Ginzelpreis 78 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Netazanta 18. Telephone: Sagesredaktion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Postschedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif biligft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Donnerstag, 24. Feber 1927. Auch noch die Gewert- heinlichkeit der Absicht, die Gewerkschaften den schaften? Händen der Arbeiterschaft zu entwinden, glaubwürdig macht, das ist, daß ein solcher Plan durchaus auf der Linie des Bürgerkoalition P Bezugs Bedingungen: B Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich Vierteljährlich halbjährig ganzjährig. Kè 16.48.98.• P 192.Rückstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Refourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüh Nr. 46. Was haben die Attivisten erreicht? Als erster Debatteredner sprach Genosse Dr. Heller, Unsere Hauptaufgabe in den beginnenden Strebens dertschechisch deutschen Ein Ueber- Brügelpatent und die Bernichtung der Selbstverwaltung.- Der Rampf gegen die Verwaltungsreform wird es vung der Arbeiterklasse und nach Kaufpreis: Kohleneiniuhrscheine und Befreiung einiger Grafen von der jein, die arbeitenden Massen darüber aufzu ungehemmter Ausbeutung der ar Besch agna me ihrer Güter. Klären, daß diese sogenannte Reform, welche beitenden Massen gelegen ist. VerRede des Genossen Dr. Heller im Senat. mehr als einer Million Wähler der arbeitenden folgt nicht jede einzelne der schon bejchloffenen Klassen das Wahlrecht für die Landtage und oder in Vorbereitung stehenden geichlichen Pr a g. 23. Feber. Der Senat hat heute nach Maßnahmen dasselbe Ziel? Sehen wir die einer Bauje von mehr als zwei Monaten die erste Bezirksvertretungen raubt und welche die Be- Anwälte des trockenen Fascismus, die sich der Plenarjihung abgehalten und zunächst den Regievölkerung unter ein unerhörtes System der Staatsgewalt bemächtigt haben, nicht täglich rungsentwurf eines neuen Bollgesetes, der sich zunächst mit dem vorliegenden Gesezent Polizeiwillkür stellt, der erste Anschlag an der Arbeit, das Netz zu spinnen, unter dem durch das der Zolltarif allerdings gar nicht be- wurf auseinandersetzte und hervorhob, daß der gegen die Arbeiterschaft als jede selbständige Regung der Arbeiterklasse, jede rührt wird, in Behandlung gezogen. neue Entwurf in gewisser Hinsicht einen Forte Genosse Dr. Heller unterzog bei dieser Ge- fchritt gegenüber dem bisherigen Zustand be Klasse ist, die dauernd geknebelt Gegenwehr gegen die Ausbeutungsgelüfte der kapitalistischen Klasse erstickt werden foll? legenheit den Entwurf einer Verwaltungsreform deute; doch bedarf das Zollverfahren und nament und geschlagen werden soll. Die Durch die Benvaltungsreform soll der Selbst einer vernich enden Kritik, wobei er zunächst die lich das Gefällsstrafverfahren drinsenb Parasiten am Volkskörper, die in der heute verwaltung ein Ende bereitet werden, sie wird Brügelpatentes gebührend würdigte und dann auf be üglich des Ablösungsverfahrens, das den damit Selbst- reaktionären Polizeibestimmungen dieses Ueber einer ausgiebigen Modernisierung, insbe ordere herrschenden tschechisch- deutsch- slowakischen Re- aber auch das Ende der Demokratie bedeuten den Anteil, den die deutschbürgerlichen Regie betrauten Beamien eine ungeheure Macht in die attion ihre Hoffnung erblicken, werden, das kann und das soziale Wirken der Arbeiter in den rungsparteien an diesem Schandgefeß haben, aus- Sände gibt; dies ist um so unheilvoller, als die als sicher angenommen werden, sich, wenn Gemeinden vollständig lähmen. Gleichzeitig ist führlich zu sprechen kam. Er rief ihnen all die Beamten an dem Ertrag der Strafen materiell fie der erste Schritt zur Beseitigung des all- großmänligen Versprechungen von kommenden beteiligt sind. Redner verweist auf die in der Dieses Attentat gelingt, nicht damit begnügen, gemeinen, gleichen Stimmrechtes. Hand in Erfolgen ins Gedächtnis, mit denen sie bei ihrem Bohemia" im Herbst 1926 erschienene Artikelsondern werden alles daran jezen, die Zeit Sand damit geht das Streben, das Werk der Regierungseintritt nur herumwarsen, und zeigte ferie und führt einige dort ausführlich behandelte, der Herrschaft ihrer Kreaturen zu Sozialversicherung zu vernichten; nicht nur dann an konkreten Beispielen, wie diese Erfolge besonders traffe Fälle an, wie die Zollbeamien in Wirklichkeit ausschauen: weiteren reaktionären Gesezes seine soziale Brauchbarkeit für die Arbeitermit einzelnen Barteien umzugehen wagen. Das werfen auszunüßen, um ihre Vorschaft soll beseitigt, es sollen auch die Institute bensmittel verteuern, für einzelne Angehörige der Spizel- und denunziantenwesen, Für die Massen die Zölle, die ihnen die Le- derzeitire Verfahren fördert direkt das der Sozialversicherung den versicherten Arherrschaft zu befestigen. Regierungsparteien, ehemalige Grafen und Pfaf- insbesondere noch durch die Aussehung einer Erbeitern entrissen, sie um jeden Einfluß darin fen aber die Befreiung von Hunderten von Hektar greifecprämie. Die Gefahren für die Arbeiterklasse find bestohlen werden. Das alles und noch vieles beschlagnahmten Bodens aus der sonst so unerbitt- Die Grundlage einer Reform müßte die ungeheure, das muß in Herz und Hirn aller andere läßt es glaubwürdig erscheinen, daß die lich gehandhabten Bodenreform, und fleine" Ge- Deffentlichkeit und Mündlichkeit des arbeitenden Menschen eingehämmeri merben. Reaktion in Forijeßung ihrer planmäßigen schenfe in Form von Kohleneinfuhrscheinen". Gefällsstrafverfahrens und die HerbeizieSchon fünden die journalistischen Trompeter Snechtung der Arbeiterschaft tatsächlich die Art der herrschenden tschechisch- deutschen Reaktion an die Burzeln der Gemerfichaften zu legen ler farb die ungeteilte Aufmerksamlet des ganzen bilden. Die einstündige Rede des Genossen Dr. Hel- bung des Laienelementes zu denselben einen neuen Borstoß gegen die Grundredite der gedenkt, wenn sie auch unmittelbar, mit der Hauses; die Deutschbürgerlichen auf den Regie- Unsere Partei hat deshalb zwei Resolutionen Arbeiterklasse. Diesmal ist es das Roali. Sinwegräumung anderen ,, revolutionären rungsbänten faßen dort wie die begossenen beantragt, in denen die Regierung aufgefordert tionsrecht, das freie Streifrecht, Schuttes" beschäftigt, den Zeitpunkt der Tat Pudel und selbst dem so zwischenruf- freudigen wird, noch in der Frühjahrsſeſſion ein neues Ge auf dessen Vernichtung es abgesehen ist. Der noch nicht für gekommen hält. Herrn Landbündler Luksch verschlug es ganz fällsstrafgesetz vorzulegen und über die Vertven Die erste Bedingung für einen erfolg und gar die Rede. Die Herren haben einen ordent- dung der auf Grund des Ablösungsverfahrens einſchaften gerichtet, die von der Arbeiterschaft reichen Kampf ist, die Absichten und die Grärfe lichen Vorgeschmad davon belommen, wie es relaufenen Geldstrafen zu berichten. in jahrzehntelanger, mühevoller Arbeit aufge des Feindes zu erkennen und ihn nicht zu cherische Politik vor ihren Wählern werden recht- unsere Partei nicht dafür stimmen, weil die Anihnen ergehen wird, wenn sie diese direkt berbre- Troß einzelner Vor üge des Gesetzes kann baut wurden. Vorläufig hat man es allerdings unterschäßen. Es geht ums Ganze, das frtigen sollen. noch nicht mit einem ausgearbeiteten Gejeb ist die Ueberzeugung, die wir in die Massen eniwurf zu tun, aber wer könnte zweifeln, daß tragen und die wir aufrütteln müssen. Der nichts so sehr der kapitalistischen Reaktion im Augenblick, der gekommen ist, wird den Wege steht als die freien Gewerkschaften, deren Beweis für die politische Reise der Arbeiter- wurde vom Vorsitzenden Hruban mit einem 28 verschiedene Ermächtigungen erhalten foll. Zerstörung erst das kapitalistische Paradies klasse zu erbringen haben, von der Kraft der sozialistischen Senator Čipera eröffnet; der Sit schaffen und der Ausbeutung ungeahnte Mög- Abwehr, die sie aufbringen wird, kann auf des verstorbenen Senators sowie der Plaz, den lichkeiten schaffen würde! Die Reaktion kon- Jahrzehnte hinaus ihr Schicksal abhängen. Die der kürzlich verstorbene Vorsteher des stenograzentriert gegenwärtig ihre Sträfte auf das eine zweite, nicht minder wichtige Bedingung ist rbischen Büros Weineret einnahm, waren mit Ziel: die Durchfeßung der Prügelreform, und ihre Einigkeit und Geschlossenheit Blumen reich geschmüdt. sie ist nicht so unvorsichtig, ihre weiterliegenden im Abwehrkampfe. Von dieser Erkennt Der Nachfolger Čiperas, Senator Subka, Pläne vorzeitig zu verraten. Nur das Zentralnis ist allerdings bei den Kommunist en leistete die Angelobung, worauf nach Verlesung organ der tschechischen Agrarier hat dies fürzlich troß ihrem täglichen Aufruf zur profetarischen verschiedener Präsidialmitteilungen der erste Bunkt sehr deutlich getan, und mancher könnte meinen, Einheitsfront leider wenig zu sehen. Wer der Tagesordnung, reaktionäre Appetit ist auf die Gewerk. allzu weiter ist. Die Sigung, die um halb 5 Uhr begann, warmen Nachruf für den verstorbenen nationalnahme des Gefeßes als eine Vertrauensfundgebung für die Regierung aufgefaßt werden könnte; wir haben aber kein Vertrauen zu der Regierung, die in dem vorliegenden Gefeße nicht weniger als Unser Mißtrauen gegen diese Regierung ist in ihren bisherigen Taten genügend begründet; in der jüngsten Zeit vor allem durch die Vorlagen über die Steuer- und die Verwaltungsreform. Unsere Partei vertritt seit mehr als 30 Jahren den Standpunkt der lokalen Selbstverwaltung der Bevölkerung durch Körperschaften, welche auf Grund des allgemeinen Wahlrechtes gewählt sind; unsere Bevölkerung ist reif dazu, sich selbst zu vervalten. Auch die bürgerlichen Parteien waren An hänger der Selbstverwaltung, solange das Privilegienwahlrecht bestand, sie also ,, selbst", das heißt mit Ausschluß der besiglosen Massen, verwalten konnten. Seit der Einführung des allgemeinen Wahlrechtes sind sie aber mit einem Male Gegner der Selbstverwaltung geworden! Das Gaugeich, zwei deutsche Gaue, das sei nur ein frommer Wunich, aber die Er wirklich die Einheitsfront aller Werktätigen der Entwurf eines neuen Zollgesetes, fahrung lehrt, daß den houte Regierenden alles will, der muß diesen Willen vor allem durch in Berhandlung gezogen wurde. Der Referent für zuzutrauen, und daß der Weg von derartigen die Einstellung aller feindseligen Angriffe gegen den volkswirtschaftlichen Ausschuß, Senator Dr. Wünschen und Forderungen bis zur Tat, oder jenen, den er als Bundesgenossen gewinnen Rozkošny, führte unter anderent aus, daß das wenigstens bis zum Versuche einer solchen, kein will, betätigen. Die Kommunisten waren früher Zollrecht in den historischen Ländern auf dem cinmal bereit, jogar mit den Hakenkreuzlern Gesetze vom Jahre 1835, in der Slowakei gar auf Was das agrarische Blatt berlangte, das( Radek- Graf Reventlow) einen Burgfrieden den Zollverordnungen aus den Jahren 1747 und war nichts geringeres als die Neutralizur Herstellung eines gemeinsamen Vorgehens 1788 beruhe; seither wurden diese Gefeße durch sierung der Gewerkschaften nach zu schließen, warum könnten sie nicht gegen- zahllose Bestimmungen ergänzt, so daß jezt ein ste fajcistischem Wu st er. Diese Neutrali- über den sozialistischen Parteien ihre ver- unübersehbares Chaos von Vorschriften über das Zollwesen existiert, von denen man vielfach nicht fierung sei zugleich ein wirtschaftliches, öffent- logenen, giftigen Angriffe jezt in der Stunde einmal weiß, ob sie eigentlich noch gültig sind oder das in den historischen Ländern niemals in Wirk liches und auch staatliches Interesse. Dem der höchsten Gefahr zurückstellen, da es nicht nicht. Zu der in Oesterreich vor dem Krieg ge- famfeit getreten ist, hatte allerdings schwere Staate müßte das Aufsichtsrecht über nur um die Zukunft der Arbeiterklasse, sondern planten Novellierung ist es nicht mehr gekommen. Mängel, es war aber immerhin eine die Gewerkschaften eingeräumt werden, schließlich auch um das Schicksal der kommuni- Der vorliegende Entwurf soll endlich das Zoll- Grundlage für den Ausbau der Selbstverwal wodurch er die Möglichkeit erhalten würde, zustischen Partei geht? Die Kommunisten, ge- recht todifizieren und zucleich unifi- ieven; der Zoll- tung und die Herbeiführung des nationalen Frie prüfen, daß nur der Wille der Mehrheit, nicht bunden an die ihnen von Moskau diktierten tarif wird durch den Entwurf jedoch nicht be- dens. Es schuf aber die Minderheit Streits erzwinge. Da ein Weijungen, denken auch jetzt nur daran, an rührt. großer Teil der Arbeiterschaft nicht organisiert dem Heuer der Erregung der Massen, das durch Dr. Krupka rühmte namens des ver- Karlsbad und Leipa, und rief deshalb von allest ift, sei oft ein Streif nicht der Ausdruck des das wüten der Reaktion aufzuflammen befassungsrechtlichen Ausschusses die sorgfältige Aus- Anfang an den Widerstand der nationalistischen Willens der Arbeiterschaft, sondern die Aktion ginnt, ihr armseliges Parteisüppchen zu kochen. arbeitung der Vorlage; in den Gefeßestegt seien tschechischen Parteien hervor, die seit Jahren an einer relativ starken Minderheit. Die Berufung Der drohende Schlag gegen die Arbeiter nur die grundsätzlichen sowie jene Bestimmungen seiner Beseitigung arbeiteten. aufgertominten worden, die keinen Lenderungen auf die nichtorganisierten, indifferenten Ar- bewegung hat ihnen bisher nicht einen Augen- unterliegen, während alle veränderlichen Bestim beiter verfolgt feinen anderen Zweck, als die blick die Schändlichkeit und Verderblichkeit ihres mungen der Regelung im VerordnungsGewerkschaften in ihrer Selbständigkeit und im übrigen nußlojen Spieles zum Bewußtjein wege(!) vorbehalten sind. Hier stedt allerdings Unabhängigkeit zu beschränken und sie unter gebracht. Nochmals: der Augenblick ist der Pferdefuß der ganzen Vorlage: nicht weniger die Fuchtel der Regierung und der Bürokratie ernst und drohend, die Reaktion blidt als 28 Ermächtigungen an die Regierung sind in zu stellen. Mit anderen Worten: die Ge- mit kaum verhülltem Hohn auf den von den dem Gesetze enthalten! Die Regierung, kann sogar wertschaften als wichtigſte 3 Kommunisten mit Albernheit und Gewissen nach Baragraph 4 die Ein-, Aus- und Durchfuhr( Lebhafte Entrüstungsrufe unserer GeKampfmittel der Arbeiterschaft losigkeit fortgesetzten proletarische Bruderkrieg. Durch Regierungsverordnung verbieten oder nossen, was die Aktivisten verlegen und ohne follen machtlos gemacht, die Ar- Soll jie triumphieren, wollen beschränken, und zwar zum Schüße von Staats Widerspruch hinnehmen.) Genosse Dr. Heller unterzieht nun die beiterflafie joll wehrlos, ver- die Kommunisten ihre Lorheit Gründen oder endlich zum Zwecke der Erfüllung in den neuen Entwurf übernommenen und vieliflavt der Ausbeutung der erst erkennen, wenn es zu spät ist internationaler Verträge. Der Berichterstatter ver- fach verschärften Bestimmungen des PrügelUnternehmerflasie ausgeliefert und die Arbeiterklasse wehrlos fuchte vergeblich, diesen Schandfleck des Gesetzes patentes einer vernichtenden Kritik und bezu verteidigen und die im Ausschuß dagegen vor- faßt sich ausführlich mit diesem neuen Polizeigefesselt am Boden liegt? Was die Möglichkeit und sogar Wahrgebrachten Angriffe der Opposition zu entfräften. strafverfahren, das von verschiedenen Kautschukwerden. monopolen, aus militärischen oder polizeilichen(!) Aber was den chauvinistischen tschechischen Parteien während der Regierung der allnationalen Koalition troß aller Anstrengungen nicht gelang, das gelingt ihnen jekt mit Hilfe und unter Führung der deutschen Parteien und Minister! Beike& jeres Boltes zu tragen haben. bestimmungen nur so wimmelt und die person diefe befpiellofe Preisgabe der Interessen anliche Freiheit der Staatsbürger an die Gendarmen und Polizisten ausliefert. Demgegenüber beriveist er auf die weit flareren und milderen Bestimmungen des neuen österreichischen Gesetzes. Durch den Verwaltungsreformentwurf erhält die Regierung die vollständige Oberhoheit sowohl über die Bezirks- als auch über dic Landesverwaltungen; sie kann die Bezirksforengel ändern, sie ernennt die Vorsitzenden, besetzt die Beamterstellen, entscheidet über die Voranschläge und hebt so das ivichtigite Recht der Selbstverwaltungsförper, ihre Finansboheit. auf. Die Karbathorußland durch den Friedensvertrag und durch die Verfassung gewährleistete Autonomie wird mit einem Federstrich aufgehoben: ' das einzige deutsche Land Schlesien wird ausgelöscht und die deutsche Bevölkerung der tschech schen Mehrheit in Mähren ausgeliefert. Der Entwurf ist ferner ein schwerer Angriff gegen das allgemeine Wahlrecht überhaupt. Er beseitigt das Soldatenwahlrecht und raubt durch die Erhöhung des Alters für das aktive Wahlrecht und durch die Verlängerung der Seßhaftigkeit zehntausenden Arbeitern und Angestellten ihr Wahlrecht. Der eigentliche 3wed, über den allerdings nicht einmal die Unterläufel auf Seite der Regierungsparteien so recht unterrichtet find, ist aber die Diskreditierung des allgemeinen Wahlrechts in der Bevölkerung, um so den Boden langfam au cbnen für die Beseitigung des allgeineinen gleichen Wahlrechtes auch in den Gemeinden und im Parlament. Der Entwurf sollte die Belohnung der Slowaten für ihren Eintritt in die Regierung sein; die flowakischen Kerifalen täuschen ihrer Bevölkerung mm vor, als ob die Slowakei die Autonomie erhielte; in Wahrheit wird aber auch die Slowakei vollständig abhängig von der Zentralregierung in Prag; dafür wird aber bie Slowakei an die Kleritalen und Agrarier zur Ausbeutung ausgeliefert, die nicht ermangeln werden, ihrerseits wieder die Deutschen und Ungarn in der Slowakei nach Sträften zu unterbrüden. Die anläßlich der Errichtung der Gaute in der Slowcbei erlassene Sprachenverordnung wird einfach auf die historischen Länder übertragen, was zur Folge hat, daß die Vorsitzenden der Bezirks- und Landesvertretungen und der Kom. miffionen, sowie die Referenten in den Sizungen diefer Körperschaften sich ausschließlich der Staatssprache bedienen müssen. Der Vorsitzende der Bezirksvertretung in Asch und Eger, in Zeplih und Tetschen, in Reichenberg und in Troppau wird kein dentsches Wort reden dürfen! Praktisch wird durch diese Bestimmungen den Deutschen die Mitarbeit in den Bertretungen unmöglich gemacht! Selbst der schriftliche Verkehr rein deutscher Bezirksvertretungen wird in Hinfunft ausschließlich in der Staatssprache erfolgen müssen. Dafür, daß die ganze Bevölkerung ihrer bisherigen Selbstverwaltung beraubt wird, sind die Zollparteien und namentlich auch die beiden beut ichen Minister voll verantwortlich. Die Minister Spina und Mayr- Harting werden vor der Geschichte die Verantwortung für 1 Die Frieda. Novelle von Frit Bondy. I. A eine 1. 1. Regierung das zugemuteh hätte, was uns heute mit diesem Entwurf über die Verwal. tungsreform alles zugemutet wird. Sie hätten mit vollem Recht von ihrem Notrecht Gebrauch ge Und warum das alles? Was wurde erreicht? Man hat uns, als die Aktivisten in die Regierung macht und der Gewalt der Regierung das Gewalt eintraten, geheimnisvoll auf die ,, tommenden recht ihres bedrohten Bolles entgegengefeßt. Erfolge" vertröstet; Monate sind verflossen, von den angekündigten Erfolgen ist aber nichts zu sehen. Die Zölle haben zwar einem Teil der Bevölkerung Vorteile, dafür aber der großen Masse nur schwere Nachteile und neues, vermehrtes Elend gebracht; die Geistlichen haben ihre Rongrua erhalten und der Staat dafür dreieinhalb Milliarden an Rüstungskrediten für die Armee. Wer hat also einen Vorteil? Senator Dr. Medinger hat in Trautenau die deutschen Parteien seinerzeit beschworen, fie mögen auch in der Regierung reine Hände behalten. Er hat seine Pappenheimer gut gekannt: Die Verteilung von Kohleneinfuhrscheinen an Organisationen, welche den deutschen Negierungsparteien äußerst nahe stehen, ist offenbar einer der Vorteile", ben das deutsche Volt errungen hat. wie die Ausführungen der Heimat", eines landbündlerischen Organes, beweisen, war man sich des begangenen Unrechtes voll bewußt und hat trotzdem daran teilgenommen. Die Chriftlichsozialen sind allerdings unschuldig; ihnen, die ja die treuesten Diener Gottes und die Frömmsten im Lande sind, hat der liebe Gott offenbar die Kohleneinfuhrscheine direkt in die ,, Wi ge" gelegt. Allerdings haben einzelne Angehörige des deutschen Volkes dank der Tätigkeit des Herrn Ministers Spina, die sich zumeist im Bodenamt abspielt, große Vorteile einheimfen fönnen. Der ehemalige Graf Hartig behielt statt der im Gesetze vorgesehenen 150 Heltar an die 400 Hektar Boden und durfte außerdem noch weitere sechs Höfe aus freier Hand verkaufen; dem ehemaligen Grafen Kienburg wurde ein schon vom Bo benamt übernommener Hof wieder freigegeben; der Graf Waldstein in Hirschberg behält 500 Heftar. Dabei kommt natürlich auch die Kirche nicht zu furz; weil das Prager Erzbis tum 716 Hektar Boden behält, muß das Stift Ofset mehr als 1000 Hektar freibekommen. Ja selbst ein Mitglied dieses Hauses( der frühere Graf Ledebur Wicheln- D. R.) das früher nur 200 Hektar von der Beschlagnahme frei bekommen sollte, behält jest auf einmal 480 Settar, dazu den Berg Milleschau und sämtliche Wälder. # In allen diesen Fällen wurde erst mit dem Eintritt der Deutschen in die Regierung die Durchführung der Boden reform sistiert und seit dieser Zeit nicht wieder aufgenommen! Ich wünschte, daß heute an meiner Stelle der Mann stünde, der so oft von dieser Stelle aus die Freiheit aller Bölfer, und insbesondere des deut fchen Volkes, verteidigt hat, Professor Spiege L Die Zollparteien haben in Vorausahnung dessen, was tommen wird, ihm den Zugang zu diesem Hause venvehrt. Er hätte sicher bis in die flein ften Details gezeigt, wie dieser Entwurf das Selbstverwaltungsrecht aller Völler vernachlässigt und wie er dent deutschen Wolfe noch das wenige nimmt, das es bisher hatte. Dieser Mortimer starb Euch gelegen! Wie hätten die tschechisch- bürgerlichen Par. teien im alten Oesterreich aufgeschrien, wenn ihnen ten Zeit nicht unipichtig gewesen, daß die Frieda Beinen Bohn bekant. ,, Was ist Ihnen bloß mit einem Male in den Stopf gestiegen?" fragte Frau Hauptmann Pogge und überwand die der stattlichen Störperfülle angemessene Gutmütigkeit ihres Charakters, um einen strengen Ton anzunehmen. Doch die Frieda blieb dieser und allen weiteDrei volle Jahre war die Frieda bei der ren Fragen gegenüber wortfarg und beharrte auf Familie des pensionierten Hauptmannes Bogge ihrem Wunsch. Selbst der Vorwurf der Undant in Stellung gewesen. Sie hatte nicht zu klagen barkeit vermochte mur, ihre Wangen eine Weile gehabt; es war ihr nicht schlecht gegangen. Das 3u röten, aber nicht ihren Vorias zu erschüttern. bißchen Arbeit in dem kleinen Haus und dem Gar- Sie fam fich wirklich undankbar vor; denn sie teit bedeutete für ihre robuste Kraft wenig, und war damals in recht schlechtem Zustande bei Pogman behandelte sie beinahe eine gewisse Distanz ges aufgenonimen worden. Man hatte sie in War verstand sich wohl von selbst als zur Familie nemünde auf der Stelle fortgeschicht, als die So gehörig. lbesitzerin merkte, daß zwischen ihrem Sohn Emil Aber nun litt sie es nicht länger. Sie war in und der Frieda etwas los ivar. Die Hotelbefizerin diesen ganzen drei Jahren nicht ein einziges Mal hatte es vielleicht schon früher bemerkt, aber die aus Bockenhagen hinausgekommen. Und Boden- Saison begann gerade, es hielt schwer, gutes Per hagen stellte für jemanden, der wie Freda an die fonal zu bekommen, und die Frieda war ein füch Stadt und vor allem an die großen Badeorte ge- tiges, ehrliches Mädchen. Wie dem auch sei es wöhnt war, doch ein recht elendes Nest vor. Steine traf sich, daß die Saison schlecht wurde und man Bahn, nicht einmal ein Postauto, von einem Rino fein Personal zu verkleinern suchte. Da war es ein besonderes Unglück für die Frieda, daß die Hotel. gar nicht zu reden. Nun war die Frieda ja ein ernſtes, reises befiberin eines Nachts zufällig auf dem Korridor Nun war de Frieda ja ei ernſtes, coifes Mädchen von bald dreißig Jahren, aber in Boden- stand, als das Mädchen aus dem Zimmer des hagen hatte sie überhaupt mit feinem Menschen jungen Herrn Emil fam. Am nächsten Tage fuhr die Frieda in die oußerhalb des Hauses gesprochen, und eines Tages schien es ihr doch, als ob sie noch zu jung wäre, Es war aber die harte Zeit bald nach dem um sich in diesem unglückfel gen Dorfe zu ver- Striege; in einer Familie unterzukommen, schien äußerst schwierig, und die Hotels nahmen Ende Juli überhaupt niemanden. ,, Gehen Sie aufs Land!" sagte ihr die Stel lenbermitilerin, da bekommt man wenigstens etwas zu essen." graben. Und da sagte sie der Frau Hauptmann Bogge, als wieder einmal ein Monatserster gekommen war: ,, Wenn es also der Frau Hauptmann recht ist, dann gehe ich zum Fünfzehnten." Das war für Pogges eine unangenehme Ueberraschung. Wan batte sich an die stille, fleißige Frieda gewöhnt, und es war auch in dieser schlech Stadt. So war die Frieda aufs Band gegangen. Ohne rech: zu wissen, warum und wohin, ging fie viele Wochen auf dem Land umher, aber es gab nicht immer ejivas zu effent. Auch wir sind fest dazu ents schlossen, der Gewalt, de man uns mit dieser Vorlage an tun will, Gewalt entgegenzusehen! ( Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Donnerstag, 24. Feber 1927. Sierauf wurde gegen 7 Uhr abends die Sizung abgebrochen und auf morgen, Donnerstag, um halb 11 1hr vormittags, vertagt. Auf der Tagesordnung der morgigen Sibung befindet sich bereits die Immunitätsangelegenheit des nationalsozialisti chen Generalsekretärs Senator Solc, dessen Auslieferung vom Landesgericht beantragt wird, weil er im Verdacht steht an den Schiebungen mit ausländischer Kriegsanleihe, die zur Zeichnung von vierter Staatsanleihe verivendet wurde, beteiligt zu sein. Solc hat selbst den Jmrmunitätsausschuß. der heute tagte, um die Zustimmung zur Auslieferung ersucht. Auftakt im Verfassungsausschuffe. Die Regierung will zur Verwaltungsre orm feine Sachverständigen hören, tein Material vorlegen. Alle oppositionellen Anträge abgelehnt. Der Verfassungsausschuß des Abgeordneten-| derselbe Minister im Motivenbericht der Regiehauses trat gestern in die Beratungen der Ver- rungsvorlage den Grundgedanken der Gauberwaltungsreform ein. Vor Eingehen in die Tages- fassung, zu der sich die Revolutionsnationalverordnung begründete Dérer( tch. Soz.- Dem.) ammlung einmütig bekannt hatte, und ben bereits in der letzten Sizung von Genossen Dr. Czech gestellten Antrag, die Beratungen über die Verwaltungsreform infolange auszusetzen, bis die im Restriktionsgesetz vorgesehene som miffian gebildet ist. Der Vorsitzende ließ über diefen Antrag eine Debatte nicht zu, sondern ließ fofort abstimmen, wobei der Antrag mit 9 gegen 8 Stimmen abgelehnt wurde. befürwortet die Landesverfassung, die sein Vorgänger Malypetr als Werkzeug der Atomisierung der öffentlichen Verwaltung entschieden abgelehnt hat. Cowögt man noch, daß führende slowakische Polififer, wie der gewesene Minister slabit und der Sandele fammerpräsident Senator Stodola noch in den letzten Tagen mit Feuereifer für Genosse Dr. Czech erneuerte seinen Antrag die Gauordnung eingetreten sind, dan stehen auf Rückverweisung der Vorlage und Aufforde- wir vor einem Chaos divergierender Meinungen, rung an die Regierung zur fofortigen Einsetzung das die Beibringung der gesamten Materialien, der im Abbaugesetz vorgesehenen Verwaltungs der in der Slowakei gemachten Erfahrungen und reformtommission, zu deren Arbeiten die Mitglieder eingeholten Sachverständigergutachten not der des Verfassungsausschusses beigezogen werden wendig macht. Es wäre unfaßbar, wenn der sollen. Er legte ausführlich dar, daß das Abbau- Ausschuß seinen Mitgliedern zumuten wollte, gesek für die Regierung und für den Verfassungs ohne fachliche Unterlage in die Verhandlung einer ausschuß bindend ist. derart bedeutsamen Vorlage einzutreten. Noch am 3. November 1926 hat Ministerpräsident Svehla im Budg: tausschuß die Er flärung abgegeben, daß die Konstituierung der Kommission in allernächster Zeit erfolgen werde! Es müsse entschiedenster Einspruch dagegen er boben werden, daß sich die Regierung und die Mehrheit über ein geltendes Gesetz einfach hinwegfete. Der Vorsitzende ließ wiederum ohne Debatte abstimmen, wobei die Anträge èmes Genossent Dr. Czech mit 10 gegen 9 Stimmen abge. Ichnt wurden. Darauf bemühte sich Dr. Metzner( sch. Sos. Dem.) in eingehenden und eindringlichen Darlegungen seinen Antrag auf Vorladung vort Sachverständigen zu begründen. Genosse Dr. Czech stellte seinerseits den Weiters begründete Genosse Dr. Czech den Antrag für den Fall der Zuziehung von Sach zweiten Antrag unseres Slubs, wonach die Regie- verständigen auch Vertreter der deutschen Selbstrung aufzufordern ist, alle zur Verwaltungs- berivaltungskörper und der öffentlichen Angestell reform gesammelten und in ihr berarbeiteten tenir hören. Er verivies darauf, daß zahllose Angestellte und Arbeiter der autonomen KörperMaterialien vorzulegen. Die Vorlage, welche zur Verhandlung steht, ist von fundamentaler Bedeu- chaften mit der Vorlage geradezu vor eine Schid. tung und muß daher mit aller Gründlich falsfrage gestellt werden, er erinnerte daran, daß auch teit verhandelt werden. In seiner ersten Botdas Gespenst der Sprachprüfungen wieder schaft hat Präsident Masaryk das Wort ausge Tebendig sprechen, daß die Demokratie auf der Administrative und der Selbstverwaltung beruhe, diese wirt. Der Vorsitzende ließ zuerst über die prinsipielle Frage abstimmen, ob Sachverständige Worte müßten von der Mehrheit respektiert überhaupt gehört werden sollen, und nachdem dies werden. wiederum mit 10 zu 9 Stimmen abgewiesen worden war, nahm er eine Abstimmung über den Kreis der beizuziehenden Personen gar nicht mehr bor. Genoffe Dr. Czech zeigte sodann auf, daß auch innerhalb der Mehrheit d'ametrale Meinungsgegensäße über die Durchführbarkeit der Gauordnung Darauf wurde in die mieritorische Beratung bestehen. Der seinerzeitige Innenminister Maly- cingegangen, welche Dr. Kramár mit einem petr hat unter Berufung auf die überaus gün sweistündigen Referate eröffnete. Aus seinen Dar ftigen Erfahrungen in der Slowakei die baldige legungen ging unzweideutig hervor, daß innerAttivierung der Gauverfassung in einer Rede im halb der Koalition noch chwerwiegende Budgetausschusse in aller Form angekündigt, Fragen zu flären sind. Daher beeilte sich auch während der jetzige Minister Cerny erst vor der Vorsitzende, die Verhandlungen nach der Rede drei Monate, im November 1926, die baldige Stramár abzubrechen. Einführung der Gauordnung, wenn auch in nobel- Die nächste Sigung findet am Donnerstag, lierter Fassung, in Aussicht stellte. Nun beriwirft den 3. März, um 10 Uhr vormittags statt. Nun hätte sie ja in der Stadt von ihren er- Jahren immer mehr zum Inbegriff alles Erstresparten zweitausend Mart nehmen fönnen, doch benswerten geworden. daran wollte sie nicht rühren. Das war ja fozu- Jeden Tag versuchte Frau Hauptmann von fagen das Unterpfand einer glüdlichen Zukunft. neuem, die Frieda zum Bleiben zu überreden. Ein braves Mädchen mit Ersparnissen warum ,, Was werden Sie in der Stadt anfangen? sollte die nicht auch noch einmal ihr Glüd machen? Jett finden Sie feine Stellung." Schließlich langte sie auf ihrer Wanderung ,, Das fut auch nichts. Dann lebe ich eben bon in Bodenhagen an. meinen Ersparnissen, antwortete die Frieda trotzig, denn sie fühlte sich doch ein wenig davon bedrückt, daß man sie für undankbar hielt, und das machte sie störrisch. Dorthin hatte der pensionierte Hauptmann Bogge sich mit seiner Frau und zwei kleinen Mäd chen zurückgezogen. Er bewohnte ein nettes Haus mit Geranien an den Fenstern, zog schöne, gelbe Ihre Ersparnisse!? Was wird davon bei der Orpingtonhühner, baute Spinat, mästete ein Inflation noch übrig sein," meinte Frau HauptSchivein und schimpfte auf die Regierung, Frau mann. Pogge, die ihm bei all diesen Tätigkeiten helfen Die Juflation! Die Frieda hatte das Wort mußte, war schon seit langem darauf aus, ein an in den letzten Monaten häufiger nennen gehört, ständiges Dienstmädchen an Stelle der unzuverläs- aber es sagte ihr nichts. Das war wohl so wie die sigen Aushilfen aus dem Dorf ins Haus zu be Politit etwas, was die Herrschaft anging. fommen. Als sich daher die Frieda meldete und Geld, ihre zweitausend Mart, lagen in dem sehr ihre guten Zeugnisse vorwvies, wurde ein Sturm soliden, prächtigen Hause der städtischen Sparkasse. angriff auf Hauptmann Pogge ausgeführt, der die Sie war oft genug durch das fäulenumrahmte Tor fer Ueberraschung nicht gewachsen war; die Mittei- gegangen, über dem in Stein gegraben ſtand: lung, daß das neue Mädchen keinen Lohn verlange, sondern mit Wohnung und Soft zufrieden sei, exmöglichte ihm einen geordneten Rückzug. Ihr ,, Spare in der Zeit, so hast du in der Not!" Jedesmal hatte man ihr in das kleine Buch geschrieben, was sie hinbrachte: fünfzig Mart, hundert Mart. auch mehr je nachdem die Cai fon verlief. Manchmal schrieb man ihr auch fünfunddreißig Mart siebzig Pfennige oder ähnliche Beträge für Zinsen zu; barüber freute sie sich umDie Frieda durfte feit diesem Tage unter der Aufsicht der Frau Hauptmann an der Wartung der beiden fleinen Töchter, der Gepanien, der gel ben Orpingtonhühner, des Spinats und des Schiveines ihren moblangemessenen Anteil nehmen. Auf die Regierung schimpfte sie nicht, weil alles fo mehr, je weniger sie es verstand. Was hatte ihr Buch mit dieser Inflation zu außerhalb ihres Lebenstreises Gelegene sie nicht intereffierte und weil sie überhaupt nicht viel redete. fchaffen? Sie zuckte die Achseln und wendete sich zu ihrer Arbeit. Sie war ein angenehmer und nüßlicher Haus genosse gewesen und darum brachte ihr Entschluß der ganzen Familie einschließlich der Hühner und bes Schweines eine peinliche Ueberraschung. ,, Wo wollen Sie denn hin?" fragte die Frau Hauptmann. In die Stadt." Die Stadt! das war für die Frieda in diesen So vergingen vierzehn Tage und wenig erquicklich, denn Frau Hauptmann Bogge war ehr übler Laune über Friedas Kündigung, und da fonnte die arme Frieda ihr eben so wenig etwas recht machen, wie die Regierung dem Herrn Hauptmann, ( Fortjesung folgt.) Donnerstag, 24. Feber 1927. Seite 3. Der Bauförderungsentwurf auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge Stellung Die in der Vorlage vorgesehenen Steuer- und zu nehmen. Gebührenerleichterungen i ungerecht ver Tages- Neuigkeiten. im sozialpolitischen Ausschuß. Finn Schaffe stelle Gen. Taub noch fest, baterii. Die werben ter meritorischen Ver- Unerhörte Radio- 3ensur auch in Brünn In der gestrigen Sitzung des sozialpolitischen die Herren, die gegen die parlamentarischen Metho- handlung die entsprecher den Verbesserungsanträge Ausschusses hob der Referent Dubicky in den in der früheren Zeit die schärfsten Worte ge- zu den einzelnen Hauptstücken stellen und so ins- Heute, Donnerstag, soll in Brünn die erste feinem Referat mit aller Klarheit hervor, daß funden haben, nunmehr dieselben Metho- besondere den deutschen Regierungsparteien Ge- deutsche Arbeitersendung stattfinden. der Staat nur dann eine Bau- Garantie über den anwenden. Gine Aenderung des Systems legenheit bieten zat beweisen, daß sie von ihren frü- Aber der Vortrag des Genossen Schweiter der Staat nur dann eine Bau- Garantie übernimmt, wenn die Vermögensverhältnisse der kann wohl noch davin erblickt werden, daß an Stelle her im Barlamente vertretenen Standpunkte nicht über beiterschaft und Radio ist Bauwerber dem Staate alle Sicherungen bieten. der Pětka die Osmička getreten ist. Die Frage des abgewichen und das früher an der deutschen Be- vom Zensor geradezu zerrissen worden. Sogar der Seitens der Stoalitionsparteien hat nur der Abg. Mieterſuch gefetes ist nicht aus den vom Referen- völkerung begangene Unrecht gutzumachen be Name des Freien Radiobundes" iſt Seller das Wort ergriffen, der es begrüßte, ten angeführten Gründen nicht in diesem Ent- strebt sind. turfe aufgerollt worden, sondern aus politischen und taktischen Gründen. daß der Mieterschutz in dieser Vorlage nicht behandelt wird. In seinem Schlußworte stellte der Referent einige Aenderungen der Vorlage in Aussicht. Die nächste Sitzung findet erft Dienstag, den 1. März statt. * Genosse Schuster Ein 42prozentiger Ausgleich der Deutschen Bant. genommen, Scharfe englische Note an Rußland. bandes von der Einmischung in rein britische Angelegenheiten ablasse und die feindselige Tätigkeit und die feindliche Propaganda gegen die britischen Staatsangehörigen aufgebe. Drohung mit Abbruch der Beziehungen. London, 23. Feber.( AR.) Dem Londoner Sowjet Bevollmächtigten wurde heute eine Note der britischen Regierung übergeben, worin die Sowjet- Regierung gewarnt und aufmerksam gemacht wird, daß die ständige feindliche Bro paganda gegenüber Großbritannien den FortBeziehungen zwischen beiden Staaten bebestand der geregelten diplomatischen drohe. Ju der Note wird erklärt, die englischsowjetrusischen Beziehungen trügen dauernd einen sehr beunruhigenden Charakter. Die Note schließt: auszusprechen verboten! Gen. Schweitzer fann sich jedoch trösten. Er ist in guter Gesellschaft. Aus dem Gedicht von Heine, Die Wanderratten", das nach dem Vortrag rezitiert werden soll, hat die Zensur drei Strophen herausgerissen. Aber wie es in die en Strophen heißt: Nicht Glockengeläute, nicht Pfaffengebete, nicht hochwohlweise Staats dekrete die helfen Euch nicht, ihr lieben Kinder!" Die Vertreter der Oppositionsparteien haben Sie wollen den Abban des Mieterschutzes erst nach mit aller Schärfe die Tücken des Entwurfes den Gemeindewahlen in Angriff nehmen, das ist die aufgedeckt. An der Debatte beteiligten sich außer Wahrheit! unseren Getossen Taub und Schuster die 30 Prozent bar und 12 Prozent in Obligationen. Abgeordneten Prof. 3ahawsty, Sanger, Reichenberg, 23. Feber. Im Ausgleichsver Štětka, Gen. Biňovec und Johanis, Schwerda, Simm und Prof. Horpynka. bemängelt den provisorischen Charakter des Ge- im Mai 1921 begründet worden war und im fahren der Deutschen Bank in Reichenberg, die Aus der Debatte wäre folgendes hervor jetzes und die furze Befristung bis 31. März 1928 Juni 1923 mit 14 Millionen Stronen Passiven Elendsbilder, der sichtbare Ausdruck bürgerzuheben: Der kommunistische Abgeordnete Štětka zur Erlangung der Staatsgarantie. Er wendet sich ihre Schalter schließen mußte, fand heute vor dem licher Regierungskunst. Tag für Tag bringen die wies insbesondere auf die segensreiche Tätigkeit gegen die wesentlichen Verschlechterungen betreffend Streisgericht in Reichenberg die Ausgleichstagfat- Beitungen Meldungen über neue Arbeitseinstel der Wiener Gemeinde auf dem Gebiete der Bau- die Lohnschiedegerichte, die von Polizeigeft atmten zung statt, bei der von ehva 22 Millionen Kronen lungen. Tag für Tag aber auch wird das Elend, bewegung hin. Gen. Biňovec hat festgestellt, daß und in versteckter Form das Streitrecht der stammberechtigter Forderungen etwa 19 Mil- das durch diese geschaffen wird, größer und es bedie Vorlage eine Täuschung der Bevöl- Bauarbeiter bedrohen. Das Fehlen der fionen Kronen durch Gläubiger oder deren Bevoll steht bei der jetzt herrschenden deutsch- tschechisch terung ist, da auf Grund dieses Entwurfes Bestimmungen über die Preisgerichte beinhalte die mächtigte vertreten waren. Im Zuge der Bethand flowakischen bürgerlichen Wehrheit faſt feinerlei niemand zu bauen in der Lage ist. Gen. Gefahr großer Baumaterial- Preissteigerungen bei lungen, die von 10 Uhr vormittags bis in die Aussicht, daß dem Elend durch eingreifende MaßJohanis hat darauf verwiesen, daß die national- günstiger Baukonjunktur. späteren Abendstunden andauerten, kam ein Ausnahmen gesteuert würde. Nicht nur, daß diefe demokratische Partei daran schuldtragend ist, daß das Gesetz vom Jahre 1923 nicht verlängert sind derartig, daß Arbeitern und Muderbemittelten in Bar und 12 Prozent in Obligationen zur fersteuer eine fortgesetzte Teuerungswelle heraufDie Bestimmungen der Staatsgarantie gleichsvorschlag zustande, demzufolge 30 Prozent Profitgier durch die Einführung der Lebensmittelsölle und der Kongrua, durch Erhöhung der Zutwurde. Seine Partei werde dafür sorgen, daß Beinerlei Möglichkeit zur Errichmung einer eigenen Auszahlung gelangen werden. Der Ausgleichsdas Ausland darüber informiert werde, welcher Wohnftätte geboten wird; es besteht noch die Gefahr, antrag wurde mit den Stimmen sämtlicher An- beschworen haben; sie zeigen auch in der Bebandwurf vorgeschützte„ Fürsorge" für die Baut errichteten Wohnungen sehr teuere Miet- einer Forderung von etwa 10.000 kronen an- würden, daß sie nicht nur kein Verständnis aufBetrug an der Bevölkerung durch die im Ent- daß die wenigen auf Grund des neuen Gesetzes wesenden mit Ausnahme eines Gläubigers mit ung jener Probleme, die eine endgültige Regelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse bedingen bewegung begangen wird. Prof. Horpynfa spricht preise aufweisen werden. sich wohl gegen den Entwurf aus, ist aber dafür, bringen, sondern, daß alle ihre Bestrebungen nur daß das verlangte Eigenkapital von 25 Prozent darauf gerichtet sind, die Profite der Unternehmter des Bauaufwandes im Interesse der Bauins Unermeßliche zu steigern. Daß bei dieser Art des Regierens die Arbeiterschaft herhalten muß, herren gelegen ist. daß die Arbeiter die einzigen sind, die mit ihrer Not die Zeche bezahlen müssen, ist ganz klar. Tag aber die Arbeiter auf die Dauer dieses Elend nicht ertragen werden, daß sie, angesichts der fortwäh renden Steigerung der Lebensmittelpreise und der Unmöglichkeit, sich auch nur das Notwendigste für Lebensunterhalt zu verdienen, zur Verzweiflung getrieben werden, darf die herrschenden Klassen nicht überraschen. Haben denn diese bruton Ausbeuter auch nur einmal den Jammer, der sich bei einemt arbeitslos gewordenen Familienerhal ter einstellt miterlebt? Saben sie, einmal den Schmerz empfunden, den ein Vater dann, wenn er seinen Kindern fein Brot mehr geben tann, erlebt? Doch das sind ja Kleinigkeiten für das Gewissen dieser Menschen! Ihnen ist ja der Profit, den sie aus den Arbeitern schinden das Einsige, womit sich alle ihre Nerven, beschäftigen. Wir begreifen auch, wenn wir diese Umstände in Be tracht ziehen, warum die bürgerlichen Vertreter, ob sie nun in der Gemeinde oder im Parlamenti oder sonst wo sißen, nur gegen die Arbeiter sen tönnen. Ein kleiner Ausschnitt aus dem gewal tigen Elend war auch in Brinn, in der DomiEine Rede Otto Bauers im Nationalrat. nifanergaffe am Dienstag zu sehen. Arbeitslose, denen die städtische Arbeitslosenunterstützung entWien, 23. Feber( Eigenbericht.) Im Nationalrat hat heute die erste Lesung der Zollvorlage zogen wurde, verlangten stürmisch einen Ausblic Bestattgefunden, bei der Genosse Dr. Bauer die für die allernächste Zukunft für sich und ihre Fa Belastung der städtischen Bevölkerung durch die milien. Daß man bei diesen Anlässen die Polizei in Bewegung setzt, ist ja weiter nicht verwunder neuen Zölle darlegte. Er begründete auch den Anlich, wenn man bedenkt, daß diese zur Verzweif rat eingebracht haben und der verlangt, daß statt Wie die„ Unabhängigkeit" Nicaraguas einen anderen, als den vom behäbigen Bürgertum trag, den die Sozialdemokraten heute im Nationallung getriebenen Menschen dem alltäglichen Bild einer Erhöhung der Viehzölle aus Bundesmitteln jedem Landwirt, der ein Rind bis zu einem begewünschten Anstrich geben könnten. Begreift man denn noch immer nicht, daß diese große stimmten Mindestgewicht aufgezogen hat, Managna( Nicaragua), 23. Feber.( Reuter.) Masse der Hungernden auch einmal zur Verzweif Zuchtprämie gewährt wird und jedem Land Nach dem von der konservativen Regierung den lung getrieben werden kann? Begreift man nicht, wirt, der ein Rind bis zu einem Mindestgewicht Vereinigten Staaten vorgeschlagenen Vertrage sol- daß durch Kürzung der sicher nicht lukullischen gemästet hat, eine Mast prämie gewährt len letztere den Schutz der Interessen der Repu- Mähler, die in der Vollstüche verabreicht werden, werde. Die Höhe der Prämie wird durch Ber- blik Nicaragua für die Zeit von 100 Jahren und der Zorn jener, die da ſehen, daß es auch anders ordnung mit Zustimmung des Hauptausschusses gleichzeitig ihre Souveränität und Unabhängigkeit ist und sein könnte, auflodern kann? Auch die festgestellt. Die Zuchtprämie darf nicht weniger garantieren. Den Vereinigten Staaten wird das Geduld der Aermsten darf eben nicht überschätzt als 3 Schillinge betragen. Dr. Bauer legte dar, wendig würde, die freie Durchführung der Wah- beitslosen die Straßen bevölkern, wollen sie, daß als 5 Schillinge, die Mastprämie nicht weniger Recht zum Einschreiten vorbehalten, wenn es not werden. Wollen die Bürgerlichen, daß keine Ardaß der Zoll auf Vich der inländischen Landwirt- len sicherzustellen. Genosse Laub über die Bauförderung. Die Ausführungen des Genossen Taub, der das ganze Problem der Wohnungsfürsorge in vollem Umfang erörtert hat, vermögen wir nur in einem fnappen Auszuge wiederzugeben. Er erklärte u. a.: Bei der Ausarbeitung des gegenwärtigen Entwurfes waren nur finanzielle Momente bestimmend; zu dieser Feststellung genügt ein flüchtiger Blick in den Entwurf. In dem Motivenbericht wird ausdrücklich hervorgehoben, daß vor allem Rücksicht genommen werden muß auf den Voranschlag der es nicht zuläßt, daß der Voranschlag mit neuen Ausgaben für die Baubewegung belastet wird. Damit ist zugegeben, daß die Regierung tatjächlich überhaupt nichts für die Baube wegung aufwenden will, und daß der Entwurf nur eine Fürsorge auf dem Gebiete der Bautätigkeit vortäuschen will. Im§ 39 konnte getrost ein viel höherer trag eingestellt werden, ohne daß die Gewähr geboten werden würde, daß auch nur ein Bauwerber tatsächlich die Möglichkeit hätte zu bauen; denn im§ 30 wird ausdrücklich festgestellt, daß niemand auf die Garantie des Staates Anspruch hat. Es ist also ganz der Willtür der Ministerien anheimgestellt, wem sie die Garantie einräumen. Durch diesen Entwurf sind wir weit hinter das Jahr 1910 zurüdgeworfen, denn der in Desterreich geschaffene Wohnungsfürsorgefonds hat in weit großzügigerer Art den Versuch unter nommen, das Wohnungsproplem zu lösen, als es durch diesen Entwurf geschieht. Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß dieser Entwurt für die minderbemittelten Schichten überhaupt nicht in Betracht kommt, so ist er uns durch die Ausführungen des Referenten erbracht worden, der ausdrücklich und mit aller Deutlichkeit hervorgehoben hat, daß der Staat nur dann eine Garantie übernimmt, wenn die Vermögenslage des Bauherrn dem Staate alle Sicherungen bietet. Genosse Taub führte dann eine Reihe von erschreckenden Ziffern über die herrschenden Verhältnisse auf dem Gebiete der Wohnungsnot an und hat aufgezeigt, welche fürchterliche Folgen für die Gesundheitsverhältnisse der Bevölkerung Es ist nicht Sache der englischen Regierung, sich mit inneren Angelegenhei ten des Sowjet- Verbandes zu befassen oder sich um die Form ihrer Regierung zu interessieren. Alles was die britische Regierung fordert, ist, daß die Regierung des Sowjet- VerDie österreichische Zollvorlage. Rundfunk für Ale! Programm für morgen, Freitag. Brag, 349. 11: Schallplattenmufif. 11.40: Seifsignal und landwirtschaftlicher Rundfunk 12.05: Pressenachrichten. 12.15: Mittagskonzert. 1. Benetti: Najaben. 2. Fucif: Burleste. 3. Smetana:„ Die verkaufte Braut" 4. Hasler: Florida. Wilder Mohn. 5. Kral: Vom Herzen zum Herzen. 6. Siede: Wenn die Sonne lacht. 14: Börsennachrichten. 16.30: Nach Die britische Regierung sieht es jedoch als unerläßlich an, die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken in ernstester Form zu warnen, daß es Grenzen gibt, über die die öffentliche Geduld in Großbritannien zu trei ben sehr gefährlich ist und daß die Fortseßung dieser Tätigkeit, gegen die wir uns in der heutigen Note beschweren, früher oder später die Aufhebung des Handelsabko mtmens unerläßlich machen muß, dessen Bestinmungen in so gröblicher Weise verlegt wurden, daß es endlich zum Abbruch der ordentlichen diplomatischen Beziehungen kommen müßte. schaft nur zu geringem Teile jugute fommt, zur Hälfte der Staatskasse, während die Konsumenten mit dem ganzen Zoll belastet werden. Dagegen fommen die beiden Prämien der Landwirtschaft voll zugute. Und sie bringen der Landwirtschaft auch sofort Hilfe, während die Zölle wegen der Handelsverträge überhaupt nicht sofort in Wirk famkeit treten tönnten. aussieht. 22.15: Wie Prag. 22.45: Sigeunermusif. 17.02: Die Geschichte der Sohle. Chorkonzert. Jazz Band. mittags fonaert. 1. Beethoven: Streichquartelt Nr. 4, contoll tonzert. 16: Tanzmusit. 17: Schallplattenkonzert. 17.30: op. 18. 2. Dvorak: Cireichquartett f- bur. op. 96. 17.30: Stimberstunde. 20: Englischer Abend. 21: Operetten und Bilfner Marionettentheater und dessen Erziehungserfolge hei Börsennachrichten und Hopfenmarktpreise. 17.45: Vortrag: Walzerabend. der Groll über die fortgesetzten Entlassungen nicht 000, auflodert, dann mögen sie endlich einmal einsehen, Preßburg, 300. 19: Slowakischer Sprachkurs für Deutsche. daß ihre Methode geändert werden muß. Die Ar19.30: Populäre Mufit. 20.30: Wie Brünn. 22: Wie Prag. beiterschaft aber muß begreifen lernen, daß gerade Budapest, 556 16 Kindermärchen in deutscher Sprache. in dieser Zeit, in der brutale Profitsucht in Rein17.40: Phonola- Sonsert. fultur ihr Wesen treibt, es nur einen Ausweg 19: Bopuläre Medizin. 19 40: Literarischer Vortrag. 20.20: geben kann: Noch festeren Zusammenschluß in Wien, 517 11: Bormittagsmufit. 16 15: Rachmittags ihren Organisationen, die Wankelmütigen, Verfonzert. 17.50: Wochenbericht für Sport und fremdenverkehr. 18: Wien zur Zeit der Babenberger. 18.30. Ginnestäuschungen zweifelten zur Erkenninis zu bringen, daß nur die der Kranten. 19: Franzöfif. 19.30: Aus unserer Not", sozialdemokratischen Organisationen, daß die sozialKontate von Baußnern. 20 15: Rongertalabemie. demokratische Presse die einzigen Waffen sind, mit Zürich. 494 12.30: Schallplattenkonsert. 15: Orchesterdenen der Kampf gegen das profitlüsterne Bürgertum geführt werden kann. Die Antwort auf die Brutalität der Unternehmer muß gerade jebt sein: Ausbau der Organisation und der Presse und Vorbereitung für die Ab19: Vortrag: Die weit 18: Geschichte der Technit. 18.30: Englisch 18 55: Der Reichs. Eine blutige Liebestragödie in Komotau. diese Verhältnisse zeitigen. Gen. Taub hat sich böhmische Arbeiterbewegung. 19.15: Bortrag: Ueber das Gewirtschaftsrat 19 20: Wienschaftlicher Vortrag für Aerate. Samstag fehrte in einem Stomotauer Hotel ein 19.15: Landwirtschaftlicher Vortrag 20.30: Uebertragung von Berlin, 484. Kammermusit. Mozart: aus Prag kommendes junges Paar ein, welches weiter mit der geänderten Haltung der werbe in Weſtböhmen. auf Welle 1110. 20: Welterboraussage und Preisenachrichten deutschbürgerlichen Parteien, die sich 20.08: Anrede des Borstkenden des Weſtböhmischen Radio- Sert Greichquartett g- bur, 22.30: Zangmuir- fich als Emil Kostka und Frau einirug und in der Koalition befinden, beschäftigt. Er hat birgsballade, 2. Jindřich: Appassionato Das wüßte ich gern. ftunde. 17.45: Goethes Brafwechsel mit einem Kinde, 18.15: hier logierte. Mittwoch früh hörte das Hotelihnen and er Hand der stenographischen Proto- 3. Jirat: Lebenswende. a) Prolog: b) Scherzando; c) Marsch. Bestalozzi und die Berfuchsschule. 19 15: Die Aufgaben der personal aus dem Zimmer des Baares zwei rasch tolle des Parlamentes nachgewiesen, welche Fibich: Die me) Rebbal: Gin art bord: Betriebsräte. 19.45: Fortich inte in Wissenschaft und Technit. aufeinander folgende Schüsse fallen und fand, zert für Waldhorn. 6. a) Traum; b) Dborat: 19.55: Film- Wochenschau. 20.15: Rebhistopheles", Oper Saltung ihre Vertreter zu diesen Vorlagen tot it's in mancher Menschenbrust. 7. Dvokal: Die Mäberin. von Boito. ols durch einen Schlosser die versperrte Zimmerfrüher eingenommen haben, wie sie bei diesen S. Gut Abendstimmung. Novaf: Slowatische Lieber. 9. a) Hamburg, 395. 14.05: Saustongert 16.15: Duette. 17: türe geöffnet worden war, das Paar mit schwe Suntheinzelmann. 18: Bolts- und Kinderlieder. 19.05: Anlässen mit den übrigen Vertretern der Minorität ibi: Der Baffermann. 21: eBitsignal. 22: Rebie Nach Bater, es brennt 19.25:„ Aiba", Oper von Verdi. Zanzmusit. ren Schußverlegungen im Kopfe bewußtlos in die schwerste Anklage gegen die Regierung erhoben tidien des Breßbüros, Uebersicht der Tagescreigniffe, SportLangenberg, 469. 13.30: Mittagsfonzert. 17: Teemufit. den Betten liegen. Mit dem Rettungsauto wur 18: Chemie des täglichen Lebens. 18 20 Das weite Gesicht den die Lebensmüden in das Komotaner Stran= haben, daß nur ein Bruchteil des Aufwändes für Brünn, 441. 14.30: Brager Effettenbörse, Wetterbericht, in Westfalen. 18.40: Bücherstunde. 20: Funktechnik. 20.15: das deutsche Gebiet ausgegeben wurde; alle Red- Breffenachrichten, Sport und Theater 1715: Märchen. 17.30: Westfälischer Abend. fenhaus geschafft, wo nach drei Stunden ber ner haben damals festgestellt, daß dieses Vorrecht es beffen Theaters in Brünn. 17.50: Dentice Gen- onesia. 366. 12. Schallplattenfonzert 16.30 ani. Mann verschied, während die Frau, obzwar auch Deutsche Sendung. Prof. Dr. Guido GIüd: Eniwidlung Leipzig, Nachmittags. beseitigt werden müsse. bung der Breffenachrichten. Zeitfigno!. 18: Landwirtschaftsfunt. 19.30: Unfruchtbarmachung der Frau. 20.15: Kleine Künstler- schwer verletzt, dennoch einer Einvernahme fähig Mineraldünger im Frühling. 18.20: Vortrag: Photographischer spiele. 22.15: Tanamufit. Gen. Taub hat die Herren darauf aufmert- seurs. 18.40: Englisch. 19: Stonzert 1 Smetana: estouber war und angab, mit der 22jährigen Stationsge München, 536. 14.45: Frauenft inde. 16: Nachmittagssam gemacht, daß sie nun die Möglichkeit haben, ihrem Versprechen Rechnung zu tragen, und daß Dvokal: Legende. 6. Smetana: Bolta aus" Swe: Witwen Tonsert. 19.30: Gefühlsdufelei. 19.45: Tonkunft der Gegen identisch zu sein, ihren Mann verlassen und beihnen auch Gelegenheit geboten werden wird, zu 7. Smetana: Duett aus„ Das Geheimnis". 8" Foerster: Drei wart. 21: Jm Junkerpres durch Nordamerika. schlossen zu haben, mit dem 29jährigen Reifenden Stuttgart, 380. 13.10. Schallplattenfonsert. 15.50: Emil Kostka aus Brag freiwillig und auf ihrem erst eingebrachten Antrag nach Verpflich- 21: Stonzert. 1. 2soncavallo: Auszug aus„ Bajazzo". 2. Cuppé: dem Reiche der Fran 16.15: Nachmittagstonzert. 18.15: tung der Regierung zur Vorlage eines detaillier Duverture Bauer with Dicira Borchert: Achtung, Net Dramaturgische Funtſtunde. 18 15: Der Berfall der Operette ihren eigenen Wunsch gemeinsam den Tod geten Ausweises über die bisherigen Aufwendungen Operetten. 22: Wie Brag. sucht zu haben. den Kindern. 18: Musirvortrag. 18.15: Landwirtschaftlicher Deutschland. Rundfunt, 18.35: Deutsche Sendung. Wetterbericht und Königswusterhausen, 1300 12: Sprechtechuif: 15: Das Tagesueuigkeiten vom Breßbüro, hierauf: Hermann 2 of b Broblem der Berjüngung 15.30: Einheitsturgfchrift. 16: ring, Oberraf der deutschen Sektion des Landestulturrates, Reuzeltlicher Anfangsunterricht. 16 30: Arbeitsvertiefung in rechnung! Prag: Pilsens Bedeutung für die Landwirtschaft, feiner der Mädchenbildung 17: Stunft, Sandwerf und Industrie. engeren und weiteren Umgebung. Tubs Dr. Safranet. 20.13: Bilfner- Konzert. 1. Robat: GeFibich: Konzert- Bolonaise; b) Suda: Ballade Elloge. 10: und Theaternachrichten, 22.15: Marionettentheater. Frankfurt, 429 13: Neue Schollpiatten 15.30: Jugendture. 2. Dvorak: Slowakische Rhapsodie. 3. Fibich: Am Abend. 4. Smetana: Duett aus Die Braniboren in Böhnen". fonzert. 17.30: Die Auswanderungsfrage. 18 45: Harmonium- hilfensgattin Anna Dvořát aus Prag- Lieben Lieder. 9. Davidow: Mazurka für Cello. 10. Foerster: Bioder 4. Fucif: Marinarella. 117 5. Schlögl: Aus Strauß's 19.15: Berständigungsmittel Frankfurt, Bienenstod. 20: Wic BETES. Knödel oder Wasser? Wobei bleibts? Donnerstag, 24. Feber 1927. Die Grivve geht starr zurüd. Ju der griff mit 20 Schlauchleitungen ein. Die starte Kälte woche wurden in Böhmen insgesamt 20.179 beeinträchtigte die Löscharbeiten sehr start, da die Grippefälle gemeldet, d. i. ungefähr um 5000 durchnäßten Kleider zu Eis erstarrten und auch die Fälle weniger als in der Vorwoche. Aus dem Schlauchleitungen immer wieder einfroren. Das Ge Großteil der Bezirke treffen Nachrichten über eine bäude brannte bis zum ersten Stockwerk vollkommen wesentliche Abnahme der Grippe ein. Bloß in den Grenzbezirken zeigt sich noch eine 311- lich die Kohleneinfuhr- Geschichte als KnödelDie agrarische Seimat" hat bekanntAbgeordneten nicht etwa von der Regierung, son- nieder. Zahlreiche Flüchtlinge aus dem Osten sind dern bezeichnender Weise von jüdischen Kohlenfir- durch den Brand um ihre Habseligkeiten gekommen, nahme, u. zw. wegen der entlegeneren Lage der neu betroffenen Gemeinden. Komplizierte Fälle fra bezeichnet, den die deutschen Regierungsmen Prags verständigt. Dabei ergab sich, daß diese die sie in dem Speicher untergestellt hatten. Firmen genau über die Verteilung der Scheine Ein Familien- Idyll. Aus Rouen wird berichtet: wurden 604 gemeldet, davon entfällt der größte parteien mitmachen, weil sie ihn nicht verhindern Teil auf Lungenentzündung( 398). Vielerfeits Willens sind, die Speckknödel gleichfalls, so wie fonnten und zu dem sie alle miteinladen, die guten Buch führten und sehr großen Wert darauf legten, Unter sehr großer Beteiligung der Bevölkerung den von der christlichsozialen Partei zu erreichenden wurde Dienstag hier der 100. Geburtstag der wird Nachdruck darauf gelegt, daß im Verlaufe Anteil zu erhalten. Der Klub lehnte jede Berüh Witve Petit gleichzeitig mit der goldenen der Krankheit sehr häufig Funktionsstörungen der Agrarier und Christlichsoziale, mit Gesinnungsrung mit dieser Angelegenheit entschieden ab, sprach Hochzeit ihrer Tochter und ihres SchwiegerSerztätigkeit auftreten. Todesfälle wurden haupt- berrat und Morallosigkeit zu bezahlen. sächlich infolge Lungenentzündung, 179 gemeldet sich also die Agrarier offen bekennen, steht das Im Gegensatz zu diesen Knödeln, zu denen feine Einfuhrscheine an und vermittelte niemandem sohnes, bei denen sie wohnt, feierlich begangen. In 15 Automobilen fuhren mit ihr ihre zwei anderen Es waren dies ausschließlich ältere Leute und solche, nicht einmal der„ Wige"." junge Kinder. In Prag wurden während der Wasser, das der christlichsoziale Abgeordnete War ja auch gar nicht notwendig. Als Mit- Töchter, woun Gntel und Enkelinnen und 26 UrKrumpe angeführten Zen 214 Grippeerkrankungen gemel- möchte. Strumpe, mit dessen Verteidigungsartikel sich aber dann den Rock des„ Wige"-Führers an Jubilarin bei der Beglückwünschung eine prächwolle aus der ganzen Geschichte machen glied des Abgeordnetenflubs lehnt man ab, zieht enbel. Vertreter des Stadtrates überreichten der det, in Budweis 84 in Bilsen 125, in Reichenberg det, in Budweis 84 in Pilsen 125, in Reichenberg über die Kohlenforruption wir uns schon beschäf- und die Geschichte ist gemanaget. 54, in Aufsig a. E. 15, in Pardubitz 3. Folgende tigt haben, macht damit nun auch die christlichBezirke hatten die größte Zahl an Grippe Aber es ist wirklich„ bezeichnend", daß die Kirche und Huntsunk in Frankreich. Nacherkrankungen zu verzeichnen: Brür 745, Hohen- soziale Provinzpresse unsicher, weshalb es geboten Kohlenfirmen, und ausgerechnet die jüdischen", dem kürzlich in Frankreich die Genehmigung ermauth 920, Steichenau a. d. Kněžna 709, Semil erscheint, den Gallimathias, den er zusammen- direkt ihren Weg zu den christlichsozialen Abgeord teilt wurde, Sonntagspredigten durch Rundfunk schrieb, an einigen Einzelheiten näher zu erläutern. neten nahmen. Diese Ju den haben ein gesundes zu verbreiten, hat der Kardinal- Erzbi gendermaßen: Herr Krumpe überschreibt seinen Artikel fol- Gefühl für die Geschäfte, die sich am besten mit schof von Paris einen Erlaz an die KirchenPatentchrift en machen lassen und sie scheren behörden gerichtet. in dem er darauf hinweist, daß sich, wenn sie ihren Schab machen, einen Teufel das Recht der Geistlichen, Predigten zu halten, sich darumt, wenn die Krumpes, nachdem auch sie ihren nicht auf solche Predigten erstrecke, die durch Rebbach gemacht haben, zu ihrer Verteidigung die Rundfunt! verbreitet werden. Da werden sich unnahbaren Antisemiten spielen. aber die französischen Arbeiter fränken! Fünf tschechische Dukaten zur Lösung der Jostalen Die Petr Chelčicky Friedensgesellschaft 565, Senftenberg 760. worden. Zur Erhöhung der Regiefahrpreise für Eisenbahnangestellte teilt das Eisenbahnministerium mit. daß die Neuregelung schon am 1. März d. J. in Kraft treten wird. Die betreffende Tarifvorschrift, deren Schlußredaktion sich bei der Detailausarbeitung etwas verzögert hat, ist bereits ant sämtliche Staatsbahndirekionen verfandt Der Leiter der„ Lidové Noviny" gestorben. Jn Brünn ist Dienstag Dr. Alfred Stransky, Der Direktor der Lidové Noviny" im 47. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene, ein Vetter Dr. Jaroslaus Stranffys, war im Kriege Mili tärauditor, nach dem Umsturz zunächst in der Liquidationsfommission in Wien und dann im Nationalberteidigungsministerium tätig, bis er zur Leitung der Lidové Noviny" berufen wurde, die ihren Aufstieg zum großen Teile ihm zu verdanken haben. 11 B Deutsche christlichsoziale Volkspartei und Kohleneinfuhrscheine. Eine zu Wasser gewordene Sensation. Blumenipende. Konkurrenz für den besten Aurikel über das Thema des Gedankens. Die Sensation, die diesmal Partei durch seine Verteidigungsversuche noch Frage. Na, da ist aber Krumpes Wunsch der Vater Herr Krumpe möge aber, statt sich und seine wirklich eine ist, bleibt bestehen, daß die Christlich sozialen, kaum daß sie den Mini- mahr zu blamieren, folgende konkrete Fragen beschreibt über Vorschlag des Herrn N. Porn eine sterstuhl angewärmt hatten, eine dererbär m- antworten: lichsten Sorruptionsgeschäfte mit- Wann haben die Kohlenjuden den christlich- Were zum Arbeitsfrieden" aus. Der Artikel foll machten und mitgenossen. Aber, sagt Herr sozialen Abgeordnetenklub von der Kohleneinfuhr- praktische Weisungen und Ratschläge enthalten, wie Strumpe, die„ ige"- das ist die christliche geschichte verständigt? Seit wann streicht die die verschiedenen Arbeitsdifferenzen zwischen ArbeitKredit- und Wirtschaftsgemeinschaft, durch die die Wige", jenes christlichsoziale Geschäftsunterneh- gober und Arbeitnehmer zu schlichten wären. UmKohleneinfuhrscheine vertrieben wurden ist men, das mit der christlichsozialen Partei nicht fang: ein Zeitungsartitel. Die Konkurrenz endet am fein Parteiinstitut. mehr als die Führer gemeinsam hat, den Einfuhr- 30. April. Die in tschechischer Sprache abgefaßten Artikel sind an den Vorstand Dr. K. Rubin in schein- Rebbach ein? Caslau zu adressieren. Na, also! Die Konkurrenz fomnit gerade zur rechten Zeit, da jetzt grad die groBen Differenzen in der Textilindustrie im Zuge fird. Hoffentlich wird die Friedensgesellschaft das preisgekrönte Rezept in der Länge eines Zeitunosartitels mit den praktischen Ratschlägen auch publizieren, damit die Arbeiter wissen, welcher Geist in der Betr Chelčicky Friedensgesellschaft herrscht! „ Es ist richtig", sagt Krumpe,„ daß die Wirtschaftsgemeinschaft Wige" der Partei nahefteht, aber ebenso wahr ist, daß sie vollständig selb ständig ist..." Mussolinis Feldzug gegen die Deutschen Südtirols. Popolo d' Italia", das Organ Mussolinis, Sie steht nahe, denn die Hauptjunktionäre der bringt eine ausführliche Abhandlung über die Partei und der Wige" sind ein und dieselben Perneue Provinz Bozen, worin über die fortdau fonen aber sie ist selbständig, nämlich juristisch ernde antiitalienische Tätigkeit" weiter Kreise der selbständig, weil das Gesez das gar nicht Bozener Bevölkerung geflagt und eine ener- anders zuläßt, weil es bisher politischen gische Beseitigung der antiitalie Parteien noch nicht gestattet ist, mit Schnürsenkeln, nischen Elemente in den Banten und Rosenkränzen und Kohleneinfuhrscheinen zu hanWirtschaftsstellen gefordert wird. Es deln. wird erklärt, die Zusammenarbeit mit den Deutschen dürfe nicht zu einer Verstärkung ihres Einflusses führen. Die italienische Industrie wird aufgefordert, in dem neuen Gebiet Absatz zu juchen. Der Artikel fündigt an, daß über Wunsch Mussolinis demnächst in Bozen eine neue italienische Tageszeitung unter der Leitung des bisherigen Direktors der Alpenzeitung" Negretti erscheinen wird. Nicht die Rosa, sondern die Emma ift's. Die Sonneberger Zeinung" veröffentlicht nachstehende Warnung: Treudeutsches Heil! Wenn Herr Strumpe die Wahrheit antworten wollte, würde sich, allerdings nur zur Ueberraschung der dümmsten Kerzelweiber, heraus ftellen, daß die Wige" ihre Geschäfte erst seit jener Zeit auch über den Handel mit staatlichen Einfuhrscheinen ausgedehnt hat, seitdem die deutschen Christlichsozialen in der Regierung jizzen! Womit doch eindeutig festgestellt ist, daß die christlichsoziale Partei mit den Kohleneinfuhr Aber es gibt Leute, die den feinen Unterschied scheinen genau so viel zu tun hat, wie die Wige" zwischen den christ I ich sozialen Abgeord mit der christlichsozialen Partei. Nur ist es freineter Bobet, Scharnagl und Fritscher einerseits lich den Christlichsozialen nicht an der Wige" und den christlich sozialen Genossen- gesungen worden, daß der schmutzige, bolts schaftsführern Bobet, Scharnagl und Fritchädigende Handel auffliegen wird, daß scher nicht kennen. Und zu diesen Leuten, die be- jene jüdischen und christlichen Firmen, denen die fonderen Sinn für solch mannigfaltig nübliche Wige" das Geschäft weggenommen hat, den Fall Personalunion haben, gehören die Kohlenfirder Deffentlichkeit übergeben werden. Dadurch erst men, von denen Herr Krumpe selber, unter ent- ward die Korruption zur Sensation. Und daß sprechender Hervorhebung des christlich- jüdischen diese nicht zu Wasser werde. dafür werden die Gegensatzes", folgendes berichtet: Christlichsozialen selber forgen, indem ,, Von der Möglichkeit, Kohleneinfuhrscheine zu sie die Wige" durchaus beim Gebekommen, wurde der Klub der christlichsozialen schäft belassen werden. Der Mayr- Harting wird doch nicht Wasser trinken, wenn der Spina Jette Knötel iẞt! Eine Strajanstelt, die von Sträflingen erhalten wird. In der Republik gab es im Jahre 1925 rund 10.000 Sträflinge, die für ihre Erhaltung selbst mehr als sieben Millionen Kronen verdienten. Die einzige Sirajanstalt in der Republik jedoch, die den Staat nicht einen Heller testet, ist jene des Kreisgerichtes in 3na im. Die Häftlinge dieser Strafanſtalt haben durch ihre eigene Arbeit soviel verdient, daß damit nicht nur ihre Erhaltungskosten, sondern auch sämt fiche anderen Ausgaben der Anstalt gedeckt werden fonnten. An zuständigen Stellen ist man nunmehr bemüht, durch entsprechende Maßnahmen diesen Zu stand in sämtlichen Strafanstalten der Republik zu vermirlichen. Letzte Nachrichten: Die Hinrichtungen gehen weiter! Shanghai, 22. Feber. Der Postdienst und Wir warnen hiermit jebermann für bas Weiterverbreiten des falschen Gerüchts, daß unsere Fahnenträgerin, Fräulein Rosa Hammerschmidt, in anderen Umständen ist. Nicht diese, sondern die Begleiterin Emma Althaus ist es. Da dieselbe 00000000000000000000000000000000000000000000000000000000000100000 der öffentliche Verkehr wurden wieder aufgenom aber die Fahne nicht in die Hand bekommen hat, einer Schlägerei zwischen Angehörigen der der Windel zerstreut. Es bestand fein Zweifel, daß men. Die Hinrichtungen gehen, allerdings in so ist unsere Fahne als unbefledt zu betrachten. ABD und wie es in der Meldung heißt: polidas Kind von den Ketterhunden derart zugerichtet viel geringerem Maße, weiter. Die französi Diejenigen Personen, welche sich wiederholt ber tisch Andersdenkenden". Die Kommu- worden war. Auch sprachen alle Anzeichen dafür, daß fchen Behörden haben Warinetruppen unverschämten Lüge bedienen und uns mit unserer nisten holten ihre Gegner aus einem Straßen die Mutter d: s Kindes, in der Absicht, sich dessen zu mit Maschinengewehren in den zur ChiFahne beleidigen, werden wir gerichtlich belangen. bahnwagen heraus. zertrümmerten mit Stöden entledigen, es den Hunden vorgeworfen habe. Nach nefer stadt führenden Straßen aufgestellt. Bisher die Scheiben des Wagens und griffen die Leute der best: alischen Mutter wird gefahndet. sind keine Ausländer getötet oder verlegt worden. tätlich an. Sieben Kommunisten wurden Ein Zigeunerhäuptling erschossen. Aus Nagy- Eine allgemeine Mobilisierung der tapolcjany wird gemeldet: Die Gendarmerie Polizei und der Verteidigungsstreit ist seit langem auf der Suche nach einer 3: geuner- träfte in der französischen Konzeffion bande, die mehrere Raubmorde begangen haben soll. iit angeordnet worden. Dieser Tage stieß eine Gendarmeriestreife auf Zigenner, die, als sie die Gendarmen erblickten, auf ihre Pferde einhieten und die Flucht ergriffen. As sie auf die Haltrufe der Gendarmen nicht stehen blieben, gaben diese eine Salbe ab. Eine Kugel traf den 3i geunerhäuptling, der tot vom Pferde stürzte. Die Zigeuner wurden darauf festgenommen. 5 Der Vorstand des Turnvereines Hönbach. Arbeiter- Urlaubsreisen. M verhaftet. Sunt chuanfang legt lein Amt nieder. der London, 23. Feber. Der Sonderberichterstatter Times" in Nanking meldet: Es verlautet, daß Suntschuanfang sein Amt niedergelert und den Befehl über den Rest feiner Streitkräfte in gemeldet: In der hiesigen Stranfenfasse erschien ein haben den Vormarsch nach Süd- kiangsu die Hände des Generals Lintschiangting Ein gericbener Gauner. Aus Preßburg wird gelegt habe. Die Schantung- Streitüräfte junger Mann, der sich als Angehöriger eines gewissen begonnen. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob Leo Fuchs ausgab, der Mitglied der Strankenkasse ist auf Grund einer Vereinbarung mit den Ranund sich zurzeit im Krankenstand befindet. Er gas tonesen oder um ihnen Widerstand zu leisten. vor, daß Fuchs gestorben sei und wies ein notarielles Zeugnis fciwie eine Bestätigung der jüdischen Ge* London, 23. Feber. Reuter meldet aus Katastrophe beim Ball. Wie ,, Echo de Paris" Urlaubsaus Lyon meldet, stürzte Dienstag nachts Reise Organisation in Bodenbach während eines Balles, den ein Automobilklub teilt mit: Die erste Reife in diesem Jahre hat im Grand- Theater gab, der Fußboden eines die Deutsche Schweiz zum Ziel; findet vom im ersten Stock gelegenen Saales in einer Fläche 24. Juni bis 3. Juli statt und sieht als Programm von 10 Quadratmetern auf die in dem darunter vor: Reifeantritt Prag. Tour: Linz- Salzburg liegenden Saale befindlichen Personen. Vier Innsbruck- Bregenz, Dampferfahrt auf dem Bo- Personen wurden verlegt, davon eine densee nach Konstanz, Besuch der Rheinfälle bei schwer. Schaffhau'en, Luern, Rundfahrt auf dem Vierwaldstättersee, Auffahrt auf Rigi- Kulm, Besuch Noronha, 22. Feber( einer Insel im Atlan De Pinedos Ozeanslug. Aus Fernando von Interlaken, der Wengeralp und des Kleinen tischen Ozean an der Küste von Brasilien), wird Scheidega. Ausflug zum Jungfraujoch. Grindel gemeldet: Das Flugzeug De Pinedos wurde heute, wald nach Sandersteg; Besuch des Oeschinnensees, Dienstag gegen 15 Uhr, hier gesichtet. De Pinedo Bern und Umgebung, Zürich. Dampferfahrt auf beabsichtigte, feine Zwischenlandung vorzuneh dem Züricher'ee; Rückfahrt über Innsbruck( Stadt- men, mußte jedoch um 17 Uhr wegen der schlech besichtigung), Salzburg( Ausflug um Schloß Hell- ten Wetterverhältnisse zurückkehren. Das meinde vor, die die Angaben des jungen Mannes be brunn) Prag. Weitere Reisen finden Flugzeug ging auf dem Wasser nieder und wurde stätigten. Der Fremde bat darauf um Auszahlung Shanghai: Der Gouverneur von Schantung, statt: Vom 22. bis 28. Juli 1927 Studienfahrt von einem brasilianischen Kreuzer des Begräbuisge des, worauf er 1080 K ausgezahlt General Tschantsungisch ang, ist in Nan nach Wien, verburden mit Dampferfahrt durch eingeschleppt. Das Flugzeug und feine Be- erhielt. Einige Tage später erschien Fuchs persönlich, fing eingezogen und hat auf Grund einer Ber die Wa cha u. Ausflug zur Raralp und Besuch fatzung befindet sich in ausgezeichneter Verfassung. um sein Krantengeld in Empfang zu nehmen. Bon einbarung mit Sunischuanfang die Herrschaft der Mazocha- Höhlen.-8. bis 22. Aurust: Betäubung durch Gruftgase. Auf eigenartige dem Betrüger feht jede Spur. über die Stadt übernommen. Die Trup3. Italien Mittelmeer- Reise mit Vepen des Generals Fengtien werden die Bahn nedig Florenz- Rom- Neapel, Schiffahrt ab Neapel Weise ist, wie aus Georgswalde berichtet wird, der Friedhofsgärtner Richter verunglüdt. As er auf mittag erichoß sich in Berlin Unter den Linden den in Nanting eingetroffenen 82.000 Mann der Am Dienstag linie füdlich von Nantina fichern und es dadurch nach Triest. Ein Höderwagen von einem Lajtzug zer einer Leiter die anläßlich der Beerdigung des verftor- der Ingenieur Thomas Beifer in einer Auto- Nordarmee ermöglichen, alsbald an der Verteidifuhr die Händlerin Randa aus Užice mit ihrem Grabstätte wieder verlassen wollte, stürzte der über men werden sollte. Der Schuß drang ins Herz, so daß gemein, daß Suntschuanfang als militärischer 28jährigen Sohne auf einem einfännigen Wagen 60 Jahre alte Mann wahrscheinlich infolge Betäuber Tod sofort eintrat. Peiser war bei den Berliner Faftor ausscheiden werde. zum Melniker Markt Sie hatte Eier. Butter und bung durch Gruftgase ab. Er wurde, hilflos neben Elektrizitätswerten angestellt und vor furgent ent andere Lebensmittel sowie auch lebende Schwein- den Särgen in der Gruft liegend, aufgefunden. Bei lassen worden. Dafür machte er einen Diret: or der ftrede ser al up- Neratowi zu überque- abschürfungen im Gesicht auch einen Oberschenkelbruch chicßen. Um feine Drohung wahrzumachen, erschien haben sich heute der beiden chinesischen Kanonenchen geladen. Das Fuhrwert hatte die Lokalbahn-/ dem Sturze hatte sich Richter außer erheblichen Haut- Werke verantwortlich und drohte, diesen niederzu Sun- Tschuan- Fang unterstellten lokalen Behörden ren und fand die Vahnschranken offen. Als es zugezogen. mitten auf dem Geleise ang langt war, brauste Ein Kind vor die Hunde geworfen. In Sem- sprechen. Als Polizeibeamte ihn festnehmen wollten, bardierten: Die aufrührerischen SchiffsmannLemiprechen. boote bemächtigt, welche gestern die Stadt bommit Bolldampf ein Laftzug heran, der den Wagen berg wurde eine größliche Tat entdeckt. Im Garten ergriff er die Flucht in einer Autodroschke. Als diese buchstäblich zermalmte. Die Händlerin wurde auf eines Hauses hat man den blutigen Leichnam eines unter den Linden durch die Berkehrsampel gestoppt schaften verließen die Schiffe und flüchteten. Heute haben 30.000 Spinnereiarbeiter die der Stelle getötet ihr Sohn. der zur Erde geschleu. Kindes in furchtbar verstümmeltem Zustande aufge- wurde, und die verfolgenden Beamten sich dent Wagen dert. nicht direkt unter die Räder fam, ist lebens- funden. Die gerichtliche Kommission fand in der Nähe na erten, legte Beijer zunächst auf einen Beamten an, Arbeit aufgenommen. gefährlich verlegt, das Pferd mußte geschlachtet der Hundchütte, auf der Erde liegend, in gräßlich vera erfchoß sich aber dann selbst. werden. Es fonnte noch nicht festgestellt werden, stümmeltem Zustande den nackten Seichnam eines wen die Schuld an dem Unglüd trifft. neugeborenen Knaben. Der Körper wies eine Menge Eine vol'tsch Schlägerei in Berlin. Jm Bißwunden auf; an vielen Stellen war er volltom Zentrum Berlins fam cs Dienstag abends zu men zerfetzt. Auf der Erde lagen die blutigen Refte Selbstmord Unter den Linden. er am Dienstag vormittag, umt den Direktor zu Schanghai, 23. Feber.( Reuter.) Die General Großfeur in Breslau. In der Nacht zum Diens. Die englischen Truppen. tag fiel in Breslau ein städtischer Möbelspe cher, der Hongkong, 23. Feber. Das englische Truppen ehemals eine Delmühle war, einem gewaltigen Brand transportfchiff Minnesota" ist mit 1000 Marinezum Opfer. Die Feuerwehr jetzte alle Kräfte an und soldaten hier eingetroffen. Bannerslag, 24. Feber 1927. Bildungsarbeit. Beethovenfeiern. Beethovens hundertsten Todestag ibündig gu feiern, ist Pflicht aller Kultur-, Kunst- und Bil. bungsvereinigungen. Dazu ein paar Richtlinien zu geben, wird wohl nicht überflüssig sein. Es ist nicht notwendig, Beethoven mur in der Zeit um den 26. März zu feiren; das ganze Jahr 1927 fc dent Gedenken unseres größten Ton Dichters getvidmet sein. Die Feiern für Beethoven müssen würdig fein feines Ruhmes. Wo eine eigene Feier wirf lich unmöglich ist, soll eine andere Veranstaltung, 3. B. eine Liebertafel des Gefangvereines benützt werden, um Beethovens Jahrhundertfeier zu begehen, indem mindestens vei seiner Chöre aufgeführt werden und eine Gedenkrede gehalten wird. Sind in einen Orte keinerlei Musik oder Gesangsbereinigungen, so sollte Beethovens Größe' wenigstens in einem Vortrage( eventuell mit Lichtbildern) gewürdigt werben, Wenn die Musiftreibenden mehrever Nachbarorte Busammenstehen und die Mühen nicht scheuen, so muß es möglich fein, eine einfache Feier zustande. zubringen; biefe muß dann in den übrigen Orten des Bezirkes oder Streises ebenfalls aufgeführt merden. Ein Universal- Programmt soll ungefähr so an geordnet fein: 1. Gedenkrede( ebent, anschließend ein Gedicht). 2. Chor. 3 Streichquartett ober Klaviertrio. 4. Klaviersolo. 5. Sololieder( Männer- oder Frauenstimme). 6. Streichquartett. 7. Violinsolo. 8. Schlußchor. Wenn wir hier ein Brogramm für mittlere und fleinere Orte aufstellen wollen und von Orcheteraufführungen absehen, so wäre dies das Mari a um eines solchen Programmes. Es ist selbstverftändlich, daß jeder Ort davon das aufführt, was er mit seinen verfügbaren Kräften zu erreichen imftande ist. Einzelne Stüde anzuempfehlen, ist na türlich unmöglich, denn der Mitwirkenden muß die Wahl freigestellt bleiben. Nie fehlen darf die Gedenkrebe( Prolog), benn es gilt nicht nur eine verstorbene Größe zu feiern, sondern Beethovens Titanenwert zu würdigen und nicht zuletzt ihn mit aller Ruhe des Besitzsicheren als ,, den Unseren" zu feiern. Die Gebenkrebe soll und darf kein Serfagen biographischer Daten und Geschehnisse sein, wenn biographischer Daten und Geschehnisse sein, wenn fich solche auch nicht immer vermeiden lassen werden, aber in Großen und Ganzen muß sich der Prolog mit Beethovens Größe und der Bedeutung seiner Werke beschäftigen. Folgende Behelfe seien hier empfohlen: zu 4. Beethoven im Gespräch. Jnfel. Verlag. Desterr. Bibliothet Nr. 9. 5. Die Auffäße über Beethoven im Bollswirtschaft. Seite 5. und damit ist ber Achtstundentag dann endgültig festgelegt. Während die Arbeiterschaft in Europa noch Arbeiter- Jahrbuch und Arbeiter- Taschenkalender Der Kampf um den Achtitundentag. unt den Achtstunden ag kämpfen muß, ist die Ar1927. tafia". Der Stampf um den Achtstundentag ist noch beitszeit in anderen Erdteilen längst bedeutend 6. Gedichte. a) Nitolans Lenan: Kämp immer nicht beendet. Viele Länder sind dem fürzer geworden. In Australien 3. B. ist die fen lern ich ohne Haffen". b) Alfons Pezold: Washingtoner Uebereinkommen noch immer nicht 44- Stunden- Woche die Regel und viele Betriebe Eroica. c) Sugo Salus: Sonata quasi una fan beige reten und deshalb muß das Proletariat um arbeiten 42, fogar nur 40 Stunden die Woche. diese Forderung ringen. Diese Tatsache ist aber Auf dem Kongreß des australischen GewerkschaftsChorlieder, die für kleine Chöre leicht ausgleichzeitig ein Anfporn für die Reaktionäre jener bundes im Jahre 1925 wurde beschlossen, nicht führbar fintLänder, die das Washingtoner Uebereinkommen mehr von dem altmosschen Achtstunden ag zu noch nicht ratifiziert haben, den Kampf gegen den reden, sondern alle Kräfte darauf zu konzen Achtstundentag nicht aufzugeben. Bekanntlich hat trieren, daß überall die 40- Stunden- Woche erim Vorjahr eine Konferenz der Arbeitsminister reicht wird. Auch in Amerika g' bt es eine große westlicher europa scher Industriestaa en in Eng- Anzahl von Betrieben, die nur 44 Stunden pro land getagt zu dem Zwede, um sich schlüssig zu Woche arbeiten und außer den Fordschen Betrie werden über die Ratifizierung dieses Ueberein- ben arbeiten v'ele Zehntausende Arbeiter, besontommens durch ihre Regierungen. ders in der Bekleidungs- und chemischen Indu 1. ,, Gott ist mein Lied". ebent. für Kinderchor. 2. Hymne an die Nacht( Heilge Nacht, o gieße) 3.„ Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre". Event. Massenchor. 4. Fahr wohl, du goldne Sonne". Sie find in Schulliederbüchern und in Vereinsliederbüchern zu finden, sowohl für Kinder, wie auch für Männer- und gemischten Chor. Stüde für Violine mit Klavierbe gleitung: Romanzen: Op. 40 in G- Dur; Op. 50 in F- Dur. Sonaten: Op. 12 Nr. 1 Rondo, Nr. 2. Andante; Op. 23 Allegro molto( letter Sat); Op. 24. Frühlingssonate. Allegro 1. Sas. Scherzo. Allegro molto 1. Sag; Op. 30. Adagio molto expressivo 2. Say; Op. 96. Sonate 10 Adagio expressivo 2. Saz. www Auf dem Wege zur Einheit. Am 22. und 23. Feber I. J. versammelten sich im Gewerkschaftshaus in Prag unter dem Vorsitz des Sekretärs der Bauarbeiter- Juternationale die Obmänner der drei Organisationen, die fich in einen Einheitsverband vereinigen wollen: der Zentralverband der Bauarbeiter, der Bauund Reramarbeiterverband, beide in Brag und der Deutsche Bauarbeiterverband in Reichenberg. Bor furzem hat Belgien das Achtstundentag- strie, nur noch 40 Stunden wöchentlich. Aber auch übereinkommen rat fiziert und diesem Beispiele in England, also schon in einem europäischen ist mun auch Frankreich gefolgt. Leider hat Staate, besteht für viele Betriebe d'e 44- StundenFrankreich die Ratifizierung mit der Einschrän- Woche, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis fung ausgesprochen, daß vor der Inkrafisezung die 44- Stunden- Woche in England die Regel dieses Abkommens England und Deu schland sein wird. ebenfalls rat fizieren müssen. Wenn auch die Es it also hoch an der Zeit, daß auch in franzöfifche Ratifizierung nicht sofort wirksam den übrigen europäischen Industriestaaten ehewird, so wird dadurch auf die beiden anderen stens der Achtstundentag geregelt wird, damit auch Industriestaaten ein moralischer Druck ausgeübt, in den Ländern der alten Stultur einer weiteren nun endl'ch das so lang Verabsäumte nachzu Verkürzung der Arbeitszeit die Wege geebnet holen. Dieses Beispiel zeigt aber auch die Angst, werden. Violinkonsert in D- Dur. Adagio. die bie international so gut verflochtene Industrie Klavierstüde Op. 33. Sieben Bagatel- immer noch boreinander hat, und fe ne möch e len. Op. 51. Nr. 1 Rondo in C- Dur, Rondo ten Trumpf, den sie in der überlangen Arbeitsin A- Dur.- Elf Wiener Tänze.( Wolfsausgobe seit besikt, vorschnell ausspielen. Anderseits find Bei Breitkopf u. Härtel.)- Sonaten: Op. 14. Rr. Diese bedingten Ratifizierungen nichts anderes als 1 a. 2. Op. 49 Nr. 1 u. 2. p. 79 G- Dur. ein Versteckspiel, denn jede Regierung will damit Schwieriger sind: Op. 129. Rondo a capriecio.( Die der anderen zurufen: Sanemann, geh Du But über den verlorenen Groschen.) Märsche. boran!" Trotzdem ist auch die bed ngie Ratifizie I. Bd. Variationen. Berühmte Sonaten: Op. 13. rung durch Frankreich anzuerkennen und es liegt Pathétique.- Op. 26. As- Dur( mit Trauermarsch). nun an den Regierungen Englands und Deutsch- Op. 27. Cis- Wioll( Mondscheinsonate). Op. 31. lands, ebenfalls die Ratifi ierung nachzuholen. Nr. 1 D- Moll. England, in dem der Achtstundentag besser einDie Versammlung zeitigte die einmütige Festgehalten wird als in Deutschland, hat außerdem stellung der Grundsätze für die Verschmelzung, bereits erklärt, daß es zur Annahme des Ab- deren erster Satz kurz und bündig lautet:„ Die lommens entschlossen sei, wenn Deutschland rati- drei Verbände vereinigen sich zu einem Einheitsfizlere. Es liegt also nun wesentlich nur an der verband". Ebenso einmütig wie bei den Ver deutschen Regierung, daß der Ach stundentag handlungen über die Grundsätze verſtändigten sich in den wichtigsten Industr estaaten Europas ein die Vertreter der genannten Verbände über die geführt wird. Art der Durchführung der VerschmelzungsverDeutschland ist wohl ein initiativer Schrit in berzeitigen Mitgliederstandes, die Regelung der Von der neuen Bürgerblock- Regierung in handlungen, über gegenseitige Sicherungen des dieser Hinsicht nicht zu erwarten, denn die heute Aufnahme neuer Mitglieder bis zur Verschmelregierenden reak ionären Parte en haben ja bisher zung und schließlich über einen Plan zur gemeinFreudvoll die Ratifizierung berhindert. Und doch besteht die famen Werbearbeit unter den unorganisierten und leidvoll( aus Goethes Egmont). Nr. 50 Sehnsucht.( Nutr wer die Sehnsucht kennt.) Nr. 29 Hoffnung, daß trotzdem Deutschland in absehbarer Bau- und Keramarbeitern. Sobald die gemein Sehnsucht.( Nur wer die Sehnsucht kennt.) Nr. 29 Zeit auch diesem Abkommen beitritt und diese same Landeszentrale das schon im vorigen Jahre Was zieht mir das Herz.- Freiheitslieder: Nr. 34- An die Hoffnung. Nr. 36- Der Mann von henden Erstarfung der deutschen Ar genehmigt haben wird, soll fafort mit der prafAn die Hoffnung. Nr. 36 – Der Mann von Hoffnung gründet sich auf der sich rasch vollzie beschlossene Statut für den gemeinsamen Ausschuß Wort. Nr. 45 Der freie Mann( mit Chor). beiterklasse. Die deutschen freien Gewerf. Der freie Mann( mit Chor). beiterflaffe. Die deutschen freien Gemert- genehmigt haben wird, soll sofort mit der prafNr. 61- Der Barbergeist( Ba). Nr. 63fchaf en führen Jahren einen erbitterten schen Arbeit im Sinne der gefaßten Beschlüsse erbittertentischen alle Anzeichen trügen, wird dieser Kampf immer Kampf um den Achtstundentag und wenn nicht begonnen werden. erfolgreicher. Der große Kampf in der sächsischen Streif in der Konfettionsindustrie in Proje Metallindustrie, in dem es sich besonders um den niß. In Proßnitz haben vor ungefähr fünf MoAchtstundertag handelte, ist, wie die Blätter naten die Arbeiter eine Forderung um Gewäh melden, damit beigelegt worden, daß der Acht- rung einer einmaligen Aushilfe gestellt. Die stunden ag als normale Arbeits; et erklärt worden Unternehmer haben die Verhandlungen hinausge ist. Auch in anderen Industrien Deutschlands ift ogen. Schließlich haben sie unter dem Drude der man schon zur Firierung der täglichen Arbeitszeit Organisationen das Angebot gemacht, den Verhei auf acht Stunden gekommen, und die deutschen rateten 200 K, den Ledigen 100 K auszuzahlen, Gewerkschaften werden nicht eher ruhen, bis auch dagegen den bisher 100prozentigen Zuschlag auf für Deutschland der Achtstundentag zur Tatsache Ueberzeitarbeit auf 50 Prozent herabzuwird. Es besteht also die begrürbete Hoffnung, se pen. Als Antwort darauf sind die Arbeiter daß in absehbarer Zeit alle wichtigen Industrie in den Ausstand getreten. An dem Streik betei staaten das Washingtoner Abkommten ratifizieren, Iligen sich ungefähr 500 Arbeiter. Die Sieder und Gesänge für eine Stimme mit Klavierbegleitung sind gesammelt in der Universal Edition Nr. 322( Verlag Wien I., Musikvereinssaal) erschienen. Seicht ausführbar sind folgende: Nr. 47- Ich liebe dich. Nr. 51- In questa tomba. Nr. 56- An die Geliebte( 2. Faf fung). Nr. 33- Das Glück der Freundschaft. Nr. 1 An die Soffnung. Op. 32. Nr. 2. Adelaide. Nr. 35- Liederzyklus ,, An die ferne Geliebte." Für Frauenstimme sind zu empfehlen: Nr. 31 Die Trommel gerühret, und Rr. 32- Frenboon ober so. 1. Zeitschrift Moderne Welt", Jahrgang Stüde für Streichquartett: Op. 18. 1920, Seft 9. Auffäre von Dr. Graf, Dr. Decsay, Nr. 1 F- Dur, Nr. 2 G- Dur, Nr. 3. D- Dur, Nr. 4 Stefan Zweig, Dr. Zach.( In diesem Hefte be- C- Moll, Nr. 5 A- Dur, Nr. 6 B- Dur. Schwerer find: finden sich auch die unter genannten Gedichte und Op. 59, Nr. 1, 2 u. 3.- Op. 74. Op. 95. Es wird prächtige Bilder zu Lichtbildvorträgen verwend anguempfehlen sein, nicht die vollständigen Quartette bar.) Berlag: Arnold Bachwik, Wien III., Bara zu spielen, sondern aus verschiebenen Sniden einzelne ceffusgasse 9. Sollte das Heft nicht mehr zit er Säbe, z. B. Op. 18- Nr. 1, 2. Say, Adagio; halten sein, wird man es aus Brivatbesis oder 3. Sas, Scherzo( mittelschiver); Op. 18 Nr. 2 Bibliotheken ausleihen müssen. und 3, ebenso: Op. 18- Nr. 4, 1. Sas, Allegro, 2. Ludwig van Beethoven von Rp. 2. Say, Scherzo, 3. Sap. Menuetto( schivieriger); Berlag Rascher u. Co., Op. 18 Nr. 6, 1. Sat, Allegro con brio, 2. Sat, Adagio; Op. 591. Sab, Allegro( chiver). Vorstehendes sei Vorschlag und Anregung zur Veranstaltung fleinerer Beethovenfeiern. main Rolland. Zürich. 1922. 3. Beethoven von Ludwig Rohl. Reclam- Univ.- Bibl. 1180/81. Jugenderinnerungen aus der Zeit vor Hainfeld. Bon Robert Preußler( Salzburg). Das Glasarbeiterländchen im deutschböhmiichen fergebirge war nach dent Zeugnis der Brager Polizeidirektion schon frühzeitig ein be sonders verdächtiger Herd des sozialistischen Revoluzzeriums. Ende der sechziger Jahre schon gab es in Dahlendorf bei Tannwald einen Mann namens Schwede 1. der nichts Gerin geres vorhatte, als mit den Familien Peutert und Preußlerber legere war mein Vater -in Albrechtsdorf einen Glasarbeiterverein zu gründen. Wenn Schwedel und der junge Peukert, die mit der reichsdeutschen Arbeiterbewegung Füblung batten, in der Versammlung ihre konfis zierlichen Reden auspadten, gerieten der Bezirkskommissär a wori oder der Bezirkshauptmann Baron Vradscha, die damals die bereits wadelig gewordene Ordnung im österreichischen Staate für den Bezirt Gablonz derivaten, in be sorgniserregende Unruhe. Diese dauerte bei ihnen solange. bis der gefährliche Glosarbeiterverein aufgelöst wurde. Peutert. der Glasdrüder war, erlernte in Tannwald die Zimmermalerei, fchüt belte den Staub von den Füßen und machte sich gar bald in Wien durch seine hervorragenden journalistischen und rednerischen Gaben bemert bar, bis er in die fanac des Bncfvigeltums geriet und für die öfterreichische Arbeiterbewegung für immer berloren ging. Ich war vor beang Peuteris noch ein fleiner Barfühler und hatte den Mann deshalb ins Herz geschlossen, weil er mir als Hausnachbar immer eine fleine Freude machte und mir kleine Spielereien grb. Die Bewegung war nach feinem Fortgang auf die Hausaaitation amepielen und ich lernte schon frühzeitig einige Parte freunde meines Vaters fennen. Deren aroße wiffenfchaft liche und geschichtliche Vorliebe mir auffiel. Beufert fab ich erst wieder. als er nach überstan dener Haft nach dem Merstallinger- Prozeß mit Monach Antonienwald fam und dem Vater| lag schon auf der Lauer, auch der überaus rühri- fen kann, indem man nach radikal- sozialistisch einen Besuch abſtattete. Mos war ein Bleicher, gen Bewegung im fergebirge den Garaus zu anarchistischer Methode mit dem Stopf durch die machen. abgehäumier Mann mit interessanten GesichtsWand will. Ich lernte die beharrliche organisazügen und ich folgte mit fieberhafter Aufmerksam Der Anlaß war bald gegeben. Nach der Hin tonische Kleinarbeit schätzen, nahm mir vor, Leit dem Gespräch der aus dem Rerter gefom- richtung Stellmachers in Wien, der mit meinen inneren Menschen durch methodische menen Leute. Der Grundsaß. nie die Partei der Rammerer einige Polizeispione niedergestreckt Selbstbildung zu verbessern und für den Kampf Verfolger, sondern immer die der Verfolgten zu batte, wurden im Gablonzer Bezirk Flugschriften brauchbarer zu machen, und ließ mich nach vollnehmen, lag mir im Blute und mein Gemüt verbreitet, weshalb eines Tages im Feber 1886 brachter Studienzeit ruhig für das Prager Vergeriet in Aufruhr darüber, daß man Leute, die ein starkes Aufgebot von Gendarmen in meiner brecher album photographieren und per nach der Wahrheit streben, einsperren konnte. Die Wohnung erschien und mich wegen des Verbach- Marfchroute nach Hause befördern. Aus Prag mit dem Prozeß verknüpften Verirrungen der tes des Verbrechens des Hochberrates aus dem wurden wir für immer ausgewiesen. Arbeiterbewegung waren mir damals noch nicht Bette riß, alles durcheinander warf und mich nach Im Herbst nach unserer Enthaftung. erschien bekannt. Ich war aber schon so weit flügge ge- Gablon; ins Bezirksgericht brachte, wo bereits die Gleichheit", der Versuch Taaffes mit worden, daß ich mich bald mit heißer Leidenschaft ein Verwandter Beuferts, der alte, lungenkranke dem Sozialistengeset nach deutschent Muster war der Arbeiterbewegung widmete. Eifelt, am gleichen Tage eingeliefert worden mißglüdt, der Hainfelder Partettag Mein erstes Debüt war die Uebernahme war. Einige Tage darauf legte man mir Hand- machte dem unseligen Streit um Worte und uneines Vortrages im Industriellen Bildungsverein schellen an und führte uns unter scharfer Be- brauchbare Kampfmethoden ein Ende, und mit in Tannwald über das Thema:„ Was ist Re- deckung nach Prag. Ich muß gestehen, daß ich Volldampf ging es an die neue Bewegung heran. ligion?" Im Fluge hatte ich mich des Stoffes meine Verhaftung mit einer Mischung von Stolz Noch war ein ganzer Berg von Mißtrauen und bemächtigt, las mit der Gewissenhaftigkeit eines und Gleichmut betrachtete. Meine Zellengenossen von Verfolgung zu überwinden, noch wurden Brofessors alle einschlägigen Bücher, schrieb mir in Prag waren ein Märtyrer unserer Idee, der unsere Vereine auf Schritt und Tritt behindert, den Vortrag fein fäuberlich auf, levnte ihn aus einige Monate später an Storbut starb, ein Mör- unsere Blätter konfisziert und unsere Genossen wendig und schleuderte die erste Nede in besin- der, ein Dieb und ein Bankrotteur. Ich konnte wegen jeder freimütigen Aeußerung verfolgt, doch nungsloser Aufregung hinaus. die schwarzen Knödel nicht vertragen, die von den ein unzerstörbarer Glaube an den Erfolg unserer Häftlingen Kotata, das heißt Käßchen, genannt Bewegung beseelte uns, wir blieben jung und wurden, und geriet daher in argen Konflikt mit voll Ungeduld und Kampfesluft und segelten mit dem Anstaltsarzt, der auch die Sozialdemokraten Bolldampf vorwärts. en canaille behandeln wollte. Bald hatte ich mir jedoch gute Spitalfost erobert und lebte bis ans Die unterdrüdte Selbsthilfe hatte unter. Der Schlagwör- Ende meiner Haft, die neun Monate währte, bef Slasarbeiterschaft des Mergebirges im Herbst ter auf Papierstreifen- bediente. Eine Zeitlang fer als braußen. Bis auf die schöne, freie Natuur, 1889 einen Notstand zur Folge. Ich rief die hauserfreuten wir uns des in Reichenberg erscheinen die ich immer mit voller Jugendlust genoß und industriellen Arbeiter auf und veranstaliete einer ben Bariciblattes Der Rabitale", dessen nun entbehren mußte. mehrtägigen Streit im Umtherziehen von Ort zu Redakteure jedoch seit Beginn der berüchtigten Wir waren 29 Angeklagte und wurden nach Ort: die Glasschleifer stellten die Arbeit ein, die Geheimbundprozeffe in Brag immer wieder frisch Einstellung des Verfahrens wegen Hochverrat tschechischen Glasinner geringen die Spreng vom Schreibtisch weggeholt und nach Brag ge- fummarisch wegen Geheimbündelei ber, mafchinen, es gab blutioe Susammenstöke und schafft wurden, wo bereits eine lange Reihe von urteilt. Drei von uns genoffen die hohe Ehre, eine Militärinsafion aus Reichenberg mußte dent Genossen, unter ihnen Schwarz, Schiller, als Vorsteher des uns natürlich gänzlich unbe- Aufruhr niederschlagen. Doch wenn man auch Se önig, Beer, Sirt usw., die Prager fannten Geheimbundes verurteilt zu werden, die die Verzweiflung mit Waffengewalt dämpfte, die Universität so hieß das alte Landes- andern erhielten meistens einen Monat als ein Erhebung der Arbeiterkaffe zu geistiger und gericht auf dem Karlsplatz- bezogen hatte, Bald fache Mitglieder. Der Mensch soll die hohe Obrig organisatorischer Macht konnte man nicht mehr sollte auch uns das Schicksal ereilen. Der Radi- teit mit ihren absonderlichen Einfällen nicht ver- berhindern, und seit jenem ersten Weltfeiertag int tale" mußte schließlich sein Erscheinen einstellen, achten, ich lernte wirklich viel auf der„ Universi. Jahre 1890, an welchem die Arbeiterschaft in Stönig, Beer und Schiller gingen über die Grenze tät" ant Rarlsplas, indem ich junger Brausetopf ganz Oesterreich das alte Polizeiioch zerbrach. ist in die Verbannung, die Reichenberger Bewegung von älteren, erfahrenen Genossen darüber belehnt es unaushaltsam aufwärts gegangen. war fast vollständig lahmgelegt und die Polizei wurde, daß man nie eine große Bewegung schaf Sturze Zeit darauf gründeten wir auch in Mardorf einen Arbeiterbildungsverein, wo ich die Methode der auswendig gelernten Vorträge mit einem Durchfall zu büßen hatte, weshalb ich es nun aus dem Stegreif probierte und mich da bei der sogenannten ,, Hosenträger" Sefte 6 Kunst und Wissen. Literarisches Theater. Einmal int Jahr gibt der Prager literarisch fünstlerische Berein eine Theatervorstellung. Wie Napoleon seinen Talma vor einem Parkett von Königen spielen ließ, so lassen die Häupter des literarischen Vereins Schauspieler und Anfänger vor einem Barlett von Dichtern, Auch Dichtern, Literaten, Jour nalisten und anderen Prager Hausgrößen auftreten. Es ist ein wahres Familienfest und der Fremde, den ein launisches Geschid in dieses literarische Theater geraten läßt, muß einen sonderbaren, vielleicht aber den richtigen Eindruck von der Literatur, wie man fie in Prag auffaßt, erhalten. Geschlechtern diese Eheschließung überliefern, die alle ntufifer noch allzu sehr beschwert bon bramatifchen Scheinmoral der bürgerlichen Weltanschauung in den Einzelheiten, die er unter Außerachtlassung des Ge Hohlspiegel eines furzen Geschehens fängt. Ein famistiles allzu sehr betont; interessante Einzelheiten Ibsen'sches Ehedrama tönnte die Unnatur in ihren der Invention und Instrumentation aber lassen in tragischen Zusammenhängen zeigen. Als Tragi Martinu einen berufenen Erneuerer des modernen groteste läßt der Stoff sich nicht gestalten. tschechischen Ballents erkennen. Die Aufführung beider Das Natürliche wirkt peinlich, das Sittliche über Ballette, deren szenische und choreographische Aufspannt, das Tragische eben zu grotest, un noch die machung sehenswert ist, bot vor allem den Tanz Leidenschaften zu entfachen, das Groteske zu tragisch, künstlerinnen Selena Štepantova, Louisa um erlösend die Wahrheit zu künden. Dramentechnisch černa und 3denka 3abylove und Herrn ist das Stüd von Pirandello unglücklich beeinflußt, amira Gelegenheit, Breben ihrer hochstehenden Ser Marionettenstil, den die Regie( 5I3Iin) an- Tangkunst zu geben. In dent Ravel'schen, den Gestrebte, gelang darstellerisch nur Fischer- Streitfang opernmäßig benübenden Ballett hatten vor mann. Ströhlin erhöhte durch sein nervös allem die Damen Alegoba, Reiboleoba, feminines Spiel das frankhafte Unwahre der Fabel. Nordenova und Kočova, sowie die Herren Ronstantin, Jenit und Soběsky bankens * Was der P. T. Berein aber dann vorjeßte, werte Aufgaben. Die musikalische Leitung der Diesmal stand auf dem Programm zunächst Oskar Baums Tragigroteste„ Der pünktliche gehört als Schülervorstellung in eine historische Rebel'schen Balletteper hatte Sapelimeister BrgoEros". Oskar Baum, der eben sein 50. Lebens- Johannes Sa a se ist so fitschig, daß die Revolution meister Winkler. Jubiläumsrevue. Die Rotofo- Revolution" von bohaty, jene des Balletts von Martinu Karell. Ostar Baum. jahr vollendet, ist als Erzähler, vor allem als Rovellist, bekannt und geschätzt. Seit seinen Jünglingsjahren erblindet, hat der Dichter es wie faum ein zweiter verstanden, die Welt des Blinden den Sehenden zu erschließen. Ein überaus reiches Innenleben, eine innere Schau von überraschender Tiefe und wunderbarer Buntheit offenbart sich in den Werken des blinden Dichters. Er, dem der Anblid glüdlicher und elender Schicksale der Mit menschen verwehrt ist, gießt die Sonne eines ewig lichten Gemütes über seine Gestalten aus, er leidet aber auch mit den Ausgestoßenen und Darbenden. Die Dichtung Ostar Baums ist sozial im edelsten Sinne; in feder Zeile, in jeden Bers schlägt das fühlende Herz eines wahren Dichters, der seine Zeit zutiefft erlebt.in -t. Donnerstag, 24, Jeber 1927. Guten Abend im Ruhreigen" daneben naturalistisch echt wirken Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Dont müßte. Dieser Dekorationsaft, in dent Teepuppen nerstag( 90-2), 7% Uhr:„ Das Schwalbenhohle Aphorismen sprechen und fächerliche Jakobinernest", Freitag( 91-3), 7% Uhr: Figaros eine lächerliche Handling agieren, nennt sich o Hochzeit", Samstag, 7 1hr: Garten Eden" mödie"! Komödie ist nur, daß man ihn aufführt! Sonntag, 2½ Uhr: Die 3irtusprinzessin" Die Darsteller fönnen auch in den schönsten 7 Uhr( 92-4):„ Der Bogelhändler", Montag sei schön durch Kostümen aus Haajes Dichtung, die bestenfalls ein 7% Uhr abends: Hokuspotus". Feuilleton für die Sonntagsbeilage der Prager Bresse" evgäbe, tein Theaterstück machen. Unter den Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: unglücklichen Modellen der Kostümschau bemerkte Spiel im Schloß", Freitag:„ Tartuffe" man neben der Anfängerin A. Rietschel, der noch 3 erbrochener Krug", Samstag:„ Os far, man neben der Anfängerin A. Rietschel, der noch laß dich nicht verführen!" Sonntag, 3 Uhr: eine längere Schule gut täte, und neben einheimischen Kräften in einer Episodenrolle( was war da nichtopf oder Schrift", 7% Uhr:„ Weibs Episode?!) Maria Jarosch, die in Berlin Rollen teufet", Montag: Büntlicher Eros" gespielt hat, die man hier niemandem anvertrauen fönnte, eine Künstlerin, die man gern in einem wirklichen Drama sehen möchte. Mit Bangen sieht man der nächſtjährigen Aufführung des literarischen Vereins entgegen, für die taum einer ein Vivant sequentes!" ausbringen wird! E. F. Rotolo". TOURIST DIE NAT Bereinsnachrichten. VEREIN Touristenverein Die Naturfreunde", Prag. Sonntag, 27. Feber: 3us. 10 Uhr vomr. Ende 11er- Linie Bubenč. Wanderung nach Ofoř( Ruine). Voranzeige: 6. März Gangtag- Ausflug nach Burg- Schloß Pürglik. VERLANGET UEBERALL ELIDA JEDE 12 STUNDE CREME Hautfarbene Creme gibt die zarte Tönung des Alabasters. Das Geheimnis der Königinnen der Schönheit. Sie klebt nicht, fettet nicht, glänzt nicht. Zu jeder Stunde verwendbar. Stets wirksam, nie sichtbar. ,, Elida Jede Stunde Creme zu jeder Stunde angenehm." Turnen und Sport. Einführung der sportärztlichen Beratung im Urbeiter Zurn- und Sportverband. Premierenabend im tschechischen Nationaltheater. Seit jeher gehört die Pflege des Balletts zu den besonderen künstlerischen Aufgaben des Prager tschechischen Nationaltheaters, das nicht nur über eine Reihe hervorragender Solo- Tänzerinnen und SoloTänzer verfügt, sondern auch über ein ebenso zahlreiches wie glänzend geschultes Ballett- Korps. Vergangene Woche wurden dem Spielplane des Natiowaltheaters gleich zwei Ballett- Neuheiten auf einmal einberleibt: M. Ravels' enfant et les sortileges"( Kind und Zaube. rei"), das als Erstaufführung in Szene ging, und B. Martinus Ballett ,, Wer ist der Mächtigste auf der Welt", daß seine Urauf führung erlebte. Beide Ballette, sowohl das des französischen Meisters Rabel als auch jenes des tschechischen Tonsehers Martinu, gehören der Gattung des phantastischen Märchenballetts, ant. Das Rabel'sche Ballett behandelt die Geschichte von dem schlimaren Kinde, das Tiere quält und verschie dentliche Gegenstände seine Launen fühlen läßt, woDaß Baum auch gedanklich revolutionär ist, für diese Rache nehmen. Matinus Ballett hinwiederbeweist seine Tragigroteske vom Widersinn der um schildert die Brautwerbung in einer Mäuse bürgerlichen Ehe. Daß die dramatische Form, die familie, bei der der brautwerbende Mäuserich sein Baum jeiner Idee gab, nicht recht den Inhalt fassen Mäuseprinzeßchen schließlich doch erhält, weil der will, ändert doch nichts an dem Willen zur Geftal- Mäusepapa, der sein Töchterchen nur den Mächtung der revolutionären Jdee. Die bürgerliche Ehe tigsten der Welt geben will, sich davon überzeugen umgibt die Erfüllung der geheimsten, privatesten, lassen muß, daß diese Mächtigsten die Mäuse selbst tiefsten Sehnsüchte liebender Menschen mit einem sind; denn die scheinbar allmächtige Sonne wird von feierlichen Zeremoniell. Mehr als das: sie termi- den Wolfen verdunkelt, die Wolfen wieder fegt der niert Zeit, Ort und Umstände, unter denen sich voll Wind hinweg, der Wind wieder bricht sich an der zieht, was sonst der Leidenschaft des Augenblicks Mauer, welche schließlich aber der Wühlarbeit der entspringt. Die jahrelang in Sehnsucht nacheinander Mäuse zum Opfer fällt. Ravels Ballettutusif ist vergingen, dürfen einander erst gehören, wenn Amt von meisterlicher französischer Art: Esprit, delikateste Berantwortlicher Redakteur Dr. Emil Straub fönnen, berhindert werden, Sportler von ihnen und Pfaffe die Natur legitimiert haben. Eine Klangdifferenzierung und köstliche Beschwingtheit im satirische Komödie müßte kommenden, glücklicheren| Rhythmus zeichnen sie aus. Martinu ist als Ballett. Brager Filmbörſe. schafft. Urdrolfiger Humor läß: den Zuschauer bei manchen Szenen herzlich lachen. Die Regie Zelniks ift ebenso intelligent wie routiniert. Als zweiten Film brachte die Gletta ein Erzeugnis des Prolet finos in Moskau unter dem Titel„ icht im Osten". Das Stüd bringt die Verfilmung des im Jahre 1926 erfolgten Fluges einiger russischen Biloten von Moskau nach Peking und in diesem Rahmen Bilder aus dem asiatischen Rußland, der Mongolei und China, zeigt uns die Menschen, Sitten und Gebräuche dieser Landstriche in nüchterner, auf zählender Form. Das Bildwerk ist äußerst naiv und anfängerisch zusammengestellt und kann daher höch stens als trockener Reisebericht bewertet werden. VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I. Herausgeber Dr. Ludwig Czech. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Brag. Für den Druck verantwortlich: O. Holit. Der Bundesvorstand des Arbeiter- Turn- und Sportverbandes versucht, alle wissenschaftlichen Erfahrungen auf dem Gebiete der Leibesübungen seinen Mitgliedern zu vermitteln und im praktischen Turnund Sportbetrieb zu verwerten. Nunmehr wird bom Arbeiter- Turn- und Sportverband, als dem ersten der Leibesübungen betreibenden Verbände, die sportäratliche Beratung und leberwachung organisiert und in eine feste Form gebracht werden. Die sportärztliche Beratung der Turnenden und Sporttreibenden ist von großer Bedeutung, da hiedurch Schäden, die durch übermäßi gen, ober unrichtig betriebenen Sport entstehen schädigenden Sportarten zuvüdgehalten und den für ihre Körperfonstruktion entsprechenden Leibesübun gen zugewiesen werden. Vont BundesDas einleitende Referat hielt Dr. Hahrt ( Zepli), den wir bereits als Leiter der sportärztlichen Untersuchungen am Kreisfest in Teplitz fennen lernten. Nach verschiedenen Vorbesprechungen fand aut lung und das Spiel der Hauptdarsteller ist unaufdringlich, dagegen aber um so wahrer und eindring Sonntag, dem 20. Feber L. J., im Sizungssaal der licher. Die Trägerin der weiblichen Hauptrolle ift Beratung statt. An ihr nahmen teil: Die Herran Bezirkskrankenkasse in Teplik die erste größere eine Schauspielerin, die uns unbekannt ist, deren Dr. Gruschka( Aussia), Dr. Hahn( Teplitz), Dr Im Elekta- Verleih erscheint das Erzeugnis Namen man sich aber entschieden gut merken auß: Wagner( Teplit), Dr. Bed( Tevlis), Dr. Richard des Deutschen Lichtspiel Syndikates( DLS.) Die Louise Lagrange. Sie ist teine der üblichen Epstein( Aussig), Dr. Paul Epstein( Duy), Dr. Lieben lachende Grille", nach dem gleichnamigen amerikanischen Starschönheiten, dafür aber von Roman bon George Sand, inszeniert von Fried äußerst sympathischem Aussehen und was wohl die vorstand waren die Genossen Počapta, Müller und ( Turn- Teplit), Dr. Klein( Prag). rich Zelnit. Der Roman als solcher ist ja nicht Sauptfache ist, eine ebenso natürliche wie gute Schau Jäger, weiters die Kreissamariterleiter des 4., 5. und mehr als eine harmlose Plauderei der mehr auf spielerin. Ihre gut empfundene Frauengestalt, die 6. Kreises anwesend. Leiter der Beratung war Dr. erotischem als auf literarischem Gebiet bekannten sie in dem Film so glücklich schafft, fühlt man ihr Bieben( Turn- Teplitz). Einige Aerzte aus ande französischen Schriftstellerin Aurore Dudebant, gevoll nach. Ihren Partner verförpert S. Betro- ren Gebieren hatten ihr Fernbleiben infolge berufborene Dupin, die sich als Decnamen den männvic, der ebenfalls in sehr guter Form ift. Dagegen licher Verhinderung entschuldigt, sicherten aber ihre ilchen Namen George Sand zugelegt hat( 1804 bis ist nicht recht begreiflich, wie Nita Naldi su ihrem Mittwirkung zu. 1876). Die Falbeli st eine Gartenlaube- Angelegen. Slabia bringt zwei Filme, die beide in ihrer Elingenden Namen tommt: fie ist zwar eine prachtheit: ein armes Mädchen( 2ya Mara) liebt den Art gut sind, nur daß sie allzu lang sind und daher voll angezogene, aber jedenfalls starre und unsymBürgermeisterssohn( Harry Liedtke), kann ihn ermüdend wirken. Mit vorsichtigen Schmitten ließe pathische Puppe, an der nichts daran ist. Die Regie aber nicht heiraten, weil sie kein Geld hat und den sich da manches retten. Das eine Stück ist ein Er ist ebenso zielsicher wie die Ausstattung teilweise mit geliebten Mann nicht in Armut ftünzen will. Sie zeugnis des Rapid- Filmes in Paris ,, Das ganz erheblichen Mitteln arbeitet. Der Film ist zu Die höchst interessante Aussprache zeigte, wie notzieht daher nach Paris, wird dort auf echt roman- nadie Weib"( Die Kurtisane von Paris), gedreht empfehlen, nur sollte er, wie schon erwähnt, ein wendig die Einrichtung der sportärztlichen Ueberhafte Weise der Schüpling des Barons Rothschild nach dem gleichnamigen Bühnenstüd von Henri wenig gekürzt werden. Der zweite Film ist das wachung ist. Es beteiligten sich an der Aussprache ( Eugen Burg) und selbstverständlich auch ver- Bataille. Die Fabel erinnert start an„ Bo- 75. Jubiläumsstück Harry Piels Was gibts hämtliche teilnehmenden Aerzte, der Kreissamaritermögend Dann kommt sie in ihr Heimatsdorf zurüd heme": die einfache, aber große Liebe eines Mädim 3irkus Beely?"( Die große 3irfusattvalleiter des 6. Streifes und Turngenosse Müller und weiß den zweifelnden Geliebten wiederzugewin- chens zu einem Künstler, dem sie zu Ruhm und tion.) Ueber Harry Piel haben wir erst unlängst( Auſfig). nen. Aber aboosehen von diesem ganz unmöglichen Reichtum verhilft und dann sein Weiß wird. Nach etwas ausführlicher geschrieben. Die Fabel stellt Als Resultat der Beratung ist zu verzeichnen, und kitschigen Inhalt hat der Film zwei große Vor- Jahren glücklicher Ehe kommt dann eine Hochstap diesmal Piel vor die Aufgabe, einen dunklen Mord daß nunmehr die sportärztliche Untersuchung und züge: erstens als ein geschichtliches Dokument und lerin( Nita Naldi) dazwischen, die den Mann an im Zirkus Beely aufzuklären, was ihm nach Aben Ueberwachung der Arbeiterturner und-sportler in dann als feines, flott gebrachtes Lustspiel, das man sich fesselt und nicht mehr freioibt. Die junge Frau tenern auch restlos gelingt. Die Hauptsensation des den Turnbezirken, u. zw. dem Bodenbach- Tetschener, fich gerne ansieht. Die Zeit von etwa 1830 ersteht ist verzweifelt, versucht den Mann zurückzugewinnen, Stückes find die Aufnahmen Harry Piels unter dem Awisiger und dem Teplitz- Duy- Brüger Gebiet vor unseren Augen äußerst bildhaft und malerisch die Ghebrecherin umzustimmen, aber alles ist ver-( natürlich zahmen!) wilden Bestien, die auf den durchgeführt wird, weiter in einzelnen Orten des und im Rahmen der Spielhandlung erscheinen gebens, denn der flatterhafte Künstler verläßt sie. naiven Zuschauer einen grauenerregenden Eindruck 6. Streises. Nach den dort gemachten Erfahrungen manche gute Episoden. Ein Einblick in das Leben Sie unternimmt einen Selbstmordversuch, wird aber machen müssen. Außer Harry Piel, der auch die wird sich dann diese Tätigkeit über das ganze der George Sand( Dagny Servae s), ihr Ber wieder gesund und der Man kommt reumütig zu Regie führt, findet man in der Besetzung noch Bundesgebiet erstrecken. hältnis mit Chopin( Alfred Abe), ihr Flirt mit ihr zurück, als er sich von der Untreue seiner neuen einige bekannte Namen: Sanni Weiße, Eugen Mit Beginn dieser Arbeit hat der ArbeiterRoffint( Rudolf Klein- Rogge), der Bau der Geliebten überzeugt. In dieser kurzen Aufzählung Burg, Ilona Karolewna und Rolph Oster Turn- und Sportverband wieder einen bedeutenden ersten Eisenbahn und ähnliches mehr, gewährt ein erscheint die Fabel vielleicht titschig, aber der Film mannt. Der Film müßte gründlich gekürzt wer- Schritt unternommen. ziemlich flares Bild von den Zuständen der da ist es entschieden nicht. Das Stüd entrollt vielmehr den: er würde dadurch gewiß an Tempo gewinnen, maligen Zeit. Der Film als solcher ist ein flares, ein erschütterndes Bild einer übergroßen Frauenliebe, aber gewiß nicht seine Näivität abstreisen. schönes Bildwert, getragen von der reizenden Lya die an der Selbstsucht des Mannes fast zerschellt. Mara, die wieder einmal eine ihrer Meisterrollen Mauche der Liebesszenen sind reine Poesie, die Hand" Argus. Es verdient aber auch die Bereitwilligkeit und Uneigennütigkeit der Aerzte, die sich hier in den Dienst der Volfsgesundheit stellen, hervorgehoben zu werden,