getpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, U., Nelajanta 18 Telephone: Tagestebattion: 26795, 31469. Tachtrebattion: 26797. Poßschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Sonntag, 6. März 1927. Bezugs Bedingungen. Bei Zuſtellung ins Haus ober bei Bezug durch die Post: monatlich... Ke 16.vierteljährlich halbjahrig ganzjährig.. 48.96.-> 192.Rüdstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retosrmarten. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich irüh Nr. 55. Ihr wollt mit uns fämpfen? Gegen den tschechisch- deutschen Bürgerblock. II. antisozialistisch- reaktionär. Antifozial antifozialiſtiſch Siezu hat sie in der deutschen Bourgeoisie einen hilfsbereiten Bundesgenossen gefunden. Lange schon hat sich bei dieser ebenso wie bei der tschechischen Da der Ratschlag der Kommunisten, die Banken und die Schwerindustrie zu sozialisieren und eine Arbeiter und Bauernregierung zu bilden, der regierenden Reaktion augen lung, die für Freitag, abends 7 Uhr, von der deut auf die Arbeiterklasse und spannt alle träfte an, wirtschaftlich und politiſch neue Eroberungen zu In einer wuchtigen Demonstrationsversamm| Darum verstärkt und vervielfältigt sie ihren Druck| geht nun die kapitalistische Bourgeoisie daran, auch Blicklich wenig Schrecken einflößen dürfte, und schen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in die um – über Tausende und Abertausende proleta machen und neues Terrain zu gewinnen. Hatte leere Straftvorte fehen einzigen ihrer An- Neptunfale in Teplitz einberufen wurde, hat die rischer Existenzen hinweg zu ihrem Ziele zu fie sich ursprünglich vor allem gegen die nationalen schläge gegen die Arbeiterklasse abwehren Arbeiterschaft des Teplißer Bezirkes gegen die gelangen. Nur so erklärt sich die geradezu wahn- Minderheiten gewendet, fie in die eiserne lam fönnen, bleibt, wie schon gejagt, als einzige Attentate des tschechisch deutschen Bürgerblockes witzige, sich immer mehr überſtürzende, immer mer des Nationalstaates gepreßt und fich auf ihre erfolgreiche Waffe die proletarische auf die Arbeiterklasse Stellung genommen. Mehr resoluter und robuster vollziehende Säufung von Kosten politisch und wirtschaftlich bereichert, so Einheitsfront übrig. Das wäre ein als 1200 Personen füllten den großen Neptuniaal wirtschaftlichen und politischen Anschlägen des Na- zieht sie nun die Arbeiterklasse der eigenen Nation, Kampfmittel, das der Gegner zu fürchten allen und seine beiden Nebenräume bis auf den legten pitalismus auf das Proletariat. Nur so erflären naturgemäß auch die der andern Nationalitäten, Anlaß hätte. Die Einheitsfront ist keine Er- Platz. Vier Protestversammlungen der übrigen sich die in rasendem Tempo auseinanderfolgenden in der Bann ihrer Eroberungspläne. findung der Kommunisten, und troßdem sie sie oppositionellen Parteien wurden in Teplitz bereits lloberfälle und Beutezüge, nur so die durch schranabgehalten. Aber keine dieser Versammlungen wies fenlosen Wucher herbeigeführte Lebensmittel später zur Parole machten, weil sie in ihr ein einen derartigen Wassenbesuch auf wie die Ver- teuerung, nur so die fortgefeßten Attentate auf die Sprengpulver für die Sozialdemokratie gefun- sammlung unserer Partei am Freitag. Ein Be- Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse, nur so die den zu haben glaubten, verging doch noch feine weis, daß die Arbeiterschaft sich der Tragweite der Zoll- und Steuerfampagne der deutsch- tschechischen Stunde, in der sie dieses proletarische Ideal auf sie und auf die deutsche Bevölkerung geplanten Regierungsmehrheit, nur so der verwegene Annicht geschändet hätten. Sie waren es, welche Anschläge voll bewußt ist. Stürmische Zwischen griff, den der im Dienste der deutschen und tschedie geschlossenen Stampfesveihen des Proleta- rufe, lebhafte Pfuirufe unterbrachen wiederholt die chischen Bourgeoisie stehende Bürgerblock mittels riats gesprengt und noch jeden ernsten Versuch, Ausführungen des Genossen Dr. Czech, der in der Stenterreform auf die letzten Groschen der Arfroß verschiedener Auffassungen über Taftit anderthalbstündiger Rede, die wir im Wortlaut beiterschaft zu verüben im Begriffe ist. Nicht folgen lassen, den. Entwicklungsgang der Politif anders läßt sich aber auch der Ansturm gegen den und Weg wenigstens dem bürgerlichen Klassen Dieses Staates, die Erfolge des Aktivismus, die Achtstundentag erklären, der Kampf gegen die So gegner gegenüber die zerstörte Geschlossenheit reaktionären Pläne des deutsch- tschechischen Bür- zialversicherung und nicht zuletzt der teuflische wieder herzustellen, vereitelt haben. Es war gerblodes und die geplanie Verwaltungsreform Plan der Verstaatlichung der Gewerkschaften und unsere Partei, die schon im Jahre 1920 auf einer tiefgründigen Kritik unterzog. Stürmischer, dadurch der vollständigen Entwaffnung der Arbei dem Karlsbader Kongreß durch die Einberufung langanhaltender Beifall folgte seinen Ausfüh terklasse. Und alles das geschicht mitten in der cines Proletarierfongresses des Zusammen- rungen. schwersten Wirtschaftskrise, die die Zahl der Argehen aller sozialistischen Parteien, Organisabeitslosen mit jeden Tage steigert, das Wirtschaftstionen und Richtungen in einer Reihe für die leben mit jeder Stunde noch verödet, die Lage der arbeitenden Menschen immer mehr verelendet, den Arbeiterklasse lebenswichtiger Fragen zur Tat machen wollte. Als einzige Gruppe, welche Die Verhältnisse in der Tschecho proletarischen Nachwuchs degeneriert und die Ver, slowakei im unsere Einladung nicht einmal einer Antwort lungstendenzen der Weltpolitik. Wie in allen würdig hielt, toten sich die damals noch als andern Ländern spitzen sich auch in der TschechoLinke" verkleideten Kommunisten hervor, ob- slowakei die Machtkämpfe zwischen Stapital und wohl sie auf dem Karlsbader Parteitag wenige Arbeit immer mehr zu. Wie anderwärts fomant Tage vorher den Vorschlag und das Programm auch in der Tschechoslowakei der Klassenfampf des Proletarierkongresses mitbeschlossen hatten. immer schärfer zur Entfaltung. Der vorüber Sie spazierten, wie immer, auch damals lieber gehend wieder erftartte Kapitalismus fucht eines auf Wolkenhöhen herum, anstait die Wirklich- teils durch Konzentration und Rationalisierung feit zu sehen was sie für Radikalismus" andernteils durch Unternehmerdrud und Ausbeuriat völlig fampfunfähig zu machen. Wahrlich, iraute den Augen nicht, man stand vor einer gro Genosse Dr. Czech führte in der Versamm lung, die vom Genoffen Babelt eröffnet wurde, aus: das wirtschaftliche Interesse gegenüber dem nationalen an die Oberfläche gerungen, das Niasseninteresse sich stärker als das nationale erwiesen, und so wurde denn die nationale Phrase auf den Nagel gehängt und das nadte Profitinteresse in den Vordergrund gestellt. Alle nationalen Hemmnisse und Schwierigkeiten sind überwunden, das Bürgertum beider Nationen hat sich gefunden und verbunden, der internatio nale Bürgerblock tonstituiert, die bürgerliche Klas fenfront aufgerichtet; das deutsche und tschechische Bürgertum teilt sich in die Macht im Staate, nach außenhin unter der Vorspiegelung, als ginge es um die Verständigung der beiden großen, das Land bewohnenden Völker, um die langerfehnte Zufaan di poterſpiegeln in sileinen die entwid- meiflung zum ſtändigen Gajte jedes proletarischen menarbeit, um den sehnsüchtig erwartenden Frie tung seine alten Positionen wieder zu erobern. Schon hat er wirtschaftlich wieder alle Macht in Händen, Heims macht. Innerlich zerrissen, durch Richtungskämpfe gespalten, durch wirtschaftliche Nöte niedergedrückt, wird das Proletariat förmlich zum Freiwild der Unternehmerklasse, die sich diese Situation ganz wunderbar nußbar zu machen versteht und nun erst recht mit Terror und Gewaltmaßnahmen einseßt, um das Proleta den. In Wirklichkeit geht es darum aber mit ver cinter Kraft das. Proletariat niederzuhalten und niederzuwerfen, dabei vor allem ihrem Profitinteresse zu dienen und auch die Macht im Staate zu sichern. Im ersten Augenblid sah man, als sich das Bürgerium zusammenfand und zur deutsch- tschechi schen Regierung konstituierte, große Augen, ers staunte Gesichter, ntan fuhr sich über die Stirn und welch ein herrlicher Boden für die Treibereien der ßen Wandlung in der politischen Szenerie mit Reaktion, die sich nun, nachdem sie sich alle staat- neuen Ausblicken und neuen Möglichkeiten, es lichen Machtmittel dienstbar zu machen verstan- schien, als sei endlich nach langer, barter Zeit der den hat, in fascistisch- diftatorischen Gewaltmaßnah- Bann gebrochen. Was die sozialistischen Parteien men auszuleben versucht. Alles das sind die tie nicht zuwege zu bringen vermochten, das hat fern Gründe für die Offensive des Bürgertums, anscheinend der Nationalismus vollbracht. die sich gegen das Proletariat aller europäischen Mit tausend Stimmen wurde es in die ganze Welt Länder richtet und die nun in aller Schärfe auch posannt, ein ungeheuerer propagandistischer Appain der Tschechoslowatei eingesetzt hat. Nach Ausrat setzte ein, um der eigenen wie auch der interschöpfung aller Möglichkeiten zur Festigung seiner nationalen Oeffentlichkeit die Geburt einer deutschnationalen Positionen national völlig saturiert, tschechischen Regierung, dieses große tschechoslowa anjahen denn für sie, aber eben nur für jic, war die zwölfte Stunde" gekommen, in der es galt, die märchenhafte„ Weltrevolution" nun sucht er sie auch politisch zu befestigen und borzubereiten. Da sie den Lauf der geschichtdurch Niederwerfung des Proletariats in der lichen Entwicklung von den Thesen, Parolen Zukunft zu verantern. Die Kapitalistentlasse und Resolutionen der Dritten Internationale weiß nur zu gut, daß nur ein zu Boden ges abhängig glauben, so zeichnen sie sich durch worfenes, in der eisernen Zange der Auseine schier polizeiwidrig schlechie Propheten- hungerung gehaltenes Proletariat ein willfäh gabe aus, die ihnen Blamage auf Blamage ein- riges Werkzeug der Machtgelüfte und der Profitgier sein fann. trägt. Mindestens in jedem Vierteljahr beziehen jie eine„ neue Linie", die sie regelmäßig als oo00002TUTU090 3000000200se die endlich gefundene richtige revolutionäre zialistischen Parteien zu demasfieren", sie als unter die Polizeiknute zu beugen. Hände haben, darf nicht das Prinzip der nad lebhaft begaɗern, wie eine Henne, die ein Ei Gegner der Einheitsfront des Proletariats zu Ist es aber nicht so, daß dort, wo Ihr herrscht, ten, brutalen Gewalt anbeten und darf nicht, legt. Nur schade, daß sie diese richtige revolus enthüllen. Niemals handelte es sich ihnen dabei in Rußland, die Arbeiter kein Streifrecht, fein wie es in Rußland geschieht, wo Sozialisten, tionäre Linie" stets zu spät finden. Man wirklich um ernste Arbeit an der Einigung des Versammlungsrecht und feine Preßfreiheit Stommunisten und demokratisch) bürgerliche fann wetten, daß sie die Weltrevolution be- Proletariats, sondern nur um Gevinnung von haben, wahrscheinlich, weil sich die kommuni- Oppositionelle in den Kerfern schmachten und schließen werden vier Wochen, nachdem sie Agitationsstoff gegen andere proletarische Por- stische Diktatur und die Großindustrie nur nach einsamen Inseln verbannt werden, der vorbei ist. Wie anders stünde es um die Arteien. Bei jedem Kampf erneuern sie ihr An- unter solchen Bedingungen haften fönnen. Wir Dittatur, Grausamkeit und Unduldjamkeit der beiterschaft, wenn die Kommunisten damals das erbieten, ihn gemeinsam mit den sozialistischen sollen mit Euch für eine Freiheit fämpfen, die Bourgeoisie ein Vorbild sein. Naheliegende und Dringlichste erfannt hätten, Baricien zu führen, sie tun dies auch jetzt bei Ihr selber nicht anerkennt? Wie sieht das Aber wenn wir auch alles dies vergessen aber sie erblickten, wie auch noch heute, das dem Kampfe gegen die Anschläge der Bürger Prinzip der Freiheit aus, in dessen Namen wollten und könnten was tut Ihr dazu, Heil der Arbeiterbewegung in ihrer Zerjeßung regierung. Unser Standpunft zur Einheitsfront Ihr uns zu ihrer Erfämpfung Eure Bundes- damit wir an Euere Ehrlichkeit des Willens und Schwächung. Das zweite mal vereitel ist unverrückbar derselbe geblieben. Wir wissen, genossenschaft anträgt? Doch weiter: die Bür- glauben, Euch wenigstens in den demokratisch ten die Kommunisten die Zusammenfassung der daß die Arbeiterklasse der Zusammenfassung gerregierung will die Demokratie ver- regierten Ländern zum Schuße der Errungen. proletarischen Kräfte im Jahre 1922 durch die ihrer Sträfte nicht entbehren kann, soll sie der nichten. Wollt Ihr uns wirklich helfen, sie zu schaften und Positionen der Arbeiterklasse mit Sprengung der sogenannten Reaktion nicht zum Opfer fallen. Wir wären ichüßen? Bisher war neben Eurem Kampf uns zusammenzuschließen? Vieles trennt uns Neunerkommission, die aus je drei wohl auch bereit, die kommunistischen Ver- gegen die Sozialdemokratie Euere Tätigkeit auf von Euch, aber wenn Ihr unsere Weggenossen Vertretern der damals noch bestehenden drei brechen gegen die Einheitsfront zu vergessen, die Untergrabung der Demofratie, werden wollt, müßtet Ihr dies vor allem daInternationalen zusammengeseßt und die von wenn sie endlich jene" Linie" beziehen wollten, ihre Verhöhnung und se rmpromit durch zu beweisen suchen, da iz Euch den Proletariern aller Länder mit den größten die Ehrlich feit heißt. Schließlich wäre tierung gerichtet. Ihr habt der Demo- nicht der Kampf gegen uns, son. Hoffnungen begrüßt worden war. Unter einem es ja denkbar, daß sie die in der geeinigten fratie grundsätzlich den Krieg erklärt und wollt dern gegen den anstürmendenge. nichtigen Borwand, vollzogen die Kommunisten Reaktion auch für sie als Partei liegende Ge- sie nicht einmal als Vorstufe zur Erringung des meinsamen Feind Hauptsache i it. ihren Austritt aus der Kommission, die fahr erkennen und der Trich der Selbsterhalsozialistischen Endzieles gelten lassen. Wenn Eure Zeitungen und Redner ergehen sich weiter zu einem wertvollen Instrument bei der täg- tung sie zwingt, für eine Zeitlang in der Ein- Ihr schon nicht in Rußland. die Demokratie täolich in jenen unsinnigen, böswilligen Verlichen Praris des proletarischen Kampfes hätte heitsfront nicht. nur ein erbärmliches Agita- anerkennt, wollt Ihr sie wenigstens für die leumdungen und Schimpfereien, mit denen Ihr werden können. Aber von solcher Arbeit wollten tionsmanöver zu sehen, trotzdem sie bis nun westlichen Länder als Nomvendigkeit aner- seit Jahren den geistigen Kampf gegen uns die Kommunisten nichts wissen, darum zer- das Gegenteil beweisen. Also gut, nehmen wir kennen, für deren Erhaltung und Ausgestaltung bestreitet. Wir brauchen wahrhaftig Eure Schostörten sie das einzige Organ ,, das ein praf- an, daß die Kommunisten ausnahmsweise zu kämpfen lohnend erscheint? Es ist sichtbar, nung nicht, denn die Wirkungslosigkeit Euerer tisches Zusammenwirken des Weltproletariats wirklich mit uns kämpfen wollen. Sie wer- daß die herrschenden Klassen dem Fascis Stinkbomben ist längst emviesen, aber die Arden uns dazu bereit finden, aber die Kommu- mus zugeneigt sind, ja, daß ihre internatio- beiterschaft weiß, daß, solange Ihr Euer Verzu organisieren imstande war. Als die Kommunisten die Einheitsfront" nisten werden gestatten, daß wir uns vorher nale Vereinigung schon den, wenn auch vor- leumdungshandwerk gegen jene fortsetzt, die für ihre Agitationszwecke brauchten, fanden sie über einige Dinge Stlavheit verschaffen. Da läufig noch unblutigen, trockenen Fascismus Eure S..mpfactoffen werden sollen, an die Eine allerdings wieder eine„ neue Linie". Seither müssen wir die Frage stellen: für was, für darſtellt. Es hält schwer, Euch die Legitimation heitsfvont mit Euch nicht zu denken ist. Nochpropagieren die Zersplitterer der Arbeiter- welche Grundsäße, für welche zum Kampfe und zur Entrüftung über den mals: Ihr wollt mit uns fämpfen? Solange bewegung dieje Barole. Wie sie gemeint ist, 3iele wollt Ihr mit uns fämpfen? Fascismus zuzugestehen, solange die Methoden Ihr nicht aufhört, uns zu begeifern und uns hat Sinowiew dahin erläutert, daß der Stampf unsere Reaktion geht daran, die staat 3- des Fascismus jenen des Bolschewismus wie in den Rücken zu fallen, wird zum Schaden um die Einheitsfront von den Kommunisten bürgerlichen Freiheiten einzu ein Ei dem andern gleichen. Wer gegen den der gesamten Arbeiterklasse die Einheitsfront als Gelegenheit benützt werden müsse, die so- lengen und die Staatsbürger Fascismus kämpfen will, muß selber unblutige ein Traum sein! " Bette 2 Lische Familienereignis, zu verfunden. Es regnete täglich Miniſterreden, die Interviews wollten kein Ende nehmen, man wurde in bürgerlichen Lagern nicht müde, Gratulationen entgegenzunehmen und forderte, daß sich nun alle, Freunde und Feinde, Bürgerliche und Sozialisten vor dem großen Ereignis beugen, die weitere Entwicklung in Ruhe abwarten und dem neuen System einen Burgfrieden einräumen. Die Tschechoslowakei hatte so ihren zweiten Umsturz erlebt. Sie hatte thren zweiten großen Traum, der aber, wie wir heute sehen. früher noch, als man es vermeinte, ausgeträumt war. fie hat in dem Zusammenschluß der schwarzgrünen Front nie etwas anderes als eine auf den Kampf gegen die Arbeiterklasse und auf das nackteste Profitinteresse gerichtete Kampfnicht wir, sondern die Deutschbürgerlicher das getan hatten, was wir für unseren Teil abgelehnt haben. Was ist also richtig? Nun, weder das eine, noch das andere. Richtig ist nur, daß wir uns niemals zu einer solchen Rolle hergegeben hätten, wie sie die deutschen Regierungspar teien übernommen haben, daß uns keinerlei ministeriellen Lockungen, kein noch so großer ,, Anteil an der Macht" dazu bewogen hätte, um eines Linjengerichtes willen die Interessen unseres Volkes preiszugeben. Unsere Partei hat auch diese Entwicklung rich- Der Minister spottet darüber, daß wir im Jahre tig eingeschäßt, sie hat sich feinen Augenblick irgend 1920 nicht den Mut aufbrachten, in die Regierung welchen Illusionen über die wahren Absichten der einzutreten. Aber gerade seine Partei hat unmitneuen Regierung hingegeben, telbar vor den Wahlen 1925 gegen uns eine beftige Kampagne wegen Ministerstreberei eingeleitet und uns alle bösen Geister auf den Leib gehetzt, obwohl an diesen Behauptungen tein wahres Wort gewesen ist, sie einfach aus der Luft gesogen und für Wahlzwede erdichtet wurden, um die Instinkte der Wählerschaft gegen uns aufzupeitschen. Was hätten wir erst zu erwarten gehabt, wenn wir überhaupt und fchon im Jahre 1920 und unter den von Herrn Minister Spina angenommenen Bedingungen der Regierungseintritt vollzogen hätten! Bonntag, 6. März 1927. deutsche Sozialdemokrat ,, mur an den marris Ende gemacht werden", ruft Herr Abgeordneter mus", dessen Quintessenz der Herr Univerſitäts- Hodina aus. Nur ein Zusammenschluß der professor und Arbeitsminister darin erblickt, daß bürgerlichen Elemente, meint Herr Abgeordneter er sein Produkt fertig machen kann, wann er Edert, sei imstande, die den Mittelstand will" und auch den Regierungseintritt fabrizieren bedrohenden Gesetze, die das sozialann, wann und wie er will, etwa wie man ein listische Regime geschaffen habe, abpaar Stiefel fertig bringt. Was ist aus dent Mar- aubauen. Der Vicepräsident Zierhut era xismus unter den Händen des Herrn Professors klärte in einer Versammlung, daß es ein Lebensgeworden! interesse sei, daß in wirtschaftlicher Beziehung der Kurs nach rechts gehe, daß die bürgerliche Richtung durchdringe, daß die sozialistischen Auswüchse beschnitten werden müssen, wenn nicht die Wirtschaft zugrunde gehen soll. Herr Abgeordneter Tichy Doch nun zurück zur Aufforderung Spinas: Geduldig zuzuwarten und vor allem um Gotteswillen nicht störend einzugreifen. Wir fragen: Haben die Aktivisten einen Anspruch auf einen solchen Pardon? Sprechen irgendwelche, immer geartete Gründe dafür? Es müssen nicht gerade parteimäßige Gründe sein, es würde unbebingt ein etwaiges allgemeines Intereffe der deut schen Politik genügen. Um diese Fragen präzise beantworten zu können, werden wir die für die fordert die Novellierung der Gemeindewahl= Beurteilung entscheidenden Tatsachen vor unseren ordnung, die Abschaffung der Sonntagsruhe, Augen vorüberziehen lassen. Unser Blid fällt vor die Freiwilligkeit für die Sozialversicherung allem auf die Visitkarte des deutsch- tschechischen im Gewerbebetriebe und in der Landwirtschaft und Arbeitsgemeinschaft erblickt. Bürgerblocks, auf die 30 Ilvorlage! Sie ist und nennt die Arbeitslosenunterstüßung eine Aber gerade über diese ihre Absichten suchte die ein schweres Attentat auf die Taschen der arbeitenneue Regierung, ganz besonders aber die deutschen den Menschen, sie hatte die Aushungerung der gePrämie auf die Faulheit. Regierungsparteien die ganze Offentlichkeit systefamten Bevölkerung, naturgemäß auch der deut( Pfuirufe.) Aber auch Minister Mayr- Harting leimatisch zu täuschen. Ihr Erstes war, an schen, im Gefolge, und erheischt unsere entschietete sich einige von starkem sozialen Empfinden" die mildtätigkeit der deutschgegnerischen Parteien zu denste Abwehr, unseren resolutesten Kampf. Mit zeugende Schlager. Die früher bestandene Zeita appellieren. Aller Anfang sei schwer, die Haupt- Doch das Schönste kommt noch. In den vie- dem Warten hat es sich also einigermaßen gespießt. vorrüdung der Staatsbeamten nennt er eine Brälen Reden, in denen sich die beiden deutschen Mini- Dann lant das erste öffentliche Wort Spinas in mie auf die Faulheit, die oppositionellen Pensioster in den Flitterwochen ihrer Regierungstätigkeit einer Wählerversammlung in Laubendorf, es niſtenanträge würden zur Folge haben, daß die gefielen, haben sie über die Gründe ihres Schrittes brachte eine offene Kampfanjage an die arbeiten- Pensionisten alle in Saus und Braus leben. Die so vieles zu erzählen gewußt. In einer Rede in den Menschen: Zölle sind nach seiner Meinung nicht an der Landstron jagte Spina: Die deutsch- französische Teuerung schuld, sondern der unlautere ZwischenAnnäherung sei die Voraussetzung der deutsch handel. Das sind also recht nette Pläne, die wir tschechischen Zusammenarbeit. Seine Partei fei dem Herrn Justizminister banken. dem Rufe der großen Politik gefolgt, die sich in Europa vorbereitete. Auch Minister Mayr- Harting meinte, daß die judetendeutsche Politik nicht allein auf der Welt fei. Sie set bedingt durch die politischen Ereignisse. Sier aber sei der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und die Besprechungen zwischen Deutschland und Frankreich enta scheidend gewesen. Und in der Saazer Rede sagte Spina wörtlich: fache sei Geduld und Vertrauen, nur um Gotteswillen keine Störung des Experimentes. Aber unsere Partei ging ruhig ihres Weges und ließ sich nicht auf den Leim führen. Sier aber jetzte schon der Donner der beiden deutschen Minister ein. Mit Entschiedenheit wandte sich Minister Spina in mehreren Reden gegen uns. Er meinte, unser Kampf gegen die Regierungsparteien sei von Parteirücksichten diftiert, nur von der Berbohriheit einiger Führer verschuldet, die unerbittlich die Reime zertreten, die eine Besserung der Lage des deutschen Volkes herbeiführen fönnten. In seiner Saazer Rede führte Spina aus, daß sich Tufar schon 1920 und 1921 bemüht hatte, unsere Partei für positive Arbeit zu gewinnen. Doch heute feien es gerade wir, die die Regierungsparteien mit allen Mitteln bekämpfen, weil uns durch unsere Unentschlossenheit die Felle fortgeschwommen sind. Und auch Mayr Harting meint, unsere Vor. würfe feien darauf zurückzuführen, weil wir beffere Gelegenheiten nicht ausgenügt hätten. Also wohl gemertt! Es bestanden bessere Gelegenheiten und jie wurden von uns nicht ausgenüßt. Solche Ge Tegenheiten hat es wie der Minister meint schon im Jahre 1920 gegeben. Die Schimpfereien des Herrn Professor Spina über unser perfönliches Intereffe", unsere Parteirüdsichten", unsere ,, Verbohrtheit" fönnen wir ruhig übergehen. Die Raschheit in der Anpassung des Herrn Professors an die tschechoslowakischen Kampf- Methoden ist geradezu erstaunlich. Und nun zur Sache selbst. Die Behauptungen über Tufars Bemühungen, uns zum Regierungseintritt zu gewinnen, find blanter Unsinn. Niemals, in keiner Situation stand die Frage des Ministereintritts unserer Partei zur Verhandlung. Unser Schritt war ein Durchbruch des Koali-| tionsgedankens, an Stelle der tschechischen Stoalition tritt die gemischte nationalpolitische Mehrheit. Wir können diesen Gedanken nicht anders brechen, als daß wir beitragen, daß die wirtschaftlichen und daß wir beitragen, daß die wirtschaftlichen und fozialen Gegensäge in diesem Staate sich immer mehr auswirken. Die nationale Geschlossenheit der Tschechen wird gesprengt durch wirtschaftliche Gegenjäye." Der Abgeordnete Wagner schließt eine seiner Versammlungsreden mit dem Ausrufe ,, Nieder mit Hodža wendet sich mit größter Entschiedenheit der Sozialversicherung". Herr Minister Dr. gegen die Ausbeutung der Wirtschaft und Politik durch den Radikalismus und fordert gegenüber den Auswüchsen des Sozialismus das Einseßen einer Periode nüchternen Ausharrens. Der Abgeordnete Pater Slinka verkündet den Kampf gegen die sozialistische Mißwirtschaft und fordert den Abbau der Sozial- und Altersversicherung und den langsamen Abbau der Löhne auf der ganzen Lienic. In derfelben Rede ruft Spina aus: Was wäre geschehen, wenn wir nicht eingesprungen wären. Es wären auch Zölle gekommen, aber ,, Der Eintritt war das Ergebnis siebenjährigen um 35 Prozent niedrigere, die uns Ausreifens. Das Ausreifenlassen liegt im Wesen nichts genügt hätten." Das hält Herrn der Landwirtschaft. Der Landwirt hat feine Wittel, Spina troßdem nicht ab, von uns zu verlangen, die Frucht eine Woche früher ausreifen zu lassen. daß wir nicht störend eingreifen und daß wir Das ist ein Naturgesey. Im Gegensate dazu ist feinen Experimenten Geduld entgegenbringen fol= der Margismus etwas mechanisch. Der Industrie- len! Diesem ersten Worte Spinas ist eine ganze( Stürmischer Widerspruch.) Und die„ Deutsche arbeiter kann sein Produkt fertig machen, wann Reihe weiterer Herausforderungen gefolgt. In Presse" stimmt in ihrer Ausgabe vom 21. Jänner er will. Nach den biologischen Geseven des Ausrei einer ganzen Reihe von Reden und Interviews Presse" stimmt in ihrer Ausgabe vom 21. Jänner fens haben wir unsere Politik eingerichtet. Die fündigte Spina an, daß seine Partei an der bür- geradezu einen Jubelgesang über die neue Wensieben Jahre, die wir in Opposition verbracht gerlichen Linie festhalte, daß den weitreichenden bung an und ruft als einen der größten Erfolge des Attivismus aus, daß der Sozialismus in der haben, haben die Verhältnisse reif gemacht für den Ansprüchen des Sozialismus entge Eintritt der Deutschen in die Regierung. Von außen gengetreten werden müsse, daß sich die Tschechoslowakei seine große Niederlage erlitten fam dazu der Antrieb durch die deutsch- französische Regierung- wenn auch nicht antisozial" so Annäherung, durch den Eintritt Deutschlands in doch„ ant sozialistisch" betätigen werde. Und Und trotzdem mutet man uns zu, ruhig zuzu den Völkerbund." Mayr- Sarting fagt in einem Artikel der Züricher warten, Geduld und wieder Geduld aufzubringen; Rom sei nicht an einent Tage aufgebaut worden, Beitung": Man kann es einen glücklichen Um- also könne der Aktivismus nicht in einigen Monast and nennen, daß sich in die politischen Stompli- ten nicht wieder gut machen, was in vielen Jahren fationen wirtschaftliche Schwierigkeizerstört wurde. Doch man hat nicht einmal Zeit, ten einmengten, zu deren Beseitigung die national- fich einem Dispute über die Berechtigung der geforderten Geduldproben hinzugeben, denn in wil der Jagd gehen die Schläge gegen den Sozialismus nieder, ein Streich folgt dem anderen, die Attade gegen den Sozialismus und g: gen die Arbeiterklasse, und gegen die sozialpolitischen Errungenschaften überstürzen förmlich einander. tschechische Koalition nicht ausreiche." Und nun versuche man mit dieser Aeußerung des Ministers die Behauptung und Beschuldigung Spinas in Einflang zu bringen, daß die deutschen Sozialdemokraten schon im Jahre 1920 jenen Schritt hätten seßen fönnen, für den die Situation -nach Spinas biologischer Betrachtung erst im Unsere wiederholten Aussprachen mit Tusar und Jahre 1926 ausgereift war. Für den deutsch- bürden anderen tschechischen sozialdemokratischen Füh- gerlichen Aktivisten bedurfte es eines siebenjährigen rern betrafen einzig und allein die Möglichke- Ausreifens, für den deutschen Sozialdemokraten ten einer sozialistischen Zusammen nur eines eineinhalbjährigen, für den deutsch- bür arbeit. Es sind uns also feine Felle davonge- gerlichen Aktivisten bedurfte es des Eintrittes Kaum hatten Mayr- Sarting und Spina das schwommen. Es wäre auch, was Spina behaup Deutschlands in den Völkerbund, für den deutschen Signal gegen den Sozialismus und die Sozialisten tet, ganz sinnlos, denn auf der einen Seite hätten Sozialdemokraten des Zureden Tufars! Der gegeben, so praffelte sofort ein ganzer Hagel von wir den Eintritt in die Regierung zurückgewiesen deutsch- bürgerliche Aftivist ist in seinem Tun und sozialisten- töterischen Angriffen auf uns nieder. und auf der anderen Seite seien wir betrübt, daß Handeln an biologische Gesetze gebunden, der Der sozialistischen Erpresserwirtschaft muß ein 9 Die Frieda. Novelle bon Frik Bondy. „ Laisse- la partir; si non, nous avons toute la cochonnerie à la maison", meinte Herr Kruse; er hatte ja ein Jahr in einem Bankhaus in Paris gearbeitet und da er sonst keine Gelegenheit bekam, sprach er gern vor den Dienstmädchen französisch. Die Frieda war immerhin einsichtig genug, zu merken, daß von ihr geredet wurde, und das erhöhte ihr Schuldbewußtsein. ,, Na, dann gehen Sie nur lieber gleich, Frieda," sagte Frau Struse ,,, und recht viel Glück!" fügte sie hinzu, als die Frieda eben die Türe schloß. Zu dumm! Daß das gerade heute passieren muß!" Frau Kruse sefifzte. Herr Minister Mayr- Harting freut sich der wirtschaftlichen Schwierigkeiten" wie ein Rampe und nennt sie einen glücklichen Umstand". Ist das nicht die reinste Leichenfledderei! Herr Kruse rüdte näher und streichelte ihre| sinnen das Zimmer teilend, und an ihrer Seite Wange. lag ein träftiges, kleines Mädchen mit leichtem ,, Viel zu gut für mich, ich weiß." blondem Flaum auf der Kopfhaut und die Hände Frau Kruse quittierte diese Feststellung, in- vor dem saugenden Mund zu Fäusten geballt. dem sie den Kopf an die Schulter ihres Gatten schmiegte. Nach einer Weile sagte sic: ,, Ach, Mari, es wäre doch eigentlich ganz schön, so ein kleiner Junge. Und wenn es ein Mädchen würde?" " Es wäre diesmal bestimmt ein Junge, das fühlt man," erklärte Frau Struse. ,, Na, dann sag doch Rasenac ab!" Es verging wieder eine kleine Pause. ,, Nein, es geht nicht," beschloß Frau Kruse. Es fäme dies Jahr gar zu ungelegen. Nächstes Jahr haben wir schon unsere eigene Villa, nicht wahr? Dan gibt es ein richtiges Kinderzimmer. Aber jest? Wo sollte man damit hin? Man müßte ja rein den Salon für das Kind her. ,, Es war doch schließlich nicht mehr lange aufrichten." zuhalten. Und der Tag fann uns ja egal sein", tröstete Herr Kruse. N... eines ist mir nicht egal... heute wollte die Doktorin zu mir fommen." Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß Frau Kruse trotz aller Vorsicht der vorübergehenden Behandlung eines Frauenarztes bedurfte. Strufes wollten doch noch ein, zwei Jahre warten, bis Mari Prokurist wurde und Vati zu einer Villa half. Der Frauenarzt beriet mit Dr. Rasenad, ter als Hausarzt angeben konnte, daß Frau Struse in ihrer Mädchenzeit schwächlich und zu Bron chialerfrankungen geneigt gewesen set. Noch ein paar lateinische Bezeichnungen, die Frau Kruses schlechten Gesundheitszustand erhellten, waren hinreichend, um alle Gewissensnöte des Frauenarztes zu beschwichtigen. Herr Kruse setzte sich auf. Davon hattest Du mir ja nicht einen Ton gesagt. Ich dachte, es sollte erst nächste Woche losgehen." " Ich wollte Dich überraschen. Damit Du Dich nur ja nicht aufregen mußt. Was hast Du bloß für eine Frau!" Mir eilt es gewiß nicht." Herr Seruse war zärtlich gestimmt, wie das nach drei Chejahren vorkommen darf. Nachher habe ich ohnehin nichts mehr von Dir." Frau Kruse wehrte sanft Herrn Kruses Hände ab, die nicht gesonnen schienen, sich mit dem Streicheln der Wange zu begnügen. ,, Aber Mari...! Was heißt denn das...!? So alte Eheleute...! Ünd am hellichten Morgen..." Mari ließ sich jedoch durch die immer sanfter werdende Abwehr in seinem Vorhaben nicht stören. Die Frieda war sehr, sehr schwach. Aber wenn sie auch neun Monate lang und bis zur letzten Stunde das ungeborene Kind wie einen Feind betrachtet hatte, von dem sie um jeden Preis befreit sein sollte, jetzt lag dieses Kind neben ihr, und sie hätte sich sein Nichtdasein gar nicht mehr vorstellen können. Dieses armselige Stückchen Menschheit, das niemandem zur Freude in ihrem Schoß gewachsen war, und auf das ein farges, fummerschweres Leben warten mochte! Die Frieda war zu schwach und zu müde, um über die Zukunft ihres Kindes Betrachtungen anzustellen, aber sie war nicht zu schwach, um sich sehr glücklich zu fühlen, wenn sie den Kopf wendete und die kleinen rungligen Fäuste sah. Nach ein paar Tagen erschien der Herr Lembte und saß verlegen blinzelnd vor seinem Kind, das für seine ungeschickten Annäherungsversuche noch wenig Verständnis hatte. Der Frieda streichelte er schüchtern die Hand und erflärte mehrmals, es werde schon für alles gesorgt werden. Am zehnten Tage konnte die Frieda das Spi. tal verlassen. Herr Lembke holte sie ab, und bei dieser Gelegenheit erfuhr sie, daß beschlossen worden war, das Kind ganz in die Nähe aufs Land zu geben. Dort wohnte ein tinderloses Bahnwärtersehepaar, das Herr Lembke seit langem taunte. Es waren sehr brave, gute Menschen, und sie wollten das Kind der Frieda gegen eine angemesfene monatliche Zahlung aufziehen. ,, Wir verlieren ja jetzt ein paar Wochen..." schnaufte er,... und wenn die Doktoren heute doch kommen... geht das schon in einem..." mrit Herrn Kruse gesprochen, der sich unter dem XI. Ungefähr zur gleichen Spätnachmittagsstunde, als die beiden Aerzte Frau Strufe bei angemessenem Wohlbefinden verließen, nachdem sie ihr dringend äußerste Schonung für mehrere Wochen empfohlen hatten, lag die Frieda in dem weißlackiertem Eisenbett, mit fünf SchicksalsgenosHerr Gustav Lembke hatte nämlich auch schon Einfluß seiner Frau bereit erklärte, die Frieda wieder ins Haus zu nehmen. Unter diesen günstigen Umständen war es übertriebene Sentimentalität, daß Frieda jäm merlich weinte, als sie ihr Kind der braven Bahnwärtersfvau übergab. Aber Gustav Lembke war auch ein wenig weich gestimmt und darum führte er die Frieda hat. ( Den zweiten Teil der Rede des Genossen Dr. Czech werden wir in der nächsten Folge veröffent lichen.) an diesem Tage in ein Warenhaus und kaufte ihr das Kleid, das sie sich solange gewünscht hatte. Die Inflation war allerdings vorbei, und das Kleid fostete achtzig Goldmark, was Herrn Kruse veranlaßic, seiner Frau zu erklären: Ich sage es ja immer; diese Leute können nicht wirtschaften." Ein guter Filmautor hätte bei diesent Stand der Dinge vielleicht noch etwas mit dem anfangen können, was man wohl zu prunkvoll das„ Schick. fal" der Frieda nennt. Ueber Kindesmord, Schwurgericht und dergleichen mehr, hätte im sechsten oder siebenten Aft alles sich zu einem un erhört glücklichen Ende gerundet. Aber das Leben ist kein guter Filmautor. Es rundet nicht und gewiß nicht zu einem unerhört glücklichen Ende. Besonders nicht, wenn es sich um ein so unerhebliches Millionendasein handelt, wie bei der Frieda. Da hätte es viel zu tun! Nein, man muß sich schon damit begnügen, zu erfahren, daß die Frieda jeden Sonntg ihr Kind besuchen durfte. Damit das Leben alle ihre Glücksmöglichkeiten erfüllt, und ging im Bewußt sein getaner Pflicht weiter. Als der Sommer kam, verließ Frieda das Saus Krufe. Herr Lentbke war nämlich nicht län ger instande, die Versorgung des Kindes allein zu bestreiten und die Frieda mußte sich wieder um eine Saisonstelle umsehen. So konnte sie hoffent, wenn nicht die nächsten sechzehn Saisons allzuschlecht waren oder gar eine abermalige Infla tion dazwischen fam. das Geld zu erübrigen. das ihr Kind brauchte, bis es selbst mit der nächsten Genevation der Friedas und Linas brächtige Hotelzimmer für andere bereiten konnte. Friedas plößliche Sündigung war für Herrn Kerufe das Stichwort zu der Bemerkung: " Sichst Du? Jch fage es fa immer: von dies fen Leuten hat man feimen Dank an erwarten." Und Frau rufe fühlte sich wirklich genötigt, ihre sozialen Empfindungen ein wenig in die Nichtung der Frau Rechtsanwalt Wezien, gebo renen von Pahlzow a renidieren. ( Schluß.) 4 Sonntag, 6. Märg 1927. Weitere Kundgebungen gegen Die Berwaltungsreform. Gerichtsbezirk Winterberg. 6. März: Ferchenhaid. 12. März: Kaltenbach. 13. März: Fürstenhut. 13. März: Buchwald. 13. März: Außergefild. 14. März: Winterberg. Gerichtsbezirk: Wallern. 12. März: Wallern. Gerichtsbezirk Oberplan. 13. März: Langenbrud. 20. März: Schwarzbach. 20. März: Stuben. 27. März: Höritz. Gerichtsbezirk Krumau. 19. März: Krumau. Gerichtsbezirk Hohenfurth. 11. März: Kienberg. 20. März: Kapellen. 20. März: Heuraffl. Inland. Der 4. März und die„ Deutsche Bresse". Das von der christlichsozialen Partei abwech felnd verleugnete und anerkannte Pfaffenblatt hat den Mut, des vierten März 1919 in einem Leitartikel zu gedenken. Dabei bringt es das Kunst stück zuwege, den Aktivismus geradewegs durch die blutigen Geschehnisse des 4. März zu rechtfertigen. Das Ziel fei noch nicht ganz erreicht das wird jeder gern glauben aber es wagt sich hie und da ein scheues Pflänzchen ans Licht, aber der erste rauhe Sauch des nationalen Haffes und der Mißgunit kann es wieder ersticken"; die Pflänzchen der deutschen Christlichsozialen müssen schon sehr zart und schen sein, daß man von ihnen so wenig merkt. Doch halt, die Knödelklerifalen werden Presse": Seite 3. diefer Bolmente erschüttert hätten, namentlich bie bas von den Bürgerlichen überhaupt gestern ge- 1 erft im Jahre 1926 aus Griiniden technischer bon Girfa zugegebene Tatsache, daß die Dokumente schon seit dem Jahre 1920 existiert haben, daß aber Art erkannt wurde, welchen Inhalt sie in Wirklichkeit haben. Auch wenn diefe Dokumente diplomatischen Noten gleichwertig feien, so folgere daraus noch nicht, daß sie wahr sein müßten. die Regiefantent ginge. Andererfeits aber verschrieben haben, die Gache auf ein Nebengeleise Die Südarmee im Bordringen schieben und es so darstellen, als ob es nur um Der Verteidiger Dr. Sunt te legte Berufung ein. Gajda wurde auf der Straße von den zahl reich angesammelten Fascisten mit stürmischen Burufen empfangent. gegen Shanghai. suchen die Klerikalen zu drohen, daß sich der Shanghai, 5. März.( Reuter). Die SüdStaat wehren wird. Die Eisenbahner fönnen also armee seyt energisch ihre Bemühungen fort, die fchen, wie ihnen die Klerifalen gesinnt sind. Eisenbahnlinie Shanghai- Nanking, welche die tungsreform. Borgestern fand in Prag eine Kontsun schang bildet, zu erreichen. Der Hauptdruck Die tschechischen Bezirke gegen die Verwal- Sauptfommunikationslinie des Generals Tschangferenz der tschechischen Bezirke statt, die sich mit aller Entschiedenheit gegen die Verwaltungs- richtet sich gegen die 50 Meilen westlich von reform aussprach und diesen ihren ablehnenden Shanghai liegende Stadt Sutschau. Nach Die Klerifalen gegen die Eisenbahner. Die Kenntnis brachte. Standpunkt auch dem Minister des Innern zur einer Meldung aus Shanghai sind die Vorhuten Klerikalen nehmen schon jetzt gegen die Eisender Südarmee nur noch zwölf Meilen von Su bahner in der gehäffigsten Weise Stellung. So Elbogner und Falkenauer Bergrevier, die in der Die Betriebsratswahlen für das Karlsbader, tschau entfernt. schreibt der„ Pražsiy Večernik", das Organ der Zeit vom 2. bis 4. März stattfanden, hatten folinie Offenbar hofft die Südarmee, die Eisenbahnschechischen Volkspartei:„ Die Sozialisten haben gendes Ergebnis: Von den zu wählenden 124 linie zwischen Kuntschang und Wuſien zu gewin 150.000 Eisenbahner in Bewegung gefeßt. Grund Mandaten erhielten die Union der Berg- nen. Von seiten der Nordarmee werden die zu der Aktion war die Regelung der Preise der arbeiter 94, die Freisozialen 22, die Kommu Meldungen über diese Bewegungen sehr ernst Regiekarten, insbesondere aber die Vernisten 6 und die tschechischen Bergarbeiter 2. Die aufgenommen. zögerung in der Herausgabe der Dienstordnung. Union der Berzarbeiter hat ihre Position Vor der erwähnten Aftion muß gewarnt wer- behauptet. Charakteristisch ist der NiederDer Kommissär für die Verteidigung der den." Dann spricht das Blatt davon, daß die gang der Freijozialen, die drei Mandate Stadt Shanghai hat sich nach Sutschau begeben Sozialisten die Eisenbahner in einen Streit trei- verloren haben, welche die Kommunisten ge und auch die ursprünglich für Sunkiang bestimm ben wollen und daß es selbstverständlich sei, daß wannen. Nach diesem Ergebnis dürften die Frei- ten Schantung- Truppeit wurden plößlich nach sich in diesem Fall der Staat wehren wird. sozialen das eine Mandat, das sie im Revierrat Sutschau dirigiert. Wie man sicht, wollen die Klerifalen, sowie wir hatten, verlieren. Schluß mit den altivistischen Ministerreden! Mayr- Harting muß sich in Karlsbad hinter ein behördliches Berbot seiner Bersammlung verkriechen. Karlsbad, 5. März.( C. P. B.) Heute abend sollte hier eine von den deutschen Regierungsparteien einberufene politische Versammlung stattfinden, in der außer den Abgeord neten Edert und Böllmann auch Justizminister Mayr- harting über die politische Lage und die neuen Gesegesvorlagen sprechen sollte. In den Vormittagstunden wurde die Bersammlung teils aus formalen Gründen, teils wegen der drohenden Haltung einiger nicht aktivistischer Parteien behördlich verboten. Eine Bankrotterklärung des christlichen„ Sozialismus“. mutig, wahrhaftig, da schreibt die„ Deutsche„ Der Wohnungsfrage sind wir falt beharrlich aus dem Wege gegangen. Eingeständnis der christlichsozialen Berwaltungssünden in Wien. Ist das der Anfang der Besserung? ,, Auf tschechischer Seite vermissen wir ein vollständig offenes Wort-Die deutschen Aktivisten verlangen für ihre Arbeit im Staate Knödel? nicht einen Lohn, sondern nur die Erfüllung der selbstverständlichen Voraussetzung einer folchen Zusammenarbeit, b. h. die nationale, fulturelle und wirtschaftliche Sicherung." Wann, wo, wie haben sie diese Sicherung verlangt? Das wird uns auch weiter verschwie gen werden. Nach all dem kommt jedenfalls die " Deutsche Presse" auf den 4. März zurück, der zuerst gelehrt habe, daß die aktivistische Politik das cinzig Richtige fei. Zwölf Minister in Gem. Anläßlich der Tagung des Völkerbundrates. Paris, 5. März. Staatssekretär für Aeußeres Sir Austen Chamberlain und die Mitglieder der britischen Delegation sind heute um 18 Uhr in Paris eingetroffen. Zu ihrer Begrüßung hatte sich der französische Außenminister Briand am Bahnhose eingefunden. Chamberlain fuhr zum Abendessen in die britische Botschaft, worauf er um 21 Uhr mit dem französischen Außenminister Briand nach Genf abreißte. Im Zuge werden die beiden Staatsmänner die chinesische und die russische Frage besprechen. Wiewohl das Programm der Tagung. des Völferbundsrates in Genf nicht allzu umfangreich ist, werden doch ungefähr zwölf Minister dort zusam mentreffen. Briand hatte heute nachmittags eine Unterredung mit den deutschen Botschafter in Paris von Hoesch, der kürzlich aus San Remo zurückkehrte, wo er einige Tage in der Gesellschaft Streje manns verbrachte. Botschafter von Hoesch konnte somit heute den französischen Außenminister einge hend informieren, wie Stresemann die Fragen beurteilt, die auf dem Programm der Genfer Ver handlungen stehen und welche Angelegenheiten viel leicht in Privatunterredungen zwischen den interesfierten Staatsmännern behandelt werden könnten. Deutsch- polnische Besprechungen Anläßlich der Ratstagung. Gegenüber dem irreführenden Treiben un- burgen des sozialistischen Gedankens" gewesen serer Christlichsozialen, die aus der verspäteten sind, weil die Arbeiter sich einfach nicht gefallen Verhandlung der total verkrüppelten Baugesetzließen, daß die christlichsozialen Hausherren in vorlage womöglich einen aktivistischen Erfolg" die letzte Familie hineinregiert, alles überwacht herausschinden wollen, ist es angebracht, auf und kontrolliert und jede freie Regung unter einen Aufsatz von Professor Heinrich zurüd drückt" haben. Eine Reichspost" Lüge ist ferner, zukommen, der am 17. Feber in der Deut daß die heutige„ parteimäßige Wohnungsfürschen Preffe" erschienen ist. Der Verfasser dieses forge" in Wien nur das angestammte BürgerLeitartikels hat in dankenswerter Weise den voll- tum zahlt, weil auch jeder Arbeiter und Ange- Berlin, 5. März.( Eigenbericht.) Der deutsche kommenen Bankerott der„ christlichen“ Sozial stellte seine Wohnbauſtener entrichtet, aber die Gesandte in Warschau Rauscher wird sich morpolitik auf dem Gebiete des Wohnungswesens Schlußfolgerung ſtimmt: Hätte die christlichsoziale gen nachmittags nach Genf begeben, um den kombeleuchtet und zugleich der sozialdemokratischen Wiener Sausherrenverwaltung das arbeitende menden Besprechungen zwischen Stresemann und Wohnbaupolitik das glänzendste Zeugnis ausge- Volk nicht in Elendswohnungen verfümmern dem polnischen Außenminister beizuwohnen. stellt. Diese Selbstanklage soll wenigstens laffen und den Gemeindehaushalt nicht nahezu Stresemann hat ebenso wie der polnische Außen in ihren entscheidenden Punkten nachträglich regi ausschließlich aus Mietzinssteuern bestritten, dann minister den Wunsch, die Zukunft der deutsch- polwerden. wäre es allerdings nicht so weit gefommen-nischen Wirtschaftsbeziehungen während der Genmit den Christlich sozialen! fer Ratstagung nach Möglichkeit zu flären. Zwischen den Toten des vierten März und den Stnödeln der deutschen Aktivisten diese Brücke schlagen, das ist eine Methode, deren Charakteristriert fierung uns das engherzige Preßgesetz leider verbietet, auf die sich aber jeder anständige Mensch selbst den richtigen Reim machen wird. Kratochvil und Solowjew schuldig gelprothen. Das Urteil im Ehrenbeleidigungsproß Gajdas. Prag, 5. März. Heute abends um 8 Uhr wurde vor dem Kreisgericht Brag II. die Verhandlung in Sachen der Ehrenbeleidigungsklage des Ergenerals Gajda gegen den Major Kratochvil und seinen Offiziersdiener Solowjew zu Ende geführt. Gajda hate bekanntlich im Herbst des Vorjahres gegen die beiden die Klage ange jirenot, weil sie die Informationen gegeben hatten, auf Grund deren das Disziplinarverfahren gegen Gajda, das schließlich zu seiner Degradierung führte, eingeleitet wurde, Beide Angeklagten wurden schuldig erfannt und zu Gefängnis in der Dauer von sechs Wochen, zum Eriat; der Gerichtskosten und der Kosten der Vertretung des Klägers im Betrage von 6000 Kronen verurteilt. Die Verurteilung ist bedingt auf ein Jahr; den Verurteilten wurde bom Gericht auferlegt, dem Kläger in öffentlicher Sizuma Genuguung in einer vom Gericht festgeseßten Form zu geben. Nach einer einleitenden Darstellung der Bedeutung des gesunden Wohnens für die förperliche und seelische Entwicklung des Menschen gesteht der christlichsoziale Verfasser: ,, Und doch ist das Verständnis für die Bedeutung des Wohnungswesens und all der Fragen, die damit zusammenhängen, bei uns Katholiken noch sehr gering. Wir haben unsere organisatorischen Fähigkeiten entwickelt und bewiesen in der Gründung von reli giösen, politischen, wirtschaftlichen, Standes- und Berufsvereinigungen. Gewiß lauter notwendige und nütliche Dinge. Aber der Wohnungsfrage sind wir fast beharrlich aus dem Wege gegangen, hier hat unsere organisatorische Tätigkeit fast völlig ver. jagt, wir haben unsere Familien dem Spiele des Zufalles und der Ausnütung durch den freien Wettbewerb überlassen." Diese Konstatierung wird sodann mit dem Sinweis auf die Wiener Verhältnisse illustriert, von denen Professor Heinrich schreibt: Der Artikelschreiber feuert zum Schluß alle guten Knödel- Christen an, durch Genossenschaften, in den Gemeinden und im Parlamente an der Lösung der Wohnungsfrage mitzuwirken. Damit die Aufforderung nicht allzu ernst genommen werde, fügt er noch abschwächend hinzu: Freilich darf man nicht m demagogischer Weise Unmögliches verlangen. Wir dürfen nicht, wie es in Wien geschieht, dem einen Stande helfen, indem wir den anderen zugrunde richten. Aber so lange die Kinos, Nachtlokale, Tanziale so glän zende Geschäfte machen, so lange die Luxusstener so hohe Erträgntise abwirit, so lange noch in den Städten so ausgedehnte Baugründe liegen blei ben, um tommende Riesengewinne zu sichern, so lange kann es auch an Mitteln nicht fehlen, um der furchtbaren Wohnungsnot unseres Volkes zu steuern." Butschvorbereitungen der österreichischen Heimwehren. Aufsehenerregende Enthüllungen des„ Abend". Wien, 5. März.( Eigenbericht.) Der ,, Abend" Einbruch in das Arsenal erst vollkommen verständ veröffentlicht eine Reihe von Dolumenten, die den lich machen. Es sind Dokumente über Putsch. Fronikämpferverbände, die auf der Tagung von vorbereitungen der Heimwehren und der Salzburg am 23. Feber beraten wurden. Ursprünglich war dort geplant, eine politische Aktion durch Demonstrationen, die unter dent Dedmantel eines Stampfes gegen die Korruption veranstaltet werden sollten, ins Wert zu setzen. Schließlich aber hat der Frontkämpferoberst Silti einen militärischen Putsch plan ausgearbeitet, in dem er eine überfallsartine Ver haftung fännlicher sozialdemokratischer Führer vorsicht, und zwar, wie es in dem Plane heißt, etwa bei einer Fraktionssitung, wobei durch die Drohung mit Evschießen eventuelle Affionen der Arbeiter zu verhindern wären. Eines der Dokumente ist ein Vertragsentwurf. Der letzte Satz entspricht ganz dem sozialdemokratischen Standpunkte. Doch merkwürdig: Ein Beispiel dafür, wie verhängnisvoll unsere Wo immer wir ihn geltend machen, stoßen wir Saumfeligkeit in dieser Hinsicht werden kann, ist auf den erbittertster Widerstand gerade der die Gemeinde Wien. Die ehemalige christlichsoziale Christlichsozialen. In Wien ist soeben ein dema Mehrheit der Gemeinde versäumte es, großzügige gogisches Kesseltreiben der Kuttenpartei gegen die Arbeit auf dem Gebiete des Wohnungsvejens zu rote Rathausverwaltung im Gange, weil sie Ferner heißt es in dem Bericht: Man leisten, die Folge ist, daß sich jetzt die sozialistische durch Besteuerung der Nachtlokale und der Lurus glaubt nicht an den Erfolg der AntiRegierung von Wien mit aller Macht auf dieſe ſtätten mustergiftige Werke der sozialen Fürsorge margi iten bei den Wahlen, man fürchtet marristen In der Urteilsbegründung führte Oberlandes Angelegenheit geworfen hat. In allen Wiener schuf. Und bei uns? Nun, da würde es auch nicht cher, daß die Sozialdemokraten die Regierung angerichtsrat Zižef aus, den Angeklagten sei weder Bezirken entstehen ganze Komplexe von gewaltigen an Mitteln fehlen, um dem Wohnungselend zu treten könnten; gewisse bürgerliche Kreise sind der direkte noch der Wahrscheinlichkeitsbeweis ge- Zinspalästen, die aber ebensoviele Hochburgen des ſtenern, aber die christlichsozialen Regierungswahlmüde und dazu kommt die Auswertung der lungen. Die Ausface Stratochvils wird als unsozialistischen Gedankens darstellen, der bis in die parteien verwenden sie lieber zur Erhöhung Wietzinsfrage. glaubwürdig angesehen, ebenso die Solowjews. lepte Familie hineinregiert, alles überwacht und der Kongrua und zur Anschaffung Was die im Außenministerium erliegenden Do- controlliert und jede freie Regung unterdrückt. neuer Mordwaffen für künftige gottgefäl für das Zusammenarbeiten des vereinigten natio umente betrifft( auf Grund deren die militä- Die Riefenfammen aber für diese parteimäßige lige Kriege. Daneben wird ein fümmerlicher nalen Selbstschutes, unter welchem Namen die rische Disiplinarkommission zur Ueberzeugung von Wohnungsfürsorge muß das angeftammie Wiener Bettel für Bauförderung ausgeworfen, die Heimwehren auftreten, mit dem Bund„ OberGajdas Schuld gelangte), hätten die Bellagten Bürgertum zahlen, der wohlerworbene alte Haus Wohnungsfürsorge der Nachkriegsjahre Stein um land", Streisstelle Wien, der vornehmlich reichsfelbst erklärt, daß sie von der Griften; dieser Do- beiit, das Gewerbe, die Industrie, der Handel Stein abgebaut. Soll das vielleicht der Anfang deutsche Butschisten umfaßt. In diesem Entwurf fumente zu der Zeit, als sie ihre Beschuldigungen und Verkehr, die unter dem fürchterlichen Steuer einer großzügigen Wohnbaupolitik sein? wird festgestellt, daß der Bund Oberland dem vorgebracht haben, nichts wußten. Ueberhaupt druck zusammenbrechen. Hätte Wien zur rechten hatte das Gericht die Frage zu prüfen, ob ihm eine Der Herr Professor hat recht: Die Christlich- nationalen Selbstschuß sowohl in militärischer, als Zeit nur einen Bruchteil der heute aufgewendeten fozialen haben sich bisher um die Wohnungs- auch in politischer Hinsicht untersteht, und es wird Beugenanssage( die des Ministers Girja) über die Existenz und Beweistraft diefer Dokumente, Bankapitalien für die Lösung der Wohnungsfrage fürsorge einen Pfifferling geschert und das werden die Geheimhaltung aller Vorkommnisse als deren Auslieferung an das Gericht das Außenzur Verfügung gestellt, so hätte es niemals so sie trotz seiner guten Ratschläge auch weiter so das Wichtigste hingestellt. Es sind auch eine Reihe ministerium befanntlich abgelehnt hat, ge halten. Für sie ist das Wohnungsproblem gelöst: von Angaben über die Stärke der einzelnen Or nügen könne; diese Frage mußte verneint Hier sind dem Verfasser einige Irrtümer Der Papst hat seine 3000 Bimmer, die Bischöfe ganisationen und über ein eventuell eintreffendes werden, denn die Entscheidung darüber, ob diese unterlaufen, die er sich gewiß beim Lesen der haben ihre Paläste, die Mönche und Nonnen ihre Van ze rautomobil in dem Bericht ent Dokumente echt und beweisträfig find, fonnte nur Reichspoſt" zugezogen hat. Richtig ist, daß Klöster und dem gemeinen Pöbel bleibt die Aus- halten. dem Gericht zukommen, dem sie hätten vorgelegt schon die öden Mietfasernen der Luegerzeit Sochficht auf ein Freiquartier in der Hölle. werden müssen. Außerdem müsse bedacht werden, daß weit kommen fönnen." Das ist christlich- soziale" Wohnbaupolitit. Aus diesen Dokumenten wird erst flar, was der Hintergrund der mißglückten Aktion der Regierung gegen das Arsenal war. Rundfunk für Ane: Programm für heute, Sonntag. Brag, 340. 8: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 9: Ueber tragung aus der Kreusberrnfirche. 1. Nešvata: Miffa in honorem Scti. Engenii. 2. Smetana Wiolette. 3. Derie: Bange lingua. 4. Mechura: Dein Wille geschehe. 10.30: Orgel Matinée. 1. 28idor: Sympoonie IV. 2, Rocca: Sonenti Francescani. 3. Poffe: Improvisation 4. Saint- Saens: Rhapsodie. 5. Frand: Ave Maria. 6. Mulet: Esquiffes bhaantines. 17: Militärmuftr. 18. Deutsche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom Breßbüro, hierauf: Louis Laber, Oberiegiffeur des Deutschen Landestheaters, Prag, fingt Lieber. Amt lavier: Noe Nordberg, Kapell Wie leben die Leute in Starpatborußland? 20: Wettervor meister des Deutschen Landestbenters, Prag. 19: Vortrag: austage. 20.08: Beltfonsert. Symnen 2. Ansprache. 3. Smetana: a) Feftchor: b) Widmung. Shor. 4 Dvorat: Ronzert a- moll. 5. Arizobfth. Ghor 6 Smetana: Zabor. 7. Dvokal Mein Geim. S. Noval: An Mafarhl. 21: Seit fignal. 22: Seitsignal. 22 02. Leyte Nachrichten des Breß bures, teberficht ber Tagesereianiffe, Sportrachrichten 22.15: Bortrag: Der leyte Geburtstag des Bräftenten Mafarhi im Kriege. Das Täubchen, 2. Petrželka: Lieder. 3. Oftrell: Sommer. 4. Brünn. 441. 9: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 9.30: Bortrag: Praf. Mafaint. 10: Cymphonietonzert. 1. Dvokat: Strauß: Sinfonia domeftica. 16: Nachmittagsfonzert. 1. Suppe: Die fchöne Galathea. Ouvert. 2. Leoncavallo: Bajazzo" 3. de Curtis: Erinnerungen an Sorrento 4. Delibes:„ Larmé". 5. Sildach: Der Lenz. 18: Deutsche Genburg. Wetter bericht und Tagesneuigkeiten vom Bregbüro bierauf: Bag net- Arien von Mitgl. des Deutfchen Theaters. 19: eft. Dalibor"; 4. Dvorak: Lieder. 5. Nedbal: Der faule Sans 6. Strobat erzählt vom Bräftbenten. 7. Novat: Lieder. Son 2 Konzertftüde. 4. Foerster: Cbor. 5. Ganacet: Zwei mäb 22: Presburg. 300. 9: Wie Prag. 10.30: Wie Brag. 17: Die Brag. 18.45: Die Mitarbeit der Städte mit dem Lande. abenb. 1. Smetana: Feftouberture. 2. Brolog. 3. Smetana: gert. 1. Dvorak: Dumfy. 2. Smetana: Widmung. 3. Suf: rifche Tanze 6 Balla: Böhmische Tänze. Symnen. 22: Breffenachrichten. 19: Die Nosmetit der Landleute. 19.25: Das Geheimnis" bon metana 22.15: Wie Brag. Ondaveft. 556, 9.30: Echönbeltspflege. 10: Gottesdienft. märchen. 16.30: Leichte Orcheftermufif. 18.15: Literarischer Bortrag. 19: Die Studenten von Utrecht". Operette. 21.30: Rom, 449. 10.30: Stirchenmufif. 17: Jazz Band. 21: 11.10: Bibel Matinée. 12: Ebmpboniefonzert. 15.30: Ainder. Jazz Band. Orchesterkonzert. Wien, 517. 10.30: Orgelvortrag. 11: Gumbboniekonzert. biata", Oper von Berdi. 19.30: 2a Im Surta. 194. 10.15: 2 Märchen, 11: Bormittagefonzert. Operetten und Schlagerabend 22: Tanamusik. 15.30: Nachmittagsfongeri. 20: Fainachisprogramm. 20.50: Deutschland. Lebenden: Oscar Baum und Sturt sideber. 14.30: Bbilate Königswusterhausen. 1300, 9: Hebertragung aus Berlin, 481. Worgenfeier. 11.30: Playmufif. 13.10: Stunde der liftische Neubelten. 15: Der Storntäfer und feine Bekämpfung. 15:30: Funfbeinzelmann. 18: Die Walküre", Oper vou Wagner. Tangmufit. Breslau. 323. 10: Each. 11: Morgenfeter. 13.10: Neue Stammermufil. 15: Rätfel. 15.15: Märchenstunde, 6: Nach mittagsfonzert. Erziehungsfragen. 12: Die Oper der Woche. 16: Chorfonaert. 8.30: Morgenfeier. 11.30: Mersilie 17: Jugendstunde. 20: Stunde der Frankfurter Zeitung. 20.30: Robert Koppel- Abend. Tangmufit Samburg, 395. 9.15: Morgenfeier. 11.30: Blabmufir. 12.30: Dr. Funt, der Ingenieur. 13 05: Sonntagskonzert. 13.45: unterballungstonsert. 14.30: Echadh. 15: Norddeutsche Dichter. 15.30: Sunfbeinzelmann 16.05: Bunter Funt. 17.05: Legenden aus den Bergen. 17.30: Nachmittagsfongert. 19.30: Aus dem Eheleben der Ziere. 20: Echweizerfahrten cines Humoriften. geipzig. 366. 8.30: Orgelfonzert. 9: Morgenfeter. 11: Zanzmusif. München. 536. 11: Gloden piel. 11.15: Matinée. 15.30: Nachmittagskonzert. 10.30: Weienasfonzeri, 10.15: 2seltpolt tischer Monatsbericht. 20: failewffit: 4. Symphonie. 21: Rabab", Oper von Frandenstein. Stuttgart, 380, 11.30: Morgenfeier. 14: Rafperltheater. 15.30: Funfheinzelmann, 17: Eine Reife durchs Elsaß vor 100 Jahren. Programm für morgen, Montag, Prag, 349. 10:& efitonaert der Prager Die flowatischen Menschenfresser. Zwölf Raubmorde eingestanden. Ein Berichterstatter der Ostrauer Morgenzeitung" wurde vom Staatsanwalt Martinet des Saschauer Gerichtshofes empfangen, der erklärte, daß die grausigen Taten der Moldauer Zigeuner die schrecklichsten des Jahrhunderts seien. Es unterliege keinem Zweifel mehr, daß die Bande Fillos( der nicht, wie gestern gemeldet wurde, geflohen ist, d. Red.) Jahre hindurch Menfchenfleisch genossen habe. Fünf Menschen aufgefressen. den Mord an einer Unbekannten, deren Leiche man in einen Straßengraben geworfen und dann zuge deckt habe. Am anderen Tage seien die Zigeuner zu dem Versteck der Leiche gegangen und haben diefe tranchiert. Sie haben gleich an Ort und Stelle ein Feuer bereitet, das Fleisch gefocht, gut eingesalzen und dann mit Brot verspeist. Der Führer der Bande, Alexander Filfv, erflärt:„ Wir haben vier Frauen und einen Mann aufgefressen. Das Fleisch war sehr gut. Ich berene nichts und fürchte mich vor nichts. Zagesneuigleiten. Zum Lorettaner Gloden piel. I Bonntag, 6. März 1927. Aybarjunior gibt an: ,, Das Fleisch war weiß, und die Suppe auch. Die ermordeten Frauen haben besser geschmeckt als der Mann. Die Wahl. zeiten wurden von zwei Zigeunerinnen zubereitet, und zwar von den Frauen Filkos und Rybars sen. Die Knochen haben wir stets weggeworfen. Unsere fleinen Buben bekamen das Hirn zu essen, damit sie gescheit werden." Die Aussagen der übrigen Mitglieder der Baude bestätigen im wesentlichen die grausigen Tatsachen der Morde und des Genusses von Men schenfleisch durch die Bande. Die Staatsanwalt. schaft Kaschau wird sich nun auch mit den ungarischen Behörden ins Einvernehmen setzen, um in Ungarn die Nachforschungen fortzusetzen, weil, wie wahrscheinlich aus Ungarn stammen. bereits erwähnt, zahlreiche Opfer der Bande Filkos Die Pensionen der Bergarbeiterprovisionisten in den staatlichen Bergbaubetrieben. In der gestri. gen Sigung des sozialpolitischen Ausschusses erstat tete der Vertreter des Arbeitenministeriums, Mini. sterialvat Dr. St auch einen Bericht über die Vor. bereitungen in dieser Frage. Nach seinen Ausfüh rungen hat das Arbeitenministerium im Einver nehmen mit dem Finanzministerium am 22. Dezember einen Erlaß herausgegeben, wonach die 3uschläge für die Provisionister wesentlich gebessert, die Altersgrenze von 65 auf 60 Jahre verringert, die Zuschläge bereits 80prozentigen Invaliden ausgezahlt und außerdem auch neuen Kategorien( Witten und Waisen nach verunglückten Berglenien) Zuwendungen erteil werden. In der Haft des Kaschauer Gerichtes befinden sich zwölf Zigeuner und ungefähr vierzehn Frauen und Kinder. Sie benahmen sich äußerst zynisch und gestehen ihre un menschlichen Taten ohne Zögern ein. Vielleicht wären ihre furchtbaren Verbrechen nie ans Ta geslicht gekommen, wenn sie ihr Genosse Rybar nicht verraten hätte. Rybar ist zwar taubstumm, aber der einzige der Bande Filkos, der lesen und schreiben kann. Rybar hat nun, sei es Das Radio möchte, wie es scheint, nicht nur aus Gewissensbissen oder aus persönlicher Rache, die Zukunft, sondern auch die Vergangenheit erdie Bande verraten. Er schrieb der Behörde, daß obern. In wenigen Tagen sollten in ganz Böh Filko schon seit Jahren auf Menschenfleisch Jagd men, ja in der ganzen Welt die Lorettaner Glpfmache. Die Zigeuner fuchten am liebsten die von fen im Radioempfänger flingen. In einer Zeit, aus Ungarn kommenden Schmugglern be- in der man von Prag nur wie von einem ver suchten Plätze auf und wählten unter diesen Opfern schwiegenen Dämonenneſt ſprach, fonnte man, ihre Beute, weil sie wußten, daß das Verschwinden wenn man an der Gradschiner Staubbrücke vorbet eines Schmugglers nicht zu sehr auffalle. Wie die in die Kanonikusgasse einbog, zu einem Platz. kom Zigeuner angeben, hat der von ihnen ermordete men, der links vom alten italienischen BarockKaufmann Ruzniak aus Moldau von den palast des Grafen Czernin( der heutigen CzerninZigeunern auch alte Knochen gekauft und unter faserne) fanfiert war, und rechts von einem wunWer das liest, glaubt bestimmt, daß die Lage diesen Knochen haben sich auch Menschenfnochen deriam verschnörkelten Kirchenhause, aus dem ein befunden. Zwölf Raub morde, die die Bande Rofofoturm herauslugte, mit vielen Glocken und der Bergarbeiterprovisionisten verbessert wurde. Filkos verübte, find bereits aufgeklärt und werden Glöckchen in den verzierten Fenstern, als ob der In Wirklichkeit verhält sich die Sache so, daß die von den Zigeunern auch voll eingestanden. bepuderte Lockenkopf eines Kavaliers aus der Zeit Regierung vor einigen Monaten den Bergarbeiter Am 8. Oftober 1926 ermordeten sie den Lei Ludwigs XV. aus dem Dache des großen Baues provisionisten die" Teuerungszuschläge einstellte. ter des Konsumvereines in Stojz namens Imling. gudte, das Lorgnon an die Augen seßte und als Der jährliche Aufwand betrug 17 Millionen StroSeine Leiche wurde bisher nicht gefunden. Kurz ob es dann blechern, müde und alt: unzeitgemäßen. Die Verbesserungen", wie sie die bürgerliche darauf erschlug die Bande im Wäldchen bei Buzia durch die alten moosigen Räume der Wandelhalle Presse der Deffentlichkeit bekannt gibt, sind ein offenkundiger Betrug. Man verschweigt nämlich Banya einen unbekannten Mann, dessen klänge: wlang! bung!- bang!- breng! Barschaft von einigen hundert Stronen sie an fich bing! blerg! wang!- blung! wlang! nicht nur den Entzug der Teuerungszulagen, sonnahmen. Die Leiche wurde im Walde vergraben, Als ob ein altes Marienlied erflänge, von dem dern jagt auch keine Silbe davon, daß das, was man nunmehr den Bergarbeiterprovisionisten zu doch haben die Behörden bisher die Stelle nicht schwerhörige Greise behaupten, es sei ein uraltes 13 jährigen Gymnasiasten Onderszo Lande Fruchtbarkeit bringe, deſſen Wegbleiben diesem Falle fann wohl taum mehr die Wertlosig entdecken fönnen. Am 20. Mai 1926 ereilte den böhmisches Zauberlied, dessen täglicher Klang dem gestehen will, bloß fünf Millionen Kronen Ausgaben für den Staat ergibt. Deutlicher als an aus Eperies das gleiche Schicksal. Dem armen Nordlicht, Krieg, Pest und Tod bedeute... feit der bitrgerlichen Presse für die Arbeiter und Bunschen wurde nur Brot und Sped geraubt. Die Nun wird es vorbei sein mit der alten ge- Angestellten nachgewiesen werden. Unsere Aufgabe Zigeuner vergruben die Leiche an einer von den heimnisvollen Sage von Not und Tod, nun wer- muß es darum sein, alles zu tun, daß die sozial Behörden bereits gefundenen Stelle. Auch dieser den die 27 Glocken und Glöckchen, von Claudius demokratische Presse im Heim eines jeden ArTai wurden verschiedene Personen verdächtigt, die Fromm in Amsterdam gegossen, ihre spangrünen boiters und Angestellten Eingang findet. aber später ihre Unschuld nachweisen fonnten. Im Zähne putzen müssen, denn mun heißt es schön Ein Chauffeur überfallen. In der Nacht auf Sommer 1926 hatte Filkos Horde die meisten laut und deutlich ins Mikrophon, das in der Samstag wurde ein straftdroschkenführer von Der Beruf des Apotbefers. 11.30: Die Banten in der deut fchen Wirtschaft. 12: Mufifalifche Stunde. 15.30: Gunfbeinzel Mordtaten verübt. Ein unbekannte Bett- Turmhöhle angebracht ist, hineinzusprechen. vier Fahrgästen, die er von Berlin- Schöndorf mann. 16.30: Von Bagabunden und Gaunern. 18.30: Grumblerin wurde auf der Straße zwischen Moldan Loretto hat eine traurige Vergangenheit! Hier nach Schöneberg bringen sollte, nach Beendigung lagen der Affordlebre. 19: 60 Jabre Dynamomafchine. 19.30: Der zuen der Radiowellett. 20.15: Militärfonzert, 22.20 und Josos von den Zigeunern ermordet, als sie standen Paläste und Häuser jener Stände, die dem der Fahrt zu Boden geschlagen und des Autos gerade vom Jahrmartie fam. Bei Jaszo wurde katholischen Krieg gegen die Gewissensfreiheit zu sowie der Brieftasche beraubt. Der Ueberfallenc auch eine unbekannte Schmugglerin troßen versuchten und die der vernewerten Lan- hat schwere Verlegungen davongetragen. aus Ungarn umgebracht. Ihre Leiche fonnte noch desordnung jenes berüchtigten Ferdinant nach Die Fahrgrdnung der tschechoslowakischen Luft. nicht aufgefunden werden, doch fand sich ihr blauer der Schlacht am Weißen Berge zum Opfer gefallinic Prag- Brünn- Preßburg- Kaschau. Wit 16. b. Unterrod im Lager vor. Ein weiteres Opfer war len waren. Warum verraten die tollgewordenen tritt die neue Fahrordnung der tschst. staatlichen Ruft eine unbekannte, gleichfalls aus Ungarn Barockheiligen nichts von den Schreien gewürgter linie Prag- Brünn Preßburg- Raschan in Kraft. stammen de, Frau, deren Leiche man gleich und geschändeter Frauen, als die kroatischen Dra- Die Flugzeuge verkehren nach folgendem Fahrplan: falls noch nicht aufgefunden hat. Im Herbst 1926 goner Ferdinands II. Ordnung durchführten? Prag Abflug 8 Uhr, Anfunft in Brünn 930 Uhr, hat Filko im Walde zwischen Torna und Haj einen Die Idee, das fagenhafte Marienhaus als bflug Brünn 9.45 Uhr, Preßburg Anfunft 10.45 jungen Burschen, vermutlich einen Schmugg Kirche zu verwenden, stammt aus Italien. Karuhr, Abflug Preßburg 11.15 Uhr, Anfunft in Kaschau ler aus Ungarn, ermordet und ihm eine Flasche dinal Dietrichstein kopierte es 1625 in Nikolsburg. 14.15 Uhr. Nachmittags verläßt das Flugzeug Prag Breffenachr.. 12.15: Mittagstonzert. 1. Mozart: Don Juan. Wein und Tabak geraubt. Nur der Rock des Diesen Bau sah eine Gräfin Benuše, Katherina, um 14 Uhr, trifft um 15,30 Uhr in Brünn ein, AbVerenreigen. 5. zollis: Santa Lucia. 14: Börsennachrichten. Opfers konnte im Lager aufgefunden werden. Am Popelka von Lobkowic und da es damals große flug Brünn um 15.45 Uhr, Ankunft in Preßburg 16.30: Zangmufif. 17.30: Börsennachrichten und Hopfenmartt. 23. Dezember 1926 wurde von den Zigeunern im Mode war, Stirchen zu stiften, sagte sich die Grä- um 16,45 Uhr. In entgegengesetzter Richtung lautet Sendung. Wetterbericht uno Lagesneuigkeiten vom Preb Walde bei Szepsi, in der Nähe von Moldau, eine fin, diesen„ But" muß ich auch haben. der Fahrplan wie folgt: Saschau 8 Uhr, Ankunft in büro, hierauf: D. Ono Laufer: Bererbungslehren bekannte Frau hingeschlachtet. Auch ihre und Medizin. 18 15: Einleitung zur Obernübertraguna Leiche ist bisher noch nicht gefunden, doch hat man Pavlisti Ursi begann am 3. Juni 1626 zu bauen, Brünn 14.30 Uhr, Weiterflug um 14.50 Uhr, An So entstand Loretto in Prag: Giopanni Preßburg 11 Uhr, Abflug 13.30 Uhr, Ankunft in Smetana:„ Das Gebeimnis", fomifche Oper. 21: Beitfignal. 21.45: Levie Nachrichten des Prehbüros. Uebersicht der im Zigeunerlager ihr Stopftuch, ihr Hemd und ihre 1631 war die Casa sankta fertig, die erst später funft in Prag um 16.50 Uhr. Ein zweiter Apparat Zagesercigniffe, Sport und Theaternachrichten, 22: MilitärTonacti. 1. Warfm bes 3uf. Reg. Nr. 28. 2. Zapfenstreich. Strümpfe vorgefunden. Am 5. Jänner 1927 von Giabomo Aposto ihre herrlichen Gipsreliefs fliegt bereits ab Preßburg um 7.30 Uhr, trifft in 3. Bolfslieb 4. Bolkslied. 5. Abblafen. wurde im Walde nahe von Moldau wiederum eine aus dem Mariensben erhielt. Und erst 1640 ent- Brünn um 8. 30 Uhr ein, sest um 8.40 Uhr den Frau, die ebenfalls aus Ungarn stammen dürfte, stand der Kreuzgang. Ein Prager Kaufmann, Flug fort und landet um 10.15 Uhr in Brag. An Effettenbörse, Wetterbericht, Brelienachrichten, Sport und ermordet. Auch ihrer Leiche kam man noch nicht Eberhard von Glauchow, hat 13.000 Goldgulden Sonn- und Feiertagen wird nicht geflogen. Die Verauf die Spur. Am 18 Jänner 1927 hat die zur Errichtung des Glockensvicles gespendet. Es fehrstarife lauten: Prag- Brünn( oder zurück) 140 Bande in Mokrano den Taglöhner Roat 2% Oftaven c- c, 27 Glocken, von Claudius K, für Staatsangestellte 80 K, für 1 seilogramm czerko und seine Frau hingemordet. Schon Fromm in Amsterdam geaossen, von Peter Neu- Gepäck 2 K; Prag- Breßburg 160 K( 100 K) und Efchaifowftii: Der Schwanenfee. 5. Offenbach: Hoffmanns tags darauf, fiel den Unholden ein weiteres Men- mann zufammengestellt. Manche Merkwürdigkeit Geräck 3 K; Brag- Stafchan 350 K( 220 st), Gepäc Erzäblungen 20: Die Grauenfäger", Operette von Seeschenleben zum Opfer, nämlich der Kaufmann beherbergt dieses furiose Loretto, wie die heilige 6 K, Brünn- Preßburg 90 K,( 50 K). Gepäck 1.40 K; Brefourg, 300. 18: Konzert. 1. Comes: 31 Guaran, Peter Ružniak aus Moldau, der mit den Duverture. 2. Lindsay. Die Gloden von Binete. 3. 2eopold: 3igeunern in Geschäftsverbindung stand. Fillo ihr heidnischer Vater, als sie sich nicht verheiraten Preßburg- Staschan 190 K( 120 K), Gepäck 3 K. Stummernuß", eine Lufitanische Königstochter, die Brünn- Kaschau 280 K( 170 K), Gepäd 4.40 K; me330. 10.053 Roničan aus eigenen werfen. 19.25 Geft und seine Leute raubten ihm tausend Stronen. wollte und Gett um Vernichtung ihrer Schönheit Ein naturfarbiger Stereostopftim? Nach einer bat, worauf ihr ein origineller Damenbollbart Mitteilung der englischen Filmfachzeitschrift„ The Wie die Zigeuner eingestanden haben, wurden wuchs, ans Streuz schlagen ließ. Diese heilige Cinema" haben zwei englische Erfinder, Gerige K. von ihnen fünf Opfer nämlich vier Frauen Kummernuß" ruht, schön wachsbleich, mit einem Spoor und J. Stuart Blackton, der Begrünrichtigen Künstlervollbart am Hofdamengewand der des Vitagraph", einen Apparat fonstruiert, mit der Rofokozeit, an ein Streuz geheftet, wie eine dem es möglich sein soll, einen naturfarbigen Stere Panovtifumfigur, in einer Seitenkapelle. Oder oftopfilm( also plastischen Film) aufzunehmen lieber iene fast meterhobe Goldmonstranz mit den 6222 drei Millionen Dollar sollen für die bisher angestell Diamanten, 12 Kilo schwer, im Vorkriegswert ten Versuche aufgewendet worden sein, die nach dreivon 12 Millionen Goldkronen. bei deren Anblick jähriger Laboratoriumszeit nunmehr ausgewertet wereinem der Gedanke fommt, daß jeder einzelne der den sollen. Der erste Film, der nach diesem Verfah fingernagelgroßen Diamanten einer jener armen ren gedreht wird, trägt den Titel„ Der Amerikaner" Familien geholfen hätte, die an Pest, Glend und und wird in Hollywood aufgenommen. Man wird Kavital sang- und flanglos ins Grab früherer dieser Meldung einstweilen noch eine gewisse VorJahrhunderte gesunken sind, wie jene Witwe mit sicht entgegenzubringen haben. Ein naturfarbiger den 27 Sindern, die sie der Sage nach Loretto- Stereoskopfilm würde natürlich das Ideal eines glocken nannte, für die sie, als die Best eines nach Films bedeuten, aber die bisher angestellten Experidem anderen holte, je einen ihrer erfvarten Gold- mente haben immer nur gezeigt, daß die Forderun gulden bei Loretto opferte-- das ihr nicht half. sen, die man an einen derartigen Film steien muß, Als alle tot waren, behauptet die Sage, hätten auch nicht annähernd von den Erfindern erfüllt wer die Lorettoglocken zu spielen begonnen... mit den konnten unbewußter Jronie. Und die Glocken? O, das Filmfunstbühnen. In London und Baris Rybar senior erzählt, daß Fillo die find falsche Saben! Jetzt sind sie Sängerinnen hat sind falsche Kayen! Jetzt sind sie Sängerinnen hat man schon längst sogenannte„ Film'unftbüh Bigeunerbande zu diesen Taten veranlaßt hätte, geworden, jetzt sind sie bereit, alles zu spielen( das ner" ins Leben gerufen, um dem künstleri'ch interesRybar selbst habe nur an dem Raubmord in Glockenspiel beruht auf Spieldosenwalzen), was fier: en Publikum wirklich wertvolle Filmvour rament und Charafter. 10.25: Die Baublung des Fauli. Torna teilgenommen. Wo ein einzelner Mensch man will, nicht bloß das alte böhmische Zauber- gen zu garantieren. Neuerdings ist auch in Brü dramas. 20: La Boheme", Oper von Burrini 23.15: Tans an einer einsamen Stelle war, haben wir ihn um- lied: Nationalhymne, Geschmacklosigkeiten, Rauf- iel eine solche Filmkunstbühne eröffnet worden. Die München. 536, 12.30: Schallplattenmuir 16: Baffan gebracht. Filko hatte den Einfall, die erſte ermor- lieder, alles, alles! Dem Radio haben sie Plätze werden nur in Form von Abonnements ausbas bah: iſche Bentebig. 16.30: laminaaslonzert 18.30: dete Frau nicht draußen verfaulen zu lassen. Er sich noch einmal verweigert. Es wird sie doch negeben, die in Heften zu je zehn Karten, die über Das verborgene Leben im derbeben. 19: Triofonzert riet seinen Weibern, das Fleisch zu kochen. So wurde das erstemal Menschenfleisch gegessen. Er erzählt ferner, daß die zwölf Zigeuner an den Wie die bürgerliche Presse über ArbeiterfraMordtaten gleichen Anteil haben. gen berichtet. In der Bohemia". finden wir Horvat erzählt in sichtlich synischer Art folgende Notiz: 1. Smetana: Aus Böbmens hain und Flur. 2. Anrebe. 3. Staatsbynen 4. Dvokat: Rufalfa". 11: Schallplatten. mufif. 11.40: Landwirtsch. Rundfunt. u. Seitfignal 12.05: 2. Schütt: Resignation. 3. Leopold: Die Gabel. 4. Gospodity: preife. 17 45: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18: Deutiqe Brünn. 441 12.15: Reproduzierte Muftf. 14.30: Prager Ebeater. 17.15: Mä: mel. 1735: Deutche Preffenach richten. 17.45: Deutsche Sendung. Prof. Gaibeczta: Detlev v Lilieneron. 18: Zeitfigual. Landwirtschaftsfunt: Die Gärten im März. 18 20 Vortrag: Die Rhythmik in der Körpereraiebung. 10: Stonzert. 1. Mozart: Zitus. Ouverture 2 Gaubin: Zürfifce Suite 3. Wofsfowifij: Liebeswalzer mann. 22: Wie Brag. Tatra. 1. Dvokal: Zwei Walzer, 5. Blonn: Liebes- Inter fongert 1. Staatsbymnen. 2. Smetano: Festouverture. 3 Beethoven: Symphonie Nr. 9. 21.15: Wie Brag. 22: Wic Bras. Budapest, 556. 16: Boitrag des St. Emmerich Sollegiums. 17.02: Emallplattenmur. 18.20: Deutfder Vortrag. 19: Radiobotschaft. 20.15: Sonatenabend 21 50: Zigeunermufif. Nom, 149. 17.15: Stonzert. 21: Egambatt- Abend. Wien, 517. 16.15: Rachmittagsfonzert. 17.10: Märchen. 18.10: Ans Fercher von Steinwands Werfen. 18.40: ie ben Primitiven 20 05: Rum 60. Geburtstag Schönherrs, 21.05: Bieberabend. Zürich, 491. 16: Konzert. 17.30: Aus Milfes Auguft Robin". 19.30: Die Luft. 20: Fastnachtsprogramim. 22: Zanzmusif. Deutschland. eine Grammophonplatte enthiest. 19 10. Lang und Must be Schach. 18: Unfrantbefampfung mit demifchen mitteln. und ein Mann, aufgefressen. Der Zigeuner Josef Sudat, ein junger Bursche, schildert eingehend, wie sich der Mord bet Jaszo zugetragen hat. Er erzählt:„ Wir sind aus einem anderen Dorfe gefomnient, stießen auf eine unbekannte Frau und fragten, was sie bei sich habe. Nichts, erwiderte die Frau, Rybar, ein Zigeunerfollege von mir sprang auf die Frau zu, schlug ihr sein Beil auf den Stopf und schnitt ihr dann durch mehrere Schnitte den Bauch der Länge nach auf. Die eine Hälfte der Leiche hatten wir an Ort und Stelle gekocht und sie mit Kartoffelsuppe sofort verspeist. Die andere Hälfte trugen wir in unser Lager. Am anderen Tage hatten wir das restliche Fleisch der mittagskonzert. 18.15: Meine Sufi 10 30: Chipbonte Frau zum Frühstück. Ich selbst habe die Brust gegessen. Das Fleisch war mir zu füßz. Königswufterkaufen, 1300. 14.30: Neue Wege im Ooft. ban. 16: Brobleme ber beuttaen pädchenerziehuna. 17: 18.30: Engilch 18.55: Bedeutung" es Rechenstabes für den Staufmann 19 20: Berlin eine Weitatpersönlichkeit., 21: Uebertragung von Berlin 84. Abendunterhaltung. 22 30: Tanzmusit. Breslau, 323. 16.30: Operettenflänge. 18. Der unfichtbare Feind unfere: Wohnungen. 18.50. Ueber Rußland nach Ebina 19.20: Simmelsbeobachtungen im März. 20: Der Icyte Brief. 21: Nordische Mutt. Frankfurt, 429. 15.30: Jugendtunde. 16.30: NachTonacrt. Rege:: Serenede a- dur. Beethoven: Slabierkonzert c- moll. Berlioz: Ouverture Benvenuto Cellini" Schall plattenmufit. Hamburg. 395. 16.15: Stammermusif Sahbn: Streich. Wanderlieder. quartett. Schubert: Trio. 17: Liede: fonzer: 20: Bolfs und Leipzig, 366 10.30: Nachmittagsfonzert 18.55: Tempe mufir. 20.05: Die Aussprache", ebeliche Stomödit von Julian 2an| bau. 20.45: Stamme mufit: Beethoven. Stuttgart 380. 15.50: Filme der Woche. 16.15: Nach mittagskonzert. 18.15: Wie die aube en Bölfer leben. 18.45: Schauspielermemoiren. 19.15 Bastelftunde. 20: Lie berstunde. 21:„ Die silbernen Gloden", elfäffische Bauern Tomödie von Hans Start Abel. erobern! -rbtragbar sind, zur Ausgabe gelangen. Am Programm ist interessant, daß von 82 Filmen, die für dieses Jahr ausgesucht worden sind, allein 35 aus Deutschland stammen, neben 27 von französischer und nur 12 von amerikanischer und 8 von anderer Herkunft. Somming, 6. Diary 1927. Ralifornien war der ebenso durch seinen Buxus der berühmte Chirurg Majo in Rochester im nen abermals, derartige Kinder zu übernehmen und niedergebrannt. Das Waren Eine Sandhofe hat im südlichen Tunis große Ein Weltrekord, der sogar den Tobüber- fallgemein gesundheitlichen Verhältnisse der Jugend| Dazu kam, daß er von außergewöhnlichem Chrgets bolt hat, ist vor ein paar Tagen von einem im Baugebiet. 5. Die Lichtbildzentrale der Deutschen war und schließlich hatte er in lezter Zeit größere amerikanischen Flugzeugführer auf Landeskommission. 6. Wie können und folien die Berwürfnisse mit den Eltern seiner Braut. gestellt worden. In Santa Barbara in Frauen in der Jugendfürsorge tätig sein? Panit bei einem Fabrikbrand. In Lodz ist die wie durch seine Ausbeutevmanieren weit bekannte deskommission für Kinderschutz und Jugendfürsorge Weisemann ein Raub der Flammen geworden. Das Eine Warnung ergeht von der Deutschen Lan Spinnerei von Wolf Fraenkel und die Weberei und berüchtigte Multimillionär C. W. Poſt von in Böhmen. In der legten Zeit mehren sich die Fälle, Feuer breitete sich so schnell aus, daß die im zweiten Battle Creek an einer schweren Blinddarmentzün wo gewiffenlose Mütter ihre Kinder an Pflegefrauen und dritten Stockwerk beschäftigten Arbeiter nicht bung ertrantt. Die Aerzte des Ortes waren gegen Versprechung eines hohen Pflegegeldes abge- mehr ins Freie gelangen fonnten. In der Verzweif hilflos und erklärten einstimmig, daß nur eine ben. Die Mütter verschwinden dann sehr schnell und lung sprangen viele Arbeiter aus dem dritten Stoc Operation innerhalb der nächsten drei Stunden lassen nichts mehr von sich hören, so daß die B fie auf die Straße, wobei mehrere tödlich, andere schwer bent Kranken vor dem Tode reiten könne. Die gefrauen mit den fremben Kindern, verlegt wurden. Die Gesamtzahl der Opfer steht noch Operation felber würde aber mit Rücksicht auf über deren Abstammung fie feine Anhaltspunkte be- nicht feſt. Das weit vorgeschrittene Stadium des Leidens nur siten, in eine mißliche Lage kommen. Wir war Staate Minnesota durchzuführen vermögen. Ja, empfehlen, die Mütter an die Deutschen Bezir sju Winsen( Hannover) ist in der Nacht zum Freitag der Firma Karstadt A- G. in Rochester, das war halt weit, das Tag fast ant gendfürsorgen zu verweisen, wo wirklich) Bedürftigen durch ein Schadenfeuer im Innern völlig ausge andern Ende von Amerika. Die Sache schien Silfe und Unterstützung zu Teil wird. Hoffnungslos zu fein. Aber man ist nicht verbrannt. Die Bewohner des Hauses konnten sich rechtgeblich ein Multimillionär. Herr C. W. Poſt läßt In der Nacht zum Donnerstag mietete ein junger große Warenvorväte dem Feuer und dem Wasser zum Erlebnis eines Berliner Droschkenchauffeurs.. citig retten. Der Schaden ist sehr erheblich, da fich für 25.000 Dollar ein Flugzeug Mann am Potsdamer Play in Berlin eine fleine Opfer fielen. Der Brand soll auf eine veraltete kommen, das alle erdenklichen Bequemlichkeiten Motorbroschte und forderte den Führer zu einer Schornsteinanlage zurüďzuführen ſein. für den Transport eines Schwerkranken aufweift, Fahrt nach dem Grunewald auf. Aar sogenannten fogar Schlafkabinen für die begleitenden sechsleinen Stern stieg der Fahrgast aus und fiel, als Schäden verursacht. Einige Züge sind bereits seit Aerzte und Krankenschwestern. Das der Chauffeur sein Geld verlangte, mit einem Knüp- drei Tagen blodiert. Die telegraphische und teleFlugzeug hat Befehl, mit der höchsten Ge- pel, den er verborgen gehalten hatte, über ihn her. phonische Verbindung ist seit einigen Tagen unter. chwindigkeit, die ihm überhaupt erreichbar Er war aber an den Unrechten gekommen. Der Chauf brochen. ft, durchs Land zu fliegen. Die Schmerzens- feur war geistesgegentvärtig und bedeutend stärker. schreie des leidenden Kranken peitschten den Flug Er verjepte feinent Gegner eine solche Tracht Prügel, seugführer zu unerhörten stilometer- daß er sich wider Willen in die Droschke segen ließ. rekorden auf. Das Schiff raft durch die Lüfte. Dann ging die Fahrt zum nächsten Polizeirevier in und das Wunder gelingt: in zweicinhalb Stunden Halensee. Hier wurde der Mann, der es zweifels find sie am 3: el. Das Automobil der Klinit ohne auf einen Raub abgesehen hatte, als ein jugendficht da, noch ein paar Minuten und der Kvanke licher Verbrecher festgestellt, der zuletzt aus der Für liegt auf dem Operationstisch. Die Chance ift geforgeanstalt in Stettin entwichen ist und sich seitring, aber man will nichts unversucht lassen. Und fiehe da, der Millionär hat Gott sei Dank eine so 19 Jahre alten Fris Brüil. bem in Berlin herumtrieb. Es handelt sich um einen gefunde Konstitution, daß er den operativen Eingriff übersicht, in einen tiefen Schlummer verfällt Revolverattentat einer Verschmähten. Am Donnb sich bale erholt; er ist den Strallen des Todes nerstag morgen, furz vor ach: Uhr, verüote die 34 entronnen! Mit dem Vorsprung von ein paar Jahre alte Emilie Biender aus Rheindorf in Sekunden. Woraus Proleten die erhebende Er- Bayern, wohnhaft in Wilmersdorf, in Berlin- Trep fenntnis schöpfen mögen, daß menschlicher Tatton ein folgenschweres Revolverattentat auf den 55 Iraft nichts mehr unerreich bar ist: sogar dem Ge- Jahre alten Fobritsdirektor Georg Grau. Direktor vatter Tod läßt sich ein Schnippchen schlagen, Grau ist seit einigen Jahren verwinvet und unterwenn man nur das nötige Kleingeld dazu hat und von gesunder Konſtitution ist... Der stetrische Bauernschred. Der neue steiri sche Bauernschred- wie es scheint, wieder ein Wolf- treibt in der Umgebung von Graz fein Unwesen. Vor wenigen Tagen fand man wieder drei tote Rehe, die dieselben Wunden aufiviesen wie die früher gefundenen. Um das gefährliche Tier loszuwverden, hat man schon zwei große Treibjagten veranstaltet, die aber ergebnislos abgebrochen werden mußzien. An beiben Jag den haben mehr als hundert Schützen teilgenom men. Die meisten von ihnen aus Graz, viele auch aus der Oststeiermart, sonar aus Wien war einer gefomumen. Man bat jetzt auch Giftköder ausgelegt und hofft, vielleicht so den unerwünsch ten Jäger unschädlich machen zu können. Die deutsche Prüfungskommiffion für das Lehr Die deutsche Prüfungskommiffion für das Lehrcmt der weiblichen Handarbeiten und der Haushaltungskunde an Bolts- und Bürgerschulen in Prag feil mit: Die Brüfungen aus den weiblichen Handarbeiten und der Haushaltungskunde für Bells. schulen beginnen am 30. Mai d. J. Die Gesuche sind bis zum 9 April bei der Direktion der Prüfungs fommision in Prag 3, Starmelitska 13 einzubringen. hielt feit einiger Zeit Beziehungen zu Fräulein Biebe!. Sie glaubte und hoffte, den Mann gefunden zu haben, der sie heiraten würde. Da der Direktor diesem Wunsche nicht nachkom, war in lester Beit ein 3er würfnis eingetreten. Das ältere Mädchen faßte schließlich den Entschluß, dem Manne mit der Waffe in der Hand die Frace vorzulegen, ob er sie heiraten wolle. Bereits am Mittwoch nachmittag hielt sie sich mehrere Stunden lang vor dem Wohnhaus des D rettors auf, ohne ihn jedoch zu treffen. Am Donnerstag früh erwartete sie ihn bereits seit geraumer Beit. Als Direktor Grau aus dem Haus kam und fein Automobil besteigen wollte, trat ihm Fräulein Biendel entgegen. In jeder Hand trug fie eine Pistole. She der Chauffeur abfahren konnte, brachte sie diesem einen schweren Brustschuß bei. Dann feuerte sie mehrere Schüsse in das Wageninnere ab. durch die Direktor Grau an Kopf und Schulter schwer getroffen wurde. In der Annahme, ihn getötet zu haben, entfernte sie sich von Wagen und brachte sich einen Stoofschuß bei. Alle drei Opfer des Atentats wurden schwer verletzt aufgefunden, und ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aerzte Hoffen allerdings, alle am Leben erhalten zu können. Selbstmord nach dem Autounfall. Der Polizeiwachmeister Steffens in Potsdam hatte in der Nacht zum Freitag einen leichten Autounfall, als er Gautegungen der Deutschen Landeskommiffion. als Führer eines Straftwagens einige Polizeioffiziere In den Monaten März und April finden in den der höheren Polizeischule nach Hause fuhr. In der Gauen des Tätigkeitsgebietes der Deutschen Landes- Dunkelheit geriet er mit einem Stotflügel gegen einen fommiffion für Kinderschuß und Jugendfürsorge in Baum. Während ein anderes Auto der Polizei geBöhmen Tagungen mit nachstehenden Beratungsgeholt wurde, war Steffens plötzlich verschwunden. genständen statt: 1. Welche Vorteile bietet die Ju- Später fand man ihn hinter dem beschädigten Wa gendfürsorge den Gemeinden? 2. In welcher Form gen mit durchschschssenem Schädel. Er hatte sich mit ist die Berufsberatung nach und nach in den Zweig feinem Dienstrevolver erschossen. Steffen darf ols erb. vereinen einzuführen? 3. Welche Fürsorgemöglichkei- fich belastet gelten, sein Bruder ist geistestrank und ten bestehen für die schwachsiinnigen Kinder? 4. Die eine Schwester hat ebenfalls Selbstmord begangen. Jugoslawische Dramatiker. wie es scheint Bette 3. Erstkl. amerik. Qualitätsschreibmaschine SMITH PREMIER GO vereinigt samuiche Errungenschaften aller Markenmaschinen und überragt durch: 46 Tasten 92 Schriftzeichen. Leichtesten Anschlag. Geräuschlosen Gang. Auf mäßige Monatsraten ebenso die beste amerikan. 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Das mag sein. den die Räuber Michael Lakatos, Josef Parkas Aber was einen der Hauptposten in dieser Regie und Peter Siva! sowie einige Zigeuner aus der bildet, verschweigen die Leitungen der Banken Umgebung von Mukačevo sichergestellt. Bollswirtschaft. Konzentration im Kleinhandel. wohlweislich, denn das fnb ble anangomeffen hohen Gehälter der Bankdirektoren. Die Berren Direfioren sind zwar gleich dabei, wenn es gilt, die Einkünfte der Bankbeamten herabzusetzen, aber selbst ein Opfer zu bringen, dazu sind sie zu geldgierig und habsüchtig. In einer der letter Sigungen der Prager Stadtgemeinde brachte der Auch in der Tschechoslowakei vollzieht sich die tschechische Sozialdemokrat Pašef diese Dinge zur Stonzentration dev Betriebe auf den verschiedensten Sprache und der Stadtrat nahm auch einen AnGebieten. Teils sind es Zusammenschlüsse vont trag an, in der er sich für die baldige Heraus Betriebsinteressen, Gemeinschaften, wie wir sie gabe eines Gesetzes aussprach, das die Möglichkeit jeden Augenblid melden fönnen, teils Startell- ber Revision der Bankdirektorenverträge bieten bestrebungen und Anschlüsse der tschechoslowaki würde. Wie groß die Gehälter sind, um die es schen Industrie an internationale Interessen sich hier handelt, haben wir schon vor einiger gemeinschaften. Zeit angeführt und berichtet, daß jeder der fünf Hervorzuheben ist aber, daß sich auch im Oberdirektoren der Zivnostenffa banka nur an Kleinhandel eine Konzentration vollzieht. So er festen Bezügen allein zwei Millionen Kronen richtet die Meinl A.-G. in allen größeren und fährlich bezicht, nicht gerechnet die Tantiemen, die Kleineren Städten Filialen und verdrängt den die Herrschaften als Verwaltungsratsmitglieder Kleinhandel. In der letzten Zeit bemüht sich verschiedener Unternehmungen einheimſen. Bei nun auch die der Regiobant gehörige Centrofom- ben Direktoren der anderen Banken ist es ähnlich mission in Detailhandel einzubringen. Sie hat und die Fälle, daß der Leitungsapparat der Zen die Kolonialwarenabteilung der Straluper Mine- trale mehr persönliche Verwaltungsauslagen ber ralölraffinerie, die unter dem Namen Zeimer schlingt als auf hunderte von Beamten fällt, iſt, firmiert hat, ausgekauft und in ihren Besiß ist in wie wir der letzten Nummer des„ Bankbeamten" den letzten Tagen die große Prager Firma Karl eninchmen, gerade in den Mittelbanken eine krasse ulit übergegangen, die in allen Stadtteilen Erscheinung. Es wird notwendig sein, daß man ihre Filialen unterhält. in die Gehaltsverhältnisse der Direftoren einmal Die Kaufleute beklagen sich immer darüber, hineinleuchtet, dantit die Oeffentlichkeit sicht, wie taß ihnen die Konsumvereine die Kundschaften auf der einen Seite die Bankdirektoren cas Geld wegnehmen und find infolge ihrer Gehässigkeit zusammenschachern und auf der anderen Seite die gegen die Genossenschaftsbewegung blind gegen- Industrie ausgebeatet und die Bankbeamien über den Gefahren, die ihnen seitens des Groß schlecht bezahlt werden. fapitals drohen. Gerau so wie die Großindustrie dem Kleingewerbe ein Ende macht, so schränkt auch das Großkapital im Handel den kleinen Saufmann immer mehr ein. Die Gehälter der Bankdirektoren. Weitgehende Betriebsitillſtände bei der Firma Schicht. Die angekündigte Betriebseinstellung in den Aufsiger Schichtverken ist eingetreten. Wenn Eine der schädlichsten Erscheinungen des auch nicht vollständig, wie es anfänglich hieß, ſo Wirtschaftslebens ist der hohe Zinsfuß, der die doch in einem Maße, daß es für die Arbeiterindustriellen Produktionskosten belastet, die Ston- ſchaft eine ernste Belastungsprobe darstellt. Vom Patriarch, spricht sie frei, weil sie gemordet hat zum Besten ihres Kindes. Wie die Arbeiterschaft dabei bestehen kann, Stillstand betroffen sind der Seifenbetrieb, die Deljabrif, die Speisefettfabrik und die Delreini schen, Voinovic entlastet eine Frau, die getötet hat, gung, insgesamt gegen 350 Avbeiter. Wie lange durch den Zweck öffentlich( nicht bloß moralisch im diese Stillstände andauern werden, kann nicht geHerzen des Zuschauers durch das altbewährte aristo- Obwohl nun die Ideen: für junge Siedler, zum fagt werden. Bei einigen Abteilungen heißt es telische Apothekerrezept: Mitleid und Furcht), auch Besten des eigenen Stindes zu töten, uns wie eine drei Wochen, in der Seifenfabrik, welche mit Es kann unter besonderen Umständen ein mehr Betar Petrovics Lustspielchen behandelt menschliche andere Welt anmuten, der gute Zwed der Tätigkeit einem Drittel der Belegschaft eingeschränkt weials gewöhnlicher Nuben von der Kenntnis fremder Instinkte offen und herzlich! Hinter all diefen in sluics Drama, das Motiv der Schande in Voj tergeführt wird. ist es überhaupt unbestimmt. Dramatit ausgehen. Besonders für einen Deutschen. 3been steht die dominierende Leidenschaftlichkeit die- novics Werk einem deutschen Dramatiker zu einfach, Außerdem besteht die Gefahr, daß die Firma in chemt gemeiner auferjährige ben vielen anderem ſes Sidvolkes, gemischt aus autochtonen Elementen, faft überlebt, oder zu pädagogisch erſchienen, so ist der einmal so schön begonnenen Praxis fortfahren Eine anderthalbtausendjährige Kultur hat an mangomeißelt und so der oft zu Unrecht zu einem Meißel dieser Kultur slawischer Grundmasse und einem Schuß Römerblut die fesselnde Leidenschaftlichkeit des Wie, der Art und auch die anderen Abteilungen je nach Beeinen Lebensnerv unferes Geift- slebens getroffen und die Leidenschaftlichkeit, die sich in allem äußert, der Szenen, der dichterischen Ausbrüche ihrer Ber- darf auf fürzere oder längere Zeit zum Stillstand denkt nur an die Blutrache Schaudergeschichten der sonen atemberaubeno, wenn auch oft äußere, naive bringen wird. - auch getötet; ach, wir besaßen einmal Geister, wie Schiller, Kleist, Grabbe, Büchner, Jugend! Dieser leidenschaftliche Impuls will aber Wittel: Blip, Donner, Gespensterstimmung veriveneinmal Geiſter, wie Schiller, Kleiſt, Grabbe, Büchner, von diesen Dichtern in normale nächstenfreundliche det werden. Auch das Lustspielchen„ Čižmy"( Stiefel) ob sie hungern muß, das ist der Firma nebenwir schauen auf die Werke wie„ Die Räuber"," Pen Bahnen gelenkt werden: ist eine naive, herzlich gemeinte Nederei über den fächlich. Sie betrachtet lediglich ihren Betrieb thefilea"," Napoleon" Woyzet".„ Medea", wie auf Aberglauben einer jungen Bäuerin, nur wenn vom kaufmännischen Standpunkt. Man nennt sehr herrliche Antiquitäten aber wenn wir auch die In Stevo Klincs Drama Na novoi grudi" feinen Seelenrhythmen Ernst Barlachs, Brechts tötet der Held, der Kolonist Milan Perkovic, räube- Schaftstiefel im Hause soien, wäre die Empfängnis das auch„ Rationalisierung": Die Betriebseine Schmußbrauiens, Hanns Henny Jahns Grausam- rische Arnauten, um die neue füdserbische Stolonie eines Söhnchens gewährleiſtet! Gin Volt muß schon richtungen technisch vollenden, die Produktion und feiten. Bronnens freuse Extravaganzen vad nicht den neuen Bauern zu bewahren. Seine Frau win so jung sein wie das jugoslawische, daß kein Zensor Arbeitsleistung auf das äußerste zu forcieren und zuleyt Tollers und Staters Ratechisanen beachten, ihn, von einem Pseudohumanisten Ivan Svetic be- die Stochstürzen" über das herzige Geplander der nach Füllung der Lager und Schwächung des AbBäuerin deckte! satzes sofort den Betrieb stillegen und die Arbeiter fo fehlt uns bis jetzt der Sturm jener aufgezählten schwatt, der sie für sich gewinnen will, verlassen, i Die Regie bei Kliucs Na novoj grudi" führte feiern lassen. Das ist die moderne BetriebswisAntiquitäten! weil er tötet, und wird erst im letzten Moment Stepanet verständnisvoll, bei Vojnovics Acqui- fenschaft der heutigen jungen Generation, die Das tschechische Theater bringt aber Impulse, ab absurdum geführt, durch einen büdischen Angriff noktien Milan Svoboda mit entsprechender Wild- Amerikanisierung der Produktion. Bei Geschäfts die nicht bloß bas tschechisch:, fordern auch das der Arnauten Osman Redži und Koli Nugi, dadurch, heit, bei Petrovics„ Čižmy" Stejskal student- gang Ueberstundenschieberei, ein Haften und europäische Drama von seiner undramarischen e- daß sie selbst tötet und ihren Gatten rettet. sprechend. Eine besonders große Leistung, die ihres- Jagen und gleich darauf die Arbeiter aufs Trofhangie erweden tönnten! Auch Vojnovics Drama tost von, noch verhal gleichen sucht, ja an große Epochen erinnert, war fene setzen. Dies alles in einer Zeit, wo die Jugoslawische Lichter in den tschechischen Thea tenen, Leidenschaften. Das Motiv gehört mehr den die Jella Hübnerobas, ihre Wahnsimsaus Arbeiterschaft, dant der Zoll- und Wirtschaftstern haben bewiesen, daß unsere zivilisierte Anschau- untersten Voltsschichten an: Nicolo Marinovic hat brüche sind folossal. Sonst ragen in diesem Srück politif der bürgerlichen Regierungsparteien, ohne ung wahre neue dramatische Impulse nicht ver- ein Mädchen in Schande zurückgelassen, tommt zu Boitas Marinovic, Deyls Sohn, Viesners bin schon entbehren muß. Auf ein Entgegenkom trüge! Tenn sie brachten neue Impulse. Drei Stüde, rüd: seine Geliebte ist eine weißhaarige Frau, die blinder Vlaho und Suchenkovas Anica hervor. men von Seiten der Firma kann die Arbeiterein Drama von Ivo Vojnovic( Aequinoftium), eines Schande ein Sohn, dem der Vater ohne zu wissen In Na novoi grudi" spielen Stepanet, Ihschaft nicht rechnen. Bei Stillständen in frithevon Stevo Ninic( Na novoj Grudi) und ein Lust- Nebenbuhler wird, da er sich jung verheiraten will! Tová, Brbsky sehr gut, der Ivan Svetic des rer Zeit entschädigte die Firma die Arbeiter bis spielchen von Petar Petrovic entfesselten nach Der Vater der Braut will diese zwingen. Niko Herrn Saas jedoch ist eine vorbildliche Leistung zu 50 Prozent des entgangenen Lohntes. Heute den ersten Worten wahre Stürme von Leidenschaften, Marinovic erfährt alles und will trotzdem sein eines Viebhabers: aesthetisch und fein während hat das Millionenhaus Schicht für solche Ausatemloſe Dramatik, und wiesen eine für uns mit" tech" auf das Weib geltend machen, quält die Milan Perkovics( Stěpáner) gans Straftmensch ist. gaben kein Konto mehr. Auch eine Lehre für die Haffizistisch- humanistischen Phrasen überfütterte Frau mit den weißen Haaren so lang, bis sie ihn als besonders herzig und gelungen erschien Mitteleuropäer neue und auspornende Anschoatung mit der Hacke erschlägt. Dann will das Volt sie brielobás Geplauder( Smilja auf. Stevo Kluic verteidigt die Tötung eines Men- lynchen und erst der Pfarrer des Orbes, cine Art Schicht- Arbeiter und sogar eine heilsame. Sie a 1 Čižu). Dr. G. F. erkennt jetzt, daß der einzige Halt für sie die ge wertschaftliche Organisation ist. Gette& Deutscher Arbeiter- Turn- und verein Prag. Sport.b. Da ichard Mahr infolge plöglicher ertagite, halb 10-1 mud 3-7 Uhr. Aranta- Biskaffe. Am Montag, den 7. März, veranstaltet der Berein im Uronia- Rino( Smečfagaffe, Handwer. ferheim) eine ondervorstellung mit dem Motto: Der Film im Dienste der Körperkultur Zur Vorführung gelangt der proletarische Kulturfilm: Die neue Großmacht, einte padende Wiedergabe der glänzenden Bilder bon der Frankfurter Arbeiter Olympiade. Dazu Aufnahmen vom Karlsbader Bun besturnfest und als Beigabe die verfilmte Massenlundgebung beim Begräbnis des Genossen Sillebrand. Die Vorstellung beginnt um 10 Uhr abends. Bläge zu 2, 3, 4, 6 und 8 K. Sartenvorverkauf beim Vereinsfaffier Tetenta,( Nefazanfa 18), bei Optifer Deutsch, im Verein deutscher Arbeiter, sowie bei den Funktionären. An alle Vereinsmitglieder, sowie an die Angehörigen der Prager Bruderorganisationen ergeht der Ruf, diese Sondervorstellung zahlreich zu besuchen. Die Bereinsleitung. Kunst und Wissen. Kleine Bühne." Toni von Gina Kaus. Wran- Urania- Kino". Frankung fein Gastspiel absagen mußte, singt Smetschlagasse, Tel. 20429. den Ochs von Lerchenau der erste Bassist der Dres. dener Staatsoper Kammerfänger Adolf Schöpf. Iin.( Abonn. aufgeh.) Anfang 7 Uhr. „ Der Feldherrnhügel" mit den deutschen Dri„ Cardillac", die neue Hindemith- Oper, gelang ginaltiteln. Der große Lacherfolg dieser Spielzeit! Dienstag, den 15. d. M. unter der musikalischen Roda Roda, Harry Liedtke, Mizzi 3we. Leitung alegander Zemsinstys zur Erstaufführung. rns. Wron- rania- Kino. Senie 3, halb 6 Operettenuraufführung„ Mis Chocolate". In und 8 Uhr. Morgen halb 6 Uhr. Sonst täglich der Kleinen Bühne findet in der übernächsten Woche halb 6 and 8 1hr. Smetschlag. T. 20429. die Urauffurung der Lustspielopererte„ Mi B Chocolate", Teyt von Hans Regina Nad und Rudolf Stadler, Musik von Bernhard Grün, statt. Mitteilungen aus dem Bublifum. -Literatur. Aus der Partei. 4577 Deutsche scialdemokratische Bezirksorganisation Brag. Dienstag, den 8. März, abends halb 8 Uhr, im Zimmer der Bildungszentrale, Prag II., Nekazanta 18, Bezirksvertretungssitzung. Das bestimmte Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. Jugendbewegung. Kulturwille Nr. 3- IV. Hunger und Sicbc." Cinzelnummer 25 Pig., Jahresabonnement M 2.40, Probenummer frei( Berlag Arbeiter- Bil Unser demokratisches Zeitalter hat den Unterbungs- Institut, Leipzig, Braustraße 17). Beim schied zwischen arm und reich, hoch und niedrig ebenso Ueberfliegen der Themen der neuesten Sondernumverwischt wie es die Kluft zwischen Stadt und Land, mer des stulturwillens: Julius Scharel- HunGroßstadt und Provinzstadt überbrüdt hat. Bildung, ger und Liebe, Victor Noad Wohnung und Gegesellschaftliche Formen, moderne Kleidung sind Geschlechtsleben ein Staatsproblem, Dr. Linsert meingut aller geworden. Die reiche Dame" zum Abtreibung und Strafgeseßentwurf, Arthur- ee Frauenschidsal, Dora Fabian Staat Beispiel unterscheidet sich von der kleinen Beamtin" hofauf der Straße oder beim Tanz höchstens durch die und Ehe, wird man finden, wie Hunger und Liebe Rostbarkeit im Material, aber nicht mehr durch den auch heute noch die Motoren der Welt sind. BesonSchnitt und Geschmad in ihrer Kleidung. Auch das ders wertvoll wird der Kulturwille dadurch, daß er Mädchen vom Land, die Frau aus der Provinzstadt offen und rückhaltslos zu den Fragen ciner neuen weiß sich in Rede und Benehmen längst schon so zu Geschlechtsmoral Stellung nimmt und tief in die geben wie die Großstädterin. Nur in der Kleidung fozialen und sittlichen Abgründe der heutigen Gesell haftet ihr meist noch Provinz" an. Daran ist aber schaft hineinleuchtet. Die Titelseite und 6 Holzschnitte nicht etwa der schlechte Geschmack der betreffenden des Leipziger Künstlers Werth sind es wert, als EinDamen schuld auch in puncto Geschmad, sind sie selblatt oder Mappe( zum Preise von Mr. 1.50 pro längst Großstädterinnen geworden- sondern der Blatt) vom Verlag bezogen zu verden. Wieviele Umstand, daß sie draußen, in der Provinz, nicht das geistig regsamte Genossen mühen sich um Klarheit in Richtige zu laufen bekommen. Kein Wunder, denn den Gegenwertsproblemen, hier ist die einzige Bildie Großstadt mit ihrem riesigen Kundenkreis und bungszeitschrift, die immer wieder aktuelle Fragen Fremdenverkehr ermöglicht die Existenz wirklicher in anregender und fachlicher Art behandelt und InGroßbetriebe. Und gerade auf dem Gebiete der teresse für die kulturellen Fragen unserer Tage Man weiß nicht, ob dieses Stück ohne Wedekinds Frauenkleidung fann nur ein Großbetrieb leistungs- wedt. Frühlings Erwachen" dem Stoff nach denkbar iſt: fähig sein, viele und teuere Originalmodelle laufen, entweder wäre es gar nicht geschrieben worden oder erstklassige Arbeitskräfte anstellen, ständig ein großes es hätte ungentein originell gewirkt, aber das ist Lager unterhalten usw. Unsere Republik hat aber nicht zu entscheiden; wesentlich ist nur, ob und wie nur eine wirkliche Großstadt, Prag. Wie nun die weit Toni Kriegers Charofter über Wendla Berg Damen aus der Provinz selbst aus den entlegenmann hinaus geht: und da können wir feft- ſten Gegenden, umsonst nach Prag zum Einlauf fahstellen, daß Wedekinds Wendla ein Opfer ren können, unterrichtet sie das heutige Inserat der jener Zeit, und gesetzt den Fall, daß sie nicht Firma Busch auf Seite 6 unseres heutigen Blattes. von den Folgen der Abtreibung jener Fruch: gestorben wäre, die sie von ihrem auch geschlechts. unreifen und geschlechtshungrigen Freunde Melcht Gabor empfangen hatte, von ihrer prüden Zeit so erzogen worden wäre, wie Frau Krieger, Tonis Mutter, die dumm und einfältig, ihr Kind nicht sersteh: Toni aber, wenn man absicht von den Gepflogenheiten einer modernen Girl( also dem äußerlich Neuen), hat einer damit übereinstimmen. den innerlich neuen Kern: fic will! toi II!! will!! weiß selbst nicht was: erst am Ende Anstellungsgaftspiele der Operettensängerin Bertl des Stüdes erfähr: sic es: ihr Leben felbft Gräbener vom Theater an der Wien. Freitag in positiv aufbauen! Nicht sich den Manne hin- Teresima"( 102-2) und Sonntag, den 13., in geben, sondern sich den Menn nehmen! Darum emp8irkusprinzessin"( Ab. aufgeh.). findet sie die brutale Liebe, des Zimmerherrn AnSpielplan des Neuen Deutschen Theaters. dreas, auf deren Befehl sie fommut, ja Nächte martet, als Beleidigung, denn sie fühlt, fie gibt sich ihm hin, Heute, Sonntag, 11 Uhr: Deutscher Singverein; weil sie gegen ihn schwach sein muß!-d ihre 2½ Uhr Arbeiter.Vorstellung:„ Tartuffe" 3er. Teste Schwäche ist es, wenn sie ihres( etwas schemen- brochener Krug"; 7 Uhr, Gastspiel Schöpflin: haften) Freundes Michaels Ancubieten, den Belet- Rosenkavalier". Montag, 7 Uhr: leder. man 8"( 98-2). Dienstag, 7% Uhr:„ Tiefland" diger" zu töten, annimmt; sie erkennt erst nach Belauschung des Gesprächs zwischen Andreas und( 992). Mittwoch, 7 1hr: Garten Eden". Michael der seine Brutalität als Angst von ihrem Donnerstag, 7% Uhr: Ariadne auf Nagos", Willen zu nehmen demaskiert) ihr Wesen. Michael, Freischü"( Seriensprung 101-1). Freitag, zu dem der Theaterschluß wie eine Faust aufs Auge 7 1hr, Gastspiel Bertl Graebner: Teresina" paßt sind ihre erste Stufe: sie will ihn lieben,( 102-2). Samstag, 7 Uhr:„ Mantei", Schwe. jie will leben, tritt über ihn ins Leben ein., fie fter Angelita", Gianni Schicchi"( 100-4). tut bewußt, frafivoll, was ihre Vorschwestern nur Sonntag, 2½ Uhr, Arbeitnehmer- Borstellung: Im duntel fühlten: Bewußtes Programm, oft feuilictoni- weißen Röß I"; 7 Uhr, Gastspiel Bert! Graebner: stisch verbrämt, oft störend in seinen zeitlich beschränk. ten Auseinandersetzungen über Weininger, Freud usw., und in tiefphychologischen Zügen, auch Menschlichem, ein nicht allzukräftig anmutendes dra matisches Gebräu. Das zweifellos Positive daran ist der Versuch einen neuen Menschen gestalten zu wol fen! Muß es in dieser brodelnden Zeit nicht Versuch bleiben? und Stramers Regie war nicht immer ganz einheitlich doch dramatisch fördernd! Die Szenen entbehrten nicht des warmen menschlichen Tons, dessen dankbar gedacht sei, der Traum z. B. aber war migraten, oft Justspielhafte Wendungen unterstrichen den feuletoni stischen Ausschlag des Stückes zu schr! Vaula Wessely hat erst im 2. Teil den vollen Ton zur Toni gefunden, es war fast fühlbar, daß sie erst zart, vorsichtig eine Brücke vom Festland ihres Soubrettentums auf diese dramatische Insel schlug- doch diese Brücke wurde immer fest und fester und zuletzt ging eine solche Wärme von ihr aus, daß man sie verstchen mußte! Jantsch als Andreas war sehr gut: dezent und wußte mit feinen Stichen sich in der Rolle eines ,, nicht unbedeutenden Dußendmenschen" zu beschränfen, Michaels flaue Rolle bearbeitete Padlesak schr brab, Medelsfys, Mutter war warm; von den Episo denrollen sind zu nennen: Brunos Bort, Ondras Traumgestalt der Erde, Lili Baders Dirne, Bort wirkte gut, Ondra schön, Vader echt. Von den Schulmädchen muß man neben Franja Frey auch Margarete Schell als brav beloben. Königsmarks Nathan-sohn bewirkte Lacherfolge. -1bAn der Münchener Staatsoper hatte die Nr. aufführung der Oper„ Coeur Dame" von Sugo Röhr, einem Leitmerizer, der an der Münchener Oper als Stapellmeister und an der Staats- Akademie als Professor wirft, st arfen Er. folg. Die Oper gelangt demnächst an den Landestheatern in Starlsruhe, Koburg, Braunschweig und an den Städtischen Bühnen in Hannover und Dortmund ebenfalls zur Aufführung. Ein Völlerkarneval ist die Devise des diesjäh rigen Maskenballes der Union der Geschäftsreisenden und Vertreter, welcher bereits am 12. März im groSoz. Jugend, Prag. Mittwoch, den 9. d M., Ben Luzernafaale stattfindet. In Anbetracht der um 8 Uhr abends, Verein deutscher Arbeiter, Vor. massenhaften Beteiligung sämtlicher Völker und Men- tvag des Genossen Dr. Emil Franzel über das schenrassen empfiehlt es sich, den Kartenumtausch be- Thema:„ Wer ist die öffentl. Meinung." reits ab 7. ds. Mts. im Sekretariate der Union, Zahlreicher Besuch wird erwartet. Der Ausschuß. Prag II., Jungmanova 29, zwischen 15-18 11hr nachmittags, vorzunehmen. 4576 Die 3irtusprinsessin". Montag, 7 11hr: Schwalbenneft"( 103-3). Spielplan der Kleinen Bühne. Heute, Sonn tag, 3 Uhr: star, laß dich nicht verfü h. ren"; 7% Uhr:„ Toni". Montag, Bankbe.amten: Weibsteufel". Dienstag:„ Toni". Weittwoch: Spiel im Schloß". Donnerstag: Kopfoder Schrift". Freitag, Kulturverband: Weibs teufel". Samstag: Toni". Sonntag, 3 Uhr: Spiel im Schloß"; 7% Uhr: Flucht". Mon. 10g, Bonbeamten: Dover- Colaia". Vereinsnachrichten. „ Urania". Wochenprogramm: Heute, halb 11 Uhr: Das schwarze Ge schlecht", stulturfilm. Heute, halb 5 Uhr:„ Lebenselemente Der Vereinigten Staaten von Nordamerita", mit Lichtbildern. Prof. Tomaseth. Montag, halb 7 Uhr: Experimentelle Geschwulst forschung". Univ.- Prof. Bail. Anschließend an die Generalversammlung der Röntgengesellschaft. Montag, 8 Uhr: Das schwarze Gcschlecht"," Stulturfilm. Dienstag, 8 Uhr: Das Meer als Nahrungsquelle des Menschen" mit Lichtbildern. Univ.- Prof. Dr. Cori. Vierter( letter) Vortrag ,, Aus dem Reiche der Natur". Dienstag, 8 Uhr: Urania Bastelkurse. Mittwoch, 3 Uhr: Nindernachmittag ( Kinosaal). Mittwoch, 6 Uhr: Erziehungsberatung. Mittwoch, halb 7 Uhr: Die Edda". Univ. Prof. Dr. E. Gierach. 5. Vortrag:„ Charakterbilder der Weltliteratur". Freitag, 7-10 Uhr: Urania Radiobund. Samstag, 3 Uhr: Kulturfilm. Dazu sämtliche Aurse der Urania- Volkshochs Ronzerte: Casals, Wiener Philharmoniker für Urania- Witgl. erm. Karten. Der Don Rosaten- Chor wird am 18. d. M. schule. im Luzernajaale ein einziges Nonzert geben. Heute Feftvorstellung„ Der Rosenkavalier" zur Geier bes Geburtstages des Präsidenten der Repufarten- Erneuerung, Witglieder Nenanmeldungen, Karten zu allen Veranstaltungen, MitgliedsVerlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines SELCHWAREN der Firma HEGNER& Cle., PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cie., PILSEN, SIND DIE ALLERBESTEN! Kuh& Kretsch Erzeugung sämtlicher feiner Liquere, Rum und Brandy etc. sowie alkoholfreier Getränke Teplitz- Schönau Engros- Verkauf im Hofgebäude Büro I. Stock Eingang durch den Hausflur. Konkurs. 4527 gelangt auf Grund des Beschlusses vom 15. Feber Bei der Bezirksverwaltungskommission Karbig 1927 die Stelle eines Konzeptsbeamten nach den Bestimmungen der Geseze vom 3. Oktober 1907 und 23. Juli 1919 zur provisorischen Besetzung. Der Dienstantritt hat sofort zu erfolgen. Die Bezirksverwaltungskommission behält sich die definitive Anstellung nach Ablauf cines Probejahres vor. Bedingungen: 1. Tschechoslowakische Staatsbürgerschaft. 2. Alter bis zu 35 Jahren. Bonntag, 6. März 1927. Wir beginnen mit dem FrühjahrsVerkauf! b. Bei dieser Gelegenheit haben wir für unsere p. t. auswar eine große überraschung tigen Kunden vorbereitet, indem wir ihnen die Möglichkeit geben, umsonst nach Prag bei einem Einkauf von mindestens Kč 5001 Fahrt III. Klasse Personenzug, v. Wohnsitz des Käufers nach Prag, bei einem Einkauf von mindestens Kč 9002 Fahrten III. Klasse Personenzug( Her- und Rüdrenje), bei einem Einlauf von mindestens Kč 14002 Fahrten III. Klajse Schnellzug( Her- und Rüdreise), bei einem Einlauf von mindestens Kč 25002 Fabrien II. Klasse Schnellzug( Her- und Rüdretje). Die Einlaufssumme fann sich aus mehreren Stüden zusammenseßen( 3. B. Mantel u. Kleid, Pelz und Kleid). der Einlauf muß aber auf cinmal erfolgen Die Fahrivergütung gewähren wir nur gegen Borlegung einer mit Photographie versehenen - amtlichen Legitimation, aus der der Wohnort ersichtlich ist, alio Reisepay. Bürgerlegitimation ( hingegen nicht Kon friptionsbogen u. dgl). Die Fahrtbergütung wird vom Kaurspreis in Abrechnung gebracht. Unsere Preise sind wie belanni- fest, auf jedem Stück deutlich ersichts lich und für jedermann gleich. Die e Fahrivergütung gilt für ganz Böhmen, Mähren u. Schlesien. Bei Orten ohne Baynstation wiro die Vergütung von der nächsten Bahnstation an gerechnet. Kunden aus der Slovaket und Karpatho Rußland vergüten wir die Fahrt ab flovatisch mährisch., resp. slovatisch- schlesisch. wrenzstation- jonit zu gleich. Bedingungen wie oven. 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