Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Seitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Volksabstimmung in der Schweiz. 8ürich, 7. November. Am nächsten Sonntag finden in der Schweiz zwei bedeutsame Boltsabstimmungen statt: die eine, über die Einführung der Rechtseinheit im Bunde, eine eidgenössische, die andere, über die Einführung der obligatorischen staatlichen Mobiliarversicherung im Kanton Zürich, eine tantonale. Freitag, den 11. November 1898. Die Gründe, die in unserer Zeit die Vereinheitlichung des Es ist ein bedeutendes Stück Sozialreform, welches das vorRechts zu einem allgemein empfundenen Bedürfniß werden ließen, bestehen einmal in der Zerfahrenheit des bestehenden Rechtszustandes liegende Projekt darstellt und man muß daher lebhaft wünschen, daß mit seinen 22 verschiedenen kantonalen Rechten, in der großen Ver- es vom Volke angenommen werde. Ein Sieg des Geldsacks über die schiedenheit und Mannigfaltigkeit der daraus entspringenden Recht- Interessen der Gesammtheit wäre sehr zu bedauern. sprechung, in den schweren Ünzuträglichkeiten, die damit verbunden Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. V retten. Was da verdient wird, ist in der That recht schäßenswerth. mit dieser Stellung ihrer Wortführerin abfinden will, ist nicht unsere So erhielt z. B. der Direktor der Feuerversicherungs- Gesellschaft Sache aber wir möchten die anständigen Elemente in der Gefolg" Helvetia" in St. Gallen zu seinem Jahresgehalt von 30 000 Fr. im schaft. der Freis. 8tg." fragen, wie sie es finden würden, Jahre 1895 noch 70 000 Fr. Tantiemen, erhielt also zusammen wenn, sagen wir z. B. die„ Kreuz- Zeitung" einen Artikel 100 000 Fr. Die Aktionäre erhielten 25 pet. Dividende, der zweite über Reichstags- oder Landtags- Verhandlungen brächte, in Direktor 30 000 Fr. Tantiemen, jedes Mitglied des Verwaltungs- dem es gieße: Dieser Standpunkt des Herrn Richter rathes für 2 oder 3 angenehme Sigungen 6250 Fr. Sigungsgelder 2c. liegt aber so weit ab von dem Standpunkt aller derjenigen, die nicht Da kann man schon von Raub, von Beraubung der Versicherten zur freisinnigen Voltspartei gehören, daß wir es nicht verstehen, reden. wie Herr Richter sich im Reichstage beziehungsweise im AbgeordnetenDie Gesezesvorlage umfaßt 106 Artikel, die in dem angefügten Hause in einer solchen Frage überhaupt derartig mausig Bei der Abstimmung über die Einführung der Rechtseinheit handelt Berichte von der Regierung eingehend und trefflich beleuchtet werden. machen kann, wie er es versucht. es sich um die Aufnahme zweier neuer Artikel in die Bundesverfassung, Es wird auf die guten Erfahrungen der seit 1809 bestehenden staat- Und die Kreuz- Zeitung" hätte zu solcher Aeußerung gegen Richter welche lauten: I. In den Artikel 64 der Bundesverfassung wird als lichen Gebäudeversicherung des Kantons Zürich hingewiesen, die jetzt viel mehr Grund als die Freisinnige Zeitung" zu ihrer Böbelei gegen Absatz 2 folgende Bestimmung aufgenommen:" Der Bund ist zur eine Jahresprämie von nur 60 Cts. pro 1000 Fr. Versicherungs- Singer, denn die Freifinnige Volkspartei im Parlament ist Gesetzgebung auch in den übrigen Gebieten des Zivilrechts befugt." fumme bezieht, in den Jahren 1893-1897 1 213 088 r. als im Verhältniß zur Gesammtzahl viel kleiner als die SozialII. Der letzte Absatz des Artikel 64 der Bundesverfassung wird Beiträge an kommunale Wasserversorgungen 2c. ausgaben und demokratie in der Stadtverordneten- Versammlung. Und daß die folgendermaßen abgeändert:" Die Organisation der Gerichte, das dennoch einen bedeutenden Reservefonds von 32 Millionen Franken Richter'schen überhaupt in der Gesetzgebung mitreden dürfen, verdanken gerichtliche Verfahren und die Rechtsprechung verbleiben wie bis befigt. Für die Mobiliarversicherung hat die Bevölkerung des sie zum größten Theil doch nur dem Umstand, daß die Sozialanhin den Kantonen." Ferner: I. In die Bundesverfassung werden Kantons Zürich von 1888 bis 1897 den privaten Versicherungs- demokratie es noch nicht für angezeigt hält, den bürger als Artikel 64 bis folgende Bestimmungen aufgenommen:" Ter gesellschaften über 8 Millionen Franken Prämien bezahlt, aber nur lichen Liberalismus gänzlich aus dem Parlament zu verdrängen. Bund ist zur Gesetzgebung im Gebiete des Strafrechts befugt. 3 185 423 Fr. an Entschädigung bezogen, also etwa 4 Millionen Ge- Also etwas mehr Bescheidenheit wäre in der Redaktionsstube der Die Organisation der Gerichte, das gerichtliche Verfahren und die winn gewährt. Freifinnigen Zeitung" recht angebracht gegenüber der thatsächRechtsprechung verbleiben wie bis dahin den Kantonen. Der Bund Aus dem umfangreichen Geseze, das die Versicherung obligatorisch lichen Bedeutungs- und Einflußlosigkeit der Richter'schen Truppen ist befugt, den Kantonen zur Errichtung von Straf-, Arbeits- und macht, sei nur erwähnt die Verpflichtung der Unternehmer, welche auf das öffentliche Leben. Großsprecherei wirkt bei Zwergen mur Besserungs- Anstalten und für Verbesserungen im Strafvollzuge Kost und Logis geben, der Dienstherrschaften, der Zimmervermiether 2c., komisch und das schlimmste für Politiker ist, wenn sie ausgelacht Beiträge zu gewähren. Er ist auch befugt, sich an Einrichtungen zum auch die Sachen ihrer Arbeiter, Dienstboten und Zimmermiether werden. Interessant und charakteristisch ist es auch, daß die„ Freis. Schuhe verwahrloster Kinder zu betheiligen." II. Mit dem Zeit- mit zu versichern. Der Dienstherr meldet beispielsweise für die 3tg." davor warnt, in Volks- und Bezirksvereins- Versammlungen punkt, in welchem das Strafgeset in fraft tritt, fallen die Abfäße 2 jeweilige Fahrhabe der Dienstmagd den Betrag von etwa die Uebernahme der Elektrizitätswerke zu erörtern. Diese Ver und 3 des Artikels 55 der Bundesverfassung dahin." 250 Fr. zur Versicherung an und bezahlt dafür 20 Cents sammlungen seien nicht in der Lage, sich ein unbefangenes" Urtheil Die Bestrebungen zur Einführung der Rechtseinheit in der Jahresbeitrag. Die Aufnahme geschieht unentgeltlich, die einheit zu bilden. Mit anderen Gründen bekämpfen die reaktionären Parteien Schweiz sind alt, fie reichen zurück in die alte Eidgenossenschaftliche Jahresprämie beträgt 80 Cents per 1000 Fr. Sehr auch nicht die Einwirkung von Volksversammlungen auf die Entund betrafen damals namentlich das Strafrecht und das wichtig ist, daß nicht blos der durch das Feuer verursachte Schaden, scheidung der öffentlichen Gewalten. Im übrigen: warum eheliche Güterrecht. Vor 100 Jahren wurden mit der helvetischen worauf sich in der Regel nur die Entschädigung der Versicherungs- gehen denn die Anhänger des Vertrages nicht unter Verfassung, welche die Franzosen der Schweiz aufoftroyirten, An- gesellschaften bezieht, sondern auch der durch das Löschen, durch Bliz- das Volk und machen ihm die Vortheile der kapitalistischen Wer sich bis jetzt fäge zur Bereinheitlichung des Rechts gemacht, aber durch die bald schlag, durch Explosion, durch Abhandenkommen von Gegenständen Ausraubung flar. außer der nachfolgende Reaktion wieder zerstört. Im Jahre 1848, als nach bei einem Brande verursachte Schaden entschädigt wird. Die neue im Magistrat, in der Stadtverordneten Versammlung und den dem Sonderbundskrieg der Schweizerbund neu organisirt und eine Versicherungsanstalt soll am 1. Januar 1899 ins Leben treten und Börsenorganen vorhandenen Schußtruppe der Elektrizitätswerke neue Bundesverfassung geschaffen wurde, erscholl der Ruf:„ Ein 12 000 Familien mit mindestens 30 Millionen Versicherungskapital| mit der Sache befaßt und darüber gesprochen und geschrieben hat, Recht und Eine Armee", aber auch da kam es nicht so weit. Seit fofort aufnehmen. ist für Uebernahme der Werke. Daß die„ Freis. 8tg." eine unrühmdem ruhten diese Bestrebungen nicht mehr und sie hatten auch durch Der Bericht schließt:„ Die allgemeine staatliche Fahrhabe- Ver- liche Ausnahme macht, sichert ihr zwar einen Ehrenplatz im Kreise die Schaffung des Obligationenrechts zc. positive, aber nicht ganze ficherung erspart dem Versicherten, abgesehen von den Dividenden- der Kapitalisten, giebt ihr aber nicht das Recht, fich als„ unbefangen" Erfolge. ansprüchen der Aktiengesellschaften, die großen Anwerbungskosten der in dieser Angelegenheit zu bezeichnen. Es ist nicht wahr, daß es Seit Jahren haben die Vorbereitungen zur vollen Rechtseinheit Privatgesellschaften. Sie führt dem Versicherten eine Reihe von Vor- sich wie die Freis. 3tg." glauben machen will- lediglich um durch die Ausarbeitung von Gesezentwürfen für das Straf- und theilen zu, welche keine Brivatanstalt zu bieten vermag. Freizügigkeit eine Finanzfrage" handelt. Nein, es handelt sich darum, die Stadt Zivilrecht große Fortschritte gemacht, die sich auch darin bekundeten, der Fahrhabe, Ünanfechtbarkeit und Untündbarkeit der Versicherung. Berlin vor kapitalistischer Ausnutzung zu schützen, und es handelt sich daß die angeführten neuen Verfassungsartikel im Nationalrath mit Diese Vortheile erschienen den vorberathenden Behörden so bedeutend, vor allem darum, der Hochfinanz, welche Berlin in ihre Fesseln zu 105 gegen nur 25 und im Ständerath mit 26 gegen 16 Stimmen daß sie die Bedenken, welche allerdings auch dieser Neuerung ent- schlagen im Begriff ist, einen widerstandsfähigen Damm entbeschlossen wurden. gegengestellt wurden, weit überwiegen; sie empfehlen daher dieses gegenzusehen. Es ist der Kampf der arbeitenden Bevölkerung Gesetz dem Volke zur Annahme." gegen die Erdrosselungsversuche des Kapitalismus, der sich jetzt im Rathhause abspielt ein Kampf, der, wenn die Entscheidung zu gunsten der Aktie fällt, die Einwohnerschaft Berlins für alle Zeit so weit die Erzeugung elektrischer Betriebskraft in Frage kommt unter die Botmäßigkeit profitfüchtiger Gründer und dividendenhungriger Kapitalisten zwingt. Den traurigen Ruhm, hierzu find, in der Veralterung und Unzulänglichkeit der meisten mitzuhelfen, hat sich die Freisinnige Zeitung" mit ihrem gestrigen dieser Gesetze, deren gründliche Kenntniß, da sie zirka Leitartikel erworben. Die Verantwortung hierfür wird ihr nicht 700 Bände mit über 70 000 Paragraphen umfassen, felbft mit den Berliner Elektrizitätswerken. den Juristen unmöglich ist, geschweige denn dem einfachen Die Gegner des Vertrages in der Stadtverordneten- Versammlung Bürger, der aber troßdem nicht Gesezesunkenntniß als Während fast die gesammte Berliner Presse ohne Unterschied haben eine nochmalige, dritte Berathung des Vertrages durchgesetzt. Entschuldigungsgrund geltend machen darf. Wie weit z. B. die der Parteistellung die Uebernahme der Elektrizitätswerte in Mag jetzt die Bürgerschaft ihre Stimme erheben und ihr Veto gegen fantonalen Strafgefeße von einander abweichen, mögen folgende städtische Verwaltung für geboten erachtet, fämpft die Freisinnige die fernere Ausbeutung der Stadt durch Privat- Monopole und Vergleiche zeigen. Wer ein bewohntes Gebäude in Brand ſegt, wird Beitung" löwenmüthig an der Seite der Börsenpresse weiter dafür, tapitalistische Ausbeutung einlegen. in Genf mit Zuchthaus nicht unter 15 Jahren bestraft, in Freiburg daß dem in Aktiengesellschaften und Ringen koalirten Privatkapital und Graubünden nicht unter 10 Jahren, in Solothurn die Straßen und Plätze Berlins nach wie vor zur Ausbeutung übernicht unter 1 Jahr, während Appenzell- Außer- Rhoden das lassen werden. Minimum der Zuchthausstrafe überhaupt nicht festsetzt. Die In ihrer gestrigen Nummer widmet die Freifinnige Zeitung" tantonalen Strafgeseze kennen 28 Fälle des ausgezeichneten den Elektrizitätswerken einen Leitartikel und legt gleichzeitig ein gutes Diebstahls. Wer eine Sache im Werthe von 11 Frants Wort für die neueste Ringbildung auf dem Gebiete der entwendet, wird im Kanton Wallis mit Zuchthaus von wenigstens Elektrizität ein, indem fie die Fusion bon Löwe und 6 Monaten bestraft, in Waadt mit solchem von wenigstens 10 Tagen Schuckert als ganz harmlos hinstellt, und dagegen eifert, und in St. Gallen mit Buße oder Gefängniß bis daß man aus diesem Riesentrust allerlei dunkele und un= zu 40 Tagen. Am schlimmsten ist der Mißstand, daß Straf- bestimmte Vorstellungen über große Gefahren von Ringthaten, die in verschiedenen Kantonen begangen, auch in jedem bildungen" befürchtet. In der die Freisimmige Zeitung" stets derselben selbständig beurtheilt werden, so daß die ungeheuer- zierenden Bescheidenheit weist sie den Vorhalt anderer liberaler lichsten Urtheile und Strafen dabei herauskommen. So wurde Blätter, die für Uebernahme der Werke eintreten, damit zurück, daß ein Christian Michel wegen mehrerer in verschiedenen Kantonen es nicht darauf ankommt, wieviel Zeitungen für das eine oder das ausgeführter Diebstähle zu Freiheitsstrafen verurtheilt in der Ge- andere sind, sondern einzig und allein darauf, auf welcher Seite die fammtdauer von 60 Jahren. Ein anderer befam für Diebstähle im besseren Gründe sind". Und die besseren Gründe" sind selbstGesammtbetrage von ca. 6000 Fr. auch über 50 Jahre Zuchthaus. verständlich bei der Freifinnigen Zeitung" denn sie sind diktirt Verschieden ist auch der Strafvollzug und sodann ein arger Miß- von den Interessen des Kapitalismus und sichern den Aktionären stand, daß strafummündige Kinder und jugendliche Verbrecher mit den Fortbezug einer fetten Dividende. Es ist köstlich, wie die Freierwachsenen Sträflingen zusammengethan und so gründlich verdorben sinnige Beitung" in ihrer Dienstwilligkeit für das Privatkapital blind auf das Manöver der Börsenpresse" hineinfällt und das freisinnige Philisterthum von der Uebernahme der Werke damit zurückzuhalten versucht, daß sie sie die städtische Regie gewinnbringender Unternehmungen auf oder unterhalb städtischen Grund und Bodens als als sozialdemokratisches Teufelswerk hinstellt. Das plumpste und dümmste Gefasel ist der Freisimmigen Zeitung" immer noch gerade klug genug, wenn es gilt dem, an irgend einer Stelle, bedrohten Privatkapital beizuspringen und dessen erschütterte Position zu befestigen. In der Unmöglichkeit, gegen die Richtigkeit der Behauptung des Stadtv. Singer, die Freis. 8tg." allein fämpfe unentwegt weiter für Attie und Dividende" irgend einen sachlichen Grund anführen zu können, flüchtet sich die Freis. 8tg." auf das Gebiet der persönlichen Anrempelei und schreibt:" Der Standpunkt des Herrn Singer liegt aber so weit ab von dem Standpunkt aller derjenigen, die nicht Sozialdemokraten sind, daß wir es nicht verstehen, wie Herr Singer sich in der Stadtverordneten- Versammlung machen tann, wie er versuchte." Daß die Sozialdemokraten in der Stadtverordneten- Versammlung die Führung in dem Kampfe Anders liegen die Dinge bezüglich der Züricher Mobiliar gegen die privatfapitalistischen Monopole, gegen den forrumpirenden versicherung. Wohl treten auch für sie die Bauern und Arbeiter Einfluß der Hochfinanz, sowie gegen die verheerende Wirkung der wie die Demokraten und ein Theil der Liberalen ein, allein es fehlt Privatmonopole haben, ist vollkommen richtig, und wenn die Freis. in diesen Lagern auch nicht an Gegnern und die Geldsadsorgane, 8tg." hierin„ ein sich mausig machen" erblidt, so beweist dies mur, werden. Wichtig ist die Rechtseinheit auch für andere große und bebedeutungsvolle Gebiete im Hypothekarrecht, Personenrecht, Erbrecht, Eltern- und Kindesrecht, Cherecht, Vormundschaftsrecht 2c. Auch hier herrscht heute dieselbe Buntscheckigkeit wie beim Strafrecht. Bezüglich der Bereinheitlichung des Hypothekarrechts hat man berechnet, daß die gesammten Hypothekarschulden der Schweiz zwischen 4000 und 6000 Millionen Franken betragen. Kann infolge der Rechtsvereinheit lichung der Zinsfuß nur um 1/4 pCt. vermindert werden, so beläuft sich die jährliche Zinsenersparniß auf ca. 13 bis 15 Millionen Franken, was insbesondere für den Bauernstand eine sehr schätzbare indirekte Folge der Rechtseinheit sein würde. " Der Vertrag Elektrizitätswerken. erspart bleiben. " Die Bauern treten denn auch auf der ganzen Linie für die Rechtseinheit ein, ebenso die Arbeiter, übrigens auch die anderen Parteien, mit Ausnahme der starrsten Förderalisten und Kantonesen, denen die unversehrte fantonale Hoheit über alles geht. Wie aber die Stimmung in den weitesten Boltskreisen ist, steht die Annahme in einer solchen Frage überhaupt derartig mausig der neuen Verfassungsartikel mit großer Mehrheit in sicherer Aussicht. Versicherungsgesellschaften als Politische Nebericht. Berlin, den 10. November. Die Scharfmacher an der Arbeit. Sehr interessante Mittheilungen veröffentlicht heute Abend das„ Berliner Tageblatt": Mit der Bekämpfung der Sozialdemokratie und der Schmälerung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter hat sich, wie uns aus Heidelberg geschrieben wird, die am Sonntag im Hotel, Prinz Karl" daselbst unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattgehabte zwanglose" Besprechung nationalliberaler Reichstags- Abgeordneten Süddeutschlands be schäftigt. Die Konferenz wurde von einem der bekanntesten Scharfmacher" unter den süddeutschen Großindustriellen, Reichstags- Abgeordneten Freiherrn W. v. Heyl zu Herrnsheim in Worms einberufen. Mit Rücksicht auf den streng vertraulichen Charakter" der Berathungen war die Zahl der Eingeladenen mur eine beschränkte. Wie zuverlässig bekannt wird, waren nur solche Abgeordnete eingeladen, auf deren Mitwirkung bei einer gesetzgeberischen Aktion gegen die Sozialdemokratie man mit Sicherheit rechnen zu dürfen glaubte. Der Veranstalter der Konferenz, Abgeordneter Freiherr v. Hehl zu Herrnsheim, tritt nicht nur für die Verwirklichung des in der Deynhauser Rede des Kaisers zum Ausdruck gelangten Gedankens des" Schutes Arbeitswilliger" ein, sondern gehört auch zu den Befürwortern allgemeiner Strafbestimmungen gegen die Umstürzler". Man dürfte nicht fehl gehen, wenn man die Heidelberger Besprechung in einen gewissen Zusammenhang mit einem furz vorher veröffentlichten Artikel der Herrn v. Heyl politisch nahestehenden„ Süddeutschen Reichskorrespondenz"( Karlsruhe) bringt, in der mit großer Feierlichkeit versichert wurde, daß dem neuen Reichstag„ Eindämmungs- Maßregeln gegen die sozialdemokratische Hochfluth" vorgeschlagen werden follten. In der Korrespondenz wurde ausdrücklich von einer gesetzgeberischen Nepression" gesprochen, die im Einklang stehe mit den bekannten Kundgebungen deutscher Industrieller. Eigentliche Beschlüsse sind in der Heidelberger Stonferenz zwar nicht gefaßt worden, doch soll eine Herrn v. Heyl befriedigende Verständigung erzielt worden sein. Badische nationalliberale Blätter suchen die Einberufung der Konferenz damit zu motiviren, daß sie glauben machen wollen, der Zweck der Versammlung sei der gewesen, den Theilnehmern GeTegenheit zu geben, mit einander persönlich bekannt zu werden, ehe die gemeinsame parlamentarische Arbeit beginnt. An innerer Wahrscheinlichkeit fehlt es den Ausführungen " deren Protektoren und Geldspender vielfach direkt an den privaten daß die Freis. 8tg." bereits so tief in Abhängigkeit vom des Berliner Tageblatt" sicherlich nicht. Die ständige Minirund Aufsichtsräthe, als Direktoren 2c. interessirt sind, geben sich Herrschaft des Privatkapitals in der Gemeinde als unberechtigt arbeit der Scharfmacherpresse gegen den bestehenden alle erdenkliche Mühe, das Volk irre zu führen und ihr Geschäft zu und unzulässig bekämpfen muß. Wie sich die freifinnige Volkspartei Rechtszustand läßt es erfreulich erscheinen, wenn die Juspiratoren Busch hat die Regierung sehr nervös gemacht. dieser Presse selbst auf den Plan zu Bütow widerrechtlich sich angeeignet, so war dieses Amts- Zum Fall Spahn wird heute ein Erlaß des Reichskanzlers treten und mit offenent Visir kämpfen. Daß Herr verbrechen à la Arnim längst verjährt. Dem Staatsanwalt fehlte an den Präsidenten des Reichsgerichts bekannt, in dem allgemein b. Heyl, der ein Stumm in etwas kleinerem Format ist, der also jede Berechtigung zum Einschreiten. die Verweigerung von Urlaubsgesuchen für Ausübung von Landtagsmit Arbeiterwohnungen und dergleichen, sogenannte WohlfahrtsDie Freis. 3tg." erinnert daran, St. eröffnete daher den Beamten, welche nunmehr mit Gewalt mandaten ausgesprochen wird. einrichtungen, feine Arbeiter willenlos zu machen bemüht ist, drohten, daß er den Brief bereits verkauft, außerdem aber sich bei daß außer Herrn Spahn noch ein Reichsbeamter, der konser der einer der reichsten Männer und größten Unternehmer ist, dem Minister des Innern unter Beifügung einer beglaubigten Ab- preußischer Landtags- Abgeordneter ist und auch schon war, ohne daß bative Regierungsrath in Reichsamt des Innern Dr. Kelch, sich als Fabrikfeudaler durch die unaufhaltsame Entwickelung der schrift des Briefes beschwert habe, worauf die ersteren sich entfernten. es bekannt geworden ist, daß er zur Ausübung des Mandates eines Sozialdemokratie unangenehm berührt fühlt, begreifen R. führte auch Beschwerde beim Justizminister über das Vorgehen Urlaubes bedurfte. tvir wohl. Die Heyl und Genossen, diese Fabrik- des Staatsanwalts. Von beiden Ministern ist eine Antwort iti cht Es geht auch ohne Schießen und Hauen. Auf dem feudalen, sehen sehen in den Arbeitern nur Mittel, ihnen erfolgt, fie vermochten das Vorgehen ihrer Untergebenen wohl nicht Eisenhüttenwert bes konservativen kommerzien Reichthümer zu schaffen; alles übrige scheint ihnen bei zu rechtfertigen und wollten es offenbar auch nicht tadeln. raths Krause in Berlin, auf der„ Alten Hütte" bei Neuden Arbeitsbienen von Ueberfluß. Deshalb sind sie natür falz a. O., ist seit dem 1. November zur genaueren Kontrolle liche Gegner des Koalitionsrechtes, der Versammlungsfreiheit, In England hat gestern Lord Salisbury, der Chef des des Antritts und Austritts der Arbeiter aus dem der Preßfreiheit und des politischen Wahlrechts, natürlich nur Stabinets, wieder eine Stede gehalten und zwar eine& if chrede in Wert ein Automat aufgestellt, welcher übersichtlich nachweist, insoweit, als diese Rechte den Arbeitern zu gute kommen. der Guildhall, bei dem Bankett des neugewählten Lordmajors von welcher Arbeiter und wann er die Hütte betritt bezw. verläßt. Der Befriedigende Verständigung soll von Herrn v. Heyl London, das seit unvordenklicher Zeit am 9. November abgehalten Bugang zu diesem Automaten ist für die große Arbeiterzahl nicht auserzielt worden sein. Das bezweifeln wir nicht im mindesten. zu werden pflegt, und an dem, ebenfalls seit unvordentlichen Zeiten, reichend genug, auch sonst erschien den Arbeitern das durch den Herr v. Heyl hat eben nur Leute eingeladen, die seiner der Miniſter- Chef des Tages eine große politische Rede zu halten Automaten ausgeübte rigorose Ueberwachungssystem wohl chilanöe, hat. Diesmal erwartete man etwas als Außerordentliches: ing weshalb fie die Neuerung mit mißtrauischen Augen Meinung sind. Danach müßte man über diese Einhelligkeit besondere die öffentliche Proklamirung der englischen trachteten. Mit der Thätigkeit des Automaten am Morgen und nicht allzu betrübt sein. Aber so gering auch die Zahl dieser Schuherrschaft über Egypten. Leute so bedeutungsvoll sie sind, wie die Samarilla zur Zeit Friedrich Wilhelm IV., die fleine aber mächtige Partei. Gegen diese Partei, die unausgefekt arbeitet, der kein Mittel zu niedrig, kein Anlaß des Eingreifens zu schlecht ist, gegen diese ist nur etwas zu erreichen, wenn das Volk unausgesezt über ihre egoistischen, volksverderberischen, gemeinschädlichen Motive und Absichten aufgeklärt wird. Steht die Sozialdemokratie in diesem Stampfe fast ganz allein, so muß fie desto encrgischer und rastlos diesen Kampf führen. auoirfenG Die Furcht der Regierung vor Bismarck- Enthüllungen. In Verfolg einer durch expressen Boten übergebenen Sendung seltener Fische schrieb der damalige Ministerpräsident Graf Bismard, welcher Ehrenbürger der Stadt Bütow i. P. war, folgenden Dankesbrief an deren Bürgermeister: " Jold bedaß die erwarteten Ueberraschungen sind aber ausgeblieben. Er theilte der Arbeiter keine Notiz. Ein Theil der Arbeiterschaft gab deshalb Nun, Lord Salisbury hat eine große und lange Rede gehalten, berlangten fie dringlichst, daß er wenigstens abends außer Funktion treten solle. Doch die Hüttenverwaltung nahm von diesem Wunsche mit, daß England die Einladung zur Konferenz gegen die Anarchist en angenommen habe. Er bemerkte dazu, er ſeze seinen Unwillen lauten Ausdruck, doch ohne Ausschreitungen zu benicht allzuviel Hoffnung auf die Bemühungen der Gesetz- gehen; erst als auf Ersuchen der Verwaltung Polizeibeamte auf der alles thun, was sie tönne. Nebner besprach jodann die glänzend ernsteren Charakter an. Die Ansprache des Fabrikleiters, gebung gegen dieses llebel, aber die Regierung werde mit Vergnügen Hütte eintrafen, nahmen die Arbeiteransammlungen einen verlaufenen e Idzüge im Sudan und in Indien, die zufrieden waffen, anknüpfte, hatte nicht den gewünschten Erfolg; die Stimmung der an den Rede'schen Erlaß, betreffend den Gebrauch von Schußstellenden Ergebnisse der Bemühungen des europäischen Konzerts auf reta, wo das Versprechen der Autonomie thatsächlich erfüllt der Menge, die nun auf etwa 1000 Personen angeschwollen war fei, und spendete der Thätigkeit der Admirale vor Streta reiches 2ob. und der sich, wie das bei solchen Anlässen gewöhnlich geschieht, eine Ganz neuerdings," fuhr Lord Salisbury dann fort, haben wir die Masse radaulustiger Elemente zugefellt hatten, wurde im GegenIn diesem bedrohlichen Momente wirkte Frage eines europäischen Krieges ins Auge fajien müssen. theil immer erregter. Eine neue lex Zeblik in Sicht. Wie die„ Neue Berl. Die Angelegenheit ging glücklich aus. Es erschien einen Augenblid, Polizeikommiffarius Bohl durch eine verständige, beruhigen be Korresp." mittheilt, gedenkt die konservative Fraktion nach Er- daß fie in anderer Weise ausgehen werde, aber die große Weisheit und Ansprache beschwichtigend auf die erregten Gemüther ein öffnung des neuen Landtages alsbald eine große Attion der gesunde Verstand, die Frankreich unter Umständen von außer und bewirkte, daß die Arbeiter ruhig auseinander gingen. Der zum Zweck des Erlasses eines Volksschulgesetes zu unternehmen gewöhnlicher Schwierigkeit entfaltet hat, haben Europa, glaube ich, Polizeikommissar hat ohne Zweifel durch sein verständiges Auftreten und nöthigenfalls selbst einen ausgearbeiteten Entwurf eines vor dem jehr gefährlichen drohenden Sturme gerettet. Der Krieg ein großes Unglück verhütet, das durch eine rigorose Anwendung folchen Gesetzes vorzulegen. ist vielleicht nicht so nahe gewesen, wie die Beitungen glauben des Schieß- Erlasses herbeigeführt worden wäre. Hat er sich aber wird er etwa num disziplinarisch verfolgt werden? Daß in konservativen Kreisen die Absicht fortbesteht, unser machten. Aber diese Erwägungen und viele andere, die Sie leicht damit nicht einer Verfehlung gegen diesen Erlaß schuldig gemacht? Volksschulwesen reaktionär umzugestalten, ist hinlänglich be- begreifen werden, verpflichteten die Regierung, Borsichts- Wird er etwa nun disziplinarisch verfolgt werden? maßregeln zu ergreifen, damit sie nicht überrascht Zur Fleischnoth. Die Besichtigung der Schlachthäuser des fannt, und da die genannte Korrespondenz nahe Fühlung mit würde, plötzlich irgend eine Gefahr eintreten sollte. oberschlesischen Industriebezirks durch Negierungskommissarien einflußreichen Mitgliedern der konservativen Partei hat, so ist Diese Vorsichtsmaßregeln wurden mit großer Raschheit und und die dabei erfolgte Feststellung der Thatsache, mit Sicherheit anzunehmen, daß in dem neuen Abgeordneten großem Erfolge getroffen. Man jagt", bemerkte Lord Salisbury in Sosnowice, dem Stapelplay für die russischen Schweine, hause allerdings der Kampf um die Volksschule von neuem ferner, daß wir uns Kreta's und Syrien's bemächtigen oder das von der Schweinesenche nicht eine Spur zu finden ist, hat die entbrennen wird. Eine Mehrheit für eine Vermuckerung des Protektorat über Egypten proklamiren wollen. Wir sind mit Vermuthung wachgerufen, daß die Regierung eine Erhöhung Schulwesens ist in beiden Häusern des Landtages ebenso frieben und glauben nicht, daß jest ein Grund Schweinen in Erwägung ziehe. Die Kattow. 3tg." aber erfährt, der gegenwärtigen 2age in Egypten ganz zu des zur Einfuhr nach Oberschlesien zugelassenen Kontingents an ficher vorhanden, wie sie im Jahre 1892 vorhanden war. vorhanden ist, dieselbe abzu ändern". Wenn Zentrum und Konservative von ihren ertremen For„ daß eine Erhöhung des Kontingents für russische Schweine schwerBezüglich der getroffenen Vorsichtsmaßregeln, d. H. Rüstungen lich eintreten wird, da die maßgebenden Faktoren eine Fleischnoth derungen einiges nachlassen, so ist sogar nicht ausgeschlossen, im großen Stil, jagte Salisbury: Die Nothwendigkeit für diese nicht anzuerkennen vermögen. Hingegen gilt es als ziemlich ausdaß die Opposition der Freikonservativen und National- Maßregeln war zum mindesten eine ganz unmittelbare. Man hat geschloffen, daß eine Verminderung des Einfuhrkontingents eintritt". liberalen abflaut. Daß in diesem Fall auch die Regierung Erstaunen darüber ausgedrückt, daß die Vorsichtsmaßregeln nicht Also", bemerkt dazu die Bresl. 8tg.", nicht im Interesse der zugreifen wird, steht außer Zweifel.. So dräuen wiederum plöglich wieder beseitigt worden seien. Wir können aber nothleidenden oberschlesischen Arbeiter, sondern im Interesse der auch auf diesem wichtigsten Gebiete des Geisteslebens dem nicht alle nicht alle Vorsichtsmaßregeln im Augenblick einstellen. Es nothleidenden" Junker und Juntergenossen scheint die Besichtigung preußischen Volfe die größten Gefahren. Es gilt zeitig auf dari jedoch nicht angenommen werden, daß diese Maßregeln der oberschlesischen Schlachthäuser erfolgt zu sein, und nicht einer weil sie nicht sofort eingestellt wurden, jezt noch die Gefühle an- Bermehrung, sondern umgekehrt einer Verminderung des Schweineder Hut zu sein und dem Ansturm der Reaktion entgegen zeigen, von denen sie ursprünglich eingegeben waren. Er wolle nicht kontingents sollte durch sie vorgearbeitet werden." jagen, daß die Ereignisse der letzten drei Monate keine Einwirkung An der preußisch- dänischen Grenze entwickeln sich gegenwärtig hatten auf die britische Stellung in Egypten, die ja nach dem Siege recht eigenartige Verhältnisse. Die deutsche Regierung weist, wie bei Omdurman nicht die gleiche war, wie vor demselben, aber bekannt, alles dänische Vieh, das von den deutschen Thierärzten für es nothwendig machen, die britische Position in mun ebenfalls geweigert, das zurückgewiesene Vich über die Grenze er hoffe aufrichtig, daß teine Umstände eintreten, die tuberkulös erklärt wird, zurück. Die dänischen Behörden haben sich Egypten zu modifiziren; denn er sjei überzeugt, daß es wieder einzulassen, jodaß nichts weiter übrig blieb, als es auf dann in der Welt nicht so friedlich weitergehen werde. Wenn Kosten der Einfuhrfirma zu vernichten. man mum frage: Warum diese Vorbereitungen, wenn es sich Diese Maßnahmen haben dahin geführt, daß die dänischen Vieh nicht um Kreta, Egypten oder Syrien handelt, so müsse er bitten, doch die allgemeine Weltlage zu betrachten. Salisbury preift den Abrüstungsvorschlag des russi schen Kaisers warm, welcher der Sympathie und der Unter stüßung Englands sicher sei. Aber bis der Wunsch des russischen Staisers von Erfolg gefrönt ist, müssen wir auf die Gefahren um uns achten und Versichtsmaßregeln treffen. Dann spricht Salisbury von der Die Agrarier befürchten denn auch, daß die durch die Erschwerung Macht Amerika. gewaltigen Von den europäischen der Vieheinfuhr erreichten hohen Bichpreise zum theil durch die Amerikaner unter den Fattoren der europäischen werden könnten und sie eifern mun ebenso sehr gegen die Einführung Nationen tonne nicht eine leugnen, daß das Erscheinen der Einführung von geschlachtetem Vieh wieder herabgedrückt Diplomatie ein schwerwiegendes, ernstes Ervon frischem und gepöfeltem Fleisch. eigniß bildet, welches vielleicht nicht den Juter- In der Stadtverordneten- Bersammlung zu Charlottenburg eiien des Friedens dienlich sein mag, aber gleichwohl jeden kam die allgemeine Fleischnoth zur Besprechung. Der falls die Interessen Großbritanniens wahrscheinlich von dreißig Stadtverordneten unterstützte Antrag bezweckte das Erfördert. Darauf bespricht Salisbury den Grund des Konflittes, suchen an den Magistrat, bei dem Reichskanzler vorstellig zu werden, welcher sich erheben könne über die Frage, wer die Be- daß er die sofortige Aufhebung der jetzt bestehenden Einfuhrjigungen gewisser Nationen erben solle. Heut verbote für Schlachtvich aller Art verfüge und zugleich anordne, utage fönne ein Krieg mit fredlicher Schnellig. daß nach Bichhöfen mit direkten Bahnanschlüssen die Einfuhr von feit ausbrechen. Wir sind eine große koloniale und Schlachtthieren mit dor Verpflichtung alsbaldiger Abschlachtung Seemacht, wir haben keine Landgrenzen, wenn wir gestattet sei. Die Versammlung nahm den Antrag fast einstimmig an. jemals erlauben, daß unsere Vertheidigungskräfte zur See Der bayerische Landwirthschaftsrath hat in bezug 10 in einen Zustand der Unwirksamkeit verfallen wird auf die Fleischtheuerungsfrage einen Antrag angenommen, unser Reich mit einem Strach zu grunde gehen. Deshalb fann in welchem er die tönigl. Staatsregierung ersucht, den von anderen England seine militärischen und Marine Borkehrungen nicht Seiten gestellten Ersuchen auf Aufhebung der Einfuhrverbote teine aussetzen, welche durchaus nicht gefährliche Unternehmungen oder Folge zu geben. Eroberungen zum Ziel haben. Wir verabscheuen den Krieg, aber es ist unsere Pflicht, unser Reich in unversehrter Gestalt unseren Nach Genossenschaften für das leztverfloffene Kalenderjahr ist im ReichsDie Zusammenstellung der Rechuungsergebnisse der Berufstommen zu übergeben." Versicherungsamt so gefördert, daß sie dem Reichstage, wie gewöhnlich, So die Rede nach dem telegraphischen Abriß. Sie fagt viel balb nach seinem Wiederzusammentritt zugehen wird. Es bestätigt und fie fagt wenig. Wer eine Friedensbürgschaft darin erwartete, fich, daß die Steigerung der Entschädigungsbeträge, welche im Jahre findet sich getäuscht. Es ist alles in der Rede und nichts. ofie 1897 für Unfälle gezahlt find, gegenüber 1896 derjenigen gleicht, droht, beruhigt sie, und wo sie beruhigt, droht sie! Und doch ist welche von 1895 auf 1896 zu beobachten war. Die Entschädigungsdie Rede gerade in ihrer nebelhaften Unbestimmtheit ein Bild der beträge machten 1897 rund 64 Millionen Mark aus. Im Jahre 1896 unbestimmten Lage, aus der mit erschrecklicher Schnelligkeit" wie der Blitz aus einer Gewitterwolfe- der Krieg hervorgehen kann. 1892: 32,3, 1891: 26,4, 1890: 20,3, 1889: 14,5, 1888: 9,7, 1887: betrugen sie 57,1 Millionen, 1895: 50,2 1894: 44,3, 1893: 38,1, Am interessantesten und bedeutendsten ist vielleicht der Bassus 5,9 und 1886: 1,9 Millionen. betreffend Amerika. Daß das Eintreten der Vereinigten Staaten in den Wirkungstreis der europäischen Diplomatie den Interessen Eng Bolizeibeamten pafsirt. Ein arger Mingriff ist vorgestern Abend auf St. Pauli einem Eine Dame, die Frau eines lands wahrscheinlich förderlich ist, wenn auch vielleicht nicht denen Polizeibeamten paſſirt. des Friedens das scheint im vollsten Maße zu bestätigen, Telegraphenbeamten in Altona, wollte mit einer Verwandten, die was in neuester Zeit über eine Annäherung Englands und sich besuchsweise bei ihr aufhielt, ins Theater gehen. In der Nähe der Polizeiwache am Spielbudenplaz wurde sie plötzlich von einem der Vereinigten Staaten gesagt worden ist.Polizeibeamten angehalten, der sie am Arm faßte und sie aufforderte, An Adresse: den Bürgermeister und Lieutenant Herrn Reimann. Hochwohlgeboren Bütow. p. expr. ret. Barzin, 4. August 1869. Ew. Hochwohlgeboren danke ich verbindlichst für Ihre freundliche Zusendung, welche mir beweist, daß Ihre Fürsorge den Ehrenbürgern der Stadt in gleichem Maße zugewendet ist, wie der Mit der Witte, mich den Herren zu empfehlen, welche mich im vorigen Jahre hier mit ihrem Besuche beehrten, bin ich Euer Hochwohlgeboren ortsanivesenden Gemeinde. ergebenster b. Bismard. St., der heute hierselbst General- Repräsentant einer BerficherungsGesellschaft ist, bot nach dem Tode des Fürsten Bismarck diesen Brief für 500 M. im„ Daheim" zum Kaufe aus. Diese Annonce Tas der Regierungspräsident zu Potsdam. Am 29. September erschienen zwei Kriminalbeamte bei Herrn St., welche die Auslieferung des von ihm zunn Verkauf ausgebotenen Bismard- Briefes verlangten. Sie beriefen sich hierbei auf eine Verfügung des Regierungspräsidenten zu Potsdam, welcher das königl. Polizeipräsidium ersuchte, den qu. Brief ohne weiteres mit Beschlag zu belegen und ihm einzureichen. = züchter immer mehr dazu übergehen, geschlachtetes Bich zur Einführung zu bringen. Wie aus Kopenhagen berichtet wird, wird man vom gegenwärtigen Reichstag die Mittel verlangen, den Hafen Esbjerg, der vor Jahren gegründet wurde, um der Ausfuhrschlächterei zu dienen, entsprechend den neuen Verhältnissen herzurichten. Durch diese Naivetät äußerst beluftigt, fragte Herr R., wie der Regierungspräsident in Potsdam dazu komme, ihm sein Privateigen thum wegzunehmen, worauf der das Wort führende Beamte entgegnete, dies sei seine Sache nicht. St. verlangte munmehr die Verfügung des Regierungspräsidenten zu sehen. Auch dies lehnte der Beamte ab, verstand sich indessen dazu, das Datum und die Unterschrift zu zeigen. Natürlich gab sich Herr St. nicht die Mühe, weder das eine noch die andere zu entziffern, sondern lediglich den Inhalt des Schreibens. Dasselbe besagte in seinem Gedantengange uns gefähr folgendes: Durch Annonce im„ Daheim" werde ein Privatbrief Bismard's als Ehrenbürger Bütow's aut deffen damaligen Bürgermeister ausgeboten. Bismard sei im Jahre 1868 Ehrenbürger von Bütow geworden und damals set Bürger meister von Bütow ein p. S. gewesen, welcher zur Zeit Assekuranz- Der Abrüstungsvorschlag des Zaren wurde im belgischen mit zur Wache zu kommen, da er sie für eine feit längerer Zeit Bevollmächtigter in Berlin sei. Der verlangte Preis des Briefes Senate von dem Führer der Radikalen Janson als eine ungeheuere gesuchte Besucherin der großen Bierhalle hielt. Alle Betheuerungen lasse darauf schließen, daß derselbe Mittheilungen enthalte, die den Wohlthat für die Menschheit gepriesen. Der Redner beantragte, an der geängstigten Frau waren vergebens; fie mußte mit zur Wache, Berkauf unthunlich erscheinen ließen. Infolge dessen werde das den garen im Namen Belgiens eine Glückwunschadresse abzusenden, wo sie einer Ohnmacht nahe, antam. Hier klärte sich der Irrthum und betonte, Belgien habe ein gewaltiges Interesse an dem Ge- des Polizeibeamten auf. Der Ehemann beabsichtigt, die Angelegen Bolizeipräsidium ersucht, den Brief mit Beschlag zu belegen und nach lingen des Planes. Die Adresse wurde einstimmig beschlossen. heit weiter zu verfolgen, um seiner Frau Genügthuung zu verBotsdam einzureichen. Zu motiviren sei die Beschlagnahme damit, Bara erklärte jedoch, wenn Belgien an der Konferenz theilnehme, fchaffen. daß der Brief jedenfalls in die Alten des Magistrats gehöre.( sic!) müsse es Bürgschaften dafür haben, daß nichts zu seinem Nachtheile Die bayerische Regierung läßt jetzt halbamtlich die Meldung R. stellte hierauf den Beamten anheim, seinen Sekretär zu er beschlossen würde. der Berliner Offiziösen dementiren, daß sie schon Stellung zu der brechen und den Brief mit Gewalt sich anzueignen, da er ihn gutInvaliditätsversicherungs- Novelle genommen habe. willig nicht herausgebe, war aber nach längerem Barliren bereit, Im württembergischen Landtag hat die Fraktion der Volfsdenselben die Beamten lesen zu lassen. Nachdem letzteres zunächst Reichstag und Landtag. Die„ Magdeb. 8tg." beklagt, daß partei den Antrag eingebracht: die Staatsregierung zu ersuchen, der abgelehnt, weil sie den Brief nicht zu lesen, sondern wegzunehmen so viele Abgeordnete Mandate für beide Häuser befizen, worunter Stammer der Abgeordneten bis zur nächsten Etatsberathung Mithätten, gingen die Herren schließlich darauf ein und der Brief wurde die Verhandlungen schwer zu leiden hätten. In der vorigen Legislatur- theilung darüber zugehen zu lassen, welche Erfahrungen in anderen dem Kommissar zum Lesen eingehändigt. Hierauf entfernten sich periode des Landtages waren 95 Abgeordnete zugleich Reichstags. Ländern und neuerdings in Württemberg mit landwirthschaftAbgeordnete, in der nächsten werden 109 Doppelmandate haben. Es lichen Getreideverkaufs Genossenschaften und Am 10. Oftober erschienen Beide wiederum und präsentirten sei, so meint das genannte Blatt, auch nicht anzunehmen, daß das Getreide Lagerhäusern gemacht worden und in wie weit nunmehr eine Verfügung des Ersten Staatsanwalts am Land- anders werde, bevor nicht Diäten für den Reichstag ein- in Württemberg Bedürfniß und Möglichkeit zu derartiger Einrichtung geführt sind. Diese Ansicht hat die Sozialdemokratie stets ver- au tage getreten find. gericht I Berlin, welche anhub: treten, auch die allzu häufige Beschlußunfähigkeit des Reichstages Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeßfe. Wegen In der Untersuchungssache wider den Assekurranz Bevoll findet darin ihre Erklärung. Trotzdem wird man vom Bundesrath Majestätsbeleidigung wurde gestern Abend aus seiner Woh mächtigten R.( wegen? Ja das fehlte!) wird der 2c. Brief hiermit nicht erwarten können, daß er einem neuerlichen Beschlusse des mung weg der Schlosser Miller in Dresden plötzlich verhaftet und mit Beschlag belegt. Reichstages, Diäten zu bewilligen, zustimmen werde, weil er der geschlossen in Polizeigewahrsam abgeführt. Miller, der noch ledig Wie kommt der Staatsanwalt zu diesem Vorgehen? Wenn stillen Hoffnung ist, daß der Reichstag doch noch zustimmen werde, ist, ist das Opfer einer Denunziation feines früheren Logiswirthes, thatsächlich N. den Brief 1868 oder 69 aus den Aften des Magistrats für Diäten eine Wahlrechtsverschlechterung einzutauschen. en eines gewissen Hennig, geworden. Bor etwa vier Wochen soll Miller die Beamten. M * 營 Deutsches Reich. zu Hause im internen Birkel gelegentlich einer Besprechung der Berhaftung eines Zeitungskorrespondenten. Italienische Bei den Stadtverordnetenwahlen in Salberstadt kommt Palästinareise des Kaisers gegen legteren eine schivere Beleidigung Blätter melden: Der Korrespondent des Corriere di Napoli", unser Kandidat, der Tischlermeister Ferdinand Gerlach, in ausgestoßen haben. Miller gerieth nun dieser Tage mit seinem Francesco Satornelli, der in den letzten Tagen in Jaffa geweilt, die Stichwahl. Er erhielt 287 Stimmen. Sein Gegner, der LokoWirth Hennig in Differenzen, infolge dessen er die Wohnung bezw. hatte an sein Blatt eine Korrespondenz gefchickt, in der er bemerkte, motivführer a. D. Kupte, brachte es auf 450 Shmen. AbSchlafstelle fündigte und ausziehen wollte. Aus Rache dafür ging daß der Sultan für die Neise des Kaisers Wilhelm nach Palästina gegeben waren ca. 1000 Stimmen. Hennig auf die Polizei und denunzirte Miller, mit dem er bisher Millionen verausgabte, seinen Soldaten aber den Sold schuldig in intimister Freundschaft gelebt hatte, wegen der im vertraulichen bleibe. Dieser Brief fiel den türkischen Behörden in die Hände, die Gespräch gethanen Aeußerung. Der Fall kann anderen zur Warnung sogleich den Korrespondenten verhafteten. Alle Bemühungen des italienischen Generalfonsuls in Jerusalem, Satornelli zu befreien, haben bis jetzt nichts gefruchtet. dienen. "... " Wie das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" meldet, ist auch gegen den Druder des„ Simplicissimus", Herrn May Hesse, Mitinhaber der Buchdruckerfirma Hesse u. Becker in Leipzig, die Anklage wegen Beihilfe zur Majestätsbeleidigung erhoben worden. Eine Episode von der Kaiserreise. Herr Ludwig Pietsch, der über die Palästinafahrt für die Voss. 8tg." berichtet, erwähnt auch den folgenden Vorfall aus Jerusalem: Als der Kaiser, vom Pferde gestiegen, der Gemahlin die Hand bot, um ihr aus dem Wagen zu helfen, drängte sich ein armer halbnackter brauner Straßenbube an ihn heran und streckte mit der ihnen schon zur Gewohnheit gewordenen Geberde die schmutzige Hand entgegen und zischte das unvermeidliche„ Choevage Bakschisch“ heraus. Das schien denn doch dem Kaiser zu viel der Frechheit und er versetzte mit dem Reitstock dem Burschen einen wohlverdienten Hieb...." Desterreich. Griechenland. Athen, 10. November. Da Delyannis die Neubildung des Rabinets abgelehnt hat, wurde Zaimis vom König mit dieser Auf gabe betraut. Asien. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. wegen angeblicher Beleidigung der Beiger Kriegervereine. -In dem Prozeß, den die Naumburger Staatsanwaltschaft gegen den Reichstags- Abgeordneten Thiele in alle anhängig. gemacht hat, ist diesem jetzt die Anklageschrift zugegangen. Sie umfaßt 82 Folio- Seiten. Beleidigt fühlen sich wohlgezählt 549 Mann;: das Verzeichniß ihrer Namen füllt 28 Seiten. An der Spize marichiert der General v. Spig, dann kommen Kanzleiräthe, Majore z. D., Landgerichtsräthe u. f. w. u. f. w. an die Reihe, bis schlichte Handwerksmeister, Unterbeamten und Arbeiter der verschiedensten Art den Wan, die Frankreich den Chinesen abtrotte, um einen Ausgleich für Striegervereinswesens beleidigt haben. Nach Angabe des„ Volks. Die Erwerbung der Franzosen in Südchina, Kuang- Schau- eigen schließen. Unser Genosse soll die Herren in einer Wahlrede, die er in Zeiz am 13. Mai gehalten hat, durch eine Kritik des das deutsche Kiautichou zu erhalten, erwies sich bei näherer Be- blatts für Halle" hat General v. Spiz in einer Rede in Weißenfels trachtung als wenig werthvoll. Der dortige Hafen ist so schlecht, gesagt, es sei für einen auf dem Boden der Sozialdemokratie lönnen. Nach einem Bericht, den der„ Siècle" aus Tongling er- stehenden Arbeiter eine Schande, wenn er nun noch einem Striegerdaß große Schiffe nur zur Zeit der Fluth einlaufen und auslaufen hielt, war auch die Besizergreifung durchaus nicht so leicht und verein beitrete. Ganz in demselben Sinne hat sich unser Genosse einfach, wie die amtlichen Depeschen glauben ließen. Der Mandarin, Thiele geäußert; er aber soll dadurch eine Beleidigung begangen der das kleine Fort der Bucht befehligte, hatte zwar von Beting haben. Das ist selbst heutzutage, in der Aera der Beleidigungsdie Weifung erhalten, dieses den Franzosen zu übergeben, und prozesse, etwas verwunderlich. fam dieser Weisung sofort nach, als der" Vauban" im Hafen er bei der diesmaligen Reichstagswahl die Platate unserer In Köln Ehrenfeld sind, wie schon früher, so auch Wien, 10. November. In dem heute Vormittag stattgehabten schien. Unter den Klängen der Marseillaise wurde die französische Partei abgerissen worden, was, wegen der Regelmäßigkeit Säbelduell zwischen den Abgeordneten Ritter Fahne aufgepflanzt und das Fort acht Soldaten der von Gniewosz und Wolf erhielt ersterer im ersten Gange Marine- Jafanterie übergeben. Die kleine Befagung aber machte dieses Vorkommnisses, nur von Gegnern geschehen sein kann. Unsere einen Hieb über den Schädel und durch das Abgleiten des Säbels auf die Bevölkerung so wenig Eindruck, daß sie an den folgenden in der Nacht vor der Hauptwahl glücklich einige der Unholde beim Parteigenossen organisirten darauf einen Wachtdienst und erwischten einen Hieb über die Oberfläche der rechten Hand. Hierauf wurde Tagen das Fort mit Steinwürfen angriff. Die Verstärkung der Be Abreißen der Plakate, denen sie nun auf etwas fühlbare Weise das Duell eingestellt, die Gegener reichten sich die Hände. Der fazung führte nur zur Verschlimmerung der Lage. Am 12. August, Respekt vor dem Partei- Eigenthum beibrachten. In der Zentrums Schädelhieb ist leichter, die Verwundung an der Hand schwererer förmliche Schlacht liefern, wobei drei Franzosen verwundet wurden. versammlung am Abend vor der Stichwahl suchte nun der Kaplan einen Monat nach der Besetzung, mußte man den Chinesen eine Eine nächtliche Ueberrumpelung wurde abgeschlagen, aber seitdem Brors in Ehrenfeld seine öde Behauptung, die Sozialdemokratie Wien, 10. November. Abgeordnetenhaus. Auf der werden beständig fünfzehn Wachtposten in der Umgebung aufgestellt. trete die bürgerliche Freiheit mit Füßen, mit der Angabe zu beweisen, Tagesordnung steht träge des Abg. Kaifer und Genossen gegen vom Fort eine Schaluppe von Piraten angegriffen. Die französische gewesen sein soll, ohne seine Veranlassung von Sozialdemokraten Abg. Kaifer und Gendutages an- Am 5. September wurde in einer Entfernung von 16 kilometern das ein Maurer namens& emmer& bach, der vom Zentrum als das Ministerium Badeni wegen Einschreitens Bemannung war glücklicherweise gewarnt worden, so daß sie die mißhandelt worden sei. Unser Partei- Organ, die„ Rheinische Aufseher" über die angeklebten Plakate dieser Partei angestellt ber Bolizei im November 1897 im parlament. war gewesen sein soll, ohne seine Veranlassung von Sozialdemokraten Abg. Rieger( S03.) bezeichnet die gegenwärtigen Anträge als stärkung der Garnison ist vorderhand unmöglich, da es an einer Beitung", diente dem Herrn Kaplan mit einer Erwiderung, worin überflüssig, weil bereits im April 1898 die Einſegung eines Anklage- Kaserne fehlt. Was die angeblichen Handelsvortheile betrifft, so die Sache in der oben geschilderten Weise erklärt war. HemmersAusschusses in dieser Angelegenheit beschlossen wäre, welcher Beschluß sieht man nicht ein, woher sie kommen sollen; denn die Gegend ist bach, der bestreitet, am Abreißen der sozialdemokratischen Plakate bedurch den Schluß der Session nicht hinfällig geworden sei. Redner arm und in Stuang- Schau- Wan befindet sich bis jetzt kein einziger Sebafteur der„ Rheinischen Zeitung", Genossen ofrichter, Be theiligt gewesen zu sein, strengte darauf gegen den verantwortlichen fragt den Präsidenten, ob er eine Neuwahl des Anklage- Ausschusses Handelsmann. veranlassen wolle. Der Präsident erklärt, es handele sich gegenwärtig um eine neue Anklage, weshalb die Deduktion des Vorleidigungsklage an. Das Schöffengericht billigte Hofrichter aber den Ausdrücke, die sich, wie das Gericht annahm, erweislich auf den Schutz des§ 198 zu und verurtheilte ihn nur wegen einiger derber Aläger bezogen haben, zu 20 W. Geldstrafe. Natur, jedoch nicht bedenklich. Afrika. Sieben neue Opfer des Kongoklimas meldet die letzte aus redners nicht stichhaltig sei. Abg. Kaiser begründet die Anklage dem Kongo in Brüffel eingetroffene Nachricht. Die Lieutenants und erklärt, die Linte fei bereit, ihren Antrag zurückzuziehen, wenn Lousberg, Defuisseaur, die Sergeanten Retflin, Caepiaur, der der bereits gewählte Anklage- Ausschuß als bestehend erklärt würde. Missionär Pauly und zwei Unterbeamte sind dem Fieber erlegen. Die Sigung dauert fort. Bemerkenswerth ist, daß alle sieben Opfer in dem als gesunder geltenden Oberfongo ihren frühen Tod gefunden haben. Für den Anklage- Antrag gegen Badeni sprachen nach dem Abg. Kaiser noch die Abgg. Pergelt, Türk und Bendel, welche sämmtlich hervorhoben, daß Graf Badeni zur Erweiterung der Kluft zwischen Slaven und Deutschen in Oesterreich beitrug, und welche Sie gegenwärtige Regierungspolitik verurtheilten. Abg. Bendel er klärte, er billige die Ausführungen Schönerer's nicht. Darauf wird die Verhandlung abgebrochen. 9 Amerika. New- York, 10. November. Nach den Wahlresultaten, die bis gestern Abend vorlagen, ist der Stand der Parteien im Repräsen tanten- Hause folgender: 180 Republikaner und 165 Demofind zweifelhaft. fraten, Silber- Republikaner, Fusionisten und andere. Zwölf Resultate Der neue Senat wird bestehen aus 52 Republikanern, 27 Demokraten, 5 Populisten und 4 Silber- Republikanern; 5 Size ist nicht Fusionist, sondern Republikaner. find noch zweifelhaft. Der neugewählte Gouverneur von Nebraska Nach Erledigung mehrerer Rothstandsanträge fragt Abg. Prof. Schleicher( christlich- sozial) den Präsidenten, was derselbe als Katholit gethan habe, um das Duell Wolf Gniewoß zu berhindern. adro Der Präsident erklärt, er habe sich bemüht, das Duell zu verhindern. Abt Treuenfels( 3.) bringt einen Dringlichfeits. In Teras wurden bei Schlägereien gelegentlich der Wahl sechs antrag auf Schaffung eines parlamentarischen Personen getödtet und vier verwundet. Die Demokraten haben vier Shrengerichts für die ganze Seffion ein, welches in einzelnen Size in Jüinois, fünf in Pennsylvania und zwei in New Jersey Fällen von Beleidigung die Genugthung festzustellen hätte. Die gewonnen. Genugthuung soll durch Widerruf, Entschuldigung oder Abbitte er folgen, feinesfalls aber auf dem Wege des Zweikampf. Wer dem Spruche des Ehrengerichts nicht Folge leiste, dürfe das Haus nicht betreten. Prag, 10. November. Wegen der erfolgten Ausweisung flavischer Einwohner aus Breslau fordert Narodni Listh" die czechischen Abgeordneten auf, die Regierung zu interpelliren. Frankreich. " Paris, 10. November. Matin" behauptet, in einer gestern stattgehabten Konferenz der Admirale feien wichtige Bes schlüsse in betreff eines Seekriegsplanes gefaßt worden. Bereits morgen würden 30 Reserveschiffe fegelfertig gemacht. Paris, 10. November. Dem„ Echo de Paris" zufolge finden zur Zeit Versuche mit neuen Geschossen von großer Durchschlagstraft statt. Die Geschosse sollen für neue Feldgeschütze Verwendung finden. Die Enttäuschung im kanadischen Goldlande. Ottawa wird berichtet: Im September und Oktober sind über Aus Vancouver gegen 4000 Goldfucher vom Jutonbezirk zurückgekommen, deren Golderwerb nicht mehr als 1000 Dollars an Werth betrug, während ihre Auslagen etwa das zehnfache betragen hatten. Kampf um das Koalitionsrecht! Der Prozeß Luccheni. Genf, 10. November. Heute Vormittag hat der Prozeß gegen Luccheni, den Mörder der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, begonnen. Der Zudrang des Publikums zu der Verhandlung ist groß; der sehr beschränkte Naum, welcher für das Publikum reservirt ist, war wenige Augenblicke nach dem Deffnen des Saales überfüllt. Für die große Zahl von Journalisten, welche den Verhandlungen beiwohnen wollen, sind durch Aenderung der inneren Einrichtung des Saales 50 Sigpläze geschaffen worden. Schon in früher Morgenstunde war Lucheni aus dem Gefängniß nach dem Gerichtsgebäude gebracht worden. Um 9 Uhr betrat der Gerichtshof den Saal; er besteht aus dem Präsidenten der Justiz tammer, Burgy, und den Beisitzern Schüßle und Racine. Die Anlage vertritt Generalstaatsanwalt Navazza, Offizialvertheidiger des Angeklagten iſt Advokat Moriaud. int Die Anklageschrift ist furz und in maßvollem Tone gehalten. Sie enthält die bekannten Einzelheiten über den Aufenthalt der die Flucht, die Verhaftung und das erste Verhör Luccheni's, Kaiserin Elisabeth in Genf, in Genf, über ihre Ermordung, über welchem diefer erklärt hatte, er sei nach Genf gekommen, um den Prinzen Henri von Orleans zu ermorden, und habe, als er den Brinzen in Genf nicht fand, den Entschluß gefaßt, die erste beste hohe Persönlichkeit zu ermorden, die er in Genf treffen werde. Die Anklageschrift erwähnt dann das Ergebniß der Autopsie der Leiche und die Auffindung der Mordwaffe und schildert den Lebensgang des Angeklagten. Zum Schlusse der AnklageAm Sozialdemokratischer Terrorismus und kein Ende. Unter diesem Titel bringt die heutige Nummer der„ Germania" schrift heißt es, die ersten Symptome seines eine Antwort auf unsere Abfertigung vom Sonnabend. Es lohnt Anarchismus seien in Luccheni zweifellos in nicht mehr, auf die einzelnen Fälle noch einzugehen: Behauptung Italien erwacht, in Lausanne habe er dann Begegnungen steht da gegen Behauptung. Der ganze Artikel gipfelt in der Ver- mit sehr verdächtigen Kameraden gehabt. Im Laufe des Monats sicherung des genannten Blattes, daß der katholische Verein„ Ar- August habe sich Luccheni mit einem Kameraden nach Vevey bebeiterschutz" sich in Zukunft befleißigen werde, möglichst alle Bauten geben und dort einen Dolch zu kaufen gesucht, einige Tage später zu besetzen, die von den gewerkschaftlich organisirten Bauarbeitern aber in Lausanne die von ihm benutzte Feile gekauft. verlassen sind, d. h. mit andern Worten, den Streitbruch zu organisiren. 5. September habe Luccheni Lausanne verlassen; von da an Paris, 10. November. Wie die Blätter melden, hat der be- wir es übersehen können, die übrige Zentrumspresse kein Verständniß Café in Genf aufgehalten habe und daß er am 9. September zu Wir wollen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß, soweit wisse man nur, daß er sich am 8. September abends in einem hlagnahmte Pauspapier- Brief Esterhazy's in gezeigt hat für die Art, wie die jeder Hinsicht eine frappante Aehnlichkeit mit dem Germania" das„ Koalitionsrecht wiederholten Malen des Tages und besonders Nachmittags vor dem Bordereau. Der Brief ist an einen Geschäftsagenten gerichtet, den Auslassungen der„ Germania" mit Vergnügen Raum gegeben. Mitschuldigen heißt es in der Anklageſchrift, Luccheni verwahre fich zu schüßen" vorgiebt. Dagegen hat die ganze Scharfmacherpresse Hotel Beaurivage gesehen worden sei. In betreft der Frage der welcher Esterhazy im Namen mehrerer Gläubiger verfolgte. Esterhazy Die„ Germania" ist oft das Sprachrohr der schlesischen Zentrumsgrafen, mit Entschiedenheit dagegen, solche zu haben. Wiewohl keine erklärt darin, er gehe demnächst nach dem Lager von Chalons ab die dafür das Vergnügen haben, die erheblichen Defizite des Blattes thatsächliche Betheiligung eines Mitschuldigen und werde in einigen Wochen im stande sein, seine Schulden zu bezahlen. Dem„ Figaro" zufolge beschloß der Kassationshof, die verdecken. Von politischer Bedeutung ist die Haltung der Germania" nachgewiesen fei, sei es doch möglich, daß das nicht seiner " schiedenen Aussagen und Protokolle von Offizieren, welche mit Lebrun in hohem Maße, weil sie sehr einflußreiche Theile der Zentrumsparter individuellen Eingabe entsprungen sei. Auf jeden Fall sei Renault über angebliche Geständnisse Dreyfus' gesprochen haben, in seiner Untersuchung nicht zu berücksichtigen. Paris, 10. November. Der Rasfations of fette heute die Vernehmung Cavaignac's fort. Wie verlautet, soll das Mitglied der Kriminalfammer des Kaffationshofes Atthalin gestern Nachmittag einen Agenten des Spionagedienstes verhört haben, welcher dem Obersten Henry das Borderau geliefert haben soll, auf grund dessen Dreyfus verurtheilt worden ift. vertritt. Der Lordoberrichter von England über Arbeiterkämpfe. welcher angesehene Vertreter der Justiz, des Handels, der Literatur Gelegentlich einer Sigung des Article Klubs in London, an theilnahmen und in welcher Herr W. P. Ste e ves über die zwangsweise Beilegung von Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Arbeitgebern in Neuseeland referirte, äußerte sich der Lordoberrichter über Streifs, wie folgt: " Streits sind unzweifelhaft ein lebel, aber es ist ein tröst licher Gedanke, daß gerade sie ein Beweis für die Fortschritte sind, die die Arbeit gemacht hat, ein Beweis dafür, daß die Arbeit sich auf eigene Füße gestellt hat und fähig ist, für ihre Rechte selbst zu kämpfen." Paris, 10. November. Im Parlament wurde die Regierung heute interpellirt über die Maßregeln, welche sie gegen den Schrift steller Gohier, der eine gegen die Armee gerichtete Broschüre ge= schrieben hat, treffen wolle. Die Regierung antwortete, daß gegen Gohier vorgegangen werden solle. Eine andere Interpellation be= treffend die Leberanstrengung der Soldaten bei den letzten Manövern englischen Richters. Was sagen unsere deutschen Richter, die in Lauter, allgemeiner Beifall folgte diesen Worten des höchsten wurde zurüdgezogen, nachdem der Kriegsminister erklärt hatte, daß jedem Streit die Hydra der Revolution" glauben bekämpfen zu solche Vorkommnisse sich in Zukunft nicht wiederholen würden.- müssen, zu diesem verständigen Urtheil? Spanien. In der westmarokkanischen Kolonie Rio de Oro find an Bord des( von der Hamburg- Amerika- Linie angekauften) Hilfkreuzers Rapido" 300 Mann Verstärkungen eingetroffen, außerdem brachte der Dampfer 12 000 Rationen Proviant und zahlreiche Vorräthe an Trinkwasser. Man ist also entschlossen, den Kampf gegen die feind lichen Berberstämme mit Energie aufzunehmen. Wieder ein hartes Urtheil ihm verübte Verbrechen Luccheni der Hauptanstifter und direkte Thäter, aber vieles zu verheimlichen habe; das aber könne nur zu gunsten in seinen Aussagen geben Anlaß zu der Annahme, daß Luccheni eine gewisse Zurückhaltung Luccheni's und offenkundige Ungenauigkeiten anderer geschehen. Luccheni gestehe zu, mit Vorbedacht und hinterlist gehandelt zu haben; er werde deshalb des Meuchelmordes angeflagt. dieser die Fragen betreffend seine Personalien beantwortet hatte, Die Verhandlung begann damit, daß dem Angeklagten, nachdem die Anklageschrift borgelesen wurde. Daran schloß sich die Vernehmung der Zeugen. Elektriker Chammartin schildert den Vorgang, wie sich der Angeklagte an die Kaiserin Elisabeth herangemacht und wie Zeuge dem fliehenden Mörder nachzwischen, daß er sich der Festnahme nicht widersetzt, sondern laut geLuccheni warf hier gesprungen sei und ihn ergriffen habe. barauf gehalten habe, von der Polizei verhaftet zu werden. Anf sagt habe, er habe die Kaiserin von Oesterreich getödtet, und daß er Wunsch des Angeklagten, dem zwei Bolizisten zur Rechten und zur wegen Bergehens gegen§ 153 haben dieser Tage Erfurter Verhandlungen zugezogen. Linken an die Seite gegeben sind, ist ein Dolmetscher zu den Richter gefällt. Der Arbeiter Steinhold, der an einem Streif betheiligt war, fam in einem Gasthause mit einem Arbeits- zisten Käser bemerkenswerth, der feststellte, daß im AugenVon den weiteren Zeugenaussagen ist diejenige des Poli. willigen" zusammen. wörtlich und thätlich zu vergehen. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Kaiferin gedacht habe. Polizeikorporal Lacroir Er ließ sich hinreißen, sich an diesem blicke der Verhaftung Luccheni's niemand an einen Mordanschlag in der Straffammer zehn Monate Gefängniß. Der Gerichtshof ging berichtet, Luccheni habe zunächst zugegeben, eine Frau geschlagen unter der Begründung, daß ein Arbeitswilliger ganz energisch gegen zu haben und das Fehlgehen des Stoßes bedauert; als ihm Zeuge Ausschreitungen anderer geschützt werden müsse, über den Antrag auf dem Wege zum Gefängniß den Erfolg seiner Schandhinaus und erkannte auf ein Jahr Gefängniß. Die vom that mittheilte, habe er in zynischen Worten seine Befriedigung Angeklagten befürwortete Anrechnung der neun- darüber kundgegeben. Luccheni habe sich sofort als Anarchist bekannt wöchigen Untersuchungshaft wurde abgelehnt. und allen großen Häuptern das gleiche Loos angedroht. Es feien: mit solchem Urtheil müssen doch selbst die ärgsten Arbeiterfeinde viele Anarchisten in Lausanne und Genf, gleichwohl habe er sofort zufrieden sein. bestritten, Mitschuldige zu haben. Zeuge berichtet, er habe den An geflagten bereits am Tage vor dem Morde im Gespräch mit einem älteren gut gekleideten Herrn gesehen und ihn auch am Tage des Mordes mit einem anderen elegant gekleideten alten Zu den Stadtverordnetenwahlen in Stettin find von unserer Herrn auf einer Bant fizzend in einem französisch ge=: Seite die Parteigenossen Frizz Herbert, Aler. Kunze, Gustav Knappe, führten Gespräch beobachtet, in dem fie bon Reifen Konstantinopel, 10. November. Gerüchtweise verlautet, daß Albert Appelt, Franz Storch, Karl Möws und Sucker als Kandidaten sprachen. Nach der Verhaftung habe Luccheni gesagt, wenn im Zusammenhange mit der Preisgabe Streta's ein Ministerwechsel der 3. Klasse aufgestellt. In Grabow bei Stettin haben in der er am Morgen des 10. September 50 Franken gehabt hätte, hätte er bevorstehe. Nach Berichten aus Kreta haben die Admirale beschlossen, 3. Abtheilung die von unseren Parteigenossen aufgestellten drei nicht die Kaiserin getödtet, sondern wäre nach Italien gefahren, um die Entfernung Fakir- Pascha's und der zurückgebliebenen türkischen Kandidaten mit großer Mehrheit gefiegt. Sie erhielten 142 bis König Humbert zu ermorden. Doch sei dies gleichgiltig, Offiziere zu verlangen. Die Abgabe der Waffen seitens der Christen 144 Stimmen, die Gegner mur 18 bis 19. Die Wahlbetheilung war dies werde binnen turzem ein anderer besorgen. Die Aussage des dauert fort. außerordentlich schwach. Von 2664 Wahlberechtigten stimmten nur 162. Zeugen Lacroig erkennt der Angeklagte als richtig an. Rußland. Petersburg, 10. November. Angesichts der Nachricht, Italien mache wiederum Ansprüche auf das Sultanat Naheita, führt die offiziöse Nowoje Wremja" aus, sie hoffe, daß Frankreich, das mit dem in seinem Besiz befindlichen Dschibuti an Naheita grenzt, gegen die ungeseglichen Ansprüche Italiens Einspruch erheben werde, desgleichen Rußland, welches nicht nur für die weitere Unantastbarkeit des wichtigen Weges nach Asien, sondern auch für den Schutz der Rehte des Rußland be= freundeten Abessyniens zu sorgen hat. Türkei. Partei- Nachrichten. ト er ein zu Es folgt die Bernehmung der zunächst zur Kaiferin gerufenen liches. Es fehlt aber auch nicht an Stellen, aus welchen dem Linie sei die Verschmelzung der bereits in Deutschland be Aerzte Dr. Golay und Dr. Mayor, sowie der mit der Autopsie unbefangensten Beurtheiler die Feindschaft gegen die Sozialdemo- stehenden etwa 40 Vereinigungen von Fachgenossen zu einem von Amtswegen betraut gewefenen Aerzte DDr. Gosse, Reverdin fratie sofort ins Auge fallen muß. Wir geben im folgenden eine einheitlichen Arbeitgeber- Verbande anzustreben, der dann eine Agitation und Megevand, die gleich dem Besizer des Hotels kleine Auswahl solcher Stellen, und zwar absichtlich nur aus in größerem Stile zu entfalten habe und die Kollegen aus ihrer Beaurivage und dessen Frau die bereits bekannten Artikeln, die entweder„ Ernst France" oder„ Die Redaktion" unter- Gleichgiltigkeit und Unsolidarität aufzurütteln. Die berechtigten Thatsachen bestätigen. Zeuge Mayor erwähnte, daß die zeichnet sind: Forderungen der Arbeiter werde der zu gründende Verband stets Kaiserin, die ursprünglich mit dem Mittagszug nach Territet reisen" Freilich ist nicht zu leugnen, daß gerade die Sozialdemokratie, zu respektiren haben. Die Versammlung erklärte sich wollte, zu spät nach dem Hotel zurückgekommen sei und sich in letzter die sich stets zum Aufläger aufwirft, Ausbau und Fortsetzung der mit dem Vorschlage einer einheitlichen Organisation Stunde zu der Dampferfahrt entschlossen habe. Es wird sodann der Sozialreform erschwert; sie hat gegen fast alle Gefeße auf diesem verstanden, worauf Baumeister Felisch die finanzielle Zeuge Gatti vernommen, mit dem Luccheni am Abend vor dem Gebiet im Reichstag gestimmt und findet noch heute kein Ende, die Seite berührte und zu reichlichen Beiträgen aufforderte, um Morde, wie er zugiebt, in Englischen Garten gesprochen hat. Benge fozialpolitische Fürsorge in Neich und Einzelstaaten zu schmähen. vorläufig einen Reservefonds anzusammeln, aus dem bei ausbrechenden Jacquemond, Schiffsangestellter, befundet, er habe Luccheni am Sie will nicht gestehen, daß sich die Lage der arbeitenden Bevölkerung Streits bedürftige Kollegen unterstützt werden sollten. 9. September mit einem andern fleineren Herrn lebhaft italienisch dank dieser staatlichen Fürsorge, des wirthschaftlichen Aufschwungs, So wenig auch die arbeiterfeindlichen Träume der Herren sprechen hören; Zeuge hat indessen diesen in keinem von vier ihm der organisirten Selbsthilfe der Arbeiter und der Mithilfe ein- Simon, Felisch und Genossen in Erfüllung gehen werden, so ist die gegenübergestellten Personen wiedererkannt. Zeuge Welti sagt, fichtiger Unternehmer wesentlich gehoben hat. Ihr ist alles und in Aussicht stehende Zusammenrottung der Unternehmer des Bauer habe Luccheni am Morgen des 10. mit einem jungen Mann mit jedes nur Agitations- und Kampfmittel." gewerbes doch nicht ohne ernste Gefahr für das Wohl der Arbeiter. großem Hut und mit einem alten Herrn am Landungssteg Unterz. Ernst France. Soz. Praris". VII, Nr. 12, Sp. 292. Die Unternehmer bezwecken nicht mehr und nicht weniger, als die gesehen. Dics bestreitet Luccheni. Polizist Ecuyer„ Leider aber hat die Sozialdemokratie mit dem Rundschreiben Arbeiter an der erfolgreichen Ausnutzung guter Geschäftsperioden zu theilt mit, ihm habe 2uccheni gesagt, er habe eine neue und, wie wir fürchten, wirksame Waffe für ihre sonst um verhindern. Wenn Herr Simon, der Führer der Breslauer Unterden Herzog von Orleans ermorden wollen, Bugmittel einigermaßen verlegene Agitation bekommen. Mit einer nehmer, versichert, die berechtigten Forderungen werde der der, ehe ein Jahr um sei, sein Theil auch haben wahren Gier hat sie sich darauf gestürzt, eine strudelnde Fluth wilder gründende Verband stets respektiren, so weiß man schon, und in werde. Wenn er im letzten Jahre beauftragt worden wäre, den Angriffe und persönlicher Bemerkungen haben ihre Vertreter entfesselt Breslau am besten, was die Unternehmer unter„ berechtigten" König von Italien zu ermorden, so würde er sein Ziel und den Anlaß benutzt, um als einzige Vertreter der Arbeiterrechte Forderungen verstehen. Gerade in Baugewerbe ist nur ein vernicht verfehlt haben. Der Angeklagte bestätigt alle zu posiren... Aber gerade solche Anschauungen bestärken uns in schwindender Theil der Unternehmer geneigt, Arbeiterforderungen diese Angaben. Zuccheni erklärt sodann auf Befragen, der Ueberzeugung, daß man nicht Mittel wählen soll, die die Arbeiter zu bewilligen, ohne daß es erst zum Kampfe kommt. Darin, habe es nicht auf die Kaiserin von Desterreich ab massen immer fester ins Joch der Sozialdemokratie treiben, sondern und nicht in der Lust am Streifen, haben die vielen Maurer- und gesehen gehabt, sondern Zeitungsangaben vermerkt, daß die sie von ihr trennen." Zimmererstreits ihre Ursache. der Herzog von Orleans von Sitten aus durch Genf kommen Unterz. Ernst France. Soc. Praris". VII, Nr. 17. Sp. 433 Die Gefahren, die eine große Unternehmerorganisation für die werde. Weitere Zeugenaussagen bestätigen, daß Luccheni als und 434. Arbeiter mit sich bringt, lassen sich aber abwehren, wenn die Arbeiter Anarchist bekannt war, den„ Agitatore" las, anarchistische" Anlaß dazu gab eine mit plumpen und trivialen Ausfällen einträchtig zusammen halten. Deshalb muß mit aller Kraft dahin Versammlungen besuchte, sich, namentlich wenn er gegegen die Gesammtpolitik der Regierung gespickte Rede des Ab- gewirkt werden, daß sich jeder Arbeiter, im vorliegenden Falle jeder trunken hatte, auch als Anarchisten bekannte, auch geordneten Liebknecht, deren für die Wirkung auf die Massen berech- Maurer, Zimmerer und Bauhilfsarbeiter, der Gewerkschaft seines daß er einen ihm angebotenen Dolch nur wegen des zu hohen nete Leidenschaftlichkeit der Präsident mit einigen Ordnungs- Berufs anschließt. Nur in der Organisation liegt das Heil. Die Preises nicht faufte. Luccheni bestätigt auch diese Aussagen. rufen, das Haus mit häufiger Heiterkeit erwiderte Er( Graf Unternehmer begreifen das mehr und mehr; leider läßt sich ein Auf Befragen des Präsidenten erklärt der Angeklagte, er habe Bosadowsky) hat nachdrücklich erklärt, die revolutionären Ten- großer Theil der Arbeiter hierin noch von ihnen beschämen. beim Ankauf der Feile bereits gewußt, wozu er sie denzen der Sozialdemokratie stets aufs schärfste bekämpfen zu taufte.( Bewegung.) Beuge Sartori, Maler in Lausanne, wollen. Gerade aber, weil auch wir diesen Kampf weiß, daß der als Mitschuldiger des Angeklagten verhaftete Martinelli wollen ,. das Heft zu der Feile anfertigte. Zeuge fannte Luccheni, Unterz. Die Redaktion„ Soz. Pragis" VII, Nr. 31, Sp. 810 ohne zu wissen, daß er Anarchist sei. Immerhin habe und 811. _ Invaliditäts- und Altersversicherung. Die Zahl der feit Luccheni eines Tages 3 it ihm gesagt, er" Sozialreform und Sozialdemokratie sind die schärfsten Feinde." dem Infrafttreten des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes möchte auch jemanden tödten, aber es müßte Unterz. Ernst Franke. Soz. Praris" VII, Nr. 32, Sp. 828. bis einschließlich 30. September 1898 von den 31 Versicherungsjemand von Bedeutung sein, damit alle 3ei= Es bleibt selbstverständlich jedem Sozialpolitiker und jeder Gruppe anstalten und den 9 vorhandenen Kasseneinrichtungen beivilligten tungen davon sprächen. Zuccheni erkennt die Richtigkeit von Sozialpolitikern überlassen, welche Stellung sie gegenüber der Sozial- Invalidenrenten betrug 360 253, davon sind infolge Todes dieser Aussage an, wobei er sich lebhaft verbeugt. Ein Zeuge jagt demokratie einnehmen wollen. Ebenso steht es in ihrem freien oder Auswanderung der Berechtigten, Wiedererlangung der Erwerbsaus, Luccheni's Aufführung sei schlecht gewesen, darum habe er ihn willen, aus einem ihnen gehörigen Organ ein Kampforgan gegen fähigkeit, Bezuges von Unfallrenten oder aus anderen Gründen und einige andere dem Justiz- und Polizeidepartement als die Sozialdemokratie zu machen. Wenn die Betreffenden aber be- 107 598 weggefallen, so daß am 1. Oftober 1898 252 655 Renten Anarchisten signalisirt, da sie den„ Agitatore" verbreiteten. Haupten, daß dieses ihr Organ genau dasselbe geblieben sei, wie liefen, gegen 238 668 am 1. Juli 1898. Dieselben feien oft int verdächtiger Weise zusammen unter dem früheren Herausgeber, so ist es nöthig, ausdrücklich zu Die Zahl der während desselben Zeitraums bewilligten Alter 3 gekommen. Baumeister Papis von Versoir berichtet, uccheni betonen, daß diese Behauptung nicht zutrifft. Die„ Soziale Praxis" renten betrug 333 064, davon sind infolge Todes oder Aus: fei von Ende Juli 1891 bis Ende April 1892 bei ihm beist nicht mehr eine rein wissenschaftliche, unparteiische Zeitschrift, fie wanderung der Berechtigten oder aus anderen Gründen 130 980 schäftigt gewesen und habe sich stets gut geführt. steht auf dem parteipolitischen Standpunkt der Bekämpfung der weggefallen, so daß am 1. Oktober 1898 202 084 liefen gegen 202 630 Zwei Genfer Kostgeberinnen bestreiten, Luccheni in der Zeit kurz vor Sozialdemokratie. am 1. Juli 1898. dem Morde beherbergt zu haben; ihre Aussagen werden von Luccheni und dessen Vertheidiger lebhaft angegriffen. Im 1/4 1hr ist das Zeugenverhör beendet. Hierauf wird die Sigung unterbrochen. Kurz vor 3 Uhr wird die Verhandlung wieder aufgenommen. Bei dem nun beginnenden Verhör gesteht Luccheni ohne weiteres zu, den Mord mit Vorbedacht ausgeführt zu haben, er stellt nur bestimmte Einzelheiten von geringerer Bedeutung in Abrede. Das Verhör ergiebt nichts Neues. Luccheni bestreitet auf das bestimmteste, kom plizen gehabt zu haben. = und er " Dentsches Reich. Rudolf Millarg. Boziales. Beitragserstattungen sind bis zum 30. September 1898 bewilligt worden a) an weibliche Versicherte, die in die Ehe getreten sind 258 057( gegen 231 601), b) an die Hinterbliebenen von Vers sicherten 61 294( gegen 54 824), zusammen 319 351( gegen 286 425 bis zum 30. Juni 1898). W Nutzen der Gewerkschaften und der Arbeiterpresse. Vom Amtsgericht Moosburg in Bayern war ein Buchdrucker wegen angeblicher Landstreicherei zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden, trotzdent er nicht gebettelt hatte und trotzdem nachweisen konnte, daß er als Mitglied des Ueber das Grubenunglück auf Zeche ,, Borussia" wird Verbandes der deutschen „ Am Buchdrucker Wander- Unterstützung vom Oberbergamt folgende Mittheilung veröffentlicht: bezog deshalb über die nothwendigen Subsistenz 4. November, abends 61/2 Uhr, fand auf der Zeche Borussia" mittel verfügte. Er wurde verurtheilt, weil er seit 8 Monaten auf bei Lütgendortmund eine Schlagwetter Explosion statt, durch der Wanderschaft war. Der bayerische Gau des Buchdruckerverbandes die zwei Bergleute getödtet und sechs verlegt worden wandte sich mit einer Beschwerde an das Staatsministerium, worin find. Von den Verletzten find nachträglich noch vier ges Außerdem ist der Steiger Zobel bei den Rettungs um eine Instruirung der Behörden und Polizeiorgane ersucht wurde, storben. damit ähnliche Mißgriffe vermieden würden. Die Beschwerde war arbeiten in den Nachschwaden umgekommen. Die Verunglückungen vergeblich und ebenso eine Interpellation, die unsere Genossen im haben sich auf dem zwei Meter mächtigen, mit 700 Einfallen, schlags bayerischen Landtag an die Regierung richteten. Bald darauf wurde wetterreichen Flög 21( Dicebant) über der 480 Meter Sohle in zwei wieder ein Buchdrucker von dem Moosburger Gericht wegen Landstreicherei verurtheilt, obgleich er ebenfalls vom Verbande Wanderunterstügung erhalten hatte. Die Münchener Post" nahm sich der beiden Arbeiter energisch an und nun hat das bayerische Ministerium an die Regierungsbehörden folgenden Erlaß gerichtet: Die weitere Bernehmung Luccheni's bietet nichts Besonderes; er erklärt wiederholt, er sei von niemand zur That auf gefordert wordeu und es fümmere ihn durchaus nicht, ob sein Name in den Zeitungen stände, Auf eine Frage des Präsidenten, ob er seine That berene, erwidert Luccheni, daß er dies nicht thue, sondern sie gegebenenfalls wiederholen würde.( Allgemeines Entjegen.) Hierauf ergreift der Generalprokurator Navazza das Wort zu seinem Plaidoyer. in welchem er in bestimmtester Weise darlegt, daß Luccheni mit voller Ueberlegung gehandelt habe. Der Antrag Der Verband deutscher Buchdrucker, insbesondere auch dessen Gau des Generalprokurators lautet demgeniäß auf lebenslängliche Ein- Bayern, gewährt seinen arbeitslosen, auf der Reise befindlichen Mitgliedern schließung. Der Offizialvertheidiger Luccheni's. Advokat Moriand, suchte eine Reiseunterstügung von täglich 75 Bf. für die Zeit der Arbeitsin mehr als einstündiger Rede nachzuweisen, daß die Verantwortlosigkeit mit der Maßgabe, daß die Unterstützung zurückgezogen wird, lichkeit des Angeklagten mur eine begrenzte sei. Er bitte die Ge- sobald der Reisende sich ohne triftigen Grund weigert, eine ihm anschworenen beim Andenken der edlen ermordeten Kaiserin, welche gebotene Kondition im Buchdruckgewerbe anzunehmen, worüber durch die inner für die Verurtheilten Gnade zu erlangen gesucht habe, nicht Bahlstellenvertreter des Verbandes Kontrolle geübt wird. Da diese ein unerbittliches Urtheil abzugeben, weil es der Menschheit doch Einrichtung unter Umständen für die Beurtheilung der Frage von gelingen fönnte, in 20 Jahren aus dem jugendlichen Verbrecher einen Einfluß sein kann, ob ein reisender Buchdruckergehilfe als Landstreicher im Sinne des§ 361 Ziffer 3 R.-St.-G.-B. zu erachten besseren Menschen zu machen. und zu verfolgen sei, ergeht im Einverständniß mit dem t. Staatshaben? 2. Hat derselbe mit Vorbedacht gehandelt? 3. und mit zurück. etwa 1000 Meter hohen, in der Erweiterung begriffenen Bremsbergen und in einem Pfeilerbetriebe zum Versegen der Berge ereignet. Eine Sprißwasserleitung zum Niederschlagen des Kohlenstaubes ist vorhanden. Die Ursache der Entzündung ist noch nicht festgestellt. Auf der Wetterstrecke lag nach der Explosion ein Bruch, durch den der sonst lebhafte Wetterzug fast gänzlich unterbrochen war. Erst nach Aufwältigung des Bruches wird man zu dem Explosionsherbe gelangen tönnen. Die bergpolizeiliche Untersuchung des Unglücksfalles ist im gange." Nach Angabe der Ruhr- Korrespondenz", für die sich dieselbe jedoch nicht verbürgt, soll das Unglück dadurch entstanden sein, daß der Schachtmeister die Dynamittiste nicht genügend geschlossen und infolge dessen der Sprengstoff Feuer gefangen habe. Das Arbeiterrifiko. „ Voltsblatt für Anhalt" theilt mit: Der neue Edderizer Berginspektor will Attordtohlen- Bergbau steht zwar hinsichtlich der Gefährlichkeit hinter dem arbeit, die für Bergarbeiter ganz besonders Mordarbeit ist, eins führen." In Edderiz werden Braunkohlen gegraben. Der BraunDie Buchdruckerorganisation hat mit Hilfe der Arbeiterpresse Steinkohlen- Bergbau etwas zurüd, wenn aber die Affordarbeit in einen Sieg erfochten, ber für alle Gewerkschaften von Bedeutung Edderiz cingeführt ist, so wird dort die Unfallziffer bald steigen. ist, die durch Zahlung einer Wanderunterstüßung ihre reisenden Mitglieder vor der Bitterniß bewahren, sich ihr Brot vor den Thüren suchen zu müssen. Distrikts- und Ortspolizeibehörden, sowie Amtsanwälte Sorge zu ministerium der Justiz der Auftrag, für geeignete Verständigung der Tegte den Geschworenen folgende drei Fragen vor: 1. Ist Luccheni Um 61/2 Uhr wurde die Verhandlung geschlossen. Der Präsident schuldig den Mord an der Kaiserin von Desterreich begangen tragen." Hinterlift? Hierauf zogen die Geschworenen sich zur Berathung Nach 20 Minuten betraten die Geschworenen wieder den Saal und bejahten alle drei Fragen, indem sie Luccheni des Mordes an der Kaiserin von Oesterreich, begangen mit Vorbedacht und mit Hinterlist unter Ablehnung mildernder Umstände für schuldig erflärten. Hierauf beantragte Generalprofurator Navazza für Luccheni lebenslängliche Buchthausstrafe. Nach einer Berathung von wenigen Minuten verkündete der Gerichtshof gegen 7 Uhr das bereits gemeldete, dem Antrage des Generalprokurators entsprechend lautende Urtheil. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Zentralvorstand des Verbandes der Graveure, Biselenre 2c. Deutschlands hat beschlossen, Ende dieses Jahres eine Berufs statistit aufzunehmen. Lehte Nachrichten und Depeschen. Strede Wallwig, 10. November.( 2. T. V.) Amtliche Meldung: Gestern Abend gegen 10 Uhr überfuhr der Güterzug Nr. 4700 infolge starten Die Magdeburger Buchbindergehilfen hatten einen Tarif Rebels das Haltefignal vor Bahnhof Wallwitz und stieß auf einen aufgestellt, der folgende Forderungen enthielt: 1. ein Minimallohn Rangirzug. Hierbei wurden die Maschine vom Zuge 4700 und von 18 M., für Ausgelernte 16,50 M.; 2. für ungelernte Arbeiterinnen 7 Güterwagen beschädigt. Personen sind nicht verlegt. 6 M., für solche, welche länger als 1/4 Jahr arbeiten, 7,50 M., Rauendorf- Wallwig war bis 5 Uhr früh gesperrt und wird bis zur für ältere geübte Arbeiterinnen 9 M.; 3. eine wöchentliche Arbeitszeit erfolgten Aufräumung eingleisig befahren. von 55%, Stunden; 4. Bezahlung der gesetzlichen Feiertage; 5. für Frankfurt a. M., 10. November. Der Frankf. 8tg." wird Ueberfeierabend- Arbeitszeit bis 9 Uhr 25 pCt., nach 9 Uhr und für aus Trier gemeldet: Auf der Station Pluwig entgleiste gestern der Eine Versammlung der Bäckermeister Berlins hat, wie Sonntagsarbeit 331/3 pet. Aufschlag für die Stunde. Der Tarif Abend- Personenzug nach Hermesteil. Es ist nur Materialschaden die bürgerliche Presse berichtet, am Dienstag den Beschluß gefaßt, wurde auch dem Magistrat der Stadt Magdeburg unterbreitet mit entstanden. Wien, 10. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Auch die zur Vermeidung des drohenden Bäckerstreits mit den Gesellen in dem Ersuchen, ihn für die städtischen Buchbindergehilfen einzuführen. Unterhandlungen zu treten und ihnen event. Konzeffionen zu machen. Darauf hat der Magistrat antworten zu müssen geglaubt, daß er Christlich- Sozialen Fink, Loser und Schoiswohl interpelliren wegen sich nicht veranlaßt sehe, der Lohnkommission zu antworten, ob er des Duells Gniewosz- Wolf und fragen an, warum der MinisterZur Beseitigung etwaiger Mißstände soll eine Zentralstelle errichtet die Forderungen bewilligen werde, daß er sich vielmehr die Ent- präsident dieses Duell nicht verhindert habe. werden, welche die Beschwerden der Gesellen entgegennehmen, geschließungen nach jeder Richtung hin vorbehalte. Die städtische Paris, 10. November. 10. November.( W. T. B.) Das Zuchtpolizeigericht wissenhaft und unparteiisch prüfen und für Abhilfe sorgen soll. Falls Behörde lehnt es also, ab, die überaus bescheidenen Forderungen sprach Guérin und drei andere Publizisten frei, welche beschuldigt die Gesellen auf der Forderung eines Minimallohnes beharren, anzuerkennen, will sich an feinerlei Abmachungen binden, sondern waren, einen Polizeikommissar am Tage des Wiederzufammentrittes dürfte ihnen auch dieser bis zu einer gewissen Höhe bewilligt will der Kammer geschlagen zu haben, und verurtheilte sie zu einer um die abgeschmackte Redensart der Unternehmer zu „ Herr im eigenen Hause" bleiben. Geldstrafe wegen Tragens verbotener Waffen. Paris, 10. November.( W. T. B.) In der Budgetkommission be Bädereigewerbe bedeuten würde, unter feinen Umständen bewilligt Köthen ist durch Vergleich beendet. Der Formerstreik in der Paschen' schen Gießerei in finden sich 19 Radikale und 19 Republikaner. Alle Mitglieder der Kommission erkennen allgemein die Nothwendigkeit an, das Budget Die Gasanstaltsarbeiter in Aschersleben, die am 31. Oftober so wie es vorliegt vor Jahresschluß zu genehniigen, um Zeit zu ge die Arbeit eingestellt hatten, um eine Erhöhung des Lohnes und die winnen, für 1900 ein wirkliches Reformbudget vorzubereiten. Aufhebung einer Maßregelung zu erreichen, sind unterlegen. werden, während andererseits die Abschaffung des Kost- und Logiswesens, die eine grundlegende Aenderung aller Verhältnisse im werden soll. brauchen Unternehmer- Verbände. London, 10. Nov.( B. H.) Wie in hiesigen politischen Kreisen versichert wird, hat der Sultan seine Absicht, gegen die Ernennung des Prinzen Georg zum Ober- Kommissar von Kreta eine Protestnote an die Mächte zu richten, fallen gelassen. Athen, 10. November.( W. T. B.) Das neue Ministerium ist Präsidium und Aeußeres: folgendermaßen zusammengesetzt: Baimis( wie bisher). Krieg: Oberst Korpas( bisher Inneres). Marine; Kapitän Miaoutis( wie bisher). Inneres: Triantafilacos. Justiz und provisorischer Unterricht und Kultus: Mouferatos. Finanzen: Negris. Die letzteren drei treten neu in das Kabinet ein. Aus den Kreisen der Berliner Gewerkschaften geht uns folgende Zuschrift zu: Der Jahrgang 1897/98 der Sozialen Bragis" liegt jetzt nebst Inhaltsübersicht vollständig vor. Es ist dies der erste Jahrgang, der unter der Redaktion des Dr. Ernst France erschienen ist. Der neue Herausgeber hatte bekanntlich versichert, daß im Wesen und Haltung des Blattes keinerlei Aenderung eintreten sollte. Wenn mun Eine einheitliche Organisation der Arbeitgeber" im auch gern zugegeben werden soll, daß die Soziale Bragis" wie bis- Baugewerbe für ganz Deutschland ist am Mittwoch in Berlin her, durch Zusammentragen eines großen Materials auf sozialpoliti in einer im Architektenhauſe tagenden Versammlung des Arbeit schem Gebiete wie früher Erhebliches geleistet hat, so muß doch geberbundes( Maurer- und Zimmermeister) angebahnt worden. Die gerade aus Arbeiterkreisen auf das schärfste darauf hingewiesen Nothwendigkeit dieses Zusammenschlusses folgerte der Referent, werden, daß die Haltung des Blattes sich ganz wesentlich Maurermeister Simon- Breslau, aus dem Umstande, daß von den geändert hat. Bis zum Oktober 1897 gab es nur ein Urtheil, daß in Deutschland vorhandenen zirfa 200 000 Maurergesellen bereits Peking, 10. November.( Meldung des Reuter'schen Bureau.) Die Soziale Praris" ein völlig unparteiisches, rein wissenschaftliches 70 000 in Verbänden organisirt seien und den Unternehmern gegen- Das Tschung- li- Yamen hat dem diplomatischen Korps versprochen, die Organ jei. Mit dem Wechsel des Herausgebers ist hierin eine über eine nicht zu unterschätzende Macht bildeten. Habe doch das Truppen Kangfu's? urückziehen, hat aber nicht angegeben, wohin die Das diplomatische Korps Aenderung eingetreten, und zwar dadurch, daß in der Sozialen Zentralfomitee des Deutschen Maurerverbandes( Siz Hamburg) in Truppen sich zurückziehen sollen. Pragis" eine große politische Partei, nämlich die Sozialdemokratie, den Jahren 1896 bis 1898 nicht weniger als 578 000 M. Streit sieht dieses Versprechen, für unbestimmt und unbefriedigend an unbedingt als Gegner, als Feind behandelt wird. Es ist sehr be- unterstüßungen gezahlt. Da außerdem die Organisation der Arbeiter und wird heute wieder eine Sigung abhalten. Der japanische Ges zeichnend, daß diese Gegnerschaft fast in jedem einzelnen Artikel, im Baufache mit jedem Tage neue Fortschritte mache, so sandte theilte seinen Kollegen mit, Japan erwarte in gleicher Weise der dazu Gelegenheit bietet, hervortritt, ohne nachdrücklich hervor- läge es im eigenen Interesse der Arbeitgeber, auch ihrer- wie die anderen Mächte an einem eventuellen Schuße der Eisengehoben zu werden, gewissermaßen als etwas ganz Selbstverständ- seits auf einen Zusammenschluß hinzuarbeiten. In erster bahnen theilnehmen zu dürfen. Hierzu 2 Beilager u. Unterhaltungsbla Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Ir. 265. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Großindustrielle Drückebergerei. Freitag, 11. November 1898. aus der Grundwerthsteigerung bei der Uebernahme der Werke zu Versammlung ist kein Mitglied mehr, das dem Kollegen Jacobi rauben. Allerdings hat die ganze Erörterung eigentlich nur noch glaubt, daß diese Bestimmung ganz gleichgiltig und harmlos ist. Im vergangenen Jahre faßte die Gewerbe- Deputation theoretischen Werth, denn, wenn dieser Vertrag angenommen wird, Die Gefahr liegt weiter noch darin, daß der Vertrag feine den Beschluß, dem Magistrat zu empfehlen, daß er durch Erlaß eines fommen wir nie mehr in die Lage, die Werke zu übernehmen, und Handhabe bietet, den Berliner Elektrizitätswerken zu verwehren, ihre Ortsstatuts die Krankenversicherung auch auf die Hausindustrie aus- die gegentheilige Behauptung in der Presse ist eitel Schaumschlägerei. Aftien ins Ungeheuerliche zu vermehren. Sie kann daher, um dehne. Dem gleichzeitig überreichten Entwurf eines Ortsstatuts war Wenn Berlin nicht in der Lage sein soll, ein verhältnißmäßig kleines Unter ihren Gründern und Aktionären einen Agiotagegewinn zu gewähren, eine eingehende gründliche Denkschrift beigefügt. Den Anstoß hierzu nehmen mit 12 Millionen selbst zu leiten; wo soll sie die Fähigkeit her- immer mehr Aktien ausgeben und die Dividende immer mehr hatte die Armendirektion, sowie eine Petition von 27 hiesigen Orts- nehmen, es zu leiten, wenn es mit 40, 50 Millionen arbeitet? herabsetzen. Jedenfalls aber werden Sie, wenn der Vertragsabschluß trantenkaffen gegeben. Unter diesem Vorbehalt trete ich für den Antrag ein. Zu der Boden- ein unabwendbares Geschick ist, der unbeschränkten Erhöhung Als wichtigster Grundsaß war in dem Ortsstatut enthalten, werthsteigerung trägt doch die Gesellschaft nicht das mindeste bei, einen Riegel vorschieben und die weitere Erhöhung des Kapitals daß alle Gewerbetreibenden der Hausindustrie, welche nicht zur diese Steigerung wird durch ganz andere Faktoren herbeigeführt über 20 Millionen hinaus von der Genehmigung des Magistrats abGewerbesteuer veranlagt waren, als versicherungsund der Mehrwerth fällt nachher der Gesellschaft einfach hängig machen müssen. Nicht aus besonderem Vertrauen zum Magistrat pflichtig gelten sollten, daß ferner diese Zwischenmeister zwar die mühelos in den Schooß; mit der Thätigkeit des ein schlage ich das vor, sondern weil der Magistrat der Ansicht ist, Meldepflicht für die von ihnen beschäftigten Arbeiter haben sollten, zelnen Besizers hat diese Werthsteigerung garnichts zu thun, daß überall da, wo der Vertrag vom Magistrat spricht, daß aber den eigentlichen oder sogenannten Oberarbeitgebern die was ja die große Mehrheit der Versammlung, die Hausbefizer, mir er die Zustimmung der Versammlung einholen wird, Zahlungspflicht zustehe. Die Kommission, welche dieses Ortsstatut ausge- bestätigen werden. In den sonstigen Verträgen, die wir mit Privat- wie der Bürgermeister im Ausschuß erklärt hat. Ferner arbeitet hatte, ging von der Anschauung aus, daß die Zwischen- gesellschaften abschließen, wird ein solcher Ertraverdienst nirgends soll die Stadt an dem Bezuge neuer Aftien betheiligt werden. Denn meister mit ihrem meist geringen Einkommen nichts anderes dar- einer solchen zugestanden. Diese Gepflogenheit wird hier verlassen weshalb soll sie nicht an allen Vortheilen dieses Sozietätsverhältnisses stellen, als etwa die Werkführer in einem Großbetriebe, und und auch durch die Alternative der Uebernahme zum Buch- oder theilnehmen? Die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft hat ja außerdaß im Sinne des Kranken- Versicherungs- Gesetzes derjenige für das zum Tagwerth nicht wiederhergestellt. Der Vorbehalt einer Taye ist dem noch eine Menge materieller Vortheile aus dem Verhältniß. Wenn Drittel der Beiträge aufzukommen habe, welcher den eigentlichen ja recht vorsichtig vom Magistrat, da die Maschinen sich bis endlich die Stadt jetzt die Herrschaft über ihre Straßen und Unternehmergewinn aus der Arbeit ziehe. Um aber den 1915 abnutzen und die Stadt nicht gezwungen werden soll, Pläge oder den Raum darunter definitiv an die Gesellschaft überimmerhin vorhandenen Schwierigkeiten zu begegnen, legte der werthlos gewordene Maschinen zu hohen Preise zu übernehmen. läßt, dann müssen in die Leitung der Gesellschaft auch unabhängige, Entwurf diesen Zwischenmeistern die Meldepflicht der von In Wirklichkeit stellen sich aber die Dinge nach dem Wortlaut des nur die Interessen der Stadt wahrende Männer, nicht solche, welche ihnen beschäftigten Arbeiter auf. Der Entwurf dieses Ortsstatuts Vertrages so, daß wir, wenn wir die sonstigen Anlagen zum Tarwerth Aktien derselben befizen, hineinkommen. Diese unangenehmen Anvon den Unternehmern auf das heftigste angegriffen übernehmen, auch die Grundstücke zum Taywerth übernehmen müssen, träge werden uns aufgezwungen, weil die Stadt im Begriff ist, and fast alle Unternehmer- Organisationen petitionirten und dieser wird ein weit höherer sein als der Buchwerth. Welchen sich als solche in eine Art Aktiengesellschaft mitzuverwandeln, indem bei der städtischen Behörde gegen denselben. Obwohl ein Theil der Werth die Gesellschaft darauf legt, ergiebt sich aus der Erklärung fie als Sozius in ein Verhältniß mit der Hochfinanz tritt. Entrüsteten nicht das geringste Interesse an der Sache hatte, wie des Generaldirektors, eine solche Bedingung nicht einmal bei Stadtv. Talke: Ich kann die Nutzbarkeit dieses Antrages 3. B. die Eisen- Industriellen und die Petroleum- Engroshändler, oder der Generalversammlung empfehlen zu wollen. Trotzdem stellen nicht einsehen. Wir bekommen die Hälfte des Gewinnes. Da kann gar keine moralische Berechtigung zur Einmischung besaßen, wie der wir sie, denn auch daran wird der Vertrag nicht scheitern. Sollte es doch ganz egal sein, ob die Gesellschaft mit wenigen oder vielen Verein der deutschen Hutindustrie, dessen Mitglieder über ganz Deutsch- 1915 in dieser Versammlung eine Mehrheit fizzen, welche Privat- theilt, darüber brauchen wir uns doch nicht ihren Kopf zu zerbrechen. land vertheilt sind, wurde doch feurig darauflos petitionirt. monopolen ein Ende zu machen entschlossen ist, wie sie 1875 hier Ich bitte also, Punkt a) abzulehnen; gegen die anderen habe ich Der Magistrat wich vor diesem Ansturm zurüd saß, als wir von den Engländern mit großen Opfern die Wasser- garnichts.( Große Heiterkeit.) und gab das Ortsstatut zur Nachprüfung wieder an die Gewerbe- werke übernahmen, dann wollen wir uns von jener zukünftigen deputation. Diese hat nun in der gestrigen Sitzung beschlossen, daß Mehrheit nicht auch noch den Vorwurf machen lassen, daß wir mit den Zwischenmeistern die Meldepflicht und auch die den Millionen der Stadt geschleudert haben.( Beifall.) Zahlungspflicht auferlegt werde. wurde Stadtv. Kalisch will a) annehmen, ist aber gegen b) und c); b widerspreche dem Aktiengesez, ganz ähnlich liege es bei c) Der Gefahr der unbegrenzten Erhöhung des Aktienkapitals aber müsse vorgebeugt werden. In demselben Sinne plaidirt Stadtv. Dinse; Herr Talfe übersehe, daß die Stadt ihre 50 pct. erst bekomme, wenit überhaupt ein Reingewinn da sei; der könne aber durch Vermehrung des Attientapitals illusorisch gemacht werden. Auch jezt ergreift kein Gegner des Antrages das Wort. Durch diesen Beschluß werden tausende und abertausende von Unter diesen Umständen beschränkt sich Stadtv. UIIst ein auf wahren Jammereristenzen hohnvoll zu Arbeitgebern gestempelt. den Hinweis, daß die Grundstücke der Gesellschaft in den allerbesten Nicht genug, daß sie den Arbeitgeber- Beitrag leisten müssen, Stadtgegenden liegen, deren Werthsteigerung daher sehr bedeutend tönnen fie auch der Wohlthat der Krankenversicherung sein werde. Für die Gesellschaft handle es sich höchstens nicht theilhaftig werden, da sie ja Arbeitgeber sind um einen entgehenden Gewinn, für die Stadt aber eventuell um Man Stadtv. Schwalbe hält für unbedingt nothwendig, eine Bes stelle sich nun vor: „ Eine arme Wittwe hat eine einen Betrag von einer Million und mehr, die Hofwohnung inne, bestehend aus Stube als ſtimmung im Sinne des Antrages a) einzufügen, hält auch c) für und Küche; die todte Last dem Unternehmen hinzuwüchse und vorweg zu verzinsen wünschenswerth, kennt aber die Lage der Gesezgebung nicht so genau, lettere wird als Schlafraum, die Wohnstube von ihr und zwei oder sei, ehe man einen gleich hohen Reingewinn wie jezt die Gesellschaft um über die Durchführbarkeit orientirt zu sein. Die Hauptsache set, drei anderen als Arbeitsstube benügt. Die Frau holt die Arbeit aus herausrechnen könne. einem Geschäft, stellt sie mit Hilfe der übrigen fertig, liefert am An dieser Stelle wird die Berathung unterbrochen; in gemein- daß die Stadt unabhängig bleibe; er sehe dieses Erforderniß nicht Schluß der Woche die Arbeit ab und empfängt den Lohn dafür, den famer Berathung der beiden städtischen Behörden, welcher Bürger- gewährleistet und werde daher schließlich gegen den ganzen Vertrag fie mit anderen theilt. Diese Frau ist im Sinne des neuen Orts- meister Kirschner vorsißt, werden die Wahlen zum Bezirksstatuts Arbeitgeber". ausschuß vorgenommen. Zu Mitgliedern werden Dr. Darmstädter Punkte seien theils ungefeßlich, theils undurchführbar, theils von Stadtv. Mommsen bekämpft den ganzen Antrag; die einzelnen und Maurermeister Koch, zu stellvertretenden Mitgliedern Verlags ganz unwirthschaftlichen Gesichtspunkten eingegeben. buchhändler Springer, Baumeister Koch, Bankier Lipmann und der " Daß Verhältnisse obengenannter Art in Berlin tausendfältig vorhanden sind, ist längst bekannt und gelegentlich des Konfektionsarbeiter- Streits auch weiten Kreisen bekannt geworden. Daß aber Dr. Heyl gewählt. stimmen. eine Behörde wie die Gewerbedeputation es fertig bringt, solche den Antrag. Die Grundstücke der Gesellschaft seien keine Spes wird sich ja wohl eine gesetzlich unanfechtbare Form finden Existenzen zu Arbeitgebern zu stempeln, legt Zeugniß ab von dem hohen Grad sozialpolitischer Ein- tulationsobjekte, sondern integrirende Bestandtheile des Unternehmens. sichtslosigkeit, die in diesen Kreisen vorhanden ist. Es be- Der Antrag habe keine inneren Gründe, sondern nur den Zweck, den stätigt sich wieder die alte Wahrheit, daß auf sozialpolitischem Gebiet Vertrag zu Falle zu bringen; er sei unannehmbar. innerhalb der städtischen Verwaltung nichts, rein gar nichts zu Deter und unſtein. Stadtv. Rosenow äußert sich dagegen im Sinne der Kollegen erreichen ist. Stadtv. Singer: Bezüglich des Punktes c) halte ich mich feineswegs fflavisch an den Wortlaut; in der dritten Berathung solchen Bestimmung nicht. lassen. Für unmöglich halte ich die Einführung einer in den Vertrag zwischen den beiden Gesellschaften hineinschreiben, Bunft b) tönnte man ohne weiteres Die Rechte der Generalversammlung der dann hätten wir sofort die Sache in einer unanfechtbaren Form. Aktionäre fönnten selbst bei Punkt a) sich nicht an meiner Seite befinden würde, ja dadurch gewährt werden, daß die Generalversammlung drei Magistratsmitglieder wählt. Daß Herr Mommsen auch wundert mich nicht, denn dazu ist er viel zu sehr von der Nothwendigkeit privatkapitalistischer Gesellschaften überzeugt.( Stadtv. Vorläufig haben die Unternehmer gefiegt. Wir sagen vorläufig, denn es dürfte nunmehr an der Zeit sein, daß sich die übrigen lungen stets auf der Basis geführt wurden, daß die Stadt seinerzeit Bürgermeister Kirschner rekapitulirt, daß bisher die VerhandInteressenten gegen dieses Ortsstatut auflehnen. Namentlich die den wirklichen Werth der Anlagen zahlt. intereffirten Ortstassen werden in Thätigkeit treten müssen. verrückt diese Basis vollkommen. Will man so operiren, so könnte Nach dem neuen Beschluß werden ihnen eine Menge Mitglieder zu- man schließlich auch die unentgeltliche Abtretung fordern. gewiesen werden; wie es aber mit dem Eingehen der Beiträge für( Sehr gut!) Es handelt sich also nicht darum, immer blos für die ommsen: Sehr richtig!). Wir wollen mit dem Punkte a nur diese Leute stehen wird, kann nur der begreifen, der das Elend in Stadt möglichst viel zu fordern, sondern ein Geschäft zu machen, hinweg neue Aktien ausgiebt und den Aktionären den Gründerverhüten, daß die Allgem. Elektrizitätsgesellschaft über den Kopf der Stadt deren Kreisen kennt. Bezeichnend ist der fühne Sprung, mit dem das vor den Anforderungen der Billigkeit bestehen kann. der Stadtrath- Referent Dr. Weigert sich über den erhobenen Stadtv. Singer: Der Herr Bürgermeister hat sich doch zu selbstverständlich die Höhe der Dividende. Daß der Magistrat die gewinn in den Hals wirft. Die Erhöhung des Kapitals verringert Einwand hinweghalf. Er sagte:„ Die Leute sind zwar weit hinreißen lassen; jedenfalls hat er uns nicht bewiesen, daß hier Genehmigung ohne Grund versagen würde, ist doch wahrlich nicht zu Unbilliges gefordert wird. Der Korreferent Stadtverordneter Borgmann hat in Meinung. Auch widersprechen seine heutigen Ausführungen jenen, waltung der Gesellschaft hineinsenden, dann müssen Sie diese befürchten. Wollen Sie keine Magistratskommisfare in die Verlängerer Ausführung nachzuweisen gesucht, daß das Orts- die er neulich gemacht hat, dahin, daß wir dem andern Kontrahenten Möglichkeit, die Gründe einer Erhöhung zu prüfen, der Stadt erst statut in dieser Fassung einfach undurchführbar sei, daß selbst gegenüber vorsichtig sein müßten. Wir befolgen nur seinen Rath; recht eröffnen. Eine solche kleine Vorsichtsmaßregel sollte von allen die Regierung in ihrem Entwurf die Beitragspflicht der Ober- Arbeit- folgt uns die versammlung, so wird fie und der Bürgermeister Seiten gebilligt werden. geber ins Auge gefaßt hat und daß die Gefahr, welche den noch erleben, daß wir das Richtige getroffen haben. Böswillige arm aber ehrlich."!!! Im Ausschuß war er noch anderer Krantentassen droht, nicht zu unterschäßen ist, namentlich Leute fönnten übrigens aus seinen seinen Ausführungen schließen, Bürgermeister Kirschner: Ich habe nicht generell erklärt, daß wenn man sich vergegenwärtigt, daß schon heute die Kassen dadurch daß, wenn man à tout prix solche Verträge abschließen will, welche überall da, wo im Vertrage der Magistrat aufgeführt wird, er nur auf erheblichen Verlust erleiden, daß Arbeitgeber die Beiträge, welche der Gesellschaft Geschenke auf Kosten der Stadt machen, man gut grund eines Gemeindebeschlusses handeln werde. Ich habe nur ersie einkaffirten, nicht an die Kasse abführen. In den letzten drei Jahren thut, das Gespenst an die Wand zu malen, daß der Vertrag nicht klärt, daß der Magistrat überall da, wo verfassungsmäßig ein Gebetrug die auf diese Weise verloren gegangene Summe 40 000 m. 3u stande kommen könnte. Ganz unrichtig ist der Vorwurf, daß meindebeschluß erforderlich ist, demgemäß handeln wird; das ist Genosse Borgmann wies auch darauf hin, daß es doch hieße, der man schließlich auch verlangen könnte, die Gesellschaft solle alles Rechtens. Eine weitere Erklärung habe ich nicht abzugeben. hiesigen Arbeitgeberschaft ein flägliches Zeugniß ausstellen, wenn umsonst an die Stadt überlassen. Wir haben solche Verträge, Die drei Anträge Singer bitte ich abzulehnen. Ich kann man annehme, daß sie nicht fähig wäre, Einrichtungen in ihren so den mit der Pferdebahn, wo das ausdrücklich stipulirt ist.( Unruhe.) nicht einsehen, daß die Stadt in der dargelegten Weise, Betrieben zu schaffen, die sie vor Schaden sicherten. Wenn nament- Daß die bisherige Basis der Verhandlungen durch diesen gefährdet ist. Wir haben ja in den Vertrag die höhere lich gesagt werde die Unternehmer kennten ja die Leute Antrag vollständig verrückt wird, gebe ich zu; aber das Betheiligung mit 6 pCt. nur bis 20 Millionen Kapital garnicht und wüßten auch nicht, wer für sie arbeite, spricht nicht gegen den Antrag. Wir find zu diesem zugelassen. Ob weitere Erhöhungen durch Aufnahme von Aftien so sei es gerade nothwendig, daß die Herren V. Manheimer, Standpunkt gekommen, weil sich im Laufe der Berathung oder Obligationen aufgebracht werden, ist für die Stadt gleichgiltig. D. Levin u. s. w. endlich einmal gezwungen würden, sich darum immer mehr die Ueberzeugung durchgearbeitet hat, daß der Wenn Sie nicht gleichzeitig die Gesellschaft hindern wollen, auch zu kümmern, wer denn eigentlich Jahr aus Jahr ein für sie Gesellschaft gegenüber viel zu viel- Billigkeitsgründe zu ihren Obligationenschulden zu machen, ist Punkt a ohne allen Effekt. Punkt b frohude. Im übrigen hätten sie es ja in der Hand, den Leuten gunsten geltend gemacht werden. Der wirkliche Werth der Gegen- bedarf einer anderen Fassung; ich bin nicht in der Lage, Herrn die Doppelarbeit zu verbieten, sie müßten nur dafür sorgen, daß stände kann doch nur gefunden werden in dem Gegenwerth, Singer dabei helfen zu können.( Heiterkeit.) Punkt c widerspricht die Leute genügend Beschäftigung hätten. Auch sei es ganz falsch den die Gesellschaft geleistet hat; oder sollen wir den dem Gesetz; soweit wir eine Kontrolle brauchen, ist sie schon im§ 22 zu glauben, daß ein Zwischenmeister mehr Leute anmelde, als er ungeheueren Mehrwerth bezahlen, den die Werke ganz ohne Zu- des Vertrages gegeben. Der Aufsichtsrath würde sich nicht im gefür den betreffenden Unternehmer beschäftige, da er doch für jede thun der Gesellschaft in den 17 Jahren erreicht haben? Es ringsten hindern lassen, seine Entscheidungen ohne Beisein der Person zwei Drittel der Beiträge abgezogen erhalte. Die Majorität müßte gerechterweise dann auch verlangt werden, daß der Stadt ihre Magistratskommissare zu treffen, sodaß die drei Kommissare nur eine blieb auf ihrem ablehnenden Standpunkt. Leistungen für Pflasterung, Beleuchtung 2c. 2c. ebenso zurückvergütet mitverantwortung für die Beschlüsse, aber keinen Einfluß auf diewerden. Gerade deshalb ist es unrichtig, alle diese Dinge in einen selben haben würden. Topf zu werfen. Die Grundstücke müssen anders behandelt werden als die technischen und maschinellen Einrichtungen. Letztere nußen sich ab, wenn auch nicht bis zu dem Werthe alten Eisens. Besser als durch die Rede des Bürgermeisters tann unser Antrag gar nicht vertheidigt werden. Der Kommunalfreifinn hat sich mit dem gefaßten Beschluß von neuemt das Zeugniß ausgestellt, daß er auf sozialpolitischem Gebiet unfähig ist, die Forderungen einfacher Gerechtigkeit zu erfüllen! Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 31. Sigung vom Donnerstag, den 10. November, nachmittags 5 Uhr. Stadty. Spinola: Wir sind es der Bürgerschaft keineswegs und Moral nicht bestehen, sie sind der Gipfel der Unbilligkeit und schuldig, diesen Antrag anzunehmen. Die Anträge können vor Recht Ungerechtigkeit. Der schlichte Bürgerverstand begreift so etwas nicht. Grundstücke sind Spekulationsobjekte wie andere auch. In namentlicher Abstimmung wird der Antrag Deter mit Die Zuhörertribüne ist überfüllt. Die Berathung des Entwurfs eines neuen Vertrages mit den Berliner Elektrizitätswerken ist bis zum§ 30 gelangt, welcher von den Modalitäten 67 gegen 46 Stimmen abgelehnt. der Uebereignung im Falle der Uebernahme durch die Stadt handelt. Der Rest des Vertrages gelangt ohne Debatte zur Annahme. Der Magistrat kann nach seiner Wahl die Uebereignung gegen Einen neuen Paragraphen beantragt Stadtv. Singer hinzuzufügen, Zahlung entweder des Buchwerths oder des Tagwerths( der dann wonach in einem besonderen komplizirten Verfahren ermittelt werden muß) verlangen. Ein Antrag, wonach der Magistrat, auch wenn er fich höhung des Aktienkapitals nur mit Genehmigung des Magistrats a) die Berliner Elektrizitätswerke verpflichtet werden, eine Erfür die Uebernahme zum Tarwerth entscheidet, berechtigt sein soll, vorzunehmen; die Grundstücke zum Buchwerth zu erwerben, ist vom Ausschuß b) an dem Bezugsrecht auf neue Aftien die Stadtgemeinde mit in erster Lesung angenommen, dann aber vom Generaldirektor einem Drittel zu betheiligen ist; Rathenau für unannehmbar erklärt und daraufhin vom Ausschusse in der zweiten Lesung beseitigt worden. Die Stadtvv. Deter- Singer haben diesen Antrag wieder eingebracht. M Sämmtliche drei Anträge werden abgelehnt. Nach dem Vertrage zwischen der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft und den Berliner Elektrizitätswerken§ 1 foll die Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft die Geschäfte für Rechnung der Berliner Elektrizitätswerke führen und zwar unter den bisherigen Bes dingungen. Danach trägt die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft alle hält dafür jährlich einen Antheil aus der Brutto Einnahme der nicht aus dem Betriebe entstehenden Kosten und Gehälter und erBerliner Elektrizitätswerke für gelieferte Elektrizität, und zwar in verschiedener Höhe, je nachdem es sich um Elektrizität für Bes leuchtungs- und gewerbliche Zwecke oder um solche zum Bahnbetrieb handelt. Von lekterer sind 2 pCt. der Brutto- Einnahme, von ersterer 72 pet. von dem Betrage der Brutto- Einnahme bis 500 000 M., 4 pet. darüber hinaus zu entrichten. Die Stadtvv. Deter, Singer und Genossen wollen statt 2 pet. nur 1 pct., statt 7% bezw. 4 pct., durchweg nur 3 pet. normiren. " trag im einzelnen genehmigt. Auch die Bedingungen für Lieferung Der Antrag wird nach kurzer Debatte abgelehnt, der Verelektrischen Stroms" werden nach den Ausschußanträgen gutgeheißen. In namentlicher Abstimmung wird der Vertrag in seiner Gesammtheit mit 64 gegen 50 Stimmen angenommen. c) die Stadtgemeinde berechtigt ist, in den Aufsichtsrath der Berliner Elektrizitätswerke drei Kommissare mit Stimmrecht zu ent- Stadtv. Singer: Wie auch die Abstimmung ausgefallen ist, senden, welche feine Bezüge von den Berliner Elektrizitätswerken darüber werden wir alle einig sein müssen, daß es sich um einen Stadtv. Det er ist der Meinung, daß es ungerecht wäre, dem Ver- erhalten. außerordentlich wichtigen Gegenstand handelte. was ja auch schon Tangen der Berliner Elektrizitäts- Werte zu entsprechen, die Grund- Stadtv. Singer: Der Antrag ist veranlaßt durch das Be- die Länge der Berhandlungen beweist. Auch von den werthsteigerung bei dem Uebergange ihrer Anlagen auf die Stadt zu fanntwerden des Umstandes, daß die beiden Gesellschaften einen Anhängern des Vertrages bin ich überzeugt, daß sie sich gunsten der Gesellschaft zu berücksichtigen. Anderseits ist er überzeugt, Vertrag geschlossen haben, wonach die B. E. W. sich verpflichten, bei hier als Vertreter der Bürgerschaft fühlen( Unruhe) ung daß an diesem Punkte der Vertrag nicht scheitern wird; man komme Ausgabe neuer Aktien die Hälfte ihren Aktionären und die andere das Bewußtsein haben, daß dieser Gegenstand eigentlich erst auf diese Weise zu neuen Verhandlungen und gewinne Zeit. Hälfte der A. E. G. zum Parifurse zu übergeben. Um nun den jetzt der vollen Kenntniß der Bürgerschaft überliefert wird. Stadtv. Singer: Ich hätte gewünscht, daß zunächst ein Gegner Gewinnantheil nicht ganz in der Luft schweben zu lassen, müssen glaube, wir müssen ihr die Möglichkeit geben, sich nunmehr ihrerunseres Antrages das Wort ergriffen hätte. Im Ausschusse haben Vorsichtsmaßregeln getroffen werden; und selbst die Anhänger feits mit der Sache in allen ihren Details zu beschäftigen; in wir von Gründen gegen diesen Antrag nur gehört, daß es dieses Vertrages verhehlen sich nicht, soweit fie objektiv denselben weiten Kreisen der Bürgerschaft wird erwartet, daß ihr diese Ge- · nicht der Billigkeit entspreche, der Gesellschaft den Gewinn beurtheilen, daß meine Einwendungen berechtigt sind; denn in der legenheit geboten wird. Deshalb beantrage ich, eine dritte Ja Lesung vorzunehmen und zwar heute über vierzehn die Säuglinge mit wenigen Ausnahmen der Anstalt zugehen." I nichts mehr nüßen und sende es Ihnen hiermit zurück. Sollten Sie Tage.( Zustimmung und Widerspruch.) Welch' eine furchtbare Anklage gegen die heutige Gesellschafts- wieder das Glück besitzen, einem armen Einbrecher aus der VerStadtv. Mommsen: Ich kann nicht zugeben, daß die Bürger- ordnung! legenheit zu helfen, so legen Sie wenigstens baares Geld hin. schaft erst jetzt von dem Vertrage genau Kenntniß erhalten hat; Anonyme Großmänligkeit. Nachstehend drucken wir einen Die Polizei hofft, daß das in schöner Handschrift abgefaßte denn die Bürgerschaft, die darüber zu beſchließen hat, fizt ja hier Bef ab, der Genossen Bebel am 8. d. Wt. mit dem Poststempel Begleitschreiben ihr zur Entdeckung des Diebes Hilfe leiſten werde. Spreche aber der dritten Lesung nicht, obwohl vielleicht die aller- Buchstaben und der Stil des Briefes verrathen einen Schreiber, der kostete, hat sich vorgestern Nachmittag in der dritten Stunde beim Arbeiter- Risiko. Ein Unfall, der einem Arbeiter das Leben größte Zahl der Kollegen sie für eine böse Zeitverschwendung halten den Kreisen nicht fernsteht, die bei den Hubertusjagden betheiligt Abbruch des Herrenhauses in der Leipzigerstraße zugetragen. Acht mögen. Ich will aber die Versammlung nicht dem Vorwurf aus- find. Daß der Schreiber den Mob, der sich als Zuschauer bei diesen Arbeiter hatten einen 15 Meter langen Dachbalken an die Mauer fetzen, daß hier der Vertrag durch gepeitscht wäre, wie er in Jagden einfindet, zur Sozialdemokratie rechnet, spricht ebenfalls für geschleift und zum Herablassen bereits angefeilt und in die Schwebe geder Tagespresse schon erhoben ist. Wir haben ja doch gerade bei diese Herkunft, sonst wüßte er, daß sozialdemokratische Arbeiter bracht. Nun machte sich einem Verbote zuwieder der 27 Jahre alte diesen Berathungen mit größter Geduld vielen langen Aus- Besseres zu thun haben, als bei den zweifelhaften Vergnügungen Arbeiter Emil Schulze aus der Wiesenstr. 3 daran, mit einem Brechführungen zugehört, welche von Sachkunde und Kenntniß der Ver- hoher Herrschaften als Gaffer und Radaubrüder zu paradiren. In eisen den Balken von der Mauer abzustoßen. Der Balken schlug hältnisse nicht immer das reichste Maß gezeigt haben.( Große seinem sonstigen Inhalt ist aber der Brief von so herzerfrischender infolgedessen mit einem wuchtigen Schwunge um, traf mit dem einem Unruhe.) Offenheit, er athmet so viel Freude an der Grausamkeit und verräth Ende Schulze am Kopfe und zerschmetterte ihm diesen an einen Vorsteher Dr. 2angerhans rügt diese Kritik als eine einen so grimmigen Haß gegen die Sozialdemokratie, daß seine höher stehenden Pfeiler. Von der Rettungswache in der Mauerabsolut unstatthafte Kränkung der Kollegen. Veröffentlichung schon deshalb gerechtfertigt ist. Dazu kommt, daß straße wurde sofort ein Arzt geholt. Dieser konnte aber nicht mehr Stadtv. Spinola hält eine dritte Lesung für durchaus über- die Gesinnungen, die der Briefschreiber offenbart, in gewissen Kreisen helfen; der Unglückliche war bereits todt, als er anfam. Die Leiche flüssig. Machen wir Schluß!( Heiterkeit, Zustimmung und Wider- unserer„ Gesellschaft" aufs lebhafteste getheilt werden, was zu wissen wurde gegen Abend nach dem Schauhauſe abgeholt. Der VerSpruch.) für weite Kreise von Vortheil ist. Der Vorsteher schlägt eventuell den nächsten Dienstag für unglückte hinterläßt eine Frau mit einem dreijährigen Kinde. Der Brief lautet: die Vornahme der dritten Lesung vor. Stadtv. Singer legt gegen die Ausführungen des Stadtv. Mommsen entschiedensten Protest ein und bittet, von einer Extrafizung am Dienstag abzusehen, da es bis dahin der Bürgerschaft garnicht möglich sein werde, sich völlig zu orientiren und ihre Interessen voll zu wahren. Am Dienstag tönnten ja die anderen restirenden Gegenstände verhandelt werden. Stadtv. Dinse konstatirt, daß Herr Mommsen auch zu denen gehört hat, die lange Reden gehalten haben.( Heiterkeit.) Stadtv. Cassel ist auch für eine dritte Lesung, lehnt aber die Motivirung Mommsen's ausdrücklich ab. Stadtv. UTIst ein hält dem Stadtv. Mommsen unter großem Lärm vor, daß er um so weniger zu solcher Kritik berechtigt war, als er nur von einer ganz geringen Zahl von Mitgliedern der haute finance in der Gegend der Behrenstraße, etwa 30 Mann, in der ersten Abtheilung gewählt sei. Die übrigen Ausführungen des Redners werden niedergeschrieen. Ebenso ergeht es dem Stadtv. Jacobi, der gegen Verzögerung der dritten Lesung eintritt. Stadtv. Deter protestirt gegen die Vornahme der dritten Lesung schon am Dienstag. Fast einstimmig wird die Vornahme einer dritten Lesung beschlossen und zwar am Donnerstag, nachdem sich der Vorsteher in diesem Sinne erklärt hat. An Berlin. den Reichstags- Abgeordneten und Sozialdemokratenführer Bebel Zwar thut mir jeder Federstrich leid, den ich mich herbeilasse an eine Person zu richten, an die zu schreiben wahrlich keine Ehre ist! Auf dem Bau verunglückt ist gestern Morgen der Buzzer straße 1 stürzte er infolge ein Fehltrittes von der Leiter aus dem Erdgeschoß in den Keller hinab und zog sich schwere immere Verletzungen zu. Grnst Dreßler. Bei Beginn der Arbeit auf dem Neubau GerichtAm 3. November an der Hubertusjagd hat Euer Berliner mittag der 20 Jahre alte Schlosser Karl Kl. aus der FalckensteinMit außerordentlicher Kaltblütigkeit beging gestern NachBöbel wieder gezeigt, wie verkommen, sittenlos und gemein er ist. ftraße 21 Selbstmord, weil er nicht heirathen wollte. Kein Pöbel der Welt kann sich schmachvoller betragen, als der Mann, der in der Werkstatt der Packetfahrt- Gesellschaft in der RitterDer junge Berliner. Aber das sind die Früchte Guerer Pest, die Ihr dem straße Nr. 98/99 beschäftigt war, hatte ein Verhältniß mit einem verständnißlosen Gesindel einflößt, die Wirkungen Eurer gesinnungs- Mädchen aus der Manteuffelstraße und diesem die Ehe ver verdorbenen Reden! zur Verlobung, die dann auch feiert werden sollte. Hoffen wir, daß bald die Zeit heranrückt, in welcher wir sprochen, zumal da das Verhältniß Folgen hatte. S. sollte aber Euch zertreten können und die ehrlose Sozialdemokratie ver- demnächst erst seine Militärpflicht genügen und wollte von der nichten, wie Tausender Wunsch es ist. Mit Hasenschrot werden wir Hochzeit nichts wissen. Seine Braut drängte unsomchr wenigstens ant nächsten Sonntag geEuch flein machen und Euch behandeln wie unsere ärgsten Feinde. Kein anständiger Mensch kann auf dem Wege bleiben, ohne in Ringe kaufen. Nachdem er schon wiederholt zu ſeinen ArGestern sollte der junge Mann die Gefahr zu laufen, von Eueren Maurergesellen oder sonstigem beitsgenossen geäußert hatte, daß er sich lieber das Leben nehme, als Gelümmel angerannt zu werden. heirathen werde, fragte er in den letzten Tagen, wie wohl der Tod durch den Revolver sein möchte. Gestern Vormittag wieder fragte er eingehend, wie man beim Erhängen die Schlinge knüpfe, oberoder unterhalb des Kehlkopfes. Seine Arbeitsgenossen meinten im einem Mitarbeiter, er brauche kein Vesperbrot mitzubringen, da er Scherz, oberhalb. Mittags blieb W. in der Werkstatt und sagte Wenn die Stunde schlägt, sind wir genug, um Euch vaterlandslose Banditengesellschaft in die Enge zu reiten. Vor allem hütet Ihr Euch selbst!! auf dem eine Scene aus einer Hubertusjagd dargestellt war. Eine Kürzlich brachte der„ Simplicissimus" ein Bild im Buntdruck, Dame zu Pferde befindet sich unter den rothrödigen Reitern und sich die des Publikums, beiläufig sind Debatte entſpinnt sich dann über die Erledigung der sonstigen unter den Gaffern viele sogenannte Groschenrentner und sonstige zurückkehrten, fanden sie Kl. erhängt oberhalb des Kehlkopfes. Berathungsgegenstände. Die Extrasigung am Dienstag findet leb- Müßiggänger. Darauf antwortet einer der reitenden Rothröcke: haften Widerspruch, obgleich von verschiedenen Seiten die Verhandlung Ach! Komtesse! aber dieser Mob giebt eine ganz hübsche Staffage und den Pferden der Leib- und 3. Batterie 1. Garde- Feld- Artillerieüber das Baron'sche Testament und den Antrag Preuß wegen der jüdischen Lehrerinnen urgirt wird. Schließlich wird von einer Extrafizung Abstand genommen. Schluß gegen 9 Uhr. # * Der Magiftrat will bei der Stadtverordneten- Versammlung beantragen, dieselbe möge sich damit einverstanden erklären, daß die Zustimmung zur Eingemeindung aller nicht in den Kaufvertrag vom 27. Juli 1887 eingeschlossenen Theile des eingeschlossenen Theile des Gutsbezirks Lichtenberg nach dem Gemeindebezirk der Landgemeinde Lichtenberg ausgesprochen werde. Lokales. Die Ueberfüllung des ärztlichen Berufs ist eine von den bielen markanten Erscheinungen, welche die Widersinnigkeit und Unhaltbarkeit der kapitalistischen Unordnung illustriren. Zur Zeit geht eine Mittheilung durch die Blätter, die von einer Maßnahme der Berliner ärztlichen Standesvereine berichtet. Es heißt darin: " Der Kampf ums Dasein hat auch in ärztlichen Kreisen allmälig schärfere, rücksichtslosere Formen angenommen. Diese unerquicklichen Verhältnisse haben den Geschäftsausschuß der Berliner ärztlichen Standesvereine" veranlaßt, an den Reichskanzler selbst eine Petition zu richten und ihm nahezulegen, durch die Konfulate Mittheilungen hierher gelangen zu lassen über solche Orte im Auslande, an welchen sich ein deutscher Arzt mit Aussicht auf Erfolg niederlassen könnte." Mit der Ueberfüllung des ärztlichen Berufs hat es ja insoweit feine Richtigkeit, als in der That namentlich in den Großstädten zahlreiche fast beschäftigungslose Aerzte vorhanden sind, deren Elend fich an Schärfe von der Noth des proletarischen Handarbeiters faum unterscheidet. Damit sind wir vollkommen einverstanden. Aengstliche Leute. Betreffs der Verbreitung antisemitischer Flugschriften in den Straßen Berlins hat das Polizeipräsidium, auf eine Eingabe des Zentralvereins deutscher Staatsbürger ersucht, falls die einzelnen Beamten ein Einschreiten verweigern, sich jüdischen Glaubens hin, Abhilfe zu schaffen versprochen und ans zuständige Polizeirevier zu wenden. Dies ist auch geschehen, hatte aber lediglich die Ertheilung eines Verweises an den Flugblattvertheiler zur Folge, was den Zentralverein zu einer neuer lichen Eingabe an das Polizeipräsidium veranlaßt hat, deren Gr ledigung noch nicht erfolgt ist. Wie lange noch will der merkwürdige Verein durch seine ewigen Denunziationen das Judenthum disein Keller= Unter den Pferden des Detachements Garde- Jäger zu Pferde Regiments ist die Brustseuche ausgebrochen. Bei dem Pferde des Droschkenfuhrherrn Beier, Greifswalderstraße 21, ist die Räude ausgebrochen. Feuerbericht. größere Reihe von Alarmirungen zu verzeichnen. Wörtherstr. 28 Von Mittwoch zum Donnerstag sind eine in Flammen auf. Novalis str. 12 war ein Zimmerbrand abging der Inhalt eines Schaufensters von einem Wollwaarengeschäft zulöschen, bei dem Möbel und Kleidungsstücke abgeäschert wurden. Wegen eines Fußbodenbrandes wurde die Wehr nach der Marienburgerstr. 30 gerufen. Plan- ufer mußte brand abgelöscht werden, der Holz und Gerümpel einäscherte. Andreas str. 46 brannten verschiedene Kellerverschläge mit Inhalt. Gubenerstr. 59 war in einer Tischlerei ein Brand ausgebrochen, dem nur dadurch beizukommen war, daß Hakenleiterngänge herDer Fall Koschemann. Die Volfs- 3tg." schreibt: Der wegen gestellt werden mußten. Das Ablöschen und die Aufräumungsdes auf den Polizei- Obersten Krause ausgeführten Höllenmaschinen- arbeiten nahm die Wehr mehrere Stunden in Anspruch. Dasselbe war der Attentats zu zehnjähriger Zuchthausstrafe verurtheilte Paul Kosche Fall bei einem Schadenfeuer, das Fennstr. 15 in einer Metalldreherei mann betheuert im Zuchthause zu Sonnenburg unausgesetzt seine abgelöscht werden mußte. Hier brannten Verschläge, Fußboden und Unschuld und macht die verzweifeltsten Anstrengungen, durch ein Balkenlage. Cuvrystr. 33 gingen Möbel und Betten in Wiederaufnahmeverfahren seine Unschuld zu beweisen. Koschemann Flammen auf. Gestern früh 1 Uhr verursachte ein Küchenbrand hat vom Zuchthause aus beim Staatsanwalt beantragt, gegen einen Alarm nach der Bergstr. 60, wo Fußboden und Balkenlage zerZeugen in seinem Prozeß das Verfahren wegen Meineids einzuleiten. stört wurden. In einer Wrangel str. 4 belegenen GalvanisirDie Angelegenheit ist durch den Vertheidiger des Koschemann, Rechts- Werkstatt kam kurz nach 7 Uhr ein Brand aus, der durch schnelles anwalt Dr. Werthauer, bis vor das Kammergericht gebracht worden. Eingreifen der Wehr abgelöscht wurde. Markus str. 16 wurde Dieses hat als höchste Instanz die Sache geprüft und entschieden, durch die Kochmaschine ein Küchenbrand verursacht, der eine Holzdaß den Anträgen des Koschemann, weil durch nichts erwiesen, nicht wand zerstörte. stattzugeben sei. kreditiren? Aus den Nachbarorten. Der Vertrauensmann. Im Kampfe gegen das ,, Privatgeschäft" mit Theaterprogrammen hat das Berliner Theater eine neue Waffe zur Weißensee. Anwendung gebracht. Seine Zettel an den Anschlagsäulen zeigen Sonntag eine Agitationstour stattfindet. Wer nach OranienDie Parteigenossen wollen beachten, daß am jetzt nur noch die Namen der Hauptdarsteller, nicht aber die Rollen, burg, Borgsdorf, Birkenwerder 2c. gehen will, muß spätestens 6 Uhr die sie spielen. Die Privathändler können also den vollständigen zur Stelle sein. Treffpunkt bei Pfeifenmüller. Rege Betheiligung Bettel nicht mehr abdrucken. Für diese Kleinliche Maßregel wird das ist nothwendig. Publikum der Direktion wenig Dank wissen. Der Kampf gegen unrichtige Theaterzettel könnte viel erfolgreicher geführt werden, wenn die Direktionen sich endlich zu der Anstandspflicht entschlöffen, das Programmverzeichniß gratis abzugeben. Es ist geradezu ein Skandal, daß man, nachdem das theure Eintrittsgeld entrichtet ist, auch noch den unentbehrlichen Theaterzettel zehn- oder zwanzigfach über seine Herstellungskosten bezahlen muß. Sonntag Nachmittag präzise 4 Uhr ein von Mitgliedern des ArbeiterSteglitz. In den Kaiserhallen, Albrechtstraße 130, wird am Sonntag Nachmittag präzise 4 Uhr ein von Mitgliedern des Arbeiterinteressante Programm läßt einen zahlreichen Besuch erwarten. Die Bildungsvereins veranstaltetes Winterfest abgehalten. Das Generalprobe zu den Vorträgen und Theateraufführungen findet am Sonnabend pünktlich 8/2 Uhr statt. N Andererseits entbehren aber zahlreiche Arbeiterfamilien trop Krankenversicherung einer genügenden ärztlichen Hilfe in Krankheitsfällen; ein Uebelstand, der ganz wesentlich gemildert werden könnte, wenn eine sozial handelnde Gesellschaft sich um das leibliche Wohl ihrer Glieder mit annähernd ebensolchem methodischen Eifer tümmerte, wie der heutige Staat um das Seelenheil seiner Angehörigen besorgt thut. An die Verstaatlichung des ärztlichen Berufs wagen aber selbst die nothleidenden Aerzte nicht zu denfen; als rettender Zur Lokalliste. Am Sonnabend, den 12. d. M., hält der Spar- meisters Fritsche wählten der hiesige Magistrat und die StadtCharlottenburg. An stelle des verstorbenen Oberbürger Strohhalm erscheint ihnen vielmehr ihre staatlich arrangirte Ab- und Darlehnsverein Süd West ein Vergnügen ab und zwar in verordneten- Versammlung am Mittwoch in einer gemeinsamen Sigung schiebung nach dem Auslande. Heidrich's Festsälen, Blücherstraße. Die Arbeiterschaft Berlins weiß, daß genanntes Lokal zu Versammlungen nicht zu haben ist. Die Bürgermeister Matting zum Abgeordneten für den Provinzial. Um der WohnungsGenossen werden ersucht, diese Notiz zu beachten. Die LokalLandtag der Provinz Brandenburg. tommission. noth zu steuern, wurde in der sich anschließenden Sigung der Stadtverordneten Versammlung beschlossen, den Magistrat zu er fuchen, in Erwägung darüber einzutreten, mit welchen Mitteln sich dem zunehmenden Mangel Tasse, zunehmenden Mangel an leinen Wohnungen begegnen Bezüglich der Fleisch noth hatten 31 Stadtverordnete beantragt, die Cholera Baracken aber nicht zu erweitern. den Magistrat zu ersuchen, bei dem Reichskanzler vorstellig zu werden, daß derselbe die sofortige Aufhebung der bestehenden Einfuhrverbote für Schlachtvieh aller Art verfüge und anordne, daß nach Bichhöfen mit direktem Bahnanschluß die Einfuhr von Schlachtthieren mit der Verpflichtung sofortiger Schlachtung gestattet sei. Der Referent, Stadtverordneter Kaufmann, suchte die Fleischnoth aus der Abnahme des Fleischverbrauches, der zunehmenden Verivendung von Pferdefleisch 2c. zu erweisen. Ja es werde jetzt schon öffentlich Hundesich in ihrer Mehrheit dem Antrage an, ohne in eine Erörterung fleisch ausgeboten. Die Stadtverordneten- Versammlung schloß darüber einzutreten. Bestrafung. Es soll allerdings auch schon dagewesen sein, daß ein wirklicher Arzt seine Patienten zu Tode kurirt hat, Geburtstage der großen Todten, in üblicher Weise mit Kränzen geDie Denkmäler Luther's und Schiller's waren gestern, am schmückt. Das städtische Waisendepot dient den meisten der in die Waisenpflege aufgenommenen Kinder als vorläufige Unterkunft, bevor sie den Erziehungsanstalten oder Familien zugetheilt werden, bildet aber auch eine Sammelstelle und Durchgangsstation für die Opfer der Kurpfuscherei. In der Berliner Medizinischen Gebereits in Waisenpflege befindlichen Kinder, die die Pflege wechseln, sellschaft stellte vorgestern Abend der hiesige Spezialarzt Dr. Robert aus Krantenhäusern kommen oder dahin gehen u. s. tv. Das Depot Kutner seinen Kollegen einen Patienten vor, welchem von einem Hat 1897/98 3772 Kinder aufgenommen und ebenso viele entlassen. Sturpfuscher in unerhörter Weise mitgespielt worden ist. Demselben Diese hohe Bahl erklärt sich aber nur aus dem lebhaften Kommen war am Unterförper auf einer großen Fläche durch die gänzlich überund Gehen, das hier herrscht. Der Bestand ist in der Regel gering, flüssige Anwendung einer äßenden Substanz die Haut schauderhaft 1897/98 tar er durchschnittlich 73 Kinder( Maximum 106 an verbrannt werden. Der Arzt knüpfte an die Vorstellung des beeinem Januartage, Minimum 38 an einem Maitage). Unter bauernswerthen Kranken den Wunsch, daß durch Einführung des den 3772 dem Depot zugeführten Kindern waren 2149 Kurpfuschereiverbots solchem gemeingefährlichen Treiben möglichst neu oder wieder in die Waisenpflege aufgenommen. Von bald ein Ende gemacht werde. Der Kurpfuscher verdient strenge diesen kamen die meisten( 1938) zum 1. Male, aber einzelne bis zum 5. und 6.. ja selbst bis zum 7. Male. Außer den 2149 durch Neuoder Wiederaufnahme zunächst ins Depot gelangten Kindern wurden noch 290 neu- oder wiederaufgenommene gleich in Familienpflege gebracht; das find zusammen 2439 Aufgenommene( Vorjahr: 2070). Sie tamen aus zusammen 1769 Familien( Vorjahr: 1552). Aus den meisten fam nur je 1 Kind, aber in mehreren Fällen tamen bis zu Ein schrecklicher Unfall ereignete sich vorgestern Nachmittag Eine Skandalgeschichte, die mit dem Fall Koße Aehnlichkeit 6 Kindern aus derselben Familie. 633 aufgenommene Kinder standen 4 Uhr in der Reichenbergerstraße. Die drei Kinder des Bildhauers hat, erregt in Potsdam Aufsehen. Seit geraumer Zeit sind bei noch im Säuglingsalter( Vorjahr: 535). Als Grund der Aufnahme Poetsch aus der Grünauerstraße 25, der 10jährige Bruno, die Beamten, Militärpersonen und angesehenen Bürgern in Potsdam wird im Verwaltungsbericht genannt: die Eltern waren todt bei 7jährige Frieda und der 32 Jahre alte Richard, gingen über den Postkarten mit beleidigendem, theilweise sogar unfläthigem Inhalt 346( Vorjahr: 384), frant bei 571( 481), verhaftet bei 157( 128), Bürgersteig, um ihre Großmutter, die in dem Hause Reichenberger- eingelaufen, die manche Empfänger in große Verlegenheit brachten. außerhalb bei 63( 93), unbekannt abwesend bei 523( 317), die Straße 56 ein Grünframgeschäft betreibt, zu besuchen. Das Neben Die Polizei bemühte sich lange Zeit vergeblich, diesem Treiben auf Mutter war im Dienst bei 197( 144), obdachlos waren 84( 101), das haus Nr. 57 hat eine große Einfahrt für Fabriken, die auf dem die Spur zu kommen, und auch eine öffentlich ausgeschriebene BeErziehungsrecht war den Eltern genommen bei 134( 77), wegen Hinterlande liegen. Die drei Kinder gingen getrennt. Die beiden lohnung von 500 M hatte keinen Erfolg. Endlich gelang es, nachReihe 29( 24). Armuth der Eltern wird nur bei 277( 252) als Aufnahme- befand sich hinter ihnen gerade darauf, als er stolperte und hinfiel. waren, den Thäter zu fassen. Ueber dessen Person wird vorläufig grund genannt, was so zu verstehen ist, daß hier nur Armuth vor- In demselben Augeblick fuhr ein beladener Bretterwagen der Holz noch Stillschweigen beobachtet. Wie groß der Umfang der Brieflag. Wohlhabend werden auch die Eltern der übrigen schwerlich schneidemühle von Hildebrandt ein. Der Kutscher konnte die Pferde schreiberei war, ergiebt sich daraus, daß ein Beamter allein 50 Stüc gewesen sein; denn die Kinder bemittelter Leute steckt man nicht ins nicht mehr anhalten, und das linke Hinterrad des schweren Wagens derartiger anonymer Briefe erhielt. Der Skandalgeschichte soll bald Waisenhaus. Aus welchen Verhältnissen die städtischen Waisentinder ging dem Knaben über den Hals und zerquetschte ihm diesen zu ein gerichtliches Nachspiel folgen. fommen, darüber geben die die ärztlichen Untersuchungen Auf- Brei. Die beiden anderen Kinder liefen laut jammernd wieder nach schluß, die im Depot an ihnen vorgenommen werden. Hause. Poetsch holte die kleine Leiche nach der Wohnung. gestellt. 1897/98 wurde z. B. englische Krankheit 109 mal fest- Ein frecher Dieb. Ein Einbruchsdiebstahl wurde gestern Nach64 Kinder mußten wegen Siechthums dem Waisen mittag im Hause Mustauerstr. 41 bei der Wittwe Sturm verübt. Lazareth überwiesen werden. 5 Säuglinge starben bald nach der Der Dieb erbeutete verschiedene Kleidungsstücke und Schmudfachen, Einlieferung, 4 an Abzehrung, 1 an Brechdurchfall; sie waren sowie ein Sparkassenbnch, das dem bei der Wittwe wohnenden Arsterbend ins Depot geliefert," sagt der Bericht. Von den Depot- beiter Sturm gehört. Am Abend erhielt der Bestohlene das Buch tindern starben außerdem 23, alle im Säuglingsalter: 15 an Ab- mit folgendem Begleitschreiben wieder zugestellt: zehrung, 3 an Kämpfen, 1 an Brechdurchfall, 4 an Darmtatarrh. Geehrter Herr Sturm, ich bitte tausendmal um Entschuldigung, Die größere Mortalität der Säuglinge," sagt der Bericht, hängt daß ich die Frechheit besaß, in Ihrer Wohnung einzubrechen. Nur in mit der gesteigerten Aufnahme von Säuglingen einerseits und mit Ermangelung baaren Geldes nahm ich Ihr Buch mit, um noch 50 M. dem äußerst geschwächten Zustande andererseits zusammen, in welchem abzuheben. Da nun aber geschlossen war, so tann mir das Buch Die Denunziationspest. Auf die Anzeige feiner eigenen Ehefrau ist der Bauarbeiter Valentin Schwabe in Spandau, ein schon bejahrter Mann, am Mittwoch wegen Majestätsbeleidigung verhaftet worden. Als vor kurzem in feiner Wohnung in Gegen wart von Familienmitgliedern und Bekannten das Gespräch auf die Attentatsgerüchte anläßlich der Kaiserreise kam, und ein Zeitungsartikel darüber verlesen wurde, that er Aeußerungen, worin eine Verherrlichung des Fürstenmordes und eine Beleidigung Wilhelms II. enthalten waren. Seine Ehefrau erstattete schriftlich Anzeige bei der Polizei und machte noch andere Zeugen des Vorganges namhaft. Nachdem diese vernommen worden und die inkriminirten Aeußerungen bestätigt hatten, erfolgte die Verhaftung Schwabe's. Gerichts- Beitung. = " das Gericht definirte die Strafthat" auf groben Unfug. 1 Industrie und der Macht des Kapitalismus als völlig wirkungslos Die Straffammer in zehoe hob unter Freisprechung des erwiesen. Der Redner erörterte hierauf das Resultat des neuen Eines Vergehend gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung Genossen das Urtheil auf, weil die Maßnahme so fleinlich Handwerkergesetzes und erklärte, daß diejenigen, für die das Geſetz fowie der öffentlichen Beleidigung sollte sich der Stellmacher Baum sei, daß kaum anzunehmen wäre, daß ein erheblicher Theil des geschaffen ist, den Einrichtungen absolut kein Interesse entgegenschuldig gemacht haben, der am Donnerstag vor der zweiten Straf- Publikums sich über die Ausstellung der Bilder verlegt gefühlt habe. brächten, weil sie wüßten, daß auch dieses die versprochene Rettung tammer des Landgerichts I stand. Baum hatte im Dezember v. J. Nun legte der Staatsanwalt Revision beim Ober- Landesgericht in des Handwerks nicht herbeiführen wird. In eingehender Weise be= mittels Handzettel, die in den Werkstellen verbreitet wurden, Kiel ein. Dasselbe erkannte auf Verwerfung der Revision, weil ein handelt der Referent sodann die Bestimmungen, die für die Arbeiter zu einer Versammlung eingeladen und durch denselben Zettel Rechtsirrthum des Vorderrichters nicht vorliege. Die prinzipielle bei diesem Gesetze in betracht kommen. Er ist der Meinung, gleichzeitig bekannt gegeben, daß über die Werkstatt von Kohl- Frage, ob die Ausstellung von Bildern im Schaufenster, wie in diesem daß den Arbeitern keine Vortheile, sondern nur Nachtheile aus diesem hardt, wo einige Arbeiter wegen angekündigter Verlängerung Falle, grober Unfug sei, ist durch das Urtheil jedoch nicht entschieden. Gesetz erwachsen, daß die darin enthaltenen Beſtimmungen nur der Arbeitszeit und Verschlechterung der Lohnverhältnisse die der Staatsanwalt unterstützte die Revision; durch die Ausstellung Scheinrechte, aber keine wirklichen Rechte darstellen, und fordert die. Arbeit niedergelegt hatten, die Sperre verhängt sei. der Bilder der beiden geistigen Führer einer Partei, die den Begriff Versammelten auf, energischen Protest gegen diese Neuorganiſation Ferner wurden durch den Handzettel mehrere Personen, welche Vaterland inhibirt und die nationalen Parteien stürzen will", sei des Handwerks zu erheben. Im weiteren hält er es für rathſam, sich in einem früheren Streit nicht auf die Seite ihrer eine Demonstration, durch die ein erheblicher Theil des Publikums die Wahlen der Arbeitervertreter zu der neuen Organisation, wegen Kollegen gestellt hatten, als Streitbrecher bezeichnet. In bei dieser Feier sich verlegt fühlen konnte. der ungenügenden Rechte, die den Arbeitern eingeräumt sind, mit dieser Bezeichnung findet die Staatsanwaltschaft eine Beleidigung allen möglichen Mitteln zu verhindern. Wenn die Wahlen nicht ber der betreffenden Personen, sie ist weiter der Ansicht, daß damit eine gestern mit der Vernehmung des 29 jährigen Angeklagten Adolf Arbeiter- Ausschüsse ziel- und klassenbewußte Arbeiter zu wählen, die Der Spieler: und Wucherprozeß zu Hannover begann hindert werden könnten, erst dann solle versucht werden, in die Einschüchterung derjenigen bezweckt war, die nach der Arbeitsniederlegung bei Kohlhardt weiter arbeiteten. öwenstein. Der Angeklagte, der während der Verhandlung die Interessen der Arbeiter in jeder Weise vertreten. Der Angeflagte ist wegen der vorliegenden Angelegenheit am 5. Mai wie ein kleiner Schulbube weint, giebt auf Befragen des Präsidenten Sobald die näheren Bestimmungen über das Wahlsystem, wovon zu einer Woche Gefängniß verurtheilt worden, die Sache ist zu, daß bei ihm ein Verzeichniß von Offizieren der verschiedenen das weitere Vorgehen abhängig ist, bekannt werden, sollen allaber von der Revisionsinstanz zur erneuten Verhandlung an die Kavallerie- und Infanterie- Regimenter gefunden worden sei. gemeine Maurerversammlungen einberufen werden, die hierzu Strastammer gewiesen worden, die jetzt eine umfangreiche Beweis- Dies Verzeichniß habe 228 Namen enthalten. An alle diese habe er Stellung nehmen und über die zu unternehmenden Schritte endgiltig aufnahme veranstaltete, um festzustellen, ob die Voraussetzungen des Prospekte gesandt, in denen er den betreffenden Offizieren seine Hilfe Beschluß fassen. Eine in diesem Sime von dem Referenten vor§ 153( Verabredung zur Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeits- in Fällen der Geldverlegenheit anbot. Auf die Frage des Präsidenten, geschlagene Resolution wurde ohne Diskussion von der Versammlung bedingungen) vorliegen. Wie aus der Beweisaufnahme hervorging, wer ihm das Verzeichniß angefertigt und ob dasselbe aus der Rangfie von da an eine halbe Stunde länger zu arbeiten hätten und hierauf ablehne, und zwar im Intereſſe des Herrn, der ihm das me te gab, war zu entnehmen, daß seit der letzten Versammlung hat Kohlhardt eines Sonnabends seinen Gesellen angekündigt, daß iste abgeschrieben sei, bemerkt der Angeklagte, daß er die Antwort einstimmig angenommen. Dem Situationsbericht, den hierauf das Lohnkommissions.Mitglied daß fie statt des bisherigen Wochenlohnes Afford erhalten Verzeichniß aufgestellt habe. Des weiteren bemerkt der Angeklagte auf acht neuen Bauten, auf einigen wiederholt, Arbeitseinstellungen würden. Die Gesellen, welche damit nicht einverstanden waren, legten auf Befragen des Präsidenten: Ich gebe alles zu, nur behaupte ich, vorgekommen sind. In den meisten Fällen wurden sie veranlaßt am Montag einer nach dem andern die Arbeit nieder. Während Sie geben also zu, den Offizieren Ihre Prospekte zugesandt zu haben? durch besonders rigorose Maßregelungen( öfters mehrerer Kollegen), der Staatsanwalt die Voraussetzungen des§ 153 für gegeben hielt, Angel I.: Jawohl.- Präs.: Geben Sie auch zu, den Offizieren der 9stündigen Arbeitszeit. Die meisten Bausperren verliefen zu gunsten wegen erheblicher Mißstände auf den Bauten und wegen Nichtinnehaltung. bestritt der Vertheidiger Rechtsanwalt Heine, daß hier eine Verabredung vorliege, denn die Gesellen hätten ja, ohne sich zu ver- Präs. Sie haben sich z. B. bei einem Darlehen von 10 000 M. Auf einigen Bauten wurden vorhandene Mißstände durch Verhand Wucherzinsen berechnet zu haben? Angell.: Jawohl. der Arbeiter und konnten schon nach kurzer Dauer beendet werden. abreden, jeder für sich die Arbeit niedergelegt und die Sperre ſei 2000 bis 2500 m. Zinsen berechnet, haben sich Wechsel und Ehren- lungen mit den Unternehmern abgestellt und dadurch größere Arbeitsnicht wegen der verschlechterten Arbeitsbedingungen, sondern-wie mehrere Zengen befundeten wegen des sch roffen Benehmens scheine geben lassen und haben, sobald die Wechsel nicht pünktlich niederlegungen vermieden. Auch in der letzten Zeit hat sich wieder Rehlhardt's verhängt worden. Daß mit der Bekanntgabe der Namen eingelöſt wurden, den Offizieren gedroht, ihren Vorgesetzten, und herausgestellt, daß vielfach die Poliere durch ihr Verhalten gegen die der Streifbrecher eine Einſchüchterung versucht werden sollte, sei machen und die Angelegenheit außerdem in Zeitungen zu ver- die Unternehmer häufig gar nicht unterrichtet sind, den Anlaß zu wenn Offiziere verlobt waren, ihren Schwiegervätern Anzeige zu Arbeiter und durch die von ihnen getroffenen Einrichtungen, wovon feinesfalls anzunehmen, die Veröffentlichung sei vielmehr wie gleichfalls durch Zeugen bekundet Angeklagter, der fortwährend im Anklageraume hin den Arbeitseinstellungen geben. Eine Sperre ist durch das Eingreifen infolge einer in einer früheren öffentlichen? Bersammlung gegebenen Anregung erfolgt. Der Gerichtshof erkannte, und her geht, antwortet: Jawohl, jawohl, es ist alles richtig, ich des Vereins„ Arbeiterschutz", der die nothwendige Anzahl„ Arbeitsdem Antrage des Staatsanwalts gemäß, auf eine Woche Ge gebe alles zu. Der Angeklagte benimmt sich schließlich so rabiat, williger" dem Unternehmer zur Verfügung stellte, für die Ausstän fängniß. Die Voraussetzungen des§ 153 seien dadurch gegeben, daß er vom Vorsitzenden zweimal wegen Ungebühr in eine dreitägige bigen verloren gegangen. Auf einem Bau in der Friedrichstraße, fängniß. Die Voraussetzungen des§ 153 seien dadurch gegeben, daß die Gesellen, welche die Arbeit niedergelegt hatten, der Agitations: Haftstrafe genommen wird. Die Offiziere v. Frese, v. Voß, v. Bülow der fast ausschließlich von Mitgliedern des Vereins, Arbeiterschutz" besetzt daß die Gesellen, welche die Arbeit niedergelegt hatten, der Agitations- und Glasser bestätigen im wesentlichen die dem Angeklagten zur Last ist, wird unter der Regie eines Poliers, der Vorstandsmitglied des tommission von dieser Thatsache Mittheilung gemacht hätten. Die Veröffentlichung der Streifbrecher sei zweifellos erfolgt, um die bei gelegten Praktiken. genannten Vereins ist, täglich zehn Stunden gearbeitet. Der BerichtKohlhardt weiter arbeitenden Gesellen einzuschüchtern und die als Für komöopathische Vereine. Die Verordnung des Bundes- erstatter sowohl wie die Diskussionsredner Kater und BeiersStreitbrecher bezeichneten Personen zu beleidigen. raths über den Verkehr mit Arzneimitteln sollte ein Herr Knorr dorf verurtheilten aufs entschiedenste das Verhalten der Mitglieder Rebenher sei noch eines besonderen Vorganges aus der Ver- dadurch verlegt haben, daß er als Lagerhalter eines homöopathischen des betr. Vereins, die ebenso wie die Akkordmaurer ihren um beſſere handlung erwähnt: Der Staatsanwalt Dr. Kur führte aus, daß Vereins an dessen Mitglieder Heilmittel abgegeben hat, die Arbeitsbedingungen fämpfenden Kollegen fortwährend in den Rücken Der Prozeß ein eigenartiges Schlaglicht auf die Thätigkeit der Agi- nach jener Verordnung nur in Apotheken feilgehalten und verkauft fallen. Sie forderten die Versammelten auf, dahin zu wirken, daß tationskommission geworfen habe. Man sehe, daß ein einziges Mit- und nur von solchen„ abgegeben" werden dürfen. Das Schöffen- bei kleineren Vorkommnissen Arbeitsniederlegungen unter allen Um glied der Kommission befugt sei, die einschneidendsten Maßnahmen gericht verurtheilte dann auch Knorr zu einer Geldstrafe, worauf er ständen ebenso wie aussichtslose Arbeitseinstellungen vermieden zu treffen, wodurch unter Umständen blühende Geschäfte Berufung einlegte. Der Angeklagte machte geltend, er sei werden, um den erwähnten beiden Gruppen keine Gelegenheit zu lahmgelegt und Existenzen ruinirt werden könnten. garnicht der Besizer der Heilmittel, diese gehörten viel geben, ihr eigenthümliches Handwerk, Streitbrecherdienste zu leisten, Das sei doch wahrlich eine Macht, wie sie selten einem mehr den Verein und damit den Mitgliedern, es ausüben zn können. Jedoch soll besonders bei etwaigen Menschen zu Gebote stehe. tönne deshalb nicht von einem Abgeben der Arzneimittel im Lohnreduzirungen, die bis jetzt erfreulicherweise noch nicht zu verUnseres Wissens hat noch tein Staatsanwalt etwas arges darin Sinne der faiserlichen Verordnung die Rede sein. Ein solches Ab- zeichnen sind, sofort die Arbeit eingestellt werden. Hingewiesen gefunden, daß einzelne Menschen", die zufällig Unternehmer find, geben fete Dritte voraus, die kein Verfügungsrecht über die Mittel wurde von Beiersdorf auch auf die Forderung der Unternehmer, ben bei ihnen beschäftigten Arbeitern gegenüber jeden Tag noch viel hätten, die abgegeben würden. Von einem Verkauf und von einem daß bei städtischen Bauten im Falle eines Streits die Vertragszeit stärker einschneidende Maßnahmen treffen können, als das Mitglied Feilhalten könne schon garnicht geredet werden. Das Landgericht verlängert werden soll. Der Redner sprach die Erwartung aus, daß einer von Arbeitern kontrollirten Agitationskommission. Oder weiß stellte thatsächlich fest, daß K. nur seinen Beruf als Lagerhalter und die Arbeitervertreter in der Stadtverordneten- Versammlung gegen der Staatsanwalt nicht, daß unter der göttlichen Weltordnung jede Verwalter des Vereins ausgeübt habe, und sprach ihn frei. Die die Forderung entschieden protestiren werden, zumal bei der Verbeliebige Unternehmertoalition die in ihrem Bereich beschäftigten Staatsanwaltschaft legte Revision ein und führte aus, es sei gleichgiltig, gebung der städtischen Arbeiten der festgesetzte Minimallohn den Arbeiter und deren Familien ohne Erbarmen dem Verhungern zu daß es sich hier nur um die Wirksamkeit eines Vereins handele. Die Arbeitern nicht zugesichert ist. Zum Schluß wurde bekannt gegeben, überantworten trachtet, wenn diese Arbeiter nur zu mucksen wagen? taiserliche Verordnung finde demnach Anwendung. Der Straffenat daß der Beitragssammler für den Norden, Gustav Richter, dieses Interessante Streiflichter auf das Geschäftsgebahren gewiffer des Stammergerichts wies jedoch die Revision der Staatsanwaltschaft Postens enthoben ist. Interessante Streiflichter auf das Geschäftsgebahren gewisser als unbegründet zurück. Der Senat ging ebenfalls davon Berliner Baubanten war eine Schivurgerichtsverhandlung Der Verband der Bäcker( Mitgliedschaft Berlin) hielt am gegen die Wittwe Marie Hölke geb. Kuzte, welche gestern unter aus, daß die fragliche Bestimmung der Medizinalverordnung nicht 9. November eine Mitgliederversammlung ab. Zur Besprechung stand: der Anklage des wissentlichen Meineids vor den Ge- anzuwenden sei, weil die Medikamente dem Verein gehörten und Stellungnahme zur Altgesellenwahl". Es wurde nach lebhafter mur den Mitgliedern verabreicht worden seien. schworenen stand. In der Krummestraße in Charlottenburg hat der seien sozusagen Miteigenthümer der dem Verein gehörenden Heil- Mann an diese Stelle zu setzen, der die Interessen der Gesellen nach jeder Die Mitglieder Debatte beschlossen, an dieser Wahl theilzunehmen, um event. einen verstorbene Ehemann der Angeklagten mit dem Bauunternehmer mittel, ein leberlassen derselben an andere, das die kaiserliche Richtung, namentlich aber in sozialpolitischer Beziehung, wahrzunehmen Reusch zusammen ein größeres Wohnhaus errichtet, welches im Verordnung meine, habe also nicht stattgefunden. Wenn die gegen- im stande ist. Einen weiteren Beschluß zeitigte die Diskussion über den Reusch zusammen ein größeres Wohnhaus errichtet, welches im April des Jahres 1896 bezogen wurde. Die Baugelder hierzu waren theilige Annahme richtig wäre, dann dürfte ja ein Familienvater ein Arbeitsnachweis. Danach soll ein Zirkular an die Meister versandt von der Berliner Immobilien- Verkehrsbank gewährt worden und zwar ursprünglich dem Bau- Unternehmer Endemann, der dann aber Heilmittel, das abzugeben den Apotheken vorbehalten sei und das und die Namen derjenigen Meister, die die Anerkennung des Arbeits-, feine Rechte aus den Baugeldervertrage an die vorgenannten er zufällig im Hause habe, nicht einmal seiner Ehefrau oder seinen nachweises ablehnen, im Vorwärts" veröffentlicht werden. Diese Hölfe und Reusch abtrat. Aus dieser Zession stand EndeMaßregel richte sich, wie hervorgehoben wurde, namentlich gegen die mann gegen seine beiden Bessionare noch eine Forderung größeren Brotbäckereien. Ferner wurde noch auf die Delegirtenbon 1500 M. zit. Zur Befriedigung derselben ließ er wahlen zur Orts- Krankenkasse hingewiesen und die Mitglieder dieser fich einen Theil der Miethen überweisen. Die Verkehrsbank, die eine Kasse ersucht, an dieser Wahl ebenfalls lebhaften Antheil zu nehmen, Hypothekenforderung von 35 000 Mark an demselben Hause hatte, Für Uebernahme der Elektrizitätswerke in städtische Regie um auch hier eine würdige Vertretung zu bekommen. Nach Erwar dem Endemann aber zuvorgekommen, schon einen Monat bevor trat Stadtverordneter Nose now in einer von freisinniger Seite ledigung einiger Verbandsangelegenheiten wurde die Versammlung es bezogen wurde, verlangte die Bank bereits das antichretische einberufenen Volksversammlung ein, die am Mittwoch in der geschlossen. Pfandrecht und damit auch ihrerseits das Anrecht auf Victoria- Brauerei tagte. Herr Rosenow vertrat die Ansicht, daß die Die Konditoren wählten am 6. d. M. in einer Mitgliederdie Einziehung der Miethen. Endemann behauptete, daß die Antichrefe Uebernahme keineswegs die Verwirklichung eines sozialistischen Ge- Versammlung den Kollegen Rünger zum Kassirer und den nur zum Schein eingetragen worden sei, in Wahrheit hätten Hölfe dankens bedeute, sondern daß sie vielmehr geboten sei im finanziellen Kollegen Weidler zum 2. Vorsißenden. Darnach beschäftigte man und Reusch nie aufgehört, die unumschränkten Herren des Hauses Interesse der Stadt Berlin. Wenn die Uebernahme jezt nicht er sich mit der Begründung und Diskussion des Vorschlags der Berzu sein. Die Bank hatte nach Einleitung der Antichrefe die folge, dann werde sie nie mehr möglich sein. Dem sachlich gehaltenen liner Gewerkschaftskommission betreffend die Anstellung eines zweiten Verwaltung des Hauses der Frau Hölle übertragen. Sie Vortrage des Referenten folgte eine sehr lange Diskussion, in der Beamten und spätere Schaffung eines Arbeitersekretariats. Sämmtwar bis zu ihrer Verheirathung Dienstmädchen gewesen, sowohl für wie gegen die Uebernahme der Werke durch die Stadt ge- liche Redner äußerten sich sympathisch zu diesem Vorschlage und verstand nichts von Rechnungsführung und schriftlichen Arbeiten und sprochen wurde. Als Gegner des vom Referenten vertretenen Stand- schließlich wurde der Gewerkschaftsdelegirte einstimmig beüberließ daher die die Verwaltung betreffenden Geschäfte ihrem punties nahm auch Stadtrath 3 abel das Wort, der in längeren auftragt, um die Verwirklichung dieses Vorschlages bemüht zu sein. Ehemann, der Maurergeselle war, bis es ihm gelang, mit dem Ausführungen rechnerisch nachzuweisen suchte, daß die lebernahme Die nächste Versammlung wird Sonntag, den 20. November, nachGelde der Bank sich dem Namen nach zum Hausbesizer empor- zur Zeit für die Stadt nicht vortheilhaft wäre. Die hohen Ueber- mittags 4 Uhr, im Vereinslokal abgehalten. zuschwingen. schüsse, die die Aktionäre der Gesellschaft beziehen, würden, wenn Wilmersdorf. Am 2. November hielt der Sozialdemokratische Ein Zeuge bekundete, daß die Bank die Gewohnheit habe, das Werk von der Stadt jetzt übernommen werde, verschwinden, da Verein seine Generalversammlung ab. Nerre gab der Versamm stets die Ehefrauen der verkrachten Hauseigenthümer für solche die Stadt das mit 30 Millionen bewerthete Wert für 45 Millionen lung bekannt, daß er sein Amt als erster Vorsitzender niederlege, da Fälle als Verwalterinnen einzusehen. übernehmen müsse. Demgegenüber wiesen die Herren Rosenow ihm das Amt eines Vertrauensmannes übertragen worden sei. Mit In einem Zivilprozeß sollte nun Frau Hölle darüber als Zeugin und Kreitling darauf hin, daß die Ansicht des Stadt- Nüdsicht hierauf wurde Pista als erster Vorsitzender gewählt. fei. Auskunft geben, ob sie oder ihr Mann die Miethen eingezogen und die raths Babel doch recht sonderbar Die Uebernahme sitte erstattete den Kassenbericht vom II. Quartal. Die EinBerträge mit den Miethern abgeschlossen habe. Sie befundete eidlich, im Jahre 1896, wo das Werk viel unvollkommener nahmen betrugen 308,05 W., die Ausgaben 210,35 W., verbleibt ein daß sie diese Thätigkeit erfüllt habe und machte sich dadurch eines war als jetzt, und wo die Stadt bei der Uebernahme einen Auf- Bestand von 97,70 M. Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassirer Falscheides schuldig. Die Auflagebehörde nahm ursprünglich nur eine schlag von 633 pCt. auf den Tarwerth hätte zahlen müssen, habe entlastet. Die Versammlung beschäftigte sich alsdann mit dem von Fahrlässigkeit als vorliegend an, die Etraftammer war aber der Stadtrath Zabel für vortheilhaft gehalten und empfohlen, während der Statuten- Revisionskommission ausgearbeiteten Statutenentwurf. Ansicht, daß nur ein wissentlicher Meineid vorliegen könne, nahm die er die Uebernahme jetzt, wo das Werk mit den vollkommenſten Ein- Die nächste Vereinsversammlung wird am 17. November bei KlingenAngeklagte sofort in Haft und verwies die Sache an das Schwur- richtungen jeder Hinsicht musterberg, Berlinerstr. 40, stattfinden. gericht. In dieser Hauptverhandlung wurde dargethan, daß die giltig einem Aufschlage Zentral- Kranken- und Starbekasse der Tischler. Die Mitglieder Miethen stets pünktlich und richtig an die Bank abgeliefert von mir 50 pct. erworben werden könne, für ein schlechtes der Ortsverwaltungen Berlins versammeln sich heute Abend 8½ Uhr bei wurden und daß die Angeklagte ihrem verstorbenen Ehemann Geschäft halte. Die Argumente, mit denen Stadtrath 3 a bel diese Schöning, Köpenickerſtr. 68. ftets eingeschärft hatte, er solle beim Vermiethen stets hinzuseßen, er Einwendungen zu entkräften suchte, fanden bei den Zuhörern keinen Elektro- technischer Gewerkverein Berlins und Umgegend. Handle als Vertreter seiner Ehefrau. Hölle hatte dies aus Eitelkeit Anklang. Nach weiteren Reden für und wider wurde gegen eine Morgen Abend 812 Uhr, Schillingsftr. 36: Sigung. Fachkollegen willaber unterlassen. Während der Staatsanwalt die Anklage wegen fleine Minderheit eine Resolution angenommen, worin die Stadt- kommen. wissentlichen Meineides aufrecht hielt, wies der Vertheidiger, Rechts- verordneten- Versammlung ersucht wird, die Magistratsvorlage abanwalt Dr. Schwindt, darauf hin, daß die Angeklagte mit Rück- zulehnen und die Uebernahme der Elektrizitätswerte ficht auf ihre mangelhafte Bildung ihren Pflichten als Ver- zu beschließen. Gleichzeitig wird der gegenwärtigen Stadtverordneten ein Tadels= walterin nicht im Entferntesten gewachsen gewesen sei und Mehrheit der bei ihrer Unkenntniß der sehr verwickelten Rechtsverhältnisse in botum ertheilt. dem Zivilprozeß, in dem sie als Zeugin vernommen wurde, wohl Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Mittwoch eine Habe annehmen können, daß es bei ihrer Bernehmung nur darauf gut besuchte Versammlung bei Nümann, Brunnenstraße, ab, in der angekommen sei, festzustellen, ob die eingehenden Miethen auch stets Genosse e Bler über:" Die neue Organisation des Handwerks an die Bank abgeführt und nicht in die Tasche ihres Ehemannes und die Arbeiter" referirte. Der Redner, der zunächst ein anschaugeflossen seien. liches Bild von der wirthschaftlichen Lage des Handwerks und von Die Geschworenen verneinten sowohl die Frage betr. wissent- dessen Einrichtungen und Produktionsweise in der Zeit des Zunft Stationen lichen wie fahrlässigen Meineides, worauf die Angeklagte, deren wesens entrollte, schilderte dann die Entwickelung der Industrie und Kinder infolge ihrer Verhaftung bereits bei fremden Leuten unter die dadurch bedingte Verdrängung des Kleinhandwerks. Er ers gebracht werden mußten, freigesprochen und sofort auf freien Fuß innerte an das Vorgehen der verschiedenen bürgerlichen Parteien, die gesetzt wurde. den Handwerksmeistern allerlei Versprechungen machen und vorgeben, Swinemde. 770 SSO 1Nehel Der Ordnungskampf mit dem Groben Unfng- Paragraphen. für die Interessen der Handwerksmeister einzutreten, um sich der Hamburg 769 SO Der Parteigenosse Hinsche in Lägerdorf in Schleswig- Holstein war Gefolgschaft derselben bei den verschiedenen Wahlen zu vervom Schöffengericht in Jhehoe wegen groben Unfugs zu 50 M. sichern. Dem fortwährenden Drängen gegenüber seien Ge- München 769 Geldstrafe verurtheilt worden, weil er während des Festzuges der setze mit einer riesigen Anzahl von Paragraphen Patrioten zur Erhebungsfeier Schleswig- Holsteins am 24. März d. J. gearbeitet worden, die angeblich das Handwerk vor dem sicheren in seinem Schaufenster demonstrativ die Bilder von Mary und Untergange retten, um ihm den" goldenen Boden", der jedoch in der Lassalle ausgestellt hatte. Dadurch waren Theilnehmer des Fest behaupteten Weise thatsächlich niemals vorhanden gewesen sei, wieder bei auges erheblich in ihren Gefühlen verlegt" worden und zu verschaffen. Alle diese Geseze hätten sich gegenüber der entwickelten Kindern verabreichen. Versammlungen. versehen und in sei und bon der Stadt mit " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 82 1hr abgehalten. 5. P. Fragen Sie brieflich an bei Herrn Thiele, Mitglied des Reichstags, Halle a./S., Geiststraße 21. 7. R. 1893. Witterungsübersicht vom 10. November 1898, morgens 8 1hr. Berlin 769 Still Wiesbaden 768 O aus Wien Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer= and mm Winds richtung Windstärke Wetter 3Haparanda 754 23 4wolfig 4Petersburg 1Nebel Nebel 1 bedeckt 4Nebel 5 Cort 4 Aberdeen 4Paris 769 SO 2Nebel 763 WSW 2heiter 766 SS 3eiter Temp. n. 6. 5° G.= 4° R. 2 93 Wetter Prognose für Freitag, den 11. November 1898. Nachts etwas tälter, am Tage mild und zeitweise heiter, vielfach nebelig schwachen südöstlichen Winden; keine wesentliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theaker. Freitag, 11. November. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Auf der Sonnenfeite. Anfang 72 Uhr. Urania Taubenstrasse 48/49. Abwechslungsweise Die Urzeit des Menschen und Quer durch Desterreich. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Neues fgl. Opern- Theater( Strom). Experim. u. Projekt.- Vorträge Fregoli- Gastspiel. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Berliner. 7 Uhr. Don Carlos. Anfang Lessing. Das Glück im Winkel. Anfang 7 Uhr. Residenz. Der Herr Sekretär. Vorher: Mein treuer Antoine. Anfang 72 Uhr. Westen. Johann von Paris. Hier: auf: Wittwe Grapin. Anfang 7½ Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7 Uhr. Schiller. Hasemann's Töchter. Anfang 8 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Thalia. Der Hypotheken: Schuster. Anfang 72 Uhr. Luisen. Die Schuld der Schuldlosen.. Anfang 8 Uhr. Ostend. Das Käthchen von Heil: bronn. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Die Jungfrau von Orleans. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 1hr. Alexanderplak. Gin verfehltes Leben Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Tanbenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten Vor= stellung. Pajjage Panoptikum. Speziali: täten Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Freitag: Kunst- Schaubühne' i. d. Urania, Invalidenstr 57 Sonntag, den 13./11., 5 Uhr: In den Werkstätten unserer grossen Künstler von Fritz Stahl Parkett 50 Pf. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. 2 Im Theatersaal von 6 Uhr ab: Théâtre variété. Neu! Lebend! Der Storchmensch! Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Bum 2. Male: Hasemanns Töchter Der Hypothekenschufter Sonnabend: Lumpengesindel. Sonntag, Nachmittags: Die Räuber. Abends: Lumpengesindel. Ostend Garl Weiß- Theater. D Gr. Frankfurterstr. 132. Letztes Gastspiel des Hrn. Cäsar Beck. Zum letzten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Schauspiel in 5 Aften von H. v. Kleift. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Sonnabend, zum ersten Male: Onkel Jonas. Volksstück mit Gesang in 5 Atten von Oskar Klein. Musik von Wiecher. Sonntag und folgende Tage: Onkel Jonas. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der lustige Krieg. Operette in 3 Atten von Johann Strauß. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Poffe mit Gesang in drei Atten von Leopold Ely. Musit von Cornelius Schüler. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Täglich 8 Uhr abends: Berliner Ausstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Koloffal Ballets in 3 Aften( 10 Bildern). Sonntag Nachmittag 32 Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das neue großartige November. Programm. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Die Schuld der Schuldlosen. Entree Bochent. 10 Bf., Sonnt. 30 Bf. Schauspiel in 5 Atten von Ad. Stolze. Morgen und Tage: Die Schuld der Shallofen. Apollo- Theater. Sonnabend, den 12. November Direktion: E. Waldmann. Schachmitt orstellung Armand'Ary zu besonders ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Traueriplel von Friedrich v. Scier. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen und Offenbach's Operette Jufel Tulipatan. Die Handlung spielt 3000 Meilen von Blankenese, 180 Jahre vor Erfindung die berühmte Pariser Operetten- Diva. Mr.Judge's dress. Seelöwen. Familie Agoust. Signor Pietro Basalari, der phänomenale Doppel- Sänger. Kassenöffnung 612 Uhr. Anfang 72 Uhr. Sonnabend, 12. November: Wiederauftreten des Gesangshumoristen Robert Steidl. Feen- Palast- RI Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Täglich! Um 82 Uhr Täglich! Richard Winkler in der erfolgreichen Burleske Die Rosen vom Norden. Dazu das riesengroße November- Programm. Path Frank- Truppe, Afrob. Marchettu, Equilibristin. Gebr. Orig.- Niagara. Los Suarez, spanische Tänzer. Ernst Sprecher X Helene Voss Toska's lebend. Bilder- Gallerie, darg. v. 8 Damen! u. f. w. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Borm. v. 11-1 Uhr. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 14. November, abends 8 Uhr, im Lokal Arminhallen, Kommandantenstrasse 20 Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags. Abgeordneten Max Schippel über: " Die Zoll und Handelspolitik". 2 Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten. Um zahlreiches Ericheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 81% Uhr. bei Cohn, Beuthstraße 20-21: Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung, Einleber! Mähr's Theater am Sonntag, den 13. November, vormittags 10 Uhr, in Lokal Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten- und TheaterVorstellung. diese Radler! Burleste. Clown Bimbo. Mlle. Rosa. Edler v. Metz. Little Willy. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Nichard Winkler. Allabendlich unter jubelndem Beifall: Das Wurstmädchen von Aschinger. Bild aus dem Berliner Leben von W. Reichard. Musik von Oskar Victor- Roeder. In Szene gefegt von Otto Wendt. Neu! Vorher: Neu! Der Herr Doktor. Schwant von E. Breune. Gesammtauftreten des nenengagirten Künstler und Spezialitäten Personals. Wochent. 72 Uhr. Anfang: Sonntags 6% Ubr. Entree: Wochentags 30 f. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. AMA von Schöning, Köpenickerstraße 68: Versammlung Tages Ordnung: Vortrag. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes Regelung der Beiträge, fowie Aufnahme neuer Mitglieder finden jeden Sonntag in der Morgensprache in obigem Lokal statt. Um zahlreichen Besuch bittet Die Kommission. Tischler- Verein. 109/4 Sonnabend, den 12. November, abends 8½ Uhr, Melchiorftr. 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über: Die Handelsverträge. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest und Vereinsangelegenheiten. Damen haben Zutritt. 199/6 Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Soeben erschienent Arbeiter= notizkalender 1899 Web. 60 Pfg.- Porto: 10 fs. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Rechte und Pflichten und Stellung der Arbeiter zum Innungs- und Handwerkergeseh. Lobmay lung und Lohnbeschlagnahme nach der Gewerbeordnung.- Das zahlt eine Arbeiterfamilie für Lebensmittel jährlich Steuern? Längen- und Hohimaße und Grwichte der verschiedenen Länder im Vergleich zum metrischen Maße, bez. Kilogramm. Vergleichende Münztabelle. Adreffen der deutschen Gewerkschafts- Grgantisationen und Fabrikinspektoren unter Angabe ihrer Bestrfe. Jährliches Wachsen der Militärausgaben, der Reichsschulden und der Binspflichten von 1871-1899. Die Reichstagswahlen 1898 mit Angabe der Abgeordneten und der in jedem Wahlfreife auf jede einzelne Partei abgegebenen Stimmen unter Betfügung der 1893 für die Sozialdemokratie ab gegebenen Stimmen.- Einnahmeund Ausgabe Tabelle. Notiz Kalendarium für jeden Tag 2c. ZC. Der Kalender dürfte auch für 1899 feinte Freunde befriedigen. Gegenüber den Bwangsinnungs- Bestrebungen ist die Darlegung des neuen Handwerkergefehes von Robert Schmidt, als Mitglied der Reichtags- Rommiffion für das Hauptinteresse dürften die tabellarischen lebersichten über die Krigstagswahlen von 1898 beanspruchen DieBelehrungen übergohnzahlung unb Lohnbeschlagnahme, die Adresen ber Fabrikinspektoren u. GewerkschaftsOrganisationen 2r. 2. geftalten ben Kalender zu einem empfehlenswerthem Gewerkschaftl. Nachschlagebuch Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Benthar. 2. Schäftebranche( Filiale 5) Schäftebranche. Diesen Gelegentwurf, angebracht und Sonnabend, 12. November, abends 9 Uhr, im Lokale von Schiller, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. Achtung! Former. Achtung! Am Sonntag, den 13. November, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße Nr. 20: Außerordentliche Versammlung der Former und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. ie ftellen fich die Kollegen zu dem von Braunschweig ge ftellten Antrag behufs Beschickung des Formertages? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 61/10 In anbetracht der überaus wichtigen Tagesordnung ist es nothwendig, daß jeder Kollege in der Versammlung anwesend ist. Der Einberufer. Volks- Theater Zentral- Verband der Zimmerer im Welt- Restaurant ( Zahlstelle Berlin). Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Grau, unfere gute Mutter Clara, geb. Hildebrandt am 8. d. M. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonnabend Mittag 11/2 Uhr v. Bethanien aus statt. Der trauernde Gatte P. Gaebeler nebst 9 unmündigen Kindern. Orts- Krankenkaffe Dresdener: Straße 97. Am Sonntag, den 13. November, vormittags 10 Uhr, in den der Nadler und Siebmaher Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Sensationell! Novität! Weibliche Rekruten. Operetten Burleske von J. Eißner. Musik von A. Zehr. In Szene gefett von August Runge, Riesenerfolg! Jubelnder Beifall! Bei Werthheim's. Neu! Mr. William Barrey, Neu! Original- Neger- Clown. Zum Todtlachen! Urkomisch! Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 1hr. Sonntag 7 thr. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Zum Schluß: Zum vorlegten Male: Arminhallen, Kommandantenstraße 20: zu Berlin. Ordentliche Mitglieder- Versammlung. General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Das neue Handwerkergeset". Referent Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 261/10 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. am Sonntag, 20. Novbr., vorm. 10 Uhr, im Restaurant Wilke, Andreasftr. 26. Tagesordnung: 1. Wahl des Vorstandes( 2 Arbeits geber, 2 Arbeitnehmer).§§ 38 und 49 des Statuts. 2. Verlesung der Protokolle. 3. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres. 4. Beschlußfassung über den neuen Aerztevertrag für des§ 20 des Statuts( Erhöhung des Sterbegeldes). 6. Verschiedenes. Sonntag, den 13. November, vormittags 10 Uhr, im Lokale des 1899. 5. Antrag um Abänderung Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 31/13 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung der Bauarbeiter Berlins, Zahlstelle V, Gruppe Rabitzspanner und Träger, am Sonntag, den 13. November, vormittags 10% Uhr, im Lokale Louisenhof, Buckowerstraße 9. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Anträge zum Verbandstag. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 43/2 Der Vorstand. Holzarbeiter Charlottenburgs. Der Vorstand.[ 21045 J. A.: W. Lehmann, Borfizeitber. Goldwaaren, Uhren. Silber. Alfenide, Neuarbeiten u. Reparaturen in eigenet Werkstatt. R. Haack, Gollnowstr. 32a, ein Laden). Die Beleidigung, die ich dem Schuh macher Lies, Marienburgerstr. 30a, zugefügt habe, nehme reuevoll zurfd. Frau Jänsch, Höchstestr. 4. Arbeitsmarkt. 21115 Atung. Holzarbeiter! Bei der Firma Montag, den 14. November, abends 8 Uhr, im Lokal Fork, Kretzschmar& Co. des Herrn Leder, Bismarckstrasse 74: Barnimstr. Vor 25 Jahren. Oeffentl. Versammlung. Magazin Jannowiybride), jowie det Ensemble von Meysel. Reichshallen Restaurant. Konzert des 24 Mann starken beliebten Reichshallen- Orchesters. Dirigent: Mar Schmidt. Entree- fret. Tages Ordnung: Heydeck, Fruchtstr. 35, bei 1. Der Kampf um das Koalitionsrecht. Referent ReichstagsAbgeordneter W. Pfannkuch. 2. Disfuffion. 3. Bericht und Neu- haben sämmtliche Tischler wegen wahl der Delegirten vom Gewerkschaftskartell. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Central- Festsäle, Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. 109/3 108 Der Vertrauensmann. Alte Jakobstrasse 32, ( neben Central- Theater). Empfehle meine Säle, 100-800 Personen faffend( mit Bühne), zu Festlichkeiten, öffentlichen wie Vereinsversammlungen, Kommersen 2c. zu den toulantesten Bedingungen. [ 272] CIRCUS W. Noack's Theater.. BUSCH Freitag, den 11. November. abends 72 Uhr: Gr. humor. Gala- Borstellung. Humor! Wit! Lanne! Bum 1. Male: Gigert- Clown Daniels it ſeinem Diener Jonny. Zum erſten Male: Clown Boganowski als Hamlet. Zum ersten Male: Frères Cavallini als Musikdirektor. Zum Brunnenstr. Sente Freitag, den 11. November: Die zärtlichen Verwandten. Die zärtlichen Verwandten. ribaffeftlichkeit teine Lustspiel in 3 Atten von Benedir. Morgen Sonnabend: Vorstellung. Achtung! Franz Müller. Orts- Krankenkasse Redakteur. Für unsere wöchentlich dreimal ers scheinende Zeitung suchen einen ersten Redakteur. Bewerber wollen sich unter Angabe f.d. Goldschmiedgewerbe. ihrer bisherigen Thätigkeit u. Gehalts Am Sonnabend, den 19. Nov., ansprüche bis zum 25. Novbr. melden. abends 81/2 Uhr, findet im Dresdener Antritt nach Uebereinkunft. Garten, Dresdenerstraße 45, die Verlag fämmtlicher Bertreter der Arbeitgeber der ,, Märk. Bolloitimme", ordentliche Generalversammlung und Kaffenmitglieder statt. Tagesordnung: In getrennter Wahlversammlung: 1062* 1 Forst( Laufis). Jugendliche Arbeiterinnen 1. Für die Vertreter der Arbeitgeber: berlangen Gebr. Siemens u. Co., Ergänzungswahl von 2 Mitgliedern Charlottenburg. [ 20876 zum Vorstand 1899/1900. 2. Für die Züchtigen Korbmachergehilfen Vertreter der Kassenmitglieder: a) Er verlangt Franz Weininger, gänzungswahl von 1 Mitglied zum Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 42. Kammmacher auf Celluloid gesucht[ 21086] Wallstr. 17/18. erften Male: Clown Ostar see mit Mitglieder der Orts- Kranken- Borstand bis Ende 1899. b) Gr feinen Thieren. Zum ersten Male: August Belling als Ringkämpfer. Außerdem: Zum letzten Male: Aufzug sämmtlicher Reitertypen in prunfhaftester Ausstattung. Oranien- Hallen R der Belozipeden mit Dampfschraube. Am Moritzplatz. Oranienstr. 51. Am Moritzplatz. Vereins- Billets für Wochentage mit erheblicher Preis Inhaber: Hermann Scholze 63222* kasse der Schuhmacher. gänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorstand für 1899/1900. In gemeinschaftlicher Versammlung: Goldleisten. 21056 Am Sonntag, den 13. Nov., 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl Tüchtige Belegerinnen finden bet mittags 12 Uhr, findet eine von 3 Revijoren( 1 Arbeitgeber, hohem Verdienst dauernde Beschäfti 2 Mitglieder- Versammlung 3 Raffenmitglieder) zur Prüfung der sung Köpeniderſtr. 109a. bei Lange, Dragonerstr. 15, statt. Tagesordnung: 1. Aufstellung von Kandidaten zu dem zu wählenden Vorstande und den Bertretern für die Jahre 1899 und 1900. 2. Verschiedenes. D DE J. A.: Karl Lange. Jahresrechnung pro 1898. 3. Beschlußfaffung über den Erlaß des Ministers betr. die Anstellung der Verwaltungsbeamten. 72/8 Um zahlreiches und pünktliches Er scheinen ersucht Der Vorstand. 2105b Kolporteure zum Vertrieb einer hochaktuellen Broschüre sofort gesucht. Hoher Ver dienst. Meldungen Vorm. 9-10 Uhr, Gitschinerstr. 2, part. r. 21096 ermäßigung stehen den geschäßten empfiehlt seine Säle den Vereinen zu Versammlungen und Feftlichkeiten. Vereins: Vorständen tostenlos zur Verfügung. Im unteren Saal täglich: Frei- Konzert. 272/16 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. E. Davidshäuser, Vorsitzender. Nr. 263. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblaff. Seitag, 11. November 1898. Oltober. Inferm neuesten Kurs. 1. Sebuit. Vier Genossen wegen Vergehens gegen das Vereinsgeje je 6 M. Geldstrafe. " Zwickau. Je 30 M. Geldstrafe 10 Genossen wegen Verübung groben Unfugs. 4. Naumburg. Wegen Verlegung des§ 130 des St.-G.-B. Genosse Reßler- Berlin einen Monat Gefängniß. „ Königsberg. Genosse Rakutt 50 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Gendarmen und eines Amtsvorstehers. 7. Berlin. Genosse Stadthagen wegen Beleidigung von Polizeibeamten 300 M. Geldstrafe. 8. Magdeburg. Der Tischler Teichert wegen Sachbeschädigung 3 Monate Gefängniß. 11. Elberfeld. Wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz Genosse Ilenbaum- Elberfeld und Eberle Barmen je 5 M. Geldstrafe. „ Augsburg. 20 M. Geldstrafe Genosse Mattutat wegen Beleidigung eines Fabrikdirektors. Banken. Genosse Hempel 4 Tage und die Genossen 24. Zabrze. Zwei Wochen Gefängniß Genosse Stworcz wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. 25. Wesselburen. Wegen Beleidigung eines Fabrikanten Genosse Rathjen 10 Wochen Gefängniß. Berlin. 300 M. Geldstrafe Genosse Stadthagen wegen Beleidigung Magdeburger Nichter und des Bürgermeisters in Staßfurt. " 28. Magdeburg.. Genosse Schmidt 300 M. Geldstrafe wegen Zeugnißverweigerung. " 29. Dresden. Der Maurer Sagrei Löbtau 4 Wochen Gefängniß wegen Hausfriedensbruchs 2c. Rudolstadt. Wegen zweifacher Beleidigung eines Fabritdirektors Genosse Becker- Saalfeld 100 M. Geldstrafe. Frankfurt a. O. 8 Monate Gefängniß der Möbelpolirer Sluge wegen Nöthigung, Bedrohung von Arbeitskollegen, die sich seiner Arbeitsniederlegung anzuschließen weigerten Berlin. Tischler Dehnert Weißensee wegen Beleidigung der Verwaltung des Armenhauses daselbst 3 Monate Gefängniß. Schulze und Kaspar je 1 Tag Haft wegen Verübung und groben Unfugs. 12. Reipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe Vogtherr, Berlin, 6 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. 12. Görlitz. Der Maurer Taug wegen Beleidigung von Streitbrechern 30 M. Geldstrafe. U " " " D Hof. Wegen Beleidigung eines Fabrikdirektors Genosse Stüdlen 20 M. Geldstrafe. 2 Tage Gefängniß und 2918 m. Geldstrafe. Insgesammt wurde erkannt auf 6 Jahre 2 Monate 2 Wochen Berlin, den 5. November 1898. Der Parteivorstand. X. Generalversammlung Berathen werden dann VI. die Abänderungsanträge zum Statut und Reglement. E3 liegen sehr viele Antrage vor. Zuerst kommen die Anträge zu§ 7 des Statuts zur Verhandlung, welche Erhöhung der Beiträge und Festsetzung derselben durch Urabstimmung fordern. Nach einer sehr ausgedehnten Debatte, in welcher der Vorstand sich gegen die Festsetzung der Beiträge durch Urabstimmung wendet, wird beschlossen, daß die diesmalige Festsetzung der Beiträge von der Generalversammlung vorgenommen werden soll, während eine spätere Erhöhung der Beiträge nur durch Urabstimmung erfolgen dürfe. Ein vom Ausschuß ausgearbeitetes Reglement wird abgelehnt. Alsdann begründen die Antragsteller ihre Anträge auf Erhöhung der Beiträge, wobei sie sämmtlich auf die bevorstehenden Kämpfe und Aufgaben hinweisen. Nur& the Magdeburg ist gegen Beitragserhöhung. = Soziale Rechtspflege. Lübeck. Ein Bauarbeiter wegen Bedrohung von Streifbrechern des Verbandes der Glacéhandschuhmacher Deutschlands. mit erheblichen Belekungen führte 6 Monate Gefängniß. Berlin. Ju der Berufungsinstanz Genosse 8 ubeil 150 m. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. 13. Hannover. Wegen Beleidigung eines Mühlenbesitzers Genosse Thielhorn 100 M. Geldstrafe. " 0 Ragnit. Genosse Hofer wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 20 M. Geldstrafe. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Winter Beuthen 150 M. und Genosse 3a hu- Breslau 100 M. Geldstrafe wegen Beamtenbeleidigung. „ Zwickau. In der Berufungsinstanz Genosse Müller- Aue wegen Verübung groben Unfugs 100 M. Geldstrafe. 14. Erfurt. Wegen Verübung groben Unfugs die Genossen Rudolph und Fahrenkamp je eine Woche Haft. Breslau. 200 M. Geldstrafe Genosse 8 ahn wegen Beleidigung eines Bürgermeisters. " " 17. Halle. 14 Tage Gefängniß Genosse Weißmann wegen Beleidigung von Kriegervereinlern. Berlin. Die Tischler Botke und Zimmer 4 Monate bezw. 9 Wochen Gefängniß wegen Körperverletzung. Reichenbach. Wegen Hebertretung des Vereinsgefeßes Genoffe 17 Pfaff Netschkau 15 M. Geldstrafe. , Nortorf. Ein Kieler Genosse 15 M. Geldstrafe wegen Beleidigung des Amtsvorstehers. " Effen. 150 M. Geldstrafe Genosse Herbst wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Wegen des gleichen Delifts Genosse Kohns in der Berufungsinstanz 20 M. Geldstrafe. 18. Halle. Genosse Weißmann 5 Tage Gefängniß und der Bergarbeiter Wolmerstedt Gröben 10 M. Geldstrafe vegen Beleidigung Hirsch- Duncker'scher Gewerknereinler. Hildesheim. In der Berufungsinstanz ein Maurer und ein Tischler 2 bezw. 4 Wochen Gefängniß wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung. 19. Lübeck. Wegen Mißhandlung Streifender ein Kanalarbeiter 7 Monate, ein Maurer 3 Monate und ein Bauarbeiter 3 Wochen Gefängniß. Magdeburg. Vier Wochen Gefängniß Genosse Müller wegen Beleidigung eines Landraths. Zwickan. Der Weber Bawera wegen Beleidigung eines Gendarmen ein Jahr Gefängniß. W 20. Lüneburg. Genosse Schnell wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz 5 M. Geldstrafe. Flensburg. Wegen Bedrohung Streikender der Genosse " Lüthje eine Woche Gefängniß. 21. Mühlhausen. Eine Woche Haft Genoffe, Liedtke wegen Verübung groben Unfugs. 22. Magdeburg. Wegen Vornahme einer nicht erlaubten Sammlung die Genossen& o e ch und Pistorius je 30 M. Geldstrafe. Wegen Bedrohung Streifender der Zimmerer Kirchhof 2 Monate Gefängniß. • Hildesheim. Die Genossen Evers und Stephan 9 bezw. 10 M. Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesez. Halle. 2 Monate Gefängniß Genosse Thiele wegen Beleidigung eines Rittergutsbesitzers. Leipzig. Die Maurer Knauth und Ungethüm je 2 Monate und 1 Woche Gefängniß wegen Nöthigung 2c., und Maurer Elsa 1 Woche Gefängniß wegen Hausfriedensbruchs. Sangerhausen. Genosse Kinscher 14 Tage Gefängniß wegen Beleidigung des Vorstandes des Bundes der Landwirthe. Dresden. Wegen Beleidigung des Gemeindevorstandes Genosse Leidenfrost Niedergorbiz 30 M. Geldstrafe. , Wüstegiersdorf. Die Genossen Grosser, Wunder und Gottwald wegen Berübung groben Unfugs 100, 50 und 20 M. Geldstrafe. Burg, den 9. November 1898. ( Vormittags- Sizung.) Lie Diskussion über die Beseitigung der Haus- und Neberarbeit wird fortgesetzt. Es sprachen zur Sache noch 13 Delegirte. Angenommen wird folgende Resolution Wasner's: Ein Bahunnglück als landwirthschaftlicher Unfall. Einen interessanten Rechtsstreit wegen einer Unfallrente hatte der Landwirth und Maurer Mattern gegen die ostpreußische landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft zu führen. Am 9. Januar 1897 übernahm der Kläger die Aufgabe, die Fischhändlerin Lindner und deren Sohn nach Osterode zu fahren. Als man einen Bahndamm passirte, wurde das Fuhrwerk von einem heranbrausenden Zuge erfaßt und derart beiseite geschleudert, daß alle drei Insassen herausstürzten. Frau Lindner und ihr Sohn wurden getödtet, Mattern fant davon. Die Berufsgenossenschaft wies seinen Anspruch zurück und führte aus, es liege ein landwirthschaftlicher Betriebsunfall nicht vor. Der Kläger legte Berufung ein und machte geltend, er brauche sein Gespann hauptsächlich, ja fast ausschließlich für die Landwirthschaft und führe nur nebenbei, nur gelegentlich einmal Lohnfuhren aus. Das Schieds. I. Die 10. Generalversammlung des Verbandes der Handschuh- gleich der Berufsgenossenschaft einen genügenden Zusammenhang gericht erkannte jedoch den Anspruch ebenfalls nicht an, da es macher Deutschlands erklärt, daß sie die Hausarbeit sowie die des Unfalls mit dem landwirthschaftlichen Betriebe verneinte. Heberarbeit als die größten und die Arbeiter am schwersten Auch nahm das Gericht auf grund eines ärztlichen Gutschädigenden Uebel unseres Gewerks betrachtet, deren völlige und end- achtens ant, daß M. durch die Folgen des Sturzes giltige Beseitigung dringend geboten ist. Die Generalversammlung fast gar nicht mehr in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkt beschließt, daß dies munmehr in energischer Weise erstrebt werden sei. Das Reichs- Versicherungsamt veranstaltete auf den Refurs soll und beauftragt den Verbandsvorstand, alle ihm nothwendig und des Klägers noch eine umfangreiche Beweisaufnahme. Vor geeignet erscheinenden Maßnahmen zu treffen, denen zu folgen alle Ortsvereine resp. sämmtliche Mitglieder verpflichtet sind. II. Ehe diese Maßnahmen getroffen werden, wird der Verbandsvorstand ermächtigt, an den Fabrikantenverein die Anfrage zu stellen, ob diefer geneigt ist, auf dem Wege der Vereinbarung mit unserem Verbande die Haus- und Ueberzeitarbeit zu beseitigen." Stimmen, dann die ganze Resolution einstimmig angenommen. Theil I dieser Resolution wird mit allen, Theil II mit 9 gegen Besprochen wird dann das Filialwesen. Nach längerer Debatte beschließt man einstimmig folgendes: 5 allem forderte es vom zuständigen Ämtsvorsteher einen eingehenden anderem berichtete der Amtsvorsteher, daß M. etwa 6 Heftar unter dem Pfluge habe und außerdem 3 Heftar Wiese und Wald bejize, Bericht über den landwirthschaftlichen Besitzstand des Mannes. Unter so wie daß die Landwirthe der fraglichen Gegend sich gewöhnlich schon bei 7 Heftar zwei Pferde hielten. Der nochmals gehörte Arzt führte in seinem Gutachten aus, äußerlich erkennbare körperliche Folgen, die Mattern bei der Arbeit behinderten, seien nicht mehr vorhanden, dagegen leide W. infolge des Unfalls an einer hypochondrischen Depression, die ihn immerhin um 20 pCt. hob die Vorentscheidung auf und sprach M. die Unfallrente in Höhe in seiner Erwerbsfähigkeit beschränke. Das Reichs- Versicherungsamt von 20 pet. mit folgender Begründung zu: Nach dem Ergebniß der Antrag 3 wid au, der den Kollegen, die für die Firma Grä ßner anzusehen und deshalb dem landwirthschaftlichen Beweiserhebung sei die Fuhre, bei der das Unglück passirte, nur als Zur Kenntnißnahme, nicht aber zur Abstimmung gelangt ein in landwirthschaftlichen Nebenbetriebe ausgeführt Filialarbeit betreiben, die Arbeitslosen- Unterstützung entzogen wiffen Betriebe zuzurechnen. Es liege somit eine Enschädigungswill. Zur Abstimmung kommt diese Resolution nicht, da der Dele- pflicht der Berufsgenossenschaft vor. girte aus Liegnig sie zurückzog und nur die Kenntnißnahme derselben wünschte. Filialen ist, sobald sich Gelegenheit bietet, anderweitige Kondition Schnittfilialen sind nicht zuzulassen. Den Mitgliedern in solchen nachzuweisen. Auch ist eine Konditionsnachweisung an Nichtmitglieder statthaft." Friedrichshagen, die die Beseitigung des Stücklohns und die EinBurüdgezogen werden ferner Anträge aus Eßlingen, Halle und führung des Zeitlohnes forderten. Die Zurückziehung erfolgt aus Rücksicht darauf, daß vor der Beseitigung der Haus- und Ueberarbeit diese Forderung nicht durchgeführt werden kann. Ohne Debatte wird ein Antrag Eßlingen angenommen, welcher die Mitglieder bei Lohndifferenzen verpflichtet, gleichzeitig an stelle der Bruchrechnung die Paarrechnung zu fordern. Weiter wird ein Antrag Stuttgart in redigirter Form angenommen, laut welchem Beschlüsse, die im allgemeinen Intereffe vereins" statutarische Giltigkeit haben, sobald der Verbandsvorstand von Ortsvereinen gefaßt werden, für die Mitglieder des Ortsfeine Zustimmung ertheilt hat. Abgelehnt wird der Antrag Rieger- Liegnig: Agitatorisch thätige Mitglieder auf Verbandskosten nach Orten übersiedeln zu lassen, wo die Haus- und Neberarbeit vorherrscht; eventuell is diesen Agitatoren weitere Unterstügung zu gewähren. Es folgt die Berathung über die Organisation der Arbeiterinnen unseres Berufes". Die Diskussion erstreckt sich bis zum Ende der Vormittagssigung. Große Erfolge hat der Verband bisher nicht erreicht, weshalb einige Delegirte sich peffimistisch über die Arbeiterinnenagitation äußern; andere Redner nehmen jedoch den entgegen gefeßten Standpunt ein, sie führen an, daß die Gründe des Mißerfolges in der manufakturmäßigen Produktion, in der Erziehung der Arbeiterinnen und zum theil auch in dem falschen, abstoßenden Benehmen der Arbeiter gegenüber den Arbeiterinnen zu suchen seien. ( Nachmittags- Sizung.) Die Diskussion über die Arbeiterinnen- Organisation wird noch einige Stunden fortgesetzt und dann durch Annahme folgender, von Leid- Berlin beantragter Resolution erledigt: Inowrazlaw 80 M. ersetzt, die er für die Verpflegung des lungen Heimarbeiter und Krankenversicherung. Der Ortsarmen Verband Inowrazlaw verlangte von der Orts- Krantentasse III in franken Schuhmachers W. verauslagt hatte. Der Armenverband machte geltend, der Kranke habe vor der Aufnahme in das Krankenhaus einige Wochen lang bei einem Schuhmachermeister in Arbeit gestanden und sei dadurch unterstüßungsberechtigtes Mitglied der Krankenkasse geworden. Er habe auch Beiträge gezahlt. als Hausgewerbetreibender nicht zwangsversichert und eine Die Krankenkasse bestritt jede Verpflichtung und führte aus, W. sei ordnungsmäßige Anmeldung für die freiwillige Versicherung liege habe man sie versehentlich angenommen, hierdurch werde er aber nicht vor. Wenn für W. thatsächlich Beiträge gezahlt seien, dann noch nicht Mitglied. Der Bezirksausschuß vernahm den in betracht kommenden Arbeitgeber und stellte fest, daß 2. für ihn in seiner eigenen Behausung gearbeitet hatte und zwar hat W. wegen seiner Strankheit nur wenig schaffen können. Der Bezirksausschuß verurtheilte die Krankenkasse. Er ging davon aus, daß W. allerdings Hausgewerbetreibender gewesen sei und sich nur freiwillig hätte ver fichern fönnen, daß aber eine freiwillige Versicherung durch die Beitragsleistung zustande gekommen sei. Die Annahme der Beiträge durch die Kassenbeamten habe eine dirette Anmeldung überflüssig gemacht. Das Ober- Verwaltungsgericht hob zwar die Entscheidung als rechtsirrthümlich auf, erklärte aber doch die Krankenfasse für erfaspflichtig. Der Vorsitzende Rommel führte begründend aus: Der Vorderrichter gehe von falschen Voraussetzungen aus, wenn er W. als Hausgewerbetreibenden ansehe, der sich nur freiwillig versichern könne. Ein Arbeiter, der in seiner eigenen Behausung allein und nur für einen Gewerbetreibenden arbeite, sei kein Hausgewerbetreibender, sondern ein Heimarbeiter und damit ein gewöhnlicher Arbeiter, und er sei, wie solche überhaupt, zwangsversichert. W. sei somit einzig und allein schon infolge seiner Beschäftigung durch den Schuhmachermeister 3wangsmitglied der Kasse geworden, ohne daß es einer be= sonderen Anmeldung bedurft hätte. Ob er viel oder wenig geBur besseren Organisation der Arbeiterinnen unseres Berufes empfiehlt die X. Generalversammlung den Ortsvereinen, das 24. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Lütjens, Kiel, Interesse der Arbeiterinnen für den Verband durch spezielle Unter2 Monate Gefängniß wegen zwei Beleidigungen. Genoffe suchungen über die Lage der Arbeiterinnen bezüglich der Behandlung, Müller, Magdeburg, 150 M. Geldstrafe wegen Beleidigung Bezahlung zc. zu wecken und zu diesem Zwede vor allen Dingen arbeitet habe, komme nicht in betracht. eines Amtsvorstehers. Bekannt durch die enorme Billigkeit der festen Preise und Garantie f. Haltbarkeit. Beliebt durch bequeme Baßform, toloffale Auswahl und chic- Façons. Berühmt durch noch nie dagewesene Eleganz billiger und doch guter Schuhwaaren. 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[ 92L] A. Posner. dicht aut Rosenthaler Thor. 17. Ziehung d.4. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Botterie.| 204( 800) 87 451 559 661 754 906 23 73 75 116002 57 Siehung vom 10. November 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 220 Mark find den betreffenden Nummern in Parentheje beigefügt. ( Ohne Gewäbr.) 13 16 679 763 832 1298 307 520 714 866 905 50 87 2020[ 800] 27 62 97 127 250 63 317 59 551 722 60 69 815 45 967 3051 169 280 494 521 611 702[ 1000] 857 [ 1000] 4193 322 495 584 672 715 80 823 991 5148 57 65 91 40 550 667 739 95 98 855 6154[ 1000] 86 489 511 38 55 7121 483 515 23 682 730 8057 152 206 328 68 430 50 889 93 9029 111 98( 1000) 217 475 611 42 964 10082 144[ 1000] 96 320 92 431 34 510 34 646 11063 69 197 246 377 461 505 90 674 890 957 96[ 300] 12068 81 113 91 262 366 568 607 22 91 886 18017 85 157 70 217 546[ 500] 810 11 948 1-4056 201 11 488 572 607 793 936 37 15540 725 99 992 16083 94 287 342 832 17312 57 411 31 582 731 45 844 67 18127 83 221 328 48 90 462[ 500] 507 11 93 716 19 51 19000 18 20 89 135 42 96 254 81 357 537 645 69 743 50 805 951[ 10001 92 20126 56 385 487 549 848 21022 157 472 550 52 76 657 803 989 22033 192 426 37 42 91 517[ 300] 750 62 84 931[ 300] 89 28138 553 615 700 37 871 905 13 24077 80 391 856 61 25108 229 437 84 519 75 794 26239.541 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin.