1201 amperpreis 70 Seller. Redaffion und Verwaltung: Prag, U., Nefazanta 18. Telephone: Sagesredattion: 26795, 31469. Regtredattion: 26797. Poftihedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Mittwoch, 19. Jänner 1927. Klaffenfront zurückgetrieben werden. Nach FestNurjolange die Arbeiter und Ange ft e II ten glauben können, daß auch die Industriellen, Beamten Kleritale und Kleritale. ftellung dieser simplen Wahrheit sagt Lambach: Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die l'ost monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig Kē. 16.48.Sp 96.192.OF Rückstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Refourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüh Die Revolution in China. Um das Schidial der europäischen Schußgebiete. Nr. 15. Zur selben Zeit, da bei uns die Ralliierung ber Parteien ber begüterten Klassen zur Niederhaltung und Ausbeutung der arbeitenden Massen und Landwirte in ihren Parteien London, 18. Jänner. Die Lage in China| beschränken würde, während es kaum zu einem erfolgt ist, waren auch in Deutschland Bestrebun- ihr Standes- und Klasseninteresse wird noch immer als kritisch und sehr bewaffneten Widerstande kommen würde, wenn gen auf Bildung eines Bürgerblocks im Zuge. dem Voltsinteresse unterordnen, schwierig angesehen. Betreffs der weiteren die regulären Kantontruppen Schanghai besetzen Hindenburg selber war es, der die Deutschnatio. wie sie es selbst tun, werden sie die Entwicklung herrscht Unsicherheit. wird wollten. 11 Behntausend burgenländische Bauern wählen sozialdemokratisch! Großer Erfolg der Sozialdemokraten bei den Wahlen in die burgenländische Bauerntammer. Ein Viertel aller Stimmen rot. Die Kleritalen geschlagen die großbäuerlichen nalen für eine Bürgerblodregierung zu gewinnen Arbeitnehmermassen beiden bir- neuerdings bestätigt, daß die englische Re- Die Angriffe der Kantrontruppen haben die fuchte. Der ehemalige Reichswirtschaftsminister gerlichen Parteien festhaltentöngierung bereit ist, in vernünftige Ver- Mandarine im Norden in ihrem VerhalDr. Curtius wurde ausersehen, den„ Zug nach ne n. Treffen sie bei den Vertretern der anderen handlungen auf liberaler Grund- en gegenüber den Ausländern aufgemuntert. Die rechts", für den sich unsere deutschen Christlich- Berufsstände auf falten Klassenegoismus, so lage mit einer Regierung, welche tatsächlich die Frage aller ausländischen Konzes fozialen unter Führung des tschechischen Agra- werden die betreffenden bürgerlichen Parteien Autorität in China befißt, einzutreten. sionen in China reift langsam der Entschei riers Svehla jo freudigen Herzens entschlossen, rasend an Wählern und Einfluß britischen Konzession besiegelt zuorden und Süden ist eine Aeußerung eines In Hantau scheint das Schicksal der bung entgegen: Für das feindselige Verhalten im auch in Deutschland einzuleiten. Bei uns wie verlieren. Sie sind nur groß, solange sich sein, denn Minister Tschen will sie verschiedenen Sohnes Tschangsolins bezeichnend, welin Deutschland ist eine Regierung der politi Arbeiter und Angestellte finden, die an die Meldungen zufolge nicht herausgeben und von cher erklärt haben soll, er würde den Kantonschen, sozialen und wirtschaftlichen Reaktion Uneigennützigkeit ihrer Parteiführerschaft und irgendeinem bewaffneten Einschreiten seitens Eng- truppen zu Hilfe eilen, wenn die Engohne Zustimmung und Teilnahme der katho- ihrer Abgeordneten glauben.... lands ist überhaupt keine Rede. Es handelt sich länder den Versuch unternehmen wollten, Hankau weiteren Ronzessionen in mit Gewalt zu nehmen. lisch- klerikalen Parteien nicht möglich. Aber wäh- Hier ist der Schlüssel für das Verhalten m rend ihre Bildung bei uns, jogar trotz der des Zentrums zu suchen! Seine Entscheidung menden Informationen zufolge, wird bisher zwi- Aus verschiedenen Teilen Innerchinas Shanghai. Den aus amtlichen Streifen stamnationalen Gegenfäße, spielend leicht gelang, gegen die Bürgerblockregierung ist ein Beweis, schen den beteiligten Mächten über Schanghai laufen Meldungen über Unruhen ein, die von und niemand sich vorstellen könnte, daß unsere wie jede Partei, will sie nicht Boden unter den verhandelt, doch sind die informierten Kreise der Chinesen gegen Ausländer verurdeutschen Christlichsozialen jemals zögern wür Füßen verlieren, der steigenden Macht des Pro- Ansicht, daß sich eine eventuelle Aktion nur gegen jacht werden. Es sind hiebei keine Men= den, mitzutun, wenn die Möglichkeit besteht. letariats Rechnung tragen muß. Das Zentrum, die Angriffe einer unverantwortlichen Volksmenge ich en opfer zu beklagen. die Interessen der arbeitenden Bevölkerung der das in seinen Reihen viele christliche Arbeiter Habgier der Besizenden zu opfern, hat das und Angestellte hat, kann und darf sich nicht tleritale Zentrum in Deutschland allein als Anwalt derer, die auf der diesseitigen Herrn Hindenburg die Suppe verjalzen und Welt die Schäße befizen, die von Rost und dem Dr. Curtius einen Abjagebrief geschickt, Motten gefressen" werden, zu erkennen geben, durch welchen dessen Mission zum Scheitern ge- sonst käme der Zentrumsturm gar bold ins bracht wurde. Hier Klerikale und dort Wanken. Die in den christlichen Gewerkschaften Kleritale und doch: wie verschie organisierten Arbeiter wollen sich mit dem verden ihr Verhalten! Sier sind sie mit heißenen besseren Jenseits nicht zufrieden geben fliegenden schwarzen Fahnen in die antisoziale und von Weihrauchwolfen benebeln lassen, fic tschechisch deutsch- sipwakische Bürgerfoalition ein verlangen nach fräftigerer Nahrung, als es das Den 16. Jänner 1927 wird man sich merken] ntit der fämpfenden Arbeiterschaft zum Sturze der gerückt, dort haben sie durch ihr Nein die Bil- fromme Gesalbader ist, mit dem hierzulande müssen. Dieser Sonntag ist einer der denkwür- bürgerlichen Herrschaft in Oesterreich führen muß. Zum ersten mal hat das Agrarpro= dung einer Rechtsregierung die übrigens die Chriftlichsozialen ihre Arbeiterwähler und digsten in der Geschichte der Arbeiterbewegung, wicht annähernd so brutal gegen die Arbeiter Gewerkschaftsmitglieder traktieren. Honigjüße ein Tag von wahrhaft historischer Bedeutung. Er gramm unserer österreichischen Genossen seine gerichtet gewesen wäre, wie es unsere Regie- Reden u. Appelle an die Mildherzigkeit des Un zeigte zum erstenmal auf mitteleuropäischem Bo- Werbekraft bewiesen. Es hat ein ganzes Viertel rungstoalition ist verhindert. ternehmertums hai der„ christliche" Proletarier den das Bündnis des Kleinbauerntums mit der der Bauernwähler überzeugt, daß ihr Blah nicht Arbeiterschaft verwirklicht, er beweist, daß die an der Seite der Pfaffen und Grundbesizer, der Wir sind natürlich weit davon entfernt, die nur allzu oft gehört, ohne daß sie ihm die Last soziale Revolution auf dem Lande marschiert, daß Bankiers und Industriebarone, sondern an der reichsdeutsche Zentrumspartei als Anwalt der seiner Arbeitszeit auch nur um eine Minute die Burgen der Rustikalisten und feudalen Grund- Seite der Arbeiter ist. Troßdem- wie die ,, Ararbeitenden Klassen irgendwie zu überschäßen. verkürzt oder seinen fargen Lohn um einen herren, der Großagrarier und Pfaffen auf dem beiter- Zeitung" schreibt Steine fleritale Bartei, auch nicht das Zentrum, Pfennig vermehrt hätten, er will sich auch von Dorse erschüttert sind. Zehntausend von Bürgermeister viele Kleinbauern um ihr Wahlburgenländischen recht brachten gelang der große Schlag gegen die fann aus ihrer Haut heraus. Immer und über dem himmlischen Eiapopeia nicht länger in vierzigtausend all sind die Klerikalen die Partei der Schlummer wiegen lassen, und so sieht sich das Bauern haben sozialdemokratisch ländliche Bourgeoisie. Von den Stimmen und Kirche, und daß diese nach weltlicher Bentrum gezwungen, dem erwachenden Klassen- ge stimmt, haben den Grundherren und Groß- Mandaten erhielten: Macht strebende Institution es nicht beipuistjein der katholisch gesinnten Arbeiter- bauern den Kampf angesagt, der in einer Front mit den Armen und Enterbten, sondern mit den wähler bis zu einem gewissen Teil Konzessionen Mächtigen und Besitzenden hält, dafür liefert zu machen. Es muß wenigstens so tun, als ob ihre Geschichte eine endloie Stette von Beweisen., wenn schon nicht den Kapitalismus, so doch Dem ganzen Wejen nach steht die Kirche, steht seine ärgsten Auswüchse, bekämpfen würde. auch das Zentrum feindselig gegen das Prole- tennzeichnend für die Stimmung in Zenfariat, gegen die soziale Gerechtigkeit, ihrer frumskreisen ist eine Broschüre, die Dr. August sozialen wird verschärft durch den Erfolg des Dörfern, die, dem klerikalen Terror troßend, zäh ganzen Natur nach haßt und fürchtet sie den Pieper, Prälat und oberster Leiter des Volksfreiheitlichen Landvolkes. Unter 32 Bauernber- und treu zu unserer Sache halten, eine anfeuernde Sozialismus, aber auch schon jeden sozialen und bereins für das katholische Deutschland heraus- tretern in einer reinen Bauerndammer werden Ermutigung sein. Und er wird vor allem die städtische und fulturellen Aufstieg der Arbeiterklasse. Lange gegeben hat und in der er schreibt: Der ent- acht, also ein Viertel Sozialisten sein! 14 ChristUeberzeugung genug ist auch das Zentrum auf den Spuren scheidende äußere und innere Zwang zur lichsozialen stehen im Lande der Konkordatsschule industrielle Arbeiterschaft in der der fapitalistischen 18 freiheitliche Vertreter gegenüber. Die Chrift befestigen, daß es unermüdlicher, energischer ArDes berüchtigten Vereines zur Be= tämpfung der Sozialdemokratie" Wirtschaftsgesinnung wird entweder lichsozialen büßen ihren Volksverrat an dem deut- beit gelingen kann und gelingen muß, das Bündgewandelt, und lange genug hat es in diesem vom Sozialismus ausgehen oder diese schen Burgenland, büßen es, daß sie mit den nis der Arbeiter mit den Kleinbauern zu begrünGeiste die Mitglieder der christlichen Gewerk Wandlung wird ausbleiben.... Der mo ungarischen Aristokraten gegen die Republic und den, das allein die Macht des Kapitals brechen schaften zu beeinflussen gesucht. Wenn es heute derne Sozialismus ist die stärkste Gegen- gegen Deutschösterreich fonspiriert haben. Die kann. feine Haltung nach augen geändert hat, so wäre wirkung, die der Geist des Kapitalismus her: dischen Bauer entschieden abgelehnt. Es ist ein Burgenland, dann gäbe es teine bürgerliche magyaronischen Pfaffen wurden vom burgenläns és versehlt, anzunehmen, der katholische Kleri borbrachte". Die zentrümliche Pfaffentlugheit Sieg des republikanischen, des frei. Mehrheit in Oesterreich! Daß wir im Burgenfalismus hätte dies freiwillig getan, hätte der weiß, daß sie mit der rohen Polizeifauft und heitlichen, des sozialistischen Ge- land schon so weit sind, das stärkt unsere Zuverarbeiterfeindlichen Tradition der Kirche seine mit den Verdrehungen der Bestrebungen des dankens, der errungen wurde. Seine Bedeu- ficht, daß es gelingen kann und wird, auch in den Gefolgschaft aufgekündigt und sich von seiner Sozialismus nicht mehr das Auslangen findet. tung liegt in der Erstmaligkeit der Erscheinung. anderen Ländern die Kleinbauern aus der GefolgDarum gilt, was die Arbeiter- Zeitung" im schaft der Bourgeoisparteien zu befreien, im fündenbehafteten Vergangenheit innerlich und Daher die Schwenkung, daher auch das ängstliche Bemühen, hübsch in der Mitte zu schwim- Namen des österreichischen Proletariats den bur- Bunde mit den Kleinbauern die Herrschaft der dauernd abgewendet. men, damit die christlichen Arbeiter nicht zur genländischen roten Bauern zuruft, ähnlich von Bourgeoisie zu brechen! Darum Dank und Gruß den Kleinbauern Man wird die Wandlung des Zentrums Partei ihrer Klasse überlaufen, denn dann wäre allen anderen Arbeitern Europas, die an der vielleicht am besten verstehen, wenn man liest, es mit der Zentrumsherrlichkeit rasch vorbei. Siegesfreude teilhaben: des Burgenlandes, die die Hoffnung, die 3uverDieser erste große Sieg unserer roten Klein- sicht unserer aller stärken! was jüngst der Abgeordnete der DeutschnatioBei uns glauben sich die Christlichsozialen bauern wird allen unseren Genossen, die in den Die Arbeiterschaft der Fabriken und Werknalen Volkspartei Lambach in der Politischen Wochenschrift" geschrieben hat, Er hat nach aller Rücksichten ledig, glauben dem Geist des anderen Bundesländern in schwerer, opfervoller stätten, der Bergwerke und Bauten, der Büros dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Sozialismus, dem Willen und Kampf der Men- Arbeit den Gedanken des Sozialismus in die und Kontore, grüßt ihre Kampfgenossen in den Reich die Feststellung gemacht, daß man zwei fchen nach einem beſſeren Leben im Diesseits Massen der Armen und Bedrückten der Dörfer Dörfern. Sie wird ihnen Treue halten! Drittel aller Lintsangehörigen feinen Tribut leisten zu müssen, noch glauben zur Arbeitnehmerschaft rechnen fönne. Wenn nach reinen Klasseninteressen fie, ihres starken proletarischen Anhanges sicher gewählt würde, so hätten die Parteien der Ar- zu sein, darum sind sie ohne Skrupel und Bebeitnehmer die absolute Mehrheit. Lambach be- denken unter die von Švehla entfaltete Fahne Berlin, 18. Jänner.( Eigenbericht.) Der fürchtet nun, es könnte durch die Errichtung der antisozialistischen Bürgerblockregierung ge- Reichswehrgeneral Reinhard hatte kürzlich in der Reichswehr zu politschen Aeußerungen veranlaßt und einer Bürgerblockregierung die Eröffnung des eilt. haben schamlos für die Hungerzölle ge- Deutschen Allgemeinen Zeitung" einen Artikel ver- noch dazu in einer Art, die ihre Spiße offen gegen die politischen Klassenfampfes von Angehörigen des Bürgertums gegen die Vertreter der Arbeitnehſtimmt, die sie sich mit der Erhöhung des Ein- öffentlicht, der die demokratische Partei in beleidi- republikanischen Parteien richtet, Bei den Demokraten hat dies gegen Geßler Reichswehrgeneral selbst die Reichswehrmer in den bürgerlichen Barteien die von Ar- kommens der Geistlichen honorieren ließen. gender Weise angriff. Heute wird bekannt, daß der beitnehmerseite mühjam überbrückte Kluft auf- Aber die Zeit wird kommen, da diese Schand- tomandos veranlagt hat, sich über die Haltung der itarte verstimn mung hervorgerufen, ihre Preffe Linksparicien im Reichstag gegenüber der Reichswehr verlangt, daß Geßler seine Ministertätigkeit endlich gerissen und die sich zur„ Voltsgemeinschaft" talen ihre Vergeltung finden werden! 31 äußern. Die Meinungsäußerung des Generals beendet. bekennenden Arbeiter und Angestellten in die " 1 " Wandlung 11 die Sozialdemokraten 10,640 Stimmen und 8 Mandate, die Christlichlozialen 18.193 der Landbund..... 13,782 14 99 99 " 10 99 99 39 Die Niederlage der Christlich- tragen, er wird allen unseren Genossen in den Geßlers neuestes Hu'arenstück. Der Reinhardartikel von ihm bestellt. Wären wir überall schon so weit wie im Reinhard habe Geßler für so wertvoll gehalten, daß er selbst die Veröfentlichung ange ordnet habe. Geßler hat also persnölich Kommandostellen der Selle Es wird sich alles von selbst ändern!" ,, Es Der Justizminister in Komotau. Jämmerliche Berteidigung der christlichsozialen Regierungspolitit. dern!" Wir glauben, es wäre besser, wenn der Jurist Mayr- Harting nicht den Medizinern ins Handwerk pfuschen würde. nur Mittwoch, 19. Jänner 1927. haben die Sozialdemokraten nichts einzuwenden, aus der Sand zu reißen sich bemüht, wieder in der Absicht, die weiteren Verhandlungen unmöglich zu machen. Kreibich soll aus der Ministerbank eine Tafel herausgedrückt und damit auf die Pulte geschlagen haben. sollen die Priester von jenen bezahlt werden, die sie brauchen, und nicht aus allgemeinen Steuergeldern. Wie schlecht aber die Stirche ihren eigenen Leuten zahlt, Den meisten Stoff für die Anklage liefert die Sigung vom 19. Juni, in der die Kongruaabstimmung unter sehr stürmischen Verhältnissen Einen Sturm der Entrüstung erweckte es, als vor sich ging. Da unternahmen nach der Anklage einige Abgeordnete unter Führung der vier Kes Genosse Kaufmann darauf verwies, daß die munisten einen Angriff auf die ParlaChristlichsozialen auch Feinde der Kriegsverlegten ments tribüne, wobei Harus dem Vizeprä An den Pranger gestellt muß aber werden, daß der Justizminifter erklärte, die Sozial- find, deren Renten sie fürzen helfen. So hat De- sidenten die Abstimmungsfarten wegnahm und de motraten hätten für die Pensio- chant Wieden in der Komotauer Versammlung Safranko ihm die Glocke entriß und damit zut der Kriegsverlegten erklärt, seine Partei werde läuten begann. Jilek habe den Vorsitzenden vom nicht gegen die Kriegsverletztenforderungen auf- Sessel herunterzubringen versucht und Harus mit einem Sessel gegen ihn gezielt. Kreibich sei wietreten; sie hat es aber doch getan. der den Referenten Nofel angegangen und habe ihn am Halse gepackt. Dann heißt es weiter: Montag abends fand in den Parksälen in nichts, es wird sich alles von selbst ändas fönnen alle Kapläne bestätigen. Stomotau eine christlichsoziale Parteiverfammhung statt, zu der aber öffentlich Einladungen ausgegeben worden waren, weshalb der Obmann der Komotauer Christlichsozialen es nicht umgehen fonnte, mit unseren Genossen eine Redezeit zu vereinbaren, wodurch es Genossen Abg. Sauf nann möglich war, die Mätzchen des Justizminin isten Anträge eingebracht, bei de crs, die er sich in seiner Rede leistete, ins rechte ran Annahme ,, die Pensionisten in Saus und Licht zu rücken und die Wahrheit aufzuzeigen. Braus leben würden". Damit wollte der Minister Jedenfalls wird der Justizminister die Lehre aus wohl sagen, den Pensionisten gehe es schon gut dieser Versammlung nicht so bald vergessen. genug, die brauchen keine Aufbesserung der fargen Bezüge. Pensionisten! Merkt euch das! So spricht ein deutscher Christlichsozialer! Nach dem Minister fam Außerdem zerpflückte Genosse Kaufmann die Mäßchen des Ministers, die Angriffe auf die sozialdemokratische Partei sein sollten, wofür er bei der großen Mehrheit der Versammlungsteilnehmer stürmischen Beifall fand. Sodann sprach der Kommunist Turek, wor= auf ,, infolge der vorgerückten Stunde" der Vorfizzende die anderen, die sich zu Worte genteldet hatten, nicht mehr reden lieft. ,, Um doch die Abstimmung zu ermöglichen, Mit einer beträchtlichen Verspätung fam der wurde auf die Präsidententribüne ein eigener Justizminister Mayr- Harting in die VerBeamter berufen, dem aufgetragen wurde, sammlung und entschuldigte sich damit, daß vorher das Zeichen zur Abstimmung zu ge= der erste Ministerrat stattfand, an dem alle Mitben. Kaum daß der Angeklagte Josef Sneizlik glieder teilnahmen. Da scheinen die Herrschaften ja Genosse Abg. Kaufmann diesen Beamten bemerkte, stürzte er sich auf die ziemlich spät zueinander den Weg gefunden zu haTribüne und vertrieb ihn von seinem Platz." ben. Der gleichfalls als Redner angekündigte Prä- Worte, der eingehend die volksfeindliche Politik Aus dem schlichten Schlußwort des Ministers Daß ein Beamter der Hauses die Abstimmung lat eierfeil tam überhaupt nicht. So mußte der Christlichysozialen aufzeigte. Er schilderte die denn der Justizminister in einschläferndem Vor- großen Lasten, die der Bevölkerung durch die war zu entnehmen, daß der bekannte Zwischenfall leitet, ist allerdings eine bisher auch guten Stennern lesungston die christlichsoziale Regierungs- Futter- Bölle aufgehalft wurden, über die der Herr Mini- im Budgetausschuß nur dadurch entstanden sei, der Geschäftsordnung noch unbekannte Sache, in die frippen Politit zu rechtfertigen versuchen, wobei ſter nur mit ein paar nichtssagenden Phrasen hin- weil er den deutschen Abgeordneten deutsch ant- hoffentlich das Verhör noch Aufklärung bringen er allerdings selbst Zweifel an dem Erfolg der Re- weggeglitten sei. Besonders geißelte Genosse Kauf- worten wollte, was aber die Tschechen nicht er- wird. Kneizlit habe sich dann gegen Nofer gemen gierungspolitik nicht unterdrücken konnte. Er sagte, mann die Verhöhnung der Opposition laubten. Damit hat der Minister unfreiwildaß die wirtschaftlichen Beweggründe die durch den Minister, die gegen die rücksichtslose lig zugegeben, daß die deutschen Re- det und ihn an der Hand gepackt, um ihn zu verChristlichsozialen veranlaßt hätten, für die Zölle, bürgerliche Mehrheit nur durch energische Mittel gierungsparteien nichts zu sagen hindern, die Abstimmung zu dirigieren. Durch diese Diese Entrüstungsstürme ha ben, sondern machen müssen, was Szenen auf der Tribüne waren nach der Anklage die Beamtenvorlagen und die Kongrua zu stim- protestieren konnte. men. Ueber die Zölle sagte der Justi minister nannte der Minister geringschäßig das Geräusch", ihnen die Tschechen befehlen. Der der Vorsitzende und der Referent am Leben bedroht. selbst, daß er nicht zu erklären anstehe, daß es hun- unter dem die Vorlagen angenommen wurden. Justizminister und die Christlichsozialen dürften nejzlit endlich wird weiter beschuldigt, er dert Gründe für und hundert Gründe gegen die Der Minister und seine Partei machten aber selbst sich die Blamage, die sie sich in dieser ruhig verHando durch einen Wurf für die volksschädigenden Zölle entschlossen, wurde Gegen die ordentliche Bezahlung der Geistlichen nale" geschlossen wurde, nicht sobald vergessen, letzt. Der angerichtete Schaden an der Parlamentsdamit begründet, daß der Bauernstand ein einrichtung betrug 5339.80 K. wichtiger Stand" set und die Zölle brauche". Deshalb hätten die Chriftlichsozialen für bie Zölle stimmen müssen, selbst wenn dadurch für andere Stände Lasten erwachsen. Wenn es gelten wird, für eine Arbeiterforderung einzutreten, dann dürfte der Herr Justizminister sicher nicht so reden! Wertvoll ist jedenfalls das Geständnis, daß die 3ölle für die Bevölkerung Lasten bringen! Für die Beamtenvorlage hätten die Zölle gibt. Warum sich die Christlichsozialen dann in den früheren Jahren das Geräuch" mit. laufenen Bersammlung, die mit der Internatios mit einem Stüd Holz getroffen und im Gesicht verDer Zoll- und Rongruafturm vor dem Strafgericht. Der Tribünensturm verliert beträchtlich an Effett.- Doltalets merkwürdige Dostalets merkwürdige Ansichten über die Handhabung der Geschäftsordnung. Prag, 18. Jänner. Heute vormittags um Tie Anklageschrift Das Verhör. Die Verhandlung begann um 9 Uhr vormittags mit der üblichen Verlesung der Generalien sowie der Anklageschrift. Da für das Auditorium nur eine beschränkte Zahl von Eintrittsfarten ausgegeben war, war der Andrang des Publikums nicht sonderlich groß. Dafür war das Polizeiaufgebot im Gerichtsgebäude ziemlich Als erster wird der Christlichsozialen stimmen müssen, obwohl die Vor- 9 Uhr begann vor einem Senat de Brager entwirft zunächst ein möglichst ausführliches Bild beträchtlich; Geheimpolizisten jaßen auch unter lage den Wünschen der Beamten nicht entsprach. Landesgerichtes unter Vorsitz des DLGR. No von den in Frage kontmenden Parlamentsverhand- dem Auditorium. Aber die Vorlage hebe die Zeitvorrüdung botny der Prozeß gegen die kommunistischen lungen. Anfangs wird behauptet, daß der Vorauf, die der Minister als„ Prämie für die Faul- Abgeordneten Sarus, Safranto, reibich fibende Malypetr vor der Sitzung am 9. Juni in heit" bezeichnete. Gleichzeitig sagte er selbst, daß und Filet und gegen den tschechisch- national- Erfahrung gebracht habe, daß die opposidie Zeitvorrüdung ein Schuß für die sozialistischen Abgeordneten nejzlik wegen tionellen Abgeordneten beschlossen deutschee Beamten war, die dadurch nicht der Parlamentsstürme in den Sibungen vom 9., hätten, gegen die Zölle und die Kongrua derart überspringen werden konnten! Diesen Schutz ha- 12. und 19. Juni anläßlich der Verhandlung und zu obstruieren, daß ihre Verhandlung unmöglich geben nun die Christlichsozialen erst beseitigen helfen Abstimmung über die Zölle und die Kongrua. macht und deren Annahme vereitelt wird. Deshalb und sind tann in die Regierung eingetreten, um die Die Anklage lautet gegen alle Angeklagten auf hätte er vorher die nötigen Vorsichtsmaßregeln gedeutschen Beamäen zu schüßen"! Nur ein Dumm- Verbrechen der Gewalttätigkeit gegen troffen. Ueber die erste Sigung am 9. Juni berichtet topf könnte dieses abgefartete Spiel, das der Mini- berfassungsmäßige Faktoren nach § 10 des Gesetzes zum Schutze der Republik, die Anklage u. a., daß die Kommunisten einen der ster da aufdeckte, nicht durchschauen! gegen die vier Kommunisten außerdem wegen artigen Lärm gemacht hätten, daß die Enunziationen öffentlicher Gewalttätigkeit durch boshafte des Präsidenten nicht zu hören waren. Harus Beschädigung fremden Eigentums habe, dem Referenten einen Back Drude nach den$ 8 85 a und 86, verübt durch die Be- Kopf geworfeit, um ihm die Erfüllung seiner schädigung der Parlamentsbänke und der Mini- Pflichten als Berichterstatter unmöglich zu machen, sterbank, und dies unter erschwerenden und ein zweitesmal, als der Wurf gegen den VorUmständen nach den§§ 87 und 88 des Strafitenden gerichtet war, den Stenographen Prof. gesetzes, weil sie dabei in dem vollbesetzten Haufe Bizi getroffen. Außerdem seien die Füllungen der mit Aftenstücken warfen und die Einrichtung zer- Ministerbank ausgeschlagen worden. schlugen, woraus Gefahr für das Leben, Gesund- In der Sitzung vom 12. Juni hätten die vier beit und Siche cheit entstehen konnte.( handlungen zu bereitein; Sarus habe sich gegen Kommunisten wieder Versuche gemacht, die VerDaß ein Christlichso ialer die Notwendigkeit der Kongruaerhöhung mit der Not der Geistlichen" begründet, ist nicht verwunderlich. Abgeholfen soll natürlich auf Staatskosten werden. Bei der politischen Begründung des Regierungseintritts gefiel sich der Minister in der Rolle des Zerstörers der allnationalen Koalition, wobei er das wert volle Geständnis machte, daß es eine deutsche Einheitsfront" niemals gegeben habe. Sonst meinte der Minister nur, es sei eine gewiffe Besserung" eingetreten, und es wehe eine andere politische Luft" in diesem Staate. Nicht verschwiegen sei das Rezept, das der Minister zur Herbeiführung befferer Verhältnisse cab. Er meinte nämlich, es gelte hier der Rat, den der Arzt einer Seekranken gibt: ,, Tun Sie gar 14 Die Entsagung. Eine Kloster- Erzählung von Gerhard Färber. an den Abgeordnete Harus einvernommen, der ankündigt, daß die politischen Motive vornehmlich der Abgeordnete Streibich behandeln werde; als er sich selbst über die politischen Motive zu verbrei ern beginnt, wird er vom Vorsitzenden daran gehindert und zur Sache verhalten; das Gericht lese auch Zeitungen und sei daher über die Beweggründe informiert. Verteidiger Dr. Stein verwahrt sich dagegen. Harus gibt nun über Befragen des Vorsitzenden eine Schilderung der einzelnen Szenen, be streitet aber die Absicht, als ob er mit den geworfenen Akten jemanden hätte treffen wollen. Vor allem bestreitet er ebenso wie sgäter die anderen Angeklagten, daß vorher eine Vera bredung über ein einheitliches Vorgehen getroffen worden sei. Er habe nicht die Absicht gehabt, die Ministerbank zu beschädigen, weil er von vornherein wußte, daß sein Klub das dann habe er nicht absichtlich umgeworfen; bezahlen müßte. Die Bant, auf der Sramet saß, nejzt ist wegen schwerer Körperver- die Abgeordneten Pater Sramek und Dr. Do er habe sich, als er von irgend jemanden von der letzung angeklagt, da die Anklage behauptet, er fanity gewandt und die Bank, in der sie saßen, Bank gedrängt wurde, sich bloß an ihr festgehalhabe ein in Japier gemideltes Holz gegen den umgerissen und auf die Erde geworfen. Ferner feiten und sie so mitgeriffen. Auch den Angriff Abgeordneten and o geschleudert und dessen er gemeinsam mit Safranto auf die Ministerbank auf die Tribüne bestreitet er; er habe Verlegung verschuldet. gestiegen und hätte dem Referenten 3adina Akten nur gesehen, daß Kreibich, der beim Vorsitzenden ,, Wo ist Linienstraße Hundertzwei?" " Da haben wir nicht mehr lang zu fahren!" „ Ich will zu Fuß gehen!" " In der Richtung der Straßenbahnlinie dritte Querstraße fints." ,, Danke!" Serbien ihrer Jugendjahre oder an den Glanz der ber Rübe riechenden Keller der Greislereien, die starken Hals und Schultern, eine Stirn wie ein Kaprifolien des weißen Klostergartens der fei- wir noch von der Witwe Tretschthansti her kennen junges Rind, auf der Brust war in Blauschrift nen Worte Pater Frants alles das stimmte sie und überall in den verschiedensten Farben, in den zu lesen: In ewiger Freundschaft". Dieser Kerl tief wehmütig. Die elektrische Bahn bog mit laut- verschiedensten Größen und in den verschiedensten hatte freche, rabenschwarze Jungenaugen, einen tem Kreischen um die Ecke; im Innern des Wa- Lettern hingen, flatterten Serien Zettel, Fahnen, hübschen Kopf, eine Apachenmüze, ein schwarzes gens wanden sich alle Leute, vor Hiße gebraten und Plakate ,, weißgedruckte Papiere, auf denen stand: Trikot; sonst trug er" Ditto", die Tracht dieses verflüssigt, und spielten mit den eigenen Fingern, Offasion!! Ottasion!! Gelegenheit wie nie! In Viertels.( Ditto" war der Ausdruck für diese um nicht die schweren Augenlider ganz fallen zu venturausverkauf!! Der billige Anzug! Feinste Rowdy- Uniform). Er grüßte: Wat willste?" ,, Sie Es war ein Freudenschreck, dem sich ein wenig laffen und die Zielstation zu verschlafen. Als Stoffe! Haltbarste Stoffe! Bananen, das Pfund zu antwortete ihm nochmals: Sie sollen mich nicht Freiheitsgefühl, wie beim gefangenen Tier, ein we- Assunta einstieg, richteten alle, wie auf Kom- eins- zwanzig, das Stück zu zwölf! Die univider stoßen!" Aber sie hätte es lieber nicht tun sollen, nig Angst, wie bei einem Maturanten, ein wenig mando ihre Blicke auf sie, als wären sie glotzende ruflich letzte Woche!! Unwiderruflich!! Letzte!! denn er antwortete: Wat meenste, Nonneken, da Angst wie bei einem Maturanten und ein wenig Rinder und Assunta ein prähistorisches Ungetüm. Lettt- zzzitee!! unividerruflich letzte Woche!! so darfste nich unter die Proletariers gehn, wir haben verständnisloser Ekel, wie eben bei einer Nonne, Die Novize faß wie auf Nadeln und wagte sich schwirrte es Assunta vor den Augen, während kein Geld vor Glacéhandschuhe, wir können nich beimischte. Man händigte ihr die Instrumente por Beinlichkeit nicht zu rühren. Diese Fahrt fleine dicke Herren mit grauen Bärten und roten achtgeben, det Geld haben sie in die Klosters geaus, die sie in ein bereitstehendes Köfferchen tat, wurde ihr aber auf die Dauer so ungemütlich, daß Nasen, Jägerhütchen und Wadenstrümpfen, bis tragen." Ein andever, Dürrer, Rothaariger, ge während ihre Fingerspitzen, ihre Mistern, alles sie sich als der Schaffner wieder einmal den Wa- oben zugefnöpfte Assessoren, Beamte mit lungen- fellte sich dazu:„ Den Proleten aus der Tasche an ihr nach dem befreienden Draußen fieberte. süchtiger Bläffe, an ihr vorbeistapften, Autos, gezogen!" Assunta Clara, die den Kopf verlor, Sie fat, was imer sie aufaßte, alles voreilig, auf- gen durchschritt, bei ihm erkundigte: Laftkraftwagen, Omnibusse. Rattata, rattata, zing! antwortete: Das ist nicht wahr!" Ein Dritter geregt, ungeschickt, sie fonnte es faum erwarten. zing! an ihr vorbeisausten, Weiber in armem Kat- darauf: Wat sagt jie? Nich wahr??" und nun Mit besonderer Sorge leidete sie sich an, viermal fun, reichere Bürgersfrauen in der Tracht der letz- begann sich ein kleiner, erregter Haufe um die den weißen Novizenschleier aussehend und wieder abnehmend, ehe er, das fünfte Mal, richtig saß. ten zwanzig Jahre, auf den Fahrsteigen kräftige Nonne zu sammeln. Dürre, Lange, Hustende, nach Arbeiter, muskulöse junge Leute, die auf Schul- Schnaps stinkende, professionsmäßige Faulenzer Endlich war sie so weit. Sie machte sich bereit und ter und Brust Löwenköpfe, blaue Ankerzeichen, der Straße, und arme, arbeitslose Menschen, die fast mit der Eile von Kinderfüßen, verließ sie die Nachdent die Straßenbahn einen mit vielen Jahreszahlen oder Sinnsprüche eintätowiert tru- Angst und Sorge erregten; man glaubte hier den Charité, stemmte sich mit Macht gegen das schwere Balaisportal, öffnete und stand auf dem nachmit- eisernen Brücken und ähnlichem Gelumpe über- gen, Bettler Bettler ohne Zahl. Affunta Clara Erbfeind zu sehen; Menschen rotteten sich zusammen, tagsheißen Charitéplatz. Kein Mensch war außer querten Flußarm übersetzt hatte, stieg Assunta mußte, an sich halten um nicht in diesem Rummel wild, instinktiv, angetränkelt durch Not, Druck, ihr zu sehen. Ein feiner Wind, wie ein Golfftrom Clara aus. Nun stand sie mitten im heißen dursti- der Großstadt den Kopf zu verlieren. Mit Mühe Rohlenstoff und Ueberarbeit, ebenso bereit brutal der Luft, blähte ihren weißen Schleier, ihre gen Trubel eines Verkaufstages des Elendsvier- hatte sie sich bis ans Eck der Linienstraße durchge zu sein, wie impulsiv gut, hilfsbereit; Masse, jugschwarze Soutane. Sie wartete auf die elektrische tels. Es war eine bessere Straße, nur an den ein- rungen, nachdem sie einige Püffe, einige Stöße gestiv und explosiv, auf ein Ereignis gerichtet ob auf einen sterbenden Menschen, oder einen verBahn, die auf diesem wesensfremden alten Plaze geschlagenen Gaslaternen als Proletariergaffe er- und einige Tritte erhalten hatte. Sie war tief unglüch.ch, als sie fast atem- endenden Hund oder ein zweifarbiges Nonnengeeinen einsamen Schienenstrang hatte. Assunta fennbar, am Gestank der ungereinigten Kanäle, Clara, der dieser großartige Gegensatz zweier Bei- an den sich abblätternden Fassaden der Häuser, los an der Ecke stand und eng an die Auslagen- wand, wie hier, das war ganz gleich! Assunta Claten nicht wie ein Wunder menschlichen Fortschrit- furz daran, daß das Bild sagte: Hier um uns fenster eines Schubladens gedrängt, hilflos in das ras Gewand wirkte auf diesen Haufen wie das rote tes, sondern wie ein tüdisch neuzeitlicher Frevel fümmert sich die städtische Ordnungswut nicht! unübersehbare Gewirre des Verkehres starrte; da Tuch auf die Stieresie taumelte noch einige vortam, starrte nach den weißen Zeigern der Rat- Schuhläden; Trödlergeschäfte wimmelten hier; bil- erhielt sie einen Stpß, der so arg war, daß sie bei Schritte längs der Gasse weiter, so wie ein Mensch, hausuhr, die langsam weiterrückten, wie faule, liges Stattun sprang aus tonzeffionierten Durch nahe zu Boden gestürzt wäre, hätte sie fich nicht der die Gefahr spürt, aber nicht weiß, wie er ihr mittagsschläfrige Menschen, einmal schlug die mit- häusern ins Auge, Bananenverkäufer schrien, ita- an einen Fußgänger gehalten. Wollte es der Zu- begegnen soll! telalterliche Glocke blechern an und schlief dann lienisches Speiseeis war in fleinen Wägelchen feil, fall oder bewirkte es das übertriebene, aufreizende wieder. Aber Assunta Clara überfamen sentimen- Präpelstuben, Weindestillationen und Konfet- Stadtbild, sie rappelte sich auf und entgegnete dem tal- romantische Schauer vergangener Herrlichte t, tionsgeschäfte billiger Abkunft drängten sich dicht vermeintlichen Schuldigen ein hartes Wort! Sie vielleicht erinnerte sie die weiße Sonne an das in die Häuser; dazu kamen die nach Erde und gel- gewahrte einen braungebrannten, glänzenden Arm, ( Fortsetzung folgt.) Mittwoch, 19. Jänner 1927. intervenierte, mit dem Referenten Nosek zu fammengeriet und habe Streibich deshalb zu Silfe eilen wollen, da Nosek bedeutend stärker set. Gegen den Ordner Nanovsky, der von ihm einen Schlag in die Brust befam, habe er sich bloß gewehrt. Das Zeugenverhör. Nach einer zweistündigen Mittagspause wird nachmittag um 3 Uhr die Einvernahme der Zeugen begonnen. Es marschieren zunächst eine Reihe von Zeugen der tschechischklerikalen Parlamentsfraktion auf. Abgeordneter Kubiš Abgeordneter Safranka wehrt sich dagegen, daß die Auseinandersetzungen als bloße Rauferei hingestellt werden. Das wird vom Vorsitzenden über die einzelnen von der Berschlagen der Bänke gehöre zur technischen Ob- Anklage geschilderten Szenen befragt, wobei er struktion, bei der man eben Strawall machen angibt, daß Sarus die Bank absichtlich mit Getvalt müsse. Ant 12. fonnte er dem Referenten nicht umgerissen habe; er hat den Eindruck, daß einirgendwelche Akten aus der Hand reißen, weil er zelne Mehrheitsabgeordnete am Leben bedroht bon einer undurchdringlichen Mauer von Poli- waren. Im Widerspruch mit anderen Zeugenants zisten umgeben war. Den Vorstoß gegen die sagen behauptet er, daß Filet einen Sessel gegen Tribüne habe er nur zum Schube Krei- Dostalet geschwungen habe. Auch will er ausdrüdbich s unternommen. Die Glocke habe er keines- lich gesehen haben, daß Safranto die Glocke vom wags dem Präsidenten aus der Hand gerissen, Präsidententisch wegnahm. Er bezeichnet es als sondern die habe er aus dem Klub zu Obstrut eine eingebürgerte Praxis, daß der Referent die tionszweden mitgebracht und der Vorsitzende Abstimmung von der Tribüne aus dirigiere. Dostalet sei der Angreifer gewesen, als er ihm die nejzlik habe mit etwas geworfen und gleich Glocke aus der Hand zu reizen versuchte. Im darauf sei Hando getroffen worden; ob gerade von Kampf mit der Wache war er in der Verteidigung. diesent Wurf, wisse er aber nicht. Bezüglich der Angaben wie oft nejzlik geworfen hat, berwickelt er sich in einen Widerspruch mit seinen früheren Aussagen vor dem Untersuchungsrichter. Abgeordneter Hancko wird wie alle folgenden bereidigt. Er schildert hauptsächlich, wie er verwundet wurde. Er habe etwas Weißes gesehen, dann einen Schlag verspürt und nach seiner Wange gegriffen; ein Stück Solz sei unter die Bank gefallen und Papiere durcheinandergeflogen. fucht er zunächst ausweichend zu beantworten, 11 erklärt dann aber unter Eid, er habe das nicht gewußt. Seite 3. ärt er, davon nichts bemerkt zu haben. er bei den Fragen durch die Verteidiger fich mich gereizt benimmt und namentlich Ein Verteidiger macht darauf aufmerksam, mit Dr. Stein aneinander gerät, wird zum Schluß daß gerade in diesem Vorgehen die Ursache liege, noch in eine längere Geschäftsordnungsdebatte welche den Reflex bei der Opposition hervorgerufen verivickelt. habe; diese Aussagen seien daher sehr wichtig. Auf Damit ist die Verhandlung gegen 7 Uhr die Frage, wie dies mit dem in der Anklage be- abends beendet. Morgen vormittags wird das schriebenen Beamten sei, der die Abstimmung Zeugenverhör fortgesetzt. Gegen die Anwälte der ländlichen Großbesizer. Polemit des Genossen Abg. Hadenberg gegen den Landbündler Windirsch im Budgetausschuß. die Arbeiter auch die Erhalter der Gemeinden Genosse Hackenberg verivies in der gestrigen weisen, daß nicht der zahlt, der die Steuer aufs Sigung des Budgetausschusses zunächst darauf, Stenteramt trägt, und daß die Arbeiterklasse nicht daß es feinen großen Anreiz biete, in die Debatte nur durch die indirekten, sondern auch durch die über die Steuervorlagen einzugreifen, wenn man direkten Steuern und die auf dieselben gewälzten sich dessen bewußt ist, daß die Verhandlungen Umlagen belastet wird, daß daher eigentlich nicht in Budgetausschuß, sondern im Achterausschuß geführt werden, wo sich die Mehrheitsparteien festlegen und dann wieder alle An- sind. Wenn Windirsch behauptet, daß nicht die träge der Opposition niederstimmen. In jedem Arbeiter allein die indirekten Steuern zu tragen anderen Parlament werden die Verhandlungen haben, sondern auch die Besitzenden, so sei dent in der legalen Körperschaft geführt und es wird gegenübergestellt, daß 3. B. nicht der Hausbesitzer zwischen Mehrheit und Minderheit verhandelt. Die Zinssteuer trägt, sondern daß dieselbe auf die Wenn sich Redner trotzdem zu Worte gemeldet Mietsparteien abgewälzt wird und daß ebenso der hat, so aus dem Grunde, weil die Ausführungen Gewerbetreibende auch die Erwerbsteuer auf die des Abgeordneten Windirsch in der Sitzung am Räufer feiner Erzeugnisse abwälzt, so daß also Freitag nicht unwidersprochen bleiben können. auch diese Steuern schließlich Verbrauchsabgabe Windirsch hat in seiner Rede hauptsächlich Er- ind. Den Gemeinden kann nicht geholfen werden leichterungen für die Landwirtschaft gefordert und durch weitere Drosselung ihrer Einnahmsquellen, hiebei gegen die Forderungen der sozialdemokra- sondern nur dadurch, daß man ihnen Aufgaben, des Staates oder anerfüllen, abnimmt. Wenn man den Gemeinden leichterungen für die kleinen Besitzer, sondern derselben fommen. beraltete Gesetze, wie Heimatsrecht, Aufbringung der Verpflegskosten, zu novellieren. Abgeordneter Kreibich gibt eine zusammenhängende Darstellung über die Motive. Wegen der vorgeworfenen Delifte seien sie nicht dem Gericht, sondern ihrer Wählerschaft Rechenschaft schuldig. Als er bei der Begründung die Worte imperialistisches System" gebraucht und Mary zitiert, wird der Vorsitzende nervös und verbietet sich lange politische Reden. Erst der Verteidiger Dr. Ka la bis fentt wieder ein und Kreibich legt weiter dar, daß noch nie ein Abgeordneter wegen einer OstruktionsAbgeordneter Adamek, handlung vor Gericht gestanden sei. Es sei seinem Slub klar gewesen, daß sie die Macht des Finanz- der Referent über die Zölle, erklärt gleichfalls, Seine Aussagen in sie hätten beabsichtigt, durch die Obstruksion scharfen und bestimmten Ton ab und spricht eine Massenbewegung unter der Bevöl Harus nur mit„ Herr Angeklagter" an; dieser solche, welche hauptsächlich dem Großbesitz zugute nicht schädigen will, wäre es notwendig, gewisse ferung zu entfachen und so durch einen politischen habe absichtlich gegen ihn geworfen, um ihn Druck von außen die Gesetzeswerdung zu verhin- in seiner Referententätigkeit zu hindern. Er weiß dern. Die Beschädigung der Ministerbank gibt er auf Fragen der Verteidiger schließlich nicht ge= zu, doch habe in dieser Beziehung ein stillschwei- wiß, ob Harus diese Attenbündel amt 9. oder gendes Uebereinkommen mit der Gebäudeverwal- 12. Juni gegen ihn schleuderte. Zeuge hat den hung bestanden, daß die Klubs nachträglich ein- Eindruck, daß Kreibich den Nosek am Leben befach die Rechnungen für die Reparaturen bezahl- drohte, und hat Knejzlif gesehen, wie er Nosek tent, ohne daß weitere Folgerungen gezogen bei der Kongruaabstimmung an der Hand festhielt; nur verlegt er diesen Vorfall ausdrücklich auf Samstag früh, während die Kongruaabstimmung abends stattfand, und Agrarfapitals nicht durch die technische Ob- daß Harus die Bank absichtlich umgeworfen tischen Partei bezüglich Reform der Grundsteuer derer Körperschaften ist, und die sie gegenwärtig wurden. Am 19. habe er beint Präsidenten interbeniert, weil der Berichterstatter während der Abstimmung beim Präsidenten stand. Dabei jei er mit Noset in einen Wortwechsel geraten, wobei er ihn vielleicht berührt habe; gepackt habe er ihn lediglich, weil er einen Stog bekam und fürchtete, über die Stufen herunterzufallen; dabei habe er Noset mitgerissen. Er bestreitet entschieden, daß, wie die Auflage behauptet, vorher zwischen daß, wie die Auflage behauptet, vorher zwischen den oppositionellen Klubs Verabredungen bezüglich der Obstruktion getroffen wurden, Abgeordneter Jilek fühlt sich ebensowenig schuldig wie bei seinen früheren Verurteilungen; die Tendenz der polifi, schen Verfolgung sei auch in diesem Brozeß llar; vor den Richterfenat gehör ihre pol fische Tätig feit nicht. Kein Staatscnivalt tönne aus der Verfassung herauslejen, daß der Abgeordnete für seine Handlungen im Parlament dent Gericht verantwortlich sei; er unterliege lediglich der Disziplinorgewalt des Vorsitzenden. Nicht einmal in der zaristischen Duma habe es einen ähnlichen Fall gegeben. Die damalige Situation zu beschreiben, sei nicht möglich; in der Anklage herrsche diesbezüglich eine derartige Verwirrung, daß sich das nur durch ein ausführliches Verhör Klarstellen laffe. Ten Angriff auf die Tribüne schildert er konform mit seinen Vorgängern; er habe kategorisch die Entfernung der Polizei verlangt, was auch geschah. Einen Sessel gegen den Präsidenten habe er nie in der Hand gehabt. Der letzte Zeuge des heutigen Tages ist der Vizepräsident Dostalek, Bezeichnend ist, daß Windirsch von einem Existenzminimum für die kleinen Besißer und von einer Steigerung der Steuersätze bei den Großbesizern nichts wissen will. Dadurch dokumentiert er, daß es sich ihm nicht um den Schutz der Kleinbauern, sondern der Broßbesitzer handle. Die Sozialdemokratie macht jedoch auch bei der Grundsteuer den Unterschied zwischen Arbeitseinkommen und Renteneinfom men, will die entsprechende Besteuerung des letzteren und die Steuerbefreiung des Bauern, der mit seiner Hände Arbeit dem eigenen Boden Ertrag abringt. mission. Bevölkerung Der Herr Abgeordnete Windirsch hat zur Verwaltung des Staates seit neuerer Zeit sehr viel Vertrauen, so daß er diesem die Oberhoheit über die Gemeindeverwaltung einräumen will. Dieses Vertrauen hat jedoch die nicht, welche vielmehr der Ansicht ist, daß die Verwalter des Staates zuerst selbst den Beweis erbringen müßten, daß sie zu wirtschaften und zu sparen verstehen. Zum Schluß besprach Genosse Hackenberg noch die Kundmachungen einzelner Steuerverwaltungen, in welchen die einkommensteuerpflich tigen Arbeiter aufgefordert werden, weiterhin Uebereinkommen bezüglich des Steuerabzuges vom Lohne diplomatischen Vertretungen ist die Mission, dadurch unterschieden, daß sie nicht beim Präsidenten, sondern beim Außenminister beglaubigt ist. Die Mission spricht dann über die HinderSowjetunion mit der Tschechoslowakei entgegen nisse, die sich regeren Handelsbeziehungen der stellen und führt aus: Herr Abgeordneter Kanourek aus Strunkovice beschäftigt sich mit dem Streit um die Glocke; woher sie stammt, ob vom Präsidententisch oder von Safranto, weiß er nicht, Windirsch hat sich auch für die weitgehende doch sah er, wie die Glocke schließlich in Stücke Ginengung der Steuerhoheit der Selbstverivalging. Auf die Frage, von we'm Noset festgehaltungstörper ausgesprochen und hiebei den Grundten worden sei, erklärt er bestimmt, daß ne iz jak vertreten, daß es notwendig sei, der Miß auf Grund der Verordnung vom Feber 1926 zu lik dies gewesen sei; als andere dazutamen, habe wirtschaft in den Gemeinden ein Ende zu betreffen. Der Redner fordert vom Finanzminister Anejzlit noch Haltet ihn!" geschrien. Verteidiger reiten, weil dort Leute beschließen, welche nichts strenge Weisungen, daß diese ungesetzlichen VerDr. Kalabis macht auf Widersprüche gegen zahlen. Dem gegenüber müssen wir darauf hin- I fügungen ungefäumt außer Straft gesetzt werden. über seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter aufmerksam: heute erinnert er sich bestimmt, daß arus den Sessel gegen den Vorsitzenden ge- Eine Erklärung der Brager Sowjet- ähnlich organisierte Vertretung habe. Von den schwungen hat, während er früher erklärt hatte, er wisse nicht mehr genau, wer das war. Auch in dem Fragengewirr, in das ihn der Verteidiger nejzlits, Senator Klouda, verstrickt, steht er Die Handels- und Konsularvertretung der ziemlich unsicher da und verwickelt sich in aller- Sowjetunion übermittelt der Presse eine Erklärung, die einige irrige Ansichten zerstören und hand Widersprüche, den von verschiedenen Seiten erfolgten Angriffen auf die Mission entgegentreten soll. Es heißt darin in Hinblick auf den Spionagepro- heit, welche aus diesem ungeregelten zwischen,, Mit Rücksicht auf diese rechtliche Unsicher der am 19. bei der Abstimmung über die Kon- eß: staatlichen Verhältnisse resultiert, sehen sich un ,, Wir haben bisher zu diesem Prozeß sowie jere wirtschaftlichen Organe des öfteren genötigt, grua präsidierte. In seinem Bestreben, eine große politische Koalitionsrede vom Stapel zu auch zu der Spionageaffäre des Frl. Naprstet, den tschechoslowakischen Markt zu meiden. Es lassen, wird er vom Vorsitzenden ziemlich rasch welche in der tschst. Vertretung in Moskaut be- liegt auf der Hand, daß man infolge des erwähngebremst. Er schildert die Vorgänge während der schäftigt war, höchste Reserve bewahrt. Diese ten Ueberganges zur Verwirklichung der dauernAbstimmung. Der Berichterstatter stand wegen Reserve werden wir auch für die Zukunft beibe- den Industrialisierungspläne des Landes eine des großen Lärmes dicht bei ihm; dann kam halten, weil wir überzeugt sind, daß die maß noch größere Verstärkung dieser Tendenz in der Kreibich protestierend heraufgelaufen, begann sich gebenden Kreise der tschst. Deffentlichkeit sich Zukunft voraussetzen kann. Es existiert ferner schließlich mit Nosek zu raufen und packte ihn mit diesen Angriffen auf die U. d. SSR. und eine Reihe spezieller Hindernisse, die wir bereits Der Nationalsozialist Knejzlik beim Hals. Noset stieß ihn von sich; schließlich ihre Vertretung in Prag, die in letzter Zeit lei in der Presse erwähnten. Versuche, diese zu überschildert den Tribünensturm am 19. Er sei zum glaubte er, Noset werde erschlagen der vorgekommen sind, nicht solidarisieren winden, wiesen bisher keinen positiven Erfolg Vorsitzenden hinaufgegangen, um wegen eines fein, und habe sofort die Parlamentswache ge- fönnen." auf. Die Beseitigung all dieser Schwierigkeiten, Antrages seines Klubs sich zu erfundigen, sei aber rufen, was großen Unwillen bei der Opposition Ferner seien über die Zusammenset- die die Konkurrenzfähigkeit der tschst. Industrie brüst abgewiesen worden. Dann wurde er von hervorrief. Harus sei auf die Bank gestiegen und zung der russischen Mission Irrtümer auf dem Markte der U. d. SSR. in einem so den tschechischen Sozialdemokraten auf die Tribüne habe mit dem Sessel auf ihn gezielt; später de verbreitet. Die Mission habe u. a. eine San- starken Maße hemmen, wird einzig und allein. geschicht, um ähnlich wie der Berichterstatter monstriert er, wie hoch dabei der Sessel gehoben de Is- und Konsularvertretung, wie durch die Regelung des zwischensta a tfeinerseits die Abstimmung der Opposition zu diri- wurde. Jilek wollte ihn vom Siz herunterwer- umgekehrt die Tschechoslowakei in Moskau eine lichen Verhältnisses ermöglicht werden. gieren; da man ihn nicht hinaufgelassen habe, sei fen, doch habe er erklärt, daß man nur über seine er über die Ministerbank gestiegen. Er war also Leiche hinweg die Sigung verhindern könne. eine Art Verbindungsglied zwischen dem Vor- Harus habe ihm die Akten weggenommen, die jizenden und der Opposition. Mit aller Entschie- er zur Abstimmung brauchte, so daß er sich erst denheit weist er die Behauptung der Anklage zu einen Ersatz schaffen mußte, bevor die Abstim rück, daß er mit einem Holz nach Hancko ge- mung weiter gehen konnte. worfen habe; er habe überhaupt erst nachträglich Verteidiger Stein fragt, ob der Referent, der davon erfahren, daß er der Täter sein solle. Die das Zeichen zur Abstimmung gebe, eine Art VorGlockengeschichte erzählte er fonform mit Sabeter für die Regierungsparteien sei oder ob er für das ganze Haus referiere. Dann richtet Dr. Kalabis eine sehr unangenehme Frage an den Zeugen warum er nämlich nicht ex präsidio die Bestim mungen der Geschäftsordnung angewendet habe und nicht mit Ordnungsrufen und eventuell mit Ausschließungen vorgegangen sei. Castiglioni ur id wies und einen höheren Be Tabung einer ganzen Reihe weiterer Zeugen, dar- Dostalek dankt zunächst erregt für Belehtrag verlangte, Castiglioni in Furcht sein mußte, unter der oppofitionellen Schibfunktionäre, bon rungen über die Führung des Präsidiums, erklärt unferer Fraktion der Genossen Dr. Czech und dann aber wiederholt, erhöht, nene Artikel gegen ihn erscheinen würden, Taub, darüber, ob eine vorhergehende Berabbie ihm bei seinen Kampf um die Stellung eines rebung über die Obstruktion erfolgt fei. Als Tat daß dies aus technischen Gründen nicht möglich zeugen sollen fast alle kommunistischen Abgeord gewesen sei; Ordnungsrufe hätte man feine verWarschau, 18. Jänner. Die 3 ahl der ber Präsidenten der Depositenbank schädlich sein könn Abgeord- standen neten und zwei Redakteure einvernommen werden. standen und es hätte zu lange gedauert, erst drei haftefen Weißrussen und Kommuten. Wenn Weisz sich mit dem angebotenen Betrag neten und zwei Redakteure einvernommen werden. mal zur Ordnung zu rufen und dann erst diesen auf dem Gebiete der Wilnaer Wojwod- begnügt hätte, so wäre nur eine passive Bestechung Endlich werden von der Verteidigung hinsichtlich der parlamentarischen Braxis und der Auslegung Ausschließungsprozedur vorzunehmen; außerdem schaft beträgt bis gestern etiva 300 Personen, vorgelegen. Darin aber, daß er einen höheren Bedes Begriffes der Opposition eine Reihe Parla ei Gefahr gewesen, daß es dabei zu noch ärgeren welche entweder Mitglieder der umstürzlerischen trag verlangte, liege eine Erpressung vor. mentarier, die noch dem Wiener Parlament ange- Auftritten fommt. So habe er es vorgezogen, die Abstimmung möglichst schnell zu beenden. hörten, u. a. der Genossen Nießner und Schäfer, als Zeugen beantragt. franto. * Dr. Stein erwähnt den Einspruch des Genoffen Dr. Czech gegen das betreffende Sibungsprotokoll und beantragt die Einholung dieses Protofolles. Ferner beantragt die Verteidigung die VorDer Staatsantvalt beantragt die Ablehnung all dieser Zeugen; des Gericht behält sich die Entfcheidung vor. Die weitere Frage, ob ihm bekannt war, daß es zweifelhaft war, ob die deutschen Aktivisten für eine Ausschlie Bung gestimmt hätten, 00000 Weiß bleibt ein Erpresser. Heute fällt die Entscheidung? Berlin, 18. Jänner.( Eigenbericht.) Die Wien, 18. Jänner.( Eigenbericht.) Der Oberste Lösung der Kabinettskrise ist auch heute nicht über Gerichtshof hat heute nach ziveitägiger VerhandBerhandlungen hinausgekommen. Am Nachmittag luna die Entscheidung über die Nichtigkeitsbeberiet der Vorstand der sozialdemokratischen Reichs- schtverde des ehemaligen Chefredaktuers des tagsfraktion über die Antwort auf die Frage des Abend", Alexander Weiss, verkündet. Danach Reichskanzlers Dr. Marg, welche Haltung die sozial- wird die Nichtigkeitsbeschwerde des Weisz verdemokratische Partei gegenüber einem Kabinett der warfen. In der Begründung nimmt der Oberste Mitte einnehmen werde, das weder nach rechts Gerichtshof als feststehend an, daß noch, bevor noch nach links bestimmte Bedingungen eingehe. Weisz in Verbindung mit Castiglioni fam, einige Der Fraktionsvorstand hat heute noch keinen Beschluß Artikel gegen Castiglioni erschenen, so daß in dem gefaßt, sondern die Entscheidung der gesamten Augenblick, da Weisz das Bestechungsangebot des Fraktion überlassen, die margen zusammentritt. Auflösung der fommunistischen Partei daß in dem Falle, wenn er sein Angebot nicht Weißrußlands. Organisationen waren, oder zu denselben in diver- Weis ist bekanntlich, seitdem er wegen Erpressung fen oder indirekten Beziehungen gestanden sind. verurteilt wordeit war, Herausgeber eines Blattes, Die weißrussischen Organisationen, Hromada" und das mit dem Geld der Unternehmer die schäbigsten Burtka" sowie die kommunistische Partei Berleumdungen gegen die Sozialdemokratie verWeißrußlands wurden gänzlich aufge- breitet. Iöft. Geite 4. Lagesneuigkeiten. Furchtbares Unglüd eines Genossen. Die Frau entbindet bei einem Brande und erleidet mit dem Kinde den Feuertod. Christliche Nächstenliebe. Mittwoch, 19. Jänner 1927. Eine bestialische Bluttat auf einem Meierhof Rundfunk für Ale! in Profetiz bei Teplit. Der Bater ermordet seine drei Kinder, seine Frau und begeht dann Selbstmord. Die Brünner deutschen RadioSendungen. Das Radio- Journal beschließt umgehende Einführung. Weiter wird mitgeteilt, daß von heute, den 19. Jänner an, die Tagesneuigkeiten des Č. P. K. durch den Brünner Sender auch deutsch herausgegeben werden. Der größte Sender Europas. Rundfunkom In dem Orte Hammern bei Eisenstein hat In der Nacht von Montag auf Dienstag, den| der, mit Hemd, Unterhosen und Pantoffeln beDas Radio- Journal hat in seiner Situng fich vor einiger Zeit ein Unglücksfall zugetragen, 18. Jänner ereignete fich auf dem Profetizer leidet. Eine Kugel durch die rechte Schlafe hatte vom 7. Jänner beschlossen, mit der möglichst ber in seiner Tragit manches in den Schatten stellt, Claryscher Meierhofe, der von der Nordböhmischen seinem Leben ein Ende gemacht. Wahrscheinlich umgehenden Einführung der deut was je von Romanschreibern ersonnen wurde. In Zuckerindustriegesellschaft gepachtet wirde, eine aus Furcht, daß er sich nicht tödlich treffen tönnte, chen Sendung beim Brünner Sen einem leichtgebauten Hause des Ortes, das von furchtbare Bluttat: Der auf dent Meierhofe ange- hatte er sich außerdem an einem Kleiderhaken an der zu beginnen, und zwar soll womöglich tageinigen Familien, darunter auch von dem jungver- stellte 37jährige Oberverwalter Karl Wielen der Tür erhängt. Der Tod trat, wie der Arztlich um 18 Uhr jedes Mal eine Viertelheirateten Genossen Johann Messerer bewohnt der ermordete auf eine unmenschliche Art seine feststellte, schon durch die Schußwirkung ein. stunde, Sonntag eine halbe Stunde, wurde, brach um Mitternacht plöglich Feuer aus. Drei Kinder, seine Gattin und beging schließlich Durch die Wucht des zu Boden fallenden Körpers gesendet werden. Die Deutsche Beirat Sektion Die hochschwangere Frau des Genossen Selbstmord. wurde der Kleiderhaken von der Tür abgerissen. beim Brünner Sender möge wegen Aufstellung entdeckte das Feuer zuerst und alarmierte die Wielender klagte am Montag einigen Be Unter der Leiche des vierfachen Mörders fand des Programmes das sofortige Einvernehmen mit Hausbewohner, die sich noch retten konnten. Die fannten gegenüber, daß ihm unwohl sei, ea fühlte man auch den Revolver, einen Browning, in dem Brünner Allgemeinen Beirat treffen, und Frau stürzte aber noch einmal in das brennende sich frant, und meinte, daß er wahrscheinlich die dessen Lauf sich noch eine scharfe Patrone befand. das ausgearbeitete Programm dem Prager RadioHaus zurück, um von der Dachlammer noch einige Grippe bekommen werde. Ein irgendwie auf- Meffer und Beil hatte Wielender, bevor er Hand Journal einsenden. Habjeligkeiten zu bergen. Dort wurde sie sie befälliges Benehmen legte er aber nicht an den Tag. an sich legte, auf den Tische in der Küche gelegt. fand sich bereits im neunten Monat ihrer Schwan- Abends entfernte er sich, wohin, das ist noch ungerschaft plötzlich von Geburts wehen be- bekannt, wahrscheinlich aber ging er nach Tepliß. Wie die Bluttat entdeckt wurde. fallen und konnte die brennende Stiege nicht mehr Gegen halb 12 Uhr nachts tam er nach Hause, heruntergebracht werden. Der herztranke Mann nüchtern, ohne die geringsten Anzeichen der Ver- feiner Familie wohnte, befinden sich noch eine In dem Hause, in welchem Wielender mit wollte sie zwar noch durch das Fenster retten, aber störtheit. Es ist unwahrscheinlich, daß er sich so Kanzlei, deren eine Tür in das Schlafzimmer missar Bredow übergab Samstag vormittag den bergebens. Be in. Fenster stehend gebar fort nach seiner Rückkehr an die furchtbare und Wielenders führt, und eine Dachfammer, in der bei Langenberg auf dem Hardtberge errichteten fic in Rauch und Flammen gehült grausame Mordarbeit machte. Wahrscheinlich hat das Kindermädchen schläft. Gegen sechs Uhr früh Rheinlandgroßsender dem er erst die fünf Briefe an seine Vorgesetzten und begab sich das Kindermädchen wie alltäglich mit Rundfuntfommifjar wies in einer gleichzeitig durch Die Außenwand anklammerte, war sichtbar. Nach untergebenen sowie an seine Schwiegereltern, die der Bedienerin, die aber nicht auf dem Hofe wohnt, den Sender übertragenen Ansprache darauf hin, daß dem Einsturz der Mauer fonnte die anglückliche in Kaschau in der Slowakei wohnen, verfaßt. In in die Küche, um aufzuräumen und Feuer zu die Lösung des Rundfunkproblems im Rhein- und Frau nur als verkohlter Leichnam gebor- früher Morgenstunde dürfte er an das scheußliche machen. Dort bemerkten sie auf dem Tisch das die Lösung des Rundfunkproblems in Rhein- und cen werden. Nur die Hand, mit der sie sich außen Werk gegangen sein. Mit einem Küchenbeil, das blutige Messer und das Beil, dessen Stiel eben- Ruhrgebiet zu der schwierigsten Aufgabe gehört gehalten hatte, war nicht verbrannt. Bei den Auf- auf der einen Seite scharf geschliffen, auf der falls Blutspuren aufivies. Die zwei Frauen haben hätte, die dem Rundfunk bisher gestellt worden sei. räumungsarbeiten fand man dann das neugeborene anderen Seite aber stumps ist, mit einemt spitzen, bei dem Anblick dieser blutigen Gegenstände noch der rheinisch- westfälische Bezirk stehe in bezug auf Kind, das ebenfalls die eine Körperhälfte ganz ver- 20 Zentimeter langen Dolchmesser, mit einer feinen Argwohn geschöpft. Beide glaubten, Wie- den Detektorbereich, den günstigsten deutschen Bezirk brannt hatte. Das Begräbnis, der unter so furcht Schnur und einem scharf geladenen Browning lender habe am Bortage noch irgendein Tier ge- gleich. Die aus aller Welt eingetroffenen Meldun baren Umständen Verunglückten, fand unter großer dürfte er sich zuerst in das an die Küche grenzende schlachtet. Erst als sie das anschließende Kinder- gen über seine Stärke seien verblüffend. Der Sender Beteiligung statt, es fiel gerade auf den Tag, wo Kinderzimmer begeben haben, in welchem der immer betraten, sahen sie, was sich abgespielt fei nach den modernsten Gesichtspunkten der Hochfie vor einem halben Jahre mit Genossen Mefferer Jahre alte Konrad und der 8jährige Karl hatte. Das Kindermädchen hatte, trotzdem sie frequens ausgeführt. Er sei der größte Europas schliefen. Beiden Kindern schnitt er mit dem Messer die Halsadern durch, Konrad strangulierte oberhalb der Wohnung der Familie Wielender innerhalb des üblichen Rundfunkivellenbereiches. schläft, weder verdächtige Geräusche noch die er überdies, während er Kart mit der stumpfen Schüsse gehört. Seite des Küchenbeils einige Hiebe auf den Stopf versetzte. Der Anblick dieses Zimmers war gedas Kind. Nur ihre Hand, mit der sie sich an Hochzeit gefeiert hatte. Betrieb. Der Dem Genossen Meffever, dem sein Lebensglid so grausam zerstört worden ist, wendet sich die fieffte Teilnahme der Bevölkerung des Ortes und der ganzen Umgebung zu. In mehreren Gemeindeit wurde gesammelt, um ihm einen Rotpfennig radezu gräßlich. Blutüberströmt lagen dir armen 3 eben, weil er von seinent ganzen Hab und Gut/ Kinder in ihren Betten, unter welchen sich große die Wielender zu dieser bestialischen, in einer Art inderstündchen. 18.15: Hopfenmarktpreise. 18.35: Deut armen Gatten für das Begräbnis noch GO Kronen verlangt hat. Weitere 40 tronen mußten für die Mitwirkung der zwei gutchrist lichen Chorsängerinnen bezahlt werden. An solchen Beispielen erfennt man am besten die christliche Nächstenliebe. Manche arme Inwohnerfrau hat die letzten Kronen Bargeld aus der Tischlade genommen, um die Not des Abbrändlers zu findern, andere, deren Beruf es ist, die nächstenliebe su predigen, denken auch angesichts tiefer furcht baren Vernichtung zweier Menschenleben und cines Familienglüdes mur an ihr Geschäft. Altobol. Blutlachen befanden. Die Ursachen, Programm für morgen, Donnerstag. Brag, 349, 11: Schallplattenmuji 11.40: Landwiri fchaftlicher Rundfunk und Zeitfignal. 12.05: Ereffenachrichten. 12.15: Mittagstonzert. 14: Börsennachrichten. 16.30: Zanz mufif. 17.30: Börsennachrichten und pfenmarktpreise. 17.45: fche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom rebbureau. Hierauf: Dr. Sturt ibora, Brag: Farben Branzöfifch. 20: Konzert. 1. Beethoven: 5. Chmph. 2. Smetana: auf Bapier, 19: Vortrag: Die Frau im Storan, 19.15: Die Moldau. 3. Dvořal: Sufiista. Dramatische Ouverture. ficht der Tageseteigniffe. Sport und Theaternachrichten. Bressenachrichten, Sport- und Theaterbericht. 17.40: Frauenfunt. Aus der Gefchichte der Trachten. 50 Jahre Mode. 18: eitzeichen. 18.02: Landwirtschaftsfunt: Das Atmen der 19: 3weiter Aft des Lufifpieles„ Eine Nacht auf dem Karihere. Brohlich. 20: Wie Prag. Seilſignat und Breſſe. Brünn, 441, 14.30: Brager Eifeltenbörse. Wetterbericht. Bienen. 18.30: Bortrag: Die Geschichte der Photographie. nachrichten. Breßburg, 300, 17.30: Philosophischer Vortrag. 17.50: 3. Souvenier de Mozart. 4. Ganne: Reverie. Erstafe. 5. von Blutrausch begangenen Schlächterei bewogen nur Hemd und Unterhose gerettet hat, die Nach der Ermordung der givei ältesten Söhne haben, liegen in großen Geldschwierigkeiten, in er aut Leibe frug. Großen Univillen hat aber die Geschäftstüchtigkeit des Hammerer düfte fich Wielender in das auf der anderen Seite denen sich der Mörder in der letzten Zeit befunden farvers hervorgerufen, der von dem bettel- des Hauses befindliche Schlafzimmer begeben ha- hat und die bei ihm wahrscheinlich zur vollständigeitfignal. 22: Leyte Rachrichten des Breßbureaus. Ueber ben, wo seine Frau und der jüngste Sohn Otto gen 3errüttung der Nerven geführt haben. Wieschliefen. Mit einem wohlgezielten Schuß in die lender soll eine größere Anzahl Darlehen aus Mitte der Stirn tötete Wielender die ahnungslose wärts aufgenommen haben und schwer verschuldet Frau, die sofort tot gewesen sein dürfte, da feiner gewesen sein. Daß mißliche Geldverhältnisse als lei Anzeichen eines Stampfes zwischen ihr und dem Beweggründe maßgebend gewesen sind, geht auch Mörder vorliegen. Dann ermordete er den kleinen aus einem Briefe hervor, den er an den Direktor Otto durch einen Schuß in die Schläfe, der den Fischer der Zuckerindustrie- Gesellschaft gerichtet Kopf durchschlug. Wcutter und Sohn wurden hat und in welchem er sich geradezu rührend von außerdem stranguliert. Der fleine Otto weist seinem Vorgesetzten verabschiedet, dem er für alle auch eine tiefe Stichwunde ani Salse auf. Auch in erwiesenen Gefälligkeiten danke und immer große diesem Zimmer war der Anblick entsetzlich und Achtung entgegengebracht habe. In einem zweiten ließ einem das Blut in den Adern erstarren. Die Brief trifft Wielender die letzten geschäftlichen und Mutter lag im Bett, als würde sie schlafen. Nur privaten Dispositionen. So bat er, daß man das einige kleine Blutflecke verrieten, daß hier ein Geflügel bis zum Verkauf pflegen, dem Dienstgräßliches Verbrechen vor sich gegangen war. Dito mädchen den Lohn auszahlen und die Verwandten Tag bis zum Kopf zugedeckt, mit dem Gesicht in von dem Vorgefallenen verständigen möge. Die seinent eigenen Blute im Bett. Auf dem Fußboden anderen Briefe find an Bekannte und Verwandte des Schlafzimmers, hinter der Tür lag der Mör- gerichtet. wwwwwwww Stuhl Von Rudolphin. 556, 18.15: Opernhaus. Stonzert. 1. Sammel: Lufispiel- Borfpiel. 2. Johée: WalzerBayer: Die Buppenfee. 6. lofe: Gerenade. 7. Zagniera: 3mmer borwärts. Radrichien bes Brekbureaus. fer Bortrag. 19: Hebertragung aus der openb. giferarinermufit. Daventry, 1600, 12: Quartett und Gefang. 14: Schall plattenfonaert, 16: Abendgefang. 16.55: Orchestertonzert. 18.15: Kinderstunde. 19: Quartett. 20.15: Prälubien und Boitsfonzert. Berlioz: Requiem. Ouverture Det Storfar". Die Trojaner. Walpurgisnacht. Nafocsb- Marsch. 23.30: TanzFugen von Bach. 20.45: Stimme und Bevfönlichkeit. 21: mufit. Mom, 449, 17.30: Kammermusit. 21: Theaterabend Wien, 517, 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittags fongert. 17.30: Mitteilungen aus den Bundestheatern. 17.40: Ueber die Händel- Renaissance. 18.10: Sammermusit. Beethoven: Streichquartett op. 59, Nr. 3. 18.50: 2Biener Bor Mozart: Ouverture Figaros Hochzeit". 27. 210Frauenstunde. 20: Scien Deutschland. und die Streudeutschtum dem Schlachtbiehmarkt. 18.30: Spanisch. 19: Dichterftunde Start angeirunten, aus dem Mande start nach Fusel riechend, tortelle Rilma die Kellerftufen hinunter zu seiner Wohnung. Wohnung? Git Loch war es! Mit vei fleinen Fenstern Unter Anklage, weil sie die Internationale"| Vorfämpfern der fascistischen Schulreform gehört sellan. 19.20: Ueber Motitanffy. 19.50: Englifch. 20.15: Go nach der Straße, man founfe gerade etwas von den Beinen der Vorübergebenden sehen ein gesungen haben! Wie aus Budapest gemeldet Gianfrancesco Marini, ein ehemaliger Bolts- vierfonzert. Biolli: Biolintongert. Spoor: Quarctiforgeri wird, wurden die Mitglieder der sozial schullehrer, der seine Sporen als Organisator Beethoven: Egmont Dubertyre. Sürich, 494, 12.30: Schallplattentonzert. 15: Ofen, verrostet, auf bent allerlei Blechy standGeschirr sollte das fein aber der Schmut und demokratischen Partei, die im Sommer von Strafexpeditionen gegen Antifascisten ver- tongert, 16: Tangmufit. 17.30: Braletu Orders die Gruben ließen das schwer erkennen, eine vorigen Jahres eine Studienreise nach dient bat. Mussolinis Aufmerksamkeit wußte er abend. Britiche, auf die er sidy warf, unt feinen Rauschien unternommen hatten, von der Krimi- auf sich zu lenken, indem er als erster in seiner auszuschlafen, ein robaezimmerter Tisch und ein nalabteilung der Oberstadthauptmannschaft Schule in Turro das Schwarzhemd einführte.ie Boonungsbeleuchtung. 15.30: sie uns fin Stuhl, Sa, sehr sveifelhaft und wadelig, swed's Verhöres vorgeladen. Dortfelbst wurde Dafür ist er jetzt Generaldirektor der Mailänder italt umb im Recht, 16: Aufgaben der Jugenbämter. ung in einer Ede logen Lumpen, dürftige Lum ihnen mitgeteilt, daß gegen sie die Anzeige Schulen. Als solcher erließ er jüngst ein Rund- Osteuropa. 17.30: Socfcuir form. 18: patriotum in pen, in die er sich hüllte, um damit seinen Körper erstattet wurde, sie hätten während ihrer Rückschreiben an die Schuldirektoren von Mailand, it senut Samsun. 19.30: Beethovens Quartetle. 20.30: Ueber zu verdecken, damit man die Sünde nicht merkte, fahrt nach Budapest auf dem Schiffe die dem er es als erste Pflicht der Lehrer bezeichnet, tragung von Berlin, 484, Suftiges. 21: 30: Uebers in der er geboren ward nadie Menschenhaut. Internationale" gesungen und in die Schüler mit den großen Werten und Taten 22.30: Zangmufil nackte Und sonst Nacht ein Sterker. Und dann war Breßburg mit mehreren dort lebenden des fascistischen Regimes" bekannt zu machen. dorff. 19.30: Streifallge in bas Gebiel, os son: 18: Cimen Um noch etwas in diesem Loch ein Menschlein, emigrierten Sozialiste u längere Zeit Unt den Lehrern diese Aufgabe zu erleichtern, hat Finnischer Abend. 22.15: Langmulit. Marini jezt ein Loblied an den Fascismus ver- ftunde. 16.30: Zorking- Stonzert. 17.45: Die Kultur der Ne verhandelt. Die Vorgeladenen erklärten, sie„ Orpheus in der Krüppel, an die sechzehn Lenze zählend tieren müssen, bis sie es auswendig fönnen. Unterwelt", Over von Offenbach. 22: Zanamufir. hohlen Wangen- tief liegenden und brennenden hätten ein anderes Lied, welches mit der Interfaßt, das alle Lehrer der Schülern so lange dit naifiance. 18.15: Theaterborirag. 19.30 nationale" verwechselt worden sein dürfte, gefun- Dann wird vermutlich der Zeitpunkt kommen, sert. 16.15: Cellofonaert. 17: Charafterjide. 18: Für die Augen und zusammengepreßlem Mund. Deinrich, per cogu des Säufers, der feinen gent. In Preßburg feien sie nach Anlegen des desfeit baldiges Eintreten der Gouverneur von beater. 19.15: Die Stellung des Arztes sur Familie. 10.35: Schiffes von mehreren dort lebenden ungarischen Mailand, Bellini, in einer Lehrerversammlung anderfunt. 20: Kompositionsabend Evelyn Fallis. 21.15: Sozialdemokraten auf der Landungsbrüde mis vorausgefagt hat, wo alle Schulkinder freiwillig Händedruck begrüßt worden. Die Polizei führt und ohne Zwang das Schwarzhemd tragent die Untersuchung weiter. Diese Verfolgungen, werden. Ausschnüffeleien und Anzeigen wegen solcher Delitte" sind geradezu ungeheuerlich. Es scheint, als ob in Horthy- Ungarn eine Aera verstärkter Sozialistenhetze beginnen follte. Bater fommen hörte. mit Stöhnend preste er sich an die falte schwitzen de Mauer, zum Fenster hinaussehend, nach Licht und Sonne lechzend. Wit wuchtigent, schwerem Tritt stieß sein Vater die Tür auf und brüllte:„ Ha, schon wieder was hast du au gaffen? Arbeite! Sund!" Er wanfte hin, die Hand zum Schlage ausholend. Langsamt löste sich der schivache, vertrüppelte Kärper von der Wand- die Hände zu Fäusten geballt. 3orn in den Augen. trinfen!" das Schwerste fühlen? Boter," stieß er hervor, warst schon wieder Was gehts dich an, halt dein Maul, Krüp bel" Da zudte der Getroffene zusammen im Schmerz. Sollte das immer so fortgehen warwar tam fick der Alte, immer wenn er betrunken, mich Schwerfällia fiel ter Alte auf die Pritsche und schnarchte. Aus der Tasche hatte er cine mit ärgstem Fusel gefüllte lasche gezogen noch hielt er sie in der Sand. Ta sprang Heinrich zu ihm mit einem Aufschrei. der die Not verkündete und die Entpörung riß dem Alfen die Flasche aus den Händen, schlug sie zu Boden, daß sie in tausend Splitter zerschellie und lachte gell auf. Als dem Alten zum Bewußtsein tam, was geschehen war, erhob er sich wie ein wildes Tier, dent man die Nahrung entris, stitezte sich auf den Jungen und würate ihn, mit einem erstidenden Röcheln auf des Strüppels Lippen, fant dieser unter den alten schipieligen Händen zusammen. Allobol! Breslau, 323, 16.30: Ouverturen Nachmittag. EichenFrankfurt, 429, 13.30: Offenbach- Konzert. 15.30: Jugenb Hamburg, 395, 12.30: Mittagsfongert. 14.05: Houston am weibliche Balalaita- Konzert. Tangmufit. Langenberg, 469, 12: Verfuchsfendungen. 15.10: Ju gendstunde. 16.30: Unterhaltungskonzert. 19.40: Morse Poefie und Prosa. furfus., 20.15: Kammermuit. 21.60: Deutscher Sumor in Leipzig, 366, 16.30: Rachmittagstonzert. 19: Reife in Ueber die Grippe teilt das Gesundheitsmini- oit Tibet. 19.30: Konstruktionsgeheimnisse der Natur. 20.15: teriam mit: Nach amtlichen Meldungen befan- udwig Thoma- Feier. den sich am 17. Jänner im Allgemeinen Kranken- 0000 hause in Prag 82 Gripeperfranfte in Pflege, ein gefommen. In Sevilla ließ er 40.000 Mart Fascistische Schulreform, Das fascistische Todesfall wurde feiner gemeldet. Jm Weinber- pringen, um ein Stichgefecht zu veranstalten. Als Reformiert wäre unvollständig, wenn es nicht ger Strantenhause waren am gleichen Tage 43 man eines Tages davan Anstoß nahm, daß er nicht auch die Schule umfaßte. So ist denn der Due Grippeerfrankie; auch von hier wurde kein Todes- in der deutschen Adelsliste stand und nähere Ermit der ihm eigenen Großzügigkeit an die Schul fall gemeldet.- Aus Presburg wurden im lundigungen einziehen wollte, verschwand Fran Schulfall refornt herangetreten. Zunächst wurden bier Dezember feine Grippeerkrankungen gemeldet. fenberger über Nacht. Später ließ er sich bei der tausend Lehrer, die als Antifascisten Seit Neujahr haben die Krankenhäuser und nordamerikanischen Armee anwerben, der er viele bekannt oder verdächtig waren, davon gejagt Privatärzte 105 Grippefälle, aber keinen Todes Jahre angehörte. Nachdem er Europa einen furund durch verläßliche Fascisten ersetzt. Den fall zur Anzeige gebracht. In Kaschau hat sich zen Besuch abgestattet hatte, wurde er PrivatfekteEltern der Schulkinder wurde nahegelegt, ihre weder im Dezember noch in diesem Monate ein große Reisen durch alle Erdteile machte. Als er Kinder mit schwarzen Hemden auszu Grippefall gezeigt. statten. Da aber die Einführung des Schioarzhemdes als Freigegenstand nicht von befriedi Das Ende eines Abenteurers. In Engertsham gendem Erfolg begleitet war, wurde seit Beginn bei Bafiau ist der einst weit befannte Abendes neuen Schuljahres das Schwarzhemd o bli teurerrantenberger gestorben. Er war gatorisch vorgeschrieben. Auch die Kinder, der Sohn eines Großbaifern, der nicht umsonst deren Väter von Muffolini eingefe tert oder er Millionenbauer" hieß. Der Bauernsprößling nordet worden sind müssen das Schwarzhemd wuchs heran, ohne je den Wert des Geldes fennen anlegen oder die Schule verlassen. Wenn die Stin- gelernt zu haben. Als der Vater starb, machte der die Klasse betreten, müssen sie Mussolinis der Sohn das Evbe nach und nach zu Geld, um Bild, das selbstverständlich in jedem Klaffen- große Reifen unternehmen zu können. In seiner zintmer hängt, auf fascistische Art be- Begleitung befand sich ein Diener, denn er selbst grüßen. Dann stehen alle auf und sprechen ge- trat als Graf von Frankenberger auf. Ueber Südmeinfam das Schulgebet, das in die Worte frankreich fant er nach Spanien. Hier fand er Ein endigt:„ Gott schüße das Leben und die Gesund gang in die höchsten Streise des Adels. Beinahe heit unseres Duce." Zu den hervorragendstent wäre es zu einer Heirat mit einer spanischen Prinfär eines amerikanischen Millionärs, mit dem er schließlich entlassen wurde, hatte er jedoch nicht soviel Geld, umt in die Heimat fahren zu fönnen. Er mußte fich für die Ueberfahrt auf dem Schiff berdingen. In Europa zog er dann beitelns durch England und Frankreich und landete schließlich als Tambourmajor in der Fremdenlegion. Später hielt er in Deutschland Vorträge über seine Reiseerlebnisse. Bals verlegte er sich jedoch auf Hochstapeleien und galante Abenteuer. Dabei soll er sich nicht weniger als 120 mal verlobt haben, besonders mit reichen Witwen. Jufolgedessen fehlte es ihm nie an Geld, um ein flottes Leben führen zu fönnen, das nur dann und wann unterbrochen wurde, wenn der„ Arm der Gevech tigfeit" eingriff. Mittwoch, 19. Jänner 1927. Dr. Edeners neues Versuchsluftschiff. Dr. Edener gewährte einem Mitarbeiter des Hamb. Fremdenblatt" eine Unterredung, in deren Verlauf Dr. Eckener ausführte, das neue Versuchsluftschiff, das um die Hälfte größer als die Los Angeles" sein werde, werde zunächst mehrere große Probe- und Propagandafahr feit unternehmen. Wahrscheinlich werde eine dieser Reisen die geplante Nordpolfahrt fein, für die Haparanda als Startplatz in Frage komme. Man boffe, mit den großen Probefahrten im Herbste 1928 beginnen zu fönnen. Eine folche Probefahrt soll ohne Zwischenlandung bis nach Brasilien führen. beförderung auf dieser Strecke wird durch m steigen aufrecht erhalten. Die Geishas wehren sich gegen Ausbeutung. Verehrer der Tradition werden es beklagen, daß wieder eine altgeheiligte Institution von revolttionärem Schutt bedeckt zu werden droht. Wie aus Japan gemeldet wird, haben in der Stadt Gitu fünfhundert Teemädchen, die in mehr als hundert Teehäusern beschäftigt sind, ihre Tätigkeit eingestellt. Die ewig lächelnde, jedermann gefällige Geisha wehrt sich gegen Ausbeutung. Hat da am Ende wieder der Sozialismus mit seinem zersetzenden jüdischen Geist die Hand im Spiele? Volkslieder für Heim und Wanderung. Im Auftrage der Zentral stelle für die arbeitende Hermann Böse 4.50 Jugend herausgegeben von Auch für Lautenberleitung mit Porto K 5.280 Seiten stark. Kremser& Co. plitz- Schönau acrestengasse 18-20. Bibliotheten Sput in München. Die Münchener Polizei lefton zum unbedingt notwendigen Kultu- besitz Charleston mit Massage. Nachdem der Char- Volksbuchhandlung hu sich seit Sonntag vormittag mit einer Spades gebildeten Mitteleuropäers geworden ist, rütgeschichte zu befaffen, die sich in einer Privat- ten auch die Bewohner seiner ursprünglichen Heiwohnung im Zentrum der Stadt abgespielt hat. mat auf der sozialen Leiter einige Stufen auf. Die Wohnung beherbergte als Inhaber eine In Paris ist es zurzeit große Mode. sich den CharWitwe und ein feit acht Tagen eingestelltes jun- lefton von denen beibringen zu lassen, die ihn am ges Dienstmädchen, sowie einen Chemiestudenten besten können, weil sie ihn freiert" haben: von als Untermieter. Am Samstagabend gegen 6 Uhr waschechten Negern. Daran wäre nichts besonsetzte rlötzlich die ganze Nacht andauernder Lärm deres. Aber die mondänen Pariserinnen verlanein, Pochen und Trommeln der Türen, Klingeln gen von ihren Charlestonlehrmeistern mehr, sie der elektrischen Glocke, ohne daß jemand an der wollen von ihnen auch- massiert werden! Stein Wohnung oder Haustür stand. Durch die Zim- Zweifel: Neger werden stets die besten Lehrmeister mer flogen Gegenstände aller Art, die aus der für ihre Naturtänze sein. Massieren aber können Wohnung stammen, Fenster und Türen, die anschließlich andere ebensogut wie sie. Dennoch lasgeblich verschlossen waren, wurden aufgerissen, sen sich die Pariserinnen von Negern massieren: Vorgänge, die sich auch teilweise wiederholten, sicherlich nur wegen des ästhetischen Gegensatzes als am Sonntag vormittag Polizeikommissare in von schwarz auf weiß. der Wohnung anwesend waren. Bei der in Gegen- Der deutsch- tschechoslowakische Luftfahrtverwart des sachverständigen Spiritisten, des bekann- trag. Wie die„ Prager Presse" meldet, begannen für Organisationen, Vereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen usw. werden zwedent sprechend zusammenge ftellt, sowie ergänzt, von der Boltsbuchhandlung ten Profeſſors Dr. Schreud- Notiz borge- Dienstag im Arbeitsministerium die Borhands Ernst Sattler, nehmen. Ein furchtbarer Schneesturm, der zuvor ChiKarlsbad. unferen Seite 5 Ich bin nicht mehr müde! Ich bin nicht mehr nervös! Ich habe grössern Erfolg! seit ich BERGON nommenen Untersuchung wurden aus den Scher- lungen mit den Vertretern des Deutschen Reiches ben der zerirümmerten Gegenstände an verschie- über den Abschluß einer Luftfahrkonvention. Es denen Stellen der Wohnung lose Blätter gefun- handelt es sich um die definitive Tertierung des den, auf denen teilweise Drohungen gegen Vertrags, der nach seiner Fertigstellung der Ratifidie Wohnungsinhaberin, als auch fation seitens der beiden Regierungen bedarf. Die Rauft nur bei eigenartige Liebeserklärungen an den Studenten geschrieben waren, die von dem Verhandlungen dürften einige Tage in Anspruch früheren Dienstmädchen stammen sollten. Schließlich gestand das jetzige Dienstmädchen, daß es dieſe Briefe ſelbſt geschrieben babe. Es liegt also cago und andere Staaten des mittleren Oftens und Inferenten! die Vermutung nahe, daß auch die übrigen Spuk Nordostens der Vereinigten Staaten mit großen Das Einkommen einer amerikanischen Sängerin. erscheinungen durch das Dienstmädchen irgendwie Schneemessen belegt hatte, hat Samstag New York verursacht wurden. Dabei ist bemerkenswert, daß erreicht. Ein eisiger Wind mit einer Geschwindig. Die Sängerin Marion Tully hat ihren Stontraft sich auch der Student wiederbolt mit Spiritis- eit von 40 Meilen behinderte ernstlich die Schiffahrt mit der New Yorker Metropolitan- Oper erneuert. Sie sich auch der Student wiederbolt mit Spiritis: im Hafen und den Eisenbahn- und Straßenverkehr erhält 400.000 Mark festes Jahresgehalt und außermus befaßt haben soll. Professor Schvend- Nostiz Tam mit seinem Gutachten zu der Ansicht, daß es drei Todesfälle in New York werden auf dem für jedes Auftreten 12.000 Mart. den Schneesturm zurückgeführt. sich bei der ganzen Angelegenheit, die am Montag in ganz München zum Tagesgespräch geivorden ist, um einen Fall sogenannter echter ele tinese handelt, die in den meisten Fällen auch gleichzeitig mit schwindelhaften Eingriffen des Mediums verbunden ist. Schrenck- Nostiz glaubt, find, wobei die mediale Jäsigkeit des Dienst find, wobei die mediale Fähigkeit des Dienſt mädchens anegelöst und hervorgerufen wurde durch die hysterische Liebe des Mädchens zu dem Studenten. Durch genaue Einvernahme der Tatzeugen wurde festgestellt. daß sich die telekineft fchen Vorgänge nur dann abivielten, wenn das Dienstmädchen und auch der Student sich in der Wohnung oder zumindest vor der Wohnung bedak wirkliche Phänomene tatsächlich borbanden farben. Opfer eines Gorilla- Mannes". In Peters Während eines Schulfestes stürzte in Lyon der ein angeblicher Gorillamann festgenommen, der in burg im nordamerikanischen Staat Indiana wurde Fußboden des Saales ein. Elf Kinder wurden verletzter Zeit 14 Frauen in männerlosen Wohnungen letzt, darunter vier schwer. Ein Fünfjähriger an Alkoholvergiftung gestorben. In einem Spital in Budapest ist der fünfjährige Sohn eines Polizisten an Alkoholvergif tung gestorben. Es wird eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, wem ein Verschulden trifft. erwürgt haben soll. Es handelt sich angeblich um einen Mann, der vor längerer Zeit sich in die Wälder zurückgezogen hat und dort vollkommen vertiert ist. Aus seiner Behausung soll er nun mehrfach in Woh nungen eingedrungen und von alleinstehenden Frauen Essen verlangt haben. Dabei hat er sie dann überfallen und erwürgt. Berson 750 trage,! Dies rufe ich allen arbeitenden Kollegen zu und rate allen, das Gleiche zu tun!.BERSON 750. Absätze schützen unsere Nerven vor allzu großer Erschütterung u. erhöhen unsere Leistungsfähigkeit, unsere Arbeitskraft. Ver. suchen auch Sie diesen bewährten Absatz v. Ihr Dank für meinen guten Rat ist mir sicher sich bringt. Die Gründung der Schule deutet auch auf ein großes Selbstbewußtsein und Verantwor tungsgefühl der Arbeiter gegenüber der Industrie hin, in der sie beschäftigt sind. Von diesem Standpunkt aus ist die Schule in Dürrenberg einzigartig. Daß z. B. die britischen Eisenbahner und die Bergtung für die Londoner Arbeiterhochschule zu überleute von Süd- Wales die finanzielle Verantwor nehmen beabsichtigten, ist wohl ein Schritt in die ser Richtung, fann jedoch mit den Bestrebungen der Metallarbeiter in Deutschland nicht verglichen werden. Denn die Londoner Arbeiterhochschule iſt nicht zu dem Zwecke errichtet worden, die Mit glieder der obigen Verbände in Hinsicht auf ihren speziellen Beruf zu unterrichten. Die vor zwei Jah ren abgehaltenen Industriekurse in BrookwoodCollege( Ver. Stacten) fönnen eher als eine solche spezielle Erziehung bewertet werden, obwohl es sich auch in diesem Falle nur um Anfänge handelt Für den Augenblick scheint die Schule in Dürrenberg den Nachdrud auf extensive und nicht auf intensive Arbeit zu legen. Die Internatsturse sind absichtich auf 3 Wochen begrenzt, und zwar u. a. deshalb, weil es schwer hält, die Schüler ür eine längere Zeit freizubekommen und mit der gegenwärtigen Arbeit vor allem ein solider Unterbau geschaffen werden soll. Bei diesen kurzen Kursen muß eine Auswahl der fähigsten Schüler erfolgen, für die dann später gründlichere Kurse von mehreWegen irgendeiner Angelegenheit war Bureš vor den Die Wirtschaftsschule des Deutschen Metall- ren Monaten organisiert werden müssen. Daß Kaschauer Gerichtshof geladen und seine Frau bearbeiterverbandes. Die Errichtung einer eigenen solche intensive Arbeit für später tatsächlich geplant fürchtete seine Entlassung. ants dem als Internat betriebenen Wirtschaftsschule seitens ist, zeigt, wie ernst die Metallarbeiter die Sache Staatsdienste. Bures berubiote sie und bat sie, auf des Deutschen Metallarbeiterverbandes darf auf nehmen und daß sie bestrebt sind, in jeder Hinsicht die Kinder achtzugeben. Als Bures aus Kas hau zu dem Gebiete der Arbeiterbildung als äußerst bedeu- wirklich überlegene Führer auszubilden. rückkam, fand er bloß seinen Sohn zu Hause. Auf tungsvolles Ereignis bewertet werden. Die Schule Arbeiterbanken in den Vereinigten Staaten. die Frage, wo die Mutter sei, antwortete der Junge, ist ein Beweis dafür, wie nützlich die straffe und daß sie ihm entgegengegangen sei. Er ahnte Böses um afsende gewerkschaftliche Organisation fein In Amerika sollen zwei weitere Arbeiterbanken und machte sich auf die Suche, wobei er auf die Lei kann. Denn nur ein großer Verband kann die gegründet werden, toomit die Gesamtzahl dieser chen seiner Frau und seines Kindes sticß. Koften tragen, die ein solches Unternehmen mit Institutionen auf 36 gebracht wird. Eine erschütternde Tat. Aus Kaschaut wird Gasvergiftung in der Kirche. In der Imma gemeldet: Die Gattin des Finanzwachbeamten Bures stürzte sich mit ihremt drei Jahre alten muelfirche in Leipzig- Probst heida wurden Töchterchen vor einen Personenzug. Beide am Sonntag während des Gottesdienstes mehrere wurden getötet. Bures fand selbst die verstüm- Kinder, die auf der Empore vor der Orgel im Chor melten Leichen seiner Frau und seines Kindes. Auf mitfangen, von einer Ohnmacht befallen. Ein Arzt seine Hilferufe eilten Eisenbahnarbeiter herbei Balo stellte Stohlenorydgasvergiftung fest, die darauf zu En geistestranker Richter. In Warschau darauf brach Bures beioužilos zusammen. Die Tra- rückzuführen zu sein scheint, daß die Heizungsanlage wurde der Vorsitzende eines Landgerichtes feines gödie hatte folgendes Vorspiel: Buveš, der nächst nicht in Ordnung ist. Die Kinder erholten sich in der Postens enthoben und in ein Sanatorium für Gei- Kaschau, in der Gemeinde Berbenit, als Finanzwac- frischen Luft verhältnismäßig rasch. tens enthoben und in ein Sanatorium für Getflestrante eingeliefert, nachdem von den Aerzten gei aufseher Dienst machte, Icbte hier mit seiner Frau ftige lunachtung festgestellt war. So hatte er seine und seinen zwei Seindevn, einem sechsjährigen Knojunas Frau weeen Diebstehls von 20 Bloty bei fei- ben und einem dreijährigen Mädchen, recht glücklich. nem Gericht angeflagt und selbst das Urteil gesprochen. Zugsentaleisung. Die Staatsbahndirektion in Königgräh teilt mit: Am 18. d. M. um 7 Uhr 23 Minuten entgleiste auf der Strecke Batov Kopidlno zwischen Rokitnan und Dětenit im Kilometer 28.4/ 5 ein 2aftzug mit Perso nenbeförderung. Die Ursache der Entgletjung war chienenbruch. Von den Reisenden wurde niemand verletzt. Die Personen Bom Aberglauben der modernen umzusehen." Aus diesem Grunde laffen geschichte Menschen Von J. Burejch jun.( Jägerndorf). Mit einer gewissen Geringschätzung sprechen die modernen Menschen von den abergläubischen Natur völkern, vergessen aber meistens, daß sich auch unter den kultivierten" viele, viele Abergläubige befinden und vielleicht diejenigen selbst, welche über die primitiven Menschen spotten, sich dazurechnen müssen. Ja, es gibt sogar abergläubische Größen unter den Kuiturvölkern. Als Beispiel sei Lord Kitchener an geführt, jener eiserne Kitchener, der am 5. Juni 1916 westlich von den Orkney- Inseln mit dem englischen Kreuzer Hampshire" unteiging. Er hatte eine aber cläubige Furcht vor dem Donnerstag und soll sich einmal geäußert habent:„ Am Donnerstag unternehme ich nie etwas Wichtiges." Aber warum find gebildete Leute oft abergläubig? Diese Frage läßt sich schwer beantworten, viel dürfte höchstwahr scheinlich an der Erziehung liegen. Der Aberglaube ist uns in den mannigfaltig ften Arten entgegen. Es gibi Leute, die sich nicht zu dreizehn an einen Tisch sehen, weil der Aberglaube sagt, daß einer von den dieizehn als erster sterben mite, und zwar noch im selben Jahr, da man zu fammen saß. Besonders im Estelwesen spielte sie große Unglücks, hl eine wichtige Rolle. Nach 31 mer 12 findet man in vielen Hotels gleich Bimmer 14. In ein Hotel, wo auch die Nummer dreizehn egistiert, fommt ein abergläubischer Herr. Er wird auf sein Zimmer geführt, erblick: die Unglücksgabt und sagt erschrocken: Wenn ich feine andere Num11 Volkswirtschaft. Dieser Abermer haben kann, bin ich gezwungen, mich wo anders| unvorsichtigen Spinne, die in der Früh von einem erschossen wurde, als der dritte! veränderter Form jetzt noch forerischen Abergläubischen erspäht wird. Mit Besen glaube ist in etwas Hotelleitungen die Unglückszahl aus! Bei Schau- und Schaufel rückt er ihr zu Leibe. Bemerkt er sie üblich. Nie bieten gewisse Leute einer dritten Person spielern und Theaterdichtern ist folgender Aberglaube aber am Abend, so ist er mit einemmal freudig ge- das brennende Zündholz an, da sonst einer von den verbreitet: Der Generalprobe seines Stückes wohnt stimmt, denn Glück und Gaben hat sie geweisjagt. Dreien als erster sterben müsse. Manche Leute beein Theaterdichter bei. Plötzlich kann ein Schau Schon in Altertum und Mittelalter hat es geriebene haupten, daß man sich drei Wünsche wählen kann, spieler in seiner Rolle nicht mehr weiter fängt an Leute gegeben, die behaupteten, aus der Stellung der wenn eine Sternschnuppe vom Himmel fällt, und zu stottern, der Divektor flucht, der schö Krach ist Gestirne das Schicksal eines jeden Menschen ergrün- daß diese erfüllt werden. Es gibt Herren, die fertig. Das Gesicht des Dichters strahl unter den den zu können. Auch heute gibt es ungeheuer viel fagen: Nur wenn ich diese blaue Krawatte tage, Schauspielern macht sich eine freudige Erregung be- Soroskopsteller, die mit ihrem Gewerbe nicht wenig habe ich Glück, fabelhaftes Glück. Verwende ich merkbar.„ Krach bei der Generalprobe", sagt man, verdienen! Auf jedem Jahrmarkt kann man rufen jedoch eine andere, so schwöre ich, daß mir alles bedeutet glückliche Aufnahme des Stückes vom Pu hören:„ Soroskop, hier Horoskop! Ihre Vevgan- fchief geht." Oder die Kartenlegerin fagt:„ Glän blikum." Es ist bekannt, daß Leute, die sich in genheit, Gegenwart, Zukunft, zusammen für eine zend! Sie sind ein Glückspilz! Karo Bube neben Geld- oder anderen Verlegenheiten befinden, für den Krone!" Und es gibt leider noch so viele, die an diese Pique Aß, eine große Erbschaft." Aberglauben sehr empfänglich sind. Gs bringt ihnen Soroskope glauben!- Kinder einer aufgeklärten Nun zur Traumdeuterei! Man will die Zukunft gewissermaßen Mut und Hoffnung, wann sie ein Beit!- Mancher, der einst etwas aufs Horoskop aus den Träumen erforschen. Einige Beispiele: Sufeisen oder einen Hufnagel finden, denn diese gehalten hat, denkt sich, wenn die vorousgejagte Was Sie haben von einem schwarzen Seater Gegenstände sollen glückbringend sein. In vielen rosige" Bukunft nicht eingetroffen ist: Wenn ich geträumst? Na passen Sie auf, daß Ihnen nächWohnungen fann man über der Küchentür ein Huf nur den Horoskopler hier hätte." Und dabei schwingt stens nichts geschieht." Ihnen ist also ununtereilen bemerken, das die nicht leichte Aufgabe hat, er seine Fäuste vielfagend. brochen ein Schuhmann nachgelaufen? Gine base unheil abzuwenden. Auch die Tiere spielen bei den Besonders abengläubisch sind solche Menschen, Sache! In Bälde kriegen Sie's mit der Polizei zu Abergläubigen eine nicht geringe Rolle. Katzen, die sich oft in Lebensgefahr begeben. Luftschiffer, tun." Eine falsche 1000 Franknote hat Ihnen Totenvögel, Kanarienvögel und Spinnen sind im Seeleute und Jockeis tragen gewöhnlich einen Talis- also die ganze Nacht verdorben und zum Schluß stande, Glück oder Unheil zu enthüllen. Wenn einem man bei sich, weil derselbe die Macht besigen soll, wurden Sie auch noch als Geldfälscher in Haft geMachen Sie sich auf eine Geldstrafe gefaßt." Abergläubischen eine Kaße über den Weg läuft, biegt Unglück abwenden zu können. Als Talisman werden fest er sogleich aus und betet mehrere Bater unser", 3. B. Heiligenbilder, Heiligenfiguren und Kreuze be- So unid ähnlich lausen die Deutungen, Natürlich denn Unglück ist im Anzuge. Oder: Zwei Männer zeichnet. Im Weltkrieg fand man oft bei gefallenen wird auch oft eine Erbschaft, ein Geschäftsgewinn, gehen im Wald spazieren. Plötzlich bemerkt der eine Russen mehrere Seiligenbilder vor, die ihren Besitzer wie er noch nie da war eine reiche Fran oder ein von ihnen einen Totenvogel- Steinlauz. ejus vor feindlichen Kugeln befchüßen sollten. Aber die reicher Mann, hin und wieder ein Grund zuwads und Maria," ruft er aus, mir geschieht in Bälde Kugeln trafen doch. Uebrigens war im Weltkrieg usw. geweissagt. Ich möchte nur die Gesichter sehen, nicht eintreffen oder etwas, weil ich dieses Biest zuerst gesehen habe!" bei allen beteiligten Nationen folgender Aberglaube wenn die Traumdeutungen Ober: Ein Kanarienvogel fängt in dem, Moment an verbreitet: Wenn sich drei Soldaten an einem wenn 3. B. anstatt einer Grundstüderweiterung eine z. zu fingen, da jemand zum Käfig tritt. Dem Hingu Streichhols die Zigarette in Brand ſteden, muß der eine Zustugung vorgenommen wird! Wie kann tretenden wird in nächster Zeit Freude zuteil. Nun lebte von ihnen ins Gras beißen. Das ist allerdings man aber den Aberglauben ausromen? Nur durch die Spinne! Ein Reimbers lautet: Spinne amehr oft in Erfüllung gegangen, nur mit dem Unter- oufklärenden Schulunterricht und durch geeignete Morgen bringt Summer und Sorgen."- Wehe der schied, daß oft der erste oder zweite Soldat früher Borträge ist es möglich, diesem Uebel Einhalt zu tun! " 21 Seite 6 An die Deffentlichkeit und insbesonders Rech: nahm der Bapst für sich allein in Anspruch. Rationalisierung unabwendbar ist, weil Seute Mittwoch an die Bergarbeiter! Stimmungsmache der Bergarbeiter- Unionisten Der weiflichen Oberhoheit zu belehnen. Auch diefes[ eines reichen und umfassenden Materials, daß die zur Betriebsratswahl. Mittwoch, 19. Jänner 1927. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. 7 Uhr: Uhr: Pillen, ra ch und Karo". Donnerstag( 62-2), 7 Uhr: Garten Eden". Freitag( 63-3), 7% Uhr:„ Der Evangelimann". Samstag, 2% Uhr Die Braut von Messina"; Die 3irtusprinzessin". 7. Uhr: Uhr, Arbeitervorstellung:„ Die Macht des Schicksals"; Sonntag 2% 7% Uhr: Jm weißen Rössl". Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch: Spiel im Schloß". Donnerstag: ,, Adieu Mimi". Samstag: Spiel im Schloß". Freitag: Das brennende Schiff". Sonnrag, 3 Uhr:„ Dover- Calais"; 7% Uhr: star, lag ich nicht verführen!" Montag, Bank Als nun Heinrich durch den Papst zum Gehorsam sie im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung liegt. gegenüber dem Apostolischen Stuhle aufgefordert Er zeigt aber auch haarscharf die Schattenfeiten für worden war, berief der Kaiser ein deutsches National die Arbeiterschaft und weist ihr zugleich Mittel und tonzil ein und erklärte zusammen mit 24 deutschen Wege, wie sie demt daraus entspringenden Nachteil Unter dieser Ueberschrift wird in der Nummer Bischöfen den herrischen Bapst für abgejek:. Die begegnen tann. Die Rationalisierung darf nicht miß 3 der tommunistischen Arbeiterzeitung" Antwort darauf war, daß der Bapst den Barnuch braucht werdent zur Steigerung der Profitrate des behauptet, daß bei den Massenentlassungen auf gegen den Kaiser schleuderte. Dadurch wurde dem Unternehmertums, sondern sie hat nur dann einen den Schatzlarer Kohlenwerfen im Jahre 1925 die Kaiser die Ausübung aller Regierungshandlungen Sinn, wenn sie die Konsumtraft und den verboten und seine Untertanen wurden aller Eide Wohlstand der Gesamtheit des Volkes Unions- Betriebsräte für die Entlassung von Fa- gegen ihn ledig gesprochen. Diesen Vorwand benäzten hebt. Erhöhung der Löhne und Verkürzung der milienpätern zu Gunsten einiger Günſtlinge ge- die zahlreichen Feinde Heinrichs, ihn zu stürzen. Sie Arbeitszeit muß mit der fortschreitenden Rationalisiewesen sind. Daß die Frauen der entlassenen erklärten, der Kaiser solle seiner Würde verlustig gehen, rung Hand in Hand gehen und hier sehen die AufFamilienväter auf den Knien beim Betriebsbor falls er nicht innerhalb eines Jahres sich vom Banns gaben der Arbeitnehmerschaft ein, die jedoch nur er sitzenden und den sozialdemokratischen Betriebs fluch des Papstes Gregor VII. gelöst habe. Es galt füllt werden können mit Hilfe starker und einfluß beamtenvorstellung:„ Das brennende Schiff aljo jezt für Heinrich, den von den feindlichen dei reicher gewerkschaftlicher Organisationen. Daß die ratsmitgliedern um Intervention zwecks Wieder- jchen Fürsten vorgeschützten Rechtsgrund hinjällig u Gewerkschaften diese Aufgabe erfüllen werden, ist aufnahme der entlassenen Männer gebeten haben. ntachen, Gregor zur Aufhebung des Banufluches zu sicher, wenn sie sich auch der Schwierigkeiten bewußt Als Antwort erklären die unter bestimmen und so die Gegner den Bapst und den sind, die der Lösung der Aufgabe entgegenstehen. Aber fertigten Betriebsräte der Union Fürsten von einander zu trennen. sie werden sie um so leichter erfüllen, wenn sich die Führer und die Funktionäre der Gewerkschaften mit der Bergarbeiter am Schazlarer der Frage der Rationalisierung gründlich vertraut Rohlenwerke die obigen Beha up machen. Und dazu bietet Ihnen die vorliegende Bro- Sonntag, den 23. Jänner, findet in Turn, Bürgertungen als erlogen, und nennen den schüre die beste Gelegenheit. Berichterstatter, sei er, wer immer, einen 2ügner. Fritz Zeman, Heinrich Illner, Alois Jansch, Konrad Erner, Karl Fudner, Karl Herrmann, Franz Matešic, Betriebsratsvorsitzender. Prager Kurse am 18. Jänner. 100 holländische Gulden 100 Meichsmart 100 belgische Belgas 100 Schweizer Franks 1 Bfund Sterling 100 Sire 1 Dollar 100 franzöfifche Frants 100 Dinar 100 Bengo 100 bolnische Zloth 100 Chilling • • Kunst und Wissen. Aus dieser Klugen Erwägung heraus ging Hein rich nach Canossa. Nun mußte das geistliche Oberhaupt den Schritt tun, den der schlaue Politiker so gern vermieden hätte. Er mußte den Bannfluch aufheben und damit das von ihm selbst so funstvoll swobene Netz seines intriganten Machtstrebens zerreißen. Die Fürsten wählten zwar dennoch einen Gegenfönig gegen Heinrich, aber der Papst konnte nun nicht mehr gegen den Kaiser auftreten, weil dieser sich ja der Gewalt Gottes unterworfen" hatte. So hatten die Siegfried Schulze, der Klavierbegleiter Suber Fürsten, nachdem sie vom Papste verlassen vorden mans, wird am 21. Jänner in der Börse einen Klawaren, eine starke Stütze beim Volte verloren und vierabend geben. Am Programm: Schuman, Bach, konnten sich nicht gegen Heinrich, den Vorfämpfer Chopin, Dobrowen, Wladigirew. Karten bei Wezler. der Reichseinheit, behaupten. Ihr Zorn darüber Sonaten Beethoven- Bach( 16 Sonaten) wird J. richtete sich gegen den Bapst selbst, und damit hatte Kocian in fünf Konzerten m der Börse zum Vorder Gang nach Canossa seinen Zwed erfüllt. strage bringen. Klavier O. Haša. Die Konzerte fin 163.22% 164.42% Heinrich zum zweiten Male gegen Gregor aufirat, den am 26. Jänner, 2., 16. und 23. Feber und 2. März 144.17% 145.572 zeigte es sich, daß der Papst die allergrößte 3ahl statt. Abonnement bei Wezler. seiner Anhänger in Deutschland eingebüßt hatte. Er mußte vor dem Kaiser aus Romt fliehen und starb später in der Bebanning. Der Canossagaag ist dent nach ein außerordentlich kluger politischer Schachzus Geld Bare 1348. 1354.798.50 802.50 472. 469. 648.25 651.25 134.15 33.612 33.911 135.35 59.71 592.75 377.50 59.21 589.75 371.50 474 50 477.50 Kleine Chronit. Canolfa. Bor 850 Jahren, in den Tagen vont 25. bis 28. Jänner 1077, stand der deutsche Kaiser Heinrich Heinrichs gewesen, der durch ihn die Grundlage zum Siege über den Papst legte. Literatur. Emmi Leisner, die bekannie Altistin, wurde zu Zurnen und Sport. 5. Kreis des Arbeiterturn- und Sportverbandes. schule, die Kreisvorturnerinnenstunde statt. Die Be zirks und Gruppenfrauenturnwarte haben zu erschei nen. Außerdem pro Bezirt je zwei Turnerinnen. Schwimmhose und Badekostüm sind mitzubringen. Deutscher Arbeiter- Turn- und Sportverein Prag. unseren Mitgliedern diene zur Kenntnis, daß der Turnbetrieb unverändert weiter geht. Ab Dontion treten, zu der bereits zahlreiche Anmeldungen nerstag wird auch die Buchdruckerriege in Afvorliegen. Die in Nachtschicht beschäftigten Buchdruk. fer turnen jeden Donnerstag von 4-6 Uhr nachmit tags. Die Mitgliederzahl steht bereits bei 150. Es geht auch bei uns in Prag vorwärts! einem Konzert, am 28. Jänner in der Luzerna, verpflichtet, am labier Seminity.com: Allen Genossen u. Genossinnen Schubert, Wolff, Strauß, Arien. Starten bei Wesler. empfehlen sich zur Herstellung sämtlicher Druckforten Beethoven- Cyklus: Wiener Philharmonie unter Weingartner. Am 23. und 24. März und 4. und 5. April. Sämtliche Beethoven- Symphonien. Karten bei Wepler und Truhlar. Das Bonner Beethoven- Fest, das vom 21. bis 26. Mai stattfinden soll, ist amtlich als das deutsche Beethoven- Fest erklärt worden. Am Sonntag, den 22. Mai, joll nach einer großen allgemeinen Feier vor dem Beethoven Denkmal auf dem Münsterplate die Verteilung des vom preußischen Staate gestifteten Beethoven- Preises erfolgen. Bei den Konzertdarbieungen werden die hervorragendsten Musiker und Sänger des Reiches mitwirken. Rationalisierung und Arbeiterschaft. Vortrag, IV. als Büßer im Schnee auf dem Hoje des Schlosses gehalten auf der vom Ortsausschuß Berlin des Canossa in Norditalien, um die Berzeihung des ADGB. und vom Ortskartell des Afa- Bundes einbe Bopites Gregor VII. zu erlangen. Man hat diesen rufene Betriebsrätefonferenz am 31. Oftober 1926 Schritt bis vor kurzem immer als eine große De- bon Wilhelm Eggert, 32 S., Berlin S. 14, Verlagsnuitigung des Trägers der weltlichen Macht in gesellschaft des Allgemeinen Deutschen GewerkschaftsDeutschland vor dem höchsten Kirchenfürsten angebundes. Rationalisierung der Produktion ist heute schen, und in diesem Sinne hat auch) Bismard feine leere Phrase mehr, sondern eine Tatsache, die bas ito.ze Wort geprägt: Rach Canojja gehen wir mit Schlagworten und irreführenden Parolen nicht Ein Pestalozzi- Denkmal will die Stadt Wien nicht!" In Wirflichkeit ist der Gang nach Canojja mehr aus der Welt zu schaffen ist. Zum Stampf gegen anläßlich des 100. Todestages des berühmten Päda eine politische Großtar ersten Ranges gewesen, durch die Rationalisierung lönnte die Arbeiterschaft nur von einer Beethoven- Gedächtnis- Tonhalle für 10.000 3u die der Kaiser dem Bapst eine entscheidende Nieder- Unwissenden, die die Gesetze der Entwicklung der sogen errichten. Ferner ist in Wien die Erbauung bage bereitete. Schon seit langem logen Staljer und Wirtschaft nicht kennen oder aber von Leuten aufgehörer und 4000 Mitwirkende und eines großen Mausit. Bopst im Streite über ihre Vorrechte. Gregor hatte rufen werden, die die Arbeiterschaft schädigen wollen. und Sängerheimes für Bedürftige geplant. Für die die volle Freiheit der Stirche gefordert und hatte Deswegen ist es notwendig, daß in den weitesten Tonhalle hat die österreichische Regierung bereits meiter verlangt, daß der Bapst als Stellvertseter Streifen der Gewerkschaften zur Rationaf mede einen geeigneten Baugrund von über 36.000 Quadrate Gottes auf Erden auch den weltlichen Staat be- ftage Stellung genommen wird. Zu diesem Zwecke meter Umfang zur Verfügung gestellt. herriche. Ja, er begehrte sogar das Recht, den Raier ist besonders geeignet die Verbreitung der soeben erabjezen zu fönnen. Das jei, jo meinte er, das von schienenen Schrift von Wilhelm Eggert, Sekretär des Gott gewollte Recht des römischen Bischofs. Der Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, die aus Staiser wiederum wollte nicht auf das Recht ver- einem Vortrage entstanden ist, den er vor Betriebszichten, die Geistlichen seines Landes in ihrem Amte räten gehalten hat. Eggert der über große Sachfennt ju bestätigen und sie mit Ring und Stab als Zeicher nis in wirtschaftlichen Fragen verfügt, zeigt an Hand Marchese Julio. 11 Herausgeber Dr. Ludwig Czech. GARTNER C WIL 6.M.B.H. Nordböhmische Druck- und Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. 6. m. b. H. Großbuchdruceret, Stereotypie, Derlag, Suchbinderel, neueste Set- und Gießmaschinen mit einer Tagesteiſtung von 250.000 Zeitungen. Fernsprecher Nr. 271. Poftsparkaffa Nr. 127.863 Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß. Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesps por 500.000 Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Prag. Für den Drud verantwortlich: O. olit. ausgebildet ist, zeigt willensstarke, frohgemute,| Städtchen im Anfang des siebzehnten Jahr- ließ er mit allen Zeichen der Reue die Ermordete leichtblütige Menschen, die sich immer gut mit hunderts ebenso wenig wie am Ende des neun- von Geistlichen feierlich zu Grabe tragen. Soviel Entsetzen die Schreckenstat in Kru den Habsburgersprößlingen ihre dent Leben abfinden, dabei froß einzelner Jrr zehnten Die Geschichte eines lebenslustigen tümer doch ehrenhaft,„ in höheren Sinn sittlich"; Lebenslust nicht auszutreiben geeignet sind. So mau erregt hatte, jo wagte doch weder während Habsburgersprößlings. für den anderen Typus, allerdings bis zu spani- wird von Marchese Julio berichtet, daß kein Mäd- der Tat, noch nachher jemand, sich dem Wüterich Die schwachsinnige Ahnfrau der Habsburger, fchen Heirat felten, ist dagegen ein zögerndes, un- chen vor seinen Angriffen sicher war weder auf zu nähern. Auch der kaiserliche Vater, dem sofort Johanna von Spanien, aus deren Ehe mit entschlossenes Wesen, Trübsinn und Verschlossen der Straße, noch zu Hause. Er fiel über die Bericht erstattet worden war, traf teine VortehPhilipp dem Schönen von Oesterreich Stavl V. heit bezeichnend, womit aber Ausdauer und jenigen, die ihm gefielen, nicht nur auf öffent- rungen, um den Verbrecher oder Wahnsinnigen und alle folgenden Habsburger stammen, machte Gleichmut im Unglück und ein gewisser nüchterlicher Straße her, sondern drang sogar in die unschädlich zu machen. Als nach einem Monat den Schiparzgelben zu allen Zeiten viel Sorge. ner Tiefsinn verbunden sein kann. Mit dieser Häuser ein. Wie arg er es da getrieben hat, geht feine Instruktion aus Brag eingelangt war, bat Wie soll man an das Gottesgnadentum diefer er Theorie kann man, wenn man Sarl V. in der daraus hervor, daß der Bürgermeister sich wie der Schloßhauptmann dringend um Weisungen. habenen Dynastie glauben, wenn ihre Weltmacht zweiten Reihe besonders hervorhebt, über Ruderholt gezwungen sah, sich beim faiserlichen Er erzählte, daß Don Julius seit der Tat das er Schloß nicht verlasse, die leider nicht wechsle, von der Ehe mit einer Schivachjinnigen her- dolf II. und vielleicht über Ferdinand den ,, Gü- Schloßhauptmann zu beschweren, woran tommt? Wenn sogar ihr Katholizismus auch in figen", über die ganze Gruppe, in der die erbliche schließlich die Bemerkung knüpfte, daß, wenn das das Geschirr zerschlage, die Wäsche zerschneide... diefer Vermischung mit der schwachsinnigen Spa- Belastung durch Juana die Ahnfrau offen zum empörte Volt sich an dem jungen Wüstling ver- Mian fürchte, daß er das Schloß anzünden werde. nierin seine letzte Wurzel hat! Denn ohne die Ausbruch fam, mit patriotischer, aber doch wis greifen würde, man die Stadt nicht verantwort Darauf erst wurden ihm am 18. März mehrere Herrschaft über Spanien hätten die Habsburger senschaftlicher Geste hinweggehen. Ebenso wie lich machen dürfe. Trotzdem wurde weder der Wärter geschickt und die Fenster vergittert, damit ols deutsche Kaiser nicht viel Anlaß gehabt, jich man über die vielen Skandale der Habsburger Prinz aus Kerumau entfernt, noch wurde das er nicht hinausspringen fönne. Als es wärmer gegen die überwiegende Mehrheit des deutschen nach der Art des Erzherzogs Otto, des Lebens- Geringste getan, um ihm Beschränkungen auf wurde, lief er nadt im Zimmer herum und trieb allerlei närrische Sachen. Gegen den Winter beBolles für die katholische Stirche in die Bresche zu luftigen, schneller hinweggehen kann, indem man zuerlegen. So fah Don Julius, daß er sich alles erlau- quemte er sich wieder zur Annahme von Kleidern. stellen, und ohne das spanische Gold, das die Ehe sie in die Reihe ter willensstarken, frohgemuten mit der Schwachsinnigen den Habsburgern im höheren Sinn" sittlichen Habsburger vom ben dürfe, und der Erfolg war nun die schred- un schichte man ihm auch einen Arzt und seinen liche Affäre mit seiner Geliebten, der Tochter ehemaligen Hofmeister, der ihn mit Zureden zu brachte, hätten sie den Krieg mit dem deutschen Typus des Stammipaters Rudolf einreiht. Nur schade, daß dieser Typus Stammbater eines Strumauer Wundarztes. Als er einmal auf heilen suchte. Da er aber auf elles mit Beschimp Volf, den Krieg mit der ganzen Welt um Reformationszeitalter nicht gewonnen. Ohne die spa- und dieser Typus Stammutter nie so streng von sie wütend wurde, schlug er fie und stach auf sie fungen antwortete, gaben beide die Versuche auf. nische Hilfe wären sie schon damals verjagt wor- einander getrennt waren, sondern daß vielmehr mit seinem Säbel, ja, zum Schluß warf er sie noch Das einzige, was er gestattete, war, daß man ihn den.„ Drum bist glücklich du, Oestreich, durch in den meisten Habsburgern etwas von beiden in den Schloßteich. Trotzdem konnte sie sich vet von der Schmutzkrufte, die feinen Körper bedeckte, Heirat!" In der Monarchie tam man ja über Typen steckte, vom Typus Johanna der Schwachten und wurde im Hause ihres Vaters gefund ge- da er sich schon seit einem Jahr nicht gewaschen Piese unangenehme Geschichte leicht hinweg. Der finnigen und vom Typus Otto des Lebenslustigen. pflegt. Staum hatte der Bring erfahren, daß sie hatte, durch Waschen befreie. Im Juni bildete § 64, der nach der Entscheidung des Obersten Ge- Ein Prachtexemplar, in dem beide Typen in bester wieder gesund sei, so verlangte er sie von ihrem sich ein Geschwür an seinem Hals, das ihr das richtshofes die Beleidigung selbst des entferntesten Mischung, auch ohne Verderbnis des Blutes durch Bater zurück. Als dieser das veriveigerte, ließ Atmen erschwerte. Trotzdem wies er jede ärztMitgliedes der Habsburger- Familie mit Kerter Inzucht, klar zum Ausdruck kommen, zeigt uns ihn Don Julius ins Gefängnis werfen und ver- liche Hilfe zurück und duldete auch niemanden in bedrohte, verhinderte, daß man sich mit der spa- die Geschichte Habsburgs bei einem Sohne Ru- langte, die Stadt solle ihn zum Tode verurteilen. feiner Nähe. Am 25. Juni 1609 starb er und nischen Juana und mit dent Glück, das ihre Mit- dolfs II., freilich einem natürlichen Sohne, der Nachdem der Bader fünf Wochen im Kerker ge- wurde in der Klosterkirche in Kruman bestattet. gift über Desterreich gebracht hat, allzuviel be- sich aber der liebevollen Sorgfalt und Schonung schmachtet hatte, entschloß sich seine Frau, der Der Kaiser hatte gerade zu dieser Zeit mit den seines kaiserlichen Vaters erfreute. Rudolf II., Gewalt nachzugeben. Sie fand sich mit der Toch böhmischen Ständen die heftigsten Kämpfe zu befchäftigte. Imunevhin mußte man sich auch in der der bekanntlich in menschenscheuer Abgeschieden- ter im Schlosse ein, ließ sich vom Prinzen schwö stehen und war so aufgeregt, daß man es erst nach Monarchie, wenn man wissenschaftliche Bücher heit im Schloß lebte, hatte mit der Tochter seines ren, daß er ihr nichts mehr zuleide tun werde längerer Zeit wagte, ihm die Nachricht vom Tode schrieb, irgendwie mit dieser Tatsache ausein- Antiquars Strada sechs Kinder, drei Söhne und und übergab sie ihm. Am nächsten Tag wurde feines Sohnes mitzuteilen. Das treue Bolf aller andersetzen. In seinem Buch über die Kaiferin drei Töchter. Der eine von diesen Söhnen, der Bader tatsächlich aus dem Gefängnis ent- bings fabulierte une so ging es auch in die lassen. patriotische Legende über dem Marchese Maria Theresia, das im Krieg erschienen Marchese Julio", der Held unserer Erzählung, Als aber die Baderstochter zu Julius ins Julio feien als einem Tyrannen und Mörder im ist, sucht Eugen Guglia, einst Chefredakteur der war eva um 1586 geborgen. Von seinen ersten amtlichen Wiener Beitung", eine Theorie über Lebensjahren wissen wir nichts. Dagegen hören Zimmer tam, befahl er ihr, sich aufs Bett zu legen Bade die Schlagadern geöffnet worden". In nichts getan, die erbliche Belastung der Habsburger zu ent- wir aus dem Jahre 1606, daß ihm das kaiserliche und stach nun wie toll mit feinent Meffer auf die Wirklichkeit hat Kaiser Rudolf wie schon Ginwideln, die gerade noch das zugibt, was der Schloß in Krumau im Böhmerwald zum Wohn- Schreiende los, bis sie tot war. Drei Stunden dely aus den Archiven feststellte monarchistische Gedanke ertragen kann. Darnach sit angewiesen war, weil man hoffte, daß er dort, lang stach er noch auf die Tote los, dann rief er um den lebensluftigen Sprößling in seinem Vergibt es schon früh zwei von einander start ab fern von großstädtischen Einflüssen, feinen lieder einen Diener, daß er die Leiche wegtrage. Bevor gnügen zu stören, nicht das geringste auch um weichende Typen von Habsburgern der eine lichen Lebenswandel aufgeben werde. In Wirk- dieser das noch tun konnte, bohrte er ihr sein feine Verbrechen zu ahnden. Gustav Bollaljchet. Typus, der schon im Stammwater Rudolf vein lichkeit aber zeigte sich, daß diese böhmischen Messer nochmals in die Brust. Am nächsten Tag " M