Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nefazanfa 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Postschecamt: 57544. Juferate werden laut. Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7 Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Die Fahrt geht nach rechts! handeln. Dienstag, 18. Jänner 1927. Reichstagsauflösung? Nach Ansicht Stegerwalds einer Rechtsregierung vorzuziehen. Mikstimmung der Demokraten gegen Geßler. Bezugs Bedingungen. Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Doft Kč 16.48.96.• 192.monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig Rückstellung von Manustripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüh Nr. 14. Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben. Was feinen Augenblick zweifelhaft war, ist Der Kampf der Bergarbeiter. am Samstag Tatsache geworden. Der Kuh- Berlin, 17. Jänner.( Eigenbericht.) Der auflösung vorziehen würde. Zu allen Handel Svehla Hlinka ist perfekt geworden. Im geschäftsführende Reichskanzler Dr. Marr hat anderen Schwierigkeiten kommt jetzt noch die Ent- arbeiter wochenlang um die Anpassung ihres EinDie erste Phase des Kampfes, den die Berg mesentlichen besteht das abgeschlossene Geschäft gestern die Betranung durch den Reichspräsidenten rüstung der Demokraten über den Reichswehrarbeiter wochenlang um die Anpassung ihres Einfommens an die gestiegenen Preise der Lebenstommens an die gestiegenen Preise der Lebensdarin, daß das Ministerium für die Slowakei angenommen. Er verhandelte heute mit den minister Geßler hinzu, auf dessen Anregung ein bedürfnisse führen, ist vorüber. In der von uns abgeschafft wird, und daß die Slowakei unter Führern der Demokraten und der deutschen Volks- Artikel des Generals Reinhard in Caffel zu Freitag veröffentlichten Resolution der Berggleichzeitiger Beseitigung der Gauverfaijungi II er eine Unterrednug. Auf die Frage nach schwer verlegt und ihre Führer zu scharfen Er- Stampf schon jetzt der greifbare Erfolg versagt blei der Gauverfassung parei und hatte dann mit dem Genossen Hermann rückgeführt wird, worin er die Demokraten für die Slowakei eine Landesverwaltung erhält, der Haltung der deutschen Volkspartei antwortete widerungen in der Preise veranlaßt hat. Müller arbeiterorganisationen wird erklärt, warum dem deren nähere Bestimmungen allerdings noch er, er wisse nunmehr offiziell, daß die Volksparte Was unter diesen Umständen aus der Kabi- ben, warum der Kampf vertagt werden muß. nicht bekannt sind. Die slowakischen Klerifalen, unter Berufung auf einen älteren Frations- nettsbildung wird, ist vollkommen rätsel In den nächsten Wochen oder Monaten werdie noch am selben Tage zwei Ministerien er beschluß die Bildung der großen Koalition a bha ft. Wenn aber Stegerwald selbst schon den die Bergarbeiter in einen schweren Kampf einhielten, also nun auch formell der Regierungs- Iehne. Die weitere Frage, wie die deutsche öffentlich von der Möglichkeit der Reichstags- treten müssen, welcher der Erhaltung einer ihrer mehrheit beigetreten sind, nachdem sie ihr praf- Boltspartei zur Bildung einer Regierung der auflösung spricht, so wird man sich vorsichtshalber alten Einrichtungen, der Bergarbeiterber tisch eigentlich bereits seit dem Juni des vorigen Mitte mit sozialdemokratischer Unterstügung stehe, wohl auf diese Möglichkeit einzurichten haben. ſicherung, gelten wird. Die Regierung hat, Jahres angehörten, beanspruchten als vorläu- fonnte Marr noch nicht beantworten. Morgen Allerdings liegt hier ein starkes, wenn vielleicht um die Bergbaubefizer zu schonen, die Beiträge fige Abschlagszahlung auf ihre Autonomiefor bormittag will er mit den Deutschnationalen ver- auch nur theoretisches Hindernis im Wege, denn für die Alters- und Invaliditätsversicherung der die Auflösung wäre ein Regierungsakt und den Bergarbeiter nicht erhöht und so ist die Auszahderung das slowakische Ministerium für sich, Man kann es aber als ausgeschlossen darf nach der Verfassung eine bloß geschäfts- lung der Renten an die Pensionisten gefährdet. aber da sie es nicht erlangen konnten, willigten betrachten, daß Mary etwa eine Rechtsregierung führende Regierung nicht vollziehen. Es müßte Es kann nicht lange dauern und die Proviſioniſten ſite lieber in feing gänzliche Liquidierung und bilden wollte, zumal sogar Stegerwald in also zunächst eine Regierung gebildet und vom werden vor dem Nichts stehen, wenn sich die Machthaber im Staate nicht zu einer Sanierung nahmen mit der Errichtung eines slowakischen einer Kölner Bersammlung sich sehr entschieden Reichstag bestätigt werden, ehe fie die Auflösung der Bruderladen entschließen. Die Bergarbeiter Landtages vorlieb. gegen eine Rechtsregierung gewendet und er- aussprechen fönnte. werden alle Kraft aufwenden und vielleicht zu den Daß die Slowaken zu Kreuze gefrochen flärt hat, daß er ihr eine Reichstags= äußersten Mitteln greifen müssen, um denen, die find, kann man nicht sagen, denn wenn auch die in den Gruben alt geworden sind oder die ihre haben, ihre bescheidenen Ansprüche zu sichern, Und da muß man nun die Frage stellen: Kann den Bergarbeitern zugemutet werden, innerhalb furzer Zeit zwei schwere Kämpfe zu führen, einen jezt um den Lohn und einen später um die Ber Die deutschen Unterhändler wurden heute sicherung? Sollen die Bergarbeiter abgefämpft in nicht gehört. Die Mitglieder des Kontitees werden die zweite Schlacht ziehen, wo es um ihre VerDas Komitee tagte heute von halb 3 Uhr ihre Sonderbesprechungen mit den Deutschen fort- ficherung gehen wird oder soll nicht die Machtprobe bis halb 6 Uhr. Es fand ein Meinungsaustausch feßen. Diese erstrecken sich auf die Rechtsbasis des zwischen Grubensflaven auf der einen, Unterneh über die von den deutschen Delegierten am Versailler Vertrages und auf die Befestigungsmern und Staatsgewalt auf der anderen Seite, 14. Jänner übergebene Rote statt. Das Ko- anlagen. Die heutige Sigung zeitigte teine end- die nicht ausbleiben wird, auf Seiten der Armitee beschloß, die mündlichen Berhand- gültigen Ergebnisse, aber es ist weder von einem beiterschaft eine moralisch und finanziell gut auslungen mit General Paweliz und Leg.- Abbruch noch von einem Stillstand der Berhand gerüstete Armee vorfinden? Vor diese Entschei dung gestellt, haben die Vertrauensmänner der Rat Forster fortzusehen. Die deutschen Inngen die Rede. Bergarbeiterorganisationen in dem vollen Bewußt XXXXXXXXXXX000xx sein der schweren Verantwortung, die auf ihnen Schlacht zu gehen, sondern den großen Kampf vorzubereiten. Wiedererrichtung der Landesverwaltungen für die deutschen Entwaffnungsvorschläge Borschläge haben das Komitee nicht völlig gefunden Glieder dem Grubenkapital geopfert unbefriedigend. Paris, 17. Jänner. Das Versailler Militärwurde: die Slowafen nur ein dürftiger. Abglanz der wirklichen Selbstverwaltung sein dürfte, so bedeutet sie doch einen gewissen Anfang des Abbaues des Prager Zentralismus und, was ihnen fomitee hielt heute nachmittag eine Sigung ab, die Hauptsache ist, sie verleiht ihnen vor den worüber folgendes Kommuniqué ausgegeben Wählern den Schein einer Errungenschaft, der ihnen den höchst dringend erscheinenden Regierungseintritt ermöglicht. Denn von allem Anfang stand feft, daß die Ludaci, die sich ihnen darbietende Gelegenheit, den reaktionären und antisozialen Charakter der Regierung zu stärken und zu festigen, nicht verjäumen würden und sie wären voraussichtlich um einen noch billigeren Kaufpreis zu haben gewesen, als ihnen Herr Švehla schließlich zahlte. befriedigt, so daß eine Abänderung der Vorschläge verlangt wird. Die Verbindung zwischen dem Komitee und den deut jchen Delegierten wird General Baradier aufrecht erhalten. XXXXXX heute so weit gediehen, daß allen Ernstes be- regierung ungleich wohler fühlt, als in jeiner| lastet, sich entschlossen, nicht augenblicklich in die Die slowakische Volkspartei ist natürlich fürchtet werden muß, es werde an Stelle der früheren, da ihn die Mitregierung der tschechiin erster Linie eine klerikale und stockreaktio Trennung des Staates von der Kirche ein vegel- schen sozialistischen Parteien noch zwang, wenig Daß die foalierten Verbände dem Kampf näre Partei, ihre nationale Agitation war rechtes Konkordat fommen. Die Chancen, welche stens gelegentlich rosarot zu schillern. Was der ihnen nur Mittel zum Zwed. Daher konnte kein die Novemberwahlen für das Parlament dem Herr fann viele haben es bisher nicht ge- nicht ausweichen wollen, geht daraus hervor, daß Zweifel bestehen, daß fie ihr nationales Ideal Klerikalismus verschafft haben, konnten die wußt und weisen er fähig ist, das wird sich gerade sie es waren, welche in der Aufstellung der Forderung nach Lohnerhöhung vorangeganin die Tasche stecken würde, wenn es ihr bei der Slowaken nicht aus der Hand geben und darum nun bald zeigen. gen sind. Die Kommunisten haben sich damals Erlangung reaktionärer oder Ilerifaler Vorteile haben sie sich aus autonomistischen Irredenten Nun fann es also losgehen! Man hat von nicht gerührt und haben erst später Forderungen hinderlich wäre. Die Eristenz einer Regierung zu staatstreuen Regierungsmitgliedern gewan- der tschechisch- deutschen Regierung schon bisher erhoben. Das sei, angesichts der Angriffe, welche wie der heutigen, durch ihren Nichtbeitritt zu delf, damit der Klerifalismus ernte, was Un- manches erlebt, aber bisher hatte sie die Arme die Kommunisten jest gegen die freien Gegefährden und dadurch die Pläne und Aussich verstand, Sorglosigkeit und Vergeßlichkeit der nicht völlig frei, sie wußte nicht, ob die Slo- werkschaften richten, ausdrücklich festgestellt. Die ten der Reaktion zu vernichten, das war für die Wähler bei den letzten Parlamentswahlen gejät wafen schließlich nicht doch ausspringen wür Kommunisten haben jahrelang Beratungen aller Ludaci so gut wie unmöglich. Sie konnten auch haben. den und den tschechischen Nationalsozialisten die Bergarbeiterorganisationen verlangt. Die foaliernicht beijeite stehen, wo es um für die Kirche In dem Augenblicke, da es dem Minister Tür geöffnet werden müsse. Jezt hat die Reaf- ten Verbände sind dem nachgekommen, haben eine und den Klerikalismus so wichtige Dinge ging, präsidenten gelungen ist, seine neue Weehrheit tion volle Bewegungsfreiheit gewonnen und sie solche Beratung erstmalig für den 6. Dezember 1926 einberufen, alle Beschlüsse wurden dort einwie es die Wiedereinsetzung des päpstlichen in Reih und Glied zu stellen, erinnert man fich steht- Letanung wäre Selbstbetrug- auf festen mütig gefaßt. Eine zweite gemeinsame Beratung Nuntius in Prag und die Lösung der Frage der Tatsache, daß er einmal einen anderen Ehr- Füßen, auf festeren, als die allnationale Ko- wurde eben am 14. Jänner abgehalten und alle des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche in geiz zu haben schien, als den, einer reaktionären alition seit Jahren gestanden ist. Sie wird Organisationen einschließlich der Kommunisten fierifalem Sinne sind. Daß der päpstliche Nun- Regierung vorzustehen. Aber der Mann kann auch, darauf fonn man sich verlassen, von ihrer tamen dort zu der einhelligen Auffassung, daß fius im Juli 1925 wegen Sissens einer Fahne alles. Heute rot- grün, morgen schwarz, denn Macht Gebrauch zu machen wissen. Für Sie mit Rücksicht auf den bevorstehenden Kampf um auf der Burg aus Anlaß des Hustages und in dieser Regierung werden die Agrarier und Arbeiterschaft bedeutet diese Re- die Bergarbeiterversicherung der Kampf um den wegen Teilnahme der Regierung und des Gewerbeparteiler nur ein Anhängsel bilden. gierung eine ich were Gefahr. Hier Lohnausgleich zu vertagen, die Forderung Staatspräsidenten an der Husfeier Prag ver- Heute mit den Sozialisten, morgen in der bru hilft keine Täuschung. In der durch die Slo- hatten sei. Der Inhalt und der Sinn der komließ und die Regierung vor dem getrönten talften Weise gegen sie, wenn nur Er obenauf wafen verstärkten Regierung Svehla steht ihr munistischen Resolution und der Ausführungen Vatikan feine Buße tat, empfand der Klerika bleibt! Prašef mußte seinerzeit gehen, nicht nur als geschworener, unerbittlicher der fommunistischen Redner auf dieser Konferenz lismus ais Pfahl in jeinem Fleische. Schon wegen seiner Spiritusaffäre denn die wäre eind eine Rechtsregierung ge- war der gleiche, denn sie sagten, daß auch ihre a darum mußte jeder Einfluß der Sozialisten ihm nach bekanntem Muster nachgesehen wor- genüber, die das äußerste Extrem Entschließung nicht die sofortige Gröffauf die Regierung beseitigt werden, um eine den, wenn er sonst zur Stange gehalten hätte einer rechts gerichteten Regie- nung des Kampfes, sondern dessen Regierung zu schaffen, die demütig genug ist, sondern weil er Spehlas politischen Kurs zu rung ist. Reaktionärer fönnte eine Regierung Vorbereitung bedeute. Eine gegenteilige den Papst durch einen Fußfall zu versöhnen, fritisieren sich unterfing und ihn nach rechts" überhaupt nicht mehr zusammengestellt werden, Behauptung in der„ Prager Preſſe"! ist falsch. Die Kommunisten legten der Konferen; ihn wieder zur Entsendung eines Gesandten gerichtet jehen wollte. Jetzt ist Suchbas Weg als die, der sich das Schicksal der Arbeiterklasse eine Resolution vor, in der sie kein Wort von der nach Prag zu bewegen, und es wird sicher eine stärker nach rechts gewendet, als ihn Brošek zu in der Republik nunmehr überantwortet sieht. sofortigen Eröffnung sagten. Sie verlangten nur: der ersten auszuführenden Taten der schwarz gehen wünschte. Man erinnert sich auch, daß In diesem Augenblick müßte jeder von uns, ob grünen Regierung sein, die Folgen des„ husi dies derselbe Švehla ist, der im Jahre 1925 an er im Lager des deutsch- oder tschechischsozialistitischen" Ertempores zu tilgen. Von noch größe der Seite des Präsidenten an der Husfeier teil- schen oder des kommunistischen Proletariats rer Bedeutung für den Klerikalismus aber ist, nahm, welcher Regierungsaft nicht nur die Ab- steht, voller Scham und Reue die Zersplitterunr jeine Vorrechie zu sichern und neue dazu zu reise des päpstlichen Nuntius, sondern auch die der Arbeiterbewegung empfinden, die einen gepinnen. Die Regierungsmehrheit wird an heftigsten Angriffe der Klerikalen gegen die von wirksamen Widerstand gegen die herausfortschechischen, slowakischen, deutschen und magya- Švehla repräsentierte Regierung zur Folge dernd auftretende flerital- kapitalistische Reakrischen Klerikalen über 70 Abgeordnete enthal hatte. Gegenwärtig ist Svehla der Mann der tion verhindert. Das Bürgertum hat ten, ebensoviel agrarische, zu denen noch die Ab- Kleritalen, andererseits bilden sie seine Gefolglich vereinigt und steht ingeschlos geordneten der Gewerbeparteiler und tichechi- fchaft. In anderen Staaten bedeutet der an der jener Front gegen uns. Soll die schen Nationaldemokraten hinzukommen. An Spitze des Staates stehende Leiter ein Syftet, wölfte Stunde vorübergehen, Der Sinn dieser Anträge ist also: Gründung eines Kampffartells und und Vorbereitung des allen diesen Parteien wird man sich vergeblich er ist die Versinnbildlichung, der Führer und der ohne daß die in ihrer Eristenz und bemühen, auch nur einen freisinnigen Faden zu Träger einer Idee. Svehla will nur Minister 3 ukunft bedrohte Arbeiterklasse Stampfes. In der Debatte haben die Vertreter der entdecken, es ist daher feine Regierung als eine präsident sein, mit wem und gegen wen er die Kraft findet, das lang Ver- Kommunisten noch ausdrücklich erklärt, daß sie den sofortigen Rampf nicht wollen! aus diesem Mutterboden hervorgegangene zur regiert, steht für ihn an zweiter Stelle, doch säumte nachzuholen?! Die fommunistische Resolution ist also nichts anErfüllung der Herzenswünsche der Klerikalen kann man glauben, daß er sich in seiner heutigen deves, als eine Durchführungsverordnung zu der geeigneter. Die Entwicklung nach rückwärts ist Rolle als Lenker einer reaktionären RechtsW. N. 1. Schaffung eines Kampffariells aller Bergarbeiterorganisationen, 2. dieses Kartell möge den Kampf vorbereiten, 3. in den Revieren sind sofort gemeinsame Schacht versammlungen und öffentliche Kundgebungen zu veranstalten, 4. Sas Rampffartell soll eine Beratung aller Gewerkschaftszentralen einberufen, 5. Das Kampffartell soll einen Reichs. betriebsrätekongreß einberufen. Seite 2 Entschließung der drei koalierten Verbände. Also shalb der Arbeiterklaffe, wie dies eben die foalierten| vorsichtigen Strategie, die die Gewerkschaften heute ein Sinn und ein Gedanke und trotzdem stimmten Bergarbeiterverbände getan haben, kann da Wan- befolgen müssen, den stürmischen Angriff jeten die Kommunisten dagegen. Als ihnen in der Kon- del schaffen. Die sozialen und politischen Verhält werden, der der Arbeiterschaft dieses Landes ein ferenz gesagt wurde, daß ihr Antrag demagogisch nisse der Tschechoslowakei beschleunigen diese Ent- menschenwürdiges Dasein schaffen wird. Die Kaund nur zur Agitation bestimmt sei, erklärten jie, wicklung und werden der Arbeiterschaft, die die pitalisten werden schon die Wahrheit des Wortes ,, ja, das sei der Fall, aber nur zur Agitation Zeichen der Zeit erkennt, wieder jene Macht und erkennen, daß Aufgeschoben nicht Aufgehoben begegen die Bergwerksbesitzer". Die Arbeiter werden jene Gefühl derkraft bringen, welche anStelle der deutet. Im Bergbau und anderwärts. fich in den nächsten Tagen überzeugen können, daß diese Behauptung eine Entstellung ist und daß es sich den Kommunisten nicht um die Agitation gegen die Bergwerks besizer, sondern gegen die übrigen Berg arbeiterorganisatio= nen handelt. Die Kommunisten fühlen sich im Kampf gegen die freien Gewerkschaften immer wohler als im Kampf gegen die Kapitalisten, der Bruderkrieg ist ihnen lieber als der Klassentam p f. Die fommunistische Presse hat auch schon den Spieß, umgedreht, greift mit vollen Händen in die Jauchengrube und sprint um sich. Außerordentliche Hauptversammlung des Verbandes der deutschen Selbstverwaltungstörper. Gegen den Regierungsentwwi über die Relorm der autonomen Finanzwirtschaft.- Nur die Agrarier sind zufrieden. Dienstag, 18. Jänner 1927. Die Gemeinden, die nicht ihr Auslangen finder tönnen, werden an die bei den höheren Aufsichts. behörden zu errichtenden Dotierungsfonds gewiesen. Die Aufsichtsbehörden werden jenen Gemeinden und Bezirken, deren Erfordernis trop voller Ausmüßung des höchstzulässigen Zuschlagsprozentes nicht voll bedeckt werden konnte, daraus Beiträge gewähren. Ausgeschlossen hievon sollen jene Bezirte sein, die als unmittelbare Aufsichtsbehörde hinsicht lich der Adjustierung der Gemeindevoranschlage ihre Pflichten nicht erfüllen, und jene Gemeinden und Bezirke, die die Bestimmungen über die Dienstbezüge ihrer Beamten und über den Beamtenabbau nicht erfüllt haben. Diese Ausschließungsgründe können natürlich schifanös gehandhebt werden. Da die Mittel der Dotierungsfonds sehr beschränkt sind, die AnSonntag fand in Teplitz eine außerordentliche Zur Hausklassensteuer, zur allgemeinen sprüche aber voraussichtlich sehr hoch sein werden, Hauptversammlung des Verbandes der deutschen Erwerbsteuer, zur besonderen Erwerbsteuer( ohne werden die Aufsichtsbehörden eine Rangordnung festDie Taktik der Kommunisten ist eine lehrreiche Selbstverwaltungskörper statt, die zu dem Zwecke Rentabilitäts- und Kriegszuschlag), zur Rentensteuer stellen und die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden Illustration die sich die Arbeiter gut einprägen einberufen worden war, um zu dem Gesetzent- und zur Steuer von höheren Dienstbezügen können und Bezirke gegeneinander abwägen müssen; die werden zu der von ihnen so oft und oft verwurfe der Regierung über die Regelung der nach dem Entwurf Landeszuschläge bis zu 160 Aufsichtsbehörden werden mit dieser Arbeit int Yaulangten Einheitsfront. Die Kommunisten Finanzwirtschaft der territorialen Selbstverival- Prozent, Bezirks zuschläge bis zu 110 Prozent fenden Gebarungsjahre sicher nicht zu Ende kommen, wollen nämlich nur dann eine Einheitsfront, tungstörper Stellung zu nehmen. Als Vertreter und Gemeindezüschläge bis ut 200 Prozent Da den Aufsichtsbehörden eine fachgemäße Vertetwenn alle übrigen das tun, was sie wollen. Sie der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei eingehoben werden; für die Zinssteuer und Haus- lung der Dotationsfonds ganz unmöglich sein wird, schreien sich die Kehle heiser nach der Einheits- waren die Abgeordneten Genossen Dr. Heller zinssteuer gelten besondere Bestimmungen. Zur wird diese Verteilung mehr oder minder willfürfront, kommt sie aber zustande, dann sind die und Pohl erschienen. Die deutschen Agrarier, Grundsteuer dürfen Gemeinde- und Bezirkszu- lich sein und es wird ein Wettrennen der Bezirke Kommunisten die ersten, welche ausspringen. Sie deren parlamentarische Vertreter ja den für die schläge nur bis zur Höhe ihres gewogenen Durch- und Gemeinden bei den höheren Aufsichtsbehörden. verlangen jetzt ein Kampftariell der Bergarbeiter Gemeinden geradezu katastrophalen Gesezentwurf schnittes" im Jahre 1926 um verbände das Kampffartell ist ja da, es hat in den Koalitionsinstangen bereits genehmigt( Gau) eingehoben werden, den der Finanzminister betreffenden Lande einjeben. bereits zwei Beratungen abgehalten und Be- haben, hüllten sich in Stillschweigen und beteiligten verlautbart. Diese abweichende Regelung hat darin zent der Zuschlagsgrundlage zur Berzinsung und Gemeinden und Bezirke, die mehr als 50 Proschlüsse gefaßt! Die Redner der koalierten Ver- sich an der Debatte überhaupt nicht. Sie ihren Grund, daß an der Grundsteuer nichts Wesent. Antortisierung ihrer Darlehen benötigen, dürfen bände haben in der Sizung den Kommunisten hatten am Vortag eine vierstündige Sibung abge- Tiches geändert werden soll, vielmehr die Friedens- teine neuen Darlehen abschließen. Diese auch ungefähr gesagt:„ Was wollt Ihr, das Kar- halten, bei der sie zu dem Entschlusse kamen, der katastrafreinerträge nach wie vor die Grundlage für Gemeinden werden in Zukunft nur erwerbwirtschafttell fizzt ja hier." Wenn die Kommunisten der vorgelegten Resolution nicht zuzustimmen. Für die Steuervorschreibung bilden sollen. 3 uschlag 3- lichen Kredit haben; für Institutionen wird der KreResolution zugestimmt hätten, wäre es in den die Gewerbepartei meldete sich ebenfalls niemand iätze( Gemeinden bis 100 Prozent und Bezirke bis dit nicht zur Verfügung stehen. Das bedeutet das Augen der ganzen Oeffentlichkeit, der Unterneh zit Worte. mer und der Regierung, in den Augen aller Berg- Bürgermeister Hirsch- Teplik eröffnete um 40 Prozent) sind nur dann zulässig, wenn die Ver- Ende jeder Investitionstätigkeit; die arbeiter trotz Zerrissenheit der Organisation, in einer kurzen Begrüßung, daß der in Beratung Gemeinden verbleibt dann überhaupt nichts zur Bearbeiter klar und deutlich geworden, daß die Berg- 10 Uhr vormittags die Tagung und erklärte nach injung und Amortisation von Gemeinde-, bzw. Be- Folgen werden sich insbesondere in dent ohnedies ver zirksdarlehen gefährder wäre. Den start verschuldeten elendeten Straßenwesen zeigen. gewiffen Fragen, vor allem in der Lohn- und Ber- stehende Gesetzentwurf nicht nur die Autonomie deckung ihres anderweitigen Aufwandes und die Geficherungsfrage, eine gefchloffene Stampffront bilder Selbstverwaltungsförper int allgemeinen ab- meinde muß bann was eine Beihilfe aus dem den. Das haben die Kommunisten verhindert, zubauen bestimmt ist, sondern namentlich auch für meinde auß dann um eine Beihilfe aus dem indem sie gegen die Resolution stimmten. Aus fene Gemeinden vernichtend ist, die in den schwe- Grundsteuer wird außerdem noch einem fogenannten demagogischen Gründen zerstören ren Kriegs- und Nachkriegsjahren durch die Erdie kommunisten die Einheitsfront höhung ihrer Ausgaben so verschuldet sind, daß mitten in den Vorbereitungen zu fie durch die Umlagen nicht einmal die Zinsen aufdem großen Kampfe, welche die Berg zutreiben vermögen. arbeiter und ihre Organisationen treffen müssen. Man sollte glauben, daß es zu den einfachsten Regeln in der Strategie des Klassenkampfes gehört, daß alle Vorbereitungen aus Schlacht nach einemt einheitlichen Plan gezur troffen werden müssen. Während sich die Kämpfer sammeln, während einheitliches Auftreten das GeSobann erstattete Dr. Seifert ein ausführliches Referat über die Regierungsbox lage, wobei er u. a. ausführte: bot der Stunde ist, sprengen die Kommunisten die einheitliche Schlachtfront, nach der sie nur rufen, die sie aber nicht schließen wollen, wenn es not wendig ist. Der tommunistische Ruf nach der Einheitsfront ist ein im potigbin auch die gewerblichen Betriebsstätten und tentes Geraunze, dem der ehrliche und mutige Wille zur Tat fehlt. Es ist gewiß nicht erfreulich, daß der Kampf vertagt werden mußte. Die sozialen Machtververhältnisse sind augenblicklich so, daß sich die Arbeiterschaft weder im Bergbau noch in den andern Zweigen der Wirtschaft kopfüber ohne gründliche Vorbereitung, in einen schweren Kampf stürzen fönnte. Schuld daran ist die unheilvolle Zersplitterung in den profetarischen Reihen, von der wir erst jüngst anläßlich der Betriebsrätewahlen im nordwestböhmischen Braunkohlenrevier ein jeden Sozialisten nicht gerade ermunterndes Bild erhal ten haben. An dieser Zersplitterung aber tragen die Kommunisten, welche das Gift der Zwietracht in die proletarischen Reihen getragen und der Gleichgültigkeit gegenüber der Organisation die Bahn geebnet haben, die Hauptschuld. Nur der Zusammenschluß der organisierten Kräfte inner13 Die Entsagung. Eine Kloster- Erzählung von Gerhard Färber. Schuldbuch der Seele. 4 Dostierungsfonds einkommen. 10 Prozent der Elementarschadenersabfonds zugewiesen. Die Aufsichtsbehörde kann die Einhebung geeigneter Gemeindeabgaben beschließen und auch eine Erhöhung der Abgabensätze anordnen. So wird den Aufsichtsbehörden ein schrankenloses Recht zur Abänderung der Gemeinde- und Bezirksvoranschläge einirgendwelche Rechtsmittel zur Verfügung stünden. Gemeinden dagegen geräumt, ohne daß daß den Die Einhebung eigener Schulum lagen ist nicht mehr gestattet, während bisher solche Umlagen ohne Beschränkung eingehoben werden durften. Durch die Ermächtigung der Gemeinden, die faßte der Referent folgend zusammen: faßte der Referent folgend zusammen: Das Gesamturteil über den Entwurf Finanzwirtschaft ist der Versuch der unleugbar vor. Der Gesetzentwurf über die Neuregelung der handenen Uebersteuerung einzig und allein auf Kosten der Gemeinden und Bezirke abzubeffen. Die wahren Ursachen der Verelendung der autonomen Finanzen, die man im Finanzministerium sehr wohl kennt, sind in der Hauptsache die Unterlaffung der Aufwertung der Zuschlagsgrundlage, die ungeheuren Vorschreibungs- und Einhebungsrüd Steuernachlässe als Folge der gleichzeitigen Vorstände, die massenhaften Steuerausgleiche und schreibung der Steuern für mehrere vergangene Jahre usw. Statt sich zu diesen wahren Ursachen zu bekennen, bezichtigt das Finanzministerium feit Jahr und Tag die territorialen Selbstverwaltungsberbände der unwirtschaftlichen Gebarung und des mangelnden Sparsinnes; der gleiche Bauschalvorwurf fehrt auch im Motivenbericht wieder. Der Entwurf bricht der Autonomie der Bezirke Der Gesezentwurf über die indirekten Steuern ändert die Grundlage für die Bemessung der Selbstverwaltungszuschläge bei einigen Steuern wesentlich. Die Zuschlagsgrundlage wird bei der Hauszinssteuer um mehr als ein Drittel gekürzt; daß künfZuschläge zur Grundsteuer Magazine der Gebäudesteuer nicht mehr unterliegen selbst einzuheben, werden fünftig zwei Kategorien sollen, wird namentlich für die Industriegemeinden von Gemeinden geschaffen; diejenigen( agrarischen) eine sehr empfindliche Einbuße bedeuten. Die a 11- Gemeinden, in denen die Grundsteuer die Hauptrolle und Gemeinden das Genic, da ihnen die wirtschaftgemeine Erwerbsteuer wird nach dem neuen spielt, werden von der staatlichen Steuereinhebung liche Selbstbestimmung so gut wie entzogen wird. Entivurf als Progenisteuer( Quotensteuer) auf fast unabhängig. Durch diese Sonderbehandlung der Die Deutschen in diesem Staate hatten bisher ein Grundlage des in dem Unternehmen erzielten Rein- Landgemeinden soll in die Solidarität der Gemeinden wichtiges Stüd tatsächlicher nationaler Verwaltung ertrages aufgebaut. Der Entwurf läßt weitgehende eine Bresche gelegt werden. Gerade die größeren in der Selbstverwaltung der Gemeinden und Bezirke. Abzüge und Abschreibungen zu, die eine wesentliche Gemeinden aber, die den nörigen Apparat zur Ein- Es wäre ein großer Fehler, in einem Atem die Kürzung der Steuergrundlage bedeuten. Von gehebung der Zuschläge hätten, müssen warten, was nationale Selbstverwaltung auf kulturellem Gebiet wisser Seite wird tendenziös behauptet, die Zuschlags- ihnen von der staatlichen Steuerverwaltung zuge- zu fordern, aber die Selbstverwaltung der Gemeinden grundlage werde sich bei der allgemeinen Erwerbs- wiesen wird; für die tatsächliche und rechtzeitige Zu- und Bezirke zerstören zu helfen. Der Umstand, daß steuer wesentlich man spricht von 100 Prozent weisung besteht überhaupt keine Garantie. Eine un- deutsche Parteien gegenwärtig in der Regierungserhöhen. Nach fachmännischen Berechnungen wird diese Erhöhung durchschnittlich 13.33 Prozent betragen; dabei sind aber die erivähnten Abschreibungen noch nicht berücksichtigt, die diese Erhöhung ziemlich illusori sch machen werden. Auch bei der besonderen Erwerbsteuer wird die 3u fchlagsgrundlage um ein volles Fünftel gekürzt. mittelbare Ueberweisung aus den Erträgnissen der Umsatz- und Luxussteuer, die bisher 5 and 10 Prozent betrugen, erhalten die Gemeinden nicht mehr. Gerade die Industriegemeinden sind also um eine große Einnahmsquelle gebracht und es ist ganz ungewiß, ob und was sie an Stelle dieses Abganges aus dem Dotierungsfonds erhalten werden. mehrheit und in der Regierung vertreten sind, darf nicht dazu verleiten, das Stück nationaler Selbstverwaltung, das wir in Bezirk und Gemeinden besigen, für entbehrlich zu halten und über Bord zu werfen. Die Forderungen des Verbandes sind im wesentlichen folgende: das und VII. blieb. Als der Hauswirt von drüben den heißen| duftenden Leibes, zweier Brüste, zweier Arme, und ein oberstes Kirchendekret hob das seltsame Brog brachte, griff sie gierig nach dem Glas, eines Atems, und eines Lachens, eines Ueber- Straffloster", wie vecht und billig ist, auf. krallte die dürren Finger drum und goß den sprudelns des Denkens und der Freude. heißen Inhalt auf einen Zug herunter. Dann Immer mehr wechselten die Kälten eigenen fragte auch er- und machte es die Wärme der Etels mit den Fiebern eines neuen und unge- Assunta Clara, Novize des Klosters M. Frage oder des Grogs, nachdem sie zweimal den stillten Verlangens, das kein noch so wollüstiger de X., Hilfsschwester des Charité zu X. hatte ihre Stopf geschüttelt hatte, begann sie still vor sich Frauenleib stillen konnte daß in Bater Franks Assistentinnenzeit hinter sich, in der sie wenig Gehinzuweinen. Und das gab den Ausschlag. Von Sirn an der Zartheit und Reinlichkeit Assunta legenheit hatte, jene damals in der lädenreichen Lüstern, kräftig, dumm und unrein war Mitleid ergriffen, nahm sie die Witwe Terisch- Claras aufgegangen war wie ein jäher Tag: daß Straße entfachten Wünsche zu verstärken, in dieser es uns damals vorgekommen, nun hatte ein großer thamisti zu sich auf, borgte ihr Kleider und machte in der Zartheit der Blume des Grases liegt in 3eit hatte sie nichts zu tun als anzusehen, Meister daran gearbeitet und alles, was an Bust, ihr auf dem rotplüschenen Staatssofa ein interi- der Zartheit eines handlichen Frauenschuhs in der wie Kranken übelriechende Abzesse ausgedrückt Dummheit und Brutalität erinnerte, wegge- mistisches Lager zurecht. Sie half überall, spürte Bartheit einer vergessenen Freundlichkeit ausgeschnitten wurden, armen Dach meißelt, jede Muskel den geheimen Weg der aber immer mehr, daß die Witive Tertschtyansi war sein Denken, das wuchs und wuchs zu einem deckern zerschmetterte Beine, oder Eisenarbeitern Schönheit und Entbehrung geführt, die Augen, gar nicht ganz so heilig, ganz so hilfsbereit war, Rastadenbau gotischer Gotteshäuser der Gedanken abgequetschte Finger abgenommen wurden, die sonst eindringlich, ja fast frech und heraus wie sie im Anfang erschienen war. Sie konnte um den lichten Leib! die lichte Seele der Frau!! und Vergifteten der Magen ausgepumpt wurde; fordernd waren, tief in die Höhlen eingebettet es sogar schmerzlich missen, von Marie Vent. Bater Frank hätte nie jenen Lustmord begangen, in dieser Zeit durfte sie Kübel voll Blut Eiter und mit dem Mattglanz des Hungeers überzogen, feinen Pfennig Miete erhalten zu können. wäre nie jenem Venusbild gefolgter wäre nie oder Urin hinaustragen. Sie konnte nun als defiim Elend der Sonne ermüdet, die Stirne aus- So haben wir Assunta Clara und Nonne von jenem füßen Ghelager Maries zu den schwam- nitive Hilfsschwester eigene Gänge in die Stadt gehämmert und stählern gemacht, wie das Marie bis zu den oven ibres neuen Lebens migen Leibern der Nonnen geflohen- er wäre übernehmen. Das Leben zwischen den Krankenja, letzten Der große Ecard, ein revolutionärer Mönch, begleitet und fehren jetzt ins Kloſter zurück! Dort in, weiß Gott, was geschehen wäre, wenn er die betten war ihr schon, wie alles andere in benanten Erfüllung und Gnade gehabt hätte!!! Assunta Zeit zum Ueberdruß geworden. Das Leben hatte ein Mystiker, den man furz vor seinem Tode war nicht mehr alles so, wie es früher gewesen Clara vor seinem Eintritt in das Kloster kennen eine so entfeßliche bleigraue Farbe, je näher man noch zum Widerruf des Lebens zwang, der wel war. Die Aebtissin war nach ihrem plötzlich aufcher noch vor Luther seine Fadel gegen das getauchten Reinigungsdusel wieder in ihren Sie lernen. Und so verdichteten sich auch ihm lang es ansah, desto öder! Es war langweilig, unter römische Amphitheater des Papstes zwang, sagle hentaumel zurückgesunken, die Ronnen bemühten geterfertseins im Kloster zu einem erfehnten Frei- stern, zwischen weißladierten Eisenbetistäben, den an die Gedanken enger zu einem Gefühl des Ein- den großen, viereckig gebauten hygienschen Jendieses Wort: Des Lebens Tieffies ist der Schmerz! sich in ihrer Feistheit um Bater Frank, der mun heitsbegriff, und er entfloh dem Kloster, denn wie farbolduftenden Apothekenschränken hin und her zu Und das ist der Name des Bildhauers, des Größ- unbeneideter Günstling, Lüftling und Hahn im fich in seiner Lüstlingsseele jeder Wunsch zu einer gehen und stets dieselben alltäglichen kleinen Handien neben Michel Agniolo, dem Moseserschaffer, Storbe unter ihnen war. Was jetzt geschah, war tiefen und neuen Leidenschaftlichkeit ausipuchs griffe zu machen. Nun war diese Zeit des Zuwarder Nonne Maries Antlig seines Meizels wert in der Tat nicht mehr anzusehen und wir würden so führte er dn kaum gewonnenen Entschluß auch tens zu Ende; nun kam eine Anderung in das gefunden hatte. Sie war drei Wochen unterwegs, uns schämen, es wiederzuerzählen. Doch war er Erregt wurde diese Flucht durch tägliche Gleichbild von Assunta Claras Tagewerk. als Marie unter ihrem bürgerlichen Namen; das nie so unbeteiligt an all diesen Häßlichkeiten und einen kleinen Vorfall, der an sich bedeutungslos Eine Veränderung? Hatte sie nach allem, was Golddiadem war unecht und eine Erinnerung an Uebertriebenheiten, als gerade jetzt ja bon war. Bater Frank hatte vor Maries bersiegelter bisher geschehen, nicht Angst vor einer Verände Minute zu Minute übermannte ihn der Efel Belle ein bekanntes und verlorenes Bändchen, rung? Nein, Affunta Clava hatte keine Angst. Die Das Kloster M.... de X. Sie hatte Hunger Nonne Maries, gefunden, und obwohl er Marie kleine Weckuhr unseres Organismus, die Neugier erlitten und manchen anderen Schmerz, von dem mehr. noch später die Rede sein wird. Nicht weit ge- O, wenn er doch einmal nicht bloß sexuell nie richtig geliebt hatte, erinnerte ihr dieser Band und die Erivartung, ließen sie jäh ausleben, als gangen, doch um X. wie ein Geier im Kreise um gewesen wäre, wenn es gegangen wäre, auch an jede vergangene Stunde und zeigte ihm, daß Frau Petersen eines Tages zu Assunta kam und fein verlorenes Nest herumgezogen, war sie end- nicht erotisch wild zu genießen und nicht zuzu- das Kloster und die schwammigen Leiber der Non- sagte: Hilfsschwester, Novize Assunta Clara. Sie sich total erschöpft, vor dem Geschäft der Witwe warten, sondern vollkommen aus dem letzten nen Gefängnis, Gefängnis waren. Und die zu werden gebeten, heute einen Strankenbesuch im Tertschthanffy zusammengebrochen. Diese fragte Sturm der Leidenschaften aufzuschreien in den rückgebliebenen? Die Nonnen waren wie Hennen Haufe Linienstraße Nummer hundertzwei zu fie tausend in solchen Fällen ganz bestimmt über Tod des eigenen Daseins, n en letztes sich ver- ohne Hahn, gingen ein, wurden gesprächig und machen, und zwar zu einer Wöchnerin." flüssige Fragen, von denen Marie ganz unberührt bnden mit dem Kosmos in Gestalt eines weißen trübselig zugleich, die Geschichte wurde ruchbar zu sofort durch. ( Fortjesung folgt.) Dienstag, 18. Jänner 1927. Japan bietet sich zur Vermittlung an. Seite. Eine Aenderung der Regierungsvorlage in auf die hiftorischen Länder erstreden und die Ers einzelnen Bestimmungen ist zwedlos, da die richtung von Geschäftsstellen dem Vorstand überganze Regierungsvorlage vom Geist der Feindschaft laffen werden soll. Damit wird das ungarische gegen die Autonomie beseelt ist. Will man die autoAmerita für die Beseitigung der Erterritorialität? Vereinsgesetz ausgeschaltet. Der Vorstand gedenkt nomen Finanzen sanieren, so muß man vor allem abzuwarten, welcher der beiden Saßungsentwürfe die Ursachen ihrer Berelendung besei- London, 17. Jänner. Nach Meldungen aus| japanischen Konsuln im Flußgebiete des Jangtse von der politischen Landesverwaltung anerkannt tigen. Die Gemeindevoranschläge müssen durch recht- Tokio hielt der japanische Ministerpräsident gestern erhielten von ihrer Regierung den Auftrag, mit werden wird; er soll beauftragt werden, das ers zeitige Steuervorschreibung und Einhebung wieder eine Rede, in der er die Sympathie Japans den Vertretern der übrigen Mächte in Konferen- orderliche in dieser Richtung vorzukehren, festen Boden gewinnen. Erst dann wird die wahre für die gesehmäigen Aspirationen zen einzutreten und sich mit ihnen über das Vor- Sodann referiert Belastung der Steuemträger durch die Gemeindezu- China s zum Ausdruck brachte. Der Minister- gehen und die Mittel zum Schuße des Eigentums schläge ersichtlich werden. Es wird notwendig sein, präsident fügte aber hinzu, daß Japan zur Vertei- und des Lebens der Angehörigen der interessierden Gemeinden und Bezirken schlüsselmäßige bigung seiner rechtmäßigen Interessen in China ten Staaten zu einigen. Einnahmen aus staatlichen Steuererträgnissen entschlossen sei. Japan befinde sich auf Grund ficherzustellen. Für eine wirkliche Steuerreform feiner Beziehungen zu China in einer günstigeren und Reform der autonomen Finanzwirtschaft ist die Lage als die übrigen Mächte und sei daher beson Beit ungeeignet. Es würde sich vielmehr emp- ders geeignet, als Friedensvermittler fehlen, vorerst durch Beseitigung der Gründe der zwischen China und Amerika und Uebersteuerung Abhilfe zu schaffen; es wird am Europa aufzutreten. besten sein, wenn der Regierungsentwurf so rasch als möglich zurückgezogen wird und die Regierung fich mit den Interessenverbänden der territorialen Selbstverwaltungskörper über eine übergangsweise 0000000000000 Regelung verständigt. * * Tokio, 17. Jänner.( Reuter.) Die Kommandanten der japanischen Seeftreitkräfte und die 0000000000000000 In der anschließenden Debatte ** Genosse Pölzl- Aussig über die Frage der Errichtung von Geschäftsstellen. Der Verband hatte eine Ur New York, 17. Jänner. Der New York chäftsstellen, eine für Mähren und eine für abstimmung darüber eingeleitet, ob zwei GeHerald" und die„ Tribune" melden aus Washing- Schlesien, zu errichten wären, oder ob eine ton, gut informierte Kreise seien der Ansicht, daß gemeinsame Geschäftsstelle gewünscht wird. die Vereinigten Staaten in China selbständig vor- Da sich beim Versand der diesbezüglichen Fragegehen werden und das selbst bestimmungsrecht und die Tarifautonomie Chinas anerkennen bögen Mißstände ergaben, werden neue Fragesowie für die Beseitigung der Exterri- bögen ausgesendet und die Frist für ihre Beantwortung bis zu 15. Feber erstreckt. Der Vortorialität eintreten werden. stand ersucht ferner, ihn zur Durchführung dieser Angelegenheit auf jeden Fall zu ermächtigen. Dagegen liegt ein Protest des Sternberger Stadtrates vor, der darin eine Ueberrumpelung sicht. Der Vorstand kann, wie Genosse Pölzl aus führt, diese Ansicht nicht teilen, da die endgültige Regelung ja auf Grund der Abstimmung der mährischen und schlesischen Gemeinden erfolgen und die Ermächtigung an den Vorstand nur den Zweck haben soll, die endgültige Bereinigung nicht bis zur nächsten Hauptversammlung hinausschie ben zu müssen. dieser Bestrebungen mit allem Nachdruck und allen Mitteln. Werden also die Christlichsozialen vielleicht gar ihre Koalitionsdisziplin brechen und gegen die Vorlage stimmen? Biel eher dürfte das wohl nur eine kleine rhetorische Entgleisung des Herrn Feierfeil gewesen sein! Abgeordnter Kreibich( Kommunist) setzte sich für den schärfsten Kampf gegen den Entwurf ein, weil seine Gesetzwerdung die Auslieferung der Selbstverwaltungskörper an die Staatsbureaufratie und somit das Grab für die Selbstverwaltung bedeuten würde. 00000 * 69000 förper verfügbaren Mittel. Die individuelle Ver- Umlagen beschränken will, dann muß man den wurde die Schlußzusammenfassung in auf Auslieferung des Senators Solc, des GeneAnwachsen der Zuschlagsprozente könnte am besten durch schlüsselmäßige leberweisung aus den Ter Referent faßt schließlich seine Ausfüh- Steueverträgnissen vorgebeugt werden. Die Rerungen in 14 Punkten zusammen, worin zunächst formt der autonomen Finanzwirtschaft wäre vom der Pauschalvorwurf der schlechten Wirtschaft und Staat unter Mitarbeit der Interessenverbände des mangelnden Sparsinnes der Selbstverival- und Bezirke in Angriff zu nehmen. Der Verband tungstörper zurückgewiesen und die Hauptschuld der deutschen Selbstverwaltungskörper erklärt sich daran der staatlichen Finanzverwaltung zugeschrie- zu dieser Mitarbeit bereit. ben wird, welche der Häufung der Steuervorschreibungs- und Einhebungsrückstände mit all ihren üblen Folgen für die Selbstverwaltungskörper Er beantragt daher, daß sich die Hauptvernicht rechtzeitig und energisch begegnete. Die jammlung mit der Verschiebung der Abstimmung badurch den Selbstverwaltungskörpern erivachSenator Genosse Dr. Heller verwies auf eine auf den 15. Felber einverstanden erkläre und enen Verluste an Zuschlagseinnahmen löften wies Dr. Storch- Komotau darauf hin, daß es wangsläufig die Steigerung der Zuschlags- sich hier nicht nur um eine wirtschaftliche, sondern Notiz in der„ Bohemia", in der mitgeteilt wird, dem Vorstand die erbetene Ermächtigung gewähre. prozente aus. Die Steuerreform bringt um eine eminent wichtige politische Frage daß von tschechisch- nationaldemokratischer Seite Die von den Referenten Schubert und leine Erhöhung der Bemessungsgrundlage für die handelt, ob das deutsche Volk der Vernichtung und die Regierung interpelliert wurde, was sie gegen Aufhebung der Gemeindeselbstverivaltung zu- die Aktion des Verbandes der deutschen Selbstver- Pölzl gestellten Anträge wurden einstimmig anBuschläge; diese wird für viele Gemeinden sogar stimmen will oder nicht. Es sei ein Unsinn, zu altungskörper zu unternehmen, gedenke. Genosse genommen und die außerordentliche Hauptver beträchtlich geschmälert werden. Der durch die lineare Begrenzung der Zuschläge entsprechende erklären, daß die Aufsichtsbehörde imftande sei, Dr. Heller erklärt den Gefeßentwurf für unsammlung sodan um 1 Uhr nachmittags geAusfall an Einnahmen wird durch die Erschlie- Gemeinde zu beurteilen; was notwendig ist, könne Parteien, deren Vertreter hier gesprochen haben, die Zweckmäßigkeit einer Maßnahme irgendeiner annehmbar und wünscht, daß die deutschen schlossen. hung anderer Einnahmsquellen nicht weltge- mir die eigene Selbstverwaltung beurteilen. den Kampf gegen diese Beſchneidung der Gemacht. Der Wegfall der unmittelbaren Beteiligung Redner bedauert die politischen Parteien, meindeautonomie, die den SelbstverwaltungsDie Kriegsanleihe- Affäre zieht bat den Erträgnissen der Umfaß- und Luxussteuer welche für dieses Gesetz die Verantwortung über- törpern jede Lebensmöglichkeit nimmt, aufne nen. weitere Kreise. bedeutet eine wesentliche Schmälerung dieser nehmen müssen. Die deutschen Sozialdemokraten Der nationalsozialistische Generalsekretär Senator ficheren Einnahmsquelle. Bürgermeister Hirsch- Teplitz befaßt sich haupt- werden auch diesmal ihre Pflicht Sole soll ausgeliefert werden. Die Dotierungsfonde bringen, abgesehen vom sächlich mit dem Entwurf über die direkten erfüllen. 100prozentigen Erträgnis der Grundsteuer, Samstag wurde dem Senatspräsidium ein leine Erhöhung der für die Selbstverwaltungs- ohne Umlagenwirtschaft gewesen; wenn man die Steuern. Das Beste wäre ein Finanzgeseh Nach einem Schlußwort Dr. Seiferts Auslieferungsbegehren des Prager Landesgerichtes teilung der Fondserträgnisse ist ein unlös- Vertretungskörpern eine gewisse bares Problem und muß zu Willtür und zu hoheit geben wie etwa in Deutschland, aber spruches der Agrarier an die Stelle einer förm nach den Paragraphen 197, 200 und 201 des gewiffe Steuer- die erwähnten 14 Punkte, die infolge des Ein- ralsekretärs der tschechischen nationalsozialistischen Bavtei, zwecks Strafverfolgung wegen Verbrechens Störungen in der Finanzwirtschaft der Selbstver- nicht Befugnisse des Ermessens, also Gnaden- lichen Resolution treten mußte, angenommen Strafgesebes eingereicht. Es handelt sich, wie das taltungskörper führen. Die außerordentliche Er- akte, an deren Stelle setzen. Jedem Selbstver- und deren Weiterleitung an die politischen Bar Pravo Lidu" meldet, um eine Weiterung in der Par- Strafgesebes eingereicht. Es handelt sich, wie das höhung der Zuschlagsprozente für die Berzinsung waltungstörper, welcher die Umlagen ſelbſt ein- teien beſchloſſen. Die parlamentarischen Klubs und mortisierung aller Darlehen bietet teine heben will, sollte das Recht der selbständigen werden aufgefordert, sich für deren Durchsetzung wurde in der Voruntersuchung festgestellt, daß die Kriegsanleihe- Affäre Salda Groh. Angeblich finanzielle Erleichterung. Der vorliegende Gesetz Einhebung zugebilligt werden. Was in kleinen nach Möglichkeit einzusehen. entwurf unterbindet fast völlig den Kredit der Landgemeinden möglich ist, müßte auch in Städten gefälschten Urkunden, auf Grund deren die KriegsSelbstverwaltungsverbände. Auch dringende In- mit einem geschulten Personal geschehen können. anleihestiüde haufenweise aus dem Ausland eingebestitionen werden unmöglich sein, viele Einrichführt und als Eigentum heimischer Geldanstalten Abgeordneter Krebs( dtsch. Nat.- Soz.) meint, tungen werden verfallen und dann einen umso bezeichnet wurden, im Sekretariat der tschechischent Nationalsozialisten höheren Aufwand für ihre Wiederherstellung er- man müsse den Eindruck gewinnen, daß die Refordern. gierung das vorliegende Gesetz deshalb so rasch hergestellt wurden. Die Funktionäre der beerledigen will, damit die Bevölkerung nicht zu über die bereits bekannte Ablehnung der Ende treffenden Geldanstalten seien durch eine von Šole Bewußtsein komme, welche Angriffe gegen die September 1926 in Bodenbach beschlossenen als Generalsekretär unterzeichnete Zuſchrift zu Gemeinden erfolgen. Ein der wichtigsten BeGemeinden erfolgen. Ein der wichtigsten Beſtimmungen wird die über die Dotterungs- reuen Sabungen durch das Innenministerium. einer Besprechung der Angelegenheit eingeladen fonds sein. Redner fieht darin nur die öffent- So steht der Verband wiederum vor der Notiven und gleichzeitig aufgefordert worden, gleich auch sichtlichen Bestrebungen des Dr. Englis, in digkeit, einen neuen Entwurf für die Schungen die Stampiglien ihrer Unternehmungen mitzuallen Ressorts neue, untontrollierbare genehmigen. Vom Vorstand und vom Brasi- bringen. Die zitierten Paragraphe beziehen sich auf dium wird folgender Weg vorgeschlagen: es sollen Fonds zu schaffen, die dazu benützt werden, um vei verschiedene Sagungen einge- Betrug, beziehungsweise Fälschung von öffentdeutsche Steuergelder in tschechische Subventionen reicht werden; der eine Entwurf ist in den Ver- lichen Urkunden. umzuwandeln. bandsnachrichten vom 1. Jänner bereits abgeFeierfeil( dtsch. Christl.- Soz.) erklärte sich mit brudt; er stützt sich auf die Bodenbacher Beschlüsse, Aus dem Abgeordnetenhaus. Die Parladem Referat und den Schlußfolgerungen voll läßt aber die beanständeten Bestimmentsforrespondenz meldet: Sizungen finden statt: einverstanden und verlieh seiner Freude mungen fallen. Der zweite Entwurf ist die Dienstag, den 18. ds., 2 Uhr nachmittag Bu d Ausdruck, daß die deutschen Selbstverwaltungs- fast unveränderte Wiedergabe der in Boden- getausschuß, Mittwoch, den 19. ds., um förper so einheitlich gegen den Regierungsentwurf bach beschlossenen Sagungen mur mit dem Unter- 3 Uhr nachmittag Präsidium des Abgeord Stellung nehmen. Er versprach die Unterstüßung schiede, daß die Tätigkeit des Verbandes sich mir netenhauses. Das Recht der Aufsichtsbehörden auf willkürliche Abänderung der Voranschläge bedeutet das Ende des wirtschaftlichen Selbst be timmungsrechtes der Bezirke und Bemeinden. Tadurch, daß die Einhebung der Buschläge zur Grundsteuer den Gemeinden überlassen wird, während die anderen Zuschläge bon der staatlichen Steuerverwaltung eingehoben werden, sollen Stadt und Land gegeneinander ausgespielt werden. lleberhaupt nimmt der Gesetz entipurf auf die Bedürfnisse der Selbstverwal tungskörper nicht die nötige Rücksicht. Aus diesen Gründen wird vorgeschlagen, den Gesetzentwurf it bcrhaupt zurückzugie en und erst für Ordnung im Steuervorschreibungs- und Einhebungsverfahren zu sorgen. Dem Martin Andersen Nerö: Ein Löhnungstag. Ein Joyll. Der große dänische Arbeiterdichter beginnt heute eine Reihe von Vorträgen vor sudetendeutschen Arbeitern. Drinnen auf den Berggipfeln schläft der Bald, weiß und einförmig, verschwenderisch einMartin Andersen Vero" gehüllt in weichen, reinen Winterschnee; nur da, po ein Vogel sich niedergelassen und den Schnee eggeschüttelt hat, ragt ein nadter Ast hervor, * Neue Satzungsentwürfe. Hierauf berichtete Bürgermeister Schubert- Fulnek schwarz, Tahl und unheimlich. Auch die tiefen| ter das schlichte Herdopfer aus Tang, Grastorf| rechnen die Arbeit der Woche: Pflastersteine, Steinschutt, Treppensteine. Der große Mann Klüfte sind verschneit, die ebene Beide and die und Seuhdünger in Gnaden aufgenommen. nackten blauen Felsflächen. Der schlanke zh- Die Kuhfladen krümmen sich, der Tang schimpft über einen Kelafter Schotter, der nicht preffenartige Wachholderbaum neigt sich unter knistert, und das Sanstagsfeuer flammt auf, be- auf ebenem Boden liegt. Das gibt unehrlich einem Berg von weißen Kristallen, und weißen Kristallen, und die reit, in Empfang zu nehmen, was der Versorger Maß," sagt er. Der Schweden- Anders nimmt Schlehenbeeren reifen langsam in der wilden auf dem Heimweg eingekauft hat. Die Kinder die Scheltworte mit gebeugtem Kopfe hin und Kälte ihres Bfühls. strecken die Gesichter zur Flamme hin, die auf hofft, auf diese Weise einigermaßen schadlos In dem tiefen Steinbruch unterm Gipfel ihren großen Augen und rinnenden Nasen glit- durchzukommen mit seinem erfolglosen fleinen liegt der Schnee so hoch, daß die Arbeiter ihn zert. Die Mutter läuft unruhig zum Küchen Kniff; denn jetzt hat der Arbeitgeber ja das Recht, Nun ist die Sonne ver- nach Gutdünken abzuschätzen, anstatt das ehrwegschaufeln und beiseite schaffen müssen, um an fenster und zurück. Nun ist die Sonne den Fels heranzukommen. Und von den Wurschwunden. Die Männer müßten schon unter- liche, redliche Klaftermaß anzuwenden. Der Besizer sieht den Mann grübelnd an: zeln der Tanne, die nadt am oberen Rand des wegs sein. Steinbruchs hervorstarren, hängen lange Eiszapfen herab. Das ganze Land unten ist mit Schnee bedeckt, so weit man sehen kann. Schnee liegt da drüben, wenn man am Gestrüpp vorbeigeht, auf den Wiesen, wo die Jungen Schlittschuh laufen, auf der Dorfau, bis zum Meere hinab, das eine halbe Meile weit entfernt liegt und mit Treibeis bedeckt ist. Und die Sonne bescheint das Ganze, so mild und bläulich- weiß, so farblos und kraftlos wie das Lächeln eines Mütterchens. Man kann den Weg in seinen Zickzacklinien Na ja, Anders, für diesmal mag's hingehen. faft bis zum Steinbruch hinauf verfolgen. Aber Ich mach der paar Dreier wegen, um die du wo bleibt die wandernde Zeile, die sich sonst um mich prellen kannst, wohl noch nicht Bankrott," biese Tageszeit den Pfad hinabwindet? Sie wer- fagt er dann gutmütig und schickt sich an, den den doch unterwegs nicht irgendwo reingefallen Lederbeutel zu öffnen. sein? Gott verhüte es! Manche der Frauen faltet die Hände in auftauchendem Gram oder stößt einen bitteren Fluch aus, und hier und da weint ein Kind vor Hunger, daß man es weit hören kann. Da hört man Schlittengeläut auf dem Bergrüden, und ein kleiner Schlitten, mit einem träftigen Pferd bespannt, saust auf dem Weg vom Herrenhof heran. Ein flotter Bursch in Pelz und Pelzmütze der Sohn des Steinbruchsbesitzers springt heraus und kommt auf den Vater zu. Kommst du mit zur Stadt, Vater? Große ' hombre- Partie im Hotel." ,, Hab kein Geld heut abend," erwidert der Werkherr. Die Arbeiter haben die Sonne verschwinden Am Strande liegt ein kleines Dorf. Dem und den Rauch aus den Hütten aufsteigen sehn; Felsen verdankt es sein Dasein, und die Häuser sie haben aufgeräumt und das Werkzeug beiseite fehren dem Streinbruch, wo die Versorger tätig gelegt; nun stehen sie in kleinen Gruppen da und find, viele Fensterchen, wie wachsame Augen zu. warten auf den Besitzer des Werks. Der Sohn zeigt mit der Stiefelspitze auf den Die Erde ist mager, meist Stein, aber der Stein Ende des Berggipfels liegt das Herrenhaus, von ledernen Beutel, aber der Vater schüttelt den selbst wird zu Brot und liefert von Woche zu da soll er kommen. Zum Kudud auch, daß man Kopf und sieht rings auf seine Arbeiter. Woche, was man zum Leben braucht, manchnial fein fauer erworbenes bißchen Geld nicht einmal ,, Ach, dummes Zeug, Alter, die Arbeiter weniger, niemals mehr; in der Regel reicht es zur rechten Zeit kriegen tann! Wenn er bloß warten bis Montag! Heut abend ist was zu vernicht verreist ist wie am vorigen Samstag! dienen... Der Schlächter, schon ein bißchen angerade. Die Dächer des Dörfchens leuchten rot durch den weißen Schnee. Rot und weiß: es sieht schier aus, als flagge man für die Armut. Weit drüben ist die Sonne im Begriff unterzugehen und das weiße Land bekommt einen leichten Rosenschimmer. Von jedem Herd im Dorf steigt Rauch aufblauer Rauch, er steigt gerade in die Luft, als hätten die launischen GötEndlich kommt er, in Begleitung seines gro- geheitert und ein ganz Neuer, ein Großhändzen Hundes. Er hält den Lederbeutel in der ler! Du mußt doch Revanche von dem Schläch Hand, es ist also heut Geld auf dem Markt! In ter bekommen." einer guten halben Stunde kann man mit dem Wochenlohn zu Hause sein; es geht ja bergab, und mit acht Mark in der Tasche wandert es sich noch einmal so schnell. Der Steinbruchbesitzer und seine Arbeiter beEinen Augenblick steht der Steinbruchsbesizer unschlüssig da; dann steckt er die Hand in den Lederbeutel, um dem ersten Mann sein Geld auszuzahlen. Aber in diesem Augenblick fängt er die fast drohende Angst auf, mit der Bei 4. Zagesneuigleiten. Ein Schaufenster. Rommt und seht euch das Antlitz der bürgeruchen Gesellschaft ait, wie es euch höhnt. Kommt und seht euch das Schaufenster einer Prager Delikatessen handlung an. Dieses Schaufenster am Graben ist fein totes Ding, es lebt und frohlodt, es hat ein Gesicht und was für eines! Da steht ein gedeckter Tisch es glänzt und funkelt nur so von den feinsten Geräschaften. Silberne Bestecke, Gläser aus feinstem Kristall, Blunnen, Krolus alles wie im Märchen. Und der Tisch steht da und wartet der Fülle der Gaben, bie er tragen und unter deren Last er sich zu bie er tragen und unter deren Last er sich zu des Gastgebers Ehren biegen soll. Seht nur, welche Gaben feiner warten! Alles, vom Feinsten und Erlesensten, ist da. Die föstlichsten Weine, die nahr haftesten Früchte, die herrlichen Feinschmeckereien Austern, Krebse und das alles auf das Appetitlichste gelegt und geordnet. Es ist dies ein Märchen, ein lebendig gewordenes Märchen das Märken vom tatsächlichen Leben der Anbern". Ganz wie im Märchen, lausche ich der Sprache J. Die Grippe. Ausbreitung in Brag, Die Tobesopler in Berlin. In den anderen Ländern. Da sich die Grippe in Prag weiter ausbreitet, Berlin, 16. Jänner. In den städtischen Kran hat das Stadtphyfikat alle notwendigen Maßnah- tenhäusern liegen 1080 Grippefronte. Gestern men getroffen. Die Aerzte sind verpflichtet, alle waren sieben Todesfälle zu verzeichnen. Grippeerkrankungen wöchentlich zu melden. Die Vorsichtsmaßnahmen betreffen auch alle Schulen, wo ein Drittel der Schüler erkrankt ist, müssen die Schulen sogleich geschlossen werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Schlie Bung aller Schulen in Prag für die Dauer von einer Woche angeordnet wird. Einige Schulgebäude, bzw. deren Räum lichfeiten werden außer zum Schulunterricht auch von Turnverbänden mud anderen Vereinen beübt. Diese Schulen werden für die Vernützt. eine bis auf weiteres gesperrt, um die EinSchleppung der Grippe durch Erwachsene zu verhütten. wird gemeldet: Am 16. Jänner waren hier 40 an Vom Krankenhaus in gl. Weinberge Grippe Erkrankte in Pflege. Seit 14. Jänner wurde kein Todesfall gemeldet. nehmen. * Meist ruhiger Verlauf. Genf, 17. Jänner. Die Abteilung für Gefundheitswesen des Sekretariats des Völkerbundes folgende Uebersicht über den Stand der gab folgende Uebersicht über den Grippe heraus: Spanien: In Spanien sind durch die Grippe die Provinz Madrid und die bastischen Provinzen sowie der nordiveſtliche Teil des Landes betroffen. Norwegen: In 21 norivegischen Städten waren im Dezember v. J. 2754 an Grippe er tranfte Personen; 11 Fälle verliefen tödlich. In flawien nimmt die Grippe einen ziemlich rubiRumänien, Griechenland und Jugo gen Verlauf. In Finnland und Litauen jowie in Ungarn haben sich bisher keine Grippeertranfungen gezeigt. Jn Polen verläuft die Dienstag, 18. Jänner 1927. Sever, die das Geld dazu hergeben. Zurüd in Gure Löcher, Proleten! Und das Maul gehalten Wir sind Eurer Beschwerden müde. So rufen die Poirets. Nun, die Arbeiter werden, darum i ist uns nicht bange, den Kerlen schon zeigen, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat! Aber vot Scham versinken mögen jene Proleten, die immer noch ihre Heller für diese Preffe hergeben! Vielleicht wird Mussolini jest weniger gu schlafen! Professor Salvemini, einer der Führer der italienischen Emigranten im Ausland, hat in London soeben an sicherer Stelle ein äußerst wichtiges Dokument hinterlegt es ist das Dossier, das die gesamten Atten de Untersuchung über bie Ermordung Matteotis enthält, also auch jene vielfach sehr belastenden Erhebungen, Aussagen und Beweis ftücke, die bei der Gerichtskomödie in Chieti, i dem sogenannten Prozeß gegen die Mörder Matteotis wohlweislich berschwiege wurden. Es ist also der Wachsamkeit des fascisti schen Schergen doch nicht gelungen, diese Dot mente der Blutschuld Mussolini und des ganzen fascistischen Regimes in ihren Ge man fürzlich im„ Prager Tagblatt" Lefen heinischränken zu bewahren. Mussolini, von dem fonitie, wie rubig er i fafe, wird jes wohl den Angsttraum nicht loswerden, daß die Dofumente ans Licht kommen fönn en. Ein schweres Motorradunglück ereignete jid Sonntag nachmittags in Königssaal( be Brag). Der Maschinenfabriksbesitzer Ferdinand Vydra aus Prag fuhr mit seinem Motorrad von Prag nach Königssaal. Auf dem rückwärt Bydra von der lotigen Straße auf die Königs gen Siz jaß sein neunjähriger Sohn. faaler Brüde einbog, stieß er gegen einen Rilo meterstein, Vater und Sohn wurden von ihrer Sizzen weit weggeschleudert. Der Vater fis mit dem Kopf auf das eiserne Brüdengeländer und blieb mit zerschlagener Schädel dede tot liegen. Sein Sohn fiel gleichfall gegen das ich weren ber toten Dinge, und höre, wie der Tisch plötzlich fagt( tnarrend, mit einer Offiziersstimme): Bin fein gewöhnlicher Tische. Stand in dieser Fasson Das Allgemeine Krankenhaus in Grippeepidemie ruhig. im Hauptquartier der Obersten Heeresleitung. Brag meldet am 16. Jänner 75 Grippefälle( 36 Auch in Wien nimmt laut Meldung des Wer sich mir näherte, dat es mit Ehrfurcht vor Männer und 38 Frauen). Von diesen Personen Stadtphyjifats die Krankheit einen verhältnismir und meinen Gaben. Ehrfurcht vor mir be- starb eine an Lungenentzündung. mäßig ruhigen Verlauf. deutete für die„ Einen" Tod und für die An- 0000019000000000000000000000000********************* 0000000000000 bern" Lebenslust. Heute stehe ich beim Finanz binger Pfarrer einleiten. Es verlief| weiteren Verteuerung des 3nders flingt ganz un minister. Soziale Reformen, betreffend die Steuer, ergebnislos. Ebenso ein Verfahren der öster- glaublich und die Konsumenten werden hoffentlich werden in meiner Gegenwart behandelt, durchbe- reichischen Behörden bald nach der Landnahme. Die Zuckerfabrikanten überzeugen, daß sie nicht geraten und beschlossen. Morgen sißen die IndustrieAber die Anzeigen häuften sich und als die willt find, nichts anderes als Objekte der Betapitäne bei mir und laben sich, um sich Kräfte zu Böste diesmal wieder schwanger ging fie war wucherung durch die reichen Zuderbarone zu sein. bolen für die anstrengende Arbeit, zu lagen!" schon im achten Monat- und dann wieder, wie Die Regierung, die nunmehr durch den Eintritt und dann wieder, wie Die Regierung, die nunmehr durch den Eintritt Ich frage:„ Zu flagen?" und der Tisch antwortet gewöhnlich für einige Zeit verschwand, ohne daß der Slowaten gestärkt worden ist, wird der Vermir:„ Ja, über die Kerise in der Industrie!" Gong bon dem Kinde eine Spur auftauchte, erstattete teuerung des Zucers taum Widerstand entgegen wie im Märchen stehe ich im Banne des auber- der Gemeinderat felbft furz vor Weihnachten die fetzen. Es bleibt der Bevölkerung nichts anderes Geländer und blieb mit einem baften Geschehens dieser Unterhaltung, böre in Anzeige an die Gendarmerie. übrig, als die Parteien, welche die Regierung out los liegen. Er wurde mit einem Ber Schädelknochenbruch be der Ferne den Schritt der Arbeiter, fehe wie sie Der Gendarm und der Bezirksrichter wag itüßen, zur Verantwortung zu ziehen. Je größer fonenauto in das Prager tschechische Kinder an dem Fenster vorbeidefilieren, ohne zu murren, ten es nicht, gegen den Pfarrer vorzugehen und das Sündenregister der Regierungsparteien, desto spital gebracht. Sein 3ustand ist hef ohne zu flagen. Stumm und lautlos zieht das deshab erfolgte eine Anzeige bei der Staats- gründlicher wird die Abrechnung durch die BevölBeer der Arbeiter an den Menschen vorüber, den anwaltschaft in Wien. Diese beauftragte die ört- ferung sein. nungslos, Ein tödliches Kraftwagen Schrei dieses Schaufensters tief in ihr Herz ein- lichen Gerichtsbehörden, das Verfahren gegen unglück wird uns aus Preßburg berichtet. laffend, um entschlossen zu sein, wenn einst der den Priester und seine Köchin einzuleiten und die partei, beschlossen von ihrer Reichsparteileitung, cher wurde vom Kraftwagen des Universitäts Eine Kundgebung der deutschen National- Der 36jährige Bäckermeister Johann Telt Ruf ertönt, jenes Gezücht unschädlich zu machen. beiden wegen Verdunklungsgefahr in Haft zu belagt unter anderem folgendes: Die deutschen professors Dr. Netoušet erfaßt und zu Boden ge Am 29. Dezember wurde die Köchin ver- wortlichen Minister in letzter Zeit ihre Bolitit da- Autolenfer wollte davonfahren, wurde aber vo aftivistischen Parteien versuchen durch ihre verantworfen, so daß er schwere Verletzungen erfitt. Det Biarrer und Röthin unter dem Berhaftet und dem Bezirksgericht eingeliefert. Der mit zu begründen, daß, wie Minister Dr. Spina einigen Bassanten mit Brügeln bedroht, falls Dachte des mehrfachen Rintesmordes Pfarrer nicht. Die Erhebungen der Gen behauptete, die fudetendeutsche Bevölkerung infolge Teltscher nicht ins Krankenhaus führen sollte. Haarsträubendes zutage. Wo sind die Kinder bingekommen, wo ist das letzte Seind hin- mit dem tschechischen Volk verbunden sei. Aus die erfrankt ist, it ar b. Das Verfahren wurde einge sem Grunde behaupten die deutschen Regierungsleitet. gekommen? das war die Hauptfrage. Erst am 31. Dezember wurde auch der Parteien, die Sudetendeutschen müßten auf jede Pfarrer verhaftet. Bei der Uebernahme stellt sich Bereinigung mit den mitteleuropäischen Gesamtdeutschtum verzichten. Durch dieses ganz neue heraus, daß der Pfarrer auch sonst kein Roster- Glaubensbekenntnis der deutscher achter war, Stiften von Geld und Valu Regierungsparteien ist die Trennung ten wurden gefunden und übernommen und das in einer Gemeinde von 1500 Seelen armer zwischen ihnen und den nationalen deutschen ParKleinhäuslerfamilien. Als dann die Gendarmen feien vollständig geworden. Enger Zujam den Mann für verhaftet erklärten, schrie er noch: menschluß der nationalen Parteien und ihr einRetten Sie mich!" Dann brach er ohumächtig verständiges Zusammenarbeiten, das den Zwed zusammen, trotz aller Verfehlungen und aller verfolgt, den nationalen Widerstandsgeist innerSchuld ein Opfer der unmenschlichen Züge, Zöli- halb unseres Volkes gegen diese Verzicht politif zu wahren und zu verstärken, wird da bat genannt. Stephan Panfalvat wurde dieser Tage wie- durch zur bölfischen Pflicht." Arbeits- und Verbraucherkammern. Wie die der enthaftet. Es stellte sich bei der ärztlichen Untersuchung heraus, daß der jetzt fünfundsechzig- Lidové Noviny" berichten, sind die Beratungen jährige Mann, der natürlich weiter unter dem wegen Errichtung der Arbeits- und Verbraucher Verdachte der Mithilfe beim Kindesmord steht, fammern bereits beendet. Die Vorlage soll bis [ yphilitisch und infolge schwerer Folgeer- Ende Feber fertiggestellt und noch in der Früh scheinungen haftunfähig ist. Er wurde gegen das jahrssession der Nationalversammlung überreicht Gelöbnis, sich dem Untersuchungsrichter zur Ver- werden. Im ersten Jahr soll eine Sammter bloß fügung zu halten, freigelaffent. in Prag errichtet werden und dann erst soll die hauptstädten erfolgen. Errichtung der Kammern in den anderen Landesmaren folgende: verhaltet. Der Pfarrer von Jabing im Burgen land, Stephan Panfalvai, und die Pfarrers föchin Elisabeth Müller wurden unter den drinVerdachte genden des mehrfachen Kindes mordes verhaftet. Die Ereignisse, die zu diesem Ende führten, Die Böske wurde fortwährend schwanger und die erwarteten Kinder verschwanden immer wieder. Bis auf eines, das jetzt bei den Eltern Ter Böste in Untermarth lebt und von der Stochin selbst als Pfarrersfind bezeichnet wurde. Die Fälle von„ Wassersucht" häuften sich bei der Böske zu sehr und ihr häufiges Verschwinden murde damit erklärt, daß sie ins Spital gehen müsse. Es ereignete sich aber, daß der Pfarrer zum Kirchgang läuten ließ, dann aber nicht erwie schien. Man suchte ihn und fand ihn er gerade der Böste bei einer Fehlgeburt" behilflich war. Ja, es tam auch vor, daß der Herr Lehrer den Herrn Pfarrer und feine Köchin in durchaus eindeutiger Lage über rajchte. und in seinem Zimmer hängt die rotweißgrüne Der Pfarrer ist ungarischer Patriot Schon im Jahre 1909 nuußte die ungarische Gendarmerie ein Verfahrent wegen Fruchtabtreibung gegen den Ja Stolarde. Die Eisenbahnattentäter von Leijerde Bestätigung der Todesurteile. Rundfunt für Alle! bom Programm für morgen, Mittwoch. Brag, 349, 11: Schallplattenmufit. 11.40: Landwirtscha Beitsignal. 12.05: Bressenachrichten 12.15: Mittagsfonzert. 14: Börsennachrichten. 16.30: Nad ticher Rundfunk und mittagstonzerf. 1. Michelt: Suite, a) Sonnenuntergang; Ondřičel: a) Humoreste; b) Capricietto; c) 3bylle. 3. Grice Serenade; c) Der Tag erwacht; b) Worgensonne. 2. Su 5. Rubot Norwegische Hochzeit. i. Frand: Danfe lente. Ungarischer Zona. 7. Lifat: Polonaise e- dur. 17.30; Börsen a) Menuetto; b) Träumerei; c) umoreste. 6. Brooms: nachrichten und popfenmarktpreise. 17.45: Märchen für ein der. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.35: De fche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten Breßbureau. Hiermuf: Deutsche Arbeitersendung: Rebatteut 35ofbauer, Brag: Heimat und Welt der fudete deutschen Arbeiter. 19: Bortrag: Die Bedeutung und Tätig teit des Sozialinftituis. 19.15: Bortrag: Bon ber erfic Silfe. 20: Wetterboroussage und Pressenachrichten. 20.03 Konsert. Zum 50. Geburtstage Stamets( 19./1. 1877). 1. Ein leitung. 2. Resitation. 3. Jeremias: Rapport. Bomach Aus dem Zyklus, 1914": Der Golbat im Felde. 5. Tomasel aus dem Sykius"„ Dem 2eibe": Das Märchen, Am Behr Advent. 6. Bramer: Sagenbed und der Jongleur. 21: 3ei 1. Blasmusif. 2. Lustige Lieber fianel. Seite Mufif. 3. Tamburizza- Chor. 4. Blasmufit. 22: Leyte Teachrichten des Presbureaus, Uebersicht der Tagesereignisse, Eport- un Theaternachrichten. 22.15: Reproduzierte Tanzmusif. Breßburg, 300, 17.40: Ungarischer Sprachkurs. 18: 303 riage arragonaise Feuer. 12. Donaldson: Yes Sir, that's my baby. 13. ta Brünn, 448, 14.30: Brager Effettenbörse, Betterberic Breffenachrichten, Sport- und Theaterbericht. 17.20: die reifere Jugend: Ueber Elefanten. 18: Beitfignal, mat Die Bagage ist der Arbeiterbeschwerden müde! und Börsenbericht, Brünn, Dimük, mährisch Diirau. 18.20: Vortrag: Rhythmit in der Körpererziehung. 19: Ronzer Im Großen wie im Kleinen zeigt die Bourgeoisie Bellini: Ouverite zu„ Alessandro Etradella". 20: Hörspie alle die Augen auf ihm ruhen. Und plötzlich jest immer unverhüllter ihre reaktionslüfterne Fraz.iebeskomödie", Lustspiel von starnejew. 20.40: Lieber bos Schubert. 1. Der erste Berlust. 2. Vlinda. 3. Morgenro Wer das nicht merkt, der blicke in ihren Spiegel, 4. Nächtliche Träume. 5. Mignon. 6. Guleika. 7. Am Bad er ein barscher Gesicht auf und sagt:„ Wir warten mit der Abrechnung bis Montag, Leute." Mit in die Bürgerpresse. Da ist das ,, Prager Tag 21: Abendtonzert. Pressenachrichten und Zeitfignal. diesen Worten nimmt er im Schlitten neben Leipzig, 17. Jänner.( Wolff.) Der dritte blatt", das es jetzt immer seltener für nötig Band. 1. King: Seminola. 2. Filipotto: Balentino. 3. dem Sohn Platz, und sie fahren zum Herren- Straffenat des Kreisgerichtes verhandelte heute erachtet, das soziale Schmieröl zu verzapfen, das collis: Bicador. 4. Kaiman: Wiy darling. 5. Treston: 6. Fleishmann: Shimmy sor. 7. Tres hause zurüd. als Revisionsinstanz über die Eisenbahnattentäter es nach dem Umsturz eingelagert hat. Zum efel- fon: Fata Morgana. 8. guna. Bobabilia. 9. Stept: Die lange Arbeiterreihe bewegt sich auf den von Leiferde. Die beiden Attentätes Schlesin baften Mussolinismus, an dem es sich jetzt ab. 10. Borel: La Poupée et le pantin. 11. Benatty: Wenig Zidzacklinien der Landstraße abwärts, auf die ger und Weber waren am 4. November vom gütlich tut, gesellt sich Arbeiterverachtung. toi. 14: Hirsch: Sello fresco. 15: Raymond: Die schön Säufer am Meere zu, wo jetzt die Lichter er- Schipurgerichte Silgersheim wegen fortgefegter In der Sonntagsnummer dieses angenehmen Or Selene. 19: Uebertragung der Mufit aus dem Reino Re Budapest, 556. 17.02: Defonomischer Borttag. 17.30 glänzen. Geſtalt an Gestalt schleicht vorwärts, vorfäßlicher Eisenbahnanschläge zum Tode gans schrieb Herr Poiret, der Pariser Toilet- boute, Rachrichten bes Breßbureaus. gebeugt und müde, wie eine fraurige Illustration verurteilt worden. Die gegen das Todes- tenkünstler, über Die Mode in 30 Jahren" Gomphoniekonzert. 19.15: Historischer Vortrag. zu dem, Satz daß der Gang ein beständig unter urteil eingelegte Revision, die vom Rechtsanwalt und prophezeite, daß die Frauen, pardon: die tone Dr. Lüttgebrunne vertreten wurde, brochenes Fallen ist. Damen, zunächst dem Smoking und der mendet sich Wieder ertönt Schlittengeläut hinter ihnen; vor allem gegen die Anwendung des Mordpara- osenmode verfallen werden, daß aber dann es nähert sich rasch, und der große Hund des graphen(§ 211 des Strafgesetzbuches) und machte die Reaktion diese äußerste Schlicht Werkherren rennt bellend vorbei. Einer nach außerdem verschiedene Einer nach außerdem verschiedene prozessuale Mängel gel- heit der Frauenkleidung durch Glanz, Pracht tend; insbesondere seien die Angeklagten nicht wie und Heppigkeit ablösen wird. dies vorgeschrieben sei, auf die durch die Erweis in diesem Zusammenhang: terung der Anklage veränderte Rechtslage aufmerksam gemacht worden. Das Gericht beschieß gemäß dem Anfrage des Rechtsanwaltes die Verwerfung der Revision und bestätigte damit das Todesurteil. den dem andern entblößt schlaff und mühsam Kopf, noch bevor der Schlitten neben ihnen ist - fie erkennen den Herrn an seinem Hunde. Und einer nach dem andern richtet sich lang fam wieder auf, bedeckt den Kopf und schickt einen müden, gleichgültigen Blid hinter dem Schlitten her, der wie durch ein Spalier von grauen gebeuglen Naden dahinfährt. Nur der Unterste in der Reihe, der vorne Weitere Verteuerung des Zuders? Wir haben marschiert, macht keine Miene, das Haupt zu ent- schon des öfteren über die jeder Berechtigung entblögen. behrende Teuerung des Zuckers geschrieben. Die ,, Das ist ein Strafeeler," sagt der Stein- legte Preiserhöhung wurde von den Zuckerfabri bruch besitzer zu seinem Sohn. ,, Er gehört zu fanten Inapp vor Weihnachten beschlossen und hat den verfluchten Sozialisten, von denen sie drüben für den Monat Jänner Gültigkeit. Ob war schon so viele haben. Aber er friegt in den nächsten der jebige Zuderpreis einfach unerträglich ist, den Tagen seinen Abschied, sobald wir ihn entbehren fen, wie das„ Česte Slovo" zu berichten weiß, die Zuckerfabrikanten an eine weitere Verteuerung des Bucers. Angeblich können sie bei dem jezigen Buckerpreis ihr Auslangen nicht finden und werden zu einer weiteren Preiserhöhung ermutigt, weil die Konsumenten sich die bisherige Berteuerung ruhig haben gefallen lassen. Die Nachricht von der fönnen." Der Sohn aber ergreift die Peitsche, läßt fie lustig über den Kopf des Arbeiters fuallen und schlägt ihm mit der Schnitze die Müze ab, so daß sie in den Graben rollt. Herr Poiret sagt Daventry, 1600, 12: Quartett und Gesang. 14: Mittag tonzert. 17: Quartett. 18.1% inderstunde. 19: Orgelbor trag. 20.15: Präludien und Fugen von Bach. 20.45: Ord tertonzert. 21.45: Mit ben angen eines anderen. 22,30 ein Brogramm. 24: Tanamufit. Wien, Rom, 449, 17.30: Rammermusif. 21: Sonzert. Wien, 517, 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittag tonaert. 17.05: Märchen. 18.05: Die Bedeutung des Mob baues. 18.30: Volkstümliche Keramit. 19: Französis 19.30: Englisch. 20.05: Luftige Schnurren und Geschichte 21.05: Heiterer Abend. Leichte Abendmusit. Deutschland. ,, Die politischen Erschütterungen Europas wer- Zürich, 500. 12.30: Schallplattentonzert. 15: Otchefter den zur Ruhe gekommen sein, die sozialisti- tongert. 17: Schallplattenkonzert. 17.30: Jugendstunde. 20: schen Ansprüche als unmoderne Uto- ustiger Vortragsabend. pien betrachtet werden. Die Arbeiterklasse wird ihren Platz wieder eingenommen haben in einer Gesellschaft, die ihrer Beschwerden müde ist. Für diese Epoche sehe ich na, was denn? eine Rüdtehr zum Chiffon voraus mtit Spigen, Stiderei, leichtem Musselim." Man könnte diesen dreisten Herrn Poiret, der in einem Atem über die Dessous der BourgeoisieDamen und über die Forderungen der Arbeiter tlasse plaudert, mit dem Hinweis abtun: Schneider, bleib bei deiner Schere! Aber durch das Prager Tagblatt" und die übrige Bürgerpresse finden diese Anmaßungen den Weg in tausende Gehirne. Der Robenmacher hat ausgeplauscht, was stille Sehnsucht und brutales Wollen derer ist, die sich mit Schmuck und Seide behängen und 17 484 Königswusterhausen, 1300. 12: Französisch. 15.30: G heitsfurzschrift. 16: Psychologie und Hygiene der Arbeit 17: Böllerbund und Sozialpoliti! 17.30: Lied und Stan tote. 18: Der Braftifant in maschinentechnischen Betrieben 18.30: Englif. 19: Tropen und Weltwirtschaft. 19.30: D Geift der Gothik. 21: Uebertragung von Berlin. Bunte Stunde. 22.30: Tanzmusik. Breslau, 323. 16.30: Unterhaltungskonzert Büchern der Zeit. 19: Betrachtung bildender Kunst. 19.35 Das Mittelalter der Erde. 20.15: Bläserlammermusif Bee hoben: Hornfonate op. 17. Duo. Serfett op. 71 18: M Frankfurt, 429. 12: Mittagsständchen. 15.30: Jugen stunde. 16.30: Operettenmufit. 17.45. Gaillers Drama un der Mensch der Gegenwart. 18.15: infommenstheorie un Bottit. 18.45: Staat und Gewerkschaften. 19.15: Altdeutfo Tafelmalerei. 19.45: Schachturs. 20.15: Violinfonger Sändel: Sonate a- dur. Bach: Chaconne. Mozart: Violin fonzert d- dur. 21.15: Rilfe- Gedächtnisfeier. 18:" Unterhaltungstonzert. 19.30: Die Arbeiterschaft in Runbfunt. 20: Bolts und Wanderlieder. Zanamufit must. 20.15: Bollstümliches Orchestertonzeri. turf. 18: Die moderne Turtei. 19.30: Aeratlicher Borites 20.15: Gefang und Restationen. 22.15: Tanzmusir. Hamburg, 395. 14.05: Hausfonzert. 16.30: Zansie Langenberg, 460. 12: Berfuchssendungen. 16.30: Leipzig, 366. 16.30: Jugendnachmittag. 18.05: orfe Dienstag, 18. Jänner 1927. Die lebendige Internationale der ArbeiterWintersportler. Die internationalen Wettkämpfe in Dessendorf. Weichert Gustav, Schreiberhau ( Deutschland) 7. 30 8. " Baier Josef, Wiesental, ( Böhmen) 9. 99 " 37 Günther Josef, Wiesental, ( Böhmen) Leonhard Rudolf, Johanngeorgenstadt( Deutschland) Grimm Anton Abertham 33 12. Tieb Franz, Schreiberhau ( Deutschland) 33 Neuhäuser Adolf, Gablonz Nier Reinhard, Marienberg Schöler Herbert, Gablonz 18. Rang Hackel Otto, Ober- Hohenelbe Feir Walter, Dessendorf Bartoš Mil., Groß- Hammer, DTJ. Leonhardt Rudi, Johanngeorgenstadt( Deutschland) Zimmermann Walter, Josefstal 99 Seite 5 9.139 Pkt. Igen, sondern dort so trawalliert, daß ihn vier Wach leute wegschaffen mußten. Auf die ersten zwei hatte er die Zunge herausgestreckt und ihnen eine lange Nase gedreht. Dann hatte er sie körperlich bedroht Vořišek redete sich auf seine Trunkenheit aus. Um für den Abstinenzgedanken bei ihm einen fruchtbaren Boden vorzubereiten, diftierte ihm der Senat des O.-L.-G.-R. Hloušet noch einen Monat eɣtra zu den eben ausgefaßten sieben Monaten schweren Kerters. 1 " 39 19. 9.058 79 20. 21. " 8.777 " 37 8.639 " 22 " Fischer Hugo, Morchenstern 8.261 • 97 " Weichert Willi, Schreiberhau ( Deutschland) 8.167 . 24. a " Feuerstaller Gyula, Budapest ( Ungarn) 8.000 8.000 " " 25. " Burger Walter, Gablonz 7.555. " .1" 14 07 26. " Ullmann Otto, Georgental 7.000 " 39 " 27. " Schöler Herbert, Gablonz 6.806 " " 15" 05 28. " Simm Walter, Dessendorf 6.500 " " 29. " Knappe Eduard, Brand 5.972 1 15 40 30. " Ullmann Walter, Georgenthal 5.722 35 " " 31. Langhammer Ernst, Schwaderbach 5.500 " 1 16 30 32. 17 Skrbek Emil, Semil, D. 2. J. 5.477 " " " 99 16 43 33. 35 Hallezz Ferdinand, Gablonz 5.333 " 37 99 " 34. 99 16 5.278 99 1 39' 54 10 " " " " " " 20 " " " 20 19 " 39 21 15 39 " 19 92 02 " 39 22 13 " 22 . " SEORAN 17 19 " 18 11 44 35. 36. Der erste Verfuch der Arbeiter- Turn- und 6. Rang Linke Reinhard, Marienberg 1 St. 14. 01 G. 24. b Sportverbände, auch die Wintersportveranstaltungen zu internationalen Rundgebungen der Arbei terturner zu gestalten, war ein Schritt nach vorwärts. An den Wettkämpfen in Dessendorf nahmen außer vielen Genossen aus der Tschechoslowa 10. tei auch Genossen aus Deutschland, Ungarn, aus Deutsch österreich und Genossen 11. bom tschechischen Turnverein( D. T. J.) tell. Die Finnen, welche ihre Teilnahme angemel 13. det hatten, blieben aus; den Russen verweis 14. gerte die tschechoslowakische Regie rung die Einreise. Der Staat der Demo fratie" ist so ängstlich, daß er sich von russischen 18. Arbeitern, die mit ihren Genossen der anderen 19. Länder sich in sportlichem Wettbewerb meffen wol 20. len, bedroht fühlt. Durch das Einreiseverbot für die Russen ist das Schwächegefühl der Republik 21. verschwunden, der Staat ist wieder einmal gerettet. 22. Ungehindert dessen war der Wintersporttag in Def- 23. sendorf eine internationale Rundge- 24. bung. Und ihr werden noch weitere folgen. " 15. " 17. Die Veranstaltung war getragen von interna- 26. tionalem Geiste und vom Kampfmut der internationalen Arbeitersportler. Die Genossen, die in Beffendorf waren, grüßten von dort aus das gefamte Proletariat der Welt: Es gibt auf Erdenrunden nichts, was uns zwingen kann... Die Wettkämpfe. 3um 15 km 8anglauf der Sport Ter traten insgesamt 37 Läufer an: 23 Genossen unseres Verbandes, 6 Genossen aus Deutschland, 5 Genossen aus Ungarn, 2 aus Desterreich und 1 Genosse vom D. T. J. Die Läufe waren durchwegs gut, der beste Läufer mit 1 Stunde 8.5 Min. 3um 30 km Lauf der Sportler tra ten 11 Läufer an: V 15 3 " " 3 " Gajda Willi, Ober- Hohenelbe 1 Ullmann Walter, Georgental 1 Bartel Ernst, Bolaun Feuerstaller Gyula, Budapest ( Ungarn) Reffel Bruno, Schreiberhau ( Deutschland) Kéthly Lajos, Budapest ( Ungarn) Hollmann Walter, Brand 1 Burger Walter, Gablonz 99 R 888223 34 2 14, 25 52 1 24 26 Wiftl Josef, Wien( Oesterr.) 1 2 37 RAR " Jirschitschka Willi, Groß- Hammer, D. T. J. Dobry Beter, Gr. Hammer, DT3. 4.558 Cernohous, Unter- Magdorf Reju tate der zusammengefeßten Läufe. ( Lang- und Sprunglauf.) 1. Rang Wagner Oskar, Schreiberhau ( Deutschland) Thomas Alfons, Marienberg 4.194 79 10.375 Pkt. 28.708 Steinmüller Mag, Schwaderbach 28.708 Ungarn Ressel Bruno, Schreiberhau ( Deutschland) Schöler Herbert, Gablonz 99 " 99 18.166 33 17.833 15.333 15." 2. a 2. b " " 22 1 22 93 " " 3. 35 99 " " " 1 4. 71 Weiß Leopold, Ob.- Hohenelbe 1 " 9 Günter Josef. Böhmisch- Wiesental 25.500 Leonhard Rudolf, Johanngeorgen99 23 11 " " " stadt( Deutschland) 22.791 " 23 15 35 29 " 5. 25. " Frank Antal, Budapest ( Ungarn) " Neuberger Adolf, Gablonz 21.625 6. 99 Feuerstaller Gyula, Budapest • 97 19.606 . 73 Langhammer Ernst, Schwaderbach 7. " 26 26 11 " 37 " 99\ 8. 99 1 27 51 " 99 9. 37 Burger Walter, Gablonz 1 44 9 " " 10. Ullmann Walter, Gablon 37 1 30 10 " 11. 35 Weichert Josef, Schreiberhau ( Deutschland) 31 04 99 " 12. " 32 31 " " " 13. 12.875 " " 33 08 " 97 " 14. 11 Wistl Josef. Wien, Oesterreich 12.500 37 35 30 " " " 15. 57 35 49 " " " 16. " 1 Tietz Josef, Schreiberhau( D.) Sattler Josef, Schwaderbach 12.000 " 10.375 " 38 00 " " 17. " 9 " 1 51 12 . " " " P 18. 31 19. " Feir Walter, Dessendorf Langhammer Ernst, Schwaderbach 9.166 Hallezz Ferdinand, Gablonz 10.000 " " 7.333 .. 99 * 27. 3 28. 29. " Feir Walter, Dessendorf " Pilz Robert, Ober- Mardorf 30. 93 31. 31 32. 33. " " 34. 35. 33 " 36. " 37. Wildner, Morchenstern Kovacs Mihaly, Budapest ( Ungarn) Weiß Jenö, Budapest( Ung.) 1 Lorenz Wilhelm, Bodenbach 1 Fent! Franz, Wien( Oesterr.) 1 Horn Rudolf, Ober- Magdorf 1 Skrbek Vinzenz, Semil TTJ. 1 Balme Rudolf, Bolaun Resultate 28 des 30 Kilometer- Langlaufs der Sportler. 11 Läufer. 8 von unserem Verband, 1. Rang Brückner Albin, Marienberg, 2 St. 59 M. 35 S. 1 Ungar, 1 Reichsdeutscher und 1 Oesterreicher. Hier wurde der beste Lauf mit 2 Stunden, 59 Minuten, 35 Sefunden erzielt. V Beim 6 km Lauf der Sportlerin Iten starteten 11 Genoffinnen: 9 von unserem Verbande, 1 Genoffin vom D. T. J. und 1 aus Deutschland. Der beste Lauf in 30 Minuten, 50 Se funden. P 1234 55 2. " 3. " 59 Wirt Josef Böhm.- Wiesental 2 Misar Josef, Neuwelt 99 " 9 3 10 55 41 93 99 11 " 4. " Nemet Ferenc, Budapest ( Ungarn) 3 12 39 39 19 19 5. 6. " Weichert Willi, Schreiberhau 3 16 32 19 " 17 54 99 " " 7. " Strala Leo, Gablonz 3 19 99 99 11» 8. " Burger Mag, Gablonz 3 22 11 " 9. 29 27 " 25 10. " Schöler Felix, Gablonz 42 20 3 " Maier, Wien( Desterreich) 3 49 04 " 25 Beim 4 km Hindernislauf der 11. Sportler starteten 11 Genoffen vom ArbeiterTurn- und Sportverband( Aussig). Die Läufe litten alle unter den nicht besonders günstigen Schneeverhältniffen. Sejt Samstag mit tag setzte Tauwetter ein, das bis zum Abend anhielt. Trotzdem waren die Resultate befriedigend. Der Begrüßungsabend. ( Deutschland) Preisler, Rud., Johannestal 3 Friedrich Hugo, Schenkenhan 3 Resultat co co co co co co co BARR222 1222011 2411704 bom 6 Kilometer- Langlauf der Sportlerinnen. 11 Läuferinnen. 1. Rang Thomas Adele, Marienberg 222222 " 23 到 56789 Feut! Franz, Wien, Desterreich) Erlebach Edi. Antonienwald " 14.500 99 13.333 " Acht Monate lang wird also in den Wirtshäusern von Beraun, Přibram und Umgebung vor Vořibet Ruhe sein. Boltswirtschaft. Neue Anschlüsse an Amsterdam. Südafrika, Litauen, Argentinien, Norwegen. Der Internationale Gewerkschaftsbun stimmte der Aufnahme der südafrikanischen farbigen Arbeiter unter dem Vorbehalt der Bildung einer entsprechenden Landeszentrale sowie der Aufnahme der Landeszentralen Litauen und Argentinien zu und be Schloß, einen Protest bei der litauischen Regierung wegen ihres Verhaltens der Gewerkschaften gegenüber einzulegen. In der Schlußsigung des Ausschusses wurde die fünftige Ausschußzusammensetzung sowie die Geschäfts- und Tagesordnung des Pariser Kongresses festgelegt. Bei der Festlegung ver Termine der dem Kongreß vorausgehenden Vortonfrenzen ist bestimmt worden, daß die Internationale Arbeiterinnen- Konferenz und die Konferenz der Berufssekreteria e am Freitag, den 29. Juli, der Ausschuß am Nachmittag des 30. Juli in Paris tagen werden. Diesen Sizungen gehen wieder am Mittwoch, den 27. und Donnerstag, den 28. Juli Sigungen des Vorstandes voraus. Die Körperschaften, die eingeladen werden sollen, sind ebenfalls festgestellt worden. Ferner wurden die im Interesse der Arbeiterschaft notwendigen Die Resultate der Sprungläufe werden Vorbereitungen zur Wel wirtschaftskonferenz und von uns noch nachgetragen werden. Gerichtssaal. Sie verlangte die Alimente zu energisch. Prag, 17. Jänner. Die Roja Sajet aus Přilep hatte mit einem jungen Burschen namens Bočan ein Verhälmis, das nicht ohne Folgen blieb. Und der Bursche wurde dogu verurteilt, ihr monatlich 60 K für das Kind Alimente zu zahlen. Das wäre ja alles soweit in Ordnung und gut, aber der liebe Burs he blieb mit den Mimenten im Rüd30 m. 50 S. ftande. Er war nämlich zur Waffenübung einbe 2. Brückner Frieda, Marienberg Jensch Erna, Dresden( Deutschl.) 35 04 cufen worden und als er zurüdtam, fonnte er nicht fofort bezahlen. Die Safet aber hatte dafür kein Wut ein großes " Verständnis. Sie padte boller Küchenmesser, das am Tische lag und rannte damit 31 gegen Bočan los. Dieser hielt die rechte Hand zum 52 Schute gegen die Brust, gegen die seine ehemalige Geliebte loszielte, und so durchspießte das Messer nur die Handfläche. Erst als das Blut floß, mäßigte sich die Safet. 33 10 " " " 3. " 17 97 4. " Hönig Anna, Dessendorf 36 32 " " 5. 19 Lorenz Frieda, Dessendorf 36 " 6. " Hollmann Rosa, Tannwald- Brand 37 48 33 " 7. 99 Richter Helene, Abertham 38 03 " 19 8. 27 Swarovsky Elsa, Marienberg 39 " 13 9. " Brade Jrma, Gablonz 40 " 99 Bašova Marie, Žižkov- Prag 41 02 15 " 11. " Rößler Grete, Gablonz 43 25 " Resultate bom 4 Kilometer Hindernislauf der Sportler. 10 Läufer. 1. Rang Simm Walter, Dessendorf Schon lange vor Beginn der Feier füllte sich der Saal in Endlers Gasthaus. War das Wettstreiten der Läufer ein Messen der Kräfte, so war die Feier eine internationale Gemeinschaft von 10. freudig beseelten Menschen. Die Vorführungen der Schüler und Schülerinnen, die Vorführungen der Turner und Turnerinnen bewiesen, bestes Rönnen. Ihren Höhepunkt erreichte die Feier bei den Begrüßungsansprachen der ausländischen Genossen. Insbesondere der Ungarn. Sie, die in einem der reaktionärsten Staaten Europas leben, überbrechten die Brüße ihrer überall verfolgten Brüder. Eine Zahne, die die ungarischen Genos sen den Dessendorfern für die Gastfreundschaft 6. übergaben mar en Zeichen, daß die Internatio nale feine Phrase ist, sondern daß sie immer und ständig lebt in den Herzen und Hirnen aller Schaf fenden. Nach Ueberreichung der Fahne ertönte die Internationale und spontan erhoben sich alle Genossen und sangen begeistert. mit. Die Mann' tha tsweitläufe am Sonntag. Thomas Alfons, Marienberg Bazlamik Oskar, Schenkenhan " " Bočan muußte sich in ärztliche Heilung begeben, Tag 14 Tage mit der Wunde im Spital und war noch weitere drei Wochen daheim mit der verwun10 M. 31 S. deten Hand arbeitsunfähig. 11 39" 11 19 19 3. " Cech Rudolf, Dessendorf 11 19 35 " " " 4. " Knappe Edi, Brand " 5. 11 46" " 13 97 Hejsek Franz, Brand 12 24 " 99 7. " Brückner, Albin, Marienberg 13 05 " 19 8. " Linke Reinhard, Marienberg 13 " 19 9. Ullmann Oskar, Brand 14 40 10. 19 " 79 " Bunkhert Oskar, Tiefenbach 20 39 " 12 11. 17 Korda Alois, Schönlinde, distanziert, weil Strecke abgekürzt 11 " 12, Resultat Der Staatsanwalt flagte das allzu energische Mädchen wegen des Verbrechens der schweren Störperverletzung. OLGR. Dr. Masát als Einzelrichter verur 36 teilte die bereits vorbestrafte Angeklagte zu dret Monaten schweren Sterker. Vořišot, der Vielbegehrte. Brag, 17. Jänner. Vaclav Vořišel, der 26jährige Müllergesell aus Jinec, ist wegen seiner vom Mannschaftslauf der Sportler( 6 Kilometer). Sändel int ganzen Bribramer Bezirke berüchtigt. 22 13 Mannschaften. 23 23 24 Schreiberhau( Deutschl.) 24 Die Schneeverhältnisse am Sonntagvormittag 1. Rang Mannschaft Böhm. Wiesental waren nicht besser als Samstag. Der über Nacht gefrorene Schnee schuf eine harte Eiskruste, die nicht geeignet war, die sportlichen Leistungen zu erhöhen. Trotzdem lief von den 13 Mannschaften die Wiesenthaler Mannschaft im 6 Kilometer- Lauf 8. 22 Minuten, 10 Sefunden. Schwaderbach ཚ འ ཟ ལྟ བ པ བ བ པ བ ཆ བ NE 05 " 39 " 15 " 29 Nicht weniger als elfmal ist er nämlich wegen Rauzur Internationalen Arbeitskonferenz behandelt. Der Bericht Oudegeest's über seine Reise nach der Tschechoslowakei und baltischen Länder Tschechoslowakei und den baltischen Ländern wurde zur Kenntnis genommen. Dudegeest konnte mitteilen, daß Norwegen sich wiederum an den JGB. anschließen werde. Bei Besprechung des englischen Bergarbeiterstreiks dankte Purcell namens der englischen Gewerkschaftsbewegung aufs herzlichste für die internationale Un'erstügung. Bis zum 3. Dezember liefen für den Bergarbeiterstreit mehr als 1,3 Millionen Gulden, für den Generalstreit 473.000 Gulden ein und vom JGB. wurde eine Anleihe in Höhe von 950.000 Gulden gewährt. Aus der englischen Gewertschaltsbewegung. Vor Auseinandersetzungen über den Generalstreit. Der Kongreß zur Erörterung des Gene ralstreiks", der am 20. Januar in London zusammentritt, wird wie von dort gemelde: wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit und der Presse stattfinden. Der Bericht der Bergarbeiter- Förderation über den Generalstreik dürfte zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen den Bergarbeitern und den anderen Gewerkschaf en führen. Der Generalrat des Britischen Gewerk schaftsbundes hat für den 28. Januar eine Konferenz aller angeschlossenen Verbände, die Arbeiter im Baugewerbe organisieren, zur Bespre chung der Frage der engeren Zusammenarbeit im Baugewerbe anberaumt. Der Generalvat hat neuerdings beschlossen, sich energisch für die Ratifizierung der Washing toner Achtstunden ag- Konvention einzusetzen. Der Nationale Eisenbahnerverband beschloß, im Interesse des finanziellen Wiederaufbaues im Jahre 1927 einen Extrabeitrag von brei Pence pro Woche und Mitglied zu erheben. Ausdehnung des schwedisch- amerika22 M. 10 S. fereien, leichter Störperverlegung und Wachebeleidinischen Zündhölzchentrusts. gung vorbestraft. Diesmal widerfuhr ihm die hohe Ehre, vor dem Prager Landesstrafgericht vor zwei Wie französische Blätter berichten, wird das " Senaten gleichzeitig angeklagt zu sein. Vor dem Se- Zündhölzchenmonopol Frankreichs verpachtet. und 25 35 nate des D.-L.-G.-R. Hladit hatte er sich mit sei war an eine amerikanisch- schwedische Gesellschaft, nem jüngeren Bruder Karl wegen öffentlicher Ge- die unter der Führung des bekannten Ivan walttätigkeit zu verantworten. Der Zufall wollte es, Kreuger steht. Der Trust beherrschte bisher die 38. daß für genau die gleiche Stunde noch eine zweite nordischen Länder und Amerika, England und die 38leinigkeit" zur Austragung vor dem Senate des englischen Kolonien, Deutschland, Oesterreich, die O.-L.-G.-R. Hloušet festgesetzt war. Vergeblich Schweiz und Polen, und faßt nun, wie die obige rief der Gerichtsdiener den berühmten Namen ,, Voři- Meldung besagt, auch in Frankreich festen Fuß. šek, Bořišek" ein paarmal auf die Gangflur hinaus, " 3. " Marienberg Deutschland 4. 19 97 Gablonz 5. 99 " 6. " " " 7. " " Polaun 26 12 " " " Schenkenhan 26 30 " 9. 33 3 Wien( Oesterreich) 27 50 " 10. a " " Budapest( Ungarn) 28 10. b Brand 28 " " 31 12" 17 " SP " Johannestal b. Reichen berg . 31 36 " Resultat Am Mannschaftslauf( 4 Kilometer) der Sportlerinnen beteiligten sich 3 Mannschaften. 11. Die beste( Marienberg) 15 Minuten, 29 Sefun- 12. den. Die Sprungläufe Budapest( Ungarn) 3 Mannschaften. 1. Rang Mannschaft Marienberg . . " 3. " P Gablonz Deffendorf 16 27 " 75 " 17 07 99 " 22 endlich flärte sich der Fall auf, daß Voříšek gerade Die Firma„ Oberlausißer Granitsteinbrüche, im selben Momente, da ihn ein anderer Richter G. m. b. H. in Bauzen( Sachsen) Wettiner waren fast durchwegs gut. Schöne Störperhaltung vom Mannschaftslauf der Sportlerinnen( 4 Km.). wünschte, sich dafür verantworten mußte, daß er dem straße 41" versucht schon seit längerer Zeit die gelpaarte sich mit elegantem Auslauf. Was die Sprünge wesentlich beeinträchtigte, waren die ungünstigen Schneeverhältnisse gerade um die Schanze 2. herum. Vielleicht auch, und das wohl( nach Ausfagen der Springer) am meisten, hinderte die ganz ungenügende Auslaufsbahn. Troßdem gab es biele schöne gestandene" Sprünge. Die Resultate der Sprungläufe sind bis jetzt noch nicht bekannt. ( 7 Uhr abends.) Wirte Josef Heyduk in Chota die Fensterscheiben tenden Tariflöhne zu umgehen und entläßt Arbei15 M. 29 S. cingeschlagen hatte, wobei ihn sein Bruder einträchtig ter, die den Tariflohn rücksichtslos fordern. Die unterstüßte. Dann schleppten fie einen Mann ins Fivma evhält daher nicht so leicht genügend PflaWirtshaus und mißhandelten ihn. Mit Rücksicht auf sterfteinbossierer und Steinbrecher für ihre bei seine Vorstrafen faßte Vořišel diesmal sieben o ita te schieren Kerfer, sein Bruder Karl erhielt drei Monate bedingt. Reful ate des 15 Kilometer- Langlaufs der Sportler. 37 Läufer. Resultate bom Sprunglauf der Sportler. 1. Rang Legler Frizz, Dresden( Deutschl.) Böhm Ernst, Schwaderbach Baußen und Kamens gelegenen Granitbetriebe. Die Firma versucht mun beim Arbeitsnachweis in Baußen die Erlaubnis zu erwirfen 50 Pfla Inzwischen blieb dem Herrn O.-2.-G.-R. Io u sterfteinboffierer und Steinbrecher in der Tschecho" čet, der bereits voller Ungeduld auf den berühmten slowakei aniverben und einstellen zu dürfen. Vor Borišek wartete, nichts übrig, als eine unfreiwillige Zuzug von Steinarbeitern, insbesonders von Bos Gerichtspause eintreten zu lassen. Bortset begab fierern und Steinbrechern nach Baußen und Ka sich Itun int den anderen Verhandlungssaal, mens wird deshalb gewarnt. Kein Steinarbeite ( es blieb ihn, wie rasch er hingeführt wurde, lasse sich nach dort vermitteln! nicht einmal Zeit übrig, am Gange mit seiner " Flamme" zu plauschen) und hier klagte ihn Der Staatsanwalt Dr. Jelinek wieder wegen Paragraph 81( öffentl. Gewalttätigkeit). und§ 312 des St. G. B.( Beleidigung einer Amtsperson). Voříšek hatte nämlich im Wirtshaus zu den drei Amseln" in Beraun feineswegs wie eine Amisel lieblich gesun2. • 14.444 Pkt. 14.333 17 3. " 1 4. 13 5. Hackel Eduard, Ober- Hohenelbe 13.972 Wagner Oskar, Schreiberhau( D.) 13.418 Feuil Franz, Wien( Oesterreich) " " 1 12.758 " 6. " Steinmüller Mag, Schwaderbach 11.888 " 7. 8. 9 Günther Josef, Böhm.- Wiesental 11.833 Kraus Friedrich, Ober- Hohenelbe " 11.058 " 9. " Erlebach Eduard, Antoniewald 10.972 " " Schmied Johann, Neuwelt 10,944 2. " 7 Wagner Oskar, Schreiberhau 11. 19 Schier Walter, Morchenstern 10.861 97 ( Deutschland) 1 09 " 17 18" 12. " Schaffarsch Josef, Unter- Magdorf 10.833 ” 3. " Werner Friz. Jllmenau 13. " Misar Josef, Neuwelt 10.833 " ( Deutschland) 1 12 " " 06 14. 31 " Cech Rudolf, Dessendorf 10.278 4. Neumann Walter, Polaun 13 49, 1 " " 15. " Wistel Josef, Wien( Desterreich) 10.250 " 5. Steinmüller Max, Schwader16. " Sattler Josef, Schwaderbach 9.361 17 bach 1 13, 51 17. " 27 " Neuhäuser Adolf, Gablonz 9.195 • 17 1. Rang Alfons Thomas, Marienberg. 1 St. 08 M. 50 S. 10. 22 284567 Gewerkschaftliche Konzentration in England Der Generalvat des britischen Gewerkschaftsbun des hat für den 28. Jänner eine Konferenz aller angeschlossenen Verbände, die Arbeiter im Baugewerbe zu organisieren, zur Besprechung der Frage der engeren Zusammenarbeit im Baugewerbe anberaumt. Beite 6 Freie Vereinigung sozialistischer Akademiker. Einladung zu dem am Mittwoch, den 19. Jänner, um 8 Uhr abends im Karolinum( Eisengolje), Hörsaal IV, stattfindenden Vortrag des Genoffen Senator Dr. Carl Heller über Selbstbestimmungsrecht und nationale Autonomie. Dieser Vortrag ist öffentlich, es hat jeder Zutritt. Alle Partei- und Jugendgenossen werden auf diesen Vortrag besonders aufmerksam gemacht. Kunst und Willen. Brager Konzertsaal. Dienstag, 18. Jänner 1927. Opfer und mußten eine hohe Niederlage hinnehmen. Jhr bester Mann war der Torvächter, der durch sein gutes Können eine größere Torzahl verhütete. Schiedsrichter Fiedler bot keine gar zu gute Leistung Die Verhängung des zweiten Elfmeters gegen die Smichower war mehr als eine harte Straje. Auch seine Abseits- Entscheidungen waren nich: immer ein wandfrei. -ET. fität beherrscht, sondern auch über einen felten| Bungsgesuchen endet am 31. Jänner 1927. Die Gefchönen und großen Ton verfügt, eine Geigerin fuche sind an den Deutschen Theaterverein in Braz I., schließlich, die nicht nur mit den Fingern spielt, jon- Rytiřsta 28, zu übersenden. Auf Grund der einge dern auch mit den Herzen. An dem Prager Pia langten, als auch bis zum 31. Jänner 1927 noch nisten Eugen Kalig hatte die sympathische Stünft weiter einfangenden Bewerbungen wird der Deutsche lerin einen vartrefflichen Begleiter, der auch solistisch Theaterverein im Laufe des Monates Feber cin ihr ebenbürtiger Partner war. Wie immer die Verhandlungen pflegen. außerordentlichen Enfolg hatte der junge tschechische Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute Geiger Vaša Přihoda mit einem eigenen Son Dienstag( 59-3), 6 Uhr: Götterdämmt ezertabend. Jaroslav Rocian gab sein Jänner rung". Mittwoch( 61-1), 7 Uhr: Billen,( 1: 1). Infolge ihrer Australien- Tournee eröffneten AFK. Vršovice schlägt Vittoria Zizfow 2: 1 Ronzert gemeinsam mit der Sopranistin Jarmila rach und Karo". Donnerstag( 62-2), 7 die Wrichowiter auf ihrem Platze vorzeitig die LigaNovotná und dem Baritonisten Novak vom Freitag( 63-3), 7% meisterschaftssaison und konnten auch gleich einen tschechischen Nationaltheater. Bleibt für diesmal Uhr: Der Evangelimann". Samstag, 2½ schönen Erfolg einheimisen, indem sie die Viktoria nur zu berichten, daß in der ,, ll rania" eine vor Uhr Die Braut von Messina"; zeitige und denig glüdliche Beethoven Feier Die Zirkusprinzessin". 7 Uhr: jidher obfertigten, die in der zweiten Häfte start ab Sontag 2% fiel. stattfand( über die bereits von anderer Seite in Uhr, Arbeitervorstellung:„ Die Macht des Schicksals"; unfereur Blatte ausführlich berichtet wurde) und daß 7% Uhr: 3m weißen Rössl". die Prager Stadtgemeinde ihr 63. populäres 0 PE hr: Garten Edet". " " Slavia schlägt die Westgau- Elf 9: 0( 3: 0). Am Sonntags Orgeltongert abhalten fonnte, Spielplan der Kleinen Bühne. Heute Dienstag: Sonntag gaſtierte Slavia in Pilsen und fonnte bei dem durchwegs deutsche Tondichter( Bach, Cor. im Schloß" Donnerstag:„ Adieu mimi" gute Leistung des Innentrios, einen hohen Sieg erbei dem durchwegs deutsche Tondichter( Bach, Cor- opf oder Schrift". Mittwoch: Spiel nach einem schönen Spiel, besonders aber durch die nelius, Brahms, Rheinberger und C. A. Fischer) zu singen. Die meisten Tore erzielte Puč. Gehör kamen. c. j. Freitag: Das brennende Schiff". Samstag: piel im Sch Log"- Sonntag, 3 Uhr: Dober- Calais"; 7½ Uhr: 31ar, las dich nicht verführen!"- Montag, Bank beamtenvorstellung:„ Das brennende Schiff Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Aus der Partei. 1823 Sonstige Resultate. Brag: Nuselsky St. gegen S. Libeň 2: 2( 1: 1), Slavia 2 gegen Čechie VIII 5: 1( 3: 0), Meteor VIII gegen CAFE. 5: 3( 2: 1), Sparta Košiře gegen SR. Smichow 6: 3( 1: 1). Wien: WAC. gegen Wacker 2: 2( 1: 1), Slovan gegen Floridsdorf 1: 0( 1: 0), Vienna gegen BAC. 7: 1( 6: 1), Hafoah gegen Simmering 4: 1( 3: 1). Nürnberg: 1. FC. gegen SpVg. Fürth 2: 0. München: Wacker gegen Schwaben Augsburg 8: 0, 1860 gegen ASV. Nürnberg 5: 2. Bay. reuth: 1. FC. gegen Bayern München 2: 3. Leipzig: BfB. geg. Sportfreunde 5: 3, Bittorta gegen Arminia 3: 3, TuB. geg. Olympia- Germania 2: 1, Eintracht gegen SpVg. 4: 0. Dresden: 1 „ Siegfried". Auch dieser dritte Abend in ber zyklischen Aufführung des Wagner ichen„ Nibelungen"-Ringes fand vor nahezu ausverkauftem Hause statt, was beweist, daß gute Opernfunft zu guter Zeit in Prag noch immer Freunde findet. Leider wurde diesmal das Vertrauen des wagnerliebenden Publikums arg mißbraucht, denn eine so problematische Siegfried". Aufführung wie die samstägige, haben wir noch nicht erlebt. Sollten sich Opernvorstellungen dieser Art wiederholen, dann hat sich die Theaterleidung selbst die Schuld zuzuschreiben, wenn das Interesse des Publikums an der Prager deutschen Oper vollständig ertötet wird. An Stelle des erfrankten Herrn Sozialdemokratische Studentengruppe. Wir Guts Muts gegen Brandenburg Meißen 7: 1, BreuSaber sang ein Herr Otto Scheidl aus Reichen machen unsere Genossinnen und Genossen darauf ßen Berlin gegen Sportklub 1: 0. Berlin: berg ben Mime. Ein Sänger, der nicht nur stimm- aufmerksam, daß das Seminar der Bezirksorgani- Hertha BSC. gegen Wader 4: 2, en Bittoria gegen fich völlig unzureichend war, sondern auch musikalisch fation über das österreichische Parteipro- Berolina 6: 1, Brandenburg gegen Südostdeutschseinen Part nicht beherrschte. Wenn er, wenigstens gramm am Dienstag, dem 18 Jänner, and 4: 1. Hamburg: Norddeutschland gegen richtig zu deffamieren verstanden hätte, aber vom beginnt. Referat des Genossen Dr. Strauß über Mitteldeutschland 3: 2, St. Pauli gegen St. Georg Klingenlassen der Vokale und von gehaltenen Kon- den 1. Abschnitt des Programms„ Der Kapita- 5: 4, Rothenburgsort gegen Rienstädten 8: 0.jonantenverschlüssen, wie sie für den gesangsdekla- limits". Wir fordern unsere Mitglieder auf, Englische Liga: Newcastle United gegen Aston motorischen Stil unerläßlich sind, scheint dieser Sän sich unbedingt an diesem Sentinar zu beteiligen. Villa 2: 1, Blackburn Rovers gegen Birmingham ger feine Ahnung zu haben. Sein Mime war daher 3: 2, Bolton Wanderers gegen Leeds United 3: 0, ungenießbar und bereitere dem Hörer Qual statt GeCardiff City gegen Burnley 0: 0, Arsenal gegen muß. Ja, hat man denn maßgebenden Orts feine Derby County 2: 0, Tottenham Hotspurs geg. Ever. Ahnung von den Künstlerischen Eigenschaften dieses ton 2: 1, Huddersfield Town gegen Bury 3: 1, LeiSängers gehabt? Oder meint man, daß auf dem United gegen Liverpool 0: 1, Sheffield United peg. cefter City gegen Westham United 3: 0, Manchester Gebiete der Oper dem Publikum alles recht sein The Wednesday 2: 0, Sunderland gegen Westbrommuß? Herr Komregg, der den Wanderer sang, tooch 4: 1. ließ sich wegen Indisposition entschuldigen. Aber er hat seine Barrie selten so mit stimmlicher Brachtentfaltung und wirksamer musikalischer Gliederung gesungen wie gerade diesmal. Theodor Strad als Jung- Siegfried zeigte sich stimmlich ermüdet. Mustfalischer Leiter des Abends war Rapellmeister Hans Wilhelm Steinberg, dem wir nur innter wieder den dringenden Wunsch unterbreiten müssen, das Orchester mehr abzudämpfen. Vereinsnachrichten. abend an diesem Mittwoch- Abend entfällt wegen Freier Radiobund, Zweigstelle Prag. Der Klub des Vortrages des Genossen Dr. Heller. Die Mitglieder werden aufgefordert, diesen Vortrag zu be iuchen. Zurnen und Sport. Bürgerlicher Sport. # Die gegenwärtige allgemeine Rongertübersätti gung des Publikums hat die Konzertunternehmer und Konzerthünstler nicht abgeschreckt, auch int neuen Jahre 1927 Stonzerte über Konzerte zu veranstalten. Für den finanziellen Mißerfolg sind sie daher allein neranavonilich, feineswegs das Publikum, dem bei Den unaufhörlichen Wettlauf der Stonzertkünstler um, feine Gunst der Atem und das Geld ausgeht. Unter den zahlreichen Konzerten der Berichtszeit ist als wertvollstes fünstlerisches Ereignis das erste Abonnementskonzert des Deutschen& ammermusikvereins im Neuen Deutschen Theater zu nennen, bei dem erstmals das noite Wiener Streichquartett der Herren Kolisch, Khu ner, Did und Stutschewski spielte, dem in Brahms Klavierquartett opus 26 der ausgezeichnete Brager Pianist Eugen Kalig assistierte. Un gewöhnlich zahlreich waren diesmal die Solisten fongerte vertreten; Geiger und Bianisten beherrschten fast ausschließlich die Konzertfäle mit ibren teils mit Klavierbegleitung, teils unter orche stroler Mithilfe bewirkten Darbietungen. Eine kleine Der österreichische Profi- Sport lebt von den GelSensation bildete das Spiel des einarmigen dern der Arbeiter. In der am Samstag in Wien labicrbirtuosen Pant Wittgenstein in ftattgefundenen Generalversammlung der Landeseinem Stengerr der tschechischen Philharmonie, bei gruppe Wien des Arbeiterfußballverbandes wurden dem der Künstler als Novität für Brag die ,, Baria DIE. Profi gegen Čechie Smichom 8: 2( 2: 1)... im Rechenschaftsbericht als Schuldner der tionen über ein Thana von Beethoven"( aus der m großen und ganzen fonnte das diesmalige Spiel Sanbesgruppe aufgezählt: die erste Professional- Liga Frühlingssonate"). von dem Wiener Komponisten der Blauweißen nicht so befriedigen, trotzdem Patet mit 46.000 Schilling, die zweite und dritte Professio Fr. Schmidt zum Vortrage brachte, eine Komposi Felig Weingartner ist von der Allgemeinen und Kannhäuser mitmirkten und dafür ohne Bref- nal- Liga mit 5500 Schilling, der Sportklub Hertha tion, die voll unerhörter technischer Schwierigtetter mufitgesellschaft in Basel zum Dirigenten and fany und Jimmy antraten. Auf dem linken Flügel mit 33.000 Schilling, der Sportklub Simmering mit ist. Wittgenstein spielte das wirkungsvolle Werk zum Direktor des Konservatoriums berufen und debütierte Köchstein( PTE. Preßburg), über ihn ein 5000 Schilling und außerdem werden von der Vienna ebanjo technisch brillant wie temperamentvoll und mit vom Stadttheater aur Uebernahme einer Reihe von Urteil zu fällen, wäre perfrüht, denn er wurde nur für widerrechtlich eingehobene Straßenbauzuschläge gediegenſter Muſitalität.-- Ebenfalls in einem Ston Opernvorstellungen verpflichtet worden. Weingart- zeitweise beschäftigt und bildet keinen Gradmesser für 15.000 Schilling eingeflagt. Rund eine halbe fängerer Zeit wieder einmal die heimische junge ner läßt sich fest in Basel nieder und widmet sich später. Seuffert fam neben ihm nicht so sehr zur million Ke schulden diese bürgerlichen Profiausschließlich dem neuen Wirkungskreise. Geltung. Kannhäuser war durch sein Bausieren im Vereine den Arbeitern und man wird schon dafür Pianistin Gerta Korff hören, eine technisch und musikalisch beachtenswerte Künstlerin, die Heute„ Götterdämmerung" mit Lauren; Hofer Nachteil, seine Vorlagen waren diesmal mit wenigen Sorge tragen, daß sie auch aufs Bezahlen nicht verHeute„ Götterdämmerung" mit Laurenz Hofer namentlich durch ihre Ruancierungskunst im An- a. G. Die syklische Aufführung des Ring" findet Ausnahmen nicht viel wert. Einzig Pater im Bergessen werden. ein mit Bobor boten noch eine halbwegs befriedischlage zu feifeln versteht. Um bei den Pianisten heute mit der Götterdämmerung" ihren Abzu bleiben, jei ein schöner Beethoven- Abend schluß. Für Theo Strack, der plötzlich an einer schme- geiſtung. Steffl hingegen tam wie gewöhnlich erst Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß schwegende Leistung. Im Half bot Streil eine sehr gute bes reichsbeutschen Pianisten Severin Eisen- en Grippe erkrankt ist, singt den Siegfried Laurens nach der Bause etwas in Schwung und der rechte berger genannt. Die schäßenswerten pianistischen Hofer von der Wiener Staatsoper. Dirigent: Alegan half, ein Amateurspieler, fiel gang aus dem Rah Eigenschaften dieses Meisters der Taste, die man bei der Zemlinsky.( 59-3.) Anfang 6 Uhr. men. Die Verteidigung Weigelhofer- Wholek zeigte jeinen früheren Prager Konzerten( Eisenberger Arbeitervorstellung. Berdis große Oper Die gute Abwehrarbeit und hatte in der ersten Halbzeit spielte auch einmal als Gast in einem philharmo- Macht des Schicksals" in der neuen Werfer- mehr als genug zu tun, da im Sturm wie im Saff nischen Konzerte des Deutschen Theaters) kennen schen Fassung als fünfte Arbeitervorstellung am fein System war und der Ball immer in den Füßen Ternie, leidenschaftlicher Vortrag, elementare An Sonntag, dem 23. Jänner, um balb 3 Uhr im Neuen der Gegner landete. Taussigs Können scheint mehr schlagstraft, tlore Phrasierung und außerordentliche deutschen Theater. Kapten täglich bei Optifer zurüdzugehen, als besser zu werden. Die Tore der rhythmische Straffbeit, kamen auch diesntal bestens Deutsch, Prag, Graben 25. Die für„ Jenufa" ge- Smichower resultierten einesteils aus schwaches Ballzur Geltuna. Unter den übrigen Instrumental löften Starten gelten für„ Die Macht des Schicksals". fangen und schlechten Postieren. Die Smichower solisten möchten wir an erster Stelle die aus der Die Bewerbungen um das Deutsche Theater. waren in der ersten Halbzeit ein fast ebenbürtiger Schule der Prager Deutschen Musikakademie hervor Bom Deutschen Theaterverein erhalten wir folgende Gegner und verstanden es infolge der verworrenen gegangene junge Geigerin Frl. Hilde Lang her Mitteilung: Beim Deutschen Theaterverein in Prag Spielweise der Blautveißen, auch einen offenen vorheben, eine Geigerin, die ihrer Stunft mit ganger sind bereits zahlreiche Bewerbungen um Kampf herbeizuführen. Nach der Pause freilich fieSeele und Hingabe dien, die die Technik ihres In die Direktion des Deutschen Landestheaters eingelen fie doch ihrer mangelhaften Durchbildung und N TEPLITZ- SCHÖNAU struments nicht nur mit selbstverständlicher Virtuo langt. Die Frist zur Ueberreichung von Bewer- dem Fehlen von Ausdauer dem schnellen Tempo, zum gerte der tschechischen Philharmonie ließ sich nach Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Prag. Für den Druck verantwortlich: O. Holil. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT Gesellschaft m. beschr. Hafi empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen, Or ganisationen, Gemeinden und Kaufleuten sur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern, Broschüren, Zeitschriften. Zirkularen Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten, Flug. schriften, Fakturen. Briefpapieren usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb Tischlergasse Nr. 6. Liebe und Tod in der Luch- deriertelstunde gelogen war und daß er minde- auf, macht auf, um Gotteswillen schrie ich und zu erheben.„ Hilfe! Hol' Hilfe!" rief ich und dann fabrit Von Heinrich Lersch. ( Schluß.) Da hörte ich eine Mädchenstimme, Wo ist der Geselle?" fragte die. Nein, steig auf das Gerüst, nimm den Schraubenschlüssel, mach die Schrauben los, der Gefelle läßt mich nicht heraus, mach los, mach los, ich verbrenn!" schrie ich und schon hörte ich, wie sie da oben den Schlüssel ansette und mit ruckenden Stößen arbeitete. Er aber wußte genau wie ich, daß das mit wenn es das eigene Leben gekostet hätte. Macht ich könne hindurch. Aber ich war zu schwach, mich stens anderthalb Stunden brauchte. So war ich schlug und schrie. glaubte ich, die Lunge sei mir verbrannt. Die der brutalen Macht ausgeliefert. Durst quälte Hände glühten unt das Leiterholz und das war das mich, mehr noch das große Bedürfnis und die lette Gefühl. Als ich erwachte, lag ich im Pförtschwitzende Hize. Daß mein neues Liebchen vernerhaus. Schwitzend unter Decken brannte mein geblich auf mich wartete, war mir in dieser Lage Hals nach Wasser. Ich trant, ohne zu sehen, wer bollkommen gleichgültig. Sie würde sich mit einem mir das Glas gab. Dann fühlte ich einen Ruß auf Also hockte ich mit schmerzendem Rüden wei anderen trösten und morgen wäre ich so wie so meinen wehen Lippen. Und roch den Dunst aus ter, horchte auf den Schritt des Vorbeigehenden, wieder in einer anderen Fabrit. Wenn ich bedachte, Appretur und Bleicherei: das Mädchen von heute Tauschte, ob ich nicht den Hamnterschlag aus der daß ich vor einer Stunde noch vom schönen Sormittag lachte mich an. Und der Geselle schlug sich fernen Schmiede vernähmte... Nichts. Aber es rent geschwärmt, fiel mir auf, daß ich da noch frei ,, Andersherum!" schrie ich, denn wie alle, die fortwährend an den Schädel und sagte:„ Das schien, als brodelte der Dampf heftiger herauf. atmen konnte. Sonst hätte ich doch nicht singen nicht täglich mit Schrauben umgehen, drehte sie fonnt keine Sau wissen! Das glaubt doch kein Da, endlich! flapperten die Ketten des Bugs und können. Jetzt stach mir jeder Atemzug in der erst verkehrt herum, dann aber hörte ich, wie die Schwein! Das Mädchen hat ihn vorm Tod und der Gesell schrie durch die Schraubenlöcher, daß in Lunge, mein Kopf quoll wie ein Schwamm, und Mutter lose lief und der Bolzen umklappte. Wie mich vor dem Zuchthaus gerettet. Das glaubt doch zehn Minuten alles erledigt jei. Das Scharnier als fielen mir die Augen aus den Höhlen, so lange es dauerte, das weiß ich nicht, aber da schrie kein Mensch, daß ich nicht das Beste getoollt!" müsse passen. Und das Scharnier wurde angelegt, drängte der Schädelinhalt nd drückte sie heraus. fie mich aus dem Halbdunkel, in dem ich versun- Der Fabritskutscher brachte mich auf dem ich traute meinen Augen nicht... Aber, so war Nun gab ich mich ans Lauschen, aber zu meiten war, an: ,, Was nun?" Bolderwagen nach Hause. Mein Vater machte Die es, noch ein paar Millimeter fehlten zwischen Kes- nem Entsetzen vernahm ich nur, daß von unten Zieh an der Kette!" So laut ich konnte, rief Arbeit mit fertig. Ich mußte drei Tage im Bette jel und Scharnier. Und troß meinem Gebrüll zog her das Wasser heftiger brodelte und in langen ich, aber sie verstand es nicht, nun börte auch ich liegen. Dann feierte ich den ganzen Juli krank. Der Gesell ab. Er wollte nicht noch eine Stunde Stößen hochkochte. Mit den letzten Kräften, so nichts mehr. Mit Krampf und Schmerz preßte ich Als ich den ersten Gang tat, sah ich die Schöne, Yos- und festschrauben, um mich für eine Viertel- glaubte ich, trommelte ich den Hammer an die mich an die Leiter, den Kopf am Deckelspalt, ver- wie sie von einem Schreiber nach Haus gebracht stunde an die Luft zu lassen. Eine Viertelstunde Kesselwand und schrie um Hilfe, obgleich ich suchte durch das Schraubenloch zu schreien, aber wurde. Im Augenblick glaubte ich, ich wäre doch müßte ich es aushalten, dann könne die Nacht über wußte, daß mich niemand hörte, und hätte man mein Hals war zu. beffer im Kessel verreckt, als dies erleben zu müs gebohrt werden und alles set in Ordnung. Das mich gehört, man hätte mir nicht geglaubt. Stein Da, da hob sich der Deckel, Luft strömte, falte fent, Aber, was sollte sie mit einem Kranten? Auf mit dem Dampf, das glaube er mir nicht, er fenne Gefell glaubt einem Lehrjungen, tenn sie werden Luft, daß ich husten mußte; und nun stieg der dem Rückweg fain ich an einem Zirkus vorbei. Ich Lehrlingsschwindeleien, und wenn ich leibliche Be- zu oft von den Burschen genarrt, und ich war feine ganze Schwalch von unten her in so dicken Men- befreundete mich mit dem Heizer der Lichtmaschine dürfnisse hätte, die solle ich verdrücken oder in den Ausnahme. Wenn sie gewußt hätten, daß mit dem gen heraus, daß ich jetzt fast noch eher verbrannte und verliebte mich in die schlanke Reiterin. Aber Steffel machen, ich hätte ja selbst den Genuß davon. Feierabend der ganze Druck auf die Leitung gegan. als bei geschlossenem Gefäß. Aber das Rasseln der die war auf den Clown scharf. Nun weiß ich nicht, Man müsse als Steffelschmied alles ertragen fön- gen und ich tatsächlich der Gefahr des Verbrühens, Stette jagte mir, daß der Deckel sich heben müsse; was leichter ist: die Kesselschmiederei oder die nen. Dafür sei ich Lehrling, um ein Mann zu des Gekochtwerdens bei lebendigem Leibe ausge- ich sah fast nichts mehr vor lauter Schwalch, da Liebe zu lernen, fest zar, natürlich, sie hätten mir geholfen, und rief das Mädchen, ich solle den Kopf herausstrecken, werden.