Gagerpress 70 genet. Rebaffion und Verwaltung: Prag, II., Nefazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Postichedamt: 57544. Jnferate werden laut Zarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 6. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 23. November 1926. Das Ende des englischen Kriegsgewinner und Kriegsopfer. Kohlenkampfes. Die Kommunisten als Marodeure des Schlachtfeldes. Bezugs- Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich halbjährig 48.96.ganzjährig.... 192." Rückstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Nr. 273. Schieberniveau der glänzenden Kriegszeit gehoben. Eine Milliarde Kronen profitieren Die bürgerliche Regierung will den Invaliden die spärlichen Renten streichen.- die Agrarier an den Zöllen!. Der Bettellad für die Helden der großen Zeit“. Der Finanzminister aber ermäßigt Die bürgerliche Regierung hat es mit der geteilt, uns Zehntausende, die ihre Gesundheit vom Militärdienst befreit, die sozialen Lasten" ihnen noch die Steuern, ihre Söhne werden ihres Wirtschaftsprogrammes zerrüttet haben, die ihrer gesunden Glieder be- sollen abgebaut werden. Die englische Bergarbeiterschaft, die mit Durchführung geradezu beispiellojem Heldenmute troß Hunger eilig. Sie will noch vor Beginn des neuen Sta- raubt sind, werden mit einer lächerlich fleinen und ungeheueren Entbehrungen fast sieben Mo- lenderjahres alle Reformen" unter Dach und Rente bedacht, die zwar zum Leben zu wenig ist, Fach bringen, die sie sich zum Ziele gesezt hat. von der man aber nicht einmal sagen kann, sie nate im Stampfe gegen die Kohlenherren aus: De3 Regieren gegen die Arbeiter und sei zum Sterben zu viel. Die Witwen und Waigeharrt hat, kehrt in diesen Tagen zur Arbeit gegen die Sozialisten, das Herr Spina fen sind meist noch übler dran. Sie wurden mit zurück. Die in der vorigen Woche vorgenom- ziemlich deutlich als den Zweck der tschechisch- deut- ein paar lumpigen Kreuzern abgefertigt, die menen Distriktsabstimmungen haben wohl eine schen Koalition bezeichnet hat, muß notwendig faum für die Wohnungsmieten zureichen. Mehrheit für die Ablehnung der Regierungs- auch ein Regieren gegen alle ausgebeuteten, arWie haben doch die Agrarier und vorschläge und für die Fortführung des Streifes beitenden und notleidenden Schichten der BeDer letzte Revolutionsschutt" Christlichsozialen im Verein mit ergeben, aber dieses Abstimmungsergebnis völkerung sein. den Bürgerlichen anderer Richtungen die stellte doch nur eine Demonstration gegen die soll weggeräumt werden, wie es der Prälat Sei,, Helden" gefeiert, die auf das SchlachtRegierungsbedingungen dar. Tatsächlich ist die bel einmal in Desterreich verkündet hat. Dazu gehört vor allem auch die restlose Zufriedenstelfeld hinauszogen?! Arbeiterschaft, sind aber auch ihre Organisatio- lung der Kriegsgewinner auf Kosten der Kriegsnen am Ende ihrer Kraft angelangt und die Streiflage eine solche geworden, daß die Fortführung des Kampfes nur mehr noch ein nußlojes Opfer von den Streifenden gefordert hätte. Daher hat die Delegiertenkonferenz froß des Ergebnisses der Distriktsabstimmungen beschlossen, es seien die Verhandlungen distriktweise aufzunehmen. opfer. Mit Zöllen und Teuerung fing es an, die tapitalistische Steuerreform folgte und nun sollen neben den Soldaten, die für den kommenden Krieg erzogen werden, auch die Opfer des Weltfrieges ihren Teil zur Bereicherung der Kriegsgewinner beitragen. Da war feine Phrase dick genug, kein Schwur kräftig genug, den Helden des Schüßengrabens den Lohn des dankbaren Vaterlandes zu verheißen! um Das Volt tann alles bezahlen. Die bürgerliche Regierung fühlt sich so sicher im Sattel, daß sie vor feiner Schandtat mehr zurückschreckt. Acht Jahre nach der Heimkehr der Frontsoldaten, die sich im verlausten Schüßengraben Gicht und Tuberkulose, Herzleiden frante Nerven, zerschmetterte Glieder und gräßliche Entstellungen geholt haben, damit die anderen im Hinterland verdienen und pressen fönnen, wagt es die Regierung, den Invaliden und Witwen wieder den Bettelsack in die Hand zu geben, damit sie wie anno dazumal vor den Türen der Reichen, beschimpft und verhöhnt, ihr Stückchen tägliches Brot betteln fönnen! Die wahren Sieger des Weltkrieges, die besitzenden Schichten aller Nationen, wollen die letzten Früchte ihres Sieges ernten und die Opfer Die Agrarier, deren 3oIlpolitit ihrer Schlächterpolitik sollen die Rechnung beden Krieg mit Serbien verschuldet hat, zahlen, Gestern fand eine Reihe sehr gut besuchdie Christlichsozialen, die zum Kriege ter Versammlungen der Kriegsbeschädigten hetten, hatten allerdings Ursache genug, den statt, in denen zahllose Opfer der Großen Selden, die ihre Haut zu Markte tragen mußten, Reit" lebhaft gegen die Pläne der Machthaber Versprechungen zu machen. Es ging ja um protestieren. Die Stimmung in den Verihren Krieg und ihren Sieg. Das Durch- sammlungen war äußerst erbittert. Die halten im Schüßengraben, das den Krieg in die Witwen und Krüppel machten den Eindruck länge zog, brachte den Agrariern und Schiebern verzweifelter Kämpfer, die ihr Recht Riesengewinne. Aber während sie noch mit to- mit aller Kraft verteidigen werden. In den Vernenden Worten und flatternden Fahnen die sammlungen wurde folgende Resolution gefaßt: Soldaten an der Front feierten, zogen sie den Frauen der Eingerückten im Hinterland schon den Jeßten Groschen aus der Tasche, ja sie nahmen ihnen das letzte Stück Wäsche aus dem Kasten und beschimpften sie obendrein als ihnen das letzte Stück Wäsche aus dem Kasten „ Unterstützungsweiber", die angeblich von den paar Kreuzern, mit denen man ihnen Leben und Arbeitskraft des Mannes bezahlte, Gelage feierten! Nun vollenden die Agrarier und Pfaffenfnechte ihr Werk. Sie haben mit Zöllen und Stongrua ihre Profite aufs neue erhöht, Krüppel wurde in die leichteren Gruppen ein- sie haben ihren Lebensstandard wieder auf das XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 11 ,, Die am 21. November 1926 tagende Versammlung der Kriegsbeschädigten, organi siert im Bunde der Kriegsverlegten, Wiven und Waisen der Tschechoslowakischen Revublik, Sit Reichenberg, protestiert gegen die von der Regierung beabsichtigten Kürzungen in der Kriegsbeschädigtenfürsorgegefeßgebung und sie fordert die politischen Barteien und zwar die Klubs der Abgeordneten und Senatoren der deutschen christlich fo= zialen Volkspartei, des des Bundes der Landwirte, der deutschen Gewer bepartei, der ungarischen Nationalpartei, der deutschen Nationalpartei, der deuts schen nationalsozialistischen Ar= beiterpartei, der deutschen sozialde= mokratischen Arbeiterpartei und der kommunistischen Partei auf, die von diesen Parteien am 23. und 26. 6. 1926 im Abgeordnetenhause eingebrachten Anträge auf Novellierung des Versorgungsgesetzes der Kriegsbeschädigten zu betreiben und auf das energischeste zu fordern, daß diese Anträge ehestens im Hause behandelt werden. Es bedeutet feine Schande für die englichen Bergarbeiter, daß ihre Kraft sich vorläufig noch als ichwächer als die der Gruben- Die Regierung, die den breiten Massen des fapitalisten erwiesen hat und es wäre zweck- arbeitenden und schlecht verdienenden Voltes ualos, zu leugnen, daß das Ergebnis des mit so geheuere Lasten auferlegt, die selbstverständlich bewunderne werter Zähigkeit geführten Kamp- auch die Kriegswitwen und Waisen, die Krüppel fes ein unbefriedigendes Kompromiß ist. Aber und Rentner treffen, hat für diese Aermiten der die Bergarbeiter sind nicht die allein Geschla- rmen, die Gesundheit oder Leben für die Be opfern mußten, ein besonderes Ge genen. Sie werden in eine Verlängerung der schent vorbereitet, das den Opfern der großen Arbeitszeit auf sieben bis siebeneinhalb Stun Zeit auf den Weihnachtstisch gelegt werden soll. den willigen müssen, aber auch die Verluste der Berawerfunternehmer und nicht zuletzt die der Der Finanzminister will alle Renten der weniger als 75prozentigen In englischen Volkswirtschaft überhaupt find unge- der weniger als 75prozentigen Inhenere und dieje Verluste sind für sie unersezvaliden streichen. liche. Die Verluste, die durch die eingestellte Wer die Praktiken der Einteilung kennt, der Kohlenförderung sich ergaben, werden auf 96 weiß, daß nur die allerärgsten Fälle in die Millionen Pfund Sterling, also auf fast 10 Klaffe der weniger als 25prozentigen EriverbsMilliarden Ke geschäßt. Der Schaden, den die fähigen eingeteilt werden. Die große Zahl der englische Volkswirtschaft durch den Streif erlitten hat, ist mit 400 Millionen Pfund Sterling, das sind etwa 66 Milliarden Ke nicht zu gestört seinen Fortgang nehmen, täglich ver-| Kompromisses teilhaftig werden lassen, als hoch bemessen. Welche Riesensúmme dies be- kehrten fast tausend Eisenbahnzüge, denn in fast es jetzt das Ergebnis ihres Kampfes ist. Es deutet, wird für unsere Verhältnisse am besten allen Zweigen der Industrie, des Eisenbahn- list zum großen Teil der kommunistischen Agidurch den Hinweis illustriert, daß das Jahres- wesens und der Schiffahrt ermöglichten hun- tation, welche große Summen für diesen budget. der Tschechoslowakischen Republik 10 derttausende Streifbrecher der Regierung die Zweck aufwendete, zuzuschreiben, wenn die Milliarden Ke beträgt. Dennoch hat sich die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung englischen Bergarbeiter jetzt zu schlech= Hoffnung, Regierung und Grubenbesitzer wür- und der öffentlichen Dienste. Die Streifpro- teren Bedingungen die Arbeit aufzu den durch die Auswirkungen des Streits auf flamierung erwies sich eben als leichter, als nehmen gezwungen sind, als dies vor Sie erwarten von allen den genannten die englische Volkswirtschaft zur Nachgiebigkeit die Bewahrung der Klassensolidarität. Die Monaten der Fall gewesen wäre, wenn sie politischen Parteiflubs, daß sie sich rückgezwungen werden, als trügerisch erwiesen. Die Massen der Arbeiterschaft zeigten sich noch weniger radikal- kommunistischen Agitation sichtslos für die eingebrachten Wirtschaft des britischen Reiches hat froß der nicht genügend im Geiste des Sozialismus er- und mehr der einsichtsvollen Stimme des Anträge einsehen werden und zwar fast siebenmonatigen Stillegung des Kohlen- zogen, aber für die Kommunisten bildete dies Generalrates der Gewerkschaften Folge gelei- aus der Erwägung heraus eine weitere Ver bergbaues in einem Ausmaße Widerstand zu alles fein Hindernis, auch damals lediglich stet hätten. Das sei nicht gejagt, um gegen schleppung der Verbesserung der Kriegsbeschä digtenfürsorge, wiederum eine gewaltige Anleisten vermocht, daß es aussichtslos erscheinen die„ reformistischen" Führer der Sozialdemo- die englischen Bergarbeiter einen Vorwurf zu zahl von Opfern aus den Reihen der Kriegsmußte, augesichts der Zermürbung der fämp- fraten und der Gewerkschaften für die Nieder- erheben, es sei nur festgestellt, um zu beweibeschädigten fordert. Die Tuberkulose fins fenden Bergarbeiter und der geleerten Raffen lage verantwortlich zu machen. Den Kommun sen, daß gerade die Kommunisten das lebel det in den unterernährten und durch dic aller gewerkschaftlichen Organisationen den risten ist niemals ein Spiel zu hoch, fie. Sie vergrößern halfen, die jetzt die Schuld von sich Kriegsstrovazen widerstandslos gewordenen Kampf noch weiter fortzuführen. Die erwartete feine Verantwortung tragen, haben noch bei abzuwälzen und den reformistischen Führern Körpern der Kriegsbeschädigten täglich ihre Banif ist nicht eingetreten, manche Industrien feinem Lohnkampf nach den Kamsibedingun zuzuschieben, suchen. Jedes Kind weiß, daß Opfer. haben wohl eine teilweije Stiflegung der Be- gen gefragt, ihre Taftit besteht bazin, die Arnicht jeder Lohnkampf der Arbeiter gewonnen Ein Berzweiflungsschrei flingt durch die Lande, hört ihn, Ihr Regierenden, triebe erfahren, aber statt fortschreitender 3er beiter um jeden Preis in den Kampi hinein- werden kann. Diese primitive Wahrheit hahandelt darnach. Thr Herrschenden, bes jezung des englischen Wirtschaftslebens ist in zutreiben und sie erklären jeden, der sich durch ben die Kommunisten selbst in zahlreichen vor es zu spät ist!" lester Zeit ein neuer Gleichgewichtszustand sein Verantwortungsgefühl gezwungen sieht, Fällen, da sie Lohnkämpfe führten, erhärtet. Wie aus der Entschließung hervorgeht, haeingetreten, unter dem die Wirtschaft auch für die gegebenen Kampsbedingungen zu prüfen, Nur bei den von den„ Reformisten" geleiste ben die deutschen Regierungsparweitere Monate hätte aufrechterhalten werden von vornherein als einen Schwächling und ten Streiks lassen diese Marodeure des Klas- teien noch im Sommer einen Antrag auf fönnen. Zeigling, um ihn darn, wenn der Kampf ver- fenkampfes sie nicht gelten und sie suchen jed- Besser stellung der Invaliden unterschrieDiese Tatsachen werden nach üblicher Me- loren geht, auch noch als Verräter zu be- weden Mizerfolg oder nicht völligen Erfolg ben. Werden sie jetzt, da der Finanzminister die thode von den kommunisten außer Betracht schimpfen, der den Kampf abgewürgi" Sabe. als das Werk eines dämonischen, nun schon Se ichung der Renten befiehlt, für die Kriegsgelassen und sie stimmen wieder einmal ihr Dasselbe Geschwäß hört man jezzi:„ Ein Ver- berufsmäßigen Verrates" auszurufen. abgeleiertes Verratsgeschrei an. Dieses Geschrei rat von so beispiellofer Größe, der sich nur mit Der gigantische Kampf ist zu Ende und chen kennt, werden sie tuschen und dem Beschl ist längst, nur mehr ödeste Schablone. Entspre dem Verrat tes Generalstreifs des englischen wenn er auch den Heldenkämpfern fein unmit- des Herrn Engliš teinen Widerstand entgegenhend der kommunistischen Theie, daß jede At- Proletariats im Mai vergleichen lägt.." telbares Ergebnis gebracht hat, so werden seine sehen. tion der Arbeiterschaft, ob sie nun gut oder So lautet quch diesmal die kommunistische Früchte doch nicht verloren gehen. Der proschlecht ausfällt, demagogisch den Agitationsbe- Formel. Es mögen taktische Fehler unterlau- letarischen Welt ist ein herrliches Beispiel der dürfnissen der kommunistischen Partei dienst- fen sein, der größte Fehler, an dem aber die Arbeiterjolidarität gegeben worden und er bar gemacht werden muß, wurde dieses Spiel kommunistische Agitation in diesem Falle nicht wird dazu beitragen, in England die Erzieauch schon anläßlich des Generalstreits der bri- unwesentlich die Schuld trägt, tear sicher die hung der Arbeiterschaft zum Sozialismus und tischen Arbeiter. den diese zu Beginn des Berg- Außerachtlassung der gegebenen Kampfbedin zum Klassenbewußtsein aufs mächtigste zu geschützt werden. Nur im Bunde mit dem arbeicrbeiterkampfes zur Unterstüßung der Strei- gungen und die Verkennung der Kräfte des fördern. Der Aufstieg des Sozialismus und tenden Volke, das unter der Faust der Bürgerfenden ins Werf gejezt hatten, inszeniert. Auch Segners, eine Berkennung, die zweir lips zum des Proletariats ist kein geradliniger, Rüd- regierung seufzt, das diese Regierung stürzen muß und stürzen wird, will es sich ein besseres Leben dieser Generalstreif ist ergebnislos verlaufen. großen Teile durch die kommunistische Agita ichläge sind unvermeidlich. Auch ergebnisloje schaffen, fönnen auch die Kriegsopiez zu ihrem Die Tatsachen, die dies bewirkten, sind noch tion bedingt war. Eine frühere Erkenntnis Kämpfe wie dieser, tragen schließlich dazu bei, Rechte kommen. Keine Bitten werden die Bürhinlänglich bekannt. Der Streif wurde prokla- des beiderseitigen Kräfteverhältnisses hätte die fünftige Siege der Arbeiterklasse vorzube- gerlichen erweichen, nur der entschlossene Kampi der Arbeiter wird sie zwingen! miert, aber das tägliche Leben fonnte fast, un- englischen Bergarbeiter eines weit besseren reiten. opfer eintreten? Wie man die Deutschbürgerli Die Interessen der Invaliden fönnen nicht von den Kriegsgewinnern, nicht von den Kriegsbegern, Zöllnern und Kongruisten Geite 2 Die oberschlesischen Wahlen] Das realtionäre Budget und der realtionäre Finanzminister. Rattowi, am 17. November. Der Ausgang der Gemeindewahlen in Oberschlesien war für das Ausland eine Jahre 1921 stand das gesamte deutsche Bolt und entSloV ten jene Parteien, die bereits in die Regierungsmehrheit eingetreten sind, sich ein Beispiel nehmen sollen; ich meine die Parteien des deutschen Bürgertums, die der Zollmehr heit angehören. Sie sind in die Regierung eingetreten, ohne daß ihnen welche Zugeständnisse gemacht worden sind, ohne daß die Voraussetzungen für einen solchen Eintritt gegeben gewesen wären. Dienstag, 23. November 1926. werde. Er hat dann aber zugeben müssen, daß diese Steigerung der Kauffraft nur bei einem geringen Bruchteil der Bevölkerung zu gewärt gen ist, während diese Zollpolitik eine weitere Verelendung der Massen mit sich bringt. Und nun einige Worte zu den Ersparungen. Der Herr Finanzminister hat sich ungeheuer viel Darauf zugute getan, daß beim Berteidigungsministerium sehr gespart wurde. Bei näherem Zusehen erweist sich das als ein plumper Schwindel, da den 505 Millionen, um die das Budget des Verteidigungsministeriums äußerlich reduziert wurde, 315 Millionen Neuausgaben für den Rüstungsfonds Rede des Genossen Hadenberg in der Budget Debatte. Ueberraschung. Die große Mandatszahl der Budgetdebatte beschäftigte sich Genosse HadenPrag, 22. November. In der heutigen Deutschen und die deutschfreundliche Stimmung berg mit dem vorgelegten Budget und deckte der oberschlesischen Bevölkerung sind ja wirklich dessen antisozialen Charakter auf, der nicht zum ganz danach angetan, das Gefühl der Ueber- Kleinsten Teil in der Wandlung des Finanzminiraschung hervorzurufen, aber nur bei den Unters begründet ist, der sich vom objektiven Boltseingeweihten. Denn wir, die wir hier leben und wirtschaftler nur allzu schnell zum verläklichen und arbeiten, haben all dies vorausgesehen. Wir getreuen Finanzminister der Bourgeoisie wußten, daß die polnischen Stimmen, die während widelt hat. Schärffte Worte der Verurteilung des Plebiszits im Jahre 1921 abgegeben wurden, fard Genosse Hackenberg für die deutschbürgerli- Es haben schon Führer der einzelnen Parteien unter ganz anderen Verhältnissen erfolgten, daß draußen in der Oeffentlichkeit ohne weiters zugesich seither vieles geändert hat, nicht nur in Ober- then, Regierungsparteien, die sich an den schlesien, aber auch in der Weltpolitik. waken ein Beispiel nehmen sollten, wie man geben, daß sie sich bedingungslos bereit Im durch zähe Verhandlungen wegen des Regierungs- erklärt haben mitzutun. Sie haben wohl durch gegenüberstehen, die in dem Kapitel allgemeine Volk eintrittes etwas erreichen kann. vor allem Deutschland, unter dem unerträglichen diesen Eintritt in die Regierung eine Stärkung Rassenverwaltung" untergebracht sind. Nur durch Druck der Sieger", Polen dagegen betrachtete sich glaublichen Standal bloß, der durch die Co es ist der Regierung bisher noch nicht gelungen, Zum Schluß legte unser Redner den un des tschechischen Bürgerblocks herbeigeführt, aber die ganz willkürliche Einstellung der Teueals bevorzugt und rechnete auf die tätige Mithilfe burg- Affäre entstanden ist und der durch die feste Mehrheit zu finden, die sie braucht. rungszulagen der Mannschaft und Frankreichs und der französischen Besatzungs- die zumindest merkwürdige Haftung einiger Minibei der Mannschaftsverpflegung soll truppen in Oberschlesien. Jetzt aber hat sich vieles ster und hoher Beamter noch vergrößert wird, tritt der Deutschen in die Regierung erfüllt wor- gespart werden; selbst bei diesen Ersparungen geändert, Deutschland ist im Völkerbund, es hat und verlangte sofortige Aufflärung. wird also antisosial vorgegangen. sein Wirtschaftsleben stabilisiert, die Arbeitslosigden sind, wie ihnen so gar keine Zugeständnisse Inzwischen tut die Regierung nichts, um gemacht wurden, erläutert Genosse HadenDie 12 Millionen Ersparungen beim Kapitel feit gemildert; die normalen Vorkriegsverhältnisse diese Aufklärung zu beschleunigen. Die Anträge berg sodann ausführlich an den beiden Sprafehren langsam aber sicher in Deutschland ein. " Soziale Fürsorge" auf parlamentarische Untersuchung liegen noch chenzwischenfällen im Budgetausschuß, wo der Anders ist es in Polen. Hier krankt die immer im Initiativausschuß. Wirtschaft und anstatt besser, wird es schlechter. Minister Hodža dem Parlamentspräsidium den heit dazu kommandiert wurde, den Verhandlun ung am härtesten trifft, bei der ArbeitsloDagegen hat deutsche Justizminister von der tschechischen Mehr- verden dort hereingebracht, wo es die Bevölke Mit jedem Tag wird in Oberschlesien die Deutsch- Antrag auf Erteilung einer Rüge an den Abge- gen ferngubleiben, und an den schmähli- enfürsorge und bei der Fürsorge für freundlichkeit größer. Das oberschlesische Volt ordneten Kreibich zugehen lassen wegen der chen Rückzug des Landbündlers Windirsch, der kriegsbeschädigte. Der Herr Finanzinüberzeugt sich, daß der wirtschaftliche Moment Aeußerungen, die Kreibich in der letzten Sitzung als Referent einen schwachen Anlauf dazu nahm, mindestens ebenso wichtig ist, wie der politische über den Minister im Zusammenhange mit dieser ein deutsches Referat zu halten. und nationale. Zwar wurde die Wirtschaftskrise Affäre machte. infolge des englischen Streiks ettvas fleiner, aber beseitigt ist sie noch keineswegs. Behntausende von Arbeitslosen und Kurzarbeitern, eine nicht dagewesene Verelendung der Massen das ist die Folge der bisherigen polnischen Politik in Oberschlesien. Dazu kommt noch die verfehlte Schulpolitik und Sprachenpraxis, und das Bild ist fertig. Also war es für den Eingeweihten voraus zusehen, wie die Sonntags stattgefundenen Gemeindewahlen ausfallen werden. Deshalb machten die Korfanty- Leute, Anstreuungen bei der Regierung, die Wahlen für einen späteren Zeitpunkt um 9 Uhr vormittags. zu verschieben, aber der jetzige Wojtvode( župan) Gražyufti, ein überzeugter Demokrat, stellte sich Einleitend kritisierte Genosse Hadenberg gegen dieses Projekt und nicht nur, daß er auf Sem fonntägigen Wahltermin bestand, er vergaß das geringe Intereffe an der Beratung des auch nicht alle Vorkehrungen zu einem parteilosen Staatsvoranschages. Die Art der Beratung und und anständigen Wahlgang zu treffen. Die Ruhe Verabschiedung des Budgets bringt es aber mit wurde nirgends gestört, jeder Wähler konnte frei sich, daß nicht nur die Mehrheitsparteien, sondern auch die Opposition immer weniger Interesse an der Beratung des Voranschlages zeigt, seinen Willen befunden. Zahlenmäßig genommen, erhielten die Polen in ganz Oberschlesien 188 Mandate, die Deutschen 160. In allen Städten, mit Ausnahme bon Myflow, erhielten die Deutschen die Mehrheit. In manchen Orten haben die Deutschen die Mehrheit, trotzdem die Polen bei der Plebisz abstimmung gegen 90 Prozent der Stimmen erhielten. Die polnische Presse schlägt Alarm. Die nationalistische Presse schiebt die Schuld den polnischen Sozialdemokraten zu, die das Projekt der polnischen Einheitsliste nicht annahmen und dem Wojwoden Grazyuski zu. Die polnischen Genossen dagegen verweisen mit Recht auf die kolossalen Fehler, die sich die polnische Regierung in Bezug auf Oberschlesien zu Schulden kommen läßt. Die Verwaltung ist eine elende, die Minderheitsfrage nicht erledigt, die Industrie brachgelegt, der Handelsvertrag mit Deutschland nicht unterzeichnet. Dies alles sind grobe Fehler, die auf die Stim mung der oberschlesischen Massen Einfluß hatten. Die polnischen Genossen raten also der Warschauer Regierung entsprechende Lehren aus der letzten Wahlniederlage zu ziehen. Parte politisch können die Sozialdemokraten beider Nationen verhältnismäßig zufrieden sein. Zwar ist die nationalistische Welle noch ziemlich groß, aber bei entsprechender Arbeit werden die Massen begreifen, daß nur die Soz aldemokratie Massen begreifen, daß nur die Soz aldemokratie die wirkliche Vertreterin der Arbeiterschaft ift. Leider ist ein Zusammengehen beider Bruderparteien noch nicht denkbar, aber wir hoffen, daß sich die Einsicht bei den polnischen Genoffen einfinden wird und daß in Kürze eine gemeinsame Kampffront gebildet wird. * * Nächste Sißung Dienstag, den 23. November, Die Herren der deutschen Regierungsparteien hätten sich diese Demütigung ersparen können, nister hat eine Reform des Kriegsbeschädigtengefeßes angekündigt; die kleinen Renten sollen beseitigt und dafür 100prozentigen Invaliden mehr gegeVon den übrigen tschechischen Rednern waren die Ausführungen des Nationalsozialisten Pa tejdl von Interesse, der den positiven Stand- wenn sie sich vorher vergewiffert hätten, ob man ben werden. Das ist aber nicht der eigentl.che punkt seiner Partei zur Regierung in außenpoli- ihren Bedürfnissen Rechnung tragen wird. Zweck der Uebung, denn der Herr Finanzminister tischer Hinsicht unterstrich, während sie in der Nicht das erstemal wurde der Versuch unter- hat ausdrücklich erklärt, daß ohne Reform des innerpolitischen oppositionell sei. Ob diese oppo- nommen, als Berichterstatter sich der deutschen Kriegsbeschädigtengesetzes das Budget nicht aktiv fitionelle Haltung in dem Falle, daß die Verhand- Sprache zu bedienen. I'm Jahre 1920 haben auch erhalten werden könne. Daraus geht hervor, daß lungen mit den Slowaken scheitern sollten und wir kurz nach Zusammentritt des Parlaments es ihm nur darum zu tun ist, das Kriegsbesch; a= Švehla sich nach einer anderen Hilfe umsehen Referate zugewiesen bekommen. Man hat es eine digtengeſetz so zu ändern, daß der Staat wefentmüßte, von Dauer wäre, wird allerdings von Zeitlang geduldet, daß die vielen Seiten bezweifelt. die Berichterstatter liche Ersparungen machen kann. Nun wissen wir, deutsch referierten und nur die eigentliche For. daß die Lage der Kriegsbeschädigten ohnedies eine derung des Beriches am Schlusse in der Staats- elende ist und daß es notwendig wäre, den Forde sprache vorgebracht haben. Als man das erstemal rungen ihrer Organisationen Rechnung zu traversuchte, dies zu verhindern, haben wir es natür- gen. lich abgelehnt, weiterhin zu referieren, und haben Referate nicht mehr übernommen. Jetzt sind aber die Herren von der Regierungspartei wie die geprügelten Hunde wieder hereingekommen und haben den Anforderungen von seiten der Majorität Rechnung getragen. Sie sehen also den gewaltigen Unterschied, der zwischen den Slowa Ten und den deutschen Regierungsparteien bei der besteht. Verhandlung über den Eintritt in die Regierung * da alle Kritik des Budgets nichts nüßt, fondern alle Anregungen unberücksichtigt bleiben. Wir haben von jedem der Berichterstatter im AusSchuß vernehmen können, daß er die unber änderte Annahme des in Beratung stehenden Kapitels verlangt, und von all den Abänderungs- Anträgen, welche im Budgetausschuß gestellt wurden, ist nicht ein einziger angenommen worden. Im Berichte des Herrn Generalberichterstatters wird festgestellt, daß 28 Resolutionen angenommen wurden; das ist das Ganze, was der Budgetausschuß beschlossen hat. Dabei pflegt aber die Regierung auch solche Resolutionen, welche die e init im mige Genehmigung der gesetzgebenden Körperschaft gefunden haben, nur selten zu beachten. Davaus ersehen Sie schon, wie wenig Wert die Annahme solcher Resolutionen hat. Der Kitt für die tschechisch- deutsche Mehrheit ist einzig und allein die Interessengemeinschaft der bürgerlichen Parteien beider Nationalitäten wie sie zuerst bei den Zöllen und bei der Kongrua zum Ausdruck fam. Wenn wir uns das Programm der bürgerlichen Parteien und die Außerungen einzelner Wortführer ansehen, so kommen wir bald barauf, daß das Bindeglied zwischen ihnen ihre antisozialen Handlungen und antisozialen Bestrebungen find. Voranschlag, Motivenbericht, das Exposee des Herrn Finanzministers und der Verlauf der Ver handlungen im Budgetausschuß bieten uns genü Zweck der Generaldebatte über den Staats- gend Beweismaterial über die Absichten der Koavoranschlag ist auch die Stellungnahme zu den litionsparteien, soweit diese Absichten nicht schon Verhältnissen im Staate überhaupt und zur Re- in die Tat umgesetzt worden sind; in den Ziffern gierung im besonderen. Der Vertreter unseres des Voranschlages tommen wir schon darauf, daß Slubs hatte bei der an die Vorstellung des neuen es antisosialistische Tendenzen sind. Ministeriums anschließenden politischen Debatte bereits Gelegenheit, unsere Stellung zur Regierung und zur Koalition zu kennzeichnen. Ich kann mich daher damit begnügen, mich mit der gegen wärtigen Situation zu befassen. noch immer in Schwierigkeiten. Als vor kurzem eine Deputation der Kriegsbeschädigten hier im Hause vorsprach, da hat der Herr Vertreter der deutschen Christlichsozialen, Bobet, ihnen versichert, daß seine Partei mit aller Entschiedenheit für ihre Forderungen eintreten werde. Auch in den Versammlungen der Kriegsbe schädigtenorganisationen anerkennen die Herren der Mehrheitsparteien die Berechtigung der Forderungen der Kriegsbeschädigten und versprechen, für sie einzutreten. Was für ein Schwindel aber mit diesen Allerfönnen wir aus dem ärmsten getrieben wird, können Budget ersehen. Der Herr Finanzminister hat für die Kriegsbeschädigtenfürsorge denselben Betrag eingestellt, wie im vorjährigen Budget, obwohl man im letzten Jahre um 145 Millionen mehr aufwenden mußte, als präliminiert waren. Als wir daher den Antrag einbrachten, die Post Inval denfürsorge" selbstverständlich um diesen Betrag zu erhöhen, da haben die Vertreter der bürgerlichen Parteien, die den Kriegsbeschädigten vorher alle möglichen Versprechungen machten und noch machen, im Budgetausschuß den Mut aufgebracht. unseren Antrag n'ederzustimmen, und so gezeigt, daß sie es mit den Invaliden nicht ernst meinen, Genosse Hackenberg stellt weiter zu der angeblichen Attivität des Budgets sest, daß der Herr Generalberichterstatter und der Finanzminister wohl selbst nicht glauben, daß sie Der Herr Finanzminister hat erklärt, baß der Budgetüber chuß die Vorschüsse auf die Lehrergehalte, von 20 Millionen nicht 20 Millionen nicht konstruiert, sondern wirklich vorhanden sei. Wenn wir uns die auf Grund des Paritätsgesetzes den autonodie Mehreinnahmen ansehen, so ist es die aus- men Körperschaften gemacht wurden, jemals zuschlaggebende Post von 1.044 Milliarden, die rüdbekommen werden. beim Kapitel Finanzministerium als Mehrertrag berzeichnet ist. Dieser Mehrertrag soll außer durch Eintreibung der Steuerrückstände insbe sondere durch höhere Erträgnisse der um sa steuer und der Zölle erzielt werden. Wir haben uns im Ausschuß eingehend mit der größten Steuerpost, der Umsatzsteuer, . Wären diese Vorschüsse im Budget ordnungsmäßig berücksichtigt worden, so müßte der Voranschlag mit einem erheblichen Defizit schließen. Wir stehen in der Verhandlung des Voranschlages und die geaenwärtige Regierung befindet sich auf der Suche nach einer Mehrheit Auch die Kommunist en schnitten bei den Während wir hier im Hause den Voranschlag beWahlen schlecht ab. Sie sind eine im Schwinden handeln, wird hinter den Kulissen weiter berhanbegriffene Gruppe und je eher sie gänzlich ver- delt, um eine der Parteien des Hauses für die ReBei der Arbeitslosenfürsorge müssen wir festschwinden werden, desto eher wird die Einheits- gierungsmehrheit zu gewinnen. Dieses Berhanstellen, daß hiefür nur mehr 11 Millionen front der Arbeiterschaft zustande kommen. Dies beln ist eigentlich nichts anderes als ausgeworfen fin gegen 27 Millionen im Vorjahr. lehren speziell die Verhältnisse in Polnisch- Oberein schäbiger Kuhhandel. schlesien, wo die kommunistische Zerstörungsarbeit Als das Genter System beschlossen wurde, hat viele soziale Errungenschaften der Arbeiterschaft Es handelt sich bei diesen Verhandlungen nicht beschäftigt und dem Herrn Finanzminister ins wohl niemand daran gedacht, daß das Gesetz zur unmöglich gemacht hat. Silesianus. um die Erfüllung programmatischer Grundsätze, sondern es ist ein schäbiges Verhandeln über die Gedächtnis gerufen, daß er es war, der die Um- Zeit der ärgsten Wirtschaftskrise in Kraft gesetzt sondern es ist ein schäbiges Verhandeln über die fatzsteuer in einer Broschüre als unmora- werden könne. Das ist aber geschehen und so Beuthen, 22. November. Von den Gemeinde- Miniſterſite, über eine Anzahl von Stellungen, lische und antisoziale Steuer, welche die kann nur ein geringer Bruchteil der Arbeitslosen wahlen in Polnisch- Schlesien liegen nunmehr end- über persönliche Vorteile, die gewährt werden Aernisten der Bevölkerung am meisten treffen der Unterstützungssätze teilhaftig werden, weil das gültige Wahlziffern aus den Wahlkreisen Katto- sollen. Aber wir müssen anerkennen, daß die Par- wird, bezeichnete, und am Schluß dieser Broschüre Gesetz in einer Zeit in Kraft gesetzt wurde. da with Stadt, Königshütte Stadt, Landkreis Katto- tei, um die es sich handelt, bei den Verhandlungen wiz und Kreis Schwintochlowitz vor. Die Zahl ziemlich zähe ist und so viel als möglich her- zu dem Ergebnis kam, daß das Gesetz eben wegen schon große Arbeitslosigkeit herrschte. Wir stehen der gültigen Stimmen betrug in diesen vier Serei- auszuschinden sucht. Es haben sich eben die Slo- feiner antifozialen und unmoralischen Tendenz deshalb auf dem Standpunkt, daß zur Zeit der sen 240.953. Davon entfallen auf die deutsche waken ein Beispiel an den Verhältnissen des alten zu befristen sei und wieder aus der Welt Krife mindestens eine ausgiebige StaatsWahlgemeinschaft und die deutschen Sozialisten Desterreich genommen und sie führen die Ver- geschafft werden müsse. Darauf hat der hilfe notwendig ist. 11 Millionen im Budget 132.063, auf rein polnische Parteien 89.551 und handlungen so ähnlich wie im alten Desterreich Herr Finansminister erklärt, es sei das beste Mit- für Arbeitslosenfürsorge, das ist die Antwort des auf die gemischten Parteien 19.339 Stimmen, da- die Polen. Der Tschechoslowakische Staat hat ähn- tel, das Unisatzsteuergesetz um ½ Prozent herab- Herrn Finanzministers, der uns auf un'ere Anbon 4340 auf die Stuftos- Gruppe, 6357 auf die liche Schwierigkeiten durchzumachen wie das alte zusetzen, dagegen die Steuerschraube fester anzu frage hin auf einen eventuellen Nachtragskredit Stommunisten und 8642 auf die national gemisch- Desterreich, weil er fein National. sondern ein ziehen und für die Erzielung eines höheren Er- vertröstet hat. ten Mittel- und Wirtschaftsparteien. Diese end- Nationalitätenstaat ist. Bei diesen Schwierigkei- trages zu sorgen; nur unter diefer Voraussetzung gültigen amtlichen polnischen Wahlergebnisse be- ten zeigt es sich, daß auch die Methoden des alten fönne man an eine Serabfebung der Umsatzsteuer denken. Also feine Rede mehr von der Aufhebung stätigen den großen Sieg des Deutsch- Desterreichs angewendet werden, daß man ver- ber Steuer, sondern ein vermehrter Druck, damit der Steuervertrag noch höher werde. tums im Industrierevier, wozu die ge- handeln und Zugeständnisse machen muß. nannten vier Kreise gehören. Bezeichnend ist auch, daß beispielsweise im Landkreis Mattowitz bei dem Plebiszit im Jahre 1921 66.191 polnische und 52.892 deutsche Stimmen abgegeben wurden. Bet den jetzigen Gemeindewahlen 42.780 deutsche und nur 34.830 polnische Stimmen. Die Slowalen find ziemlich hartnäckig; sie sind nicht gewillt, so ohne weiteres auf bloße Versprechungen hin in die Regierung einzutreten und der Regierung das zu appor tieren, was sie wünscht. An dem Verhalten der Slowaken bei diesen Verhandlungen hät Auch die Haltung des Herrn Finanzministers zu den Zöllen ist äußerst interessant. Er hält feste Zölle für eine Wohltat für unsere Volkswirtschaft, weil durch die Zölle eine Steigerung der Kauftraft der Bevölerung herbeigeführt Bei den sozialen Lasten hat Herr Dr. Englis sehr damit geproßt und geprahlt, was die Tschechoslowakei an sozialen Fürsorgeeinrichtungen schon alles leiste, und hat alles Mögliche und Unmöglich diesem Kapitel zugezählt. Ich habe im Budgetausschuß den Herrn Finanzminister an seine bef sere Vergangenheit erinnert und meiner Ueberraschung über den Wandel in seinen Ansich ten Ausdruck gegeben. Es mag sein, daß Genosse Bohl mit seinem Zwischenruf recht hat, daß dies vor jener Beit gewesen ist, ehe er Verwaltungsrat Dienstag, 23. November 1926. wurde. Hauptsächlich aber ist die Ursache dieses Ziffern über die Arbeitslosigkeit hängen stark Besinnungswechsels wohl die, daß sich der Herr Finanzminister jetzt so ganz als der Finanzminister der Zollloalition fühlt, ba er im Kabinett eigentlich ein Beamtenminifter ift. Seite 3 Niederlage der Koalition im sozialpolitischen Ausschuß. Ein geglückter Borstoß des Genossen Laub in der Invalidenfrage. Die Deutschbürgerlichen in der Klemme. von der Art der Zählung ab ob man nämlich imstande ist, alle Arbeitslosen zu zählen, oder nur die zählt, die eine Unterstützung bekommen, oder nur diejenigen, die die Arbeitsvermittlungsämter in Anspruch nehmen. Durch die vorgeleg ten Arbeitslosenziffern ist das ganze Elend der Genosse Pohl: ,, Ein gekaufter Wissenschaftler!" Bevölkerung feinesivegs erfaßt. Gehen Sie Prag, 22. November. Im sozialpolitischen halber ihr Ausschußmitglied Čuřit durch einen Genosse Hackenberg: Mag sein, daß er als sol- hinaus in die Industriegebiete und schauen Sie Ausschuß ſtand heute bloß die Zuteilung des cnderen ersetzt, um sich nicht gar zu sehr bloßzuher zu behandeln iſt, jedenfalls hat er sich von sich an, wie es mit den beschäftigten Arbeitern Afieneinlauses auf der Tagesordnung. Genosse stellen. der Regierung für diesen Zweck mißbrauchen las- aussieht und namentlich mit der Kurzarbeit, Taub benützte diese Gelegenheit, um zu verlanfen. Beim Durchlesen des Exposees kommt man die eine ständige Einrichtung geworden ist. Da gen, daß der Regierungsentwurf über die Festzu der Ansicht, daß Dr. Englis den Befähigungs- ist das Elend groß und das mus natürlich auch sehung der Einkommensteuergrenze der Kriegsbe nachweis als Mitglied der agrarischen Partei er- in Berücksichtigung gezogen werden. Nun haben schädigten auf die Tagesordnung der nächsten bringen will, denn so sehen seine Aeußerungen die Regierungsparteien durch die Verteuerung Sigung gestellt werde. Im Zusammenhange zur Begründung der Taten der Zollfoalition aus. der Lebensmittel und die Zölle eine weitere VerSerr Dr. Englis ist in allen seinen Aeußerungen elendung herbeigeführt. reaktionär geworden. Er hat sich in seinem Exposee für die Herabsehung der sogenannten Produktionssteuern eingesetzt. Wenn wir in der Steuerreformvorlage nachsehen, wie das Herr Dr. Englis meint, so finben wir eine Herabsetzung der Steuer für die befizenden Klassen und ihre Auflastung auf die besiglosen Klassen oder zumindest eine ungleiche Serabsetzung der Steuerlast zugunsten der Beftpenden. Als eine Erschwerung der Produktion empfindet es der Herr Finanzminister, daß manche Unternehmer Ferner hat die Regierung die Absicht, mit der freien Wirtschaft auch auf dent Gebiete des Wohnungswesens einzusetzen. Das so notwendige Bauförderungsgesetz wird nicht in Angriff genommen, dagegen besteht der Plan, damit stellte Genosse Taub den weiteren Antrag, daß überhaupt alle die Kriegsbeschädigtenfürsorge behandelnden Initiativanträge der verschie denen Parteien gleichzeitig mit der Regierungsvorlage im Ausschuß behandelt werden sollen. Run war aber, da die Präsenz der Regierungsparteien zu wünschen übrig ließ und insbesondere die deutschen Klerikalen überhaupt fehlten, die Opposition, die durch die deutschen und tschechischen Sozialdemokraten, die tschechischen Nationalsozialisten die deutschen fehiten bei dieser wichtigen Sizung und die Nationalpartei vertreten war, in der Mehrheit und der Antrag Taub wurde somit mit 11 gegen 9 Stimmen zur großen Verblüffung der Regierungsparteien angenommen, da sich die tschechische Vollspartei der Stimme enthielt! Gegen den Antrag Taub stimmten mit der Koalition auch die deutschen Landbündler, eine Erhöhung der Mietzinse Die wichtigsten sind die Anträge auf entsprechende herbeizuführen. Wenn nun diese angekündigte im Einklang mit den Forderungen der KriegsErhöhung der Invalidenbezüge, die Reform kommen sollte, dann wird auch noch den beschädigtenorganisationen schon vor vielen Mona- obwohl doch auch ihre eigenen Anträge in allerarmsten Leuten der Mietzins in die Höhe ten von unserer Partei, den Kommunisten und der Kriegsbeschädigtenfürsorge nun endlich eingetrieben und eine weitere Verelendung muß auch von den Deutschbürgerlichen mal auf die Tagesordnung des Ausschusses komeintreten. gestellt wurden, ferner ein Antrag unserer FrakGenoffe Hackenberg beschäftigt sich nun gestellt wurden, ferner ein Antrag unserer Fratdie Einkommensteuer für die Angestellten die würdelose Demagogie, die die Landbündler weiter mit den verschiedenen antisozialen Tenden- fion auf Gewährung einer nachträglichen Anmelde- men und durch beraten werden sollen! Nichts taun zen, die sich in dem Verlangen nach Durchbrechung frist für Kriegsbeschädigtenrenten, da der seiner mit den Kriegsbeschädigten und ihren berechtigten selbst bezahlen. Besonders die Bankangestellten der Sonntagsruhe, Aufhebung des Acht- Dinge versäumt wurde. Selbst die Koalition hat hüllt wurde, klarer kennzeichnen als diese Abzeitige Endtermin von vielen aus Unkenntnis der Forderungen getrieben haben und die nun ents haben es ihm angetan. Als wirksames Mittel zur stunden tages und in dem Sturmlauf gegen die Notwendigkeit dieses Antrages eingesehen und notwendigen Herabsetzung des Zinsfußes fieht er die Sozialversicherung zeigen, und verstimmung. Der Finanzminister will an den Indie Verminderung der Regiekosten der Ban- langte ut. a. auch die baldige Durchführung der ihn daherum unserer Partei den Rang abzu- validen 150 Millionen sparen und sofort machen len an, die dadurch herbeigeführt werden soll, daß Wahlen in die Sozialversicherungsinstitute, die laufen und ja nicht eine Vorlage einer Oppo- fich die Landbündler diese de oalitionsnots sich die Angestellten ihre Einkommensteuer selbst den Herren von den Regierungsparteien momen- fitionspartei annehmen zu müssen, vor einigen zu Klerikalen Čuřit eingebracht. Sonntag hat er einen langen Artikel über die in bezahlen haben. In den„ Lidove Noviny" vom tan zu gefährlich erscheinen, so daß der Fürsorge Tagen als eigenen Initiativentrag des Tschechisch wendigkeit" völlig zu eigen, obwohl sie daUnübertragbarkeit der Einkommensteuer geschrieben und diese zu begründen versucht. Er vergißt dabei, daß die Unternehmer die Steuer ja nicht aus ihrer Tasche bezahlen, sondern dem Angestellten eben um diesen Betrag weniger Lohn oder Gehalt geben. Eine Aenderung des bisherigen Zustandes müßte eine schwere Schädigung der Angestellten, eine empfindliche Herabsehung ihres bisherigen Einkommens bedeuten, das ohnehin in feinem entsprechenden Verhältnis zu den Kosten der Lebenshaltung steht. Der Herr Finanzminister hat aber auch von der ,, Mißwirtschaft bei den autonomen Rörperschaften" zum mit ihren eigenen Anträgen ins Gesicht schlagen. Daß ihnen unter diesen Umständen die Verhandlung dieser Anträge, die durch den geglückten Vorstoß des Genossen Taub nun für die nächste Sibung angesetzt ist, äußerst uit angenehm ist, kann man den ertappten Demagogen wohl nachfühlen. In der nächsten Sizung werden die Deutschbürgerlichen zu ihren eigenen Anträgen in der Kriegsbeschädigtenfürsorge cindeutig Stellung nehmen müssen, wobei sie mit ihren Koalitionsverpflichtungen in einen unlösbaren Widerspruch geraten. minister Sram et angeblich schon die Einsetzung von Verwaltungskommissionen und die Ernennung Durch den Antrag Taub geriet die Koalition von Schiedsrichtern plant. Weiters will man die und namentlich die deutschen Landbündler in 18monatige Dienstzeit aufrechterhalten und die nicht geringe Verlegenheit, Deutschbürgerlichen wollen dem diesbezüglichen da es bei einer Verhandlung der eingebrachten Antrag mit der Barole zustimmen, daß der deutsche Anträge auf Besserstellung der Kriegsbeschädigten Bauer eine wohl ausgebildete Armee brauche, aunt Borschein fommmen müßte, daß sie, wie auch ebenso wie sie für den Reptilienfonds von acht Genosse Sadenberg in seiner Budgetrede Millionen, für die französische Militärmission ausführte, ihnen wohl alle möglichen Verund für alle Ausgaben für die Regierungspresse ausführte, ihnen wohl stimmen, die sie bisher bekämpft haben, und sogar sprechungen machen, ohne an die Einlösung für das Bodenamt, in dem sie auch heute dieser Versprechungen auch nur im geringsten zu denken. Das wahre Gesicht der Koalition hat sich noch keinen Vertreter haben. ja schon in der Budgetdebatte im Ausschuß gezeigt, wo sie, die Deutschbürgerlichen mit Wofür sie sich entscheiden werden, tann alleingeschlossen, nichts an der Absicht des Finanzministers auszusehen fanden, am Budget gesichts der bisher bewiesenen Liebedienerei der Kriegsbeschädigtenfürsorge fast 150 Millionen für die tschechischen Koalitionsgenossen wohl keizu ersparen und so das Budget auf Kosten der nem Zweifel unterliegen. Die Kriegsbeschädigten ärmsten Krüppel ins Gleichgewicht zu bringen. aber werden sehen, was sie von bürgerlichen Die Tschechischklerikalen hatten schon vorsichts-| Versprechungen zu halten haben! Der Landbündler Windirsch hat dies als Schönheitsfehler erflärt, wie sie in jeder Vernunftehe vorkommen. Es ist also eine Vernunftehe, die sie abgeschlossen haben und sie verpflastern die Schönheitsfehler, die sie bereit sind in Kauf zu nehmen! Genoffe Dr. Czech: ,, Also ein Pflaster darauf aus dem Dispositionsfonds!" Genoffe Hackenberg wendet sich zum Schluß seiner Ausführungen sodann der Coburg- Affäre sowie davon gsprochen, daß man dort einen Sparzwang einführen müßte, und hat auch schon einen diesbezüglichen Gefeßentwurf über die Regelung der Finanzwirtschaft der Selbstver waltungsförper eingebracht. Wir haben alle Urfache. schon jest dagegen auf das entschiedenfie Stellung zu nehmen. Ich will nur darauf hinweisen, daß die Gemeinden nicht nur große zu und weist auf den diesbezüglichen Antrag unLasten zu tragen haben, zu denen eigentlich der ferer Fraktion hin, daß der Ministerpräsident darStaat verpflichtet wäre. Ausgaben in sanitärer über dem Hause Aufklärung geben soll. Er verSinsicht, für Schulzavede und Arbeitslosenfür weist darauf hin, daß wir ein eminentes Interesse forge, sondern, daß die Gemeinden auch darunter daran haben, wieso die lex Cyrill in das Gesetz chiver zu leiden baben, daß ihnen der Staat die über die Fideikommisse gekommen ist, und deckt Steuerhoheit genommen und sie auf den Um die Widersprüche zwischen dem Vertreter des lagenivea angewiesen hat, Wie hoch diese Um- Außenministeriums und dem Vertreter des Justiz lagen bei manchen Gemeinden durch die über- ministeriums auf, von denen niemand die Urmäkige Belastung werden, sehen wir besonders in heberschaft auf sich nehmen will. Mähren, wo das fogenannte Verpflegskostendrit tel von den Gemeinden zu bezahlen ist, das viel fach Hunderte von Prozenten des Steuerfahes ausmacht. Der Herr Finanzminister hat uns darauf erwidert, daß es notwendig sein werde, diese Ausnahmsbestimmung für Mähren auch in den anderen Ländern einzuführen. Wir werden uns mit aller Entschiedenheit dagegen wehren. Genosse Hackenberg geht dann auf die Staatsschulden Was uns besonders interessiert, sind die Gründe, warum der bisherige Untersuchungsrichter abgesetzt wurde, warum man den Staatsanwalt ausgewechselt und einen antderen Staatsanwalt mit dieser Angelegenheit betraut hat. In jedem anderen Staate würde sich ein Minister bereit finden, auf diese dezidierten Fragen zu antworten. Wir hier sind nicht imstande, dies zu erzielen. Wir haben gelesen, daß sich der Herr Justizminister den Akt geben ließ, um denselben zu studieren. Es genügt uns nicht, wenn der Justizminister den Alt lieft. In jedem anderen Staate würde der Justizminister ins Parlament tommen und über eine Affäre, die so viel Staub aufge wirbelt hat, der gesetzgebenden Körperschaft Bericht erstatten. cin, die mit 35 milliarden ausgewiesen werden. Mehr als eine Milliarde ist für den Zinsendienst erforderlich, 600 Millionen für die Tilgung und 50 Millionen für die Verwaltung. Der Passus, daß das Verzeichnis der Staatsschulden„ fozulagen" vollständig ist, ist etwas eigenartig. Der Herr Berichterstatter hat den mutmaßlichen Betrag von 20 Milliarden für die Reparationsschuld als Sirngespinst erklärt. Ich kann den Wenn dies dem Herrn Justizminister sprachliche Herrn Berichterstatter daran erinnern, daß es Schwierigkeiten bereiten sollte, wir haben nichts der Außenminister Dr. Benes war, der hiefür dagegen, wenn er seinen Sektionschef mit dieser fogar einen Betrag von 30 Milliarden genannt Aufgabe betraut. Uns würde auch dies genügen, aber Aufklärung wollen wir haben. hat. Wir möchten endlich schon einmal wissen, wieviel wir schuldig sind. Der Herr Berichterstatter hat stol; erklärt, wir seien nahe daran, ein Friedensbudget nahe an den Ziffern der Vorkriegszeit zu haben. Ich höhe nur gewünscht, daß der Herr Berichterstat ter auch festgestellt hätte, ob die Einkommensverhältnisse der Bevöl ferung und die Wirtschaftsverhältnisse sich auch schon in diesem Maße der Borkriegszeit aenähert ben, ob die Kauffraft des Lohnes und die Löhne der einzelnen Arbeiter im selben Verhältnis zu den Vorkriegslöhnen stehen. Wenn dies der Fall wäre, dann fönnte man proben und prablen, aber nicht mit dem Biffernmaterial des Generalberichterstatters. Wir haben keine Ursache zum Jubel, sondern im Gegenteil, alle Ursachen zum lagen. Die Krise bat lange noch nicht den Höhepunkt überschritten und sie ist bei uns nicht weniger schmerzlich, als in anderen Ländern. Die In jedem anderen Staate, in dem solche Antgriffe erhoben werden, wie gegen den der zeitigen Schulminister Dr. Hodža, würde es der Minister für notwendig erachten, vor die gefeßgebende Körperschaft zu treten und der felben flaren Wein einzuschenken. Es ist eine Mißachtung der gesehgebenden Körperschaft und ihrer Rechte, daß man es bisher nicht für notwendig gefunden hat, aus freien Stüden heraus vor das Plenum zu treten und Aufklärung zu geben. Wenn Sie das alles ins Augen fassen und berücksichtigen, daß mit der Bewilligung des Voranschlages auch eine Vertrauenstund-= gebung für die Regierung verbunden ist, wer den Sie begreifen, daß wir für eine solche Ver trauenstundgebung nicht zu haben sind und daß wir gegen das Budget stimmen, nicht nur weil wir mit dem Inhalte desselben nicht einverstanden sind, sondern weil wir durch diese unsere Handlung, der Regierung das Mißtrauen aussprechen wollen.( Lebhafter Beifall und Händellatschen.) Der Coburgstandal. Der Antragsteller der Ler Cyrill- Sektionschef Dr. Bobet vom Innenministerium.- Cyrill, die Bischöfe und die Slowakische Boitspartei, Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß ist notwendig. Seit mehreren Tagen ist ein Rätselvaten im| slowakischen Sozialdemokratie Robotnicke NoGange, wer der eigentliche Verfasser der Lex Cyrill viny" beleuchtet. Es wird nämlich darin erklärt, ist. Bekanntlich hat der Vertreter des Außen- warum die Presse der slowakischen Volkspartei ministeriums Dr. Pallier im Budgetausschuß er über die Coburgaffäre bisher nichts geschrieben flärt, daß als der Verfasser der Sektionschef hat. Bischof Bubnic war, so schreibt das Blatt, Hartmann des Justizministeriums anzusehen als Kandidat für den Rosenauer Bischofsposten sei, was dieser aber im Prager Tagblatt" bestritt. aufgestellt. Die Prager Regierung arbeitete gegen Nun meldet das„ Prager Tagblatt" am Sonntag, diese Kandidatur, mußte sie aber schließlich afzepdaß der Antrag auf Ergänzung des Gefehentwur- tieren und Bubnic wurde zum Bischof ernannt. fes betreffend die Aufhebung der Fideikommisse, Es drohte nämlich eine größere Gefahr. Der Bawodurch eben das Coburgsche Erbe dem Prinzen tikan wollte Bubnic zum apostolischen AdministraCyrill zugeschanzt werden sollte, in der Situng tor des Graner Erzbistums mit dem Site in der verfassungsrechtlichen Pětka am 6. Juni 1924 Türnau und zugleich zum neuen Erzbischof von bom Sektionschef des Innenministeriums Dr. Türnau ernennen. Damals begriff man in der Bobet gestellt wurde. Nach durchgeführter De- Slowakei nicht, wie sich Hlinka für Bubnic erpo batte wurde dieser Zusatz neu stilisiert und vom niere. Wer hat also in Rom den Einfluß Hlintas anwesenden Sektionschef des Justizministeriums zu Gunsten Bubnic unterstützt? Vor allem Pris Hartmann aufgezeichnet. Während der Verhand- mas Czernoch. Aber dessen Einfluß genügte noch lung des Abgeordnetenhauses am 26. Juli 1924 nicht, und deshalb suchte Hlinka eine andere hochwurde in dieser Sigung über Einschreiten des stehende Person, ein Mitglied eines HerrscherhauAußenministers Dr. Benes der Zusat als Initia- ses, das beim Vatikan Einfluß hat und fand den tivantrag der koalierten Parteien vereinbart. Der Prinzen Cyrill. Vergeblich waren nun alle Angenannte Sektionschef des Innenministerums be- strengungen der Prager Regierung, alle Proteste stätigt, daß er den Antrag eingebracht und daß er der tschechoslowakischen Minister, Prinz Chrill den Minister des Innern um das Disziplinarber- setzte in Rom den Willen Hlinkas durch. fahren gegen sich ersucht habe. In den sonntägigen Lidovy Noviny" setzt Dr. Jaroslaus transty seine gegen Dr. Hodža begonnene Kampagne fort. Er schreibt unter anderem: Mit Recht hält sich das„ Ceste Slovo" darüber auf, daß die Untersuchung gegen den in Haft befindlichen Dr. Eisler plötzlich von einem anderen Richter übernommen wurde. Die Oeffentlichfeit und das Parlament sollten sich mit der Angelegenheit beschäftigen. Das ,, Narodni osvobozeni" Minister Hodža verstand es, die Slowakei der tritt für eine besondere Untersuchungskommission agrarischen Partei tributpflichtig zu machen, doch des Parlaments ein, was bekanntlich auch von glaube ich, daß es sich weder ihn noch der agra- den tschechischen Sozialdemokraten und von unserischen Partei später auszahlen werde. Bis fich rer Partei verlangt wird. Die Bevölkerung hat zu der amtlichen Untersuchung der Angelegenheit einmal in voller Nacktheit das zeigen wird, was fein Vertrauen mehr, das Parlament selbst muß man in der Slowakei als Bodenreform und Forst- in das Dunkel dieser Affäre hineinleuchten. berwaltung bezeichnet hat, wird es einen Tag groBen Grolles geben. Ich sehe die Perfektion der Slowakei darin, wenn aus den dortigen herrlichen Wäldern mehr ausgeforstet wird, als unter einer ordentlichen Verwaltung und Kontrolle ausgeforstet werden soll, wenn slowakisches Holz unter dem Preis verlauft wird, wenn schleuderhaft parzelliert wird, wenn man das Land verarmt, während Ausländer sich bereichern, wenn nicht gebaut und die Korruption nicht bestraft wird. Die Zusammenhänge, die zwischen dem Prinzen Coburg und der slowakischen Boltspartei bestehen, werden von dem Organ der Devisenturie. Prager Kurse am 22. November. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart 100 belgische Belgas 100 Schweizer Franke 1 Pfund Sterling 100 Bire 1 Dollar 100 franzöfifche Franks 100 Dinar Geld 28are 1350.1211356.121/ 2 • 801.25 805.25 469.50 472.50 650.87% 58.87% 163.50 1: 4.50 163.60 164.70 33.70 10.000 magharische Kronen 100 volnische Zloth 100 Schilling. 120.55 121.95 59.50 60.4.69% 4.79% 871.87 377.37 475.87/ 478.8772 Geite 4 Die sozialistische Bierländertonferenz. Berlin, 22. November.( Eigenbericht.) Die sozialistische Vierländerkonferenz, die in Luxemburg abgehalten wurde, war von Vertretern der fozialdemokratischen Parteien Frankreichs, Englands, Deutschlands und Bel giens beschickt. Der Zweck der Konferenz war, der Politik der internationalen Verständigung und Versöhnung neue Impulse zu geben und Richtlinien festzulegen, die der Zusammenarbeit der Arbeiterparteien zur Sicherung des Friedens als Grundlage dienen sollen. Die deutsche Delegation hatte eine Resolution vorgelegt, die im Sinn der früheren Beschlüsse der Kongresse der Arbeiterinternationale abgefaßt war. In der Resolution, die einstimmig genehmigt wurde, heißt es u. a.: Die wirkliche und dauernde deutsch- französische Annäherung, die für die Festigung des Friedens unterläßlich ist, schließt notwendigerweise das Ende der militärischen Beseßung deutschen Bodens ein, wozu die Ausführung des Dawes- Planes, Deutschlands Eintritt in den Völkerbund und das Inkrafttreten des Pattes bon Locarno die notwendigen Voraussetzungen geschaffen haben. Kramar gegen das Gemeindewahlrecht. Wie zielbewußt die politische Reaktion die Deffentlichkeit zu beeinflussen sucht, davon zeugt eine Stelle aus der Rede, welche Dr. Kramař ant Sonntag auf dem Kongreß der nationaldemokratischen Gemeindevertreter hielt. Er führte aus: Diese Umstände zeigen, daß nichts übereilter war, als das allgemeine Wahlrecht auch in die Gemeinden einzuführen! Ich war für die Einführung des allgemeinen Stimmrechtes für den Staat, aber es ist bedenklich in der Gemeinde, wo die Schwere der Pflichten vor allem nur die Steuerzahler spüren! Und die Steuerzahler sind es hauptsächlich, welche die Last der Gemeindeumlagen verspüren. Diese sind auch von dem Gefühl der Sparsamkeit erfüllt. Sie sind bereit Opfer zu bringen, aber nicht vergeblich zu verschwenden. Erinnern Sie sich nur daran, wieviel neue Wähler die neue Wahlordnung gemacht hat und wieviel Zuschläge dadurch entstanden sind. Der Uebergang aus den ehemaligen drei Wahlkörpern war zu plötzlich, so daß zur Führung der Gemeindeangelegenheiten vielfach Elemente tamen, welche nichts verstanden. Ich will die breiten Massen aus der Tätigkeit in der Gemeinde nicht ausschließen, aber diese Schichten dürfen nicht diejenigen verdrängen, welche tatsächlich zahlen. Tagesneuigkeiten. Genosse Josef Schuller gestorben. Dienstag, 23. November 1920. Rundfunk für Alle! Programm für Dienstag. Kierulf: fchaftlicher Rundfunk. 14: Börsennachrichten. 16 30: Nach 17.30: Prag, 349. 11: Mittagstonzert. 1. Linde: Lysistrate. Wie der Karlsbader ,, Volkswille" berichtet, 2.' Albert: Intermezzo aus„ Liefland". 3. Frans: Kon 4. Wagner: Siegmunds Liebeslied aus ist Freitag im Krankenhause in Elbogen im Alter aerikomposition. Walküre". 5. Micheli: Ninna- Nanna. 6. Gilbert: One von 52 Jahren einer der verdienstvollsten Ver- step aus„ usbi". 7. Etept: Seimat so nah. 8 trauensmänner der westböhmischen Bergarbeiter- Springtana. 12: 3eitsignal, Breffenachrichten und landwirtbewegung, Genosse Josef Schusser gestorben. mittagsfons. Beethoven: 1. Sonate für Klavier u. Geige g- bur. Der Verstorbene stammt aus dem Pilsner Gebiet 2. Trio für Klavier, Geige und Violoncello b- dut Börsennachrichten und Hopfenmarktpreise. 18: Deutsche und war seit seiner Jugend in Westböhmen tätig. Sendung. Franz Karl Gina feh, Salzbur: Rezitation eige Er arbeitete in Neufatti, von wo er schon 1902 ner Dichtungen. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.30: Kinderstündchen. 18.45: Bortrag: Oeffentliche Partanlagen in den Vorstand der Bruderlade und 1907 in das und Spielpläge. 19: Bortrag: Wer finanziert das Gewerbe Revierkomitee der Bergarbeiter entfendet wurde. und in welcher Weise gefchiebt dies? 19.15: Landwirtschaft Gerade da hat er sich als ein fühl erwägender licher Bortrag auf Welle 1110. 20: Weiterborausfage und Breffenachrichten. 20.02: Rammermusit für zwei Alabiere. Taktiker erwiesen, der sich wohl nie von der Lei- 1. Saint- Saens: Variation über ein Thema von Beethoven. 2. Schubert: a) Du bist die Rub'; b) Mein, ewig mein; denschaft des Augenblids mitreißen ließ, dem aber c) Ganhmed. 3. Novat: a) Ländler; b) Furiant. 4. Schus auch Hoffnungslosigkeit und Berzagtheit fremd mann c) was will die einfame Träne; b) bie beiden Gre nabiere. 21: Beitſignal. Scribe: Die delikate Botschaft. waren. Insbesondere in der Zeit des Krieges hat 21.30: Blasmufit. Dostal: Fliegermarsch. Cermat: Erster er in der Ernährungsfrage ungemein viel gelei- zana. Pehlik: Bei uns zu Hause. Nelson: Die Tante. Hasler: stet und die Familien der Bergarbeiter, die da- Boita. Dobes: Der Brauer. 22. Leste Nachrichten des Prez mals seiner Arbeit so viel verdankten, werden büros, Uebersicht der Tagesereignisse, Sport und Theaterihm hiefür immer dankbar sein. Freitag abends versammelten sich die Vorstands- und Verival Breffe, Sport und Theaternachrichten. 17.40: Frauenum tungsratsmitglieder der Revierbruderladen in chau. Sonia in der Haushaltung. Falkenau, sowie die Mitglieder des Revierrates Boyfit. 19: stammermusik. 1. Beethoven: Quartett, Op. 18 und die Genossen Karl Lorenz und Abgeordneter Resitation und Gesang. 1. Proben aus dem bichterischen Adolf Pohl, würdigten dort ausführlich die Tätig- Schaffen Kvapils. 2. Foerster: Liebeslieder. 3. Aus Kvapils feit des Verstorbenen, die mehr als 25 Jahre zum nachrichten. Wohle der Arbeiterklasse gewährt hat. * Die Beiseßung. Karlsbad, 22. November. Am Sonntag er er Polfa. Labsfy: In guter Stimmung. unmann: Akademiker nachrichten. Brünn 441 14.30: Prager Effektenbörse, Wetters, 18: Beitzeichen. Land 18.20: Vortrag: Mufit unb wirtschaftsfunt. Johannisbrot. d- dur. 2. Klavierfonate. 3. Quartett Op. 18, c- moll. 20: Dichtungen. 4. Jirak: Biederzyklus. Beitzeichen, Breffe Breßburg, 300. 17.40: Sandwirtschaftsfunt. Von der Feinerzeugung". 18: Konzert. 1. Lalo: 2 und 3. Gat bes Konzertes. 2. Eisfeld:„ Rezitativ und cantabile". 3. Blätter mann: Rongertino". Cabat. 4. Halévy:„ Die Jüdin". Breffenachrichten. Budapest, 556. 16.47: Orchesterkonzert. 17.50: Juristischer Vortrag. 18.30: Radio- Amateurpost. 19: Uebertragung aus Daventry. 1600. 12: Quar 17.15: Ronzert 19: Tanzmusit. 20.30: Musikalisches Zwischenspiel. 21: Konzert. Beethoven: Mozart: Ouverture" Don Juan". Wagner: Chöre ,, Meistersinger". 22.45: Gaubert Rom, 423. Wien 517. 11: Vormittage 18.30: 3nfettionsfrantheiten in Südamerika. 19.10: Espe Zürich, 500. 15: Orcheſterfonaert. 20: Deutscher Opernabend. So offen wie es hier Dr. Kramař macht, hat noch kein bürgerlicher Politiker die Beseitigung des Der internationale Sozialismus muß, heißt es weiter, gemäß dem von ihm vertretenen Grund- eigen Gemeindewahlrechtes, einer der gesetzlichen Errungenschaften der Nachkriegszeit, verlangt. fatz auf die Streichung der interalli Aber Kramar hat mehr Mut zu sagen, was er ierten Schulden sowie auf die Beschrän- will, und so deutet diese Rede darauf hin, was kung der deutschen Schuld nach dem die bürgerlichen Parteien alle wollen, wenn sie es auch noch nicht wagen es zu sagen. Sie Die Konsolidierung hängt zum aroßen Teil von möchten alle zusammen Deutsche und Tschechen, oief Schufier die fich zu imrofonien tett. 14: Mittagsfongert. der Entwicklung des weltwirtschaftlichen Solidari Agrarier und Christlichsoziale die alten Ber- Chrung des toten Freundes gestaltete, der sich Streichquartett a- bur. tätsgefühles ab. Die sozialistischen Barteien müſſen hältnisse der Gemeinden der Borkriegszeit wieder durch sein unermüdliches organisatorisches Tante aus efterfinger" unablässig fämpfen, um eine größere Beteiligung herstellen, wo die Arbeiter vollkommen rechtlos lent bleibende Verdienste um die Arbeiterschaft er 21: Dramatiſcher Abend. des Staates und der Arbeiterorganisationen an waren. Aber sie sollen es nur wagen das Rad worben hat. Die Leiche war tagsüber in der Vor- musit. 16.15: Nachmittagstonzert. 18: Hygiene im Haushalt. der Leitung der neuen Zentren zu sichern, wo sich der Geschichte zurückzudrehen, sie werden dann halle des Bergarbeiterheims in Falkenau aufgeranto. 19:30: Englisch. 20.05: Konzertakademie: Rubinstein. ettvas erleben, daß ihnen Hören und Sehen ver- bahrt. Um 3 Uhr nachmittags versammelten sich rich, gehen wird! zahlreiche Trauergäste in der Halle, wo nach ein leitenden Harmoniumklängen Genoffe Bohi dem tiefempfundenen Nachruf Verstorbenen einen hielt, in dem er die Verdienste des toten Freun des ausführlich würdigte. Dann trugen Arbeiterfänger den Schottischen Barden" vor, worauf fich der Trauerzug in Bewegung setzte, dem eine unabsehbare Menge, darunter viele Abordnun gen von Partei und Gewerkschaften sowie autonomer Körperschaften folgte. der Austausch der Güter konzentriert. Inland. Der neueste ut schwur der deutschen National lozia ijten. Die Verbündeten Spinas und Mayr- Hartings gleichzeitig für die Einheitsfront mit Alldeutschen und Deutschnationalen! Wenn alle untreu werden, So bleiben wir doch treu Dem Spina und dem Lodgman: Mir san bei all'n dabei. Die deutschen und tschechischen Arbeiter aber mögen ernstlich darüber nachdenken, wie weit schon die bürgerliche Rückwärtserei gehen will. Einer der sich selbst ohrfeigt. Der Abg. Rudolf Böhm aus Niederebersdorf, ist einer der ärgsten deutsch- agrarischen Schreier. So laut er auch einst gegen die tschechische Regierung loszog, so eifrig ist er jetzt deren Zutreiber. Am Grabe sprachen für den Revierrat und Zu den schönsten" Früchten der deutsch- das Revierkomitee Genoffe Grundel, für die tschechischen Regierungspolitik gehört auch die Revierbruderlade Genosse Lorenz, für den AnDie deutschen Nationalsozialisten gehören be- Erdrosselung der Gemeindeautonomie mit Hilfe gestelltenrat und den Verband der Vergbau- und fanntlich nach wie vor dem Deutschen Ver- des Gesetzes über die Regelung" der Gemein- Sütteangestellten Genosse Hoffmann, für die Genosse Sch a band an, dessen Hauptstützen die deutschen definanzen. Die Landbündler sind bekannt- Kreisgewerkschaftskommiffion Agrarier und Christlichsozialen find, lich mit größtem Nachdrud für einen„ Schutz der ring und für die Kreisvarteileitung Abgeordalto jene Barteien, die die jetzige Regierung anderes verbarg, als ein heimtüdischer Angriff Abschieds. Arbeiterfänger fangen den Chor„ Ein also jene Parteien, die die jetzige Regierung Steuerzahler" eingetreten, hinter dem sich nichts neter Genoffe de Witte Worte des Dantes und gegen die Arbeiter mitbilden. Wie erſtann man mun, wenn man in der letzten Num- gegen den sozialen Fortschritt, wie er zu Gunsten Sohn des Volkes", worauf der Sarg der Erde mer des Prager ,, Montagsblattes" folgenden Be- der wirtschaftlich Schwächsten von uns gefördert übergeben wurde und die Trauergemeinde lang sam das Grab verließ. richt liest: Eger, 21. November. Die altdeutsche Bollspartei veranstaltete heute vormittags in den Frankensälen in Eger eine öffentliche Versammlung. an der auch zahlreiche Anhän ger der Deutschen Nationalsozialistischen Partei und der Deutschen Nationalpartei erschienen waren. Der Parteivorsitzende Direktor Schint a ta( Prag) sprach über das Thema„ ,, Die deutsche Not". Redner bekämpfte in längeren Ausführungen die Politik der deutschen Regierungsparteien, die einer Preisgabe des deutschen Selbstbestimmungsrechtes gleichkomme. Zum Schlusse jeiner Ausführungen rief Dir. Schimanazur Bildung einer völkischen Einheitsfront auf, der die Deutschnationalen, die Nationalsozialisten, sowie die übrigen kleineren völkischen Barteien und sämtliche völkischen Organisationen angehören mögen. Der Zusammenschluß müßte ein außerparlamentarischer sein und hätte die Aufgabe zu erfüllen, die Rückendeckung der deutschen Opposition im Prager Parlament zu bilden. Direktor Schimana richtete an die Führer der Deutschen Nationalpartei und der Deutschen Natio= nalsozialisten das Ersuchen, mit den Vorarbeiten zur Schaffung dieser völtischen Einheitsfront sofort zu beginnen. Im Namen der Egerer Nationalsozialisten erflärte Vizebürgermeister Schneider seine volle Zustimmung zu dem Vorschlage, ebenso im Namen der Nationalsozialisten Stadtrat Moriz Weiß. Die Versammlung, die einen ungestörten Verlauf nahm, schloß mit dem Lied Wenn alle untren werden. wurde. Gegen die Erwürgung des leßten Restes der Selbständigkeit erheben zahlreiche Bezirksverwaltungstommissionen und Gemeindevertretungen energisch Protest. Auch die Bezirksverwaltungskommission in Bensen tat dasselbe, wie nach folgende Zuschrift beweist: Bahl: 1718 Bezirksverwaltungskommission in Bensen. Bensen, den 15. November 1926. An Herrn Schweichhart, Abgeordneter in Bodenbach Wo ein Wille, da ist auch ein Weg. Deutschland. Rönigswusterhausen, 1300. 15: Spanisch. 15.30: Methodik des franzöfifchen Unterrichts. 17: Die moderne Schachpartie. 18: Die deutsche Reichsverfassung. 18.30: 2hrifer der Roman fir 19: Deutsche Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. 19.30: Sölderlin. 20.15: Uebertragung von Berlin, 484. mittagskonzert. 15.50: Nachmittagskonzert. 16.50: Sprache und Sprachfunstwerk. 17.15: Märchen. 18: Die Anfänge der schlacht", Tragödie von Goering.- Frankfurt, 429. 15.30: Jugendstunde. 16.30: Operettenmufif. 17.45: Di BuddenAn und aus", Rebne von Haller.- Breslau. 323. 13.20: romantischen Bewegung. 18.50: Konzert. 20.30: See Blattdeutscher Leipzig, 357. 16.30: Nachmittags broofs. 19.30: Altdeutsche Tafelmalerei. 20:„ Das Meer", Drama von Heynide. 22: Schallplattentonzert. Hamburg, 14.05: Hauskonzert. 15.15: 395. 12.30: Mittagskonzert. Frauenferienkurse in Orford. 18: Heitere Stunde. 18.50: das Recht der Mutter auf das sind. 19.40: Klänge aus Reugriechenland. 20.30: Klavierabend. 21.45 fonsert. 19: Die Belämpfung des Alterns. 22.15: Tanzmusir. Schneider von Schönau". Komische Over von Brandts Buys. tonzert. 19.30: Det München, 536. 12 45: Schallplatten 16: Frauenstunde. 17: Harfentonzert. 19: TrioMünster, 242. 13.30: Mozart- Konzert. 16: 3 Sonaten von tongert. 20: Chinefische Malerei. 20.30: Tiroler Abenb. on Nom. 20:„ Mennchen von Tharau". Hörspiel von Witzig. Bach. 17: Stunde für bie reifere Jugend. 17.45: Det Rönig 00000000000020000 jen zu betreuen sind, auch wenn sie nicht dem Anfang an die Kinder aller ParteigenosVerein Kinderfreunde" angehören. Wenn die Eltern sehen, daß der Verein etwas leistet, werden sie später von selbst beitreten. Die vor wenigen Tagen in Bodenbach abge- Man sage nicht: Das ist uns zu wenig. Wir baltene Fürsorgetonferens der Par- warten lieber noch, bis wir towas Ordentliches bai hat unter Hinweis auf die Beschlüsse des leisten können." Das klingt zwar ganz schön, be Auffiger Parteitages alle Genossen und Genossin- deutet aber gewöhnlich eine Verschiebung auf den nen neuerlich aufgefordert, in der Kinder- Sankt- Nimmerleinstag. Nicht, untätig warten, freunde bewegung, eifrig tätig zu sondern anfangen und so viel leisten, als eben fein, fie in jeder Weise, besonder 3 möglich ist! Die kleinste Tat ist tausendmal mehr auch materiell zu unterstützen und wert als die großartigsten Versprechungen. zu fördern." Es ist dringend notwendig, daß Ein Freund der Arbeit. In Jozford bei Cole unsere Genoffen und Genossinnen diese AufforDa der Gesezentwurf über die Neuregelung derung beachten und der so wichtigen Frage der ford starb der 91jährige Charles Hall, der 50 Jahre der Finanzwirtschaft der territorialen Selbstver sozialistischen Erziehung des Arbeiterkindes die ge- lang in den Eisenwerken Gbbo Bale Steel Works waltungsverbände durch die Beschränkung der Um- bührende Aufmerksamkeit schenken. Die Werbe- tätig war, sogar in letzter Zeit noch arbeiten wollte, lagenhöhe den Gemeinden und Bezirken die Mög- aftion unserer Kinderfreunde, die eben jetzt int was ihm jedoch die Gesellschaft nicht gestattete. Was lichkeit einer gedeihlichen Weiterentwicklung und Gange ist, muß endlich dazu führen, daß überfür eine Freude hätte Herr Bata an diesem Mann damit zugleich die Möglichkeit der Erfüllung der all, wo es eine sozialdemokratische gehabt, wenn er ihn gekannt hätte! ihnen zugewiesenen kulturellen Aufgaben für Ver- Arbeiterbewegung gibt, auch eine 1 Million Dollar für eine Schreckenskammer. fehrs-, Schul, Armen-, Fürsorge- und Gesund Kinderfreundegruppe geschaffen Das vor einiger Zeit durch Feuer zerstörte Wachsheitszwede nimmt, ja direkt ihren Weiterbestand in wird. fabinett Mome. Tussauds in London wird im Laufe Frage stellt, hat die Bezirksverwaltungskommission Die befannten Eimvände, daß es an den des nächsten Jahres neu aufgebaut werden. Es hat gleich anderen Selbstverwaltungsförpern zu diesem geeigneten Personen, an passenden Horilokalen sich dieser Tage zu diesem Zwecke eine amerikanische sich dieser Tage zu diesem Zwecke eine amerikanische Gefeßentwurf in ihrer Sizung am 11. November fehle, daß die Genoffen nicht noch einen Vereins- Finanzgesellschaft gebildet, die zunächst 1 Million S. J Stellung genommen. beitrag zahlen können, sind in den meisten Fällen Dollar gezeichnet hat. In der Hauptsache wird dienicht stichhältig. fer Betrag für die Wiederherstellung der Schreckens Vor allem: Die überwiegende Die überwiegende Mehrzahl tammer verzendet werden, die für alle Panopti parlamentarischen Verhandlung über diesen Ent- unserer Kinderfreundefunktionäre sind keine fums der Welt seinerzeit vorbildlich gewesen ist. In wurf die Interessen der Selbstverwaltungskörper Berufspädagogen( Lehrer, Professoren), der Schreckenstammer werden auch darauf bezügliche sondern Fabriksarbeiter, Eisenbahner, KassenbcNachstehend wird Ihnen die Entschließung zur Kenntnis gebracht und Sie werden ersucht bei der zu vertreten. Entschließung: 72348, amte, und sie leisten trotzdem ausgezeichnete Ar- geschichtliche Ereignisse fünftighin im Film zu sehent die Beschränkung der Umlagenhöhe für die Ge- hat für die Kinder seiner Klasse, der wenigstens Der Krieg und seine Folgen haben doch erstaunDie derzeitige Fassung des Entwurfes über beit. Jeder überzeugte Sozialist, der ein Herz fein. Ob das Finanzkonsortium auch daran ge dacht hat, die Schreckenstammer zu modernisieren? meinden und Bezirke ist unannehmbar und ist in innerlich noch jung genug ist, ihr Fühlen und der Krieg und seine Folgen haben doch erstaunIm letzten Satz gibt es anscheinend infolge dem Sinne zu verbessern, daß zwar die Gemeinden Denken zu begreifen, fann in der Kinderfreunde- liches Material dafür geliefert. 15. tschechoslowakische Klassenlotterie.( Grund und Bezirke zur Sparfamkeit zu erziehen sind, aber bewegung mithelfen. Weiter: Es ist nicht noteines Druckfehlers einen Nationalsozialisten zu 100389; 10.000 K: 152148; je 5000 K: 748, 33548, biel. Vermutlich dürfte nur entweder der Herr ihr Bestand gewährleistet wird und ihnen die Füh- wendig, daß schon bei der Gründung der Gruppe sablen 48 und 89.) 50.000 K: 149089; 30.000 K: rung eines ordentlichen Haushaltes zu ermöglichen ein Hortlokal zur Verfügung steht. Es müssen 46848, 66989, 68048, 69189, 80048, 85148, 117089, Schneider oder der Herr Weiß sich stolz zu der ist und ihnen daher wiederum das Recht zuer- ja nicht gleich von Anfang an alle 117948, 136389, 217189, 237789; je 2000 K: 9089, nationalsozialistischen Partei bekennen. Das tut fannt werden muß, die notwendigen, beschlossenen 3 weige der Kinderfreundearbeit 11948, 14889, 21589, 23248, 25989, 28848, 30248, aber nichts zur Sache: die Nationalsozialisten find Umlagen auch selbst einzuheben. betrieben werden. Es gibt viele Kinderfreunde- 33848, 35889, 42348, 47489, 52989, 54289, 55489, munmehr auch für die„ völkische EinheitsDer Vorsitzende: Böhm. gruppen, die fein eigenes Hortlokal besigen und 56189, 58548, 59189, 59589, 65589, 71548, front", fie bringen das Kunststück zuwege, mit Agrariern und Christlichsozialen im Deutschen Der Vorsitzende der Bezirksverwal- trotzdem eine fruchtbare Tätigkeit entfalten. Wie 78748, 98148, 104748, 107948, 113148, 115389, 117589, Berband eine doch sehr antivölkische" Einheits- tungskommission in Bensen ist niemand als dies zu machen, fann jeder Intereffent bei der 122848, 124289, 129989, 131648, 183989, 135589, Arbeiterbereines Rinder 169848, 185448, 190248, 194148, 199089, 199889, 200348, 210748, 213848, 214748, 228889, 236848; je front zu bilden und zur gleichen Zeit mit den Abg. Rudolf Böhm, der seinerzeit Bezirkshäupt- Reichsleitung des Alldeutschen und Deutschnationalen zusammen- ling wurde, weil man die Stimmen der roten freunde"( Genoffen G. Schweitzer, Brünn, Augar- 1000 K: 4089, 4189, 5489, 8448, 8489, 10189, 17048, zugehen, von denen die Verbandsparteien täglich Kleinbauern und Häusler fälschlich den Land- tengaffe 8) erfragen. Wir verweisen an dieser 18548, 23648, 24289, 26648, 28748, 35548, 41789. des Verrats an der deutschen Nation geziehen bündlern zuzählte und so fünstlich eine agrarische Stelle nur kurz darauf, daß die Führung einer 42589, 44089, 45048, 54748, 57948, 58348, 67448, werden. Die deutschen Nationalsozialisten find Mehrheit im Bezirke Bensen schuf. Die letzten Kinderbücherei, die Veranstaltung von Märchen- 68348, 69689, 70189, 72289, 73148, 73648, 75348, gleichzeitig Aktivisten, Irredentisten Parlamentswahlen zeigten flar, daß die Land- vorträgen mit Lichtbildern, die Abhaltung von 76048, 77348, 77389, 83948, 85748, 86389, 91789, und Sozialisten". Sie können alles und bündler im genannten Bezirke nicht die Mehr Elternabenden, ferner Ausflüge, Kinderfeste und 93889, 99089, 106548, 108089, 114948, 118748, 121989 jedes, wenn alle untreu werden, sie bleiben den heit befizen. Das vorliegende Schriftstück be- so weiter auch ohne ständiges Lokal möglich sind 129748, 134489, 137289, 137848, 138489, 141689, nur wissen sie nie genau, für wen weist, daß Herr Abgeordneter Rudolf und doch schon ein schönes Arbeitsprogramm er- 146548, 153448, 155848, 157748, 158548, 162948, fie fich jeweils entscheiden sollen. Schmock, der e Böhm eine Politik treibt, gegen die Herr Rudolf geben. Zum Schlusse: Für die Gruppengrünso und e so tann, ist ein Wafelbua gegen diese Böhm als Vorsitzender der Bezirksverial bung ist teine bestimmte Mitglieder- 199489, 199748, 204548, 208689, 211748, 212548, rassereinen Germanen, die ihr Hakenkreuz immer tungskommission Brotest erhebt. Herr Böhm ohrzahl erforderlich. Es genügt, wenn einige tpe 213648, 214948, 217089, 220148, 228189, 228789, jenen zur Verfügung stellen, die diese Ramschware feigt sich also selbst, was aber seiner Würde bei nige Genossen dem Verein beitreten und die Kin- 229048, 229348, 229548, 232148, 233289, 234489, feinen Wählern keinen Abbruch tut, derfreundearbeit im Orte beginnen. Wobei bon 234689. am besten bezahlen. noch treu 164248, 165248, 173148, 173448, 165548, 166148, 167189, 167289, 178089, 192389, 195948, 198389, Dienstag, 23. November 1926. Eisenbahn- Radio. Die auf einigen österrei chischen Bahnstreden eingeführten Radiowägen haben, wie die Wiener Blätter melden, sehr bedeutende Erfolge aufzuweisen. Die Zahl dieser Waggons in den Zügen soll nun starf vermtehrt werden. Augenblicklich. laufen auch Ver handlungen mit Prag wegen der Weiter führung der Radiowagen, bzw. ganger Garnituren von Radiowagen auf tschechoslowakisches Gebiet. Ein Unfall Breitscheids. Die Vossische Zeitung" meldet aus Luxemburg: Samstag sind die Delegationen zur sozialdemokratischen Vierländerkonferens hier eingetroffen. Breitscheid er litt bei der Abreise aus Berlin einen Unfall, indem er beim Einsteigen in den noch nicht stillstehenden D- Bug vom Trittbrett abglitt und auf die Schienen fiel. Er hat die Reise trotzdem angetreten, boch wurde in Luxemburg ein Bruch des Ober. armes und eine Sehnengerrung am Fuß festgestellt. Genosse Breitscheid lehrte auf Anraten der Aerzte nach Berlin zurüd. Ping, 8. November. G: Begräbnis Karoline Enginger. An das hochwürdige Pfarramt Althei. . Seite 5. General Podhajsky soll zum Generaltruppeninspektor ernannt werden. Die Machtsphäre des Generalinspektorats soll gegenüber der früheren erweitert werden. Ein tragisches Ende fand der 15jährige ehrling Eduard Feldbaba der Budweiser Großfirma Sinek. Er wollte im Keller, in dem Benzin und Petroleum eingelagert waren, jeint Feuerzeug mit Benzin füllen. Dabei dürfte er unvorsichtig hantiert haben, so daß sich die Benzindämpfe entzündeten und den Knaben sefort in Flammen hüllten. Ein ebenfalls im Keller weilender zweiter Lehrling lief sofort um Hilfe, aber die herbeieilenden Arbeiter konnten nicht mehr zu dem Unglücklichen vordringen. Unter zwei heftigen Detonationen hatte sich unterdessen das Fener über den ganzen Keller verbreitet. Erst nach einstündiger Arbeit gelang es der Feuerwehr, das Feuer zu lokalisieren und die Leiche des verunglückten Lehrlings zu bergen. Wieder ein Soldatenselbstmord. Das Kom- 1 zu bekommen. Die Familie lebte bisher unbean-[ zer noch als meine Umgebung. Wie lange werde| Karl Bokorny gehört, ein Brand aus, der in kurzer mando der 1. Infanteriedivision meldet: Montag standet und genoß allseitige Achtung. Der über ich auf meinen Dolmetsch warten müssen? Hof- Beit das ganze Objeft ergriff und zum größten Teil morgens um 7 Uhr ließ sich auf der Strecke die Erkrankung der Mutter betrübten Familie fentlich wird in der Zwischenzeit tein neues Atten- einäschevte. In dem Gebäude befanden sich mehrere Smichow- Bilsen in der Nähe von 3li- Weinhäupl wurde nun nachstehendes Schrei- tat auf Jtaliens Gott verübt! Ich bin selbst- Lager, Kangleien und Wohnungen. An den einstünchov der Soldat des 9. Infanterieregimentes ben des Bischofs durch den Ortsgeistlichen verständlich festgehalten worden, digen Löscharbeiten beteiligte sich die Prager Fever Wilhelm Anton, Frequentant der Reserveoffi- übermittelt: weil ich es wagte ,,, nein" zu sagen. Sehr wehr und die Polizeibereitschaft. Wiederholt dranziers- Ausbildungsschule der 1. Infanteriedivision, Bischöfliches Ordinariat Linz. verständlich. Soll ich den Herren Schwarzhemden gen Polizei- und Feuerwehrmänner in das brenin selbstmörderischer Absicht vom Zuge übernicht sagen, daß ich meine Worte zurückziehe und nende Gebäude, um die erschreckten Inwohner und 3. 10.743. fahren. Die Kommission, die den Leichnam inzwischen Fascist geworden bin? Wenn ich sicher Möbelstücke zu retten. Zuerst wurden die Kinder besichtigte, stellte fest, daß es sich um einen Selbstwäre, meine Freiheit wiederzugewinnen, wäre ich in Sicherheit gebracht. Bei den Rettungsarbeiten mord handle. Nach den Aussagen der Gendarmerie imstande und dichtete eine Ode auf Mussolini. wurden ein Oberwachmann und zwei Wachleute haben an der erwähnten Stelle( unterhalb der Erster Tag und erste Nacht: Im Loch gut ge- verletzt. Ebenso erlitten ein Straßenbahner und Barrand- Gedenktafel) heuer schon ungefähr neun Als Frau Karoline Enzinger mit den heiligen schlafen. Meine erste Portion Spaghetti bekom- eine Frau Brandwunden. Auf dem Bauplatz des Personen ihrem Leben ein Ende gemacht, indem Sterbesakramenten versehen wurde, mußte sie von men. Schmeckt abscheulich, niederträchtig, natür neuen Michler Gaswertes brach Samstag abends in sie sich vom Zuge überfahren liegen. Der Selbst- dent betreffenden Priester auf die schwere Gewis lich schwarz. Kaffee auch schwarz, aber mehr der Schmiedewerkstätte ein Brand aus, die mörder, der nichts hinterließ, woraus man den senspflicht aufmerksam gemacht werden, in geeig- bräunlich. Unser guter holländischer Kaffee scheint vollständig eingeäschert wurde. Beweggrund für seine Tat hätte feststellen können, neter Weise das öffentliche ärgernis gut viel bekömmlicher. 3 weiter Tag: Spaghetti. fam von Prag. Da er an der Militärschule ,, als zumachen, daß sie durch das ehebrecherische öffent- Dritter Tag: Spaghetti. Vierter Tag: guter Soldat galt und sich keinerlei strafbare liche Zusammenleben mit Josef Weinhäupl, durch Spaghetti. Habe bereits zwanzigmal versucht, den Handlung hatte zuschulden kommen lassen, läßt den Abschluß einer sog. Kirchsteigerehe und durch Herrn Commendatore zu sprechen. Vergebens. sich nicht annehmen, daß hierin der Grund zu dem die Förderung der Freidenkerei gegeben hatte. Erst muß ein Dolmetsch da sein. Aber wo soll er Selbstmorde zu suchen wäre". Den Militärdienst Diese Verpflichtung besteht noch herkommen? Aus Holland? Aus Batavia? Verhatte er heuer angetreten. Der wahrscheinliche immer fort und ist die Bedingung, von sucht man, mit dem Mars in Verbindung zu treGrund zu seiner Tat dürfte vielleicht in zerrüt- deren restloser Erfüllung die Gewährung ten? Kommt vielleicht de Amicis persönlich, meine teten Familienverhältnissen liegen. eines tirchlichen Begräbnisses abhängig Dokumente oder die in der Hauptsache unbezahlgemacht werden muß. Die Frau ist deshalb vom ten Rechnungen und Steuerzettel felber zu prüfen? hochw. Pfarramt, sei es versönlich, sei es durch Fünfter Tag: Spaghetti. Dann Reise mit einen hiefür beauftragten Priester, amtlich an zwei Schwarzhemden und drei Karadiese ihre Gewissenspflicht zu erinnern und auf die binieri nach Mailand. Im Polizeiauto zur firchenrechtliche Folge einer eventuellen Nichterfül- Questura. Jemand fragt: Mienherr, seit oe Lung aufmerksam zu machen. Zumindestens muß Ollander?" Ich antworte:...", das ein" „ N die Frau in Gegenwart zweier Zeugen erklären, berschlucke ich. Es ist mir zu gefährlich, auf amtdaß sie ihr oben näher bezeichnetes dreifaches liche Fragen in Italia la bella mit Nein zu Aergernis aufrichtig bedauert und ihrerseits antworten. Der„ ollands" sprechende Signor sagt auf die ehemöglichste Entlassung( man beachte mir, daß er ,, Aya" gut kenne. Ich fühle mich gediesen gemeinen Ausdruck! Die Ded.) des Josef ehrt, aber begreife nicht, was er damit meint. EndWeinhäupl und die Auflassung des gemein- lich verstehe ich, daß Aya" die königlich niedersamen Haushaltes zu dringen bereit ist. Nur ländische Hauptstadt, der Haag, ist. Nie in meinem Wieder ein Mord bei Polna. Aus der Gemeinde wenn diese öffentliche Erklärung abgegeben wird Leben liebte ich den Haag so wie in diesem Augen- 3diretz bei Stecken an der mährisch- böhmischen Grenze und insbesondere die Auflösung des gemeinsamen blick. Schwarzhemden und zwei Gendarmen füh- verschwand in den letzten Tagen die beim Landwirt Haushaltes tatsächlich in die Wege geleitet wird, ren mich ab. Bis Chiasso begleitet mich ein Ka- Stastner beschäftigte 21jähr. Magb Marie 3 darsa. tann im Falle des Todes ein kirchliches Begräb rabiniere. Ankunft in Helvetia. Nie esse ich wie als das Mädchen am Dienstag noch immer nicht nis gewährt werden. der Spaghetti! zurück war, erstattete der Landwirt bei der GendarAmerikanischer R: ford. Reford. Im Oftober merie die Anzeige. Die Gendarmerie nahm sich sobaben 2600 Personen in den Vereinigten gleich den Geliebten der Vermißten, den 23jährigen Staaten durch Automobilunfälle ihr Knecht Anton Jindra aus Ritirsko bei Iglau vor, geben eingebüßt. Die Zahl stellt eine Re- der mit den Mädchen ein Verhältnis unterhalten fordziffer dar. hatte, das nicht ohne Folgen geblieben war. TrotzPiraten. Der japanische Dampfer Sintian- dem hielt es Jindra in der letzten Zeit mit anderen maru" wurde Donnerstag von Piraten bei Tschit Mädchen. Seine Aussagen waren sehr ausweichend, schiavan unweit von Hankau überfallen. Der und da er nicht angeben konnte, wo er den SamsDampfer wurde vom Ufer des Flusses aus be- tag und den Sonntag verbracht hatte, wurde er schossen. Der Kapitän ließ in der Annahme, daß verhaftet. Inzwischen hatten sich 20 Gendarmen Wenn man nach Italien reist dann kann es einem so ergehen wie dem holländischen Maler die Militärbehörden eine Durchsuchung vornehmen auf die Suche nach dem verschwundenen Mädchen wollen, Anker anlegen. Eine in Uniformten ge- begeben. In der ganzen Umgebung wurden alle de Jonge aus Amsterdam. der über seine Erleb- leidete Bande drang an Bord des Dampfers ein Wälder und alle Teiche abgesucht, es war jedoch vernisse der Kölnischen Volkszeitung" berichtet. Er und forderten 15.000 Dollar. Als der Kapitän geblich. Erst am Mittwoch stieß einer der Gendarhatte die italienische Grenze bei Ventimiglia pas- den Piraten erwiderte, daß sich auf dem Dampfer meriewachtmeister in einer Waldlichtung unweit von fiert. Und nun geschah ihm das Folgende( wir kein Geld befindet, plünderten sie das Schiff aus Polna auf einen kleinen Teich, wo er im Wasser den Eine furchtbare Explosion. An Bord des nor- laffen ihn mit eigenen Worten sprechen): Prego und bemächtigten sich 13.000 Dollar sowie meh- grünen Sweater der Vermißten fand. Die Leiche wegischen Oeldampfers Mantilla", der in Bal- Signori, paffaporti!" Schwarzhemden, Bluse rerer Wertgegenstände. Sie verschleppten hierauf wurde aus dem Wasser gezogen. Auf den ersten timore weds Reparaturarbeiten im Dock lag, Format Garibaldi, von ganz jungen Burschen ge den Stapitan, von welchem sie ein Lösegeld von Blid war es klar, daß die 3daría ermordet ereignete sich eine schwere Explosion, die das tragen, zeigten sich. Die jungen Burschen auf 10.000 Dollar fordern. Man erwartet, daß ein wurde. Der Kopf der Toten wies nämlich eine ganze Schiff in Brand feßte. Der Dampfer wurde den Grenzstationen horchen, suchen, betaften, fra- japanisches Kanonenboot Nachforschungen nach den furchtbare Wunde auf. Jindra leugnet die bollständig zerstört. Nach den bisherigen gen aus. Einer fragt mich: Sind Sie Mitteilungen sind 21 Personen getötet und Fascist?" Leider gebe ich eine zu wenig durch Piraten einleiten wird. 20 verlegt worden. Außerdem werden viele bachte Antwort und sage: Nein! Es kommt int Frauen vermißt. Die Ursachen der Explo- Leben öfter vor, daß man etwas gesagt hat, daß fion sind noch nicht aufgeklärt. man später bedauert. Nie habe ich etwas so innig Tödliche Rasierpinsel. Nach einer Blättermet- tief bebauert wie damals in Ventiniglia mein dung aus Kopenhagen sind dort nach dem Ge- Nein. Mit diesem Nein fängt die Tragödie an. brauch von Rasierpinseln aus Pferde- Aus dem Wartesaal heraus, sagen wir auf Wirtshaar zwei Personen gestorben, barunter hausart, hinein in ein Zimmer oder besser in einen steinernen vieredigen Raum, wo der ber Arzt Professor Ellermann. Die Pferdehaare Boden mit Stroh bedeckt ist und das Stroh enthielten Milbranbbazillen, die durch Beeinige Bewegungsmomente aufweist. Licht gibt rührung mit wunden Hautstellen eine Blutvergif es nicht, wohl aber fünf oder sechs gewaltige mittelalterliche Schlösser. Bella Italia"? Nein, noch nicht, das Schönste kommt noch. Meine Papiere und mein Gepäck werden beschlagnahmt. meine Korrespondenz, holländisch und deutsch, muß untersucht werden. Ich bin verdächtig! Jest erhalte ich den Bescheid( hatte es schon geahnt), daß man einen Dolmetsch braucht. Einen Dol metsch für Holländisch oder Deutsch in Ventimig lia! Jetzt fange ich an, schwarz zu sehen, schwärEin Zugszusammenstoß. Samstag abend wurde eine Garnitur leerer Perfonenwagen vom Prager Masarykbahnhof zum Bahnhof Oberbubna in Braq, 7., ver'choben. Auf dem Viadukt stieß die Garnitur durch falche Weichenstellung mit dem dort stehenden Laftzug Nr. 8205 zufam men, wobei ein Waggon des Last uges entgleiste. Beim Rusammenstoß wurden zwei Eisenbahner, Josef Hladky und Ferdinand Kunst, leicht berlebt. fung verursachten Pfäffische Gemeinheiten an einer Sterbenden. Die Herbergsmutter der sozialdemokratischen Lokalorganisation in Altheim( Oberösterreich) liegt seit längerer Zeit frant. Sie ging vor mehr als drei Jahren mit dem Sohn des Mühlen-, Bäckereiund Kürschnereibesizers Weinhäupl eine 3ivil ehe ein, um für ihre drei unversorgten Kinder einen Vater und in ihrer Gastwirtschaft eine Stütze Mit der„ Uro“ II. nach Italien. Bischöfliches Ordinariat Linz. Ges. Lugstein, KD. J. Kolda, Gen.-V. Wir wollen nur besonders vermerken, daß die Frau noch am Leben ist, von der es auf dem Kopf des bischöflichen Schreibens so christlich taktvoll und vornehm heißt: Begräbnis Karoline En zinger". Im übrigen lassen wir dieses priesterliche Schreiben in seiner ganzen Niederträchtigkeit für sich selber sprechen. man solcherart beflaggt. Alles Leben spielt sich zum größten Teil in der Oeffentlichkeit ab. Der Barbier ist mit seinen Kunden vor die Türe gerückt, der Schuster sitzt vor der Türe, der Sattler und Kummetmacher hat sich mit einem Stab bon Hilfskräften heraus auf den Fußsteig gemacht, daneben bruzzelt ein Pastetenbäder, sigt eine dicke Frau vor einem Holzkohlenfeuer und röstet Maiskolben. In rascher Bahnfahrt durcheilen wir die Campagna, entgegen gehts Nea pe 1. Je weiter wir füdlich kommten, desto lauter, ungezwungener und lärmboller wird das Treiben. Neapel bedeutet für den Nordländer eine andere Welt. Jeder Aber Mario, unsern Zahlfellner, habt ihr Tag scheint da ein Fest zu sein. Das bewegt sich nicht kennengelernt. Signor primo, zahlen! Denn und singt, schreit, musiziert und hüpft, daß man das Zahlgeschäft ist überall eine Sache für sich. faum weiß, wohin man zuerst schauen soll. Eben Der Fremde ist da, um gerupft zu werden. Die ist wieder eins der großen Kirchenfeste, irgendein meisten Geschäfte verlangen das Doppelte des firchlicher Gedenktag mit Volksrummel, der ein eigentlichen Preises. Du staunst und gibst zu verganzes Stadtviertel eine Woche lang bis tief in stehen, daß du das Hemd oder den Hut zu dem die Nacht auf den Beinen hält. Lange Straßen- und dem Preise, der bir angemessen erscheint, lauzüge sind verschwenderisch illuminiert, Verkaufs- fen würdest. Du denkst, den Verkäufer rührt stände locken zu Kauf und Näscherei; Musik und augenblicklich der Schlag, so heftig ist er von dei Gesang, ohrenbetäubender Spektakel ist in allen nem Angebot betroffen; er rollt die Augen augeEden. Die Stimme eines Räubers oder Mörders fichts der schlechten Zeiten, ganz flein fommt er läßt dich plötzlich zusammenfahren- und wahn- zurück und versichert dir, daß, wenn er dir die sinnig muß er sein, der so entsetzlich und in viel Sache so billig lasse, er Baufrott machen müsse. gestuften Zönen brüllt, singt, schluchzt, der mit Ganz hilflos siehst du da vor so viel Leid. Schließ den Füßen stampft und wild mit den Armen um lich einigt ihr euch auf einer Mittellinie; du versich haut, das Maul aufreißt und dir sein Gebiß läßt ihn mit einem mutlmigen Gefühl in der Herzentgegenbledt. Ach nein, der Mann preist fried gegend; das Schachern liegt dir nicht. Efel. Es ist lich seine Melonen an. Du weißt nicht, was er fagt, Geschäft und es kommt darauf an, wer in diesem es muß ein freundlicher Scherz gewesen sein, denn Wettspiel der Bereotsamkeit Sieger bleibt. die Vorübergehenden gehen anscheinend witzig darauf ein. Die meisten Fenster der Häuser haben Balfone, von einem zum anderen und quer über die Straßen sind Leinen gezogen, darauf die Wäsche zum Trocknen hängt. Ganze Häuserfronten sieht Mordiat, erscheint aber durch zahlreiche belastende Automatische Zugsbremsung bei Ueberfahren Umstände einwandfrei überführt. So vor allem erdes Haltejignals. Die deutsche Reichsbahn hat suchte er das Mädchen vor seinem Verschwinden, die Lösung des Problems der Uebertragung der es möge Selbstmord begehen und engwang Signalstellung auf den fahrenden Zug unter auto- fich von ihm ein Schreiben, in dem das Mädchen matischer Einwirkung auf die Bremse in günstig erklärte, es wolle sich umbringen. Der Mörber verlaufenen Vorversuchen zwischen Zehlendorf wurde dem Iglauer Kreisgericht überstellt. Ein Kreuzer beschießt ein Kinderheim. Der und Neubabelsberg soweit gefördert, daß nunmehr längere, besonders aber nebelreiche Strecken, französische Panzerfreuzer Marseille" hielt in den mit elettro- induktiven, auf der Wirkung des letzten Tagen im Mittelmeer auf der Höhe von der Toulon Scharfschießen ab. Angeblich infolge Magnetismus beruhenden Einrichtungen der Toulon Firmen Borenz und Siemens und Saiste aus außergewöhnlich hohen Seeganges verirrten sich drei gerüstet werden. Sollten auch diese Versuche einen Leuchtgranaten und schlugen in ein an der Wüste günstigen Verlauf nehmen, so wird voraussicht- liegendes Kinderheim ein, in dem sich 200 erlich bereits Ende nächsten Jahres die planmäßige holungsbedürftige Kinder befanden. Die eine der Ausrüstung aller Eisenbahnstreden mit Vorrich Granaten durschlug das Dachgeschoß und zwei Stocktungen gegen das Ueberfahren der Haltefignale in werke, eine andere drang in das Zimmer des Anstaltsleiters und streifte den Schreibtisch, an dem Angriff genommen werden. dieser saß. Das dritte Geschoß landete im Garten. Durch einen glücklichen Zufall wurde niemand verletzt. Brände in Prag. In der Nacht auf Sonntag brach in dem in der Holleschowizer Gaswerf straße gelegenen großen Gebäude, das dem Tischler von gutangezogenen Leuten Bekanntschaft gemacht.| ren hinaus nach der Insel Capri. Schöne Fahrt, Aber nein. Ich wende mich um und ein Pittolo das Wasser ist von einem ganz reinen und tiefen hält mir die Hand entgegen. Die andere Hand zückt Blau, sacht fängt das Schiff zu schaukeln an. Noch eine Bürste, mit der er mir andeutet, daß er mich ist die ganze Gesellschaft fidel, das junge Volk singt joeben von Kopf bis Fuß gereinigt habe. Wenn Lieder aus der Heimat, und, Santa Lucia"; die du nicht aufpaßt, du wirst geschröpft, daß dir die mitfahrenden Amerikaner und Engländer rücken Augen übergehen. Also, Mario, Signor primo, näher. Borbei an Castellamare; erstes Halten; unser Ober. Ich rück ihm meine fleine Flasche Sorrento! Sei gegrüßt, du mein schönes Sorrent. Chianti näher, damit er sieht; er guckt in die Längst schon sind viele, die prächtig laut gewesen Weinkarte und bucht den doppelten Preis. 4 Lire waren, stille geworden; die Seekrankheit hat sie in habe ich zu zahlen, er berechnet 8; ich reich ihm eine Ecke gestaucht und sie schauen zum Sterben einen 10- Lire- Schein und er vergißt herauszu traurig in ihre Umgebung. 70 Prozent aller Fahrtgeben: ich mache ihn höflich aufmerksam, zuerst teilnehmer sind seekrank, die einen mehr, die andeversteht er nicht( denn in Geldfragen verstehen sie ven meniger; ganz fidel ist kaum einer Doch da meist plötzlich nicht mehr), dann aber scheint ihm die Aufmerksamkeit jetzt auf große Dinge gelenkt ein herrliches Licht aufzugehen; er schlägt sich vor wird, ist vieles wieder gut. Die Ausbootung be= die Stirn, Ehrlichkeit strahlt ihm aus allen Knopf- ginnt: je zwei Leute steigen zu einem Matrosen in löchern und mit großer Gebärde schiebt er mir ein fleines Boot, zwanzig oder dreißig Boote umVire eine Live zu. Das will gelernt sein, das ist mei- schwirren unseren Dampfer, haben zwei Play gefterhaft- fein abfälliges Wort über einen Mann, nommen, rudert der Bootsmann der Blauen der fein Handwerk gut versteht! Du wirst ange Grotte zu. Da ist ein faum meterhohes Loch im schmiert, Senabe; aber fannst ihnen nicht gram steil aufsteigenden Felsen, dahinter aber breitet sich fein. So herzgewinnend sicher, ich meine: so schön die Höhle herrlich aus( 54 Meter lang, 30 Meter durchgearbeitet nach allen Seiten hin, so erlebens- breit, 12 Meter hoch). Die Blaue Grotte. Stell dir wert, so reich und anmutvoll in Ausdruck und Ge- ein Wunder vor, ohne Schnörkelei, ganz einfach bärde ist dieses System, daß wer sichs leisten die Erscheinung. Dunkel zunächst um dich her, fann, es in der Nähe zu studieren nicht faul dann märchenhaftes Dämmerlicht, unendlich unter drumherum gehen darf. dir ein helleuchtend blaues Meer. So heftig hat die Seefrankheit einige unserer Reisegefährten gepact, daß die feurigste Beredsamkeit nicht imstande war, sie für eines der kleinen schlingernden Boote zum Besuch der Grotte zu erwärmen. Alles, was sie in schaufelnder Bewegung sehen, erfüllte sie mit Entfeßen. Nach dem Mittagessen auf der Insel und auf der Heimfahrt war alles wieder gut. Herrlich liegt das Meer vor uns im Golf von Ich fibe in Pompeji und habe eben unter Neavel, brüben der rauchende Vefuv. Ein Spaeiner schattigen Laube meinen Maule felbraten geziergang am Hafen hin zeigt uns die unbeschreibgeffen. Bezahlt ist und ich stehe auf. Macht sich da nicht jemand hinterrüds an meinem Wüstenfleis zu schaffen. Taschendiebe oha! Bon unserer Reife gesellschaft hat eine Anzahl unlieb mit dieser Sorte liche Schönheit dieser Stadt, die sich teils amphi theatralisch mit ihren malerischen Häusern und Raftellen vor uns aufbaut. Wir besteigen am Morgen einen kleinen Vergnügungsdampfer und fah Seite 6 Volkswirtschaft. Die Kakao- und Schokoladenindustrie der Welt Jndustrieverbrauch an Kakaobohnen in 1000 to 165,6 165,4 67.6 51,0 KAMA 88,0 80,9 1915 1924 11925 57,2 52,6 OLD NOV 27.6 41,0 30,0 Milch Schokolade. 441 U. S. A. Deutschland England Holland 433 43,5 27,7 10,2 8,2 68 Frankreich Schweiz 71,4 35,5 Kanada sonst. Länder 68,5 Die Kakao- und Schokoladenindustrien der wichtigsten Länder. Fast verdoppelt hat sich der Weltverbrauch an Kakaobohnen, die den Rohstoff für die Kakaound Schokoladenindustrien bilden, gegenüber 1913. Ginsig und allein die Schweiz weist ein stärkeres Sinken des industriellen Verbrauchs auf infolge des Rückganges des Erportgeschäftes nach dem Kriege durch Erstarfung der Kakao- und Schokoladenindustrien der anderen Länder, besonders Deutschlands. Die Verbrauchssteigerung in Deutschland rührt nicht nur von dem stärkeren Schokoladenkonsum ber, sondern auch davon, daß der Kakao infolge seines Mährwertes heute vielmehr Wolfsgetränk geworden ist als früher. Die Kommunistische Internationale und die Gewerkschaftsfrage. Lan Zelf- ingsmificilungen foll Bucharin cum Präsidenten der Kommunistischen Interotionale ernannt werden. Im Hinblick auf seine wen Würde sind seine auf der fürzlich abgehaltenen Strueren; der russischen fommunistischen Partei gemachten Ausführungen über die Gewer f= chaf:& politif im Auslande von besonderem Interesse. Budjarin erinnerte bei dieser Gelegenheit die Tomaianistischen Parteien an die ftellte in feinem Referat über die internationale Dienstag, 23. November 1926. Der große Bluff". Montag Bandbeanttenborst.: Vereinsnachrichten. ganisation übertritt, wird es behandelt cls ob es Auffassung sein, als sie der Opernchef in seiner Ein- I aufführung: Ich und Du". Montag, 7% Uhr, bereits in seinem Heimatlande einer zur J. U. H. studierung zum Ausdruck brachte, woraus sich selbst Beethoven- Feier: Philharmonisches Konzert. gehörenden Organisation gewesen wäre. Umge- verständlich manche Differenzen in der Gesamtrepro- Kleine Bühne. Dienstag: Reiner Tisch." fehrt genießt das Mitglied einer zur J. U. S. ge- duftion des Werkes durch Steinberg ergeben. Oder Mittwoch: Kopf oder Schrift". Donnershörenden Organisation die gleiche Behandlung, sollen wir, wie schon einmal, annehmen, das Zem- tag Gastsp. Leop. Kramer:„ Der Gatte des wenn es aus demselben Grunde einer zur B. linsky gerade unsere Arbeiter- Opernaufführungen Fräuleins." Freitag, Kulturverbandvorst., gehörenden Organisation beitreten muß. Diese bagatelliſiert? Vor einem ausverkauften und beifalls Gastsp. Bepi Glödner- Kramer: Frau WarVereinbarung gilt nur für Mitglieder, die inner- frohen Hause, wie es unseren Arbeitervorstellungen rens Gewerbe". Samstag: Reiner halb sechs Wochen übertreten". Die Vereinbarung regelmäßig beschieden ist, zu dirigieren, muß auch gilt vom 1. November 1926. Einem Beschlusse der einem Dirigenten vom Range Zemlinsky Freude Schrift": 7% Uhr, neueinstudiert:„ College Tisch." Sonntag, 3 Uhr: Kopf oder VII. Konferenz folgend, hat der geschäftsführende machen; Die Aufführung der Oper war im übrigen, Grampton". Ausschuß der Bauarbeiter- Internationale das In- namentlich hinsichtlich der solistischen Leistungen, vors ternationale Sekretariat der Zentralverbände der züglich und fand delauten Beifall des ausverkauften Maler und verwandter Berufe und das Inter- Hauses. In den Hauptrollen taten sich Fri. Toros, nationale Sekretariat der Steinarbeiter eingeladen, Frau Schwarz und Frau Salina sowie die. sich dieser Vereinbarung anzuschließen. Herren Hagen, Dr. Fellner und Horner hervor. Labers liebevolle Regie trug wesentlich Freier Radiobund, Zweigstelle Brag. Mitt dazu bei, die Stimmung der Aufführung zu heben. iv och um 8 Uhr abends im. Verein deutscher Arbeiter, et. Smetschkagasse Nr. 27, Vortrag des Genossen Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Paterno:„ Einführung in die ElektroDienstag, 7 Uhr:„ Das Mädchen aus dem und Radiotechnt it". Anschließend Bastelkurs, goldenen Westen"( 18-2). Uhr, Gastsp. Leop. Kramer: Nathan der Weise"( 17-1). Donnerstag, 7% Uhr: Jemufa( 19-3). Freitag, 7% Uhr: Der große Bluff"( 21-1).- Samstag, 7% Uhr, Festbor stellung zugunsten des Deutschen Theatervereines: Seminar der Bezirksorganisation Prag. ,, EinEnsemblegastspiel des Wiener Staatsführung in den Sozialismus". Heute, Dienstag, opernballetts. Sonntag, 11 Uhr: Kammer- halb 8 Uhr abends im Küchensaal der Gec, Füg musit; 2% Uhr, Arbeitnehmervorst., Gastsp. Leop.| nerovo nam. 4, Vortrag des Genossen W. Jaksch Kramer: Nathan der Weise"; 7 Uhr, Ur- ,, Was ist Klassentampf?" Der Film. Rudolf Lothars Roman Der Herr aus Berlin" wird unter dem Titel„ Gefährdete Mädchen" auf die Leinwand gebracht werden. Todesfall. In New York ist dieser Tage Hiram Abrams, der Gründer der United Artists, gestorben. Diese Filmgesellschaft wurde erst vor sie ben Jahren ins Leben gerufen und wenn man in Betracht zieht, daß sie heute auf der gesamten Welt Zweigstellen besitzt und Künstler wie Douglas Fair banks, Mary Pickford, Charlie Chaplin, Buster Keaton, John Barrymoore, Gloria Swanson und den fürzlich verschiedenen Rudolf Valentino vereinigt, fann man sich ungefähr eine Vorstellung machen von der Arbeit dieses Mannes, der im Alter von 46 Jahren gestorben ist. Streit in Hollywood. Der beabsichtigte Streit der Atelierarbeiter in Hollywood dürfte voraussichtXXXXXXXX Mittwoch, 7| Hörabend. Aus der Partei. Turnen und Sport. Karlsbader FK. Amateuve 3: 0( 1: 0). Romor tau: DK. gegen DK. Budweis 3: 3( 2: 0). 3: 2( 2: 1). Nesto mi y: SpVg. Tetschen BodenAussig: DFK. gegen. Garnisonself Theresienstadt Nestomiz: Brünn: Mor. Bürgerlicher Sport. lich am 1. Dezember einsetzen. Wie gewöhnlich han- Ein wichtiger Bunkiekampf der beiden sich gleichwerDFC. Profi gegen Bittoria Zizkow 4: 3( 1: 2). delt es sich auch diesmal um nicht berücksichtigte, be- Ein richtiger Punktekampf der beiden sich gleichwertigen Gegner. In der ersten Halbzeit hatte Viktoria rechtigte Forderungen nach Lohnerhöhung. bach gegen DK. 4: 1( 3: 0). mehr vom Spiel, in der zweiten der DFC. Das Slavia gegen DSV. 6: 3( 3: 2), Židenice tomb. geg. Die deutsche Filmindustrie scheint troß der zahl- Spiel wurde in einem sehr schnellen Tempo durchDSK. Trebitsch 4: 1( 3: 1). reichen Klagen doch ein ziemlich gutes Geschäft zu geführt, dem schließlich Viktoria auch zum Opfer fiel Oberberg gegen DSV. 3: 2( 1: 0). Troppau: SK. sein, denn die Südfilmt A. G., die zum Emelka- und beide Punkte verlor. Der DFC. konnte gefaldorf: Mähr. Oftrauer S. geg. DSV. 4: 1( 3: 1). Jägern fonzern gehört, zahlt 15 Prozent Dividende aus. Die drei Niemandskinder, ein in der Berliner len, doch wies auch er Lücken auf, die dem Gegner Die drei Niemandslinder, ein in der Berliner immer Gelegenheit gaben, durchzubrechen und zu fabrit 3: 1( 2: 1), Vasas gegen Slavia 0: 0, Ligeti Preßburg: ČSK. Bratislava gegen Zwirn. Morgenpost erschienener Roman von Carl Röß- foren. Das gilt speziell von Half, das auch in fabrik 3: 1( 2: 1), Basas gegen Slabia 0: 0, Ligeti Ier, werden von der Greebaum verfilmt werden. manchen Perioden ein ungenaues Zuspiel zeigte. Die gegen Maffabea 2: 1( 1: 1). Mitteilungen aus dem Publikum. 1 Das Beste tür Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25. Kl. Bazar. Kunst und Wissen. se. hatte aber -entKomorn: FK. Budapest: 3. Be gegen PTE. Preßburg 3: 0. zir gegen Hungaria 2: 0( 0: 0, Ujpest gegen 33er FC. 1: 0( 0: 0), FTC. gegen Kispesti 1: 0( 0: 0), Basas gegen Nemzeti 3: 2( 1: 0), Bastya gegen Sabaria 4: 0. 8: 1( 3: 1), Hakoah gegen Sportklub 1: 0( 0: 0), Wien: Vienna gegen, Simmering WAC. gegen BAC. 3: 2( 2: 2), Slovan gegen Ru doffshügel 0: 0, Rapid geg. Floridsdorf 5: 3( 3: 2). Graz: HASK. Agram gegen GAC. 1: 1( 1: 0). Nürnberg: SpVg. Fürth gegen Wacker Mün chen 3: 1, ASV. Nürnberg gegen FC. Fürth 3: 5. Augsburg: 1. FC. Nürnberg gegen Schwaben 2: 1. München: 1860 gegen FC. Bayreuth 3: 0, Bayern gegen VfR. Fürth 3: 0. Leip zig: 18: Fortuna gegen TuB. 4: 1, Wader gegen Sportfreunde 3: 2. Dresden: Ring gegen Radebeuler FC. 1: 0, SpVg. gegen Brandenburg 2: 1, Sportiflub gegen FC. 06 2: 0, VfB. gegen Guts Muts 3: 2, Dresdensia gegen Sportgesellschaft 3: 1. Berlin: Vorwärts gegen Tennis- Borus sia 3: 1. Hamburg: HSV. gegen SC. 7: 1, Bittoria gegen Holstein Kiel 2: 2( 1: 2), Bault gegen St. Georg 1: 4.- Englische ziga: Arfenal gegen Sunderband 2: 3, Bolton Wanderers gegen Leicester City 2: 0, Burnley gegen Tottenham Hotspurs 5: 0, Westham United gegen Cardiff City 2: 1, Aston Villa gegen The Wednesday 2: 2, Derby County gegen Blackburn Rovers 4: 5, Liverpool gegen Westbromwich 2: 1, Leeds United gegen Burh 4: 1, Newcastle United gegen Birmingham 5: 1, Manchester United gegen Everton 2: 1, Sheffield United gegen Huddersfield Town 3: 3. Hockey- Propagandatournier in Prag. Hagibor gegen DEHG. 1: 0( 0: 0), Vittoria Weinberge geg. Safoah 1: 0( 0: 0) nach Verlängerung, Starlinsty Team gegen Slavia 1: 0( 0: 0) nach Berlängerung, Union Zizkov gegen Boboli( 2: 2( 2: 1) wegen Dunfelheit Verlängerung verschoben. Verteidigung wurde dadurch überlastet, mehr aber noch durch den ihr fehlenden raumgewinnenden Stoß. Der beste Teil war noch die Stürmerreihe, in der die linke Seite etwas aus dem Rahmen fiel. Ihr vationelles Spiel, die wechselnde Kombination und auch ein aufopferndes Spiel sicherten ihrem Klub die Punkte. Viktoria scheint wieder im Kommen zu sein, doch hat der einst so schußgewaltige Angriff nachgelassen. Die Halfreihe war nicht besser als die vom DFC., nur der Mittelläufer fiel gänzlich ab. ,, Alles ums Gelt ist der Titel der neuen Aus- Das Verteidigungstrio war sehr gut, stattungs- Revue, die im Theater- Varieté gegen den anfangs behäbig dahinwandelnden AnBatole ter Eroberung der Gewerkschaften und gegenwärtig gespielt wird und sich natürlich unge- griff des DFC. leichte Arbeit, Ein Tor für DFC. vage ausdrüdlich jeh, daß nach der einstimmigen haz Der als Geizhals und Zyniker personifizierte Bittoria einen Elfmeter an die Latte schoß. Der daß ,, nach wöhnlicher Teilnahme des Publikums zu erfreuen wurde wegen Offside Leß nicht gegeben, während Petauptung aller Genossen" die breiten Massen, Mammon und das Ideal in Frauengestalt Sieg der Blauweißen ist ein verdienter und wäre se bit wenn ſt: den Romanisten in der politischen streiten sich in diesem Stücke um die Macht im der ganzen Elf nur noch mehr Schnelligkeit zu wünFührung Bertrauen schenten, an die Fähigkeit der menschlichen Leben und in der menschlichen Gesell- schen. Der Schiedsrichter war seiner Aufgabe geKommunen, Wirijheitsfämpfe zu führen, nicht schaft und geben Anlaß zu den wechselvollsten wachsen, die ihm aber durch das sehr radaulustige glauben. In seinem Schlußwort sagte er laut Situationen und szenischen Bildern, deren die Revue Publikum gerade nicht leicht gemacht wurde.-kl. Prawda" vom 29. Stober in diesem Zusammen-„ bloß" dreißig, nebst einem Prolog enthät. Auch Zusammen- Situationen DFC. Amateure verlieren gegen S. 3lichow Gang: In einer ganzen Reihe europäischer Barteien diese Revue hat wieder mehr als ein halbes Dubend 2: 3( 1: 1). Die blauweißen Amateure scheinen jest Verfasser: ihre Handlung und Proja schrieben in denselben Bahnen zu wandeln, wie vordem die werden Sie Romniuuiften finden, die in den GeProfis. Langsamkeit, überflüssige Kombination im wethaften rätig sind und die an der gewerkichaft- erenc turista, Java Kohou: und Eden af og art inchmen; sie unterscheiden Tobis, ihre Musik stammt aus der Werkstatt der Torraum, ungenaues Schießen, ein schwaches Half ich ibreur en hoch äußerst wenig von den in Komponisten Beke, diala und Rohan und und zudem eine ebersolche Verteidigung; der Tormann war gut, er verhütete manches Tor. Die Zli Ken Gewerisoftverbinden tätigen Sozialdemo- als Dichter der Liedertexte schließlich waren St. fraten von guten Ed age. Wenn Sie jedochkommu Tobis, Dr. Serveny, V. Spilar und B. chower zeigten feinen Kunstfußball, waren aber daRisten soft wooolationiren Schlage vor sich haben, wirovsky tätig. Diese neue Revue ist übrigens für bestrebt, mit ihrem bescheidenen Können zu Erfolgen zu kommen und das gelang ihnen. Eines to werden Sie oft de Beobachtung machen tönnen, wesentlich besser, als die zules: im Variete gegebene und taß diese Genossen, obgleich sie grundsätzlich die überrasch: ebenso sehr durch manche originellen Ein- wirkte unsympathisch: das immerwährende BroteNotwendigkeit der Gewerffchaftsarbeit anerkennen, fälle der Szene und Handlung wie durch mitunter stieren gegen die Entscheidungen des Schiedsrichters; in Wirklichkeit dieser Arbeit ein nur geringes In recht charakteristisch erfundene mujitalische Unter- er war aber tatsächlich schwach. ereffe ichenfen, oder aber, daß sie bestrebt sind, ihre malung. Auch die fünstlerische Durchführung ist dies resolutiondren Anfc mungen auf ihr tommunist mal zu loben, wenn auch in den großen Balletts- Sportbrüder gegen Slavoj Žižłow 3: 1( 3: 0). sches Antig auf die Weise zu demonstrieren, daß ensembles alles noch nicht jo tappte wie es die ein- Die Sportbrüder hatten sich die Profi- Mannschaft sie an die gewöhnliche Gewerkschaftsarbeit, die sich beitliche Wirkung derartiger Massentänze erfordert. Slavojs als Gegner verschrieben und konnten bei nur sehr wenig von der sozialdemokratischen Arbeit in den Hauptrollen hatten die beiden Brager tsche- gleichwertigen Spiel dank ihrer schußsicheren Stür unterscheidet, mechanich irgendwelche revolutionäre chischen Volkskomiker Kohou: und Ferenc& utu- merveihe den Sieg erringen. Die Tschechen zeigten Anhängsel knüpfen: Arbeiter- und Bauern- Regie- rift a( epterer hatte auch die mühevolle Regie in sich von der angenehmen Seite, lieferten ein faires und auch schönes Spiel, waren jedoch sehr vom rung. Dif.atur des Proletariats oder irgendeine Händen) den stärksten Erfolg. Ausgezeichnete tanzdudere End" Parole, die von diesem Standpunkte fünstlerische Leistungen, die oft von afrobatenmäßiger, Schußpech verfolgt. Schiedsrichter" gut. an in feinem Bujamutenhang mit dem allgemeinen magbalfiger Art waren, bot das Tanzpaar Birnis Arbeitprogramm steht. toff. Unter den weiblichen Hauptdarstellerinnen M. Es scheint, daß Bucharin, der natürlich seine fielen namentlich M. Pardubska und ja-. Tätigkeit mit irgend einer neuen Erfindung" an- Valentova auf. freten muß. den Gewerkschaften fein spezielles Dritte Arbeitervorstellung.( Eigen One Augenmert fchenfen will. Die Folge dürfte sein, gin", Oper in drei Akten von Peter J. Ich a idaß sich die kommuniff.fchen Politifer" noch mehr to wifii) Tschaikowskijs tyrische Eugen als bisher in die Gewerfichaftsfrage einmengen und Onegin- Szenen sind heute eine der beliebtesten die Verwirrung auf die Weise womöglich noch Repertoireppern aller großen Theater, weil sie ebenso vergrößern werden. Vielleicht wird aber auch die wertvoll musikalisch wie dankbar für die Sänger Forderung Bucharius, daß die Kommunisten in sind. Unter den zehn Opernwerken Tschaikowitij. hat den Gewerkschaften ein spezifisch fommunistisches nur der„ Eugen Onegin" dauernd auf den deutschen Gesicht haben und sich in schärfiter Weise" von Opernbühnen Fuß gefaßt. Das aus dem Jahre 1879 den Sozialdemokraten unterscheiden müssen", die stammende Wert wirkt auch heute noch durch den fommunistischen Vertreter, dis in der praktischen yrischen Schwung und die seinem Schöpfer eigentümArbeit bereits die Nutzlosigkeit spezifiicherliche, satte und slawisch weiche Farbenpracht seiner Gesichter" eingeichen haben, gerade in ihrer Auf- Musik. Die Oper als voltsbildnerische Theatervorfassung bestärfen. stellung zu wählen, war Notwendigkeit, da der ,, Eugen Onegin" ein Musterwerk der russischen Uebertrittsvereinbarung zwischen der Ban- Operniiteratur darstellt und das Hauptbühnenwert arbeiter und der Holzarbeiler- Internationale. Die eines der größten russischen Tondichter ist. Das Sonstige Resultate vom Sonntag. Prag: vont 14. bis 16. September in Lugano abgehaltene Prager deutsche Theater hat den„ Onegin" unfaßlicher VII. Stonferen; der Bauarbeiter Internationale hat Weise erst im Vorjahre zur Erstaufführung gebracht Slavia gegen CAFE. 4: 1, Profi- Meisterschaft; einmütig einer Vereinbarung mit der Internatio- und seinem Spielplan einverleibt; Alexander 3em. DB6. Sturm gegen Sk. Bubeneč 2: 2. BilParlen Union Holzarbeiter zugestimmt, wodurch der linsky hat damals die ausgezeichnete Einstudierung sen: Smichow gegen Olympia 2: 0( 2: 0). Weber ritt der Mitglieder der zu beiden Inter- selbst besorgt. Es ist daher su bedauern, daß er nicht dubit: SK. gegen Sk. Königgrät 3: 0( 2: 0).nationalen gehörenden Organisationen geregelt auch selbst, wie es im übrigen der Theaterzettel aus Rint burg: Jungbungbau gegen Nimburg 5: 2 wird. Die Vereinbarung lautet: Wenn ein Mit drücklich verhieß, die Leitung dieser Arbeiter Opern( 4: 1). Na chod: SK. gegen S. Rotkostelet glieb einer zur Bauarbeiter Jnternationale( B. 3.) aufführung übernommeit, sondern seinem ersten Ra- 5: 2. Teplis: The geg. Sportbrüder Schrekgehörenden Organisation wegein Arbeitsaufnahme pellmeister Wilhelm Steinberg überlassen hatte. fenstein 4: 2( 1: 2), TK. 2. Profi gegen Hvžzda in einem andern Lande in eine zur Internationalen Denn dieser tüchtige und temperamentvolle Dirigent Turn 3: 0( 1: 0). Turn: Cesty Lev Nestomis IN TEPLITZ- SCHÖNAU Union der Holzarbeiter( J. U. H.) gehörende Dr- muß natürlich hie und da anderer musikalischer gegen SR 4: 2. Eger: Sportbrüder gegen AFK. Vršovice gewann ihr Ligaspiel am Samstag gegen Nuselsky SK. mit 8: 1. Sonntag traten die Wrschowitzer der wohlausgeruhten Amerika- Mannschaft der Prager Spart. gegenüber und konnten dieses Treffen unentschieden 2: 2 gestalten. Dieses Resultat ist ein Erfolg der Grünweißen, die zudem auch noch vom Schiedsrich ter stark benachteiligt wurden, was speziell in der sweiten Halbzeit offen zutage fam. Aber auch die Amerika Sparta war nicht faul; um ja den Sieg zu erringen, wechselte sie die Spieler immer durch frische aus. Der reinste Taubenschlag! Troydem gelang es nicht! Das ist gleichbedeutend mit einer Niederlage, die der Amerikafahrer trotz allem Tam- Tam einstecken mußte, da er noch dazu den Vorteil des eigenen Platzes für sich hatte. Die Wrschowitzer hatten in der zweiten Halbzeit trot aller Schikanen sogar mehr vom Spiel und machten mit der Sparta, was sie wollten, für die es ein Glück war, daß der Schiedsrichter noch ihr zwölfter Mann war. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur Wilhelm Nießner. Für den Drud verantwortlich: D. Holit. Drud: Deutsche Reitungs- A.- G., Prag. Moderne, elektrische SchaufensterBeleuchtungen und Beleuchtungskörper jeder Art Tiefert und installiert. ,, ERICSSON" PRAG I., Malé néměsti 1, BRUNN, Rennergesse 18. Verlanget Offerte unter Berufung auf diese Zeitung. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. Hatt. empfiehlt sich den p. t. 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