Nr. 263. Abonnements Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Koloneis zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends ,, un Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin".* Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Robert Blum+ Kaum find es acht Monate, da feierte das deutsche Volt den fünfzigsten Geburtstag der Märzrevolution. Und heute ist wieder ein Gedenktag- heute vor fünfzig Jahren wurde die Märzrevolution von der siegreichen Reaktion standrechtlich erschossen. Symbolisch erschossen. Denn zum Glück ist die Revolution selbst kein Ding, das erschossen werden kann. Erschießen oder hängen läßt sie sich blos in der Person eines oder mehrerer Menschen, die nach den Begriffen ihrer Feinde Vertreter der Revolution sind und Träger der Revolution. Und fallen diese, das Herz und das Hirn vom mordenden Blei durchbohrt, oder hängen sie in der Starre des Todes am Galgen, so erhebt sich die Revolution und ruft in alle Lande: Ich war, ich bin, ich werde sein! Ich werde sein, so lange die Menschheit lebt. Das Leben der Menschheit ist die Revolution. Diesmal, heute vor fünfzig Jahren, hatten sie die Wahl gut getroffen die Schergen der Reaktion. Dort in Wien, in der alten Kaiserstadt an der Donau, schleppten sie früh morgens, noch ehe der Tag graute, aus finsterem Kerker zum Richtplatz einen Mann, dessen Name in Oesterreich, in Preußen und dem übrigen Deutschland, und weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, überall, wo Freiheit liebende Menschen lebten, auf Aller Lippen war, nach der Flucht Friedrich Hecker's, des einzigen, der ihn eine Zeit lang an Boltsthümlichkeit erreicht hatte, den am meisten, am allgemeinſten und tiefsten geliebten und gefeierten unter den Volksmännern der Märzrevolution: Robert Blum. Aus dem Proletariat hervorgegangen, brachte er die urwüchsige, unverwüstliche Kraft des Proletariers in das Bürgerthum, dessen Thore er sich durch zähen Fleiß und vielseitige Anlagen, von Glücksumständen begünstigt, zu öffnen vermochte. Mittwoch, den 9. November 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. dazu benutzt, die Reichseinheit zu zerstören, sich vom Kaiser loszu- gung des deutschen Nationalgeistes anzupreisen die Stirne gehabt reißen, den Kaiser zu einem Schattenkaiser zu machen und, wenn haben. sie diefes edele Ziel aus eigener Kraft nicht erreichen konnten, das Das memento mori von Jena zwang die preußische Monarchie, Ausland: Franzosen, Schweden, wer immer sich bot, als Bundes- sich, um leben zu können, eine Portion frisches Revolutionsblut in genossen ins deutsche Land zu rufen. So gelang es dem landes- die Adern gießen zu lassen Die„ Neugeburt" vollzog sich, und verrätherischen Treiben unserer Fürsten, die Reformation, die dem während und nach den sogenannten Freiheitskriegen" glaubten König von England ein Mittel zur Herstellung der Staatseinheit Hoffnungsselige, die Neugeburt des dynastischen Preußen sei die Neuwurde, zur Vernichtung der deutschen Staats- und Reichseinheit zu geburt Deutschlands. Die Seifenblase zerplatte an den Gefängnißs mißbrauchen. In den Reformationskriegen und dem ihnen ent- mauern der Heiligen Allianz" und der Aera Metternich. springenden dreißigjährigen Krieg wurde Deutschland der Inzwischen zeigten sich auch in Deutschland Ansätze Spielball des Auslandes, und wirthschaftlich, politisch, künstlerisch bürgerlicher und industrieller Entwickelung. Und mit bürgerlicher und wissenschaftlich eine Ruine, Wüstenei; das deutsche Volts- Entwickelung auch bürgerlicher Geist. Doch nur langsames, langthum begraben, die deutsche Freiheit, das deutsche Volksrecht begraben, fames Wachsthum. Die Juli- Revolution von 1880 fand im„ Vaterder deutsche Handel und das deutsche Gewerbe begraben, ja selbst land der Eichen und Linden"( die übrigens in anderen Ländern die deutsche Sprache begraben und vergessen die deutschen Fürsten ebenfalls ihr Vaterland haben) etwas mehr Wiederhall als die Rein Saus und Braus lebend, den Pomp und die Luderei ausländischer volution von 1789, allein mur ein winziger Bruchtheil des deutschen Fürsten nachäffend, und die meisten im Solde des Auslands- sogar Wolfes wurde in die Bewegung gerissen; und ernsthaftes Handeln einer, den jetzt die modische Geschichtsfälschung zu einem Pionier war deshalb ausgeschlossen. der deutschen Nationalidee zurecht lügen will: der Große Won 1830-1848 war das Wachsthum rascher, in die Breite Kurfürst" ein Stipendiat des französischen Sonnenkönigs, deffelben, und Tiefe. Jndeß von Massenbewegung noch keine Spur. Die Verder die Pfalz mit Feuer und Schwert verheeren ließ und Elsaß- fassungsfämpfe in Preußen rüttelten aber das Bürgerthum auf, und Lothringen von Deutschland gestohlen hat. die Empörung über die verspätete Bartholomäusnacht Feier in Leipzig des 12. August 1845 zeigte, daß Brennstoff sich aufgehäuft hatte. " Solches Elend, solche Verkommenheit, solche Niedertracht wäre nicht möglich gewesen? ohne die gänzliche Erlahmung des wirthschaftlichen Lebens. Wer eines Beispiels bedarf, um den Satz unseres Programms zu verstehen, daß die politischen Formen und Ereignisse nur die Ausdrücke und die Wirkungen wirthschaftlicher Ursachen und Verhältnisse sind der hat an unserem Vaterland das klassischste Beispiel. Wirthschaftliche Verkommenheit " 1 M " In weitere und weitere Kreise drang die Unzufriedenheit mit der Bundestags- Misere und dem Reaktionsschlamm in Preußen und Oesterreich. Lauter und lauter ertönte der Ruf nach Einheit und Freiheit". Einheit und Freiheit Einheit mit Freiheit. Für die Einheit ohne Freiheit, gegen die Freiheit: die Polizeipolitische Berkommen Einheit der Karlsbader Beschlüsse und der Mainzer Zentralheit, das war gut dritthalb Jahrhunderte lang das Charakterbild Untersuchungskommission", war von Metternich schon längst väterlich Ein Kölner Kind, ein Küferjunge", fam er Ende der dreißiger deutscher Geschichte. Als in England das Volk dem absoluten Königthum gesorgt worden. Jina Jahre er felbst ein Dreißiger, geboren am 10. November 1807 auf dem Schaffot ein blutiges Ende bereitete, Frankreich sich zur Einheit und Freiheit" zwei schöne Worte, nur daß niemand nach Leipzig, wo damals vielleicht der lebhafteste Brennpunkt des Vormacht des europäischen Festlandes aufschwang und Holland die sich bestimmtes darunter dachte. Geisteslebens in Deutschland war. Des politischen Lebens höchste Blüthe politischen, geistigen und fünstlerischen Lebens er- Plößlich ein Lawinensturz in der Schweiz. Nevolutionäre können wir nicht sagen. Politisches Leben gab's damals noch nicht flommen hatte, in der Mitte des 17. Jahrhunderts, war das zu Erhebungen in Italien, und mit einem Male öffnet sich der alte in Deutschland nur ein Aufdämmern des politischen Gefühls ein Tod erschöpfte, durch den dreißigjährigen Strieg weiß geblutete Revolutionstrater in Paris. Die Februar- Revolution. Louis Langfames Erwachen aus Jahrhunderte langem Schlummer. Hat Deutschland eine Trimmerstätte, ein Kirchhof. Und hundert Jahre Philipp, der Bürgerfönig, nach dreitägigem Straßenkampf, am doch Deutschland," das Dornröschen unter den Völkern", Jahrhunderte nachher war das nationale Leben noch so abgestorben, daß der 24. Februar 1848 aus Frankreich gejagt, Frankreich Republik. Nicht hindurch geschlafen und gerade die Jahrhunderte verschlafen, in denen despotische, für das Deutschthum empfindungs- und verständnißlose, zu beschreibende Wirkung in Deutschland. Stürmische, elementardie anderen Kulturvölker zu voller nationaler und staatlicher Ent- deutschen Geist und deutsche Sprache verachtende alte Fritz"- auch gewaltige Begeisterung der Volksmassen. Kopflose Angst und Verwidelung gelangt sind. „ der Große" genanntmanchem als ein Vorfämpfer nationalen wirrung der bisherigen Machthaber. Der Bundestag stellt sich todt, Mit dem Scheitern des großen Bauernkrieges, des ersten Versuchs Wesens erschienen. die Reaktionsmacher in Berlin und Wien thun desgleichen. Anvon unten auf, die zur wirthschaftlichen und politischen Entwickelung Die Armee und die Glorie des Musterdespoten Friedrich II. archie in der eigentlichsten Bedeutung des Wortes. Wäre eine order Volkskraft nothwendige nationale Einheit zu schaffen, begann( alias Alter Friz" oder Friedrich der Große") wurden bei ganisirte Partei da gewesen, die wußte, was sie wollte- keine der große Schlaf. Freilich nach einem großen Aderlaß, richtiger Valmy zu schanden in der Herbst- Tag und Nachtgleiche des bösen Regierung hätte Widerstand geleistet. In Wien brannte Metternich, einer Reihe von Aderlässen, so daß schon aus Erschöpfung der Schlaf Revolutionsjahres 1792, und diese Herbst- Tag und Nachtgleiche der Revolutionstödter, durch beim ersten Nahen der Revolution eintreten mußte. wurde, wie der hellsehende Goethe, der dabei war, den geschlagenen nennenswerthen Widerstand leistete die Reaktion nur in Berlin, wo Die Entdeckung Amerika's hatte das Mittelmeer in einen Binnensee Fürsten und Hochwürdenträgern an Ort und Stelle verkündete: eine sie dafür auch am ewig denkwürdigen 18. März 1848 verwandelt, die Straße des Weltmarkts, die bis dahin durch Deutsch politische Weltwende. gründlichsten besiegt und am tiefsten gedemüthigt ward. land gegangen, auf den Atlantischen Ozean verlegt, und den Welt- Doch in Deutschland waren nur wenige, die das begriffen. Das deutsche Volt war Meister seines Geschickes. Nach dem handel mit der Herrschaft über den Weltmarkt erst den Spaniern Nur wenige, die ein Verständniß hatten für die französische Siege des Berliner Volks teine Regierung, die es wagen konnte, sich und Portugiesen, die jedoch bald durch ihre blöde Kolonialpolitik zu Revolution. Das Volk blieb theilnahmslos es schlummerte den Wünschen und Forderungen des Volts zu widersetzen. grunde gerichtet wurden, dann den Holländern und schließlich den weiter, der Erwecker Dornröschens hatte sich noch nicht gefunden. Das Volt war allmächtig. Kein Zweifel. Doch der Macht Engländern in die Hände gespielt. Das deutsche Bürgerthum verfam, Das Heldengedicht der französischen Revolution spielte sich ab fehlte das Ziel. Wir heute wissen: das erste, nach gewonnenem | die Volkskraft verſiechte. Die deutschen Fürsten kannten nur die klein- Preußen gab im Basler Frieden der französischen Republik das linte Siege, mußte sein: die Macht des Feindes brechen. lichsten und elendesten dynastischen Interessen. Sie hatten nur einen Rheinufer preis. Das geschah nicht. Feind: das eigene Volk und die in dem Kaiser verkörperte nationale Das Empire fam. Jena tam, wo 1806 der Nest der muffigen Einheit.„ Gegen Kaiser und Reich!"- das war Jahrhunderte lang umd berrotteten Herrlichkeit des" Friedericianismus" zu deutsche Fürstenpolitit. Die Reformation wurde von unseren Fürsten sammenbrach, den knechtische Hofskribenten uns als höchste Bethäti- städte der Einzelstaaten berufen, um Verfassungen für die Robert Blum. Ein Kind mit breiter, offner Stirn, ein Kind von heller Lunge, Ein prächtig Proletarierkind, ein derber Küferjunge. Das war Robert Blum, der am 10. November 1807 zu Köln geboren wurde. Und ein Proletarierkind war er im wahren Sinne des Wortes. Der Vater, ein armer Faßbinder in Köln, starb schon, als der„ Aiferjunge" noch nicht acht Jahre alt war. Bis dahin war es färglich in der Familie zugegangen, aber mm war Schmalhans erst recht Küchenmeister. Der junge Robert mußte der Mutter verdienen helfen, um die Kinder zu ernähren. Und obgleich er für sein Leben gern in der Jesuitenschule geblieben wäre, die er einige Jahre besuchte, so mußte er zu einem Gelbgießer in die Lehre, um möglichst bald erwerben zu können. Das Schicksal warf ihn jedoch schnell aus diesem Beruf hinaus. Kaum hatte er einige Jahre in Berlin gearbeitet, so sehen wir ihn in Köln als Theaterdiener bei dem Direttor Ringelhardt, und schon 1831 3og er mit seinem Direktor als Theaterkassirer und Sekretär nach Leipzig, das ihm dann zur zweiten Heimath wurde. " am Es wurde ein deutsches Parlament nach Frankfurt berufen, um eine Reichsverfassung Staaten Barlamente in die HauptDaß diese politische und literarische Thätigkeit zu manchem Die vereinigte Linke der Paulskirche hatte nämlich beschlossen, Konflikt mit der Zensur und mit dem sonstigen bureaukratischen vier Boltsvertreter nach dem aufständischen Wien zu schicken, um für Regiment führte, ist erklärlich. Auch Gefängnißstrafen blieben nicht den Widerstand, der dort den reaktionären Bestrebungen entgegenaus. Aber bei der Bevölkerung stieg das Anschen Blum's; fein gesetzt wurde, den Dank des Vaterlandes darzubringen. Blum war uiter ehrliches Wollen war bekannt, seine packende Beredtsamkeit riß die den Gewählten, und die aus ihm, Fröbel und zwei Oesterreichern be Massen mit sich fort. Seit 1840 war Blum glücklich verheirathet. stehende Deputation wurde in Wien mit allen Feierlichkeiten empfangen. 1847 gab er seine Stellung als Theaterkassirer auf, weil sich diese Die Abreise verzögerte sich dann durch Baßschwierigkeiten, auch mit seiner politischen Thätigkeit schlecht vertrug. Er gründete eine zögerte Blum wohl selbst, den Ort zu verlassen, wo die Entscheidung Buchhandlung, in der u. a. ein von ihm verfaßtes Staatslegilon über das fünftige Schicksal Deutschlands fallen mußte. In diesem für das deutsche Volt" erschien. Sein Versuch, ein politisches Blatt Sime schreibt er unterm 20. Oftober an seine Frau in Leipzig: zu gründen, scheiterte an dem Widerstande der sächsischen Regierung. Besonders die Arbeiter sind bewundernswerth; für die BourEine gewitterschwüle Stimmung herrschte in Deutschland. Da geoisie, die ihnen nie etwas gab oder gönnte, stehen sie bereit, in fiel von Frankreich her der Funke in das Pulverfaß. Die Februar- den Tod zu gehen. Nein, es ist doch für etwas Höheres. Denn in Revolution entfesselte im Frühjahr 1848 den Sturm auch in Deutsch Wien entscheidet sich das Schicksal Deutschlands, vielleicht Europa's! land. Ueberall gab es Voltsbewegungen, und überall wurden den Siegt die Revolution hier, dann beginnt sie von nentem verstockten reaktionären Regierungen allerlei liberale März- Errungen- ihren Kreislauf. Erliegt sie, dann ist wenigstens für eine Zeit lang schaften" abgetrout.- Das Borparlament wurde nach Frankfurt Kirchhofsruhe in Deutschland." einberufen, und Blum, dem in Leipzig bei der dortigen März bewegung die Führung ganz von selbst zugefallen, war selbstAber Leipzig ist ein flein Paris und bildet seine Leute. Blum verständlich unter den Erwählten des Volks. Er gehörte dann dem hatte von jeher einen heftigen Drang nach geistiger Beschäftigung ge- Fünfziger- Ausschuß und schließlich bis zu seinem tragischen Ende habt, und hier in Leipzig war ihm zur Fortbildung, zum Studium der deutschen Nationalversammlung an, die mit der Aufgabe in der er und Fröbel, da sie nun doch in den Mauern eingeschlossen waren, und ebenso auch zu literarischen Arbeiten Gelegenheit genug geboten. Paulstirche saß, dem deutschen Volk eine deutsche Verfassung zu bescheren. Schon Mitte der dreißiger Jahre finden wir ihn wieder als angesehenen Die Paulstirche hat nichts zu stande gebracht. Aber Blumi's und Schriftsteller. Er redigirte in dieser Zeit ein vielbändiges Theaterlegifon, feiner politischen Freunde Schuld war das nicht. Robert Blum ging aber, seinen demokratischen Neigungen folgend, bald zur war in Frankfurt bald anerkannter Führer der Linken, und gerade politischen Schriftstellerei über. er war es, der das Parlament gegen die allmälig wieder ihre Fäden Ende der dreißiger und anfangs der vierziger Jahre war er spinnende Reaktion scharf" zu machen suchte, wie wir heute jagen. schon mitten drin in der politischen Oppositionsbewegung. Außer- Er verfocht den Grundfaz der Souveränetät der Versammlung bem war er der Führer des damals entstandenen Deutschlatholizis- und verlangte vom Parlament, daß es träftige Beschlüsse fassen und mus. Er war Hauptmitarbeiter der„ Sächsischen Vaterlandsblätter" diese rücksichtslos ausführen solle, so lange noch die Volksbewegung und gründete 1840 den Verfassungsfreund", der das vormärzliche hinter ihm stehe. Aber die berühmten Professoren, Aristokraten liberale Programm: tonstitutionelle Staatsform, Breß- und Ver- und Bureaukraten" mußten sich erst gründlich ausschwaben bis fammlungsfreiheit, Oeffentlichkeit und Mündlichkeit, deutsche Einheit 2c. die Kraft der Volksbewegung verpufft und die österreichische und mit Energie verfocht. 1843 wurde der Verfassungsfreund" von der preußische Reaktion wieder empor gelommen war. sächsischen Regierung unterdrückt und Blum setzte an dessen Stelle Blum bemühte fich nach Kräften, dem deutschen Parlament den ein Taschenbuch Vorwärts" mit ähnlicher Tendenz. Hier waren Mitarbeiter die bekanntesten oppositionellen Schriftsteller und Dichter der Zeit: Welder, Hecker, Joh. Jacoby, Herwegh, Bruz, Freiligrath und viele andere. " " Rücken zu steifen und es zu Thaten anzufeuern. Aber er sah vor läufig teinen Erfolg und ergriff gern die Gelegenheit, einmal aus der Frankfurter Atmosphäre hinauszukommen und Zeit zu fruchtbarer Sammlung zu finden. Als Windischgräß den eisernen Ring der Belagerungstruppen immer enger zog und den Wienern drohende Proklamationen an den Kopf schleuderte, da hielt Blum in der Aula eine Rede, aus der ihm später vor dem Standgericht der Strick gedreht wurde. Auch traten in das sogenannte Elitekorps, das zur Aufrechterhaltung der Ordnung dienen sollte und in dem sie zu Hauptleuten gewählt wurden. Die Bestimmung des Korps hinderte freilich nicht, daß es, als es galt, die Stadt gegen die vor den Thoren Hausenden Vandalen zu vertheidigen, in die Gefechtslinie vorgeschoben wurde, wo die beiden Abgeordneten sich wacker schlugen. Später traten sie jedoch noch vor Eroberung der Stadt aus dem Korps wieder aus. Am 31. Oktober waren die Kroaten- und Slavenhorden in die Stadt hereingebrochen, und am 1. November wehte vom Stephansthurine wieder die schwarz gelbe Fahne. Die Abgeordneten vers langten Pässe zur Rückfehr nach Frankfurt, wurden aber am 4. beim Morgengrauen verhaftet. Schon vorher hatte Windischgrät in einem Schreiben an den neuen leitenden Minister Fürsten Felig Schwarzenberg die Erlaubniß verlangt, gegen die schlechtgesinnten Abgeordneten, die er in dem bezwungenen Wien in die Hand bekomme, standrechtlich vorgehen zu dürfen. Schwarzenberg antwortete, das sei zwar sehr wünschenswerth, aber nur möglich, wenn man rechtliche Beweise hätte Einzelstaaten zu schaffen- die alten Regierungen mit ihren finanzen, um daraus den Schluß zu ziehen, daß also Es ist nun kaum abzusehen, wie sich diese Dinge Armeen und mit ihren Bureaukraten, Richtern und Polizisten blieben genug Geld vorhanden sei, wenn neue Militärforderungen weiter entwickeln werden und ob wir wirklich einer ganz unbelästigt und sie benutzten die gutmüthige Thorheit des Volfes, um gegen es zu konspiriren und die Armee und sonstige Kampfmittel der Reaktion zu organisiren. Grauen ein. Das deutsche Bürgerthum war noch wesentlich Kleinbürgerlich der Kapitalismus erst embryonisch vorhanden, kein scharfer Klaffengegensatz noch und folgedessen fein scharf abgegrenztes, flaisen bewußtes Proletariat. Es bildete sich erst heraus. Und schon in feiner fallenden, täppischen Kindheit flößte es dem Bürgerthum Und als, kaum drei Monate nach dem 18. März, die Nachricht von der Pariser Junischlacht in die deutsche Märzrevolutionsfreude hineindröhnte, ergriff panischer Schreck das Bürgerthum, es verlor die Freude an der Revolution und sehnte sich zurück nach " geordneten Zuständen" und einem„ starken Regiment". auftauchen würden. Das war sehr verdächtig. " großen Auseinandersetzung zwischen England und FrankIn dieselbe Kerbe haut jezt der ebenfalls oft offiziös be- reich entgegengehen. Sicher aber daß erscheint, diente Hamburger Korrespondent". Er schildert die fort- die bereits eingetretene Umgestaltung in der Stellung der schreitende Verbesserung der Reichseinnahmen, erklärt aber europäischen Mächte zu einander sich weiter vollziehen wird. trotzdem:„ Der sehr begreifliche Wunsch nach Verminderung Insbesondere dürfte infolge der Spannung zwischen England, der Steuerlast ist mit großer Vorsicht aufzunehmen." Warum und Frankreich die Annäherung Deutschlands an das Inieldiese Vorsicht? Weil, so sagt der Offiziofus, auch einmal reich weiter gefestigt werden, eine Annäherung, die für schlechtere Beiten fommen fönnen, wo das Reich aller Deutschland besonders wegen der zerrütteten feiner Steuereinnahmen dringend bedarf. Aber der schlaue Verhältnisse feiner Verbündeten Oester. Finanzmann widerlegt sofort sein eigenes Argument, indem reich Ungarn und Italien zur Nothwendig. er darauf hindeutet, daß ja im Nothfalle eine Reichs- Erb- teit geworden ist. und Reichs- Einkommensteuer geschaffen werden könne. $ Zum Jubiläum der rettenden That" bringt die Die Absicht des langen Artikels ist keine andere, als Stonservative Korrespondenz" einen Leitartifel, welcher den den immer ungeſtümer sich erhebenden und durch die günstige Einzug Wrangel's in Berlin am 9. November 1848 feiert. Finanzlage im höchsten Maße unterstützten Wünschen des Die rettende That" war die Verkündigung des Belagerungs deutschen Volkes nach Erleichterung der indirekten Steuer zustandes durch das Ministerium Brandenburg- Manteuffel. last von vornherein entgegenzutreten. Bekanntlich hatte der sozialdemokratische Antrag auf Beseitigung der Denimal. Er streckt die Hand aus und der Volkshumor läßt Brandenburg hat am Ende der Leipziger Straße ein Während das Frankfurter Parlament eine Reichsverfaffung in bie Luft baute, ristete die Reaktion sich zum entscheidenden Schlag. In Wien hatte sie die erste Gelegenheit. Im eine Truppensendung gegen die Ungarn zu verhindern, traten die Wiener Arbeiter und Studenten mit den Waffen in der Hand der Regierung entgegen. Salzsteuer sehr viele Sympathien gefunden und die Allein die Regierung, die ihrer in Italien siegreichen Armee nun ficher war, entfloh aus der Stadt und leitete von außen den Kampf gegen Wien und die Revolution. Der Kampf war entscheidend für Desterreich nicht mur, auch für das gesammte Deutschland. Das fühlte jeder. Und die Linte des Frankfurter Parlaments, dem Nufe des Wolfes nachgebend, entsandten zwei ihrer Mitglieder nach Wien: Fröbel und Blum. Regierung fürchtet, daß derartige Anträge im neuen Reichs. ihn sagen: So hoch liegt der Dr-! Nun, der Dr- hat noch viel höher gelegen- er thürmte tag von neuem eingebracht und in den weitesten Streisen Beifall finden werden. sich so hoch auf, daß er bis in die Redaktionszimmer des Aber warum tritt man diesen Wünschen so eifrig und Hauptorgans der Konservativen: der Kreuz- Zeitung" hinanreichte und durch Fenster und Thüren eindrang. zielbewußt in den Weg? Bei den außerordentlichen Reich. Die Schufter das„ Bubenstück des Waldeck- Prozesses, thümern, in denen das Reich schwimmt, wäre ein solches Ber. Die Schuftereien der Ohin, Piersig, Gödtsche, die halten völlig unverständlich, wenn nicht andere Absichten im das Bauchrutschen vor Rußland, die Schande von Olmük, In Wien war für die zwei nichts zu thun, als zu kämpfen und Hintergrund Iauern. Und wir gehen nicht fehl, wenn wir die wüsten Orgien der Muckerei unter dem geisteskranken zum Stampf anzufeuern. Blum that beides. Enger und enger um- annehmen, daß diese Absichten in der Richtung neuer König, die Ausspionirung des seltsamerweise in den Verdacht flammerte Windischgrätz das dem Verderben geweihte Wien. Die Militärforderungen gehen. Um für dieje militaristides Liberalismus gerathenen Prinzen von Preußen( späteren Bürger verriethen die heldenmüthigen Arbeiter. Am 1. November 1848 schen Zukunfspläne Geld genug zu haben, soll einer Verminderung Staisers Wilhelm I.), die Briefstieberei und Depeschendiebstähle → brangen die Kroaten in die Stadt, das Stanbrecht wurde proklamirt auch der drückendsten Steuern trotz der gegenwärtigen Ueber Fäulnik im Innern, Schmach nach Außen, das war die era, und Massenverhaftungen vorgenommen. Auch Blum und Fröbel schüsse vorgebeugt werden. wurden gefangen. Umsonst beriefen fie fich auf ihre Unverleg deren Herbeiführung die Konservative Korrespondenz" als rettende That" preist. lichkeit als Abgeordnete. Daß sie Abgeordnete des Volfes, war im Gegentheil der Hauptgrund, fie rücksichtslos und brutal zu behandeln. In ihnen sollte das Revolutions Parlament und die Revolution selbst getroffen werben. Nur so fäßt sich das Verhalten unserer Offiziösen zu den Finanzverhältnissen des Reiches erklären. Die Zukunft wird zeigen, daß unsere Auffassung richtig ist. Ueber den Geschmack ist nicht zu streiten. Auch nicht über den Geruch. Der„ Konservativen Korrespondenz" duftet der Dr- wie Baldrian den Katen. Anständige Menschen halten sich die Nafe zu. Das deutsche Volk soll durch die neuen Ansprüche des Militarismus nicht überrumpelt werden. Es soll sich schon Fröbel zeigte sich der Begnadigung und Gnade werther jetzt über die Dinge, die da kommen werden, flar werden ward der Freiheit und seiner Zukunft als Handlanger Beuft's und und gehörige Vorbereitungen für die zu erwartenden schweren Schade, daß Herr von und zu Hammerstein noch nicht dann Bismarc's geschenkt. Robert Blum wurde nach einer verächt- Kämpfe treffen. aus dem Zuchthaus beurlaubt ist. Er ist der würdigste, die lichen Prozeßfarce am 9. November früh hinausgefahren auf die Brigittenau und erschossen. Die Kugeln, die ihn durchbohrten, Frankreich sucht man den Groll ob des Ausgangs der legten fünfzig Jahren schreiben. Die internationale Situation ist recht gespannt. In Geschichte der preußischen Konservativen und Junker in den fie galten dem Parlament und der März- Revolution. des Reaktionsheeres arbeiteten trefflich zusammen. Standrechts- Gewehre in Mannheim, Rastatt und Freiburg. Heute zählen wir 1898 fünfzig Jahre später. Am nämlichen 9. November 1848 zog der alte Wrangel" in Fafchoda- Angelegenheit mühsam zu verbergen. Wie verbittert In dem Artifel der„ Kons. Korrefp." findet sich auch die Berlin ein mit dem Belagerungszustand. Man sieht, die Reaktion man ist, zeigt auch die Aussprache des Majors Marchand im alte Lüge, die Märzrevolution habe dem deutschen Volt hatte sich gut vorbereitet der preußische und österreichische Flügel französischen Klub in Kairo:" Vor drei Jahren, so meinte er, teine Vortheile und feine Rechte gebracht. Sie hat das alte drangen einige Franzosen aus Frankreich quer durch Afrika, Preußen umgestürzt, und uns das allgemeine Wahlrecht geDie geben. Wohl hat sie das Junkerthum nicht unschädlich gemacht, um die Hand der Franzosen in Egypten zu drücken. Mit Wien und Berlin in ihrer Gewalt hatte die Neaktion geftegt. Heute wenig sind, werden morgen viel sein, nichts vergessend aber sie hat uns das Mittel verliehen, es unschädlich zu Das Frankfurter Luftparlament fonnte noch ruhig ein paar und nichts aufgebend." machen. Das alte Preußen hat dem neuten Reich weichen Monate an seinem Luftschloß bauen im Sommer 1849 war das März Revolutionslied zu Ende unter dem Knall der preußischen die englische Regierung wolle die günstige Situation benuten, gerissen, so sieht es sich doch Zoll um Zoll durch die demoEngland aber seht seine Rüstungen fort. Es heißt, müssen, und hat es auch die Herrschaft im neuen Reich an sich um die egyptische Frage in Ordnung zu bringen. Die fratischen Sträfte im neuen Reich zurückgedrängt. Regierungsfreisen nahestehende St. James Gazette" bringt Die Konservative Korrespondenz" denke nur an die letzte Heute haben wir ein schwaches Bürgerthum, fo schwach wie einen sehr bemerkenswerthen Artikel. England soll, so fagt sie. Reichstagswahl, die ihren Junkern eine schwere Niederlage 1848, aber wir haben ein starkes, klaffenbewußtes Proletariat, das den Stier bei den Hörnern fassen, eine Schuhherrschaft gebracht hat, und an die letzte Landtagswahl, in denen ihnen als politische Partei, mit flarem Programm, mit flarem Biel, über Egypten proflamiren und allen Möglichkeiten nicht einmal das elendefte der Wahlgefege den Sieg bringen unter der Fahne der Sozialdemokratie als politische Partei organisirt, ins Auge blicken. Es set viel besser, Europa offen zu erklären, tonnte. heute schon stärker ist als jede andere Partei in Deutschland, heute daß wir unser Versprechen- nämlich das Versprechen, schon zu start, um von allen anderen Parteien vereinigt überwunden Egypten nur so lange zu offupiren, bis Ruhe und Ordnung geschaffen fei nicht einlösen tönnen. Zum Fall Spahn meldet das Leipziger Tageblatt", Graf Frankreich wiederum sucht den übermächtigen Rivalen an Caprivi habe als Reichstanzler einem Mitgliede des Reichsgerichts, anderer Stelle zu treffen. Die franzöfifche Regierung soll in das fich zu einem Landtag wählen laffen wollte, erklärt, er werde Lissabon Einspruch Einspruch gegen die Abtretung der zu diesem Zwede niemals Urlaub ertheilen. Delagoabai an England erhoben haben. Auch Defto nothwendiger wird es, diese Fragen im Reichstage wollen die Franzosen, wie der„ Voff. 8tg." gemeldet wird, gründlich zu erörtern. ihren Hafen Diego Suarez an der Nordspizze von Die Privatpoftanstalten hatten Vertreter nach Berlin gesandt, Madagaskar, der die Verkehrslinien entlang der oftafrikanischen um sich über eine gemeinsame Bertretung ihrer Interessen gegenüber Stüfte beherrscht, start befestigen. Und, wie schon mitgetheilt, den auf die Ausdehnung des Postregals gerichteten Plänen zu einigen. Einer Kommission wurde die Wahrung der Interessen dieser beabsichtigt die französische Regierung mit neuen, ganz außer Anstalten gegenüber dem Reichspostamte und dem Reichstage überEine große Militärvorlage wird offenbar in Regierungs- ordentlichen Marineforderungen und mit dem Plane der tragen. Selbstverständlich handelt es sich für die Privatposts Treisen geplant. Schon vor einigen Tagen besprachen die Schaffung einer starten Kolonialarmee vor die Kammer zu Betriebe lediglich um die Wahrung ihres tapitalistischen Intereſſes; Berl. Pol. Nachr." den günstigen Stand unserer Reichs- treten. für die Wahrung der Interessen der Angestellten ist von dieser Stom mission nichts zu erwarten. zu werden. Am 18. März feierten wir den fünfzigsten Geburtstag der MärzRevolution. Heute feiert die Realtion in Wien und Berlin die„ rettende That" des Standrechtelns der März- Nevolution. Wann werden wir den Tag des Sieges über ihre Befieger und Unterdrücker feiern? Politische Mebersicht. Berlin, den 8. November. Die in Haft befindlichen Abgeordneten Blum und Fröbel gleitete düstere Zug die Richtstätte erreicht. Man will Blum wandten sich in Briefen unt Schuß an den Präsidenten die Augen verbinden. Er protestirt: Ich möchte dem Tod frei ins der Nationalversammlung. Diese Briefe wurden jedoch von Auge sehen. Der Offizier bittet ihn, nachzugeben; es sei der Schüßen Windischgrätz zurüdgehalten und haben niemals ihre Adresse erreicht. wegen, die sonst am Zielen gehindert würden. Da schlingt Blum Auch beriefen sich die Abgeordneten in ausdrücklichen Protesten auf selber die Binde vor die Augen, richtet sich auf und ruft:„ Ich sterbe das in Desterreich rechtsgiltig veröffentlichte Reichsgefeß, wonach die für die Freiheit. Möge das Vaterland meiner eingedent fein!" Wolfsvertreter mur bei Ergreifung auf frischer That verhaftet werden durften. Da die beiden nichts weiter gethan hatten, als zehntausende von Bewohnern Wiens, so wollte Windischgräs fich darauf beschränken, fie auszuweisen, um Dir etwaige diplomatische Schwierig feiten zu ersparen", wie er an seinen Schwager Schwarzenberg schreibt. Der Offizier fenft den Degen. Drei Schüsse krachen. Drei Kugeln durchbohren das Herz und den Kopf Robert Blum's, der lautlos zurüdfintt. Es war am Tage vor seinem einundvierzigsten Geburtstag. Deutsches Reich. Zur Fleischnoth. In ihren eigenen Schlingen haben sich die Agrarier gefangen, die bisher jede Fleischnoth ableugneten. In einem der Preisliste der Schlächterei vereinigter Landwirthe, E. G. m. b. H. zu dosenberg in Westpreußen, der eine Anzahl bekannter Großgrundbesizer angehört, beigelegten Begleitschreiben heißt es: Jufolge der anhaltend hohen Schweinepreise mußten auch wir nothgedrungen einen kleinen Aufschlag eintreten lassen; wir hoffen aber, daß unsere Kundschaft hiermit gern einverstanden sein wird, da sie dafür die Garantie hat, von uns eine gute, unver fälschte Waare zu erhalten u. s. 1." Nach der Hinrichtung traf folgendes Schreiben Schwarzenberg's ein:„ Die Abgeordneten sind nicht standrechtlich zu behandeln, wenn Hier wird also unumwunden zugestanden, daß hohe Schweines Aber bald war man wieder anderer Meinung. Man behauptete, fie nicht in flagranti, mit den Waffen in der Hand ergriffen werden preise eristiren. Die Kreuz- 8tg." sucht sich nun, da sie sich und daß das Unverleglichkeits- Gesez in Desterreich nicht zu Recht bestehe. fonnten. Sie find auf freien Fuß zu laffen, wohl aber alle recht- ihre Junter ertappt sieht, herauszuwinden, indem sie schreibt, die Und schließlich hielt man es auch wohl für ganz passend, dem Frank- lichen Anzeigen zu sammeln, damit sie den ordentlichen Gerichten Agrarier hätten die Steigerung der Fleischpreise niemals ge= furter Barlament den Kopf eines ihrer geachtetsten Mitglieder vor überliefert werden können. Ein anderes Verfahren würde uns die leugnet, nur von einer eigentlichen Fleischnoth" könne keine die Füße zu werfen, um so anzudeuten, daß jetzt wieder aus einer größten Schwierigkeiten bereiten." Diese Gegenordre hätte also Nede sein. Blum sofort frei gemacht, wenn er nicht bereits erschossen geanderen Tonart aufgespielt werde. Und darin hat das Junkerblatt in der That recht. Die Leute in Aus den zwischen Windischgräg in Wien und der Regierung in wesen wäre. und um die„ Kreuz- Zeitung" und alle, die es bezahlen können, Olmüz hin und her gehenden Erörterungen über Leben oder Tod Bei der Opferung des einen der gefangenen Abgeordneten ließ werden nie etwas von einer eigentlichen Fleischnoth" empfinden, der Abgeordneten sieht man, daß es faule Ausreden waren, wenn man es bewenden. Fröbel, obgleich ebenfalls zum Tode verurtheilt, noch weniger wird sie der geringe Aufschlag" abhalten, sich das hinterher höhnisch gesagt wurde: Wer sich in Gefahr begiebt, fomunt wurde einfach per Schub über die Grenze gebracht. Er selbst nöthige Quantum guten Fleisches zuzuführen. Aber selbst für eigentliche darin um oder wenn es so darzustellen versucht wurde, als ob glaubte, es sei geschehen wegen einer früher im österreichischen das geringe Bolt herrscht durchaus feine Robert Blum sozusagen im Kriegstrubel mitgefangen und mit- Sinn von ihm verfaßten Broschüre. Der ehemalige rothe Republi-& leischnoth" und mir die bösen Hetzer können solches behaupten. gehangen worden wäre. Es war ein infames abgefartetes Spiel! faner machte übrigens später seinen Frieden mit der Regierung. Man höre, was nach dieser Richtung hin die Allgemeine Am 8. Oftober gelangte die Einwilligung Schwarzenberg's, Er wurde nationalliberal und bekam ein Konjulat in Smyrna. Fleischer Beitung" ermittelt hat. Nach einer von dem genannten Stanbrechtlich zu verfahren, an Windischgräz; und noch am Abend Daß sich des Frankfurter Nationalparlaments die größte Er Blatte veranstalteten Umfrage stellt sich der Verbrauch von Pferdedesselben Tages wurde die Komödie dieses Standgerichts gespielt. fleisch in einzelnen deutschen Großstädten wie folgt: Blum hatte ein kurzes Berhör zu bestehen, wurde dann in die Belle zurückgeführt und in seiner Abwesenheit wegen aufrührerischer Reden und Theilnahme an dem bewaffneten Aufstande zum Tode verurtheilt. Am 9. November morgens fünf Uhr wurde er geweckt und ihm bas Urtheil vorgelesen. Er ergab sich mit Faffung in das Unabänderliche und schrieb an seine junge Frau in Leipzig: 3 " regung bei der Nachricht von der Erschießung Robert Blum's bes mächtigte, ist wahr. Aber selbstverständlich ist auch, daß es bei den bramarbafirenden Beschlüssen, wonach die Schuldigen sollten zur Verantwortung gezogen werden, geblieben ist. Die Schuldigen sind niemals zur Verantwortung gezogen worden, aus dem einfachen Grunde, weil bekanntermaßen das Recht immer auf seite derer ist, die die Macht haben. Im deutschen Volfe wurden 40 000 Thaler für die Hinterund zahllos waren die Proteste und Mein theures, gutes, liebes Weib, lebe wohl! wohl für die bliebenen gesammelt Beit, die man ewig nennt, die es aber nicht sein wird. Erziehe Demonstrationen gegen den Mord auf der Brigittenau. In der infere jetzt nur Deine Kinder zu edeln Menschen, dann werden Thomaskirche zu Leipzig wurde z. B. beschlossen, der 9. November Darmstadt: Wegen der stets steigenden Fleischpreise etablirten sich am fie ihrem Bater nimmer Schande machen. Unser fleines Ver- solle in Zukunft als Trauertag gefeiert werden. Und auf dem mögen verkaufe mit Hilfe unserer Freunde. Gott und gute Frankfurter Dom wurde auf eine der Polizei räthselhaft gebliebene Menschen werden Euch ja helfen, alles, was ich empfinde, rinnt Weise bis vor einer Reihe von Jahren bei jeder Wiederkehr des in Thränen dahin, daher nur nochmals: leb wohl, theures Weib! Todestages eine schwarze Fahne ausgesteckt. Unzählige TrauerBei Gelegenheit einer Betrachte unsere Kinder als theures Vermächtniß, mit dem Du feiern wurden dem Gemordeten gewidmet. wuchern mußt, und ehre so Deinen treuen Gatten. Leb wohl. folchen schrieb Freiligrath in der von Marg herausgegebenen leb wohl Tausend, tausend, die letzten Küsse von Deinem Rheinischen Zeitung": Wien, den 9. Novbr. 1848, morgens 5 Uhr, So ehrt die treue Baterstadt des Tonnenbinders Knaben Jhn, den die Schergen der Gewalt in Wien ermordet haben. Ihn, der sich seinen Lebensweg, den steilen und den rauhen, Auf bis zu Frankfurts Parlament mit starter Hand gehauen. 1 um 6 Uhr habe ich vollendet. Robert. Die Ringe hatte ich vergessen; ich drücke Dir den letzten Auß auf den Trauring. Mein Siegelring ist für Hans, die Uhr für Richard, der Diamantknopf für Jda, die Kette für Alfred als Andenten. Alle sonstigen Andenken vertheile Du nach Deinem Ermessen, Man tommt! Lebe wohl! wohl!" In einem Fiater fuhr man mit ihm zur Brigittenau hinaus. Um halb acht Uhr hatte der von starken Militärabtheilungen be Und auch heute, nach 50 Jahren, ist der Name des Boltsmannes Robert Blum unvergessen. Besonders die Arbeiter verehren den Namen Robert Blum's als den eines Mannes, der es mit der Boltsfreiheit und der Demokratie wirklich ehrlich gemeint hat. M. Pi. Ju Berlin find 1897/98 8513 gegen 7538 Pferde im Vorjahre gefchlachtet worden, in Zwidau 1897 nur 62 Stüd, 1898 aber bis zum 1. September bereits 84, in Königsberg 1896/97 865, 1897/98 926 und in diesem Jahre noch mehr, in Aachen im Jahre 1895 333, 1896 387, 1897 477, in Magdeburg 1896/97 1036, 1897/98 1233 Stüd. Frankfurt a. M. meldet: Pferde werden mehr als früher geschlachtet, wie viele, war nicht zu erfahren, aber die Zunahme ſoll eine ganz bedeutende sein. Graudenz: Seit vier Jahren hat sich hier ein Roßschlächter niedergelassen, der jetzt jährlich bis 124 Pferde schlachtet. hiesigen Blaze mehrere Pferdemeyger. In Düsseldorf sind die Pferdeschlachtungen in den letzten Jahren bedeutend gestiegen, sie beliefen fich 1897/98 auf 1236 Stück. In Dortmund wurden im letzten Betriebsjahre 250 Pferde mehr als im Vorjahre geschlachtet, in Straßburg i. E. im Jahre 1895/96 822 1896/97 899, 1897/98 1099, in Mezz 1896/97 404, 1897/98 480. In Offenbach hat sich die Zahl der Roßschlachtungen verdoppelt, in Frankfurt a. D. um 662/3 pet. erhöht. Rostock, Trier, Mülhausen i. E. und andere Städte melden gleich falls eine ganz bedeutende Steigerung des Pferdefleisch- Verbrauchs. Hier ist die Genußsucht" des niederen Plebs ziffernmäßig nachgewiesen. Es ist wenigstens gut, daß die Preise für Rindfleisch etwas höhere find, sonst würde der Pöbel sich auch solches noch leisten wollen. Die Schlächter Jnnung von Speyer beschloß, einen Aufruf an die Einwohnerschaft zu richten behufs Erlasses eines Protestes. an den Reichstag gegen die hohen Fleischpreise. Ans Italien. Der Sunger herrscht wieder auf der von der Natur so ge fegneten Appenineninsel. Man mußte fich zur Bertheilung von Getreide aus den Militärmagazinen entschließen. Spanien. Die Thatsache, daß fast überall die Schlächter an der Spitze der scheint die Denunziationswuth angefacht zu werden. Das Bewegung gegen die hohen Fleischpreise stehen, spricht doch sehr zeigte sich auch in einem Falle, der heute vor der zweiten Strafgegen die Behauptung der Agrarier, daß jene es seien, die den fammer am Landgericht II zur Verhandlung gelangte. Der Dach Hauptvortheil von den hohen Preisen hätten. dipi decker Robert Koßmann aus Nauen, übrigens ein gewaltGegen die Konkurrenz des Militäre auf dem Arbeits- thätiger und vielfach vorbestrafter Mensch wohnte mit martt ist unter den Arbeitern Halberstadts sehr berechtigte dem Schneidermeister Hollenhorst auf einem Flur. Mißstimmung. In der Sigung der Stadtverordneten hatte der fangs bestand die unter Nachbaren übliche, neue und treue Madrid, 7. November.( Boff. 8tg."). In amtlichen Kreisen. Stadtbaurath Schmidt die Mittheilung gemacht, daß für Freundschaft, später aber traten an ihre Stelle Zäntereien und verlautet, im Fall eines internationalen Konflikts, der erfordern städtische Erdarbeiten eine größere Anzahl von Mannschließlich Prügeleien. Am 16. Juni d. J. geriethen die feindlichen würde, die kanarischen Inseln, die Balearen und neuere spanische schaften der Infanterie zugefagt seien. In der Stadt- Parteien wieder einmal, diesmal aber besonders heftig aneinander. Besizungen in besseren Vertheidigungszustand zu setzen, würden berordneten Versammlung, der ein Bertreter der Arbeiter Koßmann bedrohte die Hollenhorst'schen Eheleute mit dem Ver- gemäß einem vom Kriegsminister ausgearbeiteten Plan die betreffenden nicht angehört, erhob sich gegen diese Verwendung von Soldaten brechen des Todtschlags, er beleidigte sie mit den gröbsten Schimpf- Besagungen in einem Beitraum von zwei oder drei Tagen bedeutend tein Widerspruch. 11m so träftiger regten sich die Ar worten und schlug auch mit einem Biegelsteine zu. Die Mißhandelten verstärkt werden; außerdem seien in letzter Zeit an den Küsten sowie beiter. In einer Wählerversammlung brachten sie die Sache zur erstatteten Anzeige wegen Körperverlegung, Beleidigung und Bedrohung, in Ceuta die Batterien bedeutend befestigt worden. Der allgemeine Sprache, das Gewerkschaftskartell nahm ebenfalls Stellung und fügten aber noch eine Anzeige wegen Majestätsbeleidigung hinzu. Eindruck ist hier, daß die Friedenskonferenz nächsten Sonnabend bes: beauftragte seinen Vorsitzenden, telegraphisch Beschwerde beim In der heutigen Hauptverhandlung versuchten die Zeugen, Sen An- endigt werden wird.( Siehe auch die Notiz: Zur Maroccofrage: Kriegsminister zu erheben. Der Inhalt der Depesche lautet: geklagten namentlich in bezug auf die Majestätsbeleidigung schwer unter Afrika.) Ew. Exzellenz zur geft. Kenntniß, daß laut Mittheilung des Stadt zu belasten. Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß sie in dieser Madrid, 8. November. Einer Depesche aus Manila zufolge iſt bauraths Schmidt in der Stadtverordnetensißung vom 18. Oftober Beziehung sowohl vor dem Gendarm, dem sie die Sache anzeigten, die Küstenschifffahrt zwischen Manila und den Visayas- Inseln gemäß zur Ausführung städtischer Erdarbeiten eine größere Anzahl von Mann wie vor dem Untersuchungsrichter ganz andere Angaben gemacht einem amerikanisch- spanischen Abkommen wieder aufgenommen worden. fchaften der Infanterie zugesagt sind. Da es sich um keinerlei dringende hatten. Der Gerichtshof schenkte daher in dieser Beziehung den Be- Auf der Insel Negros ist ein Aufstand ausgebrochen. Verstärkungen Notharbeiten handelt, so ist diese Maßregel durch nichts gerecht- lastungszeugen nicht den mindesten Glauben. Von der Anklage der find dorthin abgeschickt worden. 350 fertigt. Dieselbe dedeutet angesichts der hier herrschenden Arbeits- Majestätsbeleidigung wurde der Angeklagte freigesprochen, Madrid, 8. November. Blättermeldungen zufolge theilt Montero losigkeit eine schwere Schädigung der Intereffen der Halberstädter wegen der Körperverlegung, Beleidigung und Bedrohung wurde auf Rios in einem gestern im Ministerrath verlesenen Briefe mit, die Sirbeiterschaft. Die Gewerkschaften Halberstadts protestiren dagegen, neun Monate Gefängniß erlannt. daß das Militär den Arbeitern die Arbeit wegnehmen soll, und Vor der dritten Straftammer des Dresdener Landgerichts hatte sich spanischen Kommissare würden in der heutigen Sigung der Friedenswenden sich an Ew. Exzellenz mit der ergebenen Bitte um Abhilfe." der kriminell nur gering, aber polizeilich nicht weniger als 47 mal fonferenz die genaue Junehaltung aller Klauseln des Friedens Wir haben sehr wenig Zuversicht, daß der Kriegsminister für vorbestrafte 55 Jahre alte Kaufmann Edmund Ottokar Eduard Finte protokolles verlangen und sich weigern, auf eine Debatte über die diefe Erwägungen genügendes Verständniß zeigen wird. Freilich ist von Dresden wegen Majestätsbeleidigung zu verantworten. Der Ver- Frage der spanischen Oberhoheit über die Philippinen einzugehen. fchwer zu begreifen, warum eine Verkürzung der Dienstzeit un- handlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, wohnte Madrid, 8. November. In offiziellen Kreisen herrscht dte Anmöglich sein soll, wenn die Verwendung von Soldaten zu derartigen als medizinischer Sachverständiger Herr Medizinalrath Dr. med. ficht, daß die internationale Lage Spanien verbiete, große Rüstungen Arbeiten so leicht zu erreichen ist. Donau bei. Das Urtheil lautete unter Annahme mildernder Um auf den Stanarischen Inseln und auf den Balearen borzunehmen.stände auf neun Monate Gefängniß. " Kriegervereine und Gewerkschaften. In Windecken bei Hanau wurde ein Kriegervereinler aus dem Verein ausgeschlossen, weil er an der Gründung einer Filiale des Maler Verbandes 5 mitgewirkt hatte. Der Fall zeigt von neuem, daß die Kriegervereine nicht nur politische Gegenorganisationen gegen die Sozialdemokratie find, sondern sich gegen jede selbständige Bethätigung der Arbeiter tlaffe richten.,, Reichsbote" und" Post", ein edles Brüderpaar, jammern betrübt, daß Herr Maximilian Harden nur 6 Monate wegen Majestätsbeleidigung ſizen soll. Die Entrüstung dieser Blätter soll die gute Gesinnung ihrer politischen Hintermänner beweisen. Vielleicht darf man bei dieser Gelegenheit wieder an den Ausspruch des Leipziger Pastors erinnern, der behauptete, daß nirgends so viele Majestätsbeleidigungen begangen würden, als in den höheren Gesellschaftskreisen. Die Errichtung eines Kriegshafens auf der Rhede von Danzig follte nach der Mittheilung einiger Blätter beabsichtigt sein. Jetzt wird diese Mittheilung dementirt oder doch als sehr verfrüht bezeichnet. einschlug. Defterreich. anträge gegen das Ministerium weiter. Der Polenführer Jaworsti Im Abgeordnetenhaufe geht die Debatte über die Anflage. sprach entschieden für die Regierung. sprach entschieden für die Regierung. Ungarn. Budapest, 8. November. Seitens des hiesigen Staatsgerichts wurde beim Abgeordnetenhaufe der Antrag auf Auslieferung der Abgeordneten Franz Kossuth, Rudmanzki und Sima gestellt. Die beiden Erstgenannten sollen au betrügerischen Manipulationen der falliten Maschinenfabrit Hiennia" theil genommen haben, Sima wird Kautionsschwindel zur Last gelegt. Budapest, 8. November. Carl Eötvös und Ludwig Clay protestiren im„ Egyetertes" namens der Unabhängigkeitspartei energisch gegen die Obstruktion. Infolge dieser Erklärung dürfte die Obstruktion verlöschen. Frankreich. # Türkei. Ans Konstantinopel wird der Frankfurter 8tg." gemeldet: Prinz commissaire ad interim nach Streta. Dieſer Modus wurde nur als Georg von Griechenland geht vorläufig in der Eigenschaft eines haut ein Uebergangsstadium gewählt, um dem Sultan entgegenzukommen. Prinz Georg wird den Titel des Ober- Kommissars bis zu seiner Bestätigung als Fürst Gouverneur von Kreta durch den Sultan führen. Falls jedoch der Sultan nicht binnen einigen Wochen die Bestätigung ertheilt, wird der Prinz den jezt gewählten Titel auch ohne den Sultan annehmen. Bon erster diplomatischer Seite wird versichert, daß der Zar persönlich es auf sich genommen hat, Kaiser Wilhelm im Interesse des Prinzen Georg umzustimmen, was ihm auch gelungen sein soll. Alle Anzeichen deuten auf das Bevorstehen einer Ministerkrisis hin. Griechenland. Abbankung des Ministeriums. Nach dem Kabinetsrathe am Montag überreichte Ministerpräsident Zaimis dem König die gemeinsame Demission der Minister. Die Gründe sind nicht bekannt. Der König hat das Dekret unterzeichnet, welches die Kammer auf den 15, d. M. einberuft. Afrika. Schutz vor Schuylenten. Aus Dresden wird uns geist sehr gut besucht. Es wird zunächst zur Wahl der beiden Bize Paris, 8. November. Deputirtentammer. Das Haus schrieben: Der Schußmann Kluge, aus der Gemeinde Nicklen bei Dresden, mußte verhaftet werden, weil er sich des Hausfriedens- präsidenten geschritten, die an stelle der nunmehrigen Minister Die Marokkofrage. Man schreibt der Int. Korr." aus bruchs, der Beamtenbeleidigung, der Bedrohung und Sachbeschädigung Beygues und Kranz treten sollen. Nach der Wahl wird das Wort madrid: In den militärischen Kreisen erblickt man in den Vorschuldig gemacht hat. Kluge hat in verschiedenen Restaurationen dem Deputirten Brunet zur Begründung seiner Intergängen der fleinen Kolonie Rio de Oro an der marokkanischen Westdie Gäste insultirt, so daß die Polizei gegen ihn einschreiten mußte. pellation betreffend as choda ertheilt, Brunet erklärt, füfte den Reim neuer und für Spanien sehr bedenklicher VerNur mit Mühe wurde der nette„ Schutz" mann davon abgehalten, er aiebe einfach seine Interpellation aurü d.wickelungen. Die genaueren Berichte des dortigen Kommandanten daß er mit seinem Seitengewehr auf die Beamten und das Publikum( Beifall auf allen Bänken.) Das Haus geht alsdann zur Tages- stellen es außer Zweifel, daß eine große muhamedanische Kriegsmacht, ordnung über. mindestens 3000-4000 Wann die Kolonie umlagern, deren Der verantwortliche Zeitungsscher. Bei einem Beleidigungs- Kammer einen Gesezentwurf eingebracht, welcher die Abschaffung der daher genöthigt, unverzüglich eine stärkere Truppe dorthin zu senden; Paris, 8. November. Die sozialistische Gruppe hat in der Besatzung nur 80 Mann start ist. Die spanische Regierung ist prozeß gegen die vor der Reichstagswahl in Tilsit herausgegebene Beitung" Tilsiter Echo" hat die dortige Straffammer nicht nur den Striegsräthe sowohl in Kriegs- wie in Friedenszeiten und des sie würde sonst zugeben müssen, daß britische Truppen verantwortlichen Rebatteur, den Verleger und den Drucker, sondern Militär- Strafgesetzbuches verlangt. Die Nothwendigkeit dieses Ge bort landen, da sich in der Kolonie eine englische Fattorei auch den Sezer, der die beleidigenden Artikel gesetzt hatte, au feges wird mit den Enthüllungen in der Dreyfus- Affäre begründet. befindet, welche Spanien schon öfters große Schwierigkeiten bereitet einer Gefängnißstrafe verurtheilt. Die Beitung ist von einem aus Billot und Cavaignac. Ueber die Verhandlung wird strengstes Still- Gebiet kommen sollte, so würde voraussichtlich der Sultan von Der Kaisation shof vernahm heute Nachmittag Mercier, hat. Wenn es sodann aber zu einem ernsthaften Kampfe in diesem unserer Partei längst ausgeschlossenen Herrn Wassill mit dem Gelde eines früher bei den Konservativen sehr verehrt gewesenen, schweigen beobachtet. Marokko durch gewisse Einflüsse veranlaßt werden, in den allgejegt in der Jrrenanstalt in Allendorf internirten Arztes namens Paris, 8. November. Heute Nachmittag wurden die früheren meinen Kriegszustand Spanien gegenüber einzutreten, so daß dann Dr. Brozeit gegründet worden. Dieser Mann gab das Geld zu Kriegsminister Mercier, Billot und Cavaignac verhört. Sie hatten auch um Ceuta und Melilla der Kampf ausbrechen würde. dem Zwede, um in dem Blatte gegen eine Anzahl Personen Rechenschaft abzulegen über das geheime Dossier und über ihre Die Haltung der Kabylenstämme der Niftüste ist Artikel veröffentlichen zu können, die schwere Beschuldigungen ent. Haltung in der Dreyfus- Angelegenheit. überhaupt infolge der spanischen Niederlagen eine sehr heraushielten. Wegen dieser Artikel wurde der Prozeß gegen das" Tilsiter Von einer neuen Verschwörung des Generalstabes berichten fordernde geworden, weshalb die Neigung zu einem allgemeinen Echo" angestrengt. Waffill hat das Mamuskript herbeigeschafft, was englische Blätter." Daily Chronicle" behauptet: Für den Fall, daß Angriff gegen die Spanier im ganzen Mogreb eine starke ist. Da feſtgeſtellt ist; er erhielt 9 Monate Gefängniß. Reinte als ver der staffationshof die Mevision des Dreyfus Prozesses oder die es nun ferner bekannt ist, daß die Kabylen von verschiedenen Seiten antwortlicher Redakteur wurde zu 4 Monaten und der Drucker Niederschlagung des ersten Prozesses verfüge, sei ein Handstreich her jederzeit reichlich mit Waffen versorgt werden, und da andererJankus zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt; letterer hatte das zum Umsturz der Zivilgewalt in Frankreich und zur Ermordung aller feits Spanien augenblicklich faum in der Lage ist, einen langwierigen Manuskript dem Sezer gegeben, ohne es jedoch gelesen zu hervorragenden Parteigänger Dreyfus beabsichtigt. Die Pariser und kostspieligen Kolonialfrieg in Afrika durchzuführen, so ist es haben. Der Sezer Schick wurde wurde wegen Beihilfe mit Bolizei habe Kenntniß von der Verschwörung erlangt und die Kon mehr als wahrscheinlich, daß jeder Ausbruch triegerischer Ber5 Tagen Gefängniß bestraft, obwohl er darauf hingewiesen stribirten bereits gewarnt, daß ihr Leben in Gefahr schwebe; auch wickelungen in Marokko den übrigen dort betheiligten hatte, daß er gar nicht in der Lage war, das lasse sie ihre Wohnungen durch Geheimpolizisten bewachen. Die Mit Mächten Anlaß zum Einschreiten bieten wird, worauf Manuskript zu prüfen, weil er sich schleunigst habe an die Arbeit glieder des Staffationshofes empfingen täglich Schmäh- und Droh man offenbar schon jest an mehreren Stellen rechnet. machen müssen, um zur rechten Zeit fertig zu werden. briefe. Der Pariser Vertreter des Daily Chron." pflog infolge dieser Enthüllung Unterredungen mit Pressensé und Senator Trarieng, die beide bestätigten, der Polizeipräfekt habe sie gewarnt; Pressensé habe seine Wohnung gewechselt, Trairieur gehe nie ohne Revolver in der Tasche aus. Dieses Verfahren scheint uns dem Geifte des Preßgefezes direkt zu widersprechen. Das Preßgesetz schließt durch seine Bestimmungen über die Verantwortlichkeit die des Sezzers für die Artikel, die er im Auftrage des Prinzipals segt, direkt aus. Jm vorliegenden Falle ist aber die Bestrafung des Sezers um so unverständlicher, als ja das Gericht andere Personen hatte, an die es sich halten konnte. Belgien. Die Kammern sind heute zusammengetreten. England. ,, Germanifirung" in Nord- Schleswig. Das Hamb. Echo" berichtet: Mit welcher Härte gegen die Ausgewiesenen vorgegangen, erhellt aus einer Mittheilung aus Vejen jenseits der Grenze. Man Fehlgegangenes Lockspikelkomplott. Vor den Assisen in schreibt unterm 4. d. M. von dort:" Unter den Ausgewiesenen traf a stings( England) wurde am 28. Oftober wegen Ein hier gestern Abend eine Wittwe aus der Gemeinde Aybüll bei bruchs, angeblich am 16. September dort begangen, der junge Gravenstein mit ihrer zwölfjährigen, todtkranken Tochter ein, welche italienische Kellner Giuseppe Labella aus der Haft vor nach der Aussage desjenigen Arztes, der sie behandelt hatte, geistes- geführt. Als Zeugen fungirten ein Detektive( Spigel) und ein Polizeifrank war und ins Irrenhaus geschafft werden müsse. Da die fergeant. Der Angeklagte war ihnen„ avisirt" und, wie die Verhandlung Mutter nicht im stande war, die Anstaltskosten zu zahlen, wurde fie ergab, war der Informant ein anderer Italiener", der den in von dem Amtsvorsteher nach der Heimathskommune Vejen aus- London domizilirt gewesenen Labella dort aufzusuchen veranlaßt gewiesen. Das todttrante Mädchen wurde in offenem Wagen nach worden war, um ihn zu bestimmen, nach Hastings zu fahren und Alpenrade transportirt und von dort mit der Bahn über die Grenze dort in dem Haus, wo 2. gefaßt worden, einen„ Empfehlungsbefördert. Kurz nach der Ankunft in Vejen starb das Kind, ohne brief" abzuholen, den der Angeklagte dorthin bestellt zu wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der hinzugerufene haben vorgeben sollte. Der hinzugerufene haben vorgeben sollte.- Geld für Reise und Zehrung wurde dem Arzt konstatirte, daß das Kind am Gehirnschlage gestorben sei." 2. in London durch diesen Polizeispion", wie ihn die Wertheidigung 2Sie haben wir es im neuen Deutschen Reiche doch so herrlich weit furzweg nannte, baar ausbezahlt. 2abella reiste nach Hastings gebracht. und wurde( eine Woche nach dem Genfer Attentat!) richtig dingfest gemacht, kaum daß er das Haus betrat. Ueber den Brief zur Abholung jchweigt die Geschichte. Als Einbrecher" verhaftet, sollte 2. voraussichtlich jenes corpus delicti erst auf der Polizei aus der Tasche gezogen bekommen. Der Eifer der Polizeitomplotter hatte eben eine Boftverspätung außer Berechnung gelaffen. " In Schwarzburg- Rudolstadt ist dem Landtage ein neues Vereinsgefez und eine Vorlage zugegangen, wonach die Amtsperiode der dermaligen Stadt- und Gemeinderäthe um ein Jahr verlängert werden soll. In der Zwischenzeit soll das allgemeine direkte Wahlrecht durch das Dreitlassen- Wahlsystem ersetzt werden. In fulminanter Rede charakterisirte der Vertheidiger die HandDie Volfsstimme" in Badische Polizei: Gefälligkeiten. Mannheim macht folgende Mittheilung: Die Mannheimer Polizei lungsweise der Polizei als ein erbärmliches und niederträchtiges habe, wie die Polizei anderer Städte, von Berlin aus den Auf- Stomplott, angezettelt, einem Fremden in diesem Lande eine Falle trag bekommen, inach sämmtlichen Anarchisten und solchen, die es zu stellen. Vor feierlich schweigfamem Gericht und Auditorium fuhr einmal gewesen, zu recherchiren. So habe sie auch bei dem Parteigenossen Herrmann, der früher einige Zeit in Berlin als Anarchist aufgetreten war, zu recherchiren gesucht. Ein Kriminalbeamter sei unter der Angabe, Herrmann habe 50 W. entwendet, bei Herrmann's Hauswirth, und zwar in dessen Abwesenheit, eingedrungen; er durch stöberte die Wohnung und zeg wieder ab, nachdem er der erschrockenen Hauswirthin die beruhigende Versicherung gegeben hatte, er habe sich getäuscht; es sei doch ein anderer, den er suche. er fort: 30. an Kommunales. = Stadtverordneten Versammlung. ( außerordentliche) Sigung vom Dienstag, den 8. November, nachmittags 5 Uhr. Die Berathung des Entwurfs eines neuen Vertrages mit den Berliner" Elettrizitäts- Werten wird fortgesetzt. Ueber§§ 25 und 26( Höhe der jährlichen Abgabe vom BruttoErtrage und Antheil der Stadt am Reingewinn) war die Diskussion in der legten Sigung nicht zu Ende geführt worden. Die Stadtvv. Singer u. Gen. haben heute folgenden Antrag eingebracht: Unter Ablehnung der Magistratsvorlage und des Ausschußantrages beschließt die Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, die Uebernahme der Berliner Elektrizitätswerte in städtische Verwaltung schleunigst in die Wege zu leiten und der Versammlung dieserhalb eine Vorlage zu machen. Vor Eintritt in die Berathung giebt der Vorsteher Dr. Langers hans seiner Auffassung dahin Ausdruck, daß der Stadtv. Wallach, der nach seiner eigenen Angabe Aktien der Allgemeinen ElektrizitätsGesellschaft besitzt, nicht mitstimmen darf. Stadtv. Dinse hält den Standpunkt des Vorstehers für uns gerechtfertigt, da Herr Wallach nur Aktien der Allgemeinen ElektrizitätsGesellschaft, nicht der Berliner Elektrizitätswerte befize. Stadtv. Wallach sieht diesen Unterschied für unerheblich an; wenn die Auffassung des Vorstehers durchdringe, müsse er sich fügen. Stadtv. Mommsen tritt dem Vorsteher bei; in Fällen wie diesem müsse die Städte- Ordnung aufs ftritteste beachtet werden. Stadtv. Singer: Für mich persönlich ist es nicht im geringsten zweifelhaft, daß der Besitz von Aftien einer der beiden Gesellschaften hier mit der Verpflichtung des Stadtverordneten follidirt. Herr Die englife Polizei, wohlgemerkt, ver- Wallach giebt mur der Meinung der übergroßen Mehrheit der Berliner richtet nicht felber ihr eigenes fomugiges Ge- Bevölkerung Ausdruck, wenn er den Vertrag als mehr zu gunsten häft und es ist sehr wohl bekannt, daß darum diese der Gesellschaft formulirt ansieht. Ich würde nur wünschen, elenden 2odspiselegistiren, deren Aufgabe es ist, andere daß die strenge Auffassung des Herrn Wallach bei allen Kollegen, verbrecherischen Handlungen zu verleiten. Ich die in derselben Lage wie er sind, ebenso zum Durchbruch käme. stehe nicht an zu erklären, daß ein schimpflicherer Fall als Thatsächlich tommt der Verlust einer Stimme gegen den Ver dieser niemals einen Gerichtshof beschäftigt habe. Die ganze trag doch den Gesellschaften zu gute.( Burufe.) Es giebt aber auch Sache liest sich wie ein Roman und wenn auch der Verhaftete noch andere Beziehungen zu den Gesellschaften als der Besitz von Die Verpreußung Badens macht bösartige Fortschritte, feinerlei Verbrechen beging, so ist ein solches doch ohne allen Attien. Mir ist heute die Mittheilung geworden, deren Richtigkeit Das Wigblatt ,, Simpliciffimus" wird, wie der„ Berliner 3 weifel von denen begangen worden, die wie ich ich nicht prüfen kann, daß der Kollege Lüben ein lebhaftes Interesse Lot.- Anz." wissen will, demnächst in Zürich weiter erscheinen. Es Hoffe- als Verschwörer zur Vernichtung der an der Sache hat, weil er außerordentlich große Lieferungen für sollen auch die übrigen Verlagswerte Langen's nach Zürich über- techtspflege und Gerechtigkeit ehebaldigst vor die die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft macht.( Bewegung und geführt werden. Beruht diese Nachricht auf Wahrheit was wir Gerichtsschranten gebracht werden.' Die Jury Lachen.) Ganz zweifellos fann, wenn die Werke in die städtische zunächst bezweifeln möchten, so wäre dies das Unvernünftigste, sprach den Angeklagten fofort frei.- Zur Geschichte des Verwaltung übergehen, die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft was Langen thun tönnte, denn das im Auslande erscheinende Blatt würde für Deutschland ohne Zweifel sehr rasch verboten werden." gyptifmen attentats" und Charakteriſtik der bei den Herrn Lüben diese Bestellungen nicht mehr geben. Daß hier, die Attentätern" von Alexandria vorgefundenen Schriftstücke Wahrheit der Behauptung vorausgesetzt, solche Beziehungen vorDie Kreise, welche die Satire und den Hohn des genannten Blattes beachte man diesen Beitrag mit der richterlichen Beglaubigung: liegen, wie sie die Städte- Ordnung im Sinne hat, ist ganz klar. so sehr gefürchtet, hätten erreicht, was sie wünschten. Made in London"( in London gemacht), und in Hastings Wenn man hier den§ 44 der Städte- Ordnung anwenden will, dann Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Je häufiger zu Buch gebracht für die Anachisten Konferenz" und deren muß auch Kollege Lüben die Lehre daraus ziehen, sich an den VerBestrafungen wegen Majestätsbeleidigungen erfolgen, um so mehr Nuznießer. handlungen und Abstimmungen nicht zu betheiligen. " " Stadtv. üben: Ich habe mit der Allgemeinen ElektrizitätsGesellschaft zu thim in derselben Weise, wie viele meiner Konfurrenten ebenfalls; wer am billigsten ist, kriegt die Lieferung. Ich liefere auch an andere Elektrizitätswerke in und außerhalb Deutschlands. Das hindert mich nicht, meiner Ueberzeugung Ausdruck zu geben, wenn ich sie für richtig halte. Der Antrag des Vorstehers, Stadtv. Wallach von der ferneren Theilnahme an den Berathungen und Abstimmungen über diesen Vertrag auszuschließen, wird mit großer Mehrheit angenommen. Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur Müller von der Magdeburger, Bolts, stimme" hat in Gommern eine Gefängnißstrafe angetreten. Da während der Verbüßung derselben noch mehrere Urtheile, die gegen ihn gefällt sind, rechtskräftig werden, wird er leider nicht sobald die Freiheit wieder schauen. Möge er die Haft gut überstehen! Stadtv. Tale: Ich bitte doch dringend, von dem Ton abzu Bemühungen des Herrn Deter aufgeklärt sind über die Gründerrechte fehen, der in der letzten Zeit hier eingerissen ist. Sind wir denn hier der Gesellschaft, und nachdem die Gefahr der Ringbildung uns ummitteleine Rotte von Verbrechern?( Burufe. Der Vorsteher flingelt; bar nahegetreten ist, durch die die Stadt ohnmächtig in die Hände dieser Zu den Stadtverordnetenwahlen in Breslau, die am 17. Stadtv. Talke spricht erregt weiter. Der Vorsteher gelangt Monopolgesellschaften geliefert wird, kann dem, der dann noch immer und 18. November vorgenommen werden, sind von unserer Seite dazu, zu erklären, er habe von einem solchen Tone nichts ver- nicht die Augen geöffnet hat, wirklich nicht geholfen werden. Um als Kandidaten für die dritte Abtheilung aufgestellt die Parteinommen; der Vorwurf des Redners treffe nur den Vorsteher.) Ich uns dagegen zu schüßen, müssen wir den Vertrag ablehnen, aber bis genossen Julius Bruhns, Oskar Schüß, Ernst Bahn, Hermann Brosig, habe Sie nicht treffen wollen; aber der Vorwurf, wenn einer für zu diesem Augenblick gemeinsam dafür kämpfen, daß die Bedingungen Oskar Heymann, Johann Kühnel, Paul Kizler, Arthur Bergmann den Vertrag stimme, handle er im Interesse der Gesellschaft, ist für die Stadt möglichst vortheilhaft formulirt werden. und Gustav Tiezze. wenigstens infam.( Große Aufregung.) Ich handle im Interesse der Bürgermeister Kirschner: Der Magistrat hat von der That Aus dem Königreiche Stumm. Unsere Partei- Organisation Stadt, nicht im privaten Interesse, wenn ich für den Vertrag stimme, sache, betreffend die Bezugsberechtigung, Kenntniß gehabt; ob das im Kreise Saarbrüden hat im abgelaufenen Verwaltungsjahre merken Sie sich das!( Der Vorsteher rügt den Ton des im Ausschusse erwähnt ist, ist mir nicht erinnerlich; ich möchte 377,59 M. eingenommen und 373,83 W. ausgegeben. Zum Bezirks Redners.) glauben, daß es doch erwähnt worden ist. Jedenfalls ist diese vertrauensmann wurde wieder Emmel aus Saargemünd gewählt, Thatsache mitbestimmend gewesen für den Aufbau des zum Vertrauensmann für St. Johann der Maurer Böhme und ganzen Vertrages, auch für die Gewinnbetheiligung. Es als Vertrauensmann für Saarbrücken der Schuhmacher Hund 3= ist ja gerade deshalb die Scheidung in den Kapitalsbetrag topf. Zum oberrheinischen Provinzial- Parteitage konnten drei von unter und über 20 Millionen vorgesehen. Daß jezt eine Ring Delegirte gewählt werden. bildung vorliegt, während ich früher keine gesehen habe, kann ich nicht tragisch nehmen. Vorläufig ist die Allgemeine ElektrizitätsGesellschaft noch nicht fufionirt( Rufe: vorläufig!); aber wenn ich das auch in Rechnung stelle, so folgt für uns daraus blos, daß wir unsere Rechte vertragsmäßig festlegen müssen. Die Gefahr für In der Fortsetzung der Debatte wendet sich Stadtv. Jacobi Berlin entsteht erst, wenn wir den Vertrag nicht schließen.( Sehr gegen die finanziellen Darlegungen der Stadtvv. Singer und Deter gut! Sehr richtig!) Wenn die Stadt die Werke übernimmt und in voriger Sizung. Schon der Bürgermeister habe forrigirend bemerkt, fich dann einem Ring gegenübersieht, dann erst ist die Gefahr daß Herr Singer den Antheil der Stadt an der Brutto- Einnahme für die Stadt da! Sie schüßen die Stadt davor, wenn sie den bei seiner Aufrechnung der Gewinnbetheiligung der Stadt zu berück- Vertrag schließen!( Beifall und Widerspruch.) fichtigen vergessen habe. An der Ausgabe der neuen Aktien zu pari habe die Stadt gar kein Interesse, das hätten die Aktionäre unter fich abzumachen.( Lebhafter Widerspruch); ein Interesse hätte sie nur bei der Ausgabe der höheren Kurse. Die Agiotage bei der Ausgabe neuer Aftien erklärt Redner, für Unfinn zu halten. Herr Deter habe sich ganz zu Unrecht auf ähnliche Vorgänge bei der Pferdebahn- Gesellschaft berufen; der Kurs dieser Aktien sei vorher 480, nach der Ausgabe der neuen niedriger gewesen und stehe heute 350. Wenn die Stadt 15 Millionen auf zunehmen gezwungen sei bei der event. Uebernahme, so müsse sie diese Summe doch auch amortisiren, und das habe Herr Deter in Rechmung zu stellen vergessen.( Widerspruch). Die Anträge auf Erhöhung der Abgabe beziehungsweise Ausdehnung der selben auf das Werk an der Oberspree bekämpft Redner als eine grobe Ungerechtigkeit, erklärt sich aber unter großer Bewegung und Ueberraschung eines Theils der Versammlung für die Erhöhung des Antheils am Reingeivinn auf 50 pCt., fowie für Singer beantragen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Stadtv. Rosenow hält dem Magistrat vor, er habe sich einer Unterlassung schuldig gemacht, weil er das Statut der Gesellschaft, In der Buchdruckerei von Schneider u. Co., Lindenstr. 106 aus welchem sich jenes Vorzugsrecht ergebe, der Versammlung nicht( Handelsstätte Belle- Alliance), find Differenzen ausgebrochen. Das zur Kenntniß gebracht habe. Daß die erfolgte Ringbildung ge- gesammte Personal( 40 Buchdrucker) ist ausständig. Der Tarif fährlich sei, werde auch der Bürgermeister nicht zu leugnen wagen. ist von der Firma nicht anerkannt. Die beantragten Erhöhungen des städtischen Antheils verminderten Deutsches Reich. die Chancen der Gesellschaften, ein ausgezeichnetes Geschäft zu machen, Die Metallarbeiter der Maffei' schen Maschinenfabrik in nicht im geringsten, seien aber andererseits das Minimum, was die München haben in einer Versammlung, die von 600 Personen Stadt haben müsse. Bewilligen die Berliner Elektrizitätswerte besucht war, beschlossen, eine Verkürzung der Arbeitszeit in der die 50 pct., so werde auch an der Erhöhung der Brutto- Abgabe der Weise zu fordern, daß ihnen die 11/ 2stündige Mittagspause gewährt Vertrag sicher nicht scheitern. Geschehe es doch, so sei das kein wird; außerdem wird vollständige Abschaffung der UeberstundenUnglück: die Bürgerschaft sei durchaus für die Uebernahme in die arbeit und ein Zuschlag von 50 pct. in Ausnahmefällen sowohl bei städtische Regie. Von dem„ Kuddelmuddel", der entstehen müsse, Lohn- als auch bei Affordarbeit gefordert. Diese Resolution soll wenn, wie behauptet werde, Mitglieder der städtischen Verwaltung dem Direktorium durch den Arbeiterausschuß des genannten an den Gesellschaften materiell irgendwie interessirt seien, sei gutes Etablissements unterbreitet werden. für die Stadt, für die steuerzahlende Bürgerschaft doch auch gewiß nicht zu erwarten. Stadtv. Singer hat inzwischen folgendes Amendement eingereicht: Ich beantrage, dem Vertrage einen Paragraphen hinzuzufügen, wonach a) die Berliner Elektrizitätswerke verpflichtet werden, eine Erhöhung ihres Aktienkapitals nur mit Genehmigung des Magistrats vorzunehmen; b) an dem Bezugsrecht auf neue Attien die Stadtgemeinde mit einem Drittel zu betheiligen ist; c) die Stadtgemeinde berechtigt ist, in den Aufsichtsrath der Berliner Elektrizitätswerte brei Kommissare mit Stimmrecht zu entsenden, welche keine Bezüge von den Berliner Elektrizitätswerken erhalten. druckereien. Ausland. Die Buchbinderci Arbeiter einer größeren Brüsseler Firma sahen sich vor einiger Zeit genöthigt, in den Ausstand zu treten, weil ihnen die Lohnjäze für die Ueberstunden gekürzt werden sollten. Ihre Kollegen und Kolleginnen anderer Brüsseler und Antwerpener Firmen, die mit der Herstellung der Arbeiten beauftragt wurden, erklärten sich mit den Streikenden solidarisch, sodaß der Streik in den beiden Städten schon einen größeren Umfang angenommen hat. Soziales. Arbeiter- Nifiko. In Nürnberg gerieth im Etablissement der Vereinigten fränkischen Schuhfabriten ein Arbeiter mit dem Kopfe in das Schwungrad. Er wurde sofort ge= tödtet. Nachtheil der Kinderarbeit. Unter den Schulkindern des an haltischen Ortes Latdorf sind epileptische Anfälle epi. de misch aufgetreten. Auf Veranlassung der herzogl. Res gierung begab sich der Kreisphyfitus Dr. med. Wesche in Bernburg nach Latdorf, um die Kinder zu untersuchen. Während er in der Schule war, wurde plötzlich ein Mädchen von Krämpfen befallen und im selben Augenblick noch fünf andere Kinder. Als vermuthliche, Ursachen der Erkrankungen wird angegeben einerseits, daß das Schullokal für die große Kinderschaar zu klein ist, andererseits die Beschäftigung der Kinder mit schwerer Feldarbeit, besonders während der Ferien, womit gleichzeitig eine mangel. hafte Ernährung der Kinder verbunden ist, da die Eltern oft von früh bis abends auf dem Felde sind und nicht zur Mittagszeit Heimkehren. Den epileptisch erkrankten Kindern ist mun auf ein Vierteljahr der Besuch der Schule verboten worden. In Beziehung auf die Beschäftigung der Schulkinder sollen Verfügungen der Regierungen demnächst zu erwarten sein. Ueber die Zeche ,, Boruffia", auf der am Freitag durch eine Schlagwetter- Explosion 4 Mann der Belegschaft getödtet und doppelt soviele verlegt worden sind, theilt die„ Rheinisch- Westfälische ArbeiterZeitung" mit, daß diese Zeche eine der schlimmsten SchlagwetterBechen des Reviers sei; sie sei schon öfter von Unglüdsfällen heimgesucht worden. wie wir bereits In Kopenhagen drohen die Schriftfeher eine andere nebensächlichere Aenderung, die die Stadtvv. Deter- Stadtv. Dr. Preuß sucht an der Hand des Attiengesetzes nach berichtet haben mit einem Ausstand. Man verlangt einen Minimalzuweisen, daß jene Bestimmung über das Bezugsrecht al pari Stadtv. Singer: Ueber diese theilweise Zustimmung können feineswegs harmlos ist. Wenigstens eine Maximalgrenze für die John von 24 Kr. und einen Affordpreis von 40 Oere per 1000 Buchwir ja nur sehr erfreut sein; bei der außerordentlichen Vertrautheit Höhe des Aktienkapitals müßte im Vertrage vorgesehen sein. Die staben. Bisher verdienen viele nicht über 18 Kr. Daneben spielt des Herrn Jacobi mit den Dingen dürfte es auch wohl Gegner des Vertrages hätten die Anhänger bezüglich der anfänglich für auch die Lehrlingsfrage eine Rolle und die geradezu feststehen, daß die Gesellschaft dieser seiner Stonzession zustimmen unmöglich erklärten 50 pet. des Nettogewinnes bereits mürbe ge- skandalöse Unreinlichkeit in den Kopenhagener Buchwird.( Heiterkeit.) Ich gehöre min zwar selbst zu den Antrag macht; sie würden hoffentlich noch weitere Erfolge erzielen und stellern, aber dieser Lodvogel genügt mir doch nicht. Die Aufrechnung schließlich den Vertrag zu Fall bringen. des Herrn Jacobi, in die sogar die Steuern der Gesellschaft eingerechnet waren, ist geradezu phantastisch und kann höchstens die flare Sachlage verwirren. Die gestellten Anträge bekommen durch das, was sich inzwischen ereignet hat, ein ganz anderes Gesicht. ( Hört, hört!) Die Gesellschaften benutzen alles Mögliche, um Stimmung für sich und ihren Vertrag zu machen. Ein in ihrem Interesse ant die Zeitungen geschicktes Erposé läßt mich von den Berliner Elektrizitätswerken als von einem unheilvollen Unternehmen sprechen; ich habe, wie der stenographische Bericht be weist, von dem unheilvollen Vertrage gesprochen, und das fonnte der Fachmann" wissen, der das Referat geschrieben hat; aber man mußte diefes falsche Zitat haben, um zu beweisen, daß das UnterAls wenn das nehmen ein nützliches, Arbeit schaffendes ist. jemals einer von uns bestritten hätte! Von einem„ un- Stadtv. Cassel erklärt sich gegen diese sowie alle anderen heilvollen Unternehmen" ist gar nicht gesprochen worden. aussichtslosen Anträge und tritt nur für die Erhöhung von 40 auf Sollege Deter hat sich unbestreitbar ein großes Ver- 50 pCt. ein. Mit Entrüstung und mächtigem Stimmaufwand weist Dienst damit erworben, daß er auf den Paragraphen er die versteckten Jusimuationen zurüd, als waltete bei den Freunden des Vertrages zwischen den Gesellschaften wegen des Bezuges von des Vertrages irgendwie ein petuniäres Interesse ob. Auch die Frei Attien hingewiesen. Herrn Jacobi mag dieser Umstand bekannt ge- sinnige 3tg." nimmt Redner gegen den Stadtv. Singer in Schuß; wesen sein, uns war er nicht bekannt, und dem Magistrat hätte es dieses Blatt habe nicht ausgeführt, daß es nicht liberal ein solches wohl angestanden, schon im Ausschusse auch davon Wittheilung zu sei, Gerade Privatmonopol abzulehnen. im machen; dann hätten wir schon im Ausschuß die große Gefahr Interesse der Stadt sei es, den Vertrag anzunehmen; denke erkannt, welche der Stadt durch diese Bestimmung droht. die Bürgerschaft darüber anders, so könne das an der wohlerwogenen Daß diese Bestimmung gleichgiltig sei, hat Herr Jacobi Ueberzeugung ihrer Vertreter nichts ändern.( Beifall und Bischen.) zu beweisen versucht, aber der Beweis ist völlig mißlungen. Die Stadtv. Ulstein giebt dem Stadtv. Singer insoweit recht, Stadt hat ein ganz eminentes Interesse daran. Mit der Bestimmung, daß der Antheil der Stadt nach Erhöhung des Attienkapitals mit welche die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft zum Bezuge der dem Sinken der Dividende fich reduziren muß. Die Gründe gegen die Hälfte der neuen Aktien zum Parikurse berechtigt, schwindet die Befreiung des Werkes an der Oberspree von der Brutto- Abgabe seien Aussicht für die Stadt Berlin, jemals am Reingewin betheiligt zu ganz haltlos. fein.( Nufe: Nanu!) Darum ist die Konzession, welche Herr Stadtv. Rosenow verwahrt sich energisch gegen die Ausfälle Jacobi fast hätte ich gesagt: im Namen der Gesellschaft des Stadtv. Cassel, soweit sie auf ihn gemünzt waren, und nimmt ( Jacobi: Hübscher Ton 1) gemacht hat, nichts als ein Lockvogel. für sich als ein Recht in Anspruch, mit der Bürgerschaft auch in Die Dividende fällt natürlich in dem Maße, wie das Aktienkapital dieser Frage in engem Konneg zu bleiben und für seine Auffassung fich erhöht. 20 Millionen zu verzinsen kostet mehr als 12 zu ver- bei ihr Propaganda zu machen. zinsen und wenn man 122 pct. Dividende für 12 Millionen hat, Mit einer kurzen Bemerkung des Stadtv. Deter schließt die so hat man doch nicht 121/2 pCt. auch für 20 Millionen. Das ist der Debatte. springende Bunft. Die Aftionäre haben davon feinen Nachtheil, denn In persönlicher Bemerkung fragt Stadtv. Jacobi, was fie bekommen für sechs oder acht Jahre voraus ihre Dividende sich der Stadtv. Singer bei seinen persönlichen Anspielungen auf ihn in dem Gründergewinn, den sie einstecken, wenn sie ihre zu eigentlich gedacht habe. 100 empfangenen Aftien zu 200 und mehr auf den Markt Stadtv. Singer: Ich antworte ganz ehrlich und offen, daß bringen. Den Schaden von dem Sinken der Dividende hat aber die ich überzeugt bin, daß das, was er hier als eine Konzession aus Stadt Berlin, welche bis zu 20 Millionen erst hinter 6 pt. berück- spricht, von der Gesellschaft gebilligt werden wird, und ich schöpfe sichtigt wird. Wollte sich die Stadt davor schüßen, dann könnte sie diese Ueberzeugung aus dem Umstand, daß niemand in der das nur durch die Festsetzung, daß die Kapitalserhöhung nur mit Versammlung über Absichten und können der Gesellschaft so Genehmigung des Magistrats erfolgen darf, oder daß ausgemacht verfirt ist als er. Was die Freijinnige Zeitung" anbetrifft, Man erachtete es für rathfam, anzuordnen, daß eine Anzahl von wird, daß die Stadt pro rata ihrer Betheiligung am Reingewinn( Stadtv. Mommsen ruft: Persönlich!)- ich bin verwundert, Wohnungen völlig geschlossen, andere reparirt werden müssen, um ebenfalls an dem Bezugsrecht zum Parikurse der neuen Aftien daß Herr Mommsen hier das Recht des Vorstehers usurpirt fie zu wenigstens einigermaßen menfchenwürdigen Wohnftätten ums betheiligt wird; noch richtiger wäre, wenn man verhindern so hat Herr Cassel nicht vollständig zitirt. Es ist davon die zugestalten. wollte, daß die Gesellschaften ihr Kapital erhöhen und Rede, daß die Verleihung von Privatmonopolen dem liberalen Prodie Dividende verringern, wenn man einige Aufsichtsräthe von Stadt wegen in die Berliner Elektrizitäts- Werke schickte, aber natürlich um besoldete, welche kein Interesse an den Einnahmen derselben hätten. ( Lachen.) Für mich ist es klar, daß diese Manipulation, welche vertragsmäßig zwischen beiden Gesellschaften besteht, die Aussichten auf Stadtv. Cassel bleibt bei seinen Ausführungen stehen. den Reingewinn erniedrigt; deshalb müssen Sie die Brutto- Stadtv. Jacobi stellt fest, daß er weder mit dem Direktor noch Abgabe so erhöhen, daß sie den eingehenden Reingewinn mit ihm nahestehenden Personen über die Sache referirt habe, ausgleicht. Auch der Laie kann leicht begreifen, daß die auch nicht Attien befize, noch Aufsichtsrath sei. Herrn Singer Bestimmung des Vertrages über die Betheiligung der Stadt hätten wohl blos die Lorbeeren feines Spezialkollegen im Reichsam Reingewinn eine topie ist; schon in der ersten Bilanz tage, des Vertreters von Friedeberg- Arnswalde, nicht schlafen lassen. nach Abschluß dieses unheilvollen Vertrages werden Sie sehen, daß( Große Heiterkeit.) nicht Herr Jacobi, sondern ich recht hatte. Man müßte die Gesell schaften schlecht kennen, wenn man bezweifeln wollte, daß sie die Löcher, die sie sich in dem Vertrage offen halten, auch auszubeuten verstehen. Diese meine Erwägungen sind das Ergebniß der Erörte rungen mit Leuten, welche auch Finanzoperationen und Finanzinstitute beurtheilen können; und auch ich habe längerer Zeit bedurft, um zu erkennen, welche gefährliche Fußangel in dieser scheinbar so Der Antrag, das Werk an der Oberspree auch zur Brutto- Abharmlosen Bestimmung stedt. Es kommt noch hinzu der Abschluß gabe heranzuziehen, wird in namentlicher Abstimmung mit des neuen Riesentrusts zwischen den Gesellschaften Löwe u. Schuckert. 65 gegen 44 Stimmen abgelehnt, darauf der eventuelle Antrag, Diese Ringbildung bringt uns noch mehr in die Gefahr, völlig mit die Brutto- Abgabe von 10 auf 162/3 pet. zu erhöhen, eben gebundenen Händen den Finanzinächten ausgeliefert zu werden. falls in namentlicher Abstimmung mit 64 gegen 45 Stimmen, Ginstweilen find ja noch die Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft Die Erhöhung des Antheils ant Reingewinn 40 auf und die neue Finanzgruppe die grimmigsten Feinde auf diesem Ge- 50 pCt. wird fast einstimmig beschlossen. biete; aber was sich heute schlägt, verträgt sich morgen, und diese Nach Erledigung der nächsten§§ 27 bis 29 beantragt Stadtv. Feindschaft dürfte nicht lange dauern. Charakteristisch ist schließlich, daß Deter um 19 Uhr Vertagung, welchem Antrage die siegreich genach und nach in den Organen der Stadt, welche die öffentliche Meinung bliebene Mehrheit mit Entrüstung als einen Verschleppungsversuch vertreten, die Ueberzeugung von der Gefährlichkeit dieses Vertrages entgegentritt. durchgedrungen ist. Allerdings eine Ausnahme giebt es: Die Freis Stadtv. Singer hält diesen Drang, auf alle Fälle heute den finnige Zeitung"; fie fämpft unentwegt für die Attie, für die Divis Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, für so charakteristisch, bende, sie fie behauptet nach wie bor, es sei antiliberal, daß er über den Vertagungsantrag namentliche Abstimmung beeiner Privatgesellschaft ein Monopol wie dieses zu versagen. antragt.( Große Aufregung.) Es fcheint allerdings fast, als Der Vorsteher spricht sich jetzt auch für Vertagung aus, ob sie die Sorge hat, daß solche Betriebe unter städtischer Verwaltung unfauteren worauf der Widerspruch zurückgezogen und die Vertagung Manipulationen noch eher zugänglich find, als in Privathänden; sie Donnerstag beschlossen wird. pielt auf die Betheiligung von Stadtverordneten an städtischen Nach Erledigung einiger Vorlagen von untergeordneter Lieferungen deutlich an. Sie, meine Herren, dürfen sich darüber bei deutung schließt die Sigung gegen 9 Uhr. ihrem Chef, Herrn Eugen Richter, bedanken. Nachdem wir durch die Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. gramm widerstreite, und dann heißt es wörtlich weiter: Diese allgemeine Bezugnahme ist durchaus unzutreffend," d. h. doch, die Behauptung, daß die Verleihung von Privatmonopolen vom Liberalismus nicht gefördert zu werden braucht, ist antiliberal. Stadtv. Singer: Ich nehme von dieser Erklärung des Vor redners Aft, wiederhole aber, meine Ausführungen finden ihre Erklärung durch sein Auftreten.( Unruhe.) Der Vorsteher kündigt an, daß er von jetzt ab gegen die verlegenden persönlichen Anspielungen mit Ordnungsrufen vorgehen wird. bon Wohnungsmikstände in Straßburg i. E. Die vom Ges meinderathe der elsässischen Hauptstadt eingesetzte Kommission, die die Wohnungsverhältnisse in den älteren Theilen der Stadt untersuchen soll, hat über ihre Erhebungen wieder einen Bericht erstattet, worin abermals festgestellt ist, daß schwere Mißstände bestehen. Die Zustände in einzelnen Wohnungen waren geradezu grauenerregend. Tehte Nachrichten und Depelthen. Wien, 8. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Schluß.) Der Schluß der Debatte wird mit 155 gegen 84 Stinumen angenommen. Generalredner Funke sagt, so lange die Sprachen- Verordnungen bestehen, werden die Deutschen gegen dieselben kämpfen. Der Antragsteller Schöneter fagt, er gebe die nationale Parole nicht auf; sein Wahlspruch werde immer sein:„ Deutschland Heil!" Abg. Wolf greift in einer thatsächlichen Berichtigung den Abg. Jaworsty und sagt, das polnische Volt sei ein Schmarozervolt. an und fagt, Diese Worte rufen großen Lärm hervor. Zahlreiche Abgeordnete der Rechten umringen Wolf mit den Rufen: hinaus!" Der Lärm dauert einige Miniten, bis der Präsident dem Abgeordneten Wolf das Wort entzieht. Abgeordneter Daszinsky ruft: Sie sind ein politischer Bettler und Schmarozzer.( Beifall. Händeflatschen.) Abg. Gniewocz erklärt, ein Gaffenbube, wie Wolf, tönne das polnische Volt nicht beleidigen. Die Anklage- Anträge werden nach wieder eingetretener Ruhe in namentlicher Abstimmung mit 187 gegen 115 Stimmen abgelehnt. Nächste Sigung Donnerstag. Gerüchtweise verlautet, daß Abg. Wolf dem Abg. Gniewosz seine Beugen geschickt hätte und zwar die Abgg. Sylvester und Lemisch. Zara, 8. November.( W. T. B.) Ulm 11 11hr 33 Minuten vormittags wurde hier ein heftiger Erdstoß verspürt. In Benkovac verursachten zwei sehr starke Stöße Risse an Gebäuden. Paris, 8. November.( B. H.) Heute hat in einer hiesigen Bierbrauerei eine Kesselexplosion stattgefunden. Vier Arbeiter, darunter drei deutsche, erlitten durch glühendes Pech schwere Verwundungen. Der Materialschaden ist bedeutend; ein Theil des Kesselhauses ist eingestürzt. Trient, 8. November.( W. T. B.) Heute Vormittag 11 Uhr 44 Mimiten fand hier ein zwei Sekunden dauerndes wellenförmiges Erdbeben statt. Die Konferenz zur Bes Rom, 8. November.( W. T. B.) rathung von Maßnahmen gegen die Anarchisten wird am 24. d. zus sammentreten. Die italienische Regierung werde fünf Punkte vors Beschlagen, welche den Mächten bereits mitgetheilt seien. Letztere hätten dieselben im allgemeinen angenommen; es erübrige noch, diese Punkte für ein internationales Gesetz festzustellen. auf Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Br. 263. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 9. November 1898. Es ist das eine schön Die von dem Betrüger und Ehrabschneider Ernst Fischer demokratie" ist bis jetzt von der arbeiterfeindlichen Presse auffallend herausgegebente Broschüre Im Kampf mit den Führern der Sozialübergangen worden. Augenscheinlich ist die Person des Verfassers selbst den Zuchthausschwärmern zu unreinlich; nach der Blamage, die sie bei Empfehlung der ersten Verleumdungsschrift davongetragen haben, mag ihnen die Wahrheit des Sprichworts: Wer Bech angreift, besudelt sich", denn doch arg zu Herzen gegangen sein. Eine usnahme macht die christlich- soziale Zeitung Das Volt", die bekanntlich von Herrn Stöder inspirirt ist. Das Blatt lobt in feiner gestrigen Nummer die Lügen des Herrn Fischer und wünſcht nur, daß die Schrift noch etwas religiöser gehalten sei. Diesen Wunsch begreifen wir, wie wir ferner begreifen, daß es dem ebenfalls wegen seiner gespannten Stellung zur Wahrheit arg mitgenommenen Herrn Stöcker tröstlich sein muß, im Unglück wenigstens einen Gefährten zu haben. heftigen Gegenrede hinreißen, es folgt eine Beschwerde an die Wirth- er mit dem grünen Wagen nach Moabit transportirt Tokales. schafts- Genossenschaft und der Schaffner hat wegen ungebührlichen und am Sonnabend Nachmittag dem Untersuchungsrichter Müllwagen- Schaffner. Den meisten Lesern dürfte es unbekannt Betragens eine Mark zu berappen. Nun geht die Fahrt zum Ablade- vorgeführt, der nach erfolgtem Berhör die Entlassung des Inhaftirten play. Mit peinlichster Gewissenhaftigkeit befolgt der Schaffner hier verfügte. Knaack hat also zwei volle Tage in Haft zugebracht, und fein, daß es nicht nur Poſt-, Eisenbahn-, Omnibus-, Pferdebahn, die Anordnungen des Play- Inspektors, denn sonst droht ihm eine zwar nur deshalb, weil der Behörde nicht bekannt war, daß er schon flingende Bezeichnung für eine nichts weniger als schöne Arbeit. Nach Beendigung des Tagewerks werden bei Vermeidung einer wäre er zweifellos von der Berliner Polizei sofort wieder entlaffen tlingende Bezeichnung für eine nichts weniger als schöne Arbeit. Strafe von drei Mart, im Wiederholungsfalle sofortige Entlassung. länger als ein Jabr in dem genannten Orte wohnt. Andernfalls Schaffner nennt die Wirthschafts Genossenschaft Berliner Grundbesizer diejenigen Arbeiter, welche die Strafe von einer Mark- die auf dem Wagen befindlichen Kästen worden, da er nur eines geringfügigen Bergehens beschuldigt ist, Kutscher der Müllwagen auf der Tour begleiten. Die Schaffner behufs Revision nach der Werkstatt gefahren und der Schaffner hat welches begangen zu haben es übrigens ganz entschieden in Abrede haben, wie wir sogleich sehen werden, eine ebenso schmutzige Arbeit verlebten Woche liegt dem Schaffner als Sonntagserholung die für diesen Tag Feierabend. Nach einer in anstrengender, ungesunder stellt. wie gesundheitsschädliche Arbeit zu verrichten. Sie bekommen Warnung vor der Benutzung der rothen Weihnachtseinen Monatslohn von 100 M., der jedoch durch Strafgelder, die Pflicht ob, den Wagen innen und außen zu reinigen und abzuwaschen.kerzen. Eine amtliche Untersuchung der rothen Weihnachtskerzen hat einen Monatslohn von 100 M., der jedoch durch Strafgelder, die wen es nach einer Anstellung als Schaffner bei der Wirthschafts- ergeben, daß letztere zum größeren Theile mittels Zinnobers gefärbt der Schaffner wegen geringer Versehen zu erlegen hat, oft recht er heblich gekürzt werden mag. Bei der Wirthschafts- Genossenschaft genossenschaft verlangt, der hat bei seinem Eintritt eine Kaution find. Da sich nun durch diese Färbung beim Verbrennen giftige Berliner Grundbefizer besteht nämlich eine Instruktion für die on 50 mark entweder sofort zu erlegen, oder sich in monatlichen Quedfilberdämpfe entwickeln, deren Einathmung besonders für Kinder Schaffner, die in 28 Paragraphen nicht weniger als 14 Fälle auf- taten à 5 M. vom Lohn abziehen zu lassen. gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann, so wird jetzt amtlich vor zählt, in denen der Schaffner mit Strafen von 1-5 W. be- reichen Strafparagraphen sieht man es an, daß sie ein Machwerk Der vorstehend gekennzeichneten Instruktion mit ihren zahl dem Gebrauch solcher Kerzen gewarnt. legt wird. Folgen wir nun einmal dem Schaffner von Berliner Grundbesitzern ist. auf seiner Tour, um zu sehen, wie oft er über die Herr Graf Paul von Hoensbroech theilt in der Täglichen Strafparagraphen seiner Instruktion stolpern kann. Jm Winter um 51/2 Uhr, im Sommer um 5 Uhr morgens hat der Schaffner Rundschau" mit, daß er die Herausgeberschaft dieses Blattes zur Arbeit anzutreten. Er kommt heut aus irgend einem Grunde niederlege. Der deutsche Journalismus wird diesen Verlust zu eine Viertelstunde zu spät und muß dafür 50 Pf. Strafe zahlen. ertragen wissen. Jetzt werden Fuhrwerke und Utensilien in Stand gesezt und der Die städtische Verkehrsdeputation hat im Einverständniß mit Borschrift gemäß beginnt die Fahrt um 6 resp. 51/2 Uhr. Das erste der örtlichen Straßenbaupolizei 1 der Großen Berliner Straßenbahn Haus ist erreicht, der Schaffner wechselt mit Hilfe des Kutschers die Genehmigung zur Einrichtung des elektrischen Oberleitungseinen Teeren Müllkasten gegen einen gefüllten aus und betriebes in der Schönhauser Allee vom Kreuzungspunkt der bringt den legteren im Wagen unter. Der Schaffner steigt Danzigerstraße, Kastanien- Allee und Pappel- Allee bis an den Bahnin den Wagen( es handelt sich um eins jener zum 8ived staub hof in der Gleimstraße mit Anschlüssen an die genannten Straßen freier Müllabfuhr hermetisch zu verschließenden Ungethüme), macht ertheilt. forgfältig die Thüren hinter sich zu, und schüttet nun, während die Ueber eine neue Skandalaffäre laffen sich die„ Braunschw. Fahrt weiter geht, in dem von der Außenwelt vollſtändig abgeschlossenen n. Nachr." aus Berlin berichten: Eine cause célèbre, die noch viel Raum den Müllkasten aus. Doch, ist es Zufall, oder wollte der Staub aufwirbeln dürfte, beschäftigt bereits seit einigen Wochen in Schaffner heimlich ein wenig frische Luft schöpfen, ein schmaler Spalt der Stille die hiesige Behörde. Wie wir aus unanfechtbarer Quelle Zwei Unfälle im Straßenbahnbetriebe. Zwei schwere Unfälle an der Thür ist offen geblieben, durch denselben dringt eine leichte erfahren, schwebt gegen den Generaldirektor O. einer Berliner Hotel- haben Montag Abend und gestern Morgen auf den elektrischen Staubwolte nach außen, ein Schutzmann bemerkt und notirt diesen Aktiengesellschaft, sowie einige Bedienstete des betreffenden ein Er- Straßenbahnen stattgefunden. Der 64 Jahre alte Arbeiter Spirling Verstoß, das darauf folgende Strafmandat hat der mittelungsverfahren wegen Bergebens gegen§ 180 des Str.-G.-B. aus Pankow, der in Berlin beschäftigt ist, ging Montag Abend gegen Schaffner zu bezahlen und außerdem muß er wegen und sind vor dem königl. Kriminalkommissar von Treskow, in dessen 6 Uhr auf dem Heimwege durch die Brummenstraße. Vor dem Uebertretung der Instruktion an die Wirthschaftsgenossenschaft Händen das Verfahren ruht, bereits zahlreiche" Damen" der inferioren Hause Nr. 129 wollte er den Fahrdamm überschreiten. Da er eine Mart Strafe entrichten. Durch Schaden flug geworden, Halbwelt vernommen worden, deren Aussagen sehr nachtheilig für schwerhörig ist, so vernahm er das Glockenzeichen nicht, durch schließt der Schaffner fünftig die Thür mit der größten Sorgfalt. Die Verdächtigten lauteten. das der Führer eines elektrischen Wagens der Linie Doch die staubige, stinkende Luft, die er bei seiner Hantirung im Innern des Wagens einathmen muß, ruft ein dringendes Bedürfniß Berliner" vor allem ihre Abonnenten behandelt, tritt auch unter die Räder, und diese zerschmetterten ihm beide UnterDie ausgesprochene Feindseligkeit, mit der die Große Kreuzberg- Gesundbrunnen ihn warnen wollte. Er gerieth nach einem erfrischenden Trunk hervor. Inzwischen ist die Früh darin zu tage, daß die auf verschiedenen Linien eingeführten schenkel und brachen ihm den rechten Arm. Der Schwerverwundete stüdszeit herangerückt, da kann man sich ja eine kleine Weiße gönnen. Preisermäßigungen dieser gehaßten Menschenklasse nicht zu wurde von einem Schußmanne in ein Krankenhaus gebracht. Aber der Wagen befindet sich heut im vornehmen Thiergarten gute kommen. Den Abonnenten werden die alten Preise be- 36 Jahre alte Schloffer Wilhelm Waznici aus der Bergstr. 4, Viertel, wo oft in ganzen Straßenzügen kein Schanklokal, in welchem ein Müllschaffner einkehren kann, zu sehen ist. Endlich, in Berlin wohnt, hatte ein Abonnement für die Strecke Unter den hier Beschäftigung gefunden hatte, wollte sich gestern Morgen um rechnet. Ein Beamter des neuen Polizeigefängnisses in Tegel, der der erst vor einigen Tagen aus Luckenwalde nach Berlin kam und in einer Nebenstraße, etwa 50 Schritt von der vorgeschriebenen Tour Die Zusammensetzung der 7 Uhr auf seine Arbeitsstelle begeben. An der Ecke der Berg- und entfernt, wintt eine Budike. Also hinein. Da erscheint der Kon- Linden Bolizeigefängniß, genommen. Theilstreden erfolgte in der Weise, daß der Abonnent Elsafferstraße faßte ihn ein elektrischer Ringbahnwagen und warf trolleur, er stellt fest, daß der Schaffner sein Tourengebiet verlassen zunächst eine 15 Pf. Strecke und, da die und deshalb fünf Mart Strafe verwirkt hat. Der Gestrenge 10 Pf. Strede die nachfolgende ihn zu Boden. Zwischen Schutzblech und Räber eingepreßt, wurde zur Weidendammer Brücke reicht, der Unglückliche an Rücken und Brust arg gequetscht und zerschunden läßt sich die Liste reichen, in der die abgeholten Müllfästen zu ver- noch eine 15 Bf.- Strede nehmen mußte, und er entrichtete hierfür und anscheinend innerlich schwer verletzt. Außerdem wurde ihm merken find. Eine fehlerhafte Eintragung und wieder ist eine den Preis von 10 M. Erst in legter Zeit erfuhr der Beamte, daß der rechte Arm fast vollständig abgedrückt. Nachdem man ihn mit Strafe fällig von einer, oder auch gar zwei Mart. Das Straffonto wächst ja heute unheimlich an. Der Schaffner bei einer Entnahme von erst einer 10 Pf.-Theilstrecke die folgende Mühe unter dem Wagen hervorgeholt hatte, brachte ein Wachtmeister könnte sich vielleicht einen fleinen Nebenverdienst machen, in- 15 Pf.- Tour bis zu den Linden reicht und von ihm somit monatlich der Marktpolizei, der als Fahrgast Beuge des Unfalles war, den dem er aus dem Müll Lumpen oder sonstige„ Werthgegenstände" 1,50 M. zuviel erhoben worden waren. Der so Uebervortheilte hat Verunglückten nach der Charitee. Hier mußte man den zerquetschten zweds späterer Bersilberung heraussucht; aber das„ Schalen" ist bei infolge dessen die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Arm sofort ganz abnehmen. drei Mart Strafe, im Wiederholungsfall bei sofortiger Eht Gesellschaft aufgefordert, den von ihm zuviel bezahlten Betrag zurüc laffung, verboten, Jetzt heißt es, doppelt vorsichtig sein, damit nicht zusenden und wird nunmehr, da er das Geld bisher nicht erhalten, noch mehr Strafen verwirkt werden. Sorgfältig bewahrt der die Klage gegen die Gesellschaft anstrengen. Schaffner feine Tourenliste, denn ihr Verlust kostet eine bez. zwei Mart; verliert er den Blockzettel, so hat er auch dafür mit einer Mart zu büßen, kommt ihm aber die Ledermappe abhanden, dann hat er zwei Mart zu blechen. Auch die Mülkästen müssen mit größter Schonung behandelt werden, unachtsames Aufheben, Tragen, Absetzen oder Ausschütten derselben wird mit drei Mart be. straft. In diese Strafparagraphen hat sich unser Schaffner heute nicht verwickelt. Er ist am Ende seiner Tour, der letzte Kasten soll verladen werden. Doch das schwere Möbel ist bis über den Rand gefüllt, daneben liegt noch ein Haufen Müll auf dem Hofe, den der Schaffner sorgfältig aufschaufelt und in den Wagen befördert, denn andernfalls müßte er eine Mart Strafe zahlen. Beim Hinaus tragen des überfüllten Staſtens ist aut dem Hausflur etwas Müll verschüttet worden. Der Schaffner eilt seiner Instruktion gemäß mit Besen und Schaufel herbei, um das Verschüttete zu beseitigen, denn die Unterlassung dieser Reinigung wird mit einer Mart gebüßt. Aber noch zu guterlegt hat der Mann das Unglück, mit dem Besenstiel der Hausthürscheibe zu nahe zu kommen und dieselbe zu zerschlagen. Natürlich werden die Kosten der Scheibe dem Schaffner vom Lohn abgezogen. Jetzt erscheint der Hauswirth und schimpft auf den ungeschickten Schaffner, dieser läßt sich zu einer Einige Gloffen zur Palästinafahrt. # g nur bis Wir werden auf das Ergebniß der Klage, welche für die gefammten Abonnenten von großer Bedeutung ist, nach der Urtheils sprechung zurückkommen. Eine neue( 13.) Realschule will der Magistrat in einem eigenen Schulgebäude am Schleswiger Ufer errichten laffen. Der Eine Verkehrsstörung gab es gestern Vormittag auf der Ringbahn in der Elsasserstraße. Um 10 Uhr plagte einem Wagen, als er an der Bergstraße anfahren wollte, eine Bleisicherung. Bis man den Schaden entdeckt und ausgebessert hatte, verging eine Viertelstunde. Die Leidensgeschichte eines Kindes wird demnächst die Gerichte zu beschäftigen haben. In der Kopischstraße wohnt der Schlosser M., dessen Ehefrau ein uneheliches Kind mit in die Che Ein unliebfames Abenteuer erlebte kürzlich der in Neu- gebracht hat. Der Vater des jetzt sechs Jahre alten Mädchens, Anna Weißensee wohnende Maurer Knaak. Er wollte am Donnerstag mit Namen, ist ein in Hamburg dienender Sergeant, welcher monatvoriger Woche von der Arbeit nach Hause gehen. Als er auf dem lich 9 M. Alimente zahlt. Das Kind war der Mutter ein Dorn im Köllnischen Fischmarkt einen Augenblick an dem Schautasten eines Auge. Sie ließ dem Mädchen eine barbarische Behandlung zu theil Waffenhändlers stilstand, um sich eine Zigarre anzuzünden, kam ein werden, welche schon lange die Empörung der Nachbarschaft erregt Kriminalichutzmann auf Knaat zu und beschuldigte ihn, er habe in hatte. Am schlimmsten erging es dem bedauernswerthen Geſchöpfe, den Schaukasten hineingelangt, um Patronen daraus zu wenn die unnatürliche Mutter mit ihren beiden der jetzigen Che stehlen. Knaat mußte mit zur Wache, aber die Feststellung entstammenden Kindern die Wohnung verließ. Dann wurden seiner Persönlichkeit gelang nicht, denn die Quittungsbücher vom der kleinen Anna Hände und Füße zusammengeschnürt und Verband und der Krankenkasse sahen die Beamten nicht als aus diese dann an einen Bettpfosten gebunden, sodaß die Kleine oft reichende Legitimation an, und auf eine amtliche Anfrage in stundenlang in dieser qualvollen Situation verharren mußte. Weißensee kam von dort zum größten Erstaunen Knaak's, der schon vor wenigen Tagen war dem Mädchen wieder ein solches Schicksal länger als ein Jahr eine Wohnung in dem genannten Vorort inne beschieden und das Gewimmer des armen Opfers mütterlicher hat, die Antwort, er wohne nicht daselbst. Infolge dessen wurde Brutalität drang hinaus in die Nachbarschaft und erweichte schließlich naat als nicht retognoszirter Untersuchungsgefangener behandelt; das Herz einer Frau, welche zur Polizei lief und Hilfe verlangte. er tam zunächst nach dem Alexanderplatz, von dort wurde Der Vorstand des 85. Polizeireviers entsandte auch alsbald einen modernen Kreuzfahrermär. Hören wir einige seiner Glossen. Zum Geleitswort jagt er: " Mückenschwärme buntfarbiger Mittheilungen über die kaiserliche Palästinareise durchschwirrten seit Monaten die Zeitungswelt. Vergoldend funkelte allmälig die alles vergrößernde Sonne orientalischer Phantasie hinein. Die Palästinafahrt des Kaisers ist bedeutend abgekürzt worden. Der Besuch des Todten Meeres und zahlreicher anderer erinnerungsreicher Stätten ist aufgegeben worden. Es wurde mitgetheilt, daß die übergroße Hige den Anlaß dazu gegeben habe. Wir müssen dies bezweifeln und können nur glauben, daß Gründe der höheren Politik, Nun erging man sich über die grandiosen Vorbereitungen zur etwa die franzöfifch- englische Spannung, schuld gewesen sei. Denn Einweihung der Jerusalemer Erlöserkirche in reinen Bocksprüngen, wer des Christenthums voll nach Palästina zieht, wen erflomm man an münchhausenartigen lebertreibungen, total falschen heiße Inbrunft treibt, die heiligen Stätten zu sehen, der Darstellungen, fabel und märchenhaften Berichten wahre Chimborassowird sich nicht durch Kleinliche Südfichten der Bequemlichkeit höhen. beirren lassen. Auch die Andeutungen jener können unmöglich richtig sein, welche da sagen, daß der Besuch von Jerusalem genügen könne, denn dort sei noch Leben, dort komme eine schaulustige Menschenmenge zusammen, dort passire auch immer etwas, was der Telegraph phantasievoll ausgeschmückt in die Heimathlande berichten möge; was sei aber am Todten Meere zu holen und an anderen heiligen Stätten, welche die neueste deutsche Kreuzfahrt programmmäßig зи berühren gedachte, welche fie aber vermieden hat? Da fei die Landschaft öde, da strömen teine gaffluftigen Menschenschaaren zusammen, da find mur einige Geistliche untergeordneten Ranges zu finden. Solche Andeutungen haben offenbar feinen Sinn. Denn wer als christlicher Pilger nach Palästina zieht, der will ja gerade jene einsamen Stätten aufsuchen, in deren welt- und pruntferner Stille das neue Evangelium der Liebe einst zuerst gepflegt wurde. Der Pilger sucht nicht luftvolle Abwechselung und lärmenden Pomp, er will den weltlichen Flitter zurücklassen und sich ganz versenken in andachtsvoller Innerlichkeit. Nicht Hize also und nicht die Verlassenheit jener Gegenden konnten den deutschen christlichen Pilger schrecken, es müssen andere Gründe gewesen sein.. Hol's der Kuckuck! Wenn schon, so schildre ich, wie es der nackten Wahrheit entspricht! Dann bringt Herr K. Böttcher eine Aufklärung über die phantastische Bauthätigkeit. O, diese märchenhaften Vorbereitungen, von welchen manche Zeitungen monatelang vor Antritt der Kaiserreise phantafirten! Da verlegten fie in ihren Berichten nach Palästina eine geradezu phänomenale Bauthätigkeit. Längst in gutem Zustande existirende Straßen, wie der etwa zehn Stunden lange Fahrweg von Jaffa nach Jerusalem, oder die ungefähr vierzig Stunden lange, über die Höhenzüge des Libanon führende Straße von Beirut nach Damaskus sie wurden nach Und diese Berichte wurden von gewissen Zeitungen fürsorglich jenen schwungvollen Mittheilungen erst jetzt neu errichtet. Und mit gezüchtet, gelieblost, gepflegt, bewundert, gefeiert. Das fiderte in riesigen Tunneldurchbrüchen und Cisternenbauten warf man nur so alle Herzen, schlug bei leichtgläubigen Gemüthern kräftig Wurzel und wucherte dann als eine Art Ueberzeugung empor. Nun schwelgte man in leuchtenden Illusionen vom Orient, als ob jedermann seit Monaten„ Tausend und eine Nacht" studirt hätte, verbrämte man diese Illusionen mit einer hochwattinten Fülle von Unkenntniß des Orients, wie sie höchstens in Träumen eristirt.. Schließlich langte man bei blantgeputzten Phraser an. Allen Erustes spricht man jetzt von einem neuen Kreuzzuge" wie wenn das Reisen unter den Fittichen eines profitbedachten Touristenbureaus à la Coot oder Stangen mit der krafistrogenden, geschichtlichen Epoche der Kreuzzüge auch nur einen Hauch gemein hätte; spricht man von der Wiederaufrichtung des Kreuzes" wie wenn die Einweihung einer Jerusalemer Kirche vom Jolam auch nur ein Tüpfelchen abbröckelte. Nur wenige hier zu Lande kennen Palästina aus eigener Anschauung. Sie schöpfen den Born ihres Wissens aus Büchern und Beitungsnotizen. Ha, da gedich manch' rosig gefärbte Schilderung, wurde manch' Bouquet von lobeshymnender Ueberschwenglichkeit für die Bewunderung des Bierphilisters zurecht gestuit. So entstand die Palästinabegeisterung, die sich jetzt noch mit übereifrigem Patriotismus berbrämt. Wehe demjenigen, der nun gegen eine solche vorgefaßte falsche Meinung einmal seine Stimme erhebt! Uebertreibung losgefeuert, oder man spricht sogar von schlechtem Patriotismus, Religionslosigkeit, Frivolität und dergleichen schönen Sachen. Wie aber unsere„ wohlgefimte" Presse ein wirkliches Verständniß für die Gründe der Abkürzung der Palästinafahrt nicht besitzt, so hat sie auch durch ihr Verhalten zu dieser Pilgerfahrt von Anfang an, durch die trügerischen Schilderungen, die sie von den Verhält nissen des heiligen Landes vorgaufelte, denen gerade einen sehr schlechten Dienst erwiesen, die sie byzantinisch feiern wollte. Wir Gleich wird von enghorizontigen Menschen der Vorwurf der haben ein kleines Büchlein vor uns: Kritische Glossen zur Palästina fahrt" von Karl Böttcher( Verlag Hugo Bermühler, Berlin), welches die Lügenphantastit eines sehr großen Theils der Bourgeois presse aufdeckt. Herr Böttcher, ein bekannter Weltfahrer, hat Balästina mehrmals besucht und es gründlich kennen gelernt. Er, ein Mann, dem jedes Partei Interesse fern, ist angewidert von den Unwahr heiten, die eine gewisse Presse den deutschen Lesern über die Palästina fahrt auftischt. Ihn padt das Mirza Schaffy- Wort: Wer da ligt, muß Prügel haben", und er zerzaust die schillernde Romantik der Wenn jetzt zur Abwechselung eine Feder auftritt, welche nicht mit Rosenwasser parfümirt gut it's. Aber soll ich unwahrheiten passiren lassen, blos damit ich jene falschen palästinensischen Vorstellungen nicht unsanft berühre? Soll ich dabei ernste Wahrheiten in hontöopatischer Verbindung geben? Die Thatsachen mit dem Rauschgold der Schmeichelei umkleiden? herum Daun ging es in Jerusalem an's Schleifen altehrwürdiger Gaffen, an emfiges Bauen imposanter Paläste, an rücksichtsloses Niederreißen alles nur in der riesiger, den Jahrhunderten trozenden Mauern moussirenden Phantasie jener Zeitungsstimmen Wie würde man in Deutschland spotten, falls gelegentlich einer Berliner Reise etwa des Präsidenten Mac Kinley die amerikanische Presse in folgender Tonart loslegte: Die großartigen Vorbereitungen in Berlin zur Ankunft unseres Präsidenten nehmen nach allen Richtungen hin einen immer ges waltigeren Umfang an. So wird der Thiergarten vollständig abe geholzt, der Kreuzberg vom Tempelhofer Feld nach der Hasenhaide verlegt, die Friedrichstraße abgebrochen und eine Avenue von Berlin nach Leipzig gebaut. Nein, solch trasfer Unsinn würde jener märchenhaften, mit Emphase von diesen Zeitungen verkündeten palästinensischen Baudann thätigkeit nicht nachstehen. Noch einen Schritt weiter ließen vielleicht diese, in Nebelgebilden arbeitenden Federhelden im Programm der Jerufalemer Feierlichkeiten noch einige Palmenwälder wachsen, neue Quellen aus dem rothbraunen Gefelie des Gebirges Juda springen, ein Rudel gezähmter Hyänen herumlaufen alles zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers. Unter anderen Verhältnissen wären derartige Münchhaufiaden grober Unfug". Jezt aber folgt manch' gründlich düpirter Philister bei der Lektüre in seiner Stammtneipe solch tapfer geglaubtem blauen Dunst mit feierlichem Staunen, und im Hochgefühl des„ Deutschland, Deutschland über alles" läßt er noch ein Glas Bier anfahren, Ob Kirchennoth in Jerusalem vorhanden? Kein Ort der Welt, welcher den verschiedensten Religionen und Bes tenntnissen in gleicher Weise theuer ist, wie dieses Jerusalem! Num pilgert es herbei von Christen, Muhammedanern, Juden, die vielfachen Schattirungen aller Konfessionen eingerechnet; pilgert es herbei aus den Steppen Rußlands, den sonnigen Gefilden Schußmann, welcher vor der Wohnung Posto faßte, bis die ents| burg eingeführten Rindfleisches von über 255 Doppelzentner zu große Zumuthung set, achtzigkinder zugleich zu unters menschte Mutter nach Hause zurückkehrte. Beim Betreten der im April d. J. auf 152 Doppelzentuer im August zurückgegangen. richten. Das Reichsgericht verwarf die Revision, da die Wohnung fand er das Kind, in oben beschriebener Weise an das Das eingeführte Kalbfleisch fiel von 125 Doppelzentnern auf Borjäglichkeit und die sonstigen Thatbestandsmerkmale ausreichend Bett gebunden, in bejammernswerthem Zustande vor. Das Mädchen 47 in demselben Beitraum, das Schweinefleisch gar von 105 festgestellt seien. während gegen die Mutter, welche sich des Kindes zu entledigen ge- schlachteten Rinder fiel von 20 Stück im April auf 14 im August; Gesek wurde dem Gastwirth Anton Giffels in Neuenahr Ein eigenartiges Vergehen gegen des Nahrungsmitteltrachtet haben soll, Strafanzeige erstattet worden ist. ebenso die Zahl der Kälber von 191 auf 157, die der Schweine von zur Last gelegt. In seinem Hotel speisen viele Buderkrante, Der Raubmörder Albert Wegener soll, wie eine telegra- 563 auf 484. 8ugenommen hat dagegen bis zum August der welche nur ganz wenig gezuderte Weine trinken dürfen. Wie als phische Nachricht meldet, in Frankstadt in Mähren verhaftet Verbrauch von Schaffleisch. Eingeführt wurden 12 Doppel- festgestellt angesehen worden ist, haben zwei solcher Gäste einige worden sein. Es wurde dort eine Person festgenommen, auf welche zentner gegen 328 in Januar, in Charlottenburg geschlachtet Male gezuckerten Wein erhalten, und die Kur hat bei ihnen deshalb die Angaben des hinter dem flüchtigen Wegener erlaffenen Steck- 293 Stüd gegen 161 im April. wurde nach ärztlicher Untersuchung einem Krankenhause übergeben, auf 26 Doppelzentner. Die Zahl der in Charlottenburg gebriefes paßten. Der betreffende ließ sich ohne Sträuben festnehmen In Schöneberg beschloß die Stadtverordneten und gab an, August Schölzel zu heißen. Da man ihm miß- Versammlung am Montag, die auf Tagesordnung stehende Frage traute, behielt man ihn in Haft und will nach dem ersten Verhör des Ausscheidens der Stadt aus dem Landkreise in geheimer Sizung zu überzeugt sein, den gesuchten Mörder vor sich zu haben. Der Wider- berathen. Eine lebhafte Debatte entspann sich über die Forderung ruf wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. von 91 000 m., die für verschiedene Anbauten zu dem Reform gymnasium verwendet werden sollen. Die Forderungen, die sich auf das Wohnhaus für den Direktor, die Turnhalle und das Abortgebäude erstrecken, wurden schließlich unter dem Gesichtspunkt an genommen, daß die Einrichtungen zum Muster für andere höhere Schulen dienen sollen. Wann wird der Volksschule eine gleiche Sorgfalt zu theil werden? sein. " Gerichts- Beifung teinen Erfolg gehabt. Das Landgericht Koblenz hat am 6. Aug. Herrn Giffels wegen fahrlässigen Bergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz verurtheilt, weil es angenommen hat, daß er mit diesen Weinen, obwohl sie an sich gut waren, die Gesundheit jener Gäſte geschädigt habe.- Auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urtheil auf und erkannte auf tostenlose Freisprechung. Die Anschauung des Landgerichts wurde als zu weit gehend bezeichnet. Nach den Feststellungen sei der Zuckergehalt nicht so groß gewesen, daß man von Verfälschung eines Nahrungsmittels reden könne; auch habe der Angeklagte nicht gewußt, daß der fragliche Wein schädlich sei. Man könne beispielsweise nicht jemand wegen Fahrlässigkeit bestrafen, der einem Kinde eine Flasche Porter verkauft, weil das Kind vielleicht nachher mit dem Getränk seine Gesundheit geschädigt hat. Etwas anders würde die Sache liegen, wenn im vorliegenden Falle der Wein speziell für die Kranten bestimmt gewesen und als solcher bezeichnet worden wäre; das sei aber vom Landgerichte nicht festgestellt worden. und Konkurrenzucid. In der Bredowstraße wohnen sich die beiden eine ront Das Konkursverfahren ist über das Vermögen des Kaufmanns Sally Cohn verhängt worden, der, wie es in der Anzeige heißt, zur Zeit unbekannten Aufenthalts", d. h. unter Hinterlassung einer bedeutenden Schuldenlast ins Ausland verschwunden ist. Cohn war Junggeselle und soll unglaublich gewirthschaftet haben. Er betrieb einen Großhandel mit Hüten, Müzen und Schirmen von der Ritterstr. 27 aus, wo er eine ganze Etage gemiethet hatte, und Kleinhandel in denfelben Artikeln in 12 3weiggeschäften. Seit dem 15. August ist er verschwunden. Die Miethe, die er für ein Vierteljahr schuldig war, haben Anverwandte bezahlt. Von dieser Seite sollen auch Forderungen von 200 000 Mart gedeckt werden. Das reichte aber immer Gerichtsstand der Presse" beginnen nunmehr auch die Berliner Gegen den vom Reichsgericht dekretirten fliegenden noch nicht aus, das Konkursverfahren abzuwenden, das nun vor Gerichte sich mit Entschiedenheit aufzulehnen. Dies bezeugt ein Belt hängt worden ſt.Gerichtsvollzieher haben im Haupt- Beschluß, der von der 147. Abtheilung des hiesigen Amtsgerichts 1 Schauswirthe Schult und 3udel gerade gegenüber. Sie find und drei gweiggeschäften versiegelt, ivas zu haben war. ( Amtsgerichtsrath Gaulfe) in einer Beleidigungssache der Deutschen nicht befreundet. Eines Tages erhielt Budel ein Strafmandat zuStraßensperrung. Das Schöneberger Ufer von der Pots- Zeitungsgesellschaft Hachfeld. Schmitz u. Ko." gegen den„ Breslauer geschickt, weil er die Polizeiffunde übertreten hatte. Als Beweis für damer Brücke bis zur Grenze der Grundstücke Nr. 22 und 23 wird Generalanzeiger" ergangen ist. Als Vertreter der flägerischen Gesellschaft diese llebertretung berief fich die Behörde auf das Zeugniß des Schankbehufs Umpflasterung vom 9. November ab bis auf weiteres für hatte Rechtsanwalt Dr. Lub 33 ynski unter Berufung auf die be- wirths Schult. Mit Recht folgerte Zudel daraus, daß sein Gegenüber Fuhrwerke und Reiter gesperrt. kannte Judikatur des Reichsgerichts das Berliner Gericht als zuständig die Anzeige erstattet hatte. Er lebte das Strafmandat an das Im Feenpalast ist für den Monat November ein recht gutes angerufen, weil der Breslauer Generalanzeiger" Abonnenten in Schaufenster und daneben ein Platat folgenden Inhalts:„ Achtung! allen Spezialitäten- Theatern, so auch hier von den Kostümsängerinnen werde. Rechtsanwalt einer als Vertreter der Beschuldigten ehrten Gästen auf das beste und theile mit, daß ich Programm zusammengestellt worden. Freilich darf man, wie in fast Berlin habe, auch angeblich in Cafés, Restaurants 2c. gehalten ein vis- à- vis, der Budiker Wilhelm Schult, hat mich laut nebenstehendem Protokoll demmzirt. Ich empfehle mich meinen verunt nicht allzu viel verlangen; die Kleider dieser Damen find froz un hatte den Gerichtsstand aus rechtlichen und thatsächlichen gebührlicher Kürze meist viel kostbarer als ihre Stimmen. Eine gute Gründen bestritten. Zwischen den beiden Parteivertretern ent den die Schaden wieder herauszuholen, große Weiße Anzahl Artisten und Artistinnen machen diesen leidigen Mangel aber spann sich ein lebhafter Schriftwechsel, welcher über ein 15 Bf. verkaufe. Achtungsvoll Carl Zudel." Einige Tage später ebenso givei fleine Weißen für den Preis wieder wett. Die Jongleur Equilibristin Dora Marchetti leistet im Jahr in Anspruch nahm, ohne daß das Gericht an Balanciren ganz Erkleckliches; ihre Kunst, das Gleichgewicht mit gesichts des Umfanges des Umfanges des zu Grunde liegenden Materials ſtand Buckel in seiner Thür. Ein Bekannter ging vorüber, las das Militärgewehren aufrecht zu erhalten, ist der mit gleichen Mitteln zu einer Entscheidung über die Eröffnung des Haupt- Plakat und machte eine Bemerkung über dasselbe. Jawohl, dar von der europäischen Diplomatie geübten Methode entschieden über. verfahrens gelangt wäre. Das Gericht hat nunmehr die Privat- größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!" Aus tüchtigen Flachturitern besteht die" Patty Frank- Truppe", und flage zurüdgewiesen, indem es die Zuständigkeit der Berliner rief Budel mit lauter Stimme und setzte hinzu:„ Da fist vorzügliche Leiterkünstler sind die„ Original Niagara". Weiter nemmen Gerichte verneinte. Der eingehend begründete Beschluß legt dar, daß der vor seinen Lokale auf dem Bürgersteig saß. er!" Damit wies er mit dem Finger auf Schult, wir Frl. Gilton mit ihren abgerichteten Tauben, den akrobatischen der Zustand, wie er sich durch die Praxis des Reichsgerichts heraus- Schult wollte sich weder die Herabsehung seiner Persönlichkeit durch Der Demuziant Klown Pa- Fa und die spanischen Tänzer. Eine Burleste Die gebildet habe, der Auffassung der Gesetzgeber nicht entspreche und zu das Plakat, noch durch die erwähnte Aeußerung, gefallen laffen, er Rojen vom Norden" bringt den Darstellern lebhaften Beifall ein. höchst bedenklichen Konsequenzen führen müsse. Durch die Judikatur das Plakat, noch durch die erwähnte Aeußerung gefallen lassen, er In der Urania wird am Mittwoch eine einmalige Wiederholung eines des Reichsgerichts entstehe die Folge, daß engbevölkerte Gerichts- strengte die Privatklage wegen Beleidigung in zwei Fällen an. am vorigen Sonnabend von Herrn Dr. Spies vor ausverkauftem Hause sprengel und volfreiche Städte in ungleich zahlreicheren Gestern gelangte der Streit vor dem Schöffengericht zur richterlichen gehaltenen Vortrages über die chemischen Wirkungen des elektrischen Fällen für die Firirung des Gerichtsstandes in betracht kämen, als Entscheidung. Der Vertreter des Klägers meinte, daß den Stromes" stattfinden. Der Gegenstand dürfte in Sinsicht auf zahlreiche Gerichtsbezirke mit vorwiegend ländlicher Bevölkerung, wo die Presse Beklagten wegen der schweren Beleidigungen eine Freiheitswichtige Anwendungen der Elektrochemie, wie Galvanoplaſtik, Nein weniger Verbreitung habe. So könnte z. B. der Bezirk des ſtrafe treffen müsse, denn das gewinnung von Metallen, Konstruktion von Aftumulatoren u. s. w. von be misgerichts I zu Berlin wohl für die überwiegende Mehr- Handlung zur Anzeige zu bringen, ſtehe doch jedem zu; auf die zahl aller in Zeitschriften verübten Preßdelikte Beweggründe komme es dabei nicht an. Der Vertreter des BeFeuerbericht. Ein Schaufensterbrand verursachte Montag Abend zuständig gemacht werden, da anzunehmen ist, daß alle Beitschriften lagten, Rechtsanwalt Ulrich, bat, alle Umstände zu berücksichtigen, Marm nach Brunnenstraße 119. Ein Posten Spielwaaren ging in Berlin in mehr oder weniger Eremplaren ihre Leser finden werden. welche den Beklagten zu den Beleidigungen getrieben hätten, und in Flammen auf, doch blieb der übrige Landeninhalt vom Feuer Wenn man sich nun vergegenwärtige, daß die königliche der Gerichtshof folgte dieſen Ausführungen insoweit, als auf eine verschont. Kurz darauf wurden Magdeburgerstr. 13 Wäsche- Bibliothek zu Berlin einen rechtlichen Anspruch auf die Geldstrafe von 35 W. für beide Fälle der Beleidigung erkannt wurde. stücke und Kleider auf einem Hängeboden eingeäschert. Belle Einsendung von Pflichtexemplaren aller in Preußen Alliancestr. 62 war ein Zimmerbrand abzulöschen, der ein Bett scheinenden Druckschriften besize, so könnte schon hieraus und Möbelstücke zerstörte. Dienstag Nachmittag wurde die Wehr von vornherein in allen Fällen des Vorliegens von Preßdelikten nach Fürstenbergerstr. 8 gerufen, wo mehrere Küchengeräthe der Gerichtsstand des Amtsgerichts I zu Berlin als gegeben erachtet Feuer gefangen hatten. Außerdem wurde das Haus nicht unerheblich werden. Derartige Zustände könne aber der Gesetzgeber unmöglich Die Nebernahme der Elektrizitätswerke in städtische Regie beschädigt. zal beabsichtigt haben. Gegen diesen Beschluß ist vom Nechtsanwalt vertrat Genosse Paul Singer am Montag in einer sehr stark Lubszynski ein Rechtsmittel nicht eingelegt worden. Nach diesem besuchten Volksversammlung, die den Keller'schen Saal in der Koppensteht allerdings noch lange nicht zu hoffen, daß dieser munmehr rechtskräftige straße vollständig füllte. Singer führte ungefähr folgendes aus: in hat die Pflicht, allen Körper obersten Gerichtshofes für die Presse herausgebildet haben, überhaupt schaften, Beschluß den unhaltbaren Zuständen, die sich durch die Braris des Die Sozialdemokratie hat int die sie Vertreter entfenden kann, im Sinne ein Ende macht. ihres Programmis wirken. zu Wir haben 1 im Die alte Erfahrung, daß unsere trostlosen Volksschul verordneten- Bersammlung stattfand, zum ersten Male an den StadtJahre 1884, zustände vielfach in sich die Schuld tragen, daß der Lehrer zum verordnetenwahlen betheiligt, weil wir es für nothwendig hielten, als die Auflösung und Neuwahl der StadtPrügelpädagogen wird, bestätigte sich anscheinend wiederum daß die städtische Verwaltung unter die Kontrolle des Voltes, insin einer Strafsache, die am 7. November das Reichsgericht beSteglik. In der am Donnerstag, abends 7½ Uhr, in den Lehrer Heinrich Gärtner wegen störperverletzung im Amte in unsere Betheiligung an den Wahlen und an den Arbeiten der schäftigte. Das Landgericht Meiningen hat am 6. Juli den besondere des arbeitenden Volkes von Berlin gestellt werde. Durch Kaiserhallen stattfindenden Volksversammlung spricht Gen. zwei Fällen zu acht Monaten Gefängniß verurtheilt. Gärtner Fall war- weitere Streise der Bevölkerung ein lebhaftes Intereſſe für die Stadtverordneten- Bersammlung empfanden was vordem nicht Pfannkuch über die Eroberung der politischen Macht durch das hat in den letzten drei Jahren seine Schüler in überaus roher Weise städtischen Angelegenheiten. Schon damals erkannten wir, daß die Ueber= Broletariat. Da nach bekannter Methode die Polizeiſtunde für das gemißhandelt. Einen Knaben hat er an den Schläfenhaaren gefaßt, laffung der Straßen und Plätze an Privatgeſellſchaften zwecks kapitaBersammlungslokal auf 10 Uhr festgefegt ist, so ist pünktliches Er- mit beiden Händen in die Höhe gehoben und ihn dann auf liftischer Ausbeutung ein Unfug ist, der im Interesse der Stenerzahler be= scheinen nothwendig. Am Mittwoch Abend erfolgt eine lugden Boden gestupft. Die Haare, die er gepackt hatte, rissen blattverbreitung. Treffpunkt abends 7 Uhr bei Schellhaſe. dabei aus, sodaß der Knabe zu beiden Seiten fahle Stellen von der ſcitigt werden muß. Als seinerzeit die Ediſon- Geſellſchaft die Stone Der Vertrauensmann. Größe eines Marfstückes hatte. Obendrein erhielt er noch zeffion zur Legung elektrischer Leitungen in den Straßen Berlins Einen Rückgang des Fleischverbrauchs berzeichnet auch das eine Anzahl Ohrfeigen. damals nur 7 Mitglieder stark Anschwellung der Backen nachsuchte und wir nene Heft der Monatsberichte des Statistischen Amts der Stadt ein Gehörleiden waren die Folge. Zur Begründung der Revision Gewinne, welche aus der auf Erwerb gerichteten Benuzung der Straßen Stadtverordneten- Versammlung den Grundsatz vertraten, daß die Charlottenburg. So ist z. B. die Menge des in Charlotten- des Angeklagten konnte der Vertheidiger nur vorbringen, daß es eine und Pläge gezogen werden, den Steuerzahlern zu gute kommen müssen, Fernteten wir abgesehen von wenigen Fortschrittlern mur Hohn und schaften die Rolle einer kleinen Sefte, wie etwa in Deutschland die Spott seitens der Vertreter der bürgerlichen Klassen. Heute sind in Herrenhuter. der Stadtverordneten- Versammlung jahon 50 Mitglieder vorhanden, Evangelisirung des Orienta. Zu jenen flimmernden die sich bei der Berathung des jetzt vorliegenden Vertrages mit der Phrasen, an denen sich gewisse orthodoxe Kreise berauschten, gehört Elektrizitäts- Gesellschaft auf unseren Standpunkt gestellt haben. Ein auch die schöne Wendung von der„ Evangelisirung des Orients". Erfolg, auf den wir stolz sein können und der beweist, daß sich der Run fast immer Glockengeläut in allen Variationen, vom Jawohl, nach der Palästinareise wird sie aufleuchten, die strahlende von uns vertretene soziale Gedanke in der städtischen Verwaltung majestätisch tiefen Dröhnen bis zum hastig spigen Gebimmel; feier- Sonne der Evangelijirung des Orients! Ja, wird es mehr und weiter verbreitet hat. Wir können zwar nicht wissen, ob liche, sich nach den geweihten Stätten bewegende Bilgerzüge; bunt mehr aufflammen, das Morgenroth zur Evangelisirung des ganzen der gegenwärtig zur Berathung stehende Vertrag nicht doch zusammengewürfelte Massen ernster Gesichter, die entweder aus Christenthums! irgend einer Kirche kommen oder nach irgend einer Kirche gehen. Aber von Kirchennoth in Jerusalem feine Spur. Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Mittwoch Abend 8%, Uhr findet im Lokal Bismardshöhe", Wilmersdorferstr. 39, eine Volfsversammlung statt, in welcher Schriftsteller Genosse, Ledebour einen Vortrag hält: Weib, was habe ich mit Dir zu schaffen?" Da auch gleichzeitig Bericht und Neuwahl der Vertrauensperson stattfindet, so ersucht um zahlreichen Besitch, besonders der Frauen, Die Vertrauens person. Italiens, der nervösen Hast der Großstädte Amerika's; pilgert es herbei vom Sonnenbrande Aethiopiens wie von der Inselwelt Westindiens; pilgert es herbei von allen Nationen und in allen Altersstufen und alle diese tausendfach verschiedenen Herzen, sie haben hier in allen Sprachen etwas anzubeten. Auch die neue Erlöserkirche wurde keinesfalls wegen Kirchennoth auf den Plan gestellt. O diese konfessionellen Phantasiegebilde! er sowie Versammlungen. in der angenommen wird. Das ist aber gewiß: wenn der soziale Gedanke innerhalb der Vertretung der Bürgerschaft weiter fortschreitet, Wer solche Hirngespinste fabrizirt, hat keinen blaffen Dunst vom dann ist der Abschluß eines solchen Vertrages mit einer privatwahren Wesen des Jelams. fapitalistischen Gesellschaft für die Zukunft ausgeschlossen. Heute ist Wie? dieser Islam, der gegenüber dem Christenthum feinerlei die Mehrheit des Magistrats und der Stadtverordneten allerdings Ich vergegenwärtigte mir jene Sonntagsmorgenstunden, welche Versöhnung fennt, wäre plöglich tolerant geworden? Wäre nun noch der Meinung, daß Straßenbahnen, Elektrizitätswerte, wie überich vor wenigen Monaten wiederholt in der alten, mum abgewirth- fähig zu allerlei liebenswürdigen Verhandlungen und entgegen- haupt alle Betriebe, welche hohe Dividenden abwerfen, in den schafteten protestantischen Stapelle auf dent Muristan verbrachte. tommenden Zugeständnissen? Händen boit Privatgesellschaften bleiben müssen, wohin O, sie wäre noch auf lange, lange Zeit hinaus übergroß genug Hurrah, deutsche Kolonien in Kleinasien. Ein gegen Unternehmungen, Sie feinen Gewinn bringen, ivie gewesen und würde noch jest jeder mittleren Stadt Deutschlands großartiges Resultat der Palästinafahrt haben sich viele unserer der Viehhof, die Markthallen, die Kanalisation, die Wassergenügen. Das bischen anwesende Gemeinde, meiner Schäßung nach stolonialschwärmer zurechtphantafirt. Sie wissen ganz genau, nun werke in städtischer Regie zu betreiben find. Wir verlangen zumeist bestehend aus Dienstmädchen, einigen Almofenempfängern wird ein fleinasiatischer Hafen, etwa Haifa, Jaffa oder Smyrna, dagegen, daß die Belastung, welche diese Einrichtungen der Stadt oder sonstigen armen Teufeln, starrt auf die braunen, mit anti- womöglich mit einem tüchtigen Fezen hinterland, an Deutschland auferlegen, ausgeglichen werde durch die Ueberschüsse, die die gewinn quarischen Gesangbüchern belegten Kirchenbänke. Manchmal bimmeln abgetreten. bringenden Unternehmungen abwerfen. Nach unserer Ueberzeugung in die Andacht von benachbarten Gotteshäusern anderer Konfessionen Hei, das wäre wieder ein Terrain für gewisse deutsche Kultur- müßte die von Berlin verbrauchte Elektrizität nicht von Privatdie Glocken herein, oder schallen von der nicht weit entfernten türki- träger von Militärs und Juristen, Lieutenants und Assessoren- Leute, gesellschaften, sondern von der Stadt geliefert werden. Schon die schen Kaserne Trompetensignale oder freischt das durchdringende welche in diese hellsonnige Atmospäre des Orients ihre verstaubte, einfachste taufmännische Klugheit müßte die städtische Verwaltung " Ja- ia- ia" draußen vorübertrippelnder Lastesel. Aber diese stets nach engen heimischen Verhältnissen gemodelte Bureaukratie tragen veranlassen, die Elektrizitätswerte in eigene Regie zu nehmen, nur zum zehnten Theil gefüllte Stapelle erschien manchen Leuten noch Leute, welche die Einführung des Tressenkrams als Hauptaufgabe um sich deren Ueberschüsse zu sichern, denn je mehr sich die elektrische zu flein. Beleuchtung ausdehnt, desto mehr nimmt der Gastonsum und der Nun erhebt sich daneben der stolze Bau der Erlöserkirche. Ertrag der städtischen Gaswerte ab. Anstatt min einen Ersatz für Freilich, lange nicht so stolz, wie in holdem Ueberschwang ein diesen Ausfall dadurch zu erlangen, daß die Stadt die Lieferung von Berliner Geistlicher meint. Er erzählte vor kurzem in öffentlichen Elektrizität selber in die Hand nimmt, zicht sie sich in den Berliner Vorträgen, daß der Dom der Erlöserkirche dem ganzen Jerusalemer Elektrizitätswerken eine mächtige Konkurrentiu auf dem Gebiete des Stadtbilde eine vollständig veränderte Physiognomie aufdrücke. Beleuchtungswesens groß. " des Kolonisirens betrachten und die gleich Koloniallafeien nur erwägen: Bist du deiner Umgebung untergeordnet? Oder beigeordnet? Oder übergeordnet?" Leute, welche für den Aufeinanderprall zweier Rassen und zweier Zivilisationen nur minderwerthiges Verständniß haben, aber trotzdem auf den beim Kolonifiren bewährten, praktisch gebildeten Kaufmann vom Thron ihrer unheimlichen Wichtigthuerei mit Verachtung herabblicken. Als ob ein Thurm mehr, ein Thurm weniger dieses seit Jahrhunderten scharf ausgeprägte Jerusalemer Antlig verändern fönnte! Von der großen" Gemeinde der neuen Erlöser tirche. Aber wie zahlreich ist die Gemeinde für die neue Kirche? Die Jerufalemer deutsche Bevölkerung besteht aus etwa 500 Seelen. Von diesen 500 gehen vorerst gegen 400 ab, welche der an der Straße nach Betlehem belegenen Tempelfolonie angehören Leite, die fettenartig ihre eigenen Sagungen und ihr eigenes Bethaus haben. Bleiben etwa 100 Seelen, und diese sind Protestanten, Katholiken, Aber schließlich blieb alles, alles wie es war. Reformirte, Israeliten. Protestantische deutsche Familien, welche gegenwärtig für den Kirchenbesuch in betracht kommen man kann sie an den Fingern der linken Hand herzählen. Alles bleibt beim alten. Manch stolzes Gepränge vieler Fürsten hat seit Jahrhunderten den Weg hinauf gen Jerusalem gefunden. Weihevollen Herzens, den Kopf voll schwärmerischer Begeisterung, das Reisegepäd gefüllt mit fostbaren Geschenken so sind sie von Jaffa heraufgezogen nach den von frommen Schauern umhauchten heiligen Orten. Und wieder von dannen gezogen mit überreichen Erinnerungen. Jerusalem schläft, und es schläft darüber der leuchtende Himmel des Orients. Ruhig läßt er die Jahrhunderte herumbröckeln an den geweihten Stätten, sie erbarmungslos preisgebend dem unerbittlichen Schicksal des Verfalls. Diese fleine evangelische Gemeinde spielt in Jerusalem in- Und das mächtige Endresultat der Palästinafahrt?... Ach, mitten der vielfachen, gewaltigen Religions- und Konfessions- Gemein- I fragen wir lieber nicht! Nach dem bestehenden Vertrage mit den Berliner Elektrizitätswerken ist die Stadt berechtigt, diesen Betrieb mit Ablauf des nächsten Jahres zu übernehmen. Seit dem Jahre 1894 besteht eine gemischte Deputation, welche auch schon 1896 mit 6 gegen 6 Stimmen, wobei die Stimme des Bürgermeisters Kirschner den Ausschlag gab, beschlossen hat, der Stadt die Nebernahme des Werkes zu empfehlen. Derselbe Bürgermeister Kirschner, welcher damals für die Nebernahme war, steht jetzt an der Spitze derer, welche die Ansicht vers treten, die Stadt Berlin sei nicht in stande, ein Werk, wie das ges nannte, zu leiten. Den Anstrengungen der Interessenten ist es inzwischen gelungen, die Mehrheit des Magistrats dahin zu bringen, daß er jetzt die Annahme eines Vertrages empfiehlt, durch den die Stadt Berlin bis zum Jahre 1915 des Rechtes der Uebers nahme beraubt wird. Dagegen ist die Gesellschaft bereit, an die Stadt 10 pet. der Brutto- Einnahme abzugeben, sowie 40 pct. des Reingewinns nach Abzug einer 6prozentigen Dividende bis zu 20 Mill. Eine weitere Gefahr für die Interessen der Stadt liegt darin, von Zaar u. Vahl. Der Firma, welche bisher den Stundenlohn des Aktienkapitals und einer 4prozentigen von dem 20 Millionen daß die Aktiengesellschaften es verstehen, ihre Direktoren und Auf- von 60 Pf. zahlte, ist es jetzt gelungen, Arbeitskräfte für 571/2 f. übersteigenden Stapital. Was muß an dem Unternehmen verdient fichtsräthe in den Magistrat zu senden. Die Straßenbahn- Gesell zu erhalten. Es wurde beschlossen, den Unternehmer aufzufordern, werden, wenn die Gesellschaft bereit ist, solche Abgaben zu zahlen, fchaft, die auch ein Mitglied des Aufsichtsrathes im Magistrat hat, ben alten Lohnfazz wieder einzuführen, und im Nichtbewilligungsum sich das Recht, die Straßen und Plätze Berlins in ist dadurch in der Lage, von allen Verhandlungen, die sie interessiren, falle beabsichtigt man, die Arbeit niederzulegen. Des weiteren be ihrem Interesse auszunuzen, bis 1915 zu sichern. Kann man es unterrichtet zu werden und danach ihre Maßnahmen zu treffen. Eine schloß die Versammlung, die Beschlüsse der Konferenz der durch denn als einen großen Vortheil für die Stadt bezeichnen, Anstandspflicht wäre es, daß der Magistrat rein gehalten Vertrauensmänner zentralisirten Zinimerer agitatorisch zu verwerthen wenn sie aus dem Unternehmen eine jährliche Abgabe von 80 bis wird von solchen Leuten, die sich doch dem Einfluß ihres Milieus und die dadurch entstehenden Kosten zu tragen. Im dritten Punft, 100 000 Mark erhält, während die Aktionäre einen Gewinn von nicht entziehen können und daher, wenn es sich um Beziehungen der Stellungnahme zu den von dem Verbandsvorstande gewünschten Millionen in die Tasche stecken? Wir sind der Meinung, jeder Stadt zu den Unternehmungen handelt, denen sie als Aufsichtsräthe Schiedsgericht zur Beilegung der zwischen den beiden Organisationen Groschen des Ueberschusses gehört in die Stadt- Hauptkasse und muß oder Aktionäre angehören, feine unbefangenen Vertreter städtischer bestehenden Differenz in der Geldtheilungs- Angelegenheit, wurdevon allen im Interesse der Steuerzahler verwendet werden. Man hält uns Interessen sein können. Der Stadtverordnete Mommsen, der es Rednern ausdrücklich betont, daß es ebenso wenig Aufgabe des Ausschusses entgegen, die Stadt fei nicht im stande, den Betrieb auf der Höhe als eine niederträchtige unwahrheit erklärte, als ich sagte, er habe derGewerkschaftskommission als derStommission selbst sein könne, Streitig der fortschreitenden Technik zu erhalten, denn sie könne für die Leitung zu einer Zeit, wo er Angestellter einer Gesellschaft war, sich an Ver- teiten innerhalb eines Berufs zu schlichten, da sowohl die Organi desselben nicht so so hohe Aufwendungen machen, wie das handlungen, welche zwischen dieser Gesellschaft und dem Magistrat fation als auch eine öffentliche Bimmererversammlung die HandlungsPrivatkapital. Wenn sich die städtischen Behörden selber ein gepflogen wurden, betheiligt der aber dann doch die That- weise der betheiligten Personen geprüft und für richtig anerkannt folches Armuthszeugniß ausstellen, dann dürfen wir uns nicht ache zugeben mußte, aber hinzufügte, er habe diese Ber- hätten. Um aber den Berufskollegen Gelegenheit zu s wundem, wenn ihre Berwaltung von d zu geben, ihre der Aufsichtsbehörde mit handlungen nicht in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter, sondern Handlungsweise zu vertheidigen, Mißtrauen betrachtet wird und diese überall in die städtischen An- als Vertreter der Gesellschaft geführt, dieser Herr Mommsen sitt lung gegen zehn Stimmen, bei einer etwaigen Anfrage gelegenheiten hineinzureden sucht. Wenn wir uns vergegenwärtigen, auch jetzt im Aufsichtsrath einer Gesellschaft, die mit der Firma seitens des Ausschusses der Gewerkschaftskommission in zustimmendem daß der Magistrat und die Mehrheit der Stadtverordneten denselben Siemens u. Halste eng liirt ist und von der Deutschen Bant Sinne zu antworten. Zum Punti Erweiterung des GewerkschaftsGesellschaftsschichten entstammen, denen die Aktionäre und die Leiter finanzirt wird. bureaus" wurde der Delegirte beauftragt, gegen die Anstellung der gewinnbringenden Unternehmungen angehören, daß sie also Die Gründe, welche in der Stadtverordneten- Versammlung gegen weiterer Beamten zu stimmen, da durch die Erweiterung des Bureaus, von dem sozialen Milieu, in dem sie leben, beeinflußt die Uebernahme der Berliner Elektrizitätswerte geltend gemacht den organisirten Arbeitern nicht die Garantie gegeben sei, daß denfind, dann können wir ja verstehen, daß eine so zusammen wurden, sind nicht die wahren, es handelt sich vielmehr darum, daß selben dadurch Vortheile erwachsen. Bisher feien die Einrichtungen zum geſetzte Körperschaft ſich nicht bazu aufichwingen kann, man dem Kapitalismus nicht zu gunsten der Berliner Einwohner theil unorganijirten Arbeitern zu gute gekommen; auch der Hinweis dem Privatkapital ein reiche Dividenden bringendes Unternehmen ein ergiebiges Feld entziehen will. auf die Arbeiterjefretariate in Stuttgart und Nürnberg könne für zu gunsten der Allgemeinheit und im Interesse des sozialen Berlin nicht in betracht gezogen werden. In Verschiedenem wurde schritts zu entziehen. einem vollständig arbeitsunfähigem Mitgliede eine Unterstützung gewährt und der Wunsch ausgesprochen, die Platzdeputirten- Verjamüllungen wieder regelmäßig ſtartfinden zu laſſen, 11. im Intereſſe des ſozialen Fortdie Versamine Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Seute, abends Uhr, Zusammenfunft im Theaterfaal von G. Feuerstein's Festsälen( Inhaber M. Herzberg), Alte Jakobstr. 75. Freie Vereinigung der Badenser. Heute, abends 82 Uhr, bei Wir wollen hoffen, daß es noch gelingt, die Uebernahme in och gelingt, die lebernes städtische Regie durchzusetzen. Der Zweck dieser Versammlung ist es, Als es sich seinerzeit um die Festsetzung eines neuen Vertrages die Bevölkering Berlins über die einschlägigen Verhältnisse auf mit der Straßenbahn- Geſellſchaft handelte, forderten wir eine höhere auffären und ihr zu zeigen, daß fie das übrige thun muß, um Abgabe, als die vorgesehenen 8 pet. der Brutto- Einnahme. Damals Berlin von der Umflammerung des tapitalistischen Ringes frei zu Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher. hieß es, es sei unmöglich, daß die Gesellschaft mehr wie 8 pCt. ab- machen. Die liberale Preffe, die mit einer einzigen Donnerstag, den 10. November, abends 10 Uhr, bei Schiller, Rosenthalergeben könne, und der Vertrag wurde mit 8 pCt. angenommen. Jetzt, Ausnahme bisher nicht nicht auf die bon unts aufgedeckten straße 57: Versammlung. Freie Benutzung der Vereinsbibliothek. Gäste nachdem neue Linien ausgeschrieben worden sind, erklärt sich dieselbe Verhältnisse eingegangen war, fängt jetzt zum theil an, ein- willkommen. Geſellſchaft bereit, für dieſe Linien, wenn sie ihr überlassen werden, zusehen, daß es so nicht weiter gehen kann. Bezeichnend 16% s pét. abzugeben. ist es, daß die Freifinnige Zeitung" der Beibehaltung der Privat- 8 monopole das Wort redet. Da zeigt sich wieder, welche tiefe Kluft zwischen uns und dem Liberalismus besteht, Wissen wir doch, daß es der Liberalismus ist, der seine politische Macht dazu benutzt, die wirthschaftliche Ausbeutung der Massen durch den Kapitalismus zu fördern. Es handelt sich for Maſſen den Gelisten dieser Art des Liberalismus einen Riegel vorzuschieben. Die Arbeiter Berlins müssen zu der Einsicht kommen, daß die kommunalen Angelegen heiten von großer Wichtigkeit sind, und daß der Kampf, den wir auf diesem Gebiete führen, im Interesse der Allgemeinheit durchgeführt werden muß. Die Arbeiter Berlins haben dafür zu sorgen, daß die Minorität, welche wir heute erst in der Stadtverordneten- Versammlung haben, zur Majorität wird. Bei der Uebernahme der Elektrizitätswerke sind für uns neben den prinzipiellen Gründen noch solche praktischer Natur maßgebend. Das Kommunalabgaben- Gesez verlangt, daß wenn der Zuschlag zur Staats- Einkommensteuer 100 pet. übersteigt, der Etat dem Finanzminister zur Genehmigung eingereicht werden muß. Die Stadtverwaltung hätte alle Ursache, eine Ueberschreitung der 100 pet. dadurch zu verhindern, daß sie die gewinnreichen Unternehmungen in eigene Regie nimmt, nicht nur, um die Steuerlast zu erleichtern, sondern auch, um der Aufsichtsbehörde keinen Anlaß zu bieten, sich in die städtischen Angelegenheiten einzumischen. Wie die städtischen Behörden von den Aufsichtsbehörden behandelt werden, dafür liefert unter anderem die Angelegenheit des März- Denkmals, die Einmischung in unsere Schulverhältnisse und namentlich das Schreiben Wie die Verhandlungen über den Vertrag mit den Elektrizitätsdes Polizeipräsidenten aus Anlaß der Eingabe betreffend die werken auch enden mögen, das gute haben sie doch gehabt, daß der Sittenpolizei einen schlagenden Beweis. In seinem Antwort- Bevölkerung die Augen geöffnet worden sind über die Gefahr, schreiben jagt der Polizeipräsident, der Magistrat solle dafür welche dem Gemeinwesen von den kapitalistischen Gesellschaften forgen, daß sowohl in der Stadtverordneten Versammlung droht. Die, welche dem Volke auch in diesem Falle den Staar als auch in der Presse ein besserer Ton gegenüber der Polizei an- gestochen haben, das waren die Sozialdemokraten, und so wird es geschlagen wird. Nun, wir werden dem Polizeipräsidenten die Ant- auch ferner bleiben. wort darauf nicht schuldig bleiben; wenn man aber solche Vorgänge erlebt, dann soll man es nicht dahin kommen lassen, daß auch noch der Finanzminister Veranlassung bekommt, in die Angelegenheit der städtischen Verwaltung hineinzureden. ange, Dragonerstr. 15: Bersammlung. 1929911B Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahy anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnements quittung beizulegen, Fragen ohne solche werden nicht beantwortet und schriftliche Antwort nicht ertheilt Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abende von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. E. 5. 27. Anonym gestellte Fragen beantworten wir nicht. Kommen Sie event. zu uns. G. S. Eine Baugewerkschule befindet sich Kurfürstenstraße 141, eine Fachschule für Tischler Strautstraße 40. Die Vorsteher dieser Anstalten geben Ihnen gerne mündliche oder schriftliche Austuuft. Günther. Unseres Wissens Zicheus und nicht zsche- us. M. N. Kommen Sie in die Sprechstunde.-H. K. 5. Sie brauchen darauf nicht zu antworten. 2. G. Die Verfügung ist richtig. Sie müssen derselben daher nachkommen. B. O. Sie brauchen nicht zahlen. . 2. S. 20. 3u 1: Ja. Zu 2: Das Mädchen kann dazu nicht gezwungen werden. St. C.. 1000. Ein Jahr seit Kenntniß des betr. Ehescheidungsgrundes. 10 000. An den Magistrat. G. 2. 100. 3. G. Beschweren Sie sich bein Polizeiu 1: Nein. Zu 2: Ja. präsidium. Rothe. Darauf haben Sie feinen Anspruch. B. S. Nein.-F. S., Friedelstraße. Dagegen läßt sich nichts machen.- P. 5.34. zu 1: Nein. Zu 2: Wohnungsmiethe darf nicht abgezogen werden Witterungsübersicht vom 8. November 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mi Windrichtung Vindflärte Wetter Temp. n. G 5° 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. u. C. Die Ausführungen des Genossen Singer wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Eine nennenswerthe Diskussion fand nicht statt. Folgende Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme: Die Versammlung erklärt sich mit dem Referenten, StadtDer Redner bespricht mun die Beziehungen, welche zwischen den verordneten Paul Singer in allen Punkten einverstanden. Sie fordert Gesellschaften bestehen, die für die Erzeugung von Elektrizität, sowie die Fraktion der sozialdemokratischen Stadtverordneten auf, sowie bisher für den Bau und Betrieb elektrischer Anlagen in Frage kommen. auch in Zukunft mit aller Entschiedenheit für die Uebernahme aller Durch Verschwägerung und Fusionirung dieser Gesellschaften und mit Genehmigung der Gemeindebehörden auf städtischen Straßen ihrer Finanz- Justitute hat sich ein Ring gebildet, dessen Kapital- und Plägen von Erwerbsgesellschaften betriebenen Unternehmungen macht hunderte von Millionen repräsentirt und dessen Gewalt un- in eigene Regie einzutreten. Die Versammlung erblickt in diesem besiegbar ist. Wenn mun noch die neuerdings bekannt gewordene Fusion Vorgehen den einzigen Weg, um den korrumpirenden Einfluß der von Ludwig Löwe u. Ko. mit Schuckert u. Ko. vollzogen sein wird, Hochfinanz auf die städtische Verwaltung zu brechen und die Möglichkeit zu dann ist die Zeit gekommen, wo die mächtigen Gesellschaften die Preise schaffen, ohne Steuererhöhung der Stadtgemeinde diejenigen Mittel zuvorschreiben, dem Magistrat die Bedingungen diktiren, und eine zuführen, welche sie bedarf, um allen Anforderungen auf sozialem Uebernahme durch die Stadt nicht mehr möglich ist. Es liegt auch Gebiet gerecht zu werden, die die fortgeschrittenen Zeitverhältnisse Swinemde. 772 SO 4 bedeckt die Gefahr vor, daß die Stadt den Bantinstituten, welche die Ver- immer dringender verlangen. Das Bureau wird beauftragt, Hamburg tehrsgesellschaften finanziren und ihre Direktoren in die Aufsichtsräthe diese Resolution dem Magistrat und den Stadtverordneten zu über- Berlin 770 OSO 3wolkig 767 NW 1 bedeckt der letzteren entfenden, in die Hände geräth. Dieser ungeheuren mitteln. 768 SSO 2Nebel Ferner wurde beschlossen, noch weitere Versammlungen mit dem Kapitalmacht steht die Stadt Berlin wehrlos gegenüber, wenn sie 771 SSO 1Nebel fich nicht entschließt, jezt, wo sie dazu in der Lage ist, die selben Thema in anderen Stadtgegenden zu veranstalten. Berliner Elektrizitätswerke von diesem Rattenkönig kapitalistischer Wetter- Prognose für Mittwoch, den 9. November 1898. Die Platz- Deputirten der Berliner Zimmerer beschäftigten Etwas tälter, vorwiegend heiter und trocken, zeitweise nebelig bei Gesellschaften loszulösen und in eigene Regie zu nehmen. sich am Donnerstag mit den Lohnverhältnissen in dem Baugeschäft mäßigen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Allen Kollegen, Freunden und Tannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder u. Schwager, der Maurer [ 20886 August Riechert ant 7. b. wt., morgens 81 Uhr, jauft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Wiesbaden München Wien 768 SO 5hlb. bed. Orts- Krankenkaffe Breuer's Ball- Salon„ Zur Königsbank“ für das Gewerbe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter zu Berlin. Grosse Frankfurterstrasse 117 empfiehlt seinen Saal mit Theaterbühne, Vereinszimmer zu Ver: sammlungen und zu jeder Privatfcftlichkeit. Jeden Sonntag und Donnerstag: Grosser Ball. 1040* Sonnabend, den 19. November zur Versammlung zu vergeben. H. Breuer, Frankfurterstraße 117. noabend, ben am Freitag, den 11., nachmitt. 3 Uhr, An Am Donnerstag, den 17. November 1898, abends 8 1hr, von der Leichenhalle( 3wölf Apostel im Lokale Arminhallen, Kommandantenstrasse 20: Orts- Krankenkasse Kirchhof, Schöneberg, Tempelhoferstraße) aus statt. General- Versammlung der Dachdecker Berlins. 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Um rege Betheiligung ersucht 109/2 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Zentral- Kranken u. Sterbefasse der Tischler u. Am 6. November verschied nad Berwaltung Berlin H. Tangem Leiden das Mitglied unserer Kaffe, der Tischler Karl Walter im Alter von 40 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 9. November, nachmittags Tages- Ordnung: Tagesordnung: 1. Wahl von vier Vorstandsmit 2085b Hermann Gräschke, Kirchstr. 22, Moabit. 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl des Rendanten. 3. Wahl von am Sonntag, den 13. November, eröffnet habe und bitte um geneigten brei Saffirern. 4. Wahl von fünf Vorstandsmitgliedern der Arbeitnehmer. vormittags 9 Uhr. im Lofale des Zusprud 5. Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern der Arbeitgeber. 6. Wahl von drei Herrn Feind, Weinstraße 11. Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung. 7. Statutenänderung:§ 55 des Statuts erhält nach Biffer 10 folgenden Biffer 11: nahme über Grwerb, Beräußerung und Belastung von Grundeigenthum, gliedern Arbeitgeber, 1 Arbeit sowie über eine hierdurch bedingte Aufnahme von Darlehen. Der Beschluß nehmer). 2. Wahl des Rechnungsder Generalversammlung bedarf in den unter Ziffer 11 genannten Fällen zu feiner Rechtsgiltigkeit der Zustimmung der Aufsichtsbehörde." Der Vorstand. Arbeiter- Radfahrer! 20776 prüfungs- Ausschusses für das Jahr 1898. 3. Abänderung des Statuts (§§ 27, 33, 34 und 61). 4. Ver faytebenes. 34 un Am Donnerstag, den 10. November, abends 8½ Uhr, im Lokale und Arbeitnehmer, welche im Jahre Arminhallen, Rommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilke. 2. Disfuffion. 3. Bericht des Vertrauensmannes. 4. Neuwahl. 5. Verschiedenes.[ 20626 Um regen Besuch bittet Der Vertrauensmanu. Koppenstrasse 29, Keller's Festsäle, Koppenstrasse 29. Sonnabend, den 12. November, ment3: in den Gesammträumen des Etablissement3: Winterfest der Gürtler und Bronzeure. 4 llor, von der Leichenhalle des Gr. humoristische Soiree der Norddeutschen Quartettjänger Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 185/12 Die Ortsverwaltung. unter gütiger Mitwirkung der Geschwister Reich mit ihrem urtomischen Zwerg- Theater. Während Vorstellung im fl. Gustav Ehrlich nach der Borted in 11 Saal: Tanz. Gerven, welche daran theilBuchdruckerei, Berlin SW., Zimmerstraße 18, Hof parterre, liefert sämmtliche Drucksachen für Vereine, schnell u. preiswerth. Beitschriften, Broschüren und Flugblätter äußerst billig. 36/5 Achtung, Vereine! noch Säle Weihnachtsfeiertage frei: Euglischer Garten, 63729* Alexanderstr. 27 c. Borstellung im großen nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Während der Bausen: Konzert. 2086b Mufit von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker. Anfang 82 Uhr. Programme 30 Pf. Um recht zahlreichen Besuch bittet Das Comité. Brauerei Friedrichshain ( früher Lipps). Am Königsthor. Hente, Mittwoch, den 9. November 1898: 3. Konzert- Abend Zu dieser Versammlung werden die Herren Delegirten der Arbeitgeber 1896 gewählt wurden, ganz besonders 20786 eingeladen. Der Vorstand. G. Krebs, 1. Vorsitzender, Bergstr. 28, I. W. Lube, Schriftf., Prenzl. Allee 216. Betten, Steppdecken, Gardinen, Portièren, Tischdecken, Waffeldecken. Winterpaletots, Anzüge, Regula toren, Remontoiruhren, Operngläser spottbillig Pfandleihe Neanderstr. 6. Fracks u. Gesellschaftsanzüge, für jede Figur passend, verleiht[ 1462b Baruch, Rommandantenstr. 72, I. Heiz- Apparat für Stuben, an jedem Kachelofen an: zubringen, in 2Minuten ein vollständig warmes Bimmer mit 3 Preßfohlen, Alt- Glienicke. Für Ausflügler Mittwoch, den 16. November ( Bußtag): Grosses Schlachtefest, frische Blut- und Leberwurst, wozu ergebenst einladet 1012* Heinrich Sass. 10-2, 5-7. Schlafft. fogl. z. verm. b. Meyer, 20656* Wilhelmstr. 54, 2 Tr. Arbeitsmarkt. 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Siemens ut. Co., Charlottenburg. ( 20876 008 dun 214 Mittwoch, Donnerstag, Freitag Dorzellan. Eierbecher, weiss 5 Stück 10 Pf. Butterbüchsen, bunt 38 u. 63 Pf. Bratenschüsseln, oval, Durchmesser ca. 30 cm 45 Pf. Kaffeekannen, weiss, gerade Form für ca. 2 4 5 6 8 10 Tassen 25 35 40 48 57 70 Pf. verschied. Grössen Glas. geaicht Bierbecher, mit stark. Boden, Pf. Bierseidel Liter geaicht 16 Pf. Römer, verschiedene Formen 15 Pf. glatt Weingläser 15 u. Rumkaraffen, geschliffen 16 Pf. 20 Pf. geschliffen 25, 55, 80 Pf. Milchtöpfe, but 17 Pf. Sturzkaraffen, mit Glas 18 Pt. Tassen, weiss 15,18, bunt 20, 30 Pf. Likörbecher 4.5 Pf. Goldrand 7 Pf. Tassen mit Goldrand 15 Pf. Kaffeeservice, 16 Teile 5.40 Mk. 12 fees. 9 Teile 3.65, für 12 Pers. für 6 Pers. Kompottteller 5 PL. Steingut. Kaffeebecher, weiss 5 u. 6 Pf., bunt od. blau 7 u. 8 Pf. weiss, Milchtöpfe, gross, Majolika 28 Pf. Satzschüsseln, stk 40 Pf. Vorratstonnen, weiss 25 Pf. Butterdosen, blau 17 u. 38 Pf. Bratenschüsseln, oval, blau Salatschüsseln, s 20, 30, 33, 40, 70, 80 P 22 Pf. Fruchtschalen, 1.30 Mk. Kompottschalen 6. 12 P. Blumentöpfe, blau bunt m. Gold bunt 22 u. 38 mit Gold 80 Pf. Seidel- Untersätze, Dtz. 75 Pf. Butterbüchsen 10, 15, 20 P. Bierkrüge, mit Bild, Leuchter, weiss 15, bunt 20 u. 38 Pf. Käseglocken 35 Pf. für ½ Liter 28, 1 Liter 45 Pf. Meissener Porzellan blau Zwiebelmuster Verkauf zu Ausnahme- Preisen. Emaille. Schmortöpfe, hellblau oder marmoriert waron Durchmesser ca. 16 18 20 22 24 26 cm. ohne Ring 65 75 85 Pf. mit Ring 45 55 65 80 95 Milchtöpfe, Pf. hellblau oder marmoriert Durchmesser ca. 9 10 11 12 cm. 撰 Lampen. Wirtschafts- Artikel. Küchenlampen 23, 50, 85 Pt. Korridorlampen, Wandarm Tischlampen 10 mit galvanisiertem Fuss, 1.40 mit dekoriertem Fuss u. Schirm mit 43 Pf. 14" Brenner 2 Mk. 2.75 Mk. 35 38 42 50 Pf. Gasglühlicht- Apparat, Kehrschaufeln, marmoriert 33 Pf. Konsole mit Mass 35 Pf Seifenhalter, weiss oder marmoriert Seifenhalter, 16 PP. 11622122010 .00 Schüsseln mit Napf, Durchmesser ca. 32 cm. Loghyan weiss 45 Schaffnerkannen, marmoriert, 200910 für ca. 1/ .lanir $ 100 1 2 21 marmoriert 48 Pf. 3 Liter 11/2 35 38 45 60 75 85 Pf. 1.05 Mk. Wannen, oval, hellblau oder marmoriert Länge ca. 45 50 1.40 55 cm. 1.75 2.15 Mk. Dekorierte Eimer, mit Deckel 1.85 Mk. imer, sit Deckel, 1,85 Brenner, Glühstrumpf und Cylinder im Carton apanische Japa 90 Pf. Dekorations- Artikel. Zusammenlegbare Fächer Länge ca. 24 36 60 cm. rund ca. 22 27 42 cm. 8 28 60 Pf. 28 60 mit Fuss Länge ca. 27 18 20 35 Pf. durch30 cm. brochen 15 PL. Grösse ca. 15 18 cm. Stielfächer Japanische Vasen, 882118 35 50 Pl. Krümelschaufeln mit Besen 90 PL Küchenrahment 3.25, 4.35, 5.40,7 MKG. Küchen- Handtuchhalter Elche gestrichen, 2.10 Mk. 55, 80 Pf., 1.25 MK., mit Schildern dney- stigdesio Waschbürsten 6, 7, 9, 12 Pf. Brittannia- Esslöffel, Dtz. 1.10 Mk. Brittannia- Theelöffel Dtz. 55 Pf. Vernickelte Tablettes, oder viereckig. 4 Grössen 35, 40, 50, 80 Pf. Wirtschaftswagen Zifferblatt 2.25 2.90 Mk. emailliert, 10 mit Fleischmühlen 3.65 u. 5.35 Mk. Streichholz- Ständer weisser Schale Gläserfeller, bunt, Dtz. 65 Pf. Frühstücksdosen 13 Messerkörbe 35 Pf. Theesiebe 4, 5, 7 Pf. m. Goldverzierung, 40 Pl. Handschuhkasten Länge ca. 33 cm. 15 Kilo 33 PT. für 18 und 20 Pf. Kinder Warenhaus A.Wertheim nelled spilve # 28, and à vis * Berlin, Leipzigerstr. 132/33 winter- Preisliste kostenfrei. Rosenthalerstr. contections Hauls Oranienstr. 53/54 Verantwortlicher Rebatteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Ir. 263. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts' Vorwärts" Berliner Berliner Volksblatt. Mittwoch, 9. November 1898. X. Generalversammlung des Verbandes der Glacéhandschuhmacher Deutschlands. Burg, den 7. November 1898. O. allen den flärung darin, daß den weiblichen Mitgliedern für den sehr geringen Halberstädter Lohnbewegung hervorgehoben, aber darüber ges Beitrag auch nur wenig geboten werden konnte. Das sei in Erlangen flagt, daß der Vorstand seine Entscheidungen in Streif und auch in Burg direkt erwiesen. Andererseits trage aber auch die fachen nicht immer im Einverständniß mit dem Ausschusse geringe Verbindung zwischen den Arbeitern und Arbeiterinnen Schuld getroffen hat. als Es scheine, wolle der Vorstand an den geringen Erfolgen. Die Statistik ergebe, daß von allen Ge- Ausschuß mir als Beschwerde- Instanz in Thätigkeit sehen, nicht aber Heute Vormittag 11 1hr eröffnete mit einem Herzlichen Will- werkschaften die Handschuhmacher den höchsten Prozentsaz organi- als mitbeschließende Körperschaft, die er sein sollte. Die Bücher kommengruß der Vorsitzende des Verbandes, D. Basner- Stuttgart, firter gelernter Arbeiter aufzuweisen haben. seien mustergiltig geführt, nur möchten die Abrechnungen regelrechter die Generalversammling. Beschickt ist sie mit 15 Delegirten, die 42 Orte In der Zeit vom 1. Januar 1895 bis 30. Juni 1898 zahlte der erscheinen. Zu wünschen wäre auch, daß in Zukunft das Mitgliedermit 3024 Verbandsmitgliedern vertreten. Nach Erledigung geschäftlicher Verband Unterstützung an Reisende 3238 Tage à 75 Pf. und 3262 Hauptbuch wieder geführt werde, was§ 20 bestimme. Auch die BerufsAngelegenheiten erstattet Wasner- Stuttgart den Bericht des Vorstandes, Tage à 1 M. und an Arbeitslose 5565 Tage à 75 Pf. und statistik müsse besser ausgearbeitet werden. Von seinen Mandatgebern jei der über die Thätigkeit in den letzten 4 Jahren Rechenschaft ablegt. Nach 36 774 Tage à 1 M. Die Lohnbewegungen verliefen imer( der Verichterstatter Gieleck) beauftragt, an Wasner die Bitte zu dem Bericht hatte der Verband unter der unregelmäßigen Produktion allgemeinen zu gunsten der Organisation. Gelder für Streits richten, im Interesse des Verbandes seine Kräfte nicht so sehr zu zerzu leiden; es mußten außerordentliche Mittel angewendet werden, und Maßregelungen wurden vom 1. Januar 1895 bis 30. Juni 1898 splittern. Der Ausschuß hielt 23 Sigungen ab. um die Lebenshaltung der Handschuhmacher vor dem Siufen gezahlt: 1895: 10 784,75 m., 1896: 7983,62 m., 1897: 17 922,90 M., Nachmittags- Sizung. zu bewahren. Aber gerade die Kampf gegen die Misere 1898: 2558,75 M. Beträchtliche Beiträge wurden für Arbeiter anhabe die Nothwendigkeit der Organisation gezeigt, dem derer Berufe geopfert. Auch die internationale Solidarität tam Verhande Mitglieder und Ansehen zugeführt. Die Mitglieder durch ansehnliche Spenden für Streifzwecke zahl betrug Ende 1895: 2694 männlich und 192 weib- Der Bericht fonstatirt im allgemeinen Fortschritte auf der Bahn der lich; 1896: 2752 männlich, 170 weiblich; 1897; 2844 männlich, modernen Arbeiterbewegung. 118 weiblich; 1898: 3029 männlich, 144 weiblich. Als auffallend Stechelet erstattet den Kassenbericht und flagt über eine zu bezeichnet der Vorstand den kolossalen Wechsel des Arbeitsortes unter geringe Gewissenhaftigkeit in der Geschäftsführung manches Orts den männlichen Berufsgenossen, von denen ein sehr großer Theil als bereins. Falsches Vertrauen habe es mehrfach verschuldet, daß UnredBerheirathete den Arbeitsort wechseln. Das sei ein Beweis für die lichkeiten passierten. Wenn auch die Gelder dem Verbande fast alle ein. Berheiratheter wechſele her recht ungünstige wirthschaftliche Lage der Handschuhmacher; denn wieder zurückerstattet seien bezw. würden, so sei es doch am mur ungern fein Domizil. Blaze, jenes falsche Vertrauen bei seite zu lassen. Auch sollten die Ortsvereine nicht größere Summen aufhäufen, das Geld vielmehr der Zentralkasse übermitteln. Die Agitation zwecks Heranziehung der Waschleder Handschuhmacher habe gute Früchte gezeitigt. Weniger erfolgreich waren die Bemühungen um die Organisirung der Arbeiterinnen. Der theilweise Erfolg sei nur ein flüchtiger gewesen. Das finde seine ErFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 9. November. Opernhaus. Bajazzi. Cavalleria rusticana. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Die Quigows. Anfang 72 Uhr. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Grisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Iuftige Krieg. Operette in 3 Aften von Johann Strauß. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Luisen- Theater Anfang 72 Uhr. Berliner. Das Erbe. Auf. 71/2 Uhr. Lessing. Großmama. Anf. 71½ uur. 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Residenz. Der Herr Sekretär. Die Schuld der Schuldlosen. Vorher: Mein treuer Antoine. Anfang 72 Uhr. Westen. Johann von Paris. Hierauf: Schauspiel in 5 Aften von Ad. Stolze. Morgen und folgende Tage: Wittwe Grapin. Anfang 7% Uhr Die Schuld der Schuldlosen. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Haubenlerche. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, den 12. November nachmittags 3 Uhr: Metropol. Das Paradies der Frauen. Schüler- Vorstellung Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Auf. 71/2 Uhr. Thalia. Geschlossen. Luisen. Die Schuld der Schuldlosen.. Anfang 8 Uhr. zu besonders ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Trauerspiel von Friedrich v. Schiller. Offend. Robert und Bertram. inf. Passage- Panopticum. 8 11hr. Belle Alliance. Napoleon. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Ein verfehltes Leben. Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Feen Palaft. Spezialitäten Vorstellung. Waffage Panoptikum. Speziali täten- Borstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch: Die Haubenlerche. Donnerstag: Bu Schiller's Geburtstag, neu einstud.: Wilhelm Tell. Freitag: Hasemanns Töchter Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 3 Uhr: 2.Schüler- Vorstellung zum Ausdruc. Hierauf folgt der Bericht des Verbandsausschusses. Im Bericht wird das geschickte Handeln des Vorstandes gelegentlich der Freie Volksbühne. II. Abtheilung: Sonntag, den 13. November, im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater: 8 Liebelei Schauspiel in 3 Akten Lumpenbagasch Schauspiel in 1 Akt von Arthur Schnitzler. von Dr. Paul Ernst. 3. Abtheilung 27. November, 4. Abtheilung 4. Dezember. Am 20. November( Todtensonntag) ist keine Vorstellung. Mittwoch, 16. Nov.( Busstag), abends 7 Uhr, nur für Mitglieder: Grosser Projektionsvortrag ,, Um die Erde von Pol zu Pol mit 200 Lichtbildern. Vortragender Herr Dr. Wilhelm Meyer. Marken à 25 Pfennig sind in allen Zahlstellen zu haben. Am Mittwoch, den 9. November, abends 812 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Ordner- Sitzung. 230/19] Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Passage- Panopticum. Urania Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Neu! Lebend! Der Storchmensch! Heute 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 Uhr abends: Berliner Ausstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Koloffal Ballets in 3 Aften( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 32 Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. Taubenstrasse 48/49.. Abwechslungsweise Die Urzeit des Menschen und Quer durch Oesterreich. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Experim, u. Projekt.- Vorträge Kunst- Schaubühne i.d. Urania, Invalidenstr. 57. Mittwoch, den 9./11., 8 Uhr: Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Täglich! Um 82 Uhr Täglich! Richard Winkler in der erfolgreichen Burleske Die Rosen vom Norden. Dazu das riesengroße November Programm. Paty Frank- Truppe, Afrob. Marchettu, Equilibristin. Gebr. Orig.- Niagara. Los Suarez, spanische Tänzer. Ernst Sprecher X Helene Voss Toska's lebend. Bilder- Gallerie, darg. v. 8 Damen! u. s. 1. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. In den Werkstätten Apollo- Theater. unserer grossen Künstler von Fritz Stahl. Parkett 1 M. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Reichshallen. Das Käthchen von Heilbronn. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Stettiner Sänger Direktion: J. M. Hutt. Graf Wetter vom Strahl: Herr Cäsar Beck vom Berliner Theater. Täglich: Grosses Konzert Bedeutend ermäßigte Preise: der Hauskapelle unter Leitung des 2. Parquet 20 Pf., 1. Parquet 50 Pf. Musikdirektors Herrn Otto Görner und Abends 8 Uhr: Extra Robert und Bertram. Bertram. Spezialitäten- Vorstellung Bosse m. Gesang in 4 Atten von Raeder. unter Regie des beliebten Humoristen Donnerstag: Die Näuber. FreiGustav Kluck. tag: Das Käthchen von Heilbronn. Das neue großartige November: Sonnabend, zum ersten Male: Onkel Programm. Jonas. Boltsstück mit Gesang in Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. 5 Aften von Oskar Klein. Musik von Entree Wochent. 10 Pf., Sommt. 30 Bf. Wiecher. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Mittwoch: wegen Generalprobe geschlossen. Donnerstag: 1. Auftreten der Soubrette Anna Wünsch vom Central- Theater. Gastspiel Helmerding. Bum ersten Male: Concerthaus. Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöht, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Tagestasse von 11-1 Uhr. Zum Schluß: Zum viertletten Male: und Offenbach's Operette Vor 25 Jahren. Jufel Tulipatan. Die Handlung spielt 3000 Meilen von Der Hypothekenschufter Blantenese, 180 Jahre vor Gründung Posse mit Gesang in drei Atten von Leopold Ely. Mufit von Cornelius Schüler. Anfang 72 Uhr. Freitag: Dieselbe Vorstellung. der Veloziveden mit Dampfschraube. Vereins- Billets für Wochentage mit erheblicher Preis: ermäßigung stehen den geschätzten Vereins- Vorständen tostenlos zur Verfügung. Ensemble von Meyjel. Reichshallen Restaurant. Konzert des 24 Mann starten beliebten Neichshallen Orchesters. Dirigent: Max Schmidt. Entree frei. Direktion: E. Waldmann. Armand'Ary die berühmte Pariser Operetten- Diva. Mr.Judge's dress. Seelöwen. Wasner rechtfertigt sich gegenüber Gieleck. Besonders weist er den Verdacht von sich, als habe er infolge seiner politischen Thätigkeit seine Verbandspflichten verletzt. Nicht der Schatten eines Beweises sei erbracht und wenn er politisch thätig sei, so sei er es in seiner freien Zeit, in der er mache, was er Lust habe. Mohring Lieguig ist mit der Taktit bei Lohnbewegungen nicht zufrieden und wünscht ein größeres Selbst bezw. Witbestimmungsrecht für die Ortsgruppen. Ein anderer Redner flagt über das Verhalten des Vorstandes zur Stuttgarter und Eklinger Lohnbewegung und spricht sich gegen die Verzögerungstaktik des Vorstandes aus. In gleichem Sinne sprechen sich alsdann noch andere Delegirte, so namentlich Weiß- Stuttgart, aus. Der Vorstand legt seine Gründe für sein Verhalten dar und erzielt, daß der Rechenschaftsbericht einstimmige Annahme findet. Hierauf tritt Schluß der Nachmittagssigung ein. 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Mr. William Barrey, Neu! Original- Neger- Clown. Urkomisch! Bum Todtlachen! CIRCUS BUSCH = Mittwoch, den 9. November, abends 72 Uhr: Amateur Ronkurrenz Reiten. Wer dreimal stehend zu Pferde die Manege umreitet, erhält eine Prämie von 50 M. Kavallerie zu Fuß, höchst fomisch. Intermezzo. Moderne Reiter Oranienstr. 24. Täglich Brunnenstr. 16. Heute Mittwoch, den 9. November: Spezialitäten und Theater Die zärtlichen Verwandten. Vorstellung. Odiese Radler! Burleske. Clown Bimbo. Mlle. Rosa. Edler v. Metz. Little Willy. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Allabendlich unter jubelndem Beifall: Das Wurstmädchen von Aschinger. Bild aus dem Berliner Leben von W. Reichard. Musik von Oslar Victor- Roeder. Jn Szene gesetzt von Otto Wendt. Neu! Vorher: Neu! Der Herr Doktor. Schwank von E. Breune. Gesammtauftreten des nenengagirten Künstler: und Spezialitäten- Personals. Wochent. 72 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. spiele, geritten von 4 Damen. Auf Buchenholz u. Eichentreten der beliebten Schulreiterin Mome. Maria Doré. Shadow Brothers, moderne Gladiatoren. Zu sammenkunft der Blumen, gr. Ballet: divertissement 2c. Abfallholz ist als Ofenheizung beffer wie Kohlen. Zu den billigsten Preisen liefert W. Jonentz, Bärwaldstr. 64. Lustspiel in 3 Atten von Benedig. Morgen Donnerstag: In Saus und Braus. Original- Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Jacobsohn u. Hahn. Musik von Michaelis. Deutsch. Vorter Dessert: u. Malgkraftbier 1. Rang. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, Besond. für Blut: arme, Brustkranke Bleichs., Wöchn., Refonv.2c. d. leicht bekömml., nahrh. fräftigste Vier. Ist blutbild., desh. bess. Gesichtsf. it. Gewichtszunahm. überr. 14 Flasch. drei, 50 zehn M. exfl. Jn Gebinden( 4, 1/8, 1/16) zun Selbstabziehen wesentlich billiger. Allein. Versandtst. für Berlin 11. 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( Ohne Gewähr.) 11 108 841 87 521[ 1000] 88 735 910 27 1058 319 85 93( 1000) 513 84 706 2114 20 78 264[ 1000] 66 721 52 75 80[ 8000] 910 94 3025 258 340 434 559 91 885 4082 150 98 215 41 85[ 1000] 351 75 527[ 800] 647 747 64 863 987 94 5024[ 1000] 84 96 257( 800) 402 41 45 586 86 669 721 807 89 6206 54 346[ 500] 90 485 782 53 92 807 11 907 7083 248 398 408 15 503 697 8132 42 60 87 98 545 608 818 949 9087 167 224( 500) 44 311 56 551 53 [ 500) 615 784 10138 63 64 205 369 440 543 600( 3000] 848 68 940[ 1000] 44[ 300] 11050 167 309 624 12039 65 185 248 61 876 767 982 13042 141 56[ 1000] 81 214 25 42 446 504 748 849 14142 887 544( 500) 689[ 800] 779 90 619 33 57 933 88 15148 709 895 991 16110 49 238 809( 3000] 34 75 544 74 91 656 756 904 7 18 27 49 17054 210 476 831 972 75 86 11000) 18699,715 45 904 18 72 19050 421 72 545 89 635 74 979 20095[ 300] 324 49 520 761 872 98[ 300] 986 21159 ( 1000) 304 600 92 707 801 22045 75 114 228 70 419 ( 1000) 72 500 630 35 88 854 23115 296 470 579 93 792 96 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Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn gu 500 000 M., 1 zu 200 000 t., 13 150 000., 1 au 75 000 Mt., 1 au 40 000 r., 2 au 30 000 r., 7 zu 15 000 2., 9 3 10 000 m., 37& 6000 r., 846 su 3000 Mt., 405 zu 1000., 424 zu 500 m. 94L* PL Colliers. Schwarz Kanin mit Kopf Nerz- Murmel mit Kopf u. Gebiss Seal Kanin mit Kopf u. Gebiss Nutria mit Kopf u. Gebiss 80 Pt. 1.75 M. 250 465 M. 12 Pf. Löffelkorb mit Einlage Musterfertige Schuhe 45 u. 32 Pf. Gehäkelte Zwiebelnetze 37 u. 22 Pf. Fertig gestickte Kragenkasten 33 u. 18 Pf. Fertig gestickte Paradehandtücher 70 u. 45 Pf. Fertig gestickte Tischläufer 1 ,. u. 73 Pf. 15 M. น. Täglich von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends: Verkauf frisch get. schw. perls. und sinn. Fleisches. Rindfleisch Schweinefleisch . " pro Pfd. von 30 Pf an, 40. Pf. [ 6131L Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Möbel Schuhwaaren und Wohnungs Einrichtungen Gelegenheitsfäufe e J zu Fabrik- Preisen. 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Nur die Gewinne über 220 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt ( Ohne Gewähr.) 193 340 69 496 517 682 814 929 34 74 1179 216 306 21 615 39 885 916 2041 107 50 238 40[ 500] 420 70 517 700 64 300) 844 54 3029 98( 300) 234 63 99[ 1000] 346 867 4013 42 147 203 67 379 428 81 41 690 806 909 5019 60 103 367 87 8 403[ 1000] 31 599, 656 93 701 020 123 312 479 668 719 809 970 7012 158 70 594 759 67$ 17 999[ 800] 8092 108 230 55 331 535 600 81 741 88 883 906 19 30 9169 295 876[ 800] 94[ 800] 489 620 942 96 10074 165 230[ 8000] 66 469 706 24 929 11015 60 191 207( 500) 430 530 38 670[ 1000] 796 863 12003 73 181 200 89 95 308 416 33 81 519 821 38 13005 117 482 768 828 69 96 964 80[ 3000) 14179 90 308 27 522 636 970( 300) 15086 218 305 92 95 452 539 59 92 659 751 ( 500) 64 800 12 14 16218 412 29 53 536 81( 3000) 608 58[ 800] 781 844 970 17010 64 125 813 14 89 429 68 692 852 901 83 18377 421 59 662[ 800] 776[ 1000] 90 818 19045 303 38 83 628 77.904 20052 90[ 1000] 303 34 412 88 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Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich:. Glode in Berlin. Druck und Berlag von May Babing in Berlin.