Ganzeturets 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nelazanfa 18. Telephone: Sagesredattion: 26795, 31469. Ragtredaktion: 20797. Poftschedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Freitag, 25. Feber 1927. Der Anwalt der Deutschbürgerlichen. Bezugs Bedingungen: 寫 Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich... Kě 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig GO 48.96.192.Rüdftellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüh Nr. 47. Unerhörte Auslieferungspraris im Senat. den Kommunisten Herlinger, der wegen Störung einer fascistischen Versammlung von Terrorgesetz() verfolgt wird und nach dem Bedem Bezirksgericht in Schlesisch- Ostrau nach dem schluß der Mehrheit des Immunitätsausschusses auch wirklich ausgeliefert werden soll. Genosse Nießner Versammlung führte. Wegen einer solchen Lappalie wird nicht nur ein Strafverfahren nach dem Terrorgefeß eingeleitet, es soll auch die Immunität eines Senators aufgehoben werden! Genosse Nießner sagte der Mehrheit or= dentlich seine Meinung über diesen unerhörten niederpraffelten, waren auch nicht gerade allzu Borfall, und die Zwischenrufe, die von unseren Bänken auf die verdußten deutschen Aktivisten höflich. Aber man muß wenigstens von Zeit zu Beit immer wieder eine von den vielen Schand- penn inten, die namentlich die deutschen Regierungeparteien ununterbrochen begehen, herausgreifen und ordentlich an den Pranger stellen! Der Anlaß ist zu fleinlich, daß er auf den ersten Blid den Charakter eines Rageattes trägt, diesem Auslieferungsbegehren stattgegeben wird. Versammlungen sollen nicht gesprengt werden, das ist kein politisches Ueberzeugungsmittel; aber es gibt keine Partei, die sich einer solchen Tat noch nicht schuldig gemacht hätte. In der Erregung der politischen Leidenschaften hat schon jede Partei ähn liches getan. Was die Auslieferung aber besonders aufreizend machen würde, das ist die Tatsache, die durch die Auslieferung neu bestätigt werden würde, daß die Immunität faktisch nur für die Mitglieder der Regierungsparteien besteht. worden. Wenn man deren Argumente hört, mit denen sie ihre Zustimmung zu Švehlas Verwaltungsreform begründen, so spricht aus ihnen dieselbe Genugtuung über das große Glück, das Wer einen Fascisten auch nur schief anschaut, wird ausgelie ert. ihnen mit der Austilgung der Anfäße der nationalen Selbstverwaltung der deutschen Be- Prag, 24. Feber. Der Senat erledigte heute Eine andere Immuntätsangelegenheit betraf Die geheimen Regisseure, die hinter den völkerung widerfahren ist. das neue Zollgefeß und befaßte sich dann mit JuKulissen auf der politischen Bühne das Spiel munitätsangelegenheiten, die die Parteilichkeit der dirigieren, haben in dem eben über die Bretter Seiten heftigen Angriffen wegen des im Ver- rechte Licht rücken. Während Koalitionsangehörige Die Deutschbürgerlichen sind jetzt von allen Regierungstoalition wieder einmal gebührend ins gehenden Skandalſtück, das Verwaltungsreform waltungsreform- Gesetzentwurf neuerstandenen auch anrüchige Privatdelikte ruhig begehen können, betitelt ist, die Hauptrolle dem Herrn Dr. und verschärften Prügelpatents ausgesetzt. Da ohne vor den Gerichten sonderlich Angst haben zu betitelt ist, die Hauptrolle dem Herrn Dr. Kramař zugeteilt. Die auf die Vernichtung tritt nun Dr. Kramar als ihr Verteidiger auf müssen, werden die oppositionellen Barlamentarier der Selbstverwaltung und den Raub des Wahl- den Plan und erklärt: Wir können der Re- auch wegen ausgesprochener politischer Delikte nach rechtes an einer Million Wähler abzielende Brügelreform hat auch im tschechischen Volfe gierung dankbar sein, daß sie das kaiser dem Terror- oder Schutzgesetz seelenruhig ausgegriff diesen wohl einzig dastehenden Fall auf und liefert. wendete sich in entrüsteten Worten gegen diese olles eher als Zustimmung erweckt, und es fiche Patent beseitigt und es durch ein reEin besonders krasser Fall kam heute zur Be- unglaubliche Auslieferungspraxis der neuen Koascheint daher, daß sich von den großen tschechi- publikanisches Gesez ersetzt. Das ersprechung. Da hatten Kommunisten unter Füh- lition, wobei er ausführte: schen Parteien niemand dazu drängte, das lösende Schlagwort ist gefunden, die Deutsch- rung des Senators Herlinger in einer Fa- Ich bilde mir nicht ein, daß es mir gelingen Senferamt des Berichterstatters über diese Vor- bürgerlichen haben um ein Argument gegen ſciſtenversammlung, die ihrer Meinung nach als rönnte, die mit dem Korporalstod gedrillte Mehrheit lage zu übernehmen. Die Spekulation auf die ihre Gegner mehr: fie tun eigentlich nichts öffentliche Versammlung einberufen war, etwas von ihrem Borhaben abzubringen, ein Mitglied des Eitelkeit des Herrn Dr. Kramar, der es bisher anderes, als ein altes, aus der reaktionären stürmisch die Wahl des Vorsißenden durch die Senates wieder einmal dem Gerichte auszuliefern: trotz allen seinen vermeintlichen Verdiensten, die österreichischen Periode Bachs stammendes Bersammlung gefordert, wobei es zu Krawallen ich habe mich nur zu Worte gemeldet, um unsere seine Presse ständig verherrlichen muß, noch faiferliches Patent beseitigen und ein modernes und schließlich zur Auflösung der Versammlung Abstimmung zu begründen. Warum wird die Ausnicht zur fleinsten Würde gebracht hat, erwies republikanisches Gesetz schaffen. Welche Wohltat tam. Also im Höchstfall eine Versammlungs- lieferung des Senators Herlinger verlangt? In einer sprengung, wie sie je de Partei zu Dußenden auf Mährisch- Ostrauer fascistischen Protestversammlung fich als richtig: er schnappte nach der ihm dar- für die Staatsbürger, daß sie künftighin von dem Gewissen hat. Trozdem greift die Mehrheit erschienen auch Angehörige anderer Parteien, darungebotenen, wenn auch keineswegs populären der Polizei nicht mehr im Namen einer kaiser- sofort zum Schuh der Fascisten, also der ter Kommunisten, die der Meinung waren, es handle Rolle, und so konnte er am Mittwoch im ver- Tschechoslowakischen Republik bestraft werden schreibt und verherrlicht, ein und liefert den kom- der Vorsitzende zu wählen ist. Dabei kam es zu Ausver- lichen Verordnung, sondern nur im Namen der Partei, die den blutigen Terror auf ihre Fahnen sich um eine öffentliche Versammlung, in der fassungsrechtlichen Ausschusse des Abgeordneten tönnen! Was ist schon dabei, wenn die in den munistischen Senator nach dem Terror- einandersetzungen und Lärm, der zur Auflösung der hauses sein erstes Auftreten feiern. dunkelsten Zeiten der altösterreichischen Reaf- geses aus! Dr. Kramar ist der Referent der Regie- tion erlassene Verordnung in das neue Gesetz rungsparteien über die Prügelreform, er sprach vollkommen übernommen und sehr wesentlich Zandbündler, Christlich sozialen da, wenn auch nicht im Inhalte, jo doch wenig also auch im Namen der deutschen verschärft wird, die Entösterreicherung ist doch und Gewerbeparteiler. Ob diesen stens im äußeren Anstrich, auf den jeder gute bei seiner Rede, mit der er die Beratungen Patriot den größten Wert zu legen hat! über den Entwurf einleitete, behaglich zumute werden auch war, ist vielleicht fraglich, jedenfalls jungierte des Verbrechens eines Angriffs auf die Die Deutschbürgerlichen werden er auch als ihr Sprecher, denn ihre Minister Demokratie beschuldigt, weil der Gesetzhaben den Entwurf ebenso mitbeschlossen und unterschrieben wie die tschechischen Minister, entwurf es unternimmt, die Altersgrenze für die Erlangung des Wahlrechtes für Nach Beginn der Sizung um 11 Uhr vor ſtellung Kramars zum Referenten zugestimmt. auch haben die Deutschbürgerlichen der Be- die Landes- und Bezirksvertretungen auf mittag wurden Zuweisungen an die Ausschüsse Wie führte er nun die ihm von seinen Auf- 24 Jahre hinaufzujeßen, die einjährige borgenommen und sodann die Debatte über das Wie führte er nun die ihm von seinen AufZollgesetz fortgesetzt. traggebern gestellte Aufgabe durch? Die Ab- Seßhaftigkeit zu fordern und die Regierung Senator Witt( tsch. Soz.- Dem.) anerkannte geordneten Dr. Czech, Dr. Meißner und Dr zur Ernennung eines Drittels der Mitglieder zunächst im allgemeinen die Zweckmäßigkeit des Derer beantragten die Vorlage des Materials, der genannten Vertretungen zu ermächtigen. Gefeßentivurses, kritisierte dann aber in scharfer das die Regierung als Grundlage bei der Aus- Regierungsdeutschen, darin einen Angriff auf den Entscheidungen, wie die Erlassung von Ein- einem einzigen Falle ein Mitglied der Regierungsdas die Regierung als Grundlage bei der Aus- Wie kann man, rechtfertigt Herr Kramar die Weise die Tendenz, alle möglichen schwerwiegen- Seit Bestand der neuen Koalition ist auch nicht in arbeitung des Entwurfes benüßte, und die Zu- die Demofrafie finden? Nach seiner Meinung und Ausfuhrverboten, der Regierung im Ver- parteien ausgeliefert worden; es tam sogar vor, daß ziehung von Sachverständigen bei den Verhandlungen, denn das Gesetz über die Organihandlungen, denn das Gesetz über die Organi- ist die Demokratie um so größer, je weniger ordnungswege zu überlassen. Namentlich der Se- Fälle, die bereits hier zur Verhandlung gestanden sation der öffentlichen Verwaltung erfordere Leute das Wahlrecht befizen. Virilitimmen der nat habe hiezu keine Ursache, da die Regierung sind und wo es sich um Auslieferungsbegehren wegen eine gründliche und fachmännische DurchBürokratie und der von der Regierung ernann- feit Jahren den Senat völlig beiseite schiebe; die privater Delitte(!) handelte, an den Ausberatung. Herr Dr. Kramar als Oberkomman- ten Vertreter? Auch das ist nach Dr. Stramar Deffentlichkeit sehe das und werde an den Senat schuß zurückgewiesen wurden, um sie zu verschlepbald die Frage stellen, wozu er eigentlich pen und die beschuldigten Senatoren straffrei ausdant der tschechisch- deutschen Regierungspar- ganz in der Ordnung, und so wie die erstere noch da se i und warum er sich nicht schon längst gehen zu laſſen. teien in dieser Sache gab den Befehl zur Ab- Maßnahme den Schutz vor den„ fluktuierenden empfohlen habe. Zur Verwaltungsreform er- Die Regierungsparteien mißbrauchen ihre Mehrund unreifen Elementen" bedeutet, so sorgt die flärt Redner, seine Partei werde sich heit schamlos zum persönlichen und privaten lehnung dieser Anträge, und die Deutschbürger- letztere für ruhiges Arbeiten. Allerdings, sehr mit aller Entschiedenheit gegen die- Schuß ihrer Mitglieder, die Angehörigen der lichen stimmten Schulter an Schulter mit den Oppositionsparteien aber liefert man den GeBertretern der tschechischen Parteien gehorsam in allem und jedem unter dem Befehl der mokratie zur Wehr sehen; dieses Gesez Bertretern der tschechischen Parteien gehorsam ruhig wird es in den Körperschaften sein, die sen unerhörten Angriff auf die De richten aus, auch wenn es sich nur um Harmdie Anträge nieder. Es ist auch ganz in ihrem Prager Regierung stehen und zu mehr als entspringe nicht den Bedürfnissen der Bevölke Tosigkeiten handelt. Sinne, daß möglichst wenig beraten, dafür um Dritteln aus Vertretern bestehen werden, die so rascher das Schandwerk in Sicherheit ge- der Bevölkerung nicht die geringste Rechenschaft schuldig sind! Ob aber den Deutschbürgerlichen Was Herr Kramar in feiner langen Rede nicht doch ein wenig bange wurde, als Dr. zur Begründung der Prügelordnung sagte, das Kramar erklärte, es müsse darauf gesehen wermüßte von den Deutschbürgerlichen wie eine den, daß sich unter den Ernannten nicht etwa Reihe von Faustschlägen ins Gesicht empfunden auch Angehörige der antistaatlichen Parteien werden, wenn nun wenn sie sich nicht ge- befinden?! Es ist ja noch nicht lange her, da zwungen jähen, heute genau so wie ihr Vor- auch ihnen noch der gelbe Fleck der Staatsbeter Kramař zu sprechen, und wenn ihre feindlichkeit anhaftete! Und ach, wie bald früheren Ideale noch ihre jezigen wären. Die schwinden Schönheit und Gestalt- wie leicht Gauberfassung war bis vor kurzem für sie, kann es geschehen, daß sie, von den vollgefüllten wenn auch kein reines Werk der Gerechtigkeit, Knödeltöpfen fortgejagt, wieder in die Wüste so doch wegen der zwei deutschen Gaue ein der Opposition ziehen müssen..... Balladium. und jeden Angriff darauf hätten In früheren Zeiten war Dr. Kramar der fie als schwerstes nationales Unrecht erklärt. Jetzt, da sie mithelfen, die Gauverfassung ein- vom deutschen Bürgertum bestgehaßteste Mann, zusargen, darf Stramař als ihr Anwalt der und als er vom österreichischen Kriegsgerichte Freude Ausdruck geben, daß das„ Experiment zum Tode verurteilt wurde, gab es faum einen mit den Gauen" mißqlückt ist, und darf sich, Menschen in diesem selben deutschen Bürgerohne den Widerspruch der Regierung Seutichen befürchten zu müssen, rühmen, daß er und seine tum, der es nicht als unverzeihliche Schwäche Partei es war, welche die Durchführung des empfand, daß Kramar nicht gehängt, später Gaugefeßes verhinderten. Er selbst habe sich sogar begnadigt wurde. Heute sind drei der Tagesordnung werden hierauf drei dagegen gewe rt, daß( wörtlich!)„ dieses Un deutschbürgerlichen Parteien mit ihm ein Herz erledigt. Zunächst wird der nationalsozialistische glück über uns hereinbreche", und er sei und eine Seele, er ist ihr Anwalt und gerade- Parteisekretär Senator Sole, dessen Ausliefe glücklich, daß ihm dies gelungen ist. Stramars Glüd und Freude ist zur Zeit auch Glück zu ihr Wortführer geworden. Der Geldjack, das rung wegen des Verdachtes der Beteiligung an Zum Schluß wird in aller Eile noch der Seund Freude der Regierungsdeutschen. Die gemeinsame Profitinteresse, der gemeinsame der Kriegsanleiheaffäre Groh und Genossen bom Landesstrafgericht gefordert worden war, nator Bodnar ebenfalls nach dem Schutzgenationaldemokratisch fascistischen Ideale des Wunsch, über die misera plebs zu herrshen, über seinen eigenen Wunsch ausgeliefert. Sole fetz ausgeliefert und die Sizung sodann gegen Herrn Kramar sind jetzt auch die Ideale der hat sie einander verstehen und lieben gelehrt. selbst hat für die Dauer des Verfahrens beim Se- 1 Uhr geschlossen. Die nächste Situng wird erst natspräsidium um einen Urliub angesucht. auf schriftlichem Wege einberufen werden. deutschen Agrarier und Christlichsezialen gebracht werde. 0 rung, sondern nur den Wünschen einzelner poli- Da der Bericht des Immunitätsausschusses nach der tischer Parteien und ihrer Führer. Schließlich Richtung einer Ergänzung bedarf, ob es sich um eine protestierte er gegen die Art, wie die Mehrheit Vereinsversammlung oder um eine öffentliche Vernunmehr in allen Senatsausschüssen die Opposi fammlung handelte, appelliere ich an das Gewissen daran, daß im alten Desterreich selbst während weisung des Berichtes an den Immunitätsaustion ihrer Funktionen enthebt und erinnerte der Mehrheitsparteien und beantrage die Rückver des Krieges der Vorsitzende des Wehrausschusses schuß. ein Mitglied der Opposition gewesen sei, der mit Bei der Abstimmung wurde der Rückverwei Desterreich gar nicht sympathisierte. fungsantrag natürlich abgelehnt und die Auslie= Der Kommunist Hampl bezeichnete die Zoll- ferung beschlossen. Als auch die deutschen Regievorlage als ein weiteres Glied in der Stette des rungsparteien sich an dieser Henkersarbeit es Polizeiregimes und wendete sich gegen die zahlteiligen, geraten unsere Genossen darüber in reichen Ermächtigungen, die darin der Regierung belle Empörung und eine Flut von Buruerteilt werden. Er hält namentlich die§§ 3 und 4 für äußerst gefährlich, da sie der Regierung die Ermächtigung zu einem Zollfrieg mit einem fremden Staate geben. Die Vorlage wird sodann in erster Lesung angenommen und nach zuerkennung des abgetürzten Verfahrens auch in zweiter Lesung erle digt; sämtliche oppositionelle Resolutionen und Abänderungsanträge werden abgelehnt. Mit Uebergehung der nächsten Punkte der Immunitätsfälle fen ergießt sich über die verdußten Regierungsparteiler. Genosse Dr. Heller ruft ihnen zu: Nicht einmal dafür dürft Ihr stimmen? Ihr int mir leid! Hageldicht prasseln die Zwischenrufe nieder: Knödelchriften! Christentum gemildert durch Kohleneinfuhrscheine! Wie schmecken Euch die großen Knödel? Erstickt nur nicht daran! Die Aktivisten stecken das alles mit verlegenen Gesichtern ein, nur Herr Pater Fritscher sucht sich zu wehren, worauf er prompt aufgefordert wird, er möge sich lieber in die Wige" legen. Ein Kommunist verspricht dem agvarschen Referenten, daß er an diesen Auslieferungsbe schluß bei seinen nächsten Wählerversammlungen noch denken werde. Bette 2 Die achtzehnmonatige Dienstzeit perfeft. Freitag, den 25. Feber 1927. Kommunistischer Maulraditalismus. Spur! Herr Udržal hat felbst zugegeben, daß sich der Durchführung unüberwindliche sa ch= liche Schwierigkeiten in den Weg stellten; bor Landbündler und leritale tapitulieren auf der ganzen Front. allem solche finanzieller Natur, dann aber Prag, 24. Feber. Der Wehrausschuß des[ verlängerung auf zwei Jahre sowie die Ab- erwies es sich als unmöglich, die WehrvorbeDie Freidenkerbewegung, wir und Abgeordnetenhauses befaßte sich heute mit den sezung des Entwurfes über die vormili reitung mit Zwangscharakter auszustatten. Es sei die Kommunisten. drei Militärvorlager, nämlich tärische Erziehung durchgesetzt hätten, doch ausgeschlossen gewesen, erklärte der Minister, die was an dieser fühnen Behauptung wahr ist, sah Nichtbeteiligung an den Uebungen unter StrafWer die Kommunisten ob ihrer hinter1. Beibehaltung der 18monatigen Dienstzeit, man gleich anschließend aus den Darlegungen des hältigen, zweideutigen Haltung int 2. Festsetzung des Friedenspräsenzstandes und Ministers Udržal. Er„ bofft" bloß, das die sanktion zu stellen; in den Städten wäre es n.ch gar mancher Frage n den Jesuiten sergleichs, daß 3. Versorgung der längerdienenden Unter- Militärverwaltung sich binnen zwei Jahren einen gegangen, aber auf dem Lande und namentlich in die mit ihren inneren Vorbehalten" dunkle offiziere. Kader von 8000 Unteroffizieren werde schaffen der Slowakei hält es der Minister selbst für Schleichtwege gehen, hat nicht so ganz Unrecht. In Nach den Referaten der Berichterstatter tam fönnen; nutr unter dieser Vorauses zu einer stellenweise sehr lebhaften De- seyung lönne dann nach zwei Jahren die unmöglich, alle zu den Uebungen verpflichteten der Taktik gegenüber ihren Gegnern weisen die batte, an der hauptsächlich die Opposition sich Dienstzeit herabgesetzt werden. Also ein ganz jungen Leute alle Sonntage unter die Fuchtel des roten und schwarzen Jesuiten entschieden verrege beteiligte. unbestimmtes Versprechen, das zu gar nichts ver- fommandierenden Feldwebels zusammenzutreiben. pflichtet! Deshalb wurde der Plan aufgegeben und Und wie sieht es mit der vormili- nicht etwa wegen des Widerstandes der deutschen erinnerte an die seinerzeitigen Versprechungen, tärischen Erziehung aus? Ist sie von den Aktivisten! eine Miliz einzuführen, und bewies an Hand eines reichen Ziffernmateriales über die mili- Generalstäblern vielleicht nur deshalb aufgegeben Zum Schluß wurden nach Ablehnung aller tärischen Verhältnisse in anderen Staaten, daß worden, weil die deutschen Regierungsparteien oppositionellen Anträge die drei Vorlagen von die vom Verteidigungsministerium für die Beibe- ihr ehernes„ Nein" entgegensetzten? Keine der Mehrheit unverändert zum Beschluß erhoben. halfung der 18monatigen Dienstzeit angeführten Gründe nicht stichhältig sind, und daß die Tschechoslowakei so ziemlich an der Spitze der Militärstaaten marschiert. Von einem Abrüstungsgedanken findet sich in allen drei Vorlagen nicht die geringste Spur. Genosse Heeger Bezüglich des Gesetzes über die Unterbringung der längerdienenden Unteroffiziere verwies Genosse Seeger die Mehrheit recht nachdrücklich auf die Gründe, die sie im Jahre 1919 für die Aufhebung der damaligen Begünstigungen für Aufhebung der damaligen Begünstigungen für Militärzertifikatisten gefunden hatte und die noch heute restlos zutreffen. Der heutige Entwurf geht über die Begünstigungen, die das alte Desterreich seinen längerdienenden Unteroffizieren gewährte, noch erheblich hinaus und will auch die Länder, Gemeinden, Sozialversicherungsinstitute und sogar die Privatindustrie zwingen, längerdienende Unteroffiziere einzustellen. Rührende Fürsorge des Herrn Engliš für die Bankdirettoren. Damit sie nur ja nicht zu viel Zantiemensteuer bezahlen. wandte Züge auf. Vor allem werden sie niemals fo leicht zu geben, daß sie einen Bod geschossen haben, sich in Illusionen wiegten und die rauhe Wirklichkeit ihren Thesen absolut nicht entspricht. Ist etwas schief regangen. sind nicht sie die Schuldigen, fon dern immer die anderen. Immer waschen Die Kommunisten ihre Hände in Unschuld, fallen sie wie die Kazen immer möglichst heil. Das neben eine oft wirklich widerliche, marktschreierische Reflame. Auch hier gleichen sie den streit baren Jüngern Loyolas und den übrigen Kämven der römisch- katholischen Kirche: nur sie haben das allein seligmacherde Re ept für den Himmel in der Tasche. Weh' dem, der es wagt, an ibrer Unfehlbarkeit u möfeln, und ihnen gar Vormöbel!! Und die Vorwürfe werden, so richtig sie auch ein mögen, prompt abgewätzt auf Der Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses| kommen die Steuersäge scharf zu erwürfe zu machen! Er wird nicht schlecht bererledigte in feiner gestrigen Situng zunächst die reſtlichen Bestimmungen über die Haus laffensteuer und ging dan in die Beratung der Stener von Tantiemen und höheren Dienstbezügen ein. Die Tantiemensteuer für die Herrn Verwaltungsräte der Baufen und Industrieunternehmungen ist auffallend niedrig gehalten höhen, wie dies die Opposition vorschlug, gehe nicht an, weil man dann, wenn der Abzug der Steuer nicht sofort bei der Auszahlung erfolge, einen großen Teil der Tantiemen überhaupt nicht erfassen(?) könnte. Als ob teine Bucheinsicht existierte, mittels deren das Finanzministerium sich genau über alle ausgezahlten Tantiemen in formieren könnte, wenn es nur richtig wollte! andere. Diese echt jesuitische Methode beobachtet man in der letzten Zeit in dem Streit des Redakteurs Lebenhart vom Freien Gedanken" mit der Kommunistischen Partei. Lebenhart, der selbst Kommunist ist, hat in seinem Blatte festgestellt, daß zwischen den Worten und Taten der kommunistischen Partei in bezug auf die proletarische Diesmal will es aber den armen Bank Freidenferbewe ung ein großer Unterschied ist. und beträgt bloß 10 Prozent der schweren direktoren nicht zu nahe treten und begnügt sich Trotz der Versicherung der K. P. C. ,,, daß sie Tausende, die die Verwaltungsräte im Jahre an deshalb mit einer einheitlichen Steuer von ganzen unterstützt wie teine andere Partei", die Freidenferbewegung fördert und Tantiemen einstreichen. Wie wenig Arbeit der 10 Prozent. Und dabei werden die Herren Bank " Beruf" als Tantiemenbezieher erfordert, geht direktoren noch direkt mit der Nase auf die Befonstatierte Lebenhart,„ daß trop aller Verdes§ 183, Abjab 3, gestoßen, Unteroffiziere benötigt, dann möge man sie vor feiten gleich in mehreren Dugend Ver- sich leitende Direktoren mit festen Bezügen den gen zwischen dem Bund der proletarischen Freiallem bei der Gendarmerie, der Staatspolizer, waltungsräten der verschiedensten Unternehmun Anspruch auf Tantiemen nur der Form halber denker" und der K. P. C. bis zum heutigen Tage Grenzfinanzwache sowie in allen von der Militär- gen siken und von jedem dieser Unternehmungen in ihrem Dienstvertrag festlegen lassen müssen, den Tagungen der K. V. C. kein Vertretungsrecht verwaltung geführten Fonds und Unternehmun- ihre fetten Tantiemen einstreichen; die Arbeit, gen unterbringen, aber nicht noch weitere Kreise die diese Herren für ein einzelnes dieser Unter- um selbst der geringen 10prozentigen Besteuerung eingeräumt, obwohl es umgekehrt der Fall war. zu ihrer Versorgung heranziehen. Genosse Heeger nehmungen aufwenden, kann also wirklich nicht zu entgehen und sich die Tantiemen nur nach Bei der großartigen Demonstration in Maria chein besprach dann ausführlich die geradezu auf so groß sein. Dieses Einkommen ist also fein§ 184 als höheres Dienſteinkommen mit gan- mußte Lebenhart die K. P. C. wiederholt um Entreizenden Bestimmungen dieses Gesetzes und Einkommen aus anstrengender ehrlicher Arbeit, en 3 Prozent bersteuern zu lassen. beantragte die Streichung der Bestimmungen, das einer Berücksichtigung wert wäre, sondern wonach auch öffentlich- rechtliche Korporationen stellt ein geradezu und Privatfirmen herangezogen werden sollen. Für die Landbündler gab 3ierhut eine Erklärung ab, daß seine Partei wohl grundsätzlich für eine möglichst furze Dienstzeit sei; sie würden aber trotzdem mit Rücksicht auf die Versicherungen des Ministers, daß gleichzeitig nicht bestehen". Dent Bund" wird z. B. bei fendung eines parlamentarischen Vertreters ersuchen. Lebenhart, der auf dem Standpunkt steht, daß die proletarischen Parteien die Freidenkerbewegung fräftigst unterstützen müssen, meint bissig.„ Versprechungen, und mögen sie mit noch so viel Pathos vorgebracht werden, halten wir für Schall und Rauch, so lange nicht der Ernst geeigt wird, mit uns konstant und ſyſte= matisch an dem gemeinsamen Ziele mitzu arbeiten". Herr Engliš hat also eine Riesenangst, die Herrn Bankdirektoren anders als mit Glacéhand vollkommen arbeitsloses Schmaroßereinkommen schuhen zu behandeln. Dafür aber hat er die Bebar, das die Regie der Unternehmungen viel zahlung der Steuern und Krankenkassenbeiträge ärger belastet als die fargen Bezüge hunderter für die niedere Beamtenschaft durch den Untergewöhnlicher Beamter, an denen man dann um- nehmer gesetzlich abgeschafft; da hat sich Herr somehr sparen will. Man müßte also annehmen, Englis in Positur geworfen und mit Bathos beBegünstigungen für die landwirtschaftliche daß der Fiskus diese Gelegenheit mit Freuden Bevölkerung und die Gewerbetreibenden, ergreift, um diese Tantiemen ausgiebig zu ver- tont, die Leute müßten zum Steuerzahlen ftcuern! Weit gefehlt! Ganze 10 Prozent erzogen werden und dürften ihre Steuern Gewährung von Ernteurlauben, Herabsehung der verlangt der sonst so unerfättliche Finanzminister nicht auf die Banken abwälzen, deren Regie daZahl der Waffer übungen usw. in Straft treten davon, ohne Rücksicht darauf, ob der Bankmagnat durch zu sehr belastet würde. Seraus mit einer sollen, für die Vorlage stimmen. Eine ähn bescheiden nur Tausende oder ganze Millionen unverfälschten amtlichen Statistit, wie weit die gebrachten Resolutionen die Freidenfer auf den liche Erklärung gab Herr Budig für die Klerifalen ab. So haben die deutschen Regierungsparteien nach dem anfänglichen Scheinwiderstand wieder einmal völlig vor dem tschechischen Militarismus kapituliert! Ihre Redner bildeten sich zwar noch etwas darauf ein, daß sie die Beschränkung der Dienstzeit2 Die Frieda. Novelle von Fritz Bondy. Am letzten Tage wurde die Stimmung durch den Abschied ein wenig besänftigt. Geld kann ich Ihnen nicht geben, Frieda," jagte Frau Hauptmann ,,, Sie hätten ohnehin nichts davon, aber nehmen Sie sich nur ordentlich was zu effen mit!" Es wurde ein Berg Stullen geschnitten, Frau Hauptmann bewilligte ein gutes Stück von dem Spec des vorjährigen Schweines, dann gab sie der Frieda ein älteres Kleid. einsteckt. Der Vertreter des Finanzministeriums erflärte gestern in beredten Worten, daß man eine scharf progressive Besteuerung dieser Tantiemen leider nicht durchführen könne, da der Steuerabzug direkt bei dem auszahlenden Unternehmen erfolgen müsse. Die Steuer dem Tan tiemenbezieher selbst abzuknöpfen und dabei bei einer Kummulierung solcher arbeitsloser EinRegie der Banken durch die hohen Gehälter der Direktoren und die Tantiemen der Verwaltungsräte belastet wird und welche Belastung maximal die Uebernahme der Steuern und sonstigen Zahlungen für die niederen Beamtenschichten mit sich bringt! Davor wird sich Herr Englis aber wohl schwer hüten! die Frieda jedesmal, wenn sie ihr Erspartes her-| tvat sie in ein fleines Bierlokal und bestellte etwas brachte, für einen Augerblick verschwand, weil sie zu essen, denn von ihren Stullen war nichts ihr kostbares Sparbuch im Unterrock aufbewahrt mehr da. trug und es doch nicht gut vor allen der Beamten hervorziehen konnte. Dann ging fie an den Schalter, wies das Buch vor und bat um fünfzig Mark. bezahlt." Ein junger Beamter lächelte überlegen. Fünfzig Mart werden nicht mehr ausDie Frieda war ein wenig verdutzt. Sie hatte ja oft genug fünfzig Mark eingezahlt, warum sollte sie nicht auch fünfzig Mark Herausbekommen? Ein anderer Beamter war dazugekommen und lächelte auch. „ Ja, meine gute Frau, das wenigste, was ,, Es ist noch recht gut; mir ist es nur zu eng, wir auszahlen, sind tausend Mart. Ist ohnehin aber Sie könner: es sich leicht herrichten. Und so nur ein paar Goldpfennige." ein leit ist heute mehr wert, als bares Geld." Die Frieda war zu entrüstet über die AnSo weit ist es mit dieser Novemberwirtschaft rede„ Meine gute Frau", um das übrige zu vergekommen," fügte der Herr Hauptmann grollend stehen. hinzu. Dann will ich mein ganzes Geld auf der Stelle haben", sagte sie mit rotem Kopf. Die Frieda nickte, wie sich das gehört, wenn die Herrschaft etwas sagt, die beiden Mädchen ga-„ Aber ich bitte sehr", erwiderte der erste ben ihr noch zum Abschied ein Stück Schokolade Beamte übertrieben höflich, nahm zwei grünliche und einen bunten Umschlag, in dem zehn blaue Scheine voz einem großen Stoß und prüfte mit Briefbogen famt Kuverts ruhten, und dann ging Daumen und Zeigefinger, ob kein Dritter daran die Frieda mit ihrent großen Pappfarton zeitig Fleben geblieben wäre. früh los, denn da sie auch kein Geld hatte, mußte Die Frieda ging wütend fort, denn sie merkte fie zu Fuß nach der Stadt, und das waren immer sehr wohl, wie die beiden hinter ihr feigten. Denen hin acht oder zehn Stunde it. war wohl ihr Geld nicht fein genug! Und ,, meine gute Frau" hatte der eine gefagt! Die Frieda sah an sich hinunter- na ja, jie war bestaubt und man hatte sie wohl auch für eine Bäuerin halten können. Das sollte sich aber schnell ändern! Ein neues Kleid brauchte sie, und Schuhe und einen Hut das konnte nicht die Welt kosten! II. Die Frieda hatte nach einem anstrengenden Marschtag in einem Bauernhof übernachtet, und fo tam sie erst spät am nächsten Vormittag in der Stadt an. Sie ging geradewegs zur Sparkasse und durch das prächtige Tor in den Schalterraum. Dort in der Ecke war noch inimer die Telephonzelle, in der Das bezieht sich auf die Vorgänge am legten Verbandstaa in Reichenberg, wo insbesondere der fommunistische Abgeordnete Dr. Stern den Mund recht voll nahm und mit seinen fertig mitrichtigen Weg bringen wollte. Wie nicht anders zu erwarten, drehte das Politbüro der K. P. C. den Spieß sofort um und stempelte ihren eigenen Barteifreund zu einem ,, leinbürger", dent die wahre revolutionäre Ader vollständig feble. Die Freidenkerorganisation müsse eine revolutio näre Stlassenorganisation, nicht aber eine kleinbürgerlich humanistische Kulturfette sein. Lebenhart wird vorgehalten, der Artikel mache den Ein„ Ich bekomme noch fünftausendfünfhundert", sagte er dann. ,, Aber das ist doch unmöglich", rief die Frieda, ich habe mir das Geld gerade erst von der Bank geholt.' " Unterdessen spann sie ihre Gedanken weiter, die hauptsächlich von den schönen Dingen voll ,, Das hätten Sie früher tun follen, meine waren, die sie sich anschaffen wollte. Wenn man drei Jahre lang auf dem Land war und dann in Liebe", meinte der Kellner, dann hätten Sie der Stadt eine Stellung finden will, muß man noch etwas dafür bekommen, aber jetzt bei der schon etwas für das Aeußere tun. Ein braunes Inflation... Kleid, das sie in einer Auslage gesehen hatte, er- Die Inflation! Der Frieda wurde es mit schien lockerb vor ihrem geistigen Auge. Sie einem Mal klar, daß dieses geheimnisvolle Bort wollte schnell hingehen, bevor es weg war. Frau doch nicht nur wie die andern Fremdwörter eine Hauptmann Pogge hatte unlängst erst erzählt, daß Sache war, die bloß die Herrschaft anging. es jetzt so schlimm wäre mit den Geschäften. Jetzt erinnerte sie sich an vieles, was im Wenn man etwas gesehen hatte und es am näch- Hause Pogge darüber gesprochen worden war, sten Tag laufen wollte, war es entweder schon auch an die Hunderte und Tausende, die so oft weg oder es kostete das Doppelte. Das sollte der in den Reden der Herrschaft wiederkehrten. Diese Frieda nicht passieren! Und sie rief den Kellner, um zu zahlen. Da fiel ihr ein, was der für ein Gesicht machen würde, wenn sie so ohnetveiters eine Tausendmarknote auf den Tisch legte. Das würde ja ein schönes Aussehen geben! Und sie ärgerte sich, daß sie nicht von dem dummen Lause jungen am Schalter Kleingeld verlangt hatte. ,, Siebentausendfünfhundert", sagte der Kell ner und zog eine ungeheure Brieftasche heraus, die dick gefüllt mit Scheinen in allen Farben war. Die Frieda schaute ihr an. „ Siebentausendfünfhundert", wiederholte er ruhig. ,, Mart?" fragte sie verständnislos. „ Tja, gestern hat das Menu noch fünftausend gekostet, aber die Preise sind ja so enorm gestie gen, davon haben Sie gar keinen Begriff." Die Frieda hatte mechanisch ihre zwei grünlichen Scheine auf den Tisch gelegt; der Seellner nahm dieses Ergebnis von zehn guten, mittleren Vor allem aber war sie müde und hungrig. und schwachen Saisons mit der Tag für Tag unEs war ja auch schon Mittag getvorden und so zählige Male wiederholten Bewegung an sich. Inflation, die für die Ohren der Frieda ein leerer Schall von ferne gewesen war, erhob sich plötzlich wie ein böses Tier riesengroß und schredlich por ihr und drohte, sie zu erdrosseln. ,, Mein Gott..." war alles, was sie gerant den färglichen borbrachte, aber in die ach: Buchstaben war die Erinnerung an zehn Jahre in Qual und Arbeit gepreßt, an erbärmliche Kammern, die man mit vier andern teilte, an das schlechte Eisenbett, auf das man nach sechzehn oder achtzehn endlosent Tagesstunden niederbrach. Unterschlupf, den man mühselig gerug zwischen den Sasons fand und die Hoffnungen, de man bis zu dieser Stunde hegen durfte, waren auch in den acht Buchstaben; das vom„ Sein Glück machen" vor allem. Daneben hatten noch das braune Kleid und der Hut und die Schuhe ihren fleinen Raum... ,, Soviel werden Sie wohl bei sich haben, um das bißchen Essen zu zahlen?" sah Der Kellner war ungeduldig geworden und die Frieda mißtrauisch an. ( Fortsetzung folgt.) Breflog, Sen 25. Jeber 1927. brud, als ob er von einem Soziafsembl fraten stamme. Was uns aber speziell interessiert, ist das Große Krawalle in der Stupshtina. Blind wütige Losgehen gegen unsere Bartei. Der Die Opposition trägt einen von der Bolizei blutig Geschlagenen nacht in den Saal. ,, energisch attive ampf, den die K. P. C. auf allen Gebieten der Kulturpolitit" angeblich führt, unterscheidet sich rundsätzlich und wesentlich von der feigen, passiven, opportunisti schen Kulturpolitif unserer eigenen Sozialdemokraten". Man sieht: was find die Kommunisten stets foer, Wenigstens sagen sie es selbst, obgleich Selbstlob stinkt. Bei Licht betrachtet, liegen freilich die Dinge wesentlich anders. Zunächst die Frage: was jagen uns die fom munistischen Thesen, wie stellt sich die K. V. C. theoretisch und praktisch zur Religion? Die Antwort holen wir uns aus der Broschüre Penin über Religion"( Berla, für Literatur und Bolitik.") Der Reichenberoer Vorwärt 3" vom 9. Jänner 1927 hebt selbst aus Lenins( natürlich unfehlbaren) Lehren folgende fünf Grundfäße Heraus: 11 1. Der Margismus schließt das Bekenntnis gum Atheismus ein. 2. Eine Klassenbewußte Arbeiterpartei muß thre Anhänger zum Margismus erziehen. 3. Dem bürgerlichen Staat gegenüber ist völlige Trennung von Staat und Kirche, Kirche und Schule politisch zu fordern. 4. Die politische Gewinnung der Masse nruß sich in erster Linie unter Anknüpfuit g an ihre ökonomischen und politischen Gegenwartsinteressen vollziehen. 5. Die endgültige röllige Loslösung der Masse von der Religion fann erit auf dem Boden einer fommunistischen Gesellschaft ordnung erfolgen. Im übrigen ist Lenins vorsichtig- abwägende Stellung zur Religion wohl am prägnantesten In der Fassung des Programms der Kommunistischen Partei Ruß= lands vom März 1919 zu erschen. Dort lesen wir unter den Forderungen„ Auf all gemein- politischem Gebiet", Ziffer 13: Inland. Noch eine Blamage. Seite 3. Der Reichenberger Vorwärts" hat sich Belgrad, 24. Feber. Heute trat die um dem Hause die Spuren der Mißhand- befanntlich an uns wegen unserer Einladung an Stupschtina wieder zusammen. Zur Verhandlung lung zu zeigen. Dieser sensationelle Vorgang alle oppositionellen Parteien zu gemeinsamer gelangte der von der kroatischen Bauernpartei ein rief einen ungeheuren Sturm der Entrüstung her- Abwehr gegen die Verwaltungsreform zu reiben gebrachte Antrag, daß Minister des In- bor. Während die Opposition die heftigsten An- versucht, worauf wir feststellten, daß der Kommunern Maximovic unter Anklage ge- griffe gegen Minister Maximovic richtet, prote- nist Hansliček in der Teplitzer Stadwertretung stellt werde, weil die seitens der polizeilichen stierte die Regierungsmehrheit gegen die beispiel eine von der Gemeinde zu veranstaltende, gemeinOrgane bei den letzten Wahlen für die autono- lofe Verlegung der Geschäftsordnung seitens der fame Stundgebung aller Parteien, beantragte. An men Gebietsvertretungen verübten Mißbräuche Demokraten. Infolge andauernden Lärms wurde statt mun zu schweigen, verteidigt der„ Vorwärts" über direkten Auftrag des Ministers erfolgt seien. die Siguna unterbrochen. jetzt diese kommunistische Blamage damit, Außer der kroatischen Bauernpartei stellte auch Nach Wiederaufnahme der Situng wurde vom die demokratische Vereinigung den gleichen Präsidium festgestellt, daß der von den DemokraAntrag. ten in den Sigungssaal gebrachte Mann, ein Ge Nach Uebergang zur Tagesordnung ergriff meindediener namens Ristic, gestern abend Minister des Innern Magimovic das Wort, auf dem Polizeikommissariat von um zu den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen Topschider mishandelt worden sei. Die Stellung zu nehmen. Kurz daraus brachten demo- Regierung ordnete die sofortige Unterkratische Abgeordnete in den Sizunssaal suchung des Vorfalles an, um in der AbendAlso die Kommunisten sind für gemeinsame einen Mann, der nach ihrer Behauptung ge- fihung der Stupichtina den Sachverhalt darlegen Aftionen nur zu haben, wenn diese von einer stern vom Polizeikommissär von To pa au können. Der Polizeikommissär von Topschider autonomen Körperschaft ausgehen! Sagt schider Sololobic blutig geschlagen Stolovic wurde vom Amte suspendiert. der Vorwärts". Aber am selben Tage, da er wurde. Die Abgeordneten entkleideten den Mann, Die Frontkämpfer planen einen Operettenputsch. Jeder will Führer sein! Genosse Loebe schwer erfrantt. ,, daß zwischen dem Zusammengehen mit anderen Parteien, mit den Hafenkreuzlern und den Nationalparteilern als Partei, und einer Protestaktion, die von irgendeiner autonomen Körperschaft ausgeht, ein Unterschied ist..." dies behauptet, lesen wir in der Reichenber ger Zeitung" einen Versammlungsbericht aus 3 widau, der folgendermaßen beginnt: ,, Vergangene Woche fündeten Plakate die Abhaltung einer Protest versammlung gegen die Verwaltungsreform im Hotel Reichshof" für Santstag, den 20. Feber an. Alle vier deutschen Parteien und die Kommunisten zeichneten als Einberufer." Der fommunistische Redner in dieser erBerlin, 24 Feber.( Eigenbericht.) Der Reichs tagspräsident Genosse Laebe, der schon seit einiger Zeit an einer Gallenblasenentzündung litt, Wien, 24, Feber. Die Frontkämpfer- und wurde gestern abends von einem heftigen UnivohlHeimwehrorganisationen hatten gestern in Salzburg sein befallen. Heute vormittaa trat eine Verschlimmerung ein und es ergab sich, daß noch eine eine Konferenz über die Vorbereitungen zu Blinddarmentzündung hinzugekommen fammlung, Herr Dr. Stern, sprach sich dort einer Battschaktion und sie beschlossen, daß ist. Nachmittag wurde sofort eine Operation vor- war gegen die Einheitsfront" mit Deutschnatio am 6. März in ganz Desterreich unter dem Deck- genommen, wobei eine leichte eitrige Verlagerung nalen und Nationalsozialisten aus( eine Einheitsmantel einer Aktion für gefeßliche Maßnah und eine kleine Durchbruchstelle festgestellt wurde. front mit diesen Parteien haben natürlich auch gegen die Storruption eine Putschaktion eingeleitet Es handelt sich also um eine ähnliche Erkrankung wir niemals gewünscht und gemeint), aber werden soll. Bei der Beratung, wer Führer sein wie die, der seinerzeit Genosse Ebent erlegen ist. Tatsache bleibt, daß die kommit ni stent diese solle, kam es zu scharfen Differenzen; jeder wollte ist, so haben die Aerzte doch die feste Zuversicht, die oberste Leitung dieses Puisches. Es wurde daß Genoise Loebe bei seiner fräftigen Sonstitue schließlich der Tiroler Steidle gewählt, worauf tion die Krankheit überstehen wird. Oberst Hiltl beleidigt abreiste. Die P. läßt sich von der Ueberzeugung Teilen, daß nur die Verwirklichung plommäßiger Heute ist Steidle mit dem Berliner Pabst, amd zielbewußter Lidmung auf dem Gebiete der bem Organisator des Mordes an Rosa Luxemburg geiomten allgemein wirtschaftlichen und Liebknecht, und dem seinerzeitigen GeneralTätigkeit der Maffen das völlige Absterben Wenn das Befinden Loebes auch sehr ernst England interessiert sich auch für Nicaragua. der religiösen Vorurteile nach sich siehen wird. ftabechef der Kapp- Putschisten, in Wien cingement veröffentlicht ein an den amerikanischen GeDie Barici ist bestrebt, das Band zwischen den troffen. Ausbeuterklassen und den Organisationen religiöjer Propaganda vollständig zu zerstören, indem Die Kantonejen verhandeln mit Zotio. sie durch eine umfassend organisierte wissen. schaftlich aufflärende und antirelt. giöse Propaganda vollständig zur tatsäch giöse Propaganda vollständig zur tatsäch lichen Befreiung der werkiätigen Massen von religiösen Vorurteilen beittägt. Dabei ist jede Verlegung der Gefühle der Gläubi. gen sorgfältig zu vermeiden, da bas nur zur Festigung des religiösen Fenatismus führt." Tokio, 24. Feber.( Havas.) Hier ist ein Mitglied der Stantonregierung eingetroffen, dessen Mission in der Aufklärung und Verteidigung des Standpunktes seiner Regierung besteht. 0000000000000 1924): BeDie proletarische Staatsmacht muß jede staatliche Unterstübung der Kirche aufheben, jede Einmischung der Kirche in die staatliche organisierte Erziehung verhindern und ferner jede tonterrevolutionäre Tätig teit der kirchlichen Organisationen oder ihrer einzelnen Funktionäe rüdjichtslos fämpfen." - 00000000000 Die Frage liegt auf der Zunge, wie denn die Dinge in Sowjetrußland stehen mögen, wo nach der Meinung Leichtgläubiger der kommu nistische Hintmel schon auf Erden eingerichtet ist? Wahr ist, daß die Trennung der Kirche vom Staate in Rußland gründlich erfolgt ist wie auch in manchen kapitalistischen Staaten, zunt be- Beispiel Frankreich. Im übrigen aber gilt Lenins Befehl über die Schonung der Gefühle der Gläu bigen gerade in Sowjetrußland. Der freidenferische Rußlanddelegierte. Erich Mäder, schreibt in feiner Broschüre Zwischen Leningrad und Baku" ( auf Seite 44 bis 47) über das Kapitel Religion, Kirche und Freidenfertum in Sowjetrußlaud ganz Intereffanies: feineswegs von einer autonomen Körperschaft veranstaltete veranstaltete Versammlung uiteinberiefen, die Einberujung mit= unterzeichneten und die Versammlung mitmachten. Bei diesem sehr intensiven 3usammengehen" haben die Kommu nisten eben die feinen Unterschiede, die der ,, Vorwärts" in der Bolemit macht, in der Bra= gis, so wie immer, außeracht gelassen. Rundfunt für Une! Washington, 24. Feber. Das Staatsdeparte sandten in Managua gerichtetes Memoran dum der englischen Regierung, worin erklärt wird, daß England die Absendung eines Kriegsschiffes zum Schutze der englischen Interessen beabsichtige, da weder Nicaragua noch die Vereinigten Staaten die Sicherheit des Lebens und Eigentums britischer 2eber: Oberon. Ouverture 2. Urbach: Aus Mozarts Reich Untertanen garantiert hätten. oooor Programm für morgen, Samstag. Aus Brag, 349. 11: Schallplattenmufit. 11.40: 3eitsignal und landwirtschaftlicher Rundfunt. 12.15: Mittagskonzert. 1. 3. Pieman: Eine luftige Tarodpartie 4. Egen: Jch böre fo gern Musik. 5. Beneš: Schüßenmarsch. 14: Börsennachrichten. 16.30: Nachmittagskonzert. 1. Mozart: Mithridates, der pon tifche König. 2. a) Bargiel: Adagio; b) Godard: Wiegenlied. 3 Massenet: Scènes pittoresques. 4. Madlo: a) Wiegenlied: Mercedes. 17.30: Vortrag: Reformierung der öffentlichen Orientalische Romanze. 5. Drdla: 3' v pense. 6. Gillet Berwaltung. 17.55: Deufche Sendung. Weiterbericht und rubefch, Mitglied des deutschen Landesibeaters. Bran! Zagesneuigkeiten 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.30: 20: Wetterboraussage und Pressenach Marionettentheater. Chor. 4. Lieber. 5. 6. a) Brünn, 441. 14.30: Olmüßer Produttenbörse Better bericht, Breffenachrichten, Sport und Theater. 17: Kinderede turelle Ueberficht. 19: Ronzert 1. Serofb: Ouverture.3ompa". 20: Vortrag mit 21: Tanzmusif. 22: Wic Prog. Breßburg, 300. 17.40: Stimberſtündchen. 18: tonger!. 2. Bello: Dic Mutter. 3. Lalo: Concerto. 4. Wagner- Stradal: Aus der 7. a) Reger: Intermezzo es- ptoll: Budapest, 556 17.02: Orchefterfonaert. 18.20: Sportbor Daventry, 1600. 16: Orcheſterkonzert. 16.40: JugbySowjetrußland werft absolut teine proleta Partei dem ähnliches wie in Reichenberg auf weisen fönne? Diese Schmockerei ist einfach albern. rische Freidenkerdiktatur auf, wie viele Naive Warum wird nur von Reichenberg ge- glauben mägen, es herrscht lediglich freier MeiIn entsprechender, ähnlich tastender Weise sprochen, warum nicht zum Beispiel vom Böhmer nungskampf auf dem Gebiete der Religion. Der Kommun= heißt es int Programm der kom mit ni- wald oder gar Karpathorusland? Wo Staat selbst ist religiös und welt- Reattalion itischen Internationale( als Entwurf bleibt dort der antireligiöfe Eifer der Kommu- anschaulich neutral. Den Kirchengement riten. 20.08: Seiterer Abend. 1. Blasmufit. 2. a) Rolle: nisten?? Ja, Bauer, das ist wieder was anderes: schaften hat man das starke ökonomische Funda- Für eine Nacht; b) Lied aus„ Baganini". 3. Tamburizza angenommen vem fünften Weltkongreß der K. J. da ist eben äußerstes Tattgefühl gegenüber den ment entzogen und damit ihre Macht gebrochen. Zieb; b) vizalef: Vieb. 7. Blasmult. 8. Auſtſpiel. 21: ZeitGläubigen am Playe, Herr Abg. Wünsch hat Der freigeistige Aufklärungskampf soll sie auch signal. 22: Leyte Nachrichten des Preßbüros, Uebersicht der „ Unter den Aufgaben des Rampfes gegen birdies in einem Bericht über feine Erlebnisse dort ideologisch stürzen, Damit hat es auch in Sowjet agesercianiffe, Sport- und Theaternachrichten. 22.15: Zang Sowjet- gesereignisse, gerliche Vorurteile und Aberglauben nimmt unten in Halbasien selbst deutlich genug ausgerußland noch gute Weile. Mäder, der zahlreiche der Kampf gegen die Meligion eine sprochen. Dortfelbst berträgt sich Religion und Kirchen besuche, fonstatiert, daß der An- 17.30: Dentfe Sendung. Dr. Johann Jaro ii m. 17.50: besondere Stelle ein. Ein Kampf, der kommunistische Ueberzeugung notgedrungen ganz drang der Gläubigen meist sehr groß Denise Sendung d. Preffenachr., Jeitſignal. 18: Berwal mit dem ganzen notwendigen Taft. gut, dort überläßt man die völlige Loslösung der ist. Auch viele Arbeiter und Arbeitungsfunt. 18.20: Radiophon. Kurs. Apparate. 18.40: Sulgefühl und aller Borsicht geführt Waffe von der Religion erst einer fommenden te rinnen hat er in den Gotteshaut- 2/ Urbach: Souvenir de Flotow. 3. Raff: Cabatine. 4. Lange: werden muß, insbesondere in jenen fommunistischen Gesellschaftsordnung". Das ist fern gefehen, nicht nur ehemalige deffafsierte Das Blumenied. b. Lindjab: Jare well. musikalischen Einlagen über Baltire". 20.20: Hornas Schichten der Werftätigen, wo die beileibe fein jozialdemokratischer Opportunismus, Bourgeois. Auf Anfragen erfuhr Mäder, daß die Schwur. Stomödie von Henry Murger. Religion bisher im alltäglichen e- sondern echtester Leninismus. politisch organisierten Kommunisten Sowjetrußben fest beriburzelt war. lands wohl größtenteils aus der Kirche ausge 1. Beethoven: Sonate cis- moll für flavier. schieden seien, es gäbe aber auch Kirchen Götterdämmerung. 5. Nobar: Glowafifche Borsfieber. 6. Stal mitglieder unter ihnen. Viele ihrer nifow: Chant trifte. b) Chopin: Echerzo b- moll 8. Edmeider- Irnabffy: Slowa Frauen seien noch sehr häufig imiche Boltslieber. 19: Wie Brinn, 20: Wie Brag. 22: Wie Gottesdienste. Die kommunistischen Partei- Brag. 22.30: Uebertragung der Mujit aus dem Café Redoute. gänger in der Tschechoslowakei, die vormittags trag. 18.50: Vortrag für die Jugend 19 30:„ Der Brater" in den Gottesdienst gehen und nachmittags Welt- Operette von Rado. Zigeunermusit. 0.30: Jass Band. revolution machen, stehen also nicht vereinzelt da. watch. 18.15: Stirberstunde. 10: Tangmufi. 19.15: Lieder Unter solchen Umständen muß man wirklich von Schumann. 20.45: Bunter Abend. 21.45: Slabier fragen, wo die Kommunisten die bodenlose Frech Tengert, 22.30: Orchefterkonzert. 23.30: Tangmait beit hernehmen, sich als Ausbund von freidenterischen Giferern im Gegensatz zur„ feigen Sulturpolitik" der Sozialdemokraten auszugeben? Sie handeln in der Praxis mindestens so opportuni- 10.45: Das Dreimäberlhaus", Singspiel von Schubert- Berts stisch, wie das von ihnen geschmähte Linzer Pro- Zürich, 494. 12.30: Schallplattenkonzert. 15: Nachmittagsgramm der österreichischen Sozialdemokratie. Wer sich durch die kommunistische Maul- onzert. 16: Tanamusit. 17.30: Sandharmonika- Konzert. 19; reißerei bluffen läßt, muß annehmen, daß dort, wo sie in der Tschechoslowakei am I eich besten ihren gerühmten aktiven Kampf" führen fönn ten( im geistig vorgeschrittenen tschechischen Gebiet), die proletarische Freidenkerorganisation äußerst ſtart ſein müßte. Das Gegenteil ist der Fall! Die in Reichenberg beschlossene nisationen in der C. S. R. scheiterte bisher daran, Salman- bend. 23. Tanamfit. Ston- entration aller proletarischen Freidenferorga Büchern. 13.50: Die Welt der Firf'erne, 20: Emmerich daß die tschechischen Freidenferorganisationen, womitanstongerit. 17.15; Das Wirtshaus im Speffort. 19.15: die Kommunisten den Ton angeben, weit Seiterer Abend. Tanzmufir bemanni unter der Leistungsfähigkeit des ,, Man hat in Ausland die Nachricht ver- deutschen Bundes der proletari breitet, die Sowjetregierung habe den Drud von schen Freidenker" stehen, wo die Bibeln, Testamenten und anderen firchlichenfeigen" Sozialdemokraten die MehrBüchern verboten. Diese Behauptung entspricht heit haben und daher die Musi nicht den Tatsachen. Es war allerdings aus tech- machen. Die Behauptung der K. P. C., daß sie die antireligiö'e Propaganda der Freidenfer mit allen Kräften fördere wie keine andere Partei, hat schon von Haus aus sehr starte Einschränkun gen. So hemmungslos wie die St. P. C. gegen die Sozialdemokraten losgeht, darf sie den Kampf gegen das„ Opium" nicht führen. Jede Verletzung des Gefühls der Gläubigen ist sorgfältig zu ver meiden, das ganze notwendige Taftgefühl" muß diefen gegenüber gezeigt werden. Bei Sozial demokraten ist derlei abfolut nicht nötig, da kann gelegen werden, daß sich die Balfen biegen. Uns gegenüber ist ja den Stommunisten geradezu alles erlaubt wie auch die Jesuiten im Stampfe wider ihre Gegner fein Mittel veabfcheuten. vorgeschriebene ,, notDie K. P. C. hat das ihr borge chriebente noi wendige Tattgefühl gegen die Gläubigen so weit getrieben, daß sie die proletarischen Freidenler fatsächlich nicht unterſtübte. Gerade in dem Reichenberger Gebiete, der kommunisti schen Hochburg, war bis zum vorjährigen Bez bandstag die Freidenterbewegung am allerich in a ch sten. Erst nachher legic man sich dort schandehalber ins Zeng, uid nun verfündet das Politburo poll Stolz, daß dort viele Hunderte von Arbeitern aus der Kirche ausgetreten sind". Daß die Freidenferbewegung schon längst vorher in den sozialdemokratischen Gebieten ihre größten Erfolge zu verzeich men hatte, und die Wehrzahl der Mitglieder des Bundes proletarischer Freidenter" aus Sozial demokraten beitebi ten. . . ... Der Staat hütet jich in jeder Beziehung, auch nur den Anschein der Religionsgegnerschaft su erweden. Er weiß sehr wohl, wie gefährlich gerade in Rußland solche Experimente verlaufen könn Es besteht für religiöse und entireligiöse Propaganda volfommene Freiheit..." Das ist aber auch alles. Mäder fru: den Volkskommissär Smidowitsch, ob Bibeln, Besangbücher und alle anderen religiösen Schriften in Rußland gedruckt oder eingeführt würden. Dar auf erklärte der offizielle Vertreter der Regierung folgendes: nischen Gründen unmöglich, religiöse Schriften zu Immer wieder muß man es erleben, daß drucken. Heute ist es wieder möglich, und wir überall dort, wo es nicht auf dröhnendes Pathos aruden alle jene Bücher im Staatsantommt, sondern auf die schlichte Tat, die verlag " Rom, 449, 17.15: Stongect. 21: Theaterabend. Wien. 517. 11: Vormittagsfonzert. 16:„ Die schlimmen Beethoven Sonatenabend. 18.30: Arbe ispiäne der Boltsbit19: Die Karikatur in ihrer Entwicklung. Buben" von Reſtroy. 17: Muttheorie in der Braris 17.30: dungsanstalten. Jazz Band. Godengeläute. 20: Ländler- Abend. 22.05: Tanzmusif.. Deutschland. Königswusterhansen, 1300 15.30: Esperanto. 16: Echitleranslefe. 16.30: Pädagogir des Rundfunks, 17: Das Amisdeutsch. 17.30: Der Arbeiter als Staatsbürger. 18: Aeſthetif 18.55: Kunst. Handwerk und Industrie. 20: Uebertraguna von Bertin, 484. Karnevaliſtiſche Sigung mit Dament, 22.30: des Eiſenbanes. 18.30: Röntgentechnik für den Zahnarzt. Zangmufif. Breslau, 323. 16.30: Rachmittagstonzert. 18: Stunde mit Frankfurt. 429. 15.30: Jugendftunde. 16.30: Radi 10.45: Der Simmei im Epifer Hamburg, 395. 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Hausfonsert. 16.15: Zanatee. 17.05: Leben unter Wilden. 17.25: Son 19.10: Margarine. 20:„ Die Frau im, Germetta, Opetere des Tertas Biegen oder Brechen. 18. Luftiges Wochenende. von Gilbert. Zanzmusif. Langenberg, 469 13.30: Mittagstonzert 17: Teemufit. Luftiger Abend. 22.45: Ton, muit. 18: Die Rantate. 19.40: Mender. 20: Funktechnif. 20.30: Leipzig. 336, 12: Mitlagsfonzert. 16.30 Nachmittags fongert. 18: Baffelstunde. 19.15: Reichsfanzler a. D. Luther: das Deutschtum in Südamerika. 20.15: Tierfabein. und Tier Tegenden. 22.15: Funbrettf. München, 536. 14.30: Saltplattenfonzert. 16: Braftifche Sozialdemokraten mehr leisten wie kommunffurs. 16.30: alte Zana ifen. 17 30: Herr und Fra Biedermeier. 19: Interbaltintas fonacrt 21.45: Tangmusif. Stuttgart, 380. 13.10; hallplattenkonzert. 15: JugendDie uitur der Melantefier. 19.15: Die deutschen Terfonen Brabichensonate Conegaer: Sellofonate 21: All- Heidelberg", Schauspiel von Meher Förster. 22.30; ie Berlin. Soffentlich läßt sich das Prager Politbüro nistische Phrasendrescher. In bezug auf die proaus Gifer für die proletarische Freidenkerbewegung Tetarische Freidenferbewegung ist dies ganz offen was verschlägt das? nicht berleiten, auch bei uns Bibeln und fundiq sichtbar. Die Verdrehungen des Politbüro Das Bolitbüro ftellt sich feifend auf den Wartt Testamente drucken zu lassen. Das ruffifche Bor fönnen an dieser Tatsache nichts ändern. J. Sch. platz hin und frögt fed, weiche andere proletarische bild foll tech in allem nachgeahmt werden, nicht? hunde. 16: unterbaltungsfongeri. 18.15: Dramaturaie, 18.40: namen. 20: Rammermusik. Debuffy: Cellofonate. Hindemith: Tagesneuig'eiten. Die Knödel- Wacht. ( Bu fingen nach der Melodie der ,, Wacht am Rhein".) Dami's im Staat nicht ginge schief, Der Švehla ung der Sramek rief: Herein in's Kabinett, herein, Wer auch will forrumpieret sein. Sudetenvolf, magit ruhig sein, Sudetenvolt monit ruhig sein: Es fanden sich sofort aus Deinen Reih'n, Es fanden sich sofort gleich drei Partei'n, Sudetenvoll Dir ist's geglückt, Haft zwei Minister abgefciegt, Vom Landbund und den Klerifal'n: Jetzt ist es Schluß mit den Skandal'n. Sudetenvolt, magst ruhiq sein, Sudetenvolf, maest ruhig sein: Aus ist es endlich nun mit Deiner Bein, Jezt geht's Dir, Gottjeidank, schon extrasein. Der Mahr und der Spina hier, Sudetenvolk, die helfen Dir: Wenn andre füllen ihren Bauch, Die deutschen Helden treffen's auch. Sudetenvolk, magit ruhia sein, Sudetenvolf, maost ruhig sein: Sie verstehn genau so out die Packelei, Dich hält in treuer Wacht die Polizei. Man saß beisamm' im Kabinett, Dacht' nach, wie man die Bölfer rett' Mit Bolens Kohleneinfuhrschein' Den Rebbach steckt man selber ein. Sudetenvolt, magit ruhig sein, Sudetenvolf. maast ruhig sein: Ausglichen fan mer jegt Da alle Korruption national, proportional. Es braust durch's Land die Korruption Mit internajonalem Ton. Die Völker lassen Schweiß und Blut, Die Herr'n tun sich bei Knödeln gut. Sudetenvolt, magst ruhig sein, Sudetenvolt, maoft ruhig sein: Fest steht und tren die Wacht fürs Kapital, Fest steht und tren die Wacht beim Knödelmahl. werden. Wir verfolgen mit Spannung den Kampf eines riesigen Boltes, das seinen Willen, sich nicht mehr vom fremdnationalen, tapitalistischen Im perialismus beherrschen zu lassen, in die Tat umgesetzt hat, das ungezählte Blutopfer in dem helSenmütigen Kampfe für nationale und soziale Befreiung darbringt. Vom Bogeraufstand zu den Letzten Ereignissen führt eine gerade Linie. Folgerichtig, naturnotwendig trat ein, was kommen mußte: das Volk, das eine große Kultur hervor gebracht katte, als in Europa noch die schwärzeste Finsternis herrschte, mußte sich entpören. Die Verstaatlichung der Sozialversicherung. Novellierung des Sozialversicherungsgeleges radwirkend vom 1. Jänner 1927. Ausscheidung der Lehrlinge.- Schaffung breier neuer niedrigster Lohntlaffen. Der Staat hat das Dispositionsrecht über die Gelder der Sozialversicherungsanstalt. 3. Das bisherige Vertretungsrecht der Arbei ter im Vorstand der Krankenversicherungsanstalt wird geändert, und zwar sollen Arbeiter und Unternehmer paritätisch" vertreten sein, das heißt, die Krankenversiche rungsanstalten sollen den Arbeitern völlig entwunden werden. haben. Freitag, den 25. Feber 1927. feststellbarem Werte. Die bis zur Stunde eingeleiteten Nachforschungen blieben total ergebnislos. Gegen die verkehrsfeindlichen Maßnahmen der Behörden hat der Bund der Vertreter und Reisenden in Teplit folgende EntschlieBung gefaßt: Der Bund der Vertreter und Reisenden, Siz Teplit- Schönau" erhebt Protest gegen die systematisch betriebene Behinde rung des Autobusverkehrs. Er stellt Während das Gesetz über die Verwaltungs- fen mit niedrigeren Beiträgen als bisher, fest, daß dessen Entwicklung ein verkehrspolitisches reform, welches das Ende des letzten Restes der und zwar für die landwirtschaftlichen Ar- Gebot der Zeit ist, das Hand in Hand geht mit Selbstverwaltung des Staatsbürgers bedeutet, beiter, Saisonarbeiter und industriellen dem Interesse unserer Volkswirtschaft. Die Ve noch im Ausschuß des Abgeordnetenhauses in BeHilfsarbeiter. Den niedrigeren Beiträgen hinderung des Autobusverkehrs ist durchaus nicht ratung steht, wollen die Mehrheitsparteien einen werden selbstverständlich auch niedrigere in Interesse unseres Eisenbahnwesens gelegen. merden selbstverständlich auch niedrigere Der Konkurrenz des Automobilverkehrs kann von neuen Schlag gegen die Arbeiterschaft führen. Renten entsprechen. Nach langwierigen Beratungen ist das Gesetz über der Bahnverwaltung nur entgegenwirkt werden durch Einrichtung eigener Autolinien durch Modie Sozialversicherung zustande gekomtorisierung des Bahnverkehrs, durch Verbilligung men, das als ein Kompromiß zwischen den Par der Bahntarife, durch Beschleunigung des Eisenteien der einstigen allnationalen Koalition ohne bahnverfehrs, durch Einstellung von neuen Eisenhin schon den Einfluß der Arbeiterschaft auf die bahnlinien auf den hochfrequentierten Strecken Krantenversicherung geschwächt hat. Da nun die und durch günstige Verkehrszeiten. Die Bemühung bürgerlichen Parteien allein regieren, halten sie der staatlichen Machtmittel gegen den Autobusdie bisherigen Verschlechterungen der Krankenver4. Das Dispositionsrecht über die Fonds der berkehr ist ein wirtschaftlich rückschritte sicherung noch nicht für genügend, sie schränken Zentralversicherungsanstalt wird der Staatlicher Fistalismus, der für die Zukunft den Einfluß der Arbeiterschaft noch weiter ein. Viele Monate schon wird in den bürgerlichen Zeiwirkungslos, für die Gegenwart aber schädlich ist. Wenn man nicht den landwirtschaftlichen Ar Der Bund der Vertreter und Reisenden fordert, tungen von der notwendigen Revision des Sozial bersicherungsgesetzes gesprochen, die tschechische beitern die Sozialversicherung völlig nehmen kann, daß die verfehrsfeindlichen Maßnahmen der BeAgrarpartei hat eine eigene Kommiffion eingesetzt, jo follen die Renten wenigstens so weit herabge sivfs- und Landesverwaltungs- Behörden gegen die nach wochenlangen Beratungen einen Gesez- drückt werden. daß die Sozialversicherung für die den Autobusverfehr sofort rückgängig gemacht entwurf fertiggestellt hat, der die Verschlechterung landwirtschaftlichen Arbeiter sowie die industrielWeltenraum. Ehrenbeleidigung im der Sozialversicherung zum Zavede hat. Vor len Hilfearbeiter allen Wert verliert. Dies ge In einigen Tagen erst hat der Landwirtschaftsmini- fchieht zum Teil deswegen, damit die Landwirte Frankreich hat sich jetzt zum erstenmal der fter Dr. Srdinko mit aller Entschiedenheit erklärt, ganz unerhebliche Beiträge zahlen, zum Teil des Fall ereignet, daß sich jemand durch einen Radaß das Gesetz über die Sozialversicherung novel wegen, um die Sozialversicherung völlig zu distre- dio vortrag beleidigt fühlte, und die Juristent listert werden müsse. ditieren. Wir haben darin zweifellos das Bestre- zerbrechen sich nun den Kopf darüber, welche GeWie nun der Benkov", das Hauptblatt der ben der besitzenden Klassen zu erblicken, von der nugtung ihm gegeben werden soll. Man hat vorAgrarier mitteilt, wird der Gesezentwurf no ch Sozialversicherung möglichst viel abzubauen. geschlagen, ihm das Recht zur Richtigstellung in der Frühjahrssession des Abgeord- Das völlige Verfügungsrecht des Staates über die einzuräumen und in Zukunft würde also eine netenhauses genehmigt werden. Er wird rüd- Gelder der Sozialversicherungsanstalt überhaupt Sendestation Advokatenbriefe bekommen, worin wirkende Kraft ab 1. Jänner 1927 und damit die völlige Verstaatlichung unter Berufung auf§ 97 des Luftgesetzes gefordert haben. Die hauptsächlichsten Grundsätze des und Bürokratisierung der Sozialwird, daß an dem dem Empfang dieser Berichtineuen Entwurfes sind: bersicherung. gung folgenden oder zweitfolgenden Tage zur gleiDie Vergeltung für das rücksichtslose Vor- chen Stunde, auf der gleichen Welle und mit der gehen der bürgerlichen Parteien wird nicht aus- gleichen Lautstärke dem Berichtigungswerber ebenbleiben. Je mehr sie ihre Arbeiterfeindlichkeit soviel Zeit zur Berichtigung gegeben werde, als zu berichtigende Aeußerung in Anspruch zeigt. desto mehr werden die arbeitenden Massen nahm... Man wird ja sehen, wie sich die Techdes Volkes ertvachen! nit weiter entwickelt: Radioehrenbeleidigungen, Radioverleumdungen, Vernachlässigung der pflichtgemäßen Radioobforge, Radioredaktionsgeheimnis werden der Radioberichtigung folgen. Kurz, es wird im Weltenraum und vor den Ohren der er staunten Marsbewohner das schönste Bezirksgericht 1. Aus der Versicherung werden alle diejenigen ausgeschieden, die noch nicht 17 Jahre alt sind, das heißt im großen und ganzen die Lehrlinge. 2. Es werden drei neue Lohnklassen geschafdie Bevölkerung der Tschechoslowakei! esseres werden. die werden... bettelnd und lamentierend das Mitleid der Gasse| Olympiade int Jahre 1921. Die förperlichen fordert! Ja, man beschäftigt sich damit auch darin Ueberreste des Verstorbenen wurden unter großer Remedur zu schaffen; zarte, fleine Abänderungen Beteiligung von Turnern und Parteiangehörigen der sozialen Reformen werden sachte vorbereitet, am Donnerstag, den 24. Feber, in Prag feierlich aber man ist doch auch noch recht gnädig mit euch, dem Feuer übergeben. ja, man kann sagen, man geht lieblich und fein Getreideüberfluß in Magyarien GetreideEltern und Geschwister mit der Art erschla mit euch um! Wie ein Vater seine Kinder nicht teuerung in der Tschechoslowakei. Wie aus Budapest gent. In einem Vororie von Graudenz in nur durch Züchtigung und Strenge erzieht, fon- gemeldet wird, wurde in Magyarien eine Aufnahme Polen hat der 28jährige Bauer Leon Lewanbern auch durch eyn gutt Beyspiel und fürtreff der Getreidevorräte in Lagern durchgeführt, wobei dowsei seine Eltern und seine vier Ge fich moralische Rede" wie man in früheren Zeiten festgestellt wurde, daß in den Budapester Lagern und schwister mit Apthieben in bestialischer hörte, so denkt auch eure Regierung daran, euch in zwei Mühlen mehr als 200.000 Metergentner Weise ermordet. Die Mutter und zwei Geder Ball mußte abgebrochen von den lasterhaften Mehrausgaben in Trunk und Weizen und 100.000 Metergentner Storn liegen, wäh- fchivister blieben sofort tot, der Vater und die wei fiarben furz Spiel( die ja doch der Sozialverpflichtung zu La- rend im Vorjahr in der gleichen Zeit die Vorräte übrigen Geschwister des Mörders ſten fallen) abzuhalten und so sieht man feit ge- bloß 50.000 Metergentner Weizen und 40.000 Meter- nach der Einlieferung ins Spital. Der Mörder stern in den Prager Straßen einen neuen Spar- zeniner Korn betragen haben. Auch sonst sind im wollte die ganze Familie los werden, um sich auf automaten aufgestellt, der aussieht, wie ein Lande große Getreidevorräte vorhanden und es ist diese Weise in den Besiz des elterlichen schönes blau angestrichener Automat für Karamel- nicht unmöglich, daß es im Frühjahre zu einem Grundstü des zu setzen. Der Mörden, der len mit Kaffeebeigeschmack! Aber bei Arbeits- großen Prets ft utrz auf dem Getreidemark tom- nach der furchtbaven Tat flüchtete, wurde von der lofen hätten die Karamellen ebensowenig 3wed, men werde. Während also in der Tschechoslo. Polizei berhaftet. wie der Kaffebeigeschmack! Und so wirfst du also makei die Getreidepreise eine schwindel- Ein feiner Großschlächtermeister. Eine grenzen in den Schlitz, vorne, unter dem eine saubere, hafte Söhe erreicht haben- an der dienstägigen lose Schweinerei auf dem Gebiete der Nahrungs weißbuchstabige Gebrauchsanweisung hingepinselt Börse ist der Preis des Weizsen abermals, und zwar mittelfälschung enthüllte eine Gerichtsverhandlung in ist, eine Serone, drehst rechts an einer Kurbel und um 2 K gestiegen- weiß man in Ungarn nicht, eipzig. weiß man in Ungarn nicht, eipzig. Wegen Herstellung völlig verdorbener heraus fällt eine Sparmarke, die du dann bei der was mit dem Getreide anfangen soll. Das ist der und ungenießbarer Wurst stand der Großschlächterzuständigen Stelle" gegen ein Sparkassenbüchel Segen der Zellpolitik der bürgerlichen Koalition für meister Gustav Rudloff, der in Leipzig 50 Geeintauschen fannst. schäfte besigt, vor den Richtern. Er hat verschim Wer nun geglaubt hat, daß die Ausländer in Vorläufig stehen bei dent Automaten an der ntelte und bereits in Vermesung übergegangene China durch die elementaren Ereignisse einge- Ede der Melantrichgaffe die neugierigen, stets für Streichen, die sich die Prager Radiozen Fäulnis übergegangene Leberwurst nochmals als Das tonfiszierte Proletariat. Nach den vielen Burst als Brüh- und Hühnerwurst verkauft und schüchtert, zumindest ihr provokatives Benehmien alle Neuerungen schwärmenden Marktweiber und Streichen, die sich die Prager Radiozenändern würden, hat geirrt. Während in der Chi- probieren, ob auch Hosenknöpfe in dem Apparate sur in der letzten Zeit geleistet hat, ist jetzt ein wiebelleberwurst verarbeitet. Vor diesen Fälschun nesenstadt Schangkai das Bolt tobt, Studenten und funktionieren. Die Erfinder und Aufst ller dieser Stücklein gefolgt, das sich kaum mehr überbieten gen wichtiger thrungsmittel schreckte Rudloff nicht Arbeiter zu Taufenden gemordet werden, nur weil neuen sokratischen Weisheit stellen sich diesen Vor- läßt. In dem im Rahmen der deutschen Ar- zurüd, obwohl er bei 50 Angestellten ein Jahreseinfie das verlangen, was die Mächte, die es ihnen gang allerdings anders vor: Scharen von Arbeits- beiterfendung am letzten Mittwoch gehalte tommen von 20-25.000 Mart hatte. Das Urteil verweigern möchten, selbst bei jeder Gelegenheit losen, tleinen Sparern und Schulkindern drängen nen Vortrag des Genossen Paul, der sich beti- gegen Rudloff lautete auf acht Monate Gefeierlich verkünden: Freiheit und Gleichkeit( Er- sich zu den Apparaten! Schußleute, die man sonst telte: Neue Bücher für das Proleta fängnis, 1800 Mark Seldstrafe und drei Jahre rungenschaften, die bis heute nur für die Herr( wohl aus Angst!!!) zu Rudeln von mindestens je riat" wurden die Worte, da s Proletariat" Chrverlust. schenden da sind) in dieser großen Zeit also 300 gegen etwaige Demonstrationen in Prag auf vom Zenfor gestrichen, außerdem im Vortrag Liebestragödie in Berlin. Auf offener Straße fand, wie die Blätter meldeten, im Hotel Mastellt, so daß es zuletzt scheint, als demonstrierte felbst das Wort proletarische"! Im ersten gab ant Mitwoch vormittag in Berlin ein 52 Jahre jestic in Schangbai ein großer Ball die Polizei gegen Verbrechermangel. regelten den Falle wurde gnädig gestattet, dafür die Worte after Arbeiter Gustav Schulz auf seine frühere statt, der die gesamte internationale Verkehr streng nach den Lehrsatz des Konfuzius: die Arbeiterschaft" zu jezen. Es bleibt Geliebte, die 47 Jahre alte Plätterin Elfriede Solonie vereinigte. Leider wird nicht gemeldet, cho dle blevo( gehet links). die Banken arbei- uergründlich, welch tieferer Sinn dem Walten Schulz, mehrere Schüsse ab. Die Frou hatte sich wie sich die Herrschaften bei Seft und Nazz unter- ten wie wahnsinnig gewordene Schreibmaschinen des Prager Radiozensors zugrunde liegt. Soll im November von Schulz getrennt und alle Wiederhielten, die eleganten Masses werden aber das Ge- und die Sosalversicherungsinstitute? die wür- man in der Welt meinen, daß es in der Tschecho- annäherungsversuche waren erfolglos geblieben. wehrfeuer und den Kanonendonner gewiß, very ben umfallen. wie leere, windleichtgewordene Ge- flowakei( unter dem segensreichen Regime der Daraufhin lauerte er ihr auf ihren Wege zur Arbeit interesting gefunden Faben. Einen so originellen häufe. weil sich niemand um sie fümmern würde: Bürgerregierung) fein Proletariat gibt? Daß auf und griff, als er wieder abgewiesen wurde, zur Sintergrund fat doch wirklich nicht ieder Ball. Die Srarautomaten würden ja alles versorgen! Fasching ist, mag manches erklären; aber für alle wasse. Die Kugeln duchschlugen zum Glück nur die Die englischen Softaten ftanden unierdessen, wie Wie traurig mun, daß schon jetzt der neue Dummheiten kann man ihn doch nicht verantwort- Kleider. Als Polizeibeamte hevbeiciften, richtete die Zeitungen melden, Gewehr bei Fuß und be- Automat mur den Lausbuben vom Ritterblat et lich machen. Wie lange sollen sich die deutschen Schulz jedoch die Waffe gegen sich selbst und brachte schützten das Leben der Tanzenden. ibren Fernfuckversuchen dient, denn es ist schwer, proletarischen Radiointeressenten diese kleinlichen sich durch einen Schuß in den Mund eine lebens. aus einer Entfernung von zwei Metern. in den und lächerlichen Schikanen noch gefallen laffen? gefährliche Verletzung bei. Schlitz zu treffen in den aus der Nähe kaum eine einzige Strone fällt. G.. Schließlich scheint es doch ein wenig ungemütlich geworden zu sein: die meuternden Striegsschiffe fcheinen wenig Verständnis für das Arrangement eines Palles gekabt zu haben und als aus dem interessanten Feuerwerf eine Beschießung wurde, ging ntan nach Hause. Dieser Uebermut der Geldmagnaten und Offiziere, die Feste feiern, während ihretwegen ein paar Straßen weiter Blut Unschuldiger fließt, ist ein Musterbeispiel für die innere Fäulnis der herrschenden Stlasse. Doch es kommt der Augenblid, da Fauste an den Toren ihrer Reservatio nen" rütteln und jab der„ Ball" abbricht, den sie so lange sorglos auf Kosten der arbeitenden Klasse feiern. O. F., Arbei's'o, Ath uno, Traren! Die Regierung findet ihr lebt zu gut! 3hr gebt zu viel aus! Wer weiß ob Ihr nicht he'mlich nachts die Hotels bevölkert, euch mit feilen We bern" herum treibt. oder Würste mit Salz und Brot verzehrt( was für euren Stand" unmoralisch reichlich wäre) und ob ihr nicht am Tage in Ratastrophe auf dem Eis. In dem Dorje ZitDie Ergänzungsgruppe des Landes- MilitärKommandos in Prag ist bis Ende März d. J. tow in Mecklenburg- Schierin war Mittwoch der wegen Andranges dringender Arbeiten für zehnjährige Sohn des Lehrers Carmon auf einen Genoffe Franz Stejaar gestorben. Sonntag. sämtliche Besucher geschlossen. Interventionen sind in der Nähe des Wohnhauses gelegenen See den 20. Feber, starb in Prag Genosse Franz unzulässig; Austünfte erteilen die Ergänzungs- Schlittschuh laufen gegangen. Plönlich vernahmen die Eltern aus der Richtung des Sees Reizlar in seinem 47. Lebensjahre. Genoffe ämter 1. Instanz. Franz tej lar gehörte der tschechischen ArbeiterEin rentabler Einbruch in das Oberdorfer Hilferufe. Der Vater eilte sofort zum See, um Turnbewegung seit seinem 17. Lebensjahre an Postamt. In der Nacht auf Donnerstag gelang den eingebrochenen Sohn zu retten, Auch und war Verbands urnwartstellvertreter und Mites bisher noch unbekannten, jedenfalls aber mit er brach ein und geriet unter die Eiedecke. Das alied des Verbandsausschusses( Sva; D. T. J.). der Dertlichkeit bestens vertrauten Leuten in Ober- gleiche Schicksal traf auch die Mutter, als fie Außerdem redigierte er durch zwei Jahre die dorf bei Stomotau, vom Bräuhaus aus von rüd einen lesten Rettungsverfuch unternahm. Zeitschrift der Arbeiter- Turner in Prager Gau wärts in das Postamtsgebäude einzudringen und Vor einigen Jahren war bereits die und war Mitglied der Redaktion Cvičitelske Roz nach Erbrechen der in den Amtsräumen stehenden Tochter des Lehrers ertrunken. hledy"( Turnerische Rundschau). Nach dem Kriege eisernen Kaffe aus derselben einen Bargeldbetrag ganzen Familie ist jetzt nur noch die Großmutter nahm er an den Befreiungskämpfen in der Slo von 8000 Kronen zu entwenden. Außerdem fielen am Leben. wafei teil. Genoffe Stejzlar war auch außerhalb den Einbrechern Marken und Postwertzeichen im Von einer Lawine getötet. Wie aus Wien geder Grenzen der Tschechoslowakischen Republit be- Werte von über 10.000 kronen in die Hände. melder wird, ist vom i steinhorn eine Lawine kannt und auch als Mitglied des technischen Inter- Damit scheinbar nicht zufrieden, entwendeten die niedergegangen, durch die die zwei Wiener nationalen Aus chusses der Luzerner Sport- Inter- fich sehr sicher fühlenden Täter aus zahlreichen Tischlergehilfen Karl Messing und Karl nationale überall geschätzt. Er führte auch die Postpaketen, welche abends aufgegeben wurden Beindl verschüttet wurden. Beindi fonnte geTurnfahrten nach Leipzig und Frankfurt und er- oder in der Früh zugestellt werden sollten, diverse reitet werden, dagegen gelang es nicht, den Meffing warb sich große Verdienste um die L. Arbeiter- Waren und Gebrauchsgegenstände in noch nicht aus den Schneemassen zu befreien. Von der Freitag, den 25. Jeber 1927 Aristokratische Kokainschmuggler. Die Schwester Politischer Mord in Paris? In einer Vor- woch eine Aussprache über das von Prof. Be3.1 Blatt, das unter dem Maniel der Neutralita: offenstadt von Paris wurde Dienstag nachts ein ita reda entdeckte neue Heilmittel gegen eitrige Er- fundig flerikale Propaganda treibt. Auf der ersten frankungen stait, wobei der Erwartung Ausdrud Seite bringt es einen Mexikaner mit Gewehr( nalienischer Kommunist namens Monti er- gegeben wurde, daß sich dieses Heilmittel,„ Anti- türlich eine Zeichnung), der vier Nonnen bedroht. mordet. Es steht noch nicht fest, ob es sich um virus" genannt, gegen Scharlach und Darüber prangt die schöne Ueberschrift: Mit dem ein politisches oder ein gewöhnliches Verbrechen Diphterie werde verwenden lassen und daß auch Gewehr gegen das Kreuz!" handelt. ein Anti- Virus gegen die Tuberkuloje werde Mittelholzers Afrikaflug beendet. Der Schweizer bergestellt werden können Flieger Mittelholzer, der am 7. Dezember in Zürich zu einem Fluge durch ganz Afrika bis nach Kapstadt aufgestiegen war, ist am Montag nachmittag um 5 Uhr im Hafen von Kapstadt gelandet und hat damit jein Ziel erreicht. Mittelholzer hat von Alexandrien bis Kapstadt Afrika der ganzen Länge nach durchquert. In seiner Begleitung befanden sich außer seinem Dr. Heim und der Genfer Afrikaforscher Gouzy. Dieser ist unterwegs am Ninazije an Malaria erfrankt. Dr. Heim blieb bei dem Erkrankten zurück. des letzten zaristischen Ministerpräsidenten sowie eine Letem světem eine fleritale Propaganda Gruppe russischer Aristokraten sind dieser Tage in schrift. In Prag erscheint ein neues illustriertes Rußland wegen Kokainhandels verhaftet worden. 0000000001 000000000000 00000000000000000000000000000000006-100006 Gerichtssaal. Mechaniker Hartmann der Züricher Geologe Der Raubmord an Der Raubmorb an dem Autotar- Befiher Batočka. Mittelholzer hat seine gewaltige Flugleistung mit einem Dornier- Merkur- Apparat aus Friedrichshafen, ausgestattet mit einem Motor der Bayrischen Motorenwerte in München, ausgeführt. Flugzeug und Maschine haben trotz des tropischen Klimas, der Feuchtigkeit und des afrikanischen Flugsandes die Fahrt ohne jede Banne zurückgelegt. 11 Die Anklage gegen Hurych lautet auf Raubmord laut§ 134, 135 des Str.-G., wegen des versuchten Raubes des Motocykels auf Raub laut§ 190, wegen Falschmeldung laut§ 320, wegen Diebstahles Taut § 171, 178, 174 und wegen öffentlicher Gewalt tätigkeit laut§84 des Str.-G.-B., also eine recht hübsche Anzahl von Delikten, die schwersten, welche unser Str.-G.-B. tennt und auf welche die Todes strafe steht. St.-A. ist Dr. Tomsa, die Verteidigung hat er offo Dr. Čeřovsky übernommen. Prog, 24. Feber. Heute begann vor dem Ge- I die Waag, bis er infolge des Playens der Pneumatik schworenengerichte des Landesstrafgerichtes Prag II. geswingen war, bei Topoldan in Bieliz zu halten, unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten des Landes- wo er das Auto zum Verkaufe ausbot. gerichtes, Kratochvil, der Prozeß gegen den Prager Apachen und Mörder Hur y chy, der im Oktober b. J. den Prager Autotagi- Besizer Batoeta, den er zu einer Fahrt als Chauffeur gemieter hatte, von rüdwärts in den Kopf schoß, um sich des Wagens Der Himmel als Reklamefläche. Nach län- au bemächtigen, welchen er sodann verkaufen wollte. geren Versuchen ist es den Zeiß- Werken in Jena Der Andrang zu diesem Brozesse ist ein ungeheuerer gelungen, Bilder mit einem Projektionsapparat an trotzdem mußte das Publikum zum größten Teile den Nachthimmel zu bannen. Voraussetzung für abgewiesen werden, weil sowohl die Galerie wie die Deutlichkeit der Bilder ist, daß am Himmel auch ein Teil des Raumes im Auditorium von 150 gleichgültig in welcher Entfernung vom Projek- Gendarmen besetzt ist, die ant dem Falle die Untertionsapparat Wolken sind, die die Rolle der fuchungsmethoden lernen sollen. Der Prozeß dürfte Leinwand übernehmen können. Die Großstädter, drei Tage dauern. Als Sensation" steht dabei die die ohnedies schon allerlei schreiende Reklame über Demonstration des Falles vor den Geschworenen an sich ergeben lassen müssen, werden die Nachricht, einem Auto im Hofe des Landesgerichtes bevor. Die daß die Reklame jetzt auch den Himmel für sich Vorgeschichte des Falles und die Umstände, welche reklamiert, mit gemischten Gefühlen aufnehmen. zur Entdeckung des Täters führten, find burz Die Vielche verschwindet. Mit der Aenderung des wirtschaftlichen Aufbaues der orientalischen Länder sind auch die Voraussetzungen für die Polygamie, die sich dort am längsten erhalten hat, gefallen. Die Türkei hat sich bereits ein modernes Cherecht gegeben, das die Vielweiberei nicht fennt. In Aegypten wurde jetzt eine Gefebesvorlage eingebracht, die die Polygamie zivar nicht grundsätzlich abschafft, aber doch wesentlich erschwert. Der Mann soll fünftig eine zweite Frau neben der ersten nur heiraten dürfen, wenn er eine Genehmigung der geistlichen Behörden besitzt und nachweist, daß die zweite Frau die Interessen der ersten nicht benachteiligt. folgende. Seite 5. Gegen Grippe wirksanstes Mittel 41 Stock Brandy Medicinal Stock Boltswirtimait. Auch die polnische Regierung gegen die Gewerkschaften! Am 18. Jänner fand eine Sitzung der Zentralfommission der Gewerkschaften Polens statt, in der nach einer Verurteilung der arbeiterfeindlichen Regierungspolitik in einer Entschlic Bung festgestellt wurde, daß seitens der Regierung Versuche in der Richtung unternommen würden, um die Arbeiterbewegung, insbeson dere die Gewerkschaften, von sich in Abhängigkeit pressionen, sowie Methoden, welche verschiedent zu bringen. Mit Hilfe der massenhaften Relich an die Korruption grenzen, schließlich durch Verbreitung der fälschlichen Meinung innerhalb der Arbeiterklasse vermittels der für Regierungsgelder herausgegebenen, angeblichen gewerkschaft fichen Schriften, wie die„ Solidarngiz Pracy" ( Solidarität der Arbeit), versucht die Regierung Einfluß auf die Gewerkschaften zu gewinnen, um diese den sozialistischen Idealen zu entfremden. Diesen Zustand konstatierend, warnt die Zentralfommission die Arbeiterschaft und alle Organisationen vor der aus dieser Richtung drohenden Gefahr für die Einheit und Kraft der Arbeiterbewegung und fordert alle Arbeiter zum allerstrengsten Zusammenschluß in den Organisationen, welche in der Zentralkommission der Gwertschaften vereinigt sind, auf." Freigewert chaitlicher Erfolg in OberIchlesien. Verschwinden der Kommunisten. Die heutige Verhandlung brachte zunächst eine Verlesung der Anklage und eine Einvernahme betreffs der Personalien Hurychs. Er ist 23 Jahre alt, hat acht Klassen besucht, stets gut gelernt, sein Vater rüdie 1914 ein und fiel 1915 in Rußland, als Hurych neun Jahre alt war. Er hat eine Sehwe ster, die gegenwärtig 19 Jahre alt ist. Wie er beAm 7. Oktober wurde im Kanale der Reichs- hauptet, leidet er an Anfällen, Krämpfen, die, wenn Straße bei Hostivic die Leiche eines Mannes gefunden, feine Behauptungen wahr sind, epileptische Anfälle der durch eine Revolverfugel von rüdwärts erschossen sein dürften. Er gibt heute zu, in der Zeit vom worden war. Das Projektil hatte dem Manne( es 5. September bis 6. Oktober, als er arbeitslos war, war, wie später ermitelt wurde, der Autodroschken- fich hauptsächlich vom Wildern ernährt zu haben. befizer und Chauffeur Karl Patočka aus der Er schoß etwa 30 Hasen, die er durch einen Freund Die Betriebsratswahlen für die oberschle= Nerubagasse in den Weinbergen) sofort das Gehirn à 30 Stronen verkaufen ließ. Am 16. September fischen Eisenhütten und die größeren Betriebe der gänglich zertrümmert. Inzwischen hatte die Gattin hatte er mit dem Heger einen Zusammenstoß. Auf weiterverarbeitenden Industrie haben in den letzdes Getöteten, Josefa Patočka, bei der Prager amei großen Tischen liegen Werkzeuge, Maschinen ten Tagen ihren Abschluß gefunden. Das ErgebBolizei die Abgängigkeitsanzeige erstattet. Der Bru- bestandteile, Sachen, die man bei Hurych fand und nis der Mandatsverteilung ist folgendes: Der fre: der des Getöteten, der sofort nach Unhošt fuhr, die er gestohlen haben dürfte. As ihm der Vor- gewerkschaftliche Deutsche Metallarbeiterverband erkannte in dem Zeichnam seinen abgängigen Brufipende eine große pneumatische Bumpe zeigt und erhält 107 Betriebsräte, der Hirsch- Dunckersche der, der am 6. Oktober in der Früh weggefahren ihn fragt, woher sie sei, antwortete er, er hätte sie Gewerksverein 16, der christliche Metallarbeiter Die Rache der Katzen." Die Bevölkerung des war. Gleichzeitig wor auf der Prager Polizei ein sich gekauft, weil sie ihm gefallen habe. Ein Bajonett verband 8 und die gelben Wertvereine 3. Trotz Dorfes Bavaniste im Banat wird durch eine Telegramm eines Gendarmeriekommandos aus der mit Scheide hat er sich selbst zu einem Dolchmesser der umfangreichen Betriebseinstellungen und der furchtbare Mordtat in Aufregung gehalten. Der Slowakei mit der Anfrage eingelaufen, ob in Prag ungearbeitet. Die Sachen, die man bei ihm fand, damit verbundenen Arbeiterentlassungen, von 70jährige Greis Leta Bogdanov wurde mit nicht ein Auto N VI 527 gestohlen wurde, das ein würden fast ein eines Magazin füllen. Hurych denen in erster Linie freigewerkschaftlich organieingeschlagenem Schädel und furchtbar verstüm Chauffeur, namens Hurych, einem Fabriksbesiser leugnet heute alles, was er seinerzeit gestanden hat, fierte Arbeiter betroffen wurden, hat der Metallmeltent Gesicht tot aufgefunden. Der Alte galt in namens Michael Schwarz in Groß- Bielit zunt Ver- er hätte einen Freund gehabt, der das alles stahl, arbeiterverband sich außerordentlich gut geschlader Gegend als Sonderling, der kaum mit einem faufe angeboten habe. Es war das Auto Patočkas. er habe keine Luft, ihn zu verraten. Seine Antgen. Die polnischen Gewerkschaften haben auch Menschen verkehrte. Sein einziges Vergnügen Die Prager Polizei befahl, das Auto zu beschlagworten sind geschickt, er zeigt nicht die geringste Spur in diesem Jahre auf die Einreichung von Listen waven Tauben. Sie pflegte und hütete er mit nahmen, den Verkäufer unverzüglich zu verhaften. von Reue oder Zerknirschung. Sein Eindruck ist vollständig verzichtet. liebevoller Sorgfalt und führte ihreiwillen mit Als der Gendarmeriewachtmeister Almasi den Auto- nicht unsympathisch, er ist ein hübscher Junge, woden Kaßen der Umgebung, die den jungen Tau- verkäufer, es war der Raubmörder Hurych, verhaften ben nachstellten, einen erbitterten Kampf. wollte. zoa dieser seinen Revolver beraus und wollte Wehe, wenn eine Kabe in seine Hände fiel; der den Gendarm erschießen. Es gleang endlich, den Alte schlug ihr den Kopf ab oder auch nur die Raubmörder zu überwältigen. Verhaftet, gestand er, Füße und warf die verstümmelten Tiere auf den am Altstädterring ein Auto gemietet zu haben, mit Düngerkaufen seines Hofes. Nun ergab sich merk- welchem er nach Hostivic fahren wollte, um sich mit würdigerweise, daß das Geficht des Ermordeten Verwandten wegen einer Reise nach Rußland zu bis zur Unkenntlichkeit allem Anschein nach von beraten. Untevivens hatte er die Tat berangen. Nach Kazen zerbissen, zerkratzt und benagt war. Die her fuhr er nach Břevnov, um seine Geliebte namens Nase war vollkommen abgebiffen und nur im Marie Vlčkova abzuholen. Er nahm sie mit sich ins nahen Garten fand man ein Fleischfragment, das Automobil und fuhr nun über Smichov, Vyšehrad von der Nase übrig geblieben sein dürfte. Die noch Beneschau. Hier hatte er, wie ermittelt wurde, abergläubischen Dorfbewohner find denn auch bereits früher, im Juni 1926, einen Draht quer überzeugt, daß der Alte ein Opfer der Kaßenrache über die Straße bei Jesenitz gespannt, unt sich eines geworden sei und mit seinem Leben für die zahl- Motocykels zu bemächtigen. Von Beneschau fuhr losen Katzenmorde büßen mußte, die er begangen Surych mit feiner Geliebten gegen Bilaram, von kat. Von den wirklichen Tätern fehlt bisher jede hier über Jalou, Brünn nach Ung.- Srcdisch, wo er einmal einen besch... Abia ab!) Der Richter ver- Arbeitnehmerverbände im Ruhrbergbau gefün Spur. Ein Heilmittel gegen citrige Erkrankungen. In der Wiener Gesellschaft für Mikrobiologie fand Mitt Das Wert der Artamonows. nächtigte und seine Geliebte als seine Frau in einem Hotel anmeldete. Früh schickte er die Vlčkova nach Prag, er selbst fuhr weiter bis nach Trenčin, über Zu dieser Aufgabe war kaum ein anderer berufen als Magim Gorki. Er hat das alte Rußland zutiefft erlebt und erlitten, er war ihm verbunden mit den ehernen Fesseln des Schmerzes, und er hat das Werden des neuen mit den Augen der Liebe zu seiner Heimat, aber auch mit einer gewissen Stepsis betrachtet. Er konnte daran gehen, nicht rückschauend aus der Perspektive von heute, die Entwicklung des bolschewistischen Rußland zu schildern, sondern ausgehend von dem wichtigsten Einschnitt in der sozialen Geschichte Rußlands, die Notwendigkeiten zu zeigen, die das heu tige Rußland entstehen ließen. T durch vielleid auch der übergroße Andrang an weiblichem Publifunt im Auditorium erklärlich ist. Fortsetzung morgen.) to Interessant ist eine Betrachtung der gewählten Betriebsräte des Deutschen Metallarbeiterberbandes in bezug auf ihre politische Einstellung. Während noch im Jahre 1924 die Kommunisten mit Recht darauf hinweisen konnten, daß 80 ProEine poetisch veranlagte Dame.( Bezirksgericht sent ihrer Betriebsräte aus dem Bergbau und Brag II.) Vor dem Bezirksrichter OLGR. Sitta aus den Eisenhütten sich zur KPD. bekennen, hat hatte sich die Chauffeursgattin Marie Domácich jetzt bei der Hütten- und Metallarbeiterschaft va zu verantworten, weil sie- offenbar ein- eine Aenderung vollzogen. Von den 107 Betriebsgedent des Dichterwortes: ,, Willst du erfahren, was 102 zur Richtung Amsterdam und sind Mitglieder räten des Metallarbeiterverbandes bekennen sich sich zient, so frag bei edlen Frauen on" ihrer Hausnachbarin Božena Breštalová, Briefträ- find Kommunisten. der Sozialdemokratie. Nur noch 5 Betriebsräte gersgottin, mit der sie seit längerer Zeit in Unfrieben lebte, unter anderen schönen Schmeichel worten( Du Ranaille!") auch den Satz zugerufen hatte:„ Ty kurvo, o Tebe si neotřesu ani posrany framflet."( Du H an Dir wisch ich mir wicht urteilte sie au 40 Kronen Geldstrafe, behielt sich aber vor, erst ein Zeumundszeugnis. einzuholen, ob die Dame wirklich noch nicht vorbestraft ist. Der Arbeitskonflikt im Ruhrbergbau. Die Verhandlungen noch nicht beendigt. Die Verhandlungen über das vonseiten der digte Mehrarbeitszeitabkommen und über den sowohl vom Zechenverband wie auch von den Bergarbeiterverbänden gekündigten Manteltarif, sind mieder vertagt worden. Die Bergarbeiterorganisationen haben dem Zechenverband Vorschläge über Aenderung des Manteltarifs unterbreitet. Der Zechenverband, der keine Vorschläge vorgelegt hatte, erklärte, daß er bis zum nächsten Samstag den Bergarbeitern seine Vorschläge machen werde. Die nächsten Verhandlun gen sind auf den 4. März angesetzt. Bertruftung der deutichen Wirtschaft. geistert ist von dem neuen russischen System, der Rußland diese soziale Umstellung. Der Bauern es nüchtern und ohne Ueberschwang betrachtet, stand im Umkreise der Industriegebiete scheint wie fonnte die lange Kette der Ursachen und Wirkun- mit einem Schlage entwurzelt. Sein bisher träs gen schließen, die das Heute mit dem Gestern und und dumpf dahin ließendes Leben erhält mächtigen Vorgestern verbindet. Nur er konnte den Abstand Antrieb in ganz neuer Richtung. Ein neues Tempo haben, der vollste Objektivität gewährleistet, nur fegt gebieterisch durch das Dasein. Die neue Arbeit er die Spannkraft aufbringen, die rasende Entwick schafft neue Lebensbedingungen, neue Bedürfnisse. lung eines Riesenreiches durch drei verschiedene Verhaltener Lebenstrieb schäumt auf. Genoß man Epochen historisch getreu in der dichterischen Form früher mit einer gewissen Sicherheit und Ruhe das Wie weit die Vertrustung der deutschen Wirtdes geschichtlichen Romanes darzustellen. ivenige, das das Leben bot, so stürzt man sich jetzt, schaft vorgeschritten ist, zeigen folgende Zahlen ausgehungert, in einen wüsten Taumel, und sucht über den Umfang des in Stonzernen zusammenin jagender Angst an sich zu reißen, was man nur gefaßten Aktienkapitals in Prozenten des gesam an Genuß erraffen kann. Die moralischen Grund- ten Kapitals der betreffenden Gewerbegruppe zu lagen sind unterwühlt. Der Alkohol hält seine Ende 1926: Steinkohlenbergbau 90.1 Prozent, schaurige Ernte. Das Familiengefühl, bei bäuerli Braunkohlenbergbau 94.5, Stali 98.3, Elektrizitäts cher Bevölkerung start ausgeprägt, zerflattert. Das gewinnung und Versorgung 82.8, Eisen und Me Werk, die Fabrit, wächst. Es wachsen die Massen tallgewinnung 79.8, Herstellung von Eisen, Stahl des Industrieproletariats, es wächst aber auch der und Metallwaren 26.1, Elektrotechnische InduUebermut. Denn eine Art Uebermut ist in diesen strie 6.9, Chemische Industrie 82.7, Textilind Tagen die Keimzelle des revolutionären Verlan strie 37.3. Papierindustrie und Vervielfältigungsgens, das ungestüm aufbricht und sich in wüsten gewerbe 24.9, Holzindustrie 6, Nahrungs- und GeStänkereien Betrunkener äußert. Erst als der mußmittelindustrie 40.6, Banken 73.8, Versiche Taumel verflogen, als das Leben in ruhigere Bah- rungswesen 76.9, See- und Küstenschiffahrt 80.9. nen einlenkt, als fester Boden unter den Füßen Ende 1926 waren von 12.392 Aktiengesellschaften fühlbar wird, da wird auch auch diesem ufer mit einem Nominalkapital vom 20.354 Millionen lofen, ziellosen Auflehnungsbedürfnis ernste, ziel- Reichsmart 1967 Aktiengesellschaften mit insge bewußte, revolutionäre Arbeit: der sozialistische Ge- famt 12.242 Millionen Reichsmart, also weit danke bändigt die wirren Flammen leidenschaft- mehr als die Hälfte des deutschen Aktienkapitals licher Empörung gegen die Herren zu gemeinsa in Konzernen zusammengefaßt. Am stärksten ist mer, klassenkämpferischer Tat. Proletarisches Kla- die Vertruſtung bei der Industrie der Grundstoffe fenbewußtsein wird. Die Hände, die das Wert, die vorgeschritten, für die sich ein Durchschnitt von Fabriken bauten, sie sind nicht mehr geballt, um 88.5 Prozent ergibt, während die verarbeitende es in stumpfer Empörung zu zerstören, da sich die Industrie 56.5 Prozent. Handel und Verkehr 58.2 vermeintliche Freiheit als Fron entpuppt, sie jam- Prozent des Aktienkapitals in Konzernen gebunmeln sich, es in Besitz zu nehmen. den haben. Diese Zahlen geben ein erstaunliches Bild davon, wie rasch die Vertruftung der deut ( Schluß folgt.) schen Wirtschaft vorwärts schreitet, Der große, scheinbar jäh hereingebrochene geistige Umschwung in Rußland hat fast alle Traditionen der russischen Schr.fitums abgerissen. Das unerhört gewaltige Neue erfüllt die Seelen der Dichter bis ins letzte Fältchen, und fordert zu leidenschaftlicher Bege sterung und Verteidigung oder ebenso leidenschaftlicher Verneinung und Bekämp fung heraus. Ob man dieses Neue aber gutheißt oder nicht, man hat nicht die Distanz zu ihm, die eine sachliche, dichterische Gestaltung seines Werdens ermöglicht. Der mitten im Tageskampf des neuen Rußland stehende Schriftsteller geht fast ganz in politischer Zweckkunft auf. Wenn er seine Augen zurückwendet in die Bergangenheit, dann will er nicht die große Wachstumlinie des heutigen Ruß land zeigen, sondern einzelne Etappen aus ferner revolutionären Heldengeschichte, dann ruft er das Bild der zahllosen Märtyrer wieder herauf, die sich im zaristischen Rußland für das freie republikanisch- proletarische aufgeopfert, Leben und Tat ab Dieser wichtigste Einschnitt in der sozialen Gegelebter Zeit wird in der künstlerischen Nachschöp- schichte Rußlands ist die beginnende Induſtralistefung Propaganda für die Gegenwart und die Berung des Bauernlandes. Sie ist der Ausgangspunkt festigung dieser Gegenwart in die Zukunft. Die des historischen Romanes Marint Gorfis, der Klärung der großen Zusammenhänge bleibt der„ Das Wert der Artomanows" heißt und Geschichtswissenschaft überlassen. Die Dichtung hat beutsch vor kurzem im Mali t- Verlag, Berlin, erin diesen Tagen des Verteidigungskampfes noch schieren ist. nicht Zeit und Ruhe genug, mit ihren bunten lebenDie Industrialisierung ist doppelt bedeutsam: digen Farben Zeitgemälde zu schaffen, die Geneva- ste wandelt das Landproletariat, die armén Bauern tionen umspannen, sie holt aus dem Erlebenschatz Häusler und Pächter in Industrieproletariat, das der Vergangenheit nur die Episoden empor, die viel geschlossenere Interessen hat, und sie läßt an dichterisches Gleichnis mit agitatorischer Absicht die Stelle des herrschenden Adels das herrschende Bürgertum treten. Ein paar Jahrzehnte später, Nur einer, der nicht bis ins tiefste Junerste be- als in West- und Mitteleuropa vollzieht sich in werden können. Einst Mühe und Plage- jetzt fröhliche Tage! Wasche Wäsche ohne zu Waschen RADION wascht allein! Fräulein Klug genießt ihr Leben. Sie plagt sich nicht mit Rumpeln und Reiben, sondern läßt Radion die Arbeit tun. Radion wäscht allein! Löst Radion in kaltem Wasser auf, gebt die vorher eingeweichte Wäsche hinein, laßt 20 Minuten kochen, schweift aus!" Wäsche rein und blendend weiß! Reiben und Rumpeln ist unnütze Plage, ruiniert Wäsche und Hände und wird man vielleicht schöner davon? Radion das ideale Waschmittel schont die Wäsche! RADION Annie Klug wäscht allein! Deutsche jozialdemokratische Bezirksorganisation Brag. Dienstag, den 1. März 1927, um 8 Uhr abends, im Saale des Gewerkschaftshauses Prag, Perstyn, Bartelversammlung mit dem Thema ,, Polizeistaat oder demokratische Verwaltuna." Referent Genosse Dr. Robert Wiener. Kunst und Wissen. 11 Literatur. Der Jilm. Urania- Rino in Prag. Die keusche Susan Ein. U fa- Erzeugnis nach der gleichnamigen Operette von Jean Gilbert, der im Film in seiner Eigen schaft als Stapellmeister auch zu sehen ist, liebens. würdig inszeniert vom Regisseur Richard Eichberg. Ein leichtgeschürzter Operettenstoff aus dem Leben bermögender Nichtstuer, als Bildwerk flott und sauber gebracht. In der Hauptrolle Ruth Weyher, in den übrigen Rollen Willy Fritsch, Lilian Har vey, Werner Fuetterer, Hans Juntermann, Lydia Potechina und Albert Paulig. Juhaltlich anspruchslos, aber humorvoll und intel. Arous. tanischen Lichtspieltheater beliefen sich im Jahre 1925 Filmkapitalismus. Die Einnahmen der ameriHälfte des in der auf über 700 Millionen Dollar. Das ist fast die Kapitals. Eugen d'Alberts Oper„ Tiesland" hat am Pra- Sozialistischer Literaturführer. Erstes Jahrbuch ger Deutschen Theater besondere Existenz der Bücherwarte", herausgegeben vom Reichsausberechtigung, denn sie erlebte hier zu Zeiten Angelo schuß für sozialistische Bildungsarbeit, Berlin Neumanns ihre Uraufführung( 1903). Aber auch SW. 68, Lindenstraße 3, 68 Seiten, Preis Mt. 1chne diesen besonderen Grund verdient das Werk Der Mangel geeigneter Literaturführer, in denen dem Spielplan einer deutschen Opernbühne erhalten die einzelnen Wissensgebiete unter einheitlichem Gezu werden, denn es ist eine von den bühnenwirk- sichtspunkt behandelt werden, hat die Redaktion der samsten modernen deutschen Opern und zubemt ihres Bücherwarte" veranlaßt, die Leitauffäße des JahrSchöpfers reifstes und bestes Werk. Die wahre Ur- gangs 1926, mit entsprechenden Ergänzungen, als fache der diesmaligen Tiefland"-Neucinstudierung Sammelbuch herauszubringen. Der schmude Band war aber gweifellos die Neubesetzung der weiblichen enthält nach einem allgemeinen Einführungsartikel Hauptrolle der Oper mit Ful. Hella Toros. von Adolf Braun über Wissenschaft und ArDiese trot ihrer Jugend bereits durchaus persönliche beiterbewegung" folgende Beiträge: Heinrich und in dieser Persönlichkeit geniale Künstlerin hat unow Wirtschaftsgeschichte"; Baul Stamp ffligent gemacht. auch diese neueste Rolle trotz glänzender Vorbilder Alexander Stein„ Die Ideengeschichte des meyer Deutsche Kultur- und Sozialgeschichte"; zum Erlebnis und Ereignis zu gestalten vermocht. Denn Frl. Toros ist in erster Linie eine glänzende Revolutionen"; maguard Die deutsche ArSozialismus"; Otto Jenssen Geschichte der Schauspielerin, die in ihrer Rolle aufgeht und in beiterbelegung"; Richard Seidel, Die deutsche dieser sich selbst spielt, nämlich ihr ungezügeltes Gewerkschaftsbewegung"; Simon Rabenstein Der tanadische Weizentrust. Temperament, verzehrende Leidenschaft und aus Die deutsche Genossenschaftsbewegung"; Alfred drucksvollstes Empfinden restlos verschwendet. So Kleinberg ,, Entwicklungslinien der neueren Auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft wird ihre Martha zum realistischen südländischen deutschen Literatur"; Anna Siemsen„ Soziale macht die Vertruſtung in Amerika rasche Fort- Vollblutoriginal, das nicht nur überzeugt, sondern Dichtung": Karl Schröder ,, Der Roman als schritte. In Kanada, dessen Weizenanbaufläche tief erschüttert. Bei der großartigen schauspielerischen Gesellschaftsspiegel"; Gcorg Engelbert Graf fich in den Jahren von 1909 bis 1925 von 3.1 auf Leistung Fel. Toros' tam es uns erst in weiter Berkehrs- und Wirtschaftsgeographie". Jn jämt8.6 Millionen Heftar vergrößert hat, ist im Juli Linie zum Bewußtsein, daß die Natur dieser Künstlichen Artikeln wird der Versuch gemacht, nicht nur 1924 der kanadische Weizentrust ins Leben getre- lerin auch eine prichtvolle und gerade für derartige die wichtigsten Erscheinungen der älteren und neueten, der 1926 von insgesamt 255.000 Farmern Rollen prädistinierte dramatisch gefärbte Singstimme ren Literatur zu kennzeichnen, sondern auch die in Kanadas mit 21 Millionen Acres Anbaufläche, velieh, um ihrer Ausgabe auch musikalisch- gefanglich Frage kommenden Wissensgebiete und die wichtigten 125.000 Farmer mit 14 Millionen Acres Anbau- vollkommen gerecht zu werden. Frl. Toros hatte sten Gegenwartsprobleme zu umreißen. Das Sam fläche umfaßt hat. Fast die Hälfte der übrigens auch ausgezeichnete, ihre künstlerische Ab- melbuch dürfte deshalb jedem willkommen sein, der Farmer mit zwei Drittel der Anbau- sichten bestens unterstützende Partner; Herr Mách a in der Volksbildungsarbeit, sei es als Kursusleiter, fläche sind also in dem Konzern verzählt den Hirten Pedro zu seinen besten Partien und Vortragender, Bibliothekar oder Buchhändler, tätig einigt. Alle Weizenerzeuger müssen die gesamte Herr Fuchs den Sebastiano zu seiner überzeugend ist. Es kann aber auch jedem empfohlen werden, der Ernte abzüglich des Saatgetreides an die zentrale ften. Im Tenzett der Mägde war Frl. Kar st neu. an seiner Selbstbildung arbeitet Berkaufsagentur übertragen, welche den Absatz Eine Prachtleistung( timmlich und darstellerisch) bot stimmte Wissensgebiete vertiefen will. finanziert und die Wahl des Verkaufstermines Frau Scharf als Nuri. Den Tommasso sang als bestimmt. Von diesem Weizenprodukt ist natürlich Gast der Teplißer Bessist Bisarewitsch, der eine der Preis des Weizens abhängig und so geraten fchöne und gutgebildete, für unser Theater aber doch die Weizenkonsumenten der ganzen Welt in Ge- zu Meine Stimme besigt. Musikalischer Leiter des fahr von den paar Großerzeugern Kanadas ab- eindrucksvollen Opernabends war Kapellmeister denn die moderne Wäscherin steht nicht mehr tagehängig zu sein, die den Weltmarktpreis nach Be- Feinsinger. Hieben diftieren können. Devisenturie. Prager Kurse am 24. Feber. 100 Belgas. 1 Pfund Sterling 100 Lire Geld Waxe 1349.75 1855.75 798.10 802.10 468.75 471.75 648.25 631.25 163.22% 164.4 33 61 146.30 147.70 100 holländische Gulden 100 Reichsmart 100 Schweizer Franks 100 französische Frants 590.05 374 87 475.1 Dollar 100 Dinar 100 Bengös 100 polnische 3loth. 100 Schilling 13.70 59.18 33.911 132.90 59.68 593.05 380.87% 478.-et. Mitteilungen aus dem Bublifum. In die Rumpeltammer gehört die Rumpel lang am Waschtrog und plagt sich damit, die Wäsche Eine Ehrung Janáčeks. In die Sektion der mit ihrer Hände Arbeit rein zu machen. preußischen Akademie wurde neben Schön- Sie bedient sich der Errungenschaften der berg und Hindemith auch Leoš Janáček modernsten Wissenschaft und Technik und wäscht mit gewählt, der Komponist der Jenufa". dem fabelhaften, vollkommen unschädlichen WaschDie Oper ist derzeit mit den ichwierigen Vor- mittel Radion". Tie Wäsche wird einfach in die proben von Hindemiths Cper Cardillac" falte Radionlösung gelegt, langjam erwärmt, 20 Mibeschäftigt, die als nächste Novität in Szene gehen nuten gefocht und ist rein und schneeweiß. Reine wird. Zur Beethoven- Feier wird eine Neueinstudie- Frau, die einmal ,, Radion" versucht hat, kann es rung von Fidelio" vorbereitet und vor Schluß mehr entbehren, da es die Wäsche nicht nur ideal der Spielzeit soll, Die Zauberflöte" in boll- reinigt, sondern auch schont. ständig neuer Inszenierung im Spielplan erscheinen. Für die erste Maihälfte ist ein dreiabendliches Gastspiel einer italienischen Stagione, die auch an der Wiener und der Berliner Staatsoper gastieren wird, vorgesehen. Borträge. 4558 Filmindustrie angelegten Vereinsnachrichten. Zentralverband der Angestellten in Industrie, Handel u. Verkehr, Ortsgruppe Brag II, Fügnerovo nám. 4. Der am 26. Feber 1927 im Heinesaal stattfindende Maskenball verspricht einen sehr animier Berlauf zu nehmen, Es ist dem Komitee in letter Stunde gelungen, Fräulein Weſſely und Herrn Fleischmann von dem Deutschen Theater für eine Mitternachtsszene zu gewinnen. 4568 Wo verkehren wir? Café„ Continental", Prag, Graben Gastwirtschaft LIDOVÝ DŮM der Genossenschaft Ganymed Täglich Konzert. PRAG II., Hubernska Nr 7. Café„ Nizza Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammloka KINO- PROGRAMM Vom 25. Feber bis 3. März 1927. Wran Urania- Kino Einziges deutsches Kino Prags. 66 1J6 2976 Tel. 0.429 Die keusche Susanne nach der herühmten Operet'e. : 901 Küssen ist keine Sünd' und Wenn sich Meer u. Himmel verbinden. Abenteuerfilm in 9 Akten In der Hauptroller John Barymoore ,, Das jüdische Ghetto". Am 23. d. M. hielt Der Arbeitsplan des Schauspiels bringt Anfang Dr. Lieben im Vortagssaale des Hotel„ Bristol" März die Uraufführung des Schulmädchendramas einen Lichtbilder- Vortrag über das alte jüdische Kleine Chronit. Toni" von Gina Saus. Zur Beethoven- Feier Ghetto. Er zeigte zunächst einen Plan dieser alen wird neuinszeniert Egmont" mit Paul Hart Judenstadt, dann erklärte er, daß das Ghetto hauptBücher aus Stahl. Der nunmehr achtzigjährige mann vom Wiener Burotheater gegeben und zur fächlich wegen der Inundationsgefahr der Moldau bison arbeitet gegenwärtig an einer Erfindung, Schiller- Feier am 10. Mai unter der Spielleitung bernichtet werden mußte. Bilder vom alten jüdischen welche, wenn sie vollendet ist, eine Umwälzung auf von Leopold Kramer, Fiesto" mit Jakob Feld Friedhof mit dem Grab des berühmten Golem- Rabbi dem Gebiete der Bucherstellung hervorrufen dürfte. hammer vom Wiener Volkstheater in der Titel„ Der hohe Löw", des Rabbi Abigdor Karo, Es handelt sich nämlich um nichts Geringeres, als rolle. Für Ende Mai ist eine Neueinstudierung von des Verfassers der noch heute gejungenen Stagepjal das Papier der Bücher durch Stahl zu ersetzen. Shakespeares Sommernachtstraum mit men andäglich des Judenprogroms unter Wenzel II., Wie Edison ausführte, besteht die Möglichkeit, Stahl der Musik von" Mendelssohn in Aussicht genommen. des Historikers Rabbi Gans, des Begründers der LIDO SIO auf ein Minimum auszuwalzen, das erheblich unter Als nächste Novitäten sind vorgesehen: Die Einatter großen hebräischen Bibliothet des Rabbi Oppendem des Papiers liegt. Nach den Berechnungen von Olapotrida" und„ Alkestis" von dem jun- heimer, der Gräber von Mordechai Meis!, Edison soll es möglich sein, ein Buch von 2 Zoll gen österreichischen Autor Lernet- Holenia, ferner dem Finanzminister der böhmischen Könige, nach) Meiflgasse und die Meist Dide mit nicht weniger als 40.000 Seiten auszu Der Direktor" von Jules Romains und Ger- dent noch heute die statten. Das Gewicht dieses Buches soll nur ein hart Hauptmanns Dorothea Angermann". Synagoge heißen, gelungene Aufnahmen der AltBfund betragen. Die Herstellungstoften eines solchen Spielplan des des Neuen Deutschen Theaters. neusynagoge( auch des Interieurs), der großen of Buches sollen sich nur auf wenige Schillinge be- Heute, Freitag( 91-3), 7% Uhr: Figaros synagoge, der Klaussynagoge, des Geisigastempels, Laufen. Gegenüber dem Bapier heb: Edison die Hochzeit", Samstag, 7 Uhr: Garten Eden" der goldenen Gasse, der Zigeunergasse( nach einem größere Biegsamkeit, Zähigkeit und Lebensdauer des Sonntag, 2% Uhr: Die 3irfuspringeisin" Juden namens Zigeuner geheißen), Bilder aus dem Stahlblattes herbor. Sehr eigentümlich berührt die 7 Uhr( 92-4): Der Vogelhändler", Montag, aften Judenmuseum, kurze Wi.dergaben von ein Bemerkung, daß so dünn ausgewalzter Stahl Tinte 7% Uhr abends: Sofus pofus". paar Sagen und Hinweise auf, Palacky ergänzten J. R. den Vortrag. und Druckerschwärze sogar besser annehmen soll, als dieses bei dem Papier der Fall ist. Uebrigens sagt Edijon voraus, daß mit dem Fortschreiten der Stabl technik auf diesem Gebiete die neuen Stahlbücher sich sogar wesentlich billiger als die auf Papier gedruckten stellen werden. " Spielplan der Kleinen Bühne. Heute, Freitag: Tartuffe", 3erbrochener Krug", Same tag: star, laß dich nicht verführen!" Sonntag, 3 Uhr: Kopf oder Schrift", 73 Uhr: Weibsteufel", Montag:„ Bünetlicher Eros",„ Rokoko", " Herausgeber Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Prag. Für den Druck berantwortlich: O. Holit. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG empfiehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen. Orga nisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern, Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladungen, Plakaten. Flugschriften. Fakturen, Briefpapieren usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. 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