf Kollege Ma coun, mit großem Beifall Das Genter System ist in seiner heutigen schaftsbunde die erfte Delegiertentagung der begrüßt, die Wichtigkeit der gemeinsamen Front Form eine Gefahr für die Gewerkschaften, freien Angestellten Gewerkschaften feierlich eröff- der Arbeiter und Angestellten im Kampfe um die weil ihre Mittel erschöpft werden, weil sie für die nete. Unier großem Beifall begrüßte der Vor- sozialpolitische Gesetzgebung betonte. Der Verbandstag hatte sich in seiner Sonn- Regierung die Beträge auszahlen müssen, die aber sitzende unter den erschienenen Gästen den Versturm der vereinigten Unternehmerflaffe gegen treter der deutschen sozialdemokratischen Arbeiter die Sozialversicherung der Arbeiter läßt erkennen, tag- Sibung mit einigen wichtigen Fragen zu beerst später mit ihnen abrechnet, ohne die geringste partei und der Klubs der sozialdemokratischen daß der bevorstehende Kampf um die Gesetzwerfchäftigent. Auf der Tagesordnung standen unter Zinsenvergütung zu gewähren. Die Regierung Abgeordneten und Senatoren Genossen Dr. 2 u d- dung der Angestelltenversicherung nur gemein andern Unsere fozialpolitischen Forderungen" hat für die Arbeitslosent Sorge zu tragen und den wig Czech und den Vertreter der Zentralge- am mit der Arbeiterschaft geführt und und Die fünftige Regelung der Kollektivver Gewerkschaften muß die Möglichkeit gegeben werAus den Referaten war zu ersehen, daß den, nach freiem Ermessen aus ihren Fonds wertschafts- Rommiffion Kollegen Franz Ma- erfolgreich beendet werden kann. Stürmische 3- träge. coun. Für die Allgemeine Bensionsanstalt wa- ftimmung der Delegierten dankte dem Vertreter die Regierung in unverantwortlicher Weise die Unterstützungen zu geben. Der Verbandstag ren die Herren Direktor Dr. Gallas, für die der Zentralgewerkschafts- Kommission für die Be- Novellierung wichtiger Gesetze verhindert und vernahm hierauf einstimmig nachstehende Resolution Kollege Rudolf schleppt, daß noch so manche sozialpolitische Forant: Landesstelle 2 der Allg. Pens.- Anstalt Obmann fundung der Solidarität. stellvertreter Dr. Milto Kotrba und Herr Schmied( Mähr. Schönberg) gab als Vertreter derung, die in anderen Ländern schon lange WirkDirektor Georg Seer erschienen. Vertreter nach der Industrieangestellten für Mähren und Schle- lichkeit und Notwendigkeit geworden ist, bei uns fien feine Meinung dahin kund, daß trotz der erkämpft werden muß. Ueber die sozialpolitischen stehender Körperschaften nahmen gleichfalls fümmerlichen Gehaltsbedingungen, unter denen Forderungen referierten die Genossen Kollin der Tagung teil: Tschechoslowakisches Preßbureau, die Angestellten des mährisch- schlesischen Organi- und Waschat. Sekretär Kollin sprach über die Sozialdemokrat", Brag:„ Volksbote", Bodenbach; Gehilfenausschuß beim Handelsgremium fationsgebietes leiden sie int Gefeßentwurf sur unbedingte Notwendigkeit der Teplis, Gremialfrankenkaffa Teplis, Bezirksfran- Frankenversicherung weitgehende Verschlechteruntenversicherungsanstalt Tetschen, Verband der gen, in ben heutigen Renten des Pensionsversi Bank- und Sparkassenbeamten, Angestellte der cherungs Gesetzes eine vollständig unzulängliche Durch eine Nachlässigkeit wurde den Angestellten der Bantinstitute die Möglichkeit genommen, ihre deutschen Theater, Verband der öffentlichen Ange- Fürsorge erblicken. Als Vertreter der Allgemeinen Pensions- Betriebsausschüsse zu wählen, bloß deshalb, weil ſtellten, Verband der Handels., Transport- und Anstalt sprach Serr Direktor Dr. Gallas, der man im§ 1 die Aufzählung der Geldinſtitute ber Verkehrsarbeiter. die Unzulänglichkeit der Renten des heutigen Pen- geffen hat. Rein vom volkswirtschaftlicher Seite Bor Eingang in die Beratungen kamen die fionsversicherungs- Gesezes zugab, weil dieselben aus ist es Pflicht, die Beamten mitreden zu lassen erschienenen Gäste zu Wort. Unter großem Bei- nur teilweise valorisiert wurden und teilte mit, und es fann nicht geduldet werden, daß unser fall betrat Gen. Dr. Czech das Rednerpult, um daß nach den nunmehr fertiggestellten verff. Echicfal allein von einer Clique von Bankdiret der Tagung die Grüße der deutschen sozialdemo- cherungsmathematischen Berechnungen die Höchst toren entschieden wird. Nur die Allgemeine Ge fratischen Arbeiterpartei uns der Klubs der Abrente 18 bis 20.000 K betragen dürfte. nossenschaftsbant in Prag hat ihren Betriebsausgeordneten und Senatoren zu entbieten. Von der Auch für die Altversicherten wird schuß. Die Novellierung des Angestelltengesetzes ersten Stunde der Wirksamkeit auf diesem schwebeesucht, die größten Ungerechtigkeiten wurde verzögert und noch so manches andere für ren Boden hat sich die Sozialdemokratie an die zu beseitigen. Auch bei der Strankenversicherung die Bank- und Sparkassenangestellten wichtiges Seite der im schweren Ringen um ihr Recht dürften feine wesentlichen Verschlechterungen, Gesetz. fämpfenden Angestelltenschaft gestellt und von der sondern nach seiner Meinung verschiedene Ber- Generalsekretär Waschak nahm hierauf in ersten Stunde an, damals noch unter Führung befferungen Blas greifen. Die nunmehr fertig feinem Referate Stellung zur Arbeitslosemunterunferes Ernst unvergeßlichen Freundes gestellten versicherungsmathematischen Berechnun- ftüßung und zum Genter System. Zwar betrage Hirsch, an ihrer Seite wader gefochten. Sogen sehen bei viereinhalbprozentigem Krankenkas- heute die Arbeitslosigkeit im Verbande kaum ein mie damals werden wir es auch in fenbeitrag vom Gehalte in der höchsten Klaffe ein Prozent der Mitglieder, aber dennoch ist es not der Zukunft halten. In diesem Sinne tägliches Krankengeld von Kč 45.- bis Kö 48.- wendig, sich mit dieser Frage auseinanderzusehen. begrüßen wir Sie als Kampfgenossen. Brausen vor, welches nach Ablauf der ersten 6 Wochen Der Referent wies darauf hin, wie vollstandig der Beifall dankte dem Genossen Czech für die be- Krankheitsdauer um 25 Prozent erhöht werden unzulänglich, umständlich und für die Gewerffundete Solidarität. Als Vertreter der Landes- soll. Allerdings kann dieses erhöhte Krankengeld schaften gefährlich das Genter System ist. Er stelle 2 der Allgemeinen Pensions- Anstalt begrüßte nur dann gewährt werden, wenn während der verlangte, daß das Verfahren vereinfacht werde. Herr Dr. Kotrba die Tagung, der als Obmann ersten 14 Tage Strankheitsdauer fein Stranten Heute muß der Arbeitslose einen ganzen Leidens stellvertreter der Tagung besten Verlauf wünschte gelb zur Auszahlung kommt(!!). Juwieweit die weg gehen, die Gewerkschaften, die viel Arbeits( Beifall). bersicherungstechnischen Berechnungen parlamen- lose haben, müssen einen eigenen Apparat unterUeber die Novellierung des Pensionsversiche- tarische Genehmigung finden, hängt von der Ent- halten, um den Forderungen der Regierung ge12 Die Untersten. Roman von Victor Noad. Wenn die freigemertschaftlich organisierten Angestellten der tschechoslowakischen Geldinstitute an die Spipe ihrer Forderungen die Notwendig. feit einer durchgreifenden Novelle des Betriebsausschußgefeges stellen, geschieht dies, weil sie das ihnen in der bestehenden Fassung des Gejeges g gefügte Unrecht um so schärfer empfinden, als er fichtlich ist, daß gerade die zunehmende Bedeutung unferer Geldinstitute für den weiteren Ausbau unserer Wirtschaft die Wahl von Betriebsaus schüssen in diesen Unternehmungen erforderlich macht. In der allerlegten Zeit wurde von Seite der Regierung auf die sozialen Wirkungen und Zusammenhänge hingetviesen, die für die Sanie rungsaktion der Banken von Bedeutung sind. Der Verbandstag erwartet, daß fosiale Rüdsichtnahme fowie Rücksichtnahme darauf, daß die Konsolibierung und Rationalisierung der Geldinstitute eines unferer aktuellsten volkswirtschaftlichen und wirtschaft& technischen Brobleme bildet, welches nicht gegen die Interessen der Angestellten in die Tat umgesetzt werben darf, die maßgebenden Streife bewegen wird, in Bälde an die Novellierung dieses Gesetzes zu schreiten, um nicht nur die Forbe nahm nur die hinfällige Tugend, die Blume am] betend auf den Knieen liegt; ein Kampf um die| iveckte eine Liebe in ihm, eine ganz andre als Sindesliebe, eine Liebe, die wie der betörend Wegrand; diese freilich mit tierischer Wildheit. Waffe, die nicht geladen ist. Den Kampf um das Weib kannte er nicht; das So pflanzte er Grauen in ihre Herzen. Oft tofende Frühlingsabend um sein Herz strich, Edelweiß war sicher vor ihm. Er liebte den Alkohol; flüchteten sie in trampshafie Umarmung zu ein- wenn Dammrung sich über Blumentnospen legt, doch brauchte es wenigen nur, unt ihn zu be- ander. Aus dem frohen Knaben ist ein Gespen die Natigall anschlägt, die Mondfichel zu glänzen rauschen, und dann war er melancholisch. Aber sterseher geworden. Blutbäche fließen durch seine beginnt. Suweilen war's ihm wohl, als erblide selbst im Rausch spielte er Komödie. Noch hatte Träume. Am hellen Tage hört er das schipin- er inmitten der Frühlingspracht das sonner nicht begriffen, daß jeder der Baumeister seines gende Rauschen der Raben. Nie fehrt er ohne gebräunte Kindergesicht jener kleinen„ Dorfhere", Lebens sein muß; daß der Mensch mit der Geburt Bangnis am Abend heim, nie ohne distre die sich Uvfel nannte. Aber das war, wie wenn da gar keine Rücksicht, schrie und strampelte wütend, nicht mehr als das nackte Dasein empfängt und Achmung, der Vater könnte sein stehendes Wort das Meßglöckchen des Chorknaben sich, in den ob es mun Tag oder nächtliche Schlafenszeit war. es an ihm liegt, ob er am Ende nur eine LehmEs lag an ihrer Brust mit unerfätt lichem Verlangen. Fühlte es sich unbehaglich, io teilte es dies in fräftigen Tönen mit. Es tannie Draußen an der Peripherie der Stadt lag Ließ man es warten, so wurde es furchtbar unge- hütte oder ein Schloß geschaffen hat. Der Glück- wahr gemacht haben: ,, bald werdet ihr mich hän- Klang der Glocke vom Turm mischte. mütlich. Dabei war es manchmal recht schwer, bie liche greift in die Luft und beut aus Sonnen- gen sehen!" Seine Phantasie war immer üppig, Wünsche des Kleinen zu verstehen; denn er be- strahlen fein und dauernd fo lange wie' 8 ihm be- ob sie ihn über Rosenfelder in den Sonnenauf der große Lagerplatz eines Speditionshauses, bef diente sich seiner besonderen Ausdrucksmittel, deren hagt, häuft in einem Leben voller Liebesnot und gang oder mit verhülltem Angesicht und tragi- fent alleiniger Inhaber Traugotts Vater war. Sinn die junge Mutter erst nach und nach er- Glend bunte Schätze in seine Seele. Der andere er- scher Gebärde in Finsternis führte. Er grollte Nicht weit ab davon, am Ausgang der vornehmgründen konnte. Aber die übeln Gewohnheiten und richtet in einem Sandsteinpalast doch nur ein dem Vater, der doch der unglücklichste und ein- ften Straße des Städtchens, hatte der reiche Durch ein schön geschmiedetes Tor gelangte auch der Duft seiner Windeln vermochten nicht, Mausoleum für sich, und Gold und Edelsteine famste von ihnen dreien war, der auf seine Art Mann sich eine Villa aufbauen lassen. ihre helle Liebe zu verdunkeln. Alles gemahnie fie bleiben fote Güter in seinen Sänden. Wehe aber Menschen zu gewinnen trachtete, um Menschendaran, daß fie jest ein Lebenswert zu schaffen habe, dent Unglücklichen, der ein Schauspiel aus feinem liebe bublte und doch auf jedermann abstoßend man in einen Garten mit weiten Rasenflächen geboren cus ihrem eignen Fleisch und Blut, belebt Jammer macht. Wenn einer noch ein guter Schau wirkte, bei niemand Glauben fand. Gewiß, er und Blumenbeeten Das Haus lag in der Tiefe von ihrer eignen Seele, von ihrem Geist. spieler wäre! Aber Waltern's Vater war ein spielte Stomödie; aber er spielte aus innerstem verborgen vor Neugier und Lävm. Blaßblaue Der Vater war anders. Allerlei gute Anlagen rechter Schmierenkomödiant. Es mangelte ihm an Drange, er frönte diesem Spiele. Er wußte, verborgen vor Neugier und Lärm. Blaßgelbe waren auch in feiner Seele; manch schöne Be- Stilgefühl. Seine Mittel waren grob, wirfien zu- wie Weib und Kind darunter litten und war doch Blumentrauben berankten die Front. Die Masse gabung regte sich. Natur war mit offener Hand weilen grotest; auf die Dauer langweilte er. Er zu schwach, zu hemmungslos, um sich dem Zwang von Blüten floß wie einte silbergraue Brachtdecke über ihn hingegangen wie der Sämann über die deklamierte Balladen über sein Geschick; verglich feiner Neigung zu entwinden. Er war unglüd in tiefen Falten vom First bis auf den Sockel. Scholle. Aber ein böses Korn war zwischen geraten, sich mit einem Adler, dessen Fänge mit Ketten ge- licher als jene beiden. Schwermut und Sinn- Auf der Terrasse blühte es brennend rot; ein das mit strokender Straft Wurzeln trieb, die den fesselt, dem die Schwingen beschnitten, den Zentner lichkeit verfchlangen sich in ihm zu einer schwe- leuchtender Gürtel auf der bei jedeem Winde in zarteren Pflanzen den Nährstoff entzogen. Seine lasten in Niedrigkeit gefangen hielten. Seine lenden Flamme, die seine ganze Kraft, seinen Wellen rieselnden Herrlichkeit. Und war mant geistige Entwicklung litt unter der überwuchernden duntelu Augen schwammen in Rührung. Er führte ganzen Lebensmut, sein Lebensglüd langsam verMächtigkeit feines Trieblebens, das sich in dem Weib und Kind große Szenen auf; ließ sich, lang zehrte und weder glänzte noch wärmte. Maße auswuchs, wie sein Eheweib abgeneigt war, hingestreckt über das Sofa, von ihnen auffinden. sich ihm zu opfern. So verfümmerte das Edle in Das Fläschchen, mit Totenkopf und Kreuz geWalter hatte nicht nur die Mutter, die ihn ihm. Seine Ethik geriet in Verfall, und auch der zeichnet, ist, der ermattenden Hand eniglitten, über Drang, sein Wissen zu bereichern, seine Geistes bil- bent Teppich gerollt. Der Knabe schreit auf in mehr als sich selbst und ihn nur allein liebte; dung zu pflegen, verjumpfte. Seine Eitelkeit nahm Bergensangst; er stürzt ans Fenster; da wird der er hatte andere Götter neben ihr. Da war zu. Frauen sahen ihn gern. Er war groß und Tote" plößlich wieder lebendig, packt den Jungen Freund Traugott und Frau Sidonie. Noch als schon längst die Zeit ihre fanfte, schlant, üppig sein Sacr, und sein langer Bart zeigte und legt ihm die Hand auf den Mund und redet Stultur, Seine Schönheit war fade, weil ihr die beruhigend auf ihn ein. Ein andersmal läßt er sich feine Moosdecke über ihren Grabstein gezogen Vergeistigung fehlte. Sein Geist war träge, und dabei überraschen, wie er den Revolver an die hatte, war's ihm, als tränke er den Duft von träge war auch seine Moral. Auch seiner Leiden- Schläfe feßt. Es gibt einen Stampf mit den Knaben Lilien, wenn er, in einsamer Stunde Grinnerung schaft fehlte die Größe. Er war fein Eroberer, um die Waffe, während die Mutter händeringend heraufbeschwörend, leise ihren Namen sprach. Sie über die zierliche Wendeltreppe in der Diele des Hauses auf's Dach gelangt, fo trat der Fuß auf einen sorgsam gepflegten Teppich von Moos. Aus flachen Erdkästen sproß bunte Schönheit so reich, als wäre das Haus Altar der Göttin alles BluHenden. In der Mitte des Dachgartens war ein rundes Oberlicht in den Moosboden eingelaffen. Das glänzte bei Sonnenschein, als wäre es dor Spiegel eines Sees. Abends, wenn im darunter liegenden Raume Frau Sidoniens Bompe leuch tete, glühte der See, als gösse der Himmel sein Sonnenblut hinein. ( Fortsetzung folgt.) Dienstag, 16. Rovember 192 rungen der Banfangestellten, sondern auch jene der übrigen Gewerkschaften erfüllen. Zur Frage der Kollektivverträge 1 Seite 3 Stranfthy verlangt ferner von den früheren[ hältnis zur Gemeindewahl vom Jahre 1923.) autonomie geschehen. Durch die Beschneidung der Justizminister Dolanffy eine Aufflärung über Von den abgegebenen 1078 Stimmen waren sechs Gemeindeautonomie soll den Vertretern der klassenseine Beziehungen zu Eisler und beschäftigt sich ungültig und 1609 gültig. Davon erhielt mujere bewußten Arbeiterschaft die Lust an der Mitarbeit mit der Antwort Hodžas, wobei er feststellt, daß Partei 163 Stimmen und vier Mandate( 120 in den Gemeinden verleitet werden. Das ist die Hodža darin nicht auf die konkrete Beschuldi Stimmen und drei Mandate);' Deutsche Wahl- Grundtendenz des Gefeßentwurfes und dagegen haben sprachen die Kollegen Andršt, König und Roedf. gung antwortete, er habe von Dr. Eisler eine gemeinschaft 216 Stimmen und fünf Mandate wir uns mit aller Kraft zu wehren. Alle Redner wiesen auf die Notwendigkeit eines Ehrenerklärung unter Umständen angenommen,( 233--6); tsch. Sozialdemokraten 42 Stimmen Im Motivenbericht wird ja auch ausgeführt, gefchloffenen Vorgehens mit den anderen Gewerk- unter denen er sie nicht hätte annehmen dürfen. und 1 Mandat( 44-1); tsch. Nationalsozialisten man müffe die Gemeinden zum Sparen zwingen, da schaften hin. Die Beseitigung der Bantfeiertage, Nicht jede Kritik an Hodža müsse eine Ehrenbe- 334 Stimmen und 7 Mandate( 249-6); Stom wir nicht zu sparen verstehen. Die Erweiterung des die Ueberstundenfrage sind nichts anderes als der leidigung beinhalten; doch werde fich Stransky munisten 314 Stimmen und 7 Mandate( 319- Aufsichtsrechtes der staatlichen Behörde aber ist noch Ausdruck des schon lange vorbereiteten Kampfes mit Rücksicht auf die Aufforderung Hodžas, ihm 8). Die Wahlgemeinschaft und die Kommt ut ärger, als die Begrenzung der Umlagen. Die Bedes Kapitalismus gegen den Achtstundentag. Vor Gelegenheit einer Klage zu geben, bemühen, nisten verlieren je ein Mandat. Unsere hörde kann die Arbeit in der Gemeinden überhaupt allem wurde die Beschleunigung des Pensions seine eritif an Hodžas Tätigkeit so zu schrei- Partei und die tschechischen Nationalsozialisten lahmlegen. Sie kann die Aufnahme von Barlehen bersicherungsgesehes verlangt, weil sich die Bank- ben, daß ihn Hodža klagen könne. Direktoren immer wieder der Ausrede bedienen, fie fönnten sonst nicht den Forderungen der Ange stellten gerecht werden. Zwar hat der vertragsgewinnen je ein Mandat. Seit dem Jahre ohne jede Begründung verhindern und so die Ent1923 vollzieht sich die Stimmenzunahme der wicklung der Gemeinden unmöglich machen. Sie Partei folgendermaßen: Bei der Gemeindewahl tann Beträge streichen und einsetzen, wenn sie es Sozialdemokratischer Wahlerfolg bei der Ge- 1923 erhielten wir 120 Stimmen, die Deutsch will, und wenn sich die Gemeinde dagegen wehrt, so lose Zustand feine Nachteile für den Verband ge- meindewahl in Likwik( Bezirk Dug). Die Ge- nationalen 233, bei der Wahl in das Abgeord- kann die Aufsichtsbehörde selber den bracht, es muß aber doch mit aller Gewalt um meindevertretung von Litwin war durch die un- netenhaus wir 130 Stimmen, die Deutschnatio- Voranschlag aufstellen und ihn der Geneue Rollektivverträge gerungen werden. fruchtbare Arbeit der tschechisch. Parteien und der nalen 221 und am 14. November wir 163 Stimt- meinde aufzwingen. Es ist unerhört, was in In der nachfolgenden Neuwahl wurde Foll. Deutschnationalen arbeitsunfähig und wurde da- ment und die Deutschnationalen 216 Stimmen. diesem Entwurf enthalten ist und es ist Gottlieb Me II er zunt Präsidenten des Verban- her aufgelöst. Bei der am Sonntag, den 14. No- Die Partei hat also von den Deutschnationalen unmöglich, wenn er Gesetz wird, in den Gedes gewählt. Dem abtretenden Obmann Gen, bember stattgefundenen Wahl erzangen unsere nicht nur Stimmen gewonnen, sie hat auch ver- meinden zu arbeiten. Dr. Freund, sowie dem Koll. Fischer sprach Genossen einen schönen Erfolg.( Die in mocht, den Wählerzuwachs der Deutschen zu erder Verbandstag für die geleisteten Dienste seinen Slammern angeführten Zahlen zeigen das Ver- halten, Dant aus. Dr. Kramar spricht. Ceftern sprach int Prager Lucerna- Saal der einzige Gentleman der Republit", wie die Fa scisten ihr Väterchen Kramař zu nennen pflegen, über die„ politische Lage". Hatte sich doch in der letzten Zeit genug ereignet, un neues Wasser für die nationaldemokratischen Mühlen( lies Mäuler!) zu liefern. Da ist einmal der Eintritt der Deutschen in die Regierung. Herr Dr. Kramar hat nie etwas dagegen gehabt aber dieser Eintritt Die Reichstonferenz sozialdemokratischer Gemeindevertreter. führung staatlicher Funktionen verpflichtet wird, ohne daß ihr hiefür eine Entschädigung zuerkannt wird. In den fleinen Gemeinden besonders verspürt diefe Dinge der Vorsteher am allerhärtesten. Allwochent lich wird er ein- oder mehreremale von den Behörden vorgeladen und wenn er in Lohnarbeit steht, versäumt er Lohn und Arbeit und niemand fragt ihn, ob er eine Entschädigung beansprucht. So find Genosse Pölzl bringt sodann ein reiches Ziffern material über die Höhe der Umtlagen und stellt fest, daß es faunt eine Gemeinde gibt, die weniger als 300 Prozent Umlagen einhebt. Nun sieht der neue Entivurf vor, daß der Abgang des Schulvoranschla ges in den ordentlichen Voranschlag eingestellt und bededt werden muß. Da in vielen fleinen Gemeinden der Schulvoranschlag größer ist als der ordent liche, und alle Erfordernisse der Gemeinden mit den 200 Prozent Umlagen bedeckt werden sollen, werden die Gemeinden nicht wissen, was sie früher schuldig bleiben sollen. Viele Gemeinden haben 400, 500 und mehr Brozent Umlagen und keine Möglichkeit, andere Einnahmsquellen zu finden. Was diese Gemeinden machen sollen, wenn ihnen 200 bis 300 Prozent der Ilmlagen gestrichen werden, darüber scheint sich der Finanzminister fein Kopfzerbrechen gemacht zu haben. Tatsache ist, daß, wenn dieser Entwurf Gejet wird, die meisten Gemeinden nicht imstande sein werden, ihren Berwaltungsapparat zu erhalten, geschweige denn ihre sozialen und sonstigen Aufgaben it erfüllen. Einmütige Ablehnung der geplanten Gemeindefinanzgelege.- Machtvolle Kundgebung gegen die Erwärgung der Gemeindeautonomie. Für ein gutes Bauförderungsgejeg. Bodenbach, am 15. November 1926. hätte sich vollziehen müssen bei einer festgefügten In Anwesenheit von 280 Delegierten aus tschechischen Majorität im Parlament. Der na- den deutschen Gebieten der Tschechoslowakischen tionale Charakter des Staates müffe erhalten Republik fand gestern in der Volkshalle in Boden bleiben. Noch kann er sich eine deutsch- tschechische bach die Reichskonferenz sozialdemokratischer Gebürgerliche Regierung vorstellen, nie aber eine meindevertreter statt. Sowohl die Referate als tschechisch- deutsche Sozialistenregierung. Gefähr auch die Debatte legten Zeugnis von der tiefen lich sei es von Schalautonomie zu sprechen und Sachkenntnis der Redner ab und waren durch vielleicht Hoffnungen zu erwecken, die nicht er drungen von dem Gefühl der Verantwortlichkeit füllt werden können. Deutsche Minister hört! und der Besorgnis um das Wohl der Gemeinden Eine solche Autonomie, wie sie sich die Deut- und insbesondere der arbeitenden Bevölkerung. schen vorstellen, fönnen wir ihnen einfach nicht Die Konferenz wurde eröffnet vom Genossen und' tommen fast nicht mehr in die Lage, ihre ur- einer Statistik beträgt heute schon der unbedeckte AbKremser- Teplis, in das Präsidium teilten sich eigentsten Aufgaben zu erfüllen. geben." Dann kommt Dr. Kramar auf die Aeußerun, die Genoffen Goth- Warnsdorf, 2öw- Starlsbad gen zu sprechen, bie am 28. Oftober im Diplo- und Uhl i g- Graupen als Vorsitzende. Ferner Dr. matenforps gefallen sind. Er ist damit gar nichta a s- Mähr- Oftrau, Abg. Ka- Falfenau und zufrieden. Man hat gelobt; aber man hat ber- Marie Jod L- Troppau als Schriftführer. Die geffen, der fünf Koalitionsparteien, Dr. Rašins Antragskommiffion bildeten die Genossen Bölzl und der Pětka zu gebenken. Ausgerechnet jenes Auffig, Grund- Tetschen, Dr. Seller- Teplit, System, deffen Unmöglichkeit sich geoffenbart au b- Brünn, Hergeth- Teplit. hat, das Bankerott erlitten hat! Für ihn in diefe Nach Genehmigung der Tagesordnung und allnationale Koalition aber das Höchste. Er der üblichen Geschäftsordnung spricht als erster nennt es Liebe zur Nation, spricht von Einheit. Redner Wir kennen diese Einheitsfrontler. Natürlich Herr Dr. Kramař ist für eine Stoali Genosse Völzt tion mit der jettigen Regierung und sein Motto Auffig, über die geplante ist:„ Alles für den Staat!", was so biel heißt als: Alles für unsere Taschen! ,, Regelung der Finanzgebarung der Selbstververwaltungskörper". Weg mit dem Klaffenhak, lagt uns wieder Er führt unter anderem aus: ein Bolf von Brüdern sein, so flang die Rede Den Gemeinden und Bezirken obliegen hohe Dr. Kramar aus. Die Spionagegeschichte hat er nur fur; berührt; er darf doch nicht den Fasci- aufgaben auf dem Gebiete der Für ſten in die Tagesordnung ihrer Freitagberfanum forge und der Berwaltung und daher inter lung pfuschen. Frenetischer Beifall schallte dent effiert es uns, wie die Geldmittel aufzubringen sind, „ Prajibiten Stramar", wie man ihm zurief, ent- die zur Lösung dieser Aufgaben zur Verfügung stehen. gegen. Man grüßte mit dem Fascistengruß. tatsächlich die Gemeinden zum Büttel der politischen Behörden geworden Ein besonderes Kapitel bildet der sogenannte Dotierungsfonds. Aus diesent Fonds sollen alle Gemeinden gespeist werden, die mit den 200 bzw. 270 Prozent Umlagen das Auslangen nicht finden. Nach gang aller Gemeinden rund 600 Millionen Kronen. Das Gesez vom 12. August 1921 betreffend die Der Dotierungsfonds soll 180 Millionen betragen. übergangsweise Regelung der Gemeindefinanzen trägt Es fehlen also 420 Millionen Kronen, unt die Abgleichfalls die Tendenz, die Autonomie der Gemein- gänge zu decken. Wie die Berteilung des Dotierungsden einzuschränken, ohne ihr die Mittel zu geben, ihre fonds geschehen soll, ist eine offene Frage, und es ufgaben zu erfüllen. Das Gesez vom Jahre 1925 ist uns allen klar, daß für die deutschen Gemeinden bringt eine weitere Einschränkung. Im Motiven- wenig oder gar nichts ausfallen wird. Dabei soll die bericht zu diesent Gesetz ist davon die Rede, daß die Verteilung feineswegs auf Grund eines gesetzlichen Gemeinden übereilte Ausgaben gemacht hätten. Man Rechtes und nach keinem gesetzlichen Schlüssel erfolverweist in diesem Gesetz auf die hohen Umlagen, gen, sondern dem freien Ermessen des Landes anheint spricht vom Sparen, dentet jedoch mit feinem Wort gestellt werden. Da außerdem auch die Steuergrunddie Ursachen an. Die wahren Ursachen aber liegen lage gedrosselt werden soll, haben wir alle Ursache barin, daß eine 7. bis 8fache Gelderentwertung einge- zu den schwersten Befürchtungen. treten ist, ohned aß die Umlagebasis verändert wurde. Wir lehnen diesen Entwurf mit aller Entschie Die Gemeinden müßten also, um nur im alten Rah denheit ab und fordern zum schärfften Kampf gegen men wirtschaften zu können, sechs bis achtfache Ein- ihn auf. Eine Erfüllung der Aufgaben der Gemeinnahmen haben. Da aber auch die Anforderungen den ist nur möglich, wenn die Gemeinden das Recht on die Gemeinden gestiegen sind, ferner frühere haben, den Bedarf au Mitteln durch Einhebung jelb. Berjäumnisse in der Armenpflege, int ständiger Steuern zu sichern und ausreichende UeberFürsorgewesen, in sanitärer Sinsicht weisungen staatlicher Steuern an die Gemeinden erusw. gutzumachen sind, müssen doch billiger Weise folgen. auch die Mittel aufgebracht werden. Das alles brachie Von den Bürgerlichen dürfen wir erhöhte Ausgaben und damit auch natürlich hohe einen ernsten Abwehrkampf nicht erAuf sozialpolitischem Gebiet aber ist noch immer warten. Sie alle sind froh, wenn der Staat die Gemeinden durch ein Geses zwingt, die soziale Füralten Geleiſe weiter zu führen und zu glauben, damit eine Legitimation vor den Wählern zu besitzen. Abgänge. mal damit beschäftigt, die Finanzen der SelbstverWie es jede viel zu wenig sieht, zeigte ein Zwischenfall. Beim Verlaffen ein Provisorium geschaffen. Eine endgültige Rege- aus Angst vor den hohen Umlagen den Karren im forge und andere für die arbeitende Bevölkerung notdes Saales trat jemand auf ein gewöhnliches lung der Finanzwirtschaft ist aber nicht erfolgt. Kapsel. Man stürzte wie wild auf den ersten Seute müssen wir feststellen, daß die Bemühungen besten zu und nur mit Mühe konnte er vor Prü- aller Regierungen, die Selbstverwaltungskörper aus gel beschützt werden. Weitere Beiträge zur Koburg- Affäre. der Geldnot herauszubringen, gescheitert sind. Die geschaffenen Gefeße haben nicht bewirkt, den Gemeinden jene Mittel zu geben, die sie zur Er füllung ihrer Aufgaben brauchen. Dafür aber ist ein jedes Gesetz ein Angriff auf die Autonomie der Selbstverwaltungskörper. Genosse Pölzl bespricht des längeren die verschiedenen geschlichen Maßnahmen, die durchwegs ohne eine Befferung der Gemeindefinanzen herbeizuführen, die Autonomie der Selbstverwaltungsverbände immer mehr einschränken. Sobann kommt der Redner auf den neuen Entwurf zu sprechen und führt aus: Der neue Entwurf ist das höchste, was man auf dem Gebiete der Drosselung der Gemeindeautonomie bisher geleistet hat. Nur mit Entrüstung kann man über die darin enthaltenen Bestimmungen sprechen. Der Entwurf sieht eine Höchstgrenze, der Umla wendige Bedürfniffe einzuschränken. Wir sind auf die eigene Kraft gestellt und haben den Kampf zu führen gegen den Anschlag auf die Autonomie der Gemeinden, wir haben zu kämpfen für eine gesunde Finanzpolitik, die die Vorauslegung dafür ist, daß die Gemeinden nicht nur das Bestehende erhalten, sondern auch Neues schaffen.( Stürmischer Beifall.) Genosse Pölzl bittet dann, die der Konferenz vorgelegte Resolution zum Beschluffe zu erheben. Als zweiter Redner spricht dann über ,, Die Maßnahmen der Regierung auf dem Gebiete des Wohnungsfürsorge" Stranffy setzt seine Enthüllungen fort. Prag, 15. November. In den gestrigen Lidove Noviny" setzt Jaroslav Stransky Immer wieder war es zu verspüren, daß der Ein feine Enthüllungen über die Koburg- Affäre fort. fluß, den die Regierung auf die Finanzwirtschaft der Er schildert zunächst das Eingreifen des früheren Gemeinden und Bezirke genommen hat, auf eine unSekretärs der Betta Simet, der zu einer Zeit, erträgliche Bevormundung hinauslief. Der§ 20 des gen, die Kontrolle der Gemeinden durch die staat- Landesausschußbeißiger Genoffe Grund: wo man schon wußte, daß infolge der fehlerhaften Gesetzes vom 7. Feber 1919 ist der erste Anschlag auf lichen Behörden, Sparvorschriften aller Art Stilisierung die Ley Cyrill nichts helfen könne, die Selbständigkeit der Gemeinden gewesen. Wenn daneben einen Angriff auf die Existenz der Ge- Nach einem Bericht des Finanzministeriums bei dem Preßburger Richter, bor dent der dieser Bavagraph nicht durchgeführt wurde, ist das meindebeamten und Angestellten, die in ein Ver- wurden im ganzen Gebiete des Staates mit staatRoburgsche Erbschaftsprozeß verhandelt wurde, keineswegs der besseren Einsicht der Regierung zuzu tragsverhältnis versetzt werden sollen. Das Empö- licher Unterstüßung für rund 300.000 Menschen Wohintervenierte und ihm ankündigte, daß eine schreiben. Das erste Gesez, das geschaffen wurde, hat rende dabei ist, daß der Entwurf ausgearbeitet wurde, nungen gebaut. Zu den Kosten im Betrage von Durchführungsverordnung herausgegeben werden keinerlei Entlastung für die Gemeinden gebracht, ohne daß die Selbstverwaltungsverbände um ihre 4.644,000.000 wurden 820 Millionen von privaten würde, welche die fehlerhafte Stilisierung des obwohl der Herr Finanzminister Englis das Gegen Meinung gefragt wurden. Insoweit Aussprachen Bauherren aufgebracht. Das hört sich schön an, aber Gesezestertes wieder gut machen sollte. Stranffy teil behauptet. Die große Belastung ist geblieben, über den Entwurf erfolgten, mußten sie von den Jn- wenn man die Dinge mit dem Bauprogramm glaubt allerdings nicht, daß Simet von der Pětka geblieben ist auch der Sachaufwand für die Schulen teressenverbänden selber angebahnt werden. der Stadt Wien in einen Vergleich bringt, sieht zu diesem Eingreifen ermächtigt wurde. Wer sich und man hat noch etwas neues dazu gebracht, indem Nach Zeitungsberichten soll die Höchstgrenze der man erst, wie armselig die staatliche Bauförderung in diese Durchführungsverordnung alles hinein- man die Gemeinden verpflichtet, auch den Sachauf- Umlagen 610 Prozent betragen, von denen den Ge- bei uns aussieht. Das arme Wien, der Wasserkopf, gemischt hat, könnte man heute noch im Justizmi wand für die staatlichen Minderheitsschulen zu tra- meinden 270 Prozent, der Rest dem Lande und den wie es öfter genannt wurde, hat mit seinen 1.800.000 nisterium von den Sektionschefs Hartmann gen. Es wurde zwar eine Entschädigung in Aussicht Bezirken zugewiesen werden sollen. Wie die Dinge Einwohnern in derselben Zeit für 130.000 Menschen und Spira erfahren. gestellt, aber wie diese Entschädigung aussieht, davon Stranffy stellt weiter feft, daß vor dem In- wissen viele Gemeinden ein trauriges Lied zu fingen. heute liegen, müssen wir annehmen, daß sich der Wohnungen geschaffen, also beinahe die Hälfte so viel, Jn Finanzminister mit den Regierungsparteien geeinigt als bei uns im ganzen Staate, nicht etwa vom frafttreten des neuen Fideikomisgefezes am 15. Auch im Hinblick auf die Polizei und die sanitären haben wird, diesen Entwurf nicht nur dem Hause Staate geschaffen, sondern deren Bau nur unterſtüpt November 1924 überhaupt keine Aussicht be- Aufgaben der Gemeinden ist keine Entlastung einge vorzulegen, sondern auch zum Gesetze zu erheben. worden ist. An dem Verhältnis von Wien gemessen, stand, daß Cyrill Koburg den Prozeß gewinnen treten. Man hat jogar mit ber Verstaatlichung be- Nach seinen Aeußerungen is er entschlossen, bie Ge- müßten also bei uns wenigstens für 1 Mission Men fönne. Auffallend sei es daher, daß vor diesem gonnen, aber die Verstaatlichung bildet nichts anderes meinden unter strengste Aufsicht zu stellen und die schen Wohnungen gebaut werden. Aber es ist noch Termin die Pro'eñaften hauptsächlich im Juz als den Versach einer Zentralisation und die Gründe Einflußnahme der staatlichen Behörden auf die Vor- ein andesex Unterschied. Während in Wien von der ministerium steden blieben, wo sie fefter pit- hiefür sind hinlänglich bekannt. baut wird, ist der Wohnungsbau bei uns der Pri ten blieben als selbst damalige Minister". Indessen sind die Aufgaben der Ge- anschläge zu erweitern. Das bedeutet zunächst einen Gesamtheit für die Allgemeinheit geGeneralangriff auf die Autonomie der batwirtschaft überantwortet. Dazu kommt aber Erst am 13, November 1924 stellte sie das Justiz meinden gewachsen. Es wird von ihnen eine Gemeinden, noch, daß die Verteilung der für die Bauförministerium dem Preßburger Gericht zu. Es Marktpolizei berlangt. Sie sollen Entschädigungen berung bestimmten Mittel von nationalistis wäre also immer noch ein Tag zur Fassung des für Mittelschulen leisten. Das Armen- und Fürsorge für uns bedeutet dies aber einen Doch Uebergabebeschluffes Zeit gewesen. schen Gesichtspunkten aus erfolgt und die er wesen bedarf einer durchgreifenden Reform, Ueberall tonzentrierten Angriff gegen den Einfluß der deutschen Gebiete start vernachlässigt wurden. Die frankte gerade an diesem Tage der betreffende erhöhte Aufgaben, für die die Mittel fehlen. Einen Sozialdemokraten Bauförderung und die Wohnungsfürsorge bei uns Referent, Tafelrichter 3am borsty, so daß der offenen Standal bilden jene Obliegenheiten, die den Senat, abschon das Referat fonzipiert war, für Gemeinden im übertragenen Wirkungskreis zukommen. in den Selbstverwaltungsverbänden. Da man unse- leiden aber außerdem noch an dem schweren Mangel, den 14. November keinen Referenten hatte und Es ist kein Geses erschienen, in welchen nicht die Beftim- ren Einfluß in den Wahlgesetzen nicht beschneiden daß alle darauf Bezughabenden Gesetze nur Proso die Frist verfiel. mung enthalten wäre, daß die Gemeinde zur Durch- tann, soll dies durch die Einschränkung der Gemeinde- visorien find. Seit dem Jahre 1924 ist die staat rent. Seite 4. Beginn des Kutisterprozesses. * Dienstag, 16. November 1926. gebenden Bauförderungsgeseßes, feine Maßnahmen auf dem Gebiete der Bauförderung ergriffen hat, und fordert mit allem Nachdruck die schleunigste Vorlage eines neuen Gefeßentwurfes, der eine gründliche Regelung der Bauförderung, Ausbau des Mieterschutes, insbesondere Wiedereinführung der Lex Meißner im vollen Umfange und das Recht auf die des Genossen Pölzl zu Punkt eins der Tages- Anforderung leerstehender oder überzähliger Räume ordnung.( Mit dem Zusah der Genossen Sacher, durch die Gemeinden gewährleistet. Ungar und Genossen. Antrag Resolutionsantrag des Genossen Hergeth Teplik. Die sozialdemokratischen Vertreter der Bezirke fehen stub, die Streitigkeiten zwischen den Bauarbei, die Finanzwirtschaft, außerdem einen Antrag des tern und dem Bauausführenden regeln sollen, daß Genossen Hergeih- Teplit. Berlin, 15. November. Vor dem Schöffen aber eine Bestimmung über die Beschaf Alle Resolutionen werden einstimmig angegericht Berlin- Mitte, begann heute der Prozeß fung billigen Baumaterials vollstän nommen und lauten: gegen van Rutisker sowie die früheren Dibig fehlt. Es heißt nur, daß eine Vereinbarung rektoren der Preußischen Staatsbank Finanzrat über eine fünstliche Preissteigerung von Baumatea. D. Dr. Rühe und Oberfinanzrat Hellwig trialien verboten ist. Auch die Steuerfreiheit, wie gen Vergehen gegen die Kapitalsflucht und De- sie im Entwurf vorgesehen ist, befriedigt uns nicht, bifengesetzgebung. Da der anwesende Charitée- da sie sich auf eine viel zu kurze Frist erstreckt. Arzt Kutister für völlig verhandlungsfähig er- Auf den Mieterschutz übergehend verweist flärte, wurde in die Verhandlung eingetreten. So Genosse Grund darauf, daß dieser am 1. Jänner wohl Kutister wie Dr. Rühe und Hellwig be- 1930 eine starte Einschränkung erfährt, die Kündi- Bodenbach tagende Konferenz der deutschen sozialDie am Sonntag, den 14. November 1926, in ftritten, sich irgendwie strafbar gemacht zu ha- gungsgründe werden vermehrt, der Hausherr braucht demokratischen Vertreter der Gemeinden und Beben. Alsdann versuchte der Vorsitzende mit dem überhaupt feinen Grund anzugeben, es genügt schon zirke erklärt, daß der Entwurf eines Gejeyes, womit Bankfachverständigen Esteles die bank und de- die Beistellung einer vom Gericht als ange- einige Bestimmungen über die Finanzgebarung der und Gemeinden fordern die schon so oft versprochene visentechnische Grundlage des Prozesses zu klä messen" befundenen Ersaswohnung. Die in territorialen Selbstverwaltungskörper neu geregelt und nie durchgeführte Herstellung der Ord dem Entwurf weiter vorgesehene Vertrags- werden sollen, für un annehmbar. Die Kon- nung in der Steuervorschreibung unb 40006000600022003210000000000000 freiheit bei der Vermietung von Wohnungen und feren; fordert, daß unsere parlamentarischen Ver- Steuereinhebung. Weiters fordern sie bis die Möglichkeit des Verzichtes der Uebertreter diese Vorlage mit den schärfsten Mit- zur Wiederherstellung des Rechtes der Geliche Bauunterstützung überhaupt eingestellt und verprüfung der Mietzinse durch das Gericht teln bekämpfen werden. meinden auf Vorschreibung und Einhe ursachte schwere physische und moralische Schädigun machen den gangen Mieterschutz illusorisch. Der in Verhandlung stehende ministerielle Ent- bung der Umlagen zu den zuschlagsfähigen gen der Wohnungssuchenden Bevölkerung. Einen Gewinn von diesem Gesetz hätten nur die wurf bringt teine Regelung der Finanz- Steuern eine für die Selbstverwaltungsförper geGenosse Grund zitiert sodann Berichte aus der Hausbesizer. Für sie gewinnen ihre Objekte nach wirtschaft der Selbstverwaltungskörper, und rechtere Art der Verrechnung und geregeltere Zuteisozialdemokratischen Presse über die Wohnungsversieben Jahren den vollen Vorkriegswert, während schon gar nicht eine Gesundung der Gelung der Umlagen. hältnisse in Falkenan und Elbogen und kommt dann dem die Sparer und Einleger auf eine Auswertung meinde finanzen, sondern eine Beseiti auf den Entwurf des neuen Bauförderungsgesetzes Zum Schluß spricht Genosse Va u I noch über zu sprechen. Von dem Entwurf fagt er, daß er seinen aber werden den sechs bis siebenfachen Cohne Würdigung der wahren Ursachen der Finanz- die Ausgestaltung der Gemeindebibliotheken, über zu sprechen. Von dem Entwurf sagt er, daß er seinen ihrer Ersparnisse warten fönnen. Die Mieter gung des letzten Restes der Autonomie. 3wed nicht erfüllen wird, weil die vorgesehenen Wit Mietzins tragen müssen. Mitnot vieler Gemeinden und Bezirke benüßen auto die Heranziehung von Bibliothefaren und über tel nicht ausreichen und weil durch den allmählichen nomicfeindliche reaktionäre Kreise den Umstand, daß die praktische Handhabung des Bibliothefswesens. einzelne Selbstverwaltungskörper gezwungen sind, Genosse Senator Low- Karlsbad, dankt dann höhere Umlagen einzuheben, als Vorwand, um die den Delegierten und Referenten für ihre fleißige Selbstverwaltung überhaupt aufzuheben. Anteilnahme an den Beratungen und schließt dann Eine derartige, eines freien Staates und die Konferenz. neu erbauten angeglichen werden. Wenn erwogen wird, daß der Entwurf fein anderes Ziel hat, als den Vorfriegszustand herzustellen, wenn wir die Unzulänglichkeit des Entwurfes erkennen, bleibt für uns keine andere Wahl, als ihn in seiner Gänze abzulehnen und auf das schärffte u bekämpfen.( Starker Beifall.) ** Die Debatte. Boltes unwürdige Beschränkung der freien Betätigung in den Ländern, Be zirken und Gemeinden mußte zur Verkümmerung der öffentlichen Verwaltung in den Selbstverwaltungskörpern führen und eine zentralistische Verwaltungsmethode züchten, die der kulturellen, wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Entwicklung schweren Schaden bringen würde. Rundfunt für Alle! Programm für Dienstag. Brag,$ 49. 11: Mittagefonzert. 1. Sinde: Fräulein Loreley. Duberture. 2. Thomas: Mignon. 3 Haeberlein: Ständchen. 4. Drigo: Esmeralde. 5. Provaznit: Bonbon12: Seitfignal, Pressenoch fönig. 6. Siebe: Der Angriff. richten und landwirtschaftlicher Rundfunk. 14: Börsennach 3. Dvořák: Legende. 18: Deutfche Sendung. Ernst Abban des Staatsbeitrages und des Mieterſchutzes auch die Mieten in den alten Häusern jenen in den Die private Wirtschaft hat schon vor dem Kriege das Minimum an verfügbaren Wohnungen nicht er reicht. Das Minimum ist das Mindestmaß an Wohnmöglichkeit, die es den Menschen gestattet, ohne Schaben an Moral und Gesundheit zu wohnen. Eine Weberantwortung an die private Wirtfchaft mit unweigerlich zu den Vor- Genosse Dr. Ungar- Aussig, führt aus: Wenn friegsverhältnissen zurückführen, das der Entwurf Gesetz wird, wird damit jeder heißt, zu neuem Wohnungselend, die Wohnungen Korruption Tür und Tor geöffnet werden zu wenig, zu teuer und zu klein sein. Schon und die Möglichkeit der vollständigen Un- Die Versammelten erblicken aber in dent Gevor dent Kriege haben wir die Erfahrung gemacht, terdrückung der von den Sozialde- sepentivurf nicht nur einen Angriff auf die Selbst- iten. 16.30: Nachmittagsfonzert. 1. Tichaifowilij: Inter daß die kleinsten Wohnungen auch die tenerften sind, mokraten und Kommunisten verwalteten verwaltung und einen Versuch, die Selbstverwal nationale Suite. 2. Novál: Sonatine. 4 a) Dbořát: Auf der alten Burg; b) Liszt: Gnomenveigen. aber zugleich auch die gesundheitsschädlichsten. Durch Gemeinden angebahnt. Er fordert zum leiden- tungskörper unter die Botmäßigkeit der zentralen 3. Chopin: Bolonaise. 17.30: Börsennachrichten und Hopfen die Verarmung der Menschen, durch den Krieg, durch schaftlichen Protest aller Arbeiter gegen diesen Ent- Staatsgewalt zu bringen, sondern sie erkennen aus morftpreise 18.15: ganb wirtschaftlicher Rundfunt 18.30: inderstündchen. 18.43: die niedrigen Löhne ist das Wohnungsniveau gefun- wurf auf und betont, daß unser Abwehrkampf ihr mit Besorgnis, daß an dem Entwurfe nicht mit Betternet, Prag: Die Mehrfachröhre. 19: Bortrag: ten. Die Arbeiter sind gezwungen, kleine Wohnun- gegen die geplante Vernichtung der Gemeinde- der nötigen Sachkenntnis und Sachlichkeit gearbeitet Vortrag: Die Entwicklung der Photographie Was man von der Eisenbahnverordnung wissen foll. 19.15: Dr Fuchs: gen und schlechte Wohnungen zu mieten, weil sie grö- autonomie nicht nur gegen die geplante Vernich- wurde, ja, daß im Motivenberichte Pauschalanschul- 19.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. Bere und gute nicht bezahlen können. Das führt zu tung der Gemeindeautonomie, nich: mur gegen die digungen gegen die Gemeinden wegen mangelnden Francesco da Assist. 20: Wettervoraussage 20.02: Konzert. einer Erhöhung der Gefahren an der Moral, an der Regierung, sondern auch gegen die bürgerli- Sparsinns erhoben wurden, ohne dafür eine Begrün- Manon": b) Arie aus„ Werther". Gesundheit, zu einer Erhöhung des Alkoholkonsums chen Parteien zu führen ist, von denen er dung zu erbringen. Sie verurteilen ganz entschieden, baß solche Entwürfe ausgefertigt werden, ohne die und muß der gesamten Volkswirtschaft schwere Be- eine Abwehr des Entwurfes nicht erwartet. Genosse Distler- Pömmerle spricht über die Selbstverwaltungskörper, bzw. ihre lastungen bringen. Der Gesebentwurf sieht aber die Neberantwortung des gesamten Wohnungswesens an mangelhafte Ueberweisung der Umlagen und Interessenverbände zu hören. die private Wirtschaft in längstens 7 Jahren vor. wünscht, daß die Resolution in dieser Hinsicht erWie jollen nun die Mittel zu dieser sogenannten gänzt werde in dem Sinne, daß die Gemeinden staatlichen Bauförderung aufgebracht werden? Es wieder in die Lage versetzt werden, so wie bis zum bis joll ein Baubeitrag von allen jenen Häusern oder Jahre 1921 die Umlagen selber einzuheben. von deren Teilen eingehoben werden, die unter dem Mieterschutzgesetz stehen Befreit davon sind hingegen alle hausklassensteuerpflichtigen Hausbefizer, Das ist nichts anderes als Genosse Püscher Karlsbad kritisiert eingehend die Bestimmungen über den Dotierungsfond und die unvermeidliche Schädigung der Beamten, die bei Inkrafttreten des Gesetzes eintreten muß. Entschieden protestieren die Versammelten gegen jene Bestimmungen, welche die Gemeinden zur Einführung neuer und Erhöhung schon bestehender Abgaben, zur größten Einschränkung der Ausgaben für die Armen- und Wohlfahrtspflege, des Sanitäts- und Schulwesen 3. sowie der tulturellen Einrichtungen und zum Ab bau der Angestellten und Beamtengehälter, zwingen. Die Konferenz ist der Ueberzeugung, daß eine Gesundung der Geldwirtschaft der Selbstverwaltungsförper innerhalb der heutigen staatlichen Ordnung nur eintreten kann, wenn denselben die freie autonome Entwicklung auch auf dem Gebiete der Steuereinhebung voll gewährleistet wird. 1. Maffenet: 3 Kompositionen 2. Massenet: a) Arie aus 3. Pierné: Izeil. Goldmard: Assads Erzähiung aus: Die Königin von Saba". 5. Nostand: L'aiglon. 6. Leichte Musik: 1. Wald4. Sviž teufel: miner oder nie. 2 Lacombe: Frühlingsständchen. 3. Drigo: a) Erwachen der Blumen; b) Walzer 21: dálef: Herbstwalzer. 5. Bortfiewicz: Gavotte- caprice. Seitsignal. 22: Lezte Nachrichten des Pressebüros Uebersicht der Tagesereignisse. Sport und Theaternochrichten. Brünn, 441. 14.30: Prager Effettenbörse. Wetter, Wildbret". 18: 18.20: Vortrag: Die Dichterschule Sturas" 19: Rammer Breife, Sport und Theaterberichte. 17.40 Frauenumfchau. neuesten Anschauungen über Ernährung und Vitamine". mufit: Beethoven". 1. Trio. 2. Sonate für Klavier. 3. Sonate für Cello. 4. Trio. 20: Sörfbiel:„ Des Doktors Geheimnis" Scherz von Libenfth. 20.30: Bieber. 1. Mabler:„ Bieber eines fahrenben, Gefellen". 2. Effer:„ Des Sängers Fluch". Settzeichen, Breffenachrichten. Deutschland. Königswusterhausen, 1300 15: Spanish. 13.30: Mietbobit des französischen Sprachunterrichts. 16.30 us der päda 17: Die moderne Schachpartie. 18: Das gegen e rbeitsrecht der Gegenwart. 18.30: 2briter der Romantir. Eduard Mörite. 20: Hebertragung von Berlin. 484. Die 19: Deutfche Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. 19.30: Gletscherfee". Operette von Bredschneider. Breslau 323. 15.50: Orchestertonzert. 17.15: alif Storch. 18: Volksbilder. Die Bezirksorganisationen der Partei werden aus der Seit der Romantik. 19: Die Voraussetzungen der Frankfurt, aufgefordert, innerhalb der nächsten Zeit in allen deutschen Romantif. 20.30: Seiterer Abend. größeren Orten der Republik Protestationen i 15.30 Jugendſtunde. 16.30: Neue Zanamujit. 17.48 gegen die Absicht der Regierung, die Altdeutsche Tafelmaleret. autonomie der Gemeinden zu unterfragung. graben, zu veranstalten. Resolutionsantrag Tagesordnung. Die 18.45: Barnbeschwerden. 19.15: 19.45: Einzellige und bielzellige Lebewesen. 20: Bieberabend Battistini. Smallplattenüber Hamburg, 395. 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Haustonzert. 15.15: Frauenbildung im Mittelalter. 16.15: Unterhaltungskonzert. 17: Mozart- konsert. 18.15: Heitere Stunde. 19: Ernährung des Säuglings. 19.30: Belatier aüterei. 21.40: Menge- Abend. Leipzig, 357 16.30: Nachmittagskonzert. 21.30: Seiterer Abend. München, 536. 12.15: Triofonzert. 16: Frauenstunde. 17: Shiphonte Biolinkonzert. Gounod: Borfpiel " Faust" Mozart: Symphonie G- moll. 19.10: Weißt du das. 19.25: Von der Reinlichkeit der Tiere Münster, 242. 13.30: Mariche. 15.30: Märchenprinzeffin. 16: Lieder von Schubert. 17: Jugendstunde. 17.45: pohr: 2 DoppelMüllner. 20: Vortragsabend 21.30: KlavierTonzert. quartette. Genosse Baumgartl sagt, der Entwurf sollte Gesetz zur Herbeiführung heißen: chaotischer Zustände in den Gemein de n." Die Vorwürfe, die den Gemeinden in dem Entwurf gemacht werden, treffen die staatli= ein Geschenk an die Agrarier. chen Organe, die nicht fähig sind, ihre AufDer Baubeitrag kann aber auch auf die Mieter über- gaben zu erfüllen. Bis heute war es nicht mögwälzt werden, und zwar zur Gänze. Für die Wohlich, eine genaue Bemessungsgrundlage zu ermit nung, die der Hausherr bewohnt, wird nur die teln. Was der Staat verschuldet hat, Hälfte dessen vorgeschrieben, was der Mieter für sollen die Gemeinden büßen. Wir cine gleichartige Wohnung zu zahlen hat. Der Bau- müssen uns mit aller Kraft gegen den Gefeßentbeitrag ist gestaffelt und beträgt 1927 50 Prozent wurf wenden. des Grundmietziuses von 1914, und erhöht sich durch fieben Jahre alljährlich um weitere 50 Prozent, bis zum Höchstanzmaß von 350, so daß also die Leistungen der Mieter nach sieben Jahren in den alten Genosse Drbohlav- Reichenberg gibt der BeHäusern mindestens das Sechsfache des urspringDer Bau fürchtung Ausdruck, daß bei Gefeßwerdung des lichen Mietzinses betragen werden. beitrag wird nicht eingehoben in jenen Gemeinden, Entivurfes eine Flucht der Unterneh= die freiwillig auf den Mieterschus in ihrem Gemtungen aus vielen Gemeinden erfolgen werde. des Genossen Grund zum zweiten Punkt der fonsert Bieurtemps: meindegebiet verzichten. Damit ist in allen Gemein- Dies müßte für viele zu einer Ratastrophe wer den, die von einer bürgerlichen Mehrheit verwaltet den. Als Beispiel führt er einen Ort in der Nähe werden, der Mieterschutz erledigt. Auch bei diesem von Reichenberg an. Dort haben nicht weniger Gesetz springt die straffe Zentralisation in die als sechs Betriebe ihren Sit na ch Prag verlegt. Augen. Der ganze Extrag fließt in die Kassen des Damit sind der Gemeinde die Einnahmen verloren staatlichen Baufonds 2 Prozent erhält allerdings gegangen und fließen der Stadt Prag zu. Die die Finanzverwaltung für ihre einmalige Amts- fleine Gemeinde aber soll nach wie vor ihre Aufhandlung in sieben Jahren. Der Ertrag wird auf gaben erfüllen. Was dieser Gemeinde heute an 2.800,000.000 K geschätzt. Der Baubeitrag ist nichts Mitteln zur Verfügung steht, reicht nicht einmal aus zur Erhaltung der Straßen. Wo aber bleibt in dem Kampf gegen den Entwurf das deut eine schlecht verschleierte Mietzinserhöhung, sche Bürgertum. Es ist nicht nur so, daß und der Betrag von 2.800,000.000 K ein Tropfen wir von ihm nichts zu erwarten haben, dieses Wasser auf einen heißen Stein. Um das praktisch Bürgertum leistet der tschechischen darzustellen: Eine Stadt mit 20.000 Einwohnern Regierung direkte Vorspanndienste. wird bei einer gleichmäßigen Verteilung dieses Be- Bei Aufstellung der Voranschläge verweisen die trages in die Lage versetzt, in sieben Jahren ein Vertreter des deutschen Bürgertums heute schon Saus für 35 Personen Gefeß. nicht Parteien, zu bauen. auf das erst zu erwartende Gesetz. Genossen Daß auch in diesem Gefeß nationalistische Tendenzen Bürgertum, wenn Sie von ihm erwarten, daß es Schon wegen der Unzureichenheit und auch des- den Entwurf nicht durchführen werde, wenn die Deutsch bürgerlichen schon 6 Monate halb, weil die Mieter ausschließlich die Laſten tragen vor dem geplanten Inkrafttreten des sollen, lehnen wir diesen Entwurf gänz Gesetzes darauf Rücksicht nehmen? Er spricht sich für den Militarismus und weitere Millionen für chließlich für ein Zusammengehen mit den tsche Beschaffung der Baumaterialien, den Wohnungs- pint: 6 Klavierprälubien". 5. Bospišil: Lieder". 20: Mili anderes, als lich ab. Ein Staat, der alljährlich 2 Milliarden Die am Sonntag, den 14. November 1926, in Bodenbach versammelten deutschen sozialdemokratischen Vertreter der Gemeinden und Bezirke sind der Ueberzeugung, daß die Wohnungsnot und das Wohnungselend Produkte der kapitalistischen Gesellschaftsordnung sind und von dieser nicht endgültig beseitigt werden können. * Programm für morgen, Mittwoch. Prag, 349. 11: Mittagsfonzert. 1. Aéler: Bustspiel. ouverture. 2. Brandl: Konzert für Trompete. 3. Blobef: Intermzzo aus Im Brunnen". 4. Bienawffi: Obertas. ten und landwirtschaftlicher Rundfunt. 14: Börsennache 1. Bieurtemps: Reberie. 2. Brahms: Ungarische Tänze. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. Sopfenmarktpreise. Eine halbwegs gerechte und zweckmäßige Woh- 5. Bačtar: Slawischer Tanz. 12: Zeitfignal, Breffenachrichnungsfürsorge erfordert, daß die Gemeinden zu Trä- richten. 16: Märchen für Kinder. 17: Nachmittagstonzert. gern dieses Zweiges der öffentlichen Fürsorge wer- 3. Dborat: Ballabe. Sonatine. 17.30: Börsennachrichten uns den und der Staat durch die Gesetzgebung und Beistellung der notwendigen Mittel energisch eingreift. 18.45: Dentice Arbeiterfendung. Josef Beitna. Auffig Der Aufwand, welchen eine durchgreifende Bauför Sorta des Staatsboranfchlages. 19.15: Bortrag: 1leber, ble berung erfordert, darf angesichts der durch Wirt- Körperpfege. 20: Wettervorausfage. 20.02: Zuftiger Abend. schaftskrise, und Teuerung erzeugten Notlage der Be- 2. Fučili. Der alte drummbär. völkerung auf keinen Fall von den minderbemittelten Sumoristisches Mietern aufgebracht werden. a. E.: Jm Rande der Mitternachtssonne. 19: Vortrag: Brünn, 441. 14.30: " a) 18.20: Vortrag. 18.45: Morfezeichen. 19: Konzert. 1. Bach: 3. Mendelssohn: Andante aus dem Geigenfonzert". 4. Chos Bobeme". 3. Mofalowoffi:„ Spanische Tänze". 4. Leopold: Deutschland. 1. Nicolai: Ouverture:" Die lustigen Weiber von Windfor". 3. Chansons. 4. Rázet: Streichquartett: Kazenjtändchen; b) Spatentongreß: c) Meluzine; d) Der Schmetterling; e) Spielbofe. 5. Chanfons. 6. Sarophon. 7 Strauß: Rofen Die versammelten Vertreter betrachten es als aus dem Süden. 8. Alicpera: Quitspiel. 9. Beness Blasnuujiť. 21: Beitfignal. 22: Neueste Nachrichten des Preßbüros, selbstverständliche Pflicht des Staates und ebricht der Tagesereianiffe, Sport- und Theater nachrichten. eindregierung, ein Wohnungsgesetz zu schaffen, Breffers Sport- und Theaterberichte. 17.49: Wiarionettenwelches geeignet ist, die Wohnbautätigkeit entschieden theater. Der Dreche", Kasperi und der Räubr“„ Rafper! und praktisch zu fördern durch Ermöglichung billiger un ber Teufel". 18: Beitzeichen. Warft. und Börsenberichte. und ausreichender Kredite und gemeinwirtschaftliche Brätudium" und Fuge G- moll". 2. Nebbal: Bier Lieber" markt durch Schaffung von Wohnungsvermittlung, färfonsert. 1. Herold:" Sampa", Ouverture. 2. Euccini: verlangt, daß Wohnungssygiene, Verpflichtung zur Errichtung von lus alter und neuer Well". Seitzeichen, Breffen richten. vom Parteivorstand billige Broschüren an die Ge- genteindlichen Wohnungsämtern, und Wohnungsan feine Entschuldigung dafür, daß er so wenig für meindefunktionäre herausgegeben werden. den Wohnungsbau übrig hat. Genoffe Schlaffer- Trautenau, wünscht die Ermeldung, zu beeinflussen. Der vorliegende Entwurf richtung von Beratungsstellen in kommunalen Grundforderungen keine Rücksicht. Seine Tendenz Rusland. 18: Aus dem Betrieb einer Maschinenfabrik 19: eines neuen Wohnungsgeseßes nimmt auf diese Rönigswusterhausen, 1300, 12: Franzbtisch. 15: Englisch. 17: Binnensteblung oder Auswanderung. 17.30: Das beutige Angelegenheiten und spricht sich für die Bildung liegt im Gegenteil in dem systematischen Abbau des mörite und feine seitgenössischen Stomponisten. 19.30: Das von Zweckverbänden aus. Mieterschutzes und ungenügender staatlicher Bau- Ribelungenlied. 20: Hebert: agung von Leipzig. 357 Brud förderung. 20.30: Orchesterkonzert. Pligner: Drei Vorspiele aus Bale328, 15.30: Zwischen Ernte und Weihnacht. 16 30: Autoren 15.30: Jugendftunde. 18.15: Totenflang. 19.50: Requiem" von Berlioz. Hamburg, 395, 14.15: Jukball- Städteramy henstunde. 18.25: Charlotte bont Stein. 18.40: Im Lande der Hamburg- Berlin. 16.15: Szenen aus Barfifal". 17: Mäd Gjorde. 19.25: Der Hamburger Safen. 20: Bußtagskonzert. München, 536. 16: Triofonzert. 17: Jugendstunde. 17.15: Rinderlieber. 17.45: Medizinische Märchen 18 10: Schachfunt. 18.45: Die Mujit der Chinesen. 19.30:„ Der Bogelhändler", Operette von Zeffer. 22.15: Wie wir sprechen. 22.45 Tanz muftf.- Münster, 242, 12: Biolinwerfe von Schubert. 16: Andische Hochzeitsgebräuche. 16.30: Bamfonsett 18: Deutsches Recutem von Brahms. 20.30: Vortrag Hohlbaum: Cefter. Der zweite Abschnitt des Entwurfes enthält dann Bestimmungen über die Baubewegung. Da finden wir wieder, daß der Bau von Steinstwoh nungen direkt gefördert wird. Auf die Gefahr solcher Wohnungen wurde bereits hingewiesen. Genosse Hein- Görkau sagi: Der morgige Tag ( 15. November) sollte für die Arbeiter ein Die Versammelten lehnen aus diesen Gründen Genosse Grund bespricht dann ausführlich die Trauertag sein, denn es ist die erste Wieder- den vorliegenden Entwurf mit aller Entschiedenheit Art, in der die Beitragsleistungen erfolgen follen. fehr des Tages, an dem die deutschtschechisch- bür- ab, rufen die gesamte Oeffentlichkeit, besonders aber Er kritisiert scharf den Mangel, daß auch hinsichtlich gerliche Majorität ins Parlament gewählt wurde, die Arbeiterschaft zum Stampf gegen denselben auf der Erlangung eines staatlichen Baubeitrages ein der dieser Gesetzentwurf zu danken ist. Auch und beauftragen die parlamentarischen Vertreter der rechtlicher Anspruch nicht besteht und daß die Ver- er fordert zum energischen Abwehrkampf auf. Partei, der Gesetzwerdung dieses Entwurfes den waltung des Wohnungsbaufonds der Wilffür des Die Genossen Pölzl und Grund beantragen in schärfsten Widerstand zu leisten. Staates unterliegt. Wohin der Strom der Gelder ihren Schlußworten einige Aenderungen im Text fließen wird, fönnen wir uns nach allen gemachten der Resolutionen, Genosse Pölzl empfiehlt auch Erfahrungen vorstellen. Sehr scharf fritisiert er die Annahme eines Zusatzes der Genossen Sa weiter, daß in dem Gejezz Lohnschiedsgerichte vorge- cher, Ungar und Genossen zur Resolution über = Die Konferenz protestiert dagegen, daß die Regierung nach dem Ablauf des vollständig ungeni genden, in seiner praktischen Durchführung an der Not der deutschen Bevölkerung fast achtlos vorüber ner- Abend. Große Messe f- moll. Berlin. 484, 12.15: Glockenspiel. 16.30: Orgelvortrag. 17: Rachmittagstonzert. strina". 6. Lieber. Weber: Symphonie c- dur. Breslau, abend Richfer. 19.45: Bugtagskonzert. Frankfurt, 429 reich- Deutschland. Dienstag, 16. November 1926. Die Fürsorgekonferenz der Partei. Am Schlusse der Konferenz wurde über An- 1 trag des Genossen Rögler folgende Auf der Fürsorgekonferenz, die am letzten Nicht minder traurig ist es um die Kinder- angenommen: Samstag in Bodenbach tagte und über deren sterblichkeit bestellt. Int Jahre 1925 entEröffnung wir schon furz berichteten, hielt Senosse Dr. Czech ein Referat folgenden Inhalts: fielen 24 Prozent aller Sterbefälle auf das erste Lebensjahr. Die Zahl der totgeborenen Kinder beziffert sich auf 8122, wobei von ehelichen Kindern 20.9 pro Mille, von den unehelichen Kindern 34.6 pro Mille tot zur Welt lamen. Unter BerücksichDas Problem, das zur Verhandlung steht, tigung des Verhältnisses zwischen den Lebendbetrifft die Aufzucht eines gefunden Geschlechtes geborenen und den im ersten Jahre verstorbenen durch systematische Fürsorgemaßnahmen und die Kindern ergibt sich im Jahre 1923 eine SäugBekämpfung gewisser physischer und psychischer lingssterblichkeitsziffer von 147 pro Mille, im Entartungserscheinungen innerhalb der Jugend. Jahre 1924 von 148 pro Mille und im Jahre Das Problem hat die Bariei bereits wiederholt 1925 von 146 pro Mille. Wir finden also auch bei beschäftigt und einmal sogar, am vorlegten Aussi uns, wie in Desterreich, dieselben charakteristischen ger Parteitage, zur Stellungnahme der Gesamt- Erscheinungen eines permanenten Sintens der partei geführt. Leider sind gerade die Aussiger Geburtenzahl und einer sehr großen KindersterbBeschlüsse, die die organisatorischen Fragen lichkeit, welchen Erscheinungen, wie das Linzer des Problems betreffen, auf dem Papier geblie- Brogramm ausspricht, nur durch den Ausbau ben, da die sich unmittelbar nach dem Aussiger der sozialen Verwaltung begegnet iverParteitag förmlich überstürzenden politischen Er- den fann. Daraus ergeben sich auch für uns die eignisse alle Kräfte der Partei in Afem gehalten gleichen Aufgaben, wie für unsere österreichischen und für Fragen fürsorgerisch- organisatorischer Freunde und naturgemäß auch für uns die Pflicht Natur feinen Raum gelassen haben. Seither wur- zu weitgehendstem Kinder- und Jugendschuß und den die Aussiger Beschlüsse durch die Entwicklung zum Aufbau sowie zur Ausgestaltung aller hiezu der wirtschaftlichen Verhältnisse überholt und er fordern nun eine Nachprüfung. Ehe dies geschieht, wollen wir einige Feststellungen machen. erforderlichen Einrichtungen und Anstalten. Diese Aufgabe vermögen die Kinderfreunde, die Es utag sich vielleicht mancher die Frage stellen, allein auf sich zu nehmen, da sie vor allem autauch auf fürsorgerischem Gebiete tätig sind, nicht was denn eine Partei des Klassenfampfes mit deren sozialistische Erziehungsorga= ähnlichen Problemen zu tun hat, ob diese nicht nisationen sind und daher in erster Linie die besser auf das Gebiet der Philantrophie verwiesen Erziehung und Heranbildung sozial empfindender, werden, denn vergebens wird man in unserem denkender und handelnder Menschen zur Aufgabe Parteiprogramm oder in unserem Parteistatut haben. auch nur die entferntesten Anhaltspunkte für eine- Der Redner erörtert nun alle im Lande wirBetätigung der Partei auf dem Gebiete des Kin- fenden Jugendfürsorgeeinrichtungen. Er bespricht derschutzes und der Jugendfürsorge suchen( aus vorerst die Wirksamkeit der halboffiziellen Storpogenommen einige ganz spärliche Andeutungen, die rationen, der Landeskommissionen und das Regulativ für die Frauenorganisation ent- Bezirksjugendfürsorgen und fenn= hält). Wohl spricht das Hainfelder und Wiener zeichnet ihre Stellung zur gesamten JugendfürParteiprogramm in dem Kardinalsaße, welcher forge des Landes sowie ihr Verhältnis zu den das Wesen, den eigentlichen Kernpunkt des Pro- leitenden staatlichen und behördlichen Stellen. Er gramms aufzeigt, davon, daß es unsere Hauptauf- verweist in diesem Zusammenhang auf den Begabe sei, das Proletariat zu organisieren, es mit schluß des Aussiger Parteitages, welcher der Pardem Bewußtsein seiner Lage und seiner Aufgaben teimitgliedschaft die Mitarbeit in diefen Korporazu erfüllen, es geistigund physisch tampf- tionen aufs wärmste anrät. Sodanu beleuchtet der fähig zu machen und zu erhalten; doch soll dies, Redner die Betätigung der nationalen Schutzverwie aus dem besonderen Teile dieses Program- bände( Bund der Deutschen, Nord mähmes ersichtlich ist, vornehmlich durch die Ausstat- rerbund usw.), soweit sie die Jugendfürsorge tung des Proletariats mit politischen Rechten, in ihren Wirkungsfreis einbeziehen, und behandurch ausreichenden Arbeiterschutz geschehen. Erst delt auch das Wirken der flerikalen Chariin dem viele Jahrzehnte darauf beschlossenen ta 3, welche ebenso wie die vorerwähnten natiotommunal- politischen Programm, nalen Schußverbände das ganze deutsche Gebiet so auch in unserem Tetschener Programm mit einem Netz von Organisationen überziehen wird der Kindes- und Jugendfürsorge, der Für- und so große Schichten der deutschen Bevölkerung, sorge für das Gesundheitswesen gedacht und diese vor allem aber große Kreise der arbeitenden BeAufgaben den Gemeinden und unseren kommunal- völkerung, in ihren Bann ziehen. Die sich daraus politischen Vertrauensmännern auferlegt. Doch für den Kampf der Arbeiterklasse ergebenden Gedas Leben reglementiert sich nicht nach alten Pro- fahren finden eine eingehende kritische Beleuchtung grammen und Organisationsstatuten. Und so hat und Erörterung, aus welcher sodann die sich für sich denn, ohne jedweden Stützpunkt in der Par- die Partei ergebenden Schlußfolgerungen gezogen teiberfassung, ganz aus sich selbst heraus, rein werden. Den zuletzt erwähnten, fälschlich unter unter dem Zwang der Verhältnisse auch im Rah- neutraler Flagge segelnden, in Wirklichkeit aber mén unserer Partei reiche Fürsorgearbeit ent- ausgesprochen parteimäßig eingestellten Schutzverwickelt, und die Ueberzeugung gefestigt, daß wir bänden werden nun die großen Fürsorgeorganisaüber diese neuen air uns herandrängenden Auf- tionen der österreichischen Genossen, die Socicgaben und die sich neu aufrollenden sozialen Pro- tas, und der reichsdeutschen Genossen, die bleme nicht zur Tagesordnung hinweggehen Wohlfahrten, gegenübergestellt und der orfönnen und zu ihnen vielmehr auch programmatisch werden Stellung nehmen müssen. ganisatorische Aufbau, die Gliederung, der Aufgabenkreis, die bisherige Wirksamkeit, die großen Erfolge dieser großen sozialistischen Fürsorgeverbände geschildert, die die Arbeiterschaft in die geDas hat uns auch der letzte österreichische famte Wohlfahrtspflege entsprechend eingliederit, Parteitag gezeigt, der für jeden, der ihm bei- hiebei den sozialen Auffassungen der Arbeiterfiasse zuwohnen das Glüd hatte, ein Erlebnis gewefen Geltung verschaffen, alle in der Wohlfahrt tätigen ist, ein wahrer Jungbrunnen, die Quelle größter Personen zusammenfassen und schulen, die ProBereicherung. Aus den gleichen Notwendigkeiten bleme der sozialen Fürsorge wissenschaftlich verheraus, die auch wir flar erfannten, haben unsere arbeiten und die Interessen der Arbeiter im Rahösterreichischen Genossen zum Bevölkerungs- men der Fürsorge wahrnehmen sollen, wobei die mit bestehenden offiziellen problem Stellung genommen und in einer Zusammenarbeit mit flaren Formulierung die Gedanken niedergelegt, Jugendfürsorgekorporationen( Landeskommissiodie sich zwingend aus der Analyse dieses Problems nen, Jugendfürsorge usw.) als selbstverständlicher ergeben und die darin gipfeln, daß sich aus dem Grundsatz gilt. Sinfen der Geburtenzahl und der großen Säug- Zum Schluß faßt der Redner die sozialistische lingssterblichkeit zwingende Maßnahmen sozial- Auffassung von der sozialen Fürsorgearbeit in folhygienischer( Geburtenregelung) und sozialfürsorgenden Leitsätzen zusammen: gerischer Natur( rechtlicher Kinderschutz, Jugend- Die Arbeiter dürfen absolut nicht lediglich fürsorge usw.) ergeben. Auch bei uns erfordern Objekte, sondern müssen vor allem auch Subjekte der Fürsorge sein. heit. Die gleichartig verlaufenden Bevölkerungsverhältnisse eine ganze Reihe ganz analoger Maßnahmen. Aus der in den letzten Tagen veröffentlichten amt- Die soziale Fürsorge und Wohlfahrtspflege ist lichen Statistik ergibt sich auch bei uns eine nicht bloß freiwillige und nebensächliche Arbeit, ständige Abnahme der Geburten- fondern soziale Arbeitspflicht und soziale Pflichtfälle. Noch im Jahre 1923 gab es 378.650 Geleistung. Die Wohlfahrtsarbeit darf nicht nach burten, im Jahre 1924 372.333, im Jahre 1925 bürgerlichen Maximen als bloße Wohltäterei be363.678, was gegenüber dem Jahre 1924 eine trieben, sondern muß von sozialem Geiſte erfüllt Verminderung um 8655, gegenüber dem Jahre und von sozialistischer Ideologie durchdrurgen 1923 eine solche von sogar 14.972 bedeutet. Noch ein. Den in Notstand geratenen Proletariera im Jahre 1910 entfielen auf 1000 Einwohner muß verständlich gemacht werden, daß sie teine 31.40 Geburten, im Jahre 1925 nur mehr 25.65. nade zu empfangen brauchen, sondern ein Hiebei darf aber auch das für unsere Verhältnisse Recht auf die Fürsorge haben. Die Fürsorgeso bedeutsame Moment nicht unbeachtet bleiben, arbeit darf nicht etwa bloß dem Einzeldaß der Rückgang der Geburtenziffer gerade innen gelten, sondern der AllgemeinBöhmen, wo der größte Teil der deutschen Bevölkerung des Landes lebt, am größten ist, denn auf 1000 Einwohner verzeichnet die Gebur tenstatitit Starpathorußlands 42, die Schlesiens 27, die Mährens 24 und Böhmens 21 Geburtenfälle. Noch deutlicher aber wird diese unsere Be- Nur ein solcher Aufbau und eine solche Gestaltung hauptung durch die Feststellungen des statistischen der Fürsorgearbeit vermag für die sozialistische Staatsamtes bestätigt, wonach auf 1000 Ange- Weltanschauung zu verben, dem Stampf der Arhörige des ruthenischen Volkes 46.6, auf die pol- beiterklasse unt den Sozialismus zr dienen. Nur nische Bevölkerung 43.7, auf die ungarische 29.4, eine solche Methode der Fürsorgearbeit vermag die tschechoslowakische 26.5, die jüdische 24.3 und sich in dem großen Kampfe der Arbeiterklasse um die deutsche 21.2 Kinder entfallen. Diese Krisen ihre Befreiung vom Kapitalismus einzugliedern siffern reden eine beredte Sprache. Sie zeigen uns, und neben ihm zu bestehen. von welchen Gefahren die Bevölkerung un seres Landes, vor allem die deutsche Bevölke rung bedroht ist und wie unabweisbar und unausschiebbar die sich aus diesen Feststellun gen ergebenden Abwehrmaßnahmen sind. B Die proletarische Jugend muß durch soziali stische Fürsorgearbeit dem bürgerlichen Einfluß entwunden, aus der bürgerlichen Um flammerung befreit werden. Genosse Czech bespricht sodann die vom Vorfizenden zur Debatte gestellte Resolution und schließt mit einem Appell zur Sammlung und Mobilmachung aller Strafte der Partei im Dienfte des Sozialismus."( Stürmischer Beifall.) Resolution 1. Sie am Samstag, den 13. November, im Bodenbacher Volkshause tagende Fürsorgekonferenz der deutschen sozialdemokratischen Partei erklärt die Sorge für die geistige, aber auch förperliche Aufzucht des proletarischen Nachwuchses für eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen sozialdemotratischen Arbeiterpartei. Sie hält daher den Aufbau, die Ausgestaltung, ganz besonders aber die moralische und materielle Förderung aller diesent Ziele dienenden Fürsorgezweige für eine brennende. Notwendigkeit und erwartet von allen Parteiorganisationen, daß sie aus dieser Erkenntnis heraus dieses wichtige Arbeitsgebiet, in ihren nächsten Aufgabenkreis einbeziehen und alle Vorkehrungen treffen werden, die diese große Aufgabe erfordert. 2. Gemäß dem vom Aussiger Parteitage des Jahres 1923 gefaßten Beschlusses erblickt die Konferenz in der sozialistischen Erziehung der Arbeiterjugend die wertvollste Grundlage der planmäßigen Schulung des Proletariats, und erachtet daher eine Zusammenfassung der Arbeiterkinder jedes Ortes zum proletarischen Gemeinschaftsleben für dringend geboten. Da die Arbeiterkinderfreunde die organisatorische Verkörperung dieses Gedankens darstellen und in diesem Sinne einen wahren proletarischen Kinderschuß bilden, empfiehlt die Fürsorgekonferenz allen Genossen und Genosjinnen, in der Arbeiterkinderfreundebewegung. eifrig tätig zu sein, den Verein sowie seine Ortsgruppen in jeder Weise, besonders auch materiell, zu unterstützen und zu fördern. 3. Die in der gleichen Richtung liegende Arbeit unseres sozialistischen Jugendverbandes bedarf gleicherweise der tatkräftigsten Unterstützung jämttlicher Parteiorganisationen, die von der Fürsorgefonferenz hiezu in der nachdrücklichsten Weise aufgerufen werden. Seite 5. Lagesneuigkeiten. Ja ist das möglich? Die Lidove Noviny" veröffentlichen folgenden Bericht: ,, Letzten Freitag wurde auf dem Plaze unweit des Hotels Graf" die rumänische Staatsangehörige Larissa Bučkowstaja, Hörerin der Handelshochschule in Prag, von einem Automobil überfahren. Sie wurde auf die Klinik gebracht, wo sie nachts ihren Verlegungen erlag. Obwohl sich in ihrer Tasche die studentische Legitimation und die Wohnungsadresse befanden, wurden ihre Angehörigen von dem Unglück nicht verständigt, und es ist die Frage, ob sie übrhaupt etwas erfahren hätten, wenn sich nicht einige Zufälle ergeben hätten, durch die die tragische Tatsache sichergestellt wurde. Im Krankenhause erfuhr nämlich ein Agent einer Begräbnisanstalt von dem Tode des Mädchens, der die Berwandten des Mädchens aufsuchte und ihnen die Ausstattung des Begräbnisses anbot. Die Angehörigen begaben sich in das Krankenhaus, wo ihnen aber der Zutritt zur Leiche nicht gestattet wurde; vom. Personal erfuhren sie, daß es sich unt ein Autounglück handle. In Polizeipräsidium wurde den Angehörigen mitgeteilt, daß über die Sache nichts bekannt jei, und man verwies sie an die Informationsabteilung. Dort wurden erst die Berichte telephonisch eingeholt und erst dann im Präsidium den Angehörigen von einem Polizeioberkommissär mitgeteilt, daß es sich um feinen Unglücksfall handle und daß das Mädchen nach einer Krantheit gestorben sei. Nach langen Verhandlungen teilte der Oberfommissär mit, daß das Mädchen ungefähr gegen 6 Uhr abends bur efgene Unvorsichtigkeit von einem Auto über fahren worden sei. Mit Rücksicht darauf, daß das Vorgehen der Polizei den Anschein erwedie, als ob man die Sache absichtlich verheimlichen wolle, er= suchten die Angehörigen die rumänische Gesandtschaft um Intervention. Die Gesandtschaft entsandte sofort einen Legationssekretär in Begleitung zweier Konsularbeamten und zweier Verwandter der Verunglückten zur Polizeidirek tion, wo ihnen das Protokoll verlesen wurde, in dem aber nur der Name des Chauffeurs Heinrich Strebel angeführt war. Der Verlobte der Verunglückten, ein bekannter russischer Bublizist, stellte dann fest, daß es sich um ein staatliches Auto gehandelt habe, und zwar ein Auto des Präsidiums des Ministerrates." 4. Der Reichsverband für Kinderschuß und Jugendfürsorge, die Landeskommissionen( Landesstellen) für Kinderschutz und Jugendfürsorge in Böhmen, Mähren und Schlesien, die Bezirksjugendfürsorgen( Bezirkskommissionen für Kinderschutz), die wohl durchwegs vereinsmäßig organi sierte, vom Fürsorgeministerium jedoch mit halbamtlichem Charakter versehene und mit gewissen halbstaatlichen Funktionen ausgestatteten Rörperschaften und Organe des Kinderschutzes und der Jugendfürsorge sind, erheischen, wie bereits der Aussiger Parteitag 1923 ausgesprochen hat, mit Rücksicht auf diesen ihren Wirkungstreis und ihre Stellung in der gesamten Jugendfürsorge, unser Wir hoffen, daß diese, wenn sich die Dinge vollstes Interesse, und machen schon wegen ihres wirklich so verhalten, ungeheuerliche Verobligatorischen Charakters unsere volle Mitarbeit tuschungsangelegenheit raschest aufgesowohl in den leitenden Stellen als auch in allen klärt wird und daß sich vor allem das Ministerihnen angegliederten Einrichtungen zur Pflicht. ratspräsidium zu diesem Falle äußere. Die Organisationen werden daher aufgefordert, diesen Institutionen das vollste Augenmerk zuzu Herunter mit dem Zylinder wenden, und vor allem darauf zu sehen, daß sich unsere Teilnahme in diesen Störperschaften nicht etwa bloß auf die Mitgliedschaft einzelner Ge- Es ist natürlich nur in Sowjetrußland mögnossen und auf die vom Fürsorgeministerium ge- lich, wo im langsamen Nachholen frühkapitaliſti forderte obligatorische Zugehörigkeit aller Kinder- scher Entwicklungsgänge bereits diese Etappe er fürsorgeorganisationen zu diesen Jugendfürsorge- reicht ist. Herr F. C. Weiskopf, feines Zeistellen beschränkt, sondern sich auch in der Teilchens Parteidichter der KPC und beamteter Honnahme an der gesamten Betätigung dieser Stellen neurmacher des russischen Handelsvertreters Ov sejenko, ist so liebenswürdig, im„ Borwärts" Die Aufgabe unserer Organisation, und vor zum Besten zu geben und betitelt ein ganzes a ctivas aus dem Tagebuch seiner cussischen Reise allem der von uns in diese Körperschaften gejen pitel 2. Umsteigen.... ins 21. Jahrhundert!" deten Vertrauensmänner wird es sein, darüber zu Zunächst wird die Szenerie des Bahnhofs vost wachen, daß diese Einrichtungen nicht nur von sozialistischem Geiste erfüllt, sondern auch ihrem Njegoreloje so heißt die Umsteigstation entworfen. Es ist alles da, was zum täglichen halbamtlichen Charakter gemäß im neutralen Stimmungsmache- Bedarf eines Rußlanddelegier Geiste geführt, und vor allem jedwedem politischen ten gehört. Also Lenin- und Marrbüsten, ein oder parteimäßigen Einfluß entrüdt werden. auswirkt. Ein Blick ins 21. Jahrhundert. Tschekamann( über den Mary sicher seine Freude 5. Die durch die Wirtschaftsnot herbeigeführte hat) revolutionäre Zollbeamten, selbstverständlich und sich durch Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, eine Jugendgenossin usw. Daß man aber an der systematische Herabdrückung der Lebenshaltung der Schwelle des 21. Jahrhunderts steht, beweist erarbeitenden Klasse mit jedem Tage steigende Ver- stens ein Gespräch mit einem deutschen Professor: schlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse des Proletariats, die zunehmende Verschlimmerung der wirtschaftlichen Verhältnisse der arbeitenden Menschen und die damit untrennbar verbundene Häufung von Notstandsfällen erheischt in zwingender Weise gewisse organisatorische Vorkehrungen, die in eine feste Bahn gelenkt den Kontakt zwischen den hilfesuchenden Proletarier und seiner Partei herstellen und ein Eingreifen, der Organisationsstellen durch Erschließung vorhandener gesetzlicher Schußmöglichkeiten, sowie staatlicher und privater Hilfseinrichtungen und Hilfsquellen herbeiführen, dem notleidenden Arbeiter im Bereiche vorhandener Möglichkeiten in den schwersten Stun den seines Lebens beistehen, und vor allem dem dichten Net parteimäßig bürgerlicher und immer politischer Wohltäterei entwinden sollen. Zu die ent Behufe beschließt die Partei die Gründung jozialdemokratischer Fürsorgervereine, die, zu einem Verbande zusammengeschlossen, und vor allem un feren Frauenorganisationen in die Hände gelegt, allen Hilfsbedürftigen ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit zugänglich sein sollen. Die Schaffung dieser Fürsorgevereine soll vorfäufig nicht obligatorisch sein und nur nach Maßgabe der vorhandenen organisatorischen Möglichfeiten durchgeführt werden, wobei stets ein Einbernehmen mit dem Parteisefretariat vorzusehen sein wird, das in jeden einzelnen Falle nach Prüjung des Vorhandenseins der sachlichen und persoellen Voraussetzungen die Entscheidung zu treffen aben wird. Die Mustersagungen für den Fürsorgeverein find vom Sekretariat vorzubereiten. Die behörd liche Genehmigung, die Verbandssazung auf jeden Fall sofort einzuholen, damit das Fundament und der Rahmen der Fürsorgeorganisation gesichert ist. es ist doch eigentlich eine ganz unbe kannte Welt, in die man da hineinfährt; wer weiß, wie es in ihr zugeht, selbst die Wagen sehen ganz anders aus, als bei uns... " 1 ,, Sie haben recht, mein Herr," sagt da hinter mir eine Stimme. Sie haben ganz recht, man hat hier überall eine andere Spur weite, als drüben; man steigt hier gleichsamt um: ins einundzwanzigste Jahrhundert nämlich. So haben wir jahrzehntelang am 21. Jahrhundert vorbeigelebt! Denn die breitspurigen Bahnen bestanden schon unter dem 3arismus und wurden mit dem Gelde des französischen Hüttenkomitees gebaut, damit die Truppentransporte an die deutsche und österreichische Grenze schnel ler vor sich gehen könnten. Aber ein heller Stopf, wie dieser Weiskopf entdeckt noch mehr Symptome des 21. Jahrhunderts: Er sieht ein Leichenbegängnis das ist nun schon in Moskau, also mitten drin in der breitspurigen" Zukunft und sein Freund Baul sagt: www ,, Schau, sie tragen 3ylinderhüte! Leibhaftige Zylinder!... Die ersten und einzigen, die wir auf der ganzen Reise in Rußland gesehen haben.. wie eigenartig: bei uns tragen sie noch den Zweimaster aus dem vorigen Jahr. hundert. 14 Da erinnerte ich mich an Njegoreloje; an den deutschen Professor und an die Stimme, die ihm damals geantwortet hatte und philosophierte: Ja, weißt du, Paulchen, die Leichenbe statter sind scheinbar in allen Ländern mi! ihrer Mode um ein Jahrhundert z rid. Bei uns tragen sie den Zweimaster von anno Tobad, weil der Zylinder noch in Ehren ist und bier hier sind wir eben schon um ein Jahrhundert weiter und finden den Zylinder nur " Seite 6 In den Erzgebirgsdörfern, wo sie weder Zweimaster noch Zylinder haben, könnte Herr Weiskopf, wenn er einmal das Bedürfnis haben sollte, auch fudetendeutsche Arbeiter( die er doch bertreten will!?) leibhaftig zu sehen, und den dem Prager Bürgerföhnchen ungewohnten Anblid eines Proletariers in der Nähe zu genießen, feststellen, daß die Sargträger manchmal gewöhnliche Filzhüte tragen. Und unsere Arbeiter turner pflegen, wenn fie einen Genossen zu Grabe tragen, den Turnerhut zu tragen. Aber wir leben halt noch nicht im 21. Jahrhundert, das sich Bellamy allerdings anders vorgeZwölf Zodesopier einer Granate, stellt hat! Rom, 14. November. Im Fleimstal bei Baneveggio waren gestern 14 Waldarbeiter in einer Barade versammelt, als vor der Hütte ein noch von der Kriegszeit dort liegen gebliebene Granate explodierte. Nach einer Version sei ein Arbeiter mit der Hane auf die Granate gestoßen, nach der andern Version hat ein Arbeiter troy Mahnung seiner Arbeitsgenossen mit der Granate gespielt. Von den 14 Anwesenden wurden 11 sofort getötet, bara unter drei Frauen, die drei anderen Personen wurden schwer verlegt, eine davon starb bald darauf im Spital. Es sind größtenteils ita lienische Arbeiter aus Predazzo im Alter von 18 bis 20 Jahren. Am erschien die rusgehilfin Therese Reinold, geDienstag, 16. November 1926. spanische Reiter und Trichterfelder tweg und holt sich dessen wohlgefüllten Tornister. Im Graben framt er aus: Brot, Konservenbüchsen, Schnäpse. Neidvolle Augen umlauern ihn. Sagt der Bachlmud, der auch allewell Hunger hat: Geh weiter, laß mich doch auch mithalten." Sagt der Loist sautalt: Rönnt mir einfal Ten... Schieß dir selber einen!" Inhalt und Form der Anekdote befreien die der mehr bei den ,, funebraci"( so heißen in Prag die 1 Mit Vornamen à la Annunzio oder Musso- einige Soldaten verhaftet, die ,, Spionage" für die Leichenbestatter)... Wir sind in Njegoreloje lini würde sich die Bohemic" wohl noch auszu kommunistische Partei betrieben haben sollen. Sie eben umgestiegen: ins einundzwan- söhnen wissen; aber die Matteotti und so weiter ließen sich von verschiedenen Schränken Nachaigste Jahrhundert nämlich." gehen ihr auf die Nerven. Da, fühlt" sie mit dem schlüssel machen und trugen dann verschiedenes Ministerrat, in dem Mussolini ein halbes Dutzend Material kommunistischen Führern zu. Samstag Portefeuilles hat und dessen sonstiges ,, entschiedenes wurden von der Staatspolizei bei leitenden PerEinschreiten", in wichtigeren Angelegenheiten, bei jonen der kommunistischen Partei zahlreiche Hausunseren Bürgern ebenfalls Sympathie findet, durchsuchungen vorgenommen und verschiedenes wenn sie diese auch nicht immer einzugestehen angeblich überführendes Material beschlagnahmtt, wagen! denn am selben Tage wurden noch der Sohn Ein Opfer des§ 144. Der Arbeiter 3ei- des Senators Včelička und der Setre- deutschen Krieger von dem Verdacht, daß sich Ein Opfer des§ 144. Der ,, Arbeiter 3eitär tung" entnehmen wir folgende Melbung, deren är der kommunistischen Partei Pan unter ihnen dergleichen zugetragen hat. Der tragischer Inhalt deutlicher als das schärfste Wort fošima verhaftet. Widerwille, den sie hervorruft, kann nur diejeniBestohlen. Am Freitag abends wurde dem gen treffen, die mit sehen Erfindungen den gegen ben Wordparagraphen spricht: 3. Feber Budapester Journaliſten Franz Friedrich auf der Striegsgreuelgeist pflegen wollen, natürlich zur boren 1896, in der frauenärztlichen Ordination der Strecke Brünn Prag seine Brieftasche gestohlen. höheren Ehre der Mono chie. Arbeiterkrankenkassa des Gremiums der Wiener Sie enthielt Reisepaß, Tauschein, JournalistenausEine Voltsabstimmung über den Tanz. Das Kaufmannschaft, wo eine etwa sechswöchige Schwan- weis, verschiedene Legitimationen und einen begerschaft fonstatiert wurde, sowie das Vorhandensein trächtlichen Gelbbetrag. Sachdienliche Mitteilungen Parlament des Kantons Tessin hat im eines schweren Herzfehlers. Wegen dieser mögen an die Polizeidirektion oder an die Rebal- Mai ein Gesetz beschlossen, das das öffentliche Stranfheit, die durch eine Schwangerschaft unbedingt tion des Sozialdemokrat" gerichtet werden. Tanzen streng regelt. Den Tanzlokalen wurden hohe Gebühren auferlegt und den Jugendlichen verschlimmert wird, wurde die Patientin an den Was ist das Proletariat? Diese Frage beant Bie Teilnahme an öfentlichen Tanzbeluftigungen Facharzt der Krankenkasse Dr. Zins zur Unterwortet mit aller wissenschaftlicher Präzision der überhaupt verboten. Das Gesetz erregte natürlich juchung gewiesen, der eine schiere Weitvalstenose rassenbewußte Tübinger Professor Dr. A. Bas- die Unzufriedenheit nicht nur der tanzfrohen ( Herzklappenfehler) feststellte und die Einleitung des Ler in seinem Buch„ Einführung in die Raffen Jugend, sondern auch der Tanzlokalbefizer, künstlichen Abortus dringend empfahl. Die Patientin und Gesellschaftsphysiologie für die Gebildeten al- Tanzmeister, der Schneider und anderer Tanz wurde ins Spital geschicht. Sie war in brei Spi- ler Stände". Dort heißt es auf Seite 131: tälern, nirgends fand sie Hilfe! Am 12. Mai teressenten. Da die für ein Voltsbegehren nötige Ueber die unterste Gesellschaftsschicht, das Stimmenzahl aufgebracht wurde, fand am verProletariat", besteht wohl die größte Bite- gangenen Sonntag eine Voltsabstimmung über nach ihrer Angabe auf dem Wege zum Frauenarzt der Kaffe, um ihn um Hilfe zu bittert vatur. Es handelt sich um die Kategorie von Ben Tanz statt. Die Abstimmung an der sich der Kaffe, um ihn um Hilfe zu bitten- stürzte Menschen, die für die Gesamtheit der Bevölkerung freilich die Jugendlichen nicht beteiligen konntenfie auf der Straße bewußtlos zusammen und nichts aut, oder deren Arbeit nur schädlich ergab 10.210 Stimmen für und bloß 6660 Stim wurde von der Rettungsgesellschaft in die erste Frauenklinik gbracht, two fie bis 23. Oktober in wirft, Verbrecher, Dirnen, zuhälter, Arbeits- men gegen die Aufrechterhaltung des Tanzgesetzes. Pflege war. Am 1. September wurde dort wegen scheue usw. Diesen Abschaum menschlicher Selbst in dent versöhnlichen Locarno erlitten die Jungfrau de jure. Wie die ,, 2. N." berich Lebensgefahr im achten Schwangerschaftsmonat, die Gesellschaft fassen wir zusammen unter dem Tanzfreunde eine Niederlage. Ist der Ausgang ten, wurde dieser Tage in Olni ein Herr Frühgeburt eingeleitet. Nach der Entlassung Namen ,, Proletariat"... Die Proletarier stehen der Abstimmung der Trübseligkeit unserer Zeit psychologisch den Naturvölkern näher als den zuzuschreiben oder bloß der Häßlichzeit der moderwegen Verführung unter vorherigem Cheverspre- aus der Klinik meldete sie sich bei ihrem zustän chen verurteilt, dessen Partnerin und sodann Klä- digen Rayonsarzt und erschien auch im Sekretariat übrigen Gesellschaftsklassen der eigenen Nation. nen Regerränge? gerin eine in puncto Verkehrs mit dem anderen der Kasse mit der Bitte, ihr die Heimreise nach 15. tschechoslowakische Klassenloterie.( GrundGeschlecht nicht besonders sittenstrenge Dame war. Schleifen zu ihren Eltern zu ermöglichen. Ihr ZuDie Dame war schon einmal verheiratet, nachher stand war aber derant elend, daß ihr von der bezahlen 24, 34 und 72.) 200.000 K: 144434; 70.000 K: 174024; 30.000 K: 219672; 20.000 K: 58724; je 10.000 K: 14124, 23024, 29872, 134234, 209934; je aber geschieden. Der betreffende Herr war dar- schwerlichen Bahnfahrt abgeraten wurde; auf In5000 K: 1534, 2124, 21334, 21572, 54024, 67224, über aufgebracht, für die Verführung dieser Frau terbention des Internisten der Kasse wurde sie am 71024, 71224, 71624, 90234, 115224, 125334, 129572, eine Woche brummen zu müssen und trieb die Ge- 3. November in die Herzstation aufgenommen, wo Wieviel Deutsche gibt es? Angesichts des Um 137934, 153734, 161072, 161272, 164224, 181224, schichte zur höchsten Instanz. Und das Oberste sie am 5. November gestorben ist. Das Kind je 2000 K: Gericht fällte ein salamonisches Urteil. Es ent- lebt! Wie lange? Es unterliegt feinem weifel, standes, daß in der legten Zeit von verschiedenen 188924, 199872, 208834 223324; 23972, 27824, 31672, 33572, 34972, 35034, 37134, schied, daß eine Verführung den Jungfrauenstand daß die Frau zu retten gewesen wäre, wenn je- Seiten falsche Zahlen über das Deutschtum, befon- 1824, 4572, 8272, 8834, 11624, 12772, 23172. 23834, bes unglückseligen Opfers zur Voraussetzung mand im Spital die Verantwortung für den fünft- ders über das Auslandsdeutschtum in Umlauf ge- 41972, 44234, 52724, 61572, 70324, 71272, 73172, haben müsse. Die geschiedene Frau sei gwar feine lichen Abortus auf sich genommen hätte. Doch ist seht wurden, sah sich das Institut für Statistik der 73924, 77324, 80334, 81824, 85224, 88134, 89224, Jungfrau mehr, wie wir uns dies gewöhnlich einem Arzt daraus kein Vorwurf zu machen, wenn Minderheitsvöller an der Wiener Universität dazu 90634, 90934, 94134, 97434. 99024, 99872, 102572, vorstellen, aber, nachdem sie durch die Scheidung er es nicht tut, denn man kann schließlich nieman veranlaßt, feine Berechnungen über das gesamte 103472, 109234, 110334, 113434. 118124, 121272, alle jene Eigenschaften und Rechte wiedererlangt, dem zumuten, sich Weiterungen mit dem Straf- Deutschtum zu veröffentlichen. Es leben demnach 145872, 149872, 151434, 157372, 165134, 175524, die sie vor der Hochzeit hatte, ist sie nach der gericht auszusehen, wie sie jetzt nach den Weisungen im Deutschen Reich 62,500.000 Deutsche. Im 181134, 189372, 192734, 194672, 204134, 217034, Scheidung 7934, 11634, 16834, 17724, 18024, 18734, 19372, solange sie ihre neuerworbene an die Staatsanwälte in jedem Falle zu befürchten Auslande leben auf folgende Länder verteilt: 227634, 231524; je 1000 K: 234, 534, 3024, 3234, Italien als sind." Was sich in Wien ereignet hat, ist eine gar Frankreich 1,700.000, 21072, 25934, 33534, 36424, 36772, 37434, 39034, Jungfrauenehre nicht wieder preisgibt Jungfrau de jure zu betrachten. Eine Jung- nicht so seltene Erscheinung in allen Staaten, in Bolen 1,350.000, Tschechoslowakei 3,500.000, 41334, 44224, 45324, 46724, 47072, 47634 48434, frau de jure fann dann ebensogut verführt werdenen ein Paragraph die Frauen swingt, wider Rumänien 800.000, Jugoslawien 700.000, 51534, 53834, 55624, 59172, 59324, 59334, 59572, den, wie eine Jungfrau de facto, also eine wirk- Willen und Gesundheit dent Staate Kinder zu ge- Ungarn 600.000, Dänemark 55.000, 2i60134, 62172, 66072, 66772, 70334, 72524, 72772, liche Jungfrau. Der Verführer hat aber trotz bären. Solange man das teimende Leben in einer tauen 130.000, Estland 30.000, Settland 74524, 74534, 78572, 78872. 79034, 82434, 85172, Desterreich 6,300.000, Schweiz 90924, 92324, 93334, 93872, 97324, 97624, 100172, dem gut abgeschnitten, indem er nachwies, daß er Weise schüßt, die weder dem feimenden noch dem 65.000, nicht der erste war, welcher die betreffende Dame mütterlichen Leben frommt, sondern beide mit beftia. 2,650.000, Rusland 1,000.000, Amerika 100272, 100872, 101224, 102472, 105472, 111124, unt ihre de- jure- Jungfernschaft brachte.. 123224, 125834, 127472, 131024, 132234, lifchen Miteln zum größeren Nugen der fapitalifti 11,000.000. Die Gesamtzahl aller Deutschen auf 114824, 118872, 118472, 118724, 119934, 120772, schen Gesellschaft drangsaltert, werden solche Fälle der Erde beträgt demnach rund 94,5 i 135172, 137424, 137972, 141224, 142472, 142624, teine Seltenheit sein, wen man sie auch nicht immer lionen. erfährt. 11 Nach dieser Probe ist es unnötig, zu sagen, u welcher Stategorie von Menschen der haten freuzlerische Professor gehört. Psychologisch ant nächsten dürfte er den bösartigen Affengattungen stehen. 300.000, 134272, 165624, 166134, 166972, 169224, 170472, 172072, 144424, 144524, 144534, 144672, 144972, 145972, 186.000 Arme in Böhmen. Nach den neuen 146124, 150224, 151172, 151734, 152134, 154834, statistischen Arbeiten werden in Böhmen 186.000 156034, 158184, 158272, 158424, 159124, 159324, Personen durch die Gemeinden unterstützt. Es 160024, 160924, 161024, 162124, 164472, 164734, handelt sich in allen Fällen um unheilbare Stranke 172524, 175072, 176124, 177472, 177734, 182324, und solche Personen, welche Anspruch auf Alters- 187872, 188234, 190034, 190772, 198824, 199224, bersorgung durch die Gemeinde haben. Der Pro- 201272, 201334, 201534, 201672, 202072, 208134, sentsaz und die absolute Zahl der Armen fönnen 209524, 215024, 217572, 219272, 223434, 224324, fich sehen lassen; zumal wenn man bedenkt, wie 226072, 226124, 227872, 231372, 231624, 232524, viele bettelarm find, ohne unterstützt zu werden. 232334, 235534, 238924. Riesen- Motorschiffe. Zwei Passagierschiffe, die Millionen- Schiebungen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft wurden in den Büros mehrerer fast den Riesendampfern des Mauritania- Typs an großer Firmen in Duisburg und Ruhrort Größe und Leistung gleichkommen, werden gegenvon Beamten der Kriminalpolizei und der Finanz- wärtig mit Motorantrieb von der Cosulich- Linie in ämter eingehende Durchsuchungen vorgenommen. Trieft gebaut. Wie in Werft, Reederei, Safen" Außer umfangreichen Korrespondenzen wurde auch mitgeteilt wird, werden diese Schiffe bei einem Tiefeine Anzahl Haupt- und Kassabücher beschlagnahmt, gang von 9.14 Meter eine Geschwindigkeit von 24 die als Beweismaterial für die in die Mil- Knoten besitzen. Die Maschinenleistung beträgt lionen gehenden Steuerhinterziehun42.000 Wellen- Pferdestärken, der Gesamt- Celbergen dienen. Auch aus Privatwohnungen höherer brauch wird auf 175 Tonnen pro Tag geschäßt. Als schlagnahmt. In Duisburg- Meiderich wurden von Dieselmotoren benutzt. Auf dem oberen der zehn der Polizei mehrere Berhaftungen vorge Deds tönnen 350 Fahrgäste erster Klasse, 450 ziveinommen. Von der Mühlheimer Polizei wurden dort ter, 600 britter, 1300 vierter Klasse und 500 Mann ebenfalls mehrere Haussuchungen vorgenommen, die Besabung untergebracht werden, so daß im ganzen zum Teile wertvolles Material erbrachten, auf Grund 3400 Menschen auf dent Motorschiff Platz finden. bessen eine Reihe in der Kohlenschiebefache Ein Ded ist nur für Salons, Restaurants und verwickelte Personen verhaftet werden konnten. Wirtschaftsräume eingerichtet. Auf dem hochliegenSämtliche Verhaftete wurden noch im Laufe des den Sportdeck befindet sich auch ein Wbflugplatz für Sonntags dem Untersuchungsrichter vorgeführt, der sei Flugzeuge, die mitgenommen werden. gegen alle Festgenommenen Haftbefehle erließ. Anschlag gegen den japanischen MinisterpräEin Zuckerl und ein Schelm, der sich selbst straft. Unser Karlsbader Bruderblatt brachte bor einiger Zeit eine kurze Notiz Das Zuder!", die in wenigen Säßen zeigte, wie eine fleine Aus der Freidenkerinternationale. Die Exekutive Cabe Geber und Beschenktem große Freude der Internationale proletarischer Freidenter hat am bereiten fant. Diese Notiz hatte es dem Fach- 4., 5. und 6. November in Brag eine Sigung abmann, den sich der Vorwärts" allem gehalten, Dent Delegierten Rußlands war die EinAnschein nach für Kirchenfachen" hält angetan. reisebewilligung von der tschechoslowakischen RegieNicht die Tendenz fand er sträflich, wohl aber ließ rung nicht erteilt worden, wogegen schärffter Protest ihn ein armfeliges Wörtlein nicht schlafen. In erhoben wurde. Nach dem Berichte des Generalder Notiz wird zunächst in der Rede der dritten sekretärs gehören der 3PF. derzeit 19 OrganisaPerson das Wort Bergelts Gott" ge- tionen mit rund 900.000 Mitgliedern an. Die Bebraucht; in dichterischer Abwandlung des Motivs strebungen der JPF. in den einzelnen Ländern, die wendet der Verfasser dann selbst die Dankesfor- volle Vereinheitlichung der etwa bestehenden mehre mel an, da man sie aus rein stilistischen Gründen ren Freidenkenorganisationen herbeizuführen, schreian der betreffenden Stelle nicht gut durch Schö- ten insbesondere in Deutschland und der nen Dank" oder sonst eine andere Wendung er- Tschechoslowakei rüstig vorwärts. Das prolesetzen kann. Aus dem Vergelts Gott" aber fon- tarische Freidenfertum faßt nunmehr auch in Ueber struierte der Vorwärts" einen Verrat und eine see Wurzel; Mexiko und Brasilien werden Anbiederung an die Pfaffen. Er brach nach die- bald Freidenkerorganisationen besitzen. Von der sent Beweis flerikaler Gesinnung endgültig den mexikanischen Regierung ist ein Dankschreiben für Stab über die sozialdemokratische Bildungsar- den Glückwunsch eingelaufen, den die IPF. ihr we- Angestellter wurde eine Menge Beweismaterial be- Triebkraft werden acht zehnzhlindrige Zweitakt Fiatbeit". Wie der Verfasser der kleinen Skizze, Ge- gen ihrer festen Haltung gegen die Kirche geschickt noffe Reismann, dem Volkswille" mitteilt, hatte. Von den gefaßten Beschlüssen ist hervorzuhat sich aber der Vorwärts" hier wieder ein- heben: Die JPF. wird die Gedanken von Mary und mal exemplarisch blamiert. Diese Notiz er- Engels über die Religion sowie die im Verlage Für schien nämlich wortwörtlich vor Jahren in Biteratur und Politik", Wien- Berlin, erschienenen der Jugendzeitschrift der Kommunisten Die Gedanken Lenins: Ueber Religion" verbreiten. Für Saat"( 1. Jahrgang, Heft 17) sowie in der kom die Zentralisierung des gesamten Freidenker- Vermunistischen„ Osthöhmischen Arbeiter- Beitung", lagswesens werden vorbereitende Schritte unterdie ein Kopfblatt des Vorwärt 3" ist, nommen. Die JPF. spricht sich gegen jeden Verja diese Vergelts- Gott- Notiz wurde vom Vor- such der atheistischen Organisationen aus, im Rahwärts" bezahlt! Hier hat das Demagogen- men der Internationale staatliche Anerkennung" gu Die Fraktion der Hinausgefeuerten. Im fidenten. Wie die Agentur Indo- Pacific aus Tokio tumt der kommunistischen Presse sich selbst gestraft erlangen. Ebenso gegen jede Art staatlicher Zuschüsse und die große kompromißlose Grundsatzfestigkeit ist an diese Sie fordert vielmehr, wo solche staatliche deutschen Reichstag hat sich eine Frattion meldet, find am Donnerstag drei Angehörige der an einem fleinen Zuckerl zuschanden geworden. Anerkennungen und Zuschüsse noch bestehen, dieser inte kommunisten gebildet, die eine revolutionären Partei, von denen einer einen An dem kleinen Fall zeigt sich sehr deutlich, was Unfug der verfassungswidrigen Verschleuderung all- Extraliſte zur Einzeichnung für die Diäten- Dolch mit sich führte, in die Dienstwohnung des bei den größeren Schwindelmanövern der Mos- gemeiner Steuergelder eingestellt werde. Mit Bezahlung erhalten haben. In dieſe Liſte zeichnen Ministerpräsidenten eingedrungen. Sie wurden fowiter nicht immer gleich offen zutage liegt. ginn des nächsten Jahres wird die JPF. ein wissen sich ein Frau Gohlke( Ruth Fischer), Kaz, Korsch, verhaftet. schaftliches Organ herausgeben. Die Konferenz be- Schlagewerth, Scholem, Schwan, Schwarz, Tiedi, Die„ Bohemia“ fühlt mit Mussolini. Die faßte sich eingehend mit der Frage der interna- Urbahns. Es fehlt lediglich Neddermeyer, der der in der Pfalz die Hochzeitsgesellschaft bereits verüberaus demokratische„ Bohemia" brachte Sonn- tionalen Asyl- Gesetzgebung und Ausweisungspraxis, KPD. noch erhalten bleiben soll. Dafür ist aber sammelt war und nur noch auf den Bräutigam, den tag folgende Notiz: beschloß nach einem Referate des Generalsekretärs, bereits weiterer Zuwachs für die„ Fraktion der Landwirt Karl Nid, wartete, fiel plötzlich in seinem Mussolini als Vorname unzulässig. Durch mit einem fertigen Entwurfe an alle proletarischen Verräter" angekündigt, denn der Ausschluß von Zimmer ein Schuß. Man sand ihn mit erschossener einen Erlaß des italienischen Ministerrats ist es Parteien, an die Regierungen und an den Völker Schütz und Schlecht steht unmittelbar bevor. den Standesbeamten streng verboten, in Zukunft bund heranzutreten. Eine Resolution befaßt sich mit Fortsetzung folgt. Der Verkehr der„ Verräter" mit Schläfe tot auf. Nid hatte sich bereits vor fünf in die Geburtsregister andere Vornamen als die der Unzulässigkeit, Steuergelder der Stoufeffions- ben echten Moskauern im Reichstage ist so wie Jahren verheiraten wollen, damals war seine Braut im Kalender verzeichneten einzutragen. In der losen für Kirchenzwede zu verwenden, eine zweite Hund und Katze. letzten Zeit hatte sich nämlich in Italien der Brauch weist auf die Notwendigkeit hin, die Landbevölkerung Nachkriegsgreuel. Eine„ bornehme" eingebürgert, den Neugeborenen Vornamen wie gegen die Kirche aufzuklären und den Gedanken der Mussolini, Annunzio, Matteotti u. a. aut geben. entschädigungslosen Enteignung des Großgrundbeliche Zeitung des Rheinlandes veröffentlicht Radikaler gestimmte Eltern hatten ebenfalls das sites, einschließlich des firchlichen, zu Gunsten der graue Erinnerungen". Darunter diese: dringende Bedürfnis, ihren Sprößlingen thre po- Landhungrigen ins flache Land hinauszutragen. Endlittsche Ueberzeugung für das ganze Leben in lich wird beschlossen, daß sich die JPF. mit einem Namen wie: Revolution, Republik, Freiheit, Manifest an das Proletariat aller Länder wende und Anarchie usw. anzuhängen. Man kann bem es zum gemeinsamen Kampfe gegen die goldene und italienischen Ministerrat sen ent- schwarze Internationale auffordere. schiedenes Einschreiten gegen solche Weitere Kommunistenverhaftungen. Wie Geschmacksverirrungen lebhaft nach ,, Narodni Politika" meldet, wurden beint Infühlen fanterieregimente Nr. 31 in Iglau dieser Tage) Der Engländer. Der Hohenloist hat alleweil Hunger. Selbstmord vor der Trauung. Als in Neuhof Furz vor der Trauung plöglich gestorben. Wettkampf im Kaffeetrinken. Einer Wette gu bürger liebe trant in Amerifa innerhalb zwölf Stunden ein Feld- Bortier 62 große Tassen Staffee und schlug nit Und wenn der Loist Hunger hat, dann ist er imstand und schießt sich einen Engländer, der etwas unvorsichtig als vorgeschobener Grabenposten aus der Deckung lugt. feine elf Gegner, von denen es der Beste nur aut 27 Tassen brachte. Der Portier hatte mit 20 Taffen täglich lange trainiert. Cook erhielt einen Dolch. Der Bergarbeiterführer Cook erläßt im ,, Daily Herald" eine Aufforderung, daß bei ihm ein Dolch fäuflich jei, den man ihm zursandte, damit er Selbstmord begehe. Der Kaufpreis für den Dolch fließt natürlich dent Der Engländer Tiegt. Und der Soist sett iber Streiffonds der Arbeiter zu, jchreibt Cook. „ Krach piff!" Dienstag, 16. November 1926. Der heilige Berg. Verfuch einer Bildfymphonie. Das Material, das der Film fünstlerisch zu ge- toresten Felsen vor dem grandiosen Sintergrund des stalten hat, ist das Bild, die belebte sichtbare Er- Ozeans. Naturoufnahmen? Nein. Dichtung in scheinung. Belebte sichtbare Erscheinung aber ist dem neuen Ausdrucksmaterial visueller Gestaltung. Im Sinne dieser Symphonic liegt es, daß sie nicht nur der agierende Mensch oder das Tier; auch die ,, unbellebte" Natur lebt, bewegt sich auch ihre Be- sich Natureindrücke, die sie braucht, die aber der megung ist„ Geschehnis", tann also Bild im Sinne Stantera unerreichbar sind, schafft, teils durch Tricks, des Films werden. Da lag der Versuch nahe, in teils durch Bauten im Atelier. Es ist durchaus tein Bildern bewegter Natur filmisch zu dichten"," Toa- Widerspruch, es ist nur die letzte fünstlerische Stonturftimmungen oneinanderzureihen und durch die sequens, wens manche Naturizenerien dieser FilusdichAneinanderreihung, durch die Auswahl und Anord- tung im Atelier aufgebaut wurden, Wirklichkeit und nung etwas auszudrücken, das das einzelne Natur- Staffage nicht mehr zu unterscheiden sind. Es geht bild selbst nicht ausdrüdt. Den ersten Versuch die hier ja nicht um Naturwiedergabe, sondern um fer Art hat der französische Regisseur Abel Gance Naturgestaltung. Die fann ebenso gut in der photoin der Verfilmung des Feuer" von Barbusse ge- graphierten Wirklichkeit wie in der Nachschöpfung macht. Er versuchte, ein lyrisches Gedicht des Hel- im Atelier gegeben werden. Im Atelier stehen die den durch eine Reihe von bewegten Naturbildern Eishöhlen und Eisdome, die Säle und Kirchen aus filmisch wiederzugeben. Wie im Gedicht die Worte Gis, in die sich der Erfrierende zu herrlicher Hochgewählt und gestaltend zu künstlerischer Wirkung ge- eit mit der Geliebten hineinträumt. Sie sind eben rundet werden, so werden es hier die einzelnen so Vision, wie der wirkliche Berg in der Schweiz Naturstimmungen. Den zweiten Versuch machte durch das geffaltende Auge des Regisseurs Bision Arnold Frand im Präludium" seines großen Naturfilms„ Der Berg des Schicksals". Wolfen und Bergspizen, sonnendurchflirrte Nebelfezen und gligender Schnee waren dort Material der Filmdichtung, Strophen eines Filmgedichtes, das die Hei" 1 geworden. ung quanho are pla mer einzufledten verstand, Die einzige in dem Film beschäftigte Berufsschauspielerin ist Frieda Richard, die Mutter. Sonst spielen da mur Bergsteiger, Stiläufer, Sportleute. Und eine Zängerin, Beni Riefensthal, die nicht nur tangen fann, mas im Film an sich schon eine Seltenbelt ist, sondern auch ein ausbrudsfähiges Gesicht und schauspielerisches Talent hat. Sie bermag es durch den Reis ihrer Persönlichkeit, ihrer Grichet nung und ihre mimische Gabe, so manche der seichten Spielsgenen interessant su machen. Devisenturie. Seite 7. Prager Kurse am 15. November. 100 holländische Gulden 100 Neichsmart 100 belgische Belgas 1 Bfund Sterling 100 Schweizer Frants 100 Zire 1 Tollar 100 franzöftiche grante 100 Dinar Gelb 1351.62% 1357 62% Wate • 801.75 805.75 470.478.10.000 magyarische Kronen 100 rolnice Slots 100tina. 651.12% 54.12% 163.55 164.75 188.67% 140.07% 83.70 34.112.55 118.95 59.47% 59.97% 4.69% 4.79% 879.75 878.75 476 Boltswirtschaft. Kein Film, den man in dieser Saison gesehen hat, ist so feffelnd wie dieser, feiner gibt den Auge so viel an Wundern der Wirklichkeit; ist er bed 0000000000000 Natur und Dichtung, Natur in Dichtung, schaut er doch die Wirklichkeit an jener Grense, wo sie gespenstig wird( im nächtlichen Sausen der Stiläufer über bestäubenben Schnee!), die Natur, wo sie Märchen wird. Wie der ,, Dieb von Bagdad", aber in gang onberer Art, ist dieses Filmtverf eine der wenigen Schöpfungen der Filmkunst, die zu jedem sprechen, jeden paden, jedem gefallen. Friz Rosenfeld. Literatur. höheren Wirkung willen; hier: Sufommentlang von Symphonie aber ist Zusammentlang um einer Naturbildern, also Stimmungswerte, um die Natur „ Tschechoslowakische Republik." Kurze lieber nicht als Berg und Wind, Schnee und Tal, Wolte sicht der intellektuellen, politischen, ökonomischen und und Mond, Licht und Dunkel zu zeigen, sondern als jostalen Verhältnisse, hab. von O. Butter und B. mat des Helden schildern sollte. Nun tat Frand noch einen Schritt darüber hinaus, vom filmisch und seelische Heimat. Ein hymnischer Bantheismus sche Propagandabuch entspricht längst nicht mehr den noch einen Schritt darüber hinaus, vom filmisch- Heimat des Menschen im höchsten Sinne, geistige Rum!, Verlag Orbis. Dieses„ offizielle" deutIhrischen Gedicht zum filmischen Bilddrama, zur großen tragischen Symphonie. Er nennt seine neue erfüllt diesen symphonischen Film. Es ist nicht 3u- heutigen Verhältnissen. Abgesehen von vielen OberSchöpfung, den Film„ Der heilige Berg", eine fall, daß die Tänzerin, die innigst verivoben ist mitflächlichkeiten stroßt es von Druckfehlern und Recht,, tragische Dichtung in Bildern aus der Natur". Sie dem Erlebnis„ Natur", die den Rhythmus dieses Er- schreibfehlern und ist daher dazu geeignet, eine Antihat auch eine Handlung. Leider. Gine komplizier- lebnisses in ihren Gliedern hat, den Namen Diotima propagandaschrift zu werden, da anscheinend das tere, als die im„ Berg des Schicksals" war, und eine trägt; etwas von Hölderlinscher Naturerstafe, ein Außenministerium nicht einen einzigen Beamten beum dasselbe Maß auch dümmere und sogar kitschi- Funke Hölderlinscher Poesie ist in diesen Bildern, fist, der die deutsche Sprache einwandfrei beherrscht. gere. Sie will auch eine Moral verkünden, will die bestimmt den Sinn ihres Gefürges. Freundestreue preisen, die stärker ist als die Weibestiebe. Ein Motiv, das mit der schaurigen Großartigkeit vereister Bergriesen wenig oder gar nichts zu tun hat. Aber Frand traute sich einfach nicht, die Filmsymphonie ohne Liebesgeschichte zu schaffen. So erfand er die Fabel von der schönen Tänzerin, die von zwei Freunden geliebt wird, den einen liebt, mit den andern nur spielt und unschuldig den Tod der beiden verschuldet, die in einsamer Cisnacht, im Fels verirrt, erfrieren. Die Szenen, die in der Nicht nur die Auswahl der Landschaften, auch Natur spielen, find noch halbwegs innerlich mit dem der Rahmen, in den sie gestellt werden, trägt gur Grundbau des Films vernietet und verschweißt. Nicht aber die, die im Atelier gedreht wurden. Das Geschlossenheit dieser Filmsymphonie in ihrer eigen Auftreten im Tanzfaal, die Szenen der Mutter, all artigen Rhythmik bei. Es ist oft und oft darauf das fällt aus dem Rahmen des Films herans, wider- hingewiesen worden, und Frand hat im„ Berg des wiber- Schidials" spricht seiner Idec, ist Fremdkörper in der Bildsymphonie. Diese selbst aber ist ganz wunderbar. Das Meer, die Berge, der Schnee, die nebelumwobene Sonne, der in Wolten getauchte Mond, die rasende Schnelligfeit des Stilaufs( dem Naturgeschehen assimiliert und in seiner künstlerischen Wirkung dem Niedergehen einer Lawine ganz gleich), die irrenden Fackeln int nächtlichen Schneefeld, der Morgen über den Bergen, tausendfältige Gligern in den Eistristallen all dies ist Material der Filmdichtung. Die Erscheinungen wurden nicht etwa photographiert, sie wurden gestaltet, die Natur nicht einfach piebergegeben, sondern vom Auge des Regiffeurs, des Kameramannes beherrscht, in den Rahmen eines tünstlerisch ausgewogenen Bildes gezwungen, ihre Vorgänge durch die Zeitlupe zerdehnt, durch den Zeitraffer beschleunigt, wie das Filmbild es fordert. Oder es wird ein Mensch in die Natur gestellt, jener geschmeidige Frauenleib in die Bilder des Vorspiels, und der Atem der Natur aufgefangen in einem herrlichen„ Tanz an das Meer", mitten unter pitWarum gibt es teine Radiosendungen Des eine leere Geste des Autors. Daß Menschen in der Tragisch ist sie nun eigentlich nicht; das ist nur Natur zugrunde gehen, weil sic in Eifersucht entbrannten, das ist nicht tragisch. Daß der Mensch in den großen Frieden der Natur seinen Kampf trägt, Die großartige Harmonie der Bergwelt durch seine einen Angelegenheiten zu stören sucht, das ist nicht einmal traurig, das ist, an der Majestät der Berge und Stürme, Batinen und Sonnenuntergänge ge messen, einfach belanglos. Schicksals" den besten Beweis dafür geliefert, daß eine einfache ovale oder runde Umrahmung aus einer vielleicht ganz uninteressanten Naturaufnahme ein großartiges, einprägjames, tünstlerisches Bild formen tann. Der Rahmen schneidet jene hellen oder dunklen Partien meg, die das optische Gleichgewicht des Bildes stören, und stimmt die Hellig feitswerte aufeinander ab. Wie im ,, Berg des Schickfals" stellt Frand auch hier den Menschen meist als Silhouette gegen den Himmel oder das Schneefeld. Er macht sich so von der geringen schauspielerischen Ausdrudskraft der Bergsteiger unabhängig, mit denen er arbeitet, und bringt im Schottenriß überdies die menschliche Erscheinung zur fonzentriertesten Wirkung. Die Braunkohlengewinnung der Welt im Jahre 1925 1913 127981 in 1000 Tonnen. 1923 1924 159584 169267 im Jahre 1925 in% 1925 182887 Anteil der einzelnen Produktionsländer Asien 0,2 Afrika 0,24 Australien 0,6 Deutsches Reich 76,5 Tschecho slowakei 10 -Ungarn29 Jugoslawien 23 Österreich 1,7 Amerika( Kanada) 1,8 Übrige europ. Länder21 Rumänien14 Die Braunkohlengewinnung der Welt. Die Braunkohlengewinnung machte im Bo der Mensch in seinen feelischen Beziehungen zur Natur gezeigt werden soll, kann heutzutage na türlich der Sport nicht ganz fehlen. So hat Frandabre 1925 rund 182,9 Mill. Tonnen aus und in seinem Film Aufnahmen eines efitwettlaufe, die abre 1925 rund 182,9 Mill. Tonnen aus und Ersteigung eines Berggipfels über eine fteile verit gegen das legte Workriegsjahr um 54,9 Will. Connen oder 43 Brozent gestiegen. An der För eiste Wand und anderes übernommen. Diese sport- erung der gesamten Welt ist Europa mit 97,2 lichen Bilder wußte er sehr feinsinnig dem Film rogent beteiligt und Deutschland allein mit einzufügen, wie er auch in die dramatische Wucht 10,5 Prozent. Brager deutschen Theaterverein und an die hören kann; vielmehr liegt die Vermutung nahe, Direktion höfliche Aufforderungen gerichtet, daß der Empfang einer guten Aufführung durch die Frage einmal ordnungsgemäß zu behandeln. den Rundfunt manchen erst zum Besuch des Thea Während der Theaterverein sich solchen Verhand- ters anregen würde. Und schließlich ist heute schon 479. Dankbezeugung des Britischen Gewert schaftsbundes an die im 3. 6. B. vereinigten Arbeiter. In einem Briefe an das Sekretariat des Internationalen Gewerkschaftsbundes richtet die Erefutive der britischen Landeszentrale an den Vorstand des J. G. B. und damit an die angeschlossenen Länder folgende Worte des Dankes und der Anerkennung für die den englischen Bergleiten geleistete Hilfe: Wir ergreifen die Gelegenheit, um dem Vorstand des J. G. B. noch einmal für die den Bergleuten in so glänzender Weise geleistete finanzielle Hilfe zu danken. Die auf unsere Bitte durch Ihre Vermittlung von den angeschlossenen Landeszentralen übermittelten Summen waren im großen Kampfe der Berglente eine Quelle großer Kraft und werden, abgesehen von ihrer unmittelbaren Wirkung, zur Stärkung der Solidaritätsbande zwischen den organisierten Arbeitern Englands und den Kameraden des Kontinents beitragen." Da alle den britischen Bergleuten übermittelten Summen, obwohl sie für die Arbeiter auf dem Sontinent angesichts der schwierigen Lage verschiedener Länder vielfach eine tatsächliche finanzielle Leistung bedeuteten, die unendlichen Leiden der Hunderttausende von Bergleuten mur unt ein Geringes lindern konnten, ist zu hoffen, daß die nun int Gange befindlichen Unterhand lungen zu einem erfolgreichen und ehrenvollen Abschluß des Konfliktes führen. Ist dies nicht der Fall, so werden die britische Gewerkschaftsbewegung und mit ihr die Landeszentralen des J. G. B. Mittel und Wege finden müssen, um den engli schen Bergleuten auch weiterhin nach Möglichkeit beizustehen. Der handelspolitische Konflitt mit Desterreich. Ueber die Kündigung des tschechoslova fisch- österreichischen Handelsvertrages schreibt die Arbeiterzeitung":" Ein Staat, der selbst eine so hochschutzöllneriche Politif betreibt pie die Tschechoslowakei, hat fein Recht, sich darüber zu beschweren, daß auch ein anderer Staat seine Zölle erhöht und Verträge fündigt, um die erhöhten Zölle entweder in Wirksamkeit zu sehen oder in Vertragsverhandlungen als Kompensationsobjekte zu benützen, um Sollerunäßigungen von andern Staaten zu er langen. Aber haben auch die Tschechen kein Recht, sich über die Kündigung zu beschweren, so ist doch, von unserem eigenen Standpunkt aus betrachtet, die Kündigung feineswegs ungefährlich. Prager deutschen Theaters? lungen nicht abgeneigt zeigte, erklärte berr Di- eine große Reihe deutscher Theater und Theater den beiden Staaten. Die Kündigung unseres bisWeil Herr Direktor Kramer nicht will! rettor Kramer in seiner schriftlichen Antwort kategorisch, daß das deutsche Theater, so weit es auf ihn antomme, niemals für einen Anschluß an die Rundfunk sendungen zu haben sein werde. Be gründung: Herr Direktor Kramer hält Radio und Kino für die größten Schädiger des Theaters. und außerdem gäbe es dabei noch große Schwie rigkeiten. Unsere Volkswirtschaft braucht eine Berdichtung unserer Handelsbeziehungen zur Tschechoslowakei, nicht eine Vergrößerung der Hindernisse des Güteraustausches zwischen anderer Nationen dem Rundfunk angeschlossen, herigen Vertrages wird müßlich sein, wenn man ohne daß unseres Wissens jemand eine Schädi- die Verhandlungen über einen neuen Vertrag gung der betreffenden Bühnen festgestellt hätte. dazu benützt, von der Tschechoslowakei eine Erund die Wiener, Berliner und Dresdner Staats- mäßigung ihrer Zölle cuf unsere IndustrieproLangsam, aber doch, wächst der deutsche Anoper, die der Radio- Uebertragung ihrer Auffüh- dukte zu erreichen; sie wird uns selbst nur schaden, teil am Prager Radio- Sendeprogramm. Jeder rungen keine Schwierigkeiten bereiteten, dürften wenn man darauf ausgeht, die erhöhten Zölle der Schritt nach vorwärts muß erkämpft werden. Der doch für die Theaterkultur mindestens so verant- legten Zolltarifnovelle gegen die Tschechoslowakei deutsche Radiobeirat leistet da, wenn auch von wortlich sein wie die Prager deutsche Bühne. mit möglichst geringem Abschlag in Geltung zu der Deffentlichkeit wenig beachtet, zähe Arbeit, Ungezählte Tausende genießen Nutzen und Freude sehen. insbesondere unser Freier Radiobund", und die Schwierigkeiten sind da, um überivunden zu durch den Theaterrundfunt, Legionen von Ar- Gerade das ist aber offenbar der Wunsch einPrager„ Urania", konzentrieren, nicht ohne Er werden. Und der größte Schädiger des Theaters beitern, die sich Theater nicht leisten können, flußreicher Gruppen österreichischer Industrieller. folg, ihre Bemühungen auf Ausgestaltung und ist das Theater selber, das dem( zu Tode gehetzten) oder in ihrem Umkreis gar feines zur Verfügung Ihnen ist es offensichtlich derum zu tun, daß aus Erweiterung des deutschen Programms. Zu ihren Schillerwort von der„ moralischen Anstalt" immer haben, schöpfen daraus feelische und kulturelle den Verhandlungen ein Vertrag hervorgehe, der Bestrebungen zählt seit langem der Versuch, das weniger entspricht und nur allzu oft dent von Werte. Vielleicht denkt Herr Direktor Kramer uns nicht so sehr tschechische Boller. Prager deutsche Theater in die Sendungen ein- schlechtem Kino verdorbenen Publikums einmal darüber nach, was das ganz besonders für mäßigungen als österreichische Zollzubeziehen, gerade in dieser Hinsicht aber zeig geschmack Stonzeffionen macht. Wenn Theater die sudetendeutsche Bevölkerung bedeutet, die zum erhöhungen bringen soll. ten sich von allem Anfang die größten Sinder- direktoren auf das Kino schimpfen, pflegt das überwiegenden Teil in kleinen Städtchen, Indus Eine solche Politik würde zwar einzelnen nisse. Zunächst war die sozusagen radio- offizielle nicht so sehr fünstlerische, als geschäftliche inter- striedörfern und Landgemeinden siedelt und Thea- österreichischen Industriezweigen den heimischen Seite für diesen Gedanken nicht zu gewinnen; gründe zu haben, was natürlich bei Direktor ter und Theaterbesuch nur vom Hörensagen kennt. Markt gegen die tschechische Einfuhr schützen, aber man war wohl aus nationalpolitischen Gründen Kramer nicht zutreffen muß. Borin aber be- Soweit es aber deutsche Theater in den Sudeten sie würde den konsumenten viele wichtige nicht davon begeistert, dem Ausland immer wie- steht, so müssen wir Herrn Direktor Kramer fra ländern gibt, läßt ihr Niveau meist sehr viel zu Gebrauchsgegenstände, sie würde großen Inder ins Gedächtnis zu rufen, daß es neben der gen, die künstlerische Schädigung des Theaters wünschen übrig. Das deutsche Theater in Prag duftriezweigen viele wichtige Rohstoffe bertschechischen auch eine deutsche Nationalbühne in durch das Radio? Daß es auch schlechte ist unter allen die weitaus beachtlichste Bühne, und teuern, sie würde den Handel schwer belasten, sie Brag gibt. Dennoch war und ist nicht der tsche Rundfunkprogramme gibt, dürfte dem Theater hat unseres Erachtens aus diefein Grunde und würde die Möglichkeit, für unseren Industriechischnationale Widerstand für die Tatsache ent- faum schaden. Und daß überhaupt erst durch den wegen des Standorts, allerhand fulturelle Auf- export günstigere Bedingungen in der Tschechoscheidend, daß das Prager deutsche Theater bis Rundfunk Hunderttausende in Kleinstädten und gaben. Sie über die Bannmeile Brags hinaus zu flowakei zu erlangen, nicht ausnüßen. Schließlich heute den Rundfunt nicht angeschlossen ist, son- Dörfern gutes Theater kennen lernen, dürfte die erfüller, dazu findet dieses deutsche Theater est aber würde eine solche schutzöllerische Politik gedern vielmehr die Zeitung der deutschen Bühne, ſem wohl auch kaum Abbruch tun. Bleibt also durch den Rundfunk nennenswerte Mög- genüber der Tschechoslowakei die Tendenzen der Herr Direttor Kramer ad personam. nur übrig, anzunehmen, daß Herr Direttor ra- lichteiten. Agrarier stärken, auch unseren agratiDas Radio- Journal hat bereits seine mer fürchtet, Rundfunkhörer, die sich Theater Wir halten es für unerläßlich, daß diese Mö- fchen Nachbarstaaten gegenüber eine solche schutzEinwilligung in den Anschluß des genüsse drahtlos verschaffen können, würden ent- lichkeiten ausgenützt werden und werden uns weisöllnerische Politik einzuschlagen, was zu einer deutschen Theaters gegeben, Direktor sprechend weniger die Theater be suchen. Da ter dafür mit aller Kraft einsehen. Indem hier Katastrophe unserer Industrie führen würde. Kramer aber verweigert seine Einwilli- wären wir nun freilich wieder beim Ge- die Angelegenheit der Deffentlichkeit übergeben schäftlichen angelangt. Es ist aber durchaus wird, ist ein weiteres Mittel zur Durchsetzung die nicht anzunehmen, daß ein nennenswerter Sun- fer im allgemeinen Interesse gelegenen Sache dertteil der Bevölkerung das Theater weniger be- angewendet. suchen würde, wenn er einmal im Monat eine Sper oder gar nur einen Opernaft im Rundfunk gung. Da Direktor Kramer von seinem ablehnenden Standpunkt nicht abzubringen war, hat der deutsche Radio beirat über Antrag des Vertreters des Freien Radiobundes" an den Gegen solche Pläne müßten wir daher den schärfften Einspruch erheben. Die Kündigung des Handelsvertrages mit der Tschechoslowakei ist nur dann zu rechtfertigen, wenn sie nicht der Erhöhung unserer Zollmauern dienen, sondern die Abtragung der tschechischen Zollntauern erreichen soll. Gelte 8. Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Kunst und Wissen. ,, Der Rastelbinder", Franz 2ehars Erstlingsoperette, gelangte am Samstag int Neuen deutschen Theater nach mehrjähriger Pause neueinstudiert zur Wiederaufführung. Das slowakisch- wienerische, noch ganz auf den SingBibliotheten für Organisationen, Vereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen usw. werden zwedent sprechend zusammenge stellt, sowie ergänzt, bon der Boltsbuchhandlung Ernst Sattler, Errichtung eines Gewerkschaftsbundes spielton gestimmte und den Tanz nur notwendigerweise verwendende, liebenswürdige Werk erwies sich in Niederländisch- Ostindien. noch immer als wirkungsvoll, trotzdem die Operette Bereits seit einigen Jahren sind in Nieder- seither, und zwar im künstlerischen Schaffen Lebars ländisch- Ostindien Bestrebungen zur Gründung selbst eine sprunghaft vasche Entwicklung durchgemacht eines Gewerkschaftsbundes im Gange. Wegweisend hat und heute nur als Operette des Modetanzes Anwar dabei vor allem der Eisenbahnerverband, der flang findet. Die Auffühurng des„ ,, Rastelbinder", auch schließlich die Initiative ergriff, um den um die sich musikalisch Kapellmeister Waigand, Plan endgültig auszuführen, wobei der Umstand szenisch und als Spielleiter Herr Fleischmann eine Rolle spielte, daß die ostindischen Unternehmer bemüht hatten, war nicht so flott im Tempo und zur Verteidigung des kolonialen Rapitals im lebendig in der Stimmung, wie wir es sonst bei Mutterlande einen Vertreter ernannten und die Aufführungen unseres vorzüglichen OperettenArbeitnehmer Veranlassung fanden, zur Wahrung Ensembles gewöhnt sind. Einzig Herr Fleischermann Muthesuis ihrer eigenen Interessen einen ähnlichen Schrittmann, der als Zwiebelhändler Wolf Bär Pfefferins Auge zu fassen. Da eine solche Vertretung nur Zwed haben kann, wenn die organisierten Arbeiter des ganzen Landes hinter ihr stehen, wurde die Errichtung der Landeszentrale derart beschleunigt, daß sie bereits zu Beginn des Monats November als vollendete Tatsache gemeldet werden konnte. Karlsbad. Kleinhaus und Kleinsiedlung Der Siedlungsplan. ( Ueber 400 Seiten) gebunden K 25'60. Der Bolfsbuchhandlung Kremser& Co. Teplit- Schönau, Therefiengaffe 18-20. Die Boltsbuchhandlung forn eine neue, glänzende Charaktervolle in sein umfangreiches Repertoir aufnahm, ging vollkommen in seiner Partie auf und sorgte unermüdlich für Stimmung und Heiterkeit. Auch Herr an den Bruch als fescher Wlanenforporal bot gesanglich und daraus dem Inbalt: Das Kleinstellerisch eine ausgezeichnete Leistung; ebenso Willi baus und feine Einrichtung. Der niederländisch- ostindische Gewerkschafts- Bauer als schrullenhafter Spenglermeister. Fräu- aufbau. Die Möglichkeiten. bund macht sich die Förderung der Interessen und lein Tony Schiller als slowakisches Landmädchen Gartenstädte u. Siedlungen. besonders auch der sittlichen und körperlichen Sufa vermochte nur darstellerisch zu befriedigen; geWohlfahrt der Arbeitnehmer des Staates und der fanglich bedarf sie noch sehr der Vervollkommnung Privatbetriebe zur Aufgabe, ferner tritt er für das unb Veredlung, sprachlich- deklamatorisch der VerbesMitspracherecht und eine anständige Sozialgefeß jerung. Mag Schipper als zum Urwiener gegebung ein. Er stellt sich über Parteien und Kon- wordener Slowakenbub Janko litt unter einer feffionen und wird in seinen wirtschaftlichen und stimmlichen Indisposition, die vielleicht auch der politischen Aktionen ausschließlich die Wahrung der Grund war, daß er darstellerisch nicht ganz aus si Interessen der Arbeitnehmer anstreben. Die Lan herausging. Eine recht nette und insbesondere gedeszentrale nimmt nur Verbände europäischer Ar- anglich vorteilhaft wirkende Mizzi gab Fol. Helene beitnehmer als Mitglieder auf, so daß die soge moborsky, die sich bei häufigerer Beschäftigung nannten indischen Organisationen außerhalb der zweifellos auch noch die fehlende Sicherheit und Bandeszentvale stehen. Angesichts dieser Einschrän- Routine der Darstellung aneignen wird. Nicht verfung muß allerdings gesagt werden, daß die neue Organisation von einer modernen freigewerkschaft- geffen sei der braben Leistungen, die die Kleine Rita lichen Jdeologie noch weit entfernt ist, wie anderer- aftorfer und die feine Käthe Raschka in den feits zu berücksichtigen ist, daß die Verhältnisse in beiden Kinderrollen der Operette boten. Die zahlIndien einen speziellen Charakter haben und be- reichen übrigen Mitwirkenden, unter denen namentAlle nicht lagernden reits gewaltige Schwierigkeiten überwunden wer- lich das fotte Praterzeiserl Frl. Mila Großkopfs den mußten, um wenigstens zu diesem Resultate angenehmt auffiel, mögen sich mit einem summari- oder wo immer ange-et. fündigten Bücher und zu gelangen. Angesichts der besonderen Sachlage schen Lob begnügen. darf und soll die Entwicklung in solchen Fällen Spielplan des Nenen Deutschen Theaters. Zeitschriften werden nicht überſtürzt werden. Auf alle Fälle ist der Be- Dienstag, 7½ Uhr:„ Adieu Mimi"( 11-3). rascheft geliefert. schluß ein Schritt in der guten Richtung, der be- Mittwoch, 6% Uhr, Gastspiel Leo Slezat: grüßt werden darf. Genossen! Ernst Ernst Sattler, Karlsbad unterhält ein reichhal. tiges Lager jeder Art Literatur. Dienstag, 16. November 1926. Onkel Boby spricht: Gut und billig können alle Hausfrauen kochen, wenn sie VITELLO Delikateß- Margarine im Haushalte verwenden. Auf meinen großen Reisen konnte ich die Wahrnehmung machen, daß nur auf Grund eines alten und gänzlich unbegründeten Vorurteiles gegen Margarine einzelne Hausfrauen noch keine Vitello verwenden. Wer Vitello einmal versuchte, wird sie stets zum Kochen, Braten und Backen verwenden. VITELLO -w ,, Lohengrin". Donnerstag, 7% Uhr: Die Ueberlegenheit des Gegners eine scharfe Spielweise| lizei 4: 2, SSV. gegen Wandsbed 5: 0, St. Pauli Braut von Messina"( 13-1). Frei- gegenüberstellten. Die Brünner zeigten schönen Fuß gegen Ottensee 5: 1. Kiel: Holstein geg. Phönig tag, 7% Uhr: Jenufa"( 12-4). Samstag, ball und ihr bester Mann war Jhuber ant vech Lübed 5: 2.- Essen: Westdeutschland gegen Lst7% Uhr: Adieu Mimi"( 14-2). Sonn- ten Flügel, dem alle Treffer zu danken sind. Die holland 3: 0( 1: 0). Berlin: Tennis- Borussia Traget bei jeber Gelegenheit Euer tag, 2 Uhr, Arbeitervorstellung:„ Eugen Onegin"; Stoſchirscher spielten sehr zusammenhanglos und gegen Union Oberschöneweibe 3: 2.- Leipzig: famen durch ihre unfaire Kampfesweise um Er- SpVg. gegen SC. 93 Dresden 3: 1, VFB. gegen Barteiabzeichen! 7% Uhr: Der Rastelbinder( 15-3). folge. Daß sie aber trotzdem so günstig abschneiden Wacker 2: 1, TuB. gegen Arminia 4: 2. Dress fonnten, ist nur auf die Ermüdung der Gästevertei- den: Guts Muts geg. Fortuna Leipzig 7: 1, DSC. Englische digung zu sehen. Das Spiel fand in Prag auf dem gegen Armina Hannover 10: 3.Viktoriaplate statt und wurde vom Schiedsrichter Liga: Huddersfield Town gegen Arsenal 3: 3, Bury gegen Newcastle United 3: 2, Tottenham Hotspurs Plecity( Kladno) gut geleitet. Vorträge. „ Junglein und Al werden". Gen. Prof. Biedl in der Prager Urania. Montag, 7% Uhr: Adieu Mimi"( 16-4). Kleine Bühne. Dienstag: Reiner Tisch". Mittwoch Vorstellung des Israel. Kranfenfür sorgevereins, Gastsp. Leop. Kvanter: Die neuen Herren". Donnerstag: Meine entzürfende Frau. Freitag Kulturverbandsvorst.: DFC. Amateure gegen Čechie Smichov 2: 0 gegen Cardiff City 4: 1, The Wednesday gegen Bol14 Tage Arrest". Samstag Gastspiel Leop.( 1: 0). Den Amateuren gelang es Sonntag vor- ton Wanderers 2: 1, West Ham United gegen Aston Eve Avamer, neueinstudiert: ongert". Sonntag, mittags die spielstarken Smichower zu schlagen, ob- Villa 5: 1, Birmingham gegen Burnley 1: 0, Fo Es ist wohl kaum nötig, zu betonen, daß der 3 Uhr:„ Meine entzückende Frau"; 7% gleich der Sieg ein noch höherer hätte sein können, ton gegen Derby County 3: 2, Sunderland gegen Vortragende es verstanden, zu fejsein. Bied! ist den Pragern seit Jahr und Tag beamtenvorstell., Gastspiel Pepi Glöckner- Kramer: jamkeit gewidmet worden wäre. Die Ueberlegenheit United 3: 2, Leeds United gegen Westbromwich 4: 2, hat, ſeine Sörer au Uhr:„ Der große Bluff". Montag Bank- wenn den Berlagen der Walfreihe mehr Aufmerk Liverpool 2: 1, Blackburn Rovers gegen Sheffield bekannt und, was mehr bedeutet, nicht nur den der Blauweißen kommt daher im Resultat gar nicht Manchester United gegen Leicester City 3: 2. Bragern, sondern der gesamten Welt: soweit mo- Fran Warrens Gewerbe". zum Ausdruck. Die Verteidigung der, Blauweißen derne Medizin betrieben wird, gilt Biedl als erste hatte wenig zu tun und konnte mit Leichtigkeit die Kapazität auf vielleicht dem interessantesten der einzelnen Angriffe der Smichower abweisen. Bei Medizin dent Gebiete der Wissenschaft von den Drüsen mit innerer Sekretion. Biedl hat in seinem den Smichowern war das Verteidigungstrio der beste Vortrag, den er im Rahmen der Prager ,, Urania" Teil. Schiedsrichte Schirmer. veranstaltet hat, über dieses sein eigentlichstes For schungs- und Arbeitsgebiet gesprochen, wenn auch nur über ein kleines Gebiet hieraus. im Turnen und Sport. Bürgerlicher Sport. - -enDJK. M.DSV. Vereinsnachrichten. Sfi- Kurs. Der Touristenverein„ Die NaturHerausgeber Dr. Ludwig Czech. Für den Drud verantwortlich: O. Holit. Drud: Deutsche Zeitungs- A.- G., Brag 4366 Slavia gegen Teplizer F. 2: 0( 2: 1). Nach langer Pause fonnte man die Teplizer wieder ein- Weitere Resultate vom Sonntag. Prag: Sportfreunde" veranstaltet in der kommenden Saison mal in Prag sehen. Seit dem Zusammenbruch hat brüder gegen SK. Smichov 2: 1( 1: 1), Vittoria einen eti- kurs. Vorbesprechung über den Kurs, die der TFK. manche böse Stunde mitgemacht und sich Zižkov gegen CAFC. 3: 1( 2: 0); schwaches Spiel erforderliche Ausrüstung usw. Mittwoch, den 17. Der Vortragende konnte auch dem Laien trotzdem wieder langsam aufgerafft und nähert sich der Viktoria und Versagen der Stürmerreihe der November, unt acht Uhr abends im Café„ Nizza", Publikum die hohe Bedeutung der Drüsen mit der alten Spielstärke. Nach dem großen Erfolge der Weinberger; AF. Vršovic gegen Čechie VIII 6: 3 Weinberge. Die Mitglieder dieses Vereines genießen innerer Sekretion an Hand einiger kleiner Beispiele Slavia gegen Bittoria can letzten Sonntag hoffte( 4: 2), Union Ziztov gegen Nuselsky St. 5: 3, Ha- auf den ſchſt. Staatsbahnen 33 Prozent Ermäßinachweisen. Er konnte zeigen, wie diese Organe man insgeheim, daß die Tepliker trot ihrer Güte foah gegen Karlinsky Team 3: 1( 1: 0). Par- gung. Gäste sind an diesem Abend gerne willarbeiten, wie ihre geheimnisreichen Säfte auf auch mit einer gehörigen Badung die Heimreise an- dubit: SK. gegen Pardubiger Team 4: 2( 2: 1). Tommen. dent Blutwege den Organen zuſtrömen, wie diese treten werden. Nun, die Teplizer haben sich wader Königgrät: S. gegen SK. Königinhof 1: 0 Organe durch die Verschiedenartigkeit ihrer Wirfungen und ihr harmonisches Zusammenarbeiten gehalten und das ist ein Verdienst ihrer Salfreihe,( 0: 0): ladno: SK. gegen Kročehlavy 5: 2, den menschlichen Organismus in Gleichgewichts in der Banas und Mizera ein glänzendes Spiel zeig- Sparta gegen Rozdělov 1: 1.- Pilsen: Vittoria Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. zustande erhalten. Ganz besonders aber zeigte Biebl ten, während Neugebauer die Aufgabe hatte, den gegen Slavia 5: 0, česty Lev gegen SK. 2: 0. diese Wirkungsweise der Drüsen an den Vorgängen, gefürchteten Torschüßen der Slavia Buč in Schach Aufsig: DF. gegen D. Ncstomiz 3: 2( 2: 2). Nestomiz: Cesty Leb gegen Sportbrüder die die Lebensabschnitte des Menschen abgrenzen, die zu halten; dieser Aufgabe war er voll und ganz geden einzelnen Lebensaltern ihr Gepräge geben. wachsen. Die Verteidigung der Teplitzer arbeitete Schredenstein 2: 0( 1: 0). Bodenbach: SpVg. Jugend und Alter, scheinbar ganz fonträre Be- ruhig und sicher; Höfer im Tor zeigte gute Abwehr- gegen Sportbrüder Bensen 5: 2( 3: 1), Dk. griffe, find nur zwei verschiedene Ausdrudsformen arbeit, das zweite Tor hätte er bei einiger Aufmert- Betschen gegen SpVg. Reserve 1: 1. Turn: Sk. des Lebensvorganges, ste sind bedingt durch die ver- famkeit verhüten können. Der Angriff wurde von gegen DSK. Brüg 3: 2( 2: 1).- Saaz: DFK. schiedene Art und Weise der Arbeitsleistung des Sima geführt, doch verstand er sich nicht mit seinen Budweis gegen DSV. 5: 1( 4: 0)!- Brünn: menschlichen Organismus, sie verhalten sich etwa Nebenfenten, so daß ein zusammenhanglojes Spiel Mor. Slavia gegen SK. Aral. Bole 6: 3( 3: 2, wie Ursache und Wirkung. Und da sich das Altern in einriß und die Teplizer um den einen oder anderen DSV. gegen Maktabi Proẞniz 3: 2( 2: 1). diesem Zusammenhange als eine Entwicklungsstufe Erfolg brachte. Hafft wurde dadurch sehr in Mit- Ostra u: MOSK. gegen SK. 3: 0( 1: 0), Dev. im menschlichen Leben darstellt erscheint ein Ver- leidenschaft gezogen. Die Flügel waren gut, jedoch Witkowitz gegen Slovan 2: 1( 1: 1). Tropfuch, den alten oder alternden Organismus zu ver- Rejser besser als Tampe. Slavias bester Teil war pau: DSK. Teschen gegen DEV. 2: 2( 2: 0). verlauf umzukehren, als völlig aussichtslos. Von Scharfen Spielweise befleißigte. Sonst fonnte noch Wien fomb. 1: 0( 0: 0), ETE. gegen Rapid 4: 1 diesem Standpunkt aus erscheinen auch die Versuche Pleticha gefallen. Die Außenhalfs hatten gegen die( 1: 1), Vasas gegen Donaustadt 6: 2( 4: 0), 3wirn Boronoffs, für die dieser ja nicht einmal einwand- schnellen Flügel der Teplizer schweren Stand und fabrif gegen Blumenthal 5: 2( 3: 0), Ligeti gegen freie Beweise erbrachte, als von allem Anfange an Vodička griff daher öfters zu sehr unfairen Mitteln, PTE. 6: 1( 1: 1). Wien: Rapid gegen Admira völlig hoffnungslos. Auch die bekannten Ber- um den Angriff zum Stillstand zu bringen. Der 6: 2( 4: 2), Slovan gegen Sportffub 1: 0( 1: 0), jüngungsversuche" Steinachs fönnen als solche nicht Sturm der Rottweißen war durch die Lahmlegung Vienna ggen WAC. 7: 1( 3: 0), Amateure gegen gewertet werden, höchstens als Versuche, den durch der linken Seite start im Nachteil und da auch die Wader 2: 2( 2: 1). Budapest: Länderkampf Rrankheiten geschwächten Organismus zu stärken. rechte nichts besseres bieten konnte, verlegte man Ungarn gegen Schiveden 3: 1( 2: 0); verdienter Es ist für einen Gelehrten nicht immer leicht, sich auf das Innenspiel und kam dabei auch nicht Sieg der Ungarn, die ein sehr schönes Spiel zeigen, vor einem Publikum von Laien zu sprechen. Ge- vorwärts. Der Kampf wurde bis auf eine Viertel- während die Schweden schwächer find als in Wiener nosse Biedl hat diese Aufgabe in glänzender Weise stunde in der zweiten Halbzeit von den Teplikern Match. Debreczin: Budapester Auswahlelf gelöst. In atemloser Spannung lauschten die Zu- gleichwertig geführt. Schiedsrichter Zadak hat in( Amateure) gegen ung. Ostbezirk 1: 1.- Agram: hörer, die den großen Uraniasaal bis zum letzten diesem Spiele sich zahlreiche Fehlentscheidungen ge- Städtekampf Budapest gegen Agrant 1: 1( 0: 1). Plätzchen füllten. Von Biedls immensem Wissen und leistet, die immer zum Nachteil der Teplitzer aus Belgrad: Jugoslavia gegen Sokol 5: 1( 1: 0). seiner allseitigen Bildung gewann der Besucher des fielen, obwohl gerade diese ein ruhiges, faires Spiel Warschau: Pogon Lemberg gegen Polonia 2: 2 Bortrages einen tiefen Eindrud; wir aber fönnen vorführten, was von einigen Spielern der Gegenseite( 1: 0). Srakau: Krakovia gegen Czarni Lem<-BI. berg 4: 3( 1: 2). Nürnberg: 1. FC. gegen nur den Wunsch aussprechen, Genosse Biedl möge nicht behauptet werden kann. auch sein engeres Fachgebiet in den Dienst der Ar- SR. Zidenice schlägt Sparta Košiře 6: 5( 3: 1). ASV. 2: 1. Fürth: SpVg. gegen 1860 Mün beiterbewegung stellen und möge auch unsere Jm Endkampf um die Amateurmeisterschaft der chen 2: 1 deutschböhmischen Genossen an seiner Wissenschaft Tschechoslowakei siegten am Sonntag die Brün- 3: 0. Anteil haben lassen. J. 2. ner verdient über die Koschirscher, die der technischen Schwaben jüngen, als ein Berfuch, den ganzen Entwicklungs- bie Verteidigung, in der aber Seifert sich einer zu Breßburg: OSS. Bratislava gegen Simmering SIRENEN und HUDEN für alle Zwecke liefert und installiert „ ERICSSON" 99 PRAG I., malé nám. 1 BRUNN, Rennergasse 18 Verlanget Angebote unter Berufung auf diese 4.59 Zeitschrift. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. att. empfehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen, Or ganisationen, Gemeinden und Kaufleuten sur Tabellen, Herstellung von Drucksorten wie: Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten, Flugschriften, Fakturen, Briefpapieren usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb München: Wader gegen FC. Fürth Augsburg: Bayern München gegen IN TEPLITZ- SCHÖNAU 2: 1.- Hamburg: Viktoria gegen BoTischlergasse Nr. 6.